en 13 2: ent r. 246. heint täglich außer Montags. spränumerando: Biertel3,30 Mart, monatlich t, wöchentlich 28 Bfg frei ig saus. Einzelne Nummer Big. Sonntags: Nummer init en nd tr. Sonntags- Beilage ,, Neue 10 Pfg. Post- Abonnement: .pro Quartal. Unter Kreuz: Deutschland u. Defterreich9garn 2 Mt., für das übrige Die stand 3 met.pr.Monat. Eingetr. ber Post- Zeitungs- Preisliste nb is eit, et, en g für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. 10 Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werben. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr Abends, an Sonnund Fefitagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernsprech- Anschlug amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Verhältniffe Donnerstag, den 20. Oktober 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Der Land- Arbeiter in die der Verein für Sozialpolitik" da unter seiner Firma die gelindere Formel gekleidet wird, daß die„ Agitation zuDeutschland " Kontrolle vorzunehmen und in der Parteipresse nachzu Verbreitung sozialdemokratischer Jdeen" bereits einen ganz weisen, welcher Beschaffenheit die Schönfärberei engros ist, bedenklichen Umfang angenommen hat, was für Baden in aufgethan hat. Namentlich die Redakteure unserer Partei- nehme". Als Kuriosität sei erwähnt, daß ein Berichtpresse können da durch genaue Nachprüfung und un- erstatter des frommen oldenburger Münsterlandes die böse geschminkte Schilderung viel Nützliches leisten, wobei nicht Sozialdemokratie durch ein sehr einfaches Mittel bannen ellen in den neuesten Schriften des bekannten Vereins für gesagt sein soll, daß sie nicht hie und da auch auf eine will: durch die schleunige Zurückberufung der Jesuiten!" ozialpolitik" geschildert werden, an dessen Spize jetzt so vernünftige Aeußerung stoßen werden; das sind aber ver- Wenn doch dem Manne der billige Trost gewährt würde! tungstüchtige Männer, wie der Geheime Staatsrath schwindende Ausnahmen. In der Hauptsache herrscht ein Die richtige Ursache für die Werbekraft unserer hmöller und der Geheime Rath Thiel aus dem preußi- folch anmaßender Unternehmerton in den Antworten, die Ideen unter den Landarbeitern nennt ein einziger Been landwirthschaftlichen Ministerium stehen. Zu welcher der Verein für Sozialpolitik" gesammelt hat, daß es nichts richterstatter unter all der landwirthschaftlichen Intelligenz, wäre, in diesen Händen geworden! Die Ermittelungen für daneben zu stellen. arrikatur ist nun das Unternehmen, das an sich so nüglich Dankbareres geben kann, als die schlichte nackte Wahrheit die sich an der verfehlten Enquete betheiligt hat: das ist der Mann im Regierungsbezirk Lüneburg, der behauptet, die Als erheiternder Schluß dieser Winke bezüglich des Lage der Landarbeiter sei dort so gut, daß sie das Gefühl " und Beröffentlichung sind ausschließlich bei den landwirthRaftlichen Unternehmern vorgenommen worden. Der neuesten wissenschaftlichen" Wertes über die Lage der des Klassenhafses nicht aufkommen lasse. Der Mann hat wissenschaftliche" Berein ist damit völlig in die Fußstapfen deutschen" Callcarbeiter Diene eine Zuſammenfassung der unbewußt die Wahrheit gesprochen! Die erbärmliche Lage orrigiren, ja er ist hinter ihr zurückgeblieben, denn bei Nordwestdeutschland, Baden, Württemberg und den Reichs- daran werden alle Schönfärbereien der Kathedersozialisten preußischen Bureaukratic getreten, statt dieselbe zu herrlichen Antworten, welche der erste Berichtsband aus der Landarbeiter treibt dieselben in unsere Reihen Staat doch wenigstens den freilich völlig verunglückten Ver- auf dem flachen Lande enthält. Hierüber die Ansichten der Bergarbeiter- Enquete von 1889 machte der preußische landen bezüglich der Fortschritte der+++ Sozialdemokraten und Gutsbesitzer nichts ändern! ch, die Arbeiter mit zu hören. Außerdem aber sind die Herren Gutsbesitzer festgestellt, zu haben, ist ein wirkliches Fragen an die Gntsbefizer bezüglich ihrer Arbeiter- Berhält Berdienst des denn die geVielsagende Stenerziffern e so ungeschickt und unvollständig wie möglich gestellt: sammelten Aeußerungen gestatten einen kostbaren Einblick Nähere darüber kann in den Nummern 6 und 8 des in echte und rechte Unternehmerherzen, und sie liefern uns Sozialpolitischen Zentralblattes" von Dr. H. Braun nach- außerdem werthvolle Winke für die Gegenden, wo unsere fen werden, wo Dr. Max Duard eine Kritik des Er- Agitation besonders träftig nachgeholt werden muß. In haben wir dieser Tage die Ergebnisse der neuen preußischen Emoller mit seinem Versuch, das wissenschaftliche" Unter für Sozialpolitit" folgende Gegenden, in denen unsere Agi- Anzeiger" veröffentlichte. Sie sind es aber nicht blos durch ittelungs- Verfahrens veröffentlicht und den Staatsrath letterer Hinsicht nennen die Berichterstatter des Vereins Einkommensteuer genannt, die Herr Miquel im„ Reichsehmien zu retten, abgeführt hat. Man muß ich mir wutation noch nicht den geringsten Erfolg" gehabt habe das sich selbst, sondern auch durch die Kommentare, welche die 17 Detin, bat von ben Mitgliedern des wissenschaftlichen oldenburger Geef und dünsterland, Ostbürgerlichen Blätter darüber schreiben. Den unver- frozenften unden hat, gegen solche" Enqueten" zit protestiren, wie sie dort die Eintracht zwischen beiden Theilen so groß" sei, Baare- Organ, " und ዘ Rheinisch- Westfälische Zeitung". Sie " ist Anbefangen denkende Köpfe, wie Professor Knapp in lebhafter Flugblattvertheilung, Herford, wo der reli- eingetroffen, daß die in Bochum vorgekommenen Straßburg, Profeffor Bücher in Leipzig, Professor Herknergiöse Sinn" das Eindringen verhüte", Gelsenkirchen Steuerunterschägungen nicht einen Ausnahmefall Karlsruhe und andere mehr, die durch tüchtige sozial- und Hattingen, iffenschaftliche Arbeiten bekannt geworden sind und aus Paderborn und Hörter, wo gener Erfahrung wissen, wie man Enqueten über Arbeiter Bauernverein und die Geistlichen agen richtig machen muß. Sollte das Kliquenwesen im wacker gegen die Sozialdemokratie wirkten". Etwas be- ganz folossal gewesen sind. Diese Unterschätzungen Saben, daß sich ihm selbst diese Gelehrten beugen?" Deutschen Brofefforenthum schon so weit um sich gegriffen dingter lauten die Unternehmerberichte aus den Kreisen waren die natürliche Folge des Steuersystems und dürfen Verden, Stade und dem Regierungsbezirk Lüne deshalb nicht einzelnen Personen zur Last gelegt werden." Der erste Schriftenband über diese merkwürdigen Er- burg, wo wir nur geringe" Erfolge erzielt oder nur Das ist gewiß auch vielsagend! Das Kohlenblatt, das über mittelungen liegt min jetzt vor( Verlag von Dunker und in wenigen Gegenden" Anklang gefunden hätten. Hoffent- den schimpflichen Ausgang der Fusangel- Baare- Prozesse Württemberg und die Reichslande. Wie es nicht anders zu und die betreffenden Bezirke doppelt eifrig auf's Korn; das steckt zu entschuldigen, und zwar durch die der ganzen Dumblot, Leipzig) und betrifft Nordwestdeutschland, Baden, lich nehmen sich die Genossen diese Liste sorgfältig ad notam geschwiegen hat, wie ein Grab, sucht den Baare jetzt ver rwarten war, enthält er neben allgemein orientirenden ist die beste Quittung, welche wir über die Unternehmer- Bourgeoisie ins Gesicht geschleuderte Beschuldigung, diese Angaben, die auch für unsere Landagitation nicht ohne Enquete geben können. Einzelne Gutsbesitzer sind so naiv, davon habe in ganz Preußen ebenso betrogen, wie der Baare! Berth find, über die eigentliche Lage der Landarbeiter zu sprechen, daß unsere Jdeen niemals" Eingang finden Wir sind mit diesem edlen Wettstreit schöner Seelen zu ichts als citel Schönfärberei und außerdem das übliche würden bei den ländlichen Arbeitern ihrer Gegend; sie mögen frieden. Beschimpfe über" Genußsucht"," Begehrlichkeit" Rontrattbruch, wie es von allen agrarischen Versammlungen| Wohnende Aufgabe für unsere Genossen aller Gegenden, Bremen, Wilhelmshaven und Geestemünde, gemildert nach Preußen übernommen hat, denn nach der ich die Unternehmerangaben jedes einzelnen Bezirkes zur in den westfälischen Kreisen Hagen und Boch um die Leipziger Zeitung" trugen bei Arnsberg und Siegen, darstellten, sondern daß überall im Königreich der westfälische Preußen unter der Herrschaft des alten Einkommen steuer ec BILE Radbrud und sich nur in Sicherheit wiegen, desto besser! In erheiterndem Gegensatz dazu steht es, wenn andere Genüge bekannt ist. Es wäre eine Landwirthe berichten müssen, daß in der Umgegend von Feuilleton. Die Waffen nieder! verboten.) 51 Weiter bringt die Leipziger Zeitung" recht dankenswerthes Material dafür herbei, daß Herr Miquel in der That nur nach berühmten Mustern gearbeitet und lediglich die Steuerbrutalität, die in Sachsen herrscht, etwas " In der letzten Zeit war ich in der That von der Augst Mein Vater, der von unseren Absichten vorläufig nichts. um Friedrich so sehr eingenommen gewesen, daß der wußte, machte ganz andere Zukunftspläne für uns: arme Rudolf ein wenig in den Hintergrund gedrängt worden. Du wirst jetzt ein junger Oberst sein, Tilling, und in zehn Jahren bist Du sicher General. Bis dahin wird schon Die Pläne, welche wir mit einander, Friedrich und wieder ein Krieg ausbrechen und Du kannst das Kommiando ich, für die Zukunft schmiedeten, waren folgende: nach eines ganzen Armeekorps oder, wer weiß? die Würde Beendigung des Krieges Austritt aus dem Militärdienst eines Generalissimus erlangen, und es wird Dir vielleicht und Zurückziehung nach einem kleinen, billigen Ort, wo das große Glück beschieden, Desterreichs Waffen wieder zn Ich versenkte mich in die Vorstellung, so lebhaft als Friedrich's Oberstenpension und meine Zulage genügen ihrem vollen- momentan verdunkelten- Glanz zu verEine Lebensgefchichte von Bertha von Suttner. Den, auch auf die Gefahr, ihn aufzuwecken, und füßte ihn uns auf dieses einfame, selbständige Beisammensein, wie vielleicht noch ein wirksameres System eingeführt haben, uf den Mund. ein Paar junge Verliebte. Durch die zuletzt durchgemachten dann werden wir die Herren Preußen schon drunter Mein Sohn Rudolf hatte eigentlich recht, auf seinen Ereignisse hatten wir wieder so recht gelernt, daß wir uns friegen." dieses Gefühl war näm- gegenseitig die Welt bedeuteten. Der kleine Stiefvater eifersüchtig zu sein feit letzter Zeit im Herzen des Kleinen erwacht. Daß Rudolf war übrigens aus dieser Gemeinschaft nicht aus mit Preußen aufhören, vielleicht schließen wir einst mit Wer weiß", meinte ich, vielleicht wird die Feindschaft von Grumig abgereist war, ohne ihm adieu zu sagen, geschlossen. Seine Erziehung sollte als eine Hauptaufgabe ihnen ein Bündniß-" ich bei meiner Hückkunft nicht zuerst ihn zu umarmen unsere geplante Existenz ausfüllen. Nicht müßig und zwecklos| Don des Gatten Seite wich - daß ich überhaupt fast den ganzen Tag nicht wollten wir die Tage dahinleben; da hatten wir unter an luchzen: Mein Vater zuckte die Achseln: Wenn mir Frauen nicht über Politik reden wollten!" " Benommen hatte das arme Bürschchen veranlaßt, mir eines meinschaftlich pflegen wollten. aufgestellt, die wir gefagte er verächtlich. dem Unter den Wissenschaften onen- Morgens weinend an den Hals zu finten und zu war es namentlich ein Zweig der Rechtswissenschaft, näm- die Uebermüthigen züchtigen, wir müssen den anektirten lich das Völkerrecht, dem sich Friedrich ganz beson( so nennen sie's ich sage" geraubten") Staaten wieder Drama, Mama, Du hast mich gar nicht mehr lieb!" ders zu widmen vornahm. Er beabsichtigte, fern von allen zu ihrem zertretenen Recht verhelfen, das erfordert unsere " Was sprichst Du für Unsinn, Kind?" utopistischen und sentimentalen Theorien, die praktische, die Ehre und das Interesse unserer europäischen Machtstellung. nur... nur Pa- pa... Jch... ich will reale Seite des Völkerfriedens zu untersuchen. Durch die Freundschaft- Allianz mit den Frevlern? Nimmermehr. groß werden, wenn Du mich... nicht mehr Lektüre Buckle's zu welcher ich ihm den Anstoß gegeben Außer sie kämen demüthig gekrochen." durch die Bekanntmachung mit den neuesten natur-" In diesem Fall," bemerkte Friedrich, würde man " Nicht mehr mögen? Dich, mein Kleinod!" Ich wissenschaftlichen Errungenschaften, welche ihm durch die wohl den Fuß auf ihren Nacken sehen; Bündnisse sucht # " Ja Bar nicht • Magit te und herzte das weinende Kind. Dich, mein einziger Bücher Darwin's, Büchner's und Anderer geoffenbart wor- und schließt man nur mit jenen, die einem imponiren, Fohn, mein Stolz, meine Zukunftsfreude! Ich habe Dich den, hatte sich ihm die Ueberzeugung erschlossen, daß die oder die gegen einen gemeinschaftlichen Feind Schuh leisten lo, ich habe Dich ja über abex so unendlich lieb." Erkenntniß in möglichster Fülle sich anzueignen, das Nach diesem kleinen Auftritt war mir die Liebe zu schien ihm nunmehr- neben den Freuden der HäuslichBeinem Buben wieder lebhafter zum Bewußtsein gekommen.' teit Lebensinhalt genug. Prinzip." Nun ja," gab mein Vater zurück, wenn das ego Vaterland" heißt, so ist solchem Egoismus doch alles. zum Gesammtsteuerfoll Die Steuerklassen in Preußen Sachsen in in Preußen in Sachsen 11,5 pŒt. 28,6 pi. 16,8 pet. 9,7 pot. 18,6 pt. 28,2 pot. 0900900. 3.000 800950- 3 300 29 " 16,1 pet. 3 000-6000 800- 6300 27 " 8,7 pŒt. 6 0009 500 6 800-9600 PR 18,8 pet. 9 500- 30 500 9 600- 30 000 19 " 13,6 pt. 10,8 pt. 30 500-100 000 30 000-100 000 13,0 pt. 6,1 pet. über 100 000 n " " über 100 000 " P 11 erstens, daß die Regierung ungeheuere Mehr-| beitern und zulegt wiederum der Verminderung der forderungen plant, und entschlossen ist, sie durch- kehrenden Eisenbahnzüge gedacht. Da hat der preußis zusetzen; und Eisenbahnminister einmal sein Sündenregiſter aus stod zweitens, daß die Regierung, um ihr Ziel zu fonservativem Munde. Helfen wird's freilich wenig; b erreichen, zu allen irgend möglichen, auch scheinbar demo- bürgerliche Verwaltung ist ein für allemal zu altersschwa fratischen Zugeständnissen bereit ist. geworden.Aus diesen zwei Thatsachen erhellt der Ernst der Lage. 900 M. Es wäre thöricht, sich in dem Glauben zu wiegen, eine Diese Kölner Postbeamten waren aber nicht etwa fold welche dem Range und Einkommen nach den Hamburger no leidenden„ Kollegen" nahestanden, sondern es waren die Bor gefeßten jener minder hoch Gestellten und Besoldeten, unte benen die sogenannten freiwilligen Sammlungen für die Hamburger Kollegen auf eine recht sonderbare Art aufgebracht wurden". gemeinen Beitung" für„ völlig unzutreffend" erklärt und Diese Darstellung wird von der„ Norddeutschen gleich bemerkt: Be Abwehr durch den Reichs- Anzeiger". In eine Reichstags Majorität gegen diese Gesetzesvorlage fei Beitschrift war unlängst über das Reichs- Versiche Das märe ficher. wahr, wenn die Regierung ungsamt behauptet worden, es sei Praxis biefer auf ihrem alten Standpunkt der schroffen Zurück hörde, die Vorstände der Berufsgenossenschaften von bevo weisung jedes Kompromisses ift stehenden Kaffenrevisionen einige Tage zuvor zu bena verharrte. Dem aber nicht so die Regierung ist zu Rompromissen bereit richtigen. Der Reichs Anzeiger" erklärt, daß eine fold und zwar zu äußerlich sehr weitgehenden. Die einjährige Praxis im Reichs- Versicherungsamt nicht bestehe, jene Be Daraus geht hervor, daß in Preußen wie in Sachsen Bewilligung der Bossischen Beitung" war unzweifelhaft ein hauptung daher unbegründet sei. die Steuerklasse der kleinen Leute mit 900 bis 3000 Mark Fühler. Und mit Ausnahme der Sozialdemokratie ist im Stephan giebt keine Ruh. Die offiziöse Berichtigung Einkommen den verhältnißmäßig größten Theil der Steuern Reichstag keine Partei, die prinzipiell den Militarismus aufbringen muß( 28 pct., also beinahe ein Drittel); aller verurtheilte, jedem Kompromiß prinzipiell feind wäre. daß die Sammlungen unter den Postbeamten nicht von dings hat man in Sachsen, dem Teuſterlande des Patrio- für das Weißblutungs- Geses ist vorhanden, Köln aus eigenem Antriebe hervorgegangen feien, war vo ' Patrio- Die Gefahr einer Reichstags majorität Herrn von Stephan, sondern von Poftbeamten des Begi tismus, außerdem noch die Kühnheit, den reichsten Leuten, die in Preußen ja auch nur 13 pCt. der Steuern und nur das deutsche Volk, indem es sich zeitig regt und der„ Germania" mit folgender Bemerkung begleitet: tragen, die 2a ft" auf die Hälfte, also auf 6 pet. zu die Gefahr abzuwenden. mit nöthigem Nachdruck seinen Willen fund thut, vermag Drum keine Zeit verloren! ermäßigen, und dafür den Aermsten mit Einkommen bis zu 900 Mart nicht weniger als 11 p& t.uf ans Werk gegen den Militarisuus! der Steuern aufzubürden. Das ist Sachsens würdig! ( Bei dieser Gelegenheit sei auf mehrfache Anfragen erklärt, militärvorlage begrüßen können. Wieder erscheinen Der Reichstag wird bei seiner Eröffnung zunächst die Saß der in unserem ersten Artikel mehrfach gebrauchte Aus- werden die Gesetzentwürfe über den Verrath mili druck„ erwerbsfähige Personen" in der Steuerstatistik eine, tärischer Geheimnisse und über Bekämpfung allerdings etwas undeutliche Abkürzung für diejenigen Berber Unittlichkeit. Seitdem die Bekämpfung der sonen sein sollte, die wegen eines eigenen Einkommens Unfittlichkeit" im Schwange ist, hat in Berlin die Brosti überhaupt für die Veranlagung zur Steuer in Betracht tution des Nackten in den höheren Regionen einen beson tommen. Der Reichs- Anzeiger" theilt mit, daß sich beren Aufschwung genommen. In den für die„ vornehmen" die preußische Bevölkerungszahl pro 1892-1893 stelle Kreise berechneten Theatern und Tingel- Tangels produziren Herr von Stephan hat selbst den Glauben zerstört, auf 29 895 224 Köpfe. Einkommensteuerfrei feien hier fich jest allabendlich hunderte nackter Beine und Büsten von ob die untersten Beamten sich unterfangen könnten, aus von geblieben a) 6832 Exterritoriale und b) 20 945 227 Balleteusen, deren einziges Kostüm Trikots und Gaze bilden. eigenem Antrieb, ohne höheren Wink vorzugehen. " solche, deren Einkommen 900 M. nicht überſtieg". Damit der zunehmenden Chriftlichkeit" wächst auch der hautneben figuriren in der Statistik c) 1 410 073 städtische goût der Aristokratie und Bourgeoisie. Eine Verschär Die umstürzlerische Bourgeoisie. Jeder vernünftig Steuerzahler und d) 1025 785 ländliche, sowie e) 2028 Fung bes Breßgefeßes ist auch im Werke, doch soll und ehrliche Bolitiker weiß heutzutage, daß das all juristische Personen( Gesellschaften 2c.). Durch Addition der Summen unter b), c) und d) erhält man die 23 381 085 ber hierauf zielende Gesezentwurf noch nicht fertiggestellt gemeine Wahlrecht die festeste Grundlage eines Ge fein. meinwesens und die sicherste Bürgschaft gegen Revolution Zenfiten, die als Ginzelpersonen mit eigenem Einkommen für die Steuerstatistik in Betracht kamen und die ift. Trotzdem zeigt die Bourgeoisie fich in allen Staaten Zur Ohnmacht der Bourgeoisie. Unser kürzlicher bem allgemeinen Stimmrecht feindlich. In Deutschland wir in unserem Artikel der Kürze halber erwerbsfähige Artikel über das jammervolle Unvermögen der bürgerlichen nörgelt und bohrt sie fortwährend baran herum, in Frankrei Menschen" nannten. Ihnen stehen die juristischen Berſonen Welt, auch nur halbwegs annehmbare Sozial reformen fest fie eine Strafe auf seinen Gebrauch( Carmaux), und in und Exterritorialen unter a) und e) als für die Ein- durchzuführen, wird durch eine neue Nachricht bestätigt. Belgien wehrt sie sich jetzt mit Händen und Füßen gege kommens- Berhältnisse der Individuen nicht verwerthbare Wir führten als Beispiel die Schwierigkeiten an, welche die die Einführung des allgemeinen Stimmrechts in die rev Klassen der Steuerstatistik gegenüber. Redaktion.) Sonntagsruhe den preußischen Staats- birte Berfassung. Wer das allgemeine Stimmrecht bekämpf Uebrigens kann Herr Miquel wahrlich nichts dazu, wenn bahnen macht; jetzt wird der„ Köln. Bolts- 3tg." aus bahnt der Revolution, der gewaltsamen“,„ blutigen" Revo in Preußen die fächsischen 11 pGt. der Steuer wenigstens Roblens geschrieben, daß„ bie erst fürzlich getroffene Gin- tution den Weg. Die Bourgeoiste, die in ihrer Jugen den Nermften abe und den Reichen aufgewälzt worden find, richtung der Einstellung der Güterzilge an Sonn- und Fest- revolutionär war gegen den Adel, ist in ihrem Alter was ja nur ein kleiner Anfang der Steuergerechtigkeit. tagen, wodurch einer größeren Zahl von Eisenbahnbeamten reaktionär gegen das Proletariat, daß sie ein ebenso groß höchsten Klassen 4 pCt. als Steuersag angenommen wurden, werden mußte, da wegen großer Ansammlung von Eisen- der Adel, und daß sie, ebenso verblendet wie biefer, in ihre und gegen diese 4 pet. hat sich Herr Miquel bis zum bahnwagen auf den Stationen Stockungen eingetreten waren, erbärmlichen Sonderinteresse die Staaten einer revolutionar legten Augenblick furchtbar gefträubt. Er hat überhaupt die namentlich auf der Moselbahn den Verkehr zu hemmen Katastrophe zudrängt. " Pech der Herr Miquel. Soeben muß er sich sein statistisches drohten. Eine gleiche Maßnahme soll, dem Vernehmen N " Die Anregung zu den Sammlungen ist reinesweg von den Vorgesetzten" gegeben worden, sondern vielmehr vo Beamten anderer Kategorien ausgegangen." Konzept im Reichs- Anzeiger" durch die Nordd. Allgem. nach, auf den rheinischen Strecken bevorstehen." Also so Die Frivolität der Angeklagten. Eine schredlide 8tg." des Herrn Capcivi korrigiren laffen, die ihm nach elementar menschlichen Anforderungen, wie der Sonntags- Frivolität hat die Norddeutsche Allgemeine Beitung" weist, daß er die früheren Steuerzahlen unrichtig angegeben ruhe geplagter Gisenbahnarbeiter, kann der größte Verkehrs- beckt. Sie soll barin bestehen, daß der Berurtheilte im Bertra hat, so daß sich beim richtigen Vergleich mit früher betrieb der bürgerlichen Ordnung in Deutschland nicht ein- darauf, daß seine Lage doch nicht verschlimmert ergiebt, daß die kleinen Leute von 900-4200 W. viel mehr mal genügen! Uebrigens wird die Miswirthschaft auf könne, wo es nur angeht, Berufung und Reviſion einleg bluten müssen! Das vervollständigt sehr glücklich unsere ben preußischen Bahnen selbst