Nr. 85. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus, Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss nummer mit illustrierter Sonntagsa Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post. Abonnement: 1,10 Mark pro Monat, Eingetragen in die Post- Zeitungss Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 23. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonels zeile oder deren Raum 50 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Versammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 20 Bfg., jebes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen das erste Wort 10 fg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet, Telegramm Adreffe: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Der Vormarsch der Maifeier. Mittwoch, den 11. April 1906. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Wiener Proletariat bewiesen, aber nachdem sie sich für Stampfe zusammenstehen und den unverschämten Provokationen ihn erst einmal erwärmt hatte, ist sie mit zäher der Gegner die Spike bieten. Die Maifeler aber ist ein In breiten parteigenössischen Kreisen hat es beinahe Be- Beharrlichkeit bemüht gewesen, dem 1. Mai einen immer Mittel zur Förderung und zugleich der imposanteste Ausdruck der In breiten parteigenössischen Kreisen hat es beinahe Be- würdigeren und imposanteren Charakter zu verleihen. Und geistigen Einheit von Partei und Gewerkschaften. Ihre energische fremden erregt, daß die Frage der Maifeier im Jahre 1905 wenn auch nicht entfernt von einer allgemeinen Arbeits- Durchführung ist ein Prüfstein der Reife und der Kampfesgleich zwei Arbeiterkongresse beschäftigte: den Gewerkschafts- ruhe am 1. Mai gesprochen werden kann, so kann doch nicht energie des Proletariats. Es gibt nichts Kurzsichtigeres als kongreß in Köln und den Parteitag in Jena. Jene partei- geleugnet werden, daß gerade die Vormittagsversammlungen, die Auffassung, die Maifeier gehe die Gewerkschaften eigentlich genössischen Streise verstanden es nicht, daß noch immer über in denen die feiernden Arbeiter demonstrierten, von Jahr zu gar nichts an, denn sie sei kein gewerkschaftliches Aktionsmittel. die Form einer Demonstration debattiert werden müsse, deren Jahr einen massenhafteren Besuch aufwiesen. Das heißt nichts anderes, als daß auch Militarismus Charakter sich doch im Laufe der Jahre immer unverkenn- Nun hat es freilich auch nicht an Genossen gefehlt, die, und Weltpolitit, Völkerberhezung, 3011barer ausgeprägt und die im proletarischen Kampfesleben weil sie einen allzuhohen Maßstab anlegten, von der Maifeier und Steuerpolitit, Wahlrecht- kurz die längst feste Wurzeln geschlagen hat. Andererseits freilich nicht befriedigt waren. So stellte beispielsweise auf dem ganze Politit die Gewertschaften gar nichts versteht man am ehesten die an der Maifeier oder Hamburger Parteitage im Jahre 1897 Genosse Stolten angingen! wenigstens ihrem gegenwärtigen Charakter geübte Kritik, den Antrag, die Feier durch Arbeitsruhe am 1. Mai vollständig Zum Glück ist die übergroße Masse des deutschen Prolewenn man sich vergegenwärtigt, daß die Auffassung von fallen zu lassen, da die Zahl der Feiernden doch eine viel tariats auch durchaus nicht dieser Ansicht. Ihr ist die Maider Maifeier gerade bei uns in Deutschland verschiedene zu geringe set. Der Antrag fand damals allerdings überhaupt feier von Jahr zu Jahr mehr ans Herz gewachsen. Und heute, Bandlungen erfahren hat und daß ihre gegenwärtige Form erst feine Unterstügung. Erst im Jahre 1905 zeigte es sich, daß wo zu den übrigen Kampfobjekten noch der Kampf um das allmählich aus den wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen auf dem Kölner Gewerkschaftsfongreß eine starke Strömung Wahlrecht hinzugetreten ist, hält es das deutsche Proletariat herausgewachsen ist. Sowohl der Sinn, den man mit der dafür vorhanden war, von der Arbeitsruhe völlig abzusehen für doppelt notwendig, der herrschenden Klasse zu zeigen, daß Maidemonstration verband, als auch die Form der und die Feier ausschließlich auf den Abend zu verlegen. Das es für seine Forderungen auch Opfer zu bringen entDemonstration haben sich im Laufe der Jahre gewandelt. Hauptargument, das von dieser Seite in Köln geltend gemacht schlossen ist! Die Revolution in Rußland. Die Boykott- Taktik im Lichte der liberalen Wahlerfolge. Man schreibt uns: Nach dem Beschluß des Pariser Internationalen Ston- wurde, war das des Genossen Stolten: die Zahl der Feiernden gresses vom Jahre 1889 follte am 1. Mai eine große inter- fei von einigen Branchen abgesehen- eine so geringe, daß nationale Manifestation veranstaltet werden, durch die gleich von einer allgemeinen Arbeitsruhe keine Rede sein könne. zeitig in allen Ländern an die öffentlichen Gewalten die wolle man aber mit dem Gedanken der Arbeitsruhe Ernst Forderung gerichtet werden sollte, den Arbeitstag auf machen, so provoziere man dadurch Kämpfe mit dem Unteracht Stunden festzusehen. Ueber die Form der nehmertum, deren Opfer in feinem Verhältnis zu dem Wert Die liberale Bresse Rußlands benutzt den von den K.-D. im ersten Manifestation bestimmte der Pariser Beschluß nichts: die Art und der Arbeitsruhe am 1. Mai ständen. Einzelne Redner Wahlgange davongetragenen Sieg zu einem erneuten Ausfall gegen die Weise der Kundgebung sollte von den einzelnen Nationen gingen sogar so weit, der Maifeier jeden propagandistischen Sozialdemokratie. Der einmütige Boykott der Wahlen durch die den jeweiligen Verhältnissen ihres Landes entsprechend insert abzusprechen: jedenfalls sei sie fein gewerkschaft- Petersburger Arbeiter hatte sie in der letzten Zeit Kleinlaut gemacht, Werk gesetzt werden. Da dann- namentlich auch in Deutschliches Attionsmittel. aber jetzt, ermutigt von ihren Wahlerfolgen, stimmen sie ihr altes die Sozialdemokratie hätte durch die land, wo ja die Maifeierfrage in der Bewegung der Jungen" Aus unserer geschichtlichen Stizzierung der Entwickelung Lieb wieder an: cine wesentliche Rolle spielte Meinungsverschiedenheiten der Maifeier ist schon zu entnehmen, daß wir es keineswegs Propaganda des Boykotts die Kräfte der freiheitlichen: Bedarüber entstanden, ob der Pariser Beschluß die Feier des von vornherein als Hochverrat an der proletarischen Sache ben Dienst der Wahlagitation gestellt gewesen, so hätten wegung zersplittert; wäre die dazu vergeudete Energie in 1. Mai in Form der Arbeitsruhe verlange, befaßte sich betrachten, wenn manche Genossen über den Wert der Arbeits die oppofitionellen Parteien einen noch glänzenderen Sieg der Internationale Stongreß zu Brüssel( 1891) abermals ruhe am 1. Mai, ja über die Maifeier überhaupt steptisch erfochten und mehr Vertreter in die Duma gesandt. Von den K.-D., mit der Frage und beschloß, daß der 1. Mai ein Ruhetag urteilen. Wohl aber halten wir eine solche Unterschätzung der die mit aller Kraft für die Wahlbeteiligung eingetreten find, ist ja sein solle, soweit das die Zustände in den einzelnen Maifeier für einen schweren und bedauerlichen solch ein Vorwurf ganz selbstverständlich, etwas anderes aber ist es, Ländern nicht unmöglich machten. Auch der Internationale Irrtum. Wie es auch immer um die Durchführung der daß angesichts der Wahlerfolge der K.-D. auch in den Reihen der Kongreß zu Zürich( 1893) betonte nochmals, daß die Arbeits- Maifeier in England und Frankreich stehen mag: in russischen Sozialdemokratie Stimmen laut werden, die die Tattit des ruhe am 1. Mai das erstrebenswerte Ziel fei; zugleich er- Deutschland hat sich die Feier des 1. Mai eingebürgert, Die Wahlagitation, führen sie aus, wäre ein ausgezeichnetes Mittel Boykotts der Duma als einen verhängnisvollen Fehler bezeichnen. weiterte dieser Kongreß den Sinn der Maidemonstration hier ist sie zu einem festen Bestandteil unseres Parteilebens gewesen, das politische Bewußtsein zu heben, sozialdemokratische dahin, dieselbe folle zugleich eine Stundgebung des geworden, hier macht die Arbeitsruhe von Jahr zu Jahr un Propaganda zu treiben und treiben und im Verein mit den liberalen festen Willens sein, durch die soziale Umgestaltung verkennbare Fortschritte, so daß ganz und gar kein Grund Barteien die Reaktion zu isolieren. Sollte diese Ansicht in den Die Klassen unterschiede zu beseitigen, und so vorliegt, kleinmütig die Flinte ins Korn zu werfen. Ist denn Reihen der Sozialdemokratie durchdringen, so würde dies eine emis den einzigen Weg zu betreten, der zum Frieden innerhalb die Partei etwa urplötzlich aus dem Boden gestampft worden, nente Gefahr für sie bedeuten. Hätte sich die Sozialdemokratie an den jedes Volkes wie zum internationalen Frieden hat nicht auch die Gewerkschaftsbewegung sich aus bescheidenen Wahlen beteiligt, so wäre sie in eine schiefe Lage geraten: das herrführt". Die Demonstration des 1. Mai hat also eine ungleich Anfängen emporarbeiten müssen? Und wem der bisherige schende Wahlsystem macht ein Eindringen in die Duma unmöglich, umfaffendere Bedeutung erhalten, sie soll nicht allein eine Umfang der Arbeitsruhe zu gering war, dem steht es ja frei, beshalb hätte sie die Kandidaturen der St.-D. unterstützen müssen, als Manifestation für den Achtstundentag sein, sondern auch eine innerhalb der Organisationen für eine gewissenhaftere Be- das kleinere Uebel im Vergleich mit den Oktobermännern; mit der Propaganda sozialdemokratischer Ideen wäre es auch nichts Stundgebung für die Verbrüderung der Nationen im Zeichen achtung der Parteitagsbeschlüsse Propaganda zu machen! geworden, da die Sozialdemokratie nicht einmal über das des menschheiterlösenden Sozialismus. Einem besonders schweren Irrtum sind aber diejenigen Minimum von Wortfreiheit verfügt, welches die liberalen Parteien So hatten die internationalen Stongresse der Feier des Genossen verfallen, die meinen, die Maifeier besize für die genießen. Somit würde die Hebung des politischen Bewußtseins 1. Mai eine wachsende ideelle Bedeutung verliehen und als Gewerkschaften keinen Wert und sei kein gewerkschaftliches der Maffen" nur den K.-D. zugute kommen. Eine solche Politik ihre würdigste Form die Arbeitsruhe gefordert. Und diesen Aktionsmittel". Gerade für eine aufstrebende Gewerkschafts- aber, die nur Wasser auf die Mühlen der liberalen Bourgeoisie treibt Beschlüssen gemäß suchte denn auch das deutsche Proletariat, bewegung, deren durch organisatorische Aufgaben stetig ge- und das Proletariat dazu verurteilt, für sie die Kastanien aus dem das es mit seinen internationalen Pflichten stets ernst ge- steigerte Tätigkeit naturgemäß vorwiegend auf dem Gebiete Feuer zu holen, bedeutet einen vollständigen Verzicht auf eine ſelbständige Politit des Proletariats. Selbst die nachträgliche Anerkennung nommen hat, die Maifeier zu einer möglichst eindringlichen der praktischen Gewerkschaftsarbeit liegt, gibt es nichts einer solchen„ Tattit" würde der erste Schritt auf einem Wege Demonstration zu gestalten. Hatte noch der Berliner Parteitag Unentbehrlicheres, als eine Ergänzung dieser praktischen sein, der zur völligen Unterordnung des Proletariats unter ( 1892) trok prinzipieller Anerkennung der Ehrenpflicht, den Tätigkeit durch ideelle Momente, durch soziale und die politische Hegemonie der Bourgeoisie führen müßte. 1. Mai durch Arbeitsruhe zu begehen, angesichts der zur- politische Aufklärung, durch Betonung der großen gemeinsamen Was aber den Boykott selbst anbetrifft, um den sich der ganze zeit herrschenden wirtschaftlichen Misere" die Proklamierung Biele, die innerhalb des modernen Proletariats nicht nur Streit dreht, so ist seine Richtigkeit am besten durch das Verhalten der allgemeinen Arbeitsruhe für den 1. Mai 1893 für un- alle Berufsschranken, sondern auch alle nationalen Slüfte des Proletariats selbst erwiesen, das ihn mit seltener Einmütigkeit durchführbar erklärt und beschlossen, deshalb die Feier am überbrücken! durchgeführt hat. Hätte das Proletariat in den Wahlen ein wirklich Abend des 1. Mai abzuhalten, so beschloß ein Jahr darauf Welch' ein umfassendes Kulturbekenntnis liegt aber in geeignetes Mittel zur Vertretung seiner Forderungen gesehen, wäre der Parteitag zu Köln, daß diejenigen Arbeiter und Arbeiter- dem Demonstrationsgedanken des 1. Mai! Ist nicht auch gewesen, so hätte kein Dreinreden der Sozialdemokratie, teine noch Ser Boykott eine fünstlich erdachte und ihm aufgezwungene Tattit organisationen, die ohne Schädigung der Arbeiterinteressen heute noch der Achtstundentag für die ungeheure Maffe des fo eifrige Boykottpropaganda zu einem so glänzenden Resultat dazu imstande seien, den 1. Mai auch durch Arbeitsruhe arbeitenden Volkes eine Forderung von enormer sozial- geführt. zu feiern hätten. Aehnliche Resolutionen werden auch auf politischer und hygienischer Bedeutung? Und umschließt nicht Der liberalen Bourgeoiste kommen diese neuen Antiboykotts den folgenden Parteitagen angenommen, bis dann im die Forderung der Arbeitszeitverkürzung zugleich die Pro- ansichten sehr gelegen und werden von ihr mit Genugtuung begrüßt: Jahre 1905 der Parteitag einstimmig eine Resolution an- flamierung der geistigen Menschenrechte, den Anspruch auf mit ihrem scharfen Klasseninstinkt hat sie erraten, daß sie den Keim nimmt, die den hohen ideellen und agitatorischen Wert Teilnahme an der Geisteskultur der Menschheit? Und ist eines Verzichtes auf die Klassenpolitik des Proletariats in sich bergen, der Maifeier besonders hervorhebt und die Forderung einer nicht der Gedanke der Verbrüderung des internationalen und sie berechnet im voraus, welchen Nußen sie von diesem mögmöglichst ausgedehnten Arbeitsruhe dringlicher erhebt als je Proletariats eine so ungeheuer wichtige und aktuelle An- lichen Umschivung ziehen könnte. Sie hofft mit Hülfe des nunmehr von revolutionären Bahnen abzulenkenden Proletariats von der ein früherer Parteitagsbeschluß. Heißt es doch in der Re- gelegenheit angesichts der weltpolitischen Händelsucht unserer Regierung auf friedlichem Weg Bugeständnisse für sich zu er solution: " Die Maifeier ist eine zur Unterstügung der Klassen- herrschenden Klassen, die mit der Gefahr eines entsetzlichen zwingen. Ob das aber gelingen wird? Die Duma- Wahlen. forderungen und des Klaffenkampfes des Proletariats sowie zur Weltfrieges ein geradezu frivoles Spiel treiben? Aber noch ein anderes: Schärfer, unerbittlicher denn je Förderung des Weltfriedens von den internationalen Kongreffen Petersburg, 10. April.( Meldung der„ Petersburger Telegraphen beschlossene Demonstration, deren wirksame und würdige ist der Kampf zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten, zwischen Gestaltung gemeinsame Aufgabe aller politisch Bourgeoisie und Proletariat entbrannt. Jeder organisatorische Agentur".) Das vorläufige Ergebnis der Wahlen für die Reichsund gewerkschaftlich organisierten Arbeiter ist. Fortschritt des Proletariats wird von der Bourgeoisie mit duma ist folgendes: Von 178 in 27 Provinzen zu wählenden Als solche Klaſſendemonstration wird sie vom Unternehmertum und einem Gegenschlag beantwortet. Das Unternehmertum führt Mitgliedern der Duma sind bis jetzt 141 gewählt. Davon gehören den bürgerlichen Regierungen bekämpft, aber dieser Widerstand den Kampf nicht nur durch seine wirtschaftliche Drgani- 79 der Linken, 16 dem Zentrum und 4 der Rechten an. 42 Mitkann für die Arbeitertlaffe tein Anlaß sein, von der fation, sondern auch durch die politische Staatsgewalt. In glieder nehmen keine bestimmte Parteistellung ein. In Durchführung der Maifeier Abstand zu nehmen. Der Parteitag macht es daher den Arbeitern und Arbeiter: Sachsen, in Lübeck, in Hamburg hat man dem Proletariat 37 Fällen findet engere Wahl statt. organisationen zur Pflicht, neben den anderen Kund- die politischen Rechte geraubt. Und der liberale„ Samb. Der Barismus benutzt die augenblickliche relative Nuhe und die gebungen für die allgemeine Arbeitsruhe am 1. Mai torrefp." plauderte es offen aus, daß die Hamburger Pfeffereinzutreten und überall da, wo die Möglichkeit der Arbeitsruhe säcke sich durch den politischen Raub für die wirt- Duma- Wahlen, um schleunigst seinen Geldbedarf durch neue Anvorhanden ist, die Arbeit ruhen zu lassen. schaftliche Schädigung rächen wollten, die ihm die Ham- leihen zu decken. Und leider scheint die Bourgeoisie in Frankreich So sehen wir, daß der Gedanke der Maifeier, der ur- burger Gewerkschaften zugefügt hätten. Soll sich aber das und anderen Ländern auch bereit zu sein, das Geld zu geben und sprünglich auf eine amerikanische Anregung zurückzuführen ist, Proletariat auch fünftig jede schnöde Vergewaltigung wehrlos damit die russische Mißwirtschaft zu verlängern. So meldet das erst allmählich seine hohe demonstrative Bedeutung gewinnt gefallen lassen? Oder soll es den blutigen Hohn für Bureau Laffan": und in den Massen des Proletariats und seiner Vertreter alle Ewigkeit ruhig einstecken, mit dem die besitzende Klasse London, 10. April. Zur neuen russischen Anleihe wird, Wurzel schlägt. Namentlich die deutsche Sozialdemokratie hat die Wahlrechtsforderungen des Proletariats be- wie der Petersburger, Times" Korrespondent hört, diesen Gedanken entsprechend der Bedächtigkeit des nationalen antwortet?! ein besonderer Ukas des Zaren veröffentlicht werden, Charakters nicht sofort mit jenem Feuereifer und jener Man sieht, wie alle Umstände es gebieterisch fordern, daß worin die Verwendungszwecke aller aufgenommenen Gelder Energie ergriffen, den speziell das temperamentvollere Gewerkschaften und Partei eines Geistes sind, daß sie im erklärt werden. Die Anleihe wird 92 Millionen Pfund Sterling Die neue Anleihe. (1840 Millionen Mark) betragen und zu 83 Prozent gegeben werden. Frankreich übernimmt 50 Millionen, London, A m st e r d a m und New Jork je vier Millionen Pfnnd Sterling. Die verbleibenden 30 Millionen Pfund, die von russischen Privatbanken übernommen werden. waren ursprünglich für den Berliner Platz bestimmt. Von dem Ertrage der Anleihe sind 23 Millionen Pfund zur Deckung der jüngsten Ausgaben kurzfristiger Bonds erforderlich. Der verbleibende Betrag wird zur Deckung der Ausgaben infolge des Krieges, der Hungersnot und der besonderen Unterstützungen nicht genügen; infolgedessen wird das Budget ein Defizit aufweisen. politileke(ZeberlicKt. Berlin, den 10. April. Polizei geht vor Recht! Anfang Februar berichteten wir über die Ausweisung des in Paris lebenden russischen Schriftstellers SvmSnoff aus Berlin. die unter auffälligen� Umständen in einer auffälligen Form statt- gefunden hatte. Eine Answeisungsverfügung war Ssmenoff nicht zugestellt, es war ihm die Ausweisung nur zu Protokoll eröffnet, ohne daß ihm, zumal er kein Deutsch versteht, hierbei der Grund der Ausweisung klar geworden wäre. Wir meldeten schon damals daß Sömönoff durch seinen Vertreter, den Genossen Liebknecht, die Zustellung einer Ausweisungsorder hatte beantragen und Beschwerde gegen die Ausweisung hatte er- heben lasten. In der Beschwerde war ausgeführt, daß sich Sömsnoff in Preußen nicht das mindeste habe zuschulden kommen lassen; die Ausweisung widerspreche sowohl den Grundsätzen der internationalen Courtoisie wie denen des Völkerrechts, und ihre rigorose Form ber- diene unter allen Umständen Mißbilligung. Vor kurzem hat nunmehr der Oberpräsident die Beschwerde durch folgende Verfügung zurückgewiesen: „Auf die namens des Schriftstellers E. Sömönoff erhobene Beschwerde vom 1. v. M. erwidere ich nach Prüfung des Sach- Verhalts ergebenst, daß keine Veranlassung vorliegt, die gegen Ihren Auftrageber von dem dortigen Polizeipräsidenten verfügte Ausweisung aus dem Gebiete des preußischen Staates rückgängig zu niachen. Die Ausweisungsverfügung ist dem Beschwerdeführer am 31. Januar d. I. nach dem Protokoll, welches von ihm unter- schrieben ist, eröffnet worden. Eine weitere Zustellung ist daher nicht erforderlich." Damit ist zum fünfhundertstenmal die Rechtlosigkeit der Ausländer in Preußen erwiesen. Es besteht die Gefahr, daß man sich an diesen kulturwidrigen Zustand gewöhnt wie etwa an eine chronische Landplage. Es gilt daher das Gewissen und das Ehrgefühl des deutschen Volkes immer von neuem aufzurütteln. Eine ganz besondere Brandmarkung verdient aber die Tatsache, daß die preußischen Verwaltungsbehörden sich grundsätzlich nicht für verpflichtet halten, in Aus Weisungsangelegenheiten irgend welche Gründe anzugeben. Kein Antrag, kein Bitten und Flehen ist imstande, den Unglückseligen, gegen den der Strahl aus dem Polizeipräsidium zuckt, in die Geheimnisse dieses rücksichts- losen und aller Rechtsgarantie baren Administrationsverfahrens ein- dringen zu lasten. Um ein paar lumpige Pfennige müssen sich von Gesetzes wegen unsere Hochwohlweisen Richter die Köpfe zerbrechen, ausführlich begründete Entscheidungen ausarbeiten und so ihre Urteile und Beschlüsse der sachlichen Kritik unterwerfen. Die Polizei fühlt sich erhaben über solche Rücksichten, sie glaubt sich der öffentlichen Kontrolle dadurch zu entziehen, daß fie ihre Gründe der Oeffentlichkeit einfach vorenthält. Wir verlangen eine Remedur dieses unwürdigen ZustandeS und sehen uns zu der Schlußfolgerung genötigt, daß. solange die Polizei die Angabe ihrer Gründe verweigert, sie nur Gründe hat, die das Licht der Oeffentlichkeit zu scheuen haben I— Die neue Regierung in Ungarn. Nun wäre die Krise also beendet. Aber fragt mich nur nicht: wie? Bietet doch das neue Kabinett keine sichere Garantie für die Durchführung des allgemeinen Wahlrechts! Die Herren Magnaten von ausgeprägt klerikaler Gesinnung, die Herren Nationalisten mit Kossuth an der Spitze und die Agrarfeudalen mit dem äußeren Anstrich des Liberalisnms haben sich eben wieder einmal gegen das Volk und in erster Linie gegen die Sozialdemokraten vereinigt. Und es scheint fast, als wenn Habsburg darauf nur gewartet und so schnell wie möglich seinen Segen gegeben hat. Wo blieb aber Herr 5tristoffy mit seinem schönen Programm und mit dem Wahl- recht? Denn daß dieses Programur wenn auch nicht endgültig, so doch für einige Zeit vom politischen Horizont verschwunden ist, das darf wohl— ohne Schwarzmalerei— behauptet werden. Allerdings eine„Reform" wird schon kommen, aber was für eine? Wer wäre so töricht, etwas unbedingt Gutes zu Erinnerungen an Hans Most. In dem Feuilleton„Ein heiteres Kapitel aus ernster Zeit", daS der„Vorwärts" in der Sonnabendnummer veröffentlichte, hat einer der älteren Genossen die skrupellose Art und Weise beleuchtet, wie Most nach seinem Abfall von der Partei die deutsche Sozial- demokratie bekämpft hat. Andere Seiten seines Wesens und seiner Tätigkeit zeigen die Erinnerungen auf, die einige Parteiblatte/ vor- öffentlicht haben. Wir geben das wesentlichste daraus wieder, da unsere Genossen Anspruch darauf haben, auch diese Urteile über den einstigen Parteiführer kennen zu lernen. Sie werden aus den mitgeteilten Auszügen selbst erkennen, daß die verschiedene Wertung Mösts in diesen Stimmen hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, daß jeder der Beurteiler vornehmlich eine bestimmte Seite des Mostschen Charakters und einen besonderen Ausschnitt aus seinem Lebe» betrachtet: � � In der„Pfalz. Post" hat Genosse Franz Ehrhart- Ludwigshasen seine Erinnerungen an Most erzählt. Besonderes Interesse verdienen seine Mitteilungen über die Entstehung der „Freiheit". Ehrhart berichtet dort: „Mit dem Ausweisungsdekret versehen, keine Aussicht irgendwo die Tätigkeit in Deutschland aufnehmen zu können, entschloß er «nd Schoenlank verfaßten„Erläuterungen zum Erfurter Pro- gramm", die bereits vor anderthalb Jahrzehnten erschienen, folgende Sätze finden: Eine Jugenderziehung, welche einseitig die geistige oder die leibliche Kraft zu entwickeln und auszubilden sucht, an- statt in schönem Einklang die Zucht des Verstandes und die Leibesübungen zu verbinden, ist von vornherein ver- fehlt. Wie wir die reichste Entfaltung der Fähigkeiten auf dem Gebiete des Geistes fordern, so verlangen wir auch eine von Kindesbeinen an planvoll geleitete Schulung der körperlichen Stärke und Geschicklichkeit.... Der leitende Gedanke, welcher Umfang und Weise der Turn- und Kampffpiele bestimmt, ist die Erziehung der Bürger zur Wehrfähigkeit. Ein freies Volk mutz verstehen, die Waffen zu führen, seine kriegerische Tüchtigkeit ist ein Schutz und Schirm für den Frieden des Gemeinwesens. Schon dem Kinde ist die Auffassung einzuimpfen, daß niemand es der- dient, ein Freier zu heißen, der nicht die Waffen zuführen und mit seinem Blute für die Freiheit einzustehen und für sie zu st erben weiß. Gilt es einen kecken Feind von der Heimat fern zu halten, der Bürger, von Jugend auf in körperlichen Künsten geübt und im Waffen- dienste geschult, wird den eigenen Herd und den gemeinen Nutzen mit flammendem Eifer und wackerem Mute verteidigen. Und wehe dem, welcher das geheiligte Äut der Freiheit zu versehren wagt!... Jeder taugliche Bürger sei Wehrmann, die Waffen mögen über seinem Herde hängen!..._ Der offizielle Hurrapatriotismus hat sich in einem Entscheid des preußischen Kultusministers eigenartig manifestiert. Bekanntlich können im deutschen Vaterlande nicht genug Jubiläen gefeiert werden. Doch das gilt nur mit einer Einschränkung. Die Jubiläen müssen sich für die diversen angestammten Fürstenhäuser fruktifizieren lassen. Ist das nicht der Fall, so legen die amtlichen Stellen keinen Wert auf Gedenkfeiern. Und wenn sie gar Erinnerungen an Zeiten bringen, die den offiziellen Hurra- legenden nicht günstig sind, so müffen Jubiläen verboten werden. Und so hat denn der Kultusminister eine geplante Hundertjahrfeier des Karl-Gymnasiums in Aachen verboten, weil die Gründung der Schule in die Zeit der französischen Herrschaft falle, weil sie also gewissermaßen von Napoleon gegründet wurde! Die armen Lehrer und Schüler des Aachener Karl-Gymnasiums sind also um die Hoffnung auf einige schöne Festtage ärmer. Weshalb sind sie auch so schlechte Patrioten, daß sie an einer Anstalt lehren und lernen, die von der Gottesgeißel— so nennt ihn ja wohl die offizielle Historik— Napoleon gegründet wurde. Im Interesse der kommenden Generationen aber sollten die Aachener Stadtväter die Schule schleunigst dem Erdboden gleichmachen und eine neue unter zweifelsfreien Patronat gründen. Damit doch in abermals hundert Jahren wenigstens die Professoren und Gymnasiasten Aachens Jubiläum feiern können!— Stelgcrmig der Lebensmittelpreise. Die Unternehmerpresse weist regelmäßig, wenn die Arbeiter mit «ohnerhöhungsforderungen hervortreten, auf die Steigerung der Löhne hin; sie vergißt aber hinzuzufügen, daß vielfach die Preise der Mieten und notwendigen Lebensmittel noch weit mehr gestiegen sind. Nach den von der„Statist. Korrespondenz' veröffentlichten Durchschnittspreisen der wichtigsten Lebensmittel haben diese im letzten Monat wiederum eine Steigerung erfahren. ES kostete näm- lich das Kilogramm in Pfennigen: ®'sr s �°> März 190« 157 134 173 162 155 189 245 Febr. 1906 157 134 172 161 1öS 189 241 März 1906 143 121 140 142 139 156 240 Verglichen mit dem März vorigen Jahres stellen sich also die Preise für Rindfleisch um 14, für Schweinefleisch um 33, für Kalb- fleisch um 20 und für Hammelfleisch um 16 Pf. pro Kilogramm höher. Ebenso ist der Preis des Specks um 33 Pf. gestiegen.— Opfer der Kolonialpolitik. Noch immer mehren sich die Opfer des Kampfes in den süd- westafrikanischen Sandwüsten. Nach einer amtlichen Zusammen- stellung betragen die Gesamtverluste des jetzt 27 Monate dauernden Krieges einschließlich der ermordeten Zivilbevölkerung 217 9 Per- fönen. Die militärischen Verluste vom Beginn dcS Bondelzwartsaufstandes(Dezember 1903) bis 1. April 1906 belausen sich auf 1957 Mann, davon sind tot 1226, verwundet 731. Wegen Krankheit oder in Rekonvaleszenz befindlich resp. wegen Uebertritt ins Heer sind in die Heimat ge- schickt etwa 1200 Mann, krank sind in der Kolonie, also nicht dienst- fähig, rund 800 Mann, so daß dieser indirekte Abgang 2000 Mann beträgt, von denen 1900 Mann als Verlust infolge des Feldzuges zu rechnen sind. Der Gefechtsverlust der Truppe be- läuft sich auf 1239 Mann(Tote 541, Verwundete 698), davon Spitzeln, die sich nur zu leicht das Vertrauen Mösts erschleichen konnten und es auch leider zu oft erlangten, er war nichts weniger als ein Menschenkenner." In der„Chemnitzer Volks stimme" hat Genosse Rie- mann eine begeistert« Schilderung dcS tatkräftigen, unermüdlichen, begeisternden Arbeitens Mösts in seiner Chemnitzer Zeit gegeben (1871/74). Der Artikel schloß: „Trotz seines sehr lebhaften Temperaments haben es die führenden Genossen bis zum Erlaß des Ausnahmegesetzes immer verstanden, dasselbe zu zügeln. Ein„Schrcckcnskind der Partei" war er bis dahin nie! Agitatorisch, organisatorisch hat Most in Chemnitz, Ivo bei seiner Ankunft die Parteibetvegung fast auf dem Nullpunkte stand, ganz Bedeutendes geleistet� Seine spätere anderweite Tätigkeit in Mainz und Berlin hat, soviel ich mich erinnere, ähnliche Erfolge aufzuweisen gehabt. Geschaffen hat er vieles, auch Bleibendes; an Ehrlichkeit, Opfermut und gutem Willen hat er es nie fehlen lassen. Ein besonderer Freund der sogenannten „Akademiker" ist er allerdings nicht gewesen. Die fortwährenden Verfolgungen. Einkerkerungen, auch seine Familienverhältnisse haben auf seinen seelischen Zustand stark ein- gewirkt. All das ruhig zu ertragen, mag vielleicht einer Phlegma- tisch angelegten Natur gelingen. Most war es bei seinem Tempera- ment unmöglich. Dem ehemaligen, cjtzt toten Genossen sollte man. ohne seine Ipatere politische Anschauung zu entschuldigen noch vielmehr zu billigen, doch etwas niehr Gerechtigkeit widerfahren lassen! Er, der ehemalige Vuchbindcrgeselle, wurde trotz seines reich- begabten Geistes, wie so mancher, ein Opfer der damaligen Bismarckschen Blut, und Eiscupolitik Nur so habe ich seine Ent- Wickelung bis zuni Anarchisten verstanden. Persönlich war er ein sehr gutmütiger und vertrauensseliger Mensch." In der„V o l k s st i m m e" zu Frankfurt a. M. hat Gen. BloS Ernstes und Heiteres von. Hans Most erzählt. Wir greifen folgende Episoden heraus:.