Nr. 47. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Das russische FinanzParadies. " 1 Mittwoch, den 25. Februar 1891. begierig zu erfahren, woher dieſer verfügbare Baarbefſtand Expedition: Beuth- Straße 3. Und was die neu aufgelegten oder erhöhten Steuern des Fiskus herrührt? Die russische und die ausländische anbelangt, so versteht es sich von selbst, daß Herr WyschneBreffe, die mit aus der Krippe des Herrn Wyschnegradsky gradsky stets indirekte wählt, die den Konsumenten, d. h. frißt, weisen selbstgefällig auf die 640 Millionen Mark, in hervorragendster Weise die arbeitenden Klassen belasten. Wie scheinen sie ferne hinter uns zu liegen die die der Fiskus und die Bant von Rußland gegenwärtig im So fordert er fürs Jahr 1891 vom Volfe 259 Mill. Beiten, wo eure boshaften Karrikaturenzeichner das Ruß- Auslande hätten; sie will uns glauben machen, dieses hübsche Rubel von den Getränketaren, 110 Mill. als Bolleinnahmen, land des Baren als einen Doppeladler darstellten, dessen Sümmchen käme theils von den in Gold gezahlten 3öllen, 28 aus der Besteuerung des Tabaks, 20 aus der des einer Kopf Gold hinunterschlang, während der andere theils aus dem Verkauf(!) von Papierrubeln. Nein, meine Buckers, 9½ aus der des Petroleums, 4½½ aus der der Papiergeld ausspie: Schönes Thier Schönes Thier frißt Gold Herren von der Börse und von der Feder! Warum Streichhölzer u. s. w. Indeß scheint es, als ob diese bricht Papier!" Heute leben wir ja im wahren Paradies! läugnet ihr denn, welche Dienste euch die berühmten Kon- Steuern und Taxen schon bis zu ihrem Maximum hinaufEin neuer Midas Herr Wyschnegradsky- scheint alles, verstonen von 1888 bis 1890, die besonders auf dem geschraubt wären und als ob das Volk jetzt lieber seinen was er berührte, in Gold verwandelt zu haben. Unser Pariser Markt ausgeführt wurden, geleistet haben? Habt Verbrauch beschränken, als sich von dem Fistus scheeren Budget schließt mit einem Ueberschuß der Einnahmen ihr denn schon vergessen, wie die russische Regierung, in- und schinden lassen will: die Einnahmen aus den Getränkeüber die Ausgaben ab und die bürgerliche Presse hat dem sie ihre Titel von 5 pCt. auf 4 pCt. herabsetzte, taren sind von 1889-90 um 4½ Mill. Rubel zurückunserem Finanzminister vor kurzer Zeit den Titel des jedes Mal ein neues Darlehn erhob von einem höheren gegangen, die aus dem Tabak um 1 400 000 Rubel 2c. " größten europäischen Börsenspekulanten" zuerkannt. Wir Betrage, als zur Konvertirung der alten Schuld nöthig Fm Ganzen hat sich während der letzten 30 Jahre der ins Herz hinein und betrachten die paradiesischen Ver- achtzig Jahren die neuen Staatsanleihen bezahlen, die in auf den Kopf verringert, und das Budget hat seine Verhältnisse mit zweifelnden Blicken. die Form von Konvertirungen vermummt sind. Und mehrung in dieser Rubrik einzig dem Wachsthum der Wir wollen uns hier etwas eingehender mit dem wovon hängt am Ende ein günstiger Ablauf ab? Wovon Bevölkerungsziffer zu verdanken. Die Zollgerechtsame auf Budget für das Finanzjahr 1891 beschäftigen, welches in sonst als von der politischen Lage Europas! Und da ja der die Metalle, die Maschinen, die Fabrikerzeugnisse, die zum diesem Augenblick die Bewunderer Herrn Wyschnegradsky's größte Theil dieser Anleihen in Paris untergebracht ist, Schuße der nationalen" Großindustrie geschaffen war, in Verzückung versetzt. so erzählt uns doch ein wenig nicht von der Weis- hat einen nicht minder betrübenden Einfluß. Von 1873 " 1 Die ordentlichen Einnahmen beziffern sich auf heit des Ministers" noch von der„ friedlichen Politik des bis 1887 ist der Eisenverbrauch von 459 200 Tonnen 900 757 570 Rubel, die ordentlichen Ausgaben auf Baren" sondern von Frankreich, dessen öffentliche Mei- auf 410 000 Tonnen gefallen, der Stahlverbrauch von 898 889 021 Rubel; der Ueberschuß beträgt also 1 868 549, nung seit einiger Zeit von der chauvinistischen und 238 000 auf 232 000 u. f. w. Und seit 1887, genau d. h. schon weit weniger als die großen Ueberschüsse der revanchedürstenden Preffe in die Frre geleitet und bei der Zeit, da Herr Wyschnegradsky ins Ministerium einJahre 1888 und 1889. Und es ist sehr bezeichnend, diefer Gelegenheit von den Rothschilds und anderen zog, haben die Schuttarife eine ganz besondere Schnelligdaß Herr Wyschnegradsky in der Annahme, daß der Börsenfreibeutern systematisch bearbeitet wird. feit in ihrer Bewegung nach oben gezeigt. Es ist wahrDie Gott der Gläubigen wenigstens etwaige bescheidene Nun wollen wir uns den Voranschlag des ordentlich ein unglückseliges Verhängniß für das Volk! Erwartungen verwirklichen werde, mit etwas schwerlichen Budgets für 1891 etwas näher betrachten. Das nationale Industrie blieb taub für all die patriotischen müthiger Miene dem Monarchen für dieses Jahr den Wachsthum der Einnahmen unter dem neuen Minister Ermahnungen des Ministers und als die ausgezeichnete Rath giebt, nicht zu sicher auf ein günstiges Zusammen- stammt ausschließlich einerseits von den zwei vorzüglichen Ernte von 1888 einen Mehrbedarf von 800 Dampftreffen atmosphärischer Vorgänge"(!) zu rechnen! Erntejahren( 1887 und 1888), deren Einfluß bis Dreschmaschinen erforderte, wurde ein Zehntel faum Was das außerordentliche Budget betrifft, so er zum Jahre 1890 andauerte, andererseits von ein Behntel!- dieser Maschinen von der russischen Inreichen die Einnahmen keine 13 750 139 Rubel, indeß der Auflage neuer und der Erhöhung der alten dustrie geliefert und der ganze Rest Dank den sich die Ausgaben auf 63 413 500 Rubel belaufen. Auf Steuern. Das find also die Elemente, die ungeheuren Maschinenzöllen zu fabelgut Deutsch bedeutet das ein Loch im Budget und eine fortwährende, inmer günstigere Gestaltung des Budgets haften Preisen aus England importirt! 49 666 361 Rubel sind gerade kein kleines Defizit. Indeß bewirken werden? Wenn man die russischen Finanzverhältnisse genau der geschickte Finanzkünstler ruft jetzt die 1 868 549 Rubel Wie steht es mit der ländlichen Produktion, von studirt, gelangt man zu dem Schlusse, daß die Regierung Ueberschuß vom ordentlichen Budget zu Hilfe und zur Deckung welcher der Stand des Budgets in Rußland in so hohem das von einem bismärckischen Stribifar geträumte Ideal des Uebrigen erhebt er im Voraus aus dem verfügbaren Maße abhängt: Der Ackerbau ist in Rußland noch so zu verwirklichen gewußt hat:" Den armen Bürger im Baarbestand des Fiskus 47 797 812 Rubel. Mit Hilfe primitiv, daß unter 10 aufeinander folgenden Ernten reichen Staate!" Es geht unwiderleglich aus den dieser sinnreichen Operation gelingt es, das Gesammt- gemäß der offiziellen Statistik kaum 3 wahrhaft gute sind; Statistiken der Semstvo's und der Regierung hervor, daß budget mit 962 302 521 Rubel Ausgaben und Einnahmen so gab es 1884 auf 83 pCt. des besäten Landes eine eine russische Bauernfamilie und Bauern sind es, die abzuschließen, und der Beweis ist geliefert, daß, wenn gute Getreide- Ernte, 1885 nur auf 20 pCt., 1886 auf bei uns die Masse der Steuern bezahlen 2X2= 4 ist, 4-2= 2 sein muß! 19 pCt. und 1887 auf 67 pCt. der bebauten Fläche; so gemeinen nicht mehr als 300 bis 350 Mark Aber wir, die sehr genau wissen, daß das Budget, kommt es, daß die Ausfuhr von Feldfrüchten im Jahre 1888 Brutto- Einkommen im Jahre hat und daß an Staats-, was man auch immer für Rubriken sezen möge, direkt 8 216 000 Tonnen erreichte, um 1890 auf 6 248 000 zu Semstvo-, Gemeindeſteuern von dieser lächerlich kleinen Summe nicht weniger als 70 Mark abgehen! Was oder indirekt doch von der Arbeit bezahlt wird, wir sind sinken. Feuilleton. Nachdruck verboten.] nicht erjagen. Bei Mama. Roman von Arne Garborg. ( 47 " Du führst sie mit sorgsamen Händen, " Bis Dein friedliches Dasein mag enden." • im All-Sie war so glücklich, daß fie theilen mußte; fie sollten, und daß seine guten braunen Augen sie anschauen und bewundern sollten, und da würden sie Sommer und In frühen Morgenstunden trieb sie sich im Wald herum Sonnenschein wohl niemals vermissen. Auf dem Anger und und pflückte Anemonen und wand Blumensträuße und sprach auf dem Wegraine wandelten Schafe und fraßen Gras; fie mit den Bögeln, welche Nester bauten, und lauschte fernem hatten winzig fleine, herzige Lämmchen, welche sie säugten; Kufufruf. Sie verstand alles, was im erwachenden Forste und wenn dieselben getrunken hatten, hüpften und sprangen gezwitschert und geschnattert ward; wenigstens übersetzte sie sie; dann kamen sie aber von ihren Mamas fort, und da sich's.„ Bist Du's, bist Du's, bist Du's?" fragte das Drossel weinten sie, genau wie kleine Kinder Fanny kriegte D, wie das lächerlich war, diese ihre alte Jagd nach männchen vergnügt, wenn er seine Freundin dort. in einem Thränen in die Augen; ach, wie schön die Welt doch war! , etwas, wofür man leben möchte". Es gab nicht mehr als Busche tiriliren hörte." Romm her! komm her! Küsse und da gingen wir unser Lebelang herum, ohne es zu ein Ding, wofür man leben mochte, und das konnte man Dich! küsse Dich! küsse Dich!"-" Titi!" neckte die merken. Kleine zur Antwort, willst Du es? willst Du es? willst Martha, Martha, Du sorgest Dich um viele Dinge: Du es? Titi!" Und es gab Lachen und Lärmen nahm hie und da Mama auf ihre Ausflüge mit. Und doch eins ist nur on Nöthen".... Es schien ihr, als täme und allerlei närrischen Scherz zwischen beiden; aber sie Mama war dankbar. Sie packte die Provianttasche und nun doch Sinn und Zweck in ihr Dasein. Wäre es ihr einigten sich wohl; denn es war natürlich nicht sehr lustig, hier wurde lebhaft und liebenswürdig wie in alten Tagen. nicht so und so ergangen, so hätte sie vielleicht das gar nicht drinnen in der tiefften Stille zu leben, wenn man nicht ben auf der Grefsen- Halde war ein kleiner Teich; da lagerten sie sich gern und kochten Kaffee. Und Mama erlebt. Doch hätte ja auch das und das geschehen können; jemanden zum Schnäbeln hatte. Die immer höher steigende Sonne wurde stets feuriger; plauderte, erzählte und lachte. Viel war es nicht, was sie und dies und dies hätte gerade nicht zu geschehen gebraucht; alle Knospen sprangen, alle Blumen dufteten. Fanny lebte von ihrem Leben behalten hatte, die arme Frau. Ein paar aber was thats; nun war sie jedenfalls zufrieden. Sie wurde vollkommen närrisch. Sogar Verse schrieb ihre Kindheit noch einmal durch. Alles fand sie hier bei- dürftige Anekdoten, das war so ziemlich alles." Ha- ha- ha wie sie da saß und über Bildern aus dem häuslichen Leben die Berglehnen mit dem dünnen Nadelwald... nur der Wasserfall machten und nichts weiter mitzunehmen hatten, sie; diesmal von glücklicher Liebe und sie ertappte fich dabei, fammen, die grünen Wiesen, den blau blinkenden Fjord, nein, damals, Du, als Alt- Kari und ich eine Zour nach dem fleine Fritz war weg; Gott weiß, wo der sich herumtrieb. als einen Teller falter Grüße... und diese war so steis, daß Und das war die gleiche Lebensfrohe Sonne, und der gleiche ich den Löffel drin abbrach, ha, ha, ha! mitten ab!" starke, süße, heiße Duft, welcher die Atmosphäre mit Ve-" Bitte", sagte Fanny, wenn sie die Mutter aufheitern wollte, rauschung erfüllte; und die Blumen nickten und neigten und magst Du nicht ein Stückchen Französisch- Brot mit Butter Mama lachte aus Herzensgrund: ja, " weinte-: Alles irdische Glück und Heil Wird als Frau und Mutter Dein Theil; Du sehnst Dich nicht fort, " Du weißt feinen Ort, " " Wo Du rascher tönntest erwarmen, " Als in der Deinigen Armen. " Dich jaget nicht rastlos Verlangen, " Dich quälet fein unruhig Bangen; Der Kleinen Schaar " " 1 Genügt Dir fürwahr; ... wollen daß sie jemand pflücken möge... Fanny pflückte sie. Man dieser Narr, der Buchbinder. Haha; nach Schweden reisen konnte nicht widerstehen. Sie lockten und verführten in und mit reinen Papieren wieder kommen allen Farben, als freundlich blaue Kinderaugen; als zartes, Sie mich da haben? ha, ha, ha! aufrichtiges Weiß; als glänzendes, vergnügtes Dottergelb... Narr!" Fanny hatte nicht halb so lang gelebt wie Und sie erzählte ihnen, daß sie auf seinem Tische blühen Mama; aber sie fühlte sich im Verhältniß zu ihr wirklich Ja, ja, das war ein " # " Wunder, daß unsere ackerbauende Bevölkerung übermensch-[ eine Art der Nöthigung( wirthschaftliche und als Pressionsmittel in der Tasche haben. Redner erliche Anstrengungen machen muß, um leben und dabei Nothzucht) die leider im Strafgesetzbuch noch nicht vorgesehen zählte hierauf die Geschichte des neuesten Hamburget noch Steuern zahlen zu können! Mehr als 12 pCt. der ist. Nun je größer der Eifer, die Wohlthaten" aufzudrängen, Bigarrenarbeiter- Streits, der durch die Ländereien, die von Bauern mit Hilfe der berühmten desto verdächtiger sind die Wohlthäter", desto berechtigter Hab- und Herrschsucht der Fabrikanten gewaltsam herbeiBauernbank erworben wurden, mußten den Käufern" das Mißtrauen gegen Wohthlaten" und Wohlthäter". geführt worden sei, und bei dem auch die Zurückbehaltung Bauernbank erworben wurden, mußten den Käufern" Die Trojaner hatten es einst bitter zu bereuen, als sie, dem der Löhne eine Rolle gespielt habe. thatsächlich wieder genommen werden, da die geliehenen Rathe Laokoons zuwider, von den Griechen die bekannte Ein Antrag auf Schluß der Debatte wurde in aller Summen nicht zurückgezahlt werden konnten. An 5 Mill. Wohlthat" annahmen, an der sie zu Grunde gingen. Haft angenommen und sofort durch einen sozialistischen Bauern irren Jahr für Jahr im europäischen Rußland Natürlich war„ König Stumm" auch unter den Wohlthats- Antrag auf Auszählung des Hauses beautumher und suchen fern von ihren Familien einen er- Wüthigsten König. wortet. Um der Fatalität der Feststellung der Begänzenden Broterwerb. Hunderttausende wandern aus Auffallen mußte der scharfe, fast heftige Ton, mit dem schlußunfähigkeit zu entgehen, vertagte sich das nach Sibirien( die offizielle, viel zu niedrige Ziffer für 1890 der Handelsminister von Berlepsch auf Bebel's Be Haus gegen 5 Uhr auf Antrag Windthorst's. Die Herren war 30 000), nach Turkestan, den kaukasischen Ländern, merkungen über die königlichen Werke im Saargebiet ant- Kartellbrüder wissen nun aber, daß jeder Versuch, die und das alles trotz der drakonischen Maßnahmen der wortete. Es mochte da Mancher an das alte Wort denken: Debatte über das Knie zu brechen, einen Auszählung s Regierung gegen jeden unvernünftigen" Wechsel des Du wirst heftig Du hast Unrecht." Es muß Vieles Antrag zur unmittelbaren Folge haben Aufenthaltsortes. Gerade im vergangenen Herbst wurde bas einst Napoleon dem Kleinen so gut gefiel, daß er mit schlußunfähig ist, und es voraussichtlich auch bleiben wird, Gerade im vergangenen Herbst wurde faul ſein in dem angeblichen Arbeiterparadies an der Saar, wird. Und da der Reichstag seit Wochen notorisch bedie ländliche Bevölkerung von Polen und Lithauen in dem Fürsten- damals noch Herrn von Bismarck über so haben wir ein wirksames Mittel, den Herren eine tiefe Erregung versetzt durch die allerabsurdesten Be- die Abtretung an Frankreich unter Kartellbrüdern parlamentarischen Anst a nd richte über das paradiesische Leben in Brasilien, und es handelte.-- und Bebel wies dem Herrn Minister beizubringen. bedurfte der schießenden Flinten und der züchtigenden aus deffen eigener Rede, sowie aus den Ausführungen des Nachdem uns der Spätsommer und Herbst die traurigen Gerten, um eine große Bauern- Auswanderung aus den Königs Stumm" nach, daß die ,, Wohlfahrts- Einrichtungen" westlichen Provinzen nach Amerika zu verhindern. Dieser zur Knechtung der Arbeiter, zur Maßregelung von Sozial- Kriegs- Gedenktage gebracht, treten wir jetzt mit dem kommenHeute unwiderstehliche Zug der Auswanderung bei dem russischen demokraten u. s. w. ausgenügt werden. Gegen Wohlfahrts- den Lenz in die Zeit der Revolutions- Gedenktage. Bauer, der doch offenbar die Worte Amerika und Brasilien Einrichtungen, die von den Fabrikanten mit ihrem, der vor 42 Jahren jagte das Volk von Paris den speckköpfigen Fabrikanten, eigenen Gelde geründet würden, habe Niemand Bürgerfönig" Louis Philippe fort, der durch seinen musterzum ersten Male hörte, zeugt für eine tiefe soziale Misère, etwas einzuwenden; aber man wolle nicht, daß die Fabri- staatsmännischen Minister Guizot der Bourgeoisie Frankder das Volk sich erst entziehen wird, wenn es die Mauern fanten den Arbeitern auf deren Kosten" Wohlthaten" reichs das berühmte enrichissez vous!( bereichert seines politischen und wirthschaftlichen Gefängnisses nieder- erweisen. Euch!) zugerufen und einen ähnlichen Raubzug gegen das geworfen hat. § 117 wurde hierauf mit der üblichen Kartellmehrheit französische Volt organisirt hatte, wie 30 Jahre später in in der Fassung der Kommission angenommen. Ebenso Deutschland Fürst Bismarck, der auch auf diesem Gebiete, wo er doch am Besten Bescheid wußte und das Höchste ohne Debatte§§ 118 und 119 also lautend: leistete, nur ein Plagiator war. § 118. Wir haben gesehen, wie der russische Staat das Geld aus den Steuerzahlern herauspreßt. Es dürfte intereffant sein, zu wissen, wie er es ausgiebt. Indeß soll das für ein anderes Mal, wo ich von dem„ politischen Paradiese" sprechen will, aufgehoben sein. Iwan Ssergejemsty. Politische Uebersicht. Berlin, den 24. Februar. M In der heutigen Sigung des Reichstags wurde§ 116 ( welcher die Nichtigkeit von Lohnzahlungen ausspricht, die im Widerspruch mit dem Truck Paragraphen erfolgt find) nach einer kurzen Debatte angenommen. Ein desto lebhafterer Kampf entbrannte um den§ 117, welcher in der Kommissionsfassung also lautet: Verträge, welche dem§ 115 zuwiderlaufen, sind nichtig. " Dasselbe gilt von Verabredungen zwischen den Gewerbetreibenden und den von ihnen beschäftigten Arbeitern über die Entnahme der Bedürfnisse der letzteren aus gewissen Verkaufsstellen, sowie überhaupt über die Verwendung des Verdienstes derselben zu einem andern Zweck als zur Betheiligung an Ginrichtungen zur Verbesserung der Lage der Arbeiter oder ihrer Familien." Zu diesem Paragraph hatten die Sozialdemokraten nachstehenden Antrag gestellt: Im Absatz 2 die Worte sowie überhaupt" und folgende zu streichen und dafür folgenden Zusatz aufzunehmen: Bur Leistung von Beiträgen für die Betheiligung an Einrichtungen zur Verbesserung der Lage der Arbeiter oder ihrer Familien dürfen die Arbeiter nicht angehalten werden." # 1 Abgeordneter Bebel vertheidigte den sozialdemokra tischen Antrag und charakterisirte in gebührender Weise die sogenannten Wohlfahrtseinrichtungen"( Fabriksparkassen, Fabrikwohnungen n. s. w.), welche von Unternehmern mit dem Gelde der Arbeiter geschaffen und unterhalten werden. Bei dieser Gelegenheit kann er auch auf die Zustände in den töniglichen Bergwerken des Saargebiets. Ein Vertreter der Regierung, Herr Königs, ging auf die von Bebel gebrachten Thatsachen nicht ein, meinte aber, man solle das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. Forderungen für Waaren, welche dem§ 115 zuwider kreditirt worden sind, können von dem Gläubiger weber ein geflagt, noch durch Anrechnung oder sonst geltend gemacht werden, ohne Unterschied, ob sie zwischen den Betheiligten unmittelbar entstanden oder mittelbar erworben sind. Da gegen fallen dergleichen Forderungen der im§ 116 bezeichneten Raffe zu. § 119. Den Gewerbetreibenden im Sinne der§§ 115 bis 118 find gleich zu achten deren Familienglieder, Gehilfen, Beauftragte, Geschäftsführer, Aufseher und Faktoren, sowie andere Gewerbetreibende, bei deren Geschäft eine der hier erwähnten Personen unmittelbar oder mittelbar betheiligt ist. Der seitherige Abs. 2 des§ 119 folgt als§ 119 b. Zu einer lebhaften Debatte gab dann wieder§ 119 Anlaß, den die Kommission wie folgt formulirt hat: § 119 a. a Lohneinbehaltungen, welche von Gewerbe- Unternehmern zur Sicherung des Ersages eines ihnen aus der widerrechtlichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses erwachsenden Schadens aus bedungen werden, dürfen bei den einzelnen Lohnzahlungen ein Viertel des fälligen Lohnes, im Gesammtbetrage den Betrag eines durchschnittlichen Wochenlohnes nicht übersteigen. Durch statutarische Bestimmung einer Gemeinde oder eines weiteren Kommunalverbandes(§ 142) kann für alle Gewerbebetriebe oder gewisse Arten derselben festgesetzt werden: 1. daß Lohn- und Abschlagszahlungen in festen Fristen er folgen müssen, welche nicht länger als einen Monat und nicht fürzer als eine Woche sein dürfen; 2. daß der von minderjährigen Arbeitern verdiente Lohn an die Eltern oder Vormünder nur mit deren schrift: licher Zustimmung oder nach deren Bescheinigung über den Empfang der letzten Lohnzahlung unmittelbar an die Minderjährigen gezahlt wird; 8. daß die Gewerbetreibenden den Eltern oder Vormündern innerhalb gewisser Fristen Mittheilung von den an minderjährige Arbeiter gezahlten Lohnbeträgen zu machen haben. ganzen Das französische Volk wurde es müde, sich ausplündern zu lassen, die Pariser Arbeiter bauten am 22. Februar 1848 Barrikaden und nach dreitägigem Straßenkampf mußte das Ideal der Bourgeoisie, weil Louis Philippe, der klassischste Vertreter ihrer Habsucht und sittlichen Verderbtheit, Fersengeld geben sein Thron auf dem Bastillenplay feierlich verbrannt. Mit Louis Philippe war aber nur ein Mann beseitigt-die Bourgeoisie blieb zurück und ihr System der Ausbeutung, Knechtung und Korruption. " und wurde Gewalt zu bemächtigen, die sie dem Bürgerfönig" entrissen Die Arbeiter waren nicht im Stande, sich der politischen hatten sie wurden von der Bourgeoisie mit Versprechungen und schönen Redensarten abgespeist, und als sie zur Einsicht famen, da war es zu spät. Vergebens kämpften sie Löwenkühn, wie die gefeiertsten Helden des Alterthums in der fünftägigen Junis chlacht sie erlagen der Ueberzahl: die Bourgeoisie hatte ihre Vorsichtsmaßregeln zu gut getroffen. Und nachdem die tapfersten Söhne des Pro letariats abgeschlachtet oder auf die trockene Guillotine" nach Cayenne und an den Sambest geschleppt worden waren, konnte der tolle Tanz um das goldene Kalb wieder licher Tugend" und von„ freiheitlichen Grundsätzen" wurde beginnen, und toller denn zuvor. Der Rest von„ bürgerin den Wind geschlagen, ein verworfener Abenteurer zum Kaiser und Diktator gemacht, der darüber zu wachen hatte, daß Millionendiebe in ihrem edlen Treiben nicht von den bis schließlich Sozialdemokraten gestört wurden Sedan dem Herenfabbath ein Ende mit Schrecken bereitete und für Frankreich eine ähnliche Heilwirkung hatte, wie weiland Jena für Preußen und Deutschland. In den Kriegen zwischen Kulturvölkern ist der Sieger meistens das Opfer seiner Siege, während der Besiegte von seinen Niederlagen Vortheil hat. Die besiegten Franzosen waren Napoleon und sein Reich Die Sozialdemokraten hatten einfache Streich ung los und die fiegreichen Deutschen bekamen Bismard und des ganzen Paragraphen beantragt. Nach einer Rede des sein Reich. Das enrichissez vous des Bürgerkönigs und des Volksparteilers Payer, der die juristische Monstrosität taiserlichen Diktators wurde von dem eisernen Kanzler" dieses Paragraphen nachwies, führte der Sozialdemokrat und Hausmeier ins Deutsche übersetzt und mit noch rücksichtsMolkenbuhr des Längeren aus, wie ungerecht und loserem Cynismus zum Regierungsprogramm gemacht, als Es war mun merkwürdig, mit welcher Einmüthigkeit provokatorisch die Bestimmungen dieses Paragraphen seien. es in Frankreich möglich gewesen war, wo die öffentliche die Vertreter des Unternehmerthums für die den Arbeitern Hier sei schon der Bocksfuß der Bestimmungen gegen den Meinung sich niemals vollständig hatte korrumpiren, der zu leistenden Wohlthaten" sich ins Beug legten. Das kontrakt bruch sichtbar. Dieser Paragraph genitge, politische Nerv" sich niemals hatte vollständig ertödten alte Sprichwort: Wohlthaten drängt man das ganze Gesez unannehmbar zu machen. Die gefeßliche laffen.