3 e t 1 Nr. 242. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6fg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Gonntags etlage Neue bonnement: Unter Kreuz Desterreich Belt" 10 fg. Pe 6,30 Mt.pro Qu band: Deutschla Ungarn 2 Mt., das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Post- Zeitungs- Pretstifte für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Serufprech- Anschluk Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Parteigenossen! Sonnabend, den 15. Oktober 1892. Punkten der Tagesordnung nicht bereits ihre Erledigung gefunden haben. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die gewählten Delegirten oder Vertrauensmänner der. betreffenden Orte werden deshalb ersucht, von der erfolgten. 10. Wahl der Parteileitung und Bestimmung des Ortes, Wahl und der Adresse des Gewählten rechtzeitig Nachricht wo sie ihren Sih zu nehmen hat. an das Parteibureau gelangen zu lassen. Da die Choleragefahr entschieden im Zurückgehen begriffen ist und mit ziemlicher Sicherheit angenommen werden fann, daß die Seuche in wenigen Wochen ganz erloschen Parteigenossen! Die Wichtigkeit der Tagesordnung sein wird, so existiren heute die Gründe nicht mehr, welche läßt einen sehr starken Besuch des Parteitages erwarten. seinerzeit den Vorstand bestimmten, den Parteitag zu ver- um nun die nothwendigen Vorbereitungen rechtzeitig und schieben. Unsere Genossen in Hamburg- Altona und den von nach jeder Richtung treffen zu können, empfiehlt es sich, der Seuche am meisten bedroht gewesenen nordwestlichen wenn die Genossen mit der Wahl der Delegirten") und mit Brovinzen können heute wieder öffentliche Bersammlungen der Einsendung ihrer Anträge nicht bis zum letzten, zu abhalten, find also in der Lage, Delegirte zum Parteitage läffigen Augenblick warten. zu wählen und diesen zn besuchen. Der unterzeichnete Parteivorstand beruft deshalb den diesjährigen Parteitag auf: Montag, den 14. November, nach Berlin das Lokal zu den Konkordia- Sälen, Andreasfraße 64, ein. Die Adresse des Lokal Komitees, sowie die von demselben im Interesse der Delegirten zu treffenden Maßnahmen und Anordnungen werden rechtzeitig bekannt gegeben werden. Mandatsformulare sind durch das Parteibureau zu beziehen und wird, sobald dieselben fertig sind, eine bezügliche Bekanntmachung erfolgen. Alle auf den Parteitag bezüglichen Zuschriften, Wünsche, Anfragen 2c. sind nur an das Parteibureau: Nach§ 8, II. Absatz unserer Partei- Organisation find Anträge der Parteigenoffen für die Tagesordnung des Parteitages bei der Parteileitung einzureichen, die dieselben spätestens zehn Tage vor der Abhaltung des Parteitages durch das offizielle Partei Organ bekannt zu zu richten. geben hat." Um letzteres zu ermöglichen und da die eingehenden Anträge Anträge vor ihrer Veröffentlichung erst einer Ordnung und Sichtung unterzogen werden müssen, ersuchen wir die Anträge bis spätestens 1. November an das Als provisorische Tagesordnung ist festgesetzt: Montag, 14. November, Abends 7 Uhr, Vorbersammlung. Konstituirung des Parteitages. Fest- Parteibureau unter der Adresse segung der Geschäfts- und der Tagesordnung. Wahl einer Mandats- Prüfungskommission. Dienstag, 15. November und die folgenden Tage: 1. Geschäftsbericht des Parteivorstandes. Berichterstatter: Richard Fischer. 2. Bericht der Kontrolleure durch August Kaden. 3. Bericht über die parlamentarische Thätigkeit der Reichstagsfraktion. Berichterstatter: Paul Singer. 4. Die Maifeier 1893. Berichterstatter: Albin Gerisch. 5. Der internationale Arbeiterkongreß in Zürich. Berichterstatter: Ferdinand Ewald. 6. Das Genossenschaftswesen, der Boykott und die KontrollSchußmarte.. Berichterstatter: J. Auer. 7. Die wirthschaftliche Krise und ihre Folge: der allgemeine Nothstand. Berichterstatter: W. Liebknecht. 8. Der Antisemitismus und die Sozialdemokratie. Berichterstatter: A. Bebel. 9. Berathung derjenigen Anträge aus den Reihen der Parteigenossen, welche bei den voraufgehenden Feuilleton. einzusenden. J. Auer, Berlin SW., Razbachstr. 9 Da laut Beschluß des Parteitags in Erfurt neben dem Geschäftsbericht des Partei- Vorstandes auch der Bericht über die parlamentarische Thätigkeit der Reichstags- Abgeordneten dem Parteitag gedruckt unterbreitet werden soll, so werden diese Berichte, um eine genaue Kenntnißnahme schon vor den Verhandlungen zu ermöglichen, den Delegirten schon vor Beginn des Parteitags zugesandt werden. darf. werden; 2. die Mitglieder der Reichstags- Fraktion; 3. die Mitglieder der Parteileitung. : J. Auer, Berlin SW., Razbachstraße 9, Berlin, 14. Oktober 1892. Mit sozialdemokratischem Gruß Der Parteivorstand. Diellagende Steuerziffern. " Einkommen in der heutigen bürgerlichen Gesellschaft ist von Die aller Gerechtigkeit hohnsprechende Bertheilung der jeher eine Thatsache gewesen, die ohne unser Zuthun eine große Agitationskraft für die sozialistische Bewegung aus übte. Jeder Mensch bethätigt sich im Erwerbsleben nach Kräften, der eine mit mehr Erfolg als der andere. Daß aber dabei solche Unterschiede im Einkommen herauskommen müssen, wie sie die heutige Ordnung" in dem Gegen saz zivischen einem Rothschild und einem Fabrikarbeiter herauskommen läßt, das kann eben nur, natürlich" gefunden § 9. Der Parteitag bildet die oberste Vertretung der werden von einem- Rothschild. Deshalb wäre eine Statistik Partei. der modernen Einkommensverhältnisse das Menetekel an der Zur Theilnahme an demselben sind berechtigt: Wand des Palastes der Bourgeoisie; sie riefe ihr ständig zu, daß 1. die Delegirten der Partei aus den einzelnen Wahl- bie Verhältnisse unmöglich auf die Dauer so bleiben können, treifen, mit der Einschränkung, daß in der Regel fein daß der Umsturz" kommen muß und eben deshalb giebt Wahlkreis durch mehr als 3 Personen vertreten sein es feine eigentliche und genaue Einkommensstatistik in den Infoweit nicht unter den gewählten Vertretern des bürgerlichen Staaten; die Bourgeoisie fürchtet sich mit Wahlkreises Frauen fich befinden, können weibliche Recht vor dem Eindruck der Ergebnisse auf die Massen, sie Vertreter in besonderen Frauenversammlungen gewählt schreit Zeter und Mordio, wenn jemand genauer ihren Entbehrungslohn" feststellen will. Einen schwachen Ersatz haben von jeher die Steuerlisten liefern müssen; fie bilden das einzige Register, in dem wenigstens Die Mitglieder der Reichstags Fraktion und der Partei Andeutungen und Spuren davon zu finden sind, wie leitung haben in allen die parlamentarische und die geschäftliche Leitung der Partei betreffenden Fragen nur berathende Stimme. die Güter dieser Erde, die Früchte des Schweißes Der Parteitag prüft die Legitimation feiner Theilnehmer, der arbeitenden Klassen vertheilt werden. Um Andeutungen wählt seine Leitung und bestimmt seine Geschäftsordnung selbst. und Spuren kann es sich bei diesen Steuerlisten einfach desOberstlieutenants v. F. so von Schmerz überwältigt wurde, ein Ort von ungefähr 50 Nummern, lagen acht Tage daß ich eine Stunde lang die heißesten nach der Schlacht 700 Berwundete. Nicht sowohl ihr Thränen vergoß und mich trotz des Aufwandes meiner Jammergeschrei als ihre trostlose Verlaffenheit drang zum ganzen moralischen Kraft kaum zu fassen vermochte. Obgleich Himmel empor. In einer einzigen Scheune waren allem ich als Arzt gewohnt bin, menschliches Elend in allerlei Ge- 60 dieser Unglücklichen aufgeschichtet. Eine jede ihrer stalt zu erblicken und in der Ausübung meines Berufes es Wunden war an sich schon schwer, durch den hilflosen Zulernte, den Jammer der gequälten menschlichen Natur zu erstand, den Mangel an Pflege und Nahrung waren dieselben Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. tragen, so entquollen doch in der That hier meinen Augen hoffnungslos geworden; fast alle waren brandig. ZerWie in Horonewos, so hatte die Hölle noch in unaufhaltsame Thränen. Hier in Roßniz war es, wo ich fchoffene Glieder bildeten nur noch faulende Fleischstücke, am zweiten Tage, als ich erfannte, daß unsere Kräfte solchem Gesichter nur noch eine mit Schmutz bedeckte, zerronnene So war es in Sweti, in Hradeck, in Problus. Gelen anderen der umliegenden Ortschaften ihre Filialen. Glend nicht gewachsen seien, den Wuth verlor und zu ver- Blutmasse, in welcher eine unförmliche schwarze Deffnung Go binden aufhörte." den Mund vorstellte, welchem gräßliche Töne entquollen. in Pardubit, wo, als es die ersten Breußen besetzten, Die fortschreitende Verwesung trennte ganze abgestorbene über tausend Schwerverwundete, Operirte und In welchem Zustand waren diese 600 Männer Theile von diesen elenden Körpern. Lebendige liegen neben Leichen zwischen Verscheidenden und solchen, welche ihr Ende dies mit Wahrheit zu schildern. An den noch immer für welche die Würmer sich rüsten. Amputirte umherlagen, theils sterbend, theils schon gestorben,( diesmal spricht Doktor Naundorff). Es ist unmöglich, Todten gebettet, die in Fäulniß überzugehen beginnen und 2inmal wissen fonnte, welches Landes Kinder sie waren. waren; im Fieber funkelnde Blicke irrten forschend ersebuten. Viele nur in blutigen Hemden, daß man( nicht offenen Wunden saugten die Mücken, mit denen sie bedeckt Diese sechzig Menschen, sowie der größte Theil der Alle die, welche noch Spuren des Lebeus in sich trugen, umher und suchten nach irgend einer Hilfe übrigen, lagen seit einer Woche auf derselben Stelle. Mantel, Hemd, Ihre Wunden waren entweder gar nicht, oder nur in unSchmerzen ihrer Wunden, und nur den Tod gleichwie um Fleisch und Blut bildeten bei den meisten eine widerliche zureichender Weise verbunden worden; seit dem Tage der eine Wohlthat flehend." Mischung. Würmer begannen sich darin zu Schlacht lagen sie, unfähig sich von der Stelle zu bewegen, Roßniz," so schreibt Doktor Brauer in seinen Briefen, erzeugen und einzufressen. Ein abscheulicher nur mangelhaft genährt, ohne hinreichendes Wasser. Unter " Roßniz, dieser Ort, dessen Bild bis in meine Sterbestunde Geruch erfüllte jeglichen Raum. Alle diese Soldaten sich ein durch Blut und Unrath verfaulendes Lager, so ver or meinem Gedächtnisse stehen wird, Roßnik, wohin ich lagen auf der nackten Erde, nur wenige fanden etwas brachten fie acht Tage! Lebendige Leichnamte, durch deren am 6. Tage nach der mörderischen Schlacht von den Johannitern Stroh, auf welches sie ihren elenden, verstümmelten Körper zuckende Glieder eine vergiftete Blutwelle nur noch träge geschickt wurde und wo das größte Elend, welches sich mensch betten konnten. Einige, welche nur lehmigen, durch ihren Umlauf vollendet. Sie hatten noch nicht sterben sich sind dem Schlamme und sie erwarten, je wieder Tage herrschte. Ich fand daselbst unsern R. mit 650 Ver- desselben halb versunken; sie vermögen nicht, sich aus ihm lebendig zu werden? Was ist dabei des Staunens werther" wundeten, welche in elenden Scheunen und Ställen, ohne emporzuarbeiten; andere liegen in Verpflegung, mitten unter Todten und Halbtodten, theil- lichen Schmutzes, den zu beschreiben jede Feder sich sträu- Lebenskraft der menschlichen Natur, welche das erduldet weise seit Tagen in ihrem eigenen Rote lagen. Hier war ben muß." es, wo ich nach Errichtung des Grabhügels des gefallenen' Nagbrua verboten.) Die Waffen nieder! [ 47 und noch zu athmen vermag, oder der Mangel an zuIn Masloved" so erzählte Frau Simon so erzählte Frau Simon- reichender Hilfe?" halb nur handeln, weil es das Jdeal des Bourgeois ist,| Vorhandensein eines solchen Besizes 29 pCt. der Steuern die Steuerbehörde zu bemoge In; die bürgerliche Drd- auf die armen Teufel mit Einkommen von 900 bis 3000 M.! nung" hat den Ordnungssinn bereits soweit untergraben, Man muß nur bewundern, wie lange bie Geduld der Gedaß jeder es als einen Gewinn ansieht, den Staat soviel zu schröpften anhält gegenüber diesen Aeußerungen aus betrügen, als er nur kann. Mit diesem Vorbehalt sind gleichender Gerechtigkeit", auch die Ergebnisse der reformirten" Genug der vielfagenden Ziffern aus der neuesten Steuerpreußischen Einkommensteuer aufzufassen, die übersicht des mächtigen, klugen Herrn Miquel! Seine Herr Miquel soeben im Reichs- Anzeiger" ver- Reform ist wieder nur ein Lakaienstückchen im Dienste der öffentlichen läßt und doch, welche unverkennbaren Finger- Besigenden gewesen, fie fonnte es nicht anders sein, und zeige nach der Unhaltbarkeit der Einkommensvertheilung nur die zahlenmäßigen Ergebnisse derselben, ins richtige unter der bürgerlichen Gesellschaftsordnung geben auch fie Licht gerückt, was der Reichs- Anzeiger" freilich sich hütet zu thun, sind uns ein wirklicher Trost: diese Blutokratie kann sich nicht lange mehr halten, so sehr widerspricht fie aller Vernunft und allem Rechtsgefühl und aller Kultur! wieder! Durch die neue preußische Einkommensteuer mit ihrem kläglich schwachen Anfang einer Selbsteinschäßung ist sicher noch nicht die Hälfte der Kapitalanhäufung aufgedeckt, die sich auf Kosten der Nichtbesitzenden bis jetzt in Preußen vollzogen hat; und doch, welche grauenhafte Ergebnisse! Durch seine neue Steuerlupe hat Herr Miquel festgestellt, daß von 23,3 Millionen Menschen, die in Preußen als Politische Mebersicht. Steverjahr 1892/93: m einem Einkommen von unter 900 M. " " 89 8 " " 900-3000 über 3000 " " " 7 20 945 227 Perf. 2 118 969 316 889 " " Parlamentarisches. Berlin, den 14. Oktober. Die Richtigkeit der Meldung der„ Post" von einer Vorbereitung begriffenen Verschärfung des Straf und Preßgefees( strengere Maßregeln gegen Hoch- und Landesverrath und dehnbarere" Borschriften, über die B fchlagnahme von Druckschriften) begegnet allenthalben den begrün detsten Zweifeln. Nirgends sind Erscheinungen wahrgenommen worden, welche berartige gefeggeberische Maßregeln im gegenwärtigen Augenblick nothwendig machen. Sollte sich die Nachricht doch bestätigen, so könnte man faft auf den Ge danten fommen, es sollte eine Art von Ersay für das Sozialistengefeß auf dem Boden des ge meinen Rechts geschaffen werden. Aber die gegen wärtige Lage ist gewiß nicht angethan, die ungeheuren Schwierigieiten der bevorstehen den Reichstagsfession ohne die zwingende Noth noch durch Vorschläge zur Verschärfung des Straf- und Preßgefeges zu vermehren, Borschläge, die erfahrungs- und naturgemäß die heftigsten Rämpfe im Gefolge haben. Hoffentlich handelt es sich meh um theoretische Studien als um einen Plan, der be reits greifbare Gestalt angenommen hat. Was insbesondere das Preßgesetz betrifft, so ist es in ganz andern Buntten revisionsbedürftig, als wegen einer zu geringen Dehnbarkeit der Bestimmungen über die Beschlagnahme." M selbständig Erwerbende in Betracht kommen, nicht wes niger als rund 21 Millionen Menschen ein Einkommen von nur 900 Mart und darunter In der Sihung des Bundesraths vom 13. d. M. haben! Ein Pauperismus in erschreckender Ausdehnung, fand die Bildung der Ausschüsse für Zoll- und Steuerwesen, wie er schlimmer nicht gedacht werden kann, eine Maffen- für Handel und Verkehr, für Eisenbahnen, Post und TeleTheoretische Studien" dürfen vorläufig" getrieben armuth gerade in den Kreisen derjenigen, die als schaffende graphen, für Justizwesen, für Rechnungswesen, für die aus werden, wie die Zeitläufte heuer sind, erscheint die Rüd Ameisen die ganze Güterproduktion in der Hauptsache wärtigen Angelegenheiten, für Elsaß- Lothringen, für die wärtsrevision der Gesetzgebung der Weisen der„ Kölnischen" besorgen. Doch sei das vollständige Bild gegeben! Verfassung und für die Geschäftsordnung durch Attlamations gefährlich. Was sie nicht hindern wird, im richtigen Augen Auf 23 381 075 erwerbsfähige Menschen entfallen für das wahl statt. Der Antrag Anhalts, betreffend die Abänderung blick die Gewaltpolitik in den schroffsten Zuspizung des Salzsteuerverwaltungskosten- Etats für Anhalt, wurde zu bejubeln und zu befürworten. den Ausschüssen für Zoll- und Steuerwesen, und für Im Reichstags- Wahlkreise Aruswalde Friede Rechnungswesen zur Borberathung überwiesen. Mit der beau- berg sind folgende Kandidaten aufgestellt: Gutsbesitzer tragten Erweiterung des Zollausschlußgebiets zu Bremer Drawe( dfr.), Landrichter Curtius( natl.), Gutsbefizer Mit anderen Worten: neunzig Prozent der ge- haven und der vorgeschlagenen Abänderung der in der Ver- von Waldo w- Fürstenau( tons.) und troß der Ableug saminten erwerbsfähigen Bevölkerung Preußens find zu den kehrsordnung enthaltenen Bestimmungen über die Beschaffen- nungsversuche der Kreuz- Zeitung" Ahl wardt( Antis erbärmlichsten Lebensverhältnissen verurtheilt, und diese heit des Papiers zu Eisenbahnfrachtbriefen erklärte sich die Von einer sozialdemokratischen Zählkandidatur, die nach der Bahl steht wohl so gut wie bombenfest, da alle Einkommen Versammlung einverstanden. Endlich wurde über die dem Boffischen 8tg." beabsichtigt und durchaus zu empfehlen bis zu 900 Mart steuerfrei find, und die Behörde so leicht Kaiser wegen Wiederbefegung erledigter Stellen im Reichs- ist, ist uns vorläufig nichts bekannt. keinen derselben aus ihren Steuerkrallen läßt, der nur etwas bant- Direktorium sowie beim Reichsgericht zu unterbreitenden Abgabenfähiges besigt, während sie bei den höheren Steuer- Vorschläge und über das Rekursgesuch eines Reichsbeamten Die Volksschullehrer. Bekanntlich hat das Bindter stufen meist gar nicht in der Lage ist, das Einkommen gegen seine unfreiwillige Versegung in den Ruhestand Be- Blatt die petitionirenden Volksschullehrer arg richtig schätzen an fönnen. Neunzig Prozent der Erschluß gefaßt. rüffelt, bekanntlich hat Herr Miquel erklärt, daß er fei werbsfähigen mühen sich Tag und Tag ab, um einer HandGeld für diese Beamtengruppe habe. Jetzt muß die voll Besigender folossale Reichthümer zuzuführen! Aber Unter den in der nächsten Norddeutsche Allgemeine Beitung" mit ver neindie zwei Millionen von kleinen Beamten, Kommis, Reichstagsfession einzubringenden Vorlagen werden legenem Grinsen folgende Buschrift eines Volksschullehrers Arbeiter und Spießbürger mit 900 bis 3000 Mark Eins von neuem das Auswanderungsgeses, sowie ein legenem Grinsen folgende Zuſchrift eines Volksschullehrers veröffentlichen: Mit 19 Dienstjahren befinde ich mich i tommen gehören ja auch noch zur großen Proletarierarmee; Entwurf betreffend die Einheitszeit genannt. der bevorzugten Stelle eines Rüfters und ersten Lehrers au jedes Kleine Ungemach kann sie wenigftens hineinschleudern, Die neuen Reichssteuern. Die„ Post", deren par- einem Dorfe im Oderbruch. Das Einkommen der ver und sie spüren bei der Repräsentation", die sie zu leisten lamentarischer Mitarbeiter, Herr von Zedlig, ein Unter- einigten Aemter beträgt neben Wohnung und Feuerung verurtheilt sind, das Elend und die Unsicherheit oft ebenso, gebener Miquel's ist, meldet, es sei geplant 1. Erhöhung entschädigung 900 W., wozu noch die staatliche Alterszulage wie der Arbeiter. Also 23 Millionen Armer und des Tabatszolls von 85 auf 115 M. für den mit 200 M. fommt. Das Gehalt des zweiten Lehrers Solcher, die nicht mehr haben, als was halbwegs Doppelzentner und zwar ohne Erhöhung der siffert sich außer Wohnung und Heizung auf 840 M. und stehen inländischen Zabatssteuer, jedoch unter Ron- bas des britten auf 600 Mt. Aehnlich sind die Gehaltssä vielmehr gegen ein Häuflein von 316 889 Besigenden ting entirung des Tabatbaues in der überall auf dem Lande. Ich bin weit davon entfernt, m nennundneunzig Prozent Erwerbsfähiger mit Sauptsache auf Süddeutschland. Infolge Ab- ein Gehalt zu wünschen, wie es die hiesigen Wirthschaft ärmlichen Einkommensverhältnissen gegen ein Prozent nahme des Verbrauchs werde das Mehr aus der Tabat- beamten in Höhe von 2000-3600 m. beziehen, ich beneide solcher, die in des Lebens Fülle schwelgen können, so steuer indeffen nur 10-11 Millionen betragen. 2. Ber- auch die Steuerbeamten und wirthschaftlichen Aufsehet will's die bürgerliche" Ordnung"! Und diese Ordnung doppelung der Biersteuer einschließlich der Ueber- nicht wegen ihres Einkommens von 1500 M. und darübe setzt auch noch den Hohn auf den Schaden: fie läßt den gangsabgabe und eine entsprechende Erhöhung der nur dadurch wird bei mir und meinen Kollegen die Saupttheil der Staatslaften, zu deren gerechter" Ver- versen für Süddeutschland, was zusammen eine tieffte Mißstimmung hervorgerufen, daß wir erst m theilung jene Einkommensverhältnisse ermittelt werden Mehreinnahme von 30-35 Millionen Mark bringen könnte. den Arbeitern rangiren. Was ich mir mit meiner mußten, von den Schwächern tragen, um die Reichen 3. Erhöhung der Besteuerung für den kontingentirten Frau und ja nicht allzu sehr zu drücken. Denn Herrn Miquel's Spiritus pon 50 auf 55 M., was eine Einnahme von Einkommen leisten kann, ist aus folgendem Haushaltspla Hiesen, reform" hat nach demjenigen, was er jetzt selbst 10 Millionen gewährt. 