Mr. 93. Bbonnemenf s-Bedlngunacn: Abonnements• Preis pränumerando J W-rteljährl. 3,30 Tit., monatl, 1,10 Mb. wöchentlich 28 Pfg, frei WS HauZ. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. »unmier mit illustrierter Sonntags. Beilage.Die Neue Welt» 10 Pfg, Post. Wonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post.ZeitungS. BrelSIiste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Numimien, Schweden und die Schweiz. Ä3. Iichrg. crlchili» täglich außer montags. Vevlinev Volksblcrkk. Zentralorgan der rozialdemokratifchen Partei Deut f Alands. Die Tnlertlent'GebBDr I«trägt für die sechSgefpaltene Kolon el- geile oder deren Raum m Pfg., für politische und gewerTschaftllche BereinS- und BersammlungS-Anzeigen 3» Psg. »Aletne Snrelsen", das erste(seit- gedruckte) Wort 20 Pfg,, jedes weitere Wort 10 Pfg, Stellengesuche und Schlaf. stellen-Anzeigen das erste Wort 10 Psg,, jedes weitere Bort b Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei«orte, Inserate für die nächste Nummer müffcn bis S Uhr nachmittags Inder Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet, Telegramm,»dreffe: i,S«zUUiia»Krit Rtrli»". Redabtton: 6CCI. 68, Luidenstraaac 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Bxpcditlon: SRI. 68, Lindenetrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Hugenverblelickung. Mit einer gewissen Genugtuung ist vor einigen Tagen von der liberalen Presse die Kunde verbreitet worden, daß in O st Preußen zwischen den drei liberalen Parteien, Frei sinnige Volkspartei, Freisinnige Vereinigung und National liberale, ein Wahlkartell abgeschlossen worden ist, derart, daß jede der drei Parteien„ihre volle Selbständigkeit be- wahrt", daß sie aber bei den Wahlen zusammengehen. Das Ereignis hat bei den Konservativen eine gewisse Be- achtung gefunden; in der sozialdemokratischen Presse ist ihm jedoch diejenige Bedeutung beigelegt worden, die ihm tatsächlich zukommt, nämlich— gar keine. Nun sieht sich das „Berk. Tageblatt" aus Gründen der Partcireklame veranlaßt, einen jubelnden Lobeshymnus auf das Bündnis vom Stapel zu lassen. Es münzt die Gleichgültigkeit der sozialdemo- tratischen Presse in einen Beweis schlotternder Angst um. und schreibt: „Dieser bemerkenswerte Zusammenschluß hat einen tiefen, ja für den Kenner der Verhältnisse beinahe überraschend tiefen Ein- druck auf diejenigen Kreise gemacht, gegen die das Kartell ge- schlössen ist. Die sozialdemokratische Presse, soweit wir sie über- sehen konnten, hat teils mit Redensarten geantwortet, die mit schlecht gespielter Ironie über die Befürchtung hinweg zu täuschen versuchen, die sozialdemokratische Bewegung werde in Ostpreußen, wo sie ohnehin bisher nur schwer und sehr langsam Fuß zu fassen gewußt hat, nunmehr gänzlich aus dem Wettbewerb der Parteien ausgeschaltet sein." Diese Schaumschlägerei hätte uns an sich nicht veranlaßt, fetzt noch nachträglich auf die Sache einzugehen; um so weniger, da der weitere Inhalt des Artikels zeigt, daß das „B. T." � an die Wahrheit seiner Phrasen selbst nicht glaubt. Trotzdem es nämlich später nochmals die Behauptung wieder- holt, das Kartell habe„bei den Gegnern einen heillosen Schrecken gezeugt", kommt es doch zu dem Schluß, daß der liberale Zusammenschluß irgend welche praktische Bedeutung gar nicht habe und an dem Stand der Dinge in Ostpreußen nichts ändern werde. Da es nun aber doch irgend etwas zum Lobe des Kartells sagen muß. so spricht es ihm eine große--„moralische Bedeutung" zu. Mit solchen Redensarten wird der Liberalismus sicherlich keinen Hund hinter dem Ofen hervorlocken, weder in Ostpreußen noch anderswo. Daß unsere Partei in den ländlichen Wahlkreisen der Provinz nur langsam und nur schwer Fuß gefaßt hat, ist richtig. Nunmehr ist das aber geschehen. Sic hat sich fest- gesetzt, und der Liberalismus wird sie am allerwenigsten daraus verdrängen, schon aus dem einfachen Grunde, weil der Liberalismus in Ostpreußen keine ins Gewicht f a l l e n d e Rk a ch t b e s i tz t. Das„B. T." stellt selber fest. daß von den 16 Wahlkeisen der Provinz(außer Königsberg- Stadt) 13 in so festeni konservativen! Besitz find, daß der Liboralismus an deren Eroberung nicht im Traume denken kann; zwei gehören dem Zentrum, einer den Nationalliberalen. Was aber das für eine Sorte Liberalismus ist, darauf werden wir gleich zu sprechen kommen. Jedoch die feierliche Bekanntgabe des Kartells in diesem Augenblick ist überhaupt nichts weiter als ein Theatercoup aus dem einfachen Grunde, weil das Kartell schon lange bestanden hat. Tatsächlich haben schon seit langen Jahren die wenigen Liberalen, die es in Ostpreußen gibt, gemeinsam gestimmt und für die Stadt Königsberg wurde sogar zur Rcichstagswahl 1963 das Kartell in aller Form ab- geschlossen. Natürlich wissen das die Liberalen ebensogut wie wir. und wenn sie es jetzt für angezeigt halten, die Nachricht in die Welt hinaus zu lancieren, so wollen sie nicht sich, sondern anderen Leuten die Augen verblenden. Sie wollen den Eindruck erwecken, als sei etwas neues, großes für den Liberalismus geschehen. Das„B. T." erzählt: „Dem liberalen Kartell war es mich zu danken, daß bei den letzten Reichstagswahlen in Königsberg der Sozialdemokrat erst in der Stichwahl und mit einer relativ kleinen, man darf wohl be- haupten, Zufallsmehrheit. wiedergewählt wurde." Zunächst eine kleine Richtigstellung, Wenn sich die Königs- berger Sozialdemokratie 1963 hat in die Stichwahl drängen lassen, so hat das liberale Kartell wirklich gar nichts dazu getan. Vielmehr hatten sich die Königsberger Genossen vor der Hauptwahl in eine etwas zu große Siegessicherheit gewiegt, eüi Fehler, der ilsiien kaum wieder passieren wird. Und Ivos die„Zufällsmehrheit" anbetrifft— schon � bei der Hauptwahi fehlte uns in Königsberg nur wenig an der Mehr- heit. In den acht Tagen aber bis zur Stichwahl holten die Königsberger Sozialdemokraten noch volle 3666 Stimmen mehr heraus und erreichten damit, daß sie die sämtlichen vcr- einigten Gegner— denn jetzt stimmten auch die Konservativen für dew fteisinnigen Kandidaten— um rund 1006 Stimmen überflügelten. Wer da von Zufallsinehrheit spricht, macht sich einfach lächerlich.'•''■''• Doch das nur nebenbei. In der Hauptsache wollen wir an der Wahlgeschichte des Jahres 1963 zeigen, wes Geistes Kind der ostpreußffche Liberalismus ist. Die wahre Be- deutung oder vielmehr Bedeutungslosigkeit des jetzigen Kartells wird dadurch sofort erkennbar. Zur Reichstagswahl stellte nur die Freisinnige Volkspartei in Königsberg einen Kandidaten auf, die beiden anderen taten es nicht. Allerdings haben sie beide dort auch keinen irgend- wie nennenswerten Anhang. Kandidat war der seither be- kannter geivordene Rechtsanwalt G y ß l i n g. Wie er zu der Kandidatur gekommen ist, das hat mit köstlicher Naivität kurz nach der Wahl ein konservativer Redner in öffentlicher Versammlung ausgeplaudert. Man hatte nämlich auch mit den Konservativen Fühlung genommen und mit ihnen verabredet, einen möglich st rechts stehenden Kandidaten zu ernennen, für den bei der etwaigen Stich >vahl auch die Konservativen mit gutem Gewissen stimmen könnten! Diese Verpflichtung hat der Königsberger Freisinn denn auch mit peinlicher Gewissenhaftigkeit erfüllt. Im Rechts- anwalt Gyßling hatte er einen Mann nach dem Herzen der Konservativen gefunden, so daß bei diesen sogar die Idee auftauchte, ebenfalls auf die Aufstellung eines eigenen Kandi baten zu verzichten und von vornherein fiir Gyßling zu stimmen. Es war geradezu rührend zu lesen, wie die„Hartungsche Zeitung" in Himmelangst die Konservativen beschwor, von dieser Idee abzustehen und doch ja einen eigenen Kandidaten auf- zustellen, weil sonst die Wahlbeteiligung geringer und die Aussicht auf Stichwahl so gut wie ausgeschlossen sei. Das Resultat ist bekannt. Die wahre Bedeutung dieses Schachers zeigte sich aber erst ein paar Monate später bei der Landtagswahl. Langjähriger Abgeordneter der Freisinnigen Volkspartei im Landtage war der bekannte Dr. Krieger. Ohne daß die Oeffentlichkeit je erfahren hat, weshalb, wurde Dr. Krieger insgeheim abgesägt und an seiner Stelle Herr Gyßling aufgestellt. Schwer zu lösen ist das Geheimnis natürlich nicht. Dr. Krieger ist ein aufrichtiger Demokrat, etwa von der Couleur Barth und Naumann. Man erinnert sich, daß er vor Jahren einmal in den Königsbcrger Ma- gisirat gewählt war und von der Regierung nicht bestätigt ivurde. Unter ihm wäre das Kartell mit den anderen liberalen Parteien niemals zu stände gekommen, weil er ihnen— zu liberal war. Und damit sind wir an des Pudels Kern angelangt. Das„B. T." frohlockt über die„moralische" Bedeutung des ostpreußischcn Kartells, weil es angeblich „den ersten Versuch darstellt, über alle theoretischen Erörterungen hinweg einen praktischen und taktischen Zusammenschluß der Libe ralen zu erzielen, zu dokumentieren, daß zwischen den drei Par- teien das gemeinsame Interesse und das gemeinsame Ziel das Trennende überwiegt oder doch überwiegen sollte." Das stimmt und stimmt nicht, je nachdem. Bei den oft preußischen Liberalen ist es in der Tat so. daß„das gemein same Interesse das Trennende überwiegt". Ja, es ist zwischen ihnen überhaupt nichts Trennendes vorhanden; sie sind alle drei gleich reaktionär. Man sieht es an den Abgeordneten der anderen beiden Parteien. Die Nationalliberalen haben den bekannten Eicrtänzer Justiz ratKrause erkoren, und die Freisinnige Vereinigung unter deren Namen man sich immer noch am ehesten etwas wirklich Liberales vorzustellen gewohnt ist, hat einen gewissen Kaufmann P 0 s s e l d t zu dem glorreichen Kartell beigesteuert. Letzterer hat sich in Ostpreußen einen unsterblichen Namen ge- sichert, indem er als Stadtverordneter zu Königsberg bei der Beratung von Arbeiterangclegenhciten den denkwürdigen Au spruch tat:„Sozialpolitik treiben wir hier nicht." Und noch vor einem halben Jahre hat er die Sonntagsruhe der Handlungsgehülfcn bekämpft, weil man„in die persönliche Freiheit keine»veiteren Eingriffe machen dürfe". Um zu dieser Gesellschaft zu passen, um mit diesen Leuten ein Kartell schließen zu können, mußte die Frei- sinnige Volkspartei einen hörbaren Ruck nach rechts ausführen und sich einen Abgeordneten aussuchen, der sogar den Konscr- vativen gefällt. Die„Frankfurter Ztg." erlaubt sich den bissigen Scherz zu fragen, wie denn das neue Kartell sich im Falle einer Stich- Wahl zwischen Konservativen und Sozialdemokraten verhalten werde. Unwirsch fertigt das„Berl. Tagebl." die unbequeme Frage mit der Bemerkung ab, das sei eine spätere Sorge. Ach nein, das ist überhaupt keine Sorge, sondern es versteht sich ganz von selbst, daß die verschleierten Reaktionären bei all und jeder Gelegenheit für die offen Reaktionären eintreten werden, wie sie das bisher auch schon ausnahmslos getan haben. Wenn das„Berl. Tagebl." recht haben sollte mit seiner Hoffnung, daß in gleicher Weise wie in Ostpreußen der Liberalismus in ganz Deutschland sich zusammenschließen könne und werde, so ist damit bewiesen, daß der Liberalis- mus in ganz Deutschland ebenso innerlich reaktionär ist wie in Ostpreußen. Gegen die Konscrvatwen richtet sich das Kartell nicht. Ihnen wird es vielmehr in der ganzen Provinz Schleppenträger- dienste leisten, um dafür die konservative Wahlhülfc inKönigsbcrg zu bekommen. Daß dies schon jetzt aller Welt bekannt ge- geben wird, damit können wir ivohl zufrieden sein. Denn unsere ostpreußischen Genossen werden daraus eine neue Mahnung entnehmen, die Zeit bis zur nächsten Wahl gehörig auszunutzen. Wenn sie das tun, so wird die Arbeiterbewegimg, die schon in den letzten Jahren� in Ostpreußen erfreulich ge- stiegen ist, bis dahin eine solche Stärke erlangt haben, daß alle Anstrengungen der Gegner, ob mit oder ohne Kartell, zu- schänden werden. Ein Blutbad unter der Breslauer Arbeiterschaft. In Breslau hat die Polizei eine Straßenschlacht ge- schlagen gegen Unbewaffnete. Zur höheren Ehre des Kapitals ist Arbeiterblut geflossen. Die Polizeisäbel, die am 21. Januar trotz aller gloriosen Vorbereitungen untätig bleiben mußten, haben sich am Donnerstag in Proletarier- blut gewaschen! Als Schutztruppe des Kapitals und der Arbeitswilligen hat die Breslauer Polizei ihre grause Arbeit verrichtet. Eine Aussperrung Tausender, durch die die Breslauer Metall- industriellen einige Former, die in der Zeit der künstlichen Lcbensmittelteucrung Lohnforderungen zu stellen wagten, auf die Knie zu zwingen gedachten, war der Anlaß des Gc- Metzels. Die Breslauer Metallindustriellen sperren aus, die Polizei bewacht pflichteifrig ihre Fabriken und ihre wert- vollen Arbeitswilligen, und haut die Menge zusammen, die vor diesen wertvollsten Elementen nicht den genügenden Respekt haben. Das ist deutsche„Ordnung". Den Kapitalisten und ihren Kreaturen Schutz, den kämpfenden Arbeitern Trutz, das ist die ausgleichende Gerechtigkeit des Klassenstaates! Die Rechnung steigt und steigt..., lieber die Vorgänge in Breslau wird uns von dort ge- schrieben: In Breslau waren die Former der dortigen Betriebe im Februar d. I. in eine Lohnbewegung getreten und hatten ihren Arbeitgebern Forderungen unterbreitet. Als sie keine Antwort be- kamen, traten sie in den Ausstand und erzielten damit einen Teil- erfolg bei einer Reihe von Firmen. Kurz darauf sahen sich aber die Former der Firma Mcychinenbau-Anstalt in die Notwendig- keit versetzt, wiederum in den Streik einzutreten. Die Antwort darauf erging vom Perbande der Metaisindustriellen, der bekannt gab. daß im Falle die Former der Fiwna Maschinenbauanstalt nicht bis zum 11. April die Arbeit wieder aufnehmen, über die Former und Gießereiarbeiter sämtlicher Breslauer Gießereien die Aussperrung verhängt werden würde. Nebenbei bemerkt, ist diese Androhung der Aussperrung dazu benutzt worden, gegen die Vor- standsmitglicder des Verbandes der Metallinduftriellen Straf- anzeige wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbeordnung zu er- statten, um einmal festzustellen, ob die Brcslauer Staatsanwalt- schaft und das Breslauer Lherlandesgericht die Gründe und Er- wägungen, die zur Anklage und Verurteilungen gegen dortige Ar» beiter in verschiedenen Fällen geführt haben, auch gegen Arbeit- gcber sich zu nutze machen werden. Da in mehreren großen Versammlungen sämtliche Former Breslaus sich mit den Streikenden solidarisch erklärt hatten, trat die Aussperrung in Kraft. Die Mctallindustriellen hatten aber noch weiter angedroht, in ihren Betrieben sämtliche Organisierte — auch die Hirsch-Dunckerschcn; nur die Christlichen, die katholi- scheu Fächabteiluiigeu und die evangelischen Arbeitervereine sollten ausgenommen bleiben— vom 19. April ab auszusperren, falls nicht bis zu diesem Tage wenigstens der Streik beendet sei. Am 19. früh trat auch die Aussperrung in Kraft. Gegen 6990 Organisierte— Metallarbeiter, Holzarbeiter, Kupferschmiede, Sattler, Lackierer usw.— lagen auf dem Pflaster. Die Aus- zahlung des Restlohncs am Donnerstag früh verlief in aller Ruhe. Auch tagsüber war alles in tiefftem Frieden. Nun hatte man aber die Betriebe mit Hülfe der christlichen Arbeitswilligen notdürftig aufrecht erhalten. Gegen abend hatten sich auf dem Striegaucr Platz vor der Linkeschen Waggonfabrik eine Anzahl von Leuten eingefunden, in der Mehrzahl Kinder und Halbwüchsige, bedauerlicherweise auch Ausgesperrte. Als die Arbeitswilligen aus den Toren kamen, wurden sie. die ihr schlechtes Gewissen durch allerhand Grimassen und höhnische Zurufe zur Ruhe briugen wollten, von einigen Außen- stehenden damit begrüßt, daß man ihnen Brot zuwarf und rief: „Da nehmt, wenn Ihr wirklich nichts zu fressen habt." Trotzdem wäre alles in Ruhe verlaufen, wenn nicht die bc- kannten Achtgroschenjungen in Tätigkeit getreten wären und durch ihr Johlen— das ganz offenkundig von einem Manne dirigiert schien, den niemand kannte— schließlich die in der Nähe stehende Polizei herbei- gerufen hätten. Wie das sich cntivickelt hat. was nun gekommen ist, darüber ein klares Bild zu erlangen, ist unmöglich. Bmtteue Schutzleute, die plötzlich auftauchten, drangen in die immer stärker anwachsenden Mcnschcnmassen ein. die Polizei zog b l a n k. Da kamen— wer weiß von wem so schnell gerufen— mit der clettrischen Bahn— neue Mannschaften auf dem Stricgauer Platze an. Pfeifensignalc ertönten. Die Kinder und Halbwüchsigen machten sie nach. Auf einmal— ein ganz jugendlicher Polizeikcutnaiit gibt das Kommando—„Schwärmen. Marsch, Marsch"—- und ohne die Menge zum Auseinandergehen aufzufordern, dringen die Polizisten aiif die Menge ein und blindlings hauen sie auf alles los, was ihnen in den Weg kommt. Zu fliehen ist un» möglich, denn die Nachdrängenden verhindern das Auseinandergehen. Ei» fürchterliches Blutbad ist die Folge. 74 Schritt lang maße» unsere Gewährsleute die Blut- lache, die später den Kampfplatz bedeckte. Sehr charakteristisch ist es. daß der größte Teil der Per- wundvngen, soweit bisher festgestellt werden konnte, von hinten in de» Rücken erfolgte. Gänzlich Unbeteiligte Wurden, Weil sie nicht schnell genug fluchten konnten, schwer verletzt. Meig� 44 Bcr- tvundete wurden gezählt, die im Hospital Aufnahme fänden, darunter einer, dem hie eine Hand glatt wcggchackt wurde. Nach- fliehende hoben sie auf. Unkontrollierbar aber sind die Verletzten. die sich in privatärztliche Behandlung begaben. Die Szenen, die sich zwischen 7— 8 Uhr in der Nikolaivorstadt abspielten, find unbeschreiblich. Auf Wehrlose, auf Frauen und Kinder sprangen die Berittenen, die Polizisten zu Fuß ein. Alle Ladenbesitzer und Gastwirte wurden von Schutzleuten mit dem Säbel in der Hand aufgefordert, sofort zu schließen. Alle Haustüren muhten geschlossen werden. Wenn nun die Flüchtenden versuchten, in eine geschlossene Tür zu kommen, wurden sie erbarmungslos geschlagen. Neben dem Säbel traten aber auch die für den 21. Januar neu angeschaffte» Revolver zum ersten Male in Aktion. In der Friedrich Wilhelmstraße wurde ein Polizeikommissar gesehen, der in der eine» Hand den Säbel, in der anderen den Revolver trug und herumlief. In der Schweitzerstraße Nr. 12 hat der Schreiber dieser Zeilen sich selbst davon überzeugt, daß ein Revolverschutz, der von einem Polizeioffizier ausging. Hurch das geschlossene erleuchtete Fenster hindurch ging, in die Decke drang und dort ein Loch riß. Der Offizier drohte weiter zu schieße», wenn nicht alle Fenster ge. schlössen würden. Einem der Herren muß dabei ein Malheur passiert sein, er verlor eine � volle Patrone, die vorläufig als corpus ddictj auf der Redaktion der„Voltswacht" aufbewahrt wird.— Die Aufregung in Breslau ist unbeschreiblich. Trotzdem ver- liefen die am Freitagvormittag angesetzten 4 Versammlungen der Ausgesperrten in vollkommener Ruhe. Freilich war dies, mal auch eine ander« Polizei zur Stelle: Ausgesperrte selbst, die durch weiße Binden kenntlich gemacht, übten den wirklichen Sicherheitsdienst aus. � � Der amtliche PoÜzeibcricht stellt die Vorgänge natürlich ganz anders dar. Er lautet: Die ansgesperrten Metallarbeiter rotteten sich heute abend gegen 6 Uhr am Striegauerplatz zu einer Demonstration gegen die Nichtorganisierten Arbeiter zusammen, die um diese Zeit die Fabriken verließe». Nach Bericht von Augenzeugen sollen die Arbeitswilligen schlveren Beschimpfungen, Bedrohungen und Tät» lichkeiten(!) ausgesetzt gewesen sein. Die Polizei suchte die Arbeits- willigen zu schützen, konnte aber anfangs nicht viel ausrichten, da sie gegenüber der zahlreichen Menge zu schwach war. Es kam zu stürmischen Tumulten und schließlich mußtevar, wurde der„Volkswacht" geschrieben: .... Man konnte bisher annehmen, die untergeordneten Schutzleute seien lediglich Untergebene ihrer Vorgesetzten. Das ist nicht wahr! Ich habe von meiner Wohiuuig aus wiederholt deutlich beobachtet, wie die Polizisten geradezu mit einem freudigen Eifer auf die wehrlose Menge, auf Frauen und junge und alte Leute einHieben!... Keiner zeigte menschliche Teilnahme oder Verständnis I Alle, alle zeigten sich als grausame Feinde deS Lölkes. Des Volles, dessen Söhne sie find, des Volles, das sie bezahlt! Und doch hätte sich dieses entsetzliche Blutbad vermeiden lassen! ... Das gestrige Blutbad ist eine Folge der Art und Weise, wie»um seit Ihrem rote» Sonntage die Schutzleute gegen die Arbeiterschaft scharf gemacht hat Ii! Was hat man seit dem Januar. wo man Straßeiidemoirstratioiien befürchtete, den Schutzleuten nicht alles dienstlich über die Sozialdemokraten erzählt II... Damals nun fand ihr angestachelter Eifer keine Betätigung. Gar mancher Schutzmann hat sich baß gewundert, daß die Arbeiter so ruhig blieben. Ist es da ei» Wunder, daß die Schutzleute jetzt, da sie urplötzlich vor eine erregte Menschenmasse gcsteUt werden, an alles das denken» was ihnen vor dem rote» Sonntag und bei« Ein- händigen der neuen Revolver über die Gosährlichkeit der Arbeiter gesigt mid eingeschärft worden ist? Ist es ein Wunder, wenn sie da die ruhige Ueberlegung verlieren und die etwas sehr schnellen Befehle ihrer Vorgesetzten allzu prompt und allzu eifrig auszuführen suchen? Denn daß man es nur erfahre: Die weitaus große Mehrzahl der Arbeiter bewies eine staunenswerte Disziplin. Ich sah. wie einige die Flucht ergriffen, um den Säbeln der ausgeregten Polizei zu entgehen. Und— unerhörtes Vorkommnis!— die berittenen Schutzleute sausten hinterdrein l Arbeiter, die die Frauen und Kinder in die Hausflure zu drängen versuchten, wurden hart angelassen— und doch hat, soweit ich und ineine Nachbarn das sehen koiinten. kein einziger Arbeiter, überhaupt kein Mensch die Polizisten angegriffen. Ja, nicht rinmal zur Wehr gesetzt haben sie sich, zumal ja keiner von ihnen bewaffnet war. Wie ich höre, haben die Verhafteten aus der Wache herzzerreißend geschrien. Was mau dort mit ihnen angestellt hat, konnte ich leider nicht erfahren. Allein die in der Leuthenstraße in der Nähe der Nr. 32 ivohnenden Bewohner sind einfach außer sich vor Zorn und Empöriiiig. So ein Bürgerlicher I Der Zorn und die Erbitterung des Breslauer Proletariats läßt sich hier in Worten nicht schildern l Und das Proletariat ganz Deutschlands fühlt mit ihm! politische(leber sieht. Berlin, den 21. April. Allerlei Intrigen. Einen interessanten Einblick in die Art, wie in Deutschland regiert wird, gewähren allerhand Klatschgeschichten, die infolge der Kranlhett des Reichskanzlers in der offiziösen und sonstigen„staatS- erhaltenden" Presse auftauchen. Daß mit den Nachrichten über des Kanzlers Zustand die übliche Beschönigung getrieben wird, erscheint von vornherein gewiß. Noch heute muß Fürst Bülow das Zimmer, meist sogar das Bett hüten und selbst der Kaiser, der täglich vor- sprechen soll, ist bisher zu dem Kranken nicht zugelassen worden. Demgegenüber haben die eifrigen Behauptungen der gutgesinnten Presse, daß eS sich nur um ein unbedeutende» Unwohlsein handle, kein Gewicht. Nun sind wir gewiß weit entfernt dapon, in der Krankheit des Herrn v. Bülow, mag sie nun schwer oder leicht sein, ein Welt- erschütterndes Ereignis zu sehen. Eine große politische Bedeutung messen wir ihr schon deshalb nicht bei, weil es zurzeit ziemlich gleich- gültig ist, wer mit seinem Namen und seiner Verantwortung die Führung der Reichsgeschäfte deckt. Aber andere Leute haben offenbar ein großes Interesse daran, daß der Kanzler möglichst lange und möglichst schwer krank oder wenigsten? arbeitsunfähig bleiben möge; Leute, die um im Jargon unserer Gegner zu reden— vermutlich selbst gern an die Futterkrippe gelangen möchten. Und so hat sich denn eine Intrige gegen den Kanzler angesponnen, die sich— wie das in den Kreisen von Religion und Ordnung so üblich ist— in das heuchlerische Gewand der Teilnahme für den Kranken hüllt. Man hat die Behauptung aufgestellt, der Kanzler sei „überlastet" und deshalb fei es ein Gebot der Menschlichkeit. ihm einen Teil seiner Pflichten abzunehmen. Deshalb, so fährt das „Mitgefühl" fort, solle der Kaiser sich einen Privatsekretär anschaffen,„der allen Ansprüchen an gesellschaftliche Formen, Sprachkenntnisse, diplomatische Schulung. Beherrschung der modernen Arbeitsmethode gewachsen sei, und durch diesen einen Stab technischer Hülfskräfte heranbilden lassen. Ein solches Privatin st itut werde einen großen Teil des Dienstes versehen können, der bisher die Tätigkeit des Reichs« kanzler« unterbrochen habe und die Gewißheit schaffen, daß dem Herrscher nichts entgehe und die Ausführung jedes Be- iehles wirksam überwacht werde." Die Intrige ist insofern ziemlich plump, als die Abficht, den Kanzler abzusägen oder wenigstens noch mehr als bisher zur bloßen Puppe zu degradieren, gar zu sehr hervortritt. Dennoch müssen die Freunde des Herrn v. Bülow befürchten, haß sie Erfolg haben könnte. Nur so erklärt sich der große Eifer, mit dem sie sich als- bald in die Bekämpfung des Planes gestürzt haben. Das„Berliner Tageblatt", das zwar nicht offiziös ist, aber auf allen Hintertreppen und in allen Lakaienstuben gut Bescheid weiß, meint:«Der Reichs- Privatsekretär des Kaisers würde sich nur zu bald zu einem Mittelpunkt für allerlei Intrigen auSwachsen, die gegen die Verantwortliche Reichsregierung gerichtet werden." Die konservative„Schlesische Ztg." ruft zur Mobilmachung gegen m Plan auf und schreibt u. a.: „Der Ehef des givilkabinetts, Herr v. Lucanus, geht.jetzt in der Hosrangordnung den StaatSministern voran; Herr v. Lucanus personlich ist überdies Ritter des Schwarzen Adler- ordens. Seinem Varallelkollegen für Reichs- und auSlvärtige An- aelegenheiten könnte kaum eine geringere Stellung zugedacht sein. Sollten etwa die Erkrankung des Reichskanzlers, der vorläufig allerdings noch unausgeführt gebliebene Plan der Heranziehung eines interimistischen Reichskanzlers und vielleicht auch da« Ver- schwinden des unbequemen Geheimrats von Hpllstein die Bor« bedingungen darstellen für eine neue Einteilung des Ge« schäftSbetriebeS im Reiche?" Und die„Kölnische Ztg.", bei der eS von Alters her Tradition ist, es stets mit den gerade an der Macht Befindlichen zu halten, chlägt bereits wie toll um sich. Die Intriganten hatten erzählt, daß der Kaiser häufige Besuche'beim Reichskanzler mache und daß dann beide lange durch den Garten promenieren; hiervon könne der neue Sekretär den Kanzler„entlasten". Dazu schreibt das rheinische Blatt; „Wir wissen aus dem eigenen Munde des Reichskanzlers, daß er diesen Spaziergängen die höch sie Wichtigkeit beimißt und sie als einen sehr wichtigen Staats- dienst und keineswegs als eine Repräsentationspflicht betrachtet. Eine Aenderung in dieser Beziehung würde der Reichskanzler keineswegs als eine Erleichterung seiner Arbeiten, sondern nur als eine Schädigung der Staatsinteressen betrachten." Man sieht also, Fürst Bülolv und seine Getreuen wehren sich mit Händen und Füßen gegen den Plan, ihm einen Nebenbuhler— und noch dazu einen unverantwortlichen!— zu geben. Ihre Angst zeugt dafür, daß etwas Ernstes hinter dem Plane steckt. Meint doch die„Schles. Ztg." sogar: „Eine offiziöse Verneinung erscheint geboten, würde uns jedoch nicht der Pflicht entheben, vor einem solchen Plane auf der Hut zu bleiben, denn wir leben im Zeichen der Will- f-ihrigkeit." Man kennt sich eben in den Kreisen von Bildung und Besitz, in jenen höchsten„Spitzen der Gesellschaft", um die es sich hier handelt. Man weiß, wenn sich eine Gelegenheit bietet, zu Macht und Einfluß zu gelangen, dann schont der Bruder nicht den Bruder. Wie gesagt, uns Sozialdenwlraten ist eS ganz gleichgültig, ob die Intrige Erfolg haben wird oder nicht. Aber lehrreich ist der Borgang, nicht nur weil er die Moral in hohen Kreisen wieder einmal in helles Licht rückt, sondern auch weil er die Geheimnisse deutscher RegierungSkunst bloßlegt. ES kommt lediglich darauf an, ich daS Ohr deS Kaisers zu sichern und auf ihn Eindruck zumachen. Wer darin die größte Geschicklichkeik besitzt, der ist Herr der Situation. Von solchen Zetteleien hängt der Gang der Reich«- geschäste ab. und so werden denn die Spaziergänge im Garten zu einem„sehr wichttgen Staatsdienst". Die Nachwahl in Beuthen-Tarnowitz. Aus Beuthen wird uns geschrieben: Nach bürgerlichen Blättern soll die Nachwahl im oberschlesischcn Wahlkreise Beuthen-Tarnowitz am 12. Juni stattfinden. Amtlich verkündet ist dieser Termin noch nicht. Der zum Wahlkommissar ernannte neue Landrat des Kreises Tarnowitz, Graf Linrburg-Stirum, ein Sohn des konservativen Parteiführers, hat amtlich bisher nur„verfügt", daß die Wähler- listen bis zum 10. Mai zur Auslegung fertigzustellen sind. Die Kandidatcufrage ist bei den drei großen Parteien des Wahl- kreises: Zentrum, Polen, und Sozialdemokraten, erledigt. Nur die Liberalen, die bei der Hauptwahl 1908 allerdings nur 1284 Stimmen erlangten, sind sich über die Aufstellung deS Kandidaten noch nicht schlüssig, wollen jedoch auch selbständig vorgehen, da eine Unter- stützung des Zcntrumskandidaten wegen der mit Ritualmordmärchen arbeitenden antisemitischen Tendenz des oberschlesischen Zentrums ganz ausgeschlossen erscheint. Das Zentrum hat erst nach großer Mühe einen Kandidaten gefunden. Diesen wieder in den Kreisen der Arbeiter zu suchen und so für den verflossenen Krolik einen neuen Renommierarbeiter der Zentrumsfraktion zu schaffen, hat man von vornherein aufgegeben. Man stellte zunächst den Generaldirektor Dr. Stephan auf, und als dieser ablehnte. einen anderen hohen Werksbeamten, den Berg- inspektor Muschallik, in Arbeiterkreisen als alter.Grubentreiber" rühm- lichst" bekannt. Herr Muschallik ist trotz seines polnischen Namens ein „deutscher Patriot" und wird daher vom„deutsche,: ZentrumSflügel" unbedingt unterstützt werden. Er ist dazu ein tadelloser Reaktionär und wütender Feind der Arbeiterbewegung und wird wegen aller diesen wertvollen Eigenschaften natürlich eifrigst auch vom Gruben- kapital unterstützt. Helfen wird ihm das freilich nicht, denn der Verlust des Wahlkreises dürfte dem Zentrum ganz sicher sein. Die Polen werden diesen Kreis ebenso wie im vorigen Jahr den Katto- witzer Kreis mit erheblicher Mehrheit gewinnen. Daran ivird auch der neuerliche Zwist im oberschlesischen Polenlager nichts ändern, der gerade wegen der Kandidatenfrage in Beuthen-Tarnowitz entstanden ist. Das polnische Zentral« Wahlkomitee hat nach den Auslassungen radikalpolnischer Blätter die Polen dieser Richtung mit der Aufstellung Napleralskis geradezu überrumpelt. Dieser, Herausgeber viel gelesener polnischer Blätter OberschlestenS, ist seit Jahren der anerkannte Führer der gemäßigten Polen und unterstützte bis zuletzt das Zentrum gegen die untcr KorfantyS Leitung heranstürmcnde radikale Richtung. Die wachsende Macht der radikalen Polen zwang Napieralski, der nicht nur seinen politischen Einfluß, sondern auch seine Abonnenten schwinden sah, zu allerlei Konzessionen. So trat er mit den Radikalen im gemeinsamen Wahlkomitee in engere politische Verbindung. Als dies Wahlkomitee dann bei der letzten Kattowitzer Nachwahl Korfantii wieder aufstellte, trat Napieralski in seiner Presse allerdings nicht wieder, wie bei der Hauptwahl, für den Zentrumskandidaten ein, aber er beobachtete gegenüber seinem„Parteigenossen" Korfaiity eine so unzuverlässige und direkt feindliche Haltung, daß das den hellen Zorn aller so- genannten radikalen Polen erregte. Korfanty errang bekanntlich trotzdem einen glänzenden Sieg, und nun merkte Napieralski, daß er es so nicht weiter treiben dürfe, er wurde also über Nacht ein be- dingungSloser Feind des Zentrums und ein wütender Pole. Der Lohn für diese Schwenkung war die Kandaditur in Beuthen-Tarnowitz. Herr Adam Napieralski muß sich jetzt allerdings von zwei Seiten gegen den berechtigten Vorwurf der Falschheit und politischen Charakterlosigkeit wehren. Die Zentrumspresse hält seinen jetzigen scharfen Angriffen die Liebesbeteuerungen entgegen, die er früher dem Zentrum spendete, und die Radikalpolen fordern Erklärungen über sein bisheriges Verhalten gegenüber dem Polentum. Korfanty wird das Wiederhochkommen seines alten erbitterten Feindes besonders ungern sehen, aber hindern kann er eS nicht, wenn nicht die ganz« mühsam erzielte Einigung der feindlichen polnischen Brüder wieder in die Brüche gehen soll, und so redet er in seinem Blatte„Polak" seinen aufgeregten Parteifreunden zu, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Herr Napieralski aber hat sich schleunigst einen neuen Machtfaktor gesichert, indem er den bisher radikalen„Gornoslazak". der. früher von Korfanty geleitet wurde. durch Kauf an sich brachte, nachdem ihn Korfanty durch die Be- grüudung seines„Polak" fast ruiniert hat. Korfanty, der schon die Bahn für sein Blatt frei sah, muß jetzt sehen, daß der kapitalkräftige Napieralski in KorfantyS eigenem Wahlkreise dem dreimal wöchentlich erscheinenden„Polak" den täglichen„Gorno- slazal" entgegenstellt. Trotz ihrer Abneigung gegen den„alten Adam" werden die radikalen Polen, der politischen Notwendigkeit folgend, für seine Wahl eintreten, freilich nicht mit dem Eifer, wie sie für Korfaniy kämpften. Die Sozialdemokratie hat daher zweifellos bessere Aus- sichten wie bei der letzten Kattowitzer Nachwahl, und diese Aussichten sind noch verbessert dadurch, daß sie als ihren Kandidaten einen früheren Bergmann polnischer Nationalität, den jetzigen Gau» leiter deS Bergarbeiterverbandes. Genossen Franz Scholtysek in Beuthen ausstellte. An einen positiven Erfolg können wir freilich noch nicht denken angesichts der ungeheuren Schwierigkeiten der Agitation und der nationalen Flutwelle, von welcher die bisher politisch ganz indifferente proletarische Masse ergriffen ist. Man darf es schon als einen sehr erfreulichen Erfolg bezeichnen, wenn wir in Beuthen-Tarnowitz unseren 1903 eroberten Besitzstand erhalten. Zur Austveisungsschmach. Wiederum im lokalen Teil der gestrigen Abendausgabe des »Berliner Tageblatts" findet sich folgende polizeioffiziöse Notiz: Die Ausweisung von Russen. Zu den Ausweisungen von Russen erfahren wir, daß daran die Abteilmig VII des Polizei- Präsidiums, die politische Polizei, nur in sehr geringem Umfange beteiligt ist. Die meisten erfolgen im Einvernehmen mit dem israelitischen Unterstiitzungsausschuß. In der vergangenen Woche wurden täglich 20 bis 25 Russen ausgewiesen, von der politischen Polizei aber in diesem Jahre im ganzen nur etwa 20. Das angebliche„Einvernehmen" mit dem„israelitischen Unterstiitzungsausschuß"(was ist das?), das übrigens recht gleich- gültig sein würde, können wir nicht für möglich halten; es würde ein höchst sonderbares Licht auf diesen„Ausschuß" werfen, wenn er ich mit dem Polizeipräsidium verbündet hätte, wehrlose Menschen. zu deren Unterstützung er doch nach seinem Namen da ist, aus Preußen hinauszuwerfen. Unrichtig ist, daß die politische Polizei in dem geschilderten geringen Umfang beteiligt sei; wir halten unsere Behauptungen zu diesem Punkte voll aufrecht. Gewisse Andeutungen von Polizei« beamten rechtfertigen die Besorgnis, daß zahlreiche weitere politische Ausweisungen folgen sollen. Wir wollen abwarten, ob diese Besorgnis gerechtfertigt ist. Würden aber nicht auch schon„etwa zwanzig" Hinausgeworfene genügen? Genügt die zwanzig schuldlosen Menschen zugefügte Gewalt nicht, un, auch nur ein Wort der Entrüstung oder selbst ein Wort der Kritik auS dem Mosseorqan oder irgend einem anderen bürgerlichen Blatt her- auszupressen? Soweit wir hören, hat die Polizei bisher sich doch gescheut, zur vorzeitigen gewaltsamen Vollstreckung der Ausweisung zu schreiten, wenngleich viele der Ausgewiesenen von Kriminalbeamten und Spitzeln wie von Fliegen umschwärmt werden. Zum Schluß registrieren tvir das Gerücht, daß zahlreiche russische Kauflcute beschlossen haben, die deutschen Waren zu boykottieren. Wird sich die Solidarität der hiesigen russischen Kolonie in der vor» gestern von uns angedeuteten Richtung so wirksam betätigen, wie es möglich ist und wie es ihr das Ehrgefühl diktieren müßte? Vom deutschen Bürgertum ist nichts mehr zu er» warten!— Christliche Schmerzen. DaS.Zentralblatt der christlichen Gewerkschaften" scheint zwar an oer sogenannten Neutralität der Gewerkschaften festhalten zu wollen, aber die Neutralität der G e w erks ch a ftler hat es satt. Daher ruft es die christlich organisierte Arbeiterschaft zu stärkerer Anteilnahme an der Politik auf.' Wie? Daraus ist schwer klug zu werden; denn was das „Zentralblatt" im einzelnen zu seinem Projekt sagt, das hat weder Hand noch Fuß noch Kopf; denn cinerscitS sollen— vorgeblich— die christlichen Arbeiter nicht zugunsten einer Partei zur politischen Mitarbeit aufgefordert werden, sondern jedes Mitglied soll sich außerhalb seiner Berufsorganisation.in derjenigen Partei betätigen". zu der es sich»aus eigener Entschließung" bekennt I Andererseits heißt es, das politische Arbeitsfeld für die christlichen Arbeiter liege innerhalb der bürgerlichen Parteien l Wie reimt sich das zusammen? Zwar darf jeder christliche Arbeiter„aus eigener Entschließung" die ihm genehme Partei wählen, aber die Auswahl wird von vornherein auf die bürgerlichen Parteien beschränkt I?— Wohl diese Zweideutigkeit gerade veranlaßt die.Kölnische Volkszeitung" den Borschlag des christlichen.Zentralblatts" in eifrig zustimmendem Sinne zu besprechen. Nun— wir wissen ja, wo die„Kölnische Volkszeitung" der Schuh drückt. Die Arbeiter des Zentrums haben es satt, sich von den Kaplänchen und der höheren Pfaffcngarde weiter bemuttern und beschwatzen zu lassen. Sie wollen— wie ihre Arveitsbrüder im sozialdemokratischen Lager— ihre Sache selber vertreten, ihre Arbeiterinteresscn durch Arbeiterrepräsentanten aus ihren eigenen Arbeiterreihen gewahrt sehen. Jetzt, da den„Kerls" im deutschen Reichstage die Diäten winken und die Zentrumsarbeiter sich leichter als bisher in die Möglichkeit versetzt sehen, Bein von ihren» Bein ins Parlament zu entsenden, kann es kaum anders beurteilt werden, als daß die„Kölnische Volkszeitung" und andere gcntrumöblätter einfach gute Miene zum bösen Spiele machen, wenn sie widerspruchslos Bemerkungen aufnehmen wie: .Giesberts dürfe kein Einspänner im Reichstag bleiben" und der- gleichen mehr. Im übrigen ist die bescheideite Selbsterkenntnis des„Zentral- blatts" sehr zu loben, die es sagen läßt: Eine eigene christliche Arbeiterpartei zu befürworten, empfehle sich nicht; denn diese Partei würde„zu klein und infolgedessen einflußlos" bleiben I Da».Zentralblatt" will zu seinem genialen Vorschlag angeregt sein durch den Erfolg der organisierten englischen Arbeiter- schaft bei den letzten Parlamentswahlen I Sollte das.Zentralblatt" wider Willen bewirken, daß Deutschlands christliche Arbeiterschaft recht bald einen so energischen Ruck nach links macht wie die englische Arbeiterschaft bei den Wahlen kürzlich, dann werden wir ganz gewiß nichts dagegen einzuwenden haben, ob die verstiegenen Hoffnungen der Zentrumsführer sich verwirklichen werden oder nicht. Wenn Giesberts am 0. Februar d. I. im Reichstage darüber geklagt hat. daß die bürgerlichen Parteien biS jetzt die christliche Arbeiterschaft nicht zur Geltung kommen ließen, so steht für uns fest, daß er und andere diese selbe Klag« noch oft zu wieder- holen haben werden.— Diese Erkenntnis schlachtet die.Kölnische Volkszeitung" sofort auS, indem sie den berüchtigten„Volksverein für das katholische Deutschland" als Hort der Arbeiterinteressen zu gefälliger Benutzung dringend empfiehlt. � Nun— die Zeit wird es lehren, ob wir an dem»Erfolge' der Christlichen unsere helle Freude haben.-» ' Deutfeheo Reich. Diäten und Maulkorb. Die Diäienvorlage der Regierung ist nunmehr erschienen. Sie bestätigt, daß nicht nur der Artikel 32 der Verfassung, der die Diätenlosigkeit bestimmte, abgeändert werden soll, sondern auch der Artikel 28, der festlegte, daß zur Gültigkeit einer Beschlußfassung die Anwesenheit der Mehrheit der Mitglieder des Hauses not- wendig sei. Da dieser Artikel dahin modifiziert werden soll, daß Beschlußfassungen über den Geschäftsgang, soweit sie nicht selbst den Gegenstand der Tagesordnung bilden, von der Anwesenheit einer bestimmten Anzahl von Mitgliedern unab- hängig sein sollen, so bedeutet das nichts Anderes, als daß künftig Anträge auf Schluß der Debatte jederzeit von der Mehrheit der gerade anwesenden Mitglieder angenommen werden, die Redner der Minderheit also jederzeit guillotiniert werden können. Bisher konnte eine solche gewaltsame Beendigung der Debatte dadurch durchkreuzt werden, daß diejenigen, denen das Wort abgeschnitten werden sollte, einfach die Beschlußfähigkeit des Hauses anzweifelten. Die Regierung mutet also dem Reichstag zu. sich selbst einen neuen gcschästSordnungSmäßigen Knebel zu schaffen, der von der Mehrheit gegen die Minderheit rücksichtslos angewendet werden soll. Daran, daß die Mehrheit aber zuweilen sehr ver- schicdenartig zusammengesetzt sein und deshalb gelegentlich die Waffe gegen den unvorsichtigen Schützen selbst gerichtet werden kann. hat die Regierung offenbar garnicht gedacht! Die Diäten selbst sollen in einer Entschädigung von 3000 M. für das Kalenderjahr bestehen. Während der Tagung des Reichstages neugewählte Mitglieder erhalten bis zur nächstfälligen Entfchädigungs- rate Tagegelder in der Höhe von 20 M. Für jeden Tag aber, den ein Mirglied einer Plenarsitzung ferngeblieben ist, sollen ihn» 30 M. abgezogen werden! Diese letzte Bestimmung ist entschieden ein Kuriosum ersten Ranges. Sie soll offenbar eine Strafe für ein Schwänzen des Reichstages darstellen. Sie trifft aber auch solche Mitglieder, die durch gewichtige Umstände— wie Krankheit I— am Erscheinen ge- hindert waren. Bei längerem Fernbleiben von den Sitzungen schrumpft die Entschädigung für die besuchten Sitzungen immer mehr zusammen, ja eö könnte sogar vorkommen, daß von den Diäten kein Pfennig übrig bliebe, trotzdem der Abgeordnete einem Teil der Sitzungen beiwohnte I Dieser Strafabzug stellt also eine ebenso lächerliche wie merkwürdige Zuchtrute für die Abgeordneten dar, die den Schuldigen ebenso hart träfe wie den Unschuldigen! Die Diätenfroge hat sehr lange zu ihrer Fertigstellung bedurft— sie ist dafür auch um so schlechter ausgefallen. Ein Parlament, das etwas von sich hielte, würde diese Vorlage mit Verachtung zurück- weisen!