-nicht auf" wurde hier zu Schanden gemacht. Die Herren Einbehaltung eines Theils des Lohnes sei geseglich Kapitalisten sind den Arbeitern gegenüber von einem solchen er I aubter Betrug". Werde der Paragraph Gesetz, Fanatismus des Wohlthuns erfüllt, daß sie dieselben durch so könnten die Unternehmer von den 5-6 Millionen Araus zur Annahme der Wohlthaten" nöthigen wollen beitern stets 50-60 Millionen Mark als Zwangsanleihe vertrauen " ... " liebt?" " " " " Heute vor 42 Jahren hielten die Franzosen Gericht über den Erfinder des enrichissez vous!- auf BismarckischDeutsch der Interessenpolitit"- das heißt der Politit", die darin besteht, daß das arme und arbeitende finnlos!" " 1 ?" Uns " Ah so, Sie wollen Sinn im Leben? Das reich; es war doch etwas werth, ein bischen Bildung zu Merkivürdige an der Geschichte sind eigentlich Sie selbst." haben. " Ich? Wieso?" Nach allen möglichen Theorien hätten ist wahrhaftig fühn."-„ Ei, wozu lebten wir sonst?" Aber vielleicht gab es mancherlei, was Mama ver- Sie nämlich dem Teufel in die Klauen fallen sollen! Wir leben, weil wir nicht sterben mögen!"-„ uf! Ja wie aber... Es kommt mir doch vor, alle Menschen reden von barg; sie sprach so merkwürdig wenig von Onkel Solum. Schlechte Erbschaft, schlechte Erziehung, beides... wie aber.. Und es war und blieb etwas Mystisches an der Sache. zum Henker, geht es zu, daß Sie... nach allem, was ich Glück? Und so dachte ich mir, wer hier nicht glücklich Wenn Frau Mühlberg ein seltenes Mal zur Stadt tam, merken kann... ein braves Mädchen geworden sind?" würde, müßte doch eine Art von Hoffnung haben, daß..." redete sie meist hübsch viel von einem kleinen Mädchen, Sie fühlte sich durch diese Anerkennung belohnt für den Wir reden übrigens nicht von Glück", unterbrach er fie; das sie aufgelesen; Alt- Kari sei der Storch gewesen, Kampf ihres ganzen Lebens. Kaum daß sie zu antworten wir reden nur von dem größtmöglichen Glück, und damit Sind meinen wir einfach die kleinste mögliche Summe von Leiden. sagte Frau Mühlberg und lachte; und Mama fonnte mit vermochte ich weiß es wirklich nicht recht!" dem besten Willen nicht verhehlen, daß sie gern von dem Sie religiös gewesen?"-Ja, auch." Vielleicht hat das Und wenn wir es uns so einzurichten verstehen, daß zwischen Mädchen hörte; wäre doch merkwürdig, wenn dies Mädchen Ihnen geholfen?"-..zum Theil vielleicht, obschon Genuß und Leiden eine gewisse Verhältnißmäßigkeit eintritt, eigentlich zur Familie gehörte. Arme Mama, was mußte... Es hat die ganze Zeit mir vorgeschwebt, daß ich die so kommt doch eine Art von Sinn in unser Leben; aber fie aus diesem Anlaß gelitten haben!- Aber natürlich Achtung vor mir selbst nicht verlieren wolle; das ist eigent- das ist auch alles, was man beanspruchen darf." fonnte sie sich allen eher, als den eigenen Töchtern an- lich, glaube ich."" Und dann waren Sie hie und da ver- einrichten, wohl.. Und dann waren Sie hie und da ver- einrichten, wohl... Aber wir Frauen können es uns nicht Nein. Oder doch, in Ihren Freund Aas einrichten; wir müssen das Leben nehmen, wie es uns von Was? anderen eingerichtet wird. Erst daheim bei Mama, nachher Und dann waren diese gebenedeiten Abende, an wohl... einigermaßen; aber seither nicht." denen Fanny die schöne Welt gemeinsam mit ihrem Freunde Sind Sie alle diese Jahre herumgegangen und; nein, bei dem Herrn und Meister, der uns bescheert wird.... Allein nun wollt ihr Gabriel ansehen konnte. das ist unmöglich, verstehen Sie. Das wäre allzu sehr gegen oder heißt es beschoren Ja, aber es ist so." Keiner, für ja doch selbständig werden?"- Glauben Sie denn wirklich, Ekel vor dem Amtsgeschwätz und der alle Erfahrung." Er war müde. Staatsdummheit." Waren sie weit genug aus der Stadt, den Sie sich speziell interessirt haben? Keiner, von dem Sie wir bringen es dazu? Glauben Sie, daß die Frau irgend ,, Nein. Ich glaube, ich hatte zu viel welche Zukunft hat? Je mehr ich darüber nachdenke, desto nahm er ihren Arm, schöpfte tief Athem und sprach: So! phantafirten?" Nun existirt all das für mich nicht mehr!" Und er athmete Anderes zu denken. Ach, das war ein trauriges Dasein. minder glaube ich es; uf, wir sind so thöricht und dumm " Ihr wollt, nein, Ihr wollt noch einmal: ah! das ist doch etwas anderes!" Ich vermag gar nicht daran zu denken; es ist allzu und unzuverlässig.. " Ja!" Niemals werde ich mich ,, Haben Sie etwas, woran Sie ungern doch nicht?" Ihr wurde warm vor Glück; also fühlte er sich nun wohl schrecklich." wollen erinnert sein?" fragte er scherzend. ,, Nein, verheirathen- glaube ich!" Ja, affurat fo!" Gie lachte. und fand nicht, daß sie auf ihn störend wirkte. Es war eine eigene Empfindung das; sie war nicht nicht Spezielles; aber das Ganze, das Ganze... Nur Wenn ich nur wüßte, wie viele ich gekannt habe, die an eigentlich verliebt"; sie wollte ihn nicht haben"; es war Unsinn, nur Leere; von dem Einen zum Anderen, in wilder dem einen Tag der Ehe feierlich abschworen, und zwar mit allen möglichen guten Gründen, und die den Tag darauf sich vers nichts anderes, als daß sie endlich einen Menschen gefunden, Jagd; das Eine nur ärger und blöder als das Andere den sie vollkommen verstand. Mehr bedurfte es nicht. ach, ist's nicht merkwürdig, daß ein Mensch es so aushält?" lobt haben... Und wenn sie einmal verheirathet sind, so Uchermann hatte die Wahrheit gesagt: Das einzige Un- Ach, der Mensch hält alles aus!" Er ging eine friegen sie genau diefelben Meinungen, denselben Glauben glück im Leben war das Gefühl der Einsamkeit; und nun Weile; dann sagte er, wie für sich nicht verliebt? wie ihr Herr und Gemahl. Wir haben keine Ansichten. Das wäre des Teufels!- Sie sind vielleicht nicht eigentlich Wir haben keinen Begriff von dem, was Ihr Männer fühlte sie sich nicht länger einsam. Er veranlaßte sie gern, von ihrem Leben zu erzählen, erotisch veranlagt?" fügte er in einem schonenden Ton bei. Neberzeugung nennt; wir haben nur dieses eine kleine elende Bielleicht", murmelte sie. Ding uns diese hochgelobte Versorgung erangeln!" und obwohl es selbstverständlich nur allgemeine Höflichkeit Nein, wenn ich an das Leben zurückdenke, Pah; es ist das nicht so gefährlich für Euch; Ihr habt von ihm war, freute es sie doch unendlich, und sie erzählte. Leider war da nichts zu erzählen, wenigstens nichts In welches ich geführt habe", sezte Fanny fort, und daran das Kind. Seid Ihr noch so schlecht verheirathet, teressantes; aber vielleicht unterhielt es ihn, die Geschichte denke, daß dies vermuthlich ungefähr ebenso weiter gehen das Kind kommt, so habt Ihr das größtmöglichste Glück; das ihrer Eltern zu hören, und so erzählte sie diese. Er hörte wird, so scheint es mir, daß ich mir wohl gestatten darf, Kleine erfüllt Euer Dasein mit mehr Freude als der Manu " Nach je erfährt, und stünde er auf des Glückes Thurmspize." fie geduldig an, sagte aber, dies sei höchst gewöhnlich. an ein Leben nach dem Tode zu glauben?" ( Fortsetzung folgt.) " Dergleichen passirt jeden Tag," meinte er; das einzig Belieben, Fräulein!"" Ja, denn sonst wäre es allzul # " " 16 wenn worden. " Jm Kanton Genf( Schweiz) liegen dem Großen Rath Volk durch die besigenden Klassen ausgebeutet und ausge- In Sachsen scheint man sich nachgerade überzeugt zu| Wir haben nicht nöthig, zu bemerken, daß auch in plündert wird. Und Bonaparte, der Nachfoiger Louis haben, daß eine Regierung andere Verpflichtungen hat, als Deutschland rein praktische Erwägungen zu dem BePhilippe's, ist schon vor 20 Jahren von der Nemesis ereilt sich auf Kosten des Volkes die Dankbarkeit einer reaktionären, schluß der Fraktion geführt haben und daß es keinem Mitbeschränkten, eigensüchtigen, unerfättlich habgierigen Klique glied der Fraktion eingefallen ist, sich in Widerspruch mit Auch in Deutschland hat die Nemesis ihres Amts zu erwerben. Wir wissen nicht, in wie weit freiere An- dem Pariser Kongreßbeschluß zu sehen, und die internatiogewaltet. Der Mann, welcher das System der Louis schauungen zum Durchbruch gekommen sind, aber die That nale Solidarität des Proletariats und der Sozialdemokratie Philippe und Bonaparte aus dem„ wilden" Frankreich in sache muß erwähnt werden, daß das neue Ministerium in zu verleugnen. Wir betonen dies namentlich für die französischen unsfer frommes, christlich- germanisches Deutschland verpflanzte einem vom Wähler" veröffentlichten Entscheid Grundsätze und es hier auf die Spize trieb, seine Vorgänger noch aufgestellt hat, welche der Praxis des Herrn Nostiz- Wallwitz Genossen, unter denen der Beschluß der deutschen Reichstagsübertreffend, ist von der politischen Bühne entfernt; aber er nicht entsprechen, und daß es Seitens der Kreishaupt fraktion vielfach falschen Deutungen begegnet ist. arbeitet noch hinter den Koulissen- wie nach dem Sturze mannschaften( Regierungen) Leipzig und Dresden für unLouis Philippe's die Träger seines Systems zurückblieben, statthaft erklärt worden ist, den famosen§ 5 des sächsischen so find auch jetzt in Deutschland die Träger der„ Interessen- Vereinsgesetzes( nach welchem die Polizei Versammlungen( der Gesetzgebung) zwei Gesetzentwürfe über Beruf 3= politit" noch im ungebrochenen Besitze der Macht. Und im Voraus verbieten kann, wenn sie Gründe hat an- genossenschaften vor: ein von der Regierung austein persönlicher Machtspruch er komme woher er wolle zunehmen, daß es deren Zweck ist, Gesetzesübertretungen gehender, der sogenannte freie und freiwillige Gewird sie daraus verdrängen die„ Zerschmetterung" des oder unfittliche Handlungen zu begehen, dazu aufzufordern werkschaften will, denen Jeder nach Belieben soll beitreten kapitalistischen Raubritterthums fann nur einer neuen oder doch dazu geneigt zu manchen) ohne Weiteres auf und fernbleiben können, und ein von dem sozialistisch angehauchten Großrath Farin ausgearbeiteter, der obliPolitik gelingen, welche, auf Gerechtigkeit beru hend, der sozialdemokratische Versammlungen anzuwenden. Ausbeutung und Knechtschaft in jeder Form die Existenz- Das ist nicht viel, aber es ist immerhin ein Ab- gatorische Genossenschaften, jedoch mit absolutem Recht bedingungen nimmt.bröckeln" vom Bau der Bismarck'schen Polizei- und Spitzel- der Selbstverwaltung, fordert. Leider hat der manchesterliche Entwurf Aussicht auf Erfolg. Die Mehrheit des wirthschaft. Genfer Großen Raths besteht aus Bourgeois, und die Die sächsischen Behörden sind päpstlicher als der kapitalistische Ausbeutungssucht pflegt sich mit Vorliebe in Bapst, sie fujoniren den Verband deutscher Postassistenten den Mantel der Freiheit und Freiwilligkeit zu hüllen. noch mehr als selbst Herr v. Stephan, der doch das Menschenmögliche thut, um diesen so überaus loyalen Verein zu schädigen. Die„ Frankfurter Beitung" läßt sich hierüber berichten: Eine für die Denk- und Kampfweise unserer Gegner bezeichnende Notiz finden wir in der Bossischen Beitung". Sie stammt unzweifelhaft aus Unternehmerfreisen und lautet also: " In einer Reihe von Gewerben wird für die nächste Zeit eine umfassende Lohnbewegung vorbereitet. Wir erfahren, daß in einzelnen Fällen der Versuch gemacht wird, gerade in Betrieben, in denen bisher das beste und freundschaftlichste Verhältniß zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern herrschte und die Lage der lekteren eine vorzügliche war, Zwietracht zu säen und die Harmonie zu stören. Die Arbeitgeber werden nicht ermangeln dürfen, auf der Hut zu sein und sich unberechtigten Forderungen gegenüber zu gemeinsamer Abwehr bereit zu halten. Die Arbeitnehmer aber fönnen nicht ernst genug gemahnt werden, den Verführungstünsten der Wühler gegenüber Besonnenheit und Klarheit zu bewahren. Sie stehen vor der Gefahr, nicht nur jede Gunst der Personen und Behörden, welche für die Hebung der Lage der minder bemittelten Klassen eintreten, zu verlieren, sie können auch bei frivol hervorgerufenen Ausständen auf lange Zeit hinaus brotlos werden. Mögen sie, ehe ein verhängnißvoller Schritt beschlossen wird, an Frau und Kind denten; mögen sie nicht vergessen, daß ein rechtswidriger Bruch des Arbeitsvertrages an einem einzigen Punkte das Bewußtsein der gemeinsamen Interessen aller Arbeitgeber weckt und Gegenmaßregeln heraufbeschwört, welche die betroffenen Arbeiter um so mehr bedauern könnten, als sie sie selbst verschuldet haben. Man sollte vom vorigen Jahre her wissen, wie viele Arbeitseinstellungen nichts bewirkt haben, als die Arbeiter erst in Noth zu bringen, wo feine Noth vorhanden war." In der Kommission des französischen Parlaments, welche mit der Prüfung der verschiedenen Gesetzentwürfe betreffend den Schuh französischer Arbeiter gegen die Konkurrenz fremder in Frankreich sich aufhaltender Arbeiter betraut ist, wurde der Vorschlag einer Fremdensteuer zurückgewiesen und die Verpflichtung zur Aufenthaltserklärung und zum Visum derselben für den Fall eines Umzuges vorgeschrieben. " In den wiederholt erwähnten Maßregelungen des Verbandes deutscher Bostassistenten hat der Stadtrath von Meerane ( Sachsen) den Vogel abgeschossen, indem er den in Gößniz begründeten Zweigverein am 30. Januar auf Grund der§§ 24 und 25 des sächsischen Vereinsgesetzes auflöſte. Ein von dem selben Verein zur Feier von Kaisers Geburtstag zum 1. Februar anberaumter Fest tommers, zu dem EinDer Vorsitzende der Subkommission des französischen Ladungen an sämmtliche dem Assistentenstande angehörige Kollegen ergangen waren, follte infolge dessen im Namen der höheren Arbeitsrathes für die Lohnfrage, Jules Simon, Meeraner Kollegen" abgehalten werden. Der Stadtrath von hat sich laut Mittheilung des Temps für die Pfändbarkeit Meerane verbot, nach dem Leipz. Tagesanz.", auch dieses! eines Achtels des Lohnes der Arbeiter und Bediensteten Trozdem waren ziemlich viele Kollegen aus Crimmitschau, ausgesprochen, sowie dafür, daß Arbeiter und Bedienstete Zwickau u. s. w. erschienen. Obwohl alles vermieden wurde, berechtigt sein sollen, ein zweites Achtel des Lohnes abzuwas zu polizeilichem Einschreiten hätte Anlaß geben können, treten; der Lohnabzug dürfte jedoch niemals ein Viertheil mußten dieselben sich doch eine scharfe polizeiliche Ueber des Lohnes übersteigen. wachung gefallen lassen. Sobald die Beamten sich in einer Wirthschaft aufhielten, erschien nach einigen Minuten auch der Polizeiwachtmeister. Auch in Gößniz wurden Vorsitzender und Schriftführer des Zweigvereins verfeht! Vermuthlich im Interesse des Dienstes"! Die Franzosen theilen das Schicksal der Deutschen, in sozialen Maßregeln stets nachzuhinten. Die Unpfändbarkeit des Lohnes ist in Desterreich und der Schweiz schon lange gesetzlich festgestellt und da kommt ein Jules Simon mit berartigen Anträgen, welche er noch als bedeutungsvolle soziale Reformen betrachtet. Eine gute Nachricht für die Millionendiebe kommt aus Leipzig: Von dort wird unterm 22. d. geschrieben: Die Delegirten der belgischen Arbeiter, welche sich Wie hiesige Lokalblätter berichten, ist der von hier flüchtige zu dem am 31. März stattfindenden internationalen Kongreß vormalige Bankdirektor Winkelmann, deffen bevor- nach Paris begeben, haben nach einer Wolff'schen Depesche stehende Auslieferung fürzlich im Reichstage angekündigt wurde, den Auftrag erhalten, die Unterstützung der auswärtigen feit einiger Zeit aus Buenos- Ayres verschwunden. Grubenarbeiter nachzusuchen, falls in Belgien ein allgemeiner Man vermuthet, daß er gewarnt worden ist und sich nach irgend Streit zum Ausbruch kommen sollte. Die Arbeiter sollen einem Schlupfwinkel im Innern des Landes zurückgezogen hat teine Unterstützungen fordern, aber verlangen, daß die ausoder nach Montevideo oder Paraguay entflohen ist. In letzter wärtigen Grubenarbeiter durch die Drohung, selbst den Beit soll Winkelmann nach den hier eingelaufenen Nachrichten Streit zu beginnen, die Einfuhr von Kohlen aus dem Ausin Buenos- Ayres ein sehr üppiges Leben geführt haben." lande nach Belgien verhindern. Die Frage der belgischen Verfassungsrevision bietet zwar vorerst wenig Aussicht auf eine Lösung, welche unsere Parteigenossen befriedigen könnte, sie hat aber den Nutzen, den Berfeßungsprozeß der bürgerlichen Parteien Belgiens zu beschleunigen. Diese Wirkung ersteht man auch aus folgender Meldung aus Brüssel, Das Depeschenbureau " Herold" läßt sich telegraphiren: Also umfassende Lohnbewegungen" sollen vorbereitet werden und zwar in Betrieben, wo bisher das beste und freundschaftlichste Ginvernehmen zwischen den Unternehmern und Arbeitern geherrscht hat. Will die Tante Voß uns nicht sagen, in welchen Gewerben die Arbeiter eine Lohnbewegung vorbereiten? Unseres Wissens gährt es nur unter den Kohlen Bergarbeitern gewaltig; für diese Betriebe in ihrer Gesammtheit wird aber selbst das Organ der Vossischen Erben nicht behaupten wollen, daß ein besonders freundschaftliches Verhältniß zwischen den WerkWir hatten recht; die Zeit der Wunder ist vorbei. Der Leitern die Besitzer der Gruben- und Werkaktien kommen ja Leipziger Ordnungsheld und Millionendieb ist nicht in dem nicht in Betracht und den Arbeitern besteht!-In allen Käfig igen geblieben, nachdem man ihm denselben auf die übrigen Gewerken sind es aber die Unternehmer, die bekannte wunderbare Weise geöffnet hatte. sich auf Lohnbrückereien vorbereiten, oder solche bereits ausgeführt haben. Wenn unter den Arbeitern eine Daß die englischen Politiker sich im nächsten Bewegung im Gange ist, so richtet dieselbe sich darauf, Jahre Neuwahlen unterziehen müssen, merkt man an den Lohnreduzirungen und Arbeitszeit- Verlängerungen entgegen vielen Arbeiterschutz- Anträgen, die jetzt von allen Parzuwirken. An ein aggressives Vorgehen denkt aber heute teien im Barlamente eingebracht werden. Man muß dafür kaum Jemand. Derartige Pläne werden den Arbeitern sorgen, daß die Arbeiter noch einmal für die alten Parteien heute nur von den Soldschreibern des Unternehmerthums stimmen und sich nicht schon nächstes Mal ganz auf die eigenen unterstellt, um so die Aufmerksamkeit von der Thatsache Füße stellen. Die Regierung will auch nicht zurückbleiben, abzulenken, daß überall in Deutschland, wo zur Zeit kon da sie aber eher wie die mandatssüchtigen Politiker beim flikte auf dem Gebiete des Arbeitsmarktes verhanden sind, Worte genommen werden kann, beschloß der Ministerrath dieselben von den Unternehmern provozirt sind. In Ham nur die Einsetzung einer königlichen Kommission zur burg und Erfurt hat man die Arbeiter vor die Alternative Untersuchung der Verhältnisse zwischen Unternehmern und gestellt, auf ihr Koalitionsrecht oder auf die Beschäftigung Arbeitern. zu verzichten. In Mainz und Thalheim sind es Dem" Standard" zufolge werden, wie sich die„ Voss. Lohnreduzirungen, welche zum Ausstand führten. Aehnlich Beitung" felegraphiren läßt, sich die Arbeiten der Kommission wegens seine Demission gegeben. Die Ursache liegt in der liegen die Dinge überall, wo Konflikte bestehen. Dies aber hauptsächlich darauf beschränken, Mittel ausfindig zu machen, Abstimmung über die gemeinsame diplomatische Vertretung der Wahrheit gemäß zuzugeben, das bringt selbst die durch welche Ausstände vermieden werden können; auch Schwedens und Norwegens im Auslande. " Bossin" nicht übers Herz, und sie öffnet lieber einer Notiz dürfte die Feststellung eines normalen Arbeitstages ange- welche eifersüchtig über ihre vollständige Unabhängigkeit von ihre Spalten, der die Verlogenheit aus jeder Zeile guckt. strebt werden. Die Verantwortung für die letzte Vermuthung Schweden wachen, wollten dem Regierungsantrage, der dem Einflusse Norwegens auf die auswärtige Politik SchwedenDas ist der anständige" Freisin. müssen wir dem englischen Blatte überlassen. Norwegens zu wenig Rechnung trägt, nicht zustimmen und bereiteten dem Ministerium eine Niederlage, die die Demission zur Folge hatte. " Wie wir schon nach den ersten Meldungen vermuthet Der englische Rhederring und der englische Dock haben, bestätigt sich die Meldung von der 45 fachen Ueber- und Werftarbeiter- Bund stehen sich noch immer in zeichnung der deutschen und preußischen Anleihe nicht. Schlachtordnung gegenüber. Dann und wann wird ein Die Reichsanleihe, welche nur die kleinere Hälfte der Schuß abgefeuert, hier und da kommt es zu kleinen Schar Gesammtanleihe ausmachte, wurde wohl 49 mal, die wurde wohl 49 mal, bie müßeln mehrmals schon hatte es den Anschein, als solle preußische aber nur 29 mal überzeichnet. Im Uebrigen der Kampf allgemein werden, allein das Gefecht wurde stets haben wir unserem Urtheile über diese Anleihe nichts hinzu- noch rechtzeitig abgebrochen. Keiner von beiden Theilen will zufügen.Die Meinungsverschiedenheiten unter den Klerikalen über die Verfassungsrevision dauern fort. In der gestrigen Morgenausgabe des Journal de Bruxelles" bekämpft Wöste die Nevision sowie die Vertretung der Minderheiten. In der Abendausgabe desselben Blattes bekämpft Staatsminister Nothomb die Ansichten Wöste's und tritt entschieden für Revision und Vertretung der Minderheiten ein. Dem Lande die Revision, verweigern, heiße Belgiens Ende herbeiführen. Gestern hat das konservative Ministerium NorDie Norweger, Ueber die Ministerkrisis in Norwegen liegt fol gende Meldung vor: Die Schwierigkeiten bei Bildung eines Rabinets der Linken find anscheinend bedeutend, und zwar infolge der von den Radikalen erhobenen Forderung, daß die Verantwortlichkeit für die Riesenschlacht auf sich nehmen, ihr bekannter Führer Steen zum Chef des neuen Ministerums berufen werden soll, wogegen der König früher entschiedenen Widerstand leistete. Einige Blätter glauben, es werde gelingen, die Schlacht abzuwenden. Bei der Erbitterung der Geister erscheint diese Hoffnung aber sehr problematisch. Auch in Nord- Brasilien zeigen sich Anfänge der Arbeiterbewegung, welche in Süd- Brasilien durch ausgesprochen sozialistische Tagesblätter in portugiesischer und deutscher Sprache schon ihre publizistische Vertretung besitzt. Das Die vorläufigen Volkszählungs- Ergeb niffe bestätigen die unvermeidlich ist, sobald sie einmal im Ernste begonnen daß fast alle städtischen Bezirke an Bevölkerung gewaltig hat. Und so stehen die zwei Armeen seit Wochen sich zugenommen haben, während in den ländlichen oft ein Rück- gegenüber, einander beobachtend, Jeder nach einer schwachen gang zu verzeichnen ist. Das Königreich Bayern beispiels Stelle des Feindes spähend. weise hat eine Bevölkerungszunahme von 169 183 Menschen seit der letzten Volkszählung zu verzeichnen; dabei beträgt die Zunahme der Städte 170 024 Einwohner, die Abnahme Reutersche Bureau" meldet aus Rio Janeiro von heute, der Landbevölkerung also 841. Aus Württemberg wird In sozialistischen Kreisen Englands ist der Vorschlag daß die kürzlich ausgebrochenen Arbeiterausstände sich weiter Aehnliches berichtet. Hierzu bemerkt die„ Kreuz- Zeitung" gemacht worden, da sich eine Arbeitsruhe in nennens ausbreiten. Die Stauer befinden sich noch immer im AusDie liberalen Krokodilsthränen über die angebliche Bevor- werther Ausdehnung am 1. Ma i nicht erwirken lasse, so stand, ebenso haben die Arbeiter der Zentraleisenbahn die zugung der Landwirthschaft werden dadurch am treffendsten möge jeder Arbeiter, der das Maifest der Arbeit zu Arbeit eingestellt. Der Dienst bei derselben ist eingestellt. als Heuchelei gekennzeichnet. Wenn das Landwirthschaftliche feiern gedente, aber am 1. Mai zu arbeiten genöthigt sei, Die Ausständischen verlangen infolge der Preiserhöhung der Gewerbe seinen Mann nährte, so würde dies allgemeine ben Tagelohn für die Arbeit dieses Tages zu einem Lebensmittel eine Lohnerhöhung. Weglaufen vom Lande in die Städte nicht vorkommen. Fonds für die Erkämpfung des Acht stundentages Die Liberalen aber schließen daraus, daß es den Bauern zu steuern. gut gehe!" Man wird sich erinnern, daß voriges Jahr bereits der Diese Notiz richtet sich nicht nur gegen die Liberalen, nämliche Vorschlag in Deutschland gemacht wurde. sondern auch gegen uns. Deshalb sei ein Wort erwidert. Der Rückgang der ländlichen Bevölkerung ist nicht durch die In der Schweiz hat die Maifeier innerhalb der schlechte Lage des landwirthschaftlichen Gewerbes", sondern Bartei zu einer Polemik Anlaß gegeben, die jedoch mit einer durch die Nothlage der ländlichen Arbeiter verursacht. Wir Sachlichkeit geführt wird, wie sie allen Genossen bei Streit haben noch Nichts davon gehört, daß die Rittergutsbesitzer fragen innerhalb der Partei zu empfehlen wäre. Bekannt wegen der schlechten Lage des landwirthschaftlichen Ge- lich hat sich ein Theil der Schweizer Arbeiter für die Feier werbes fich Einschränkungen imHazardspiel und anderen noblen am 1. Mai, der andere nach dem Vorgang der englischen zu bekommen oder daß sie gar als Sachsengänger den Zug lichen Beschluß der deutschen sozialistischen Reichstagsfraktion nach Westen mitmachen oder gar über das Meer auswandern für die Feier am ersten Sonntag des Mai entschieden. Auf ober in die Stadt ziehen, um sich für alle mögliche Arbeit ben Boden des Pariser Kongreßbeschlusses von 1889 stellen zu verdingen. Wohl gilt Lekteres von den Land- sich beide Theile, nur daß die Befürworter des ersten arbeitern, die aber genießen nicht die Früchte der Sonntags dem praktischen Beweggrund geleitet Feier würde am ersten Sonntag des Mai politik, welche einzig ben Taschen unserer Agrarier zu eine allgemeinere und darum wirksamere werden als vorausfichtlich am 1. Mai, der ein Freitag ist. Gute tommt. pon P Briefkaffen der Redaktion. Hutmacher in Hartha. Für gewerkschaftliche Berichte von außerhalb ist leider fein Raum vorhanden. Wir können deshalb Ihren Bericht nicht aufnehmen. Bernau. Vorstehendes gilt auch für Sie. Für Einsendung Abonnent Schmidt, Gartenstraße. Der junge Mann der Korrespondenz besten Dant. muß wir das 24. Lebensjahr zurückgelegt haben. 