4. Erhöhung der Börsen steuern um ersichtlich." Der Herr Einsender spezifizick nunmehr feine darüber im„ Reichs- Anzeiger" veröffentlicht, folgendes Er- etwa 30-40 pCt. Zu lekterem Borschlag bemertt die Boſt" sejammten Aufwand ganz genau; wir geben nur die Haup gebniß gehabt: von dem Gesammtertrag der neuen Ein- selbst, und das ist bezeichnend für die Bartheit, mit der das zahlen: Nahrung jährlich 629,90 M., Kleidung für be tommensteuer in Höhe von 124 Millionen Mark für Jobberthum angefaßt wird, ber jezige Beitpunkt sei für Familienvater 103,30 M., für die Hausfrau 54,50 M., f 1892/93 tragen die ärmeren Steuerzahler mit einem Gin- eine solche Maßregel sehr ungeeignet. Die Börsen- die fünfzehnjährige Tochter 54,50 M., für den elfjährige tommen bis zu 3000 Mart 28,6 Prozent, beinahe ein steuer bewegt sich seit 1889/90 an sich in start" absteigender Sohn 30 m., für den sechsjährigen Sohn 25 M., für Als Verschiedenes bucht be Drittel der ganzen Steuersumme, die Reichsten Linie; die Zeit des Rückganges des Verkehrs eignet sich dreijährigen Sohn 15 M. mit Einkommen über 100 000 Mart 13 Prozent, also aber wenig zur Erhöhung seiner Lasten. Es kommt die Herr Einsender 194,50 M.; es befinden sich darunter kaum mehr als ein Zehntel der Steuerlaft!! Und das Mehrbelastung des mobilen Kapitals durch die Einkommen- und Apotheker mit 35 M., Bücher, Zeitungen, Beitrag wagt man im Klaffenstaat Preußen eine„ Reform zu und vielleicht die Vermögenssteuer, der Bankgeschäfte durch Lehrerbibliothet mit Gunsten der ärmeren Klassen" zu nennen! Und dabei stecken die Gewerbesteuer in Preußen hinzu." Nur nicht die Börse mit 50 m. u. s. w. Die Summe der Ausgaben von in den Geldschränken dieser entlasteten Besitzenden mit Ein- packen und ja die Junker schonen! Die fünf Mart, le 1106,70 M. übersteigt das Jahreseinkommen um einige Tommen über 3000 Mart 911 Millionen Mart Renten aus ihnen das Reich von ihrem Brennertri nkgeld abziehen will, Mart. Je mehr die Kinder heranwachsen Kapitalvermögen, 755 Millionen Mark Renten aus Grund- find für die stay. Um so wuchtiger sollen die noth zum Schluß in der Zuschrift desto größer wird diese vermögen, 982 Millionen Mark Gewinn aus Handel und wendigen Lebensbedürfnisse der Bolts- Unterschied. Es entsteht im Lehrer- Haushaltsetat ein Industrie, 593 Millionen Mart sonstige Gehälter und Pro- masse getroffen werden. fite, also 3241 Millionen Entbehrungslohn, d. h. nach den wahrheitsliebenden Besitzern; es werden wohl noch etliche Milliarden mehr fein. Beim liest man; zum Leidlich auskömmlichen Leben gehört, und meinen vier Kindern bei 1100 Mar so heißt Ben Arzt fizit, welches von Jahr zu Jahr anwächst, und deffen Tilgung sich schließlich als unmöglich erweist. Der größ Sie bekommen Angst. In der Kölnischen Zeitung" Theil der Lehrer im mittleren Alter hat unter diesem Drude zu leiden." Das Staunenswerthefte ift will mich bedünken Masse halbverfaulter Menschenreste... Erstickender Ekel und Liebe bescheert würde, könnte ich denn jemals vergesse daß Menschen einander in solche Lage bringen, paďte mich an der Kehle, bitterster Jammer am Herzen daß Menschen, die so etwas gesehen, nicht kniend hinfinken mir war, als fühlte ich letzteres entzweibrechen und den leidenschaftlichen Eid schwören, gegen den Krieg zu ich stieß einen gellenden Schrei aus. triegen: daß sie nicht wenn sie Fürsten sind das ist das letzte, was mir von jener Szene in Erinnerung ge- Unglück nicht Schwert von sich schleudern oder wenn sie teine Macht blieben. befizen nicht fortan ihr ganzes Wirken, in Wort und Schrift, in Denten, Lehren und Handeln dem einen Ziele widmen: Die Waffen nieder! Frau Simon hatt id und Schwestern so unsägliches Unglück tragen müssen? So lang daß so viele andere meiner armen Menschenbrüder unb Dieser Schrei tragen müssen, als sie nicht zur Einsicht kommen, daß diese Verhängniß, sondern Verbrechen ist. Ich schlief beinahe während der ganzen Fahrt. Dotto Bresser hatte mir ein leichtes Narkotikum eingegeben, damit Als ich wieder zur Besinnung kam, befand ich mich in ein langer und fester Schlaf meine durch die Erlebni einem fahrenden Eisenbahnwagen. Mir gegenüber saß von Horonewos so erschütterten Nerven wieder einigermaß Doktor Bresser. Als er gewahrte, daß ich die Augen ge- beruhige. fie nannten sie die Lazareth- Mutter" öffnet und erstaunt und forschend um mich schaute, ergriff Als wir auf dem Wiener Bahnhof aukamen, stand schon war eine Heldin. Wochenlang hatte sie in jenen Ge- er meine Hand: mein Vater da, mich abzuholen. Doktor Bresser, der a genden geweilt und alle Drangsale und Gefahren ertragen. Hunderte sind durch sie gerettet worden. Tag und Nacht " Ja, ja, Frau Martha", sagte er, dies ist ein Koupee alles dachte, hatte nach Grumiz telegraphirt. Ihm selb - Sie träumen nicht. Sie sind hier in Ge- wäre es nicht möglich gewesen, mich dahin zu begleiten arbeitete, schaffte, befehligte sie. Bald verrichtete sie sellschaft einiger leichtverwundeter Offiziere und Ihres da er seine Verwundeten in das Hospital zu bringen die demüthigsten Dienste an den Krankenlagern, bald Freundes Bresser, und wir fahren nach Wien." und dann unverzüglich wieder nach Böhmen zurückkehren tommandirte fie Transporte oder requirirte Lebensmittel. So war es. Der Doktor hatte einen Transport wollte. Wenn sie an einem Orte Hilfe geschafft, so eilte sie ohne Verwundeter von Horonewos nach Königinhof gebracht, Mein Vater umarmte mich schweigend und auch Gendung kommen und führte] dieselbe, trotz allen entgegen- Beförderung nach Wien anvertraut worden. Mich Ohn- Bresser. Raft an einen anderen; fie ließ aus Dresden eine reiche und von dort war ihm ein anderer Transport zur fand kein Wort zu sagen. Dann wandte er sich an Dotto ftehenden Schwierigkeiten, nach den Punkten, welche der mächtige Wie soll ich Ihnen danken? Hätten Sie nicht die Hilfe bedurften; sie übernahm die Vertretung der patriotischen ohnmächtig hatte er mitgenommen und brachte mich kleine Verrückte in Schuh genommen Vereine auf böhmischem Boden und errang sich da eine nach Hause. Ich hatte mich auf jenen Stätten des Aber der Doktor drückte uns eilig die Hände. Stellung gleich derjenigen, welche Florence Nightingale in Glends als völlig unnüß und unfähig erwiesen, als" Ich muß weg," sagte er, ich habe Dienst. Romme der Krim eingenommen. ein Hinderniß und eine Bürde; Frau Simon war sehr Sie glücklich nach Hause. Die junge Frau braucht Und ich? Gebrochen, troftlos, von Schmerz und froh, als Doktor Breffer mich fortschaffte. Und ich mung, Exzellenz... ist start erschüttert worden Etel übermältigt nichts habe ich zu helfen vermocht. mußte zugeben, daß es so am besten war. Aber Friedrich? Vorwürfe, tein Ausfragen Schon in der Kirche unsere erste Etappe fiel ich auf Ich hatte ihn nicht gefunden. Gott sei Dank daß Orangenblüthenwasser... Ruhe, Adieu!" Und fort wat den Stufen jenes Marienaltars erschöpft zusammen und ich ihn nicht gefunden: so war noch nicht alle Hoffnung Mein Vater legte meinen Arm in den seinen und füb Doktor Bresser hatte alle Mühe, mich wieder aufzurichten. todt: und hätte ich gar den geliebten Mann unter jenen mich durch das Gedränge dem Ausgang zu. - ich wäre wahnsinnig wieder eine lange Reihe von Ambulanzwagen. weiter und wie tamen in eine solche Scheune, welche ein geworden! Vielleicht würde ich zu Hause einen Brief eine Strecke zu Fuß gehen, um zu der Stelle zu gelange Bild bot, wie es Frau Simon beschrieben. In der Kirche meines Friedrich vorfinden... Diefe Hoffnung- nein Hoff wo unser Wagen wartete. wenigstens war ein weiter Raum, wo die Unglücklichen nung ist zu viel gesagt:' der Gedanke an diese bloße Möglich Die Frage: Ist mittlerweile Nachricht von Friedri neben einander lagen, hier aber waren sie auf und in feit goß mir einen Balsam in die wunde Seele. Ja gekommen?" stieg mir wiederholt zu den Lippen empo einander geschichtet- haufen- und knäuelweise; in die Kirche wund wund fühlte ich mein Inneres... Das fand aber nicht den Muth, sie auszusprechen. En dlich waren doch Pflegende vielleicht ein durchmarschirendes Riesenweh, welches ich gesehen, hatte mir so tief ins eigene wir waren schon ein Stüd gefahren und mein Bater Sanitätstorpsgekommen, welche zwar mangelhafte, aber Herz geschnitten, daß mir war, als sollte es nie mehr ganz noch immer stumm- brachte ich dieselbe hervor: boch einige Hilfe geboten hatten; hier aber waren lauter geheilt werden können. Auch wenn ich meinen Friedrich ganz ungefunden Gebliebene- eine krobbelnde, wimmelnde l wiederfände, auch wenn mir eine lange Zukunft von Glana) in der doppelten Bedeutung des Wortes " Scho schnell ins Bett:• fein . . Da fta Wir mußte " Bis gestern Abend nicht," lautete die Antwo ( Fortfegung folgt.) be Da te en 2011 all bft idy te it リ 1 58 " Kommunales. Die gemischte Deputation für die Einverleibung der VorWas ist das, was bedeutet das? Dem Vorgehen wahrhaft wahnsinnige Spekulationen des Angeklagten, an der Agrarier in der Provinz Sachsen folgend hatte, so denen sich aber auch der Verwaltungsrath der Kreditbank schreibt man der Frankfurter Beitung" aus Leipzig, der betheiligt hatte. Der Direktor Manz war 1880 in die Landwirthschaftliche Kreisverein Leipzig, an dessen Spige Kreditbank eingetreten mit einem Jahresgehalt von 3500 Fr. orte hat in ihrer gestern unter dem Vorfiße des Oberbürger der konservative Reichstags- Abgeordnete Dr. v. Frege steht, und 2000-3000 Fr. Tantièmen. 1890 wurde sein Jahres- meisters stattgehabten Berathung sich über diejenigen an das den Beschluß gefaßt, einen Verband zur Besserung gehalt verdoppelt, also auf 7000 Fr. erhöht, und die Weichbild der Stadt angrenzenden Gemeinden schlüssig geder ländlichen Arbeiterverhältnisse ins Zantièmen waren geftiegen auf 5000-9000 Fr. pro macht, welche bei der bevorstehenden Bildung Groß- Berlins für Leben zu rufen. Daß man bei der Begründung dieses Jahr. Vermögen hatte Manz von Haus aus nicht, die Gingemeindung in Aussicht genommen werden sollen. Verbandes viel weniger eine Befferung der Verhältnisse der aber 65 000 Franken erheirathet. Bei Ausbruch Im Verlaufe der Verhandlungen, welchen eine Berichterstattung ländlichen Arbeiter als die Beschaffung und Erhaltung des Krachs hatte er ein Bermögen von über über die auf Grund eingehender Lokalbesichtigung ermittelten Bermöglichst billiger Arbeitskräfte im Auge gehabt hat, lag 400 000 Fr. Der Gerichtspräsident fragte den Angeklagten hältnisse der in Frage kommenden Gemeinden vorausgegangen war, von vornherein klar auf der Hand. Wie nun in der letzten nach dem Ursprung dieses Vermögens mit dem Beifügen, politischer und finanzieller Beziehung erörtert, sowie die nothwendig wurden die hauptsächlichsten Gesichtspunkte in sanitärer, sozialVersammlung des Kreisvereins Leipzig mitgetheilt wurde, erspart tönnen Sie sich dasselbe unmögwerdenden Einrichtungen in den Vororten auf dem Gebiet der hat das fächsische Ministerium die Statuten lich haben", was Manz auch zugab und etwas gemunden Schule, der Armen- und Krankenpflege, der Beleuchtungs- und bes neubegründeten Verbandes nicht genehmigt und erklärte, daß er das Vermögen durch Spetu- Straßenanlagen diskutirt. auch auf eine zweite Eingabe einen ablehnenden Bescheid lation erworben habe. Er habe mit Vorsicht operirt Die Frage, ob bei der in Aussicht genommenen Eingemeidertheilt. Man beschloß deshalb, die Gründung des Ver- und Glück gehabt". Manz hatte sich Roß und Kutsche bung der Bororte eine veränderte beziehungsweise erweiterte Dr bandes aufzugeben. Gründe für die Entschließung des und Reitpferd gehalten, was der Staatsanwalt als„ nicht ganisation der Verwaltung nothwendig wird, und in welcher Weise Ministeriums find leider in den Berichten über die Versamm unerlaubten Lurus" bezeichnete. Manz hatte nach" dem dieselbe einzurichten ist, wurde späteren Erörterungen innerhalb lung nicht mitgetheilt worden." Da die sächsische Regie- eigenen Bekenntniß nicht gespart und war dabei zum halben der gemischten Deputation vorbehalten. rung den Unternehmern grundsäglich wohlwollend" gegen Millionär geworden und doch hätte er sparen können. Dem Nothwendigkeit und Zweckmäßigkeit der Einverleibung der VorIn der allgemeinen Diskussion über die allseitig zugegebene übersteht, gestatten wir uns die Anfrage, ob das schwer Arbeiter mit feinen 1000-1500 Fr. Jahreseinkommen orte wurde von dem Stadtverordneten Singer der Antrag Glaubliche geschehen und das Statut nicht scharf genug predigt man aber in allen Tonarten das„ Sparen" und gestellt, der Regierung vorzuschlagen, in bas zur bezeichnet ihn als einen„ Lumpen", wenn er es nicht thut Regelung der Angelegenheit erforderliche Inkommunalisirungs- Gefeh eine Bestimmung thatsächlich aber nicht thun kann. denn das Vermögen ist dahin und außerdem muß er auf im Privatbesis befindliche Land auf dem Wie gewonnen, so zerronnen", heißt es aber bei Manz, aufzunehmen, wonach das in den einzuverleibenden Gemeinden vorhandene unbebaute vier Jahre ins Arbeitshaus marschiren. Wege der Enteignung bei welcher der Jnternationale Schmutzfinken. Der für Mistkäfer- iebige Werth als Aderland in Betracht zu aiehen wäre in den Befik der Stadt Berlin übergeführt wird. war? V " Eine Kritik des Zentrums. Der katholisch- partifularistische Dr. Sigl, der gegen den offiziellen Zentrums: fandidaten Reservelieutenant Rauchenecker in Relheim zur Erfahwahl kandidirt, kennzeichnet in seinem " Bayerischen Vaterland" die Ultramontanen wie folgt:„ Wir Wollen ben Wählern sagen, was es mit dem Zentrum ift. arbeit besonders talentirte Bariser Korrespondent per Daffelbe ist ein Name, nichts anderes mehr;-Kreuz- Zeitung" tischt nachfolgendes auf: ein Name, überkommen aus einer Zeit heftigen firch lichen Kampfes, ein Name, der an frühere glänzende Führer und geistvolle Vertreter erinnert, heute aber nicht mehr der Schatten eiuftiger Größe ist; ein Reliquie aus alter Zeit, die nicht mehr in die Gegenwart paßt. Dieses Namens, dieser Erinnerung hat sich nun eine ganz fleine Klique von Personen bemächtigt, und treiben mit demselben schändlichen Unfug zum Nachtheil des Landes, zur Schädigung des Volkes und zur Vergiftung unseres öffentlichen Lebens. Die alte anerkannte Flagge ist es, die diese Klique noch heraushängt, das alte bewährte Firmenschild. Drinnen aber ist alles anders geworden." Dieses Urtheil eines Eingeweihten ist bitter für die Ultramontanen. Der bayerische Prinzregent hat auf dem Oktoberfest zu Mitgliedern des Münchener Magiftrats geäußert: Die staatserhaltenden Parteien follten sich bei der kommenden Landtagswahl zu sammenfinden." Uns ist diese Offenheit sehr willfommen. Den bayerischen Liberalen und Ultramontanen ist dieser prinzregentliche Wunsch um so mehr Befehl, als das wirthschaftlich- politische Interesse ihr Bündniß gegen die aufstrebende Sozialdemokratie dringend heischt. Die bayerischen Arbeiter werden durch die Wahl sozialdemokratischer Kandidaten über die Kundgebung des Prinzen Luitpold thatkräftig quittiren. Während die bayerische Bourgeoisie, Schwarze und Liberale, von der nationalliberalen und der deutschfreifinnigen Kouleur sich gegenseitig um Hilfe anbetteln, des Wurzelsepp Worte: Geh', fchent' mir was!" auf den angstblaffen Lippen, schreitet die Arbeiterschaft auf eigene Kraft bauend vorwärts durch heißen Wahlkampf zum hoffentlich ausgiebigen Wahlfieg. - Der Antragsteller begründete diesen Vorschlag, indem er darauf hinwies, daß die Infommunalisirung im Interesse der öffentlichen Wohlfahrt vorgenommen wird, und daß es Pflicht des Staates und der Gemeinde Berlin sei, zu verhindern, daß sich die Spekulation der unbebauten Terrains bemächtigt und bas neu aufzuschließende Bauland dem Privatkapital zur Ausbeutung überliefert wird. Im Matin" findet sich ein interessanter Artikel über den Pan- Marxismus", dessen Inhalt ich in Kürze wiedergebe, ohne für deffen Richtigkeit die Verantwortung zu übernehmen. Bor 1870 hatte Mary, der Gründer der Internationale, in Paris einen ftarten Einfluß. Nach dem Kriege wurde die internationale Partei fast vernichtet und an Stelle von Mary dem russischen Sozialisten Bakunin die leitende Rolle zu Theil. Die Nothwendigkeit der Herstellung billiger und gesunder Der Marxismus erlitt bei dem internationalen Kongreß von Wohnungen betonend, führte Stadtv. Singer aus, daß sein Bor1878 in Genf eine starke Niederlage. Allmälig aber entstand fchlag geeignet fei, die Vorbedingungen hierfür zu schaffen, weil eine neue Marristische deutschfreundliche Partei unter Guesde das den Fängen der Privatspekulation entzogene Land durch die und Lafargue, der diejenige der national gesinnten Possi- Gemeinde den Interessen der Gesammtheit dienstbar gemacht bilisten unter Brousse und Lavy indeffen lange Zeit überlegen werden kann. war. Beide Parteien verfolgten und verfolgen denselben Zweck: Diesen Ausführungen traten die Vertreter der Majorität Kommunismus und Kollektivismus, aber ihre Mittel sind ver- entgegen, indem sie den Vorschlag Singer's als einen Angriff auf schieden. Die Possibilisten sind der Ansicht, daß die zu befol- das heilige Eigenthum" bezeichneten, welches, wie ein Redner gende Taktik je nach der Beschaffenheit der Länder eine ver- fich emphatisch ausdrückte, verfassungsgemäß unverleßlich" fei. schiedene sein muß, während die Marristen fordern, daß ihre Expropriiren fönne man so meinte ungefähr ein GroßPartei in der ganzen Welt ein und dieselbe sei und einheitlich fiegelbewahrer des Manchesterthums nur aus Gründen der handele. Die großen Arbeitsausstände in Europa, die Wahl öffentlichen Wohlfahrt; die Spekulation mit Grund und Boden Lafargue's, des Schwiegerfohnes von Mary, in Lille, gaben fei aber ein unveräußerliches Bourgeoisrecht, und man tönne der deutschen Partei", wie sich der Matin" auszudrücken be- nur durch Vermehrung der Kommunikationseinrichtungen eine liebt, bas Uebergewicht, und der jüngste Kongreß von Marseille gar zu wilde Steigerung der Grund- und Bodenpreise verhindern. war die Revanche für den von Genf. Es toftete große Schwierig Diese in der Majorität der Berliner Kommunalverwaltung feiten, es innerhalb der Sozialistenpartei in möglichst geheim herrschende Auffassung in ehrliches Deutsch übersetzt heißt nichts gehaltenen Sigungen durchzusehen, daß der Ausländer Lieb- anderes, als den in Steuergrofchen umgesetzten Fleiß und Schweiß fnecht empfangen und noch dazu glänzend empfangen der Arbeiterklasse zu Einrichtungen verwenden, welche die Grundwurde. Der Pan- Marrismus", schreibt das Blatt, ist träftig rente erhöhen und dem nimmersatten Privatkapital Millionen und organisirt. Er wird nach stark autoritärer Methode durch Abermillionen in den Schooß werfen. einen geheimen Ausschuß geleitet. Es ist uns möglich Noch regiert St. Manchester im Rothen Haus zu Berlin, gewesen, deffen Zusammenfeßung fennen zu lernen: der und da ist es selbstverständlich, daß alles peinlich vermieden Präsident ist Herr Engels, ein Deutscher. Herr Liebknecht, wird, was die Räubereien des Rapitalismus eindämmen könnte. mehrere deutsche Reichstags- Abgeordnete, vertreten Deutsch- Von den Vertretern der Stadt Berlin wird der Singer'sche land. Herr Aveling und seine Frau, die Tochter von Mary, Vorschlag also nicht befürwortet werden. Guesde und Lafargue Schwägerin des Herrn Lafargue, vertreten England, die Herren Guesde und Lafargue Frankreich, Herr Iglésias Spanien, Herr Anseele Belgien. Italien ist nicht vertreten. Wie man fieht, ist das deutsche Element in diesem obersten, geheimen Ausschuß allmächtig. Die Befehle des selben werden in allen Ländern Europas ausgeführt. Berlin giebt die Losung aus. Dort befindet sich zweifelsohne auch die Bentralfaffe." Soziale Uebersicht. Zimmerer Berlins! Herrn Birchow ins Stammbuch. Das deutschfrei Die Auftalt, aus der dieses Gebräu stammt, ist die alte Am Sonntag, den 16. d. M., findet im Feen- Palast die finnige Berliner Tageblatt" schreibt in der Kritik boulangistisch- antisemitisch- klerikale Reptilküche in Paris, follen in dieser die von den einzelnen Gewerben aufgestellten Ranöffentliche