Ur. 68. RbonnementS'Bedlnsunsen: ÄBomienicnlä- Preis pränumerando! BierteljShrl. ZLV Mr, monoU. 1,10 SRI,, wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. irinzelne Nummer S Pfg. Sonntags. »unimer mit illustrierter Sonntags- Beilage.Die Neue Welt' 10 Pfg. Post. Abonnement: 1.10 Wart pro Monat. Eingetragen in die Poft-Zeitungs- Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarti 2 Marl, für das übrige Ausland -z Marl pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland. Italien, Luxemburg. Portugal. lltumänien, Schweden und die Schweiz. 23. Jahrg. kllcheinl lag»»»8er montags. Verlinev VolKsblcM. Zcntralorgan der rozialdcmokratifcbcn Partei Deutschlands. Die TnIfrlion$»Gebüi)f betrögt für die fechsgefpaltene Kolonel- zeilc oder deren Raum 50 Pfg., für politische und gewerlschaslliche Vereins. tmd VersammIungs.Anzeigen ZV Pfg. „Klelnt Hnzeigen". da» erste(fett. gedruckte) Wort all Pfg., jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlaf- stellcn-Anzeigen daS erst« Wort lv Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Wort« über IS Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate silr die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittag» in der Expedition abgegeben werden. Di« Expedition ist vi» 7 Uhr abend« geöffnet. »elegramm. Adresse: „SnuiMMknt leriin" Redaktion: SM. 68, Lindenstrasse 6g, JvernfUrrrfier! Amt IV. Nr. 1983. Expedition: SM. 68, Lindenstraaec 69. Fernsprecher! Amt IV. Nr. 7984. Büitelei und Spitzelei. Wie wir bereits mehrfach feststellten, hat es diesmal die bürgerliche Presse mit einigen verschwindenden Ausnahmen für unnötig gehalten, von dem neuesten Spitzelreinfall der Verliner politischen Polizei Notiz zu nehmen. Namentlich die freisinnige Presse bewies wieder einmal ihre politische Gewissenhaftigkeit und Genialität durch völliges Totschweigen der skandalösen Affäre. Daß die reaktionäre Presse über den so kläglich mißlungenen Bespitzelungsversuch mög- lichst schnell zur Tagesordnung überzugehen suchte, ist ja be- greiflich. Ebenso wenig nehmen wir es Blättern vom Schlage der„Täglichen Rundschau" und der„Berliner Neueste Nachrichten" übel, wenn sie mit zynischer Gelassen- beit die Frage aufwerfen, was denn an dem Vorkommnis überhaupt Bemerkenswertes sei? Die betreffenden Beamten hätten zwar etwas pfiffiger zu Werke gehen sollen, allein die systematische Spitzelei der politischen Polizei sei ganz in der Ordnung gegenüber einer Partei, die den Umsturz des Staates erstrebe und selbst keinen Anstand nehme, ihr zuge» tragene Heimlichkeiten dieses Ordnungsstaates der Oeffent- lichkeit preiszugeben. Für„Ordnungs"organe ist diese Auf- fassung der inneren Politik ja ganz in der Ordnung. Zu- mindest von der freisinnigen Presse hätte man freilich erwarten sollen, daß sie diesen Standpunkt nicht teile, viel- mehr nicht nur das Unmoralische, sondern vor allen Dingen auch das beispiellos Unsinnige einer solchen staat- lichen Spitzel, und Bütteltaktik zu begreifen imstande sei. Die Spitzeltaktik, die sich in dem täppischen Reinfall des letzten Polizeicoups offenbarte, ist ja keine Einzel- erschein» ng in unserem politischen Leben, sondern— ebenso wie die Bütteltaktik der gewaltsamen Knebelung der modernen Arbeiterbewegung— nur der Ausfluß des ganzen Systems. Die Arbeiterklasse kämpft um die Eroberung politischer Rechte, für eine Umgestaltung unserer ungesunden sozialen Verhältnisse— und die herrschenden Ge- walten unseres Klassenstaates glauben dieser allgewaltigen. in dem breiten Strombett des modernen Klassenkampfes un- widerstehlich einherflutenden Bewegung durch die kleinlichsten und gehässigsten Polizeimittel einen Damm entgegensetzen zu können! Das System der Schikanen, der Drangsalierung und der Bespitzelung, das der Arbeiterbewegung gegenüber kläglich versagte, als sie noch eine kleine Partei war. die nur einige hunderttausend Anhänger zählte, das unter dem Sozialistengesetz schmählichsten Schiffsbruch erlitt, soll heute noch gut und wirksam genug sein, um der D r e i m i l I i o- nen Partei Herr zu werden. Das ist eine so bodenlos unsinnigeTaktik, daß die Sozialdemokratie selbst da- für nur ein Hohnlächeln hat. Aber gerade den frei- sinnigen Parteien, denen es als Anbänger des bürger- lichen Staates und der kapitalistischen Gesellschaftsordnung doch durchaus nicht gleichgültig sein kann, wenn dieser Staat sich blamiert und diskreditiert, hätte die neueste Spitzelaffärc alle Veranlassung geben müssen, gegenüber einer solch törichten und blamabeln Taktik den allerschärfstcn Protest zu erheben I Daß die Bureaukratie noch heute mit den kindischen Mittelchen aus sozialistengesetzlicher Zeit arbeitet, darf bei der Schwerfälligkeit dieser Bureaukratie nicht wunder nehmen. Sie zehrt noch an den glorreichen Traditionen der Zeit der Pcuckcrt, Tausch und Konsorten, jener Zeit, wo man anarchistische Wahnsinnstaten züchtete, um dem Spießertum einen Greuel vor dem Umsturz einzuflößen. Daß alle diese Lockspitzcleien nichts fruchteten, daß die Arbeiterklasse� im Gegenteil um so rascher die anarchistischen Kindereien über- wand, um sich in der sozialdemokratischen Partei eine macht- volle Waffe des Klassenkampfes zu schmieden, das braucht eine subalterne Bureaukratenintelligenz nicht stutzig zu machen. Und schließlich existiert ja die politische Polizei, damit sie sich auch in ihrer Art ein Tätigkeitsfeld sucht i nicht sie, die Erckutive des Klassenstaates, ist in letzter Instanz für die läppischen Methoden der Spitzelei verantwortlich, sondern ihre A u f t r a g g e b e r. der P o l i z e i st a a t. Und wenn die bürgerliche Presse ihr vorwirft, daß sie ihr Handwerk allzu plump betreibe, so sollte man bedenken, daß sie nicht verpflichtet ist, mehr Intelligenz zu be- sitzen, als ihr Arbeitgeber. Die Verantwortung für die Tölpeleien der untergeordneten ausführenden Or- gane fällt also zurück auf den eigentlichen Verant- wortlichen: den Oronungsstaat, der eine politische Polizei unterhält, damit sie die proletarische Klassenbewegung un- schädlich mache. Und zu den Verantwortlichen gehört auch das liberale Bürgertum, das eine so abgeschmackte und sinnlose Institution wie die politische Polizei duldet. das nicht einmal einen Versuch macht, dies Rudiment vor- märzlichen Polizeigeistes zu beseitigen, das krampfhaft beide Augen schließt, um ja nichts von der vorsint- flutlichen Polizciwirtschaft sehen zu müssen, die ein modernes Staatsgcbilde dem Fluche der Lächerlichkeit preisgibt. Schon der famose Fragebogen der politischen Polizei hätte der freisinnigen Presse die Augen über die unsäglich rückständigen Auffassungen dieses Institutes und seiner Ar- beitgeber öffnen müssen. Da wollte man erfahren, wann TemonstrationSversammlungen geplant seien: wie diesmal der Fricdhofsbcsuch am 18. März arrangiert werde: wann und zu welchem Zweck Parteivorstand und Berliner Stadt- verordnete mit dem Aktionsausschuß zusammenkämen: wie sich die„leitenden Kreise" zur Frage des politischen Massen- streiks stellten. Diese Fragen entsprangen doch sicher nicht müßiger Neugier, sondern der revolutionsromantisch oben- teuerlichen Vorstellung, daß die genannten Parteiinstanzen eine gefährliche Verschwörerbandc bilden, bei deren Zu- sammenkünften die furchtbarsten Attentate gegen den Staat und die heilige Ordnung angezettelt würden. Nachdem durch die rechtzeitigen Enthüllungen der„Täglichen Rundschau" und der„Post" am 21. Januar Thron, Altar und Eigentum glücklich vor einer schrecklichen Gefahr bewahrt worden, gilt es jetzt, neuen Anschlägen rechtzeitig auf die Spur zu kommen, damit wiederum die nötigen Vorbereitungen getroffen wer- den können, um Putschversuche gleich im Keime zu ersticken. Wir übertreiben nicht: denn wenn nicht in maßgebenden Kreisen solche Wahnvorstellungen verbreitet waren, wozu hatte man dann an dem Wahlrechtssonntag in ganz Preußen solch beispiellose kriegerische Vorbereitungen getroffen, durch die man im Auslande, dem man doch sonst so zu imponieren sucht, den Anschein erwecken mußte, als stehe Deutschland am Vorabend einer Revolution? Oder wäre die Mobilmachung nur deshalb erfolgt, um der Arbeiterklasse eine Lektion über das Wesen des Klassenstaates und der Klassenregierung zu er- teilen, wie sie nachdrücklicher nicht erteilt werden konnte?! Sind aber in maßgebenden Kreisen solch revolutions- romantische Vorstellungen verbreitet und ist ein konflikts- lüsternes Scharfmachertum bemüht, diese Vorstellungen nach Kräften zu nähren, um russische Zustände gewalt- sam heraufzubeschwören, so wäre es die vor« nehm st e Pflicht des Liberalismus, diesen ver- hängnisvollen Auffassungen mit allem erdenklichen Nachdruck entgegenzutreten! Der Liberalismus weiß und muß wissen, daß die Sozialdemokratie die Putschtaktik verwirft, daß sie eine organische Umgestaltung der politischen und sozialen Ver- hältnissc erstrebt. Er weiß, daß die leitenden Instanzen der Partei keine Verschwörungskonventikel sind, sondern lediglich Exekutivorganc der Partei, deren prinzipielle und taktische Bestrebungen stets in aller O e f f e n t l i ch k e i t in der Presse, der Literatur und auf den Parteitagen diskutiert und festgelegt worden sind. Der Liberalismus weiß also, wie albern es ist, der Sozialdemokratie törichte Ueberrumpe- lungsabsichten zuzutrauen, wie kindisch es deshalb ist. sie be- spitzeln lassen zu wollen. Aber er weiß auch, er mutz es wissen, daß diese Bespitzelungstaktik nur das Symptom. der Gradmesser der Nervosität der herrschenden Kreise ist, und daß eS nichts Schädlicheres und Gefährlicheres für eine ge- sunde und normale EntWickelung der innerpolitischen Zu- stände geben kann, als eine solch krankhafte Nervosität und revolutionsromantische Gespenstersehcrei. Der L i b e r a l i s- m u s begeht also die s ch l i m m st e politische Pflicht- versäumniS, wenn er dieser Politik der Spitzelei und Büttelei nicht mit aller Energie entgegentritt! Von der Reaktion kann man nicht erwarten, daß sie ruhige Vernunft genug besitzt, um aus den Zeichen der Zeit zu lernen. Sic will ihren Besitzstand— politisch und materiell uneingeschränkt behaupten. Da sie dem Volke keine Zugeständnisse machen will, so muß sie ihr Heil in Gewaltmitteln suchen. Ihr Fiasko während des Sozialisten- gesetzes hat ihr so wenig historisches Verständnis einzupauken vermocht, wie jetzt die russische Revolution, deren furchtbares Wiederaufflammen selbst von ehrlichen Reaktionären in sicherste Aussicht gestellt wird. Die Reaktion denkt nicht an ernsthafte soziale Reformen, an politische Konzessionen: ihr Alpha und Omega ist die Gewalt, der Appell an Polizei und Bajonette. Aber der Liberalismus behauptet doch, Rc- formen in Ausdehnung der politischen Rechte zu wollen. er steht doch selbst auf dem Standpunkt, daß die Gewalt schließlich der Gewalt unterliegen müsse. Um so rätselhafter ist es da. daß er nicht mit beiden Händen nach jeder Gelegenheit greift, der Reaktion das Unsinnige aller plumpen Polizeikniffe vorzuhalten und ihr die Not- wendigkeit einer gesunden und vernünftigen inneren Politik darzutun. Statt dessen entwürdigt sich unser Liberalismus zum Hehler und Beschöniger der reaktionären Taktik! Und dieser Liberalismus, der feine elementarsten politi- schen Pflichten verabsäumt, der jede reaktionäre Torheit und Provokation mit schonendem Schweigen übergeht, wiegt sich noch in dem eitlen Wahne, die deutsche Arbeiterklasse der Sozialdemokratie abspenstig machen zu können! Die Revolution in Rntzlanv. Zur Charakteristik des Leutnants Schmidt. Die„Ruß" veröffentlicht folgende Aufzeichnungen, die de? jetzt zum Tode verurteilte Leutnant Schmidt während seiner Gefangen- schaft in den Kasematten der Festung Otschakow gemacht hat: „Bon meinem IS. Jahr an beschäftigte ich mich mit dem Studium sozialer Wissenschaften. Da mir die nötige Anleitung fehlte, war all mein Wissen völlig systemlos, jedoch entwickelte sich bei mir eine Neigung zur sozialistischen Gesellschaftsordnung: ich begriff sie nur unklar, da ich, bei der damals schwachen EntWickelung der politischen Oekonomie. nur durch Lektüre der Utopisten der alten sozialistischen Schule so weit gekommen bin. Es war die Zeit der 80er Jahre, die Zeit schwerer Unterdrückung, al» die besten Leute, die ihr Wissen ins Bolls tragen wollten, verhaftet waren und dies unter den übrig Gebliebenen Erbitterung und Terror hervorrief. Meine noch unvollständige Weltanschauung in diesen jungen Jahren gab mir kein Recht, an der politischen Tätigkeit teil- zunehmen; gegen den Terror, der schon damals angewendet wurde. empfand ich Abscheu, auch gegen die Propaganda der Sozialisten- Revolutionäre, die bestrebt waren, den Bauern und Soldaten Feindseligkeit gegenüber dem Gutsbesitzer einzuflößen. Ich hätte mich gern einer rein kulturträgerischen Propaganda angeschlossen. welche dem Bolle die wahren Ursachen der traurigen russischen Zustände dargelegt»nd in dem Hinweis bestanden hätte, daß das Boll keinen Anteil an der Gesetzgebung und keine Kontrolle über die Administration hat. Als ich 17 Jahre alt war, machte ich die Bekanntschaft des Professors der politischen Oekonomie. Karischew. unter dessen Leitung ich mich eingehend mit diesen Fragen be- schäftigte. Meine neu erworbenen Kenntnisse brachten mich zu der wissenschaftlichen Ueberzeugung, daß der sozialistische Staat eine historische Notwendigkeit ist. und darauf beruhen meine politischen Ueberzeugungen. Wer aufmerksam die sozialen Wissenschaften studiert hat. kann nicht umhin, ein Sozialist zu sein; wer sich von der Unvermeidlichkeit der kommenden Weltwahrheit überzeugt hat. der wird seinen Blick von ihr nicht abwenden können, und wenn er für das Wohl anderer zu leiden fähig ist, so wird er sein Leben für die Beschleunigung des historischen Prozesses hingeben.... Den größten Teil meines Lebens bin ich auf offener See gewesen, und da ich in der Handelsflotte war, so war ich durch die Verhält- nisse vom russischen Leben entfernt. Meine Teilnahme am öffent- lichen Leben beschränkte sich auf den Wunsch der Verbesserung der ökonomischen Lage des Proletariates, das ich in der Handelsflotte um mich sah; ich sympathisierte offen mit den ökonomischen Streiks, die damals verboten waren, da ich in ihnen das einzige Mittel des Kampfes mit der Kapitalistenklasse sah. Gleich zu Anfang dcS Krieges wurde ich zum Dienst in der Marine berufen. Der Aufenthalt in Libau während der 8 Monate, die der Ab- fahrt der Flotte RoschdjestwenSkyS vorhergingen, offenbarten vor mir diejenigen eiternden Wunden des bureaukratijchcn Regimes. die ich in der Handelsflotte nicht zu Gesicht bekam. Ich sah. daß in diesem furchtbaren Mechanismus alles belohnt und gefördert wurde, nur die ehrliche Arbeit nicht. Ich sah, wozu die vom blutigen Schweiß deS Volkes getränkten Millionen verwendet werden, und es widerte mich an. an diesem System teilzunehmen. Aus Port- Said kehrte ich krankheitshalber nach Sewastopol zurück; es war im Januar, kurz nach den blutigen Ereignissen des 23. Meine ganze freie Zeit widmete ich Gesprächen mit den Flottenoffizieren; ich versuchte sie zu überzeugen, daß ihr Schwur, ihr Eid. von dein sie so viel sprechen, ihnen die Pflicht auserlege, dem Zaren die Wahrheit zu sagen.... Aber bald verlor ich jede Hoffnung, in ihnen daö moralische Pflichtgefühl wachzurufen. Der Fall „Potemkin", der bald darauf die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich zog. kam für mich ganz unerwartet; ich war der Meinung, daß Aufstand und Demonstrationen nicht die richtigen Mittel seien, um Rußland zu retten. Mit politischer Propaganda unter den Matrosen beschäftigte ich mich nicht, da ich sie für unmoralisch hielt. Die darauf folgend« Zeit war ich krank und ich verbrachte meine Zeit mit der Lektüre meiner geliebten Bücher und in der aufmerksamen Beobachtung der Ereignisse. Meine Gesundheit wurde wieder hergestellt kurz vor dem Oktoberstrcik. mit dem ich außerordentlich sympathisierte, da der Streik ein mächtiges Kampf- mittel ist. Ich verstand, daß alles, was durch Petitionen zu er-' reichen war. in Rußland bereits geschehen sei und nur der Streik. als einziges Mittel, in Betracht komme. Nach der Verkündung deö Bulyginschen DumagcsetzeS sah ich erst, wie tief die Bureaukratie das Flehen des russischen Volkes verachtet. Das Manifest vom 30. Oktober, das die Freiheit zwar verkündet, aber nicht verwirklicht hatte, brachte das Ende des Streiks. Nach diesem Manifest bewies die Verhängung des Kriegs- zustandeS über IS Gouvernements, daß die Bureaukratie auch hier den Willen des Zaren nicht durchzuführen gewillt fei. Da» ein- zige Mittel zur Rettung des immer mehr mit Bauernblut über- strömten Vaterlandes war die Einberufung der konstituieren- den Versammlung; aber ich glaubte, daß eS nicht ein bloßes Bersprechcn sein müsse, daS man nachher wieder verleugnen kann, sondern ein Ereignis, welche» die Bureaukratie unwider- ruflich unter die Kontrolle deS Volkes stellen müßte; ich tvar des- halb der Ansicht, daß das Voll einen nach seiner Kraft noch nie dagewesenen Masscndruck auf die Bureaukratie auL- üben müßte, um sie zu dieser Einberufung zu zwingen, in der ick, daö einzige Mittel der Erlösung Rußlands sah. Meine Dienst- cntlassung, die plötzliche Popularität, die ich nach meinen Reden auf dem Kirchhof erworben habe, die zahlreichen Sympathie- bczeugungcn, die mir von verschiedenen Städten und Instituten zukamen, endlich das Bewußtsein, daß ich zum Volle sprechen könne, bewiesen mir die Notwendigkeit, in die großen Industrie- zcntren zu fahren und die breiten Massen endgültig davon zu über- zeugen, daß die Zeit der ökonomischen Streiks vorüber sei, daß man einen allgemeinen politischen Streik erklären und die For» derung einer konstituierenden Versammlung aufstellen müsse. Um dieselbe Zeit begann der Streik der Matrosen in Sewastopol und verschlimmerte sich mit jedem Tage; ich ging zum Stadthauptmann und sagte ih»>, daß ich die Leute beruhigen könnte, wenn man verspreche, die Anführer nicht zu bestrafen. Mein Vor- schlag wurde aber nicht angenommen.... Am LS. November kamen zwei von dem Geschwader abgeordnete Matrosen zu mir. Ich sagte ihnen, daß meiner Meinung nach die Pflicht jedes Russen sei, die Einberufung der konstituierenden Versammlung zu fordern. Um 3 Uhr sprach ich in einer Versammlung aus dem Boulevard. wo ich die Geschichte der russischen freiheitlichen Bewegung skizzierte, die Unfruchtbarkeit der Ausstände und Demonstrationen und die Notwendigkeit einer konstituierenden Versammlung darlegte und schließlich den Arbeitern vorschlug, sich mit dem Moskauer Streitkomitee in Verbindung zu sehen. Kaum nach Hause gekommen, wurde ich zur Streiffommission der Matrosen abgeholt. Ich wieder holte ihnen dasselbe, was ich vorhin auf dem Meeting gesprochen habe. Die abgeordneten Matrosen erklärten sich mit mir einverstanden und teilten mit, daß auch das ganze Geschwader die Forderung der konstituierenden Versammlung unterstüßen würde. Man erklärte auch, daß die Festungsartillerie die Schiffe nicht bombardieren würde. Darauf erklärte ich, daß, wenn es wirklich so sei, d. h. wenn das ganze Geschwader die Forderung der konstituierenden Versammlung aufstelle, ich deshalb bereit sei an ihr teilzunehmen, jedoch mit der Bedingung, daß kein Blutstropfen bergossen sein folle: die ganze Kampfbereitschaft der Artillerie solle nur das Symbol dessen sein, daß die Seestreitmacht sich der Forderung des gesamten Landes anschließe. Ich war überzeugt, daß durch das gewichtige Wort der bewaffneten Macht, die nur die konstituierende Versammlung forderte, Rußland gerettet werden könne.... Am 27. begab ich mich auf den„ Otschatow". Jch sprach zu den versammelten Matrosen von der Bedeutung der konstituierenden Versammlung; nur sie allein könne dem Blutvergießen der russischen Bauern ein Ende machen; den russischen Matrosen sei die hohe Pflicht zugefallen, die Forderungen des Voltes zu verkünden; das wäre kein Aufstand gegen den Zaren, aber ich erkenne die Möglichkeit der Gehorsamsverweigerung den Ministern gegenüber an, da deren Tätigkeit für Rußland und den Zaren schädlich sei deshalb gebe es für mich nur eine Forderung die der konstituierenden Versammlung. Ein donnerndes Hurra zeigte mir den Enthusiasmus der Matrosen und ich beschloß, auf dem„ Otschakow" zu bleiben.... Ich wollte zwischen den Offizieren der übrigen Schiffe diejenigen herausfinden, die sich mit mir solidarisch fühlten die Mannschaften sagten, solche wären vorhanden, aber meine Signale wurden von den anderen Schiffen nicht beantwortet, meine Briese zurückgeschickt. Nachts kam die Nachricht, daß die Kosaken die Stadt mit einer Mezelei bedrohten; auf die Bitten der abgeordneten Matrosen erließ ich eine Erklärung, daß ich scharfe Maßregeln ergreifen werde, wenn etwas derartiges in der Stadt vor komme. Ich zeichnete die Erklärung Flottenkommandeur Schmidt", nachdem die Abgeordneten mir bestätigten, daß ich von dem ganzen Geschwader gewählt sei. Am anderen Morgen hißte ich die rote Flagge als Zeichen der Freiheit. Während der Nacht schlossen sich mir drei Torpedoboote und alle Torpedobootzerstörer an. Alle Schiffe wurden von den in der Stadt befindlichen Matrosen bewaffnet und ausgerüstet, und vor allem wurde ich in Kenntnis indes -Die zu ein sehr starker Prozentsatz der Beamten sei unverheiratet, die selbst direkt unter diesem zu leiden hat; dann würde auch nicht in Kinderzahl der Verheirateten gering. Die Richtigkeit dieser gleichem Maße das öffentliche Rechtsgefühl verlegt werden. Nur Statistik wurde an und für sich vom Staatssekretär nicht be- läßt sich diese Taktik der Vertuschung im modernen Staate nicht stritten, aber er bezweifelte, daß die bezeichneten Verhältnisse durchführen. allein für die Postbeamten vorherrschen, bei den Justizbeamten Durch solches Gerede von Ausnahme und Einzelfällen läßt sich schienen gleiche Verhältnisse zu walten. das scheint auch die Köln. 8tg." zu fühlen Die Praris der Post bei der Postkarten- und der Zeitungs- nehmende Verschlechterung der Strafjustiz nicht wegdisputieren; sie bestellung wurde nach verschiedenen Seiten moniert; das Ge- gibt deshalb schließlich selbst zu, daß gewisse llebel vorhanden seien. plänkel zwischen den Rednern und den Kommissaren der Post. Das eine betreffe die Besetzung der Straffammern, den„ Assessorismus“, verwaltung führte indes zu keinem nennenswerten Resultat, das gerade in Preußen im bedenklichsten Maße wuchernde Hülfswenn auch der Staatssekretär bedingte Konzessionen machte. richterunvesen, das andere bestehe in der Ueberhebung der Richter, Drollig wirkte die Jagd der bürgerlichen Abgeordneten um die in der Art ihres Verkehrs mit dem Publikum und den Zeugen. Gunst der Postbeamten. Eine Partei suchte die andere mit ihrer Sympathie für die Beamten zu übertrumpfen. Wenn es nach den tönenden Phrasen der bürgerlichen Redner ginge, dann könnten die umworbenen Beamten sich den schönsten Hoffnungen bezüglich der Gehaltserhöhungen hingeben. Allein Worte sind noch feine Taten. Der Himmel ist hoch und der- Fiskus wohnt weit. Genosse 3 u beil gab noch einige drastische Beispiele, wie die Findigkeit der Post" sich bewährt. In einem Falle handelte es sich um Briefe, die nach Amerika und zurück befördert wurden, ehe sie an die Adressaten gelangten, andererseits gebe sich gesetzwidrig die findige Post" zu polizeilichen Anzeigen her. An den Staatsanwalt in Schwerin ließ sie die Mitteilung gelangen, daß drei Pakete mit Zeitungen und Schriften an den Sozialdemokraten Jost angekommen seien. Die Staatsanwaltschaft glaubte einen Fang zu machen, wollte die Schriften einsehen resp. mit Beschlag belegen, mußte aber mit leeren Händen abziehen, denn die Pakete enthielten Exemplare des Wahren Jakob", des Süddeutschen Postillon", der Neuen Zeit" und" Freie Stunden". Der Staatssekretär, der betonte, daß ihm der Fall nicht bekannt sei, will jedoch recherchieren, ob diese gesetzlich unzulässige Handlung wirklich vorgekommen ist. " Dann wird die Diskussion über den Titel: Staatssekretär geschlossen, in der Abstimmung das Gehalt des Staatssekretärs bewilligt und eine Reihe Resolutionen der Linken zugunsten der Beamten angenommen gegen die Stimmen des Zentrums und der konservativen Parteien. In schuller Folge werden hierauf die einzelnen Titel des Postetats, sowie die dazu gestellten Resolutionen bewilligt. Zwei Resolutionen gelangen erst morgen zur Abstimmung. Da damit der Postetat in 2. Lesung erledigt ist, wird ,, Namentlich über die Behandlung der letzteren wurde im Reichstage geklagt und wie jeder, der die Verhältnisse kennt, zus geben wird, mit Recht. Mag man es auch mit dem Staatssekretär dem Richter zugute halten, wenn er im Verkehr mit un bequemen und schwerfälligen Leuten hier und da einmal die Ges duld verliert und mehr deutlich als liebenswürdig wird, so steht doch fest, daß sich an manchen Gerichten und bei manchen Richtern ein Ton herausgebildet hat, der als durchaus unangenehm bezeichnet werden muß und als eine völlige Verkennung der Tats fache erscheint, daß der Richter wie jeder andere Beamte, der Allgemeinheit wegen und nicht diese seinetwegen da ist. Da gibt es cholerische oder nervöse Naturen, die, sich nachdem sie aus den Aften oder der Verhandlung ein bestimmtes Bild der Sache gemacht haben, untvillkürlich gereizt werden, wenn ihnen ein Zeuge entgegentritt, dessen Aussage nicht in ihre Auffassung hineinpaßt, die eine solche Aussage wie einen ihnen angetanen Tort empfinden und den Zeugen wie eine Art persönlichen Feind behandeln. Dann gibt es andere, namentlich jüngere Richter, die es überhaupt der Würde der Justiz schuldig zu sein glauben, daß sie, wie eine alte Prozeßordnung dem Richter borschreibt, dasigen, wie ein griesgrimmender Löwe", selbst ummahbar und unwirsch, andererseits aber bereit, jede Ungeschicklichkeit, jedes aufgeregte Wort mit Drdnungsstrafen zu ahnden. Und während so die Zeugen wie Rekruten oder Schulbuben behandelt werden, wird mit den Angeklagten zuweilen verfahren wie mit überführten Verbrechern, und zwar Verbrechern schlimmster Art sollte es sich auch nur um einen harmlosen Preßprozeß handeln." Das ist schon richtig; aber worin liegen die Ursachen dieser Erscheinung? In der zunehmenden Verschärfung der Klassengegenfäße. Der Richter fühlt sich nur zu oft, vor allem in politischen Prozeffen, in der Rolle des Staatsretters und des Vertreters seiner Klaffe, deren Privilegien dem Angeklagten gegenüber er zu verteidigen hat. Marokkokonferenz. neiest, in meinen Händen vereinigte sich die ganze Macht über die morgen mit dem Etat der Reichsdruckerei die Beratung be- Delegierten von Radowitz abgegebene Erklärung über die Polizei" ginnen. " Preußischer Landtag. aufständischen Matrosen. Als auch am nächsten Morgen die Panzerschiffe die rote Flagge nicht hißten, glaubte ich, daß die Zeit zum Handeln gekommen sei. Ich wollte die auf dem" Prut" gefangenen Matrosen des" Potemkin" befreien. Als ich auf einem Torpedo- Das Abgeordnetenhaus sezte am Freitag die Beratung boot an den Panzerschiffen vorbeifuhr, begrüßten mich die Mann- des Etats der Eisenbahnverwaltung fort. Die ganze Sigung schaften mit Hurrarufen, die Offiziere und Kondukteure aber er wurde durch die von allen Seiten vorgebrachten Forderungen gingen sich in Schimpfreden, auf manchen Schiffen waren die auf bessere Zugverbindungen ausgefüllt. Dem frei" Mannschaften überhaupt nicht zu sehen. Ich verstand, daß auf das konservativen Herrn Dr. Arendt entschlüpfte bei dieser GeGeschwader nicht mehr zu rechnen sei. Ich kam an den" Prut" legenheit ein höchst interessantes Geständnis. Er plädierte heran und stieg allein, ohne meine Leute, an Bord. Die Offiziere für Weiterführung eines Frühschnellzuges Berlin- Güften nach Damit umringten mich; ich sagte, daß ich gekommen wäre, um zu sterben Aschersleben- Ballenstedt Mansfeld. Und warum? oder die" Potemkin" schen Matrosen zu befreien. Sie willigten in die Morgenpost" und die„ Morgenzeitung" frühzeitig in die die Befreiung ein, die" Potemkin" schen Matrosen tamen auf den Hände der Sommerfrischler im Harz gelangen! Das kann „ Otschakow". Die Offiziere vom Prut" und später auch vom nur zweierlei bedeuten: Entweder Dr. Arendt fut nur „ Potemkin" wurden als Geifeln aufgenommen. Als sie schon auf tonservativ und begünstigt hinten' rum die Mosse dem„ Otschakow" waren, sagte ich ihnen, sie sollten sofort eine und Ullstein. Oder aber, er hält deren Preßerzeugnisse für Petition an die Militärbefehlshaber der Stadt schreiben: ihr so reaktionär, daß er sie mit gutem Gewissen empfehlen zu Schicksal hinge davon ab, wie die Behörden das Volk und meine am fönnen glaubt. Und diese Ansicht wäre gar nicht so verUfer befindlichen Leute behandeln würden. Ich sagte ihnen: fehrt; nur hätte er dann auch Herrn Scherl ins konservative schreibt, daß in der Stadt vergossenes Blut Blut und Tod eines Beitungsgelichter mit aufnehmen sollen. von euch zur Folge haben wird. Um 3 Uhr hatten elf Schiffe die rote Flagge gehißt. Während des Mittagessens wurde mir gemeldet, daß die Festung und der„ Rostislaw" ihre Geſchüße auf den „ Otschatow" gerichtet hätten; ich wollte kein Blutvergießen herbei führen und gab das Signal:" Habe viel gefangene Offiziere". Gleichzeitig richtete ich zum Schein meine Geschüße auf die Festung und den„ Rostislaw". Ich war die ganze Zeit auf dem Deck, meine 4 Geschüße haben keinen einzigen Schuß abgegeben. Ich blieb auf dem Deck, bis das Schrapnell alle Leute weggefegt hatte. Ich suchte nun meinen Sohn zu retten, und er entfam in einem Boot nach dem Torpedo, ich aber blieb und machte mich an die Rettung der Verwundeten. Als das auf den„ Otschatow" gerichtete Geschützfeuer aufgehört hatte, suchte ich das Torpedoboot zu erreichen, to mein Sohn sich befand, der sich an den ganzen Ereignissen nicht beteiligt hatte." Nach dieser Selbstcharakteristik erscheint Leutnant Schmidt mehr als ideal angelegter Schwärmer, denn als fühl denkender und entschloffener Mann der Tat. Wenn der Barismus diesen jede Gewalttat und jedes Blutvergießen verabscheuenden Schwärmer den übrigen ruchlos hingemordeten abscheuenden Schwärmer den übrigen ruchlos hingemordeten Opfern in den Tod nachschickt, so werden um so sicherer aus seinem Blute Rächer erstehen, die einem bestialischen Gegner gegenüber feinerlei falsche Sentimentalität mehr fennen! Das Herrenhaus nahm endgültig den Gesetzentwurf betr. Anlegung von Sparkassenbeständen in Inhaberpapieren in der von der Kommission beschlossenen Fassung mit einer unwesentlichen Aenderung an. Die Beratung des Gesezentwurfs betr. Festsetzung einer Verschuldungsgrenze wurde von der Tagesordnung abgesetzt; der Entwurf soll am Sonnabend an erster Stelle beraten werden. Deutsche Juſtiz. Die in der Komiteefißung am Donnerstag von dem deutschen frage lautet: „ Wir stimmen den in der lezten Komiteefihung vorgetragenen Ansichten bei, welche die Notwendigkeit dartun, in Maroffo eine unter der souveränen Gewalt Seiner Scherifischen Majestät stehende Polizei zu schaffen. Wir würdigen die Gründe, welche dafür sprechen, zu einer wirksamen Beteiligung an ihrer Organisation auf französische und spanische Offiziere zurüdzu greifen, aber wir können nicht zugeben, daß eine solche Mitarbeit auf diese beiden Länder beschränkt wird ohne sonstige internationale Kontrolle oder Sicherheit der Ueberwachung. Es ist flar, daß in einem Lande von dem Kulturstand Marokkos die Ausübung der einzig wirklichen, zur Aufrechterhaltung der Ordnung und der öffentlichen Sicherheit fähigen Gewalt als ausschließliches Vorrecht den beiden Mächten eine Ausnahmestellung geben würde, welche auf dem Gebiet der materiellen Interessen sich fühlbar machen und dem Grundsaß der wirtschaftlichen Freiheit für alle Eintrag tun könnte. Es wäre in der Tat vorauszusehen, daß Marokko in eine Abhängigkeit von diesen beiden Staaten geraten und damit eine für die anderen Länder un= annehmbare Ungleichheit der Lage geschaffen würde. Europas Interessen in Marokko erfordern stärkere Garantien. Diese ge= meinsamen Interessen durch gemeinsames Vorgehen schüßen und entwickeln, das ist der mit Erfolg bei anderen internationalen Verhältnissen angewandte Grundsaz. Es genügt an die in Mazedonien und in China durch gemeinsame Tätigkeit der Mächte erzielten Ergebnisse zu erinnern. Wir fordern also bei der Schaffung der maroffanischen Polizei eine ausländische Mitwirkung, welche allen interessierten Ländern die Gleichheit der wirtschaftlichen Behandlung und die Politik der offenen Tür fichert; wir werden jeden in diesem Sinn gemachten Vorschlag prüfen mit dem lebhaften Wunsche, die Konferenz in dieser wichtigen Angelegenheit zu einer Verständigung gelangen zu sehen." Ein Erzeugnis echt deutscher Diplomaten- Kniffeleil Deutfches Reich. Unsere Maßgebenden" hat allem Anschein nach die scharfe Kritik, die während der sieben Tage langen Debatte über den Etat des Reichsjustizamtes im Reichstage an der deutschen Rechtspflege" geübt worden ist, arg verschnupft, denn sie versachen in der ihnen Berunglückter Lohndrücker- Import. zugänglichen Preffe den Eindruck dieser Kritik durch allerlei rabuBillige Arbeitskräfte zur Mehrung ihres Profits brauchen die 3tg." veröffentlicht unter dem Titel„ Justiz und Bolt" einen längeren rheinisch- westfälischen Grubenbarone. Sie sandten deshalb ihre liſtiſche Kunststücke nach Möglichkeit abzuschwächen. Die„ Köln. Artikel, in dem sie zwar zugibt, daß gewisse Mißstände vorhanden Agenten nach allen Richtungen der Windrose aus, solche billigen find, diese aber dann als vereinzelte Ausnahmen hinzustellen sucht Arbeitskräfte heranzuholen. Aus Königsberg, Frankfurt a. M., Mez und sich dabei auf den Genoffen Heine als Zeugen bezieht, indem fie und verschiedenen anderen deutschen Städten wurden Bergleute" dessen Erklärung, daß er nicht den ganzen Richterstand habe anklagen für den Ruhrbezirk angeworben, truppweise dorthin befördert und wollen, sondern nur eine bestimmte Sorte politischer Justiz, unter eingestellt. Doch nicht auf Deutschland beschränkte sich die Anwerbung. allerlei Biedermannsphrasen dahin interpretiert, daß Heine zu Auch in Holland, Belgien und besonders in Desterreich übten die geftanden habe, im allgemeinen werde die Strafrechtspflege korrekt Agenten eine erfolgreiche Tätigkeit aus. An 300 Hafen- und ErdDie wiederhergestellte„ Ruhe". und von politischen Erwägungen unbeeinflußt geübt, wenn auch in arbeiter warb ein Händler in Antwerpen für die Gewerkschaft Kiew, 8. März.( Meldung der Petersburger Telegraphen- einer Anzahl von Einzelfällen das Gegenteil der Fall sei. Daß Deutscher Kaiser" in Hambom und Maryloh an, ohne daß Igentur.) In Tschudnowo( Wolhynien) griffen etwa dreißig folche Einzelfälle vorkommen", heißt es dann, konnten auch die es dem dortigen Gewerkschaftssekretär Genoffen Germer gelang, Leute das Po stamt an und töteten einen Beamten. Redner der bürgerlichen Parteien und der Staatssekretär nicht die Abschickung zu verhindern. Die Antwerpener Hafenarbeiter sind Herbeigeeilte Polizei wechselte mit den Räubern eine Anzahl Schüsse leugnen und will auch kein Verständiger leugnen. Daß sich unter längst angekommen und haben ihre Beschäftigung als„ Bergleute" und verjagte sie. Die Kasse ist unversehrt.( Wiederholt, weil nur in Hunderttausenden von Urteilen wir haben, wie der Staatssekretär aufgenommen. Auch die Bechen„ Westende"," Neuniühl".und andere einem Teil der Auflage veröffentlicht.) mitteilt, in Deutschland jährlich etwa 100 000 Straffammerurteile im Oberhausener Bezirk bauen emfig Baraden zur Aufnahme fremder und etwa das Dreifache an Schöffengerichtsurteilen eine Anzahl Arbeiter. " Minsk, 8. März.( Meldung der Petersburger TelegraphenAgentur.) Heute explodierte eine Bombe in einer Tischler von Fehlgriffen befinden, daß auch sonst bei der Unmenge der in Am raffiniertesten treiben die Werbe- Agenten ihr Gewerbe" in werkstatt unter den Räumen der Bibliothek Puschkin, wobei zwei Betracht kommenden richterlichen Handlungen Ungehörigkeiten vor- Desterreich. Da viele Desterreicher im Ruhrbergbau beschäftigt sind, Arbeiter verletzt wurden. Tiflis, 8. März.