Nr. 46. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Numiner 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dein ,, Sonntags- Blatt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469, Vorwärts ' 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Naum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Sentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Dienstag, den 24. Februar 1891. Das Neueffe von den bie sozialiſtiſche Kritik unerbittlich nachgegangen war, Arbeiterkolonien. Expedition: Beuth- Straße 3. Nun bemühen sich die Arbeiterkolonien nach ihrem bloßzulegen und die Beseitigung oder zum mindesten die Programm auch um die Arbeitsvermittelung. Wie nun Milderung schwerer Nothstände durch einschneidende Re- in der letzten Zentralvorstands- Sitzung festgestellt wurde, formen anzuempfehlen. Man begnügte sich damit, im sind durchschnittlich 20% 10 pCt. der aus den Kolonien Dieser Tage hat hier im Fraktionssaale des Herren- besten Falle das Elend der Vagabunden zu bejammern Entlassenen in Arbeit gebracht worden. Die anderen, die hauses unter Vorsitz des Grafen von Ziethen- Schwerin und in sentimentaler Pose die Opfer der modernen Pro- erdrückende Mehrheit, 79/10, pCt., haben keine Bedie achte ordentliche Sigung des Zentralvorstandes buktionsweise zur Verantwortung dafür zu ziehen, daß sie schäftigung durch die Vermittelung der Kolonien erhalten. deutscher Arbeiterkolonien stattgefunden. Die durchgängig ohne ihre Schuld wir sprechen von der Was aus ihnen geworden ist, wie ihr Schicksal sich geStellung der Theilnehmer an dieser Versammlung würde sozialen Massenerscheinung der Vagabondage dem staltet, darüber schweigt des Sängers Höflichkeit. Heute auch, wenn man sonst nichts über die Tendenz und die wilden Spiel der freien Kräfte, dem Um und Auf der kapi- in Arbeit, morgen wieder auf der Landstraße, dann in Bedeutung der Arbeiterkolonien wüßte, genügende Hand- talistischen Wirthschaft preisgegeben waren. der Kolonie, der ewige Kreislauf für Zehntausende ehrMinisterium des Innern war Regierungsrath Fricke, vom haben zu ihrer richtigen Beurtheilung bieten. Vom Ein jämmerliches Almosen unter entwürdigenden Be- licher Menschen, die machtlos den Brutalitäten des KapiKultusministerium Regierungsaffeffor Schwartzkopff, vom dingungen, eine Bestrafung der Misère, die Errichtung talismus sich fügen müſſen. Und es fragt sich, was für Beschäftigung den KoloEvangelischen Ober- Kirchenrath Ober- Konsistorialrath Fricke, von Work- houses, von Werkhäusern für die aus dem ProDie Herren Pastoren und die vom Konsistorium Konsistorialrath Schuster, von der Pro- duktionsprozeß herausgeschleuderten Proletarier, die Er- nisten nachgewiesen wird. vinz Westfalen Oberpräsident Studt, vom Provinzial- gänzung der Korrektionsanstalt und des Arbeitshauses Junker, die Schlotbarone und andere Biedermänner sind ausschuß der Mission General von Bülow, vom Zentral- burch strafhäuslich organisirte Anstalten für die Unglück- nicht die Leute, andere Arbeitskräfte, als wohlfeile ausschuß für innere Mission Pastor Oldenberg er- lichen der Landstraße, das waren die Heilmittel der und la mm fromme zu schätzen. Und es ist charakteSchienen. Herren Pastoren und der anderen Heilsboten des armen ristisch für das ganze Institut, wenn es in dem amtlichen Die erste deutsche Arbeiterkolonie ist bekanntlich von Mannes. Die hervorragende Rolle, welche die Geistlichkeit Bericht des Vorstandes heißt:" Im Allgemeinen bestrebt dem orthodoxen lutherischen Pfarrer von Bodelschwingh bei der ganzen Gründerei spielte und spielt, macht es ein- man sich jetzt nicht so sehr, nur recht viel Kolonisten in am 17. Auguſt 1882 in Wilhelmsdorf für die Provinz leuchtend, daß der arbeiterkoloniale Salat nicht blos mit Arbeit zu bringen, sondern legt das Hauptgewicht auf die Westfalen eröffnet worden. Als Dr. G. Berthold sein in der einem Tropfen, sondern mit einer reichlichen Portion Würdigkeit." Würdigkeit ist etwas Elastisches: bedeutet es nicht eifriges Beten und Gesangbuchlieder- Singen, Schriftensammlung des Vereins für Armenpflege und muckerisch- stöckerischen Deles angemacht wurde. Katzbuckeln und Unterwürfigkeit? Und die Misère, die Wohlthätigkeit erschienenes Buch über die Entwickelung Die berüchtigten lokalen Naturalverpflegungs- Stationen Nothwendigkeit, die Vagabunden vor dem Untergange zu der deutschen Arbeiterkolonien veröffentlichte, das über den sind gedacht als die Grundlagen der Arbeiterkolonien. In bewahren! Stand der Dinge am 1. April 1886 berichtete, diesen Stationen, welche der klassenbewußte Arbeiter Man mag statt 22 zehn oder hundertmal so viel wurden fünfzehn solcher Institute aufgezählt. Heute, meidet, so lange er vermag, weil sie den Bissen Brot und Kolonien errichten, die Quelle der Vagabondage wird nach fast einem Jahrfünft, waren in der 8. ordent- den Löffel Suppe, den sie darreichen, durch den ent- damit nicht verstopft. Jede Krisis, jeder technische Fortlichen Sitzung 22 Kolonien, aus allen Theilen des würdigenden Zwang zu schwerer Arbeit verekeln, soll der schritt, jede Schwankung des industriellen Zyklus schafft Reichs", wie rühmend der offizielle Waschzettel hervorhebt, heruntergekommene, geschwächte, frierende Proletarier Holz Tausende von Rekruten der industriellen Reserve- Armee, hacken, Erde karren u. dgl., um zu den Wohlthaten" eines jeder Sommer senkt bei mittlerem Geschäftsgang die vertreten. Weshalb sind diese Kolonien gegründet worden, weshalb Nachtquartiers und einer färglichen Mahlzeit zugelassen zu Vagabundenziffer, jeder Winter steigert die Zahl der wird überall für dieselben Stimmung gemacht, beim werden. Weil er in Noth ist, wird er auch noch ver- wandernden Brotlosen. Staat und bei Privaten der Klingelbeutel umgereicht? höhnt; die Bourgeoisie, die ihn außer Brot wirft, verhängt Und hilflos stehen die Kolonien dieser innerhalb des Weil die krassen Uebelstände unseres Wirthschaftslebens, über ihn eine Strafarbeit. Kapitalismus nothwendigen Erscheinung gegenüber. Ist wie sie in der Bewegung der industriellen Reserve- Armee Was die Stationen einen Tag heischen, das verlangen es nicht ein starkes Stück, daß für solche Dinge Hundertzu Tage treten, zu einem Zugeständniß, zu einer Art die Kolonien Monate lang. Der arme Teufel, der nicht tausende verwendet werden, daß Staat und Gemeinden Beichte trieb, die nach guter bürgerlicher Art die Aeuße aus noch ein weiß und sich der Zuchthausordnung einer jährlich 100 000 M. und mehr dafür ausgeben, daß über rung werkthätigen Christenthums" zur Folge hatte. Kolonie unterwirft, hat Steine zu klopfen, landwirthschaft eine Million bereits verbraucht ist? Das heißt, man gab die steigende Vermehrung der Ziffer liche Arbeiten zu verrichten, wird geschuhriegelt und Mit welchem Erfolge? Die Thatsachen erweisen ein der wandernden Arbeitslosen endlich mit Hängen und behandelt wie ein Strafgefangener und erhält eine Arbeits- glänzendes Fiasko. Zu welchem Zwecke? Ja, zur BeWürgen zu und suchte das Unheil durch allerlei Lat- vergütung von 25 Pf.; wohlverstanden erst, wenn er seine schwichtigung gläubiger Seelen und um doch die werkmergen zu kuriren, die noch nicht einmal schwächliche Kleidung, die ihm geliefert, verdient hat, bekommt er ein thätige Liebe zu zeigen. Wie sagt doch der Berliner zur Balliativmittel waren. Es war, um in dem höheren Fünftel davon, also 5 Pf., vorher blos ein Zehntel, den Kennzeichnung solchen Verfahrens: Nur immer man Juristendeutsch unseres obersten Gerichtshofes zu reden, Rest" nach der Entlassung. Doch es ist nicht nöthig, so thun! ein erfolgloser Versuch mit unbrauchbaren Mitteln. Die paradiesischen Freuden der Kolonie näher zu schildern, Man hütete sich, die Ursachen der Arbeitslosigkeit, denen sie sind bekannt genug. Feuilleton. Nachdrud verboten.] Bei Mama. 146 " Er dauerte. Sie wollte so unendlich genügsam sein, wenn Kindheit so viel Schlimmes von Mama, daß ich auch Gott nur so gut war und es blos eine Weile dauern sie nicht gerade als Ich dachte weder von Dir licß noch von ihr damals sehr hoch! Und dann war ich so Sie fühlte Lust, gemüthlich und umgänglich zu sein; im verzweifelt um Thorsengs willen... ich war ihm zu dankGrunde waren die Menschen ja interessant. Sie lernte Lea, bar, daß er solch ein Bettelding genommen; ich wurde ihre Schwester, kennen; wer hätte geahnt, daß so viel Gutes darob fast ein schlechtes Geschöpf, wie mir scheint!" Fanny Roman von Arne Garborg. in derselben steckte? Berzagt und verpfuscht war sie wohl, merkte, daß Lea für vergangene Tage Abbitte that; sie füßte die Arme; aber dafür hatte sie auch eine Kindheit sie und sprach:„ Ein Glück, daß Du solch einen Mann bekamst." Nun wurde ein Lehrer nach dem anderen vor- gehabt! Es war betrübend, sie von ihrem Leben bei den geladen, um Zeugniß abzulegen für sein Verhältniß zu zwei Jungfern erzählen zu hören! Hui, all das Häßliche Durch Lea erfuhr Fanny ziemlich viel über Papa; Lea Pontoppidan, und die siebzehn Pastoren schnüffelten in und Böse, das sie vernommen und gesehen! Vieles ließ sich glaubte, daß Mama an seinem Unglück Schuld trug. den Schulen bei allen Verdächtigen herum, so daß es gar nicht wiedergeben; Papa war ja auch nicht gewesen, hätte nicht mit ihr verheirathet sein sollen", sagte Lea; auf der Hut zu sein galt. Man wußte nie, wann wie er sollte. Lea war dadurch so verschüchtert worden, eigentlich lag ihm auch eine Andere im Sinn; aber Mama man sie über den Hals kriegte; sie kamen wie die daß sie als erwachsenes Mädchen gar nicht wagte, fich zu war ja schön, und sie lief ihm damals wohl ein bischen nach, Diebe bei Nacht, besonders während der Religionsstunden; verloben; sie meinte, auch das sei unanständig. Du machst und Du weißt, Papa war nicht start... Sie hat Papanie verda handelt es sich darum, die Kinder instruirt zu haben! Dir keine Vorstellung, wie dumm ich war. Ich getraute standen, dünkt mir; er war eigentlich ein guter, lieber Mensch. Leider kann der Pastor ja nicht Herz und Nieren sehen... mich nie, mit Thorseng allein zu sein; nie durfte er mich und dann hatte Mama einen schwierigen Humor, und Papa wenn die Jungens richtig nach Pontoppidan antworten, so füssen oder auch nur mich berühren; ich war so verlegen war nicht gerade geduldig!"" All das ist sehr merkmuß er sich trollen! Und die Teufelsbuben, sie merken ganz und unglücklich, daß ich hätte in die Erde sinken mögen, würdig zu hören; Mama wieder schiebt die Schuld auf gut, wie die Sachen stehen. Es ist eine förmliche Frei- sobald ich ihn nur sah!"„ Hattest Du ihn denn Papa!"" Ja, Papa konnte auch von Mama viel Häßmauerei zwischen Lehrern und Schülern... Der Lehrer nicht lieb?" Der Lehrer nicht lieb?"-D doch, aber Wie, verlobtest liches erzählen, Vieles, was ich nicht einmal wiederholen ist gezwungen, uns das da einzutrichtern, aber er selbst Du Dich mit ihm?" „ Die gnädige Frau mag;. aber dann, zu manchen Zeiten, vertheidigte er sie glaubt wahrhaftig nicht im Geringsten daran... und brachte das zu Stande; sie diktirte" mir die Antwort und auch; die Schuld ist mein; ich hatte ja mehr Verstand!" o werden sie gottlos, so; hi- hi- hi! Es wird ein Alles!" Die gnädige Frau?"" Ja, die gnädige sagte Papa." fürchterlich Guckloch- System Erzogene!" ungläubiges Geschlecht, das dem Frau in Drammen, bei welcher ich war... Du weißt„ D, Du machst Dir keinen Begriff, wie unglaublich Ah pah, meinte natürlich), was Du zu antworten hast;" sagte sie; vergiß dumm ich in jeder Hinsicht war," seufzte Lea hie und da; Fanny; nicht die Schule mache das; man laſſe es ihnen aber nicht, auch hübsch zu danken für den schönen An- es ist schrecklich, daß wir so sind! Erst durch Dich bekam ich nur gut ergehen und sie würden Gott schon lieb ge- trag..." Und ich armes, hilfloses Mädchen, ich war von dem Einen oder dem Anderen irgend eine Idee... selbstverständlich schrecklich dankbar, und so schrieb ich, wie Im Anfang schien es mir thöricht von Dir, so dazusitzen viel schlimmer, als wenn sie Mama verloren Fanny geleitete Frau Kahrs zu Grabe; das war sie sagte. Aber Gott, welche Zeit das war; pfui, und was und mit den Männern über alles mögliche, was uns nichts hätte ich Alles Du bist ja noch glücklich, anging, zu disputiren; ich hatte ja nie gesehen oder gehört, daß ein junges Mädchen derartig auftrat. " Obwohl", fuhr Lea fort, ich hörte in meiner- Ich war auch gewiß ziemlich freimüthig", lachte Fanny; winnen! unter " Aber trostlos machte es sie nicht; nichts machte sie jetzt Du hast ja bei Mama aufwachsen dürfen!" trostlos; sie hatte etwas sich zu freuen. Wenn es nur 0 -WA Politische Itebersicht. " F Berlin, den 23. Februar. Jit seiner heutigen Sigung beschäftigte sich der Reichstag mit dem Truck Paragraphen",§ 115 der Gewerbe- Ordnung. Dieser Paragraph hat eine höchst interessante und lehrreiche Geschichte. Die bisherige Fassung, wie sie sich in der Gewerbe- Ordnung findet, ist: Außerdem war vom Abg. Mar Hirsch nachstehende| München ähnlich wie in Norddeutschland Kellnerinnen Resolution zu dem§ 115 beantragt: gebe, die keinen Lohn erhielten, sondern auf die Trinkgelder Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, behufs Förderung angewiesen feien. Der Abg. Vollmar behauptete das Lettere, der Wirthschaftlichkeit unter den Arbeitern dahin zu wirken, Sr. Biehl bestritt dieses entschieden. Jetzt schreibt man uns aus daß in den Betrieben des Reiches, der Bundesstaaten, Rom- München, daß es dort sehr viele Kellnerinnen munalverbände und Kommunen Abschlagszahlungen des ver- gebe, die keinen Lohan erhielten, sondern nur auf das Trink dienten Lohnes wöchentlich, die Abrechnung desselben, soweit geld angewiesen seien. Als Münchener Bürger sollte Herr möglich, spätestens vierzehntäglich erfolgen." Biehl die hiesigen Verhältnisse schon genauer kennen" meint Nach einer längeren Debatte, in welcher die sozial- der Schreiber und er hat recht. Bielleicht findet Herr Die Gewerbetreibenden sind verpflichtet, die Löhne ihrer demokratischen Sprecher Grillenberger und Singer, Biehl noch die so wünschbare persönliche Belehrung, wenn Arbeiter baar in Reichswährung auszuzahlen. Sie dürfen denselben feine Waaren kreditiren. Die Ver- die Redner aller übrigen Parteien gegen sich hatten, wurde er wieder nach Hause kommt und dem Gambrinus opfert. abfolgung von Lebensmitteln an die Arbeiter fällt, sofern sie der Paragraph in der Kommissionsfassung mit den VerDas amtliche Wahlergebniß der Nachwahl im zu einem die Anschaffungskosten nicht übersteigenden Preise er- schlechterungen des kapitalistischen Fünfmänner- Kollegiums" Sonneberg- Saalfelder Wahlkreise liegt nummehr vor. folgt, unter die vorstehende Bestimmung nicht; auch können den angenommen. Arbeitern Wohnung, Feuerung, Landnuzung, regelmäßige Be- Die neue Kartellmajorität steht fest wie eine Mauer; Nach amtlicher Feststellung wurden insgesammt 15 881 töftigung, Arzneien und ärztliche Hilfe, sowie Werkzeuge und sie hört auf keine Gründe, und man würde alles Diskutiren Stimmen abgegeben. Davon erhielt Schneidermeister Paul Stoffe zu den ihnen übertragenen Arbeiten unter Unrechnung als vollkommen überflüssig aufgeben müssen, wenn nicht durch Reißhaus( Soz.) in Erfurt 7103 Stimmen, Senator a. D. bei der Lohnzahlung verabfolgt werden." die jetzt geübte Kritik der Inhalt und das Wesen dieses Dr. Friedrich Witte( dfr.) in Rostock 5654 St. und RechtsIn der Fassung des Regierungs- Entwurfs, Gesetzes zur allgemeinen Kenntniß gebracht und so eine anwalt Dr. Hans Blum( ntl.) in Leipzig 3119 St. Es ist welcher jetzt vor dem Reichstage liegt, lautet der schärfere Kontrolle der Handhabung ermöglicht würde. mithin eine Stichwahl zwischen den beiden ersten erforderParagraph: lich. Bei der Nachwahl fehlten unserem Kandidaten zur Die Gewerbetreibenden sind verpflichtet, die Löhne ihrer In der Frage der Sonntagsruhe, die in der ver- absoluten Majorität 838 Stimmen, während uns bei der Arbeiter in Reichswährung zu berechnen und baar auszu- floffenen Woche den Reichstag so ausgiebig beschäftigte, Hauptwahl fast doppelt so viele Stimmen zur absoluten zahlen. " Sie dürfen denselben keine Waaren kreditiren. Die Ver- nahm das Zentrum eine Stellung ein, die noch mit Majorität, nämlich 1573 fehlten. Hieraus ersieht man wenigen Worten beleuchtet werden muß. abfolgung von Lebensmitteln an die Arbeiter fällt, sofern sie zu einem die Anschaffungskosten nicht übersteigenden Preise erfolgt, unter die vorstehende Bestimmung nicht; auch können den Arbeitern Wohnung, Feuerung, Landnugung, regelmäßige Betöftigung, Arzneien und ärztliche Hilfe, sowie Werkzeuge und Stoffe zu den ihnen übertragenen Arbeiten unter Anrechnung bei der Sohnzahlung verabfolgt werden, soweit die dafür angerechneten Beträge die Selbstkosten nicht übersteigen." schon, daß wir mit dem Wahlresultate vollauf zufrieden Bekanntlich betrachten sich die Mitglieder des Zentrums sein können. Die Wahlbetheiligung war bei der Nachwahl in erster Linie als die Vertreter des Christenthum 3. bedeutend schwächer als im Jahre vorher, es wurden 1695 Von diesem Standpunkt aus und in Verfolg der Lehre der Stimmen weniger abgegeben. Während wir aber nur um 112 Bibel, die da sagt: sechs Tage sollst Du arbeiten, aber am Stimmen zurücgingen, beziffert sich der Verlust bei den siebenten sollst Du ruhen, wären die Zentrumsmitglieder Freifinnigen auf 858 und bei den Nationalliberalen auf 729. verpflichtet gewesen, für möglichste Ginschränkung der Sonn- In Prozenten berechnet kommt der Verlust der bürgerlichen tagsarbeit einzutreten. Die Verhandlungen haben das Parteien und die Unbedeutendheit unseres StimmenrückGegentheil bewiesen. gangs noch viel stärker zum Ausdruck. Wir verloren zirka Wohl haben Herr Dr. Orterer und andere Mitglieder 12/3 pCt., während die Freifinnigen zirka 136 und die Die Gewerbetreibenden sind verpflichtet, die Löhne ihrer des Zentrums stets versichert, für die Einschränkung der Nationalliberalen faft 19 pCt. verloren hatten. Zieht man Arbeiter in Reichswährung zu berechnen und baar auszu- Sonntagsarbeit einzutreten und haben von diesem Stand dabei noch in Betracht, daß der Umstand, daß die alten zahlen. Aus der Kommission ist der Paragraph in folgender Fassung hervorgegangen: Sie dürfen den Arbeitern keine Waaren kreditiren. Die Sie dürfen den Arbeitern keine Waaren kreditiren. Die punkt aus einige Punkte der Vorlage bemängelt. Aber so Listen noch im Gebrauche waren, uns ganz unverhältnißBerabfolgung von Lebensmitteln an die Arbeiter fällt, sofern bald es zum praktischen Beweise kam, haben sie nicht mäßig mehr schädigte als die Gegner, so können wir mit fie zu einem die Anschaffungskosten nicht übersteigenden Preise nur für alle Ausnahme bestimmungen gebem Wahlresultate vollauf zufrieden sein. Hoffentlich ges erfolgt, unter die vorstehende Bestimmung nicht; auch tönnen stimmt, sondern haben auch allen Verlingt es den Thüringer Genossen am nächsten Sonnabend den Arbeitern Wohnung, Feuerung, Beleuchtung, Landnußung, ich I e ch terungsanträgen, die weiter gein der Stichwahl zu siegen und das dritte Duzend" voll regelmäßige Beföstigung, Arzneien und ärztliche Hilfe, sowie stellt wurden, zum Siege verholfen. zu machen. Werkzeuge und Stoffe zu denen ihnen übertragenen Arbeiten Sind die gefaßten Beschlüsse sehr lückenhaft und werden unter Anrechnung bei der Lohnzahlung verabsolgt werden, so die deutschen Arbeiter sich auch künftighin einer sehr Der Herzog von Lauenburg ließ sich das erledigte weit die dafür angerechneten Beträge die durchschnittlichen zweifelhaften Sonntagsruhe erfreuen, das Zentrum, Reichstags- Mandat des 19. hannoverschen Wahlkreises an Selbstkosten, rücksichtlich der Wohnung und Landnutzung die biese Partei der guten Christen, trägt bieten, um es sofort abzulehnen. Das thut uns leid. Fürst ortsüblichen Mieths- und Pachtpreise nicht übersteigen. Bismarck wäre im Reichstage eine interessantere Figur als Die Auszahlung der Löhne darf ohne Genehmigung der in erster Linie die Schuld hieran. Das Zentrum hat sich als die Vertreterin des ge in den„ Hamburger Nachrichten". unteren Verwaltungsbehörde nicht in Gast- und Schankwirthschaften oder Verkaufsstellen erfolgen." schäftlichen Egoismus und des ro hesten Ma Eine Vergleichung der drei Fassungen ergiebt, daß die terialismus gezeigt. Es hat bewiesen, daß seine reliRegierungsvorlage den jetzt giltigen Paragraphen etwas giösen Grundsäge eben so wie seine politisch demokratischen verbesserte, durch die Kommission aber wieder vereine Maske find, hinter der es die Vertretung der Klassen interessen der Besitzenden verbirgt. schlechtert worden ist. branden Aeußerungen, Die Regierung wird zu einer immer entschiedeneren Stellungnahme gegen die großkapitalistische Froude ge zwungen. Zu der Vergebung von Kohlenlieferungen an aus ländische Firmen und zu dem Erlaß des Ministeriums be Diese Verschlechterung ging jedoch dem Fünfmänner- Aber die Verhandlungen haben noch etwas anderes ge- treffs der Ringe und Kartelle kommen die sehr scharfen Kollegium zur Verschlechterung der Gewerbe- Ordnung", wie zeigt. Sie zeigten, daß alle Parteien in der schönsten Aeußerungen des Kaisers auf dem Singer das neue Kartell" nannte, noch nicht weit genug; Harmonie fich befinden, sobald es gilt, Rechte und Freiheiten, burgischen Provinzialtag hinzu es stellte den Antrag, den zweiten Absatz des§ 115 wie die man dem Arbeiter nicht mehr zu versagen wagt, nach die noch weit deutlicher waren, als die bei dem legen ReichsMöglichkeit zu verklausuliren und zu beschneiden. Bolts- kanzler- Essen. folgt zu fassen: Es bleibt nun abzuwarten, inwieweit die Herren Groß Sie dürfen den Arbeitern keine Waaren kreditiren. Doch partei und Deutschfreifinnige waren, ganz vereinzelte Fälle ist es gestattet, den Arbeitern Lebensmittel für den Betrag der ausgenommen, ein Herz und eine Seele mit Nationallibe- fapitalisten sich durch das persönliche Eintreten des Kaisers Es darf nicht vergessen Anschaffungskosten, Wohnung und Landnugung gegen die orts- ralen, Zentrumsmännern und Konservativen. Wie sie für werden beeinflussen lassen. Es üblichen Mieth- und Bachtpreise, Feuerung, Beleuchtung, regel die Arbeiter die Sonntagsruhe nach Kräften verhunzten, werden, daß vor mehr als Jahresfrist bereits ebenso mäßige Beköstigung, Arzeneien und ärztliche Hilfe, sowie Werk- stimmten sie auch für die Arbeitsbücher und die scharfe und deutliche Aussprachen des Kaisers erfolgt zeuge und Stoffe zu den ihnen übertragenen Arbeiten für den skandalöse Bevormundung der Arbeiter sind, ohne daß es auf die Großunternehmer von Wirkung Betrag der durchschnittlichen Selbstkosten unter Anrechnung bei der Lohnzahlung zu verabfolgen. Zu einem höheren Preise ist unter 21 Jahren durch Unternehmer und gewesen wäre. Wir erinnern nur an die„ Erlasse", des 4. Februar und an die Bemerkung, in welcher die Kohlens die Berabfolgung von Werkzeugen und Stoffen für Afford Polizei. arbeiten zulässig, wenn derselbe den ortsüblichen nicht übersteigt Die Verhandlungen des Reichstages zeigen dem barone mit den rebellischen Adligen der Mark verglichen und im Voraus vereinbart ist." Blindesten, daß alle politischen Parteiunterschiede verschwinden, wurden, die schließlich doch zu Kreuz hätten kriechen müffen. sobald es sich um die Wahrung der Unternehmer- Interessen Die Herren Großunternehmer haben sich durch diese handelt. Für die Rettung des heiligen Kapitals" stehen sie Rundgebung und Drohungen nicht beirren lassen und sie wie ein Mann zusammen da sind alle trennenden tischen Unterschiede vergessen, ist das Kartell für den Geld- haben bei dem Entwurfe des Arbeiterschutz- Gesetzes einen face eine feste Burg, von der aus jeder Angriff auf die vollständigen Sieg davon getragen. Interessen der Besitzenden den heftigsten Widerstand findet. Die Sozialdemokraten beantragten: a) Im Absatz 2, zu Anfang, hinter dem Worte„ Waaren" zu setzen: ftreichen. vertaufen oder kreditiren." b) In demselben Absatz das Wort„ durchschnittlichen" zu c) Dem Absatz 3 folgende Fassung zu geben: Der Lohn- Zahltag darf weder ein Sonnabend noch ein Sonntag oder Festtag sein. Die Auszahlung der Löhne darf nicht in Gaft- und Schankwirthschaften oder Verkaufsstellen er folgen. Soweit die Lohnzahlung nicht wöchentlich stattfindet, ist den Arbeitern eine ihren Leistungen entsprechende Abschlagszahlung zu gewähren. Die Lohnabrechnung muß spätestens alle vierzehn Tage, beziehentlich nach Fertigstellung der Akkordarbeiten stattfinden." Der weitere Verlauf der Verhandlungen dürfte noch Beweise genug für das biblische Gleichniß liefern: Man soll nicht Feigen von den Disteln und Trauben von den Dornen lesen wollen. Bekanntlich entbrannte zwischen dem Abg. Vollmar und dem Zentrums- Abgeordneten Biehl in der letzten Donnerstag: Sigung des Reichstags ein Streit um die Frage: ob es in Wenn es der Regierung darum zu thun ist, den Tro des Geldprozenthums zu brechen, so hat sie das beste Mittel hierzu in einer guten Arbeiter- Gesezgebung, welche die Gleichberechtigung zur Wahrheit macht, und die Arbeiter in den Stand setzt, sich der An- und Uebergriffe des Kapitals mit eigener Macht zu erwehren. M Das jezige fogenannte Arbeiterschuß Gesetz böte eine portreffliche Gelegenheit hierzu. Würde dasselbe so gestaltet, daß es den Interessen der Arbeiter entspricht, und würde den , aber es ist immer so unterhaltend, diesen Zolleinnehmer Ihrem Schicksal entgehen sollte Fanny aber nicht; Marter; denn alles, was ich sehe, erinnert mich an Dich zu ärgern."