- Auch ließ er sich bald gewisse Entgleisungen zuschulden kommen. Bei der Stichwahl zum Reichstag 1674 in Mainz trat die dortige Sozialdemokratie für die Ultramontancn ein und Most verhandelte mit dies»,,. Er erhielt eine nicht un- bedeutende Summe als«Beitrag zu den Wahlkosten" ausbezahlt, eine Sache, die er unter allen Ilmständen hätte vermeiden müssen. Sein Auftreten in den Sitzungen der Rcichstagsfraktion von 1377 hat sich mir besonders deutlich eingeprägt. Damals sprachen aus ihm schon die Dämonen anarchistischer Raserei. Wir hatten im Winter 1877 unseren großen sozialpolitischen Antrag auSzu- arbeiten, der ein vollständiges Arbeiterschutzgesetz umfassen sollte. Alle widmeten sich dieser schwierigen Arbeit mit Eifer und Aus- dauer, auch die beiden Alten, Temmler und Rittinghausen, taten 118 Offiziere. Gefallen sind vor dem Feinde an Offizieren, Sanitätsoffizieren und höheren Beamten nur 57, an Unteroffizieren 98, an Mannschaften 386, das Verhältnis der Chargen zum Stamm verhält sich also wie 1: 2,5. Verwundet wurden Offiziere usw. 78, Unteroffiziere 139, Mannschaften 481. Das Verhältnis der Chargen zum Stamm ist hier noch ungünstiger, wie 1: 2,2. Und zu diesen Menschenopfern kommen die riesigen Geldopfer. die der Krieg bereits gekostet hat und noch kosten wird— ein Be- trag, der mit 400 Millionen Mark nicht zu hoch veranschlagt sein dürfte. Und der Erfolg? Die Erhaltung eines unwirtbaren Landbesitzes, der sich nirgends zum Anbau, sondern lediglich— und zwar auch nur in einem relativ beschränkten Teil des Gebietes— zur extensiven Viehzucht eignet. Worin Aufreizungen zu„Gewalttätigkeiten" erblickt werden. Wie schon kurz berichtet, ist der Verantwortliche des Organs der Hafenarbeiter, Genosse Görlitz, von der Strafkammer des Land- gerichts Hamburg wegen Vergehens aus§ 130 des Strafgesetz- buches zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. In den beiden der Anklage zugrunde liegenden Artikeln, betitelt:„Menschen- opfer" und„Ungezieferplage", wird den Arbeitern zu Gemüte gc- führt, wie einerseits durch kapitalistische Unterlassungssünden Be- triebsunfälle, denen Hekatomben Menschenleben zum Opfer fallen, hervorgerufen werden und wie andererseits durch Kapitalisten, Junkeragrarier und Hausagrarier die Auspowerung der Arbeiter- massen betrieben wird. In einigen bildlich gemeinten kräftigen Ausdrücken werden die Unterjochten und Ausgebeuteten zum Zu- sammenschluß und zur Abwehr aufgefordert. Der Angeklagte legte eingehend dar, daß die Tendenz des ersten Artikels darauf hinaus- laufe, bessere Unfallverhütungsvorschriften zu erlassen. Wenn vom Kampfe die Rede sei. so sei damit geistiger Kampf gemeint. Die unerhörte Kampfesweise von gegnerischer Seite gegen die Arbeiter- Organisationen erfordere schärfste Abwehr. Die unter den enormen Lebensmittelpreisen schwer leidenden Proletarier müßten sich doch ebenso verteidigen dürfen, wie es den anderen Interessengruppen erlaubt sei. Diese ungesunden Zustände mit erlaubten Mitteln zu beseitigen versuchen, sei der Zweck der Artikel. Der Staatsanwalt meint, daß für beide Artikel die Tatbestandsmerkmale des§ 130 des Strafgesetzbuches vorhanden seien. Nach der Judikatur des Reichsgerichts genüge es, wenn durch Anreizung eine zu Gewalt- tätigkeiten gsneigte Stimmung hervorgerufen werde, und das be- zweckten beide Artikel, in denen den Besitzenden die Besitzlosen in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise gegenübergestellt werden. Die Form der Artikel sei ebenso töricht wie hetzerisch. Aus diesem Grunde beantrage er acht Monate Gefängnis. Der Angeklagte wies nochmals eingehend nach, daß von einem Kampfe im Barrikaden- und Heugabelsinne gar nicht die Rede sei und daß die Arbeiter ganz genau zu unterscheiden vermögen, wie die bild- lichen Ausdrücke aufzufassen seien. In dem Bewußtsein, nur seine Pflicht getan zu haben, sehe er dem Urteil mit großer Ruhe ent- gegen. Das Gericht erkannte auf das genannte Strafmaß, wobei begründend ausgeführt wurde, daß in beiden Artikeln die vom Staatsanwalt hervorgehobenen Tatbestandsmerkmale enthalten seien, denn den anderen Interessengruppen werde der Kamps bis aufs Messer angedroht. Von einer an und für sich erregten Volks- schicht könne dies nicht anders als eine Anreizung zu Gewalttätig- leiten aufgefaßt werden.— Gegen den Angeklagten schwebt noch ein Strafverfahren wegen Vergehens gegen§ 130.— Dir Seuchengefährlichkeit deS ausländischen Viehes. Am 31. März waren, wie die„Deutsche Fleisch er-Zeitung" berichtet, nach dem „Reichsanzeiger" verseucht: im Deutschen Reich.. 18020 Gemeinden in Oesterreich.... 194„ soweit Schweinepest und Schweincseuchen in Betracht kommen. Nach agrarischer Logik droht uns bekanntlich von dem eingeführten Vieh die Verseuchung der einheimischen Viehbestände. Die genannten Zahlen beweisen, was diese Behauptung wert ist. Der„Bursche". Ein jugendlicher Bureaubeamter hatte in Königsberg an einer Versammlung des Vereins für Lehrlinge und jugendliche Arbeiter teilgenommen. Auf einer Polizei- lichen Anzeige wurde er deshalb als„Bursche" bezeichnet. Der Bureauangestellte protestierte natürlich gegen einen solchen Titel und beschwerte sich über die Polizei beim Regierungspräsi- Kenten. Dieser antwortete folgendes: „Die zu Ihrer Vorladung führende polizeiliche Anzeige er- folgte anläßlich Ihrer Teilnahme an einer Versammlung des Lehrlingsvcreins, und es kann daher erklärlich erscheinen, daß Sie in dieser Anzeige irrtümlich als„Bursche" be- zeichnet sind. Einen„Burschen" dann aber, noch dazu bei solchem Anlaß, als„Herrn" zu bezeichnen, lag für die Polizei kein Anlaß vor. Ich weise Ihre Beschwerde daher als völlig unbegründet zurück. An den Bureaubeamten Herrn... Der Regierungspräsident selber versagt dem„Burschen" den Titel„Herr" nicht. Der Polizei aber will er es nicht übelnehmen, wenn sie einen Teilnehmer an einer Lehrlingsversammlung als Burschen bezeichnet. Freilich, dieser Titel soll ja nur irrtümlich auf das Papier gekommen sein, aver trotzdem hat die Polizei nach wacker mit, nur Most fand nicht die innere Sammlung dazu. Arbeiterschutzgesetzgebung schien ihm etwas vollkommen Ueber- flüssiges. Er störte unsere Arbeiten unaufhörlich, indem er in dem Fraktionszimmer auf- und abrannte und mit seiner zischenden Stimme rief:„Wir müssen ein revolutionäres Gesetz machen!"— Unwillig rief ihm Fritziche zu:„So mache du doch eines!" Most zog sich in eine Ecke zurück, blickte eine Weile wie in tiefen Gedanken bald vor sich nieder, bald in die Höhe, und kam dann endlich mit einem Zettel, auf dem das„revolutionäre" Gesetz entworfen war. Fritzsche las es vor. Es lautete:«Der Reichstag wolle beschließen: Erster und einziger Artikel: Das Jmpfgesetz ist abgeschafft!" Die Kollegen, die zum mindesten einen Antrag auf Verkündigung der deutschen Republik erwartet hatten, brachen in ein langandauerndeS Gelächter aus, und Most wurde von diesem Tage an von den Fraktionsmitgliedern nicht mehr ernst genommen. Sehr unschön war die Art, wie Most mit der Partei ausein- anderkam. Er traf 1878, aus Berlin ausgewiesen, bei uns in Hamburg ein und suchte eine Stellung. Da um diese Zeit Bracke in Braunschweig sich an mich um einen Journalisten gewendet hatte, verwies ich Most dahin. Er wollte eben an Bracke schreiben, als aus Elberfeld die Nachricht kam, daß er dort zu 6 Monaten Ge- fängnis verurteilt sei. Er beschloß nun, auszuwandern, und zwar zunächst nach England. Da es ihm an Geld fehlte, und auch bei der damaligen Desorganisation in der Partei eine größere Summe nicht so leicht zu beschaffen war, so wendeten wir uns an Höchberg, der sofort telegraphifch 100 M. anwies. Ich selbst habe"gesehen, wie die Summe und noch eine weitere Most ausgehändigt wurde. Er schied als Freund und Gesinnungsgenosse von uns. In London gründete er dann die anarchistische„Freiheit", und gleich in den ersten Nummern behauptete er, Höchberg habe ihn schäbig behandelt und man habe ihn überhaupt im Stiche gelassen. Wie die„Freiheit" später in der Schweiz eine Zeitlang auf Kosten eines Polizeispitzels gedruckt wurde, ist in den Reichstags- debatten über das Expatriierungsgesetz eingehend behandelt worden. Ob Most dabei wirklich der Betrogene war, kann ich nicht entscheiden. Nachdem Most in Nordamerika den ganzen überreichen Schatz an blutdürstigen Phrasen, den alle Kultur- und Naturvölker auf- gespeichert, erschöpft hatte, suchte er mit allerhand Mätzchen sich interessant zu machen. Er verschickte z. B.„Todesurteile" an ehe- malige Parteigenossen und andere politische Persönlichkeiten. Eines TageS kam im Reichstage der alte Windthorst zu mir, setzte sich neben mich auf eine Bank im Foyer und sagte in seiner friedlichen Weise:„Hoffentlich liegt keine Dynamitbombe unter dieser Bank; ich habe soeben von Herrn Most ein Todesurteil zugesandt erhalten!" —„Ich hoffe es auch nicht." sagte ich.lachend;„andernfalls würde ich ja Ihnen zur Gesellschaft mitfliegen müssen!" 1 der Ansicht des Regierungspräsidenten recht getan, als sie dem Bureauangcstelltcn den Titel„Herr" versagte und ihn— jeden- falls nicht im akademischen Sinne—„Burschen" nannte. Das Dokument ist recht werlvoll, so unscheinbar es auch aussieht. Es beweist, daß die Polizei besonders bei„solchen Anlässen" tun kann, was sie sonst nicht tun darf.— Ein Milchkrieg ist in Mainz ausgebrochen. Die Landwirte der Umgegend haben die Milchlieferung eingestellt und die Milch- Händler müssen die Milch„von weither" kommen lassen, erhalten jedoch noch nicht genug, so daß vorerst eine Knappheit an Milch ein« getreten ist. Der Grund des Krieges ist eine von den Landwirten geforderte Preiserhöhung. Nachdem sie erst im Oktober v. I. den Preis auf 14 Pf. pro Liter gesteigert haben, wollen sie ihn jetzt auf 16 Pf. bringen, was die Milchhändler nach ihrer Angabe zwingen würde, den Detailpreis für das Liter auf den horrenden Preis von 24 Pf. festzusetzen. So kommen zu den durch die neuen Zölle erhöhten Lebensmittelpreisen noch lokale Verteuerungen durch die Agrarier I— Hueland. Schweiz. Das Referendum gegen das Levensmittekgesetz. Zürich, 7. April.(Eig. Ber.) Die Unterschriftensammlung für das Referendum gegen das agrarische Lebcnsmittelgesetz ergab die schöne Zahl von 62 454, wovon zirka 27 000 die sozialdemokratische Partei und die übrigen 35 000 die Konsumvereine ausbrachten. In der Stadt Basel allein kamen 9670 Unterschriften zusammen. Der Bundesrat will, wie berichtet wird, die Volksabstimmung erst im nächsten Herbste vornehmen lassen!— Frankreich. Der Streik der Kohlengräber. Der Kongreß der Bergarbeiter beschloß, den Bergwerksgesell- schaften ein neues Ultimatum auf Grundlage der Forderung eines Tagelohnes von 7,18 Frank zu unterbreiten.— Die von BaSly gegen die Gendarmerie erhobenen Vorwürfe sind von dieser als un« berechtigt bezeichnet worden. Basly hält in einem Telegramm an den Minister des Innern seine Behauptungen in vollem Umfange aufrecht. Er teilt weiter noch mit, daß er eine Reihe von unparteiischen Leuten als Zeugen für die Brutalitäten der bewaffneten Macht benennen werde. Aus Leus wird über Zusammenstöße zwischen Polizei und Aus- ständigen berichtet, ferner über Demonstrationen der Frauen vor der Wohnung des Direktors der Gruben von SalumineS. Die Frauen verlangen Herausgabe der Leichen ihrer Männer. Auch in diese Demonstrationen mischten sich die Gendarmen, sie gingen gewaltsam vor, die Frauen wehrten sich durch Steinwürfe.— In St. Elienne ist der Generalstreik vollständig. An dem hier stattgefundenen Kongreß beteiligten sich zirka 4500 Arbeiter; sie beschlossen, den Streik unter allen Umständen zu Ende zu führen.— Dänemark. Vereitelte Huldigung. Der Vorstand der Organisation der dänischen Provinzstädte wollte Frederik dem VHL eine großartige Huldigung bereiten und sandte zu diesem Zwecke Rundschreiben an die Gemeindekörperschaften der Städte. Aber die meisten haben eS abgelehnt, sich an dem Huldigungs-Firlefanz zu beteiligen; sie sandten daS Rundschreiben unter Protest zurück. DaS taten auch alle die Städte, die bei Ge- legenheit des Thronwechsels die Armenunterstützungsschulden nieder- geschlagen und damit einem großen Teile der Bürger ihr verlorenes Wahlrecht wiedergegeben haben. Das Verhalten der Städte ist ein erfteuliches Zeichen dafür, daß in die vor wenigen Jahren noch von den Konservativen be- herrschten Gcmeinderäte ein gut Teil demokratischen Bewußtseins eingedrungen ist.—_ Ein dänischer Ballestrem. Im Folkcthing kam eS am Freitag, dem letzten Sitzungstage, zu stürmischen Auftritten, die durch das despotische und gcschäfts- ordnungswidrige Verhalten des„liberalen" Vorsitzenden Thomsen hervorgerufen wurden. Zur Verhandlung stand eine Anfrage der Radikalen: Was der Minister des Innern zur Förderung der kom- munalen Wahlrechtsreform getan habe.— Der Minister Berg ant- wartete mit inhaltlosen Redensarten und schloß mit einem Speech über die Notwendigkeit, die Regierung zu unterstützen. Obwohl nun noch zwei Redner eingezeichnet waren und zudem eine Ant- wort des Interpellanten zu erwarten war, brach der Vorsitzende plötzlich die Verhandlung ab. Zahle(radikal) und Borgbjerg (Sozialdemokrat) baten ums Wort. Vorsitzender:„Die VerHand- lungen sind abgebrochen."(Große Unruhe.) Zahle:„Dürfen wir dem Minister nicht antworten?" Borgbjerg:„Ist man bange. uns zu hören? Das ist ein brutaler Machtmißbrauch I" Vor- sitzender(klingelnd):„Die Sitzung ist geschlossen. Eine neue Sitzung findet um 2% Uhr statt."(Es war 2 Uhr, als der Vor- sitzende diesen Gewaltsstreich ausführte.) In der neuen Sitzung wurden zunächst zwei kleine Gesetz- entwürfe erledigt. Dann verlangte Zahle das Wort, um einen in- zwischen von den Radikalen und Sozialdemokraten gemeinsam be- schlossenen Protest gegen die Knebelung der Redefreiheit vorzu- bringen. Das Wort wurde ihm verweigert! Zahle überreichte dem Vorsitzenden den Protest schriftlich, unterzeichnet von 80 Abgeordneten. Der Vorsitzende ignorierte den Protest, verlas den königlichen offenen Brief und schloß damit die letzte Sitzung des Folkethings. Dem schneidigen Vorsitzenden des Folkethings ist am selben Tage, nachdem er diesen Gewaltsstrcich ausgeübt hatte, daS Ritterkreuz des Danebrogordens verliehen worden! Bisher war es nicht üblich, die Präsidenten des dänischen Reichstages nach Sessions- schluß zu dekorieren. Wenn sich die neue Sitte einbürgert und »ach anderen Ländern übergreift, dann könnten wir bald erbauliche Dinge erleben.— Schweden. Um die Mode mitzumachen. Stockholm, 10. April.(B. H.) In einem am Sonntag imker dem Vorsitz des Kronprmzregenten stattgefundenen Staatsrat wurde beschlossen, gegen die wachsende anarchistische Agitatton in der Armee und Flotte energisch vorzugchen. Amerika. „ArbeiterftrunMIchkeit" mimt man jetzt ein wenig im Kongreß, besonders bei den Demokraten. Diese versuchen nämlich, die Stinmmng unter den organisierten Arbeitern, die vom Kongreß Berücksichtigung ihrer Interessen verlangen, auszunützen; sie möchten die Republikaner als die Arbeiterfeinde und sich selbst als gute Freunde der Arbeiter hinstellen. Als im Hause kürzlich eine Vorlage über die Haftpflicht der Unternehmer beraten wurde, fiel eS nun den Republikanern aber gar nicht ein. die erwartete Opposition zu machen, die Vorlage wurde einstimmig angenommen, und die Demokraten hatten das Nachsehen! Diese„Arbeiterfreimdlichkeit" will natürlich nicht viel bedeuten; denn im Senat wird die Vorlage wahrscheinlich doch liegen bleiben. Immerhin ,st zu hoffen, daß die Arbeiter, die vom Kongreß Taten verlangen und mit nichtssagenden Beschlüssen nicht länger zufrieden sein wollen, das Spiel der Parteien durchschauen werden; denn im Criist wollen weder die Demokraten noch die Republikaner Gesetze zugunsten der Arbeiter machen. Die Deinokraten im Kongreß kommen zum größten Teil aus den Sudstaaten, wo die Arbeiter am schlechtesten gestellt sind, wo Frauen und Kinder in den Fabriken rücksichtslos ausgebelitet iverden. Sie bilden die Minderheit im Kongreß und würden es naturlich sehr gern sehen, wenn die Arbeiter ihnen bei den Wahlen ini kominenden Herbst Borspaniidienste leisten, um die Uebermacht der Republikaner zu brechen.-- GcwcrbfchaftUchee. Luftige Phantasien und eherne Tatsachen. »Die Aussperrungen in der Metallindustrie lenken den Blick auf die sozialdemokratische Metallarbeiterorganisation, die den Kampf mit den Metallindustriellen heraufbeschworen hat." So schreiben eine Anzahl bürgerlicher Blätter wie die„Magdeburgische Zeitung" und der„Hannoversche Courier" und schließen daran ein Urteil über den Ausgang der Bewegung. Danach soll der Ausgang dieses Kampfes bereits sicher zugunsten der Unternehnier sein,«veil der Metallarbeiterverband an„30 kleinen Streiks" beteiligt sein soll und in Dresden, Hannover und Braunschweig jetzt sehr stark von den Aussperrungen betroffen wird. Es wird weiter behauptet, der Metallarbeiterverband sei nicht in der Lage, einen Kampf, wie die jetzigen Streiks und Aussperrungen, auf längere Zeit durchführen zu können. Um dies plausibel erscheinen zu lassen, wird der Vermögens- bestand des Metallarbeiter-Verbandes am Jahresschlüsse 1905 auf 1 800 000 M. geschätzt. Außerdem läßt man große Phantasiezahlen über die ausgesperrten Arbeiter aufmarschieren. So sollen in Hannover 12 000, in Dresden 25 000 und in Braunschweig 6000 Metallarbeiter ausgesperrt sein oder doch in den nächsten Tagen ausgesperrt werden. In Dresden erfordert nach dem„Hannover- schen Courier" die Aussperrung wöchentlich 250 000 M.„Das ist ein Aderlaß, den die Streikkasse nicht lange aushalten dürste." So geben die Blätter ihren Wünschen Ausdruck. Diesen Ausführungen und Uebertreibungen gegenüber sei zu- nächst richtig gestellt, daß der Verband zurzeit keine 30 kleinen Streiks führt und der Kaffenbestand des Verbandes am Schlüsse des Jahres 1905 nicht nur 1800 000 M., sondern 2 177 198,44 M. betrug. Zu dieser Summe sind mindestens noch eine halbe Million Mark hinzu zu zählen, die in den Lokalkassen vorhanden sind. Die Zahl der wirklich Streikenden und Ausgesperrten ist nach dem von maßgebender Stelle zusammengestellten Material erheblich ge- ringer, wie die Tageszeitungen bekannt geben. Es streiken und sind ausgesperrt in Dresden...... 13 000 Personen Hannover..... 6 500„ Braunschweig.... 8 800„ Berlin...... 1 000„ In sonstigen Orten.. 850 Zusainmen 26 150 Personen in allerhöchster Zahl. Abgesehen von dem Verhältnis der organisierten Arbeiter zu den unorganisierten, ist festzustellen, daß der Metallarbciterverband nicht allein für die Unterstlltzungssummen auszukommen hat. Neben ihm sind die Verbände der Fabrik- und Holzarbeiter mit einigen Tausend beteiligt und kommen dann ferner noch eine Anzahl Mit- glieder verschiedener Organisationen in Betracht. Daraus geht her- vor. daß der Metallarbeiterverband also nur mit einer für seine Größe verhältnismäßig geringen Mitgliederzahl in Frage kommt, und daß infolgedessen alle rechnerischen Boraussetzungen der wohl von den Unternehmerorganisationen inspirierten Tageszeitungen gänzlich unzutreffend sind. Sodann ist jedem Kenner der Gewerkschaftsbewegung klar, daß die Stärke der großen Jndustrieverbände sich nicht in ihrem jeweiligen Kaffenbestand erschöpft. Ein wesentlicher, ja fundamen- taler Unterschied besteht darin, ob eine Branchenorganisation fast ihre gesamten Mitglieder in einem wirtschaftlichen Lohnkampfe, nicht Kamps um die Macht, verwickelt sieht, oder ob nur wenige Berufe des 24 Branchen umfassenden JndustrieverbandeS in einen Kampf zur Hebung der wirtschaftlichen Lage ihrer Mitglieder eintreten. Angenommen, es seien wirklich 25 000 Mitglieder des Deutschen Metallarbeiterverbandes gegenwärtig ausgesperrt oder im Streik, so sind das erst etwas über 8 Proz. der zurzeit vorhandenen 300 000 Mitglieder. Die in Arbeit bleibenden 92 Proz. stellen eine nach- haltige Steuerkraft für die Durchführung des Lohnkampfes dar. Der jeweilig vorhandene Kassenbestand der Organisation ist also nicht allein entscheidend. Er ist gewiß ein wichtiger Faktor, aber ebenso wichtig ist der Jahresumsatz der Organisation. Um das verständlich zu niachen und in genauen, den Tatsachen entsprechenden Zahlen zum Ausdruck zu bringen, muß eine kleine Rechnung aufgemacht werden: Der Beitrag im Metallarbeiterverbande beträgt pro Mitglied und Woche 50 Pf. Nehmen wir nur 300 000 Mitglieder als Jahresdurchschnitt für 1906 an, was eher zu niedrig als zu hoch geschätzt ist, so ergibt das bei 47 Beiträgen pro Mit- glied und Jahr 47 X 60 X 300 000--- 7060000 Mark. Rechnet man zu dieser Summe noch die Einnahmen aus den Beitrittsgeldern, Zinsen, Ueberweisungen von aufgelösten Vereinen hinzu, so ergibt sich ein Betrag von rund 7l/z Millionen Mark, der dem Deutschen Metallarbeiterverband für 1906 neben dem Kassenbestand zur Ver- fügung steht. Jedermann wird zugeben, daß das wesentlich etwas anderes ist, als die genannten Zeitungen berichteten. Der Metallarbeiterverband ist also zweifellos in der Lage, den Lohnkampf mit Energie und Ausdauer führen zu können. öerlln und Umgegend. Zum Malcrstreik. Das Vermittelungsangebot des Einigungs- arnies ist sowohl von der Organisation der Ausständigen wie auch von der Meisterschaft angenommen worden. Bereits heute finden die ersten Einigungsverhandlungen auf dem Berliner Gewerbegericht statt. Die Musterkonfektions-Schncider und Schncideriune» nahmen am Montag im Englischen Garten den Bericht über die Stellungnahme der Meister zu ihren Forderungen entgegen. Nach den Ausführungen K n o p s hat das Anschreiben mit den Forderungen zunächst einen gewissen Zusammenhalt der beteiligten Meister �Zwischen- meister) bewirkt. Die Lohnkommission hat dann eine Ver- Handlung mit einer Siebener- Kommission der Meister ge- habt. Auf verschiedene Einwände machte die Lohnkommission Zugeständnisse dahin, daß die gewöhnlichen Ueberstundeu statt mit 50 Proz. nur mit 33 Proz. Aufschlag zu zahlen sein sollen, daß Zu- arbeitermnen für 15 M. Lohn beschäftigt werben können und daß für Anfänger eine einwöchentliche Probezeit statthaft wäre, jedoch unter der Bedingung, daß der Lohn während der Probezeit nicht unter 45 Pf. pro Stunde betragen dürfe. Im übrigen blieben die Forderungen: neunstündige Arbeitszeit(in der ersten Meisterversammlung anerkannt), Wochenlohn für Gesellen 30 M., für Jackett- respektive Taillenarbeiterinnen 22 M., für Rockarbeiterinnen 18 M., Lohnzuschlag für Nacht- und Sonntags- arbeit 100 Proz. Schon vorhandene höhere Löhne dürfen nicht ge- kürzt werden.— Die Lohnkommission glaubte nun, die Kommission der Meister werde in der nächsten Meisterversammlung alles daran setzen, die Forderungen nach jenen Zugeständnissen zur Anerkennung zu bringen. Sie sah sich aber in der Erwartung grob getäuscht. Es lief ein Brief ein, daß laut Beschluß der Meisterversammlung vom 8. April betreffs des Lohntarifes vorläufig kein Beschluß gefaßt sei, sondern man die Sache der Siebeuundzlvanziger-Koumiission zur weiteren Bearbeitung überwiesen habe. Knop meint, daß es sich wohl um die gemeinsame Kominission der Berliner und der Rixdorser Damenmäntelschneider-Jnnnngen und der Freien Vereinigung der Schneidermeister Berlins handele. Diese Kommission wäre aber absolut ungeeignet, die Forderungen zu beurteilen, die doch nur die sehr gute Musterkonfektionsarbeil beträfen, während in jener Kommission nur oder überwiegend die„Massenmörder vertreten seien, d. h. die Herren der Stapelkonfektion. Es könne sich hier also nur um ein Verschleppungsmanöber handeln. Es werde nichts anderes übrig bleiben, in den Geschäften, wo die Arbeiter sich stark genug fühlten, vorzugehen. Im übrigen hätten eine Anzahl Meister schon so gut wie bewilligt. Die Bedenken verschiedener, z. B. die Frage der Zuarbeiterinnen angehend, werde man durch ein Entgegen- kommen leicht erledigen.— In der Diskussion wurde das Verhalten der durch die Siebenerkommission in den Verhandlungen vertreten gewesenen Meister scharf gerügt und ausgesprochen, daß man danach keine Ursache habe, ihnen besonders entgegenzu- kommen. Indessen wurde es abgelehnt, schon jetzt definitive Beschlüsse zu fassen. Das wurde durch Beschluß einer weiteren Versammlung vorbehalten, die am dritten Osterfeiertage, wahrscheinlich nachmittags 3 Uhr, im Englischen Garten tagen wird. In der Diskussion wurde angeregt, daß die Kollegen und Kolleginnen, denen schon vorher Musterarbeiten angeboten werden sollten, die Anfertigung von der Bewilligung des Tarifs abhängig machen möchten. Eine Beschlußfassung erfolgte aber nicht. Die Lohnbewegung der Brunnenbauer hat gute Fortschritte ge- macht. In einer Versammlung der im Brunnenbaufach beschäftigten Arbeiter bei Augustin wurde bekannt gegeben, daß die großen Firmen den Tarifvertrag unterschrieben haben und nur eine Reihe von kleinen Firmen noch aussteht. Danach beträgt der Lohn 60 Pf. pro Stunde für Brunnenbauer, die länger als 4 Jahre im Fach tätig sind, 50 Pf. im ersten Jahr und für Hülfsarbeiter nach den ersten drei Monaten 45 Pf. Die Arbeitszeit soll 9 Stunden betragen; für Ueberzeit bis 9 Uhr abends 10 Proz. mehr und nach 9 Uhr sowie für Sonntags- arbeit 33�/g Proz. mehr. Nach Arbeitsstätten, die 4 Kilo- meter und darüber vom Geschäft entfernt liegen, wird Fahrgeld, bei weiteren Entfernungen werden besondere Ent- schädigungen bezahlt. Dieser Tarif, der ein Jahr Dauer haben soll, wurde unterschrieben von Vatterodt, Wilsgale, Bitterhoff, Lohde, Andrzejewski, Simon, Kohl, G e r l a ch und T e i ch e r t- Weißensee. Die Versammlung erklärte sich mit diesem Tarif, der einige kleine Aenderungen gegen den zuletzt vorgelegten enthält, einverstanden. Es wurde beschlossen, gegen die Firmen, welche den Tarif noch nicht unterschrieben haben, energisch vorzugehen. DeutM,«« Rcfdi. Der Ausstand in den mitteldeutschen Braunkohlenrcvieren. Zeitz, 9. April.ß F r a u e n auf einzelnen Gruben sich in größerer Anzahl zur Arbeit melden! In den übrigen Revieren ist Ruhe. Auf den Bahnhöfen ist der Verkehr ganz minimal. Böhmische Braunkohlen treffen nur in ganz geringen Mengen ein. Keinesfalls kann die Zufuhr den Be- darf auch nur annähernd decken. Der Mangel an Hausbrandkohle hat ein weiteres Anziehen der Preise bewirkt, so daß Briketts und Naßpreßsteine das Doppelte dessen kosten, was ftüher da- für bezahlt worden ist. Da auch die Zeit für die In- betriebsetzung der N a ß p r e s s e n gekommen ist, die Gruben also einen Mehrbedarf an Arbeitskräften haben, ist es begreiflich, daß äe die denkbar größten Anstrengungen machen, um wieder Leute zu bekommen. So sind Beamte von Haus zu Haus gegangen, um Streikbrecher zu werben. Vergebens I Bürgerliche Blätter dementieren eine Nachricht, wonacki die Zahl der Stteikenden plötzlich auf 21000 emporgeschnellt sein sollte. Selbstverständlich ist das Unsinn. Daß die Blätter den Unsinn geglaubt und ihn dementiert haben, genüge zu ihrer Charakterisierung. Der Streik der Holzarbeiter in Jena ist ausgebrochen, nachdem die Meister in den gemeinschaftlichen Verhandlungen die Verkürzung der Arbeitszeit ans 63 Stunden pro Woche und die Gewährung eines MinimaUohnes(für Arbeiter über 20 Jahre 38 Pf. pro Stunde) abgelehnt hatten. Die Meister wollten, abgesehen von der höheren Bezahlung der Ueberstunden und Sonntagsarbeit eine sofortige Lohnerhöhung von 2 Pf., einen dritten Pf. am 1. Oktober d. I., einen vierten Pf. am 1. April 1907 gewähren unter der Voraussetzung, daß der Tarif auf 3 Jahre abgeschlossen werde. Die Gehülfen verlangen 3 Pf. sofort und 2 Pf. am 1. Oktober. Holzarbeiterverband und Gewerkverein der Tischler haben eine gemeinschaftliche Lohnkommission gewählt. Bis jetzt bewilligten zwei Meister die Forderungen. Unternehmerrache. Am 31. März traten auf der Dortmunder Union einigt Hundert Hochofenarbeiter in den Ausstand. Schon bald jedoch, am 2. April, krochen die Leute, durch die Drohungen der Verwaltung eingeschüchtert, wieder ins alte Joch, auf ihre berechtigten Forderungen verzichtend. Diese unorganisierten, aus den rückständigsten Gegenden herbeigeholten Arbeiter waren froh, überhaupt wieder arbeiten zu dürfen. Die Verwaltung aber wollte ein Exempel stawieren, damit die Leute nicht so rasch wieder an Streik denken würden, sie warf 40 der Streikenden unbarmherzig aufs Straßenpflaster. Das wäre nun an und für sich nicht so schlimm gewesen, demt so gut wie auf der Union konnten es die Leute aus jedem anderen Eisenwerk auch noch haben. Die Ver- waltung hat aber ein übriges getan und an alle Eisenwerke eine schwarze Liste der Entlaffenen versandt, auf welcher vermerkt ist, daß die Vierzig sich in der Verhetzung ihrer Käme« raden ganz besonders hervorgetan haben. Mit anderen Motten: die Entlassenen sollen nirgends Arbeit erhalten und durch eine Hungerkur zahm gemacht werden. In Wirklichkeit hetzt nun aber die Verwaltung. Die Folgen werden ganz sicher nicht ausbleiben. Gerade durch solche Maßregeln werden die Leute für den Organisationsgedanken empfänglich gemacht. Bauarbeiter-Aussperrung in Graudrnz. Der„Gesellige" meldet: Der Arbeitgeberverband für das Bau« gewerbe verhängte über sämtliche hiesigen Bauarbeiter, etwa 1000, die Sperre wegen Lohnforderungen, die über das hinausgehen, was der Arbeitgcberverband bereits bewilligt hatte. Der Schneiderstreik in Königsberg ist beendet. Die Arbeit wurde am Sonnabend und Montag wieder aufgenommen. Die Schneider haben einen erfreulichen Erfolg zu verzeichnen, wenn es auch nicht gelang, alle Forderungen durchzubringen, so sind doch wesentliche Vorteile errungen worden. Nach langem Verhandeln auf dem Gewerbegericht wurde vereinbart, die bis zum 13. März eingegangenen Arbeiten noch nach den alten Lohnsätzen fertigzustellen. Rückwirkend vom 14. März ab tritt der neue Tarif in Kraft. Es sind die Grund- Positionen um 15 Proz. erhöht, außerdem noch die Sätze für Extra- arbeiten aufgebessert worden. Der neue Tarif läuft bis zum 1. März 1907; vorgesehen ist eine dreimonatliche Kündigung. Die Bezahlung der zweiten Probe ließen die Streikenden fallen. Man wollte, da die Organisation der Schneider noch zu jung ist, den Bogen nicht zu straff spannen. Der Kampf ist auf beiden Seiten mit der größten Entschiedenheit geführt worden. Während des Kampfes ließen die Arbeitgeber folgendes vertrauliche Zirkular los: Verein der Herrengarderoben- und llniformbranche zu Königs- berg i. P. Geschäftsstelle Altstädtische Langgasse 70. Vertraulich. Königsberg i. Pr., den 29. 3. 