konservativen Blättern Gin Bandrichter Hermann Keber hat eben eine Schrift ersten Wusführungen über die vielfagenden Steuer- ubun Bleueſtens schreibt die„ Schlesische Zeitung“:„ Die scheinen lassen:„ Gegen das Verbot der reformatio in pejus ziffern." Politische Lebersicht. Berlin, den 19. Oktober. werben H Erzielung möglichst großer Ueberschüsse wurde Selbstzweck ein Symptom des Zurückweichens der staatlichen Stra der staatlichen Eisenbahnpolitik und schlug unserem Ver- gewalt vor dem Verbrecher." Die reformatio in pejus heißt tehrswesen die schwersten Wunden. Wir dürfen nicht länger die Verschlimmerung des Urtheils zu Ungunsten des dulden, hieß es, als die Staats- Eisenbahnpolitik inaugurirt geklagten, die in allen Kulturstaaten ausgeschloffen wurde, daß die Verwaltung der Eisenbahnen von privat- wenn der Beklagte allein Berufung eingelegt hat. D kapitalistischem Unternehmungsgeist und zu dem Zwecke ge- Herr Landrichter sieht hierin ein Zurückweichen der stan führt wird, um Gewinnste zu erzielen; der Betrieb der lichen Strafgewalt vor dem Verbrecher". Eisenbahnen muß in den Dienst der öffentlichen Aufgaben Wie schön flingst du für den, der dich nicht kennt, Spitzbubendialekt der Diplomaten!" Die neue Militärvorlage. Es kann feinem Zweifel gestellt werden." Jeht seien die preußischen Staatsbahnen unterliegen, daß die Regierung ihr Möglichstes thun wird, privatkapitalistischer denn je verwaltet. Die Schlesische fagt Sallet; nicht die staatliche Strafgewalt weicht vor um die neue Militärvorlage durchzudrücken, welche den Beitung" beleuchtet im zweiten Theile ihres Artikels die Berbrecher zurück, sondern der Angeklagte erhält Bau des Militarismus frönen soll. Obgleich der Schleier seit Jahr und Tag von den Staats Eisenbahnen geübte gegen die Unfehlbarkeit des Richters. Der Unfehlbarkeit des Geheimnisses noch immer nicht zurückgezogen ist Sparsamkeitspolitik und nennt dieselbe verhängnißvoll dünkel des Landrichters fühlt sich dadurch verletzt, daß da und wohl auch sobald nicht zurückgezogen wird, sowohl für die Sicherheit des Betriebes, wie für die Angeklagte ohne Gefahr Berufung gegen ihn einlegen fa und obgleich die Mittheilungen der Reptilblätter darauf Rentabilität. Es wird bei dieser Gelegenheit der sich in Gegenwärtig, wo die Fälle unschuldiger Berurtheilungen berechnet sind, die öffentliche Meinung zu verwirren, so ist letter Beit mehrenden Gisenbahn- Unfälle, der Ueberlastung sich so sehr häufen, wo das Verlangen nach Grweiteru zweierlei boch ganz klar: ber Stationsbeamten, der rücksichtslosen Entlassung von Ar- der Berufung immer größere Kreise gewinnt, verlangt M " ... Als dann die Svi bem ber bal andere unterzuordnen, so ist doch alles erlaubt und geboten, Borfahren aufweisen kann, die in Schlachten- gleichviel ob welche das Leben an den Mann stellen kann, nämlich was dem Interesse dieses Sch's dienlich erscheint." gewonnen oder verloren ihr Leben gelassen haben, desto geliebte Baterland vertheidigen „ Es ist nur zu wünschen," entgegnete Friedrich, daß stolzer ist der Entel darauf, desto mehr Werth kann er auf seinen leute den Radezky- Marsch intonirten und die seiden im Berkehr der Gemeinwesen dieselbe erhöhte Gesittung Namen, desto weniger Werth darf er auf sein Leben legen. Um Falten der Fahnen im Winde flatterten: ich muß gestehe erlangt werde, welche im Verkehr der einzelnen sich getödteter Ahnen würdig zu zeigen, muß man an der Tödterei in diesem Augenblick hätt' ich nicht umkehren mögen den rohen, fauftrechtlichen Jch- Kultus verdrängt hat, und an der aktiven und passiven die Einsicht immer mehr Blay greife, daß die eigenen Nun, desto besser, daß, so lange es Kriege giebt, doch ich dieser Liebe nur dann würdig wäre, Jutereffen auch ohne Schädigung der fremben, vielmehr im auch Leute vorkommen, welche darin Erhebung, Begeisterung, da draußen an der Seite der Brüder meine Pflicht Berein mit diesen, am wirksamsten zu fördern find." Legend. -seine helle Freude haben. auch in den Arm der Liebe nicht... Da fühlte ich, da went ja sogar Genuß finden. Die Zahl solcher Leute wird jedoch than... Daß wir zum Siege marschirten, bezweifelten Was?" fragte mein Vater, die Hand ans Dhr täglich geringer, während die Zahl der Soldaten täglich nicht. Was wußten wir von den abscheulichen Spitzkugelu Natürlich mochte Friedrich seinen langen Satz nicht wiederholen und erläutern und die Diskussion war zu Ende. größer wird... wohin muß das endlich führen? Zur Unerträglichkeit. Und wohin führt diese? So weit dachte Konrad nicht. Seine Auffassung stimmte 101 tch fo Die allein waren an den Niederlagen schuld euch, die schlugen in unsere Reihen ein wie Hagel. Und auch schlechte Führung hatten wir der Benedek, werdet sehen, wird noch vor ein Kriegsgericht gestellt herr würde noch vortrefflich zu der bekannten Lieutenantsarie aus Attakiren hätten wir sollen.... Wenn ich jemals gelb Wenn man ihn reden hörte, greifen, das Prävenire spielen," ins feindliche Land ein be fallen... Das ist ja auch nur eine Art, und zwar d der weißen Dame: Ha, welche Lust, Soldat zu sein, Ich komme morgen 1 Uhr nach Grumik, Konrad." Den Jubel kann man sich vorstellen, den diese ha, welche Luft.... unt So entzückt und freudig fonnte man ihn förmlich die Expedition Depesche bei Lilli hervorrief. wird wohl kein anderer Ankömmling empfangen, wie einer, neiben, welche er eben mitgemacht. Mein Bruder Otto war der aus dem Kriege heimkehrt. Freilich war es in diefem auch von solchem Neide ganz erfüllt. Dieser aus der BlutFalle nicht auch, wie es in den betreffenden Balladen und und Feuertaufe zurückgekehrte Krieger, der in seiner HusarenKupferstichen am liebsten dargestellt wird: die Heimkehr uniform von jeher schon so ritterlich ausgesehen und jetzt meine Taktik wäre: angreifen, immer schwerere, die Vertheidigung: Muß es sein komm zuvor, tomm zuvor, Im rücksichtslosen Angriff liegt der Sieg." sagt der Dichter. des Siegers"; aber die menschlichen Gefühle der lieben auch noch mit einer ehrenvollen Schramme über das Kinn hatte der Kaiser den Oberbefehl nicht übergeben, alfo bi den Braut ließen sich von den patriotischen nicht be- geziert war, der mitten im Kugelregen dringewesen, der ich auch an den taktif hen Mißerfolgen unschuldig einträchtigen, und hätte Better Konrad die Stadt Berlin vielleicht so manchem Feind den Garaus gegeben strahlt. der Si Generäle sollen sehen, wie sie sich mit ihrem obert genommen" ich glaube, es hätte dies die Herzlichkeit von erschien ihm jezt von einem heldenhaften Nimbus um- Kriegsherrn und Lilli's Empfang nicht zu steigern vermocht. Ihm natürlich wäre es lieber gewesen, wenn er mit fiegenden Truppen heimgekehrt wäre; wenn er dazu bei getragen hätte, seinem Kaiser die Provinz Schlesien zu er obern. Indessen: überhaupt sich geschlagen zu haben ist ja für den Soldaten schon eine Ehre, auch wenn er der Geschlagene- ja sogar der Gefallene ist; letzteres ist ja wie mit ihrem eigenen Gewi - wir Offiziere und Truppen haben un geschlagen. Und das ist ein eigenes Hochgefühl „ Es war feine glückliche Kampagne, das muß ich zu Pflicht gethan; es hieß sich schlagen, und wir haben geben," sprach Ronrad, dennoch habe ich ein paar herrliche Erinnerungen davon mitgebracht." „ Erzähle, erzähle," drängten Lilli und Otto. " Ich kann da nicht viel Einzelheiten erzählen das Pulver Ganze liegt hinter mir wie ein Taumel.... Scho die Erwartung, schon diese Spannung, wenn man auf i be Feind stößt und wenn es heißt: jetzt geht es los - das Dieses Bewußtsein, daß in dem Augenblicke ein Stüd ganz besonders rühmlich. So erzählte Otto, daß in der steigt einem ganz sonderbar zu Kopfe. Eigentlich beginnt geschichte sich abspielt und dann der Stolz, die Fre Wien- Neustädter Akademie auf einer Ehrentafel die Namen der Rausch oder das Fieber das triegerische Feuer mit am eigenen Muth rechts und lints der Tod, der gro aller jener Böglinge eingetragen sind, welchen der Vorzug einem Wort schon beim Abmarsch. Zwar ist der Abzu theil wurde, vor dem Feinde zu bleiben.„ Tué à l'en- fchied vom Liebchen schwer gefallen geheimnißvolle, dem man männlich troft-" ,, Ganz wie der arme Gottfried Tessow", murm nemi", sagt man in Frankreich, und es ist dies dort zu Stunde, welche das Herz mit weichem Weh erfüllte aber Friedrich für sich nun ja es ist ja diefe es war das eine Landewie überall eine, besonders bei den Ahnen, wenn man einmal draußen ist, mit den Kameraden, dann sehr geschätzte Eigenschaft. Je mehr man in seiner Familie heißt es: jetzt wird an die höchste Aufgabe gegangen, Schule-." ( Fortfehung folgt.) ale H Det oth Bor nter bie 2000 841 g DO ale tige Ge ion ten nb i gen evi pfr 200 enb fo and Cent ren Aula Dell gh jus ng cts 3011 0 d cha Be 48 od bi πατή indem er Bandrichter Reber noch eine Erschwerung der Berufung,[ bringung, von Siechen und gar von zum Vortheile Rußlands. Das ist der genaue Bang der will, baß diese den Angeklagten der Kindern in demselben Hause erklären. So biplomatischen Boffe, die jetzt zum vierten oder fünften Gefahr aussett, noch eine Verschärfung der Strafe fih zu wollte die Wiesbadenor Bürgerschaft" ihr Armen- Arbeits- Mal aufgeführt wird. erwirken. Wir meinen vielmehr, daß die Anklage- haus anlegen! Hier sind die Aermsten der Armen wenig anwälte nicht ruhten, behörden viel zu viel Spielraum haben. Wenn stens noch nicht in die Arme der bürgerlichen Barm- Die Hiobsposten aus Afrika. Der gestern gemeldete 2. B. in den sechziger Jahren ein Kreisgericht nach herzigkeit" gerather; wie es denjenigen geht, welche dieses Ueberfall der Station Kilossa war ein viel wichtigeres Grdem anderen im Einklang mit den Appellations Schickfal erfahren, zeigt die beim Bezirksausschuß Hannover eigniß, als die amtlichen Telegramme ersehen ließen. Unsere gerichten übereinstimmend urtheilte und die Staats in der Sigung vom 13. d. M. verhandelte und gegen den Truppen haben bedeutende Verluste erlitten und die Anbis sie vom Ober- Tribunal, Ortsarmenverband der Stadt Linden gerichtete Klage des greifer sind beutebeladen zurückgekehrt- aller Wahrscheinwelches dazu noch Hilfsrichter in Anspruch nehmen mußte, Ortsarmen verbandes II der Geestlande zu Hamburg wegen lichkeit nach, um demnächst verstärkt wiederzukommen. Denn ein der ganzen bisherigen Rechtsprechung widersprechendes Erstattung der für die Familie des Arbeiters es handelte fich offenbar nicht sowohl um einen Angriff Urtheil erzielten, so war da 3 Frivolität im höchsten Grabe. Fahrenholb in der Zeit vom 1. April 1891 ab auf- auf die Station selbst, als um einen Raubzug und eine ReUnd Frivolit at war es auch, wenn bei der Komplizität gewandten Vrmenpflegekosten. Linden hat den Unter- fognofzirung. Das Resultat war aber so günstig, daß es einer Anzahl Angeklagter die Justizverwaltung fich den ihr tühungswohnsiz anerkannt und die bis zum 31. März ent- zur Wiederholung und zu ernſterem Angriff einladet. Wir für die Verurtheilung der Angeklagten am günstigsten erscheinen- standenen Kosten bezahlt, weigert sich aber, die weiter von müssen also auf neue Hiobsposten gefaßt sein. den Gerichtsstand eines der Angeklagten aussuchte, und zu Hamburg quidirten 180 M. 95 f. Unterstützungskosten diesem Zwecke erst mehrfache Umfragen und Abweisungen zu bezahlen, weil es die fernere Hilfsbedürftigkeit der Faerfolgten. Diese Frivolität schädigt das Ansehen des Rechts milie und damit die Unterstützungsnothwendigkeit bestreitet. und stellt dasselbe als Kupplerin der Macht hin; ihr gilt Später ist auf Veranlassung des Lindener Ortsarmenver es entgegenzutreten. Die" Norddeutsche Allgemeine Zeitung" bandes der Rücktransport der Familie nach will das Verbot der reformatio in pejus als franzöfifch" Linden ecfolgt, und zwar in der 3. Wagenklasse unter Bediskreditiren; nun, ist ihr das Französische" schon ein gleitung eines Konstablers; dadurch sind 80 m. 81 Pf. Das Saalabtreiben ungenirter und offenkundiger betrieben In keiner Stadt, schreibt man uns, wird schon seit Jahren Brandmal, so mag sie ihren Grimm gegen die der Napoleoni- weitere Roften entstanden. Linden hält auch diese als in Wiesbaden. So sollte diefer Tage im Römersaal schen Gesetzgebung entnommene Wachtvollkommenheit der Kosten für zu hoch, da es weber die Beglei eine von ben Gewerkschaften einberufene öffentliche Versammlung Staatsanwälte fehren, und will sie dem französischen Recht tung des Transporteurs, noch die Fahrt in stattfinden, um über die demnächst auszuführende Gewerbes das deutsche entgegenhalten, so erinnere fie fich des alt bez 3. Wagenklasse für nöthig hält. Der Be- serichts- Wahl au berathen und die Kandidaten zu nomibeutschen Sages, der dem Verurtheilten das Recht giebt, sirtausschuß beschloß, vor endgültiger Entscheidung Beweis niren. In letzter Stunde jedoch zog der Beſtzer des Saales das Urtheil zu schelten".üle die bestrittene Hilfsbedürftigkeit der Familie Fahren feine Einwilligung zurück und erklärte auf Befragen nach der Ursache, daß ihm vom Magiftrat ein Schreiben zugegangen Neben die Scheibe geschoffen. Daß wir Dr. Sigis lebe die christlich- bürgerliche Barmherzigkeit! hols während ihres Aufenthalts in Hamburg zu erheben." fei, in welchem ihm eröffnet wurde, daß er für sein Lotal das als„ Eingeweihten" bezeichnet, und sein vernichtendes Urtheil Militärverbot zu gewärtigen babe, falls er die Versammlung zuüber das Zentrum als das einer kompetenten Autorität ließe. Da hört denn doch alles auf! Es flingt fast unglaublich, daß derfelbe Magiftrat, der das Gewerbegericht errichten will, zum Abdruck gebracht haben, ärgert die Kölnische VolksBeitung". Sie schreibt: zu gleicher Beit den Arbeitern die Möglichkeit nimmt, sich über diese für sie so wichtige Angelegenheit öffentlich zu berathen. Will man vielleicht auf diese Weise dem christlichen Arbeiter verein Vorschub leiften? und feine " " # P Parteinachrichten. * Я * Zum bürgerlichen Kräfteverfall. Eine bezeichnende Shilderung der neuesten Bariser Botenreißereien, die er aiet, daß sich die haute bourgeoisie nicht einmal mehr zu Es wird dem Borwärts" sicher nicht unbekannt sein, br der Dr. Sigl ftets ein verbiffener Gegner des Zentrums war iner kraftvollen Aeußerung ihrer viehischen Gelüfte auf und das flandalfüchtige Publikum feines fattsam bekannten raffen kann, geht aus der Feder einer Marie Weyr durch Blattes Tag für Tag mit Schimpfereien auf das Zentrum die bürgerliche Presse. Alles athmet die Ohnmacht und den Ein Parteitag für den 3. weimarischen Reichstagsregalirt. Trotzdem scheint das sozialdemokratische Hauptorgan völligen Kräfteverfall der bürgerlichen Welt. Da heißt es: Wahlfreie fand am Sonntag in Molbi statt. Vertreten auf das Urtheil dieses Eingeweihten" großen Werth zu legen. Aber auch hier, auf der Pflanzstätte der Bote, hat der waren u. a. die Orte Neustadt, Neunhofen, Steinsdorf, Röstiß, Sigl nimmt gegenüber dem Zentrum etwa diefelbe Stellung Geschmack eine Aenderung erfahren. Die Zeit der Münchenbernsdorf, Weida, Bürgel, Lobeda, Winzerle, Jena, ein, wie der unabhängige" erner gegenüber der frat bacchantisch ausgelassenen, tollen Chansonnetten hat sich Göschwig, Wenigenjena Camsdorf. Der Parteitag wählte den tionellen Sozialdemokratie. Ist der„ Borwärts" auch bereit, überlebt; momentan ist der sentimentale" Genoffen Schulze- Weningenjena zum Delegirten für den bie Auslassungen Berner's über die fozialdemokratische Fraktion& assenhauer in ber mode, und man amüsirt sich Berliner Parteitag, bestimmte, daß Genoffe& entert Apolda als Urtheil eines Eingeweihten" gelten zu laffen? nicht weniger dabei. Auf Bola folgen die Symbolisten, aur nächsten Reichstagswahl wieder als Kandidat. aufgestellt Werner und Sigl der Vergleich hinkt benn doch gar und jetzt ist nur die Gemeinheit denkbar, der man ein wird, und erkannte die Thüringer Tribüne" auch für künftig als au arg. Sigl, der eifrige Katholit, und die beste journa- Rührmäntelchen umhängt. Schon die Judie hat seiner offizielles Organ des Kreises an. Jena wurde als Zentrale des liftische Feber bes beutsch en Ratholizismus und Werner, Beit begonnen, mit bem unschuldigsten Aufblick ihrer großen Kreises wiedergewählt. der die Anfangsgründe des Sozialismus nicht fapiri fragenden Augen und dem halbgeöffneten petite fille- Mündhat Die Nürnberger Landtags- Wählerlisten sind auch nicht amei Beilen Beilen schreiben tann chen im gelassenften Tone der Welt allerlei Unfagbares zu ohne". Von unseren Parteigenossen wurden in der Zeit vom das ist boch ein beträchtlicher Unterschied. Die fingen und zu sagen. Seither hat sich eine ganze Schule 1. bis 15. Oftober die Listen für 11 897 Personen daraufhin einKölnische Bolts- Zeitung" bringe uns einen sozialdemo- mit noch verstärkter Hinneigung zur anscheinenden Apathie gesehen, ob diese Wähler in den Listen verzeichnet seien. Dabei kratischen Sigl, der unsere Partei so angreift, wie Sigl das und Gleichgiltigkeit gegen das Vorzutragende gebildet, eine stellte sich heraus, daß für 3494 Personen reklamirt werden Bentrum, dann tönnen wir ernsthaft reden und müssen Art schläfriger Zon- und Geberdendecenz während der in der Stadt Nürnberg 3. 8. 30 000 Urwähler existiren und daß mußte." Nimmt man an," sagt die„ Fränkische Tagespot",„ daß es, Das ist ja gerade das schliramite Beugniß für das wiedergabe nichts weniger als salon Bentrum, daß es einen Mann von der Begabung Sigl's sich fähiger Kouplets, und auf die Zahl der nichtkontrollirten Wähler der gleiche Prozentsatz an der Spize dieser nicht oder nicht richtig Eingetragener trifft, wie auf die 11 897, aum tödtlichen Feind gemacht hat. Wir Sozialdemokraten 11 den Spitalfittel gesteckten foge fo eröffnet das eine schöne Perspektive über den Zustand der laffen uns solche Leute von Talent sicher nicht entgehen. nannten" Heiterfeit", die sich mit dem Landtags- Wählerlisten in Nürnberg." Der Sozialdemokratische Agonie windet und Wahlverein hat nun wegen dieser Art von Listenanfertigung Nur die Reptilien". Die Freifinnige Zeitung" Jahrhundert in Agonie stellt fest, daß nur Reptilienzeitungen für die Militär- in ein Meer von Müdigkeit auflöst, steht eine geharnischte Eingabe an den Magistrat gerichtet namens borlage eintreten- mit alleiniger Ausnahme der Kölni- bette Guilbert, die Repräsentantin der Pariser Boltsmuse der 3494 Wähler, die wahrscheinlich ihres Wahlrechts verlustig fchen Zeitung", bie bekanntlich mit aller Macht ins Beug in de siècle. Mit langsam gleitenden Schritten gelangt gegangen wären, wenn die Süter der Ordnung, die Sozialdemo für den Weißblutungs- Verfuch. Nun, wir hatten sie dicht an die Stampe und beginnt, die Augen theilnahm- fraten, sich um die Sache nicht bekümmert hätten. ina halb nefchinsten oder mit im Traume her has Bublikum, Drathna Mashrighter" Infienfte au Reclin immer gedacht, die„ omnijce Henrung" jer das Hauptreprith Ihr Mund bewegt sich folgende amüsante Neuigkeit melden: die ,, Cloaca Maxima", die größte Schmusgoffe, wie einer hinweg ins Weite starrend ,, Auf Grund der bei Glöß in Dresden erschienenen Broschüre aus der eigenen Partei sie genannt hat. faum, der Körper gar nicht, nur ab und zu eine leichte Handbewegung, ein kurzer Fächerschlag und das nervöse Der rothe Michel" wird im Ministerium des Innern ein AnArbeitshaus für unehrerbietige Fortbildungs- Bibriren der feinen Nasenflügel geben Beichen ihrer Antheil trag ausgearbeitet, der eine energische Maßregel des Reichstags Schüler, In Sachsen wird selbst das Unglaublichste Ernahme. Die Guilbert weiß einen Hauch verständlich, das gegen die Landagitation der Sozialdemokratie erwirken jou, eigniß. Unter dem harmlofen Namen Nachtrag zur Schweigen beredt zu machen: fie lispelt, wo fie fingen, und wie sie zumal in Sachsen durch die genannte Broschüre enthüllt worden ist." Berwaltungsordnung für die städtische Arbeitsanstalt hat singt, wo sie schreien tönnte. Ihre Stimme ist schwach, Die fönigliche Leipziger Beitung" bemerkte dagegen der Rath zu Dresden jezt eine Maßregel beschlossen, gegen aber rein und hat nichts gemein mit den heiseren Guttural neulich fiber baffelbe Machwert: welche die Arbeiter Dresdens ganz entschieden Brotest ertönen der Sängerinnen ihrer Art. Hat sie geendet und Die Broschüren aus dem Glöß'schen Verlag legen wir heben müssen. Es ist darin nämlich bestimmt, daß dröhnt der Applaus, nach leidenschaftlicher gallischer Weise grundfäßlich beiseite. Es ist fast immer nur SensationsFortbildungsschüler, gegen welche sich die mit Klopfen und Bis"-Rufen vermischt, an sie heran, so mache, zumal wenn eine nicht weniger sensationslüfterne Disziplin der Fortbildungsschule unzulänglich erweise, in scheint sie zu erwachen, schricht auf, blidt ungläubig, er- Preffe das Opus vorher schon mit Posaunenstößen ankündigt. Im übrigen ist es schon zu glauben, daß die Reder städtischen Arbeitsanstalt untergebracht staunt, fast beschämt um sich und dankt dann lässig, als werden sollen. Das heißt also, wie Stadtverordneter wollte sie sagen: Wie, das gefällt Euch? Unglaublich! gierung des Klaffenstaates gern jenes Berlangen an den Reichstag stellen möchte. Die Parteien, auf welche sie sich Dr. Stöckel in der Stadtverordneten- Sigung vom 29. Sep- 20enn Ihr wüßtet, wie mich das anekelt stügt, und die Klassen, deren ausführendes Organ sie ist, haben tember sehr richtig ausführte, daß Kinder gegen den Willen und langweilt... und langweilt"..." Jaheutzutage beshalb mit einen so großen Gi.fluß auf den Staat, ihrer Eltern in eine Strafanstalt gesteckt werden können, in bis zum Anekeln" ist die Sättigung der bürgerlichen Welt weil vor allem die ununterrichtete Sandbevölkerung Gemeinschaft mit Menschen, von denen ein Theil zweifellos mit Fäulniß gediehen ein Stoß, und sie fällt in sich die Kandidaten dieser Parteien und Klaffen in die Gesetzgebung moralisch auf sehr tiefer Stufe steht, zum Theil sogar selbst zusammen. wählt oder ihre Stimmen nicht gegen dieselben in die Wagschale wirft. Wird durch die sozialdemokratische Propaganda die Landmoralisch gänzlich verkommen ist. Und wie man sich die Anwendung dieser drakonischen Maßregel