-„ Ich merkte bald, daß mit Dir nichts an- Uchermann warb dennoch um sie. Da bist Du gegangen; auf dieser Bank sind wir mitein zufangen war, und so begann ich zuzuhören, und da war Sie jammerte, als sie seinen Brief las: es wirkte so ander gesessen; hier an der Straßenecke lächeltest Du; vot es mir oft, als habest Du gar nicht so unrecht. Aber ich fremd und peinlich. Und doch war es schön und ergreifend jener Thür sprachst Du Worte, die ich niemals vergesse; dor bin so dumm; es ist mir nicht möglich, herauszubekommen,.. ach, warum mußte sie so viel Uebel verursachen! beim, Stein glittest Du aus, jedoch erhieltest Dich an meinen Nein, ich reise heim in meines Vaters Stadt, was recht und was schlecht ist; ich muß mich an das halten, Warum hatte sie nicht geheirathet, als sie noch jung war; Arm.... was ich selbst gelernt und gehört habe; aber ich finde, daß wäre sie nicht so dumm gewesen, als sie Gabriel zum ersten und da schleppe ich, wie ein wundgeschossenes Thier, es doch gut thut, manchesmal auch etwas Neues zu ver- Male traf, so hätte sie sich in ihn damals verliebt und Rest meines Daseins hin und bete Dich an, meine nehmen." Komisch, daß ich Jemandem in etwas helfen vielleicht ihn gewonnen. strahlende Valkyrie, die mir das Leben gab und mir es wieder konnte!" schien es Fanny. Armer, prächtiger Uchermann! Der beste Mensch, dem nahm, mit derselben warmen, weichen Hand, die ich so oft Sie nahm sich der kleinen Kinder Lea's an; Lea fie jemals begegnet, der edelste, ehrlichste Freund! Ihr gedrückt. verwöhnte dieselben so schrecklich, fand sie. Du solltest Lehrer, ihr Wohlthäter! Durch seine Hilfe war sie so hoch Ach, das war entfehlich! Jedes Wort ein Stöhnen, sie nicht so viel tüssen“, sagte sie; Du weißt nicht, wie hinauf gekommen, daß sie Gram verstehen konnte, und nun jeder Satz ein Schluchzen; die sanfte Weichheit der Ausbrüde, schädlich das ist!"- D, Lea wußte, daß es schadete, aber stieß sie ihn mit Füßen weg... wie eine gebrauchte das Liebkosende des Tones, so oft er„ Du" sagte, verrieth ich kann es nicht lassen! Wenn sie mit ihrem tleinen Mundi Leiter... in ergreifender Art seine schmerzvolle Liebe. Und da sollte kommen und so dut und lieb sind... und dann die her- Du entfernst Dich immer mehr von mir," schrieb er, sie nichts anderes erwidern können, als dies verlegene, leere, zigen, dicken Arme der Mama um den Hals legen... ah,„ und" ich verstehe den Grund. Ich lebensmüder, ver- bas von Freundschaft; es würde flingen wie Spott und i wenn es nur Deine Kinder wären, so würdest Du es auch unglückter Mensch, was kann ich Dir sein, Du Jugendfrische, seine Seele bringen wie eisiger Frost; sie fühlte es; fie fab Doch; Fanny würde es nicht so Schöne; ich taufte Dich meine Valkyrie und Du wirst mein sein Lächeln, dies bittere, schiefe Lächeln, ein hohnvolles, machen; dazu hätte sie die Kleinen zu gern. Und dann Schicksal. Allein ich kann Dich nicht verlassen, ohne es Dir blutiges Lächeln; und hier saß sie, falt und hart, fremd darfst Du ihnen nicht immer nachgeben; hast Du einmal zu sagen. Der Ertrinkende klammert sich an einen Stroh- und fern, und eigentlich ganz froh, daß er von hier weg Nein gesagt, so mußt Du bei diesem Nein bleiben!"-halm, und ich suche daraus sogar Hoffnung zu schöpfen, daß ging. nicht besser machen!" " XXI. Ja, aber ich kann sie ja doch nicht schreien lassen, die Du von mir Dich zurückziehst; ich weiß, daß Du nichts Armen!" Es wurde ein herrlicher Frühling. - Laß sie schreien, bis sie müde werden, sie anderes als Freundschaft fühlen kannst; aber trotzdem, lernen bald, daß es ihnen nichts nützt!"- D, Ihr habt leicht nimm an, das Unmögliche geschähe! Ich werde meinen reden, Ihr, die Ihr keine Kinder habt!" Sie hatte ihren Kursus beendigt und war bis auf Thorseng kam Korb mit der männlichen Fassung entgegennehmen, die von Weiteres ein freier Mensch. Und sie war so glückselig jung seiner Frau zum Entsatz. Die Mutter muß doch wissen, was mir zu erwarten Dein Recht ist; aber ich muß ihn haben. ihrem Kind am besten thut", sagte er; das lehrt die Natur Wie das Feuer Luft braucht, um zu brennen, so braucht die Erziehung genossen haben?" Zeit auch das. geworden. Ein süßer Friede erfüllte fie, neue Fähigkeit zu leben. die Mutter, versichere ich Dir, Fanny. Wie würde es sonst Liebe Hoffnung, um zu leben; Du wirst mir jede Möglich- In frohen Gedanken schlief sie ein und erwachte mit ber um die Kinder stehen, deren Mütter selbst keine Spur von keit zu hoffen rauben, und so überwinde ich dann mit der Empfindung überwältigenden Glücks;- denke Dir, vielleicht Und dann gehe ich wieder ein in den sah sie ihn heute. Sie ängstigte sich um nichts und sehnte Der Zolleinnehmer kam ins Haus, nach wie vor; er ewigen, großen Tod, aus welchem Du, Gebenedeite unter sich nach nichts; weder Vergangenheit noch Zukunft quälten begann zu altern. Er wurde immer kahler und immer den Frauen, mit Deiner zauberstarken Lebensmacht mich jie; fie lebte jetzt, gerade jeht; eine eigenthümliche glüdver magerer; er war nicht mehr so offen, wie früher und herausschworen hast. Ich werde Dich nicht quälen; ich lorene Stille fam über sie; ihre Seele war süßen Weines schwadronirte lang nicht mehr so viel. Fanny hatte sich an werde nicht mehr wiederkehren und vor Dir spuken wie trunken; sie freute sich mehr über den schönen Sonnfcheintag den alten Schwäger so gewöhnt, daß sie ihn kaum mehr Banquo's Geist; sobald mein Schicksal ausgemacht, ver- als sogar über die Begebenheit, daß Johann Sverdrup sah; doch war Etwas an ihm, was sie plagte; sie hatte die Empfindung, immerfort von zwei lauernden, hungrigen Augen verfolgt zu werden. Aber der Stümper war ja vollkommen unschädlich. schwinde ich vor Deinem Blick; ich ziehe mich zurück in der Philifter Land um zu sterben, langsam und still, an innerer Verlutung. Ich würde diese Stadt ja doch nicht ertragen können; sie würde mir eine Folterbank werden und eine ewige Staatsminister geworden. ( Fortsetzung folgt.) namentlich die freie Ausübung des Koalitionsrechts durch strenge Strafbestimmungen gewährleistet, so wäre dem industriellen Geldprozenthum damit ein Stoß ins Herz" bersetzt. Der bekannte unbekannte Dbere" giebt sich alle erdenkliche Mühe, die beiden Hälften des Groß- Unternehmerthums zu vereinigen, und das junkerliche Kapital zum Anschluß an das industrielle zu bewegen. Unter den Herrn Funtern sind auch viele, denen der Lockruf gar wohl gefällt, und die Kreuzzeitung" selbst hat arge rebellische Anwandlungen; die sie einstweilen noch mit der traditionellen Königstreue" zu beschwichtigen sucht auf wie lange, das wird sich bald herausstellen. Wir Sozialdemokraten sehen dem Gang der Dinge mit hohem Intereffe und philosophischer Ruhe zu. Ob nun der Staat sich wieder unter das kaudinische Joch des Rapitalismus beugt und zum bewußten konsequenten Klassenstaat ausbildet, oder ob er den Kampf mit dem Rapitalismus im Ernst aufnimmt in jedem Fall wird die Gemeinschädlichkeit des Kapitalismus zur greifbarsten Erkenntniß gebracht und dem Sozialismus der Weg geebnet. " mulirung des Programms einem späteren geeigneten Moment| blos durch die kolossale Tapferkeit der bürgerlichen Hafen überließ. füße sei das fürchterliche Attentat der Sozialdemokraten Die behagliche Stimmung unserer Gegner fonnte nicht vereitelt worden. lange währen. Am 13. Februar trat der Borwärts" mit Auch die nächste Märzfeier: der zwanzigste Geeiner zwar nicht der Form, aber der Sache nach offiziellen Erklärung gegenüber der Kritik von Mary hervor, in der außer- burtstag der Pariser Kommune, wird heuer großartiger beordentlich glücklich und, soweit man das bisher übersehen gangen werden als in früheren Jahren. In Paris wird, nach dem üblichen Piesuch des Père fann, auch unter der Zustimmung der Genossen überall in Deutschland, das Verhalten auf dem Einigungskongreß in Lachaise, eine Anzahl von Versammlungen und Banketen der Frage des Programms gerechtfertigt wird. Damals stattfinden, darunter ein Internationales Banket", dem galt Alles der praktischen That, dem großen, folgenreichen Frau Duc Quercy und der Abgeordnete Ferroul präsiWert der Einigung. Damals fehlte gleichzeitig einem großen diren werden. Theil der Parteigenossen die wissenschaftliche Einsicht und Reife, D um in der Formulirung, wie sie Mary wünschte, einen adäquaten Auch in England bereiten sich die Sozialisten zur Feier Ausdruck ihrer theoretischen Ueberzeugung zu finden. In all des 1. Mai vor. Sie wollen von einer völligen Verdiesen Beziehungen haben die Jahre entscheidende Veränderungen schiebung auf den ersten Sonntag des Mai nichts wissen, hervorgebracht: prinzipielle Gegenfäße sind in der Partei nicht und am Freitag Versammlungen zu Ehren des Achtstundenmehr vorhanden, die Einsicht ist gereift und, nachdem das Sozialistengefeß, das sehr hemmend einer Revision des Pro- tages abhalten, sich aber auch an den Sonntags- Rundgramms entgegenstand, beseitigt ist, kann nunmehr im Sinne gebungen in den Parks u. s. w. betheiligen. unferes großen Lehrers das Programm die allgemein als nothGestern hielten verschiedene Londoner Arbeiterverbände wendig empfundene Umgestaltung erfahren. Wie jezt schon in der Haltung gegenüber der Engels'schen Publikation aus dem im Hydepark ein Meeting zu Gunsten der Ausständigen Nachlaß von Mary, so wird sich bei der Revision selbst, die in Cardiff ab. Mehrere Redner sprachen sich mit entschie volle Einigkeit der Partei herausstellen, und unsere Gegner denster Mißbilligung über die Rheder und deren Anwerbung werden von Neuem, freilich immer wieder vergeblich, nach dem freier Arbeiter aus. trennenden Keil Umschau halten müssen." In der der Letzten Nummer Soziale Uebersicht. Achtung, Vergolder. Kollegen, wie Euch Allen bekannt sein wird, befinden wir uns in der zwölften Woche im Streit und Ihr werdet zugeben, Streits foften Geld, viel Geld! Es ist nicht unsere Aufgabe, Euch vorzuführen, wie viel Geldopfer wir bisher gebracht haben. Aber Eins geben wir Euch zu bebenken, daß mit den Mitteln, die bisher aus Eurer Mitte geflossen sind, unmöglich auf die Dauer unfere gerechte Forderung zu Ende zu führen ist. Zur Kennzeichnung der Brot und Fleischvertheurer. Aus dem Kreise Kempen an der holländischen Grenze Die Enthüllungen über den gewaltsamen Tod des wird uns von einem kleinen Gutsbesitzer geschrieben: Durch Leipziger Prinzen Balduin von Belgien werden jetzt dementirt. Zufall bin ich in den Besitz des amtlichen Reichstags- Berichts 8eitung", dem offiziellen Organe der sächsischen Regie- Das spricht aber noch nicht gegen die unrichtigkeit der vom 15. Januar d. J. gelangt, woraus hervorgeht, daß der rung befindet sich eine Uebersicht über die politischen Meldung. Uebrigens sind die Dementis den Enthüllungen Reichstags- Abgeordnete Graf von und zu Hoensbroech Vereine im Königreich Sachsen. An dieser Zusammen auffallend spät gefolgt. entweder die hiesigen Verhältnisse nicht genau tennt, oder nicht stellung ist für uns interessant, daß kein einziger tennen will. Derfelbe führte nämlich in der genannten Sizung Verein unserer Parteifarbe angegeben Baschitsch brachte heute die Bildung des serbischen aus, daß die Kornzölle eine Begünstigung des größeren Grundbesiges nicht involviren" und daß die Steigerung des Brotpreises ist, während die unbedeutendsten antisemitischen und national Rabinets zu Stande und überreichte die Kandidatenlifte Wir der Regentschaft. Er selbst übernimmt das Präsidium. nicht durch die Bölle, sondern durch den Zwischenhandel hervor- liberalen 2c. Vereine getreulichst registrirt sind! gerufen werde. Was die Viehsperre anbetrifft, -behauptete existiren doch sonst für die sächsischen Behörden, warum Der Herr Reichsgraf so möge dieselbe für die östlichen nicht dann, wenn man eine Statistit über die Stärke Zu der Angelegenheit Schewitsch ist uns eine Bezirke manche Unannehmlichkeiten gehabt haben, unsern der politischen Organisation im offiziellen Regierungsblatte leinen Besigern im Westen aber sei die Sperre veröffentlicht. Das gleiche Schicksal mit unseren politischen Reihe von Mittheilungen zugegangen, von denen die einen deshalb sehr angenehm gewesen, weil gerade die kleinen Vereinen theilen weil gerade die Eleinen Vereinen theilen die Kriegervereine, über deren rege zu Ungunften, die anderen zu Gunsten Schewitsch's sich Leute wieder etwas bessere Preise für ihre Schweine be politische Thätigkeit die Mitglieder der Wahlprüfungs- aussprechen. Wir halten uns zu der Erklärung verpflichtet, tamen, die jeder fleine Mann ja zu Marite bringe. Die 3ölle aber haben absolut feinen Einfluß auf Rommission des Reichstags so manches wenig erbauliche zu daß für die gegen Schewitsch erhobene Anklage des Verraths an seiner Partei Beweise nicht erbracht worden sind. bie Fleisch preife. Die Fleischpreise werden durch den hören erhielten. Eine nette Statistiť! Megger gemacht, die Fleischzölle geben nur dem Produzenten Mit einem Gifer, der einer befferen Sache würdig eine größere Sicherheit, sein Bieh auf den inländischen Markt zu bringen, und deshalb wünscht man in den Vieh produzirenden wäre, registriren die gegnerischen Blätter die Gründung Gegenden, wozu meine Gegend und ein großer Theil der Rheinproving jedes Vereins zur Bekämpfung der Sozialdemokratie. gehört, entschieden noch viel höhere Bölle als wir jetzt haben. Das Wir lassen ihnen gerne diese Freude, befindet sich doch Rindfleisch kostet in Kempen pro Pfund 65 Pf., in Venlo( Holland) unsere Partei trotz all' dieser Gründungen wohler denn je. 68 Pf., das Kalbfleisch kostet in Venlo 70 Bf., Remipen 65 Pf., das Hammelfleisch in Venlo 68 Pf., und in Kempen 65 Pf. Der Bestechungen, um Orden zu vermitteln, sollen hohe Speck hat denselben Preis von 60 Pf. Sie sehen hieraus, ungarische Staatsbeamte und Parlamentarier angenommen daß es eine absolut unrichtige Behauptung ist, haben. Jetzt kommt die Sache heraus und wirbelt viel daß die Fleischzölle die Preise erhöhen; denn Staub auf, wie immer, wenn die Korruption, von der alle dort, wo teine 3ölle find, wird das Fleisch Eingeweihten wissen, daß sie existirt, zur öffentlichen Kennt theurer bezahlt." So der Herr Reichsgraf, der niemals im Schweiße seines Angesichts sein Brot verdient, der die Mühen und niß gelangt. Die Sache selbst läßt uns ganz fühl. Plagen des kleinen Bauern und Bächters niemals an sich empfunden, der Ordenslustigen, welche bestochen haben, und die Beamten höchstens von seinem Rentmeister, der die Klagen der Bauern bei und Parlamentarier, welche die Bestechungen angenommen Empfang des Bachtzinses entgegennimmt, etwas davon gehört und haben, sind einander werth. Hilfe nicht durch Erniedrigung der Pacht, sondern durch höhere Zölle auf Korn, Vieh und Gemüse in Aussicht gestellt hat. Viele Bewohner unseres Kreises sind Weber, die meistens nach Krefeld arbeiten zu Preisen, die vor 40 Jahren theilweise noch höher wie heute standen; und dabei erlauben sich die Befürworter der Getreidezölle, die fortwährend darüber klagen, daß die großen Landwirthe nicht bestehen können, denjenigen Webern, die absolut feine Arbeit haben, in öffentlichen Versammlungen haarscharf vorzurechnen, daß sie von zwei Morgen gepachteten Landes, auf dem fie Gemüsezucht treiben sollen, leben können, wobei allerdings nur derjenige ernst bleiben kann, der von der Gemüsezucht nichts versteht. Wie sich der Abgeordnete Hoensbroech im Reichstage in ein und demselben Sage widerspricht und Alles auf den Kopf stellt, so widersprechen sich die Herren des Rheinischen Bauernvereins" auch fortwährend. Die Brotpreise sollen an den Manipulationen der Zwischenhändler oder Bäcker liegen. Nein, dieselben richten sich fast genau nach den Preisen des Mehles, die Konkurrenz verbietet ganz von selbst ein höher hinausgehen. In dem nur drei Stunden von meinem Wohnorte entfernten Venlo kostete in den Tagen, als Herr Hoensbroech seine Ausführungen im Reichstage machte, der Roggen 13 M. pro 100 Kilo, während derselbe hier bis auf 20 M. stand. Unerklärlich ist es Die Auch die landwirthschaftlichen Proletarier in Un garn beginnen sich endlich zu regen. Die Budapester Arbeiterpresse" schreibt hierüber: Kollegen, bedenkt, daß wir für Euch kämpfen, um unsere gerechte Sache durchaus zum Siege zu führen. Gorge, daß in allen Werkstätten, ob groß, ob tlein, doppelt und Wir appelliren an Euer Solidaritätsgefühl. Tragt dafür dreifach so viel gezeichnet wird, wie bisher. Denn Kollegen, wenn es so weiter, wie bis jest, geht, dann werden wir wohl mit unserer Sache schwerlich durchdringen. Wie Guch Allen bekannt sein wird, sollte die Aussperrung der sämmtlichen Kollegen am 21. Februar erfolgen. Auf der letzten Zusammenkunft der Fabrifanten ist jedoch beschlossen, den Termin um 14 Tage zu verlängern, also bis zum 7. März. Als erfreuliches Symptom des erwachenden Solidaritätsgefühles bezeichnen wir dar Vorgehen der Feldarbeiter von Csorvás. Die Grundbefizer vergeben in verschiedener Weise Ihr könnt daraus ersehen, wie diese Herren vorgehen, um die Arbeiten, so daß z. B. beim Kukuruz( Mais) vom Ertrage unsere bescheidene Forderung illuforisch zu machen. Wir beanspruchen der bebauten Fläche ein Drittel den Arbeitern als Lohn zufällt; nicht mehr; nur die uns zugestandenen 15 refp. 25 pet. auf Silberarbeit außerdem fordern sie jedoch anderweitige Arbeitsleistungen un- und Kanten. Kollegen, an uns Allen wird es nun liegen, diese entgeltlich, ferner Abgaben an Geflügel 2c., als ob wir noch Bugeständnisse von damals aufrecht zu erhalten. Bedenkt, es mitten im feudalistischen System stecken würden. Gegen diese streifen zur Zeit noch 30 Mann, darunter sind 20 Mann_verExtra- Ausbeutung machen nun die Csorváser Feldarbeiter heirathet mit 18 Kindern. Also nochmals Kollegen, seit Gurer Front und haben beschlossen, unter Maisfeldern nur der Bedingung zu überneh- Pflicht eingedent Euren Kollegen gegenüber. men, wenn die Grundbesitzer auf die bisher üblichen unentgeltlichen Arbeitsleistungen und auf die verschiedenen Abgaben verzichten. Die Grundbesitzer wendeten sich daraufhin an die Bauern in Orosháza, doch auch diese verweigerten die Annahme der Arbeit. die Arbeit auf den Bravo! So muß es auf der ganzen Linie vorwärts gehen. In der Ortschaft Bánfalva im Bélésfer Komitat fand am 8. d. M. die konstituirende Generalversammlung eines 23 er eines landwirthschaftlicher Arbeiter statt; der junge Verein zählt bereits 220 Mitglieder. So drängt sich endlich auch den Proletariern des Ackerbaues die Ueberzeugung von der Unhaltbarkeit der heutigen Bustände auf und veranlaßte sie zum einmüthigen Zusammen stehen und zur Vereinigung." Mit follegialischem Gruß; Die Kommission. An alle Bauhandwerker Berlins und Umgegend. Genossen! Wie Ihr wißt, ist in der Delegirten- Konferenz der Berliner Bauhandwerker am 15. Februar d. J. über eine Reso= lution verhandelt worden, welche nochmals in öffentlichen Versammlungen jedes Baugewerbes zur Distussion gestellt werden foll, um so bie Meinung und Stellungnahme der Genoffen zu dieser Resolution zu erfahren. aber, wie derselbe behaupten kann, hier an der Grenze feien die Fleischpreise fortwährend niedriger, wie in dem benachbarten Holland, es sei denn, daß man hier Das Bureau der Delegirten- Konferenz wurde beauftragt, die Resolution drucken zu lassen, und dieselbe allen Gewerksgenoffen zuzustellen; gleichzeitig sollen die Delegirten der Bauhandwerker Schwankt doch der Preis zwischen dem auf den Markt gebrachten Rindvieh bis zu 15 und mehr Pfennigen pro Kilo lebend Gewicht.