0S. Geehrtes Mitglied I Laut Vereinsbeschluß soll eine Statistik derjenigen Schneider geführt werden, welche g.) in den Streik eingetreten sind, b)sich in der Lohnkommission befunden haben. Wir bitten Sie ergebenst im Interesse unseres Vereins, an- liegendes Formular ausgefüllt spätestens bis zum 5. April an den Vorstand gefl. wieder zurückzureichen. I. A.: S. Behrendtsohn. Vorsitzender. Auf der Innenseite dieses Bogens befinden sich Linien für die Namen der„Geächteten" und Rubttken mit zahlreichen Fragen. Natürlich haben die Stteikenden beschloffen, falls Maßregelungen vorgenommen Iverden, im Kampfe weiter zu verharren. Hochnäsig. Wie die„Weserzeitung" meldet, lehnte der Reederverein des Unterwesergcbictes es ab, mit dem Seemannsverbande über den eingereichten Lohn- und Arbeitstarif der Seeleute zu verhandeln, weil der Secmannsverband nur eine kleine Minder- heit vertrete und überdies in einem Flugblatte die Reedereien geschmäht habe. Wenn den einzelnen Reedern von„ihren" See- leuten Anträge auf Lohnerhöhung unterbreitet würden, so wolle der Vorstand des Reedervereins gern vermitteln. IZuslanck. Die Wäschezuschneider der Firma Joß u. Löwen st ein in Prag sind in einen Streik getreten. Die Organisation der Prager Wäschezuschneider ersucht, Zuzug fernzuhalten. Letzte Nachrichten und Depefchen. Der Streik der Seeleute. Hamburg, 10. April.(W. T. B.) In einer heute in Altona abgehaltenen, sehr stark besuchten Versammlung der streikenden Seeleute von Hamburg-Altona sprach sich die Streikleitung gegen die beantragte Proklamierung des Generalstreiks aus. Dagegen schlug die Streikleitung vor, von morgen ab für sämtliche Bremer Schiffe die Anmusterung zu verweigern, weil die Bremer Reeder eS abgelehnt haben, mit dem Seemannsverband in Unterhand- lungen zu treten. Diesen Borschlag nahm die Versammlung ein- stimmig am_ Liberale Regungen. Budapest, 10. April.(W. T. B.) Der Minister des Innern hat die Verordnung, welche die Zeitungskolportage verbietet, auf- gehoben. Wie verlautet, wird der Justizminister dem König die Niederschlagung der zahlreichen unter dem früheren Regime an- gestrengten politischen Prozesse vorschlagen. In Rußland herrscht Ruhe! Jekaterinoslaw, 10. April.(Meldung der Petersburger Tele- graphenagentur.) Die Jekaterinbahn ist unter verstärkten mili- tärischen Schutz gestellt worden. Französische Hülfeleistung für Italien. Toulon, 10. April.(W. T. B.) Die aus den Panzerschiffen „Jena",„Gaulois" und dem Kreuzer„Bouret" bestehende zweite Abteilung des Mittelmeergeschwaders ist heute nachmittag nach Neapel abegcgangcn, um an den Hülfeleistungen teilzunehmen. Die Tätigkeit deS Vesuv. Neapel, 10. April.(W. T. 93.) In San Guiseppe Vesu- biano, Ottajano und Saviano du Stola ist starker Schwefelregen gefallen. Seit 7 Nhr abends fällt in Neapel dichter Regen röt- lichen Sandes. Opfer des Besuv-Ausbruches. Neapel, 10. April.(W. T. 99.) Nach nunmehriger Feststellung beträgt die Zahl der beim Einsturz der Markthalle auf dem Monte Oliveta Verunglückten 12 Tote, 2 Sterbende» 24 fchwer und über 100 leicht Verletzte. Rom, 10. April.(W. T. B.) Der„Tribüne" wird aus Neapel von 7 Uhr abends gemeldet: Zwischen Ottajano und San Guiseppe sind über 500 Menschen ums Leben gekommen. Die, Tätigkeit des Vesuv nimmt wieder z«, besonders in der Richtung auf Cerola._ Revolte bei ber Marine. Lissabon, 10. April.(Meldung der Agence Havas.) Die Be- satzung des portugiesischen Kreuzers„Don Carlos", die sich gestern Widersetzlichkeiten hatte zuschulden kommen lassen, weil ihr nicht gestattet worden war, an Land zu gehen, ist heute an Land ge» bracht und in Militärbarackcn interniert worden. Verantw. Redakteur: Hans Weber. Berlin. Inseratenteil verantw.i Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer L-Co.. Berlin SW. Hierzu 3 B eilagen«. NnterhaltungSblatt Nr. 85. 23. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mordprozeß gegen sechs russisch- polnische Landarbeiter. ums Leben tam?- 3euge: O ja, etwas noch. Zeuge macht 3weiter Verhandlungstag. Stendal, 10. April. Mittwoch, 11. April 1906. Seite des Kopfes läuft eine breite, tiefe Narbe. Vors.: Er- der Ergebnisse rühriger Tätigkeit der Gewerkschaften gegen die Geinnern Sie sich noch der Vorgänge des Abends, an dem Ihre Frau werkschaften sein. Uns ist selten eine ungerechtere Anklage gegen die Parteipresse dann aber im weiteren Verlaufe Angaben, die mit denen der vorgekommen. Wer sie aufmerksam verfolgt, der wird ehrlich zuanderen Zeugen nicht in allen Punkten übereinstimmen, so daß er geben müssen, daß sie in ihrer Gesamtheit den gewerkschaftlichen Ans mehrfach von seinen Töchtern berichtigt werden muß. Ober- gelegenheiten große Aufmerksamkeit schenkt, daß sie bei jeder Geinspektor öffler erklärt dazu, daß er bei Sollweder in der legenheit ihrer Leserschaft die unbedingte Notwendigkeit der letzten Zeit Spuren von Gedächtnisschwäche beobachtet gewerkschaftlichen Organisation und ihren hohen Nutzen predigt. habe. So fönne er sich vielfach der Vorgänge des vorigen Jahres Zu den übrigen Anklagepunkten haben wir kurz folgendes gar nicht mehr erinnern. Sollweder selbst will davon gar nichts zu erklären: Es ist nicht wahr, daß der Vorwärts" die Gewerk wissen, daß er an Gedächtnisschwäche leide. Infolgedessen muß in schaften nur als Staffage für die Beamten denunziert" hat. Das sehr umständlicher Weise durch nochmalige Befragung der Töchter, ist, mit Verlaub, eine Verdrehung! Er hat sich dagegen gewendet, Söhne und Dienstboten des Zeugen die ganze Situation festgestellt daß man sie dazu mache! Und zwar aus dem sehr konkreten Anlaß, werden, was sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Bezüglich der weil es als eine Beleidigung des Buchdruckerverbandes hingestellt Vorgänge in der Mordnacht weiß Zeuge Sollweder nur anzu- wurde, wenn eine Handlung des Redakteurs Rerhäuser als das bezeichnet geben, daß er nach 1 Uhr einmal aufgestanden sei und dann fest wird, was sie ist. Es ist ebenfalls nicht wahr, daß die Parteipreffe mit ihren geschlafen habe. Es sei ihm gesagt worden, daß seine Frau ge- Bemerkungen zu den oben erwähnten Statistiken sich gegen die Gerufen und daß er auch geantwortet habe. Er wisse nichts davon, er wertschaften wendet, deren eifrige Arbeit bei solchen Unternehmungen fei erst im Krankenhaus zum Bewußtsein gekommen. Bors: stets anerkannt worden ist. Jene Bemerkungen über das traurige Hatten Sie Feinde unter den Arbeitern? 3euge: Feinde Verhältnis zwischen der Zahl der Gewerkschaftler und der der politisch nicht; ich habe wohl manche kleine Streitigkeiten gehabt, aber nicht Organisierten und der Leser der Parteipresse sollen natürlich geglaubt, daß daraus so etwas werden könnte. Vors.: Haben was für jeden nicht Voreingenommenen ohne weiteres flar ist die Angeklagten gegen Sie Drohworte ausgestoßen? 3euge: lediglich ein Anfporn für die Genossen zur tätigen Agitation sein. Ich erinnere mich eines Vorfalles mit den beiden Tyczyinskis. Die Der Zimmerer" macht noch verschiedene Ausfälle auf„ bürgerFrau des Valentin war von meiner Tochter beim Nehmen von lich erzogene Berufsliteraten" und theoretische Silbenstechereien", Pflaumen ertappt worden. Ich ging darauf zu ihr hin und sagte: um schließlich der angeblichen Gewerkschaftsfeindlichkeit eines Teils Ihr verdammten Schweinehunde, ich werde das der Parteipresse die Schuld daran aufzubürden, daß die Gedem Oberinspektor melden und Euch bestrafen werkschaften Deutschlands nicht schneller zunehmen, als es der Fall lassen. In diesem Augenblick stürzte Valentin Tyczynski mit ist. Wir begnügen uns damit, dem folgende Auslassung eines dem Messer auf mich los, meine Tochter Helene stieß ihn aber anderen Gewerkschaftsblattes, der, Holzarbeiter Beitung", mit der Schippe weg. Nachher soll Franz Tyczynski gesagt haben: entgegenzustellen: Wenn mir das passiert wäre, hätte ich ihm den Schädel gespalten." " Nach einigen weiteren univesentlichen Zeugenaussagen wird in später Abendstunde die Weiterverhandlung auf morgen vertagt. Dritter internationaler Kürschuerkongreß. Leipzig, 9. April 1906.( Eig. Ber.) 2. Verhandlungstag. " " Zu Beginn der heutigen Sigung legen die Sachverständigen die Folgen der schweren, offenbar mittels der stumpfen und spizen Seite einer Art mit großer Vehemenz ausgeführten Schläge dar. Der kleine Willi Sollwvedel, der damals 7 Jahre alt war, ist dauernd an feiner Gesundheit geschädigt und wird mit dem linken Arm nicht arbeiten, mit dem linken Bein nicht gehen können. Anfangs hatten überhaupt nur die Kinder Marie und Otto Chancen, durchzukommen. Schließlich aber find alle Sollwebels mit Ausnahme der Mutter, wie durch ein Wunder gerettet worden. Obwohl alle Opfer Schädelfrakturen mit überaus schweren Gehirnerschütterungen erlitten hatten, werden sie dauernden Schaden nicht haben; indessen ist dies nur eine Folge ihrer außerordentlich widerstandsfähigen Konstitution. Wer mit diesem Instrument so fräftig einschlug, mußte jedenfalls die Absicht haben, zu töten. Hierauf wird die Zeugenvernehmung fortgesezt. Zeugin Dienstmädchen Michalina Biezat hat zuerst die Hülferufe gehört. Als sie aus dem Hause heraustrat, fab fie einen Mann mit einer Pudelmüze quer über den Hof laufen. Auf dem Hofe traf sie dann den Kowalczyk, der von der Straße herzukommen schien und nach der Zeit fragte. Aehnlich sagt der Geliebte der Biezat, Knecht Katschmaret, aus. Dieser ging dann mit Kowalczyk nach der Männerkaserne und brachte dorthin als erster die Nachricht von der Mordtat. Er wedte den Franz Tyczynski, der sich viermal anrufen ließ, ehe er sich ermunterte. Auf die Mitteilung vom Tode der Frau Sollivedel erwiderte Tyczynski: Wahrscheinlich hat der Bogt sie auf die Nase gehauen, Einzig die sozialdemokratische Presse hat die zanten fich ja oft."- Zeuge Oberinspektor Schuster uns stets willig zur Seite gestanden, sie ist bei aller und jeder hat dem Franz Tyczynsli wegen seines bösen Blickes" die Tat Gelegenheit, wenn es galt, mit Hülfe der Gewerkschaften die fofort zugetraut. Er ging daher, sobald er in der Mordnacht zu Arbeiterinteressen zu fördern und wenn die Gewerkschaften selbst Sollwedel gerufen wurde, in die Männerkaserne und ließ sich von in Gefahr waren, unser treuer Bundesgenosse gewesen. Ihr verFranz Tyczynski Hände und Kleider zeigen, bemerkte aber daran danken wir viel; ihr verdanken wir einen großen Teil unserer feinerlei Blutspuren. Auch waren die Hände seit Erfolge, ihr verdanken wir es auch mit, wenn die gewerkschaftliche mindestens zwei Tagen nicht gewaschen. Den AufBewegung in Deutschland ein so großes Ansehen besitzt." seher Sollwedel hielt Zeuge für einen gutmütigen, gleichmäßigen Aufseher. Erst im letzten Jahre sei er härter geworden, Gemeindewahlfieg. In Badenstedt( Hannover) wurde in besonders gegen Valentin Tyczynski; dessen Frau wurde Mit dem Referat über:„ Die internationale Lage der dritten Klasse ein Genosse, der erste im Gemeindeparlament, zum Beispiel, weil sie im Garten Pflaumen gestohlen hatte, unseres Berufes" von Schubert Hamburg begann die gewählt. In der vierten Klasse wurde der bürgerliche Kandidat, bon Sollwebel mit einer Mart bestraft und wohl Vormittagssigung. Auch im Kürschnerberufe gehe die Entwickelung der Portier der dortigen Saline, gegen unseren Kandidaten wiederauch geschlagen. Ms Franz Tyczynski davon hörte, äußerte zu Großbetrieben vor sich und damit sei die Teilarbeit verbunden, gewählt; das war möglich durch das blödsinnige Pluralwahlrecht im er, er hätte dem Sollwedel schon eins über den Kopf was den Unternehmern Gelegenheit zur Einstellung von ungelernten Gebiete der hannoverschen Landgemeindeordnung, wonach in diesem gegeben. Wegen dieser Drohung nahm Zeuge den Mann mit Arbeitern gebe. Mit der Arbeitsvermittelung feien keine guten Er- Falle allein der Salinendirektor seinem Portier 33 Stimmen zu awei Mark in Strafe. Darauf erwiderte Franz Tyczynski, fabrungen gemacht worden, weil die qualifizierten Kollegen den schanzen konnte. fchlagen lasse er sich nicht, lieber... und dabei machte er Nachweis nicht benutten. Die veröffentlichten Arbeitsplatzsperren In Thale am Harz beteiligten sich die Genossen zum zweitendie Gebärde des Kopfabschneidens. Sollwedel war wurden von den qualifizierten Arbeitswilligen als Arbeitsnachweis mal an den Wahlen. Vor zwei Jahren erhielten die sozialdemo eine Art Zwischenunternehmer, dem dem ein Stück Nuzland zur bemußt. In Deutschland habe die Organisation seit dem letzten fratischen Kandidaten 8 und 13 Stimmen, diesmal 266 und 218 Vertreter des Bearbeitung zu festem Preise übergeben wurde und der es dann internationalen Kongreß( 1902 in Hamburg) gute Fortschritte Stimmen; die beiden Gegenkandidaten, die an die Arbeiter weiter vergab. Ueber falsche Bumessung gemacht. Auch in anderen Ländern seien die Organisationen ge- Eisenhüttenwerkes, der Direktor Brennecke und ein Auch- Arbeiter In der Stichwahl gelang es, trog bon Land hätten sich die Arbeiter vor längerer Zeit einmal bei wachsen, nur nicht in England und Amerika. In England feien 388 und 273 Stimmen. ihm beschwert. überhaupt nur die deutschen Kollegen organisiert. In Amerika gäben des großes Drudes, der vom Wert ausgeübt wurde, für einen Der Vorsitzende ermahnt Franz Tyczynski, den Mord die Gewerkschaften ihren zünftlerisch abgeschlossenen Standpunkt all- Genossen das Mandat mit 254 Stimmen zu erobern, der Auchendlich einzugestehen. Der Angeklagte bleibt weinend dabei, mählich doch auf. Die Generalfommission der dortigen Gewerk- arbeiter erhielt 244. Die Wut der Gegner über diesen Sieg der daß er unschuldig sei. Mehrere Aufseher und Gendarmen teilen schaften habe in einem Zirkular an die auswärtigen Gewerkschaften Noten ist groß und sie äußert sich auf dem Eisenhüttenwerke in ihre Beobachtungen am Morgen nach der Tat mit. Beachtenswert die Bereitwilligkeit zum Abschluß von Gegenseitigkeitsverträgen ge- Gestalt von Maßregelungen. Die Arbeiter der betroffenen Abist vor allem das entlastende Moment, daß der Artstiel geben, wonach die Arbeiter, die in einem anderen Lande der Organi- teilung forderten die Wiedereinstellung der Entlassenen und als das blutig war, während an der Hand des Franz Tyczynski fation schon drei Jahre angehört haben, dort dann aufgenommen nicht geschah, verweigerten sie in Gegenwart des Kommerzienrates weder Blut noch Waschspuren gefunden wurden. würden. Nach dem Referate folgten die Berichte der einzelnen laus die Arbeit. Der Herr ordnete zunächst eine dreitägige Zeuge Amtsrichter Görk leitete die ersten Vernehmungen Länder. Aussperrung für die betreffende Abteilung an. Jedenfalls wird die und benuste dabei den noch unverdächtigen Kowalczyk In Belgien ist, wie der Delegierte Forstel- Brüssel mitteilt, Angelegenheit noch weitere Kreise ziehen. Seit März haben die wiederholt als Dolmetscher. Als dieser den Haftbefehl das System der schwarzen Listen durchgeführt. Seit dem legten Mitgliederzahlen der gewerkschaftlichen Organisationen hier einen gegen die beiden Tyczynski übersegen sollte, stockte er und wurde internationalen Kongreß( 1902 in Hamburg) sei in Belgien die großen Aufschwung genommen. Das Wert beschäftigt etwa 5000 sehr verlegen. Die beiden Thezhusti gaben an, Kowalczyk habe zentralistische. Organisationsform durchgeführt worden. So lange in Arbeiter. Der Leiter, Kommerzienrat Klaus, ist seinerzeit durch nach der ersten Vernehmung gefagt, er habe zwar als Dolmetscher einem Orte noch Kollegen arbeitslos feien, dürften dahin leine seinen Beitrag für die Giesebrechische Wühlerei gegen das Reichstagseinen Eid geleistet, wie beim Militär, aber solcher Eid gelte Arbeitskräfte bermittelt werden. Allhalbjährlich sollte vom inter- wahlrecht einer größeren Deffentlichkeit bekannt geworden. ihm gar nichts. Der Angeklagte Kowalczyk bestreitet nationalen Sekretariat eine Liste der Streifbrecher veröffentlicht Parteifonferenz des Wahlkreises Beuthen Tarno das alles entschieden; er sei nie Soldat gewesen. und den Landesorganisationen zugestellt werden. wis( D.-S.). Am Sonntag, den 8. April, tagte im VersammlungsZeuge Untersuchungsrichter Dalibsch macht Mitteilungen Auch in Desterreich ist, wie der Delegierte Tepliced Wien lokale au Roßberg bei Beuthen eine Konferenz des Wahlkreises über den Lauf der Boruntersuchung. Das Schlafzimmer mitteilte, die zentralistische Organisationsform feit dem letzten Son Beuthen- Tarnowig, um Stellung zu nehmen zu der bevorstehenden der Familie Sollwebel ist so niedrig, daß jedesmal beim greß geschaffen worden. Die Mitgliederzahl ist seither von 282 auf Reichstags- Ersay wa h I, die durch den Rücktritt des ZentrumsSchwingen der Art die Dede beschädigt wurde. Er beschreibt dann 500 gestiegen. Neben der Zentralorganisation beständen aber noch abgeordneten Krolit veranlaßt ist. An der Konferenz nahmen das Geständnis des Angeklagten Zasina, das auf ihn einen durch lokal- nationalistische Vereinigungen. Die Lehrlingszüchterei und Aus- 98 Parteigenossen aus 22 Orten des Wahlkreises teil. Die Veraus wahrheitsgetreuen Eindruck machte. Basina sei überhaupt ein beutung werde dort geradezu schamlos betrieben. Beim letzten Zurichter- handlungen leitete Parteisekretär Bruhns- Kattowitz. Zur Führung sehr braver Mensch, der nur im letzten Jahre etwas start zu trinken streit sei die Forderung mit durchgedrückt worden, daß die Zahl des Wahlkampfes wurde ein Wahlkomitee gewählt, bestehend aus begonnen hatte. Angeklagter Franz Tyczynski beteuert weinend der ehrlinge nicht größer als die der Gehülfen vier Genossen aus den Hauptorten Beuthen und Königshütte und und schreiend wieder und wieder seine Unschuld. Angekt. Kofein dürfe. 16-18stündige Arbeitszeit sei in Ungarn feine zwar je zwei Mitgliedern der deutschen und der polnischen sozialwalczyt bezeichnet das ganze ihm von Zafina in den Mund gelegte Seltenheit. In Desterreich gebe es zwar auch ein Gewerbeinspektorat, bemokratischen Partei, dem als fünftes Mitglied Genosse Bruhns Gespräch, durch das er sich als Helfer am Morde bekannt haben dessen Tätigkeit komme aber nur den Unternehmern zugute. In beigeſellt ward. Als gemeinsamer Kandidat beider sozialdemo foll, als vollkommen freie Erfindung. Angell. Valentin Tyczynsti Wien seien noch 60 Proz. aller Unternehmer Kleinmeister. fratischer Gruppen wurde dann mit 73 gegen 17 Stimmen, die sich ruft plößlich weinend dazwischen: So zieht doch nicht mich Besche- Paris führte aus, daß die Organisation dort stationär auf verschiedene andere Vorschläge verteilten, Genosse Franz Unschuldigen in Guer Verbrechen mit hinein." geblieben sei. Durch die aus Rußland nach Baris verschlagenen, Scholtyset- Beuthen, Sekretär des Bergarbeiter- Verbandes, für - Vors.: Seit wann und was wissen Sie also von dem Ver- namentlich jüdischen Kollegen sei eine Lohndrückerei eingetreten, die die bevorstehende Ersatzwahl aufgestellt. Schließlich wurde noch die brechen? Valentin Tyczynski, der sich rasch wieder be- tief bedauerlich sei. In Paris gebe es noch ebensoviel zwischen Gründung einer Wahlkreisorganisation beschlossen. ruhigt hat, weicht aus. Er habe sich, als er im Gefängnis noch ein- meister wie Gehülfen. mal über das Verhalten seines Bruders und Kowalszyts nachdachte, In der Nachmittagsigung wurde sodann die Vorlage über die von der Schuld beider überzeugt. Zeuge Polizeiinspektor Löffler fünftige Ausgestaltung und die Tätigkeit des internationalen Sonntag fand in Budrio die Stichwahl zwischen Zanardi und hat einen Versuch mit dem Polizeihund gemacht, der erst Sekretariats diskutiert und beschlossen. Nach den Beschlüssen bleibt Ballerini statt; 84 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme Valentin und dann Franz Tyczynski gestellt hat. Als nachher das Sekretariat in Deutschland und hat seinen Siz an dem der ab. Gefiegt hat der Klerikale Ballerini mit 2607 Stimmen über Kowalczyk tam, stieß dieser mit den Füßen nach dem Hunde, um Landesorganisation. Anschließen an das Sekretariat fönnen sich nur den Sozialisten Zanardi, der 2437 Stimmen erhielt. Diese Niederihn abzulenten. Angefl. Kowalczyk: Ich habe Angst gehabt, ich Bentralorganisationen und lokale Organisationen solcher Länder, wo lage ist eine Folge der Reibereien zwischen den zwei Richtungen hatte dergleichen noch nie gehabt.( beiterfeit.) Zeuge: Aber es feine Zentralisation möglich ist. Die Organisationen haben innerhalb der Partei, die um so bedauerlicher ist, als der Streis jeit ist ja ein kleiner, gutmütig aussehender Hund. Angell.: Ich wegen des Uebertritts der Mitglieder aus einer in die andere langem zu den sichersten der Partei gehörte. Bei der Hauptwahl Es Gegenseitigkeitsverträge abzuschließen. soll ferner eine standen fich bekanntlich zwei sozialistische Kandidaten gegenüber. hatte doch so etwas noch nie gesehen.( Heiterkeit.) Die Beweisaufnahme wendet sich sodann der wichtigen Frage international geltende Legitimation eingeführt werden. Der nächste Hoffentlich ziehen unsere Genossen aus dem Ergebnis eine Lehre. zu, wielange Kowalczyk in der Mordnacht in Königsedel gewesen internationale Kongreß foll im Jahre 1909 in Brüssel abgehalten sei; denn er sei erst um 12 Uhr mit der Petronella Gola werden. Die übrigen Beschlüsse sind mehr organisatorisch- interner Stristiania die 19. Landesversammlung der Norwegischen ArbeiterParteitag in Norwegen. Vom 13. bis 16. April findet in nommen, die in der Kaserne zu Königsedel zusammen geschlafen In seiner Schlußrede betonte der Vorsitzende, daß sich das haben. Sie wollten den Kowalczyk los werden, von dem auch die Proletariat immer mehr international verbinden müsse; es habe Petronella nichts wissen wollte. Kowalczyk aber ging mit ihnen feinen Teil an den Diplomatenintrigen, wodurch die Völker nur in das Schlafzimmer und blieb lange Zeit vor dem Bett stehen, berheit würden. in dem Petronella mit den anderen Mädchen Mit einem dreifachen Hoch auf die Kürschnerbewegung wurde schlief. Wann er schließlich weggegangen ist, wird nicht genau der Kongreß geschlossen. festgestellt. Er war, nachdem der Nachtwächter mehrmals ge= pfiffen hatte, noch da. Dieser aber pfeift um 12 Uhr dreimal, um ein Uhr nur einmal. auf ihre Stube gegangen. Es werden darüber vier Mädchen verdauert etwa 75 Minuten. Natur. Aus der Partei. 0 Eine Niederlage der italienischen Sozialisten. Am vergangenen partei statt. Sie wird sich unter anderem auch mit der Stellung der Partei zu den bevorstehenden Storthingswahlen befassen. Der Bericht des Parteivorstandes liegt bereits in einer 60 Seiten starken Broschüre gedruckt vor. Seit der vorigen Landesversammlung, die im Mai 1904 in Drammen stattfand, hat die Partei wiederum beständig an Kraft und Ausdehnung gewonnen. Es ist, soweit es die be schränkten Mittel zuließen, in allen Teilen des weit ausgedehnten Landes unablässig agitiert worden, und die Partei hat selbst in rein ländlichen Distrikten, wo Industriearbeiter nicht vorhanden sind, festen Fuß gefaßt. Die Zahl der Agitationsversammlungen, die durch Vermittelung des Parteisekretariats abgehalten wurden, beträgt über 400. Am Schlusse des Jahres 1905 gehörten der Partei 370 Vereinigungen mit ungefähr 16 500 Mitgliedern an. Die Partei hat seit der vorigen Landesversammlung 11 verDemnach scheint Kowalczyk nach 12 Uhr aus Königsedel weggegangen zu sein. Der Weg von Königsedel nach dem Tatort Gewerkschaftsfeindliche Haltung eines Teiles der Parteipreffe behauptet in seiner legten Nummer der 3immerer", das Ein Mitarbeiter der Angeklagten bekundet, daß Franz Drgan des Verbandes der Zimmerer. Diefer angebliche gewerk Tyczynski einmal gefagt habe: Wer mich schlägt, dem gebe fchaftsfeindliche Zug in einem Teil der Parteipresse" soll sich bemerkbar schiedene Agitationsbroschüren herausgegeben, in Auflagen von 500 ich eins, daß er für immer genug hat. Gin Gemachen durch Ignorieren aller wichtigen gelverkschaftlichen Er- bis zu 30 000 Exemplaren. Außerdem wurden eine Anzahl dänischer fängnisauffeher, der die Angeklagten bei der Einliefe- scheinungen, die davon zeugen, daß durch die Gewerkschaftsbewegung die Schriften verbreitet. " " rung in Stendal in Empfang nahm, befundet, daß er den Ange- Lage der Arbeiter gehoben werden kann und gehoben wird, durch ,, Aufpuzz Die Kommunalwahlen haben, soweit der Parteileitung Mitflagten zunächst nur die Füße waschen ließ, weil sie am nächsten und Weiterverbreitung der Kundgebungen aus Gewerschaftskreisen, teilung zugegangen ist, ergeben, daß in die Gemeinderäte von Tage ein gründliches Bad erhalten sollten. Der Angeklagte Kwas- die geeignet sind und nicht felten ganz offen den Zweck verfolgen, 54 Kommunen 330 Sozialdemokraten gewählt wurden. Von einer niewski war jedoch so schmutzig, daß er ihn gleich ins Bad schicken die gewerkschaftliche Disziplin zu lockern und das Ansehen der Gewerk- Anzahl Kommunen ist jedoch der Parteileitung fein Bericht gegeben mußte. Kwasniewsti weigerte sich aber und erklärte:" Ich bin fchaftsbewegung in den Augen der Arbeiter herabzusetzen." Eine worden, so daß tatsächlich die Zahl der sozialdemokratischen Gedoch der Unschuldigste von allen, da brauche ich gewisse Höhe" soll diese Feindseligkeit in dem Versuch erreicht meindevertreter Norwegens größer ist. doch auch nur die Füße zu waschen."( Seiterteit.) haben, die Gewerkschaften nur als Staffage für die Beamten" Der 1. Mai 1905 war neben dem Achtstundentag und dem Recht Zeuge fragte ihn dann, wer eigentlich der Täter gewesen sei, wo- zu denunzieren, ein Verbrechen, das der Vorwärts" begangen auf Arbeit, vor allem und in völligem Einverständnis mit den rauf wasniewsti antwortete: Franz Thczynski ist es gewesen, ich haben soll. Zur gewerkschaftsfeindlichen Haltung eines Teiles der schivedischen Genossen der Agitation für eine friedliche Lösung habe aber in Aläden aus Angst nichts gesagt, weil ich fürchtete, Barteipreffe wird es schließlich auch gerechnet, daß die Parteipreffe des unionstonflittes gewidmet. Während am 1. Mai in man würde mich als Zeugen dabehalten und nicht nach Rußland die Ergebnisse der von einzelnen Gewerkschaften aufgenommenen der norwegischen Hauptstadt der schivedische Genosse A. C. Lindblad lassen." Statistifen über die Zugehörigkeit zur politischen Organisation und für den Frieden sprach, tat in Stockholm der norivegische Genosse Unter großer Teilnahme und allgemeiner Spannung wird das Lesen der Parteipreffe in Gewerkschaftskreisen mit Bemerkungen D. Kringen desgleichen. hierauf der Aufseher Sollweber als Zeuge aufgerufen. Er begleitet hat, wie die, es sei um die Parteizugehörigkeit der be- Zur Voltsabstimmung über den neuen König wird unter ande ift ein start ergrauter 45jähriger Mann, über die ganze rechte treffenden Gewerkschaftler traurig bestellt. Das soll ein Ausschlachten rem bemerkt: " Preise für Kleinhändler wurden 26,3 Mill. Dollar für Neuanlagen zurüdgelegt, so daß noch 17 065 815 Dollar übrig blieben. " Daß die bürgerliche republikanische Zinke die Sache der Demo. Wie die Regelung aussieht, dafür lassen wir hier vergleichende Preis-| für 1904. Von den 43,4 Mill. Dollar Ueberschuß des letzten Jahres fratie verriet, mußte endlich einmal den Wählern über diese Poli- notierungen folgen. tiker die Augen öffnen und ihr Verhalten wird niemals vergessen werden. Wir können freilich nicht verschweigen, daß auch Sozialisten unter den Leuter waren, die für den König stimmten, aber das möge Sache der einzelnen fein; unfere Organisation hat ihre Pflicht getan und für die Sache der Demokratie gekämpft bis zum äußersten." Die Abrechnung der Parteikasse schließt für die Zeit vom 15. Mai 1904 bis zum 31. Dezember 1904 mit der Bilanzsumme bon 6677,04 Kronen, für das Jahr 1905 mit der Bilanzsumme von Ilfe. 6803,89 Stronen. Für Agitation wurden im ersten Berichtsjahr 2515,21 Kronen, im zweiten 1838,61 Kronen ausgegeben " Social- Demokratens" Abrechnung über beide Jahre schließt mit der Bilangsumme von 131 549,43 Kronen. In der Abonnentenzahl hat das Blatt im letzten Jahre teine großen Fortschritte gemacht, was teils eine Folge der großen Arbeitslosigkeit, der Auswanderung und der militärischen Maßnahmen, die für viele Arbeiter große Ver Tufte an Arbeitsverdienst mit sich führten, ist, teils auch dadurch herbeigeführt wurde, daß in dem Kristiania nahe liegenden Drammen ein besonderes Parteiorgan gegründet worden ist. Sozialistische Jugendorganisation und antimilitaristische Agi: tation in Dänemark. Vor zwei Jahren wurde in Dänemark durch Zusammenschluß von drei örtlichen Jugendvereinen ein Sozialistischer Jugendverband( Socialistist Ungdomsforbund i Danmark") ge= gründet, der sich seitdem sehr gut entwickelt hat. Er zählt jetzt bereits zwölf Ortsabteilungen. Sein 8wed ist eine planmäßige Arbeit für die Vorbereitung der Ideen des modernen Sozialismus unter der Arbeiterjugend. Das Organ des Verbandes ist die monat lich erscheinende„ Ny Tid". Er steht mit jozialistischen Jugend organisationen Schwedens und Norivegens in Verbindung und sucht auch für die Gründung eines internationalen Jugendverbandes zu wirken. Besondere Aufmerksamkeit widmet der Verband der antimilitarischen Agitation. Der Umstand, daß man nun von militaristischer Seite in Dänemark bestrebt ist, einen militaristischen Knabenverband zu gründen, gibt dem Sozialistischen Jugendverband Veranlassung, in den nächsten Tagen die antimilitaristische Agitation mit außergewöhnlichem Eifer zu betreiben. Die Aprilnummer der Ny Tid" wird zu diesem Zweck in 50 000 Exemplaren herausgegeben und soll in großen Agitationsversammlungen über das ganze Land verbreitet werden. " Soziales. per 200 gentner in Mark: Sommerpreis Die Produktion der verschiedenen Werke der Gesellschaft war 1905 im Vergleich mit 1904 von folgendem Umfang: Produkte Winterpreis 1904 mehr 1904 1906 in 1906 M. mehr 1906 in 1906 M. 95 M. 105 M. 10 105 M. 115 M. 10 88 96 8 94 106 12 " " " Eisenerz Koks Kohle Kaltstein • 1903 1903 glück 73 M..90 17 78 M. 100 22 • 9 # 72 88 16 78 98 20 " " 障 " Hehe. WilhelminenAnna 9 22 Hochofenerzeugnisse Bessemer- Ingots Martin- Ingots 3 590 616 206 950 574 206 1905 18 486 556 12 242 909 2204 950 1967 355 1904 Zunahme 1905 In Tonen 10 503 087 8 652 293 1998 000 1 393 149 7 983 469 10 172 148 7 369 421 2 802 727 . 