Versammlung der Gruppe Baugewerbe" statt; es einer Schrift über Rußland( Nr. 522 vom 14. Oftober): für die auch der berüchtigte Protot arbeitet und die bidaten gewählt werden. Da nun die öffentliche Zimmerer- VerUnter den heutigen Verhältnissen ist es ausgeschlossen, daß ihre Lieferanten in der ganzen Welt hat, soweit es Spigel fammlung, in welcher unsere Kandidaten aufgestellt wurden, jemand zugleich ein Freund der russischen Regierung giebt und Spigelgesellen. Das hiruverbrannte Blech über schwach besucht war und nachträglich gegen einzelne Kandidaten und des russischen Boltes sein kann. Herr Modrich hat ben Ban- Marrismus“ ist am besten von Protot zusammen- Bedenken erhoben wurden, ersuche ich alle Zimmerer Berlins, für die russische Regierung gewählt. Er wird seine Gründe gestellt, der im Auftrag seiner sauberen Brotgeber den Ge- und vor allen Dingen diejenigen, welche in der Lage find, ein dafür haben." Und wenn der Bruder des Baren selbst" banken ausführt, der ganze internationale Sozialismus, ins- Urtheil über unsere Kandidaten abgeben zu können, in der BerHerrn Birchow, pardon Herrn Modrich tajolirt, das„ Tage- besondere die bentschen und französischen Sozialisten, ständen sammlung zu erscheinen. Es ist unsere Pflicht, solche Leute zu blatt"-Urtheil trifft ins Schwarze. im Solde erst Bismarck's und jetzt des deutschen Kaisers. Beisitzern zu ernennen, von denen wir überzeugt sind, daß sie voll kameradschaftlichem Gruß G. Geffrois. Der Gesammtvorstand des Evangelischen Bundes Das Protot'fche Machwert betitelt sich„ Chauvins et Re- und gang die Interessen des Arbeiters vertreten werden. Mit zur Wahrung der deutsch- protestantischen Interessen, bläht acteurs" die Chauvinisten und Reaktionäre" sollen wir lich wieder einmal in einer dröhnenden Ansprache" zum sein- und hat für uns ein ganz besonderes Juteresse In Pittsburg streifen die Tischler um den Neuna Plagen auf. Das ist ein Gebelfer gegen Rom und dann dadurch, daß der Mann seine Quellen verräth. Die biederen stundentag. wird klagend ausgerufen: Wo ist gegenüber den plan- Leute, die das Wasser auf die Mühle des französischen Ju 80 Schächten des Monongahela- Thales( Nordamerika) mäßigen römischen Anmaßungen die einmüthige, unseren Antisemitismus und Boulangismus zu liefern und die ruht die Arbeit; die Bergleute streifen wegen Lohndifferenzen. Regierungen zu Hilfe kommende deutsch- protestantische Bolts- reaktionäre Bourgeois- Regierung Frankreichs mit Material Die Arbeiterbörse in Mailand, deren Unterhaltungskosten gefinnung, die nicht nur weiß, was sie nicht will, sondern gegen die Arbeiterbewegung zu versorgen haben, sind die soweiß, was sie will?" Vor allen Dingen bedanken genannten" Unabhängigen". Sie find des Lumpazius von der Stadt getragen werden, richtet Lehrkurse für die Arbeiter sich die Regierungen für die Hilfe des Evangelischen Protot Kronzeugen und Eideshelfer. Mögen sie sich mit ein nach dem Wuster der Berliner Arbeiter- Bildungsschule. Bundes", und die deutsch- protestantische Boltsgesin ihm abfinden. nung" will weder vom alten ultramontanen Rom, noch von dem neu- protestantischen' was wissen. Der„ Evangelische Bund" hat vor der römischen Kirche nichts voraus, als die Impotenz und Feigheit. Frauenarbeit in Italien. Bon 11 Millionen Frauen sind, wie die Bourse Travail" berichtet, 2 Millionen in der Intele- bustrie und 3 Millionen beim Ackerbau beschäftigt. In der Seidenspinnerei find 117 000 Frauen und nur 17 000 Männer Verdächtige Bourgeoisgroßmuth. Man graphirt aus Lens, 14. September. Die 60 begnadigten, am legten thätig. Ausstand betheiligten Bergleute wurden von den Bergdirektionen wieder eingestellt. Ju Preußen waren, schreibt die Norddeutsche Allg. 3tg Reichstags- Diäten in- Ungarn. In Ungarn bezogen die Reichstags- Abgeordneten seit 1848 5 Gulden 25 Kreuzer aber die begnadigten" Bergleute auch wieder eingestellt nicht unterstellt, jedes dieser Werte bildete vielmehr einen Das ist ja wunderbar edelmüthig und human. Ob bisher die fiskalischen Gruben und Salinen in bergpolizeilicher Beziehung den föniglichen Bergrevier- Beamten für den Sizungstag, seit den fiebenziger Jahre auch ein worden wären, wenn sie, statt die belgischen Ausländer" Revierbezirt für sich, in welchem der Werksleiter die Funktionen Wohnungsgeld von 800 Gulden. Jetzt hat die Regierung patriotisch und national zu prügeln, sozialistisch und inter- des Revierbeamten wahrzunehmen hatte. Diesem Verhältnisse einen Gefeßentwurf eingebracht, wonach ein Abgeordneter national für die Verbrüderung der Arbeiter agitirt hätten? wurde durch die neuere Gesetzgebung ein Ende gemacht, indem tünftig 2400 Gulden als jährliche Bezahlung bedieselbe die Uebertragung polizeilicher Befugnisse in einem Beziehen solle. Dieser Betrag wird in vier Raten im vor- Aus Carmaux liegen feine neueren Telegramme von triebe an deffen Leiter verbietet. Künftighin werden daher auch hinein ausbezahlt werden. Damit ist die Diätenfrage für irgend welcher Erheblichkeit vor. In den französischen die fistalischen Gruben und Salinen in bergpolizeilicher eine Reihe von Jahren geordnet. Im Staatsbudget für Blättern finden wir aber Nachrichten, die feinen Zweifel Beziehung den ordentlichen Bergrevier- Beamten zu unterstellen 1893 figurirt, wie die Bossische Zeitung" angiebt, das Ab- darüber laffen, daß die Regierung, durch das Hehen und sein, und ist die Abtheilung für Berg, Hütten- und Salinengeordnetenhaus mit einer Summe von 1 200 000 Gulden. Heulmeiern der Bourgeoispresse zu dem Entschluß getrieben wesen des Ministeriums für Handel und Gewerbe damit beDarin find 40 000 Gulden für das Stenographenbureau worden ist, eine gesellschaftsretterische That zu verrichten und schäftigt, die Einordnung der fiskalischen Werke in die Bezirke der Bergrevier- Beamten vorzunehmen. Nach der„ Schles. 8tg." und 14 000 Gulden für den Präsidenten des Abgeordneten sich die Achtung und das Vertrauen der am nächsten Mon- wird man taum fehlgehen, wenn man annimmt, daß sich hierbei hauses inbegriffen. Die jetzige Vorlage dürfte aller Vor- tag zusammentretenden Kammer zu verdienen. Die Jn die Nothwendigkeit einer Vermehrung der Revier- Beamten aussicht nach ohne jede Debatte einstimmig angenommen struktionen der Gendarmen und Kavalleristen, die in Car- für diejenigen Ober- Bergämter ergeben wird, in deren Bereiche werden. In Deutschland wandern die Taggeld- Be- maux und Umgegend zu patrouilliren haben, sind derartig, fiskalische Werke liegen. Ohne Schaffung neuer Beamtenschlüsse des Reichstags immer wieder in den bundesräth- daß die Absicht der Provokation( Herausforderung) klar posten ist im modernen Staate natürlich keine soziale Verlichen Papierkorb. zu Tage liegt. Nicht zwei Personen dürfen zu befferung möglich. ammenstehen gerade wie in Russisch- Polen zur Durch Sparen wird man nicht reich. Dieser alte Zeit des Belagerungszustandes. Man sieht, die einst allgemeinen Interessen dem Privatvortheil zu opfern. So haben Erfahrungssatz hat wieder klassische Bestätigung gefunden revolutionäre Bourgeoisie Frankreichs ist schon verrusst, und sie jest wieder im Stadtverordneten- Kollegium zu Mannheim die in einem großen Prozesse, der jüngst im Kanton Zürich sucht die Republik zu verrussen. Gelingen wird's nicht. Magistratsvorlage durchgedrückt, wonach neben der Elementar( Pfäffikon) sich abspielte und eine volle Woche hindurch Aber der Achtmillimeter wird wohl gelegentlich ein Wunder schule eine Bürgerschule für die„ befferen" Klaffen eingerichtet dauerte. Angeklagt war der Direktor Manz von der bor Jahresfrist verkrachten Winterthurer Kreditbank, bei zu thun haben. der die Spareinleger( darunter Arbeiter, Dienstmädchen, Serbisches. Die Auflösung der Stuptschina, tleine Geschäftsleute und Handwerker) rund 52 Millionen ferbischen Volksvertretung, erfolgt Ende Dezember. Franken verlieren. Herbeigeführt wurde der Krach durch Neuwahlen finden im Februar statt. Die Nationalliberalen find stets dabei, wo es gilt, die wird. Man sieht auch hier wieder, daß es nicht die Arbeiter find, welche den Klassenkampf in feiner schroffiten Form betreiben. der Bisher hat in Mannheim das Kind des Wahlhabenden und das Die Kind des Armen auf derselben Schulbank gefeffen. Wie den Zuhalt der Inferate über Freie Volksbühne. Charlottenburg. Für nimmt die Redaktion dem Publikum Die erste Vorstellung des dritten Vereinsjahres findet für die 1. Abgegenüber keinerlei Verantwortung theilung( rothe Karten) am Sonntag, den 16. Oktober, Nachmittags 2½ Uhr, im Lessing- Theater", Kronprinzen- üfer, statt. Theater. Gonnabend, den 15. Oktober. Zur Aufführung gelangt: ,, Nathan der Weise" von G. E. Leffing. Die Verloosung der Plätze beginnt um 1/2 Uhr. Für die Mitglieder der II. Abtheilung( grüne Karten) findet eine Das Lokal Papritz' Salon, Berlinerstr. 89, ist für Arbeiterversammlungen nicht zu haben. Es ist Pflicht der Genossen, auch ihre Festlichkeiten dort nicht abzuhalten. Die Vertrauensmänner. Opernhaus. Cavalleria rusticana Wiederholung der Aufführung am Sonntag, den 23. Oktober, statt. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter = ( Bauern Ehre). Der Waffenschmied. Schauspielhaus. Columbus. efing- Theater. Die Orientreise. Deutsches Theater. Der Misanthrop. Ju Zivil. Berliner Theater. Ein Fallissement. Wallner- Theater. Der Mann im Monde. Bellealliance Theater. Pandora, oder: Götterfunken. Vorher: Die Nürnberger Puppe. Diejenigen Mitglieder der 1. Abtheilung, die aus irgend einem Grunde die am 16. Oktober stattfindende Vorstellung besuchen wollen, können, soweit es der Raum gestattet, zum Besuch der Vorstellung zugelassen, doch fann ihnen ein bestimmtes Versprechen nicht gemacht werden 362/4 Der Vorstand. J. A.: Julius Türk, SW., Solmsstr. 24. Concordia- Fettsäle Andreasstraße 64. Kroll's Theater. Lucia von Lammer- Sonnabend, den 22. Oktober 1892: moor. Residenz Theater. Im Pavillon. Vorher: Nach zwei Jahren. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Banditen. Thomas- Theater. Onkel Bräßig. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Alexanderplat- Theater. Berliner Gigerin. National- Theater. Die Ahnfrau. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Speizialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Gesangsposse in 3 Atten von L. Treptow. Zum wohlthätigen Zweck: Berlins und Umgegend. Branchen- Versammlung der Former, Stürzer, sowie sämmtl. Giesserei- Arbeiter am Dienstag, den 18. Oktober, Abends 834 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Pinn über:" Das Monopol der heutigen Gesellschaft". 2. Diskussion. 3. Vorschlag eines Beisigers zum Vorstande. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Mitglieder werden er sucht, zahlreich zu erscheinen. Nichtmitglieder als Gäste willkommen. 227/5 Der Vorstand. Grosse öffentliche Lieder Abend Bersammlung für Männer und Frauen arrangirt von den Gesangvereinen Karthans, Flöter, Shu'scher Humor, Norddeutsche Schleife und Freya( Gemischter Chor)( Mitgt. des ArbeiterSängerbundes) unter gütiger Mitwirkung eines Frauen- Chors. Dirigent Herr Rokici. am Sonntag, den 16. Oktober, Abends 6 Uhr, im Lokale der Berliner Bock- Brauerei am Tempelhofer Berg. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion.. Der Einberufer. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein mit Tang, tags- Wahlkreis. veranstaltet vom Sozialdemokratischen Wahlverein für den 2. Berliner Neichs- Um zahlreichen Besuch bittet 157/2 158/2 Die Musit wird von der Freien Vereinigung der Zivil- und Berufsmusiker ausgeführt unter Leitung des Herrn C. Böhm. Anfang 8 Uhr. Billets à 25 Pf. sind in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Um zahlreichen Besuch bittet s Das Komitee. Fachverein der Tischler. Sonnabend, den 15. Oftober 1892: Vereins- Kränzchen im Couplets von G. Görss. Musik von Gottbuserstr. 4a, Konzerthaus Sanssouci" stattbuserstr. 4a. G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefegt von Adolph Ernst. Anfang 7, Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Alexander- Plaz- Theater. Sonnabend, den 15. Oftober 1892: Berliner Gigerin. Posse mit Gesang in drei Akten und vier Bildern bearbeitet von R. Sybel. Musik von Th. Müller und E. Weber. Anfang Abends 8½ hr. Der Vorstand. Verein der Maschinisten und Heizer. Versammlung Sonntag, den 16. Oftober, Nachm. 5 Uhr, in Schultheist' Brauerei- Ausschaut, Neue Jakobstr. 24-25. Tagesordnung: 1. Vortrag über den Kowigti'schen Rauchverbrennungs- Apparat. 2. Ver schiedenes. Gäste willkommen. Der Vorstand. 250/1 Vergnügungs- Verein„ Amor II". Sonntag, den 16. Oktober, in Pape's Saal, Badstraße Nr. 58: Billets sind auf allen Zahlstellen des Vereins sowie bei folgenden Grosse Theater- Vorstellung: Herren zu haben: Conrad, Bärwaldstr. 53, Quergeb. 2 Tr.; Schulz, Brigerffraße 42, 4 Tr.; Mieke, Adalbertstr. 9, 4 Tr.: Glocke, Laufigerstr. 52, 3 Tr.; Koblenzer, Adalbertstr. 96, Quergeb. 1 Tr.; Hoppe, Rigdorf, Berlinerstr. 84/85; Mews, Mariannenstr. 13, 4 Tr.; Klawitter, Oppelnerstr. 16; Gruschke, Bücklerstraße 58, Hof 2 Tr.; Siebert, Roppenstraße 27, 1 Tr.; Zwanzig, Fürbringer straße 27; Thiel, Boeckhstraße 15: Maass, Schwedterstraße 1, 1- Z.; Forner, 85/6 Der Vorstand. Glifabethstr. 49, Quergeb. 3 Tr.; Wiedemann, Wallstr. 7/8, im Arbeitsnachweis, Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Buch-, Papier- und Lederwaaren- Industrie. Anfang 5 Uhr. Ein Weib aus dem Volke", Drama in 5 Aften. Anfang 5 Uhr. 24906 Freunde und Genossen sind hiermit freundlichst eingeladen. Beitrag 15 Pf. Der Vorstand. Verband der im Vergolderu. verw. Gewerben beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. 355/1 Filiale Berlin. Morgen, Sonntag, Nachm. 8 Uhr, Montag, den 17. d. M., Ab. 8, Uhr, bei Boltz( Feuerstein), Alte Jakobstr. 75: Montag, den 17. Oktober, bei Scheffer, 3 bei ermäßigten Preisen: Tannhäuser. American- Theater. Wiederauftr. des urkomischen Bendix in feiner neuesten Saisonnummer, Man merkt's am Gang Da ist was mang." Neu! Der feine Reisner. Neu! Berl. Lokalfchwant v. Ostar Wagner. Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. Täglich Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Anfang Wochentags 71/2 Uhr. General- Versammlung Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Andries über:„ Die Sonne und ihr phyfisches Leben. 2. Geschäfts- und staffenbericht. 3. Verschiedenez. Sonnabend, den 22. d. M., Abends 8 Uhr, im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee: Grosses Konzert und Ball. Entree 25 Pfennig. 3u zahlreichem Besuch ladet ein 118/4 Charlottenburg. Der Vorstand. Sonntag, den 16. Oktober, Vormittags 10% hr, Inselstr. 10. Monats-Versammlung: Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Dis tussion. 3. Kaffenbericht vom 3. Quartal. 4. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mit glieder und Ausgabe der Billets zur Matinee am 23. Oftober. Um zahl reiches Erscheinen ersucht Orts- Krankenkasse der Steindruder und Lithographen zu Berlin. 2493 b Montag, den 24. Oktober, Abds. 8 Uhr, findet im Saale des Handwerkervereins eine Gophienstraße 10, chan außerord. Generalversammlung der Delegirten statt. Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über Statutenände rung. 2. Ergänzungswahl für den Vors stand( SS 34-36). 3. Wahl des Aus Schusses z. Vorprüfung d.Jahresrechnung. 4. Berschiedenes. Nach Schluß: Er zahl- 4. öffnung d. Generalversammlung der Invaliden- Unterstüßungkaffe. Tagesordnung: 1. Ergänzungswahl für den Vorstand(§ 9). 2. Wahl des Aus Die Ortsverwaltung. Verein z. Wahrung d. Interessen schusses(§ 24 Abs. 3). 3. Verschiedenes. der Stockarbeiter. im Lokale des Herrn H. Krause, Bismarck- Strasse No. 74: Montag, den 17. Oftob., Abds. 82 Uhr, Mitglieder- Versammlung der Zentral- Krankenkasse der Maurer etc. ( Grundstein zur Einigkeit), Bahlstelle Charlottenburg. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1892. Bericht des Vorstandes. 2. Raffenangelegenheiten und Verschiedenes. Der Vorstand. DEF Am Sonnabend, den 22. Oktober, findet das diesjährige Herbst- Vergnügen Sonntags 6 Uhr. Entree 50 Pf. in nebel's Salon, Kastanien- Allee 1, statt, wozu Freunde und Gönner Mittwoch, Sonnabend und Sonntag, Nachmittags 4 Uhr: Kinder- Vorstellung. Schneewittchen und die sieben Zwerge. Entree: 1. Platz 50 Pf., 2. Platz 25 Pf. PassagePanopticum. Fuß!! ein 9 RiesenKind!!! Ohne Extra- Entrée. von 11-1 und 4-9 Uhr. Castan's Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 1hr Abends. Wo speisen Sie? einladet 2503b Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße. Sonnabend, den 15. Oktober, Abends 71/2 Uhr: Gala- Vorstellung. = Zum 1. Male: Das Feuerpferd, vorgeführt vom Direktor Pierre Althoff. Miß Erna und Mr. Walton mit ihrer dressirten Hunde-, Affenund Ponny Gruppe. Auftreten der Akrobaten Truppe Gautier, sowie der Turnerfönige Stephan und Nandroux. Vorführen des wunderbar dressirten Rapphengstes 0 Das Komitee. Gratweil's Bierhallen Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Borussia- Konzert- und Kouplet- Sänger. Gastspiel des Charles Randolf, Zauberkünstler und Gedankenleser, à la Cumberland. Wochentags frei. Sonntags Entree 30 Pf. Gr. Frühstücks- n. Mittagstisch, Zwei Säle zu Bersammlungen und Vergnügungen. fowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. Incroyable" burch den Direttor Philipp's Festsälen) Pierre Althoff. Fantasie- Husarenmanöver. Näheres die Plakate. Sonntag: 2 Vorstellungen, um 4 71/2 Uhr. 2441b Neue Welt Bergschlossbrauerei, Hasenhaide 108. Jeden Sonntag Konzert, Spezialitäten, Gesangs- Humoristen. In den Zwischenpausen spielt das größte alten Rosenthalerstr. 38. Fernspr. 2.8 Nr. 130 empf. feine Säle en Festlichkeiten ( Hochzeit, Ball, Kommers 2c.) mit u. ohne Bühne. Gleichzeitig empfehle meinen vorzügl. Mittagtisch zu kleinen Preisen. Vorzügliche Abendkarte. Der große Saal ist noch am Sonnabend, den 19. November d. J., frei; auch sind noch Vereinszimmer frei. Vereins- und Billardzimmer steht zur bei Boltz, Alte Jakobstraße 75; General- Versammlung Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 288/2 3. Bericht des Vorstandes und Abrechnung. 4. Neuwahl des Vorstandes. 5. Verschiedenes. Vereinigung der Anträge und Beschwerden, welche in obigen Versammlungen zur Verhandlung tommen sollen, sind bis z. 22. Oftob.c. an den Unterzeichneten einzusenden. Der Vorstand: M. Stuhlmann, Vorsitzender, N., Rastanien- Allee 22. Orts- Krankenkasse für das Goldschmiede- Gewerbe zu Berlin. Sonntag, den 23. Oktober 1892, Vormittags 9 Uhr: 1 Drechsler Deutschlands. Generalversammlung Sonntag, den 16. Oktober, Vormittags 10% Uhr: Versammlung fämmtlicher Arbeitgeber, welche Beiträge aus eigenen Mitteln zur Kasse leisten (§ 45 des Statuts) lung im Restaurant Dresdener Garten, bei Kessner, Annenstr. 16. Tagesordnung: 1. Vortrag: Ueber Urabstimmung." Referent: Carl Dost. 2. Diskussion. 3. Urabstimmung. 4. Abrechnung. 5. Verschiedenes. 136/1 Die Mitglieder werden ersucht die Fragebogen mitzubringen. Der Vorstand. Freireligiöse Gemeinde. Rosenthaler- Straße Nr. 38. Sonntag, Vormittags 104 Uhr: Dresdenerstraße 45. Tagesordnung: Wahl von 54 Delegirten. In demselben Lokal findet um 91/2 Uhr 2496b Vormittags eine Versammlung fämmtl. großjährigen männlichen und weiblichen Kaffenmitglieder (§ 45 des Statuts), statt. Tagesordnung: 1. Berichterstattung. 2. Wahl von 109 Delegirten. 3. Vor legung des neuen Statuten- Entwurfs. 4. Bericht über die freie Arztwahl und Borlegung des mit den Aerzten abge fchloffenen Kontratts. 5. Verschiedenes. Der Vorstand. Vortrag von Herrn W. Bölsche: 3..: E. Davidshäuser, Vorsitzender, Die Entdeckung Amerika's und der freie Gedanke. Gäste sehr willkommen. Wichtig für Ladirer. 151/3 W., Zaubenstr. 35. Achtung! Ladkirer. Indem die regelmäßige Mitglieder Bersammlung am letzten Montag nicht IV Orcheſtrion. Die verausgabten FreiEmpfehle meine Destillation. Eine seit 12 Jahr. in best. Renommee stattfinden konnte, weil der bisherige billets, sowie die Paffe- Partout haben stehende Wagenladirerei in e. Provinz.- Wirth das Datum verwechselte, 10 In der alt. pommer mit Nachlösung eines Programms Verfügung. 2975L Hauptstadt, in. e. jährl. Umf. v. 7000 findet am schenküche, Oranien- à 10 Pf. Giltigkeit. Anfang 6 Uhr. bis 10 000 m. ist Umstände halb. sof. Montag, den 17. Oftober, Heinrich Sak, Markgrafenstr. 