21. G. Eine derartige Ausstellung ist in Berlin nicht gewesen. Weber. Anfang der achtziger Jahre. Das Jahr wissen auch nicht genau. E. S., Nostizftr. Wir werden die Sache in den nächsten anderer Seite informirt. Besten Dant. Tagen veröffentlichen. Dan hatte uns übrigens auch schon von O. S. 32. Ihre Frage ist viel zu allgemein gehalten, als daß wir Ihnen im knappen Rahmen des Brieſtaſtens Auskunft ertheilen können. Kommen Sie während der Sprechstunden auf die Redaktion. Theater. Mittwo, ben. Bebruar Circus Schumann. Opernhaus. Hiarne. 25. Schauspielhaus. Der neue Herr. Leffing- Theater. Die Ehre. Berliner Theater. Minna v. Barnhelm. Deutsches Theater. Das alte Lied. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Wallner- Cheater. Miß Helyett. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Bellealliance Theater. Pension Schöller. Oftend- Theater. Brot. Thomas- Theater. Der Registrator auf Reisen. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Kaufmann's Variété. Große Spe. zialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große Spezialitäten Vorstellung. Englischer Garten. Friedrich- Karl- Ufer. Mittwoch, den 25. Februar: Abends 71/2 Uhr: Große Vorstellung mit neuem Programm, wovon besonders hervorzuheben find: Quadrille moyenage, geritten v. 6 Damen u. 6 Herren, 12 in Freiheit dressirte Gfel, vorgef. v. Klown Tanti( Parodie). Reittünſtl. Frl. Helene Gerard. Schulpferd Herz, ger. v. Hrn. Ernst Schumann. Pas de trois auf 2 nebeneinander laufenden Pferden. Batonde americain, Saltomortale über eine Anzahl Pferde. Komische Entrees sämmtl. Klowns. Zum Schluß der Vorstellung: Circus unter Wasser. Die Marionetten oder: Täuschungen in ein. Damen- Pensionat. Sensationelle Wallerpantomime in 2 Abtheilungen. Arrangirt vom Direttor G. Schumann. Ganz neue Ueberraschungen. Spezialität: Die Wassernymphen. Morgen: Große Vorstellung mit neuem Programm. Die Marionetten. Direktion: C. Andress, Alexander- Berl. Bock- Brauerei, Margarethe Steinow, Liederfängerin. Paul Jülich, Gesangshumorist. Tempelhofer Berg. Täglich: Mr. Goswin, Mufit. Neger- Clown. Alt- Berlin auf d. Bock. Frl. Bonné, Kostüm- Soubrette. Gebr. Corradini, Tanz- Duettisten. Mons. Bernard, Schnellzeichner. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 52 Uhr. Humoristisch historischer Rückblick zur Feier der Bock- Saison 1891, Unserm Freunde und Genossen Hans Buk zu seinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch. 646 b Die Rothen aus Süd- Ost. Grosse öffentliche Volks- Versammlung Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß am 23., Nachm. 73/4 Uhr, mein lieber Mann, der Hilfs- Todtengräber R. Schuls, sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am 26., Nachm im 3 Uhr, v. d. Leichenh. des 2. Jakobifirchhofes aus statt. Wwe. Schulz. für Männer und Frauen am Mittwoch, den 25. Februar, Abends 8 Uhr, Etablissement ,, Königshof", Bülow- Straße 36-37. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Th. Glocke über: Der EmanzipationsTheilnehmenden Freunden die trau- kampf der arbeitenden Klaffe. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellerfammlung statt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht rige Nachricht, daß meine geliebte Frau Ernestine am Sonntag Morgen nach kurzem, schwerem Krantenlager fanft verschieden ist. Beerdigung Mittwoch, Nachm. 41/2 Uhr, von der Halle des Friedhofes der Sophien- Gemeinde, Gesundbrunnen, aus. Der trauernde Gatte Rudolf Clermont nebst Tochter.[ 655b Achtung! Die Kommission zur Beseitigung des Der Einberufer im Auftrage des Vertrauensmannes. 336 Große öffentliche Volksversammlung am Freitag, den 27. Februar, Abends 8 Uhr, im Etablissement Eiskeller, Chausseestr. 88( hinterer Saal). Arbeiterschuß und Arbeiter- Organisation. Tischler, Drechsler, Möbeldenaturirten Spiritus ladet hiermit alle polirer, Klavierarbeiter, Rohrleger, Bergolder, Hutmacher, 333/2 fowie alle, welche mit denaturirtem Spiritus zu thun haben, zu der am 3. März in Joël's Salon stattfindenden Versammlung ein. Wir er suchen speziell alle Gewerkschaften, hiersiehe Sonntagsnummer. auf Bezug zu nehmen. Tagesordnung 109/5 Oeffentliche Versammlung der Formstecher, Drucker, Hilfsarbeiter u. verw. Berufsg. Berlins und Umgegend am Sonntag, den 1. März, Vorm. 10 Uhr, Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. verbunden mit gr. Militär- Konzert. in Bemter's Salon, Münzstraße 11. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Anfang: Wochentags 5 Uhr, Sonntags 4 Uhr. Berl. Original- Bockbier in Flaschen, Etablissement Buggenhagen brett on her Brauerei, 20 Flaschen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 Bratweilige F. Müller. direkt für 3 M. Pfand Spandauer Berg. Täglich in beiden Etablissements: Tagesordnung: becker Kongreß. 2. Erläuterung des 1. Berichterstattung über den EinVerbands- Statuts. 8. Wahl der dritten Bevollmächtigten für die örtliche Verwaltung und des Verbands- Ausschusses. 4. Verschiedenes. 630b Zages Ordnung: Referent: Reichstags- Abgeordneter A. Bebel. Diskussion. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Vor Eintritt in den Saal bitte das Rauchen einzustellen. Der Vertrauensmann. Sozialdemokratischer Parteitag. Für die Reichstags- Wahlkreise Prenzlau- Angermünde, Königsberg( Nm.) u. Ober- Barnim findet im großen Saale des ,, Schützenhauses" in Wriezen n. 0. am Sonntag, den 1. Märy cr., ein Parteitag statt. Tages- Ordnung: a) für die Vormittags- Sigung( Eröffnung 11 Uhr): 1. Agitation und Organisation. Referent: Hr. Pökelmann- Strausberg. b) Für die Nachmittags- Sigung( Eröffnung 3 Uhr): 2. Die ländliche Arbeiterfrage. Referent: Herr R. Salomon- Wriezen. 3. Die Arbeiterpresse. Referent: Herr Millarg- Berlin. 4. Wünsche und Anträge aus der Versammlung. d h 245 tu di wendig, und es ist Pflicht der Genossen in den obengenannten Kreiſen, für bie Recht zahlreiches Erscheinen auf diesem so wichtigen Parteitage ist nothgrößtmöglichste Verbreitung dieser Bekanntmachung Sorge zu tragen. Der Zutritt ist jedem Genossen gestattet. J. A.: H. Günther, Vertrauensmann für Ober- Barnim. Große öffentliche Versammlung zu Gunsten der Arbeiter- Bildungsschule Zahlstelle( resp. Verband) beizutreten, Bock- BierAusschank. 224L Zeugen gesucht. Diejenigen Gäste, welche Sonnabend, Bierhallen Müllerschen Schantlokal, Lothringerden 2. Auguſt v. J., Abends, in dem Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, ausgeführt von dem Musik- Direktor H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, B Regelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Versammlungen. 703 F. Sodtke. PassagePanopticum. Unter d. Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Amerikanerin m. 25 cm langem Vollbart. 11-1 Uhr. 5-9 Uhr. Castan's Panopticum. ل etzt: Friedrichstr. 165. Neu: Azteken. Prof. Dr. R. Koch im Laboratorium. straße 53, mit angesehen haben, wie Herr Müller in der zwölften Stunde einen größeren Herrn aus dem Lokal führte, und bezeugen können, wie der Vorgang in obigem Lokal sich abgespielt, Diejenigen, welche gewillt sind, der werden dringendst um ihr Erscheinen gebeten. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Der Einberufer. am Mittwoch, den 25. Februar, Abends 8 Uhr, im Lokale der Norddeutschen Brauerei, Chaussee- Straße No. 58. Zages Ordnung: 13 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Max Schippel über:" Der Deckung der Unkosten findet Zellersammlung statt. Deffentliche Versammlung für alte Köhlerglaube an den Staat." 2. Diskuſſion. 3. Verschiedenes. Frauen und Männer des sozialdemokratischen Lese- und Diskutirklubs Emanzipation" ob Herr Müller, wie er ausgesagt, geschlagen oder gestochen worden ist, am Mittwoch, den 25. Februar, werden dringend gebeten, um Unterzeichnetem zu ſeinem Rechte zu verhelfen, ihre werthe Adresse an G. K., Schönhauser Allee 177 b, 2. Quergeb. I, geradezu, abzugeben, da derselbe Familienvater ist und nicht gern durch Aussagen Anderer unschuldig bestraft sein will. 647 Nur Mark foftet jede Uhr zu reinigen unter Garantie. Bei allen Reparaturen wird der Preis vorher gesagt. 22 L Lager aller Arten Uhren. Ketten, Ringe c. Otto Eleser, Uhrmacher( Fachmann), Naunynstr. 15, Ecke Mariannenstr. Eisenwaaren, Werkzeuge, Abends 9 Uhr, im Lokale des Genossen A. Wagner, Gr. Neue Königstraße 89.[ 650 b Tagesordnung: 1. Vortrag über: Unfer Parteiprogramm. Ref.: Gen. Reul. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlr. Erschein. bittet Der Vorstand. [ 651b Warne hiermit Jedermann, meinen zwei Söhnen, Paul und Berthold, auf meinen Namen etwas zu borgen, da ich für nichts aufkomme. Holz- und Kohlenhdlr. W. Kahl, Röpnickerstr. 6. Warnung. Teppich Ausverkauf. Wegen Abriß des Hauses und Aufgabe des Engros- Lagers verfaufe: Sopha- Teppiche, nur 5, 6, 8, 10-15. Haus- und Küchengeräthe Salon- Teppiche, nur 10, 15, 20-45 m. E. Vogtherr, Berlin C., gandsbergerstr. 64, am Mexanderpl. Stephanstr. 16( Moabit).[ 138L Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Sonntags geschlossen. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Elegante EinsegnungsAnzüge in Luch Das Lager Berlins Kinderwagen. Andreasfr. 23,6.p. Resterhandlung[ 109L empfiehlt Karle, Waldemarstr. 66. Butter- Handlung von und Kammgarn Bernh. Müller, blau und schwarz von 16 Mark an. 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M., Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Schröder, Manteuffelstraße Nr. 9. Tages Ordnung: 1. Der Kampf mit geistigen Waffen". Referent: Stadtv. Herr Klein. 2. Verschiedenes. Alle Zimmerleute, sowie Gäste sind freundlichst eingeladen. H. Ortland. Freie Bereinigung d. Maurer Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 26. Februar cr., Abends 8 Uhr, in Habel's Brauerei, Bergmannstr. 5-7: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Wach über:„ Sozialismus". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Ein jeder Maurer ist willkommen. ha be DE di ( D ( te al be ve Da Le te234 ge 10 no ge er $ Die Leser des„ Vorwärts" werden gebeten, die Kollegen auf die Wichtigkeit der Tagesordnung aufmerksam zu machen und dieselben zum Besuch dieser Versammlung aufzufordern. Der Vorstand. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag, den 1. März, Vormittags 10 Uhr, bei Joël( früher Keller), Andreasfraße 21: Uebungs- Stunde sämmtlicher zum Bunde gehörender Vereine. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen, sowie Mitbringen der 4 ersten Lieder bittet NB. Ginlaßtarte legitimirt. Der Vorstand. Großer Wiener Maskenball am Sonnabend, den 28. Februar cr., ge ſtu K ic SCE 105 au A di Q w ho er in der Unions- Brauerei( Hafenhaide), veranstaltet vom Gesangverein „ Kreuzberger Harmonie" ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Freunde und Gönner des Vereins sind ergebenst eingeladen. Berlin S. A. Schulz Berlin S. 34 Wafferthor- Straße 34. at E 649b gu ei d fr Do ge h 160 L if ha R er Möbel- und Bolsterwaaren- Fabrik. Gediegene Arbeit. Zeitgemässe Preise. Coulante Zahlungsbedingungen. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 47. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 73. Sigung vom 24. Februar. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Berlepsch, mann. Die Abgg. Auer u. Gen.( Soz.) beantragen, den Schluß des zweiten Satzes des§ 117 von den Worten sowie über haupt" an zu streichen und dafür folgenden Zusas anzunehmen: Zur Leistung von Beiträgen für die Betheiligung an Einrichtungen zur Verbesserung der Lage der Arbeiter und ihrer Familien dürfen die Arbeiter nicht angehalten werden." Mittwoch, den 25. Februar 1891. 8. Jahrg. der und wenn er mitten im Geschäftsjahr ausscheidet, auch das Recht Antrages den Arbeitern mehr geschadet wie genützt werden würde. auf die Dividende für das laufende Jahr. Als in Deutschland Denn infolge desselben könnte z. B. der Freiherr v. Etunum die der Kampf zwischen Staats- und Selbsthilfe am lebhaftesten ent- Arbeiter zu Beiträgen für einen Verein gegen die Sozialdemobrannt war, wurde die Einrichtung der Arbeiterwohnungen lebhaft fratie anhalten.( Heiterkeit.) Mit dem Antrage würde den Argepriesen, und namentlich empfahl man überall die Mülhausener beitern kein Dienst erwiesen und er bitte daher, denselben abzu2oh- Arbeiterwohnhäuser; durch das flassische Buch Herkner's über die lehnen. Baumwollen- Industrie in Elsaß- Lothringen wurde aber nach- Abg. Möller( ntl.) giebt zu, daß manche WohlfahrtzeinrichEin Schreiben des Stellvertreters des Reichskanzlers theilt gewiesen, wie die Sachen sich thatsächlich verhalten. Als der tungen zu wünschen übrig ließen, im ganzen aber seien dieselben dem Reichstage mit, daß der König von Sachsen die Staats- verstorbene Abg. Grad über diese Verhältnisse bei der Enquete ein Segen für die Arbeiter, er werde deshalb gegen den Antrag minister v. Thümmel und v. Metsch an Stelle des verstorbenen befragt wurde, sagte er:„ Die Wohlfahrtseinrichtungen find für stimmen. Staatsministers Freiherrn v. Könneritz und des aus dem Staats- die Arbeitgeber ein gutes Geschäft" das ist deutlich und be- Abg. Bebel( Soz.): Ich hätte gewünscht, daß Herr Geheimdienst ausgeschiedenen Staatsministers v. Nostiz- Wallwitz zu Mit- zeichnend. Wenn der Arbeiter in diese Wohnungen einzieht, hat rath Königs vor allen Dingen die Angelegenheiten in dent Saar Da er es nicht that, scheint gliedern des Bundesrathes ernannt hat. er die Pflicht, in dem Augenblick, in dem der Arbeitgeber ihn brücker Bergrevier widerlegt hätte. Die zweite Berathung der Gewerbe Ordnungs- entläßt, die Wohnung zu verlassen; man weiß, wie schwer es es, daß die Angaben der Arbeiter auf Wahrheit beruhen. Herr Novelle steht bei§ 116, der unverändert wie in der geltenden für ihn ist, namentlich in kleinen Industrieorten, eine passende Königs hat weiter über die Unklarheit unserer Anträge gefcherzt. Gewerbe- Ordnung besagt, daß Arbeiter, deren Forderungen in Wohnung zu finden: wie viel schwerer ist das zwischen zwei Wir befinden uns aber darin in sehr hoher Gesellschaft, denn die einer den Vorschriften über das Verbot des Trucksystem(§ 115) Umzugsterminen. Wird er also zwischen zwei Umzugsterminen Bestimmungen des Arbeiter- und Invalidenversicherungs- Gesetzes zuwiderlaufenden Weise berichtigt worden sind, zu jeder Zeit entlassen, so ist er in der unglücklichsten Lage und muß alle Un- stellen sich als so unklar heraus, daß man von uns cien auch Uebrigens ist Bahlung nach Maßgabe dieser Vorschriften verlangen können. bilden auf sich nehmen, um nicht mit seiner Familie auf die schließlich feine größere Klarheit verlangen tann. Das an Zahlungsstatt Gegebene soll derjenigen Hilfskaffe zu- Straße geworfen zu werden. Das ist kein Phantasiegebilde, so han- die Sache so klar, daß, wenn in Kontraventionsfällen ein fallen, welcher der Arbeiter angehört, in Ermangelung einer deln christliche Arbeitgeber, ja sogar der christliche Staat. Der Fabri- Richter darüber zu entscheiden hätte, er nicht zweifelhaft fein solchen einer anderen, zum Besten der Arbeiter bestehenden Rasse, fant Heyer in Nienburg an der Weser erließ am 7. September 1889 wird über den Sinn des Paragraphen. Wir haben für den Fall bezw. der Ortsarmentasse. ein Zirkular: Jedem Arbeiter, der sich untersteht, der morgigen der Annahme keine Strafbestimmung aufgestellt, weil wir er wird doch nicht angenommen. Wir wollten Abg. Hirsch( fr.) beantragt, statt Hilfskaffe" zu sagen von dem Agitator Horn anberaumten Versammlung beizuwohnen, wissen, Krankenkasse". nur zeigen, welche Bedeutung § 118 hat wird sofort gekündigt; am 9. wird ihm sein Lohn bezahlt und aber Der Antrag wird nach kurzer Debatte abgelehnt,§ 116 un am 12. hat er mit seiner Familie die Wohnung zu räumen. So und wie er beschaffen sein müßte, wenn es sich um wirkliche verändert angenommen. wird dem Arbeiter jede Möglichkeit, seine Lage zu verbessern, ge- Arbeiterfreiheit handelt. Nach der Auffassung der Regierung und Nach§ 117 find dem§ 115 zuwiderlaufende Verträge nichtig. nommen. Das ist eine Folge der so derühmten Wohlfahrts- der Mehrheit des Hauses ist der Arbeiter dem Arbeitgeber gegen Daffelbe gilt von Verabredungen zwischen Arbeitgebern und Ar- einrichtung. Als im vorigen Jahre und vor zwei Jahren in der über vollständig frei, nach unserer Auffassung aber ist dies nicht beitern über die Entnahme der Bedürfnisse der Letzteren aus be- Kohlenindustrie des Essener Reviers eine lebhafte Bewegung ein- der Fall, und wir wollen die Allmacht der Unternehiner den stimmten Verkaufsstellen, sowie überhaupt die Verwendung des trat, und die Arbeiter theilweise die Arbeit einstellten, um Arbeitern gegenüber beseitigen. Herr Königs meint, es könnten, Verdienstes derselben zu anderen Zwecken als zur Betheiligung an günstigere Arbeitsbedingungen zu bekommen, haben die Arbeiter wohl einige Mißbräuche vorkommen bei den WohlfahrtseinrichEinrichtungen zur Verbesserung der Lage der Arbeiter oder ihrer des föniglichen Berkwerts auch den Werth der Wohlfahrtsein- tungen. Aber was ich sagte, gilt von ganz Deutschland allFamilien. richtung fennen gelernt. Es besteht dort die Einrichtung, daß gemein, und in den Worten des Abg. Möller, daß es wäre, daß der Arbeitgeber zuerst eine Reihe von Arbeitern jährlich Bauvorschüsse erhält, um sich selbstverständlich ein kleines Haus bauen zu können. Die Bauvorschüsse werden Wohnungen für seine Arbeiter baut, liegt es implicite, daß er durch Verloosung unter den Interessenten vertheilt; unter Denen, ausscheiden muß, wenn er aus der Arbeit entlassen wird. Mit die im vorigen Jahre bei dieser Verloosung einen Treffen hatten, dieser Art von Arbeiterwohnungen können die von Baugenossenbefanden sich mehrere, die sich bei der Arbeitseinstellung betheiligt schaften errichteten gar nicht verglichen werden, weil bei diesen hatten, nicht als Agitatoren, sondern nur als Arbeiter. Daraus eben der Besizer vollkommen frei ist. Der Unterschied der freien Abg. Bebel: Unser Antrag erscheint auf den ersten Blick wurde den Betreffenden eine Verfügung des königlichen Berg- Kassen von den Fabrikzwangskaffen ist eben der, daß man aus jenen unverständlich, denn wie kann man dagegen sein, daß Einrich- werksdirektors mitgetheilt, wonach den Leuten, die bei den Ar- nur freiwillig ausscheidet, während das Ausscheiden aus diesen, tungen zum Wohle der Arbeiter getroffen und daß sie zu beitseinstellungen des vorigen Jahres sich betheiligt haben, der wobei der Verlust an Eigenthum eintritt, lediglich nach den Beiträgen dazu bis zu einer gewissen Höhe herangezogen Bauvorschuß nicht gewährt wurde. Was da von dem Koalitions- dem einseitigen Willen des Arbeitgebers erfolgt. Herr Möller werden? In der Praxis aber sehen die Dinge anders aus. recht der Arbeiter übrig bleiben kann, ist klar. Nach den Wahlen vertritt also das alte, Jahrhunderte hindurch bekämpfte FeudalWenn ein Arbeitgeber aus guter Absicht über seine Pflicht hinaus von 1887, als in Essen Krupp dem Zentrumskandidaten erlag, system der Vorfahren der Herren auf der rechten Seite. Wes etwas Uebriges für seine Arbeiter thun will, so soll er es auf haben die Großindustriellen des Essener Reviers die Arbeiter da- jene Herren ihren Leibeigenen und Hörigen gegenüber waren, das eigene Kosten und eigene Verantwortung thun, aber sie nicht zu durch gemaßregelt, daß sie erklärten, wer die ultramontane wollen Sie den Arbeitern gegenüber sein. Sie wollen den ArbeitBeiträgen für Einrichtungen zwingen können, die er für noth- Essener Volkszeitung" lese, flöge aus der Arbeit hinaus, also geber als den wohlwollenden Vater und Vormund des Arbeiters wendig hält. Der Arbeiter ist ohnehin kein freier Mann ihm ähnlich, wie es von den Gebrüdern Stumm in Bezug auf das hinstellen und den Arbeiter als einen Mann, der nicht weiß, was gegenüber. Bei genauer Betrachtung von Fabritsparkassen, Neunkirchener Tageblatt" praktizirt war. In den Fabrik- ihm gut thut und der also zum Guten gezwungen werden müsse. Konsumvereinen und Arbeiterwohnungen findet man, daß diese Inspektoren- Berichten find Pläne enthalten von den Arbeiter- Wir wollen nicht die Leute am Sparen hindern, sondern nur den Wohlfahrtseinrichtungen" sehr häufig den Arbeitern zum Nach wohnungen der Zwirnerei und Nähgarnfabrik in Giggingen, Arbeitgeber hindern, die Leute auch gegen ihren Willen zum theil gereichen. Der Arbeitgeber hat nicht das Recht, über einen wonach es scheint, daß diese Arbeiterwohnungen bei der Zentral- Sparen zu zwingen. Uebrigens sind es nicht die wirthschaftlich Theil ihres Lohnes zu verfügen; wo aber Fabriksparkassen behörde so imponirt haben, daß sie zur Nachahmung empfohlen unselbständigen Leute, die unserer Partei angehören, sondern existiren, da werden jedem Arbeiter an jedem Lohntag so und so find. Es ist mir unbegreiflich, wie diese Einrichtung mit die wirthschaftlich besser gestellten. viel Prozent für die Sparkasse abgezogen. In der bent daran gefügten Miethskontrakt empfohlen werden fann, dem Minister Frhr. v. Berlepsch bemerkt, daß die WohnungsGegend von Remscheid zum Beispiel existirt ein Unter denn im§ 3 dieses Kontrakts heißt es, daß in den Woh- frage gar nicht hierher gehöre und gar nicht unter diesen ParaDer Minister nimmt die Saarbrückener Bergnehmerverein, der jedem Arbeiter je nach dem Alter von nungen der Firma Familienmitglieder von Arbeitern nicht graphen falle. 