Nr. 97. Abonnements- Bedingungen: bonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 r., möchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Belt" 10 Bfg. Bost Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Bost- Zeitungs Breisliste. Unter Streuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 23. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel. zeile oder deren Raum 50 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 30 Pig. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 20 Bfg., jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg.. jedes weitere Wort 5 Pfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. An die Arbeiter aller Länder! Der internationale Sozialismus hat den 1. Mai erwählt, um jedes Jahr, in allen Ländern, wo das Proletariat das Bewußtsein feiner Klaffenintereffen besikt, eine Demonstration zu veranstalten, deren deutlichste, tatkräftigste Form die Arbeitsruhe ist. Diese Demonstration richtet an den Kapitalismus eine stetig wiederkehrende Mahnung: die Arbeiter bekunden ihm ihren un erschütterlichen Willen, die Bahn bis zu ihrer völligen Befreiung zu durchschreiten, ohne sich durch blutige Striege zwischen den Bölkern vom Wege abdrängen zu lassen. Allein die Einheitlichkeit dieses Vormarsches, dessen Triumph nur durch den Zusammenschluß der Proletarier aller Länder möglich ist, gibt der Arbeiterklasse die Kraft, der ganzen Welt Freiheit und Frieden zu bringen. Die organisierten Arbeiter aller Länder wissen, daß es eine der wesentlichsten Bedingungen für ihre Befreiung ist, durch die gewerk. schaftliche Aktion und durch die Gesetzgebung die Verkürzung der Arbeitszeit, die Festsehung einer Marimalarbeitsdauer von acht Stunden zu erreichen. Zur Berwirklichung dieser Grundreform können fie mit vollem Rechte nicht nur allein auf ihre eigenen Kräfte rechnen, sondern auch auf die revolutionären Folgen der internationalen Ausdehnung Mehr und mehr drängt die wachsende Ausdehnung der Groß. industrie auf diese notwendige und mögliche Beschränkung der Arbeitszeit hin, indem sie die Arbeiter zu Massen vereinigt, ihre Arbeitsanstrengung aufs höchste spannt und die Produktionsbedingungen vereinheitlicht. des Kapitalismus. Mehr und mehr muß man anerkennen, daß der Achtstundentag unerläßlich notwendig wird, um die normale Wiederherstellung der Arbeitskraft zu ermöglichen, um die Rassenentartung aufzuhalten, um die Teilnahme der Proletariermassen an dem moralischen und intellektuellen Leben der Menschheit herbeizuführen. lismus. Freitag, den 27. April 1906. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Es müßten haben Abgeordnete notwendigem Prozesse zum Wahlrechtstage, zur Wahlrechts- Wie sich unter gleichem Wahlrecht bei Berechnung der demonstration. Wird er für uns, was er dem Proletariat Mandate nach den Urwählerstimmen die Size im AbgeordnetenDesterreichs seit langem gewesen, die Stundgebung des festen hause verteilen würden und wie das Geldsackssystem die Wahlen Willens der Arbeiterschaft, das gleiche Wahlrecht im Staate fälscht, das illustrieren die folgenden Zahlen: u erobern. Erweitert und bereichert wird der Inhalt der Maidemonstration, ein neues Ziel erschließt neue Quellen der Begeisterung und des einigenden Wollens. Die Arbeitsruhe, die nach allen Zeichen mehr als je zuvor die Maifeier 1906 3ur imposanten Willenskundgebung werden lassen wird, sie ist nicht zum letzten der Ausdruck der Millionenforderung: Nieder mit dem Dreitlassen unrecht! Konservative Es haben Abgeordnete 143 84 Freikonservative 60 12 Nationalliberale 79 66 Freifinnige Vereinigung 8 4 Freifinnige Voltspartei 25 19 Bentrum. 97 65 14 47 Sonstige Barteien Sozialdemokraten 7 55 0 81 Bolen Dänen Und mehr als eine preußische, mehr selbst als eine deutsche Frage ist die Wahlrechtsfrage in Preußen. Sie ist von europäischer, sie ist von Weltbedeutung. Bände spricht die unendlich beschämende Tatsache, daß, wie der russische Ministerpräsident Witte dieser Tage dem Petersburger Storrespondenten der Bossischen Zeitung" erklärt hat, die verfassungsrechtliche Anzahl von Wahlmännern oder Urwählern sich die politische Ganz genau ist die Tabelle natürlich nicht, da bei einer Rückständigkeit Preußens den russischen Reaktionären als Anzahl von Wahlmännern oder Urwählern sich die politische Argument gegen die Forderungen der russischen Revolutionäre Parteistellung nicht konstatieren ließ; aber das eine geht doch und Demokraten dient, daß Rußlands Reaktionäre Preußen zur Genüge daraus hervor, daß die konservativen Barteien, preisen als Hort der Reaktion, daß die Vormacht Deutschlands die Nationalliberalen und das Zentrum sich auf Stosten der heute in der Welt gilt als das sicherste Bollwert gegen die Sozialdemokraten und der Polen gewaltig bereichert haben. Demokratie, daß Preußens Junker, daß Preußens Herren als reizenden Tatsache, daß bei den Landtagswahlen von 1903 Die Darstellung gipfelt in der Gegenüberstellung der aufdie Vorfämpfer, die Preisfechter der europäischen Reaktion ge 324 157 tonservative Urwähler, 19,89 Prozent aller feiert werden. Nachdem die Revolution dem russischen Bären die Strallen geftugt hat, ist der Adler der preußischen Junker wählenden, mittels ihrer Wahlmänner 143 von 433 Abdas Wappentier der europäischen Bölferunterdrückung geworden. geordneten wählten, während fast ebensoviel, nämlich) 314 149 fozialdemokratische Urwähler oder Die Freiheit Europas wird in Preußen entschieden; hier ist der Stopf der Schlange, die das Glück und die Wohlfahrt der 18,79 Prozent der Wählenden, nicht einen einzigen Abgeordneten Völker umringelt! Nicht nur für uns, für die Arbeiter aller durchzusetzen vermochten!! Länder, für die Brüder aller Zungen kämpfen wir, wenn wir das Zwing- Uri der Junker stürmen! ・ wahlen und der Landtagswahlen für 85 Landtagswahlkreise Der zweite spezielle Teil stellt die Zahlen der Reichstagseinander gegenüber. Wir greifen aus den ins einzelne gehenden Zusammenstellungen für Groß- Berlin folgende Angaben heraus: Berlin. 9 Die Brandmarkung des elendesten aller Wahlsysteme, die Enthüllung all seiner grenzenlosen Niederträchtigkeiten, all seiner blöden Unsinnigkeiten, all seiner schreienden üngerechtigkeiten Und gegen die egoistischen Mächte, die sich noch dieser teilweisen ist im Verlauf des Wahlrechtsfeldzuges schon in fo er Bei der Reichstagswahl wurden in ganz Erlösung der Vorbedingung für die gänzliche Befreiung der schöpfendem Maße geschehen, daß Neues auf diesem Gebiete Opfer des kapitalistischen Ausbeutertums widersetzen, mobilisiert der nicht mehr zu sagen ist. Nur schärfer herausarbeiten, nur Berlin abgegeben 326 780 gültige Stimmen, davon waren Sozialismus in allen Ländern stetig an Zahl und Streitfraft zu wuchtiger darstellen lassen sich die einzelnen Tatsachen, 218 238 fozialdemokratische Stimmen oder 66,8 Proz., 55 782 nehmende Heeresscharen. die die Begründung des Verdammungsurteils bilden, oder 17,1 Proz für die freisinnige Volkspartei, 40 663 oder In Rußland erscheint das Proletariat als der entscheidende das die Stulturwelt über dieses Schandwahlrecht ge- 12,4 Proz. tonservative Stimmen, 6733 oder 2,1 Broz, für Faktor und die erhabenste Hoffnung der Revolution. In Desterreich, fällt hat. Und gerade recht zum Wahlrechtsmaitag das Zentrum, 1819 oder 0,5 Proz. für die Polen, 3210 oder in Ungarn, in verschiedenen Bundesstaaten Deutschlands ist das kommt deshalb eine Schrift, die sich diese Aufgabe gestellt hat, 1 Proz. für die Antisemiten, 335 oder 0,1 Proz. zersplittert. Bei der Landtagswahl wählten sozialdemo allgemeine Wahlrecht im Vormarsch. In Frankreich schöpft der die an der Hand amtlichen Zahlenmaterials die frechen Unvereinigte Sozialismus neuen Kampfesmut aus der brüderlichen glaublichkeiten dieser Karikatur eines Wahlrechts im einzelnen fratisch in der I, Abteilung 222, in der II. 5010, in Bereinigung der Freiheitskämpfer. Die sozialistischen Organi. bloßlegt. Im Auftrage des Parteivorstandes hat das Genosse der III. 116 918, zusammen 122 150 Urwähler, sationen der Vereinigten Staaten bereiten sich zur Einigung vor. Paul Hirsch in seiner Broschüre, Unter dem elende freisinnig in der I. Abteilung 3508, in der II. AbDie Labour Party Großbritanniens ist auf dem Wege zum Sozia- ften aller Wahlsysteme" unternommen, die dieser Tage teilung 9085, in der III. Abteilung 8140, zusammen 20 733 im Verlage der Buchhandlung Vorwärts herausgekommen ist). Urwähler, Ueberall wanken die alten Gewalten. Ueberall vereinigen sich Sie macht dem Wechselbalge auf Grund der amtlichen Wahlstatistik tonfervativ in der I. Abteilung 412, in der II. Abdie Arbeiter gegen iene, die sie beherrschen und ausbeuten. Ueberall den Prozeß. An den Wahlziffern von 85 Landtagswahlkreisen, teilung 1846, in der III. Abteilung 4856, zusammen 7114 Urwähler. ist sich die Arbeiterklasse der Notwendigkeit flar bewußt, die inter- in denen die Sozialdemokratie in nennenswertem Maße zur nationalen Solidaritätsbeziehungen in tatkräftigem Handeln für Wahl geschritten ist, wird die empörende, ungeheuerliche Es wählten demnach von den Wählenden 68,3 Proz. ihre Ziele, durch alle anwendbaren Mittel auszudrüden, um den Ungerechtigkeit des Wahlrechts demonstriert, die für die Masse, sozialdemokratisch, 11,59 Proz. freisinnig, Frieden zwischen den Völkern zu bewahren und die kriegerischen für die arbeitende Bevölkerung die abfolute Wahl- 3,98 Proz. tonservativ. Verschwörungen der kapitalistischen Regierungen zu bereiteln. entrechtung bedeutet. Die abgrundtiefe Niederträchtigkeit Der 1. Mai 1906 symbolisiert ein ruhmbolles Jahr, fruchtbar des Systems tritt in diesen Zahlen in aufreizender Deutlich an Resultaten und noch fruchtbarer an Hoffnungsblüten, die es teit vors Auge. Indem Genosse Hirsch die Zahlen der Reichstagswahlen und der Landtagswahlen zum Vergleich stellt, sprießen ließ. bedt er in seiner ganzen Größe den schändlichen Wahlrechtsraub auf, den das Wahlsystem der Junkerschaft bedeutet, läßt Am tollsten tritt die Unsinnigkeit des Dreiklassensystems er im grellsten Lichte die fast unglaubliche Entrechtung der im Wahlkreis Berlin III( Norden) zu tage. Dort stimmten Arbeiterschaft hervortreten, die empörende Verhöhnung des sozialdemokratisch 53 538 Urwähler, für alle übrigen Parteien Volkswillens, die dieses System darstellt. Das Buch ist die 20 451. Dennoch entfielen auf die Sozialdemokratie 1100 moralische Vernichtung des Dreiklassenwahlrechts. Wahlmänner, auf die Gegner aber 1506! Die SozialIm allgemeinen Teile faßt Hirsch noch einmal die be- demokratie brachte etwa 2% mal soviel Stimmen auf wie kannten Abscheulichkeiten dieses Geldsacwahlrechts knapp und die Gegner und erhielt trotzdem nicht einen Abgeordneten! wuchtig zusammen. Niederbarnim, Oberbarnim. Indem die Arbeitermassen an den bevorstehenden Demonstrationen teilnehmen, geben sie ihren Willen kund, daß diese Hoffnungen zu Wirklichkeiten werden, Ruhet am 1. Mai! Manifestiert am 1. Mai! Ehre der Arbeit!! Das Internationale Sozialistische Bureau. Das Exekutivkomitee( Belgien). Dreiklaffenwahlichmach und 1. Mai. Im Zeichen der Wahlrechtsforderung wird dies mal für das Proletariat Norddeutschlands, vor allem für die Arbeiterschaft Preußens und Sachsens der 1. Mai stehen. Ohne daß die übrigen großen Postulate der Maiplatform dadurch verdunkelt würden, wird doch der Ruf nach dem gleichen Landtagswahlrecht derjenige sein, der diesmal den Lautesten Widerhall weden wird in der Brust der Entrechteten, der durch das elendefte aller Wahlsysteme Unterdrückten, zu Heloten Entwürdigten. Brennender denn je lastet heute auf der Seele des Proletars die Schmach dieses Schandwahlrechts, da die Herrschenden in dem Militäraufgebot des 21. Januar, in den Justizaftionen gegen das Wahlrechtsflugblatt, in der ..Wahlreform" und in ihrer Verhandlung preußischen im Dreiklassenparlament ebenso biele höhnende Heraus. forderungen der Arbeiterschaft ins Gesicht geschleudert haben. Das waren Beleidigungen, die nicht vergessen werden können, die ihren Stachel zurücklassen, die das Denten und Wollen immer wieder zurückführen zur Forderung des gleichen Rechtes Und das Ergebnis? Es lautet folgendermaßen: Die Stimmen der 122 150 sozialdemokratischen Urwähler ( 68,3 Proz. der Gesamtheit) sind gleich Null, 20 788 freisinnige Wähler dagegen( 11,59 Proz. der Gesamtheit) entsenden neun Abgeordnete in den Landtag. Eine Tabelle zeigt die geradezu wahnwißig anmutende Niederbarnim und Oberbarnim bilden je einen ReichsUngleichheit der Wahlkreise. Berlin III hat, um ein Beispiel aus vielen herauszugreifen, mehr als zehn- tagswahlkreis. Niederbarnim ist im Reichstage sozialdemomal fobiel Einwohner( 874 475) denn Hohenzollern mit 33 390, fratisch vertreten, in Oberbarnim fiegte in der Stichwahl der die Zahl seiner Urwähler( 89 797) übersteigt die der Reichsparteiler über den Sozialdemokraten. Für den Landtag Einwohner Hohenzollerns fast um das Dreifache, wählen beide Streise zusammen, mit Ausnahme eines kleinen die Zahl seiner Urwähler verhält sich zu der der Ur wähler Bezirkes von Niederbarnim, der zu Berlin gehört, drei AbHohenzollerns( 6491), wie etwa 14 zu 1. Ein Wähler der geordnete. Alle drei sind konservativ. Landschaft Hohenzollern hat 14 mal so großen Einfluß auf die Zusammensetzung des preußischen Parlaments, wie ein Wähler Nordberlins! Bei der Reichstagswahl betrug die Zahl der eingeschriebenen Wähler in Niederbarnim 85 731, in Oberbarnim 21 778. An der Wahl beteiligten sich in Niederbarnim 64295= 75 Proz., in Oberbarnim 17003= 78,1 Proz Gültige Stimmen wurden abgegeben in Niederbarnim 63980, in Oberbarnim 16 947. 1 Bei der ReichstagswahI entfielen gültige Stimmen In auf: Broz. Niederbarnim Oberbarnim 19,39 38 364( 60,0 Proz.) 7 202( 42,5) 4040( 6,3 Folgende Tabellen zeigen die schreiende Entrechtung der proletarischen Wähler: Urwählerstimmen brachten im Jahre 1903 in ganz Preußen auf: Bus I. AI. II. I. III. SI. fammen 33 629 69 509 221 019 324 157 5 036 10 761 32 178 47 975 25 982 60 792 169 446 256 220 1665 8 952 11 118 16 735 8 593 21 409 43 243 73 245 28 327 54 780 178 851 251 958 782 12 888 300 984 314 149 Konfervative Freifonservative Nationalliberale Freisinnige Vereinigung Freifinnige Volkspartei. Zentrum. Sozialdemokraten • die Sozialdemokratie 2,87 15,33 1,00 die Freis. Volkspartei 2904( 17,1) die Konservativen die Reichspartei das Zentrum bie Bolen Bersplittert 20 415( 31,9 858( 1,3 260( 0,4 48( 0,1 # 3 43 6 829( 40,8) " 12( 0,1) 4,38 15,07 18,79 ( Die übrigen Parteigruppen find der Uebersichtlichkeit halber fortgelaffen.) Bei der Landtagswahl wählten von den Urwählern fozialdemokratisch in Niederbarnim 13 721, in im Staate, die immer wieder daran erinnern, daß die Arbeiter- Unter dem elendesten aller Wahlsysteme. Materialien zur Be- Oberbarnim 589, zusammen 14 310, das find 48,8 Proz., schaft im Staate nach dem Willen der Herrschenden aus- urteilung der politischen Rechtlosigkeit der Arbeiterklasse in Preußen. tonfervativ 5627 und 2465, zusammen 8092, das sind geschlossen sein soll von jeglichem Anteil an der Gestaltung Unter Benutzung amtlicher Quellen bearbeitet von Paul Hirsch. 27,6 Proz., liberal 1289 und 898, zusammen 2182, das ihrer Beschide. So wird der 1. Mai in ganz natürlichem, Berlin 1906. Buchhandlung Vorwärts. Preis 1,50 M find 7,4 Proz. Der Wahlkreis zählt 1418 Wahlmänner, 14 310 sozialdemokratische Urwähler oder 48,8 Proz. der Gefamtheit haben keinen Vertreter, 8092 tonservative Urwähler oder 27,6 Proz der Gesamtheit entsenden drei konservative Vertreter in den Landtag. Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg. Der Landtagswahlfreis fällt im wesentlichen mit dem Reichstagswahlkreis zusammen. Der Kreis ist im Reichstage fozialdemokratisch, im Landtage konservativ vertreten. Bei der Reichstagswahl siegte der sozialdemokratische Kandidat mit 73 854 über 59 050 gegnerische Stimmen. Abgegebene gültige Stimmen: 132 904. Hiervon entfielen auf: Sozialdemokratie. Konservative Nationalliberale 78 854 36 703 7 623 55,6 Proz. 27,6 5,8 " " Freifinnige Volkspartei Zentrum. Bolen. 11 711 2013 1 1,5 815 0,6 185 0,1 1 8,8 " " " " Zersplittert. geordneten zu verdrängen. eines Didhäuters. fönnte das an, so Um den Hohn vollzumachen, hat man den Diäten obendrein Deutfches Reich. Bei den Kolonialfragen stellte er sich auf den„ nüchternen faufmännischen Standpunkt", mit gegebenen, von der demokratischen Linken unverschuldeten Zuständen müsse man rechnen und daraus die Konsequenzen ziehen. Dies und die Erfenntnis von der Unhaltbarkeit des Systems habe zur Bewilligung des selbstständigen Kolonialamts geführt; auch bezüglich der Afrikabahnen fei der rein ftaufmännische Standpunkt der richtige. Bezüglich der Flottenbewilligung handele es sich nach der Bewilligung der Deplacementserhöhung, der Vermehrung der Torpedoboote, Unterseeboote usw. lediglich in den Modus der Bea willigung des verhältnismäßig geringen Nestes, d. H. der fechs Auslandschiffe, nicht um die Frage der Bewilligung selbst. Hätte die Regierung für die Jabre 1906/08 jährlich die ersten Raten für je zwei Anslandfchiffe verlangt, so hätte sie weit flüger gehandelt, ihre sechs Schiffe rascher erhalten und die gesamten bürgerlichen Parteien hinter sich gehabt." " fiminit haben 1865, darunter 719 konservativ, 327 sozialdemo-, durch die unglaublichen Bestimmungen über die Anwesenheitskontrolle reform in Breußen, too es zwar Diäten gibt, aber infolge bes fratisch, 316 liberal. und die Strafabzüge. Wenn also auch die rüdichrittliche Mehrheit schmachvollen Dreiflaffenwahlsystems für die Arbeiter gleichwohl Das Ergebnis war: des Hauses mit der reaktionären Tendenz der Vorlage ganz ein- feine Möglichkeit, in diesem Junterparlament vertreten zu sein?! verstanden sein mußte, so hätte doch auch sie den überflüssigen Die Reden der übrigen Abgeordneten waren belanglos. BeSchimpf an der Volksvertretung als eine auch ihr zugefügte Schmach merkenswert ist höchstens, daß die antisemitische Krämerangst um empfinden müssen. das Diätentrinkgeld es sogar zuwege brachte, daß der Abg. LieberAber freilich, die Herren von der Rechten und dem Zentrum mann eine Rede halten konnte, in der nicht das kümmerlichste fühlen sich gar nich als Vertreter her molt a. fondern als treue Späßchen vorkam! Die Vorlage wurde schließlich einer Kommission überwiesen. Romplicen jener Handlanger der bejizenden Klassen, die man Regierung nennt, während sie in den eigentlichen Erwählten des Dort wird man vielleicht einige der finnfälligsten und anstößigsten Boltes verhafte Gegner erblicken, mit denen sie nicht die leisefte absurditäten ausmerzen aber auf eine gründliche Umgestaltung Solidarität verbindet. Für alle Kränkungen, die der Volksvertretung ist verzweifelt wenig Hoffnung. Die reaktionäre Mehrheit wird nur als solcher zugefügt werden, besigt man daher die Unempfindlichkeit allzuwillig für das schäbige Trinkgeld neue Volksrechte verschachern! Sie wird damit Posadowskys doppelsinniges Wort rechtfertigen, Wie von rechts und links hier zur Bekämpfung, dort zur baß diese Borlage des Reichstags durchaus wür Verteidigung der Vorlage bervorgehoben wurde, ist diese nicht dig feil etwa ein konftitutionelles Zugeständnis an die Volksvertretung, sondern nur ein Mittel zur Bekämpfung jener Kalamitäten, die sich aus dem schwachen Besuch der Reichstagsfizungen ergeben. Man Die Freifinnige Volkspartei und die Flottenpolitik. irrt aber, wenn man annimmt, daß man dieser Kalamität in erster Wie weit die Freisinnige Volkspartei bereits in ihrer Stellung Linie durch Hebung der Präsenz des Reichstags begegnen wollte.nahme zur Flotten- und Kolonialpolitik der Regierung gelangt ist, Nähme man man in der Tat nicht zeigt eine Rede, die dieser Tage der Abgeordnete Müller- Meiningen Bei der Landtagswahl wählten sozialdemo- den Widerspruch zwischen den beiden Teilen der Vorlage verstehen, in Thomar( Thüringen) über das Verhalten seiner Partei zu den fratisch 33380 Urwähler gleich 50 Proz., konservativ deren einer die Beschlußfähigkeitsgiffer her absetzen will, während offiziellen Hotten- und Steuerplänen gehalten hat. Nach einem Be15 485 gleich 23,2 Proz., liberal 4679 gleich 7,01 Proz. der zweite die Präsenz verstärken soll. Nein, der Regierung und richt der Franff. 3tg." fagte er: Das Ergebnis war: mit ihr der reaktionären Mehrheit des Hauses kommt es nur auf 33 380 jozialdemokratische Urwähler( 50 Proz. der Gesamtheit) ein glattes und bequemes Funktionieren der Gesetzgebungsmaschinerie wählen weniger Wahlmanner als 4679 liberale Urwähler( 7,01 Bros. an, d. h. auf möglichste Lahmlegung der Opposition, der Gesamtheit) und als 15 485 konservative Urwähler( 23,2 Proz. der man jetzt die Notwehr gegen geschäftsordnungsmäßige Strangu der Gesamtheit). Bei den Wahlen der Abgeordneten gelten nur lation durch Abänderung des Artikels 28 der Verfassung vereiteln die konservativen Stimmen, die sozialdemokratischen sind gleich will. Das ist des Pudels Kern; die Diätenverbrämung ist nur Null. Nur mit Hülfe der liberalen Wahlmänner wäre es den Lockmittel und Preis des reaktionären Handstreichs! Sozialdemokraten möglich gewesen, die beiden konservativen Ab eine Form gegeben, die, wie Singer treffend sagte, für Menschen Als eine ungeheuerliche, in gesetzlicher Form sich voll von moralischem Reinlichkeitsfum einer Beretelung gleichkommt. ziehende Wahlfälschung erweist sich das Dreiflassensystem. Wir Im Grunde sind schon Anwesenheitsgelder an Stelle der Diäten ein Sie bedingen ein mehr oder minder uns wiederholen: Die Schrift ist die moralische Verschlechtes Surrogat. nichtung des Systems. Die moralische! Aber wirdiges Stontrollsystem. Diese Kontrolle sollte in einem politisch das ist nicht die politische! Was fümmert die Regierung, reifen Lande füglich den Wählern überlassen werden. Anwesenheitswas kümmert die Junker die Brandmarkung des Systems, gelber gar in der von der Vorlage empfohlenen Form sind eine Die Berufung auf den nüchternen faufmännischen Standpunkt" was schiert es sie, daß es vor aller Welt an den Pranger Prämie für das stupide Erfigen der Diäten, eine Strafe für eine gestellt und mit eisernem Besen gestäupt worden ist. Was vernünftige Ausübung des parlamentarischen Mandats, speziell für dient nur zur Verschleierung der Tatsache, daß der Freifinn seine frühere Opposition völlig aufgegeben hat und bereit ist, das, was kümmert es die Herren Preußens, daß der Anblick dieser die pflichtgetreue Arbeit in den Kommissionen. Früchte des Systems dem selbstbewußten Arbeiter das Blut Trotz alledem waren es nur die Sozialdemokraten und die Frei- die Regierung für die Ausführung ihrer Flotten- und Steuerpläne des Zorns und der Erbitterung ins Gesicht treiben mug! finnigen, die diese Ausgeburt brutaler Reaktion und bureaukratischer fordert, zu bewilligen, wenn auch um nach außen den Schein Konservative, Zentrum, Zentrum, der nüchternen kaufmämischen" Prüfung aufrecht zu erhalten Was fümmert sie das, so lange sie die Macht haben und Gehäffigkeit entschieden zurüdwiesen. so lange sie in diesem verrotteten Wahlsystem eins der Mittel Nationalliberale und Antisemiten übten wohl an Einzelheiten eine erst nach einigem Strauben um lleinere nebeniächliche Aenderungen erblicken, sie zu bewahren. Gerade die Verrottung des Systems 8ahme Stritit, erklärten sich aber mit den Grundabsichten der Vorlage am Modus der Bewilligung". Die Aufrechterhaltung des freifinnig- volksparteilichen Häufteins als einer besonderen Partei hat ist's ja, was es ihnen wert macht, was ihm den Gebrauchs- völlig einverstanden! Die wuchtigsten und schärfsten Schläge führte Genoffe Singer faum noch einen Zweck, nachdem einer der Unterschiede nach wert in den Augen der Konservativen gibt, unbefümmert darum, daß auf dem politischen Weltmarkte sein Tauschwert längst gegen die paragraphierte Reichstagsbeschimpfung. Seine Rede war dem anderen fällt, die bisher Freifinn und Nationalliberalismus unter Null gesunken ist! fnapp, wohlpointiert und stroßzte von goldenen Rüdsichtslosigkeiten, die trennten. eine so geschicdte parlamentarische Form ge Das Breslauer Blutbad soll gefühnt werden Und wenn in aller Welt der Fortschritt auf dem Wege ist, und wenn in Osteuropa, Halbajien, die politische Gleicheinem Ordnungsrufe fand. Der fozialdemokratische Redner wacht" mitteilt, stellt die Breslauer Polizei seit einigen Tagen Nachberechtigung des Arbeiters im Werden ist, die Herren Preußens, die Vorlage als eine die Junker und die Bourgeois vermessen sich, innerhalb der bezeichnete peinlichste Ueberraschung fragen darüber an, in welchem Umfange von Säbelhieben Verlegte schwarzweißen Grenzpfähle den Stillstand zu erzwingen und für weiteste Streiſe, als einen Schlag ins Geficht, eine Ver- verbunden wurden. Ferner haben eine große Anzahl Personen, die Arbeiter auf der Stufe von Heloten zu erhalten. Die höhnung der Volksvertretung. Reaktionäre Vergewaltigung paare unter anderem auch Redakteure der„ Volkswacht", Borladungen zur sich mit bureaukratischer Nadelstichpolitik. Absicht und Wirkung der Vernehmung erhalten. Die am meisten an der Sache interessierte Weltgeschichte soll für Preußen nicht vorhanden sein! Aber die Mächtigsten können nicht hindern, daß der Vorlage sei die Wehrlosmachung der Opposition, man wolle fünftig Polizei führt nämlich selbst die Untersuchung das gehört so zu preußische Arbeiter sieht, was in Desterreich, was in Rußland die dringend gebotene Gründlichkeit der Beratungen verhindern. unserer herrlichen Rechtspflege! Nach der Behauptung eines freifinnigen Blattes soll der Schutzgeschieht. Sie fönnen nicht hindern, daß glühende Erbitterung Durch die Annahme einer derartigen Vorlage stelle fich der deutsche in ihm aufgärt, wenn er beobachten muß, wie in den Nachbar- Reichstag außerhalb der Parlamente der Kulturstaaten. Es zeuge mann, der dem flüchtenden Biewald die Hand abhadte, ländern die Herrschenden die Entwickelung, die die Arbeiter von einem traurigen Mut der Regierung, das Knebelprojekt mit der nicht die Nummer 145 tragen, wie der„ Brest. Gen.- Anz." behauptete, schaft nach oben führt, anerkennen, während in Preußen als Diätengewährung zu verkoppeln, diese als Preis der Knebelung der Das wird jedoch von keiner Seite bestritten, daß dem B. die Hand oberste Staatsweisheit proklamiert wird, die Arbeiter als Opposition anzubieten. Er halte es bis zum Beweis des Gegenteils auf der Flucht, im Hausflur oben auf der Treppe zu seiner Wohnung Rechtlose zu halten, der Masse den Zügel anzulegen". Sie für ausgefchloffen, daß der Reichstag auf diesen erniedrigenden von hinten abgeschlagen worden ist. können nicht hindern, daß diese Erbitterung sich umsetzt in den Schacher eingehe und sich damit zum willfährigen Diener der Regierung Diverse Scharfmacherblätter, u. a. das unabhängige Tageblatt festen Entschluß, nicht eher zu raften und zu ruhen, bis die mache. Die fchikanösen Bestimmungen über die Anwesenheitsgelder für nationale Politit des Herrn Dr. Lange, die„ Deutsche Zeitung", Schmach des Dreiflassenunrechts getilgt ist! Und sie können ftellten eine Behandlung dar, die sich anständige Menschen nicht sind in Wutträmpfe verfallen über unsere und anderer Parteiblätter Kritik an den Taten der Breslauer Polizei und rufen nach dem nicht hindern mit all ihren Sanonen und Flinten, mit all gefallen laffen könnten. Nachdem der Konservative Freiherr v. Richthofen sich im Staatsanwalt. Das letztere Blatt bringt einen Leitartikel:„ Wird ihren Säbeln und Bajonetten, daß am 1. Mai der Arbeiter mit gekreuzten Armen demonstriert für das gleiche Wahlrecht wesentlichen für die Vorlage ausgesprochen, versuchte Graf der Breslauer Polizeipräsident oder der Minister des Innern Strafim Staat, wie er demonstriert für den Achtstundentag und Bofabowsky Singers Kritik zu entkräften. Die von Singer antrag stellen?" Bir haben nichts dagegen, daß sich jene Preßam meisten perhorreszierten, als unwürdig bezeichneten Bestimmungen organe eigenhändig der Welt als schäbige Denunziantenorgane vorden Völkerfrieden. Die Wahlrechtsfrage ist eine Machtfrage! über die Kontrolle und die Strafabzüge seien der Verfassung stellen. Die Maidemonstration ist diesmal in Preußen vor allem auch republikanischer Staaten, nämlich der Schweiz und Nordamerika ent eine Heerschau über die Macht, die das Proletariat gegen lehnt. Selbst die äußerste Linke habe doch früher der Forderung Die Germania" treibt neuerdings den Sport, mindestens an die Herrschenden in die Wagschale zu werfen hat. Sie wird von Anwesenheitsgeldern zugestimmt, fie dürfe sich deshalb jetzt auch als ein Glied eingefügt in die Stette der Wahlrechts- nicht über die praktischen Konsequenzen dieses Entschädigungssystems jedem zweiten Tage über„ Gewiffens zwang" zu Klagen, der demonstrationen der preußischen Arbeiterschaft! Sie ist beflagen. Die Absicht der Regierung fei, auf alle Beiten die angeblich den Katholiken angetan wird. Allerdings ist das meist ein Treffen Diese eine sonderbare Art von Gewissenszwang. So z. B. nennt sie die im Kampfe ums gleiche Wahlrecht! Befchlußfähigkeit des Hauses zu sichern. Arbeiter Preußens, sorgt, daß der Ausgang eurer Absicht sei nur durch die vorgeschlagenen Mittel zu erreichen, die Bekämpfung der Schulverpfaffung einen Gewissenszwang; man Stlasse würdig ist! Wirtt und werbet dafür, daß die berbündeten Regierungen würden deshalb unter feinen umwolle die katholischen Eltern hindern, ihre Kinder in eine fatholische von diesen Grundlagen des Gesetz Schule zu schicken. Was fie unter, Gewissensfreiheit" ver dritte Wahlrechtsdemonstration imposant und gewaltig stånden entwurfes abgehen. Im übrigen werde durch die bisherige steht, zeigt folgender Fall: Wie fie mitteilt, ist im Dezember v. J. ein katholischer Beigt, daß ihr nicht gewillt seid, schmähliches Joch stumm schwache Reichstagspräsenz, die nun durch die Entschädigungsgelder zu tragen, daß ihr entschlossen seid, nicht hinter der Arbeiter- behoben werden solle, am meisten Süddeutschland be Lehrer in Koblenz von seinem Amt beurlaubt worden, weil er anschaft anderer Länder zurückzubleiben, daß ihr in der Zeit nachteiligt. Und doch fei der Reichstag in feiner Totalität geblich in einer Schrift„ Das Weltall" eine materialistische Weltder Wahlreformen in Desterreich die Fortdauer des Dreiflassen. eine der wichtigsten Institutionen für die deutsche Einheit und anschauung vertreten habe. Jetzt soll nun dieser Lehrer nach Werden a. d. Ruhr verfetzt sein, und zwar an die katholische Voltsunrechts, dieser Verneinung des Staatsbürgerrechts der Einigkeit. Diese Sirenenflänge galten vornehmlich dem Zentrum. Aber schule. Darob schlägt die„ Germania" Lärm. Es sei ein Nichtbesitzenden, nicht ertragen wollt! Die Arbeitsruhe ist die würdigste Form der Mai- es hätte ihrer kaum bedurft. Das Zentrum fühlt sich längst so sehr unerhörter Gewissen sawang, daß die Kinder der Katholiken feier! Die Arbeitsruhe ist die wirksamste Form der als vornehmsten Bestandteil preußisch- deutscher Reaktion, daß es mit in den Unterricht eines ungläubigen Lehrers gezwungen werden gleichem Stoizismus die Elephanten der Minoritätsvergewaltigung sollen.( Daß die Kinder ungläubiger Dissidenten sogar in den Wahlrechtsdemonstration! Nieder mit dem dreiklassigen Schand. wie die Stechmücken der Kontroll- und Strafgelderwirtschaft zu ver- Religionsunterricht gläubiger Lehrer gezwungen werden, findet das schlucken bereit sein wird. Wie minimal sein Unbehagen ist, bewies fromme Blatt natürlich nicht anstößig.) Dann aber fährt sie wahlsystem! die Rede des Abg. Spahn, die eigentlich keine Rébe, sondern schmunzelnd fort: eine nonchalante Plauderei war. Der Zentrumsredner hatte dies und das auszusegen, aber viel eifriger polemisierte er gegen die angeblichen lebertreibungen Singers. Kurz: der andere hört aus allem nur das Ja! wird! Politische Ueberficht. an den Bers gleichwohl in fleidet tvaren, daß der Präsident feine Gelegenheit zu legten und an der sozialdemokratischen Presse! Wie die„ Volks• " Gewissenszwang. Der fatholische Schulvorstand hat, wie wir hören, bei der Regierung bereits Verwahrung eingelegt, ebenso die sämtlichen fatholischen Stadtverordneten. Diefelben haben auch angeführt, daß der Herr schon nach einer Wohnung hier suche, eine solche aber wohl nicht finden werde. Wir glauben die Erwartung aussprechen zu dürfen, daß auch unsere protestantischen Mitbürger diefes Wort wahr machen werden, wie solches jeder Katbolik im gleichen Falle ihnen gegenüber unbedingt tun würde." Berlin, den 26. April. Das Trinkgeld für die Kerle. Bürgerlich wohl temperiert, aber immerhin eine flare Absage Der Reichstag hatte heute die Antwort zu geben auf die gröb- an diese Vorlagen war die Erklärung des Redners der Freiliche Jnsulte, die ihm die verbündeten Regierungen mit ihrer Diäten finnigen Volkspartei, des Abg. Träger. Der alte Herr fand dabei vorlage angetan hatten. Seit Jahrzehnten hatte die Mehrheit des manches frische und wizige Wort. So meinte er, der Erfinder der Weil der Mann etwas geschrieben hat, was den Pfaffen nicht Reichstags Diäten gefordert, und jahrzehntelang hatte die Regierung famosen Berechnungen der Strafabzüge habe seine Kalkulationen diese Forderungen feelenruhig dem Papierkorb einverleibt. Und nun wohl im Fieberwahn gemacht. Und der Bemerkung Pofabowsths, die gefällt( er felbft bestreitet übrigens, eine materialistische Weltendlich die Regierung nachzugeben schien, applizierte fie der Bolts- Absurditäten der Kontrolle seien dem republikanischen Vorbilde der anschauung vertreten zu haben), darum soll er obdachlos bleiben. vertretung eine Vorlage, bie, so liederlich fie im übrigen zusammen- Danteedemokratie abgeguckt, begegnete er mit der Bemerkung, daß und solch brutaler Terrorismus, der des anderen Meinungsfreiheit gestoppelt sein mag, doch darin eine bewundernswürdige, geradezu ihm nach dieser ihm ganz neuen Tatsache nun freilich die Be- mit rober Gewalt zu unterdrücken trachtet, hat die Frechheit, sich als tüdische Findigkeit bewies, daß fie aus den Diätenbestimmungen wunderung gewisser Streise für Amerika nicht mehr rätselhaft sei!" Schuß der Gewissensfreiheit auszugeben! der verschiedensten Staaten just die reaktionärsten Bestimmungen In ähnlichem Sinne sprach sich auch Herr Schrader, der Vers herausfischte, um sie zu dem famosen Elaborat zusammenzuflittern, treter der freisinnigen Vereinigung, aus. das man dem Reichstag als Diätenvorlage präsentierte. Herr Arendt hatte für die Vorlage natürlich eitel Anerkennung. Der Grundzug dieser Vorlage ist nicht nur urreaktionär, sondern Die Sozialdemokratie begehe geradezu ein Verbrechen an der Nation er trägt noch obendrein jenes spezifisch preußisch- reaktionäre Gepräge, und an der Arbeiterschaft, der nun erst wirklich eine Teilnahme am das fürzlich selbst der Zarenkreatur Witte den infernalischen Wiz Bartament ermöglicht werde, wenn sie die Vorlage ablehne. Dies entlockt haben soll, Preußen- Deutschland habe deshalb vom Russen- Verbrechen werde ihr noch schwer angetreidet werden. Der olle pump nichts wissen wollen, weil ihm die zarischen Verfassungspläne ehrliche Arendt! Wenn es wahr wäre, welchen Vorwurf enthielte zu liberal seien! Vereinigt doch die Diätenvorlage mit den brutalen dann diese Tatsache gegen die Regierung und die um Arendt, die Smebelungsabsichten, die aus der Abänderung des Artikels 28 sprechen, mit der Diätenforderung niemals Ernst gemacht hatten! Und wie die jämmerlichsten bureaukratischen Schilanierungen der Boltsvertreter rechtfertigt Herr Arendt seine Gegnerschaft gegen eine WahlrechtsEs So Zur Nachwahl in Darmstadt hatten wir schon gestern unter den letzten Depeichen berichtet, daß Genosse Berthold mit dem nationalliberalen Kandidaten Dr. Stein in Stichwahl gekommen ist. Unsere Gegner jubeln natürlich; war doch 1903 der Streis gleich im ersten Wahlgange mit 14 144 Stimmen genommen worden. versteht sich von selbst, daß den Feinden der Sozialdemokratie bei ihren Gloffierungen allerlei Albernheiten unterlaufen. 