| zu einer Konferenz am Sonntag, den 8. März d. J., Vormittags 11 Uhr, Brunnenstraße 38, im Lokale des Laut dem Marktbericht der Kölnischen Volkszeitung" schwankten Herrn Johann Gnabt sich zusammenfinden, um auf dem in diesem Monat in Wittlich in der Eifel stattgefundenen Seit einigen Jahren besitzt die Schweiz ein von der den Bericht des beauftragten Bureaus über die Stelso Viehmarkte die Schlachtgewicht- Breife bei fetten Ochsen zwischen der einzelnen Gewerkschaften zu der Resolution 57 und 70 Pf. pro Kilo, bei Kühen zwischen 50 und 60 und bei Bundesregierung subventionirtes Arbeitersekretariat, das lung Schweinen zwischen 48 und 58 Pf. pro Kilo, auch in Krefeld ein wissenschaftliches Organ der organisirten schweizerischen entgegen zu nehmen. Die Bertrauensmänner resp. Beauftragten schwankten die Preise des Nindviehs zwischen 48 und 63 Pf. pro Arbeiter ist. Jezt hat die schweizer Regierung die SubKilo. In Betreff des Schweinefleisches, und darauf kommt es bei vention des Arbeiterfekretariates verdoppelt, und es wird ber einzelnen Gewerkschaften werden deshalb ersucht, in fürzester Ernährung der Massen hauptsächlich an, kann ich behaupten, daß ein zweites für die französische und italienische Schweiz ein- Beit öffentliche Versammlungen ihres Gewerbes eine sehr viele in Holland gemästete Schweine nach hier exportirt werunverzüglich an den Unterzeichneten gelangen zu lassen, damit in den und daß diefelben an Ort und Stelle acht bis zehn gerichtet, dessen Leitung dem Genossen Schwizguebel über- befen, die Resolution besprechen zu laſſen, und das Rejuttat der Konferens die Beschlüsse der einzelnen Gewerkschaften Pfennige pro einhalb Kilo billiger gekauft, tragen wurde. Unsere deutschen Staatsmänner, die angeblich an der ordnungsgemäß und mit größter Sorgfalt vorgetragen werden als dieselben hier getauft werden. Ich bin selbst Ackerwirth; der Grundbeiit( das heißt nominell, der vielfach mit Spitze der Sozialreform marschiren, sind im Gegensage zu tönnen. Sollten einzelne Vertrauensmänner ober Delegirte ber Sypotheken belastete) schwankt hier meistens zwischen 6 bis den schweizerischen von Feindschaft erfüllt gegen alle freien Bauhandwerker noch keine gedruckten Resolutionen erhalten haben, 12 Settar. Wir verkaufen aber fast alle keinen Roggen und Arbeiterorganisationen und gegen Institutionen wie Arbeiter- fo mögen sie sich an Unterzeichneten wenden, um dieselben sofort müssen vielfach noch nachkaufen, weil hier viele Schweine ge- sekretariate und Arbeiterkammern. mäftet werden. Die großen Grundbesizer, die von ihren Renten leben, welche die Bauern durch Mühe, Fleiß und Entbehrungen Crispi läßt die Meldung des Hamburger Rorrezusammenbringen, haben in den Bauernvereinen die Bauern schon spondenten", daß er Bismarck in Friedrichsruh besuchen lange an der Nase herumgeführt; allmälig wird es aber auch hier wolle, dementiren. Licht und die Ackers leute werden einsehen, daß das Interesse dieser hohen Herren nicht das Interesse der Bauern ist. Ueber die Mary'sche Programmkritik wird der Wiener Arbeiterztg. Arbeiterztg." von einem ihrer Berliner Korrespondenten geschrieben: u erhalten. Das beauftragte Bureau. J. A. Carl Thieme, Töpfer, Ruppinerstr. 3, Sprechlaal. Ein Pariser Telegramm des Depeschen- Bureau„ Herold" meldet: In Avesne( Dep. Pas de Calais) wurde gestern interessés sur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem der" Kandidat der sozialistischen Kammerdeputirten gewählt." Arbeiter zum Die Redaktion ftellt die Benugung des Sprechsaals, soweit Raum dafür abzus geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenhetten allgemeinen Inhalt desselben identifisirt zu werden. Der in der Versammlung der Bankower Genossen im Jägerhaus, Schönhauser Allee, sowie der von den Berliner Genossen Die von Engels in der Neuen Zeit" bewirkte VeröffentDie Feier des 1. Ma i wird dieses Jahr in Frankreich in der Brauerei Friedrichshain" gefaßte Beschluß, die„ Berliner lichung der Marr'schen Kritit des Gothaer Programms hat in den Kreisen unserer Partei, wie in denen der Gegner eine sehr eine weit allgemeinere sein, als im vorigen Jahre. Während Wolfsbrauerei", Alt- Moabit 47/49, aus dem Grunde au boykotverschiedenartige freilich, aber überall gleich lebhafte Besprechung damals fast nur die auf dem Internationalen Kongreß von tiren, weil angeblich der Inhaber des Lokals zu Pankow, Kaiser hervorgerufen. Den Gegnern war der tiefe fachliche Gehalt Paris vertretenen Gruppen sich an der Feier betheiligten, Friedrichsstr. 50/51, feinen Saal zur Abhaltung von Versaminwird diese Kritik zu einem Steil werden, der trennend in die ge- Theil nehmen. Eine Arbeitsruhe ist jedoch nicht geiebigen wie zukünftigen Inhaber dieses Etablissements schriftlich jener Kritik durchaus gleichgiltig, sie beschäftigte blos die Frage: werden diesmal sämmtliche Gruppen organisirter Arbeiterungen den Arbeitern verweigerte, ist den Genossen zur Aufhebung deswegen zur Berücksichtigung zu empfehlen, indem die schlossenen Reihen unserer Partei dringt? Die phantastischsten Illusionen traten zu Tage; insbesondere wurden auf die plant, außer in vereinzelten Fällen: von der Illusion, daß der Lokalfommission von Pankow in Gegenwart von Zeugen erheutigen ein Ruhen der theilung, die Mary Lassalle gegenüber übte, große Hoff die Arbeiter für einen bestimmten Tag erzwungen werden zuenthalten gewillt find. Daneben machte sich ein belustigender könne, sind die französischen Arbeiter glücklich kurirt worden. Pharifäismus breit: währeno die Gegner uns Sozialdemo- Die deutschen Arbeiter haben sich nie einer solchen traten sonst den Vorwurf starrster Prinzipienreiterei machen, Selbsttäuschung hingegeben: das Märchen von der allgeriethen fie diesmal darüber in Entrüstung, daß die Partei gemeinen Arbeitseinstellung, welches die deutschen Arbeiter einem in den geschichtlichen Bedingungen der damaligen schonungslose und nungen gefeht. * Otto Heindorf, Mitglied der Berliner Lokalkommission. Oeffentliche Anfrage. Genossen, welche mir genauen Aufschluß über das für die Kreise Nieder-, Ober- Barnim und TeltowBeeskow geplante Barteiblatt geben können, ersuche ich, diese Situation durchaus begründeten Opportunismus folgte und im vorigen Jahre hätten erzwingen wollen, ist bekanntlich Mittheilungen recht bald an mich gelangen zu lassen, da ich fo die Forderung des Moments erfüllte, indem sie die in ihrem ein Angstprodukt deutscher Spießbürger- Phantasie, die nicht im Stande bin, alle Anfragen, welche in dieser Angelegen Werthe gar nicht abzuschäßende Ginigung der beiden Fraktionen auch das andere Märchen, vollzog, dagegen eine der Theorie entsprechende strenge For- die als Entschädigung für heit an mich gerichtet werden, zu beantworten. G. Schöder, die Welt schickt: Bertrauensmann für Bernau, Brüderstr. 142, in ausgestandene Angst Theater. Dienstag, den 24. Februar. Opernhaus. Lohengrin. Schauspielhaus. Der neue Herr. Lessing- Theater. Der Probepfeil. Berliner Theater. Goldfische. Deutsches Theater. Die Kinder Grosse öffentliche Volks- Versammlung für Männer und Frauen am Mittwoch, den 25. Februar, Abends 8 Uhr, Kaufleute, Handlungsgehilfen, Gehilfinnen! Dienstag, den 24. Februar, Abends 9 Uhr, im Saale der„ Tivoli- Brauerei": Exterior Wilhelmäädt. Theater. im Etabliement"„ Königshof", Bülow- Straße 36-37. Massen- Versammlung. Friedrich- Wilhelmstädt. Exzellenz. Vogelhändler. Wallner- Theater. Miß Helyett. Tages- Ordnung: 611b Einziger Punkt der Tagesordnung:" Wollen wir eine wirkliche Die Kommission für Regelung der Sonntagsruhe der Kaufleute. 1. Vortrag des Herrn Th. Glocke über: Der Emanzipations- Sonntagsruhe erlangen oder nicht?" Residenz- Theater. Der selige Tou- kampf der arbeitenden Klaffe. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. pinel. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Bellealliance Theater. Pension Schöller. Ostend- Theater. Brot. Thomas- Theater. Der Registrator auf Reisen. Ranfmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Theater der Reidshallen. Große Spezialitäten- Borstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Dienstag, den 24. Februar: Abends 71/2 Uhr: Große Vorstellung mit neuem, aus 10 der besten RepertoirNummern bestehendem Programm. U. A. zum 1. Male: 12 in Freiheit dressirte Esel, vorgeführt vom Clown Tanti.( Parodie.) Zum Schluß der Vorstellung: Gircus unter Wasser. Die Marionetten oder: Täuschungen in ein. Damen- Pensionat. Sensationelle Waferpantomime in 2 Abtheilungen. Arrangirt vom Direktor G. Schumann. Ganz neue Ueberraschungen. Spezialität: Die Wassernymphen. Morgen: Große Vorstellung mit neuem Programm. Die Marionetten. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, Alexander27c. LiederZur Deckung der Unkosten findet Tellerfammlung statt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer im Austrage des Vertrauensmannes. 336 Große öffentliche Versammlung Fachverein der Tischler. sämmtlicher Droschfenkutscher Berlins Donnerstag, den 26. d., Abends 8½ Uhr, am Donnerstag, den 26. Februar, Abends 9 Uhr, in„ Orschel's Salon", Sebastianstraße 39: im großen Saale des Böhmischen Brauhauses, Landsberger Allee. Ausserordentliche General- Versammlung. Zagesordnung: 313 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über:„ Sozialismus und Kirche". 2. Diskussion. 3. Statutenänderungs Anträge, Anträge bezügl. Unterstützung der ausgesperrten Tabakarbeiter Hamburgs und der Mainzer Tischler. 3. Verschiedenes und Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. NB. Die von der Gewerbedeputation bewilligte Unterstützung zum Besuch der Handwerkerschule wird in dieser Versammlung ausgezahlt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Mitglieder Versammlung = des 4. Berl. Reichstags- Wahlkreises 339 am Mittwoch, den 25. Februar, Abds. S hr, in Mohrmann's Salon, Große Frankfurterstraße 117. Tages- Ordnung: 1. Die Sozialdemokratie und Eugen Richter. Referent: N. Schmidt. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Die Zahlstellen befinden sich im Osten bei G. Tempel, Breslauerstr. 27, parterre; D. Heindorf, Langestr. 70, part.; Lock, Friedrichsbergerstr. 11, part. Im Südosten bei B. Stabernack, Wrangelstr. 85, Bigarrengeschäft; K. Scholz, Zages Ordnung: 1. Die politischen Parteien des Reichstages; die Droschenkutscher Berlins und welcher Partei haben dieselben sich anzuschließen, um eine Befferung ihrer fozialen Lage herbeizuführen? 2. Diskussion. Referent: Reichstags- Abgeordneter Herr A. Heine. Herren Droschkentutscher werden ergebenst ersucht, recht pünktlich zu erscheinen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Sämmtliche 143 Der Einberufer. Grosse öffentliche Bersammlung für Frauen n. Männer am Dienstag, den 24. Februar, Abends 8 Uhr, im Lokale ,, Süd- Ost", Waldemarstr. 75. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Otto Klein über:„ Die Stellung der Sozialdemokratie zur Gewerbe- Novelle." 2. Diskussion. 8. Berschiedenes. 153 Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Frau Leder, Wienerstr. 55. Große öffentliche Versammlung Wrangelfir. 32; F. Zubeil, Naunynſir, 86, part.; G. Schulz, Kottbuser Play, der Marmor- n. Granit- Arbeiter Berl. n. Umg. Zigarrengeschäft. Daselbst werden neue Mitglieder aufgenommen. Grosse öffentliche Bersammlung für Frauen u. Männer am Dienstag, den 24. Februar, Abends 8½ Uhr, im Wedding- Park, Müllerstraße 178. Tagesordnung: 1. Die Krankheiten und Sterbefälle, besonders. bei Frauen und Kindern, wie hilft der Staat, wie helfen wir uns selbst? Referent: Reichstags- Abgeordneter Heine. 2. Diskussion. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Große öffentliche Versammlung 592 b Margarethe Steinow, Sider für Frauen n. Männer Paul Jülich, Gesangshumorist. Mr. Goswin, Mufit. Neger- Clown. Fri. Bonné, Kostüm- Soubrette. Gebr. Corradini, Zanz- Duettisten. Mons. Bernard, Schnellzeichner. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 51/2 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. u. am Dienstag, den 24. Febrnar, Abends 8 Uhr, in Jiges Salon, Wilsnackerstraße Nr. 60( Moabit). Zages Ordnung: 101 1. Vortrag über: Die Ursache der Prostitution. Referent: Stadtverord. Heindorf. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bu recht zahlreichem Besuch ladet ein Achtung! Die Agitations- Kommission. Schneider und Schneiderinnen. Achtung! Deutscher Schneider- u. Schneiderinnen- Verband. Filiale Berlin Ill. am Donnerstag, den 26. Februar, Abends 8 Uhr, in ,, Deigmüller's Salon", Alte Jakobstraße Nr. 48 a. Zages Drdnung: 1. Stellungnahme zum 1. Mai. Referent: H. Stop. 2. Diskussion, 3. Stellungnahme event. Wahl eines Delegirten zur Konferenz der Bauhandwerfer Berlins. 4. Verschiedenes. 230 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung der Töpfer Berlins u. Umgegend am Donnerstag, den 26. Februar, Abends 7 Uhr, int ,, Gratweil's Bierhallen", Rommandantenstraße 77-79. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zu der Resolution der Delegirten der Berliner Baus 316/3 handwerker- Konferenz. 2. Gewerkschaftliches. Da die Tagesordnung eine wichtige ist, ersucht um zahlreiches Erscheinen der Kollegen. Der Einberufer: C. Thieme. Der Maskenball der Lohgerber und Lederzurichter Berlins findet am Sonnabend, den 28. Februar, Freunde sind willkommen. im Bokale ,, Königsbank", Gr. Frankfurterstr. 117, statt. Mittwoch, 25. Februar, in Hensels Festsälen, Invalidenstr. 1a: H. Krawszacki, Amalienstraße 9; G. Busse, Sophienstraße 28/29; E. Herzog, Billets à 50 Pf. sind zu haben bei: Mitglieder- Versammlung. Restaurateur, Biesenthalerstr. 19 und Zabel, Restaurateur, Möglinerstraße und Zu dieser Versammlung hat Reichstags- Abgeordneter W. Schmidt- Frankfurter Allee- Ecke. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Frankfurt das Referat übernommen. Alle in der Schneider- Branche beschäftigten Großer Frühstücks imd Mittagstisch. Arbeiter und Arbeiterinnen sind freundlichst eingeladen. Spezial- Ausschank von Bazenhofer 641 Direktion A. Rödmann. Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. Bratweil'iche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Zäglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, ausgeführt von dem Musik- Direktor H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, B Regelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Versammlungen. 703 F. Sodtke. PassagePanopticum. Unter d. Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Amerikanerin m. 25 cm langem Vollbart. 11-1 Uhr. 5-9 Uhr. Castan's Panopticum. ل etzt: Friedrichstr. 165. Neu: Azteken. Prof. Dr. R. Koch im Laboratorium. Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pr. Echt Payzenhofer Bier Ausschank und Verlag, 4/10 Liter 10 Pfennige, 30 Flaschen 3 Mart, von C. Krause, Schüßenstr. 46/47. 536b Der Große öffentliche Versammlung 270 105 Ren! Stuttmeister's Frucht- Syrup. Reu! Weissgerber und Berufsgenossen Butter und Zucker. Vorzüglich zur Bereitung von Hancen, Gemüse etc. heute, Dienstag, den 24. Februar cr., Abends 8 Uhr, in Knebel's Salon, Badstraße 58. Tagesordnung: " 346 1. Vortrag des Herrn Peus über: Die Siegesgewißheit der Sozialdemokratie". 2. Diskussion. 3. Beschlußfassung über den 1. Mai. 4. Bericht erstattung der Delegirten zur Berl. Streit- Kontrollfommission. 5. Verschiedenes. Der Einberufer. ist das billigste, gesündeste Volks- Nahrungsmittel. Bester Ersak für geeignet. Besonders zur Linderung von Huften und Heiserkeit empfohlen. Bu haben in allen Kolonialwaaren-, Mehl- und Vorkonthandlungen Berlins und Vororten, sowie im Verkaufslokal: Grüner Weg 43. Man fordere ausdrücklich: ,, Stuttmeister's Frucht- Syrup". Händler erhalten lohnende Preisermässigung. Die Kollegen werden ersucht, in Anbetracht der wichtigen Tagesordnung Möbel a. Theilz. Hugo Lewent, Lothringerstr. 75. pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 3. Wissen ist Macht Macht ist Wissen. Festrede von Wilhelm Liebknecht. 4 Bogen 8°.- Preis 25 Pf. Durch politische Macht zur Freiheit, um durch sie allen Voltsfreifen die Bildung zugänglich zu machen, ist eine mächtige Triebfeder der modernen Arbeiterbewegung. Gerade jetzt dürfte diese Schrift Liebknechts zur weitesten Verbreitung geeignet sein, wo die Gegner mit allen ihren geistigen Waffen die Sozialdemokratie bekämpfen wollen.„ Wissen ist Macht" zeigt, mit welcher Art Bildung die Bourgeoisie die Proletarier abspeist, während sie für sich und ihre Söhne alle Schleusen des Wissens offen hält. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse 3. In zweiter Auflage erschien soeben: Die Bestrebungen der Sozialdemokratie beleuchtet vom Irr- Sinn Eugen Richter's. 42 Bogen 80. Preis elegant broschirt 25 Pfennige. Wir empfehlen diese gegen die bekannte Richter'sche Schrift Die Irrlehren der Sozialdemokratie" gerichtete Broschüre den Parteigenossen im Reiche zur ausgedehntesten Verbreitung, besonders in indifferenten und gegnerischen Kreisen. Sie bietet erschöpfendes, überzeugendes Material zur Widerlegung der Richter'schen Jrrlehren und wird als solches für öffentliche Volksversammlungen mit obigem Thema ersprießliche Dienste leisten. Hinter dem Richter'schen Machwerk steht die Bourgeoisie, der brutale Kapitalismus, der durch seine Mittel bas selbe im ganzen Reiche fostenlos vertheilen läßt. Zeigen wir ihm, daß wir am Plaze und bestrebt sind, die wahre Erkenntniß über unsere Bestrebungen bis in den dunkelsten Winkel Deutschlands dringen zu lassen. Für Parthiebezüge hohen Rabatt. 1 Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Bertag von May Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 46. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 72. Sigung vom 28. Februar, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Berlepsch, nann. Dienstag, den 24. Februar 1891. " 8. Jahrg. wird, die Waaren werden zu höheren, als den Einkaufspreisen Sozialdemokraten legten sich wieder auf Legendenbildung, wenn verkauft, die Wirthschaften stehen nirgends unter der Kontrolle sie von der Verschlechterung des Gesetzes durch den Reichstagsprächen; der Arbeiter, die Ueberschüsse fließen den Kantineninhabern die Leser der sozialdemokratischen Zeitungen müßten ja dann zu, die noch als Aufseher in der Fabrik beschäftigt sind und in glauben, daß die Majorität des Reichstags aus Arbeiterfeinden einzelnen Fällen für den Kantinenbetrieb Pacht zahlen: die Ar- bestehe. Im Vorwärts" war am Sonnabend gefagt, der ReichsLoh- beiter, welche am meisten verzehren, erhalten die beste Arbeit. tag habe die Arbeitsbücher eingeführt, während dieselben doch Ferner wird( Vizepräsident Graf Ballestrem ersucht den schon seit 1878 bestehen. Durch solche Irrthümer werde jene Gingegangen find ein Gesetzentwurf, betr. das Telegraphen- Redner, die Mittheilungen aus der Enquete auf einen, höchstens falsche Meinung noch mehr unterstützt. Sachsen soll sich, befen des Deutschen Reichs und der Bericht des Reichskommissars zwei Fälle zu beschränken.)- In einer Gießerei in Augsburg wie in allen Beziehungen, so auch bezüglich des Trucksſyſtems für das Auswanderungswesen pro 1890. fließt der Erlös der Kantinenwirthschaft sogar in die Hände des wieder durch besondere Scheußlichkeit auszeichnen. Ein einzelner Die zweite Berathung des Arbeiterschuh- Gesetzes Arbeitgebers, und die kaiserliche Werft bei Kiel beweist, daß nicht Fall beweise noch nichts. Abg. Hirsch: Die von den Sozialdemokraten und Herrn wird fortgesetzt mit§§ 115-119, welche die Bestimmungen über nur private Unternehmer solche Praktiken ausführen, denn in von den die Lohnzahlung umfassen. Riel ist auch so eine Kantine, deren Ueberschuß in die Hände des Mehner vorgebrachten Klagen werden vielfach Soll der alte Truckparagraph einen Nach den Kommissionsbeschlüssen soll im§ 115 Abs. 1 vor- Unternehmers geht. An anderen Orten ist es den Leuten ver- Arbeitern getheilt. geschrieben werden: boten, auch am Sonntage in die nächsten Ortschaften zu gehen Sinn haben, so muß dem Arbeiter das, was er in WirkDie Gewerbetreibenden sind verpflichtet, die Löhne ihrer und sich ihre Lebensbedürfnisse zu verschaffen. Solche Bustände lichkeit verdient hat, baar in die Hand gegeben werden und Arbeiter in Reichswährung zu berechnen und baar auszuzahlen. machen es erforderlich, in den§ 115 recht scharfe Be- nicht in zu langen Fristen. Der Arbeiter muß das freie VerAbsatz 2 besagt, daß sie den Arbeitern keine Waaren kreditiren stimmungen hineinzusehen, aber ihn nicht noch zu mildern. Wir fügungsrecht haben über das, was er redlich verdient hat. Auch dürfen. Unter diese Bestimmung soll aber nicht fallen die Ver- beantragen weiter, daß der Bahltag nicht am Sonnabend, die Konsumvereine, so wohlthätig sie sonst sind, dürfen den Arabfolgung von Lebensmitteln zum Anschaffungspreise an die Ar- Sonntag oder einem Festtage, sondern einem anderen Wochen- beitern von den Arbeitgebern nicht als Kaufstellen aufgezwungen beiter, auch fönnen den Arbeitern Wohnung, Feuerung, tage stattfinden soll, weil die Kontrolle darüber, ob die Leute werden. Ich habe mich allerdings davon überzeugen müssen, Beleuchtung, Landnuhung, regelmäßige Beköstigung, Arzneien, ihre Bedürfnisse für den erhaltenen Lohn in den Kantinen sich daß es außerordentlich schwer ist, durch Verschärfungen des Geärztliche Hilfe, Werkzeuge und Material für die Arbeiten unter beschaffen, an einem solchen Tage eben schwer durchzuführen ist. setzes hier etwas zu beffern, weil diese Dinge zweischneidiger Anrechnung der Lohnzahlung verabfolgt werden, soweit die dafür Die Auszahlung des Lohnes in Gastwirthschaften müssen Sie Natur sind. Die Arbeiter kennen das bestehende Gesetz so gut angerechneten Beträge die durchschnittlichen Selbsttoften beziehungs- schon verbieten, weil sie die Völlerei unter den Arbeitern be- wie die Arbeitgeber, aber sie wagen nicht, eine Anzeige zu weise landesüblichen Mieths und Pachtpreise nicht über- günstigt, die zwar nicht so arg ist wie Sie annehmen, der Sie machen aus Furcht, auch an andere Stellen teine Arbeit zu steigen. In Absah 3 wird vorgeschrieben, daß die Auszahlung aber, weun Sie sie als vorhanden annehmen, doch entgegentreten erhalten. Ich meine, daß auch die achttägige Lohnzahlung der Löhne ohne Genehmigung der unteren Verwaltungsbehörde müssen. Ebenso wie bei den Ziegeleien ist es auch häufig bei nicht zur Verschwendung führt. Gerade durch die langen Lohnnicht in Gast- und Schankwirthschaften oder Verkaufsstellen er- Maurern, wo die Polirer entweder eine Destille haben, oder die fristen werden die Arbeiter gezwungen, zu borgen, um ihre tägfolgen darf. Baumeister, die auf Spekulation bauen, in einem ihrer neuen lichen und stündlichen Bedürfnisse zu befriedigen und sie Hierzu liegen vier Abänderungsanträge und eine Häuser oder in der Nähe eine solche einrichten lassen, in welcher gerathen immer tiefer in das Trucksystem hinein. Um diesem später im Laufe der Verhandlung vom Abg. Dr. Hirsch einge- die Lohnzahlung erfolgt und die Leute verführt werden, ihr Geld Uebelstande entgegenzutreten, habe ich meine Resolution brachte Resolution( f. u.) vor: zu lassen. Wenn wir verlangen, daß die Lohnzahlung mindestens beantragt. Die Befürchtung, daß infolge der achtägigen Lohn1. Die Abgg. Auer u. Gen.