—_ Zur ReichstagScrsatzwahl in Hägen-Schwelm. BiS jetzt ist die Wahl in Hagen-Schwelm noch immer nicht Ausgeschrieben und nur unsere Partei ist in den Kampf eingetreten. Genosse König, unser Kandidat, hat bereits seine Versammlung»' tour durch den Kreis begonnen. Abgesehen von der Stöcker-Partei. die im Kreise bedeutungslos ist--- sie erhielt 1V03 1855 Stimmen— haben alle Parteien neue Kandidaten aufgestellt. Sehr zuversichilich treten die Nationalliberalen auf. Sie machen sich die vorgebliche Mißstimmung eines Teils des Zentrum» gegen den Kandidaten der Freisinnigen Volkspartei Bürgermeister E u n o zunutze und rechnen in ihrem Opti'uiömuS damit, statt des Freisinns mit unserem Kandidaten in die Stichwahl zu kommen. Sie spotten darüber, daß die Freisinnigen nicht auf den ihnen angebotenen Kompromiß ein« gegangen sind. Der nationalliberale Kompromißvorschlag ging be- kaimtlich dabin, daß das bisher von Richter iimegehabie Landtags- maudat den Natiouallibcralen zufallen solle, wofür letztere auf einen eigenen Reichstagskandidaten verzichten wollten. Und als dieser Handel wegen der bereits erfolgten Nomiiiierung Crügers zum Landtagskaudidaten von den Freisinnigen abgelehnt wurde, stellten die Natioualliberalen an sie da? Ansinnen, auf einen eigenen RcichstagSkandidaten zu verzichten und sofort für den national« liberalen Professor Molden Hauer zu stimmen. Die Ablehnung durch die Freisinnigen war keineswegs grundsätzlicher Natur, wie diese ausdrücklich hervorhoben. Indessen werden die Nationalliberalcn schwerlich auf ihre Rech- nung kommen. Im Kreise selbst merkt man nämlich von der Ver- ärgcruug der Schtvarzen durch die Kandidatur CunoS recht wenig. Gewiß steht der Professor Molden Hauer inbezug auf Kultur- fragen auf dem linken Flügel der Nationalliberalen, daS ergibt sich schon aus seinem Wirkungskreis im„heiligen Köln"; in sonstiger Hinsicht ist er aber bis jetzt wenig hervorgetreten. Auch steht fest, daß nach dem Tode Richters die Situation im Wahlkreise insofern eine etwas andere geworden ist, als diele, die bisher Richter wählten, nunmehr keinen Stimmzettel mehr für die Freisinnigen abgeben werden. Doch diese Verschiebung wird voraussichtlich nur in ganz geringem Maße den Natioualliberalen zugute kommen. ES wird sich dabei hauptsächlich um Arbeiterstimmen handeln, die diesmal— wie wir zuversichtlich hoffen— unserer Partei zufallen. Man muß bedenken, daß bei der letzten Wahl die Freisinnigen mit 10 572 Stimmen den Natioualliberalen»im 4780 Stimmen voraus tvaren. Die Freisinnigen denken demnach auch gar nicht daran, die Kandidatur Ennos fallen zu lassen; ja man muß ihnen das Zu- gestäudnis machen, daß sie von ihrem Standpunkte aus kaum eine bessere Wahl treffen konnten. DieS verschweigen zu wollen, wäre eine Selbsttäuschung. Da durch nationalliberale Blätter der Eindruck erweckt wird, als habe das Zentrum bei einer ihm genehmen freisinnigen Kandidatur auf eine selbständige Wahl- beteiligung verzichten wollen, so sei bemerkt, daß daran das Zentrum nie gedacht hat. Es hat im Gegenteil zuerst seinen Mann auf den Schild erhoben, und zwar den früher in Hagen wohnenden christ- lichen Arbeitersekretär, jetzigen Redakteur der„Westd. Arbeiter- zeitung" in M.-Gladbach. Becker. Das Zentrum wird— deß sind wir sicher— in der voraussichtlichen Stichwahl zwischen unserem Genossen König und Enno seinen Wählern nicht nur empfehlen, für Enno zu stimmen, sondern eS wird in diesem Sinne auch Agitation treiben trotz„Germania" und „Kölnische Volkszeitung". Es fragt sich freilich, inwieweit die katholischen Arbeiter dem Rufe folgen werden. Sicher ist, daß bei der vorigen Wahl außer für die Zentrums» Partei zahlreiche Arbeiter für Richter gestimmt haben. Hier ist der Punkt, wo unsere Agitation einzusetzen hat. Unsere Parteigenossen ziehen begeistert in den Kampf und der Vorsprung, den wir schon 1903 mit 13 870 Stimmen hatten, berechtigt zu den schönsten Hoffnungen.—__ Diplomaten- Rummel. Die ängstliche Beflissenheit der deutschen Diplomatie, jede sich irgendwo bietende Gelegenheit zu ergreifen, um dem amerikanischen Nationaldllnkel zu schmeicheln und Uncle Sam der ergebenen Zu- ncigung Deutschlands zu versichern, nimmt nachgerade Fonnen an, die direkt zu», Spott herausfordern. Einen neuen Beleg dafür liefert eine Rede, die der deutsch« Botschafter in Washington in einem nebensächlichen Berein, dem sich mit Eisenbahnftagen beschäftigenden„Traffic Club" im PitiSburg gehalten hat. Herr Speck von Steruburg stellte einen für die Amerikaner recht schmeichelhaften Vergleich zwischen der wirtschaftlichen Entwickelung der Bereinigte» Staaten von Amerika und Deutschlands an und verstieg sich schließlich zu einer überschwänglichen. geschmacklosen Lobrede aus Wilhelm II. So sagte er z. B. nach der telegraphischen Meldung des Wolffschen Telegraphischen Bureaus: „Die Entwickelung ging nun rasch vorwärts, besonders unier dem weitblickenden Geiste des jetzigen Kaisers Wilhelm II., der bekanntlich einer der hervorragendsten technischen Fachmänner und Meister auf dein Felde der Mechanik in Deutschland ist. Unter seiner Overleitung erfolgte die Verlegung der alten Charlotten« burger Versuchsanstalt nach Groß-Lichterfelde und ihre Erweiterung zu der großartigen Schöpfung des neuen kgl. Materialprüfungs- amies. Aufschwung und Wachstun, dieser einzigartigen Anstalt spiegeln deutlich den industriellen Fortschritt Deuischlaudö wieder— Der außerordentlich rasche Fortschritt Deutschlands in Handel und Industrie wurde von dem überlegenen Geiste Kaiser Wilhelms und durch seine Politik des Friedens gefördert. Auf seine Ver» anlassung erfolgte die Schaffung der glänzenden Anstalt in Charlottenburg, nachdem der Kaiser die Pläne des neuen Labora- toriums gründlich geprüft, geändert und gutgeheißen hatte, in welchem er die Wissenschaft in den Dienst der Industrie zu spannen gedachte." Das offiziöse Wolffsche Bureau- bringt über diese Klubrede eine beinahe eine Spalte fassende lange Depesche, als handle eS sich um eine wichtige Staatsaktton. Es ist ja begreiflich, daß die deutsche Regierung, nachdem ihre Marokkopolitik zu einer fast vollständigen Isolierung Deutschlands in Europa geführt hat. jetzt noch mehr als bisher danach strebt, den großspurigen Bruder jenseits des großen Teiches„warm" zu halten; ob aber dazu derartige Trink-Klubredcn und ihre Aufbauschung zu großen Staatsaktionen das geeignete Mittel sind, erscheint recht fraglich.— Die Militärjustiz kann auch milde sein, nämlich wenn es sich nicht um die Tat eines verzweifelten Soldaten, sondern etwa um die Ausschreitungen eines Gendarmen handelt. Vor dem Kriegs- gericht in Aachen stand der Gendarm Bender aus Forst wegen Freiheitsberaubung. Ein Gemüsehändler hatte in der Trunkenheit einen Assistenzarzt deS Forster Krankenhauses schwer mißhandelt und dann behauptet, der Arzt habe bei ihm einbrechen wollen. Der mit dem Händler bekannte Gendarm hatte den schwer verletzten Arzt gefesselt und ihn über Nacht ins Spritzenhaus gesperrt. DaS Gericht erkannte auf vier Wochen g e l i n d e n A r r e st S.-» HuoUnd. Schweiz. Bolksabstlmmung. Zürich, 19. April. n g der großen BürgcrrcchtSfrage des schwedischen Volkes scharf hervorheben. in, Interesse des Landes mitzuwirken zur Annahme dieses Vorschlages." Innerhalb der sozialdemokratischen Partei findet jetzt eine Urabstimmung darüber statt, ob in allernächster Zeit ein außer» ordentlicher Parteitag zur Erörterung der Frage ein» berufen werden soll: ob es zweckmäßig ist. bei der Wahlrechts» reform die Einführung de» allgemeinen Frauen wähl» rechts zu fordern. In Stockholms Arbeiterkommune ist die Abstimmung bereits beendet. Nur 1143 Mitglieder beteiligten sich darcm; 113 stimmten für den außerordentlichen Parteitag. 1030 dagegen.« Sozialca. Modernste Sanaioriumbehandlung. Der praktische Arzt Dr. G« o r g G e i g e r in Langewies« im Riesengebirge war früher Assistenzarzt im Sanatorium Kirchseeon(Eigentum der Ortskrankenkasse München). Der etwa» exzentrisch veranlagte Doktor machte am 24. Juli v. I. im Sanatorium die Acußerung: Heute wäre ich zum Raufen ausgelegt. heute juckt mir die Handl" Abend» wurde ihm gemeldet, daß einige Patienten ausgestiegen seien, um in einer Wirtschaft zu ijedjcn. Dr. Geiger ließ den Reisenden Adolf Gruber kommen und machte dicscui wegen des Aussteigens Vorhalt. Gruber leugnete, ausgestiegen zu sein, worauf Dr. Geiger antwortete: Wenn Sie gestern nicht ausgestiegen sind, dann sind Sie jedenfalls ein anderes Mal ausgestiegen. Als hierauf Grnber entgegnete, daß er hier- wegen niemand Rechenschaft schuldig sei. stürzte sich Dr. Geiger mit den Worten:„Sie Lügner, Sie Frcchier," auf den lungcn- kranken Patienten und versetzte ihm einige derartige Ohr- feigen, daß er aus Mund und Nase blutete. Der miß- handelte Patient flüchtete und rief dem Dr. Geiger zurück: Das ist eine Gemeinheit, muß ich mich da auch noch schlagen lassen. Sie sind überhaupt kein Doktor, Sie sind ein Lausbube'. Dr. Geiger stürzte sich abermals auf den Patienten und schlug ihn durch einen Fau st schlag ins Gcsichtzu Boden. Den übrigen Patienten bemächtigte sich eine kolossale Aufregung und als Dr. Geiger wegen seines Benehmens zur Rede gestellt wurde, ant- wartete er: Wer mich beleidigt, den haue ich ein paar runter, das ist mein Prinzip! Der Prinzipien- feste Arzt der leidenden Menschheit wurde vom Schöffengerichte Ebersberg wegen Körperverletzung zu 50 M.. der mißhandelte Gruber wegen Beleidigung des Arztes zu 10 M. Geldstrafe ver- urteilt. Das Landgericht München II hob dieses Urteil auf. der- urteilte den schlagfertigen Arzt zu einer Geldstrafe von 100 M. und erklärte den Nebenkläger Gruber für straffrei. Der Herr Bczirksfeldwcbel al-Z Kruppscher Stellenvermittler. Bekannt ist, daß die halbjährlich stattfindenden militärischen Kontrollversammlungen fast regelmäßig zu einer kleinen Hetze gegen die„unpatriotische" Sozialdemokratie und zu lebhafter Agitation für den Eintritt in die Kricgervcrcine benutzt werden, wodurch dann häufig ungewollt die„Tagesordnung" dieser Ver- sammlungen mit etwas interessantem, freilich gesetzlich verbotenem Stoff versehen und so ein lvenig Humor in das kriegsartikelnde Einerlei gebracht wird, das doch niemand befriedigt— außer die Offiziere vielleicht— aber auch auf niemand Eindruck macht. Im Duisburger Bezirk des Niederrheins macht man nun jetzt den Versuch, die Tagesordnung dieser militärischen Appells noch um einen weiteren Punkt zu vermehren. In mehreren Kontrollortcn — ob in allen, wissen wir nicht— machte nämlich der dienst- tuende Feldwebel darauf aufmerksam, daß die F i r m a Krupp eine größere Anzahl Schlosser und Dreher gebrauchen könne I— Da die private Stellenvermittlung bisher zum Dienst eines Feldwebels nicht gehörte, so muß man angesichts der Be- kanntgabe der Wünsche der Firma Krupp„vor versammelter Mannschaft" annehmen, daß in Zukunft die unentgeltliche Stellen- vcrmiitclung für Privatbetriebe zu den Dienstgeschäften eines Be- zirksfcldwebels gerechnet werden soll.— Leute, welche die Praktiken der Firma Krupp den Arbeitern gegenüber kennen wollen, behaupten, daß die Firma Krupp sich deshalb durch den Herrn Bezirksfeldwebcl empfehlen lasse, weil sich in letzter Zeit das geistige Erwachen der Kruppschen Riesenarbeitermassen etwas mehr als der Firnia lieb, bemerkbar gemacht habe, und man nun glaube, darauf Bedacht nehmen zu müssen, beizeiten die Plätze der in möglichst unauffälliger Weise an die Luft gesetzten„Hetzer" mit gefügigen Kriegervereinlern zu besetzen. Ob die Kanonen- firma sich nicht geirrt haben wird? Bon einem Pastor der Fürsorgeerziehung. Pastor Rohr, über dessen Fürsorgetätigkeit in Sieversdorf wir am Mittwoch berichteten, übt seine„liebevolle" Tätigkeit nicht im Lebuser, sondern im R n p p i n e r Kreise aus. In beiden Kreisen liegt ein Ort Sieversdorf. Der Schauplatz der pastorlichen Priigel- lätigkeit liegt nicht, lvie wir irrtümlich annahmen, im Lebuser, sondern im Ruppiner Kreise. Gewerk sckaftlickes. Berlin und Umgegend. A» die organisierte Arbeiterschaft von Berlin nnd Umgegend? Parteigenossinnen und Genossenl Die organisierten A b z a h l u n g s-, Nähmaschinen-, B e r s i ch e r u n g s- und Automatenkassierer beschlossen in ihrer letzten Zusammenkunft, zwecks Festigung der Organisation eine Kontrollkarte einzuführen. Wir ersuchen darum, daß die gesamte Arbeiterschaft von nun an nur noch mit modern organisierten Einkassierern und Agenten Geschäfte abschließt. Die Karte ist von brauner Farbe und nur dann gültig, wenn dieselbe ordnungsmäßig in jedem Quartal abgestempelt ist. Wir richten an die gesamte Arbeiterschaft das Ersuchen, diesen Aufruf zu beachten und dafür zu sorgen, daß danach gehandelt wird, Hoch die Solidarität I Zentralverband der Handels-, Transport- und Berkehrsarbeitcr Deutschlands(Sektion der Einkassierer und Kaffenbotens. Ein netter Schwindel der gelben, meisterfrcundlichen Bäcker- gesellen kommt ans Tageslicht durch eine Zuschrift, die wir vpn dem Vorstand des christlichen Bäcker- und Konditoren-Perbandes erhalten. Tarin wird dagegen protestiert, daß>oir den Gescllenverband von Meisters Gnaden als„christlichen" Verband bezeichnen. Wie wir zu unserem Irrtum kommen, erklärt aber die Zuschrift selbst, indem sie ausführt: Der betreffende Verband führt nicht den Namen„Christlicher Bäcker- und Konditorengehülfen-Verband", sondern„Verband der Vereinigungen der Bücker- nnd Konditorgesellen Berlins". Dieser Verband ist zusammengestellt von den Bezirksvereincn Nord-West Süd-Wcst. Unser Verband resp. unsere Zahlstelle hat mit diesem Verbände gar nichts zu tun. Im Gegenteil: wir sind mit ihm am Dienstag in einen schweren Konflikt geraten, weil er uns ohne iveiteres zu s ich gezählt hat. Wir erkennen die Forderung des freien Perbandes für berechtigt, verhalten uns aber, weil der freie Verband uns nicht anerkennen wird, neutral. Achtungsvoll Der Vorstand des christlichen Bäcker- und Konditorgehülfen- Verbandes(Sitz Düsseldorf), Zahlstelle Berlin. Die Berliner Luxusbootbauer streiken! Ter Verein der Schiff- und Bootsbauer von Stralau-Rnmmelsburg und Umgegend welcher dem Berliner Gewerkschaftskartell. angeschlossen ist, beschäftigt sich schon seit Jahren mit der Beseitigung von Ucbclständcn aller Art, die in diesem so eigenartigen Berufe herrschen. Es wurde nun am 11. April allen in Betracht kominenden Schiff-, Boot- und Motor- lverften von Stralau-Rummelsburg, Köpenick, Friedrichshagen, Rauchfangswerder, Zeuthen und Grünau eine Lohnforderung unter- breitet und ersucht, diese bis zum 23. April anzuerkennen. Die geringen Durchschnittslöhne der Junggesellen, die übermäßige lange Arbeitszeit infolge Ueberstunden, Nacht- und Sonntagsarbeit, hat Zustände gezeitigt, die. um Leben und Gesundheit der Arbeiter zu schützen, beseitigt werden müssen. Die Forderung der Organisation sieht daher zunächst einen Minimallohn von 55 Pf. pro Stunde bei zehnstündiger� Arbeitszeit vor. Für Junggesellen im ersten Ge- sellenjahr und Schiffbauer, Ivelchc zur Bootsbau er ei über- treten in derselben Zeit 50 Pf. pro Stunde. Bei Ueberstimde», wenn solche nickt zu umgehen sind, soll ein Zuschlag von 25, für Nacht-(nach 8 Uhr abends) und Sonntagsarbeit 50 Proz. erfolge». Ferner werden Unterkunftsräumc, Verbandszeug, Beseitigung der Kündigungsfrist uslv. verlangt. Von 22 Firmen haben bis jetzt 12 Firmen die Forderungen schriftlich anerkannt; die übrigen tveigern sich, den Lohn für Junggesellen gutwillig anzuerkennen. Laut Versammlungsbeschluß wird bei den Firmen, die nicht bewilligt haben, am Montag früh die Arbeit niedergelegt, wobei zirka 80 Bootbauer, meist Junggeselle» und Schiffbauer(Kahnbauer), in Frage kommen. Die Aussichten für die Bootbauer sind sehr günstige, da zahllose Motor- und Segeljachten für die kommende Saison in Verantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Inseratenteil verantw.: Z Auftrag gegeben sind und die Einführung der neuen internationalen Mcßformcl für Segeljachten weitere Neubauten notwendig macht, wenn die Jacktbesitzer bei den kommenden Wettfahrten günstig ab- schneiden wollen. Das Kontroll-Streikbureau befindet sich im Ar- beitsnachtveislokal Stralauer-Allee IVO. Die Kontrolle findet da- selbst täglich von!)— 11 Uhr statt. Für Grünau, Rauchfangswerder in Zeuthen, nachmittags zwischen 2— 3 Uhr. Die Streikleitung appelliert an die moralische Unterstützung der Holzarbeiter(Tischler) und Metallarbeiter und deren Hiilfsarbeiter. Auch die Hamburger Bootbauer und die anderer Hafenorte werden um Fernhaltung des Zuzuges gebeten. velitkcbeo Re(d>. Zum Streik der Hamburger Seeleute. Der beinahe drei Wochen währende Ausstand der Hamburg- Altonaer Seeleute ist in eine neue Phase getreten: beide Parteien rüsten sich, den Kampf mit verschärften Mitteln fortzusetzen. Anfangs faselten die Reeder, die zu den schlimmsten Kapitalprotzen und Scharfmachern an der Wasserkante gehören, dieser Streik sei eine sozialdemokratische Machtprobe. Als diese abgedroschene Phrase selbst in dem besseren Teil der bürgerlichen Presse Widerspruch be- gegnete, da die traurige Lage der Seeleute ebenso bekannt ist, lvie die ungeheuren Profite der millionenschlveren Schiffahrtsgcsell- schaften, erklärten deren Sachwalter plötzlich, sie wären bereit, mit den Vertretern der Seeleute zu verhandeln, falls der Vorsitzende des Seemannsverbandes, Paul Müller, aus der Kommission entfernt würde. Man könne es den Reedern nicht zumuten, hieß es, mit einem Manne zu verhandeln, der sie so oft in Versamm- lungen imd in seinen: Verbandsorgan beleidigt habe. Auch der Generaldirektor B a Fl i n von der Amcrika-Linie soll sich in diesem Sinne geäußert und hinzugefügt haben, daß ein korporativer Ar- beitsvertrag Einzelverträgen vorzuziehen sei. Was würden die Herren vom Hamburger Hafen, wie sie sich schon bescheiden genannt haben, gesagt haben, wenn umgekehrt die Seeleute erklärt hätten, mit Herrn B a l l i n oder Herrn Dr. G ü t t s ch o w(Sekretär des Vereins der Reeder) nicht verhandeln zu können?! Damit aber für die Seeleute etwas hermisspringe, wurde der Stein des Anstoßes beseitigt, indem Paul Müller freiwillig aus der Lohnkommission austrat. Auf ein solches Entgegenkommen schienen die Reeder nickt gerechnet zu haben, denn nun ließen sie die heuchlerische Maske fallen und faßten den bereits telegraphisch gemeldeten Beschluß, nur mit aktiven Seeleute'» verhandeln zu wollen. Der alte Reedergrundsatz:„Die Welt will betrogen sein!" ließ sich also in diesem Kampfe nicht bis in seine letzten Konsequenzen durch- führen. Aber nicht genug damit, diese widerlichste Kapitalistensippe stellte an die Seeleute das schmachvolle Ansinnen,„die Garantien dafür zu bieten, daß die jetzigen Mitglieder des Vorstandes des Secmannsverbandes, ganz besonders die demselben angehörenden bezahlten Agitatoren, durch Männer ersetzt werden, welche ein an- gemessenes, friedliches Verhältnis zwischen den Reedereien und ihren Seeleuten wieder herzustellen und aufrecht zu erhalten gewillt und geeignet sind. Sollte die Kommission nicht in der Lage sein: vor der Unterredung schriftlich die Erklärung abzugeben, daß sie in dieser Beziehung ausreichende Garantien anzubieten bevollmächtigt sei, so mutz der Reederverein es von vornherein ablehnen, dieselbe zu empfangen, da in diesem Falle die gewünschte Aussprache völlig zwecklvs sein würde." Eine solche Unverschämtheit hat wohl noch kcine� Unteriiehmerkategorie ihren Lohnsklaven zu bieten gewagt. Selbst das sonst mit den Reedern durch dick und dünn gehende zahme „Hamburdcr Fremdenblatt" meint hierzu, daß allzu scharf schartig macht. Die streikenden Seeleute haben in ihrer mir Freitagabend ab- gehalrenen Massenversammlung den Seekapitalisten bezw. deren be- zahlten Angestellten und Agitatoren die gebührende Antwort erteilt. Die Brutalität und der Zynismus der Hamburger Reeder iourde in nachstehender Resolution niedriger gehängt:„Die streikenden See- leute Hamburg-Altonas haben 5>enntnis genommen von dem kuriosen Beschluß des Vereins Hamburger Reeder in seiner Versammlung vom 19. April. Sie erklären, daß dieser Beschluß in keiner Richtung übereinstimmt mit den bisherigen diesbezüglichen Kundgebungen der Hainburger Reeder, ganz besonders aber der Auslassungen ibres Vorsitzenden Ballin. Sie weisen mit Entrüstung die in diesem Be- schluß enthaltenen frivolen, an Beleidigung und Verhöhnung grenzenden Zumutungen zurück und erklären sich bereit, unter allen Umständen im Streik auszuharren. Sie erklären den Streik nach wie vor für notwendig und berechtigt, wie sie auch das Verhalten der Macher des Reedervereins für rückständig und brutal halten. Nach wie vor sprechen die Streikenden der Streikleitung und ganz besonders den von den Machern des Reedervereins als„bezahlte Agitatoren" bezeichneten Kollegen der Vcrbandsleitung ihr volles Vertrauen aus. Indem sich die Versammelten für treues Festhalten an der Organisation verpflichten, crinächtigen sie die Verbands- leitung nach wie vor zu eventuell von den Reedern gewünschten Unterhandlungen." Die Aussperrung der Bauarbeiter in Reichenhall beendet. Nach eingehenden Unterhandlungen zwischen dem Arbeitgeberverbande und den Vertretern der Arbeiterorganisationen wurde die Aus- sperrung im Baugewerbe aufgehoben. Für die Arbeiter der ein- zelnen Berufe wurden sehr günstige Tarifabschlüsse erzielt. Arbeiterausspcrrung. Im Tonwcrk Kolbermoor wurden sämtliche organisierte Arbeiter ausgesperrt. Der Ziegelmeister ist mit einem polnischen Arbeiter abgereist, um polnische Streilbrecher anzuwerben. Zuzug nach Kolbermoor(Ober- bayern) ist strengstens zu meiden. Ausland. Folgen des französischen Buchdruckerstreikes. Dns Ministerium des Innern befürchtet, daß infolge des Setzer- strciks die Wahlkarten, mit deren Verteilung demnächst begonnen werden soll, iricht gedruckt werden können und daß dadurch die für den 6. Mai festgesetzte Wahl erschwert werden könnte. Die amerikanischen Bergleute haben den Vorschlag der Besitzer von Weichkohlengrubcn in West- Pennsylvanien, Illinois, Indiana und Ohio abgelehnt. Diese sind gegen die Zahlung der Lohnskala von 1903 und hatten vorgeschlagen. die Meinungsverschiedenheiten mit den Bergarbeitern einem Schiedsgericht zu unterbreiten. Die Erdbeben-Katastrophe in San Francisco. San Francisco, 20. April. IOVj Uhr vormittags. Das Feuer hat seine Kraft verzehrt, nachdem es> den ganzen Geschäftsteil der Stadt, das schönste Villen- und verschiedene Mietwohnungsviertcl niedergelegt hat. Der klare Himmel über dem sogenannten Missionsviertel läßt erkennen, daß das Feuer dort erloschen ist. Die Fortpflanzung des Brandes nach dem neuen Stadteil im Westen, der von dem Ucbcrrest der Stadt der beste ist, ist nunmehr zu hindern gelungen, und der einzige Teil der Feuersbrunst, der noch die Aufmerksamkeit der Feuerwehr in Anspruch nimmt, ist der, der sich vom Nobhillviertcl bis nach dem nordwestlichen Teil der Wasser- front erstreckt. Der Polizeichef erklärt, daß die Ordnung in der Stadt geradezu erstaunlich sei, und glaubt dies auf die von vorn- herein gegen Uebertretungen ergriffenen strengen Maßnahmen zurückführen zu sollen. Nach Angaben der Stadtverwaltung beträgt die Zahl der Obdachlosen im Goldengatc-Park annähernd 290 009 Personen. H.Glocke, Berlin. Druck U.Verlag: Vorwärts Buchdr.u, Verlagsanstalt P> London, 21. April. Während gestern abend gcmcUret wurde. daß die Feuersbrunst iu San Francisco eingedämmt sei, weil drei Viertel der Stadt völlig verbrannt sei, drahtet der Berichterstatter der„Tribüne": Bürgermeister Schmitz habe eine Kundmachung er- lassen, wonach die Feuersbrunst abermals ausgebrochen sei und die verschont gebliebenen Stadtteile bedrohe. Soldaten sprengten gestern eine meilenlange Häuserreihe, um das Feuer von Golden- gate-Park abzuhalten, wo hunderttausend Personen unter freiem Himmel ohne Zelte. Nahrung und Wasser lagern. Laut dem Berichterstatter der„Chronicle" sind viele Frauen und Kinder der Erschöpfung erlegen. Keine Züge sind von außen angekommen, weil das Erdbeben die Schienenwege auf eine Entfernung von 60 Meilen zerstört hat. Der Bürgermeister Schmitz errichtet Straßenbäckereien, die täglich hunderttausend Brote backen. Die Wasserleitung ist glücklich wieder hergestellt. In Oalland und den Nachbarorten sind über 100 000 Flüchtlinge untergebracht. Die durch diese Ortschaften führende Hauptstraße sieht aus, als ob ein slücktiges Heer darüber marschiert° sei. In der niedergebrannten Stadt halten Soldaten Ordnung, erschossen über vierzig Plünderer und zwingen die Bürger. umherliegende Leichen zn begraben, um dem Ausbruch ansteckender Krankheiten vorzubeugen. Bei Meiggs Werft, wo 20 000 Personen auf Schiffe warten, sind die großen Oelbehälter von der frisch aus- gebrochenen Feuersbrunst bedroht. General Funston meldet laut dem Bericht der„Chronicle". daß alles verloren sei und alle? mangele. Washington, 2t. April. General Funston telegraphiert, daß der Brand in westlicher Richtung von van Netz Avenue keine Fort- schritte machte, da ein ziemlich starker Westwind aufgesprungen ist. Ter Teil der Stadt südlich von van Netz Avenue und nördlich der Nordbucht scheinen der Verwüstung verfallen. In betreff des Forts Mason bestehen ernstliche Besorgnisse, doch hofft man, es zu retten. Da das trockene und warme Wetter anhält, hat die Bevölkerung unter Kälte nicht zu leiden. Es wird aber unmöglich sein, mit einem Schlage normale Gesundheitsverhältnisse zu schaffen, und man mutz auf viel Krankheit gefaßt sein. Wenn das, was von der westlichen Stadt jetzt noch steht, unversehrt bleibt, so sind dort reichlich Häuser vorhanden, die sich zur Einri�.>tung von Hospitälern eignen. Mit der Wasserversorgung steht es besser. San Francisco, 21. April. Eine Bande von Dieben versuchte, die Soldaten, welche die unter den Trümmern des Unterschatzamtes begrabenen 30 Millionen Dollar bewachen, zu über- wältigen. 35 Diebe wurden hierbei von den Soldaten erschossen. New Jork, 21. April. Das Erdbeben hat in Kalifornien ins- gesamt 20 größere und kleinere Ortschaften vollständig oder fast gänzlich vernichtet. Nach einem in Washington eingetroffenen amtlichen Telegramm sind die auf der Marinewerft in San Francisco im Bau befindlichen Kriegsschiffe außer Gefahr. Die Behörden sind ohne Nachricht über das Verbleiben des Schatz- Verwalters von San Francisco. Washington, 20. April. Eine hier veröffentlichte offiziöse Mit- teilung besagt, daß Hülfe für San Francisco aus dem Auslande nicht nötig sei, da die Vereinigten Staaten vollauf imstande seien. die erforderliche Hülfe zu leisten. Präsident Roosevelt hat an den Generaldirektor der Hamburg-Amerika-Linie, Ballin, für die zu dem Unglück von San Francisco ausgesprochene Teilnahme seinen Dank aussprechen lassen, die angebotene Unterstützmtg aber dankend abgelehnt. Die dem Generaldirektor Ballin zugegangene Drahtung hat in deutscher Uebersetzung folgenden Wortlaut:„Der Herr Präsident, der sich von Ihrer Mitteilung tief ergriffen fühlt, und Ihnen für das gütige Anerbieten materiellen Beistands herzlichst dankt, hat mich beauftragt, Ihnen mitzuteilen, daß die Hülse des Auslands nicht in Anspruch genommen zu werden braucht. Wenn- gleich der Herr Präsident somit auf den angebotenen Beistand ver- zichten darf, wünscht er doch besonders hervorzuheben, wie hoch er ihre warme, hochherzige Teilnahme ihnen anrechnet. Robert Bacon, Unterstaatssekretär." Zeichnungen voy Geldbeträgen geschehen fort- dauernd von allen Seiten. Präsident Roosevelt spendete 1000 Dollar. Andrew Carnegie, die Standard Oil Company und die United Staates Steel Corporation je 100 000 Dollar. London, 21. April. Dem„Reuterschen Bureau" wird aus Oalland gemeldet: Auf den Telegraphenämtern häufen sich die Tele- gramme. Es besteht deshalb kein Grund zur Bestürzung, wenn Freunde oder Verwandte von hiesigen Einwohnern zwei oder drei Tage lang keine Nachricht erhalten. Letzte Naebnebten und Depefeben. Kesselexplosion. Hamburg, 21. April.(W. T. B.) Heute abend gegen �7 Uhr erfolgte auf dem am Kaiscrhöft liegenden Dampfer„Delos" der Levantelinie eine Kesselexplosion, wobei zwei Mann getötet und zwei schwer verletzt wurden. Die Ursache der Explosion steht noch nicht fest._ Verhaftungen engros. Magdeburg, 21. April.(B. H.) Der Streik der im Lohn- fuhrwesen Angestellten wird seit Wochen mit gleicher Härte fort» gesetzt. Die Polizei sistierte gestern»nd heute vormittag 00 Streik- postrnsteher, von denen 12 in Hast behalten wurden, Bevorstehende Aussperrung. Frankfurt a. M., 21. April(B. H.) Die hiesigen Arbeiter der Gießerei- und Maschinenfabriken hatten Forderungen eingebracht, in denen sie in der Hauptsache SMistündige Arbeitszeit und Festsetzung eines Minimailohnes verlangen. Die deshalb gepflogenen Einigungsvcrhandlungcn haben sich zerschlagen. Voraussichtlich dürfte es infolgedessen zum«treik und zur Aussperrung kommen. — Für Offenbach haben die Fabrikanten beschlossen, sämtlichen Hülfsarbcitern zu kündigen. Ferner beschlossen die Arbeitgeber, daß den Arbeitern in denjenigen Fabriken, die keine Eisen- gießcrci haben, ebenfalls gekündigt werden soll.— Sollte in Frankfurt bis Sonnabend keine Einigung erzielt werden, so dürfte sich der Streik resp. die Aussperrung auch auf Höchst, Darmstadt, Homburg und Mainz ausdehnen, d. h. ans insgesamt 10 00» Arbeiter._ Erdbeben in Ungarn. Fllnfkirchen, 21. April.(W. T. B.) In der vergangenen Nacht wurde hier ein 41 Sekunden dauernder Erdstoß verspürt. Die Unruhen im französischen Kohlenrevier. Lorient, 21. April.(W. T. B.) An verschiedenen Orten haben heute hier Unruhen stattgefunden. Die Ausständigen errichten Barrikaden und spannen Eiscndrähte über die Straßen, auf denen die Kavallerie ihren Weg nehmen soll. Einem Ausständigen wurde der Kopf durch einen Säbelhieb gespalten. Erdbeben in Italien. Florenz, 21. April.(W. T. B.) Heute vormittag zwischen 7 und 11 Uhr wurden in der ganzen Provinz Siena Erdstöße ver- spürt, besonders in Poggibonsi, Kastell Florentino und Colle di val delsa, wo mehrere Häuser Risse erhielten. Menschen sind nicht getötet worden. ul Singer& Co., Berlin SW, Hierzu 5 Beilagen, Nr. 93. 23. Jahrgang. 1. Stilnjf te„Jloriüirts" Strlintt WksM Sonntag, 22. April 199k. Der Streik in den lnitteldeutschen Drannkohlenreniercn. Zeitz, IV. April.(CSig. Ber.) DaS Oberbergamt Halle hat es abgelehnt, in dem Streike die Vermittlerrolle zu übernehmen. Sie verweisen merkwürdigerweise die Streikenden an die gesetzlich vor- geschriebenen und eingeführten Arbeiterausschüsse. Merkivürdig! Im Gesetz vom 14. Juli 1905 sBerggesetznovelle) und zwar im§ 80 k Absatz 2 heißt es:„Der ständige Arbeiterausschutz hat die in den §§ 8V c Absatz 2, 80 d Absatz 23 und 80 g Absatz 1 bezeichneten Aufgaben. Durch die Arbeitsordnung können ihm noch weitere Aufgaben zugewiesen werden. Außerdem hat er Anträge, Wünsche und Beschwerden der Belegschaft, die sich auf die Betriebs- und Arbeitsverhältnisse des Bergwerks beziehen, zur Kenirtnis des Bergwertsbesitzers zu bringen und sich darüber zu äußern." Das Oberbergamt Halle setzt sich durch diese Auffassung auch in direkten Gegensatz zu seinen Kollegen aus dem Ruhrrevier. Dort haben die zuständigen Bergbehörden eS den Arbeiterausschüssen direkt verboten,„Forderungen" zu vertreten, da das Gesetz ihnen zwar gestattet,„Anträge",„Wünsche" und„Beschwerden", nicht aber Forderungen vorzutragen. Die bürgerliche Presse erhebt wieder ein Lamento! Augen- scheinlich inspiriert vom Braunkohlen- Verkaufsverein schreibt sie u. a.: „Der Streik der mitteldeutschen Bergarbeiter zieht sich nun schon in die vierte Woche und noch ist kein Ende abzusehen. Flaut die Bewegung auch etwas ab,(das Gegenteil ist der Fall. D. B.) so kann von einer erheblichen Verringerung der Streikenden keine Rede sein. Der Schaden, den die Grubenbesitzer erleiden, ist ganz bedeutend. So wurden aus Preußen, Thüringen und Anhalt in der verflossenen Woche 5000 und aus Böhnicn fast 26 000 Tonnen Braunkohle mehr über das sächsische Bahnnetz versandt, als m der gleichen Woche des Vor- jahreS. Aus Meuselwitz wurden auf sächsischen Bahnen 11 000 Tonnen Braunkohlen und fast 12 000 Tonnen Briketts weniger exportiert, als voriges Jahr in der entsprechenden Woche." Damit ist die Situation gekennzeichnet: das Feuer brannte den Herren schon höllisch unter den Nägeln I— Oder wird für eine neue Preis st eigerung bereits Stimmung gemacht?— Den„Hirschen" ist es ob ihres elenden Verrates doch schwül zu Mute geworden. Nachdem sie im Streikgebiet ein Flugblatt mit einem jämmerlichen Gallimathias verbreitet hatten,„tagten" sie Ostern in Halle. Dabei wurde den Herren„Generalräten" ganz gehörig der Kopf gewaschen und ihnen gesagt,„ihr Verhalten sei dazu angetan, die Gewerkvereinssache zu schädigen und zu diskredi- tieren. Auch Herr Christian L e ch n e r, Redakteur der„Mittel- deutschen Volkszeitung", bekam sein Teil; womöglich stellt man in bezug auf ihn sogar die Kabinettsfrage. Schade, der gute Mann hat durch seine Schreibweise„seine" Sache derart„geführt", daß er in Bälde„seine" Mitglieder in einem Hinterzimmer„tagen" lassen kann.— Die bürgerliche Presse gibt für den 14. April, den Tag vor Ostern, die Zahl der Ausständigen auf 4241 an. Nun, es mag ihr verraten sein, daß es heute— ohne die, die sich nicht gemeldet haben— 5190 sind. Hoffentlich lügt sie nun in den nächsten Tagen den Streik nicht wieder tot! Zeitz, 20. April.(Eig. Ber.) Der Gewerkvercin(H.-D.), der durch seinen beispiellos schändlichen Verrat im ganzen Streikgebiet total auf den Hund gc- kommen ist. unternimmt einen ganz neuen Trick, um wieder die, welche nicht alle werden, an seine vcrschliffenen Fahnen zu heften. Die„Generalräte" Hohn, Haupt, Rab und Konsorten, sowie der famose„Redakteur" der„Mitteldeutschen Voltszeitung" haben bei der Bergarbeiterschaft gründlich abgewirtschaftet. Das sieht man allgemach ein, und so hat man sich ein neues„Paradcpferd" verschrieben, der das begrabene Renommee deö Gewerkvereins wieder zum Lebe» erwecken soll: einen Herrn Schmidt, Mitglied des Generalrates des Gewcrkvcreins der Bergarbeiter und Schriftführer desselben, aus Obcrhausen im Rheinland. Diese Leuchte der Schutztruppe des Unternehmertums soll die wackelige Karre wieder aus dem abgrundtiefen Sumpfe ziehen. Wie? Das hat er in einer Versammlung des Gewcrkvcreins bereits verraten. Er gebärdet sich zunächst ultraradikal, schimpft mörderlich auf das Kohlenprotzcnlum, die Ausbeuter, Blutsauger, Ka- pitalistenseelen usw. Nachdem er seine Zuhörer eine halbe Stunde lang solchermaßen bearbeitet hat, schimpft er zur Abwechselung auf den—„Generalrat", die bekannten Herren aus Burg, ausgerechnet den Generalrat des Gewcrkvereins, dem er s c l b e r angehört. Aber da liegt gerade der Hase im Pfeffer! Er schimpft auf den„General- rat des G e w e r k v e r c i n s der Fabrik- und Handarbeiter, er aber gehört— in den„Generalrat" des Gewcrkvereins der Bergarbeiter! Die Burcaukraten des Gewcrkvereins der Fabrik- und Handarbeiter verstehen nichts vom Bcrgarbeitcrlebcn und-Elend, sie sind Jgno- rantcn, Dummköpfe, rückständige Schreiberseelen, die den Geist der Zeit nicht begriffen haben! Sie haben obendrein kein Geld, erheben zu niedrige Beiträge, kurz es ist alles fauler Zauber, Essig im Gc- werkverein der Fabrik- und Handarbeiter, darum: Hinaus! aus diesem Capua der Organisation und hinein— in den G e w e r k- verein der Bergarbeiter! Das ist so ungefähr die Quint- essenz der Ausführungen des verschriebenen Herrn Schmidt- Oberhausen. Er will den Teufel mit Beelzebub vertreiben. Das Komische dabei ist, daß die Herren„Agitatoren" vom Gewerkvercin der Fabrik- und Handarbeiter zu diesen Ausführungen Beifall klatschen! Doch im Ernst: Der neue Trick ist geeignet, in die Reihen der Bergleute neue Zweifel, Unruhe und Zersplitterung hineinzutragen. Der Herr bleibt vorläufig im Ausstandsgebict, hält überall Ver- sammlungen ab, verfährt dabei in der oben geschilderten Weise, jagt also die Schäfchen aus dem Stall des Gewerkvercins der Fabrik- und Handarbeiter hinaus und in die Hürde des Gewcrkvereins der Bergarbeiter hinein. Bei den jetzt Streikenden dürfte ihm dies nicht gelingen, wohl aber bei den zahlreichen noch arbeitenden Uebertags- und Fabrikarbeitern, die als Streikbrecher betrachtet und von den Mitgliedern des Bergarbeiterverbandes gemieden werden. Deshalb auch muß die Oeffcntlichkeit auf diese ganz neue Erscheinung auf dem Gebiete des Gimpelfanges aufmerksam gc- macht werden.— Die dritte Auszahlung der Streikunterstützung ist gestern ohne jeden Zwischenfall glatt von statten gegangen. Aus Rositz im Altcnburgischcu sind von einer Grube weitere 40 Mann ausständig geworden._ Der Verband des technischen Sühnenpersonals hielt dieser Tage im Gcwerkschaftshause seinen vierten Verbandstag ab. Anwesend waren der Zentralvorstand und sieben Delegierte, letztere vertraten die Zahlstellen Berlin(drei Delegierte), Hamburg (zwei Delegierte), Leipzig und Frankfurt a. M.(je ein Delegierter). Die Zahlstellen Dresden, Breslau, Augsburg und Stettin hatten keinen Delegierten entsandt. Der Vorstands,- und Kassenbericht, welcher gedruckt vorlag, wurde vom Vorsitzenden und vom Kassierer er- läutert und in einigen Punkten noch ergänzt. Aus denselben ist zu entnehmen, daß die Mitgliederzahl auf 4 0 0 gestiegen ist. Am Verbandstag 1904 betrug sie 2 7 0 Mitglieder. Die Zahlstellen haben sich seit 1904 von 3 auf 8 erhöht. Im März 1905 wurde ein Flug- blatt an 70 Theater in 50 Städten Deutschlands versandt. Im März 1905 stellten die Breslaucr Kollegen am dortigen Stadt- theater Forderungen; da dieselben abschlägig beschicden wurden, legten 30 Kollegen die Arbeit nieder. Einige Indifferente blieben im Theater. Der Streik dauerte S'/j Wochen. Ein Teil der Kol- legen wurde nicht wieder eingestellt. An Streikunterstützung wurden 824 M. gezahlt. Der Kassenbericht ergibt eine Einnahme von 3167,23 M.. eine Ausgabe von 1346,17 M. Der Bestand beträgt 1821,06 M. H o l st- Hamburg ersucht den Vorstand, in den einzelnen Zahl- stellen mehr persönlich zu agitieren. Auch könnte für die Agitation etwas mehr ausgegeben werden als bisher. Zu diesem Zwecke empfiehlt er, einen Antrag der Hamburger Zahlstelle anzunehmen, welcher die Gründung einer monatlich erscheinenden Fachzeitung fordert. Die Kosten des Fachblattes würden sich auf 6— 700 M. jährlich belaufen. Um die Kosten aufzubringen und den Verband auch sonst noch leistungsfähiger zu gestalten, empfiehlt H-, die Beiträge zu erhöhen; diesbezügliche Anträge seien ja auch von den Zahlstellen Berlin und Hamburg sowie vom Zentralvorstand gestellt. Redner beschwert sick dann, daß zu wenig Mitteilungen vom Zentral- vorstand an die einzelnen Zahlstellen gemacht werden; vom Bres- lauer Streik z. B. hätten die Hamburger Kollegen gar nichts oder doch sehr wenig erfahren. Zum Schluß empfiehlt H. den Anschluß an eine größere Organisation. Kloß- Berlin tritt ebenfalls für die Gründung eines Fach- blattes ein. Müller- Berlin ersucht den Vorstand um Aufklärung, warum der auf dem letzten Verbandstag gefaßte Beschluß, eine Petition, betreffend den wöchentlichen Ruhetag, an den Reichstag zu richten, nicht zur Ausführung gekommen ist. Vorsitzender Schäfer antwortet hierauf, daß. da der Breslauer Streik dazwischen gekommen sei, der Vorstand die Kasse nicht habe schwächen wollen. Außerdem habe er mit mehrere« Reichstagsabgcordneten gesprochen, welche ihm erklärten, daß eine zweite Petition auch nur denselben Zweck erreichen würde wie die erste, nämlich, daß sie dem Reichskanzler zur Erwägung überwiesen würde. Aus diesen Gründen sei die Petition unterblieben. Angenommen wurde ein Antrag Hamburg, den Z 1 des Statuts wie folgt zu ändern:„1. Die Vereinigung führt den Namen „Zentralverband des technischen Bühnenpersonals" und hat seinen Sitz in Berlin. 2. Sie erstreckt sich über das Deutsche Reich und hat den Zweck, die Ehre, sowie die materiellen und geistigen Jnter- essen seiner Mitglieder nach Maßgabe des§ 152 der Gewerbe- ordnung zu wahren und zu fördern." Ein weiterer Antrag Hamburg auf Gründung einer monatlich erscheinenden Fachzcitung wurde nach längerer Debatte ebenfalls angenommen. Der Antrag Berlin und Hamburg auf Erhöhung der Beiträge lvurde gegen 2 Stimmen angenommen. Der Beitrag wurde von 80 Pf. monatlich auf 25 Pf. wöchentlich erhöht, und zlvar sollen jährlich statt 52 56 Wochenbeiträgc erhoben werden; 4 Beitrags- Zahlungen werden zur Deckung der Unkosten des Fachorgans erhoben. — Für Abendarbeiter(Hülfsarbeiter) beträgt der Beitrag wöchent- lich 15 Pf. Angenommen wurde auch ein Antrag, statt 50 Proz. 70 Proz. der Beiträge von den Zahlstellen an die Zentralkasse ab- zuliefern. Ein Antrag, welcher den Anschluß des Verbandes an die „Generalkommission der Gewerkschaften Teutschlands" fordert, wurde einstimmig angenommen. Die Verstandswahl fand auf Antrag per Akklamation statt. Es wurden gewählt: Paul Schäfer als 1. Vorsitzender, Julius G a b e r t als Kassierer und Emil Müller als Schriftführer. In die Kommission zur Gründung des Fachorgans wurden S ch ä f e r- Berlin, H o l sb- Hamburg und S ch e r e r- Berlin gewählt. Der nächste Verbandstag wurde gegen 2 Stimmen auf den Karfreitag 1908 angesetzt. Alle angenommenen Anträge treten am I. Juni 1906 in Kraft. Die Fachzeitung soll zuerst am 1. September 1906 erscheinen. 5. Gtlltralliersammlnng des Verbandes der Stukkateure und vem. Serufsgenosstn Deutschlands. Leipzig, 19. April. Dritter Verhandlungstag. Beim Punkt Rechtsschutz wird darauf hingewiesen, daß man sich bei den Gerichtsurteilen der 1. Instanz nicht beruhigen, sondern wo irgend Aussicht auf Erfolg ist, Berufung einlegen solle. ES sei dieser Rat die Folge von guten Erfahrungen, die man gemacht habe. Einen großen Aufschwung habe das Fachorgan genommen; die Auflage stieg von 5300 am Anfang des Berichtsjahres auf 9200 Exemplare gegenwärtig. Der Redakteur beschwert sich über die mangelhafte Berichterstattung. Als sehr ungünstig habe sich auch der Beschluß herausgestellt, daß alle Berichte möglichst ungekürzt aufgenommen werden müßten, da dadurch kein Raum für größere und gute Artikel geblieben sei. Um der schlechten Berichterstattung abzuhelfen, solle der Vorstand eine Anleitung für die Schriftführer herausgeben. Den Vorschlägen wurde zugestimmt. Zum Kölner Gewerkschaftskongreß lvurde eine Resolution angenommen, worin erklärt wird, daß man mit ein- zclnen dort gefaßten Beschlüssen nicht einverstanden sei. So sei man für Arbeitsruhe am 1. Mai, der politische Massenstreik müsse als Waffe der Arbeiterbewegung anerkannt werden, Partei und Gewerkschaften gehörten zusammen, was schon der Kampf der Gegner bedinge. Beim Kassenbericht, mit dem man sich sonst einverstanden erklärte, wurde der Wunsch ausgesprochen, daß die Streikabrcch- nungen stets veröffentlicht werden möchten, weil dies das Vertrauen der Indifferenten zur Organisation erwecke und befestige. Beim Ausschuß bericht werden nur einige kleine Monita gemacht, wie berechtigte oder unberechtigte Ausschlüsse von Mit- gliedern. Ueber die Taktik bei L o h n b e wc g u n g c n referierte Thielberg. Dem Vorstand müsse bei den Lohnbewegungen fort- während und präzis berichtet werden, sonst könnte er seine Pflicht nicht erfüllen. Die abzuschließenden Tarifverträge müßten unter allen Umständen eine Arbeitszeitverkürzung auf mindestens 10 Stunden vorsehen. Die Lohnzahlung müsse wöchentlich erfolge». Solche Bestimmungen, wonaä) organisierte Gehülfen nur bei organisierten Unternehmern sollten arbeiten dürfen, seien nicht in Tarifverträge aufzunehmen, ebensowenig solche, die sich gegen die Schinutzkonkurrenz richten. Vor Eintritt in die Lohnbewegungen (Nachdruck verboten.) Humanität. Große Zeit der Geisteskämpfe! Große Zeit, doch kleine Menschen: Krämerherzen, Heuchlerseelen!