3. B. der Deutschen Tageszeitung", wenn sie naiverweise meint, die Abnahme der sozialdemokratischen Stimmen dürfte daher fommen, daß manche Genoffen" mit der Maßregelung(!?) Cramers nicht ganz einverstanden find". Oder der Staatsbürger " Beltung", bie Besonders geistreich zu fein glaubt, wenn sie mit berunglückter Fronie konstatiert:" Die Erkenntnis über Wesen und Wert der Sozialdemokratie wächst, zwar langsam, aber sicher." Da hebt sich im Chorus der zu früh Jubelnden die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" noch vorteilhaft vernünftig ab, indem sie sagt: " Immerhin hat die Hofgängeraffäre der Sozialdemokratie nicht so viel geschadet, wie man hätte annehmen können." Die National- Zeitung" hat natürlich ein ganz besonderes Interesse an dem Ausfall der Nachwahl. Aber gerade fie findet keinen Anlaß, die Chancen der Stichwahl in rosigem Lichte zu sehen. Sie fonstatiert zwar mit einem lachenden und einem weinenden Auge den Erfolg" der bürgerlichen Parteien. Aber sie erflärt es für eine verhängnisvolle Täuschung, wollte man meinen, der nationalliberale Kandidat hätte Aussicht, in der Stichwahl zu siegen! Wir haben keinen Grund, die Dinge peſſimiſtiſcher anzuschauen, als diefes bürgerliche Organ. Und unsere Genossen im Kreise Darmstadt- Großgerau werden hoffentlich dafür sorgen, daß die„ NationalZeitung" ausnahmsweise einmal Recht behält. Oberst a. D. In der bekannten Affäre des Oberst a. D. Gådte, der wegen unbefugter Führung dieses Titels angeflagt ist, stand gestern Verhandlungstermin vor der achten Straffammer des Landgerichts I in Her Berufungsinstanz an. Der Angeklagte ist bekanntlich beschuldigt, vom Jahre 1901 ab fortgelegt den Titel„ Oberst a. D." geführt zu haben, obwohl ihm durch ehrengerichtlichen Spruch die Führung dieses Titels und das Recht, die Uniform zu tragen, aberkannt worden ist. Diese Verurteilung ist erfolgt auf Grund der allerhöchsten Verordnung über die Ehrengerichte der Offiziere im preußischen Heere vom 2. Mai diefem zugefügte Inrecht bestätigt und nur noch unentschieden 1( Erhöhung auf 1450 M., Serabfebung der ersten Bulage bon 800 aut gelassen, auf weisen Konto der unbegreifliche schwere Rechts- 100 M.) als auch der Antrag Antric( Grundgehalt 1450 m. und irrtum, welcher die Befreiung des unschuldig verhafteten Arbeiters 9 Alterszulagen a 250 M. in je 3 Jahren konform dem Gesetz von verzögerte, zu buchen ist. 1897) abgelehnt. Entsprechend wird für die Rektoren eine Gre Soweit die„ Karlsruher 3tg." andere Behauptungen zu vertuschen höhung des Grundgehaltes um 100 m. auf 2550 M. vorgeschlagen, oder in Abrede zu stellen sucht, belegt unser Mannheimer ebenso für die Lehrerinnen auf 1100 M. Nach lebhafter Parteiorgan die Anschuldigungen gegen die Justiz mit unanfecht- Debatte ist dann auch für die Fachlehrerinnen eine Erhöhung baren Tatsachen. So insbesondere stellt es die Art der Vornahme des Grundgehaltes um 100 M. auf 1000 M. beschlossen worden, der vorgeschriebenen richterlichen Bernehmung am zweiten Tage der weitergehende Anträge auf Verbesserung der letzteren oder Hinzue Verhaftung als eine einfache Personalienfeststellung durch einen fügung einer weiteren Alterszulage blieben dagegen mit 7 gegen Schreiber des Gerichtes dar ohne Bezeichnung der dem Ver- 6 Stimmen in der Minderheit. Die Vorschläge der Magistratshafteten zur Last gelegten Tat. Bei der richterlichen Vernehmung vorlage zu b) hat der Ausschuß einstimmig gutgeheißen. am vierten Tage forderte der Beamte den Arrestanten auf, beim Bom Stadtv. Rosenow( N. 2.) ist der im Ausschuß abgelehnte Landgericht seine sofortige Freilassung zu beantragen. Das Signalement Antrag wieder vorgelegt, wonach das Grundgehalt auf 1450 m. der Untersuchungsaften bezeichnete als Haupterkennungszeichen das erhöht, dagegen die erste Alterszulage um 100 M. getürzt werden Fehlen eines Fingers; der Verhaftete war im Besize aller Finger. foll. Es würden danach die Lehrer im 1. bis 4. Dienstjahre 1660. Schlicht, welchen der Nervenarzt für arbeitsunfähig auf unbestimmte im 5. bis 7. Dienstjahre 2200 M. erhalten, während sie nach dem Zeit erklärte, reichte beim Justizministerium einen Entschädigungs. Ausschußantrage 1580 bezw. 2100 M. zu beziehen hätten. Vom anspruch ein; auch eine Biviltlage ist angestrengt gegen den 8. Jahre ab ist der Effekt beider Anträge genau derselbe, der Antrag badischen Fistus. Rosenow fame also lediglich den jüngsten und jungen Lehrern zu 42 580.. gute. Die Mehrkosten gegenüber dem Ausschußantrage betragen Rosa Luxemburg. Die„ Petersburger Zeitung" bestätigt unsere Behauptung, daß, entgegen dem von konservativen Hezzblättern fonftruierten neuen russischen Staatsrecht, nach russischem Recht eine Antrag vereinigen wird, der nicht nur für kurze Zeit, sondern für Stadtb. Rosenow: Ich hoffe, daß die Mehrheit sich auf meinen Russin durch die Eingebung einer Ehe mit einem Ausländer ihre lange Dauer Ruhe in der Lehrerschaft herbeiführen wird. Mein russische Staatsangehörigkeit verliert und daß es demnach völker Antrag schlägt den richtigen Mittelweg ein, das verlangte hohe rechtswidrig wäre, unsere Genossin Rosa Luxemburg, die durch Grundgehalt zu gewähren, ohne daß eine wesentliche Verkürzung Heirat deutsche Staatsbürgerin geworden ist, als Russin zu be- der Zulagen zu erfolgen braucht und ohne daß eine nennenswerte Handeln. Unsere Genossin befindet sich noch immer in Warschau Mehraufwendung der Stadtgemeinde zugemutet wird. Herr Cassel in Haft. will zwar feinem Lieblingsfinde, den bestehenden Alterszulagen, 1874. Der Angeklagte und sein Verteidiger vertraten in erster wohnte ein Grundstücksspekulant, Britichau mit Namen, der jetzt mit ment, daß die Verkürzung der ersten Alterszulage eine neue Folgen kaiserlicher Auszeichnungen. In Benrath bei Düsseldorf auch nicht den geringsten Nachteil zufügen lassen, aber das Argua Instanz den Standpunkt, daß diese Verordnung formell um einer Schauspielerin das Weite gesucht hat und viele trauernde gitation entfachen müßte, halte ich nach der Erhöhung des Grundgültig sei, weil sie nur vom Könige unterzeichnet, nicht Gläubiger zurückließ. Seine hinterlassenen Schilden schäßt man auf gehaltes auf 1450. für hinfällig. aber bon einem Minister gegengezeichnet sei, was nach 3 Millionen Mart. Pritschau war ein wegen seiner Körperlänge beStadtb. Hinge( Soz.): Es ist ja erfreulich, daß jetzt ein wahres Artikel 44 der Verfassungsurkunde für alle Regierungsafte fannter Bauernsohn, der es aber verstand, fich durch die Aus- Wettrennen unter den bürgerlichen Fraktionen stattfindet, die des Königs erforderlich sei. Außerdem sei die Verordnung nicht in zeichnungen, die ihm Wilhelm II. zuwandte, ein Relief zu geben. Wünsche der Lehrerschaft zu befriedigen.( Unruhe.) Bis vor kurzem den gesetzlich vorgeschriebenen Blättern veröffentlicht.- Das Er hatte als Flügelmann beim ersten Garderegiment gedient und war das noch anders. Wir haben von der Wiedereinbringung Schöffengericht hatte auf Freisprechung erkannt, indem es an die Palästinareife mitgemacht, aus irgend einem Grunde hatte man unseres Antrages abgesehen, weil wir in dem Beschluffe des Aus nahm, daß der Angeklagte, der aus dem Militärstande mit Pension ihm auch noch den Kronenorden vierter Klasse gegeben. Das beschuffes, der den Standpunkt der Schuldeputation zu dem ſeinigen ausgeschieden sei, nicht mehr der Militärgerichtsbarkeit und auch wirfte, daß seine Geschäftsfreunde ihm blindlings vertrauten. Jetzt gemacht hat, eine durchaus befriedigende Rösung der Frage erbliden. nicht dem militärischen Ehrengericht unterstehe und ihm daher auf hunderttausend Mark und einer schönen Schauspielerin auf franzöfifch Lösung überhaupt gefährdet sein, denn es ist eine offene Frage, ob nachdem man erfahren hat, daß der Ueberpatriot sich mit einigen Gehen wir über den Ausschußantrag hinaus, so möchte vielleicht die Grund eines ehrengerichtlichen Spruches sein Titel nicht entzogen entfernt hat, wird geschimpft. Viele kleine Banken und Privatleute der Magistrat sich dem weitergehenden Antrage Rosenow anschließen find schwer geschädigt. Bei Beginn der Verlefung der Kabinettsorder vom 27. Februar 1904, die das ehrengerichtliche Urteil bestätigt, erhob sich der schiedenen Kandidaten der bürgerlichen Parteien ist noch ein neuer Zur Reichstagserfahwahl in Hannover- Linden. Zu den verGerichtshof. Die Staatsanwaltschaft beantragte 4 Wochen Durchfallskandidat hinzugefoninien: ein gemeinsamer Kandidat der Haft. Das Urteil des Gerichts lautete dahin: Die Berufung Konservativen, Landbündler und Mittelstandsvereinler, Herr Generaldes Staatsanwalts gegen das( freisprechende) sekretär Eisenträger. Auf einen mehr oder weniger kommt es ja Urteil des Schöffengerichts wird verworfen. Die schließlich nicht an. Kosten des Verfahrens werden der Staatskasse auferlegt. Nach Ansicht des Gerichts kommt der Armeebefehl über die Ehrengerichte der Offiziere im preußischen Heere vom 2. Mai 1874 nur für Angehörige der Armee in Frage. Das Gericht hat es aber verneint, daß der Angeklagte noch diesem Armeebefehl unterstehe. Er sei aus der Armee ausgeschieden und habe sich nach seiner Verabschiedung weder bereit erklärt, ein Kommando zu übernehmen, noch erklärt, daß er sich für den Ernstfall zur Verfügung stelle. Iverden könne. England. Der Telegraph übermittelt eine Fülle mehr oder minder wichtiger Nachrichten, von denen wir folgende hervorheben: Am Mittwoch wurde im Unterhaus der von der Regierung eingebrachte Gesezentwurf betreffend die Abänderung der jetzigen Gesetzvorschriften in bezug auf die Trade- Unions und die Ausstände in zweiter Lefung angenommen. Damit ist in zwei Jnstanzen anerkannt, daß das militärische zu einer stürmischen Szene: Im ersten Teile der Sigung wurde die Am selben Tage tam es in der Abendfizung des Unterhauses Am selben Tage tam es in der Abendfizung des Unterhauses Ehrengericht mit Unrecht seine Zuständigkeit angenommen hat und Frage der Zwangsimpfung erörtert, und darauf brachte um daß wenig juristisch versierte Ratgeber zur Bestätigung dieses Spruches 9 Uhr Keir Hardie einen Antrag zugunsten des Frauendurch die Kabinettsorder geraten hatten. stimmrechts ein. Da nach der neuen Geschäftsordnung die Debatte um 11 Uhr schließt, so bestand keine Aussicht, daß über Schwere militärische Ausschreitungen haben nach einem Bericht den Antrag abgestimmt werden würde. Eine Anzahl von eifrigen des„ Niederschlesischen Anzeigers" auf dem Truppenübungsplatz Anhängerinnen des Frauenstimmrechts, die sich auf der Tribüne beWeißenburg bei Posen stattgefunden. Wie das Blatt erzählt, be- fanden, wurden ungeduldig über die Verlängerung der Diskussion, steht zwischen den beiden zum Regimentsegerzieren nach dem und als Evans( liberal) gegen 10 Uhr 40 Minuten gegen den AnTruppenübungsplatz abkommandierten Infanterie- Regimentern Nr. 46 trag zu sprechen begann, stießen einige Frauen auf der Tribüne laute Rufe des Protestes aus. Sie riefen:" Abstimmung! Abstimmung! und 6 eit langer Zeit gwift. Als nun am Sonntag in später Gerechtigkeit für die Frauen! Geben Sie uns das Stimm Abendstunde ein Trupp 46er in die Kantine des 3. Bataillons des recht!" und verursachten dadurch einen solchen Lärm, daß die Des Regiments Nr. 6, in der sich eine große Anzahl Mannschaften bei batte unterbrochen wurde. Der Sprecher ließ darauf die Tribünen den Klängen einer Harmonika beluftigten, eindrang, soll es zu einem räumen. Während der Störungen hatte eine von den Demon fürchterlichen Handgemenge gekommen sein, bei dem das Messer eine ſtrantinnen ein kleines Banner an der Tribüne angebracht mit der traurige Rolle spielte. Ein Grenadier der 11. Kompagnie des 6. Infanterie- Inschrift:„ Das Stimmrecht für die Frauen!" Nach der Räumung Regiments wurde fast leblos vom Tatorte nach der Krankenbaracke der Tribünen wurde die Debatte wieder aufgenommen und fließlich getragen. Zwei Angehörige des Regiments 46, die leichtere Verlegungen erlitten haben, wurden nach dem Garnisonlazarett in Bosen übergeführt. An ein Aufkommen des schwerverlegten Grenadiers ist kaum zu denken, da er außer drei schweren Kopfverlegungen zwei Stiche in die Lunge erhalten hat, die eine Operation ausschließen. Die Täter konnten nicht gleich ermittelt werden; zu diesem Zwede wurden noch nachts beide Regimenter alarmiert, wobei zwei besonders start mit Blutflecken behaftete Soldaten arretiert und nach dem Militärarreft in Bosen übergeführt wurden. Wenn zwei basselbe tun.... bis auf unbestimmte Zeit vertagt. Ein Telegramm vom Donnerstag meldet: Kommunales. wwwwww wird. Nach den Ausschußborschlägen tritt Berlin hinsichtlich den Lehrergehälter unter den preußischen Kommunen mit an die erste städtijden Arbeiter bezüglich der Gewährung von Zulagen Stelle. Endlich einmal dürften jest aber doch auch unsere an der Reihe sein! Stadtv. Gaffel( A. 2.): Dem Ausschußanirage hat der Magistrat den Borwurf geinacht, daß er unserer vorjährigen Resolution nicht entspricht, die tatsächlich bie Abänderung der Altersstala zur Ers wägung stellte. Diese Erwägung hat in der Schuldeputation statt gefunden und das Resultat ergeben, daß der Lehrerschaft mehr damit gedient ist, daß die Alterszulagen unverändert bleiben und das Grundgehalt nicht um 250, sondern bloß um 150 M. erhöht wird, eine Erhöhung, die sich auch für die jungen Lehrer sehr wohl sehen lassen kann. Der Antrag Rosenow wie der des Magistrats brächte nur den jungen Lehrern eine Gehaltserhöhung, die wir mit den tatsächlichen Verhältnissen und Bedürfnissen nicht im Ein Agitation der Lehrerschaft um Gehaltsverbesserung gehört hätte, Wunder nicht vollbringen, daß man jetzt zum letzten Male von lang finden. Auch der Antrag Rosenow würde übrigens das bielmehr würde diese Agitation um so heftiger einsehen, um die Vera fürzung der Alterszulagen wieder einzubringen. Die Mehrausgabe, die diese neue Besoldungsordnung bedingt, ist notwendig, denn zum worden und ihr Marimalgehalt beträgt jest 5300 M., das MarimalBeispiel die Gehälter der Magistratssekretäre sind stetig verbessert gehalt der Lehrer bleibt also auch jetzt noch um 800 m. hinter jenen gehalt der Lehrer bleibt also auch jetzt noch um 800 M. hinter jenen zurück. Und übel angebracht wäre hier Sparsamkeit; haben wir doch auch 1894, wo wir die 100 Broz. nicht einhalten fonnten, den gleichen Schrift gewagt. Auch die Rücksicht auf das reaktionäre Boffsschulgesetz kann uns darin nicht irre machen, wenn eine an erkannte Notwendigkeit der Besserstellung der Lehrerschaft vorliegt. Arbeiter sind stetig gleichmäßig mit den Gehältern der Lehrer und Oberbürgermeister Kirschner: Auch die Löhne der städtischen Beamten verbessert worden, wenn auch nicht überall in dem er wünschten hinlänglichen Maße. Dem Magistrat muß ich seine Stellungnahme zu Ihren Beschlüssen vorbehalten. Von einer unverhältnismäßig starken Bevorzugung der jüngeren Lehrer durch dis der Ausschuß normiert 1350 M., und das Stadtb. Cassel: Ich habe auch heute nicht behauptet, daß in der Lehrerschaft die Agitation verschtvinden und Stuhe eintreten wird. Auch der Magistrat fann die 1450 20. nur auf Grund einer Ver fürgung der Zulagen gewähren. Uebrigens hat die Beratung in der Schulbeputation zu dem einstimmigen Beschluß geführt, daß der in der Hoffnung zu machen, daß die Lehreragitation dann aufhören wird, heißt. Bogelstraußpolitik treiben. Auch die wirtschaftliche Ent. widelung seit dem vorigen Jahre ist auf unsere Entschließungen von erheblichem Einfluß gewesen. Ich wiederhole, daß außerdem gerade die mehrfache Aufbefferung der Gehälter der Magistratsbeamten für mich mitentscheidend bei der Beschlußfassung über die Erhöhung der Lehrergehälter ist. Stadtv. Rosenow zieht seinen Antrag zugunsten des Ausschuß antrages zurück. Magistratsvorschläge fann man ernsthaft nicht reden. Viel wichtiger ist der prinzipielle Differenzpunkt. Jm vorigen Jahre hat die Vera Eine Batterie englischer reitender Artillerie hat Befehl er- sammlung beschlossen, eine Erhöhung des Grundgehalts unter Ab halten, fofort nach Aegypten abzugehen, ebenso drei Kompagnien anderung der Alterszulagen zu fordern, dergestalt, daß eine Era ber jetzt in Streta stehenden Innisfilling- Füfiliere, die dort durch höhung der Gesamtaufwendungen nicht stattfindet. Diese Auffassung aus Malta kommende Truppen ersetzt werden sollen. Auf Grund dieser Meldung wurde im Unterhause sofort eine berigen Jahre durchaus für eine Erhöhung des Grundgehalts, um hat sich in der Versammlung total verschoben. Ebenso war man im Interpellation eingebracht, die der Staatssekretär des Auswärtigen, ben blendenden Argument, daß Berlin hinter 60 Städten damit Sir Edward Grey, beantwortete. Bezüglich der geplanten Ber- surüdbleibt, den Boden zu entziehen. Wir haben daraufhin die stärkungen in Aegypten führte er aus, daß die Stärke 1450 M. vorgeschlagen der englischen Truppen in Aegypten im Jahre 1904 ber- Ergebnis wird sein, daß die Agitation ungeschwächt fortdauern wird, mindert worden sei, daß Lord Cromer aber jetzt mit denn wir bleiben mit 1350 M. noch hinter zahlreichen Kommunen, Rücksicht auf die in Aegypten herrschende Unruhe, die in gewiffer namentlich hinter Charlottenburg, zurück. Ob der Magistrat diesen In einem dieser Tage ergangenen Urteil eines deutschen Gerichts Weise mit dem Verhalten der Pforte in der Grenzstreitigkeit Wandel, den auch der Stadtverordnete Caffel mitgemacht hat, seiners find folgende Säße zu lesen: zusammenhänge, eine Wiederverstärkung der Besatzung für wünschette feits mitnrachen wird, weiß ich nicht. Erfahrungsgemäß werden bei Lohnkämpfen auch die bewert halte. Das solle geschehen, doch könne er Näheres noch nicht rechtigtsten Bestrebungen durch den Zuzug fremder mitteilen, da die darüber schwebenden Verhandlungen noch nicht Arbeitsfräfte leicht gefährdet und zum Scheitern ge- zum Abschluß gekommen seien. Auch sei es unmöglich, anzugeben, bracht. Wer daher die Besserstellung der arbeitenden Berufe jeden auf welche Zeitdauer diese Verstärkung der Besayung notwendig fein Standes... anstrebt, wird darauf bedacht sein müssen, solchen Zuzug werde, da dies natürlich von den Umständen abhänge. von dem Gebiete des Lohntampfes möglichst fern. In Beantwortung einer anderen Anfrage, betr. Den Beitritt von Magistratsvorschlag ein unheilvoller ist. Den Magistratsvorschlag zuhalten und zu verhindern, daß der Bedarf an China zu dem Tibetabkommen erklärte Grey, daß die Verhandlungen mit Arbeitsträften von auswärts gebedt wird. der chinesischen Regierung darüber noch in Befing ihren Fortgang Deshalb muß der klagende Verband, der sich die Förderung der nähmen. Er hoffe, daß sie bald zu einem Abschluß gebracht werden wirtschaftlichen Lage seiner Angehörigen zur Aufgabe macht,.... könnten. Sobald diefer herbeigeführt sei, werde das Ergebnis beauch Vorsorge dahin treffen, daß die wirtschaftlich Bedrängtesten, famit gegeben werden. insbesondere die mehr oder minder arbeitslosen Berufsgenossen im Ernstfalle nicht allzu leicht ins feindliche Lager übergehen und ihre Dienste dem anbieten, der im Lohnfampfe den Vereinsmitgliedern als Gegner gegenübersteht. Gerade die wirtschaftlich Stadtv. Hinge: Von einer völligen Veränderung der Stellung Schwächsten find naturgemäß der Versuchung besonders 18. Sibung vom Donnerstag, den 26. April, nachmittags 5 Uhr. fann uns gegenüber nicht die Rede sein; wir haben unseren heutigen ausgefegt, mit einer geringen Verbesserung ihrer Lage sich abfinden zu lassen und nach Erreichung dieses oder 26 Uhr mit einer von den Versammelten stehend angehörten An- des Oberbürgermeisters betreffs der städtischen Arbeiter brauche ich Der Vorsteher Dr. Sangerhans eröffnet die Sigung nach Standpunkt auch im vorigen Jahre vertreten. Ueber die Aeußerung eines andern Vorteils die gemeinsame Sache zu verlassen und sprache, in der er die tiefe Sympathie der Berliner Bürgerschaft mit mich heute nicht zu verbreiten; wir werden schon über acht Tage dazu das von den übrigen Berufsgenossen und anfänglich auch von dem Schidsal fundgab, welches Italien durch den Ausbruch Gelegenheit haben, wo unser Antrag, die Lohn- und Arbeitsverhält ihnen selbst angestrebte Ziel aufzugeben." des Vesubs und die Vereinigten Staaten durch die 3er niffe der städtischen Arbeiter neu zu regeln, zur Verhandlung kominen Dem ungläubigen Leser, der es nicht für möglich hält, daß ein störung von San Francisco infolge des verheerenden Erd- wird. deutsches Gericht solche Ausführungen machen fann, wollen bebens betroffen hat. Die Bürgerschaft sei, wie stets, angesichts Die Ausschußborschläge werden darauf fast ein. wir alle Zweifel benehmen, indem wir ihm sagen, daß es solcher Statastrophen nicht nur zur Sympathiekundgebung, sondern das sächsische Oberlandesgericht zu Dresden ist, das auch zu werftätiger Hülfe bereit, trop des stolzen und gutgemeinten Stadtb. Herzberg( Fr. Fr.) berichtet darauf über den Vordiese Urteilsbegründung gegeben hat. Es ist kein Scherz, fondern Wortes des Präsidenten Roosevelt, daß Hülfe vom Auslande unnötig entwurf zum Neubau einer technischen Mittelschule, nüchterne Wahrheit! Dasselbe Gericht, das so oft durch seine un- sei.. Der Vorsteher schlägt vor, diese Kundgebung der Versammlung einer Realschule und einer Gemeinde- Doppelschule begreiflichen Urteile gegen das Koalitionsrecht der sächsischen Arbeiter dem Magistrat mitzuteilen, damit der Oberbürgermeister an beide auf dem städtischen Gelände zwischen Müller- und Amrumerstraße. Aufsehen erregt hat! So ist ihm also plötzlich soziale Erkenntnis Stellen den Ausdruck tiefster Teilnahme und event. der Hülfsbereit Der Ausschuß hat den vorgelegten Vorentwurf für diese Schula aufgegangen? Ach nein, das Rätsel löst sich auf andere, minder schaft übermittele.( Lebhafte allseitige Zuftimmung.) gruppe genehmigt, aber eine Anzahl von Abänderungen bei der erfreuliche Weise. Die Sätze beziehen sich nicht auf das Die Versammlung ist nur sehr lückenhaft besetzt. definitiven Bearbeitung empfohlen. Koalitionsrecht der Arbeiter, sondern auf das der Aerzte! Zur Beratung stehen zunächst die am 11. April auf Antrag Die Berufsorganisation, um die es sich handelt, ist der Verband Cassel vertagten Ausschußberichte über die Vorlagen wegen der Aerzte! Wenn ein Arbeiterverband Zuzug fernzuhalten a) Neuordnung der Gehaltsbezüge der Rektoren, versucht, dann verwandeln sich die Leute, die sich nicht scheuen, Lehrer und Lehrerinnen an den Gemeindeschulen, auch die berechtigtsten Bestrebungen" ihrer Be b) anderweiter Festsetzung der Besoldungsverhält= rufsgenossen zu gefährden, in die besten und nütz- nisse des Lehrpersonals an den höheren Mädchenschulen, lichsten Elemente des Staats"! Das ist die Gleichheit vor dem an der Taubstummenschule und an der Blindenanstalt. deutschen Gesetz! Referent des Ausschusses ist Stadtv. Dr. Glatzel( Fr. Fr.): Mit 9 gegen 5 Stimmen hat der Ausschuß den bekannten Vorschlag der Echuldeputation auf Erhöhung des Grundgehaltz auf 1350 Mart unter Beibehaltung der bestehenden Alterszulagen angenommen. Damit find sowohl der Magistratsvorschlag Der badische Justizirrtum, dessen jüngst der Vorwärts" erwähnte, findet in der Karlsruher 3tg." eine offizielle Darstellung. Es wird das mit der Verhaftung des Installateurs Alb. Schlicht Stadtverordneten- Versammlung. stimmig angenommen. Ohne Debatte tritt die Versammlung durchweg den Ausschuß anträgen bei. Zu der Vorlage wegen Errichtung eines Dünger bassins auf dem Viehhofe macht Stadtb. Hoffmann( Soz.) geltend, daß hier leider nur ein Vera fuch gemacht werden soll, während die übrige Masse des Dungs und anderer übelriechender Abfälle nach wie vor frei liegen bleiben foll. Diese Zustände feien schon längst für die Anwohner des Viehhofs unerträglich. Die Vorlage geht an einen Ausschuß. Schluß 8 1hr. Aus Induftrie und Handel. neue Gewerkschaftliches. Der Maurerverband im Jahre 1905. hauptet, daß Herr B. gesagt hat, die besser fituierten Säufer follen in richtet haben und worin behauptet wird, die Bootsbauer beant einer Erinkerheilanstalt untergebracht werden, fondern können unter- spruchen 85 Pf., weidlich für ihre ablehnende Haltung aus. Gewiß Aufschwung der Segelschiffahrt. Man sollte annehmen, die gebracht werden; daß diese Anstalten nur von zahlungsfähigen Trinkern ist es den Herren sehr ungelegen, daß sie neben einem MinimalSegelschiffahrt im Frachtenverkehr habe nicht viel mehr zu bedeuten. unfähigen bleibt nach wie vor Gefängnis und Arbeitshaus. 3. Die auch eine geregelte 10stündige Arbeitszeit anerkennen sollen. Segelschiffahrt im Frachtenverkehr habe nicht viel mehr zu bedeuten. benutzt werden können, liegt doch klar auf der Hand, für die Zahlungs- lohn von 55 und 50 Pf. für Junggesellen im ersten Gesellenjahr Das ist aber doch nicht ganz richtig. Im Gegenteil, zurzeit werden Aeußerungen betreffs des inneren Feindes find wörtlich so gefallen, haben sie doch bisher die Junggesellen mit Lohnsäzen abgeſpeiſt, Segler von riesigen Dimensionen gebaut. In der Hauptfache ist die dieses wird mir Gen. Miethe, Berlin, Vorsitzender des Arbeiter- daß, wenn wir dieselben der Oeffentlichkeit unterbreiten würden, Stonkurrenzfähigkeit der Segler beengt durch die Abhängigkeit vom abstinentenbundes, bezeugen, da wir zurzeit sofort darüber ge- dies für die Herren Unternehmer höchst blamabel ausfallen würde. Wind. Die Firma N. C. Rickmers hat mun einen Segler auslaufen sprochen haben und auch G. Miethe der einzige war, der der ganzen Geschweige ganz von der Unfitte, daß fortgesett Ueberstunden laffen, der allgemein Aufmerksamkeit erregt. Die Firma hat in der Theorie, Trunksucht mit Gefängnis und Arbeitshaus zu bestrafen, und des Sonntags gearbeitet werden mußte. Die Herren Arbeit. modernen Segelschiffahrt, technisch technisch wie wirtschaftlich, die entgegen trat. Wege gewiesen. Sie besitzt auch die größten und besten geber planen die Gründung einer Innung und zu dem zwecke modernen Segler. Bisher war ihre Preußen" das größte haben sie am 23. d. M. eine Versammlung abgehalten. Hierzu Segelschiff. Mit 5400 Tonnen übertrifft aber der waren nur die großen Firmen eingeladen und diese glaubten zwei Fünfmaster N. E. Nickmers" seine Vorgänger nicht unbedeutend. Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können. Einmal wollten sie Die Neuerung bei dieser Barke besteht darin, daß fie außer sehr ersich die lästige Konkurrenz der kleinen„ Selbständigen" zu er heblicher Segelfläche auch zwei Dreifacherpansionsmaschinen mit Der Verbandsvorstand dieser größten deutschen Branchenorgani- wehren suchen, dann aber auch der Organisation ihrer Arbeiter Schraube von 125 n. HP. zu ihrer Fortbewegung benügt. Das ist fation erstattet in der neuesten Nummer des„ Grundstein" den Be- gehörig eins auswischen. Um das lektere zu ermöglichen, sollen ja teine sehr bedeutende Propellerkraft, sie dürfte aber ausreichen, richt über das verflossene Jahr. Der rüftige Fortschritt, der die findet die zweite Sizung am Freitag, den 27. d. M., abends zunächst die kleinen Selbständigen mit herangezogen werden. So um bei geringer Windstärke oder in äquatorialer Windstillezonen dem Gewerkschaftsbewegung im allgemeinen kennzeichnet, findet besonders 6 Uhr, im Restaurant Lindenpark" zu Stralau statt. In der Fahrzeug immerhin eine Minimalgeschwindigkeit von 6-7 Knoten in diesem Bericht seinen deutlichen Ausdruck. Dafür zeugen zunächst famosen Einladung heißt es, daß vom 23. d. M. ab Gesellen, welche zu sichern. Erst durch eine solche Verbindung dürften die großen die Zahlen über die Mitgliederbewegung. Der Verband durch Streik die Arbeit niedergelegt haben, bei keinem der ges Segler zur vollen wirtschaftlichen Ausnutzung der billigen Windkraft zählte Mitglieder im nannien Herren eingestellt werden. Auch eine Konventionalstrafe in Höhe von 100 M. foll denjenigen treffen, welcher mehr ant Löhnen zahlt, als wie der Minimallohn der Gesellen vorschreibt. Es sind nun auch schon Lohnreduzierungen angekündigt worden. Sobiel bis dahin, die Kette, womit man gedenkt die Organisation der Gesellen zu erdrosseln, soll in der heutigen Sigung geschmiedet werden. Nun, die Bootsbauer sehen allen heit entgegen. scharfmacherischen Plänen und Anschlägen mit Ruhe und Besonnengelangen. Die Ausstattung von Segelschiffen mit Hülfsdampfmaschinen ist übrigens schon sehr alt. Kapitän Roß hat auf seiner ersten Nordpolreise ein solches Schiff verwandt. Die Mißerfolge früherer Zeiten find ausschließlich zurückzuführen auf den Umstand, daß der Tonnengehalt der betreffenden Schiffe an sich viel zu flein war. Wenn von diefem geringen Tonnengehalt dann noch für Maschine. Kessel und Sohlenräume ein erheblicher Teil in Anspruch genommen wird, so ist natürlich der Nutzen der Hülfsmaschine durch die Beeinträchtigung des Raumes mehr als ausgeglichen. Ein Schlag gegen die reinen Werke. Die Kommission des Kohlenfyndilats hat, wie die" Rh.-W. 3tg." meldet, beschlossen, für Kohlensyndikats hat, wie die„ Rh.-W. Ztg." meldet, beschlossen, für das 3. Quartal den exportierenden Eisenwerken die Ausfuhrbergütung zu entziehen. Durch diese Maßnahme werden in der Hauptsache die reinen Werke betroffen, die gemischten Betriebe haben gegen die Entziehung der Vergütung nichts einzuwenden. 1234 1904 1905 1. Quartal 114 524 124 113 2. 3. 4. 132 265 158 262 138 483 164 588 " 130 129 158 680 155 911 Durchschnitt 128 850 Die Zunahme beträgt danach in den Durchschnittszahlen 27 061, vom Jahresschluß 1904 bis zum Jahresschluß 1905 28551. Was diefer Mitgliederzunahme erhöhte Bedeutung gibt, ist der Umstand, Dimensionen annehmen, ist die Wiederaufnahme der alten Idee, teile, in denen eigentlich die sogenannte„ chriftliche" Konkurrenz Im gegenwärtigen Augenblick, wo die Segelschiffe riefige daß faft die Hälfte davon auf den Süden entfällt, also auf Gebiets: Segel und Dampf zu kombinieren. durchaus ernsthaft ins Auge zu fassen. Es handelt sich bei den Hülfsmaschinen lediglich organisation mehr Chancen für sich haben müßte als der von dem darum, das betreffende Schiff über eine Stillte wegzubringen. Pfaffengeschmeiß aller Schattierungen so arg geschmähte ZentralDaraus erklärt sich auch die geringe Pferdekraft, welche angewandt verband. Bon dem Plus an Mitgliedern entfallen allein auf wird. Nach leberwindung abfoluter Windstille werden die Schrauben die Gaue Erfurt 1890, Frankfurt a. M. 3441, Mannheim 5106, aus dem Wasser gehoben, um feinen Widerstand zu bieten, und es München 1552, Nürnberg 1158 und Stuttgart 793, in Summa auf ist erfahrungsgemäß festgestellt, daß sowohl die großen Rickmers die sechs Gane 18 435 oder fast 50 Proz. der gesamten Zunahme. Segler, wie diejenigen der Firma Laeisz in Hamburg oder die Am größten ist die Mitgliederzahl im Gau Berlin, wo sie am Jahres Schulschiffe des Norddeutschen Lloyd( Biermaster) Segelreisen erzielen, deren durchschnittliche Geschwindigkeit denen der sogenannten Tramp- fchluß 31648 betrug, dann folgt Gau Leipzig mit 16 095, Frankfurt a. M. dampfer weit überlegen ist. mit 12 278, Hamburg mit 10 450, Mannheim mit 9411, Dresden mit 7527, Magdeburg mit 6814, Dortmund mit 6506 ust. Eine Ausnahme in der Mitgliederbewegung macht nur der Gau Braunschweig, der um 56 Mitglieder abgenommen hat, was sicher auf das Konto der fortdauernd schlechten Baukonjunktur in der Stadt Braunschweig zu sehen ist. Eine bedauerliche Erscheinung ist es, daß die Fluktuation trotz der Unterstützungseinrichtungen noch immer sehr groß ist. Der Bunahme von rund 28000 stehen 70892 Neuaufnahmen gegenüber! Hier von sind zwar gestorben 934, ausgeschlossen 1859, ausgetreten 4147, zum Militär eingezogen 4032, aber der Rest von rund 33 000 find Durchläufer, die zum großen Teil bald nach ihrem Eintritt das BeitragsWirkung der Banderolensteuer. Die„ Tabalivelt" stellt an der zahlen„ bergeffen", oder irgendwo hin verschlagen werden, wo sie Hand der beschloffenen Banderolensteuersäge einige Berechnungen aus Bequemlichkeit und Gleichgültigkeit den Wiederanschluß verüber die Belastung auf, die ergeben, daß die Folgen der Steuer passen. entweder Betrug der Käufer oder Hinauffezung der Detailpreise sind. Wir machen folgende Zusammenstellung. Es fosten pro 1000 Stüd: heutiger mithin beträgt der Engrospreis Preis für die Ware 5,17 M. 8,00" 10,67 11,67 12,00 11,67 Rüdgang des Tabakbaues. Im Großherzogtum Hessen betrug nach Ausweis der Steuerlisten die letzte Zabalernte nur noch 16 465 Zentner, während die Produktion sich vor 30 Jahren auf zirfa 30 000 Zentner stellte. Kleinverkauf 10 6,50 15 10 20 14 25 17 30 40 20 25 Banderolen Steuer u. Spesen 1,33 2,00 3,33 5,83 8,00 18,33 " " " " Mögen die Preissäge vielleicht auch etwas gesucht zusammengestellt fein, das lassen sie unschiver erkennen: Die Detailpreise werden sich verschieben und zwar wohl in der Weise, daß den Konsumenten die Steuer vollständig aufgeladen wird. Zweigvereine bestanden am Schlusse des Jahres 1904 914, ami Schlusse des Jahres 1905 956, die Zunahme beträgt somit 42, außerdem find 28 Vereine mit anderen verschmolzen. Die Zahl der Drte, wo die Maurer dem Verbande angehören, ist aber damit bei weitem nicht erschöpft, denn die meisten größeren Zweigvereine haben noch ein ganzes Netz von Zahlstellen um sich herum, die alle zum Zweigverein gehören. So hat z. B. Frankfurt a. M. allein deren über 100. Das Automobilfuhrwesen Borussia", Inhaber Hinrichs, fommen in Betracht: 2507, 1521, 576 und 221. Brenzlauer Allee 216, ist wegen eingetretener Differenzen gesperrt. Zuzug ist streng fernzuhalten. Folgende Automobildroschken Der Vorstand des Vereins der Droschtenführer Berlins und Umg. Deutfches Reich. Einen neumodischen Aufbewahrungsort für Streifposten hat jetzt die Polizei in Frankfurt a. O. ausfindig gemacht. Dort streiten bekanntlich die Holzarbeiter und Schuhmacher. Die Polizei tritt nun äußerst schneidig gegen die Streitposten auf und verhaftet auf Anweisung der Arbeitgeber täglich eine Anzahl von ihnen. So wurden am Sonnabend in der Nähe des Bahnhofs allein zirka 20 Streifpoften festgenommen und im eller eines Schulgebäudes eingesperrt. Dieser Keller muß des= wegen als„ Gefängnis" dienen, weil die nächste Polizeiwache von dem Tätigkeitsfeld der eifrigen Beamten zu weit entfernt liegt. Sie hegen nämlich die Besorgnis, daß, wenn fie mit einem verhafteten Streifposten jedesmal zur Wache ziehen, die übrigen dann schon während dieser Zeit ein Anzahl Arbeitswilliger zum Verlassen der guten Stadt Frankfurt überredet haben tönnten. In dent Steller müssen die sistierten Streitposten dann 2-4 Stunden fißen, che sie wieder freigelassen werden. Eine Beschwerde beim Oberbürgermeister hat bisher noch keinen Erfolg gezeitigt. Rücksichtsvolle Unternehmer. Die Arbeiter der„ Rheinischen Gummi- und Zelluloidfabrik" Mannheim- Nedarau, welche sich der Streitbewegung nicht anschlossen, wurden soeben burch einen Kapitalistenutas erfreut: Die Fabrik wird vont 25. April an geschlossen, der Tagelohu bis zum 3. Mai aus bezahlt. Der Utas bezeichnet als Grund dieses Schreckmittels die Absicht, unsere treuen Arbeiter nicht länger den Schmähungen und Belästigungen der Streitposten auszusehen." Auch sechs Fabrikmeister wurden entlassen. Indessen trat die Fabrikleitung in Unterhandlungen mit der Streikleitung ein. Husland. Ein Feldarbeiterausstand ist in vier Bezirken Galiziens aus gebrochen. Eingegangene Druckschriften. Dieser Fortschritt findet selbstverständlich auch im Staffentoesen seinen Ausdruck. Die Nettoeinnahme des Verbandes betrug im Berichtsjahre 3126826,12 M., davon entfallen 2686 687,62 W. Die Tabakwelt. Zeitschrift für Handel und Industrie der Tabal: auf die wöchentlichen Beiträge. Die Ausgabe der Haupttasse betrug branche. Nr. 1. Erscheint jeden Sonntag. Abonnement vierteljährl. durch im gleichen Zeitraum 1710 696,46 2. Abzüglich dieser und der die Post 1 W. Geschäftsstelle Dresden- A., Boglerftr. 