( Soz.) wollen in Absatz 2 auch alle 14 Tage erfolgt, und daß jede Woche Vorschuß gezahlt wird, zahlung die Industriellen mehr Rechnungskräfte anstellen müßten, das Verbot des Verkaufes von Waaren an die Arbeiter auf- so geschieht das, weil bei größeren Zahlungsperioden der darf uns nicht schrecken. In vielen Fabriken besteht dieser genommen wiffen; ferner beantragen sie das Wort durch- Arbeiter wirthschaftlich am Schlechtesten gestellt wird. Er Modus bereits zu allseitiger Zufriedenheit. Uebrigens muß ich schnittliche" zu streichen, und endlich wollen sie in Absatz 3 ist auf das Pumpsystem angewiesen und dabei wird er über- anerkennen, daß dieser Gegenstand mehr zu§ 119 a gehört und noch bestimmen, daß der Lohnzahltag weder ein Sonnabend, vortheilt, es werden ihm höhere Preise angerechnet. Es wird ihm ziehe deshalb die Resolution vorläufig zurück. Abg. Singer: Ich kann die von Herrn Mehner erwähnten noch ein Sonn- oder Festtag sein soll, daß den Arbeitern auch mehr angeschrieben, als er wirklich gekauft hat. Herr wenn die Lohnzahlung nicht wöchentlich stattfindet, eine ihren v. Stumm sagte zwar in der Kommission, in größeren Betrieben Fälle über das Treiben der sogenannten Konsumvereine ergänzen. Leistungen entsprechende Abschlagzahlung zu gewähren sei, daß sei eine so häufige Lohnzahlung nicht durchführbar, aber gerade Im Kattowizer Kohlenbezirk sind, wie mir mitgetheilt wird, die die Lohnabrechnung spätestens alle 14 Tage bezw. nach Fertig- in großen Werken kann es auf die Anstellung von ein paar Bergarbeiter gezwungen, bei den unter der Verwaltung der Bergstellung der Affordarbeiten erfolgen soll. Schreibhilfen, die dabei nöthig werden, nicht ankommen; ist die werke stehenden Läden( 30 an der Zahl) zu kaufen. Es wird einmalige Schwierigkeit der Neugestaltung überwunden, so ist die ihnen dort bis zu 70 pct. ihres Lohnes geborgt und sie müssen Waaren 10 p& t. theurer bezahlen als anderwärts. Sache späterhin ganz einfach, wie wir ja auch jetzt schon Fabriken die Waaren mit vielen Arbeitern, z. B. in Nürnberg eine mit 3000 Arbeitern, Wir sind nicht so sehr gegen die Konsumvereine im Allgemeinen, gegen solche Auswüchse, welche die Arbeiter auf haben, wo vierzehntägige Lohnzahlung mit wöchentlicher Abschlags- als zahlung eingeführt ist, Es handelt sich hier um eine rein praktische das Empfindlichste schädigen. Der Arbeiter hat das unbestreit Maßregel, deren Wichtigkeit Sie genau prüfen und nicht blos bare Recht, für seinen verdienten Lohn seine Lebensbedürfnisse deshalb, weil sie von den Sozialdemokraten vorgeschlagen wird, da zu kaufen, wo er Luft hat. Unter dem jetzigen System sind turzer Hand ablehnen sollten. die Arbeiter nicht frei, sondern Sklaven des Unternehmers, und V 2 und 3. Die Abgg. Gutfleisch, Hartmann, Letocha, Möller und v. Stumm wollen den Abs. 3 der Kommissions vorlage auf„ Lohn- oder Abschlagszahlungen" beziehen; dieselben Antragsteller wollen den zweiten Absatz redaktionell ändern und ihm folgenden Satz zufügen: „ Zu einem höheren Preise ist die Verabfolgung von Werkzeugen und Stoffen für Affordarbeiter zulässig, wenn derselbe den ortsüblichen nicht übersteigt und im Voraus vereinbart ist." Referent Abg. Hike: In der Rommission hat der Antrag Auer nicht, wohl aber ein in der Richtung des Antrages Mehner fich bewegender vorgelegen, welcher die Lohnzahlungs Termine gesetzlich firiren will; sie hat es aber mit Rücksicht auf die in einzelnen Gegenden Deutschlands herrschenden besonderen Gepflogenheiten für beffer gehalten, die Lohntermins Festsetzungen ortsstatutarischer Bestimmung vorzubehalten. Abg. Hirsch hat inzwischen folgende Resolution bean- das sollte in der Zeit, in der wir jetzt leben, von keiner Seite 4. Abg. Metzner( Neustadt, 3.) beantragt, in§ 115 Abs. 2 tragt: Den Reichstanzler zu ersuchen, behufs Befferung der mehr gebilligt werden.( Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) neben dem Verbot des Kreditirens auch noch vorzuschreiben, daß wirthschaftlichen Verhältnisse unter den Arbeitern dahin zu Wir werden selbstverständlich für den Antrag Megner stimmen. die Arbeiter weder direkt noch indirekt angehalten werden dürfen, wirken, daß in den Betrieben des Reiches, der einzelnen Bundes- Herr Hartmann hat Grillenberger's Mittheilungen über das Waaren aus gewissen Verkaufsstellen, insbesondere aus von den staaten, der Kommunalverbände und der Kommunen Abschlags- Rantinenwesen widersprochen. Ich könnte Ihnen eine ganze Arbeitgebern oder deren Angestellten geleiteten Waareneinkaufszahlungen auf den verdienten Lohn wöchentlich, die Abrechnung Reihe solcher Fälle mittheilen, hier nur folgende: In Hamburg haben am Hafen Wirthe die Verpflichtung übernommen, gewissen oder Konfumvereinen zu entnehmen; den Zusatz Gutfleisch zu desselben, soweit es möglich ist, vierzehntägig erfolge. Abs. 2 beantragt er zu streichen. Abg. Gutfleisch( fr.) empfiehlt den Kompromißantrag. Arbeitern einen Vorschuß zu gewähren unter der Bedingung, Dem Arbeitgeber, der z. B. Nahrungsmittel, Rartoffeln u. dergl. daß der Arbeitgeber durch den Vermittler das Auszahlen Dadurch wird der Arim Großen für seine Arbeiter einkauft, muß die Möglichkeit ge- der Löhne bewerkstelligen läßt. lassen werden, die durchschnittlichen Selbstkosten zu berechnen, beiter direkt in Abhängigkeit gebracht von Unternehmer Jeder Arbeiter, der diese und der beantragte Zusatz ist unentbehrlich, weil ein Gesetz ohne und Inhaber der Kantine. die Bestimmung nicht bestehen könnte. Es tann ja auf dieser schmutzige Manipulation durchschaut und sich darüber ausGrundlage weiter gebaut werden; das gegenwärtig Erreichbare spricht, wird sofort arbeitslos. Diejenigen Arbeiter, welche den ist eine erhebliche Verbesserung gegen den bisherigen zu größten Theil ihres Verdienstes bei dem Wirthe lassen, erhalten Abg. Grillenberger( Soz.):§ 115 der Gewerbe- Ordnung stand, denn alle in der Kommissionsfassung zugelassenen Aus- am ersten Beschäftigung. Mancher brave Mann soll, wie mir soll sich mit dem Verbot des Trucksystems beschäftigen, er be- nahmen sind an bestimmte Kautelen gefnüpft. In Konsequenz weiter mitgetheilt wird, infolge diefes fluchwürdigen Systems zum ( Sört, hört! bei den Sozialschäftigt sich aber mit dem wirklichen Verbot durchaus nicht. Dieser Auffassung werde ich gegen die Anträge Grillenberger und Trunkenbold geworden sein. demokraten.) In Schleswig- Holstein es handelt sich um eine Schon in der Mitte der siebziger Jahre hat man eine Ab- Meßner stimmen. schwächung des Verbots eingeführt, dasselbe soll auch jetzt durch Abg. Mehner( Zentrum) ist erfreut, einmal voll und ganz Biegelei wurden die neu aufgenommenen Arbeiter von ihrem bie Rommissionsbeschlüsse erfolgen, während der Antrag Gutfleisch mit den Sozialdemokraten einverstanden zu sein. Herr Gutfleisch Meister angewiesen, alles Nöthige an Kolonialwaaren auf Konto eine wesentliche Verschlechterung derselben bedeutet. Unser Antrag übersehe doch, daß es doch die Absicht sein müsse, den von dem Inspektor zu entnehmen, der zu gleicher Zeit auch Krämer bezweckt nicht, wie man vielleicht glauben möchte, das Verbot Umgebungen des Verbots des Trucksystems, wie sie nach dem war. Im Sommer legte der Inspektor das Kontobuch dem Meister des Verkaufs von Lebensmitteln durch die Arbeitgeber, sondern alten Gesetz möglich waren, hier endlich einmal einen Riegel vor, der die Rechnung zahlte und sie den Arbeitern abzog, ohne er will die Umgehung des Kreditverbots verhindern; jetzt drängt vorgeschieben. Diesen Zweck erstrebe auch sein Antrag, ohne den daß sie diese einmal kontrolliren konnten, ob die Rechnungen man den Arbeitern Waaren förmlich auf, deren Bezahlung am solche Umgehungen nicht aus der Welt geschafft werden können. richtig waren. Durch dieses Kantinenwesen werden gerade die kleinen Löhnungstermin dann in Abrechnung gebracht wird. In Die Arbeitgeber zwingen vielfach ihre Arbeiter, ihre Waaren aus Gewerbetreibenden geschädigt, die Sie( rechts) so warm vertheidigen. Niederfranken z. B. ist das eine sehr häufig geübte Praxis, den von den Arbeitgebern eingerichteten Konsumvereinen zu ent- Wir wollen durch unseren Antrag nicht, wie der Bundeskommissar und trotzdem dieselbe in der Presse und in Versammlungen häufig nehmen; der Lohn wird zwar baar ausgezahlt, wie es das Gesetz ausführte, einer Arbeiterin verbieten, in einem Geschäfte, für verurtheilt wurde, erklärt die Behörde, dagegen nicht einschreiten verlangt; aber bei der Lohnzahlung ist der Beamte des Konsum- das sie thätig ist, einen anderen Artikel zu kaufen, auch nicht verzu können. Es mag ja schwierig sein, die Bestimmungen des vereins gegenwärtig und nimmt von dem Lohn den größten bieten, daß ein Schneidergeselle bei seinem Meister, der einen § 115 ganz scharf zu fassen, hauptsächlich wird es aber die Auf- Theil für die entnommenen Waaren wieder an sich, so daß dem Zaden hat, einen Anzug kauft. Es soll nur verboten werden, daß gabe der Aufsichtsbeamten sein, ihn zur Durchführung zu bringen, Arbeiter oft für seine zwei- oder vierwöchentliche Arbeit kaum Abzüge vom Lohne gemacht werden zu Gunsten von Einkäufen in Das Wort durchschnittlich" würde nicht denn sonst finden die Arbeitgeber immer eine Lücke zum Durch etwas übrig bleibt. Das nennt man dann eine Wohlfahrtsein demselben Geschäft. schlüpfen. Von den zahlreichen mir bekannt gewordenen Fällen richtung! Dabei geben die Konsumvereine nicht einmal dem Arbeiter, sondern dem Arbeitgeber zu Gute kommen. Es ist die von ihnen ausgegebenen Bons baares Geld, sehr schwer, fast unmöglich, den„ durchschnittlichen" Selbstkostenbem daß dort die Fabrikaufsicht musterhaft sein soll; das beweist, sondern nur immer wieder Konsumvereins- Geld, welches preis anzugeben, leichter aber den wirklichen. Beiläufig gesagt, nur beim Verein verwerthen tann. Der tommt die Klage, daß die Nähterinnen gezwungen werden, ihr schulten Fabrikinspektoren, die Fabrikaufsicht einheitlicher und verdiente Arbeitslohn des Arbeiters muß in dem Augen- Garn in den eigenen Geschäften zu kaufen, in den Mänteler ihn verdient hat, auch sein unantastbares geschäften viel seltener vor, als in der Wäschefabrikation. Wenn besser organisirt werden muß. Der Antrag Gutfleisch, der den blid, als Eigenthum sein, diesen Gedanken verwirklicht mein Antrag. Den seitens der Unternehmer den Arbeitern Materialien geliefert werArbeitgebern gestatten will, Rohstoffe auch theurer so kann Berkaufspreis Antrag auf Streichung des neuen Zusatzes zu Abs. 2 nach dem ben, man prinzipiell dagegen nichts einwenden, Selbstkostenpreis, ortsüblichen zum wohl aber, wenn dieses benutzt wird, den schon sonst recht den Arbeitern nach vorgängiger Verabredung zu ver- Antrage Gutfleisch ziehe ich zurück. Reg.- Rath Wilhelmi stellt in Abrede, daß das Trucksystem hohen Profit noch zu vermehren. Zu welchem Preise taufen, ist für uns einfach unannehmbar. Dem jetzt schon nun die Materialien abliefern? hier vielfach vorkommenden Unfug der Arbeitgeber follte man eine weitere Ausdehnung in den letzten Jahren in Deutschland sollen die Arbeitgeber ein Ende machen, ihn nicht aber noch, wie es der Antrag gewonnen habe; jedenfalls sind die auf Grund des§ 115 seit Nur zum Selbstkostenpreise, den ein Blick auf die Faktura erGutfleisch will, verewigen und gesetzlich sanktioniren. Die vor- 1886 erfolgten Bestrafungen konstant geblieben oder haben gar eine giebt. Der Unternehmer braucht hier weder aus der Konjunktur, gängige Verabredung" besteht darin, daß man den Arbeitern Berringerung erfahren. Den Antrag Mehner bitte ich abzulehnen. noch aus den Engrosverkäufen Vortheile zu ziehen. Der Durchfagt: Go iſt es bei mir Usus, wünschst Du das nicht, so bekommst Die Fälle, die in der Presse als unter das Trucksystem gehörend schnittspreis ist nicht zu kontrolliren. Die Fabritinspektoren haben Du feine Arbeit, so daß ihnen von vornherein, so zu sagen, die aus Oberschlesien angeführt sind, haben sich auf Grund einer im bie Kontrolle vorzugsweise auf die Großbetriebe auszudehnen, Pistole des Hungers auf die Brust gesetzt wird; der ortsübliche vorigen Jahre veranstalteten Enquete als solche nicht erwiesen. aber gerade im Kleingewerbe kommen jene Manipulationen vor. Preis" wird von den Arbeitgebern durch Verabredungen einfach Speziell ist nicht erwiesen worden, daß die Arbeitgeber eine Es ist auch dringend nothwendig, die achttägige Lohnzahlung festgesetzt; dabei kann man doch nicht mehr von einem Arbeiter vollständige Bession des Lohnes verlangt und die Unterschrift gefeßlich festzusetzen. Der Spartrieb der Arbeiter wird durch schuß sprechen! Ich bitte Sie, wenn Sie schon unsere Anträge eines entsprechenden Reverses beim Abschluß des Arbeits- langfristige Löhne schon deshalb nicht gefördert, weil sie dann Den Antrag Auer zur Deckung der täglichen Lebensbedürfnisse entweder Vorschüsse nicht annehmen, doch wenigstens diesen Antrag Gutfleisch abzu- vertrages gefordert und erhalten haben. lehnen. Der Antrag Megner ist bei dem Vorhandensein der bitte ich ebenfalls zu verwerfen; er würde ben Arbeitgebern nehmen oder die Waaren borgen müssen. Wohl aber wird durch ver langfristige Löhne dem Unternehmerthum ein Dienst erwiesen, pielen Rantinen berechtigt. Aus dem reichen Material einer unmöglich machen, Lebensmittel den Arbeitern zu Wenn eine Puhmacherin, die für das Geschäft weil dieses dann noch mit dem Gelde des Arbeiters Gewinne Enquete, bas uns vorliegt, will ich nur einzelne besonders faufen. hervortretende Thatsachen mittheilen. Gelbstverständlich muß von Rudolf Herzog arbeitet, in diesem Geschäft etwas kaufen erzielen kann. Wir können auch hier den Schutz der Arbeiter mit Wasserkraft wollte, wäre ihr das nach dem Antrage verboten. Bu solchen nicht einschränken. Mit den Aufgaben des praktischen Lebens betriebenen Etablissements den unverheiratheten Konsequenzen wird der Reichstag es doch nicht kommen lassen rechnet Herr Gutfleisch allerdings, aber mit denen des Unternehmerund den Saisonarbeitern, die ihre Familien in weiter Ferne wollen. Auch den weiteren Antrag Auer, bie Cohnzahlung an thums. Herr Hartmann übersieht, daß die Kommissionsvorlage haben und nur für die Arbeitssaison herkommen Gelegen- Sonnabenden, Sonn- und Festtagen zu verbieten, können wir die Auszahlung des Lohnes in Schankstätten nur soweit verbietet, heit geboten werden, sich ihre Lebensbedürfnisse zu beschaffen; am nicht akzeptiren. An Sonntagen kommt die Babling nur selten als die unteren Verwaltungsbehörden die Genehmigung versagen. liebsten wäre mir, den Berkauf der Lebensmittel durch die Unter- vor, diese Ausnahmen sind aber unumgänglich. Die Lohnzahlung Diese aber werden zu einer Einschränkung der Befugnisse des nehmer ganz zu verbieten und nur eine regelmäßige Berköstigung, in der Woche ist jetzt schon vielfach auf einen anderen Tag als Unternehmerthums nicht die Hand bieten, sie müssen dem sozialen wie sie in früherer Zeit der Geselle am Tische des Meisters hatte, den Sonnabend verlegt worden; die Zahlung am Sonnabend Ueberwicht der Unternehmer weichen. Die tausendfachen Einflüfic der Unternehmer und die Vetternwirthschaft sind so mächtig, daß einzuführen; ich beantrage bas nicht, weil die Stimmung des aber direkt zu verbieten. liegt kein Anlaß vor. Hauses doch nicht dahin geht, aber was soll man zu folgenden| Abg. Hartmann( dk.) spricht ebenfalls gegen den zu weit gehen Sie die Fälle mit Licht suchen werden, wo die untere Verden Antrag Auer und den einem dringen en bedürfniß nicht ent- waltungsbehörde die Genehmigung zur Auszahlung des Lohnes Roch bei Rügenwalde, in bei Zindow, in der Gisengießerei sprechenden Antrag Megner, der übrigens durch die weiteren Be in Gaft- und Schankwirthschaften versagt. Diese Bestimmung ist Barnewiß in Dresden, in sneri Siegeleien in Werder a. 5., der ſtimmungen der 58 117 und 118 überflüssig gemacht werde. also nur eine Dekoration; wer wirklich dem Unfug ein Gnve Rame des Eigenthümer beige nicht genannt, die andere Die Anträge der Sozialdemokraten würden nicht abgelehnt, machen will, muß den Unternehmer gefeßlich verpflichten. Wir überall find die Leute gezwungen, ihren Be- weil man ihnen nicht unbefangen gegenüberstehe; wie in der haben ferner beantragt, daß der Tag der Auszahlung kein SonnMarken, deren Werth bei der Lohnzahlung in Abrechnung gebracht zur Annahme gelangen, nur müßten sie auch danach sein. zu beziehen, die Bezahlung erfolgt oder Fefttag, sein darf. Herr Regierungsrath Wilhelmi meint, Die es finde keine Lohnzahlung am Sonntage mehr statt, und zum ist die Giese'sche wo es Jch tomme wegen Kartoffelland!" Warum kommen Sie so spät? So spät? Sie haben doch von 4-5 Sprechstunde; jetzt ist 3/45, das nennen Sie spät?"" Die Listen sind nicht mehr hier; am 15. war schon Schluß! " Das ist sehr unrecht, daß fein Mensch weiß, wann man sich melden soll." " 1 wo sie stattfinde, liege fein Anlaß vor, sie zu verbieten. I die bei dem Herren Ehrenbeamten" gevesen waren, über die von| Renten- und Ratenbank von Zimmermann" und der StaatsDa tennt der Herr Regierungsrath doch wohl die prakti- diesen geübte grobe Behandlung. Nun, dachte Frau K. in der loose- und Effektenhandlung von Lüdecke" aufgeschwatzt und auch einen groben Kloz gehört ein Anzahlungen darauf erhoben; die in Aussicht gestellten Quittungen schen Verhältnisse nicht. Im Kleingewerbe wird noch sehr Schönhauser Allee, auf vielfach am Sonntag gelöhnt. Der Arbeiter wird dadurch grober Keil und machte dem Herren Armenkommiffarius ebenfalls der Geschäfte sind jedoch nicht eingetroffen, worauf Anzeige bei vielfach zur Sonntagsarbeit gezwungen. Mancher Arbeiter hat ihren Besuch, um sich für die Bergebung von Armen- der Polizei erstattet wurde, in deren Folge die Verhaftung einDie Unterhaltung bei dieser Gelegen- trat. Die Firma Lüdecke, früher in Berlin, jezt Villa Schönow ferner einen weiten Weg zurückzulegen, muß also einen Theil land zu bewerben. des Sonntags opfern, muß antichambriren, bis es dem Unter- heit war zwischen den beiden so interessant, daß wir die bei Steglit, ist eine in der Branche" sehr bekannte; der Innehmer gefällt, von seinem Frühschoppen aufzustehen und dem felbe wiederholen. Also Frau R. tommt Nachmittags zu dem haber betrieb diese Art Geschäfte von jeher in größtem Umfange Arbeiter seinen schon am Sonnabend Abend wohl verdienten Herrn Armenkommissar, der sie mit den liebenswürdigen drei und ist bereits mehrfach bestraft. Im vorliegenden Falle be Lohn auszuzahlen. Die Regierung scheint allen Borschlägen zur Fragen empfängt:" Was wollen Sie? Warum fommen Sie? hauptet Zimmermann in Frankfurt, die Anzahlungen feien nicht an ihn abgeführt worden, und Lüdecke erklärt sogar, daß die beEinschränkung und Verschlechterung der ursprünglichen Vor- Wer schickt Sie? schläge zuzustimmen, während sie sich ablehnend dagegen verhält, treffenden Scheine ihm gestohlen sein müssen. Ob die Bezugs scheine überhaupt einen Werth haben, bedarf noch näherer Festdie Rechte der Arbeiter auszudehnen. Das zeigt sich auch schon bei den Antrage des Fünf- Männerkollegiums, der eine Ver stellung; das ganze Manöver ist jedenfalls ein gefährlicher Schwindel, vor dem nicht nachdrücklich genug gewarnt werden abfolgung von Werkzeugen und Stoffen zu einem höheren, den ortsüblichen Sah nicht übersteigenden Preise zulassen will. Einen kann. ,, ortsüblichen" Breis fönnen Sie nur durch Umfrage bei den Todtschlag. Gestern früh um 31/2 Uhr wurde durch eine Unternehmern feststellen. Diese haben es also auch hier, ebenso wie bei den Kartellen, Trusts und Ringen, in der Hand, beliebig Ja, da müssen Sie sich bei der Behörde beschweren; ich Schuhmannspatrouille auf dem Promenadenwege am Friedrichshohe Preise zu ihrem Vortheil festzusetzen. Namentlich die werde Sie noch mit aufschreiben; bekommen werden Sie aber hain die Leiche eines Mannes gefunden, der eine tiefe Stichwunde Herren, bie nicht Manchestermänner sind, sollten sich doch nichts; wo sollen wir denn die Kartoffeln alle hernehmen; hinter dem Dhre hatte und erst vor furzer Zeit verstorben sein sträuben, der kapitalistischen Ausbeutung Thür und Thor zu so viel haben wir nicht. Es haben sich ja über 60 Frauen schon fonnte. Der Verstorbene ist, wie polizeilicherseits festgestellt worden, der Schlächtergeselle Auguft Pollack, welcher Thaerstr. 3 öffnen. Ich bitte Sie deshalb, den Antrag des Fünf- Männer- gemeldet. triumvirats abzulehnen und nicht in ein Verbot des Trucksystems Ja wohl, das ist immer so. Leute mit vielen Rindern bei seinem Onkel, dem Schlächtermeister Steuer wohnte. Weitere berücksichtigt werden; eine noch viel härtere Ausbeutung hineinzuschmuggeln. Ich wünschte, sollen zuerst nach her aber be- Ermittelungen haben ergeben, daß Pollack mit zwei jungen die Subkommission hätte sich mit ihrer Thätigkeit zwischen der kommen Beamtenfrauen, die zwei eingefegnete Kinder haben, das Leuten, die ebenfalls bei Steuer wohnten, vorgestern Abend in ersten und zweiten Kommissionslesung begnügt, und wäre Band; die verkaufen dann die Kartoffeln auf dem Felde und Weißensee war und daß alle drei, Pollack in ziemlich angenicht bis zum letzten Athemzug bemüht, Verschlechterungen in das tragen das Geld auf die Sparkasse. Da fann Herr v. Fordenbeck trunkenem Zustande, vorgestern Nacht gegen zwei Uhr den Heimweg angetreten haben. Unterwegs hat Pollack, der als ein händelsüch= Gesetz zu bringen. schon sagen: Es giebt feinen Nothstand in Berlin!" Geh. Rath Lohmann: Die Empfehlung des Antrags Gut- Damit war die Unterhaltung zu Ende. Die armen Frauen tiger Mensch geschildert wird, verschiedene Perfonen angerempelt, der Elbingerstraße zwei Männer, fleisch durch den Vertreter der verbündeten Regierungen ist ein- aber, die nun noch mal von dem Herrn Armenkommissarius sich insbesondere auch in fach daraus zu erklären, daß der Antrag dasjenige, was ohne Bescheid holen müssen, ob sie Armenland" bekommen, werden welche mit zwei Frauenspersonen gingen. Ohne daß er weiter jede Einschränkung zulässig war, die Ablassung von Werkzeugen wohl wieder das liebenswürdige" Betragen des Armenkommissars gereizt worden wäre, hat P. einem dieser Männer, dem Schraubenbreher Bergemann, mit einem Messer eine erhebliche Verletzung und Stoffen zu höheren Preisen, an ganz bestimmte Bedingungen mit in den Kauf nehmen müssen. bindet. Nach 1888 angestellten Erhebungen ergiebt sich, daß die Jedenfalls verursacht diese Verleihung von Armenland in zugefügt. Bergemann und sein Begleiter flüchteten nun, fanden Auszahlung des Lohnes am Sonntag höchst felten erfolgt. Die Berlin eine solche Menge von Laufereien und Bemühungen, daß aber im Friedrichshain Bekannte und machten sich nun an die Ausführungen des Herrn Singer über diesen Gegenstand waren dieser Zweig, der hauptstädtischen Landwirthschaft eben nur für Verfolgung des Pollack. Die Wohnungsgenossen des P. ergriffen, aber entweder Phantasie oder Karrikatur. die Armen und auch für diese nur in geringem Maße lohnend als sie die Verfolger herankommen fahen, auch die Flucht, haben Abg. v. Stumm: Heute dürfen alle Gegenstände, welche ist. Aber es ist immer interessant zu sehen, wie die Berliner aber noch bemerkt, daß P., der etwas zurückgeblieben war, einin dem§ 115 ausdrücklich genannt sind, zu jedem beliebigen Gemeindebehörden das große fittliche Geheimniß auf die Armen geholt wurde und von einem der Verfolger einen Schlag erhalten Preise an die Arbeiter verkauft werden. In dieser Beziehung wirken lassen, indem sie ihn der Natur" näher bringen. Wer hat, infolge dessen er zu Boden gefallen ist. Auffallend ist es, fchaffen wir eine ganz außerodentliche Erleichterung für die Ar nach all den Mühfalen durch die Aussaat von zwei Scheffeln daß bei der Leiche des P. weder seine filberne Zylinder- Uhr mit beiter. Die Konsumvereine sollen nicht mehr protegirt werden. Kartoffeln auf Berliner Armenland nun noch nicht für die Ber- Goldrand und Sekundenzeiger, noch das schwarzlederne PorteWenn Herr Singer von Sklaverei fpricht, so bedente man, daß liner stadterhaltenden Grundsätze der Gemeindeverwaltung befehrt monnaie mit weißem Schloß, in welchem sich nach der Schäßung die Arbeiter eine viel härtere ausüben, wenn sie ihren Genossen ist, der bleibt ganz sicher ein ruchloser Bösewicht oder am Ende seiner Begleiter 15 bis 20 m. befunden haben müssen, aufgefunden den Besuch gewisser Brauereien untersagen, wenn sie Herrn gar was vielleicht noch schlimmer ist ein Sozialdemokrat. worden sind. Liebknecht verbieten, in die Philharmonie zu gehen.