( Meldung der Petersburger Telegraphen- tommen, wie sie der Abgeordnete Heine geißelte, daß es unter den läßt man einige von ihnen während zwei oder drei Monaten einen Agentur.) Eine Abteilung Militär wurde heute bei dem Tausenden von Richtern und Staatsanwälten den einen oder andern hohen Lohn verdienen, und schickt dann diese mit dem Agenten Tataren- Dorfe Aliatlu im Distrikt Banghezur von den Ein- gibt, der sich von politischen oder sonstigen Rücksichten beeinflussen hinaus, damit sie bei ihren Landsleuten dessen Angaben über die wohnern angegriffen. Nach dreistündigem Kampfe wurden läßt und vor einer Rechtsbeugung nicht zurückscheut, das alles be- hohen Löhne, die auf den Ruhrzechen verdient würden, beDas weist weiter nichts als die selbstverständliche Tatsache, daß auch unsere die Tataren vertrieben, zwölf wurden gefangen genommen. Juftigbeamten Menschen sind." Dorf wurde zusammengeschossen. Auch awei andere Dörfer wurden dann von dem Militär noch zerstört. Politifche Uebersicht. Berlin, den 9. März. ,, Reinigung“ der Post. stätigen. Auf diesen Auf diesen Schwindel fallen vielfach die ahnungslosen Desterreicher herein, lassen sich„ ankaufen", verlassen ihre Ein Grund zu allgemeiner Beunruhigung sei deshalb, meint heimat und wandern ins- Paradies der Stinnes, Thyssen das rheinische Blatt, nicht vorhanden, doch sieht es sich hinterher und Konsorten. dazu genötigt selbst zuzugeben, daß das Vertrauen zur Rechtspflege Die Hibernia" hatte einen Agenten mit givei Unterhändlern in weiten Wolfsfreisen eine bedenkliche Einbuße" erlitten hat nach Steiermark gesandt. nur meint es in seiner kuriosen Logit, an diesem Vertrauensverlust Es gelang den Werbern auch, eine Anzahl Arbeiter anzuwverben fei weniger die sogenannte Stlassenjustiz schuld, als der Sport" ge- und glücklich nach Wanne zu bringen, wo sie der Shamrod III und wisser Blätter, vornehmlich fogialdemokratischer, die jede noch so IV gugeführt werden sollten. Die erste Nacht wurden sie unbedeutende Ungeschicklichkeit, jeden wirklichen oder vermeintlichen in Eickel in der Wirtschaft Dorneburg im Saal unterMan warf etwas Stroh auf die Diele und Mehr als die Reinigung der Postverwaltung von den Fehlspruch eines Gerichts festnagelten und daraus eine Haupt- und gebracht. Nach der Auffassung der alten Kölner das„ Bett" war gemacht. War schon die Reise nicht ohne Vorwürfen furzsichtiger bureaufratischer Maßnahmen oder Staatsaktion machten. dürftiger Besoldung der Beamten ließ es sich der Staats- Konkubine verschulden also nicht jene die Mißstimmung, die schwere Enttäuschung verlaufen, so wirkte dieser Empfang doch nieders sekretär des Reichspostamtes angelegen sein, auf weniger wich- dem Rechtsempfinden des Boltes unverständliche Urteile füllen, welche schmetternd. Noch an demselben Abend begaben sich die Angeworbenen tige Anliegen, wie z. B. bezüglich der Reinigung der Posträume, die Justiz in den Dienst ihrer Klasseninteressen stellen, sondern die zu dem Vertrauensmann des Vergarbeiterverbandes der Zahlstelle eingehend zu antworten. Was die Salarierung der Beamten Blätter, die um der Mißstimmung abzuhelfen, solche Urteile rügen. Wanne und fragten diesen um Nat. Er machte ihnen den Vorschlag, am anlangt, suchte der Abgeordnete Spahn( 3.) an einer 3m gewissen Sinne mag ja die„ Köln. 8tg." recht haben, wenn sich anderen Morgen alle nach der Verwaltung der Zeche hinzugehen und Statistik über die familiären Verhältnisse der mittleren und alle Blätter so verhielten wie sie und ihre Geistesverwandten, wenn darauf zu bestehen, daß ihnen die Versprechungen garantiert wirden, oberen Beamten nachzuweisen, wie das geringe Gehalt auf die also der größte Teil der Leserschaft nur so weit etwas von dem daß ihnen also ein Minimallohn für Hauer von 5,25 m., für Verheiratung und die Kinderzahl der Berheirateten einwirte; traurigen Zustand der deutschen Strafrechtspflege erführe, als er Schlepper 3,90 M. gesichert werde. Weiter erhielten sie die Mit teilung, daß die deutschen Bergleute beschlossen hätten, mit Lohn- fchrieben, aber als zur Partei gehörig ist er nicht betrachtet worden flopfen hören. Große Sensation: Die Geistlichkeit eilt forderungen an die Verwaltungen heranzutreten, und man deshalb und hat er sich auch wohl selbst kaum betrachtet. Er war bekanntlich herbei, Aerzte werden geholt, der Garg wird geöffnet, doch unser die fremden Arbeiter als Lohndrücker gegen die einheimischen aus- Redakteur der„ Morgenpost", die auch Herr Harden schwerlich als Genosse war und blieb tot. Aber daß er spufen gehen muß und zuspielen gedächte. fozialdemokratisches Blatt ansehen wird. Und dasselbe gilt von der daß er im Grabe feine Ruhe haben wird, das steht für die frommen Bei der Zechenverwaltung kamen die Leute mit ihren Forde- Wochenschrift„ Europa". Ihr Herausgeber mag sich vielleicht in felt- Schäflein nach wie vor fest. Und das alles, weil er ein Sozialdemokrat war und der Kirche den Rücken gekehrt hatte. rungen nicht durch, jedoch erhielten sie jeder 15 Mark Vorschuß, um famer Selbsttäuschung für einen Sozialdemokraten gehalten haben; sich ein Logis zu suchen. Die Steiermärker„ Bergleute" verweigerten doch ist sein Blatt niemals von der Partei anerkannt worden. Das Hepp hepp- Monarchie! Heil- Republik! jedoch die Anfahrt, gingen nach Wanne, veranstalteten einen mit fallen von selbst alle jene Redensarten über die Freiheit des Demonstrationszug, kollidierten aber mit der Polizei. Abends Wortes" usw., die sich Herr Harden im letzten Absatz leistet. fand eine gutbesuchte öffentliche Bergarbeiter- Versammlung statt, in welcher die Steiermärker ihre Anwerbung, den Transport und ihre Verhandlungen mit der Zechenverwaltung schilderten und forderten, nach ihrer Heimat zurückgeschickt zu werden. Eine in diesem Sinne gehaltene Resolution wurde einstimmig angenommen und dem Generalkonsul in Köln mit dem Ersuchen zugestellt, die Sache bei den deutschen Behörden zu führen. es also nicht. Sand in die Augen! " " " eines Ausland. Frankreich. Der Sturz Rouviers. Liebermann von Sonnenbergs Deutsch- soziale Blätter" rafen, weil Wilhelm II. ein paar ehemalige Jsraeliten geadelt hat. Den Antisemiten darf S. M. alles bieten, nur das nicht. Sonst be vorigen Sommer stellt sich ein Prozeß dar, der vor dem Landgericht was die" Deutsch- sozialen Blätter" geifern: Als ein Nachspiel aus den bayerischen Landtagswahlfämpfen im tommen sie es fertig, gar Republikaner zu werden! Man lese, Nürnberg in zweiter Jnstanz verhandelt wurde. Kläger war Genosse Der Adel wird sich das Judentum vom Leibe halten Fränt. Morgenztg." in Nürnberg, Dr. Tannert. Im genannten Blatte Dr. v. Haller, Beklagter der Redakteur der nationalliberalen müssen genau wie der deutsche Bürgerstand; in diesem ist und bleibt der Jude gesellschaftlich unmöglich. am erschien im Juli v. J. ein den„ Münchener Neuesten Nachrichten" entDaß es Kaiserhofe anders ist, hat nichts zu bedeuten; in nommener Artikel, der sich mit der Abgeordnetenwahl im Wahlkreise solchen Fragen ist Fürstenwille ohnmächtig gegen Wunsiedel befaßte und sehr fajarfe Angriffe auf den Genossen Volksinstinkt. Aber eine auffallende Bevorzugung des Am Montag, den 5. d. M., wurden die Leute durch Polizei- Haller enthielt. In diesem Wahlkreise war es hinter den Kulissen Judentums bedeutet zugleich eine Zurüdfegung des eigenen beamte nach der Wirtschaft Dorneburg bestellt und am Dienstag der liberalen Parteien zu„ Unstimmigkeiten" gekommen, weil vier Bolkstums, und darin liegt eine in jetziger Zeit sehr in geschlossenem Zuge, 102 Mann stark, unter Führung des politischen liberale Männer auf je ein Mandat Anspruch erhoben, während nur überflüssige empfindliche Verlegung des deutschen Bolizeikommissars Krohn- Gelsenkirchen nach dem Bahnhof Wanne ge- Enthüllungen über diese Vorgänge gebracht und diese Dokumentierung drei zu vergeben waren. Die Münchener Post" hatte interessante Boltsempfindens. Sich mit dem Kern des ührt. Direktor Selbach von Shamrock hatte sich eingefunden, um die der vielgerühmten liberalen Einigkeit in boshafter Weise kommentiert. Volks in einen solchen Zwiespalt zu setzen, tann nur Kosten zu decken. Die Geschichte kostet der Zeche Shamrock pro Mann zirka Jedenfalls vermutete man in dem Artikelschreiber der Münchener zum Unheil Fürsten ausschlagen. Soll uns aber durch die Juden- Ehrungen flargelegt 400 M. 21 Mann von dem Transport liegen noch im Krankenhause Post" den Genossen Haller, und die Rache hierfür sollte werden, zu welchen herrlichen ungeahnten Zielen das deutsche Wolk und wird die Zeche auch diese Kosten decken müssen, da sie noch jener von persönlichen Invektiven strozende, von der geführt werden soll, dann können wir uns des Gedankens nicht nicht gearbeitet haben, somit auch der Knappschaft nicht angehören." Fränkischen Morgenzeitung" mit Behagen nachgedruckte Artikel erwehren, daß durch die Zurückdrängung des deutschgeborenen Auf Shamrock hat man, furz ehe dieser Transport antam, der Münch. Neuesten Nachr." sein. Am Schlusse des Artikels heißt es: Adels und die liebenswürdige Bevorzugung des Schachergeistes die mehrere deutsche Bergleute gemaßregelt, darunter" Frhr. v. Haller ist jetzt Privatmann, und um sich der Mitwelt nicht moderne Entwickelung sfizziert werden soll. Diese führt danach also auch einen Knappschafts ältesten, wegen Zuganz zu entziehen, wird er nun journalistische Stilübungen machen, vom Bauernstaat über Industriestaat zum reinen Handelsstaat, gehörigkeit zum Verbande. An deutschen Arbeitern fehlt von Haller und anderen Leuten so aufgefaßt, als ob er, der wie es bei„ Privatmännern" üblich ist." Diese Bemerkung wurde aber auch zugleich vom Bauernadel über Geistesadel zum Geldadel, und damit bestimmt von der Monarchie zur infolge des Verlustes der Nürnberger Landtagsmandate nicht wieder Republit." zum Abgeordneten gewählt worden war, mit den Redakteuren „ Der Privatmann" verglichen werden sollte, die kurz zuvor wegen und Unternehmern eines Münchener Skandal- und Revolverblattes Beleidigung zu schweren Strafen verurteilt wurden und gegen die dann auf Grund des in dieser Verhandlung zutage getretenen Materials auch noch wegen Erpressung in Untersuchung gezogen Paris, 8. März.( Eig. Ber.) Der Sturz des Ministeriums Rouvier ist nicht so sehr das Werk wurden, weil sie von Privatleuten durch die Drohung mit Ver- einer politischen Erwägung wie das einer unbesiegbaren Empfindung. öffentlichung gewisser Dinge Geldererpreßt hatten. Wegen dieser Die politische Vernunft hätte den bürgerlichen Parteien raten sollen, Bemerkungen stellte Gen. Haller Klage gegen Tannert, der sich darauf dem Stabinett, dessen Lebensunfähigkeit sehr lange feſtſtand, eine hinauszureden suchte, daß ihm bei Aufnahme des Artikels ein solcher Galgenfrist bis zur Beendigung der Konferenz von Algeciras zu ges 27. Dezember auch auf Freisprechung erkannt, da nicht nachgewiesen die Dämme des Raifonements. Zweimal haben die Parteien der Vergleich nicht vorgeschwebt habe. Das Schöffengericht hatte am währen. Aber der Widerwille gegen Rouviers Persönlichkeit sprengte sei, daß das große Bublifum den beleidigenden Charakter des be- Bourgeoisie die Solidarität der Patrioten gegen die vaterlandstreffenden Bassus erkannt und der Beklagte das Bewußtsein gehabt losen Sozialisten demonstrierend eine Debatte über die aushabe, daß ein derartiger Vergleich von dem Verfasser des Artikels wärtige Politik verhindert und Rouvier das große Vertrauens beabsichtigt gewesen sei. Hiergegen legte der Kläger Berufung ein. votum einer unbeschränkten Vollmacht bewilligt. Und jetzt hat Das Landgericht hob nach Anhörung einiger Sachverständiger das er, wegen einer Frage der inneren Politik, über die Klinge Urteil auf und verurteilte Tannert zu 20 Mark Geldstrafe und in die springen müssen! Das sehr beträchtlichen Kosten. Im Urteil heißt es, Tannert und jeder ehrlichkeit des Patriotentums, auch das Ehrgefühl, das sich des beweist allerdings, neben der Ingebildete Leser hätten aus der Fassung der inkriminierten Schluß- Parlaments angesichts des Ministerpräsidenten bemächtigt hatte. bemerkungen nichts anderes entnehmen können, als daß Haller mit Der Beschluß der gestrigen Mehrheit sagt über die künftige Politik den verurteilten Leuten von dem Revolverblatt„ Der Privatmann" nichts! Weder schließt er die rücksichtslose Durchführung der Kirchenin Vergleich gebracht werden sollte. inventuren, noch die stille Preisgabe des Trennungsgesetzes ein. Er Ein klägliches Ende hat die große Staatsaktion genommen, die spricht nur den Willen der Kammer aus, ein Ministerium der Zweiseitens der Staatsanwaltschaft zu Koblenz gegen 36 an der Ver- deutigkeit und Unſauberkeit zu beseitigen. Seit Wochen hat man breitung des preußischen Wahlrechtsflugblattes beteiligte Genossen lassen wurde, sich an die vom Zufall geschaffenen Wehrheiten an Rouvier, der immer mehr von allen Parteien mißachtet und ver unternommen wurde. Alle 36 wurden richterlich vernommen. Das hängen sehen. Sein Ministerium, das dem Ausland gegenüber die Belastungsmaterial" war aber so mager, daß auf Antrag der nationale Würde vertreten follte, mußte sich den VorStaatsanwaltschaft durch Beschluß des Landgerichts zu Koblenz wurf unreinlicher Machenschaften zugunsten der amerikanischen vom 19. Februar, das Verfahren gegen 34 dieser des Ver- Versicherungsgesellschaften gefallen laffen und bettelte im gebens gegen die§§ 130 und 131 des Strafgesetzbuchs und der§§ 10 Senat eine Majorität für die steuerhinterziehenden Schnapsbrenner und 41 des preußischen Preßgesetzes beschuldigten Sünder ein- zusammen. Schließlich aber kam der Moment, wo Rouviers Eifer, gestellt wurde, und zwar wegen Mangels tatsächlicher sich zu prostituieren, den unwiderstehlichen Abschen der umworbenen Bel a ft ung. Den beiden anderen wurde die auf Vergehen gegen den Parteien hervorrufen mußte. Man wollte gestern von Rouvier eine § 130 des Str.-G.-B. lautende Anklageschrift zugestellt. Jetzt ist auch oder Ribots oder Lemires durchführen wolle. Antwort, ob er das Trennungsgesetz nach der Auffassung Briands Und Nouvier diesen beiden Sündern folgender Beschluß des Landgerichts zu Koblenz antwortete: Nach der Auffassung Briands und Ribots und Lemires! vom 3. März 1906 zugestellt worden: Da wandelte die Parteien rechts und links das moralische Erbrechen an. Die sogenannte„ Freisinnige Volkspartei" glaubt, es sich leisten zu können, ihren Anhängern den Sand gleich zentnerweise in die liberalen Augen zu streuen. Bringt die Freie Deutsche Presse" gestern( Freitag) abend doch einen Leitartikel„ Das Fazit der Kolonialpolitik". Ein sehr hübscher Leitartikel, wie er schöner kaum im„ Vorwärts" oder einem anderen sozialdemokratischen Blatte stehen könnte. Gs wird da erklärt, wir hätten noch nie besondere Freude an unseren Kolonien erlebt und würden sie auch wohl nie erleben. Die ungeheueren Kosten, die riesigen Blutopfer, das unabsehbare Ende des Kolonialkrieges und seine Aussichtslosigkeit alles, alles wird verbucht und kritisiert. Die Willkürherrschaft der Beamten a la Jesto v. Puttkamer wird gegeißelt und es heißt schließlich sogar: „ Man muß wirklich den Mut derjenigen bewundern, welche nach den Erfahrungen, die Deutschland in nahezu zwanzigjähriger Kolonialpolitik gemacht hat, noch immer aufs neue die öffentliche Meinung zu verführen suchen, Interesse und Geld an eine Sache zu verwenden, welche so aussichtslos wie möglich ist." Bravo! Bravo! Doch halt da fällt uns ein, daß die Herren von der Freisinnigen Bolfspartei erst in den letzten Tagen in der Budgetkommission des Reichstages frisch, froh, fromm, frei für alle möglichen Kolonialausgaben eingetreten sind natürlich unter allerlei Verklausulierungen, die jedem Jesuiten- General Ehre gemacht hätten, aber jedenfalls war doch da von prinzipieller Stellungnahme gegen das heutige deutsche Kolonialsystem nichts zu verspüren. 3 Nun wird allerdings kein politisch reifer Mensch von einem waschechten Freisinnigen zumal von einem freifinnig volts parteilichen Abgeordneten Brinzipientreue verlangen. Aber so unfähig brauchte das offizielle Organ der Freisinnigen Volkspartei nicht zu schauspielern, daß es sich Worte soufflieren läßt, die in Wirklichkeit gar nicht im Text der politischen Tragikomödie stehen, die aufzuführen seine Partei im Begriffe ist. Wir sind neugierig, zu wissen, wie lange noch die paar tausend Wähler, die bei der Reichstagswahl 1903 den freisinnigen Boltsparteilern ihre Stimme gaben, sich von ihren Abgeordneten und ihren Zeitungs- Drganen an der Nase herumführen lassen wollen. Objektiver Hochverrat! = " " Der Antrag der königl. Staatsanwaltschaft gegen 1. J. F. zu K. 2. J. B. zu K. wegen der Beschuldigung im Jahre 1906 zu Kreuznach Was nun folgen soll, ist noch völlig im Dunkeln. Die gestrige beziehungsweise im Inlande in einer den öffentlichen Frieden ge- Mehrheit zeigt teine politische Richtung an. Es ist immerhin von BeAuf Antrag der Staatsanwaltschaft ist von dem Landgericht zu feiten gegeneinander öffentlich angereigt zu haben, Vergehen gegen eifrigen Briesters, wie es der christliche Demokrat Lemire ist, nicht fährdenden Weise verschiedene Klassen der Bevölkerung zu Gewalttätig deutung, daß selbst Ribot den duldsamen Geist des Trennungsgesetzes anerkennen mußte, und vielleicht wird auch das Zeugnis eines Glatz das„ objektive Verfahren" gegen das Wahlrechtsflugblatt ein§ 180 des Str.-G.-B. des Hauptverfahren zu eröffnen, wird ab- ohne Einfluß auf die gläubigen Katholiken bleiben. Es scheint, daß geleitet. Das Flugblatt soll das Unternehmen des Hochgelehnt und es werden die Angeschuldigten mangels aus vorläufig ein Ministerium, das in sein Programm nichts als die berrats(§ 82 Str.-G.-B.), borbereitende Handlungen reichender tatsächlicher Belastung außer Verfolgung Durchführung der Kirchentrennung aufnimmt, noch die besten Auszum Hochberrat(§ 86 Str.-G.-B.), Anreizung zu Ge- gefeßt, da kein genügender Anhalt für die Annahme vorliegt, daß es fichten hätte. Ihm würde auch noch die Durchführung der Wahlen walttätigkeiten(§ 130 Str.-G.-B.) und verächtlich den Angeschuldigten zum Bewußtsein kam, daß das von ihnen ver- obliegen, die ja jetzt alles Interesse in Anspruch nehmen. Da insmachung von Staatseinrichtungen(§ 131 Str.-G.-B.) breitete Flugblatt geeignet war, zur Begehung von Gewalttätigkeiten besondere die Radikalen von der Erregung der bäuerlichen Bevölke enthalten! Das objektive Verfahren ist nach§ 42 Str.-G.-B. nur anzureizen. Die Kosten fallen der Staatskasse zur Last." rung Einbußen im Wahlkampfe zu befürchten haben, werden sie wohl zulässig, wenn die Verfolgung oder die Verurteilung einer bestimmten einem System zustimmen, das die entscheidenden Schritte bis nach Person nicht ausführbar ist. Weshalb ist eine Verfolgung einer be Mein Cousinchen" bist Du! dem Zusammentritt des Parlaments vertagt, d. h. man wird dem stimmten Person nicht möglich? Das ergibt der Eröffnungsbeschluß Kein sinniger Mensch hatte dem edlen Jesko v. Puttkamer auch neuen Ministerium gestatten, von der Durchführung der Inventuren, dort nicht. Es scheint das Gericht anzunehmen, da der verantwortliche nur einen Augenblick geglaubt, daß die„ Dame", die er nach Kamerun wo sie Blut fordern würde, abzusehen, aber gegen die revoltierenden Redakteur ein Abgeordneter( Genosse Kühn) ist, so sei das„ objektive mitnahm, als seine Cousine" ausgab und mit einem Passe auf den Klerikalen das Mittel der Sistierung der Priesterpensionen in AnVerfahren" zulässig. Das ist höchst wenig objektiv und zutreffend. Namen einer Freifrau v. Eckhardtstein" versah, tatsächlich etwas wendung zu bringen. Die Republikaner find auch entschlossen, den Das eingeschlagene Verfahren ist formell ein klarer Verstoß gegen schweiger Landes- Zeitung" anderes als seine Beischläferin war. Nun deckt die„ Braun- neuen Kultusassoziationen die Kirchen erst nach der gejeglichen die Reichsverfassung, die die Immunität der Abgeordneten auch nicht vom Freitag früh lesen wie wir in der Volks- Zeitung" Inventur zu übergeben. Sie dürfen sich aber nicht verhehlen, daß die Geschichte noch dieser Ausweg nur einen Aufschub bedeutet, sofern die Klerifalen, durch ein„ objektives Verfahren" zu beeinträchtigen zuläßt. Daß auf. Danach hat Jeskolein in der Tat eine Cousine namens Frei- durch ihre jetzigen Erfolge ermutigt, ihren Kampf gegen die Gesetze materiell in dem Flugblatt weder Hochverrat noch irgend eine straf- frau von Eckhardtstein"! Daraus geht hervor, daß der noble Edel- fortsetzen. Werden die Geistlichen fortfahren, in den nicht bare Handlung enthalten ist, ist ja durch eine Anzahl Gerichtsbeschlüsse mann sq vornehm- ritterlich war, seine Dulcinea unter dem Namen inventurierten Stirchen Gottesdienst zu halten, gleichviel ob die und Gerichtsurteile bereits anerkannt. seiner höchstwahrscheinlich doch hochfeudalen verheirateten affoziationen gegründet sind oder nicht, so wird die Regierung die Cousine zu präsentieren! Denn daß die wirkliche Cousine mit vollständige Sperrung der Kirchen vornehmen müssen, eine ihm in Kamerun gewohnt hat, darf man wohl nicht an- Maßregel, die denn doch auf noch weit heftigeren Widerstand stoßen dürfte. nehmen. Taktgefühl zu brüsten. Aber eine solche Handlungsweise dürfte Leute aus diesen Kreisen pflegen sich sonst mit ihrem vornehmen nicht dem verkommenſten Bennbruder nachzuweisen sein; denn der nennt seine Riete einfach Riete und seine Juste Juste. Aber Söhne von preußischen Ministern scheinen wie der Fall Jesko lehrt. da zum Teil andere Auffassungen zu haben. Leuk- Harden. " In der letzten Nummer feiner 8ukunft" beschäftigt sich Herr Maximilian Harden mit den von Herrn Leuß gegen ihn erhobenen Anschuldigungen und bezeichnet, dabei den letzteren als „ fozialdemokratischen Journalisten". Er erzählt: " weiter England. Haldanes Rede. Das Unterhaus debattiert seit Dienstag über das Marinebudget. Admiralitätssekretär Robertson erklärte im Laufe der VerIm Mai 1905 wurde mir zur gefälligen Besprechung" ein handlungen, einer der vier Panzerkreuzer, zu denen in diesem Jahre Kleines Buch geschickt, das Herr Leuß über den wegen Urfundender Miel zu legen gewesen wäre, sei fallen gelassen worden, dagegen fälschung zu Buchthausstrafe verurteilten Freiherrn Wilhelm werde mit dem Bau der drei anderen fortgefahren werden. v. Hammerstein veröffentlicht hatte. Ich konnte es nicht loben, be- Noch im Grabe keine Ruhe. Das Münsterland, im Volks- Cremer( liberal) sprach gegen die geplante Flottenbasis in Rosyth, urteilte es aber mit merkbarerem Wohlwollen als alle mir be- munde auch Finsterland genannt, gehört zu den schwärzesten Ge- die unnüß und nachteilig sei und in Deutschland Beunruhigung fannten Kritiker; nannte es sogar, troz allen Fehlern und Flüchtig- filden Deutschlands, dort herrscht der Meritalismus noch fast un- hervorriefe. Bellairs( liberal) erklärte, er wisse nicht, welches feiten lesenswert". Der Getadelte antwortete in der sozial- umschränkt. Man merkt den Einfluß sogar noch im Wahlkreise die strategischen Gründe seien, die eine Flottenbasis in Roshth demokratischen Wochenschrift„ Europa" in höhnischem, Dortmund- Hörde, dessen nördlichste Ecke, der Ort Lünen, ans nötig machten. Der Zivillord der Admiralität, Lambert, erverächtlichen Ton. Als er ausgewiesen werden sollte, nannte er Münsterland grenzt. In solchen Orten, wo die vordringende Sozial- widerte: Wenn für die Bedürfnisse der Flotte und für die Vermich den Einzigen, von dessen Unabhängigkeit und Unparteilichkeit demokratie mit dem Klerikalismus ringt, erlebt man noch Vorfomm- teidigung des Reiches zur See die Flottenbasis in Rosyth nötig sei, er hoffen könne, sie werde ihn in dieser Sache zum Wort fommen niffe, über die man im übrigen Deutschland ganz bedenklich den so werde mit Schaffung dieser Basis natürlich vorgegangen werden, lassen. Als ich seine Hammerstein- Apologie( milder als hundert Kopf schüttelt. Ein richtiger Sozialdemokrat wird als Ausbund aber wenn sie dafür nicht nötig sei, wollen wir kein Geld dafür verdeutsche Blätter) getadelt hatte, war ich eine„ Marionette", auf betrachtet, der sich dem Teufel verschrieben; man meidet ihn, wie schwenden! deren Drahttanz er von seiner Höhe lächelnd herabsah... einen Aussäßigen. Ein solcher Fall ereignete sich jetzt in der NachSechs Wochen nach der zweiten Erklärung wurde die Klage barschaft von Lünen. Dort hatten wir einen waderen Genossen, eingebracht. Der fozialdemokratische Journalist, der als verständiger Mann vor Jahren der Kirche den Rücken geSuder für die Freiheit des Wortes" ficht und publizistische kehrt hat. Das genügte aber für die Frommen" zu feiner Aeußerungen vor gerichtlicher Ingerenz bewahrt sehen will, hatte Aechtung. Man sagte ihm nach, daß er einst wie ein Stück Vich in meiner Abwehrnotiz, der Antwort auf seine Beleidigung, jedes werde verscharrt werden, auch würde er im Grabe keine Ruhe harte Wörtchen infriminiert. Kein gutes Beispiel. Wegen finden. Nun ist unser Genosse gestorben, aber nicht wie ein Stück formaler Beleidigung sollten Journalisten( und gar Genossen) Bich verscharrt, sondern von seinen Genossen ehrlich begraben niemals flagen; mit welchem Recht dürften sie sonst einen worden. Die Polizei verhinderte freilich jede Aeußerung am Grabe, empfindlichen Minister oder Schutzmann tadeln?" dem Arbeitergesangberein wurde sogar ver= " Auf den Streit zwischen den beiden würdigen Herren kommen boten, ein Lied zu singen! Bei dem Zusammenarbeiten wir später zurück; heute beschränken wir uns, um einer etwaigen von Polizei und Geistlichkeit fällt das gar nicht weiter auf. Aber Legendenbildung vorzubeugen, darauf zu konstatieren, daß weder worüber man sich aufregt, das kommt noch. Unser Genosse sollte, wie die Frommen" vorausgesagt hatten, wirklich feine Ruhe im Herr Leuß ein sozialdemokratischer Journalist". Grabe haben. Alte Weiber, bei denen es feststeht, noch die„ Europa" eine sozialdemokratische Wochen daß unser Genosse sputen gehen müsse, waren schrift" gewesen ist. Herr Leuß hat zwar früher gelegentlich die folgenden Tage auf dem Friedhofe gewesen für das eine und andere Parteiblatt eine Kleinigkeit ge und hatten da den Toten im Grabe rumoren und " 1 " Am Donnerstag ergriff der Kriegssekretär Haldane das Wort, um in zweistündiger Rede die Armeeforderungen zu begründen. Er führte u. a. aus: Ich wünschte, wir wären erst so weit, daß die Völker gemeinsam der Frage einer Einschränkung der Rüstungen näher. träten. Nur durch ein gemeinsames Vorgehen können wir uns von der Last der Rüstungen befreien; so lange die Truppenstärke in Indien und in den Kolonien auf ihrer jezigen Höhe erhalten werden muß, können wir eine Verminderung der Armee nicht eintreten lassen. Bei dem Entschluß, die gegenwärtige Stärke unferer Streitmacht beizubehalten, haben wir der politischen Lage im Ausland und in Indien Rechnung tragen müssen. Noch vor furzer Zeit waren wir von Rußland an der nordwestlichen Grenze bedroht. Sind wir es heute noch?( 3wischenrufe: Nein!) Wenn sich die Verhältnisse auch geändert haben, so ist er doch notwendig, das zu erhalten, was wir in Indien großes gefchaffen haben und das uns daheim so große Kosten verursacht hat. Wenn England einen großen Krieg in Indien durchzumachen " Deutfches Reich. Bergarbeiterstreik in Schlesien. Das ant hätte, fo fet es nicht wahrscheinlich, daß eine solche Notwendigkeit, war man der Ansicht, daß man sich nun nicht länger von ben ganz plöblich eintreten würde und nicht Zeit genug sein sollte, Arbeitgebern an der Nase herumführen lassen solle. Annehmbare um Leute auszubilden und sie verwendungsbereit zu machen. Lohn- und Arbeitsbedingungen seien offenbar nur durch einen allDie Freiwilligen würden nach einer gewissen Ausbildungszeit gemeinen Streit zu erzielen, und in solchem Falle dürfe man nicht Eine Privatdepesche meldet uns: Auf dem schlesischen borzügliche Truppen abgeben, doch sei er der Meinung, daß man an der übermäßig bescheidenen Forderung von 55 Pf. festhalten. Kohlen- und Kokswerk Gottesberg ist Freitag mittag der die Ausbildung in zwei Teile zerlegen müsse, nämlich in eine sondern man müsse 60 oder 65 Pf. fordern. Nach lebhafter Dis- Streit ausgebrochen. Es tommen 3000 Arbeiter in Frage. allgemeine Grundausbildung und in eine solche, die bis auf die tussion wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Zeit aurüdgestellt werden könne, wo die Feindseligkeiten wirklich Die Versammlung nimmt Kenntnis von dem Schreiben des begonnen hätten. Er glaube, daß in Zeiten nationaler Gefahr Verbandes der gewerbetreibenden Landschaftsgärtner und erklärt, Die Lage im Kalistreifgebiet ist im großen und ganzen unverLeute genug herbeiftrömen würden, um sich ausbilden zu lassen, daß sie nach wie vor auf der Forderung von 55 Pf. Stundenlohn ändert. Am Mittwoch fuhren etwa 90 Mann an, durchweg aber und er müsse daher die Frage aufwerfen, ob es notwendig sei, bei 9ftündiger Arbeitszeit besteht. Der Kommission wird auf- Leute, die noch keine Grube von innen gesehen haben. Betriebsmit der Ausbildung von Freiwilligen so weit zu gehen wie es getragen, sämtlichen Arbeitgebern diese Forderungen nochmals zu führer, Obersteiger, Fahrsteiger, Aufseher usw. vertreiben sich injezt geschähe. Er würde es gerne sehen, wenn mehr Leute sich unterbreiten und sie aufzufordern, die Forderungen binnen acht zwischen die Zeit, indem sie vereint mit Gendarmen im Drte rundfreiwillig der allgemeinen militärischen Grundausbildung unter- Tagen zu beantworten. Beharren die Arbeitgeber auf ihrer ab- gehen und ihre Arbeitswilligen aus den Wohnungen holen. ziehen wollten, dagegen halte er alles, was auf die allgemeine lehnenden Haltung, so betrachtet die Versammlung dies als eine halbe Dußend Gendarmen, das gleich nach Ausbruch des Wehrpflicht hinauslaufe, für überflüssig. Die Organisation der direkte Provokation zum Streif und gibt der Kommission den Auf- Streits als die einzig mögliche Erscheinungsform des sozialen Freiwilligen, wie er fie angedeutet habe, könne nicht vom Kriegs- trag, die Forderungen auf 60 Pf. Stundenlohn und 9 stündige Königstums im Orte aufgetaucht ist, soll noch weiter verstärkt amt ausgehen, sondern müsse von den militärischen Lokalbehörden Arbeitszeit zu erhöhen und den Streit vorzubereiten. werden. Man hetzt auch mit Erfolg die kleinbürgerliche Bevölkerung zur Ausführung gebracht werden unter Betätigung der BevölkeDie Versammelten verpflichten sich, jedem Rufe der Kommission gegen die Streifenden, die vielfach selbst für Geld und gute rung selbst. Bei einer derartigen Organisation an Stelle der unbedingt Folge zu leisten." Worte tein Broterstehen können. Natürlich darf auch jezigen, die sehr viel Geld koste, würde das Bolt selbst die beste feins der beliebten Einschüchterungsmanöver fehlen, wozu ja schon Kontrolle ausüben können. Sollte es dann jemals zum Kriege das Gendarmerieaufgebot gehört. Tarifforderungen der Berliner Konditoren. Am Mittwoch wurde fommen, so würde auch das Volk immer hinter der Regierung stehen. Haldane schloß: Das Volk unter Waffen in dieser Konditoren an die Fabrikantenvereinigung der Zuderwaren und wandte sich die Werksverwaltung zugleich an den guten Geist" der Bereits im vergangenen Herbst war die Organisation der schwarzen Brett des Werkes jedem, der nicht bis Freitag wieder ins Joch gefrochen war, Entlassung angedroht. In den Zeitungen Art würde ein Volt sein, das nicht um des Krieges willen, sondern Schokoladenindustrie mit der Forderung auf vertragliche Fizierung Belegschaft. Diese hielt Mittwoch in Schlarpe bei Volpriehausen zur Erhaltung des Friedens die Waffen trüge, und in diefer der Lohn- und Arbeitsverhältnisse herangetreten. Es tam damals eine Versammlung ab, die erfüllt war von dem" guten Geiſt", Beziehung fönne man von dem Schweizer Bolt lernen. Bezüglich der Ausgaben erklärte er, die Regierung ginge weisem Erfolge. Kürzlich sind die Forderungen für den ganzen wurde beschlossen, die der Verwaltung bereits unterbreiteten Forde zu einem Vorgehen der Gehülfen in einzelnen Betrieben mit teil- sich nicht einschüchtern oder aus der Fassung bringen zu lassen. Es von dem Grundsaße aus, daß die Flotte imstande sein müsse, Beruf wieder erneuert worden. Ms Mindestlohn verlangt Großbritannien vor einer Invasion zu schüßen. Flotte sei zwar teuer, aber sie ermögliche es auch, unnüße mili- 24 M. pro Woche: für junge Gehülfen und Arbeiter, die noch nicht Handwerker ist auf 4 M. zu erhöhen. Die Organiſation ist anzuEine starte die Organisation für selbständig arbeitende Gehülfen und Arbeiter rungen um folgende Punkte zu ergänzen: Der Schichtlohn für die tärische Ausgaben zu vermeiden. Einige Teile der Heeresorgani- ein halbes resp. ein Jahr in ihrem Spezialfach gearbeitet haben, erkennen und zu den Verhandlungen sind ein Verbandsvertreter fation, welche mit diesem Grundsaße nicht im Einklang ſtänden, 21 W; für jugendliche Arbeiter im Alter von 16 bis 18 Jahren und drei Mitglieder der Lohnkommission hinzuzuziehen. sollten in Fortfall kommen. Das Kriegsamt wolle demgemäß 15 M. und unter 16 Jahren 12 M.; für Arbeiterinnen im Alter Der Bergarbeiterstreit auf dem Kohlenwerk Itgemeinde veraltete Küsten- und Landesverteidigungs- Maßnahmen fallen von 14 bis 15 Jahren 8 M., von 15 bis 16 Jahren 9 M. und Bod wa" bei Zwickau ist beendet. Die Wertsleitung hatte durch laffen und auch mit der alten Ueberlieferung brechen, Verteidi- über 16 Jahren 10 M. mit halbjährlichen Zulagen von 1 M. bis Anschlag bekannt gegeben, daß alle Arbeiter, die nicht bis Donnersgungspläne wie z. B. für Birmingham gegen die deutsche Armee zu mindestens 16 M. Die regelmäßige Arbeitszeit soll tag wieder anfahren, entlassen sind und die Ansprüche auf ihre aufzustellen.( Gelächter.) Haldane erwähnte ferner, daß die 57 Stunden pro Woche nicht übersteigen. Il eberstunden sollen Kaffengelder verlieren. Darauf befchloffen die Streikenden, die chinesische Besatzung von Weihaiwei entlassen und die Besatzung erst dann zu leisten sein, wenn die Einstellung weiterer Arbeits- Arbeit wieder aufzunehmen. Von ihren Forderungen ist nichts bebon St. Helena zurückgezogen werden solle, und wiederholte zum fräfte nicht mehr möglich ist; sie sollen dann bis 9 Uhr abends mit willigt. Schluß, daß die wirkliche Schwierigkeit einer Reduzierung der 25 Broz., über 9 Uhr jedoch mit 50 Proz. Aufschlag vergütet werden. Armee bei Indien und den Kolonien liege. Möglich sei es ja Diefe gewiß sehr bescheidenen Forderungen hat der Verein Berliner Die Schleifer und Scharwerker der beiden Firmen Jagdmann auch, daß die Kolonien eine leistungsfähige Armee aufstellen und Buderwarenfabrikanten in einem Antwortschreiben an die Organi- und Diede zu Greifswald befinden sich in Lohndifferenzen, somit das Reich militärisch stark genug gemacht würde, um den fation abgelehnt mit dem Hinweis barauf, daß die verlangten nachdem alle gütlichen Vergleiche an der Hartnäckigkeit der beiden Frieden für Generationen sicherzustellen. Jedenfalls habe das Minimallöhne bereits in allen Betrieben gezahlt würden und sich Unternehmer gescheitert find. Es wird deshalb ersucht, den Zuzug gegenwärtige Barlament reichlich Gelegenheit, sich in dieser daher der Abschluß eines Tarifvertrages erübrige. In dem von Schleifern und Scharwerkern nach Greifswald fernzuhalten. Die Leitung des Gau 4 der Fabrikarbeiter. Haldanes Rede wurde auf beiden Seiten des Hauses mit lebDie Maler in Schwerin sind am 8. d. Mts. in den Ausstand haftem Beifall aufgenommen, und die Redner, die nach ihm sprachen, getreten, weil die Arbeitgeber sich weigern, den Forderungen der wußten soweit sie ihm zu opponieren versuchten nur schwache Gehülfen irgendwie entgegenzukommen. Gefordert wird die VerEinwände gegen seine Ausführungen zu machen. fürzung der Arbeitszeit von 10 auf 9 Stunden und eine Lohnerhöhung von 42 auf 48 Pf. pro Stunde. Richtung zu betätigen. Aus der Partei. " Schreiben wurde weiter betont, daß die Hülfsarbeiter nur nach ihrer Leistung, nicht aber zu tarifmäßig festgelegten Löhnen bezahlt werden könnten. Sollten aber, so heißt es zum Schluß, Fälle befannt werden, wo der Mindestlohn nicht gezahlt sei, so möge dies der Fabrikantenvereinigung nur unterbreitet werden, um Abhülfe zu schaffen. Mit dieser Antwort beschäftigte sich am Donnerstag in den Die Maler in Magdeburg haben ihre Lohnbewegung mit Erfolg Musikerfälen" eine Versammlung der organisierten Konditoren. Es wurde festgestellt, daß noch in einer ganzen Anzahl von Be- beendet. Es wurde ein Tarif vereinbart, wonach eine Verkürzung Die Mannheimers ,, Boltsstimme" will fich mit uns über„ Getrieben Gehülfen, Arbeiter und Arbeiterinnen unter den bezeichneten der Arbeitszeit von 10 Stunden auf 9 Stunden erfolgt und der schmack und guten Ton" nicht herumstreiten. Dagegen stellt sie Mindestlöhnen bezahlt werden, so u. a. bei den Firmen Seiffert Minimallohn von 35 bezw. 37 Bf. auf 40 Pf. und( vom 15. März in Aussicht, fich ein andermal" über die Auffaffung zu verbreiten, u. Saate, Taßler( Inhaber Giese), Hermann Neegel, 1908 ab) 43 Pf. die Stunde erhöht wird. bie unfer Bentralorgan von sozialdemokratischen Fürsten- A. Beppin und nicht zu vergeffen Hildebrandt u. Söhne. Besuchen geäußert hat". Nach längerer Debatte nahm die Versammlung sodann eine Refcheint aber viel überflüssige Zeit zu haben und das sechs Monate nichtssagend bezeichnet wird. und das sechs Monate nichtssagend bezeichnet wird. Infolge der Ablehnung der Fordebor Stattfinden des Parteitages am Drte ihres Erscheinens. Die rungen hält sich die Organisation an die eingereichte Tarifvorlage Genoffen in Jena, Bremen, Dresden, München, Lübeck, Mainz usw. nicht mehr für gebunden, sondern behält sich vor, zu gegebener Beit hatten ein halbes Jahr vor dem Parteitage wichtigere Dinge zu er- ihre Forderungen angemessen zu erhöhen. Auch soll von jetzt ab lebigen. Und wir auch! feinerlei Rücksicht mehr auf solche Arbeitgeber genommen werden, die durch Entlassungen resp. Maßregelungen den Arbeitern ihr Koalitionsrecht zu verfümmern ſuchen. Für uns war die Sache bereits erledigt. Die„ Boltsstimme" solution an, in der die Antwort der Fabrikanten als vollkommen Letzte Nachrichten und Depeschen. Agitationserfolge. Durch intensive Agitation ist es dem Sozialdemokratischen Verein in Essen gelungen, in den ersten beiden Monaten Als Kuriosum und auch als Beweis für die Rüdständigkeit dieses Jahres 300 neue Mitglieder zu gewinnen. Die erst im mancher Gehülfen wurde noch erwähnt, daß der Gehülfenverein von Dezember v. J. eingeführte Agitationsschrift Morgenrot", welche 1875, der fürzlich bei einer Hoffestlichkeit Spalier gestanden hat, monatlich einmal bom niederrheinischen Agitationskomitee heraus- die Stiftung einer Dekoration unter dem Namen„ Cecilienorden" gegeben wird, hat bereits eine bereits Bezieherzahl von 3600. bornahm und bei Hofe anfragte, ob diefer„ Orden" an die Mit. Diese Erfolge beweisen, daß die Bewegung in Essen mit ihren großen glieder ausgegeben werden dürfe. Gerade in diesem Verein beErfolgen bei den letzten Wahlen nicht den Höhepunkt erreicht hatte, finden sich Gehülfen, die noch für einen Monatslohn von 30 bis es geht unaufhaltsam vorwärts. Effen schickt sich an, der Sozial- 40 M. arbeiten. demokratie im Zentrum der Großindustrie eine feste Burg zu bauen. " Lohnbewegung der Arbeiter in den Wagenfabriken. " Italiens sozialdemokratische Fraktionspolitik. Rom, 9. März.