13. Ausgaben der Lokaltassen verblieb ein Ueberschuß von 641 785,46 M., Jahresberichte der Gauvorstände des Deutschen Holzarbeiter- Ber 18 Proz. Dividende auszuschütten, bringt der Aufsichtsrat der davon entfallen auf die Hauptkasse 431 470,90 m. Das Verbandes für das Jahr 1905. 196 Seiten. Selbstverlag in Stuttgart. Rechenfchaftsbericht über die Tätigkeit der Verbandsorgane der Vereinigten Rottweiler Pulverfabriken in Vorschlag. mögen des Verbandes beträgt jett 2 732 466,93 M., daran schweizerischen Konsumvereine nebst Rechnung pro 1905. 36 Seiten. Buch. Umfat schweizer Konsumvereine. Die Zentralstelle schweizer partizipieren: die Hauptkaffe mit 1807 556,69 m., die Gau- bruderei G. Strebs, Basel. Bericht des Gauvorstandes für den Gau Nordbayern vom 20. März Konsumvereine, der 204 Verbandsvereine und 25 Nichtverbands faffen mit 83 329,54 m. und die Lokalfassen mit 841 580,70. vereine angeschlossen sind, buchte im Jahre 1905 einen Waren- Auch relativ hat sich das Vermögen vermehrt; es betrug pro Kopf 1904 bis 1. März 1906. 15 Seiten. Verlag, Fränkische Verlagsanstalt und Buchdruckerei. 6. m. b.. Nürnberg. eingang im Betrage von 9 362 809,96 Fr., dem ein Ausgang von 1904 16,23 M., 1905 aber 17,52 M. Von der Ausgabe der Hauptkasse Jahresbericht des Arbeitersekretariats Darmstadt für das Jahr 1905. 9 400 868,71 r. gegenübersteht. Im vorigen Jahre belief sich der intereffieren uns folgende Posten: für Streits im eigenen 72 Seiten. Selbstverlag. Umfag auf 7673 238 Fr. Die Verwaltung glaubt im laufenden Gewerbe und in fremden Berufen wurden insgesamt 971 576,04 m. Jahre den Umfaz bis auf über 10 Millionen Frank heben zu können. ausgegeben, für das Fachorgan„ Der Grundstein" 169 898,69 M., Letzte Nachrichten und Depefchen. Faule Treber. Sechs Aktionäre der Leipziger Bank hatten gegen für Agitation 109 210,95 m. für Stranfemunterſtügung 129 825,43 M., den Aufsichtsrat der Bank Klage erhoben, diesen solidarisch haftbar für Sterbeunterstützung 62997, M., für Rechtsschutz 58 126,85 W. Einigung in der Hamburger Konfektionsbranche. zu erklären, den durch die Kreditgewährung an die Trebergesellschaft Die fachliche Verwaltung erforderte 42 860,26 W., die Hamburg, 26. April.( W. T. B.) In der Lohnbewegung der entstandenen Schaden zu ersezen. Das Oberlandesgericht in Dresden persönliche 24 052,83 m. Hierzu ist zu bemerken, daß die fachlichen in der Damenkonfektionsbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeitehatte auf Abweifung der Klage erkannt; diesem Urteil ist nun das Verwaltungskosten durch die auf Verbandskosten vorgenommene rinnen einigten sich beide Barteien vor dem Gewerbegericht über Reichsgericht gefolgt. Renovierung des neubezogenen Grundstücks( zum Gewerkschaftshaus einen neuen Tarif, der fofort in Kraft tritt und bis zum 1. April gehörig) allein um zirka 6000 m. verteuert wurden. 1909 Gültigkeit hat. Warnung vor russischen Werten. Desterreichische Nationalökonomen veröffentlichen einen Aufruf, in dem unter Darlegung der russischen Finanz- und Wirtschaftslage vor einer Beteiligung an der Substription auf die russische Anleihe gewarnt wird. Reine 100 Prozent Dividende. Der Aufsichtsrat der Aachen Münchener Feuerversicherungs- und Rückversicherungsgesellschaft hat die für 1905 zu zahlende Dividende auf 100 Prozent festgefest. Da die Gesellschaft durch die Katastrophe in San Francisco zirka 5 000 000 Dollar Entschädigungen zu zahlen haben wird, soll die Dividende reduziert werden. Bielfach überzeichnet. Wie aus Paris berichtet wird, soll die russische Anleihe 50 bis 100 mal überzeichnet worden sein. Dann wird die nächste Anleihe wohl nicht lange auf sich warten laffen. Einen Betriebsgewinn von 36 640 000 Dollar erzielte der amerikanische Stahltrust für das 1. Vierteljahr 1906. Für die forrespondierende Beit der drei boraufgegangenen Jahre belief fich der Gewinn auf 23 025 896 refp. 13 208 886 reip. 25 068 707 Dollar. 10% Millionen Dollar follen zu Neuerwerbungen Verwendung finden, 7 Millionen Dollar werden durch Zinsen und für Tilgung absorbiert und nochmals 3 Millionen Dollar verschwinden in einen sogenannten Instandhaltungsfonds. Eine Uebersicht über die im verflossenen Jahre geführten Lohnbewegungen ist noch nicht erschienen, was sich aus ihrer überaus großen Zahl erklärt. Alles in allem wird der Bericht bei allen Freunden der Arbeiterbewegung lebhafte Befriedigung hervorrufen: Der Siegeszug der Gewerkschaften läßt sich durch nichts mehr aufhalten. Daß diefer Fortschritt auch in diesem Jahre an hält, geht daraus hervor, daß die Auflage des„ Grundstein" bereits jekt auf 187 000 angewachsen ist. Berlin una amgegend. Achtung! Rohrleger, Helfer! Bei der Firma Gorka, Bankow, Florastraße 37, haben die Kollegen die Arbeit niedergelegt, da die Firma den von ihr anerkannten Tarif nicht befolgt. Der Betrieb sowie folgende Bauten sind bis auf weiteres gesperrt: In Bankow: Krankenhaus, Breiteftraße 49, Bau Beer; in Schöne berg: Wartburgstraße 22, Bau Hübner; in Tegel: Seegasse, Bau Luscher. Regierungsmaßnahmen für den 1. Mai. Baris, 26. Mai.( W. T. B.) In dem heutigen Ministerrat berichtete der Justizminister über den Stand der gerichtlichen Untersuchung, welche wegen der Unruhen im Norden des Landes eingeleitet worden ist, sodann beschäftigte sich der Ministerrat mit den Maßnahmen, welche für den 1. Mai zu treffen sind. Umzüge und Anfammlungen auf öffentlichen Straßen werden verboten werden. Brand auf einem deutschen Dampfer. London, 26. April.( W. T. B.) Nach einer Lloyddepesche mußte der deutsche Dampfer Lugano", der von Baltimore nach Hamburg unterwegs war, auf der Höhe von Hastings an Land geschleppt werden, da er in Brand geraten war. Untergang eines Dampfers. London, 26. April.( W. T. B.) Eine Lloyd- Depesche aus Kor ftantinopel von heute meldet, daß der griechische Dampfer„ Erissos" mit dem türkischen Dampfer Afrika", welcher einen Truppentransport an Bord hatte, auf dem Schwarzen Meere in der Höhe von Steffen zufammengestoßen sei. Die Afrifa" fei gefunten. 315 000 Rubel erbeutet. Wir ersuchen die Kollegen, den Betrieb zu meiden, ebenso ersuchen wir die Bauarbeiter, uns zu unterstützen. Deutscher Metallarbeiterverband. Ortsverwaltung Berlin. Zum Streit der Kutscher und Arbeiter in den Norddeutschen Hus der Frauenbewegung. Eiswerken ist zu berichten, daß die Versammlung der Streifenden nach Entgegennahme des Berichtes der Lohnkommission einstimmig Tiflis, 26. April.( Meldung der Petersburger Telegraphenbeschlossen hat, nach wie vor im Ausstand zu verharren. Die agentur.) Das Schazamt von Duschet, in der Nähe von Tiflis, Lichtenberg. In der außerordentlichen Generalversammlung des Direktion verlangte, daß die Streifenden die Arbeit bedingungslos ist heute ausgeplündert worden. Zwanzig Minuten vor der Zeit, hiesigen Bildungsvereins für Frauen und Mädchen, welche am wieder aufnehmen sollten. Wenn auch eine Anzahl Wagen in die um welche die militärischen Schildwachen abgelöst werden, kamen Montag, den 23. d. M., stattfand, hielt Herr Düwell einen Vortrag Touren gegangen sind, fann der Betrieb mit den vorhandenen 6 Mann, die die Uniform des dort in Garnison stehenden Bataillons über„ Arbeiterrecht". Unter Vereinsangelegenheiten beschloß die Ver Arbeitswilligen, welche hauptsächlich aus jungen Burschen unter ſammlung einstimmig den Ausschluß der Frau Fisher aus dem Begleitung des Kontorpersonals bestehen, doch bei weitem nicht trugen, gaben das Losungswort und drangen bald, mit den örtNachdem die Vorsigende auf die Vorträge des Herrn aufrecht erhalten werden. Es wurde beschlossen, eine strenge Kon- lichen Verhältnissen anscheinend gut bekannt, in die DepositenMaurenbrecher über Deutsche Geschichte" hingewiesen, wurde die trolle durchzuführen und ein Flugblatt zur Aufklärung des abteilung ein, nachdem sie den Posten geknebelt und dem Wächter Berjammlung geschlossen. Die nächste Versammlung findet am Bublikums herauszugeben. einen Gid abgenommen hatten, bemächtigten sich 315 000 Rubel in Montag, den 21. Mai statt. Es sei nochmals daran erinnert, daß die Versammlungen regelmäßig jeden dritten Montag im Monat Der Streit der Fensterpuber bei der Firma Juhre, Bali. barem Gelde. Es gelang ihnen dann, in ihrer Berkleidung zu entstattfinden; Einladungen zu denselben werden nicht mehr versendet. fadenstraße 17, ist nach zehntägiger Dauer zugunsten der Aus- kommen und das Bureau des Schatzamtes zu verlaffen, bevor die ständigen beendet. wirklichen Schildwachen zur Ablösung erschienen waren. Zu der Berichtigung des Herrn Dr. jur. Bopert bemerkt die Verfasserin des betreffenden Artikels: 1. Ich habe in dem Artikel Eine allgemeine Aussperrung der Bootsbauer in Sicht! Ueber schlechte Funktionieren des Telegraphen mit Tiflis verzögerte die zu nicht geschrieben, daß Dr. P. gesagt hat, Studentenscherze usw. die eingereichten Lohnforderungen der organisierten Bootsbauer ergreifenden Maßnahmen. Gegenwärtig aber ist Duschet rings von sollen ausgeschloffen sein, sondern ich habe bei Betrachtung der von Stralau- Rummelsburg und Umgegend find einige Firmen Trupen eingeschlossen. Ein strenger Ueberwachungsdienst ist auf Rechtsprechung das Gefühl gehabt, daß zu den leichten Deliften ganz und gar aus dem Häuschen geraten und nüßen die falschen der Bahnlinie eingerichtet worden, um der Schuldigen Habhaft zu ficher die Studentenscherze gezählt werden. 2. Ich habe nicht be- Mitteilungen einiger Organe, welche über die Bewegung bewerben. Verein. Das Berantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 97. 23. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 88. Gigung bom Donnerstag, den 26. April, nachmittags 1 hr. Am Tische des Bundesrats: Graf Posadowski, Frhr. v. Stengel. Auf der Tagesordnung steht die erste Beratung des Gesetzentwurfs betr. die Aenderung der Artikel 28 und 32 der Reichsverfassung in Verbindung mit der Vorlage der Gewährung von Diäten an die Reichstagsabgeordneten. Abg. Singer( Soz.): Freitag, 27. April 1906. Stellung der Boltsvertreter nicht befchmutzt werde durch den Ver- heit wenigstens gestreift werden, daß man gar feinen Anhalt dacht, daß sie ihren persönlichen materiellen Interessen dienen.( Er- dafür findet, daß die Herren, die den Gefeßentwurf gemacht neuter, lebhafter Beifall links.) Jch wende mich nun mit einigen Worten dem Diätenentwurf zu. In der Bersagung der freien Eisenbahnfahrt Behaben, sich gefragt haben, ob sie sich denn eine solche Behandlung gefallen lassen würden, ob sie geneigt wären, sich unter diese Polizeikontrolle zu stellen.( Sehr richtig! bei den Sozialdemo fraten.) Es ist ein Manto der Gesinnung dieser Herren, wenn sie zeigt sich gleich von vornherein die ganze fleinliche Auffaffung der den Reichstagsabgeordneten etwas zumuten, was sie selbst niemals Regierung. Die Begründung dieser Maßregel operiert mit auf sich nehmen würden.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) der falschen Behauptung, das gegenwärtige System, die In einem anderen Paragraphen wird dann bestimmt, daß der Beschränkung der Freifahrt auf den Verkehr zwischen dem Abgeordnete verpflichtet ist, sich in eine Wohnort und dem Reichstage, habe sich fich gut eingelebt, Präsenzlifte und es würden feine Klagen darüber geführt. Aber wie ist es nur einzutragen. Ich muß Ihnen gestehen: Gegenüber der Art, wie die möglich, daß die Regierung zu einem so engherzigen Standpunkt ganze Borlage abgefaßt ist, bin ich eigentlich froh, daß man nicht Während alle Barteien des Reichstages feit vielen Jahren die gelangen tann? Fürchtet fie. daß die Abgeordneten die Freifarten noch dazu übergegangen ist, den Abgeordneten beim Berlaffen des Gewährung von Diäten verlangt haben, wird dieser Wunsch jetzt in benußen würden, um sich genauer über örtliche Verhältnisse zu in- Hauses eine Marte abzuverlangen.( Heiterkeit und Sehr gut! bei einer Form scheinbar erfüllt, die im ganzen Lande peinlich über fermieren, oder hält sie auch das für Vergnügungsreifen? Gegen- den Sozialdemokraten.)- Wer an namentlichen Abstimmungen nicht raschen muß. Man hat es in Deutschland taum für möglich über Flotten- und sonstigen patriotischen Vereinen ist die Regierung teilnimmt, muß auch 30 Marf zahlen. Wie oft kommt es nicht vor, gehalten. daß die Regierung dem Reichstage zumuten würde, eine in der Gewährung von Vergünstigungen gar nicht so spröde. Die daß ein Abgeordneter während der Abstimmung in der Bibliothek derartige Gestaltung der Diätenvorlage anzunehmen. Ich habe Regierung versteht es ganz gut. diefe ihr angenehme figt oder durch eine Fraktionsfizung in Anspruch genommen ist! feiner Zweifel daran, daß in weiten Kreisen der Bevölkerung diese Agitation zu fördern. Glaubt aber die Regierung, uns die Möglich( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Borlage als ein Schlag ins Gesicht des Reichstages empfunden wird, feit zu größerer Agitation nicht geben zu dürfen, so möchte ich doch Die Herren von der Regierung sind Staatsdiener, welche fich bon und ich bin überzeugt davon, daß die Geringschäzung des Parlaments, bemerken, daß dieser kleinliche Standpunkt nur dadurch erklärlich den Vorgesezten müssen Vorschriften machen lassen, oder sie brauchen die in der Vorlage in Erscheinung tritt, in der Bevölkerung als eine wird, daß die Regierung der Arbeiterbewegung gegenüber jeden Ueber- ihr Amt nicht weiter zu führen. Die Abgeordneten aber find Verhöhnung des Barlaments angesehen wird.( Lebhafte Zustimmung blic, jeden großen Standpuntt verloren hat.( Sehr gut! bei den gleichberechtigt mit der Regierung, und wir müssen es geradezu unbei den Sozialdemokraten.) Ich sehe in dieser Vorlage nicht die Sozialdemokraten.) Gine Partei, deren Agitation auf die Freifarten erhört finden, wenn sie in diefer Vorlage behandelt werden wie Erfüllung der Wünsche des Reichstages, sondern eine Frucht des der Abgeordneten angewiesen wäre, würde mir leid tun.( Heiterkeit Schulbuben.( Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Bureaukratismus. Die Abänderung der Beschlußfähigkeitsgiffer be- und Beifall links.) Aber die Versagung der Freifahrt zeigt wieder, Dabei hätte die Regierung es fo leicht, diese Frage in vollem Eindeutet eine Einschränkung der parlamentarischen Rechte, eine will wie Breußen auf das Reich abgefärbt hat mit seiner kleinlichen verständnis mit dem Reichstag zu lösen; fie brauchte nur den to oft türliche Hinderung der parlamentarischen Opposition.( Lebhafte Zu- fchikanöfen. Politik der Nadelstiche.( Sehr wahr bei den Sozial- gefaßten Beschluß des Reichstages zu akzeptieren Mit dieser Vor( timmung bei den Sozialdemokraten.) demokraten.) Wie unwürdig einer Regierung und eines Parlaments lage aber beweist die Regierung nur, daß fie der Not gehorchend, Die vorgeschlagene Aenderung kann nur die Wirkung haben und ist diese fleinliche Auffassung des Schulmeisters. der die bösen Buben nicht dem eigenen Triebe dieje Vorlage zur Gewährung von lann nur aus der Absicht hervorgegangen sein, die parlamentarische am Zubrot für ihre Sünden" straft.( Heiterfeit lints.) In den Diäten und gemacht hat fie durch die einzelnen Opposition webrlos zu machen. Sehr richtig! bei den Sozial- Kommiffionen müssen die Mitglieder des Reichstages Taufende und ſtimmungen den Abgeordneten berefeln will( Sehr richtig bei demokraten. Auch in den Fragen, die rein äußerlich als formelle Abertaufende bewilligen und find zur Information nur auf die Aus- den Sozialdemokraten.) Daß diese Behandlung des Reichstages Geschäftsordnungsfragen sich darstellen, handelt es sich sehr häufig führungen der Regierungsvertreter angewiefen! dazu beitragen wird, den Ruf Deutschlands zu erhöhen, glaube ich um Fragen von wesentlicher materieller Bedeutung. Die Minder- Es würde den verbündeten Regierungen den gleichberechtigten nicht Der Ruf, den der Kanzler ausgestoßen hat: Deutschland in heti foll verhindert werden, diejenige Gründlichkeit in der Beratung Faktoren der Gefeßgebung gegenüber nicht nur wohl anstehen. der Welt voran! trifft hier keineswegs zu. Ich möchte das Land zu erzwingen, die unter verständigen Menschen eigentlich von feiner fondern es wäre auch ein Aft der persönlichen Klugheit, den Mit sehen, dessen Regierung sich herausnehmen würde. eine solche VorSeite in Frage gestellt werden sollte denn ein Barlament, deffen gliedern des Reichstags die Gelegenheit zur persönlichen Besichtigung lage zu machen. Es ist bedauerlich, daß die Regierung nicht imVerhandlungen unter dem Drude der Antreiberei vor fich geben, zu geben. Wir fordern daher die freien Eisenbahnfahrten nicht nur stande ist. die Stellung des Reichstages zu begreifen; dann aber vergibt seine eigene Würde( Sehr richtig bei den Sozialdemokraten) während der Seffion, sondern während der ganzen Legislaturperiode: muß der Reichstag selbst der Regierung deutlich machen, was und es ist charakteristisch, daß die Regierung dem Reichstage zumutet, Sehr richtig bei den Sozialdemokraten) denn gerade die Zwischen er im Volksleben bedeutet.( Sehr gut! bei den Sozialfich durch die Annahme diefer Vorlage selbst außerhalb der Reihe zeit zwischen den Sessionen ist diejenige, in welcher die Witglieder demokraten.) Ich beantrage die Verweisung des Gefeßentwurfes der Parlamente der Kulturländer zu stellen.( Lebhafter Beifall bei des Reichstages die Zeit haben zu folchen perfönlichen Besichtigungen. an eine besondere Kommission von 21 Mitgliedern. Es den Sozialdemokraten.) Unwillkürlich wendet sich der Blick der Zeit Trok des vierzehnmal wiederholten Beschlusses des Reichstages geht wird sich ja aus den Aeußerungen der übrigen Herren ergeben, der Tarifvorlage zu. Die Majorität hat damals geschäftsordnungs- der Bundesrat nicht darauf ein. Diese Behandlung des Reichstages welche Auffaffung fie haben; für uns ist die Vorlage, wie sie jetzt mäßige Bestimmungen geändert, aber obwohl sie alles daran feste, ist geradezu ein Hohn auf den Reichstag.( Sehr richtig! bei den gestaltet ist, unannehmbar. Wenn es nicht gelingt, ganz wesentliche die Zollvorlage durchzudrücken, hat sie doch nicht die zur Beschluß- Sozialdemokraten.) Wenn der Reichstag vierzehnmal erklärt hat: Die Aenderungen an ihr vorzunehmen, werden wir gegen die Vorlage fähigkeit notwendige Zahl der Abgeordneten herabgefeßt. Es ist ein gegenwärtige Art der Eisenbahnfahrten genügt nicht, und zwar nicht stimmen. Wir ziehen den Zustand der Diätenlosigkeit der Enttrauriger Mut der Regierung, dies jezt zu tun und aus persönlichem Interesse der Mitglieder, sondern im Interesse der rechtung des Reichstages bor.( Lebhaftes Bravo! bei den Sozialdem Reichstage eine solche Borlage zu machen, der Sache, und wenn die Regierung dagegen fagt:" Sie genügt aber demokraten.) die Diäten gleichsam als ein Preis für die Verringerung doch, und wir wollen sie jetzt fogar gejeßlich festlegen!" so ist das der Rechte des Parlaments erscheinen.( Sehr richtig! links.) eine Behandlung des Reichstages, welche, wie ich wiederhole, nur in Abg. v. Richthofen( t.): In der gesetzlichen Festlegung von Die Begründung der Vorlage fezt sich in Widerspruch mit sich selbst: Deutschland möglich ist.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Bestimmungen der Geschäftsordnung kann ich einen entwürdigenden Sie gewährt Diäten, nm ein beschlußfähiges Haus herbeizuführen; und wenn ich das Wort, das mir auf der Bunge schwebt, aussprechen Zustand nicht erblicken. Einzelne der borgeschlagenen Bediefelbe Borlage aber beseitigt die Notwendigkeit der Beschlußfähig wollte, so würde ich mir einen Ordnungsruf zuziehen, was ich unter- ftimmungen wird man in der Kommission nachprüfen tönnen. feit. An einem leberfluß an Logit leidet jedenfalls der Verfasser lassen will, weil ich den Präsidenten nicht tränken will.) Heiterfeit Grundsätzliche Bedenten hat ein Teil meiner Freunde gegen die Bedes Entwurfes nicht.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Aber bei den Sozialdemokraten.) Es ist eine Behandlung, die sich an- zahlung von Diäten überhaupt; aber trotzdem werden sie an dem che ich auf die Einzelheiten der Diätenvorlage eingehe, muß ich die ständige Menschen nicht gefallen laffen fönnen( Lebhafte Zustimmung Zustandekommen des Gesetzes mitarbeiten. Die doppelte Kontrolle Berkoppelung der Diätenzahlung mit der Abänderung der Geschäfts- bei den Sozialdemokraten.) und auch der Reichstag nicht, der doch der Anwesenheit durch Einzeichnung in die Liste und Teilnahme an ordnung näher berühren. Ich behaupte, daß der von der Regierung aus anständigen Leuten besteht. der namentlichen Abstimmung berührt seltsam. Es kann doch borborgeschlagene neue§ 28 der Verfassung mit einem anderen Bers tommen, daß ein Abgeordneter im Hause ist und doch eine namentfaffungsparagraphen, dem§ 27, in schroffem Widerspruch steht. liche Abstimmung wegen eines notwendigen Bedürfnisses berpaßt. Art. 27 der Verfassung behält dem Reichstage das Recht vor, feinen ( Große Seiterkeit.) Dafür soll er dann 30 m. zahlen.( Erneute Geschäftsgang selbst zu regeln und feine Disziplin selbst festHeiterkeit.) zustellen. Dieses verfassungsmäßige Recht des Reichstages durch eine Staatssekretär Graf Bosabowsky: andere Verfassungsbestimmung einzuschränken, aufzuheben, ist finnTos, ift ein gefesgeberischer Nonsens. in an Für die Auffaffung der Regierung von dem Reichstage ist die Vorlage sehr charakteristisch: Je schneйer er arbeitet, desto schneller foll er auch den Lohn empfangen. Die Regierungen haben hier die Einrichtungen der Unternehmer gegenüber den Arbeitern zum Muster genommen in der Art, wie sie ihrerseits den Reichstag behandeln. ( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Der Reichstag kann un- Ich stimme dem konservativen Redner insoweit zu, als er sagte, möglich auf diese Vorlage eingehen. Sie trägt einen derartigen daß die Vorlage ihm unsympathisch sei, und daß er gewünscht hätte, Charakter, daß man wirklich nicht mehr davon sprechen kann, daß sie wäre durch die Verhältnisse nicht nötig geworden. Bei Schaffung ( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Wenn die Regierung ber die Diäten eine Entschädigung für den Aufwand find, die der der Verfassung gingen die verbündeten Regierungen von der Voraus faffungsmäßig fein Recht hat, in den Geschäftsgang des Reichstages Abgeordnete während seines Aufenthalts in Berlin machen muß. fegung aus, daß stets im Deutschen Reiche eine genügende Anzahl einzugreifen, so darf sie logischerweise auch nicht eine Vorlage ein sondern sie bilden eine Art Bezahlung für angenehmes Berhalten politisch gebildeter und wirtschaftlich unabhängiger Männer vorbringen, die auf den Geschäftsgang des Reichstages gefeggeberisch der Regierung gegenüber.( Sehr richtig! bei den Sozial handen sein würden, um es zu ermöglichen, daß die Vertreter des einwirkt. Keine Deduktion wird den Eingriff der Regierung in die demokraten.) Wie wenig der Regierung einer längeren deutschen Volkes ohne irgend welche Entschädigung und so wie es verfaffungsmäßigen Rechte des Reichstages aus der Welt schaffen. Reichstagstagung liegt, dafür haben wir ja Beispiele in den das Reichsintereffe erforderte ihr Mandat ausüben könnten. Man darf auch nicht mit dem Einwand kommen, daß die Verfaffung lezten Jahren gehabt. Als man nach China ging, rief man den Die wiederholten Anträge aus dem Hause und die Zustände, ja durch die zuständigen Faktoren geändert werden könne. Wir Reichstag nicht zusammen, und als die Maroffoaffäre sich in Szene die Sie alle fennen und mit den verbündeten Regierungen fönnen verlangen, daß Verfassungsänderungen finngemäß mit der feste, schickte man den Reichstag vorher nach Hause, damit er nicht beklagen, haben aber gezeigt, daß diese Verfassungsbestimmung bei übrigen Berfassung übereinstimmen. Als eine finngemäße mitreden fonnte. Mir ist es unverständlich, wie die Regierung dem den Berhältnissen, wie sie einmal find, schwere Nachteile mit fich Aenderung aber wird es niemand betrachten tönnen, wenn Reichstage die Bumutung machen kann. Der braucht nur möglichst bringt. Bunächst ist es zweifellos ein anormaler Zustand, der leider die Regierung sich herausnimmt, das Recht des Reichs schnell zu arbeiten, damit er einen großen Sack voll Geld bekommt! in Deutschland seit Jahrzehnten besteht, daß die allerwichtigsten Getages auf felbständige Festsetzung seiner Geschäftsordnung. Ich glaube, die verbündeten Regierungen waren außerordentlich feße nicht von der gesamten Boltsvertretung, nicht von der gesetzlich das bisher unantastbar für jeden Eingriff der Regierung schlecht beraten, als sie diesen Entwurf machten. Ich habe fast die notwendigen und verfassungsmäßigen Volfsvertretung, sondern unter dastand, durch einen neuen Artikel 28 zu verkürzen. Die Geschäfts- Empfindung, als ob ein Spaßvogel ihnen diese Vorlage fuggeriert Umständen von einer ganz verschwindenden Minderzahl beschlossen ordnung des Reichstages besteht auf Grund der Verfassung und hat hätte, von der er genau gewußt hat, mit welchen Gefühlen werden.( Lebhafte Zustimmung rechts.) Die Folge dieses ihr zu entsprechen. Sie mußte deshalb auch die Bestimmung ent- sie von den Abgeordneten aufgenommen werden muß.( Sehr richtig! Absentismus, wie ihn der Reichstag erlebt hat, ist bon halten, daß der Reichstag fie selbst zu ändern befugt ist. Wenn der bei den Sozialdemokraten.) Wenn jemand die Regierung diskreditieren sehr bedenklicher Wirkung auf den inneren Gehalt und Wert unserer Reichstag nicht selbst seine Rechte preisgeben will, fo darf er nicht wollte, so tönnte er nichts Befferes tun als au beranlassen, dem Gefeßze. Alle die Herren, die den Kommissionsverhandlungen so um der Diätenzahlung willen auf dieses Recht selbständiger Fest Saufe eine solche Vorlage zu geben.( Sehr richtig! bei den Soziala beigewohnt haben und das find ja die Mitglieder, die sich am fegung der Geschäftsordnung verzichten. Ich glaube nicht, daß demokraten.) Mit Lorbeeren geht die Regierung aus diesem Kampfe eifrigsten an den Arbeiten des Hauses beteiligen werden wissen, irgend ein Mitglied dieses Hauses versuchen wird, nachzuweifen, nicht hervor gleichgültig, wie fich die Vorlage gestaltet.( Sehr daß noch jüngst offen in den Kommiffionen über den fortgesetzten daß trotz Bestehenbleibens des Artikels 27 der Verfassung dieser richtig! bei den Sozialdemokraten.) Es wird dem Reichstag hier Wechsel ihrer Mitglieder geklagt worden ist. Wie fann bei solchem Artikel 28 finngemäß in die Verfassung eingegliedert werden eine Art Unteroffizierprämie gewährt( Sehr gut; bei den Sozial Wechsel der Kommissionsmitglieder eine in fich gefchloffene, logische fönnte. Aber gerade diese Unlogit zeigt das Bestreben der Re- bemokraten), bloß mit dem unterschiede, daß die Unteroffiziere eine Gefeßgebung überhaupt erzielt werden, wie soll es der Regierung gierung, die Rechte des Reichstages einzuschränken. Um so mehr höhere Prämie bekommen, je länger ihre Dienstzeit dauert, während möglich sein, selbst wenn fie fich die größte Mühe gibt, ihre Vormüssen wir darauf bestehen, daß die verfassungsmäßig zugesicherte wir entsprechend höher bezahlt werden, je fürger die Beit ist, die der lagen zu verteidigen, wenn am Schluß der Beratung die Mehra Stellung des Reichstages nicht angetastet werde. Die Regierung Abgeordnete für das Reich ableistet.( Sehr gut! bei den Sozial zahl der Abgeordneten aus solchen besteht, die dem Anfang der hätte bei einigermaßen gutem Willen den Intentionen des Reichs- demokraten.) Verhandlungen überhaupt nicht beigewohnt haben, von ganz anderen tags leicht folgen und sich selbst und dem Reichstage die peinliche Wie schikanös find die übrigen Bestimmungen der Vorlage! Voraussetzungen bei Beurteilung der Vorlage ausgehen und Anbon der Situation eriparen fönnen, eine solche Vorlage diskutieren zu müssen Jedes Fernbleiben Sigung soll mit 30 M. träge stellen, die mit dem Gedanken, die das Gesetz vom werden. Gewiß, man kann sich auch auf ( Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten), denn diese Vor- bestraft den ersten Anfang an bekommen hat, überhaupt nichts mehr Es ist sehr schwer, wenn in der KomTage bedeutet nichts anderes, als daß der Reichstag die Diäten durch Boden der Anwesenheitsgelder stellen. Unter der Voraussetzung, daß zu tun haben? Berzicht auf ein ihm zustehendes Recht erkaufen soll. Gewiß hat man es mit anständigen Menschen zu tun hat, würde ein Bauschale missions- Berhandlung das Gesez zerrissen worden ist die Majorität das Recht, die Gefchäftsordnung festaufeßen; aber daß ohne besondere Bestimmungen für die Anwesenheit ja auch möglich und daß fehr viele schwere Fehler vorgekommen sind, sehen Sie der deutsche Reichstag Regierungswünsche bezüglich der Geschäfts- sein. Ich bestreite gar nicht, daß die Erfahrungen, die die Re- aus zahlreichen Erkenntnissen der richterlichen Judikatur- dann in ordnung erfüllt, die lediglich an die Gewährung von Diäten gierung im preußischen Abgeordnetenhause gemacht, fie zu diefer den Plenarverhandlungen aus dem betreffenden Gesetz wieder ein gefnüpft worden sind, halte ich selbst in diesem Vorsicht gebracht hat. Es ist doch aber eine fomische Zumutung, einheitliches Ganze zu machen. Und ich bin überzeugt, daß eine Reichstage, so lange mir nicht der Beweis des Gegen- daß wir im Reichstage dafür bestraft werden sollen, daß das Reihe von Klagen über die Gefeßgebung, die auch in der Bevölkerung tcils geliefert wird, auch heute noch für ausgefchloffen. preußische Abgeordnetenhaus vielfach Mißbrauch mit seinen Diäten erhoben werden, auf die Intonfistenz und Infongruenz derjenigen Das ist nicht eine Frage der Partei, sondern der Würde und des treibt.( Heiterfeit und Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Abgeordneten zurückzuführen ist, die an der Gesetzgebung vor allem Ansehens des Reichstages. Alle Parteien haben das gleiche Intereffe aber, wie gesagt, man fann sich auf den Standpuntt beteiligt find.( Sehr wahr 1 rechts.) daran, dem Reichstage die Stellung zu wahren, die er nach Ver- der Anwesenheitsgelder stellen. Ich wünschte wirklich, daß Ein weiterer schwerer Nachteil ist die offensichtliche Benachfassung und Gesez beanspruchen fann. Alle müßten sie der Ne- uns der Rechentünstler, der die Vorlage ausgearbeitet teiligung Süddeutschlands.( Sehr wahr! rechts.) Ich will auf die Gründe gierung ein energisches hands off!"( Hände weg 1) zurufen, da sie hat, hier eine Rechnung vortrüge. Es heißt doch nicht nur der nicht eingehen. Aber wenn man die Verhältnisse Deutschlands mit Den Versuch macht, in die Geschäftsordnung einzugreifen!( Lebhafte Logit, sondern auch anderen menschlichen Eigenschaften Gewalt an den Verhältnissen Breußens vergleicht, so ist doch zunächst zu beZustimmung bei den Sozialdemokraten.) Wir dürfen unter feinen tun, wenn man sich auf den Standpunkt stellt: Wenn Du Deine rücksichtigen, daß Preußen nur% des Deutschen Reiches umfaßt, Umständen zulaffen, daß der Reichstag eine Minderung seiner Rechte Pflicht erfüllst, bekommst Du 20 M.; wenn Du aber aus irgend daß Deutschland eine viel größere Ausdehnung hat und daß es für die Diätenzahlung auf fich nimmt. welcher Veranlassung es nicht tuft, wirst Du mit 30 m. bestraft! deshalb unvermeidlich ist, daß die Abgeordneten für einige Zeit au Wenn also die Regierung selbst nicht verstanden hat, die Die Art, mit der die Vorlage die Sache behandelt, zeigt, mit welcher ihren häuslichen Verhältnissen abkommen und vielleicht auch tageEmpfindungen vorherzusehen, die diese Vorlage bei den Reichstags- Unluft die verbündeten Regierungen an die Sache herangetreten weise durch ihre häuslichen Verhältnisse zurückgehalten werden. Abgeordneten eriveden mußte, fo ist es Pflicht des Reichstages, der find.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Es ist doch ein( Sehr wahr! im Zentrum.) Das hat unzweifelhaft dahin geführt, Regierung fehr deutlich klar zu machen, daß er das Erstgeburtsrecht geradezu unbilliges Verlangen, wenn ein Abgeordneter, der hier bei daß die füddeutschen Abgeordneten nicht in dem Maße an den Verfeines einer selbständigen Regelung seiner Geschäftsordnung nicht um das Ausübung Berufes erfranit, dafür mit 30 M. handlungen des Reichstages teilnehmen, wie es das Interesse der Linsengericht der Diäten verlauft.( Stürmischer Beifall bei den pro Tag bestraft werden soll. Das wäre eine Gemüts Sache und die Vertretung des ganzen Volles erforderte. Nach Sozialdemokraten.) Wir handeln nicht!( Sehr gut 1 links.) Die robheit, der wir uns nicht schuldig machen wollen. Wenn meiner Ansicht ist aber der Reichstag in seiner Totalität Forderung der Diäten ist in fich berechtigt und muß und wird erfüllt ein Mitglied des Hauses im Auftrage des des Reichstages eine der wichtigsten Inftitutionen für die deutsche Einheit werden heute oder zu anderer Zeit. Jedenfalls wird fie an den Sigungen des für Arbeiterstatistit, die und Einigkeit.( Lebhafter Beifall in der Mitte und teilweise wiederkehren, bis die Regierung einen vernünftigen Standpunkt zu aus Sparsamteitsrücksichten jedenfalls während der Seffion links.) Deshalb haben gegenüber den ernsten politischen Bedenken, ihr gewinnt. Aber die Bewilligung der Diäten bom tagen, teilnimmt, so muß er dafür täglich 30 W. Strafe bezahlen. bie an vielen Stellen der Vorberatung dieses Gesezes entstanden Standpunkt eines Kuhhandels aus zu erschleichen, das( Große Seiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Die Herren vom find, gegenüber diesen ernsten und schweren Bedenken die ber müssen diejenigen Abgeordneten als absolut unzulässig und uns Bundesrat, die diesen Sigungen beiwohnen, werden deshalb nicht bündeten Regierungen nach langen und eingehenden Erwägungen diskutierbar zurüdweisen, die wünschen, daß die hervorragende auf ihre Diäten verzichten. Ueberhaupt muß es bei dieser Gelegen fich doch überzeugt, daß es bei den Verhältnissen, wie sie sich einmal Beirats entwidelt haben, notwendig ist, den Wünschen des Reichstages ent- auf die Einzelheiten einzugehen. Ich kann nur versichern, daß die und Schad abfällige Kritil am Bericht geübt hatten, wurde dieser gegenzukommen und ihm eine Entschädigungsvorlage zu unterbreiten. verbündeten Regierungen durch diese Vorlage ernstlich bestrebt ge- als unzureichend und mangelhaft an den Berichterstatter zurüdAber die verbündeten Regierungen sind bei diesem Beschluß von der wesen sind, den Streitpunkt, der zwischen der Mehrheit des Hauses verwiesen. Die anderen gedruckt vorliegenden Berichte wurden festen Ueberzeugung ausgegangen, daß das Gesetz auch eine Gestalt und ihnen bestand, aus dem Wege zu räumen in einer Weise, die mit geringen, meist rein redaktionellen Aenderungen genehmigt. bekommen muß, die den verbündeten Regierungen einigermaßen eine durchaus der Würde des Hauses entspricht, daß sie aber aus fchiver- Sodann wurde in die zweite Beratung der Refolutionen bes Gewähr dafür gibt, daß sie in Zukunft stets mit einem beschlußfähigen wiegenden politischen Gründen eine Vorlage nicht akzeptieren würden, treffend Erfassteuern für die abgelehnten Vorlagen eingetreten. Die Reichstage zu rechnen haben werden. Von dieser Grundlage die an den Grundsägen dieser Vorlage rüttelt.