102. Str. 181, Hof pt., bei Entree 15 Pf. Rinder 10 Bf., unter preisw. zu verkauf. Näh. d. P. Gust, Alte Jakobstr. 83 mit derselben Tagess eine Versammlung der Filiale Klein Frühstück 9 Jahr frei. A. Bethge, Defonom. 30 Pf. Mittagstisch, Jeden Sonnabend Gänse- Ans- Stettin, Mönchenstr. 9. ordnung statt. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, 214/1 mit Bier 50 Pf., Abendtisch von 30 bis Vereinszimmer mit Pianino, auch zu schieben auf dem Billard Ritterstr. 34 17 Linienstr. 149. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. 50 Pf. nach Auswahl. 3050L 3ahlfelle. Walter, Fehrbellinerstr. 46. bei Scheller. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.. 18 Der Vorstand. Hierzu zwei Beilage. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 242. Von der Cholera. Sonnabend, den 15. Oktober 1892. Dem Kaiserlichen Gesundheitsamt vom 18. bis 4. Oktober, Mittags, gemeldete Cholera Erkrankungsind Todesfälle: Staat und Drt. Bezirk. Samburg. Datum: 9. Jahrg. Wesens in seinen Händen zu vereinigen. Augenscheinlich hatte er übrigens sämmtliche Mitglieder der Brennmaterialien- Deputation sich das Zurückdrängen der Freien Hilfskaffen" zur Aufgabe ge- ihren Austritt erklärt haben sollten für den Fall, daß ich nicht macht, freilich wußte er das Pferd nur vom Schwanze aus zu ausschiede, trifft nicht zu, da es nach meiner Kenntniß nur unfatteln. Es wurde in einer unbegreiflich leichten und so ober- gefähr die Hälfte war, von welcher ein Kollege in der betreffenden flächlichen Weise gewirthschaftet, daß, als diese Zustände Sigung überhaupt nicht anwesend war. Daß die Fraktion der in der Stadtverordnetenversammlung zur Sprache tamen, ein Linten schon am nächsten Tage nach dieser Sigung mich auseifriger Verfechter der Bismarc'schen Sozialreform und Häuptling geschloffen hat, ist richtig; daß sie es aber ablehnte, den von mir der Nationalliberalen sich zu dem Ausspruche vecstieg: er habe aus angebotenen aftenmäßigen Beweis meiner Behauptungen zu er 10./10. 11./10. 12./10. 13./10. Den 3eitungen mit Beschä mung Kenntniß von der Zer- heben, ist bedauerlich; sowie auch, daß mein Antrag, vor meiner fahrenheit in der Verwaltung der Orts- Krankenkasse erhalten." Ausschließung doch wenigstens sämmtliche Mitglieder zu einer Daß diese Zerfahrenheit überhaupt an die Deffentlichkeit gekommen, Beschlußfassung hierüber einzuberufen, abgelehnt wurde, da nicht ist nur der Sozialdemokratie zu verdanken, die bei der viel mehr als die Hälfte der Fraktionsgenossen, denen ich seit lehten Wahl zur Generalversammlung die Majorität der Dele 12 Jahren angehöre, anwesend waren. Hiernach muß ich be girten erhielt, demzufolge den Vorstand aus Gesinnungsgenossen streiten, was in den betreffenden Artikeln behauptet wird, 1. daß zusammensetzte und die Geschäftsführung der Kaffe, die vorher ich in willkürlicher und durchaus ungerechtfertigter Weise den 10 1 die Bürgermeisterei führte, in die Hand nahm. Die Kaffe wurde Stadtrath Mamroth beschuldigt habe, 2. daß die Festsetzung der mit einem angeblichen Defizit von 35 000-40 000 m. bem der Kautionen durch Kollegialbeschluß erfolgt ist, 3. daß sämmtliche zeitigen Vorstande überliefert ,, nuu seht wie ihr fertig werdet." Mitglieder der betreffenden Deputation ihren Austritt erklärt - Die Stadtväter, welche die Zustände der Orts- Krankenkasse hätten, wenn ich nicht ausschiede. In diesem Stadium noch nur durch ein Fernrohr kannten, beschlossen, auf Antrag der meinen Siz in der Brennmaterialien- Deputation niederzulegen, Bürgermeisterei, da die Apotheker auf Zahlung ihrer rückständigen ohne mich in den Augen der Bürgerschaft herabzusehen, halte ich Forderungen drängten und drohten, teine Medikamente mehr zu für unmöglich." liefern, dem Vorstande ein zinsfreies Darlehen von 19 000 M. erfrankt gestorben erkrankt gestorben erfrantt gestorben erfranki gestorben 5 19 2 10 6 210 Altona Hamburg. Vereinzelte Erkrankungen: Regierungsbezirk Stralsund: in der Stadt Stralsund 1 tödtlich verlaufene Erkrankung ingeschleppt. von außerhalb Regierungsbezirt in Schleswig: Berichtigung. Von den gestern für Altona hierher gemeldeten 8 Erkrankungen war nur 1 durch asiatische Cholera meldeten 3 Erkrankungen war nur 1 durch asiatische Cholera cerursacht. Samburg, 14. Oktober. Amtlich werden 10 CholeraHamburg, 14. Oktober. Amtlich werden 10 CholeraErkrankungen und 1 Todesfall gemeldet; davon entfallen auf estern 7 Erkrankungen und 1 Todesfall. Die Transporte berugen gestern 7 Krante. 1 Todesfall. worden. mit 1000 m. monatlicher Abzahlung unter der Bedingung zu Ein Mangel an Arbeitern, insbesondere Feldarbeitern, leistung für die Mitglieder zu bestimmen. Darauf gingen die Delegirten in Nieder- Schönhausen, zu bestehen, jenem Institute, in welchem gewähren, daß die Generalversammlung beschließen, die Mindest- scheint in der Umgebung der Heimstätte für Verlegte" iedoch nicht ein. Die städtische Verwaltung sollte nicht so billigen Berufsgenossenschaften Unfallverlegte unterbringen, um dieselbe Raufes aus dem Dilemma heraus, sie sollte den bitteren Kelch durch eine mediko- mechanische Heilmethode wieder arbeitsfähig zu der Sozialreform bis zur Neige Iceren; denn gerade durch die Be- machen. Denn wie der Aug. Fahr- 3tg." von dort berichtet willigung der Anleihe von 19 000 m., die als eine loyale That wird, finden vielfach die in der„ Heimstätte" untergebrachten Köln, 14. Oktober. Wie die„ Kölnische Volkszeitung" er den Stadtväfern und Spießbürgern, sondern auch bei dem weit das Fachblatt dieser Thatsache gegenüber, daß die Militärverin den Bourgeoiszeitungen gepriesen wurde, war nicht nur bei Patienten" als Feldarbeiter Verwendung. Nicht genug, bemerkt ährt, ist bei einem vor 8 Tagen aus Ruhrort abgefahrenen aus größter. Theile der 8000 Wiitglieder der Glaube erweckt, als waltungen den Arbeitern durch Abgabe von Soldaten große KonSchiffer, welcher unterwegs in Marau erkrankte, die asiatische feien überhaupt nur 19 000 m. Defizit vorhanden. Durch die turrenz bereiten, beeilt sich die Fuhrwerts- Berufsgenossenschaft, Karlsruhe, 18. Oktober. Bei einem vorgestern in Beharrlichkeit der Delegirten, durch die Energie des Vorstandes dasselbe zu thun und drückt die Löhne der freien Arbeiter herab. deopoldshafen verstorbenen Rheinschiffer ist durch die bakteriolo: aber fam allmälig Licht in das geheimnißvolle Dunkel und es Denn daß die Krüppel den freien Arbeitern gleich bezahlt werden, dische Untersuchung aftatische Cholera als Todesursache festgestellt ſtellt sich jetzt heraus, daß die kasse, als sie unsere Genoffen in ist nicht anzunehmen. Die Verwaltung der Heimstätte" sollte die Hände nahmen, ein Defizit von nahezu 160 000 mt. hierzu ihre Hand nicht bieten, da ihr sonst leicht der Vorwurf Pest, 13. Oktober. Von gestern 6 Uhr Abends bis heute u verzeichnen hatte. Wo mag da die Aufsichtsbehörde und die gemacht werden könnte, parieiisch zu sein. Auch könnte den VorUhr Abends find 33 Personen an der Cholera erfrantt, 16 geformt! die uns hoffentlich bei den nächsten Wahlen für weise in der„ Heimstätte" interniren, der Borwurf gemacht werden, höhere Berwaltungsbehörde gesteckt haben?- Nette Sozial- ständen der Berufsgenossenschaften, die ihre Unfallverletzten zwangstorben. 19 Personen wurden als geheilt aus den Cholera ben Stadtrath gute Dienste leistet." hofpitälern entlassen. dies nur zu thun, um für die Landwirthschaft billige Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen und die Behandlung verletzter Personen in der überall, wo sie auf den Blan tritt. So berichtet die Schwäb. Falle würden sich aber wiederum die Behauptungen der dort beFrisches Leben schafft in der Politik die Sozialdemokratie Heimstätte" nur als Mittel zum Zweck zu betrachten. In diesem Tagwacht" aus Württemberg, daß, seit wir durch un- handelten, aber bereits entlassenen Verletzten als richtig erweisen, ermüdliche Agitation überall Erfolge erzielten, alle übrigen Par- daß die mediko- mechanische Behandlung in der„ Heimstätte" auf teien miteinander wetteifern, um ihren Befihstand vor der ihr Gesundheits- bezw. Besserungsverhältniß absolut teinen Einfozialdemokratischen Gefahr zu schüßen. Das ganze Land halle fluß ausgeübt habe; daß ferner die Genossenschaften ganz ungegenwärtig wider von„ politischen Volks- und Landesversamm- nöthige Kosten zu tragen hätten, die zweitens direkt wieder auf lungen". die Verletzten abgewälzt würden durch Herabsetzung der Unfallrente. Ist dies richtig, dann ist aber auch der Proteft, den die Ein Bildungsverein für Frauen und Mädchen ist Kutscherversammlung am 25. August d. J. gegen die zwangsin Straßburg i. E. von Parteigenoffinnen gegründet worden. weise Unterbringung Unfallverlegter in der Heimstätte" dem Derselbe ist bereits genehmigt. Die Errichtung sozialdemo- Reichs- Versicherungsamt übermittelt hat, um so begründeter, fratischer Diskutir- und ähnlicher Klubs mit nicht mehr als weshalb auf einen Erfolg wohl zu rechnen ist. 20 Mitgliedern geht in den Reichslanden überall flott vorwärts. Amsterdam, 14. Oftober. Nach den letzten Meldungen an die Sanitätsbehörde hat sich die Zahl der Cholera- Erkrankungen un gesammten Lande auf sieben reduzirt. Brüssel, 14. Oktober. In den Vorstädten wurden wei Cholera- Erkrankungen gemeldet. Nach einem hierher gelangten Telegramm tritt die Cholera in Liedekerke schwer auf. Lüttich, 13. Oktober. In dem nahe gelegenen Orte Griwegnen ist ein Gholerafall mit tödtlichem Ausgang Dot Rouen, 14. Oktober. 2 Cholera- Erkrankungen und 1 Todesall gemeldet. gefommen. Parteinachrichten. * Unabhängige Lügen. Von einem der Berliner Vertrauensmänner, der zugleich Mitglied der Freien Voltsbühne" ist, geht uns die Mittheilung zu, daß in der vorgeftrigen außerordentlichenfeld: Ullenbaum. Generalversammlung der Freien Boltsbühne" Herr Wild- Thierbach aus Berlin. Jerger u. A. folgende Behauptung in die Welt gesezt hat: Polizeiliches, Gerichtliches ze. B Die Zahl der Cholera- Erkrankungen in Berlin ist noch Die Gründung times sinchen aguationstides in in etwas größer, ais disyer veriautere, ou auch in weg. staty hous Breslau seitens polnischer Parteigenossen in Vorbereitung. Institut Fälle behandelt worden sind. Die Assistenten Dr. M. Beck und Dr. H. Kossel berichten darüber. Seit dem 1. August, wo Delegirtenwahlen zum Berliner Parteitag. GIber eine Beobachtungsstation eingerichtet wurde, sind daselbst Angermünde Prenzlau: 52 Krante als der Cholera verdächtig eingeliefert worden, und zwar 26 Männer und 26 Frauen. 19 Männer und 15 Frauen hatten im Krankenhauſe weder Erbrechen noch Diarrhoe, bei Von seiten des Parteivorstandes, resp. des Herrn J. Auer ist in den legten Tagen an sämmtliche 7 Männern und 11 Frauen bestand Diarrhoe und zum Theil Groben Unfug soll wieder einmal ein Redakteur Erbrechen. Bertrauensmänner Berlins ein Rundschreiben gerichtet durch Veröffentlichung eines Artikels begangen haben. Heraus bei Stürmische Krankheitserscheinungen boten sich 5 Patienten, unter worden, mit der Aufforderung, den Bestrebungen der gefunden hat das diesmal die Erfurter Staatsanwaltschaft. Cholera festgestellt wurde. denen bei zweien asiatische Arbeiter Bildungsschule, sowie auch der Bestrebungen Genoffe Güldenberg von der Thüringer Tribüne" veröffent Frauen waren Bei 8 Männern und neunzehn Diätfehler des Vereins Freie Voltsbühne" streng entgegen lichte einen Artikel, der die Ueberschrift St. Sedan" trug, und Trinken nachweisbar, die meist in von viel faltem Wasser oder Genuß durch den darin hervortretenden geharnischten und alarmirenden Gurkensalat, Weißbier und dergleichen bestanden. In 5 Fällen Wir sind uun in der Lage zu erklären, daß diese Behauptung Ton" soll das Gesammtpublitum" beunruhigt, folglich die lag Betrunkenheit vor. Im höchsten Grade choleraähnlich verbon Anfang bis Ende erlogen ist. Weder seitens des Partei öffentliche Ordnung gestört und grober Unfug verübt worden sein. liefen 2 Fälle von Brechdurchfall, bei einer Frau und einem vorstandes, noch seitens des Genossen Auer ist in Sachen der- Sächsische 3. Bei der Vertheilung des letzten Flug- Manne. Der lettere, ein 27- jähriger Hausdiener, war in der reien Boltsbühne" irgend ein Wort in diesem Sinne blatts in Sachsen hatten die Sebniser Parteigenossen be Nacht zugleich mit anderen Familienmitgliedern an Erbrechen, geäußert oder irgend eine Zeile an irgend wen geschrieben sondere Abenteuer zu bestehen. So wurde in Hohnstein ein Leibschmerzen 2c. erkrankt. Das Plattenverfahren ergab keine worden. Und ebensowenig ist dies selbstverständlich mit Bezug auf Genosse auf das Bürgermeister- Amt zitirt und ihm dort eröffnet, Kommabazillen. Dieser Fall wäre früher sicher unter die„ Vorbie Arbeiter Bildungsschule geschehen. Zu welchem daß das Austragen derartiger Flugblätter in Hohnstein nicht läufer" der Cholera gerechnet worden. Heute weiß man, daß Svece diese faustdicke Lüge in die Welt gefeht wurde, liegt auf geduldet würde. Auf das ungeschliche seiner Handlungsweise auch die Häufung der Brech durchfälle mit der aftatischen Cholera der Hand; freilich ist Herr Wildberger nicht der Mann, der bei aufmerksam gemacht, verwies der Bürgermeister auf den Be- nichts zu thun hat. Die Steigerung der Ziffern von Darmber Berliner Arbeiterschaft für solche unabhängige Lügen noch schwerdeweg, welcher natürlich auch betreten worden ist. zu arbeiten. Glauben findet. In der bekannten Manier: Ich sage nicht, daß Du meine Stiefel gestohlen hast, aber mir sind ein Paar, wie Du sie trägst, abhanden gekommen", läuft augenblicklich eine Notiz durch die Blätter vom Schlage des Leipziger Tageblatt" und der Münchener Neuesten Nachrichten", wonach auf dem sozialdemokratischen Parteitag zu Berlin die Frage des Befizverhält Tokales. frankheiten ist zum Theil auf die in heißen Monaten leichter zu Verdauungs- Störungen führenden Diätfehler, zum Theil auf die größere Sorgfalt zurückzuführen, die bei drohender Choleragefahr solchen Erkrankungen gewidmet wird. Die zwei Fälle asiatischer Cholera selbst bieten manches Interessante. Beide Patienten hatten in den letzten Wochen Berlin nicht ver lassen, und die Infektion ist wahrscheinlich durch das Wasser erfolgt. Der erste, ein Arbeiter Porsch, hatte fünf Tage vor Vom Stadtverordneten Löwel erhält die Staatsbürger dem Auftreten der Erkrankung Steine aus einem von verfeuchten tracht werden soll." Es soll sich dabei speziell um den„ Bor- flärung zu den am 8. d. M. in mehreren Zeitungen erschienenen ist er wohl vielfach mit Schiffern und dem Wasser in Berührung Zeitung" mit der Bitte um Veröffentlichung nachstehende Er- Gegenden an der Oder kommenden Kahne ausgeladen. Dabei ärts" handeln, der bis heute noch Eigenthum des Abgeordneten Artikeln über Borgänge in der Deputation zur Beschaffung von gekommen, will aber fein Spreewasser getrunken haben. In den Singer sei und an dem auch der Abgeordnete Bebel finanziell Brennmaterialien: dieser Rügennotiz folgende Bemerkung bei:„ Wenn die Angaben stets zur Zufriedenheit ausgeführt hatte, sprach die Bitte aus, Nacht vom 24. zum 25. September nächtigte er in einem Männerbetheiligt" wäre. In echter Tartüffe- Manier fügt der Schreiber Jahren mit Lieferungen für die Stadt betraut war, und diese Wasserläufen in der Nähe Berlins nach Arbeit gesucht. In der „ Gin hiesiger Kohlenhändler, der schon seit vier Orten an den wäre, so läge darin freilich eine überaus grobe und fast be- früher erhöhten Auftrages in diesem Jahre verhältnißmäßig, von Erkrankung wurde jedoch nicht bemerkt, und so begab er sich wirklich zutreffen sollten, und wenn das zuerst Berichtete wahr seine Raution zu ermäßigen, die man wegen eines um 1/4 gegen asyl und ertranfte dort mit Erbrechen und Durchfall. trügerische Täuschung der Parteigenoffen und der Deffentlichkeit. 1500 M. auf 10 000 m. gesteigert habe. Von der Deputation am nächsten Tage, einem Sonntag, in den Thiergarten, wo er hauptung des Sozialist" für sehr wenig wahrscheinlich halten. eine Raution von dieser Höhe festgesetzt worden, während der brach er auf der Straße zusammen und wurde von einem SchutzVermuthlich wird auf dem Parteitage beim Rassenbericht selbe Betrag von dem Bittsteller schon bei einer Bestellung von mann in die Charitee geschafft. Es bestand bei seiner Aufdie folgen." Diese perfide Art mit„ wenn" und für den Fall" zu operiren, ift ganz jener Klique dunkler Ehrenmänner würdig, welche die Quelle für alle diese verlogenen Schundnotizen find. Seine urtheilung der Bitte gemachten aftenmäßigen Zusammen- stand in Opium( 30 Tropfen) und in 0,2 Calomel. Das Befinden stellung ergab es sich, daß eine Gruppe von 0,114, 21/2 und 3 Pf. für den Zentner des bestellten Quantums verlassen. Der zweite Cholerafranke, ein obdachloser Arbeiter, 4 Lieferanten wurde bald ein günstiges, und jetzt hat der Patient das Bett zahlten, während die übrigen drei 41/2, 5 und 6 Pf. zahlen sollten. wurde am 4. Oktober eingeliefert, nachdem er seinen eigentlichen Ich stellte deshalb den Antrag, da nicht die Deputation, Anfall schon außerhalb des Hospitals durchgemacht hatte. Er Eine große Anzahl Parteigenossen find in Hamburg sendern der Herr Vorsitzende allein die beträchtliche Erhöhung arbeitete meist am Görliger Ufer beim Ausladen von Rähnen. Schon sieben Tage vor feiner Aufnahme hat an Diarrhoen gelitten. Am 2. Oftober steigerte durch die Cholera dahingerafft worden. Wie in einer Mit der Kaution des Bittstellers verfügt hatte, die Deputation wolle Vor dem Auftreten seiner Erfrankung hat er auf einem gliederversammlung des Wahlvereins für den zweiten Kreis zur diefe Raution entsprechend ermäßigen, und diese Angelegenheit Kahne gearbeitet, der mit Kohlen aus Hamburg gekommen Sprache fam, find allein tei den Vorständen der drei Hamburger fünftig generell ordnen". Da inzwischen die geforderte Kaution war. Wahlvereine 224 Mitglieder als während der Epidemie von 10 000 m. bereits erlegt war, beschloß die Deputation, die er verstorben zur Meldung gebracht worden; die Zahl der Opfer Sache dabei zu belassen, den zweiten Theil meines Antrages sich seine Erkrankung, so daß er nur mit Mühe sich aufrecht dürfte sich aber auf das doppelte belaufen, da noch viele Mel- aber anzunehmen. Durch diesen Antrag fühlte sich Herr Stadt- halten tonnte. Am Montag den 3. Oftober hatte er 15-20 t bungen ausstehen. 