7 879 188 5 427 979 1 951 209 4 616 051 2 978 899 1 637 652 484 409 321 653 57 333 1727 055 • 1 258 682 1 242 646 932 029 G 1 283 943 1 226 610 o 4 961 706 3 391 495 1 570 211 9 226 386 6 792 780 Fertigprodukte Wir könnten uns mit dieser einfachen Zahlenzufammenstellung zum Verkauf: begnügen, wenn uns in dem„ Kohlenhändler", dem Organ der Stahlschienen.. Händler, nicht der Vorwurf gemacht worden wäre, wir hätten in Blooms, Billetts usw. plumper und durchsichtiger Weise versucht, Mißtrauen und Zwietracht Draht und Drahtwaren Andere Fertigprodukte zu säen. Die Händler versuchen, alle ihre Bestrebungen mit den von den gewerkschaftlich organisierten Arbeitern verfolgten Bes Fertigprodukte im ganzen 2 433 606 strebungen auf eine Stufe zu stellen. Das ist Jrreführung! Von der Gesamtmenge des in den Vereinigten Staaten er Die Unterbindung bon Sammelverkäufen, die Ausschaltung zeugten Roheisens lieferte der Trust im letzten Jahre 44 Proz. nicht gegen 43 Proz. im Jahre 1901, von der Gesamterzeugung an der Konsumvereine als Großabnehmer ist nicht nur fozial, das ist direkt antisozial. Wenn das Zertrümmern Bessemer und Martin- Ingots entfielen auf den Trust 1901 66 Proz. und 1905 nur 60,2 Proz. Die Ausfuhr des Trustes an Stahleiner höheren Produktions- oder Betriebsform, welche die Arbeit erzeugnissen aller Art belief sich im letzten Jahre auf rund eine verbilligt, berechtigt sein soll, dann könnte man auch nichts dagegen Million Tonnen. Den Verkauf nach dem Auslande zu billigeren einwenden, wenn die Arbeiter versuchten, das Aufkommen arbeitsparen als den Inlandspreisen sucht der Bericht als notwendig zu rechtder Maschinen zu hintertreiben. Wenn jemand plump verfährt, ist fertigen. es der„ Kohlenhändler". In demselben Artikel, worin er uns den lobigen Vorwurf macht, schreibt er auch ganz ungeniert: Db unser Streben, die Sammelbestellungen aus der Welt zu schaffen, von einigen Volkswirten nicht gebilligt wird, auch darum haben wir uns nicht zu fümmern. Wir sind nicht verpflichtet, den Konsumvereinen den Steigbügel zu halten, und wir werden es nicht tun." Von der Börse. Mit einer mächtigen Hausse hat der April seinen festlichen Einzug an der Börse gehalten. Sprunghaft schnellten in der ersten Hälfte der letzten Woche die Kurse auf dem Aktienmarkte in die Höhe und bei der Spekulation spiegelten fich die Kursgewinne in freudigen Gefichtern wieder. Der Reichsbankausweis trug sein Teil dazu bei, der haussefreudigen Stimmung einen fleinen Dämpfer aufzusetzen. Der Diskontermäßigung der Bant von England ist die Reichsbant noch nicht gefolgt, und der letzte Ausweis fieht auch nicht gerade so aus, als ob man für die nächsten Tage mit einer Herabsetzung des Reichsbankfazes rechnen dürfte. Infolge dessen machten sich in den letzten Tagen starke Realisationsgelüfte bemerkbar, was natürlich den Markt ungünstig beeinflußte. Dem heiligen Barenreiche bleibt diesmal das deutsche PorteNun, so gut die Händler ein Recht haben, ihre Interessen zu vertreten, so berechtigt sind auch die Konsumenten, durch beffere Organisation ihre Interessen wahrzunehmen, umsomehr, da sie durch aus teine Allgemeininteressen verletzten. Die Konsumvereine usw. sind Beseitigung der Kaufmannsgerichte. Die Zeitschrift„ Das Gewerbe- ficher nicht dazu da, den Händlern bei der Künstlichen Verteuerung und Kaufmannsgericht" weist auf folgende von lebhaftem Beifall des Brennmaterials den Steigbügel zu halten. Wie die Preise ge- monnaie verschloffen. Den hier start interessierten Streisen wird begleitete Ausführung des Justizministers Beseler hin, die dieser in schraubt werden, haben wir schon ziffernmäßig nachgewiesen. Zur das gerade nicht angenehm sein. Denn die russischen Emissions der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 20. Februar d. J. gegen Bekräftigung des Nachweises stüßen wir uns auf den Kohlen- geschäfte bringen immer ganz erfleckliche Sümmchen ein. Von Paris die Institution der Kaufmannsgerichte gemacht hat. händler". Wir scherzen nicht! Im Verbandsorgan der Konventions- aus machte man im Interesse der neuen Anleihe den Versuch, den Kurs der russischen Renten auf dem hiesigen Markte zu halten, und Der Justizminister sagte nach dem stenographischen Bericht: händler liest man in der Nummer 4 folgendes: teilweise zeigte sich auch ein Erfolg dieses Experimentes in Gestalt von kleinen Kursaufbesserungen. „ Es ist hier auch auf die Kaufmannsgerichte hingewiesen worden; dort gehe es schneller, das ist ganz zutreffend. Sie arbeiten nach einem anderen Geseze; würde dieses auch für die Amtsgerichte gelfen, so würden dort die Sachen ebenso schnell wie jetzt bei den Kaufmannsgerichten erledigt werden.( Sehr richtig!) Ich habe deshalb für meine Person die Hoffnung, daß die Abzweigung der Kaufmannsgerichte demnächst den Konsumenten ganz unnötigerweise die Briketts pro 2000 um einmal wieder beseitigt werden wird.( Sehr richtig! Bravo!) Im vorigen Jahre wurden z. B. durch einen Barbier, der Sammelbestellungen machte, 2000 3lse mit 14,20 m. verkauft, während der Privatpreis 18,50 m. refp. 17,50 m. war, die Differenz bei 2000 betrug also 4,30 refp. 3,30 M.... Mit dieser Konstatierung beweist der„ Kohlenhändler", daß für 3,30 refp. 4,30. berteuert wurden. Weiter behauptet der Kohlenhändler", die Ilse- Brifetts feien nicht teurer verkauft worden, als andere Marken. Das Blatt fagt dazu wörtlich: Zu dieser justizministeriellen Hoffnung bemerkt die erwähnte Zeitschrift: " Daß unmittelbar nach dem Infrafttreten eines Reichsgefeges ein Man sollte es nicht für möglich halten, solche Darstellung in einzelstaatlicher Minister eine Abschaffung desselben in Aussicht stellt, ist zum mindesten sehr ungewöhnlich. Die Frage, ob bei einer einer angesehenen Berliner Zeitung zu finden. Wo wird denn für Aenderung des amtsgerichtlichen Verfahrens die Vorteile, die von Ilse ein höherer Preis berappt als für andere gute Marken? Weder das Publikum noch der Händler hat für Ilse mehr zu dem Anschluß der K.-G. an die G.-G. erwartet wurden, sich zahlen, als für Anhaltische Kohlenwerke, Matador, Monopol..." ebenso bei ben Amtsgerichten erreichen ließen, ist vor und während der Beratung des K.-G.-G. in ausgiebiger Weise geprüft Bei dem„ Kohlenhändler" halten wir nach dieser Leistung alles worden. Das Tempo, in dem eine Behörde arbeitet, hängt noch für möglich! Das obige Zitat befindet sich in seiner Nummer 7 bon anderen Dingen als bloß von der Gefeßgebung ab, die ihren und in seiner Nummer 4 veröffentlichte er folgende Liste: Geschäftsgang regelt; außerdem war es auch keineswegs die RüdWaggonpreise für Kleinhändler pro 1906/07 ficht auf die Schleunigkeit allein, die den Anschluß an die G.-G. erstrebenswert machte. Die Ausdrücke, die der Justizminister braucht, wären übrigens mit einem Plane, welcher sich mit der Angliederung der K.-G. an die Amtsgerichte begnügte, faum vereinbar; fie fönnen schwerlich anders als auf die völlige Abschaffung der K.-G. gedeutet werden. Eine solche würde auch in der Einrichtung etwaiger Rammern für Gehülfenstreitigkeiten( analog den Kammern für Handelssachen) liegen." Salonbrifetts Sommer Winter Alwine 88 98 Anna. 88 98 Anfer 94 103 Anhaltische Kohlenwerke 103 113 Brefbriketts 85 92 Fieliz 92 102 Gotthold 92 102 Hedwigshütte 92 98 Henkelswerke 98 102 Hehe 96 106 Ilse 105 115(!). Mariannensglüd. 95 105 103 113 94 104 100 110 92 102 90 100 90 100 Monopol Polen Viktoria Bultan Waidmannsheil Wilhelminensglück Jedenfalls ist es für Besizer russischer Papiere ratsam, ihre Be stände beizeiten abzustoßen. Lange wird der russischen Regierung die Verschleierung ihrer Bankrottfähigkeit nicht mehr glücken. Wenig Einfluß hatte die Fortdauer des Bergarbeiterstreites in merita auf die hiesige Börse. Für die deutsche Industrie zeigt sich dieser Streit überhaupt von einer guten Seite. Wegen geringeren Betriebes der dortigen Hochöfen ist eine Preissteigerung der bers fchiedenen Eisensorten eingetreten, die auch auf die europäischen Eisenmärkte zurückgewirkt hat. Gerichts- Zeitung. Besprechung über Lohnangelegenheiten sind keine Erörterungen öffentlicher Angelegenheiten. " Etwa 25 bis 40 Former und Dreher der Seiner Hütte waren durch den Beamten des Metallarbeiter- Verbandes zusammengerufen worden, um über Lohnangelegenheiten und über Maßregelungen zu sprechen, die fie veranlaßt hatten, über die Seiner Hütte die Sperre zu verhängen. Eine polizeiliche Anmeldung war nicht erfolgt. Ehrler wurde auf Grund des§ 1 des Vereinsgefeges angeflagt, weil die Versammlung öffentliche Angelegenheiten habe erörtern sollen und deshalb polizeilich hätte angemeldet werden müssen. Das Landgericht Neuwied jedoch sprach den Angeklagten frei und das Kammer gericht verwarf am Montag die Revision der Staatsanwaltschaft mit folgender Begründung: Das Landgericht spreche allerdings davon, daß der Schwerpunkt" der Verhandlung in der Versammlung bei den Interessen der Former und Dreher der Seiner Hütte gelegen habe, daß deren Interesse in erster Linie" in Betracht gekommen sei, so daß es den Anschein haben tönnte, als wären noch andere, vielleicht allgemeine foziale Interessen erörtert worden. Es handele fich aber wohl nur um einen falschen Ausdruck. Denn das Landgericht fahre fort:„ Nach Ansicht des Berufungsgerichts sind nur die Privatangelegenheiten der Dreher und Former der Seiner Hütte erörtert worden." Das sei die schließliche tatsächliche Feststellung. Mit Recht sei demnach Angeklagter von der Anklage der Uebertretung des§ 1 des Vereinsgefeges freigesprochen worden, weil es sich nicht um eine Versammlung zur Erörterung öffents licher Angelegenheiten handelte und deshalb die polizeiliche Anmeldung nicht notwendig war. " " Diese Ausführungen treffen durchaus zu. Der Justizminister des preußischen Staates übersieht die Kleinigkeit, daß das Kauf mannsgericht ebenso wie das Gewerbegericht feineswegs nur deshalb eingerichtet ist, weil diese Gerichte schneller, sondern weil sie infolge ihrer Zusammenseßung auch sachverständiger urteilen und trotz aller Mängel unendlich mehr Butrauen bei den Rechtsuchenden genießen als die gelehrten Gerichte. Daß der preußische Justizminister und ihm das Dreiflassenparlament diese Kleinigkeit übersieht, tann bei bei einem Minister der Nechtspflege nicht auffallen, der das feinige dazu beigetragen hat, in die Gerichtshöfe die Politit zu tragen und der ein gerüttelt Maß Mitschuld an dem völligen Mangel an Vertrauen der zu Rechtspflege durch die gelehrten" Gerichte und die Staatsanwalt Vielleicht bequemt sich der Kohlenhändler" nun doch zu bem schaften trägt, deren oberster Chef er ist. Seine utopische Hoffnung, daß Eingeständnis, daß Jlse" teurer verkauft wird als andere die Tätigkeit der Kaufmannsgerichte den justizministeriellen Gerichten Marken. Daß Jlse" auch früher teurer war, zeigt unsere obige Nachdruck. Wegen eigenartig enger Auslegung des Nachdruckwieder übertragen werde, scheitert an der notwendigen Entwickelung gefeges ist am 12. Juli v. J. vom Landgericht I in München der der Rechtspflege, bie in immer stärkerem Maße die Er Aufstellung. Redakteur der Münchener Post", Genosse Martin Grüber, zu richtung von Gerichten heischt, welche die Verhältnisse der Keine Arbeit, fein Geld! Die Verhältnisse in Rußland werden einer Geldstrafe von 40 m. verurteilt worden. Er hat eine vom Rechtsuchenden kennen. Mehr als je iſt eine Ausdehnung der H. Laiengerichte auch auf die Verhältnisse der ländlichen durch nachfolgenden Bericht der St. Petersburger 8tg." nett Rechtsantvalt 5. in München in der Frankfurter Beitung" illustriert: beröffentlichte Erzählung Im Armenrecht", etwa 120 Beilen ents Arbeiter und das Gesinde erforderlich. Das Gefühl Die Eisenwerke und Waggonfabriken in Rußland haben dem haltend, nachgedruckt, ohne die Einwilligung des Verfassers zu der vollkommenen Rechtlosigkeit beherrscht alle Teile der Verkehrsministerium ein Gesuch um Bestellungen eingereicht, da sie haben. Er hat aber noch ungefähr hinzugefügt, erwerbstätigen Bevölkerung, nicht zuletzt die Geschichte die für die zweite Hälfte dieses Jahres überhaupt keine Bestellungen io daß die entgegengesette ländliche Bevölkerung. Wenn dem obersten Chef der preußischen Justizverwaltung diese Tatsache unbekannt geblieben ist, haben und unter Umständen genötigt sein werden, viele Arbeiter Wendung nahm. Der Angeklagte behauptet, der nachgebrudte betveist das lediglich, welch starter Gegensatz zwischen preußischer zu entlassen. In Anbetracht der schwierigen Finanzlage des Reiches Artikel sei wertlos und er habe ihn nur abgedruckt, um seinen Lesern Justiz und preußischer Gerechtigkeit besteht. Daß der Minister der schlagen der Now. Wremja" zufolge die Fabrikanten der Regierung zu zeigen, was Blätter wie die Frf. 8tg." manchmal für schlechte Selaffenjustiz gegen Laiengerichte sich so offen und ohne einen Schein sehr bequeme Zahlungsbedingungen vor. Da der Bedarf an rollendem Auffäße bringen. Das Gericht fieht aber in dem Artikel ein schußvon Gründen wendet und daß ihm das Dreillaffenparlament ohne Material und Lokomotiven gegenwärtig sehr groß ist, sind die Fabriken berechtigtes novellistisches Erzeugnis. Der Verteidiger des Angevon Gründen wendet und daß ihm das Dreiflaffenparlament ohne Widerspruch Beifall spendete, möge diejenigen, die den Nest sozialen bereit, die von ihnen gebauten Waggons und Lokomotiven der Strone flagten behauptete in der Revisionsinstanz, das Urteil flebe am BuchWiderspruch Beifall spendete, möge diejenigen, die den Rest sozialen mietweise zu überlassen unter der Bedingung, daß die Lokomotiven staben des Gesetzes. Der Angeklagte habe den Artikel nicht benutzen, Empfindens noch nicht verloren haben, zur Mitarbeit bei dem Streben nach Einführung auch ländlicher Laiengerichte anfpornen. und Waggons nach einem gewissen Zeitraum Eigentum der Bahnen fondern kritisieren wollen. Der Verfasser wäre viel schlechter wegwerden. Die Gesamtsumme der von den Bahnen erbetenen Be- gelommen, wenn der Angeklagte nur einzelne Säße abgedruckt und Vertragsbruch der Solinger Aerzte gerichtlich festgestellt. In der stellungen beträgt etwa 20 Millionen Rubel. Das Reichsgericht erkannte jedoch auf Ver zerzaust hätte. beim Landgericht in Elberfeld anhängigen Klage der Allgemeinen Der Stahltrust. Drtstrantentasse Solingen gegen die früheren beamteten Kassenärzte Der Jahresbericht des amerikanischen Stahlwerfung der Revision des Angeklagten. Entziehung aus der Fürsorgeerziehung. Auf Grund des§ 21 des Grabowski, v. Strendi und Stawig betr. Schadenersatzanspruch wegen trustés weist für 1905 gegen die Vorjahre erheblich höhere BilanzKontrattbruchs ist am Sonnabend das Urteil von dem Landgericht ziffern auf, wie folgende Busammenstellung( nach Bradstreets) er- Gesezes über die Fürsorgeerziehung war der Angeklagte Barth vom Landgericht Erfurt verurteilt worden, weil er seine Tochter Else der Fürin Elberfeld gefällt worden. Die eingeflagte Summe war auf sehen läßt: forgeerziehung entzogen habe. Es wurde für festgestellt erachtet, daß 12 000 Mart festgesetzt worden. Der Allgemeinen Ortsfrankentasse er dem aus einer Erziehungsanstalt geflüchteten Mädchen Geld gegeben, wurden in der Verhandlung am Sonnabend zunächst 9000 Mark ihm ein Reiseziel angegeben, es so bei Verwandten untergebracht auerkannt, die die in Frage kommenden Aerzte an die Kaffe zu und der Behörde eine Auskunft darüber verweigert habe, wo sich zahlen haben. Ueber die restlichen 3000 Mark wird nochmals, nach das Mädchen jetzt aufhalte. Das Kammergericht verwarf am Prüfung der Belege usw., entschieden werden und der Kasse zweifellos 9. April die hiergegen eingelegte Revision. Der Begriff der„ Entauch diese 3000 Mark noch zuerkannt werden. ziehung aus der Fürsorgeerziehung" sei nicht verkannt worden, da fede Handlung, die eine Fürsorgeerziehung unmöglich mache, als Entziehung" zu erachten sei und auch eine Unterlassung von An106 882 gaben, zu denen man rechtlich verpflichtet sei, hierhin rechne. Aus Induftrie und Handel. Das nennt man Regelung der Kohlenpreise! Roheinnahme. Betriebs- und Geschäftsuntoften. Reineinnahme . Davon gehen ab: Tilgungsfonds für Subfidiärgesellschaften Abnutzungs- und ExtraErgänzungsfonds Busammen 1905 585 331 736 465 544 078 119 787 658 1904 In Dollar 444 405 430 871 228 908 73 176 522 1 689 999 1 583 117 • 21 665 063 23 056 437 4 691 418 99 254 42 908 993 51 202 166 12 574 211 23 518 293 4 050 000 Bunahme 140 926 306 94 315 170 46 611 136 9 090 852 " " Anmeldung von Bersammlungen zur Besprechung einer Wahl. -461 856 Versammlungen, in denen Wahlen zu öffentlichen Körperschaften be 641 413 sprochen werden sollen, müssen nach bereits früher bestätigter An1183 372-1084 118 ficht bes Rammergerichts gemäß§ 1 des preußischen Vereinsgesetzes stets polizeilich angemeldet werden. An dieser Ansicht hielt es auch Der Verband der Kohlenhändler bestreitet in Zuschriften an die ginsen für Bonds. Breffe- fiehe auch Nr. 81 des Vorwärts" die Verteuerung der Tilgungsfonds f. den Truft Kohlen durch die Konvention. Auch erklärt der Verband, nicht die Verschiedene Lasten. Gruben, sondern die Händler seien die treibende Kraft bei der 8 293 173 in einer Entscheidung am 9. April fest. Das Gericht führte aus, Konvention. Wir wissen wer die Schieber sind und kennen auch die Bleiben für Dividenden 68 585 492 30 267 529 88 317 968 daß Wahlen immer Angelegenheiten feien, die das öffentliche Wesen, Geschobenen, aber darob braucht man nicht zu streiten; für die Die auf die Vorzugsaktien zu zahlende Dividende von 7 Proz. das öffentliche Wohl beträfen. Es verwarf die Revision gegen ein Konsumenten ist nur die Frage wichtig: find die Preise getrieben ihres Nennwerts betrug 1905 tie 1904 25 219 677 Doll., und es Urteil des Landgerichts Münster, wodurch der Angeklagte Berner zu worden oder nicht? Der Verband sagt nein. Man will nur eine verblieb dem Trust ein rechnungsmäßiger Ueberschuß bon einer Geldstrafe von 15 M. verurteilt worden war, weil er anläßlich Regelung der Preise durch die Konvention herbeigeführt haben. 43 865 815 Doll. für 1905 gegenüber einem folchen von 5047 852 Doll. einer Stadtverordnetenersazwahl zur Besprechung derselben die Verfammlungen. Deutscher Buchbinderverband. Die Zahlstelle Berlin hielt am Mittwoch im Gewerkschaftshaus eine zahlreich besuchte Mitgliederversammlung ab, die sich hauptsächlich mit der diesjährigen Maifeier befaßte. Die Vertrauenspersonen der Organisation hatten im voraus darüber beraten und legten nun der Versammlung folgende Resolution vor: Wähler der ersten Abteilung in Ahlen zusammenberufen hatte, ohne dieser Damen arbeiten bereits daran, eine Organisation der Dienst, fräftig, wenn innerhalb eines Monats nach ihrer Zustellung Berufung nicht Meldung bei der Polizei zu machen. Herrschaften ins Leben zu rufen. A. B. C. 150. Eine In der Nachbarstadt Fürth sind eingelegt ist. 2. Sobald Vollstreckbarkeit vorliegt. G. K. Sie sind zur Verprügelung von Chinesen. Wegen fahrlässiger Körper- iegt ebenfalls Schritte eingeleitet, um die Dienstboten zu lage hätte wenig Aussicht auf Erfolg. Bahlung des Betrages verpflichtet. O. N. 100. 1. u. 2. Ja. berlegung ist am 10. September v. J. vom Konsulargericht in organisieren. B. S. 33. Bis spätestens am 22. April muß durch einen beim Kammers Tsinanfu der Töpfer Josef Tiz zu einem Monat Gefängnis Steglit. Am Mittwoch, den 11. April, hält der Bildungsverein gericht zugelassenen Rechtsanwalt Berufung eingelegt sein. Zwecks Erwirkung berurteilt worden. Er hatte abends bei einem Bauunternehmer für Frauen und Mädchen von Steglitz seine Mitgliederversammlung des Armenrechts müßten Sie sich zunächst eine Bescheinigung durch den gezecht und wollte sich noch zwei Flaschen Bier ans Bett stellen im Lokale von Wahrendorf, Schloßstr. 117, ab. Herr Süter hält der Gründe and Beweismittel für die Berufung den Antrag auf Bewilligung Armenvorsteher erteilen lassen und dann beim Kammergericht unter Angabe lassen. Der bedienende Kuli brachte ihm aber nur zwei leere einen Vortrag über„ Sklavin oder freies Geschlecht". Die Mit- des Armenrechtes stellen. M. T. 78. Nicht darauf, was im Testament Flaschen. Tizz warf sie ihm nach. Als der Chinese ihm glieder werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. Auch Gäste, angegeben ist, kommt es an, sondern darauf, was tatsächlich nach Abzug der ein Schimpfwort zurief, faßte der der Angeklagte ihn am Frauen sowohl als Männer, sind freundlichst eingeladen. Schulden vorhanden ist. H. H. Der Fall ist uns unbekannt. Benn er Zopfe und prügelte ihn. Der Patu Kung riß den Anzur Verhandlung kommen sollte, würden wir darüber berichten.- K. S. 27. getlagten los, aber dieser prügelte nun den Kung. Zuletzt zog Ist monatliche Miete vereinbart, so können Sie bis am 15. zum 1. kündigen Zig einen Revolver und verlegte den Kung an der und gegen den Wirt auf Anerkennung Ihres Rechtes, am 1. Mai zu ziehen, Brustwarze. Der Angeklagte, so heißt es im Urteile, ist mehr flagen. War Jahresmiete vereinbart, so würde Ihnen dies Recht nicht zus stehen. H. B. 1. Der Amtsrichter scheint im Recht gewesen zu sein. fach wegen Körperverlegung vorbestraft. Er gehört Sie hätten den Antrag nicht zurücknehmen brauchen. 2. Der Staat. zu den Leuten, welche glauben, Leib und Leben der Chinesen würden K. 7. Paul 19. Mein. M., Breslau. Die Stlausel würden wir durch das Gesetz nicht so geschützt und man könne bei jeder Gelegenfür gültig halten. Rehberg. Uns nicht bekannt. 2. 3. 2. Scheinheit auf Chinesen schießen. Der Angeklagte hatte trotz des niedrigen verträge sind stets ungültig, gleich viel welche Form gewählt wird. Sonst Strafmaßes gegen das Urteil Berufung eingelegt. Diese gelangte genügt für Stauf- und Leisvertrag über bewegliche Gegenstände der münde am Montag vor dem 1. Straffenat des Reichsgerichts zur Verhandlung. liche und jeder schriftliche Vertrag. Ein Mangel des Stempels ist für Zur Begründung des Rechtsmittels führte der Angeklagte an, er habe Rechtsgültigkeit unerheblich. E. M. 175. Ein solches Bureau_gibt es " Die tombinierte Vertrauenspersonenfibung hält die Feier nicht. Die Adressen der Anwälte finden Sie im Adveẞkalender II. Teil. befürchtet, von dem Batu geschlagen zu werden. Das Reichsgericht des 1. Mai durch Arbeitsruhe für die wirksamste Art der Dekonnte die Tat nicht in milderem Lichte ansehen als das Untergericht. J. H. 300. Die Offenbacher Krankenkaffe ist zu empfehlen. Wenden monstration für die Forderung des Achtstundentages und der Sie sich an Hinz, Prinzenstr. 66. A. J. 2. Es bleibt Ihnen nichts Es ließ nur eine strengere rechtliche Beurteilung eintreten, indem es Arbeiterschutzgesetzgebung. Sie hält die bisherige Art der Mais übrig, als bis spätestens am 15. zum 1. zu kündigen. Der Schlafwirtin die Tat als gefährliche Körperverlegung ansah und den M. Wenn man will, feier für eine Halbheit, die den heutigen Organisationsverhält- liegt die Meldungspflicht ob. Angeklagten unter Aufhebung des ersten Urteils wegen dieser man in nissen am Orte nicht entspricht. Deshalb empfiehlt sie der Mit- fann der Schrift allerdings eine Beleidigung finden. Straftat zu einem Monat Gefängnis verurteilte. Eine Verweisung M. O. 18. 1. bis 3. Wenden Sie sich direkt an die Postdirektion. gliederversammlung, zu beschließen, daß in allen Betrieben, wo Rosa. Soweit ersichtlich nein.-S. M. Handelt in die erste Instanz zweds eventueller höherer Bestrafung war nicht es die Organisationsverhältnisse ratsam erscheinen lassen, am 4. uns nicht bekannt. angängig, weil die Anklagebehörde ein Rechtsmittel nicht ein1. Mai die Arbeit zu ruhen hat. Für alle Maßnahmen, die die es sich um Handlungsgehülfen, so ist der Bertrag nichtig, aber nicht strafE. F. Für Sie ist es beffer, Sie bleiben fern. Emil 2. Ein gelegt hatte. Prinzipale etwa gegen die Maifeiernden treffen, übernimmt, Schadenersapprozeß ist in Ihrem Falle außerordentlich zweifelhaft, weil falls eine wirtschaftliche Schädigung der Mitglieder entstehen feineswegs mit Sicherheit anzunehmen ist, daß das Gericht annimmt, den sollte, die Zahlstelle Berlin alle Verpflichtungen, und zwar nach Wirt treffe ein Verschulden. H. S. 53. Ruderverein Vorwärts", Stralau, Tunnelstr. 17. § 24 des Verbandsstatuts." Vereinsinteresse. Mar Peters, Waldemarstr. 75. R. K. 20. Fußleiden, welche zum Dienst nicht untauglich machen, und P. Fl., Pantstraße. " Einquartierungs- Nachwehen. Eine Schlägerei zwischen Militär und Zivilisten ereignete sich im Herbst vorigen Jahres unmittelbar an dem Friedhofe in Dallgow. Eines Tages tam es in dem Gasthofe Zum grünen Strauß" zu einer förmlichen Diese Resolution wurde von der Versammlung nach längerer Verschwörung gegen die„ Sandlatscher" und" Kanonenstöpsel". An Diskussion gegen wenige Stimmen gutgeheißen. demselben Abend fand unmittelbar an dem Dallgower Friedhofe Gbenso beschloß die Versammlung, daß diejenigen Mitglieder, die eine erbitterte Schlacht zwischen den einheimischen Burschen infolge mangelhafter Organisationsverhältnisse in der Werkstatt und den einquartierten Soldaten statt, bei der den ersteren nicht feiern, bei Wochenverdiensten bis zu 15 M. 25 Pf., bis zu Messer und Schlagringe, den Soldaten die Seitengewehre 24 M. 50 Pf. und über 24 M. 75 Pf. Maifeierbeitrag zahlen als Waffen dienten. Ein Unteroffizier erhielt einen furchtbaren sollen; solche Mitglieder aber, die nicht feiern, obwohl die OrganiSchnitt in den Arm, an dem er mehrere Wochen lang dienstunfähig fationsverhältnisse die Arbeitsruhe möglich machen, das Doppelte war. Diese nächtliche Prügelei an der Friedhofsmauer hatte gestern dieser Säße. Die Gelder, die hierdurch einkommen, werden zu ein Nachspiel vor der Straftammer. Wegen gemeinschaftlicher außerordentlichen Unterstützungen Arbeitsloser, bei der Maifeier Körperverlegung waren die Arbeiter und Knechte Porath, Strüger, felbst, bei Vergnügungen und zu Weihnachten verwandt. Der VorBraumann, Weinrich und Strikke angeklagt. Sie behaupteten fämt fibende klar machte darauf aufmerksam, daß Mitglieder, die, lich, in der Notwehr gehandelt zu haben. Der Staatsanwalt obwohl sie am 1. Mai die Arbeit nicht ruhen ließen, die beschlossenen beantragte je 4 Monate Gefängnis! Der Gerichtshof Maibeiträge nicht zahlen, kein Recht auf die verschiedenen Unterfannte mangels genügend aufgeklärten Sachverhalts auf Frei- stüßungseinrichtungen in der Zahlstelle haben. sprechung sämtlicher Angeklagten. In der Versammlung wurde außerdem eine Ergänzungswahl zum Verbandsvorstand vorgenommen. An Stelle Kemptes, der sein Amt niedergelegt hatte, wurde Jünemann als Beisiber in den Verbandsvorstand gewählt. Ferner verlas Bytomski die Abrechnung von der Urania- Vorstellung, die 97,20 M. Ueberschuß ergeben hat. Dem Kassierer wurde einstimmig Decharge erteilt. ney Ravalierwechsel. # ( Wiederholt, weil nur in einem Teil der Auflage.) Der große Betrugsprozeß gegen Thilo, v. Boschokinsky u. Gen., über dessen Beginn wir am 7. April berichteten, ist gestern abend vor der 7. Straffammer zu Ende geführt. In der Verhandlung wurde erwiesen, daß eine Reihe geldsuchender Kavaliere", so der Sohn eines höheren Beamten, ein Student v. F. und mehrere Die Holzbearbeitungsmaschinenarbeiter hielten am Montag im Leutnants Geldbeträge zwischen 5000 und 20 000. suchten. Von Gewerkschaftshause ihre ordentliche Generalversammlung ab. Den den Angeklagten wurde Geld zugesagt, Wechsel wurden den Geld- Kassenbericht vom 1. Quartal verlas der Sekretär Ja ed. DemKlienten unter betrügerischen Vorspiegelungen abgenommen, das durch nach belief sich die Einnahme inklusive des alten Bestandes auf die Wechsel Eingebrachte versilbert die Darlehnssucher erhielten 36 210,22 M. und die Ausgabe auf 9847,73 M., so daß ein Kaffennicht einen Pfennig. Einem Bildhauer wurde unter den under- bestand von 26 362,49 M. berbleibt. Unter den Ausgaben figurieren schämtesten Vorspiegelungen ein Entmündigter als Käufer für 792 M. für Streifunterstüßung, 213 M. an Gemaßregelte, 3877,50 eine wertvolle Gruppe Mutter und Sohn" zugeführt. Das Werk Mark für Arbeitslosenunterstüßung, 2929 M. an Krankengeldlangjähriger Arbeit wurde der vertrauensselige Bildhauer los- Geld zuschuß und 150 M. Sterbegeld. Die Mitgliederzahl stieg im erhielt er nicht. Das Urteil ging dahin: Thilo ist des Quartal von 1728 auf 1823. Ohne Debatte wurde so= wiederholten Betruges, die Angeklagten Blumm und dann beschlossen, den 1. Mai in der üblichen Weise von Boschotinsty Suchen der gewerbsmäßigen durch Arbeitsruhe zu feiern. Sämtliche Mitglieder, die Hehlerei schuldig, während die Angeklagten Hübner und in dieser Versammlung fehlten, sollen auf den Maifeierbeschluß Stiege vom Gerichtshof für nichtschuldig gehalten find. ausdrücklich aufmerksam gemacht werden. Die Versammlung hörte Thilo wird zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis, 3 Jahren hierauf noch einen äußerst interessanten, populär- wissenschaftlichen Ehrberlust, unter Anrechnung von 6 Monaten der Untersuchungshaft, Vortrag des Herrn Dr. med. Schüler über: Moderne LichtPlumm zu 2 Jahren Buchthaus, 5 Jahren Ehrbehandlung" an, in welchem der Vortragende die Erzeugung der verlust, unter Anrechnung von 6 Monaten, v. Poschokin sty Röntgen, Radium- und Finsenstrahlen erklärte und deren Verzu 2 Jahren Buchthaus, 5 Jahren Ehrverlust, unter Anwendung in der neueren Heilkunst erläuterte. rechnung von 4 Monaten der Untersuchungshaft verurteilt. Die An" Die Fliesenleger- Bereinigung nahm in ihrer Mitgliederversammgeklagten Hübner und Stiege werden kostenlos freiung am Donnerstag betreffs der Maifeier folgende Resolution gesprochen. an: In der Erkenntnis, daß die würdigste Feier des 1. Mai als Weltfeiertag der Arbeit in der vollkommenen Arbeitsruhe besteht, beschließt die Versammlung, daß am 1. Mai bormittags eine gemeinsame Versammlung der Fliesenleger und Hülfsarbeiter stattfindet. Am Nachmittag und des Abends beteiligen sich dieselben Hus der Frauenbewegung. Bom Recht der Frauen. Endlich haben die Freifinnigen beider Richtungen fich aufgerafft, an den Veranstaltungen der Parteiorganisationen. Alle Anwesenden am der staunenden Welt zu zeigen, daß noch ein Fünfchen verpflichten sich, für tatkräftige Durchführung dieses Beschlusses zu Gerechtigkeitsgefühl in ihrer Männerbrust wohnt. Dr. Bachnide wirken". hatte Gelegenheit, im Reichstage den Antrag seiner Fraktion auf reichsgesegliche Beseitigung der landesgesetzlichen Beschränkungen des Vereinsrechts für Frauen zu begründen. Er hielt eine schön geformte Rede, die gewiß das Entzüden der Angehörigen der bürgerlichen Frauenbewegung hervorgerufen hat. Vermischtes. Die Genicstarre im Ruhrrevier. In der verflossenen Woche waren, wie aus Hamborn berichtet wird, sechs neue Erkrankungen und vier Sterbefälle an Genidstarre zu verzeichnen. In Duisburg Meiderich starben zwei Kinder an Genidstarre. In Asberg ist der fünfjährige Sohn eines Bergarbeiters der Seuche erlegen. Damit ist die Zahl der Erkrankungen auf 96, die der Todesfälle auf 67 in Hamborn und nächster Umgebung gestiegen. Die Damen dürfen diese Rede auch gewissermaßen als Dant für die dem Freifinn bei der letzten Reichstagswahl speziell in Hamburg geleisteten Schlepperdienste entgegennehmen. Doch was nügen alle schönen Worte, wenn man nicht von Grund auf das Unrecht, welches der Frau als Staatsbürgerin geschieht, beseitigen will? Und der Freifinn will das Unrecht nicht beseitigen, er will nur einige allzu schäbige Stellen mit Reformläppchen besezen. Mit Kleinen Vorgestern mittag wurden, so wird vom Reförmchen, den immer lauter erschallenden Ruf der Frauenwelt 11. April aus Beuthen gemeldet, auf der Heinizgrube durch zu nach Freiheit und Gerechtigkeit zu ersticken, das ist freisinnsart. startes Auffeßen der Förderschale beim Niederlassen der Mannschaft Reformvorschläge zur Aenderung des Vereins- und Versammlungs- 7 Mann teils ich to er, teils leichter verlegt. rechts der Frauen sind dem Reichsparlament schon von fast allen Parteien unterbreitet worden. Arbeit? Bergarbeiterlos. Warum macht man keine ganze Aus dem Militärgefängnis entsprungen. Nach einem Telegramm aus Posen ist in der vergangenen Nacht um 2½½ Uhr der wegen Wollten die bürgerlichen Parteien die Stellung der Frau, die Raubmordes zum Tode verurteilte Musketier Rosinsti aus dem Gebon allen Staatsbürgerrechten ausgeschlossen ist, heben und bessern, fängnis ausgebrochen. Für die Bewachung des Raubmörders waren dann müßten sie konsequent sein und nicht nur freieres Vereins- und besondere Maßregeln getroffen, zum Beispiel war ein besonderer Versammlungsrecht gewähren wollen, fie müßten auch für das Doppelposten aufgezogen. Rosinski trug bei seiner Flucht Militärgleiche, allgemeine und direkte Wahlrecht der uniform. Der Flüchtige, der aus Charlottenburg stammt, hatte zuFrauen zu den gefeßgebenden Körperschaften eintreten. Was nupt fammen mit einem anderen Musketier, der mit ihm zusammen bei den Frauen das freie Vereins- und Versammlungsrecht allein, wenn dem 155. Infanterieregiment in Ostrowo stand, im vorigen Jahre sie nicht in den Parlamenten ihre Interessen vertreten fönnen? in der Nähe von Ostrowo auf bestialische Weise einen polnischen Diese Wahlrechtsforderung verursacht dem verzopften Bürgertum Landwirt aus Ostrowo ermordet und beraubt. Beide Soldaten gewaltiges Grufeln. Die Philifter fönnen oder wollen nicht be- wurden daraufhin vom Kriegsgericht der 10. Division in Bosen zum areifen, daß auch die Fran die allgemeinen Menschenrechte besigt Tode verurteilt. und danach strebt, fie auszunügen. Die Best auf einem englischen Dampfer. Philadelphia, 10. April. Die ökonomische Entwickelung hat auch die wirtschaftliche Der englische Dampfer„ Burrsfield" ist von Bombay mit vier an Stellung der Frau geändert, die Frau ist gezwungen, ihren Blas Bubonenpest erkrankten Lastaren hier eingetroffen. Zwei andere in der Warenerzeugung einzunehmen. Die Verleihung politischer find auf See bereits bestattet worden. Rechte an sie ist nur die rechtliche Anerkennung der veränderten Stellung. Wohl gestattet unser buntscjediges Vereinsgesetz den Frauen in einzelnen Bundesstaaten die Mitgliedschaft in politischen Organisationen, doch erst das Frauenrecht ermög licht die volle Betätigung der Frau im politischen Kampfe. Daher betrachten die sozialdemokratischen Frauen die beantragte Reform die der Bundesrat zudem wohl in den Papierkorb verschwinden laffen wird als unzureichend und fordern nach wie vor ein einheitlich und freiheitlich ausgestaltetes Vereins und Versammlungsrecht, das auf wirtschaftlichem und politischem Gebiete Frauen wie Männer das gleiche Recht auertennt. Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends Jeder Anfrage ist bon 7 bis 9%, lbr abends statt. Geöffnet: 7 Ubr. Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. bar. dingte. Russe 69. 1. Ja. 2. Nein. 3. Ja. allgemeine Körperschwäche, welche eine Zurückstellung auf ein Jahr beWiederholen Sie Ihre Anfrage. Rankestr. 35. Privatflage wäre ausfichtslos.- R. V. 1875. 1. Sie müßten ein Logis selbst suchen. 2. Attenformat. Feiertage 37. Für Feiertage ist kein Lohn zu zahlen, wenn nicht die Zahlung nach dem Willen der Partei erfolgen sollte. Dieser Wille fann ausdrücklich ausgesprochen werden, auch durch ständige Uebung zum Ausdruck gelangen und endlich durch die Lohnform zum Ausdruck gelangen. liegt weder eine ausdrückliche Vereinbarung noch ein für den Ort oder die Branche üblicher Brauch vor, so ist Lohn für die Feiertage zu zahlen, wenn Wochenlohn oder Monatslohn vereinbart war. Rohn ist nicht zu zahlen, wenn der Lohn zwar wöchentlich zur Auszahlung gelangte, aber nach Stunden oder Tagen oder nach Afford berechnet war. - Wohnung. Sie können es auf den Prozeß ankommen lassen und täten noch besser, Shrerseits auf Einräumung der vereinbarten Wohnung und auf Schadenersatz zu flagen. 6. 100. Sit in der Fabrikordnung oder sonst nicht ausdrücklich eine gegenteilige Vereinbarung getroffen, so ist der durch wahrnehmung einer Kontrollversammlung entgehende Lohn dem Arbeiter zu zahlen, gleichpfel ob Affordlohn oder anderer zohn vereinbart war. . T. 1. Benn eine Anstellung vorliegt, so ist der Bater zur Meldung 14jährig. Auf Ihren Wunsch, der am bei der Krankenkasse verpflichtet. zweckmäßigsten dem Rektor und event. der Schuldeputation vorzufragen ist, bleibt Ihr Kind unter den von Ihnen angeführten Umständen in der Schule. J. M. 1000. Die Behörde ist leider im Recht, Sie hätten früher Erteilung des Heimatsscheines in Anspruch nehmen sollen. G. B. Nein. R. 100. 1. Für die Schulden des Nachlasses haftet die Nachlaßmasse und die vorbehaltlosen Erben mit ihren Familien. Zu den Schulden des Nachlasses gehört auch die Alimentenforderung des außerehelichen Kindes. Die Erben sind aber berechtigt, das Kind mit dem Betrage abzufinden, der ihm als Pflichtteil gebühren würde, wenn es ehelich wäre. 2. Nein. 3. Ja. Sozialdemokratisch. Wahlverein des 6. Berliner Wahlkreises. Nachrut! Am Mittwoch, 4. April, verstarb unser Mitglied, der Schuhmacher Edmund Hippler Demminerstr. 9 und wurde derselbe am Sonntag auf dem Kirchhof der Friedensgemeinde beerdigt. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeigen. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Arbeiter Arthur Doebel gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 11. April, nachmittags 6 Uhr, von der Leichenhalle des Heilig Kreuz- Kirchhofes in Mariendorf aus statt. 116/13 Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Selempner August Bulgrin am am 9. d. M. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 12. April, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Kirchhofes in Wilhelms. berg aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. 116/14 Die Ortsverwaltung. Am 9. April, nachm. 5 Uhr, verstarb plötzlich mein langjähriger Gehülfe 11536 Otto Jarzembowsky. Ich verliere in demselben einen biederen, pflichtgetreuen Gehülfen und werde ihm ein dauerndes Andenken bewahren. Albert Heidtke, netbermftr., Chauffeestraße 53. Danksagung. Am 9. d. Mts. verstarb nach langem Leiden unser lieber, guter Bater Paul Rohn im 66. Lebensjahre. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Donerstag, den 12. d. Mts., von der Leichenhalle des Golgatha. Kirchhofes, Barfusstraße, aus statt. 11395 Danksagung. Für die vielen Beweise innigfter Teilnahme und die vielen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes sage ich allen Freun den und Bekannten, besonders den Kollegen der Firma Fuchs u. Sohn und den Kollegen meines Sohnes, der Buchdruckerei Wilhelma" und dem Gesangverein Bündholz"( M. d.A.-S.) meinen tiefgefühltesten Dank. Frau Juliane Rother 11416 nebst Kindern, Für die unserem lieben Vater, Großvater und Freund Karl Imm ( Groß- Schönebed) zu seinem 100. Geburtstage in so freundlicher Weise dargebrachten Gratulationen und Ehrungen sagen die Unterschriebenen allen Freunden und Bekannten, besonders Herrn Musikdirektor Nob. Peters, Luckenwalde, ihren innigsten Dant. 1138b Familie Imm. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Baters, fagen wir allen Beteiligten, Freunden, Bekannten und Genoffen, sowie den Gewerkschaften und Vereinen, insbesondere dem Gesangverein Freie Sänger" und den Genossen Sonnen burg und Wehrle für die Grabrede am Grabe des teueren Entschlafenen unseren herzlichsten Dank. +139 Witwe Klara Schillert nebst Kindern. Danksagung. Für die Beweise innigster Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes Heinr. Wallmann sage ich allen Freunden und Befannten, insbesondere den Stollegen Für die vielen Beweise der Teil- der Firma Bechstein, sowie den Mitnahme und die Kranzspenden bei der gliedern des Deutschen Metallarbeiters Beerdigung meines lieben Mannes Berbandes und der Zentral- Krankenund unseres guten Vaters, des Widlers tasse der Tischler meinen innigsten Joseph Wittig Dant. Die trauernde Witwe 8429 Marie Wallmann. Jule II, Ritterstraße. Den Ablieferer des letzten Beitrages bitte ich dringend um Angabe seiner Adresse. A. Gerisch. H. B. Leider ist in der Angelegenheit nichts zu machen. Eine Ber werfung ist für uns nicht möglich. P. P. 33. 1. Ja. 2. Nein. 3. Ift überflüssig. 4. Rein. 5. Ja. 6. Warten Sie, bis Sie Bescheid von der sagen wir allen Freunden und BeStaatsanwaltschaft erhalten, oder wenden Sie sich an dieselbe. Lungen- tannten, besonders den Kollegen und 5. Gevelsberg. 1. Güter- Kolleginnen der A. E.-G., Abteil. Gf. 4 Die Dienstbotenbewegung in Nürnberg macht ganz gute Fort- trennung liegt stets vor, wenn kein besonderer Bertrag gefchloffen iſt. 2. Gin und Probierfeld sowie dem Deutschen Dr. Simmel, Prinz fatarrh. Leider gibt es solche Anstalt nicht.. schritte. Die vor wenigen Wochen gegründete Organisation der ausdrüdlicher besonderer Ghevertrag vor oder während der Heirat ist zweck- Metallarbeiter- Verband unseren tiefDienstmädchen zählt gegenwärtig bereits über 300 Mitglieder. Neu- mäßig. Derselbe muß notariell oder gerichtlich geschloffen werden. Ein gefühlten Dank. anmeldungen laufen täglich ein. Die junge Organisation scheint den Beispiel hierzu finden Sie auf Seite 225 Nr. 22 des dem Arbeiterrecht" bei Witwe Emilie Wittig nebst Kindern, G. 25. 1. 8ivilgerichtsurteile werden rechtsFennstr. 47. vornehmen Hausfrauen gewaltigen Respekt einzuflößen, denn einige gefügten Führers. 11475 Spezialarzt für 29/14 Hant- und Harnleiden. 10-9 5-7. Sonntags 10-12, 2-4 A.WERTHEIM KONSERVEN Dose Stangen- Spargel II De 1.20 Stangen- Spargel III De 80 Pf. Bruchspargel Stark ohne Bruchspargel Köpfe Dose Dose Ein Posten: KOLONIAL- WAREN 1.20 Prima Stangen- Spargel 58 Pf. Dose Schoten u. Karotten 60 Pf. Gemischt. Gemüse Karotten in Streifen Kaiserschoten Schoten extrafein Schoten Morcheln I Dose Dose 65 Pf. 1 D. 30 Pf. 1/1 1.10 Dose Dose 90 Pf. 38Pf. Dose Dose 1.30 1/1 1.10 extrastark 1/1 Dose ca. 20-24 Stangen 1.40 Mk Mehl in Beutel à 5 und Weizenmehl 10 Pfund Pfund 15 Pf. Kaiser Auszugmehl Pfund 18 PL Budapester Mehlecht Pfd. 24 PL. Backmehl selbstätig Pfund 32 Pt. Backpulver Paket 45, 8 PL Pid. Brech- Schneidebohnen Süsse Mandeln Pt. 1.10, 88 Pt Bittere Mandeln Pfund 1.10 MK. 1/1 Dose 24 Pf. Korinthen Pfund 30 Pf. Pfund 45 Pf. Rosinen Sultaninen Pfund 30, 40, 50 Pf. Zitronat Vanillinzucker Plund 1 Mk. Morcheln II Champignons I Champignons| Champignons Il Champignons II Tomaten- Puree Tomaten ganze Frucht Gewürzgurken Mixed- Pickles deutsch Mixed- Pickles deutsch Cornichons Dose Dose 1.60 / 90 Pl. Dose 11.25 Dose 1/2 70 Pf. Dose Dose / 70 Pf. Dose 70Pf. Glas 85 Pf. Glas 65 Pf. 38 Pf. Glas Glás 65 PL. Glas 40.Pf. Cornichons Schmorgurken Dose 90 Pf. Schmorgurken / Dose 50 Pf. Früchte in Dosen Aprikosen halbe Frucht Melangefrüchte Gebrannter Kaffee Mischung II Pfund ( verbesserte Mischung) III IV V 1.50 Mk. 95 Pf. 1.10 1.35 Deutscher Kakao Pfund 85 Pf., 1.10MK. Holländischer Kakao Pfund 1.75, 2.10Mk. TEE in 1/2, 1/4, 1/8 Pfd. Packete I III IV ✓ MK Souchong- Melange 1.20 1.80 2.40 3.20 4 MK. Pfd. 2.20 2.80 Kongo- Tee Ceylon- Tee Pfd. 4 Mk.| Pecco- Melange 4.80 Dose Dose 1:20 85 Pf. Paket 50, 6 Pr. Pudding- Pulver( gefärbt) mit Vanille, Mandel-, Erdbeer-. Himbeer, Citronen-, Apfelsinen-, Ananas-, 6 Schokoladen- Geschmack Paket Fisch- Konserven Bratheringe Pf. Dose 47 Pf. Bismarckheringe Dose 47 PL Delikatessheringe Dose 83, Ölsardinen La Rose Ölsardinen Martello Ölsardinen SpezialMarke Dose 52 Pl. 1 Dose 35 Pf. Dose 45 Pf. Dose 65 Ph Französ. Sardinen AmieuxFrèresp.90 Pt. De 1.50 Chancerelles Frères Dose 85 Pf./ Dose 1.40 Früchte in Gläsern Aprikosen Glas 1 Mk.,% Glas 60 Pf. Glas Pfirsiche Frucht 1 Mk., Glas 60 Pf. Reineclauden % Glas 1 MK. ,, Glas 60 Pf. Mirabellen/ Glas 1 Mk.,/, Glas 60 Pf. Melangefrüchte 1, Glas 1 MK., Glas 60 Pf. Johannisbeeren % OSTER- ARTIKEL Schokoladen- Eier garniert Stück 8, 18, 35, 50 Pf. Schokoladen- Hasen Stück 8 Pf. bis 1.25 Mk. Kiebitzeier aus Schokolade Stück 8 Pf. Marzipan- Hasen,-Küken u.-Eier in verschiedenen Gefüllte Konfekt- Eier Stück 45 Pf. bis 5.40 MK. Schokoladeneier mit verschiedenen Füllungen Grössen Glas 1 Mk., Glas 60 Pf. Osterglocken aus Schokolade gefüllt Birnen rot, Frucht , Glas 1 Mk.. 1, Glas 60 Pf. Kirschen rot, mit u. ohne Steine Glas 1 Mk., Glas 60 Pf. Moselwein Porzellan- Eier mit Bronze- Verzierung 45 u. 95 Pf. Glas- Eier mit Bronze- Verzierung 2.85 Mk. Porzellan- Eier mit Kunstguss 45 u.95 Pf. WEIN inkl. Flasche Rheinwein Delikatess- Sülze Dose 80, Dose 45 Pf. Apfelsinen Dtz. 38 u. 50 Pf. Citronen Dtz. 25 u. 35 P Traubenrosinen Pf. Pfund 50Pf. Obermoseler 1904 er Wormeldinger 1903 er Burger 1/ Flasche 55 Pt. Flasche 65 Pf. Flasche 70 Pf. 1902 er Trittenheimer Flasche 80 Pf. 1903 er Alsheimer 1903 or Lorcher ½ Flasche 95 Pt. 1901 er Niersteiner 1½ Flasche 1.10 Mk. 1901 er Rüdesheimer Flasche 1,20 Mk. 1900er Binger Rochusberg, Flasche 1.40 Mk. / Flasche 70 Pf. 1903. Reiler Sorrentberger FL. 1 MK. Bordeauxwein 1901 er Pauillac Flasche 80 Pr 1902er St. Cibard Lussac, Flasche 95 PL 1900er Chât. Larrivaux Cissac 1.10 M. 1901er Chât. La Tour Carnet 1.20 Mk. 1900. Chât. d'Agassac Flasche 1,50 Mk. Deutsche Schaumweine in Deutschland auf Mignon Champagner Kupfer 1.90 Mk. Flaschen gefüllt Mignon Champagner Gold 2.40 Mk. Alleinverkauf der Schokoladenfabrikate von Tobler& Co., Bern. Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 85. 23. Inljroang. 2. iifilMt i>cs Jnroilrts" Cttlinct pitlnimli, 11. April(906. Heute tllittwocl) findet für Berlin und Vororte der Zablabend ftatt. Der Verlauf der Vesuvkataftrophe. Der jüngste Ausbruch des Vesuv hat ganz entsetzliche Folgen für die umliegenden Ortschaften ge- Labt. Tie blübende Kiistenstadd Torre del Greco ist durch die glühenden Lavaströine zerstört. Die Städte Portici, Soinma, Ottajauo, Torciguo, Voscoreale und Torre Annunziata siiiv arg bedroht. Schien es erst, als wenn sich die Lavaströme nur nach der Küstenseite zu ergiesten würden. so ist jetzt der ganze Umkreis de? Vesuv der Vernichtung preis- gegeben. Mit meterhohen Schlacken ist die Vesuvbahn bedeckt. vom Erdboden verjchivunden das Ob- servatorium, auch die Eisenbahn, die von Neapel nach dem Süden führt, ist unterbrochen und Pom- peji, die sorgfältig behütete Stätte römischer Altertümer, scheint zum zweiten Male veniichtet zu werden. Ein dichter heiher Ascheregen hat das ganze Gebiet mit einer schmutzigen, übelriechenden Schicht bedeckt. Die Bevölkerung flieht aus der Umgebung des Berges. Tausende sind obdachlos, ganze Weinbergkulturen sind vernichtet; kurz, das Unglück ist entsetzlich. Dazu ist kein Ende der Eruption abzusehen. Noch immer umlagert den Vesnv eine dichte Ranchwolke, aus der Feuergarben und glühendes Gestein hervorgeschleuderr werden. Auf unserer Karte sind die Richtungen, die die Lavaströine ge- nommen haben, durch schwarze Signaturen gekennzeichnet. Ueber den Ausbruch des Besuv liegen heute folgende Nachrichten vor: In San Giuseppe dOttaiano ist das Dach der Kirche ein- gestürzt, während die Bevölkerung einer kirchlichen Feier beiwohnte. Bisher sind 49 Leiche» unter den Trümmern hervorgezogen worden. Neapel, 10. April. Infolge der niedergegangenen Asche- und Sandmengen stürzte heute früh das Dach der Monte Oliveto-Markr Halle ein und zerstörte die ganze Halle. Bis jetzt(lO'/a vormittags) sind 7 Tote und 79 Verwundete unter den Trümmern hervorgeschafft worden. Eine spätere Nachricht besagt: Die Markthalle auf dem Monte Oliveto bildet nur noch einen Trümmerhaufen. Bis heute mittag zählte man 19 Tote und etwa 199 Verletzte. Die Menge, die den Schauplatz des Unglücks umdrängt, kann durch die Schutzketteil der Karabimeri nur mit Mühe zurückgehalten werden. Die Rettungs- arbeiten sind in vollem Gange. Aerzte, Karabinieri, Feuerwehr leute, Munizipalgarden, Polizisten und Arsenalarbeiter nehmen daran teil. Der Herzog und die Herzogin von Aosta besuchten die Unglücksstätte und begaben sich dann in das Pellegrini Krankenhaus, um die zahlreichen Verletzten zu besuchen. Man geht daran, die meisten Häuser in der Umgebung der eingestürzten Markt halle zu räumen, weil man Gefahr fürchtet.— Der Vesuv ist in Ruhe. Durch die klare Luft erblickt man den Mittelkrater. Er ist fast rauchlos, während den tiefer gelegeneren Kratern noch immer große Rauchnrengen entströmen. Neapel, 19. April. Alle Züge treffen hier mit 3— 4stiindiger Verspätung ein. Die Bevölkerung in Neapel hat sich von der Panik wieder erholt. Die Hauptstraßen find zum Teil gesäubert, doch sind Teile noch mit Asche bedeckt. Das Wetter ist seit gestern morgen schön. Der Zufall, daß der Umschwung des Wetters und der teil- Iveise Stillstand der Lava begann, als das Königspaar iu, Auto mobil in Torre Annunziata eintraf, wird von der abergläubischen Bevölkerung als gutes Zeichen genommen.(„Frkf. Z.") Die Abgeordneten von Neapel haben bei der Negierung darauf hingewiesen, möglichst schnell Baracken bauen zu lassen, bannt sich die traurigen Zustände anläßlich deS Erdbebens in Kalabrien nicht wiederholen. Die italienische Regierung hat bereits eine große An zahl von Zelten den Flüchtigen zur Verfügung gestellt. Das„Berliner Tageblatt" erhält von einem Berichterstatter folgendes Stimmungsbild aus Neapel:„Die Nacht verlief ruhig. Der Aschenregen hat aufgehört, heute früh säubert eine Menge von Straßenkehrern die Straßen, die den Eindruck einer deutschen Stadt nach einem Schneefall mache». Ueberall sind Aschenhaufen in Reih und Glied zusammengekehrt und die Straßen sind wieder passierbar. Ueber dem Vesnv schwebt ein ungeheuer zyklopisch geformter Wolken- berg. Dieser ist aber nur von Caserta bei der Ankunft in Neapel sichtbar, von Neapel aus sieht man von dem Vesuv überhaupt fast nichts, die ganze Szenerie oes GebirgsstockeS wie die des sonst so lachenden GolfeS ist hinter undurchdringlichem, schwarzein Schleier verborgen. Das Volk hat sich beruhigt. Der unterirdische Donner war heute nacht seltener, auch die Feuerericheinungen wurden schwächer. Alle Vegetation Neapels ist vernichtet. Die Bäume tragen die graue Farbe der Silberpappel. � Nach den Einzelheiten, die aus den Tagen des«chreckens jetzt noch bekannt werden, hätten viele Menschen, die umgekominen sind, sich retten können; allein der religiöse Aberglaube ließ sie den Lava- und Aschemassen zum Opfer fallen. Trotz der Warnungen der Behörden und der Aufforderung, das Heil in der Flucht zu suchen, weigerten sich zahlreiche Bewohner, namentlich Frauen, ungeachtet der großen Lebensgefahr, in der sie schwebten, ihre Wohnungen zn verlassen. Hunderte und hunderte zogen es bor, sich in die Kirchen zurückzuziehen und dort in brünstigem Gebet von dem Schutzpatron Rettung zu erflehen. In mehreren Ortschaften mußte das Militär die Einwohner mit Gewalt aus den Kirchen treiben, um sie vor sicherem Tode zu bewahren. Dabei kam eS häufig zu heftigen Zusammenstößen mit dein Militär, da namentlich die Frauen sich wie Rasende gebärdcten und de» An- ordnungen der Soldaten gewaltsamen Widerstand entgegensetzten, Die Stimmung der Bevölkerung kennzeichnet sich durch folgenden Vorfall: Beim Herannahen der Lavamassen stellte sich ein Priester mit dem Tabernakel in der Hand der Lava entgegen, um ihr Halt zu gebieten. Umsonst! Die Lava drang unaufhaltsam vorwärts, und der Priester mit dem Volk trat eiligst den Rückzug an, um den Beschwörnngsversuch zu wiederholen. Als aber der Lavastrom sich durchaus nicht aufhalten ließ, stellten die Weiber den Grund des mißlungenen BeschwöningsversuckieS fest: das GlaS deS Neinen Taber- nakels war zerbrochen, und die Madonna konnte deshalb das Wunder nicht tun l Auch gestem dauerte in Neapel die religiöse Raserei den ganzen Tag über an. Gegen huitderttansend Flüchtlinge auS der Umgebung schließen sich den Prozessionen an. Die Aerinsten, die in Lumpen gehen und nichts gerettet haben als das nackte Leben, machen einen unsäglich jammervollen Eindruck. In allen Gassen, ans allen Plätzen begegnet man diesen Prozcssioiie» des Elends und der Ignoranz. Man wähnt sich in das finsterste Mittelalter versetzt, in jene Zeiten, da die Wahn- sinnigen Brüderschaften der Flagellanten die Lande durchzogen. Die Weiber haben vor Schreie», Wimmern und Beten keine Stimme mehr und die Männer folgen mit stierem Gesichtsausdrncke den vor- ausgetragenen Kreuzen und so schleppen sich die Tausende und Aber- tausende von Wesen, die nichts Menschliches mehr an sich haben, mit Aechzen und Stöhnen durch den Lavaschlanim Neapels. lim den zürnenden Himmel ganz bestimmt zu versöhnen, läßt der Erzbischof nmmiehr im Dom die durch das Blcctwunder bekannte Theke mit dem Blute deS heiligen Januarius ausstellen. Eine un- endliche Menge Volkes staut sich beständig vor der wundertätigen Phiole, aber trotz allen Flehens wollte daS rettende Blut bisher nicht kochen. «»» Auf Antrag des französischen Minister? des Aeußern und der Marine beschloß der französische Minister- rat, unverzüglich eine Abteilung des Mittel meer- gesch waders nach Neapel zu entsenden, um der durch den Ausbruch des Vesuvs heimgesuchten Bevölkerung Hülse zu leisten. * Weitere Depeschen aus Neapel melden: Der Direktor deS Vesuv- observatorinms telegraphiert: Die letzte Nacht verging ruhig, trotz mehrerer von Zeit zu Zeit vorgekommenen stärkeren Eruptionen. Heute früh 4 Uhr wurden die Explosionen wieder heftiger. Die seismischen Instrumente des Observatoriums zeigen sehr lebhafte Unruhe im Erdinnern an. In San Giuseppe Vefuviano sind weitere 26 Tote auS den Trümmern der Kirche hervorgezogen, mit den schon früher aufgefundenen 53 Toten zusammen also 79 Tote. Der Präfekt hat den Bürgermeister von San Guiseppe seines Amtes enthoben, weil er seinen Platz verlassen und auch versäumt hatte, den vorgesetzten Behörden von der Katastrophe Bericht zu erstatten. Ottajauo ist völlig zerstört, ein großer Teil der Bevölkerung hat sich geflüchtet; die Zahl der unter den Trümmern begrabenen wird auf 299 geschätzt. Viele schwer Verwundete, welche in die Wagen der Besuvbahn gebracht wurden, können wegen Mangel an Transportmitteln nicht befördert werden. Man trifft Maßnahmen, die Verwundeten nach Sonuna zu bringen, wo die Eisenbahn wieder verkehrt. Die Flüchtlinge aus Torre Annunziata verlassen jetzt Castellamare, wo die flüchtigen Einwohner von Torre del Greco eintreffen. Die Behörden von Castellamare haben um Hülfe gebeten, um den zahlreichen Fliicht liugcn Unterhalt gewähren zu können. Partei-)Zngelegenkeiten. Dritter Wahlkreis. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Karfteitag eine Herrenpartie nach den Nüdersdorfer Kalkbergen statt findet. Abfahrt früh 7 Uhr vom Schlesischen Bahnhof nach Erkner; Treffpunkt daselbst im GesellschaftshauS fJnhabcr Dcgebrodt). Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Charlottenburg. Die Mitglieder des Wahlvercins werden hier mit auf den am dritten Osterfeiertag, abends 7 Uhr, stattfindenden Unterhaltungsabend hingewiesen. Billetts a 39 Pf. find heute abend in den Zahlabendcn der einzelnen Bezirke sowie in den mit Plakaten versehenen Lokalen zu haben. Gleichzeitig ersuchen wir die Genossen, ihre alten Mitgliedsbücher, soweit dieselben noch nicht an den Be- zirksführer abgeliefert sind, demselben zum cheutigcn Zahlabend mit- zubringen.__ ßerlincr)Nacbncbtm Matinee» sind zu den Osterfeiertagcn von einer Reihe von Partei- organisationen arrangiert. Diese von der Partei ausgehenden Veranstaltungen sind eigentlich schon recht alten Datums, schon unterm Sozialistengesetz kannte man sie. Damals, als alle sozialdemokratischen Vereine zerstört waren, mußten die Matineen herhalten, um �die so dringend benötigten Mittel zur Unterstützung der dem Schandgesetz zum Opfer Gefallenen bezw. deren Familien heranzuschaffen. Es fand sich immer ein geselliger Verein, Gesangverein, RauchNub und wie die Vereine hießen, der eine Matinee veranstaltete, deren Ertrag für einen wohltäftgen Zweck bestimmt war. Daß dieser wohltätige Zweck in der Unterstützung der Opfer des Sozialistengesetzes bestand, haben wir eben 'chon gesagt. Heute sind diese Schwierigkeiten überwunden und sind diese Veranstaltungen ganz offen mit dem Stempel der Parteiorganisationen versehen. Für ein verhältnismäßig billiges Entree(20—30 Pf. pro Person) werden den Besuchern ein Konzert und Gesangsaufführungen geboten, die sich getrost neben so manchem anderen Gebotenen sehen lassen können. Das Entree kann auch nur deshalb so niedrig bemessen werden, weil auf Massenbesuch gerechnet wird. Zum Sonntag, den ersten und Montag, den zweiten Osterfeiertag haben einzelne Organisationen sich großer Säle versichert, in denen diese Matineen stattfinden.. Am Sonntag, den 1. Feiertag findet eme solche für den 3. Wahlkreis bei Buggenhagen am Moritzplatz(im großen Saal) statt... Der 4. Wahlkreis hat am 1. Feiertag zwei Matmeen arrangiert. Die Lokale sind: K o n z e r t h a u s S a n s s o u c i. Kottbuserstr. 4s. und Kellers F e st s ä l e. Koppenstraße 29. Am Biontag, den 2. Feiertag finden folgende Veranstaltungen ,tatt 2. Wahlkreis in der Berliner B ockbrauerei(Tempel- hoker Berg). 6. Wahlkreis. Neun Matineen und zwar für die einzelnen Vorstädte: Schönhauser Vorstadt. In den Gesamtraumen der Brauerei König st adt, Schönhauser Allee 19, und Fröbels Allerlei-Theater, Schönhauser Allee 148. Ora nie ii burger Vor st adt. Germania-Fest- s ä l e(Großer Saal), Chausseestr. 193. Rose n thaler Vorstadt und Gesundbrunnen. Ballschmieders Kastanienwäldchen, Badstraße 16. Bernhard Rose-Theater, Badstr. 58. Schirms Fest- säle, Badstr. 19. W e d d i n g. Feldschlößchen, Müllerstr. 142. Moabit. M o a b i t e r GesellschaftshauS, Wiclef- straße 24, und Brauerei Patzenhofer, Turmstr. 25—26. Lichtenberg. Montag, den 16. April(2. Osterfeiertag): Große Matinee inGebr. Arnholds„Schwarzem Adler". Frank- furter Chaussee 5/6. Der Beginn dieser Veranstaltungen ist überall auf 12 Uhr mittags festgesetzt. In Schöncberg veranstaltet der sozialdemokratische Wahlverein am Sonntag, den 15. April(1. Osterfeiertag), in ObstS Fest- f ä l e n, Meiningerstr. 8, sein Ostervergnügen, für das der Anfang r s>>sw->>-i>�-st. auf 5 Uhr feite.