( Privatdepesche des Vorwärts".) In der heutigen Sitzung der sozialdemokratischen Fraktion der italienischen Kammer wurde einstimmig ein Antrag Ferri angenommen, der dem bürgerlichen Kabinett prinzipiell ein Vertrauensvotum verweigert, aber beschließt, diesmal für Sonnino zu stimmen, um im Interesse des Proletariats eine Rückkehr einer pseudoliberalen Regierung zu verhindern. Die Fraktion tritt hierdurch in einen offenen Widerspruch zu den Beschlüssen des Parteitages und zum Votum des italienischen Parteivorstandes. Stadtverordnetenwahl in Elbing. Berständigere Tonart. Die aus Vertretern der beteiligten Holzarbeiter, Metallarbeiter, Elbing, 9. März.( Privatdepesche des Vorwärts".) Bei Durch Personenverwechselung ins Gefängnis. Ein Nachspiel zum legten Effener Wahlkampf bildete eine Gerichtsverhandlung in Effen. Maler und Lackierer, Sattler, Schmiede usw. bestehende Agitations. den heute beendeten Stadtverordnetenwahlen haben unsere Genoffe Leimpeters saß auf der Anklagebant. In einer christ tommiffion für die Wagenfabriken hatte zum 8. März abermals Genossen einen glänzenden Sieg errungen. Alle drei auflichen Versammlung war behauptet worden, ter Bergarbeiter eine allgemeine Versammlung jener Arbeiter nach dem großen Saal gestellten Genossen wurden mit großer Mehrheit gewählt. Verband habe 95 000 m. gesammelte Streitgelder an die russischen des Gewerkschaftshauses einberufen, die wieder zahlreich befucht Bravo! Revolutionäre gefchickt. Leimpeters berichtete in der Bergarbeiters war. Vorgeschlagen wurde, folgende Forderungen den Inhabern Beitung", der bekannte, vielgewandte, christliche Herr Behrens der Wagenfabriken zu unterbreiten, und zwar in Form eines Tarifhabe jene Aeußerung getan, und er widmete dem Herrn, borschlags: Darmstadt, 9. März.( W. T. B.) Zweite Rammer. entsprechend ber gänzlich unwahren Behauptung, einige " Die Arbeitszeit beträgt 52 Stunden wöchentlich. Allen ArSchmeicheleien". Es lag aber eine Personenverwechselung vor, beitern, gleichviel ob sie in Lohn oder Afford tätig sind, wird eine Minister Braun erklärte in Beantwortung mehrerer Anfragen, er nicht Behrens, sondern ein Abflatsch von Stöcker, der- rühmlich zehnprozentige Lohnaufbefferung bewilligt, jedoch sind für die ein erblide in der Fortführung der Sozialreform eine fittliche Pflicht Bekannte Gottesmann Lic. Mumm war der Redner, der mit der zelnen Branchen folgende Minimallöhne einzuführen: Für Kasten des heutigen Kulturstaates, einerlei, ob man Dank dafür ernte oder unwahren Behauptung die Sozialdemokratie abzuwürgen versucht macher 63 Pf., für Selfer 55 Pf. und für Rademacher 58 Pf., nicht. Die von der Regierung getroffenen Maßnahmen zur Aushatte. Die„ Bergarb. 8tg." brachte eine Berichtigung, trotzdem, der für Lackierer usw. 60 Pf., Dreher 70 Pf., Schloffer 60 Pf., perfefte führung des Kinderschutzgeseves hätten sich bestens bewährt und Chriftenmann Behrens lief zum Kadi. Er wollte Sühne haben, ob urusfattler 75 Pf., die übrigen 55 Bf., Schirrmeifter 70 Bf., feien von gutem Erfolge begleitet gewefen. Das Gefeß betreffend wohl doch sein Geistesbruder die unwahre Behauptung verbreitet Feilbänker 63 Pf.. Helfer und Stockgesellen 60 Pf., Maschinen- den Schutz der Bauhandwerker habe noch nicht vorgelegt werden hatte. Und Leimpeters wurde zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt arbeiter 50 Pf. Ueberstunden und Sonntagsarbeit sind nur für werben fönnen, weil die Entscheidung der Frage durch das Reichsdant der unwahren Behauptung des Herrn Lic. Mumm. Reparaturen an Betriebseinrichtungen zulässig. Für diese Weber- gefeß abgewartet werden müsse. Die Frage des Heimarbeiterwesens stunden wird ein Zuschlag von 25 Prog. gewährt, für Sonntags- fei in ganz eminentem Sinne eine Wohnungsfrage. Bei der notMagdeburg darf nicht fehlen. Wie die Magd. Boltest." be- arbeit 50 Pros. Wird in Afford gearbeitet, so ist vor Beginn wendigen Kontrolle müßten die Wohnungsinspektoren von den Verhandlungen über Zentra= Bürgermeistern unterſtüßt werden. richtet hat die Staatsanwaltschaft schon 12 Berfonen unter Anklage ber Affordarbeit der Preis für die betreffende Arbeit anzugeben.lifierung des Arbeitsnachweises feien eingeleitet worden. Der Frage gestellt, wegen Verbreitung des Flugblattes zum roten Sonntag. Bestehen besondere Affordtarife, so sind diese für die Affordarbeiten lisierung des Arbeitsnachweises feien eingeleitet worden. Der Frage Für die letzten Tage waren nun noch viele Genossen, die Flugblätter maßgebend. Für alle vorstehenden Arbeiterkategorien find bei der Neueinteilung der Streise werde bei Gelegenheit der Revision berbreitet haben, als Beugen geladen. Die Untersuchungs eintretender Valang die Arbeitsnachweise ihrer Organisationen der Verwaltungsgefeße näher getreten werden. Die Einführung behörde intereffiert sich vor allem für die Frage, wer den Genoffen respettive die zuständigen paritätischen Arbeitsnachweise zu be- von Arbeitskammern müsse vom Reiche ausgehen. die Flugblätter ausgehändigt hat, ob die Leute den Inhalt gekannt nußen". haben usw. Die Versammlung beschloß einstimmig, die Forderungen den Begnadigung in Bayern. Bei der ganzen Anlage der Verfahren in diesen Aufreizungs- Fabrikanten zu unterbreiten. Bis spätestens 13. März wird AntMünchen, 9. März.( W. T. B.) Abgesehen von den gestern anklagen halten wir solche Art Zeugenvernehmungen für unzulässig. wort erbeten. Das Ergebnis wird dann den Arbeitern jedes Be- gemeldeten Begnadigungen für Militärpersonen aus Anlaß seines Die Beantwortung der Fragen fann die Beugen eventuell auf die triebes gesondert vorgelegt, damit sie für sich über ihr Verhalten bevorstehenden Geburtsfestes hat der Bringregent in Aussicht geAnklagebank bringen. Natürlich haben sie, da nach der bisherigen entscheiden können, wenn ihnen nichts oder weniger bewilligt wird. nommen, in der nächsten Zeit auch eine Anzahl verurteilter MilitärBraris gegen jeden Verbreiter mit der Möglichkeit einer Anflage au Der Streit bei der Firma Schüler u. Cie., mechanische Flaschen- personen, welche nicht unter den gestrigen Gnadenatt fallen, zu be= rechnen ist, das Recht, die Aussage zu verweigern. Werden die Zeugen verschlußfabrit, Pappel- Allee 26, ist beendet. Da es der Firma trop der gnadigen; ferner wurden über 200 Zivilpersonen begnadigt, welche barauf aufmerksam gemacht? niedrigen Löhne gelungen ist, in genügender Zahl Arbeitswillige au burch Not, Leichtsinn und Unüberlegtheit zu Strafen tamen. bekommen, muß der Kampf wegen Aussichtslosigkeit aufgegeben werden. Unter anderem hatte auch die Strafanstalt Blögen fee einige Arbeitswillige gestellt, wodurch die Wien, 9. März.( B. H.) Der aus Rußland zugereifte BuchSituation für die Streifenden sich so ungünstig gestaltete, daß auf bindergehülfe Jakob Markowitsch, in dessem Hause gestern eine Bombe einen Erfolg wenig Aussicht blieb. Und so wurde von den explodierte, wurde famt seinem Zimmergenossen, dem Schneider Die Lohnbewegung der Landschaftsgärtner. Streifenden befchloffen, den Streit für beendet zu erklären und über gesellen Moses Reschister verhaftet, weil dieselben mit der russischen Am Donnerstag fand eine recht zahlreich besuchte öffentliche den Betrieb die Sperre zu verhängen. Der oben genannte Betrieb revolutionären Partei in Verbindung standen und zahlreiche revoluLandschaftsgärtner- Versammlung statt, die sich mit der Antwort der ist alfo bis auf weiteres für alle Hausdiener, Kutscher, Arbeiter und tionäre Schrifteu, Explosivstoffe und Bomben bei ihnen gefunden Arbeitgeber auf die Refolution vom 15. Februar befaßte. Das Blaschenmonteure gesperrt. Zentralverband der Handels- und Transportarbeiter. Schreiben der Arbeitgeber, das hier verlesen wurde, besagt, daß am 1. März eine außerordentliche Hauptversammlung des Ver Der Streit bei der Firma Frankenbach, Alte Jakobstr. 20/21, bandes der gewerbetreibenden Landschaftsgärtner Berlins und der ist durch Vergleich beendet. Fabritarbeiter- Berband. Manila, 9. März.( Meldung des Reuterschen TelegraphenBororte fich bereit erklärt hat, einen Mindestlohn von 50 Pf. bei Behnstündiger Arbeitszeit den Gehülfen zu bewilligen, die nach- An die organisierte Arbeiterschaft. Die weißgrüne Kontrollfarte, bureaus.) In der Nähe der Bucht von Tolon hat ein Gefecht weislich 2 Jahre lang in der Landschaftsgärtnerei tätig waren. welche als Ausweis deffen dient, daß die Forderungen der Barbier awischen Aufständischen und amerikanischen Truppen stattgefunden. Alle weiteren Forderungen werden als zurzeit unannehmbar er- und Friseurgehülfen bewilligt find, ist folgenden Geschäften entzogen. Die Aufständischen haben 600 Mann verloren, während die Bertlärt. Weit der Kommission der Gehülfen soll nur dann weiter ver- Schmidt, Badstr. 18; Siepelsti, Buttmannstr. 1; Giese, Rostocker- lufte sich bei den amerikanischen Truppen auf 15 Mann tot, 1 OfGefecht beteiligten Warinetruppe wurden 32 Mann verwundet. handelt werden, wenn sich der Allgemeine Deutsche Gärtnerverein ftraße 1; Geelbaar. Fruchtstr. 13; Rigdorf: Roy. Hermannstr. 207; fisier und 3 Mann verwundet belaufen. Bei einer gleichfalls ant berpflichtet, für seine Mitglieber von allen Arbeitgebern den Lohn Schmidt, Hermannstr. 33; Ruddey, Serrfurthstr. 32; Stradow, Bon ber Polizeitruppe find 3 Diann getötet und 14 verwundet fat bon 50 Bf. au fordern und jedes Mitglied, das für geringeren Pflügerstr. 11. Ober- Schöneweide: Gill, Siemensstr. 16. Verband der Friseurgehülfen Deutschlands, Zweigverein Berlin. Lohn arbeitet, auf 2 Jahre aus dem Verein auszuschließen. Falls diese Bedingungen nicht erfüllt werden, wollen die Arbeitgeber den Berichtigend wird uns mitgeteilt, daß die in unserem gestrigen Tarifvertrag als hinfällig betrachten. Selbstverständlich erregte Artikel Warnung vor Gefahr mit Entlassung beantwortet" genannte Diese Antwort lebhafte Entrüstung in der Versammlung. Allgemein Baufirma nicht Sulm, fondern& uhn heißt. Gewerkschaftliches. Berlin una amgegend. wurden. worden. Berhaftete Revolutionäre. Menschenopfer. Berantw. Rebatteur: Hans Weber, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 58. 23. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 61. Sigung bom Freitag, den 9. März, nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstische: Rraette. Die Debatte über den Bostetat wird beim Titel Gehalt des Staatssekretäre" fortgefeßt. Zur Beratung stehen außer den bereits mitgeteilten Refolutionen der Budgetkommission, der ResolutionKern( L.), den vier Refolutionen Pasig( natl.) und den sechs Refolutionen Kopf. Dr. Müller Sagan( frs. Bp.) folgende drei Resolutionen Gröber( 3.) und Genoffen: werden. 9 Sonnabend, 10. März 1906. Straßenzüge entstehen. Der Herr Staatssekretär, der so viel für gehobenen Stellen befindlichen Unterbeamten auf die Säße von die Post in den Kolonien getan hat, sollte daran denken, daß 1000 bis 1600 M. und des Höchstgehalts der Unterbeamten im der Gesundbrunnen einst eine Kolonie von Berlin war.( Heiterkeit. Landbestelldienste, Botenpostdienste und Leitungsaufseherdienste auf Rufe: Au 1) 1100 M. angenommen. Beim Titel: Arbeiten zur Instandhaltung von Telegraphen- usw. Leitungen geht Abg. Dr. Becker- Hessen( natl.) will nicht auf die Verhältnisse feiner heimischen Postbeamten eingehen, sondern nur dafür eintreten, daß verheiratete Beamte nach den Kolonien gesandt und dort nicht allzusehr mit Arbeit belastet werden. Staatssekretär Kraette: Gegen die Gleichstellung der Postbeamtengehälter mit denen der Gouvernementsbeamten habe ich nicht das mindeste. Nur würden die Postbeamten danach weniger beAbg. Zubeil( Soz.): fommen. Unterstaatssekretär Sydow auf die in der Debatte erhobenen Klagen über Mängel im Telephon- und Telegraphendienst ein. Die getadelten Nebengeräusche in Charlottenburg hängen mit dem Umbau der gefamten Berliner Leitungen auf Doppelleitung zusammen, der in Charlottenburg noch nicht beendet ist. Abg. Dr. Müller- Sagan( frs. Bp.): Der Herr Borredner hat 1. Der Bostanweisungsverkehr an Sonn- und Feiertagen hat über die Schwierigkeiten der Verbindung mit dem Westen gesprochen. aufzuhören. Jm vorigen Jahre hat eine junge Dame bei Erfurt einen Brief Aber gerade die Verbindung nach Königsberg ist so schlecht, daß 2. An den Vorabenden aufgegebene Massensendungen von Druck- an ihren Bräutigam mit deutlicher Adresse versehen nach Philadelphia dringend Abhülfe geboten ist. fachen sollen erst am nächsten Werktage in Behandlung genommen bei Storfow im der Mark geschickt. Sie wartete aber vergeblich auf Die ordentlichen Ausgaben werden bewilligt, ebenso die außerAntwort; denn der Brief war übers Meer nach Amerika gegangen. ordentlichen. 3. Der Nachtdienst darf in der Regel nur jede fünfte Nacht statt- Nach drei Wochen sandte sie einen zweiten Brief nach derselben Bei den Einnahmen liegt die Resolution der Budgetkommission finden. Adresse, die wieder sehr deutlich und leserlich geschrieben war, ab; vor: Paketsendungen an und von Soldaten, soweit sie für den Abg. Rogalla von Bieberstein( L.) spricht für die Herabseßung auch dieser Brief nahm seinen Weg über das Meer nach Amerita eigenen Bedarf bestimmt sind, bis zu 5 Kilogramm portofrei zu der Gebühren für den Fernsprechverkehr auf dem Lande.( Beifall( hört! hört!) und kehrte wie der erste nach längerer Zeit zu lassen, die Telephoneinrichtung und Telegraphenbenuzung auf dem rechts.) seinem Bestimmungsorte zurüd. Da es sich in den Briefen Lande zu erleichtern, die Beseitigung des Bestellgeldes bei Paketen Abg. Pasig( natl.): Der scheinbare Ueberschuß der Reichspost- um die endgültige Festießung des Ehetermins handelte, hatte und Postanweisungen vorzubereiten und Untersuchungen über die verwaltung beträgt 62 Millionen Mark jährlich; wenn man aber die dieses wiederholte Versehen der Post sehr unliebsame Folgen. Portofreiheit fürstlicher Personen anzustellen. 6 Millionen Mark Zinsen für die zu Bostzivecken verausgabten Anleihen Ein zweiter Fall: Jm Januar dieses Jahres wird an unferen Abg. Graf Oriola( natl.) sucht nachzuweisen, daß das Pauschale abzieht, so sind es nur noch 56 Millionen! Zweifellos verdienen die Kollegen Scheidemann hier im Reichstag ein Brief aus Kaffel mit eine ungeheure Belastung des ländlichen Telephonverkehrs sei. Lieber Assistenten eine Aufbesserung, aber es wird besser sein, mit dieser der deutlichen Adresse:" Herrn Scheidemann, Mitglied des Reichs- würden die Verbindungsteilnehmer jedes einzelne Gespräch noch bis zur allgemeinen Beamtenaufbesserung zu warten, die ja infolge tages, Berlin, Reichstag" geschickt. Der Postbeamte fann wahr teurer bezahlen. der Teuerung der Lebensmittel zweifellos bald kommen muß. Ich scheinlich das Wort„ Reichstag" nicht entziffern, und der Brief geht Staatssekretär Kraette fagt eingehende nochmalige Prüfung der beantrage daher, die Resolutionen stopsch nicht zur Berücksichtigung", nach Nixdorf.( Heiterfeit.) Dort wird, wie das Stuvert beweist, nach mancher Richtung hin beachtenswerten Anregungen zu.( Bravo!) sondern zur Erwägung" au empfehlen. Die erste Resolution Gröber alles in Bewegung gesetzt, selbst das Rigdorfer Einwohnermeldeamt, Abg. Eickhoff( freis. Bp.) bedauert, daß der Staatssekretär weder scheint uns unnahmbar. Wir wollen keinen englischen Sonntag, wir aber der Reichstag ist in Rigdorf nicht zu finden.( Große Heiterfeit.) nach feinen noch des Abg. Kaempf Ausführungen auf die Frage find nicht reich genug dazu, um den Geldverkehr am Sonntag ent- Schließlich sieht man sich wahrscheinlich das Kuvert etwas genauer der Herabsetzung der Weltpoftportofäge eingegangen ist. behren zu können. Auch die zweite Resolution erscheint uns nicht an, und der Brief gelangt nun endlich in die Hände des Kollegen Staatssekretär Kraette: Unser Bestreben ist natürlich, den Weltzweckmäßig. Denn wie oft wird es vorkommen, daß gerade Scheidemann.( Buruf: Na, Gott sei Dank!( Heiterkeit.) Ich will poftverkehr zu verbessern. Aber soweit, wie Herr Kaempf will, fönnen am Sonntag ein Kongreß ein Barteitag usw. stattfindet, den betreffenden Beamten feinen direkten Vorwurf aus diesen bei den gegenwärtigen Verhältnissen weder wir noch die anderen Mitso daß die Massenabsendung von Drucksachen am Tage vorher sehr Fällen machen; die Schuld liegt vielmehr am System, an der Ueber- glieder des Weltpoftvereins gehen. Nicht jede Steigerung des Verwichtig wird. Auch die dritte Resolution Gröber halte ich nicht für lastung der Beamten. fehrs bringt eine Mehrung der Reineinnahmen. gut, fie greift viel zu tief in die innere Verwaltung der Postbehörden ein. Abg. Werner( Antis.): Die Befürtvortung der Befferstellung der Unterbeamten aus dem Munde des Abg. Singer ist nicht ernst zu nehmen, da die Herren ja alle neuen Steuern ablehnen. derartige zu leisten? " Polizeidienste Unter den Poſtſchaffnern in Schwerin herrscht Erbitterung darüber, daß in den beiden letzten Jahren bei der Beförderung in gehobene Stellen jedesmal die beiden jüngsten Beamten bevorzugt worden sind. Es scheint, daß die Einrichtung der gehobenen Stellen die Günstlingswirtschaft bei der Reichspost nur vermehrt hat. Ferner beschweren sich Staatssekretär Krnette: Die angeführten Fälle sind mir unbekannt. Ich muß annehmen, daß keine Postanstalt gefezwidrig einer Staatsanwaltschaftsbehörde Auskunft gegeben hat, werde aber nähere Untersuchungen veranlassen. Abg. Ledebour( Soz.): Strafporto Auf einem anderen Gebiet hat sich dagegen die sprichwörtlich gewordene Findigkeit der Post weit besser bewiesen: Am 7. diefes Monats bekam in Schwerin der sozialdemokratische Vertrauensmann wesen ist überhaupt gar kein System, weil tein sicheres Merkmal Das gegenwärtige System des Berliner Ortsverkehrs im PostJost drei Pakete mit der Post, in denen sich eine größere Anzahl besteht, nach welchen Orten hin das Drtsporto zu bezahlen ist und Nummern des" Wahren Jacob", des Postillons" und der„ Neuen des Abg. Erzberger, unsere in den Resolutionen Kopsch ausgedrückten scheint am nächsten Morgen der Erste Staatsanwalt von Schwerin sendung an einen in einem Nachbarorte wohnenden Adressaten Abg. Blell( frs. Bp.): Völlig ungerechtfertigt ist die Behauptung Beit" befanden. Kaum waren ihm die Bafete ausgehändigt, so er- nach welchen nicht. Die Abgrenzung ist nicht auf Grund irgend eines Prinzips vorgenommen. Das Bublifum, welches eine BoſtWünsche seien nicht ernst gemeint. Die Durchführung fostet nach bei dem betreffenden Genossen und eröffnete ihm, er habe von der frantieren will, ist häufig im unklaren darüber, ob Ortsporto oder den Ausführungen des Herrn Staatssekretärs 32 Millionen Mart. Bostdirektion erfahren, daß er einige Pafete mit dem und dem GeAber auch die Durchführung der Resolution Gröber würde bedeutende wicht erhalten habe.( hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Die marke darauf, während der Empfänger bereits außerhalb der Grenze Inlandsporto zu bezahlen ist. Stlebt es dann nur eine OrtsportoAusgaben erfordern. Erfreulich ist, daß der Wunsch des Reichtages Haussuchung ergab dann, daß nichts zur Beschlagnahme Geeignetes des Nachbarortverkehrs wohnt, so ist die Folge, daß der Adressat durchgeführt ist, wonach die Vorderseite der Postkarten beschrieben vorhanden war, und der Staatsanwalt mußte mit langer Nase abwerden darf. Sehr erwünscht wäre mir, Portoermäßigung für ziehen. Brieffperre war über den Genossen nicht verhängt. Ich größere Drucksachen und für Geschäftspapiere. Geheimrat Neumann äußert sich über die finanziellen Wirkungen frage also, wie die Postbehörde dazu kommt, der Staatsanwaltschaft zu bezahlen hat. Auf eine Zweipfennigpostlarte, an deren Stelle eine Fünfpfennigfarte hätte geschickt werden müssen, wird ein Straf der Resolutionen. porto bon 10 Pf. erhoben. Das ist sehr hart und stellt für den Abg. Dr. Marcour( 8.): Die Postverwaltung fann auch mitaußerhalb des Nachbarverkehrs Wohnenden im Laufe des Jahres eine helfen in dem Kampfe gegen die Unmasse von unfittlichen Ansichtskarten, erhebliche Belastung dar. Auch für die Beamten ist das Einfassieren Prospekten, die unser Bolt vergiften. Bei stoßweiser Auflieferung des Strafportos feine angenehme Aufgabe. Doch will ich heute über das folch unfittlicher Sendungen sollte die Post doch einmal den Inhalt System des Strafportos an sich nichts weiter sagen, glaube bielprüfen; fieht doch die Bost nach, ob Drucksachen der Postordnung mehr, daß eine erhebliche Milderung der Mißstände schon dadurch zu entsprechen und prüft sie doch in den polnischen Provinzen die erzielen ist, daß alle Orte in den Nachbarberkehr aufgenommen Adressen genau darauf, ob fie etwa unstatthaft polnische Worte ent halten.- Sehr viel Wert legen meine Freunde auf die Herabsetzung werden, die im Vorortverkehr der Eisenbahn liegen. Dadurch erhält die Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit ein flar erkennbares Mert der Gebühren für Telephon- und Telegraphenbenuzung auf bem 3 mal. die Landbriefträger Außerdem würde Lande; sie wären fogar geneigt, um das zu ermöglichen, für eine cine folche Abgrenzung aber auch ihre bolle innere Berechtigung haben, weil alle diese Erhöhung der Gebühren in den Städten einzutreten. darüber, daß fie unter dem neuen Postdirektor nicht mehr nach 15, Drte tatsächlich zum großen Teile bon in Berlin Staatssekretär Kraette: Auch wir sind schon auf den Gedanken fondern nach 18. Jahren in höhere Stellen aufrüden fönnen. Und tätigen Personen bewohnt werden, also zu Groß- Berlin gehören. gekommen, unseren Truppen in Südwestafrita bessere Verbindung endlich darüber, daß die Landbestellbezirke bort besonders groß Die Mindereinnahme, die der Post daraus erwachsen tönnte, würde mit der Heimat zu schaffen. Aber die Militärverwaltung hat es für feien. Einzelne Landbriefträger hätten täglich 4% Meilen zu nur sehr unbedeutend sein, ganz abgesehen von der Verkehrssteigerung. unmöglich erklärt, neben Munition und Verpflegung noch mehr Pakete gehen. Hier sollte baldigst Remedur eintreten.( Bravo! bei den Jedenfalls stände fie in feinem Verhältnis zu der Erleichterung, die als bisher zu befördern. Gegen den alten Tarif für Zeitungs Sozialdemokraten.) dadurch für das Publikum in Berlin und Umgegend herbeigeführt fendungen, ber eine prozentuale Erhebung vom Wert der Zeitungen würde. Ich bitte den Herrn Staatssekretär, diesen Wunsch im nächsten vorsah, wurden seit 1875 unaufhörliche Angriffe gerichtet. Nach vielen Etat zu berücksichtigen.( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) mißglückten Versuchen wurde vor fünf Jahren ein neuer Tarif in Abg. Dr. Müller Sagan( frs. Bp.): Der Herr Staatssekretär unzähligen eingehenden Verhandlungen von Kommiffionen und hat nicht gesagt, was er unter den„ obwaltenden Verhältnissen" Subkommiffionen geschaffen. Seitdem ist noch feine Klage, gemeint hat, die einer Verbilligung des Weltpostportos entgegenstehen. noch kein Antrag auf Abänderung an uns gelangt. Lassen Der Staatssekretär, der für einen Verkehrsrückschritt, wie er in der wir also endlich einmal In der Abstimmung werden die beiden ersten Resolutionen Stempelsteuer liegt, eingetreten ist, konnte. freilich andererseits schwer dem Zeitungsgewerbe Ruhe. Der Versendung unfittlicher Briefe und Postkarten, Schriften und opsch. Dr. Müller Sagan( frf. Bp.) auf Anrechnung der für einen Verkehrsfortschritt wie die Ermäßigung des Weltpostportos Angebote treten wir nach Möglichkeit entgegen. Aber wir sind ganz attiven Dienstzeit bis zur Dauer von drei Jahren auf das Be- fich erklären. auf die Beamten und Briefträger angewiesen, die ja mit großer foldungsdienstalter und auf Gleichstellung der bei der Gendarmerie Die Einnahmen werden bewilligt, die Abstimmung über die Schnelligkeit arbeiten müssen. Mehr als Stichproben tönnen auch und Schußmannschaft etatsmäßig angestellten Militäranwärter mit Resolution ausgefegt, die Petitionen nach den Anträgen der Kombei Sendungen von Druckfachen aus dem Auslande nicht entnommen den übrigen nach dem Antrage Dr. Müller- Sagan( frf. Vp.) der mission erledigt. werden. Für die größte Reinlichkeit und gesundheitsgemäße Be- Regierung zur Berücksichtigung empfohlen, und zwar mit den Stimmen Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sigung: Sonnabend, Handlung und Haltung der Diensträumte habe ich schon seit Jahren der Freifinnigen, Sozialdemokraten, Nationalliberalen und Anti- 1 Uhr.( 2. Lesung des Etats der Reichsdruckerei und der durch Rundschreiben an die Oberpostdirektionen gesorgt. Jeder femiten. Die dritte Resolution opsch( auf 1% fache An- Reichseisenbahnverwaltung.) Beamte und Unterbeamte muß an seinem Blage für Reinhaltung rechnung des Dienstes von 8 Uhr abends an und des Sonntageforgen, außerdem werden durch Frauen die gesamten Diensträume dienstes) wird nach dem Antrag a gig( natl.) der Regierung zur in furzen Fristen gereinigt. Erwägung überwiesen. Die vierte Resolution opsch( auf Wir fönnen die Ansichtspostkarten bei der Stempelung nicht Vorlage einer Denkschrift über die Wirkung des Dienstalters anders behandeln als andere Karten, wo follen wir sie denn stufensystems) wird mit denselben Stimmen wie die beiden ersten stempeln? Die Rückseite trägt das Bild. Das soll geschont werden. Refolutionen angenommen, ebenso die vier Resolutionen Bazig Staatsbetriebe als Musterbetriebe. Das bekannte Wort: StaatsBorn steht der Text und die Adresse. Da müssen wir doch irgendwo( natl.) auf Anrechnung der Militärdienstzeit, Erhöhung des Wohnungsbetriebe follen Musterbetriebe sein, erfuhr gestern in der Budgetgeldzuschusses, Besserstellung der Oberpostpraktikanten, Bostinspektoren kommission des Reichstages, anläßlich der Beratung über die StaatsAbg. Dr. Spahn( 3.) scheint das infolge der geringen Gehälter und Telegrapheninspektoren sowie Oberpostinspektoren und Post- werften, eine helle Beleuchtung. Sie zeigte, daß die Staatsbetriebe für viele Postbeamte tatsächlich bestehende Zölibat zu bedauern. direktoren. Ebenso wird die Resolution Kern( f.) auf Ausgleich oftmals rücksichtlich der Arbeiterverhältnisse sehr wenig Muster( Da Redner ausschließlich zum Staatssekretär spricht, ist er auf der Refolutionen Gröber( 8.) fann noch nicht abgestimmt werden, aber erfledliches leisten. Abg. Genosse Hue wies nach, daß die der Härten des Dienstaltersstufenſyſtems angenommen. leber die gültiges aufzuweisen haben, für den Profit der Unternehmerringe Staatssekretär Kractke: Auch in den anderen Verwaltungen weil sie noch nicht drei Tage alt find. Ueber die Resolutionen der Staatswerften zunächst viel teuerer arbeiten als die Brivatbetriebe, fommen die Beamten vor dem zweiten Examen sehr selten zur Kommission wird erst bei den„ Einnahmen" abgestimmt werden. trotzdem auf den Staatswerften die Löhne wesentlich niedriger find Heirat. Der Titel„ Staatssekretär" wird bewilligt. als bei gleicher Arbeit in Privatbetrieben; das stellte Hue zahlenEs folgt die Beratung über die weiteren Positionen. mäßig fcft. Aber auch die Staatswerften selbst weisen, wie Beim Kapitel 85 Titel 4-23( Gehälter der Sekretäre, Redner darlegte, ganz frasse Unterschiede in den Löhnen auf. Affiftenten usw.) wird die fünfte Resolution Kopf und Dr. So feien auf der Danziger Werft die Affordsäße um 30 Müller Sagan( frs. Vp.)( auf Erhöhung der Gehälter der Post- bis 100 Prozent niedriger als auf der Kieler Werft. und Telegraphensekretäre, der Bureaubeamten II. Klasse, der Ober- Diese Tatsache zwinge zu der Annahme, daß auf der Danziger post- und Obertelegraphenassistenten, der Assistenten und der vollbeschäftigten Bostverwalter) gegen die Stimmen beider freifinniger Parteien und der Sozialdemokraten abgelehnt. In der Einzelbesprechung tritt den Stempel heraufdrücken. Tribüne fast unverständlich.) Abg. Krösell( Antis.) tritt für die Besserstellung der Oberpostpraktikanten ein. Abg. Bed- Heidelberg( natl.) wünscht, daß in Baden vorzugsweise badische Landestinder im Postdienst angestellt werden. Staatssekretär Straette wiederholt, daß in Baden in bezug auf Stellenbelegung genau so vorgegangen werde, wie im ganzen übrigen Reich. Es fann unmöglich verlangt werden, daß Badenfer, weil sie Badenser find, in die höheren Stellen aufrücken, obwohl fie im einzelnen Falle dafür nicht geeignet sind. Abg. Dasbach( 3.) wünscht, daß die fleinen Provinzzeitungen weniger Porto zu zahlen haben sollen als die großen Blätter. Das könnte sehr gut durch dasselbe Gesetz geschehen, durch das die Erhöhung des Bortos für Postkarten im Ortsverkehr ausgesprochen werden wird!! Damit schließt die Diskussion.( Allgemeines Ah!) = Abg. Eickhoff( frf. Vp.) für die Oberpostkassenrendanten ein. Abg. Marcour( 8.) verlangt Stellenzulagen für die Poftamtsdirektoren mit besonders hohem Dienstalter. Staatssekretär Kraette bittet dringend, es bei dem bisherigen Brauch zu belassen, diese Zulagen als fleine Entschädigung für die Abg. Merten( frf. p.): Wenn ich boshaft wäre, würde ich sagen: höhere Berantwortlichkeit den Direktoren in den besonders großen der Abg. Erzberger ist nur deshalb gegen unsere Refolutionen, weil Aemtern zu geben. sie nicht von ihm stammen.( Große Heiterkeit links.) Die beiden Präs. Graf Ballestrem: Das Wort ist nicht weiter ersten Refolutionen Gröber können wir nicht annehmen. Zahlreiche Abg. Dr. Müller Sagan( frs. Vp.): Da die Postverwaltung Bevölkerungsschichten haben nur am Sonntag Zeit, ihre Ersparnifie auf den erhobenen Vorwurf nicht geantwortet hat, beantrage ich mit der Post abzusenden. Massensendungen von Drucksachen an den Rückverweisung dieser Petitionen an die Butgetkommission. Vorabenden von Feiertagen und Sonntagen haben als Reflame Staatssekretär Kraette: Wir vermehren die Bostämter 1. Klasse gerade besonderen Wert, weil sie am arbeitsfreien Tage am ehesten gelesen werden. Die Telephonverbindung von Berlin nach dem Often ist unzureichend. Namentlich möge eine beffere Fernsprechver bindung nach Stönigsberg eingerichtet werden!( Sehr wahr! b. b. Freif.) Sodann ist der Norden von Berlin in bezug auf Bostämter ganz ungenügend bedacht. Auf dem Wedding und am Gesundbrunnen Tommen nur drei Bostämter auf 100 000 Seelen. Speziell der Gesundbrunnen hat troz feiner 46 000 Seelen nur ein Bostamt, sodaß man von einzelnen Straßen aus mehr als zwei Kilometer zum Bostamt laufen muß. Dabei wird der Norden Berlins in den nächsten Jahre einen kolossalen Aufschwung nehmen, da ganz neue mit Rücksicht auf die Starriere unserer Beamten, soweit wir das nach gründlicher Prüfung der Verhältnisse können, ohne den Etat allzusehr zu belasten. Eine Vermehrung der Offizierpostämter ist weder bors gesehen noch gefeßlich möglich. Abg. Dr. Müller- Sagan zieht seinen Antrag zurüd. Bei einer weiteren Position wünscht Abg. Mertens( frf. Bp.), daß den Bostassistenten, wenn sie in den Stanzleidienst übernommen werden, nicht der Titel„ Kanzlift" gegeben, sondern der alte Titel Poftafsistent" belassen werde. " Beim Titel Bostunterbeamten usw." wird die Refos lution Kopsch( frs. Vp.) auf Erhöhung der Bezüge der in nicht Schluß 7 Uhr. Parlamentarifches. unmöglich gute Arbeit geliefert werden kann. Die Arbeiter müssen geradezu pfuschen, um wenigstens auf einen einigermaßen hinreichenden Lohn zu kommen. Andererseits zwingen die niedrigen Löhne zur schärfsten Ausnutung der Arbeitskraft. So erkläre sich, daß auf der Kieler Werft im Jahre 1904 von je 100 Arbeitern 42 er frankten, auf der Danziger Werft dagegen 62. Schlimm für die Arbeiter sei auch, daß ihnen nicht einmal die Affordsäge bekannt gegeben werden, wie die Antworten auftaufend vorliegende Fragebogen beweisen. Diese Zustände und die Bestimmung, daß die Arbeiter auch im afford nicht über eine bestimmte Lohnhöhe hinaus verdienen dürfen, balte qualifizierte Arbeiter davon ab, auf Werften tätig zu sein. Daß die Werften sehr teuer arbeiten, verschulde in erster Linie der ungeheure Beamtenapparat. So wird eine 374 Mann starte Abteilung( Reffort III Stiel) von 23 Beamten beaufsichtigt, 626 Mann ( Ressort IV) von 96 Beamten. Beim Umbau der Brandenburgklasse ( Abteilung Schiffbau Kiel) sind bei 710 Arbeitern 90 Vorgesezte vorhanden; auf der Werfttischlerei in Wilhelmshaven bei 350 Arbeitern 32 Beamte; auf der Mechanikerwerkstatt in Wilhelmshaben bei 180 Mann 36 Beamte usw. Genosse Hue regte an, den Werftarbeitern angesichts der herrschenden Teuerungsberhältnisse eine Zulage zu gewähren. Ueber die Behandlung durch die Vorgesetzten jei erfreulicherweise in nur seltenen Fällen slage. zu führen. Der Zentrums Abgeordnete Spahn vermochte keine der angeführten Tatsachen zu entkräften, dennoch berteidigte er die Werftverwaltungen und suchte die teuere Wirtschaft aus den Experimenten zu erklären, die Staatswerften stets machen müßten. Gute Arbeiter verdienten auch gut auf den Werften. # UeVerhaupt werde viel Gutes fNr die Arbeiter von den Verwaltungen getan. Staatssekretär v o n T i r p i tz erklärte, die Manne- Verwaltung habe die Löhne erst kürzlich um 4t) Proz. erhöht und auch teilweise die unbegrenzte Lohnhöhe eingeführt. Die Eigen- artigkeit und Ungleichmäszigkeit der auf Slaatsiverfieu auszu- führenden Arbeiten bedinge die teuere Wirtschaft. Die Verwaltung hätte— beabsichtigt, für die Werften den Neunstundentag einzuführen. Die Privatwerften bitten jedoch dringend, das nicht zu tun. weil s i e mit der Verkürzung der Arbeitszeit folgen müszten und überdies eine Ver» teuerung der Schiffe um rund 1» Prozent die Folge sein.— Die vom Abg. Dr. Spahn besungene Arbciterfreundlichkeit der Werft- Verwaltungen charakterisierle Abg. Genosse H u e durch einen Borfall, wo eiiieni verunglückten Werftarbeiter, der früher 4,4V M. Lohn hatte, nach der Wiederaufnahme der Arbeit nicht nur der Betrag der Unfallrente, sondern extra noch 52 Pf. pro Tag vom Lohn gekürzt worden sind. Bei einer Forderung für Artillericmaterial machte Abg. Genosse Bebel auf die ungeheuren Profite des Pulverringes aufmerksam, der, um diese Profite zu verkleinern, die Aktien„ver- wässere". Anscheinend habe sich der Ring zu einer Macht entwickelt, gegen die auch die Regierung kaunr aufkommen könne.