( Lebhafter Beifall erste betrifft die von den Freisinnigen beantragte Herbeiführung ihrer Auffassung werden sich die verbündeten Regierungen unter im Zentrum und bei den Nationalliberalen, Große Unruhe links.) einer Reform der Branntweinsteuer. Diese wurde mit großer feinen Umständen abbringen lassen.( Bravo! rechts, große Unruhe links.) Nun hat der Abg. Singer erklärt, wir schienen schon vergessen der Beschlußfähigkeitsziffer wiederholt gefordert worden. Abg. Dr. Spahn( 8): Aus dem Hause selbst ist die Herabsetzung Mehrheit angenommen. Die zweite Resolution lautet: zu haben, daß die verbündeten Regierungen und der deutsche Reichstag zwei sich gleichberechtigt gegenüberstehende Faktoren seien. Nein, waren die Vorwürfe des Abg. Singer nicht ganz berechtigt. Dennoch Herr Abg. Singer, das vergessen wir auf der Bundesratsban! Diäten die Besuchsziffer des Hauses schon genügend erhöhen wird. halte ich diese Bestimmung für überflüssig, da die Gewährung der niemals! Aber ich glaube, wenn ein Mitglied des Bundesrats sich Die Eintragung in die Präsenzliste hat für mich nichts Entin dieser Weise und in diesem Tone über den Reichstag äußern würde wie der Abg. Singer über die Regierung, so wäre im Reichswürdigendes. Das Problem, die Besuchsziffer des Reichstag ein Sturm der Entrüstung losgebrochen: die Regierung vergeffe alle Bedenken gegen den Abzug der Diäten bei Abwesenheit, tages zu erhöhen, ist ein so wichtiges, daß ihm gegenüber vollkommen, daß der Reichstag ein gleichberechtigter Faltor sei.( Seiter felbst in Krankheitsfällen, schweigen müssen. Vielleicht ließe sich die feit rechts, stürmische Zwischenrufe links: Und die Vorlage! Vorlage!) Rechnung tragen will, so wird dieses Hohe Haus sehr einfach und sehr leicht große Vorlagen verabschieden können.( Heiterkeit.) im Zentrum.) Deshalb " Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, auf eine Erhöhung der Einnahmen der Reichspost- und Telegraphenverwaltung durch Maßnahmen Bedacht zu nehmen, welche 1. die Beseitigung der im Orts- und Nachbarverkehr bestehenden Ausnahmetarife für Postkarten, Drucksachen, Warenproben und Geschäftspapiere, 2. die anderweite Festsetzung der Gebühren für außerordentliche Zeitungsbeilagen zum Gegenstand haben." Kommission eintrat, damit die Resolution nicht an das Plenum diesem Steuerangebote gegenüber feine Ausweisung der Russen. der Wegen der fortgefeßten Ausweisung von Russen beabsichtigt die fozialdemokratische Fraktion eine Interpellation im Reichstage einzu bringen. Nur Ruhe!!( Stürmische Heiterkeit.) Ich komme noch zu der Vor- Härte dadurch mildern, daß der Präsident tags vorher ankündigt, Dazu stellte Dietrich den Antrag, hinzuzufügen:„ die Erlage, aber eins nach dem andern. Ich kann nur sagen, daß die bei den und den Positionen und Anträgen findet namentliche AbAusführungen des Abg. Singer dem Gedanken der politischen Gleichstimmung statt.( Lautes Lachen links.) Die Diäten bilden eine Erhöhung der Gebühren für Telegramme einer größeren Annäherung an die Selbstkosten entsprechend". berechtigung meines Erachtens nicht voll gerecht geworden find. gänzung unseres bestehenden Wahlrechts und weil das Bolf Wert legt auf Während Merten( Freif.) die Ablehnung der ganzen ReLeider gehen die Anschauungen über das, was für das dauernde dieses Wahlrecht, deshalb wird es, mag auch der einzelne von uns solution furz begründete, bekämpfte sie Genosse Singer in Bohl des Reiches notwendig ist, recht weit auseinander. Wenn aber Grafen Boladowsky für diese Befestigung und Bekräftigung des längeren Ausführungen von moralischen, wirtschaftlichen und sozialen mit dieser Vorlage nicht zufrieden sein, der Regierung und dem Her abg, Ginger in Bufunft den Grundfäßen unserer Vorlagen mehr Rechtstagswahlrechts von Herzen dankbar sein.( Zebhafter Beifall Gefichtspunkten aus, indem er für die glatte Ablehnung in der Abg. Dr. Hieber( natl.): Der Abg. Singer hat sehr refpeftlos gelange, da die Verhandlung darüber vor der Deffentlichkeit faum In der Vorlage soll eine Geringschäzung des hohen Hauses von diefer Vorlage als einem Affordsystem mit Prämienlohn ge- zur Erhöhung des Ruhmes des Deutschen Reiches beitragen könne. liegen.( Sehr richtig! links.) Es war die verfassungsmäßige Grund- sprochen. Aber ein großer Teil seiner scharfen Ausführungen fällt auf Die Resolution wurde trotzdem in der früheren Fassung anlage des Deutschen Reiches, die geboren ist mit dem Deutschen das Konto der Anwesenheitsgelder selbst. hat nicht auch die Sozial- der Antragsteller, der Nationalliberalen und einiger Zentrums genommen, der konservative Zufagantrag aber gegen die Stimmen Reich zusammen, daß die Abgeordneten des Deutschen Reiches demokratie dem Antrag Gröber zugestimmt, der Anwesenheitsgelder mitglieder abgelehnt. feinerlei Entschädigung und Besoldung beziehen. Diese Grundlage forderte?( Burufe b. d. Soz.: Jawohl! Natürlich!) Auch in den füd. follte geändert werden. Die verbündeten Regierungen tragen diesen deutschen Staaten haben Ihre Parteigenossen in der Kontrolle über die Alsdann tam die Krüppel resp. Wehrsteuer- Resolution Verhältnissen Rechnung, wie sie sich entwickelt haben; fie suchen Anwesenheit nichts Entwürdigendes gesehen. zur Behandlung. Nachdem der Urheber derselben, Müller. Rautelen zu schaffen, damit der Zweck, den Sie alle wollen ( Zuruf des Abg. Fulda. dazu erklärt Singer: Wir ja auch nicht! Aber der Vorschuß und der Abzug!) habe hatte: er bei der zu Tage die stetige Beschlußfähigkeit des Reichstages auch wirklich durch In den Einzelheiten ist allerdings die Vorlage von Kleinlichkeit und getretenen ablehnenden Haltung der Regierungsvertreter die Bestimmungen des Gefeßes erreicht werde und darin Engherzigkeit nicht freizusprechen.( Sehr wahr!) Am besten überes Neigung soll eine Geringschäzung des deutschen Reichstages liegen! Diefe ließe man die Kontrolle vertrauensvoll der freiwilligen Selbst- Regierung aufzuoftrohieren und er werde nunmehr dagegen Behauptung mutet mich um man in anderen Staaten, jogar in Staaten mit republikanischer Verfahrt der Abgeordneten hat sich auch eine Autorität wie der eigentümlicher an, als deklaration der Abgeordneten. Für die unbeschränkte freie Eisenbahn- stimmen, fiel die Resolution gegen die Stimmen der Konservativen, Nationalliberalen und der Wirtschaftlichen Vereinigung. fassung, in ähnlichen Bestimmungen nie eine Geringschäzung des frühere Reichstagspräsident v. Levezow ausgesprochen. Die VerParlaments erblickt hat. In der Schweiz bestehen die Anwesenheits- toppelung der Diätenvorlage mit der Beschränkung der Erforderung gelder mit einer genauen kontrolle, in verschiedenen Staaten wird der Beschlußfähigkeit bedauern auch wir. Wir stimmen der Verjeden Tag die Präsenzliste festgestellt, berlesen, dem Protokoll der weisung der Vorlage an eine Kommiffion von 21 Mitgliedern zu. Sigung beigefügt, und wenn das Haus beschlußunfähig ist, wird sogar die Liste der anwesend gewesenen Abgeordneten falls an; aber in der vorliegenden Form ist die Vorlage un Abg. Träger( frf. p.): Ich schließe mich diesem Antrage ebenin den öffentlichen Blättern bekannt gegeben. In Amerika und annehmbar. Meine Erwartungen waren sehr niedrig ges anderen Staaten besteht die gesetzliche Bestimmung, daß den spannt, aber daß die Regierung den Mut hätte, eine Abgeordneten für die Tage, wo sie nicht anwesend find, Ab- folche Vorlage zu machen, hätte ich nicht erwartet.( Sehr richtig! züge gemacht werden; ferner besteht in den republikanischen finis.) Sie legt in schlimmster Weise Hand an die Würde des Staaten Amerikas die Bestimmung, daß Abgeordnete, die ihre Reichstages und seiner Mitglieder.( Sehr richtig.) Sie ist von wird eine starke werden. Auf eine Umfrage in den Fabriken haben Die Arbeitsruhe unter den Schuhmachern Breslaus Sigungspflicht verfäumen, verhaftet werden können( Große Heiterkeit), einem Geist der Kleinlichkeit diktiert, daß man fast meinen möchte, fich 500 Schuhmacher zum Ruhenlaffen der Arbeit verpflichtet. und in Amerita macht man damit keinen Spaß, man führt die Be- sie sei im Fieberwahn abgefaßt.( Lebhafte Zustimmung links.) stimmung aus, die Abgeordneten werden gezwungen, den Sizungen Graf Posadowsky hat auf entsprechende Bestimmungen in Amerifa Rache für die Arbeitsruhe Aussperrung bis zum 3. Mai angedroht Den Steinfegern in Breslau ist von den Meistern als beizuwohnen, und wenn sie sich der Abstimmung enthalten, wird ihre verwiesen; vielleicht wird dadurch die Vorliebe verständlich. worden. Sie haben darauf beschlossen, nun erst recht die Arbeit Stimme doch als anwesend gerechnet. Das sind Bestimmungen, die die jest in gewissen Kreisen für Amerita herricht.( Große Heiterfeit.) ruhen zu lassen. so viel schärfer sind, daß es eine ganz unhaltbare Behauptung ist, Bur Kontrolle hat man schon mancherlei vorgeschlagen, u. a. auch wenn hier erklärt wird, diefe Geiezgebung würde das Ansehen schon das Photographieren des Sizungsfaales mit Blitzlicht.( Große und die Maurer Arbeitsruhe. In Magdeburg befchloffen die Schneider, die Zimmerer des Deutschen Reiches nach außen schädigen. Wenn der Abgeordnete Beiterfeit.) Vollkommen recht hat Kollege Singer, wenn er auf Singer die die Bestimmungen der amerikanischen Aus Frankreich fontmen folgende Meldungen: Verfassung den Widerspruch des Entwurfes gegen Art. 27 der Reichsverfassung akzeptieren will, werden die verbündeten Regierungen es sich über- hinweist. Wird der Entwurf Gesetz, so könnte die Regierung mit hatte gestern im Voix du Peuple" erzählt, Minister Clemenceau Baris, 26. April. Der Führer des Arbeiterverbandes, Griffuelhes legen, ob sie Aenderungen der Vorlage in diefem Sinne nicht zu Hülfe einer gefügigen Majorität jederzeit die Geschäftsordnung habe ihm gegenüber folgendes geäußert: Ich weiß, daß am 1. Mai stimmen.( Heiterfeit, Zurufe bei den Sozialdemokraten: Auch in umändern.( Sehr richtig! links.) Ich bitte Sie, die Vorlage abzu- Kundgebungen geplant werden; meine Rolle als Minister des Innern bezug auf die Höhe der Diäten?) Ferner ist es als Degradation ändern oder abzulehnen.( Bravo! links.) des hohen Hauses angesehen worden, daß zur Beschlußfähigkeit nicht ist es, Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Ordnung zu treffen; mehr dieselbe Anzahl Abgeordneter wie jetzt verlangt wird. Welch Mitglied der Regierung erfüllen." wir stehen nicht auf feiten der Barrikaden, ich muß mein Amt als eine minimale Beschlußfähigkeitsziffer hat aber z. B. England, das älteste Parlament der Welt mit 600jähriger Erfahrung!- Dann hat Herr Singer von der Geschäftsordnung gesprochen. Ihre Geschäftsordnung beruht auf der Reichsverfassung, fie kann nur die Bestimmungen treffen, die durch die Reichsverfassung nicht getroffen sind. Es ist tein Eingriff in die Geschäftsordnung des hohen Hauses, wenn die Bestimmungen über die Beschlußfähigkeit für gewisse Fälle modifiziert werden, um zu verhindern, daß über kleine nebensächliche Fragen endlose Geschäftsordnungsdebatten sich entspinnen. Die Maifeier. hätten die verbündeten Regierungen doch Anerkennung verdient; freilich Abg. Dr. Arendt( Rp.): Bei allen Ausstellungen im einzelnen hätte ich auch die Vorlage etwas großzügiger gewünscht und die einzelnen ausgeflügelten Bestimmungen gern vermißt. Das wird sich aber in nacht im Hinblick auf die geplante Mailundgebung Aufrufe an Der Ausschuß des allgemeinen Arbeiterverbandes ließ heute der Kommissionsberatung erreichen lassen. Auch bezüglich der Fahr schlagen, in welchen es heißt, daß die bloße Propaganda für den farten ist der Standpunkt der Regierungen ein sehr fleinlicher, es Achtstundentag nunmehr beendet sei, und daß es Sache der in liegt durchaus im Interesse der Algemeinheit, daß die Abgeordneten dem Syndikat vereinigten Arbeiter sein werde, diese Forderung auch alle Teile des Reiches persönlich kennen lernen. Auch die Regelung zu verwirklichen, und zu diesem Zwede nötigenfalls einen Gesamt der Diäten bei Doppelmandaten müssen wir den Einzelstaaten übers ausstand zu veranstalten. laffen. Die Abzüge dürfen nicht die Form einer Strafe In der Pariser Bevölkerung, besonders in den wohlhabenden annehmen, wie das nach dem Wortlaut der Vorlage erscheint. Streisen macht sich angesichts der täglich mehr um sich greifenden Bezeichnend ist, daß die Sozialdemokratie diese Vorlage, welche die Streifbewegung große Beunruhigung geltend. Erfüllung eines langjährigen Volkswunsches ist,( Lachen bei den Stadtvierteln haben die Geschäftsleute beschlossen, am 1. Mai ihre Läden In verschiedenen Sozialdemokraten) höhnisch zurückweist.( Bravo! rechts und ironisches nicht zu öffnen. Bäcker, Fleischer usw. gaben, wie Blätter melden, ihren Bravo! links.) Kunden den Rat, sich bereits am 30. April mit Vorräten und Lebensmitteln um am 1. Mai, die Ruhe aufrecht zu erhalten"!" Figaro" zufolge wird die zu versorgen. Die Regierung hat umfangreiche Vorkehrungen getroffen, 15 000 Mann starke Pariser Garnison um 6000 Man Kavallerie und 20 000 Mann Infanterie im Hinblick auf die Maifundgebung verstärkt. Die Truppen, welche zumeist den Garnisonen des Bestens und des Zentrums entnommen wurden, sind teilweise bereits in Paris eingetroffen. abend abgehaltenen Versammlung 1 Million Frank für die Prozesse, Der Ausschuß der Bauunternehmer bewilligte in einer gestern welche die Unternehmer, die ihre Arbeiter wegen des Ausstandes am 1. Mai entlassen wollen, eventuell zu führen hätten. ( Schon an den Uraniasäulen mitgeteilt.) Paris, 26. April. Das„ Echo" meldet: Auch die Unternehmer Bräs. v. Ballestrem: Wenn Sie auch jemand zitieren, dürfen beschlossen ihrerseits heftigen Widerstand gegen die geplanten Sie doch nicht die Mitglieder des Reichstages mit Kerls" titulieren. Arbeitseinstellungen zu leisten. Sie erklärten, jeder Arbeiter, der ( Große Heiterfeit.) am 1. Mai nicht arbeite, habe sich als entlassen zu betrachten. Die Verstärkungen der Pariser Garnison bringen ihre Zahl auf 60 600 Mann. Die Vorlage ist erfüllt von dem tieinlichen Gedanken, daß nur ja Abg. Schrader( frf. Vg.)[ auf der Tribüne schwer verständlich]: nicht ein Abgeordneter einen Pfennig zu viel erhält. Auch die Art der Kontrolle über die Anwesenheit der Abgeordneten ist nicht mit ihrer würde vereinbar. Der Herr Abg. Singer hat ferner gefagt, in dem Gesetz liege ein Affordsystem mit Prämienzahlung. Wenn das richtig ist, müssen Sie diesen Vorwurf auch einer ganzen Anzahl anderer Staaten und Parlamente machen. Ich kann Herrn Singer versichern er fann nicht so tief in die Materie eingedrungen sein, wie ich genötigt war, es zu tun, es sind im Reichsamt des Innern sechs Entwürfe ausgearbeitet und in endlosen fommissarischen Verhandlungen beraten worden, und nach all den Erwägungen war, wenn man überHaupt von einer Anwesenheitskontrolle ausgehen wollte, dieser Weg der einfachste und meines Grachtens der würdigste.( Gelächter Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Antisemit): Anwesenheitsgelder bei den Sozialdemokraten.) Daß in Raten gezahlt wird, schließen Anweienheitslisten in fich; ihre besondere Gestaltung mag fann doch unmöglich eine Entwürdigung des Reichstages sein: in der Kommission erörtert werden. Bezüglich der freien EisenbahnAus praktischen Gründen werden Borschüsse gewährt, der Rest fahrten möchte ich die Ausführungen der Vorredner lediglich untergelangt zur Zahlung, wenn der Reichstag vertagt oder ge- ftreichen. schlossen wird. Wenn die Grundsäge des Bezuges der Diäten nicht so geregelt werden, könnte es vorkommen, daß ein Abgeordneter, der nur einer einzigen Sizung im Monat beiwohnt, für diese einzige Sigung 180 M. bekäme.( Gelächter bei den Sozialdemokraten.) Ferner dürfen Sie nicht vergessen, daß das Pauschquantum auch gewährt wird für Weihnachts-, Osterferien usw.( Gelächter und Unruhe links.) Daß ein Abgeordneter feine Entschädigung bekommt, wenn er an Sigungen eines Einzelparlaments während des Reichstagssigung teilnimmt, entspricht einem Antrage Hompesch, den Sie angenommen haben. Der Haupteinwand richtet sich gegen die Anwesenheitskontrolle. Abg. Kulerski( Pole): Für meine Freunde ist diese Vorlage unannehmbar. Aus ihr spricht der Geist, der die Worte geprägt haben soll:„ Diesen Kerls noch Diäten?!". Abg. Kulerski: Ich habe keinen Abgeordneten verlegen wollen. Der Vorlage fönnen wir schon wegen der in ihr enthaltenen Aenderung der Geschäftsordnung nicht zustimmen, die sich ganz besonders gegen die kleinen Parteien richtet. Für Kommissionsberatung können wir stimmen. Schluß 5 Uhr. Aus der Partei. Eine Protestversammlung gegen das Blutbad zu Breslau haben Gemeindewahlfieg. In der Stadt Weinheim( Baden) era rangen unsere Parteigenossen bei den Bürgerausschußwahlen in der dritten Klaffe einen glänzenden Sieg über die vereinten Gegner. Es fielen von den 680 abgegebenen Stimmen 459 auf den sozialdemokratischen Vorschlag; dadurch ziehen gegenüber den drei bisherigen 14 Genossen in diesen städtischen Verwaltungsförper ein; in drei Jahren erobern wir auch die andere Hälfte der Vertretung dieser dritten Klasse. Personalien. In die Redaktion des Stettiner Boltsder Genosse Bassehl aus Wolgast ein. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Abg. Zimmermann( Wirtsch. Vg.): Die Vorlage ist, wie jede Was diese betrifft, so verweise ich darauf, daß auch der Antrag schneidung und Beseitigung der Dornen.( Zwischenruf Befchneidung? die Genossen von alle a. d. Saale am Donnerstag abgehalten. Rose, reichlich mit Dornen versehen. Hoffentlich gelingt die Bedes Grafen Hompesch Anwesenheitsgelder forderte. AnwesenheitsDie Gründe für die freien Eisenbahnfahrten gelder fetzen aber selbstverständlich eine Anwesenheitsfontrolle voraus, Große Heiterfeit.) Wir vermissen Bestimmungen für und eine solche fann im allgemeinen nur durch Gesetz bestimmt bleiben nach wie vor bestehen. werden. Es ist ferner im Antrag Hompesch gefagt, daß nicht gleich den Fall der Erkrankung von Mitgliedern sowie für solche, die in zeitig für zwei Mandate eine Entschädigung gegeben werden solle. Kommissionen tätig sind. Auch die Frage der Doppelmandate scheint Bedenklich scheint mir auch Dadurch wird doch auch eine Anwesenheitskontrolle nötig gemacht. mir in der Vorlage nicht geklärt. Man muß doch die Anwesenheit fontrollieren, um feststellen zu die Aenderung des§ 28 der Verfassung. Die Debatte ist erschöpft. können, ob nicht der Abgeordnete an demselben Tage in einem einzelstaatlichen Landtage Anwesenheitsgelder erhalten hat. Die Vorlage wird an eine Kommiffion von 21 Mitgliedern von einem Eingriff in die Verfassung der Einzelstaaten gesprochen bertiefen. worden, weil hier der Grundsaz festgestellt ist, daß niemand Nächste Sigung: Sonnabend 1 Uhr. Tagesordnung: Rest der eine Entschädigung. aus der Klasse der Einzelstaaten in Empfang heutigen Tagesordnung: Haftpflicht bei Automobilen, Vogelschutz boten" tritt am 1. Mai für den ausscheidenden Genossen& aber nehmen darf, wenn eine solche hier gezahlt wird. Ich habe diesen gesez, Wahlprüfungen. Einwand zuerst in der freisinnigen Presse gelesen. Es ist mir volltommen unbegreiflich, wie man an der Verfassungsmäßigkeit unseres Vorschlages zweifeln kann. Reichsrecht geht vor Landesrecht, und das Reichsrecht bestimmte bisher, daß der Abgeordnete feine Ents schädigung bekommen soll. Wenn jetzt ein Reichsgesetz diesen Bustand ändern will, so hat das Reich unzweifelhaft das Recht, die Bedingungen festzustellen, unter welchen diese Entschädigung des Reiches nur erhoben werden darf. Das ist feine Aenderung In der gestrigen Sigung der Finanzreformkommission wurden der Verfassung, sondern das Recht des Reiches, das wir jeden die gedruckt vorliegenden Berichte über die Stenervorlagen festgestellt. Tag üben.( Widerspruch links.) Es ist kein Eingriff, sondern eine Dabei stellte sich heraus, daß der Berichterstatter für die Zigaretten Ausführung der Reichsverfassung, die selbstverständlich ihre Kon- fteuervorlage, der nationalliberale Pfadpfinder der Steuerquellensucher, sequenzen für die Einzelstaaten nach sich ziehen muß. Wie wollen Abg. Held, fich feine Berichterstattung außerordentlich leicht gemacht Sie dem dies überhaupt anders regulieren? Der Antrag Hompefch hatte. Sowohl Miller Fulda wie auch Genoffe Molten Druckschriftenverbreitung abgelehnt. ging davon aus, daß das Reich abziehen sollte, was die Ginzel- buhr wiefen nach, daß dem Bericht so ziemlich alles fehle, was taaten geben. Wäre das durchgeführt, so hätten wir eine so tom geeignet fei, ein anschauliches und zutreffendes Bib der Berma ad von der Magdeburger, Vollsstimme" vor dem MagdeEine Freisprechung erzielte am Mittwoch der Genosse Witt. plizierte Stontrolle, daß fie gar nicht ausführbar wäre, zumal die handlungen über die Zigarettensteuer zu liefern. Moltenbuhr burger Landgericht. Er sollte im Weihnachtsartikel Eine ChristEinzelstaaten ganz verschiedene Bedingungen haben. Außerdem hob speziell hervor, daß es dem Berichterstatter anscheinend nur meine ich, daß das hohe Haus sich vollkommen über diese Bedenken darum zu tun gewesen sei, hervorzuheben, welche Verdienste er anwalt mit 3 Monaten Gefängnis bestraft wissen wollte. predigt" eine Aufreizung begangen haben, die der StaatsHinwegfezen tann, nachdem die verbündeten Regierungen fich fich persönlich um das Zustandekommen der Zigarettensteuer ihrerseits mit dieser Regelung einverstanden erklärt haben. erworben und wie er als Berichterstatter oder Antragsteller sich zu ( Widerspruch links.) Sie werden es mir erlassen, jezt noch weiter den einzelnen Fragen gestellt habe. Nachdem auch Abgg. Wiemer Parlamentarifches. Ablehnung von Helds Werken. Zurückziehung der KrüppelsteuerResolution. 9 Und immer noch verpuffte Staatsaktionen. Das Strafverfahren gegen die Genoffin 8ies, das von der Staatsanwaltschaft in Erfurt auf Grund des§ 130 angestrengt worden war, ist eingestellt worden. Ebenso hat die Straffammer zu Göttingen den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den Genossen Dörnide in Hannover als Druder des Wahlrechtsflugblattes und die Genossen Janzen und Lohmann in Ein bed wegen Anfreizung und Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen, gegen die beiden lezteren auch wegen unerlaubter Straffonto der Bresse. Wegen Beleidigung eines rates war Genosse Schotte, als verantwortlicher Redakteur unferes Düsseldorfer Parteiblattes, vom dortigen Schöffen-| geübt wird, nicht Gewerbegehülfen sind und dem Gewerbegericht gericht zu 14 Tagen Gfängnis verurteilt worden. Er hatte deswegen die Zuständigkeit mangelt". nicht den Beweis erbringen können, daß der Arzt einen Unfall, durch den eine Uebertretung der Schutzbestimmungen für jugendliche Arbeiterinnen erwiesen wurde, deshalb nicht gemeldet habe, um den Fabrikanten der Strafe zu entziehen. Die Straffammer als Berufungsinstanz setzte die Strafe auf 70 M. herab. Die Revolution in Rußland. Der Wolf im Schafspelz. Stellen wir, so argumentierte der Verein, jetzt einen Gärtnergehülfen mit zur Wahl, der in dem dort angenommenen Sinne landwirtschaftlicher Arbeiter ist, so wird der Magistrat die Bestätigung im Falle der Wahl versagen und ist dann gegen die Versagung Beschwerde einzulegen und eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts schließlich herbeizuführen. Am 8. April waren die Arbeiter der Leipziger Dünger- Crportgesellschaft zu streifen gezwungen worden und am 9. April kommandierte der Stadtrat bereits 12 Schleusenreiniger zum Verrichten der Streifarbeit, anstatt von der Gesellschaft einfach die Erfüllung des Vertrages zu verlangen. Als sich die städtischen Arbeiter weigerten, ihren Arbeitsbrüdern in den Rücken zu fallen, wurden sie auf der Stelle entlassen und sofort wurden 12 andere städtische Arbeiter zura Streifbruch kommandiert. Nur einer gehorchte, die Der Gärtnergehülfe, Landschaftsgärtner feines Zeichens, wurde übrigen lehnten die ihnen zugemutete Rolle ab und teilten darauf das mit gewählt. Wider Erwarten erhielt er vom Magistrat seine Schicksal ihrer Kollegen. Da die städtischen Arbeiter in Leipzig gut Bestallung! Damit schien der Hauptzweck der unternommenen organisiert sind, war es selbstverständlich, daß sich die Organisation Was zu erwarten war, ist eingetroffen: die K. D. begnügen fich tion bereitelt. Indes war nun wenigstens noch der Vorsitzende der 14 Tage vor Ostern aufs Straßenpflaster geworfenen Mitglieder des Gewerbegerichts konsequent, der erfreulicherweise gegen die annahm. nicht mit ihrem Wahlerfolg, der sie der Regierung gegenüber ge- Wahl beim Bezirksausschus in Potsdam Beschwerde ein- Stadtverordnetenfißung am Dienstag wurde vom Bürgermeister Aber alle Bemühungen scheiterten. In der Leipziger stärkt hat, sie versuchen nun auch mit ihrem zweiten, viel gefähr- legte. Und nun zeigte sich, daß bereits diese Instanz einen unverhüllt ausgesprochen, daß die Leute aus Gründen der Disziplin licheren Gegner fertig zu werden- dem revolutionären Standpunkt einnimmt, der jenem des Charlottenburger Magistrats nicht wieder eingestellt würden. Die Maßnahme des Rates, das Proletariat. Um sich aber ihren Ruf als Volks- und des Gewerbegerichtsvorsitzenden entgegensteht. Der als Ge- ging aus der Beantwortung der Interpellation hervor, war zugleich freunde", als„ Vertreter der Intereffen des ganzen Volkes" werbegerichtsbeisiger gewählte Gärtnergehülfe erhielt nämlich und sogar in erster Linie ein Schlag gegen die Gemeindearbeiternicht zu gefährden, können sie nicht für Gewaltmaßregeln ein- unter dem 14. April d. J. eine Zustellung vom Gewerbegericht organisation. treten; man versucht es daher auf andere Weise Charlottenburg dieses Inhalts: mit der Korruption der Arbeiterklasse, denn anders kann nicht das Bestreben genannt werden, sie vom Wege einer selbständigen Klaffenpolitik abzulenten. Um einen solchen Versuch der geistigen VerInechtung des Proletariats an die liberale Bourgeoisie handelt es sich bei der von den K. D. herausgegebenen Zeitung Arbeiterwort", deren erste Nummer vor einigen Tagen erschienen ist und die allein genügenden Aufschluß über die Arbeiterpolitit" der K. D. gibt. " " " „ Auf die Beschwerden gegen die Gültigkeit der am 29. Januar 1906 abgehaltenen Wahlen der Beisitzer für das Gewerbegericht in Charlottenburg hat der Bezirksausschuß zu Botsdam wie folgt entschieden: Als alle Bemühungen, die Entlassung rüdgängig zu machen, zu scheitern schienen, wollte die sozialdemokratische Stadtverordnetenfraktion bereits vor 14 Tagen eine Interpellation über die Maßnahmen im Kollegium einbringen, da riet der Oberbürgermeister einem Mitgliede der Fraktion, die schwebenden Verhandlungen durch die Einbringung nicht zu stören, er wolle sich sowohl für die Beilegung des Streifs als auch der Differenzen mit den städtischen Arbeitern verwenden. Der Streit bei der Dünger- Export- Gesellschaft wurde durch Vermittelung des Gewerbeamtes und durch das Entgegenkommen der Arbeiter beigelegt, aber an die Wiedereinstellung der Entlassenen dachte der Stadtrat nicht im Traum. Die Beschwerde des Vorsitzenden des Gewerbegerichts gegen die Wahl des Gärtnergehülfen Paul Penschte im 1. Wahlbezirk wird abgewiesen. Es kann nicht anerkannt werden, daß Benschte in einem landwirtschaftlichen Betriebe beschäftigt ist, da der Landschaftsgärtner Schröder( Unternehmer, bei dem P. " Immer langsam voran!" dies ist die Devise der neuen in Stellung ist. D. R.) hauptsächlich nicht selbstgewonnene Zeitung: Schritt für Schritt, nach und nach" muß die Arbeiter- Pflanzen veräußert, sondern gekaufte Gewächse und andere Klasse vorwärtsstreben in ihrem alltäglichen Kampfe", und ihre vor- Gegenstände für gärtnerische Anlagen zum Wiederverkauf herIn der Begründung der nunmehr am Dienstag zur Besprechung nehmste Stüße darin sind die Gewerkschaften, die das Rüdgrat richtet.: Mit dem Anziehen von Pflanzen, welche Schröder in gelangten Interpellation zeigte unser Genosse Lüttich, welche einer jeden starken Arbeiterbewegung bilden und deren Recht auf geringem Umfange betreibt, hat Benschte nichts zu tun gehabt. Wirkung diese Maßnahme in der Arbeiterschaft habe. Hätte selbständige Existenz wir energisch verteidigen werden." Durch Er muß also als gewerblicher Arbeiter angesehen werden." der Nat der Sache neutral gegenübergestanden, so hätte er von der eine solche Erklärung, die den politischen Kampf beiseite schiebt, der Charlottenburger Gewerbegerichtsvorsitzende die Gelegenheit geschlossenen Vertrages zu verlangen, so aber habe er in der einEs wäre vom Standpunkt der Gärtner aus zu wünschen, daß Gesellschaft nichts anderes als die Erfüllung des mit ihm abwird die Arbeiterbewegung von vornherein in den Rahmen eines einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts noch herbeiführen feitigsten, unerhörtesten Weise für die Gesellschaft und gegen die engen Professionalismus eingezwängt, der zur Tugend und hilft, weil eine Bestätigung der Auffassung des Bezirksausschusses Arbeiter Stellung genommen. Um allem aber die Krone aufzusetzen, zum Prinzip erhoben wird. Die russischen Liberalen versuchen es durch den höchsten Verwaltungsgerichtshof im Interesse der habe er auch noch die Leute entlaffen, die sich geweigert hatten, ihren englischen Brüdern nachzumachen: sie wollen die Arbeiter zu Gärtner liegt. ehrlos zu werden. Tausenden von bisher indifferenten Arbeitern Nurgewerkschaftlern, zu Trade- Unionisten erziehen und ihre politische Ueber die Topfpflanzen-, Frühbeet- und Treibhausgärtnerei Betätigung nur so weit zulassen, als es den Absichten der K. D. feine Auffassung auszusprechen, hatte der Bezirksausschuß im vor- habe es aber die Augen geöffnet, wer den Klaſſenhaß schüre. Was der Oberbürgermeister Tröndlin, der ehemalige entspricht. Schon jetzt sehen wir, wie die K. D. den Arbeitern liegenden Falle keine Gelegenheit. Wenn es auch scheint, als laffe nationalliberale Vertreter der Stadt Leipzig im Reichstage, auf die Plätze in der Duma einräumt, wenn sie ihr ihre Unterstützung als stelle sich der Bezirksausschuß bezüglich jener Zweige dem zu werden, weil es einen wertvollen Beitrag zum Verständnis der die Stelle von den selbstgewonnenen Pflanzen" darauf schließen, Interpellation antwortete, verdient aber der Deffentlichkeit mitgeteilt gewähren. Durch diese, von den Liberalen abhängigen und ihnen blind Charlottenburger Gewerbegericht an die Seite, so ist dennoch nicht parteiischen Unternehmerflaffenpolitif in der Kommune liefert. Seine folgenden Arbeitervertreter will man dem Proletariat einen Schein unmöglich, daß bei der erwähnten Differenzierung der Bezirksarbeiterfeindliche Rede leitete Herr Tröndlin mit dem das Kollegium politischer Betätigung geben, gleichzeitig aber will man mit Hülfe ausschuß ebenfalls die Merkmale eines Gewerbebetriebes erkennen direkt brüsfierenden Sage ein, daß das Hinauswerfen der der unter liberalem Einfluß stehenden Gewerkschaften den würde, was z. B. auch das Kammergericht in einigen Fällen schon städtischen Arbeiter die Stadtverordneten gar nichts ant Horizont der Arbeitermassen durch ausschließlich ökonomische Inter- getan. Für diesmal wäre festzustellen: Der Bezirksausschuß in ginge, ihnen schulde der Rat feine Rechenschaft für cijen begrenzen. Die versprochene Selbständigkeit der Gewerk- Potsdam erklärt die Bandschaftsgärtnerei( das ist Her- feine Handlungsweise. Wie die Mamelucen ließen sich dies schaften bezieht sich natürlich nut auf die Sozial- stellung und Unterhaltung von Ziergärten und diverfen größeren die bürgerlichen Stadtverordneten fagen, nur der Vorsteher überhaupt jedes Recht, sich„ Arbeiter- Anlagen im Werkvertrage) als einen Gewerbebetrieb. Und zweifelte mit höflichen Worten diese Brüsfierung an. Unser Genosse das mit vollem Recht. Der Landschaftsgärtner übt eine Tätigkeit ange hielt dem Stadtoberhaupt dann zunächst eine Vorlesung aus, die in ihrer wirtschaftlichen und technischen Natur ganz und gar neben dem Bau- und Dekorationsgewerbe steht: der Garten, d. H. der Luft- und Ziergarten, ist erweiterte menschliche Wohnung und muß in diesem Sinne von dem Landfchaftsgärtner als gewerblicher Arbeiter angelegt und unterhalten werden. demokratie, der partei" zu nennen, abgesprochen wird, die eine Gruppe von Intellektuellen" genannt wird, die mit ihrer unmarristischen" Taktik die ganze Arbeiterbewegung in eine Sadgasse festgerannt haben usw. Natürlich hat dieses Vorgehen den einzigen Zweck, das Proletariat der Sozialdemokratie abspenstig zu machen, denn die K. D. wissen es wohl, daß, solange diese starren Dogmatiker" ihren Einfluß auf die Arbeitermassen behaupten, es ihnen nimmer gelingen kann, dieselben sich dauernd zu verknechten. Deshalb kann man mit Fug und Recht erwarten, daß das Arbeiterwort" schließlich zu einem Organ zur Bekämpfung der Sozial demokratie ausarten wird. Da aber einmal die Idee des Sozialismus in den Arbeitermassen sehr verbreitet ist, so sehen sich die K. D. gezwungen, eine fleine Konzession zu machen, und im Credo der Redaktion wird zum Schluß etwas vom Sozialismus gefafelt, als von einer auf sozialer Gerechtigkeit füßenden Gefellschaftsordnung", welche eben nach und nach, Schritt für Schritt" usw. erreicht werden kann. Es ist mehr als selbstverständlich, bak in der ganzen Zeitung kein Sterbenswörtchen von Selassenintereffen, lassengegenfäßen und Selaffenkampf zu lesen ist, denn dies ist ja gerade das Bestreben der N. D., jeden Begriff über diese ihre bourgeoise Herrlich keit bedrohenden Dinge, mit Stumpf und Stiel aus den Köpfen der Arbeiter auszurotten. Zur Beruhigung der Arbeitslosen. bon Beitschenstock fein gefährliches Werkzeug gegen Landarbeiter. Uebermäßig rohe Behandlung der Landarbeiter ist in Schlesien Es liegt fein öffentliches Interesse vor, nichts Außergewöhnliches. gegen diese einzuschreiten. So etwa ist die Ansicht der Staatsanwaltschaft in Breslau, die sie sich aus der nachstehend unserem Breslauer Bruderorgan entnommenen Verhandlung heraushebt. " über die Städteordnung, wonach die Stadtverordneten nicht nur be rechtigt, sondern zur Entgegennahme von Beschwerden von Beamten und Arbeitern verpflichtet seien und sie dem Nate zur Berücksichtigung zu überweisen hätten. Gewaltig entrüstet war Tröndlin darüber, daß dem Rat in dem Streit eine neutrale Stellung einzunehmen zugemutet wurde. Emphatisch rief er aus: Man hätte uns von der anderen Seite( das heißt bon Unternehmern) die beftigsten Vorwürfe gemacht, wenn wir der Gesellschaft nicht geholfen hätten, als sie uns darum anging. Für die Nichtwiedereinstellung der Arbeiter sei die Solidaritätserklärung der Gemeindearbeiterversammlung und die dort beschlossene Refolution maßgebend, wonach die übrigen städtischen Arbeiter in einem gleichen Falle wie die Entlassenen zu handeln veriprachen." Wären die städtischen Arbeiter zu uns gekommen, meinte der Oberbürgermeister wetter, und hätten erklärt: Wir weigern uns aus Angst vor dem Terrorismus der Organisation, die Streifarbeit zu machen, wir hätten sie wieder eingestellt. Zu uns sollen sie mit ihren Befchwerden kommen, nicht zur Organisation." Auf dem Dominium Gudelwig bei Breslau war der 16 jährige Arbeiter Naprosty durch den Leuteauffeher Haupt aus einem geringfügigen Anlaß geohrfeigt, mit dem um gefehrten Peitschenstod auf den Kopf und Schultern geschlagen und außerdem am Halse derart gewürgt worden, Wie sie beim Rate mit ihren Beschwerden aufgehoben sind, das Blut aus der durchgegriffenen Haut floß. Die Eltern des also Mißhandelten stellten gegen den Aufseher Strafantrag, der davon wurde in der Stadtverordnetenfißung ein drastischer Beweis Staatsanwalt lehnte es aber ab, Antlage zu er von unseren Genoffen beigebracht. Ein städtischer Arbeiter wandte heben; ein umgefehrter Beitschenstod ist eben in fich mit einer Beschwerde über einen Vorgesetzten an einen bürgerder Hand eines Borgefeßten" tein gefährliches lichen Stadtverordneten, der sie dem Stadtrat Franzte zur ErWerkzeug. Zur Erhebung einer Auflage wegen einfacher Be- ledigung gab. Diefer schickte sie an die Staatsanwaltschaft mit dem leidigung fehle ein öffentliches Intereffe". Die Eltern waren Antrag auf Strafverfolgung. Der Arbeiter wurde vom Schöffen somit auf den Weg der Privatklage angewiefen und beantragten gericht wegen Beleidigung seiner Vorgesetzten bestraft und dann auch deshalb beim Amtsvorsteher die Ausfertigung des für fie erforderlichen noch von der Stadt entlassen. Die Stadtverordnetenverhandlung Petersburg, 25. April.