— Wenn du lebtest, Heinrich Heine, Ja, du lachtest dich halbtot. Lachtest, bis entsetzt der dumme, Biedre, brave deutsche Michel, Ueberm Ohr die Zipfelmütze, Aus dem Mittagsschlaf erwachte, Lachtest, bis du nicht mehr könntest, Bis die Tränen aus dem Auge Leuchtend dir herunterfielen, Jede Träne eine Perle, Ein in Weh und Leid gebor'nes, Doch von Geist und Witz getauftes, Süßes, bissiges Gedicht.— Wenn du lebtest. Heinrich Heine! FrommerWunsch, doch nicht erfüllbar; Ueber Silberwolken thronst du Bei den lieben, holden Englein, Alle weiblichen Geschlechts Und im Schäkern wohlbewandert; Und du schäkerst, und du flüsterst In die ros'gen Engelsöhrchen Heiße, freche Liebesworte, Und ich hör' dich lächelnd sprechen: „Hochverehrter, wertgeschätzter Serr Kollega Menetekel l eh'n Sic nicht, wie vielbeschäftigt, Wie beansprucht von den Damen Ich sogar im Himmel bin? Hol' der Henker, was auf Erden, Was in Deutschland oder sonstwo, Was im Guten, was im Bösen In Berlin, Paris und Kottbus Oder Kyritz sich ereignet! Wollen Sie die Welt verbessern, Sie verulken, Herr Kollega. Dichten Sie gefälligst selber; Denn ich bin verliebt, wie inimer, Und das andre ist mir Wurst." So zu mir durch Silbcrwolken Spricht der arge, lose Spötter; Und ich hebe, treu-gehorsam, Meine Feder unverzüglich, Die zwar keine Gänsefeder, Doch auch nicht von Stahl und Golde, Sondern eine Extra-Nummer Aus dem Nachlaß Heines ist. Einst aus Norwegs Tannenwäldern Riß er sie mit dreisten Händen; Und er tauchte sie verwegen, Um in Flammenschrift am Himmel Fräulein Agnes zu verew'gen, In des Aetnas glüh'nden Schlund. Ach, ich kenne keine Agnes, Und in dreizehnjähr'ger Ehe Kam die Liebe mir abhanden! Bess'res Hab' ich zu verew'gen; Drum mit kühner Dichtertatze Tunk' ich meine Riesenfeder In den Krater des Vesuvs. Lang' geschwiegen hat der Krater Und ich hielt ihn für gestorben, Einen harmlos kalten Leichnam, Den kein Kitzeln mehr kann kränken; Aber wehe, was begiebt sich? Aus den: Schlund, dem grausig dunklen, Speit er Feuer, Steine, Rauch! Donnernd, heulend, mit Getöse, Grau umwallt von Aschenschleiern, Steigt herauf die purpurfarbne Ungeheure Flammensäule; Eine Pinie, finster drohend, Tausend Meter hoch und drüber, Wächst empor zum blauen Zelt. Kreidebleich vor Angst geworden. Bebt der frühlingslichte Aether, Bombardiert von Felsenblöcken, Die wie blut'ge, ausgeriss'ne, Brennend rote Teufelsaugen Prasselnd schwirren durch die Lüste; Fort! Sie fallen jäh zu Tal! Fallen auf Zypressenkronen, Auf der Feigenbäume Wipfel, Fallen in Orangenyaine, Schattige Olivenwälder, Rebenhänge, Blumengärten, In die grüne junge Saat. Mischend kommt dahergeflosscn, Siedeheiß, die weiße Lava; Schlingt mit hunderttausend Zungen Alles Lebende gefräßig, Wälzt sich über Aecker, Wiesen Breit heran zu Stadt und Dorf. Säulen brechen, Mauern wanken, Kirchen stürzen krachend nieder; Und aus Häusern und aus Hütten, Eine führerlose Herde, Furcht im Blick, im Hirn Beschränktheit, Rennt und wimmelt bunt das Volk. Ach': statt frisch ans Werk zu schreiten, Statt zu raffen, statt zu retten, Was erreichbar, was ergreifbar, Kniet es stumpf vor Heil'genbildern, Fleht im Staube zur Madonna, Grell bemalt, aus grobem Holze, Und umdrängt den feisten Pfaffen, Der fanatisch mit Gebeten Seine blöden Schafe speist.— Arme Einfalt! Soll ich lachen, Soll ich weinen deiner Torheit? Unaufhörlich brüllt der Krater, tuckt die Flamme, fließt die Lava, trömt herab der Aschenregen; Aber starr und müßig stehst du Und du siehst mit stierem Auge Deinem Untergange zu.... Welche Schreckenskatastrophe!— Durch Europa geht ein Zittern Und in Nord und Süd gewaltig, Ueberall, wo Menschen wohnen, Regt sich Mitleid, gütig-mild. Den Bedrängten rasch zu helfen. Wird sich keiner, keiner weigern! Keiner knickern, schäbig knausern!— Oder doch? Wer bleibt gefühllos Bei so gräßlichem Geschick?— Seht: auf seinem Ledersessel In Berlin, am Redaktionstisch, Sitzt ein Federheld, ein stolzer! Denn er schreibt für die„Berliner Neu'sten Nachrichten" Artikel, Leitartikel, hochpolitisch; Schwarz-weitz-rot ist seine Seele, Seine trockne Schreiberseele, National und liberal. Und die Feder läßt er gleiten Uebers Schreibpapier in Eile Und er schreibt:„Für diese Bande, Diese faulen Lazzaroni, Deutsche Brüder, keinen Pfennig! Haben ihre Diplomaten Nicht erst jüngst zu Algeciras Derb uns vor den Bauch gestoßen. Ihrer Dreibund-Pflicht vergessend? Mag verrecken diese Bande, Mag verhungern, mag krepieren; Keinen Pfennig für Italien!"— Also schreibt er forsch und schneidig, Schreibt's und gibt's zur Druckerei. In Berlin, am Redaktionstisch, Sitzt ein Federheld, ein zweiter, Stolz und selbstbewußt, wie jener; Denn er schreibt für die verkniffne. Höchst gerieb'ne, christlich-keusche, Fromme Frau„Germania". Rabenschwarz katholisch-römisch Ist sein Herz, wie eine Kutte; Mittelalterlich-barbarisch Sein Verstand, der nicht zu helle! Darum liest er mit Behagen, Was der Schwarz-Weiß-Rote schrieb. Schreibt es nach und läßt es drucken, Ohne Scham und ohne Skrupel, Taub für jede sanfte Regung, Taub auch für Vernunft und Logik: Denn was haben, ach, die armen, Schwer geprüften Lazzaroni Mit der Konferenz zu schaffen, Die in Algeciras tagte? Mit den Kniffen, nnt den Pfiffen Der bornierten Diplomaten?— Ja, die Politik, man merkt es, Schädigt nicht nur den Charakter, Tötet auch die Menschlichkeit l Als ich solches schwarz auf weiß las In den zwei Berliner Blättern, War ich baff ganz selbstverständlich; Und ich sandte beide schleunigst, Eingeschrieben und per Eilbrief, Dem Kollegen Heinrich Heine Durch die vierte Dimension. Fragte an, wie er sich stellte Zu so unerhörtem Faktum, Bat ihn achtungsvoll ergeben Um Bescheid und riet ihm schließlich, Das Papier, worauf gedruckt stand Dieses Dokument der Liebe, Zweckentsprechend zu benutzen Auf dem himmlischen Klosett.— Andern Tags schon kam die Antwort. Ach, der ungezog'ne Liebling Aller fenüninen Englein Sandte mir retour die Blätter! Und er schrieb:„Mein hochverehrter, Wertgeschätzter Menetekel! Mit Jnt'resse nahm ich Kunde Von dem Inhalt Ihres Briefes Und den beigefügten Proben Preußischer Humanität. Immer noch die alte Leier! Gleicher Text wie Anno tobak l Und das wundert Sie, mein Bester? Wie naiv I Schon Ben Akiba Wußte hierin prompt Bescheid. Auf dem himmlischen Klosette Leid' ich an Papier nicht Mangel; Uebcrdies bekenn' ich ehrlich: Solche Wische zu verwenden. Dazu ist mein Götterpodex Herr Kollega, viel zu gut I Freundlich grüßend: Heinrich Heine." Ja, was nun? Mein eigner Podex Sträubt sich, im Vertrau'n, nicht minder Gegen die besagten Wische; Ob ich drum sie dankbar widme Teils dem Zaren, teils dem Papst? lls&stölisl. ffiHITe Ret SfrBcHSiftatTt gehörig berücksichtigt werden. Als er- strebenswertes Ziel müsse die Abschaffung der Akkordarbeit an- gesehen werden; weil dieses aber nur schwer oder gar nicht zu er- reichen sein werde, müsse vernünftig gearbeitet werden. Das im Statut enthaltene Streikreglement(88 b— 0) wurde in der vor geschlagenen Fassung angenommen. Die Streikunterstüung wird danach um SV Proz. erhöht, was durch die Abführung eines höheren Prozentsatzes von Beiträgen an die Hauptkasse auszuführen er- möglicht werden solle. Bei Arbeiten, die auswärts ausgeführt werden, sind die dort bestehenden Tarifbcstimmungen. wenn sie für die Arbeiter günstiger sind als die an dem Orte, wo die Firma ihren Sitz hat, zu erfüllen. Der Vorstand wurde beauftragt, mit den Firmen Lauermann un� Gebrüder Strobel in Detmold einen gleichen Tarif abzuschließen Wie der mit der Firma Carrow in Rostock abgeschlossene. Aus dem Referat Thielbergs über Erwerbslosenunter- stützung sei folgendes hervorgehoben: Der Nutzen dieser Einrichtung sc, für die Gewerkschaften sehr groß. Die Maßregelungen von Kollegen seien oft sehr schwer nachzuweisen, trotzdem müßten diese unterstützt werden. Dies falle mit der Einführung der Erwerbs- losenunterstützung weg. Hiermit könne aber auch der allzu großen Lohndrückerei Einhalt getan werden. Der Lohndrücker aus Not sei für die Gewerkschaft genau so gefährlich wie der Streikbrecher, weshalb man die Kollegen durch eine derartige Unterstützung vor zu früher Annahme von Arbeit zurückhalten müsse. Erkenne man die Notwendigkeit einer solchen Unterstützungseinrichtung an, dürfe man freilich auch vor der Bewilligung der Gelder nicht zurück- schrecken. Die vom Vorstand ausgearbeitete Vorlage beruhe auf einer guten Arbeitslosenstatistik. Die dem Referat folgende Dis- kussion war sehr lebhaft, weil diese Unterstützung im Verbände noch eine ziemlich starke Gegnerschaft hat, was sich besonders darin zeigt, daß die nach dem letzten Verbandstag vorgenommene Urabstimmung eine Ablehnung dieser Einrichtung brachte. Auch zu diesem Ver- bandstage sind Delegierte mit der Marschroute, dagegen stimmen zu müssen, erschienen. Mit Rücksicht auf die geplante Verschmelzung mit dem Maurerverband, der eine solche Einrichtung noch nicht hat, ging man in der Debatte nicht auf Einzelheiten ein. In der zu diesem Punkte angenommenen Resolution erklärte sich der Verbandstag im Prinzip für diese Einrichtung, sieht aber von der Einführung einer solchen ab. Eine weitere Unterstützungseinrichtung ist in einer Beihülfe in Krankheitsfällen vorgesehen, deren Einführung von Thiel- b e r g mit dem Hinweis darauf begründet wird, daß diese keine so große Erhöhung der Beiträge erfordere, als das vorher behandelte Projekt; auch sei diese ein gutes Agitationsmittel gegen die Christ- lichen. Gegen die Einführung dieser Unterstützung wendete sich Krebs- Berlin und führte aus, daß sie kein eigentliches Kampf- mittel der Gewerkschaften sei, auch seien die Verwaltungskosten da- für sehr hoch. Dem wurde entgegengehalten, daß die Unterstützungs- cinrichtungcn die Fluktuation der Mitglieder wesentlich aufhalte. Die Diskussion wird fortgesetzt. Hus der Partei. Zum 1. Mai. Umzüge wurden verboten in Bremen und Remscheid. Partei und Gewerkschaft. Welche Arbeit noch für die politischen Organisationen zu leisten ist, zeigt die Feststellung, daß in Köln am 3l. Dezember 1905 von 16 895 gewerkschaftlich organisierten Arbeitern nur 288V politisch organisiert waren. Von je 1VV gewerkschaftlich organisierte» Arbeitern gehörten nur je 18 der Partei- organisation an. Dies Ergebnis muß ein Ansporn zu eifriger Arbeit für die Partei sein. Die„junge Garde", der Verband junger Arbeiter Deutschlands, hielt am Ostersonntag zu Neustadt für Baden und Pfalz eine Gankonferenz ab, auf der die Jugendorganisationen der Städte Mannheim, Ludwigshasen, Kaiserslautern, Neustadt, Mundenheim, Friesenheim und Frankenthal vertreten waren. Es wurde über die beste Art der Agitation für den Verband beraten. Alle Jahre gelegentlich des Parteitages der pfälzischen Sozialdemo- kraten soll eine Konferenz einberufen iverden. Die nächste wird am 17. Juni tagen. Der GemeindcratSwahlsieg in T h a l e am Harz, von dem wir berichteten, wird den Genossen streitig gemacht. Man schreibt rms aus dem Orte: Die Wahl des Genosse» Schinkel zum Gemeinde- Vertreter ist für ungültig erklärt worden. Genosse Schinkel ist kein Eigentümer respektive Ansässiger. Die Schuld liegt an der Be- Hörde. Obgleich Genosse Kenne weniger Stimmen hatte, mußte er nun als Angesessener zur Stichwahl gestellt werden. Hoffentlich ändert dieser Zwischenfall nichts an unserem Siege. Die Genossen loerden am ü. Juni auf dem Posten sein. Die sozialdemokratischen Kirchenräte, die im Februar in München gewählt worden sind, sind nach der.Münchner Post" vom Regenten bestätigt worden. Unsere Meinung zu der Wahl dieser Genossen haben wir schon früher gesagt. Personalien. In der letzten Versammlung des sozialdemo- kratischen Vereins für den Wahlkreis Düsseldorf wurde Genosse Peter Berten-Düsseldorf einstimmig zum besoldeten Parteisekretär gelvählt. Er tritt sein Amt am 1. Mai an. „Unter dem elenbesten aller Wahlsysteme." Materialien zur Beurteilung der politischen Rechtlosigkeit der Arbeiterklasse in Preußen. Eine neue Waffe in dem Kampfe, den das Proletariat führt. um das preußische Drciklassenwahlunrccht zu beseitigen, ist soeben im Verlage der Buchhandlung Vorwärts erschienen. Im Auf- trage des Parteivorstandcs hat der Genosse Paul Hirsch unter Benutzung amtlicher Quellen eine vergleichende Darstellung der Endergebnisse der Rcichstagswahlen und der Landtagswahlen von 1903 veröffentlicht. Das IVi Bogen starke Werk bringt in einem „allgemeinen Teil" eine kritische Besprechung der Wirkungen des Dreiklassenwahlsystcms. während ein„spezieller Teil" eine Uebcr- ficht über die einzelnen Landtagswahlkreise enthält. Es werden die Ergebnisse in allen den Kreisen besprochen, in denen die Sozial- demokratie sich an den Wahlen beteiligt hat. Wir erfahren zu- nächst das Resultat der Reichstagswahl eine? jeden Kreises, dann die Zahl der Urwähler bei der Landtagswahl, die Wahlbeteiligung. die Partcistellung der Urwähler nach den Abteilungen geordnet, und die Zahl und Parteistellung der Wahlmänner. Die Zahlen. die uns hier vor Augen geführt werden, sprechen eine beredte Sprache, sie zeigen deutlicher als Worte die politische Rechtlosigkeit, unter der die Arbeiterklasse in Preußen zu leiden hat. Der Preis der Schrift beträgt 1,50 M. Der Kongreß der Unabhängigen Arbeiterpartei. Wir ergänzen unseren kurzen Vorbericht durch folgenden auS- führlicheren unseres englischen Korrespondenten. London, 19. April. Während der Osterfeiertage hielt die Un- abhängige Arbeiterpartei(Jndependent Labour Party— I. L. P.) ihren Jahreskongreß in Stockton ab. Am Vorabend deS Kongresses sprach Keir Hardie in einer Volksversammlung, wo er besonders den sozialistischen Charakter der I. L. P. betonte und das Wachsen der sozialistischen Bciocgung in England schilderte. Die Partei sei jetzt im Parlamente stärker vertreten als je zuvor, aber die Ab- geordneten seien dort imr als Genossen und dürfen nie vergessen, daß sie von der Partei auf einen Posten des Vertrauens und der Verantwortlichkeit gestellt wurden und durch Loyalität und Pflicht- erfüllung uns allen zum Muster dienen sollen. Die Kassenverhältnisse der Partei sind gut. Nach allen Wahl- ausgaben schloß das Jahr mit einem Uebcrschuß von 1900 Pfd. Sterl. ab. Das Geld soll zum Teil zur Agitation in den schwächeren Wahlkreisen verwandt werden. Der Vorsitzende Genosse Snowden gab den Jahresbericht, aus dem folgendes zu entnehmen ist: Im Laufe der letzten 12 Monate wurden w 134 Ortschaften neue Ziveigvereine(Wahlvereine) der Partei gegründet. Von den 29 Arbeiterabgeordneten sind 18 sozia listisch gesinnt. Die Fraktion hat in den ersten sieben Wochen des neuen Parlaments zwei wichtige Arbeitcrvorlagen in zlvciter Lesung durchgebracht: eine über die staatliche Beköstigung armer Schulkinder, die andere über das Gewerkschaftsrecht. Der wirkliche Kampf der laufenden parlamentarischen Session wird um die Schulvorlage der Regierung toben. Die Arbeiterpartei ist mit ihr unzufrieden und wird für die von Thorne eingebrachte Bill eintreten. Die Regierungsvorlage ist zwar politisch annehmbar, aber sie schützt die Reügion, während die Arbeiterpartei die Lösung der endlosen ReligionSstreitigleiten in der Ausschaltung der Religion erblickt. Der Kongreß nahm sodann eine ganze Reihe von Resolutionen an, die folgende Gegenstände behandeln: Antimilitarismus, Ans dehnnng deS Wahlrechts auf die Frauen(eine in diesem Sinne gc- Haltens Vorlage dürfte schon am 25. d. M. im Unterhause zur Dis- kussion gelangen): Bekämpfung aller Versuche der Privatunternehmer, munizipale Dienste zu monopolisieren; Wahlrecht für Empfänger von Armenunterstützungen. Die Frage der Verschmelzung der I. L. P. mit der S. D. F. (Sozialdemokratische Föderation) war wohl die wichtigste aller ans die Tagesordnung des Kongresses gestandenen Fragen. Die Debatte war lang und lebhaft. Die Meinung der großen Mehrheit der Delegierten drückte Keir Hardie aus, indem er sagte:„Ich bin mit der Absicht zu», Kongresse gekommen, die Bewegung für die Einheit aller sozialistischen Organisationen zu unterstützen, aber nach den Erklärungen des Kongresses der S. D. F. in Bradford änderte ich meine Abstcht; die S. D. F. hat ihren Wiederanschlnß an die neue Arbeiterpartei abgelehnt. Dieser Wiederanschluß ist aber eine un- erläßliche Bedingung der sozialistischen Einheit. Wir erklären deshalb unseren Freunden von der S. D. F., daß wir nicht bereit sind, die Arbeiterbewegung zu spalten, um eine illusorische Einheit der sozialistischen Bewegimg herzustellen". Darauf wurde ein Antrag mit 103 gegen 58 Stimmen angenommen, der besagt:„Es ist für das Wohlergehen der sozialistischen Arbeiterbewegung wichtig, daß die I. L. P. ihre bisherige Taktik aufrechterhält." (Da dieser Punkt wichtig ist, sowohl für England wie vom Standpunkte des Amsterdamer Beschlusses, die sozialistische Einigkeit überall herzustellen, so werden wir auf die Beoeutung dieses Be- schlusses der I. L. P. und des betreffenden Beschlusses der S. D. F, in einem besonderen Artikel zurückkommen.) Zum Schluß gab Keir Hardie einen Ueberblick über die geleistete parlamentarische Arbeit und über das Wirken der Arbeiterftaktion im Unterhause. ES ist erfreulich zu hören, daß die Fraktion durchaus harmonisch zusammenarbeitet, obwohl es an Meinungsverschieden- Heiken nicht fehlt._ Ter norwegische Parteitag. In seiner letzten Sitzung hat der Parteitag über die bevorstehenden Storthingswahlen beraten. Es wurde beschloffen, in sämtlichen Wahlkreisen, wo Abteilungen der Partei vorhanden sind, Kandidaten aufzustellen. Wahlalliancen mit anderen Parteien oder mit Leuten, die außerehalb der Partei stehen, sollen nicht stattfinden, weder bei der Hauptwahl noch bei den Stichwahlen. In dem Wahlprogramm, das der Parteitag beschloß: steht das allgemeine Wahlreckt für Frauen an erster Stelle. Ferner wird u. a. gefordert: Volksabstimmung bei wichtigen Gesetzcsvorlagen; EntWickelung der Volksschule zu einer Einheitsschule; Ersatz der indirekten Steuern durch Einkommen-, Vermögen- und Erbschafts- steuer mit Selbsteinsckätzung: gesetzlicher Schutz des Bercinigungs- rechtes; wirksame Hülfsmittel gegen Arbeitslosigkeit; Zuschuß zu den Arbeitsloscnkasscn der Organisationen; gesetzlicher Achtstundcn- tag; allgemeine Volkspcnsionierung und Krankenpflege aus öffent- lichen Mitteln; Abschaffung des Militarismus; gesetzliches Recht für die Kommunen, unbebauten aber anbaufähigen. Grund und Boden zu expropriieren und ihn dann mehreren Leuten zu gemein- samer Bewirtschaftung oder einzelnen Personen gegen eine geringe Abgabe und bei zweckmäßiger Kontrolle über die Bewirtschaftung zu überiaffen.— Außerdem enthält das Wahlprogramm einige For- dcrungen zur Verbefferung und teilweise» Verschärfung der Alkoholgesctzgcbung. Als Parteivorsitzendcr wurde Dr. Oskar Riffen gewählt, als 2. Vorsitzender Chr. H. Knudsen, als Parteisekretär Magnus Nilssen, als Redakteur des Zentralorgans„Social-Demokraten" C. Jeppesen, als Vertreter im internationalen Bureau werden I. Gaardcr auS Drammen und Adjunkt Wolf aus- Bergen gewählt. Der nächste Parteitag soll 1909 in Hamer stattfinden. polirelttcde», Seritbtlich«« uft». Wegen Beleidigung zweier Schutzleute in LandShut durch einen Artikel seines Blattes ist am 17. Oktober v. I. vom Schwurgerichte München I der Redakteur der„Münchener Post", Genoffe Martin ruber, zu einer Geldstrafe von 600 M. verurteilt worden. Seine Revision, in welcher unrichtige Fragestellung behauptet war, wurde am Donnerstag vom Reichsgericht als unbegründet verworfen. An der Beschimpfung der Genossin Luxemburg ist es der OrdnungSpreffe" noch nicht genug, sie ruft sogar nach dem Staats- anwalt, wenn ihr unsäglich niedriges Benehmen gebührend gebrand« marlt wird. Das„Volksblatt für Gotha" teilt mit, daß ein Gothaer Ordnungsblatt den Genossen I o o S verklagt hat, weil das„VolkSblatt" seinem Ekel durch daS Wort„Hundsfott" richtigen Ausdruck gegeben hat. Die Gothaer Staatsanwaltschaft hat unglaublicherweise die Klage.im öffentlichen Interesse" ans- genommen I— Wie Brbeitcrvcrcinc drangsaliert werden. In Cainsdorf bei Zwickau war einem Gastwirt, der den sozialdemokratischen Verein in seinem Lokale tagen ließ, die Konzession für ein im zweiten Stock liegendes Zimmer gewährt worden, aber unter der Be- dingnng, daß die Treppe, die nur 106 Zentimeter breit sei, sodaß, wenn 40— 50 Menschen im Zimmer sind, sich sehr leicht beim Zu- hausegehen ein Unglück emgnen könnte, zuvor breiter gemacht werde. Die Treppe ist eine schwere, massive Treppe aus Stein- fließen. Nun verlangt die Behörde den Umbau dieser Treppe, das heißt einen Umbau des Hauses, ehe der Besitzer in der kleinen Oberstube, die 40— 60 Personen faßt, einige Glas Bier ver- schenken darf l Die religiösen Gefühle verletzende Turner hat die Königs- berger Polizei entdeckt. Ein Polizeibcamter verbot am 2. Osterfeicrtag dem Arbeiterturn verein in Ludwigshof das Turnen. Dabei wurden zu gleicher Zeit, wo der Beamte das Spielen und Turnen in LudwigShof verbot, auf dem Rennplätze vor dem Roßgärtcr Tore tüchtig Ballspiele, Steinswß geübt, ohne daß hier von einem Einschreiten etlvas zu merken war. Htas Industrie und Kandel. Saatcnstand in Preußen. Um die Mitte des April war der Stand der Saaten laut amtlicher Statistik folgender: Winter- wetzen 2,6, Winterspelz 3,3, Winterroggen 2.6, Klee 2,4, Luzerne 2,5, Rieselwiesen 2.6, andere Wiesen 3,0. Die vorjährigen Ziffern sind 2.6. 2.3. 2,5, 3.2. 2.8, 2,5. 3.0,<2 bedeutet gut. 3 mittel. 4 gering.) In den Bemerkungen der Statistischen Korrespondenz heißt es. nach der wechselnden naßkalten. stürmischen Witterung des Winters habe der März zweimal hohe Wärmegrade, dam, aber in seinem letzten Drittel einen recht rauhen Nachwinter ,d bis in den April dauernde starke Nachlftöste gebracht. xjie Niederschläge seien im Nordosten und in den südlichen Landes- teilen recht anhaltend und ergiebig gelvesen. Trotz der nur kurzen Dauer der Schneedecke im Flachlande habe der Frost bis zum März kaum Schaden angerichtet. Erst die schroffen Witterungsumschläge und Nachtftöste diese» Monats seien den Saaten mancher Orten chädlich gewesen. Größtenteils wurde aber berichtet, daß trotz kümmerlicher Einwinterung die Saaten sich in den schönen Tagen schon erholt hätten und gutes Gedeihen in Aussicht tellen. Mit der Bestell mig der Becker zur Sominersaat habe bei dem Kälterückfall im März erst recht spät be- gönnen werden können. Bei Abgabe der Berichte fei sie überall bereits weit vorgeschritten, stellenweise sogar schon beendet gelvesen. Auch mit dem Legen der Kartoffeln sei n,an_ allerorten beschäftigt gewesen, vereinzelt schon fertig. Ueber tierische Schäd- liuge werde nirgends geklagt. Die Wintersaaten gäben zu keinerlei Besorgnis Anlaß. Der Winterroggen sei zumeist rechtzeitig bestellt worden und sei deshalb kräftiger in den Winter gekommen als der Weizen. Von den Futtergcwächsen hätten sich Klee und Luzerne nicht überall widerstandsfähig gezeigt, nur der vorjährige Klee solle sich gut gehalten haben. Die Wiesen hätten größtenteils noch kein Leben und seien zumeist noch grau. Millionäre in Preußen. Nach der Statistik der preußischen Ergänzungssteuerstatistik zählten 100 und mehr Millionäre: pro 10 000 oBfolut Einwohner Berlin....... 1308 6.7 Frankfurt a. M.... 584 17,9 Charloltenburg.... 381 17,8 Köln....... 255 5,9 Wiesbaden..... 208 20,7 Düsseldorf..... 193 8,1 Breslau...... 161— Magdeburg..... 107— Hannover...... 107— Bonn....... 101 12,3 Aachen....... 100 7,2 Breslau, Magdeburg und Hannover haben auf je 10 000 Ein» wohner weniger als fünf Millionäre. Insgesamt beherbergen die selbständigen Stadtkreise Preußens 5510 Millionäre, auf dein Lande wohnen 1899 solcher schwerer Jungen. 1—2 Millionen be- sitzen 4752 Personen, 2—5 Millionen 2049 Personen, 325 Glückliche erfreuen sich des Besitzes von 5—10 Millionen, 102 Mann verfügen über 10—15 Millionen, 15—20 Millionen besitzen 44 Personen, 20—25 Millionen 23 Personen, nur 2 Geldleute sind 25—30 Millionen schwer, aber 23 Preußen besitzen mehr als 30 Millionen. Gewinne! Der Aufsichtsrat der Chemischen Farbwerke in Höchst beschloß, die Verteilung einer Dividende von 24 Proz. in Vorschlag zu bringen.— 8>/z Mill. Fr. Reingewinn gegen l'/g Mill. Fr. im Vorjahre erzielte die Internationale Schlafwagen-Gesellschaft.— Die Aktiengesellschaft Schalter Herd« und Ofenfabrik erbrachte den Aktionären 13 Proz. Dividende.— Die Borwohler Portland- Zementfabrik bringt ebenfalls 13 Proz. zur Verteilung. Der deutsche Auslaudshandel lm Jahre 1905 bewertete sich nach den nunmehr vorliegenden definitiven Berechnungen auf 13,278 Milliarden Mark. Und zwar stellte sich der Wert der Einfuhr auf 7 436 263 000 Vi. gegen 6 854 465 000 M. im Jahre 1904. der Wert der Ausfuhr auf'5 841 817 000 M. gegen 5 315 611000 M. Nach den verschiedenen Erdteilen geordnet betrug in den beiden letzten Jahren in Tausend Mark aus: Einfuhr Ausfuhr 1904 1905 1904 1905 Europa.... 4 286 714 4 633 265 4051 938 4 379 690 Afrika.... 209 793 227 604 106 353 122 862 Asien.... 497230 505687 260010 316633 Amerika... 1704 973 1897013 833 912 956 857 Australien und Polynesien.. 150 208 164 333 49 898 53 024 Nicht ermittelt. 5 547 6 361 8 500 12 751 Bei allen ermittelten Staaten überwiegt unsere Einfuhr. Die Bakucr Petroleumindustric. Infolge des Streiks und des großen Brandes ist die Naphthaproduktion in Rußland stark gesunken. Die Gesamtaussuhr aller Naphthaprodukte betrug 1905 nur 375 700 000 Pud gegen 492 000 000 Pud im Jahre 1904. Noch krasser macht sich der Unterschied in der Ausfuhr von Leuchtölen bemerkbar. Hiervon wurden 1905 nur 73 7V0000 Pud gegen 153 500000 Pub im Jahre 1904 ausgeführt. Die Schwierigkeiten, die fernerhin für den Export nach dem Auslande eintraten, haben auch die Versand- ziffer nach Batun, stark verändert; so wurden nach diesem Orte im vergangenen Jahre 22 600 000 Pud gegen 74 400 000 Pud des vorigen Jahres expediert. Schließlich ist auch die Versendung nach Petrowsk und der Zwischenstation Noworossijsk nicht unwesentlich zurückgegangen. Ein Vergleich zeigt die folgenden Zahlen: 1905 nur 7000000 Pud gegen 22 600 000 Pud im Jahre 1904. Weniger fällt die Ver- Minderung der Ausfuhr nach Astrachan auf. Für die innerrussischen Märkte wurden versandt 37 700000 Pud im Jahre 1905 gegen 47 800 000 Pnd im Jahre 1904. Die Ausfuhr an Schmierölen ist dagegen ebenfalls stark gefallen. Im vergangenen Jahre wurden 10 700 000 Pud exportiert, während im vorvergaugenen Jahre 17 400 000 Pud zum Versand gebracht werden konnten. Gerichts Leitung. Unlauterer Wettbewerb der Thomasphosphatfabriken. Die Herren vom Bund der Landwirte schimpfen zwar sehr gern über unlauteren Wettbewerb und dergleichen. Wie die Herren aber selbst handeln, zeigt ein dieser Tage vom Reichsgericht ent- schiedener Fall. Die Gewerkschaft„Deutscher Kaiser" hatte gegen die Thomasphosp.hatfabriken Klage auf Schadenersatz i» Höhe von 100 000 M. erhoben, da sie die beklagte Verkaufs, Vereinigung durch ein Flugblatt geschädigt habe. Das Thomasphosphatmchl wird bei der Stahlfabrikation gewonnen, indem der dem Eisen entzogene Phosphor sich mit dem dazu verwendeten Kalk verbindet. Je nach dem Prozentgehalt und ihrer Lösbarkeit in 2prozentiger Zitronensäure sind die gewonnenen Phosphorkalkschlackcn als Kunstdünger mehr oder minder wertvoll. Diese Untersuchungen werden zumeist von den landwirtschaftlichen Versuchsstationen vorgenommen. U. a. hatte auch die Station Möckern-Leipzig Proben eingefordert und waren ihr von der Gewerkschaft„Deutscher Kaiser" welche mit außergewöhnlichem Säuregehalt geliefert worden. Der Professor Böttcher, der Leiter der genannten Versuchsstation, legte darauf in einer Nummer der„Chemiker-Zeitung" sein System durch einen Artikel über Thomasphosphatuntersuchungcn als überall mit Erfolg anwendbar dar; nur die Proben von„Deutscher Kaiser" hätten nicht richtig reagiert; diese letzteren zeigten aber schon durch ihre grau- Farbe und dadurch, daß sie nach dem Abzug eine wasserklare Lösung anstatt eine hellgrüne, wie die anderen Produkte, hinterlassen, daß es keine normalen, sondern besondere Kunst- oder Versuchsprodukte seien.— Da die Gesellschaft„Deutscher Kaiser" ihre Thomasphosphatprodukte etwas billiger verkauft, und nicht dem Syndikat angehört, ließ jetzt das Syndikat der Thomasphosphat. fabrikcn Flugblätter in Interessentenkreisen verbreiten, worin mitgeteilt wird, was in Böttchers Artikel gesagt ist, in Verbindung mit der Schlußfolgerung, daß man jetzt auch wisse, warum die Gewerkschaft„Deutscher Kaiser" billiger verkaufen kann, denn deren Produkte zeigten nicht die Merkmale normaler Thomasschlackmehle. Die Klägerin behauptet, daß sie an die Versuchsstation nicht solche Produkte gesandt habe, die sie in den Handel bringe, sondern des wissenschaftlichen Interesses halber solche von ganz ausnahms- weise hohem Kieselsäuregehalt. Die von ihr in den Handel gc, brachten Produkte seien genau so wertvoll, als die andern Fabrikate. Tie Beklagte macht geltend, daß sie nur ausgeführt habe, was Professor Böttcher geschrieben hat und daß der Klägerin gar kein Schaden entstanden sei, da diese ihre Produktion stets ganz absetze. Die Klage auf Unterlassung der Behauptung und Schaden. ersatz wurde vom Landgericht und Kammergericht Berlin jedoch für begründet anerkannt und die Beklagte dem Grunde nach verurteilt.— Die gegen das Urteil des Kammer- gerichts eingelegte Revision wurde vom Reichsgericht zurück- g e w i c s c n. � Dieser Prozeß zeigt in ähnlicher Weiw wie die gegen die Milchzentrale entschiedenen, wie jene Herren das Interesse der Kleinbauern schwer schädigen, Sie verteuern »fe Produktionskosten des kleinen Landwirts durch hoye Preise auf Düngemittel. Erinnerlich ist, wie die Konseruativen, und voran der Direktor des Bundes der Landwirte, während der Zoll- kampagne sogar einen Zoll guf künstlichen Dünger gesetzt wissen wollten, um den Preis für hmstlichcn Dünger zu erhöhen und da- durch die Dividenden der Aktiengesellschaften für künstlichen Dung zu steigern. Unumwunden gab seinerzeit der Abgeordnete Hahn. Direktor des Bundes der Landwirte, zu, dah eine Erhöhung der Dividenden ihren Anschauungen und Interessen entspreche. Unberechtigte Entziehung des Automobilfahrscheins. Die Polizeiverordnuug über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen, die unter dem IS. April 1891 für den Landespolizeibezirk von Grast- Berlin erlassen worden ist. lästt in ihrem K 22 als eine Art Be- ftrafting für Uebertretungen der Verordnung die vorübergehende Entziehung des Fahrscheines z». Auf Grund dieses Paragraphen hatte die Behörde von Aixdorf dem Kraftwagenführer Hem- berger den Fahrschein, der im Z 21 vorgeschrieben ist, abnehmen lassen. Auf die Klage Hembergers erklärte der Bezirksausschuh die Wegnahme des FabrscheinS für unzulässig, weil § 22 eine nicht zulässige Strafbestimmung enthalte und deshalb un- gültig sei.— Weil H. in der Zeit, wo er keinen Fahrschein hatte, dennoch in Grost-Berlin ein Automobil führte, wurde er angeklagt. Das Landgericht als Berufungsinstanz erachtete zwar den ß 22 der Verordnung ebenfalls für ungültig, verurteilte aber H. auf Grund des Z 2S, wonach sich strafbar macht, wer ein Automobil fährt, ohne den Fahrschein bei sich zu haben. Das Kammergericht verwarf am 19. April die hiergegen eingelegte Revision mit der Begründung: Es könne dahingestellt bleiben, ob der Z 22 ungültig sei und die Wegnahme des Fahrscheins deshalb unberechtigt gewesen wäre. An- geklagter hätte dafür sorgen können, den Fahrschein wieder zu er- langen. Solange er ihn aber nicht besäst, hätte er nicht fahren dürfen.§ 25 fei mit Recht angewendet worden. Dem Automobilwagenführer steht es frei, auf Grund der un- zulässigen, also rechtswidrigen Fortnahme des Fahrscheins auf Schadenersatz gegen die Polizeibehörde zu klagen. Der falsche Sozius. Dast es jemand versteht, sich 2S I a h r e lang als Sozius einer grasten Firma fälschlich auszugeben, und dast dieser Betrug erst nach einem Vierteljahrhundert ans Tageslicht kommt, dieser gewist seltene Fall ist jetzt durch ein Kammergerichts- urteil zutage getreten. Die Affäre hat folgende Vorgeschichte. Im Jahre 1876 war der Kaufmann Rudolf Nitschalk Prokurist der Firma Lesser u. Limann; er hatte dem damaligen Inhaber der Firma, Julius Lesser, ein Darlehn gegeben und war als Sicherheit für das Darlehn in das Handelsregister als Anteilhaber der Firma ein- getragen worden. N. sollte aber nach einem schriftlichen Sonder- abkommen nach wie vor nur Prokurist bleiben. Lesser starb kurz nach diesem Vorfall und die Frau und die ßmder wurden Erben der Firma. Nitschalk gab sich nun als Mitinhaber der Firma aus, waS auf Grund der handelsgerichtlichen Eintragung zunächst auch nicht angezweifelt wurde. Erst vor einigen Monaten kam durch Zufall der damals geschlossene Soudcrvertrag ans Licht und die inzwischen grohjährig gewordenen Kinder strengten eine Klage gegen N. an, in der sie den ErbauSeinandersetzungs- vertrag wegen Betruges anfochten. DaS K ammergericht ver- urteilte Nitschalk zur Anerkennung der Nichtigkeit des Erbauseinandersetzungsvcrtrages. In der Urteilsbegründung heißt es, daß sich Nitschalk einer arglistigen Täuschung schuldig gemacht, und dast dieser Umstand auf das Vormundschaftsgericht bestimmend zu», Abschluß des AuS- einandersetzungSvertrages mitgewirkt habe. Der Beklagte habe sich damit eines Betruges schuldig gemacht, daß er es arglistig unterlassen hat, den Sachverhalt auszullären, und dadurch das Vor- mundschaftsgericht vorsätzlich getäuscht hat, und daß amtliche Personen zum Abschluß des angefochtenen Vertrages bewogen wurden. Die Angelegenheit des falschen Sozius wird in Kürze noch das Reichsgericht beschäftigen, da dieses die Erben aus formellen Gründen auf den Weg der L e i st u n g s klage— es war vorher nur eine Feststellungsklage eingereicht worden— verwiesen hat. Der Prozeß, in dem es sich um eine Viertelnnllioir handelt, wird voraussichtlich in der nächsten Woche in Leipzig zur definitiven Eni- scheidung kommen. Die Privatklagc des Regierungsrats Rudolf Martin gegen den Leiter des Karl Heymannschen Verlages, Georg Kreyen- b e r g, beschäftigte gestern das hiesige Schöffengericht in sehr aus- gedehnter Sitzung. Es handelt sich um das im Heymannschen Ver- läge erschienene Buch„Die Zukunft Rußlands und Japans" von Rudolf Martin, Regierungsrat im Kaiserlich Statistischen Amt."— Das Buch, welches bekanntlich großes Auf- sehen erregte, suchte den Nachweis zu führen, daß das russische Reich am Vorabende des finanziellen Bankrotts stehe. Das Buch wurde der Gegenstand öffentlicher Erörterungen. Die„Nordd. Allgcm. Ztg." erklärte in einer offiziösen Notiz, daß die Regierung dem Buche gänzlich fernstehe. Auch die„Post" machte das Buch zum Gegenstand abfälliger Besprechungen und veröffentlichte eine Er- klärung des Heymannschen Verlages. Durch diese Erklärung fühlt sich Rcgierungsrat Martin beleidigt, ebenso durch einen von dem Angeklagten an ihn gerichteten Brief, in welchem der Ange- klagte ihm Verletzung von Treu und Glauben vorwarf und ferner durch einen von dem Angeklagten an das Reichsamt des Innern gerichteten Brief, in welchem er denselben Vorwurf wiederholt und gleichzeitig bedauerte, daß er sich das Mißfallen der Behörde zugezogen habe. Der Angeklagte vertrat den Standpunkt, daß er zu der von ihm gewählten Kritik deS Verhaltens des' Privat- klägcrs berechtigt gewesen sei. Dieser habe bei den Verhand- langen über das Verlagsrecht erklärt, daß der Hchmannfche Ver- lag der erste fei, dem er fein Werk anbiete, während tatsächlich andere Buchhändlerfirmcn wie Duncker u. Humblot, Springer u. Puttkamer und Mühlbrecht den Verlag schon'vorher abgelehnt gehabt hätten. Die Vertreter des Verlags hätten ferner Herrn Re- gierungsrat Martin die Vorfrage gestellt, ob in dem Büche auch nichts enthalten sei, was gegen das Staatsinteresse verstoße und diese Frage sei entschieden verneint worden, wobei der Privat- kläger auf seine Stellung als kaiserlicher Regicrungsrat hinge- wiesen habe. Um diese Vorgänge bei den ersten Verhandlungen wurde von den Parteien und den Rechtsanwälten stundenlang sehr lebhaft gestritten. Noch schärfer wie über diesen Punkt wurden die Differenzen bei der Erörterung der Frage, ob RegieruNgSrat Martin— wie er behauptet— in den ersten Verhandlungen den beiden Prokuristen der Firma verboten gehabt habe, auf dem Titelblatt seinem Namen seinen Amtscharakter hinzuzufügen und später den aus rein geschäftlichen Gründen vom Verlage gestellten Verlangen, Titel und Amtscharakter hinzuzufügen, nachgegeben habe. In dieser Beziehung standen sich die Behauptungen des Privatklägers und der beiden vernommenen Prokuristen diametral gegenüber.. � Aus den langatmigen Verhandlungen sind sonst noch folgende Daten erwähnenswert. Gegen den Privatkläger ist wegen des Buches ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden, das mit einem Ver- weise endete. Der als Zeuge vernommene Chefredakteur der „Post", Dr. Kronsbein, bekundete, daß ihm die„Erklärung" des Heymannschen Verlages von den Vertretern desselben zu- gesandt worden sei.— Eine Frage des Vertreters des Klägers au den Angeklagten ging dahin: ob auf ihn nicht durch Dritte, ins- besondere aus dem Reichsamt des Innern, Einflüsse im Interesse der Lösung des Verlagsvertrages geltend gemacht worden seien und ob nicht von feiten dcS Grafen Posadowsky oder des Unter- staatssekretärS Mermuth ihm die Lösung des Vertrages nahe- gelegt worden sei, widrigenfalls die amtlichen Verbinduirgen mit ihm gelöst würden. Der Angeklagte lehnte zunächst eine Antwort darauf ab, erklärte dann aber auf weiteren Vorhalt, daß vom Reichs- amte des Innern keinerlei Beeinflussung stattgefunden habe und nur der Vorstand des Beamtenvereins ihm die Lösung des VeplagS» Vertrages nahegelegt habe. Des Klägers Vertreter meinte, der Vor st eher des Vereins sei der Unter st aats- sekretär Mermuth; der Angeklagte verweigerte hierüber die Aussage. Das Urteil sprach den Angeklagten in einem Falle(Er- klärung in der„Post") frei, in den beiden anderen Fällen aber schuldig und verurteilte ihn auf Grund des§ 186 zu 5 0 9 Mark Geldstrafe. Der Schutz des§ 193 wurde dem Angeklagten nicht zugebilligt, wenn auch anerkannt wurde, daß er sich in einer gewissen Zwangslage befunden habe. Die Geldstrafe sei so hoch bemessen worden, weil die Beleidigung in die breiteste Oeffent- Wangslage befunden habe. eordcn. weil oie Beleidigui lichkeit gedrungen sei und zu allerlei Kommentaren Veranlassung gegeben habe. Wteicriiiigsiidersiltit vom»1. April 1906, morgen» 8»hr. Slaltonen Sivimmdc. Hinnbnrg B-rli» Frnnks.a.M München Wie» Setter 7(53 WSW 763<£33 765 SW 768 S 769 NO 769 WNW 4 bedeckt tbedcckt 2 bedeckt 2 bedeckt Ibedeckt 2 bedeckt t*K B V -» II M& Stationen ia a 5 i I s s Haparanda 743 WNW Petersburg! 7531S Scilly Aberdee» Pari» 766 WSW 749 SSW 768 S WcUer 2 wollig 3bcdcltt �bedeckt 21)016 bd 2bcdeckt «s B s. Ä II i H f) — 1 10 10 9 8 Svetter-Proguosc für Sonntag, de» ÄÄ. April 1906. Etwas wärmer, vorwiegend wolkig mit mästigen westlichen Winden imd etwas Regen. Berliner Wetterbureau. ■■i Geschäfts-Schluß täglich 7 Uhr! flerren-AnZUgStOfle, gestreift uns kariert........ 3.00 Mark per Meter Damen-KOStQmStOfiie, wunderbare Dessins........ 1.50„„„ Knaben-Anzugstoffe, soppeitbreit........... 1.50„„„ Herren-PalelolslolTe, sportfarbe............ 2.50..„.. Damen-RegenrOCkStOlTe mit angewebtem Futter..... 2.00 ,, ,, ,, Tuchfabrik-Niederlage«oci.& seoiaa-i. Berlin C., Ross-Strasse 2. Dameil-TUCbe, hochfeine Glanzware........... 2.50 Mark per Metei Englische Herren-Änzugstoffe, das Aiiemeueste.... 7.60...... Manchester für Knaben-Anzüge, eisenfest......... 1.50 ,»„ ,, Schrelhlisch-Iuche j sO.OO...... Billard-Tuclie!'' 14.50...... Pdttl TÖbS, Schneidermeister s Kronleuchter-Fabrik. GrSBte Auswahl.* ioo Kronen fDr Gas und Petroleum (.von 10—300 Mark. Verkauf zu billigst. Fabrikpreisen an Private. Auf Wunsch kulante Zahlungsbedingungen ohne Preiserhöhung. Siegel& Co., PrlnzciiütraBe Xo. 33. J. Baen B3llStr.28,PrinzCkAllee Herren- und Knahen- �Moden. Berufskleidung. Elegante Paletots. Großes Lager ■ in- und ausländischer Stoffe, zur Anfertigung nach Maß. Allerbilligsle, streng feste Preise* FolMtudtKeschästigiiilg kvuneii sich Verleger, Kolporteure, sowie strebsame iutelligenteLcute jeden Standes durch die Gewinnung von Zlbonnciiten einer illustrierteii Familienzeitselirift welche jedem Abonnenten extra eine Ulisallvcrsichcrung von 116/3* 4000 W. gratis garantiert(Bergleute unter Tag 500 M.) verschaffen. Bei reger Tütig- kcit wird diele Beschästigung zu einer äusterst nutzbringenden und gestaltet sich zu einer iisimer wiederkehrende» Einnahme. Gest. Offerten umgehend unter„Abonnentenoersicherung 4000" an Rudolf Mosse, Leipzig, erbeten. H.Kuttmüiin Möbel-Halle Jfarrg(|oldseliinid! Moritzolatz 59. Nicht zu vergleichen mit Abzahl angs-Geschäften welche auch Konfektion führen. 85L+ 8xtra-£bfetag verliehen gewesener Möbel wöchentliche oder monatliche Teilzahlung gestattet! Kein Abzahlungs-Warenhaus, sondern nur Spezlal nubelgeBehtirt. /'*' iKagels Xanfanrger federhosen il sind seit 60 Jahren bekannt als die besten und billigsten Arbeitshosen für Ardsitsr aller Setrufsklassen. Farben s weist, blau, gcstrcist, braun u. schwarz z PrciS:«,S0, 5, 50, 7,60, 8,50 9,50. ® Zu beziehen nur direkt ab Fabrik g M. J. C. Nagel, Kamburg VII | Gegr. 1846. TtSCheftlUiete 20/21. Gegr. 1846. • Bei Bestellung erbitte Angabe der Schrittlänge u. Bundweite. O Versand nur gegen Nachnahme. 296/15' 0000000000000000000000000000000000000000> Wie beuten Fahrräder und Fahrradzubehörteile zu enorm billigen Preisen finden Sie wieder bei 290/8» Ernst Machnow, Berlin N., Arkonaplatz 1, Filiale: Kaiser Wilheliustr. 181t. Abteilung für Motorfahrzeuge: Wollinorstr. 11— 18. hochelegante FaliiTäiler 45.-, 50.-, 52.-, 55- M.«sw. Für meine weltberühmten Arkonaräder übernehme bis 6 Jnhre Garantie. Luftfchlnnche 1.50,£.-,2.50, 3.50 M. Lanfinäntcl 2.50. 3.20, 4.50 M.— Nähmaschine» 28.—, 36.—, 42.- M.— Neue Allright Motorzweirader 400 M.?c.— Katalog gratis und franko. ß Bcdurfaartlkel. Billigste Preise. Keelle Bedienung. Angabe worüber Katalog gewünscht wird. Bichard Jttdltb, Berlin 0.34/2. = Deutsche erst 3 klass. Roland- 1_ £ Fahrräder, Motorräder, ühren, Näh-, •> Landw.- und Sprechmaschinen auf � Wunsch auf Ttiizahlung Anzahlung S bei Fahrrädern 20—40 frtk. Abzahlung § 7-10 Alu monatlich. Bei BlFZth- jjjluiig liefern Fahrräder schon von 1 63 mk. an. Katalog kostenlos » Roland-Muohinon-Qesellsehtft in CSlam. Preise*, beliebige Teil« � zahluug. Jacobson, S"?«. Arbeiter! Raucht„Mallllda" Zigarren in 100 ton Zigarrengeschäften tu haben. Wer sieh den Genuß der so vorzüglichen echten Hallnda-Zigarren a B, 6, 8, 10 Pf. per Stück verschaffen will, achte darauf, daß ihm die rühmlichst bekannte echte„IB[aIlnda"-Zigarre verkauft wird.