denkt, beweist am In der franzöfifchen Deputirtenkammer erwiderte bevölkerung über das Wesen des Staates und der Gesellschaft besten die Aeußerung des Stadtraths Nate, der auf die der Ministerpräsident Loubet auf die Interpellation über aufgeklärt, so werden jene Parteien und Klaffen Reichstagsmandate einbüßen und überhaupt an Einfluß verlieren. Am Frage nach Anführung einzelner Fälle, die eine solche Maß- den Bergarbeiter- Ausstand in Carmaux, die Regierung habe guten Willen, gegen die Sozialdemokratie energifchst vorzugehen, regel rechtfertigen könnten, einen Fall anführte, in dem ein ihre Pflicht gethan und könne sich nicht anders einmischen, wird's also nicht fehlen. Es hapert aber mit dem Rönnen. Fortbildungsschüler unehrerbietige, vermessene Reden" ge- als geschehen. Der Streit wäre bereits beigelegt, wenn ein Giner Partei, die in den wirthschaftlichen Verhältnissen wurzelt, führt. Der Wähler", dem wir die fe Nachricht entnehmen, Schiedsgerichts- Gesetz vorhanden wäre. Die Kammer möge und in politischer Hinsicht die hundert und taufenbjährige Sehn hält diese Maßregel für so unerhört, daß die Arbeiter um daher die Durchberathung der betreffenden Gesehvorlage sucht der Völker nach Freiheit in flaren, tonsequenten und praktisch ihrer selbst willen alle Hebel in Bewegung sehen müssen, beeilen. Im weiteren Verlaufe der Sigung betonte der burchführbaren Forderungen formulirt hat, einer solchen Partei um dieselbe rückgängig zu machen. Der Nachtrag" ist Minister der öffentlichen Arbeiten, Biette, die bestehenden tann man mit Gewaltmitteln umsoweniger schaden, als sie eben nämlich von der Kreishauptmannschaft bereits genehmigt Gefeße gestatteten dem Staate nicht, die Ausbeutung der erst aus dem 12jährigen Kampf mit einem Ausnahmegeses als Vergiverke in Carmaug zu übernehmen. Der Deputirte Siegerin hervorgegangen ist. Baron Reille, Präsident der Grubengesellschaft von Carmaux, erklärte sich hierauf bereit, die Minister Biette und Loubet als Schiedsrichter anzuerkennen. Infolge dieser Erklärungen wurde die Interpellation ohne Annahme einer Tagesordnung als geschloffen erklärt. Die Rammer beschloß sodann die Dringlichkeit des vor einiger Zeit eingebrachten Antrages auf Stevision der Bergwerks- Gesetze. bem bus bet gen ung ber bas tel entell ben bak IDI fog Felb ein bi mis bin Perften worden. In Sachsen scheint man mit Gewalt alles aufzubieten, um in dem Proletariat den Haß gegen die Klassen herrschaft zu wecken oder wach zu halten. Kein einziger Stadtverordneter würde einem Antrage zuftimmen, der jolche Maßregel gegen Gymnafiasten oder Studirende vor Schlüge; aber mit leichtem Herzen giebt der fächsische Bollblut- Bourgeois oder Spießbürger der unerhörtesten Maßregel seine Zustimmung, wenn sie sich gegen das Proletariat richtet. # 1 " In Elmshorn- schreibt man uns fand am 14. Oft. eine von ungefähr 1000 Personen( Männer und Frauen) besuchte Volksversammlung statt, in welcher Genosse lüß, der vor furzem eine sechsmonatliche Gefängnißstraße beendet hat, unter großem Beifall über die heutige Gesellschaft und die Sozialdemokratie" sprach. Die Versammlung nahm einstimmig eine Resolution an, in welcher sie sich mit den Ausführungen des GeLoubet soll sich zur Annahme des Schiedsrichteramts offen Klüß einverstanden erklärte und schärften Protest gegen die neue Militärvorlage wie überhaupt gegen bereit erklärt haben. Von den Ausständigen in Carmaux ben Militarismus erhob, welcher den Intereffen der Mehrzahl ist die Fortsetzung des Ausstandes beschlossen worden. Ob des Volkes und den friedlichen Beziehungen der Völker zueinander Zwei Bilder aus der bürgerlichen Armenpflege"! Die Bourgeosie ist so stolz auf ihre Armen- ie Loubet als Schiedsrichter anerkennen werden, ist noch un- firacks suwiderlaufe und dem nichtbesitzenden Theil der Gesellbekannt. Nachdem in Schleswigschaft unerträgliche Lasten aufhalse. pflege", vollends, wenn sie etwa gar nach dem„ Elberfelder Holstein die Voltsversammlungen, welche infolge der CholeraSystem" eingerichtet sein soll und es giebt doch nichts Der franzöfifche Kapitalismus und die russische epidemie längere Zeit untersagt waren, wieder freigegeben sind ,. Elenderes, als die amtlich geregelte Almosenschenkerei. Sie Allianz. Die ruffischen Staatspapiere sind wie Pariser wird in dieser Proving auch unsere Agitation wieder aufgenommen, ist in der Regel die organisirte Brutalität gegen die Armen, Blätter berechnen in etwa 1200 Millionen Frants fran- finden. Gegen die neue Militärvorlage herrscht hier ein entGine große Anzahl Boltsversammlungen werden in bälde stattdie Rücksichtslosigkeit mit allen bureaukratischen Finessen Beweis zwei ganz frische Belege aus der Praxis dieser fischen Rapitals angelegt. Daher die Schwärmerei der schiedener Widerstand und große unzufrieden= französischen Kapitalisten für Rußland. Die biederenheit, was selbst in weiten Kreifen der bürgerlichen Gesellschaft Armenpflege! Die Stadtverordneten in Wiesbaden wollen Herren Prozentpatrioten( drüben wie hüben dieselbe Kouleur zu beobachten ist. ein Armen- Arbeitshaus bauen, sie sind schon gerade daran, in Grün) wollen ihr Geld doch nicht verloren haben und den Bau nach einem vorgelegten Schema zu beschließen ba mus in letter Stunde der Sanitätsrath Dr. Arnold gute Prozentchens dafür beziehen. Das Gold duftet süß, auch wenn es nach Juchten riecht. Bagenstecher eingreifen und empfehlen, die Borlage an eine besondere Kommission zu verweisen, da eine ganze Reihe Der Kretenser Aufstand verläuft ganz programm von höchst wichtigen hygienischen und pädagogischen Fragen mäßig. Die Schlachten" haben schon begonnen, demnächst in Betracht komme, welche nicht gehörig auseinandergehalten kommen die türkischen Grausamkeiten", dann die Unfähig Anton Glase I, zweiter Vorstand des dortigen Wahlvereins; feien. Natürlich stimme er für die Erbauung eines Armen- feit der Türfen, die Ordnung wiederherzustellen", und wohl erprobt im Dienste unserer Barte Arbeitshauses, ebenso entschieben müsse er schießlich das Verlangen nach Intervention der Mächte". lich aber schon jest gegen die Unter- lb. h. Demüthigung und womöglich Berstücklung der Türkeil School f be Well Freud Trop me tefel TORTING * 串 Tobtenliste der Partei: Gestorben in Winterbed bei Riel der altbewährte Parteigenosse Maurer H. Boldt. Unter der Herrschaft des Sozialistengesetzes gehörte er häufig zu den Behausfuchten und sonstig Berfolgten, was aber seinen Eifer niemals hemmte. In Passau verstarb der Parteigenosse. Verein zur Regelung der gewenlichen Fü>.a Inhalt der Inserate über- Verhältnisse der Töpfer Berlins u. Umg. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 20. Oftober. Opernhaus. Djamileh. Alessandro Stradella. Schauspielhaus. Der Sturm. Leffing- Theater. Die Orientreise. Deutsches Theater. Faust. Berliner Theater. Das Käthchen von Heilbronn. Wallner- Thenter. Der Mann im Monde. Bellealliance Theater. Pandora, oder: Götterfunken. Kroll's Theater. Die lustigen Weiber von Windsor. Residenz Theater. BY Jm Pavillon. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die schöne Helena. Thomas- Thenter. Onkel Bräfig. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Alrennderplak- Theater. Berliner Gigerln. National Theater. Eine RosenEnospe. Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenTheater der Reichs hallen. Spezialitäten Vorstellung. Winter- Garten. stellung. Spezialitäten- VorKaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Gefangsposse in 3 Aften von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 7%, Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alexander- Plaz- Theater. Versammlung. Freitag, den 21. Oftober 1892, Abends präzise 6 Uhr, in Joel's Salon, Andreasstraße 21. Tagesordnung: 1. Bericht über die Lage des Fensterstreits. 2. Regelung der Streit- Unterstügung. Im Interesse der Sache werden die Kollegen ersucht, Mann für Mann zu erscheinen. Der Vorstand, 323/3 Verlag des Vorwärts Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. Soeben erschien: Berliner Arbeiter- Bibliothek. Herausgegeben von Max Schippel. ( J. V.: Dr. Brnno Schönlank.) Ill. Serie, Heft 5: Die Kartelle. Von Adolf Braun. 48 Seiten, elegant brofchirt. Preis 25 Pfennige. 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Die Beerdigung findet Freitag, Nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause, Reichenbergerstraße 49, nach dem Neuen Thomas- Kirchhof statt. Dies zeigen tief betrübt an Wwe. Louise Beyer geb. Gehre nebst Kind.[ 2588b Wir warnen hiermit alle Parteigeen were immermann nonnfion nav han S t Herz Lote fucky Str tom fam burg boll liche Art Der alle fo jon Bur Que fich Don Offe ube 2 aufo gab Jakob Hallauer! Derfelbe hat in seiner Eigenschaft als Vertrauensmann für Delmenhorst und Umgegend die Partei schwer ge schädigt. 2585gr. Alle arbeiterfreundlichen Blätter wer den um Abdruck gebeten. Mit fozialdemokratischem Gruß: Der Vorstand des Allgemeinen Arbeitervereins Delmenhorst und Umg. J. A.: H. Mohrmann, Delmenhorst. Leor Tcha Sex Stub ( 821 Gha 283a Car Sp ber fra Ber tra bau Central- Krankenkasse d. Maurer, Steinhauer, Gypser( Weissbinder) und Stuckateure Deutschlands. ,, Grundstein zur Einigkeit." Dertliche Verwaltungsstelle Berlin. Sonntag, den 23. Oktober 1892, Vormittags 10 Uhr: Ausserordentliche = Mitglieder Versammlung im Lofale des Herrn Brochnow( früber Orschel), Sebastianstraße 39. Tagesordnung: 1. Abrechnung des Raffirers vom 8. Quartal. 2. Bericht der Revisoren. Stellungnahme zu dem Verhalten des Hilfstaffirers im Westen, event. Neuwahl desselben. 4. Entgegen nahme von Beschwerden gegen die örtliche Verwaltung. 5. Innere Raffen Angelegenheiten. 255/1 Die örtliche Verwaltung. Das Kaffenlokal ist an diesem Sonn tag gefchloffen. Möbel, 1,50 Mk. neu und gebraucht, verkauft in allen Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Strasse 15. Auch Theilzahlung.[ 2821L Arten zu billigsten Breifen VeteranenUhren, Gold- u. Silberwaaren Naunynftr. 38, C. Wunsch, b. Dranienplag Kinderwagen. Größtes Sager Berling Steppdecken!! größte Auswahl!! am billigsten in Emil Lefèvre's fabrik, Berlin, Oranienstr. 158.[ 1820L Bosten Schlafdecken mit kleinen 1 reinw. Flecken Stück 4, 6, 8 und 10 Mart, Werth das Doppelte!! Illustr. 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Brandenburger Saus, Mohrenstr. 47. Gustav Richter, Burgstr. 12( Hotel König von Vortugal). Gesellschaftshaus, Nieber wallstr. 20. Altstädter Hof, Kaiser Wilhelmstr., Gde Neuer Martt. Konzertbaus, Leipzigerftr. 48. Sinspeter, roaſenſtr. 10. 2. Wahlkreis. Friedrichstädtisses Kafino, Märtens, Friedrichstr. 286. Schröder, Stegligerstr. 18. Anhaltsche Refsource, W. Süßer, Möckernftr. 114. Rothacker, Belleallianceftr. 5. goilharmonie, Bernburgerstraße. Restaurant 3ur Lehmfute", am Kreuzberg( oerlängerte Katzbachstraße). 3. Wahlkreis. Keller, copnickerstr. 96/97. Buggenhagen, am Moritzplatz. 4. Wahlkreis. Fiebi, Gr. Frankfurterstr. 27/28., Steffen, Landsberger lee 150. Martini, Grstantfurterfir. 99( fr. Wenzel). Alhambra, WallnerTheaterstr. 15. Bech's sale, Alexanderftr. 27C. Königstadt- Kafino, Holzmartttraße 72. Rönigftasches Kastno, Gr. Frankfurterstr. 76. 2. Haase, Große frantfurterstr. 47 Gegenüber der Markusstraße). 5. Wahlkr. Schweizergarten. Bruhning, Grand- Hotel Alexanderplay. Stemy Linienſtr. 9. Neumann, Sinienstr. 19. Ahrens, Weinmeisterftr. 9. druhning, Rofenthalerstr. 12. Heinrich, Ballsalon, Joachimstr. 21. Tonhalle, tebrichftr. 112. Fiebig, Kleine Auguftstr. 14. Diefener, Landsbergerfly 40. Gaal des Handwerkervereins, Sophienstr. 15. 6. Wahlkreis. Puhlmann, Schönhauser Allee, Kastanien- Allee. Kalbo, Bertier Brater, Kaftanien Allee. Artushof, Perlebergerstr. 23. Schwarz, Borollern- Saal, Bandelstr. 35. Schulz, Stettinerstr. 57. Wm. Schirm, Babftr. 19. Wadstr. 23. Marienbad, Gesundbrunnen. Moabiter Kafino, Wilsnackerstr. 63. Germania- Festfäle( Inhaber Stein), Chauffeeftraße. mann, Brunnenstr. 34. Bittoria- Ballfalon, Brunnenstr. 145. Fröhlich, SchönGoth haufer Allee 161. Gens, Elsasserstr. 9. Elfaffer Ballsalon, Gifafferstr. 15. Feldschlößchen, Müllerstr. 142. Weimann's Boltsgarten, Gesundbrunnen. Bebekind, Thurmstr. 25-26. Echloß Schönholz. Norddeutsche Brauerei, 6hauffeeftraße. Unterschrieben, ihre Lokale zu Versammlungen unentgeltlich berzugeben, haben: Karl Bolzmann, Lichtenbergerstr. 16. Bohm, Landsbergerstr. 38( Parlaments- Hallen). Karl Pape, Badftr. 58( früher Knebel). Adolf$ ende, Staligerftr. 54( früher Heiße). Event. Streitigkeiten mit Wirthen find den Mitgliedern der Botalfommission mitzutheilen, alle anderen Veröffentlichungen erfuchen wir unbedingt zu unterlassen, da die Kommission erst alle Streitfragen prüfen muß, um die Verantwortung übernehmen zu Die Lokalkommission. tönnen. J. A.: Julius Wernau, Rosenstr. 30. ( Gotsch), Warnemünderstraße. Wilder Eber( Schmidt), Warnemünderstraße. Forsthaus( Löther), Warnemünderstraße. Waldschlößchen, Warnemünderstraße. Gesellschaftshaus( Faltenberg), Warnemünderstraße. Steglit. Görlich( früher Meinert), Ahornstraße. Der Vorwärts" liegt aus bei Frau Härich, Schellhaase, Gärtner, Dabergots, Grimm, Lenggert, Bosdorf, Jutte, Ratty, Günther, Knauer. Schöneberg. Schloßbrauerei( Saal u. Garten), Hauptstr. 64/65. W. Namm ( früher Heckendorf). Jatob, Grunewaldstr. 110. Teltow. Kein Saal. Vorwärts" und" Bottsblatt" liegen aus bet du Grain, Dery, Kupsc. Tempelhof. Kein Lokal. Wirthe, die einen Saal haben, denselben aber nicht zu Arbeiterversamm lungen zur Verfügung stellen, find: Nieke, Berlinerftr. 9; Noack, Berlinerftraße 16; Kreideweiß, Dorf- u. Berlinerfir.- Gce; Teichert, Berlinerfir. 80; Tillmann, Berlinerstr. 33; Restaurant„ 3um Birkenwäldchen", Inhaber Trinkhaus. Bu empfehlen find folgende Sotale( Borwärts" liegt aus): Gerth's Restaurant und Garten, Dorfstr. 10; Dube, Dorfstr. 29: Wesenberg, Schöne bergerweg 1; Weidler, Ringbahnstr. 58; Koch'sche Speiseanstalt, Ringbahnftraße 57; Fischer, Berlinerstr. 40; ferner A. Reisen, Bigarrengeschäft, Berlinerftraße 44; Jante, Barbier, Berlinerstr. 76. Folgende Restaurateure legen den Vorwärts" nicht aus: Hennersdorf, Berlinerstr. 118; Wiegand, Berlinerstr. 7; Sumpf, Molttestr. 5; Blankenburg, Molttestr. 6, und Bocklig, Restaurant zur Pferdebahn. Treptow. Hornow's Restaurant. Bender's Restaurant. Jacob's Restau= rant. Nitsch's Restaurant. Otto( früher Henze), Restaurant zum Karpfenteich. Bade's Boltsgarten. S. Kumpel, Alter Treptower Weg. Bischof, Restaurant zur Baumschule. Appelt, Stestaurant zum Feldschlößchen. Wannsee. Wirthshaus Wannsee( Beelighof), Schröder. Wilmersdorf. Mölter's Voltsgarten, Berlinerstr. 40. Schulze's Restaurant, Berliner- und Auguftaftraßen Gcte. Bittoria Garten, Wilhelmsaue. Restaurateur Gräß, Brandenburgischestr. 106. Vorwärts" und" Boltsblatt" liegen bei genannten Wirthen aus. Zehlendorf. 3u empfehlen: Warnite, Teltowerstr. 23. Saupt, Potsdamerstraße. Dohrmann, Machnowerstraße. Fahrenholz, Hauptstraße. Beuthen- Danckels Ablage. M. Schrobach. Kreis- Nieder- Barnim. Bernau. Schüßenhaus, Elysium, Versammlungslokale. Gary, Wallfir. 2. Hering, Mühlenstr. 4. Kluge, Kronenstr. 4. Tom, Berlinerstraße. Hermtor, Tuchmacherstraße. Beeger, Königstraße, am Martt. Rückert, Weinbergstraße. Bohre, Kaiserstraße. Müller's Friedrichsberg. Spizig's Ballsalon, Frankfurter Allee 198. Kronprinzen- Garten, Chauffee Nr. 3. Weftphal's Schwarzer Adler, Frankfurter Chauffee. Sufoli's Salon, Frankfurter Allee 176. Friedrichsfelde: Kein Saal. 3u empfehlen: Momber, Wilhelmstraße. Müller, Berliner- und gichtenberg. Schwarz' Konzert- Garten. Kirchbach, Prinzen- Allee 9. Spandau. Spandauer Bock. 9. Jahrg. Der Vorwärts" liegt aus bet Radke, Neumeisterftr. 5, Nauen. Zu empfehlen: Ernst Demuth's Restaurant. Pichelsberge. Albert Weger, Reichsgarten. Vichelswerder. Adolf Wintel, Restaurant Wilhelmshöhe. Die Lokalkommissions- Mitglieder der Umgegend von Berlin werden ersucht, Zuschriften, die Lokalfrage betreffend, nur den Unterzeichneten einzuschicken; die Verantwortung über die richtige Aufstellung der Liste tragen die Einsender selbst. Direkte Abmachungen mit Wirthen der Umgegend von Berlin in LokalAngelegenheiten lehnt die hiesige Lokalkommission ab; dieselben haben sich in dieser Angelegenheit an die dortigen Kommissions mitglieder zu wenden. J. A.: Die Lokalkommission. J. Wernau, Rosenstr. 30; W. Lock, Friedrichsbergerstr. 11; D. 3abel, Frankfurter Allee 90. Von der Cholera. Dem Raiserlichen Gesundheitsamt vom 18. bis 19. Oftober, Mittags, gemeldete Cholera- Erkrankungsund Todesfälle: Staat Drt. und Bezirk. Schloßstraßen- Ede. Dorn's Reſtaurant, Brinzen- Allee. batteria- Garten( früher Beltin)., St. Beiten, Frankfurter Chaussee. Hamburg. Sämmtliche Arbeiterblätter Itegen aus. Schölzer's' Seeschlößchen( früher Hungriger Wolf"), An der Landsberger Chauffee. Friedrichshagen. P. Zibolsty, Wiüggelschlößchen. E. Schmidt, Waldhaus. W. Schmidt, Kaiserhof. Schreiner, Waldtater. F. Ilges, Gesellschaftshaus. H. Böttcher, Friedrichsgarten. A. Blante, Restaurant. R. Richter, Gistelier. W. Lerche, Restaurant am Rundtheil. G. Peßnic, Deutsches Haus. C. Conrad, Reichstrone. 2. Wandrey, Reichsgarten. P. Kemperling, Fischerhütte. Th. Wolf, Brauerei- Ausschant. E. Wulff, Bad Bellevue. Schöntnecht und Zimmermann, Wilhelmsbad. E. Schulze, Seeschlößchen. . An Restaurants ferner zu empfehlen: Aug. Magdeburg, Haidepart. Wöhlert. W. Berenstecher. G. Magdeburg. 2. Kurfis. C. Zachow, W. Kalesti. A. Nackow. 2. Bandelom. G. Röstel. am Müggelsee. Schrammer, Am grünen Strand der Spree". al. Schönebeck. Gräs, Restaurant. Erkner. Rein Lotal. Lokalliste für die Umgegend Berlins. Auf der am 18. September d. J. stattgehabten Konferenz fämmtlicher Lokalkommissions- Mitglieder der Provinz Branden- B. Bademack. burg wurde folgende Resolution angenommen: B. Schulze. F. Damis, Vertreter 6. Büttner. G. Kurzte. 3. Jones, bon Berlin und der Provinz Brandenburg beschließt, an sämmt- kopnicerſtraße." grige, Scharnweberſtraße. Hohmann, Rahnsdorferstraße: 1. Die heutige Konferenz von Mitgliedern der Lokalfommiffionen Ravenstein. Schab, Restaurant, Rahnsdorferstraße. Baumgart, Seeſtraße. Nicht zu haben an Salen: Franz Lerche. An Restaurants Sohmann, che Gewerkschaftsvorstände sowie an, alle fozialdemokratischen W. Gartus, Witheimſtraße, fowie die vret kantinen der Bertmer Waſſerwerfe Arbeitervereine die Aufforderung zu richten, in den Gewerkschaftsversammlungen sowie im privaten Verkehr unter den Mitgliedern aller sozialdemokratischen Vereine mit mehr Nachdruck dazu auffordern, sich den Beschlüssen der Lofaltommiffionen zu fügen, fowie die Lokalliste firenger zu beachten, ferner es einem jeden Pflicht zu machen, die Lokalliste aus dem Publikationsorgan auszuschneiden und bei sich zu tragen, um bei Ausflügen fiets ficher zu sein, daß keine gesperrten Lofale besucht werden. 432 Die Adroffen der falfommiffions- Mitglieder der Umgeaend Don Berlin werden von nun ab im Vierteljahr nur einmal veröffentlicht. Wir ersuchen die Genossen, die letzte Liste auf-| bewahren. Uni Irrthümer zu vermeiden, ersuchen wir die Genoffen, die Lifte genau durchzusehen, von einzelnen Orten sind die Lokale aufgeführt, welche zu haben sind, und die gesperrt refp. nicht zu haben find. Kreis Seltom- Beeshow- Charlottenburg. 6. Reller; Miffera; Kuhle; Borfanste. Adlershof. Arbeiterblätter liegen aus bei: M. Albrecht, Nestaurant; espert sind: Wölftein's Lustgarten( früher Wiedemann u. Manofsky); Leopold's Bahnhofs- Restaurant; Stippekohl's Restaurant; Schwabe's Gefell schaftshaus; Mecklenburg's Speisehaus; J. Ackermann's Restauration. Terrasse. Schöneberg, Werderstraße. Rub omerstraße. Adam( Buschkrug). Borwärts" und Spreeftr. sc. Chymers, Chauffeestraße. Giltner, Boltsblatt" liegen aus bei Wutler. Gültner. Adam Spandauer Bock- Brauerei". bermann Krause, Bismardstr. 74. Knebel's Klubhaus; Westend. Braße. Gtablissement Gschische, Rosinenstr. 3. Berlinerstr. 100. traße 86. Grewold's Gesellschaftshaus, Bapriz Salon, Berlinerftr: 89. Pohl's Salon, BerlinerCafé Grunewald, Spandauer Berg. Firl's Restaurant, Span" Schüßenhaus". Erisethau's Salon, Sophie- Charlottenstr. 94. Friedenau. Spremberg( Kurhaus). Baaz. Grünau. Rathshalle"( G. Secker), Friedrichstr. 1. Sugo Domnic, lauer Berg. Schönebeck- Schöneiche. Kein Lotal. Liebenthal. Gastwirth Thiele. Chauffee. Hohen- Schönhausen. Weber, Jaenice, Ruß, Steuer, Großmann. Wilhelmsberg. Scholz, Trinkhaus, Wolf, Hanack an der Landsberger tegen, find: Daum, Stebenwirth, Botgt, Roste. Die Wirthe, die ihre totale nicht bergeben und fein Parteiblatt ausBohen- Neuendorf( an der Nordbahn). Jwert( früher Schmohl). Malchow. Lindecke. Granienvurg. Susie's depautum, unaha Behlendorf bei Oranienburg. Gastwirthschaft von Nieter. Pankow. Borchardt's Vereinshaus, Schulzeftr. 27. Sum Thürmchen" ( früher Sandow), Kaiser Friedrichstraße. Noch zu empfehlen: Mitte it. Wiemer, Kaiser Friedrichstraße. pröbrod, Kreuzstraße. Wittwe Schröder, Richter, Wollantstraße. Müller, Sommerfeld, Schulzestraße. Sonntag. Wouantstraße. Seeger, Berlinerstraße. Tausendfreund, Mühlenstraße. Stolze, Schönholzerstraße. Für uns gesperrt: Sello, Berlinerstraße. Linder's Lotal und Bellevue( Ringel), Breitestraße. Bärwaldt's Gesellschaftshaus, Spandauerstraße. Krause und Hahn, Tanzlotale, Wollantstraße. Nieder- Schönhausen. 8u empjehlen: Hempel, Buchholzerstr. 8. Dittert, Kaiserin Augustastraße. Sämmtliche andere Lotale sind für uns gesperrt. aus, verweigert aber feinen Saal zu Bersammlungen, ist also zu meiden. Kolonie Schönholy. Bajahn's Lotal. Jadisch legt zwar den„ Borwärts" Stralan. Gräft. Retschach'sche Braueret. Wilh. Gaster jun., Restaurant. häuschen, Martgra fendamm. Hamburg. Preußen. Schleswig. Altona. Restaurant. Schellenberg, Alte Taverne. F. Wingert, SchweizerRummelsburg. Weigel's Ballsalon. G. Walter, Hauptstr. 15. Borchmann's Ballfalon und Garten, Hauptstr. 11. Rummel, Weg nach der Köpenicker Haide. Müller, Neue Prins Albertstraße. Datum: 15./10. 16./10. 17./10. 