— Der Staatssekretär erwiderte, daß nach Lage der Dinge die Frage der Pulverbeschaffung nicht anders gelöst werden könne, als loie cS heute geschieht. Die Vertreter der bürgerlichen Parteien hatten gegen diese umgekehrte Sozialpolitik des Reiches— Rücksicht aus den Profit der Unternehmer und Unterlassen von Fürsorge für die Arbeiter— nichts einzuwenden. Beckers Wahl gültig erklärt. Die Wahlprüfungskommission hatte die Wahl des nationalliberalen Abgeordneten Becker, der im Wahlkreise Offenbach- Dieburg gegen unseren Genossen Ulrich« Offcnbach gewählt worden war, beanstandet. Das Plenum trat dem Beschlüsse bei und es fanden Erhebungen über die im Wahlprotest behaupteten Wahlbestechungen, Beamtenagitation und sonstige» Unregelmäßigkeiten statt. Nach den Erhebungen erachtete cS die Wahlprüfungskommission, die sich mit denselben befaßte, als nicht erwiesen, daß die Wahl- bestechungen oder Beamtenübergriffe statigefnnden hätten, während sie einige andere der behaupteten Ungesetzlichkeiten für erwiesen an- sah. Da jedoch diese letzteren nach ziffernmäßiger Berechnung keinen so großen Einfluß haben würden, daß nach Kassierung der Wahl- akte an den betreffenden Orten die Stinunenmehrheit für Becker be- seitigt wurde, so beschloß die Kommission in ihrer gestrigen Sitzung. dem Plenüm die Gültigkeits erklärung der Wahl Beckers vor- zuschlagen._ Soziales« Der Beirat für Arveiterstatistik nahm in seiner letzten Sitzung �.ach Annahme eines Antrages auf Bestellung von Stellvertretern fiir die Mitglieder des Beirates, sowohl der vom Bundesrat wie der vom Reichstag gewählten, den Bericht des Ausschusses über die Ergebnisse der Erhebung, betreffend die Lohnbücher in der Kleider« und Wäschekonfektion entgegen. Die Ver- Handlungen ergaben, daß eine zweckmäßige Umgestaltung der Lohn- bücher nur mit einer gleichzeitigen Umgestaltung des§ 114-» der Gewerbeordnung, also mit einer Aenderung der Gesetzgebung möglich erscheint. Es wurde die Notwendigkeit einer obligatorischen Umwandlung der Lohnbücher in Abrechnungs- bücher, und zwar für alle Arbeiter, sowohl für die in Zeitlohn wie in Stücklohn beschäftigten, anerkannt und der Ausschuß be« auftragt, nach dieser Richtung neue Vorschläge zu machen. Der nächste Punkt der Tagesordnung betraf den Bericht des Aus- schusseS über die weitere Behandlung der Erhebungen im F l e i s ch e r g e lv e r b e. Die von den befragten Organi- sationen der Arbeitgeber und der Arbeiter sowie von den Krankenkassen gemachten Angaben über den Einfluß der Arbeitszeit und der Arbeitsverhältnisse auf die gesundheitlichen Zustände der Arbeiter im Fleischergewerbe bieten kein genügendes Material, um schon jetzt zu einem abschließenden Urteil zu gelangen. Es wurde daher die Einholung eines Gutachtens dcS kaiserl. Gesundheitsamtes zur Vervollständigung des Materials beschlossen. Die Mitteilungen über den Stand der übrigen Erhebungen ergaben, daß sowohl bei der Fuhrwerks- wie bei der B i n n e n s ch if fa h rt s- erhebung sowie auch bei der über die Arbeitszeit in den Plätt- und Waschanstalten die ausgegebenen Fragebogen soweit eingeganifen sind, daß das Statistische Amt ihre Bearbeitung begonnen hat. Hinsichtlich der Erhebung über die Fischindustrie endlich bleibt nur noch der Eingang eines Fachgutachtens abzuwarten, bevor die Ergebnisse dem Beirat für Arbeiterstatistik vorgelegt werden können. Uever„unberechtigte Rentenansprüche" stimmen bekanntlich die Berufsgenossenschaften fortgesetzt lebhafte Klagen an, ungeachtet der Tatsache, daß in nicht geringen Fällen Schiedsgerichte und Reichs- Versicherungsamt entgegen den Ansichten der Berufsgenossenschasten solche Ansprüche für berechtigt erklären und den Verletzten oder ihren Hinterbliebenen eine Rente zusprechen müssen. Wie oft hat man leider auch von ärztlicher Seite hören niüssen, daß die Unfall- Versicherung die Arbeiter direkt dazu„verleite", unberechtigte und unbegründete Ansprüche zu stellen. Das Gegenteil entspricht der Wahrheit: leider werden viele berechtigte Ansprüche abgewiesen, weil die Arbeiter zu lange versuchen, trotz ihrer Leiden weiter zu arbeiten und später einen Beweis schwer erbringen können. Daß die Angehörigen der sogenannten gebildeten Stände, wenn ihnen die Möglichkeit geboten wird, die soziale Gesetzgebung für sich in Anspruch zu nehmen, weit weniger zaghaft als die meisten Arbeiter Ansprüche geltend machen, beweist ein Fall, den die Berufsaenossenschaft, das Organ deö Verbandes der deutschen Berufsgenossenschafren, zur Kenntnis bringt. Danach hatte ein S ch i f'fS a rzt Bcrufungsllage angestrengt, weil er sich einen rechts- seitigen Leistenbruch dadurch zugezogen haben wollte, daß er infolge der Schiffs schwanküu gen während einer Seereise an Verstopfung gelitten hätte. Die Berufung wurde allerdings verworfen und zwar auf Grund eines Gutachtens des Vertrauensarztes der See-Berufsgenossenschaft. das wir, da es zu einem außergewöhnlich drastischen Schluß führt, hier folgen lassen: Der Schiffsarzt H. glaubt, daß das Entstehen seines rechts- seitigen Leistenbruchs dadurch begünstigt worden sei, daß das Schiff während der Reise immer stark gerüttelt und daß er sehr stark an Verstopfung gelitten habe. Das Rütteln eines Schiffes während der Fahrt ist aber entschieden etwas ganz Naturgemäßes, auch Ver- ftopfung tritt wegen ungenügender körperlicher Bewegung während der Seereise nicht selten ein. Als die direkte Ursache für Entstehung seines Bruchleidens macht er verantwortlich das Ablassen von Darm gasen. Dieses stellt aber entschieden kein außergewöhnliches Ereignis dar und dürfte wohl zu den täglichen Vorkommnissen im Leben eines Schiffsarztes gehören. Auf einen Unfall im Sinne des Gesetzes ist somit das Bruchleiden des H. nicht zurückzu- fiihren. Eine schwunghafte Ausfuhr von Arbeitskräften findet zurzeit aus Oesterreich nach dem rheinisch-westfälischen Kohlengebiet statt. Der Nürnberger Bahnhof wird seit einiger Zeit von ganzen Transporten mit Bergarbeitern ans Steiermark und Slovenien passiert, die man anfänglich für Auswanderer hielt, weil viele von ihnen ihre Familien bei fich haben. Jetzt hat sich herausgestellt, daß sie für rheinische und westfälische Gruben geworben sind, um die„unzufriedenen" einheimischen Arbeiter unschädlich machen und eine allenfallsige Bewegung abwehren zu können. Wie man aus dem Munde der Leute selbst erfuhr, werden sie von den in Oe st erreich herumreisenden Agenten der Grubenbarone angeworben. Die Agenten bekommen pro Kopf 3 M. Die intelligenteren Elemente drehen, sobald sie erkannt haben, daß sie angeführt sind, dem deutschen Kohlen- docado schleunigst wieder den Rücken. Auch von Oesterreich her kam ein Zug mit einem neuen Transport von Slovenen auf dem Wege nach dem Kohlengebiet. Sie machten einen stupiden, indifferenten Eindruck und beachteten die Warnungen der Stcicr- märker nicht.— Wann endlich wird gegen diese betrügerische Hernberlockung von Ausländern vorgegangen werden? )?us Indurtrie und Handel« Schutz der heimischen Landwirtschaft, das ist angeblich Zweck und Aufgabe der staatlich unterstützte» landwirtschaftlichen Genossen- schaften. Jedenfalls hat die landwirlschaftliche Haupigenossenslbaft in Stettin eine ganz eigene Auffassung von der ihr zustehenden Auf- gäbe, sie betäligt sich wahllos als Erwerbsgenossenschaft wie jedes andere arische oder semitisch internationale Untenlehmen. Sie verschleißt nämlich zum Schutze ihrer— Mitglieder russischen Weizen. Das kam so heraus! Kürz- lich fand die wirtschaftliche Beerdigung einer Berliner Getreide- firma statt. An der Zahlungseinstellniig dieser Firma ist die Pominersche landwirtschaftliche Hanptgenosscnschaft in Stenin be- teiligt, die an der Berliner Getreidebörse die mit der zahlungs- unfähigen Firma eingegangenen Gclreideverpflichlnngen lösen ließ. Die Hauplgenosfeuschn.ft halte nämlich mit der Firma selbst diese Abschüsse getätigt. Die Proben dieser zun, Verkauf angebotenen Ladungen ivaren nur russischer Herkunft. Die schon mehrfach auf- gestellte Behaliptung, die Genossenschaften, die die Jnteresien ihrer Mitglieder vertreten und deren Erzeugnisse verfteiben sollen, machten ganz andere Geschäfte. Und diese Geschäfte bedeuten einen doppelten Betrug. Die Behörden, Post, Proviantämter usw. sind natürlich der festen Ansicht, sie bekämen inländisches Getreide; sie sind betrogen; die Mitglieder sind betrogen in der Annahme, die Genossenschaft vertrete nur ihre Jnteresien. Preissteigerungen und kein Ende. Man hatte angenommen, daß die Fleischteuerung ihren Höhepunkt bereits überschritten habe. Die Gründe für weitere Preissteigerungen schienen insofern erschöpft zu sein, als der Auftrieb au Schlachtvieh wieder eine normale Höhe erreicht hatte und die Futterernte reichlich ausgefallen war. Nun wird in einer Reihe größerer Städte der Fleischpreis abermals hinaufgesetzt mit der Begründung, daß die Verteuerung der Einfuhr von Vieh und Fleisch durch die neuen Zölle diese Maßnahme er- heische. So erklärte der Vorstand der freien Fleischer- und Wurst- macherinnung in Königshüfte, daß durch das Inkrafttreten des neuen Handelszollvertrages mit Rußland das Fleisch bedeutend teurer zum Verkauf gelangen wird. In Stuttgart wurde das Pfund Kalbfleisch um ö Pf. hinaufgesetzt. Da gerade in letzter geil soivohl Getreide, ganz besonders Brotgetreide, als auch Mehl etwas billiger geworden war, so nahm man an, daß die Brotpreise sich nicht entgegen dieser Tendenz bewegen würden. Statt dessen machen die Bäckermeister in verschiedenen Orten bekannt, daß infolge der Wirkungen des neuen Zolltarifes der BrotpreiS vom 1. März ab gesteigert werden soll. ExpansionSdestrebungen in Amerika. Der Stahltrilst arbeitet dem Vernehmen nach daran, alle bisher von ihm noch unabhängigen großen Eisen- und Stahlwerke in den Vereinigten Staaten arp sich zu bringen. Nach mehreren Meldungen will er u. a. die Erzländereien der Great Nothern Eisenbahn, deren Wert auf tOO Millionen Dollar geschätzt wird, die Republic Eisen- und Stahlgesellschaft, die Tennejjee Kohlen- und Eisengesellschaft, die Colorado Fenernngs- und Eisen- gesellschaft, die Sloß-Sheffield Stahl- und Eisengesellschaft, die Labell-Eisengesellschafr und die Shenango-Hochofengejellschaft sich angliedern. Der Kapitalwert dieser Unternehmungen wird auf zu- ummen 240 Millionen Dollar angegeben. Unter Kuratel? In Tokio hat man, wie„Daily Telegraph' meldet, zuverlässige Nachrichten aus London erhalten, die dahin lauten, daß Japan, falls es auf ausländische Hülfe bei seiner neuen inneren Anleihe rechnet, eine Enttäuschung erleben wird, da die Londoner City-Firmen trotz vorteilhaften Angeboten es ablehnen, an die Sache heranzutreten. Die Bedenken der Londoner Firmen werden mit der Marokkofrage, aber auch damit erklärt, in Londoner Finanz- kreisen sei man der Anficht. Japan habe bereits genug geborgt. Vielleicht hält man Rußland für kreditwürdiger als Japan. In Tokio ist man über die Ablehnung sehr überrascht. Vom Kohlenmarkt. Daß auf dem Kohlenmartt der Höhepunkt der Konjunktur überschritten ist, bestätigt eine Nachricht des„Bresl. G.-A.", nach welcher auf dem oberschlesischen Äohlenmarkt eine nicht unbedeutende Abschwächung der Nachfrage eingetreten ist. Bankfusion. Zwecks Uebernahme der Deuffchen Nationalbank in Bremen beantragt der AufsichtSrat der Nordwestdeutschen Bant die Erhöhung des Akttenkapitals um 16>/z Millionen Mark auf 25 Millionen Mark. Bei Angliederung der Nordwestdeutschen Bank an den Concern Darmstädter Bank im Jahre 1903 erhöhte die Nordwestdeutsche Bank ihr Akttenkapital von 3 Millionen Mark auf 5 Millionen Mark. Die weitere Kapitalheraussetzung auf 7 Millonen Mark erfolgte 1305 gelegentlich der Angliederung der Bremer- havener Sparkasse Aktiengesellschaft; in demselben Jahre wurde auch die Oldenburger Bank übernommen und dann das Aktien« kapital auf S1/, Millionen Mark heraufgesetzt. Die jetzt an« gegliederte Deutsche Nationalbank arbeitet mit 15 Millionen Mark Kapital. Zu ihrer Uebernahme werden aber nur 12>/� Millionen Mark aufgewendet in der Weise, daß auf je 1200 M. ihrer Aktten eine neue Aktie der Nordwestdeutschen Bank von 1000 M. aus« ben wird. Als treibende Kraft für die Transaktion kann wohl Darmstädter Bank betrachtet werden, der die Verbindungen der Deutschen Nationalbank als vorteilhaft für ihre überseeischen Jnter- essen erscheinen._ Gerichts-Zeitung. i» Bertrag der Auer-Gasglühlicht-Gesellschaft als gegen die guten Sitten verstoßend anerkannt. ß 138 Slbs. 1 deS Bürgerlichen Gesetzbuches setzt fest:„ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig". Gegen die guten Sitten verstößt, was nach allgemeiner durch die Sitten betätigter Anschauung gegen die Regeln verstößt, die für das Verhältnis der Menschen zu einander maßgebend sein sollen. Daher verstoßen Verträge gegen die guten Sitten, welche z. B. gegen Rechts- sähe verletzen, die in dem Kampf der Klassen Anerkennung im Gesetz gesunden haben. Es sind daher nichtig z. B. alle Abreden, welche ie persönliche Freiheit, die Koalitionsfreiheit, die Gewisiensfteiheit, die Wahlft'nheit beschränken oder das Recht auf Bezahlung für ge« leistete Arbeit aufheben oder einen besonders niedrigen Lohn, sogenannten Hungerlohn, unter Ausbeutung der Not- läge, des Leichtsinns oder der Unerfahrenheit des Arbeiters festlegen. Dementsprechend hat z. B. das Stuttgarter Gewcrbegericht unter dem 26. April. 1300 einen Vertrag für nichtig erklärt, der für eine Näherin einen Monatslohn von 25 M. festsetzte. Von demselben Gesichtspunkte aus wären so ziemlich alle Heimarbeiterverttäge nichtig und an Stelle der nichtigen Hungerlöhne der Arbeit ent- sprechende zu setzen. Leider unterstehen d»e Heimarbeiter noch nicht dem Gewerbegericht. Denn das darf als ausgemacht gelten: ledig- lich Laiengerichte sind in der Lage, sich von dem formaljuristischcn loszulösen und dem materiellen Recht zum Siege zu verhelfen. Die Einrichtung der K a u f m a n n s g e r i ch t e zeigt von Tag zu Tag deutlicher, daß auch Arbeitsverträge kaufmännischer Angestellter oft alle Tatbestandsmerkmale der Nichtigkeit wegen Aus- beutung der Notlage und der Unerfahrenheit des Kaufmanns- gehülfen aufweisen. Und solche Verträge kommen, wie nachstehender Fall zeigt, auch bei sehr potenten Aktiengesellschaften vor. Er zeigt, daß noch weniger als Hungerlöhne, nämlich Fortfall jeden Lohnes in der Tat vereinbart werden. Der Akquisiteur F. machte gestern vor dem hiesigen Kauf- mannsgerichte einen Provisionsanspruch von 181,75 M. gegen die Auer-Gasglühlichtgesellschaft geltend. Der Kläger war bei der Gesellschaft gegen ein Monatsgehalt von 73 M. und 5 Proz. Provision von den eigenen Verkäufen engagiert. Er hatte sich im Laufe seiner Tätigkeit auch bei der Grannnophongesellschast um Erlangung eines Austrages bemüht. Eine Bestellung konnte er zwar nicht erhalten, sie war ihm indessen für später bestimmt zu- gesagt worden. Nach seinem Fortgange von der Auer-Gesellschaft erfolgte auch der ihm versprochene Auftrag in Höhe von 3620 M. Trotz- dem der Kläger vom Direktor der Grammophongesellschafl eine Be- scheinigung beibrachte, daß der Auftrag infolge der Ver» Mittelung des Akquisiteurs F. erfolgt sei, ver» weigerte die Aiier-Gcielischast die Provisionszahlung. — In der gestrigen Verhandlung wies der in Vertretung der be- klagten Firma erschienene Geswästsführer auf den Engagements- venrag hin, den der Kläger unterschrieben hatte. Es heißt in dem Vertrage unter anderem:„Ni cht provisionspflichtig sind Nachbestellungen, sofern sie nicht von Ihnen aufgenommen werden. Ich habe nur auf die während meiner Tätigkeit eingehenden Aufträge Provisionsanspruch. Mit Ende meiner Stellung erlischt jeder Provisions- a n s p r u ch." Auf die Frage des Vorsitzenden, wer denn eigentlich die Provision an Stelle des Klägers zu bekommen habe, wußte der Vertreter der Beklagien keine Antwort zu geben. Der Kläger recht- fertigte seine llnterschrift so:„Man unterschreibt ohne viel Ueber- legung und sieht erst in der Praxis, wie man hineingelegt worden ist." Das Kausmannsgericht verurteilte nach kurzer Beratung die Auer- Gesellschaft zur Zahlung des Provisions« anspruches von 181,75 Mark. Die Beweisailfnahme habe ergeben, daß der Auftrag zweifellos durch den Kläger akquiriert worden sei. Der Vertrag aber, nach welchem der Kläger auf jeden Provisionsanspruch mit Ende seiner Stellung verzichtet, sei rechts- ungültig, da er gegen die guten Sitten verstoße. Er könne da- her auch nicht von der Beklagten als Beweismittel herangezogen werden.— Die Entscheidung des KaufmannSgerichteS entspricht dem Wort« laute und Sinne des§ 138 B. G.-B. ES wäre zu wünschen, daß von dieser Bestimmung öfter Gebrauch gemacht wird, damit ihr sozialer Zweck erreicht wird._ Ablehnung eines Richters wegen Befangenheit.„Dreht euch nicht um, der Ullmann geht um!" Ein unter dieser Spitzmarke in der„W. a. M." veröffentlichter Artikel hat eine An- klage gegen den Redakteur Dr. Georg Korn wegen Beleidigung des Provinzialschnlrats Ullmann zur Folge gehabt. In dieser An- gelegenheit haben schon mehrere Hanptverhandlungstermine statt- gefunden und auch gestern stand wieder ein solcher vor der 3. Strafkammer des Landgerichts I an. Eine ganze Reihe von Schulmännern waren als Zeugen geladen. In dem Artikel ivurde die von Herrn Provinzialschulrat Ullmann geübte Art der Schulaufsicht abfällig besprochen und auf sie indirekt der Selbstmord zweier Berliner Gemeindcschullehrer zurückgeführt. Auch der gestrige Termin verfiel der Vertagung, weil ein unentbehrlicher Zeuge fehlte und weil Rechtsanwalt Dr. Löwen st ein als Ver« leidiger des Angeklagten einen Ablehnungsantrag gegen einige Mitglieder des Gerichtshofes wegen Befangenhett gestellt hatte. Dieser betraf diejenigen Mitglieder der Kammer, welche bei einem früheren Urteil gegen denselben An« geklagten mitgewirkt haben. Die Befangenheit wird aus dem llmstand hergeleitet, daß in jenem Urteil bei der Erwägung der Gesichtspunkte für die Strafabmessung auch auf die Tendenz de» vom Angeklagten vertretenen Blattes Bezug genommen, während diese Tendenz in der betreffenden Verhandlung gar nicht berührt worden sei. Die Entscheidung über den AblehnungSantrag wird dem Verteidiger schriftlich zugehen.— Das Gesetz verlangt, daß lediglich aus den in der mündlichen Ver- Handlung zur Sprache gekommenen Tatsachen der Richter sein Urteil zu bilden habe. Gegen diesen Grundsatz wird nicht selten gefehlt. Der Angeklagte ist gegen solche Gesetzcsverletzung formell vor dem Reichsgericht schutzlos, weil das Reichsgericht unterstellt. das Urteil sei auf Grund der mündlichen Verhandlung gefällt und nickt einmal einen Gegenbeweis zuläßt. Viel erheblicher wäre die Rüge, daß der Richter auf die Tendenz, mag sie in der Ver- Handlung berührt sein oder nicht, überhaupt Rücksicht nimmt. Eine Rechtsprechung, die auf die Tendenz des Angeklagten oder des BlatteS, für das er die Verant» wortung trägt, zuungunsten des Angeklagten Bezug nimmt. fällt ein tendenziöses Urteil. Vor einen unparteiischen Richterstuhl gehören aber lediglich die Handlungen, nicht die Tendenzen eines Angeklagten. DaS Reichsgericht hat fteilich in politischen Prozessen gegen Sozialdemokraten keinen„Verstoß gegen eine Rechts« norm" darin gefunden, daß die politische Tendenz eines Angeklagten oder gar der Partei, der er angehört, zum Gegenstand der Urteils« findung gemacht ist. Wegen Unterschlagungen im Amte war der frühere Hülfsgerichts- Vollzieher Max Wernitz vor dem Schwurgericht des Landgericht II angeklagt.— Der Angeklagte, Sohn eines wohlhabenden Kauf« manns, war seit März vorigen Jahres bei dem Amtsgericht C h a r l o tten b u rg als Hülssgerichtsvollzieher angestellt und be- zog als solcher ein Monatsgehalt von 75 Mark. Er geriet in Schulden und nach und nach in große Bedrängnis. Als er schließlich nicht mehr aus noch ein wußte und die Gläubiger ihm mit einer Anzeige bei seiner vorgesetzten Behörde drohten, vergriff er sich das erste Mal an den von ihm eingezogenen Geldbeträgen. Es war zwar nur eine kleine Summe, mit welcher er den ungestümsten Gläubiger beruhigen wollte, immerhin mußte diese Summe bei der Abrechnung geschickt verdeckt werden. Die Folge war, daß W. nach kurzer Zeit einen größeren Betrag veruntreute, den er dann durch eine falsche Eintragung in die zur Kontrolle der Einnahmen und Ausgaben vorhandenen Bücher und Register verdeckte. Die Beträge wurden immer größer und infolgedessen auck> die Gesamt- summe des deftaudierten Geldes. Durch eine unvermutete Revision kamen im August vorigen Jahres die Veruntreuungen des Angeklagten anS Licht. Sein alter Valer trat zwar sofort für den angerichteten Schaden ein und stellte 1200M. der Behörde zur Verfügung, die vorliegende Auflage konnte jedoch nicht abgewendet werden.— Vor Gericht war W. ge- ständig. Rechtsanwalt T a l l e r t wies darauf hin, daß die größte Schuld, daß der unbestrafte Angeklagte auf den Weg des Verbrechens geraten fei, wohl die geradezu jämmerliche Besoldung der Hülfsgerichtsvollzieher trage, wofür diese allerdings berechtigt wären, sich stolz„Beamter" nennen zu können. Aus diesem Grunde rechtfertige sich auch der Antrag auf Zubilligung mildernder Umstände. Die Geschworenen bejahten die Schuldfragen im Sinne der Anklage unter Zubilligung mildernder Umstände. Das Gericht erkannte mit Rücksicht darauf, daß es sich um einen gröblichen Verttauensinißbrauch eines Beamten handele trotz der Zubilligung mildernder Umstände auf ein Jahr sechsMonateGefängnis und zweiJahreEhrverlust. Da bei der Höhe der Strafe Fluchtverdacht vorlag. wurde W. sofort verhaftet._ Hus der f rauenbewe�ung. Schöneberg. Der Frauen» uud Mädchen-BildungSverein Schöneberg und Umgegend hält am Montag, den 12. März, seine regel- mäßige Vereinsversammlung in WeimannS Klubhaus, Hanptstr. S/6 ab. Auf der Tagesordnung steht: 1. Vorttag von Fräulein Bahr über„Die Frauenarbeit in der Vergangenheit, Gegenwart und Zu- kunft". 2. Abrechnung von sämtlichen Vercinsvergnügungen und Kassenbericht. Erscheinen der Mitglieder dringend notwendig. Gäste willkommen. Der Vorstand. Achtung, Köpenick. Die nächste Mitgliederversammlung deS hiesigen Frauen- und Mädchen-Bildungsvereins fällt wegen der großen öffentlichen Fraucnversammlung, die am Mittwoch, den 14. d. M., im Kaiserhof stattfindet, aus. Um recht zahlreiches Er- scheinen in der öffentlichen Versammlung ersucht Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter Verband. Arbeitsnachweis: Zimmer 34, Amt IV, 3353. Achtung! Verwaltungsstelle Berlin. Engel- Ufer 15. Haupt- Bureau: Zimmer 1-5. Amt IV, 9679. Schlosser! Achtung! Sonntag, den 11. März 1906, vormittags 10 Uhr, vom Bahnhof Börse) im Palast- Theater", Burgstr. 24, ( fünf Minuten früher Feenpalast: Allgemeine Versammlung der Schlosser Berlins und Umgegend. Tages- Ordnung: Bericht der Kommission über die Verhandlungen mit der Meister- Kommission betreffs des neuen Tarifs, und wie stellen sich die Kollegen zu den Vorschlägen der Meister- Kommission? Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. 114/1 Deuticher Holzarbeiter- Verband. Sonntag, 11. März, vorm. 10 Uhr, in der Neuen Welt, Hasenheide 108/114: Außerordentliche General- Versammlung. Zages Drdnung: 1. Antrag der Ortsverwaltung betreffend die Gehälter der Verbandsangestellten. 2. Anträge und Stellungnahme zum Verbandstage. Die Forderungen der Stellmacher. Antrag der Werkstatt Markiewicz. Eintritt nur mit Mitgliedsbuch. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 81/17 Die Ortsverwaltung. Achtung! Achtung! Deutscher Holzarbeiter- Verband. Mitglieder der Allgemeinen Zahlstelle Charlottenburg. Sonntag, den 11. März 1906, vormittags 10 Uhr: Außerordentliche Orts- Krankenkaffe zu Berlin Sonntag, den 11. März cr., vormittags 10% Uhr: Mitglieder Versammlung Mitglieder- Versammlung D im Volkshause, Rosinenstr. 3. Zages Drdnung: 1. Bericht von der Gaukonferenz. 2. Wahl des Delegierten zum Verbandstage. 3. Anträge zum Verbandstage. 4. Ge werkschaftliches und Verschiedenes. 81/20 Es ist Pflicht eines jeden Kollegen zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Zur Beachtung!= Die Zahlstelle 11 ist von der Müllerstraße 11 nach der Ravenéstraße 6 bei Fahrow verlegt. Desgleichen Zahlstelle 24 von der Eisenbahnstraße 7 nach der Muskanerstraße 9 bei Conrad. Aleranderstr. 27c( Englischer Garten), oberer Saal. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Davidsohn über: Das Licht in der Heilfunde." 2. Distusfion. 3. Bericht der Dreizehner- Kommission und Neuwahl derselben. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erfcheinen ersucht 271/4 Die Dreizehner- Kommission. Bekanntmachung. In Sachen der Lohnbewegung der bei der Firma Kornich u. Aufrecht, Schirmstocfabrit, hier, beschäftigten Arbeiter fchloffen die Parteien, nachdem sie beiderseits das Einigungsamt in Pankstraße, Ecke Thurneyßerstraße. beffen igung bom 20. Februar 1906 Platz am neuen Amtsgericht Wedding. Die zwei lekten Tage. Nur noch heute, Sonnabend, und morgen, Sonntag, 11. März, geöffnet: Haase's umschlossene elektrisch konzentrische Stufenbahn. Gegen jedes Unwetter geschüttes Unternehmen!! 2495 Unwiderruflich nur noch heute, Sonnabend, und morgen, Sonntag, geöffnet. Zentral- Verband der Böttcher und deren Hülfsarbeiter Deutschlands. Filiale Berlin. Sonntag, ben 11. März, nachmittags 2 Uhr: Außerordentl. Vereinsversammlung bei Wilke, Brunnenstraße 188. Tages Ordnung: 1. Bericht über die Lohnbewegung in der Bierfaßzbranche. 2. Die Maßregelung der Kollegen in der chemischen Fabrit Gebr. seil Charlottenburg und der chemischen Fabrik Kunheim Nieder: Schöneweide. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 39/3 Das Erscheinen aller Kollegen ist dringend notwendig. Die Vers fammlung wird Bunkt 2 Uhr eröffnet. Nichtmitglieder haben Zutritt. Der Vorstand. nachstehenden Vergleich: 1. Die Parteien find dahin einig, dag dem Lohnarbeiter Starl Bäzold statt des bisherigen Lohnfazes von 27 M. vom 1. April 1906 ab ein Wochenlohn von 28 M. fortlaufend gewährt wird. 2. Die Parteien erflären ferner, daß fie fich bezüglich der sonstigen Differenzen bereits geeinigt haben. Sie verabreden, daß, wenn in Zukunft wiederum Differenzen ausbrechen sollten, welche sie unter fich nicht begleichen können, diese vor dem Vorsißenden des Geterbegerichts bezi. feinem Stellvertreter zur Verhandlung bringen zu wollen. 3. Maßregelungen aus Anlaß dieser Frühjahrs- Paletots! Frühjahrs- Anzüge! W Allen voran sagten wir uns vor einem Jahre, als wir unser Geschäft gründeten, auch heute stehen wir wiederum allen voran. Warum? Weil wir mit dem heutigen Tage eigene große Betriebswerkstätten eröffneten. 9438 Herren tragen während des ersten Jahres unseres Bestehens unsere Konfektion. Dieses dürfte ein beredtes Zeugnis von unserer außerordentlichen Leistungsfähigkeit ablegen. Wir haben auch jetzt zur bevorstehenden Frühjahrs- Saison große Abschlüsse mit den allerbedeutendsten Fabriken gemacht, so daß wir in der Lage sind, unsere alten Grundsätze hochzuhalten. Unsere Grundsätze: ir verarbeiten nur gute, reelle, ausgeprobte Stoffe. ir haben in sämtlichen Abteilungen enorme Auswahl. ir achten auf tadellose Verarbeitung und guten Sitz. ir werden stets das Neueste zum Verkauf bringen. ir verkaufen zu billigen, aber streng festen Preisen. Prüfungs- Anzüge! Einsegnungs- Anzüge! Originalentwurf! Nachdruck verboten. ir haben auf jedem Gegenstand den festen Verkaufspreis mit Zahlen vermerkt. LESKE& LEHRER 78 Kottbuser Damm 78 Spezial- Haus guter Herren- und Knaben- Garderobe fertig und nach Maß. Da wir unsere sämtlichen Maßsachen in eigenen großen, der Neuzeit entsprechend eingerichteten Betriebswerkstätten anfertigen lassen, so richten wir an unsere werten Kunden die ergebene Bitte, uns Maßbestellungen für die Frühjahrssaison schon jetzt zu machen. Wir richten diese ergebene Bitte nur aus dem Grunde an das Publikum, damit wir in die Lage gesetzt werden, die bei uns bestellten Sachen auf das sorgfältigste verarbeiten zu können. Die jetzt bestellten Sachen können auf Wunsch auch später abgenommen werden. Auf vielseitiges Verlangen aus unserem werten Kundenkreise, denen es nicht möglich, am Jubiläumstage ihre Einkäufe zu machen, haben wir uns entschlossen, auch diesen Sonnabend, den 10. und Sonntag, den 11. März, beim Einkauf eines Anzuges oder Patetots eine hochelegante bunte Weste gratis zu verabfolgen. Bitte, beachten Sie genau unsere Firma und Hansnummer. Eigene große Betriebswerkstätten: Neue Hobrechtstr. 59-60. Achtung! Vereine, Gewerkschaften! Dem em verehrten Publikum, Vereinen und Gewerkschaften sowie allen Freunden und Bekannten zur gefl. Kenntnisnahme, daß ich das herrlich an der Oberspree gelegene, mit Veranden und Hallen versehene zirka 15 000 Personen fassende Etablissement Hasselwerder käuflich erworben habe. Bequem vom Bahnhof Nieder- Schöneweide- Johannisthal in 5 Minuten zu erreichen. Dampferanlegestelle der Stern- Gesellschaft. 5685L* Ausspannung für 200 Pferde. Im großen Saale jeden Sonntag: Ball. 6 Kegelbahnen. AAAA Volksbelustigungen aller Art. AAAA In meinen Festsälen Rüdersdorferstr. 45 setze ich mein Geschäft bis zum 1. Oktober 1906 unverändert fort.. Hochachtungsvoll Vereine! Albert Scheruch, Rüdersdorferstr. 45. Lohnbewegung dürfen von beiden um 1. und 2. Offerfeiertag Seiten nicht erfolgen. D. 9- 1. gez..von Schulz. Paul Lucht. Jakob ift Saal( frei geworden. Bühne) Auerbach: A. Körsten. Rob. Ahrens. Kommandantenstr. 72, Klubhaus. Körnich u..Aufrecht. H. Maaß. Jul. Hildebrandt. Rich. Haude.. Verband deutsch. Gastwirtsgehülfen ( Ortsverwaltung Berlin.) Dircksenstr. 39 1. Amt III. 1813. Das Lokal ( Inhaber: PrinzenDr. Simmel, Str. 41, Spezialarzt für 29/ 14° Hant- und Harnleiden. 10-2,5-7. Sonntags 10-12, 2-4 Raucht Spree- BlumeWir empfehlen März- Literatur: Zigaretten. Die deutsche Revolution. Geschichte der deutschen Bewegung in den Jahren 1848/49. Von. Blos. Mit vielen Porträts und historischen Bildern. In Brachtband gebunden. Früherer Ladenpreis Mt. 5,70, jetzt Mk. 5,-. ollola mit b Verband der haugewerblichen Hülfsarbeiter, Pracht- Säle des Ostens" Gastwiranz) Geschichte der französischen Revolution Deutschlands. Sektion der Putzerträger. Frankfurter Allee 151/152 ift, da auch die neuerdings am 14. Februar stattgefundenen Verhandlungen, an welchen der Vorstand des Zentral- Wahlvereins und der Ausschuß Einigung führten, Sonntag, den 11. März, mittags 12 Uhr, im Lofal von Wernau, der Berliner Gewerkschaftskommission beteiligt waren, zu feiner Schwedterstraße 23: Versammlung aller als Pukerträger beschäftigten Kollegen. Tages Ordnung: 33/ 12* 1. Der Beschluß der letzten Bersammlung und wie ist derselbe am besten durchzuführen? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Sektion der Töpferträger. Montag, den 12. März, abends 8 hr. Rosenthalerstraße 57: Sektions- Versammlung.s Die Tages- Ordnung wird in der Bersammlung bekanntgegeben. Um zahlreiches Erscheinen zu dieser Versammlung ersucht Der Zweigvereins- Vorstand. Schmöckwitz Gasthaus zur Palme am Seddinfee. ( Endstation der ,, Stern"-Dampfer) Hermann Peter. Telephon: Grünau No. 39. Empfehle mein allbekanntes, herrlich am Wald und Wasser belegenes Lokal den geehrten Vereinen und Gesellschaften zu Ausflügen. Ausspannung und Dampferstege, Kegelbahnen, große Staffeeküche.. Säle, Hallen, großer schattiger Garten, 2000 Personen fassend. für organisierte Gastwirtsgehülfen gesperrt. 289/11 Der Attions- Ausschuß der Wahlvereine von Groß- Berlin veröffentlichte nachstehende Mitteilung im Vorwärts": " von 1848 und der zweiten Republik. Volkstümlich dargestellt von L. Beretier. Mit vielen Porträts und historischen Bildern. In Brachtband gebunden. Früherer Ladenpreis Mt. 6,50, jetzt Mk. 5-. Die Klaffenkämpfe in frankreich 1848-1850. Mit einer Einleitung von Friedrich Engels. Breis Mk. 1,-. In dieser meisterhaften Studie wendet der Begründer der materia Dem Wunsche der Parteigenoffen folgenb, hatte sich der Aktionsausschuß listischen Geschichtsauffaffung zum erstenmal diese Methode an zur Auf im Berein mit der Berliner Gewertschaftskommission bemüht, die zwischen hellung der treibenden sozialen Momente der 48 er Revolutionsperiode. der Ortsverwaltung des Berbandes der Gastwirtsgehülfen" und dem Die Engels sche Einleitung gibt mit scharfen Schlaglichtern auf die Restaurateur Cranz( Brachtjäle des Oftens) entstandenen Differenzen bei- Gegenwart eine Geschichte der Entwickelung der revolutionären proletarischen zulegen, doch sind unsere Bemühungen ohne Erfolg gewefen. Taftit vom Barrikadenkampf bis zum allgemeinen Stimmrecht und Wir nehmen daher Abstand, die Cranzschen Prachtfäle des Oftens, Frankfurter Allee 151/52, zu Versammlungen oder Vergnügungen zu benutzen, bis die obschwebenden Differenzen geregelt sind." um Umsturs. Revolution und Konter- Revolution in Deutschland. Deutsch von Karl Kautsky. Preis Mk. 2, Bon Karl Marx. Das Buch ist eine ausgezeichnete llebersicht über den allgemeinen Gang der 48 er revolutionären Bewegung in Deutschland. NB. ir erfuchen alle Borſtände und Komitees, foiveit fie Expedition des Vorwärts", Berlin S. 68, bei Herrn Era na Versammlungen und Vergnügungen abgemacht haben, uns gefl. ihre Adressen anzugeben, damit wir in der Lage sind, über die Ursachen der Sperre die notwendige Aufflärung zu geben. 99 Lindenstr. 69, Laden. Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseraienteil verantwo.: Th. Glode, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. -X mlMümLi//,, /' ,v—— V\\ V //'/TTTiiiTTTvv\\\\ >' 7/;|, u.*\ i i l\ 1» ♦ leipziger 5H((»e 75-76 am PönfwfäjjCah eröffnet am Montag, den 12. März in dem Neubau des alten Abgeordnetenhauses ein Modewarenhaus I. Randes Dieses Kaufhaus mit den modernen, über 3000 Qudratmeter umfassenden und vier grossen Lichthöfen versehenen Verkaufs- Räumen bildet eine SehesiswürdigKeit von Berlin Das Kaufhaus führt nachstehende Artikel in nur gediegenen Qualitäten und in denkbar reichhaltigster Auswahl: Kleiderstoffe Leinen Wäsche Damen-Putz Tricotagen contection. Weisswaren Herren-Artikel Kurzwaren Gardinen Seidenstoffe Baumwollwaren Gorsets Schleier Strümpfe Bänder Schirme Passemen trie Teppiche Waschstoffe Tischzeuge Schürzen Spitzen Handschuhe Taschentücher Stöcke Wollwaren Möbelstoffe v Damen-, Herren-, und Kinder- Schuhwaren.» Damen- Confection. Blusen. ♦ Matin�s.* Morgenröcke. ♦ Unterröcke.» Knaben- u.Mädchen-Confection, Nr. 58. 23. Jahrgang. Volksblatt. Sonnabend, 10. März 1906. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Maßregelungen bei der Großen Berliner Straßenbahn vor der Aktionärversammlung. " " Borwärts": " Verfammlungen. die der Verband auf die Angestellten auszuüben bestrebt ist, ab- Arbeitsfammern, die lokale Intereffen verkörpern, der Zentrali zuschütteln. sation entgegenarbeiten und im Grunde entspricht ihr ZusammenBewußt oder unbewußt, die Qualifikation des Herrn Dr. Micke schluß feinem wirklichen Bedürfnis. Zu hoffen ist nur, daß das entscheidet darüber, ist mit seiner Polemik an die Adresse des Vor- Exekutivkomitee der geplanten tonföderation der Arbeit" sich nicht wärts" die Generalversammlung getäuscht worden. Wir können auf allzu sehr bureaukratisiere und nicht Organe schafft, die noch keine Auch der sittliches Entrüstungspathos a la Dr. Micke verzichten und stehen Funktion, also keinerlei Lebenswahrscheinlichkeit haben. ihm gegenüber die besseren. Waffen der Richtigkeit zur Ver- Blan, eine Wochenzeitung und eine monatliche Zeitschrift herausfügung. Zahlen beweisen. In der angezogenen Nummer schrieb der zugeben, zeigt, daß das Komitee die Mittel der zu schaffenden Organisation überschäßt. Zu wünschen ist auch, daß der Streit der Wie wir bereits mitteilten, gelangt eine Dividende von Tendenzen" nicht allzu sehr die organisatorischen Zwecke übers 73/4 Proz. zur Verteilung, was eine Summe von 9 292 204 Mill. wuchere. Schon jetzt spricht man davon, daß die Konföderation" Mart beansprucht. Die Dividendeniumme ist mithin immer noch von den Reformisten geplant und gefördert worden sei, um die größer als die gesamte Lohnfumme. Auf je eine Mark Lohn- syndikalistische Richtung, die sich hier wie in Frankreich auf die anteil entfallen 1,13 M. Reingewinn! Wenn die Gesellschaft den Arbeitskammern stüßt, zu hemmen und zu schwächen. Anschein zu erweden sucht, als ob sie ihre Angestellten besonders glänzend besolde, so muß dem doch entschieden widersprochent werden. Legt man die Anzahl der Ende 1905 beschäftigten Berionen( einschl. Bauarbeiter) der Berechnung zugrunde, dann ergibt sich eine Jahresdurchschnitts- Lohnfumme bon rund 991 M. Das find wahrlich keine Glanzlöhne und sie erheben sich trog der reklamenhaft betonten Lohnsteigernngen mur 5 M., fage und schreibe fünf Mart, über die Durchschnittslohnfumme im Jahre 1904! Bei diesen Lohnangaben darf zudem nicht vergessen werden, daß sie auch die Gehälter der Verwaltungsbeamten enthalten. Die Verwaltung sollte sich mit ihren Lohn- steigerungen nur nicht aufs hohe Pferd setzen. Um jedem Leser die Nachprüfung zu gestatten, setzen wir aus dem Geschäftsbericht der Gesellschaft folgende Angaben hierher: " Nach der beigefügten Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung, welche nach Vorschrift der gefeßlichen und statutarischen Bestimmungen aufgestellt, vom Aufsichtsrate genehmigt, von den bestellten Revisoren geprüft und in ihren Ergebnissen mit den Büchern der Gesellschaft übereinstimmend befunden worden sind, ergibt sich für das Geschäftsjahr 1905 einschließlich des Vortrages aus dem Vorjahre ein Reingewinn von 9 292 204,23 W., welcher gestattet, nach angemessenen Abschreibungen der Generalversammn lung die Feftfegung einer Dividende von 78% Broz. auf das Aktienkapital von 100 082 400 m. in Vorschlag zu bringen." Die Ausgaben für Gehälter und Löhne an die Betriebsbediensteten und Verwaltungsbeamten find infolge der plan mäßigen Gehaltserhöhungen sowie durch die erforderlichen Bersonal vermehrungen um 574 972,54 m. bis zum Gesamtbetrage von 8 423 039,57. angewachsen." " 9 292 204,23 M. Reingewinn, 8 423 039,57 M. Gehalt. Das macht nach Adam Riese auf 1 M. Lohn 1,1 M. Reingewinn! Jm Geschäftsbericht heißt es dann weiter: Am Schluffe des Jahres befanden sich einschließlich der Bauarbeiter 8496 Personen gegen 7958 im Jahre 1904 im Dienste." Berechnung zugrunde gelegt. Sie ergibt folgendes Bild: Diese Angaben haben wir, wie obiges Zitat ausweist, unserer Zahl der Beschäftigten 7958 8496 Gesamts Durchschnittslohn Lohnfumme pro Kopf rund M. M. 7 848 067 8 423 039 986 991 1904 1905 An unsere Angaben fann Herr Dr. Mice nicht rütteln, oder er muß dem von ihn erstatteten Geschäftsbericht Lügen strafen. Das Urteil über solche Art Jrreführung der öffentlichen Meinung, wie die Behauptungen des Herrn Mide bedingt, können wir den Lesern überlassen. Konservative Bersammlungskomit. Am Sonntag, den 4. März, fand in dem Wolterschen Sofat in Neuenhagen eine vom konservativen Voltsverein einberufene Versammlung statt, zu welcher man außer Gesinnungsgenossen auch Briefträger, Bahnarbeiter, Gutsarbeiter usw. eingeladen hatte, um den Saal zu füllen. Die Gutsbesitzer und Bauern der Umgegend waren stark vertreten. Enthält nun das, was in der Versammlung gesprochen wurde, auch gerade nichts Neues, so wollen wir den Parteigenoffen doch nicht vorenthalten, wieder einmal Einsicht in die geistige Beschaffenheit jener fonservativen Herren zu geben. Der folgende Versammlungsbericht soll wieder einmal zeigen, mit welchen Mitteln man von gegnerischer Scite den Kampf gegen Ideen führt. Vorsitzender Stadtrat Dahms eröffnet die Versammlung und fommt auf die erste konservative Versammlung im Jahre 1903 zu sprechen, an welcher auch Sozialdemokraten teilgenommen, das Gastrecht aber schnöde durch Zwischenrufe gemißbraucht hätten, er erwarte deshalb, daß sich die heute anwesenden Herren von der roten Fahne etwas ruhiger betragen möchten. Die Sozialdemo fraten feien awar gelehrige Schüler Bebels; in Punkto Organi fation und Opferfreudigkeit seien sie nachahmenswert, aber sonst wären die Herren von der roten Fahne noch nicht gescheiter ge= worden. Zu den Vorgängen in Rußland übergehend, meinte Redner, daß die breite Masse des Volfes von gereizter Begehrlichfeit erfüllt wäre; alle patriotischen Männer sollten sich fest zusammenschließen, damit sie die Umsturzmänner unterkriegen; an den granitenen Helfen des deutschen Bürgertums müßten fie zerschellen. Im Notfalle müßten sie mit dem Kaiserhause zusammen zu leiben und zu sterben wissen. Es folgte das übliche Kaiserhoch. Gestern hielten die Aktionäre der„ Großen Berliner" ihre jährliche Generalversammlung ab. Es war die übliche Zusammenkunft Honetter Geldmänner, die sich bewußt sind, ihre Werte" sicher und rentabel angelegt zu haben. Ueber der Versammlung schwebte denn auch der Geist einer satten, stillvergnügten Selbstzufriedenheit. Wie sollte es auch nicht! Die Große" macht Jahr für Jahr Bombengeschäfte, die Aftien stehen hoch und die Dividende ist fett. So falteten bie Herren Aktionäre denn feelenruhig die Hände über ihren Bäuchen zusammen und hörten mit behaglichem Schmunzeln den Bericht der Geschäftsleitung mit an. Doch das Stilleben der Versammlung wurde recht unsanft unterbrochen, als der erste Debatteredner zum Wort kam. Es war dies der Vorsigende des Handels- und Transports arbeiter- Verbandes, Dswald Schumann, der mit mehreren anderen Vertretern der Organisation ebenfalls als- Aktionär zur Teilnahme an der Versammlung berechtigt war. Bekanntlich hat ja der Verband feinerzeit Aktien der Großen Berliner" erworben und sich damit das Recht gesichert, durch seine Bevollmächtigten sowohl der Direktion als auch den Herren Großaktionären die Wünsche und Beschwerden der Straßenbahnangestellten wenigstens einmal jährlich von Angesicht zu Angesicht vortragen zu können. Daß es dabei nicht ohne herbe Kritik abgeht, dürfte bei der bekannten Fürsorge" der Direktion für das Straßenbahnpersonal fowie aus dem Umstande heraus, daß es die Direktion sonst grundsäßlich ablehnt, bei Lohnfragen und in Beschwerdefällen mit den Vertretern der Organisation zu verhandeln, nur allzu begreiflich erscheinen. Schumann hatte denn auch diesmal teine Ursache, hinter dem Berge zu halten. Er kennzeichnete zunächst die Lohnverhältnisse der Straßenbahner als dringend verbesserungsbedürftig und hielt dabei der Versammlung vor, daß es jedenfalls gescheidter gewesen wäre, die halbe Million, die der bekannte Prozeß der Großen Berliner" gegen die Stadt Berlin gefostet hat, zur Aufbesserung der Löhne für die Bediensteten zu verwenden, denn jedem Einsichtigen habe es cigentlich von vornherein klar sein müssen, daß die„ Große Berliner" kein obfiegendes Urteil erstreiten könne. Sodann wandte er sich scharf gegen die jüngst erfolgte Maßregelung von acht Fahrern und Schaffnern, die, obwohl tüchtig im Dienste, so doch entlaffen worden waren, weil sie dem Transportarbeiter- Verbande angehörten. Von illegaler Agitation der Entlassenen, geschweige denn von Verhezung anderer Angestellten, tönne gar feine Rede sein. Die Direktion habe nach dem berühmten Muster der„ Herren im Hause" zweifellos nur ein Erempel statuieren wollen, weil die letzten Wahlen der Vertrauensmänner und Krankenkassendelegierten ein so überraschendes Ergebnis zugunsten des Verbandes gezeitigt haben. Da feien denn diese Acht unter bereitwilliger Berücksichtigung schäbiger Denunziationen aus der Masse der Verbandsangehörigen herausgegriffen worden, da man sie eben alle nicht entlassen konnte. Der beste Beweis für eine bewußte Maßregelung wegen der Verbandszugehörigkeit liege in der Tatsache, daß den Entlassenen nicht einmal Gelegenheit zur Rechtfertigung gegen die ihnen zur Last gelegten Beschuldigungen gegeben wurde. Damit sei die vielgerühmte Gerechtigkeitsliebe der Direktion zur Genüge charakterisiert. Trotz alledem möchten sich die Herren Direktoren toie auch Aktionäre nicht einbilden, daß fie die Organisation in ihrem Betriebe loswürden; sie würden mit der artigen Maßnahmen die Unzufriedenheit unter den Angestellten im Gegenteil nur fördern. Sollte es dann aber über furz oder lang wieder zu einem explosiven Ausbruch der Unzufriedenheit kommen, dann möge man nicht die Organisation, Organisation, sondern die Direktion dafür berantwortlich machen. Es braucht twohl faum erwähnt erwähnt zu werden, zu werden, daß diese Ausführungen fein besonders freudiges Echo in der Versammlung wedten. Die Wie bekannt, hat die italienische Gewerkschaftsbewegung atei Herren waren eben jählings aus ihrer beschaulichen Ruhe auf Formen der Organisation: die gewerkschaftlich Organisierten eines geschreckt worden und quittierten ihrerseits nun mit lautem Murren, Ortes bilden zusammen die Arbeitskammer, während die gewerk heftigen Zwischenbemerkungen und permanenten Schlußrufen, durch schaftlich Organisierten eines Berufes die federazione, die die fich Schumann aber nicht im mindesten hatte irritieren lassen. zentralisierte Gewerkschaft bilden. Die Arbeitskammern bilden den Geradezu entsetzte Gesichter aber gab es, als auch noch der Ver- Brennpunkt des proletarischen Lebens in einer Stadt; ihre Ausschüsse bandsvertreter Schulzti die Kritik Schumanns unerbittlich weiter übernehmen nicht nur die Leitung bei lokalen Streits, sondern führen Meine Herren! Ich werde versuchen, Ihnen einige Moment führte. Da trat denn der Generaldirektor Dr. Mide auf den Plan die Agitation in politischen und kommunalen Fragen, richten Unter- bilder vorzuführen! Der Papst lebt herrlich in der und suchte die Ausführungen der beiden Vorredner zu entkräften. richtsturse, Stellenbermittelung ein, organisieren Demonstrationen, Welt! Das ganze sozialdemokratische Programm fordert weiter Er fang fein eigenes 2oblied in allen Tonarten und sorgen für die lokale Propaganda usw. Die Föderation dagegen nichts wie Bügellosigkeit. Ich habe eine Zeitlang der Berliner rühmte die gesicherte Existenz" des Straßenbahnpersonals sowie die stellt sich vor allem die Aufgabe, die Arbeiter ihres betreffenden Stadtverordnetenversammlung angehört und aus meinen Gra Wohlfahrtseinrichtungen der Gesellschaft. Dagegen bezeichnete er Berufes zu organisieren und die Lohnbewegungen zu leiten. Im fahrungen tann ich Ihnen mitteilen, daß die Freisinnigen sich im die Entlassung der acht Angestellten als eine zwingende Not industriellen Norden liegt das Schwergericht bei den Föderationen, großen und ganzen nach Herrn Singer richten; wenn einer von wendigkeit, die erfolgt sei, um die Straßenbahner von dem Terro- im Süden bei den Arbeitskammern. Nach Angabe des Abgeordneten benen spricht, so schauen sie Singer so demütig und kind. rismus und der Tyrannei des sozialdemokratischen Transportarbeiter Cabrini sind in den Föderationen zurzeit 170000, in den Arbeits- lich an, daß sie ja nicht den Sozialdemokraten wehe tun. Verbandes zu befreien". Während dieser Rede glätteten sich die lammern 50 000 Arbeiter organisiert. Eine Statistik darüber ist im Gange; Kirschner ist ja äußerlich sehr patriotisch gesinnt, hat auch die vorhin so entrüsteten Gesichter der Aftionäre wieder, und der Herr uns scheint die Zahl der Mitglieder der Arbeitskammern viel zu eine Brusthälfte voller Orden, aber innerlchi ist er doch ein TemoGeneraldirektor fonnte seinen wohlverdienten" Beifall einheimſen.- tief gegriffen. frat. Ich muß also Herrn Singer loben, daß er es versteht, sich Zum größten Verdruß der Versammlung aber fonstatierten Schumann Beide Organisationen gemeinsam wählten bisher das Segre- die anderen gefügig zu machen. Singer ist oberster Papst, Milund Schulzfi hierauf, daß Tyrannei und Terrorismus" tariato della Resistenza", dem die Leitung der ganzen wirtschaft- lionär, ich erinnere Sie noch, wie er Mäntelfonfektionär war, zwar nicht von dem Verbande, sondern von der Direktion lichen Bewegung des Landes oblag. Dieses Sekretariat hat aber Singer past als Arbeitervertreter, wie ein geübt werde, die sich nicht entblödet, das nie in der wünschenswerten Weise funktioniert, weil es von Anfang gel zum Schlafsofa. Betriebspersonal zu Mitgliedern des Vereins an durch den Widerstreit der Tendenzen( Reformisten und Revoder Straßenbahnangestellten" zu preffen und den lutionäre) gehemmt und gelähmt wurde und die Intereffen der Leuten in gesezwidriger Weise den Vereins- Arbeitskammern denen der Gewerkschaften entgegen waren. Nach beitrag vom Lohne abzuziehen. Wenn der Herr Direktor dem Eisenbahnerstreik gaben alle Mitglieder des Sekretariats, dem aber damit zu brillieren suche, daß er den Lohn eines Fahrers nach mehrere Organisationen ihr Mißtrauen aussprachen, ihre Demiffionen. zwölfjähriger Dienstzeit auf 1775 m. berechne, so müsse dem entgegen Neuwahlen konnten lange Zeit nicht vorgenommen werden, da die gehalten werden, daß dies lediglich die Ausnahmelöhne für reformistischen Arbeitstammern sich weigerten, an der Wahl teilAngestellte mit der höchsten Dienstzeit seien. Das Gros der Angestellten zunehmen. Schließlich wurde das Sekretariat gewählt, ohne Be erreicht diesen Lohnsatz auch nicht annähernd. Es sei dies auch gar kein teiligung eines Teiles der reformistischen Arbeitskammern. Es hat Wunder, da die Gesellschaft noch Löhne zahlt, die nicht einmal aber bis jetzt seine Funktionen nicht aufgenommen. Um diesem Den ortsüblichen Tagelohn übersteigen. Diese Tatsachen vermochte Bustande der Desorganisation ein Ende zu machen, hat denn auch niemand zu widerlegen. Nach dieser Debatte nun die Metallarbeitergewerkschaft vorgeschlagen, eine Ston gewannen die Herren Direktoren und Aktionäre so allmählich föderation der Arbeit" zu bilden, an deren Spige ein" Conihr feelisches Gleichgewicht wieder, was sich am besten siglio federale del Lavoro", ein Bundesrat der Arbeit stehen soll, darin äußerte, daß einige bon ihnen die Abschaffung in den alle zentralisierten Gewerkschaften eins ihrer Mitglieder ents des jezigen 10 Pfennig- Tarifs und dafür die Einführung des fenden. Ein allgemeiner Gewerkschaftstongreß wählt das Comitato 15 Pfennig Tarifs wünschten." Leider" mußte ihnen bedeutet confederale, das Erekutivkomitee für die Entschlüsse des Kongreffes werden, daß infolge des Vertrages mit der Stadt den Aktionären und des Bundesrates. diese Trauben zu hoch gehängt feien. Einer der Herren meinte dabei verdrießlich, der verwünschte 10 Pfennig- Tarif fei auch so eine von den unangenehmen Einrichtungen, die man der äußersten Linten in der Stadtvertretung zu verdanten" babe. Weiter hatten die honetten Geldmänner in der Hauptsache nichts zu monieren. " Eine„ Konföderation der Arbeit" in Italien. Rom, 7. März.( Eig. Ber.) Alsdann erhält der Referent Ulrich das Wort und behandelt eingehend das Thema:" Sind die Sozialdemokraten die wirklichen Vertreter der Arbeiter?" Im Verlaufe seines Vortrages führte Redner aus, daß unter den sozialdemokratischen Führern gar keine Arbeiter wären, die Sozialdemokratie hätte teine Berechtigung sich Arbeiterpartei zu nennen, Arbeiter seien nicht identisch mit Sozialdemokraten, denn es gäbe auch noch christliche, katholische und Hirsch- Dundersche Arbeiter, leider Gottes sei das Gros bei den Sozialdemokraten. Der Nimbus, daß die Sozialdemo tratie die Vertreterin der Arbeiter fei, müsse ihr herunter gerissen werden. Die Führer wären nur herangedrängte Leute, namentlich Juden, welche fich der Arbeitergrofchen bemächtige n.(!) Da fei das Dreigestirn: Singer, Stadthagen, Rosa Luxemburg. Das Judentum sei bestrebt, das Bestehende zu vernichten. Als Be weis führt Redner die 48er Revolution, jetzt die russische an; überall feien und find jüdische Hände im Spiel gewesen. Er gebe ja zu, daß die Juden ein sehr betriebsames Bolt seien, sie sollten aber ein jüdisches Reich an den Ufern des Jordans errichten. Wir Gewerbetreibende und Landwirte haben noch Straft in den Knochen, die Juden aber find ein ausgemergeltes Bolt, sie sind es auch, die das russische Volt verseucht haben. Ein weiteres edles Diosturenpaar sind Stadthagen und Mehring. Stadthagen ist der Vertreter des guten Tones. Die Sozialdemokraten sagen, sie seien die Vertreter der schwieligen Faust, haben aber nur schwielige Herzen. Meine Herren! Ich muß Ihnen mein tiefstes Beileid aussprechen, daß der Kreis durch Stadthagen im Reichstag vertreten ist. Stadthagen bildet ein ganzes Sapitel Dreiftigteit für sich.( Claque.) Ich rufe Ihnen bloß die Worte Stadthagens ins Gebächtnis vom Jenenfer Barteitag, daß er noch ruppiger werden wird. Mehring ist das Bild einer schiefen Ebene, er hat sich durchgemaufert vom Redakteur der Bolts- Zeitung" bis zum Chef= rebatteur des wüste sten Schimpforgans: der Leipziger Volkszeitung". Nun kommt die schöne Rosa, das ist eine Dame im rötesten Rot, eine Vertreterin des unverschämtesten Radikalis. mu 3. Deutsche Arbeiter! fchmeißt doch das ganze Gesindel raus nach Russisch- Polen!-Weiter kritis fiert Redner die Angelegenheit der Sechs". Wir als Auf Anregung der Metallarbeiter hat nun am 4. d. M. in Reaktionäre haben noch Freiheit und Mannesmut in den Mailand eine Zusammenkunft stattgefunden, die die Basis der neuen Stnochen, auch vor Stönigsthronen. Hierbei weist Redner auf Konföderation schaffen sollte. Es waren folgende Gewerkschaften die Kanalvorlage hin. In diesem Tone geht es noch eine ga je vertreten: Lithographen, Bäder, Schuhmacher, Krankenwärter, Stein Beit lang weiter. gutarbeiter und verwandte Berufe, Staatsarbeiter, Brivatangestellte, Nun noch einer, den ich beinahe vergessen hätte, Herrit Metallarbeiter, Textilarbeiter, Gasarbeiter, Bauarbeiter, chemische Bebel. Er schließt: Sache aller Patrioten ist es, bis zum leßten Arbeiter, Flaschenarbeiter, Holzarbeiter und die im Sindacato orga- Blutstropfen für unser herrliches,(?) deutsches Reich Soweit der uns von einem Berichterstatter zugegangene Bericht. nisierten Eisenbahner. Die im Riscatto organisierten Eisenbahner einzustehen. Wir wollen nicht durch Bebels fanatische PhantaWir erhielten aber auch noch einen anderen vervielfältigten Bericht, haben ihre Bustimmung zum einzuberufenden Kongreß davon abhängig fien unser Baterland in Grund und Boden stampfen lassen. in einem mit dem Firmenaufdruck der Straßenbahngesellschaft ver- gemacht, daß diefer vom alten Segretariato della Resistenza angefekt Deutsche Arbeiter! Berlaßt die rote Fahne, fehenen Couvert. Die Direktion hat demnach selbst für eine ihr werde. Die Gewerkschaften der Buchdrucker und der Landarbeiter tommt wieber zu uns, werdet wieder schwarzgenehme Berichterstattung gesorgt. In dem zugunsten der Gesell- haben von der Ernennung von Delegierten abgesehen und um Mit- weiß rot.( Beifall.) fchaft schön frisierten Bericht interessiert uns folgender Bassus: teilung der Ergebnisse der Zusammenfunft gebeten. Borfißender Dahms ersucht die Anwesenden zum Dank für Herr Dr. Mide gab darauf zahlenmäßige Angaben über das Diese Ergebnisse sind ganz nach dem Vorschlag der Metall diesen äußerst wib igen und belustigenden Vortrag sich Einkommen der Angestellten. Das Jahreseinkommen eines Fahrers, arbeiter ausgefallen. Es wurde befchloffen, eine Konföderation der von den Bläßen zu erheben( geschieht). der mit 21 Jahren ohne besondere Vorkenntnisse bei der Ver- Arbeit" zu gründen, die ausschließlich aus den Mitgliedern der Ge- Als zweiter Buntt stand Die deutsche Handwerkerfrage" auf waltung eintreten fann, beträgt nach zwölfjähriger Anstellungszeit werkschaften, nicht der Arbeitskammern bestände. Zu dieser Gründung der Tagesordnung. Hierzu hatte Herr Bauli- Potsdam das Reinsgesamt zirka 1800 M. Der Verwaltung entstehen ferner an foll im Laufe dieses Jahres ein Kongres in Mailand zufammen ferat übernommen. Rebner fucht sofort auf seinem Steckenpferd: Wohlfahrtsausgaben jährlich weitere 110 M. pro Stopf, von treten, in deffen Organisationskomitee die Genossen Berzi, Mittelstandsretteret, Handwerkerfrage, Innungen usw. nachzugegnerischer Seite werden über diese Dinge falsche Bahlen vor- Bremoli Biglongo, Beraudo und Suzzani gewählt weisen, daß die Sozialdemokratie stets gegen diesbezügliche Geseze gebracht. So wurde in einem Artikel des sozialdemokratischen wurden. Alle Gewerkschaftssektionen haben das Recht, Delegierte zu gewesen sei. Sie habe Arbeitskammern beantragt Einrich Barteiorgans vom 16. Februar behauptet, daß auf 1 M. Lohn- entfenden, soweit sie nicht weniger als 50 Mitglieder zählen. Bei fungen, wo sie wieder Sitz und Stimme für ihre Agitatoren schaffen fumme 1,13 M. Reingewinn der Gesellschaft entfalle. In Wirklichkeit der Abstimmung wird nach der Zahl der Vertretenen gezählt. wolle. Dagegen habe er große Bedenken, indem heute schon die stellt sich diese Zahl auf höchstens 69 Pf. Weiter rechnet der Die verhältnismäßig große Einmütigkeit, mit der die Getvert Sozialdemokratie in Krantenfaffen, Gewerbegerichten, Invaliden Artikel eine Jahresdurch; hnitts- Lohnfumme von 991 M. Heraus; fchaften die Zusammenkunft in Mailand befchickt haben, zeigt deutlich versicherungen usw. ihren entscheidenden Einfluß geltend mache. die tatsächliche Durchschnitts- Lohnfumme beträgt jedoch 1400 m. Mit an, daß ein dringendes Bedürfnis nach strengerer Drganisation in Die Sozialdemokratie wolle nur den Mittelstand vernichten. Zum solchen Waffen wurde seitens des Verbandes gefämpft; da sei es der hiesigen Gewerkschaftsbewegung besteht. Es ift be Schluß fordert Redner auf, Stadthagen aus dem Kreise zu verdoch unbedingt notwendig, dagegen einzuschreiten und die Tyrannei, greiflich, ja es liegt in der Natur der Sache, daß Zum dritten Punkt, Diskussion, schlägt Vorsitzender der Berfammlung vor, die Zeit für Diskussionsredner infolge der vorgerüdten Zeit auf 5 Minuten festzulegen. Außer einem Partei genossen sprach sich die dreimal gesiebte Versammlung selbstverständlich im Sinne der Referenten aus. Nachdem noch auf die bevorstehende Gemeindewahl aufmerksam gemacht und zum Kampf gegen die Sozialdemokratie aufgefordert worden war, schloß der Vorsitzende die an theatralischen Momenten wahrlich nicht arme Versammlung. Man sieht aus vorstehendem Bericht: Graf Pückler, der sich jett in einer Nervenheilanstalt befindet, hat würdige Vertreter. gegen den Maurer Busse das Ausschlußverfahren einzuleiten wegen Unter Vereinsangelegenheiten stellt der Vorsitzende den Antrag, eines entehrenden Vergehens. Auch dieser Antrag wird einstimmig angenommen. Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be kung für jedermann, SW., Alexandrinenstr. 26. Geöffnet täglich von 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr. In den Lesesälen liegen zurzeit 515 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art und Richtung aus. Borsibender ersucht hierauf die Versammlung, sich zum Dank| besonders wenn man nicht mehr im Besize alter Mitgliedsbücher| 3wei grüne Svedjäger. 1. und 2. Nein. 3. und 4. Ja. 5. 35. für die bate ländische Arbeit des Herrn Pauli von den sei, man aber die Zeit des Eintritts in die Partei angeben müsse, Leider hat die Gemeinde und auf Beschwerde an den Landrat der KreisBläßen zu erheben.( Geschicht.) oft als Mangel empfunden. Der Antrag wird angenommen. ausschuß über die Höhe zu befinden. Memelerstraße 81. Nein. Abrede der Renovierung ausdrüdlich gemacht ist, so können Sie dieselbe 23. 74. Der Arbeitgeber hat die Invalidenkarte herauszugeben, der Arbeiter selbst hat den Umtausch zu bewirken. E. M. 2. 1. Wenn die verlangen und eventuell Schadenersatz begehren. Fehlt eine ausdrückliche Abrede, so würde der Klageweg ohne Aussicht auf Erfolg sein. 2. An den Vertrag mit Ihrem Hauswirt find Sie gebunden. liche Miete gezahlt, so ist sowohl vom Schlafburschen wie Chambregarniſten P. St. 9. Jst über die Kündigung nichts vereinbart, wird aber monatbis am 15. zum 1.( nicht umgekehrt) zu kündigen. Dieselbe Kündigungsfrist besteht für den Vermieter... 8306. Die Zeugen tönnten vers. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 11. März cr., vormittags eventuell gegen fie Zeugniszwang angewendet werden. Sie sind aber beanlaßt werden, die ihnen gestellten Fragen zu beantworten, es fönnte 8 Uhr, im Rathause, Saal 109, Eingang Jüdenstraße: Bersammlung. rechtigt, alle solche Fragen abzulehnen, deren Beantwortung fie selbst oder Freireligiöse Vorlesung. Um 10 Uhr vorm. in der Schul- Aula, Kleine ihre Angehörigen in die Gefahr strafrechtlicher Untersuchung bringen würde. Frankfurterstr. 6: Vortrag des Herrn Vogtherr- Stettin: Uebermenschen Es genügt voraussichtlich, daß sie bestimmt erklären, daß sie bestimmt und Herrenmoral". Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Die Leitergerüstbauer versammelten sich am Sonntag im„ Eng- Montag, den 12. März, abends 8 Uhr, pünktlich, im großen Saal von dem Verfasser aber dabin beantworten, daß Sie es ablehnen müssen, wiffen, daß der und der der Verfasser nicht ist. Die Frage nach Tischen Garten", um ihre Generalversammlung abzuhalten. Der B. Franke, Sebastianstr. 39: Beschließende Versammlung. Wichtige Tages- diese Frage zu beantworten, weil Sie sich selbst in die Gefahr Referent, August Werner, hielt einen Vortrag über Streik und ordnung. Bericht über die Bauerlaubnis der Halle und des Verivaltungs- strafrechtlicher Verfolgung wegen Beihülfe oder Mittäterschaft bringen Aussperrung, welcher mit Beifall aufgenommen wurde. Dann gab gebäudes. Weiße Quittung legitimiert. fönnen. Wenn 6 Monate nach Erscheinen des betreffenden Artikels verflossen oer Vorsitzende Winkler den Jahresbericht, aus welchem hervorging, und Umgegend. Sonntag, den 11. März, nachmittags 2 Uhr, in Bachuras nicht mehr zulässig. Ob Mittel und Wege möglich find, um die Termine so Verein der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter Berlins find, so ist eine Strafverfolgung, wenn noch nicht Antrag gestellt ist, daß im vergangenen Jahre sehr viel Unglücksfälle im Beruf vor- Klubbaus, Landsbergerstr. 39: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: oft vertagen zu lassen, bis die 6 Monate verstrichen sind, hängt von den gefommen sind. Mit Rücksicht auf die Unglücksfälle beschloß die 1. Vortrag der Frau Dr. Gradnauer über„ Schmukliteratur. 2. Diskussion. Uniständen des Falles ab. Versammlung, eine freiwillige Unterstützungskasse zu gründen, der 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. 9. 697. 1. Ja, es muß aber der Zutritt nur organisierte Kollegen angehören können. Hierauf folgte die zur Wohnung gestattet werden. 2. Ja, da Jhr Vertrag wahrNeuwahl der Sektionsleitung. Gewählt wurden: Hermann Walter scheinlich dem Wirt das Recht Reparaturen vorzunehmen einräumt. 8. Rein. als 1. Vorsitzender, Paul Hannemann als 2. Vorsitzender, Hermann Sandler als Schriftführer. In die Schlichtungskommission wurden gewählt: Hermann Walter als Obmann, Paul Hensel und Peppermüller als Beisizer. in des Eingegangene Druckfchriften. Briefkaften der Redaktion. Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Marktballen- Direktion. Rindfleisch Ia 63-66 pr. 100 Pfund, Ia 54-62, IIIa 49-53, IVa 39-47. Stalbfleisch Ia 80-88, IIa 63-75, IIIa 54-60, Hammelfleisch Ia 60-71, IIa 54-60. Schweinefleisch 73-78. Rotwild Pfd. 0,58 bis 0,62. Damwild 0,55-0,65. Kaninchen Stüd 0,80-0,95. Hühner, alte Stüd 1,50-3,00. junge 0,80-1,70, bo. IIa 0,00-0,00. Tauben, junge 0,50-0,65, alte 0,40-0,45. Enten, Stüd 2,00-2,40. Gänse, junge, Stüd 3,00-7,00, russische 0,30-0,40 m. pr. Pfd. Schellfische 0,00 M., Flunder 10-19 M., pro 100 Pfd. Hechte 78-89, Schleie 00,00; ale, groß 00-00, mittel 00-00; Plöten 44-56, Plögen in Eis, große 40, fleine 17-25, Karpfen 57-65, Rheinlachs 675, Seelachs 20-25. pr. 100 Pfd. Schottische Bollheringe( gesalzen) 40-44 m. Eier, Schock 3,30-3,40. Butter pro 100 Bfund Ia 122-124, IIa 118-122, IIIa 116-118, abfallende 110-115. Kartoffeln pr. 100 Pfd. rote Dabersche 2,00-2,20, magn. bon. 2,10-2,35, runde weiße 1,80-2,00. Wirsingkohl pr. Schock holl. 12-20 M. Saure Gurten, Schod 2,00 M., Pfeffergurten 2,00 M. 0,00-00,00, Beißfohl pr. 100 ẞfb. 4,25-4,50, Rotfohl pr. Schock 00-00, Plutus. Kritische Wochenschrift für Volkswirtschaft und Finanzwesen ( Herausgeber: Georg Bernhard). 10. Heft. Abonnements( einschließlich der Plutus- Merktafel vierteljährlich per Post und Buchhandel 3,50 M., direkt vom Verlag 4 M. Verlag, Berlin- Charlottenburg, Goethestr. 69. Rigdorf. Am 5. März fand eine außerordentliche Generalversammlung Otto de Terra. Alkohol und Verkehrswesen. in Hoppes Festsälen statt. 53 Seiten. Preis Nachdem der Vorsitzende, Genoffe 60 Pf. Mäßigkeitsverlag des Deutschen Vereins gegen Mißbrauch geistiger Heinrichs, der verstorbenen Genossen Hornburg und Brose des Getränke. Berlin W. 15. letzteren ob seiner eifrigen Tätigkeit für die Partei am Orte Leopold Katscher. Russisches Revolutionstagebuch 1905. 246 Seiten. längerem, warmem Nachrufe gedacht, wurde in die Tagesordnung Preis 2 M.- Rengersche Buchhandlung, Gebhardt u. Wilisch, Leipzig. Beratung des Statuts der Kreis- Wahlvereine und Organisationsstatuts des Kreises Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg" eingetreten. Die§§ 1-5 gelangten ohne Debatte zur Annahme. Zu§ 62 beantragt Genosse Teiche, daß nur Organisationen anerkannt würden, die der Generalfommission angeschlossen sind. Dieser Antrag wird abgelehnt, nachdem er von den Genossen Hoff- lehnen wir es ab, uns im Briefkasten über denselben zu äußern. A. B. 1. 2. Obwohl oder noch mehr, weil uns der Herr befannt ist. Stif meister, Straube und Zirkel mit der Motivierung bekämpft, daß die tung. Der Vorwärts" hat viele Stiftungen erwähnt. Welche Sie meinen, fleinen Organisationen zwar ein Krebsschaden der Arbeiterbewegung ist nur festzustellen, wenn Sie den Zeitpunkt genauer angeben. Vielleicht feien, daß man aber in der politischen Organisation zumal es die Henoch- Stiftung? Sie hilft Handwerkern, die durch Krankheit oder sich bei Wahlen um tätige Genossen handele, nicht mit zweierlei sonstiges unverschuldetes Unglück in Not geraten find.( Stiftungsdeputation, Maß meffen könne. Bu§ 7 beantragt Bergemann, den monat- Blumenstr. 78, Elsasserstr. 27, Markthalle Arminiusplay, Luisen- Ufer 35. Poftstr. 16.). 262. 1. Fürsorgestellen für Säuglinge: lichen Beitrag auf 30 Bf. festzusetzen, damit Extrasammlungen( Ausschneiden! Aufbewahren) 2. Fürsorgestelle für Lungenerspart blieben. Auch dieser Antrag wird abgelehnt und der frante, Charité. 3. Auskunft bei Stadtv. Hoffmann, Blumenstr. 14. Paragraph unverändert angenommen.§ 8 soll auf Antrag des C. Sch. Das städtische Waisenhaus nimmt Ihr Kind nur ab, wenn Sie Vorstandes dahin abgeändert werden, daß die Generalversammlungen selber ganz hülflos find. Privatpflegestellen stehen unter dem Einfluß der bierteljährlich statt ha Ibjährlich stattfinden. Dieser An- Kirche und fordern von dem noch leidlich Zahlungsfähigen hohes Pflegegeld. Swinemde. 743 trag wird, nachdem ihn Genosse Heinrichs begründet, angenommen. Man wird Sie wohl überall auf private Pflegestellen verweisen. Hamburg 746 WNW Zu§ 10 liegt ein Antrag des Genossen Tesche vor, dahingehend, 23. 23. 100. Benden Sie fich an die Kaufmännische Fortbildungsschule. Berlin 748 3 daß jährlich ein Revisor auszuscheiden habe, daß derselbe aber nach Direktor: Dr. Knört, Berlin, Neue Friedrichstr. 53/54, 12-2. Dort erfahren Franfj.a.m. 755 SW Jahresfrist wieder wählbar sein könne, Nach kurzer Begründung G. S. 2. Derartiges ist uns nicht bekannt. 2. D. 107. Wir können Ihnen leider keine Stellung nachweisen. wird dieser Antrag angenommen. Die übrigen Paragraphen wurden ohne Debatte erledigt. Juriftifcher Teil. Zu dem Organisationsplan des Kreises beantragt Genosse Scholz bei§ 3:„ daß die Bezirksführer vom Bezirk zu wählen sind; versagt der Vorstand die Bestätigung, dann soll der Generalversammlung die Entscheidung zustehen". Genosse Tesche beantragt zu§ 5, daß bei den Delegiertenwahlen zu den General bersammlungen des Kreises die Tagesordnung derselben bekannt gegeben werden solle. Der Antrag wird abgelehnt. Bum Gesamtstatut beantragt Genoffe Hendrischke, in den Mitgliedsbüchern eine Rubrit zu schaffen, die bei Ümzügen in andere Wahlkreise den Tag des Eintritts in den Wahlverein erkennen lasse, man habe dies, Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publitum gegenüber teine: lci Verantwortung. Theater. Sonnabend, ben 10. März Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Margarete. Schauspielhaus. Wilhelm Tell. Deutsches. Dedipus und die Sphing. Neues. Ein Sommernachtstraum. Berliner. Drei Schwestern. Westen. Schüßenliesel. Nachm. 3 Uhr: Iphigenie auf Tauris. Kleines. Antigone. Anfang 8 Uhr: Leffing. Der Ruf des Lebens. Schiller 0.( Wallner- beater.) Ueber unsere Straft( II. Teil.) Schiller N.( Friedrich Wilhelm. städtisches Theater). im Käfig. Sie alles Nähere. 4 Witterungsübersicht vom 9. März 1906, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer. stand mm Bind. richtung Windstarle München 757 SW Wien Better Temp. n. 6. 5° E. 4° R. Stationen Barometer. stand mm Wind. richtung Windstärke Better Temp. n. C. 10.= 4°. 1Schnee -10. 919T0 5 wollig 6 Gewitt. 4 wolfig 5 Haparanda 724'D 2 Petersburg 727 S 5 Scilly 2 bedeckt 765 BMW 5 bedeckt 8 Aberdeen Paris 7463 763 5 Schnee 3 wollig 7 5 wolkig 7. Regen 755 WSW 4 bedeckt 13 Wetter- Prognose für Sonnabend, den 10. März 1906. Etwas tälter, zeitweise heiter, jedoch sehr unbeständig mit Niederschlägen Berliner Wetterbureau. von 7 bis 91% 1hr abends statt. Geöffnet: 7 lbr. Jeder Anfrage ist und starken nordwestlichen Winden. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. F. M. 910. Die Beantwortung Ihrer A. R. S. 107. Nein. wit bei Shrem Auszuge getroffen sind. Ist der Vertrag damals nicht auf Dresden+0,56 Meter, bei Magdeburg+3,18 Meter. Fragen hängt davon ab, welche Abreden seitens der Frau mit dem Hausgehoben, so hat zweifellos die Frau das Recht auf Wiedereinsetzung und auf Schadenersatz zu flagen. Organisation wenden. Die Darlegung ist für die Beitung nicht verwendbar, 2. D. 107. Sie müßten sich an die weil ihr die Aktualität fehlt. Fien Ludwig. Sie müssen fich an den Borstand der Kasse und an die Landesversicherungsanftalt wenden. Wasserstand am 8. März. Elbe bei Ausfig+2,06 meter, bei 11 11 strut bei Straußfurt+2,60 Meter. Oder bei Ratibor+ 2,49 Meter, bei bei Frankfurt+1,85 Bieslau Oberpegel+5,16 Meter, bei Breslau Unterpegel-0,32 Meter, Meter. Beise! bei Brahemünde +5,50 Meter. Meter. arthe bei Posen Reze bei tisch+1,29 Meter. Schiller- Theater. Berliner Theater. Schiller- Theater.( Baffner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr. Bilh. 35.) Th.) Abends 72 Uhr: Gastspiel des Sonnabend, abends 8 1br: Sonnabend, abends 8 Uhr: Moskauer Künstlerischen Theaters. Ueber unsere Kraft.( 2. Teil). Der Vogel im Käfig. Drei Schwestern. Schauspiel in 4 Aufz. von Björnstjerne Schausp. in 5 Aften v. St. Großmann. Sonntag: Zar Feodor Joannowitsch. Nachm. 2, Uhr zu ermäß. Preisen: Hamlet. Montag: Drei Schwestern. Kleines Theater. Zum ersten Male: Antigone. Bon Sophokles Deutsch v. Bollmöller. ( 3 Afte). Anfang 7½ Uhr. Sonntag nachm. 3 Uhr: Nachtasyl. Abends 8 Uhr: Antigone. Zentral- Theater. ( Operette.) 8 Uhr: Bruder Straubinger. Operette in 3 Aften mit Karl Schulz. Björnson. br: Sonntag, nach m. 3 Die Macht der Finsternis. Sonntag, abends 8 Uhr: Romeo and Julia. Montag, abends 8 Uhr: Die Macht der Finsternis. Sonntag, nach m. 3 11hr: Zapfenstreich. Sonntag, abends 8 br Das Glück im Winkel. Montag, abends 8 Uhr: Zwei glückliche Tage. 65 Abessinier in Castans Panoptikum Friedrichstr. 165. Kein Extra- Entree. Zirkus XI. Berliner Saison. Der Bogel Komische Oper. Albert Schumann Zirkus Busch. Romische Oper. Hoffmanns Er zählungen. Zentral. Bruder Straubinger. Metropol. Auf ins Metropol. Walhalla. Heinrich Heine. Die Ballhaus- Anna. Residenz. Der Prinzgemahl. Trianon. Loulou. Carl Weiß. Die lebende Brücke auf Ruba. Nachm. 4 Uhr: Mar und Moriz. Lustspielhaus. Der Weg zur Hölle. Thalia. Bis früh um Fünfe Quifen. Das Lumpengesindel. Deutsch- Amerikanisches. Er und Ich. Kasino. Die Herren Söhne. Apollo. Die Insel Spezialitäten. Tulipatan. Herrnfeld. Familientag im Hauſe Brellstein. Folies Caprice. Nach dem Zapfenstreich. Der Beheme. Abends 8 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Phantastische Oper von Offenbach. Sonntag nachm. 3 Uhr ermäßigte Preise Hoffmanns Erzählungen. Abends 8 Uhr: Don Pasquale. Luisen- Theater. Anfang S Uhr Das Lumpengekindel. Sonntag nachmt.: Graf Esser. Abends: Die Haubenlerche. Montag: Graf Effer. Apollo- Theater. Heute abend präzise 7, Uhr: XXV. Grande Soirée High Life. Parade- Gala- Abend. Neu! Dressierte Neu! Gala- Programm. Neue Debüts, u. a.: 70 Eisbären 70 Zum ersten Male: Mr. Cashmore mit einem dres. fierten Tierpark. Ferner: Mlle. Louise Mary mit ihren wunderbar dressierten Eisbären. Der fenfationellste Dreffure Dame. aft vorgeführt von einer Zum Schluß zum 83. Male: Die größte Bracht Ausstattungs- Panto: mime der Gegenwart 0 das neue Femina Frauenreich. Außerdem jämtliche Spezialitäten usw Sonntag: 2 große Vorstell., nam. 3, Uhr( ein Sind frei) und abends 7 Uhr. In beiden Borstellungen und das Sensations- Programm. Zum 84. Male Femina. Wintergarten. Gabaret Die Heute! Premiere Heute! Mife. Luise Mary mit ihren Eisbären Staiferin ber Spezialitäten. Sahara". Belle Alliance. Der grüne Teufel. Spezialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. 8 Uhr: Am Golf von Neapel. Das bummelnde Berlin Residenz- Theater. unter persönlicher Vorführung des Herrn Hagenbeck. Zum Schluß( um 9 Uhr): Zum 111. Male Die neueste und größte Sehenswürdigkeit Berlins: Indien. Orig- Pantom. d. Zirkus Busch. Besonders hervorzuheben: Eine Witwenverbrennung. Avis Morgen 2 gr. Vorstellungen, nachm. 