( Meldung der Petersburger- Telegraphen Armutszeugnisses. Amtsvorsteher von Gudelwig ist aber der schloß mit der Ablehnung des sozialdemokratischen Antrages, die Agentur.) Deputationen des Hülfskomitees der Arbeitslosen und der Befizer obigen Gutes, ein Herr v. Rheinbaben, und es ist klar, daß Sache der entlassenen Arbeiter durch den Rat weiter verfolgen und Arbeitslosen selbst, deren Zahl nach ihrer eigenen Schäßung fast dieser seinen Vogt nicht gern bestraft fehen wollte. Er verweigerte dann Auskunft über den Ausgang zu verlangen. Am Schandpfahl 20 000 beträgt, forderten heute die Petersburger Stadtverwaltung den Eltern die Ausfertigung des Armutszeugnisses, und erst aber steht die liberale" Stadtverwaltung, die die städtischen Arauf, ihnen Arbeitsgelegenheit zu verschaffen. Es wurde ihnen eine auf eine Beschwerde beim Landrat wurde es ihnen erteilt. Nun erst beiter vor die Alternative stellte: Entweder ehrlos oder arbeitslos. Beihilfe versprochen, und obgleich für das laufende Jahr keine fonnte der Leutepeiniger vor die Schranken des Gerichts gezwungen städtischen Arbeiten vorgesehen waren, werden die wirklich arbeits- werden. Er ist aber sehr billig davongekommen. Denn das willigen Arbeiter, deren Zahl sehr übertrieben wird, volle Beschäf- Breslauer Schöffengericht erkannte in feiner gestrigen Sißung in tigung erhalten. In den Arbeitervierteln herrscht vollständige Ruhe. Anbetracht der großen Roheit", die der Beklagte an den Tag gelegt Die Stadtverwaltung hat zwei bis drei Millionen Rubel für städtische hat, auf dreißig Mark Geldstrafe. Arbeiten bewilligt, wovon 500 000 Rubel den Arbeiterorganisationen überwiesen werden sollen. Es soll eine Kommission unter Mitwirkung der Arbeitslosen und verschiedener öffentlicher Organisationen cingesezt werden. Soziales. Der Bezirksausschuß zu Potsdam über die Rechtsstellung der Gärtner. Verfammlungen. Freie Vereinigung der Maurer Deutschlands. Der Ortsverein §§ 227, 229, II, 7 des Allgemeinen Landrechts für Preußen Berlin hielt am 25. April im Gesellschaftshaus Berliner Musiker erklärten die Erteilung von Stockschlägen" dem hörigen Gesinde- seine Generalversammlung ab. Zunächst wurde die Abrechnung umtertan des 18. Jahrhunderts gegenüber für gesetzwidrig". Das- bom ersten Vierteljahr verlesen. Die Einnahmen samt dem alten selbe wiederholt das Publikandum vom 8. April 1809 für Schlesien. Mart, so daß der Bestand am Vierteljahrsschluß 69 518,57 m. be Bestand beliefen sich auf 77 407,76 M., die Ausgaben auf 7889,19 Rohe Stockschläge mittels eines umgekehrten Peitschenstockes zu verabfolgen, liegt nach Annahme des Staatsanwals aus dem Jahre 1906 trug. Die Versammlung erteilte dem Staffierer Imhoff ein nicht im„ öffentlichen Intereffe". Wie wäre die Ansicht der Staats- stimmig Decharge. Als Revisor wurde eller gewählt. Sodann anwaltschaft, wenn einer seiner Vertreter oder ein Amtsvorsteher deutscher Gewerkschaften und daran schloß sich der Bericht von der berichtete Alhelm über den 7. Kongreß der Freien Vereinigung oder ein Gutsbefizer mit einem umgekehrten Beitschenstock verprügelt Im Vorwärts" vom 7. Januar d. J. legten wir dar, wie würden? Würde dann auch der Peitschenstock nicht als gefährliches 15. Konferenz der Maurer Deutschlands, den Zeglin gab. Die verschiedenartig heute die Rechtsstellung der Gärtner von den Ge Werkzeug erachtet oder eine Strafverfolgung wegen Mangels eines Versammlung erklärte sich einstimmig mit den Beschlüssen des Kongresses wie der Konferenz einverstanden. In die Geschäftsrichten und Behörden beurteilt werde. Wir teilten bei der Ge- öffentlichen Interesses abgelehnt werden? legenheit mit, daß die Organisation der Gärtner, der Allgemeine Anmagung eines Prügelrechts gegen Landarbeiter fundgibt, und der unter Vereinsangelegenheiten wurde zur Sprache gebracht, daß Dringend not tut es, der entseglichen Roheit, die sich in der kommission der Freien Vereinigung der Maurer Deutschlands gerichtsbeisitzerwahl in Charlottenburg benußen wolle, um zu einer Erschwerung der Rechtsverfolgung durch Landarbeiter entgegenzus die Maurer auf dem Bau von Kempinsti in der Leipzigerstraße deutsche Gärtnerverein, auch die damals bevorstehende Gewerbe- Anmagung eines Prügelrechts gegen Landarbeiter fundgibt, und der wurden Meske, Alhelm, Beglin und hoch gewählt. treten. Selbsthülfe durch gewerkschaftliche und politische Organisation, insbesondere durch Gewährung von Rechtsschutz und intensives in Zandarbeiter ist zur Hebung der wirtschaftlichen, rechtlichen und fittarbeiten auf Beseitigung der ausnahmerechtlichen Stellung der lichen Lage der Landarbeiter dringend erforderlich. größeren Klarstellung in der Sache zu kommen. Der Verein hatte gerechnet: Der Magistrat von Charlotten burg( als die Wahlen ausschreibende Behörde) sowohl wie auch das Charlottenburger Gewerbegericht bezw. dessen Vorsitzender vertraten den irrtümlichen Standpunkt, den vor etwa 10 Jahren die 7. Kammer des Gewerbegerichts Berlin dahin präzisiert hat, ,, daß nur die im Laden, Markthallenstand oder Vorgärten( z. B. als Kranzbinder) beschäftigten Gärtner als Gewerbegehülfen an- Der nationalliberale Stadtrat von Leipzig hat einer Leipziger zusehen sind, während die Gärtner, deren Tätigkeit im Freien, Privatgesellschaft nicht nur städtische Arbeiter als Streifbrecher gealso in einem der Landwirtschaft ähnlichen Betriebe, namentlich liefert, sondern diese, weil sie nicht ehrlos werden wollten und die in Baumschulen, Gemüsegärten und auch in Treibhäusern, aus- Streifarbeit zu verrichten ablehnten, einfach aufs Pflaster geworfen. Teures Fleisch billige Seefische!! Bester Fleischersatz, schmackhaft und durch hohen Nährwert sich auszeichnend! Große Fänge in lebendfrischer Ware sind soeben eingetroffen. Zwang zum Streifbruch. den ganzen Winter hindurch täglich 9 Stunden und noch länger arbeiteten, ja, sogar Tag- und Nachtschicht einführten. Auf Antrag Stoflegen von der Versammlung einstimmig gerügt. Zum Schluß des Ausschusses und Vorstandes wurde das Verhalten dieser machte der Vorfißende Mette auf die Maifeier aufmerksam, die selbstverständlich durch allgemeine Arbeitsruhe begangen wird. Am Sonnabend wird in den Zahlstellen ein Flugblatt ausgegeben, das am Montag verbreitet werden soll, Am Dienstag treffen sich die Vereinsmitglieder in ihren Zahlstellen vormittags 8 Uhr und begeben sich von dort nach dem Versammlungslokal in der Brauerei Königstadt. Ein Versuch mit diesen äußerst schmackhaften Fischen ist jeder Hausfrau zu empfehlen Seefisch Kochbücher gratis. Deutsche Dampffischerei- Gesellschaft Nordsee" Filiale: Berlin C. 2. Bahnhof Börse, Bogen 8-10. Zentral- Fernsprecher: Amt III No. 8804. Prinzenstraße 30 ( am Moritzplatz). Verkaufs- Niederlagen: Madalstraße 22 Landsbergerstraße 52-53 Wir empfehlen besonders: Gr. Schellfisch 27 mit Kopf im Anschnitt 35 Pf. p. Pfd. Kabeljau ohne Kopf 20 Seelachs mit Kopf im Anschnitt 25 Pf. p. Pfd. Alle übrigen Sorten Seefische zu billigsten Tagespreisen. Deutscher Metallarheiter- Verband Verband der Sattler Arbeiter- Bildungsschule Berlin Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 9679. Arbeitsnachweis: Bimmer 34. Amt IV, 3353. Sonntag, den 29. April, vormittags pünktlich 10 Uhr, Branchen- Versammlung der Eisen-, Metall- und Revolverdreher im„ Vereinshaus Berliner Musiker", Kaiser Wilhelmstraße 18 m. Zages Drdnung: 1. Die Entlaffung der Kollegen bei der Firma Stolzenburg. Ortsverwaltung Berlin. Sonnabend, den 28. April, abends 9 Uhr: Die nächsten Branchenversammlungen finden an nachfolgenden Außerordentliche Generalversammlung Tagen statt: Geschirrbranche: Mittwoch, den 2. Mat. Taschen, Koffer- und Galanteriebranche: Donnerstag, den 3. Mai. Linoleumleger und Teppichnäher: Donnerstag, den 3. Mai. Wagenbranche: Mittwoch, den 2. Mai. Eisenmöbel- und Lederstuhlpolsterer: Mittwoch, den 2. Mai. Sektion Charlottenburg: Montag, den 30. April. 2. Distuffion. 3. Jahresbericht der Branchenkommiffion. 4. Distuffion. Achtung! Treibriemenbranche! Achtung! 5. Neuwahl der Branchenkommission. 6. Verschiedenes. Wir erwarten, daß alle Kollegen erscheinen. Sonntag, den 29. April, abends 6 1hr, in den Jndustrie- Feftsälen, Beuthstraße 18/21: Branchen- Versammlung aller in der Metall- und Eisenindustrie beschäftigten Hobler, Bohrer, Stoßer und Fräser. Zages Drbnung: 117/14 Brojettions Bortrag des Genossen P. M. Grempe über:„ Die Freiheitskämpfe in Rußland" mit über 60 Lichtbildern. Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein und Tanz. NB. Bur Dedung der außergewöhnlichen Ausgaben wird ein Entgeld von 30 Bf. gegen Verabreichung eines Programmes erhoben. Rauchen während des Vortrages verboten. Die Ortsverwaltung. Achtung! Achtung! Sonntag, den 29. April, nachmittags 6 Uhr, in den Berolinasälen, Schönhauser Allee 28: Der Krankenkassenversammlung wegen findet die Branchenversammlung ausnahmsweise am Donnerstag, den 3. Mai, im Lofale von P. Agthen, Pflugftr. 5, statt. Achtung! Militärbranche! Achtung! 156/16 Der Krantenlaffenversammlung wegen findet die Branchenversammlung erst am Sonnabend, den 5. Mai, im Gewerkschaftshause, Saal VII, statt. Die Kollegen werden ersucht, diese Branchenversammlungen zahlreich zu besuchen. Die Ortsverwaltung. Allgemeiner Deutscher Gärtner- Verein Ortsverwaltung Gross- Berlin. Sonntag, den 29. April 1906, abends 27 Uhr: Maifeier im„ Gewerkschaftshause", Engel- llfer 15. im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 8. Fortsetzung der Tagesordnung der letzten Generalversammlung. Mitgliedsbuch legitimiert. Beiträge werden entgegengenommen. Zahlreicher Besuch Achtung! wird erwartet. Achtung! Konsumenten Norddeutschen Eiswerke der ... Berliner ArbeiterRadfahrer- Verein" Mitglied des ArbeiterRadfahrer- Bundes " Solidarität“. Sonntag, 29. April: VereinsTouren. Früh 6 Uhr nach Werder. Rachmittags 1 Uhr nach Nowawes ( Boltsgarten, Priesterstr. 31). Starts: Bülowstr. 59. 12/10 4. Abt. Am Sonnabend, den 28. April, in den gesamten Räumen des Elysiums, Landsberger Allee 40: Großes Frühjahrs. Vergnügen. Die werten Bundesgenossen werden hierzu ergebenst eingeladen. Die Kutscher, Mitfahrer und Arbeiter der Norddeutschen Eiswerke befinden fich feit Montag, den 24. April, im Ausstand. Dieselben hatten ihre Direktion um eine Lohnzulage gebeten, aber feine Antwort erhalten. Eine nochmalige Vorstellung zweds Verhandlung lehnte die Direftion fchroff ab. Bir bitten die verehrlichen Stonjumenten der Norddeutschen Eis. werke, bis auf weiteres ihre Waren nur von Firmen entnehmen zu wollen, Heute abend: Fahrwart- Sizung deren Arbeiter menschenwürdige Löhne bei Ostrowski, Schillingstr. 24. erhalten. 68/3 Junungs- Krankenkaffe der Zentral- Verband der Handels-, Die Kollegen mit ihren Angehörigen werden ersucht, fich zahlreich einzufinden. Transport- und Verkehrsabeiter 292/ 8* Der Ortsvorstand. 50 M., bis 9 ab. schnell z. Beidenweg 12 l. Bohn. fr. d. Tröllſch I. ff. Piano pert. Gerichtstr.32, Dittrich. Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin. Gewerkschaftshaus", Engel- Ufer 15 II. Oeffentl. Versammlung. Achtung! Bauschloffer! Achtung! 1. Der Buchertarif und seine Abwehr. Referent: Genoffe Alb. Störmer. 2. Diskussion. 205/4 Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. Um zahlreiches Erscheinen der Genoffinnen und Genossen wird gebeten. 3. A.: Julius Stange. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Heute Freitag, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Sitzung der Ortsverwaltung. Seit Freitag, den 6. April früh stehen die Kollegen in 21 Werkstätten im Streik. Die übrigen in Betracht kommenden Firmen haben bewilligt, darunter auch eine Anzahl Innungsfirmen. Von Montag, den 9. April ab, dürfen sämtliche Bauschloffer nur noch mit Berechtigungskarten arbeiten, diese sind Sonnabend, den 7. April den Vertrauensleuten ausgehändigt. Die Bauarbeiter ersuchen wir, und dadurch zu unterstützen, daß sie die auf die Bauten kommenden Schloffer nach den Arbeitsberechtigungskarten fragen. Jeder Schloffer ohne Karte ist als Arbeitswilliger zu betrachten. Des weiteren machen wir alle darauf ohne Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Suftimmung bed Streiffomiter mirgends bie tebeit niedergelegt werden bart. Zweigverein Berlin. Sektion der Gips- und Zementbranche. Gruppe: Zementierer. Sonntag, den 29. April, bormittags 10 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer Nr. 15: Mitglieder- Versammlung Zages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Hermann Knüpfer über Bauarbeiterschuh. 2. Distusfion. 3. Gewerkschaftliches und Berschiedenes. NB. Alle Kollegen, welche in der Zementbrande arbeiten, haben die Pflicht, mehr als bisher für einen guten Besuch der Gruppennersammlung zu agitieren, und fordern wir alle Stollegen auf, der interessanten Tages ordnung wegen in dieser Versammlung zu erscheinen. 143/ 7* Mitgliedsbuch legitimiert. Der Gruppenvorstand. Tischler- Verein. E. H. 89. Sonnabend, den 28. April, abends 8%, Uhr, Melchiorstraße 15: General- Versammlung. Tages Ordnung: Staffenbericht vom 1. Vierteljahr; Bericht der Bibliothekare und wichtige Kassen- und Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Dhne Mitgliedsbuch keinen Einlag. 117/15 Das Streikkomitee. Cohen. RRENNABOR DIE MARKE„ BRENNABOR" geniesst einen WELTRUF Seine hervorragenden Eigenschaften erheben dieses Fabrikat zum besten FAHRRADE der Welt. BRENNABOR- WERKE, BRANDENBURG A. H. Filiale Berlin W., Kronenstraße 11. Glaser- Zwangsinnung zu Berlin. Bekanntmachung. Die von der Generalversammlung am 24. Oftober 04 beschlossene IV. Ab. änderung des Statuts ist vom Herrn Polizeipräsidenten genehmigt, und tritt diefelbe, wie bereits durch Zirkular befannt gegeben, mit dem 30. April d. 3. in Straft. New- Departure- Freilauf- Bremsnabe Die beste der Welt Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort ( fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Gardinen Bersandhaus Zeru falemerstraße11/ 12 Saison- Ausnahmepreise für Gardinen, Stores, Bettbeden, Bortieren, Tischdecken. Refte enorm billig. 1435* Steppdecken billigst Febrik Große Frankfurterstraße 9, parterre.+1 263/3 14278* Hochvornehme Erhältlich in jeder besseren Fahrradhandlung. Millionen im Gebrauch Engros- Vertrieb: Romain Talbot, Berlin S. Kleine Anzeigen * Monatsanzüge und Sommer. paletots von 5,00 an, olen von +89 Wir bitten darauf zu achten, daß von diesem Tage ab der Beitrag für I. bie L. Stlaffe 90 Bf. und das Strantengelb 15,00 m. pro Woche beträgt. Die bisherige I. Klaffe wird II., bie II. wird III., bie III. wird IV., bie IV. wird V. Selaffe. Berlin, den 17. April 1906. Der Vorstand. 273/13 3. 2.: Albert Kirchmann, Borsitzender. Jnnungs- Krankenkaffe der Glaser- Zwangs- Innung zu Berlin. Bekanntmachung. Nach erfolgter Neuwahl sezt sich der Borstand nunmehr wie folgt aufammen: Herr Albert Kirchmann, 1. Vors. August Böcker, 2. Ad. Pulvermacher, 1. Schriftf. Karl Heise, 2. • " Herren Herm. Schmidt, Stanisl. Döring, Beifizer. Fiegel, Gustav Fengler u. Wilh. 273/12 Berlin, den 20. April 1906. Albert Kirchmann, I. Borsigender, Berlin W. 66, Mauerstr. 89 of II. Sommersprossen entfernt vollständig und gründlich nur mein unschädliches Spezialmittel nebst Spezialseife u, wissenschaftlichem Ratgeber ,, Die Schönheitspflege" Mk. 2,50 Otto Re chal, Berlin 43, Eisenbahnstr. 4. Tausende Anerkennungen. ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt- Expedition, Lindenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Carmen Sylva +25 Schlafstellen. Gesucht tüchtiger federtechniker, geübt auf farbige Möbelleder. Offerten unter F. 3 an die Erpedition d. Bl. erbeten. 14386* Putz. Gewandte Garniererinnen für unser Freundliche Schlafstelle vermietet Bugatelier sofort gesucht. Meldungen Frau Igler, Bendenstraße 2 III 7-9 Uhr abends. ( Görligerbahnhof). A. Jandorf& Co., Brunnenstr. 19/21. 14495 Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Garnierte Kleider- hneiderinnen Probearbeit. Henri Foyer& Co., Charlottenstr. 29, Ede Kronenstraße. Backfischkleider Schneiderinnen gesucht. ProbeBlinder Stuhlflechter bittet um arbeit. 14838* Henri Foyer& Co., Arbeit. Stühle werden abgeholt und Charlottenstr. 29, Ede Stronenstraße. zurüdgeliefert. U. Gläser, Muladtraße 27. 14686 Bessere Blusen- Schneiderinnen Nähmaschinen, ohne Anzahlung, Möbliertes separates BorderNähmaschinen. Bable bis 15,00, Herrenanzüge, Sommerpaletots, die aus feinsten wer Teilzahlung fauft oder nach Woche 1,00, gebrauchte 10,00. Rach- zimmer, 12 Mart. Maßstoffen gefertigt wurden, 18 bis weift. Sämtliche Syfteme. Boche weis zahle Provision. Postkarte ge- ftraße 163, Richter. 38,00, Herrenhofen 7-12,00 verkauft 1,00. Bofttarte. Brauser, Tilfiter nügt. Stopeniderstraße 60/61, Große Balkonstube, 2 Herren, billig zu + 69* Frankfurterstraße 43, Prenzlauer bermieten Liebigstraße 10 III, Bitme täglich, Sonntags. Deutsches Ber- straße 90. Bitterbof. fandhaus, Jägerfstraße 63, 1 Treppe. +69 Feberbetten, 1,20 breit, Stand straße 59/60. Parteilotal, Zentrum, Wahl 20 Mart, Daunenbetten 45,-, auch verein, Bablstelle, Berband, Bentral. 5 Bimmer Nußbaummöbel berkauft Verschiedenes. perfehrslokal der Radfahrer, ist zu ber- Dresdenerstraße 38, vorn II lints. taufen. Auskunft bei Leo Dstrowski, Parteilokal( Wahlverein, Rauch Schillingstraße 24. 1485* und Statklub), billig verläuflich. Patentanwalt Beffel, Gitschiner9736* Teilzahlung. Teppiche, Betten, Witwe Rohde, Höchstestraße 30. straße 94a. Möbel, Gardinen, Spiegel, Stepp- Sportwagen mit Berded, gut er Pfandleihe, Prinzenstraße 63, Teppiche!( fehlerhafte) in allen Größen für die Hälfte des Wertes decken, Bilder, Tischdecken, Remontoir- halten, verkauft Did, Bißmann täglich 8-8, Sonntags bis 2. 14298* uhren, Uhrfetten, Freischwinger spott- ftraße 24. +121 im Zeppichlager Brünn, Hadelcher billig. Lude, Grünerweg 113. Kunststopferei von Frau Kotosty, Maifarten für Händler. Gruillich Markt 4, Babuhof Börse. Charlottenburg, Goethestraße 84, I.* Gardinenhaus Große Frankfurter u. Söhne, Danzigerstraße 7.+24 Mein Produktengeschäft befindet Herrenfahrrad, Damenfahrrad, straße 9, parterre. 1+ Eleganter Kinderwagen, billig. vie neu, 45,00. Holz, Blumens +69 fich jezt Rudowerstraße 27, Gustav Neu- Kölln a. Baffer 23 I. ftraße 36b. Rahn. Pliffeebrennerei, sichere Eristenz, 1,50 an, Gebrodanzüge von 12,00 frankheitshalber billig zu verlaufen Wernans herrlicher Konzert- Garten, +86 Schwedterstraße 23, über 1000 Personen an, Grads von 2,50 an, fowie für Brinzen- Allee 90. faffend, noch einen Pfingstfeiertag zum forpulente Figuren. Neue Garderobe Geige, prachtvoll, hochfeiner Staften, Früh- Konzert frei. Sonnabende zu zu staunend billigen Preisen, aus Bland billig verkäuflich Rathenowerstraße 49 I, Sommerfesten zu vergeben. 14865* Stellenangebote. leihen verfallene Sachen fauft man 14525 Räderverleihung, Reparaturen, Kräftiger Arbeitsbursche gesucht am vorteilhaftesten bei Naß, Mulad rechts. 14196* Nähmaschine, 20,00, fast neu. Buhehör, sehr billig, Fahrräder, neue Bergolderei H. Birnich, Köpenider. 118/2 und gebrauchte, auch Teilzahlung. straße 111. 14415 Achtung, Wagenfabriken! Betten, Stand 11,00, zweischläfrig Südenstraße 47, Konopla. Große Frankfurter Pianino, freuzfaitig, mußbaum, Stämmereit, Solider Hausdiener aus der In den Wagenfabriken von +1 16,00 Mart, Pfandleihe, Gubenerstraße 3. + 69* jeden Preis. Alte Schüßenstraße 1, straße 14. +69+ Papierbranche zur Lager- Papier- Ver- Rühlstein, Charlottenburg, Bander. 118/4 waltung gesucht. Hugo Sensch, Alte 2. Nühe Inh. Leuschner, EndepL. 6, Littauer Nähmaschinen, anerkannt Jalobitrage 81/82, Steindruderei. Kliemt, Reue Königstraße, gabe des Geschäfts Wallstraße 81: beste Fabrikate, Adlerschnellnäuer, Pianino, 100,00, umzugshalber Muscheltleiderspind, Bertito 28 Mart, Bobbin, Ringschiff, Langschiff, wöchent- Turmstraße 8, parterre. Tüchtige Barod Bergolder ber- Gebr. Wienicke, Pankow, 118/3 Muhebett 27, Ausziehtild Sofatifchlich 1,00, ohne Anzahlung, fünfjährige langt Werfmeister, Brunnenstraße 194. Franke, Inselstraße, 17, Bafchtoilette, Kommode 21, Fahrräder, verfallene, am billigGarantie, gebrauchte 12,00, tomme Lehrmädchen( Schneiderei) ver. Gottschalt, Motorwagenfabrik in ften Leihhaus, Neue SchönhauserReinidendorf, Bettstelle mit Federmatraße und Keillangt Wulff, Rostoderstraße 9. tiffen 29, Rohrfizstühle 3, Wichelstraße 6, Aderstraße 111. Bostlarte. Barschauerstraße 67, Wiener befinden sich die sämtlichen Arbeiter straße 11.( Achtung, Hausnummer.) 14426 Näherin für weiße Jadetts, im Streif. Straßenrenner Wunderbare und Teilnehmer zum möblierten Bimmer ( piegel 12, Säulentrumeau, geschliffen Charlottenburg, Krumme- dauernde Beschäftigung, gute Löhne. Wir ersuchen die Kollegen aller 36, Herrenschreibtisch 50, Garderoben- Möbel, Kleiderschränke, Sofas, Lurusräder, überraschend billig, schnei gesucht +135 Wurzel, Brüdenstraße 13. 14848 Branchen nach den obigen Beschränte 39, englische Schlafzimmer, Bettstellen, reelle Matragen, Küchen: dige Halbrenner, nagelneu, 45,00, ge- ftraße 27, born III rechts. feine Arbeit Zeitungsfrauen finden lohnende trieben Möbliertes Zimmer zu vermieten auzu Auch Teil möbel, fpolibillig. Großartige Aus- brauchte Fahrräder fleinste Preis176/9 zahlung, Transport in Berlin und wahl. Saalfelds Möbelspeicher, Straut lagen, jedermann besichtige. Leibhaus, Schwarzkopffstraße 18, 4 Treppen und dauernde Beschäftigung Prinzen nehmen. 117/ 17* ftraße 50, fein Laden Die Agitationskommission. 117/ 15* Bororten frei. 14475 ftrage 41. 1400b* Neue Schönhauserstraße 11. 264/15 rechts. Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Möbel, Gelegenheitstäufe, neue und gebrauchte billig Linienftr. 247 I. Fahrräder, Zeilzahlungen. Berg ftraße 28, Stalizerstraße 40. 1418 Teppiche mitfarbenfeblern Fabrit. straße 14. niederlage Große Frankfurterstraße 9, parierre. Möbelausverkauf. Wegen Aufmoderne Stüchenmöbel. Vermietungen. Zimmer. d gesucht. arbeit. Henri Foyer& Co., Charlottenstr. 29, Ede Stronenstraße. Nr. 97. 23. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 27. April 1906. Naumburger Gesellschaft mit dem sprichwörtlichen 8uderbrot Gewerkschaften. Sie erblickt darin eine gesunde Fortentwickelung der An die Tabafarbeiter Deutschlands! im Baume und in der Dummheit hinzuhalten, ist geradezu gesamten Freien Vereinigung auf dem Boden des Klaffenkampfes. Klassisch. Vor Beginn der Schicht wurde wunderschön gebetet; auch Die Delegierten der einzelnen Ortsvereine verpflichten sich, mit Das Drama, betitelt:„ Die Vernichtung der ein Lied gesungen. So vorbereitet durften die Arbeiter fich lange Energie für die Durchführung dieser Beschlüsse in ihren Organi Zabatindustrie", nähert sich seinem Ende. Der letzte Beit das Holz zum Verbauen im Schachte selbst zuhauenum fationen einzutreten und tätig zu sein." sonst natürlich. Dann gings drauf und dran mit Fluchen und Dem von Mette der Konferenz vorgelegten neuen RegulativAft: Banderolensteuer" wird sich in den nächsten Tagen ab- Schelten. Eine eigentliche regelrechte Schichtzeit fannte man entwurf gab die Konferenz nach Vornahme einiger redaktioneller spielen. Jedenfalls fönnen wir uns wohl auf Ueber- taum. Ueberstunden und Schichten waren an der Tagesordnung. Aenderungen ihre Zustimmung. raschungen gefaßt machen, die der Oberregisseur der Reichs- Sonnabends durften die Leute, allen Unbilden der Witterung aus Als zukünftigen Geschäftsleiter wählte die Konferenz den finanzkomödie, Freiherr von Stengel, für die Tabat- gefeßt, vor dem Schalterfenster des Kontors stundenlang auf ihren Kollegen Gehl. interessenten in Bereitschaft hält. Letzteres dürfte aus den verdienten Lohn warten, und die Sonnabendnachtschicht arbeitete Nachdem noch einige Anträge erledigt waren, schloß der VorAeußerungen zu schließen sein, die derselbe in der Steuer- in der Regel bis 8 und 9 Uhr Sonntags früh, so daß die schmußigen, fizende die von gutem Geiste beseelte Konferenz. fommission seinerzeit getan, daß er in der zweiten ausgemergelten Gestalten bei den Kirchenbesuchern Anstoß Lesung des Reichstages die in der Steuer. erregten! Dafür gabe aber Ertravaganzen: Ein großartiges Anappschaftsfest mit Sadhüpfen, Topfschlagen, Lampiontommission abgelehnten Entwürfe für Erzug, gefchentten warmen Würstchen, Freibier und dito Tanzen höhung des Zabatzolles und der Zabatsteuer und allgemeine Verbrüderung. Sogar der Herr Direktor, Mann wieder einbringen müsse, wenn die Som mission ihm nicht durch Erschließung anderer Steuerquellen Ersaz schaffe. " Die Freie Vereinigung der Tischler Deutschlands Sogar der Herr Direktor, Mann hielt im Anschluß an den Kongreß der Freien Vereinigung deutscher heißt der Mann, ließ sich duzen. Schon bei dem Bergarbeiterstreik Gewerkschaften ihre dritte Konferenz ab. Delegierte waren aus fechs 1897 hatte es dieser Herr Mann fertig gebracht, seinen Rame Drten auwesend und vertraten 616 Mitglieder. Seitens der Geraben" das Streiten auszuschmeicheln. Seither gabs auch noch ichäftskommission der Freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften Kollegen Deutschlands! Die Gefahr, die uns von Anfang Brämien" und" Dividende". Als der diesjährige Streit aus war der Genosse Jonny Hinrichsen anwesend; desgleichen als Verbrach, ließ der Herr Direktor durch ein Arbeiterausschußmitglied an bedroht hat, besteht nicht nur heute noch voll und ganz, ber Belegschaft seine„ allerherzlichsten Grüße" übertreter des Verbandes der Bürsten- und Pinselmacher Deutschlands der Gesondern sie ist noch bedeutend verschärft und vergrößert mitteln. Gerner ließ er bekannt machen, daß in den Schuppen des noffe Fr. Ani efstedt- Berlin. Der bisherige Geschäftsleiter M. Gürtler, worden durch die von der Steuerkommission des Reichswertes einige Hunderttausend Preßsteine ständen die allerdings nahmt wurde in der Zeit vom 1. Oftober 1904 bis 31. März 1906 erstattete zunächst den Geschäfts- und Rechenschaftsbericht. Verein tages beschlossene Einführung der Ban- unter Busak von Schlamm, Sägespänen usw. gepreßt nahmt wurde in der Zeit vom 1. Oftober 1904 bis 31. März 1906 derolensteuer für 8igaretten, welche, einmal zum waren! Von dieser Sorte" Patentfeuerung" sollte sich jeder die Summe von 9617,72 W., die Ausgaben in derselben Zeit Gesetz erhoben, eine ständige Gefahr auch 25 Stück mit nach Hause nehmen. Wenn sie dann als Feuerungs- 284.59 m. verblieb. Agitationstouren wurden in 46 Orten unterbeliefen sich auf 9333,13 m., so daß ein Kassenbestand bon für die gesamte 8igarren und Bigarren- und Zabat- material zu gebrauchen seien, tönne jeder mehrere Tausend dieser nommen, wovon einige Orte einen guten Erfolg versprechen. Ginindustrie in fich bergen muß. Die Grenze zwischen Sägespänsteine bekommen pro Tausend für 8 M. Durch nommen, wovon einige Orte einen guten Erfolg versprechen. Ein Sigaretten, Bigarillos ist bald verschoben und dann sehr dieses wahrhaft ingeniöse Verfahren wurde die Gesellschaft das gehend wurde über die verflossenen Lohntämpfe berichtet, zu deren leicht auf Bigarren ausgedehnt, und einmal auf dieser schiefen Beug für gutes Geld los, fetzte sich in den Geruch einer aber. Unterstützung die Summe von 5821,80 m. erforderlich war. Dem Ebene angelangt, gibt es fein Halten mehr bis zur Endstation maligen glänzenden Splendidität und machte so ihre Leute der Geschäftsleiter ürtler wurde allgemeine Anerkennung für seine maßen zufrieden", daß an Streit niemand mehr dachte. Tätigkeit gezollt. und diese heißt: Monopol". Was die Einführung desselben Tarife Sierauf referierte G. Beth Nürnberg über Nun, es hat lange gedauert, bis die arme genasführte Arbeiter= und ganz besonders für die männlichen Berufsgenossen im schaft dieser christlichen" Grube ihrem Kameraden" und" Duzberträge". Redner verwarf entschieden die gewerblichen Gefolge haben wird, ist wohl allen zur Genüge bekannt. Es bruder" den Bettel vor die Füße geworfen hat. Das Proletariat Friedensdokumente". Er bedauerte, daß der 7. Kongreß der Freien hat zur Voraussetzung, daß eine völlige Vernichtung der Klein- mag aber aus dem Vorstehenden ersehen, auf welch niedriger Bereinigung dazu keine Stellung genommen habe und empfahl nachindustrie vorausgegangen und die wenigen Vertreter der Groß- geistigen Stufe eine Arbeiterschaft stehen muß, die sich durch der folgende Resolution: fabrikation dem Reiche dann selbst ihre Betriebe zum Stauf an- artige Alfanzereien jahrelang in Ausbeutung und Unterdrückung halten läßt! bieten, um den Placereien und Scherereien des Banderolensteuergeseges aus dem Wege zu gehen. Zunächst hat die Einführung der Banderolensteuer im Gefolge, daß eine gewaltige, folossale Lohndrückerei Plaz greifen wird; daß selbst von Reichs wegen Prämien für diesen Lohnrückgang an den lohndrückenden Fabrikanten in Form einer Steuerermäßigung gezahlt werden. Der Vorwärts" hat dieses Prämienzahlen" in flarer Weise vollständig dargelegt und können wir jeden auf die Artikel der letzten Zeit im Vorwärts" hinweisen. " " Für uns Tabatarbeiter drängt sich zunächst die Frage auf: Wer sind die Urheber, Väter und Befürworter dieser Kommissionsbeschlüsse? Es sind die Vertreter der Mehrheitsparteien des Reichstages: Stonservative, Nationalliberale, Zentrum und Antisemiten, deren Wortführer die Abgeordneten Dietrich und b. Dergen, der nationalliberale Held, vom Zentrum die Abgeordneten Müller- Fulda und Dr. Jäger, sowie der antisemitische Abgeordnete Dr. Raab sich sehr warm für die Banderolensteuer ins Zeug legten. " 3 Leider muß gesagt sein, daß auch in anderen Braunkohlenrebieren es möglich ist, daß durch die allerberwerflichsten Mittel, ben Appell an die niedrigsten Leidenschaften, die Arbeiter auf der Grube zu halten. So wird aus dem Borneer Revier von der Gewerkschaft Bittoria" bei Lobstädt gemeldet, daß dort die Arbeits. willigen nach der Schicht reibier und 3 Liter Schnaps er. halten. Aus demselben Revier wird weiter gemeldet, daß die bort stationierte Gendarmerie unruhig wird. Den Herren wird es wahrscheinlich leid, passive Zuschauer in diesem Kampfe spielen zu müssen; obendrein gehört der Aufenthalt in den schwarzen, berrußten, unwirtlichen und öden Bergmannsdörfern nicht zu den Annehmlichkeiten des täglichen Lebens. Nachdem alles nichts gefruchtet hat, führt man seitens der Wertsverwaltungen gröberes Geschüß auf, um die Arbeiter bange zu machen. Vor uns liegen eine Reihe eingeschrie. bener Briefe folgenden Inhalts: " Nachdem Sie freiwillig unsere Arbeit aufgegeben haben, sind wir nicht in der Lage, Sie weiterin zu beschäftigen und schiden Ihnen deshalb beiliegend Ihren Abkehr zu. 24. April 1906. Grube Gustab bei Webau. Theodor Dahle." Ein anderer lautet kategorisch: " Wegen unbefugten Verlaffens der Arbeit werden Sie hier Ruppert." mit entlassen. " " In der Erkenntnis, daß der wirtschaftliche Kampf seitens des Unternehmertums immer schärfer und schroffer zutage tritt, daß infolgedessen die Arbeiterklasse den Klassenkampf immer schärfer führen muß, gelangt die dritte Konferenz der Freien Vereinigung der Tischler Deutschlands zu der Ansicht, daß dieser nur richtig geführt werden kann, wenn innerhalb der gewerkschaftlichen Organisationen der Klaffengeist gefördert und gepflegt wird. $ ernennen. . Vierter Verbandstag des Verbandes deutscher Gastwirtsgehülfen. Köln, 24. April. Im Volkshaufe, dem neuerbauten Heim der Kölner Arbeiter schaft, findet vom 24.- 27. April der vierte Verbandstag des Verbandes deutscher Gastwirtsgehilfen statt. Die Tagesordnung ist Deshalb erachtet es die dritte Konferenz für falsch und dem Vorwärtsstreben des Proletariats direkt hinderlich, wenn durch Unterstügungseinrichtungen und Abschluß von Tarifs und Arbeitsverträgen dieser Kampf abgeschwächt wird, und macht es der gefamten Zentralisation sowie jedem einzelnen Verein zur Pflicht, gegen derartige Bestrebungen entschieden Stellung zu nehmen, und in Wort und Schrift aufflärend nach dieser Richtung unter den Kollegen, sowie der gesamten Arbeiterschaft au wirken." Die Resolution wurde nach kurzer Debatte, an der sich namentlich überling Berlin im Sinne der Referenten beteiligte, einstimmig angenommen. Den Bericht von dem 7. Kongreß der freien Bereinigung deutscher Gewerkschaften erstattete überling Berlin. Der Redner beleuchtete die auf dem Kongreß zur Annahme gelangten Be schlüsse und tonstatierte, daß damit die Freie Bereinigung deutscher Gewerkschaften einen erfreulichen Rud nad) Kollegen! Wir haben alle Ursache, uns diese Parteien links, vollzogen hätte. Mit dem Ergebnis des fiebentent Kongresses erklärten sich die Delegierten einverstanden und ver und ihre Vertreter genau zu merken. Gegen diese Besprachen, in dem Sinne wirken zu wollen. Nachdem das Regulativ steuerungsform haben außer den Vertretern der der Bentralisation einigen Abänderungen unterzogen und einige Sozialdemokratie noch die Freisinnigen und Der Empfänger des lebtgenannten Briefes ist aber Aus Ergänzungen hinzugefügt worden waren, schritt man Bur der polnische Abgeordnete Graf Mielzynsti fußmitglied. Wenn es den Kohlenbaronen wirklich ernst Neuwahl der Geschäftsleitung. Hierzu lag ein Antrag gestimmt. Hätten in der Kommission die angeblich wäre, mit ihren Arbeiterausschüssen zu verhandeln, dürften sie die vor, welcher besagt: 8ur Berwaltung der Kaffenarbeiterfreundlichen Vertreter des Sentrums Beute doch niemals jebt entlassen, wo sie nachgerade bis zur gefchäfte ist neben dem Geschäftsleiter noch sich den Dagegenstimmenden angeschlossen, Bewußtlosigkeit betont haben, mit den Arbeiterausschüssen und ein Raffierer au Nachdem derselbe bcgründet, erfolgte allseitige Zustimmung. ürtler lehnte eine so wäre die Banderolensteuer zu Falle ge nur mit diesen verhandeln zu wollen! Dabei zeigen die Herren, daß sie geradezu hypernervös iederwahl ab. An seine Stelle wurde. Süberling Berlin tommen und den Tabatarbeitern wäre ein geworden sind: Eine Verfügung, ein Aushang jagt den anderen. O. 84, Graubenzerstr. 18 III, und als Staffierer St. Wintlerabermaliger Kampf und damit die übergroße Nachdem zu lesen war, daß, wer bis zum 9., 16., 23. April nicht Berlin O. 112, Brostauerstr. 