16 bis 21 Jahren bei jeder Löhnung 60 Pf. bis 1 M. ab wohnen dürfen, welche in einer anderen Fabrik beschäftigt sind, werts- Verwaltung gegen die Beschuldigungen des Abg. Bebel in zieht; dabei steht in dem Statut, daß der Arbeiter nur von so daß also, wenn ein Vater eine minderjährige Tochter hat, Schutz, dieselbe habe nur ihre Pflicht gethan. Man miöge nur diesen Beiträgen befreit fein soll im Fall von Verdienst- welche in einer anderen Fabrik beschäftigt ist, sie nicht in der einmal die Arbeiter fragen, ob sie ebenso von den Wohlfahrtslosigkeit oder Krankheit während man doch meinen sollte, daß Wohnung des Vaters wohnen darf. Nach§ 6 soll die Kündigung Einrichtungen dächten, wie der Abg. Bebel. Letzterer habe viel er in diesen Fällen einen Anspruch an das früher ersparte Geld vierteljährlich erfolgen, so lange der Miether seinen Arbeits- behauptet aber nichts bewiesen.( Bravo! rechts.) hätte. Bei anderen Kassen steht im Statut, daß die Arbeiter, verpflichtungen genügt und Ordnung und gute Sitte aufrecht erwenn sie einen bestimmten Betrag erspart haben, einen Vorschuß hält. Im Fall des Gegentheils, sowie überhaupt, sobald es der beanspruchen fönnen, aber der Grund, der zu dieser Forderung Fabrit anders paßt, soll sofortige Räumung eintreten. Das ist veranlaßt, muß zur Prüfung angegeben werden; hier hat es also doch ein Maß von Heuchelei, welches das sonst in unserer Geselldie Verwaltung der Sparkasse, d. h. mit anderen Worten der schaft vorkommende bei Weitem übersteigt. Gerade bei dem AufUnternehmer in der Hand, den Vorschuß zu bewilligen oder nicht. schwunge, den jetzt die Arbeiterwohnungsfrage genommen hat, Das ist eine Bevormundung unwürdigster Art, die man sich in müssen wir flar legen, wie dies System auf Vermehrung der Un( teinem anderen Stande gefallen ließe, die aber bei Arbeitern noch freiheit der Arbeiter hinausläuft. Unser Antrag wird wohl als Wohlfahrtseinrichtung bezeichnet wird! Dasselbe gilt von ebenso abgelehnt werden, wie die bisher von uns geftellten, aber ben Konsumvereinen in Fabriken. Dem Mechernicher Konsum- ich habe vor der Deffentlichkeit bewiesen, daß es sich hier nicht verein muß jeder in der Fabrik Beschäftigte beitreten. Wer aber um Einrichtungen für das Wohl der Arbeiter handelt. Das Werk verläßt, verliert jedes Anrecht an das Vereinsvermögen, Geheimrath Königs meint, daß durch die Annahme dieses Zum Fall Lindan. " Abg. Frhr. v. Stumm( Rp.) bestreitet die Richtigkeit der vom Abg. Bebel gegen ihn behaupteten Thatsachen. Allerdings habe er die Bestimmung erlassen, daß, wer sich der sozialdemokratischen Bewegung anschließe, entlassen werde, indessen habe er von dieser Bestimmung noch keinen Gebrauch gemacht, da feine Arbeiter nicht sozialdemokratisch gesinnt seien.( Lachen links.) Abg. Bebel( Soz.): Der Handelsminister bezweifelt die Richtigkeit meiner Angaben über das Verhalten der königlichen Bergwerksdirektion in Saarbrücken. Das betreffende Schriftstück der Direktion hat wörtlich in der Frankfurter Zeitung" gestanden, ist von da in Berliner Zeitungen, z. B. in die ,, Volks" in der bekannten Weise die Arbeiterschutz- Gesetzgebung zu unheilvollen Maßregeln, insbesondere die polizeiliche Unterverdächtigen gesucht, indem er vor der Staatshilfe" warnte, drückung der arbeitenden Klassen, durch lange und schwere Herr Redakteur! Unter Berufung auf die Ihnen viel die Regierung aber und die von derselben angeblich groß Jahre in der Volkszeitung" mit einer Konsequenz und Leicht bekannte Thatsache, daß zur Zeit des Sozialistengesetzes gezogene Sozialdemokratie antlagte, gemeinsam den Rücksichtslosigkeit bekämpft habe, wie es in keinem anderen tein Arbeiter vergeblich meinen publizistischen Beistand an- manchesterlichen Liberalismus lahm zu legen, der von wegen bürgerlichen Blatte geschehen ist. Wenn nun dem Gedächtniß der Post" in dreizehn gesprochen hat, bitte ich Sie, mir in meiner augenblicklich der Freizügigkeit, Gewerbefreiheit zc. der wahre Wohlthäter wehrlosen Lage Ihren Schutz durch die Veröffentlichung der Arbeiter sei. Hiergegen erhob sich Herr Wagner in Jahren der Inhalt des mehrerwähnten Artikels enteiner Rede, von welcher Sie, Herr Redakteur, in dem da- schwunden ist, und wenn sich ihr in den mannigfachen nachstehender Beilen gewähren zu wollen. Nachdem ich am 20. 6. M. vor dem hiesigen Schöffen- mals von Ihnen redigirten Leipziger Vorwärts"( 31. März Rämpfen zwischen ihr und mir um den Titel eine für gerichte in der Klagesache des Herrn Brahm gegen mich den 1878) schrieben, daß sie das freihändlerische Phrasenthum meine politischen Anschauungen wenig schmeichelhafte Vorvollständigen Beweis für die Wahrheit meiner Behauptungen in der Person des Charlatans Max Hirsch unbarmherzig stellung krystallisivt hat, so mag dabei eine unbewußte erbracht hatte, brachen der Kläger und sein Rechtsbeistand, zerfetzt" habe, und über welche die mir damals ganz fern Mythenbildung gewaltet haben. Ich nehme es um so lieber an, als die" Post" sich, seitdem ich wehrlos geHerr Jonas, mit einer Fluth verleumderischer Angriffe stehende Volks- Zeitung"( 27. März 1878) äußerte: Aber auch in weiteren Kreifen der liberalen Parteien macht worden bin, loyal gegen mich verhalten hat. Des= gegen mich hervor und fanden dabei bereitwillige Unterwird die Rede Wagner's Stoff zu ernsthaftestem Nach- halb bin ich auch überzeugt, daß Herr Groddeck, wenn er stützung durch die Zeugen Stephany( Vossische Zeitung) und denken geben, sowohl in dem, was in ihr zu bekämpfen, ein eidliches Zeugniß über sein Biertisch- Gespräch abzulegen Stein( Frankfurter Zeitung). Ich behalte mir eine nähere als in dem, was aus ihr für eine praktisch politische Partei gehabt hätte, die für einen Ehrenmann selbstverständlichen Beleuchtung dieses von dem Lindau- Ringe geschmiedeten zu entnehmen. Eine Revision der Parteiprogramme und Vorkehrungen gegen einen fahrlässigen Meineid getroffen Komplotts für einen andern Drt vor; einen Punkt muß Neu resp. Umbildung der Parteien scheint uns eine und sich vorher von dem urkundlichen Inhalt jenes Artikels ich indessen, da er sich in der Presse fortspinnen zu sollen zwingende Nothwendigkeit. Mehr und mehr treten die scheint, schon jetzt klar stellen. formalpolitischen Fragen in den Hintergrund des Volks- überzeugt haben würde. interesses, während die wirthschaftlich- sozialen sich hervordrängen; es wird daher unvermeidlich sein, fünftig die Scheidungslinien der Parteien mehr unter Berücksichtigung der letzteren, als lediglich nach der bisherigen politischen Parteischablone zu ziehen!" " Der Zeuge Stephany sagte nämlich unter seinem Eide aus, der Redakteur Groddeck von der" Post" habe ihm und Andern im Verein Berliner Presse" erzählt, ich hätte für dies Blatt einen so überschwänglichen Kaiser- GeburtstagsArtikel geschrieben, daß die Redaktion ihn nicht abgedruckt, wohl aber das Manuskript in ihrem Archive aufbewahrt Dagegen wenn innerhalb weniger Monate aus einem angeblich der Sozialreform Kaiser Wilhelm I. huldigenden Artikel ein Raiser- Geburtstags- Artikel von so überschwänglichem Inhalt erwächst, daß ihn selbst nur ein freis fonservatives Blatt als Kuriosum byzantinischer Gesinnung Was mich bewog, einen kritischen Bericht über diese in ihrem Archive aufbewahren fann, so waltet hierbei offenhabe. Herr Groddeck hat inzwischen in der" Post" bereits Debatte zu schreiben und grade in der" Post" zu veröffent- bar eine schöpferisch gestaltende Dichterkraft ob, und ich habe erklärt, daß diese Thatsachen nicht richtig und von ihm lichen, deren Mitarbeiter ich bis auf diesen und einen wohl das Recht, es beispiellos zu nennen, daß der Zeuge auch nicht dem Zeugen Stephany mitgetheilt worden seien. andern, etwas später und aus einem ähnlichen An- Stephany die Früchte dieser Muse unter die schützenden Er behauptet dagegen, daß ich in einem Artikel les rois des laffe geschriebenen Gelegenheitsartikel nie gewesen bin, Flügel seines Zeugeneides genommen hat. Beispiellos insbesondere, da der Zeuge Stephany mich gueux die Anfänge der von dem hochseligen Kaiser Wilhelm werde ich gleichfalls an einem anderen Ort urkundlich eingeleiteten Sozialreform huldigend begrüßt" habe. Auch darlegen. Hier nur so viel, daß in jenem Artikel von genau kennt aus jenen Tagen, in denen er selbst ein ProleDie gedachten Anfänge fallen aller sämmtlichen Regierungsmaßregeln Kaiser Wilhelms I. einzig tarier war, in denen er für den Schweizer'schen„ Sozialfrühestens in die Berkündigung der kaiserlichen Botschaft und allein die Verleihung des allgemeinen Stimmrechts, und demokraten" und dann mit mir gemeinsam für die vom 17. November 1881; der von Herrn Groddeck an zwar allerdings lobend, erwähnt ist. Vieles von dem, was Bukunft" arbeitete, und in denen wir oft genug den letzten gezogene Artikel steht aber, wie ich mich heute vergewissert der Artikel sonst enthält, kann ich noch heute unterschreiben; Thaler mit einander theilten. Beispiellos auch, weil der habe, in der Nummer der Boſt" vom 30. März 1878; er Anderem müßte ich gegenwärtig mindestens eine andere thatsächliche Irrthum, den der Hofprediger Stöcker vor ist also mehr als vierthalb Jahre vor dem Eintreten der Form geben; wieder Anderes ist freilich durch die wiffen einigen Jahren unter seinem Eide bezeugte, immerhin einen Ereignisse geschrieben worden, welche er„ huldigend begrüßt" schaftliche Forschung und die geschichtliche Entwicklung von gleichgiltigen Umstand betraf, und jedenfalls weder bestimmt, dreizehn Jahren als gründlicher Frrthum enthüllt worden. noch geeignet war, einen Mitmenschen moralisch abzuwürgen: Beispiellos in der That und in jeglichem Betrachte! Der Artikel selbst ist ein kritisches Resumé über einen Hoffentlich aber wird der Irrthum noch nicht dadurch zu Berlin, 24. Februar 1891. Rebekampf zwischen Adolf Wagner und Max Hirsch, und einem Verbrechen, daß ich, als statt der von Anderen und mehrfach angezogenen Stichworte. Herr Hirsch hatte nämlich zialistengesek, die Lebensmittelzölle u. s. w. erschienen, dieſe das ist unrichtig. haben soll. " F. Mehring. beGeh. Rath Hoffmann führt aus, daß die Bestimmungen des Zeitung", übergegangen und dann durch die ganze sozialistische| dem eine königlich bayrische Fabrikordnung und Breffe gegangen. Diesen Mittheilungen ist nicht widersprochen kaiserlichen Marine in Kiel, auf die ich später eingehen Absatz 1 das gegenwärtige Recht gerade im Interesse des Arder sich an einem Sozial- beiterschutzes, nicht des Unternehmerschutzes auszugestalten worden, man muß sie also für richtig halten. Der Handels- werde, nach welchen Jeder, fogar bei einem streben. ninister bestätigt das selbst, indem er sagt, wenn das Verhalten demokratischen Verein betheiligt, oder Abg. Gutfleisch( dfr.) empfiehlt die Annahme der Kom Der Direktion thatsächlich richtig wäre, müsse er es solchen Verein oder Feste zu Gaste ist, aus der Arbeit unterstützen. Inwieweit dabei die Kontrattbrüche mitgewirkt zu entlassen ist( hört, hört! bei den Sozialdemokraten.) missionsbeschlüsse. Es sei immer noch besser als gar nichts, wenn haben, lasse ich dahin gestellt. Die königliche Berg- und zwar sofort.( Sehr richtig! rechts.) Solche Maßregeln find man die ortsftatutarische Regelung als Ausweg afzeptirte, um werksverwaltung hat hat Arbeiter trotz des Kontraktbruchs darauf zugeschnitten, den Arbeiter mundtodt und rechtlos zu machen Verhältnisse, wie die Lohnfristen, die sich einheitlich für das ganze Reich nicht regeln lassen, in kleineren kommunalen wieder angestellt, und damit hat die Regierung und( Beifall bei den Sozialdemokraten.) ordnen. Das Statut tann ชิน noch ein Höherer anerkannt, daß besondere Berhält Damit schließt die Diskussion. Der Antrag Auer wird Verhältnissen einheitlich Stande zut tommen nach Anhörung der nisse vorlagen, welche die Arbeiter zu ihrem gefeßlich gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und einiger Freijinnigenn nur Kreise und bedarf der Genehmigung der vielleicht nicht gerechtfertigten Vorgehen veranlaßten. Die Enquete- abgelehnt und§ 117 unverändert in der Fassung der Kommission theiligten höheren Verwaltungsbehörde; alle Rautelen sind also ge= kommission hat ja auch die schweren und großen Mißbräuche in angenommen. vielen Fällen zugestanden. Rechnet man dazu, daß die Arbeiter§ 119 a bestimmt im ersten Alinea: Lohneinbehaltungen, geben, um den Zweifeln des Kollegen Payer zu begegnen. Was nur, wenn sie gefchloffen vorgehen, etwas erreichen, und daß die welche von den Gewerbe- Unternehmern zur Sicherung des Ersatzes die Frage der furzen oder langen Lohnfristen betrifft, so habe ich Kündigungsfrist ungewöhnlich lang war, so versteht man das eines ihnen aus der widerrechtlichen Auflösung des Arbeits- nur die Möglichkeit betont, daß sich auch lange Lohnfristen Borgehen der Arbeiter. Was man hier als Wohlthaten für den verhältnisses erwachsenden Schadens ausbedungen werden, dürfen empfehlen. Erstaunt bin ich, wie die Sozialdemokraten die WohlArbeiter hinstellt, ist in Wahrheit nur eine Fessel desselben. Alle bei den einzelnen Lohnzahlungen ein Viertel des fälligen Sohnes, thaten dieses§ 119 a den Arbeitern entziehen wollen. Herr Bebel diese Wohlfahrtseinrichtungen sind das gerade Gegentheil davon. im Gesammtbetrage den Betrag eines durchschnittlichen Wochen selbst hat in der Kommiffion Fälle angeführt, wo die Arbeiter mehrere Hundert Mark Lohn als Kaution stehen lassen mußten; Das ist für die Deffentlichkeit genügend flar gestellt, wenn eine lohnes nicht übersteigen. Behörde erklärt, daß Wohlthaten unter solchen Umständen nicht Absah 2 überläßt statutarischer Regelung einer das ist nun nicht mehr möglich nach der neuen Faffung unferes weiter den Arbeitern erwiesen werden, sonder n Strafen an deren Gemeinde oder eines weiteren Kommunalverbandes für alle§ 119a. Wir wollen nun auch für eine verabredete Strafe ebenStelle treten sollen. Ueber die Lohnregulirung stellen wir jetzt oder gewisse Gewerbebetriebe 1. die Festsetzung fester Frinen falls die Lohneinbehaltung den Betrag eines Wochenlohns nicht feine Anträge. Wir haben nie gesagt, daß die Arbeiter nicht für die Lohn- und Abschlags Zahlungen, die Fristen übersteigen lassen. Nehmen Sie den§ 119a nicht an, so bleibt sparen dürften, sondern daß sie nichts zum Sparen hätten. dürfen nicht länger als ein Monat und nicht fürzer als eine die volle Vertragsfreiheit, und den Arbeitern können viele Hunderte Führen die Unternehmer das Sparen zwangsweise ein, Woche sein; 2. die Zahlung des Lohnes der minderjährigen Ar- Raution wieder auferlegt werden. Wollen Sie diesen Zustand so ist das nur Heuchelei, um fagen zu können: Seht, beiter an die Eltern und nur mit deren schriftlicher Zustimmung weiter dauern lassen? Ist nicht gerade nach dieser Seite ein Schuz wir zahlen einen solchen Lohn, daß der Arbeiter sparen kann". an die Minderjährigen selbst; 3. die Verpflichtung der Gewerbe erforderlich? Abg. Hirsch: Die Ziffern 2 und 3 des zweiten Absages Wie er dafür darben muß, wird nicht gesagt. Wäre die vertreibenden zur Mittheilung der den Minderjährigen gezahlten dammte Bedürfnißlosigkeit" unferer Arbeiter, um mit Lassalle zu Löhne an die Eltern oder Vormünder innerhalb gewisser Fristen. fann ich im Gegensatz zum Vorredner nicht billigen; ich werde sprechen, infolge des Drucks der ökonomischen Verhältnisse nicht Die Sozialdemokraten( Abgg. Auer und Gen.) beantragen vielmehr mit der Volkspartei für deren Beseitigung stimmen. vorhanden, so würden sich Hunderttausende von Arbeitern nicht die Streichung des§ 119 a. Die Abgg. Gutfleisch und Gen. Wenn die Sozialdemokraten aber den Abs. 1 ablehnen, weil sie mit dem begnügen, was sie haben. Durch Hasselmann ist 1879 wollen die Bestimmung des ersten Absages auch auf die Kon- eine Bevormundung des Arbeiters nicht wollen, so ist das ein schon bewiesen worden, daß das Verbot der Gebrüder Stumm ventionalsirafe ausdehnen, welche für den Fall des Eintritts Widerspruch in sich selbst. Meine Resolution empfehle ich Ihnen zur Annahme; ich habe die Kommunalverbände und Kommunen an ihre Arbeiter, das Neunkirchener Tageblatt", ein freisinniges eines solchen Schadens verabredet werden. Blatt, zu halten, in dem Sinne gegeben war, daß der zuwider diesmal weggelassen, nicht weil ich nicht auch bei ihnen kurze handelnde Arbeiter entlaffen werden sollte; und da ein von den Lohnfristen wünsche, sondern weil der Reichskanzler auf diese Die Verbände und Kommunen feinen Einfluß direkt besitzt. Gebrüder Stumm entlassener Arbeiter anderswo teine Beschäftigung erhielt, so mußten sich die Arbeiter dieser Drohung fügen, Abg. Hirsch beantragt endlich folgende Resolution: langen Lohnfristen fördern das Borgsystem und damit den so daß nur zwei oder drei Arbeiter deswegen entlassen wurden. Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, behujs Förderung Zwang für den Arbeiter, seine Bedürfnisse zu theuereren Das Verbot ist charakteristisch, insofern als es sich um ein frei- der Wirthschaftlichkeit unter den Arbeitern dahin zu wirken, daß Preisen und in schlechterer Beschaffenheit sich zu besorgen. Staats- und Reichsbetriebe sollen Musteranstalten finniges, nicht fozialdemokratisches Blatt handelte. So weit geht in den Betrieben des Reichs und der Bundesstaaten Abschlags- Die höchster Stelle ausgesprochen worden; der Feudalabsolutismus unserer Großindustriellen. Das heißt zahlungen des verdienten Lohnes wöchentlich, die Abrechnung sein, das ist von möge es auch in diesen Punkten der Fall sein. Herr v. Stumm nichts anderes, als das politische Recht des Arbeiters, die Ueber- desselben, soweit möglich, spätestens 14 täglich erfolgen." zeugungsfreiheit vollständig zu untergraben. Heute ist an die Stelle Abg. Payer( Bp.) befürwortet den Antrag auf Streichung hat uns gestern vorgeworfen, daß wir zu lange Reden hielten der religiösen Unduldsamkeit, die Schäden genug herbeigeführt hat, die der Bestimmungen der Auszahlung des Lohnes der Minder- und die Zeit des Hauses verzettelten.( Sehr richtig rechts.) Ich politische Unduldfamfeit getreten, eine traurigere geistige Stlaverei, jährigen an die Eltern bezw. Vormünder und der Verpflichtung meine, wir haben alle diese Punkte gründlich zu prüfen, und als sie je dagewesen ist. Wir werden später noch darauf zurück- der Arbeitgeber zur Mittheilung der Lohnbeiträge an die Eltern. übrigens hat kein Mitglied des Hauses das Recht, uns zu hoftommen. Wenn einmal abgerechnet werden soll, dann auch gründ- Die erstere Vorschrift zumal würde eine unnöthige Plackerei der meistern. lich! Gin großer Theil der Unternehmer hat schon 1878 ein Unternehmer im Gejolge haben und vielfach gar nicht ausführbar gesehen, daß jene Ausschließung von Männern einer bestimmten sein. Jin Uebrigen sei der§ 119 a annehmbar. politischen Richtung auf die Dauer nicht durchzuführen ist. Alle ehrlichen Leute, denen daran liegt, daß die Meinungsfreiheit statt hat, werden sich uns anschließen. Daß leider auch die Staatsgewalt soweit gekommen ist, wie früher von ihren Beamten jetzt sogar von ihren Arbeitern zu verlangen, daß sie sich dieser oder jener Richtung nicht anschließen, darauf werden wir auch noch zu sprechen kommen. In den Fabrikordnungen heißt es jetzt, Sozialdemokraten werden nicht in die Fabrit aufgenommen. Warum haben Sie denn das Sozialistengesetz aufgehoben? Dann müßten Sie doch den Sozialdemokraten für vogelfrei erklären und ihm überhaupt das Recht nehmen, sich im Deutschen Reich aufzuhalten. ( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Minister v. Berlepsch: Wenn die fiskalische Bergverwaltung Arbeiter wieder aufgenommen hat, welche den Kontrattbruch begangen hatten, fo geschah das aus der Erwägung, daß sie das unter dem Druck einer Zwangslage gethan hatten, durch den Einfluß von Agitatoren.( Große Unruhe links.) Die Kün digungsfrist beträgt vierzehn Tage. Wenn Herr Bebel diese Kündigungsfrist für eine zu lange hält, so hat er keine Ahnung von den Dingen, die außerhalb der Orte passiren, an denen er der Agitation halber sich aufzuhalten gezwungen ist. Die Volkspartei( Abgg. Dillinger, Hähnle, Payer, Speiser) wollen die Ziffern 2 und 3 des zweiten Abfazes streichen. Die Debatte wird geschlossen. Abg. Eberty( deutschfreisinnig, zur Geschäftsordnung). Durch den Schluß der Debatte ist es mir unmöglich gemacht, auf einzelne in der Debatte vorgekommene Bemerkungen zu ant worten. Abg. Singer: Vor der Abstimmung bezweifle ich die Beschluß ähigkeit des Hauses. Abg. Windthorst: Ich beantrage die Bertagung. Durch Annahme dieses Antrages wird die Debatte um 5 Uhr auf Mittwoch 1 Uhr vertagt. Abgeordnetenhaus. 41. Sigung vom 24. Februar. 12 Uhr. Am Ministertische: Finanzminister Dr. Miquel, Minister des Innern Herrfurth, Geh. Finanzrath Wallach, General- Steuerdirektor Burghart, Das Haus seht die zweite Lesung des Einkommensteuer Gesetzes mit den Bestimmungen über die Verwendung der Ueberschüsse fort und zwar wird mit diesen Bestimmungen zugleich die Novelle zur lex Huene in zweiter Lesung diskutirt. Abg. Molkenbuhr( Soz.): Die Lohnabzüge sind heut zu Tage nicht allgemein, sondern Ausnahmen. Wird dieser Paragraph Gesez, so wird der größte Theil der Arbeitgeber zu Lohn abzügen greifen. Das Recht, einen solchen Lohnabzug zu machen und bei sich zurück zu halten, heißt nichts anderes, als durch Gesetz dem Arbeitgeber das Recht einräumen, eine Zwangsanleihe von 60 Millionen Mark bei den Arbeitern zu machen, ohne Verpflichtung für den Arbeitgeber, das Geld sicher zu stellen oder dafür Zins zu zahlen. Was würde gesagt werden, wenn wir verlangten, daß die Arbeitgeber verpflichtet sein sollen, dem Arbeiter einen Wochenlohn als Vorschuß zu geben? Diese Anleihe soll doch nur den Zweckt haben, den Arbeitgeber für den Fall des Kontraktbruchs des Arbeiters schadlos zu halten. Die Bestimmung wird motivirt mit der bekannten Streifstatistik. Aus derselben geht aber lediglich hervor, wieviel Arbeiter gestreift haben und tontratt brüchig geworden sind, nicht aber, welches die Ursache gewefen ist. In dem Augenblicke, wo die Arbeiter zum Streit greifen, sind sie meist derart erregt, daß sie sich durch derartig fleinliche Bestimmungen nicht werden beschränken lassen. Der Erfolg wird feine Streifverminderung, sondern lediglich der sein, daß die Von den Abgg. Richter( dfr.) und Frhrn. v. Zedlik( frk.) Arbeitgeber die Zwangsanleihe als Eigenthum in ihre Tasche Abg. Leuschner( Rp.): Herr Bebel kennt die Verhältnisse stecken. Ob diese Bestimmung dazu angethan ist, die Zufrieden ist zur lex Huene- Novelle ein Antrag eingegangen: Den Gesezabfolut nicht, wenn er die Arbeiterwohnungen, welche Fabrikanten heit der Arbeiter zu fördern, lasse ich dahingestellt. Wie so ein entwurf in folgender Fassung anzunehmen:§ 1. Von dem gemäß und Bergwerksbesitzer hergestellt haben, so wegwerfend beurtheilt. Streit zu Stande kommt, zeigt der Ausstand der Tabafarbeiter§ 1 des Gesezes vom 14. Mai 1885 den Kommunalverbänden Seit den zu überweisenden Betrage von der aus landwirthschaftlichen Sie wollen durch diese Ausführungen nur die Unzufriedenheit in Hamburg, der bereits 13 Wochen dauert. unter den Arbeitern rege erhalten, während die Arbeitgeber, die 70er Jahren ist der Lohn von 27,60 m. pro 1000 Bigarren Böllen eingehenden Summe haben die Kommunalverbände, soweit vernünftigerweise im Interesse der Arbeiter Maßregeln gegen die derfelben Sorte bei demselben Fabrikanten auf 20 Mart, sie nicht von dem Minister des Innern und dem UnterrichtsAgitatoren ergreifen, den Dank des Vaterlandes verdienen. Ich also um ein Drittel, heruntergegangen; dabei sind aber die minister von dieser Verpflichtung entbunden werden, für das hoffe, daß die Irrlehren der Sozialdemokratie bald von allen Lebensmittelpreise bedeutend gestiegen. Die Arbeiter verlangten Gtatsjahr 1890/91 ein Drittel, für das Etatsjahr 1891/92 ein Arbeitern als solche erkannt werden!