— „Malinda�s Zigarren werden sehr viel nachgeahmt, aber niemals an Qualität erreicht.— 536L* 8. Band, Generalvertreter, Marsiliut-Str. 23. I tiegründet 189 1. j Räumungs- Ausverkauf. Damen-s�ar-0� 1 5, 7,». IQ, 12 �20 H namon Jacketts(anschließend),"M f'"f«'• Uolllcll'Paietots. Saeeot' früherer Preis über das Doppelte. Bräsels Fcstsüle, Neue Friedrichstr. 35, Montag und Dienstag, den 23. und 24. April, abends S'/j Uhr \I fxfifUfY von Dir. Scbola VUrirclJf(Zürich) über Selbst-Heilung der IVerv« und deren Folgen dur Suggestion und Willensimpulse (ohne Hypnose). Neue Metho« mit großem Erfolge bei Nerven- Störungen aller Art. Wichtig für jeden Kranken und Gesunden. Eintritt: M, 1,60'), 1,26'). 1,00') 0,70 und 0,30. 207/1 ') Broschüre(7. Aufl.) mit vollst. Anleitung zur Selbstbohandlung gratis a. d. Kasse dazu,— oder durch Post für M. 1,50 von II. Scholz, Görlitz, Obermarkt 4. Alles Nähere Plakatsäulen. NB. Die Vorträge sind unab hängig von einander. 'Paletots. Saeco* Modelle in Seide, 'Seidenrips, Boleros Kinder-'�gen11!, 50�11 Extraweiten für starke Damen Damen-�idenrins" Bofeeror,,eM zu Mm aDnehmbaren Preise. Kein M. MosczylZfiQ Eine Treppe, Engros- LadeO. Landsbergerstr. Uo am Alexanderplatz. LagCF. Achten Sie genau auf Hausnummer. Große Oeberrasehung bieten Ihnen meine netfesten Zonophonplatten u. Hartgußwalzen in wunderbarer Klangfülle und billigsten Preisen. Ich offeriere Ihnen Zonophonplatten, Iseit. v. 75 Pf. an p. St. Zonophonplatten, 2seit v. 1,00 M. an p. St. Hartnußwalzen v. 75 Pf. p. Stck. an. Sprechmaschinen sowie Phonographen, letzlere mitTonverstlrker in allen Preislagen. NMoMoll Oresdenerstr.«1 . inUUcK, am Oranienplatz. Anzüge, Pa'e*ots nach Maß �8 30. 32, 35, 38 M. usw., bei Anzügen von 50 M. an Teilzahlung, monal- sich 10 ä», gestattet. 3262» Tomporowski, Prinzenstr. 55, I. Elg. X A. B. Koeh, X Koltlen-Groß-Bandlung Berlin 0. 34, Broinbergerftr. 15. Fernsprecher Amt 7, 3040. Presse für nur ta Marken ab Plast von 16 Ztr. an:' Prima la Halbsteine(bekannte Marken).. pr. Ztr. 86 Pf. , la Marieuglütt pr. Ztr. (110 bis 120 Stck.). S3 Pf. » la Diamaiit pr. Ztr.(tl0 bis 120 Stck.).. 85 Ps. , la Ilse u. Akw. pr.Ztt. 96Pf. , la Anthrazit Cadspr.Z. Ü M. KokS, Steinkohlen usw. zu de» biiiigsten Tagespreisen. Aulieseruiig frei Meiler je nach Quantum pr. Ztr. 10—15 Pf. mehr.— Bei Original- Waggons und grösteren Abschlüssen verlangen Sie meine Spezial-Offerie. 100% verdienen Sie beim Einkauf Ihrer Zigarren und Zigaretten. 206/9' ff. 4 Ps. 1000 St. 20 M., 300St. 7 M. . 5. 1000. 25. 300 9. . 0, 1000, 30. 300. 11. .„. 1000. 40„ 300. I»„ 10. 1000„ 50„ 300„ 17, 1 Psg.- Zigarette 1000 Stück 5 Mk. 2 Psg.-. 1000„ 10 ,. Nachnahme.— Preisliste frauko. 11. IMch, Zigarrensabrik Schwepnitz!. S., Kameiizerstr. 216. Wanzen, Schwaben alles Ungeziefer Ct vertilgt man totsicher und schue» nur allein mit X«»'» unerreicht., unsehl- baren SpezialMitteln. Preis p. Port. in. Anw. 6,56. 1.-. 1.75 u. 3.- Nt. Einz. u. allein echt nur b. Erfinder u. Fabrikant. 868L' Maw Ung Elfasser-Strafte 5, Wirt* IsU«, 3.Hausv.RoscnIH.Tor. Lieferant s. Militär-u. Städt. Behörden. S teppdecken billigst direkt in der Fabrik 7». Wallatr. 7«. wo auch alte Steppdecken ausgearbeitet werden. Bernhard Strohinandcl» Berlin Ks. Jlluslr. Katalog gratis. Mai-Postkarten an, Maifestzeichen. Muster zur Ansicht franko gegen sranlo. Bnah dkBvhle, Lefpclg 166. A. WERTHEIM PORZELLAN stark, für Restaurants gut geeignet Speiseteller tief' Speiseteller Aach Dessertteller Kompotteller Terrinen I.IOmic, Kartoffelschüsseln Saucieren Salatieren 1 0 b. 45 pr. Bratenschüsseln rund 45 pr. Bratenschüsseln ovai 20 b. 85 pt. Eier-Services 17 Pf. 1 5 pr. 12 Pf. 1 0 pf. 65 pr. 45 Pf. Kompottschälchen Kabaretts 2 u. steiiig Brotkörbe ovai Kaffeekannen Teekannen Zuckerdosen Milchtöpfe Tassen Kuchenteller Eiergestelle dekoriert 85 Pf. 6 pf. 38 pr. 38 pf. 28, 45 Pf. 28, 38 pr. 28 Pf. 6, 9, 15 pr, 3, 15, 20 Pf. 10 pf. 50 Pf. Dekorierte Kuchenteller 57, 65, 85 pf. mit bUven Blümchen und Goldrana Speiseteller tief und flach 22 pt. Dessertteller 1 8 pf. Kompotteller 1 2 pr. Terrinen 1.50 Mk. Kartoffelschüsseln 85 pf. Bratenschüsseln rund 60 pf. Bratenschüsseln ovai SOpf.b. 1.25 Saucieren 55 pf. Salatieren 22, 33, 45, 60 pf. Kaffeekannen 25, 35, 48 pf. Milchtöpfe 1 0, 20, 25 pt Tassen 22 Pf. Kaffeeservices fperrS6 2.65 bis 1 0 mk. Kaffeeservices Mk.,7.60,8.60, 11,1 2.75, 1 8 Mk. TafelSerViCeS füre Personen 21 Mk. TafelSerViCeS für 12 Personen 30, 36, 48, 50.50, 69, 80, 95 Mk. STEINGUT "TaSSCn blau Zwiebelmuster 1 5 Pf, Salatieren Ä IwciT 45 pr. T afelservices mr s pers.8.25, 9.60 Eierservices �EierSS, eEier 55 pr. Kabaretts 2 und steüig 40 pr. Waschbecken fm0farbV'ef 1.65 Waschbecken dekor.1.35 b. 2.50 Wasserkannendekor. 1.25 b. 2 25 Majolika-Blumenkübel 90 pt.. 1.05, 2.10, 2.25 Majolika-Honigdosen und Marmeladedosen 50 pf. Englische Waschgarnituren ö Teile elfenbeinfarbig Grosse Posten Porzellan-Nippes unter der Majolika-Obstteller 1 2 b. 57 pr. Majolika-Brotkörbe 80 pr. Majolika-Wasserkrüge 48,60, 75, 90pf., 1.05, 1.20 Majolika-Schalenkörbchen 15, 18, 24, 30 pr, Waschgarnituren dekoriert 6.50 Mk. Hälfte des regulären Preises. GLASWAREN Zitronenpressen Butterdosen gepressi Käseglocken gepresst Salzgefässe rund u. eckig Bierbecher gepresst 1 0 pf. 20 Pf. 45 pr. 6 pr. 12 pr. 1 0 pf, 1 5 pc Bierbecher mit Goldrand 7, 1 0 pr. Likörbecher mftrGowrand 8 pr. Bierkannen gepresst 38, 55 pf. Blumenschalen raust«laub' 30 pc Bierbecher g,iidGambrinus Bierbecher und Goldrand ,,„ Eichenlaub- 0 Kompotteller muster 6 pc Brotteller mit scimii 35 pr. Wassergläser gepresst 5, 6, 3 pr. Mundwassergläser m. Schrift 8 pr. Butterdosen Olivenpressung 27 Pf. Käseglocken M 45 pr. Salatieren 8 b. 43 pc Kompotteller Olivenpressung 9 Pf. _. geschliff., mit 12 Gläsern,,»_ Bowlen und Glastablett 1 1.25 __, i geschliffen Bowlenkannen 3 Reihen-oiiven 1.25, 1.55, 1.80, 2.30 Bowlenkannen geschim. 70, 75 pt. Saftkannen�eiherf-oiiv.60 pc, 1 Mk. Weinkaraffen glscwiffen 1.10 Likörschalen geschliffen 1 6 pc Likörkelche Goidfand 15, 13 pc Likörbecher farbiges Eisglas 5 Pf. Butterglocken geschi. 95 pc, 1.25 Käseglocken geschi. 55 pc Wasserflaschen geschliffen 50, 75, 90 pr, Sturzflaschen Goldrand Sturzflaschen geschliffen 75 Pf. 55 pc BALKON-MÖBEL Bank Rohrgeflecht, rot lackiert 1 2 Mk. Stuhl..„ 4.25 Mk. Sessel„ 6Mk. Weidensessel gepolstert 5.75 Mk. Peddigpohr-Sessel UU 1 2.75 Mk. Gartenschirme 19.50 Mk. EMAILLE- GESCHIRRE Schmortöpfe Ohne Ring Schmortöpfe mit Ring Schmortöpfe f. Gasheizung Kasserollen ohne Ring Kasserollen mit Ring RingtÖpfe mit Ring Bratpfannen rund# Reiskocher Spargelkocher Wasserkessel mit Absatz 6 Grössen 45 Pf. bis 1.20 6 Grössen 60 Pf. bis 1 Mk. 6 Grössen 75 Pf. bis 2 Mk. 8 Grössen 1 5 bis 35 Pf. 8 Grössen 55 pf. bis 1.20 8 Grössen 30 pf. bis 1.80 6 Grössen 20 bis 75 p f. 4 Grössen 1 Mk. bis 1 30 2 Grössen 1.50 u. 1 90 6 Grössen 75 Pf. bis 1»75 Wasserkessel f. Gasheizung 6 Grössen 40 PC bis 1.50 Topfdeckel Maschinentöpfe Kaffeekannen mit Deeot Kaffeeflaschen Milchkannen Trinkbecher Wassermasse ca. i Ltr. Teesiebe mit und ohne Stiel Teller Schüsseln flache Schüsseln tiefe Schüsseln mit Seifnapf Wasserkrüge runde Perm Seifenhalter mit Rückwand Seifenhalter mit«aken Leuchter mit Griff Schöpflöffel Schaumlöffel Löffelbleche 8 Grössen 8 bis 50 pf. 10 Grössen 1 0 bis 50 pf. 7 Grössen 50 pc bis 1.75 S Grössen 30 bis 40 Pf. 6 Grössen 25 Pf. bis 1.40 2 Grössen 1 5 u. 20 Pf, 25 Pf. 10 Pf. 2 Grössen 1 5 u. 1 8 PC 8 Grössen 1 5 Pf. bis 2 Mk, 8 Grössen 45 Pf. bis 1.50 2 Grössen 35 u. 45 Pf. 90 PC n. 1 Mk. 20 u. 25 PC 12 Pf. 20 Pf. « Grössen 1 0 bis 20 Pf. 4 Grössen 8 bis 1 5 Pf. 1.25 Mk. Scheuergarnituren mit 3 Töpfen 1. 1 0 Mk. Kehrschaufeln 4 Grössen 40 bis 75 PC Wannen runde 2 Grössen 2.25 u. 2.50 Wannen oval 7 Grössen 1.25 bis 4.50 Eimer gerade, ca. 26cm Durchmesser 1»25 Mk. Eimer hellblau, aus einem Stück 1»25 Mk. Eimer ca. 28cm grau 75 Pf., hellblau 35 pf. EISSCHRÄNKE innen mit Zinkbleck Eintürig Höhe ca. 72 89 94 cm 22 Mk. 28 Mk. 39 Mk. 48 Mk. Höbe ca. 88% 101 cm Eintürig m. Butterkasten 38 Mk. 48 Mk. 59 Mk, Höhe ca. Zweitürig Zweitürig m. Butterkasten mit GUsivänden 81 89 46 Mk. 53 Mk. Höhe ca. 88 91 cm 63 Mk. 96 cm 60 Mk. 7 1.50 Eintürig Höbe ca. 81 89 38 Mk. 50 Mk. Höhe ca. 96 Eintürig m. Butterkasten � Höhe ca. 81 89_ Zweitüris 61 Mk. 74 Mk. 87.50 Zweitürig mit Butterkasten, ca. 88 cm hoch 1 05 Mk. 94 cm 60 Mk. 101 cm 90 Mk. 94 cm WIRTSCHAFTS- ARTIKEL Blech- u. Eisenwaren Giesskannen grün lack. 5 Gr. 43 pf.b,1.25 Gie8skannenweisBbiech4Gr. 95 pr.b.l»75 Garten-Giesskannenbkch5 2.50u.3.25 Garten-Giesskannen lack. 3 Mk.u.4tMk. Gazeglocken rund 5 Grössen 25 bis 60 Pf. GazeglOCken oval 4 Grössen 65 bis 65 Pf, Gazedeckel 6 Grössen 20 bis 35 Pf. Blumenampeln 55 pr. Blumentopf-Halter 45 pr. Blumengitter 60 u. 80 pr. Gazespinde B13Gröss. 6.75 b. 1 2.50 Mk. T abletts Weissblecb 6 Gr. 1 2 bis 90 Pf. Spirituskocher 2 Sorten 30 Pf.u.50 Pf. Reischmühlen 3.25 u. 4.75 Mk. Ein Posten Wirtschaftswagen Reibemaschinen 1 Mk. u. 1.40 Mk. Messerputzmaschinen 6.50 Mk. Waschmaschinen 38.50 u. 45 Mk. Brotschneidemaschinen 5.25 b. 8 Mk. Eismaschinen �Grössen 7.50 b. 10.50 2 Gasplätten mit Erhitzer 5.50 Mk. Gaskocher 2 Brenner, geschlossen 9.50 Mk. 1 1 Mk. _,. 2 Brenner und Gaskocher SWärmstellen Holz-u. Borstenwaren Balkonkasten 5 Grössen 1 Mk. b. 2 Mk. Gazespinde eiChe4 Frössen 5.75 b. 9.50 Eierschränke 45 u. 85pt Wichs- u. Putzkasten 43 u. 90pf. Teppichkehrmaschinen 3 Sorten 9 Mk.. 1 2 Mk.. 1 3.50 Reisewichsbürsten doppelt 50 pt. Teppichbesen Riesstroh 75, 95 pf. Hanftaschen 40, 45, 55 pr. Gardinenspanner 1 2.50 Mk. Nickel- u» Stahlwaren Kaffeeservice 4 teiiig 8.50 Kaffee- u. Teeservice 5 teiiig 18.50 Sahnenschalen Tortenplatten 2.85 Tabletts mit Einlage, rund 2.35 u. 3.50 Tabletts oval, klein Tabletts viereckig, kleine Kabarett 2.85 Menagen 3 teiiig Saftkannen Biskuitdosen 90 90 pr. u. 3.50 PC u, 1.25 90 pr. u. 3.60 85 pc 90 pc 1.50 4 Sorten Butterdosen Käseglocken Brodkörbe Obstkörbe mit Einlage Salatschüsseln 75 pc b. 1.40 2.85 90 pc„. 2.25 2 Mk. 2 Mk. u. 2.50 Eierkörbchen rdr 12 Eier 2.85 Salz- und Pfefferstreuer 5 pc Reisekocher 90 pf. Tischtuchklammern 7 u. IOpc Büchsenöffner 3 pr. Sparschäler. 5 pr. Petersilienschneider 1 Mk. Esslöffel 12 pc, Teelöffel 6 pr. Messer mit vernickeltem Hell 1 8 Pf. Tischbestecke genietet Paar 25, 35 P(. Tischbestecke vern. Heft Paar 45 PC Tischbestecke �erec�Heff" 45. 65 PC 1.40 TiLehlampisrl für 2 orosssn 3 v. 1(D Wm�lauohf 61" 2«M., 3.50 für Osrtsn oder Balkon mit Windschutz Mk. 'jBerantrtiortlidjcr Jicbaftcut; Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil berantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsaustalt Paul Singer& Co., Berlin SW, St. 93. 23. 2. jätilnjf des Jumitts" fnlintt WsM Sonntag, 22. April 1906. 35652 15,20; 35653 22,05; 13,05; 35659 13,35; 35678 11134 5,30; 11136 2,05; 11140 7,05; 11144 17,35; 11179 5,60; Für die Opfer des ruffischen Befreiungskampfes ginge» weiter ein: Von der Parteipresse: Forst i. L., bei der Geschäftsstelle der »Märkischen Volksstimme- eingegangen 52,77. Stuttgart, in der Erpedition der»Schwäbischen Tagwacht" eingegangen 93,—, Desgleichen" 162,88, Stettin, eingegangen in der Redaktion des»Volksbote" 60,—, Ludwigs- basen a. Rh,, eingegangen bei der Expedition der„Psälzer Post" 186,68, Offenbach a. M,, eingegangen in der Expedition des„Ofsenb. Äbendbl." 283,90. Bant, bei der Redaktion des»Norddeutschen Volksbl," eingegangen 100,—. Lübeck, eingegangen in der Expedition des.Volksbote" 226,50. Kassel, Restbetr. in der Expedition des„Volksbl," eingegangen 1,45, Berlin, Sammlungen der Wahlkreise: 2. Kreis 1059,56. Listen 15033 1,70; 35265 20,45; 35266 Werkstatt Wcgner, Dcutsch- Wilmersdors 4. Rate 18,30; 35271 Tischlerei E, Mittag, Bellcallianccstr, 21,—; 35283 1,—; 35293 3,35; 35459 7,80; 35461 Vcrbandsmitgl. von Büxenstein 31,45; 35463 16,60; 15433 3,30; 15460 10,10; 15480 3,55; 15482 12,90; 15488 5,10; 15495 5,85; 35372 Müller. Blücher- strahe 35 18,60; 35374 11,50; 35375 4,75; 35376 15,15; 35378 13,75; 35379 6,45; 35380 10,75; 35381 6,10; 35201 7.80; 35202 8,—; 35203 5,70; 35206 12,45; 35210 1,35; 35 212 15,80; 35213 7,40; 35214—.50; 35008 12,05; 35013 13,15; 35015 11,75; 35026 durch Frau Schwencke bei Keller 12,50; 35028 7,90; 35032 4,65; 35033 6,60; 35044 16,65; 35049 3,75; 35050 durch O, Nagel im Englischen Garten 15,35; 35402 7,30; 35405 11,85; 35414 5,75; 35419 9.—; 15483 13,10; 35305 1,45; 35307 9,—; 35316 11,83; 35317 2,50; 35320 15,70; 35322 3,70; 35336 4,40; 35422 2,75; 35423 11,75; 35437 7,90; 35439 5,90; 35070 17.—; 35079 4,40; 15795 5,30; 35051 16,45; 35059 3,30; 35005 12,—; 35066 9,25; 35067 5,80; 35068 9,55; 35095 4,70; 35097 3,90; 35099 4,10; 36001 8,20; 36007 6.—; 36009 14,35; 36026 6,10; 15334 1,—; 15385 1,85; 36101 9,35; 35104 2,45; 35107 3,80; 35114 2,80; 35116 3,45; 35120 6,95; 35125 9,55; 35460 11,35; 35274—.75; 35278 6,45; 35279 7,10; 35284 7,10; 35285 16,10; 35295 6,95; 35299 7,65; 15485 3,35; 15490 3,60; 15494 2,30; 15500 8,15; 35002 2,20; 35010 1,50; 35037 9,30; 35045 4,40; 35403 1,30; 35408 5,93; 35151 6,40; 35163 4,05; 35167 6,80; 36168 9,45; 35178 2,70; 35179 6,45; 35181 7,30; 35184 8,20: 35185 12,—; 35193—,50; 35355 4,45; 35356 3,25; 35358—,50; 35359 2,55; 35360 1,—; 16162 11,15; 35314 8,15; 35315 10,50; 35337 5,15; 35342 9,45; 35343 2,50; 35346— 80; 35429 7,10; 35430 4,45; 35435 13,10; amerik. Stuft, bei Lindemann. Moritz- strajje 3,—; Tellersammlung v.„Bock" am 18. 3. 2. Sammlung 95,48, 3. K r e i s a Konto Listen 400,—(darunter 31236 C, P, Görz, Friedenau, Abt. Fischer 40,80; 31240 desgl. 25,50; 3103 gesammelt durch Mattes 7,25; 31391 Pianosabrik W. Hofsmann 22,—.) 4. Kreis. Wahlverein 3890,96. Listen: 11146 6,15; 11148 2,40; 11147 1,15; 11152 6,40: 11154 3,70; 11155 8,40; 11157 9,45; 11158 6,15; 11159 Genossenschast Stern 11,40; 11160 6.—; 11163 5,75; 11174 10,75; 11417 2,65; 30005 4,25; 30010 6,55; 30018 9,30; 30020 10,05; 30022 4,85; 30026 1,40; 30039 5,95; 30047 5,55; ----- m------------ 35656 7,—; 35657 3,95; 35658 6,85; 35680 6,25; 11127 6,35; 6,75; 11141 4,75; 11142 7,-; 11143 11180 1,70; 11183 9,05; 11185 11,45; 30231 4,—; 30232 3,30; 30233 7,—; 30241 13,65; 30242 2,60; 80234 8,45; 30245 6,80; 30247 11,05; 30251 4,20; 30253 12,90: 30254 9,60; 30257 5,75; 30258 2,50; 30259 3,25; 30 260 5,55; 30509 8,10; 30510 7,65; 30542 8,15; 30543 14,75; 30547 2,80; 30548 3,30; 30550 4,-; 11226 7,80; 30373 2,60; 30374 8,10; 30375 9,35; 30478 15,15; 30704 6,20; 30706 8,30; 30710 8,75; 30711 2,75; 30714 3,-; 30717 1,40; 30720 4,50; 30722 1,50; 30723 8,70; 30725 6,90; 30728 5,50; 30730 6,50; 30731 8,90; 30732 11,—; 30734 7,50; 30738 15,55; 30740 17,15; 30741 5,85; 30742 12,95; 30743 7,40; 30744 7,80; 30745 15,25; 30746 18,60; 30747 15,30; 30748 3,65; 30326 1,50; 30327 7,75; 30422 14,10; 30423 5,90; 30426 13,35; 30428 9,30; 30429 15,75; 30430 16,30; 30431 4,15; 30434 10,25; 30965 9,10; 30969 1,80; 30974 7,15; 30977 5,75; 30978 2,—; 30996 7,50; 30997 3,45; 35611 9,20; 35612 8,35; 35617 6,05; 35618 8,10; 35619 6,20; 35623 Fritze, Rummelsburg 5,40; 35624 6.—; 35625 14,35; 35626 9,65; 35627 3,95; 35630 4,50; 35632 11,25; 30606 12,60; 30611 1,20; 30615 2,85; 30613 5,50; 30625 12,75; 30635 3,50; 30638 3,25; 30643 4,50; 30649 7,35; 30650 6,30; 35532 1,50; 35533 7,10; 35536 18,70; 35538 8,—; 35540 6,45; 35542 7,50; 35545 6,15; 35546 3,70; 35547 4,95; 35548 7,35; 35549 3,25; 35550 2,60; 35560 7,30: 35561 6,50; 35562 7,15; 35563 5,15; 35564 11,30; 35565 12,80; 35569 7,85; 35567 13,50; 35570 10,85; 35571 12,60; 35572 5,80; 35573 14,40; 35574 6,25; 35576 7,65; 35577 6,50; 35578 3,20; 35579 15,95; 35736 14,15 35740 6,—; 35741 6,85; 35746 2,70; 35749 9,65; 35751 18,05; 30757 9,10; 30761 5,70; 30763 2,30; 30765 8,15; 30767 4,30; 30768 4,95; 30780 5,30; 30783 2,95; 30786 6,30; 30794 16,65; 30797 6,—; 35501 4,80; 35503 4,85; 35505 1,—; 35506 8,65; 35507 5,25; 35509 1,50; 35515 5,65; 35521 14,80; 35522 7,85; 35523 8,40; 35524 14,65; 35527 6,20; 35529 6,55; 35602 10,60; 35605 6,90; 35606 9,40; 35610 6,80; 30832 8,60; 30835 1,10; 30837 1,50; 30839 Dreher der Firma Dewit u. Herz 19,80; 30840 4,40; 30845 12,20; 30846 6,40; 30847 6,70; 30848 1,30; 35581 10,—; 35582 b. Vergnügen des Deutschen Kürschnerverbandes 9,—; 35583 5,35; 35584 2,60; 35587 2,20; 35558 4,80; 35589 8,40; 35590 24,25; 35591 10,10; 35593 Wcrkzeugmachcrei K. W. O. 22,70; 30262 6,60; 30263 7,95; 30264 4,70; 30267 2,05; 30279 1,75; 30281 4,80; 30285 7,15; 30286 6,95; 30291 17,20; 30292 3,45; 30293 12,—; 30295 3,20; 30299 16,70; 30303 2,50; 30308 2,60; 30364 3,85; 30363 Lungcnps. Eichkamp 4,60; 30366 9,10; 10155 4,65; 10156 3,95; 30056 2,50; 30058 3,75; 30069 15,50; 30081 4,—; 30082 4,85; 30083 12,15; 30084 17,85; 30085 14,40; 30086 9,70; 30087 6,75; 30088 3,05; 30089 1,70; 30090 2,05 30091 2,35; 30092 18,—; 30093 3,75; 30094 11,—; 30095 4,25; 30096 3,50; 30097 2,10; 30098 3,50; 30099 3,10; 30100 4,40; 30560 6,15; 30575 6,40; 30576 4,36; 30578 13,95; 30581 8,66; 30583 24,05; 35756 14,30; 35757 7,35; 35759 12,55; 35761 12,25; 35762 15,80; 35764 11,70; 35765 11,15; 35768 20,70; 35769 22,10; 35770 6,70; 10121 7,50; 10122 5,70; 10125 12,55; 10127 9,10; 10128 10,10; 10130 4,65, 10507 17,05; 10561 4,10; 10568 15,95: 10575 14,05; 10576 6,60; 10577 12,75; 11517 5,55; 11518 10,45; 11519 12,40; 30141 10,05, 30147 2,50; 30158 9,80; 30177 5,35; 30179 1,60; 30180 4,75; 35715 14,85; 35716 3,40; 35719 12,40; 35720 13,35; 35916 5,90; 30332 6,55; 30333 5,70; 30334 6,50; 30335 1,60; 30339 9,40; 30346 4,55; 30348 2,25; 30349 5,25; 30352 6,20; 30353 4,30; 30356 2,80; 30358 7,10; 30359 4,20; 30412 10,—; 30413 9,95; 30414 10,40; 30417 15,85; 30852 3,—: 30854 2,45; 30863 11,65; 30867 3,60; 30872 1,90; 30873 3,30; 30879 8,—; 30883 7,15; 30884 15,60; 30897 15,25; 1)831 8,35; 11833 8,—; 11835 3,—; 11836 12,-; 11838 8,40; 11839 5,-; 118408,75; 11843 8,05; 11848 20,—; 11849 11,60; 11850 3,50; 30208 3,55; 30215 2,30; 30218 4,60; 30229 9,—; 35665 10,15; 30436 11,65; 30437 8,85; 30438 18,55; 30439 14,15; 30440 9,05; 30441 9,80; 30442 2,50; 30443 12,70; 30445 6,65; 30446 3,60; 30447 11,70; 30448 13,50; 30449 9,60; 30450 6,40; 30451 1,60; 30452 19,60; 30453 3,50; 30454 8,—; 30465 7,70; 30467 20,—; 30468 9,85; 30469 6,40; 30470 7,80; 30471 4,-; 30472 5,40; 30473 4,75; 30474 5,90; 30902 3,30; 30905 12,20; 30919 5,40; 30931 1,50; 30936 2,70; 30949 10,—; 30950 2,90; 35641 11,90; 35642 10,30; 35643 22,90; 35644 14,90; 35645 13,35; 35646 9,—; 35649 12,85; 35650 13,35; 30667 6,30: 30677 8,25; 30679 9,50; 30684 12.—: 30685 13,80; 30686 8,60; 30695 3,15; 30697 4,—; 30698 4,40; 30311 11,95; 30312 15,55; 30313 11,50; 30315 8,25; 30815 Laternenwärtcr 5,55; 30816 1,05; 30817 9,—; 30819 11,90; 30820 2,55; 10492 7,25; 10491 5,55; 10421 2,75; 10424 7,15; 10425 2,45; 10427 16,70; 10428 5,80; 10443 7,80; 10446 5,15; 10488 6,10; 35937 7,10; 35938 4,15; 35939 4,40; 12483 6,25; 12459 9,70; 12353 2,85; 13812 4,25; 35791 11,40; 35792 7,75; 35793 4,80; 35794 10,90; 35795 8,05; 35796 10,55; 35797 8,80; 35798 6,10; 12846 3,80; 12895, K. 23. O. Gummisabrik, Saal 21 12,45; 12420 3,60; 12421 1,85; 12449 1,35; 12016 4,60; 12017 2.35; 13075—.20; 12085 13,65; 12086 7,90; 12573 10,75; 12621 2,85; 13723 9,60; 12864 6 95; 13807 3,85; 13310 3,55; 13835 4,65; 12925 15,60; 12983 8,35; 12889 6 40; 13020-.90; 13024 5,85; 13026 5,45; 13035—.90; 13040 4,—; 13066 5 45; 13074 5,95; 13096 9,05; 13094 12,80; 13955 9,20; 13956 1,15; 13957 1,85; 13959 10,80; 13960 11,—; 13962 1,75; 13997 1,-; 13998 3,-; 13999 2,25. Amerikanische Auktion bei Warsow, Lausitzerstr. 7, 7—: Kranz- üperschu» von der Tischlerei Kießling 11,35; Personal der Firma Langer, Koppeuslr. 9, mit'Ausnahme von 3 Treppen 7,50; 12018 durch Tiemann, Tapezierer von I. C- Psass 18,—; Bautischlerci von Bartsch. Box- hagencrslraste 26, 21,—; WassermessersabAk S. Meinicke 7,50: Arbeit« der Möbelfabrik H. Schulz 53,35; Weichbrot und Friedrich 1,90. 6. K r e i S 147,45. Listen 9158 2,70; 9477 11,15; 9479 10,75; 9484 6 25; 9509 13,25; 9522 7,15; 9525 4,—; 9530 11,80; 9546 1,85; 9547 1,—; 9551 2,40; 9645-.70; 9646-.50; 9647 22,20; 9701 21,50; 9704 12,85; Kr eis 7206,92. Schönhauser Vorstadt: Listen: 6225 ' HH*; 7763 4,50; 7771 10,65; 7780 2,70; — 1-".......; 8579 32716 D.Ol,, UO.XO iU,J.U, 0�1.10 io,." l--------- 32725 durch Robert Schmidt 11,65; 32726 Schultheiß I Sektion II 13,25; 82731 1,90; 32732 6,65; 32742 Schultheiß I Sektion II durch Gelder 12,75; 32744 durch Otto Otto 9,60; 32745 gesammelt durch Leidicke (Werk Sibirien) 11,10; 7575 9,30; 8623 3,95; 8638 Bau Buchstr. 6 4,-; 8649 4,40; 8651 Bau Schmidt, Gustav Müllerstraßc- Ecke 12,20; 8652 Allg. E.-G., Slckersttage 17,50; 8661 Tischlerei Hariß u. Seiden 13,50; 8699 Bau Schmidt, Gustav Müllerstrage- Ecke 10,—; 8700 desgleichen 12,45; 7515 2,25; 7551 4.—; 7554 4,50; 8633 5,95; 7702 durch Günter 7,25; 7704 12,90; 7705—.50; 7708—,75; 7749 2,—; 7778 5,65; 7800 12,20; 8519 4,15; 8525 3,15; 8554 durch Lenz, isaal 26—27 Gummidrcher, Kabelwerk Oberspree 14,40; 8559 8,—; 8560 3,30; 8581 2—; 8582 6,15; 8588 4,05; 8595 3,60; 32707 8,10; 32710 9,60; 32713 6,80; 32714 " 32715 23,—; 32730 Schultheis! I Sektion II 14,05; Pieper 10,60; 32739 7.80; 32740 3,60; 32763 Kühn, Oderbergerstratze 9,30; 7608 3,10; 7641 2,—; 7643 2,60; 7671 1,10; 7675 3,75; 7686 4,65 7691 8705 4,75; 8709 9,50; 8712 5,70; 3724 12,20; 8734 5,35; 8743 8,35; 8744 4,50; 8749 6,30; ' 8756 9,30; 8759 3,70;-------- 8766 3,35; 8767 14,40 8778 6,30; 8779 12,55 8799 8,15: 8800 7,35; 10,45; durch Karl 15,30; 8691 5,90; 8726 21,—; 8752 1,95; 8764 3,90; 8776 2,55; 8788 5,25; 7513 11,35 7550 9,55; 32737 durch 7646 3,-; 8725 17,30; 8750 4,-; 8762 19,50; 8763 17,65; ; 8774 9,05; 8775 4,50; 8783 10,—; 8787 1,—; 7505 durch Wehrte 5,—; 8753 8,25; 8765 7 ,—; 8777 9,—; 8791 8,65; 7530 3,36; 7536—.60; 7537 2,25; 7540 3,—; 7549 5,45 7564 1,20; 7566 3,50; 7567 12,85; 7563 10,50; 7570 10,45; 7574 2,50; 7577 5,40; 7585 4,35; 8611 6,50; 8625 2,90; 8626 3,55; 8632 6,40; 8634 3,30; 8639 11,—; 8640 4,25; 8642 6,25; 8645 11,20; 8667 11,25; 8668 1,—; 8672 8,95; 8673 3,60; 8674 9,30; 8633 13,45; 8684 5,40; 7799 1,75; 8518 13,65; 8533 5,45: 8569 2,70 I 8573 3,05 I 8587—,30; 8593 4,15; 32702 Firma Guttmann(Nähmaschine) durch Michncr 17,25; 32704 2,—; 32709 8,60; 32711 2,95; 32712 1,20; 32722 durch H. Wetze! 8,50; 32733—,90; 32734 3,90; 32735 3,55; 32736 4,25; 32741 durch Ringhardt, A. E.-G. 16,40; 32749 2.—; 32750 7,80; 32751 3,60; 32756 Schultheiß I. Sektion II 13,20; 32757 9,65; 32762 durch Dorn 8,25; 32764 Werk Wildau durch Otto Otto 9,95; 32765 Schultheiß I, Sektion II 8,20; 32766 Werk Sibirien durch Lüdecke 13,10: 7624—,75; 7632 Maurer u. Arbeiter Bau Hamburgerstraße- Jnvalidenstrage 13,65; 7635 6,50; 7642 7,65; 7696 2,75; 8689 10,90; 8690 9,75; 8692 5,50; 8713 durch Schulz, Bau Berndt, Franksurterstraße 5,50; 8716 8,75; 8751 16,55; 8754 6,30; 8782 durch Former stiedewitz 7,45; 8785 6,40; 8786 7,90:�7766 3,70; 7767 5,30; 7768 6,75; 32801 2,50. Amerikanische'Auktion beim stt.-Slbend b. 9t. Sauer, arrangiert v. Gesang- verein„Gleichheit" 12,—; Bautischlerci Alstädt, Lippehnerstr. 23, I.Rate 8,80; desgleichen 2. Rate 5,10. R o s e n t h a l e r Vorstadt. Listen: 4128 2,50; 4146 9,10; 4147 1,90; 4150 5.—; 4206 12,65; 7221 ----*" 7223—,80; 7227 2,40; 7228 5,75; 7229 8344 2,25; 8357 4,65; 8372 2,50; 8378 8393 8,55; 8423 1,25; 8424 1,40; 8434 3,70; Geburtstagsfeier am 1. Weihnachtsseicrtag d. Pflug- 8462 0,80: 8467 Personal der Buchdruckern R. Boll, chröder 13,40; 8470 3,40; 8475 durch Malerne 7,30; 1,75; 7222 2,35; 1,30; 7251 3,35; 14,30; 8392 19,05; 8436 gesammelt b. d. radt 4,—; 8451 8,—; Georgenslr. 23, durch 8489 5,55; 8494 14,10; 8445 5,45; 8359 12,40; 8380 19,65; 4116 7,70; 4117 7,—; 7202 gesammelt Werkstatt Steiner, Molkenmarkt 1, durch Deglau 4,50; 7206 gesammelt durch schaltamack 7,—; 7212 10,70; 7219 gesammelt von den Arbeitern d. Möbelsabrik Sennig u. Jatzkh, darunter 5,— Sechser� lasse 10,50; 7220 durch Neste 5,35; 7241 gesammelt Bautischlerei Walz X 6,50; 7244 6,10; 7245 5,45; 724? Buchdruckerei Drewitz, Kochstr. 67 13,— 7249 5,—; 8309 1,20; 8313 10,—; 8382 3,45; 8325 4,—; 8326 durch Pctt 8,90; 8332 0,75; 8339 durch Felix Otto 18,15; 8384 11,53; 8390 12,05; 8391 26,80; 8405.durch Gicnke 7,70; 8466 durch Korisewsky 10,80; 8471 7,35; 8482 4,30; 8484 16,55; 8490 durch Giese 11,50; 8495 2,55; 8496 5,95; 7217 17,75; 8345 5,25; 8356 4,30; 8377 3,80; 8394 9,40; 8399 3,35; 8408 durch Meyer 13,35; 8422 6,60; 8426 3,35; 8448 0,50; 8463 2,50; 8488 0,30; 8492 1,20; 7201 gesammelt durch Teblinger 4,90; 7213 12,45; 7224 6,95; 7225 3,10; 7226 6,35; 7253 4,45; 7258 5,90 7261 Personal der Buchdruckerei Boll 11,20; 7262 5,20. Gesund b r u n n e n. Liften: 6635 5,05; 6647 25,—; 6648 11,70; 6652 3,— 6654 2,05; 6658 0,50; 6666 13,85; 6669 18,30; 6690 5,40; 7801 1,50; 7802 6,15; 7807 6,50; 7808 3,25; 7809 23,90; 7818 6,85; 7817 17,55; 7815 16,75; 7821 5,70; 7822 9,—; 7823 6,35; 7827 5,90; 7828 7829 2,65; 7830 2,85; 7842 15,10; 7844 12,15; 7850 7,15; 7851 7852 3,50; 7868 7,45; 7900 0,50; 7921 9,90; 7924 3.65; 7942 7944 6,40; 7945 4,60; 7946 16,50; 7951 4,35; 7986 19,60; 8012 8016 11,70; 8025 5,35; 8030 12,55; 8042 8,15; 8045 4,30; 8050 8051 17,70; 8052 4,—; 8053 3,90; 8054 15,65; 8056 2,-; 6,15; 9,85; 5,90; 5,65; 1,90; 8- 8154 8058 6,75; 8069 9,30; 8096 2,75; 8097 3,45; 8107 10,90; 8109 8113 1,20; 8114 3,—; 8133 4,80; 8141 10,25; 8147 5,05; 8160 8,45; 10,55; 8157 15,10; 8161 1,—; 8180 6,70; 8182 9,—; 8184 9,25; 8191 8,40; 8293 17,30; 8297 21,85; 8298 13,60; 8300 6,80; 32507 4,85; 32509 6,85; 32555 1,30; 32559 3,55; 32560 2,75; 32567 1,—; 32572 3,20; 32573 4,50; 32581 5,50; 32582 2,70; 32584 3,—; 32586 1,—; 32590 1,50; 32593—,50; 32602 2,60; 32605 2,—; 32609 1,90; 32613 2,—; 32621 1,75; 32627 7,—; 32628—,80; 32629 2,—; 32632 1,95; 32639 1,40; 32640 4,05; 32641—,50; 32651— 50; 32653 11,10; 32656—,50; 32657 3,—; 32658 4,50; 32668 1,75; 32691 19,60; 32692 19,05; 32696 20,25; 32698 5,35; 32699 7,—; 32700 6,10; 7982 Leutnant Schmidt 83,—; 6636 Stocksabrik. Ritter ''" 20,—; 6651 20,75; 6660 11,05; 6667 4,75; 6671 1,—; 6684 8,20; 6688 8,60; 6694 3,55; 6833 13,10;---- 7838 7,55; 7839 6,60; 7857 8,65; 7860 1,—; 1■ 8090 4,05"WWW M 8006 3,95; 8079 1,75; 8151 3,55; straße 59 6673 3,50; 7834 9,35; 7889 9,85; 7962 8.85; 8018 4,75; 8139 10,40; 8160 5,65; 32503 17,55; 32530 5,—; 7897 2,—; 7968 5,20; 8064 4,45; 8140 14,35; 8281 6,60; 8282 6,65; 32510 39,40; 32531 10,10; 7915 4,25; 8009 9,85; 8099 9,70; 8152 6,55; '8284 14,80; 7919 6,85; 8010 3,75; 8124 4,60; 8158 2,50; 8285 15,—; 32511 10,75; 32512 32532 16,35;__32533 27,05; 7832 3,60; 7878 8,95; 7926 1, 8013 3,50; 8130 8,35; 8159 4,45; 8296 8,40; 32527 7,05; 32681 10,10; 32693 12,—; 32694 10,20; 32695 12,30; 32697 8,25. Nächtrag zur Liste 6639 10,—; Bäcker-Gesangverein Morgengrauen 100,—; Kranzüberschutz der A. E.-G. 13,80; Kranzüberschuß vom Autobau Siemens-Achuckert 4,—. Oranienburger Vorstadt: Listen; 4819 11,50; 4821 5,70; 4828 1,15; 4851 1,75; 4859 2,—; 4880 2,25; 4881 4,25; 4882 9,50; 4916 6,—; 4919 2,55; 4924 19,35; 4925 2,70; 4940 2,10; 4944 6,15; 4961 6,05; 4962 2,40; 4963 4,35; 4965 5,55; 4966 14,25; 4971 2,60; 4972 0,50; 4988 0,70; 7302 4,05: 7303 4,60; 7309 4-; 7311 5,75; 7321 3,20; 7330 7,—; 7331 Maschincnsabrik Allner 7,40; 7336 7,20; 7339 4,50; 7343 7,95; 7345 13—; 7346 13,05; 7348 5,20; 33003 9,80; 33005 14,25; 4684 10,05; 4878 3,05; 4906 5,15; 4907 1,75; 4910 1,30; 4912 1,60; 4934 4,30; 4951 abstinente Arbeiter durch O. B. 6,70; 4964 15,90; 7328 5,95; 7349 3,30;' 33001 11,70; 4860 4,—; 4871 9,30; 4898 8,70; 4901 Turbinensabrik Abt. Urich 35,70; 4905 10,95; 4915 4,15; 4943 0,95; 4968 1,80; 4970 3,60; 4984 Schmidt u. Komp. 12.30; 4998 6,20; 7319 0,50; 7338 2,35; 7342 9,40; 7344 6,75; 7347 11,80; 7350 2,—; 33008 Nachschuß von W. Höst 2,85; 7312 5,25; 7335 Firma Schönheimer 8,85; 7337 6,—.— Web ding: Liften: 5033 2,75; 5073 13,05; 5046 1,75; 5049 Thyssen u. Co., Konstruktionswerkstatt 14,15; 7361 Hein Lehmann, Abt. III 18.75; 7362 2,05; 7364 4,75; 7365 4,30; 7380 Arbeiter der Fa. Bolzani 13,50; 8805 14.50; 8815 4,20; 8820 11,25; 8826 8,50; 8852 9,35; 8855 1,40; 8862 Kollegen u. Kolleginnen der Finna A. Schwartzlopff 17,70; 8903 3,80; 8904 13.—; 8908 Dreher d. A. E.-G., Brunnenstraße 7,80; 8983 10.30; 32013 19,65; 32016 6,-; 32022 1,50; 32068 7,—; 32103 3,10; 32124 12,75; 32135 5.45; 32139 4,15; 32140 Kunstschmiede v. Dregcrhost-Schmidt, Reinickendorf, III. Rate 45,70; 32144 8,60; 32146 Automobilbau Abt. Siemens, Schuckertwerke, Nonnendamm 36,05; 32168 14,25; 32183 1 4,15; 7354 4,10; 7355 2,50; 7367 10,95; 7368 6,65; 8821 16.30; 8897 8,05; 8900 16,35; 8919 4,75; 8921 5,.50; 8929 7.25; 8951 A. E.-G. Betrieb R. F.. Abt. Schmarsow 8.90; 3952 3,50; 8953 7,90; 8957 7,70; 8958 7,70; 8959 2.25; 8960 10,10; 8985 13,15; 32056 21,80; 32058 3,40; 32093 9,60; 32099 2,65; 32109 4,50; 32110 6,40; 32112 Arb. d. Fa. Gebr. Bolzani 8,75; 32114 2,80; 32148 2.50; 32150 der vergessene Meier am 14. 1. 06 21,—; 32156 14,40; 32169 5,05 I 32177 2,70: 32182 11,—: 32189 13,50: 5303 3,50: 5500 24,80 I 7002 7,90; 7004 6,65; 7005 1,—; 7369'Autobau Oberschöneweide-Montage 24,30: 7382 1,40; 7387 Buchdruckerei L. Simon 9,60; 7388 10.—; 7389 12,25; 7390 Buchdruckerei L. Simon 10,65; 7391 7,10; 7392 Revolverdrehcr d. F. Bergmann 16,35; 7393 20,25; 7416 Bergmann Abt. Schwartz 19,75; 7417 7,50; 7418 11,20; 7420 Bergmann. Abt. Holinbach 7,65; 7421 desgl. Abt. Mertens 7,10; 7422 desgl Abt. Buchholz 23,-; 7423 desgl. Abt. Vettmann 14,35; 7424 desgl. Abt. Lichterfeld 15,90; 7425 desgl.'Abt. Ehrke 28,05; 7426 desgl. Abt. Döhring 9,30; 7427 desgl. Abt. Schulz 7,10; 7428 desgl.'Abt. Schwartz 17,30: 7429 desgl. Abt. Andrees>(Frauen) 13,30; 7430 Autobau Siemens u. Stansky 26,70; 7431 Schwieger- Schmidt (Frauen) 6,20; 7432 Glühlampenwerke(Frauen) 6,30; 7433'Abt. Schwicger 10,05; 7434 desgl. 7,45; 7435 Stanzerei Krüger 7,35; 7436 Abt. Joseph 7,95; 7437 Lande-Banret-Windols(Frauen) 7,35; 7438 Spielhagcn 19,45; 7439 Richter 24,65; 7440 5,25; 7445 Nikolaus Hertzog 1 0,60; 7446 Abt. Franke 7,10; 7455 Kunstschmiede Drcgerhoff-Schmidt 28,25; 7456 11,25; 7458 1,90; 7459 16,35; 8807 3,55; 8809 7,25; 8811 1,60; 8832 2,50; 8840 4,40'; 8858 3,"75; 8859 1,60; 8861 10,—; 8864 5,55; 8878 3,85; 8893 10,80; 8895 1,20; 8901 2,40; 8913 2,—; 8920 9,75; 8935 10,80; 8937 5,50; 8954 3,-; 8955 4,45; 8956 Dreherei Eyclop 14,55; 32006 2,75; 32008 2,05; 32009 1,—; 32010 2,95; 32034 5,90; 32044 7,35; 32057 2,85; 32083 6,80; 32088 6,85; 32089 4,40; 32090 2,85; 32092 3,65; 32095 6,15; 32096 6,05; 32100 2,45; 32111 1,45; 32126 4,90; 32127 4,90; 32138 10,25; 32141 3,35; 32142 5,65; 32149 3,50; 32181 1,50; 32185 8,65; 5356 7,30; 32003 5,35; 32001 4,75; 32007 4,35. Kranzüberschuß v. Bezirk 690 2,60. M o ab r t: Li st en. 5607 2 05, 5615 18,90; 5633 2,25; 5659 6,90; 5768 2,85; 5853 Schreibmaschine, Hutten. straße 31,25; 5931 24.10; 5970 3,85; 5971 3,35; 5972 2,30; 5973 14,10; 32217 32279 2,40;' 5964 7,60; 5981 615; 6000 24 30; 32241 10.-; 32253 10,55; 322o5 2,55; 32272 14,85; 32274 11.75; 32276 9,-; U282 2.30: 32283 6.10; 32284 9 75; 32285 1,60; 32286 26,90; 32287 Wertheims Muhle 10,30; 32288 Bau Aschinger. Bude Wendland 11,10; Deutsche Blerbra�rel. Wt. Flaschenbier 3,10; Ueberschutz vom Marz kränz Berlin-Zlnhaltische Maschinen- aU A Brun neust ratze 107 a: Listen: 33101 Abt. Hrlde- brandt 16,05; 33102 Wt. Gallcrie 6,50; 33103 Abt. Steffen 16,95; 33104 desgl. 6,50; 33105 Weyer 15,-; 33106 Abt. Priebe 43,7a; 33107 316t. Möhler 10 90; 33108 Abt. Wedemcyer 12,45; 33109 Abt. Lehmann 7,65; 33110 Abt. Berg 22,55; 33111 Slbt. Schurig 16,75; 33112 desgl. 11, 60: 33113 Slbt. Breyer 15,50; 33114 Abt. Krause 14,10; 33115 Abt Ri se 27-: 33116'Abt. Pietsch 15,50; 33117'Abt.-riedemanii 19,95; 33118 Slbt. SWt 7,10; 33119 Slbt. Tbieme 14,35; 33120 Slbt. Kroop 3,95; 33121 Slbt. Flohr Radorn 14,50;'33131 Abt. Korth 26,95; 33132 Abt. Erdmann 19,50; 33133 civtLi. 4�. ochoi«.Kirtwttrfr» 331 SP* ftrnm 10.50! 'Abt. Scholz 15,—; 33134'Abt. Wernicke 14,85; 33135'Abt. Franz 10,50; 33136 Abt. Dasdors 5,05; 33137 Slbt. Becker 36,85; 33133 Abt. Kienscherper 31,75: 33139 Slbt. Scharnow 10,70: 33140'Abt. Böselt 15,85; 33141 Slbt. Sarhaus 13,25; 33142 Abt. August Weyer 13,15 33143 Abt. Kühne(Masch.) 18 65; 33144 desgl.(Schlosser) 13,90; 33145 Slbt. Stommel 17,0o; 33146 Abt Schumann 8,40; 33147 Abt. Scheer 19,-; 33148 Abt. Nahrstedt 21,40; 33149 Abt. Düllmann 30,75; 33150 Abt. Seelcrt 12,95; 33151 Slbt. Krull 20,30; 33152 desgl. 16,15; 33153 Abt. Schieber 5,65; 33154 Slbt. Gießerei 16,—; 33155 desgl. 19,—; 33156 desgl. 16,85; 33157 desgl. 12,70; 33158 Slbt. Handrock 12,15; 33159 Abt. Possclius 18,05; 33160 Slbt. Netzband 28,10; 33161 Abt. Gießerei 12 45; 33162'Abt. Siebte 18.55; 33163'Abt. Netzlass 35,60; 33165 Slbt. Kaminsky 41,80; 33166 Abt. SileSky. Musiol 10,25; 33168 Abt. Brause 13,40; 33169 Slbt. Kaminsky 21,80; 33170'Abt. Lager- III 8.75; 33171 Slbt. 'Maschiliciilager 6,75; 33172 desgl. 11,30; 33174 Slbt. Gießerei 29,05; 33176 Slbt. Sandberg 12,65.,,, r � Wahlkreis Teltow- BeeSkow- Charlottenburg. So- zialdemokr. Zcntraüvahlverein, Listen u. Einzclbeiträge�l254,70.(Darunter: Rixdorf, Listen 217,55, Fabrik v. Lüben u. Buse, Saal 13 10,40, desgl. Saal 15 7,65, desgl. Saal 17 7,40, deSgl. Saal 19 7,30, desgl. Saal 20 19 30, desgl. Saal 22 6,30, desgl. Sibirien 15,50, Gasmcssersabr. Marien- dors 23,—, Schriftgießerei Gursch 48,10, C. P. Goerz, Lersuchsabt. 12—, desgl. Slbt. Busch 27,25, desgl. Wt. Serter 27,65, des- gleichen Werkzeugbau 23,30, desgl. Extra- Photo. Moni. 16,95, Kollegen der Firma Bocllert 8,10, durch Schwarz. Urbanstr. 12,15, desgl. 5,10, Dachdecker der Firma Hoppe u. Co. 10—, v. 13. Rixdorser Bezirk 24,15, desgl. vom 7. Bezirk 4,10, Sa. 538,25; Schöneberg, Listen 229,20, Arb. v. C. P. Goerz, Friedenau, Slbt. Fräserei 48,95, Kvhlenplatz Karstcdt 5,85, Tischlerei A. Staberow 2. Rate 9,25, desgl. 3. Rate 9,10, ges. in der Druckerei A. Kcttenbeil, Schöncberg 14,35, ges. Bau Schlüssclburg, Char- lottenburg, Bismarckstr. 13,—, Sa. 329,70; Sldlershos, Listen 56,50; Maslenb. d. Bauarbeiter Bezirk Charlottenb. 30,—; Britz, Listen 50,25; Charlottenburg, Liste» 126,60, Berliner Musikalien-Druckerei 8,05, Wasfensabr. Abt. Fitzkorp 11,20, Telephonapparat-Fabr. Zwietusch, Salz-User 7, 19,20, Arb. v. C. P. Goerz, Slbt. Brimmer 25,—, Deutsche Waffen- n. Munitionssabr., Slbt. Hackmann d. Boch 21,05, Ges. v. d. Slrb. der Firma Hauptticr d. Weiß 7,3v, rote Verlobung d. Gen. H. 3,90, Ges. d. Schulze 13,45, Tischlerei Becker, Skalitzerstr. 2Sa 6,30, SiemenS-Halske. Wernerwcrk 7,90, Sa. 250,—.) Bereits abgeliefert 8771,14. Im ganzen 10025,84. Niederbar n imer Wahlkreis: 827,20. Obe r-Schön e- weide: Listen: 389 K. W. O. Auto-Montage 19,45; 393 Niles, Dreher 12,60; 394 Stiles, Schlosser 8,70; 395 51. W. O. Drahtsabrik 15,35; 393 Bandwalzwerk 13,40; 397 desgl. 6,95; 398 Norddeutsche Eisenwerke 17,70; 399 K. W. O. Drahtsabrik Saal 8 12,05; 400 Hapierrohrsabrik 18,10; 451 Telephvnkabelsabrik 13,75; 454 16,05; 455 14,45; 457 K. 28. O. Neuer Lagerraum 8.43; 459 12,10; 464 18,30; 466 6,15; 467 9,43; 468 K. W. O. Frinzeug 7,40; 281 Handwerker der Schultheiß' Brauerei, Slbt. 4 9,20; 262 14,10: 284 4,20: 285 10,60: 289 9,85: 290 Gießerei K. W. O. 12,45: 294 7,50; 300 10,85; 303 1,—; 308 K. W. O. Autosabrik, Montage 28,60; 382 10,40; 384 K. W. O. Auto 16,75; 386 K. W. O. Saal 26 u. 27 17,23; 390 Storddeutsche Eisenwerke 8,30; 391 K. W. O. Gießerei 22,60; 392 K. W. O. Papicrrohrsabrik 21,35; 265 9,03; 319 K. W. O. Installateure 4,30; 385 K. W. O. Werkzeugbau Autosabrik 16,60; 387 K. W. O. Auto, Motor u. Getriebe 40,25; 388 15,95. Rummels- bürg: L i st e n: 187 18,95; 188 12,70; 196 5,50; 197'3,10; 193 1,30; 200 6,80; 201 5,45; 203 8,95; 421 1,65; 422 9,95; 424 6,65; 423 5,55; 427 5,35; 435 9,30; 438 8,55; 439 3,55; 440 9,40; 441 3,45; 443 6,65. Lichtenberg: Krankenkassenversammlung in Wilhclmsberg d. Buse 4,20. P a n k o>v: L ist e ii: 283 8,25; 380 4,40; 376 2,—; 375 10,05; 262 1,70; 10 7,15; 5 0,70; 837 23,45; 373 18,45; 258 10,20; 257 2.—. O r a n i e n- bürg: L i st e n: 228 3,—; 229 2,25; 230 3,35; 231 1,-; 232 3,05; 233 6,05; 234 4,10; 235 1,—. Erkner: L i st e n: 401 5,95; 402 8,90; 403 1,70; 404 3,75; 405 9,05; 406 7,10; 407 1,30; 408 1,20; 409 2,90; 410 14,—. Berlin, diverse Eingänge: Bummavercin der Kolonie Wilhelmshöhe 3,—.„B. C. Manko" 10,—. Polierer von Dischleit, Sldmiral- straße 18I> 5,—. Desgl. 4,70. Uebersch. der Kranzsp. Kohlmann d. Teichlcr 9,25. Uebersch. der Wcrkstelle Horn u. Heunel 2,60. M. Schönselder 1,70. Von den Rohrlegern und Helfern der Firma Vogt u. Ucrpmann 10,—. Gesammelt in der Generalversammlung des Deutschen Metallarbeiterverb. am 4. 3. 1906 157,—. Uebersch. v. Märzkranz, zielbewußte Signalbauer». Hein, Lehmann 4,25. Aukt. eines Teekessels b. sttandfeft d. Kupferschmiede 3,40. Uebersch. der Kranzsp. v. Kabelwerk Oberspree, Abt. Tcilprcsserei 3,50, Dr, Siegsrieda 2,—. Tischlerei Haserkorn 10,—. Von den Kollegen der Werkst. Jonuleit u. Psass 15,—. Durch KansliviuS 14,20. Uebersch. v. d. Kranzsp. Kaiser u. Schmidt, JohanniSstr. 20 5,40. Zcntralverband der Maurer Deutschlands, Zweigverein Berlin 3000,—. Uebersch. der Kranzsp. für die Märzgej. v. o. Firma Mix u. Genest, Abt. Kursürstenstraße 10,—. A. D. R. H. 10,50. Gesangverein»Senefelder" 2. Rate 25,—. Knabe (2. Kr.) 5,—. Uebersch. v. Märzkranz Deutsche Telephonwerke 95,50. Uebersch. v. d. Kranzspende zum 18. März v. d. Arb. der Firma L. Löwe u. Co., Werkzeugmaschinensabr., Huttenftr. 17—20 174,95, Uebersch. v. d. Kranzspende zum 18. März v. d. Arbeitern u. Slrbcitcrinnen der Deutschen Waffen- u. Munitionssabr. in 2 Raten 669,65. Hülssarbeiter der Druckerei „Woche" 10,—. Arbeiter der Firma Werner, Betrieb C. u. D. 24,05. Uebersch. d. Kranzspende v. 18. SNärz, gesammelt von den Arbeitern der Daimlerschcn Motorengesellschast, Marienselde durch L. 217,95. V. Lichtenberger ges. bei Tempel 5,15. Ges. bei der Betricbsvers. der Viktoria-Brauerei Abt. I durch A. Sch. 5,—. Von den Slrbeitern der Gießerei-'Abt. Georg Graunert, Stralau 22,10. Märzkranzübersch. von den Slrb. der Firma Zelder u. Plathen 22,90. Uebersch. v. Märzkranz v. d. Slrb. der Firma Frister u. Roßmann 35,35. Von Herrn G— e sür ein Referat 6,—. Kollegen v. S. u. H., Wcrnerwerk, Signalbau 42,—. Kollegen v. Schälke Nachs., Stocksabr., Ritterstt. 59 20,—. Sonstige Eingänge: Dessau, vom Wahlkreis Slnhalt I 100,—. Kiel, v. 7. ichlesw.-holst. Wahlkreis 6. Rate 600,—. Desgl. 7. Rate 600,—. Höchst a. M., durch F. E.(quittiert in Franks.„Volksslimme") 52.60. München, Zentralverb, der Maurer 100,—. Zehlendors, Begräbnis 3,—. Braunschweig, v. d. sozialdemolr. Partei des Herzogtums(darunter vom Ortsvercin Braunschw. 150,—) 200,—. Maßanlen, Janz 1,—. Konstanz, unter Parteigenossen ges. v. Wetzet 10,—. Meußelwitz,„Hoch die Freiheit, nieder die Knechtschaft" 14,—. Hamburg, ges. v. d. 3. Hamburger Wahlkreis und vom 6., 8. und 10. schleswig-holsteinischen Wahlkreis 4000,—. Hanau, aus dem Wahlkreise Hanau- Gelnhausen- Orb 135,31. Eulenburg, v. Gewerkschastskartell 50,—. Butzbach i. H., C. K. 1,30. M.-Gladbach, Uebersch. des Ertrages der Protestversammlung 25,40. Celle, vom Verband d. Zimmerer 10,—, Uebersch. einer Slbenduntcrhaltung der Gewerlschastskommission 40,—, Sa. 50,—. Wittenberge, roter Geburtstag b. Wirt Jahn durch K. Sch. 3,50. Erfurt, durch H. R. 15,52. Celle, vom 14. hannov. Reichstagswahlkreise 3. State 30,—. Spandau, Verband der Porzellanarb., Zahlstelle Sp. 20,—. Potsdam-Spandau-Osthavclland, Kreis- wahlverein 367,15(darunter in den Proteswersammlungcn am 21. Januar gesammelt: Potsdam 72,40, sHennigsdors 27,20, Marwitz 19,05; von den Buchdruckern Potsdams 25,—, Arb.-Radsahrcrvereiu Potsdam 4,—, Gen. K., Potsdam—,65, Gesangv. Geselligkeit, Hennigsdorf 10,—). Slltona, vom 18. Januar bis 6. März bei der'Agitationst. sür Schleswig-Holstein ein- gegangen 511,30. Staßsurt, v. Wahlkreis Ouedlinburg-'Aschersleben-Calbc 150,—. Spandau,-Versammlung der StaatSwerkst.-Slrb. im roten Sldlcr 11,50. Rixdorf, Lindemann 1,10. Nürnberg, bom Gau Nordbayern 607,40 (darunter Seußen 31,20, Laineck 7,70, Berncck 7,60, Gößmes 3,-- Wunsiedel 14,90, Hos 60,30, Bindlach 2,10, Spalt 6,50, Sankt Johannis 1,80, Selb 27,90, Warmsteinach 8,90, Oberwarmsteinach 5,20, Bffchossarün 4,10, Schönwald 7,50, Mkt. Bruck 13,80, Eibach 7,80, Helm- brechts 23,—, Nürnberg 374,10.) Charlottcnburg, städtische Arbeiter 16,40. Husum, durch Fr. Kl. 41,80. Weißenjee, v. d. Möbelsabrik v. Herzig u. Banemann d. SJI. 20,—.©fcttafi, M. 1,50. Zehdenick, ges. in der am 18./3. ftattges. Volksvers. 24,57. Offenburg i. B., gel. bei der Märzseier, ubersandt d. P. H. 10,40. Rummelsburg b. Berlin, Tiefbau S,—. Spandau, Hebers chuff o. d. Märzkranzsammlung v. d. Arbeitern d. Firma Orenstein u. Koppel 40,85. Augsburg, vom Wahlverein, 2. Rate 174,15. Leisnig, v. Parteigenossen 50,—. Spandau, Uebcrschug der Tellersammlung am 18. März 142,11, LemSdorj b. Magdcb., sozialdemokr. Verein des Kreises Wanzleben 300,—. Friedenau, Uebersch. vom Märzkranz v. d. Arbeitern v. Firma C. P. Goerz 190,—. Bremen, v. Parteigenossen 500,—. Remscheid, in Versammlungen gesammelt 120,12.' Butzbach i. H., C. K.' 1,30. London.' Sammlung d. Ken. Rothstein unter englischen Parteigenossen(durch Kautsky) 1021,95. Friedenau, v. d. drei jungen Kautskhs 13,—. Krummöls i. Schl., durch K. W. 3,—. Menburg S.-A., Sammlung des sozialdemokr. Vereins 1250,—. Borsigwalde, gesammelt aus ewer Gesellenseier bei Kube 20,00. Schleswig, durch H. B. 72,95. München, Seneselder durch Schumann 193,—(darunter v. Lithographen 27,50. Chemigr. und Kupserdruffer 74.-. Stein- und Lichtdrucker 91,50). Summa 32 498,85 M. Bereits quittiert 274 300,88 M. Im ganzen 307 399,73 M. In früheren Quittungen muß es bei den Listen deS 6. Berliner Wahlkreises Nr. 7715, 8551, 8552, 8593 und 8000 nicht heißen Schultheiß I Saal N, sondern Schultheiß I Sektion II. In der Quittung in Nr. 40 des„Vorwärts" vom 24. Februar d. I. muß es unter Friedland(Bez. Breslau) Uebersch. v. d. Proteswers. durch E. L. nicht heißeir 10,50, sondern 39,—. In der gleichen Quittung mutz es unter den Einzelbeiträgen des 4. Äerlmer Wahlkreises nicht heißen durch Kracht 10,—, sondern amerik. Aukt. v. M. d. W. N. O. 10,40. In der gleichen Quittung kommt zu den Beiträgen des 0. Berliner Wahlkreises (Gesundbrunnen) noch die Liste 8291 mit 11,80. Berlin, den 14. April 1906. A. Gerisch, Lindenstr. 03. aiix den Inhalt der Inserate iernimuit die Redaktion dem vnblikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Zheater. Sonntag, de» 22. April. Areie Volksbühne. Sonntag, 22. April, nachmittags«'/, Uhr: 18. Abteilung im Metropol-Theater- Kater Lamve. 