18./10. erfrankt gestorben erkrankt gestorben erfrankt gestorben erkrankt gestorben 10 3 6 42 3 18 3 I 1 11 1 Vereinzelte Erkrankungen: Regierungsbezirk Marienwerder: in 1 Orte des Kreises Thorn 1 Flößer gestorben. Regierungsbezirt Stade: in Achim 1 Todesfall. Hamburg, 19. Oktober. Amtlich werden 11 Cholera. Erkrankungen und 1 Todesfall gemeldet; davon entfallen auf. trugen gestern 9 Kranke und eine Leiche. gestern 8 Erkrankungen und 1 Todesfall. Die Transporte be Breslau, 19. Oftober. Wegen des weiteren Vordringens. der Cholera ist die Grenze Oberschlesiens in ihrer ganzen Ausdehnung von heute ab gesperrt. Wie die Schles. Stg." meldet, find die anläßlich der Choleragefahr aufgehobenen Schnellzüge zwischen Breslau, Posen und Stargard wieder eingestellt worden. Kratau, 18. Oftober. Gestern sind hier zwei Cholerakrankte ein Kind an der Cholera, dessen Eltern von der Krankheit. Erkrankungen und ein Todesfall vorgekommen. In Podgorze er dahingerafft worden waren. In Niepolomice ist der allein noch vorhandene Cholerakrante genesen. Athank Pest, 18. Ottober. un gestern end bis heute en sind hier 17 Cholera- Erkrankungen no 11 Todesfälle vorgekommen, Boulogne sur mer, 19. Oktober. Die gesammte Mannschaft eines Schiffes wurde wegen Choleraverdachts ins Hospital überführt. Marseille, 18. Oftober. Heute sind hier 10 verdächtige Todesfälle vorgekommen. Parteinachrichten. Scheibbs, ( Buschtrup), Bolte, Wilhelmstraße. Schöneberg, Werberstraße. Walter, Parteiorganisation. Niederösterreich ist gemäß dem Chauffeeftraße. Lantmery. Witte, Labinsky. Schramart. Lintfe. Wanterstein.( früher Wagner's Ruh), an der Köpenicker Haide. Als gesperrt sind zu betrachten: Ment,( Café Bellevue). Kammler Beschlusse der fürzlich in Wien stattgehabten Landeskonferenz in Balter, Bürgerstraße. Born. Müller, Werderstraße. Klähne( vormals Engels), Restauradorf Gafthof" Bar Berghaus, Bigarren fabritant, 2. St. Pölten( Herzogenburg, Wilhelmsburg, Hainfeld und LilienSur Schulstraße. Koppen's folgende zehn Organisationsbezirke eingetheilt: 1. Wien. Charlottenburg." Gambrinus- Brauerei", Wallstr. 46. Bären- Brauerei", Redenstraße. Gustav Schöne, Gastwirth( vorm. Wwe. Grpel). Baas' Restaurant, Kantstr. 53. feld, Melt). 3. Baden( Mödling, Leobersdorf, Pottenstein). Woltersdorfer Schleuse. Naffes Dreieck( Stehbierhalle). Wwe. Leh- 4. Wr.- Neustadt( Neunkirchen, Terniz, Gloggnitz und Reichenan). Bismard- mann, Gasthof, Gaal und Garten. 5. Bottendorf( Ebenfurth, Hainburg, Marienthal, Brud a. d. Leitha). 6. Waidhofen a. d. Ybbs( Gamming, Ulmersfeld, Amstetten, Ybbs). 7. Krems( Langenlois, Mautern). 8. Waidhofen a. d. Taga( Groß- Sieghardts, Eggenburg, Zwettl, Horn). 9. Korneuburg( Stockerau, Ober- Hollabrunn, Mistelbach, Floridsdorf). 10. Tuun( Neulengbach, Purkersdorf, Sieghardsfirchen, Klosterneuburg). Die Parteigeschäfte im Bezirk liegen Vertrauenspersonen ob, welche von den Genossen und Genofsinnen des Bezirks gewählt werden. Diese Vertrauenspersonen wählen wiederum eine Bezirksvertrauensperson, die als Bindeglied mit der Landesparteivertretung zu fungiren hat. Die Landesparteivertretung besteht aus 12 Personen, von denen 7 die Parteigeschäfte führen und in Wien ihren Sitz haben, und 5 Provinzgenossen, welchen die Kontrolle obliegt. Kärnten ist in fünf Organisationsbezirke eingetheilt und zwar: 1. Spital a. d. Drau und Umgebung. 2. Villach, Feldkirchen und Umgebung. 3. Klagenfurt, Ferlach und Umgebung. 4. St. Veit a. d. Glan Grünauer Voltsgarten. Grünau- Schmöckwik. Paul Rehfeld. Schmöchwih. Restaurant Segler- Schlößchen. ( Burras). Restaurant zur Palme Nieder- Schönweide. Den Saal giebt her: Borussia- Braueret. Nicht zu haben sind: Ladendorf( Neuer Arng)." Casdorf. Gasthof zum Deutschen Hause( Saal). Hermsdorf. Rein Lotal. Dalldorf. Gäbler, Hauptstraße. gegenüber der Sampenfabrit. Waidmannsluft. Wirthshaus zur Fichte( A. Siebert). Gastwirth Berbe, ftraße 81. Reinichendorf( östlich): Lüdicke, Amendeftr. 1. Neubauer, Sausotter F. Budewig, Residensstr. 41. H. Budewis, Sausotterstr. 4. Bente's Stornest", Nordbahnstr. 1. Gebeler, Provinzstr. 45. Kleines Schüßenhaus", Provinz- und Bürgerstraßen- Ece. Ferner find den Genoffen folgende sofale au empfehlen: Emil Kirsch, Residenzftr. 20. Paul Karus, Residensstr. 101a. Hartmann, Gesellschafts. straße 12. Maurer, Hoppestr. 25. Nicht zu haben sind: Restaurant Kaifer Friedrich" vorm. M. Süß Schützen Soffmann, Restaurateure; Kurth, Zigarrengeschäft, welche unsere Blätter aus: haus, Residenzstr. 63. Wiersing, Hauptstraße( altes Dorf.) Legen Nicht zu haben sind: Barlow, Koch, Lente, Kleinschefsty, Henneberg. zu empfehlen: Solze, Sigarrengeschäft. Johannisthal. Den Taal giebt her: Senftleben, Voltsaarten. Nicht zu haben: Hochstein( früher Lauff).. Rudow. Nein Sotal. Röpenick. Kein Gaal. Die Wirthe, welche ihre Gäle nicht zu BerfammSandhagen Hauptstraße( altes Dorf.) Reinichendorf( westlich). Czarnowski, Eichbornstr. 69, tleiner Saal. zu empfehlen sind Lohmann( Brocken), Scharnweberstraße. P. Kohl schmidt, Scharnweberstr. 17. Wagner, Berlinerstr. 62. Tegel. Rentner, Su empfehlen: Schulz,( Saal), Schloßstraße. Spandauerstraße. Pump's See- Restaurant, Seegaffe 18b.( n legteren beiden liegt der Vorwärts" ebenfalls aus.) 3umeiden sind: Sude, Hauptstraße. Sauer, Hauptstraße, lippenTangen hergeben, sind folgende: Kautsch, Kaiserhof; Echcer, Wilhelmsgarten, ftein Seeschlößchen", Spandaueiftr. 4.( Sämmtlich Saalbesiger.) Septerer und Hüttenberg. 5. Prävali, Völkermarkt und Umgebung. Siz Berliner u. Rubowerstr.- Ede; Gertsch, Lindenstraße, nahe bei Saboma; Klein, ist besonders zu meiden, weil seinetwegen drei Arbeiter gemaßregelt wurden. des Agitationskomitees ist Villach. Botel u. Stadt Theater; Wwe, Schulz, Müggelsheimerstraße; Ludwig, Marientraße. Weißenfee. Weichert, Gustav- Adolffir. 142. Café Rettig, Berlinerstr. 11, Bu empfehlen find( Bartelblätter liegen aus): Gabriel, Grünauer- nb. Otto Heinrich. Erhardt, Langhansstr. 27. Dusedann, Charlottenburgerftraße 150. Sengbeil, Clebs, Charlottenburger- und Röltestraßen- Ecke. Braße 6; Schmidt, 8u ben drei Linden"; Vabel, Grünauerstr. 25; Leberecht, önigs- Chauffee 40. Dewein's Gesellschaftshaus, Königs- Chauffee. Sternecter's fand am 16. Oftober seit 1884 die erste sozialdemokratische Ver Blienickerstr. 22; Schulz, Schönerlinderstr. 3a; Dertel, Bahnhofstraße; Stub, Braueret. Rothe, See- Terrasse, Berlinerstr. 144. Schloßstraße; Markan, Jaul, Grünstraße; Brig, Altenmartt; Troppens, Rosenstraße; Linfener, Kieß; Schulz, gegenüber der Turnhalle; Tauchert, Chauffee. Sum Prälaten", Königs- Ghaussee 42. Müggelheimerstraße; Gastwirth Held, Müggelheimerſtraße. Friedrichshagener Ghauffee, giebt seine Sofalitäten zu Bersammlungen und Tabbert, Hirschgarten, eine halbe Stunde von Köpenick entfernt, an der legt den Vorwärts" aus. Mariendorf. Blodsdorf's Lotal, Chauffeestraße. Wirthe, welche die Arbeiter Zeitungen auslegen, find: Restaurant Bielgert, Restaurant Ww. Stollzenburg und Restaurant Schramni. lingen hergeben, find folgende: Restaurant Wiv. Schenfch, Nestaurant K. Haack, Refiaurant Freiberg, Restaurant F. Saad, Restaurant Rocket. Groß- Lichterfelde. Wilhelm Grieß( früher Weichert). Etto Böllner, Bigarrengeschäft, Lantwigerstraße. Nowawes. Gärtner, Wallstraße. 6. Backhaus, Prenzlauer 8u empfehlen: Zum Pfeifen- Müller, Königs- Chauffee 38. Hähling Langhansstraße 106. Alt- Sandeberg. Neubauer. Kreis Ober- Barnim. Siefenthal. Restaurant Wernigt. Eberswalde. Restaurant Sur Mühle". Gastwirth Freter, Jüdenstraße, Schulz, Konditorei- und Café, Vismard- und Schweigerstraßen- ce. Freienwalde. Gasthof" Zum goldenen Anter". Strausberg. Restaurant W. Strüger, Writenerstr. 9. Bernhart Röhring, Folgende sofalinhaber geben ihre Sale nicht zu unseren Bersammlungen A. Abraham, Restaurant; her: M. Weber, staffeehaus. F. Sommer, Schützenhaus. G. Schönnagel, Hotel Bum deutschen Kaiser". Eugen Städtefeld, Sotel. W. Scheibner, Gast of sur Conne. 9. Langbein, Gasthof zum goldenen Giern. Buckhow bei Müncheberg. Karl selos, Gasthof zur Märtischen Schweiz. Raue's Variété- Theater, Hermannstr. 18. Kummer's Salon, Berlinerstr. 136. Boffmann's Festfäle, Bergstr. 133. Niesegt's Salon, Bergfir. 129. Barta, Deutsches Wirthshaus, Bergstr. 120. Stolzenburg's Kaifer Wilhelmsbad, Maße 15. Mitschte, Steinmiegstraße 45. Ganner Chauffee. Wiersing's Salon, Knesebecstr. 77. Ww. Apolt, Knesebec am Sermanyplay( Berliner Seite). Schmargendorf. Wirthshaus Schmargendorf( P. Kübler), Warnemünderstraße; Schüßenhaus( Wegener); Hundefehle. Großestr. 66. Kreis Potsdam- Gkthavelland. Potsdam. Brandenburger Konimunitation 16. Nicht zu besuchen sind die totale um Sanssouci, Konzerthaus Mauerstraße, Mühlenberg- Grotte, Gafé Heere, Lennéstraße und das Lokal von Schade, Zimmerstraße. Auf dieje Lotale haben die Berliner Genossen genau Acht zu geben. Größere Gesellschaften sollen bei der Kommission vorher ihren und Besuch anmelden. Garten), Breitestraße. Deutsches Haus( Herm. Balz), Breiteftraße.( Dort ist Belfen. W. Grunow, Wilhelmstr. 19. C. Schröder, Brettestr. 7. Semtlin bar ein Saal vorhanden, aber der Inhaber giebt ihn aus Furcht vor Polizei: u. Gericke. Maßregeln nicht her.) Der„ Borwärts" und das Boltsblatt" liegen aus bei Beyer, J. Müller, no liegen Arbeiterblätter dürfen weder Versammlungen abgehalten werden, 2. Schute, 2. Arendt, C. Wendland, R. Stümer, W. Kersten, Waubte, Steftaurant Sanssouci( Petting). Schwarzer Adler( Kragenbrint). Waldfateri Marwik bet Belten. W. Noelte( Saalinhaber). aus: Wirthshaus zum Schwan( Saregte). 3olchow. Von der Agitation. In ächtersbach( Kreis Hanau) fammlung statt. Dieselbe war sehr gut besucht und forderte einstimmig die Einführung des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts für den preußischen Landtag wie überhaupt für alle öffentlichen Körperschaften. Am Sonntag unternahmen ca. 30 Genossen aus Nowawes unter Betheiligung des Gesang- Vereins Arbeiter- Maibund" eine Agitationsfour; nach Drewis, Rudow und Arendsdorf, die zu aller Zufriedenheit verlief. Als Agitationsmittel wurden zumeist verwandt: ein Flugblatt, der Vorwärts", das„ Volksblatt für Teltow", und der Wahre Jakob". Die genannten 3 Dörfer wurden reichlich mit Schriften belegt. Die Aufnahme unserer Genossen war in allen Dörfern eine sehr gute; die Leute öffneten ihnen freudig Thor und Thür. Tokales. Erkrankungen an ansteckenden Krankheiten sind, nach einer Veröffentlichung des statistischen Amts der Stadt Berlin, dem Polizei- Präsidium für die Woche vom 2.- 8. Oktober 198 gemeldet worden. An der Spike stehen hinsichtlich der Zahl der Erkrankungen folgende Stadttheile: beim Typhus: Wedding, auch mehrere Wohlthätigkeits- Atte zum Besten geben. Diese Der Töpfer Sefuze ist am Dienstag zur Verbäßung der Stralauer Viertel östlich, Spandauer Viertel; bei den Masern: Vorstellung wird jedenfalls einen tolossalen Bulauf haben." ihm wegen Theilnahme an der Ermordung des Nacht.vächters Stralauer Viertel westlich und östlich; beim Scharlach: Oranien- Ueber den Zynismus des Stils, in welchem diese Reklame- Braun zudiktirten Strafe nach dem Zuchthause in Sonnenburg burger Vorstadt, Moabit westlich; bei Scharlach- Diphtherie: notiz abgefaßt ist, wollen wir fein Wort verlieren, derfelbe ge- überführt worden. Der Gefangenentransport, zu welchem Heinze Louisenstadt jen feit östlich; bei Diphtherie: Wedding, Rosenthaler hört zu den unentbehrlichen Requisiten jenes Blattes. Daß die gehörte, bestand aus acht Köpfen. Frau Heinze, die sich noch im Borstadt nördlich, Stralauer Viertel östlich, Louisenstadt dies- Samburger Nothleidenden" hervorgeframt werden, um die Me Moabiter Untersuchungsgefängnisse befindet, tritt jetzt mit über feit, Rosenthaler Vorstadt südlich, Moabit westlich, König- lame recht faftig zu machen, ist am Ende auch nicht verwunder- raschenden Mittheilungen auf und betreibt darauf hin die stadt Viertel, Oranienburger Vorstadt; bei Kindbettfieber: lich. Die Bourgeoisie hat ja mit diesen unglücklichen Menschen Wiederaufnahme des Verfahrens zu Gunsten ihres Mannes, Wedding. Die äußersten Stadttheile, die von der ärmsten Be- schon wacker genug gefrebst. Daß sich aber ein bürgerliches während sie sich selbst schwer belastet. Sie giebt an, daß sie sölferung bewohnt werden, weisen überall die höchsten Zahlen Blatt dazu hergiebt, in feinem redaktionellen Theil für ein Bordell selbst mit noch vier anderen Personen den Wächter Braun er auf. Einen einzigen äußersten Stadttheil werden unsere Leser die Retametrommel in dieser Weise zu rühren, das ist doch etwas mordet habe, daß Heinze aber nicht dabei gewesen wäre. Die vergeblich in obiger Zusammenstellung suchen: es ist die Gegend starter Tabak, an welchem selbst das Publikum, das dieses eigentlichen Thäter hätten 5000 Mark zu zahlen versprochen, am Zoologischen Garten, die ebenso fehlt, wie die übrigen von Börsenblatt zu seinem Leiborgan erforen hat, gerade genug wenn sie nicht verrathen würden. Bis zur Berurtheilung hätten Reichen bewohnten Stadttheile. In allen diesen Stadttheilen haben dürfte. dieselben auch prompte Einzahlungen an die Gefängnißtasse zum sind nur vereinzelte oder gar keine Erkrankungen vorgekommen. Zweck befferer Verpflegung der Eheleute gemacht, mit dem Tage Ansteckende Krankheiten finden immer nur da eine größere Verder Berurtheilung hätten die Thäter die Zahlungen eingestellt breitung, wo eine schlecht genährte, abgerackerte Arbeiterund lediglich dieser Wortbrüchigkeit halber wolle sie jest die bevölkerung in engen, dumpfigen, halbdunklen Wohnungen zu Thäter verrathen. Gleichzeitig giebt sie an, daß sie vor Jahren, haufen gezwungen ist. theils mit denselben Thätern, theils mit anderen, am äußersten Ende der Müllerstraße einen Sutscher ermordet hätte, der sich anscheinend betrunken unter einen. Baum schlafen gelegt hatte, während das Fuhrwerk auf der Straße stand. Pferd und Wagen hätten sie verkauft, den Leichyam aber in dem Keller eines Produktenhändlers verborgen. Die ingeleitete Untersuchung wird ergeben, ob diese Angaben auf Schwandel oder auf Wahr heit beruhen. 11 Wir lesen in der Volks Zeitung": Ueber einen militärischen Exzeß berichtet uns der 36 Jahre alte, unbescholtene Arbeiter Paul Beutler aus Rigdorf, bei Friedrich Siemens u. Co., Neuenburgerstr. 24, in Arbeit stehend: Er sei gestern Abend nach 7 Uhr auf dem Wege von der Fabrik nach seiner in der Biethen Der sozialdemokratische Verein Vorwärts" in straße in Rigdorf belegenen Wohnung gegangen, und zwar habe Rigdorf unternahm am Sonntag eine Agitationstour nach er, wie stets, bei Keller's Hofjäger vorbei seinen Weg durch die Halbe und in die umliegenden Ortschaften. In Halbe wurden Hafenhaide nehmen wollen. Bei Keller's Hofjäger habe eine zwei Kolonnen gebildet, von denen die eine gen Wendisch Gruppe von 7 oder 8 Soldaten des Kaiser Franz- Garde- Gren. Buchholz vorrückte. Hier war sehr bald jedes Haus mit Regiments gestanden, dessen Kaserne bekanntlich in der Nähe der Agitationsmaterial belegt, und schon sollte dem Dorfe der Rücken Hafenhaide liegt. Er sei mie immer ruhig seines Weges gegangen, gekehrt werden, da kam ein Polizist in Sicht, der augenscheinlich da er ein besonderes Interesse daran gehabt habe, ungefährdet große Dinge vorhatte. Er rückte im Laufschritt heran und ver- nach Hause zu kommen, weil er gestern eine Ueberstunde länger Gegen den Postschaffner Hermann Rose.berg ist nun langte die Auslieferung fämmtlicher Druckschriften. Natürlich gearbeitet habe. Da sei ohne jede Veranlassung einer von den mehr die Anklage wegen Mordes erhoben. Wie man sich ers wurde diesem Verlangen nicht entsprochen, vielmehr allseitig leb- Franzern hinter ihm hergekommen und habe ihn gefragt: Wo willst innert, wurde die Leiche seiner Ehefrau am 27. Jul. im Span hafter Protest erhoben. Die Gefeßeskenntnisse des Hüters der Du hin?" Er habe geantwortet:„ Nach Hause." Darauf habe ihm der dauer Schifffahrtskanal am Petroleumspeicher aufgefunen; der Gefeße schienen nicht weit her zu sein, denn er verzichtete auf Soldat mit den Worten:„ Ist das auch eine Antwort?" ein paar Körper zeigte eine Schußwunde, die den Tod der Frau orbei sein erstes Verlangen und forderte schließlich die Genossen auf, Schläge ins Gesicht versetzt. Der Soldat habe ihn dann noch geführt hatte. Da ein Raubmord ausgefchloffen schien, sotte mit zur Wache zu fommen. Hiergegen var nichts einzuwenden, mals gefragt: 20 gehst Du hin?" Auf die Antwort: Nach sich der Berdacht umsomehr auf den Ehemann, als die bet man marschfrte also nach der Wache. Nachdem hier Name und Nixdorf" und nachdem Beutler den Soldaten gebeten, ihn doch Gatten im gespanntesten Berhältniß mit einander lebten. Wohnort fein fäuberlich zu Papier gebracht worden war, er- rubig feines Weges gehen zu lassen, habe der Soldat gesagt: welcher Seite die Schuld liegt, ist schwer zu sagen. Wie schon folgte die Entlassung. Dann wurde der Weitermarsch nach Du willst noch lange dämlich reden?" Bugleich habe derselbe mitgetheilt wurde, hat Rosenberg in den letzten Jahren wieder Hermsdorf und Münchenhofe angetreten, wo es die freundlichste blank gezogen und ihm mit dem Säbel einen Schlag über das holt die schwersten Drohungen gegen seine Frau ausgestoßen, Aufnahme gab. Nur in einem Fall wurde die Sache tragisch. linke Ohr verseht. Es seien dann noch mehrere Goldaten aus aber auch diese verfolgte ihn mit ihrer Eifersucht und gab Löwen, d. h. er ging zum Ortsgewaltigen und offerirte demselben zogen hätten, sie hätten ihn zur Erde geworfen und ihn mit Manne heimlich nachzugehen und war ihm so auch am Abend ein Gremplar des„ Vorwärts". Da tam er aber schön an. Der Schlägen über die Schultern traftirt. Auch an der rechten Hüfte des 23. Juli gefolgt, der für sie und ihr Leben verhängnisvol Ortsschulze sprang fofort auf, drang auf den Genossen ein und fühle er große Schmerzen, was er den Stößen mit den Beinen zu werden sollte. Zeugen der That sind nicht vorhanden, und be wollte eine Attaque nach dessen Kehle unternehmen. Als ihm schreibt, die er empfangen zu haben behauptet. Zwei von den Angeklagte selbst bestreitet nach wie vor, das Verbrechen Neft feiner Zeitungen zu entreißen. Das glückte auch nicht und laufen, er hat Guch ja nichts gethan."" Schließlich hätten ihn bessen durch Indizien geführt werden; zu diesem Behuse ist d schon glaubte der Genoffe, den Angriff glücklich zurückgewiesen mehrere setner Angreifer den Weg vor dem Hosteller- Etablissement Badung von etwa zwanzig Zeugen erforderlich. Voraussichtlich zu haben. Da wurde der Gemeindediener herbeigerufen, der zurück getrieben, io Daß er einen anderen, weiteren Weg wird sich die nächste Schwurgerichtsperiode mit diesem Mord feinerseits wieder die Ortsbewohner aufforderte, die Genoffen zu nach Rigdorf habe wählen müssen. Das linke Dhr habe seine prozeß beschäftigen. ,, verheuen". Es rückte auch eine Knüppelgarde vor, und nur der Frau die ganze Nacht hindurch kühlen müssen. Auf den Schultern Dorfe. Besonnenheit der Unserigen war es zu verdanken, daß es nicht und an der Hüfte habe er dicke, blutunterlaufene Striemen. Das Lokalverlegung. Die Vorstände der Zabalarbeiter- Gewerb eine mächtige Holzerei gab. Die Genossen überließen den Rauf- linke Ohr Beutlers war bei dem Besuch, den er uns heute Vor- schaft beschlossen in ihrer Sigung vom 27. September, das Kassens luftigen das Feld und zogen ihrer Wege nach dem nächsten mittag auf unserer Redaktion machte, noch ganz angeschwollen lokal von der Elisabethstr. 10 nach der Weinstraße 11 und hochroth. Bestler versicherte wiederholt aufs Bestimmteste, Feindt zu verlegen. Die letzte Kassenstunde findet am 22. Die zweite Rolonne hatte nur ein Abenteuer zu bestehen. Sie baß er die Soldaten in feiner Weise durch irgend etwas pro: ts. in der Elisabethstr. 30 statt. Die erste Kassenstunde wird belegte mit Agitationsmaterial die Ortschaften Halbe, Tarnow, vozirt habe. Er fei bereit, dies und jede andere feiner Angaben am 29. Oftober Weinstr. 11 abgehalten und zwar, wie den Mit Hoheninühle, Neuendorf, Exdorf und Teupih.) Ueberall gab es die vor Gericht zu beschwören. Wir veröffentlichen die Mitthei- gliedern bekannt, von 7-9 Uhr Abends. beste Aufnahme, auch wurden in jedem Dorf Gesinnungsgenossen lungen Beutler's feinmal zur Warnung für diejenigen, welche getroffen, welche zum baldigen Wiederkommen einluden. Als das Abends den fraglichen Weg allein zu gehen haben, dann aber Agitationsmaterial schon sammt und sonders an den Mann ge- auch, um die zuständige Behörde zu veranlassen, eine Unter bracht war, nahte ein berittener Gendarm. Dieser notirte die fuchung des Falles und eventuell eine strenge Bestrafung der Namen der Genossen und blieb an ihrer Seite bis in die Gast Schulbigen eintreten zu lassen. Vielleicht empfiehlt sich auch wirthschaft von Halbe, wo der Sammelpunti aller Theilnehmer zunächst eine wirksamere Bewachung der fraglichen Gegend durch an der Agitationstour war. Hier hatten sich auch viele Ortspolizeiliche Organe, namentlich in den Abendstunden." anfässige eingefunden, welche sich nicht wenig darüber wunderten, daß Sozialdemokraten fo anständige Leute feien – man hatte sie ihnen als Vagabunden und Wegelagerer geschildert. Als einer der Genoffen eine Pistole hervorzog, die sich hinterher als harm Lofer Stiefeltnecht- entpuppte, gab es großes Gelächter. entpuppte, gab es großes Gelächter. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, daß diese Agitationstour für die Sache der Sozialdemokratie te richte tranen mird Einer unserer er schreibt uns: Im Anschluß an den Artikel: Die Schneidigkeit unserer Soldaten" in Ihrer Nr. 242 theile ich Ihnen folgendes Seitenstück mit, aus welchem neuer dings hervorgeht, daß die polizeilichen Fahrbestimmungen der existiren scheinen. Vor mehreren Wochen fuhr ich mit einem Be Humanität. Im Zoologischen Garten fand bekanntlich vor kurzem ein Wonftrekonzert statt; der Ueberschuß sollte an die Hamburger Nothleidenden abgeführt werden. Die Herren Borgers Noblesse oblige in großherzigfter Weise die Deckung der und Marquardt, Dekonomen des Etablissements hatten Unkosten übernommen Darob aroßer Subel in der nefommtan Presse. Aber es dürfte angebracht sein, auch die Kehrseite der Medaille bekannt zu geben. welche hier versammelt waren, um ein bischen Humanität zu schinden, Die Kellner, welche zur Bedienung dieser Auserwählten, bestellt waren, erhielten se chaig Pfennige für den Tag bezahlt, Institut wird unseres Wissens von feiten Das Stadt Polizeibericht. Am 18. d. M. Morgens wurde ein Rentier in seiner Wohnung in der Köpnickerstraße, und in der Nacht zum 19. d. M. ein Stelmacher in seiner Werkstatt in der Memeler beim Neuen Bachofe die Leiche eines Filzschuhmachers an firaße erhängt gefunden. Vormittags wurde in der Spree geschwemmt. An der Ecke der Straße Unter den Linden und der Charlottenstraße wurde Nachmittags eine 62 jährige Fra in durch eine Droschte überfahren und am Kopfe fchwer verlet Sie wurde nach ihrer Wohnung gebracht, wo sie bald darauf a Herzschlage verstarb.-Am 18. d. Mts. fanden drei tieine Brände statt. Gerichts- Beitung. Ein höchst unangenehmes Abenteuer auf der Polizei Pferdebahn nicht für das Militär, sondern nur für Zivilisten zu und dieser Lohn ist der im Zoologischen Garten übliche. wache hat gegen ben Gymnasiallehrer Dr, 2. eine Anklage wegen der Beleidigung, ruheftörenden Lärms und Zechprellerei zur Folge tannten eines Montags nach Tegel zum„ Königschießen". Wir ein mit 9000 Mark jährlichem Zuschuß unterstützt; gehabt, welche denselben gestern vor das hiesige Schöffengericht waren die ersten Fahrgäste und nahmen auf dem Verdeck des Pferdebahnwagens auf dem ersten und zweiten Play von der doch lieber den Herren Borgers und Marquardt auszu Anstellung als Privatlehver hat, war Mitte April nach Berlia Treppe aus Platz. Nach kurzer Zeit fletterte ein Feldwebel herauferlegen, denn mehr, als bisher, könnten sie ihre Kellner doch gekommen und in Negendant's Hotel abgestiegen. Er suchte feile feinesfalls ausbeuten.- Die Folgen einer solchen Bezahlung alte Studentenkneipe von Döbert in der Linienstraße auf, und nahm den dritten Platz ein. Im weiteren Verlauf der Fahrt sind für die daran Betheiligten natürlich die denkbar schlimmsten, neuerte die alte Bekanntschaft mit dem Wirth und zechte bafelb Treppe hinauf bis auf die obersten Stufen. Es waren minDeftens 50 Personen außerhalb des Wagens. Da fam plöglich noch der Regimentskommandeur. das Verdeck gedrängt voll. Die Herren standen schon die ganze würde, der im Zoologischen Garten gearbeitet hat, dermaßen einen Thaler, mit welchem er die Cigarren bezahlte, als den legten defekt wird und muß werden die Moral derselben unter Be der Mohikaner", zechte aber bis 12 Uhr Nachts unbehelligt weiter Die auf der Dingungen, wie sie die Herren Hoflieferanten ihren Arbeitern stellen. Schließlich mußte er der Kellnerin anvertrauen, daß er nid Treppe ftehenden Herren drängten noch oben, um den Jedoches lebe die Sumanität! Geld genug besige, um feine Zeche in Höhe von 4,50. zu be Aufgang frei zu machen. Es entstand allgemeine Bewegung und suchte mich, auf seinen Blah nachzurücken, damit der Herr Re- Abtheil 2. Klasse mit dem Vorortzuge der Stadtbahn von Potsauch der Feldwebel verlor feine Ruhe. Er sprang auf und erEin unangenehmes Abentener erlebte ein 18 jähriges Jahlen, und man ließ ihn ruhig seines Weges ziehen, Nach einer fchloffenen Hause, rüttelte und pochte heftig an der Thür, und gimentskommandeur nicht über unsere Plebejerbeine zu steigen dam nach Berlin fuhr. Während der Fahrt stieg plötzlich brauchte, wenn er sich sehen wollte. Wir respektirten den Wunsch 20jähriger junger Mann mit blonbelt, Haar, Bart, des Feldwebels, weil wir die Ehre, die uns zu Theil wurde, zu schmußiger Gesichtsfarbe und kohlenstaubbeschmußten Händen in steher. Da der Angeklagte sich absolut nicht beruhigen im Lotale vergessenen Ueber schätzen wußten. Der hohe Offizier nahm aber von der Opfer ben Wagen ein, warf sich mit den Schimpworten auf das im wollte, machte Herr Döbert furzen Prozeß, holte einen willigkeit des Feldwebels feine Notiz, er lehnte den ihm an- Halbschlummer liegende Mädchen, hielt ihm Mund zu Nachtwächter gebotenen Einplatz bankend ab. Der Schaffner hatte kein Wort würgte es am Salle. Es gelang ber Ungegriffenen jedoch, durch Angeklagten herbei und forderte denselben auf, den Wache zu fistiren. der Mißbilligung für die entfeßliche Ueberfüllung des Wagen das geöffnete Abtheilfenster um Hilfe zu rufen, die im benach Gestern gab Herr Döbert zu, daß er zu diesem Mittel nur verbecks. Sonst bulbet er nicht, daß auch nur eine überzählige barten Abtheil befindlichen Fahrgäste hörten den Bilferuf und griffen habe, um den ihm lästigen Menschen los zu werden, de Person mit fährt, in diesem Fall aber drückte er feine fämmi- gogen die Nothbremse. Inzwischen war der Thäfer auf das er aber an einen beabsichtigten Betrug desselben selbst nicht ge Schaffner seine Instruktion vergißt, weil ihm der eine oder der fuhr, unter Zurücklaffung seines Schirmes herunter; er floh in/ daß Herr Döbert den Dr. 2. persönlich fannte, brachte denfelben Es ist doch nicht anzunehmen, daß der Trittbrett geftiegen und sprang, als der Bug bereits langfam glaubt habe. Der Wächter, welcher feine Ahnung davon hatte andere der Herren einen Nickel Trinkgeld in die Hand gebrüdt ber Richtung nach dem Groß- Machnower Walde zu und entfam, nach dem Polizeibureau in der Artilleriestraße und hier will hat. Viel eher ist zu glauben, daß derselbe in dem Glauben Ob er es auf Raub oder ein Sittlichkeitsverbrechen abgefehen berselbe nun sehr böse Erlebnisse gehabt haben. Er behauptete lebt, daß ihm in diesem Falle überhaupt nichts paffirt, weil hatte, muß dahingestellt bleiben; dem Mädchen war er völlig an der Thür des Polizeibureaus postirter Schußmann habe im geftrigen Termine mit der größten Energie folgendes: Gin lichen Augen zu. zweierlei Tuch eben gewisse Vorrechte besitzt, deren sich das simple unbekannt. Zivil nicht erfreut. Die Offiziere stiegen bei den Schießplätzen ihn sofort mit fräftiger, fneifender Hand angepackt und habe Der eine bie ab. Da es oben sehr staabig war, fletterte ich herunter und Eine Belohnung von 300 Mark hat die Postbehörde die Treppe hinaufgeschoben. Auf der Wache habe er sich dar postirte mich auf den Hinterperron. Hier standen drei Herren, auf Ergreifung des Postassistenten Stiemer und Herbeischaffung über beschweren wollen, man habe ihn aber ohne weiteres im Wagen saßen noch drei Paffagiere. Sofort tam der Schaffner des von ihm unterschlagenen Kassenbetrages von 5759 W. ausgedugt und als er darüber höchst empört geworden, und forderte mich auf, im Innern Platz zu nehmen, da auf dem gesetzt. Inzwischen ist ein Theil des Geldes schon herbeigeschafft man ihn mit Schimpfworten trattirt und ihm gesagt:" Warte Hinterperron nur drei Personen" stehen dürften. Ich bemerkte, worden; denn der flüchtige Riemer hat an feinen bier wohnen- man, mein Junge, wir werden Dir zeigen, was man mit d Wir sind unserer Vier!" daß es wohl jetzt nicht mehr so genau darauf anfomme, wir be- den Vater ein Kouvert mit 3000 m. eingeschickt und letzterer hat macht. Er habe dann in voller fänden uns doch auf freiem Felde. Das half aber nichts: das das Geld sofort der Polizeibehörde abgeliefert. Empörung den einen der Schuyleute einen„ rohen Patron" ge nannt, und nun sei es ihm sehr schlecht gegangen. geht nicht, entweder hinein oder hinauf. Ich mußte also hinein. In den belebtesten Straßen der Stadt das Verdeck mit Uniformen Infinger, Krautstraße 36 wohnhaft. Plötzlich sprachlos geworden ist der Restaurateur August Schuhmann habe angeordnet, ihn bis zur telegraphischen Fest überfüllt und da giebt's feine Fahrbestimmung und auf freiem 81/4 Uhr war Insinger mit dem Berzapfen von Bier beschäftigt. Beamten hätten ihn gepackt, an den Händen geschloffen Felde bei fast leerem Wagen eine Person zu viel auf dem Hinter: Schaffner jeden geschlagen und in die Zelle gestoßen, too fofort im Kopfe. Nun behaupte noch jeinand, daß bei uns der feine Arbeit unterbrach und ängstlich Geftitulationen machte, die er fast die ganze Nacht habe zubringen müssen. Er habe Grundsatz:" Gleiches Recht für Alle" nicht hochgehalten werde. andeuteten, daß er stumm geworden sei. Der hinzugerufene Arzt vor Schmerz und Wuth mit den Füßen lebhaft an bi glaubt, daß der Zustand des durchaus nüchternen Mannes durch getrommelt, Jeffeln seien ihm Das Organ der Louis im Frack und weißer Binde, einen Nervenfchlag hervorgerufen worden ist. auf furze Zeit abgenommen, aber wieder angelegt worden, der Berliner Börsen- Courier", bringt in einer feiner letzten Wegen groben Vertrauensbruches haben wieder zwei er nicht aufhörte, über die ihm gewordene Behandlung Klage Nummern folgende Notiz: Verhaftungen vorgenommen werden müssen; die eine betrifft den führen. Erst gegen Morgen sei er entlassen worden. Er habe Seit furzem weilt Bertha Rother wieder in Berlin, Buchhalter K., der im Zeitraum von mehreren Jahren seiner am nächsten Tage sich sofort zum Polizeipräsidenten begeben und das schöne einstige Modell des„ Märchens" wird, wie wir Firma 13 000 m. veruntreut hat, indem er auf Grund falscher versucht, demselben persönlich seine Beschwerde fiber die Beamten hören, gelegentlich einer eigenartigen Veranstaltung vor das Beruittungen von den Kunden Geld einzog und durch falsche vorzutragen. Man habe ihm jedoch bedeutet, eine schriftliche liner Publikum treten. Bertha Rother ist vom Dezember an für Buchungen den Betrug verdeckte. Der andere Verhaftete ist der Eingabe zu machen. Inzwischen sei der Spieß umgedreht worden die Pariser Folies Bergères engagirt, wo sie einen Zyklus Kaffirer des Vereins selbständiger Handwerker, der sich aus der und er besinde sich zu seiner Ueberraschung auf der Anklagebant 23 mälden, theils Schöpfungen antiter Bildhauerkunst in marmornem dieses Geld zunächst auf der Rennbahn verspielte. Weiß vorführen und selbst darstellen wird. Vor ihrer Abreise nach Paris wird nun Bertha Rother in einem hiesigen Speziali Der Winter hat in diesem Jahre früh seinen Einzug geBellenthür Die Dani als und voller Wahrheit beruhen, die Schuhleute aber bekundeten das dirette Gegentheil. Sie beschweren, daß der Angeklagte weder beschimpft, noch gedust, noch mishandelt worden sei. Thatsächlich habe täten Theater in einer Wohlthätigkeitsvorstellung für die Ham- halten. In der vorvergangenen Nacht hatten sich die stehenden derselbe von Anfang an und bei Feststellung seines Namen burger Nothleidenden einen Theil dieser Tableaus darunter Gewässer mit einer dünnen Eisschicht überzogen. höchstens ungebührlich benommen. Auf die Frage nach seine 4 ee e in Le St te er er en en en ge te ett ete Fin be be Dir er Jes ne Die 200 be Die be en he en nt. tte ft, id 0 t 9 Namen habe derfelbe geantwortet Rehmann und das genügt", auf die Frage nach seinem Stande sei die Antwort Mensch" verurtheilt. An alle in der Schuhbranche In- und Auslandes. = fonen einen Sering oder für 10 Pf. Wurst. Die Schlafftelle der Lehrlinge befindet sich unterm Dache. Keine Ventilation, in den Sommermonaten die größte Hize, dazu eine Unmaffe von Ungeziefer, 21 Soziale tebersicht. erfolgt und während der Aufgabe der Polizei- Depesche habe sich Internationaler Schuhmacher- Kongres 1893 in Zürich. der Angeklagte höchst dreist benommen und aus diesem Grunde wie Wanzen und dergl. So ein Lehrling muß, wie man gefeffelt werden müffen. Der Gerichtshof sprach den Angeklagten beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen des der„ Boltswacht" mittheilt, durchschnittlich 16-18 M. die Woche von der Rechprellerei frei, ebenso von der Anklage der Beleidigung des Schuhmanns Meser, weil dieser ihn angefaßt hatte. verdienen, in der guten Geschäftszeit bis zu 23 M. Damit der Dagegen wurde der Angeklagte wegen rubeftörenden Lärms und Länder eine internationale Verbindung als dringende Nothwen- neue Arbeit, während der Gefelle meist die alte machen muß. Berufsgenossen und Genofsinnen! Da Kollegen verschiedener Lehrling dem Meister recht viel einbringt, erhält er vorwiegend Beleidigung des Telegraphisten Rümpler zu 15 M. Geldbuße digkeit erachten, hat der Schuhmacher- Fachverein von Zürich und Der Lehrling wird selbstverständlich auch gehörig geprügelt, Umgebung in Verbindung mit dem Zentralfomitee des Schweize- außerdem hat er sich die denkbar unfläthigsten Schimpfworte geEin gefährlicher Zechpreller, der aus der Brandschahung rischen Schuhmacher Verbandes beschlossen, einen Inter- fallen zu lassen. Wird er frant, so heißt es: der Hund ist nur von Gastwirthen ein Gewerbe macht, ift der Zimmermann Kari nationalen Schuhmacher Rongreß einzuberufen. Zu zu faul zur Arbeit; sagt ein Gefelle das Gegentheil, so ist der Suwe, welcher gestern vor der II. Straftammer hiesigen Land- diefem Zwecke tagte am 10. Oftober 1892 in Zürich eine öffent- Gefelle ein verfluchter Sozialist", der die Lehrlinge verdirbt" gerichts I stand. Derfelbe ist schon wiederholt wegen seiner un- liche Schuhmacher- Bersammlung, welche nach eingehender Be- Die Schilderung wird in vielen Stücken auf die meisten Lehrbezwinglichen Neigung, auf Kosten der Gastwirthe fich gütlich zu fprechung folgende Resolution annahm: linge des Kleinhandwerkerthums überhaupt zutreffen. Die große thun, vorbestraft worden und hat erst kürzlich eine längere Ge- Die heute im Saale Zum Schwanen tagende öffentliche Sterblichkeit der Arbeiter in den zwanziger Jahren dürfte in der fängnißftrafe verbüßt. Raum war er wieder auf freiem Fuße, Schuhmacher- Versammlung erkennt, daß die internationale Schändlichen Ausbeutung, die sie als Lehrlinge erlitten, mit ihre als er fein altes Metier wieder aufnahm. Er erschien am 11. Mai Berbindung der Arbeiter von größter Wichtigkeit im Ursache haben. Was so ein habgieriger Behrherr" und nicht zu in der Restauration, Fürstenbergerstraße Nr. 9, aß und trant nach Rampfe für für die Befreiung der Proletarier ift. Sie vergessen die Frau Meisterin", an ihnen gefündigt haben, dafür Herzenslust, um dem Wirth schließlich einzugeftehen, daß er feinen findet aus obiger Erkenntniß für nothwendig, daß müssen dann die Gewerkschaftskaffen der Arbeiter in Form von Bfennig befize. Der Gerichtshof war der Weinung, daß dem uns eine internationale Verbindung unter den Arbeitern und Krantenunterstützung zc. aufkommen. berechtigten Hange des Angeklagten zum Wohlleben durch eine Arbeiterinnen der Schuhbranche angebahnt wird. Sie erklärt energische Strafe entgegen getreten werden müsse und er ver- aus diesem Grunde ihr Einverständniß mit der Ergreifung der Folgende der New Yorker Boltszeitung" Wer besitzt und regiert die Vereinigten Staaten? urtheilte ihn deshalb zu 1 Jahr Buch thau 3, 2 Jahren Ghr. Initiative für einen internationalen Schuhmacherkongres 1893 nommenen Ausführungen geben Antwort darauf: entZuchthaus, verlust und 150 M. Geldbuse eventuell noch 15 Tagen Zucht in Zürich. Derselbe soll je nach Bedarf einige Tage vor dem fammtzahl der Menschen, die in der Union ein Vermögen von haus. internationalen Sozialistenkongreß abgehalten werden." In anbetracht diefer so wichtigen Aufgabe für die Berufs: Die Stadt Newyork allein enthält 1103 Personen, die jede von einer Million und mehr Dollars ihr eigen nennen, beträgt 4047. Die Revolveraffäre, welche am Nachmittage des 23. August genossen aller Nationen erwarten die Einberufer eine rege einer bis zu ein hundert und fünfzig Millionen Dollars besitz m. d. J. die Bewohner der Dresdenerstraße in Aufregung feßte, be- Betheiligung der Kollegen aller Länder. Darum, fchäftigte gestern das Schwurgericht des Landgerichts I. Der Kaufmann Proletarier, auf zum internationalen Schuhmacherkongreß 1893 fönnen, zeigt die Thatsache, daß nach den Aufstellungen der Welche Macht diese Millionäre vermöge ihres Besizes ausüben Max Bente befand sich wegen versuchter Tödtung, Bedrohung, in Zürich! Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung auf der Anklagebant. Wir ersuchen Anträge zur Tagesordnung bis Ende Februar Bas gesammte Grundeigenthum der Südstaaten auftaufen können, Tribüne" die 1103 Millionäre der Stadt mit ihrem Vermögen Der Sachverhalt dürfte noch in Grinnerung sein. Der Angeklagte 1893 einzusenden. und daß sie, wenn ihnen die Laune ankäme, die gesammte Befönnten. Und diese 4000 Millionäre der Union regieren durch die in ihren Diensten stehenden Gesetzgebungen das ganze Land, und Recht und Geseh sind auf ihre Interessen zugeschnitten. Und die ganzen übrigen sechszig und mehr Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten plagen und arbeiten sich tagtäglich ab, um den Reichthum dieser 4000 noch weiter anzuhäufen, noch mehr zu vergrößern. Wahrlich, unsere Nachkommenmacher- Verbandes: Das internationale Schuhmacher- Kongreß Komitee in Zürich. Versammlungen. „ Die Ge betrat an dem genannten Tage das Lotal des Schantwirths Im Auftrage des Zentralfomitee's des schweizerischen Schuh- völkerung des Südens gesetzlich von Haus und Hof vertreiben Lattuschka, Dresdenerstraße 67, um demselben Anerbieten in Butter und Delikatessen zu machen. Der Wirth verhielt sich zunächst ablehnend, nachdem Benfe aber eine Beche von 1 m. 10 Pf. gemacht hatte, wobei der Wirth und der Alle Briefe und Anfragen find zu richten: gerade anwesende Droschkenfutscher Kurzhals mitgetrunken F. Kühnel in Zürich, Gintracht, Neumarkt 5. hatten, erflärte Lattuschta sich bereit, dem Angeflagten eine Sämmtliche Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Büchse Sardinen zum Preise von 2,40 M. abzunehmen. Es wurde dabei ausgemacht, daß 3 Sardinen ausgewürfelt werden Blattverlegung. Gleichzeitig mit der Verlegung des Sites sollten. Der Angeklagte verlor und mußte noch 30 Bf. bezahlen. des Verbandes der Glacee Handschuhmacher schaft wird wahrscheinlich einmal nichts unerklärlicheres finden, Sierüber, sowie infolge der genoffenen Getränke gerieth Bente in Deutschlands" und des Giges der 3entral- Kranten als die Thatsache, daß die Menschen unserer Zeit so bobenlos große Aufregung. Es kam zwischen ihm und den beiden anderen und Sterbefasse desselben von Arnstadt nach Stuttgart dumm wareu und sich das alles so gutmüthig bieten ließen." Personen zum Wortwechsel, der Wirth forderte ihn vergeblich auf, ist auch die Nedaktion und der Verlag der Zeitschrift Der das Lokal zu verlassen und schließlich wurde der Angeklagte mit Handschuhmacher, Organ für die Interessen der Arbeiter Gewalt zur Hinterthür hinausbefördert. Er entfernte sich der Handschuhfabrikation Deutschlands" nach Stuttgart, mit der Drohung:" Wartet nur, jetzt hole ich meinen öblingerstr. 46, erfolgt. fecheläufigen Revolver und schieße Euch beide todt!" Vorher fchlug Zente noch mit dem Arm in das Thürfenster, daß es zer die Vorstandsmitglieder des Rechtsschutzvereins Warken, Ber Aus dem Saar- Kohlenrevier tommt die Nachricht, daß trümmerte. Er eilte dann nach seiner unweit gelegenen WohJu der Freien Vereinigung der Bau- Arbeiter Berlins nung und holte seinen Revolver, den er mit vier scharfen wanger und Thome ihre Stellen niedergelegt haben. Die Patronen lub. Dann eilte er, die Schußwaffe in der Rechten Begnerische Preffe will darin einen Sieg über die Sozialdemokratie theilte am 9. Oktober der Vorsitzende mit, daß das langjährige haltend, wie ein Wahnsinniger durch die Straße. In der Nähe Für heute nur so viel, daß wir es für fein Unglück für den erhoben sich zu Ehren desselben von den Plätzen. Hierauf erblicken. Wir möchten derfelben den Rath geben: abwarten. Mitglied Franz 2üd ke plötzlich gestorben ist. Die Versammelten des Lattuschka'schen Lokals hielt er den Revolver in die Höhe Rechtsschutzverein betrachten, wenn Herr Warken mit der Zeitung wünschten die Kollegen Gaßmann, J. Bernau und feuerte einen Schuß in die Luft ab. Dann lief er in seiner desselben nichts mehr zu thun hat. Derselbe hat von jeher auf Deredder, man solle die Unterstützungen, die bis jetzt den Aufregung an dem Lattuschka'schen Lokal vorbei und mehrere beiden Schultern zu tragen versucht, und dabei steht die hohe Kollegen so lange gewährt wurden, wegfallen lassen und solche Säufer weiter in die Struck'sche Schankwirthschaft hinein. Hier wurde man aufs höchste erschreckt, als der Angeklagte Meinung, die er von sich selbst harchaus in feinen Ber- uur in gang außergewöhnlichen Fällen verabfolgen, da es bei der ell mit feiner sozial- schwachen Mitgliederzahl nicht möglich sei, sie in dem jezigen mit mit erhobenem Revolver auf der Thürschwelle erschien und hältniß zu seinem Können. Was es Drohungen ausstieß, für die man einen Grund nicht einsah. In- demokratischen Gesinnung auf sich hat, welche ihm die Gegner Umfange zu bestreiten. Die Versammlung stimmte dem durch zwischen war der Droschkenkutscher Kurzhals bein Angeklagten jetzt andichten, auf welche Warten selbst übrigens nie Anspruch Abänderung des Statuts zu. Ein Antrag Wernau, daß es gefolgt, er packte denselben plöglich von hinten über beide Arine den Hinterbliebenen von verstorbenen Kollegen überlassen bleibe, und suchte dieselben nieberzudrücken. Bente rief mehrmals: zu entscheiden, ob bei dem Begräbniß Musit, Palme und Krang gestellt werden oder der Verein eine Unterstügung zahlen solle, Lassen Sie mich los, ober ich schieße Sie über den Haufen!" fand gleichfalls Annahme. Dann verlas derselbe Kollege die AbDann hielt er zunächst den Revolver mit der Mündung Die preußischen Millionäre. In der, Breslauer Morgen- rechnung vom letzten Stiftungsfest; es hat eine Einnahme von nach rückwärts und drückte los. Die Kugel ging dicht zeitung" giebt deren bekannter parlamentarischer Korrespondent 243,05 m. ergeben, während sich die Ausgabe auf 243 M. stellt, an Kurzhals vorbei und ebenso bie veite. Dann eine Statistik der Millionäre, die er in Markmillionäre, Thaler- so daß der Ueberschuß 5 Pf. beträgt. Der Vorsitzende äußerte gelang es, es, dem dem Rasenden die Waffe au entwinden. millionäre und Einkommenmillionäre eintheilt. Die drei Kate- noch sein Bedauern darüber, daß der Verein nach dem Fortfall Im Termine