( Ironisches Bravo bei den nun von einem Fabrikanten, der durch seine niedrigen Söhne be- Viertel zur Unterstützung von Gemeinden( Gutsbezirken, Schul Sozialdemokraten.) sonders berüchtigt ist, eine Lohnerhöhung von 15 pSt. Der verbänden) bei Volksschul- Bauten, bezw. zur Bildung von Schul Abg. Nöficte( wild.lib.): Herrn Bebel ist es nicht gelungen Fabritant bot 10 pet., die Arbeiter ließen sich darauf ein und bau- Fonds zu verwenden.§ 2. Die Beschlüsse über die Ber nachzuweisen, daß die von den Arbeitgebern geschaffenen gingen zur Arbeit. Sie glaubten an Stelle von einer Mart in wendung des§ 1 bedürfen der Genehmigung der SchulaufsichtsM. humanitären Einrichtungen den Arbeitern nachtheilig sind. Zukunft 1,10 m. zu erhalten. Der Fabrikant hatte sich aber eine Behörde. Bor Eintritt in die Debatte zieht der Abg. Dr. Enneccerus Was ist denn Schlimmes daran, wenn die Arbeiter zu Liste von 58 Sorten Bigarren angelegt. Bei gangbaren Sorten den Rosten beitragen, wenn sie nur irgendwie die Verfügung hatte er eine Lohnzulage von 3-4 pct., bei anderen Sorten, die den nationalliberalen Antrag zur Vorlage zurück. Abg. Frhr. v. Sedlik( frk.) erklärt, daß auch der von den darüber haben? Zahlreiche Arbeitgeber Vereinigungen sind auf gar nicht geraucht werden, eine solche von 15-20 pCt. gemacht, diesem Gebiete unausgesezt thätig. Mit den Worten fesseln, so daß bei den 58 Sorten zusammen 580 pet. oder durchschnittlich Freikonservativen eingebrachte Antrag zurückgezogen wird. Redner tnechten" wird nachgerade der größte Unfug getrieben. Wenn 10 pet. herausfamen.( Sört, hört! bei den Sozialdemokraten.) befürwortet sodann den Antrag Richter- v. Bedliß. Die Bildung ich die Arbeiter an mich fessele, daß sie nicht so leicht zu einem Nach Berechnung der Arbeiter betrug thatsächlich die Erhöhung eines Schulbau- Fonds sei ein Schritt, der die fünftige Steuer anderen Betriebe übergehen, so thue ich damit nichts Unrechtes, des Lohnes 3-4 pCt., nach Berechnung, des Fabrikanten aller- reform wirksam vorbereite und kritisirt die sämmtlichen übrigen sondern etwas Gutes, indem ich dem Arbeiter Vortheile ge- dings 73/10 pCt. 3u gleicher Zeit bildete sich der Zigarren- Abänderungsanträge, die er als nicht empfehlenswerth nach währe. Die politische Freiheit und die religiöse Freiheit der fabrikanten- Verband und beschloß den Ausschluß aller Mit- zuweisen sucht. Es müsse namentlich darauf gehalten werden, Arbeiter besteht in Deutschland im vollsten Umfange, sonst wür- glieder des Deutschen Tabats- und Zigarrenarbeiter- Bereins daß man mit finanziellen Vortheilen nicht schwere wirthschaft den ja die 1/2 Millionen sozialdemokratische Wähler der letzten und des Freundschaftsklubs der Tabakssortirer von der Arbeit; liche Nachtheile den Gemeinden zuwende. Diese Gefahr sei bei Reichstagswahl teine Arbeit mehr haben finden tönnen. Soll und obgleich die Verhandlungen mit den Arbeitern in Hamburg allen anderen Anträgen, mit Ausnahme des befürworteten Andenn den Arbeitgebern verboten werden, Bade- Anstalten, Klein- inzwischen fortgeführt worden waren, wurden plöglich am 24. No trages Richter- Bedliß, mehr oder weniger vorhanden. finder Schulen, Handarbeits- Schulen für seine Arbeiter einzu- vember die Arbeiter, welche Mitglieder jener Vereine waren, ent- Finanzminister Dr. Miquel: Ich kann nur an meiner schon richten? Wenn auch manche Wohlfahrtseinrichtungen den An- lassen. Dieser Ausschluß, zumal kurz vor Weihnachten, im früher ausgesprochenen Ansicht festhalten, daß die sämmtlichen An sprüchen nicht genügen, so gilt das doch nicht von der großen harten Winter mußte die Arbeiter erregen und zur allgemeinen träge sich nicht zur Annahme empfehlen; am besten bleibt noch Mehrzahl. Ich wünschte die weiteste Verbreitung und Aus- Arbeitsniederlegung führen. Was würde in solchen Fällen den immer die Regierungsvorlage; wenn aber diese keine Gnade vor dehnung dieser Einrichtungen, welche der Sozialdemokratie Arbeitern fümmern, wenn er einen Wochenlohn verlöre? Man Ihren Augen findet, so empfehle ich die Kommissionsvorlage. Die den meisten Abbruch thun können und thun werden.( Bu- nimmt dabei immer an, daß der Arbeitgeber regelmäßig zahlungs- endgiltige Verbindung dieser Vorlage mit dem zweiten Schritt stimmung.) Gegen die Denunziation des Abgeordneten Bebel fähig sei. Ein großer Theil der Erkenntnisse der Gewerbegerichte der Steuerreform, der Ueberweisung, gefährdet das Zustande gegen die Arbeiter im Allgemeinen verwahre ich mich ent- in Hamburg hat nur durch Zwangsvollstreckung, ein anderer kommen der ganzen Steuerreform; wir fönnen dieses Ziel nur schieden. Theil gar nicht vollstreckt werden können. Ein Arbeitgeber, der langsam und schrittweise erreichen. Während mir früher der Abg. Abg. v. Stumm: Seit dem Aufhören des Sozialisten- so schwach bei Finanzen ist, kann leicht dazu greifen, den Arbeit- Richter in seiner Presse entgegentrat und sagte, ich wolle nur die gesetzes ist es doppelte Pflicht der Arbeitgeber, auf alle Weise dem nehmer zu chifaniren, um ihn zu veranlassen, davonzugehen; er Staatssteuern vermehren, während die Erleichterung der Kom Unfug der sozialdemokratischen Agitatoren auf dem Wege der behält dann den Wochenlohn und steckt ihn in die Tasche, munalsteuern die Hauptsache sei, legen die Herren die Verwendung Sie der moralisch Schuldige iſt. Selbsthilfe zu steuern. Wenn Herr Bebel das Verbot der Lektüre obwohl provo- der Ueberschüsse fest. Nothwendig ist die Unterscheidung in der unfaubere Elemente unter den einer bestimmten Zeitung für eine Sklaverei fondergleichen er ziren damit Arbeit Besteuerung von fundirtem und unfundirtem Einkommen; das flärt, wie fann er billigen, daß Herr Liebknecht noch viel gebern, sich eines gefeßlich erlaubten Betruges gegen den ist auch von den freisinnigen Rednern anerkannt. Gin positives grausamer vergewaltigt wird, wenn er blos in der harmlosesten Arbeiter schuldig zu machen. Wir haben es hier mit einem Programm hat man von den Rednern der freisinnigen Partei Beise ein Konzert besucht hat, welches in einem geboycotteten Unternehmerschuß im weitesten Maße zu thun. Was haben wir nicht gehört; sie haben sich untereinander widersprochen, eine Lehre Lokale stattfand?( Große Unruhe bei den Sozialdemokraten.) bisher in diesem Gesetz zu Gunsten des Arbeiters geschaffen? fann ich aus diesen Reden nicht ziehen, höchstens die, daß die erlaubt bisher landesgesehlich Das ist ebenso Heuchelei! Sonntagsarbeit war und Regierungsvorlage auf dem rechten Wege ist.( Heiterkeit, Bus erlaubt. jent reichsgefeglich Auch das Abg. Bebel: Wir haben garnichts dagegen, wenn der Arbeit- ift Trucksystem ſtimmung.) Die Verwendungsbestimmungen der Vorlage find ja geber auf eigene Roften Wohlfahrtseinrichtungen einführt. Gin- ist beibehalten worden. Die vorliegende Bestimmung giebt vielleicht entbehrlich, aber die Regierung hat die Bestimmung richtungen dagegen, zu deren materieller Unterstüßung die Arbeiter den Arbeitgebern ein Baargeschenk von mindestens 1200 000 aufgenommen, um Mißtrauen zu beseitigen, und um die zu der Möglichkeit, jedem Arbeiter Lohn lange Ansammlung der Ueberschüsse zu verhindern. Seit dem gezwungen werden, schmecken sehr nach Unterdrückung und Aus- Mart, infolge nukung. Würden Sie sich so etwas gefallen lassen? Den Arbeitern beträge zurückzubehalten. Daß statutarische Bestimmungen ent- Jahre 1867 ist an fein Steuergesetz die Bedingung der Quoti gegenüber finden Sie alles gerecht, was Sie Ihnen gegenüber als scheiden können, gefällt mir auch nicht. Nur ein geringer Bruch- sirung geknüpft oder zu knüpfen versucht worden. Es handelt Die größte moralische Gewaltthat ansehen.( Bustimmung bei den Soz.) theil der Arbeiter hat Einfluß beim Erlaß statutarischer Be- fich garnicht um ein neues Steuergesetz; die Ueberschüsse Wenn die Herren Leuschner und von Stumm, deren geschmack- ftimmungen. In der ganzen Stadt Hamburg giebt es faum sollen sofort zu Steuererlassen verwendet werden. volle Redewendungen sich mit mehr Recht auf die Arbeit- hundert Arbeiter, die ein fommunales Wahlrecht besitzen, die die Quotisirung auch beurtheilt, eine Verbindung mit diesem geber als auf die Arbeiter anwenden ließen, wirklich die andern haben nicht den geringsten Einfluß auf die Stadtver- Gesetz ist unangebracht, denn einen Zwang zu versuchen, wäre Ueberzeugung haben, daß ihre Arbeiter den sozialdemokra- tretung. Also lediglich die Arbeitgeber erlaffen jene ortsstatutari- der verkehrteste Weg, etwas zu erreichen; man wird vielleicht, und werden. fie zu ihrem Vor- wie von anderen Rednern bemerkt worden ist, am besten thun, ein tischen Agitatoren gegenüber so gewappnet find, warum bieten schen Bestimmungen Wenn für das Reich sie denn bei jeder Gelegenheit ihre ganze soziale Macht auf, um theil gebrauchen. die Fest freies Entgegenkommen der Krone abzuwarten.- Redner geht Bestimmungen über Lohnzahlung nicht dann cinzelnen Anträge durch, unt bie Sozialdemokratie aus den unter ihrem Kommando stehenden legung besonderer dasselbe auch für angeblich die annehmbarkeit nachzuweisen. Bezirken zu verdrängen? Was einmal der Generalsekretair des möglich ist, so Zentralvereins deutscher Großindustrieller erklärte, gilt auch heute: größeren Kummunalbezirke sagen. Ferner soll in dem Para- Standpunkt der Vorlage, schreckt mich wenig; denn soweit Der Arbeiter hat zu stimmen, wie sein Unternehmer es verlangt. graphen die bösartige Jugend gebändigt werden. Sie stellen die ländliche Bevölkerung berechtigte Beschwerden hat, kan Das ist ein Fabrik- und Industriefeudalismus, wie ihn in an aber die Jugend hier völlig unter Kuratel. Wenn der Arbeit sie dieselben ebenso geltend machen, wie andere Bevölkerunge Derer Form nur das Mittelalter gefannt hat. Wenn der Han- geber fodann, ohne einen besonderen Vertrag zu schließen, sofort tlaffen; übrigens werden die großen Städte ebenfalls bedeutende delsminister erklärt hat, man gehe nur gegen die sozialdemokra- ein Viertel des Wochenlohns abziehen kann, so wird das nur Un- Bortheile aus der Gebäudesteuer- Ueberweisung haben. Die Katas tischen Agitatoren in den Staatswerkstätten vor, so widersprechen zufriedenhei. in den Arbeiterkreisen schaffen. 0 er tann man die Der b Ii t d I b f -a D be fu fo か 10 G R to I al W R er DE I Wie man So deren טו $ D bu 21 Undi agrarifche" fer De tic 28 be ar strirung des Grund und Bedens wird beibehalten werden müssen, da sie staatlich am besten durchführbar ist. Bei der Ueber- von Oberheffen, der hessischen Landeskommission zu überlaffen; ausrief:" Alle Nationen rufen schon nach uns", da erscholl aus weisung wird die Gewerbesteuer hinter der Grund- und Gebäude- für die übrigen Bezirke solle je ein Vertrauensmann gewählt einer Ecke der Ruf:" Na, na," was eine allgemeine Heiterkeit steuer zurückstehen müssen. Ich fann mich nur nochmals gegen werden, der sich im Bedarfsfalle wegen Redner resp. materieller hervorrief. Uebrigens setzte sich auch das Publikum wohl zum alle Anträge erklären, die ein Definitivum über die Verwendung Unterstützung an den Frankfurter Vertrauensmann zu wenden geringsten Theil aus Anhängern des„ Heilmilitarismus" zusammen, enthalten. Die angebliche Mißstimmung im Lande gebe hat. Zur Besorgung der Parteiliteratur und deren Verbreitung so daß von einer Parade keine Rede sein konnte. Außer einigen ich zu; fie mag wohl in den Kreisen zu finden sein, wo wird eine 3gliederige Rommission gewählt. Zu den lebhaftesten umhergehenden, wahrscheinlich beaufsichtigenden Heilssoldaten' die Leute empfinden, empfinden, daß sie bisher bedeutend weniger Auseinandersetzungen kommt es bei der Frage der Presse, deren sah man nur auf dem Podium einen Kranz von männlichen gezahlt haben, als sie zahlen sollten.( Sehr richtig!) Es ist Verbreitung speziell auch in Frankfurt recht viel zu wünschen und weiblichen Offizieren izen, welche den„ Gerteral" bei seinem eine Art Korruption eingerissen, der gegenüber die Reform zu übrig laffe. Es gelangte schließlich nach langen Erörterungen Erscheinen militärisch salutirend mit einem Heils zuruf begrüßten. Stande kommen muß.( Bravo!) Hätten die Gegner ein positives der Antrag:„ Für den Regierungsbezirk Wiesbaden, die Provinz Sodann wurde für den" General" zunächst ein turzes Gebet verProgramm, so ließe sich über die Sache reden; aber ohne solches Pro- Oberhessen und den Wahlkreis Hanau wird ein Central richtet und der" General" begann dann seine heilsmilitärische gramm bloß wegen nebensächlicher Bedenken die Vorlage scheitern organ in Frankfurt herausgegeben" mit ganz knapper Ma- Ansprache. Der" General" ist ein etwa 60 Jahre alter, einen zu laffen, das würde einen großen sozialen Schaden herbei jorität( 6 Wahltreise stimmten mit" Ja", 5 mit" Nein" und sympathischen Eindruck machender Mann, hohe, schlanke Gestalt, führen. In dubiis libertas. Wer das große Ganze will, muß einer enthielt sich der Abstimmung) zur Annahme, nachdem ein graues Haupthaar sowie grauen Vollbart, er sprach nur englisch), über Kleinigkeiten hinwegsehen.( Beifall.) Antrag Hanau, wonach Frankfurt sich zur finanziellen Schadlos- seine Worte wurden immer sazweise von dem neben ihm Abg. Graf Kanit( fons.) bekämpft die Quotisirung gegen baltung der Offenbacher Druckerei verpflichtet, vorher angenommen stehenden Stabshauptmann" Junker übersetzt. Er beschäftigte über den gestrigen Ausführungen des Abg. Richter. war. Der weitere Antrag, daß neben diesem Zentralorgan die sich ausschließlich mit dem sozialen Elend in England und Abg. Dr. Sattler( nationalliberal) schließt sich den Aus- Organe in Mainz, Darmstadt und Offenbach bestehen bleiben meinte, daß wenn es auch in Deutschland nicht so groß sein sollte, führungen des Ministers an und empfiehlt die Kommissions- sollten, wurde nahezu einstimmig angenommen. Hervorzuheben es aber doch auch hier des Elends genug geben dürfte. Es beschlüsse. wäre schließlich, daß die Hauptkraft der Agitation, insbesondere zeigte sich, daß die Heilsbewegung neben ihren religiösen BeAbg. egter( natl.) glaubt, daß die Schwierigkeiten der den Kreifen St. Goarshausen- Nassau, Diez- Limburg und Dillen- strebungen analog ähnlichen deutschen Quackfalbereien einen sozialUeberweisung durch den fonservativen Antrag v. Bismarck burg- Herborn zugewandt werden und sich vorzugsweise gegen die reformatorischen Zweck hat, und scheint sich diese foziale" seitigt werden könnten. Antisemiten und den Thurm des Zentrums richten würde. Bewegung darin wesentlich von der deutschen zu unterscheiden, Unter Hochs auf die internationale Sozialdemokratie schloß der daß sie es ehrlicher meint, daß die Leute in einem guteu Glauben zu handeln scheinen. Wir haben demnach zu den vielen Vorsitzende gegen 61/2 den Parteitag. Sozialen" Parteien eine neue hinzubekommen, driftlich- sozial", katholisch- sozial" und nun noch heilsarmee- sozial". beAbg. Wessel( ft.) bleibt bei der im Hause herrschenden großen Unruhe auf der Tribüne unverständlich. Damit schließt die Debatte. * * Bei der Abstimmung werden sämmtliche Anträge Eine Landes Versammlung der Sozialdemokraten abgelehnt, der Antrag der Kommission angenommen, Sachsens wird am 31. März( 3. Osterfeiertag) im Saale der wonach die Ueberschüsse der Einkommensteuer zur Ueberweisung Feldschlößchenbrauerei zu Altendorf bei Chemnitz stattfinden. Als der Grund- und Gebäudesteuer bestimmt sind; bis zum 1. April 1894 vorläufige Tagesordnung ist festgesetzt: 1. Die Landtags- und werden die Ueberschüsse angesammelt, und wenn bis dahin eine Gemeinderathswahlen; 2. Aufstellung von Kandidaten zur LandVerständigung wegen der Ueberweisung nicht erzielt ist, zum tagswahl; 3. Agitation und Organisation; 4. Die Presse; 5. AllErlaß der Einkommensteuer verwendet. gemeine Anträge. Der Gesezentwurf wegen Verwendung von 20 Millionen Mart für Volksschulbauten wird mit großer Mehrheit abgelehnt. Morgen kommen die auf das Wahlrecht bezüglichen§§ 77 bis 79 zur Verhandlung. Schluß 33/4 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 12 Uhr. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Alt- Glienicke. Zur Kennzeichnung der Hirsch- Duncker'schen Gewertvereine dürfte der Inhalt folgender Pofitarte dienen. Das bisherige Mitglied E. Dieck gehört, uns zugegangenen zuverlässigen Mittheilungen zu Folge zur sozialdemokratischen Partei, agitirt für dieselbe und hat auch aus Veranlassung seines Eintretens für diese eine fünfmonatliche Gefängnißstrafe verbüßt. Da die Zugehörigkeit zur Sozialdemokratie mit den von uns verfochtenen Grundsätzen unvereinbar ist, die Verneinung einer solchen Bugehörigkeit überdies auch von jedem Mitgliede ausdrücklich durch Revers ausgesprochen wird, so kann D. nicht länger Mit glied des Gewerkvereins sein und ist deshalb auszuschließen. Diesen Ausschluß hat der Generalrath in seiner letzten Sigung ausgesprochen." wertvereins werden. Der erste Theil der Ausführungen des Generals war insofern höchst interessant, als er ausführliche Schilderungen über das soziale Elend in London und England gab, wobei freilich das seelische Elend in erster Linie hervorgekehrt wurde. Dann tam aber der General, der wohl seine Bibel und sein Armeereglement trefflich kennen mag, der aber keine Ahnung von den etwas tiefer liegenden wirthschaftlichen Verhältnissen hat mit Pirňa, Am 27. Dezember v. J. sollte hier eine Boltsver- feinem sozialen Plan, von dem er nach seinen Worten die Ueberfammlung stattfinden, in welcher Genoffe Hermann Schönfeld zeugung hegt, daß er zur Beseitigung der Armuth führen müsse. aus Dresden über„ Die Sozialdemokratie und ihre Biele sprechen Bur Beseitigung der Noth will er ein Mittel anwenden, daß wollte; außerdem sollte ein Agitationskomitee gewählt werden. auch unsere biederen Deutschen schon längst in Gebrauch haben, Durch einen Beschluß des hiesigen Stadtraths vom 23. Dezember Einrichtung von Heilsarbeitshäusern, Heilsarbeiterkolonien, Heilswurde jedoch die Versammlung auf Grund des§ 5 des Gesetzes, rettungs- und Heilsbesserungsanstalten u. s. w. Ferner will er, das Vereins- und Versammlungsrecht betreffend, verboten. Der und das ist das Naivste zwar, jedoch etwas, das ihm die Freund= vom Ginberufer erhobenen Beschwerde ist von der königlichen schaft unserer Agrarier sichern dürfte, die Arbeitslosen aus der Kreishauptmannschaft Dresden stattgegeben worden. Die unterm Stadt auf das Land senden, wo Arbeit in Hülle und Fülle und 10. Februar von derselben erlassene Antwort lautet folgender- nicht minder Lebensmittel in Ueberfluß vorhanden sein sollen. maßen: Die überflüssigen Nahrungsmittel sollen dann den Arbeitern Die Landarbeit hält der der Stadt zugesandt werden. General überdies für eine göttliche", denn Gott habe Adam und Eva auch nicht in eine Fabrit gesetzt, sondern In diesem Rahmen auf das Land, in das Paradies. bewegten sich seine sozialreformatorischen Pläne. Die fgl. Kreishauptmannschaft, kollegial zusammengefeßt, hat den beziehentlich als Beschwerde anzusehenden Rekurs, welchen der Steinmetz Karl Weichelt in Pirna gegen das Versammlungsverbot des hiesigen Stadtraths eingewendet hat, nicht für unbegründet erachten fönnen. Nachdem der General geendet hatte, glaubten Viele, jeht würde der Krach losgehen, aber nichts von alledem fand statt, es wurde nur noch ein Gebet für den General zum Himmel gesandt und dann theilte der General mit, daß zum Bau einer prächtigen Halle in Berlin beim Ausgang eine Kollette veranstaltet werden würde etwas das im Zuhörerraum lautes Oho und Gelächter hervorrief die Anwesenden möchten sich langsam entfernen, Damit damit sich Jeder an der Sammlung betheiligen könne. war die" Parade" beendet. Was die Heilbewegung" von ähnlichen deutschen neben anderem noch vortheilhaft unterscheidet, ist, daß sie alles Mucker hafte abgestreift hat. Der Stadtrath hat das Verbot damit begründet, daß mit Rücksicht auf die Personen des Einberufers und des Referenten als notorische Sozialdemokraten, und im Hinblick auf den Inhalt der Tagesordnung, deren erster und dritter Punkt ein Vortrag über die Sozialdemokratie und deren Biele, sowie die Wahl eines Agitations- Komitees bildete, außer Zweifel gestanden habe, daß die Versammlung dazu bestimmt gewesen sei, sozialdemokratische Zwecke zu verfolgen, deshalb aber, weil diese Zwecke nur im Bege von Gesezesübertretungen erreichbar, nach§ 5 des Vereinsgefeges vom 22. November 1850, zu verbieten gewesen sei. Nun ist ja einem Sozialdemokraten nichts an der Mitglied- Es identifizirt hier also der Stadtrath fozialdemokratische schaft eines Gewerkvereins gelegen, aber man muß hierbei die Biele als solche ohne Weiteres und ein für allemal mit Benäheren Umstände in Betracht ziehen. Die Herren haben hier strebungen, deren Zweck es ist, zu Gesetzesübertretungen oder Ein muckerhafter und ahnenstolzer, blanblüthiger Land. und in der Umgegend es vermocht, die Krankenkaffen in ihre unfittlichen Handlungen aufzufordern, beziehentlich geneigt zu innker macht anläßlich der jetzt betriebenen Agitation auf HerabHände zu bekommen und insbesondere auch den Medizinalverband, machen. und will man nun hieraus für sich oder seine Familie Vortheile So wenig indessen selbstverständlich jene Ziele zu billigen sehung der Eisenbahn- Tarife freilich nur der Personen, nicht ziehen, so muß man freisinniges Mitglied des Gesind und so unerwünscht es ist, wenn, wie der Beschwerdeführer der Frachttarife seinem adligen Herzen in folgenden dummselbst vorliegend ausdrücklich zugesteht, öffentliche Versammlungen frechen Worten in dem Leiborgan der Stöckerei und Muckerei, der lediglich solchen Absichten dienstbar gemacht werden sollen, so ist Kreuz- Zeitung", Luft: Es wäre sehr zu beklagen, wenn z. B. jeder Schulbube oder doch nicht schlechthin undenkbar, daß sozialdemokratische Lehren und Grundsätze auch einmal in einer Art und Weise vorgetragen Lehrling, jeder Knecht oder jede Magd in den Stand gesetzt werden, von der sich nicht ohne Weiteres behaupten läßt, daß sie würde, die Sonn- und Feiertage in den glänzenden Hauptstädten zu Gesetzesübertretungen oder Unfittlichkeiten auffordern, be- mit allen ihren Verlockungen zu verbringen, dank der Freizügigziehentlich eine hierauf gerichtete Zendenz sofort augenfällig er- und besonders der Wandertrieb der Landleute weit über das von feit ist ja ohnehin schon der Zuzug nach den großen Städten fennen ließen. Die von dem Stadtrath der Vorschrift in§ 5 des Vereins- wirthschaftlichen und moralischen Rücksichten gebotene Maaß( d. h. gesetzes vom 22. November 1850 gegebene Auslegung wollte für den Geldbeutel des Agrariers maßgebenden„ moralischen" daher der königlichen Kreishauptmannschaft zu weitgehend er- Rücksichten. D. Red.) hinausgegangen. Das ehrbare( D. h. gehorfame, die Peitschenhiebe des gnädigen Herrn" geduldig hinDresden, den 10. Februar 1891. nehmende. D. Reb.), feßhafte Landvoll sogar ist zu einem guten Theile nomadenhaft mobil gemacht worden, die Liebe zur engeren Heimath, zur väterlichen Scholle ist einem verhängnißvollen Drange nach vermeintlich müheloserem Lebensgenuß in der gleißenden Großstadt gewichen!