8, einstimmig gewählt. Die übrigen Sorge um ihre Existenz erspart geblieben. anfährt, als entlassen zu gelten hat," ziert" ein neuer Anschlag Kollegen Deutschlands! Es ergibt sich hieraus für uns die Tafeln, wonach die Forderungen der Lohnkommission der Mitglieder des Ausschusses werden von dem Ortsverein Berlin gewählt. Sie Notwendigkeit, in allen den Wahltreisen, wo Bergleute nicht anerkannt werden. Jedenfalls gerät man bald in die Vertreter der Konservativen, National- Berzweiflung darüber, was man den Leuten eigentlich noch weis liberalen, des Zentrums und der Antisemiten machen soll, damit sie zur höheren Ehre des Profits die Gruben wieder bevollern. gewählt sind, an dieselben heranzutreten, denselben die Gefahren zu schildern, welche die Einführung des Banderolensteuersystems für die gesamte Zabatindustrie und deren Die Konferenz der Freien Vereinigung der Maurer Nebenberufen im Gefolge haben muß: Deutschlands Brotlosmachung von Zehntausenden, Vernichtung der gesamten Klein- Industrie, zu fand im Anschluß an den Kongreß der Freien Vereinigungen in überaus reichhaltig und enthält eine Reihe von Gegenständen, die welcher auch noch Tausendevon Händlern zugerechnet Böters Festsälen statt. Vertreten waren 19 Orte mit 25 Delegierten, sich mit den gerade im Gastwirtsgewerbe so zahlreich vorhandenen nicht vertreten waren die Drte Nauen, Meiersberg, fozialen Mißständen befaffen. Von außerordentlich großem sozialwerden müssen. München und 2ippgarten. Außerdem waren als Vertreter politischem Werte ist der von dem Verbandsvorsißenden uga Für die Kollegen in allen den Orten, wo Konservative, der Freien Vereinigung der Zimmerer Deutschlands der Genosse Boesch erstattete Bericht über die seit dem vorigen Verbandstag Nationalliberale. Bertreter des Zentrums und der Antisemiten Schmidt, wie als Vertreter der Bauarbeiter Genosse Baum verflossenen beiden Jahre. Wir entnehmen daraus: Der Sentralgewählt sind, ergibt sich die fernere Notwendigkeit, nicht nur und im Auftrage der Geschäftskommission der Freien Vereinigung verband besteht erst seit acht Jahren. Die Mitgliederzahl betrug am die gesamten Zabatintereffenten, sondern auch deutscher Gewerkschaften Genosse Buttig anwesend. Gehl, Schlusse des Jahres 1905: 3908 gegen 2704 vor zwei Jahren. Die die gesamte Arbeiterschaft der betreffenden welcher den Geschäftsbericht gab, sagte: Die Bautätigkeit Fluktuation ist immer noch sehr groß. Alljährlich geht eine große Wahlkreise auf die auch ihnen drohenden Gefahren fei im verflossenen Jahre in ziem- Bahl von Mitgliedern durch Nichtzahlung der Beiträge verloren. Es aufmerksam zu machen, dieselben zu veranlassen, sich Eurem lich rege gewesen und haben aus aus diesem Grunde Lohn- wurden in den beiden Jahren 4557 Mitglieder aufgenommen, Protest voll und ganz anzuschließen, da bei dem steigenden bewegungen in verschiedenen Orten stattgefunden. Es fanden von denen 2408 wegen rückständiger Beiträge gestrichen werden Geldbedürfnis der Reichsregierung diefelbe auch eine sehr rege gewefen. Ständig gebessert hat sich dagegen die Zahl der im ganzen zwölf Lohnbewegungen statt. Die Agitation ist mußten. auch eine sehr rege gewefen. Bu den alten bestehenden Vereinen Mitglieder, die abreisten, aber am Ziel der Reise dem nicht auf die Dauer sich mit der Tabatindustrie begnügen, find in fieben Drten neue Vereine gegründet worden, davon find Verbande fich wieder anschlossen: von 1065 Wegreifenden sondern auch noch weitere Industriezweige der Vernichtung und hauptsächlich durch das Verhalten des Verbandes der Maurer" traten 586 oder 55,6 Proz( gegen 52, 41 und 20 Prog. entgegenführen wird. awei wieder eingegangen. Es sind das die Orte Bartenstein und in den früheren Jahren) als Zureisende wieder bei. In den Kollegen Deutschlands! An die Gewehre! Es gilt so- Treptow a. d. T. Es iſt in allen Orten außer Königsberg eine beiden Berichtsjahren hat der Verband 3372 dauernde und 128 574 In Königsberg i. Pr. ist die Aushilfsstellen vermittelt. Nach den ortsüblichen Gebühren hätte fortiges Handeln! Jede Verzögerung bringt Gefahr! An Mitgliederzunahme zu vermerken. die Leiter der Kommissionen, der Bezirke Mitgliederzahl durch das Gebaren der dortigen christlichen Organi- für diese Stellen mindestens die Summe von 87 176 W. an die gewerbsmäßigen Stellenbermittler gezahlt werden und Orte richten wir die dringende Auf- fation geringer geworden. Der Kampf gegen die letzteren wurde in der früheren forderung, die Agitationsarbeit durch Ein Reifen unternommen, außerdem find von den einzelnen Agitations- Weise weitergeführt. Die Geschäftsleitung hat im Laufe des Jahres nach 72 Drten müffen. Biele Stellenbermittler zahlen die geringen berufung von Versammlungen, durch Rückteifen tommissionen noch 54 Orte besucht worden. Bolizeistrafen, wenn auf Anzeige des Verbandes Bestrafung erfolgt und. sprachen mit den in Frage kommenden Reichs- Außer acht Rundschreiben gelangten zwei Flugblätter, bier ver- fegen ihre gefezwidrigen Machenschaften ungeniert fort. Die Stellen tagsabgeordneten unter Hinzuziehung der schiebene Sanbzettel und 818 Briefe, 71 Starten, 165 Drudsachen, vermittler haben sich zu einem Bunde zusammengeschlossen, sie beArbeiterkartelle der betreffenden Orte und 16 Batete und 23 Geldsendungen zur Verschickung. An die Geschäfts- kämpfen die unabhängigen Organisationsbestrebungen der Gehülfen Bezirke usw. sofort in Angriff zu nehmen. leitung famen 442 Briefe, 72 Starten, 6 Depeschen, 20 Drucksachen, in Hamburg und anderwärts durch schwarze Liften. Gegen die ge Die Zentralfommission der Tabafarbeiter Deutschlands. 4 Bafete und 78 Geldsendungen. Die Kosten der mündlichen werbsmäßigen Bureauchefs" des Kellnerbundes und des Genfer hatte der Verband ebenso anzufämpfen tie Karl Butry. Mar Kiesel. Agitation betrugen 2089,77. An Streit und Maßregelungs- Verbandes Mar Müller. unterstützung wurden im Jahre 1905 gezahlt im eigenen Beruf gegen die eigentlichen Stellenvermittler, von denen jene sich nicht Friz Sperber. 18 748,25 M., für andere Berufe 2763,50 M., in Summa 21 511,75 unterscheiden. Die Wiesbadener Arbeitsnachweistonferenz, Arbeiterfreundliche Blätter werden um gefälligen Abdruck Mart. Die Abrechnung, welche der Staffierer Saufmann gab, die im November, stattfand und an der auch Regierungsvertreter D. D. ergab als Einnahme 14 066,15. Rechnet man den Bestand vom teilnahmen, hat ein ungeheures Material gegen die Stellenvermittler 1. Dezember 1904 hinzu, so ergibt sich eine Einnahme von 19 256,57 zutage gefördert. Die Gutachten, die zurzeit von den HandelsMart. Dieser steht eine Ausgabe von 12475,68 M. gegenüber. fammern an das preußische Ministerium des Innern eingefordert M. werden, werden als Ergebnis der Wiesbadener Konferenz zu be Der Streik im mitteldeutschen Braunkohlenbergbau. Bleibt ein Bestand von 6780,89 m. Der Bestand in den Ortsvereinen beträgt 79 717,- M., der trachten sein. Der Ausschuß des Berliner Gewerbegerichts hat der Geschäftsleitung 6780.89 M. Bleibt ein Vermögensbestand in eine Erklärung ausgearbeitet und der Regierung eingereicht. Da Summa von 86 497,89. die Gehülfenvertreter bei den Arbeitgeberbeifißern des Ausschusses W. Boerner. gebeten. 3eiß, 25. April.( Eig. Ber.) Das Ergebnis des heutigen Tages ist, daß auch die Belegschaft der Grube„ Naumburg" ausständig geworden ist! Die genauen Zahlen lassen sich bis jetzt noch nicht angeben, sicher aber ist, daß mit der Nachtschicht 120-150 Mann zu den Streitenden stoßen. Um die Bedeutung des Ausstandes gerade dieses Werkes zu verstehen, ist es nötig, einiges hier anzuführen. Die Art, wie man es berstanden hat, die Arbeiterschaft der allen Drten eine 8ich och gab nun den Bericht vom 7. Kongreß der Freien Ver- nicht das gewünschte Verständnis fanden, hat die Hauptverwaltung einigung deutscher Gewerkschaften. Die Delegierten erklärten sich des Verbandes die von den Arbeitervertretern empfohlenen Anträge durch die Annahme folgenden Antrages mit den dort gefaßten der Regierung in einer besonderen Eingabe unterbreitet. Beschlüssen einverstanden: Die Konferenz der Freien Vereinigung Die Hoffnung des Grafen Posadowsky, das Verständnis der der Maurer Deutschlands nimmt mit Freuden Stenntnis von den Gastwirte gegenüber der Bundesratsverordnung zum Beschlüssen des 7. Kongresses der Freien Vereinigung deutscher Schutze der Angestellten werde mit der Zeit wachsen, hat sich nic «fom. Auch in den beiden verflossenen Jakjren vnben sie Eingaben über Eingabe» zur Beseitigung oder Verschlechterung der Ver- ordnung an die Regierung gesandt. Auch die Handelskammern wurden diesen reaktionären Zwecken dienstbar gemacht. In den Parlamenten fanden die Ilnternehmer volle llnterstiitzung bei den konservativen Parteien, aber auch bei den sogenamilen liberalen. Man denke an die Rede des freisinnigen Abgeordneten Crüger. Im Reichstag hatten die Herren keinen Erfolg; darnm ver- legten sie ihre Opposition gegen das bißchen Arbeiterschutz «n den preußischen Landtag, von dem die Vertreter der Arbeiter durch ein plutokratischeS Wahlsystem ausgeschlossen sind. ES war der Junker Gamp, der sich besonders der Gastivirte an- nahm. Auch hier lautete die Antwort der Regierung abweisend, ober weniger bestimmt als im Reichstage. Der RegicrimgSvertreter äußerte sich dahin, daß die bisherigen Abäuderungsvorschläge„un- geeignet" seien. Jene fortwährenden Treibereien veranlaßten die Hauptverwaltung des Verbandes, eine Petition an den Bundesrat und den Reichstag zu richten, worin gemäß den Beschlüssen des borigen Verbandstages folgende Forderung aufgestellt wurde: ..Festlegung des Ruhetages durch das'Gesetz für samt- l i ch e tm Gastwirtsgewerbe angestellten Personen. Im besonderen wird beantragt den§ lOL? der Gewerbeordnung dabin abzuändern, daß allen Angestellten im Gastwirtsgewerbe an Stelle der Sonntagsruhe ein Ersatzruhelag von 36 Stunden an einem Werktag einer jeden Woche zu gewähren ist."— Diese Eingabe rst bereits in der Petitionskonimission des Reichstages verhandelt worden, und diese hat sie dem Reichskanzler als Material über- wiesen.— Die Mängel, die sich bei der Kontrolle über die Durch- führung der Bundesratsverordnung seitens der Behörden heraus- gestellt haben, veranlaßten die Hauptverwaltung, sich in einer Eingabe an daS Reichsamt des Innern zu wenden. Diese Petition ist auch an sämtliche Gewerbeinspektoren im Reiche gesandt worden lieber die Gültigkeit der BundeSratsverordnung für die Nestau- rationsbetriebe auf den R h e i n d a m p f e r n gingen die Ansichten der Behörden auseinander. Auf dem letzten Verbandstage wurde eine Resolution angenommen, die die Reichsregierung ersucht, Maß- nahmen zu treffen, um auch den Kellnern, Köchen usw. auf den Rheindampfern die Vorteile der Verordnung zuteil werden zu lassen. Im hessischen Landtage ersuchte der Abg. Adelung die Regierung in dieser Beziehung um Meinungsäußerung. Geheimer Regierungsrat Braun erklärte hierauf, daß die Bundesratsverordnung ans die Restanrationsbetriebe der Rheindampfer Anwendung ftnde, die Kontrolle über die Einhaltung der Bestimmungen habe in jenen Städten zu erfolgen, an denen die Schiffe anhalten. Die deutsche Rechtsprechung ist in den letzten Jahren mehr und mehr zu der Auffassung gelangt, daß die Restaurations- betriebe auf den Bahnhöfen Teile des Eisenbahnbetriebes seien, auf sie also die Bestimmungen der Gewerbeordnung keine An- wendnng finden. Damit wäre auch die Bundesratsverordnung zum Schutz der Gastwirtsgehülfen für die Bahnhöfe außer Kraft gesetzt. In der Tat hat der preußische Eisenbahnminister und nach ihm der sächsische sich auf die Entscheidungen der Gerichte berufen, dann aber die Direktionen angewiesen, daß die BundeSratsverordnung in den BahuhofSrestanrationen„sinngemäß" anzuwenden sei. Durch einen Federstrich ist damit das bißchen Arbeiterschutz, um das ein volles Jahr- zchnt gekämpft wurde, für die Gastwirtsgehülfen auf den Bahnhöfen zu uichte gemacht. Weder die Polizei noch die Gewerbcinspektoren haben für die Folge in den Bahnhofsbetricben etwas zu suchen, und die Ge- hülfen haben keinen durch das Gesetz vorgeschriebenen Schutz. Mit zynischer Offenheit haben die Bahnhofswirte auf ihrem Verbands- tage erklärt, daß sie die BundeSratsverordnung bisher nicht erfüllt habe». Wie eine arge aber gerechte Verspottung des Eisenbahn- Ministers klingen die Worte des Verbandssekretärs der Bahnhofs- Wirte, der beantragte, dem Herrn Minister ins Gedächtnis zu rufen, daß ja auch in dessen eigenem Ressort die Arbeiter in recht hohem Maße durch überlange Dienstzeit angestrengt werden.— Die Organisation der Gastwirtsgehülfen wird dafür zu sorgen haben, daß den Angestellten der Bahnhofswirtschaften der nämliche Schutz zuteil wird wie den Angestellten in Hotels usw. Von regelrechten Lohnbewegungen kann im Gastwirts- gewerbe noch garnicht gesprochen werden. Wohl ist es schon hier und da, namentlich bei Ausstellungen und anderen großen Ver- anstaltungen zu Arbeitseinstellungen gekommen. In den allermeisten Fällen hat es sich dabei aber nicht um Lohnforderungen gehandelt, nicht um regelrechte, planmäßig organisierte Streiks, sondern um spontan ausgehende Unzuftiedenheit mit der elenden Lage, der un- würdigen Behandlung; es war eine Revolte der Unterdrückung und Ausbeutung. Der Kassenbericht weist eine Gesamteinnahme des Ver- bandcs auf von 135 360,89 M.. eine Ausgabe von 113 745,22 M. Das Vermögen des Verbandes beträgt 42 600 M. Die Kassen- Verhältnisse werden als durchaus zufriedenstellend bezeichnet. Die Schopenstehlkrawalle in Hamburg vor dem Schwurgericht. Hamburg, 26. April.(Eig. Ber.) Während im Laufe des gestrigen Nachmittages die zur Gruppe der sogenannten Rädelsführer gehörenden Angeklagten vernommen wurden, kommen heute die minder Beschuldigten an die Reihe. Der Angeklagte Rucks, der erst am 14. Februar in Haft geriet und er st nach dem 17. Januar dem Verbandeder Bau- und Erdarbeiter beigetreten ist, weil, wie er aussagt, er sonst keine Arbeit erhalten hätte, bezeichnet sich als parteilos. Eine Versammlung hatte er bis zum 17. Januar noch nicht besucht. In einer Wirtschaft habe er gehört, daß am Abend des 17. Januar auf dem Rathausmarkt etwas los sein würde. Er fei von der Menge in den Schopenstehl hineingedrängt und habe von Schutzleuten Säbelhiebe erhalten. An den Demo- lierungen und Plünderungen habe er sich nicht beteiligt, sondern er habe nur einige Uhrketten aus dem Rinnstein genommen. Zu einer Frau R. soll er gesagt haben, den Polizisten gegenüber sei er auch nicht blöde geiocscn. Die Folge dieser Renommisterci war die erst einen Monat später erfolgte Verhaftung. Der Angeklagte bestreitet die Angaben der Frau R. und behauptet, falsch verstanden zu sein; er habe nur gesagt, die Polizisten hätten feste dreingehauen. Der Lljährige Hafenarbeiter Donath ist Ende November 1905 dem Verbände der Hafenarbeiter beigetreten und hat am Nachmittag des 17. Januar gearbeitet, während seine in demselben Betriebe beschäftigten Kollegen an den Protefwersammlungen teilnahmen. Er soll stch dadurch der„P l ü n d e r u n g" schuldig gemacht haben, daß er eine Anzahl Korallenketten vor einem ausgeraubten Laden aufnahm und einem anderen Plünderer zwei Taseln mit Ringen aus der Hand riß. Als die Polizisten eine Attacke auf die „Barrikade am Schopenstehl ausführten, die aus einigen Bänken. einer Trinkhalle und etwas Gcrümpel bestand, soll er über diese „Barrikade" gestolpert und den Polizeibeamten in die Arme ge- fallen sein. Der Angeklagte bestreitet diese Angaben; er will gehört haben, wie ein Sckiutznmnn zu dem anderen sagte:„Wenn Du haust, dann ordentlich oder gar nicht." AuS Spaß und Renom- mistcrei habe er zu anderen Leuten gesagt, daß er auf die Schutz- leute mit Steinen geworfen habe. Einige Sachen, wie Ringe usw., die er cineni anderen aus Jucks aus der Hand genommen, ohne sich etwas gedacht zu haben, habe er später aus Furcht fortgcworfen. Der achtzehnjährige Schiffer Kadner hat keine Versammlung besucht. Abends ist er nach dem Schopenstehl gegangen, wo er das 5llirren von Scheiben hörte. Von einer Menschenmenge wurde er in das Schaufenster von Rosenboock hineingedrängt. Er gibt zu, einige Uhren an sich gciwmmen zu haben, die teils im Laden, teils auf der Straße lagen.' Als er die Uhren anderen Leuten zeigte, geriet er in Haft. Auf der Polizeiwache entdeckte man an seinen Händen Schnittwunden, die von zertrümmerten Ladenschciben herrühren sollen.. Ter Angeklagte Kloodt, 17 Jahre alt, hat bisher noch an keiner Versammlung teilgenommen und gehört auch keinem Verbände an. In der Nacht zum 18. Januar kam er in angetrunkenem Zustande nach Hause. Am anderen Morgen fand die Polizei in seinem Logis einige Sachen, die er auf dem Fischmarkt aufgelesen hat,„weil dies andere Leute ebenfalls taten". Der ebenfalls siebzehnjährige Schmiedelchrling Rehmers wird gleichfalls gefragt, ob er dem Verbände angehöre oder an einer Ver- sammlung teilgenommen habe, w a s c r v e r n e i n t. Er hat sich in der Menge befunden, bestreitet aber, mit Steinen geworfen zu haben. Als er sah, daß andere Leute etwas aus einem Uhrcnladen am Schopenstehl holten, habe er auch Uhren, Ringe usw. entwendet. Der 24jährige unorganisierte Hausknecht Johannsen bat am 17. Januar bis abends stach 9 Uhr gearbeitet. Auf die Kunde, daß am Schopenstehl etwas los sei, habe er sich mit anderen Personen nach dort begeben und Uhren und Krawattennadeln usw. aufgelesen, die er zum Teil für sich behalten, zum Teil verschenkt habe. Der achtzehnjährige Lagerarbeiter Korb sagt aus. er„quäle" sich weder um eiiicn Verband noch um eine Versammlung. Er soll sich an dem..Barrikadenbau" beteiligt, an der Plünderung mit- gewirkt und sich Gold- und Silbersachen angeeignet haben. Dieser Angeklagte soll ebenfalls mit feinen Taten renommiert haben, was ihm gleich anderen zum Verhängnis gereichte. Heute behauptet er, daß er nur ein Paket gefunden'habe, das er sofort wegwarf. Bon den Angeklagten Vluni, Jörn, Warnte und BarwiekS gehört nur Jörn einer Gewerkschaft lHafenarbeiter) an; in einer Protestversammlung ist keiner gewesen. Blum soll eine Schwarz- Wälder Uhr. Jörn Ringe, Manschettenknöpfe und eine silberne Uhr entwendet haben. Von diesen Gegenständen hat Warnke, welcher der Hehlerei angeklagt ist. zwei unechte Trauringe erhalten. Der An- geklagte Barwieks soll eine geraubte Uhr bekommen haben. Blum will erst nach Beendigung der Plünderung nach dem Schopenstehl gekommen sein, wo er von einem unbekannten Mann eine Schwarz- wälder Uhr bekam, mit dem Bemerken, er könne sie nicht ge- brauchen. Der Angeklagte JauSpims hat eine große Anzahl Sachen auf der Straße gesunden und ist einige Tage nach den Plünderungen verhaftet worden. Er erklärt, er habe nach Sachen gesucht, weil dies die„anderen" auch getan haben. Aus Anraten seiner Logis- Wirtin habe er die goldenen Uhren und Ringe am anderen Tage in die Alster geworfen. Der Angeklagte AngclStorp ist unorganisiert und hat an einer Versammlung nicht teilgenonimen. Nach Feierabend ist er nach dem Schopenstehl gegangen, wo er einen Säbelhieb bekam. Er gibt zu, eine große Anzahl Sachen auf der Straße gefunden zu haben, die er am nächsten Tage in die Alster warf. Der siebzehnjährige Laufbursche Warnemünde hat. wie er be- hauptet, von einem Knaben Goldwaren bekommen, wobei der Junge bemerkt haben soll:„Wir sind ja Sozialdemokraten; da, willst Du was haben?" Ter Angeklagte Hermann Warnemünde, ein Bruder des vorigen Angeklagten, hat ebenfalls Sachen erhalten und hat dann einen Selbstmordversuch gemacht. Beide W. gehören keiner Organisation an und haben keine Versammlung besucht. Der 19jährige Drewes ist ein Besucher der Kaschemmen und hat von der Existenz einer Organisation keine Ahnung, wie er auch nicht gewußt hat, daß am 17. Januar Versammlungen stattfanden. Er stellt in Abrede, sich in irgend einer Richtung strafbar gemacht zu haben. Einer Frauensperson soll er erzählt haben, er habe eine goldene Uhr geerbt. Die Angeklagten Linne, Brand, Heth, Schröder und Bantin, von denen die beiden elfteren der Plünderei, die übrigen wegen Hehlerei angeklagt sind, gehören keiner Organisation an und haben auch keiner Protestversammlung beigewohnt. Linne, der durch einen Säbelhieb schwer am Bein verletzt worden ist, hat eine große Anzahl Goldsachen mit in sein Logis genommen, von denen er Bantin einige Gegenstände schenkte. Er behauptet heute, die goldenen Uhren zu 2 M. das Stück von einem Unbekannten gekauft zu haben, während er in der Voruntersuchung ausgesagt haben soll, daß er die Sachen„gefunden" habe. Bantin gibt zu, Sachen auf der Straße gefunden zu haben. Die anderen Angeklagten von dieser Gnippe haben einige der gestohlenen Gegenstände gekauft und wollen sich nichts dabei gedacht haben. Die Angeklagten Bantin. Heth, Schröder und Linne haben bis zum 17. Januar sowie auch an diesem Tage bei einer Getreidefirma gearbeitet. Der zwanzigjährige Bauarbeiter Hardekopf erklärt, er sei noch nie in einer Versammlung gewesen, gehöre auch nicht dem Verbände an, wie er sich auch um dergleichen Dinge nicht gekümmert habe. Abends sei er, wie so viele Leute,»ach dem Schopenstehl gegangen und habe dort einige goldene Uhren gefunden. Er sei so stark angetrunken gewesen, daß er kaum wußte, was um ihn herum vor sich ging. Damit ist die Vernehmung der 30 Angeklagten beendet. Es wird nun die„politische" Seite der Vor- gänge erörtert. ES sollen sechs Beamte von der politischen Abteilung der Polizei vernommen werden über die Eindrücke, die sie in den vock ihnen überwachten Protestversammlungen am Nach- Mittage des 17. Januar gewonnen haben. Wachtmeister Pfretschner hat die von 3000 Personen besuchte Versammlung im„Viktoriagarten" im Stadtteil Barmbeck überwacht. Das Lokal iei überfüllt gewesen wie auch die Eingänge und die nächste Umgebung.„Ich muß gestehen: ich habe mich ge- tvunderl, daß die Versammlung so ruhig verlief: ich habe schon unruhigeren Versammlungen beigewohnt. Als Redner trat Abgeordneter Bömelburg ans. Eine Aufforderung, n a ch dem Rathause zuziehen, i st ni ch t e r f o l g t. Nach Schluß der Versammlung zer st reuten sich die Teilnehmer r u h i g n a ch a l l e u R i ch t n n g e n." Lorsitzender:„Wurde auf andere revolutionäre Be- wegnngen hingewiesen?" Zeuge:„Das weiß ich nicht. Eine Aufforderung zu Ungesetzlichkeiteir ist nicht erfolgt, sonst wäre ich e i n g es ch ritt en." Vors.:„Ist zum Kampfe aufgefordert worden?' Zeuge:„Ja, aber zum friedlichen." Staatsanwalt Irma»»:„Weshalb wurden die Versammlungen am Nachmittag einberufen?" Zeuge:„Das weiß ich nicht." Wie Wachtmeister Pohls, der die Versammlung in Hamm überwacht hat. hervorhebt, ist diese Versammlung sehr ruhig ver- laufen und der Redner, Bürgerschaftsmitglied Bartels, habe in sachlicher Weise die Wahlrechtsfrage behandelt. Wachtmeister Thomas hat die Versammlung in NotenburgSort überwacht. 3000 Personen befanden sich im Saal, über 1000 auf der Straße. In ruhiger Weise behandelten die Biirgerschafts- Mitglieder Stubbe und Ehlers die WahlrechtSvorlage und richteten die Aufforderung an die Versammelten, ruhig fortzugehen, den Polizeibeamten Folge zu leisten und Ausschreilungen zu vermeiden. Vors.:„Wurde nicht aus Rußland hingewiesen?" Zeuge:„Das weiß ich nicht mehr." Staatsanwalt Hollcndcr:„Ich verstehe nicht, wie Beamte, die hier als Zeugen geladen sind, nicht wissen können, um was eS sich handelt." Zeuge:„Ich wußte nicht, weshalb ich hrer erscheinen sollte." Staatsanwalt Jrmann:„Dann beantrage ich die Aussetzung der Verhandlung, damit die Beamten ihre Stenogramme einsehen. Ich verstehe das ebenfalls nicht." Das Gericht zieht sich kurz nach 4 Uhr nachmittag? zur Be- ratung zurück. Nach Verlauf einiger Zeit kehrt es zurück und vertagt die Sitzung auf morgen.__ Polizei, SchopknsttlMztsse nnd Velsammlnugsoerbote. Vor der Strafkammer IV des Landgerichts zu Hamburg hatte sich am Donnerstag der verantwortliche Redatteur des„Hamburger Echo", Gustav Wabersky, wegen Beleidigung der Polizeibehörde zu verantworten. In den Nummer» vom 20., 21. und 23. Januar des „Hamb. Eckio" sind Artikel erschienen, in welchen das taktische Ver- halten der Polizei bei den Schopenstehlexzesscn und die polizeilichen Versammlnngsverbote kritisiert werden. Die Artikel sind betitelt: „Der Aufruhr",„DaS Konkurrenzwettlaufen zwischen der Hamburger Polizei und der preußi- scheu" und„Die Räuber in den Abruzzen und die Polizei." In dem ersten Artikel werden die Exzesse als die Folge falscher polizeilicher Dispositionen bezeichnet und der Polizei der Vorwurf gemacht, das übelberüchtigte Kaschemmenviertel von polizeilichem Schutz entblößt zu haben, wodurch es den verbrecherischen Elementen ermöglicht wurde, ungestört ihren Räubereien usw.»achgehen zu können. Wenn man, heißt es darin, sähe, wie die Polizei im Bunde mit der Scharfmacher» eifrig bemüht sei, die Krawalle ini Sinne der Scharfmacher zu fruktifizieren und gegen die Sozialdemokratie auszu- schlachten, wenn man sähe, wie die Polizeibehörde in öffentlichen Bekannt« machungen in wahrheitswidriger Weise von„Ausschreitungen, Strai- taten und Auflehnungen gegen die öffentliche Ordnung im Anschluß an die sozialdemokralischen Versammlungen" spräche, dann möchte man sast auf den Gedanken kommen, daß diese Ausschreitungen ge- wissen Leuten gar nicht ganz unangenehm gewesen wären. Höchst merkwürdig sei es. daß die Polizei, die doch sonst bei harmlosen Dingen mit Verhaftungen nicht sparsam ist, hier so wenig Erfolg hatte mit der Verhaftung von Exzedenten. In dem zweiten Artikel wurde die Weise kritisiert. in welcher die Polizeibehörde mit ihren Versammlungsverboten vorging. Im dritten Artikel wird auf eine Eingabe der geschädigten Ge- schäftsleute, abgedruckt im„Hamburger Korrespondent", hingewiesen, in der sie eine Entschädigung aus Staatsmitteln verlangten, weil der Schopenstehl in der kritischen Zeit etwa eine Stunde lang ohne genügenden polizeilichen Schutz gewesen sei, trotzdem die Polizei Kenntnis von der Zusammenrottung des Gesindels hatte, da? bald darauf die Gewalttaten in den Parterrelokalitäten verübte." Die Anklage ist aus den ZZ 185 und 186 erhoben. Der Angeklagte Wabersky gibt zu. daß die Artikel scharf ge- halten seien, was sich aus der erregten Stimmung jener Tage erklärt. es sei eben sein gutes Recht als Sozialdemokrat und Hamburger Bürger, die Behauptung der Polizei, daß die Schapen- stebl-Exzene mit der Sozialdemokratie in Verbindung stehen, energisch zurückzuweisen. ES wird sodann die Frage erörtert, ob die als Zeugen ge- ladenen Polizeibeamten— ein Hauptmann, ein Leutnant und zwei Wacktmeister— vernommen werden sollen. Dabei führt der Staats- anwalt aus: es sei zugegeben, daß der Schopenstehl einige Zeit ohne polizeiliche Bewachung gewesen sei, weil die gesamte Schutzmannschaft durch die Umzüge der Wahlrechtsdemonstranten anderwärts nötig gewesen und dort fest- gehalten sei. Es wird sodann Polizeihauptmann Geestefeld vernommen, der die Maßnahmen der Polizei am Abend des 17. Januar als der Sachlage entsprechend bezeichnet. Um die Würde der Bürgerschaft, deren Beratung um 7 Uhr begann, zu wahren, habe er, Zeuge, die Polizei zusammenziehen und die Menge von der RathauSgegend zurücktreiben lassen müssen. Die den Schopenstehl abpatrouillierenden Polizei- beamten seien von der Menge zurückgedrängt worden, worauf die Straßenlaternen ausgedreht und die Plünderungen und Demo- lierungen vorgenommen wurden. Auf die übrigen polizeilichen Zeugen wird verzichtet. Der Staatsanwalt hält den Gesamtcharatter der Artikel für schwer beleidigend. Die Gewalttätigkeiten seien doch im Anschluß an die Versammlungen passiert, denn hätten diese nicht stattgefunden, dann wären die Exzesse nicht passiert. Das sei doch sonnenklar. Die Polizei habe nichts als ihre Pflicht getan, wenn sie durch ihre Versammlungsverbote den Massen die Gelegenheit genommen habe, neue Ruhestörungen zu verüben. Die ganze Wahlrecht?- demonstration habe einen verbrecherischen Charakter gehabt, �und wenn die Arrangeure nicht hinter den Kulissen geblieben wären, hätten sie eigentlich auf Grund des Gesetzesparagraphen an- geklagt werden müsien, nach dem diejenigen Personen ins Zuchthaus kommen, die es unternehmen, eine gesetzgebende Versammlung mit Gewalt zu beeinflussen. In dem ersten Artikel liege eine Be- leidignng wider besseres Wiste» vor, in den andern Artikeln einfache Beleidigung. Das ganze Vorgehen des„Echo" sei frivol. Und eS müsse den Herren, die an den maßgebenden Stellen im„Echo" säßen, einmal nachdrücklichst vor Augen geführt werden, daß Gesetz und Recht noch auf sie angewandt würde» in aller Schärfe. Da Geld- strafen nicht den Angeklagten träfen, sondern im Gegenteil noch eine Zuwendung an den An- geklagten für die ausgestandene Angst bedeuten würden, so halte er eine Gefängnis st rafe von sechs Monaten für angebracht. Der Verteidiger Dr. Suse beantragt in längerer Rede die Freisprechung des Angeklagten. In keinem der drei Fälle liege eine strafbare Handlung vor, allerhöchstens involviere der zweite Artikel eine ganz geringfügige formale Beleidigung. Unverständlich sei das hohe Strafmaß, denn es müssen die aufregenden Zeiten berücksichtigt werden, die das Wort nicht so destillieren lassen wie in ruhigen Zeiten. Nach mehrstündiger Beratung verurteilt das Gericht Waierski, wegen verleumderischer und einfacher Beleidigung in je einem Falle zn fünf Moiiatc» Gefängnis und 300 M. Geldstrafe. Wegen des dritten Artikels wurde aus Freisprechung erkannt. Gerickts-Leitung. Der Exzeß eines ehemaligen Schutzmanns war die Vorgeschichte zu einer Anklage tvegen wissentlich falscher Anschuldigung, die gestern vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts I zur Ver- Handlung kam. Auf der Anklagebank mußte der ehemalige Schutz- mann Wilhelm Dauer Platz nehmen. Der Angeschuldigte trat, nachdem er als Sergeant aus dem Militärdienst ausgeschieden war, bei der Berliner Schutzmannschaft ein. Hier mußte er jedoch nach kurzer Dienstzeit wegen verschiedener Vorkommnisse den Dienst ver- lasten. Zurzeit ist der Angeklagte Kutscher.— Am 7. August v. I., nachts gegen zwölf Uhr, kam D. aus dem Tanzlokal von Müller in der Elsasferstraße und benahm sich auf dem Straßendamm so an- stößig,_baß der Schutzmann Kiesling feine'Feststellung vornahm. „Was Sie O... sind, bin ich schon lange gewesen," und ähnliche Redensarten gebrauchte der Angeklagte, ohne im mindesten die Auf- forderung des Sckwtzmanns, ihm zur Wache zu folgen, zu beachte». Als ihn der Beamte mit Gewalt zur Polizeitvache bringen wollte, stemmte sich der Angeklagte mit den Füßen gegen den Erdboden, schlug mit den Fäusten um sich und versetzte seinem ehemaligen Kollegen mehrere Fußtritte vor den Leib. Kiesling machte von seinem Säbel Gebrauch, weil der Angellagtc arg auf ihn eindrang. Dauer erhielt einen Säbelhieb über den �Kopf, durch den er kämpf- unfähig gemacht wurde. Trotz dieses Sachverhalts erstattete der Angeschuldigte gegen den �chutzmairn Kiesling Anzeige wegen Körperverletzung. Das Verfahren wurde einstweilen ausgesetzt bis zur Erledigung der Strafsache gegen D. wegen Beleidigung und Widerstands gegen die Staatsgetvalt. Wegen dieser Vergehen wurde der Angeklagte vom Schöffengericht zu 50 M. Geldstrafe verurteilt. Nunmehr wurde der>spieß umgedreht und von der Staatsanwalt- sehnst das vorliegende Verfahren wegen wissentlich falscher An- schuldigung eröffnet. Vor Gericht bestritt der ehemalige' Schutz- mann Dauer, sich irgendwie schuldig gemacht zu haben. Nach um. fangreicher Beweisaufnahme erachtete das Gericht für festgestellt, daß D. in frivoler Weise die Anzeige gegen den Beamten erstattet hatte. Bei Abmessung des Strafmaßes nahm der Gerichtshof als be- sonders straferscküvercnd an, daß der Angeklagte frübcr selbst Schutz. mann gewesen war. Das Urteil lautete auf zwei Monate G c. f ä n g n i S._ Koloniales„Gewohnheitsrecht" zu prügeln. Die Mißhandlung von Negern in Deutschost. a f r i k a bildete gestern den Gegenstand eines Strafprozesses, der die erste Strafkammer de? Landgerichts II unter Vorsitz des Land- Verfammlungen. leute doch, in diesem Falle nicht Gleiches mit Gleichem zu vergelten, sondern gewährten den Vertretern der Hirsch- Dunckerschen bereitwilligst den erbetenen Zutritt. Stusche schilderte hierauf eingehend die Ursachen und den bisherigen Verlauf des Frankfurter Streiks und wies an der Hand eines erst jüngst im Vorwärts" behandelten unanfechtbaren Tatsachenmaterials nach, daß sich die Hirsch- Dunderschen aus purer fleinlicher Eigensucht wieder einmal eines schmählichen Verrates gerichtsrats Hellwig beschäftigte. Wegen gefährlicher Körperberlegung war der Plantagenbesizer Mis mahl aus Mbua in Deutschostafrika angeklagt. Der Angeschuldigte ist in Gemeinschaft Eine Bertrauensmännerversammlung des Holzarbeiter mit zwei Brüdern Besizer einer großen Plantage, die mehrere verbandes, die außerordentlich stark besucht war, wurde am Meilen von Tanga in Ostafrika entfernt liegt. Die Farm der Donnerstag in Kellers großem Saal abgehalten. Ueber den ersten Gebrüder Mismahl soll von den eingeborenen Negern nur mit Punkt der Tagesordnung: gewisser Scheu betrachtet worden sein. Denn allzu häufig soll der Stellungnahme zur Maifeier, Angeklagte, der überaus gefürchtet wurde, seinem Aufseher die Worte in der Bangalasprache„ tuko mibale namitans"( fünfund- referierte der Zahlstellenvorsitzende Glode. Redner führte dazu an den Arbeitskollegen des Verbandes schuldig gemacht haben, inzwanzig) zugerufen haben, die bedeuten, daß einem der arbeiten- etwa folgendes aus: Eigentlich erübrige es sich, vor den Vertrauens- dem sie bei der Aussperrung stehen blieben und für die Unternehmer den Neger fünfundzwanzig Hiebe mit der Nilpferdpeitsche auf- leuten der Berliner Holzarbeiter noch viel darüber zu sprechen, die willkommenen Rausreißer spielen. Doch nicht genug hieran, gezählt werden sollen. Wie die Anklage behauptet, soll sich der wie sie sich wohl zur diesjährigen Maifeier stellen würden. Schon bermitteln sie jest auch noch Streitbrecher nach Angeklagte in zwei Fällen der Mißhandlung gegenüber den ein- seit Jahren handeln die Berliner Mitglieder des Holzarbeiter Frankfurt. Ein Sekretär des Gewerkvereins, namens Mar geborenen Arbeitern schuldig gemacht haben. Der Arbeiter Mango verbandes nach dem Grundsatz, den 1. Mai durch absolute Biemer in Landsberg a. W., ist nicht nur selbst als Arbeitswar bei dem Angeklagten auf drei Monate zur Arbeit auf der Arbeitsruhe zu feiern. Dieser Gedanke ist ihnen schon williger in Frankfurt tätig, er hat auch obendrein noch eine regelFarm verpflichtet worden. Nach Ablauf dieser Zeit war der Neger förmlich in Fleisch und Blut übergegangen; er ist gewissermaßen rechte Streitbrecheragentur aufgemacht und sucht ſeit froh, in sein Heimatdorf zurückkehren zu können. Er wurde jedoch zur Selbstverständlichkeit geworden. Nun habe sich aber im vorigen ungefähr acht Tagen durch Annoncen in den verschiedensten Zeivon dem Angeklagten zurückgehalten mit der Angabe, Mango habe Jahre auf dem Gewerkschaftstongreß zu Köln gezeigt, tungen Tischler, Drechsler, Polierer, Bildhauer und Maschinensich auf sechs Monate verpflichtet. Als der Neger trotzdem den daß eine nicht unbeträchtliche Zahl einflußreicher Gewerkschafts- arbeiter für dauernde und lohnende Afford- und Lohnarbeit nach Dienst verließ, wurde er von M. nach einer längeren Jagd feft- vertreter in verblüffend schroffer Weise gegen die Maifeier Frankfurt a. O." genommen. Wie durch die Ermittelungen des Bezirksgerichts in Propaganda zu machen versuchte. Ja man könne in diesen Kreisen Gegenüber der vernichtenden Kritik Stusches schnitten die Tanga festgestellt worden ist, wurde Mango auf der Farm von den geradezu von einer Anti- Maifeierbewegung sprechen.