- Hartnäckige Kranke. Die Berliner Kranken hausnot wird ja nun durch die für den Sommer in Aussicht stehende Eröffnung eines ersten Teiles des neuen Birchow-Krankenhauscs bis auf weiteres behoben werden. Zeit wird's! Denn die Zustände, die infolge des in den Krankenhäusern Berlins herrschenden Platzmangels sich heraus- gebildet hatten, mutzten schon seit Jahren als geradezu skandalös bezeichnet werden. In dem Winter von 1995 zu 1996 war eS nicht ganz so arg, wie in dem vorhergehenden. Aber schlimm genug war es auch jetzt noch. Die Abweisungen Kranker gingen in diesem Winterhalbjahr wieder in die Hunderte und Tausende. In der letzten Stadtverordnetensitzung wurde von unserem Genossen Dr. Wehl daraus hingewiesen, daß eine von der städtischen Krankenhausverwaltung aufgestellte Statistik nicht weniger als 2331 Abweisungen aufzählt, die allein in den vier Monaten Oktober bis Januar in den städtischen Krankenhäusern vorkamen. Dar- unter seien, daS hob der sozialdemokratische Redner hervor, 575 Fälle gewesen, in denen lediglich wegen Platzmangel Abweisung erfolgen muhte. Oberbürgermeister Kirschner er- widerte, es sei aber in diesen vier Monaten niemals ein „ernstlich Erkrankter" wegen Platzmangel abgewiesen worden. In den 575 Fällen sei der Zustand der Kranken so ge- wesen, datz man sie abweisen durfte, um für dringendere Fälle Platz zu behalten. Uns liegt jetzt die Statistik vor. Sie zeigt aufs neue, datz es für jeden nicht völlig Eingeweihten unmöglich ist. aus den Sta- tistiken der Verwaltung und den Erklärungen des Magistrats sich ein sicheres Bild davon zu machen, wie es eigentlich um den Platz- mangel in den Krankenhäusern steht. Wiederholt ist im Rathause versichert worden, alle Nachrichten über Abweisung ernstlich Kranker seien falsch. Wenn die Auskunft ge- geben werde, man habe kein Bett mehr frei, so sei das nicht wärt- lich zu nehmen. Es handle sich dann eben um einen leichten Fall, den man abweise, um die noch freien Betten für noch schwerere Fälle zur Verfügung zu haben. Man sieht: gegenüber diesen Aus- künften und den damit begründeten Abweisungen, diesen Statistiken und den dazu gegebenen Erklärungen ist ein gewöhnlicher Sterb- licher ebenso hülflos. wie gegenüber dem mit doppeltem Boden ausgerüsteten Apparat eines Taschenspielers. Auch aus der a l l e r n e u e st e n S t a t i st i k werden wir nicht klug, wenn wir daneben die Erklärung des Oberbürgermeisters halten. Dort sind die 2331 Abweisungen so eingeteilt:„ohne Auf- nahmepapiere" 259,„nicht dringend" 929,„kein Platz" 575,„nicht geeignet" 476,„Trunkenheit" 56,„von autzerhalb" 36. Herr Kirschner sagt, die 575 Fälle seien nicht so dringend gewesen, wie andere, auf die man gerüstet sein wollte. Aber, verehrter Herr Oberbürgermeister, die Statistik spricht doch von 929„nicht drin- genden" Fällen und daneben noch von 575, wo„kein Platz" vor- handen war! Wir wollen hier offen bekennen, datz uns sogar die in der Statistik als„nicht dringend" bezeichneten 929 Fälle nicht sämtlich zweifelsohne erscheinen. Woher kommt es, datz im Oktober, No- vember, Dezember nur 187, 151, 181 Fälle, aber im Januar Plötz- lich 419 Fälle als„nicht dringend" erkannt wurden. Da könnte man fast zu der Vermutung gelangen, datz im Januar, wo all- jährlich der Zudrang zu den Krankenhäusern steigt, der Begriff „nicht dringend" im Hinblick auf den immer fühlbarer werdenden Platzmangel bewußt oder unbewußt, noch weiter gefaßt worden ist, weil man sich des Zudranges nicht zu erwehren vermochte. Es ist leicht möglich, datz von den 419„nicht drin- genden" Fällen des Januar 299 so waren, datz sie unter anderen Verhältnissen in der Rubrik„kein Platz" gebucht worden wären. Aber der Herr Oberbürgermeister meint freilich, daß das auf das- selbe hinauskommt, da ja auch die Fälle der Rubrik„kein Platz" eigentlich„nicht dringend" seien. Es gibt übrigens Personen, die so hartnäckig krank sein wollen, daß man sie sogar durch Abweisung schwer loS wird. Viele müssen wiederholt abgewiesen werden. Manche kapieren es selbst nach der zweiten Abweisung noch nicht, datz in den städtischen Krankenhäusern„kein ernstlich Erkrankter abgewiesen" wird. Sie lassen es auf eine dritte, ja auf eine vierte und fünfte Abweisung ankommen. In den vier Monaten wurden 164 Per- sonen mehrfach abgewiesen, davon 139 zweimal, 21 dreimal, 2 vier- mal, 2 fünfmal. So lange dauert es bei manchen Leuten, bis es endlich Licht wird in ihren dicken Schädeln und sie sich als gesund erkennen._ Die Störche find da. Früher als sonst sind in diesem Jahre die Störche in der Umgebung Berlins eingetroffen. Mit freudigem Geklapper ließen sich die ersten am Montag in den nördlich von Berlin belegenen Dörfern nieder, um sofort mit dem Ausbau ihrer Rester zu beginnen, die Sturm und Wetter in dem letzten Winter besonders arg zugerichtet haben. Oft wird bezweifelt, daß die Störche in jedem Jahre denselben Ort und dasselbe Nest auf- suchen. Einen Belveis fiir die Richtigkeit dieser Behauptung haben die Bewohner des hinter Reinickendorf belegenen Ortes Mühlenbeck. Nach dem Dorfe kommt bereits seit einer Reihe von Jahren immer derselbe Storch, der durch ein lahmes Bein, das beim Fluge des Vogels senkrecht herunterhängt, besonders auffällt.„Es bleibt schön Wetter, Hans ist schon da," sagen die Miihleubecker. Auch in den westlichen Vororten haben sich bereits mehrere Storchpaare niedergelassen. Der Nutzertrag der Grundstücke Berlins, soweit sie gemeinde- grundsteuerpflichtig sind, wird für das Etatjahr 1805/06 vorläufig auf etwa Millionen Mark berechnet, das sind 7 Millionen Mark mehr als im Etatjahr 1904/05. Der jährliche Zuwachs ist jetzt nicht mehr so bedeutend, wie er in den vorhergehenden Jahren gewesen war. So war im Etatjahr 1901/02 der Nutzertrag um etwa 139i Millionen Mark gestiegen, und das Etatjähr 1902/03 hatte sogar ein Mehr von etwa n% Millionen Mark gebracht. Aber in 1903/04 ermäßigte sich der Zuwachs wieder auf 14 Millionen, in 1904/05 stellte er sich auf OV} Millionen, und für 1905/00 beträgt ekz wie oben angegeben, nur noch 7 Millionen Mark. Im n«urn Arbeiterinnenheim III, Kottbuser Ufer 33, fand am vergangenen Sonntag die Einweihungsfeier statt, zu der die Stammgäste der Heime Brückcnstraße 8 und Usedomstraße 7 geladen worden und zahlreich erschienen waren. Die Feier wurde durch ein Chorlied eingeleitet, dann wurde ein Prolog gesprochen, dem einige Aufführungen folgten. Nach eingehender Besichtigung der Schlaf- und Wohnzimmer des Heims versammelten sich die Gäste zum gemeinsamen Abendessen und später zum fröhlichen Tanz. Das Heim wird in derselben Art geleitet wie die beiden anderen und ist mittags 12—2 Uhr(Mittagstisch zu 30 und 20 Pf.) und abends 0—10 Uhr geöffnet. Die Oberammergauer Passionsspiele sind Lustbarkeiten. Von einem merkwürdigen Polizeiverbot ist die Direktion der Ober- ammergauer Passionsspiele betroffen worden. Das Polizei- Präsidium hat die Vorführung der Oberammergauer Passions- spiele, die allabendlich in der Philharmonie stattfindet, für den Karfreitag verboten, und zwar auf Grund des Paragraphen 12 der Polizeibestimmungen. Die polizeiliche Bekanntgabe hat fol- genden Wortlaut: „Dem Antrage vom 29. Januar dieses Jahres, Ihnen am Karfreitag, den 13. April, die Vorführung von Projektionsbildern der Oberammergauer Passionsspiele in der Philharmonie zu ge- statten, vermag ich nicht zu entsprechen, da derartige Vorführungen als am Karfreitag nicht zulässige Lustbarkeiten im Sinne des§ 12 der Polizeibestimmung vom 27. März 1903 angesehen werden müssen. I. A.: Glaseuapp." Gegen dies Verbot hatte die Direktion Beschwerde bei dem Regierungspräsidenten eingelegt unter Hinweis darauf, daß die tiefernsten, religiösen Vorführungen keineswegs als Lustbarkeiten zu betrachten seien, daß sie vielmehr voll und ganz der Würde des Tages entsprechen und demgemäß auch andere Polizeiverwaltungen die Aufführung der Passionsspiele am Karfreitag, wie beispiels- weise in Hannover, ohne weiteres gestatten. Der Regierungs- Präsident hat sich jedoch der Auffassung der Berliner Polizei, daß religiöse Vorführungen und kirchliche Gesänge Lustbarkeiten seien, angeschlossen und das Verbot bestätigt. Aus dem Straßengetriebe. Einsolgens ch w erer Zusammen st oß eines Straßen- bahnwagens mit einem Schlächtcrfuhrlverk fand vorgestern abend gegen 7 Uhr in der Chausseestratze statt. Der mit einem Pferde bespannte Schlächterwagen der Firma Adolf Hacker, Schöneberg, Gothcnstraße 15, welcher von dem Eigentümer selbst geführt wurde. fuhr in scharfer Gangart, von Tegel kommend, die Chausseestraße entlang und wollte vor dem Hause Nr. 07 einem vor ihm fahrenden Omnibus ausweichen. Ohne die Geschwindigkeit zu mindern, bog Hacker mit seinem Gefährt um den Omnibus herum, fuhr auf das Straßenbahngleis und mit solcher Gewalt gegen die Vorderplatt- form des aus entgegengesetzter Richtung kommenden Straßenbahn- Wagens Nr. 1918 der Linie 20E, daß Hacker und der neben ihm sitzende Kutscher Marhold, Schmargendorf, Breitestraße 24, wohn- Haft, auf den Straßendamm geschleudert wurden. Marhold erlitt eine Gehirnerschütterung und Bluterguß ins Gehirn, Hacker eine stark blutende Wunde am Hinterkopf und anscheinend innere Ver- letzungen. Die beiden Verunglückten wurden mittels Droschke nach der Unfallstation in der Lindowerstraße gebracht und H. von dort nach seiner Wohnung, M. nach einem Krankenhause übergeführt. Vom Straßenbahnwagen abgestürzt ist vorgestern abend gegen%8 Uhr in der Ackerstratze ein etwa 35jähriger un- bekannter Mann, welcher einen Straßenbahnwagen der Linie 31 benutzt hatte. Der anscheinend dem Arbeiterstande angehörige Mann stand auf der Vorderplattform des Anhängewagens des Straßenbahnzuges und stürzte plötzlich in der Nähe der Bernauer- straßc, vermutlich von einem Ohnmachtsanfall ergriffen, auf den Fahrdamm hinab. Der Unbekannte, welcher eine Arterien- Verletzung am Kopfe und anscheinend auch Gehirnerschütterung er- litten hatte, wurde in besinnungslosem Zustande nach dem Lazarus- Krankenhause übergeführt. In der Stettiner st raße wurde der neunjährige Schüler Willi Rex, dessen Eltern Stettinerstroße 25 wohnen, beim Spielen auf der Straße von einem Radfahrer überfahren und schwer verletzt. Der Knabe wollte einem Automobil ausweichen und rannte dabei seitlich gegen einen Radfahrer. R. wurde mit solcher Gewalt gegen die Bordschwelle geschleudert, daß er bewußt- loS nach der Unfallstation in der Badstraße gebracht werden mußte. Er hatte eine tiefe Knochenwunde, Arm- und Oberschenkel- quetschungen, sowie innere Verletzungen erlitten. An der Ecke der Koch- und Wilhelm st raße wurde der zehnjährige Karl Nawrath aus der Friedrichstraße 214 von einem Omnibus überfahren. Das schwere Vorderrad ging dem Aermsten über den Oberkörper hinweg, und in bedenklichem Zustande mußte N. in das Krankenhaus am Urban eingeliefert werden. Ein tödlicher Unglücksfall trug sich in dem Auto- mobilomnibusbetrieb zu. In der Chausseestraße überschritt ein Passant noch kurz vor dem Herannahen eines Automobilomnibusses den Fahrdamm, wurde umgerissen und so unglücklich überfahren, daß er bald nach der Einlieferung im Krankenhause an den Folgen der erlittenen Verletzungen starb. Die Leiche des unbekannten Toten ist zur Rekognoszierung' nach dem Schauhause gebracht worden. Eine umfangreiche Razzia fand gestern vormittag im Zentrum und Norden statt, wo gleichzeitig eine größere Anzahl Kaschemmen ausgehoben wurden. Um 10 Uhr tvurden durch ein bedeutendes Polizeiaufgebot aus den verschiedenen Revieren die Kaschemmen in der Neuen Schönhauser-, Weinmeister-, Linien-, Rückerstraße, Aleranderplatz, wie auch das Volksspeisehaus in der Neuen Schön- hauserstraße polizeilich besetzt. In verschiedenen Lokalen befanden sich auch zahlreiche Gaste, die, den Charakter der Gastwirtschaften nicht kennend, zufällig in dieselben hineingeraten waren. Aus diesem Grunde wurden solche Personen, die sich einwandSfrei zu legitimieren vermochten, von der Sistierung ausgeschlossen, wäh- rend die übrigen in geschlossenen Zügen den Weg nach der Polizei- wache antreten mußten. Insgesamt wurden etwa 200 Personen sistiert, unter denen sich auch eine Anzahl Individuen befand, die später nach dem Präsidium eingeliefert wurden. Ein etwa zwanzig- jähriger Bursche, der sich in einem Lokale in der Neuen Schön- hauserstraße befand und sich nicht zu legitimieren vermochte, setzte seiner Sistierung heftigen Widerstand entgegen. Er wurde schließlich geknebelt nach der Polizeiwache gebracht und, da auch hier seine Personalfeststellung nicht erfolgen konnte» nach dem Polizeivräsidium überführt, Unter den Linden spaziere» zu gehe», ist fiir Leute, die nicht ausschließlich höfischer Ovationen wegen dorthin gehen, manchmal eine heikle Sache. Unter den Linden erfährt nian erst, was sich für einen loyalen„Untertanen" oder sagen wir richtiger, Staatsbürger— denn Untertanen gibt's heute nicht mehr— schickt. Wer nicht weiß, wie er sich in dieser Beziehung zu benehmen hat, muß unter die Linden gehen, dort erfährt er's und zwar direkt von der Polizei. Aber hinsetzen muß er sich und zwar auf einer der Bänke, die dort vom Berliner Magistrat aufgestellt sind und so aufgestellt sind, daß mau sich nicht anlehnen kann, denn diese Baute entbehren der Lehnen. Ein Mitarbeiter der„Volks-Zeitung" schildert sein Er- lebuis so: „Heute früh O'/i Uhr ging ich die Straße Unter den Linden ent- lang. Um ein wenig zu ruhen, nahm ich auf einer der berühmten Bänke ohne Lehne Platz, wo schon mehrere andere Passanten saßen. Alsbald trat der in der Nähe der Bank stehende Schutzmann herzu und forderte mich nebst den anderen Bankbenutzern auf, aufzustehen und zwei Meter zurückzutreten. Auf die Frage nach dem Warum dieser Anordnung entgegnete der Schutzmann: Weil Seine Majestät kommen. Kurz darauf passierte der Kaiser zu Pferde mit Gefolge den Reitweg der Straße in der Richtung nach dem Schlosse. In dem ganzen Straßenzuge, soweit er mit Bänken bestellt ist, war an jeder Bank ein Schutzmann in Uniform postiert. Ueberall erging von diesem aus an die auf den Baken Sitzenden beim Herannahen des Kaisers der Wunsch(oder der Befehl?) sich zu erheben und sich zwei Meter rückwärts zu konzen- trieren. Auf meine Frage an einen Mann, den ich für einen Geheim- Polizisten hielt, was zu dieser neuen Polizeitaktik Anlaß gebe, wurde mir erwidert: Da wiederholt Personen, vermutlich Sozialdemokraten. bei der Annäherung des Kaisers sitzen geblieben seien, so werde die gegenwärtige Praxis befolgt...." Die„Volks-Zeitung" bemerkt zu dieser polizeilichen Aufforderung: „Ohne Zweifel wird durch dieses Eingreifen der Polizei in die Technik der Loyalitätsbezeuguug der Bevölkerung das eine bewirkt, daß das Publikum beim Vorbeireiten oder Vorbeifahren des Kaisers einen tadellos loyalen Eindruck macht. Allerdings erwächst der riesigen Anzahl von uniformierten und geheimen Schutzleuten, die bei der„Streckenbesetzung" Unter den Linden und im Tiergarten bei Ausritten des Kaisers aufgeboten wird, durch die Durchführung der Maßregel„Aufstehen, zwei Meter zurück" eine vermehrte Arbeit. Aber es wird dadurch auch unter die harmlosen Spaziergänger ein militärischer Zug ge- bracht, der immerhin eine gewisse Gleichartigkeit des polizeilich überwachten Ovationsverfahrens verbürgt. Doch gestatten wir uns einen leisen Zweifel daran, daß es nur Sozialdemokraten waren, die den Platz, den sie einmal eingenommen hatten, besetzt hielten, auch wenn plötzlich der Kaiser vorüberritt. Denn es gibt in Berlin eine ganze Menge von Menschen, die, wenn sie sich Unter den Linden einen Augenblick zur Ruhe niederlassen, nicht wissen, ob und wann der Kaiser vor- überkommt, die auch den Kaiser nicht erkennen, wenn er in einer Gruppe von mehreren anderen Offizieren herangeritten kommt. Es ist nicht immer demonstrativer Republikanismus oder böser Wille, wenn ein Einheimischer oder ein Fremder nicht sofort aufspringt und den Hut abnimmt, sobald der Kaiser vorbeisprengt oder vorbeifährt. Im allgemeinen bedarf es in Berlin gegenüber den Loyalitälsbezeugungen des Publikunis keinerlei Nachhülfe durch die Polizei. Oft wird in Berlin von einem Teile der Bevölkerung sogar lieber eine leere Hofequipage mit größtem Respekt begrüßt, ehe man riskiert, irgend ein Mit- glied des königlichen Hauses nicht zu grüßen, das zufällig in der Kutsche fitzen könnte." Unseres Erachtens ist die Polizei nicht berechtigt, eine Auf- forderung wie die oben erwähnte ergehen zu lassen und es dürfte ihr verteufelt schwer fallen, irgend eine Bestimiimng herauszufinden, auf Grund deren sie solches Recht herleiten könnte. Die Städte- ordnuug gibt jedem Einwohner das Recht, die Einrichtungen der Stadt, einschließlich der Straßen zu benutzen. Der leider vom Kammergericht— insbesondere Streikposten gegenüber— oft betätigte Rechtsirrtum, ein Schutzmann und seine selbst irrige Ansicht stehen höher als Richter und Gesetz, mutz allerdings dazu aelangeig unter Umständen alle Einrichtungen der Stadt ihrem Zweck zu ent- ziehen. Wenn das Sitzenbleiben etwa eine Achtunasverletzung oder gar eine Beleidigung des Monarchen sein soll, so ist schlechterdings mcht zu verstehen, wie in dem(erzwungenen) Aufstehen oder Zurücktreten eine Achtung oder eine Ehrung erblickt werden kann. Was nun die Behauptung anbelangt, daß wiederholt Personen, vermutlich Sozialdemokraten bei Annäherung des Kaisers sitzen ge- blieben seien, so mag das, soweit Sozialdemokraten in Frage kommen, nur in sehr bedingter Weise zutreffen. Gewiß erkennen diese keine Pflicht an, vor jeder Hofequipage Bücklinge zu machen; sie haben aber auch wirklich mehr zu tun. als sich ausgesucht zu der Zeit, in der der Kaiser die Linden passiert, qjtentativ auf die Bänke Unter den Linden zu setzen. Die übergroße Masse derjenigen, die zur Sozialdemokratie gehört, ist genötigt, tagtäglich schwer zu arbeiten, um nur das ver- dienen zu können, was sie notwendig zum Lebensunterhalt braucht. Da bleibt keine Zeit übrig, um vormittags Unter den Linden spazieren gehen zu können. Fensterputzer-Tod. Gestern abend gegen 0 Uhr stürzte ans dem zweiten Stockwerke des Eckhauses der Lmden- und Oranienstraße, wo sich die Schürzenfabrik von Färber befindet, ein Fensterputzer herab. Er wurde sofort in einer Droschke nach der Unfallstatton in der Alexandrinenstraße gebracht. Aber alle Hülse war vergeblich. Er hatte einen Schädelbruch erlitten, der den Tod sofort herbei- führte. Namen und Wohnung des Verunglückten wußte keiner. Die Ursache des Unfalls konnte noch nicht festgestellt werden. Die Leiter, auf der der Mann stand, fiel mit ihm herab und lag zerbrochen auf dem Pflaster. Vielleicht ist sie morsch oder schadhaft gewesen. Zwei Wagen der Feuerwehr kamen, um Hülfe zu leisten, als man mit dem Verunglückten davonfuhr. Roch immer nicht ermittelt ist die Person desjenigen unbekannten, zirka 45 Jahre alten Mannes, ivelcher am 12. März im städnschen Obdach in der Fröbelstratze tot aufgefunden wurde. Der Unbekannte war 1,76 Meter groß und von kräftiger Statur, hatte blondes Kopf- haar und ebensolchen starken Schnurrbart, angehende Glatze, blaue Augen, große breite Nase, längliches Gesicht und blaßrote Gesichts- färbe. Die Zähne im Oberkiefer waren schlecht. Kennzeichen: lmke Ohrmuschel verkrüppelt, kleine Narben aus der linken Stirnseite. zwei kleine Narben in der rechten Schläfengegend. Bekleidet war derselbe mit schwarzem. steifein Hut mit schwarzem Futter, darin die Firma:„Adolf Feiner, Stettin", Trikotunterhosen und Hemd. darüber ein leinenes Hemd, vorn die Buch- staben G. N. 9 rot gezeichnet, grauen Strümpfen, schwarzen Schnür- stiefeln und schwarzweißem Halstuch. Bei der Leiche wurde vor- gefunden ein rotes Taschentuch, ein braunledernes Klapportemonnaie mit 10 Pf. Inhalt, ein Taschenmesser mit brauner Holzfchale, zwei Klingen und Korkzieher, ein Pfandschein Nr. 570. ausgestellt von dein Pfandleiher Solomon Löwenthal am 9. 3. 06, über einen versetzten Ueberzieher, auf den Namen Händler Karl Schünemann lautend, Waisen st raße 2 wohn« hast. Dieser hat sich nicht ermitteln lassen. Personen, welche diesen Echünemann gekannt oder welche überhaupt Angaben zur Sache machen können, werden gebeten, dies der Kriminalpolizei oder einem Polizeirevier zu den Alten: 1901 IV 41. 00 mitzuteilen. Photographie der Leiche sowie Proben der Kleidungsstücke können bei der Kriminalpolizei. Zimmer 320, 2 Treppen, besichtigt werden. Der maskierte„Leutnant". Im Norden der Stadt hatte sich vor einigen Tagen ein junger Mann in einer Familie als Leutnant im 40. Infanterieregiment eingeführt und mit der Tochter des Hauses ein Liebesverhältnis angeknüpft. Eines Tages erschien er auch in Uniform, angeblich mit Urlaub von Posen. Einem Ver- wandten der Familie, der zufällig anwefend war, fiel es auf, daß die Uniform stark abgetragen war. Er konnte sich nicht denken, daß ein junger Offizier in solcher Kleidung auf die Brautwerbung gehe, und ließ den„Leutnant" feststellen. Dieser entpuppte sich jetzt als ein 21 Jahre alter Vermessungstechniker Sch. auS Posert, der mit den Verhältnissen des 40. Regiments gut Bescheid wußte. Der junge Mann war seinem Vater aus Posen entlaufen, hatte in Berlin in Hotels gewohnt und war dort die Rechnung schuldig geblieben. Um auf das junge Mädchen mehr Eindruck zu machen, hatte er sich in einem Maskengeschäft Jntcrimsunisorm und Degen gekauft. Der Entlarvte wurde wegen Heiratsschwindel und Zech- Prellerei in Untersuchungshaft genommen. Wegen eines großen Waldbrandes wurden am Montagnachmittag die Wehren von Schildow, Glienicke und Hermsdorf alarmiert. Es brannte zwischen Hermsdorf und Glienicke eine Schonung. Ob- gleich sofort durch Aufwerfen von Sand, Ziehen von Gräben usw. geeignete Löscharbeiten vorgenommen wurden, konnten die Flammen erst nach längerer Zeit auf die Schonung beschränkt werden. Ein etwa 4 Morgen großes Terrain ist vollständig kahl gebrannt. Apollo-Theater. Ein Märchcnspiel von Tellheim, betitelt „Elsentücke", zu welchem Kapellmeister Adolf Ferron die Musik ge« schrieben hat, geht am Gründonnerstag zum ersten Male im Apollo» Theater in Szene. Die erste Wiederholung findet am Sonnabend, den 14. d, Mts. statt. Im Berliner Zoologischen Garten ist eine Seltenheit ersten Ranges eingetroffen, ein zur Gruppe der sogenannten Kleinbären gehöriges Tier, das vordem lebend noch nie auf das europäische Festland gelangt ist. Panda oder Katzenbär heißt das in Form und Farbe gleich merkwürdige Geschöpf, dessen Heimat die Wälder des Südhimalaya bis nach Assam hin sind. Das dichte Fell des stark fuchsgrotzen Tieres ist oberseits tief dunkel braunrot, unten fchwarz, und das breite kurze Gesicht sowie die großen runden Ohren tragen eine abgesetzte, weiße Zeichnung. Ter lange buschige Schwanz und der eigenartige Gesichtsausdruck verleihen dem Tiere etwas so Merkwürdiges, daß auch der laienhafteste Beschauer sofort gefesselt wird. Deck Panda ist in dem alten Hause am Hauptrestaurant untergebracht. Feuerwchrdericht. Gestern früh um 6 Uhr kam in der Pank- straße 41 in einem Stallgebände Feuer aus, das schnell um sich griff und nur durch das latkräftige Borgehen des 10. Löschzuges auf das Stallgebäude beschränkt werden konnte. Um Mitternacht hatte die Feuerwehr in der Admiralstratze 29 zu tun. Wo in einer Schmiede die Balkenlage, Schaldecken und anderes brannten. Grober Unfug lag einer Feuermeldung zugrunde, die nachts aus der Burgsdorf- straße einlief. Der Täler ist entkommen. Königgrützerstraße 140 brannte nachts ein Automobil. Auf der Eisenbahnbrücke der Görlitzer Bahn über den Landwehrkanal brannte ein mit Stroh beladener Eisen- bahnwagen. Ferner hatte die Wehr in der Dresdenerstr. 112 zu tun, wo in dem Drogenkeller von K. u. Co. Farben. Lacke u. a. brannten und tüchtig Wasser gegeben werden wußte, bevor es ge- lang, die Flammen zu löschen. Weitere Brände mußten in der Zorn- dorferstr. 19, Oranienftr. 184, wo Holzwolle brannte, Frankfurter Allee 121, Taubenstr. 42 und an anderen Stellen gelöscht werden. Die Feuerwehr wurde am Dienstag nach der Linienstr. 140 ge- rufen. Dort waren die Hausbewohner über das Verschwinden einer Mieterin, Fräulein Anna Heinrich beunruhigt. Die Feuer- wehr öffnete die Wohnung, in der das Fräulein t 0 t ausgesunden wurde. Ein herbeigeholter Arzt benachrichtigte dann die Polizei von dem Tode, dessen Ursache noch nicht feststeht. Vorort- I�acbrickten. Schöneberg. Die Stadtverordnetenversammlung erledigte in ihrer letzten Sitzung am Montag die schon einige Male zurückgestellte Vorlage betreffend die Festsetzung der Ktzi r- und Verpflegungskost e 11 im Sckwneberger Krankenhause für nicht am Orte wohn- hafte Kranke. Der Magistrat beantragte für Erwachsene den Satz .von 3 M. und für Kinder 2,50 M. Die sozialdemokrattschen Ver- treter stellten den Antrag, die nicht in Schöneberg wohnenden Mit- glieder der hiesigen Ortskrankenkasse und der freien Hülfskasse zu denselben Bedingungen aufzunehmen, wie ortsansässige Kranke. Stadtv. K ü t e r(Soz.) begründete den Antrag, indem er darauf hin« wies, daß in Charlottenburg ebenso verfahren werde. Pflicht der Gemeinde sei es, alle Kranken, die in Schöneberg ihrer Beschäftigung nachgehen, auch zu tzen ermäßigten Sätzen aufzunehmen. Stadtv. G a n s 0 w stellt sich vollständig auf den Boden des Borredners, während Stadtv. Val. Fröhlich nur unter der Be- dingung dem sozialdemokratischen Antrage zustimmen würde, wenn auch Berlin die gleichen Vergünsttgungen den Krankenkassenmitgliedern gewährt.— Von sozialdemokratischer Seite zerstreute man die vorgebrachten Bedenken,- worauf die Magistratsvorlage mit dem sozialdemokratischen Abänderungsan trage angenommen wurde, allerdings gegen eine starke Minderheit. Eine ausgedehnte Debatte brachte die Weiterverpachtung des Rathausrestaurants. Der bisherige Pächter ist gestorben. Die Witwe desselben möchte nun für die Restzeit des abgeschlossenen Berttages daS Restaurant selbständig weiterverpachten. Der Magistrat erklärt sich bereit, diesem Wunsche zu entsprechen, jedoch nur unter der Bedingung, daß die Witwe die Bürgschaft ftir den After« ? achter übernimmt. Die_ Herren Hausbesitzer wetteiferten örmlich, ganz gegen ihre sonstigen Gewohnheiten, darin, der Witwe oweit wie möglich entgegenzukommen. Sie überboten sich in ihren Vorschlägen, bis sie selbst nicht mehr auS noch ein wußten. Schließ- lich stimmte die Mehrheit dem Magistratsvorschlage unter Streichung der Bürgschaftsleistung zu. Eine ganze Reihe von Etatsüberschreitungcn wurden dem Etats- ausschuß überwiesen. Charlottenburg. Aenderung bei der Straßenbahn. Eine Linie der Straßenbahn muß in Charlottenburg wegen des Baues der Untergrundbahn vor- übergehend unterbrochen werden. In der Bismarckstraße, an der Ecke der Sesenheimerslraße, ist es notwendig, das Wasserrohr mit Rücksicht auf die Führung des Tunnels der Untergrundbahn abzu- ändern. Während der Dauer dieser Arbeiten wird es notwendia den Betrieb der Straßenbahnlinie 17 Kurfürstendamm— Wilmers- dorserstraße an der Stelle zu unterbreche». Der Bettieb wird dort durch Umsteigen auftecht erhalten. Die Wagen folgen sich in Ab- ständen von 1b Minuten. Steglitz. Der erfreuliche Aufschwung, den unsere Organisation in der letzten Zeit genommen, hatte den Borstand besttmmt, dem Nachwuchs zur Festigung der sozialistischen Denkweise in der letzten Wohl- Vereinsversammlung einen Bortrag über Ferdinand Lassalle, sein Leben und sein Wirken halten zu lassen. Die Erledigung dieser Aufgabe war dem Genossen Schütte übertragen, dessen Ausführungen von der stark besuchten Versammlung mit der größten Aufmerksamkeit verfolgt wurden. Diskussion fand nicht statt,. Der Kassenbericht ergab: Einnahme 287,04 M., Ausgabe 229,82 M. Den Bericht von der Kreisaeneralversammlung gab Genosse Paul Wöhr. Die eigenmächtige Bildung des Volksfestkomitees durch den Zentral- vorstand wurde moniert und ein diesbezüglicher Beschluß gefaßt, welcher dem Borstand übermittelt werden soll. Zum Schluß wurden noch 52 Aufnahmen vollzogen. Pankow. Die Gemeiudewahlen der ersten und zweiten Klasse wurden von der gesttigen Stadwerordnetenversammlung für ungültig erklärt. während man die Wahlen der dritten Klasse als zu Recht bestehend betrachtete. Köpenick. lieber„Klassenkämpfe" referierte in der letzten Versammlung de» Wahlvereins Genosse Kiesel unter großer Aufmerksamkeit der Versammelten. Sin Antrag Dittmann, der besagt, diejenigen Mt- glieder, welche noch einer gegnerischen Korporation angehören, auf» Miersdorf. zufordern, bis zum 1. Juli d. J. aus derselben auszutreten, wurde| wurden auf Antrag des Vorstandes die Mitglieder Wilhelm Behrend, bis der neue Oberbürgermeister hier feinen Einzug ge dem Vorstand bis zur nächsten Versammlung überwiesen. Hermann Hanke, Paul Jurchen und Hermann Schneider aushalten hat, um ihm Gelegenheit zu geben, das Projekt der elektrischen Genosse Woit teilte mit, daß der Genosse Rochlik sein Mandat als geschlossen. Stadtverordneter aus Gesundheitsrücksichten niedergelegt hat; die Versammlung hält sofortigen Ersatz für notwendig. Ferner wurde mitgeteilt, daß am Sonntag, den 22. April eine Besichtigung des hiesigen Elektrizitäts- und Wasserwerkes stattfindet. Da die Befichtigung unter fachmännischer Leitung vor sich geht, wurde gewünscht, daß sich die Arbeiterschaft sehr zahlreich daran beteiligen möge. Genosse Hilliges forderte alsdann diejenigen, welche aus der Landeskirche ausgetreten sind, auf, in einer demnächst stattfindenden Zusammenkunft zu erscheinen. Zum Schluß wurde noch auf die Lohnbewegung der Schuhmacher hingewiesen. Nach langem Arbeiten ist es den Parteigenoffen gelungen, am legten Sonntag in Lebbin bei Storkow eine Versammlung ab zuhalten. Der Vertreter des Kreises, Genosse Zubeil, hatte das Referat übernommen und fanden seine Ausführungen über„ Die Weltpolitik, neue Steuern und Lebensmittelzölle" unter den zahl reich Erschienenen, darunter auch Frauen, die gebührende Beachtung. Einige Diskussionsredner äußerten sich im Sinne des Referenten. Alsdann plädierten einige Genossen des Ortes für die Gründung eines Wahlvereins, was denn auch geschah.- Möge der Keim, der hier aufgegangen, sich zu einem Baume entwickeln, der hundert fältige Frucht trägt. Schmargendorf. ben Straßenbahn in verbesserter und Hofapprobierter" Auflage aus der Taufe zu heben. Das mit diesem recht durchsichtigen Antrage ausgesprochene Mißtrauensvotum und Armutszeugnis für den Magiftrat Ueber Kirche und Arbeiterschaft sprach am Sonntag in einer gut resp. die Straßenbahnkommission war denn doch einigen von den besuchten Volksversammlung bei in Heinrich Hankels- Ablage Genosse gewiß nicht im Verdachte einer„ oppositionellen" Gesinnung stehenden Störmer. In zweistündiger fesselnder Rede verstand es Redner den Herren der städtischen Körperschaften zu viel. Sie fertigten den Versammelten die Ideen des Sozialismus als der wahren Pionier des„ neuen Mannes" so energisch ab, daß er sich genötigt christlichen Weltanschauung, vor Augen zu führen. Der fab, nolens volens einen diplomatischen Rückzug anzutreten. Die lebhafte Beifall beties, daß der Referent den Anwesenden aus dem anderen schon einmal vertagten Punkte der vorigen Tagesordnung Herzen gesprochen hatte. Formulare zum Austritt aus der Landes- wurden bis zur nächsten Sizung, die nach Ostern stattfindet, nochfirche sind unentgeltlich bei Wilhelm Schulze, Miersdorf mals zurückgestellt. und Alfred Gräz, Eichwalde zu haben. Halbe( Kreis Teltow). Verein der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter Berlins und Umgegend. Abteilung IVa. Mittwoch, den 11. d. M., abends 1,9 Uhr, bei Kayser, Weinstraße, Ecke Friedenstraße, Abteilungsversammlung. Wichtige Tagesordnung! Pünktliches Erscheinen notwendig. Witterungsübersicht vom 10. April 1906, morgens 8 1hr. Barometer stand mm Wind Bumipia Windstärke Better Temp. n. T. 5°. 4° N. Stationen Barometerstand mm Wind. richtung Windstärke Better Temp. n. 6. o D0951949 Ueber geradezu erfreuliche Erfolge berichtet man uns von der Filiale des in Halbe befindlichen Fabrik-, Land- und Hülfsarbeiter verbandes. In zirka neun Monaten hat es die junge Organisation auf 175 Mitglieder gebracht, und das trotz der Schwierigkeiten, mit welchen die Arbeiterschaft in puncto Lokalfrage zu rechnen hat. So mußte am 11. März noch auf dem Grundstück eines Genossen bei Sturm und Regen eine Versammlung abgehalten werden. Die Stationen weitere Mühe der Genossen ist nun insofern von Erfolg gekrönt, als es ihnen gelungen ist, im äußersten Winkel bes Kreiſes ein Lokal zu erobern. hierin ist Swinemde. 775 NNM man höchst sicher zu Werke gegangen. Man hat den Wirt Hamburg 776 Still bei Verweigerung seines Saales zu Mitglieder- und öffentlichen Berlin 776 ND 772 NND Versammlungen zur Zahlung einer Konventionalstrafe von 3000 M. Franks.a.M. 773 ND 1 wolfen! 