4 Uhr u. abends 7, Uhr. In beiden Vorst.: 70 dressierte Eisbären u. die Gala- Progr.- Nrn. Passage- Theater. Anfang 8 Uhr. Das neue März- Programm. = Theater 4 Uhr: Tierleben in der Burleske in drei Bildern von Benno Wildnis. Jacobson. Musik von Rudolf Nelson. Direktion: Richard Alexander. Antoinette Sohns 8 Uhr im Hörsaal: Dr. Donath: Vorher die glänzenden Spezialitäten. Wechselstrom und Drehstrom. Sternwarte, Invalidenstr. 57/62. Täglich geöffnet von 1 bis 7 Uhr. Neues Theater. Anfang 7 Uhr. Ein Semmernachtstraum. Sonntag: Ein Sommernachtstraum. Montag: Der Herr Kommissär. Bierauf: Salome. Metropol- Theater Anfang 8 Uhr. ! Auf- in's Metropol! Große Jahresrevue mit Gesang u. Tanz in 9 Bildern v. Jul. Freund. Musik von Viktor Hollaender. Rauchen in all. Räumen gestattet. Heute zum 132. Male, morgen und folgende Tage 8 Uhr: Der Prinzgemahl. Satirischer Schwant in 3 Aften von 2. Xanros und J. Chancel. Sonntag nachm. 3 Uhr: Eine Hochzeitsnacht. Lustspielhaus. Allabendlich 8 Uhr: Der Weg zur Hölle. Koloraturfängerin. Geschwister Fiokati, Gesang und Tanz- Duo. Fritz Schönbauer mit seinen luftigen Geschichten. 14 originelle Spezialitäten. Trianon- Theater. Anfang Loulou. 8 Uhr. Sonntag nachm: Die herbe Frucht. Urania Tauben. str. 48/49. Abends 8 Uhr: Am Golf von Neapel. Theater 4 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Hörsaal 8 Uhr: Dr. Donath: Wechselstrom und Drehstrom. Sternwarte DeutschAmerikanisches THEATER. Jeden Abend 8 Uhr! Gastspiel Ad. Philipp. Invalidenstr.57/ 62. Zum 78, Male: ER& ICH Sonnt nchm. 3 Uhr, halbe Preise: Ueber'n großen Teich. Walhalla Theater Heinrich Heine. Luftsptel in 3 Akten von A. Mels. Hierauf: Die Ballhaus- Anna. Boffe m. Ges. i. 2 Aft v. Daun u. Haskel. Anf 8 1hr. Rauchen überall gestattet. W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Kostümfest des F. B. C.„ Hertha". Sonntag: Der Hüttenbesitzer. Dienstag: Erstes diesj. Auftreten des Direktors Rob. Dill in der ur aufführung bon: Der Hirt von Goldau. Carl Weiß- Theater. Gr Frankfurterstr. 132. Täglich abends 8 Uhr: Die lebende Brücke auf Kuba. -Folies Caprice Budapester Possen- Theater 132 Linienstr. 132, Ecke Friedrichstraße. Bum 174. Male: Nach d. Zapfenstreich. Borher: Der Beheme u. d. ausgezeichn Spezialitätenteil. Anfang 3 Uhr. Borvert. tägl. b. Wertheim ut. an der Theaterkaffe von 10 Uhr vor mittags an. Gebrüder Herrnfeld- Theater. Bum 124. Male: Familientag im Hause Prellstein. Stomödie in drei Aften mit den Autoren A. u. D. Herrnfeld in den Hauptrollen. Anf. 8 Uhr. Borvert 11-2 Uhr. Sonntag, den 1. April: Schluß diesjähriger Spielsaison! Abschieds- Vorstellung = im alten Hause!! Rachm. 4 Uhr: Kinder- Borstellung Bernhard Rose- Theater ( fleine Breife): Max und Moritz. Gesundbrunnen, Badstraße 58. Eine Bubengeschichte in 7 Streichen Morgen Sonntag, den 11. März, 11hr: von W. Busch. Palast- Theater nachmittags 3 Die Hochzeit von Valeni. Abends 7 Uhr: Burgstr. 24, 2 Min. v. Bh. Borfe. Adam und Eva. geute 8 Uhr. Signor Martanis Hunde- u. Kazen. Entree 50 Pf. Billett- Vorverkauf von 10 bis 1 Uhr an der Theaterkasse. Montag: Das Milchmädchen von Else und Magda Doppel Draht Schöneberg. feil- Art. Margarit und Dettmar Fröbels Allerlei- Theater Tanz Duo. Schönhauser Allee 148. ' ne feine Nummer! Jeden Sonntag und Mittwoch: Burleste von Mar Koch. DF Konzert Müdenfett Dir. R. Winter Theater, Spezialitäten, Tanz, und 10 Attraktionen. Familienkarten in Barbier, FriseurAnf. Sonntags 6 Uhr, Mittwochs 8 lihr. Sonnabende für Sommers und Bigarrengeschäften unentgeltlich. feste sind noch frei. 765 Neues Programm. Saharet in der Burleske ,, Die Kaiserin der Sahara." O Alonzo Bracco Truppe, spanische Akrobaten. Madame Lo, lebende Bilder. Franco Piper, Banjo- Virtuose. ,, Rokoko" Ballett v. d. John TillerCo., London. Newhouse und Ward, kom. Radfahr. Alexia, Pariser Tänzerin. Die 4 Rassos, Luftgymnastiker. Gabriele Modi, Soubrette. De Bière, Zauberkünstler. Emil Sondermann. Der Biograph. Kasino- Theater Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr. Die Herren Söhne. Volksstück in drei Akten von Borher Walter u. Stein. Das neue bunte Märzprogramm. Hochsensationell! Belehrend! Wissenschaft und Verbrechen. Täglich wechselnde ProjektionsVorträge aus der gerichtlichen Medizin in Carl Gabriels Volks- Museum Friedrichstr. 112a, am Oranienb. Tor I. Serie Mord oder Selbstmord? Außerdem 2000 Numm. Volkskrankheit. u. d. Bekämpf. Anat. Samariterlehre Entree 30 Pf. Sold. u. Kind. 20 Pf. Sämtl. Räum. mit Vortrag ohne Nachzahlung 60 Pf. Restaurant ,, Zum Prälaten" Rummelsburg. Inh. F. Boragk. Sonnabend, 17. März: GriginalSanssouci. Kottbuser 1.Straße 4a. Dir. Wilhelm Reimer. Sonnt., Mont., Donnerst.: Hoffmanns Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß meine Frau, unsere Mutter, Schwieger- und Großmutter nach Norddeutsche Sänger langen Reiben am 7. März im und Tanzkränzchen. Sonnt. Bg. 5, Wochent. 8 U. Anmeld. f. d. gr. Theatersaal 3. nächst. Saison( a. f. Mittwochs) w. schon jetzt entg. Gustav Behrens SpezialitätenTheater Frankfurter Allee 85. Alter von 52 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 11. März, nach mittags 4 Uhr, vom Trauerhause Wilhelmshavenerstr. 34 aus statt. Um stilles Beileid bittet 3296 Familie Wilh. Prochnow. Kraft- Rothwein FürBlutarme FeurigSüsser U.Kranke ärztlich empfohlen Fi.150 U.2M. Das sensationelle, Santaluciari vollständig neue Harburger Sänger. März- Programm. Direktoren: C. Frick und Fr. Kasche- Krause. Anf. 8 Uhr. Entree 30 Pf. Vorzugskarten gelten. Jeden Sonntag: Große Spezia Sonntag 4 Uhr: Die goldene Brücke. litäten- Vorstellung. Otto Pritzkows Reichshallen. Berliner AbnormitätenTäglich: Stettiner Sänger. Reut Seul Mozart, Wagner, Offenbach". Mufit. Zeitbild v. Mehsel. Anjang Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Wo? Nur Schlager. Etablissement Buggenhagen Moritzplatz. Täglich in den unteren Sälen haben Verband der haugewerblichen Hülfsarbeiter Deutschlands. Bezirk Südost. Todes Anzeige. Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß der Kollege Emil Fischbach am 7. d. M. nach kurzem Leiden 33/13 verstorben ist. am Die Beerdigung findet Sonnabend, den 10. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichen halle des Thomas- Kirchhofes in Nirdorf, Hermannstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Zweigvereinsvorstand. Kranken- Unterstützungs- und Begräbnis- Verein für Bau- und In Apotheken, Drogen- u. Delika- gewerbliche Hülfsarheiter Berlins. tessengesch., steht unter ständiger Kontrolle d. chem. Laboratoriums Dr. C. Bischoff. Rute 6 Mark. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied Emil Fischbach gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 10. März, nacham Neu! 300 Parzellen mittags 3 Uhr, von der Leichenund Biograph- Theater Gottschalk- Konzert. sitta 20 Barzellen a 5 W. Münzstr. 16. Münzstr. 16. System Welt- Biograph 1906 Sy Sy?????? Die Wunder- Liliputaner! = Die Fußkünstlerin! machen wir diesen Sommer unsere Landpartien hin? Pichelswerder alten Freund. zum Partien bis 1500 Personen haben bei schlechtem Wetter bequem Plak. Es ladet ganz ergebenst ein Der alte Freund. Küche stets in altbekannter Güte. Morgen: Extra feine frische Blut- und Leberwurft. Sonntag: Weltbekannt sind Rathenower Augengläser. in Zepernick, gut geschnitten, zehn Minuten von der Bahn. Davon sollen sofort zirka 50 Parzellen a 6 M. und zirka M. per Guter Gartenboden, auch Waffer- und Bergparzellen. Kirche, Schule, Kaufleute, Handwerker usw. im Orte. Günstige Zahlungsbedingungen. Berkäufer täglich auf dem Terrain 294b* und am Bahnhof Zepernick. J. Rieger, Gontardstr. 5. Der Kenner raucht Echt Rathenower Brillen 1,00 Pincenez( echt Nickel) M. " Doublé Gold 12,00 99 99 . 4,50 Schildpatt. 1,50 5.00 Opern- u. Reisegläser v. 6,00 an Barometer, garant gute 6,00 Werke, von an A.Grün, 6ptiker, No61 hochfeine 6 Pf. Cigarre vorzüglicher würziger Geschmack J.NEUMANN Cigarren- Fabriken- 103 Filialen. Davon in Berlin: Brunnenstr. 32, Ecke Anklamerstr. Greift zu! Monats- Anzüge dem Besten b. 10, M. an n 9, e से Abonnements- Anzüge 12,50.. Monats- Paletots. Partie- Anzüge, teils mit unmerkbaren Fehlern 10,50 Anzüge, Ersatz für Maß ,, 20, Kammg.- Hos.ob. Jacketts, 3, P " Alles auch für korpulente Figuren! Getrag. Kleidungsstüde v. Kavalieren, Reisend., aus den feinsten Werkstätten Berlins, teils von Hoflief, kolossal billig. Straßenbahn- Bergütung!* aten Zentral- Keller, Berlin, 35 Neanderstr. 35, Stopeniderstr. an der 3 Minut. v.Stadtbahn Jannowitzbrücke. Brunnen- Straße 4 Chausseestr. 16, Ecke Invalidenstr. Eine Mark am Rosenthaler Tor. Lieferant der Krankenkassen. Herrenhüte weich und steif Chausseestr. 36/37, Ecke Schwartzkopffstraße. Dresdenerstr. 5, Ecke Adalbertstr. Friedrichstr. 171, E. Französ. Str. Gertraudtenstr., Eck. Breitestr.20a. Invalidenstr. 148, Ecke Bergstr. Jerusalemerstr. 41, Eck. Krausenst. Kaiser Wilhelmstr. 19, Eck.Münzst. Markgrafenstr. 17, Ecke Junkerstr. Oranienstr. 30, Ecke Adalbertstr. Potsdamerstr. 57/58, Eck. Bülowstr. moderne Fassons pr. Stück 1,25 M., bessere Sachen billigst. Prinzenstr. 91, Ecke Ritterstr. Hutkontor nur I Treppe. E Holzmarktstraße 34a, Ecke Andreasstraße. Rosenthalerstr. 48, Ecke N. Schönhauserstraße. Wallstr. 14a, Ecke Neue Grünstr. wöchentliche Teilzahlung liefere elegante fertige Herren- Garderoben. Ersatz für Maß. Anfertigung nach Maß. Tadellose Ausführung. Julius Fabian, Schneidermeister, Wienerstr. 22, Ecke Grünauerstr. Große Frankfurter Str. 37, II, Rixdorf: Bergstr. 146. Eingang Straußberger Platz.* Wegen vollständiger Auflösung! unserer Maßabteilung haben wir unsere hocheleganten prima Maßstoffe zu Herren- Anzügen aufarbeiten lassen; es befinden sich darunter englische und französische Stoffe im Werte von M. 18.- per Meter. Herren- Anzug( feinster echt engl. Stoff la. Verarbeitung) Herren- Anzug 99 99 " 59 99 93 Herren- Anzug 99 99 99 99 99 99 Herren- Anzug( Prima reine Wolle, Maßarbeit). Herren- Anzug( engl. u. franz. Muster, feinste Arbeit) Herren- Anzug( extra prima Qualität)... Herren- Anzug( garantiert für äußerste Haltbarkeit) Herren- Anzug( Sport- Fasson, elegante Muster) Herren- Anzug( unsere bekannte Marke Tip- Top) Herren- Anzug( einzig dastehend) Ein Posten Herren- Anzüge 9 • • • · • Ferner gelangen weit unter Preis zum Verkauf: 1000 Stck. Knaben- Hosen per Stck. nur 61 Pf. 0 • 12 Maßwert M. 125 Stück 5400 99 99 39 100 90 99 4800 99 1 4400 80 99 0 99 99 99 75 99 4000 3600 65 99 12 99 555 99 99 50 99 3200 2850 2500 9 • 95 99 99 2250 1900 950 1200 1400 und 1650 Besichtigung für jedermann lohnenswert! 1000 Stck. Knaben- Mützen( Samt u. Wolle) Stck. 48 Pi. Damen- Mützen( alle Fassons) 78 Pi. . 500" 99 " prima " 99 99 1000 95 Pf. 99 500 99 99 99 extra prima " 99 148 M. 1000 99 99 Konfirmanden- Anzüge, prima Arbeit, per Stück 3000 Stck. Knaben- Anzüge teilweise reine Wolle • . . . 199 99 99 ( Ia. Velvet) 158 M. 600 800 1000 1200 1600 2000 2400 M. per Stück nur noch 235 335 400 675 M. per Stück nur noch 775 M. • 9 9 per Mtr. von 140 an. 1000 Stck. seidene Blusen, darunter echt Wiener Modelle Einige 1000 Mtr. Seiden- Stoffe, keine Ramschware, nur neueste Muster. Weit unter Preis gelangen zum Verkauf folgende Posten! Herren- und Damen- Schirme. Chevreau- und Box- Calf- Stiefel. Wäsche. 1 Posten Stöcke. Jupons, Krawatten und mit ganz kleinen Fehlern behaftete Sommer- Paletots! Manche Artikel werden 20-40% unter Einkaufspreis verkauft. Internationales Ecke Kommissions- u. Lagerhaus E. Susskind& Co. Rosenthalerstr. 9, Auguststr. halle des Thomas- Kirchhoses, Riy dorf, Hermannstraße, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 37/3 Der Vorstand. Verband der Tapezierer. ( Filiale Berlin.) Am Donnerstag, den 8. März, verstarb unser Mitglied F. Wasserkampf im 36. Jahre. 177/11 am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 11. März, nachmittags 5 Uhr, auf dem GnadenKirchhof, Barfusstraße, statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Deutscher Senefelder- Bund. Filiale 4. Lichtdrucker. Am 8. d. M. verstarb plötzlich im Alter von 53 Jahren unser langjähriges Mitglied Hermann Rudelt. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntagnachmittag 4%, Uhr von der Leichenhalle des Friedhofs der, Kaiser Wilhelm- Gedächtniskirche in Westend, Fürstenbrunner Weg, aus statt. 3245 Der Vorstand. Invaliden- Unterstützungskasse der Steindrucker u. Lithographen. Die Beerdigung des am 8. März verstorbenen Richtdruders Hermann Rudelt findet statt am Sonntag, 11. März, nachm. 4, Uhr, von der Leichenhalle des Kaiser Wilhelm- Gedächtnis- Kirchhofes in Westend. Deutscher Senefelder- Bund. Todes- Anzeige. Am 8. März verstarb nach der langen, schweren Leiden Steindruder Max Unger im Alter von 20 Jahren an der Schwindsucht. am Die Beerdigung findet Sonntag, den 11. März, nach mittags 4 Uhr, von der Halle des neuen Jakobi- Kirchhofes in Brik, Hermannstraße, aus statt. Die Verwaltung der Filiale I. 289/13 Allen Freunden und Bekannten zur Kenntnis, daß am 7. März, abds. 10, Uhr, meine geliebte Frau Emmy Nissel nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist. Im Auftrage der trauernden Hinterbliebenen G. Nissel, Berlin, Alte Jakobstr. 75. Die Beerdigung findet Sonntag, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Jakobi- Kirchhofes, 320b Hermannstraße, aus statt. Sozialdemokrat. Wahlverein Wilhelmsruh. Nachruf! Am 6. d. Mts. verstarb nach furzem Krankenlager unser Mitglied, der Kaufmann Leopold Reusch 222/5 im 53. Lebensjahre. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. Am 7. März, abands 9 Uhr, entschlief sanft nach furzem, aber schwerem Leiden, mein lieber Mann, Vater und Bruder Wilhelm Bredow im 52. Lebensjahre. 315b Beerdigung Sonntagnachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle des Thomas- Kirchhofes aus. Die trauernden Hinterbliebenen. Sozialdemokrat. Wahlverein f.1.4. Berl. Reichstagswahlkreis Görlitzer Viertel. Den Mitgliedern hiermit zur Kenntnis, daß unser Genosse, der Schlosser Wilhelm Bredow wohnhaft Reichenbergerstraße 159, Stadtbezirk 90, gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntagnachmittag 3 11hr, von der Leichenhalle des ThomasKirchhofes aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 242/10 Der Voritand. Allgemeine Kranken- und Steroskasse der Metallarbeiter E. H. 29, Hamburg. Filiale Berlin 3. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriger Revisor Wilhelm Bredow am 7. d. M. gestorben ist. ant Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 11. März, nachmittags 3 11hr, von der Leichen halle des neuen Thomas- Kirchhoses in der Hermannstraße aus ſtatt. Um rege Beteiligung ersucht 114/3 Die Ortsverwaltung. Nach kurzem Krankenlager verstarb am Mittwoch, den 7. d. M., der langjährige Beamte unserer Staffe, Herr Wilhelm Bredow. Wir verlieren in ihm einen eifrigen, pflichttrenen Beamten, dessen Andenken wir stets in Ehren 3336 halten werden. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 11. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Thomas- Kirchhofes, Rigdorf, Hermannstraße, aus statt. Berlin, den 9. März 1906. Der Vorstand der Orts Krankenkasse der Maschinenbau Arbeiter und verwandten Gewerbe zu Berlin. H. Blant. Nachruf. Nach kurzem Krantenlager vers starb am Mittwoch, den 7. März, im Alter von 52 Jahren unser langjähriger Mitarbeiter, der Kaffenbeamte Wilhelm Bredow. Er war uns ein lieber, aufrichtiger, zuvorkommender und hülfsbereiter Kollege, dessen eble Gesinnung wir stets in Ehren halten werden. 3326 Möge ihm die Erde leicht sein! Berlin, den 9. März 1906. Die Beamten der Orts- Krankenkasse der Maschinenbauarbeiter und verwandten Gewerbe zu Berlin. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Wilhelm Bredow gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 11. März, nach mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas Kirchhofes in Rigdorf, Hermannstraße, aus statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. 113/20 Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Rohra leger Max Schwarz geftorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 11. März, nach mittags 4 Uhr, von der Zeichenhalle des Bions Kirchhofes in Nieder- Schönhausen aus statt. Rege Beteiligung erwartet 114/2 Die Ortsverwaltung. Jeder Arbeiter, Jeder Handwerker follte zur Arbeit die Lederhose Herkules tragen. Allein- Verkauf. Sehr starkes Leder in praktischen grauen u. braunen Streifen. auch einfarbig. Am Bund aus einem Stüd gearbeitet Sehr feste Kappnähte. Haltbarste Pilot- Taschen. Große Flicken umsonst. Die Hose bei Entnahme von 6 Stud 26 mt. 4 Mt. 50 Manchester- Hoje Marke Gambrinus, Zwirnfette..5 9.50 Gefüttert. Manchest.- Sackett 14,50,8,75 Echtblaues Monteur- Jadett 102.90 Echtblaue Monteur- Hose Echtblaues Monteur- Jadett, prima Köper- Gewebe Echtblaue Monteur- Hose, O O O Neu eröffnet! O O O O Neu eröffnet! Centrale für Herrenmoden S. LITTMANN 103L* nur No. 2, Oranienstraße nur No. 2, Station Hochbahn Oranienstraße. !! Jeder Käufer erhält ein Geschenk!! Elegante Paletots Herren- Anzüge Konfirmanden- Anzüge Herren- Beinkleider von 10,50 Mark an. von 11,50 Mark an. von 9,50 Mark an. Spezialangebot: von 2,50 Mark an. Meine Konfektion zeichnet sich aus durch tadellosen Sitz, vorzügliche Verarbeitung, solideste Stoffe. nur No. 2, Oranienstraße nur No. 2. Neu eröffnet! 1 M. 50 2 M. 50 prima Köper- Gewebe 2 M. 10 Weiße Friseur Sacketts 3,50, 2 M. 75 Konditor Jacken, 2reihig... 4 M. 50 Maler- Kittel 3,-, 2,50, 2 M. 25 Mechaniker- Stittel( braun) 3,-, 2 M. 40 Weiße Leder- Jadetts, 2reihig 7,50, 3. 75 Weiße Lederhosen... 4,50, 2 M. 90 Reffelreiniger Anzüge, blau, nach Vorschrift. 5 M. 50 Die Preise gelten für normale Größen. Baer Sohn En gros. Export. En detail. Chauffeeftr.24a/ 25. Brückenstr.11. Gr. Frankfurterstr. 20. Das 28. Haupt- Preisbuch 1906 wird toftenlos und portofrei zugesandt. Bei Bestellung von Hosen ist die Bundweite und die Schrittlänge, bei Jacketts und Kitteln die Brustweite anzugeben. 56882* www Bersand von 20 M. an franko. Nachdruck verboten! Mächtige Bundesgenossen im Kampf gegen die noch immer herrschende Fleischteuerung findet die Hausfrau in Knorr's Suppentafeln und Erbswurst, aus denen sich nur mit Wasser kräftige Fleischbrühsuppen in wenigen Minuten herstellen lassen. Verlangen Sie bei Ihren Lieferanten ausdrücklich: Knorr's Suppentafeln und Erbswurst! „ Seglerschloß" Hankels Ablage Zeuthener See u. Wald gelegen, ist den verehrten Vereinen, Gesellschaften, Fabriken und Schulen empfohlen. Große und kleine Säle. Hallen für 1000 Personen. Große Spielplätze. Bes. W. Heinrich. D Eine Mark wöchentl. Teilzahlung liefere elegante, fertige Herren- Moden. Ersatz für Maß. Maß- Anfertigung feinste Verarbeitung Garantie tadelloser Sitz. J. Kurzberg, An der Jannowitz- Brücke 1, I. Direkt am Bahnhof. Kein Waren- Kredithaus. Neu eröffnet! Nathan Wand New- Departure- Freilauf- Bremsnabe Die beste der Welt 1. Ziehung 3. Kl: 214. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 9. März 1906, vormittags. Nur die Gewinne über 144 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. Nachdruck verboten. ( Ohne Gewähr.) 8 34 118 41 229 99 363 457 85 590 649 762 918 42 1035 79 146 64 303 409 53 643 801 96 914 2065 81 208 17 375 483 507 30 640 795 838 908 3108 65 419[ 30001 64 612[ 300] 725 832 42 971 4080 463 681 714[ 1000] 5024 47 1300 96 1300] 975 6074 151 268 348 58 408 529 13001 663 795 807 944 7042 184 368 94 549 681 703 917 8002 84 126 74 353 518 637 9140 295 691 780 879 974 15001 10001 718 92 803[ 500] 40[ 500] 11080 253 488 615[ 300] 744 997 12234 836 918 13001 82 89 13383 621 14001 61 826 14680 81 717 50 839 913 15045 218[ 300] 31 56 90 468 730[ 400] 883 919 16211 432 71[ 300] 558 666 17134 236 38 329 562 626 907 45 18130 205 304 417 622 80 718 22 890 962[ 300] 73 86 19172 211 89 392 452 621 30 733 20272 82 641 75[ 300] 21195[ 500] 467 735 896 [ 300] 960 67 22545 85 615 59 82[ 300] 754 828 85 944 56 23142 382 99 430 912 73 24040[ 400] 198 344 55 421 46 805 25 72 25248 314 750 851 26066 128[ 300] 40 99 244 94 480 516 23 884 27071 241[ 300] 93 543 613[ 400] 50 815 66 915[ 300] 28096 122 44 261 64 69 73 464 508 50 764 29285 555 707 23 844 30043 282 322[ 300] 45 76 410 571 808 77 95 31265 362 66 452 743[ 300] 860 959 32117 357 86 421 76 843 986 33050 60 140 44 814 994 99 34107 213 635 984 [ 200] 35187 387 462[ 10001 83 621 24 831 992 36540 691 761 98 905 37084 263 480[ 300] 731 975 38002 126 250 329 471 92 831[ 300] 953 39509 653 69 753 811 1300] 42 40083[ 300] 122 93 206 28 312 518 74[ 1000] 759 807 29 943 60 41006 244 305 433 63 802 69 971 42093 204 17 301[ 300] 480 574[ 400] 726 31 908-18-43235-470 85 517 74 712 910 44090 560 608 80 822 30 938 98 45095 279 364 461 505 665 805 93 46032 162 308 423 38 555 57 47055 245 755 95 48097 154 88 92 215 361 93 512 26 44 647 729 43 49240 731 916 50106 66 254 80 335 490 543 640 720 61 69 834 51129 358 65 446 52 798 852 975 87 52103 614 888 53014 38 177 87 233 322 442 719 915 54014 163 244 97 795 817 67 953 55020[ 3001 40 80 102 36 42 79 213 18 83 84 90 348 624 711 811 945 78 56016 112 68 630 58 70 81 785 57309 432 44 89 820 58143 240 44[ 400] 338 516 686 98[ 300] 763[ 300] 821 66 906 9 24[ 400], 97 59066 87 127 81 241 431 798 803 968 93 60283 609 746 87 842 915 61379 417[ 30] 513 625 94 931 77 62100 9 10 306 85 540 630 774 983 63049 68 70 313 402 504 9 26 736 75 829[ 300] 96 929 64251 348 532 656[ 300] 96 726 79 93 863 979 65879 910 66085 135 61 433 54 71 94 512 40 55 699 741 67185 86 527 32 761 948 68076 139.51[ 1000] 356 408 790 800 13[ 300] 69084 121 204 73 567 762 841 49 73 957 70013 166 288 99[ 300] 491 584 629 71036 51 170 99 328 81 471 782 826 72577 670 862 72 906 11 85 73232 326 462 68 541 618 751 69 950 82 74187 99 258 78 322 60 520 806 94 75030 45 60 147 66 376 86 405 35 547 727 67 911 84 76133 644 93 908 77231 423 35 680 744 877 78013 67 136 260 315 443 73 93 563 82 714 835 79053 254 363 80229 95 352 402 72 75 574 647 84 726 29 918 81002 154 291 535 642 98 757 97 836 50 82041 104 [ 5001 23 410 77 563 746 836 948 83196 401 723 805 23 58 901 84012 165[ 300] 244 700 85226 36 386 91 423 571 682 737 836 905 86166 471 91 900 80 87157[ 1000] 343 96 499[ 300] 760 811 88170 290 355 403 761 841 89010 470 75 84 98 987 90327 692 764 963 91090 428 705 18 91 846 71 88 934 92110 54 324 405 8[ 400] 13 83 612 719 839 93100 79 13001 213 18 402 53 540 79 92 656 788 831 964 94005 111 73 897 493 549[ 300] 854 95107 329 704 821 79 96557 97007 146 261 308 463 510 23 829 43 98032 98 262 310 61 429 590 635 705 12 99098 189 276 329 558 79 675 808 88 945 TS 100062 78 103 263 454 67 78 596 827 937 101210 12 39 398 414 59 647[ 300] 791 102001 112 203[ 400] 28 71 391 828 956 69 97 103122 253[ 3001] 348 1400] 56 418 30 510 982 104007 144 286 340 532 33 70 690 743 802 14 978 105104 236 13001 477 558 702 52 991 106002 82 102 33 51 67 202 457 70 594 601 997 107006 198[ 400] 328 409 610 62 735 64 86 108203 70 486 664 732 62 109004 304 636 920 110124 376 573 84 715 846 905 54 69 111044 272 312 478 575 600 112013 288 490 544 952 113014 331 553 60 99 654 803 941 114033 63 118 207 40 319 84 417 30 88 910 38 98 115003 30 108 493 504 51 86 97 684 732 969 116078 258[ 500] 325 41 61 420 548 698 99 745 75 856 973 117356 449 546 694 752 69 899 15001 962 88 118071 319 15001 23 67 668 718 82 819 119096 101 293[ 300] 417 44 608 818 Millionen im Gebrauch Erhältlich in jeder besseren Fahrradhandlung. Engros- Vertrieb: Romain Talbot, Berlin S. 121118[ 300] 213 345 419 762 815[ 300T 50 956 68 122003 187 91 229 311 501 35 668 13001 811 21 917 123202[ 300] 85 448 61[ 300] 87 611 58 124110 235 [ 400] 345 505 608 705 16 912 55 125136 52 619 845 50 909 86 126013 56 90 245 98 480 528 46 1300] 691 127192 251 306 13001 20 54 754 900 72 128015 160-229 455 672 716 990 129056 98 13000] 143 314[ 300] 554 [ 300] 880 911 130171 307 36 69 635 59 131029 314 410 738 52 984 132025 54 145 72 215 409 677 916 133120 238 54 98 436 60 625 46 714 938 134266 420 840 68 943 135143 269 331 660 855 136026 37 113 96 362 1300] 401 31[ 3000] 75 913 137049 304 567 610 138390 97 139101 220 308 98 576 649 52 140162 98[ 3001 201 394 547 623 757 825 77 97 [ 400] 954 83 141222 96 333 484 509 736 45[ 400] 822 [ 300] 989[ 300] 142154 411 19 502 659 749 835 36 991 98 143031 178 489 586 609 861 71 96 966 67 144008 63 78 123 46 63 278 339 490 545 616 33 775 98 920 64 145144 83[ 500] 654[ 400] 708 87 824 65 85 146311 643 85 946 147230 314 955 148433 768 70 826 97 950 149007 60 132 201 61 396 538 779 89[ 1000] 949 150010 70 153 343 478 577 93 729 876 151286 425 41 69 596 801 3 152027 33 68 926 31 153126 87 357 407 617 764 72 833 931 51 154267 467[ 400] 155058 67 138 42 329 35 99 702 25 808 69 88 980 156053 65 182 260 88 547 734 833 98 957 157377[ 5001 414 29 576 614 54 997[ 400] 158305 64 514 724 61 912 23 159051 85 116 79 209 371 74 520 664 798[ 500] 827 40 69 160013 309 433 571 650 65 963 161185 203 29 97 507 20 618 26 741 928 31 38 162016 85[ 400] 123 211 497 512 611 700 807 98 996 163227 58 373 669 164053 739 864 165363 99 656 761 64 803[ 400] 9 972 166284 [ 300] 501 57 714 823 167019 200 77 337 446 531 33 [ 400] 742 878 168024 155 277 420 572 671 96[ 300] 746 169109 261 309 610 11 20[ 400] 60 824 943 170097 105 21 27[ 300] 200 49 95 341 458 538 75 610[ 300] 783 98 807 12 905 24 171446 77 80 750 60 854 953 172159[ 300] 78 219 62 302 35 88 426 45 802 905 173059 111 92 674 842 927 174156 511 669 760 73 912 175041 175 448 511 17 628 722 819 20 84 176183 514 689 177045 278 406 20 65 68 682 778 [ 300] 834 178126 73 278 407 576 98 601 792 875 179050 98 109 324 56 98 598 692 721 839 180316 430 92 655 899 181124[ 300] 78 298 319 81 424 606 757 182100 21 84 244 399 454 557 1300] 67[ 300] 634 806 183298 340 440 540 59 69 691 715 51 88 841 89 184052 424 526 90[ 30001 690 906 9 14 185027 34 57[ 400] 241 43 424 97 569 891 186038[ 300] 118 246 394 611 22 846 15001 950 187021 59 105 34 64 381 15001 671 725 34[ 3001 188004 138 92 243 14001 301 91 431 98 538 619 28 87 920[ 300] 24 97 189137 96 606 974 79 190093 126 92 475 815 18 191110 217 499 540 601192082 84 109 40 278 458 722 193150 310 613 897 194182 286 515 71 629 37 64 769 98 846 56 927 195061 206 47[ 400] 349 577 687 760 850 196038 138 61 63 71 374 458[ 300] 571 97 663 790 899 936 197138 201 35 309 57 421 664 721 809 912 198033 193 98 275 508 24 39 69 74 604[ 3001 703 19 13001 78 800 907 199179 299 383 423 578 634 93 724 13001 78 963 200220 42 682 95 712 68 996 201026 321 468 96 98 610 732 202007 199 239 311 79 553 89 665 79 781 96 14001 933 93 203090 239 432 47 632 67 97 798 897 204034 59 79 132 82 348 75 417 99 533 62 81 696 730 [ 10001 844 959 205051 128[ 4001 363 602 716 800 [ 300] 70[ 300] 206044 45 55 148 53 492 714 19 13001 25 14001 65 856 61[ 3001 940 207694 761 808 51 53 208399 413 604 93 209183 288 403 64 629 65 210331 540 744 806 211007 96 142 57 250 634 893 212022 89 128 98 254 374 650 98 722 839 97 13001 937 213204 380 782 90 867 214106 680 96 840 50 64 90 98 215060 387 518 51 1300 90 714 933 216174 76 87 239 328 455 510 632 794 944 217204 52 332 33 431 89 622 730 903 218063 248 407 30[ 300] 586 760 995 219692 715 39 846 47 915 220047 90 102 51 723 853 54 924 221343 492 526 72 662 804 222084 367 474 15001 569 620 34[ 300] 985 92 223016 78 671 821 936 224260 318 59 454 60 605 14001 7 965 225200 1 10 674 803 28 37 964 226331 97 452 88 547 65 14001 616 81 724 83 227057 13001 200 9 18 352 546 605 764 71 81 883 93 228299 393 555 685 836 229118 372 429 56 578 675 77[ 300] 87 13001 774 873 995 230037 46 59 289 421 566 83 231204 12 44 565 738 855 950 64 232087 123 67 75 588 771 930 233003 [ 5001 17 264 683 15000 234094 138 52 87 395 442 62 957 23502 84 163 286 429 502 18 64 691 740 57 956 236580 629[ 3001 991 237148 91 239 72 612 43 89[ 300] 735 1500] 868 948 238277 346 57 422 500] 81 627 705 239160 239 319 438 45 64 721 51 920 240027 112 329 474 570 600 903 241051 242 324 535 964 67 242226 71 348 832 14001 965 243010 14 29 15001 38 257 339 416 637 736 65 4001 971 244147 67 345 693 844 50 245022 41 107 40 61 383 735 78 808 67 246156 235 81 538[ 300] 247057 235 383[ 300] 94 433 995 1. Ziehung 3. Kl. 214. Kgl. Preuss, Lotterie. Ziebung vom 9. März 1906, nachmittags. Nur die Gewinne über 144 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachdruck verboten. 26 133[ 400] 36 237 678 824 926 1024 36 176 349 66 422 24 707 822 78 2145 439 65 89 516 32 815 938 86 3092 118 26 241 427 99 596 617 94 910 26 4063 109 60 68 233 316 428 520 75 629 892 990 5284 93 323 74 85 734 810 62 91 906 33 96 6258 584 626 74 92 745 67 801 7212 361 616 813 28 940 8029 159 407 625 40 733 52 870 971 9132 48 87 449 80 506 54[ 400] 63 643 708 79[ 300] 889 921[ 400] 10186 253[ 400] 329 453 500 74 689 785 959 11078 237 432 557 679 844 71 88 950 12068 267 333 13397 434 579 797 858 965 14152 551 629 88 946 15697 835 16007[ 400] 295 410 522 29 779 17102[ 300] 80 251 82 83 430 673 78 957[ 400] 18208 312 413 535 63 76 820 943 19026 123 203 39 72[ 400] 328 485 619 825 20316 52 62 71 418 563 603 79 20316 52 62 71 418 563 603 78 81 92 700 988[ 300] 21138 223 36 493 609 880 909 13001 22035 157 334 567 82 708 23176 414 840 24013 68 137[ 500] 44 291 364 675 25095 173 80 398 493 531 73 615 759 806 43 902 38 26075 565 788 27025 172 257 79 405 12 526 994 28228[ 300] 30 395 494 532 775 995 29103[ 300] 350 400 13 16 518 814 48 53 66 30311 487 693 701 61 93 910 31093 215 357 412 47 72 554 806 918 32027 250 85 310 29 85 473 529 722 59 966 33285 339 49 487 632 726 835 34143 214 24 383 508 72 660 73 35000 257 640 968 95 36093 117 39 238 362 662 755 14001 912 37179 229 353 446 558 702 92 964 38081 168 95 281 301 41 42 432 37 525 728 878 39019 94[ 300] 209 44 363 693[ 300] 780 864 912 40160 90 697 773 41629 32 39 737 882 92 42002 75 178 295 348 467 501 8[ 10001 10 33[ 500] 630 747 915 43039 84 90 149 301 91[ 3001 637 851 944 50 44038 94 203 15001 56 450 681 758 898 45000 14 30 241 409. 79, 776 82 825 46065 67 96 293 410 629 938 47047 103 293 676 713 21 953 48153 13001 358 407 521 49170 88.291 397[ 300] 722 808[ 30001 21 979 88 50055 220 57 361 546 648 771 896 936 51091 179 86[ 400] 281[ 300] 353 56 494 779 813 46 59 85 909 18 32 52006 34 35 179 206 406 94 678 769 53191 413 517 25 39 54065 84 326 413 686 933 15001 55354[ 400] 411 90[ 300] 585 869 54001 71 98 910 56025 132 226 300 42 524 69 923 57273 408 94 571 701 58036 196 403 13001 70 899 947 59280 393 448 519 51 686 753 873 60035 152 97 239 422 590 94 606 710 12 981 61003 295 99 538[ 300] 691 754 988 62044 108 54 211 432 504 962[ 3001 90 63026 122 25 69 77 80 81 88 395 483 93 503 664 972 82 64043 176 344 79 441[ 1000] 614 31 972-65189 636 13001 63 64 912 75 87 66051 376 81 491 508 32 884 953 67151 97 282 426 53 96 742 14001 805 908 68066 109 38 41 58 68 256 98 658[ 300] 717 896 69183 288 512 711 35 860 70067 103 5 319 71 443 751 804 38 71 969 71167 347 669 767 896 72018 46 175 80 200 632 1301 769 800 7 29 50 945 56 73273 1300] 333 634 54 797 812 55 987 74154 228.83 96 473 577 761 78 89 853 15001 57 75005 127 274 306 428 65 563 628 707 45 821 67 967 76132 274 471 536 732 96 878 94 977 77120 214 44 318 674 884 946 78021 43 165 452 86 79002 13 172 395 646 780 80155 65 447 536[ 300] 603 22 32 715 959 S1060 70 124 324 91 471 91 523 25 54 652[ 400] 762 859 73 919 41 83 82034 69 93 143 333 455 13001 61 550 610 748[ 300] 58 968 98[ 3001 83006 68 169 237 345 598 629 728 818 84109 15 35 243 487 516 40 773 836 931 85233 80 348 461 823 26 29 985 86073 287 597 762 87110 404 22 26 3001 548 623 60 88199 14001 237 78 91 [ 3001 354 904 55 64 89122 697 719 865 14001 935 90008[ 1000] 28 85 179 506 16 84 806 930 86[ 300] 91165[ 3001 426 786 809[ 400] 45 92170 242 325 98 428 71 85 13001 517 75 88 687 832 88 93017 106 313 13001 507 761 97 882 94016 76 86 178 366[ 400] 409 581 800 95229 36 552 616 765 917 96172 314 26 572 93 807 83 938 97395 448 13001 57 61 62 758 870 97 927 50 98294 96 13001 421 551 770 99092 181 200 345 435 519 50[ 300] 95 98 754 823 905 100125 248 70 313 90 498 641 89[ 400] 101039 237 62 316 501 682 820 995 102064 229 448 103340 594 638 81 759 822 936 59 104 02 120 57 89,503 609 804 13001 85 921 60 105182 265 352 61 900 15001 46 64 106013 171 291 374 455 76 833 107088 210 370 81 [ 400] 414 894 108212 47 303 10 25 508 686 96[ 300] 109035 406 596 723 829 43 61 996 110063 133 65 383 14001 558 612 111 48 97 231 416 82 88 543 753 942 112009 163 543 601 978 113493 626 13001 954 114003 149 296 314 550 927 35 115060 65 148 317 39 647 98 910 20 116 30 32 203 351 84 413 568 13001 628 728 117015[ 4001 93 117 81 352 343 942 118034 189 438[ 300] 644 779 932 119088 263 400 565 746 120075 141 14001 339 725 802 87 121001 120 439 603 777 987 122171 207 558 86 629 42 123013 13001 129 Staligerstr. 129. Die schönsten 2992* in neu Herren- Sommer- Paletots und Anzüge fomie speziel Monats- Garderobe von Kavalieren getragene Sachen, fast neu, für jede Figur passend, speziell Bauch anzüge sind in großer Auswahl stets zu staunend billigen Preisen zu haben. Nathan Wand 129 Sfaliterstr. 129. Hochbahnstation Kottbuser Tor. Bitte auf Hausnummer zu achten. Spezial- Geschäft für Uhren. • 1 neue 1hr Fever Ia 75 Big 1 neue 11hr- kapsel. 15 Big. 1 neues hr- Glas 10 Big. 1 neuer lhr- Ring 10 fg. 1 neuer Ihr Beiger. 10 Bfg. 1 neuer Uhr Schlüssel 5 Pfg. Neue Uhren in größter Auswahl genau reguliert.[ 2.804* E. Möbis, 14 Beuthstrasse 14 ( am Spittelmarit). 2. Geschäft: Koppenstr. 32. EinsegnungsAnzüge Robert Bohn, Berlin N., Invalidenstr. 135. Herren- u. KnabenGarderoben fertig u. nach Maß. Streng reell! 57 72[ 300] 82 107 230 446[ 500] 642 61 67 75 767 124027 48 210 322 407 45 49 52 528 40 94 637 763 125042 44 360 93 409 43 500 840 54 126110 352 489 500 30 661 747 81 816 97 98 921 127083[ 500] 349 98 415 715 128106 359 427 592[ 300] 710 73 808 45 129333 40 76 478 512 677 932 130050 59 91 200 45 47 66 82[ 3000] 477 598 668 75 131063 167 374 462 65 506[ 300] 90 827 959 132112 21 442 74 133097 109 232-449 81 647[ 400] 728 39 808[ 400] 134009 31 81 301 616[ 300] 63 756 843 923 135063 94 192 340 763[ 400] 86 821 955 73 136031 88 263 97 415 560 81 137205 16 338 596 727 90 138197 223 49 364 73[ 1000] 410 574 635 734 38 46 97 825 96 139461 599 700 61 870 910 21 140052 168 675 870[ 300] 970 79 87 141123[ 400] 59 73 217 80 526 28 142014 226 310 96 667 92 714 143126 65 272 365 405 797 803 144050 377 620 918 62 77 145051 74 136 279 92 386 90 517 57[ 3000] 97 686 860 995 146210 94 372[ 300] 637 720 25 64 813 20 147403 49 587 92 803 26 926 148149 64 219 359 457 504 40 41 863 149032 76[ 300] 148 54 71 312[ 300] 504 44 730 927 150015 113 56 398 409 68 765 934 151044 88 162 260 92[ 300] 741 845 921 152054 594 612 833 73 930 153028 106 16 301 534 619 21 860 154012 36 41 109 82 333 89 99 400 96 783 803 28 926 38 155183 397 558 667 91 819 926[ 300] 29 156070 185 86 241 89 646 908 13001 64 157198 204 69 75 325 427 756_83 833 904 158080 129 263 309 489 563 71 616 700 159094 97 238 56 358 528 73 682 727 826 48 160258 369 420 51 581 633 39 67 742[ 500] 72 161319 33 431 617 99 875 903 162201 861 163109 226 688 898 164091 111 537 165023 131 336-471 535 76 671 823 906 21 67 166051 199 433 64 736 61[ 300] 852 167265 437 168185 298 310 14 429 92 712 897 169024 105 254 56 371 445 591 951[ 300] 170032 91 622 725 69 804 917[ 300] 171014 20 53 153 207 465 88 506 88 622 818 57 935 49 97[ 300] 172086 476 79 614 98 702 879 932 173055 113 28 254 87 358 82 651 174183 254 413 68 513 76 699 175035 48 379 545 943 176020 118 254 345 501 65 722 816 925 177041 324 14001 586 967 178227 28 [ 400] 366 83 608 814 179043 316 509 36 86[ 300] 95 748 800 180076 88 157 67 202 50 58 525 32[ 300] 62 619 61 798 823 919 181200 5 434 502 48 182117 60 484 [ 100 000] 621 774 800 901 56 183105 422 73 79 627 710 62 825 60 181063 71[ 500] 92 505 71[ 400] 805 51 82 185 02 714 33 62 855 186035 55 294 316 686 862 68 187065 69 92 209 23 24 41 64 309 563 67 865 87 188206 42 308 434 861 82 189079 157 257 84 557 70 626 753 81 890 190045 278 465 528 32 191044 173 256 88 89 457 821 192041 46 113 36 37[ 300] 205 437 51 71 505[ 300] 741 193240 322 47 60 778 951 76 194271 82 195068 93 265 382 527 637 813 43 957 94 196167 381 405 43 545 758 92 917 52 197023 47 62 85 95 527 716 18 60 198015 21 65 277 538 637 199058 249 332 588 627 833 41 42 82 902 25 84.99 200101 14 86 260 338 495 581 683 736 60 13000] 72 14001 933 59[ 400] 201050 158 243 497 565 794 202317 73 454 510 604 53 744 833 938 203018 147 216 [ 300] 383 86 402 39[ 400] 534 81 685 949 3001 204156 214[ 400] 71 86 323 62 501 85 726 78 205007 178 201 78 312 496 847 206121 206[ 10001 73 357 13001 457 541 13001 838 60 996 207008 105 223 623 731 99 847 208066[ 300] 205[ 50001 29 69 401 48 607 732 938 57 209037[ 3001 43 87 94 143 13001 463 545 733 210609 790 92 211086 13001 236 64 383 405 55 570 625 989 212013 39 56 174 256 338 440 503 628 [ 3001 751 809 16 959 213052 299 328 630 95 784 808 965 214048 196 217 32 325 427 130001 93 707 73 13001 820 934 68 215101 20 48 83 260 333 109 10 563 654 903 216140 64 232 14001 71 334 530 64 14001 71 677 777 903 76 79[ 3001 217067 432 57 592 642 742 853 72 918 218072 423 872 219174 266 93 481 856 95 220006 38 161 331 402 627 951 53 76 221078 115 61 785 821 69 222125 26 257 305 63 89 692 724 856 62 921 35 223049 63 67 170 85 340 623 733 224023 284 525 13001 879 86 225694 226065 104 14001 14 217 351 581 623 845 942[ 3001 43 227181 344 13001 473 82 609 78 846 942 72 228170 232 76 79 366 70 91 452 80[ 4001 718 60 837 930 72 229078 112 269 421-36 614 739 58 230170 257 406 786 231076 89 221 598 668 804 26 915 96 232042 348 115 0001 60 472 85 510 735 807 904 7 233124 14001 41 404 75 544 87 973 234054 312 14 93 96 420 889 972 235106 14001 537 728 236201 $ 15001 378 411 73 711 913 55 237025 260 363 582 757 1300] 856 72 83 238134 65 323 239012 191 771 74 85 834 44 50 63 993 240325 645 775 991 241113 27 632 852 922 242253 80 585 97 604 733 973 243183 13001 220 420 966 244264 534 623 52 833 933 245016 463 523 777 931 246096 13001 367 426 512 13 18 602 50 705 19 846 72 13001 84 13001 957 75 247231 61 514 1300] 29 95 681 836 120228 409 25 46, 567[ 300] 72 610 874-938 40 57 80 Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glede, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Ginger& Co., Berlin SWT 9t.58. 