entschuldigte der Angeklagte sich mit großer gorien zählen zusammen 8445 gegen 4284 im Vorjahre. Er der jetzigen Unterstützungsart für die sehr bedürftigen Kollegen Trunkenheit. Die Beweisaufnahme beschränkte fich beschränkte fich auf rechnet zu ihnen alle diejenigen, welche ein Einkommen von über 2 ur st und Lüderiz nichts thun tönne. Mehrere andere die Bernehmung einiger Zeugen. Der Staatsanwalt hielt alle 36 000 22. haben. Scheidet man von diesen 8445 diejenigen aus, Kollegen erörterten hierauf die Frage, ob nicht auf eine andere Punkte der Anklage aufrecht, während der Vertheidiger, Rechts- deren Ginkommen nicht einem Kapital von einer Million Thaler ent- Weise die traurige Lage jener beiden Kollegen etwas gebessert anwalt Friedmann, ausführte, daß der Angeklagte, der an jenem spricht, so fallen auf diese Thalermillionäre noch) 1780 gegen 915 werden könne. Tage 22 Kneipen besucht hatte, feiner Sinne nicht mehr im Vorjahre. Unter ihnen erhebt sich nun noch die Zahl der mächtig war, daß er er nur aus blaffer Renommage die Einkommenmillionäre, deren Ginkommen nach Millionen zählt. Drohungen ausgestoßen und auch nachher beim Schießen Es sind deren 35 gegen 19 im Vorjahre. Bei vier von den feineswegs die Absicht gehabt habe, irgend jemanden zu Ginkommenmillionären beträgt das Einkommen 3-7 Millionen treffen. Die Geschworenen sprachen den Angeklagten der vor Mark. Infolge der Selbsteinschätzung hat sich die Zahl der fäßlichen Zödtung nichtschuldig, bejahten dagegen die Schuld Millionäre verdoppelt; man ersieht hieraus, wie diese Herren fragen in betreff der übrigen Strafthaten. Der Staatsanwalt sich vor der Steuerzahlung zu drücken wußten. beantragte wegen des Hausfriedensbruchs und der Sachbeschädi gung je 20 D. Geldstrafe, wegen der Bedrohung in 2 Fällen insgesammt 4 Monate 4 Wochen Gefängniß, wovon 1 Monat durch die erlittene Untersuchungshaft abzurechnen sei. Das Urtheil lautete nach dem Antrage. gemacht hat, so genügt es wohl, wenn wir daran erinnern, daß . . gelegentlich der letzten Wahl als„ tönigstreuer" Arbeiter fanbibirte. Im Fachverein der Uhrmacher und verwandten Berufsgenossen Berlins und Umgegend sprach am 15. Oktober Dr. Pinn unter reichem Beifall über unstwesen und Feudalismus." In der Diskussion äußerte sich Kollege Lüderitz im Sinne des Referenten, zum Schluß die Kollegen zu fefterem Zufammenhalten auffordernd. Es wurde dann Kollege Stolp in die Arbeitsnachweis- Kommission an Stelle des Kollegen Krause Eine Freie Vereinigung der Orts Krankenkaffen in gewählt. Jm weiteren verlas der Vorfißende ein vom Verein Hessen ist am Sonntag in Mainz gegründet worden. Zu Berliner Gastwirthsgehilfen eingegangenes Schreiben, wonach derselben gehören die Drts- Krankenkassen der Städte Darmstadt, das neue Erkennungszeichen der organisirten Gastwirthsgehilfen Mainz, Worms, Gießen, Friedberg, Vilbel, Bensheim, Heppen- aus einer blauen Karte mit zwei rothen Streifen besteht. heim, Lindenfels, Lorsch, Zwingenberg, Nieder- Ingelheim, Sauer- Die nächste Vereinsversammlung findet am Sonnabend, den Zur Frage der Polizeistunde für Vereine hat der erste Schwabenheint, Nierstein, Mombach, Butzbach, Dittelsheim, Hen- 29. Oktober, Abends 9 Uhr, im Vereinslokal Wienecke, Alte Senat des Ober- Verwaltungsgerichts eine bemerkens bach, Groß- Karben, Rohrbach, Habisheim, Groß- Zimmern, Fran- Jakobstraße 83, statt; daselbst sind jeden Abend( und zwar im werthe Entscheidung getroffen. Am 15. Juli 1891 fand in der Nauses, Bad Nauheim und Gau- Algesheim. Die Vereinigung Arbeitsnachweis) Karten zum bevorstehenden Wintervergnügen zu Bürgererholung zu Seig eine vom Schuhmacher Junghans hat den Zweck, einen Mittelpunkt für den Meinungsaustausch haben. einberufene öffentliche Volksversammlung statt, welche der über der Krantenfassen, sowie für den persönlichen Verkehr der Vors wachende Polizeikommiffarius Jacob wegen eingetretener ftandsmitglieder und Angestellten derselben zu bilden und die Polizeistunde um 11 Uhr schloß. Hierüber führte Junghans bei gemeinsamen Angelegenheiten der Krankenkassen auf dem ihnen der Polizeiverwaltung von Zeiz Beschwerde, welche durch Be- gefeßlich angewiesenen und noch ferner zuzuweisenden Gebiete zu fcheid vom 17. Juli 1891 mit dem Bemerken zurückgewiesen fördern. wurde, daß der Herr Polizeikommissar völlig torreft geNO Bernau. Am 15. d. M. fand hier eine öffentliche Parteis Versammlung statt, in welcher Genosse Fischer unter Beifall über Staatssozialismus referirte. An der Diskussion betheiligten sich mehrere Genossen im Sinne des Referenten. Im weiteren Verlaufe der Debatte tam auch der Fall über den von den handelt hat. Gegen diese Verfügung strengte der Betroffene Mit der deutschen Sprache siehen die Kriegervereine hiesigen Genoffen gewählten Stadtverordneten K. Gensch zur Klage beim Bezirksausschuß zu Merseburg mit dem Antrage bekanntlich häufig auf dem allergespanntesten Fuße, trotzdem Sprache. Da derfelbe seinen Pflichten als Sozialdemokrat in an: Die ortspolizeiliche Verfügung vom 17. Juli 1891 ihnen sonst der Patriotismus angeblich über alles geht. Man feiner Weise nachgekommen ist, auch den Versprechungen, die er aufzuheben und zu erkennen, daß der Polizeiverwaltung lefe 3. 2. folgendes Schreiben, das dieser Tage fünf Ar- bei Aufstellung seiner Kandidatur den Genossen machte( sich der das Recht nicht zusteht, bie öffentlichen Versammlungen beiter in Probstheida bei Leipzig zugefchickt erhielten: Organisation anzuschließen, und die Sozialdemokratie in jeder des Arbeiterbildungsvereins zu der für das Lokal, in welchem Probstheida d. 9./10. 92. Lieber Kamerad! Auf Beschluß der Weise zu vertreten u. a. m.) nicht nachgekommen ist, so gab man der dieselben abgehalten werden, vorgeschriebenen Polizeistunde zu Monatsversammlung vom 2./10. 92. und darauf erfolgter Bor Befürchtung Ausdruck, daß et sich sein Mandat erschmuggelt Muß ich Dir Mittheilen, Da habe. Da jedoch Gensch zu dieser Versammlung nicht eingeladen schließen." Der Bezirksausschuß und auf die eingelegte Berufung ftandsfizung vom 8./10. 92. aus bas Ober- Verwaltungsgericht erkannten auf Abweisung unsere Vereinsangelegenheiten im Sozialdemokratischen Organ war, so blieb der Antrag des Genossen Schiebolsky,„ Gensch aufDer Klage. Aus der sehr umfangreichen Begründung der ge- den Wähler" fritisirt worden sind, und dessen Bestre: zufordern, fein Mandat als Stadtverordneter niederzulegen," in troffenen Entscheidung heben wir folgende Stellen hervor: Die bungen, mit unfern Tentenzen Sich nicht vereinpaaren, Dich ber Minorität und es soll nun in der nächsten Partei- Bersammhier fragliche Versammlung fand in dem Wirthshause Bürger bis zur nächsten Generalversammlung, welchen den 6./11. 92. ftatt lung über den Fall verhandelt werden. Der Punkt„ Wahl eines erholung" statt und war unbestritten eine öffentliche, b. i. findet, zu Erklären ob Du den Militärverein, oder den Arbeiter Vertrauensmannes" wurde durch die Wahl des Genossen Ludwig eine solche, zu der nicht blos ein individuell begrenzter Personen verein angehören willft, Da ein Bleiben in beiden Vereinen, Berner erledigt. Unterm Verschiedenen" sprach Genosse freis, sondern jedermann Zutritt hatte. Während der Dauer unfern Statuten gemäß, als nicht statthaft beschlossen worden ist. Krüger seine Verwunderung darüber aus, daß in einer der dieser Versammlung war daher auch der Ort, an dem sie statt Mit Kameradschaftlichen Gruß der Vorstand des Militärvereins. größten Berkehrsstraßen, in der Viktoriastraße, ein solch fand, ein öffentlicher, wenn das Lotal auch von dem Vereine J. A. G. Kolbe, Schriftführer. gemiethet gewesen ist. Nur so lange, als das Lofal nur für Ein Glück, daß in diesem Schreibebrief das Wort pestilenzialischer Gestank herrsche. Es wäre vermuthlich auch einen bestimmten Personenkreis benutzt wird, ist es nicht öffent Kriegerverein" nicht vorkommt. lich. Dies fällt aber hier fort, und ist daher die fragliche Ver- falsch geschrieben worden. Der„ Wähler" meint ganz richtig, sammlung bei Eintritt der Polizeistunde mit Recht geschlossen dem Herrn Schriftführer fönnten ein paar Kurse im Arbeiter verein nur zum Vortheil gereichen. Das dürfte auf die un geheure Mehrzahl der Kriegervereinler zutreffen. worden." # 1 " Volkswacht" aus Eine Gruppenversammlung der Arbeiter und Arbeiterinnen aus der Buch- und Papierindustrie beschäftigte sich am 18. Oftober mit der endgiltigen Regelung der Gewerbegerichts- Kandidatenfrage. Buchdrucker Massini erläuterte nochmals eingehend die wesentlichsten Bestimmungen Eine Beleidigung der Frau in bezug auf ihre eheliche des Gesezes, die Anwesenden zur regen Theilnahme an den Trene enthält nach einem Beschluß der Nürnberger Straffammer Neber nichtswürdige Behandlung von Lehrlingen wird Wahlen auffordernd. In der Diskussion, welche sich im Wesentauch eine Beleidigung des Mannes. Der Bildhauer 2. stellte der Breslauer Hutmacherkreisen lichen den Ausführungen des Referenten anpaßte, betheiligten Alage gegen den Telegraphenmechaniker R. in Neustadt a. d. H. folgendes berichtet. Der betreffende Hutmachermeister, Mitglied fich eine ganze Anzahl von Kollegen. Hierauf wurden die in den wegen Beleidigung, weil dieser in bezug auf seine Frau geäußert der Innung, nimmt mit Vorliebe Knaben aus dem Waisenhause einzelnen Branchenversammlungen aufgestellten 17 Kandidaten, hatte, sie nehme es mit der ehelichen Treue nicht genau. Das in die Lehre. Diese müssen 44 Jahre lernen, das eine Viertel- bis auf einen, welcher ablehnte und für den Ersatz geschaffen Amtsgericht wies 2. seiner Zeit mit der Klage ab, da blos die jahr ist Probezeit. Sie bekommen vom Meister Beköstigung und wurde, auf Grund der abgegebenen Erklärung, Sozialdemokraten Frau beleidigt sei; allein die Straffammer stellte obigen Grundfak Logis, Kleidung und Wäsche haben sie sich von Trinkgeldern oder zu sein, bestätigt und 2 Grfazkandidaten nominirt. Nachdem auf, infolge dessen R. dieser Tage wegen Beleidigung des W. zu durch die Verwandten selbst zu beschaffen. Für das Logis zahit noch Stollege Spieß auf den Ausstand der Knopfarbeiter bei das Waisenhaus nach beendeter Lehre an den Meister 30. Der Firma Rasch aufmerksam gemacht hatte, schloß die Ber 5 M. Gedlstrafe verurtheilt wurde. Die Arbeitszeit der Lehrlinge währt von früh 6 bis Abends fammlung. 10 Uhr, mitunter auch 12 Uhr Nachts; Sonntags bis Nachmittags 2 Uhr. Die Beföstigung besteht aus folgendem: früh Der Verein der in der Blumen, Butfedern und ver Kaffee und eine Semmel, dann ein Stück Brot mit Syrup oder wandten Berufe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen ungarischem Fett, Mittags einen Suppenteller mit Kartoffelsuppe Berlins und Umgegend hörte am 16. d. M. einen interessanten und dergl., Nachmittags wieder ein Stück Brot mit obiger Vortrag des Herrn Roland über das Thema: Glauben und Schmiere, Abends eine Taffe Haustier, Brot, dazu für drei Per- Wissenschaft." Der Redner erntete großen Beifall seitens der A # 2. 30 5, 60 17 " P " " 3. 35 6, 09 11 #P " " " 65" 4. 40 7, 70 " " " Nimmt ein Mitglied den Arzt und Medizin nicht in An M * Aufruf an die Arbeiter und Arbeiterinnen Berling! Wir bringen Euch nochmals den ,, Verein zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen" in Erinnerung, einen Verein, dessen Aufgabe es ist, seine Mitglieder zu lehren, wie Wunden zu verbinden und Berlegte zu transportiren sind. Ihr alle seid bei der überhaftigen Produktion leicht Verlegungen ausgefeht. Das Interesse Eurer Familie und Eurer Freunde fordert, daß ihr bei solchen Unglücksfällen richtig zu handeln wißt, um der weiteren Hilfe des Arztes zweckentsprechend vorzuarbeiten. Darum, Arbeiter und Arbeiterinnen unterſtüßt unseren Verein durch zahlreichen Beitritt. Nähere Auskunft ertheilt: H. Raue, Dieffenbachstr. 52. Diesmal sehr zahlreich erschienenen Suhörer. Nach dem Vor-| Unterstützung der milftreifenden Riydorfer Kollegen gesorgt der verzinslich bei der städtischen Spartaffe Offenbach angelegt trage fand eine äußerst rege Diskussion statt. Der Antrag, eine werden. Die Herren Hagen und Dauder forderten die ist, beziffert sich auf rund 100'000 Mart. Mit dem 1. Januar Kaffe zu gründen, aus welcher durch Krankheit arbeitsunfähig Kollegen, welche sich an der vom Verein getragenen Bewegung 1893 gewährt die Kaffe ihren erfrankten Mitgliedern freien gewordenen Mitgliedern ein Kassengeld bewilligt werden soll, betheiligen, auf, auch später dem Verein treu zu bleiben bezw. Arzt, Medikamente, Brillen, Bruchbänder und ähnliche Heilwurde nach lebhafter Debatte der am Montag, den 24. Oftober, fich thin anzuschließen. Maurer Blauro d ermunterte unter mittel, und im Falle der Erwerbsunfähigkeit einer der Klasse, bei Keßner, Annenstr. 16, stattfindenden Generalversammlung zur Beifall die Versammlung zum Festhalten an der gestellten For- welcher das Mitglied angehört, entsprechende baave Unterstützung. Beschlußfaffung überwiesen. Vor dem Beginn dieser Verfamm- derung und stellte die Unterstützung der Bauarbeiter, wie der Im Falle des Ablebens eines Mitgliedes zahlt sie an die Hinter Tung findet im Vorsaale die Aufnahme neuer Mitglieder statt. Arbeiterschaft überhaupt in Aussicht. Dann diskutirte man noch bliebenen ein Begräbnißgeld, welches sich ebenfalls nach der Klasse das Verhalten der Stuckateure und Maler zur Fensterfrage. Herr richtet, welcher das verstorbene Mitglied angehört hat. Die Kaffe Der Verein Berliner Hausdiener bielt am 11. Oftober Krause machte diesen Berufsgenossen schwere Vorwürfe. ist in 4 Klassen getheilt und sind die Sätze darin: feine erfte ordentliche Generalversammlung im laufenden Ge- G. Thieme führte die Lauheit, wie sie sich hauptsächlich bei Wöchentl. Beitrag 1. Kl. 20 Pf., Unterftbg. 3,30 M., Sterbegeld 40 M. schäftsjahr ab. Der Vorsitzende theilte zunächst mit, daß das den Malern zeige, auf die schlechten Verhältnisse zurück. Man Stiftungsfest überaus start besucht gewesen wäre und aufs dürfe sie nicht zu scharf verurtheilen. Uebrigens nähmen Abends glänzendste verlaufen sei. Ferner gab er bekannt, daß der Vorstand die Stuckateure zur Fensterfrage Stellung in einer Versammlung, zu der Preßkommissions: Sigung des Vorwärts" erschienen sei, in der die Töpfer ihren Standpunkt vertreten fönnten. Die Verin welcher die Resolution der öffentlichen Hausdiener- Versamm- sammlung schloß mit einem stürmischen Hoch auf die Sozial- fpruch, so erhöht sich die Unterſtüßung um die Hälfte. Die Tung berathen wurde, welche den Vorwärts" ersucht, Annoncen bemokratie. Streiffarten find im Streitbureau, Gipsstr. 3, in Kaffe wendete für ihre erkrankten und verstorbenen Mitund Berichte des Vereins nicht mehr aufzunehmen. Die Preß- Empfang zu nehmen. glieder im Jahre 1891 die respektable Summe von rund tommission fei sich dahin einig geworden, daß, so lange der 150 000. auf. Diese Leistungen der Kasse finden allseitige Verein nicht gegen die Beschlüsse der Partei handele, der Vor- Nigdorf. Am 16. Oktober fand die monatliche Verfamm günstige Aufnahme und sollte jede Frau oder jedes Mädchen wärts" teine Veranlassung habe, den Annoncen und Berichten lung der Bau- und gewerblichen Hilfearbeiter zwischen dem 14. und 45. Lebensjahre sich in derselben bei Zeiten des Vereins die Aufnahme zu verweigern. Die Differenzen der für Rigdorf und Umgegend statt. Dieselbe nahm die Ab- versichern, um im Falle einer Krankheit einen kräftigen Rückhalt bestehenden Hausdiener Vereine untereinander seien deren rechnung des 3. Quartals vom ersten Kassirer entgegen und er zu haben. Der Beitrittspreis ist für Personen unter 16 Jahre Sache und nicht Sache der Partei, jedenfalls sollten der theilte demselben hierfür Decharge. Dann wurde Kollege Gustav 50 Pf., über 16 Jahre 1 M. Andere Frauenkassen können der Verein der Berliner Hausdiener und der Zentralverband Bergemann zum 3. Revisor gewählt. Nachdem die Aufnahme Zentral Frauenkasse mit ihren Aktiven und Passiven beitreten. ihren Streit sobald wie möglich beilegen. Dann wurden die von zwei neuen Mitgliedern vollzogen war, wurde beschlossen, in Beitrittsmeldungen nimmt jederzeit an der Vorsitzende R. Schulze, verzogenen Mitglieder aufgefordert, ihre Wohnung anzugeben nächster Zeit eine öffentliche gewerkschaftliche Versammlung ein- Offenbach, Bismarckstr. 27, und Adolf Jührs, Lübeck, Meierstr. 27. und hierauf vom Festkomitee die Berichte über beide Sommer- zuberufen zum Zweck der Schaffung eines Gewerbegerichts für feste erstattet, wobei sich erwies, daß das erste Sommerfest mit Rixrdorf und Umgegend. Den Kollegen Berlins und Umgegend einem Manko von 213,65 M. Das zweite mit einem Ueberschuß wird hierdurch mitgetheilt, daß der Kolonnenführer Christan von 19,55 M. abschloß. Nachdem die Aufnahme von 21 Mit Kuhnert, beschäftigt auf dem Ban: Charlottenburg, Potsdamergliedern erfolgt, gab der Rendant den Jahresbericht, welcher sich straße( Meister Häusler und Poppendorf), der seine Kollegen in unfolgendermaßen stellte: Gesammt- Einnahme 10 891,85 M., Aus- verantwortlicher Weise benachtheiligt hat, aus der Mitgliederliste gabe 9106,30 M., mithin verbleibt ein Vermögen von 1785,55 M. des Vereins der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter für Rigdorf Gezahlt wurden an Unterstützungen in Krankheitsfällen 1260 M. und Umgegend gestrichen wurde. extra und Streit Unterstügungen 414 M., an Sterbe- Unterſtützungen bei 4 Kollegen 2 Frauen und 41 Kindern 1590 M. und Weihnachts- Gratifikation an Wittwen und stellenlose Mitglieder 90 Mart. Der Stellennachweis ergab folgendes 2. Uebungsstunde. Resultat. Von 496 wurden gemeldeten Stellen besetzt, bei den nicht zu beseßenden mangelte es theilweise an geeigneten Kräften, während bei den übrigen derartige Löhne geboten wurden, daß es nicht möglich war, Kollegen dafür zu stellen. Aus der Bibliothek wurden 738 Bücher zum Lesen entnommen. Der Vorstand erhielt Decharge. Dann erfolgte die Wahl des Vorstandes: Gewählt wurden als 1. Vorsitzender E. Puzer, 2. G. Grauer; 1. Schriftführer W. Soth- Privat- Theatergesellschaft und Artistenklub Humor". Generalmann, 2. H. Wolter; 1. Rendant und Stellenvermittler figung Donnerstag, den 20. Oftober, Abends 8 Uhr, im Restaurant von WohlC. Runge, 2. W. Bandel; 1. Fahnenträger A. Benz, lebe, Alexandrinenftr. 110. Verband Deutscher Barbieve, Friseure und Perrückenmacher 2. W. Schreiber; zu Revisoren wurden Pickert, Her( 3weigverein Berlin). Mitgliederversammlung Donnerstag, Abends 10 Uhr, mann und Freiberg wieder gewählt; weiter wurden gewählt Stofenthalerfir. 38. Paderborn, 17. Ottober. Auf dem hiesigen Bahnhof fuhr Brik. Boltsversammlung am Donnerstag, den 20. Oftober, in den Ehrenrath Pickert, Paul, Karl Arndt, Märe effentiEngel- Sotal, Chauffeeftr. 39. Vortrag des Reichstags: gestern Vormittag ein von Soest fommender Güterzug in ein mit tens und Borchert; in das Festkomitee Dobrat, Wolfe, Abgeordneten Baul Singer. Wagen besetztes Geleis. 10 Wagen wurden zertrümmert und Stahlberg, George und Krüger. Kontrolleure blieben Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8%-10% Uhr: Süd= die Kollegen Handtke, Wilhelm Arndt und Borchert. Schule: Sagelsbergerfir. 48: Unterricht in Deutsch( oberes), Logit; Sübo it mehrere andere erheblich beschädigt. Lokomotivführer und Heizer Schule, Reichenbergerfir. 133: Unterricht in Geschichte( miitel); Osterlitten ungefährliche Quetschungen. Das Unglück wurde durch Nachdem der Vorsitzende bekannt gemacht hatte, daß die nächste hule, Martusstr. 31: Unterricht in Physiologie; Nord- Schule, müller- falsche Weichenstellung herbeigeführt. Versammlung am 25. Oktober als gesellige mit Damen stattfindet, ftraße 179a; Unterricht in Chemie. In alle Fächer tönnen noch Schüler und schloß er mit einem dreifachen Hoch auf den Verein die Ver- Schülerinnen, auch jest, im Laufe des Semesters, eintreten. Gefe- u. Diokntirhlubs. Donnerstag. Dieggen, Abends 8% Uhr, fammlung. bet Schröder, Wiesenstr. 39.- Neue Zeit, Abends 8% Uhr, Boyenstr. 40, bei Gieshoit. Süd- Ost, bei Tolfsdorf, Sorauer- und Görligerstraßen Ede. Der Verein des Lehrkursus zur ersten Hilfe bei Herwegh, Abends 8 Uhr, Reichenbergerstraße 54, Gate Laufißerstraße, bei Schayer. Aug. Geib, Donnerstag bei Zubeil, Naunynstraße 86, Abends Unglücksfällen tagte am 13. d. M. bei Feuerstein, Alte Jakob- 9 Uhr. Safenclever, Abends 8% Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulenstraße 75. Beide leitende Aerzte, Herr Dr. Christeller und weg Treptow. Emanzipation, Abends 8% Uhr bei Spät, einstr. 28 Herr Dr. Guttmann, waren anwesend. Ersterer hielt einen Vortrag über den Bau des menschlichen Körpers, besprach ausführlich das Stelett, die inneren Theile des Organismus und den Verdauungsprozeß, so weit es für den Verein nothwendig. Eine furze Diskussion folgte dem Vortrage. Es wurde dann die Agitation für den Verein besprochen und allseitig so wohl von den Herren Aerzten wie auch den Mitgliedern der Vorstand zur persönlichen Agitation verpflichtet. Der Vorstand will demgemäß Gewerkschaftsversammlungen besuchen und dort den Verein empfehlen. Gin Antrag, die ersten vier Wochen lang aller acht Tage eine fettgedruckte Annonce ins Blatt zu setzen, welche den Vereinsnamen, das Lokal und die Zeit der Tagung enthält, wurde angenommen. 278 Lehrkurfus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur eren Sufe bei Anglüdesfällen. Donnerstag, den 20. Oftober, Abenos 8% Uhr, bei Boly, Alte Jatobftraße 75. 1. Vortrag des Herrn Dr. Gutmann. Verein für Eisenbahn- Reform. Donnerstag, den 20. Oktober, Abends 8% Uhr: Ordentliche Bersammlung im Restaurant 3um Prälaten", levanderplay, Bogen 6. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe und Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter, E. 5. Nr. 29 und 89 zu Hamburg, Filialen Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 20. Oftober, Abends 8 Uhr, Neue Friedrichstraße 44 bet Röllig, Bersammlung der Ortsbeamten. Fachverein der Holz- und Setterträger Berlins und Umgegend. versammlung. Donnerstag, den 20. Ditober, Abends 8 Uhr, Schönleinstraße 6: MitgliederSt. Urban, Echo 2, G. Dietrich, Willibald Alexisstr. 