„ Generäle" Schumacher und Bambach in ihrer lendenlahmen Brüdern des Angeklagten an Kopf und Füßen festgehalten, während In aller Erinnerung seien ja noch die Aeußerungen des Haupt- Berteidigung geradezu kläglich ab. Gin dritter Vertreter des dieser selbst mit einer Nilpferdpeitsche unbarmherzig auf den vorsitzenden vom Zimmererverband und verschiedener Vertreter des Gewerkvereins, namens Rust, aber erklärte rund heraus, wenn nadten Körper des Schwarzen losschlug. Der Arbeiter Gundja Metallarbeiterverbandes. Aber auch von Vertretern des Holz- die Hirsch- Dunckerschen nicht stets von vornherein auch zu den Vorsollte dem Angeschludigten einige Kartoffeln gestohlen haben. Er arbeiterverbandes sind auf dem Kongreß Aussprüche über die Mai- beratungen über eine Lohnbewegung, ganz gleichgültig, wieviele von crhielt hierfür, nachdem ihm durch fünf Hiebe ein Geständnis feier getan worden, die einen bedauerlichen Mangel an Verständnis ihnen in Frage kämen, als gleichberechtigte Organisation hinzuabgepreßt worden war, weitere zehn Hiebe mit der Nilpferdpeitsche für das große ideale und auch agitatorische Moment, das der Mai- gezogen würden, dann würden sie auch in Zukunft überall genau so auf den nackten Rücken. Vor Gericht gab Mismahl zu, die beiden feier innewohnt, zutage treten ließen, Aussprüche, die unter keinen handeln wie jebt in Frankfurt a. O. Neger geschlagen zu haben. Er behauptete jedoch, daß jedem Umständen zu billigen seien.( Rufe: Bravo! und Sehr richtig!) Es ist nur zu erklärlich, daß diese Ausführungen den tiefften Farmer in den Kolonien eine gewisse Strafgewalt zustehe, um Angesichts dessen erwachse den Berliner Holzarbeitern diesmal die unwillen der ganzen Versammlung hervorriefen. Sämtliche Ver feine Autorität zu wahren.( 1) Der über diesen Punkt vernommene deppelte Pflicht, klar und unzweideutig ihre Stellung zur bandsredner nagelten das ehrvergessene Verhalten der GewerkRegierungsrat v. Spalding bekundete, daß unter den Ansiedlern Maifeier nochmals zu präzisieren und der Deffentlichkeit zu zeigen, bereinsvertreter denn auch gebührend fest. Die Versammelten in Ostafrika sich das Gewohnheitsrecht herausgebildet haben, kleine daß sie nicht gewillt find, an dem Prinzip der waren sich völlig darin einig, den Hirsch- Dunderschen gegenüber Vergehen der eingeborenen Arbeiter, wie Ungehorsam, Trunksucht Arbeitsruhe am 1. Mai auch nur im entferntest en bon jest ab die Taktik gänzlicher Nicht beachtung anusw. sofort durch die Prügelstrafe zu ahnden. Diebstähle und rütteln zu lassen. Es sei einfach nicht wahr, daß wie zuwenden. Es sei eben ihr altes gewerbsmäßiges Metier, den ähnliche Vergehen unterſtänden jedoch der Beurteilung des Bezirks- mehrere Vertreter des Metallarbeiterverbandes behaupteten die Verbandskollegen bei Lohnkämpfen in den Rüden zu fallen. Gine gerichts. Auf Grund dieses Gutachtens verurteilte das Schöffen- Masse der Arbeiter für den Maifeiergedanken noch nicht reif sei. Ausnahme von der Regel machen sie nur dort, wo sie es notgericht in Köpenick den Angeklagten zu 100 M. Geldstrafe. Das Der Umstand, daß im vorigen Jahre nur zirka 17 000 Metallarbeiter gedrungen müssen. Also mögen sie auch in Zukunft bleiben was Verfahren selbst war in Tanga eröffnet worden, dann aber, ale in Deutschland durch Arbeitsruhe an der Maifeier teilgenommen sie sind- Streifbrechervereine ordinärster Sorte. M. seinen Wohnsitz nach Deutschland verlegte, die Sache einem haben, beweise durchaus nicht die Verständnislosigkeit und Unlust Wegen inzwischen vorgerückter Zeit wurde die Erledigung der hiesigen Gericht überwiesen. Der Verteidiger machte in der Be- der Massen zur energischen Durchführung der Feier. Im Gegen- übrigen Tagesordnung bis zur nächsten Versammlung verschoben. rufungsinstanz Bedenken über die Zuständigkeit des verhandelnden teil, fie liefere nur den Beweis dafür, daß der Metallarbeiters Gerichts geltend. Der Gerichtshof tam nach längerer Beratung verband trok seiner großen Mitgliederzahl innerlich noch Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen infolge der Kompetenzbedenken des Verteidigers nicht zu einem nicht genügend erstarkt sei, um sich den 1. Mai als Markthallen- Direktion. Rindfleisch Ia 66-69 pr. 100 Pfund, IIa 56-65, endgültigen Resultat. Es wurde deshalb auf nächsten Donnerstag Feiertag zu erkämpfen. Freilich lägen die Verhältnisse in der IIIa 52-55, IVa 42-50, engl. Bullen- 00-00, dän. Bullen- 00-00, ein Publikationstermin angefeßt, in welchem das Urteil verkündet Metallindustrie etwas anders wie in der Holzindustrie und im holl. Bullen- 00-00. Kalbfleisch. Doppelländer 105-120, Ia 85-95, werden wird. Hammelfleisch Ia 60-70, IIa 54-60. Baugewerbe, deshalb sollen auch durchaus nicht die Schwierigkeiten a 70-82, IIIa 56-68. zur Durchsetzung der Arbeitsruhe daselbst verkannt werden. Aber Schweinefleisch 63-69. Kaninchen 0,40-0,60. Hübner, alte, Stüd 1,40-2,20, alte per Pfd. 0,00, junge, per Stück 1,60-1,80. Tauben, junge es lasse sich auch nicht leugnen, daß die Leitung 0,55-0,65, alte 0,50. Enten, junge, per Stüd 0,00-0,00, ber Pfd. des Metallarbeiterverbandes für die Propa 00-00, ruff, gejr. per Stüd 00-00. Gänse, junge, per Bid. 0,80-1,10, gierung der Maifeier unter seinen Mitgliedern ruff. per Bid. 0,00-0,00. Hechte 95-113, Schleie 109-120. Bleie 56, matt nur sehr ungenügend agitiere. Die Besorgnis vor finanzieller 00-00. ale, groß 97-100, mittel 00-00, flein 00-00, unfortiert 70. Inanspruchnahme der Organisation durch Gegenmaßregeln des Plößen 40-42. Flundern, pomm. II, p. Schod 4-8, Sticler, Stiege Ta Unternehmertums wegen der Arbeitsruhe am 1. Mai fönne und 4-7, do. mittel, per Stifte 3-4, do. Klein, per Stifte 00-00. schwed. per Wall 0,00, norw. 0,00, holländ. 2-2,50, Stieler 2-4, engl. dürfe in dem Verhalten der Gewerkschaften nicht ausschlaggebend 0,00. Aale, groß, per Bfb. 1,10-1,30, mittelgroß 0,80-0,90, flein 0,50-0,60. sein, zumal die Unternehmer die Frage der Maifeier offen heraus Sprotten, Stieler, 2 Wall 2,00, Gib- per ifte 0,00-0,00. Sardellen, zu einer direkten Machtfrage stempeln. Wohin solle das 1902er, per Anfer 76,00, 1904er 74,00, 1905er 70,00. Schottische Bollheringe Proletariat denn kommen, wenn es sich durch ein Stirnrunzeln 1905 00-00, large 40-44, fall. 36-38, med. 33-35, deutsche 37-44. des Unternehmertums oder auch durch Machtproben desselben in Heringe, neue Matjes, per 2, Tonnen 60-120. Hummern, Ia, 100 Pfd. der Verfolgung seiner hehren Jdeale beirren ließe. Doch daran 00-00. Streble, per Schod, große 00,00-00,00, mittelgroße 00,00, fleine 0,00, unsortiert 7,00-9,00. Eier, Land-, per Schod 00-00, frische 3,00. denke die Masse der Arbeiterschaft auch gar nicht, wenn nur ihre Butter per 100 Bfund, Ia 117, Ila 112-116, IIIa 109-111, abVertreter nicht zu vorsichtig und fleinmütig würden. An den Ver- fallende 108-112. Saure Gurken, Schod 3,50-4 M., Bieffergurken 3,50-4 m. tretern der Berliner Holzarbeiter aber liege es heute, unzweideutig Startoffeln per 100 Bfb. magn. bon. 2,10-2,35, rote Daberiche 2,00-2,20, zu dokumentieren, daß sie hinsichtlich der Maifeier durchaus auf runde weiße 1,80-2,00. Birfingtohl per Schod 0,00-00,00. Beißtobl dem Standpunkte stehen, den der Parteitag in Jena flar und per 100 Bfd. 5,50-6,50, Rotfobl per Schock 00-00, 50. 16-24. präzise zum Ausdruck gebracht hat.( Lebhafter Beifall.) Ohne Grünkohl, per 100 Bfb. 12-15. Rüben, weiße 00-00, Teltoiver 00-00. Debatte wurde sodann folgende Resolution einstimmig an- Stohlrüben, per Schod 2,50-4,50. genommen: Erscheinen vor dem Armenamt aufzufordern? Hat die Polizei das Recht, unter Androhung von Strafe zum Das Waisen- und Armenamt von Frankfurt a. M. forderte den Weißbindermeister Görg auf, in seinen Geschäftsräumen zu erscheinen und in der Unterstützungsfache seines Sohnes eine Ausfunft zu erteilen. Da Görg nicht tam, so wandte sich das Armenamt an den Polizeipräsenten mit dem Ersuchen, Görg durch eine Verfügung zum Befolgen der Aufforderung anzuhalten. Darauf erließ der Polizeipräsident an Görg eine polizeiliche Verfügung dahin, in jener Unterstützungssache des Sohnes in den Geschäftsstunden des Armenamtes dort zu erscheinen und die Auskunft zu geben, widrigenfalls eine Geldstrafe festgesetzt oder die zwangsweise Vorführung angeordnet werden würde. Görg griff die Verfügung durch Klage an und machte geltend, daß die Polizei nicht das Recht habe, jemand in einer Auskunftssache vorführen zu lassen, selbst in ihren eigenen Eichen nicht. Ihr stehe auch nicht die Befugnis zu, das Erscheinen einer Person bei einer anderen Behörde anzuordnen. Der Bezirks ausschuß wies indessen die Klage ab. Begründend wurde aus. geführt: Das Waisen- und Armenamt habe den Kläger in der Sache seines Sohnes vorladen können, und als er nicht fam, sei es befugt gewesen, die Polizei um Hülfe anzugehen. Die Polizei sei verpflichtet, den Armenverbänden bei gewissen Ermittelungen ( Seimatsverhältnisse, Aufenthaltsverhältnisse usw. betreffend) Sülfe zu leisten. Da sie durch ihre Beamten, denen gewisse Vortommnisse auf fraglichem Gebiete fehlten, dies nicht so gut fönne, Der zweite Punkt der Tagesordnung gestaltete sich zu einer wie das Armenamt selber, so habe der Polizeipräsident mit Recht bie angegriffene Verfügung erlassen. Auf die Berufung des Generalabrechnung mit den Hirsch- Dunderfchen Generalverrätern Klägers hob das Oberverwaltungsgericht die Vorent- wegen deren schäbigen Verhaltens beim gegenwärtigen Tischlerscheidung am Dienstag auf und setzte die unberechtigte Verfügung streit in Frankfurt a. Oder. Bevor die Angelegenheit zur Bes des Polizeipräsidenten außer Kraft. Gründe wurden nicht versprechung kam, teilte der Vorsitzende mit, daß die Hirsch- Dundertündet. Sobald die Gründe veröffentlicht werden, werden wir schen Generalräte" Ba mbach und Schumacher brieflich den Wunsch geäußert hatten, ihr Verhalten in der bewußten Sache vor auf das wichtige Erkenntnis zurückommen. der Versammlung persönlich zu rechtfertigen. Obwohl nun diese selben Herren erst fürzlich dem Gauleiter Stusche vom Holzarbeiterverband den Eintritt in eine Frankfurter Gewerkvereinsversammlung schroff verweigert hatten, beschlossen die VertrauensFerdinand Bonns Für den Inhalt der Inserate Berliner Theater. übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 27. April Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Der Waffenschmied. Schauspielhaus. Die Duißows. Dentiches. Der Tartüff. Mitschuldigen. Westen. Schüzenliesel. Die Gastsp. d. Schlierseer Bauern- Ensembl. Conrad Dreher. Anf. 8 Uhr. In der Sommerfrisch'u. Sonnabend, Sonntag( zum letzten Male): In der Sommerfrisch'n. Sonntag nachm. 22 Uhr zu er mäßigten Breisen: Amerikaseppel. " Die Versammlung ist nach wie vor der Ansicht, daß nur durch strikte Arbeitsruhe die Feier des 1. Mai würdig gestaltet wird. Es ist deshalb Pflicht jedes einzelnen Vertrauensmannes, darauf hinzuwirken, daß alle Kollegen am 1. Mai die Arbeit ruhen lassen." Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilh. Th.) Freitag, abends 8 11 br: Freitag, abends 8 Uhr: Ueber unsere Kraft.( 2. Zeil.) Schauspiel in 4 Aufz, von Björnstjerne Björnson. Sonnabend, abends 8 Uhr: Weh' dem, der lügt. Sonntag, nach m. 3 116 r: Die Macht der Finsternis. Sonntag, abends 8 Uhr: Weh' dem, der lügt. Hans. Drama in 3 Aufzügen von Mar Dreyer. Büdlinge, Wasserstand am 25. April. Elbe bei Muffig+0,81 Meter, bei Dresden-0,62 Meter, bei Magdeburg+2,11 meter. 11n strut bei Straußfurt+1,95 meter. Dber bei Ratibor+ 1,72 Meter, bei Breslau Oberpegel+5,04 Meter, bei Breslau Unterpegel Weichsel bei bei Frankfurt+1,62 Meter. +3,60 Meter. War the bei Posen+0,62 Meter. Usch 0,00 Meter. -C Briefkaften der Redaktion. 0,88 Wieter, Brahemünde Nete bei G. 85. 1. und 2. Ja. 3. und 4. Das Unentbehrliche muß gelassen B. 100, werden. Was dazu gehört, ist von Fall zu Fall zu entscheiden. N. W. 6. Das ist möglich. Wette 1. In der A., F., O. Nein. K. M. Erkundigen Sie sich, ob die ArbeitsRegel in fünf Jahren. stelle, auf der Ihre Schwiegermutter arbeitete, einer Berufsgenossenschaft angehörte. Ist dies( wir nehmen es nicht an) der Fall, so soll Ihre Schwiegermutter einen Rentenanspruch bei der Berufsgenossenschaft geltend machen. R. 100. Da ein Grundstückstauf nur gültig ist, wenn er notariell oder gerichtlich geschlossen ist, so sind Sie zur Rückgabe verpflichtet. Urania Tauben. Abends 8 Uhr: str. 48/49. Aus dem Innern Ostafrikas. Sonnabend, abends 8 Uhr: Sternwarte Helden. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Zapfenstreich. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Haubenlerche. Neues Theater. Theater des Westens Metropol- Theater Anfang 7 Uhr. Westens Metropol- Theater Neues. Ein Sommernachtstraum. Ein Sommernachtstraum.( Station Zoolog. Garten), Stantstr. 12. Anfang 8 Uhr: Lessing. Kater Lampe. Schiller 0.( Wallner Theater.) Ueber unsere Straft.( 2. Teil.) Sonnabend: Caesar und Cleopatra. Sonntag: Ein Sommernachtstraum. Schiller N. Friedrich Wilhelm Kleines Theater. städtisches Theater). Hans. Berliner. In der Sommerfrisch'n. Komische Oper. Hoffmanns Er zählungen. Kleines. Der Unverschämte. Hille Robbe. Die Schlangendame. Nesidenz. Der Prinzgemahl. Zentral. Der Zigeunerbaron. Trianon. Loulou. Lustspielhaus. Die von Hochsattel. Thalia. Hochparterre links. Luisen. Der Verschwender. Metropol. Auf ins Metropol. Deutsch- Amerikanisches. Er und Ich. Kajino. Die Herren Söhne. Apollo. Elfentücke. Das bummelnde Berlin. Spezialitäten. Carl Weiß. Die Jagd ums Leben. Folies Caprice. Komiker Schnitzel. Dalles u. Co. Spezialitäten. Wintergarten. Spezialitäten. Belle Alliance. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Passage. Spezialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Anfang 8 Uhr. Der Unverschämte. Hierauf: Hille Bobbe. Connabenb: Der Unverschämto. Hille Bobbe. Die Schlangendame. Komische Oper. Freitag, den 27. April, abends 8 Uhr Hoffmanns Erzählungen. Sonnabend: Die schwarze Nina. Abends Freitag: 24. Borstell. im FreitagsFriz Abonnement. Schützenliesel. Berner a. G. Sonnabend nachm. 3 Uhr, fleine Preise: Hermann und Dorothea. Ab. 72 Uhr: Schützenliesel. Frit Werner a. G. Sonntag nachm. 3 Uhr halbe Pr.: Don Juan. Abends 7, Uhr: Schützenliesel. Frig Werner a. G. Montag: Der Freischütz. Alabendlich 8 Uhr: Anfang 8 Uhr. ! Anf- in's Metropol! Metropol! Große Jahresrevue mit Gesang u. Tanz in 9 Bildern v. Jul. Freund. Musik von Viktor Hollaender. Rauchen überall gestattet. Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Täglich 8 Uhr: Lustspielhaus. Sherlock Holmes Abenteuer ober: Die Jagd ums Leben. Die von Hochsattel. Englishes Senfations- Schauspiel mit Deutsch- Amerikanisch. Theater. Köpenickerstr. 67/68. Abends 8 Uhr: ER und ICH. Sonnabend, den 28. April, 8 Uhr: Gesang und Tanz in acht Bildern von J. For. W. Noacks Theater. Direftion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Sonntag naghm. 3 Uhr, erm. Br.ARME MÄDCHEN. Ein gebrochenes Herz. Hoffmanns Erzählungen. 8 Uhr: Die schwarze Nina. Apollo- Theater. Täglich 8 Uhr: Abends 8 Uhr: Aus dem Innern Elfentücke Ostafrikas. Spiel. Sternwarte, Invalidenftr. 57/62. Die glänzenden Spezialitäten. Zentral- Theater. Das bummelnde. Berlin. Sonntag, 29. April, nachm. 3 Uhr Leyte Nachmittags Vorstellung ( Operette.) 8 Uhr: Der Zigeunerbaron. bei bedeutend ermäßigten Preisen. Von Adolf Philipp. Sonnt. nachm. 3 Uhr, halbe Preise: Zum letzten Male: Ueber'n großen Teich. Boltsst. in 4 Aft. v. Ch. Birch- Pfeiffer. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Bf. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Jeden Sonnabend: Extra- Vorstellung! Luisen- Theater. Kasino- Theater Anfang 8 Uhr. Der Verschwender. Sonnabend: Robert und Bertram. Sonntag nachm.: Der Salontiroler. Abends: Robert und Bertram. Montag: Wilhelm Tell. ( Schluß der Saison.) Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr. Madame Bonivard. Borber das bunte Programmi. " Singvögelchen 2c. Sonntag 4 Uhr: Die Herren Söhne. Invalidenstr. 57/62. WINGDENTEN 765 Residenz- Theater. TORTAJADA Direktion: Richard Alexander. Heute zum 176. Male: Der Prinzgemahl. Liebestunit Anfang 8 Uhr. Sonnabend, 28. April, z. erstenmal: Komödie in 3 Aften v. Léon of und Michel Carré. Sonntag, 29. April, nachm. 3 Uh. Der Schlafwagen- Kontrolleur. Passage- Theater. Anfang 8 Uhr. Das originelle April- Programm. Lucie König Bortrags- Soubrette. Marka Freya, Excentrique. Teddi- Trio Trampolin- Aft. Ferner 14 neue Spezialitäten. Folies Caprice Budapester Possen- Theater Linienstr., Ecke Friedrichstr. Dalles& Co. Vorher: Komiker Schnitzel. Anf. 8 Uhr. Staffe d. ganz. Tag geöffnet. Vorvert. b. Wertheint. Spanische Tänzerin und Sängerin außerdem das glänzende April- Programm. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Gastspiel des Herrn Artur Winckler vom Thalia- Theater. Gestörte Flitterwochen. Volksstück in 3 Aften von Reiflingen. Anfang 8 Uhr. Kaffeneröffnung 7 11hr. Billett- Vorverkauf von 10 bis 2 Uhr an der Theaterkaffe. Sonntag: Gestörte Flitterwochen. Dresdenerstr. 97. Colosseum Sonnabend, 28. April: jähriges: ===== 25 Bühnen- Jubiläum des beliebten sächsischen Humoristen Hugo Hochgemuth. Elite- Brogramım. Nach der Vorstellung: Feft- Ball. Fröbels Allerlei- Theater Schönhauser Allee 148. Jeden Sonntag 4 Uhr: Garten- Konzert Theater, Spezialitäten Jm Saale Extratanz. Gr. Tanzmusit. Bei ungünstigem Wetter Borstellung im Saal. Gustav Behrens SpezialitätenTheater Frankfurter Allee 85. Das vorzügliche April- Programm! Palast- Theater Neu New! New! Burgstr. 24, 2 Min. v. Bh. Borle. Die weibliche musikalische Börse. Täglich 8 Uhr. Entree 50 Pf. Nur noch kurze Zeit! Das glänzende April- Programm. Nur 12 erstkl. Nummern! Dazu: Eine Berliner Grisette. Boffe v. Stop. Musit v. D. Antonius. Familienkarten in Barbier, Friseur. Rückkompagnie. Bosse mit Gesang und Tanz. Neu eröffnet! Welt- AusstellungsBiograph-( St. Louis) Theater lebender Photographien mit und Bigarrengeschäften unentgeltlich abwechselnd. Abnormitäten- Progr. Schluß der Saison: 30. April. Trianon- Theater. Anjang 8 Uhr: Loulou. Reichshallen. Stettiner Sänger. Zum Schluß: Einquartierung. Milit.Hum. bon Mensel. Anjang Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Kottbuser Sanssouci. Straße 4a. Dir. Wilhelm Reimer. Sonnt., Mont., Donnerst.: Hoffmanns Norddeutsche Sänger und Tanzkränzchen. Hochinteressantes, stets neues Programm. Theaterstücke, Ensembleszenen usw. Etablissement Buggenhagen Moritzplatz. Täglich in ben unteren Sälen Neu! Die Hungerleider. Neu! Soziales Bild aus dem Leben. Den ganzen Tag Vorstellung. Otto Pritzkow, Münzstraße 16. Wohin wandern wir? Bur achter: burg bei Hennickendorf zwischen Strauk Minuten berg und Rüdersdorf. 20 vom Bahnhof Straußberg. Neu er öffnet. Höchstes u. romantisch gelegenes Restaurant, meilenweite Fernsicht, Vereinen u. Touristen bestens empfohlen, daselbst Commer wohnungen möbliert u. leer zu'vermieten. G. Goldgräbe. Rohtabak Geschäfts- Eröffnung am 24. April. Berlin N., Hermann Heineke, Brunnenſtr. 194. Tabafen. Größte Auswahl in sämtlichen Billigste Preise. Charlottenburg. * Anfertigung feiner Herren- Garderoben n. Maß Gr Stofflager in engl. u. deutsch. Stoffen nur erstklass. Fabrikate. Garantie guter Sitz. Solide Preise. Karl Єbring, Schneidermeister, 752L* Gottschalk- Konzert. Leibnizstr. 75, parterre, nahe der Kantstraße. Neu eröffnet! Schönholz, Neu eröffnet! Kastanienwäldchen. Konzert- Saal und Garten. 2 Minuten von der Bahnstation Schönholz. 3 Minuten von der Endstation der elektrischen Straßenbahn. 9912 Zu den bevorstehenden Sommerfesten empf. ich den geehrt. Vereinen u. Gesellschaften meinen vollständig neu renovierten Barkettsaal mit Theaterbühne 840 Meter groß sowie großen schattigen Garten, 1500 Personen faffend, sowie 2 berbedte Stegelbahnen zur gefälligen Benuzung. Jeden Sonntag: Großer Ball bei start beseztem Drchester. Große Kaffeeküche. H. Ramlow. Hammel- Zentrale Hammelfleisch- Verkauf nach Pariser Art Dresdenerstraße 17 Raucht vis- a- vis Tamaschke. 53 8L Kios- Zigaretten. Kleine Kios 2. pro Stück 2 Pf. Hauptniederlage der Zigarettenfabrik" Kios", Dresden. H.& P. Uder, Tabakgroßhandlung u. Tabakfabrik, Engel- Ufer No. 5. Amt 4. 3014. Blitz- Schnell tommt man mit der Hochbahn bei Weingarten, Gitschinerstr. 72, Station im Hause. Empfiehlt: 1 Posten Monats- Anzüge, 1 Posten Monats- Paletots, 1 Posten Monats- Beinkleider zu staunend billigen Preisen, auch für torpulente Herren paffend. Dieselben sind von seinen Kavalieren und Reisenden, die nur einen 5352* Monat ihre Garderobe tragen. Fahrgeld wird vergütet. Bitte auf Hausnummer zu achten. Machen Sie einen Versuch mit Dänischem Kapitän- Rautabak gesetzlich geschützt! und Sie werden überzeugt sein, daß derselbe am besten schmeckt. ( 5 n. 10 Pf.- Rollen u. Schleifen.) Nur echt mit Zetteleinlage. Carl Röcker, BERLIN, Grüner Weg 112. XX Amt VII, 3861. XX 793L* H. Greifenhagen Nachf. Brunnen Straße 17-18. Freitag, Sonnabend, den 27. April den 28. April Doppelte Rabatt- Marken <= 10% in allen Abteilungen auch auf Lebensmittel. *) Mit Ausnahme einiger weniger Artikel. 50 000 Seidel a 15 bis 18 Pf. 10 000 Weißbier- Pokale a 17 und 27 Pf. bei größeren Bezügen. L. Katz& Co. Spandauerstr. 45 und Rixdorf, Bergstraße 7. Unheimlich hoch Bitte auf Hausnummer achten! sind noch immer die Fleischpreise! Darum, wer sich eine fräftige, schmackhafte Fleischbrühsuppe billig beschaffen will, der nehme: Knorr's Suppentafeln und Erbswurst, die nur mit Wasser wenige Minuten gekocht zu werden brauchen. Sie bieten den besten Ersatz! Doch ist besonders darauf zu achten, daß immer Knorr's Suppentafeln und Erbs wurst verlangt werden! Monats- Garderoben- Haus 289/ 16* 6 Prinzenstraße 6 Die schönsten Herren- Sommer- Paletots und-Anzüge in getragener, speziell Monats- Garderobe. Von Kavalieren getragene Sachen, fast neu, für jede Figur passend, speziell Bauchanzüge, sind in großer Auswahl stets zu staunend billigen Preisen zu haben im Laden Paul Lowicki, Prinzenstr. 6. 983L* Hochbahnstation: Prinzenstraße. H. Zimmermann Berlin SO. Juwelier Oranienstr. 206 Gold- und Silberwaren- Fabrik, Uhren- Großhandlung. Eigene Werkstatt für Neuarbeit u. Reparatur. Streng reell. Billigste Preise. NIEGEDACHT 277L* Täglich von 4-8 Uhr nachm. findet Probewaschen mit den weltberühmten patentierten Waschmaschinen, Bringmaschinen und Waschpulver, Ruhrperle" von dem größten Spezial- Fabrik Geschäft der Welt Karl Stampmann jr., G. m. b. H., Mülheim Ruhr" statt. Heinrich Lohbeck, Berlin N., Invalidenstraße Nr. 142, Hof, Quergebäude. 3 Expedition des„ Vorwärts" Berlin S. 68 Lindenstraße 69, Laden. Wir empfehlen als Literatur zur Todes- Anzeige. Am Montag, den 23. April verstarb nach kurzem Leiden unser guter Sohn und Bruder, der A Maifeier: Schraubendreher Jllustrierte Maifest- Zeitung 1906. Zertbeiträge von Pannekoek, Hen: riette Roland Holst, J. Stern, G. Ledebour und E. Klaar. Breis 10 Pfg. Der Arbeiterschutz. Eine gesundheitliche Forderung von Dr. M. Epstein. Preis 20 Pfg. Eine Darstellung von der Not wendigkeit des persönlichen und des öffentlichen Gesundheitsschutzes der arbeitenden Klasse. Der Achtstundentag. Eine gesundheitliche Forderung von Dr J. Zadek. Breis 20 Bfg. Der Berfasser begründet die Fors derung der Arbeiterflasse auf Einführung des Achtstundentages vom gesundheitlichen Standpunkt aus. Die praktischen Erfolge des Acht: stundentages von H. Thurom. Preis 20 Pfg. Der Achtstundentag von R. Seidel Preis 10 Pfg. Der Achtstundentag von J. Rae. Preis 5 Mart Protokoll des internationalen Kongreffes zu Paris 1889 Preis 25 Pfg. Protokoll des Parteitages zu Bremen 1904. Preis 70 Pfg. Protokoll des Parteitages zu Preis 70 Pfg. Jena 1905. Für Vorträge ernsten und heiteren Inhalts: 284/ 1* Leuchtkugeln. Breis 50 Bfg. Ernste und heitere Vortragsgedichte für Arbeiterfeste. Mit einer Einleitung: " Die Kunst des Vortrags" und die Gedichtsammlung: Fackeln der Zeit von Ludwig Leffen. Preis 50 Big. Jllustrierte Postkarten zur Maifeier in feinster Ausführung. Achtung! Am ersten Mai bleibt mein Geschäft 14435* wie bisher geschloffen. Arbeiter- Anzüge. Wolf Pahr, Brunneuftr. 116. Nur Qualität! Spree- BlumeA A A Zigaretten A A A raucht Jeder verwöhnte Raucher Nur Qualität! ( gesetzlich geschüzt.) 961L Telephon: Amt III. 6> 49. Berlin N. 28, Swinemünderstr. 66 1. H. Preuß, Zigarettenfabrik ,, Spree- Blume" Herrenkragen, rein Lein. 4f. befte Qualit. Dh. M. 3 u. 3,50. Manschetten, prima. 4fach 1 Dh. M. 2,00 und 2,50. Serviteurs, größte Auswahl Stück von 35 Pf. an. Krawatten, Handschuhe, Hosenträger, Taschentücher, Hemben, Strümpfe zc. Detailverkauf zu Engros- Preisen. Ernst Marcuse 23. Münzstraße 23. Möbel- Halle Harry Goldschmidt Moritzplatz 59. Nicht zu vergleichen mit Abzahlungs- Geschäften welche auch Konfektion führen. 851+ Extra- Abteilung verliehen gewesener Möbel wöchentliche oder monatliche Ernst Diener im 27. Lebensjahre an der Proletarierkrankheit, Die Beerdigung findet am Freitag, den 27. April, nach mittags 4 Uhr, von der Leichen halle der Charitee aus, statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Johann Diener. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Tischler, Kollege Otto Schroll am 24. April verstorben ist. ant Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Freitag, den 27. April. nach mittags 4 Uhr, von der Leichen halle des St. Thomas Kirch hofes, Rirdorf, Hermannstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 84/16. Die Ortsverwaltung. Verband d. baugewerblichen Hülfsarbeiter Deutschlands. Bezirk Adlershof. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Adolf Rohr am 24. d. Mts. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 29. d. Mts., nach mittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Adlershof, Hoffmannstr. 15, aus statt. 34/7 Um rege Beteiligung ersucht Der Zweigvereins- Vorstand. Allen Freunden und Genossen bie traurige Nachricht, daß meine liebe Frau und unsere gute Mutter am Dienstag nach langen schweren Leiden verstorben ist. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Albert Sewekow nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Freitag, den 27. b. M., nachmittags 5 Uhr, von der Halle in bes Nazareth Kirchhofes Reinidendorf, Berlinerstraße, aus statt. Danksagung. 9902 Für die Beweise liebevoller Teil nahme beim Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, der Frau Pauline Gerlich fagen wir allen Berwandten, Freunden und Bekannten unseren herzlichsten Dant. 14486 Die trauernden Hinterbliebenen. Dr. Simmel, Str. 41, Spezialarzt für Prinzen110/9 Hant- und Harnleiden. 10-2,5-7. Sonntags 10-12, 2-4. für Deutschlands Spezialgeschäft grösstes Bettfedern Erste Bettfedernfab. m. elekt. Betriebe Gustav Lustig Prinzenstr. 46 BERLIN S. bersendet geg. Nachnahme garantiert neue und gut entſtäubte, gut füllende Bettfedern p. jb. m. 0.55-1.00-1.25; prima Halbdaunen M. 1.75; Gänse: rupffedern m. 2.00; prima weiße Gänsehalbdaunen. 2.50-3.00-3.50 echt chines. Monopoldannen M. 2.85, echt russisch. Matas dor: Gänsedaunen m. 3.50 Bon den Daunen genügen 3-41b. Gänsefedern zum groß. Oberbett. ( Reißen) M. 0.60 per Pfund; Gänse: fchlachtfedern, wie fie von der Gans fallen, mit allen Daunen M. 1.50. Proben und Preislifte gratis. Um tausch oder Rüdsendung gestattet. Berpadung foftenfrei. Lektjähriger Umfag über 2000 Bentner Bettfedern, von keinem sweiten Bettens u. Betts federngeschäft erreicht. POO Pinol An allen Orten werden Verkaufsstellen errichtet. Vertreter gesucht. Gebrüder Krayer, Mannheim. Verein Freier Kindergarten. Teilzahlung gestattet! Eröffnung des ersten Kindergartens 005 Kein Abzahlungs- Warenhaus, sondern nur Spezial Möbelgeschäft. am 2. Mai er. in Charlottenburg, Berlinerstr. 86a( bei Bauer). Anmeldungen bis zum 1. Mai bei Frau Toni Sußmann, Berliners straße 102, oder vom 2. Mai au im Stindergarten. 14506* Prantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin, Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 97. 23. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Arbeiter, Parteigenossen! Partei- Angelegenheiten. 0 ergänzen. Freitag, 27. April 1906. Die Arbeitsruhe ist die würdigste Form der Maifeier! Bureau der Deputation zu erscheinen, völlig ignoriert hatte, das im Oktober zum Abbruch kommen, um einem Riesengeschäftshause Platz zu machen. Halten und Anleiten von Lehrlingen zu verbieten. Damit verschwindet eine Stätte, die zuzeiten Versammlungen Die hiesige Gastwirteinnung beabsichtigt die Gebühren, welche aller Parteien beherbergte. Mit Vorliebe wählte Stöder, der frühere die Gehülfen für die Arbeitsvermittelung an Zur Lokalliste! In Nieder Schönhausen steht das Lokal zu zahlen haben, zu erhöhen. die Innung Hofprediger, die Tonhalle zum Mittelpunkt feiner christlichsozialen Stephans Lindengarten", Lindenstr. 43, der Arbeiter gewiesene Arbeit statt 1 m. 3 M. und für den Nachweis für abgelöst wurde. Auch manche sozialdemokratische Riefenversammlung Es sollen fünftig für nach Bewegung, einer Bewegung, die später durch die sozialdemokratische fchaft nicht mehr zur Verfügung und ersuchen wir die Parteigenossen, Aushilfestellen statt 10 Pf. 25 Pf. gezahlt werden. Der Gehülfen hat die Tonhalle gesehen. Wenn es unterm Sozialistengefes gelang, dies zu beachten. ausschuß hat die Zustimmung zu diesem Inmungsbeschluß nicht ge= A. Dietrich, i. V.: Friz Heider, Mühlenstr. 15, nicht Müllerstr. 15. weigerte Zustimmung durch Beschluß der Gewerbedeputation au fozialdemokratische Versammlung ist dort der Auflösung verfallen. In der Lokalliste ist unter Dranienburg richtigzustellen: geben und beantragte deshalb der Innungsvorstand, diese ver- unter irgend einem Aushängeschild eine große Versammlung zu arrangieren, so wurde sicher die Tonhalle genommen und manche Schumann, Kurfürsten- Saal, muß heißen: Emil Schumann, Die Innung selbst hat im Jahre 1905 für den Ein Redner brauchte nur das Wort von der kapitalistischen ProSandhausen, Schüßenstr. 34. Die Lokalkommission. Arbeitsnachweis aus Innungsmitteln rund 2200 Mark aufgewendet, buktionsweise anzuwenden; wie von der Natter gestochen sprang der während von den Gehülfen für Arbeitsvermittelung rund 2750 Mart leberwachende auf, um die Versammlung aufzulösen. gezahlt worden sind. Dieser Umstand, daß die Gehülfen bereits mehr als die Innungsmitglieder gezahlt haben, und die Tatsache, tauchten aber auch schon aus allen Ecken und Enden die Behelmten daß die Gehülfen von den Gastwirten in der Regel einen Lohn für auf, um der Aufforderung nach sofortiger Räumung des Lokals den ihre Tätigkeit nicht erhalten, veranlaßten die Gewerbedeputation, nötigen Nachdrud zu geben. den Antrag des Innungsvorstandes abzulehnen. Lehrzeit für solche Lehrlinge, die beim Eintritt in die Lehre das Die hiesige Glaserinnung hat beschloffen, daß die Dauer der 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, auf 4 Jahre festgesetzt wird. Der Gehülfenausschuß hatte die Zustimmung zu diesem Be fchluffe verweigert. Auf Antrag des Innungsvorstandes beschloß die Gewerbe deputation, die Ergänzung dieser verweigerten Zustimmung nommen. Lichtenberg- Wilhelmsberg. Für den Vorwärts" wird in dem Bestellbezirke unserer Spedition eine Flugblattverbreitung unterWir ersuchen die Genossen, fich am Sonntag, den 29. April, früh 8 Uhr, in den bekannten Bezirkslokalen einzufinden, damit die Flugblattverbreitung flott vonstatten geht. Der Vorstand. Schenkendorf. Der Wahlverein hält am Sonnabend, 28. April, abends 8 Uhr, bei Pätsch seine Mitgliederversammlung ab. Die Genossen werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Rudow. Sonnabend, den 28. April, abends 8 Uhr, hält bei Balm der Wahlverein seine Generalversammlung ab. Um pünkt liches und zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Der Borstand. Ober- Schöneweide. Den Genoffen zur Kenntnis, daß die Kerzen zur Jllumination am 30. April eingetroffen und von folgenden Stellen zu laufen sind: Konsum- Verkaufsladen Edisonstr. 48; Kaufhold, Wilhelminenhofstr. 18; Schulte, Wilhelminenhofstr. 48, und Boß, Wilhelminenhofstr. 64. Da der Vorstand nur den Beschluß der Mitgliederversammlung zur Ausführung gebracht hat, werden die Genossen ersucht, nur aus den angeführten Berkaufsstellen ihren Bedarf zu deden. Berliner Nachrichten. Aus der Stadtverordnetenversammlung. zu erteilen. Dann Auch manche umfangreiche Lohnbewegung ist in der Tonhalle die das gesamte bauliche Leben Berlins mit einem Schlage lahmschon beschlossen worden; wir erinnern vor allem nur an die in den 80er Jahren geführten großen Kämpfe der Berliner Maurer, Kämpfe, legten. Immer erschien der große Versammlungssaal der Tonhalle am geeignetsten, die Arbeiter alle zusammen zu haben. In den letzten Jahren ist die Tonhalle von unserer Partei gemieden worden, weil der Inhaber den Saal verweigerte. Mit dem Abbruch der Tonhalle geht ein Stüd Berliner Geschichte verloren. die Einführung eines Stationentarifs auf der Hochbahn. Die ErBahlreiche Schwindler, welche alle auf verschiedene Arten igre öffnung der Verlängerung der Untergrundbahn vom Knie bis zum Betrugsmanöver betreiben, treten seit einiger Zeit in Berlin und ilhelmplatz in Charlottenburg ist nach dem jezigen Stande der besonders in den Vororten auf. Da ist z. B. ein Bursche, welcher arbeiten in der ersten Hälfte des Monats Mai zu erwarten. Die den Namen eines Majors Ronneberg zu feinen Schwindeleien nißdadurch bedingte Vermehrung der Haltestellen macht die Einführung braucht. Er arbeitet" mit Vorliebe in den westlichen Vororten und Die Betriebsverwaltung der versucht mit Hülfe des erwähnten Namens auf die verschiedensten eines erweiterten Tarifs notwendig. Hochbahn hat sich entschlossen, Fahrkarten auszugeben, die zur Fahrt Arten Gelder zu gewinnen. Die Kollettenschwindler treten zurzeit über eine bestimmte Zahl von Haltestellen( ohne deren Namens- auch wieder start auf. Einer der Betrüger versucht auf den bezeichnung) berechtigen. Den jezigen Fahrpreisen im allgemeinen Namen eines Pastors. Höhner zu sammeln. Er geht mit entsprechend, werden Karten ausgegeben, gültig bis zur 4., 7., 10. ben Kollekten in die Häuser und erschwindelt sich dadurch und 13. Haltestelle. Eine Fahrt III. Klasse toftet bis zur 4. Halte- Geld, daß er die Spender in den Glauben versezt, es werde ftelle 10. bis zur 7. 15, bis zu 10. 20 und bis zur 18. 25 Pf. Jn zu wohltätigen Zweden verwandt. Durch einen falschen Zahnder II. Klasse sind die entsprechenden Preise 15, 20, 30 und 35 f. reifenden werden die Anwohner im Südosten der Stadt gebrandFrühverkehrstarten III. Klasse fosten bis zur 7. Haltestelle 10, bis schatzt. Der Betreffende gibt sich fälschlich als Vertreter eines Zahnaur 10. 15 f. und bis zur 13. 