12 Aberdeen 776 WNW verpflichtet. Die Errichtung eines größeren Versammlungsraumes München 771 ND 6 heiter 8 Paris 769 NO 2 wolkenl steht bevor und werden die Genossen in fürzester Zeit auch in die Bien 773 Still wolfenl 10 politische Agitation eintreten. Dadurch verschwinden mit der Zeit Wetter- Prognose für Mittwoch, den 11. April 1906. auch die letzten Reste der finsteren Winkel in unserem Nachbarkreise. inben. Trocken, vorwiegend heiter und am Tage warm bei schwachen östlichen Berliner Wetterbureau. Wir wünschen den Genossen bei ihrer unermüdlichen Tätigkeit weitere stattliche Erfolge. Potsdam. Und 2 heiter 8 Haparanda 759 NW wolten! 10 Petersburg 762 1 wolfen! 11 Scilly 2wolten! 3 heiter 3beiter 1wolfen! Aus der letzten Wahlvereinsversammlung, in der Genosse Bernstein über die bevorstehende, jetzt bereits stattgefundene, Stichwahl sprach, ist zur Charakterisierung unserer Gegner die sich an den Vortrag schließende Diskussion bemerkenswert. In dieser Diskussion brachte ein Vertreter brachte ein Vertreter des Bürgervereins eine Angelegenheit zur Sprache, die den Haus- und Grundbefizerverein in feiner Auffassung über politische Ehre hell zu beleuchten geeignet ist. Danach haben sich die beiden geBerliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen nannten Vereine gegenseitig verpflichtet, einen gemeinsamen Markthallen- Direktion. Rindfleisch Ia 65-68 pr. 100 Pfund, IIa 56-64, Kandidaten, den Kaufmann Herrn Nennhaus zur Gemeindevertreter IIIa 50-54, IVa 40-48, engl. Bullen- 00-00, dän. Bullen 00-00, wahl aufzustellen und auch die Kosten der Wahl gemeinsam zu In der letzten Stadtverordneten- Versammlung wurde das Projekt holl. Bullen- 00-00. Kalbfleisch, Doppelländer 105-120, Ia 80-88, tragen. Der Haus- und Grundbesitzerverein zahlte denn auch der elektrischen Straßenbahn nach mehr als vierstündiger IIa 65-78, IIIa 52-62. Hammelfleisch Ia 60-70, IIa 54-60. 150 Mark als Beitrag zu den Wahluntosten an den Bürger- Redeschlacht beschlossen. Die vom Magistrat in Verbindung mit der Schweinefleisch 70-74. Staninchen 0,65-0,80. Hübner, alte, Stüd 1,20-2,40, berein, stellte aber hinter dem Rücken desselben einen Straßenbahnkommission gemachte Vorlage bekam mit einigen Ab- alte per Pfd. 0,00-0,00, junge, per Stüd 1,00-, 1,20. Tauben, junge eigenen Kandidaten, Eigentümer Wuhlert auf und weichungen die Mehrheit, trotzdem die stark interessierten Gegner 00-00, russ, gefr. per Stüd' 00-00. Gänje, junge, per Pfd. 1,20-1,30, 0,40-0,60, alte 0,40. Enten, junge per Stüd 0,00-0,00, per Pfd. ließ den gemeinsam Aufgestellten glatt durchfallen. An dem Ver- wieder alle Minen springen ließen, um die Sache nochmals zu ver- ruff. per Pfd. 0,00-0,00. echte 90-100. Schleie 112-129. Bleie 00-00, groß halten des bürgerlichen Klüngels können die Arbeiter wieder einmal schleppen. Wenn alles gut geht, wird die Potsdamer 00-00. Male, groß 00--00, mittel 1,28, flein 0,73, unfortiert 00-00, sehen, was es bedeutet, einem Bürgerlichen die Stimme zu geben. Straßenbahn also im nächsten Frühjahr bereits Plößen 32-50. Flundern, pomm. II, p. Schock 1,75-2,00, Kieler, Stiege Ia , elektrisch fahren. Mit welchen Schwierigkeiten hier 4-7, do. mittel, per Stifte 3-4, do. Klein, per Stifte 00-00. Büdlinge, Briz- Buckow. eine moderne Verkehrspolitik resp. die schon mehrmals gekenn- schwed. per Wall 0,00, norw. 0,00, holländ. 3,00, Stieler 2-3, engl. Die letzte Generalversammlung des Wahlvereins nahm zunächst zeichnete Selbstverivaltung" der zweiten Residenzstadt 0,00. Aale, groß, per Pfd. 1,10-1,20, mittelgroß 0,80-0,90, flein 0,50-0,60. zu Sprotten, Stieler, 2 Wall 0,50-0,80, Glb- per Stifte 0,30-0,40. Sardellen, den Bericht des Vorstandes für das 1. Quartal 1906 entgegen. Das rechnen hat, das bewies wieder die vor der Fortsetzung 1902er, per Anker 74,00, 1904er 72,00, 1905er 70,00. Schottische Vollheringe nach fanden statt: 4 Vorstandssizungen, 3 Mitgliederversammlungen, der Beratung der neuen Straßenbahnvorlage beliebte Ge1905 00-00, large 40-44, full. 36-38, med. 33-35, deutsche 37-44. 3 Voltsversammlungen, 3 Flugblatt- und 4 Handzettelverbreitungen. schäftsordnungs- Debatte, mit der eine ganze Heringe, neue Matjes, per 2, Tonnen 60-120. Hummern, IIa, 100 Bfd. Die Einnahmen betrugen 185,68 m., die Ausgaben 120,45 M., an Stunde vertrödelt wurde. Diese von dem bekannten Stadt- 00-00. Krebse, per Schod, große 00-00, mittelgroße 11,50, fleine 5,00 die Zentraltasse wurden 65,18 m. abgeliefert. Sodann gab verordneten und königlichen Beamten Artelt inszenierte Ver- bis 7,50, unsortiert 00-00. Eier, Land-, per Schock 00-00, frische 3,20-3,60. Genosse Händel einen ausführlichen Bericht von der Kreis- tagungstaktik hatte den Zwed, dem„ kommenden Mann" im Pots- Butter per 100 Pfund, Ia 120, IIa 117-120, General Versammlung. Betreffs der Maifeier wurde damer Rathause, dem Regierungsrat Vosberg, die Wege zu fallende 110-114. Saure Gurken, Schod 3-3,50 M., Pfeffergurten 3-3,50 m. beschlossen, am 1. Mai vormittags eine öffentliche Ver- feinem künftigen Ruhme" zu ebnen, den er ja schon von seinen Startoffeln per 100 Bid. magn. bon. 2,10-2,35, rote Daberiche 2,00-2,20, runde weiße 1,80-2,00. Birsingkohl per Schod 0,00-00,00. Weißkohl sammlung im Restaurant Landhaus" abzuhalten und das Ver- hiesigen Freunden pränumerando a la Waldersee zugeschrieben per 100 Bfd. 4,50-5,50, Rotkohl per Schod 00-00, boll. 16-24. gnügen nachmittags im Restaurant Buschkrug" stattfinden zu bekommen hat. Nach dem famosen Antrage des Herrn Artelt Grünkohl, per 100 Pfd. 12-15. Rüben, weiße 12-16, Teltower 16-18. Tassen. Wegen Nichtbeteiligung an der letzten Gemeindewahl sollte nämlich die ganze Bahnfrage so lange vertagt werden, Stohlrüben, per Schock 2,50-4,50. V WARENHAUS HERMANN TIETZ LEIPZIGERSTRASSE ALEXANDERPLATZ Diese Woche, Soweit der Vorrat reicht. Strumpfwaren Damenstrümpfe engl. lang, Fuss ohne Naht 30 Pf. Damenstrümpfe el. lang, Doppelle 75 55 38 Pf. schwarz, Damenstrümpfe engl. lang, geringelt 65 48 38 Pf. Damenstrümpfe d'Ecosse, engl. lang, geringelt 75 Pf. Fil d'Ecosse u. Baumwolle, Jac- 95 85 Pf. Damenstrümpfe quard u. geringelt, engl. lang Damenstrümpfe d'Ecosse, durchwochen, 95 75 Pf. engl. lang, schwarz Damenstrümpfe brochen, grau, leder, champagne Pr. Fil d'Ecosse, engl. lang, durch- 110 Ein Posten JUM- delanie s9 geringelt Herrensocken geringelt 38 Pf. Herrensocken Fil- d'Ecosse und Baumwolle 95 75 55 Pf. Schweisssocken Fuss ohne Naht 85 65 30 Pf. Kinderstrümpfe echt Machschwarz, engl. lang, Doppel10 sohle, Hochferse und Knie Grösse 1 2 3 4 5 6 7 8 9 40 45 50 55 60 68 75 85 95 Pf. 105 Kindersöckchen Baumwolle, schwarz, m. schottischem Rand Grösse 1 u. 2 3 u. 4 17 20 5 u. 6 7 u. 8 25 32 Pf. Ringel- und Jacquard- Kinderstrümpfe schwarz, farbig und weissgrundig Spitzen- Handschuhe für kurze Aermel 1-2 3-4 5-6 7-8 Jahren 40 55 70 85 Pf. Handschuhe 2 Druckknöpfe Tricotagen Herrenhemden Maco, 8 Grössen Herrenhemden Maco Ia, 8 Grössen Herrenhosen Maco, 3 Grössen Herrenhosen Maco Ia, 3 Grössen IIIa 115-116, abs 160 175 190 210 225 240 135 145 155 165 180 195 Netzjacken Baumwolle, 4 Grössen 30 35 40 45 Pf. Netzjacken Ia Baumwolle, 4 Grössen 50 60 70 80 Pf. Damencombination Baumwolle, 3 Grössen 130 140 150 Reformbeinkleider Satin, Tricot, Leinen 350 300 275 Korsettschoner weiss u. farbig 10 18 25 35 Pf. Ein Posten Tricot- Untertaillen weiss, Baumwolle, 48 Pf. mit Spitze 1 50 Pt. Flor 175| Damen- Handschuhe. 25 Pf. Damen- Glacé Lammleder 185 Herren- Zwirn 1 Druckknopf I. Qualität Spitzen- Handschuhe 225 290 390 Damen- Handschuhe Herren- Handschuhe Druckkr. 95 Pt. 65 Pf. Damen- Glacé Lammleder 175 200 250 Herren- Handschuhe Pr. Rein Damen- Handschuhe Pr. Plor 95 P. Damen- Glacé bestes Ziegenleder 300 Herren- Glacé Lammleder I. Tüll, neue Dessins Spitzen- Handschuhe Pr475 575 Spitzen- Handschuhe von 775 bis 1750 Brüsseler Tüll Ein grosser Transport Beste Leinen- Imit., 2 Druckkn, 2 Druckkn. feinste Qual. Qualität. Marke„ Sorma" Leinen- Flor 185 145 Rein Leinen- Flor, Milanese fate 185 Damen- Ziegenleder beste Qualität 350 Herren- Glacé Pr. Lammleder 210 290 1. eleg. Ausstatt. Lebende Palmen und Azaleen Kentia Forsterina 90 Pf. 120 180 300 500 Kentia Balmorena Cocos Weddeliana 60 90 Pf. 150 250 350 400 Latania touffes 1200 1500 1800 300 400 500 680 900 1200 Kentia Forsteriana touffes Corypha Australis 250 450 650 800 1000 900 gesteppt ausgewählte, gesunde Exemplare für Zimmer- u. Gartenschmuck Verkauf IV. Etage. Phönix Canariensis| Dracaena Indivisa 250 350 400 450 Rhododendrum Hybridum 180 280 380 680 800 Areca Baueri 250 60 90 Pf. 110 150 200 Araucaria Kugel- Lorbeer Paar 1800 Paar 2200 Paar 2800 Clivia 80 Pf. 100 150 150 190 80 Pf. 120 300 400 500 700 Azaleas A. JANDORF& Co Spittelmarkt Belle Alliancestrasse Handschuhe Druckknöpfen und abgerundetem Saum Zwirn- Handschuhe für Damen, farbig oder weiss 25 Pf. Zwirn- Handschuhe für Damen, farbig oder weiss, mit Steinnuss- 38 Pf. Zwirn- Handschuhe für Damen, farbig oder weiss, mit Druckknöpfen 55 Pf. Imit. Leinen- Handschuhe für Damen, farbig mit Druckknöpfen 65 Pf. Imit. Schweden- Handschuhe für Damen, farbig, eleganter 90 Pf. Flor- Handschuhe für Damen, farbig, mit doppelten Fingerspitzen und 95 Pf. Glaçé- Handschuhe farbig, mit Druckknöpfen 1.45, 1.75 Glaçé- Handschuhe für Damen, Lammleder, farbig mit Druckknöpfen 2.00 Glaçé- Handschuhe für Damen, Lammleder, farbig mit Druckknöpfen 2.60 für Damen, Lammleder, Ausführung, Spitzen- Handschuhe in grosser Auswahl Weisswaren Moderne Plissé- Cravatte mit Spitze 28 Pf. Chiffon Jabot im Karton 48, 75 Pf. Kinder- Kragen Batist mit Spachtel- Stickerei Spachtel- Kragen grosse Form 95 Pf. 1.15 Tapisserie Serie I vorgezeichnet, mit Spitzen garniert Tablettdecken Waschtischgarnituren Gr. Frankfurterstrasse Brunnenstrasse Schuhwaren schwarz, 6.50 Damen- Knopf- oder Schnürstiefel braun, Ziegenleder Damen- Knopf- oder Schnürstiefel vreaux 7.50, 9.50 Damen- Knopf- oder Schnürstiefel cheveux 9.50, 13.50 Herren- Schnürstiefel Rossleder Herren- Schnürstiefel Box- calf 6.75 8.50, 9.50 Kinder- Knopf- oder Schnürstiefel 22/24 25/26 27/30 31/35 36/40 Rossleder Ziegenleder, braun Box- calf 2.75 3.25 3.75 4.25 5.50 3.25 3.75 4.25 4.75 6.50 3.50 4.00 4.75 5.50 7.25 Pongé 75 Pf. Kinderhut ecru Mull mit farbiger 1.45, 2.45 Kurbelstickerei........ Sonnenschirme Weisswaren Kinderschärpen Pf., Japon 1.45 Moderne Blusen- Garnitur Einsatz u. Spitze 45 Pf. Spachtel- Kragen u. Mansch. Garnitur 95. Pf. Elegante Blusen- Garnitur mit Manschetten 1.45 Schürzen Tändelschürzen mit Besatz 35, 45, 85 Tändelschürzen reich garniert 95 Pf. 1.10 mode schwarz Tändelschürzen hübsch besetzt 85 Pf. 1.10 Nachttischdecken Betttaschen Wandschoner Kommodendecken Serie II vorgezeichnet, mit reichem Läufer und Hausschürzen schwarz mit Volant und Tasche 1.35, 1.75 Reformschürzen hubsch besetzt 1.35, 1.75 mit Reformkleiderschürzen 1.45, 1.95 23, 28, 38 Pf. En tout cas mod. Farben 1.85, 2.95 68 Pf. Hausschürzen gemustert, m. Volant 85 Pf. 1.15 En tout cas„ Reine Seide" 3.90 35 Pf. 78 Pf. Herren- Hüte weich oder steif 2.60, 3.25 85 Pf. Prinz Heinrich- Mützen 1.35 90 Pt. 1.25 für Knaben.. Damen- Regen- Schirme mit hübschen Griffen... 1.90, 2.90 Herren- Regen- Schirme Gloria mit Futteral.. 2.90 . Reformkleiderschürzen Schw, Vol. Corsets u.Tasche 2.45 Facon Halbhoch hur garniert, mit 1.75 Gürtel Empire- Corset geblumter Stoff, reiche Garnierung Frack Corset echt Fischbein, uni Drell Saison- Neuheit! 1.95 3.90 Gürtel- Corset indstoff, mit Tull bezogen, 1.95 Kinderstrümpfe verschiedenen Farben Durchbruch u. Spitzen garniert 1.95 ca. 65/65 cm 98 Pf. 48 Pf. 65 Pf. 75 Pf. Decke ca. 35/35 cm 68 Pf., ca. 65/65 cm Tablettdecken Damenstrümpfe Herrensocken Damenstrümpfe Baumwolle, englisch lang, Doppelsohle u. Hochferse, schwarz, lederfarbig, grau Damenstrümpfe Baumwolle, englisch lang Paar 48 Pf. moderne Ringelmuster.. Paar 48 Pf. Damenstrümpfe Baumwolle Doppelsohle u. Hochferse, schwarz oder lederfarbig Paar 38 Pf. Damenstrümpfe Fil d'Ecosse, englisch lang. schwarz, lederfarbig, grau, champagne und moderne Ringelmuster. Herrensocken Schwarz Baumwolle Grau, nahtlos, glatter oder Patentschaft. Paar 48 Pf. Grösse Alter ca. Jahre 1-2 Preis f. 1 Paar 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 2-3 3-4 5-6 6-7 7-8 9-10 10-11 12-13 14-15 Qualität 1201 Preis f. 1 Paar Qualität 1202 Paar 65 Pf. Preis f. 1 Paar Qualität 1206 Herrensocken Moderne Ringelmuster, Baumwolle. Herrensocken Einfarbig, mit farbigem Ringelmuster, Baumwolle Paar 48 Pf. Herrensocken Baumwolle, schwarz oder lederfarbig, Paar 85 Pf. mit verstärkter Ferse und Spitze. Paar 48 Pf. Mark- 28-33-38-43-48-55-60-65-70-75 Mark- 40-45-50-55-60-65-70-75-80-85 Mark- 50-55-60-65-70-80-85-95 1.05 1.15 Ersatzfüsse für Damenstrümpfe schwarz oder lederfarbig Baumwolle 1 Paar 28 P Pf. 3 Paar 75Pf. 95P Pf. aus modernen Ein grosser Herren- Cravatten Stoffen, eleg. Posten Verarbeitung, in verschiedenen Formen, zum Aussuchen, Stück Oster- Ausstellung in allen Abteilungen Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 85. 23. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sozialistische Preffe Deutschlands. II. Quartal 1906. Zentral- Organ. ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt, SW. 68, Lindenftraße 69. Täglich erscheinend. Wissenschaftliche Wochenschrift. Magdeburg Boltsstimme" Jakobsstr. 49. Redaktion: Münzstr. 3. Mainz Mainzer Boltszeitung"( Hessische Boltsstimme") Margarethengasse 13. Mannheim Boltsstimme" R 3, 14. Malhausen i. E. Lönigsstr. 37. Mülhauser Volkszeitung" DreiMünchen Münchener Post" Wittelsbacherplatz 2. Nürnberg Fränkische Tagespost" Luitpoldstr. 9. Offenbach Offenbacher Abendblatt" Große Marktstr. 25, Remscheid Remscheider Arbeiterzeitung" Neustraße 2. Rostock Mecklenburgische Volkszeitung" Doberanerstr. 6. Redaktion: Saalfeld" Boltsblatt" Rosmaringasse 15. St. Johann Saarwacht" Hafenstr. 7-9. Die Neue Zeit", Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. Stuttgart, Furthbachstr. 12. Berlin- Friedenau, Saarstr. 19. Solingen Bergische Arbeiterstimme" Hohegasse 7. Stettin Bolts- Bote" Schillerstr. 10. Straßburg i. E. Freie Preffe für Elsaß- Lothringen" Fintmattstaden 2. Täglich erscheinende Zeitungen. Altenburg Altenburger Volkszeitung" Kunstgasse 12. Augsburg"" Schwäbische Volkszeitung" Maximilian Stuttgart„ Schwäbische Tagivacht" Furthbachstr. 12. straße B 31. Bant Norddeutsches Boltsblatt" Neue Wilhelmshavener- Zwickau i. S.„ Sächsisches Boltsblatt" Richardstr. 15. straße 82. Bayreuth Fränkische Vollstribüne" Kulmbacherstr. 20. Bielefeld Volkswacht" Schulstr. 20. Bochum Boltsblatt" Südhellweg 1. Brandenburg Brandenburger Zeitung, Märkisches Bolfsblatt" Kurstr. 73. Braunschweig Braunschweiger Boltsfreund" Kleine Burg 16. Bremen Bremer Bürger- Zeitung" Hankenstr. 21-22. Bremerhaven„ Norddeutsche Boltsstimme" Am Hafen 49. Breslau„ Volkswacht" Neue Graupenstr. 6. Caffel Boltsblatt für Hessen und Walded" Töpfermarkt Chemnik Boltsstimme" Uferstr. 14. Crefeld Niederrheinische Boltstribüne" Breitestr. 62. Dessau Boltsblatt für Anhalt" Askanischestr. 107. Dortmund Arbeiter- Zeitung" Rielstr. 5. Dresden„ Sächsische Arbeiter- Zeitung" Zwingerstr. 22. Sächsischer Volksfreund" Zwingerstr. 22. Düsseldorf Bolts- Beitung" Benratherstr. 6. Elberfeld- Barmen Freie Presse" Robertstr. 8a. Erfurt Tribüne" Kleine Arche 1. 6. Forst i. 2. Märkische Volksstimme" Frankfurterstr. 11. Frankfurt a. M.„ Bolksstimme" Großer Hirschgraben 17. Fürth Fürther Bürger- Zeitung" Moststr. 7. Gera Reußische Tribüne" Alte Schloßgaffe 11. Görlik Görlitzer Volkszeitung" Teichstr. 6. Greiz„ Reußische Volkszeitung" Untere Silberstr. 2. Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. Langenbielan„ Der Proletarier aus dem Eulengebirge" Ober- Langenbielau, 2. Bezirk. Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Caffel" Der Wegweiser" Hohenthorstr. 2. Dresden„ Der arme Teufel" Falkenstr. 10. Gießen„ Mitteldeutsche Sonntags- Zeitung" Kirchenplak 11. Köln Rheinische Zeitung"( Wochenausgabe) Ursulaplap 6. Stuttgart Schwäbischer Volksfreund" Furthbachstr. 12. " Aller 14 Tage erscheinend. Stuttgart Die Gleichheit" Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen, Furthbachstr. 12. Monatlich zweimal erscheinend. Königsberg Der Ostpreußische Landbote" Border- Roßgarten 50. Monatlich einmal erscheinend. Gotha Boltsblatt für die Herzogtümer Coburg und Berlin„ Die Fadel" N. 31 Boltaftr. 45. Gotha" Mohrenberg 7. Halle a. S. Boltsblatt für Halle" Harz 42/43. Hamburg Hamburger Echo", Hamburg I, Fehlandstr. 11. Harburg Boltsblatt" Großer Schippsee 4, part. Hannover Boltswille" Münzstr. 5. Hof Oberfränkische Volkszeitung" Karolinenftr. 39. Karlsruhe Boltsfreund" Luisenstr. 24. Elberfeld„ Das Morgenrot" Robertstr. 8a. Stettin„ Der Pommer" Schillerstr. 10. Winblätter( Erscheinen aller 14 Tage). Stuttgart Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12. Kiel Schleswig- Holsteinische Bolts- Beitung" Bergstr. 11. München„ Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 4. Köln Rheinische Zeitung" Urjulaplaz 6. Königsbergi. Pr. Königsberger Bolts- Zeitung" Border Roßgarten 50. Leipzig Leipziger Boltszeitung" Tauchaerstr. 19-21. " Boltszeitung für das Muldenthal" Tauchaer straße 19-21. Ludwigshafen Pfälzische Post" Marstr. 65. Lübeck Lübeder Boltsbote" Johannisstr. 50. Lüneburg Lüneburger Boltsblatt" Schröderstr. 11. Illustrierte Unterhaltungsblätter. Berlin Jn freien Stunden" SW. 68, Lindenstr. 69. Erscheint in Wochenheften. " Hamburg Die Neue Belt" Hamburg I, Fehlandstr. 11. Erscheint wöchentlich einmal. Gewerkschaftspreffe Deutschlands. II. Quartal 1906. Dreimal wöchentlich erscheinend. Leipzig Korrespondent für Deutschlands Buchdrucker und Schriftgießer", Salomonftr. 8. " Wöchentlich erscheinend. Mittwoch, 11. April 1906. Correspondenzblatt des Verbandes der Vergolder Deutschlands", NW. 5, Wilsnackerstr. 39. " Deutscher Maschinist und Heizer", Drgan der Ma schinisten und Berufsgenossen Deutschlands, SO. 33, Bücklerstr. 55. Der freie Gastwirt", N. 54, Brunnenstr. 164. " Die Gewerkschaft", Organ für die Interessen der Arbeiter in Gasanstalten und sonstigen städtischen Be trieben, Berlin W. 57, Bülowftr. 21. " Sattler- Zeitung", SO. 16, Adalbertstr. 56. " Aug. Steinfeger- Beitung", NW. 21, Wiclefftr. 16. Solidarität", Drgan aller im graphischen Berufe be schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, NO. 18, Elbingerstr. 27, v. IV. " Solidarität" Publikationsorgan der deutschen Metall arbeiter- Gewerkschaft, S. 59, Urbanſtr. 83, IV. „ Der Wäsche- Bote", Organ für alle in der Wäsche- und Krawattenbranche, Dampfwäschereien und Plättereien beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, NO. 55, Greifswalderstr. 218, II. Bremerhaven Der Werftarbeiter", Am Hafen 49. Frankfurt a. M.„ Neue Deutsche Dachdecker- Beitung", Brüdenstr. 31. Altenburg Korrespondent für die Arbeiter und Arbeiterinnen der Hut- und Filzwaren- Industrie", Wilhelmstr. 2, parterre. Berlin Bildhauer- Zeitung", SW. 29, Solmsstr. 33. " Buchbinder- Zeitung", SO. 26, Elisabeth- Ufer 40 I. Correspondenzblatt der Generalfommission der Gewerk schaften Deutschlands", SO. 16, Engel- Ufer 15. „ Die Einigkeit", Organ der freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften, SO. 16, Franzstr. 2, part. Allg. Fahr- Zeitung", SW. 12, Schüßenstr. 58. " Der Gastwirtsgehilfe", C. 25, Dirdjenſtr. 39 I. Allg. deutsche Gärtner- Beitung", N. 37, Megerstr. 3. " Der Handschuhmacher", O. 34, Tilsiterstr. 40, II. " Fachzeitung für Schneider", SO. 33, Stöpeniderstr. 32. " Der Töpfer", SO. 16, Engel- Ufer 15. Bochum Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung", Wiemelhauserstr. 42. Bremen Deutsche Böttcher- Zeitung", Hankenstr. 21/22. Charlottenburg Die Ameise", Organ des Porzellanarbeiter- Berbandes, Rosinenstr. 3. Chemnitz Der Textilarbeiter", Uferstr. 14. Gotha Schuhmacher- Fachblatt", Mohrenberg 7. Hamburg Deutsche Bäcker- Zeitung", Drgan des BäderVerbandes, Hamburg 23, Marstr. 27. " Der Bauhülssarbeiter", Hamburg 7, Klostertor 8 I. " Der Grundstein"( für Maurer), Hamburg 7, Besen- Hannover Der Proletarier"( für Fabrik- 2c. Arbeiter binderhof 56, II. und Arbeiterinnen) Burgstr. 9, I. Leipzig- Möckern Der Lithograph", Kirschbergstr. 54. Redaktion Leipzig- Neustadt, Marktstr. 1 b. Offenbach Portefeuiller- Zeitung", Waldstr. 8, I. " Schmiede- Zeitung", Hamburg 21, Herderstr. 2. Der Stuffateur", Hamburg 22, Barmbed, Am Holstentamp 39a, II. Vereins- Anzeiger für Maler 2c.", Hamburg 22, Barmbed, Schmalenbederstr. 17. Hamburg Die Biene", Drgan des Zentralverbandes der Konditorgehülfen 2c., St. Pauli, Seilerstr. 32. ,, Correspondenzblatt der Tapezierer", Steindamm 99. " Der Hafenarbeiter", Hamburg 1, Gänsemarkt 35, II. „ Handlungsgehülfen- Blatt", Hamburg 6, Marktstr. 136. " Der Schiffszimmerer", Gilbed, Konventstr. 5. Der Kupferschmied", Hamburg 23, Eilbeck, Marstr. 6, I. " Der Seemann", Hamburg 4, St. Pauli, Hafenstr. 116. " Weckruf der Eisenbahner", Hamburg 27, AusschlägerAllee 32. # 1 " Monatlich einmal erscheinend. „ Die arbeitende Jugend", Organ des Vereins der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter Berlins, N. 54, Beteranenstr. 8. Redaktion SO. 26, Walde marstraße 75. " Der Zimmerer", Hamburg 22, Barmbed, Feßlerstr. 28, I. Berlin geipzig Der Steinarbeiter", Gr. Fleischergasse 14. I. Karlsruhe Glaser- Beitung", Schüßenſtr. 8 a. " Der Tabalarbeiter"( für Bigarrenarbeiter), Tauchaer straße 19/21. Leipzig- Schkeudik„ Graphische Presse", Schreudik. Löbtau- Dresden„ Der Fachgenosse"( für Glas-, PorzellanLinden- Hannover Brauer- Zeitung", Burgstr. 9. und Thonwaren- Arbeiter), Reisewigerstr. 34. Stuttgart Holzarbeiter- Beitung", Adlerstr. 43. " Metallarbeiter- Zeitung", Druckerei des deutschen Metallarbeiter- Berbandes, Rötestr. 16b. Monatlich dreimal erscheinend. Altenburg Müller- Zeitung", Publikationsorgan des Verbandes deutscher Mühlenarbeiter, Zwidauerstr. 12. Berlin Zeitschrift für Graveure und Eiseleure", SO. 26, Mariannenplak 5, Hof I. Lederarbeiter- Zeitung", SO. 16, Engel- Ufer 15, IV. Hamburg Friseurgehülfen- Zeitung", Hamburg 19, Dfterftraße 166. Monatlich zweimal erscheinend. Berlin Der Fleischer", C. 54, Dragonerstr. 15. Der Bureau- Angestellte", Redaktion: Grünau, Köpeniderstr. 109. Aller 14 Tage erscheinend. Berlin Der Courier", Zentralorgan für die Interessen der im Handels, Transport- u. Verkehrsgewerbe beschäftigten Arbeiter Deutschlands, SO. 16, Engel- Ufer 15. " „ Der Asphaltarbeiter", Drgan des Verbandes deutscher Asphalteure, Pappdecker und sämtlicher Hülfsarbeiter, NW. 87, Beuffelstr. 19 parterre. Der Bäder", Drgan für die Interessen der Bäckergefellen Berlins und Umgegend, C. 54, Gipsstr. 2. Kürschnerwacht", NO. 43, Gollnowstr. 5. " Zeitschrift für Aylographen", Drgan der Xylographen des deutschen Sprachgebietes, Schöneberg Berlin, Hauptstr. 110 I. S Hamburg Fachzeitung für Zivilmusiker", HamburgEimsbüttel, Hellkamp 33, II. Etage. " Der Drganisator", Schäferstr. 19. Leipzig Monats- Blätter des Lagerhalter- Verbandes, Connewitz, Marienstr. 5. Obige Zusammenstellung veröffentlichen wir zu Bee ginn jedes Quartals. In der Zwischenzeit sich ergebende Adreß oder sonstige Veränderungen bitten wir uns zur Bormerkung mitteilen zu wollen. Berlin, den 4. April 1906. Der Parteivorstand. 1897 757L* Knaben- Anzüge Vollendet schöne Auswahl in reizenden, entzückenden Fassons, praktischen und luxuriösen Genres. Tausende Exemplare einfachster und auserlesenster Farbensortimente. 18.- 16.- 15.- 14.- 12.- 11.- 10.8, 9.7.- 6.- 5.- 4.- 3.2 M. Fesche Knaben- Mützen, passend zu den Anzügen. Der Haupt- Katalog Nr. 29( Frühjahr u. Sommer) wird kostenlos u. portofrei zugesandt. Baer Sohn Spezialhaus grössten Massstabes Chausseestrasse 24a/ 25 11 Brückenstrasse 11 Gr. Frankfurterstr. 20. Raucht Réunion- Vineta beste 2 und 3 Pfg.- Zigarette jetzt Niederlage: NO. 55, Christburgerstr. 37. Überzeugen Sie sich, dass meine Mein neuer Katalog 1906 künstlerisch in mit etwa und vollendeter Ausstattung 600 Abbildungen für Innen- Dekorationen Original- Teppich- Tafeln ist erschienen! und wird auf Wunsch Deutschland- Fahrräder gratis franko verand und Zubehörteile Teppich- Versandhaus dle besten, allerbilligsten Viele 1000 Anerkennungen. daher im Gebrauch die sind! Über 100,000 Deutschland- Räder zur grössten Zufriedenheit I.Gebrauch Preisliste, die grösste der Branche, unberechnet u.portofrei. August Stukenbrok, Einbeck Erstes Fahrradhaus Deutschlands. 2662* TUMA= ZARI Beste 2 Pfg.- Zigarette. Emil Lefèvre Berlin S., Oranienstr. 158. Pinol An allen Orten werden Verkaufsstellen errichtet. Vertreter gesucht. Gebrüder Krayer, Mannheim. teppdeden billigst direkt in der Fabrit 72. Wallstr. 72, wo auch alte Steppdeden ausgearbeitet werden. Bernhard Strohmandel, Berlin Ks. Juftr. Katalog gratis. Für den Inhalt der Inferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 11. April Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Drpheus und Eurydike. Schauspielhaus. Die Duizows. Deutsches. Der Kaufmann von Venedig. Berliner. Hamlet. Westen. Die Zauberflöte. Anfang 8 Uhr: Neues. Salome. 0.( Wallner Theater.) Schiller Helden. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Ueber unsere Kraft.( II. Zeil.) Lessing. Und Pippa tanzt. Komische Oper. Don Pasquale. Kleines. Unverschämt. Hille Bobbe. Residenz. Der Prinzgemahl. Zentral. Madame Sherry. Trianon. Loulou. Lustspielhaus. Die von Hochfattel. Carl Weiß. Geschlossen. Thalia. Hochparterre links. Luisen. Ein Sommernachtstraum. Metropol. Auf ins Metropol. Walhalla. Einer von unsere Leut'! Deutsch- Amerikanisches. Er und Ich. Kajino. Die Herren Söhne. Apollo. Das bummelnde Berlin. Spezialitäten. Folies Caprice. Der Schmod. Dalles, ut. Co. Spezialitäten. Wintergarten. Spezialitäten. Belle Alliance. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Paffage. Spezialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Nachmittags 4 Uhr: Der Simplon und sein Gebiet. Abends 8 Uhr: Dr. Donath: Die Fortschritte der drahtlosen Telegraphie. Sternwarte, Invalidenstr. 57/62. Ferdinand Bonns Urania Tauben. str. 48/49. 4 Uhr: Der Simplon und sein Gebiet. Abends 8 Uhr: Dr. Donath: Die Fortschritte der drahtlosen Telegraphie. str.57/ 62. Sternwarte InvalidenLustspielhaus. Abends 8 Uhr: Die von Hochsattel. Apollo- Theater. Mittwoch 8 Uhr: Die glänzenden Spezialitäten. 9 Uhr: Das bummelnde Berlin. Donnerstag und Sonnabend: Elfentücke Märchenspiel und Schiller- Theater. 0000000000 Für Damen! Schiller- Theater O.( Ballmer- Theater). Schiller- Theater N.( Friedr. Bil15, 25.) Für Mittwoch, abends 8 Ubr: Ueber unsere Kraft.( 2. Zeil.) Schauspiel in 4 Aufz. von Björnstjerne Björnson. Mittwoch, abends 8 Uhr: Helden. Komödie in 3 Aufzügen von Bernard Shaw. Deutsch v. Siegfried Trebitsch. Donnerstag, abend 38115r: Donnerstag, abends8ubr: Ueber unsere Kraft.( 2. Teil). Die Macht der Finsternis. Karfreitag: Geschlossen. Starfreitag: Geschlossen. Mittwoch, den 18. April: Schluß der Saison! Zirkus Albert Schumann Heute abend präzise 72 Uhr: Das Senfationsprogramm. U. a.: 15 Japanische Gaukler Jeden Abend neue u. verblüffende Tricks. Die größte Novität! Chines. Fische fang. Tauchervögel Cormorants. auserlesene Spezialitäten.eu! Jokoda- Truppe. Neu! Mons. Karfreitag: Geschlossen. Ostersonntag, Dstermontag nachm. 3 Uhr: Venus auf Erden und Spezialitäten. Metropol- Theater Anfang 8 Uhr. ! Auf- in's Metropol! Große Jahresrevue mit Gesang u. Tanz in 9 Bildern v. Jul. Freund. Musik von Viktor Hollaender. Rauchen in all. Räumen gestattet. Gründonnerstag und Sonnabend: Der Totschläger. Volksstück in 5 Akten von W. Busnach und O. Gastineau. Gervaise: Else Schiff v. LessingTheater a. G. Coupeau: Josef Giampietro. Walhalla- Theater Berliner Theater. Einer von unsere Leut'! Anfang 7 Uhr. Hamlet. Donnerstag: Die Jüdin von Toledo. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Schlierseer Gastspiel: Prozeßhansl. Sonntag: Schlierseer Gastspiel: Die Sommerfrischen. Neues Theater. Abends 8 Uhr: Salome. Donnerstag: Ein Sommernachtstraum.( Anfang 7, Uhr.) Freitag: Geschlossen. Boltsstüd in 6 Bildern nach D. F. Berg von D. Kalisch. Anf. 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Residenz- Theater. Direktion: Richard Alexander. Mittwoch zum 163. Male u. Dfter Sonntag Anfang 8 Uhr: Frantz. Ne ut! Miß Hella. Neu! MiB Rosa. Neu! Reiterfamilie Cardinale. Zum Schluß zum 115. Male: das nene Femina Frauenreich. Folies Caprice Budapester Possen- Theater 132 Linienstr. 132, Ecke Friedrichstraße. Zum 26. Male: Der Schmock und Dalles& Co. Anfang 8 Uhr. Kasse den ganzen Tag geöffnet. Vorverkauf bei Wertheim. Belle- Alliance Eintritt 50 Bf. Theater- Variété. Anfang 8 Uhr. labendlich: Heinz Buda der Sänger mit der Laute und das neue glänzende April- Konkurrenz- Programm. Fröbels Allerlei- Theater Schönhauser Allee 148. Am 1. Feiertag: Vereins- Vergnügen. 2. und 3. Feiertag: XI. Berliner Saison. Nur noch kurze Zeit! Zirkus Busch. Um 83%, Uhr! Neu! Eisbären 70 dressierte 70 unter persönlicher Vorführung des Herrn Hagenbeck. Fräulein Martha Mohnke, Schulreiterin und die vorzüglichsten Programmnummern. Zum Schluß zum 148. Male: Die neueste und größte Sehenswürdigkeit Berlins: Indien. Orig.- Pantom. d. Zirkus Busch. Besonders hervorzuheben: Eine Tigerjagd. Trianon- Theater. Anjang Loulou. 8 Uhr. Sonntag nachm.: Die herbe Frucht. Kottbuser Sanssouci. Straße 4a. Dir. Wilhelm Reimer. Begen Borbereitungen zu d. Feiertagen geschlossen. An allen drei Festtagen: Große Extra- Fest- Soireen. bon Hoffmanns Norddeutsche Sänger. 2. u. 3. Feiertag: Großes Oster- Frühlings- Kränzchen Polosseum Col Dresdenerstr. 97. Größter Erfolg des neuen Spezialitäten- Progr. Neu eröffnet! Welt- AusstellungsBiograph-( St. Louis) Theater lebender Photographien mit Der Prinzgemahl. Große Fest- Vorstellung abwechselnd. Abnormitäten- Progr. Donnerstag u. Sonnabend Anf. 8 Uhr: Denise. Dfter- Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Schlafwagen- Kontrolleur. Ofter- Montag nachmittag 3 Uhr: Herkulespillen. Karfreitag: Geschlossen. und darauf folgendem Fest- Tanz. Eröff. 6 Uhr. Anf. 7 Uhr. Entree 40 Pf. Neue Welt. Hasenheide 108/114. Deutsch- Amerikanisch. Große Abschieds- Borstellung des Kleines Theater. Theater. Köpenickerstr. 