4./5. Abteilung im Carl Weiß-Theater: Der Meister. M o n t a g a b e n d 8'/, Uhr: 12./13. Abteilung im Carl Weiß-Theater, Emilia Galotti. Neue freie Volksbühne. Sonn. tag. 22. April, nachm. 3 Uhr: 0. Abteilung im Schiller- Theater O: Die Macht der Finsternis. 1. Abteilung im Schiller» Theater 17- Zapsenstreich. Nachmittags 2'/, Uhr: 10. Abt. im Deutschen Theater: Das Käthchen von Heilbronn. Extra- Vorstellung im Neuen Theater- Salome.— Der Kammersänger. Ansang VI, Uhr: Opernhaus. Der Freischütz. Wontag: Tristan und Isolde. An- sang 7 Uhr. TchaiispielvonS. Die Ouitzows. Montag- Othello, der Mohr von Venedig. NeueS Operntheater. Der Barbier von Sevilla. Slavische Braut- Werbung. Deutsches. Der Kausmann von Venedig. Montag: Dieselbe Vorstellung. Westen. Schützenliesel. Nachmittags 3 Uhr: Die Hugc. notten. Montag: Der Zigcuncrbaron. ReueS. Ein SommemachtStraum. Montag: Erdgeist. Lefsing. Der einsame Weg. Nachm. 3 Uhr: Die Weber. Montag: Kater Lampe. Ansang 8 Uhr: Schiller o.(Wallner«Theater.) Der MÄtärstaat. Nachm. 3 Uhr: Die Macht der Finsternis. Montag: Helden. Schiller Ii.(Friedrich Wilhelm« städtisches Thealer). Heimat. Nachm. 3 Uhr: Zapsenstreich. Montag: Ueber unsere Kraft. (II. Teil.) Berliner. In der Sommersrisch'n. Nachmittags 3 Uhr: Der Protzen- bauer. Montag: In der Sommerfrischen. Komische Oper. Hoffmaims Er« N«chm""3 W: FigaroS Hochzeit. Montag: Die Bohi-me. Kleines. Der Unverschämte. Hille Bobbe. Die Schlangendame. Nachmittags 3 Uhr: Nachtasyl. Montag: Kinder der Sonne. Residenz. Der Prinzgemahl. Nachmittags 3 Uhr: Die Höhle des Löwen. Montag: Der Prinzgemahl. Zentral. Der Bettelstudent. Nachmittag» 3 Uhr: Die Geisha. Montag: Die Fledermaus. Trianon. Loulou. Montag: Dieselbe Vorstellung. L, istspielhauS. Die von Hochsattel. Nachm. 3 Ufir: Jugend. Montag: Die von Hochsattel. Thalia. Hochparterre links. Nachmittags 3 Uhr: Romeo und Julia. Montag: Hochparterre links. Luisen. Der Salontiroler. Nachm. 3 Uhr: Der Kausmann von Venedig. Montag: Der Verschwender. Metropol. Aus inS Metropol. Ansang 7'/, Uhr. Montag: Dielelbe Vorstellung. Dcutsch-Amertkanisches. Er und Ich. Nachm. 3 Uhr: Uevern großen Teich. Montag: Er und Ich. Kasino. Die Herren Sohne. Nachm. 4 Uhr: Ei» Sohn des Volkes. Montag: Die Herren Sohne. flpollo. Elsentücke. Das bummelnde Berlin. Spezialitäten. Nachm. 3 Uhr: BenuS aus Erden. Montag: Elsentücke. DaSbummelnde Berlin. «arl Welft. Die Jagd UMS Leben. Montag: Geschloffen....., »olles Kaprice. Komiker Schnitzel. Dalles u. Co. Spezialstäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wintergarten. SpezialUSten. Belle-Alliance. Spezialitaten. Relchshallen. Stettiner Sänger. Passage. Spezialitäten. Urania. Xandenstrafte 48/4» Abends 8 Uhr: Am Golj von Neapel. Montag 8 Uhr: Pros. Dr. Emil Dickert: San Francisco und seine Erdbeben. Sternwarte, Jnvalidenstr. 57/02 Zentral-Theater, «achmittagS 3 Uhr: Tie Geisha. «bends 8 Uhr: Ter Bettelftudent. Montag 8 Uhr: Die Medermaus Trtunon-Theater. Ferdinand Bonns Berliner Theater. Gastsp. b. Schlierseer Bauern-Enscmbl. Conrad Dreher Nachm. 2>/, Uhr zu ermaß. Preisen: vor I'rot-endaaer. Abends 8 Uhr: In der tSonimcrfplftcli'n. Montag: In der Sommerfrisoh'n, (Station Zoologischer Garten) V Kantstraße IL. iW) Sonntag nachm. 3 Uhr halbe Pr.: vi« ttugenotten. Abends 7>/, Uhr: Loblltesnlioeel. Fritz Werner a. G. Montag: vor Ilgsunordaron. Dienstag: 23. Vorst, im Dienstags- Abonnement, vis eise Grobians. Mittwoch: Schützenliesel. Fritz Werner a. G. Donnerstag: Gasparone. Neues Theater. Ansang VI, Uhr. 8itt Scmmsrnachtstram Montag: Erdgeist. Dienstag: Ein Sommernachtstraum. einsang 8 Uhr: Lionlon. Kleines Theater. Nachmittags 3 Uhr: Nachtasyl. Abends 8 Uhr; Der Unverschämte. Hieraus: Hille Itobbe. Zum Schluß: Die Sehlangendawe. Montag: Kinder der Sonne. n—«w—-rr' Komische Oper. Sonntag, den 22. April, nachmittags 3 Uhr ermäßigte Preisen BKaros Hochzeit. Abends 8 Uhr: Hoftmanns Erzählungen. 7Montag: Die Bohöme. Luisen-Theater. Nachmittags 3 Uhr: Der Kaufmann von Abends 8 Ubr: Der Salontiroler. Montag: Der Verschwender, Dienstag: Der Salontiroler. Mittwoch: WobltättgleitSvorstellUNg: Kabale und Liebe. Donnerstag: Der Salontiroler. rcitag: Der Verschwender. ionnabend: Robert und Bertram. Sonntag nachm.: Der Salontiroler. Abends: Robert und Bertram. Montag: Wilhelm Tell._ Lusispielhaus. Nachmittags 3 Uhr: Jugend. Abend» 8 Uhr: Die von Hochsattel. Apollo-Theater. Nachm. 3 Uhr! Ermäßigte Preise I lamitien- Vorstellung. ♦♦ letzte Aiiflfülirnng ♦♦ Venus auf Erden �ke. Dazu: DiegliiuzendcnApril-Spczialitätcn. Abends 8 Uhr: Das bummelnde Berlin. Hicke."S"" Metropol-Theater Anfang; 8 Chr. IM- il'S Uli! Große Jahresrevue mit Gesang u. Tanz in 9 Bildern v. JuL Freund. Musik von Viktor Hollaender. Rauchen überall gestattet. Residenz-Theater. Direhtion: Richard Hlcxander. Letzte SonntagS-Aufführung. Morgen Montag, Ansang S Uhr Der Prinzgemahl. Sonntag, 22. April, nachm. 3 Uhr: vis Hfihle des LSwen. Dienstag. 24. AprU zum erstenmal: Liebeskunst. Komödie in 3 Allen v. Leon Tanros _ und Michel Carrö._ Belle-Alliance Antritt 50 Ps. Theater- Varlött.| Ansang 8 Uhr. Mabendiich: Heinz Buda| der Sänger mit der Laute und das neue glänzende April-Konkurrenz-Programm. jKvIÜIIvI'' Schiller-Theater 0.(Wallner-Theater). Sonntag, nachm. 3 Uhr: VI« Jlacht der Flnnternls. Schauspiel in 5 Akten v. Leo N. Tolstoj. Deutsch von Raphael Löwenscld. Sonntag, abends 8 Uhr: Her HNIttirstnnt. Lustspiel in 4 Aufzügen von Gustav v. Moser und Thilo v. Trotha. Montag, abends 3 Uhr: Helden. Dienstag, abends 8 Uhr: Her Hlllttli-stsnt. VlKSatHr. Schlller-Theater M.(Friedr.-Wilh. Th.) Sonntag, nachm. 3 Uhr: lZ»pten«treIeh. Drama in 4 Auszügen von Franz Adam Bcyerlcin. Sonntag, abends3Uhr: Heimat. Schauspiel in 3 Allen von Hermann Sudermann. Montag, abends 8 Ubr: Ceber unsere Kraft.(2. Teil.) Dienstag, abends 8 Uhr: Han«. Nachm. 4 Uhr. I-etzter Sonntag!-WW - 2irktts8usch�i� 2 grolle Gala- Vorstellungen. Nachmittags O zahlen Kinder auf allen Sitzplätzen halbe Preise." In beiden Vorstellungen 70 �isbtu�n unter persönlicher Vorführung des Herrn Hagenbeck.— In beiden Vorstellungen sämtliche Clowns mit neuesten Witzen und Späßen. Die besten Schill- und Freiheitspferde. Die neuengagierten Künstler nnd Künstlerinnen. Nachm. 4 Uhr. VorsteHunge« IUClICfl« Abends VI, Uhr. 70 Die russische Revolution Castans Panoptikum Fricdrichstr. 163. 7631.* 65 ähessinier.— Setzte Woche. ranerei f riedriehshain früher Lipps(Oekonom: E. Niemann) am Königstor. ...... Gröllter Konzertsaal Berlins.= Heute, Sonntag, und folgende Tage, auf kurze Zeit:. Populäres Konzert von Sohann Strauß-m Wien Dirigent der k. u. k. Österreich. Hofballmusik mit seiner gesamten Kapelle. Anf. 7 Uhr. Entree an Wochentagen 50 Pf., Reserv. PI. 1 M,, Sonntags durchweg 1 M. I Billetts im Vorverkauf bei Bote u. Bock, Wertheim, Leipziger- 1 straße, und in den mit Plakaten belegten Zigarrengescbäiten. PSZSSP-taiSs. Ansang 8 Uhr. | DasoriginclleApril-Programm. Lucie König Bortrags-Soubrette. Harka Frcya, Excentrique. Teddl-Trio Trampolin-Akt. Ferner 14 neue Spezialitäten. TORTAJADA Spantseiie Tänzerin und Sängerin außerdem das Folies Caprice | Budapester Possen-Theater J Linienstr, Ecke Friedrlehstr. Dalles& Co. Vorher: jKomikerSelmitzel.[ ■ Anf. 8 Uhr. Kasse d. ganz. Tagl I geöffnet. Voroerk. b. Aertheim.I Varl Velß-Theater. Gr. Franksurterstr. 132. Täglich abends 8 Uhr: Die Jagd ums Lehen. Sonntag im Garten: Spezialt- tüten-Borstellung. Ansang 4 Uhr. V. Hoacks Thealer. Direktion: Roh, Dill. Brunnenftr. 16. Sin geMenes Kerz. Vottsst. in 4 All. o. EH. Birch-Vsetster. Ansang 8 Uhr. Entree 3« Ps. Nach der Vorstellung: Eamllienball. Morgen: Dieselbe Borstellung. T>»i»5t-Tilester � öurgstr. 24, 2Min.v.BH.Börse. Heute'/,8 Uhr. Entree 50 Pf. - Rur«och kurze Zeit i= Les 5 Orans in ihrer Strandszene. Tke 4 Garretons Leiter. Akt. Eine Berliner Grisette. Posse o. Stotz. Musik v. O. Antonius u. 10 erstkl. Nummern! Schluß der Saison: 30. April. «MMMMMVMM MWWOMMM Deutsch-Amertkanlsch. Theater. Köponiokerstr. 67/68. Abends 8 Uhr: ER and ICH. Sonnt, nachm. 3 Uhr, halbe Preise: Ceber'n grollen Teich. Sonnabend, den 28. April, 8 Uhr: Arme Mädchen. 4 Bilder aus dem Loben einer Großstadt von Adolf Philipp. Stadt-Tlieater Moabit Alt-Moabit 47/49. Heute Sonntag, den 22. April 1906: Öastsplel des Berliner Schau- und Lustspiel-Ensembles unter Leitung von Hans Vilain. Lenore oder: Die Grabesbraut. Vaterländ. Schauspiel mit Gesang in 3 Akten(5 Bildern) von E. v. Holtet. Ansang 6 Uhr. Kasieneröffnung 5 Uhr. Billett-Borverkaus von 10 bls 1 Uhr an der Theaterkasse_ Fröbels Allerlei-Theater Schönhauser Allee 148. Jede» Sonntag 4 Uhr: DM- Garten-Konsert-H» Theater, Spezialitäten Im Saale Extratani. Gr. Tanzmusik. Bei ungünstigem Wetter Vorstellung im Saal. Kasino«Theater Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr. Bis Donnerstag, de» 26. April: Die Herren Söhne. Freitag, den 27. April, zum ersten- mal: Hadame Bonlvard. Sonntag nachm. 4 Uhr: Ein Sohn des Volkes. SanssoueUÄ Dir. Wilhelm Reimer. Sonnt., Moni., Donnerst.: Hotftnanns Norddeutsche Sänger und Tanzkränzchen. Hochinteressantes, stets neuss Programm. Theaterstacke, Ensembleszenen usw. Urania JrÄl Abends 8 Uhr: Am Golf von Neapel. Montag 8 Uhr: Prof. Dr. Emil Deokert: SanFraneiseo und seine Wckn. Vortrag mit Lichtbildern. Sternwarte Bernhard Rose-Theater Gesundbrunnen, Badslraße 58. Heute nachm. 3 Uhr bei ll. Preisen: Eine Gefallene. Orig.-Velksst. in 3 Akt. v. Reiflingen. Abends 7 Uhr: Der Goldbauer. Bolfsstück in 4 Akten von Charlotte Birch-Psetffer. Bei günstiger Witterung: Große Garteu- Vorstellung. Konzert, Auftre«. erstkl. Spezialitäten. Ans. 4 Uhr. Billeitverl. o. 10 Uhr ab. Gu8lav Nehrens Spezialitäten- Tlieater Frankfurter _____ Allee 85. Das vorziiglielie ipril-Propnnn! Neu! Neu! Die weibliclie musikalische Rückkompagnie. Posse mit Gesang und Tanz. 0I088KUM ß Hrcsdenerstr. 97. Größter Erfolg ZM" des neuen Spexialitüten-Progr. Neu eröffnet! Welt-Ansstellunss- Biagraph-cst. louis) Theater lebender Photographien mit Neu I Die Hungerleider. Neul Soziales Bild aus dem Leben. Den ganzen Tag Vorstellung. Otto Pretzkow, Münzstraße 16. Alhambra Wallner-Theaterstraße 15.* Großer Ball Großes Orchester. Ansang SonntagS 5 Uhr. A, Zanicltat. \rnold Scholz,"w-m6 — Jeden Sonntag; I Promenaden-Konzert und iDala-Speziltäten-Mellung Auftreten von Kunstkräften I. Banges. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. Im Riesensaale Roll von 4 Uhr ab; Ddll. Am KOnigstor. StraSenb. No. 1, 2, 4, 17, 57, 62, 63, 74 Jeden Sonntag ExtraTorstellung Garten-Konzert u. Austreten der engagierten(Spezialitäten. Im gänzlich renovierten DalB 9472* Saale SSiSilU '"'Tm' IS?. Entree 311 PI, Von Pfingsten ab: Tägl. Vorst, u. Ball. koiviiHsksHvvi. Hochsensationell! Belehrend! Wissenschaft und Verbrechen. Täglich wechselnde Projektions- Vorträge aus der gerichtlichea Medizin in Karl Gabriels Volks�Museum Fricdrichstr. 112a, am Oranienb. Tor I. Serie Mord- oder Selbstmord? Außerdem 2000 Numm. Volkskrankheit. u. d- Bekämpf. Anat. Samantertehre EntreeSO Pf. Sold. u. Kind. 20 Pf. Sämtl. Räum, mit Vortrag ohne Hachzahlnng OO Pf. Horltzplatz. Täglich in den unteren Sälen � Oottschalk-Konzen. Germania- Praehtsäle ChausteostraSe 103. Jnh. Karl Richter. Jede« Sonntag: Hamburger Sänger , Dir.: Wilh. Wolff. Ansang 7 Uhr. Entree 50 Ps. Nachdem: MlenkrMen. Im weißen Saale ßp JJ«jJ| b. stark besetztem von 5 Uhr ab: Orchester. Äm' Seeterrasse, Siehtenberij 6 Httder-StraÖe 6 (S Minuten von Landsberger Allee und 1 Minute vom Röderplatz entfernt). Größtes und schönstes Lcrgnügungs-Etablisiemcnt des Ostens L.V mit gmllem See.-W>C Fahrverbindungen ab Alexanderpl. Linien 64, 65, 66, 67, 68, 69, 70, 71, 81. Heute sowie jeden Sonntag: Gr. Lützow- Konzert in Jäger-Uniform. Lrslklss8igSL Spezialitäien- Theater. Um 5'l, und 9 Uhr im Feuerwerk: Austreten der weltberühmten Turmseilkünstler I. H. Liepelt und Miß Marry. In zwei Sälen: 15 Ruderboote. Vier verdeckte Volksbelustigungen Kavalier-Ball. Riesen-Kaffeeküche. Kegelbahnen. aller Art. Gute Speisen und Getränke zn zivilen Preisen. Lei ungünstiger Witterung Schutz sür 6000 Personen. Aegidius Diez. vier' Spezialttäten-Theater. liandnberger Allee 76. TO(Ringbahn-Station). Ob schön! Im herrlichon Garten oder Saal: Oh Regen 1 Großes Konzert"MiZ ersÄfl« Spezialitäten- Vorstellung und Ball« Kaffeektictae. X X Volbsbclastlgungen aller Art. Miier-Sildungsschule 3erlin Sonntag, den SS. April, abends 7 Uhr: Im eroßen Saale des Gewer kschaftshanses, Kngel-L'fer 15: Rezitation von Hnu ÄSS. Httbßtt-Hamburg „Am Vorabend." Rassisches Kevolutionsdrama von Leopold Kampf. (NB. Für die Mitglieder wird bei dieser Gelegenheit die Broschüre„Am Vorabend" aum Preise von 50 Pf. pro Exemplar ausgegeben) 4/18* Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein und Tanz. Eintritt 30 Pf.— Garderobe frei. Sonnabend, den SS. April, abends VJ) Uhr: Jlußerordentliehe Generalversammlung im Gewerkschaftshanse, Bogel Ufer 15, Saal 8. Fortsetzung der Tagesordnung der letzten Generalversammlung, mtgliedsbnch legitimiert. Beiträge werden entgegengenommen.— Zahlreicher Besuch wird erwartet. {Gewerkschaftshaus! Engel-Ufer 15. Oelonom: Wax Schnelle. An verschiedenen Sonnabenden und Sonntagen sind die Saal- Räumlichkeiten zur Veranstaltung von Festlichkeiten noch frei. Bestjgepflegte Blere der SchiiltheiB-Itranerei. Täglich großer Mittagstisch. Reichhaltige Abendkarte. Oute Küche. prompte Bedienung. „Tlora" Spandau, Sonntags Ansang 3 Uhr: Pichelsdorferftr. 3» Gr. Ball. Familien können Kaffee kochen l 23Vb Emil Koepnick Friedrichsberg. V T\J£i Frankfartcr- Fernsprecher Nr. 8. Chaussee 5. Restaurant and Festsüle. Jeden Sonntag: Or. Ball Jeden Mittwoch: humoristische Soiree derMlg Waide-Sänger. Familien-Kränzchen, x Nach der Vorstellung: 3392* Bons haben Gültigkeit. Gebr. Arnhold. Qlarlicbs paradles- Garten Pankow. Kaiser Friedrichstraße IS Herrlich et Naturgarten. X Angenehmer Familienausenthalt. Jeden Sonntag tfnnTOPt Im C« Dnll bei stark besetztem von 4 Uhr ab: avu�vl 1. Saale: ul.»«III Orchester. Stile für Hochzeiten. Vereine und Festlichketten bestens empfohlen. Die Kaffecküche steht den geehrten Damen von 2 Uhr ab zur Vcrsügung. WUhßlttl Warlieh(stüher Schönhauser Allee 13l). N»• entes �lolksgartew an der Landsberger Allee. Licbtenberg. Röderstraße, Sonntag: Walter-Konzert. 1278b. Im Riesensaale: R ALl�» Antang Z>/, Uhr. Die Kaffeeküche ist geöffnet. ja Qraumatms f estsäle Bühne! Naunynstr. 27. » Afmirtt Vt.fMtte f Sonnabende, Sonntage im April. Mai' und Juni AlylUIlgl ZirrtlNk l noch srei. Gnstav Graumann. JUtdreas-festsäle Lnh.: Fritz Walter« AndreassStr. 21 GM- Empfehle den geehrten Vereinen, Gewerkschaften und Klubs meine Salc zur Abhaltung von Festlichkeiten und Versammlungen. Mehrere Sonnabende und Sonntage noch frei. 4232* ES bittet um recht regen Zuspruch Fritz Walter. BREUER5 Pestsäle =»Zur Königsbank".. Gr. Frankfurteretr. 117. X Jnh. Cnrt Breuer. X Amt Vlla,*142 Den geehrten Gewerkschaften, Vereinen, Klubs empfehle ich meine Gesamt- räume zur Abhaltung von Bersammluiiae» und Festlichkeiten jeder Art > zu den lulantesten Bedingungen. � Um recht regen Zuspruch bittet l333L*1 vur« Sreuer, Gastwirt. t Werder. Restaurant Schwarzer Udler. Inhaber Max Koch, Fischerstraste 98. Parteilokal.— Dampfersteg. 1250b* Zlllen Parteigenossen, Gewerkschaften und Vereinen empfehle bei Aus- flögen nach Werder meine 2okalitäteii zur freundlichen Berücksichtigung. h mm» Mb m. e» Anton Boeker5 Ball-Salon, Weberstrahe 17, empfiehlt den geehrten Gewerkschaften und Vereinen seinen grasten Saal mit Garten zu Festlichkeiten und Versammlungen, auch Sonntags. WDt"1 Im Garten: ff* Weißbier. Auch sind noch zwei graste Bercinszimmcr einige Tage in der Woche zu vergeben. 3232* Um recht regen Zuspruch ersucht AnlOU fiOCkCF, straste'l?. 6roße Berliner Kunstausstellung 1906 Landesausstellungspark 115/7* Saisonkarten a 6 Mark. Verkaufsstellen; Pförtner des Ausstellungsparkes(kleine Pforte Alt-Moahit), Thormeyer, Zigarrengeschäft, Königgrätzerstr. 123, 12 Filialen der Zigarrenfabriken J. Neumann. = Eröffnung: Sonnabend, den 28. April 1906.— j Achtung! Gewerkschaften n. Kereme! ! franke* feftfäle, Amt i, 939. Scbaftiatiftraßc 39. Amt 1�939. � Empfehle meine hochsein renovierten SHT" Feststtle nebst grostem Bfaturgarten, beides mit schöner Bühne, zu Sommerfesten, Versammlungen usw. unter kulantesten Bcdin- ♦ gungen. Sonnabende und Sonntage frei. Balduin Frauke, Sebastianstrafte 59. ! Armin-Ballen, KornmanclantenstFaße 20. Zur bevorstehenden Saison cmpsehlen wir unseren 1000 Personen fassenden Naturgarten sowie unseren großen Saal mit Nebenräumen und Hallen, auch 1000 Personen fassend, zur Abhaltung von Sommerfesten usw. Für Vereine auch Kaikeekllcbe. 8 Vereinszimmer.— Tel. Amt 1, 8985.— Gebr. Mielist. iL mt ] zur groß. Krampe in MüWsMCim.• Empfehle den werten Vereinen»..Fabriken mem herrlich gelegenes 2oral zu 2and- u. Wasserpartien. Drei Säle, schattiger Garten, Dampser- u. Ruderbootstege. Nehme auch Psingsten Gesellschaften aus. Hochachtungsvoll Vi. Troppons. Fernspr.-Amt Köpenick 141. 1HC ]l || Reftaurant„Zum Iagerbeim" i - Inhaber: Josef Knra.===_ •■«" Treptow, an der Verbindungsbahn 19, Köpenicker 2andstraste 19. Meinen zirka 1500 Perloneu sassenden Garten empfehle zu allen Fest. lichkeiten.— Saal.— 4 Kegelbahnen.— Kaffeeküche von 2 Uhr an. —— Telephon: Am IV. 5777.> 8622' Empfehle den Genossen mein 2oral mit Vereins- und VillardMmer E. Mummert, P--s,a«rstr. 25. Gesellscfialtsliaiis - Erkner Jnh. M. Oegebrodt. Habe noch Sonnabende und Sonntage frei» welche den ge- ehrten Fabriken u. Vereinen empfehle. Zwei Säle und Platz für 5000 Per- sollen._ 4442* 'eideschlöBetien Hohenbinde K M M„Zum Gutenborg" fM(Stadtbahnstation Erkner). Romantisch am Walde und Spree gelegen. Von Erkner 30 Minuten herrlicher Waldweg oder entzückende Motorbootsahrt ab Erkner und Heffenwinkel. Vereinen, Gesell- schasten bestens cmpsohlen. Riesen- Tauzsaal. verdeckte Kegelbahnen, Spreeterrassen, uralt. Baumbestand. SorafflerwolMDp,cintÄ mit und ohne Pension. 8092* Fernspr. Amt Erkner Nr. 93. Alb. I.ebmauu. �Hygienische [sartuei. Neueat. Katalog l. Empfahl, viel. Aerzte u.Prof. grat. u.fj H. üager, Gnmmiwarenlabrik 6erlin NW*. Friodrichstraaso�it . Großer Extra-Verkauf a ■%vnpiipp npmpn-iripiiipntnifp Put? n fnnfplrlinn � I Beginn Montag früh präzise 8 Uhr. Unvergleichlich billige Preise! Waschstoffe s RIikpii Waselra Dnfnenitlniin l Banmwoll-Monssellne. Meter 45. 88 und SS Ff. Rclnwollen-Moussellne Mtr. I SO, 1,00 M. u. 75 Pf. in schönen Mustern 0� pf Stück Kostttmröcke üetaita Blostö Ein™".0»?'i mit Tresse besetzt St. MrarocUeÄert .. Stück W elegant in Palten gearbeitet., f Gratis Louis Heymann, Garnierte Hüte Brettones u. Frauenhüte St. 0,85 Engiiscbe Hüte... Stück 0,95 2 Frauenhüte aus Strohstofi mit Bosen garniert. Stück 1,95 }50 Frauenhüte mit zwei echten Straußfedern.. Stück 5,75 erhält jeder Käufer beim Einkauf von 5 M. an einen hochkünstlerisoh ausgeführten Flieder- oder Apfelblilte-Baum. Aeltestes Warenhaus des Kottbuserdamm 73 gegenüber der Bopp-, Ecke Lenaustraße. g»»»«»gT»T«XXgXXXXXZXXXXXTTXrXXXXXXlXXXXXXXXXXXXXXXl Wesen vollständiger Aufgabe! gelangen zu noch nie dagewesenen Preisen zum Verkauf: Rein seidene Stoffe sonst per Meter bis 6 M........ jetzt 1.18 M, Rein seidene Blusen sonst per stück bis so m. jetzt 3.75—6.90 m. Ein POSten Dflmeni,'Stiefel zum Aussuchen.... per Paar 5.10 M. Ein POSten Herren�Stiefel zum Aussuchen•••. per Paar 5.10 M. Ein Posten Schuhcreme(Herz) vose früher so pr... jetzt 14 Pf. Ein Posten div. Schuhcreme Dose früher 75 Pf.... jetzt 18 pt Ein Posten Jupons sonst bis is m....... jetzt 1.85— 3.90 m. Ein Posten Kostüm-Röcke sonst ws i«». jetzt 1.85—4.75 m. . Nie wiederkehrende Gelegenheit.—————— Rosenthalerstr. 9 E. Süsskind& Co. Das seidene Braut-Kleid und alle Seiden für Boden, Binsen, Jupons etc. kauft man am vor» teilhaftesten direkt im Leiden» Engros- Baus. Bach beendeter Engros»3aison verkaufe ich von Montag, den 23. er. ab circa 25 000 Meter Seide an Private. Darunter: Beine Seiden für Braut- und Hoch- zeits-Bobon in glatt und gemustert 1,00, 1.50, 2-25 etc. Beinseidene Louisines für aparte Straßen» und GeseUschafts- Beben, anstatt 2.50 jetzt 1.50. Beinseidene Libertys für Blusen, Jupons, anstatt 1.75 jetzt 95 Pf. Ein Best-Sortiment reinseidener coul. Taffete anstatt ca. 2.00 jetzt 1.00. Prima Gloria-Seiden, doppelt breit, jetzt 1.50. Daraast-Putter-Seiden 75, 1.00, 1.25. Beinseidene schw. Damaste, Merveilleux 13.00, 20.00, 25.00, 30.00 p. Bebe. Neuheiten in weißschwarz kariert und gestreift in allen Preislagen. Seiden-Grenadines für elegante QeseU- schaftsroben anstatt ca. 6,00 jetzt 3.85. Mehrere Hundert Eest-Coupons, Wert teilweise bis ca. 4.00, jetzt 1.00, 1.50, 1.75 p. Meter.— Muster franko! Adresse genau beachten! Seiden-Engros-Haus Hermanu Herzog, Telegrnmm-Adreme: Sclden-Hcrzog, Inventur- Ausnahmepreis Eine Partie imit. ein farbenprächtiges neues Gewebe in echt orientaliscben Mustern. Ungefähre Größe 90X165 cm M. 4,65(Wert 6,50) 130X195„„ 7,85„ 11,50) 160X230„„ 12,25„ 17,50) 200X800„„ 17,50 n 24,00) 250X350„.. 25,00„ 33,00) 300X400„„ 33,00„ 46,00) Nach auswfirtsperNachnahme. Teppich-Spezial-Haus T Oranienstr.158. Inventur• Extraliste und der soeben erschienene Katalog 1906 gratis und franko. Extra billig! div. Teppiche hioinen Webefehlem! gpeciai-Mttel töten unfehlbar Wanzen Schwaben Motten und jede Brut. Verstärktes„Wanzenfluid" Flasche 50 Pf., 1,- Ltr. 5,-. Spezial- Schwabenpulver„Poudre Martial" 50 Pf., I,—, 2,-, Pfd. 4,—; Spezial-Mottenpulver 50 Pf., 1.—, 3.—, Pfd. 3.—; Hotten-Vertil- gungstinkturF1.75Ff. 1.50 u. 3 50. Mortal gegen Flühe, Fl. 75 Pf. u. 1.50. Spriihapparate 50 Pf. Anerkennungen aus aller Welt. Echt und garantiert wirksam- nur, wenn In Originalpackungen mit dieser Marke «erschlotsen. Erhältlich In> Drogerien, wo Plakate ralt Tod u. Teufel �iKtoReiehd, lÄhnÄ Fernspr. A. IV 646. 3100. 4562. Abessinier- Pumpen von S Mark an in garantiert bekannter Güte und bester AuSsüHrung. Koblank& Co., Pumpenfabrik, 15 F, HI, IV V., Reinickendorserstrafte 54 b. Erdbohrer leihweise gratis. Jlluftr. Kataloge gratis. nmeii-Xlickiiiioii dlreM aus der Fabrik. - Kein Laden.== Nach beendeter Engros-Saison auch Einzelverkauf enorm Stanl» möntel Capes Jacketts Havelocs Kostüme Kostüm-Röcke Mädctaen- Paletots Robert Baumgarten, Hausvoigtel* Platz II, II. Etage (an der Jerusalemerstraße). Bei Vorzeigung dieses Inserats an der Kasse I werden s: 6 Proz. Eabatt vergütet. s= Aucb Sonntags geöffnet I H. Greifenhagen Nachf. BrunnensStr. 17-18. VeteranensStr. 1-2. So lange Vorrat: Mehrere Waggons Porzellan, Steingut, Glas zu Ausnahmepreisen. Weiß Porzellan Speiseteller, tieJ aad flaco 10 PI Dessertteller 10 Kuchenteller 10 pf Bratenschüsseln, ovai 10, 15, 25, 35 pi Sauciören 45 h. Terrinen, ovai l.50, 1.75 m. Kartoffelschüsseln, ovai, mit Deckel, 95 pf. Näpfe, rund 5, 15, 18, 25 Pt. Compotidren, viereckig 10, 15, 20, 25 Pf. KaffeetaSSen mit Untertasse 5, 18, 25 Pf- Kaffeetassen, gerippt(Portionstasse) 18 Pf. Kaffeetassen, massiv(Rest.-Tassen) 15, 20 Pf- Kaffeekannen, gerade?orm 25, 30, 45, 65, 95 Pf. Milchtöpfe, Ä 5, 9, 12, 18, 25 pf. Bunt Porzellan Tassen 10- 18 pt �dZd 18 pf- Kuchenschüssel, groß 38 pt Dessertteller 18u25pf Cabarets 85 pf Milchtöpfe, satz--- e stück 98 pf Kompottschalen 18 pf. Aschenschalen 20 pf. Tafelservice moderne Form und Dekoration 23 teilig 16.00 u. 18.50 30 teilig 23.50 ü. 27.50 Kaffeeservice 75 � für 2 Personen 98 Pf. 1.25 1.85 M. für 6 Personen 2.35 3.75 5.35 etc. Steingut Weiße Teller,«ei und Aach, stück 5 pf. Vorratstonnen 28 pf. zwiebeimuster 30 pi rund, gerippt, Satz— 6 Stück 40 Pf- Brotplatten 10 pf. Waschschüsseln, groß 48 u. 98 pt Toilette-Eimer, ohne Einsatz 88 Pf. Pias Weißbierpokale, klein 18 Pf., groß 30 Pf. Viktoriabecher,'/.» und utr. 10 pf. Karlbecher(starker Boden), u. Ltr. 13 Pf. Salatschusseln, satz= 3 st. 38 pf., satz= 5 st. 98 pt Rotweingläser„Mathilde«(PokaUorm) 15 Pf. Likörgläser(PokaUorm),'/«. und Ltr. 5 Pt Zitronenpressen 8 pt Staatspreise. Ehrenpreise. Goldene Medaillen. Carl Zobel, Berlin SO., Köpeniekerstr. 121, Ecke Michaelkirchstraße. Seste Herren- und Knaben-Garderoben der Gegenwart 4615L* Für die Frühjahrs- und Sommer-Saison 190U sind die Lager in allen Abteilungen in reichster Auswahl ausgestattet, alle Größen, auch für korpulente Herren, sind vorrätig.— Meine Gerderoben zeichnen sich besonders durch vorzügliche Verarbeitung, elegante Fassons, tadellosen Sitz und dauerhafte Stofio aus; für jedes bei mir gekaufte Kleidungsstück übernohmo ich volle Garantie. Wie in meinen sieben großen Schaufenstern, so sind auch, in meinen Lägern an jedem Gegenstand deutlich, mit Druckschrift in Zahlen vermerkte feste I reise, die ich. in Anb e tracht der Güto so billig berechnet habe, daß ich mich sowohl in fertigen Garderoben wie auch bei der Anfertigung nach Maß von keiner Konkurrenz überbieten lasse.— Zuschneider und WcrkattUten Im Hnuae. BesichtlgunK ohne Kitn tV.nung gestaltet.— Ankleldey-Imnier in.jeder Abteilung.—_ Oer neueste Katalog wird gratia versandt. Slpexial- GeschUtte. Bellfedern- Betten Spezial- Geschlltte. Scttfcbcm, das Pjd. v. O.ö« bis M. Us CarftOtlCrt* Daunen..... 2.30„ 1«.—„•»f «.PS»:"«.) dran-nshafie«(Ecke Hemnchs-P a te).; Inlette, Bettwäsche, Schlafdecken. QleditSChStraße*9(am Winterfeldt-Platz). Kinderwagen M BeinriEllSplatZ). Eigene Polsterwerkwtatt., 1*-"�**rdcrn-Paniptrcinir''i-f fr F.jgcne Steppdcckennäh erei. Metallbettstellen Kinderbettstellen Polsterbetten.. Pvlsternintraiien von 3.— M. an 7.30. 0.73. 3.75 jcdesSenensia-jlad ein Meisterwerk deutscher Technik, Teilzahlung! Zwei Jahre Garantie Sozial-Räder M. 65-, Sozial-Luxus-, gÄ, 2,1 100.-. Gebrauchte Räder billig I Bitte genau aus Hausnummer„23- zu achten. 23, R. Groskurth, Berlin c, Miinzslr. 23. Praktisch! Reinlich! Sparsam! Die Fabrik von An SchlllZ, 5 Reichenbergerstr. 5 empfiehlt WohnungS-Einrichtniigei» von 240— 10 OOO M. in nur anerkannt gediegener NuSsührnng in jeder Holz, und Stilart sowie auch Polsirrwaren eigener Fabrikallon zu äußerst billigen Preisen. Streng reelle und gewisjenhaste Be. dienung. Kulanteste Zahlungsbedingungen. Tel. Amt IV S877. Spiritus Kocher aller Art, wie Hand-, Herd- u. Heise- Kocher, Kochherde, Koehplatten, Kechauds in jeder Ausstattung und Preislage von 50 Pf. an. Centrale für Spiritus-Verwerthung G. m. b. H. Ausstollungs- und Vorkaufslokal: Berlin HiW. 7, Friedrichstr. 96, gegenüb. d. Zentral-Hotel Man yerlanne unsere illustrierte Preisliste. lÖerantoortlichcr" NedaktTuI-�Häns WebTr.'Berlin. M?d�Jnseratentcil derantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: VorwärtSBuchdruckerei u. Berlagsanstal�Paul Singer Sl Co.. Berlin SW7 Wirkliche Freude bereitet Ihnen nur ein dauerhaftes erstklassiges Solidaria-Fahrrad. ■r1«, Wir liefern Ihnen solches auf Wunsch auch Regen| Teilzahlungen. lAnzahinng Itk 20, 30. bis Mk. SO; AbzahlunR froonstlich Mk. 8 bis Mk. 15. Bllllr« Rcirkirid.r geben wir bei Bareahlaee srhon ton Mb. 58. an ab. Inch Zubehörteile wie Laufdecken, Luft-| I schlänche, Laternen, Glocken etc. kaufen Sie hol uns am billigsten. Preisliste gratis und franko. J. Jendrosch& Co., Charlotteiibarg No. 456. finol An allen Orten werden Verkaufsstellen errichtet. Vertreter gesucht. Gebräder Krayer, Mannheim. □Hute 6 ZK. Neu! 300JIamlIfii Neu! n Zepernick, nahe der Bahn. Guter Gartenboden, auch Wasser- und Bergparzelleu, HIRutc v. S M. a»(ca. 20 Parzellen a 3 M. pr. Kirche, Schule, Kaufl.. Hand- werter-c. im Orte. Günstige Zahlungsbedingungen. Vertäuser täglich, auch Sonntags, Im Vertauss» Pavillon am Bahnhos Zcpernick.slOtKb- J. Rieger, Berlin, Gontardstr. 5. iberzeuqen Sie sich, dass raeine IDeutschland-Fahrräder ""'' �Zubehörteile J'dl�eSS'a'jC1dn '"KBigU? UberToaooo Deutschland-Räder zur ''grössten Zufriedenheit i.Gebrauch Prelsllste.die grbsste derBranche.unberechnetu.portofpei. August SlukenbrokElnbeck I �Erstes Fahrradhaus Deutschlands. Nr. 93. 28. Jahrgang. 3. Sciliflt Ks„ünniiärts" KnlmrWsdlM Sonntag, 22. April Wk. Wirtschaftlicher Wochenbericht. B e r l i n. 20. April 1906. Arbeitsmarkt— Geldmarkt— Streiks— Getreidcprcise. Die hervorstechendsten Merkmale de§ Wirtschaftslebens zurzeit sind: Flotte industrielle Beschäftigung und vielfache Kämpfe zwischen Unternehmertum und Arbeiterschaft um die Arbeitsbedingungen. Die angespannte Beschäftigung widerspricht anscheinend der These, dast der forcierten Exporttätigkeit in den letzten Monaten vor Jnkraft- treten der neuen Handelsverträge ein Nachlassen der Arbeitsintensität folgen werde. Der Glaube an dauernde industrielle Prosperität dürfte sich aber doch als irrig erweisen. Wir wiesen schon vor längerer Zeit auf verschiedene Momente hin, welche speziell in der Eisen- industrie noch auf Monate hinaus als Garantie für flotte Beschäfti- gung gelten konnten. Wir erwähnten: Zurückstellung inländischer Aufträge und Anforderungen des Staates an den Arbeitsmarkt.— Soweit es angängig war, haben die industriellen Werke in den letzten Monaten ihre ganze Leistungsfähigkeit aufgeboten, um noch möglichst viel Ware zu de» alten'Zollsätzen über die Grenze zu werfen. Für die Deckung des Inlandsbedarfes erwirkte man laug- triftige Liefertermine, so daß man mit einem mehr oder minder starken Arbeitsstock in den März eintrat. Dann kamen die Aufträge der Eisenbahnverwaltung heraus und, wie der Geschäftsbericht des Aufsichtsrats deS Stahlverbandes be- stäligt, bilden diese Aufträge einen Hauptbestand des vorhandenen Arbeitspensums. Damit waren schon die Faktoren vorhanden, die ein allmähliches Hineinwachsen in die neuen Verhältnisse ermög- lichten. Besondere Ereignisse traten hinzu, die Stimmung zu festigen, das Wirtschaftsbild freundlicher zu gestalten. Dies die Wirkungen, die Ursachen waren teilweise grausiger Natur! Die ent- setzliche Katastrophe in Courriercs belebte den deutschen Kohlenmarkt und als zu dem furcktbarcn Unglück der Ausstand als Produktion?- verringerer sich gesellte, da gab es nicht nur im rheinisch-west- fälischen Bergbau Hochkonjunktur, auch die Eisenindustrie profitierte. Ein starker Ausfall in der Kohlenproduktion hat auch Stockungen in der Eisen- erzeugung und in der Weiterverarbeitung zur Folge. Von noch größerem Einflust auf die Weltmarktstimmung war der Ausbruch des tlouflikles zwischen Grubenbesitzern und Kohlcngräbcrn im amerikanischen Berg- bau. Solche Ereignisse sind iinmer begleitet von starken, durch die Furcht vor Materialnot hervorgerufenen Nachfragen und Eindcckungcn. Nach dieser Richtung wirken' auch die loirtschaftlicheir Kämpfe in Deutschland selbst. Die Produkttousvernnnderung treibt die Zeit- grenzen für Erledigung der vorliegenden Aufträge etwas hinaus, andererseits kommt mancher Auftrag herein, für den das Bedürfnis gerade noch nicht sehr dringend war. Aus Vorsorge suchte man Deckung. Die starke industrielle Betätigung nimmt auch in austerordent- licher Weise den Geldmarkt in Anspruch. Die Spaunnng wird von New Jork aus noch erhöht, wo vor einigen Tagen Goldzuflüsse ans England den Diskont drücken konnten. Die Ansprüche, die sich als Nachwirkung der Katastrophe von San Francisco einstellen, erhöhen aber die Spannung wieder. Auch deutsche Versicherungsgesellschaften sollen teilweise mit erheblichen Beträgen in Kalifornien engagiert sein. Die Verhältnisse aus dem Geldmarkt liehen die neue Reichsanleihe unter für die Regierung wenig erfreulichen Umständen aus der Taufe kommen. Nur anderthalbfach wurde die 560 Millionen-Anleihe gezeichnet. Und schon vor Zuteilung der Beträge machte Realisationslust sich bemerkbar. Die Geldinstitute, die pflichtschuldigst und spekulativ Anstandsbeträgc gezeichnet hatten, sind froh, wenn sie die Posten wieder abgestoßen haben. Wer weist, ob sich jedoch nicht in Bälde genug und übergenug Kapital dafür findet. Auch ein wirtschaftliches Courrieres, eine eruptive Erschütterung des Wirtschaftslebens kann plötzlich sich einstellen, vieles vernichten, vcr- derben! Für die Scharfmacher sind natürlich Streiks der Uebel größtes. Daß die wirtschaftlichen Kämpfe aus der kapitalistischen Ordnung sich ergebende Notwendigkeiten sind, will oder kann man nicht einsehen. Für die kapitalistischen Wortfechter ist jeder Streik das Produkt von Hetzereien, man glaubt oder behauptet wenigstens, den meisten Streiks fehle die innere Berechtigung. Die bürgerliche Presse schreibt von Streikhochflnt. Mit solcher Ein- schätznng der Lage beweist man aber nur, daß die wirkendcir Kräfte und die Situation verkannt iverden. Der Hochflut der Lohn- bewegungen gehen wir tatsächlich erst/ entgegen._ Je mehr die wirtschaftlichen Folgen der neuen Handelsverträge sich � einstellen. und je weniger die Unternehmer geneigt sind, freiwillig die Verteuerung der Lebenshaltung durch Lohnerhöhung auszugleichen, desto höhere Wellen werden die ivirtschaftlichen Kämpfe schlagen. Die jetzt ausgcbrochenen Kämpfe dürfen nicht ans die Zukunft, sie inüsien auf die Vergangenheit gebucht iverden. Die enormen Preis- fteigcrungen, zunächst für Fleisch und dann in Parallelbewegung für fast alle landwirtschaftlichen Produkte, setzten im vorigen Sommer ein, sie wurden drückend im Herbst. Die Jahreszeit vcr- bot den Arbeitern, eventuell durch Kampf eine entsprechende Lohnerhöhung zu erzwingen. Das mußte � bis jetzt auf- gespart werden. Die augenblicklichen Kämpfe sind Zivangs- eintrcibungen längst fälliger Beträge. Die Präsentation der Wechsel auf Konto der Handelsverttäge wird noch folgen. Daß der Termin hierzu noch aussteht, schmerzt' und überrascht die Junker sehr. Nicht als ob diese den Arbeitern Glück zu ihren Känipfen wünschten, dazu sind die Edelsten und Besten der Nation, die Liebesgabcnempfänger, doch zu borniert. Sic erpressen gern hohe Preise, neiden den Ar- beitern aber cnlsprechende Löhne. Die Junker hatten sich darauf ein- gerichtet, sofort nach Inkrafttreten der neuen Zollsätze mit entsprechender Preissteigerung ihre Bestände an Getreide ans den Markt bringen zu können. Vor dem 1. März wurde nicht verkauft, nachher wollte man glänzendere Ernte halten. Die durch das Verhalten der in- ländischen Gctrcidcproduzcntcn gesteigerte Nachfrage wirkte ganz außerordentlich animierend aus den Import, der schon allein wegen der Differenz zwischen den alten und den neuen Zöllen in starker Weise forciert wurde. Die Getreideeinfuhr des letzten Jahres war doppelt so groß als in den beiden voraufgegangenen Jahren. Wir haben für einen JahreSbedarf im voraus importiert. Die schlauen Junker sitzen auf ihren Vorräten fest, sie müssen sogar zu abgeschwächten Preisen vcrkauken. Selbstverständlich kann der erhöhre Zoll in den Preisen erst dann voll zur Geltung kommen, wenn der Markt von den Bor- räten entlastet ist. Allerdings, wenn es nach dem Willen der Junker ginge, dann müßte Vater Staat dem Malheur ihrer Fehlspekulatton abhelfen. Nach dem Zollgesetz wird bei der Wiederausfuhr der Zoll- betrag zurückerstattet. Diese Bestimmung bot der Spekulation ein günstiges Operationsfeld. Wenn man vor dem 1. März große Mengen zu einer Zolllast von 36 Mark einführte und konnte die Posten nach Inkrafttreten deS 50 Mark-Zolles gegen eine Rück- Vergütung in derselben Höhe wieder nach dem Auslande abstoßen, dann ließen sich respektable Gewinne erzielen. Dem ist ein Riegel vorgeschoben, indem durch Verordnung die Rückvergütung bis März 1907 auf 350 M. beschränkt bleibt. Nun fordern die Agrarier, die Rückvergütung solle sofort auf 50 M. erhöht werden. Die Folge von dem Stattgeben solchen Anspruches wäre natürlich ein starkes Abfließen des Getreides vom deutschen Markt und ein baldiges Anziehen der Preise. Die Konsumenten müßten bälder als unter den augenblicklichen Verhältniflen den Agrariern erhöhten Tribut zahlen, aber auch die Staatskasse würde in Mitleidenschaft gezogen. Für große Ouan- titäten Getreide, die der Staatskasse nur 35 M. Zoll einbrachten, müßte sie 50 M. pro Tonne zurückzahlen. Da zeigt sich agrarischer Egoismus in nacktester Rücksichtslosigkeit. Man gönnt sogar den sonst so ver- schrienen Spekulanten mühelosen Ramschgewinn, man läßt in aller Gemütsruhe die Staatskasse plündern, ja man reizt dazu bewußt auf, nur um selbst schneller die Konsumenten schröpfen zu können. Unsere Junker haben sich von der Rückständigkeit ihrer Hand- Iverksmäßig ivegelagernden Vorfahren gründlich emanzipiert. Diese plünderten Einzelne persönlich, mit der Waffe in der Faust. Unsere Edelsten sind vornehmer geworden, sie stecken sich hinter die Staatsmaschine und lassen zu ihren Gunsten nicht Einzelne, sondern die Gesamtheit des Volkes ausräubern. Eisenproduktion, Außenhandel in Eisen und JnlandSverbrauch. Die Produktion Deutschlands an Eisen, die Ein- und Ausfuhr Wie die Vcrhältniszahlen zeigen, hat sich der JnlandSkonsum nicht in gleicher Weise gehoben lvie die Erzeugung. In 1905 steht der JnlandSverbrauch ganz erheblich gegen den Satz von 1900 zurück, dabei ist unsere Erzeugung weiter gewachsen, die Spannung zwischen Produktion und Verbrauch vergrößerte sich, sie steht wie 3: 2. Auch diese Ziffern sprechen dafür, daß ohne erhebliche Steigerung der inländischen Kaufkraft die Konjunktur sich nicht auf der bisherigen Höhe halten kann. Socco-flnziise Vollendete Auswahl in aparten,, reichhaltigen Sortimenten 50.- 40- 36- 30,- 27.- 24.- 21.- 18.- 16- 1Z M. RotK-Anzose Hochmod. Musterungen in neuesten Dessins, Kleidsame Passformen. Vorzügl. Abarbeitungen 50.- 40.- 36- n M. OM-Ue Erprobte Kammgarne, Drapds und Corkskrews, Vernehmsie Gesellschafts• Kleidung 60.- 50.- 0 36,- 33,- 27.- Q Z M. Vielseitigste Ausmusterungen, vornehmste Moden und Fassons 50.- 45.- 40.- 36.- 33- 30.- 27-24.-21.-18.- UM. 15. BAER SOHST Spezial-Haus größten Maßstabes für Herren- und Knaben-Kleidung, fertig und nach Maß. Chausseestrasse 24a/25 11 Brückenstrasse 11 Gr. Frankfurterstr. 20 Der Haupt- Katalog Nr. SS(Frühjahr und Sommer) wird kostenlos und portofrei zugesandt Ii H „Welcher Malzimffee ist der beste?" Wer nur die geringste Erfahrung in„Malzkaffee" hat, wird darauf in Uebereinsttmmung mit der Wissenschaft und den Aerzten sofort sagen„Kathreiners Malzkaffee" I Ter Unterschied zwischen dem würzig nach Kaffee schmecken- den„Kathreiner" und anderen Malzkaffees, Gerstenkaffees usw.. die mehr oder weniger schlecht im Geschmacke sind, tritt gleich beim ersten Versuche überraschend �uta� Die meisten Hausfrauen wissen das und halten deshalb in ihrem Hause streng auf den echten.�Kathreiners Malz- kaffeo" in seiner bekannten Ausstattung, der nur in geschlossenem Paket mit Bild und Namenszug des Pfarrers Kneipp verkauft wird. Darauf achte man beim Einkauf immer I S. Kaliski, trühero Firma„Baby" 1. Brunnenstrasse 16. ISpesialBeBChiUt für Ntibmaschmea nna Aepsratar- Werkststt. Singer A. 7500 2. Invsliöenslr. 160 Ohne Anrahlnng. 3. gpUNNSNStl'. 92 Auer�vor-'und 4. Reinickendorferstr. 2c ruckwbrts nähend 5. Frankfurterstr. 115 whecier- Wilson. 6 Qranienstr. 31 7. Belle-Allianceslr, 107 8. Tauenzienslr. 7a 9. Beusselstr. 18. Stüh- und Sdeknolerrieht, Garautle s Jahre. Tcrtreter kommt aar Waaselu TeiUeblang gestattet, bei ertfsseren 12.-, 15, 18-90.001 Baten Kaisaur. Neu, versenkbar. Ohne Preuerböhung, Singer B. 10000 Central- Bobbin 115.00 Bei Bariablnng hoher Rabatt. für Kinder 7—60.00, für Br waohsene 3—100. Richard Lanzky's Bier- ist neu eröffnet und Speischaas 9212* jetzt in der Memelerstraße]\T«. 61. New-Departure-Freilauf-Bremsnabe Die beste der Weit �» d°i«««. Millionen im Gebrauch — Engros-Vcrtricb:.Romain Talbot, Bdrlln S- Sozialdemokratischer WahlTerein für SchSneberg. Dienstag, d. 24. April, abends 8 Uhr, bei Obst, ülcinlnserstr. 8: (Zeneral-Versammlung. Tages-Ordnung: 1. Der politische Massenstreik. Referent Redakteur 2. Diskussian. 3. Vcreinsangelcgenheiten. i. Verschiedenes— Antrag des Genosse» Steuermann. tö/g Uitglisllsbucli Isgitimisr�__ Der Borstand ten-J Montag, den 33. April, abends 8 Uhr. in€iraainanna Featalllen, Nannynstrafse 37: General-Versammlung. Tagesordnung: I. Abrechnung vom 1. Quartal. 2. Verlesung der neuausgenommcnen Mitglieder. 3. Stellungnahme zum I. Mai. 4. Berichterstattung vom Vll. Kougresi der Freien Bereinigung deutscher Gewerk- schaften. 5. Vereinsangelcgenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert.— Die Versammlung wird Pünktlich eröffnet. 141/S__ Der Vorstand. Verband der Tapezierer. Filiale Berlin. Mittwoch, den 25. April, abends 8'/, Uhr, bei HVendt, Benthstrafte 30: ttznartals-Uersammlung Tagesordnung: 1. Vorstands- und Kassenbericht. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. NM- Pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird erwartet.'9 177/20 Die Ortsverwaltnng. Mseher Kürschner-Verband (Zahlstelle Berlin.) Montag, den 33. April, abends 8'/- Uhr: Mitglieder-Versammlnng in Adolf Ernst's GesellschaftShans, Prenzlanerstr. 41. Tages-Ordnung: 1. Zahlung der Beiträge. Ausnahme neuer Mitglieder. 2. Ersatzwahl zum Vorstande. 3. Bericht des Kollegen V/alle über seine Tätigkeit beim Gewerbeschiedsgericht. 4. Abrechnung vom l. Quartal. S. Bericht der Delegierten vom Internationalen Kongresi. 6. Maiseier. 7. Beriazt der Delegierten vom III. Verbandstage in Weißensels. 8. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist pünktliches und vollzähliges Erscheinen Pflicht eines jeden Kollegen. 102/10 Die Ortsverwaltnnj;. Verband der Kürschner Berlins und Umgegend. Geschästsstelle und Arbeitsnachweis: Gollnowstr. S. Tel.: Amt 7, Nr. 318. Mittwoch, den 33. April, abends 8 Uhr: Mitglieder-Versammlung im»Alten Schühenhaus", Linienstr. S. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom I. Quartal XI. Jahrgangs. 2. Berichterstattung vom 7. Kongreft der Freie» Vereinigung deutscher Gewerkschaften. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet 102/11 Der Vorstand. ? mllm H Mi AcMma! Herren Konfektion!»owg! Bügler, Stepper, Handnäher und Handnäherinnen, die bei Zwifchenmetstern in der Herren- Konfektion beschäftigt sind! Am Montag, den 23. April 1006, abendS 8'/a Uhr» findet in den Musikcr-Sälen, Kaiser Wilhelmstr. 18m, eine == Versammlung;= statt, um den Anschlufl der uns noch scrnstehenden Kollegen zu bewirken. Kollege MNhr reseriert über: Die Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen durch die Organisation. DM- Kollegen l Kolleginnen l Ihr alle wißt, wie wir unter der ebenso intensiven wie viel zu langen Arbeitszeit zu leiden haben und daß baldige AbHülse dringend geboten ist! Deswegen sehle niemand und betrachte es jeder Kollege als ernste Pflicht, in der Versammlung zu e''- scheinen!"TBiZ_[163/7]_ Per Elnbernter. rht -nH Montag, den 23. April, abends 8Va Uhr, in folgenden Lokalen: UÜT Große öffentliche-WD Sehnbrnacher-Versanunlnngen 3erUn: Buggenhagen, Oranienstr. 147. Lehönederg: Krüger, Vorbergstr. 9. eharlottenburg: Volkshaus, Rosinenstr. 3. Qr.-Sichtevjelile u. Steglitz: Reisen, Chausseestr. 