( Heiterkeit Vor Auf dem nicht mehr ungewöhnlichen Wege. und Zustimmung.) Wöchentliche Lohnzvhlung ist ja vielfach möglich; bei Affordarbeiten aber in Fällen, wo ein sogenannter Kurzem erschien in hiesigen Zeitungen folgendes Inserat: Ein junger Arzt wünscht sofort ein freundliches junges Mädchen zur Aufwartung und zum Empfang von Patienten in seiner Abwesenheit. Bedingungen: Schreibegewandtheit, Abg. Möller: Den besonderen Aerger der Sozialdemokraten hübsches Aeußere und keine groben Hände. Täglich zwei erregt vor Allem der von uns beantragte Busah gemäß dem Antrage Gutfleisch. Was wir hier wollen, ist in der ganzen Kon- Durch dieses Inserat veranlaßt, begab sich vor einigen Tagen fektion, in der Schuhmacherei u. s. w. gang und gäbe.( Zwischen ein junges Mädchen, nachdem es auf die unter einer beſtimmten eine Frau in der Nähe der Marschallbrücke in die Spree, wurde ruf lints: Zum Schaden der Arbeiter!) Nicht zum Schaden der Chiffre abgegebene Bewerbung die Adresse des Inserenten und Arbeiter. Die erhöhten Preise sollen doch die ortsüblichen nicht die Aufforderung, sich vorzustellen, erhalten hatte, in Begleitung übersteigen und außerdem vorher vereinbart sein. Daß einzelne einer Freundin zu dem vermeintlichen Arzte. Derselbe empfing gebäudes des Grundstücks Waldemarstr 59 Feuer aus, welches Fabrikanten sich vereinigen und beliebige Preise machen könnten, die beiden Mädchen und führte die Bewerberin in sein Privat ist unmöglich. Die Waaren sollen zum Detailpreise angerechnet kabinet, während deren Begleiterin in dem ersten Bimmer zurückwerden.( Ruf bei den Sozialdemokraten: Das ist das Unrecht!) blieb. In dem Privatkabinet wollte der Mann die Bewerberin Drechslergesellen sich kaum zu retten vermochten. Zwei derDas ist kein Unrecht. Die Anrechnung zum Engrospreise würde untersuchen, und als diese ablehnte, stellte ihr der Budringden großen Fabrikanten, der viel billiger eintaufen kann, den liche unlautere Anträge. Hleineren Gewerbetreibenden gegenüber ungebührlich begünstigen. Den Antrag Mehner bitte ich abzulehnen. Abg. Schädler( 3.): Auch wir haben in der Kommission Anträge auf Nichtauslohnung am Sonnabend, Sonn- und Fest tage und in Gast- und Schankwirthschaften, sowie auf wöchent liche Auszahlung gestellt, aber sie waren aussichtslos. Wir haben uns dann mit der Errungenschaft begnügt, welche in der statutarischen Bestimmung liegt. Den Antrag Wegner fann ich nicht annehmen, obwohl ich seine Tendenz vollkommen billige. Die Richtigkeit der erwähnten Zessionen wird aber in§ 117 festgestellt. Generalakford abgeschlossen ist, z. B. in Walzwerten, unmöglich. Bei den Tausenden meiner Arbeiter ist 14tägige Abschlagszahlung eingeführt; die Arbeiter sind damit sehr zufrieden. Die Diskussion wird geschlossen. Abg. Megner zieht nach den Ausführungen des Abgeordneten Schädler für heute seinen Antrag zurück. Unter Ablehnung der Anträge Auer wird§ 115 mit dem Antrag Gutfleisch angenommen. Um 5 Uhr wird die Fortsehung der Berathung auf Dienstag 1 Ühr vertagt. Tokales. Stunden." Steglik. Die Lokalkommission läßt noch folgende Wirthe, welche Arbeiterblätter auslegen, bekannt machen: 1. Schiefelbein, Schildhornstraße, 2. Meinert, Düppelstraße, 3. Heinrich, Albrecht straße, 4. Schulz, Teichstraßen- und Birkbuschstraßen- Ecke. Polizeibericht. Am 20. b. M. Mittags fiel ein Mann vor dem Hause Andreasstraße 26 beim Absteigen von einem in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagen zur Erde und erlitt an scheinend schwere Berlegungen am Fuß. Nachmittags sprang jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach der Charitee jedoch noch lebend aus dem Waffer gezogen und nach der Charitee gebracht. Zu derselben Zeit brach im Dachstuhl des Quer gebäudes des Grundstücks Waldemarstr 59 Feuer aus, welches Drechslergesellen sich faum zu retten vermochten. Zwei der so schnell um sich griff, daß die in einem Dachraum beschäftigten ſelben flüchteten mit großer Gefahr die Treppe hinab, wobei der Als diese ebenfalls mit Ent- eine, Daechsler Neumann, durch Glasscherben so bedeutende Verrüstung zurückgewiesen wurden, versuchte der Mann der legungen am Arm erlitt, daß er nach dem Krankenhause Bethanien jungen Dame Gewalt anzuthun, und er hätte sein Borhaben auch gebracht werden mußte. Die beiden anderen Gesellen klettertent ausgeführt, wenn nicht die Begleiterin, durch den Lärm im be- auf das Dach und wurden mittelst Sprungtuchs gerettet. am 21. 5. M., Vormittags, wurde ein Mann in seiner Wohnung nachbarten Zimmer in Angst versetzt, an die Thüre gepocht und in der Mittelstraße mit einer Schußwunde im Kopfe todt aufge gleich darauf als Retterin der Bedrängten in das Zimmer gefunden.- Nachmittags wurde am Garten- Ufer die schon fast in treten wäre. Die beiden Mädchen entfernten sich, und die Ver- Berwefung übergegangene Leiche einer unbekannten Frauensperson wandten derselben verständigten die Polizei von dem Vorfall. aus dem Wasser gezogen und demnächst nach dem Schauhauſe geschafft.- Abends fiel eine Frau auf der Bellealliancebrüde Die Ermittelungen der Behörden führten aur Feststellung der aus dem Wasser gezogen und demnächst nach dem Schauhauſe Thatsache, daß der angebliche Arzt gar kein Arzt, sondern der beim Absteigen von einem in der Fahrt befindlichen Pferdebahnverheirathete Kaufmann G. ist, der verhaftet und gestern wegen wagen zur Erde und zog sich dadurch eine Verstauchung des Vergehens gegen die Sittlichkeit der Staatsanwaltschaft vor Oberschenkels zu, so daß sie mittelst Droschte nach ihrer Wohnung geführt worden ist. G. hat erklärt, daß ihm auf sein Inserat gebracht werden mußte. Zu derselben Zeit wurden zwei Ars bin nicht weniger als 127 Anerbietungen von jungen Damen au- beiter an der Ecke der Forsterstraße und des Kottbuser Users von gegangen sind, und es fanden sich in seinem Besize zahlreiche Briefe, in denen die Bewerberinnen ihre Reize eingehend schil- unbekannten Personen überfaller und durch Messerstiche bedeutend verletzt. In der Nacht zum 22. d. M. wurde eine Frau mit derten. Wie arg dieser Wüstling gewirthschaftet haben mag, tann man aus dem Umstand schließen, daß er auch noch in einer einer schweren Verlegung am Kopfe, welche ihr angeblich von anderen Straße ein Zimmer gehabt hat, in dem er die Besuche ihrem Ehemanne beigebracht worden wae, indem er ihr eine Betroleumlampe an den Kopf geworfen hatte, nach der von jungen Mädchen empfing. Diese Zimmer hat er auch gelegent: Sanitätswache in der Paukstraße und von dort auf Anordnung lich Freunden zur Benutzung überlassen. Die Behörden werden nach der Charitee gebracht.- Am 23. d. M. Morgens wurde sich eingehend mit seinem Treiben beschäftigen. in der Wohnung eines Mädchens in der Schönhauser Allee 80, Der Konkurs und die Verhaftung des Kaufmanns B. das von ihr am 20. d. M. geborene Kind neben der Mutter im megen betrügerischen Banterotts erregt im Norden Berlins großes Bette liegend erstickt vorgefunden. Da der Verdacht vorlag, daß Der Markthallenbau in der Eisenbahnstraße liefert Aufsehen. 23. betrieb in der Invalidenstraße ein Mode-, Weiß- dieselbe ihr Kind vorfäßlich getödtet hat, wurde es als Gefangene gegenwärtig den Maurern Berlins und auch allen anderen Leuten und Wollwaarengeschäft en gros et en detail. Er lebte auf nach der Charitee überführt. Zu derselben Zeit sprang ein so recht deutlich den Beweis, wie nöthig eine feste Organisation großem Fuße, hatte zwei Wohnungen, eine in Berlin und eine Mann nahe der Potsdamerbrücke in den Landwehrkanal, wurde der Berliner Maurer nicht blos zur Wahrung ihrer eigenen in der Wollantstraße zu Pankow und galt allenthalben als reicher jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach der Charitee Interessen sondern auch zur Wahrung der Interessen der All- Mann. Kürzlich blieb er aus dem Geschäft fort, er galt als ver- gebracht. Nachmittags wurde in der Lüneburgerstraße, nahe gemeinheit ist und wie berechtigt und nothwendig die von den reist, das Personal merkte erst, was die Glocke geschlagen hatte, der Paulstraße, das vor einen Jagdwagen gespannte Pferd eines Berliner Maurern angestrebten Ziele sich erweisen. Dort auf dem als das Gefchäft verschlossen und versiegelt wurde. Sehr bald hiesigen Maurermeisters scheu und sprang mit dem Wagen über die Markthallenbau wird jezt in einer Weise gearbeitet, daß man stellte sich heraus, daß B. in letzter Zeit große Waarenposten auf Bordschwelle auf den Bürgersteig. Hierbei wurden die drei Insassen des denken muß, die Maurer wollen dort in denkbar kürzester Zeit Stredit bezogen und dieselben verramscht" und versett" hatte. Wagens aus demselben herausgeschleudert und erlitt ein Mädchen einen neuen Stadttheil errichten. Affordarbeit und Sonntags- Noch wenige Tage vor dem Ausbruch des Konkurses hatte er für einen Bruch des rechten Beins, während der Gigenthümer des Wagens arbeit sollen das Wert fördern; es ist jetzt die dem Unternehmer 20 000 Mark wollene Decken von einer Firma in Düsseldorf be- nur eine Quetschung der rechten Körperseite davontrug und seine Ches günstige Jahreszeit und so sieht man hier die Maurer seltsamer zogen und sofort lombardirt. Es wurde daher ein Haftbefehl frau unverletzt blieb.- Abends fiel ein Droschkenkutscher an der Ecke Weise bei Taglicht und bei Mehterbeleuchtung beschäftigt. Diese gegen B. erlassen. Wenn auch angenommen werden konnte, der Kürassier- und Oranienstraße infolge eines Fehltritts zur Beleuchtung ist bei der sehr schwierigen Fugenarbeit völlig unzu- daß der Gesuchte längst über alle Berge sei, so Erde und brach den linken Unterschenkel. Zu derselben Zeit reichend; allein es wird ja im Akkord gearbetiet und wenn etwa wurden doch Die Wohnungen desselben obfervirt, in wurde eine Frau mit ihrer zweijährigen Tochter an der Ecke der ein Maurer gewissenhaft genug wäre, zu sagen, daß er Berlin durch die Kriminalpolizei, in Pankow durch Gen Garten- und Invalidenstraße von einer Drosche überfahren und die bei solcher Bauart entstehende Gefahr nicht verant- barmen und Amtsdiener. B. ließ sich jedoch nicht sehen, erlitten beide anscheinend schwere Verlegungen. In der Nacht worten fönne, so würden hundert andere, die arbeitslos vor der Da fiel es dem Pankower Amtsdiener ein, daß B. häufig in einem zum 23. d. M. wurde auf dem Promenadenwege im Friedrichs Thür stehen, sofort zu dieser Arbeit bereit sein. Am vorigen bestimmten Lokal in der Wollantstraße verkehrt hatte. In der hain, gegenber dem Hause Elbingerstr. 9, die Leiche eines unSonntag hatten die Affordarbeiter ein sogenanntes Roppen- Annahme, daß derselbe vielleicht wieder nach dem Zotale fommen bekannten Mannes mit einem Messerstich am Halse aufgefunden. gewölbe fertiggestellt. Am Montag sollte die Jagdarbeit fort- tönnte, um Grfundigungen einzuziehen, begab sich der Amtsdiener Da die Schlagader verletzt war, scheint der Tod durch Berblutung gesetzt werden und zunächst wurde die Unterschalung, auf der eines Abends dorthin. Das Glück war ihm günstig, faum hatte eingetreten zu sein. Am 21. und 22. d. M., sowie in der das Gewölbe hergestellt ist, fortgenommen. Allein das folide er das Sokal betreten, da erschien auch B. und bestellte sich eine darauffolgenden Nacht fanden acht Brände statt. Affordgewölbe fonnte diese Stütze nicht entbehren und mit der Portion Rührei. Der Beamte ließ ihn erst ruhig essen, dann Stüze stürzte das ganze Gewölbe unter Kanonenschuß ähnlichem lockte er ihn unter einem harmlosen Vorwande nach dem AmtsGeräusch zusammen. Als die Maurer sich von ihrem Schrecken bureau, wo die Berhaftung erfolgte. Der Verhaftete bat wiedererholt hatten, bemerkten sie einen der ihrigen, den Maurer Rose, holt, ihn erst noch einmal nach seiner Wohnung zu führen, und der sich blutüberströmt aus den Mauerstücken hervorzuarbeiten als ihm dies verweigert wurde, wolite er nach dem Kloset, anfuchte. Die anderen drei Mann von der betreffenden Kolonne scheinend um einen Selbstmordversuch zu machen. Seine Absicht Auf Straßenraub lautete die Anklage gegen den vielfach waren diesmal mit dem bloßen Schrecken davon gekommen. Das wurde jedoch errathen und vereitelt. Anderen Tages erfolgte vorbestraften Schlächter Friedrich Reil, welcher gestern vor der ist der Segen der Affordarbeit. Nun kommt vielleicht auch noch seine Ueberführung nach Moabit. Es ist festgestellt worden, daß Schwurgericht des Landgerichts I. stand. der Staatsanwalt, um nachzusehen wer die Schuld an diesem B. noch während der Zeit, wo er bereits verschwunden schien und 13. Dezember vorigen Jahres lernte Keil den Maler Schumacher Einsturz trägt und danu reifen die weiteren Früchte der Akkord- gesucht wurde, in einer Kellnerinnentneipe eine Zeche von über in einer Destille kennen. Er bemerkte dabei, daß der Lettere eine 70 m. gemacht hat, das erschwindelte Geld scheint also für ihn Uhr und ein ziemlich inhaltreiches Portemonnaie besaß und von diesem Augenblicke wich er nicht von dessen Seite. Als sie auf Das städtische ,, Armenland" wird gegenwärtig wieder ver- nicht viel Werth gehabt zu haben. theilt. Die armen"" Leute sollten jetzt, im Februar schon wissen, dem Heimwege durch die Invalidenstraße eine wenig bebaute Ein alter Schwindel, der noch immer zicht". In ſeinet ob sie im Sommer in der Lage sein werden, die von dem hoch neuerer Zeit sind zur Kenntniß der Kriminalpolizei wieder zahl- Begleiter vom Baune, stieß ihn zu Boden und raubte ihm Uhr wohlweisen Magistrate zur Aussaat gelieferten Startoffeln von reiche Fälle gekommen, in denen geschäftsunkundige Personen, und Portemonnaie. Der Thäter suchte mit der Beute das Weite, dem Armenlande" einguernten, Armenland!" eine merkwürdige namentlich Frauen, durch Agenten von sogenannten Staten Bei der außerordentlichen Frechheit, mit der die That begangen Bezeichnung für einen Flecken Acker, der gerade groß genug ist, geschäften betrogen worden sind. Dieselben vertreiben meist war, fonnte von Zubilligung mildernder Umstände nicht die Rede zum zwei Scheffel Kartoffeln darauf auszufäen und wofür der glänzend ausgestattete Bezugsscheine auswärtiger 200spapiere fein, bas Urtheil lautete auf fünf Jahre Zuchthaus und Arme" 7 M. 50 Pf. zu bezahlen hat. Ebenso merkwürdig wie( vorzugsweise von Barletta, Venezianischen und ähnlichen die üblichen Nebenstrafen. diese Bezeichnung ist auch das Gebahren mancher Armen- Kom- Loosen) und wissen dabei nicht genug zu erzählen von den nammissionsmitglieder denjenigen Leuten gegenüber, die sich um die haften Gewinnen, welche auf dieselben schon gefallen sind resp. läßt sich verleiten, Armen", welche wegen des städtischen Kartoffellandes bei ihm solchen Bezugsschein anzunehmen und Zahlungen Am Sonnabend ist nunmehr nachfragten, grimmig anschnauzte, und auf vierzehn Tage später zu machen. arbeit in Plößensee. Gerichts- Beifung. Am Abende des Durch praktische Anwendung einer Photographie ist Ueberlassung von Armenland bewerben. In der Schönhauser noch zur Ausloosung gelangen. Mancher, der mit solchen ein schlau angelegter Betrug vereitelt und der Thäter ergriffen Allee wohnt so ein Herr, der seit etwa vierzehn Tagen alle die Dingen nicht Bescheid weiß, 11 einen worden. Der gestern auf der Anklagebant der 98. Abtheilung darauf des Schöffengerichts befindliche Handlungskommis Gustav wiederum ein Schade benutzte furz vor Weihnachten die Bahn von Stettin Der nach Berlin. Unterwegs lernte er einen jungen Reisegefährten die Listen sind schon abgeschickt. Ueberall aber flagten die Frauen, selbe hatte mehreren Frauen Bezugsscheine der Frankfurter kennen, der ihm mit unnöthiger Offenheit erzählte, be de bestellte. Als die Leute dann wieder tamen, hieß es ebenso höflich: solcher Agent, der Kaufmann 2., verhaftet worden. Erklärung: gefeht haben, ebenso fordert derselbe eine vierjährige Behrzeit für die Bergleute. Hohmann- Steele tritt für die Arbeiterausschüsse ein, ebenso fordert derselbe den Befähigungsnachweis für die Bergleute, sowie einen Minimallohn von 5 M. Unter den Vertretern aus dem Wurmrevier, Saarrevier, Niederschlesischen Revier, der Provinz Sachsen und dem OberUeberschichten sollen verboten werden. Nur bei drohenden Bergamtsbezirk Dortmund sind folgende in nächster Zeit zu Gefahren in der Grube, die für Menschen, sowie für die Baue stellende Forderungen vereinbart, die zur praktischen Durchführung der Grube eintreten und den Betrieb in Frage stellen, sollen gebracht werden sollen: 1. 8 stündige Schicht einschließlich Ein- und Ausfahrt. 6 stün Ueberschichten erlaubt sein. Die zu diesen Arbeiten verwendeten Bergleute erhalten dann doppelten Lohn. Wer z. B. 4 M. 50 Pf. dige Schicht bei naffer Arbeit, Hiße oder Wettermangel. 2. Minimallohn für Sauer 4,50 M., Simneerhauer 3,75 M., pro Schicht verdient, erhält dann für die Ueberschicht 9 M. Zur Produktion von Kohlen dürfen keine Ueberschichten gemacht werden, Schlepper 3 M. Diese Beträge sollen rein zur Auszahlung ges auch dann nicht, wenn Kohlenmangel eintreten sollte. Es soll auf langen. diese Weise den Betrieben möglich gemacht werden, die Arbeitslofen wieder einzustellen. Sohn eines Stettiner Groß- Kaufmannes sei, der, mit genügenden| Seilfahrt beginnt des Morgens um 5 Uhr und endet 1 Uhr des Mitteln ausgestattet, eine Vergnügungsreise mache und zunächst Mittags, es sollen also um 1 Uhr sämmtliche Bergleute aus der Berlin kennen lernen wolle. Nachdem der Angeklagte ihn nach Grube sein. Kräften ausgefragt, trennten sie sich nach der Ankunft in Berlin. 2. Verbot von Ueberschichten, wenn Ueberschichten nöthig, Zwei Tage darauf erhielt der Stettiner Raufmann eine Depesche nur mit Erlaubniß der Arbeiterausschüsse und dann gegen von feinem Sohne, in welchem dieser um umgehende doppelten Lohn. Zusendung von Geld bat und zwar postlagernd bei einem angegebenen Poftamte. Der Adressat wunderte sich nicht wenig, daß sein sonst so solider Sohn die nicht unbedeutende Summe, die er mitgenommen, in wenigen Tagen vergeudet haben sollte, sandte aber dennoch das Geld ab. Um sich aber zu vergewissern, daß das Geld auch in die Hände seines Sohnes gelangte, und um einen etwa vorliegenden Betrug zu vereiteln, sandte er gleichzeitig ein Schreiben an den Vorsteher des ihm auf gegebenen Bostamtes, dem er eine Photographie seines Sohnes beifügte. Er bat den Vorsteher, den Abholer des Geldes mit der Photographie vergleichen zu wollen und das Geld nur auszuhändigen, wenn er sich überzeugt habe, daß kein Betrug vorliege. Am Schalter des Postamtes erschien bald ein junger Mann, der sich für den Sohn des Stettiner Kaufmanns ausgab und nach einer von ihm erwarteten Geldsendung Nachfrage hielt. Der Beamte folgte der Weisung, er verglich die Photographie mit dem Anfragenden und ersah sofort, daß keine Spur einer Aehnlichkeit vorhanden war. Der Verdächtige wurde festgenommen und gestand auch vor der Polizei, wie vor dem Schöffengerichte ein, daß er einen Schwindel habe ausführen wollen. Der Staatsanwalt beantragte 6 Wochen Gefängniß, der Gerichtshof erkannte aber auf 2 Monate. 3. Errichtung von Arbeiterausschüssen und Einigungsämtern. Erklärung: Auf jedem Werke( Schacht) sollen Arbeiterausschüsse bestehen, nicht unter 5 Mann bilden diesen Ausschuß. Wählbar in den Ausschuß soll jeder Bergmann sein, der 23 Jahr alt und ein Jahr auf dem Werke in Arbeit sieht. Wahlberechtigt ist jeder Bergmann, der 21 Jahre alt und ein Jahr auf dem Werke arbeitet. 3. Arbeiterausschüsse zur Interessenvertretung und Schlichtung bei Streitigkeiten; 25 jährige Arbeiter, die ein Jahr auf der betreffenden Grube gearbeitet, find wählbar; 21 jährige Arbeiter, die ein Jahr auf der Grube gearbeitet, find wahlberechtigt. Wahlen geschehen in öffentlichen Belegschaftsversammlungen. 