2 Ans Darmstadt schreibt man uns:„ Noch nie hat eine staat rath Mamroth persönlich beleidigt, und mung in nicht mißzuverstehender Weise Namens Ausdruck, wobei er die Worte gab auch dieser Stim- Dejektionen, die er zum Theil in öffentlichen Aborten, zum Theil unter Nennung meines in Klosets in Häusern in der Nähe des Planusers, welche ihm Infamie und Perfidie" zugänglich waren, entleerte. In der Nacht zum Dienstag tampirte verschiedenen Stellen des Thiergartens. Leitung der Bürgermeisterei unterstellt gewesene Vereinigte gender Entgegnung:" Es sei vielleicht Zufall, daß die höher be leerungen zum Theil direkt in den Landwehrkanal, im Laufe des liche Institution schmählicheren Schiffbruch gelitten, als die der mehrfach gebrauchte. Hiernach sah ich mich genöthigt zu fol- er auf einer Bant am Planufer und" deponirte" seine AusDrts Krantentasse Darmstadt". Der Zusammenbruch lafteten Lieferanten, worunter sich auch der Bittsteller befand, Morgens auch an ist um so schmählicher, als er gerade eine jener Organisationen christliche, die anderen aber jüdische Händler seien, dies könnte Am folgenden Tage fand die Aufnahme statt. Die Behandlung tetrifft, die unsere Reaktionäre als wirksames Mittel zur Ver- leicht den Anschein erwecken, als об man die letzteren bestand wieder in 0,2 Calomel. Der Patient befindet sich wohl. wo die Kranken nichtung der Sozialdemokratie betrachtet und als höchste Weisheit begünstigte, gegenüber den Chriften. Ich fügte aber aus- Gerade solche leicht verlaufenden Fälle, ber Sozialreform gepriesen haben. Mit der Inaugurirung des drücklich hinzu, daß ich im umgekehrten Falle ebenso eingetreten Tage lang herumschleichen und ihre Fäcalien an verschie Strantenversicherungs- Gesetzes gelang es einem jungen Beamten wäre für die jüdischen Händler, wie jeht für die christlichen." denen Orten deponiren, müssen als außerordentlich gefährlich auf dem Stadthause, die ganze Organisation des Krankenkassen- Dies ist einfach der Hergang. Ist das Antisemitisming? Daß langesehen werden. Es erklärt sich daraus, daß les oft nicht gea niachte, " fingt, bei sporadisch auftretenden Fällen den Jnfektionsheerd zu fund durch sein Ableben in die tiefste Trauer versetzt worden ist,| Bein des Todten waren von dem Rörper fast buchstäblich abe ermitteln. Gerade unter solchen Verhältnissen ist es wichtig, daß wandte sich, aus Sachfen tommend, an die ihm ge- getrennt und an den Wundrändern erkannte man deutlich die umfaffende Maßregeln von seiten der Behörden ergriffen werden, nannten berufsmäßigen Leichensucher in Stralau. Diese Spuren von Eisenbahnrädern, welche über die beiden Glieber um möglichst jeden einzelnen Kranten sofort zu isoliren. Daß forderten für das Aufsuchen der Leiche Spangenberg's des Mannes hinweggegangen sein mußten. Thatsächlich wurden folche Maßregeln zum Ziele führen, können wir daraus ersehen, 75 M. Jm Beisein des Vaters wurden die ersten Nach- auch an dem etwa zwei Schritte von dem Graben entlang daß sich bisher außerhalb Hainburgs nirgends eine ausgebreitete forschungen angestellt. Die Sucher fanden anscheinend nicht den laufenden Geleife Knochensplitter gefunden und eine auffallender dem Geleise bis Epidemie gezeigt hat... An Koch's Institut find ferner von Ende Leichnam und meinten zu ihrem Auftraggeber, sie müßten am Weise nur schwache Blutspur führte von Juli bis zum 7. Oftober 42 Zusendungen von choleraverdäch- anderen Tage noch einmal wiederkommen. Sie steckten an einem zur Leiche hin. Neben dem Todten lag ein geöffnetes bei der tigem Material gelangt. In 19 von diesen Fällen wurden bestimmten Punkte eine Stange in den Grund, um einen Anhalt Taschenmesser; Leiche wurde nichts gefunden, durch Kultur Kommabazillen nachgewiesen. Die überfandten zu haben, wie sie erklärten. Herr Spangenberg entfernte fich was irgendwie Anhalt über die Personalien des Ver Dejeftionen wurden sofort nach der Ankunft, die oft in darauf. Kurz hierauf wurde aber die gesuchte Leiche ans Land ftorbenen geben konnte, ebensowenig vermochte man festzustellen, Der Nacht geschah, in Untersuchung genommen. In einer Anzahl gebracht. Nun forderten die Finder, als das Geschäft" durch wie der Mann auf den Bahnkörper gekommen ist. Eine einzelne von Fällen fonnte schon aus dem mikroskopischen Präparat die Bezahlung ihres Lohnes komplett werden sollte, von dem auch Fußspur, welche sich in dem Ries des Bahndammes deutlich ab Diagnose auf Cholera asiatica gestellt werden. In anderen gerade nicht materiell gut dastehenden alten Herrn Spangenberg gedrückt, bewies, daß der Todte quer über den Bahnkörper ge mußte das Ergebniß der Plattenkultur abgewartet werden. Dazu anstatt der vereinbarten 75 m. die Summe von 125 W. Auflaufen, augenscheinlich um den Zaun, welcher den Zentral- Bichho baren im allgemeinen höchstens 24 bis 36 Stunden erforderlich, die ihnen ob dieses Geschäftskniffes von dem tief betrübten von dem Bahngeleise trennt, zu übersteigen. Nach der ganzen in vielen Fällen ermöglichte aber schon die Anlegung eines Manne gemachten Vorwürfe gingen fie auf 100 m. herab, die Sachlage hat es fast den Anschein, als ob der Unbekannte in eine Klatschpräparates nach. 18 Stunden eine sichere Diagnose. fie dann bekamen. Es waren ihrer 5 Mann, von denen aber Schlägerei verwickelt gewesen sei und vor seinem Gegner bie blos 8 thätig waren, während die anderen einen Rausch aus Flucht ergriffen hätte. Hierbei hat der Fliehende jedenfalls sein Aus dem Krankenhause Moabit. Eingeliefert wurde im schliefen. Und diese drei hatten nicht länger wie drei Stunden Taschenmesser hervorgezogen, um sich im Nothfalle zu vertheidigen, Laufe der letzten 24 Stunden nur eine Person und ebenso eine zum Aufsuchen der Leiche gebraucht. ist dann kurz vor einem aus dem Bahnhofe abgelassenen Zug solche aus der ärztlichen Behandlung entlassen; Neu- und NachNach Angabe der anderen Theilnehmer jener unheilvollen vorbeigerannt, wurde jedoch noch von der Maschine erfaßt und erkrankungen find nicht vorgekommen. Gestorben ist am vor- Ruderpartie hätte der Ertrunkene über 60 M. in seinem überfahren. Da der Zug an dieser Stelle noch in sehr langsamer geftrigen Abend in Moabit der als choleraverdächtig eingelieferte Portemonnaie haben müssen; die Leute haben aber nur 32 M. Bewegung war, hat ber jedenfalls nicht augenblicklich Betäuble Rummelsburger Arbeitshäusler Melke und zwar am Unterleibs- gefunden und abgeliefert. Die Uhr war überhaupt verschwunden, sich noch beiseite geworfen und ist in den übrigens nur flachen typhus. Bestand der Personen im Barackenlazareth beträgt 28. Nach dem letzten Bericht über das Unglück scheint es, als sei Graben hinabgestürzt. Seitens der Behörde wird auch die Herr Restaurateur Wollschläger, Blumenstr. 78, schreibt dies in der Nähe des Müggelschlößchens, von dort aus sichtbar, Möglichkeit in Betracht gezogen, daß ein Verbrechen vorliegen uns, daß er dem Borsitzenden der Filiale der Laciver deshalb paffirt. Das ist nicht der Fall. Das Umschlagen des Bootes fann, jedenfalls dürfte die eingeleitete Untersuchung bald näheres feine Mittheilung von der anderen Vergebung des Saales gefchlößchen entfernt, beim Anwesen des Försters Wienicke. erfolgte in der Nähe Rahnsdorfs, eine Stunde vom Müggel ergeben. macht habe, weil er seine Adresse nicht gekannt habe. Dem In letter Zeit sind mehrfach Soldaten von einem etwa widerspricht, was Herr W. bei der Zurredestellung zu seiner Ent- Flüchtig geworden ist der Direktor der Neuen deutschen dreißigjährigen unterfesten Mann mit starkem blonden Schnurr schuldigung angab er habe angenommen, daß während der Oper, Junkermann. Der„ Berl. Börsen- Kour." schreibt darüber bart beim Namen angeredet und danach befragt worden, ob fie nächsten drei Monate die Versammlungen im Norden abgehalten folgendes: Die Neue deutsche Oper der Direktoren Junkermann bestimmten Offizieren als Bursche beigegeben feien. Fiel bie würden. Unsere Darstellung fommt von durchaus zuverlässiger und Sock, welche am 1. v. m. ins Leben getreten ist, hat mit Antwort bejahend aus, so sagte der Unbekannte, daß er von dem dem Mittwoch zu bestehen aufgehört. Herr Junkermann hat sich betreffenden Offisier, der soeben in einem Zaden Einkäufe ge Seite. P der I Wie man vom Hauswirth behandelt wird, schildert uns seit Diestag Abend nicht mehr im Theater fehen lassen, und es macht habe, den Anftrag erhalten habe, seinem Burschen mit ist anzunehmen, daß er die Flucht ergriffen hat. Die Mitglieder zutheilen, daß er aus einem Geschäfte, dessen Adresse der Mann der Maurer S., bisher Seydelser. 32 wohnhaft, in recht anschauer Dper, wie die für das Balletpersonal engagirten Kräfte aufgab, ein Packet abholen und dem Ueberbringer dieser licher Weise. Das Haus oder vielmehr die Miethetaserne in der bebenburch schivere materielle Ginbußen erlitten und stehen ordnung den Preis der gekauften Waare einhändigen folle. Dur Seydelftraße gehört Herrn C. Bolle in Moabit( Klingelbolle), ihrer Mehrzahl nach vor dem wirthschaftlichen Ruin; denn der das Auftreten des Mannes und besonders dadurch, daß er der bekannt ist wegen seiner Milch und seiner Frömmigkeit. Die flüchtige Herr Junkermann war der sogenannte Geldmann des bei Stamen nannte und mit ihren Dienstverhältnissen vertraut erstere verzapft er den Berlinern, die letztere seinen Angestellten. Unternehmens; er hatte die Finanzen zu verwalten und hat an- war, ficher gemacht, haben sich eine Anzahl Offizierburschen bu Ueber sein Posaunentorps geht schon nichts d'rüber. Der Maurer mit seiner Familie wohnte 3 volle Jahre in der Wohnung und scheinend auch Geld mit auf die Flucht genommen. Schon am wegen lassen, dem Unbekannten die geforderte Geldsumme 3 1. b. M. wurden die Gagen nicht pünktlich gezahlt; die Mit übergeben. Darauf haben sie von ihm einen Bettel erhalten bezahlte während dieser langen Zeit die Miethe ftets prompt. Da wurde der Ernährer der Familie frank, der Verdienst blieb glieder wurden auf den 3. d. M. vertröstet. Herr Junkermann welcher fie zur Empfangnahme eines Packets in Geschäften er aus. Die Chambregarnisten geriethen außer Stellung, sie konnten behauptete, die Kasse seines Bantiers sei an diesem Tage ge- mächtigte, welche, wie die Burschen nachher zu ihrem Leidwesen die Beihilfe zur Miethe nicht mehr leisten. Die bitterste Noth schloffen gewesen und erhielten auch an diesem Tage die Gage, erfuhren, gar nicht vorhanden sind. Sehr zahlreiche Schwindeleien die Beihilfe zur Miethe nicht mehr leisten. Die bitterste Noth aber fein Spielhonorar. Spielhonorar ist seitens der Direktion find auf diese Weise ausgeführt worden. hielt ihren Einzug. Die letzten zwei Monate Miethe mußten überhaupt seit Beginn des Unternehmens nicht gezahlt worden. schuldig geblieben werden, im ganzen 150 M. Da gelang es der Nun sind die meisten Mitglieder gerade auf das Spielhonorar Ein gefährlicher Verbrecher ist gestern in der Person Frau des Erkrankten 100 M. geliehen zu erhalten, die fofort zum angewiesen; denn dieses war verhältnißmäßig hoch normirt, des Kutschers Hermann Werdermann ermittelt und verhaftet Hauswirth wanderten, so daß nur noch 50 M. Reft blieben. Der während die Gage durchschnittlich sehr flein war. Unter den worden. 2. hatte vor kurzem dem Boden eines Hauses in de Wirth behielt hierfür die ganze Wirthschaft ein, die dessen Mitgliedern der Oper sowohl wie des Ballet machte sich also Koppenstraße einen Besuch abgestattet und war dabei von Dieb Beauftragte nach dem Boden Daß es schon seit dem 3. d. M. eine hochgradige Erregung geltend. Sie Frauen betroffen worden, welche den Versuch machten, den Dieb bei einem solchen Transport nicht sehr glimpflich zugeht, weiß brangen fortwährend in den Direktor, ihnen wenigstens Borschüsse festzuhalten. Dieser ergriff aber eine eiserne Treppenläuferstange jeder, die Sachen wurden mehr ruinirt, als nothwendig war. Die Miether mußten aus der Wohnung heraus, der Wirth behielt zu zahlen, wurden jedoch von Tag zu Tag vertröstet. Am Mitt und schlug damit beide Frauen nieder. Auf der Flucht wurde woch Abend erklärte das gesammte Balletpersonal, es würde nicht der Verbrecher von Straßenreinigern angehalten und tüchtig alles ein, obgleich für die restirenden 50 Mart Sicherheit ge mehr auftreten, falls Junkermann nicht jeder Dame mindestens burchgebläut, es gelang ihm aber zu entkommen. Die gestohlenen boten wurde. Herr Bolle wurde wiederholt um Hilfe, um ein Wort angegangen: er war nie zu sprechen, sondern bestand auf dreißig Mark Vorschuß bezahle. Direttor Junkermann ließ durch Kleidungsstücke und Betten hatte W. im Stiche laffen müſſen. feinen Schein. Es wurde nicht ein Stuhl herausgegeben, ehe die feinen Inspektor erklären, daß er sein Ehrenwort gebe, an Der Verbrecher ist übrigens mehrfach vorbestraft. Die beiden 50 Mart nicht auf den Tisch gelegt waren. Dabei repräsentirten Donnerstag Nachmittag zwischen fünf und sechs Uhr jeden be- Frauen find so schwer verletzt, daß ihre Vernehmung noch nicht die einbehaltenen Möbel eine ganz leidliche Ausstattung für drei liebigen Vorschuß zu zahlen. Am Mittwoch aber mußte der hat erfolgen können. Gehaussucht behufs Konfiskation wurde, wie die„ Boll Zimmer. Unter diesen Umständen sand der„ Umzug" nach der Mitdirektor Herr Hock den Mitgliedern erklären, daß Junkermann flüchtig geworden sei. Die Besitzer des Belle Alliance- Theaters, Kommandantenstraße statt. Schließlich gelang es der raftlos thätigen Frau doch, die 30 Mark zu beschaffen. Cin Rechts- die Herren Sternheim und Bruckhoff bürgten für Herrn Hock, Beitung" berichtet, gestern Vormittag in der Redaktion, anwalt mußte beauftragt werden, die Klage auf Herausgabe der zahlten die Tagesgage und ermöglichten die Mittwoch Vor- Expedition und in der Druckerei des„ Sozialist", des Organs Sachen anzuftrengen, da der Wirth wieder nene Schwierigkeiten ftellung. Um das im Stiche gelassene Balletpersonal wenigstens unabhängigen" Sozialisten, auf Beschluß des Landgerichts nicht ganz bem Ruin Gasoller hierbei Der Rechtsanwalt verlangte einen Rostenvorschuß innen vorläufig bis zu wide des tomats weiterführen, waches enthaltenen Artikel üher die Meinefnoga negien vorläufig zugeben, wollen diese Herren das Unter- nach vier verschiedenen Nummern wegen der in diesen Blättern baar. Baares Geld befaß die Frau nicht einen Seller mehr. lich. mit reduzirten Gagens and wohl auch reduzirten Kräften. Vergehen wider SS 110 und 49a bes Strafgesezouches vo Sie mußte, um endlich in den Befih ihrer Sachen zu fommen, Die Opper„ Die Nürnberger Puppe" wird nicht mehr gegeben, liegen. dem Rechtsanwalt eine Nähmaschine als Sicherheit für die da das Opernpersonal nicht von den Herren Sternheim und Polizeibericht. Am 12. d. M. Nachmittags trant ein Ar etiva 18 Mart betragenden Rosien übergeben. Bruckhoff übernommen wird. Herr Junkermann soll sehr ver- beiter in seiner Wohnung in der Staligerstr. 140 aus Versehen Wer trägt nun die Schuld an dem Ruin dieser Familie? schwenderisch gelebt haben und für den eigenen Gebrauch aus einer mit Starbol gefüllten Flasche und ertranfte infolge Die„ Schneidigkeit" unferer Soldaten nimmt mitunter Tausende in den wenigen Wochen ausgegeben haben. Er soll in dessen so schwer, daß er bald darauf verstarb.- Am 18. b. M. ganz eigenartige Formen an. Man höre: Sonnabend Abend Begleitung einer Dame geflohen sein und hat seine Frau und Nachmittags wurde ein Gastwirth in seiner Wohnung in der 93/4 Uhr benugte ein Zivilist in Begleitung seiner Frau Rinder hier mittellos zurückgelaffen. Ein Oberkontrolleur Meyer Invalidenstraße erschossen vorgefunden. Es liegt unzweifelhaft W. einen Pferdeber Linie.üftriner Play- Moabit( Wagen foll 8500 m. verlieren, sein Kassirer Bolfmann büßt 2000. Selbstmord vor. Im Laufe des Tages fanden 6 Brände statt Nr. 67, Rondar Nr. 1171). A der Scharnhorst- und Inva Raution ein. Ein Zahlfellner im Café Bauer soll 1000 m. verlidenstraße bestiegen etwa 12-15 Unteroffiziere der Gardeartillerie lieren. Der Darstellerin der" Pandora", Frl. v. Dallgow, hat lärmend und Allotria treibend den Waggon. Ein Theil derselben der Direktor 1000 W. enttiehen, indem er ihr flagte, daß er sonst nahm im Wagen Platz und rauchte ohne Rücksicht auf die übrigen das Ballet, in dem sie die Hauptrolle spielte, nicht geben fönne. Besonders zu bedauern ist auch der Mitdirektor Hock, der im Baffagiere es befand sich noch eine Frau in dem Wagen ihre Zigarren weiter. Man glaubte sich in einer Kasernen- Bertrauen auf die Bonität und Zuverlässigkeit des Herrn Junker Wachtstube zu befinden. Der Kondukteur wurde interpellirt: ob mann die Kontrakte mit unterschrieben hat und au den sich die denn die Inschrift Nicht rauchen" nur für Zivilisten da sei und Mitglieder nun auch halten dürften." ob das Militär mehr Recht habe als der Zivilmann. Der Kon Zu dem Thema„ Berliner Bauschwindel" liefert die 22 jährige Handlungskommis Hugo Sam el aus Neuhalben dukteur hatte hierauf nur die Antwort: Wenn Ihnen das nicht angew. Big." folgende Momentphotographie von den zweifel- leben, welcher gestern der ersten Straftammer des Landgerichts past, können Sie sich beschweren. Eine der Frauen, die sich ver- haften Elementen, welche jeht oft die Bau- Unternehmer" spielen: vorgeführt wurde. Der Angeklagte hat vor zwei Jahren geblich der auf sie eindringenden Tabakswolken zu erwehren Hunderte giebt es in Berlin, welche nicht 10 M. ihr Eigen hiesige Firma Warburg durch einen mittels Telephon ausgeführten Blat versucht hatte, verließ den Innenraum und suchte Play nemen und wo der Exekutor ein ständiger Gast ist, weil sie nicht Betrugs empfindlich geschädigt. Nach Werbüßung der ihm auf auf dem Hinterperron. Hier gerieth fie vom Regen in einmal ihre Steuern an die Berufsgenossenschaft oder an die erlegten Strafe wandte Hamel sich nach Salle, wo er in ähnlicher Er wurde hierfür zu einem die Traufe. Einer der Unteroffiziere stellte sich ihr gegenüber Krankenkassen bezahlen können. Dabei spielen sie die vornehmen Weise Geschäftsleute betrog. und blies ihr unausgefeßt den Tabatsqualm ins Gesicht. Er reichell Derren, Nicht felten fahren sie in eleganten Wagen Jahr Gefängniß verurtheilt. Während seiner Haft wurde Hame hatte natürlich gehört, daß wir uns beschwert hatten, und frug mit aber gespanntem Boulbluthengſt. Gine echte Dogge läuft als der Ausführer eines höchst raffinirten Betruges entdeckt, der im Wa die Frau spöttisch: Aber hier draußen darf ich doch rauchen, nebenher, welche man im Voltsmunde als„ Skredithund" be: 1391 in Magdeburg und Berlin begangen war. Am Abende de nicht wahr? Um weiteren Belästigungen zu entgehen, verließ seichnet, das Ehepaar an der nächsten Haltestelle den Wagen. Giner der zeichnet, weil in ihrer Begleitung, und wenn ihr vornehm ge- 4. Mai tam ein junger Mann zu der Firma Hopf u. Kurzweg fleideter Herr den eleganten Gefährt entstiegen ist, manche in Magdeburg, gab sich als Angestellter bei einer anderen Firma Unteroffiziere rief ihm wiederholt die Nummer des Wagens nach, Leute verhältnißmäßig leicht auzupumpen, bezw. hineinzulegen aus und erklärte, daß die Frau Oberamtmann Becker ,, damit sie diefelbe nicht vergäßen". Das ist denn auch geschehen find. Freilich gehört der Wagen dem Wagenbauer, das sich einen Posten Kleiderstoffe zur Auswahl erbitte. Der Auftrag und so kann denn heute diese gemüthliche" Pferdebahnwagenfahrt wie vorstehend geschildert werden. Das Verhalten des Pferd dem Pferdehändler, der Kredithund dem Hundehändler, müsse aber schleunigst ausgeführt werden. Die Firma Hopf Kondukteurs würde manchem nicht so recht verständlich erscheinen. Die Möbel dem Möbelhändler, und das Uebrige ist der Sturzweg beeilte sich, einen großen Karton mit Stoffen an die im Packet- Postamt au Magdeburg Es heißt immer, daß dieselben mit den firengsten Instruktionen Frau verschrieben. Der Berufsgenossenschaft sind sie Tausende bezeichnete Adresse zu senden. Kurz vor Abgang des Zuges schuldig, den Handwerkern vielleicht Zehntausende; aber das Alles erschien ausgerüstet sind und sofort in Strafen verfallen, wenn sie die- fort weder ihren Schlaf, noch ihr Gewissen, noch ihr Wohl- Wann, welcher angab, von der Firma Hopf u. Kurze felben nicht inne halten. Daß diese Justruktionen auch einen befinden. Gehr unbequem ist ihnen allerdings die Alternative, zu kommen. Es sei soeben von der Frau Oberamtmann Bed Passus enthalten, welcher sich auf das Verhalten der Kondukteure entweder den Manifestationseid zu leisten, oder in Haft ge- eine Depesche gekommen, worin sie anzeige, daß sie nach Berlin nich In dem vorstehend erzählten Falle scheinen die Ziviliſten aber hinweg und bleiben doch dieselben Leute wie früher, nur daß nach Barby, sondern nach Berlin postlagernd gefandt werd Der Postbeamte änderte darauf die Adresse auf Packet und teine„ Passagiere" gewefen zu fein, fie waren unangenehme Bugaben zu dem fchneidigen" Militär. Die Unteroffiziere aber ihnen das Pumpen etwas schwerer gemacht ist. haben in den Augen des Kondukteurs sicher als die be= Der Erbschaftsschwindler Bodin aus Spandan hat erschien bei dem Poftamte in Berlin, wohin das Packet gefandi fannten Stellvertreter Gottes auf Erden" gegolten, die durch eine niederträchtige Handlung einer Berliner Familie worden war, ein junger Mann, der fich als Sohn der Frau sich über all die Vorschriften, welche für das Zivil schweren Kummer bereitet. Er bewegte sich nämlich auch auf Oberamtmann Becker aus Barby ausgab und verlangte, bindend find, ohne weiteres hinwegsehen dürfen. Wenn dem Gebiete des Heirathsschwindels und knüpfte, obwohl ver- das Packet sofort durch Eilboten seiner Mutter zugestellt freilich die Militärsimpelei den Leuten von der Pferdebahn, die heirathet und Vater von 7 Kindern, mit der Tochter eines im werde, welche Zimmerstr. 