104. TageS-Ordnung in allen Versammlungen t i. Endgültige Bcschlnsifafsung über den vorzulegenden Lohntarif. 2. Verschiedenes. Kollegen! Da eS sich um die letzte Beschlußfassung über unsere Lohn- bcwcgung handelt, wird um zahlreiches Erscheinen ersucht. Die Arbeitgeber sind zu dieser Versammlung besonders eingeladen. 169/10_ Die Einbcrnfer. Mittwoch, de» SS. April, abends 8'/„ Nhr, in den Residenz. Sälen, Laudsbergerstraße Nr. 31: General-Versnmmlnng. Tages-Ordnung: 9 1. Gcschäsis- und Kassenbericht pro erstes Quartal. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. � Kollege», die gewillt sind, in einem Bezirk zu kassicren. möchten sich im Bureau melden. Die Ortsverwaltnng. Charlottenburg. Sozialdemokratisch. W ahlverein. Dienstag, den Ä4. April, abends 8V2 Uhr: HP Generals Versammlung;"WZ im Volkshause» Rosinenstrahe Nr. 3. Tagesordnung: 1. Die letzte Kreis-Generalversammlung und unsere Stellung- nähme dazu. 2. Bericht des Vorstandes und der Revisoren. 3. Neuwahl eines Bibliothekars. 4. Vereinsangelegenhciten. 250/9 Das pünktliche Erscheinen aller Mitglieder verlangt_ Der Vorstand. Dienstag, S4. April, abends 8-/2 Uhr, im Sieuen Klubhaus, Kommandantenstraste 72: V olksversammlung. Tages-Ordnung: 1. Fort mit der Gefinde-Ordnung. Reserent. ReichstagS-Abgeordneter 84nd�ll2gen» 2. Diskussion. Genossinnen I Sorgt dafür, daß diese Versammlung namentlich von Dienstboten zahlreich besucht werde. denn eS gilt eüi Stück Knechtschaft zu beseitigen. 1/4» Die Bertrauensperson. Miung! Putzer. Mlung! Zentral-Verband der teer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Sektion der Putzer. Mittwoch, 35. April, abends 6 Uhr, in den Arminhallen, Kommandanlenßr. 30: Mitglieder-Uersammlnng. TageS-Ordnung: 1. Abrechnung vom l. Quartal. 2. Verschiedene sehr wichtige Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 133/19» Die örtliche Verwaltung. I. A.: H, Neumann. Ortskrankenkaffe i« Biiaoer, Sikalenre a. verw, Gewerbe zu Berlin. Montag, den Zo.April, abends 8'/, Uhr, Annen- 8trafU 16: Ordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung pro 1903. 273/19 2. Bericht der Revisoren. 3. Wahl eineS Vorstandsmitgliedes (Arbeitnehmer). 4.DieGehaltssrage unserer Beamten (Vorlage und Beschlußfassung über eine Gehaltsskala zc.— Beschluß der letzten Generalversammlung). 5. Geschäftliche Angelegenheiten und Erledigung von eventuell in der Ver- sammlung gestellten Anträgen. Der Vorstand. I. A.: kritz Waldeyer, Vorsitzender. Orts- Krankenkasse f.((.Gewerbebetrieb d. Kaufleute, Handeisleute u. Apotheker. Montag, den 30. April 1906, abends S'/a Uhr, im großen Saale der Arminhallen, Kommandantonstr. 20: -------- DrdentUche-------- General- Versammlung. TageS-Ordnung: 1. Abnahme der JahrcSrechnung pro 1903. 2. Aenderung der§§ 9 und 54 des Kassenstatuts. 3. Antrag des Kassenvorstandes aus Aenderung des % 1 des GehaltsregulativS. 4. Beschlußfassung über«ine von der Auf- sichtsbehörde dem Vorstande aus- gegebene Rückzahlung von Reisekosten. 3. Ersatzwahl von 1 Vorstandsmitglied auS den Reihen der Arbeitnehmer bis Ende 1906. Der Vor.tand. 129S6 R. Nürnberg, Vorsitzender. H. Philipsohn, Schristsührer. Deutscher Kolzarbeiteruerband. Resultat der Urabstimmung dieGehiilterderAngestellten betreffend: Abgegebene Stimmen 8404, davon waren ungültig 79. Mr die Frage 1 haben gestimmt 3191 Kollegen, gegen 5134 Kollegen. Die Erhöhung ist somit abgelehnt. Die Abstimmung über die Fragen 2 und 3 ist, da die Frage 1 in verneinendem Sinne entschieden, gegenstandslos geworden und brauchte demnach nicht festgestellt zu werden. ESs>utiscl»l«i», Montag, den 23. April, abends 5'/, Uhr: Uersaunnlimg d« Kauttschler Bezirk I Bei Böhrlng, Admiralstr. 18 o. Bezirk III Bei Wernau, Schwedtcrstr. 23—24. Bezirk IV(Wedding) Bei ülilbrodt, Müll-rstr. 7. Dienstag, den 24. April, abendS 6'/, Uhr: Bezirk I Bei Uahei, Bergniannstr. 5—7. Bezirk II Bei Ldtfln, Memclerstr. 67. Bezirk IV Bei Ahrens, Turmstraße(Mittel-Saal). Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Bericht vom Gautage. 2. Diskussion. 3. Stellung zur Werkzengfrage. 4. Verschiedenes. Kollegen, es ist Pflicht, daß ein jeder an diesen Versammlungen teil- nimmt, um in der Werlzeugsrage seine Meinung zu äußern. Keiner darf fehlen. Die DranchenhominissioB. Bürften» umT Hinsel wacher. Montag, den 23. April, abends 8'/. Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel-User IS: Branchen-Versammlung. Tages-Ordnung: 1. Regelung der Arbeitsvermittelung.. 2. Branchenangelegenheiten. Der wichtigen Tagesordnung wcgeu ist es Pflicht der Kollegen, voll- zählig zu erscheinen._ Die Kommission. Korbmchn-NkchiMliW Montag» den 23. April er., abends 8'/, Uhr. n- im Oewcrkschaftshanse, Engel-Ufer Ar. 15:-MW m zahlreichen Besuch bittet Die Kommission. Sildevrahmettmaeher. Dienstag, den 24. April er., abends 8'/, Uhr. im Gewerkschaftshause, Engel-Ufer 15(Saal VH): Branchen-Versammlung. Tages-Ordnung:„... 1. Bericht der Kommission. 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. BcrschicdmcS. Kammacher. Dienstag, den 24. April er.. abendS 8'/, Uhr. im„Englischen Garten", Alexanders«». 27c: Kranchen Versammlnug der Kammacher und aller inder Ckttutoid-siaarschmnckbranchk beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. TageS-Ordnung: i. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Werlstatt- Angelegenheiten. 4. Der- chiedeneS. 5. Maiseier. Der sehr wichtigen Tagesordnung wegen ist eS Ehrenpflicht eines jeden Kollege», in dieser Bersammlüng zu erscheinen. Die Kommission. DienStag. den 24. April, abends 8'/, Uhr. im Lokal von Eitfln (GesellschaftShaus„Ostend»), Memclerstr. 67: Vsi»ssmmlung aller auf Kerren-Schreibtiselie arbetttliben Kollegen. Tages-Ordnung: 1. Bencht der Kommission über ihre Täiigkeit zwecks Ausarbeitung eines TarisS flirrte Branche. 2. DiStustion. 84/8 ES ist Pflicht aller Kollegen»u erscheinen. ->ie Die Kommission. ferlmuttor-, Korn- u»s Lteinnußsrdeiikr. Dienstag, den 24. April, abends 8'/, Uhr. tm Gcwerkschaftshansc, Engel-Ufer 15(Äaal V): Branchen-M er Sammlung* Tages-Ordnung: 1. Darifverträge und ihre Bedeutung. Res. Kall. B. Eeopold. 2. Dislussion. 3. Neuwahl der Kontrollkommission. 4. Maifeier. 3. Verschiedenes. Das Erscheinen sämtlicher Kollegen ist dringend notwendig. _ Der Obmann. Stock- und Celtnloidarheiter. Montag, den 23. April 1906, abends 6 Uhr, im„Englischen Garten", Alexanderstr. 27c: Branchen-Versammlung. Tages-Ordnung: 1. Besprechung der Anträge zum VerbandStage. 2. Stellungnahme zum 1. Mat. 3. Werkstellenangclegenheit. 4. Verschiedenes. Da» Erscheinen sämtlicher Kollegen ist dringend notwendig. _ Der Obmann. Krocht der MMmstrmkiitcil-Arbtlttt. Montag, den 23. Zlpril, abends 8'/, Uhr: BranchenmitgliederTersammlimg im Gewerkschaftshause. Engel-Ufer Nr. 15, Saal I. Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Stürmer über„Gesellschaftsordnung und Klassenbewußtsein''. 2. Diskussion. 3. VerbandZangelegenheiten und Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Die Dranehenkommission. Mitgliedsbuch legitimiert.— Gäste willkommen. Treppengeländer Krauche! Montag, den 23. April 1966. abends 8'/, Uhr: Versammlung aller inlreppengeländerfaliriken beschäftigten Tischler, Stellmacher. Drechsler, Maschinen- arbeiter, Bildhauer usw. im»Königstadt Kasino». Holzmarktstraste 72. Tages-Ordnung: 1. Stellungnahme zum l. Mai. 2. Bericht über die Differenzen. 3. Verbands- und Branchenangelcgenheiten. Wir ersuchen die Kollegen, alle in der Versammlung zu erscheinen. _ Die Kommission. Mittwoch, den 25. April, abendS 8'/» Uhr, bei Keller. Koppenstr. 29; Bertrauensmänner-Bersammlung ----------- sämtlicher Bezirke und Branchen. Tages-Ordnung: l. Die Maifeier. 2. Der Brrrat der Hirsch-Dunckerschen«e> werkvereinler in Frankfurt a. C. 3. Streik und Differenzen. __ Plo Optsverwaltnng. Branche der Jalousie-lrbeiter. Donnerstag, den 26. April 1906. abends pünktlich 8'/, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel-User 15, Saal V; Versammlung._ Tages-Ordnung: 1, Bortrag des Kollegen 8 tusche. 2. Diskussion. 3. Stellung. nähme zur Maiscier. 4. Verbands- und Branchenangelcgenheiten. 3. Ver» schiedenes. HL. Handzettel zu diesen Versammlungen werden nicht mehr ausgegeben. Harkottkodotdeger. Mittwoch, den 25. April, abends 8 Uhr. in BoekerS Fcstsälcn, Wcberftr. 17: lü Branchen Versammlung Tages-Ordnung: 1. Jahresbericht der Kommission. 2. Neuwahl der KommissionS- Mitgiicdcr. 3. Branchenangeieaenheiten und Verschiedene». Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht De* Obmann n (Mi 1 Achtung! ond deren Hülfsarbeiter. Filiale Berlin. Meustag, de» S4. April, abends«'/.Uhr, im Gcwerkschaftshause» Engel-User 15, Saal 4: jtajlerordentl. Ifitglieder-Versannnlnng. Tages-Ordnung: 1. Bericht über den Schluß der Lohnbewegung in der Bierfaß-Branche. 2. Lohnforderung der Packfaß-Branche. 3. Maiseier. 4. Verschiedenes. Das Erscheinen sämtlicher Kollegen ist notwendig. 39/8 Der Vorstand. Verband der Sattler. Ortsvmvaltung ßcrltti. Mittwoch, de» 25. April, abends 8'/, Uhr: General-Versammlung in den Armiuhallen, Kommandantenstraße 20. TageS-Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Slbrechnung vom ersten Quartal 190S. 8. Berichterstattung über das Geschäftsjahr 1905/1906. 4. Gehaltsregelung des Vorsitzenden sowie des Kassterers. 5. Neuwahl des Vorsitzenden, des Kassierers und der Revisoren. 6. Berichterstattung vom Verbandstag in Dresden. 7. Neuwahl der Mitglieder zum Zentralvorstand und Ausschuß. 8. Verschiedenes. 156/15 Achtung! Ohne Mitgliedsbuch hat kein Kollege Zutritt. Der wichtigen Tagesordnung wegen erwarten wir, daß jeder Kollege zur Stelle ist._ Die Lrtsverwaltung. fachverein d» Tischler 5ÜÜSÜÜ Tischler n. Jfobelpolierer! iüüi! Mittwoch de« 8S. April, abends 8 Uhr bei Zöls, Köpenickerstr. 137/138 General-Bersammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht vom 7. Kongreß. 2. Bericht von der 3. Konferenz der Freien Vereinigung der Tischler Deutschlands. 3. Dislusfton. 4. Bericht des Vor- standes und Abrechnung des Kassierers vom 1. Quartal 1906. Bericht des Obmannes der Arbeitsvermittlungs-Kommisfion und des /Obmannes der Agitations-Kommifston. 5. Vereinsangelegenheiten. 6. Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, pünltlich in dieser Versammlung zu erscheinen. 186/6 Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Uerlurnd städtischer Ardeiter Filiale Groß-Kerliu. Sektion V(Straßenreimger). Sonntag» den 22. April, nachmittags k Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 2v(grosser Saal): Versammlung mit Frauen. TageS-Ordnung: 1. Vortrag der Genossin AnnaMesch. 2. Diskussion. Versammlung: KklM. SkiZSMMKNZKM. Zu recht zahlreichem Besuche ladet ein * Die Tanz u. Garderobe srei. Entree 20 Ps. H. M ü l I e r. Verein für grauen u. IVKadchcn der Arbeiterklasse. Montag, den 23. April, abends 9 Uhr, im„Neuen Klubhause", Kommandantenstr. 72: 55/10 Vortrae des Herrn Rechtsanwalts Roth:»Eltern und Kinder nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch." ,» Gäste willkommen.•»— Der Vorstand. Baugenoff enschaft Freie Scholle (Berlin N. 4, Chausseestr. 7 I, nachmittags 5—6, FreftagS 5—9.) Einladung- zur Ordentlichen Generalversammlung a« Sonnabend, den 28. April 1906, abends 8 Uhr, im«Sewerk- schaftshause, Engel-Ufer 15._ Orts-Krankenkafse der Oaehdeeker. Mittwoch, den 25. April 1906, abends 8 Uhr. im Saale des Herrn Feind, Wetnstr. 11: vrUei»t1i«Itv VenerAl-Vel'ssmmhmg. Tages-Ordnung: 1. Bericht de? Prüfungsausschusses für das Jahr 1905 tllio Dccharge- erteilung des Rendantcn. 2. Antrag der Kranienbesucher. 3. Verschiedenes. Delegiertenkarte legstimicrt. 13S8b Der Vorstand. A. Lalrmaao, Vorsitzender. Wer- Ällff- Hut fertige Anzüge nach Mast 20 M. Tadelloser Sitz, haltbare Futtcrsachen. Franke, Ackerstraße 143, 5871,* Ecke Jnvalidenstraße. Bei Stofflieserung billigste Preise. Orts-Krankenkafse der Lackierer. Sonntag, den 29. April 1906, vormittags 10 Uhr: General- Versammlung im Restaurant Schumacher, Skalitzcrstr. 126. TageS-Ordnung: 1. JahreS- bericht pro 1905. 2. Bericht der Re- vijoren. 3. Verschiedene Kassenange- legenheiten. 1296b Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Borstand. Otto Weidemann, Vorsitzender. Feuersteins Festsäle, — Alte Jakobstr. 75,•— (Jnh.: W. Kube.) Empfehle meine Säle und Ber- etnSzimmer zu Versammlungen und Festlichkeiten. Sonnabende und Leun» tage im Oktober und November noch frei.— Für Sommerseste schattiger Raturgarten und Kaffeelüche. Achtung! Arbeiter, Parteigenossen! Berliner Q. m. d. H. (Gegr. von organisierten Schneidergehülfen Berlins) Sninnenstr. 185, im faden, Wischen Rosenthaler Tor nnd Inonlidenstraße, empfiehlt sich den werten Arbeitern und Parteigenossen zur Anfertigung von feinerer Iherren-Saröerobe. r lerli r-Paletots und enr-Beritting. Uerkanf nur gegen dar! Streng feste Preise! Die Herstellung unserer Fabrikate erfolgt in eigenen Werkstätten unter den von der Organisation festgesetzten Lohnbedingungen. Um geneigten Zuspruch bittend, zeichnet Achtungsvoll .Hoffnung" Kerlmer Schneiderei-Genolfenschaft. „Nimm mich mit!" Frttz fö6tt ifbtn Eovntag stramm, SR obS nach Wilmeridorl bei Echram«, Im modernsten Arühlingsftaat, -�8. Kaders rstzMst! Ui Saum ist er im Tanzsaal drin, Eireiien sich die Dam'n am ihn, Den» es ist schon ftadibelannr Der Fri» aehl eicaani! ES stüstert ihm ins Ohr Der qanzo Mädchenchor: Nimm mich mit � nimm mich mit Denn nur Du ollein «leidest Dich pieliein Set S. Haber eist ST Fertige HertenfieRleiSuns Hochmoderne Herren-Anzüge A . ri....... au«(eineten ilaaasotoffen HiJ U «mä PaletOtS gefertigt... voa 4« U. bis tn' Hochelegante Herren-Beinkleider v' 3 M. Burschen- o. Kinder-Anzüge von isicti« 2 M. Anzüge) noch nnd\ Paletots KliKS von 60 tl. bia so liefern. KM'! emntmi: Invaliden-Slrasse 112, dtirs der Chaussee-Strasse (Nachdruck verboten). 1 Minute vom Stettiner und Nord-Bahnhof. | Streng feste Preise! 1 1 Sitte auf Strasse u. Hausnummer zu achten!! Vereine, CeieiteMeii wi«leb. die zu ihrer Dampscrparlle noch kein Lokal haben, mache ich auj mein Restaurant_■= „Zum Sportshaus", Ziegentials bei Zeuthen, herrlich am Crossinsce. vis-i-vis Rauchfangwcrder gelegen, aufmerksam. Z«sl groBe Säle, groBer schattiger Garton, groSe Spielplätze im Hochwald, Kegelbahnen, Kaffeeküche usw. Pfingsten, Sonnabende im Juni sowie einige Sonnabende nnd Sonntage im Juli und August noch frei. X Dampscr stehen zur Ver- süguna. x Komitees hole bei vorheriger Benachrichtigung mit Motorboot vom Bahnhos Zeuthen ab. 935L* Um geneigten Zuspruch bittet»lax mCrsohel. . Del.: Amt«önigs-Wnsterhausen Nr. 175.—. Achttlng! äesi Seit Freitag, den«. April früh stehen die Kollegen in S8 Werkstätten im Streik. Tie übrigen in Betracht kommenden Firmen haben bewilligt, darunter anch eine Aniahl Jnnungsfirmen. Bon Montag, den S. April ab, dürfen sämtliche Bauschlosser nur noch mit Berechtiguugskarten arbeiten, diese find Sonnabend, den 7. April den Vertrauensleuten ausgehändigt.— Die Bauarbeiter ersuchen wir, uns dadurch zu unterstützen, dast sie .....' �"losser n«'' die auf die Bauten kommende« Schlo,,...... Jeder Schlosser ohne Karte ist als......... 0--------—, t Des tveiteren mache» wir alle Banschloffer daraus aufmerksam, dast ohne Zustimmung des Streikkomitees nirgends die Arbeit niedergelegt werden darf. ir, uns dadurch zu unterstützen» dast sie den Arbeitsberechtigungskarten fragen. Arbeitswilliger zu betrachten. 117/5 gas Streikkomitee. Cohen. Bnggenhagen (Vforitzplatz. Empfehle an den Sonnabenden und Sonntagen meine gesamten Lokalitäten inkl. 2000 Personen fassenden Naturgarten den ver- ehrten Gewerkschasten und Vereinen zur Abhaltung von Sommersesten p. p. |Mp* Große und kleine Säle, so- wie VercinSzimmer noch frei._* Cafs Orasilener- eyen Straße 128/29 Kaffee 10». 15, eier-bellmdmik., 11 Pf. ca. 51 Zeitungen; 2 Billards Std. 40 Pf. Zahlstelle der Freien Volksbühne.■ irbeiter-BMungs- Schule. Gewerkscbaftsbaus, Engel-Ufer 15, Hof links 2 Tr. Sehrplan für das 2. Quartal 1906. Montag: Nationalökonomie(Die Kartelle). 1. Begriff tind Geschichte der Kartelle.— 2. E i n" zelne deutsche Kartelle; XCohlensyndikat; Stahlwerksverband; Kalisyndikat; Druckpapierfabiiken-Verband; Zentrale für Spiritusverwertung; Zuckersyndikat Zentrale für Müch- verwertung; Buchhändler-Kartell.— 3. DieTrusts.— 4. Dia Kartelle in ihrer Bedeutung für die Entwickelung der kapitalistischen Weltwirtschaft. Vortragender: Max Granwald. Dienstag: Geschichte(Die politischen Parteien des Gegenwart). 1. Die Reorganisation der Sozialdemokratie(1875).— 2. Wiederbelebung der konservativen Partei.— 3. Die Parteien und das Sozialistengesetz(1878— 1890).—- 4. Das Zentrum itt» letzten Jahrzehnt Bismarcks.— 5. Zersetzung des Liberalismus in den achtziger Jahren.— 6, Aufschwung der Sozialdemokratio (1890—1903).— 7. Das Zentrum unter Wilhelm II,— 8. Der Bund der Landwirte.— 9. Liberale und reaktionäre Parteisplitter.— 10. Die Zusammenschmeißung aller bürgerlichen Parteien gegen« über der Sozialdemokratie. Vortragender: Dr. Max Maurenbrechot. Mittwoch: Natur-Erkenntnis(Grundzügo der allgemeinen Lebenskunde[Biologie]). 1. Begriff des Lebens. Aufgabe der Lebensknnde nnd ihr Verhältnis zu den übrigen Wissenschaften.— 2. Keimzeichen der lebendigen Substanz(Physik, Chemie und Struktur des Plasma).— 3. Die Zelle als Elementarorganismus. Einfache und zusammengesetzte Organismen.— 4. Die Ernährung(Aufbau und Zerfall des Plasma).— 5. Die Portpflanzung(die verschiedenen Arten der Zeugung).— 6. Die Bewegung(Mechanik des Plasma). 7. Die Empfindung(unbewußte und bewußte Empfindung. Reaktion auf Reize usw.).— 8. Das Geistesleben(Gehirn und geele).— 9. Ursprung des Lebens(Vergleich zwischen unbelebter und belebter Natur. Die einfachsten Organismen).— 10. Dia Entwickelung des Lebens(Abstammungslehre, Darwinismus, Keimes- und Stammesgeschichte usw.). Vortragender: M.H. Baege. Donnerstag;; Wesen und Wirken det Gewerkschaften. 1. Entstehung einer Gewerkschaft. Organisationsfähigkeit. Branchen- oder Betriebsorganisation. Organisation der Prauonagitation.— 2. Verfassung und Verwaltung. Lokal- und Zentral Organisation. Selbstverwaltung und Berufsbeamte. Industrieverbände. Gauverwaltung. Generalversammlung.— Die Gewerkschaftskartelle. Die Generalkommission. Internationale Organisation.— 3. Finanzielle Gestaltung. Beitragshöhe. Beitragsklassen. Lokalfonds. Anlage des Gewerkschaftsvermögens.— 4. Unterstützungswesen. Arbeitsnachweis. Herbergen.— 5. Die Beeinflussung des A r b e i t s m a r-k t e s. Arbeiterinnen. LchrlingsWesen. Ausländer. Recht auf bestimmte Arbeiten. Die Mascidne.— 6. Das Verhältnis zu den Unternehmern. I. Das Rechtsverhältnis. II. Arbeitszeit. III. Lohnhöhe und Lohnformen. IV. Regelung des Betriebes. Arbeiteraussohüsse. Interessen- regensatz und Klassenkampf.— 7. Die Kampfes- o r m e n. I. Streik und Streiktaktik. Boykott. Kontrollmarke. II. Aussperrung und schwarze Listen. Arbeitgeherverbände.— 8. Gemeinschaftliche Regelung. Tarifverträge. Einigun«- ä rater. Paritätische Einrichtungen.— 9. Sozialpolitische Aufgaben: Statistik. Arbeiterschutz. Arbeiterversicherung. Gewerbegerichte. Proportionalwahl. Rechtshülfe. Kinderschutz. Die Arbeitorsekretariate.— 10. Bildungspflego. Moralische und hygienische Erziehung. Vorträge. BibUotheke a. Die Alkoholfrage.— 11. Die Stellung zu Staat und Gemeind>. Koalitionsrecht und Rechtsprechung. Zweierlei Recht Gut i Sitten. Arbeitslosenfürsorge. Staats- nnd Geinemdearbeiter.— 12. Die Stellung zur Politik. Neutralität. Syndikalismus. Internationalität und Krieg. Maifeier. Generalstreik,— 13. Gewerkschaft und Genossenschaft: Produktivgenossen- schaften. Der organisierte Konsum. Die Genossensohafts- angostollten. Die Macht der Arbeiterklasse.— 14. Gewerkschaft und Sozialismus: Erfolge und Grenzen des Gewerkschaftswesens im Rahmen der kapitalistischen Gesellschaft. Das notwendige Endziel der Gewerkschaftsbewegung. Vortragender: Simon Katzenstein. Freitag: Rednerschule(Uebungen im Halten von Vorträgen und in der Diskussionsrede). Vortragender: Julian Borchardt. Der Unterricht beginnt in STatlonalOkonomle: Montag, den 23. April; V, Glas 40 Pf. Mixed-piclesGläi°rni Vi Glas 78 Pf. Mixed-picIesGii°en))V3 oias 40 Pf. Senfgurken G1&ferai Vi o'as 78 Pf. Senfgurken Gia�rni v« Q'as 42 Pf. Fisch-Konserven Appetitsild.echt.Stavang.j,�, 49 Pf. AppetitsildjechtStavang.D�j 38 Pf. Krabben..... Vi Dose l.is m. Krabben... i.Va Dose 60 Pf. Krabben..... v, Dose 35 Pf. Royans ä la Bordelaise 68 Pf. Anchovis.... i. Gläsern 23 Pf. Bismarckheringe. Dose 46 Pf. Bratheringe.... Dose 46 Pf. Gelsardinen.. Dose 29 Pf Räucherlachs• V« Pfd. 22 Pf. Romatourkäse- stück 23 Pf| Wurstwaren Rotwurst, pommersche, Pfd. 50 Pf. ZwiebelleberwursV0�. 50 Pf. Polnische Wurst..Pfd. 76 Pf. Mettwurst, Braunschwg. Pfd. 95 Pf. Casseler...... Pfd. 98 Pf. Speck, fetten... Pfd. 95 Pf. Bratenschmalz, allerfeill$#ds 50 Pf. Verschiedenes Kakao � Pfd. 82 Pf. Backobst...... Pfd. 38 Pf. Bloc-Schokolade..Pfd. 68 Pf. Honig.... 10 Pfd.-Eimcr 2.85 M. ( Im Lrlrischuo�sraum 1 Pfingstfrühstück u. 1 Karaffe Wein 25 Pfeimijg) S--»s 23. 3mm 4. Ktilllge des Jonüiirls" f etliiie t Wldsdllltt. b.Mg. zz. M lSW. Arbeiter. Parteigenossen! Nie Nrbeitzruhe ist öie würdigste form der iffcifekr! partci-Hngclegcnbciten» Zur Lowlliste! Das Grand-Restaurant„Sadowa" an der Obcrsprcc, Jnh. Hans Pflug, steht der Arbeiterschaft zu den be- kannten Bedingungen zur Verstigung. Die Lokalkommission. Schiineberg. Am Dienstag, den 24. d. Mts., findet im Lokal von Obst die Generalversammlung des Sozialdemokratischen Wahl- Vereins für Schöneberg statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Vortrag des Genossen Düwell:„Der politische Massenstreik." ?. Vercinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Parteigenossen! Die Wichtigkeit dieses Themas erübrigt es wohl, besonders zu zahl- reichem Besuch aufzufordern. Als Legitimation dient das Wahl- Vereinsbuch.. Der Vorstand. Charlottenburg.. Parteigenossen! Heute morgen 8 Uhr bei Graffunder, Wielandstrafie 4, Flugblattverbreitnng. Wir ersuchen die arbeitslosen Parteigenossen, sich am morgigen Vormittage 8'/z Uhr bei Max Prill, Göthestraße 78, zur Wahlarbeit einfinden zu wollen. Desgleichen mögen sich die Genossen, die nachmittags oder abends bei der Wahl helfen wollen, an genannter Stelle melden. Die Generalversamnilung des Wahlvereins findet am Dienstag. den 24. April, abends 8'/z Uhr, im Volkshaus, Rosinenstr. 3, statt. Der wichtigen Beschlüfie wegen, welche gefaßt lverden sollen, müssen alle Mitglieder erscheinen. Der Vorstand. Schmargendorf. Am Mittwoch, den 25. April, abends 8V2 Uhr, findet im Restaurant Sanssouci, Ruhlaerstr. 20/21, die General- Versammlung des hiesigen Wahlvereins statt, zu welcher das Er- scheinen sämtlicher Genossen erforderlich ist. Der Vorstand. Lankwih. Dienstag, den 24. d. Mts., abends 8Vz Uhr, im Restaurant Linde, Calandrellistr. 27, Sitzung des Sozialdemokratischen Agitationsvereins. Vortrag des Genossen P. Hirsch-Charlottenburg: Vereins- und Versammlungsrecht. Treptow-Baumschulenweg. Am Dienstag, den 24. April, abends 8l/a Uhr, findet in Speers Festsälen, Baumschulenstr. 73, die General- Versammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins statt. Außer einem Vortrage des Genosien Julian Borchardt über:„Jugend- erziehung und Sozialismus" und dem Bericht des Kassierers stehen wichtige Punkte auf der Tagesordnung. ES tst deshalb Pflicht eines jeden Parteigenossen, zu erscheinen. Der Vorstand. Pankow. Die Versammlungen des Wahlvereins finden laut Beschluß der Mitgliederversammlung vom 28. März cr. nicht mehr am Mittwoch, sondern am letzten Dienstag jeden Monats statt. Nächste Versammlung: Dienstag, den 24. April er.. t/zv Uhr abends, bei Roczycki, Kreuzstr. 3/4. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Paul John über„Die Mai-Jdee". 2. Dis- kusfion. 3. Vereinsangelegenheilen und Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung fordern wir die Genossen auf, sämtlich zu erscheinen, sowie Nachbarn und Bekannte als Gäste mitzubringen. Der Vorstand. Reiiiickendorf-Oft. Die Genossen und deren Frauen treffen sich zur Besichtigung der neuen Geuossenschafts-Bäckerei nachmittags um 5 Uhr vor dem Hause Wilkestraße 02. Rege Beteiligung sehr er» wünscht. Am Dienstag, den 24. April, abends 8'/z Uhr, findet im Lokale des Herrn S a d a u, Residenzstr. 124 lEcke Amcndestraße) eine Mit- gliederversammlung statt, in welcher Gen. Stürmer über:„Die Gleichberechtigung der Menschen in Theorie und Praxis" referieren wird. Da nach dem Vortrage wichtige Vereinsangelegenheiten zur Beratung stehen, erwarten wir recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Nirder-Schönhausen. Die Generalversammlung des Wahlvereins findet am Dienstag, den 24. April, abends 8V3 Uhr, in Stephans„Lindengarten" statt. Auf der Tagesordnung steht: 1. Geschäfts- und Kassenbericht. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Ver- schiedenes. ES ist Pflicht der Mtglieder, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Wittenau. Mittwoch, den 26. d. MtS., abends S Uhr, findet der Diskutterabend bei Böhm statt. Die Genossen werden ersucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Das Mitgliedsbuch ist mit» zubringen. AbteilungSführer ist jetzt Genosse Busse. Triststraße. Der Vorstand. Borfigwaldc. Dienstag, den 24. d. MtS., abends 9 Uhr. findet der Diskutierabend bei Kube statt. Auf der Tagesordnung steht ein Vorttag des Genossen Voigt über: Die Gesetzgebung des Lykurgus und des Solons. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Köpenick. Dienstag, den 24. April, findet abends 8 Uhr die Versammlung des Wahlvereins beim Genossen Seidel, Grünstr. 31, statt. Außer einem Vorttag steht der Vierteljahresbericht des Kassierers zur Tagesordnung. Zahlreiches Erscheinen erwünscht Der Vorstand. Erkner. Die Mitgliederversammlung de« WahlbereinS findet Dienstag, den 24. April 1906, abends[/ß Uhr, bei Degebrvdt statt. Die Genossen werden dringend ersucht, zahlreich zu erscheinen und ihre alten Mitgliedsbücher mitzubringen, um dieielben gegen die jetzt erschienenen neuen umzutauschen. Zernsdorf. Der Wahlverein von Zernsdorf und Umgegend ver» anstaltet am Sonntag, den 29. April, im Knorrschen Lokale seine diesjährige Maifeier. Das Programm besteht ans Gartenkonzert, Gesang. Festrede, Kinderspiel, Ausschieben, Fackelzug und Ball. Die auswärtigen Genossen sind hierzu herzlich eingeladen. berliner I�admcbten. Das Ende des Sechser-OmnibuS—? Den Sechser-Omnibus hat Berlin jetzt seit neun Jahren. Die vom Spediteur-Verein im Jahre 1897 eingerichtete Linie„Hans- vogteiplatz— Halleschcs Tor" war die erste, auf der man für eichen Sechser fuhr. Die Berliner bestaunten diese Neuerung, die bis dahin keinem als möglich erschienen war. Wer witzig sein wollte, machte seine Späßchen über den„Sechserkarren", die„Proletarier- droschke" usw. Und Leute, die„etwas auf sich hielten", trugen sogar Bedenken, das allzu wohlfeile Vehikel zu benutzen. Aber die Vernünftigen waren zufrieden, daß sie eine so billige Fahrgelegen- hcit bekamen, und in kürzester Frist hatte der„Sechserkarren" sich sein Publikum erobert. Für das Omnibuswesen ist jener erste Sechser- Omnsibus zu einem erfolgreichen Bahnbrecher geworden; er hat den Tarif auch der anderen Omnibusgesellschaften gründlich revolutioniert. Es dauerte nicht lange, da mußten auch diese sich zur Einführung von 5 Pfennig- Teilstrecken bequemen, erst auf einigen ihrer Linien und schließlich auf allen. Nicht nur der Be- völkerung war damit gedient, sondern ebenso sehr den Onmibus- gcsellschaftcn. Ohne die 5 Pfennig-Teilstrecke wäre es dem Omnibus unmöglich gewesen, gegenüber der elektrisch betriebenen Straßenbahn sich zu behaupten und sogar noch neues Terrain zu erobern, wie wir es in den letzten Jahren an ihm gesehen haben. Seit jenem Tage, wo der erste Sechser-Omnibus kam, ist eine Reihe von Jahren hingegangen— und keiner, der mit dem Sechser zu rechnen genötigt ist, möchte heute die 5 Pfennig- Teilstrecken missen. Es scheint aber, daß diese Errungenschaft einer neueren Zeit nunmehr durch eine allerneueste Errungenschaft, durch die Einführung von Automobilomnibussen, gefährdet ist. Die Allgemeine Berliner Omnibusgesellschaft, die jetzt fast das gesamte Omnibuswesen Berlins unter sich hat, hat die Erklärung abgegeben, daß der Automobilbetrieb für sie nur rentabel sei, wenn die 6 P f e n n i g- T e i l st r e ck e n auf den mit Automobilen be- fahrenen Linien abgeschafft werden. Nun laufen ja Automobilomnibusse einstweilen nur auf der Linie„Hallesches Tor— Chausseestraße". Es wird aber geplant, den Automobilbetrieb weiter auszudehnen, und zwar will man nicht nur neue Linien einrichten, die von vornherein Automobilbetrieb er- halten, sondern es soll auch auf älteren Linien nach und nach das Automobil eingeführt werden. Vermutlich wird das einmal auf allen Linien geschehen, und es ist auch nicht einzusehen, warum das nicht als Endziel angestrebt werden sollte. An sich ist das sehr wünschenswert. Bedauerlich ist aber, daß dann wahrscheinlich auf allen Omnibuslinien die 6 Pfennig-Strecken zum Opfer gebracht werden würden. Ob sie es wirklich„müßten", das läßt sich bezweifeln. Es gab eine Zeit, wo in Berlin der Omnibusbetricb nur„rentabel" erschien, wenn für jede noch so kurze Fahrt im Innern des Wagens 20 Pfennig und auf dem Verdeck 10 Pfennig genommen wurden. Das ist noch gar nicht so sehr lange her, noch kein Vierteljahrhundert. Dann kamen zunächst die 10 Pfennig-Teilstrecken für Fahrten im Innern des Wagens, es folgten die ö Pfennig-Teilstrecken, und den Schluß machte der 10 Pfcnnig-Tarif für die ganze Fahrt(innen wie oben). Nur mit diesen Verbilligungen hat der Omnibus den Kampf gegen die Straßenbahn zu bestehen vermocht. Mit dem Automobilbetrieb hofft die Omnibusgesellschaft sogar bei der von ihr beabsichtigten Verteuerung siegreich zu bleiben, aber am Ende ist das doch noch nicht so ganz sicher. Wie die allgemeine Beseitigung der 5 Pfennig- Teilstrecken wirken würde, das zeigen die folgenden Zahlen. Im Jahre 1904 beförderte die Allgemeine Omnibusgesellschaft rund 86 Millionen Personen, 67 Millionen für 5 Pfennig, 19 Millionen für 10 Pfennig. Hätten wir keine 5 Pfennig-Strecken, so wären 67 Millionen Personen genötigt gewesen, je 5 Pfennig mehr zu zahlen, zusammen 3 350 000 Mark— falls nicht ein großer Teil von ihnen dann den) Omnibus gemieden und kurze Wege lieber zu Fuß zurückgelegt hätte. Die Linie„Hallesches Tor— Chausseestraße', die meistbenutzte in Berlin, beförderte 1904 allein 8'/- Millionen Fahrgäste zu 5 Pfennig und 3'/- Millionen zu 10 Pfennig. Bekommt sie völligen Automobilbetrieb, so daß sie die 5 Pfennig-Teilstrecken verliert, so haben 8'/° Millionen Personen je 5 Pfennig mehr zu zahlen, zusammen 410 000 Mark— wieder unter der Voraussetzung, daß nicht viele dann lieber dem Omnibus fern bleiben. Die Sache liegt nicht mal so, daß da immer nur die einzelne Fahrt um einen Sechser verteuert würde. Die 5 Pfennig- Teil st recken dienen vielen Fahrgästen als E r s a tz für die Einrichtung der 1! m st e i gc b i l l e t ts, die wir in Berlin nicht haben. Aus zwei 5 Pfennig-Strecken von zwei verschiedenen Omnibuslinien setzt mancher sich eine Fahrt zusammen, für die er sonst zweimal 10 Pfennig zahlen müßte. So mancher Fahrgast, den die Omnibusgesellschaft geringschätzig als Sechserkunden ansieht, ist tatsächlich Groschenkunde. Namentlich in den allerletzten Jahren und Monaten, wo die Omnibuslinien erfreulicherweise stark ver- mehrt worden sind, ist es immer leichter geworden, mit Hülfe des dichten Netzes von Omnibuslinien sich zahlreiche solche Umsteige- fahrten zusammenzusetzen. Verlieren wir einmal für ganz Berlin die 5 Pfennig-Strecken, so wäre es mit den Umsteigefahrten vorbei. Die Omnibusgcsellschaft wird vielleicht antworten, eS sei ja an eine allgemeine Beseitigung des Pferdebetriebes im Omnibus- wesen so bald noch nicht zu denken, sie richte ja sogar immer noch neue Linien mit Pfcrdcbetrieb ein. Gewiß— aber gegenüber Verteuerungs Plänen soll man sich niemals aufs Abwarten verlegen, sondern von vornherein Einspruch er- heben. Allen denen, die„jeden Groschen in der Hand umdrehen müssen", ehe sie ihn ausgeben, würde die Beseitigung der 6 Pfennig- Strecken eine sehr fühlbare Mehrbelastung bringen. Konfusion in„Moabit"! In dem Kriminalgcrichts- g e b ä u d e, das wir Berliner kurzweg als„Moabit" bezeichnen. hat die am Donnerstag erfolgte Uebersiedelung des Land- gerichts I und II und der Amtsgerichte l und II aus den alten, ein Vierteljahrhundert hindurch benutzten Räumen nach dem neuen Hause an der T u r m st r a ß e zunächst zu schweren Unzuträglichkeiten geführt. Das Innere des umfangreichen Baues ist, architektonisch genommen, keineswegs unübersichtlich angeordnet, aber ein gewöhnlicher Sterblicher sieht eben die Dinge mit anderen Augen als ein Architekt. Wer zum ersten Male all diese kreuz und quer laufenden Gänge, diese hinauf und hinab führenden Treppen durchwandert, der glaubt, in ein Labyrinth hinein- geraten zu sein. Weder die Bauleitung noch die Justizbehörden scheinen darauf vorbereitet gewesen zu sein, daß in den ersten Tagen nach der Uebersiedelung das Publikum seine Schwierigkeiten haben würde, sich in dem Neubau zurechtzufinden. Die paar Hinweise. die den Wänden der Korridore aufgemalt sind, geben höchstens darüber Aufschluß, wo man sich befindet, nicht darüber, welchen Weg man einschlagen muß, um an sein Ziel zu gelangen. Die Konfusion der ersten Tage war so arg, daß da mancher Angeklagte und mancher Zeuge nicht rechtzeitig genug eintraf, weil er sich in dem Gewirr der Gänge und Treppen verlaufe» hatte. Auch die wenigen Beamten, die zur AuZkunfterteilung bereit standen, wußten nicht immer sogleich Rat. und sie reichten auch nicht aus, um all die Fragen zu beantworten, mit denen die Suchenden sie von rechts und links, von vorn und von hinten ungeduldig bestürmten. Erst nachträglich hat man begriffen, daß es notwendig sei. Lage- plane der einzelnen Stockwerke des Gebäudes auszuhängen, die die Orientierung erleichtern. Diese Pläne sind jetzt angebracht im Vestibül des Portals 7, das vorläufig als Haupteingang dient, und werden vom Publikum eifrig studiert. Ein sicheres Mittel, sich in dem Labyrinth zurechtzufinden, sind aber auch sie nicht; denn es besitzt ja nicht jeder die nötige Fertigkeit, solche Pläne richtig zu benutzen. Wer in Moabit Stammgast ist, wird wohl bald lernen, in dem ausgedehnten Gebäude seinen Weg zu finden. Für die anderen aber, die nur gelegentlich mal da draußen mit der blinden Justitia zu tun kriegen, wird die Schwierigkeit der Orientierung fortbestehen, wenn nicht in allen Korridoren aller Stockwerke Ueber- sichtstafeln ausgehängt werden, die über die Lage der einzelnen Räume und über den einzuschlagenden Weg klare Auskunft geben. Aenderung von zwei Straßenbahnlinien. Zwei Linien der Straßenbahn müssen wegen Bauarbeiten abgeändert werden. Es sind dies die Linien 49 Paukoiv— Hermannplatz und 51 Pankow— Viktoria- Luiseploz. In der Breiten Sttaße zu Pankow finden Asphallierungs- arbeiten statt. ES ist deshalb erforderlich geworden, die Endhaltestelle der beiden Wagen nach der Verlinerstraße, zwischen der Schul- und Florastraße, zurückzuverlegen. Die Verlegung hat bereits statt- gefunden und wird etwa vier Wochen dauern. Zur Aufrechterhaltung eines regelmäßigen Betriebes wird in der Berlinerstraße ein provi- sorisches Gleis eingebaut. Wieder ein Diebstahl von Feriisprcchdraht mitten in Berlin. Diebstähle von Fernsprechdraht wurden früher nur in der Umgegend von Berlin ausgeübt. Neuerdings ist auch ein solcher Fall mitten in Berlin vorgekommen. Jetzt ist man schon wieder einem der- artigen Unfug mitten in der Stadt auf die Spur gekommen. Der Diebstahl ist abends zwischen 6 und 7, also noch am hellen Tage, ausgesührt loorden. Am Donnerstag, den 19., wurde zwischen den Häusern Nr. 74 und 76 in der Brunucnstraße der Leitungsdraht einer Fernsprcchverbindungsleitung durchschnitten und gestohlen. Da« Gewicht des entwendeten, 2 Millimeter starken Bronzedrahts beträgt rund 1,5 Kilogramm. Obgleich der Wert des Drahtes nur etwa 3 M. beträgt, hat die kaiserliche Oberpostdirektion doch eine Be- lohnung von 300 M. fiir die Ermittelung der Täter ausgesetzt. Die Zwcigstrecke des Teltowkanals, die vom Kanalhafen bei Britz abzweigt und' über Baumschulenweg nordostwärts zur Oberspree hinübergeht, weist noch einige Lücken auf. Bei Baumschulen- weg, da, wo der Kanal unter der höher gelegenen Görlitzer Bahn hindurchgeführt werden mußte, wird noch gearbeitet an der Be- seitigitng der letzten Reste des älteren, tief liegenden Bahnkörpers, auf dem noch im Winter die Güterzüge von Rixdorf nach Nieder- Schöneweide verkehrten. Hier wird die Verbindung zwischen den diesseits und jenseits gelegenen Kanalteilen in Kürze hergestellt sein. Dagegen dürste noch längere Zeit vergehen, bis der Damm beseitigt ist, der im Zuge der Treptow-Nieder-Schöne- weider Chaussee den Kanal durchquert und den Wasserlauf unter« bricht. Die. große Brücke, auf der hier die Köpenicker Landstraße über den Kanal hinweggeführt wird, ist jetzt fertig geworden. Das Endstück der Treptow-Nreder-Schöneweider Chaussee wird nun so ver- legt, daß es noch vor dem Kanal in die Köpeuicker Landstraße ein- mündet, damit diese eine Brücke auch den Verkehr der Chaussee auf- nehmen kann. Erst ivenn der alte Chaitsseedamm durchstochen und abgettagen ist, wird die Zweigstrecke des Kanals ohne Unterbrechung daliegen. Die Inbetriebsetzung des H a u p t k a n a l s, der VM Grünau herkommt und bei Britz die Zweigstrecke aufnimmt, wird durch diese Arbeiten nicht verzögert. Die Uferstraße an der Panke zwischen Bad- und Christiania- straße soll nunmehr, um den Brückenbau im Zuge der Christiania- straße, eine der breitesten Ringsttaßen Berlins, zu ermöglichen, steigelegt und die Pauke dort gerade gelegt werden. Zu diesem Zweck muß von der Maschinenfabrik für Mühlenbau, vorinals C. G. W. Kapler A.-G., Prinzen-Allee, eine Fläche von 1012 Quadrat- meiern erworben werden. Die Verhandlungen wegen fteihäudigen Erwerbs sind gescheitert. Der Magistrat hat deshalb vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordneten.die Enteignung des Grund- stücks beschlossen. Die Hoch- und Untergrundbahn gibt soeben ihren Geschäftsbericht für ihr neuntes Geschäftsjahr 1905 heraus. Danach hat der Verkehr auf den Linien der Gesellschaft wiederum eine stettge Zunahme er- fahren. Von der Fortführung der Untergrundbahn vom Potsdamer Platz bis zur Schönhauser Allee und von den Vereinbarungen mit der Stadtgemeinde Charlottenburg über die Westendlinie verspricht sich die Gesellschaft für die Zukunft den besten Erfolg. Die Gc- samteinnahme auf der Hoch- und Untergrimdbahn belief sich im Jahre 1905 auf 4 280000 M.(1904: 3 981000 M.), was einer Zunahme von 7,79 Proz. entspricht. Die Zahl der Fahrgäste betrug im Berichtsjahre 1905 34 529 325 Personen(1904: 32 117 742), was einer Zu- nähme von 7,51 Proz. gleichkommt. DieDurchschnittseinuahme auf einen Fahrgast betrug 12,4 Pf. Der größte Tagesverkehr im Berichtsjahr fiel auf Sonntag, den 28. Mai, mit 132 400 Fahrgästen und 17 926,20 M. Einnahme, der geringste auf Mittwoch, den 19. Juli. mit 67 425 Fahrgästen und 8146,85 M. Einnahme. Die Flachbahn, die die Bahn von der Hochbahnstatton Warschauer Brücke bis zum Zenttal-Viehhof unterhält, ergab 1905 eine Gesamteinnahme von 218 510 M., gegenüber dem Borjahre also eine Zunahme von 13,6 Proz. Sie beförderte 3 495 639 Fahrgäste(Zunahme 12,66 Proz.). Die Gesellschaft erzielte im Jahre 1906 einen Reingewinn von 1480000 M., es wird eine Dividende von 4�2 Proz. verteilt. Londoner Adoptionsschwindel. Das Polizeipräsidium teilt folgendes mit: Seit einiger Zeit gehen bei der Polizei in Berlin und den verschiedensten Orten im Deutschen Reiche Aufragen, Be- schwerden und Anzeigen ein über Schwindel mit Adoptions- Angeboten aus London. In vielen Zeitungen, auch Proviuzblättern, finden sich häufig Anzeigen, daß Kinder nrit hoher Abfindung-- summe oder beträchtlichem Pflegegeld zu vergeben seien. Die Angebote find nach London zu richten. Wer sich meldet, bekommt ein gedrucktes oder hektographiertes Schreiben, worin ihm alle möglichen Vorteile versprochen werden; er wird aber, damit eine Auskunft über seine persönlichen und nioralischen Eigenschaften eingeholt werden könne, um Einsendung eine« bestimmten Betrages, meistens von 3 oder 6 M. ersucht. Wer dies Geld abschickt, erfahrt nichts mehr in der Angelegenheit. Eine Strafverfolgung kann, da die Täter im Auslande leben, Ausländer sind und ihre Anzeigen im Auslande aufgeben, nicht stattfinden, und eine Zivilklage erscheint aussichtslos. Bei den Anzeigen sind bisher die Namen Hill, Jones, Parker, Terni als diejenigen der Aufgeber bekannt. ES wird unter allen Umständen denjenigen, die nicht Geld einbüßen wollen, dringend geraten, sich auf solche Zeitungsanzeigen aus London nicht einzulassen. Ein neuer Erwerbszweig für Heilkundige scheint sich zu er- öffnen, es handelt sich um Schmisse im Gesicht der Studenten. Wer durch besonders glückliche Wahl seiner Eltern in die Lage ver- setzt wird, als„schneidiger Student auf der Mensur" zu glänzen und selbst die Klinge zu führe», sieht immer mit einem Gefühl des Neides auf die zerhackten Gesichter der Jünger von der„Alma mater". Eine schöne rote Narbe macht auch das dümmste Gesicht interessant, und die Damen betrachten mit Ehrfurcht diese„Zeichen des Mutes". Nicht immer aber scheinen die Narben auf den Gc- sichtern mancher Studenten einwandsfreicr Herkunft zu sein, wie nachstehendes Inserat im„Lokal-Anzeiger" beweist: „Welcher Heilkundige macht einem jungen Studenten hübschen Schmiß gegen hohe Gratifikation? Diskretion erbeten. Offerten unter A. S. 6520 befördern Daube& Co., Berlin W. 8 Lcipzigerstr. 