23.»«. z. Ktilligt!>cs.ArMls" Kerlillcr Völlisllllltt. Gesellschaft, Staat und Mdagogili. AuS Zürich wird uns geschrieben: Sonnabend, den 24. Februar. hielt Genosse Robert Seidel, der seit Beginn des Winter- semesters am eidgenössischen Polytecknnknm in Zürich über Geschichte der Pädagogik gelesen hat, seine Antrittsvorlesung. Lange vor Anfang des Vortrages war das Auditorium mit Hörern aus den Kreisen der Gelehrten, Studenten, Lehrer und Arbeiter angefüllt. Der Hörsaal verniochte nicht alle die Angekommenen zu fassen, wes- halb man in ein grösiereS Auditorium übersiedelte. Genosse Robert Seidel konstatierte eingangs, dah es bis heute an einer Würdigung des Einflusses von Gesellschaft und Staat auf die pädagogische Theorie und Praxis gefehlt hat. Diese Erkenntnis führte ihn dazu, die Beziehungen zwischen Gesellschaft. Staat und Pädagogik auf ihren Umfang und ihre Stärke zu prüfen. Zu diesem Zwecke folgt er dem Eittwickelungsgange der Menschheit. Von der Barberei ausgehend, schreitet er zur Sklaverei, zum mittelalterlichen Ständewesen und zur modernen Klassenherrschaft vor und weist überall in trefflichen Beispielen, die von grosier, historischer Kenntnis und sozialpolitischem Scharfsinn zeugen, nach, daß mit jeder einzelnen Entwickelungsform der Menschheit eigene und notwendige Bildungs- und Erziehtnigsideale erwachsen sind. Die Naturvölker, welche in einer freien Gemeinschaft lebten, richteten je nach ihrem speziellen Kulturzustand das Hanpt- augenmerk auf diejenigen Bildungs- und Erziehungsmittel, welche einerseits ihre Fertigkeit im Jagen, Reiten. Schwimmen, Fechten, Fischen, Pflanzen vervollkommnen und andererseits die Jugend zur Treue, Hingabe und Aufopferung für die Gemeinschaft erzogen.— Bei den Völkern mit Kastengliederung sJndien und Aeghpten) lag die Herrschast nicht mehr in den Händen der Allgemeinheit. Ein verhältnismäßig kleiner Bruchteil der Be- völkerung, die Krieger- und Priesterkaste bildend, verfügte im Interesse einer wirksamen Unterdrückung und Ausbeutung der untersten Kaste über alle Bildungs- und Erziehungsmittel. Die große Masse des Volkes blieb unerzogen und ungebildet. Auf ähnlicher Basis ruhte die griechischeGesellschafts- und Staatsform. Die große Masse des Volkes bildeten die Sklaven, welche von jeder Bildung ausgeschlossen waren. Die wenigen Freien allein genossen Erziehung und Bildung, welche ans- schließlich den Zweck verfolgten, die jungen Griechen zu tüchtigen Kriegern und strengen Herrschern über die Sklaven auszubilden. Bei den Griechen finden wir zum erstenmal Gedanken über Erziehung und Bildung niedergelegt in den Schriften der beiden Philosophen Plato und Aristoteles. Während aber Platos Erziehungslehre nur die Kinder der Reichen berück- sichtigt. spricht sich Aristoteles entschieden für demokratische Erziehungsprinzipien aus, weil ihm die Zusammenhänge zwischen Gesellschaft, Staat und Pädagogik nicht verborgen blieben. Aber beide wollen doch Herrscher bilden. Die Stützen der mittelalterlichen Gesell schafts- form bildeten Christentum, Ständewesen, Hörigkeit und Leibeigenschaft.— Dem Christentum, das anfänglich einen durchaus demokratischen Charakter offenbarte, darf ein gewisses Verdienst an der ErziehungS- arbeit des ganzen Volkes nicht abgesprochen werden. Allein, als die christliche Kirche mächtig wurde, hat sie mit dem Adels- und Handwerkerstande zusammen jahrhundertelang daS arme ungebildete Bauernvolk in geistiger und körperlicher Knechtschaft zu erhalten ver- standen.— Es gab wohl ein ritterliches und ein geistliches Bildungsideal; auch das Bürgertum fand in den deutschen Schreib- und Rechen- schulen etwelche Bildung; die Erziehung des Bauernvolkes aber lag nicht im Jnteresie der herrschenden Stände und unterblieb deshalb. Erst der gesteigerte Handel und Verkehr, das Auf- blühen der Industrie, alles Erscheinungen der Neuzeit, machten eine allgemeine Bildung und Erziehung des gesamten Volkes zur dringenden Notivendigkeit. Bacon, Loke. Rousseau und Pestalozzr haben die Geister für diese» großen Äullurforischritt mächtig vorbereitet und die Revolution des Bürgertums die Verwirklichung dieses Postulates ermöglicht. Wie groß der Einfluß des Staates auf Erziehung und Bildung i st, zeigt nichts deutlicher als das waiidlungs- reiche Schicksal der Volksschule in Frankreich. Die großaihge» Erziehungspläne, welche die französische Re- volution gezeitigt hatte, versanken unter Napoleon in ein Nichts. Dieser Meuschenschlächter hatte wohl ein Interesse an der Heran- bildung von Kriegsingenieuren und Osfizieren, aber das Kanonenfutter brauchte weder Bildung noch Erziehung. Die Restauration und das B ü rgerkönigtum lieferten das Bildungs- und Erziehungswcscn der Kirche, de» geistlichen Lehr- orde» aus, sobald aber die zweite Republik proklamiert war, lebte die unentgeltliche obligatorische Schule wieder auf. Das zweite Kaiserreich gab sie in die Hände der kaiser- lichen Kreaturen, bis die Demokraten und Sozialisten der dritten Republik die Schule dem Volke zurückgaben.— Da begann jene großartige. einzig dastehende Schulreform, welche das Gedeihen, die Eutwickelnng der obligatorischen, unentgelt- lichen weltlichen Schule, verbunden mit dem Arbeitsunterricht und der Moral und Bürgerkunde, dauernd sicherte. Stellen wir neben dieses Werk freien Geistes das neueste preußische Unter- richtsgesetz mit seinem Versuch, die Schule dem Klerus auszu- liefern und sie ins Mittelalter zurückzuwerfen, so erhalten wir damit einen Beweis für die innige Wechselwirkung zwischen Staat und Pädagogik, wie er überzeugender und schlagender kaum erbracht werden kann.— Ist der Staat also frei und volkstümlich. so entwickelt sich das B i l d u n g s w e s en kräftig, ist er aber unfrei, ist die Regierung despotisch, so ver- kümmert es. So kommt Genosie Seidel zu dem Schlüsse, daß nur diejenigen wahre Freunde der Volksbildung sind, welche eine freie Staats- und Gesellschaftsform erkämpfen wollen, in der niemand mehr Jnter- esse an der Unwissenheit seiner Mitmenschen haben kann. Genosse Seidel schloß seine Ausführungen unter stürmischem Beifall der Zuhörerschaft. Wenn schon die Untersuchung dieser sozialpädagogischen Frage an und für sich verdienstvoll und neu ist, so gebührt der geistvollen, lebendigen Art der Betrachtung volle Anerkennung. Wir wünschen dem Genossen Robert Seidel zu seinem schönen Erfolge aufrichtig Glück; wir begrüßen und unterstützen sein Vorhaben, die Geschichte der Pädagogik durch Berücksichtigung der soozialen und politischen VerHältmsse zu erweitern und zu be- reichern._ Versammlungen. Der Arbeiter-Sängerbund hielt am 4. März seine Ausschuß- sitzung ab. Die Vereine:„Maurer"(Berlin),„Flamme" (Berlin),„Songeslust"(Grünau),„Freie Sänger"(Eiche bei Wildpark).„Freie Sänger"(Werder an der Havel) wurden in den Bund aufgenommen. Meyer macht auf die vom Bund ver- anstaltete Märzfeicr in der Brauerei Friedrichshain' aufmerksam. Mitwirken an diesem Abend werden die Vereine:„Senefelder", „Lerche",„Vereinte Sangesbrüder Moabit",„Allegro und Freie Feldblume",„Georginia",„Sängerschaft Fichte",„Nordlvacht". Der Eintritt ist mit 3v Pf. berechnet. Eröffnung 6 Uhr und Be- ginn des Konzerts präzise 7 Uhr. Alle Besucher werden um strengste Pünktlichkeit gebeten. Ten Sängern der mitwirkenden Vereine werden je 2 Freibillets gewährt; dieselben haben sich an der Kon- trolle durch ihre Vcreinsmitgliedskarte zu legitimieren. Ein Antrag des Vorstandes dem..Schwimmarbund" 76 M. und der„Samariterkolonne" 100 M. für ihre Mitwirkung beim letzten Sängrrfejt zu bewilligen, wurde anstandslos angenommen. Da die Wahl des Vorstandes in nächster Zeit vor sich gehen muß, schlägt derselbe vor, die nächste Generalversammlung am 25. lvdärz stattfinden zu lassen. Der Ausschuß akzeptierte diesen Varschl/ig und wird dieselbe in der Brauerei Friedrichshain, vormittags präzise 10 Uhr, stattfinden. Es werden den Vereinen Delegierhenkarten zugestellt werden, ohne diese kein Eintritt. Es liegen vier Anträge zur Veranstaltung des Pwvinzial- sängerfestes vor, und zwar von den Vereinen: Brandenburg, Rathenow, Luckenwalde, Zehdeniick. Die Besprechung derselben findet der vorgerückten Zeit wegen auf der Generalversammlung statt. In der nächsten Uebungsstunde werden folgende Lieder ge- sungen:„(Gruß an den Mai",„Wir glauben an der Freiheit Sieg",„Freiheit",„Frühlingsstürme". Die Gasarbeiter der Englischen Gasanstalten versammelten sich am Donnerstag in Obsts Lokal, Schöncberg, um ihrer Entrüstung über die neuesten Matzregelungen durch die Direktion der Gaswerke gegen Mitglieder des Verbandes Ausdruck zu geben. Nach dem Bericht der Arbeiterausschüsse nahm die Direktion in der Frage des Acht- respektive Neunstundentages eine ablehnende. Halttmg ein. Uebcr die geringschätzige Art und Weise, wie die Direktion die ArbeiterauSschüsse behandelt, wurde allseitig Klage geführt und von verschiedenen Rednern gefordert, daß die Arbeiter- ausschüsse als Protest dagegen ihre Aemter, die zur völligen Be- deutuwgslosigkeit herabgesunken find, niederlegen möchten.— Die Entlassung von drei Vertrauensleuten des Außenbetriebes, darunter den OVi Jahr bei der I. C. G. A. beschäftigten Obmann des Ar- beiterausschusses, wurde als eine offenbare Maßregelung gegen die Organisation der Arbeiter und als Eingriff in ihr gesetzlich ge- währleistetes Koalitionsrecht von allen Rednern aufS schärfste ver- urteilt. Eine diesbezügliche Resolution wurde trotzdem mit 70 gegen 56 Stimmen— bei vielen Stinunenthaltungen— abgelehnt, weil die Verscmnnlung ein schärferes Vorgehen wünschte. Es herrschte eine starke Stimmung für eine Streik- erklärung vor, aber die Ortsleitung betonte mit Nachdruck, daß die Zeit für einen Streik noch nicht gekommen sei. Ein Streik würde den Wünschen der Direktion gegenwärtig entsprechen, um die auf- blühende Organisation zu zertrümmern.— Die Organisation ist in der letzten Zeit stark gewachsen; von den 1500 Gasarbeitern ge- hören 1100 dem Verbände an, der aber, wie in der Versammlung hervorgehoben wurde, noch der inneren Festigung bedarf, ehe er zu einem großen Kampf sich stellen darf. O Da MZMZZOOI'W-, o Sonder-Angebot *) für Sonnabend, den 10. März W Montag, Dienstag, », »> 12. 13. »» « Porzellan, weis Speiseteller,-.-d...... 18 Speiseteller, m....... 20 Brotteller.......... 15 Kompotteller........ 10 � Salatieren □« o-.. 12 � 60 k. Bratenschüsseiii6.» 23 125 Pf. Pf. Porzellan, bunt Speiseteller, fein hem�t, tief u, flaoh 33 P' Dessertteller, 25, 18 Kompotteller, i«>°»„».»... 18 k Kaffeeservice,!rÄn.„ 6.50«. Tafelservice,;r6bÄ„ I5.som. Mllchtöpfe, fein bemalt, Satz 6 Stück 98 ki. Glas Kompotteller..... 5«.s 6 h Salatieren,« Grssen,.» 5 bi- 45 f. Käseglocken........ 42 pf Butterglocken....... 25». Zuckerschalen... 10 nn* 15» Zitronenpressen...... 9» Tafelservice Ein großer Posten blau Unterglasur mit Gold feines Porzellan für 6 Personen Mk. I5.50 feines Porzellan blau Unterglasur mit Gold Tassen, Kaffeekannen, Milchtöpfe, Zuckerdosen, □ □ □ □ Teekannen und Speiseteller □ □ □ □ zu sehr billigen Preisen. Steingutnäpfe weiß, Satz 6 Stück 85 pt Große einzelne Näpfe weiß 33 Pf. bunt 42 Pf. *) Verkauf an Wiederverkäufer findet nicht statt. Als März- Zeitung ist foeben erschienen: 233/12 Heinrich Heine zum Gedächtnis. 0000 In Wort und Bild dem freiheitsfänger und Satiriker gewidmet. □□□□ 16 Seiten stark. ::::: Wiederverkäufer erhalten Rabatt.:::::: Wo verkehren Sie? Wo logieren Sie? Wo speisen Sie? Bet H. Stramm, Berlin, Ritterstraße. 123. Großer Frühstück-, Mittag- und Abendtisch. Mittag mit Bier 60 Bf., abends à la carte in reicher Auswahl Gr. Fremdenlogis a Bett 30 Pf. 2 Vereinszimmer( 20 u. 60. Perf.) auch mit Pianino, Telephon Amt IV 2366. W. Zapel, Hut- Fabrik, Skalitzerstr. 131. Größtes Spezial- Geschäft Moden. Reich illustriert. Begründet 1873. SpezialHut Engros- Lager 0000 Preis 20 Pfennige. Buchhandlung Vorwärts Neueste Moden. inFilzhüten, Jagdhüten, Zylinderhüten, Chap.- claques u. Strohhüten. Einzelverkauf billigen außergewöhnlich Preisen. zu Neue Königstr. 48, 1 Treppe, für Seiden- und Filz- Hüte. drittes Haus vom Alexanderplatz( Sonntags geöffnet). Lager in Schirmen und Mützen. Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort( fettgedruckt) 10 Pfg.. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Nordosten: L. Zucht, Keibelstr. 42 J. Reul, Barnimstr. 42 Nordwesten: Karl Anders, Salzwedelerstr. 8 Verkäufe. Bettenverkauf, Gardinenverkauf, Aussteuerwäsche. Steppdecken, Bettinlette, Tischdecken. Teppichverkauf, Riesenauswahl Uhrensorten, Fest geschenke, Damengarderoben, Herren fleidung, Möbelstüde, sensationelle Spottpreise. Brautleuten empfehlensPfandleihhaus Weidenweg + 40* wert. neunzehn. Gardinen Versandhaus Jeru falemerstraße 11/12 Inventur- Ausverkauf zu bedeutend herabgesezten Breisen. 1291* Steppdecken billigst Febrit Große Frankfurterstraße 9, parterre.+1 Inventur- Ausverkauf. Gardinen Stores, 10 Prozent Rabatt. Fenster ( 3.vei Schals) 140, 185, 225, 285, 350, 485, 575, 665 usw. 1321+ Inventur. Ausverkauf. Borzieh Gardinen mit überraschend schöner Stickerei, Fenster 135, 165, 210, 255, 285, 325, 425 usw., goldfarbig und rot 265, 285, 325, 450 usw. 1322* Norden: = 12642* Berlin S. 68, Lindenstraße 69. KLEINE ANZEIGEN H. Raschke, Ackerstr. 36 F. Trapp, Rügenerstr. 24 Karl Mars, Lychenerstr. 123 Karl Weisse, Wiesenstr. 41-42 L. Dechand, Ruheplatzstr. 24 H. Vogel, Demminerstr. 32 A. Tietz, Invalidenstr. 124 Osten: Wengels, Frankfurter Allee 79. Gustav Vogel, Koppenstr. 83 Annahmestellen: SW. 68, Lindenstr. 69( Haupt- Expedition) Derkbett, Unterbett, Kissen mit glattrotem Inlett, zusammen 10,50, nur( Pfandleihe) Andreasstraße 38. Notroja- gestreiftes Deckbett, Unter bett, zwei Stiffen, 18,00, Andreas straße 38. 1342* Pommerfches Bauernbett, Deck bett, Unterbett, zwei Stiffen, 27,00. Großes Laten, Stud 1,00. Bjandleihe Andreasstraße 38. Elektrische nach überall. 13438* Hochvornehme Herrenanzüge, Baletots, feinsten Maßstoffen herrührend, 18-38,00. Herrenhosen ver fauft täglich, Sonntag. Deutsches Bersandhaus, Jägerstraße 63, I. * Teppiche mitfarbenjeblern Fabrit niederlage Große Frankfurterstraße 9, parterre +1 Hochelegante Herrenanzüge und Baletots aus feinsten Maßstoffen 25-40 Südwesten: H. Werner, Mittenwalderstr. 30 H. Schröder, Kreuzbergstr. 15 Süden: St. Fritz, Prinzenstr. 31 F. Gutschmidt, Kottbuser Damm 8 Südosten: Paul Böhm, Lausitzer Platz 14-15 P. Horsch, Engel- Ufer- 15 Baumschulenweg: Stock, Ernststr. 2, II Charlottenburg: G. Scharnberg, Sesenheimerstr. 1 Lichtenberg- Friedrichsfelde: O. Seikel, Kronprinzenstr. 50 Friedenau- Steglitz: H. Bernsee, Schloßstr. 115, Gartenh. I, in Steglitz Marlendorf: H. Reichardt, Chausseestr. 16 Pankow: G. Freiwaldt. Mühlenstr. 73 Rähmaschinen. ohne Anzahlung, Boche 1,00, gebrauchte 12,00. Für Nachweis Provision. Köpenickers ftraße 60/61, Große Frankfurter straße 43, Prenzlauerstraße 59/60. 2662* TUMA= ZARI Beste 2 Pfg.- Zigarette. Reinickendorf: P. Gursch, Provinzstr. 108 Rixdorf: M. Heinrich, Prinz Handjerystr. 7 Conrad, Hermannstr. 50 Rummelsburg: O. John, Karlshorsterstr. 2 Treptow: R. Voigt, Elsenstr. 37, vorn III Tegel, Borsigwalde, Dalldorf: Kienast, Borsigwalde, Schubartstr. 43 Vermietungen. # Soldinerstraße 16, an der Prin zen- Allee. Wohnungen von 3 und 2 Bimmer, sämtliches Zubehör, sofort, auch später zu vermieten.+ 42* Fredersdorf an der Ostbahn, Anzeigen für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der HauptExpedition, Lindenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Schöneberg: W. Bäumler, Martin Lutherstr. 51 Weissensee: W. Reske, Sedanstr. 105 J. Schillert, König- Chaussee 39 a Graveurlehrling sucht Liljeberg, Brandenburgstraße 33. + 108* Versilberer, der etwas firnissen fann, verlangt Scittner, Rigdors, Schöneweiderstraße 6. 3356 A.-G., Prenzlauer Allee 34. Tüchtige Geldschrankschlosser ver langt Bereinigte Geldschrankfabriken Durch großen Abschluß bin ich in der Lage, Papageien, Kanarien, Eroten und Waldvögel einzeln sowie dußendweise zu den billigsten Tages preisen abzugeben. Offeriere: BlauWohnungen ftirnamazonen, junge, rosa Kakadu, Nähmaschinen. Bergüte bis finten. 3 farbige Nonnen, Kanarien, nachweist. Woche 1,00. Boftfarte. Kleinwohnungen von 18 Mart ab. Nymphensittiche, Singfittiche, Reis12,00, ter Teilzahlung kauft oder Oudenarderstraße 36, 37, 38, männchen und Stamm, in jeder Preislage. Tanz Weibchen, guter Brauser, Tilsiterstraße 90. 97/ 2* + 40*| Näheres Birt 37. Gardinenbaus Große Frankfurter Barockvergolderin und Belegerin mäuse, weiße Mäuse, Sonnenvögel, straße 9, parterre. findet Beschäftigung. Goldleistens 1+ fabrit, Reichenbergerstraße 88. Rothänflinge, Buchfinken, Amsel, +13 Schanklokal mit Droffel, Farbenschwanz- Mövchen. Ich elektrischem vertause nur reell eingefütterte Ziere. Bianino, zwei Vereinszimmern, 45 Verfekte Vergolderin auf GlasSchäfer, Sflalizerstraße 59a und und 30 Personen, sofort billig zu berdenerstraße 86. buchstaben verlangt Simoffet, Dres 3365 Müggelstraße 32, Ede Frankfurter faufen Hochmeisterstraße 18.+57 3 Minuten vom Bahnhof, billige Allee. 3315* Dame verkauft sämtliche Möbel Bohnungen. Klood, Altlandsberger- Zeitungsfrauen finden dauernde Teilzahlung! Sommerpaletots, einer großen Wohnung, auch 10 Stands chauffee. Beschäftigung.( Tour Niederwallstraße Herrenanzüge, Damenblusen, Kleider- betten, Bilder, Gardinen, Teppiche, und Surstraße.) Meldungen Schüßenstraße 22. 97/ 15* röde, Damenjadetts, Damenumhänge. Steppdecken, Portieren. Dresdener96/17 Lehrfräulein, mehrere für Wäsche Schmidt, Petersburgerstraße 23. 3176 ftraße 38, born II lints. Teilnehmer zur möblierten Schlaf- und Wollwaren sucht gegen monatMöbel, ganze Wirtschaften, Ge- Phonographenwalzen auch Hart- stelle gesucht. Frau Jacobeh, Kol- liche Vergütigung Julius Loewenlegenheitstäufe billigst. Möbelspeicher guß werden neubespielt. Wiese, Brin bergerstraße 26, III. 7862 berg, Müllerstraße 163a. 327b Dresdenerstraße 117 97/8 Gneisenau- zefsinnenstraße 8. Möblierte Schlafstelle fofort oder ftraße 62. 3186 Möbelausverkauf wegen Auf- später. Hecht, Graunstraße 1 vorn I. Wäsche und Wollwaren, sogleich oder Verkäuferinnen für Kurzwaren, Milcheinrichtung, Milchfübel, gabe der Tischlerei. Komplette Ein1. April, sucht Julius Loewenberg, Stühmer, Luisen- Ufer 27. Buttermaschinen. richtungen sehr billig. Admiralstr. 7. Müllerstraße 163a. 3265 Zeitungsfrauen finden dauernde Beschäftigung, Mt- Moabit 138. 96/ 17* art. Bertauj Sonnabend und Sonn tag. Berfandhaus Germania, Unter den Linden 21. SteineFilialen. 1159* Teilzahlung. Teppiche, Betten, Gardinen, Bortieren, Steppdeden, Tisch- Milchlannen, beden, Remontoiruhren, Regulatoren, Spiegel, Bilder, Gastronen, Möbel spottbillig. Leihhaus, Grünerweg 113. Tüllbettdecken, weiß, creme, 195, Herrenanzüge, Winterpaletots, 225, 285, 375, 450-790. Weißenbergs wenig getragene Monatsgarderobe von Teppichhaus, Große Frankfurter 5 Mart an, große Auswahl, für jede straße 125. 1323 Figur, auch neue, elegante, nicht ab. Juventurpreis. am geholte Maßfachen faujt man Steppdeden, Simili, Seide, rot, grün, oliv, blau, billigsten aus erster Quelle dirett zirfa 160 breit, 200 lang, Hand- nur beim Schneidermeister Fürstenzelt, arbeit( Wert 10,50) jetzt Stüd 5,85. Rofenthalerstraße 15 nur 3 Treppen. ( Fernsprecher III, 3016.) 261/ 3* a Steppdecken, Gelegenheitsfauf, nur Gastronen, Betroleumtronen, so lange Borrat, 285, 365, 425, 585, Speisetronen, ohne Anzahlung, Woche 675, 785 usw. Weißenbergs Teppich 1,00. Riefenlager. Böttcher selbst. haus, Große Frankfurterstraße 125.* Erstens: Borhagenerstraße 32( StadtJuventur Ausverkauf. Zuchtisch bahn, Hochbahn: Warschauerstraße). decken mit fleinen Stickfehlern in allen Zweitens: Ravenéstraße 6( Bahnhof Farben, Größen, 1,85, 2,25, 2,75, 3,50, Wedding). 4,35 usiv. 1326* filante 1127* Wasch und Bringmaschinen, beste Qualität, billigste Preise. Bei An. zahlung Bedingungen E. Bellmann, Gollnowstraße 26, nabe der Landsbergerstraße. 1327* Plüschtischdecken, Gelegenheitstauf, mit fleinen Stidjehlern, nur so lange Vorrat, 4,85, 5,65, 6,35, 7,50, 8,45, 9,65, 10,85. Möbelstoffrefte in Wolfe und buntem Plüsch, zu Sofabezügen aus reichend, in allen Preislagen. Weißenbergs Teppichhaus, Große Frankfurter straße 125. 1328 Juventur- Ausverkauf. AbfallTeppiche in allen Größen zu Spottpreifen. 13298* 3125 Rofenthalerstraße 57, 1. Etage. Gelegenheitstäufe. Neu eingetroffen: Große Bosten abgepaßte Gardinen, Fenster 1,35-12,75, Stores, Stüd 1,45-14,50, Tüllbettdeden, Stüd 1,65 bis 17,00, Gardinenreſte 25-50 zu 1-4 Fenstern, zu spottbilligen Preisen. Gardinen- Zweig. Stein Laden. 288/11 Rosenthalerstraße 57, 1. Etage. Gelegenheitstäufe. Steppdeden, Stud 2,25-11,50, Teppiche mit fleinen Webefehlern, Portieren, Läuferstoffe, Tischdeden usw. zu auffallend billigen Breifen. Gardinen Zweig. Laden. Schlofferei, alte, gut gehende im östlichen Vorort, verkäuflich. Zu er fragen bei Paul Schulz, Raumer straße 11. + 13* Kinderwagen, gut erhalten, vers fauft billig uzelmann, Riydorf, Friedelstraße 44a. + 12* Graupapageien( Reftvögel), sprechende Doppelgelblöpfe, Surinam, Gelbnaden, Blaustirnamazone auch Tausch, Restaurant Kommandantenftrage 52. 1353* Verschiedenes. Kein 288/12 Monatsanzüge und Sommer paletots von 5,00 an, Hosen von 1,50 an, Gebrodanzüge bon 12,00 an, Frads von 2,50 an, sowie für forpulente Figuren. Neue Garderobe zu staunend billigen Preisen, aus Pfandleihen verfallene Sachen faust man 1131 am vorteilhaftesten bei. Naß, Mulad3286 Malzfraftbier, blutbildend, für ftraße 14. Blutarme, Brustkrante, Schwächliche, Schleunigst Brautleuten Gelegen Gewichtszunahme, bessere Gesichts- heit. Plüschsofa 45,00, Säulentrumeau farbe, überraschend, 14 Flaschen 32,00, Bilder, Steppdeden, Gastrone, 3 Mart, Tonne 3,50 erklusive. Stores, Gardinen, drei Bimmer 6958. Richt Flaschenzahl, Qualität ent. Möbel, jeden Preis, Landsberger scheidet. Deutschenglische Porterfellerei, ftrage 42, II. 1255* Bernauerstraße 119. 16 3256 Schlafstellen. Mietsgesuche. +42 Logis Nähe Rottbufer Tor ge( Allein.) Offerten A. R. 20 Laufizerfucht Bum Preis 12-15 Mart. Blaz 14/15, Spedition. +13 Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Arbeiter, verheiratet, sucht für nachmittags Nebenbeschäftigung. Ge fällige Adressen: Schacht, Weißensee, Lehderstraße 33. Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 50 Pf. die Zeile. Redakteurgesuch. Für die Rheinische Zeitung" 3852* in Köln wird ein +138 Blinder Stuhlflechter bittet un Arbeit. Stühle werden abgeholt und zurüdgeliefert. A. Gläser, Mulad ftraße 27. Stellenangebote. 1468b politischer Redakteur gesucht. Antritt 1. Juli d. J. Es wird auf eine erste Kraft reflektiert. Meldungen bis 15. März d. I. unter Kennwort ,, Redakteur" an den Genoffen Richard Schiller, Köln a. Nh., Merovingerstr. 48. Tüchtiger Mann, der mit elektrischer Installation, mit galvanischen Arbeiten, Berzinnerci, Verzinkerci usw. vertraut ist, 205/ 17* wird sofort gesucht. Angebote unter T. U. 472 ant Haasenstein& Vogler, A.-G., Berlin W. 8. Kunststopferei von Frau Kolosty, Charlottenburg, Goethestraße 84, I. Pfandleihe, Prinzenstraße 63, täglich 8-8, Sonntags bis 2. 96/ 2* Platinabfälle, alte Goldsachen, Schloffergefellen verlangt Blume, Bruchgold, Silber, Gebisse, alte Uhren. Charlottenburg, Schillerstraße 97. Stehrgold, Staubgold, photographische Tüchtige Handweber auf breite Rüdstände, Staniolabfälle, alte Treffen, Ware suchen bei hohen Attorblöhnen sowie sämtliche gold- und filberhaltigen Neumann u. Lehmann, Drossen bei 2bfälle fauft Goldschmelze Broh, Frankfurt a. Oder. 2886 Wrangelstraße 4. Telephon Amt 4, Lehrling zur Lederarbeit verlangt 97/ 1* Dresdenerstraße 62. 2316* Matraße 4,00, Aufpolsterung. Rolle, Neue König Goldmann, Stockfabrit, Ritterstr. 71. Zusammenpreffer suchen Gebr. Sofa 6,00. Seifengeschäft, neue Rolle, alters- ftraße 2. 97/ 10° Betten, Stand elf, giveischläfrig halber für 850 Mart fofort ber Rahmenmacher verlangt sofort 16,00 Mart, Freischwinger, billigt. fäuflich. J. Feel, Seelowerstraße 9. 0,75, auch Hähne. Bierkant, KastanienKaufe Kanarienweibchen, Gubenerstraße 3, Pfandleihe. zable Mbert Spiefide, Alexandrinenstr. 25. + 40* +57 Schloffer Lehrling verlangt GartenGrünkram- und Kolonialwaren- Allee 23. Kinderwagen, Kinderbettstellen. Große ftraße 101. + 113* Geschäft, gutgehend, sehr billig zu Allen Freunden und Bekannten Sportwagen, gebrauchte, zurückgesezte 13305* Tüchtige Kunstschmiede auf Kleinere spottbillig. Schneider, Surfürsten- verkaufen. Rigdorf, Reuterstraße 27. meines verstorbenen Mannes, des ftraße 172. Restaurateurs Ludwig Hahn( früher Arbeiten, bei gutem Lohn, stellt ein Damenhüte, Modell-, SportBarteigenossen empfehle mein neu ftraße 59. Federbetten Stand 10,50, große Trauerhüte, Straußjedern, Bänder zum weißen Hahn), sowie allen erb. Baul Krüger, Südwest, Dort- Deutscher Holzarbeiter16,00, Brautbetten, Aussteuerwäsche, usw. der Sommersaison 1906 fpott eröffnetes Bierlofal, sowie VereinsVerband. Rahmenmacher, tüchtige, verlangt Einzelne Plüsch- und Tuchgarni- Gardinen, Teppiche Tischdecken, billig zu verkaufen. Laden muß in zimmer, Billard usw. Achtungsvoll Bilderfabrik Lechner, Alexandrinen Wegen Streit und Differenzen ift turen enorm billig. Weißenbergs Steppdecken, Uhren, Goldsachen, fpott: 8 Tagen, am 14. März abends, ge- Frau Witwe Hahn, Fennstraße 58. straße 93/94. 316b Teppichhaus, Große Frankfurter billig. Pfandleihhaus Stüftriner räumt sein. Nie wiederkehrende GeRuffe fucht Austausch- Unterricht ſtraße 125. Marmorarbeiter, geübte Blatten1345 Legenheit. Leipzigerstraße 56 an den 1332 Play 7. 3116 bei einem ober einer Deutschen. Bost- feiler, verlangt H. Braun, Hasen Kolonnaden. Teppiche!( jehlerhafte) in allen Bronzegaskronen! dreiflammig lagernd Klarin", Bostamt 24. 3135 beide 16/19. Motorzweirad, 3 PS, wenig Größen für die Hälfte des Wertes 6,00, Gaszuglampen 9,00! Salongasim Teppichlager Brünn, Hadescher Ironen 15,00! Gasampellgren 1! gefahren, zu verkaufen. Sommerfeld, +130 Martt 4, Bahnhof Börse. 254/12 Schaufensterlicht spottbillig! Wohlanter, Am Rudolf- Platz 5. Wallnertheaterstraße 32. 13158* Pianino, goldgrabiert 100, Fahrräder, Teilzahlungen. Bergstraße 28, Staligerstraße 40. 13399* ( Garantieschein) Zurmstraße 8, par Brantleute Sofas, Spiegel, terre. 97/9 Teppiche, imitiert Japaner und Perfer, 2 Meter lang, mur 3,25. Weißenbergs Teppichhaus, Frankfurterstraße 125. Inventur- Preis. Portieren( zwei Shawls, ein Lambrequin) Garnitur 3,85, in allen Farben. 1331* 1015* Bettstellen, reelle Matragen, enorme Für Parteiblätter! 3145 1352 Langi. Parteigenosse, tücht. Buchdruck Fachmann, beh. die ges. Sazund Drucktechnik, ficherer Korrektor, geübt in Stalful., guter Papiertenner, redaktionell ausgebildet, guter Lokal- Redakteur, auch Politiker, Buzug fernzuhalten von Treppengeländer Arbeitern ( Drechsler, Tischler, Stellmacher, Polierer, Maschinenarbeiter und Bildhauer) von der Treppengeländers fabrik Joseph Drechsler, Gubeners straße 33; von Einsetzern vom Bau Gerhardt in Halenfee, Schweidnigerstr. 6 und 7, und Tischlern von Ebers Möbeltischlerei, Manteuffelstr. 22; von Parkettbodenlegern vom Bau Schossow, Giesebrechtstr. 11; Die Ortsverwaltung. Pianinos Miete, Teilzahlung. Auswahl vollständiger Wohnungs- Säulentrumeau, geschliffen, 50 Mart, Andersen, Schillingstraße 38. 288/ 9* Einrichtungen in riesigen Fabrik Straußbergerstraße 6a, II. 97/11 rebner. bef., wünscht paff. Engagement an Parteigeschäft als Faktor, Lichtenrade, Rute 18 Mart räumen bekannt billigst! Nur Grüner- Kinderbettstelle, neu, billig ver1303st fäuflich. Hüttel, Grüner Beg 50/51. Geschäftsführer, Redakteur, Korrektor alt, Heiert, Berlin, Brandenburg- weg 81." Dwinagki. straße 1. Täglich dort im Wald- Herrenhüte, moderne, 1,25 Mart. Restaurant wegen Todesfall ver- Such. ist lange Jahre in obig. Stellungen tätig gew. Vorzügl. Zeugn. u. 235/ 7* Holzmarktstraße 34a, I. 3196 käuflich Weißensee, Langhansstr. 146. Refer. Geft. Offerten an Ph. Antreter, Herford i. W. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. restaurant. 3862* Vorort Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Redaktion und Expedition: Berlin, Cindenitr. 69. Ferniprecher: Hmt IV, 1983. 1 Nr. 58. Sonnabend, den 10. März 1906. Partei- Angelegenheiten. Auf zur Flugblattverbreitung! Sechster Kreis. Schönhauser Borstadt. Morgen, Sonntag, abends 6 Uhr, findet in den Berolina- Sälen, Schönhauser Allee 28, eine Versammlung für Männer und Frauen statt. Auf der Tages ordnung steht ein Vortrag des Genossen Hans Weber über:" Des Deutschen Reiches Herrlichkeit". Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Einberufer. Teltow- Beeskow- Stortow- Charlottenburg. " Laut Statut ist jeder Wahlverein berechtigt, drei Delegierte zu entfenden. Die Delegierten müssen mit Mandat versehen sein. Parteigenossen haben als Gäste Zutritt. Der Vorstand. J. A.: W. Eberhardt. Johannisthal. Die Bezirksleiter und Parteigenossen werden er sucht, sich zur Flugblattverbreitung am Sonntag früh pünktlich 8 Uhr beim Genossen Gobin, Roonstr. 2, einzufinden. Der Vorstand. Reinickendorf Oft und West. Die Genossen treffen sich zur Flugblattverbreitung am Sonntag früh 8 Uhr in den Zahlstellen. Keiner darf fehlen, jeder hat zu erscheinen. Vorort- Nachrichten. Zur Gemeindewahlbewegung. 11 = } = Jnferate Sechsgefpaltene Kolonelzeile 20 Pfg. Bei größeren Aufträgen entsprechenden Rabatt. von über gaben 524 ihre Stimme dem bürgerlichen Kandidaten, während auf unseren Kandidaten Genossen May Schmidt 157 Stimmen entfielen. Die Gegner haben ungeheuer geschleppt und wurden namentlich. Straßenbahnangestellte von ihren Vorgesetzten zum Wahllokal ges leitet. Die Angst vor dem Einzug eines Sozialdemokraten in den Achtung! Am Sonntag, den 11. März, 1/28 Uhr morgens, Friedrichsfelde, 6. März. Die Mitgliederversammlung des Wahl- Gemeinderat ist nun überstanden und dürfen sich die Herren auch wird in Groß- Berlin ein Flugblatt verbreitet. Alle Genossen vereins im„ Lindenpart" nahm einen sehr interessanten Vortrag des fürderhin in aller Seelenruhe schlafen legen. Unsere Niederlage Genossen Dr. Rosenfeld- Karlshorst über das sozialdemo- aber wird uns anspornen, die Denkfaulen und Indifferenten aufBerlins und der Vororte bitten wir, pünktlichst an den be- kratische Gemeindeprogramm entgegen. Der Vortragende zuklären, damit sie nach zwei Jahren mit Verständnis und Ueberkannten Ausgabestellen anzutreten, damit die Verbreitung vertrat mit großem Geschick die sozialdemokratischen Forderungen legung zur Wahlurne schreiten. prompt erledigt wird. auf allen Gebieten der Gemeindepolitik, deren Notwendigkeit er an Der Aktionsausschuß. zahlreichen Beispielen aus der Wirksamkeit der hiesigen Gemeinde- gebracht, es muß Stich wahr stattfinden. Es erhielten Stimmen Die Wilmersdorfer Wahl hat eine definitive Entscheidung nicht vertretung beleuchtete, an der Rückständigkeit der öffentlichen Hygiene, Sie bürgerlichen Kandidaten Dessert und Römermann 936 beziehungsdes Schulwesens, Armenwesens und an der mangelnden Arbeiter weise 752, unsere Genossen Radke und Reiche 898 beziehungs fürsorge bei Vergebung der Gemeindearbeiten. Schärfe geißelt der Redner, daß bei dem Bau des Magerviehhofes 196 Stimmen. Unsere Stimmenzahl hat sich gegen die von vor zivei Mit treffender weise 901 Stimmen; außerdem fielen auf einen Herrn Menzel Hunderte von ausländischen Arbeitern beschäftigt wurden( Buruf: Jahren um 150 vermehrt. Sogar Frauen) und zwar zu Arbeitslöhnen, die weit unter den von Gewerkschaften und Arbeitgebern vereinbarten Säßen standen. Mit Groß Lichterfelde. Bei den heute stattgefundenen Gemeindeder Errichtung eines Gewerbegerichts warte Friedrichsfelde so lange, wahlen erhielten im Westbezirk die bürgerlichen Kandidaten 492, Sozialdemokratischer Zentral- Wahlverein für Teltow Beeskow- 3wang eintrete. bis mit Erreichung einer Einwohnerzahl von 20 000 der gesetzliche unsere Kandidaten 451 Stimmen. Im Ostbezirk erhielt MalerStorkow- Charlottenburg. Sonntag, den 11. März 1906, nachmittags Sozialdemokratie Redner erörtert weiter die Stellung der meister Lehmann( Bürgerlich) 203, unser Genosse Kurt Eisner 2 Uhr, Generalversammlung in Adlershof, Restaurant Kaul, mit der Aufforderung zu tatfräftiger Mitwirkung an der zum kommunalen Steuerwesen und schloß 203 Stimmen. Bismarckstr. 16. Nowawes- Neuendorf. Die am Donnerstag in Neuendorf stattTagesordnung: 1. Mitteilungen des Vorstandes und der meinschaft. Jede sozialdemokratische Stimme solle ein Protest sein nicht gebracht. Unsere Kandidaten erhielten 235 resp. 233 Stimmen, Entwickelung des Gemeinwesens zu einer wahrhaft sozialen Ge- gefundene Gemeindevertreterwahl hat uns den erhofften Sieg leider Funktionäre. 2. Beratung des Kreisstatuts und des Organisationsplanes für gegen die bürgerliche Gemeindepolitik. Die Ausführungen wurden während auf die Gegner 253 resp. 251 Stimmen cutfielen, darunter vom Gemeindevertreter Binseler wirksam ergänzt; besonders über 40 Forensenstimmen. Eind wir somit durch das finnwidrige 3. Resolution Rigdorf betr. das Verhalten der Reichstagsfraktion wimmele, ohne daß für deren Unterkunft ausreichend gesorgt sei. des diesmaligen Wahlresultates mit dem vor zwei Jahren doch, daß bestätigt dieser, daß Friedrichsfelde auch jetzt wieder von Italienern Forensenwahlrecht auch diesmal unterlegen, so zeigt ein Vergleich bei der Borussia"-Interpellation. 4. Antrag Charlottenburg betr. die Vorortbeilage des„ Vorwärts". Nach Mitteilung eines bürgerlichen Blattes werde der Unternehmer unsere Gegner feine Ursache haben, auf ihren Sieg besonders stolz 5. Antrag Borheimer betr. Abgrenzung der Rechte zwischen Berlin empfiehlt die angehalten, Baracken für diese Leute zu bauen. 