36 wohne. Dem Gesuch wurde Folge doch auch zu den geplagten Proletariern gehören, schon so in den Norden der Stadt wohnenden Handwerksmeisters ein Liebes- Ver- gegeben. Als der Packet Postbote das genannte Haus betral Knochen sigt, daß sie vor Unteroffizierstreffen voll Anbetung in hältniß an, das zur Verlobung führte. Bei seinen Bewerbungen fam ihm derselbe junge Mann entgegen, der auf dem Poftamt den Staub sinken, dann wird's wohl noch eine Zeit dauern, ehe wurde er unterstützt durch sein sehr gefälliges Aeußere und die gewesen war. Derfelbe erklärte, daß das Packet erwartet werde wir die„ Schneidigkeit" loswerden. reichen Geldmittel, die ihm von den leichtgläubigen Spandauer feine Mutter sei aber nicht zu Hause, der Bote möge ihm Hypothekenfuchern zur Verfügung gestellt waren. Die Hochzeit Packet aushändigen. Der Postbote fand hierin nichts Gewagte follte, erfahre hiermit, daß sich das Suchen nach Wasserleichen, au Berlin war bereits eine Wohnung gemiethetda fiel es der Frau Oberamtmann Beder. Nach furzer Zeit wurde der Profeffionirte Leichenfucher. Wer es noch nicht wissen des Paares sollte im Oktober stattfinden, und in der Brüderstraße der junge Mann erhielt das Packet und quittirte mit dem Namen mit denen Berlin und seine nähere und weitere Umgebung beber Braut ein, ihren Zufünftigen einmal in Spandau zu über fein eingefädelte Betrug entdeckt. Der junge Mann, der fonders gesegnet zu fein scheint, zu einem Erwerbszweig wie raschen. Sie fuhr mit ihrem Vater hinüber, um zu erfahren, daß| Magdeburg und Berlin auftrat, soll der Angeklagte fein. Tro andere mehr herausgebildet hat. Die vorhandene Nachfrage nach fie schändlich betrogen war. Sie traf die achttöpfige Familie des erdrückenden Belastungsmaterials legte derselbe sich auf „ geübten" Leichenfuchern hat zur Konstituirung einer Gesellschaft ihres Bräutigams in einer schmuzigen, dürftig ausgestatteten Leugnen. Er erzielte dadurch eine Vertagung, da der Gerichtsho folcher Leute geführt, und zwar im benachbarten Stralau. Die Hofwohnung an. Der abenteuerliche Schneider war nicht an- noch mehr Zeugen zu laden beschloß. Bereinigung wird außer von Behörden auch von Privaten in wesend und entging so der peinlichen Szene, die sich bei dieser Anspruch genommen. Wie jede Thätigkeit, die Beruf" wird, Entdeckung abspielte. 21 ohne Rücksicht auf dadurch beleidigte menschliche Gefühle, haben Gerichts- Beifung Als ein äußerst verschmigter Betrüger zeigte sich bet H zu Barby unb ein junger Unter der Auflage des Betruges hatte sich gestern be Kaufmann Wilhelm Ferdinand v. Döhn vor der zweiten ihre Ausüber mit wenig Ausnahmen nur materiell auffaffen, Ein unter seltsamen Umständen gemachter Leichenfund lammer hiesigen zandgerichts I zu verantworten. Der die Stralaner Herren neulich auf das Glänzendste bewiesen. beschäftigt die Kriminalpolizei. Gestern Morgen wurde von geklagte, welcher hierselb'it unter der Firma Hofmann& Co. ci Wir vermerkten vor einigen Tagen in unseren Spalten einen einem Beamten des Stadtringbahnhofes faum zehn Schritt hinter Lurus papier- Fabrik betrieb, wurde beschuldigt, einen jungen Bootsunfall, der auf dem Müggelsee passirte und dem dreiund- ber Station, dicht an der Signalstange, die in dem neben dem Sozius um feine Geschäftseinlage von 60 000 m. gebracht wanzigiahrigen Chemiker Spangenberg das Leben foftete. Der Bahntörper entlang laufenden Graben liegende Leiche eines etwa haben. Der Buchhändl er Bollmann, welcher sich mit dem Straf Vater es Ertrunkenen, welcher auf diesen große Stücke gehalten 28jährigen Mannes gefunden. Der rechte Arm, sowie das rechte achten ihm selbst bean), feinem Vater. dem Profeffor Dr. Bo An eine gu bak das bie wenden wolle. M Statflub treuzbube bei Steuer, Weinftr. 22.- Statflub Revolution tette tagt jeden Sonnabend Abends 9 Uhr bei Weiß, Andreasstraße 7a.-Abends Reichenbergerstr. 73, bet Faustmann. Schaftopf- Klub Bruder= Kartenflub Nulle tagt jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Hum boldhein, Hochstr. 82a. Sof, Admiralstr. 18c. Zouri fienverein Wanderlust Abends s Uhr im Restaurant Märkischer schule. Literarisches. Von der BeweGewerkschaftliches 2c.- Berliner Arbeiter- Bildungsmann gehörigen Rapital gern selbständig machen wollte, war| Vortrag knüpfte sich eine animirte Diskussion, in welcher an den mit dem Angeklagten in Berbindung getreten und hatte von diesem heutigen gesellschaftlichen Zuständen scharfe Kritik geübt wurde. den Antrag erhalten, als Sozius in seine Firma einzutreten. Im Allgemein wurde der Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß mit Laufe der Unterhandlungen zogen Bollmann Vater und Sohn aller Energie Aufklärung verbreitet und für den Sozialismus mehrfach Erkundigungen über den Angeklagten ein, welche faft Propaganda gemacht werden müsse, um baldmöglichst die heutige burchiveg günstig ausfielen. Ueberdies hatte ein Vertrauens Gesellschaftsordnung durch eine bessere, sozialistische zu ersetzen. mann, welchem der Angeklagte die Bilanzen vorlegte, gemeldet, Nachdem wurde über die stattgehabte Agitationstour Bericht erdaß ein jährlicher Ueberschuß von 30-40 000 n. erzielt werde stattet und dann die Versammlung mit einem braufenden Hoch und so tam es denn zu einem Sozietätsvertrage. Auffallend er- auf die Sozialdemokratie geschlossen. schien es dem Herrn B. zwar, daß der Angeklagte schon einige Zeit vor Beginn des Vertrages eine Baareinzahlung von In Dalldorf fand am 8. Oktober eine Voltsversammlung 15 000 m. zur Bedingung machte, die Ginzahlung wurde aber ftatt, und zwar die erste, die hier abgehalten werden konnte. Berliner Volfstribüne." Sozialpolitisches Wochenblatt. geleistet, da der Angeklagte behauptete, daß er das Geld zu vor- Genoffe D. Knauf Reinickendorf, welcher an Stelle des leider Vierteljahr 1,50 M., monatlich 50 Pfg. Inhalt der Nr. 42 theilhaften Materialien Einkäufen für die nächste Saison ver- nicht erschienenen Reichstags- Abgeordneten Stadthagen das Referat vom 15. Oftober 1892: Aus der Woche.- Das Leihkapital. Bei Beginn des Wertrages zahlte Herr B. übernommen hatte, sprach unter reichem Beifall über das Thema: Der Kongreß der französischen Arbeiterpartei in Marseille. den Rest von 45 000 m. ein, er ist aber die Gesammisumme" Die sozialdemokratische Frage und deren Lösung." In der Ein Wort zur Finanzlage in Rußland.- Vom Schlachtfelde. von 60 000 M. sehr bald los geworden, denn schon nach Jahres. Diskussion sprachen die Genoffen Thal und Neuhoff. Zu Verschiedenes.- Gedicht.- Novelle. Bemerkungen zur frist mußte der Konkurs angemeldet werden und Herr Bollmann gleicher Beit machte That die Mittheilung, daß der Amts- Prostitution der Männer der„ Intelligenz". Der ländliche hat von seiner Einlage keinen Nickel wieder gesehen. Die An- vorsteher dem Wirth verboten habe, nach 10 Uhr Getränke zu Bucher in der Bukowina.( Fortsetzung.) flage und mit ihr Herr Bollmann behaupten nun, daß die Hin- verabfolgen. Der Redner protestirte ganz energisch gegen dies gabe des Geldes durch falsche Vorspiegelungen bewirkt worden Verbot und verwies dem Amtsvorsteher auf den Erlaß des gung.jei, daß schon zur Zeit des Vertrags- Abschlusses das Geschäft Ministers Herrfuath, gleichzeitig diefen erläuternd. Es wunde Unterbilanzen gehabt habe und die dem Vertrauensmann vor noch eine Lotalfommission gewählt, welche aus den Genossen gelegten Bilanzen in wesentlichen Punkten auf falscher Grundlage auf Herz, Lindicke und Gallin( aus Dalldorf) besteht, und dann ging gebaut worden seien. Diese Ansicht vertrat auch der Bücher- man mit einem donnernden Hoch auf die Sozialdemokratie aus revisor Töpfer, welchem der Bücherrevisor Klebba in der Be- einander. urtheilung der Gesammtlage entgegentrat. Der Vertheidiger Dr. Rosenstock bemühte fich vergeblich, in langer Zeugen Männer, welche der sozialdemokratische Agitationsklub für den In der öffentlichen Versammlung für Frauen und bernehmung die bona fides des Angeklagten nachzuweisen: Der Gerichtshof stellte sich im Wesentlichen auf den Standpunkt des unter reichem Beifall über Malthus und seine Lehren. Der VorGerichtshof stellte sich im Wesentlichen auf den Standpunkt des Often Berlins am 9, ds. abhielt, referirte Genosse Franz Berndt Gutachtens des Bücherrevisors Töpfer, erkannte den Angeklagten des Betruges für schuldig und verurtheilte denselben zu sech a tragende wies in flarer, verständlicher Weise die Unhaltbarkeit der sogen. Nebervölkerungstheorie nach, indem er der MalthusMonaten Gefängniß und 3000 M. Geldbuße, event. noch schen Lehre, deren Anhänger und die privatkapitalistische Wirth 300 Tage Gefängniß. Der Staatsanwalt hatte 1 Jahr Geschaftsweise einer scharfen und gerechtfertigten Kritik unterzog. fängniß beantragt. An die Versammlung schloß sich die übliche gesellige UnterDer wahrhaft teuflische Einfluß, den die Zuhälter auf haltung. diejenigen Personen auszuüben vermögen, von denen sie sich er- Neber die in Aussicht stehende Militärvorlage sprach nähren laffen, zeigte sich wiederum in einer Verhandlung, die am 9. Oftober Genosse Folger in der Berliner Bockbrauerei, gestern vor der ersten Strafkammer des Landgerichts I statt- Tempelhofer Berg. Die Ausführungen des Referenten wurden Auf Grund einer Anzeige der unverehelichten Emma von der Versammlung, zu der auch Damen erschienen waren, mit Siersch war gegen den Bäcker Wilhelm Klasse Anklage reichem Beifall aufgenommen. Im Sinne des Vortragenden wegen Kuppelei und Mißhandlung erhoben worden. Im gestrigen sprachen in der Diskussion die Herren Haupt und Schulz. Termin stellte die als Zeugin vernommene Liersch zur Ueber Der Versammlung folgte ein gemuthliches Beifammensein. raschung des Gerichtshofes sämmtliche Thatsachen, die ihrer Anzeige zu Grunde lagen, in Abrede. Trotz aller Vorhaltungen fand. Die öffentliche Versammlung der Brauerei- Silfs. des Präsidenten, daß sie sich der Gefahr aussetze, wegen Meineibes arbeiter, welche für den 10. d. M. nach dem Bolz'schen Lokale, au längerer Buchthausstrafe verurtheilt zu werden, blieb die Ziersch Alte Jakobsir. 75, einberufen war, konnte nicht stattfinden, da babei, daß der Angeklagte sich nicht gegen sie vergangen man die polizeiliche Anmeldung derselben verabfäumt hatte. habe. Durch die übrige Beweisaufnahme wurde die Schuld des Angeklagten erwiesen und damit auch, daß die Beugin Liersch einen Meineid geleistet haben mußte. Der Gerichtshof ließ sie sofort ins Gefängniß abführen. Der Angeklagte Klasse wurde zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt, die Strafe aber durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erachtet. Leipzig, 14. Oktober. Das Reichsgericht verhandelte heute über die Revision des Bankiers Leipziger, welcher am 12. August wegen gewerbe- und gewohnheitsmäßiger Hehlerei zu 10 Jahren Buchthaus verurtheilt wurde, während Kommerzienrath Wolff, der feine Revision eingelegt hat, wegen Unterschlagung zu zehn Jahren Gefängniß verurtheilt wurde. Die Revision wurde ver worsen. Versammlungen. Arbeiter- Bildungsschule, Nordschule, Müllerstr. 179a. Sonntag, den 16. Oktober, Abends 8 Uhr, Bortrag des Herrn Dr. Joel über„ Die Ent ftehung der Sprache im Sinne bes Darwinismus". Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstr. 38. Sonntag, den 16. Oftober, Vormittags 10% Uhr, Bortrag des Herrn Wilhelm Bölsche: Die Ent beckung Ameritas und der freie Gedanke". Montag, den 17. Oftober, Abends Uhr, Bersammlung bei Wienecke, Alte Jakobstraße 83. Vortrag des Herrn Im sozialdemokratischen Wahlverein für den zweiten Dr. Binn über" Feudalismus und Zunftwefen". Berliner Reichstags- Wahlkreis sprach am 11. Oktober Gehlafen( Verwaltungsstelle 4). Sonnabend, den 15. Ottober, Abends 9 Uhr, Kranken- und Begräbnißkalle des Vereins fämmtlicher Berufsnoffe Apelt unter lebhaftem Beifall über die Emanzipations tothvellfir. 5 bet Bartelt. bestrebungen der Arbeiter. Er tam in feinem interessanten Bor trage auch auf die Scheu zu sprechen, welche die sogenannten " Radikalen" vor der Betheiligung der Arbeiter am Parlamentarismus haben, und führte gegen diese Scheu ganz richtig die Thatsache an, daß es geradezu ungeheurer gewerkschaftlicher Kämpfe bedurft haben würde, um ohne den Parlamentarismus auch nur das bischen Sonntagsruhe zu bekommen, welches jetzt Durch das Reichsgesetz Gewerbe- Ordnung" in verhältnismäßig furzer Zeit, ohne bemerkenswerthe Opfer der Arbeiter, durch geführt werden wird. Die Arbeiter müßten also danach streben, möglichst in alle öffentlichen Körperschaften ihre eigenen Vertreter zu entfenden. 8% Uhr: BeschIteßende Versammlung. wendige". Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diey' Verlag) ist soeben das 3. Heft des 11. Jahrgangs erschienen. Die Aus dem Inhalt heben wir hervor: Fusangel- Baare. Von Durchschnittsprofitrate und das Mary'sche Werthgesetz. Conrad Schmidt. BernDie Cholera. Bon Dr. J. Zadet. tulerit... stein und seine Rampfesweise. Von Domela Nieuwenhuis.- Quis Eine Replik von Ed. Bernstein. Notizen. utopischen Roman von William Morris.( Fortsetzung.) Feuilleton: Kunde von Nirgendwo. Einige Kapitel aus einem Gesundheitskalender für das Jahr 1893. Wilhelm Ißleib( Gustav Schuhr), Berlin SW. " Verlag von # Außer dem Kalendarium bringt dieser Kalender eine Anzahl Auffäße, welche die Gesundheitspflege zum Gegenstande haben und für die Naturheilkunde" Propaganda machen. Neben manchem Bernünftigen läuft auch vieles Phrasenhafte mit; der Belehrungseifer überwiegt das Streben nach Belehrung. Die Natur", d. h. immer dasjenige, was der jeweilige Berfaffer darunter versteht oder auch nur nebelhaft sich vorstellt, ist ber Schild, mit dem jeder Einwand abgewehrt wird. Ein Philo vom Walde" zieht in einem Auffaze:" Heilkunde und soziale Frage" über die Sozialdemokratie her, weil sie nicht auf die Naturheilkünstler" schwört. Die Sozialdemokratie hat immer die Behauptung vertreten, daß es unter den studirten Aerzten recht viele Gfel giebt, aber zu der Schlußfolgerung des Herrn Philo, daß deshalb jeder Esel, blos weil er nicht studirt hat, ein gefcheidter Kerl sei, hat sie sich nie versteigen können. Wir halten nach wie vor manchen studirten Arzt für einen Efel, aber den unstudirten Philo für nichts weniger als einen vernünftigen Denker. " # 1 Dermischfes: Die Choleraöffentlichen Versammlung am 10. Oftober den Ziseleur BergDie Graveure und Ziseleure Berlins wählten in der ner( Kottbuser Damm 7 wohnhaft) einstimmig zum Kandidaten für das Gewerbegericht. Der Genannte nahm die Wahl an. Der Vertrauensmann theilte dann mit, daß die Mitglieder der Agitationstommiffion wegen der außerordentlichen Interesselosigkeit des größten Theils der Kollegen ihre Aemter nieder- Aus Hamburg wird uns geschrieben: zulegen gewillt sind und daß zur endgiltigen Regelung dieser Epidemie scheint dem Erlöschen nahe und das Leben geht in Angelegenheit demnächst eine weitere öffentliche Versammlung Hamburg scheinbar seinen alten gewohnten Gang. Auch die Boltsschulen sind, so weit die Gebäude nicht zu sanitären Zwecken einberufen werden wird. gedient haben, wieder eröffnet und die Flüchtlinge fehren nach Neuer Berliner Handwerker- Verein. Sonnabend, den 15. Oftober, und nach wieder zurück. Der Fremdenverkehr ist freilich noch Abends 9 Uhr, Vereinsversammlung bei Müller, Johannisstr. 10. Tagesordnung: Bortrag des Serrn Referendar Julius Schneidemüht über Die gleich null und auch die Geschäftsverbindungen, besonders mit Stellung Friedrichs des Großen zur deutschen Literatur". Sonnabend, dem Innern Deutschlands, wollen noch nicht wieder in den 22. Oftober: Familien- Kränzchen im Festsaal bet Müller, Johannis: Fluß kommen. So herrscht in Hamburg, dem sonst so straße 20. Verband der Porzellanmaler und verwandter Berufsgenossen regen und gewerbfleißigen, eine unheimliche Geschäftsstille, unter Deutschlands, Bahlstelle Berlin. Sonnabend, Abend 9 Uhr, Monats- welcher natürlich die Arbeiter und sog. Kleinen Geschäftsleute am versammlung bei Roll, Adalbertstr. 21. schwersten leiden. Von Vornahme öffentlicher Arbeiten, um dem Fadjverein der Uhrmacher etc. Sonnabend, den 15. Oftober, Abends Nothstande zu steuern, ist nichts zu spüren. Die Bohrung einiger abessinischer Brunnen, zur provisorischen Versorgung der Be weiteren Kreisen Beschäftigungsloser Verdienst zuwenden könnten, völferung mit besserem Trinkwasser, sind als Arbeiten, welche nicht zu rechnen. Ebensowenig wie, daß jezt bei den neuen Filtrationswerken der städtischen Wasserleitung einige hundert Leute beschäftigt werden. Vor zwei Monaten sollen dort, bei dem nothwendigsten Werke für die Gesundheitsverhältnisse Hamburgs, nur zirka 14 Maun beschäftigt gewesen sein, troßdem über 7 Millionen Mark dafür längst bewilligt find. Humanistische Gemeinde, Kommandantenstraße 79. Sonntag, ben 16. Ottober, Bormittags 10x uhr, Bortrag des Herrn Schäfer über das Letzten Sonntag wurde bekanntlich von der organisirten SozialThema: Das Setende ist auch das Göttliche und das Geschehende das Noth- demokratie Hamburgs" ein Flugblatt vertheilt, in welchem die Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, Botterwirthschaft" in der Hamburgischen Verwaltung gegeißelt den 16. Ottober, Abends 6 Uhr, in der Berliner Bockbraueret, Tempelhofer und für die Hamburger Staatsangehörigen das allgemeine freie Berg. Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Distuffton. Nach der Versammlung: und direkte Wahlrecht" zu den gefeßgebenden Körperschaften HamGemüthliches Betsammensein mit Tanz. Blumen- und Puyfedern- Branche. Sonntag, Abends 6 Uhr, Ver- burgs verlangt wird. Freilich wird auch dieser Appell an den fammlung in den Arminhallen. Bortrag über Glauben und Wiffen". Ne- Sinn für Gerechtigkeit, an dem Starrsinn und Hochmuth unserer In der Generalversammlung des sozialdemo= ferent: Genoffe G. Roland. Bourgeoisie wirkungslos abprallen. Es wird fortgewurstelt Iratischen Wahlvereins für den dritten Berhiasen, Berlin 5, Moabit. Bersammlung Sonntag, Vormittags 10% Uhr, Kranken- und Begräbnißkasse des Vereins sämmtlicher Berufs- werden wie bisher! Angesichts des in Hamburg kaum je liner Reichstag 3- Wahlkreis, welche am 13. d. Mt3. bet Blodsborf, Rathenowerstr. 76. dagewesenen Nothstandes bringt der Senat an die Bürgerstattfand, erstattete zunächst der Kassirer Gründel den Kassen Schule, Bagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( unt.); Süd- OstArbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8%-10% Uhr. Güd: schaft als Dringlichstes seinen widerholten Antrag, be bericht; derfelbe ergab eine Gesammteinnahme von 433 M. 5 Pf., cute, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Physiologie; st: Schule, treffend Abänderungen in der Organisation der Polizeieine Ausgabe von 32 M. 50 Pf. Der Kassirer erhielt Decharge. Martussir. 31: Unterricht in Rechnen( unt.); wordschule, Mullerstraße behörde", d. h. es sollen einige Beamte mit dem Titel Dem vierteljährlichen Vorstandsberichte ist im wesentlichen zu Nr. 179a: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. In alle Fächer te gierungsräthe" angestellt werden! Und die Bürgerentnehmen, daß zwei vom besten Erfolge getrönte Agitations können noch Schüler und Schülerinnen auch jetzt im Laufe des Semesters schaft wird endlich ein Einsehen haben und sie bewilligen. Für touren stattgefunden haben und daß dem Wahlvereine ca. 80 neue Deutscher sozialdemokratischev, Leschlub in Paris. Cafe de la den Nothstand sind mit dem Bettelsacke ja über 2 Millionen Mitglieder beigetreten sind. Im Anschlusse hieran hörte die Nouvelle Pofte", Ecke von Rue Montmatre und Rue Etienne Marcel, Gin zusammengefochten, nun kann man einstweilen sich wieder beGeneralversammlung einen Vortrag des Genossen Köster über eiche Bibliothet, Settungen, franzöfifcher Unterricht. Der Deutsche Arbeiter, ruhigen. Am meisten Angst hatte man, daß der am 1. Nogang Rue Etienne Marcel. Jeden Sonnabend öffentliche Versammlung; das Thema:" Die Errungenschaften der Astronomie und die der fremb nach Paris kommt, findet hier einen Anlehnungspuntt, Rath und vember fällige Miethzins von den kleinen Leuten nicht würde Religion", in welchem der Vortragende die Gegensätze zwischen Belehrung. eingetrieben werden können. Nun hat man ja einen Fonds zur Glauben und Wissenschaft behandelte. Dem fesselnden Vortrage, alte, von Karl Marx und Friedrich Engels 1840 begründete London. Der einzige hiesige fozialdemokratische Verein Londons, ber Miethe- Unterstüßung. Die Herren Hausbesitzer bekommen ihr welcher verdienten Beifall fand, folgte eine nicht minder inter- kommunistische Arbetter- Bildungsverein befindet sich nach Geld und der Hamburger Staat seine Grundsteuer. Dazu werden effante Diskussion. Von dem vorhandenen Kassenbestande wur- wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. die gesammelten 2 Millionen Mark zum weitaus größten Den 350 M. für Agitationszwecke bewilligt. Arbeiter- Sängerbund Berline und Umgegend. Sonnabend, Abends Theile verwandt werden. Die Nothleidenden, die Darbenden 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Giche, Rigdorf, Hermanns und Senesebecitr.- Ecke bei Beyerle. 