40. F. A. Rantenberg, Oranienftr. 24. Frau Müride, Belle- Alliancestr. 75. Vermischkes. Einsturz. Hamburg, 19. Oktober. Gestern Mittag wurden auf dem Steinwärder am Reihersteig durch den Einsturz eines Siels 7 Arbeiter verschüttet. Zur Hilfeleistung sind drei Durch die Feuerwehrzüge nach der Unfaustelle abgegangen. Feuerwehr wurden, fünf Personen noch lebend zu Tage gefördert, zwei waren todt. Der Einsturz des Siels erfolgte, als eben ein Eisenbahnzug die Stelle paffirt hatte. Distutivtlub der Hausdiener, Abends 9 Uhr bei Sommer, Bahnunglücke. 3ürich, 19. Oftober. Heute früh 6 Uhr Grünftr. 21: Sigung. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Bonnerstag. Uebungs- stießen bei We ziton( Vereinigte Schweizerbahnen) infolge stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Annenstr. 9, bet Bros.-Kornblum e, Blumenstr. 54, bet Buttte.-Früh falscher Weichenstellung die beiden ersten Büge von Zürich und lingslust, Flottwellstr. 5, bei Bartel. Brezelfchluß, Annenstr. 16, Rapperswyl zusammen. Die Lokomotive des einen Zuges warf b. Reßner.- weiße Rose, Reinickendorf, Reinickendorferstr. 25, b. Scheffler. einen Personenwagen des andern um. Die in demselben befind Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstr. 9, bet Friefecte. Dorflichen Reisenden gelangten durch das Fenster ins Freie. Schwerere glödlein, Wilmersdorf, Berliner- u. Auguststr.- Ecke bei Schulz. Alte Schönhauserstr. 42, bei Reimann. Einigteit,( Sutmacher), Pappel: Verlegungen sind nicht vorgekommen; der verursachte Material nee 3-4, bet Prause. Butunft, Steglis, Kurhaus Friedenau. fchaden ist unbedeutend. Veilchenblau, Rott Großfeuer. Warschau, 18. Oftober. Ein großer Theil Sarmonte, Tempelhof, Dorfstr. 10, bei Gerth. bufer Tamm 38, bei Jatob.- 3ukunft 2, Nied.- Schönhausen, Buchhoffit der Stadt Siedlce ist durch eine Feuersbrunst zerstört worden Hempel.- Dftpreußischer Männer- Gesangverein, Holzmarktstr. 3 Die Flaschenverschluß Fabrit von bei Deter. Edelweiß, Melchiorstraße 15, bet Stehmann. Boray, Görlig, 18. Ottober. bei Drügemüller. Maiglöckchen 2, Wienerstraße 31 Süd- Ost, Menz u. Hapel( India- Rubber Komgagnie) im benachbarten Ginigteit 2, Reichenbergerstraße 16 bet Päzold. felbe, Amaltenstraße, bei Sann. Freie Sänger, Friedenstraße 74, Benzig ist in der verwichenen Nacht ganz niedergebrannt. Ein Ein Erdeutsch. Gothenburg, 19. Oktober. bei Engelhardt. 3ufünft 3, Welten, bet 2. Grunow. berger harmonie, Lindenstraße 106, bei Poppe. Morgengrauen,( Bäder), 3 bis 5 Uhr mächtiger Erdrutsch hat hier in der Nähe der Stadt, an dem Müllerstr. 7 bei Reichardt. Treue Brüber, Ahrendt Ufer des kleinen Flusses Säfvea, stattgefunden. Eine Fläche von Nachmittags, Gipsstraße 3 bei Pyrtec. fraße 23. Libertee, Eisenbahnstraße 20 bet Siegmund.. Stebes 500 Metern Länge und 100 Metern Breite hat sich plötzlich 4 Liebertafel bis 5 Meter gesenkt und hat ein großer Theil dieser gewaltigen Echo, Reichenberger und Forsterstraßen- Ecke, bei Spindler. Borwärts 9, CharlottenBestend, Blumenthalftr. 5 bet Behrendt. burg, Schillerfir. 102 Gesangverein Freundschaft 1, Erdmasse den 50-60 Fuß breiten Fluß beinahe zugedämmt. Die Brunnenstr. 114 bet Oswald Berliner. Gefangverein Abendroth in entstandene Fluthwelle hat abwärts des Flusses großen Schaden Gesangverein der Studa teure angerichtet; hinter der Verschüttung ist das Wasser im Flusse Deutsch Wilmersdorf bei Mölter. Arbeiter- Gefangverein Berlins unb Umgegend, Seydelftr. 30 bei Preußer. Borwärts 2" schon um 10 Fuß gestiegen, viele Gebäude am Ufer stehen unter Spandau Mönchstraße bei Winkler. Wasser. schönhauser Allee 28, bei Kuhlmen. bei Stahl. " 1 Gesangverein Donnerstags und 21 Groß LichterKreuz Nordstern, Sonnabends Abends Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Spandan, 19. Oktober. Während der heutigen Uebung der Schießschule betrat ein Bauerumädchen das verbotene Terrain und wurde durch die Kugeln schwer verletzt. 484 Kölu, 19. Oktober. Der Kölnischen Beitung" zufolge in Montenegro eine Bewegung im Gange, um den Fürsten zur Thronentfagung zu Gunsten des Erbpringen Danilo zu veran laffen. Die Stammeshäupter und die Geistlichkeit betreiben beshalb Eingaben an den Zaren, die viele geheim gesammelte Unterschriften haben. Wien, 19. Oktober. Die Auflösung des Reichenberger Ge meinderathes seitens der Regierung erregt das größte Aufsehen. Die Mehrheit des Gemeinderathes sowie der Bürgermeister gehören der deutschnationalen antisemitischen Richtung an. Der Verein zur Regelung der gewerblichen Verhält nisse der Töpfer hielt am Montag Vormittag eine von über 1000 Personen besuchte Versammlung ab. Herr Heinrich Hoffmann berichtete über das bisherige Resultat der dies jährigen Bewegung, welche die Verglasung der Fenster auf Bauten bezweckt. Er führte aus, daß von den über 3000 Töpfern Berlins und Umgegend nur 725, welche auf 73 Bauten beschäftigt sind, dem Vorstande Mittheilung darüber machten, ob die Verglasung der Fenster von den Meistern besorgt werde oder nicht. Von diesen 725 fönnten 265 auf 26 Bauten Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. weiter arbeiten, da die Verglasung vorhanden ist. Die anderen Alle zufchriften den Bund betreffend find zu richten an: Mar Geng, 460 feien ais Streikende zu betrachten. Ehe nicht alle Kollegen Berlin N., Belforterstraße 26, 1 Tr. Donnerstag: Geselliger Verein Frei und Lustig bei Göze, Dranienstraße 153. Simmer- Schüßengesellschaft Geselliger Verein Azalie, Michaelauf einem Bau anfangen könnten, dürfe feiner der Streifenden zein korn bet Klatt, Boedhstr. 51. Humoristischer Verein Pautenschwengel, auf demselben wieder Arbeit nehmen. Schon vor 4 Wochen Brücke 1( zu den 3 Raben). Musikverein Animo, bei Schmidt, feien die Kollegen darauf aufmerksam gemacht worden, daß sie bei Sommer, Stallschreiberstraße 68. Theaterverein Grüne Eiche( vor dem Halle'schen Wrangelstraße 141. sich mit ihrer Arbeit so einzurichten hätten, daß dieselbe am Thor), bei Kaporte, Solmsstr. 1. Mufitverein Osiris, bet Roll, AdalbertSonnabend, den 15. Oktober, fertig sei. Jetzt stelle sich heraus, straße 21. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Männer daß noch Arbeit mehrfach am letzten Donnerstag von Kollegen Gesangverein Alt: Deffau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelstr. 91. angenomi wurde, die damit unmöglich hätten zum Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für werden können. Auf beren Sonnabend fertig Ver Weißensee und Umgegend. Männer Gesangverein langen, noch einige Tage über den für den Beginn bei Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faustmann, Reichenbergerfir. 73a. des Streits festgesetzten 17. Oktober hinaus arbeiten zu dürfen, Gefangverein fodenrein, gemischter Chor, jeden Donnerstag von 9 bis tönne nicht eingegangen werden. Die Debatte wurde sehr leb- 11 Uhr bei Knapp, Kastanien- Allee 95/96. Musikverein Frisch Auf, Annenstr. 14, bet Ehrenberg. haft. Verschiedene Redner erklärten, ihre Arbeit nicht fertig be= Privat- Theaterverein Fideler Geist 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen tommen zu haben und nun nicht zu wissen, was sie machen Hof, Admiralstr. 18. Turnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag follten. Einige Kollegen hätten Mitte letzter Woche allerdings neue Stücke angenommen, ihnen sei aber das Versprechen vom und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Pantsir. 26. Geselliger Verein Freiheit, Abends 9 Uhr, bei Thierbach, Schwedter: Meister gemacht worden, die Fenster verglasen lassen zu wollen. ftraße 44. Geselliger Klub Blau Bet Ichen, Abends 9 Uhr, Annenftr. 9 bei Berein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, punt Die Mehrheit der Redner sprach sich dafür aus, daß die an- 6. Bros. 9 Uhr, bet Schröder, Stegligerstr. 18.- Pfropfenverein Wedding, Abends Barcelona, 19. Oktober. Infolge Differenzen zwischen den gefangene Arbeit, gleich ob noch nicht oder schon bezahlt, liegen s uhr, bet Belterhoff, Antonſtr. 5. Freundschaft, Abends 9 Uhr, Behörden und der Bevölkerung bei der Columbusfeier fanden bleibe, bis die Fenster verglast worden und der Bau zugfrei fei. bet Buffe, Schönhauser Allee 46. Bergnügungs- Verein Renata jeden 3ither: Busammenstöße mit der Gendarmerie während des Feuerwerkes Diese Ansicht erhob die Versammlung zu der ihren in einem Donnerstag 9 Uhr Abends im Restaurant Göß, Oranienſtr. 153. Beschluß, nach dem die Arbeit nicht eher auf- lub Gleich beit, jeden Donnerstag Abend 9 Uhr, bei Sohn, Zionstirch statt. Die Volksmenge bedrohte den Gouverneur, verhinderte die play 110. Gefangverein Proletariat( gem. Chor) jeden Donnerstag, Abbrennung des Feuerverts und steckte schließlich einen Pulvergenommen werden soll, bis die Fenster ver- Abends 9 Uhr, uebungsstunde bei Möwes, Böchstr. 8. glast sind und der Bau dicht ist. Der erste Passus der Rauchtlub Kollegia, Abends s uhr, in Bernhardt's Deftillation, farren an, auf welchem sich die Feuerwerkskörper befanden. Staligerfir. 41.- Rauchflub Waldesgrün, Abends 8 Uhr, Restauran Sieben Personen wurden schwer, unzählige andere leicht ver Resolution vom 14. September, nach welchem da, wo die Fenster A. Gaspar, Neichenbergerstr. 113a.- Rauchtlub Ohnesorge, Abends 9 Uhr wundet; ein Polizist und ein Gendarm sind schwer verwundet. fein Glas haben, vom 17. Oktober ab die Arbeit ruhen soll, war in Rogge's Bierhaus, Kohlenufer 2. Rauchflub Kernfpize, Abends Das Fest wurde infolge dessen sofort abgebrochen. Gendarmerie Rauchklub Arcona, Abends vorher nochmals zur Abstimmung gekommen und angenommen ek hr, bei A. Böhl, Rüdersdorferfir. 8. 9 1hr, bei Siementinsti, Reichenbergerstr. 71. Rauchtlub Arabi Pascha, und Patrouillen durchziehen die Straßen. worden. Die Regelung des Streits übertrug man dem Vorstand Abends& Uhr, bei Berndt, Perlebergerſtr. 17. Guernsey, 19. Oftober. Die Ausständigen auf der Insel des Vereins. Weiter wurde beschlossen, daß jeder streikende Donnerstag Abend 9 Uhr im Restaurant Böhmer, Brizerstr. 32. Theaterverein ma i Sert brannten das Verwaltungsgebäude nieder. Kollege fich der Kontrolle, welche jeden Bormittag von Süd- West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bet glict. Rauchklub Brüderlich= 9 bis 12 Uhr stattfindet, stattfindet, zu stellen und feine Karte od chen, Englischer Hof, Neue Noßstr. 3. feit, jeden Donnerstag von 9 bis 11 Uhr bei Lehmann, Kaiser Franzstempeln zu lassen hat. Das Bureau befindet sich Gips- Grenadier- Play 7. Stat Statflub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Türich, Wrangelstr. 84. Herr Hoffmann theilte mit, daß Filialen straße 3. in Köpenick und Friedrichshagen errichtet würden und eine solche flub Rückwärts, Abends 8 Uhr bei Arndt Pallisadenstr. 47. Ruderverein Borwärts. Sigung am Donnerstag, Abends 8 Uhr, bet für Charlottenburg in der Schulstraße 17 bestehe. Die Kontrolle Bodenburg, Kommandantenstr. 10-11. Gäste willkommen. werde dort ebenfalls von 4-12 Vormittags ausgeübt. Am Freitag Abend 6 Uhr finde, wieder bei Joël, eine Versammlung statt, in der weitere Beschlüsse gefaßt und die Unterstützungsfrage erledigt werden soll. Herr Hagen regte an, ob man nicht die Berufsgenossen, z. B. die Träger, in den Verein aufnehmen könne. Dieselben hätten unter Bewegungen wie die etwa vor sich gehende zu leiden, erhielten aber feine Unterstützung. Herr W. Hoffmann sprach sich im selben Sinne aus, hielt jedoch die Erledigung dieser Anregung im Augenblick für nicht angebracht. Lebhaft diskutirt wurde über die Die Zentral Kranten und Begräbnißtaffe Sonderstellung der Rigdorfer Töpfer, welche einen besonderen für Frauen und Mädchen, deren Mitglieder von dem Verein haben. Von einigen Rednern wurde auch für Rigdorf Beitritt zu einer Zwangsfasse befreit sind, zählt in 120 Ver die Errichtung einer Kontroll- Filiale gewünscht, während von waltungsstellen zirka 11 000 Mitglieder, erstreckt sich über das anderer Seite dem entgegengetreten wurde. Herr Hagen er ganze Deutsche Reich und garantirt den Mitgliedern bei Um tlärte, es würde schon von Seiten des Vorstandes für eine zügen nach anderen Orten die Mitgliedschaft. Der Reservefonds, nommen werden. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Klub Ohne streit, icben Rauchklub Sprechsaal. Die Redaktion flellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes aur Verfügung; fie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit bei Juhalt desselben identifizirt zu werden. Briefkaffen der Redaktion. 2. J. 1000. Wir können Ihr Verhalten ebenfalls nicht billigen. Die Sache ist jedenfalls ein ein sehr übel angebrachter Scherz. Zahlen Sie nur ruhig das Geld zurück und versuchen Sie, fich in Güte zu einigen. M. E., Christinenstr. 37. Wir sind nicht in der Lage, der von Ihnen geschilderten Angelegenheit näher treten zu fönnen. Ihre Angaben sind viel zu unbestimmt, der Beweis der Wahrheit würde unter diesen Umständen daher zur Unmöglichkeit werden. Zwei Streitende. Der erste Schritt zur Einleitung eines Ehescheidungs- Prozesses ist die Ladung zum Sühnetermin. Unter Umständen muß jedoch noch zuvor ein gerichtlicher Rückkehr- oder Besserungsbefehl beantragt werden. Ferner tann von dem Er forderniß eines Sühnetermins in einzelnen Fällen Abstand ge ge 824 St 9 h fi e 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. r. 246. Cholera in Hamburg. Und wieder geht der Bettelsack Im heiligen Alldeutschland um, Für das verseuchte Hungerpad Gorgt ein gesättigt Publikum. Denn in der freien Hansestadt Mit einem Male war fie da, Die einen Riefenhunger hat, Die aftat'sche Cholera. Die Senatoren stock und starr Mit off'nem Munde sahen sie, Wie sie mit gräßlichem Geschnarr Ihr Hepp Hepp durch die Straßen schrie. Das war wohl um die Sedanzeit, Die Bürgerschaft hielt g'rade Rath, Wie am hurrabsten Hurrah schreit Ein patriotischer Senat. Da schellte sie, da lachte sie Hohngellend vor dem Rathhausthor, Mit einem Pfiff zerkrachte sie Den bürgerlichen Klüngelchor. Und fünfmalhunderttausend Mark Bewilligte die Bürgerschaft, Der Cholera, der ist das Quark, Sie, die im Sturm sich Beute rafft! Sie speit Alldeutschlands reichster Stadt Ihr faules Wasser ins Gesicht: Ich freffe mich am Glend fatt, Und Dein Almosen schreckt mich nicht. Dein Ehrenbürger Bismard schickt Zwar tausend Mark der Würgerin, Trum wird doch fröhlich fortgeknickt Bon mir, der Schandenbürgerin. Jch liebe Dich, Du fett Geschlecht, Du hast bei mir das größte Schwein, Was Dir nur billig, mir ist's recht, Und Dein Profit, er ist auch mein. Hurrah! Jetzt sprießt in Deinem Koth Der Samen, der mir Nahrung schafft, Der armen Proletarier Noth Leiht mir die reichfte Lebenskraft. Deum flick den faulen Wasserschlauch Nothdürftig, daß mein Hamburg spart, Und forge, daß Dein feister Bauch Sein sittlich Gleichgewicht bewahrt!" Karl HendeII. Parteinachrichten. Donnerstag, den 20. Oktober 1892. 9. Jahrg. der Herr Statthalter as getreueste Bild von den thatsächlichen Um aber Kraftverschwendung, verfehlte zu feinem Resultate Buständen erhalten." rhausen wurde Genosse Herrling vom beste Form der Erhebung schon jetzt zur Diskussion zu stellen. führende Versuche zu verhindern, dürfte es sich empfehlen, die In Sanger Auflage freigesprochen, ohne polizeiliche Die hier gemachten Vorschläge sollen nur zur Anregung dienen." Schöffengericht von be hschaft betrieben zu haben. Er hatte das Erlaubniß Schantwirt on Parteigenossen besorgt und es ohne Ge- wirklich brauchbare Statistik ist aber nicht auf privatem Wege Die Diskussion des Vorschlages kann nichts schaden. Eine Bier auf Verlangen vn feiner Wohnung verfchänkt, was nicht zu schaffen, dazu ist schon wegen der Scheu vieler Arwinn an diefelben i... ftrafbar ist. Weiter hat ihm zugeschickt, weil er angeblich Autorität des Staates nöibig. Die Angelegenheit wird vermuth Die Cangerhausener Polizei ein auf beiter, anderen Leuten ihre Verhältnisse fund zu thun, die t 5 Mark lautendes Strafmanda. egenheiten besorgt, bei Behörden lich im Reichstage beim Punkt Reichskommission für Arbeitsgewerbsmäßig fremde Rechtsangel dere darauf bezügliche Schrift- statistik zur Sprache gebracht werden. Geschäfte wahrnimmt und insbeson etrieb" angemeldet zu haben. ftüde abfaßt, ohne diesen Gewerbebetrieb" ing gerichtliche Entscheidung Zum Nothstand. Ein Flugblatt, betitelt An die Gegen diese Strafverfügung hat Herrlsmäßigen Wahrnehmung Bevölkerung Wandsbecks", ist am Sonnabend Abend in vielen beantragt, da bei ihn von einer gewe... sein fann, weil er alle Taufenden von Exemplaren in Wandsbeck verbreitet worden. von Rechtsangelegenheiten 2c. feine Rede. diese Arbeiten unentgeltlich besorgt, ange botene Entschädigung Daffelbe fordert die öffentlichen Gewalten um Abstellung des vielmehr a rückgewiesen hat. Maffenelends auf, verlangt Jnangriffnahme öffentlicher Arbeiten, Ginen Tag Haft hat der Wirker& Levold in umfassende Unterstützung aller Mothleidenden, Erlaß der rückApolda zu verbüßen, weil er in einem öffentlichen Lotul für ständigen und laufenden Kommunal- und Staatssteuern für Einden mit Gefängniß bestraften Parteigenoffen A. Baudert ohne| wohner, welche nicht mindestens 1500 m. sicheres Einkommen haben polizeiliche Erlaubniß eine Sammlung veranstaltet haben soll. und Beschaffung gesunder Wohnräume auf städtische Kosten für alle diejenigen Mothleidenden, welche solche Näume entbehren bezw. nicht bezahlen tönnen! Soziale teberlicht. Zur Methode der Arbeitslosen- Statistik macht im Sozialpolitischen Zentralblatt" Dr. Adolf Braun folgenden Vorschlag: # 1 " unterm Unsere Dienstboten!" ist in den Kreisen der besitzenden Klassen ein beliebtes Gesprächsthema. Die eleganten Dämchen, die sich für viel zu gut halten, um in Küche und Haus selbst mit zuzugreifen, wie es sich für Hausfrauen schidt, verbinden mit jenen zwei Worten eine Unfumme von Schmähungen über die weißen Sklavinnen, die für ein paar Groschen ihnen die häusliche Behaglichkeit schaffen müssen, welche die Gnädigen" selbst Die Arbeitslosen müssen direkt aufgesucht und von frei- fich nicht bereiten können. Mit viel mehr Recht tönnten dagegen Dienstmädchen spöttisch unsere Herrschaften! willigen, gut geschulten Bählern genau befragt werden. Nicht die Dienstmädchen spöttisch einzelne Gewertschaften, sondern die Gewerkschaften in ihrer fagen. Welche nichtswürdige Behandlung viele der" Gnädigen" Dienstboten oft angedeihen lassen, ift Gesammtheit, soweit dies vereinsgefeßlich möglich ist, oder die ihren bekannt, daß die Mädchen Deshalb. politische Organisation der Arbeiter einer Stadt hätte die Sache Volfe längst so in die Hand zu nehmen, durch Versammlungen und allgemeine lieber in die Fabrit gehen, weil sie daselbst besser beVerbreitung von Flugblättern das Interesse der Arbeiterschaft handelt werden und ihren Fleiß beffer gelohnt bekommen als„ km für die Erhebung zu erwecken, freiwillige Bähler zu sammeln Dienft". Darin liegt die Hauptursache des„ Dienstbotenmangels". und genau zu instruiren. Die von Arbeitern bewohnten Stadt: Welche Höhe mitunter der Geiz der Herrschaften" gegenüber theile find in möglichst kleine 1-8 Häuser umfassende ihren Dienstboten erreicht, darüber veröffentlicht das Ko Bezirke zu theilen, welche je einem Bähler zu unter- mitee des Internationalen Vereins der Freundinnen junger stellen sind. An einem Wochentage hat der lettere alle Mädchen von Elfaß- Lothringen eine intereffante Publitation. In Bewohner des Hauses persönlich zu befragen und die nicht An- dieser beschwert sich das Komitee darüber, daß fozusagen ana getroffenen Sonntags oder in einer frühen Morgen- oder späten ständige() Familien ihren Mädchen anstatt AbendAbendstunde des nächsten Werktages nochmals aufzusuchen und brot den Hausschlüssel geben, damit diese nach nun, wenn möglich, zu befragen und zwar nach folgendem Haus kommen können, wann es ihnen beliebt. Das heißt auf Fragenschema: deutsch: die betr. anständigen" Familien sind zu geizig, um die Kosten des Abendbrotes der Dienstmädchen zu bestreiten; ste geben ihnen lieber den Hausschlüssel, damit sich die Mädchen eventuell durch Prostitution ihr Abendbrot verdienen. Ja, unsere Herrschaften"!" Wohnung? Vor- und Zunahme? Alter? Ledig oder verheirathet? Gelernter Beruf? Art der letzten Beschäftigung? Seit wann arbeitslos? Unterhalt der Familie bei? Ist die Fortdauer der Arbeitslosigkeit durch Krankheit verurfacht? Trägt die Frau im allgemeinen durch ihren Erwerb zum Hat fie auch jetzt hierzu Gelegenheit? Name der Art der Kinder) Beschäftigung) Alter Jezt in Thätigkeit Andere zu unterstüßende Personen?. Durch die vorgefchlagene Art der Aufnahme scheint mir ein verhältnismäßig fehr großer Bruchtheil der Arbeitslosen erfaßt Die Parteigenoffen der Landgemeinden der Provinz zu werden. Bei richtiger Ausfüllung der Fragebogen wird man Hinnover werden von der Redaktion der in Bant erscheinenden annähernd über den Umiang der Arbeitslosigkeit, ihre Dauer bis " Nordwacht" um Auskunft darüber ersucht, ob in ihren Ge- zu einem bestimmten Standpunkte, ihre Bertheilung nach dem hiei. den die Wahl des Gemeindevorstehers und des Gemeinde- Alter der Arbeiter, nach ihren Berufen und nach Stadtbezirken Ausschusses mittels Stimmzettels, also geheim vorgenommen wird. unterrichtet werden, man wird eriahren können, wie viele andere Bei der Wahl des Gemein devorstehers in Estebrügge hatte der Personen( Frauen, Kinter, in Versorgung befindliche Eltern 2c) Borsißende( Landrath) eine dahin gerichtete Borderung von durch die Arbeitslosigkeit des milienoberhauptes in Mitleiden 30 Wählern unter Berufung auf die Landgemeinde- Ordnung ab- fchait gezogen werden, wie häufig die grau, over gir die Kinder gelebut, welche die Wahl durch Stimmzettel nicht vorschreibt, aber Grnährer der Familie werden. Außerdem dürften sich bei einer auch nicht verbietet. Erhebung nach diesem Muster eine Reihe von Ausschlüssen über mannigiacher Art( Beitungs-, Gepäcansträger, Botengeher und dergleichen) sehr jugendliche Kinder ergeben. Zwecks Schaffung