( Ja, ja, der Geist der Unzufriedenheit und des Ungehorsams geht im Lande umher. D. Red.) Soll denn bem noch mehr Vorschub geleistet werden? Den besonneren Be= urtheiler hat es schon mit Bedenken erfüllt, daß die Eisenbahns Verwaltungen u. f. w." D, schöne Zeit der Leibeigenschaft und der Knute! Die„ bösen" Sozialdemokraten sucht man den Leuten so Man sieht, wie frei- sinnig die Herren sind, da sollten die Mitglieder derjenigen Arbeiter- Krankentassen, in denen die Sozialdemokraten die Mehrheit haben, einmal fordern, daß jedes Mitglied Sozialdemokrat werden müsse, welch Zeter Mordio würden die Herren anschlagen über- Gewissenszwang. * Königliche Kreishauptmannschaft. v. Hansen. * * Bergedorf. Laut Bekanntmachung des Senats ist nunmehr die Polizeiverordnung zur Verhütung des Mißbrauchs des Vereins- und Versammlungsrechts, das in Hamburg giltige Vereinsgesez, auch auf Bergedorf ausgedehnt worden. Nach dieser Verordnung sind Vereine und Versammlungen, deren Zwecke oder scheinen. deren Thätigkeit mit den Gesetzen des Staates oder mit der gesellschaftlichen Ordnung im Widerspruch stehen, sowie alle Vereine und Versammlungen von Mitgliedern des Militärs oder Bürgermilitärs( 5) zur Berathung von dienstlichen oder öffentlichen Angelegenheiten verboten. Die PolizeiStaßfurt. Regierungsbaumeister Reßler aus Berlin hatte behörde fann auch Versammlungen, welche sich mit öffent uns für den 17. Februar einen Vortrag zugefagt und war zu und war lichen Angelegenheiten beschäftigen, wenn sie eine Gefährdung diesem Zwecke eine öffentliche Boltsversammlung in Lingners der öffentlichen Ordnung und Sicherheit durch diefelben erwartet, Saal einberufen, die zugleich zur Feier der vorjährigen Reichsverbieten. Von jeder Bersammlung, in welcher öffentliche An- tagswahl dienen sollte. Leider war Keßler am Erscheinen begelegenheiten verhandelt oder berathen werden, muß der Polizei bindert und hat daher unser Genosse Mertens aus Leopoldshall 24 Stunden vorher Anzeige gemacht werden, worüber dann eine für seine Eindruck machenden Ausführungen reichen Beifall geschauerlich wie möglich darzustellen. Es kann keine Debatte im unter Angabe von Zweck, Ort und Zeit der Bersammlung über das aufgegebene Thema:" Die Noth der Zeit", referirt und Bescheinigung ertheilt wird. Ohne Einsicht dieser Bescheinigung erntet. Nach Schluß der Versammlung fanden sich zu den bere preußischen Landtage oder sonst wo in einem Parlament geführt darf fein öffentliches Blatt die Berufung einer solchen Verſamm- wachenden noch ungefähr ein halb Dugend Bolizeibeamte im Saale werden, ohne daß diese schlechten Menschen ihren Seitenhieb ab= lung aufnehmen.( Steht mit dem§ 1 des Reichs- Preßgefeßes in ein, wie wir das schon nicht anders gewöhnt sind. Widerspruch.) Jeder sich bildende Verein genannter Art muß binnen 24 Stunden nach der ersten Versammlung der Polizei Partei vorgegangen wird, ist schon östers erwähnt worden. Wir" then" Mann droht, ähnlich, wie man das bei kleinen Kindern feine Statuten, fowie Namen und Wohnung seiner Vorsteher zc. werden immer wieder darauf zurückommentit schließlich gan der echte Sozialdemokrat natürlich ein Ausbund menschlicher Berworfenheit. Zum Schaden für die politischen Krebsgänger Bei Versammlungen müssen auch die Namen aller Redner, welche Hier liegt das Königreich Sachfen und dort Staßfurt, welche Tommt ihnen nun aber diese Weisheit etwas sehr zu spät. Im mittheilen, ferner auch jede Aenderung der Statuten und Beamten. Deutschland mit dem Finger auf die- Landkarte zeigt und sagt: aufgetreten sind, auf Verlangen namhaft gemacht werden. Das Stadt wohl nur durch ein Versehen in die Proving Sachsen ge- Wolfe glaubt man ihnen diese Verdrehungen nicht und wo So sind die wesentlichsten Bestimmungen der hochwohlweisen Ver- rathen ist. Da nämlich die Staßfurter Polizeibehörde die Verzialdemokraten mit anders gesinnten Arbeitern verkehren, da sammlungen nicht schlankweg verbieten kann, so sucht sie sich lernen diese auch gar bald begreifen, daß jene Behauptungen erDamit zu helfen, daß sie uns am nervus rerum, am Geldbeutel hierzu wird uns aus Lütgendortmund. Dem Verdienste seine Krone. Der Ver- zu packen versucht und die Veranstaltung von Tellersammlungen der Werkstatt einer hiesigen Produktivgenossenschaft mitgeIraten gerichteten Agitationen in evangelischen Arbeitervereinen, ihrer Genehmigung abhängig macht, die sie uns bis jetzt noch Onkel hierselbst in Wohnung und Pflege ist, wird vor einigen bandsagent Fischer, bekannt durch seine gegen die Sozialdemo- und Erhebung eines festen oder freiwilligen Eintrittsgeldes von theilt: Ein dort beschäftigter Arbeitsbursche, der bei feinem ordnung, mit der auch wir nun beglückt worden sind. * Scheint die Aufmerksamkeit gewiffer Streife erregt zu haben, wenigstens verlautet, daß derselbe nächstens in die Redaktion des Rhein- Westf. Tageblattes" in Bochum eintrete. Wie von Seiten der hiesigen Polizeibehörde gegen unsere niemals ertheilt hat. $ bekommen oder daß man den politischen Kindern mit dem Tagen von dem Mitinhaber der Werkstatt gefragt, wie es ihm denn in der Arbeit gefalle. Der Junge antwortet ohne BeSpeher. Durch Kommandanturbefehl wurde den Soldaten finnen" gut" und jest nach einigen Augenblicken hinzu:„ Mein der Speyerer Garnison der Besuch derjenigen Wirthschaften, in Ontel ist auch Sozialdemokrat!" Verwundert fragen ihn die Braunschweig, 28. Februar. Eine imposante Kundgebung denen die sozialdemokratische Mannheimer Volksstimme" auf Prinzipale, ob er sie denn auch für Sozialdemokraten halte.. war das gestern im Hofjäger abgehaltene Gewerkschaftsfest. liegt, verboten. Schon Nachmittags 4 Uhr war der große Saal und die übrigen Räume so angefüllt, daß Viele teinen Sigplatz mehr erhalten fonnten. Aber immer noch strömten die Massen heran, so daß Zaufende wieder abziehen mußten. Nach den Vorträgen erschallte aus tausend Kehlen ein herrliches Festlied, nach der Melodie der Marseillaise. Während der Mitternachtspause gedachte Herr Redakteur Fendrich in warmen Worten des Dichters des martigen ergreifenden Festgesanges; auf seine Veranlassung hin sandten die versammelten Festgenossen dem langjährigen Kämpfer der braun schweigischen Sozialdemokratie, G. Kokosky, ein Glückwunsch Telegramm zu seinem heutigen 53. Geburtstage. Lokales. " " Ja" antwortet dreist und offen der Junge. Warum denn?" wird er gefragt." Na, weil se Alle halt so gut gegen mich fein!" entgegnet ohne langes Besinnen der Junge in feinem schlesischen Dialekt. Daß er die Behandlung in seiner schlesischen Heimath und die in einer Berliner Fabrit unterschied, ist nicht auffällig; tönnte die Gegner der Sozialdemokratie über die Ursachen der daß er aber seine Unterscheidung in diese Begriffe fleidete, das Ausdehnung der sozialdemokratischen Propaganda vielleicht aufflären, wenn diese Leute noch aufzuklären sind. Das feltene Ereignis einer Parade" hatte Montag Nachmittag eine große Menschenmenge nach der Sommandanten ftraße gelockt. Der Höchstkommandirende der" Heilsarmee", der " General" Booth war eigens zu dem Zweck nach Deutschland gekommen, um hier über feine Seilstruppen" eine" Parade" abUeber die Rettung eines Selbstmordkandidaten meldet zuhalten. Zu den beglüdten Orten gehörte auch Berlin und es uns ein Berichterstatter. Sonntags Nachts 2 Uhr, als der follte an dem besagten Tage die Heerschau über das gesammte Droschkentutscher Bebe, Bartelstr. 8, mit seinem Fuhrwerk die Frankfurt, 28. Februar. Auf dem gestern hier abgehaltenen Berliner„ Armeekorps" abgehalten werden. Der Eintritt war Schillingsbrücke passirte, eilte ihm wehklagend und händeringend fozialdemokratischen Barteitag für Hessen und Hessen Nassau nur gegen Karte gestattet, welche wiederum vorher gegen das eine junge Dame entgegen und bat ihn, ihren Bräutigam, der waren die Wahlkreise Offenbach, Frankfurt, Hanau, Mainz,„ bescheidene" Entgeld von einer Mart zur Ausgabe gelangt soeben über das Brückengeläunder in die Spree gesprungen wäre, Höchst- Usingen, Friedberg- Bübingen, Gießen, Alzey, Wiesbaden, waren. Ohne eine derartige Karte erhielt Driemand Ginlaß außer zu retten. Mit einem Satz verließ der bejahrte Mann seinen Darmstadt, Worms, Grbach- Bensheim und Alsfeld, im Ganzen den Vertretern der Presse- es wurde hier der Presse etwas Bock und im nächsten Augenblick befand er sich auch schon an burch 89 Delegirte aus 65 Ortschaften vertreten. Von Reichstags: mehr Entgegenkommen bezeugt, als neulich von Geiten des dem Rettungsapparat, welcher am Brückengeländer hängt. Gr Abgeordneten nahmen an den nahezu 7stündigen Verhandlungen 3onentarijs". Das Publiftumes mochten etwa 600 Personen machte diesen los, aber zu feinem Schreden mußte er die Herren Schmidt- Frankfurt, Jöst- Mainz und Ulrich- Offenbach, in dem im Dämmerlicht gehaltenen Saale fich befinden, setzte sich entdecken, daß die Leine vom Rettungsringe abgeschnitten ferner Herr Landtags- Abg. Müller- Darmstadt Theil. Die unter vorwiegend aus der Bourgeoisie zusammen, was schon das hohe Ein- war. Den Ring in der Hand, sprang der brave Droschken= tigte sich nur mit ben Fragen ber Agitation und der Presse. nung, eine Radauſzene zu erleben, fan fich bitter getäuscht. Die loszuschnallen und an dieser den Neitungsring zu befestigen. Bezüglich der ersteren wurde beschlossen, die Agitation in" Parade", welche alles weniger als eine Parade war, nahm einen Schon waren die Hilferufe des mit den Weden tämpfenden Den Wahlkreisen Frankfurt und wiesbaden den Parteigenoffen mehr einschläfernden als heiteren Werlauf: Einige Seiterkeit Menschen, dessen Braut mit schrecklichem Webgeſchrei auf der am Drte selbst, diejenige im Großh. Heſſen, mit Ausnahme kam nur einmal hinein als der„ General" in pathetischem Tone Brücke hin- und herrannte, matt und seltener geworden. Da die Pferdeleine D e fu I ih D & m 111 fe di fla in 201 zu ho di ΟΣ ar 211 jei F G Lic F du tauchte der Ring in die Fluth. Der Ertrinkende vermochte ihn| Straffammer stattgehabten Verhandlung wurde die Beschuldigte| stattfinden kann, da nach Beschluß des Metallarbeiter- Rongreffes noch zu fassen, jedoch vergeblich: die Leine war beim frampf- aber derart belastet, daß der Gerichtshof die Wissentlichkeit als die Zentralisirung sämmtlicher bestehender lokaler Branchenvereine haften Zugreifen losgegangen. Jetzt fank der junge Mensch vorliegend erachtete und die Sache deshalb an das Schwurgericht die beste Organisation ist. Nachdem der Kollege Jost der Verunter, jest tauchte er an der Wasseroberfläche wieder auf. verwies. Der Kutscher Schönfeld will dem Ehemanne der An- sammlung bekannt gemacht, daß in nächster Zeit eine öffentliche Plöglich wurde die Leine dem Retter auf der Brücke fast ent- geklagten im Jahre 1878 ein Darlehn von 150 m. gegeben haben. Metallarbeiter- Versammlung stattfinden wird zum Zweck der rissen: eine schwere Masse hing an derselben. In der Todes- Als Timbach vor einigen Jahren starb, machte Schönfeld wieder Zentralisation, fordert der Kollege Lücke die Anwesenden auf, angst hatte der Ertrinkende die Leine mit den Zähnen erfaßt; so seine Ansprüche geltend, die Wittwe des Verstorbenen erklärte ihm dort recht zahlreich zu erscheinen. Mit einem dreimaligen Hoch hielt er sich nun über Wasser. In dieser entsetzlichen Minute nahte aber, daß sie von dem Darlehn nichts wisse und für die auf die Metallarbeiter- Bewegung schloß der Vorsitzende die VerNun betrat sammlung. ein Reservist vom 3. Garde- Regiment zu Fuß. Dieser erkannte fo- Schulden ihres Mannes nicht auffomme. die minorennen Kinder, sort die Situation. Im Nu war er das Ufer entlang geeilt Schönfeld den Klageweg gegen Allg. Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. 29 11. 89 deren Mutter als Vormünderin. Hamburg). Donnerstag, den 26. Februar, Abends 9 Uhr, bei Benter, Münzund hatte einen Handkahn entdeckt, mit welchem er dem beziehungsweise gegen Ertrinkenden zuruderte. Als sich jedoch der Reservist über Bord Da Beweismittel über die fragliche Schuld nicht vor- traße Nr. 11: Versammlung der Ortsbeamten der Filialen Berlins und Um Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs am Mittwody. bog und den zu rettenden Wenschen fassen wollte, stürzte er selbst handen waren, so war ein von der Beklagten zu leistender Eid gegend. Borwärts", Abends 8 Uhr, Sigung im Lokale des Herrn Köhn, ins Wasser. Jener hing mit den Zähnen immer noch an der ausschlaggebend und die letztere leistete denselben vor Gericht das ,, Gleichheit". -Nord", Abends 8 Uhr, bei Raabe, Ruppinerstr. 46. Leine. Den Reservisten verließ die Geistesgegenwart nicht. Als hin, daß ihr von der geltend gemachten Forderung des Klägers Naunynftr. 83. Gäfte haben Butritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. tüchtiger Schwimmer behauptete er sich auf der Oberfläche, er- nichts bekannt sei. Es traten Beugen auf, welche das Gegentheil abends 8% uhr, bet bilgenfeld, Bergstraße 60. Gäste haben Zutritt. faßte den Kahn und kam sogar wieder in denselben hinein, ja, bekundeten. Außer dem Kutscher Schönfeld erklärte dessen Ehe- Emanzipation", Abends 8 Uhr bei Wagner, Neue Königstr. 89. Gäfte -Kultur", Abends 8% Uhr bei Steuer, Beinstr. 22. es wurde ihn schließlich doch noch möglich, den jungen Mann frau unter ihrem Eide, daß sie selbst das Geld in die Wohnung willfommen. Gleichheit", 8% Uhr bei Schönemann, Staligerstr. 7. Gäste willkommen. aus der Fluth in den Kahn zu bringen. So famen denn Beide des Tischlermeisters Timbach getragen habe. Es sei ihr von der" an Land. Retter und Geretteter waren zu Tode erschöpft. In Angeklagten geöffnet worden, welche dann ihren Mann aus der einem Nachtlokal, wohin endlich die ganze Gesellschaft fuhr, Werkstätte geholt habe und anwesend geblieben sei, als sie das fand man weitere Hilfe. Einer Streitigkeit wegen war der Geld auf den Tisch zählte. Diese eidliche, vor der Straffammer junge Mann von der Seite seiner Braut in die Spree ge- abgegebene Erklärung wiederholte die Zeugin vor dem Schwursprungen. gericht. Während der Staatsanwalt die Schuld der Angeklagten für erwiesen hielt, stützte der Vertheidiger seinen Antrag auf Freisprechung darauf, daß hier Aussage gegen Aussage stehe. Die Geschworenen sprachen auch das Nichtschuldig aus, worauf die Angeklagte freigesprochen werden mußte. Den Verluft seiner Nase hat, wie uns ein Berichterstatter meldet, ein 16 jähriger Bursche, der Sohn einer in der Frieden straße wohnenden Wittwe Fischer am vorgestrigen Abend durch eigene Schuld zu beklagen. Eine Schaar halbwüchsiger Burschen machte sich feit einiger Zeit beim Umspannen der Pferde der am Landsberger Thor haltenden Omnibusse das Vergnügen, die Thiere zu necken, um dann bei Annäherung der Kutscher sofort zu verschwinden. Am vorgestrigen Abend näherte sich F. einem der ausgespannten Pferde und stieß dasselbe mit dem Stiefelabsatz in die Weichen. Hierbei aber muß F. dem Thiere zu nahe gekommen sein, denn plöglich bäumte das Thier hoch auf und schlug dem jugendlichen Quäler mit dem linken Hinterfuß der artig in das Gesicht, daß die Nase buchstäblich herunterflog. Blutüberströmt brach F. zusammen und mußte sofort nach einem nahen Krankenhause gebracht werden, wo er schwer frank darnieder liegt. " " Freie Denter", 9 Uhr bei Haugt, Böthstraße 12. Gäste will tommen. Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch, Abends, 9 Uhr, Uebungsstunde( Aufn. von Mitgl.).- Gefangverein Freya",( Gem. Männer Gesangverein hilaritas", Chor) bei Bemter, Münzstraße 11. Flöterscher Gesangverein", Landsbergerstr. 31 Hochfir. 32 a bet wilte. Arbeiter- Gefangverein, or wärts", Schönhauser Allee 28 bet bei Musold. Nürnberg. Gesangverein Liedesfreiheit", Blumenftr. 38 bei Sente. Gesangverein der Steinmeßen", Johannisstr. 21 bet Müller.- GesangArbeiter Gefang verein„ Deutsche Eich e", Blumenftr. 46 bet Went. Gesangverein verein" Echo", Pankow bet Borchardt, Schulzefir. 27. 1 Arbeiter Lerche", Abends 9 Uhr bei Zimmermann, Brunnenstr. 119. gefangverein Freiheit", Uebungsstunde von 9 bis 11 Uhr im Restaurant Hämmerle, Bülowstr. 59, part. Männergesangverein Morgenroth" Verein, Steinfeger- Sängerchor", Wrangelstr. 147 bet W. Schmidt. Schwedterstr. 17 bei Wolter. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein Frisch Gesangverein auf", Abends 8-10% Uhr bei Haller, Naunynftr. 70. " Pausebeutel", Abends 9 Uhr bei Poppe, Lindenfir. 106. Gefangverein " offnung", Moabit, Abends 9 Uhr bei Flges, Wilsnackerstr. 63, Gefangverein Alpenrose",( Gem. Chor) 8-10 Uhr, Männergesangverein„ Gangestreue", Abends 9-11 Uhr bet Luther, Gesangverein Alpenglühen" Alexanderstr. 37, Ede Kaiserstr., 1 Tr. 8½ Uhr, bet Schröder, Reichenbergerstr. 24. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, ftraße 25b, Ede Alexanderstraße. " Brüderstr. 26. milltommen. " Bitherklub Alpenveilchen", Abends 8% Uhr, Raiser Gäste willkommen. Tambourverein Echo"( Bergnügungs- Verein), Abends 9 Uhr bei Hüttrich, Gollnowstr. 9. Lübeck'scher Turnverein: I. Lehrlingsabtheilung, Abends von 8 bis 10 Uhr im Zurnsaale des Königstädt. Gymnaf.", Elisabethstr. 57-58. Berliner Zurngenossenschaft. 8. Wiänner- Abth., Abends von 9 bis 11 Uhr. Turnlofal: Mühlenftr. 49-50. 1 Abends' uhr, im Restaurant F. Zubeil, Naunynstraße 86. Gáste willTheaterverein Blumenlese" Sigung 9 Uhr Abends im„ Dresdener Pollack- Klub Lustige Brüder", Abends 8%-10% Uhr im Restaurant Sarien", Dresdenerstraße 45, Damen und Herren als Gäfte willkommen. Vergnügungs- Berein" Proletariat", Sigung siewald, Dresdenerstr. 38. Martusstraße 31. Geselliger Klub Hoffnung" bei Feige tommen. Bergnügungsverein, Ponum", Abends 8% Uhr bei Schröder, SteglizerVerein der straße 18. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. " Soldiner", Abends 8½ Uhr bei Wutte, Friedrichsbergerstraße 24. Berein ehem. Schüler der 44. Gemeindeschule", ftraße 31. erein" Kreuzfidel", Sigung mit Damen bei Doberstein, MariannenRauchflub, Nord: Abends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmstr. 105. Rauchklub Bultan", Abends 9 Uhr bet stern" in Friedrichsberg. Ahmer, Gräfeftr. 82.- Orientalischer Rauchflub, Abends 9 Uhr, bei Hart Rauchklub Frisch gewagt", mann, Manteuffelstraße 71. Gäste willkommen. Abends von 9-11 Uhr, Posenerstr. 5 bei Rockendorf. Zu welcher Blindheit gegen die eigne Zukunft, gegen das eigne Interesse, der Kampf ums Dasein führt, wenn sich eine, wenn auch nur vorübergehende Hilfe in der Noth zeigt, davon giebt die nachstehende Verhandlung der zweiten Strafkammer des Landgerichts 11. gegen 3 völlig unbestrafte Personen Zeugniß. May Behmann, 17 Jahre alt, war eine zeitlang ohne Beschäftigung gewesen, und da er auf sich selbst angewiesen ist, in Noth gerathen. Er nimmt nun das Anerbieten eines Kassirers der Firma Conrad, Uhrengeschäft auf Abzahlung, für ihr Uhren zu verkaufen und Geldbeträge einzuziehen, an; die erste Beit geht es auch ziemlich gut, aber für den schon in Noth Gerathenen ist der Verdienst so gut wie ein Tropfen auf einem heißen Stein, er muß Schulden bezahlen und greift Angefallen, weil er seine Frau vor gemeinen Beschimpfun- die anvertrauten Gelder an. Mit den neuen Einnahmen kann gen schützen wollte, wurde, wie uns ein Berichterstatter meldet, er aber nicht alles decken, wenn er nicht immer gut verkauft. Da am Sonntag Abend der Maschinenbauer Wernter wenige rathet er denn Jemand, er solle doch eine Uhr nehmen, er könne Schritte von dem Hause Melchiorstr. 10, in welchem er seine fie ja gleich versehen, da bekäme er noch mehr als die Anzahlung Gewinn". Das Wohnung hat. Es ging auf 8 Uhr, Frau W. befand sich auf ausmache, und hätte also selbst noch einen dem Wege, Einkäufe zum Abendbrot zu machen, als ihrem Mann geht auch ein paar Mal, und wenn Lehmann nun auch nicht einfiel, daß sie etwas vergessen habe, und er ihr nacheilte. W. immer direkt, so hat er doch indirekt sehr oft den Käufern den kam gerade zurecht. seine Ehefrau vor zwei jungen Strolchen in Rath gegeben, diese Manipulationen auszuführen. Als nun aber Schuh zu nehmen, welche dieselbe mit unsittlichen Anträgen und auch die dadurch erzielten Beträge nicht mehr ausreichen, greift den gemeinsten Schimpfreden verfolgten. Unter Betonung, daß er zu einem anderen Mittel, er fälscht die Leihkontrakte" und die Verfolgte seine Ehefrau sei, verbat sich W. dies, um so frecher verkauft die Uhren gegen baar um einen Schleuderpreis. wurden die Strolche. Plötzlich überfielen Beide W. und bear- Vollständige Deckung aller Veruntreuungen fann er nun beiteten seinen Kopf vermuthlich mit ungeöffneten Taschen- natürlich nicht mehr herbeischaffen, da die Abzahlungen für die messern oder Schlüsseln so lange, bis W. besinnungslos und gegen Baar verkauften Uhren ausblieben und so kommt denn blutüberströmt zusammenbrach. Die beiden Helden wurden fest- Alles ans Tageslicht. Die beiden anderen Angeklagten, Emil genommen. W. wurde zum Bewußtsein gebracht und dann der Grakowsky und Pauline Went, hatten von dem Angeklagten Sanitätswache Adalbertstraße 10 zugeführt, wo man acht Kopf- Lehmann Uhren auf Abzahlung genommen und gleich denselben ( Wolffs Telegraphen- Bureau.) wunden an ihm entdeckte und verband. Tag noch versetzt. Die Went gab auch Noth als Triebfeder London, 24. Februar. Die Verhandlungen gegen den des Grakowsky sagt aus, daß Lehmann in seinem Fall Die muthwillige Anrempelung eines jungen Mädchens, unschuldig sei, er, Grakowsky, habe vor der Alter- Mordes in Whitechapel angeklagten Heizer Sadler find abermals einer Schneiderin Namens Rumte, wird uns von der Montag native gestanden, entweder ermittirt zu werden oder auf acht Tage vertagt worden. Man glaubt, der Angeklagte Nacht aus der Franzstraße gemeldet. Das Mädchen, von einem Geld anzuschaffen, und da habe er sich des Angebots werde schließlich wegen Mangels an Beweisen für die Mordthat Vergnügen heimkehrend, befand sich vor dem Hause, in des Lehmann erinnert und ohne dessen Wissen die Uhr versetzt. freigelassen werden. welchem es wohnt, und wollte soeben die Hausthür aufschließen. Beide, went und Grakowsky waren nicht im Stande, die AbDa stürmte eine Anzahl betrunkener Männer untergefaßt die Der Gerichtshof hält Lehmann der Straße entlang und direkt auf das Mädchen los, welches im zahlungen zu leiſten. Urkundenfälschung in 5 Fällen, der Veruntreuung in 5 Fällen, nächsten Augenblick unter ihren Füßen am Boden lag. Unbe- der Unterschlagung in 2 Fällen für schuldig und verurtheilt denfümmert um das Schreien der Daliegenden und die stark blutende selben zu 6 Monaten Gefängniß. Die beiden anderen Angeklagten Kopfverlegung, welche sie sich beim Sturz zugezogen hatte, liefen erhalten jeder zwei Wochen Gefängniß. die rohen Patrone davon. Passanten fanden das Mädchen und brachten dasselbe nach der Sanitätswache in der Adalbertstraße zum Verband. Um der schweren Schädelsverlegung, welche es davon getragen, beikommen zu fönnen. mußte der Arzt demselben einen ganzen 3opf seines schönen Kopfhaares abschneiden. -Das Schiedsgericht in Sachen der Frau Gubela hat mit Rücksicht auf die Krankheit derselben beschlossen, die Bertün digung des Urtheils bis zu ihrer Genesung auszusetzen und dieses alsdann in einer Voltsversammlung zu publiziren. Polizeibericht. Am 23. d. M. Abends wurde die unverehelichte Belice vor dem Hause Linienst. 7 von einem Schlächterwagen überfahren und an den Hüften so bedeutend verlegt, daß fie nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. Zu derselben Zeit fanden vier fleine Brände statt. Gerichts- Beitung. Das Schwurgericht des Landgerichts verhandelte gestern gegen die Tischlerwittwe Emilie Albertine Timba ch eine Anflage wegen wissentlichen Meineids. Die Anklage hatte ursprünglich auf fahrlässigen Meineid gelautet, bei der vor der an. Versammlungen. Depeschen. Briefkaffen der Redaktion. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung betzufügen. Briefta Antwort wird nicht ertheilt. Altenkirch. Schriftlich können wir Ihnen über die Sache feine Auskunft ertheilen. Kommen Sie persönlich auf die Re daktion. C. K. Jst augenblicklich nicht durchzuführen. Steinmegen. Stadthagen. Wozu das Feuer? Haben Sie Der Verband deutscher Mechaniker und verw. Berufs- denn nicht unsere vorige Briefkastennotiz gelesen? Es ist einfach genoffen hielt am Mittwoch, den 18. Febrnar eine Wander- ein Unding, derartige Gewerkschaftsberichte aus dem ganzen versammlung ab. Die beiden ersten Puntte, Vortrag von Herrn Deutschen Reiche zu bringen, dafür ist die" Fachpresse" da. Für Türk und Diskussion mußten von der Tagesordnung abgefeßt Ginsendung von Parteinachrichten würden wir gerne Es -Manuskript über die Versammlung ist ver werden, da der Referent am Erscheinen verhindert war. G3 Raum gewähren. wurde nun in den dritten Punkt der Tagesordnung: Wie stellen nichtet. Frl. A." Sie sind Handlungsgehilfe im Sinne des Ge sich die Mitglieder zur redaktionellen Anmerkung in unserem Fachblatte" eingetreten. Sämmtliche Redner sprachen sich miß- setzes. Der Ortskrankenkasse brauchen Sie nicht anzugehören. Von einem Beschluß billigend über derartige Auslaffungen, wie sie in Nummer 3 der Sie haben 6 wöchentliche Kündigung zu beanspruchen. Der Raum des Blattes gestattet Lindner, Osterholz.. Mechaniker- Zeitung" gestanden, aus. wurde abgesehen, da die Versammlung infolge der Tags zuvor leider nur Berichte von auswärtigen gewerkschaftlichen Versamm stattgefundenen öffentlichen Versammlung und der am selbigen lungen in besonders wichtigen Fällen aufzunehmen. Die andere Abend tagende Versammlung der Arbeiter- Bildungsschule schwach Angelegenheit wird im Briefkasten der Expedition beantwortet besucht war. Jedoch soll Punkt 3 in der nächsten Versammlung werden. noch einmal behandelt werden. Briefkaffen der Expedition. Der Verein zur Wahrung der Interessen der Zinkgießer und Stürzer Berlins und Umgegend hielt seine Mitgliederversammlung am 17. Februar ab. Kollege Max Schulz theilte mit, daß die Gründung des Arbeitsnachweises noch nicht von Demuth 3 M. Für die ausgesperrten Arbeiter gingen ein: Sattlerwerkstatt Möbel-, Spiegel- n. Polsterwaaren- Magazin Aug. Herold, SO. 5. Reichenbergerstraße 5. So. Böhmisches Brauhaus. Der Bockbier- Verkauf beginnt am 21. Februar. Für 3 Mark 24 Flacchen. Gambrinusbräu. 24 Flaschen 3 M. 3 Helles und dunkles Lafelbier 30 " Durchweg vorzüglichste Qualität. Peinlichste Sauberkeit. 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Waschanstalt Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. re m fr ge 90 re au th fa li be Sti De De be Di 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 47. Versammlungen. 11 Eine große Volksversammlung Mittwoch, den 25. Februar 1891. 8. Jahrg. wollen, zu vertheidigen und die waderen Kämpfer für die Rechte dahin zu wirken, daß, da für die Maurer Deutschlands die der Arbeiter mit dem Aufgebote aller Kräfte zu unterstützen. Alle Bentral- Organisation die allein maßgebende sein kann, und weil Arbeiter müßten sich bewußt werden, daß es sich in dem vor- gerade Berlin als Zentralpunkt am meisten unter dem Zuzuge liegenden Falle nicht handelt um einen lokalen Kampf der Ham- aus der Provinz zu leiden hat, die Buzzer Berlins sich der zu füllte am 23. d. M. den Saal des Böhmischen Brauhauses. Wohl burger Bigarrenarbeiter gegen Fabrikanten, nicht der Hamburger schaffenden Zentralorganisation der Maurer Deutschlands an 2000 Personen, Frauen und Männer, waren anwesend. Die im Arbeiter gegen Hamburger Kapitalisten, sondern um einen allge- fchließen, sofern der achte deutsche Maurer- Kongreß eine solche posante Versammlung, deren Bureau die Genossen Witte, meinen prinzipiellen Interessenkampf zwischen Kapital und Ar- beschließt." Zur Berathung der Vorlage der Geschäftsleitung der Maurer Millarg und Körst en bildeten, war nach Bekundung des beit. Wenn sich die Arbeiter Deutschlands solidarisch erklären Borsigenden auf Veranlassung der Berliner Streif- Kontroll- mit den Hamburger Arbeitern, so würden diefe solidarisch siegen, Deutschlands in Hamburg, die zu schaffende Zentralorganisation Kommission einberufen und zwar im Interesse der ausgesperrten und die gesammte Arbeiterschaft würde Antheil haben an den betreffend, wird eine besondere Versammlung einberufen werden, doch brachte Kollege Schulz zur vorläufigen Orientirung die Arbeiter Deutschlands, insbesondere der Hamburger Tabalarbeiter. Früchten dieses Sieges!( Stürmischer Beifall.) Demgemäß hielt Reichstags- Abgeordneter Moltenbuhr einen In der Diskussion hob Genosse Glocke hervor, daß nach dem Vorlage durch Verlesen zur Kenntniß der Bersammlung. häufig von Zustimmungsbezeugungen unterbrochenen Vortrag über Falle des Sozialistengesetzes die Gewerkschaftsbewegung eine eben der zweite Punkt der Tagesordnung lautete:" Die Folgen das Thema: Die Aussperrung der Tabatarbeiter solche Bedeutung erlangt habe, wie die politische Bewegung des harten Winters und wie sind wir in der zu Hamburg, Altona und Ottensen und die und daß die ganze Aufmerksamkeit und Thätigkeit der Organi- age, dieselben zu mildern?" Ueber diesen Punkt falschen Berichte des Wolff'fchen Telegraphenfation des ökonomischen Kampfes zuzuwenden sei. Daher sollen sprach zunächst Kollege Dietrich, welcher ganz energisch dem Bureaus" und äußerte sich in demselben: Das Koalitionsrecht sich die Arbeiter mit aller Kraft gewerkschaftlich organisiren und Unterbieten der Kollegen, um nur Arbeit zu erhalten, entgegentrat fei eins der wichtigsten Kampfesmittel der Arbeiter unter der die Raffen zu füllen trachten, um überall den Uebergriffen des und die Hochhaltung des beschlossenen Tagesverdienstes von 7 M. forderte. Die eingerissenen levelſtände sanden in einer längeren heute herrschenden Produktionsweise. Der Arbeiter sei gezwungen, Kapitals energisch entgegentreten zu können. sich dieses Kampfesmittels immer mehr zu bedienen, da mit der Genosse Körst en machte den Vorschlag, die Ausgesperrten Debatte eine eingehende Beleuchtung. Laut Beschluß der BerEntwickelung der privatkapitalistischen Produktionsweise die möchten auf eigene Rechnung Bigarren anfertigen und in allen fammlung soll innerhalb acht Tagen eine neue öffentliche BerArbeit eine Waare geworden sei, welche so billig als möglich großen Städten Verkaufsstellen einrichten. Der Konsum würde fammlung einberufen werden, in welcher neben dem Entwurf einzufaufen die Unternehmer sich bemühen. Demzufolge habe dadurch verdoppelt werden, ohne daß die örtlichen Zigarreu- eines Verbandsstatuts die Resolution Wernau von der Gewerk das Rapital ein erklärliches Interesse daran, daß die Waare arbeiter geschädigt würden. Dadurch könnten die Ausgesperrten schaftskonferenz zur Diskussion gestellt werden soll, obgleich Arbeitskraft im Besige möglichst willenlofer Menschen sich befinde. nachhaltiger unterstützt werden als lediglich durch Gelbsammlungen, letztere bereits für erledigt erachtet wurde. Säulenanschlag er folgt nicht, nur Inserate im Vorwärts". Mit dem Wunsche, Wenn dem Kapitale dies fein Vorhaben gelinge, dann würden welche nicht immer allzu reichlich ausfallen. die Arbeiter als Verkäufer der Waare Arbeitskraft in eine wenig Gegen diesen Vorschlag wandte sich Genosse Börner, indem daß der zu gründende Verband deutscher Maurer blühen und beneidenswerthe Lage gerathen. Die Lage der Arbeiterklasse sei er durch den Hinweis auf die erforderlichen riesigen Kapitalien gedeihen möge, schloß Kollege Dietrich zu vorgerückter Stunde fo schon eine wenig erfreuliche. Die Einführung arbeitsparender die Unmöglichkeit der Ausführung dieses Vorschlages vor die Versammlung. Maschinen ist mit Entwickelung der fapitalistischen Produktions- Augen führte. Jm Uebrigen war er aber der Meinung, daß Eine öffentliche Versammlung sämmtlicher Maschinisten weise den Arbeitern nicht nüßlich, sondern schädlich geworden. Berlin bisher zu wenig für die Hamburger gethan habe und Tausende und Abertausende von Arbeitern würden empfahl er dringend, das Versäumte nachzuholen und reichlicher und Heizer, sowie aller zur Wartung von Triebwerk( Motoren) Durch die Maschine verdrängt, der großen Reserve- Armee die von der Kommission der Tabalarbeiter verausgabten Marten angestellten Personen Berlins und Umgegend fand Sonntag Voreingereiht und drücken nun die Arbeitslöhne durch Ueber zu kaufen, welche nicht nur für die Tabakarbeiter, sondern für mittag unter dem Vorsitz des Herrn Kirschnick statt und bes angebot von Arbeitskraft herunter. Die Entwickelung der alle ausgesperrten Arbeiter bestimmt seien und deren Ertrag der schäftigte sich mit der Frage: Ist die Prüfung von Maschinisten heutigen Produktionsweise bringe es mit sich, daß auf Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands zur Ber- und Heizern anzustreben analog den Bestimmungen der Heizer Der gleichen Ansicht war Genosse und Maschinisten auf See- und Flußdampfern, Lokomotivführern die rücksichtsloseste Ausbeutung der Arbeitermassen gewissermaßen fügung gestellt würde. eine Prämie gefegt sei und daß der Einzelne dem tollen Kon- Geride, während Genosse Koopmann den Vorschlag Körsten u. f. w., worüber Genosse A. Gerisch referirte. Derselbe führte aus. furrenstampfe sich zu widersehen machtlos fei, vielmehr mitthun befürwortete. in 2C. Hierauf gelangte folgende vom Genossen Otto beantragte Resolution einstimmig zur Annahme: 1. Die heute im Böhmischen Brauhause versammelten Arbeiter und Arbeiterinnen aller Branchen erklären sich, nachdem sie Kenntniß genommen von der Vergewaltigung der Hamburger Ausgesperrten seitens der Unternehmerverbände, mit den Ausgesperrten solidarisch und verpflichten sich, unter ihren Fachund Arbeitsgenossen für eine reichlichere Unterstützung als bisher einzutreten. M müsse, wolle er nicht zermalmt werden, Ganz besonders mache In seinem Schlußworte war auch Genoffe Moltenbuhr Die Frage, welche heute auf der Tagesordnung steht, muß von fich diese Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft auch in der der Meinung, daß Berlin bisher zu wenig geleistet habe zwei Gesichtspunkten aus erörtert werden, erstens von dem Gesichts Er- punkt der Allgemeinheit, wie weit diese dabei interessirt ist Tabalbranche geltend. Die Fabrikanten feien mit der Fabrikation und bestrebt sein müsse, das Versäumte nachzuholen. ihrer Waare dorthin geflüchtet, wo sie die billigsten Arbeitskräfte klärlich sei die bisherige verhältnißmäßig geringe Leistung und zweitens von dem Gesichtspunkt des eigenen Berufsinteresses vorfanden, sogar auf die Dörfer, deren Insassen, die von den ja allerdings durch die auch hierorts graffirende Arbeits- aus. Es ist ja feit einigen Jahrzehnten mit dem Prinzip des Erträgnissen der landwirthschaftlichen Betriebe nicht zu leben ver- losigkeit. Doch fei zu bedenken, daß die Fabrikanten absoluten Gehenlassens, welches hauptsächlich von den manchesterim Harz, Rheingau, Westfalen mochten, in der Fabrikation von Zigarren unterrichtet wurden im arbeiten lichen Parteien vertreten wurde, fast auf allen Gebieten gebrochen und nun erst in Verbindung mit dem Erwerbe aus dieser Thätig- lassen, daß ihnen alle diese Hilfsquellen verstopft werden müssen worden. Ich führe dies nur an, um von vorneweg den Einfeit nach den Berichten des badischen Fabrikinspektors ein noth- und daß dazu viel Geld erforderlich sei. In nächster Zeit würde wänden die Spize abzubrechen, die Arbeiter hätten sich damit auf dürftiges" Auskommen haben. Dieses System, das als das vielleicht eine Genossenschaft gebildet werden, um den Arbeitern eine schiefe Ebene begeben, ebenso wie das Kleinhandwerk, welches fluchwürdigste bezeichnet werden dürfe, das System der Haus mit den stärksten Familien Gelegenheit zur Arbeit zu verschaffen gleichfalls einen Bejähigungsnachweis verlange. Hier liegt es industrie, sei in der Bigarrenfabrikation ganz besonders ausgebildet und sie der Arbeiterfache zu erhalten. Der Kampf werde noch ganz anders: wo es in die Hand eines Menschen gelegt ist, ob und die Fabrikanten hätten es verstanden, dieses System trefflich lange dauern und ein Streifbrecher sei nicht so sehr zu ver- das Leben vieler Menschen, welche in einer gewissen Entfernung zu benußen. Durch die Hausindustrie wurden aber grauen- dammen, wenn er der Noth erliege, aus Noth zum Verräther an beschäftigt find, gefährdet oder geschützt ist, da muß wohl oder hafte Bustände geschaffen. Die Arbeitszeit sei eine unbegrenzte, der Arbeiterfache werde. Um dies zu verhüten, müsse die ge- übel von ganz allgemeinen Gesichtspunkten aus ein Schutz die Arbeitslöhne fänten immer tiefer, und um nur Brot zu fammte Arbeiterschaft als eine Phalang dem Kapitale gegenüber- vorhanden sein. Für die Seeschifffahrt ist man zu der Erkenntniß schon gelangt, daß Schuhmaßregeln getroffen schaffen, müßten alle Familienglieder, Frauen und Kinder, mit treten. arbeiten. Man habe zwar Schutzbestimmungen für in Fabriken werden müssen, und man hat deshalb eine Prüfung ein geführt, jedoch für die Binnen Schifffahrt und die Maschinenarbeitende Frauen und Kinder geschaffen. Die Hausindustrie sei jedoch unberücksichtigt geblieben. Auch in der Arbeiterschutz- Kombetriebe auf dem Lande liegt es in dem Ermessen der Landesmission des Reichstages sei gesagt worden: An der Schwelle der regierungen, wir sehen daher die verschiedensten Maßnahmen. Die Stettiner Kollegen hatten schon einmal eine Petition Familie müsse Halt gemacht werden!" Dies wäre richtig, wenn an der Schwelle der Familie auch die Ausbeutung Halt machte! dem Reichstag in dieser Angelegenheit überfandt und in derselben So lange der hausindustriellen Ausbeutung nicht ebenfalls gesez auch eine Menge von Fällen angeführt, wo nur groben Vernach liche Schranken gezogen würden, würde die Hausindustrie von den lässigungen die Unfälle zuzuschreiben waren. Die Petition hat einer Reichstags- Kommission zur Berathung vorgelegen, Fabrikanten gepflegt werden, wo sich nur immer die Produktion darüber eine war von den ReTange Debatte, durch Hausindustrie ermöglichen lasse. Den Arbeitern sei nun zwar 2. Da die Kommission für öffentliche Angelegenheiten der es zur Erringung befferer Lohn- und Arbeitsbedingungen das Koalitions: Tabatarbeiter Berlins Marken( Sammelbons) für die ausgesperrten gierungsvertretern wurden die Mißstände wohl anerkannt recht verliehen worden, doch werde dasselbe eingeengt durch Arbeiter Deutschlands ausgiebl, so empfiehlt die heutige Bolts- aber man hat sich trotzdem nicht veranlaßt gesehen, Aenderungen mancherlei neben herlaufende Bestimmungen, die noch aus versammlung den Gewerkschaften Berlins, solche von genannter eintreten zu lassen. Wollte man nun wieder eine Petition früheren Zeiten in die heutige mit hinüberspielen. Hierher Rommission in Vertrieb zu nehmen und fordert dieselbe auf, in an den Reichstag entfenden, so könnte man es schließlich gehören auch die verschiedenen Vereinsgeseze. In hohem den verschiedenen Stadtbezirken Zahlstellen zu errichten und die thun, es würde nichts schaden, wenn die Sache wieder einmal zur Sprache thun könne, doch müßte dann ein umfangreiches BeMaße beschränkte auch das Sozialistengesez das Koalitions- Adressen im Vorwärts" bekannt zu machen. recht der Arbeiter, welchem bekanntlich viele Arbeiterorganisationen weismaterial beigebracht werden, um allen Einwendungen vorzum Opfer fielen. In dem Kampfe gegen die Arbeiter und deren zubeugen. Das waren die Gesichtspunkte, welche von allgemeinem Organisationen trat an Stelle der Behörden das UnternehmerDer Ueberschuß der Tellersammlung wurde der General Interesse maßgebend sind. Nun kommt weiter die Frage, wie thum. So habe sich auch im vorigen Jahre in Hamburg ein Fabrifantenverein der Tabalindustrie gebildet mit durchaus arbeiterfeind fommission der Gewerkschaften Deutschlands überwiesen. Nach weit davon eine Besserstellung in dem Beruf selbst zu erwarten lichen Sagungen, die gleichzeitig bestehenden gesetzlichen Bestimmungen dem noch die Landagitation befürwortet und zur Verbreitung des ist; und hier muß vor großen Illusionen gewarnt werden. entgegen sind. In ausführlichster Weise schilderte nunmehr der sozialdemokratischen polnischen Parteiblattes, sowie zur Förderung Redner legt dann ausführlich dar, daß keineswegs durch eine Bortragende den genugsam bekannten, von dem Fabrikantenverein der polnisch- sozialistischen Agitation aufgefordert worden war, Prüfung die Reserve Armee verringert werden würde, wobei herausbeschworenen Konflikt und den Verlauf desselben, welcher schloß der Borsigende die imposante Boltsversammlung mit einem er auf die Manipulationen der früheren Privat- Eisenbahnbekanntlich mit der Aussperrung der Mitglieder des Unter- dreifachen Hoch auf die internationale völkerbefreiende Sozial- gesellschaften hinwies, welche zwar, um die Verantwortlichkeit stüßungsvereins deutscher Tabatarbeiter endete. Da sich auch die demokratie, das ein tausendstimmiges Echo fand. Unter dem von sich abzuwälzen, geprüfte, vereidigte Beamte hatten, aber eine entsprechende Besoldung dadurch Nichtmitglieder mit den Ausgesperrten solidarisch erklärten bezw. Gefange eines Arbeiterliedes entströmten die Massen dem Ver- andererseits zu verhindern wußten, daß fie eine große Reserve- Armee dem Unterstüßungsvereine als Mitglieder beitraten, so sind von sammlungslokale. Puker. sich schafften. Diese Maßnahmen würde auch das Kapital überdem seitens 27 Firmen bewirkten Arbeitsausschuß gegen 2500 ArDie Puzer Berlins und Umgegend hielten am haupt zur Ersetzung des Arbeitskräfte bei Einführung der Prü beiter( davon viele verheirathet) betroffen worden. Die Solidarität der Hamburger Tabatarbeiter sei eine so unvergleichliche, daß 22. d. M. unter Vorsitz des Kollegen Dietrich im Saale der fungen vornehmen. Also eine besondere Aenderung der Lage der wie der Bortragende ausführte, troß der bereits dreizehn Bittoria- Brauerei eine öffentliche Versammlung ab. Kollege Maschnisten würde damit nicht erlangt werden. Redner führt wöchigen Arbeitssperre sich doch noch nicht soviel Streitbrecher ge- Franz Schulz referirte über den ersten Punkt des Tages weiter aus, daß wie auf den anderen Gebieten, so auch hier die funden haben, daß auf jede Firma ein ganzer fäme! Da die ordnung: Stellungnahme zu dem geplanten deut wirthschaftliche Entwicklung dahin treibe, den qualifizirten ArFabrikanten am Orte feine Arbeiter erhalten, so hätten sie schen Maurerverband". Derselbe schickte voraus, daß er beiter durch den ungelernten zu ersetzen. Wir sehen also, daß sowohl aus allgemeinem Interesse als versucht, durch falsche Depeschen theils von außerhalb Arbeits- vor nicht langer Zeit noch auf dem Boden der Lokalorganisation träfte nach Hamburg zu locken, theils die Unterstützung gestanden habe, daß er aber nunmehr zu der Ueberzeugung ge- auch im Interesse des Berufes Schuhmaßregeln wohl geboten der Ausgesperrten zu hintertreiben, doch sei ihnen dieſe Mani- langt sei, daß die Zentralisation für die Arbeiter die zwecks wären, daß man sich aber als denkender Arbeiter keinerlei pulation in feiner Weise gelungen. Seit dem 1. Mai schon tobe mäßigere sei. Referent legte in längeren Ausführungen die für Fusionen hingeben dürfe, sie müßten sich vielmehr der allgemeinen Sie müßten dafür eintreten, in Hamburg der Kampf der Unternehmerkoalitionen gegen die die Zentralorganisation sprechenden Gründe klar und stellte es Arbeiterbewegung anschließen. Arbeiterorganisationen. Die Arbeiter hätten erkannt, daß fie der Bersammlung anheim, sich darüber schlüssig zu machen, ob daß die Arbeit als solche zu ber Anerkennung gelangt, Und wenn sie in diesem Sinne eine Macht feien und der Geist der Organisation und Solidarität die Buyer in Zukunft für Berlin ihre so lange bestehende Lokal- welche ihr gebührt. unter den Arbeitern sei ein solcher, wie nie zuvor. Es sei ein Organisation aufrecht erhalten oder aber sich dem geplanten sich der allgemeinen Arbeiterbewegung anschließen, so fördern Klafferkampf, der sich hier abspiele, ein Kampf von Kapital gegen deutschen Maurerverbande anschließen wollen. In der Dis- sie damit nur ihr eigenes Interesse, da die Interessen aller Hamburg den Fabrikanten gelingen, die Arbeiterorganisationen Bentralisation aus. 3. Die Voltsversammlung ersucht den Vorstand der sozial demokratischen Partei, in der Expedition des Vorwärts" eine Bahlstelle einzurichten." " " # Arbeit und maßgebend für ganz Deutschland. Würde es in fussion sprach sich Kollege Dietrich in erster Linie für Arbeiter solidarisch find.( Lebhafter Beifall.) Derselbe hob hervor, daß bereits An der Diskussion betheiligten sich Kirschnick, Keßler, Treu, zu zerstören, so würde bald aller Orten in gleicher Weise vor: 295 deutsche Städte mit 33 447 organisirten Kollegen an der Maurer Freund, Trittelwig, Preuß, Immer, Kersten. Bon diesen Rednern gegangen werden. Und dies zu verhindern müßte die gesammte bewegung theilnehmen. Dies sei eine nicht zu unterschätzende Bahl, räth Regierungs- Baumeister Keßler ganz entschieden von der AgiArbeiterschaft sich angelegen sein lassen. Gewaltige Opfer feien welche von vornherein ein Gedeihen des geplanten Verbandes tation zur Einführung einer Prüfung ab, da nach den Ausfühzroar schon gebracht worden, denn um die 2500 Ausgesperrten garantire. Würde Berlin sich iſoliren, sich von der Gesammtheit rung des Referenten dieselbe feinen Vortheil für die Arbeiter nur noihdürftig zu unterstützen, seien gewaltige Summen erforder- ber deutschen Maurerschaft loslösen, so würde die Folge davon bringen würde. Auch der Allgemeinheit würde wenig durch eine lich. Diese seien zwar bisher aufgebracht worden, doch werden sein, daß im Falle eines Lohnkampfes die deutsche Maurerschaft Prüfung genützt, da eine solche nicht die Garantie biete, daß immer größere erforderlich, denn solle der Kampf gegen das vereinigte sich nicht veranlaßt sehen würde, Berlin zu unterstützen, der Zu- der betreffende Arbeiter auch ein brauchbarer Mensch sei. Brächte Rapital mit Grfolg geführt werden, so sei es nöthig, daß die aug würde von Berlin nicht fern gehalten werden und die Ber- man Material, daß viele Unfälle durch ungeprüfte Arbeiter Die Geschäfts- herbeigeführt feien, so könnte man mit Leichtigkeit Arbeiter sämmtlicher Filialen mit in den Kampf hineingezogen liner Maurer würden auf die Straße fliegen. werden. So nur lönnen die Fabrikanten zum Nachgeben ge- leitung der Maurer Deutschlands habe einen Entwurf zu einem auch Material dagegen bringen, wo die Unfälle unter geprüften zwungen werden und bereits sei in vielen Filialen die Arbeit ein- Verbande deutscher Maurer ausgearbeitet, welcher dem nächsten Arbeitern geschehen seien. Den Nutzen würde nur allein das gestellt worden. Die Hamburger hätten jederzeit ihre Solidarität deutschen Maurerkongresse vorgelegt werden würde. Dieser Ent- Kapital ziehen. Deshalb rathe er, den Plan einer Petition als im reichsten Maße bewiesen, Deshalb appelliren nun die Ham- wurf sei als eine Vorlage zu betrachten, und es fomme zunächst für die heutige Beit ungeeignet fallen zu lassen.