26" Durch dieses verlockende Gesuch eröffnen sich für die Heil- kundigen sehr günstige Aussichten. Nicht nur Studenten, sondern auch andere Leute, die gern den„Studenten" herausstecken wollen, werden ihre Dienste in Anspruch nehmen. Wer von den Heil- kundigen die günstige Konjunktur ausnützen will, gründe sofort ein«Institut für hübsche Schmisse". An Zulauf wird es nicht fehlen. Ihren schweren Brandverketzungcn erlegen ist gestern früh die Anlegerin Frau Jablonski. die am 3. Ostcrfeiertage in der Buch- druckerei W. S. Lvlvcnthal verunglückte. Wegen Brandstiftung festgenommen wurden gestern in der Linien- straste zwei junge Burschen. Sie hatten im Hause 247 in dem Keller einen Bretterverschlag in Brand gesteckt und dann selbst die Feuerwehr alarmiert, um sich die Feuermeldeprämie jg M.) zu verdienen. Die Wehr stellte sofort fest, datz das Feuer böswillig angelegt war und zwar unter Benutzung von Spiritus. Die Gefahr konnte leicht beseitigt werden; die beiden Uebeltäter wurden der Polizei übergeben. Lediglich um die 3 M. ausbezahlt zu bekommen, hatten sie den ge- fährlichen Unfug verübt. Ein peinlicher Zwischenfall trug sich gestern nachmittag bei einer Beerdigung auf dem Friedhofe in der Pnnzen-Allee zu. Während der Pfarrer am Sarge die Grabrede hielt, brach plötzlich eine der Leidtragenden, die Rentterswitwe Ottilie W. aus der Rathenowerstrahe 6g vom Schlage getroffen zusammen. In einer Trauerkutsche wurde sie nach der Unfallstation in der Badstrafze gebracht, wo man vergeblich versuchte, die Besinnungslose wieder in das Leben zurück- zurufen. In fast hoffnungslosem Zustande wurde Frau W. nach dem Krankenhause Moabit übergeführt. Einer Erhöhung der Droschkenfahrpreise soll nun doch vom Polizeipräsidium stattgegeben werden. Es wird berichtet, datz der Polizeipräsident der Berliner Lohnfuhrinnung jetzt mitgeteilt habe, er beabsichtige, in kurzer Zeit eine Erhöhung des Berliner Droschken- tarifs vorzunehmen, so datz die Grundtaxe auf 70 Pf. statt wie bisher auf SO Pf. festgesetzt werde. Recht interessant ist die Vor- geschichte dieser Entscheidung. Wie bekannt, hatte der Polizei- Präsident vor einiger Zeit dasselbe Gesuch des Verbandes Berliner Droschkenbesitzcr abgelehnt. Er begründete die Verweigerung der Tariferhöhung mit dem zweitägigen Droschkenstreik. Nun machte die Berliner Lohnfuhrwerksinnung eine Eingabe um Fahrpreis- erhöhung an den Polizeipräsidenten. Sie erhielt darauf keine Ant- wort. Erst auf eine neue Eingabe der Innung, in der ausgeführt ivurde, datz die Jnnungsfuhrherrcn unschuldig an dem Streike der Kutscher seien, hat der Polizeipräsident den zusagenden Bescheid erteilt. In dem Schreiben wird auch eine wohlwollende Prüfung der sonstigen Wünsche der Droschkcnintcressentcn wegen der Droschkenfahrordnung usw. in Aussicht gestellt. Das nimmt sich doch recht sonderbar aus; nur glauben wir nach den bisherigen Erfahrungen nicht recht daran, datz aus der wohlwollenden Prüfung für die Droschkenkutscher viel herauskommen wird. WaS ist bei der Steuereinschätzung in Abzug zu bringen? Mit Rücksicht auf wiederholte Fragen über das, was bei der Steuerveranlagung abzugsfähig sei, bringen wir nachstehend die gesetzlichen Vorschriften in Erinnerung. Als steuerpflichtiges Ein- kommen de? einzelnen Steuerpflichtigen geltendessen gesamte Jahres- einkünfte in Geld und Geldeswert einschlietzlich des Mietswerts der Wohnung im eigenen Hause oder der ihm zustehenden freien Wohnung sowie des Wertes der im Haushalt verbrauchten Er- zeugnisfe der eigenen Wirtschaft und des eigenen Gewerbebetriebes. AbzugSfählg sind: 1. Die zur Erwerbung. Sicherung und Erhaltung des Einkommens verwendeten Ausgaben; 2. solche iffbirekten Abgaben jeder Art, welche zu' den Geschäfts« Unkosten zu rechnen sind; 3. die regelmätzigen jährlichen Absetzungen für Abnutzung von Gebäuden, Maschinen, Betriebs- gerälschaften usw.; 4. die vom Steuerpflichtigen zu zahlenden Schuldenzinsen und Renten; 5. die auf besonderen Rechtsttteln sVer- trag, Verschreibung, letztwilliger Verfügung) beruhenden dauernden Lasten, z.B. Altenteile; 6. die von den Steuerpflichtigen für ihre Person gesetz- oder vertragsmätzig zu entrichtenden Beiträge zu Kranken-, Unfall-, Alters- und Jnvalidenver- sicherungS-, Witwen-, Waisen- und Pensions« k a s s e n; 7. Versicherungsprämien, welche für Versicherung des Steuerpflichtigen auf den Todes- oder Erlebensfall gezahlt werden, soweit dieselben den Betrag von 600 M. jahrlich nicht übersteigen. Ferner: von dem steuerpflichtigen Einkommen eines HaushaltnngSvorstandeS, dessen steuerpflichtiges Einkommen Lv00 M. nicht übersteigt, ist für jedes Famrtrenmitglied unter 14 Fahren der Betrag von 50 Mark inAb- z u g zu bringen; sind mindestens drei Familienmitglieder unter 14 Jahren vorhanden, so findet auf jeden Fall eine Ermätzigung um eine Stufe statt. Die Leistungsfähigkeit wesentlich beeinträchtigende wirtschaftliche Verhältnisse sautzergewöhnliche Belastung durch Unterhalt. Erziehung. Erkrankung, be- sondere Unglücksfälle) können auf Antrag berücksichtigt werden. Ts ist in solchen Fällen ratsam, einen besonderen Antrag zu stellen. Ein eigenartiger„Blumeiikrirg" tobt gegenwärtig in der Markt- Halle II sLindenstratze— Friedrichstratze). Die Harmonie zwischen den in jener Halle ansässigen Blumen- und Nahrungsmittelhändlern hat einen gewaltigen Ritz bekommen. Der Grund ist die vom Magistrat geplante Erweiterung der Schnitt« und Topfblumenhalle. Die NahrungSinittelhändler wehren sich energisch gegen diese Erweiterung, die eine weitere Beschränkung ihrer Stände nach sich ziehen würde und sie finden dabei auch die Unterstützung cinflutzreicher Stadt- verordneter und Bezirksvereine. Da die jetzige Blumenhalle aber in der Lindenhalle auf die Dauer nicht ausreicht, wird von dieser Seite die Verlegung des Blumenhandels in die unrentable Markt« Halle III sZimmerstratze) angeregt. Davon wollen aber wieder die Blumenhändler nichts wissen, weil sie annehmen, datz sie in jener Halle nicht so gute Geschäfte machen würden, wie in der vom Publikum bevorzugten Lindenhalle. Die Blumenhändler sanuneln jetzt Unterschriften von Kunden für eine Eingabe an den Magisttat, die sich gegen die Verlegung des Blumenhandels in die Markthalle III richtet. Tic Umwandlung der beiden Fernsprechämter VI und Vll in „knrbellose Aeuitcr" macht auch eine Lenderun» der HauSapparate der in diesen Bezirken angeschloffenen Fernsprechteilnehmer erforder- lich. Diese Uniwandlungsarbeiten sind nunmehr in Angriff genommen und sollen bis Mitte oder spätestens Ende nächsten MouatS durch- geführt sein. Erst nachdem sämtliche Anschlüsse in entsprechender Weise geändert sind, können die neuen Aemter in Betrieb genommen werden. Bis zu diesem Zeitpunkte behalten die Teilnehmer ihre alten Apparate, die dann nach und nach ausgewechselt und durch nioderne kurbellose Apparate ersetzt werden. Die Fernsprechteil- nehmer sind dann nicht mehr in der Lage, beliebig Strom nach den, Amt senden zu können.— D,e Vereinigung der Aemter VII und VII» und der Aemter VI, VI» und IX zu den Ver- mittlungsstellen VII und VI macht auch eine Umnumerierung der Fernsprechanschlüsse erforderlich.W ES gelangen ungewöhnlich hohe Anschlutznunimern zur Ausgabe und nach Mitteilungen, welche den Teilnehmern teilweise bereits amtlich zugegangen sind, werden An- schlutznnmmern bis zur Höhe von 31 000 auf den beiden Riesenämtern ausgegeben werden. Fünfstellige Anschlutznummern hatten bisher nur die Aemter VI» und IX aufzuweisen, bei denen jedoch die Nummernfolge nicht über 15000 hinausging. Di« Obstdaukolonie„Eden" hat i» Oranienburg ein an ihr Ge- lande anfchlietzendeS Terrain gekauft, welches zur Erweiterung der Kolonie verwendet werden soll. Die Meldung, datz die Obstbau« kolonie auch bei Birkenwerder ein grötzereS Terrain zur Errichtung einer Filiale erworben habe, bcstättgt sich nicht. Den Tod in der Spree suchte gestern mittag gegen ff- 12 Uhr ein junges Mädchen, welche» sich vor den Augen vieler Passanten auf der Schillingsbrücke in die Spree stürzte. DaS Publikum, welches ihr nachsah, beobachtete, datz sie sich an einem Schutzpfeiler festklammert. Man warf ihr einen Rettungsball zu und wurde die Lebensmüde mittels Kahn an das Ufer gebracht. Hier angelangt, sprang sie nochmals ins Wasser, wurde aber von einem Schutzmann herausgezogen und mit einem Wagen fortgeschafft. Selbstmord«ineS Liebespaares. Eine schaurige Entdeckung machte gestern im Tegeler Schlotzpark der Bauwächter Kubin. als er auf dem Wege nach seiner Wohnung begriffen, den Park passierte. An einer hochstämniigen Eiche in der Nähe deS Schlosses bemerkte er die Leichen eines Mannes und eines Mädchens, tvelche an einem ziemlich starken Ast etwa einen halben Meter über denn Erdboden hingen. Bei dem Manne wurde ein Zettel vorgefunden, aus welchem zu entnehmen war. datz die Toten der 28 Jahre alte Photographengehülfe Johannes G., Brunnenstr. 162 wohnhaft, und Flora G.. bei ihren Eltern Weinbergsweg 7 wohnhaft gewesen, waren. Die Veranlassung zu der traurigen Tat bildet Liebcsgram. G. hatte Fräulein G. vor etwa einem halben Jahre kennen gelernt und mit ihr ein Liebesverhälttiis angeknüpft, welches jedoch von den Eltern des Mädchens nicht gebilligt wurde. Diese bestanden viel- mehr darauf, datz ihre Tochter jeden Verkehr mit dem Geliebten abbrechen solle. Flora G.. die in einem Warenhause als Ver- käuferin angestellt war, traf sich am Donnerstagabend mit Johannes G.. der sie vermutlich überredete, mit ihm gemeinsam zu sterben. Beide fuhren nach Tegel, wo sie sich jedenfalls noch am Donnerstag- abend neben einander erhängten. Die Leichen der jungen Leute wurden nach dem Schauhaufe gebracht. Vom Pferde erschlagen wurde der Dragoner Steinert von der 5. Eskadron des 2. Garde-Dragoner-Regiments in der Blllcherstratze. St., der im zweiten Jahre diente, befand sich in der Nacht zum Sonnabend auf Stallwache und wurde am Sonnabend früh mit einer schweren Schädelverletzung im Stalle aufgefunden. Der Dragoner, welcher vermutlich von einem Pferde geichlagen worden ist, als er sich dem Tiere in gebückter Haltung näherte, wurde nach dem Garnisonlazarett in Tempelhof gebracht, wo er seinen schweren Verletzungen erlag. Der Verstorbene stammt aus der Uckermark. Die Flatterfiihmdimde, welche seit einiger Zeit den Osten der Stadt unsicher gemacht hat, ist jetzt vollzählig hinter Schlotz und Riegel gebracht worden. Vor mehreren Tagen gelang es der Kriminalpolizei, vier Mitglieder der Bande beim„Verschärfen" von Diebesbeute zu überraschen und zu verhaften. Nun sind auch noch zwei weitere„Flatterfahrer" unschädlich gemacht worden. Spezialität der Bande war es, Kupferkessel„auszubauen" und zu stehlen. Ein Opfer der Rennbahn. Die Leidenschaft, sich an Rennwetten zu beteiligen, ist dem 19 jährigen Bäckergeselle Rudolf B. zum Ver- hängniS geworden. Der junge Mann, der bei dem Bäckermeister Jeschal in der Bodestr. 16 in Stellung war, verbrachte seine freien Tage fast stets auf der Rennbahn und beteiligte sich auch an Wetten. Da ihm jedoch die notwendigen Mittel dazu fehlten, verschaffte er sich dieselben durch einen Einbruchsdiebstahl. Er erbrach den Koffer eines im Krankenhause befindlich gewesenen Kollegen und stahl daraus 80 M. bares Geld. Als der Bestohlcne später den Koffer öffnen wollte, fand er diesen erbrochen und statt des Geldes ent- deckte er einen Brief, in welchem der inzwischen entlassene B. mit- teilte, datz er den Diebstahl ausgeführt und datz ihn die Reimbahn soweit gebracht habe. ?lrbciter-Bildungsschule Berlin. Heute abend im Gewerkschaftshause, Engel-Ufer 15, g r o ß e r S a a l: Re- zitatiou von Krau Regina Ruben-Hamburg;„A m V o r- abend", russisches Revolutionsdrama von Leopold Kampf. — In dieser Woche beginnen die Kurse. ZkZontag(Saal 5): Nationalökonomie(Die Kartelle). Vortragender: Max Grunwald.— Dienstag(Saal 1): Geschichte(Die politischen Parteien der Gegenwart). Vortragender: Max Maurenbrechcr.— Mittwoch(Saal 8): Natur- erkenntnis(Grundzüge der allgemeinen Lebenskunde sBiologiej). Vortragender: M. H. Baege.— Donnerstag (Saal 8): Wesen und Wirken der Gewerk- schalten. Vortragender: Simon Katzenstein.— Freitag (Saal 8): N e d n e r s ch u l e(Uebungen im Halten von Vorträgen und in der Diskussionsrede). Vortragender: I u l i a n B o r ch a r d t an Stelle Heinrich Ströbels.— (Näheres siehe Lehrplan im Inseratenteil.)— Zahlreicher Besuch wird erwartet. Arveiter- Sanniritcr- Kolonne. Montag, SVz Uhr abends, im Lokale DreSdenerstr. 45 ordentliche Generalversammlung. TageS- orgnung: 1. Jahresbericht des Borstandes; 2. Bericht des Kassierers und der Revisoren; 3. Neuwahlen; 4. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Mitglieder wird erwartet. Milgliedsbuch legitimiert. Alle Bibllothekbllcher sind abzugeben. Am Sonntag, den 6. Mai, findet eine Führung durch die zoologische Abteilung des Museums für Naturkunde, Jnvalidenstr. 43, statt. Treptower Sternwarte. Ueber„Kometen und Weltuntergangs- Prophezeiungen" spricht Herr Direktor Archenhold am Sonntag, den 22. d. M., nachmittags 5 Uhr, auf der Treptower Sternwarte; um 7 Uhr über„Moderne Riesenfernrohre und ihre Leistungen". Am Montag, abend? 9 Uhr, hält Direktor Archenhold im Auftrage der „Humboldt-Akademie" die erste Vorlesung über»Die Bewohnbarkeit der Welten". Mit dem grotzen Fernrohr wird von nachmittags 2 Uhr an Sonne, Venu«, Jupiter und von Mittwoch, den 25. d. M., auch der Mond den Besuchern gezeigt. Im wissenschaftlichen Theater der Urania wird am Montag, abends 8 Uhr, Herr Professor Dr. Emil Deckert, eine Autoriät auf dem Gebiet der E r d b e b e n f o r s ch u n g. der sich lange Zett in Kalifornien zum Zwecke der Erdbebensorschung aufgehalten hat, einen einmaligen durch zahlreiche Lichtbilder erläuterten Vorttag über „San Francisco und seine Erdbeben" halten. Das Belle-Alliance-Theater kommt aus den Umwandlungen nicht heraus. Nachdem cS xine zeitlang sich als Variäte aufgetan hat, bat jetzt ein Finanzkonsortium, an dessen Spitze eine Berliner Bant steht, das Theater auf eine Reihe von Jahren gepachtet und wird dasselbe Anfangs September d. I. als Opern- und Operettenbühne unter dem Namen„Lortzing-Theater". unter der Direktion des Hofopernsängers Herrn Max Garrison eröffnet. Das Konsortium steht fernerhin wegen Ankauf de» Theater- gebäudcs mit den Eigentümern desselben in Verhandlungen, die dem Abschlüsse sehr nahe sind. Vorort- jVaclmcKteu. Zur Charlottenburger Kommunalersatzwahl im 7. Bezirk. Durch die Mandatsniederlegung des liberalen Stadtverordneten Mehl findet am morgigen Tage im 7. Bezirk für die 3. Abteilung eine Ersatzwahl statt. Unzweifelhaft ist eine derartige Wahl, die nach der alten Wählerliste von 1905 vollzogen wird, mit groffen Um- ständen verknüpft. Die Arbeiterklasse hat bekamttlich am meisten mit Umzügen zu rechnen, und gerade deswegen ist es oft schwer, die Wahlberechtigten an die Urne zu bringen. Nichtsdestoweniger müssen, wenn es gilt, einen Vertreter des Geldsackes tmd des Grundbesitzes zu verdrängen, alle Schwierig. leiten überwunden werden. Die 8. Klasse gehört nicht einem Vertreter des Besitzes und des DreiklassenwahlrechtcS, sondern einem Vertreter der Sozialdemokratie! Was jene Herren für die Arbeiterklasse bisher getan haben, ist hinlänglich bekannt; sie sind nur zur Stelle gewesen, wenn es galt, ihre p e r s ö n. l i ch e n Interessen wahrzunehmen. Alle schönen Ver- sprechungen, die der Freisinn bisher gemacht hat, haben sich in der Praxis als eitel Phrase erwiesen. Soll die Arbesterklasse Charlottenburgs bei der morgigen Wahl wieder einen solchen kommunalen Vertreter bekommen?. Nein und abermals nein! Ter 7. Bezirk muß Besitztum der Sozialdemokratie werden. Es ist deshalb notwendig, daß alle Wähler, welche in die alte Wählerliste von 1905 eingetragen sind, ihr£3 a h l- recht ausüben, auch weffn sie nicht mehr ln Ccharlotkess- bürg wohnen. Der Abstimmuimsvezirk A umsatzt folgende Stiaßen und Plätze: Bahnhof Zoologische»: Garten, Berlinerstt. 149—151, Bleib treustr. 1—7 und 49—55, Carnicrslratze, Fasanen str. 1—22 und 105—112, Goctbestr. 1— 1, 74—77 und 84— 87a, Grolmanstt. 14—25 und 48—59, Hardenberg. slratze 6—26 und 30—42, Joachimsthalerstt 1—4, Kanlstr. 5—30 und 137—157, Knesebeckstr. 13-23 und 82—100, Pestalozzistr. 1—8 lind 100 bis 106, Savign st-Platz 1—13, Schlütcrstt. 57— 71a, Sleinplatz, Uhlandstt. 1—15 und 188—197, Stadtbahnbogcn 544—566 und 588—596. Wahllokal: Restaurant„Hippodrom", Hardenbergstr. 42. Der Abstimmnngsbezirk B umfaßt folgende Straßen und Plätze: Berlinerstt. 128—148, Bismarckstr, 1—16 und 112—127, Kocthcslr, 5— 17a, und 65—73, Grolmanstr. 1—13 und 59a— 72, Hardenbergstr, 1—5, Herder. straße, Kanlstr. 31—38 und 130b—136, Knesebeckstr, 1—12, Leibnizstr, 1—34, Pestalozzistr, 9—16 und 92a— 99a, Schillcrstr. 1—19 und 108—127,«Schlüter« straße 1—23 und 72—78, Wiclandstr, 1—9 und 60—69. Wahllokal: Restaurant„Leibnizsale". Leibnizstr. 28. Kandidat der Sozialdemokratie ist: Kausmann Hugo Klick, Krnmmcftt. 48. Die Wahl findet statt von morgens 9 Uhr bis abends 8 Uhr. Jeder Wähler, der b i s 8 U h r in seinem Wahl» lokal anwesend ist, muß noch zur Stimmabgabe zugelassen werden. Mache es sich jedoch jeder Wähler zur Pflicht, so zeitig als möglich zur Wahl zu gehen, um so eher ist die Möglichkeit ausgeschlossen, daß Wähler ihres Wahlrechts ver- lustig gehen. Auch darf niemand die Legitimation vergessen! Als solche dient die Wahleinladung des Magistrats oder, wenn diese nicht in den Händen des Wählers sein sollte, Steuerguittung oder Mietskontrakt. Arbeiter! Parteigenossen? Nützt den heutigen und de» morgigen Tag zu lebhafter Agitation aus, damit der Kandidat der Sozialdemokratie, Genosse Kauf- mann Hugo Klick, als Sieger aus der Wahlurne hervorgeht. Weihensee. Vom Straßenbahnwagen überfahren und getötet wurde gestern nachmittag gegen 2 tlhr die neunjährige Tochter Elisabeth deS in Weitzensee, Friedrichstr. 36 wohnenden Bauarbeiters Lange. Die Kleine wollte den Autonplatz in Weitzensee im Zuge der LanghanS- stratze überschreiten, ohne zu beachten, datz der Stratzenbahnwagen Nr. 2277 der Linie 52, welcher nach dem Bahnhof Weitzensee aus- setzte, herannahte. Um einen Steinwagen herumlaufend, betrat das Mädchen unmittelbar vor der Vorderplattform des Motorwagens das Gleis. Wiewohl der Sttahenbahnfahrer sofort die Gefahr- bremse anwändte und Gegenstrom gab, gelang eS ihm doch nicht, den Unglücksfall zu verhüten. Die Kleine wurde niedergerissen und fiel so unglücklich, datz sie mit dem Kopfe unter die Vorderplattform geriet und unter dem Schutzrahmen festgeklemmt wurde. Um die Verunglückte zu befreien, mutzte der Wagen mittelst Winden angehoben werden, doch wurde das Kind nur als Leiche unter dem Wagen hervorgezogen. Der Tod war, wie der hinzugerufene Arzt Dr. Caro feststellte, durch eine Schädelquetschung herbeigeführt worden. Die Leiche des Mädchens ivurde polizeilich beschlagnahmt und nach der Leichenhalle in Weitzensee übergeführt. Den Stratzen- bahnfiihrer ttifst, nach den übereinstimmenden Aussagen von Augen- zeugen, an dem bedauerlichen Unglücksfall keine Schuld, umsoweniger, als es ihm gelungen war, den Wagen auf der kurzen Enrfermmg von drei Meter Distanz zum Stehen zu bringen. Ober»Schöneweide. In seiner letzten Mitgliederversammlung hat der sozialdcmo- kratische Wahlverein beschlossen, am Abend des 30. April bei Ein- treten der Tunlelheit die Fenster zu illuminieren. Die dazu er- forderlichen Kerzen werden vom Vorstand des WahlbereinS beschafft und gegen Zahlung abgegeben. Die Genossen und Einwohner werden ersucht, sich rege daran zu beteiligen. Schmargendorf. Ein Asyl für verirrte Haustiere ist in der Ringbahnstratze 212 in Schmargendorf durch einen Privat-Tierschutzverein eröffnet worden. Das Heim ist zu dem Zwecke eingerichtet worden, den verirrten und ausgesetzten Tieren: Hunden, Katzen usw. eine Unterkunft zu ge- währen. ES wird jedem Tierfteunde dadurch die Möglichkeit ge- geben, aufgefundene Tiere unterzubringen. Datz für herumirrende Tiere Unterkunft geschaffen wird, ist ein Bestreben, welches jeder Mensch gutheitzen mutz, datz aber die Sorge für heim- oder obdach- lose Tiere bereits bedeutend grötzer ist als für obdachlose Menschen, ist ein Beginnen, welches unsere Gesellschaftsordnung in eigentüm- lichem Licht erscheinen läßt. So mutz cS sein; erst die Tiere— und dann die Menschen. Groß-Lichterfelde. Wegen Liebesgram in den Kanal gesprungen ist am Freitag der 25 Jahre'alte Falzer Paul Kuschbock aus der Steglitzerstt. 29. K. hatte sich in eine hiesige Fabrikarbeiterin verliebt, fand aber keine Gegenliebe. AuS Gram hierüber beschlotz der Unglückliche, aus dem Leben zu scheiden. Er sprang gestern am Marianncn-Ufer in den Kanal hinab und versuchte sich zu ertränken. Ein Schutzmann holte den Lebensmüden, der sich seiner Rettung energisch widersetzte, aus deni Wasser heraus und lietz ihn nach dem Krankenhaus am Urban bringen. Wilmersdorf. Durch dir Gtadtwerdung Wilmersdorfs, die am 1. April 1907 erfolgt, finden bekaimtlich im Herbst dieses Jahres bereits die Stadwerordnetenwahlcn statt. Es werden deshalb bereits die Vor- arbeiten für die Anfstelluiig der Wählerlisten vorgenommen. Die- selben sollen bis zum Juli fertiggestellt sein und dann zur öffent- lichen Einsicht auSliegen. Nowawes- Neuendorf. Ueber die Znstäiidc in der Deutschen Jutespinnerei A.-G. in Neuen- dorf sind bereits einige Berichte veröffentlicht worden, die uns gerade kein glänzendes Bild dieses Betriebes enthüllten. Jetzt wird uns ein neues Vorkommnis mitgeteilt, welches nicht nur für die dort be- schäftigten Arbeiter eine empfindliche materielle Schädigung zur Folge gehabt hat, sondern auch so recht zeigt, datz das sogenannte Prämiensystem den Unternehmern eine Handhabe bietet, um sich für längere Zeit billige und willige Arbeitskräfte zu erhalten. Wie in früheren Jahren ist auch in der letzten Generalversammlung der Aktionäre genannter Firma beichlossen worden, den Arbeitern und Angestellten von dem aus ihnen herausgewictschafteten Profit einen kleinen Teil zurückzuzahlen und zwar in Form von Prämien, die an diejenigen Arbeiter und Angestellten verteilt werden, welche mindestens ein Jahr bei der Firma beschäftigt sind. Die Höhe der Prämie richtete sich bisher nach der Höhe des Lohnes, sodah die bestbezahltesten Arbeiter, Meister usw. stets' die höchsten Prämien erhielten. Bisher war es üblich. datz diese Gratifikationen sttts am ersten Lohnzahlungstage nach Ostern zur Auszahlung gelangten, sodatz auch diesmal die Arbeiter hofften, bei der letzten Lohnzahlung in den Genutz der Prämien zu gelangen. Um so erstaunter waren sie, als ihnen ein Fabrikanschlag der Direktton verkündete, datz die von der General- Versammlung bewilligte Summe erst zu Weihnachten ausgezahlt werden solle. Dem ArbeiterauSschutz, welcher sofort bei der Betriebs- direktion in dieser Angelegenheit vorstellig wurde, erklärte Herr Direktor und Gemeindevertreter Döring, datz diese Matznahme nur im Interesse der länger in der Fabrik Beschäftigten geschehen sei; man wollte erst die „Zugvögel", welche die Sommermonate benutzen, um sich lohnendere Beschäftigung zu suchen, abziehen lassen, da dann auf die übrig bleibenden Arbeiter ein arötzerer Betrag entfallen würde. Als der ArbeiterauSschutz darauf ersuchte, doch wenigstens den älteren Arbeitern die Prämie jetzt auszuzahlen, da dieselben daraus sicher gerechnet haben, wurde ihm erwidert, datz sich die Direktion daS überlegen wolle.— Das ist wieder einmal ein charakteristisches Beispiel zu der vielgerühinten sozialen Fürsorge deS Unternehmertums. In den Generalversammlungen ftet Aktiengesellschaften tun sich die Teilnehmer nicht wenig darauf zugute, lvenu sie den Arbeitern, die den Unternehmern unter den größten �-itbehningen die Riesenprosite in die Tasche schanzen, ein paar lumpige Marl als Prämie bewilligen, Geht es dann ans Bezahlen, dann suchen die Geschäftsführer der Aktionäre den Termin so lange als möglich hinauszuschieben, um auf recht lange Zeit ein gefügiges Personal zu behalten, Leider werden obiger Firma solche Maßnahmen dadurch erleichtert, daß die gewerkschaftliche Organisation in diesem Betriebe äußerst schwach vertreten ist. Hoffentlich werden die Arbeiter, welche über dieses Verhalten der Direktion sehr erbittert sind, die Lehre daraus ziehen, daß nichts vergänglicher ist als Unternchmergunst und daß sie eine durchgreifende Besserung ihrer traurigen Lebens- läge nur durch Anschluß an die gewerkschaftliche und politische Organisation erreichen können. «Pandau. Mit der Genehmigung deS Vertrages zwischen der Stadtgcmeinde und dem Kreise Osthavelland über die Kleinbahn Spandau— Bötzow beschäftigte sich am Donnerstag die Stadtverordneten-Versammluug, Nach diesem Vertrage beabsichtigt der Kreis Osthavellaud eine normalspurige Kleinbahn für den Personen» und Güterverkehr von Bötzow mit Anschluß an die Kleinbahn Nauen— Velten über Nieder- Neuendorf nach Spandau mit Anschluß an die Staatsbahn zu bauen. DaS Baukapital ist auf 1 400 000 M. veranschlagt. Vom Staat und der Provinz soll hierzu ein Viertel als Beihülfe geleistet werden. Die restlichen 700000 Mark werden vom Kreis aufgebracht und von Spandau und den übrigen beteiligten Gemeinden und Gutsbezirken verzinst und getilgt, soweit dazu der Reingewinn nicht ausreicht. Ferner soll Spandau etwaige Mehrkosten über den An- schlag hinaus allein verzinsen und amortisieren, Spandau hat außerdem den Grund und Boden kostenlos abzutreten und die Kosten für den Anschluß an die Staatsbahn zu übernehmen. Am späteren Reingewinn hat die Stadt keinen Anteil, ebensowenig soll Spandau in der Direktion vertreten sein. Mit anderen Worten besagt dieser Vertrag. der Kreis Osthavelland baut die Bahn, Spandau zahlt die Kosten und hat im übrigen nichts zu sagen. Eine derartige souveräne Behandlung ging denn selbst den bürgerlichen Stadtverordneten über den Spaß, man be- schloß deshalb, den Vertrag dem Magistrat zurückzugeben und zu versuchen, bessere Bedingungen zu erreichen, andernfalls zu er- wägen, ob es nicht besser sei. Spandau baue diese Bahn in seinem Grenzbezirl selbst. Unsere Genossen, die wohl schon gehört hatten, ivclches Mißsallen der Vertrag bei den Bürgerlichen hervorgerufen. beteiligten sich nicht an der Debatte, sondern nahmen vorläufig noch eine abwartende Stellung ein. Die Erschließung des Terrains am Stadtwald für landhauS- mäßige Bebauung scheint nicht den gewünschten Erfolg gehabt zu haben, denn die Versammlung beschloß, für Reklamezwecke 2000 M. zu bewilligen. Die Arbeiter haben in der Mehrzahl kein Interesse an dieser Art der Erschließung, denn ihnen fehlen die Mittel, um sich dort Landhäuser zu bauen, viel erwünschter wäre ihnen, wenn dort Wohnhäuser gebaut würden, damit die Metspreise etwas sinken. Bei der Vorlage: Uebernahme der Pflege eines Grabes gegen einmalige Zahlung von bOO M. nahm Genosse Grieben als Rcserent Veranlassung zu erklären, man möge doch nicht noch aus einem solchen Akt der Pietät ein Geschäft machen, und er beantragte die Summe auf 350 M. zu ermäßigen. Die Versammlung lehnte diesen Antrag ab. ES wurden dann noch einige kleinere Vorlagen erledigt. Mocken-Spielplan der Berliner Cbeater. Opernhaus. Sonntag: Der Freischütz Montag: Tristan und Isolde. sAnf. 7 Uhr.) Dienstag: Cosi fan tutte. Mittwoch: Mignon. Donnerstag: Samson und Dalila. Freitag: Der Waffenschmied. Sonnabend: Meister- singer von Nürnberg.(Ans. 7 Uhr.) Sonntag: Der Waffenschmied. Montag: OrpheuS und Eurhbike. Schauspielhaus. Sonntag: Die OuihowS. Montag: Othello. Dienstag: Der Erbsörster. Mittwoch: Faust.(Ansang 7 Uhr) Donnerstag: Othello. Freitag: Die Ouitzows. Sonnabend: Sappho. Sonntag: Othello. Montag: Der Schwur der Treue. SteueS Köuigl. Operntheater. Sonntag: Der Barbier von Sevilla. Slavische Brautwerbung. Montag bis Sonnabend: Geschloffen. Sonntag: Der Evangelimann. Montag: Geschlossen. Lesfing- Theater. Sonntag nachmittag 8 Uhr: Die Weber. Abends: Der einsame Weg. Montag: Kater Lampe. Dienstag: Und Pippa tanzt. Mittwoch: Elga. Puppenspieler. Donnerstag: Der einsame Weg. Freitag: Kater Lampe. Sonnabend: Der einsame Weg. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Rosenmontag. Abends: RoSmersholm. Montag: Die Wildente. Deutsches Theater. Sonntag. Montag und Dienstag: Der Kauf- mann von Venedig. Mittwoch, Freitag und Sonntag: Der Tartüff. Die Mitschuldigem Donnerstag, Sonnabend und Montag: Der Kausmann von Venedig. Schiller. Theater O.(Wallner- Theater.) Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Macht der Finsternis. Abends: Der Militärstaat. Montag: Helden. Dienstag und Mittwoch: Der Militärstaat. Donnerstag: Weh' dem, der lügt. Freitag: Ueber unsere Krast.(II. Teil.) Sonnabend: Weh' dem, der lagt. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Macht der Finsternis. Abends: Weh' dem, der lügl. Montag: Zwei glückliche Tage. Schiller-Thratcr(Friedrich-WilhelmstädtischeS Theater.) Sonntag nachmittag 3 Uhr: Zapsenstreich. Abends: Heimat. Montag: Ueber unsere Krast. IL Tell. Dienstag: Hans. Mittwoch: Helden. Donnerstag: Der Bogel im Käsig. Freitag: Hans. Sonnabend: Helden. Sonntag wach- mittag 3 Uhr: Zapsenstreich. Abends: Die Haubenlerche. Montag: Hans. Berliner Theater. Sonntag nachmtttag 2'/, Uhr: Der Protzenbaucr. Slbcnds: In der Sonuncrsrisch'n. Montag. Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag. Sonnabend: In der Sommcrsrilch'n. Sonntag nachm. 2>/z Uhr: Ameritaseppel. Abends: In der Sommcrsrisch'n. Montag: Unbestimmt. Kleines Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Nachtasyl. AbendS: Der Unverschämte. Hille Bobbe. Die Schlangendame. Montag: Kinder der Sonne. Dienstag und Mittwoch: Der Unverschämte. Hille Bobbe. Die Schlangendame. Donnerstag: Kinder der Sonne. Freiing und Sonnabend: Der Unverschämte. Hille Bobbe. Die Schianzjendame. Sonntag und Montag: Unbestimmt. LnsesPtelhaus. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Jugend. Abends: Di« von Hochsattcl. Montag bis Sonnabend: Die von HochsattA. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Nora. Abends: Die von Hochsatte!. Montag: Die von.Hochsattel. Neues Theater. Soimlag: Em Sommernachistraum. Montag: Erd- getst. Dienstag: Cäsar und Cleopatra. Mittwoch: Ein«sommernachtstraum. Donnerstag: Cäsar und Cleopatra. Freitag: Ein Sonuncrnachtstram». Sonnabend: Cäsar und Cleopatra. Sonntag: Ein Sommernachtstra»un. Montag: Erdgeist. Luisen-Theater. Sonntag nachm. 3 Uhr: Der Kaufmann von Venedig. Abends: Der Salonthroler. Montag: Der Verschwender. Dienstag: Der Salonthroler. Mittwoch: Es lebe da? Leben. Donnerstag: Der Salonthroler. Freitag: Der Verschwender. Sonnabend: Robert und Bertram. Sonntag nachmittags 3 Uhr: Der Salonthroler. Abends: Robert und Bertram. Montag: Wilhelm Tell. Komische Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Figaros Hochz« Abends: Hoffmanns Erzählungen. Montag: Die Boheme. Dienstag: Don Pasquale. Mittwoch; Figaros Hochzeit. Donnerstag: Die schwarze Nina. Freitag: Hoffmanns Erzählungen. Sonnabend: Dir schwarze Nina. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Abends: Die schwarze Nina. Montag: Unbestimmt. Theater des Westens. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Hugenotte». Abends: Cchützenliesel. Montag: Der Zigcunerbaron. Dienstag: Die vier Grobiane. Mittwoch: Schützenliesel. Donnerstag: Gaiparone. Freitag: Schützenliesel. Sonnabend: Die vier Grobian«. Sonntaanachmittag 3 Uhr: Don Juan. Abends: Schützenliesel. Montag: Der Freiichütz. Trianon-Theater. Sonntag: Loulon. Montag bis Sonntag: Loulou. Montag: Loulou. Rejidcnz-Theater. Sonntag nachmtttag 3 Uhr: Die Höhle des Löwen. Abends: Der Prinzgemahl. Montag: Der Prinzgemahl. Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Sonnabend: Liebeslunsl. Sonntag nach» mittag 3 Uhr: Der Schlaiwagen-Konwollcur. Abends und Montag: Liebes- tunst. lkarl Weiß- Theater. Sonntag und folgende Tage: Di« Jagd ums Leben. Zentral-Theater. Sonntag nachmittags 3 Uhr: Die Geisb«. Abend«: Der Bcttelstudent. Montag: Die Fledermaus. Dienstag: Di« Geisha. Mittwoch: Die Puppe. Donnerstag: Der Vogelhändler. Frettag: Der Zigcunerbaron. Sonnabend: Das Narrenhaus. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Bettclstudcnt. Abends; Das NarrenhackS. Montag: Die Fledermaus. Thalia-Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Romeo und Julia. Abends: Hochparterre links. Montag bis Sonnabend: Hochparterre links. Sonntag nachmittags 3 Uhr: Der Glöckner von Nowe Dame. AbendS und Montag: Hochparterre links. Deutsch-'Amcrikanischeö Theater. Sonnlag nachmittag 3 Uhr: Ueber'n großen Teich. Abends: Er und Ich. Von Montag bis Freitag: Er und Ich. Sonnabend: Anne Mädchen. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Ueber'n großen Teich. AbendS und Montag: Arme Mädchen. Waihalla-Theater. Sonntag und solgende Tage: Einer von unsere Leut'. Ansang 8 Uhr, Sonntags l'l, Uhr. Casino- Theater. Allabendlich: Die Herren Söhne. Sonntag nachmittag 4 Uhr: Ein i>uhn des Volles. Sonntag, de» 29. April, nachmitiag 4 Uhr: Die Herren Söhne. Belle- Alliance- Theater. Allabendlich 8 Uhr: Spezialttäten. JuiieS Cnpricc. Allabendlich: Komiker Schnitzel. Dalles u. Co. Urania■ Theater. Taubensrraße 48/49. Sonntag: Am Gols vo» Neapel. Montag: San Francisco und sein«. Erdbeben. Dienstag und Freitag: Aus dem Innern OstasrikaS. Ansang 8 Uhr. Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend: Am Gols von Neapel. Vrnmlcdtes. Der HauSeinsturz in Nagold. Im„Zcntralblatt der Bauverwaltung" läßt sich ein Fachmann über das entsetzliche Bauunglück, das am 5. d. M. das friedliche Schwarzwaldstäotchen Nagold heimgesucht hat. folgendermaßen aus: .Der Gasthof„Zum Hirsch", ein in den fünfziger Jahren solid errichtetes großes Wirtschaftsgebäude, sollte zur Gewinnung höherer Erdgeschoßräume um IM: Meter gehoben werden. Diese Arbeit hatte die Stuttgarter Bausirma E. Rückgauer� die sich seit Jahren dem Sondcrsach der Häuserbewcgung widmet, übernommen. Schon eine Reihe solcher Aufgaben hat Rückgauer mit bestem Er- folg gelöst, und ein hierdurch wahrscheinlich gewonnenes Sicher. heitSgefühl wird ihn allmählich dazu geführt haben, die not- wendigen Vorsichtsmaßregeln außer acht zu lassen. Wir sahen vor einigen Jahren von ihm ein Haus um eine beträchtliche Strecke verrücken und müssen gestehen, daß damals die Arbeit mit großer Umsicht betrieben wurde und in dem Beschauer wenigstens um Menschenleben keinerlei Sorge aufkommen ließ. Das HauS war unbewohnt; die Mannschaften, eine Abteilung Pioniere, waren an den Winden trefflich verteilt und arbeiteten auf militärisches Kommando mit vertrauenerweckender Pünktlichkeit und gleich- mäßiger Kraftanstrengung. Nun steht natürlich eine derart ge- schulte Arbeiterschaft nicht immer und überall zur Verfügung. Wenn aber, wie es in Nagold geschehen ist, eine solche Hebearbeit mit nur sieben geübten Fachleuten und zehnmal so vielen freiwilligen Hülfslräften, die offSi möglichen Bgruftklassen angehören,' vorgenommen wird, so darf mit Recht schon hierin eine Ursache des Unglücks zu suchen sein, denn� eine, solche Mannschaft kann für eine kundige Bedienung der Hehcwcrtzeuge keinerlei Gewähr bieten. Ein weiterer Grund der Herbeiführung des Unglücks lag in einer ungenügend hohen Abzpriößung des Gebäudes, die nicht imstande war, einer infolge 'ungleichen Hebens möglicherweise eingetretenen Verschiebung des- selben wirksamen Widerstand entgegenzusetzen. Inwieweit die ungünstige Wirkung dieser technischen Mängel durch die bedeutende, ungleichmäßige und sich stetig verändernde Belastung des HauseS mit 150 bis 200 Personen noch gesteigert wurde, ist schwer zu sagen. Heute, wo das entsetzliche Unheil geschehen ist, kann nie- mnnd begreifen, wie es möglich war, daß so viele Menschen sich während der Hebungsarbcitcn sorglös zu Tische setzen konnten, und noch weniger versteht man, wie dies durch die Bauleitung und die die Bautätigkeit überwachende Behörde zugelassen werden konnte. Wir haben vor kurzem in Stuttgart erlebt, daß bei der Grabarbeit eines ZÄmbaues einige Kubikmeter Erdreich der Böschung ins Rutschen kamen. Das an den Bauplatz angrenzende höher gelegene Haus wurde mitten in der Nacht polizeilich ge- räumt— eine vielleicht allzu große Vorsicht, die aber mit vollem Recht geübt wird. Und nun in Nagold eine solche Nachlässigkeit in der Ucbung polizeilicher Sicherhcitsmaßregelnl Das sind große Gegensätze, die schwere Anschuldigung erheben. Rückgauer soll gewarnt haben, das Haus vor vollendeter Hebung zu betreten. Unserer Meinung nach hätte er im Bewußtsein der großen Verantwortung, statt einen zwischenseitigen Zugang zum Hause zu schaffen oder schaffen zu lassen, rundweg erklären sollen, er nehme die Arbeit nicht eher in Angriff, als bis der letzte Bc- wohncr das Haus verlassen habe. Diese Vorsicht hätte seinem Rufe keinen Eintrag getan. Wir hätten es im Gegenteil selbst bei glücklich gelöster Aufgabe als eine fragwürdige Geschäfts- cmpfchlnng erachtet, solche Bewcgungsarbctten bei ununter- brochcnem Wirtschaftsbetricb vorzunehmen. Die besten Zeugnisse Rückgaucrs über gehobene Bauten durften andererseits die Polizei- behörde nicht veranlassen, sich mit der etwa vorschriftsmäßig an- gebrachten Berbottafel zu begnügen, sonder« sie hatte darüber wachen müssen, daß während der Hebüngsarbeiten Gebäude und Platz tatsächlich geräumt und gesperrt gewesen wären. Diese Maß- regcl hätte vielleicht den Einsturz des Hauses nicht verhindert, wohl aber ein halbes Hundert Menschenleben vor dem entsetz- lichcn Untergang gerettet und den beteiligten Ucberlcbcnden un- sägliches Leid erspart. Eine strenge Handhabung solcher Polizei- lichcr Absperrungsvorschriften hat immer das Gute, die Bevölke- rung auch für künftige Fälle auf die Gefährlichkeit solcher Bau- Unternehmungen hinzuweisen, und es wird dadurch ein so große?, unverständliches Sicherheitsgefühl einer Einwohnerschaft, wie es in diesem Falle als eine weitere Ursache des Unglücks in die Er- scheinung trat, sicher verhindert." Allgemeine Kranken- und Sterbekafi« der Metallarbeiter. (E. H. 29) Hamburg. Filiale Berlin 7. Sonntag, den 23. April, vormittags 10 Ubr bei Hoffmann, Pasewaikerstt. 3: Mitglicdevvcrimnmlung. Allgemeine Janiilieii-Ttcrbekafie. Heute: Zabttag Ackeritrade 123 bei Wicsenthal und Morianncnstr. 48 bei Liebeyenschcl von 3—6 Ubr. Leie- und TistuttrrNub„Moabit«. Montag, den'22. März. bei Bachstein, Salzwedelcritrabe 16: Bortrag des Genossen Lehmann: Der Ursprung des Privateigentums. Berliner Marktpreise. An» dem amtlichen Bericht der städtischen Marktballen-Dircttion. Rindfleisch la 64—66 pr. 100 Psund, tla 54—63, IlT» 49— 52, IVa 40—48, engl. Bullen- 00—00, dän. Bullen- 00— 00, Holl. Bullen- 00-00. Kawilcisch, Doppelländcr 105-120, ta 82-90, IIa 67— 80, lila 51—64. Hammelfleffch la 60—70, Ha 54—60. Schweinefleisch 65—70. Kaninchen 0,40—0,70. Hühner, alt«, Stück 1,20—2.00, alte per Pjd. 0,00, junge, per Stück 0,70—0,90. Tauben, junge 0,60—0,70, aste 0,40— 0,45. Enten, junge, per Stück 0,00—0,00. per Psd. 00—00, russ., gcsr. per Stück 00—00. Gänse, junge, per Psd. 0,90—1,10, rull. per Psd. 0,00-0,00. Hechte 80—102, Schleie 100—115, Blei« 00,00, matt 41-55. Aale, groß 90-95, mittel 93-98, Nein 41—52, unsortiert 65-88. Plötzen 25—33. Flundern, pomm, II, p. Schock 1,00—2,00, Kieler, Stiege la 4—7, fco. mittel, per Kiste 3—4, do. Nein, per Kiste 00—00. Bücklinge, schwed. per Wall 0,00, norw. 0,00, Holland. 2.50, Kieler 2—4, engl. 0,00. Aale, groh, per Psd. 1.10—1,20, mittelgroß 0.80-0,90, klein 0.50-0.60. Sprotten, Kieler, 2 Wall 1,50—2,00, Elb- per Kiste 0,00—0,00. Sardellen, 1902er, per Anker 74,00, 1901er 72,00, 1905« 70,00. Schottische Vollhcringe 1905 00-00, large 40-44, füll. 36—38, med. 33-35, deutsch« 37-44. Heringe, neue MatjeS, per Tonnen 60—120. Summern. Na, 100 Psd. 00—00. Krebse, per Schock, große 13.50—15,50, mittelgroße 00,00, kleine 4,50, unsortiert 4,50—5,30. Eier, Land«, per Schock 00—00, frisch« 2,90—3,10. Butter per 100 Psund. I» 117, Na 112-118, lila 109-111, ab- sollende 108—112. Saure Kurken, Schock 3—3,50 M,, Pfeffergurken 3—3,50 M. Kartoffeln per 100 Psd. magn. bon. 8,10—2,35, rote Dabersche 2,00—2,20, runde weihe 1,80—2,00. Wirsingkohl per Schock 0,00—00,00. Weißkohl per 100 Psd. 4,50-5,50, Rotkohl per Schock 00-00, Holl. 16-24. Grünkohl, per 100 Psd. 12-15. Rühm, weiße 00-00, Tellower 00-00. Kohlrüben, per Schock 2,50—4,50. Wasserstand am 20, April. Elbe bei Aussig+ 1,24 Meter, bei Dresden— 0,21 Meter, bei Magdeburg-s- 2,08 Meter.— U n st r u t bei Straiißsurt-f 2,05 Meter,— Oder bei Rattbor-s- 2,05 Meter, bei Breslau Oberpegel 4- 6,16 Meter, bei Breslau Unterpegel— 0.56 Meter, bei Frankfurt-si 1,74 Meter.— Wetchiel bei Brahemünde -s- 3,98 Meter.— Warth« bei Posen 4» 0,80 Meter.— Netz« d«t Usch 0,00 Meter. Hedvig Friteobler Max Zieza Verlobte. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mit- teilung, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwieger- und Großmutter vertka Ohst, geb. Bttckert plötzlich am Freitag verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag nachmittags 5 Uhr von der veichenhallc de« Emmaus- lirchhoses aus statt. 958L Die trauernden Hinierbliebenen. Ernst Oh«t nebst Kindern. Verband der Schneider und Schneiderinnen (Filiale Berlin). Todesanzeige. Den Mitgliedern geben wir hiermit bekannt, daß der Kollege i. Keufner im Silier von 64 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 23. April, nach- mittags 4'/, Uhr, von der Charil« au« statt. 163/6 oia Oetsverwaltung. Dr. Simmel, Spetinlarzl für 29/14« Bant nnd Harnleiden. 6—7. Sonntag» 10—18, 8—4 Todesanzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß heule mittag 1 Uhr mein lieber Mann, der Gastwirt Hmnsi Hobsch an Herzschlag verstorben ist. Klara Hobsch geb. Guttschov», Reinickendorf(Ost), Amendestr. 21. Die Beerdigung findet am Dienstag nachmittags 4'/, Uhr aus dem Gemcindekirchhos zu Reinickendors statt. Deutscher Metallarbeiter-Verband Berwaltungsstellc Berlin. Todes-Anzels/e. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schleiser Luxen atarsdid am 16. d. MtS. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 22. d. Mi«., nachmittags 3 Uhr, von der Leichen- balle des Slndrcas-Kirchhose» in WilhelmSbcrg ans statt. ütege Beteiligung erwartet ll7/S 01« OrtmnMltung. Klumeu- und Kranzbinderti von Aug. Krause WieneritraBe 7. VercinSlränze.Palmen-AcranaemenlS, Guirland en usw. liefere zu den billigsten Pressen. 5' Nereiuiguug der Maler, Lackierer, Avstreicher. -(Filiale Berlin.)------ Am 19. April verstarb unser Kollege Willi Schultze. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 22. o. M., von der Leichenhalle de» neuen Pauls- Friedhofes, Seestraße, aus statt. 124/19 VI« Ortsverwallung. Zurückgekehrt 116/17 Patsdamentr. 184. 8-10. 4—6. Arzt für Harnleiden I Dr.Maiikiewicz, Dr. Schiinemann Spezial-Arzt für• Bant- und Harnleiden, Francnkrankholtcn. Fricdrichstr. 203, Ecke Schützcnstr. JO-a, 5-7, Sonnt. 10-1» Uhr. Für die herzliche Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres guten Bater», Sohnes und Bruders ftraiKE Friedrich sagen allen lieben Freunden und Bekannten. den werten Herren Kollegen, den Herren Meistern und und Genossen unseren ausrichtigslen Dank. 1319B Bertha Friedrich, geb. TObbaoke. Danksagung. Für bie Teilnahme bei der Bc- erdtguug meines lieben Mannes sage ich allen Benvandten, Freunden und Bekannten, insbesondere den Kolonisten d«r Kolonie Ren-Seeland, sowie den Spreiiewirten aller Kolonien meinen innigsten Dank. Anna Spatzier, 9572 geb. Otto. falh I» Riehl« vilr««!?0*?. Ober sooo 6«empl. verhau« Die Harnleiden tbre Oefabrcn, Verhütung und Beseitigung von I>r. med, Schaper, BERLIN- Preis 1 Mark. Krankenfahrstdhle all. Systeme käuflich von 25 M. an. auch leihweise unter koulantesten Bedingungen. Koonaoho Krankenwagen, Elaatter. straBt 95._ 116/4« o H2£i Ii in en. Bedarfsartikel Illusti. Preisl. frei. Gustav Engel, Berlin 17Z, Potsdamer Straße 131. ff Iiiotto 50 M.. Sonntag bis 2, Alltags 3—7, zu verkauf. billig t Genchtstr. 