einer energischen Agitation halten bie Parteiger offen im 1. badischen Wahlfiese( Konstanz) am 23. Septemt er im Grünen Baum" zu Ueberlingen eine Ronferenz ab. Dieselbe beginnt Nachmittags 1/22 Uhr. Polizeiliches, Gerichtliches: c. Erfolglos gebaussucht wurde in den Redaktions: lokalität n des" amburger Echos" nach dem Manuskript eines Sprechfaal- Artikels, der vom Vorstand des Sozialdemo= fratischen Vereins zu Altenwärder unterzeichnet war. noch das Halten & Wir wissen wohl, daß noch nach manchem anderen gefragt werden könnte, aber wir glauben, daß die Beschränkung auf Verhältnisse der Befragten am meisten geeignet ist, zuverlässige Zähler und die möglichste Vermeidung des Eindringens in die und reichhaltige Antwort zu garantiren. Deutsche Hungerlöhne. Saalfeld i. Th.: Herstellung von Puppenbälgen: 360 Stück= 6 Tage angestrengtester Arbeit: 4 M. Davon gehen ab für Nähzwirn 15 Pf., Sägefpähne 10 Pf Beim zum Aufkleben der Puppenköpfe 10 Pf., Fahrgeld nach und von dem Ablieferungsorte 80 Pf., verbleiben 2,85 M., pro Tag noch nicht 50 Pf. ( ,, Saalfelder Boltsblatt.") Dou 52 416 215 M. Schulden hat die Stadt München. Dafür hat sie den Gläubigern die nette Summe 1775 548 M. Zinsen zu zahlen, wobei der Zinsfuß noch keineswegs hoch ist. Alters und Juvalidenversicherung. Durch Entschließung des Reichs- Versicherungsamts sind Heimarbeiter, da sie persönlich unabhängig" d. h. nach Annahme eines Muftrages der weiteren Anordnung und Leitung des Auftragerteilenden nicht unterworjen sind, nicht als Lohnarbeiter im Sinne des § 1 des Alters- und Invaliden- Versicherungsgesetzes zu be trachten. Diese somit als Haus- Gewerbetreibende anzusehenden Heimarbeiter unterstehen nicht der Versicherungspflicht. Infolge dieser neuerlichen Entscheidung sind die seither auf Grund der Auslegungen unterer Instanzen erhobenen Beiträge zurück zu vergüten. Diese Rückvergütungen belaufen sich z. B. in Nürnberg auf ca. 12000 M. Die bereits im Rentenbezug stehenden Heinzarbeiter beziehen jedoch die Rente ungeschmälert weiter. man einen Zustand benennen, der in den Ortschaften HabenFeudalismus in der„ Republik" Bremen. So möchte bansen und Arst en des bremischen Staates besteht. Die eftern her gewissermaßen das Privilegium, bie Straßen Bremens übergroße Zahl der Bewohner dieser Orte haben von ihren Vorin Ordnung zu halten, sie arbeiten von Jugend auf in diesem Beruf ihrer Eltern und sind durch denselben in gewissem Sinne an die Scholle gefesselt. Ihre Wohnung beim Bauer foftet ihnen Der Bauer verpflichtet sie dafür jährlich ungefähr 70 M. zur Mitarbeit. Die Frau des Miethers hat im Durchschnitt jährlich rund 40 Tage für den Vermiether zu arbeiten, wofür sie jährlich für diesen Lohn zur Verfügung zu stellen. Arbeitet der pro Tag 40 bis 50 Pf. bekommt. Der Mann erhält 80 bis 90 P pro Tag und ist verpflichtet, sich seinem Hauswirth rund 15 Tage Straßenmacher in seinem Beruf, so erhält er einen Tagelohn von 3,50 M. Würde er die 15 Tage, welche ihn an feinen Wirth feifeln, als Straßenmacher thätig sein, so hätte er ein Mehr von wenigstens 39 M. in der Tasche. Dieses Geld in Form unbezahlter Arbeit hat also der Vermiether auf Grund seiner lokalen Machtitellung, welche als Gegenpol die soziale Machtlosigkeit des Arbeiters, des Miethers hat, dem Miethszins hinzu gefellt. Dazu kommt noch der Vortheil, welchen dem Vermiether die miserable Entlohnung der 40 tägigen Arbeit der Fran bringt. Die Lage der unteren Bediensteten der Privatpoften, wie solche in vielen größeren Städten bestehen, ist eine noch weitaus traurigere als die der Unterbeamten der Reichspost. Gilt es doch, mit dieser zu konkurriren und dem Privatunternehmer einen möglichst hohen Unternehmergewinn zu sichern. Was können da die Arbeiter erhalten? So macht die„ Sächsische Arbeiterzeitung" Mittheilungen über die Arbeitsverhältnisse der bei der Dresdener Verkehrsanstalt" Hanfa"( Inhaber der ehemalige Buchdrucker Strick) beschäftigten Briefboten, die aller Beschreibungen spotten. Den Mittheilungen zufolge Das System der Fragekarte an Stelle des Zählungsbogens scheint mir schon aus dem Grunde empfehlenswerth, um die BeDie Der Statthalter von Böhmen, Graf Thun, arbeitung für jedes einzelne Gewerbe zu ermöglichen. hat an die Bezirk: Hauptmannschaften bezw. Gendarmerie- Rom- fonfequente Durchführung dieses Prinzips- besondere Fragekarten mandos Böhmens einen Erlaß folgenden Inhalts gerichtet: für die Frau und jedes Kind möchten wir hier vermieden " Sie werden hiermit aufgefordert, die Namen solcher Personen, wissen, um die Arbeit der freiwilligen Zähler zu erleichtern und Iche sozialistische Zeitungen halten, rothe Maschen tragen oder um die Verarbeitung der Hauptdaten in kürzester Zeit möglich zu überhaupt sich an sozialistischen Umtrieben betheiligen und als machen. Wir glauben endlich, daß die Individualfarte leichter von Reservisten oder Landwehrmänner dem Militärverbande an- den Zählern verstanden und bequemer ausgefüllt werden dürfte; gehören, in beiliegendem Verzeichniß zu verzeichnen." Dem sind dieselben in Blocks zufammengefügt, so wird sich, was be Grlaffe fiegt ein Verzeichniß bei, das die Rubriken: Name, sonders hier nicht unwesentlich ist, auch leicht darauf schreiben Wohnort, Truppenförper enthält. Die Wiener Arbeiter- Zeitung" laffen. Die Fragebogen jedes einzelnen Hauses sollen in einen gloffirt diesen famosen Erlaß folgendermaßen:" Die Lage der schon zuvor mit der Adresse, Straßen und Nummernbezeichnung Genda men, welche den Sanitätsfordon um die Armee zu ziehen befielben versehenen Briefumschlag verschlossen und in dieser haben, ist keine beneidenswerthe. Von allen sozialistischen Weise den Bearbeitern überliefert werden. Umtrieben" lassen sich die rothen Maschen verhältnismäßig Möglichst soll dafür gesorgt werden, daß die Fragebogen an am leichtesten fefiftellen; auch von einem Tage ausgefüllt werden; doch wäre auch nicht viel dagegen Arbeit rzeitungen ist mit dienstfreundlicher Mithilfe der f. t. einzuwenden, wenn man von Montag bis zum Sonnabend der Best ehörden, in Böhmen wenigens, ohne Schwierigkeit zu felben Woche hierzu Zeit ließe. fonstatiren. Schwieriger aber sind sozialinische Umtriebe Der nächste Winter wiro, wenn nicht alle Anzeichen trügen, liberhaupt" festzustellen. Der gewöhnliche Weg, den der Gendarm eine Beit fehr verbreiteler und lang andauernder Arbeitslosigkeit ist das zu bewältigende Arbeitspensum der Briefboten ein ganz einschlägt, ist der zum Fabrikdirektor, aber da es auch, wenn werden, und wir dürften dem Höhepunkt der Krise uns bald ungeheuerliches bei einem Monatsgehalt von 25, 48, 60 t.! gluch feiten, anständige Fabrikoirektoren giebt, wird der nähern. Sicherlich wird das Interesse ein großes und sehr be- Dabei müssen noch 100 M. Kaution gestellt werden. Der DienstG.nd.rm mitunter hinausgeworfen und um seine Liste zu füllen rechtigtes fein, über den Umfang der Arbeitslosigkeit annähernd vertrag enthält die denkbar härtesten Bestimmungen, für die und so als amtseistig zu erscheinen, muß er wohl oder übel genaue Daten zu erhalten. Besonders von den Arbeitern wird Arbeiter nur Pflichten, feine Rechte und Strafandrohungen bis feiner Phantasie freien Spielraum gönnen. Wir möchten den dies Bedürfniß sehr lebhaft empfunden werden. Sie werden es zur Höhe von 50 M. Es sind dies dieselben unerhörten VerB. T. Gendarmerie- Wachtmeistern ein abgekürztes Verjahren vor- vermuthlich an vielen Orten und in vielen Gewerben an Verhältnisse, wie sie bei allen derartigen privatkapitalistischen Unterflogen, welches ibuen viele Mühe ersparen würde und überdies fuchen, den Umfang der Arbeitslosigkeit zu ermitteln, nicht fehlen nehmungen, Berlin nicht ausgeschlossen, bestehen. Mögen auch den Vorzug hätte, der Wahrheit am nächsten zu kommen. Sie laffen. Aber nicht nur für die Arbeiter ist die Aufstellung diese Arbeiter endlich zur Erkenntniß ihrer Lage und damit zum mögen einfach quer über die Rubriken des Verzeichnisses schreiben: dieser Berhältnisse von größtem Interesse, giebt es doch nie- Klassenbewußtsein gelangen. Hierorts find sämmtliche dem Militärverbande angehörige Per manden, der durch die steigende Arbeitslosigkeit der arbeitenden fonen, welche zugleich ausgebeutete Proletarier sind, mit nichts Klasse nicht direkt oder indirekt berührt wird. eifriger beschäftigt, als mit sozialistischen Umtrieben. wenigen, welche noch nicht Sozialdemokraten sind, sind auf dem besten Wege, es zu werden. Auf diese Weise würde Se. Grzellenz Die 3 Die niederträchtigste Lohnbrückerei wird von den sogen. wischenmeistern betrieben. Diese können die bessere Eristenz, nach der sie streben, einzig und allein nur auf Rosten 2) Bei denen ohne Beschäftigung ist ein Strich zu machen. der Arbeiter erringen. Die Arbeiter der Textilindustrie und der 1) Es sind sämmtliche Kinder anzuführen. mit ihr verwandle Berufen leiden unter dem Zwischenmeisterthum ziehen, ob die Wahlen noch in diesem in besonderem Maße. Da der Fabrikant durch das Zwischen- oder zu welchem Zeitpunkte, in welche tahre stattfinden werden auch die bei dieser Angelegenheit mitintereffirten Töpfer zahle meisterthum großen Vortheil insofern hat, als er durch dasselbe Schiedsgerichte bestehen 2c., und machte Branchen Innungs- eingefunden. Die Diskussion leitete der Stuckateur Withan an Rosten für Werkstätten: c. erheblich erspart, anderseits das Pflicht, bei den Wahlen offen Farbe den Parteigen offen zur Schulz ein, welcher die Nothwendigkeit der Regelung obige Zwischenmeisterthum vorwiegend mittels der Frauen- und sozialdemokratische Kandidaten zu wählen zu befennen und nur Frage betonte. Im gleichen Sinne sprachen die Studate In demselben Sinne Schiemann, Grüneberg, Günther und Kleinert, Kinderarbeit produzirt, auf welche die Gewerkschaften der männ- äußerten sich eine Reihe Angehöriger lichen Arbeiter bemerkenswerthen Einfluß nicht haben, so sind Der Anregung des Referenten folgend wou anderer Baubranchen. sowie die Töpfer Thieme, Hoffmann, Krause und Folgende Resolution fand hierauf Annahme alle Bersuche der legleren, dem Zwischenmeisterthum den Boden Erledigung der erforderlichen Wahlvore rde eine Kommission zur Ladewig. abzugraben, vergeblich gewesen und werden es auch wohl bleiben, den Genoffen Glafer Stampehl, Grbeiten, bestehend aus„ Die in der heutigen Versammlung anwesenden Stuckateu bis der Staat die Produktion im sozialistischen Sinne regelt. Bimmerer Gefrois, Töpfer Haban tuckateur W. Schulz, erklären sich mit der Forderung der Töpfer solidarisch und ver Wie unbegrenzt die Ausnutzung der Arbeiter von dem lein, Maler Bannewitz und Lacirer 5, Dachdecker Mehrsprechen, die letzteren moralisch wie finanziell zu unterstützen. De Zwischenmeisterthum betrieben wird, läßt ein Inserat ermessen, der Thätigkeit dieser gewählten Agitations Schüßler. Die aus weiteren verpflichten sich die Anwesenden, für eine rege Agitation das die Zeitschrift für Posamenten Industrie veröffentlichte. Unfosten sollen von den Baugewerkschafte ommiffion erwachsenden zur Abschaffung der offenen Roatsfeuer einzutreten, und beauf Darin erklärt, ein verheiratheter, intelligenter und arbeitsamer selben laut Kandidatenliste prozentual au gedeckt und von den tragen die Versammelten die Vertrauensleute, zur geeigneten Der zweite Bofamentier- Meifter im Erzgebirge, speziell in Möbelfranzen gestellt sind für die dritte Gruppe 29 Raufgebracht werden. Auf Beit eine öffentliche Versammlung einzuberufen." und Gardinenhaftern leistungsfähig", er sei in der Lage, durch des Geroffen Faber, noch 6 Grfaßmänn didaten. Ein Schreiben Punkt der Tagesordnung Wahl von Werkstattdelegirten" blieb Ausnugung billigster Arbeitskräfte die prom pKandidaten zu wählen, wurde der gewä er zu den aufgestellten unerledigt. Nachdem bekannt gemacht war, daß die General hlten Kommission über versammlung des Fachvereins der Stuckateure am 8. November teste und billigste Ausführung von Aufträgen in Lohn zu wiesen. stattfindet, ging man auseinander. übernehmen". Adressen erbittet dieser stiebsame Blutsauger unter ,, Buchholz"; ein Rest von Schain hat ihn wohl verhindert, sich zu nennen. Prompteste und billigste Ausführung von Aufträgen bedeutet hier unerhört fange Arbeitszeit, und allerniedrigste Löhne für die so schon halbverhungerten Männer, Frauen, und Kinder der arbeitenden- Bevölkerung des Erzgebirges. " 0 Die Textilarbeiter Deutschlands werden in der Fränk. Tagespost" un Fernhaltung des Buzugs nach der Spinnerei und Weberei Erlangen ersucht. Dafelbst war eine Lohnreduktion angekündigt, die Differenzen hierüber wurden beigelegt, man fürchtet aber nun Maßregelung derjenigen Arbeiter, welche für ihre Kollegen eingetreten sind. Versammlungen. In einer Brauchenversammlung der Eisen- und Metalldreher, Armaturenarbeiter( Gas, Wasser und Dampf), sowie Bohrer, Hobler und Stoßer Berlins und Umgegend hielt art 15. 5. M. Dr. Lütgenau einen interessanten Vortrag über das Thema:„ Der älteste Mensch auf Erden." Nach einer Diskussion hierüber wählte man den Kollegen Rom zum Beisitzer und erfuchte die Kollegen, die Fragebogen an die Fachkommission einauliefern. Die Buchdrucker Gehilfenschaft tagte am 16. Oktober, ormittags, etwa 3000 Köpfe start, auf dem Berliner Bock, wohin sie durch von Mann zu Mann, gegebene Zirkulare ein geladen worden war. Die heutige Lage der Buchdruckergehilfen" lautete das Thema, für welches Best das Referat übernommen hatte. Die Signatur der Lage, führte er aus, sei das Bestreben des Unternehmerthums, die Löhne zu reduziren. Als man dagegen in der im Böhmischen Brauhause stattgehabten Bersammlung energischen Protest erhoben, hätten die Prinzipalsführer in Leipzig. Dies als„ hegerische Machenschaften" erklärt, ein Vorwurf, der am besten wohl durch den Umstand entkräftet worden sei, daß die Gehilfenschaft in ihrer Gesammtheit Front gegen dieses beabsichtigte Zurückschrauben des Lohnes gemacht habe. Der Protest hat denn auch das Gute gezeitigt, daß die Brinzipalsführer zunächst den Rückzug angetreten hätten unter der Erklärung, wegen der Cholera sollen die Reduktionen erst mit dem 1. Januar 1893 in Kraft treten. Wie wenig Lohnherabfegung am Blaze sei, das habe nicht nur der„ Gorrespondent", sondern selbst das Organ der Prinzipale, die Beitschrift für Deutschl. Buchdrucker" anerkannt, was bei der bekannten Stellung des Unternehmerthums viel sagen wolle. Der Referent tritifirte sodann das Buchdruckergewerbe als solches, welches durch den Konkurrenzkampf Schmutzkonkurrenten aufweise, die die Ausfüh rung von Aufträgen in reellem Werthe von 100 m. für Eine Versammlung der 17. Ottober mit der unter Bar Stuckateure beschäftigte sich am Roatsfeuer- und Fensterfrag- Arbeitern schon vielfach erörterten e". Aus diesem Grunde hatten sich 50. übernehmen, und führte als weitere Illustration hierzu einen Fall an, wo ein buntfarbiger Katalog, dessen Herstellung reell 1000 M. erfordert, für 450 M. geliefert wurde. Nur von der Einigkeit hätten die Gehilfen etwas zu erwarten, denn selbst die Streitbrocher hätten von ihrer Handlungsweise feinen Vortheil gehabt; die ihnen f. 3. gemachten Versprechungen feien nicht erfüllt worden. Mit scharfen Worten zog dann der Referent gegen den Neuen Berliner Verein zu Felde, der, lediglich eine Schöpfung des Faktors von Schwiering u. Ko., während des großen Streits den Kollegen in den Rücken gefallen wäre, im übrigen aber schon wegen seiner geringen Mitgliederzahl heute ebeusowenig eine Rolle spiele, wie der von ihm inszenirte Arbeitsnachweis. Redner warnte vor dem Anschluß an diesen Verein und ermahnte zum Beitritt zum Verbande, für dessen gefürchtetes Ansehen es bezeichnend wäre, daß die Firma . A. Günther, die ihre Angestellten ohne Kündigung entläßt, es jedcan Arbeiter firengstens verbietet, dem Verband anzu gehören. Der nächste Redner Döblin sprach über das Thema: Welche Vortheile bietet uns eine starte Organisation?" In längerer Ausführung griff er den vom Referenten an die VersammLung gerichteten Appell, einig zu sein, unter dem Hinweise auf, daß ja auch die Unternehmer zu gemeinsamem Handeln sich zusammengethan hätten und demgemäß die Arbeiter erst recht die heilige Berpflichtung hätten, sich einer festen Organisation anzuschließen. Redner fritisirte dann den Arbeitsnachweis", mit dem es nichts roeiter auf sich habe, als daß der Gehilfe eine Einschreibegebühr pon 20 P. zu entrichten hätte, um, nachdem er ein viertel Jahr auf der Liste gestanden, abermals mit 20 Pf. besteuert zu werden. Köhler beleuchtete in der Diskussion die Thätigkeit des„ Neuen Vereins", dessen Mitglieder eine so eifrige Agitation entfalteten, daß sie die Kollegen vom großen Verband abspenstig zu machen suchten. Eine Resolution wurde nicht gefaßt. Mit einem dreifachen Hoch auf die Einigkeit ging man auseinander. In der Versammlung der Genppe IV( Metallindustrie), die am Sonntag tagte, machte der Vorsitzende bekannt, daß in den verschiedenen Branchenversammlungen bereits 36 Kandidaten aufgestellt worden sind; da 41 nothwendig, seien noch 5 Kandidaten au nominiren und zwar je einer von den Metallschleifern, Messingwerfarbeitern, Eisendrehern, Feilenhauern und Heizer resp. Maschis niften. Die Wahl wurde sofort vorgenommen. Bei derjenigen der Metallschleifer entspann sich eine äußerst lebhafte Debatte, veil der Vertrauensmann der Metallschleifer Herr Niemetschek es nicht für nöthig gehalten hatte, feine Kollegen zu einer Berfami Tung einzuladen, da er für seine Person eine Betheiligung an den Gewerbegerichts- Wahlen nicht für geboten erachte. Die in der Bersammlung anwesenden Metallschleifer beschlossen aber einen Kan didaten aufzustellen, was auch troß des Protestes des Herrn Nemetschek geschah. Nachdem noch ein von den Rohrlegern aufgestellter Kandidat, welcher, wie festgestellt wurde, feiner Organisation angehört, ausgeschieden und für diesen ein anderer Kollege aufgestellt worden war, bestätigte die Versammlung nunmehr sämmtliche 41 Kandidaten und schritt dann sofort zur Wahl von 10 Erfazmännern. Diese sowohl, wie die in der Versammlung nachgewählten Kandidaten erklärten sämmtlich, Sozialdemokraten zit sein. Diese Erklärung veranlaßte zwei oder drei ,, Unabhängige", vor Schluß der Versammlung ihr Licht leuchten zu lassen, und zwar so hell", daß sie besser gethan hätten, es ganz zu unterTassen. Zu den Gewerbegerichts- Wahlen hielt die Gruppe III ( Baugewerbe) am 16. d. M. im Feenpalast behuss Regelung der Agitation und Nominirung der von den Gewerkschaften be stimmten Beisiger Kandidaten eine öffentliche Versammlung ab.. Gingeleitet wurden die Verhandlungen durch einen Vortrag des Maurers BI aurock über den Werth der Gewerbegerichte für die Arbeiter. Der Redner befürwortete dann die Wahl eines Ausschusses, dessen Aufgabe es ist, Informationen darüber einzu2. Ziehung der 4.5 Biebune laffe 187. Königl. Preuß. Lotterie. Nur die Gewin 8 bom 19. Oftober 1892, Vormittags. ne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 58 94 357 489 637 805 91162 280 368 401 19 537 600 14 730 829 929 76 95245 306 412 500 73 77 605 794 846 74 77 989 06045 176 268 72 411[ 50] 24 659 87 707 907[ 1500] 97157 65 300 422 95 502 71 765 874 965 98069 176-405 15( 150) 1 35 99 504 89 608 12 45 92[ 500! 861 66 908 36 38 62 88 99100 29 233 55 304 11 22 58 434 65 531 738 917[ 1500], 1000 5 5[ 15001 201 59 453 574 643 53 715 979 101037 291 303 28 529 654 709 47 88 102050 111 359 404 501 47 837[ 300] 958-1 103118 35 37 96( 3000) 210 334 436 44 510 41 94 673 94 708 12 19 39 32 896 962 104001 65 113 15 8% 394 591 653 746[ 1500] 800 8 105038 168 392 426 37 505 115001 831 106015 131 51 338 72 462 82 [ 50] 511 613 16 764 859 926 107205 79 491 519 613 23 35% 57 709 819 49 88 937 108090 155 97 261 90 336 613 791 817 109014 113 222 357[ 300] 85 686 709 28 90 825 45 61 73 83 1212 87 357 448 74 89 527 833 933 74 75 0140 801 56 976 86 08 147 200 39 88 90 315 51 53 402 4 60 560 84 603 61 739 51 60 958 92 3024 115 99 296 485( 3000) 514 43[ 3000 56 678 746 947 4135 56 320 39 492 664 764 5067 130 250 354 74 683 688 825 44 85[ 5.00] 905 C095 199 299 828 85 422 89 97 583 693-726 39 94 917 23 68 7085 156 226 66 73 74 328 409 504 39 69 938 45 91 96 8014 159 312 463 590 603 768[ 500) 76 816 95 966 9018 158 297 406 11 547 686 965[ 300] 10082 87 179 311 417 81 572 617 721 64 810 25 58 95 970 11009 176 81 384 404 6 85 507[ 15001 40 58 639[ 300] 44 94 710 921 85 12073 365( 300) 89 450 81 87 610 928 95 1500] 13079 82 202 7 13000) 439 757 73 883 93 948 14003 17 165 300( 500) 75 465 614 716 865 9300 71 535 723 42 93 802 113003 90 142 373 446 65 539 62 74 776 15016 28 62 118 67 74 229 69 454 584 93 605 755 954 16002 9 161 74 517 662 90907 17042 84[ 300] 250 53 306 19 786 865 18036 298 427 576 611 786 93 890 9; 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Ziehung der 4. Klasse 187. Stönigl. Preuß. Lotterie. Ziehung vom 19. Ottober 892, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Wark find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr) 110129 35 68 347 534 38 614 64 764 826 37 913[ 30001 111010 81 13001 137[ 300] 70 77 251 430 548 715 921[ 300] 11200; 60 138 273 895 111004 29 152 83 90 254 92 331 476 636 817 24 980 88 115046 548 612 775 87 860 9: 4 19 116038 65 94[ 1500] 206 37 306 17 422 551 618 730 18 95 996 117022 32 194 228 54 474 76 78 588 683 770 851 74 977 118029 145 89 239 82 486 701 11108 278[ 300] 99 327 527 86 810 66 997 120171 84 249 367 84 610 77 89 778 959[ 300] 121115 243 596 604 8 92 704 70 910 111228 82 113 23 379 678( 300) 644 841 123077 151 209 362 693 97 770 835 50 945 124054 113 69 93 374 516 628 761 70 74( 300) 93 98 804 125232 441 557 96 705 63 903 55 126033 87 138[ 1500] 54 58 242 70[ 1500] 1 357 466 595 613 32 85 874[ 3000] 995 127041 107 264 92 375( 15) 01 420 509 656 77 789 809 47 910 13 128014 610 75 792 951 85 93 129152 259 400 38 724 824 52 130195 241 423 577 891 903 72 131015 40 199 213 544[ 1500] 791 866 921[ 1500] 66 132091 186 242 439 557 623 31 74 725 133012 44 85[ 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