4. Reine Ueberschichten zur Kohlenproduktion. Bei Menschengefährdung oder Betriebsstockung nur gegen dcappelten Lohn. 5. Einstellung der gemaßregelten Arbeitslosen auf denjenigen Gruben, wo sie entlassen sind. Soziale Uebersicht. waren Versammlungen. Die Ausschüsse sollen die Angelegenheiten der Bergleute den Werksverwaltungen gegenüber vertreten, sowie auch die Organifation leiten. Bei Lohnstreitigkeiten hat der Ausschuß die Rechte des Bergmanns resp. der Bergleute zu wahren. Von ArbeitsBon ungeheurer Rohheit zeugt die That, welche einem ge- stellen, wo nachweislich länger wie zwei Monate der Durchschnitts- Ein Beitrag zur Rennzeichnug von Arbeiterwissen Carl Braun gestern vor der II. Strafkammer des Land- Sauerlohn nicht hat erzielt werden können, soll der Ausschuß zeugnissen. Gelegentlich der Berathungen der§§ 107-114 gerichts I. zur Last gelegt wurde. Derselbe ist der Bedrohung berechtigt sein, diese zu befahren und wo der Minderlohn aus den ber Gewerbe- Ordnung im Reichstage that man von gewisser Seite und der Körperverlegung eines acht Jahre alten Mädchens, welches in seiner Gewalt steht, beschuldigt. Der Angeklagte theilt schlechten Arbeitsverhältnissen nachweisbar ist, soll den Hauern sehr entrüstet darüber, als behauptet wurde, Unternehmer kennfeine Häuslichkeit mit einer Wittwe, welche ihre Tochter, die für die verflossene Zeit das Fehlende bis zur Höhe des Durch- zeichneten die Arbeitszeugnisse der Arbeiter. Vor uns liegt eine achtjährige Auguste Holzhammer, bei sich hat. Diesem Kinde Schnitts- Hauerlohns nachgezahlt und das Gedinge den Verhält Kennzeichnung, wie sie frasser nicht gedacht werden kann. In Alle Streitigkeiten dem Gewerbe der Glasarbeiter ist es Sitte, daß die selbständigen gegenüber bringt der Angeklagte eine Erziehungsmethode in An- nissen entsprechend neu geregelt werden. wendung, welche sich nicht nur auf die häufige Handhabung des betreffs Lohn, Gezähe, Behandlung u. s. w. sollen dem Ausschuß Arbeiter, wenn sie anderweitig Beschäftigung auf einer Glashütte sofort mitgetheilt werden. Dieser soll zwischen den Betriebs- gefunden haben und nun einen Vorschuß von dem neuen UnterStockes beschränkt, sondern mitunter auch noch zu anderen Ge- verwaltungen und den Arbeitern vermittelnd wirken, ist aber keine nehmer zur Uebersiedlung fordern, gleichzeitig von der Arbeitswaltsmitteln greift. Am 30. September machte der Anbei der sie so lange beschäftigt waren, einen getlagte für das fleine Mädchen ein Fußbad zurecht und Ginigung zu erzielen, so soll der Ausschuß die Angelegenheit dem ftelle, Einigungsamt unterbreiten. Der Ausschuß darf nicht zu ein- Kündigungsschein einreichen. Auf der grünen Hütte in befahl dem Mädchen, dasselbe in Gebrauch zu nehmen. Das Kind Dor turzer Zeit die Dortigen gehorchte, merkte aber, als es die Zehenfpigen behutsam in das feitigen Zwecken der Verwaltung benutzt werden; sobald dieses Charlottenburg Sampfende Waffer stedte, das letzteres siedeheiß war und es geschieht, soll eine einzuberufende Belegschaftsversammlung be- Glasmacher burch Verkündigung einer 5-13 prozentigen Lohndampfende Wasser steckte, das letzteres fiedeheiß war und erechtigt sein, den Ausschuß abzusehen und in selbiger Versamm reduktion beglückt worden, die sie sich nicht wollten gefallen laſſen. machte dem Angeklagten davon Mittheilung, um denselben zu Deshalb fündigten sie alle. Ihre anderweitige Anstellung unterveranlassen, kaltes Wasser dazu zu gießen. Der Angeklagte wollte lung einen neuen Ausschuß zu wählen. Bei allen Neu- Einrichtungen, welche für den Arbeiter in Be- blieb aber, weil die Direktion der Hütte in ihrem Kündigungsdavon aber Nichts hören, befahl vielmehr dem Mädchen, sofort tracht kommen, muß der Ausschuß erst gehört werden und ist die schein einfach die Bemerkung aufgenommen hatte:„ Die Künfeiner Anordnung nachzukommen, widrigenfalls er einen Knüppel Bustimmung von demselben erforderlich. Die unbedingte Noth bigung ist wegen Lohnreduktion erfolgt." holen und damit nachdrücklichst schlagen würde. Das Daß fein Unternehmer Arbeiter annahm, die einen derartigen bedauernswerthe Kind wußte, daß dieser Drohung sehr wendigkeit des Ausschusses tritt hauptsächlich bei Erlas Das Amt eines Ausschuß Uriasbrief übersandten, kann sich Jeder denken. leicht die That folgen tönnte und aus Angst stedte von Arbeitsordnungen ein. aus Angst stedte es daher die Füße in das heiße Wasser, und ver- mitgliedes ist ein Ehrenamt. Vergütung für seine Mühebiß sich den Schmerz, bis es nicht mehr zum Aushalten war. Bu waltung erhält es nur, wenn die Befahrung einer Arbeitsstelle, ihrem Glück ging der Angeklagte auf einen Augenblick aus dem wo Differenzen zwischen dem Arbeiter und der Verwaltung be stehen, nothgedrungen stattfinden muß. Das Ausschußmitglied Bimmer und diese Gelegenheit benutzte die Gemarterte, um schnell erhält dann seinen gewöhnlichen Verdienst erfekt und zwar aus einer Wasserflasche kaltes Wasser hinzu zu gießen. Trotzdem selbstverständlich von der Werksverwaltung, weil diefe in erster die Füße des Kindes durch das Bad ganz wund geworden waren, Linie den größten Vortheil von dem wieder hergestellten guten mußte es sofort Strümpfe und Schuhe anziehen und wurde von der in der Potsdamerstraße gelegenen Wohnung aus nach dem Einvernehmen erzielt. 4. Wegfall der Fülltohlen und Regelung des Wagennullens. Dennewitzplatz geschickt. In der Dennewitzstraße fiel das Kind Erklärung: vor Schmerzen um, es fonnte nicht weiter und mitleidige Passanten erbarmten sich seiner und brachten es zur Polizeiwache. Dort erzählte Füllkohlen dürfen auf feiner Beche mehr in Abziehung tomdie bedauernswerthe Kleine die Tortur, welche sie ausgehalten, in men. Wagennullen soll nicht mehr wie bisher einseitig von der allen Einzelheiten und der Augenschein zeigte, daß sie Beche geschehen. nicht gelogen: an den Füßen war an mehreren Stellen die Haut nullen, welche Windermaß oder mehr Berge enthalten, wie es Der Beamte, welcher die Berechtigung erhält, Wagen zu heruntergebrüht und das arme Geschöpf mußte auf längere Zeit den Verhältnissen des Flößes entspricht, woraus der Wagen geins Krankenhaus. Als das Mädchen gestern vor Gericht ver. nommen worden, machte dasselbe plötzlich Aussagen, die der poli- fördert ist, soll von der Belegschaft jährlich gewählt, von der zeilichen Vernehmung direkt widersprachen. Das Kind behauptete Bergbehörde vereidet und von der Beche den Lohn erhalten. Der jetzt plöblich, daß das Badewasser gar nicht zu heiß gewesen sei selbe kann dann zu gleicher Zeit die geförderten Wagen notiren, und die Krankheit ihrer Füße einen anderen Grund haben müsse. weil auch hierbei auf sehr vielen Zechen von den Bergleuten sehr Da trotz aller Bemühungen des Vorsitzenden aus dem Mädchen unliebsame Erfahrungen gemacht werden. anderes nicht herauszubringen war, erschien eine Vertagung geAuch soll er darauf sehen, ob bei vorkommendem Minderboten, um bas Gutachten des behandelnden Arztes einzuholen. maße der Wagen nicht die örtlichen Verhältnisse( Strecken, Allem Anscheine nach hat der Angeklagte in der Zwischenzeit Bremsen 2c.) schuld daran sind. durch Drohungen auf die kleine Beugin eingewirkt und der Ge Er soll besonders schützend für die Bergleute eintreten, welche in Der Ausschuß soll hier seine besondere Thätigkeit entfalten. richtshof hält es daher für angemessen, denselben wegen Verdachts Flögen arbeiten, wo den Verhältnissen nach es nicht möglich ist, Der Verdunkelung in Haft zu nehmen. reine Rohlen zu gewinnen. Ein netter Wächter der Ordnung. Das Schwurgericht Andererseits soll der Ausschuß seinen ganzen Einfluß darin Guben verurtheilte am 17. d. M. den früheren Polizei- Rom- auf verwenden, bei den Kameraden, welche Arbeitspunkte haben missar Schön aus Sommerfeld wegen wissentlichen Meineids in wo reine Kohlen gewonnen werden können, daß dort keine Fahrzwei Fällen zu sechs Jahren Zuchthaus und Ehrverluft auf gleiche lässigkeiten vorkommen. Dauer, sprach demselben auch die Befähigung zur Zeugnißablegung für die Dauer ab. Schön ist bereits wegen Meineids vorbestraft und verbüßt zur Zeit eine wegen desselben Verbrechens erhaltene vierjährige Zuchthausstrafe. Arbeiterbewegung. Ueber die letzte große Bergarbeiter- Delegirten- Verfammlung in Bochum entnehmen wir zur Ergänzung unserer nach dem Wolff'schen Telegraphenbureau" gebrachten Meldung der Gelsenkirchener Arbeiterztg." folgenden Bericht: lung eingeladen, er hat es jedoch vorgezogen, nicht zu erscheinen, im 5. Steigender Lohn mit steigendem Gewinn, Erklärung: Gedinge arbeitende Bergleute bis zum 1. März einen LohnDen jetzigen Zeitverhältnissen entsprechend, sollen alle nicht zusatz von 25 pt. erhalten. M. Alle Sauer, welche in den letzten zwei Monaten unter 4 m. pro Schicht verdienten, eine Lohnerhöhung von 40 pt. Alle Sauer, welche in den letzten zwei Monaten über 4 M. pro Schicht verdienten, eine Lohnerhöhung von 25 pet. Schlepper, welche im Gedinge geschleppt und nicht über 3 M. pro Schicht verdient haben, eine Erhöhung von 30 pCt., welche über 8 m. verdient, 25 pet. Lohnerhöhung. Die fernere Regelung des Lohnes soll durch den Ausschuß im Berein mit den Werksverwaltungen erfolgen, und zwar nach der jeweiligen Lage des Marktes, sofern eine Steigerung des Gewinnes erfolgt, soll auch der Lohn steigen. 6. Wiedereinstellung der Bergleute, welche infolge der Organifationsbestrebungen aus der Arbeit entlassen sind. Grflärung: Alle Kameraden, welche bei den Bestrebungen, ihre Lage zu verbessern, den gefeßlichen 23aben integebatten beben und dennoch entlassen sind, sollen wieder in Arbeit werden. Erklärung: und Umgegend tagte am 18. Februar unter Leitung der Rollegen Eine öffentliche Versammlung der Tapezirer Berlins Hartig und Feder als Vorsitzender und Kollege Back als Schriftführer. Zum ersten Punkt erhielt Genosse Stabernack das Wort zu einem Vortrag über Arbeiterorganisationen und Unternehmerverbände. Der Redner erntete lebhaften Beifall. In der Diskussion sprachen die Kollegen Friedmeier und 1. Oktober 1890 bis 1. Februar 1891 waren 136 Stellen ausFeder im Sinne des Referenten. Den Bericht über den allgemeinen Arbeitsnachweis erstattete Rollege Kolbrun. Bour gegeben, davon 6 nach außerhalb. Um Arbeit nachgesucht haben 78,35 M., die Ausgaben 77,90 Wt., Bestand 0,45 M. Zum refp. eingeschrieben waren 226 Kollegen. Die Einnahmen betrugen britten Punkt der Tagesordnung: Berichterstattung über die in der letzten öffentlichen Versammlung angenommene Resolution in Betreff des Privatbureaus in der Seydelstraße, nahm Genosse Stabernat das Wort als Mitglied der Berliner Streit- Kontrolltommission, welcher diese Angelegenheit zur Regelung übertragen bes Hrn. Schäpe. Derfelbe war persönlich eingeladen, aber nicht war und berichtete, daß die ganzen Verhandlungen an dem Ber balten der Herren gescheitert feien, namentlich an dem Auftreten erschienen. Die Koll. Hartig und Friedmeier bringen die verschiedenen Berhältnisse des Bureaus zur Sprache und charakterisiren die Inhaber. Kollege Freiwald stüßt seine ganze Hoffnung auf die Berliner Streit- Kontrollkommission und stellt folgende Resolu ion, welche mit allen gegen zwei Stimmen angenommen wurde: tDie " heutige Versammlung beschließt in Sachen des ArbeitsnachweisBureaus die frühere Resolution aufrecht zu erhalten. Wir stellen das Ersuchen an die Berliner Streit- Kontrollkommission, mit allen formirt ist, wünschen wir, daß die Sache unter allen Umständen Kräften sich dieser Sache anzunehmen. Da dieselbe genau ingeregelt wird. Genosse Stabernad verspricht, dafür einzutreten. unter Verschiedenem" berichtet Kollege Friedmann über die Thätigkeit der Berliner Streiffontroll- Kommission, in Betreff der Streits der Vergolder, Glas-, Klavier- und Tabalarbeiter sollen erklärt sich die Versammlung einverstanden. Koll. Back weist auf die Listen verausgabt werden. Mit der Thätigkeit der Delegirten Baugewerks- Konferenz hin und beantragt dazu zwei Delegirte zu wählen. Die Kollegen Feder und Friedmeier schließen sich dieser Ansicht an. Die Kollegen Freiwald, Moskopf und Kirchner sind dagegen der Meinung, daß noch Zeit zum Beschluß wäre und daß zu diesem Zweck eine besondere Versammlung einzuberufen noch Koll. Wachsen auf das am 8. März vom„ Allg. deutschen Tapezirerfei, wozu speziell die Kleber eingeladen werden sollen. Nachdem Verein arrangirte Kränzchen aufmerksam gemacht und Kollege Beitritt in den Fachverein aufgefordert hatte, schloß der VorKlett durch einen furzen, aber kräftigen Appell die Kollegen zum sitzende mit einem Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung die Versammlung. Die große Bergarbeiter- Delegirten- Versammlung tagte am vergangenen Sonntag auf dem Schützenhof zu Bochum. Wie unsern Lesern bekannt, hatten die Herren Bürgermeister Battmann Gelsenkirchen und Fabrikant Müllenfiefen eine Anzahl Forderungen der Bergleute als berechtigt anerkannt. Dieser Umstand veranlaßte die Bergleute, den berechtigten Forderungen näher zu treten. Der Reichstags- Abgeordnete Müllenfiefen war zu der Versammwahrscheinlich im Gefühle der Ohnmacht, nicht einmal mit Sollten die Werksverwaltungen Arbeiter entlassen, ohne daß schlichten Arbeitern diskutiren zu fönnen. Seine vor der StichDer Fachverein der Gas-, Waffer, Heizungs- Nohr wahl abgegebenen Versprechungen sind mit seinen Zeilen, die er Ueberfluß an Arbeitskräften vorhanden ist, so hat der Ausschuß erſt in Sachen Ablehnung des Erscheinens an den Bergmann seine Zustimmung zu ertheilen. Sollen Arbeiter wegen Disziplinar- leger und Gehilfen Berlins hielt am Sonntag, ben 15. Februar, Bringewald gerichtet, schwer in Einklang zu bringen. Nun, die vergehen entlassen werden, so soll der Ausschuß nach sorgfältiger feine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Kollege Redner Bergleute sind um eine Erfahrung reicher und werden bei der Prüfung erst die Vermittelung zwischen Arbeiter und Verwaltung hielt einen beifällig aufgenommenen Vortrag über Arbeiterschutz. versuchen und falls keine Einigung zu erzielen ist, die Angelegen- An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Becker, Karpentiel nächsten Wahl schon die richtige Antwort ertheilen. ( Groinel) lourde bie Versammlung burch Bringewald heit dem Einigungsamt unterbreiten und erst nach erfolgtem und Hanke; aus derselben ging folgende Resolution hervor, welche Eröffnet mit großer Majorität angenommen wurde: Wattenscheid. Bauer- Weitmar machte darauf den Vorschlag, Schiedsspruch durch die Arbeiter entlassen werden. Die heutige Fach7. Erhaltung der Knappschaftstaffe als Wohlfahrtseinrich- pereinsversammlung der Rohrleger und Gehilfen Berlins ist mit das Bureau den Einberufern zu überlassen, der Vorschlag wurde mit der Maßgabe entsprochen, Gathmann Westenfeld tung. den Ausführungen des Referenten einverstanden; in Bezug auf als Schriftführer zu bestimmen. Warken- Saarbrücken theilt die Ausführungen des Abgeordneten Stumm gegen den Abgeord Die Knappschaftskasse soll bestehen bleiben als felbftändige neten Bebel im Reichstage erkennt die Versammlung die Werthbumpat erhalten zu haben. An ihnen werde es kaffe. G3 foll aber den Bergleuten ein größeres Recht an der losigkeit der Arbeiten des Abg. Stumm betreffs der Arbeiterschutzder Versammlung mit, er bedauere, die Einladung, nach dort aber nicht fehlen. Es war jedoch ein Delegirter, Bergmann Verwaltung eingeräumt werden. Sobald die Werksverwaltungen Gefeßgebung im Reichstage an und wünscht, daß derselbe ſtatt Mohr erschienen. Außerdem waren Delegirte aus Schlesien, nur 3/4 der Beiträge zahlen, sollen diese auch nur zu 3/4 Stimm- dessen nur ruhig im Thiergarten spazieren gehen möge." bem Wurlizerier und Sachsen erschienen. Die österreichischen berechtigung erhalten, sowohl im Vorstand wie auch in der Ge- Stelle des abhanden gekommenen ersten Schriftführers Kofchel Bergleute sandten telegraphisch brüderlichen Gruß und riefen sammtabstimmung. Eine einfache und billige Berwaltung soll übernahm nach stattgefundener Wahl Kollege Stalsin wieder Die hergestellt werden, indem zu den Bureauarbeiten wie zu den Ver- diesen Posten.- Ferner wurde beschlossen, das diesjährige den Bergleuten ein Ginig und muthig vorwärts" au. einzelnen Begrüßungsworte der auswärtigen Delegirten fanden waltungsarbeiten Invaliden, Beamte und Bergleute, welche die Stiftungsfest am 2. Mai zu feiern. Das Vergnügungskomitee genügende Qualifikation befizen, herangezogen werden. besteht aus den Kollegen Stahn, Rißmann, Hirsch, Schuster und Eine diskretionäre Befugniß soll dem ersten Verwaltungs- Liebe. Nach Erledigung einer Frage machte der Vorsitzende auf die am 8. März stattfindende Fachvereinsversammlung aufmerksam beamten in feiner Weise zustehen. Meinert- Gelsenkirchen stellt den Antrag, den Forderungen und schloß hierauf die Versammlung. Hierauf fand eine freinoch die Wehr Luft" beizufügen. Die Bentilation müsse eingewillige Sammlung für einen schwer erkrankten Kollegen statt. Schröter- Steele, der Vorsitzende des Verbandes, betont, daß Dentscher Schneider- und Schneiderinnen- Verband. eine Forderung des Verbandes vergessen sei, nämlich die, zu ge- In der am 11. d. M. stattgefundenen Mitgliederversammlung Arbeiter müsse ein vor dem Bergrathe abgelegtes Gramen ge- heit der Versammlung ausftel. Der Vorsitzende machte noch befannt, daß der Zuschneidelehrer Herr Jürgens Lehrbücher bereits fordert werden. Richter- Laer stellt als neue Forderung auf, die Lieferung angeschafft hat und sie zum Preise von 12 M. bei ihm zu haben Die Schicht darf nicht länger wie acht Stunden für jeden von Schienen und des Holzes bis vor die Arbeit des betreffenden sind, Der Antrag, dem Kassirer Will eine Vergütung von 40 Mart zukommen zu lassen, wurde einstimmig angenommen. Bea Bergmann dauern, sodaß, wer des Morgens zuletzt anfährt, auch Bergmanns. nicht länger wie 8 Stunden( intl. Ausfahrt) hat. 3. B.: Die Fischer- Essen will einen Minimallohn von 4,50 M. feft- treffs der einzurichtenden Zahlstellen tam 3 zwischen den Kollegen jubelnd Aufnahme. Die vorgebrachten Klagen dürfen wir wohl übergehen, da diefe bei uns das ganze Jahr hindurch ein williges Ohr finden bem die einzelnen Bergleute ihre Beschwerden vorgebracht, nach und wir hierfür verfolgt werden. Bauer- Weitmar verlas, nachstehende Forderungen: Forderungen der Deutschen Bergleute, aufgestellt in der Delegirten- Versammlung am 15. Februar 1891 auf dem Schützenhof zu Bochum, nebst den Erklärungen zu den Forderungen. 1. Achtstündige Schicht mit Ein- und Ausfahrt. Erklärung: führt werden, wenn solches auch viel Geld fofte. An Schulz und Jeschonneck zu einer längeren Debatte. Es wurde| tommen. Der Verein der Sattler und Fachgenossen hielt am 14. Februar seine regelmäßige, gut besuchte Versammlung ab. Herr Keßler referirte über die bürgerlichen Parteien und die Sozialdemokratie. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen, in Folge des erschöpfenden Vortrages. Unter Verschiedenem wurde beschlossen, den ausgesperrten Hamburger Tabafarbeitern 30 M. zu überreifen. Ferner wurde die Mittheilung gemacht, daß eine große Zäschnerwerkstatt, die über 40 Gehilfen beschäftigt, von Neujahr ab freiwillig die 8ftündige Arbeitszeit eingeführt hat und daß Meister und Gehilfen sich sehr gut dabei stehen. Zum Schluß machte der Vorsitzende auf die am 14. März stattfindende Versammlung aufmerksam, in welcher Buchdrucker Werner über Richters Jrrlehren referiren wird. Gerth. " " V " " Ge Eilig. Sie haben die Kündigung anzunehmen. A, C. Unfall. Wenden Sie sich an einen Rechtsanwalt. C. 3., Zionskirchstraße. Wir sind bereit, Ihnen münd liche Auskunft zu ertheilen. H. W. 100. Ihre Frage ist etwas unverständlich gestellt. Kommen Sie persönlich auf die Redaktion. Sumanität", Abends 8 Uhr im Zotale bes H. D., Chauffeestraße. Wir würden Ihnen anrathen, die Herrn Steuer, Weinstraße 22. Gäfte willkommen." Broletarier" 3 M. zu nehmen, da der Ausgang eines eventuellen Prozesses schließlich der Antrag angenommen, mit der Einrichtung( Bantow), bet Borchardt, Schulzenftr. 28. Johannes Wedde", felben so lange zu warten, bis man weiß, wie sich das neue abends 9 Uhr im Lofale von Schüße, Urbanstraße 61. Männer und Frauen sehr zweifelhaft ist. Basenclever", Abends 8 Uhr, im Verkehrslokal bewährt. Sodann verlas Kollege Böglberger die als Gäste willkommen. Fester Restaurant Scholz, Kastanien Allee 35. Gäste willkommen. Abrechnung vom Vergnügen im Monat November. Sie ergab Wille", bei Schulz, Gartenstr. 70. Agitationsverein„ Lassalle", bet eine Einnahme von 358 M. eine Ausgabe von 166,80 M., mit- Drügemüller, Wienerstr. 31. hin einen Ueberschuß von 191,20 M., 45 Billits waren noch aus- Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, Aufnahme von Mitgliedern. Gefangverein bei Heise. ständig. Dann lagen noch mehrere Unterſtüßungsgesuche vor, steine ich e"( Böttcher), Lichtenbergerstraße 21 eins aus Berlin und 4 von außerhalb. Es wurden dem fangverein Norddeutsche Schleife", Restaurant Kaiser Franz Arbeiter Gefangverein Borwärts"( Süd- F. K. 100. Das kommt ganz auf die näheren Umstände Berliner Kollegen 15 M. bewilligt, denen von außerhalb je Grenadierplay 7. Dit)" bei Ziemer, Cuvryftr. 16. Gesangverein" Allegro", Staliger5 M. Zum Schluß wurde ein Vergnügungskomitee gewählt. straße 142 bet Greiser. Gefangverein Olympia", Prinzenstr. 106 bet an. Allgemein läßt sich die Frage so nicht beantworten. Zu mündlicher Auskunft sind wir bereit, wenn Sie uns nähere AnGefangverein Kreuzberg", Lichterfelderstr. 7-8 bet Winter. Gesangverein Fidelitas", Acterstraße 13 bet Kummer. Moabiter gaben machen wollen. Gefangverein„ Mai- Ginzel. Im Anfang der achtziger Jahre. Genau wissen tebertafel", Wilhelmshavnerstr. 23 bei Brosch. Männerchor„ Süd- Ost", Köpnickerlöckchen", Hochstr. 32 a bei Wilte. ftraße 191 bei Foge. Männer- Gesangverein" armonta", Abends 9 Uhr wir es nicht. bet Semm, Steinmetstr. 76. Gefangverein Bruderherz" bei Birko, F. K. 105. Das darf der Vater nicht. Ein Pflichttheil Männer- Gesangverein Schildhorn", Usedomstr. 33, müssen die anderen Kinder wenigstens erhalten. Straußbergerstr. 3. Gesangverein Waldkapelle" in Friedrichs: Gesangverein T. T., Neichenbergerstr. Nach der preußischen Gesindebei Mieke, Abends 9 Uhr. hagen, Restaurant Blant, Friedrichstraße, Abends 9 Uhr. unverzagt", Röpnickerstr. 127 a bei Küfter. Jhn'scher Gesangverein Ordnung leider ja. Männerchor ,, St. Urban". Wir glauben nicht, daß es " Humor", bei Birt, Straußbergerstr. 3. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein Anacreon", Dienstag, Übends von 9-11 Uhr, bet steßner, Annenstr. 16. Männer- Gesang- dem bescheidenen Sinne des Gefeierten entsprechen würde, wenn verein, unverzagt",( Moabit), Abends 8 Uhr, bet Hermerschmidt, Berle- wir von Ihrer Einsendung Gebrauch machen würden. Ihre AbGefangverein" Bruderherz", Straußbergerstraße 3, ficht war eine gute und lobenswerthe, aber damit wollen wir auch bergerstraße 28. bet Birke, Abends 9 Uhr. Gesangverein Ludwig'scher Männerchor, 9 Uhr, im Restaurant Poppe, Lindenstraße 106. Theater- und Bergnügungsverein die Sache auf sich beruhen lassen. W. G. Am 28. Oftober 1884. Vulcania", in Meißner's Restaurant, Gartenstr. 162. Gäste, Damen und Herren, willkommen. Theaterklub elmerding", Abends 9 Uhr, H. K. 1. Nein. Verin Sanf's Restaurant, Tempelhofer Ufer 13, Ecke der Großbeerenstraße. Romeo", Abends 9 Uhr bei Säger, " Neue licht" Abends 8-11 Uhr, bei H. Sperling, Görligerstr. 87. werden aufgenommen. Bergnügungs- Verein Fiber, Mitglieder Gäste will Brüder", Abends 9 ühr bei Berndt, Perlebergerstr. 17. tommen. Vergnügungstlub, Mephisto", Abends 8% Uhr, bei ZimmerGäste willkommen. Verein ehmaliger 37er, mann, Brunnenstr. 119. Abends 9 Uhr, im Königstadt- Kasino, Holzmarktstraße 72. Rauchklub Rosenblätter", Abends 8½ Uhr bei Leopoldt, York- und MannVergnügungsverein Reichs Ver steinstraßen Ecke. Gäste willkommen. trone" Abends 9 1hr, im Vittoria- Ballsalon, Perlebergerstraße 13.gnügungsverein Glück auf" Abends 8 Uhr im Restaurant Blant, SchönGäste willkommen. leinstr. 1. Bergnügungsverein Schönhauser inde" Abends 9 Uhr, Schönhauser Allee 46. Der Frauen und Mädchen- Verein für Weißensee tagte am Dienstag, den 17. Februar. Herr Thierbach hielt einen Vortrag über die kapitalistische Produktionsweise und deren Folgen für die ganze Gesellschaft. An der Diskussion betheiligten sich die Herren Grünberg, Pandow und Bergel. Wie schon neulich mitgetheilt, findet heute, Dienstag, im Saale der Brauerei Tivoli die Maffenversammlung der selbständigen Kaufleute, Handlungsgehilfen und Gehilsinnen statt, die als einzigen Punkt auf der Tagesordnung hat:" Wollen wir eine wirkliche Sonntagsruhe oder nicht?" Im Interesse aller Betheiligten machen wir nochmals hierauf aufmerksam. Maler und verwandte Berufsgenossen, Filiale 7, 5.W. Bersammlung am 25. Februar, Abends 8% Uhr, bei Burkhardt, Nostigstraße 50. Tagesordnung: 1. Vortrag ,, Das Handwerk in der Vergangenheit und jegt". Ref. Koll. Lint. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Achtung! Sonnabend, den 28. Februar, großer Mastenball in Lehmann's Ball- Salon, Schwebterstr. 