2yrania, Landsbergers werden, wo es irgend angängig, vom Hilfskomitee der städtischen Der sozialdemokratische Wahlverein des 5. Berliner Straße 31 bet Mufehold. Sanges Echo, Naunynstraße 86, bet Bubell. Armenpflege überwiesen und sonst 15 Pf. pro Kopf und Reichstags- Wahlkreises nahm in feiner Generalversammlung Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bet Tollfühn. Senebel, Badst raße 58( Gesundbrunnen). Phönir. Bülowstraße 65 bei Tag, aber nur an solche, die direkt durch die Cholera betroffen am 12. Oktober den Bericht des Vorstandes über die Thätigkeit Bredlow. Teltow in Zeltow, Schwarzer Adler.- Gsmeralda, Königs worden sind, gezahlt. Eine wahrhafte Bettelhilfe! Als das des Vereins entgegen. Es folgte der Kaffenbericht, nach welchem bergerfir. 24.- Siebertrans in Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. Hamburger Echo" diese wahrhaft beschämende Thatsache der Bestand von 158,29 M. Der legten Abrechnung und die Ein- band in and 2, Friedrichsberg, Friedrich Karlstraße 11 bet Seinede. an die Deffentlichkeit zog, bat das hiesige Organ des bürgerlichen Gesundbrunner Männerchor, Gesundbrunnen, Prinzen- lee 10. nahme des letzten Vierteljahres den Betrag von 310,55 m. erOffenbacher Sängertrans", Drantenftr. 153, bet Schönwälder. Freisinns, das Hamburger Fremdenblatt", fast geben, während die Ausgaben 66,05 m. betragen, so daß ein Gefangverein Bruderhand" in Schönwalde( in der Mart) bet flehentlich, man möge doch zuständigen Ortes diese Mittheilung Bestand von 244,50 M. auf das neue Vierteljahr vorgetragen Schulze." Frisch auf" Friedrichsberg, Nummelsburgerstraße bei Deckert. Dementiren, denn man dürfe jeht kein Wasser auf die sozialBund der geselligen Arbeiterversiue Serlins und Umgegend. werden kann. Die Wahl des Gesammtvorstandes hatte folgendes ane Buschriften, ben Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, demokratischen Mühlen schöpfen" Gin Dementi ist aber weder Resultat: Drescher, erster Vorsitzender; Hübner, zweiter find zu richten an Max Geng, Berlin N., Belforterstr. 26, 1 Tr. Soun- vom Zentral- Hilfskomitee noch sonst von irgend einer Seite erBorsitzender; Schulze, erster Kassirer; Klukowski, zweiter abend: Theaterverein" Spbigenia" bei ere, golf, germann folgt. Es bleibt also dabei, daß das sozialdemokratische„ Echo" führer; 2iepmann, Gumpel, Blauzwirn, Revisoren. bet Niederschuh, Fürbringerstr. 7. Rauchtlub, Anita" bei Rezte, Weber- Eunuchenfreifinn den Muth fände, sich den sozialdemokratischen Griepentrog beantragte dann, am 28. Oftober eine zweite ftraße 15. Rauchklub Dornröschen bei frech, Schulstraße 104. auf Geselliger Verein Waldes: Forderungen eine Umgestaltung der gefeßgebenden Agitationstour zu unternehmen, und dabei die vorhandenen Geselliger Verein„ Nord" b. Krüger, Fennſtr. 5.Geselliger Verein Gut Gewalten Hamburgs anzuschließen, der irrt sich gründgrün bei Buchholz, Krautstr. 6( Alle 14 Tage). Flugblätter zu vertheilen; die Versammlung beschloß demgemäß. eit", Mene Königftr. 89. Gefelliger Berein talia" bet Boite, Stollberger- lich! Wer sich nicht mit 30 m. das Hamburger BürgerFerner wurde beschlossen, dem wegen Majestätsbeleidigung an Straße 23. Gefelliger Verein" Jugendfreunde" bet Schulz, Brenzlauer recht erkaufen kann, mag politisch rechtlos bleiben, der Senat Bergnügungsverein Helgoland 2 bei geklagten Genossen Weber auf Stosten des Vereins einen Ver- Aulee und Tresckowstraßen- Ece." muß sein Selbstergänzungsrecht behalten und die Bürgerschaft" Miegel, Stralauerfir. 57. theidiger zu stellen, wobei den Anwesenden dringend ans Herz Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Paul muß nach wie vor aus über 90 pCt. Grundeigenthümern begelegt wurde, die Person des Kaisers nicht in die Debatte zu Nickelscher Musitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, stehen! Der Hamburger Staat würde ja nach Ansicht des Freiziehen, da bei Nede und Gegenrede gerade hier zu leicht Aeuße- Ecke Forsterstraße. Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute finns aus den Fugen gehen, wenn ein paar Dußend Sozialrungen fallen können, die als Beleidigung aufgefaßt und dann von 8-10% Uhr in der Zurnhalle, Freienwalderstr. 39. als solche befanntlich sehr streng bestraft werden. Zum Schluß Bühnenverband Normanta, jeben lezten Sonnabend im Monat bei demokraten in die Bürgerschaft" gewählt würden. Die Hauptbeleuchtete ein Genosse in drastischer Weise die Frage: Wo war Teichnis, Königsbergerfir. 24.- Privattheatergesellschaft Schnee glödchen", fache ist, daß die Intereffen des Besizes gewahrt bleiben und Theaterverein Berliner wenn sie auch stellenweise recht schmutzig sind. Der„ Kladderader Thierschutzverein, als die standalösen Thierschindereien des är jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9 Uhr bei Weick, Köpe datsch" nennt in seiner letzten Nummer das freisinnige„ Hamb. Distanzrittes stattfanden?" nickerstraße 68. Theaterverein effing. Jeben erfien und legten Sonn- Fremdenblatt"" das Organ des schmutzigsten Pöbels in Hamabend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Studolph, Krautstr. 6. burg". Das war freilich saugrob. Sollte aber vielleicht der Bergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei D. Seindorf, Barnimftr. 16. altersschwache„ Kladderadatsch" gleich dem blinden Huhn ein Körnlein Wahrheit gefunden haben? eintreten. Tambour Verein " Glück zu, bei Nixdorf, Rassirer; Weber, erster Schriftführer; Koch, zweiter Schrift- ftraße Nr. 140. und Wandzlickstraßen- Ecke bei Stober. Tambourverein Deutsche Eiche die Wahrheit berichtete. Wer nun aber glaubt, daß der 11 Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. Vergnügungsverein Zufige Jugend Abends s uhr, im Restaurant Rautenbach, Cuvryfte. 3. Bergnügungsverein uftige Becher Abends % uhr Mendelssohnstr. 9.Vergnügungsverein Carmen Sylva Sigung 9 Uhr im Restaurant von O. Wils, Mariannen- Ufer 2. Stattlub Gorbischer Knoten, jeben GSonnabend 9 Uhr bei Karl In einer Versammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis erörterte Genoffe Robert Schmidt in einem ebenso ein gehenden wie anschaulichen Vortrage die Ursachen der heutigen Krisen, welche wurzeln in der heutigen privatfapitalistischen Schilling, Bücklerstr. 55. Danst Forening Freia( Dänischer Verein Produktionsweise und die mit derselben auch verschwinden werden Freia), Lindenstraße 106 bei Poppe. Berein ehemaliger Schüler burch den endlichen Sieg des Sozialismus. Der Vortragende der 30. Gemeindeschule, talia, leben Sonnabend im Restaurant erntete für seine Ausführungen raufchenden Beifall. An den Woife, Kolbergerfir. 23. ftraße 58. 1 Vogelfrei erklärt. Bremerhaven, 14. Oktober. Fast jeder von Amerita kommende Dampfer bringt russische Auswanderer zurück, denen die Rückreise nach Rußland verboten ist. Bereits 147 Personen werden vom Norddeutschen Lloyd auf dem Schiffe ,, Amerifa" verpflegt. Wieder Einer. Braunschweig, 8. Oktober. Der Sekretär der hiesigen Staatsanwaltschaft, A. Kyrath, ist wegen vieler Amtsverbrechen, insbesondere wegen Fälschungen und Unterschlagungen verhaftet worden. Ein Titel um jeden Preis. In einem Würzburger Blatt befindet sich unter den Aufgeboten folgendes: Raspar Pröstler, Bauer von Bellingen, mit Dorothea Reichlein, Ameisensammlerstochter, von Zellingen." " Otto Ehlert, Pankow. Ihr Bericht war gut; aus Rücksicht auf den Raum des Vorwärts" mußte er gekürzt werden. Zudem ist über den Staatssozialismus ausführlichst im Vorwärts" und zwar in demselben Sinne gefchrieben worden, wie er in dem in Rede stehenden Vortrag geschrieben wurde. Wilster. Sie sind zur Zahlung nicht verpflichtet. Lassen Sie es ruhig auf den Prozeß ankommen. waltungsräthe der Bergwerke in Carmaux und Deputirter des theils finden werden, und zwar haben wir auf Grund- des ein Paris, 14. Oftober. Marquis Solages, einer der Ber- Nummer, wie Sie bei genauem Durchlesem des Bersammlungs. Departements Tarn gab seine Entlassung als Deputirter in der gesandten Inserats die Notiz selbst geschrieben. Erwartung, daß die Niederlegung seines Mandates der Befeitigung des Konflikts in Carmaux förderlich sein werde. Carmang, 14. Oftober. Gendarmen und Jäger zu Pferde zerstreuen fortwährend die sich immer neu anfammelnden Gruppen der Streikenden. Es kam wiederholt zu thätlichen ZusammenLändliche Eifersucht. Folgende köstliche Bekanntmachung stößen. war fürzlich in einem Tanzlokal in Böhl( in der bayerischen London, 14. Oktober. Eine Meldung des Standard" aus Pfalz) zu lesen:" Tanzbedingung. Alle diejenigen Mädchen, Konftantinopel besagt, die Pforte hätte nunmehr beschlossen, die J. N. 100. 1. Die eingebrachten Sachen der Frau haften welche sich mit den Unteroffizieren und anderen Soldaten ab- lehte russische Note zu beantworten. Die Antwort folle durch nicht für die vom Manne vor oder während der Ehe gemachten gegeben haben und die Helme aufgesetzt und mit Säbeln gespielt den Botschafter in Petersburg übermittelt werden und werde Schulden. 2. Beantragen Sie gegen den Schuldner den Erlaß haben, zu gleicher Zeit die Böhler Burschen verachtet haben, einfach die Versicherung enthalten, daß der Empfang Stambuloffs eines Zahlungsbefehls und laffen Sie dann pfänden. Da Ihr werden von diesem Tanzvergnügen ausgeschlossen. Die Böhler nur ein Aft der Höflichkeit gewesen sei und die Türkei feines Schuldner voraussichtlich feinen Widerspruch erheben wird, darf Burschen." wegs beabsichtige, von der ihr durch die Verträge vorgeschriebenen die etwa inzwischen eingetretene Verjährung vom Gericht gar Ein Kompagnon Ravachol's. London, 10. Oftober. Politik abzuweichen. Das Telegramm des" Standard" hebt zum nicht berücksichtigt werden. Der französische Anarchist François, der angebliche Urheber der Schlusse als bemerkenswerth hervor, daß der Botschafter Nelidoff im Restaurant Véry in Paris stattgehabten Explosion, ist gestern feit seiner Rückkehr nach Konstantinopel dem Selamlit nicht bei Abend hier von englischen Polizei- Agenten verhaftet worden. gewohnt habe. Derselbe leistete bei seiner Festnahme hartnäckigen Widerstand. Explosion. Drenkova, 14. Oktober. Ein Bohrschiff, welches bei den Arbeiten beim eisernen Thore in Verwendung stand, wurde durch die Explosion einer Dynamitpatrone in die Luft gesprengt. 9 Arbeiter sind schwer verwundet, einer blieb fofort todt. Gerettet. Antwerpen, 12. Oftober. Der heute Morgen von Bremen hier eingetroffene Dampfer Frankfurt des Norddeutschen Lloyd hat in der Nordsee, gegenüber von Ameland, aus einem Boote sechs Matrosen des dänischen Dreimaftschuners Bellona aufgenommen. Der Schuner war während eines zweitägigen Sturmes gescheitert. Drei weitere Schiffsleute der Bellona, der Kapitän, der Steuermann und ein Schiffsjunge, hatten sich bei dem Schiffbruch in ein anderes Boot geflüchtet, das verlassen auf See aufgefunden wurde. Vermuthlich sind die drei Jnfassen gleichfalls von einem Schiffe gerettet worden. Gegenwartsbild aus der bürgerlichen Gesellschaft. Aus Fürth berichtet die Fränf. Tagespost" unterm 11. Oktober: Das Kind, welches vorige Woche in den Fluß fiel und ertrunken ift, fonnte noch nicht aufgefunden werden, da, wie uns gemeldet wurde, kein Kahn aufzutreiben ist, um den Fluß absuchen zu tönnen! Die Herren Fischer find während der Kirchweih zu sehr beschäftigt und können deshalb ihre Fahrzeuge nicht zur Verfügung stellen, und einen Nothtahn giebt es in der Begniß nicht!" Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Budapest, 14. Oktober. Die Regierung beschloß, die Arbeiten beim eisernen Thor in größerem Umfange durchzuführen und wird dem Abgeordnetenhaus einen Gesezentwurf zur Gewährung eines außerordentlichen Kredits im Betrage von 1/2 Millionen Gulden zur Regelung des unteren Donaulaufes unterbreiten. Das Kriegsministerium arbeitet an einem Entwurf, demgemäß der Präsenzftand der Offiziere erhöht werden soll. Diese Erhöhung ist im Kontakt mit der Erhöhung des Präsenz standes der Mannschaft um 38 000 Mann in 3 Jahren. Jedes Infanterieregiment erhält einen Major, einen Hauptmann, einen Oberlieutenant, und jede Kompagnie erhält einen Lieutenant mehr. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Bremen, 14. Oftober. Die Rettungsstation Wangeroog telegraphirt: Am 14. Oktober cr. von der auf der Tabaksplate gestrandeten holländischen Tjalk Jantina Jacobina" fechs Berfonen durch das Rettungsboot, Großherzogin Alice von Heffen" gerettet. Ein Kind todt. Straße 41. Straße J. D., Swinemünderstraße. Ein solcher gewaltsamer Abzug ist nicht gerechtfertigt. A. R., Auguststraße. Die Zustellung des Zahlungsbefehls London, 14. Oktober. Hinsichtlich der Expedition, welche unterbricht außer bei Wechselschulden immer die Ber aus London auf dem Dampfer Pembroke Castle" abgegangen jährung, auch wenn Wiederspruch erhoben wird. Nur wenn bei ist, um das Terrain der den Herren Dr. Scharlach und Wich einem Objekte über 300 m. nicht innerhalb 6 Monaten seit er mann verliehenen und von diesen der deutschen Südwestafrita- folgter Benachrichtigung von dem Widerspruch Klage erhoben Gesellschaft übertragenen Konzession zu erforschen, ist das Reuter- wird, erlöschen die Wirkungen der Rechtshängigkeit, d. h. es gilt sche Bureau" ermächtigt, die in der deutschen Presse verbreiteten alsdann die Verjährung nicht als durch den Zahlungsbefehl Nachrichten entschieden zu dementiren, nach welchen Sir Donald unterbrochen. Bei einem Bahlungsbefehl bis zu 300 M. dagegen Currie mit demselben Dampfer eine Anzahl gutausgerüsteter Leute beginnt von dessen Zustellung eine neue Verjährungsfrist. unter dem Befehle eines in feinem Dienste befindlichen Ingenieurs F. H. Urtheil. Gesetzliche Bestimmungen über die Rechte zur Besetzung der Otavi- Mine abgesandt habe und die deutsche Er- und Pflichten solcher Ehrengerichte existiren nicht. Es scheint pedition bei ihrer Ankunft die Otavi- Mine von bewaffneter Macht nun allerdings nach ihren Angaben, als hätte hier das Ehrenbesetzt finden werde, sowie daß Donald Currie feinen Ver- gericht seiner- moralischen Verpflichtung nicht genügt. tretern in Südwestafrika Instruktionen ertheilt habe, die Eingeborenen aufzuwiegeln und dem Vormarsche der deutschen Expedition mit Gewalt entgegenzutreten. Donald Currie er mächtigt das Reuter'sche Bureau", in Deutschland zu erklären, daß diese drei Behauptungen vollständig erfunden find. London, 14. Oftober. In Chester ist der konservative Kandidat Master mit 4277 Stimmen an Stelle des verstorbenen Deputirten Winterbotham zum Deputirten für Cirencester gewählt worden. Der Gladstoneaner Lawson erhielt 3 Stimmen weniger als Master. Die Konservativen haben somit einen Sib gewonnen. Briefkaffen der Redaktion. Der Steindruckter Kuhring in Rigdorf wird aufgefordert, in Sachen der Karl Schulze'schen Angelegenheit morgen Sonntag, Vormittag von 10 Uhr ab zum Vertrauensmann Robert Köppen, Ziethenstr. 37, zu kommen. M. H. 25. Erhalten. Wird besorgt. Luther, Worms. Die uns seinerzeit übersandten 30 m. haben wir Ihnen retournirt. Da die Sendung als unbestellbar zurückfam, haben wir den Betrag heute an A. B. abgeliefert. Berichtigung. Im Aufruf für den Lehrkursus der Berliner Arbeiter zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen( r, 239 des Vorwärts", Sprechsaal) muß es in der 2. Spalte, Zeile 6, heißen: ertheilt den Unterricht für Männer und Frauen jeden Donnerstag von Abends 81/2 Uhr ab. Ferner beträgt das Eintrittsgeld 40 nicht 10 Pf. Fr. G., Herne. Derartige sogenannte„ Arbeiter- Kontrollen" find nichts Neutes. eheliche Rind seiner Ehefrau als Alleinerbin eingesetzt hat, fann C. C. Das Teftament, in welchem Ihr Schwager das un von seiner Mutter, Ihrer Schwiegermutter, innerhalb zweier Jahre, seit sie von dessen Inhalt Renntniß hat, angefochten werden; fie fann die Hälfte des Nachlasses ihres Sohnes fordern. Allerdings ist es möglich, daß das Vermögen, welches ihr Sohn von seiner Frau geerbt hatte, nach der giftigen Bestimmung eines von der letzteren gemachten Testamentes nach dem Tode des Mannes an die uneheliche Tochter fallen sollte. Zu näherer mündlicher Auskunft sind wir bereit. C. O., Ackerstraße. Diese Bestrafung wird voraussichtlich Ihre Entlassung zur Folge haben. $. Sch. Sie können für diese Bersäumniß keine Ent H. fchädigung verlangen. Bei Ihrer nächsten Anfrage schreiben Sie gefälligst mit Tinte. H. H. Den Anschluß und die Spülvorrichtung muß der Schantwirth machen lassen; er ist auch eventuell der allein Strafbare. R. O., Pallisadeustraße. Die retinirten Sachen werden ohne Zustimmung des Schlafburschen überhaupt nicht Ihr Eigenthum. Sie können den Betreffenden nur nöthigenfalls mit der öffent lichen Zustellung verklagen, und die retinirten Sachen durch einen Gerichtsvollzieher pfänden und versteigern laffen. Ch.. 24. Die Dienstherrschaft braucht für Sachen, welche dem Dienstmädchen aus der Wohnung gestohlen werden, nur im Falle nachweisbaren Verschuldens aufzukommen. und Verwaltungsrecht des Vaters am Vermögen des Sohnes ers A. T. Die väterliche Gewalt und damit das Nießbrauchs lischt nicht von selbst, sobald letterer 21 Jahre alt ist. Der Sohn fann aber durch Begründung eines eigenen Haushalts oder dadurch, daß er sich wirthschaftlich unabhängig macht, z. B. durch Begründung eines Geschäfts oder durch Annahme einer ihn er nährenden Arbeits- oder sonstigen Stellung, das Aufhören der väterlichen Gewalt bewirken und dann Auszahlung seines Ver mögens verlangen. Vorstand der Freireligiösen Gemeinde. Sie haben die Zusendung der redaktionellen Versammlungsanzeige vorige Woche felb ft vergessen, deshalb schreiben Sie, wir sollten die Ver- 2. 3., Dannenberg. Es ist nicht möglich, von hier aus öffentlichung nicht wieder unterlassen. Der Hinweis auf die ohne ganz genaue Kenntniß des Artikels in seinem Wortlaute Bersammlung stand aber trotzdem in der vorigen Sonnabend- leinen zutreffenden Rath zu ertheilen. 3094L Falentin Clubhaus Süd- Ost" aajje 41. Weiß- Bairisch- Bier- Lokal.C. Trittelwitz. 2 Vereinszimmer mit Biano. Fr. Billard. 2 Winter- Kegelbahnen. Warme und falte Speisen zu jeder Tageszeit zu soliden Breifen. Achtung! Osten! Der Zentral- Arbeitsnachweis des) Verbandes aller in der MetallIndustrie beschäft. 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Unserem Freund und Genossen Carl Gaede( genannt Raupenfraß) zum heutigen Wiegenfeste und einer baldigen Genesung ein donnerndes Hoch![ 31312 Deine Freunde u. Genossen. Carl, danze mal' n Walzer. nach wie vor mein Schicht für sämmtliche Branchen der Staare, Wachteln, Rothhänflinge, rempfehle zabal, frang. Billarb 2c. geber wie für Arbeitnehmer unentgelt- Stück 1 Mart 25 Pf. Beisige, Finken, größertes Lokal, franz. Billard 2c. lich. Die Ausgabe der offenen Stellen Grünhänflinge, Girlige, Goldammern dem verehrten Publikum. Vorwärts 24406 andere Beitungen liegen aus.[ 1142L Spiegel und Polster- Waaren.det statt für Klempner, Rohrleger 50 Pf. Rothfehlchen, Meifen 50 B. Gehilfen Borm. von 8-9, Nachm. Alles Männchen. Ganze Ausstattungen in Mahagoni u. Unßbaum; von 3-4 Uhr, für Schlosser, Dreher, Küchenmöbel in großer Auswahl empfiehlt 1726L Mechaniker und Schmiede Vorm. von 9-10, S.0., M. Redtmann, Stralauerplag 21. Berlin. MUDQ W Franz Tutzauer, öpnidterstr. 25. 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Sollen die Müggelwälder verschachert werden? Sonnabend, den 15. Oktober 1892. Soziale Leberlicht. 