32, Dittrloh. squ-gv ahne Zig pväjoHmu lnuj.ua PMIDJOtg)'U3j)>aS'UOQUUvJ'«hprij ',jdum.ttT'3u.wllppiD'4gvju»4vatlloA 9 �zgsffvaffazqizaiZuohiA �vstiz Pioiujdg I RiQeaH*lxanr,> Stetnmetzstr.9 <). DlClaCll, Iiieste Resterhandlung. Große Auswahl in Herren« u. Damen- stoffen sowie serttger Knaben- und Arbettergarderobe, Äiädchenmäntelu. �""'en. SIZB" Singer Nähmaschinen« Einfache Handhabung! 3308« Greste Haltbarkeit! Hohe Arbeitsleistung k Weltautttellung(It-onH D«-Sv Weltausstellung Paris 1900: VjrailU rilA st. Loui* tone. St. Loufa 1904. Unentgeltlicher Unterricht, auch in moderner Kunststickerei. Elektromotorc für Nähmaschiuenbetrieb. Singer Co. Mähmaschinen Hct.Ges. Berlin W., lelpalgerttr. SS. Filialen in allen Stadtteilen Billige Rohtabake.! Hax Jacoby, Strelltierstr. 5t. Heinrich Franck Berlin N., Brunnenstral« 185. Uedtrsttischts Kosgnt ehr blattig, fein in Brand u. Geschmack. koll'7»b»l Dell-Decke Nr. 5604 a Pkd. M. 2,50, N. Länge* Voliblatt. W. Hermann MOIIar, Berlin, Magazinstr. 14. Rohtabak Oeachttfts.KruminnK am 84. April. Herüiann Heineke, e™"".�m. MP~ GrOBte Auswahl in sämtlichen abaken.— Billigste Preise.* Tai Odo Bredow, IWwifen Mpli. Trikoup, Pata- nnd Bodewaren.• Wichtig für Schneidermeister I Größere Posten Hochseine schwarze Ocrgc-Reste von 1—9 Meter haben wir zu außeroewöhnltcheu billigen Pressen abzugeben, 1341b Prima elegant Meter 1,9« •onat 2,80. II Extra hochfein Meter»,25 I«onat 8.85. fiklmonl«& Uecrmaun, _ Markgrafenstr. v». 1._ öswalö Scholz,- Ä,xdorr' Krawatten, Hau Regenschirme, Schlrmrepereturen und Beziige. Bergstraße 141. huh«, Wäsche, pazltrstöcke. tSOSn Höhner, fleißigste Legcr-Enteii.TaubenBrut- puteuz Bruteier u.Uiicke» hochedler Rassen empfiehlt unter Garantte Tf. Weg» er. Berlin. Martanncnstr. 34 IsNU n I! Ohne Konkurrenz. Gelcgenhstts» käust, spottbillig, von besten Tncl»- Fabrik- Booten Herren-Anzna oder Valetot nach Maß, neuest« Musttr, rclnw. Stoffe, seinste Zut,. 2 Slnpr., sür ladest, Sitz golden«Medaille. Ludwig Engel, tzketu iauerstr, 83 II, Alexanderplatz. 75/3' Wir selbst haben Josetti-Clgaretten einer viel schilleren Kritik unterworfen, als dies je ein Raucher thun wurde. Wir haben viele andere Cigaretten geraucht, welche stärker und viele, welche milder waren:; Und jede hat Josetti-Cigaretten in einem dieser Punkte ubertroffen. Diese Punkte sind jedoch nicht Eigen* tümlichkeiten einer feinen Qualität. JOSETTI CIGARETTEN öfrrt öTcRt stark, sondern köstlfch aromatisch; und haben einen grösseren Gehalt an keiner Qualität als blosse Stärke geben kaum«Das köstliche Aroma macht die feine Qualität aus. losetti'Cigaretten bieten die Stärke des feinsten reifsten türkischen Tabaks dar, aber sie ist so abgestiiümt durch harmonische Misciiungeo— niemals früher erreicht in der Herstellung türkischer Cigaretten,— dass diese Stärke zur köstlich aromatischen Milde wird. Dies ist die Eigentümlichkeit der JosettloCigaretten,' die feinste� die eine türkische Cigarette besitzen kamt. Josetti Juso 10 51. 20 Pfg. Josettl Griseldis�IO 51. 30 Pfg. -712- ilfd ülM iii. _ Der för die Joeetti��mretten eusgcsacht® tfirkiscke Tabak wird, oaehdem er sorgfUtig im Felde gesammelt woido�ig� aac�-dca Lager*£ Reinigt Ener Blnt im Frflbjahrel XU mtiften ttxattntUtn daben U)t«n ntfptnng tm unreinen{ Blute, deshalb rein ig, man lein Blut mtt ReicheCs Wacholder-Extrakt„WIedico" | da» vollkommenste und wirksamste BlntreinigungSmittel zur Slnssrltchung de» Blute» und der Säst«. Er wtrtt die Nalur unterstützend und den Stostwechsel mächtig anregend nach allen RIch- lange» hin und auf alle Teile de« Körper» in»Uder, nur wohl- | länger CUclf* ein und ist gleichsam slu Filter für den ganzen inneren Henschen. niemal» los«, garanllen retn und unversSIfcht nur ln Flaschen mtt Marie„Medlco" h O 75, 1.5» und» 5« zu beziehen durch LH»»— R«!—!,«!«erlta»O. tZ. F-«nWlU(s« U1TO neicnei|®tfen»obnftr. 4. IV 616, 3190, 4662. 1 wo in den Drogerien und Apotheken nicht»rh«tlich. hier frei Hau». Rannerlangtau«. M*Hi AA" und nehm« tetneesall» drücklich Marke„UtvUtvO andere Fällungen. .O.Heinze. ' Briickenstp. 6. Zubehör besonders billig. Reparatur, Emaillierung, Vernickel Leih-Haus Charlottenbar®, Friedrich- Karl> Pla«, IS, Berlin, Nnklamer-Strasje S. Beleihung von Brillanten, Gold» und Siwersachcn, Uhren, Büchern, Wäsche, Kleidungsstücken zc. 35t V m. Metzner Kinderwagen Korbwareo Bettstellen Trimnphstühle Kindermöbel Grösstes Spezial- Geschäft I. BerilaO.. An Jre*»atr.a3. gegenflb.Andreaoplate. Brunnenatr. 95, g�genüb. Hnmboldthain, Iii. KW., BonuaeUtr,»7. Moabit Vr.olp«lgr»r»tr.54-65", Kolonnaden. Verkaut Hol In Ftbrikgebiudea. Kalil. gratis. lOOO M. Belahnan® Mhl« jedmn, der mir 1a Berlin ein grBeseres Spezial- ß S � olgts„KramiHenlnifg" s | i gegenüber von Schmöckwitz am Posse der Müggelberge mit allem Komsort neuerbautes Wirtshaus, 2 Dampscrstege, 3 große Säle tc., Vereinen u. Gesellschaften zu üapd- u. Wasscrpartien bestens empfohlen,— Zwecks Wschlüsscn u, Mictung von Sommerwohnungen bemühe man sich nach meinem Berliner Lokal R. Voigts Rittersäle, S.W. Ritterstr. 75. AchiiingSvoll Robert Voigt. Nur echt mit dieser Etikette. Alkoholfreies Erfrischungsgetränk Goldblondchen Pat geach. Warenzeichen No. 50734 u. 73491. Autgezeichnet mit goldenen Medaillen und Ehrenpraiaan. Zu haben in den meisten Qast wirtschaften. P»t. dngetr. Sdiiiniinikt. Dr. AnPrecht, staatl. geprüfter Nahrungsmittel-Chamiker, sagte: Die mir zur Prüfung übersandten Proben„Goldblondchen" stellen ein vollkommen Uares, durch Kohlensäure stark moussierendes GetrSnk dar von überaus angenehmem Geruch und Geschmack. Schädliche Beimengungen(Konservierungsmittel, Metalle n. a. m.) sind nicht vorhanden. Hiernach ist„Geld- blonflohen" als ein alkoholfreies Getränk von hohem diätetischen Wert zu bezeichnen. General- Vertrieb: Ernst Krüger, Höchstestr. 28. 396L* Zu beziehen doreta die meisten Bierverleger nad Selters-Fabrikanten. Versandhaus Germania L—— seit 18 Jabren 463L*_� Unter den Linden 21, II- Fahrstuhl. neben der P»as»ce. Zweiggeschäfte unterhalten wir nicht. Hochvornehme Herren-Paletots und flnzüge aas feinsten MaBstoffen 25 bis 4G M. hochelegante Beinkleider 9 12«. Vorjährige Herrengarderoben wesentlich Mlligr-, immer am Lager. Herrenstoffe Ziameustoff« neueste Stoffe für Westen lauft mau Maikenmarkt 12»ei ü.iJ.Friedlaei)iler am besten! Acbtnng! Annschneiden! Auf Teilzahlang!!! WUchcntllch nur 1.71 k. f.roBc Auswahl in Herren- und Damen-Uhren Standuhren, Freischwinger, Regnlatenre, Broschen. Ringe. Ketten, Stöcke, echte! Menzenhauer Zithern, Phonograutaen Plattensprechmaschinen, Polyphons, Harmonikas, Handolinon, Geigen etc. Verkauf von Platten, echten Edison- und pa. 1.lik.-Walzen. Jahre& König. Warschauerstr. 72(nahe BahnboO und ReinickendorferstraBe 57(nahe Balinhof Wedding)._ 676L* ßalvanophone "r und bcssera.S iM J Laden! 4. J��Beplin,C 3 Pren zlaüer sl" M 1 Hof Möbel Polsterwaren Sofas, Matratzen, Garnituren, Bettsteilen. 312V* Sil« flombusch, SL? 47 Bergstratte 47. Polsterwaren n. aus eigener Werkstatt MMTittMlllittttittttttt» Sönigstrfisse 20-2 4. " Lepäntwörtlicher Redakteur: Hans Web«, Berlin. Für den Inseratenteil verantwj Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buckdruckerei u. Berlagscmstalt Paul Singer& Co.. Berlin SW, Für Samen! Billigste Preise Direkt ans der Fabrik. Jetzt nach beendeter Engros-Maison wieder Einzelverkauf zu den bekannt billigen Preisen: Merr's kolossaler Auswahl 3,75, 4,60, 6, 7-20 M. rsno» in sämtlich. LusJlj Längen 8*/« 6'/„7'/,-2«M. 6,60, 22M. in iblau, schwarz, diversen englischen Stoffen 3,50, 4.25, 5.50-20 it. FührÜf Pol? Bnrstr. 41 42 raUl.n FUc, Sonntags gc(3ffn. Vorzeig. dies. Annonce S'fJRab. Kosilii-Mtke,,;.' Anzeige. %ß V*ok bBflndetcm Uanragr« ffrosMr Räumnngs- Ansverkaul •Inar Frolaharsbsotsaag dt»»u 33% 0/ /o TippKH«" � GarPlüii � Portler es T- � � «owi* Steppdsoken, Tiiah- n Dlmn- «eckee, Läufer- und Möbelstofle etc. zjM- Oelegenbeitskaat lür die n#«e Wotunng. Teppich- { Adler| lönigstr&sse 20-21, j ck. Nr. 93. W.IahtMg. 5. KtilU des Jttttärtf KMr MM Sonntag, 22. AM 1906. sna Hua der frauenbcwcgung. �dienfibotc» herbei t Eines der reaktionärsten Bollwerke, die die herrschende Gesellschaft zur Bedrückung der Kinder des Volkes aufrecht erhalten, ist die Gesindeordnung. Gegen diesen Wall der Knecht- schaft muß da» Proletariat den Sturm unternehmen, ihn organisieren. Natürlich müssen die Dienstboten selbst sich in die Reihen der Stürmer stellen. Ein Borstoß zur Niederreitzung der Gesindefesseln soll eine am Dienstag, den 24. April» abends 8l/3 Uhr, im Neuen Klubhaus, Kommandantenstr. 72, stattfindende öffentliche Versammlung ftin. Auf der Tagesordnung steht: »Fortmitder Gesindeordnung!" Das Referat hat Reichstagsabgeordneter Arthur Stadthagen über« nommen. In allererster Linie ist es Pflicht aller unter der Gesinde- ordnung Leidenden, zu dieser Versammlung zu erscheinen. Dienst- boten herbei zum Kamps I Verband der Wäsche- und Krawattenarbeiter und Arbeite- rinnen. Heimarbeiterinnen, der Wäsche-, Krawatten-, Blusen-, Schürzen-, Korsett- und StegligÄranchc. Die nächste Zusammen- kunft für den Nordosten findet am Montag, den 23. April, abends 8 Uhr bei Rcnfer, Heidenfeldstr. 17. für den Norden, Rosenthaler Vorstadt am Dienstag, den 24. April, abends S Uhr bei Punze l, Stralsunderstr. 26, statt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Scktionsleitung. Berein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag. den 23. April, abends l) Uhr, im„Zleuen Clubhaus", Komman- dantenstr. 72. Vortrag de» Herrn Rechtsanwalt Roth:„Eltern * und Kinder nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch". Gäste willkommen. Charlotteniurg. Der hiesige Frauen- und Mädchcnbildungs- verein hielt am 18. April seine gutbesuchte Generalversammlung im Volkshause ab. Eingeleitet wurde die Versammlung mit einem Vortrage des Herrn Schmidt über„Gottesbegriff". Der Referent entledigte sich seiner Aufgabe in sehr intereffanter Weise. In einer für die Zuhörenden lehrreichen Art legte er, gestützt auf den Darwinismus, die Irrlehren der Bibel klar. Die offenkundigen Widersprüche in der Bibel dürften wohl selbst dem minder Jntclli- genten die Augen öffnen, wenn sie ihm richtig erklärt würden. Der Redner schloß seinen Vortrag mit einem Mahnruf an die Mütter. ihre Kinder derart zu erziehen, daß sie lieber tausend Wahrheiten nicht lvissen, als eine Lüge heilig zu halten. Eine Diskussion über den mit lebhaftem Beifall anfgeiwmmenen Vortrag wurde nicht be- liebt. ES folgten die Halbjahresberichte des Vorstandes uns der Kassiererin. Die Vorsitzende gab einen Ueberblick über die Eni. Wickelung des Vereins. In der ersten Versammlung, in der Frau Ihrer über„Zweck und Nüven des Vereins" sprach, ließen sich üfl Frauen aufnehmen, heute zählt der Verein mehr als 100 Mitglieder. Den Grundsapen des Vereins gemäß, bemühte sich der Vorstand, das Interesse der Frauen für die verschiedensten Gebiete des Lebens durch Vorträge zu fördern. Versammlungen fanden jeden Monat statt. So sprach Herr Dr. Wollheim über:„Naturerkenntnis und Weltf: rtschritt", Herr Dr. Zepler über:„Frauenkrankheiten", Fräulein Regina Kraus über„Heinrich Heine" und Frau Toni Sußniann über„Spiel und Spielzeug". Ueber die Bedeutung der Konsumvereine sprach der Geschäftsführer des hiesigen Vereins. Der Borstand kann mit Freuden feststellen, daß der Besuch der Versamm- lungen stets gut war. Die Notwendigkeit unserer Bestrebungen und das Bedürfnis für einen Bildungsverein ist dadurch bestätigt. Da- für spricht schon das beständige Wachsen der Mitgliederzahl. Die bisherige Entwickelung muß für jedes Mitglied ein weiterer An. sporn zur Agitation sein. Die Bildung der Frau nach jeder Rich« I tung hin zu fördern, das sei unser Ziel. Der Kassiererin wurde iDecharge erteilt. Mit der Aufforderung an die Anwesenden, für fiie„Gleichheit" zu agitieren, fand die Versammlung ihren Schluß. Aufgenommen, wurden neun neue Mitglieder. Nächste Versamm- lung 16. Mai im„Bolkshaus". Nähere? an dieser Stelle. Lichtenberg. Der hiesige Frauen- und Mädchcnbildungsvcrein hält Montag, den 23. April, abends LF, Uhr, im Lokale von Ge- brüdcr Arnhold, Frankfurter Chaussee S, seine außerordentliche Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht: 1. Bortrag von Herrn Tüwell über:„Arbeitcrrecht". 2. Diskussion. 3. Vereinsaii'gewgenheiten. ES ist Pflicht eines jeden Mitgliedes zu dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. Reinickendorf 3. Sie berichten, ich hätte auf dem dritten Abstinententage ge?. sagt:„Das Gericht ist nicht dazu da, Gerechtigkeit zu üben, sondern gilt der bürgerlichen Gesellschaft als Feldwache, um den Feinden, insbesondere den inneren, entgegenzuarbeiten.' Das ist unwahre Ich habe kein Wort von bürgerlicher Gesellschaft und kein Wort von inneren Feinden gesagt. Ich habe überhaupt nichts gesagt, was irgendwie dahin hätte gedeutet werden können, ich wünschte, daß die Gerichte einen Unterschied in der Behandlung der Angeklagten nach ihrer Parteizugehörigkeit machen sollten. Ich habe vielmehr von den Strafrechtsthcorien gesprochen und habe dabei die mittelalterliche sogenannte„Gerechtigkeitstheorie" zugunsten der modernen„Zweckmäßigkeitstheorie" verworfen. Da« bei habe ich gesagt:„Ter Zweck der Rechtsprechung ist meiner An- ficht nach nicht„Gerechtigkeit", es handelt sich vielmehr um eine Art Feldwachdieust für die Gesellschaft(nicht bürgerliche Gesell- schaft)." Wie die Feldwache die Aufgabe hat, die ruhende Truppe gegen einen Angriff'des Feindes zu schützen, so haben die Gerichte die Aufgabe, die Gesellschaft der gesetzmäßig Lebenden gegen die Angriffe der Verbrecher zu schützen. Die„Feldwachen" haben dabei hauptsächlich darauf zu achten, daß sie nicht irrig auf Leute schießen, die die eigene Uniform tragen, d. h., daß sie nicht einen Unschuldigen verurteilen.. Mit der vorzüglichsten Hochachtung habe ich die Ehre zu sein Ihr ganz ergebener Dr. jur. Hermann M. Popert. Landrichter am Landgericht Hamburg. Il«N«i>»emb»nzse In echt Silber, von M. t.50— 8—, euch mit reiz. Anhängern in Ooid platt, v. M. 3—1 5. Goldene Glieder- und Ketten-Armbänder mit Edelsteinen verziert bis 300 M. spuitiMt asÄ3.-„| goite zlnlier-Jleraonioir- Jierrenuhr extra schwere, zlsillerte bis M. 5 Ui-"'..------... n—...>■ mit 15 Rubis, elegantes Zifferblatt, 3 Jahre Garantie M. Leipziger Str. 35 Ecke Charlottenstrasse und Königstrasse 46. Wollen Sie Juwelen, Uhren, Qotd. und Siiberwaren etc. direkt, billig und gut kaufen, dann besichtigen Sie unsere gewaltigen Auslagen, Sämtliche Gegenstände sind mit deutlichen Verkaufspreisen versehen, Unser Prachtkatalog enthält ca. 200 Kunsttafeln mit vielen tausend Belmonte& Co. Juweliere, Gold- und Silberschmiede. Ateliers fGr Juwelenschmuck und Kunstarbeiten. M____ B M________________________......_____________ Fabrikation mit elektrischem Kraftbatrieb. Illustrationen. Spezialllsten für ausserhalb Berlins gratis und franko. 1 Gold- und Siiber-Walz- u. Prägwork.— Engros-Export nach allen Lindern.| Sold u. Silber wird zu Kurs-Preisen gekauft u. In Zahlung genommen. Kaufen Sie nur noch fugenlose Trauringe Marke B.& C Wir haben die technisch vollkommenste mechanische Einrichtung für die Fabrikation von fugenlosen Trauringen am Platze. itkar. goldene Herren-Ketten 535/1000 ftesstzl. gestemp.. solide Panzertorm nkl. Fasson, per Oramra M. 2.—. Das Qcwichtistauljed Etikett aufgedruckt. Königstrasse 46 Ecke Hoher Steinweg und Leipziger Str. 35. Die Annahme von Umarbeitungen, Juwelenfassungen, Vergolden, Ver- eilbern, Gravieren sowie sämtliche Reparaturen, auch an Uhran, erfolgen in beiden Geschäften werktäglich zu Original. Fabrikpreisen. Bruch. RESTE Damentuche, schwarz u. farbig, Costumes-Stoffe, Seidenplüsch, ßammete. Meetioo Havelocks, Paletots, Abendmäntel, Capee, Costumes-Röcke, C. Pelz, Kolibuserstr. 4. nobenTIeüdipreisen leistet Schutzmarke MAÖGI5 WÜRZE der Hausfrau unschätzbare Dienste, um auf billige Art gute, schmackhafte Gerichte zu bereiten. Zu haben in Fläschchen von 35 Pfg. an, nach- gefüllt 25 Pfg. Kreuzster« " Herrenia»ett- ZInzilge, PnIetotS, dorjährlge, nach Man bestellt, nicht vbgeholl, vcvkailsc Halst, e KostenpreiZ, Prenzlauevsknne 23 N,_ 75/6* «»nrdineiiliniiS(SioBcgvnntlurlcr. (hafec 9, parterre. If Möbelfabrik, Oranienstraße 58, direkt Moritzplatz. In meinen drei Etagen stehen komplette WohnungS- einrichtiingen in jeder Preislage vom Einfachsten bis zum Elegantesten. Besondere Gelegenheit biete ich ni verliehen gewesenen, fast neuen Möbeln, die bedeutend herabgesetzt sind. Besichtigung erbeten, ohne Stauf- zwang. Aussallcnd billig verkaufe ich neue Chaiselongues 17, Schlafsosa 27, Sattcltaschensosa 35, Pancelsosu 55, Garnitur 60, hochelegante Plüsch- garniwr 75, Saulentrumeau 29, Bettstelle mit Matratze 18, Auszieh- tisch 16. Gekaufte Möbel lönnen drei Monate kostenfrei lagern. Teil- zablung gestattet. Auch Sonntags geöffnet._ 1163K* Herren- Garderobe nach fflojg saubere Arbeit, großes Stofilagcr, Paletot, Anzug 36 Mark an. Kaust beim Handwerker, lasset den Hand- werter verdienen. Teilzahlung gestattet. F. Dörge, Dresdcnerstraße 109.* Grammophon-, Zonophonplatten I Mark, Warenhausplattcn 30 Pfennig. Apparate Teilzahlung. Reparaturen. Fabrik Rothenburg, Berlin, Prenz- lauerstraffe 42.-_ 1402K Hochvornchme Herrenhosen aus feinsten Masjstoffen 9—12 Mark. Verkauf Sonnabend und Sonntag. Versandhaus Geymama, Unter den Linden 21. Keine Filialen. 111651* Gardinenreste spottbillig. Gar- dincu-Fabrik-Lager 80 Grüner Weg 80 ffcin Laden), Eingang vom Flur.* Nähmaschinen: Ringschiff, Adler, Zcniral-Bobbin, Orion, Wheeler und Wilson, Elastik, Säulen?c. Prima Qualität, Preise billigst. Für die Güte meiner Nähmaschinen sprechen Tau- sende meiner Kunden. Drei Jahre reelle Garantie, bei Abzahlung ku- lauteste Bedingungen. E. Bellmann, Gollnowstrasje 26, nahe der Lands- bcrgerstraße. Alte Maschinen nehme in Zahlung. 1136 K* Möbeltischlerei liesert geschmack- volle Wohnungseinrichtungen äußerst billig. Ausziehtisch 17, Nußbaum- Kleiderschrank, Vertiko 45, Truineau geschlissen 35, Plüschsosa 55, Muschel- betlsiellcn mit Matratze 40. Schlas- zimmer. Farbige Küchen 60. Bcjichti- gung meines staunend großen Lagers erbeten. Auch Ratenzahlung..Kein Laden. Nur Ke ller und Hinterräume. Harnark, Tischlermeister, Dresdener- straffe 124, zwischen Oranienplatz und Kolibuscr Thor. Genossen erhallen 5 Prozent. 1450K* �Federbetten Stand 10,50, große 16 Mark. Psandleihhaus Kiistriner Platz 7.__ I462K* Linoleum, Tapeten, Reste, Ge< legenheiten. Müller, Große Frank- surterstraße 45/46. t44* Nähmaschinen ohne Anzahlung Woche 1,00, Käuser erhält 10 Mark, Nachlueisung 15,00. Reell(Post- karte). Lcwandowski, Neauder- straße 11. 1320b Lauben- Baumaterialien, neue und gebrauchte, wie: Kantholz, Bretter, Latten, Leisten, Türen, Fenster, Linoleum, Dachpappe usw. billigst. Früher Kottbuserdamm 22, jetzt Hasen- Heide 2(am Hermannplatz). 1236b* Herrenrad, Doppclglockcnlager.wie uci!. verkaust notgedrungen Krause, Straßmannstraße 29. Seitenflügel HI. Borkostgeschäft, eventuell Frau sühren, krankheitshalber sofort spott- billig. Erfragen Restaurant Gleditsch- straffe 23. 1316b «stelegeiiheitskans: Daiinchn't gearbeitete Spinde, Vertilow, englische Bettstellen, sollen wegen Tischlcrciaus- gäbe für Hülste des reellen Wertes verkauft werden Magazinjtraße 18 b, parterre rechts._____ 1334b Nestau ra n t im 5. Wahlkreis, geeignet für Parteizwecke, zu verkaufen. .Preis 4000,06. LsscrteOOl, Postamt 13. Seit 13 Jahren bestehendes Rohr-, Biifften- und Seilerwarengcschäst um- stäiidchalber billig verkäuflich Sirnl- simderstraffe 52._+94 Fahrrad, neu, billig verläuflich. Bratlig, Reichenbergcrslraffe 177._ Schcibctibntiche 0,95, Schleierschwanz, Hochslosscr 0,25, Panzer- weise 0,60, Makropoden, Zuchtpaar 1,50, Wasserpflanzen billig. Andersen, Kürassiersträße, an Alte Jatobstrage. Möbelverkauf, Kaftanienallee 56, am WcinbergSwcg, bei Kamerling, größte Auswahl vollständiger Ein- richtimgen, einzeln Verlaus billig, eigene Möbelpolslerei._ 13466 �Mctnllbetteii, 2 hochelegante 105,00. Ritterstr. 112, II. 1376b Halbrenncr, 30,00, tadellos, seltene Gelegenheit, verkauft sofort Horn, Große Franksurterstraffc 124.+68 Herrenrad, Damenrad. Brennabor- taudem, elegant, spottbillig. Wiener- straffe 37, Lokal._ 13516 ".Hochzeitskletder tn Seide, Leinen und Wollkleider, sowie alle sonstige Damengnrdcrobe, wenig getragen und neu, spottbillig. Engels, Bninnen- sträffc". 13-186* Schlafsofas. Nluschelsosas, Paneel- sosäs(tNiijterauswahl) jcrtig und nach Bestellung. Tapezierer, Wal- dcniarstraffe 63._ 1353b Nähmaschinen(Original Frister u. Noffmann», billige Preise, leichte ZablungSbediligungen. Zuschneide- Kursus, unter Leitung einer ge- prusten Lehrerin, für Kunden kosten- los. Fabriklager: Rosenthalrr- fträße 19. Vertreter verlangt. 1200b Nene» Talchensosa,_ Suchlosa, Chaiselongue, Nuffbaummöbel spottbillig vertäuslich. HauSwtrt Panlow, Brehnieslraffe 52. Auch Sonntags. Fahrrad, wenig gebraucht, 40,00, Drcsdenerstraße 38, Friscurgeschäst. Grammophon, 56 Platten, ber- kauft Löffler, Wattstraffe 11/12.+101 Milchgeschäft, täglich 100 Liter, passend jür junge Leute, well kleine Wohnimg, Lortziugstraffc 23.+l01 Restaurant Waitstraffe 15. verlaust V. Gmpa, +101 Möbel billig zu verkaufen Gretschcl, Grenadicrstraffe 43», I.__+143 Herrenrad, hochelegantes Lurus- modell. umständchalber spottbillig dringend. Klcinschmidt, Räumer- straffe 19.+142 Zigarreugeschäft, elf Jahre in einer Hand. Näheres Partcispeditton Keibelstraffc 42._+142 Schlassofa, alt, Taschensosa, neu, Ruhebetten billig. Tapezierer Keibcl- straffe 1__ 1142 Gemiisegeschäft, Ladenmiete billig, eventuell Teilzahlung, verkaust Fenzcl, Norden, Prinzen-Allee 77.+131 Möbelangebot. Im Möbel- verkausslpeicher(Anhalter Bahnhof), Möckernstraße 25, Hochbahnftation Möckernbrücke, stehen verschiedene Zimmer Nuffbaummöbel zum Ber- kauf. Darunter befinden sich hoch- moderne Schlaszimmer. Speisezimmer, Herrenzimmer, auch einzelne Salon- garnituren, PaneclsofaS, Bücher- schränke, Ankleideschränke, �Nuffbaum- büsette, Bronzekronen, Salonbilder, Schreibtische 28,00, sunkelnagelneu, Ruhebetteu mit wunderschöner Diwan- decke 22,50, hocheleganter«äiilen- Irumeau 30,00, prachtvolle Zimmer- leppiche 8,00, Salonteppiche Jdjort 14,00 bis zu den allergrößten saal- teppichcn, rcichgcstickte Uebergardtnen, Spachtelstores, Tüllgardincn, Stepp- decken, Standuhren, Plüschtischdecken 5,00, verschiedene Gelegenheiten. An- laus ganzer Warenlager, Wirtschaften. Konkursmassen, kosteiiloje Ausbewah- rung und Transport gekausicr Möbel. Otto Ltdekcs Transport- und Lager- Haus(Anhalter Bahnhos), Möckern- straffe 25. 147351* Plüschteppich. Gardinen. Stores, Standbctteii, Gaskronc, Plnschgar- dinen, Steppdecken billig. Hoffmann, Naunvnslraffe 52._ 13726 Junge Frau verkaust süns Zimmer Möbel, darunter Gaskrouen, Bilder, Gardinen, Teppich, Saulentrumeau 32,00, Paneelsofa 50,00, Plüschsosa 45,00, Salongariiitnr 85,00, schnell, Landsbergerstraffe 42, II._ 1356b Herrenrad, hochelegant, umstände halber, jeden Preis, Schönhauser Allee 9, Oucrgebäude II. 264/5 Herrenfahrrad billigst ächönhauserstraffe 1» II._ Neue 964/6 Gute Restauration zu verlausen wegen anderweitiger Unternehmungen Fischer, Samaritcrslraffe 30. 1366b Restaurant zu verkausen, Preis 1800 Mark, Miete 1250, Umsatz 22/, Bayrisch, 2/, Weißbier. Näheres Groffdcstillation Gieshoit, Trist- straffe 40b.__ 13576 Mariendorf. Zukunstsreichster Vorort! Heute noch mäßige Preise I Nahe dem Rathause verlause vorzüg- lich geschnillene Baustellen mit genehmigter Zeichnung an solvente Bnuunternehmer bei mäßiger An- Zahlung. Offerten 51. 244, Gcrstmanns Aimonccnbureau, Berlin. Prinzen- straffe 38._ 237/18* Restauration wegen Uebernahmc eines Soiumerle'c'!', gegenüber Fabrikgebäude, reell,.ojort, Husclnud- Itraße 38, Lokal.__ 237)19 Kinderwagen. Gummiräder, gebraucht, verlaust Alexander, Walde- marstraffe 69.+65 Fahrrad zu verkaufen Barnim straffe 12, IV links.+24 Zlquartums verschiedener Größe, Spiegelglas, verkaust billig Bcllach, Carmen Sylvastraffc 155, Quer- gebäudc IV.+24 Milchgeschäft umslaiidsbalbcr billig zu verlausen. Erfragen Greifs- walderstraffe 29, Molkerei_+24 Zigarreugeschüft- anschlietzcnde Wohnung, verkauft Ebcrswalder- straffe 22, an der Schönhauser Allee. Hochwald-, Bauparzellen, Quadrat rutc 7 Mark a», Nähe Berlins. Klaff, Weiffenburgerstraffe 59._+24 Lieferwagen und alle Sorten Räder Palisadenstraßc 101. 1383b Daniorerio, Zuchtpaar 3,00, kleinere zum aussuchen 1,00, Barbcn- arten billigst, Rivulusclegan» 0,75. verkaust Wcstphal, Schiiileslraße 10. Kleines Restaurant billig zu vor- kaufen Franlsurtcr Allee 135. 1382b Odsb� Gemüse», Kolonialwarcn- geschäst preiswert zu verkaufen Rix- dors. Lägerstraffe 6._+121 .Zigarrengeschäft mit Wohnung preiswert verkäuflich. Zu erfragen Siiiivil Dachstraffe l. Telschow.+134 Grüukramgeschäft. Berlin\V., 20 Jahre bestehend, ist sofort zu vor- kaufen(Todessall). AuSkunst gibt tephanslratze 52, Grünkramladen. Gelegentzcitskanf. Herrenwäsche, Damenwäsche, darunter eleganteste tickorei. Mustcrsachcn, Paffend sür ?Iusstnstimgen, sowie große Posten Bettbezüge, Handtücher zu auffallend billigen Preisen. Wäschesabril Salo- monsly, Dircksenskaffe 21. Alexander- platz._ 237/17 Restauration, sichere Existenz, 5 Jahre in einer Hand, wegen Familien- Angelegenheiten sofort zu verlausen. Zu erfragen in der Spedition des.Vorwärts*, Wiesen- straffe 41/42._+85 Rquarinm. 60 Liter, mit Tisch und Aussatz 10 Mark. Kehl. Schul- straffe 102._+85 Muschel- Bettstelle preiswert zu verkaufen Müllerstraße 178, vorn drei Treppen links._+85 Rdlerherrenrad, Damensahrrad, neueres, 50,00. Kolbergcrstraße 14 II links.+85 „Taniciiiihr* Gratiszugabe oder bis 12,00 Vergütung, Nähmaschinen ohne Anzahlung Woche 1,00. Post- karte genügt. Köpenickerstraße 60/61, Große Frankfurterstraße 43, Prenz- laucrstraße 59/60.+89* Näkmaschiue«. Zahle bis 15,00, wer Teilzahlung kaust oder nach- weist. Sämtliche Systeme. Woche 1,00. Postkarte. Brauser, Tilsiter- straße 90.+67* Laube, 27 Obstbäume, 50 Rosen billig Harzer- und Bouchestraßen-Ecke, Laube 3, Kolonie Harmlosen.+21 Herrenfahrräder, zwei, spott- billig. Wehlitz, Bellealliancestraße 67. Plüschsosa 30.00, Bettstelle. Matratze 15,00, Schlafsosa 20,00, Palisadenstraßc 23, Tapezierer. Glegnnte Salon-Gobclingarnitnr, Säulentrumeau, Plüschsosa, billig, Jnvalidenstraße 40/41, Hochparterre, hcrrschastlicher Ausgang. 116/12 Pianino. fast neu, sofort billigst Pllcklerstraße 33, I links._+21 Haarfärbemittel, unübertroffen, Probeflaiche 0,50 Karlstraße 27. Schaukgcschäft billig verkäuflich. AuSkunst Buttcrgeschäst, Manteuffel- straße 20._+21 Rcjtanraiit, gut gehend. Piano, Billard(2500.00), Miete 1200,00, ver- kaust Pücklerstraße 25._+21 Rliigschisschen, 25,00, Garantie gutnähend, Jüdenslraße 47, II. Nuffbaum- Ber+iko, Kleideripind Trumeau, Plüschsosa, hohe Bettstellen mit Dlatratzen 30.00. Ausziehstsch, Kommode 12,00, Verschiedenes ver- kanst Königsbergerstratze 13, vorn I Brennabor, Halbreuner, wie neu, 30,00, Weist. Rüdersdorfcrstraffe 30. Herrenfahrrad, Damensahrrad, schön modernes, umständehalber, 45,00. Große Franksurterstraße 14 Hof geradezu.+68 Halbreuner, hochmodern, einmal gesahren, verlaust sofort Scheidelwttz, Lützowstraße 15, Seitenflügel I. f+68 Zigarrcngcschäft, schöner Neben- verdienst sür die Frau, zu verkaufen Langenbeckstraße 7.__+68 Zigarrruecke, altes Geschäft, gut gehend, umständchalber billig. Näheres N. K. 100 Amt 34._+68 Herrenrad verkaust Mittmann. Fricdcnstraße 96._____+69 Ein gut gehendes Grünkram- geschäst ist umständehalber zu verkaufen Gubenerslratze 61.+68 Restaurant, Parteilokal, Umsatz 20 bis 24/2, krankheitshalber zu verkaufen Rummelsburg, Goethestraße 1l. Brennavvr, Tandem, umstände� halber billig zu verlausen Osten, Gabriel Maxstraße 6, LieSk.+21 Verschiedenes. Männer-Quartett, älteres, sucht Mitglieder aller Stimmen zwecks Vergrößerung, auch solcher, die noch nicht gesungen haben. Offerten: „Rkänner-Ouartett* Postamt 33. Boltshnmortst Balzä, auch Ge- sellschast, Maiiteuffelslraße 41.+21* Klavier-, Vwlinunlerricht, gewissen- hast. 8 Stunden 3,— M. Thaerstr. 58. Patentanwalt Wessel, Gitschiner. straffe 94».__ 9736* Pfandleihe. Prinzenstraffc 63, täglich 8—8, Sonntags bis 2. l429K* Knnststopferci von FrauKokoZky Ehariollcuburg, Goettzcslraffe 84, I.* Kleidcrspind kaust Verwalter, Palisadenslraffe 95._* Pfandleihe Markusstraße 27. Tiier Stoff hat.scliige Herrenanzug, ohne Konkurrenz, feinste Zutaten, zwei Zlnproben. Für guten Sitz bekam goldene Medaille. Ludwig Engel, Prenzlauerstraffe 23 II, Zllexanderplatz. Gegründet 1892.__ 75/10* Bier Vereinszimmer frei Seydel- straße 30. 291b* Achtung! Empschle den werten Genossen mein 80—100 Personen fassendes Vereinslokal zu Werlstellcn- und Vereinsversammluiigcn. Otto Berger, Restaurateur, Boxhagener- straße 26._+67* Tanzschule Grupc, Anncnstraße 16. Einmalige Sonntagskurse, Herren 5,00, Damen 3,00._ 237/16» Starker Handwagen, vierrädrig, abhanden gekommen, Finder 10 Mark Belohnuiig, Brandes, Südost, Kies- Holzstraße 17._ 1299b Freischüler(Kinder), Klavier, Violine nimmt noch an Oranien- straße 118. Noten hierzu 3.00. 1327b Ober-Schöncweider Wasch-Plätt- anstatt liefert tadellose, saubere Wäsche (keine scharfen Mittel), zu den billig- sten Preisen. Chemische Reinigung. Schonendste Gardinenbehandlung, Spannerei. Gütigen Zuspruch erbittet Frau Kolar, Siemensstraße 11. Wüsche wird olme Cylor sauber ge- waschen,>m Freien getrocknel, Laken, Leibwäsche, 4 Taschentücher 0,10. Ab- holung, Lieseruna Mittwochs, grau Lehmann, Köpemck, Gartenstraße 9. Achtung! Haudwaschanstatt, chlorsrejcs Waschen garantiert! Bett- Wäsche, Leibwäsche, 4 Handtücher 0,10. Freien trocknend. Sicgcmund. Köpenick, Marienstraße. Abholung Wunsch. Wäsche wird ohne Chlor sauber gewaschen, im Freien getrocknet. Laken, Leibwäsche, 4 Taschentücher 0,10 M. Abholung, Lieferung Mittwoch. Frau Schulz, Köpenick. Müggelheimerstr.44. Gnörich. Böitshnmorift, auch Gesellschaft. Fenn straffe 1 a.+113 Achtung! 20 Start lostet der Anzug, wer Stoff bringt. Für tadcl- losen L+tz Garantie. Kuschewski, Annenstraffe 2._ 13626 Wer Stöfs hat I Fcrttge Anzüge nach /Naß>8, 20 Mark. Tadelloser Sitz, haltbare Kuttersachen. Franke, Ackerstraßc 143, Ecke Jnvalidenstraße. Bolkssänger- Gesellschaft.Anke*, Swinemündcrstraße 17.+101* Schmelzer, Volkshumorist.'Auch Gesellschaft. Stettinerstraßc 57.+101* Platina, gebrauchte Zahngebisse, allerhöchste Preise. Linienstraffe 199, II links. Ecke Joachimstraßc. 1368b Als Hebanime empfiehlt sich Frau Richter, Maricnstraffc II, I.+142 Tauben I Piepjunge blaubunte und weiße kaust zu höchsten Preisen Privatmann. Offerten unter U. 61 Postamt Friedrichsberg._+131 Maifeier ist Komiker frei. Holz, Schulslraße 106 I.+85 Vermietungen. Landsbergerstraffe 103, 1. Etage, helle, große Geschäftsräume mit Woh- nung vermietbar�_ 13176 Wobnungea. Oudeuarderstrnffe 38, 37, 38, billige Kleinwohnungen sofort. Näheres Wirt 37. 9S6b Freundliche, dillige Wobnungen, Stube, Küche, Straßmannstraße 33. ZfanBier. Möbliertes Zimmer vermietet Genossen, Lenz, Grünthalerstraffc 7. /Möbliertes Zimmer, 15 Mark, vermietet Giebel, Charlolteiiburg, Rosin enstraße 3,VorderhauS 3TrePPeii. — Möbliertes Zimmer, auch für zwei Herren, zu vermieten. Bartels, Krummestraße 51, an der Bahn. Möbliertes Vorderzimmer für 2 Herren verniictct sofort oder 1. Mai, Britzerstraße 12, III links.+112 Balkonzimmer sür 1 eventuell 2 Herren sofort zu vermieten. Meher, 0. 34, Wilhelm Stolzestraße 31. Möbliertes Zimmer sosori ver- Zippel, Neue Hochstraße 13, mieten. vorn parterre. 1370b Möbliertes Flurzünmer sür einen, auch zwei Herren, Skalitzcrftratze 1, Schön.' 1344b Kleines möbliertes Zimmer, Kettermann, Kursürsteustraße 165 IH, Eingang Blmnenthalstraße. 1315b Möbliertes Zimmer, separat, zu vergeben. Söll, Bärwaldstraße 49, Hos IT_ 13336 Möbliertes Zimmer. Witwe Wols, Mariannenftraße 7, Hos parterre._+65 Möbliertes Zimmer, 1 oder 2 Herren. Prinzenstraße 17, vorn n rechts. i"65 Kleines Zimmer als Schlafstelle, einen Herrn. Oranienstratze 32, vorn 2 Treppen rechts._+65 Flurzimmer. 1—2 Herren, ver- mietet Witwe Klappstem. Palisaden- straffe 42, vorn Iii._+68 Kleines möbliertes separates Zimmer am l. Mai zu vermieten. August Katsch, Hochmeisterstraße 20, Onergebäude.____+24 Möbliertes Zimmer oder Schlaf- stelle. Luschard, 0., Rigacrstraße 120, vor». t68 Möbliertes Zimmer vermietet Eisenbahnstraffe 44, vorn IV rechts. Möbliertes Zimmer für einen Herrn zum Mai bei Steffen, Lausitzer- straffe 32, vorn I._+21 Sauberes möbliertes Zimmer fitr 2 Herren vermietet Schulze, Mus- kauerstraffe 52, vorn IV.-j-21 Möbliertes Vorderzimmer Kott- buser straffe 14, III rechts._+21 Schlafstellea. Teilnehmer zur möblierten Schlas- stcllc gesucht. Frau Jacobey, Kol- bergerstraffc 26, III._ 7862 reundliche Schlafstelle, zwei Herren, chmidt, Zionskirchstraße 11, 2. Aus- I rechts. gang Schlafstelle, Herren sofort. DreS- denerfttaffe 58, Iii rechts. 1343b ~ Schläfstelle bei Schmidt, Simeon- straffe 29, vorn IV._ 13456 Freundliche Schlafstelle sür Herren ! Hand+xrystraße 15, Rixdors, Prinz Bcsohlaustalt. +121 Bessere Herrenschlasstelle vennictct Donat, Rixdors, Kaiser Friedrich- straffe 175, Gartenhaus IV.+121 Saubere Schlafstelle findet junger Mann Rcichenbergerstraße 122, Seilen- flügel 4 Treppen, Henlcl. 1318b Saubere Schlafstelle, direkt Bahn- hos Gesundbrunnen, Gninthaler- straffe 66, Bahr,_ 13405 Möblierte Schlasslelle(Herrn). Steilste, Barbarossaslraffe 10, vorn NI. Möblierte Schlasstclle an beffercn Herrn vermietet Witwe Buugies, Manteuffelstraffe 39._ 13316 Möblierte«chlasstelle, separat, Herren. Oranienstraße 14, vorn IV Iiiiks. Heiurrchsplatz._ 13116 " Möblierte Schlafstelle sür Herren M antouffelstraße 71, Hof l. Hauen- stet». 1352b Möblierte Schlasstelle(Flur- eingang) für Herrn bei Frau Reimann, Veteranensträjze 23, vorn IV. 1349b Schlafstelle au zwei anständige Herren zum 1. Mai. Gitschinerslraffe 79, rechter Seitenflügel II links. 13546 Schlafstelle für jungen Herrn Markusstraffe 9, vorn IITrcPpen rechts bei Frau Keil. 1329b Freundliche Schlasstclle, Herren, Riltcrslraße 124, Hos 2 rechts, Klosch. Tchlafstcllejcderzcit Witwe Müller. Mclchiorstraffc 45 vorn. 1360b Möblierte Schlasstelle vermietet Reim. Krautstraffe 3, II. 371b 'Möblierte Schlasstclle, Herrn Mulackstraffe ll. Frau Hüls-rt. 1373b Bessere Schlasslelle sür zwei Herren Weigenbmgersttaße 67, Hos rechts parterre. 1376b Bessere Schlasstelle, Herrn, Britzer- straffe 47, vorn 3 Treppen, Petermann. Schwiedecke, 1378b Saubere Schlasstelle. Höchstestraffe 21 III._ Möblierte Schlafstelle vermietet Eigl, Bötzowstraffc 5, Quergcbäudc 3 Treppen._+143 Möblierte Schlafstelle für einen Herrn bei Sichert, Linienstratzc 31. Zwei möblierte Schlafstellen sofort oder zum 1. Gabriel Maxstraffe 7, vorn III, Dobe.+131 Möblierte Schlafftelle Klink. müller, Reichenbergerstrage 49, IV. Möblierte Schlafstelle sür zwei Herren vermietet Lösch, Urbanstraffc 29, Hof IV.___+112 Schlafstelle für Herrn. Müller, Schleiermacherstraffe 11, Quer- gebäude I.+112 Schlafstelle, allein, Heimstraffels, Quergebäude IH links.+112 Schlafstelle zum 1. 5. zu vermieten. Hermamiplatz 6, vorn III links.+121 Möblierte Schlasstelle, 2 Herren, vermietetKremplGraudenzerstraffelö. Freundliche Schlasstelle sür Herrn Rixdorf, Hermannstratze 45, vorn III. Möblierte Schlafstelle. Oderbergerstratze 33 III. Albrecht. +24 Möblierte Schlasstelle sür Herrn Weiffenburgerstraffe 59._+24 Möblierte Schlafstelle. Rbeinsbergerstratze 31 U. Vicccnz, +24. Möblierte Schlasstclle. Rückert, Carmen Shlvastraffe 157, Ouergeb. I. Möblierte Schlasstelle zu ver- mieten. Dittmann, Saarbrücker- straffe 27._+24 Möblierte Schlafstelle zu ver- mieten Wiesenstraße 41/42 bei Ball- schnh.'+83 Schlafstelle für Herrn bei Bunge, Brand en burgstra ff e 60, v orn 4 Trep p cn. Möblierte, separate Schlasstclle. Zivei Herrn. Plehn, Gerichtstraffe 3, Vorderhaus�_+85 Möblierte Schlafstelle, Flureingang, bei Wrüske, Rheinsbergerstraßc 33,11. Schlafftelle Engel-User 10, vorn I, Krüger.__+136 Möblierte Schlasstelle mit Ballon sür zwei Herren vermietet Bauch, Emdenerftratze 22._+74 Möblierte Schlafstelle sür Herrn Oranienstraße 6, Bergfeld.+22 Möblierte Schlafstelle bei Wölfl, Muskauelsträffe 14._+22 Schlafstelle, 2 Herren, Lager, Naunynstraße 71, vorn 3 Treppen. Möblierte, separate Schlafstelle 2 Herren, vorn. Erdmann, Forster- straße 44 III. 2.Herren finden möblierte Schlas- stelle Huschke, Naunynstraße 74, 1 links. Herren finden anständige Schlas- stelle separat. Naunynstraffe 18, vorn II. Weiner.+22 Schlafstelle für Herren Weiden. weg 85,.Karat.+68 Schlafstelle b�i KochinSki, Box- hagcnerstraffe I4/lo, vorn IV+68* Freundliche Schlafstelle sür Herrn, Balkonzimmer, 10, bei Zimmer, Lilhauerslraffe 13.+68 Billig, Hen mitcinwohncnCadiner- straffe 16, Dröseler._+68 Mletsgesuchab Herr, Dauermieter, wünscht ein- sachcs Zimmer oder möblierte Schlasstelle, allein. Preisosserten Postamt 9 J. 78.____ 13306 Herr sucht kleines einfach möbliertes Zimmer, Osten. Offerten mit Preis- angabe„Zimmer* Postamt 34. 1364b Aeltere Frau sucht Stübchcn oder Küche vom Wirt abzugeben unter Kü.. Spedition Lausitzer Platz 14/15.+21 �rheitsmarkt. Stellengesuche. Blinder Stuhlflechter bittet um Arbeit. Stühle werden abgeholt und zurückgelicsert. A.©läffcr, Mulackstraffe 27._ 1468b Stellenangebote. Parteigenossen, gut bekannt, siudcn leichten Nebenverdienst durch Agentur-IIeberiiahme. Wohnort gleich- gültig. Meldungen schristlich. General- ageutur Otto Münzer, Berlin, Eckert- straffe 6. 1464K Automobilführerk Jedermann wird schnellstens zu«rstklassigein Chauffeur ausgebildet. Lehrpläne kostenlos. Antomobittechnikum, Berlin, Spichernstraffe 11/12. 206/20* Färber und Wäscher verlangt Gebr. tzlltenbergS Färberei. Weißen- fee, Langhansstraße 4.___+124* Packer verlangt Fruchtstraße 63. Leistcnfabrik 116/2* Einrichter sürSchraubenautomaten verlangt Schraubensabrik Mertens, Kottbuserdamm 75175a.[264/7 Einrichter sür«chraubenbänkc verlangt Schraubensabrik Mertens, Kottbuserdamm 75175a.[264/4 Decken-Rohrer werden noch verlangt von C. Weise, Wittncrsdori, Prinz Regentenstraffe 62. 1359b Schlösser-Lehrling verlangt, Brune- wald, HubcrwS-Allce 48._ 13616 Achtung: Lcitergerüstarbciter sucht (1 Polier und 5 Mann) Weiffenhagen, Cannerchaussce 148/149._ 1312b Hausreinigung an saubere Leute oergibt Gitschincrslraße 79, 2 Stuben. Küche. 1328b Bersilberer verlangt Köpenickerstraße 127. Bathe, 1355b Verantwortlicher iffedakteur.j.Hans Web Berlin, Restauration. Parteilokal(Zahl- stellen), zu verkaufen. Löwestraße 2T_.__________.___ güj Hey gnlUäwkiUeil veravtw.: Th. Glocke. Nerlm. Druck». Vorlag: BorwärtSBuSdruckerei u. Verlagsangatt.Paul Singer Lc Co., Merlin 5V/t, Bohrer für Nähmaschinen verlangt Herrmann u. Co.. Grünerweg 1t7. Bersilberer und Baroitvergolderin verlangt Wienerstraße 9._+21 Handelsleute, Haufiererinnen auf Mottenplatten! Kloseitstewel Motten- kugeln! verlangt Ostcrmanns Che» mis che Fabrik, Schönhauserallee 141. Weis-warenarbettertn, geüble, zpr tzlnjcrtigung von Spitzenkragen, Schieisen usw. sofort in und außer dem Hause verlangt. Probearbeit. E. Lesebcr Nachfolger, Friedrich- straße 62 III._ 13366 Bluscnarbeiterknne», verfette, sowie Ziiarbeitcrinncn aus sewe Blusen, sür'Atelier an gros verlangt. Englische Tischzeit. E. Lefeber Nach- solger, Fricdrichstratze 62 III. 1337b Wäscheuäherinnen. geübt aus elegante Spitzenwäsche, sindenlohnende Bcschästigung außer deni Hause. Prodearbeii. E. Lesebcr Nachfolger, Friedrichstraße 62 III. 1335b Mamsells aus Jacketts verlangt Haupt, Kleine'Andreasstraße 16. Berschnnrerin auf Jacketts ver- langt Haupt, Kleine Andreas- straße 16.__ 13256 Lehrmädchen zur Erlernung der S traußscdersabrikation suchen I. und A. Cohn, Neue Krünstraße 32. t323b Junge iNädchen zu leichter Hand- arbeit suchen I. und A. Cohn, Neue Grünstraße 32. 1322b Detacheure und Detacheulen ge- sucht. Max Fischer.JnhaberB. Gumpel, chemische Waschanstalt, Weißensee. Frisickestraße 2. 1475, St Kostümrock-'Arbeiterinnen, bessere Sachen. Emdenerstraße 15, III.+85 Plätterin, Heller Arbeitsraum, verlangt Holteislraffe 10, Boxhagcu, 7 Minuten vom Bahnhof Rummels- bürg.__ 1386b Arbeiterin auf Paletots verlangt Rauchstädt, Pücklerstraße 31 II. 1374b Lehrmädchen verlangt Blusen- atelterSalomonski,Waßmannslraße35. Zeitungsfrauen finden sofort lohnende Beschäftigung. Schützen- straße 22/23(Tour Friedrich straße, am Belle-Allianeeplatz)._ 116/6* Zeitungsfrauen finden sofort dauernde imd lohnende Bcschästtgmig Konigstratze 56/57, Alt-Moabit 138, Gerichtstraße 14._ 115/18* Zeitungsfrauen verlangt Kronenstraße 65. 1280b* Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten SV Pf. die Zeile. Mn- und Fliesenverleger geübte, gesucht. Meldung. Köpeniekor- »trsSo S bei pjclrnclitnicle. 237« Farbigmachcr für Goldleistciifabrik finden bei fiisokler& Co. in Budnpast, Lehel- gasse 23. dauernd Beschäftigung.* Klavierbauer, Werkmeister, erste Kraft, gesucht. Ge- halt 5—6000 M. Aussüyrl. Offerten an 4». Hndoi», Wilhclmslr. 88. Für mein BaugCBChttl'e suche ich einen 116/10 IC o in p a s: ii o n mit 5000 M. Am liebsten Maurci- oder Zimmerpolier, eventuell anderer Bauhandwerlcr. Off. u. II. H. 1733 an Rudolf Mosss, Prinzcnstr.-II._ Änleaerin� Bogeiifängeri« sür SIcindruckerei sofort gesucht 291/t6s Keioenbaoh. Rittarlh>! Co., _ Schöiiebcrg,.'lauplslraßc NlhfizcArllkiteriiiiikll bei hohem Lohn und Vergütung des Fahrgeldes gesucht 68 4L* Chemische Werke FSorian& Co., Britz-Berlin, Ehausseestr.«8. Achtnncr. Wagtnsl'.brilre»! In den Wageufabriken von Kühlsteiu, Charlottenburg, L. Rühe Infi. Levoohner, Enckepl. 6, Kliemt, Neue Königstraße, Gebr. Wicnickc, Pankow. Franke, Jnsclstraße, Gottschalk, Motorwagensabrit i» Reinickendors, befinden fich die sämtlichen Arbeiter im Streik. Wir ersuchen die Kollegen aller Branche» nach den obigen Bc- triebe» keine Arbeit anzunehmen. 176/9 Tic Agitatioiiskommissio». Deutscher Hoizarheiter- Verband. Wegen Streik und Differenzen ist Ziifilg ftrnsiihliüeil von Tischlern von Franz Schulz, Frankfurter'Allcc 28, Ruppel in Reinickendorf; von Treppengeländer> Arbeitern (Drechsler, Tischler, Stellmacher, Polierer, Maschinellarbeiter und Bildhauer) von derTrcppengeländer- sabrik Joseph Drechsler, Gubener- straße 33/ von Bodcnlcgern von den Bauten in Buch(Firma Damke, Franljurt a.O.): von Stellmacher» von sämtlichen Stellmachereien, Wageüsabnlen und Drehrollcnsabrik Pläan, Waßmann- straße: Motorwagenfabrik Gottschall ln Rcmickendors; von Korbmachern von Bockert, Lange- straße 35; von Mcerschaumdrechsler» von Weith, Köpenickerstr. 98. von Klavicrarbettern nach Däne- mark. Die«rtüvern'altnnF.