11 m breit zu sein. Bei der vorigen Wahl wurden für uns mir 98 Stimmen und den einzelnen Kreisen. der Vorwärtsbuchhandlung herausgegebene abgegeben, während für die Gegner ohne Forensen 320 Wähler Gemeindeliteratur zum Massenbezug. Als Bezirksführer wurde stimmten. einen Wir haben diesmal also 6. Antrag Rigdorf betr. den Boykott der Philharmonie. Zuwachs Genosse Krüger gewählt. In der Debatte wurde an örtlichen Miß- 147 Stimmen, 7. Verschiedenes. die Gegner aber einen Verlust von Zu dem Statutenentwurf sind noch folgende Anträge ein- 11. März, früh 7 Uhr, eine Flugblattverbreitung stattfindet. fein ständen Kritik geübt und bekanntgegeben, daß am Sonntag, den 100 Stimmen zu verzeichnen. Bemerken wollen wir noch, daß Forense gegangen:§ 5a. Die Wahlen der Delegierten zu den Verbands- Die Genossen mögen sich pünktlich in den bekannten Lokalen Legitimationstarten, welche an die Wähler vor der Wahl im Ges selber gewählt hat, sondern amtliche daß Generalversammlungen von Groß- Berlin sind von den örtlichen einfinden. Wahlbereinen vorzunehmen. Die prozentuale Verteilung der meindebureau verabfolgt wurden, durch Neuendorfer Einwohner für Die Steglitzer Wahlvereins- Bersammlung beschäftigte sich aus- Forensen aus Zehlendorf, Drewiz, Wannsee und anderen Orten abDelegierten auf die einzelnen Orte erfolgt durch den Zentralvorstand, jedoch muß jeder örtliche Wahlverein durch mindestens schließlich mit den Gemeindewahlen. Der Vorsitzende gab gegeben wurden, was zu den verschiedensten Kombinationen Verzwei Delegierte bertreten sein. einleitend das Stimmenverhältnis der verschiedenen Parteien befannt anlassung gab. Die Sozialdemokratie wird natürlich aus dieser und fritisierte die im Vorwärts" schon erwähnten Ungehörigkeiten Niederlage" die Lehre ziehen. Es gilt, weiter zu arbeiten, um bei bei der Gemeindewahl. Die sehr rege Diskussion förderte noch einige der nächsten Wahl eine Stimmenzahl zu erlangen, die uns trotz aller hübsche Sachen zutage. So z. B. die Tatsache, daß der gegen Ar- Machinationen der Gegner den vollen Sieg verbürgt. beiterwähler so gestrenge Wahlvorsteher einen bürgerlichen Wähler Schöneberg. durch eine Radfahrkarte für genügend legitimiert anjah. Auch noch eine andere Mitteilung erregte allgemeines Staunen, Wie es im Schöneberger Armenhause aussieht, das erfährt nämlich, daß nach den genauen Aufzeichnungen unseres man, wenn man einen Blick in die Petition der 5. ArmenStimmenzählers Genosse Krug tatsächlich die absolute fommission richtet. Im November vorigen Jahres hatte diese Stimmen mehr erhalten habe, als die amtliche Bekanntmachung gleichen Zweck dienenden Baracken unternommen und ihre Eindrücke Stimmenmehrheit und auch Genosse Aßmann einige Kommission eine Besichtigung des Armenhauses und der dem ergebe. Unser Zähler erklärt sich den Unterschied daraus, daß die in Form einer Petition im Februar d. J. übermittelt. Ganz beund Wünsche dem Magistrat und der Stadtverordnetenbersammlung beiden Beisiger wiederholt auf Anregung des Wahlleiters Korrefturen an ihren differierenden Auszeichnungen vornahmen, um sie in Ueber- fonders traurig sieht es nach dieser Petition in den Varaden aus, einstimmung zu bringen. Die Meinung der Versammlung ging die seinerzeit als Cholerabaracken errichtet wurden, seit langem aber dahin, daß wir alle Kraft daran segen müssen, am 14. März in der ständig als Wohnräume für städtische Arme benutzt werden, da das Es sei hier noch bemerkt, daß in der Armenhaus nicht den allergeringsten Bedürfnissen mehr genügt. Sie gestrigen Notiz aus Steglitz der Name des einen Kandidaten ver- haben so dünne Wände, daß die Bewohner sich gar nicht vor Stälte stümmelt ist. Die Namen find: im ersten Bezirk Aßmann und schützen können; zudem sind die Wärde außer in den heißen Monaten Krug, im zweiten Bezirk Krug und Leimbach. ständig feucht und mit Bilzen bedeckt. Die Decken werfen sich und bilden teilweise Bogen; an einzelnen Stellen sind sie nicht wasserdicht und lassen den Regen hindurch. Die Heizung der Räume geschieht durch eiserne Oefen der schlechtesten Art, die gleichzeitig als Kochherd dienen müssen. Einige Zimmer sind überhaupt ohne jeg liche Heizgelegenheit. Die Ofenröhren sind fast durchgängig defeft, so daß die Bewohner ständig der Feuersgefahr ausgefekt sind. Das Ungeziefer ist trotz aller Maßregeln nicht zu entfernen; es wimme! t von Wanzen, Schwaben, Mäusen usw. Will man den HintereinNieder- Schönhausen. Jezt endlich sind auch für unseren Drt gang der einen Baracke betreten, so fällt man in ein großes Loch, Mahlsdorf. Sonnabend, den 10. d. M., abends 81, Uhr, findet die Gemeindewahlen ausgeschrieben. Diefelben finden für die dritte das schon seit Monaten bestehen soll. Aehnlich sind auch die im Lokale von Wernete, Hönowerstr. 6, eine außerordentliche General- Abteilung am Donnerstag, den 15. März, nachmittags von 12 bis Bustände im nicht weit von den Baracken liegenden Armenhauſe. versammlung des Wahlvereins statt. Da wichtige Angelegenheiten 6 Uhr, im Lokale des Herrn Liedemit statt. Gewählt müſſen zwei In Anbetracht dieser groben Mißstände spricht die betreffende auf der Tagesordnung stehen, so ist es Pflicht aller Mitglieder, in der Hausbesizer werden. Parteigenoffen! Trotzdem der Wahlverein Kommission die Ueberzeugung aus, daß die Baraden und das Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. einen Antrag beim Gemeindevorsteher eingereicht hatte, die Wahlzeit Armenhaus für seine Zufassen gesundheitsschädlich sind und zugleich bis 8 Uhr abends auszudehnen und trotzdem die Antwort des berrohend und entsittlichend auf dieselben wirken müssen. Ferner Weißensee. Am Sonntag, den 11. März, früh 8 Uhr, findet Gemeindevorstehers dahin lautete, in Erwägung zu ziehen, die lehnt sie die Verantwortung für die Folgen ab, die aus folchen von den bekannten Zahlstellenlokalen eine Flugblattverbreitung statt, Wahlzeit bis 7 Uhr auszudehnen, findet dieselbe doch nur bis 6 Uhr Zuständen entstehen müssen. Zum Schluß richtet die 5. Armenzu der die Genossen ersucht werden, pünktlich und zahlreich zu erstatt. Parteigenoffen! Es gilt jetzt, den Herren zu zeigen, daß wir fommission die dringende Bitte an die städtischen Behörden, durch scheinen. auch unter widrigen Umständen auf dem Posten sind; es gilt, auch Erbauung eines den jezigen Verhältnissen entsprechenden ArmenGrünheide bei Erkner. Am Sonntag, den 11. März, nach den letzten Mann an den Wahltisch heranzuholen, damit wir unseren hauses Abhülfe zu schaffen. Fragt man nun, was der Magistrat diesen Zuständen gegenDerjenige, der am Tage der mittags 3 Uhr: Deffentliche Voltsversammlung im Lokale des Herrn Randidaten zum Siege verhelfen. Fieliz. Tagesordnung: 1. Die Handelsverträge und die Arbeiter. Wahl nicht seine Schuldigkeit tut, ist nicht wert, fich Sozialdemokrat über zu tun gedenkt, so hört man wieder das alte Lied. Wie ver= 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Einwohner von Kagel und zu nennen. Am Dienstag, den 13. d. M., abends 8 Uhr, findet lautet, soll der Armenkommission seitens des Magistrats ein ganz Kienbaum werden ersucht, zahlreich zu erscheinen, da bis jetzt noch im Lokale des Herrn. Uliz, Blankenburgerstr. 4, eine öffentliche gehöriger Rüffel" erteilt werden, da diese sich erdreiftet habe, teine öffentliche Versammlung hier hat stattfinden können. Kommunalwählerversammlung statt, wo die Aufstellung der Kandi- von dem einem jeden Bürger zustehenden Petitionsrecht Gebrauch daten stattfindet. Das sozialdemokratische Wahlkomitee. zu machen und den Instanzenweg nicht eingehalten habe. Unserer Spandau. Am Sonntag früh Flugblattverbreitung für Stadt Meinung nach hat sich die Kommission nur ein Verdienst erworben Friedrichshagen. und Land. Zahlreiche Beteiligung erwartet Der Borstand. Die Ergänzungs- und Ersatzwahlen zur durch die Aufrollung dieses Bildes vor den Augen der städtischen Gemeindevertretung sind beendet. Mit dem Einzuge der Behörden. Schon seit Jahren ist auch seitens der sozialdemo Bankow. Am Sonntagmorgen 7 Uhr findet von den bekannten Genoffen Wilhelm Schmidt und Hermann Grau in das fratischen Vertreter im Stadtparlament auf diese unwürdigen Zus Lokalen aus eine Flugblattverbreitung für die Gemeindewahlen statt. Dorfparlament ist die dritte Klasse nur durch Sozialdemokraten stände hingewiesen worden, aber es blieb alles beim alten. Schöne Zahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand. vertreten. In der zweiten Klasse sind neugewählt Hofrat Lange, berg, das bei anderen Gelegenheiten mit seinen Mitteln wahrhaftig Neuenhagen an der Oftbahn. Am Sonntag, den 11. März, nach- Kaufmann Gröhe und Architekt Lehmann. In der ersten Klasse nicht knausert, hat nicht das Geld übrig, um den Wermsten der Armen auch nur einigermaßen entgegenzufommen. mittags 4 Uhr, findet bei A. Wünsche, Bahnhofstraße, eine Mit- Forstmeister a. D. Kohli und Rentier Moldenhauer. Trotzdem fönnen die bürgerlichen Stadtväter den Mund nicht voll genug glieder Versammlung des Wahlvereins mit folgender Tagesordnung statt: 1. Die Gemeindewahlen. 2. Maifeier. 3. Ber nehmen, und ergehen sich in Lobpreisungen, wie vortrefflich alles in unserer Stadt bestellt ist. Wer aber die Augen offen hat, schiedenes. Da die Tagesordnung von großer Wichtigkeit ist, ist es Pflicht eines jeden Genossen, in dieser Versammlung zu erscheinen, der wird finden, daß in erster Linie immer nur die Bedürfnisse feiner darf fehlen. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. der wohlhabenden Leute befriedigt werden, deshalb wird man auch borläufig auf eine Abhülfe der betreffenden Mißstände nicht zu rechnen haben. Charlottenburg. Der Vorstand. Ertner. Sonntag, den 11. d. M., nachmittags 3 Uhr, im Degebrodtschen Lokale: Kommunalwählerversammlung. Tagesordnung: 1. Was will die Sozialdemokratie in der Gemeinde- Stichwahl noch zu siegen. vertretung? Referent: Genosse H. Sonnenburg. 2. Diskussion. 3. Bericht der sozialdemokratischen Gemeindevertreter. 4. Verschiedenes. Bahlreiches Erscheinen dringend notwendig. = Friedrichsfelde Karlshorst. Die Flugblattverbreitung findet morgen( Sonntag) früh 28 Uhr von den bekannten Lokalen aus statt. Pünktliches Erscheinen notwendig. Grünau. Am Sonntag, den 11. März, morgens 7 Uhr, findet vom Lofal„ Zur grünen Eiche", Köpenickerstr. 88, aus eine Flugblattverbreitung statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand. 0 Zoffen. Am Sonntag früh 7 Uhr findet von A. Schimte, Barutherstr. 51, aus eine Flugblattverbreitung statt. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen der Genossen ist Pflicht. Mühlenbeck. Am Sonntag, den 11. März, abends 6 Uhr, findet im Bärschschen Lokale eine Wählerversammlung statt, um die Aufstellung eines zweiten Kandidaten vorzunehmen. Dem Genossen G. Kohley ist das Wahlrecht aberkannt, weil er in eine Steuerstufe gebracht wurde, die ihm fein Wahlrecht gewährt. Hoffentlich geben die Genossen am Tage der Wahl, am Dienstag, den 13. März, nachmittags 2 Uhr, die nötige Antwort. -Wahlergebnisse in den Vororten. Bei der am Donnerstag in Hohenschönhausen stattgehabten Gemeindevertreterivahl für beide Bezirke wurden gewählt: in der dritten Abteilung die Kandidaten der bürgerlichen Partei, Fischer und Blaschke mit 67 refp. 65 Stimmen; unsere Kandidaten, die Genossen Neubauer und Siebenwirt, erhielten 55 refp. 51 Stimmen. Ertner. Die diesjährige Gemeindevertreterwahl findet Dienstag, den 13. März 1906 von vormittags 10 Uhr bis nachmittags Berhaftung einer Bande von Fahrradmardern. Der Kriminal Ober- Schöneweide. Der Wahlverein hat für Sonntag, den 2 Uhr statt. Als Kandidaten fungieren die Genossen Aug. Hensel, polizei in Charlottenburg ist es jest gelungen, jener gefährlichen 11. März, mittags 1 Uhr, eine Urania- Vorstellung veranstaltet. Tischler und Paul Gebhardt, Buzzer. Parteigenossen, an Ench liegt Bande, die Fahrraddiebstähle als Spezialität" betrieb, das HandGegeben wird:" Im Reiche der Mitternachtssonne". Es werden die es nun, den bürgerlichen Parteien die beiden letzten Mandate der werk zu legen. Besonders hatten es die Diebe auf solche Maschinen Genossen ersucht, sich rege daran zu beteiligen. Wer noch keine dritten Wählerklasse zu entreißen, wißt ihr doch, daß der Gemeinde- abgesehen, die unbeaufsichtigt auf der Straße standen. Bei einer Billetts hat, kann dieselben bis Sonntagmittag beim Kassierer vorsteher mit seinen Getreuen in den Sigungen alles anwendet. Durchsuchung in den Wohnungen der Mitglieder der Bande wurden Burgfchat, Siemensstr. 8 I beziehen. Jedes Billett kostet 60 Pf. wenn es gilt, unsere Vertreter zu unterdrücken. So lehnte der noch eine ganze Reihe von Fahrrädern entdeckt und mit Beschlag Trage jeder dazu bei, daß die Vorstellung voll besucht ist. Gemeindevorsteher das Ersuchen unserer Vertreter, die Wahlzeit belegt. Auch zahlreiche Zubehörteile von Fahrrädern fand die Der Borstand. abends anzuberaumen, mit den Worten ab:„ Die Wahlzeit jeze Polizei. Die Bande sizt jetzt vollzählig hinter Schloß und Riegel. Tempelhof. Heute Sonnabend: Etiftungsfest des Wahlvereins ich fest!" Ein Nachtrag zur Baupolizei- Ordnung für die Stadt Charmit großartigem Programm. Zahlreichem Besuche sieht entgegen Tempelhof. Die heutige Gemeindewahl hat uns leider nicht den lottenburg ist soeben mit sofortiger Gültigkeit erlaffen worden. Da Der Vorstand. gewünschten Erfolg gebracht. Von 1718 stimmberechtigten Wählern nach ist in den Gebieten zwischen Hardenbergstraße, Wilmersdorfer Ein Schwindler treibt in den Vororten sein Wesen. Unter der Vorspiegelung, eine Schrift des Vortvärtsverlages zu bringen, fuchte hier ein Gauner die Traktatschrift Herold der Wahrheit" ( Berlag: Internationale Traktatgesellschaft in Hamburg) bei Frauen von„ Borwärts" lesern zum Preise von 15 Pf. an den Mann 6u bringen. Daß der Vorwärtsverlag mit diesem Herrn auch nicht das geringste zu tun hat, braucht nicht besonders betont zu werden. Also Vorsicht vor dem Schwindler. Nowawes. Grenze, Momifen, Leibnizstraße, Stadtbahn, Knesebedstraße und Inoffen werden ebenfalls abgelehnt. In eine Beratung des Spezial-| Kaufe von Grundstüden das Prioritätsrecht vor dem Restlaufgelde zwischen Suarezstraße, Ringbahn, Ahorn-, Sophie Charlottenstraße etats wurde nicht eingetreten und wurde derfelbe gegen die Stimmen vorbehielt, dann mit den so erlangten Notariatsaften Geldleute usw. die Errichtung neuer und die Erweiterung bestehender An- der Sozialdemokraten genehmigt. Aus der weiteren Tagesordnung ist aufsuchte. Diese bewog er zur Hergabe von Kapitalien, die er lagen, welche bei ihrem Betriebe durch Verbreitung schäde hervorzuheben, daß für die Erholungsstätten vom Roten Kreuz 400 M. noch vor Auflassung der in Frage kommenden Grundstücke zurücklicher oder übler Dünste, starten Rauches oder durch bewilligt wurden. Neu bestätigt wurden von der Regierung die zahlen werde. Diese Auflassungen famen aber nie zu stande. So Erregung eines ungewöhnlichen Geräusches Nach- Mitglieder der Schulkommission und die Vorsitzenden des Gewerbes follte am vorigen Mittwoch in Wusterhausen vor dem Amitsgericht teile oder Belästigung des Publikums herbeiführen können, verboten. gerichts. Als leitender Arzt für das Gemeindefrankenbaus wird eine Auflaffung erfolgen, wozu sich etwa 50 Gläubiger eingefunden Herr Dr. Adler- Pantom einstimmig gewählt. Die Wahl des zweiten hatten, um bei dieser Gelegenheit ihre gegebenen Darlehne Ober- Schöneweide. dirigierenden Arztes wird zurückgestellt. Als Gemeindebaumeister zurückzufordern. Ihre Hoffnung war indes trügerisch, denn Jahn wurde Baumeister Vogel- Stettin unter lebenslänglicher Anstellung war bereits verschwunden. Wie sich jetzt herausstellt. hat er auch und einem Jahresgehalt von 6000 M. gewählt. zahlreiche furzfristige Wechsel ausgestellt und weiter mehrere eidesHundefänger im Gehrock, und Zylinder. Der Berliner Tierschuß- stattliche Versicherungen darüber abgegeben, daß seine elegante verein hat den Hundefang in den Berliner Vororten bekanntlich vor Bohnungseinrichtung sein Eigentum iei. Dies ist jedoch nicht der einigen Monaten aufgegeben. Es haben sich nun die eigenartigsten Fall, denn die Möbel sind auf Leihvertrag von der Firma Verhältnisse in den Vororten entwickelt. In verschiedenen Gemeinden Seiffert u. Wolf entnommen. Jahn ist nicht ohne Mittel versind die Hunde jezt vollständig frei und niemand achtet darauf, ob schwunden. Es steht fest, daß er noch am vorigen Dienstag etwa sie mit Maulforb und Marke versehen sind. In anderen Gemeinden 150 000 m. in feinen Händen hatte. Seine Geliebte, die Tochter wieder haben die Gemeindediener die Hundefänger zu erfeßen bis feiner Wirtschafterin, ist mit ihm verschwunden. der geplante 8wedverband für gemeinsamen Hundefang der Vororte Zimmerer gegen Kautionsleistung suchte fürzlich der Zimmer In der letzten Wahlvereins- Bersammlung hielt Genoffe Wermuth- ins Leben getreten sein wird. Am originellsten aber geht es in Pantow meister Karl Hallbauer, Schöneberg- Berlin W., Eisenachers Berlin einen Vortrag über:„ Die Bildungsstätten des Proletariats", 3. Dort hat der jetzt ausgeübte Hundefang dem Grundbefizerverein An- ftraße 65, Bureau für Architektur und Bauausführungen. Als sich an den sich eine furze Diskussion schloß. Alsdann wurde der Genosse laß zu einer Beschwerde an den Gemeindevorstand gegeben. Die Gemeinde auf die diesbezügliche Annonce im„ Lofal- Anzeiger" ein organisierter Lange als Beifizer in den Vorstand gewählt. Das Arrangement hat den Hundefang einem privaten Unternehmer übertragen, welcher Zimmerer bei dem Meister meldete, stellte dieser an den Bewerber Werden die das Anfinnen, 1500 M. Kaution zu deponieren. Wozu die verlangt übertragen. An Stelle des Genossen Schulz, welcher seinen Posten gefangenen Tiere innerhalb fünf Tagen nicht abgeholt respektive die Kaution eigentlich dienen sollte, das blieb dem Bewerber ziemlich zur diesjährigen Maifeier wurde einem Komitee von 15 Mitgliedern zum Unterbringen der Tiere einen Stall gemietet hat. Strafe gezahlt, so geben sie in das Eigentum des Unternehmers unklar; er lehnte daher das Anerbieten des Herrn Hallbauer dankend als Bezirksführer niedergelegt hat, wurde Genosse Becker gewählt. über. Die Grundbefizer beschweren sich nun, daß die neuen Hunde ab und empfahl sich. An sich wäre dieses Vorkommnis weiter nicht Mit der Vertretung auf der Generalversammlung wurden die Ges fänger äußerlich nicht fenntlich sind und ein glänzendes Geschäft" erwähnenswert, wenn Herr Hallbauer bei den Berliner Zimmerern noffen Liebing, Karl und Konrad Gomoll betraut. Bei Punkt Lokalfrage" wurde betont, daß noch verschiedene Genossen gegen einen Zylinder als Kopfbedeckung ihren Beruf" ausüben. Es wird stände. Auf dem Verbandsbureau der Zimmerer find nämlich schon wiedermachen, weil sie häufig im Gehrock oder vornehmen Ueberzieher und nicht in dem etwas brenzlichen Geruch der zeitweisen Zahlungsunfähigkeit die Lokalliste verstoßen und mißbilligte die Versammlung ein der von den Beschwerdeführern gewünscht, daß die Hundefänger eine bolt Klagen von Organisationsangehörigen darüber eingegangen, daß artiges Berhalten entschieden. Zum Schluß machte der Vorsitzende Müze tragen und durch ein Schild auf der Brust kenntlich sind. sie an den Lohntagen von Herrn hallbauer ihr auf die am 18. März im„ Volfegarten" stattfindende Volksveriamma Schmargendorf. fauer verdientes Geld nicht erhalten fonnten. lung aufmerksam. Neu aufgenommen wurden 26 Mitglieder. erst am letzten Sonnabend lief bei der Verbandsleitung wieder die Meldung ein, daß Herr Hallbauer fünf Zimmerleuten und dem Polier der Weltpolitif" referierte. Redner entledigte fich in 1%, Stunden Bewilligt wurden 100 M. zur Anschaffung von Prämien für die Leute inzwischen ihr Geld erhalten haben, fonnte noch nicht festgestellt feiner Aufgabe, indem er alle Phasen der deutschen Weltpolitit Schule, 20 M. als Beitrag zur Fortbildungsschule der Barbier- werden. Tatsache aber ist, daß Herr Hallbauer im vorigen Jahre von Revue passieren ließ. Seine Ausführungen, die mit stürmischem Zwangsinnung, 1350 M. zur Ümänderung der jegt in Eisen aus den Zimmerern wegen Nichtzahlung verdienten Lohnes verklagt werden mußte. Der Juhaber des Bureaus für Architektur und BauBeifall aufgenommen wurden, gipfelten in einem lebhaften Appell zuführenden Trägerkonstruktion in der Turnhalle und 350 M. zur an die Versammelten, mehr denn je für die Stärkung der Anschaffung von Desinfektionsapparaten für die Gemeinde. Pimft 5. ausführung wurde auch zur Zablung verurteilt, hatte aber zu zahlen. Selbst die Pfändung fiel fruchtlos aus, Aenderung des Drtsstatutes betreffend Gewährung von Reisefoſten Organisation wie der Arbeiterpresse Gorge zu tragen; nur dadurch könne der verderbenbringenden Weltpolitik ein Ende für die Beamten wurde, ebenso wie Punkt 6, von der Tagesordnung und die Kläger waren die Gepreflten. Unter diesen Umständen muß Im zweiten Punkt der Tagesordnung referierte abgelegt. Bei der Beratung der von der Firma F. A. Schmidt die Suche nach Zimmerern gegen Kautionsstellung allerdings einen b. Genoffe effer über die bevorstehenden Gemeindewahlen.( G. m. 6..). Deffauerstr. 19, nachgesuchten Konzeffionserteilung eigentümlichen Eindruck machen. In der Diskussion ergriff ein Mitglied des Sirich- Dunderichen 3eds Errichtung einer Automobil- Omnibusverbindung beschloß die Gewerkvereins das Wort und glaubte, den Bericht von der Sonn- Gemeindevertretung, ehe eine bestimmte Antwort erteilt wird. sich abendversammlung in der sozialdemokratischen Preise als nicht erst mit den hieran ebenfalls beteiligten Gemeinden Wilmersdorf, wahrheitsgetreu bezeichnen zu können, worüber er jedoch vom Ge- Valensee und Charlottenburg in Verbindung zu setzen. noffen Hoffmann eines anderen belehrt wurde. Er sowohl, wie auch alle übrigen Diskussionsredner gingen mit genanntem Herrn, ob der noblen Kampfesweise der Gegner, scharf ins Gericht, weshalb er auf eine nochmalige Erwiderung verzichtete. Zum Schluß richtete der Vorsigende an die Versammlung einen fräftigen Appell, am Tage der Wahl ihre volle Pflicht und Schuldigkeit zu tun; alsdann wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozial demokratie geschlossen. Am letzten Mittwoch tagte in den Deutschen Festsälen" eine Die Gemeindevertretung befchloß in ihrer letzten Sizung sich von zirka 500 Personen besuchte Volksversammlung, in welcher dem von den benachbarten Gemeinden Berlins( zum Schuge gegen den Lohn für die vergangene Woche nicht ausgezahlt hatte. Ob die Uebergriffe der Straßenbahn) gegründeten bereitet werden. Berliner Nachrichten. " nichts Bauunfall. Ein bedauernswerter Unfall, dem ein blühendes die Menschenleben zum Opfer fiel, ereignete sich gestern vormittag auf dem Neubau Urbanftr. 95. Der 26 jährige Zimmerer Richard Nägig, Lausigerstr. 42 bei den Eltern wohnhaft, sprang, nachdem er an der Hofmansarde eine Sparrenwechselung hergestellt hatte, rückwärts bom Dachgesims auf die einen Meter tiefer angebrachte Schußrüftung hinab. Hierbei foll Räßig, wie ein Augenzeuge beſtätigt, auf den durch Regen und Schnee glatt gewordenen Schußrüstungsbrettern Desgleichen soll durch die Erschütterung Schon wieder hat der Tod einen braben und rührigen Partei ausgeglitten sein. genoffen aus unseren Reihen gerissen in der Person des Genoffen das am Riftungsgeländer angebrachte Stirnbrett fich gelöst daß Räßig über Wilhelm Bredow. Bredow wirkte schon im Jahre 1878 für haben und umgeschlagen sein, so uniere Jdeen und beschränkte seine Tätigkeit nicht nur aufs politifd, Der Unglückliche fiel mit einigen Brettern zusammen auf unten Schußrüstung hinwegrutichte und Schußrüstung hinwegrutschte und auf den Hof hinabstürzte. Gebiet, sondern war auch in gewerkschaftlichen und Krankenkassen- lagernde Bohlen. Durch zwei seiner Kameraden wurde er mit angelegenheiten sehr tätig. Wiederholt traf ihn die Rache und die schweren inneren und äußeren Verlegungen mittels Droschke nach Verfolgungswut des Unternehmertums, so daß er schließlich seinen dem nahegelegenen Krankenhaus am urban gebracht. Er starb Beruf aufgeben mußte. Wenn Bredow auch in den letzten Jahren jedoch schon auf dem Transport in den Armen seiner beiden Beweniger öffentlich hervortrat, im stiden wirfte er um so eifriger und gleiter. hielt stets unsere Fahne hoch. Die Genoffen des vierten Berliner Der Verstorbene, der kurz vor seiner Verheiratung stand, war Wahlkreises, deren Mitglied er war, werden sein Andenten in Ehren ein eifriger Förderer der Arbeiterinteressen und langjähriges Mitglied des deutschen Zimmererverbandes. balten. Ein schwerer Bauunfall, Die Armendeputation in Nowawes beschäftigte sich in ihrer Tegten Sigung u. a. mit den Zuständen in dem der Deutschen Jute spinnerei A.-G. gehörigen Hause Mühlenstr. 1, welches dieselbe zu dem Zwecke erworben hat, um dort einen Teil der von ihr von auswärts herbeigeholten Arbeiter, Polen, Galizier usw., unterzu bringen. Armenvorsteher Genosse Wagner, in deffen Bezirk fich genanntes Gebäude befindet, erklärte, daß ein Teil des Hauses von Familien, der andere bon lebigen Arbeitern bewohnt sei. Im letzteren Teile sollen äußerst unsaubere Zustände herrichen, so daß die Gefahr vorliege, das Gebäude fönne zu einem Seuchenberd für Der Ranbanfall am Teufelssee hat noch immer feine Aufflärung die Gemeinde werden. Für die Jutespinnerei bedeute allerdings gefunden. Die neuerdings aufgetauchte Vermutung, daß Graf Ulrich bei dem feds Arbeiter berunglückten, darunter zwei lebenss die Einrichtung diefes Massenquartiers ein lukratives Geschäft. b. Schad einem Unglüdsfall zum Opfer gefallen sei, dürfte schon gefährlich, ereignete sich gestern vormittag bald nach 9 Uhr in indem sie den einzelnen Arbeitern, sofern diefelben in Stunden- aus dem Grunde hinfällig werden, weil ja ärztlicherseits mit Be der Dorotheenstraße 23/24. Dort wird von der Baufirma C. Kuhn, John stehen, 7 f. pro Stunde weniger bezahle wie stimmtheit drei Schußverlegungen am Kopfe des Grafen festgestellt hiesigen Arbeitern, die nicht dort einquartiert find; Affordarbeiterinnen worden find. Auch eine Abfuchung nach der Uhr in der Wohnung Müllerstraße 172 a, ein umfangreiches fiskalisches Gebäude aufwerden 3 M. pro Woche abgezogen. Diese Beträge werden für die des Greises war ohne jeden Erfolg. b. Sch. pflegte auch niemals geführt. Im ersten Stod waren nun gestern sechs Arbeiter damit Wohnung und Heizung in Anrechnung gebracht und zwar auch bei das Haus ohne Taschenuhr zu verlaffen. Als Täter dürfte vielleicht beschäftigt, Bementierungsarbeiten zu verrichten. Zwei von ihnen solchen unverheirateten Leuten, die die Wohnung ihrer Eltern mit ein junger Mann in Betracht kommen, welcher am Tage vor dem harkten den Zement, während die vier anderen ihn in Säden zutrugen. Benutzen. Nach dieser Berechnung habe ein Familienvater für eine Ueberfall in der Wohnung des Grafen gewesen war. Nach Angaben Blößlich stürzte eine Bementkappe zufammen und riß die sechs Arbeiter mit Bohnung, die in einem Privathause in Nowawes inkl. Heizung jeßt der Wirtschafterin des Herrn v. Sch. war es ein ihr völlig uns in die Tiefe. Jm nächsten Augenblicke wurden Hülferufe laut. Die 200 M. toste, 370 M. zu bezahlen. Genoffe Bagner betonte, daß bekannter, etwa 25jähriger junger Mensch. Ob derfelbe mit jener zahlreich in der Nähe der Unglücksstätte tätigen Arbeiter stürmten in verschiedene Arbeiter, bie von gewissenlofen Agenten unter Berson identisch ist, die dem Förster am Teufelssee die Meldung Bast herbei und machten sich an die Rettungsarbeiten ihrer Kollegen. allerhand Versprechungen nach hier gelodt feien, gerne über den Raubanfall erstattete, fonnte noch nicht ermittelt werden. nach ihrer Heimat zurücdmöchten, wenn sie nicht an einen ein- Leider war es bisher auch nicht möglich, den Grafen eingehend zu Es gelang auch bald, alle unter den Trümmermassen hervorzuziehen. jährigen Kontrakt gebunden wären. Sier fei es notwendig, vernehmen. Irgendwelche Komplitationen find bei ihm glücklichers Am schwersten berunglückt waren die Arbeiter Otto Siebert aus daß die Gesundheitskommission in Aftion trete, um den Ort weise nicht eingetreten und man darf nunmehr hoffen, daß Herr der Hennigsdorferstr. 24 und Hans Brastowsty aus der Fehrvor der Gefahr einer Epidemie zu schüßen. Amtsvorsteher Winkel- v. Sch. dank seiner fräftigen Natur dem Leben erhalten bleiben wird. bellinerstraße 34. Sie wurden sofort nach der Unfallstation in der mann erklärte, daß er die nötigen Recherchen einleiten werde. Daß Borsicht, falsche Fünfzigpfennigftüde! Ein Schwindler versucht Kronenstraße geschafft, wo der behandelnde Arzt schwere innere Verdie Direktion von einem Besuch ihrer Massenquartiere nicht besonders seit einiger Zeit falsche Fünfzigpfennigftüde an den Mann zu legungen feststellte. Siebert mußte dann nach der Charitó und sein crbaut ist, zeigt die Mitteilung des Direktors Döring an den bringen. Er sucht hauptsächlich Geschäfte in dem Südosten der Kollege nach dem Krankenhause Am Urban transportiert werden. Genossen Wagner, fich bei etwaigen amtlichen Besuchen der dort Stadt auf, fauft eine Kleinigkeit und bezahlt diese mit einem neuen Der Zustand von beiden ist bedenklich. Die vier anderen Verwohnenden Arbeiter erst im Kontor der Firma zu melden. Selbst Fünfzigpfennigftüd. Später stellte sich dann heraus, daß die Geld unglüdten famen init leichten Verlegungen davon und konnten nach verständlich wurde dieses Ansuchen entschieden zurückgewiesen und füde gefälscht sind. Die Falfifilate tragen das Münzzeichen A. und ihren Wohnungen entlaffen werden. Die Ursache des bedauerlichen Lassen müssen, wenn die Armenverwaltung den Arbeiterwohnungen ftüden täuschend ähnlich. Der Schwindler, der ein ängstliches und Unfalls ist wohl darauf zurückzuführen, daß die Absteifungen nicht wird sich die Direktion der Jutespinnerei auch in Zukunft gefallen die Jahreszahl 1876. Sie sehen den neugeprägten Fünfzigpfennig. ihren Wohnungen entlaffen werden. Die Ursache des bedauerlichen Unfalls ist wohl darauf zurückzuführen, daß die Absteifungen nicht ganz besondere Aufmerksamkeit schenkt. scheues Wesen zur Schau trägt, ist etwa 30 Jahre alt, hat blondes borschriftsmäßig erfolgt waren. Eine polizeiliche Untersuchung ist Haar, blonden Schnurrbart, längliches blasses Gesicht und trägt einen eingeleitet. braunen Winterpaletot sowie schwarzen steifen Hut. Beim Spielen im Aschenkasten schwer verbrannt wurde das Fernsprechverbindungen nach den füdlichen Bororten unterbrochen Durch einen ungewöhnlich großen Drahtdiebstahl find gestern die fünfjährigen Töchterchen Erna des Müllers Bliesner aus der Zorn worden. Auf der Chauffee zwischen Tempelhof und Lankwiz wurden dorferstr. 41. Die Kleine batte unbemerkt von der Mutter mit den auf einer Länge von etwa 200 Metern die sämtlichen zwanzig Fern Händen im Aschenkasten, in dem sich glühende Asche befand, herumprechdrähte, also insgesamt 4000 Meter Draht, im Gewicht von gewühlt und plößlich schlug eine große Stichflamme aus dem Staften zirka fünf gentnern abgeschnitten und gestohlen. Zweifellos muß Die Etatsberatung in der hiesigen Gemeindevertretung stand hervor und traf das Kind so unglücklich, daß es im Geficht und an bei diesem Raube eine größere Diebesbande tätig, geweien sein, unter dem Zeichen der bevorstehenden Gemeindewahlen. Da man die Kleine auf der Rettungswache in der Frankfurter Allee. erste erhielt fich bereits schon in zwei nichtöffentlichen Sizungen mit den EtatsWagens bedient hat. Die Drahtmarder müssen mit großer Schnellig Ein schweres Brandunglück ereignete fich in der geftrigen Racht teit gearbeitet haben, denn als auf Grund des Alarmsignals auf beratungen befaßt hatte, glaubte man in einer fleinen Viertelstunde den Sechsmillionen- Etat erledigen zu fönnen. Auf Antrag unserer im Often Berkins. Als der Redakteur K. gegen 1 Uhr morgens vom den Boststationen abgefchickte Beamte zur Stelle tamen, war von Genossen wurde zunächst über einen Antrag der Gemeindebeamten Dienst tommend, auf dem Wege nach seiner in der Blumenstraße den Dieben feine Spur mehr zu entdecken. und Lehrer, welcher schon Monate zurücklag, verhandelt. Beschlossen befindlichen Wohnung an der Ifflandstraße vorbeiging, bernahm er 3300 Millionen Mart sollen nach unserer gestrigen Notiz„ Wenn wurde: Die Beamten- und Rechnungskommission hat sich im plößlich aus dem Hause Nr. 2 gellende Hülferufe. K. suchte einen Berlin Land verkauft und wieder fauft" 3200 Morgen Land" fosten. Laufenden Geschäftsjahre mit der Neuregelung der Gehälter aller Schumann, den er auch nach längerer Zeit fand und mit Hülfe des Der Druckfehlerteufel hat aber eine Rull zu viel gemacht; es find angestellten Beamten und Lehrer sowie auch der Gemeindearbeiter inzwischen hinzugefonumenen Wächters wurde die Haustür geöffnet. nicht 3300, sondern 330 Millionen Mart. zu befassen und der Vertretung geeignete Vorschläge zu machen. Dem Rufe nachgehend, famen die Beamten nach dem Keller, wo Zur Etatsberatung stellte Genoffe Rubig den Antrag, daß alle fich ihnen ein grauenhafter Anblid darbot. Bofitionen innerhalb des Etats, welche neueingestellt oder eine vollboden böllig entblößt, mit schweren Brandwunden am ganzen ständige Veränderung erfahren haben, besonders hervorzuheben feien. Störper ein 40jähriger Mann, wie sich später herausstellte, der HausGrund zu diesem Antrage war die Tatsache, daß im Gehalt des reiniger S., welcher im vierten Stod des genannten Hauses wohnt. Bürgermeisters eine nicht pensionsfähige Zulage von 1000 M. ohne, der in der Nacht nach Hause gekommen war, begab sich zunächst weiteres durch den Bürgermeister selbst verschwand und im nach dem Keller, um dort einen Gegenstand zu suchen und zündete pensionsfähigen Gehalt mit eingesetzt war. Diese dem Bürger- eine Küchenlampe an. Durch irgend eine Unvorsichtigkeit war der meister gerade nicht angenehme Tatsache brachte eine Stimmung Inhalt der Lampe explodiert und hatte sich über die Kleidung des hervor, welche man als Ruhe vor dem Sturm bezeichnen konnte. Hausreinigers ergossen, die an dem Körper des Unglücklichen buchEin fernerer prinzipieller Antrag unserer Genossen, in eine stäblich zu Asche verbrannte. Der Schwerverlegte wurde nach dem Generaldistussion einzutreten, wurde abgelehnt. Beim Titel Amts- Krankenhause am Friedrichshain gebracht, wo er bald nach seiner Einberwaltung rügte Freiwaldt die Einstellung von vier Polizeifergeanten, lieferung verstarb. Zernsdorf. Der Wahlverein von Bernsdorf und Umgegend hat in seiner legten Mitgliederversammlung beschloffen, am 18. März eine Boltsversammlung abzuhalten; wenn fein Generalbeschluß vorliegt, findet die Bersammlung nachmittags 2 Uhr statt. Pankow. Dort lag am Erd- Bortemonnaie gefunden. Am Dienstag wurde in der Generalversammlung des 4. Wahlkreifes bei Reller ein Portemonnaie mit Inhalt gefunden. Der Eigentümer kann sich dasselbe in der Parteispedition Laufiger Play 14/15 abholen. Das Arbeiterinnenheim III Rottbuser Ufer 33, 1 Treppe, wird im nächsten Monat eröffnet werden. In diesem neuen Heim befinden fich diefelben Einrichtungen wie in den beiden bereits bestehenden Mittagstisch, Abendtisch, Schneiderkurse usw.). Außerdem sind dort 20 Glafstellen eingerichtet worden, welche in kleinen, freundlichen Zimmern liegen. Sie werden zum 1. April für den Preis bon 10 M.( mit Kaffee) vermietet. Anmeldungen können vor dem 15. März im Heim I, Brüdenstr. 8, und vom 15. d. M. ab Kottbuser Ufer 33 erfolgen. seil dielben nicht zur Sicherheit des Drtes, sondern zum Austragen Durchgebrannter Terrainschwindler. Der in weiten Streifen bevon Schriftstücken und Besorgen von Gängen verwendet werden; tannte Bau- und Terrainspetulant Baul Jahn aus der Nürnberger- Feuerwehrbericht. Gestern früh um 4 1hr hatte die Feuerwehr das Einkassieren von Kollekten und anderen Sammlungen foll man straße 20, Mitinhaber der Firma Jahn u. Schade in der Körnerstr. 3, längere Zeit mit der Löschung eines Tischlereibrandes am ElisabethPrivatpersonen überlassen. Für Schreibhülfe find nicht weniger als ist feit vorigen Dienstag unter hinterlassung einer großen Ufer 53 zu tun. Da der Treppenaufgang fehr verqualmt war, 29 000 m. eingefeßt, wovon unter anderem 32 Lehrlinge genannte Eleven Schulden last verschwunden. Der Mann lebte auf großen wurde ein Angriff über eine große mechanische Leiter mit Erfolg davon besoldet werden. Freiwaldt kritisierte die Lehrlingezüchterei Füßen, hatte stets ein gemietetes Automobil oder herrschaftliches ausgeführt. Es gelang, die Flammen auf die Tischlerei zu be und verlangte eine übersichtliche Aufstellung von dem, was unter den Fuhrwerk zur Verfügung und suchte dadurch den Geldgebern zu schränken. Wegen eines Kellerbrandes erfolgte ein Alarm nach der 29 000 Mart verschleiert ist. Es wurde dies unter der Zustimmung der imponieren. Soweit bis jest feststeht, dürfte die Zahl der Leidtragenden" Veteranenftr. 8. In der Insterburgerstr. 16 brannten Räucherivaren bürgerlichen Vertreter zugesagt. Der Antrag, die 6000 Mart be- mehr als hundert betragen und die ihnen abgeknöpften Summen und anderes in einer Schlächterei. Betten usw. wurden in der tragenden Parochiallasten zu streichen, wird selbstverständlich ab- sich auf weit über hunderttausend Mark belaufen Belforterstr. 3 ein Raub der Flammen. Ferner hatte die Wehr in gelehnt. Eine ganze Reihe von Abänderungsanträgen unserer Ge- Bei seinen Spekulationen ging er in der Weise vor, daß er sich beim der Teltowerstr. 14 und anderen Stellen zu tun. Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.