20 f. Sundekarten fosten ateliers Marogte aus und versucht durch allerhand schwindelhafte Für die Neuordnung der Lehrergehälter hat bis zur 10. Haltestelle 10, darüber hinaus 20 f. Den Versprechungen Bestellungen auf Zahnersatz usw. zu erhalten. Bur die Stadtverordnetenversammlung gestern die Vorschläge an- bisherigen Fahrpreisen entsprechend, werden die Haltestellen Stralauer Warnung für Hausbefizer seien die Schwindler auf dem Gebiete genommen, die der zur Prüfung der Magistratsvorlage ein- or und Botsdamer Blaz mur dann gezählt, wenn die Fahrt das der Türklinken usw. erwähnt. Diese Betrüger erbieten sich bei Hausgesezte Ausschuß ihr machte. Sie hält es für ratsam, das brüde oder die Bülowstraße hinaus gültig find, berechtigen also zur schlösser zu reparieren. Anstatt die Reparatur auszuführen, löser selbst beendigt wird. Sämtliche Fahrkarten, welche über die Mödern- eigentümern für wenig Geld fofort defekte Türklinken und PatentGrundgehalt nur um einen mäßigen Betrag zu erhöhen und Fahrt zwischen dem Often und dem Westen unmittelbar oder über die dreisten Gesellen die Schlösser und verschwinden damit auf dafür die bisherige Alterszulagenffala unverändert zu lassen. den Potsdamer Platz. Für den Uebergang auf die Straßenbahn Nimmerwiedersehen. Da sie ja auf Bestellung" arbeiten, so glückt Bugunsten der Magistratsvorlage, die eine bedeutendere Er- Warschauer Brüde- Zentral- Viehhof werden nach wie vor leber- ihnen ihr Betrugsmanöver um so sicherer. höhung des Grundgehaltes empfiehlt, aber die Alterszulagen gangstarten III. Klaffe ausgegeben. Sie fosten für die Strede vom gefürzt wissen will, erhob sich aus der Versammlung keine Bentral- Viehhof bis zur Prinzenstraße 15, bis zum Potsdamer Plaz Hebung von Stadtbahnbrücken. Verschiedene Stadtbahnbrücken, Stimme mehr. Oberbürgermeister Stirschner, der den Stand- oder Bülowstraße 20, bis zum Zoologischen Garten 25, bis zum so beispielsweise diejenigen im Zuge der Andreasstraße und die punkt des Magistrats noch einmal darlegte, fand nirgends Wilhelmplatz 30 Bf. Uebergangsfarten II. Klasse werden nicht aus. Jannowigbrüde werden zurzeit um 3-5 Bentimeter gehoben. Bei Unterstügung, obwohl er durchblicken ließ, daß er eventuell gegeben. Es können dafür aber Uebergangskarten III. Klaffe nebst der gewaltigen Belastung des Stadtbahnkörpers mit 700-800 Zügen pro Tag findet naturgemäß eine stärkere Abnutzung des Oberbaues, mit sich„ handeln" lassen wolle. Ein Antrag Rosenow( Neue entsprechenden Zuschlagstarten benutzt werden. wie auch eine Durchbiegung der Brücken statt, die, wenngleich nur Linke), der das hohe Grundgehalt retten wollte, wurde Stiftung für Weber und Stuhlarbeiter. Aus der unter Ver- minimal, im Laufe der Jahre doch immerhin so bedeutend rird, im legten Augenblid zurüdgezogen, weil er aussichtslos waltung der städtischen Stiftungsdeputation stehenden Beitler- daß sie mehrere Bentimeter beträgt. Aus diesem Grunde war. Die sozialdemokratische Fraktion erklärte sich von vorn- Stiftung" werden einmalige Unterstügungen im Betrage von finden jährlich Revisionen der Stadtbahnbrüden statt, herein für die Vorschläge des Ausschusses. Genosse Hinzej wenigstens 30 Mark an solche Weber und Stuhlarbeiter( d. h. Weber, von Beit zu Zeit die Notwendigkeit einer Hebung er erkannte an, daß bei dem jezigen Wettrennen der Frei- Wirker, Raschmacher, Zeugmacher, Tuchmacher, Strumpf- und Seiden- Konstruktion ergeben. Die zu hebenden Brücklager werden durch sinnigen, die Wünsche der Lehrer möglichst zu befriedigen, wirker) Meister und Gesellen gewährt, welche zwar der der öffent- kräftige Ballenpfeiler, welche auf Eisenwinden ruhen, gestützt und etwas Brauchbares herausgekommen fei, was denn auch lichen Armenpflege nicht anheimgefallen sind, sich aber in Geld- durch allmähliches Anziehen der Winden gehoben. Zwischen BrüdenWohnungsmiete den Beifall der Lehrerschöft gefunden habe. Er schloßberlegenheit, namentlich was die Zahlung der Wohnung miete be- pfeilern und der Konstruktion werden dünne Meffingplatten eintrifft, befinden. Bewerber müssen sich seit mindestens zwei Jahren geschoben, bis die alte Höhe der Brückenlage erreicht ist. mit der Aufforderung, nun auch einmal etwas mehr in Berlin niedergelassen haben. In erster Linie werden solche Be- fünf Jahren sind mehrere Stadtbahnbrücken in gleicher Weise höher für die Arbeiter zu tun. Herr Cassel verwahrte fich werber berücksichtigt, welche mehr als vier Kinder unter 14 Jahren gelegt worden, und zwar mit sehr günstigem Erfolge. Wie die und seine Freunde dagegen, daß sie erst jezt das von Hinge haben. Gesuche mit Angaben über die Dauer des Aufenthalts in alljährliche Kontrolle ergeben hat, ist in der Höhenlage der bebespöttelte Bettrennen inszeniert hätten. Er meinte, sie hätten Berlin und über die Zahl der am Leben befindlichen Kinder unter treffenden Bahnübergänge feit jener Zeit noch keine Alenderung einschon immer ein starkes Interesse für die Volksschule und ein 14 Jahren sind bis 26. April an die städtische Stiftungsdeputation, getreten. warmes Herz für die Lehrer gehabt. Oberbürgermeister Kirschner Poststr. 16, II Treppen, zu richten. Doppelt verunglückt ist gestern nachmittag in der Müllerstraße war unliebenswürdig genug, ihm vorzuhalten, daß die freisinnige Entscheidung des Preisgerichts über das Virchow- Denkmal. Das der Arbeiter Müller, welcher gegen 6 Uhr, auf dem Wege nach seiner Mehrheit noch vor einem Jahre über die Neuordnung der Lehrer- Breisrichterfollegium für das am Karlsplay zu errichtende Rudolf Wohnung begriffen, den Fahrbamm in der Nähe der Seestraße gehälter genau ebenso gedacht hatte, wie jetzt der Magistrat. Birchow- Denkmal hat in seiner gestrigen Sigung fein Urteil gefällt. überschreiten wollte. m. versuchte unmittelbar vor einer sich nähernden Als er schließlich gegen Herrn Cassel Herrn Cassels eigene Danach ist der erste Preis dem Bildhauer Kliemsch zuerfannt Droschte den jenseitigen Bürgersteig zu erreichen, glitt jedoch aus Autorität" ins Feld führte, antwortete dieser dem Ober- worden. Den zweiten Preis erhielt der Bildhauer Leubtüchler und und fiel so unglücklich, daß er sich nicht sofort wieder zu erheben bürgermeister in einem so giftigen Ton, wie der Führer der den dritten Professor Staufmann- München. Der Entwurf Kliemsch vermochte. Die Droschke befand sich jedoch schon so nahe an der ., Alten Linken" ihn sonst nur gegen die Sozialdemokraten an- bildet in seinem Hauptteil einen von Säulen flankierten Blod, Unfallstelle, daß es dem Kutscher nicht mehr möglich war, fein Pferd zuschlagen beliebt. Die sozialdemokratische Fraktion konnte auf beffen Spize Herkules im Stampf mit einem Bentauren dar zum Stehen zu bringen, und so gingen die Räder des Personengestellt ist. In der Mitte des Aufbaues ist das Reliefbild Virchows wagens über M. hinweg, der innere Verlegungen sowie Quetschungen diesmal mit der Mehrheit stimmen. Genosse Hinge eingelassen. Die mit dem zweiten Preise gekrönte Arbeit zeigt einen an beiden Beinen erlitt. Auf Veranlassung der Infassen der Droschke erklärte aber ausdrücklich, daß sie den von Herrn terrassenartigen Aufbau, auf deffen Plateau das Standbild Birchows wurde der Verunglückte nach dem Baul Gerhardt- Stift übergeführt. Kirschner zur Verteidigung der Magistratsvorlage angeführten fich erhebt. Der Gelehrte ist fizend im Profefforentalar dargestellt. Standpunkt, den die Mehrheit noch vor einem Jahre ein- Die Rechte ftüßt sich auf einen Schädel, die Linke hält einen Birkel genommen hatte, niemals gebilligt habe. Hinge wandte sich in der Hand. Der Entwurf Kaufmanns ist dem ersten ähnlich, so noch gegen eine Bemerkung Kirschners über die Arbeits- wohl gedanklich, wie in seinem äußeren Aufbau. Auch er beschäftigt Iöhne. In der nächsten Zeit werde man sehen, ob das sich mit dem Herkules, hier im Stampf mit der lernäischen Schlange, Wohlwollen für die Arbeiter, mit dem der Herr Oberbürger- und auch diese Gruppe erhebt sich auf einem wuchtigen Bostament, meister geprahlt hatte, wirklich echt sei. Damit schloß die das Birchows Bild trägt. Debatte. Die Abstimmung ergab dann die, fast einstimmige Annahme der Ausschußanträge. " Der Komponist Baul Linde ist vom König von Spanien dekoriert worden, er erhielt den Militär- Berdienstorden 1. Klasse. Wie so Herr Linde vom spanischen König einen Orden bekommt und noch dazu einen militärischen, ist uns schleierhaft. Sollte etwa gar der junge Stönig bei seinem Berliner Besuch einen Abstecher ins ApolloTheater gemacht und bei dieser Gelegenheit an der Mufit zu„ Nofine ach Rosinchen" Gefallen gefunden haben? Bor etra Bu refogno8zieren. Die Leichen zweier unbekannter Selbstmörder sucht die Polizei zu refognoszieren. Im Jagen 8 des Forst reviers Grunewald wurde ein etwa 50 Jahre alter Mann aufgefunden. Der Tote ist 1,65 Meter groß, hat dunkelblondes Haar und Schnurrbart, unterfeßte Gestalt und etwas verwachsenen rechten Daumen. Belleidet war er mit graugestreiften Beinkleidern, schwarzfarierter Weste, schwarzwollenem Chemisett, blauer Barchendjacke und schwarzer Müße mit blantem Schirm. In der Köpenider Forst wurde ein unbekannter, ebenfalls 50 Jahre alter Mann erhängt aufgefunden. Er ist zirka 1,70 Meter groß und bekleidet mit dunkelbraunem Anzug, dunkelgrauem Ueberzieher, weißem Stehumlegefragen, schwarzweißer Krawatte, schwarzen Schnürschuhen und schwarzem steifen Hut. In der Tasche der Leiche fand man ein schwarzes Bortemonnaie mit Totenkopf, einen Zitherring aus Horn, eine Landwehrdienstschnalle und ein Stück von einer Rechnung mit ber Firma Steinide, Berlin, Schlesischestr. 36, sowie die Bleistiftnotis Baalz, Kriminalbeamter, Michaeltirchplatz 26". Die Gewerbedeputation des Magifirats sefchäftigte sich am Mittwoch wieder einmal mit dem Unwesen der Lehrlingszüchterei, welche leider noch in einer ganzen Reihe hiesiger Betriebe in hoher Blüte steht. Ganz besonders zeichnen sich in dieser Hinsicht mehrere hiesige Krawattenfabriken aus, indem sie die Aus- Eine Bolizeiverordnung soll die Schaustellingen mit Kinematobeutung weiblicher Lehrlinge betreiben. In der Regel werden die graphenbildern unter polizeiliche Bensur stellen. Dem OberLehrlinge durch verlockende Inserate, in denen hoher Berdienst und präsidenten soll bereits eine solche Verordnung zur Genehmigun Nachweis lohnender Arbeit nach beendeter Lehrzeit versprochen wird, vorliegen und ihre Veröffentlichung dürfte nicht mehr lange auf fich Feuerwehrbericht. Wegen eines Kellerbrandes wurde gestern angelodt. Gegen einen solchen Unternehmer, den Krawatten warten lassen. Allerdings hat bereits die Polizeibehörde ein Verbot früh der 9. Zug nach der Schönebergerstr. 29 gerufen. Die Feuerfabrikanten Steinberg, Spittelmarkt 2, ist bei der erlassen gegen die sogenannten" Hennig- Vorführungen". In legter wehr mußte fräftig Wasser geben, um den Brand, der im Hause Gewerbedeputation Anzeige erstattet worden. Derfelbe foll weibliche Zeit hatten die Kinematographen- Theater die Hennig- Affäre, seine große Beunruhigung hervorgerufen hatte, zu löschen. Auf einem Personen in die Lehre genommen haben, die auch durch hoch- Tat, die Flucht über die Dächer und seine Berbaftung für ihre Stohlenplag in der Schlesischenstr. 29( G. Schanfer) brannten Wagen tönende Inserate auf sein Institut aufmerksam gemacht worden geschäftlichen Swede ausgenutzt. Die Polizei verbot diefe Bor- und in der Kochstr. 7 Bodenverschläge mit Inhalt. Durch energisches find. In den Inferaten wurde ebenfalls der Nachweis lohnender führungen mit der Begründung, daß Hennig noch nicht verurteilt Vorgehen wurde in beiden Fällen die Gefahr auf den Brandherd Arbeit und ein Wochenverdienst bis zu 40 Mark angekündigt. Durch und deswegen der ihm zur Last gelegten Berbrechen noch nicht über- beschränkt. In der Brunnenstr. 82 war ein Pferd gestürzt. Die einen Revers, den die betreffenden Lehrlinge unterzeichnen mußten, führt sei und weil außerdem in der Darstellung seiner Flucht eine Wehr wurde alarmiert, um das Tier, das auf den Schienen lag, zu wurden diese Versprechungen aber wieder aufgehoben. Zur Zeit, als Berhöhnung der Polizei gefunden werden könne. Wir glauben es beseitigen. Ferner hatte die Wehr in der Graubenzerstr. 4 und am die Beschwerde eingereicht worden ist, sollen sich in dem Muster- der Polizei gern, daß sie nur widerwillig an ihre wenig beneidens- Kurfürstendamm 1 zu tun. betriebe" des Herrn Steinberg 18 weibliche Lehrlinge befunden werte Rolle in dieser Sache erinnert werden will, halten im übrigen haben, deren Ausbildung durch eine Direttrice erfolgte, welcher die die geschäftliche Ausnutzung der Hennig- Tat burch die KinematoZeitung des Betriebes unterstellt war. Die Ausbildung" erfolgte graphen- Theater für eine scharf au berurteilende Spekulation auf täglich in drei Kursen, von denen der erste von 9-12 Uhr bormittags, bie rohe Schaulust der Menge. " Am Mittwochabend 9 Uhr kam in der Kochstr. 7 ein größeres Feuer zum Ausbruch und zwar in dem im Obergeschoß des Outergebäudes belegenen Papierlagerraum der Firma C. B. Vogtu. Sohn. Als die Feuerwehr eintraf, schlugen bereits helle Flammen aus dem Fenster und auch der Dachstuhl war schon an einer Stelle bom Feuer ergriffen. Brandmeister Sandberg ließ sofort eine fanntesten Versammlungslokale, wird voraussichtlich im Herbst dieses mechanische Leiter auf dem Hofe errichten und mit einer DampfJahres zum Abriß gelangen. Das betreffende Grundstück sowie die sprige eingreifen. So gelang es auch bald, den Brand zu lokalisieren angrenzenden Gebäudekomplege Friedrichstr. 109-111 find in den Besiz und abzulöschen. Ein großer Posten Papier ist indes vernichtet. einer der bedeutendsten Möbelhandlungen übergegangen und sollen Ueber die Entstehungsursache ist nichts ermittelt, der zweite von 3-6 Uhr nachmittags und der dritte bon 7 bis 9 Uhr abends dauerte. Als Lehrgeld hatten die Lehrlinge Die Tonhalle in der Friedrichstraße, eins der ältesten und be( Frauen und Mädchen) 10 bis 20 m. zu zahlen. Die Getverbedeputation war der Ansicht, daß hier von einer ordnungsmäßigen Ausbildung von Lehrlingen keine Rede sein könne und beschloß, Herrn Steinberg, der übrigens eine Einladung, im Schöneberg. Vorort- Nachrichten. weit sie öffentlich find, beizuwohnen. Wenn sie auch in bezug auf Sprache. Da der Vortrag des ersten Lehrabends:„ Ueberblid foziale Kommunalpolitik dort wenig lernen fönnen, so werden sie über die Geschichte und Entwickelung der deutschen Sprache" heute andererseits ihre Kenntnisse, wie die besitzende Klasse die ihr ein- kurz wiederholt werden wird, so sei der erste Kursus allen Bildungsgeräumten Vorrechte in den Verwaltungs- und gefeßgebenden befliffenen noch einmal empfohlen. Die geringen Kosten desselben Der Für das Schöneberger Schnellbahnprojekt sind die Vorarbeiten Körperschaften auszumuzen versteht, außerordentlich bereichern fönnen.( 1 M. für 10 Abende) ermöglichen jedem die Teilnahme. nunmehr so weit gediehen, daß wegen der Betriebsübernahme zurUnterricht findet im Restaurant Ladenthin statt und beginnt zeit Verhandlungen mit der Hoch- und Untergrundbahn- Gesellschaft Steglik. pünktlich um 29 Uhr abends. Einen neuen Beweis für die der schweben. Die Linienführung, die Rentabilitätsberechnung und die Das rätselhafte Verschwinden eines Familienvaters wird aus Arbeiterbildungsschule hier entgegengebrachten Sympathien haben Kostenanschläge für den Bau, welcher der Firma Siemens u. Steglik gemeldet. Der 47 Jahre alte Wächter der Charlottenburger neben anderen Gewerkschaften( Maler, Buchdrucker, Tapezierer, Halske übertragen werden soll, sind bereits ausgearbeitet; die Wasserwerke August Bidder wird seit dem 20. d. m. vermißt. Der Metallarbeiter, Töpfer) jetzt auch die Maurer geliefert, indem finanzielle Seite bietet keinerlei Schwierigkeiten mehr. Sobald als außerordentlich pflichttreu und bescheiden bekannte Mann begab sie der Schule 20 M. überwiesen. die Verhandlungen mit der Hoch- und Untergrundbahn zum Ab- sich an dem erwähnten Tage nach seiner Arbeitsstelle in der schluß gelangt sind, wird die Angelegenheit der Stadtverordneten- Sächsischenstraße in Wilmersdorf und legte dort, um seinen Kollegen versammlung zum Zwecke der endgültigen Genehmigung unter- abzulösen, fein Arbeitszeug und das Frühstück nieder. Man fand breitet werden.- In der städtischen Verwaltung später diese Gegenstände vor, doch von V. selbst war nichts zu sehen. hofft man, dann schon im nächsten Frühjahr mit dem Er ist seitdem verschwunden und konnte trob eingehender NachBau beginnen zu können. Die elektrische Untergrundbahn nimmt forschungen bis zum heutigen Tage noch nichts über sein Verbleiben ihren Ausgang am Nollendorfplab, wo im Anschluß an die vor ermittelt werden. Man rechnet damit, daß der Vermißte einem handene Bahn ein Umsteigebahnhof gebaut wird, und durch- Unglücksfall oder aber auch einem Verbrechen zum Opfer gefallen läuft zunächst den Berliner Ortsteil bis zum Viktoria Luifeplak, ist. Die Polizei ersucht, sachdienliche Mitteilungen über das Schick um dann das Westgelände und den zukünftigen Stadtpark zu fal des V. mitzuteilen. Der Verschwundene ift 1,62 Meter groß, durchqueren und vorläufig an der Hauptstraße an der Ringbahn- hat schwarzmeliertes Haar und dunkelblonden Schnurrbart; er trug überführung zu endigen. Bahnhöfe werden fünf angelegt, und eine graue Müze, dice graue Joppe und Weste, sowie ein rotgwar am Rollendorfplak, am Vittoria Quifeplab, gestreiftes Hemd. am Plaz an der Grunewaldstraße, am Stadtpark und an der Hauptstraße. Ober- Schöneweide. Vermischtes. Sigung für die Opfer des Unglüds in Nagold 3000 Mart, sowie je Der Gemeinderat in Stuttgart bewilligte in seiner heutigen 500 Mark für die Verunglückten und Hinterbliebenen von Verunglückten in Courrières und beim Ausbruch des Vesuv. Außerdem beschloß der Gemeinderat eine Sympathie fundgebung aus Anlaß des Erdbebens in San Francisco; der dortigen Stadtverwaltung fell das Beileid der Stadt Stuttgart schriftlich ausgedrückt werden. Boden aus Rußland eingeschleppt. Pofen, 26. April. Vom Vesuv. wurden Bei dem 26jährigen Sohne sowie einem Einen geradezu imposanten Verlauf nahm eine am 23. d. M. zweijährigen Kinde einer auf dem Ansiedelungsgute Bülowstal bei Das Amtsgerichtsgebäude in Schöneberg ist jetzt fertiggestellt und soll der Justizverwaltung übergeben werden, so daß das neu nach dem Schloßpart Wilhelminenhof" einberufene Volksversamm- Obornik aus Rußland zugewanderten Arbeiterfamilie zu bildende Amtsgericht Berlin- Schöneberg mit dem 1. Juli seine lung. Das zu behandelnde Thema des Genossen Adolf Stern über: echte Boden festgestellt. Tätigkeit in diesem Gebäude aufnehmen kann. Zunächst wird es" Gibt es einen Gott?" hatte eine so große Anzahl Versammlungs- Frostschäden werden aus dem Oberelsaß gemeldet. Der Schaden für eine Besetzung von 25 Zivilrichtern eingerichtet, eine Er- besucher auf die Beine gebracht, daß schon eine Stunde vor Beginn in den Weinbergen ist erheblich. weiterungsfähigkeit für eine Besetzung bis zu 40 Richtern ist aber der Versammlung der Saal polizeilich abgesperrt wurde. Biele vorgesehen. In den Bereich des Anitsgerichts gehören außer den noch Ginlaßbegehrende mußten deshalb wieder umkehren. Die fogenannten Bagatellsachen die Grundbuch- und Vormundschafts- Geistlichkeit des Ortes war besonders eingeladen, aber außer dem Professor Matteucci bestieg am 24. April mit dem Ingenieur fachen, die Entmündigungs-, Konkurs-, Subhastationssachen und Herrn Kuratus Rennoch und einigen Glaubensgenossen war nie Bitter, dem Carabinierifeldwebel Migliardi, dem Führer Francesco die Zwangsvollstreckungsverfahren, außerdem wird mit dem Amts: mand erschienen. In klarer leicht verständlicher Weise entledigte Clivieri und vier Zeuten, die Geile, geodynamische und photogericht ein Schöffengericht verbunden sein. Das Amtsgericht sich der Referent seiner Aufgabe, außer die Entwickelung des Welt- Clivieri Berlin- Schöneberg, das zum Landgericht II Berlin gehört, umfaßt alls und des Menschen schildernd, besonders das Verhalten der graphische Apparate trugen, den Kegel des Vesuvs. Von der unteren bekanntlich außer dem Stadtkreise Schöneberg die Amtsbezirke Kirche zum Staat tennzeichnend. An einzelnen Stellen aus der Drahtseilbahnstation existiert nichts mehr. Der große Dampftessel Friedenau und Steglitz, sowie den südlich des Landwehrkanals und Bibel wies er die Widersprüche der christlichen Lehre und deren iſt 200 Meter weit fortgerollt, die Gleise der Drahtseilbahn find westlich der Anhalter Bahn gelegenen Teil von Berlin.- Die Aus- wirkliche Anwendung nach. Nach den mit großem Beifall auf- völlig zerstört. Das Drahtseil ist losgelöst und liegt wie zusammenführung des Baues hat eine Reihe von Jahren in Anspruch ge- genommenen Ausführungen sprach als erster Diskussionsredner der geſchrumpft auf der Straße. Von den Wagen sieht man keine Spur. katholische Kuratus Rennoch, um die Liebe und Güte Gottes, Die Pfähle für die elektrische Leitung sind verschwunden. Auch die nommen, begonnen ist mit derselben im September 1901. Die obere Station ist total zerstört. Um die Stelle, an der die sowie das Bildende der Kirche darzulegen. · Den Abführungen des Rohbauabnahme erfolgte im Mai 1904. Das Grundstück in der Referenten schien der fromme Mann nicht mehr zuhören zu wollen, obere Station sich befand, zu erreichen, brauchten Profeſſor Matteucci Größe von 5000 Quadratmeter ist von der Stadt Schöneberg uner zog es vor, unter großer Heiterkeit der Versammelten vorzeitig und seine Leute einundeinehalbe Stunde, weil sie bis zum Knie in entgeltlich zur Verfügung gestellt worden. den Saal zu verlassen. Der vorgerückten Zeit wegen fand die Die- sche wateten. Nach einer weiteren halben Stunde waren sie am fussion hiermit ihr Ende. Um 12½ Uhr schloß der Vorsitzende von 1500 Meter. Es tam fein Rauch mehr heraus. Von Zeit zu Krater. Dieser hatte gestern einen Durchmesser( nicht Umkreis) Genosse Bessier die Versammlung. Zeit wurden schweflige Dämpfe ausgestoßen. Die Bruchstelle ringsStralan. herum war noch heiß, so daß man immer in Bewegung sein mußte, damit die Füße nicht verbrannten. Professor Matteucci fonnte wegen heftigen Windes, der die Asche auftrieb, genaue Messungen nicht vornehmen, da es unmöglich war, die notwendigen Apparate aufzustellen. Die Schwefeldünfte verhinderten jeden Blick in den Feuerschlund. Feldwebel Migliardi fonnte nur erkennen, daß der Krater eine sehr erweiterte Trichterform erhalten hat. Nach der Schäßung des Professors Matteucci hat sich das obere Niveau des Vesuvs um 200 Meter gesenkt. Wind und Nebel machten einen Die Coolbahn funktioniert seit längeren Aufenthalt unmöglich. Sonntag, Bis zum Observatorium gehen zwei Züge am Tage." Bestätigt worden ist auch die Wahl des Stadtrats Walger aus Halle a. S. zum besoldeten Stadtrat in Schöneberg. Die Einführung wird voraussichtlich Ende Mai erfolgen. Der orthopädische Turnunterricht, der für die Kinder der Schöneberger Gemeindeschüler, welche an Rückgratverkrümmung leiden, eingeführt ist, hat am 23. April seinen Anfang genommen, und zwar in der Turnhalle der 14. Gemeindeschule in der Berchtesgadenerstraße. Mit der Zeitung sind drei besonders zu diesem 3wed ausgebildete Lehrer betraut, während die ärztliche Aufsicht einem Schularzt übertragen ist. An dem Unterricht nehmen 61 Kinder teil. Groß- Lichterfelde. Die ruinierten Grundbesitzer. In der letzten Gemeindevertretersizung nahm die Beratung über den Entwurf eines Ortsstatuts betreffend die Aufbringung der Sosten der Straßenunterhaltung in Groß- Lichterfelde fast die ganze Daner derselben in Au bruch und löste die Zungen in dieser sonst recht schweigsamen Versanamlung. Die wesentlichsten Bestimmungen des Entwurfs lauten: Soweit die Gemeinde straßenunterhaltungspflichtig ist, wird ein Teil der aus dieser Verpflichtung erwachsenden Kosten denjenigen Grundeigentümern auferlegt, denen durch die Veranstaltung besondere wirtschaftliche Vorteile erwachsen. Der Kreis der Beitragspflichtigen, der wirtschaftliche Vorteil derselben, der aus Gemeindemitteln zu deckende Kostenanteil und die Höhe des auf den einzelnen entfallenden Beitrages wird in jedem Einzelfalle durch besonderen Beschluß der Gemeindevertretung in dem durch§ 9 des Kommunalabgabengesetzes geordneten Verfahren festgestellt. Der Haushaltsetat für 1906 balanziert in Einnahme und Ausgabe mit 182 000 m. Das Grundvermögen der Gemeinde beträgt 774 000 m., dem steht eine Gesamtschuld von 641 000 m. gegenüber. Die Zuschläge zur Staatseinkommensteuer( Personalsteuer) betragen 140 Proz., Betriebssteuer 100 Prog., Gewerbesteuer 210 Broz., Grund- und Gebäudesteuer 280 Proz. Die letztere wird in Form einer Grundwertsteuer mit 2,4 vom Tausend erhoben. An Umsatzsteuer erhebt die Gemeinde für bebaute Grundstücke 1 Proz., für unbebaute 1½ Broz. des Kaufpreises. An Kreissteuer zahlt der Ort 17 000 M., gleich 30 Proz. der Gemeindesteuer. Laut Beschluß des letzten Kreistages werden vom Kreise bei Verkauf von Grundftüden noch in den einzelnen Orten extra ½ Proz. Umsatzsteuer erhoben. Um diesen Betrag werden die einzelnen Gemeinden in der Streissteuer ermäßigt. Für Stralau würden die Streissteuern dementsprechend um zirka 5-6000 m. ermäßigt. Der Kreistagsbeschluß rief bei einem Teil der Gemeindevertretung die Besorgnis hervor, daß durch die Erhöhung der Umsatzsteuer um ½ Proz. der Verkauf der Grundstücke zurückgehen und somit die Gemeinde geschädigt werden könne. Inwieweit diese Befürchtungen begründet find, muß die Zukunft lehren. Das verflossene Rechnungsjahr ergibt einen Ueberschuß von 17 000 M. Wenn die Umsatzsteuer im laufenden Jahre nicht zurückgeht, so ist für das Steuerjahr 1907 eine weitere Ermäßigung der kommunalen Zuschläge zu erwarten. Weißensee. Erdbeben und Bulfanausbrüche auf Jsland. Ueber Schottland wird gemeldet, daß auf Island gewaltige Erdbcben und vulkanische Ausbrüche stattgefunden haben, die glüdlicherweise auf den inneren, unbewohnten Teil der Insel beschränkt blieben. Bereits im vorigen Monat bemerkte man im südöstlichen Teil der Insel leichte Erderschütterungen. Einige Bauern, die hinausgezogen waren, um nach ihren Schafen auf den Weidepläken im Gebirge zu sehen, bemerkten den Lichtschein und hörten die dumpfen Geräusche, die man bei früheren Ausbrüchen beobachtet botte. Die Erde war mit einer dünnen Schicht von mineralischem Staub und Asche bedeckt. Nach Sonnenuntergang sahen sie in nordwestlicher Richtung eine Feuersäule, die sich hob und senkte. Es ist anzunehmen, daß im mittleren Teil der Insel große Umwälzungen vor sich gegangen sind. Ganz Jsland ist ja ein bultanisches Ge. bilde. Häufig treten hier die vulkanischen Ausbrüche gleichzeitig mit den Ausbrüchen des Aetnas und Vefuvs auf. Der größte Ausbruch in der historischen Zeit fand im Jahre 1785 im südlichen Je land statt. Dabei kam ein großer Teil der Bevölkerung um und fast die Hälfte des ganzen Viehbestandes der Insel wurde vernichtet Zur Lage in San Francisco. Die Ausgaben für das Schulwesen verteilen sich nach der letzten Die Summe der in dem Einzelfalle von den Beitrags- Etataufstellung wie folgt: Die Volksschule erfordert einen Zuschuß von 313 003 m. pflichtigen zu erhebenden Beiträge darf 5% der Gesamtkosten nicht Die Schülerzahl beträgt 6292, welche sich auf 6 Schulen mit übersteigen. Die inneren Gründe, die den Gemeindevorstand zwangen, diese 130 Klassen verteilt; fomit kommen nicht ganz 39 Schüler Borlage einzubringen, sind zu suchen einmal in der neuesten Ent- auf eine Klaffe. Der Unterricht wird erteilt von 110 Lehrern, 7 technischen Lehrerinnen. Schulscheidung des Oberverwaltungsgerichts, die der bisherigen ver- 12 wissenschaftlichen und San Francisco, 25. April. Heute nachmittag 3 Uhr 15 Minuten angestellt, welche die Aufsicht neben ihrer wurde hier wieder ein Erdbebenstoß verspürt, der nahezu eine Mischiedenartigen Behandlung der Anlieger an sogenannten historischen ärzte sind 3 und jener an neuen Straßen im Sinne des Fluchtliniengesetzes ein Praris führen. Je ein Volksschüler kostet der Gemeinde 50,20 M. mute dauerte und beträchtliche Unruhe hervorrief. Die Mauern Die höhere Knabenschule erfordert einen Zuschuß von vicler ausgebrannten Häuser stürzten ein, schwächere noch unver Ende macht und zweitens in der Hauptsache darin, daß GroßLichterfelde, will es den Wettbewerb mit den übrigen benachbarten 21 739 M. Diefe wird von nicht ganz 200 Schülern besucht, welche sehrte Gebäude wurden erschüttert. Der Stoß wurde auch in Oakland Vororten mit Erfolg aufnehmen, sein gesamtes Straßemes, das sich auf 7 Klaffen, inklusive Vorschule, verteilt sind, so daß im Durch- und Berkeley verspürt. An dieser Schule durchschnittlich in einem recht fragwürdigen Zustande befindet, einer schnitt zirka 29 Schüler auf eine Klasse kommen. Nach einer Meldung des Daily Expreß" aus San Fran Je ein Schüler erfordert einen cisco wurde bisher festgestellt, daß 26 Personen durch die Neupflasterung unterziehen muß. Das kostet aber bei der be- find im ganzen 10 Lehrkräfte tätig. Die höhere Mädchen schrecklichen Erlebnisse der letzten Woche dem Irrsinn ber deutenden Ausdehnung des Ortes Millionen, und diese Millionen hat Gemeindezuschuß von 108,67 m. Groß- Lichterfelde nicht oder doch nur in der Form von Passiven. Ichule( 2yceum) erfordert nach dem Voranschlag einen Zuschuß fallen sind. 9010 M. Diese Schule ist zum 1. April er= Und nun steht die Gemeinde vor der Entscheidung: entweder die von Einkommensteuer erheblich zu erhöhen, um diese Verbesserungen aus öffnet; man rechnete mit einem Besuch von 130 Schülerinnen, der California Club of Women eine Versammlung ab, in der befich auf 7 Klassen verteilen, mithin auf eine führen zu können, oder die Grundbesitzer, denen die wirtschaft- welche fast aus Stlaffe zirka 19 Schülerinnen entfallen, die von 6. Lehrkräften lichen Vorteile dieser Straßenmeliorationen nahmslos allein zufließen, zu diesen Kosten heranzuziehen. unterrichtet werden. Einige Unterrichtsfächer in den unteren und Der Gemeindevorstand entschloß sich zu letterer Maßnahme, doch oberen Klaffen werden kombiniert, so daß man sich für 7 Klassen nur der Not gehorchend, nicht dem eigenen Triebe". Angesichts mit 6 Lehrkräften aushilft, welcher Zustand vor der Hand nur dieser der Bodenrente drohenden Gefahr wuchsen dem Genius der provisorisch ist. Nach dieser Berechnung verursacht je eine Die gewerb Grundbefizer die Schwingen. In der schärfsten Weise sprachen sich Schülerin einen Zuschuß von 69,30 m. die meisten der Redner gegen die unerhörte Belastung des Grund- liche Fortbildungsschule wird von 440 Schülern besucht, befizes aus. Prof. Kübler, der bereits früher durch seine fühnen Der Unterricht findet in den Abendstunden von 6-8 Uhr statt, die Flüge ins Gebiet der fommunalen Sozialpolitik mehr interessierte als often trägt zu der Staat und die Gemeinde und zwar 4470 bezw. imponierte, erklärte kategorisch, daß endlich einmal die Inter- 2240 M. Außerdem trägt die Gemeinde die Kosten der Heizung San Francisco, 26. April. Der Gouverneur hat sich damit eifen der Anlieger wahrgenommen werden müßten! und Beleuchtung der Schulräume. Diese Schule hat 11 Straffen mit Ferner besteht am Orte noch Mit dem Statut würden wir der Gemeinde eine gefährliche Waffe wöchentlich 66 Unterrichtsstunden. in die Hand geben." Er erzählte dann das Märchen, daß ein Be- eine Fortbildungsschule für weibliche Personen, welche durch Zahlung fizer, dessen, Grundstück 30 000 m. wert fei, 8000 W. Pflastertosten eines Schulgeldes und von sonstigen Privatmitteln unterhalten wird. zahlen müffe und aus diesem Anlaß seinem Ruin entgegengehe! Auch hier sind Verhandlungen eingeleitet, dieselbe auf die Gemeinde In demselben Sinne sprachen noch die Gemeindevertreter Graf zu übernehmen. Hoensbroech, Delbrück und Schulze, letterer mehr als Aulieger. der Lichtenberg. 500 New Yort, 25. April. Jm Waldorf- Astoria- Hotel hielt heute schlossen wurde, Gaben aus dem Auslande für die Geschädigten in San Francisco entgegenzunehmen. Gine hieru gefaßte Resolution besagt, die Ablehnung der Gaben aus Deutschhabe viel Widerspruch im Lande gewedt, und es sei unrecht und land und dem übrigen Auslande durch den Präsidenten Roosevelt schädlich, das Recht der Beisteuer auf Grund der Nationalität zu versagen; die Annahme fremder Beiträge rechtfertige sich auch durch die große Zahl von Fremden unter der Bewohnerschaft San Franciscos; schließlich habe man die Anterikaner niemals von der Hülfeleistung bei großen Unglüdsfällen in Europa ausgeschlossen. einverstanden erklärt, daß die gesetzgebende Versammlung von Kalifornien zu einer außerordentlichen Session einberufen wird, um die Ausgabe von Schahscheinen seitens der Stadt. verwaltung zum 3wed des Wiederaufbaus der Stadt zu genehmigen. Das Erdbeben von gestern nachmittag hat mehrere baufällige Schornsteine umgeworfen, wobei eine Frau in ihrer Küche erschlagen wurde. Der Verpflegungskommission werden Lebensmittel so reichlich überwiesen, daß es schwer hält, solche, die verderben fönnen, vor dem Verderben zu schüßen. Der Bürgermeister hat angeordnet, daß die Mitglieder des sogenannten Bürgerschuhfomitees, wo solche betroffen werden, entwaffnet, und falls sie Widerstand leisten, erschossen werden sollen. Einem Angehörigen dieses Semitees wird auch die Erschießung des beim Rettungswesen so tätig gewesenen Mitgliedes des Stabes des Gouverneurs, Tilden, zur Witternngsübericht som 26. April 1906, morgens s 11ht. Chausseestraße. Nur die Gemeindevertreter Jaeger und Haete Nach etwas langem Besinnen ist die hiesige Bolfszeitung" auf stimmten dem Statut zu weil sie die Notwendigkeit dazu zwinge." Nach den patenten Einfall gekommen, hinter markierter Harmlosigkeit einer ausgedehnten Geschäftsordnungsdebatte wurde die weitere den Hereinfall in Angelegenheit der Ortskrankenkasse zu verbergen. Beratung gegen 10 Uhr auf nächsten Montag vertagt. Sie ist sogar so harmlos", an uns einige Fragen zu stellen, deren lange die Straßenunterhaltungskosten und speziell die kostspieligen Beantwortung unsererseits das Eingeständnis enthielt, daß wir an Neupflasterungen ausschließlich auf den Gemeindefädel übernommen die Harmlosigkeit des Blättchens glaubten. Die Bosheit bestand wurden, nahmen die diesbezüglichen Anträge der Grundbesigervereine darin, daß die" Volkszeitung" dem Genossen Grauer die Untertein Ende. Jetzt, nachdem die Anlieger ihren Vorteilen ent- fchlagung von 15 000 Mart unterstellte, dabei für den Kenner der sprechend herangezogen werden sollen, erheben sie unmotivierte Vor- Verhältnisse durchblicken ließ, daß es seiner Taschenspielerstückchen Last gelegt. würfe gegen den Gemeindevorstand wegen des angeblich luxuriöjen wohl sich bewußt war, es ihr aber nur darauf anfam, bei den Pflasters". Dabei machten die Grundbesigervertreter auf dem Lesern den Glauben an eine Veruntreuung zu erweden. Seine Rathause durchaus kein Hehl daraus, daß die Kosten der" Harmlosigkeit" sucht das Blättelein zu unterstreichen, indem es Neupflasterung doch auf die Mieter abgewälzt würden. den Vorwärts" anbellt. Lassen wir dem Möpschen das Vergnügen. Darüber besteht allerdings fein 3 weifel; dies würde aber auch Das Tierchen bringt es übrigens jetzt fogar fertig, ganz ungefragt Stationen der Fall sein, wenn die Grundbesizer zu diesen Kosten nicht heran- zu bestreiten, auch in der Affäre Kaufmann die Frage der Krimina gezogen würden. Und da ihnen nun dieser doppelte Profit fität aufgeworfen zu haben. Bei der Qualität der fläffenden Köter etwas beschnitten werden soll, verlangen sie, daß endlich einmal braucht das auch nicht zu überraschen. Erst soff man aus einem die Interessen der Anlieger wahrgenommen werden müßten". Die Topp, dann bewarfen die Herzensbrüder fich mit faulen Giern, Qamburg 755 DSD 2 bededt Gemeindevertretung Groß- Lichterfeldes besteht zum Schaden ließen sich vom Kadi bestätigen, daß sie nicht gut riechen, nun fibt berlin 756 Still-balb bd. aller übrigen Steuerzahler nur aus Grund man an einer Bfüße und bespritzt anständige Leute. Dafür rechnet Franfam 753 NO 2 bedeckt besizern! Und auf diese trifft besonders besonders in Groß- man sich zum Ordnungsstaat! Lichterfelde außerhalb des Rathauses natürlich Sprüchwort zu: Wer im Rohr sitzt, schneidet sich Pfeifen. " das Potsdam. staud mm Stoinembe 755 N Bind. Randen 755 GD 28ien dunuga Windstärke Belter 3' Regen 5º 6.4° R. Temp. n. Stationen Barometer' stand mm richtung Wind Windstärke Better 3 bedeckt Temp. 11. 6. = 6 Haparanda 766 S 2tollen- 0 4 Petersburg 762 D 6 Scilly 754 WNW 51ollig 5 7 6 berbeen 3 Baris 7 751 NW 2 bedent 752 NND 2 Regen 3 5 3 heiter 756 4 wollen! Wetter Prognose für Freitag, den 27. April 1906. Zum Schlusse möchten wir noch darauf hinweisen, daß es sich für Die hiesige Arbeiterbildungsschule beginnt heute den cigentBiemlich fühl, vicifach heiter bei schwachen nördlichen Winden; keine Berliner Wetterbureau. die Arbeiter dringend empfiehlt, den Gemeindevertretersigungen, fo- lichen Unterricht in Theorie und Pragis der deutschen erheblichen Niederschläge. Berantmortcher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Gloce, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. "