23, arrangirt vom Bergnügungsverein„ Schönhauser Linde". Billets zu 50 Pf. find zu haben im Lotale des Herrn Päzold, Schönhauser Allee 46, bet Salmann, Schönhauser Allee 118, im Barbiergeschäft und bei Wegener, Bernauerstr. 46, im Barbiergeschäft. Freunde und Gönner sind höflichst dazu eingeladen. Heute Sigung des Vereins, im oben angegebenen Lokale. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste sind willkommen. Ganverein Berliner Bildhauer. Bersammlung am Dienstag, den 24. Februar, Annenstr. 16. Vortrag. Geschäftliches. Berschiedenes.( Stehe Annonce.) Lese- und Diskutirklubs. Dienstag. Serwegh", Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Otto Linte, Forsterstraße 45. Gäste will Achtung! " " gnügungs- und Theaterverein Grüner Weg 29. Gäste willkommen. Vergnügungs- Verein Nord " " Briefkaffen der Redaktion. 2. M. Ja, aber Sie brauchen erst nach Ablauf Ihres jetzigen Kontrakts die höhere Miethe zu zahlen, wenn Sie nicht ziehen wollen. Veteranenstr. 4 Tr. Angestochen. H. S. Schneider. Eine solche Rasse ist uns nicht bekannt. R. 11. Die Angelegenheit entbehrt des öffentlichen Interesses. Wir sehen von einer Veröffentlichung ab. W. N. in G. 10. Wenn Sie sich die Zeitung ins Haus bringen lassen, müssen Sie natürlich 40 Pf. Bestellgeld bezahlen. Die zweite Frage ist uns unverständlich. Ein RohmaterialienHändler kann seine Rechnung sofort ausstellen. Briefkaffen der Expedition. Ueberschuß einer amerikanischen Auktion von dem Vergnügen am 14. Februar der Allgem. Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter Rixdorf 27,90 M. Plebs 4 M. Sattler bei SchönerBei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Antwort wird nicht ertheilt. Müller, Tischler. Wenn wir der Sache näher treten sollen, müssen Sie uns auch Ihre Wohnung angeben. E. N., Buchholzerstraße. Ihre Frage ist bereits bestedt 3 M. Tischlerei, Nostitstr. 9, 3 M. 4 Kollegen der Sattlerei antwortet. Wäschezuschneider! Außerordentliche General- Versammlung Achtung! 349 Luczynski 2 M. Gin strammer Sozialdemokrat ist angekommen am 22. Febr. in 11. Auflage und fordert mit fräftiger Stimme zu seiner leiblich. Entwicklung Abschaffung O. Ran, Friedrichsberg. Ehrenerklärung. des Vereins der Wäschezuschneider und verw. Berufsgenossen ber ebensmittelzölle. am Mittwoch, den 25. Februar, Abends 8½ Uhr, im Lokale der ,, Brauerei Pfefferberg", Schönhauser Allee. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Wie stellen sich die Mitglieder zur Auflösung des Vereins? 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. 5. Fragekasten. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es zu erscheinen. Nur Mitglieder, durch Mitgliedsbuch legitimirt, haben Zutritt. Der Vorstand. Deffentliche Bersammlung der Formstecher, Drucker, Hilfsarbeiter u. verw. Berufsg. Berlins und Umgegend am Sonntag, den 1. März, Vorm. 10 Uhr, in Jemter's Salon, Münzstraße 11. Tagesordnung: 1. Berichterstattung über den Einbecker Rongreß. 2. Erläuterung des Verbands- Statuts. 3. Wahl der dritten Bevollmächtigten für die örtliche Verwaltung und des Verbands- Ausschusses. 4. Verschiedenes. 180 L eine Wer Nähmaschine kaufeitig kauft eine illustrirte bevor man Derfflinger" Strasse 23. Preisliste C. 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Abgeordnetenhaus. Dienstag, den 24. Februar 1891. 8. Jahrg. Geld behalten und keine Aenderung eintreten lassen. Die wich Schulgebäude gebaut. Insbesondere ist eine Beseitigung der tigsten Fragen werden hier leichtesten Herzens übersprungen. Jim Grundsteuer, welche eine Doppelbesteuerung darstellt... Westen will man den Gemeinden die Gelder überweisen, im Präsident v. Köller: Ich bitte den Nedner zu§ 84 zu Osten sollen die Gelder an die Kreise kommen. Dadurch hätten sprechen.( Seiterkeit.) 89. Sigung vom 21. februar. 1 Uhr. wir unsere ganze Kommunalverwaltung in zwei Stücke zerrissen, Abg. Schuatsmeier: Ich danke der königl. StaatsAm Ministertische: Miquel, v. Goßler und die sich niemals wieder verbinden.( Sehr richtig!) Man regierung, daß sie eine Reform in dem von mir dargelegten Rommissare. sollte doch solche wichtigen Dinge sich zehn Mal überlegen. Sinne in Angriff genommen hat. Darauf wird um 4 Uhr die weitere Berathung bis Montag Die 2. Berathung des Entwurfs eines Ginkommensteuer- an thut immer so, als wen der Osten und Westen vergefehes wird fortgefeht. schiedene Welttheile wären. Im Westen sind die Gemeinde- 12 Uhr vertagt. § 84 lautet: Uebersteigt die Einnahme an Einkommensteuer verhältnisse auch nicht so sehr viel besser, als im Often. Mit für das Jahr 1892/93 den Betrag von 80 000 000 M. und für dem bloßen Verzicht des Staates auf die Realsteuer und der die folgenden Jahre einem um je 4 pt. erhöhten Betrag, so ueberweisung an die Gemeinden ist die Frage nicht gelöst; das werden die Ueberschüsse, nach Maßgabe eines zu erlassenden kann nur geschehen, wenn zu gleicher Zeit die Frage der Zuschläge besonderen Gesetzes, zur Durchführung der Ueberweisung von geregelt wird. Die ganze Regelung hängt aber von der Höhe des Grund- und Gebäudesteuer an kommunale Verbände verwandt. zur Disposition stehenden Betrages ab. Wenn Sie bloß nach dem Bis zum Erlasse dieses Gesetzes, spätestens bis zum Etatsjahre Nibelungenhort greifen und ihn unter allen Umständen befizen 1893/94, sollen die Ueberschüsse in einen besonderen vom Finanzminister zu verwaltenden Fonds abgeführt werden, welcher mit Zinsen nach Maßgabe des§ 84 zu verwenden ist. Soziale teberlicht. In der Firmenschilderfabrik von Otto Grand u. Kv., Fischerbrücke 25, haben die dort beschäftigten Maler, Lackirer wollen, dann wird der Nibelungenhort uns ebenso zum Verderben und Vergolder( 12 Mann) wegen Lohndifferenzen die Arbeit gereichen, wie unseren Vorfahren. Deswegen bitte ich Sie, das niedergelegt. Sie bitten bis auf Weiteres den Zuzug fern au Biel fest im Auge zu halten, aber die Detailausführungen der halten. $ 85 enthält die Bestimmungen zur Verwendung dieser Zukunft vorzubehalten, wo wir die Beträge fennen, wo wir mit In dieser Angelegenheit findet am Mittwoch, den 25. d. M., Gelder, falls das betreffende Gesetz nicht bis zum 1. April 1894 benannten Zahlen rechnen können. Wenn die Gelder eine Bersammlung bei Scheffer, Inselstraße, statt." erlassen ist; diefelben sollen zum Grlaß eines entsprechenden Be- sofort verwendet werden, so wird dadurch der Zukunft trages der Einkommensteuer dienen und dieser Betrag durch den präjudizirt. Zum Ausschluß der Tabakarbeiter. Herford, 19. FeWenn Sie zur Erleichterung der Kommunal die bruar. Bis auf 3 Mann haben sämmtliche Arbeiter der Firma Etat festgestellt werden. Die Feststellung der Verwendung erfolgt lasten die Gelder überwiesen, wird nachher, wenn durch den Finanzminister. Der durch den Erlaß entstehende Aus- Ueberweisung der Grund- und Gebäudesteuer erfolgen Schmidt die Arbeit eingestellt; Herr Schmidt junior traf gerade fall wird auf 1/12 des Jahres- Steuerbetrages unter Abzug von soll, die Rechnerei losgehen, wobei die einzelne Gemeinde in dem Augenblick von Hamburg ein, als der letzte Hausarbeiter 3 pet. für die im Laufe des Jahres entstehenden Abzüge und besser wegkommit. Deshalb ist es besser, einen Fonds nicht jetzt feine Utensilien ablieferte; er versuchte denselben zum WeiterAusfälle bestimmt. schon genießen zu lassen, der noch gar nicht vorhanden ist. Frei- arbeiten zu bestimmen, worauf sich dieser jedoch nicht einließ. Rehme, 19. Februar. Sämmtliche Arbeiter der Firma Hierzu liegt eine lange Reihe von Abänderungsanträgen vor. lich, wenn Sie sagen, wir wollen das Geld haben, dann hören Abg. Sperlich( 3.) will die Ueberschüsse bis zum Erlasse alle Gründe auf. Die lex Huene wird mit der Ueberweisung Langhans und Jürgensen haben sich mit den Hamburger Ausdes besonderen Gesezes an die Stadt- und Landkreise überwiesen, der Grund- und Gebäudesteuer aufhören. Die Ueberweisungen geschlossenen solidarisch erklärt und die Arbeit eingestellt. Näherer wobei Städte mit mehr als 10 000 Einwohnern als Stadtkreise daraus haben eine solche Höhe erreicht, daß eine Verkürzung der Bericht folgt. Minden, 19. Februar. Die Zahl der Arbeiter, welche bei gelten sollen. Am meisten sei er( Redner) gegen die Verwendung selben sehr wohl angebracht ist. Deswegen bitte ich Sie, die für Schulzwecke, so lange er nicht wisse, wohin der Zweck der Mittel für die Schulbauzwvede aus der lex Huene zu nehmen. den Firmen 6. J. Klein und Butschte und F. H. Ziegenbein Boltsschul- Gesezgebung gehe. Wie die Staatsregierung sich stellen würde, wenn Sie die Ueber- und Ko. die Arbeit einstellen, wird 130 bis 150 betragen. Auch Abg. v. Tiedemann Bomst( fr.) wendet sich gegen einen schüsse aus der Einkommensteuer für die Schulbauten verwen- die Hausarbeiter, welche auf dem Lande arbeiten, sind bereit, geAntrag Rickert, welcher die Quotifirung bezwedt. Ebenso werde ben, weiß ich nicht; aber die Regierung würde dann die Bildung meinsame Sache mit den übrigen Kollegen zu machen. In der Versammlung der Arbeiter wurde konstatirt, daß die er gegen jede weitere Entlastung der Kleineren und mittleren Ein eines Zentralfonds immer noch lieber sehen, als die mechanische tommen stimmen. Redner beantragt für zwei Jahre je 10 Mil Vertheilung. Denn in manchen Landestheilen find gar feine Be- Hausarbeiter obgleich diefelben doch für Licht, Feuerung, lionen aus den Ueberschüssen als Beitrag für arme Gemeinden dürfnisse vorhanden, wenigstens nicht solche, welche der Staat Wohnung und Zurichtung des Tabaks selbst Sorge tragen zu Schulbaulaften zu verwenden. erjüllen müßte. Die Frage, ob wir in der Erleichterung der müssen, 1,50 M. weniger pro Mille erhalten, als die Arbeiter in mittleren Einkommen noch weiter gehen können, hängt ab von der Fabrik. Die Arbeiter hoffen bei dieser Veranlassung auch dem Ergebnis der Veranlagung der Einkommensteuer und von mit diesen Mißständen einmal aufzuräumen. der stärkeren Heranziehung des fundirten Einkommens; die Hauptsache war aber die Neberweisung der Grund- und Gebäudesteuer. Wenn sie eine Staatsregierung vor sich haben, welche das fühne Wagniß unternimmt, auf die Realsteuern zu verzichten und die Staatseinnahmen auf die Personalsteuer zu basiren, so werden Sie es begreifen, daß ich darauf gedrungen habe, eine genaue Ermittelung des Einkommens und eine richtige Heranziehung des selben herbeizuführen. Das bitte ich Sie bei den weiteren Berathungen zu berücksichtigen.( Beifall.) B Abg. Frhr. v. Lo( Bentr.) will bis zur Höhe der Ueberschüsse die Grund- und Gebäudesteuer in Hannover, SchleswigHolstein, Westfalen, Rheinproving und Beffen- Nassau an die Gemeinden überweisen, und zwar zur Hälfte nach dem Maßstabe der Einwohnerzahl, zur Hälfte nach dem Maßstabe der Grund. und Gebäudesteuer. Abg. Dr. Weber( nail.) beantragt, die Verwendung der Ueberschüsse zur Durchführung der Ueberweisung von Grund- und Gebäudesteuer durch ein besonderes Gesetz zu regeln, da, wie Redner ausführlich darzulegen sucht, die Verquickung dieses Geseges mit jener Ueberweisung nicht vortheilhaft sein werde. Ein Fehler würde es ferner sein, wenn die Grund- und Gebäudesteuer zur reinen Kommunalsteuer gemacht würde. Abg. Graf Strachwih( 3.): Das Biel der Steuer reform ist nicht bloß die gerechte Vertheilung der Staatss Finanzminister Miquel: Das Ginkommensteuer- und daß steuern, sondern noch viel mehr die richtige Bemessung und Erleichterung der Gemeindesteuern. Gewerbesteuer Gesetz hatten eine erste Bedeutung für sich selber, Grund- und Gebäudesteuer soll dem letzteren Zwecke dienen; Die Ueberweisung der nämlich solche Einrichtungen zu treffen, daß das Einkommen alle Diejenigen aber, welche die Quotisirung und etwas Wehne richtig getroffen und gefunden wird, daß bei der Gewerbesteuerliches vorschlagen, wollen von diesem großen Ziele der Steuereine gerechte gleichmäßige Veranlagung unter Entlastung der reform nichts wissen. Diesen Gedanken der Reform verfolgt am tleinen Gewerbebetriebe durchgeführt wird. Die Staatsregierung besten der Antrag des Herrn von Huene, welcher dafür sorgt, daß hat sich sagen müssen, daß damit das Hauptziel, die Steuerlast nach der Leistungsfäbigkeit umzulegen, noch feineswegs erreicht bie lex Quene nicht aus der Welt geschafft wird. Abg. Arendt( frt.) erklärt sich gegen jeden Antrag, der der sei, daß dieser erste Schritt aber als nothwendige Vorbedingung für die weitere Reform anzusehen ist. Deswegen ist es nicht eine Steuerreform der Zukunft präjudizirt, und bei der Gefahr der tünstliche Verquickung, daß dieses zweite Ziel der Reform Verminderung der Getreidezölle auch gegen die Abbröckelung der in bindender Weise in das Gefeß aufgenommen ist; es lex Huene. follte gezeigt Situationsbericht der Generalkommission. Zu den bisher gemeldeten Streits und Aussperrungen ist ein neuer hinzugekommen. In Thalheim im Erzgebirge haben die Wirker bie Arbeit eingestellt, weil ihnen eine Lohnreduktion von 15 bis 20 pt. angeboten wurde. G3 kamen 450 Wirker und Wirkerinnen zum Ausstand, wovon 203 verheirathet sind, die zusammen 283 Kinder haben. In Neusalza in Sachsen tamen wegen Lohnreduzirung von 25 pet. 70 Steinmegen mit 95 Kindern in Ausstand. Dagegen ist der Ausstand der Schuhmacher in Erfurt für beendet erklärt worden, doch soll noch eine ganze Zahl Arbeiter nommenen Kämpfe, müssen jedoch erwarten, daß die Ausstehenden, beschäftigungslos und unterstüßungsbedürftig sein. Wir enthalten une prinzipiell jeder Kritit über die aufgewelche von uns unterstützung erhalten, auch die Meldungen über ift dringend geboten, daß hier eine feste Regelung eintritt, damit Fortgang und Ende des Kampfes an uns gelangen lassen. G3 nicht, wie dies in den legten Tagen über den Ausstand der Tabakarbeiter in Hamburg geschehen ist, falsche Meldungen in die Presse kommen. Dieser Ausstand verspricht vielmehr ein günstiges Ende zu nehmen, weil nochmals für Wochen die Unterstützung dadurch aufgebracht worden ist, daß die Hamburger Gewerkschaften die Garantie übernommen haben, 100 000 M. zur Unterwerden, daß die Staatskasse keine Mehr- bg. v. Stablewski( Bole) spricht sich gegen die Bewillis tüßung der Tabatarbeiter aufzubringen. Es wird diese Summe einnahmen verlangt. Wenn das Hauptziel, Ueberweisung gung von 20 Mill. Mark für Schulbauten aus. Es handelt sich gleichmäßig auf den Kopf der organisirten Hamburger Arbeiter der Grund- und Gebäudesteuer, nicht durchführbar sein babei nur darum, den Staat in der Schule allmächtig zu machen. vertheilt werden. Wenn nur annähernd in anderen Großstädten follte, will die Regierung auch für diesen Fall auf Die Schulpaläste auf dem platten Lande sind überhaupt nicht eine solche Opferwilligkeit sich zeigen würde, dann dürfte wohl die Mehreinnahmen verzichten zu Gunsten einer Ermäßigung nothwendig für unsere arme Bevölkerung. Es wird auf diesem kein Ausstand zu Ungunsten der Arbeiter mehr beendet werden. Gebiete schon viel zu viel geleistet. Redner wendet sich dann wir machen auf diese Handlungsweise nur deshalb aufmerksam, der Einkommensteuer. Die Staatsfinanzen gestatten Verminderung der Einnahmen aus direkten Steuern, erfordern gegen das Volksschul- Geses, welches den Einfluß der Kirche um die Genossen in anderen Orten zu gleichem Borgehen anzuabeb auch keine Vermehrung derselben. Die Regierung ist des- und der Eltern auf die Schule vermindert und zum Theil fast eifern. Wenn nur der gute Wille bei den Arbeitern vorhanden halr bereit, die Mehreinnahmen aus der Reform für die weitere ganz beseitigt. Es wäre zu wünschen gewesen, daß dieses ist, so könnten sie noch ganz andere Summen aufbringen, als zur Reform zu verwenden. Die Reform der Einkommensteuer ist 20 Millionen- Gesetz erst nach Erledigung des Volksschulgesetzes Unterstützung der gegenwärtig im Ausstand Befindlichen nothwendig sind. Es ist aber immer noch die alte Gleichgiltigkeit für sich behandelt worden; es sollten keine anderen Fragen hinein- zur weiteren Berathung gekommen wäre. Abg. Schnatsmeier( f.): Die Steuerreform ist von allen vorhanden, welche die Genossen an einzelnen Orten den Stämpfen getragen werden, wie z. B. die Quotifirung; diese Verfassungsfragen haben wir neutralisiren wollen, weil darüber in diesem Seiten als dringend nothwendig anerkannt worden, namentlich rubig zusehen läßt, ohne Hilfe zu leisten, kommt aber die Reibe Hause doch keine Einigung zu erzielen wäre. Wenn das Geld hat man die Erleichterung der Kommunalbesteuerung verlangt. an sie, dann schreien sie nach Rettung und beklagen sich, wenn an die Gemeinden gleich gegeben wird, wenn man sich die Die Kommunalsteuer- Zuschläge sind namentlich bei uns im ihnen dann ebensoviel geboten wird, als sie selbst für andere geReform vorbehält, so ist das bedenklich. Jedermann will das Westen sehr hoch, und aus ihren Erträgen werden die stolzen leistet haben. Plauderei. feine und hat dann auch feinen Pflichten genügt, wenn er den" Det wärmt die Liebe uff", sagt der Berliner, und dieser Refruten stellt; schimpfen soll er nicht, wenn geschossen wird, tiefdurchdachte Ausspruch zeugt von einem unerschöpflichen R. C. In späteren Zeiten, wenn von den heut lebenden sondern seinen Groll in den tiefsten Falten seiner Mannes Bronn der Lebensweisheit. Und doch hat man den Grafen Menschen keine Spur mehr auf dem Erdenrund zu finden brust verbergen, sonst droht ihm Gefängniß und die Wärter wieder eingesperrt und zwar wegen der paar lumpigen Kagentöpfe, die er seinem Diener verabfolgte. Was liegt ist, wenn vielleicht schon der Durchbruch der Zimmerstraße in Plößensee kennen fein Erbarmen. Doch nein, man darf nicht zu weit gehen, und Vorsicht daran? Kriegt der Diener heute Katzenköpfe, so einem glücklichen Ende entgegengeführt sein wird, dann wird Graf morgen ein man noch die heutige Generation glücklich preisen. Des ist die Mutter des Porzellanhandels. Nicht für Jedermann legt ihm dafür der Ritergut Menschen Wohlergehen hängt häufig nur von Kleinigkeiten schließen sich die Pforten der staatlichen Versorgungsanstalten auf sein Krankenbett, schließlich hat man ab, fehlen ihm die Steichthümer, so blickt er schüchtern auf an den malerischen Ufern am Blößensee und in Rummels die Aussicht, im Dienste dieses erlesenen Sprosses einer das Besigthum Anderer, und es finden sich Leute, die so burg so hermetisch, daß der Verkehr mit der Außenwelt abligen Familie noch ein begüterter Mann zu werden. Für genügsam sind, daß sie freudiges Herzklopfen bekommen, wenn durchaus abgeschnitten ist. Sat man draußen gute solche Aussicht muß man heut zu Tage schon etwas fieht ristiren, Millionär wird man unter gewöhnlichen Verder Besitzer eines Adlerordens mit ihnen spricht. Aber die Freunde, die für ein Herzleiden plädiren, so sieht ristiren, Glückseligkeit beruht wesentlich auf den allgemeinen Lebens man sehr bald die eleganten Cafés unter den Linden hältnissen nur, wenn man das Zuchthaus mehrfach mit dem bedingungen, wo diese geordnet sind, fann Unzufriedenheit wieder, und statt auf der harten Holzpritsche ruht Aermel streift. Und der Mann, der das zum ersten Mal nicht aufkommen nur der berufsmäßige Nörgler findet man sanft in den molligen Armen der Geliebten. Unzweifel gesagt hat, muß es wissen, denn er ist selbst mehrfacher überall Ausstellungen, und er verdient daher, daß er von haft ist es wahr, das menschliche Herz ist ein schwaches Millionär. der gemeinschaftlichen Verachtung Aller getroffen wird. und wandelbares Ding, und schwach und wandelbar ist es Aber da Graf Kleist heute der populärste Herr in Die Einkommensteuer wird bei uns für Inhaber kinder- namentlich, wenn es in einer gräflichen Brust schlägt. Berlin ist, so ist die Bocsaison unter einem günstigen reicher Familien jetzt zu einem Füllhorn unaussprechlichen Schwärmt es heute noch für den Kognak allein, so kann Beichen eingeläutet. Was könnte Graf kleift auf dem Dec Segens. das dritte Kind Schon für das Kind erhält der Niemand vorher sagen, ob dasselbe Herz nicht morgen mit für Hiebe austheilen und wie viel Keile dürfte er daVater eine Rüdvergütung der Steuern, und die Be- tausendfach größerer Inbrunft für den Rum erglüht, und für einernten! Doch nein, wir sind ja so sittlich geworden. fürchtung liegt nahe, daß der Andrang zum Hebe- ewig ist es jammerschade, wenn die brennende Sehnsucht mit wohlbedachter Fürsorge erläßt die hohe Obrigkeit ammenberuf in der nächsten Zeit ein folossaler sein nach den feurigen Getränken nicht gestillt wird. Der Graf immer einen Befehl, daß sich Jedermann streng in den wird; und daß die Anhänger der Malthus'schen Ueber- Kleist von Loß hielt es nicht lange in Blößensee aus, denn Grenzen der Wohlanständigen zu halten hat. Der Mensch befriedigt den Menschen auf darf nicht fingen, es fei denn, daß ein Schutzvölkerungstheorie über alle ihre Gegner und Widersacher der Wasserkrug allein Luther eine mann mit dem Taktstock hinter hinter ihm steht, und triumphiren werden. Wenn das Recht auf die Sangslasche die Dauer nicht; Doktor Martin bestätigt die Auswahl seiner Gesänge regulirt. Macht das viel aus? proklamirt ist, hört jede weise Beschränkung auf, der Kinder- unbestrittene Autorität auf diesem Gebiet und das Herz des Grafen, das franke mit nichten! Die Luftigkeit wird erhöht, wenn man die wagen ist in Permanenz erklärt, aber es kommt hoffentlich es selbst, verzehrte sich in umstillbarem Hang nach blanken Pickelhauben sieht, und das Werfen mit Wurstpellen nicht so weit, daß schließlich Alles in den Windeln liegt. Herz, Artet freilich die Steuervergütung in ähnlicher Weise aus den Flüssigkeiten der Bodega. Das Dhrfeigen- Austheilen ist und Eierschalen erhält die höhere Weihe, wenn es unter wie die Exportbonifikation auf Zucker, so steht der Staat in auch eine feine äußerliche Kunst, aber nur der ist recht amtlicher Aufsicht geschieht. Und rückt Wiännlein und Fräunaher Zeit vor dem finanziellen Zusammenbruch, und es würdig und wohlgeschickt, der immer die nöthige Mann lein näher zusammen, als es sonst üblich ist, so muß die tönnten sich eigentlich nur noch zahlreiche" Familienväter schaft bei sich findet, an welcher er diese Kunst ausüben Polizei die Brille auffeßen-„ daß nur ka Unglück g'ichieht!" für die Zeichnung preußischer und deutscher Staatsanleihen kann, damit er nicht aus der Nebung kommt. Wenn man Und so sind denn die Zeiten unwiederbringlich dahin, wo Es ist richtig, daß unser Gemeinwesen sich für theures Geld eine Geliebte hält, so darf man wohl auch der sonst solide Mann sich in der Bocsaison' mal Soldaten braucht, und es ist sehr wader, daß der verlangen, daß sie außer mit Zuckerbrot auch manchmal mit einen Schwips antrinken konnte, ohne daß es jofort aut Staat helfend eingreift, die der Reitpeitsche vorlieb nimmt, denn schließlich muß die Kenntniß der Behörde gelangte. Hatte man sonst schon eingreift, wenn es fich um Erziehung seiner Netruten handelt, aber der Bürger Geliebte doch auch wissen, daß sie einen Geliebten hat. Wühe genug, die traurige Thatsache vor den ewig wachsamen intereffiren. unserer Schwäche zu rechnen haben. " M 4, " Vereins. es wurde der Kämpfe wie die, welche gegenwärtig geführt, müssen die ge-| burg 50,-. Arbeiter Potsdam3 durch Ulbrich 16,16. S. Nie- Jallein über die geistige Trägheit und die Charakterschwindsucht fammte Arbeiterbevölkerung aufrütteln und zur Hilfeleistung an- mand, Duisburg 15,20. Fachverein der Textilarbeiter, durch den in dem Gefühl der Solidarität geführten politischen spornen. So lange dies nicht geschieht, werden wir immer mit Apolda 20,- Bigarrenarbeiter und-Arbeiterinnen, Baußen und sozialen Kampf sich erheben zu können. Jeder Arbeiter müsse 21,45. Maschinenfabrik Götjens und Götjens und Schulze, Baußen über der täglichen Sorge um die Existenz ein leuchtendes Ideal Deswegen unterlassen wir es auch heute nicht, wiederum zur 7,70. Lausitzer Maschinenfabrik, Bauzen 3,45. Im„ Goldenen darin erblicken, sich als Soldat mit in die Reihen zu stellen in energischen Hilfeleistung für die im Kampfe befindlichen Genossen Anker" ges., Baugen 4,80. Expedition des" Wähler", Leipzig der Riesenarmee der Arbeiterschaft der ganzen Welt, denn nur aufzufordern. 