67/68. Anfang 8 Uhr. Hille Bobbe. Borher: zum Heute Gastspiel Ad. Philipp 111. Er und Ich Male Bernh. Rose- Theaters Eine Gefallene oder: Ein Kind der Liebe. Der Unverschämte. Sonnt. nachm. 3 Uhr, halbe Preise: Original Boltsstud in 3 Atten von Donnerstag: Kinder der Sonne. Ueber'n großen Teich. Abends 8 Uhr: ER und ICH. Reiflingen. Anfang 8 Uhr. Staffeneröffn. 7 Uhr. haben Gültigkeit. Neu! Die Hungerleider. Neu! Soziales Bild aus dem Leben. Den ganzen Tag Vorstellung. Billigste Preise Direkt aus der Fabrik. Jetzt nach beendeter Engros- Saison wieder Einzelverkaufzu den bekannt billigen Preisen: Jacketts schwarz u. farbig in kolossaler Auswahl 3,75, 4,50, 6, 7-20 M. in sämtlich. Capes Langen 54 62 72-25 M. mäntel 6,50, 7,25, 8-22M. Staubma in Kostüm- Röckelau, schwarz, diversen englischen Stoffen 3,50, 4.25, 5,50-20 M. Kurstr. 41/42 Fabrik Pelz, Sonntags geöffn Vorzeig. dies. Annonce 5%, Rab. Damen- Konfektion direkt aus der Fabrik. Kein Laden. Nach beendeter Engros- Saison auch Einzelverkauf enorm billig UebergangsPaletots Havelocks Capes Jacketts Kostüme Kostüm- Röcke MädchenPaletots Robert Baumgarten, Hausvoigtei- Platz 11, II. Etage ( an der Jerusalemerstraße). Bei Vorzeigung dieses Inserats an der Kasse werden = 5 Proz. Rabatt vergütet. Auch Sonntags geöffnet! Anzüge, Paletots 28 nach Maß 30, 32, 35, 38 9. uſtv., bei Anzügen bon 50 M. an Teilzahlung, monat lich 10 M., gestattet. 3262* Otto Pritzkow, Tomporowski, Bringenſtr. 55, I. Etg. Münzstraße 16. Gustav Behrens SpezialitätenTheater er 1905 or Hühner, fleißigte Leger, Enten, Tauben, Brutputen, Bruteier u.Kücken hochebler Raffen empfiehlt unter Garantie F. Wegner, Berlin, Mariannenstr. 34. Knaben- und Jünglings- Garderobe April- Programmabigsten reellsten Frankfurter Allee 85. Theater des Westens Carl Well- Theater. Palast- Theater Das vorzügliche April- Programm! ( Station Zoologischer Garten) Kantstraße 12. Abends 7 Uhr: Bis Sonnabend geschlossen. Ab ersten Feiertag zum erstemmal: Novität: Das Neu! Burgstr. 24, 2 Min. v. By. Borfe. Die weibliche musikalische Täglich 8 Uhr. Das Börse. Entree 50 Pf. Die Zauberflöte Die Jagd ums Leben. einzig dastehende Donnerstag: Die vier Grobiane. Freitag bei aufgehobenem Abonnement: Oratorium Elias. Anfang 8 Uhr. Sonnabend nachm. 3 Uhr, fleine Preise: Der Pfarrer von Kirchfeld. Abends 7, Uhr: Schützenliesel. Josef König a. G. WING I BARTEN April- Programm! Voranzeige! Donnerstag, den 12. lpril 1906, Freitag, den 13. April 1906, Sonnabend, den 14. April 1906 bleibt wegen Borbereitungen für das Oster Programm Komische Oper. Neues Programm! He has heater mean umfaffender Mittwoch, den 11. April 1906, abends 8 Uhr: Don Pasquale. Donnerstag: Hoffmanns Erzählungen. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Hoffmanns Erzählungen. Zentral- Theater. ( Operette.) 8 Uhr, halbe Preise: Madame Sherry. MiB Broadfoote, engl. Sängerin. Die 2 Sandwinas, Handstandkünstler Bellatzer Truppe, gymnast. Akt. Thereses& Partner, kom.- hypnotischer Akt. De Blère, Zauberkünstler. Robertus& Wilfredo, Balljongleure. König Dollar, Ballett von John Tiller, London. Alexia, Pariser Wirbeltänzerin. Will Rogers, Lassowerfer. Die Baggesens, kom. Jongleure. De Dio, Phantasietänzerin. Der Biograph. Luisen- Theater. Passage- Theater. Abends 8 Uhr: Anfang 8 Uhr. 8in Sommernachtstraum. Das originelle April- Programm. Donnerstag: Das Käthchen von Heilbronn. Freitag: Gefchloffen. Sonnabend: Die Haubenlerche. Sonntag nachm.: Stäthchen von Heilbronn. Abends: Ein Sommer nachtstraum. Montag nachm.: Wilhelm Tell. Abends: Robert Bertram. Dienstag nachm.: Maria Stuart. Abends: Der Berschwender. W. Noacks Theater. Direftion: Rob. Dill. Brunnenſtr. 16. Heute: Geschlossen. An allen brei Osterfeiertagen: Große Fest- Vorstellung. Zur Aufführung gelangt: Der Edelhof. Bollsschauspiel in 5 Att. v. A. Bölte. Lucie König Bortrags- Soubrette. Marka Freya, Excentrique. Teddi Trio Trampolin Aft. Ferner 14 neue Spezialitäten. Kasino- Theater Lothringerftr. 37. Täglich 8 Uhr. Die Herren Söhne. Gastspiel v. Tower u. Clayton. Neu! Lickson nsw. usw. Sonntag nachm. 4 Uhr( 1. Feier tag): Ein Sohn des Volkes. Montag nachm. 4 Uhr( 2. Feiertag): Arbeit schändet nicht. geschlossen! Sonntag, 15. April( 1. Feiertag): Das vergrößerte Elite AprilProgramm. Reichshallen. Stettiner Sänger. eu! Einquartierung. Rückkompagnie. Bosse mit Gesang und Tanz. Während der Karwoche außer Kar freitag: Täglich Vorstellung. Etablissement Buggenhagen Moritzplatz. Täglich in den unteren Sälen Gottschalk- Konzert. Achtung!" Allen Freunden, Kollegen und Genoffen zur Nachricht, daß ich Bernauerstraße 82 ein Weiß- und Bairischbierlokal Mil. Humoreste v. Meyfel eröffnet habe. Bitte um geneigten Anfang Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Krug zum Grünen Kranze Alexanderplatz ,, ( im Keller) Allabendlich: Zuspruch. Für Zahlstellen und Bereine ein Vereinszimmer zu 60 Personen. 11405* Ullax Gietke. Bernauerstr. 82. Blutarmut Bleichsucht, Nervenschwäche, Blutstockungen usw. beseitigt vollkommen Reichel's Malzeisenpulver Reichlich blutbildend, schwache Nerven stärkend und enorm Appetit anregend. Wirkt bei Kindern Wunder! Wahrhaft überraschende Erfolge. Dose Mk. 1.25. Uebl. 3 Dosen Mk. 3.75 hier frei Haus. Versand nach auswärts. Berlin SO 43, Otto Reichel, Eisenbahnstr.4. Billige Bauparzellen. Koppenstraße 85, part., 1812 Karl Hustädt. Ich wohne jetzt Ein Riesenposten 670L* 180 cm breite bunte Mocket. Plüsche vornehm. haltbarst. Möbelstoff Buntpersische Blumenmuster InventurExtrapreis 35 pr. Meter 5 Bei Abnahme Wert 750 ganz. Stücke 5p.Mtr. Teppich- Spezialhaus Emil Lefèvre Berlin Oranienstr. 158. S. Nur noch wenige Tage Marienburger Geld- Lose a 3 Mk. 831L* Ziehung 19., 20. u. 21. April Porto und Liste 0,30 Mk. Auslagen 0,80 Mk. Hauptgewinn 60 000 M. Marienburger Pferde- Lose 1 Mk., 11 St. 10 Mk., Porto u. Liste 0,30 Mk. empfiehlt u. versend. geg. Voreinsend. d. Betrages od. Nachnahme 200 Oppenheimer- Kaufmann Frankfurt a. M., Große Bockenheimerstraße 6. DamenHüte Billig! Billig! Nur schid, elegant, sehen und staunen! Echte Seiden, Chiffon in a. Farb., schick garn. 4,90 an. Alte Hüte schid aufg. 40 Pf. an. Migge, Brückenstraße S, Laden, ( früher Nr. 2). Dr. Schünemann Spezial- Arzt für Hant- und Harnleiden, Frauenkrankheiten. Friedrichstr. 203, Ecke Schüßenstr. 10-2, 5-7, Sonnt. 10-12 Uhr. * 113/12 Charlottenstr. 14 II. Dr. med. Böhm, Saladtensee, Eitelfritzstr. 12, Aug. Rüter, Neues Gesellschaftshaus Spezialarzt f.Wafferheilverf. u.Maffage 3 Minuten v. Bahnhof Zehlendorf. In Beerenstraße hält sich für Ausflüge Grundstücksverkauf. Ertuer am Karfreitag bestens empfohlen. ( halbstündiger Borortverkehr mit Ber fin) iſt ein fünfpiertel Morgen großes Wohin wandern wir? Bur Wachtel. burg, Grundstück mit Landhaus( Haus, Hennickendorf bei Bahnhof Strauk Garten und Baustelle), am Flaten berg. Schönstes und romantisch ges fee gelegen, wegen Verzuges sehr legenes. Etablissement, meilenweite preiswert( für 30 000 Mart) zu ber Fernficht, herrliches Panorama nach Laufen. Offerten unter W. 2 an die den Rüdersdorfer Kalkbergen 2c. Expedition, Lindenstr. 69. 11435* G. Goldgräbe. Schwarzer Friedrichsberg. Fernsprecher Nr. 8. Adler FrankfurterChaussee 5. Restaurant und Festsäle. Jeden Sonntag: Gr. Ball unter Leitung des Herrn Jeden Mittwoch: 0. Bürger. Humoristische Soiree der Willy Walde- Sänger. Rad ber Familien- Kränzchen. x Bond haben Nach Borstellung: 3392* Moabiter Bürgersäle Gültigkeit. Gebr. Arnhold. BERLIN NW., Beusselstr. 9 großer kleiner Saal und ::: stehen täglich zu::: Versammmlungen und Vergnügen zur Verfügung. am Bahnhof Biesdorf, günstige XXXX Vereinszimmer einige Sonnabende noch frei. XXXX für jedermann. StadtbahnFidelitas!" verbindung 10 Bf.- Tour. Gas- und Damen- Orchester Bedienung nach Münchener Art. Entree frei. Säle v.200-1000 Pers. fassend. * Wafferleitung, erstklassigen Boden. Quadrat Rute von 15 Mark an. Bef. Nieschalke, Rieger& Co., Lands. bergerstraße 66. Auskunft täglich von nachmittags 2 Uhr, sowie Sonntags von früh 10 Uhr durch den Vertreter Herrn Kraatz im Restaurant 99€€€€€€€€ Liebske am Bahnhof Biesdorf. 9985* Raucht 2262 TassiCigarettes. L H. Greifenhagen Nehf. Brunnenstr. 17/18 Veteranenstr. 1/2. Nur heute Mittwoch stellen wir einen großen Posten sehr eleganter Kostümröcke in crême Voile, Wollbatist und Cheviot zum extra billigen Verkauf. Serie I h II 4.50 III 6,50 7,50 sonstiger Preis bis 15 M. 20 Regimenter Infanterie können zu jeder Zeit in den allbekannten, berühmten und leistungsfähigen Konfektionshäusern 3 Geschäfte 3 Geschäfte Blitzsche eingekleidet werden. Durch Aufkauf riesenhafter Restbestände der größten und leistungsfähigsten Fabrikanten Deutschlands sind wir in der Lage, zu den unglaublich billigsten Preisen zu verkaufen. Wir bitten, am das Einschreiten der Polizei zu vermeiden, den Einkauf möglichst an don Wochentagen zu besorgen. Um dem hochverehrten Publikum die weiten Wege zu ersparen, haben wir uns entschlossen, noch zwei weitere Filialen zu eröffnen. Herren- Anzüge zurückgesetzt, Z. Sachse Herren- Anzüge Herren- Anzüge Art. Lindenneid • Art. Donner, prima Ware. . Stück 5.50 Stück Stück 85 6.M. 30 Zentral- Verband der Töpfer Deutschlands. Filiale Berlin. Morgen Donnerstag, den 12. April 1906, abends 6½ Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15( großer Saal): General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abstimmung über den Antrag Koinzer. 2. Bericht des Vorstandes. 3. Wahl des gesamten Filialvorstandes. 4. Abstimmung über den Chamottetarif. 5. Verschiedenes. Jeder Kollege ist in Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung verpflichtet zu erscheinen. 195/18 Der Vorstand. NS. In der letzten Nr. 14 des Töpfer" ist obige Generalversammlung infolge eines Drud fehlers zum Donnerstag, den 19. April einberufen; es muß heißen: Donnerstag, den 12. April 1906. D. D. Orts- Krankenkasse Achtung! Rohrer! Achtung! Maurergewerbes zu Berlin. Donnerstag, den 12. April d. J., abends 8, Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenftr. 20: General- Versammlung der Vertreter der Kaffenmitglieder und der Arbeitgeber. Zages Ordnung: Donnerstag, den 12. April 1906, abends 8 Uhr, im Lokale von Anton Boeker, Weberstr. 17: Oeffentliche Versammlung. Tages Drdnung: 1. Bortrag des Genoffen Max Zedler. 2. Diskussion. 3. Die Ante bon der am 7. März im Englischen Garten tagenden öffentlichen Berwort vom Verband der Rohrdeckenfabrikanten Berlins und Umgegend auf sammlung beschlossenen Resolution. NB. Die Herren Rohrdeckenfabrikanten find hiermit zu dieser 1. Borlegung des Verwaltungs- Versammlung eingeladen. berichtes und Rechnungsabschlusses pro 1905. 8915 2. Bericht der Prüfungskommission und Beschlußfassung über die Abnahme der Jahresrechnung. 3. Antrag auf Bewilligung einer Entschädigung für die Kassenmitglieder des Rechnungs- Ausschusses. 4. Antrag des Vorstandes auf Ab. änderung der§§ 13, 17, 34 und 62 des Kassenstatuts betreffen3 die Er höhung des Krankengeldes sowie Bezahlung derjenigen Feiertage, welche in die Woche fallen, und Regelung der Einziehung der Beiträge von den Arbeitgebern. 5. Beschlußfaffung über den Antrag der Kassenbeamten wegen Regulierung der Anstellungsbedingungen. 6. Verschiedene Mitteilungen des Borstandes. Berlin, 29. März 1906. Der Vorstand. A. Daehne, Vorsitzender. A. Kelpin, Schriftführer. Gravier- Anstalt 9 Stempel H. Guttmann Brunnen- Str. 9 Datum 8.3 9 Herren- Anzüge Art. Wolke, hochelegante Muster.. Stück 9. Herren- Anzüge Maßarbeit, bis zu den elegantesten M. M. Stück von 15. M. an. Herren- Paletots 1 Mark! 2 Mark! und 3 Mark! billiger als obige Anzüge. Herren- Paletot extra prima Qualität auf Seide Stück 10. Stück von Herren- Paletot Maßarbeit...... Herren- Hosen 5000 Stück Knaben- Anzüge in riesiger A hochelegante Muster, bis zu den allerfeinsten 80 9 75 13. M. an. 1.M. an. Stück von Auswahl 95 Stück von 1.9/ F Wir bitten genau auf die Firma Blitz zu achten. Chausseestraße Rosenthalerstraße Ecke Auguststraße. M. an. 80 9 137 Gr. Frankfurterstr. 137 Chones Industriepalast zwischen Koppen- und Fruchtstraße. Berufsbekleidung für alle Gewerke. 9 empel. Schilder Nummernblonen Vereins- Abzeichen StickStempel- Druckereien. Signier Tür- Schilder 9 Elegante Jackett- Anzüge in allen modernen Farben und Karos 10,50-45 Mark. Rock- and Gehrock- Anzüge schwarz und farbig von 25-54 Mark. Stoff- Hosen von 3-14 Mark. 291/13 :: Dutfabrik:: Alfred Krug, Schönhauser Allee 115. Brunnenstraße Nr. 54, Herrenfilzhüte Mt. 1,90, 2,40, 3,-, ff. 4,50. Zylinder Mt. 6, 8, 10, 12 inkl. Reisekarton. Müten in allen Preislagen von 35 Pf. an. Größte Spezialgeschäfte im Norden! Leser dieser Zeitung 5 Proz. Rabatt! 7792* Die besten Fahrräder und Fahrradzubehörteile zu enorm billigen Preisen finden Sie wieder bei 290/ 8* Ernst Machnow, Berlin N., Arkonaplatz 1, Filiale: Kaiser Wilhelmstr. 18R. Abteilung für Motorfahrzeuge: Wollinerstr. 11-12. Neue Fahrräder 45.-, 50.-, 52.-, 55.- M.us hochelegante usw. Für meine weltberühmten Arkonaräder übernehme bis 6 Jahre Garantie. Luftschläuche 1.50, 2.-, 2.50, 3.50 M. Laufmäntel 2.50, 3.20, 4.50 M. Nähmaschinen 28.-, 36.-, 42- M.- Neue Allright Motorzweiräder 400 M. 2c.- Katalog gratis und franko. PROBLEM Cigaretten übertreffen Importen Beste deutsche Fabrikate Ueberall zu haben. Ich habe noch nie eine so gute, preiswerte Zigarre für so wenig Geld angetroffen, deshalb bitte ich Sie, mir nochmals 500 Stck. für 7 M. fr. geg. Nachnahme zu senden. Anton Döring, Roxel. Hochachtungsvoll NB. Ueber 2000 Anerk. habe ich erhalten! Bestellen Sie bitte auch zur Probe gegen Nachnahme franko: 500 Stilek„ Union" für nur 7 M.! Sie werden viel Geld sparen! Garantie: Umtausch od. Zurückn. Rud. Tresp, Zigarrenfahrik, Neustadt bei Danzig H. N. 245. D Gegründet 1879. Sommer- Paletots elegante und moderne Verarbeitung in allen modernen Farben und Karos von 12-45 Mark. Jünglings- and Knaben- Garderobe in grosser Auswahl. Moderne Westen von 1,00-10,50 M. Herren- und Knaben- Garderobe. Julius Lindenbaum 141, Grosse Frankfurterstr. 141, Ecke Fruchtstrasse. Grösstes Geschäft der Branche in den Bezirken O, NO, SO. Feste Preise! Feste Preise! New- Departure- Freilauf- Bremsnabe Spezialität: Anfertigung nach Maß. Die beste der Welt Erhältlich in jeder besseren Fahrradhandlung. Millionen im Gebrauch Engros- Vertrieb: Romain Talbot, Berlin S. 000000000000000 Verlangen Tellus- Zigaretten garantiert Handarbeit Mit peinlichster Sorgfalt von bestbezahlten Zigaretten- Arbeitern hergestellt! M. Butze, Orientalische Zigaretten- Fabrik ,, Tellus", Berlin N. 54. Arbeiter! Raucht ,, Malinda"-Zigarren in 100 ten Zigarrengeschäften zu haben. Wer sich den Genuß der so vorzüglichen echten Malinda- Zigarren a 5, 6, 8, 10 Pf. per Stück verschaffen will, achte darauf, daß ihm die rühmlichst bekannte echte ,, Malinda"-Zigarre verkauft wird. ,, Malinda"= Zigarren werden sehr viel nachgeahmt, aber niemals an Qualität erreicht. 536L* S. Rund, Generalvertreter, Marsilius- Str. 23. Moerner's Blumengarten Ober- Schöneweide Dampferstation Stern empfiehlt sich zur Abhaltung von Sommerfestlichkeiten jeder Art. 2 große Säle. 3 Familien- Kaffee- Kochküchen. 000 0000 Neue Königstr. 73. C. Stark, Landsbergerstr. 61. Seidenhütex Mechanikhüte Filzhüte Mützen × Schirme in allen Preislagen vorrätig. Vorzeiger dieses Inserats erhält 5 Proz. Rabatt. Jedes Jenensia- Rad ein Meisterwerk deutscher Technik. Teilzahlung! Zwei Jahre Garantie mit Freilauf, Sozial- Räder. 65.-, Sozial- Luxus-, lauf, M. 100.-. Gebrauchte Räder billig! Bitte genau auf Hausnummer 23" zu achten. 23, R. Groskurth, Berlin C., Münzstr. 23. Wirtshaus Schloß Woltersdorf" bei Erkner am Flakensee. Besitzer Fr. Saewert. Hält sich den Gewerkschaften, Vereinen usw. Δ Δ Δ zu Partien bestens empfohlen. Δ Δ Δ Am Großes Schlachtefest. Karfreitag: Tel. IV 9099. Special.: Anfertig. nach Maass, Grosses Stofflager. Victoria Vornehm! Praktisch! Eleganter Sacco- Anzug tadellos sitzend 15 Mark in den neuesten hell und dunkel gemusterten Dessins vorrätig Mode- Haus Hermann Vandsburger Friedrichst.7 Turmstr. 80a nahe Belle- Allianceplatz. Ecke der Wilhelmshavenerstraße. Zur Unterstützung der Phosphorbehandlung der Säuglinge bei englischer Krankheit empfiehlt sich als ausgezeichnetes Nährmittel Rufetes Kindermehl, welches die im Magen des Kindes zu großen Klumpen gerinnende Stuhmilch nicht nur zu einer feinflodigen, der Muttermilch ähnlichen Gerinnung zwingt und so den Verdauungsfäften leichter zugänglich macht, sondern auch die so oft bestehende chronische Stuhlverstopfung beseitigt, zugleich aber durch seinen reichen Gehalt an leicht verdaulichen Eiweiß- und Mineralstoffen die Muskelfleisch- und vor allem auch die mangelhafte Knochenbildung auf das günstigste beeinflußt. Endlich wirkt Rufefes Kindermehl auch anregend auf den darniederliegenden Appetit ein. Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort ( fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Gardinenhaus Große Frankfurter. ftraße 9, parterre. 1+ Deckbett, Unterbett, Rissen mit glattrotem Inlett, zusammen 10,50, nur( Pfandleihe) Andreasstraße achtunddreißig. Kleine Anzeigen Steppdecken billigst Febril Große Frankfurterstraße 9, parterre.+1 Gastronen, dreiflammig 4,50, Salontronen 8,00, Bugampeln 9,00, Bandarme 0,60. Fabrillager Große 1398* Frankfurterstraße 92. Gastronen, Nähmaschinen. Bable bis 15,00, wer Teilzahlung tauft oder nach weist. Sämtliche Systeme. Woche 1,00. Boftfarte. Brauser, Tilsiter+ 49* Lauben Baumaterialien, neue" Damenuhr" Gratiszugabe oder und gebrauchte, wie: Kantholz, Bretter, bis 12,00 Bergütung, Nähmaschinen Ratten, Leisten, Türen, Fenster, ohne Anzahlung Woche 1,00. Boſts Linoleum, Dachpappe usw. billigft. farte genügt. Köpeniderstraße 60/61, Früher Kottbuserdamm 22, jezt hajen- Große Frankfurterstraße 43, Prenz+ 89* beide 2( am Hermannplag). 25516* lauerstraße 59/60. Linoleum, Tapeten, Reste, GePetroleumkronen, Fabrikpreise. Boche 1 Mart. Nur legenheiten. Müller, Große Frank Große Frankfurterstraße 92. 13998 furterstraße 45/46. +44 Herrenfahrrad, Damenfahrrad, Fahrräder, verfallene, ambilligsten wie neu, 45,00. Holz, Blumen- Leibhaus, Neue Schönhauserstraße 11. ftraße 90. Größtes 1427( Achtung Hausnummer.) Riesenauswahl sämtlicher Fahrradmarken Fahrräderlager Berlins, zu Preisen, welche keine Konkurrenz bieten tann. Tatsächlich günstige 262/3 Gelegenheiten feinster QualitätsMöbel, Gelegen heitskäufe, neue marten. Nagelneue Fahrräder, hochund gebrauchte billig Linienstr. 247 I. schneidige Straßenrenner 45,00. Ge- Geſellſchaft, Stettinerstraße 57.+101 Notrosa- gestreiftes Dedbett, Unterstraße 36 b. bett, zwei Stiffen, 18,00, Andreasstraße achtunddreißig. Pommeriches Bauernbett, Deckbett, Unterbett, zwei Stiffen, 27,00. Großes Laken, Stück 1,00. Pfandleihe Undreasstraße achtunddreißig. Elektrische nach überall. Gardinen Versandhaus Jeru falemerstraße11/ 12 Saison- Ausnahmepreise für Gardinen, Stores, Bettdecken, Portieren, Tischdecken. Reste enorm billig. Teppiche!( fehlerhafte) in allen Größen für die Hälfte des Wertes im Teppichlager Brünn, Hackescher Markt 4, Bahnhof Börse. Hochvornehme Herrenanzüge, Sommerpaletots die aus feinsten Maßstoffen gefertigt wurden, 18 bis 38,00, Herrenhosen 7-12,00 verkauft täglich, Sonntags. Deutsches Ver 1435 fandhaus, Jägerstraße 63, 1 Treppe. Inventur- Ausverkauf. Gardinen Stores, 10 Prozent Rabatt. Fenster ( zwei Schals) 140, 185, 225, 285, 350, 1321+ 485, 575, 665 ust. Inventur. Ausverkauf. BorziehGardinen mit überraschend schöner Stickerei, Fenster 135, 165, 210, 255, 285, 325, 425 usw., goldfarbig und rot 265, 285, 325, 450 ufw. 1322* Tüllbettdecken, weiß, creme, 195, 225, 285, 375, 450-790. Beigenbergs Teppichhaus, Große Frankfurter ftraße 125. 1323 Inventurpreis. Steppdecken, Simili, Seide, rot, grün, oliv, blau, zirka 160 breit, 200 lang, Handarbeit( Wert 10,50) jett Stüd 5,85. Steppdecken, Gelegenheitstauf, nur so lange Vorrat, 285, 365, 425, 585, 675, 785 ujm. eißenbergs Teppichhaus, Große Frankfurterstraße 125. Fahrräder, Te ilzahlungen. Bergs straße 28, Stalizer straße 40. 1418* Teppiche mit Farbenfehlern Fabrit. niederlage Große Frankfurterstraße 9, parterre. +1 Lichtenrade, Quad ratrute 20 Mart an bertauft unter günstigen Bedingungen Heiert, Berlin, Brandenburgstraße 1; Baris, Berlin, Graunftraße 27. Zäglich auf dem Terrain. brauchte Fahrräder Kleinste Preislagen". Man achte genau auf Firma und Straßennummer. Leihhaus Loh mann, Neue Schönhauserstraße 11. Säulen Plüschsofa Garnitur, frumeau, elegant, billig, Kinderpult, Härtel, Invalidenstraße 40/41. 113/16 Kostüme, Kostümröde, Blusen zu Fabritpreisen, Blumenstraße 9 II. 113/ 14* Sonntags bis 6 Uhr. Maßanfertigung tadellos fizender Damengarderobe, sowie Schnei derkostüme, Blumenstraße 9 II. Möbel, Spiegel, Sofas, Bett stellen, reelle Matraßen, enorm riesige Auswahl vollständiger WohnungsEinrichtungen bekannt billigst!„ Nur Grünerweg 81." Hermann Dwinakki. Verschiedenes. Schmelzer, Boltshumorist. Auch ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt- Expedition, Lindenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Arbeitsmarkt. Politischer Redakteur Stellenangebote. * 7692 wird per 1. Juli cr. für die Bere gische Arbeiterstimme", Solingen, ge Stellengesuche. sucht. Verlangt wird außer guter Blinder Stuhlflechter bittet um Allgemeinbildung gründliche Kenntnis Arbeit. Stühle werden abgeholt und des politischen Lebens im Staat und zurüdgeliefert. A. Gläser, Mulad der Kommune. Rednerische Befähi 1468b gung fehr erwünscht. Anfangsgehalt ftraße 27. im Minimum 2400 Mart. Schrift liche Bewerbungen mit Angabe der bisherigen Tätigkeit und der persön Junge Leute, ungefähr 16 Jahre lichen Berhältnisse sind mit dent alt, mit eigenem Zweirad, finden| Kennwort" Pol. Redakteur" bis zum dauernde und lohnende Beschäftigung 20. April cr. an Genoffen Ernst als Boten Schüßenstraße 24/25. Bollengraben, Solingen, Kölnerstraße, Lehrlinge mit guter Schulbildung zu richten. gegen monatliche Vergütung sofort Patentanwalt Weffel, Gitschiner- gesucht. Persönliche Borstellung nur ftraße 94a. 9736 in Begleitung der Eltern oder des Vormundes mittags 1-2 oder abends Pfandleihe, Brinzenstraße 63, täglich 8-8, Sonntags bis 2. 14298-9 Uhr. A. Jandorf u. Co., Belle alliancestraße 1/2. 1453 Kunststopferei von Frau Kotosty, Polierer für schwarze Dval Charlottenburg, Goethestraße 84, I.* rahmen wird verlangt KöpeniderAltes Kleiderspind kauft Verwalter, ftraße 109a. 11455 113/ 7* Ballifadenstraße 95. Tischler nach Zeichnung verlangt befinden sich die sämtlichen Arbeiter Tandem und Einzelrad verleiht Friedenstraße 48. +49 im Streit. Schmidt, Badstraße 34. Wir ersuchen die Kollegen aller + 100* Tüchtiger Schloßbauer und Dreher Branchen nach den obigen Be Fahrradverleihung. Einfizer, für Geldschränke verlangt G. Lindener, 3weisiger, Dreisiger, Große Frank Auguststraße 52. trieben feine Arbeit anzus 14578* nehmen. 176/9 furterstraße 14. + 49* Anschläger verlangt Busch, Sieg Die Agitationskommission. friedstraße 8, Schöneberg. +105 Akkordputer und Arbeiter für genlose Bände verlangen§. Fischer u. Co., Groß- Lichterfelde, Bahnstraße 4. Butz- Zuarbeiterin sofort gesucht bei hohem Lohn. Weißensee, Langhansftraße 146. +139 Achtung, Wagenfabriken! In den Wagenfabriken von Kühlstein, Charlottenburg, . Rühe Inb. Leuschner, Endept. 6, Kliemit, Neue Königstraße, Gebr. Wienicke, Pankow, Franke, Inselstraße, Achtung! Bauklempner! Folgende Firmen und Bauten sind gesperrt: Firma Degenhardt, Tempelhof ( früher Waldstraße, Moabit). Bau: Barijer Plaz 4. Ehrenerklärung. Hierdurch nehme ich die gegen Frau Bauer, Liegnigerstraße 6, am 2. April ausgesprochene Beleidigung zurüd. Bebauere, den Ausspruch getan zu haben Dame verkauft sämtliche Möbel Buden, zwei, 2 X3 Meter eiserne, und erkläre dieselbe als eine ehreneiner großen Wohnung, auch 10 Standbetten, Bilder, Gardinen, Teppiche, 2 × 6 Meter Eisenbahnwagen, billig, hafte Frau. Anna Ellinger, Baruther 11486 Steppdecken, Portieren. Dresdener verkauft Neumann, Lychenerstr. 124. ftraße Nr. 10. straße 38, born II links. 113/ 9* Vor- und Winterlaube verkauft. Verloren Zigarrenetui, Frant Junges Mädchen zu Kindern; Betten, Stand elf, zweischläfrig straßenede. Näheres Richter, Elsen- und Harzer furter Allee- Andreasplak, innen fleiner Haushalt. Meldungen nach: Firma Rumor, Spandauerstr. 15, Charlottenburg. +20 Kinderbild, Andenken. Frankfurter mittags bon 6 Uhr an. Frau Firma Böttcher, Sellerstr. 35. 16,00 Mart, Pfandleihe, Gubener +49 Swienty, Dames, Allee 72, Quietsch. 57 III, Sedanstraße straße 3. Damenfahrrad 50,00. 14588 Girma Glindemann, Matthäikirch+20 Stalizerstraße 46 IV. Vereinszimmer, gutgelegen, mit Schöneberg. straße 7. Halbrenner berkauft Ilgner, Pianino, empfiehlt Musikalisches Puh. Tüchtige Garniererinnen und Firma Niemann, Tilsiterstr. 82. Eisenbahnstraße 17 vorn II.+20 Familienheim, Kuglerstraße 2, Schön Buarbeiterinnen bei hohem Gehalt Firma Perit, Lüßowstr. 48. + 60* fofort gesucht. Gaskocherhaus! Bweilochgas: hauser Allee. Meldungen mittags Firma Pape, Dranienftr. 169. oder abends Halbrenner, wie neu, 30,00, 2eist, tocher! 3,00. Gefchloffene Gastocher! 8-9 Uhr. Neubau Stiebit& Röpchen, Char Beteiligen möchte ich mich mit 1-2 lottenburg, Kantstraße. Rüdersdorferstraße 30. +49 5,00. Basbügelapparate! Gasplätt 1000-1500 Mart an fleinem, aber A. Jandorf u. Co., Bellealliance1452 1326* Herrenfahrrad, Damenfahrrad, eisen! 2. Dreiflammige Bronze- folidem Fabrikationsbetrieb oder Wert- straße 1/2. gastronen! Gaszuglampen! 9,00. ftatt, gleichviel welcher Branche, tätig. schönes, modernes, umständewegen Rechnerinnen. Junge Mädchen, Plüschtischdecken, Gelegenheits- 40,00. Große Frankfurterstraße 14, Sasthren! 12. Schaufensterlicht spott. Offerten unter K. Wits, be welche im Rechnen geübt find, per fauf, mit fleinen Stidfehlern, nur so of geradezu. Wohlauer Wallnertheater- Spedition des Borwärts", Laufiber fofort gesucht. Meldungen mit Hand+ 49* billig. straße 32( Beleuchtungshaus!). 1454* Blaz 14. lange Borrat, 4,85, 5,65, 6,35, 7,50, schriftprobe mittags 1-2 oder abends 8,45, 9,65, 10,85. 1327 Gelegenheitskäufe: Paletots, An8-9 Uhr. A. Jandorf u. Co., BelleZwanzig Plüschtaschensofa aus züge, Hosen, Koffer, Revolver, Kontursmaffe 40,00, 45,00, 50,00, 1440* Teschings, Uhren, Goldfachen, Steffel, 55,00. Baneelsofa 50,00, 65,00 schnell Alliancestraße 1/2. spottbillig. Luce, Dranienstraße 131. abzugeben Landsbergerstraße 42 II. Inventur Ausverkauf. Tuchtischdeden mit fleinen Stickfehlern in allen Farben, Größen, 1,85, 2,25, 2,75, 3,50, 4,35 usw. 13298* Teppiche, imitiert Japaner und Perser, 2 Meter lang, nur 3,25. Weißenbergs Teppichhaus, Große Frankfurterstraße 125. 1330s + 48* Ofterpostkarten billig für Geschäfte. Reizende Stollektionen für Händler. Jaffé, Rosenthalerstraße 56. 11276* 11226* Vermietungen. Wohnungen. +20 Zeitungsfrauen( Tour Brüdenund Rungestraße) finden dauernde und lohnende Beschäftigung Prinzen112/ 4* straße 41( Morikplay). SchüßenDie Firma A. Pietschmann, Libauer straße 5, ist ebenfalls noch gesperrt, da die Firma auf die damalige Be schwerde wegen Tarifbruch nicht geantwortet hat. Die Firma G. Seeger, jekt Gneisenaustr. 46/47, hat im vorigen Jahr erklärt, daß fie den abgeschlossenen Tarif nicht anerkenne, aus diesem Grunde bleibt auch diese Firma für unsere Mitglieder gesperrt. An die Bauhandwerker Schmuckes Heim, hochmoderne Zeitungsfrauen finden fofort appellieren wir, auf die Klempner Zweizimmerwohnungen, Norden, Sol- lohnende Beschäftigung einwirken zu wollen. Die Firmen 17506* Dinerstraße 32. 10756* ftrage 22/23.( Tour Mohren- und und Bauten find nur dann frei, 112/ 4* Oudenarderstraße 36, 37, 38, Stanonierstraße). wenn unsererseits die Sperre billige Kleinwohnungen fofort. aufgehoben wird. 116/12 Die Ortsverwaltung. Näheres Wirt 37.'" 9965 Möbelstoffrefte in Wolle und buntem Blüsch, zu Sofabezügen ausreichend, in allen Preislagen. Weißenbergs Teppichhaus, Große Frankfurter- Reisegläser, Operngläser, ReißMöbel, Kleiderschränke, Sofas, 13285 zeuge, Regulatoren, Freischwinger, Bettstellen, Matrazen, Küchenmöbel ftraße 125. Harmonikas, Geigen, Bithern, Bilder, Inventur Ausverkauf. AbfallSpottbillig. Großartige Auswahl. Teppiche, spottbillig. Lude, Dranien Teppiche in allen Größen zu Spotta ftrage 131. Saalfelds Möbelspeicher, Straut preisen. straße 50. Monatsanzüge und Sommers Mehlwürmer verkauft Loppuch, paletots von 5,00 an, Hosen von Gr. Lichterfelde, Lantwigstraße 10. 1,50 an, Gehrodanzüge von 12,00 an, Fracs von 2,50 an, sowie für Damenhüte, elegant garniert, weil forpulente Figuren. Neue Garderobe fein Laden, diese Woche durchweg Kleinwohnungen, gefunde, zwei zu staunend billigen Preisen, aus Pfand- 4,00 bis 7,00. Aufarbeitung spott- Bimmer und Küche 19,50, ein Zimmer leihen verfallene Sachen fauft man billig und schid. Butatelier, Brinzen und Küche 16,- fofort Rigdorf, am vorteilhaftesten bei Naß, Mulad ftraße 55 II. 11426 28anglidftraße 12( Hermannplay). 1331* ftraße 14. 11295* Schafwolle, filzfrei, Urbanftr. 124. Schlafstellen. Tambourier Maschinen Hode- Einige Möbel, Weidenweg 85. meyer", alleiniger Fabrikant G. Bell- Quergebäude, Schie. Möblierte Schlafstelle zu ber mann, Gollnowstraße 26, nahe der Taschensofa verkauft billig Löwe mnieten. Lundgren, Elsafferstraße 49, 1332 Landsbergerstraße. 1134sstraße 11, Seitenflügel III.+49 linter Seitenflügel I. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil berantm.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Inventur- Preis. Portieren( zwei Shatols, ein Lambrequin) Garnitur 3,85, in allen Farben. Einzelne Plüsch- und Zuchgarni turen enorm billig. Weißenbergs Zeppichhaus, Große Frankfurter Straße 125, N +49 11526 Jm Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen foften 50 Pf. die Zeile. Lehrling, Sohn achtbarer Eltern, mit guter Schulbildung per sofort gesucht. Offerten R. 7 Postamt 42. 11466 Verein der Töpfer Berlins und Umg. Unseren Mitgliedern zur Kenntnis, daß die Kollegen auf den Bauten bes Töpfermeisters Herrn Paul Henkel, Klopstockstraße, die Arbeit wegen Lohnstreitigkeiten niedergelegt haben. 291/00 Der Vorstand.