( Beifall.) burger Arbeiter an das Solidaritätsgefühl der Arbeiter Deutsch- darauf an, sich darüber schlüssig zu machen, ob die Grundzüge des Bon einem anderen Redner wurde aufgefordert, einen neuen lands in dem schweren und langen Kampfe, den sie für die Ar- Entwurfes anzuerkennen seien. Die Kollegen Macijewski Fachverein zu gründen, da der bestehende bisher nichts genügt ( Maurer), Kröbel, Ditland habe und auch wohl nichts nühen werde, da in demselben beiter Deutſchlands auszufechten gezwungen feien, in dem Kampfe und Silberschmidt traten Gräschte und entschieden für Kapitalisten Ehrenmitglieder wären. Dieser Ansicht wurde aber Alle, die sich bewußt sind, daß das( Bimmerer) während Marras als alleiniger von anderer Seite widersprochen, man sollte feinen neuen Verein Koalitionsrecht ein Mittel ist, dessen die Arbeiter bedürfen, um Bentralorganisation ein, unter den bestehenden Verhältnissen fich davor zu schüßen, zum willenlosen Werkzeuge in den Redner Lotal gründen, sondern durch Massenbeitritt den bestehenden neues Nach Schluß der Diskussion Leben zu führen. Hünden der Unternehmer degradirt zu werden, um den drohen- organisation befürwortete. In seinem Schlußwort meint der Referent, er habe ebenben Bauperismus von sich abzuwehren, müßten ein Intereffe gelangte folgende vom Kollegen Gräschte beantragte Refofalls die Frage der Absendung einer Petition offen gelassen. daran haben, das Koalitionsrecht, welches die Hamburger lution zur einstimmigen Annahme: Kapitalisten durch das Mittel der Arbeitssperre, die Frauen Die heutige öffentliche Versammlung der Pußer Berlins und wenn Reßler gesagt habe, man hätte in anderen Ländern keine umgegend erklärt, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln Prüfung, so verweise er auf die Seeschiffahrt, bei welcher selbst in um das Koalitionsrecht. Unter Verschiedenem" wurde aufgefordert, Schundblätter, wie„ Lokal- Anzeiger"," Deutsches Blatt" fernerhin nicht mehr zu lesen, sondern ein Blatt, das den Arbeiter aufzuklären im Stande ist, das„ Berliner Volksblatt". 1. Wahlkreis. Der Fachverein der Berliner Stuckateure und BerufsAmerika zum Schuße der Passagiere Prüfungen der Maschinisten| sammlung vom Tag vorher. Kollege Thomä erörterte in einigen der Arbeiterinnen an Buch- und Steindruck- Schnellpressen hinverlangt würden. Er gebe auch zu, daß ein ungeprüfter Ar- Worten die Gründe, welche den Kongreß dazu veranlaßten, ein- gewiesen. beiter ebenso Gutes leisten könne, wie ein geprüfter; trozdem müthig die lokale Zentralisation sämmtlicher Metallarbeiter müsse man darauf dringen, daß mit dieser Arbeit nur Fachleute Berlins zu empfehlen. In der Diskussion sprachen die Kollegen beschäftigt würden. Redner empfiehlt Einsetzung von Fabrik Weinert, Schönemann und Vorreiter sich lebhaft für die genossen hielt am 16. Februar seine übliche MitgliederversammAuch die Kollegen lung ab, in welcher Herr Krause einen beifällig aufgenommenen inspektoren auch für die Binnenschifffahrt, doch müßten die In- Neugestaltung der Organisation aus. im Prinzip damit Vortrag über:„ Chemie" gehalten hat. In der Diskussion wurde spettoren, um des unbedingt nothwendigen Vertrauens der Ar- Pinn und Schlenker erklärten sich es nicht der Vorstand angewiesen, uns öfter mit wissenschaftlichen Vorbeiter gewiß zu sein, von diesen selbst gewählt werden. Hinsicht- einverstanden, hatten aber das Bedenken, ob lich ihres Vereins empfehle er ihnen, dahin zu streben, daß sie einestheits noch zu früh für die Mechanifer zu einem solchen trägen aufzuwarten, die unbedingt zur Aufklärung der Kollegen denselben auf die Höhe der Zeit bringen. Er lasse es für eine Schritt sei, da viele Berufsgenossen sich dem Verbande bisher beitragen. Ferner wurde der Vorstand beauftragt, gelegentlich Billets spätere Zeit dahingestellt, ob es nicht ihren Zwecken entsprechend immer noch fern gehalten haben, andererseits sei zu erwägen, daß wäre, wenn sie sich dem Metallarbeiter- Verein anschließen würden. durch eine Auflösung der Zahlstelle Berlin des Verbandes der zur Urania" zu beschaffen. In Vereinsangelegenheiten legte ( Beifall.) Mechaniker derfelbe für die fleineren Städte eine Hauptstüße ver- Kollege Kruse sein Amt als Arbeitsnachweis- Rommissionsmitglied Von einer Beschlußfassung über die Absendung einer Petition liere und so seine Existenz leicht gefährdet sein dürfte. Dieser nieder und es wurde an dessen Stelle Kollege F. Grünenberg wurde vor der Hand Abstand genommen, es sollen fernerhin öfters Auffassung wurde jedoch von allen Seiten lebhaft widersprochen gewählt. Die Anschuldigung in der letzten Versammlung gegen die Versammlungen abgehalten werden. und so wurde zum Schluß folgende Resolution einstimmig angeEinstimmig wurde eine Resolution angenommen, welche sich nommen:„ Die Versammlung macht die von dem Kongreß der beiden Vorsitzenden, daß dieselben bei Licht gearbeitet haben mit den Ausführungen des Referenten einverstanden erklärt, Metallarbeiter der Provinzen Brandenburg und Pommern, sowie sollen, nahm Kollege Rich. Daske zurück, und gab an, sich geirrt ferner wurde folgende Resolution angenommen: die von der gestrigen allgemeinen öffentlichen Metallarbeiter- Wer zu haben. Die Abrechnung vom Maskenball ergab einen Die Anwesenden beschließen, sich Mann für Mann dem sammlung aufgestellten Refolutionen zu den ihrigen. Sie erkennt Ueberschuß von 12,20 m., welcher bereits an den Kassirer abgeVerein der Maschinisten und Heizer anzuschließen, um dadurch an, daß die bestehenden Branchenorganisationen den gegen liefert ist. Behufs Stellungnahme zum 1. Mai wurde beschlossen. Berlins nicht mehr gewachsen Bum 1. Sonntag im Mai eine Versammlung mit Anschluß denselben zu einer wirklichen Arbeiterorganisation zu machen. wärtigen Verhältnissen eine daß Weiter verpflichten sich die Anwesenden, sich der Berliner Arbeiter- find und Organisation sämmtlicher Metall- eines geselligen Beisammenseins zu arrangiren; und ist das Verbewegung anzuschließen. arbeiter Berlins die einzige ist, welche die Interessen sämmtlicher gnügungskomitee damit beauftragt, die nöthigen Schritte zu thun, Metallarbeiter nach jeder Richtung zu wahren im Stande ist." ein passendes Lokal für obigen Tag zu gewinnen. Auch soll Bei Verschiedenem besprach Kollege Nather( Uhrmacher) die Lage der Arbeitslosen an diesem Tage gedacht werden, indem möglichst der Gehilfen im Uhrmachergewerbe und bedauerte sehr, daß ihre ein Fonds aufgebracht werden soll, um die Unbemittelten an der Ein weiterer Antrag Vereinigung noch nicht auf dem Standpunkt der modernen Ar- würdigen Feier theilnehmen zu lassen. beiterbewegung angelangt fei. Er wünscht, die Uhrmachergehiljen lautet:„ Die Versammlung wolle beschließen, die Vervollkomm wären schon so weit, auch der neu begründeten Metallarbeiter- nung der Bibliothek dem Vorstande und Bibliothekar zu überDer sozialdemokratische Wahlverein für den 1. Berliner Vereinigung beitreten zu können, vor der Hand hält er es noch lassen." Derselbe wurde angenommen. Nachdem noch Kollege Reichstags- Wahlkreis hielt am 20. Februar eine Versammlung für rathfamer, sie erst für sich zu organisiren, um so zunächst den Braum auf die Statisti thingewiesen und aufgefordert hatte, Unab, in welcher der Genosse Flatow einen Vortrag über:" Der Kastengeist möglichst zu beseitigen. Nach einigen ermahnenden fälle, welche durch die gesundheitsschädlichen Koakstörbe herbei20. Februar 1890, Rückblicke" hielt. Im Anschluß an die Wahl- Worten des Vorsitzenden, die bestehende Organisation so lange geführt werden, rechtzeitig den Vertrauensleuten zu melden, iourde die Versammlung geschlossen. erfolge der Sozialdemokratie von 1890 gab Reoner die Geschichte au recht zu erhalten bis die neu zu gründende ins Leben geder Partei in großen Zügen wieder und forderte zum Schluß die treten ist, um wenn möglich geschlossen übertreten zu können, Eine öffentliche Tabakarbeiter und Arbeiterinnen Versammelten dazu auf, recht rege für die Verbreitung der Ideen schließt die Versammlung mit einem Hoch auf die neue Dr Versammlung fand am 17. d. M. in Rixdorf mit folgender des Sozialismus einzutreten, damit die Sozialdemokratie bei der ganisation der Metallarbeiter. Tagesordnung statt: 1. Wie ist die heutige Schmuskonkurrenz nächsten Wahl neue und noch größere Siege verzeichnen könne. Der Vortrag wurde beifällig aufgenommen. An der Diskussion Der Fachverein sämmtlicher in den Glacee und Karton zu beseitigen? 2. Wie stellen sich die hiesigen Tabalarbeiter betheiligten sich die Herren Rack wit, Megner, Nören- papier- Fabriken Berlins und Umgegend beschäftigten Arbeiter zur Wahl einer öffentlichen Kommission bezw. eines Vertrauens3. Verschiedenes. Beim ersten Punkt der Tagesberg, Wach, Goldberg und Kaßler. Nach dem Schluß- und Arbeiterinnen hielt am Mittwoch, den 18. Februar, eine mannes? wort des Referenten wurde, da weiter nichts vorlag, die Ver- Generalversammlung ab. Herr R. Kunkel hielt einen Vortrag ordnung wurde bekannt gegeben, daß hier einige am Play ansammlung mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie über:„ Ein Rückblick nach Bellamy", welcher von den Ansässige Fabrikanten und Händler ihren Bedarf von dort beziehen, Die Fabri wesenden mit Beifall aufgenommen wurde. geschlossen. Bei Punkt 2 der wo die sogenannten Hungerlöhne gezahlt werden. Tagesordnung:" Ist der Beschluß, welcher in der ersten fanten und Händler Rigdorfs waren eingeladen und der größte Der Verein zur Wahrung der Interessen der Berliner Generalversammlung gefaßt wurde, nach welchem niemand mit Theil auch anwesend. Nur die Fabrikanten erklärten sich mit Knopfarbeiter hielt seine Mitgliederversammlung am 19. Februar Arbeitern von der Firma Friedheim u. Sohn zusammen arbeiten unserem Vorgehen solidarisch und es wurde beschlossen, in der ab. Zunächst sprach Wilh. Werner über das Invaliditäts- und sollte, aufrecht zu erhalten?" entspann sich eine lebhafte Debatte, Sache weitere Schritte zu thun. Beim zweiten Punkt wurde eine öffentliche Kommission, bestehend aus den Kollegen Altersversicherungs- Gesetz. In eine Diskussion wurde nicht ein- in welcher einige Redner für, andere dagegen sprachen. Man Frese und Hermeting gewählt Es wurde von getreten. Nachdem der Referent noch mehrere Fragen beant- gelangte jedoch schließlich zu der Ueberzeugung, daß es bei den Dichte, Frese Wahl eines besonderen Vertrauensmannes Abstand wortet hatte, verlas der Kassirer die Abrechnung vom Stiftungs- heutigen Produktionsverhältnissen nicht möglich sei, den Beschluß der feft. Darnach betrug die Einnahme 84 M., die Ausgabe 99,20 m., aufrecht zu erhalten. Hieraus wurde zum dritten Puntt der genommen und die Arbeiten desselben der Kommission übergeben. bleibt ein Defizit von 15,20 M. Hierauf verlas der Vor: Tagesordnung:" Besprechung über§ 1 des Vereinsstatuts", über- Unter Verschiedenem wurde aufgefordert, thatkräftiger wie bisher sitzende die Paragraphen, welche in unserem Statut gegangen. Der Vorsigende machte bekannt, daß es sich nicht um für die ausgesperrten Hamburger Kollegen einzutreten. aufgenommen respektive geändert werden sollen, doch eine Abänderung des Statuts handelt, es sei dies nur eine Besprechung Eine Versammlung des Fachvereins der Wirker und wurde dieser Punkt bis zur Generalversammlung ver= zu dem Absatz des§ 1„ Regelung der Lehrlingsfrage." Der Grund 16. d. M. statt, in welcher Herr Wirkerinnen fand am tagt. Unter Verschiedenem brachte der Vorsitzende die hierzu lag darin, daß in einer Firma Arbeiter angelernt werden; Dr. Lütgenau über das Alters- und Invalidengesez referirte. In Gründung einer Streiffasse in Vorschlag, worüber sich eine die Mitglieder haben deshalb zu enscheiden, ob dieses absolut der Diskussion sprachen die Kollegen Neuhaus, Wengels und längere Debatte entspann, jedoch wurde diese Sache der nächsten nöthig ist. Diese Sache gab Anlaß zu einer sehr erregten öffentlichen Versammlung überlassen. Hierauf stellte Kollege Spies Debatte, da einige Mitglieder nicht für das Anlernen ein- Fräulein Schmidt im Sinne des Referenten. Es wurden noch den Antrag: Der Generalkommission der Gewerkschaften Deutsch genommen waren, andere wieder dafür eintraten. Man gelangte verschiedene Fragen an den Referenten gerichtet, welche derfelbe zur Zufriedenheit der Anwesenden beantwortete. Zum dritten land3 30 M. aus der Kasse als 2. Rate zu bewilligen. Der An- jedoch zu der Ansicht, daß es augenblicklich nothwendig sei, daß Punkt der Tagesordnung: Borberathung zur Statistik in unserer trag wurde angenommen. Der Vorsitzende machte den Vorschlag, Arbeiter angelernt werden; künftig müßte jedoch der Vorstand Branche, verlas Kollege Rothe einen Entwurf der Fragebogen, ein Vergnügungskomitee von drei Mann zu wählen. Es wurden erst davon in Kenntniß gesezt werden. die Kollegen Friedemann, Guddat und Forelle gewählt. Dem Gründung eines Streit- und Unterstügungsfonds beschlossen. Es welcher auch mit einigen Aenderungen angenommen wurde. Kollegen Johlke wurden in der letzten Versammlung, weil er in sollen zu diesem Zweck Sammelbons im Werthe von 5 und sollen nun in nächster Zeit Fragebogen in den Werkstätten zirkuliren, der Knopffabrik von Röhl gemaßregelt worden ist, pro Woche 10 Pf. gedruckt werden, diese sollen dann von der Fachkommission welche von den Kollegen und Kolleginnen gewissenhaft ausgefüllt werden sollen, um durch eine Statistik flares Licht in unsere 7 M. 50 Pf. Unterstützung auf 6 Wochen bewilligt; hierzu stellte an die Vertrauensleute in den Fabriken vertheilt werden, um auf Lohn- und Arbeitsverhältnisse dringen zu lassen. Im„ BerKollege Muller den Antrag: Sollte Kollege Johlte nach 6 Wochen diese Art eine freiwillige Extrajeuer von den Mitgliedern zu erfchiedenen" wurde, da ein Mitglied des Arbeitsnachweises" ausnoch keine Arbeit erhalten haben, ihm noch auf 14 Tage die heben. geschieden war, die Kollegin Fraulein E. Winkler in denselben Unterstützung in gleicher Höhe weiter zu bewilligen. Der Antrag Der Verband der Möbelpolirer Berlins und um gewählt. wurde angenommen. gegend hielt am Montag, den 16. d. M., seine Monatsversamm- Freie Vereinigung der Zimmerleute. In der VerAllgemeine Kranken- und Sterbekasse der deutschen lung ab. Zum ersten Punkt der Tagesordnung hielt Kollege sammlung vom 16. Februar hielt Herr Peus einen sehr lehrDrechsler und verw. Berufsgenossen, E. H. 86 Hamburg. Reuter einen Vortrag über: Der Kampf mit geistigen Waffen, reichen Vortrag über:" Zeitlohn und Stücklohn". Im VerAbschiedenen wurde bekannt gemacht, daß Kamerad Wilh. Schulz Am Montag, den 16. Februar, fand bei Beyer, Neue Grünstraße, welcher mit reichem Beifall aufgenommen wurde. An der Diseine kombinirte Versammlung sämmtlicher Berliner Ortsverwal- fussion betheiligte sich Kollege Franke. Hierauf folgte die Ab- an der Proletarierkrankheit verstorben sei. Nach Erledigung tungsvorstände statt. Aus den Verhandlungen ist besonders her- rechnung vom Vergnügungsfomitee für 1890. Daß Stiftungsfest verschiedener Fragen schloß der Vorsitzende die Versammlung mit vorzuheben und für weitere Kreise von Interesse das die Kaffen hatte eine Einnahme von 223 M. 15 Pf., die Ausgabe betrug der Bekanntmachung, daß die nächste Versammlung am 2. März verhältnisse Betreffende. Es betrug in den vier Berliner Orts- 198 M. 60 Pf., blieb ein Ueberschuß von 24 M. 55 Pf. Der stattfindet. verwaltungen die Einnahme. Ausgabe. Folglich Bestand • . 20 323,90 m., • • 19 359,15, 964,75 M. Von den Ausgaben sind 3000 M. an die Hauptkasse nach Hamburg gesandt. Die Wiitgliederzahl ist im Laufe des Jahres um zirka 60 gefliegen und beträgt jetzt 863. Der Standpunkt der Gesammtkasse ist analog den Berliner Verhältnissen. Die Kasse nimmt Mitglieder bis zum Alter von 45 Jahren auf, und leistet in der 1. Stufe für 35 Pf. pro Woche der 2. Stufe für 45 Pf. pro Woche • . 17,05 M., in 13,95 M., in der 3.( Lehrlings)-Stufe für 25 Pf. pro Woche 7,75 M. Bahlstellen befinden sich: Sodann wurde die Maskenball ergab einen Ueberschuß von 179 M. Die Einnahme für Re St erE da: ha der fär un we bef ein die Di ber & die St 11 Do he Ei for to G un De 30 10 fa Dei St de tai for bei dem Familienvergnügen nach Lehnik betrug 10 M. 25 Pf., Rigdorf. Eine öffentliche Versammlung für die Mitglieder die Ausgaben 70 M. 40 Pf., blieb ein Defizit von 60 M. 15 Beingeschriebener Hilfstassen tagte am 18. Februar. Zweck der Da diese Abrechnung von den Revisoren geprüft und selben war, Vorbereitung zu treffen, um bei den Aerzten, Aporichtig befunden, 10 wurde dem Vergnügungs: theken, Bandagisten, Badeanstalten eine Preisermäßigung zu er Da Komitee Decharge ertheilt. am 2. Osterfeiertag bei zielen. Das Referat hatte Herr Schindler übernommen, welcher Joel eine Wohlthätigkeits- Matinee stattfindet, so werden die Licht- und Schattenseiten der Hilfskaffen gegenüber den Orts die Mitglieder gebeten, die im Stande sind, Kräfte nachzuweisen, tassen auseinandersezte. Nach einer Diskussion wurde zu der welche an dem Tage mitwirken wollen, dies zu melden; die Wahl einer Kommission geschritten und dieselbe beauftragt, die Meldung kann bis zu dem Tag, wo die Programme in Druck Unterhandlung mit den Aerzten 2c. zu besorgen. gegeben werden, bei Gröber, Grüner Weg 65, erfolgen. Weiter wurde beschlossen, am 7. Juni eine Dampferpartie nach der Ober- Wieder eine aufgelöste Versammlung in Nigdorf. Die spree zu machen. Hierauf wurde der Antrag einstimmig an- Vereinigung der Drechsler Deutschlands, Bahlstelle Nixdorf und genommen, den Darlehnsfonds aufzuheben und denselben dem Umgegend hielt am Sonntag, den 15. Februar, Vormittags Generalfonds zu überweisen, die ausgeliehenen Gelder müssen 101/2 Uhr, ihre Mitgliederversammlung ab, mit der Tagesordnung: spätestens bis zum 1. April zurückgezahlt werden, widrigenfalls Vortrag über Invaliditäts- und Altersversicherungsgesetz u. s. 1. auf dem Wege der Klage gegen die Empfänger vorgegangen Als der Referent Hildebrandt aus Berlin in seinem Vortrage zum würde. Diejenigen Kollegen, welche ein Darlehn in Anspruch Schluß ausführte: Hätte der Reichstag den sozialdemokratischen resp. an die Fachkommission oder an den Kassirer wenden. Ein einer ernsthaften Sozialgesetzgebung sprechen können, die auch Antrag, den monatlichen Beitrag von 25 auf 40 Pf. zu erhöhen, uns Arbeiter zufrieden stellte. Das wäre Sozialgesetzgebung in wurde der nächsten Generalversammlung überwiesen. unserem Sinne wollte der überwachende Beamte die Ver Der Verein der Klempner Berlins und Umgegend hielt sammlung auflösen( weshalb? Red.), jedoch kam der Bevoll am Sonntag, den 15. Februar, in Rigdorf eine Versammlung Die Schrauben und Facondreher hielten am Sonntag mächtigte dem Beamten zuvor und schloß die Versammlung. mit folgender Tagesordnung ab: 1. Vortrag:„ Das Recht auf den 15. Februar, eine Generalversammlung ab. Kollege Staber: Dennoch löste der Beamte die Versammlung noch nachträglich eine fulturwürdige Menschenexistenz". 2. Distussion. 3. Bernack refericte über das Alters- und Invalidenversicherungs- Gefeß mit den Worten auf:" Wegen Entwürdigung des Staates!" schiedenes. Nachdem das Protokoll der letzten Versammlung für In der Diskussion wurde die Frage gestellt:" Wie stellt sich bei(??? Red.) richtig anerkannt war, hielt der Referent einen von der Ver- einem Unfall in der Fabrik die Unfallversicherung zur Invaliden fammlung beifällig aufgenommenen Vortrag. Der zweite Punkt versicherung?" Der Referent beantwortete die Frage dahin, daß der Tagesordnung zog sich ziemlich in die Länge; es betheiligten wenn beide Renten in Kraft treten, die Gesammtsumme die Höhe sich daran die Kollegen Delcourt, Schmidt, Steimar, Kameny, von 415 nicht übersteigt. Hierauf wurde eine Resolution gegen das Invaliditätsgesetz angenommen. Unter Gewerkschaftliches Borchwardt und Selchow. Bezirk A: Langestr. 36 bei Giersch; " B: Reichenbergerstr. 16 bei Pähold; " C: 3offenerstr. 35 bei Falfe; " Wittschow; " D: Elsasser- und Kleine Hamburgerstraßen Ecke bei nehmen wollen, müssen sich an den Vorsitzenden des Verbandes Arbeiterschuß- Gesetzentwurf angenommen, dann hätte man von Rixdorf: Bei M. Fleming, Berlinerstr. 81, III. Folgende Resolution wurde von der Versammlung angenommen:" Die heute in Bartas Salon tagende Versammlung des Vereins der Klempner Berlins und Umgegend erkennt, daß unter dem heutigen Staate auf eine menschenwürdige Existenz nicht zu rechnen ist, sondern sie erwartet ihr Heil von einer sozialistischen Staatsver fassung. Beim dritten Punkt der Tagesordnung wurden von der Versammlung 150 M. zum Agitationsfonds nach Hamburg bewilligt. Der Vorsitzende theilte mit, daß in der Herberge Badefarten zum Preise von 30 Pf. für die Mitglieder zu haben sind; den zugereiften Kollegen wird außer der Unterstützung eine Karte gratis verabfolgt. Sprechlaal. Inhalt desselben identifizirt zu werden. gab der Vorsitzende die Namen derjenigen Darlehnsinhaver be Die Rebattion ftellt die Benugung des Sprechsaals, soweit Raum dafür aben kannt, welche ihre Pflichten bisher garnicht, oder doch nur in geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinem geringen Maße nachgekommen sind. Unter Verschiedenem wurde Intereſſes zur Verfügung; ste verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem folgende Resolution angenommen: Die Versammlung protestirt gegen den Verkauf von sinnigem Fleisch auf dem städtischen Vieh- In dem Versammlungsbericht der Filiale V, Norden, der Hof, und verlangt, daß aus sanitären Rücksichten der Verkauf Maler, Lackirer, Anstreicher u. s. w. in der Nr. 44 des" Bor " Dann wurde der Fall desselben verboten wird." In Betreff des am 14. März cr. statt: wärts" befindet sich der Saiz findenden Maskenballs wurde beschlossen, daß Mitglieder für ihre Th. Schulze zur Sprache gebracht; die Wehrzahl der anwesenden Kollegen war der Meinung, daß Schulze in die Vereinigung nicht Damen kein Entree zu entrichten haben. wieder aufgenommen werden darf.-" Dieser Satz ist falsch! Sinne der Ver Verfammlung Stelle Den " zur Tages Wir Der Verein der Arbeiterinnen an Buch- und SteinFerner theilte derselbe mit, daß am ersten Osterfeiertage im druck- Schnellpressen hielt am 19. Februar seine Versammlung Die Unterzeichneten erklären hiermit, daß entschieden von Ostendtheater eine Matinee stattfindet und ersuchte die Mit- ab. Herr Täterow hielt einen Vortrag über den Werth der Seiten des Schriftführers nicht im Koalition, der lebhaften Beifall fand. Unter Verschiedenem wurde sammlung gehandelt wurde, indem die glieder zur regen Betheiligung. annahm: einstimmig Nachdem die Kollegen aufgefordert waren, recht zahlreich auf ein Fall in der R.'schen Buchdruckerei strenge gerügt insofern als folgenden Antrag über den Fall Th. die grünen Unterstützungskarten zu zeichnen, weil keine Listen dort die Gehilfen mit ihrer Würde nicht vereinbarten, den beiden Antrag, Arbeiterinnen die nöthige Achtung entgegen zu bringen, so daß Ordnung überzugehen und den Beschluß des Hauptvorstandes mehr ausgegeben werden, wurde die Bersammlung geschlossen. dieselben gezwungen waren, Beschwerde beim Prinzipal zu er- abzuwarten." D. Laesch. D. Laesch. D. Blankenburg. A. Heyn. Eine öffentliche Mechaniker Versammlung tagte am heben. Dara shin stellten die Gehilfen die Bedingung, die beiden erklären ferner, daß, venn auch in der Versammlung gegen ber Dienstag, den 17. D. M., unter dem Vorsiz des Kollegen Thomä. Bunttirerinnen sollten entlassen werden oder sie würden die Ar- Aufnahme des Th. Schulze gesprochen wurde, es nicht in bas Herr Wiedemann referirte über die wirthschaftliche Krisis und beit niederlegen müssen. Der Prinzipal entschied sich für das Absicht geschah, den p. p. Schulze moralisch todt zu machen,( was die Arbeiter und löste seine Aufgabe in eingehender Weise. So- Lettere, und es legten sechs Buchdrucker die Arbeit nieder. Herr aber durch eine derartige Schreibweise geschieht). dann erstattete Kollege Trittelwis Bericht über die Verhand- Schweizer ermahnt die Kolleginnen zu feſtem Zusammenhalten, anderer Geite basselbe und schlimmeres geschehen, und rum lungen des Metallarbeitertages der Provinzen Brandenburg und denn nur so ist es möglich, solchen Rohhetten entgegen zu treten, ist über diese gragen zur Lagesordnung übergegangen. Warum Pommern. Er empfahl zur Annahme sowohl die Resolution des Es wurde dann auf das Stiftungsfest der Stereotypeure, ebenso eine derartige Maßnahme gegen Th. SchulzeRongresses, als auch die der allgemeinen Metallarbeiter Ver- auf das am 25. April stattfindende 1. Stiftungs est des Vereins P. Staarmann. R. Bünger F. Heidemann. # V Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlas von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Es ist von man