9. Jahrg. im Wege steht, ist das Erforderniß der Genehmigung durch die stärker wird, damit den Ausbeutern unter den Unternehmern Regierung. Da es im allgemeinen Landeskultur- Intereffe liegt, energisch entgegengetreten werden kann." Der Bericht des Kassirers daß ein bestimmter Waldbestand erhalten bleibt, ist die Vernich verzeichnete einen Bestand von 107,65. Der Rafsirer erhielt Decharge. tung der Gemeindeforsten an die obrigkeitliche Genehmigung ge- Bum Borstand wurden gewählt: 1. Bors. F. Sauer, 2. Bors. Wie die Weltstadt Berlin riesenhaft anwächst und sich aus. bunden. In der Regel wird diese Genehmigung an die Bedingung B. Otto, 1. Schriftf.. Schmi, 2. Schriftf. F. Zemmel. ebut nach allen Simmelsrichtungen, so wächst auch mit ihr das geknüpft, daß die Gemeinde an anderer Stelle ein gleich großes 1. Raffirer E. Mi inch, 2. Raffirer&. Simte. Beisitzer A. Bedürfniß der in ihrer Mauerenge zusammengepferchten Bevölke verwüstung nur eine sehr bedingte, da nur waldwirthschaftliche und C. Peez. Gebiet aufforftet. Immerhin ist diese Sicherheit gegen Wald- Lamprecht. Revisoren R. Schlösser, 2. Lehmann Ein Antrag der Streit- Kontrollkommiffion ging nach Luft und Licht, nach Wäldern und Wiesenflächen, nach Gründe babei maßgebend find, aber nicht Rücksichten auf das Er zu den Kosten der Gewerbegerichts- Wahlen 20 Wark zu Sergeshöhen, wo der abgeheßte Lohnfklave an den spärlichen Raft- holungsbedürfniß des Wolfes. Der Bevölkerung Berlin's würde überweisen, fand einstimmige Annahme. Nachdem bekannt ge agen die Lungen in unverdorbener Luft baden und in der frohen ng mas ein schwacher Trost für die Zerstörung der Waldecke macht war, daß jeden Sonntag vor dem 15. eine Berein Semeinschaft mit seinen Leidens- und Kampfgenoffen einige Stunden das volle Wohlgefühl der Freiheit genießen tann. 2iber awischen Müggelsee und Spree sein, wenn dafür irgend eine versammlung stattfindet, wurde die Versammlung mit einem dreiugleich mit diesem Bedürfniß züchtet die wachsende Großstadt felber Sandfläche hinten bei Müggelheim mit Kiefern neu auf- fachen Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. auch deffen Todfeinde, die Grundstücksspekulanten heran, die auf geforitet wird. Meilen in der Umgebung jedes kaufbare Stück Land an sich reißen, um in einem folgenden Artikel erörtert werden. Wie nun dem drohenden Unheil entgegen au wirken ist, soll Berlins und Umgegend, einberufen vom Kameraden Ber Eine öffentliche Versammlung der Zimmerleute Fort neue Miethetafernen zur Ausbeutung der Stadtbevölkerung trauensmann Obst, tagte am 9. d. M. Dieselbe beschäftigte Bu erbauen. Und wie eine jede solche Miethetaserne als Schröpftopf dem Leibe des Volkes das Blut entzieht, stopit sie ihm auch fich in erster Reihe mit der schlechten Lage im Baugewerbe und die Poren zu, durch welche ihm die nöthige Lebensluft zuströmte. deren Folgen, welche Ramerad Obst in eingehender Weise ere Wie manches schöne Fleckchen Land ist nicht in den letzten Jahrläuterte. Redner folgerte, daß dem sich stets steigernden Drucke von oben nach unten die Arbeiter einen widerstandsehnten diefer Baufpetulation zum Opfer gefallen, ohne daß man und daran gedacht hätte, innerhalb des Bauringes freie Plähe zu fähigen Druck von unten entgegenzusehen hätten, reserviren, hinreichend geräumig genug, um Alt und Jung als dies fei zu ermöglichen durch festen Zusammenschluß, durch Gegen die Giltigkeit der Gewerbegerichtswahl in Müleine starte Organisation. Eine solche zu schaffen, müsse Tummelrlay in den Freistunden zu dienen. Zu immer weiteren heim a. d. Nuhr hatten die dortigen Gewerkschaften u. A. mit bas ernste Bestreben der Simmerleute fein, trob aller unliebReifen ist der Sonntagsausflügler genöthigt, will er einmal un- der Bezugnahme darauf Protest eingelegt, daß die Auszählung famen Vorkommnisse, welche so lange die Einigkeit der Zimmergestört die Naturfreuden genießen, aber aber wohin er sich der Stimmzettel geheim vorgenommen worden war. Der Protest leute gestört hätten. In der Diskussion wurde von zahlreichen auch wenden mag, überallhin folgt ihm der Bauspekulant, ist nun vom Bezirksausschuß u. A. damit zurückgewiesen worden, Rednern die elende wirthschaftliche Lage der Arbeiter im allpflanzt Warnungetafeln an allen Feldwegen auf, läßt auf den daß die geheime Auszählung der Stimmen nicht gegen das Ortsgemeinen, wie die der Baugewerbe im besonderen kritisch beWiesen Bauschult abladen und zieht seine Stachelzäune durch den ſtatut verstoße, ebensowenig wie der von den Protest- Erhebern leuchtet und stimmten alle mit dem ersten Redner darin überein, todtgeweihten Wald. Stundenweit in die Umgegend Berlins angeführte Umstand, daß der Vorsitzende des Wahlkollegiums den baß ein engerer Zusammenschluß, eine festere Organisation der hinein ist das Land schon ausgemessen für Wiethetasernenreihen Bettel eines Wählers, den dieser auf den Tisch legte, worauf Bimmerleute dringend erforderlich sei, um wenigstens im in der Nähe und Villenquartiere weiter hinaus. Nur die ein- er sich entfernte, selbst in die Urne gesteckt hatte. gefreuten Staats- und Gemeindeländereien leisten der Baukommenden Frühjähre gerüstet dazustehen. Die hierauf von Gegen diese Auffassung müssen wir entschieden Front Kameraden König erstattete Abrechnung für das 3. Duartal fpekulation etwas längere Zeit Widerstand. machen. Wenn die Wahl öffentlich ist, so versteht es sich von wies eine Einnahme von 263 m. 5 Bf., eine Ausgabe von Etwas länger leider nur, aber nicht dauernd. Mehr als selbst, daß auch die Auszählung der Stimmen öffentlich zu er 215 M. 9 Pf., einen verbleibenden Bestand von 171 M. auf. Da, Ane Gemeinde in der Umgegend Berlins hat in den folgen hat. In der Deffentlichkeit des Verfahrens liegt für den wie der Vorsitzende mittheilte, Kamerad Hugo Lehmann ezten Jahren ihr Waldgebiet veräußert, und in die Wähler die Garantie dafür, daß die Stimmenauszählung ordnungs- alle von ihm innegehabten Aemter in der Zimmererbewegung fistalischen Forsten wühlt der Militarismus seine Lauf- mäßig vor sich geht. gräben hinein. Die Hafenhaide und die Jungfernhaide find Zur Sozialreform". Aus Hirschberg meldet eine hat, wurde an seiner Stelle Kamerad Karl Schulz zun hand für Infanterie und Artillerie bedecken die Waldbefeßen, da der erholungsbedürftigen Bevölke- Weber 3/4 Jahr lang die Altersrente empfangen; im ganzen etwa mannes für den Stadttheil Süden ist nun zu besetzen, da der rung อิน Gebote standen, und auch im Grunewald 80. Die höchste Instanz hat nachträglich entschieden, daß er jegige Inhaber desselben durch Krankheit an der Ausübung des durchsausen aus den Schießständen bei Pichelswerder und Dahlem als Hausweber feine Rente zu erhalten habe! Daraufhin wur- selben behindert ist. Bezüglich der Gewerbegerichts- Wahlen Spiylugeln die von Spaziergängern belebten Pfade, die durch den von dem 70jährigen, gebrechlichen Manne die 80 M. zurück- findet am kommenden Sonntag eine Versammlung der BauWarnungstafeln viel zu ungenügend gesperrt sind. gefordert und Prändung beantragt! Gin neuer Bers zum alten gruppe statt. Liede der Unzulänglichkeit unserer deutschen Arbeiterversicherung. Bei den Hilfsarbeitern und Arbeiterinnen sprach am Noch zwar ist der Haupttheil der Waldmassen des Grune: Dafür ist sie auch von Bureautraten und Unternehmern gemacht 9. Ottober Genosse Sohlfeld über die Bedeutung der Ge waldes nicht dem Schießkommando der„ Stellvertreter Gottes auf Erden" verfallen, aber dafür bedroht die Privatspekulation werbegerichts- Wahlen, turz die einzelnen gesetzlichen Bestimmungen den Grunewald des Ostens, das von den Müggelbergen durcherläuternd. An der Diskussion betheiligten sich die Genossen Solisch und Faber, legterer als Mitglied der Berliner Bogene weite Waldgebiet zwischen dem Müggelsee und dem Streit- Kontrollkommission. Als Kandidaten für die GewerbeLangensee, mit dem Untergang. gerichtswahlen wurden dann die Kollegen Heinze, Haase, Solisch, Sachweh, Grauext, Gumpert und John aufgestellt. Acht Kandidaten für die Hilfsarbeiter sind bereits in einer früheren ihm fast völlig bereits zum Opfer gefallen, Schießstand an Schießs Reihe von Zeitungen folgendes Vorkommniß: Hier hat ein Revisor des Generalfonds gewählt. Das Amt eines VertrauensMächen, die vordem einer worden. Vom grünen Tisch. Betreffs der neugegründeten, un garischen Bezirkskrankenkassen ist vorgeschrieben, daß die Wahl der Funktionäre in einer Arbeiterversammlung, die von Der ganze Wald auf der Müggelinfel zwischen der Stadt der Behörde einzuberufen ist, vorgenommen werden muß. Die Köpenick und dem Dorfe Müggelheim gehört den Köpenickern, die Behörde in Dedenburg hat nun diese Versammlung auf einen auch nördlich der Spree zwischen der Wuhle und dem Mühlen- och en tag und zwar auf 10 Uhr Vormittags einberufen. Bersammlung aufgestellt werden. flick Gemeindeländereien befizen. Mehr und mehr in den letzten Wirklich war auch ein Arbeiter zur Wahl erschienen, so daß die Jahren, besonders seitdem die Eisenbahnfahrt sich verbilligt hat, 18 Funktionäre thatfächlich einstimmig gewählt wurden. Da In der Versammlung für Männer und Frauen, die pilgern die Berliner in der Sommerzeit in diesen seeumfpülten, auch in Budapest die Wahl auf einen gleich ungünstigen Termin am 9. Oftober bei Bape, Badstraße, stattfand, sprach Genoffe bergdurchzogenen Wüggelwald hinein, über Grünau vom Süden, angejegt worden ist, so befürchten die Arbeiter Ungarns, daß die Sassenbach über das Thema der christlich- soziale Staat der über Köpenick vom Besten, über Friedrichshagen vom Norden Behörden den Wahltermin so unpassend anberaumten, damit Jefuiten in Paraguay". Der Vortrag wurde mit Beifall auf aus. Vorzugsweise die Arbeiterbevölkerung des Ostens und möglichst wenig Arbeiter wählen konnten und so die Werkzeuge genommen. Im Verschiedenen wurden die Anwesenden zum Beis Nordens war es, die von diesem günstig gelegenen Erholungs des Unternehmerthums ins Amt gelangten. Dem wird wohl tritt in den Lese- und Diskutirklub Neue Zeit" aufgefordert. Der Klub tagt jeden Donnerstag Abend 8/8 Uhr bei Gieshoit, gebiete Vortheil zog. Drei große prächtig gelungene Sommer- auch so sein. Boyenstraße 40. fefte der größten Arbeitervereinigungen Berlins, die im Müggelfchlößchen abgehalten wurden, legen Zeugniß dafür ab, welche Der österreichisch- nugarische Holzarbeitertag, welcher Der Verein Berliner Droschkenfutscher nahm in seiner Anziehungskraft die Reizen der Müggelwälder ausüben. Lassen vom 30. Oftober bis 1. November in Wien abgehalten werden sich in der näheren Umgebung Berlins doch nur die Havel- sollte, ist vertagt worden. Er findet vom 13. bis 15. November am 10. d. M. stattgehabten vierteljährlichen Mitglieder- Bersammlung zunächst den vom Vorsitzenden, Herrn Schütte, er partien des Gri.newalds den weit leichter zugänglichen Natur- in Wien statt. statteten Geschäftsbericht des Vorstandes für das dritte Biertelfchönheiten des Müggelwaldes vergleichen. Und nun droht dem Für Glasarbeiter. Der Council( sprich: Raunfil; Gewerk- jahr mit Befriedigung entgegen. Demselben ist zu entnehmen, allem das Verderben durch den Grundstücksschacher. Mögen Millionen schaftsrath) der internationalen Glasarbeiter daß im Vereinsbureau, Schüßenstr. 58, 137 Protokolle( 20 mehr arbeitzer quälter Menschen dort Erholung finden, ihre Gesundheit union ist gewählt und hat sich wie folgt konstituirt: T. S. als im Vorjahre) in Fahrgelder- Angelegenheiten zc. aufgenommen, flärten, ihr Schönheitsbedürfniß befriedigen was scheert das Beebel, Borsigender; Alfred Greenwood, was scheert das Beedel, Borsigender; Alfred Greenwood, Sekretär; sowie 712 Korrespondenzen( 125 mehr) erledigt wurden. die Köpenicker Stadtverwaltung? Der Grundstücksspekulant h. 31tel, Schazmeister; T. Ware und W. Wheater, Im Fundbureau des Vereins wurden 399( 25 mehr) Fundzahlt für den Baugrund und der Sandhändler für den Sand Revisoren; Ch. Chadwid und J. Byers, Beisiger. Alle gegenstände abgeliefert, von diesen 226( 111 mehr) reflamirt Der Berge mehr, vielmal mehr, als die Forstwirthschaft heraus Sendungen sind zu richten an Mr. Alfred Greenwood, und dafür 472 Mart 85 Pfennige( 11 Mart 75 Pfs. schlagen und die Köpenicker Geschäftsleute den durchpilgernden 4 Wesley Street, Castleford, England, Yorkshire. Waldbesuchern abknöpfen können. Also unter den Hammer damit: Zum ersten, zum zweiten und -OOO zum dritten! Fort mit dem Krempel! Baar Geld lacht. Die Berliner tönnen ja eine Biertelstunde weiter laufen, und past's ihnen nicht mehr, tönnen fie anderswohin gehen. Versammlungen. mehr) Finderlohn gezahlt. In dem vom Vereine unterhaltenen Dienstnachweise fonnten von 82( 10 mehr) vakanten Stellen 85 ( 1 weniger) durch Vereinsmitglieder befeßzt werden. Neu auf genommen wurden 39 Mitglieder. Der Verein zählt zur Zeit 1217 Mitglieder und besitzt ein Vermögen in Höhe von 8775 M. 11 Pi Hieran schloß fich die Berathung und Beschlußfassung über Außer Das ist nicht etwa eine leere Drohung; der Schacher hat bereits begonnen in aller Heimlichkeit und ungerügt bisher. Vor Die Steinfeger und Berufsgenossen( Rammer, Stein- eine Betition, betreffend Verlängerung bezw. Durchlegung der Jahren hat man angefangen, den fleinen Müggelberg abzufarren. hauer und Hilfsarbeiter) hatten am 9. Oftober eine öffentliche Lessingstraße bis zur Charlottenburger Chaussee. Diesbezüglich Die Mitte des Berges ist bis auf die Sohle ausgefchachtet, Bersammlung, welche, nachdem Genosse Millarg in ein- wurde geltend gemacht, daß die Brücken- Allee fast die einzige hunderte von Loren schwirren auf der Drahtseilbahn den Sand stündiger Rede das Gewerbegerichts- Gefeß, das Drtsitatut des Berbindung zwischen Moabit und dem Westen darstelle und zum Langenfee hinab, wo er von Billen aufgenommen und Berliner Magistrats dazu und die Wahlart bei Konstituirung daher von Arbeitsfuhrwert start frequentirt werde. nach Berlin geschleppt wird. Noch einige Jahre! und, wo des Berliner Gerichts eingehend erörtert hatte, den Steinfeger dem sei die Brücken- Allee von Luxusfuhrwerk sehr in früher der kleine Müggelberg gestanden, gähnt uns eine flache& öllenberg und den Rammer Steinmann zu Kandidaten Anspruch genommen. Der Verkehr werde gesteigert durch das Sandwäfte entgegen. für das letztere normirte. In der sehr lebhaften Debatte wurde Restaurant Charlottenhof und die in nächster Nähe zu erbauende Vor wenigen Wochen hat ferner die Köpenicker Stadt vornehmlich die Junungsfrage diskutirt. Genoffe Rerto w Kaiser Friedrich- Gedächtniß- Kirche. Zu alle dem solle nun auch verwaltung einen weiteren Schritt gethan, das Gemeindeland konstatirte, daß von den Meistern, die sich mit Pflasterarbeiten noch die elektrische Bahn kommen, für welche in der Brücken- Allee wie in Geld umzusehen. Den Theil des Müggelwaldes gegenüber abgeben, die große Mehrheit der Innung angehört. Darum auch in der Hofiäger- Allee bereits Doppelgeleise gelegt worden Grünau, am Nordufer des Langen Sees, hat sie unter den wollte man oft von einer Betheiligung an den Wahlen zum Ge- feien. Hierdurch entstehe vom Großen Wege bis zum Großen Stern Hammer gebracht. Ein Theil der Parzellen ist bereits in werbegericht Abstand nehmen, habe sich später jedoch zu der und weiter hinauf bis zur Altonaerfiraße ein Engpaß, indem Spetulantenhände übergegangen, ein anderer Theil harrt noch Meinung bekehrt, daß für die wenigen Nichtinnungs- Gesellen und nur die linke Seite des Fahrdammes für Fuhrwert benutzbar und Der Kauflustigen. Dadurch wird schon der Zugang zu den die verwandten Berufsgenossen eine Vertretung im Gewerbegericht so schmal sei, daß sich 3: vei einander begegnende Fuhrwerte nicht Müggelbergen von Grünau aus erschwert und verhäßlicht. Aber nöthig ist. Uebrigens sei durch die Klassenbewußten Steinseher, auszuweichen vermögen. Es sei deshalb unbedingt erforderlich, der schlimmste Streich steht noch bevor. welche bei Jnnungsmeistern arbeiten und deshalb das Schieds- neue Verkehrswege zu erschließen. Die Verlängerung der Lessingstraße Auch das Terrain bis zum Müggelschlößchen gehört zum gericht der Innung nicht ignoriren fönnen, dasselbe mit guten bis zur Händelstraße sei bereits beschlossen und handele es sich Köpenifer Gemeindewald. Gin Theil dieses Waldes ist zur Be- Glementen durchsetzt. Nach Erledigung diefer Angelegen nur noch um eine weitere Verlängerung bis zur Charlottenburger ugung des Restaurants hinzugepachtet worden. Diese Bacht heit berichtete Genosse Arit über die Thätigkeit der Streit Chauffee. Diese biete keine Schwierigkeiten, und die dabei erfor läuft in zwei Jahren ab, und dann soll dieses Waldstück Kontrollkommission. Dabei fam die Frage der Unterstügung derliche Beseitigung eines todten Gewäffers würde nur im allge und alles Waldund Wiesenland von dort aus an den dieser Kommission durch die Gewerkschaften zur Sprache. Diese meinen Interesse liegen. Es wurde demzufolge beschlossen, eine Ufern des Müggelsees und der Spree gegenüber Friedrichs muß, wie angeführt wurde, jetzt eine reichlichere sein, da die von Petition im vorgedachten Sinne an den Magistrat und die Thierhagen zit Das Bauterrains ausgeschlachtet werden. ist der Kommission geleisteten Vorarbeiten für die Gewerbegerichts- garten- Berwaltung zu richten, gleichzeitig aber beim Polizeipräsidium der Nuhungsplan, der bei den Stadtvätern von Köpenick Wahlen ziemlich viel Geld gekostet hätten und es für die Weiter vorstellig zu werden gegen die Genehmigung eines maschinellen den meisten Beifall gefunden hat; einigen diefer weisen Volls- verfolgung der Sache noch größerer Summen bedürfen werde. Betriebes in der Brücken- Allee 2c., mindestens aber gegen die beglücker erfcheint es zwar rathfamer, diese Fläche zum Riefelfelde Rertow machte auf den öffentlichen Fonds aufmerksam. Durch Einrichtung Haltestelle im gedachten Engpaffe. umzugestalten, da Köpenick damit umgeht, sich Wasserleitung und regeren Vertrieb der Marken könnten ja Unterstügungsgelder für Beschlossen wurde ferner, daß Mitglieder, welche wegen GeKanalisation zuzulegen und zur Ablagerung feiner Dungftoffe die Streit- Kontrollkommission aufgebracht werden. Die Ver- nügung ihrer Militärpflicht oder wegen Entziehung des Fahr nach einem geeigneten Blaye sich umschaut. Das ist das Schicksal, fammlung erflärte sich hiermit einverstanden und verpflichtete fcheines aus dem Vereine ausgeschieden sind, zu gegebener Zeit das dem günstigst gelegenen und landschaftlich schönsten Ausflugs fich zur Agitation für die Sammlung. Zum Schluß wählte man ohne besondere Nachzahlung, sogenannte Buße, wieder in den orte in der Umgebung Berlins bevorsteht sicher bevorsteht, bie Herren Freiberger und Martmann zu Revisoren Berein eintreten können. Freiwillig ausscheidende Mitglieder haben wenn nicht die Bevölkerung Berlins frühzeitig und energisch ein für den öffentlichen Fonds. beim Wiedereintritt in den Verein nach wie vor Buße zu zahlen. In Beto dagegen einlegt. Der fleine Müggelberg ist schon der Schöneberger Säbelaffäre hatte der Vorstand gegen den Gendarm Höppner bei der 3. Gendarmerie- Brigade Anzeige erstattet. Die Ermittelungen find noch immer nicht zum Abschluß gelangt und einer auf Abbruch verkauft, als wär's eine baufällige Klamotten- In der Generalversammlung der Getreideträger und burg, das Langenfee- User gegenüber Grünau ist Bauspekulanten Speicherarbeiter hielt am 9. Eeptember Genosse Wilte einen and Villenrentiers verschachert, aber die Wälder am Müggelsee mit großem Beifall aufgenommenen Bortrag über die Frage, ob der Vorstand ist ohne weitere Nachricht. Das betheiligte Vereinsund die großen Müggelberge sind noch zu retten, und sie müssen für die Getreideträger und Speicherarbeiter die Organisation mitglied Schulze wurde aber bereits wegen groben Unfugs gerettet werden vor der Verheerung durch den ekelhaften volts nothwendig und nüßlich sei. In der Diskussion sprachen die mit 2 M. bestraft. Die Versammlung protestirte des weiteren verderblichen Schachergeist im Interesse der gegenwärtigen Be- Kollegen Münch und Otto im Sinne des Referenten. Es gegen das schon öfters unliebsam empfundene Verhalten einzelner völkerung Berlins und der zukünftigen Generationen. wurde dann einstimmig folgende Resolution gefaßt: Die Ver- Gerichtshof- Borfigender angeklagten Droschtenkutschern gegenüber. Die laufende Verpachtung des Waldes nahe dem Müggel- fammlung der Getreideträger und Speicherarbeiter erklärt fich Das Wintervergnügen des Vereins findet am 20. Januar in den fchlößchen gewährt die Sicherheit der Erhaltung für groei Jahre mit den Ausführungen des Referenten vollständig einverstanden Konkordia Festfälen in der Andreasstraße statt. Billets an der ein anderes Hinderniß, welches der Waldverwüstung vorläufig und sucht dahin zu trachten, daß der Verein immer größer und Raffe 75 Pf, im Vorverkauf 50 Pf. Zahn- Arzt Robert Wolf Brunnenstr. 4 I( Rosenthaler Thor). Künstl. Zähne von 2 M. an, Plomben von 1,50 M. an, schmerzloses Zahnziehen 1 M. Sprechstunden 8-7 Uhr. Kein Laden! Damen- Mäntel- Fabrik A. Henemann Kein Laden! Dranienstraße 4041, am Oranienplatz, I. u. II. Etage. Sämmtliche Saison- Nouveauté's vom billigsten bis feinsten Genre. Kein Detailverkauf zu Engros- Preisen. Laden! Für jede bei mir getaufte Uhr Kein Laden G. Scharnow's anerkannt leistungsfähigste Uhren Fabrik Berlin S., Oranienstr. 152, Ede Moritzplay, besteht seit 1860. Anerk. beste Bezugsquelle Nickel- Remontoir- Uhren von 10-15 M. 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