846,87. Unterhaltungsflub, Schüller, Moabit, Berlin 15,- die Sozialdemokratie sei im Stande, die materielle, geistige und Aus Wien ist gemeldet worden, daß 12000 Schuh Expedition d. Franks.„ Volksstimme", Frankfurt a. M. 100,- moralische Noth der Zeit, welche in der allgemeinen Zohnsklaverei macher im Ausstand sich befinden. Auch hier waren die Unter- Stiftungsfest d. Metallarb., Kr.- Kasse Fil. Sudenburg 10,06. Von und der Herrschaft des Kapitalismus ihren Grund habe, aufhandlungen mit den Fabrikanten vergeblich und rechnen den Gewerkschaften, Halberstadt 72,-. R. Ulrich, Wurzen i. S. zuheben. Lebhafter Beifall lohnte den Referenten für seinen die Genossen auf die Unterstützung durch sämmtliche Arbeiter. 24,-. Unterstüßungsverein der Kupferschmiede, Barmen 20,-. Vortrag. Von einer Diskussion wurde abgesehen und die GeUnterst.- Verein der Hutmacher, Filiale München, 2. Rate 20,- felligkeit mit Tanz und Vorträgen trat in ihre Rechte. Quittung über eingegangene Gelder bei der Von den Genossen Schöttmars 8,80. Von den organisirten Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands in der Zeit Posamentiren, Frankfurt a. M. 15,-. Maurer und Zimmerer, Der Verein zur Wahrung der Interessen der Gast vom 5. bis 18. Februar: Kaufmann durch Bérard 10,-. Von Spinnern und Bigarren Branche beschäftigten Berufsgenossen, Berlin 100,-. Quedlinburg 30,- Freie Vereinigung aller in der chirurgischen und Schankwirthe Berlins und Umgegend versammelte sich Fach- am 20. Februar beim Kollegen Wilfe. Vor Eintritt in die Tagesmachern, Danzig 5,30. Diamantschleifer, Hanau 30,-. Ortsverein der Tischler, Lüneburg 20,-. Verein der Wäsche- ordnung erklärte der Vorsigende, Kollege Nürnberg, daß er verein der Handschuhmacher, Karlsruhe 16,40. Von einer Mon- zuschneider, Berlin 100,-. F. Liedtke, Former, Elbing 11, seiner vorgeschrittenen Krankheit wegen die Leitung des Vereins tagsgesellschaft, Refselstadt 1,50. Fachverein der Maurerarbeitsleute, Berband der Zimmerleute, Fil. Altona 100,-. M. Segit, nicht länger versehen könne und sein Amt niederlege. Die VerHannover 5,- Fachverein der Lithographen und Steindrucker 2c. Fürth, Vertrauensmann der Metallarbeiter 200,- Bezirk 56, ſammlung lehnte die sofortige Neuwahl eines ersten Vorsitzenden Frankfurt a. M. 50,-. Maskenball der 3.-K.-K. der Tischler, Berlin D. Hamburg 40,90. E. Roch, Hamburg, 2, H. Seehausen, Ham ab und der zweite Vorsitzende, Kollege Hermerschmidt, über13, Kontrollkommission, Bremen 100,-. Lofalverb. der Zimmerer, burg 3,-. Kontrollkommission, Bremen 260,-. Kontrollkommission, Bremen 260,-. Gesammelt in nahm die Leitung der Versammlung. Namens der„ BierkomHalberstadt 20,- Fachverein der Maurer Osterwiets u. Um der Godafabrik Bernburg 28,- Gesammelt durch Schmidt, mission" in Angelegenheit der Weißbierfrage erstattete Kollege gegend 35,- Ueberschuß der Frauen- und Männerversammlung, Bernburg 6,95. Glasergesellschaft, Berlin 15,-. Nr. 33, Ham Gnadt Bericht. Die Kommission ist am 6. Februar zusammen1. Februar, Berlin 8,15. Von den Genossen Schöttmars 8,70. burg 13,35. Ungenannt, Barmbed 1,-. Bezirk 46, Hamburg, getreten und hat sich mit den Brauereidirektoren in Verbindung H. Will, Rostock 20,- Vergnügen der Tabakarb., Freiberg durch P. 7,40. Tischlerverband, Fil. Güstrow 10,- Sozial- gesetzt, um die Frage zu ventiliven, ob es möglich sei, daß ein 7,25. Von den Tabalarbeitern Ostrowos 4,50. Arbeiter- Wahl- demokratischer Verein von Altenwärder, Tellersammlung einheitliches Bier gebraut werde. Hiermit erklärten sich die Brauereiverein, Sandhofen- Mannh. 20,-. Bigarrenarbeiter, Sandhofen- d. Bömelburg Bömelburg 7,15. C. Blümle, Altenwärder 1,25. Direktionen gern einverstanden, sofern ein derartiges Gesetz erlassen Mannh. 4,55. G. Becker, Eiſenarbeiter, Gera 50,- Weißgerber, Die freien Geber an Obermann's Bau Hamburg 20,30. würde. Da aber ein solches Gesetz bisher noch nicht existire, müſſe es Berlin 1. R. 100,-. In mehreren Fabriken ges., Finsterwalde 30,55. Sozialdemokratische Versammlung, Lauenburg 10,05. H. P.W. M., dem Vereine überlassen bleiben, im vorgedachten Sinne zu wirken. Der Lokalverband der Zimmerer, Lübeck 100,-. Verband der Dach- Hamburg Lederfabrik in Gr.- Borstel d. Er Berichterstatter hielt den Verein noch für zu schwach, um auf die decker, Berlin 5,71. M. Segit, Fürth, Vertrauensmann der misch 14,10. Verein der Quaiarbeiter Hamburgs 300,-Gesetzgebung einwirken zu fönnen und stellte es demzufolge dem Metallarbeiter 160,-. 3igarrenarbeiter Hagenows 4,30. Vom Vereinsbäckerei, Hamburg 22,-. Bezirk 51, Hamburg 25,- Vereine anheim, über weitere Schritte zu befinden, da die KomAltenburger Wahlfreis" 50,-. Geschäftsleitung der Tertilarb., Lederwalterei, Hamburg 25,-. Quefenklub durch Hamann, mission feinen Beschluß gefaßt habe. Nach kurzer Debatte beGreiz und Umgegend 20,- Freie Vereinigung der Maurer, Hamburg 9,-. Fesikomitee des Frauen- und Mädchensvereins schloß die Versammlung, über die Weißbierfrage vorerst zur Grabow und Umgegend 10,- Kontrollfommission, Bremen zur Bertretung gewerblicher Interessen Hamburg 10,-. Von Tagesordnung überzugehen. Nach einer Pause verlas der Vor200,- Gesellige Unterhaltung des Arbeiter- Wahlvereins, Darm- den Hutmachern Friedrichsdorfs 17,65. Freiwillige Sammlung sitzende die Namen der zwölf sich zur Aufnahme meldenden stadt 52,50. Bergische Arbeiterstimme", Solingen 5,50. Fach- d. Arb.- Bildv., Rixdorf, d. P. Höpfner 6,-. Bildungsv. Mühlhausen Kollegen. Die Aufnahme derselben wurde einstimmig beschlossen. verein der Maurer, Cöslin und Umgegend 20,-. Ar- 5,-. Aus Döbeln 24,98. Ueberschuß vom Tischlerkongreß, Wandsbeck Der nächste Punkt der Tagesordnung lautete: Die Angelegenheit Gründels beiter verschiedener Branchen, Gmünd Würzburg 24, 19,- Schneider- Verband, Fil. Delmenhorst 4,10. Wahlverein, angelegenheiten". Bremer Bürgerzeitung 400,-. Maurer Lüneburgs, 2. Rate 25, Neupoderschau, Sachsen- Altenburg 13, Generalfommission Wendt wurde dem Vorstande zur Regelung überwiesen und Zentral- Verein der Fabrik- und Handarbeiter, Wandsbeck 10,80. Braunschweig 150,-. Vom geselligen Verein„ Theeblüthe", Berlin wurde derselbe beauftragt, in der nächsten Versammlung Bericht Wahlverein des 6. Berliner Wahlkreises 50,- Verband deutsch. 15,25. Kommission der Tabatarbeiter, Berlin, durch Moteś 130,-. zu erstatten. Die Versammlung beschloß ferner ein Stiftungsfest Gold- u. Silberarbeiter, Fil. Igehoe 3,-. Liedertafel Sanges- Bäcker der Vereinsbäckerei, Hamburg 10,80. Generalfommission, zu feiern und zwar in Form eines geselligen Vergnügens und Luft", Altona 20,- Drechsler, Hamburg 45,-. Von der Börse Braunschweig 100,-. G. Krüger, Stettin 20,-. Vom Gesellen wählte zu diesem Zwecke einen Vergnügungsausschuß, bestehend 5000, Sparklub Hoffnung", Altona 29,60. Tellersammlung verein, Delmenhorst 10,-. Sutmacher, Köln 9,05, do. Görlitz 2,85, aus den Kollegen Engel, Feige, 3ipte, 3apel, Kleinert. Eine längere der Versammlung des 1. Hamb. Wahltr. am 8. Februar 71,34. do. Darmstadt 6,-, do. Stettin 12,54, durch Metschke, Altenburg zus. illiken, Wendt und H. Liebold, Duderstadt 9,60. Zentralverein deutscher Böttcher, 30,44. Fachverein der Maurer, Bernburg 20,-; freiwill. Samni Debatte zeigte die" Reporterfrage" und Fil. Hamburg 100,-. F. Teggenthien, Karlshafen 3,75. Unter- lung 10.-; zus. 30.-. vom Vorstande gefaßte Beschluß bekannt gegeben, daß sich stützungsverein der Bürsten- u. Pinselmacher, Fil. Hamburg 55,-. In der vorigen Quittung muß es heißen statt Verein der jeder einer Versammlung des Vereins beiwohnende Berichts erstatter vor Eröffnung derselben beim Vorstande zu legitimiren Steinbrügger, Hamburg 60,-. Verband deutscher Zimmerleute Modelleure 2c., Bremen, Berlin 22,15. d. Müllerstein 83,-. Klub Vorwärts" v. 1883, St. Pauli 20,-. Nachzutragen sind noch: Glasarbeiter, Penzig 50,-. Kon- habe und daß der Vorwärts" nur vom Schriftführer des VerZigarrenmacherverband von Antwerpen 2790,28. H. Borax, trollkommission, Bremen 100,-. Lohgerber und Lederzurichter, eins eingesandte Versammlungsberichte aufzunehmen habe, sofern Hausberge- Minden 10,10. Berliner Gastwirthsgehilfen durch Berlin 200,-. A. Dammann, Kassirer, nicht ein als solcher legitimirter Berichterstatter des Vorwärts" 2. Ebert 23,80. Kontrollkommission, Bremen 50,-. M. Daßbach, Hamburg, Fürstenplay 2, 1. Etg. der Versammlung beigewohnt hat. Ueber den Antrag Tempel, das Mitgliederverzeichniß des Vereins durch den Borwärts" der Hanau 5,-. Von Genossen aus Sebniz 12,60. Mitgl. des Arbeiterschaft Berlins bekannt zu geben, ging die Versammlung Tischlerverbandes, Luckenwalde 3,40. Tischler- Fachverein, Rostock nach langer lebhafter Debatte zur Tagesordnung über. 50,-. Karstens, Maurer, Rendsburg 15,-. Gesammelt von nommen wurde ferner der Antrag Holzbecker, auf die den Tabatarbeitern, Röpenid 8,30. Schiffszimmerer d. Reusch, Tagesordnung der nächsten( General)-Versammlung zu sehen: Riel 30,-. Bau- und nichtgewerbliche Hilfsarbeiter Schwerin 50,-. Wahl zweier Thürtontrolleure". Bezüglich der ge Expedition des Vorwärts" 39 M., für den Fachverein der Bürsten- u. Pinselmacher 25 M. zus. 64,-. Fachverein der Maurer, Aufruf an die Genossen des 4. Berliner Reichstage- stellten Frage, wie sich der Verein der Berliner Volksbrauerei Schwedt a. D. 20,- Metallarbeiter- Fachverein, Lübeck 30,-. Wahlkreljes. Genossen! Ich trete heute mit der Aufforderung gegenüber stelle, deren Bier bekanntlich von verschiedenen ArbeiterPaul Huck, Buchdruckereibesitzer, Bant- Oldenburg 89,85. Bigarrenarbeiter, Brenzlau 10,- Lefeklub" Vorwärs", Mühlburg, d. an Euch heran, ein von Euch gegründetes Werk zu unterstützen versammlungen boykottirt worden ist, war sich die Versammlung H. S. 2, Verband der Schneider, Filiale Altona 15,- und zur vollen Entwickelung und Blüthe zu bringen. Seit dem darüber einig, daß erst der Spruch der maßgebenden Lokalkommission Zielberoußte und opferwillige Arbeiter, Würzburg 12,-. L. Michel Jahre 1888 beſteht in unserem Wahlkreise der sozialdemokratische abzuwarten sei. Zum Schluſse wurden verschiedene fachgewerbsen, Pustau 7,25. Von Genossen aus Almorschen 5,-. Fach- Wahlverein. Derselbe stellt sich die Aufgaben: 1. durch politische liche Interessenfragen erörtert. und wissenschaftliche Vorträge die Bildung der Mitglieder zu Eine Versammlung des Vereins gewerblicher Hilfs. verein der Buchbinder, Frankurt a. M. 21,50. Von 7 Tabak vervollkommnen; 2. überhaupt den Menschen zum tüchtig den arbeiter Berlins und Umgegend tagte am 9. 5. M. Der Reichsarbeitern Ballendar 10, Hutmacher Dresdens 28,15. Kollegen tenden, sich seines Werthes bewußten Sozialdemokraten heran- tags- Abgeordnete Genosse Schulze hielt einen interessanten Bor d. Fachvereins d. Tischler b. Besichtig. der Genossenschafts- Hutzubilden. trag, der lebhaften Beifall fand. In der Diskussion sprach Genoffe Grundmann im Sinne des Referenten und führte aus, daß Gesammelt v. Zigarrenmachern und Schuhsuchen, Mitglied dieses Vereins zu sein. Beweist Euer Solidaritäts- wir in jeder Weise für Aufklärung sorgen müssen, damit wir d. Motes 150,-. machern. Dahme 5,80. K. Werner, Schmalkalden 3,70. Seiler und Reepschläger, Hamburg- Altona 2c. 30,-. Schweizer Zigarren gefühl dadurch, daß Ihr durch massenhaften Beitritt den Werth den heutigen Staat durch gewaltigen Druck zwingen, unsern und Tabatarbeiter- Verband 17,60. Von den Stammgästen der dieser Organisation zu schäßen wißt. Wenn ich Euch hiermit wünschen Rechnung zu tragen. Dann verlas der Kassirer den „ Bessinghalle", Hamburg 60,55. G. M. durch Bérard, Hamburg 5,-nun auffordere, dem Wahlverein beizutreten, so geschieht dies Kassenbericht. Derselbe wurde von den Revisoren bestätigt und Leffingballe", Hamburg 60,55. G. M. durch Bérard, Hamburg 5,- deshalb, weil ich von der Ueberzeugung durchdrungen bin, daß darauf dem Kassirer Decharge ertheilt. Bei der Abrechnung von Kfm. durch Bérard, Hamburg 10,- Sparklub K., Hamburg 8, Verband d. Bäcker 2c., Fil. Hamburg 100,-" Liedertafel der durch die Thätigkeit und Agitation dieses Vereins dic Organi: Vergnügen wurde festgestellt, daß einige Kollegen das Geld für Buchbinder und Wirth Offen, do. 3,-. Gesangverein d. Maurer ſation in demselben die zweckmäßigste ist. Unter dem vielseitigen Billets noch nicht abgeliefert haben. Ein Antrag, die Namen Hamburgs 81,80. F. Schurenbed, Parchim( Medtb.) 9,35. Fach- Drucke des Ausnahmegesetzes haben sich leider viele Genossen derselben zu verlesen, wurde abgelehnt, aber dem Vorstand aufvon der Agitation ferngehalten. Da diese Schranke gefallen, getragen, die betreffenden Mitglieder nochmals aufzufordern. verein d. Schneider, Halle a. G. 40,-. E. Besthorn, Nord- so hausen 8,50. Generalfommission, Braunschweig 600,- ueber- o könnt Ihr ungehindert der edlen Sache des Proletariats Falls dieselben ihren Verpflichtungen nicht nachkommen, sollen schuß einer Tellersammlung d. 3emlin, Berlin 5,35. Lohnkom- Eure Kräfte widmen. Genossen, zeigt, daß Ihr gewillt seid, für deren Namen bekannt gegeben werden. die gerechte Sache zu kämpfen und ihr zum Siege zu vermission d. Schneider Dresdens 20,-. Tabatarbeiter und andere helfen. Dies tönnt Ihr aber nur dadurch erreichen, daß Der Klub Emanzipation veranstaltete am 18. d. mts. eine Gewerkschaften, Bischofswerder 10,50. Großklass, Bigarrenmacher, hr dem sozialdemokratischen Wahlverein für den vierten Generalversammlung unter Vorsitz des Genossen Otto Goldberg. Schwedt a. D. 25,-. Weißgerber, Karlsruhe 20. Bigarren Berliner Reichstags- Wahlkreis beitretet. Und nun fordere ich in derselben wurden mehrere Vereinsangelegenheiten erledigt un arbeiter, Mühlhausen 20,25. Fachverein d. Maurer Lübecks durch Euch nochmals auf, Euch in die Reihen der kämpfenden Brüder darauf zu dem Punkt„ Verschiedenes" geschritten. Hierzu sprachen Kahns 100,-. J. Laupe, Zigarrenmacher, Wintersdorf 11,30. Fachverein der Eifenarbeiter und verwandten Berufsgenossen, aufnehmen zu lassen, denn vereinzelt sind wir Nichts, vereint Genosse Schmolling und Geiseler ihr Bedauern aus, daß die Bernburg 10, Berband der in Holzbearbeitungs- Fabr. 2c. Alles. Ein Vertrauensmann despierten Berliner sozialdemokratische Fraktion des Reichstages einen Beschluß ver Reichstagswahlkreises. öffentlicht hätte, daß der Arbeiter- Feiertag nicht am 1. Mai, beschäftigten Arbeiter, Filiale Hamburg 46,-. Verband der in soudern am 3. Mai er. stattfinden solle. Redner meinten, daß Holzbearbeitung- Fabr. 2c. beschäftigten Arbeiter, Filiale Bünde- Wir fordern Euch hiermit auf, unserem Wahlverein recht die Frattion gegen die Beschlüsse des Pariser Kongresses nicht Westfalen 10, Fachverein der Schlosser und Maschinenbauer, zahlreich beizutreten, da wir in nächster Zeit in größere Wahl- opponiren dürje. Der Vorsitzende trat diefen Ausführungen ent Nürnberg 204,55. Bigarrenarbeiter Bahnsen, Nyborg 8,12. gegen. Er erklärte es für eine völlig falsche Auffassung, wenn in Tabatarbeiter Ostrowos 3,10. Hutmacher- Gesangverein, Alten- bewegungen einzutreten haben. dieser Angelegenheit von einem Beschlusse der Fraktion gesprochen werde. Die Fraktion hätte überhaupt keinen Beschluß gefaßt, Die Zahlstellen des Vereins, woselbst auch neue Mitglieder sondern nur einen Rath ertheilt und es der Arbeiterschaft über aufgenommen werden, befinden sich bei 11 " Versammlungen. macherei, Berlin 11,15. Kommission der Tabatarbeiter, Berlin, Genossen! Jeder von Euch sollte eine gewisse Ehre darin Augen der löblichen Hauspolizei zu verbergen, so lauert jetzt auch das Gesetz mit seinen drohenden Schlingen auf den Sünder; man wird von Staatswegen zur Solidarität angehalten, und wer keine Nacht auf der Polizeiache zubringen will, thut gut, nur die Plakate an den Litfaßsäulen anzuschauen und dabei ein Glas Selterwasser zu trinken. Das erhält die Augen gesund und den Magen frisch aber der Konsum an sauren Heringen leidet erheblich darunter, was im Interesse des deutschen Fischfanges auf das Tiefste zu beklagen ist. Der Beitrag beträgt pro Monat 20 Pf. Eintrittsgeld wird nicht erhoben! G. Tempel, Breslauerstr. 27. D. Heindorf, Langestr. 70. W. Lock, Friedrichsbergerstr. 11. F. 3ubeil, Naunynftr. 86. K. Scholz, Wrangelstr. 32, parterre, Laden, G. Schulz, Admiralstr. 40( Bigarren- Laden). B. Stabernack, Wrangelstr. 85( Bigarren- Laden). Der Vorstand " von Ange Die aus laffen, ob sie diesen befolgen wolle oder nicht. Fraktion sei dem sehr richtigen Standpunkt gegangen, daß man vor allem die schwierige Lage des deutschen Arbeiters berücksichtigen müsse und deshalb habe die Fraktion erwogen, daß es wohl besser sei, den Arbeiterfeiertag auf einen Sonntag zu verlegen, als Tausende von Arbeitern zu veranlassen, an einem Wochentage zu feiern, da sonst zu viele Ent laffungen vorkämen und den Feiernden schwere materielle Schäden zugefügt würden. Der Vorsitzende blieb jedoch mit seiner Ansicht allein, denn es wurde eine Resolution angenommen, die das Vor gehen der Fraktion bedauert. Nach Erledigung des Fragekastens wurde die Versammlung geschlossen. Nächste Versammlung an Mittwoch, den 25. d. W., bei Wagner, Neue Königstr. 89. Inhalt desselben identifizirt zu werden. Herr Redakteur! des Wahlvereins im 4. Berl. Reichstags- Wahlkreises. Die freisinnigen Herren, die beim Reichskanzler zum Die Noth der Zeit war das Thema, über welches Herr parlamentarischen Diner waren, dürften saure Heringe am eu 3 am 8. Februar in einer gut besuchten Versammlung für nächsten Morgen kaum nöthig gehabt haben. Dem un- Männer und Frauen, unter Vorsiß des Gen. Grünfe, referirte. parteiischen Beobachter erscheint es, als ob die Herren zum Referent wies hin auf die traurige Thatsache, daß noch viele Trinken nicht die nothwendige Zeit gefunden haben könnten. Sie unaufgeklärte Leute selbst der Arbeiterklasse die beschränktesten waren zu ſehr Ohr, und wenn sie nicht zuhörten, mußten sie selbst Meinungen über die Ursachen der Noth der Zeit hätten, man fage, es feien zu viel Menschen da, es müsse ein Krieg ausSprechlaa. reden. Und in einer Zeit, wo selbst der Reichsfeind ge- brechen, damit so und so viel Behntausende verschwänden u. s. w. nießbar wird, hat man keinen Grund, Vergessenheit im Gin wenig Ueberlegung fönne aber zeigen, daß es im Gegentheil Die Redaktion fellt die Benugung des Sprechfaals, sowe Raum dafumeinen fühlen Trunk zu suchen. Man schwimmt auf der Höhe der noch viel zu wenig Menschen gebe. Es ſeien mehr Produkte da, als ver- geben ist, dem Bublitum zur Besprechung von Angelegenheiten all unit dem Situation, und schüchterne Träume von Ministerseligkeit braucht werden könnten und Arbeiten, zu denen Tausende und Aber- Intereſſes zur Verfügung; file verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dems ziehen auch in die Herzen der großen Männer ein, die sonst tausende von Arbeitern nothwendig wären, wie z. B. die Regulirung nur die Kehrseite der Größten aller Sterblichen bewundern der Flüsse, die Kultur weiter Länderstrecken, seien noch zu leisten von Sie werden außer mir noch eine große Zahl anderer Leser durften. Entledigt sich erst Herr Richter der Wasserstiefel der Zukunft. Redner schilderte dann den grellen Unterschied zwischen und springt mit geschlossenen Augen in die Wadenstrümpfe, der Stille und Ruhe und der dadurch weit eher möglichen Sicher Ihres Blattes verpflichten, wenn Sie nachstehender Einsendung so erblickt das Weltall eine neue Zeit, und unter seinem heit der Existenz vor 100-200 Jahren und der heutigen wilden Raum gewähren wollten.' Meine Klagen betreffen die in Berlin Beweglichkeit der ökonomischen Verhältnisse und der daraus her- so zahlreichen Automaten, welche sehr oft nicht gefüllt sind oder milden Szepter werden wir Sozialisten uns kaum noch zu vergehenden allgemeinen Griſtenzunsicherheit. Die gegenwärtigen nicht funktioniren, troßdem aber die Groschen gerne anne gips, beklagen haben. Nachdem Herr Stöcker das Feld geräunit Reiter der gemeinen ihrer aufgabe nicht machen In den letzten Tagen ist es mir mehrfach passirt, so bei i hat und nur noch aus der Ferne knurrt, hat die Erde Raum und darum, evjuete sich die Beweglichkeit und Gristens unsicherheit dann bei Gaſtan's Panopticum, daß ich Groschen in die Amen für Alles- der Reichskanzler liegt sich mit seinen Jugend- bis in die höchsten Kapitalistenkreise. Die Stonkurrensjabigkeit der maten hineinwarf, ohne die gewünschte Waare herausbekomme, freunden in den Armen:„ Was nicht verboten ist, das ist Landwirthschaft Amerita gegenüber sei sofort an unreichen burch zu können. Hier liegt Fahrlässigkeit, um keinen schärferen ben, sozialistischen Betrieb. Redner schilderte dann die Existenz-/ druck zu gebrauchen, vor. Es wäre wohl Pflicht der Behörden, erlaubt, da fragt Niemand mehr, was Einer glaubt!" So soll es sein, aber die Freundschaft wird nicht länger unsicherheit unter der in den andern leben könne. Eine Folge der materiellen bei Nichtfunktioniren des Apparates das Geldstück wieder heraus dauern, wie eine ewige Liebe- spüren sie erst die Bruder Noth sei dann auch die geistige Judolenz und die geben, und daß auf den Automaten der Name der auf ellenden krallen unter den Sammethandschuhen, so wird das Gefauche moralische Charakter- Schwindfucht, an der unsere Zeit Firma angegeben wird. Hoffentlich findet diese Anregung fein Ende nehmen- da wandelt Liebe sich in fürchterlich leide. Alles suche blos nach nach materieller Beachtung. Sicherheit. Die Arbeiterklasse sei hingegen in der günstigen Lage, I ( Der Name des Einsenders ist der Redaktion bekannt.) Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Leid. la et E b G m B ül un in ha 28 di in 90 89 da G m R tr re fic gu 49 de U de B di bi aE 2 m Na e eir ni бо ni ni er um ab fie mi