07 Nr. 252. Erfcheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: BiertelJährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret. in's Saus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr. Monat. Eingetr. In der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Sernsprech- Anschlug 3mt 1, v. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 27. Oktober 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Abonnements- Einladung. Mit dem 1. November eröffnen wir ein neues Abonnement stören auf den „ Vorwärts" Berliner Volksblatt mit der illuftrirten Sonntagsbeilage " Neue Welt“. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wädjentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 2,20 M. für die Monate November u. Dezember entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 Im Feuilleton unferes Blattes veröffentlichen wir den Roman don Guy de Maupassant: Bel- Ami. unter Nr. 6652.) " Wenn jemals das alte Römerwort, das den höchsten Armee der Eidgenossenschaft 201 828 Mann( Auszug" und Aberwig bezeichnen sollte: propter vitam vivendi perdere Landwehr", ersterer die Männer von 20-32, letterer die causas um des Lebens willen des Lebens Quellen zer von 33-44 umfassend) und der Landsturm 295 600 Mann. Wahrheit geworden ist, dann hier: der Militarismus Die kleine Schweiz mit ihren drei Millionen Einwohnern behauptet nothwendig zu sein zur Erhaltung des nationalen stellt also eine Armee von einer halben Million, Lebens, und in Wirklichkeit zerstört er es. Er erdrückt das die für die Vertheidigung des Laudes sicherlich vollauf so Volt, als dessen Schutzengel er sich hinstellt. gut ist, wie die gleiche Zahl stehender Truppen. Da DeutschRein Zweifel, wir stehen am Scheideweg; folgen wir land 17 mal so viel Einwohner hat, so würde es beim dem Herrn Caprivi, nehmen wir die Militärvorlage an, Milizsystem nach Analogie der Schweiz das 17 fache an und mit ihr im Prinzip die weiteren Militärvorlagen, die Truppenzahl, d. i. a cht und eine halbe Million in ihren Falten verborgen sind, so ist der Bankrott sicher, Truppen stellen, und zwar, wie wir in unserem gestrigen der wirthschaftliche, der politische, der geistige- Deutschland Artikel sahen, mit einer Ausgabe von nur 340 Millionen hat kein Bolt mehr, es ist blos noch eine Kaserne, in der Mart- 87 Millionen weniger als wir jetzt für ein Drittel für die Künste des Friedens kein Raum. Die Barbarei der gleichen Truppenstärke zahlen, und 160 Millionen weniger, herrscht, die Zivilisation hat sich in die Ecke zu stellen und als wir nach Caprivi's Zumuthung in Zukunft für die das Haupt zu verhüllen. Hälfte bezahlen sollen. Romme man nicht mit dem Einwand, die Soldaten der stehenden Heere seien den Milizsoldaten überlegen. Die Geschichte hat das Gegentheil bewiesen. Das darf nicht sein! Das soll nicht sein! Der Selbsterhaltungstrieb bäumt sich auf gegen ein solches Beginnen. Das Leben sträubt sich gegen den Tod; und die Dinge haben sich jetzt zur Zwangswahl zugespitzt: Deutsch- Die technisch geschulten Armeen sind stets schließlich den land oder der Militarismus. Bolksarmeen erlegen die Armeen der österreichischen die von dem Militarismus lebt, hat ein Lebensinteresse, mit Armee Friedrichs des Großen den franzöſiſchen Freiwilligen, Deutschland, mit Ausnahme der winzigen Minderheit, Ritter und der Burgunder den schweizer Bauern, die dem Militarismus zu brechen, sich ihn vom Hals zu schaffen. Die Armee Napoleons der preußischen Landwehr. Und das Nationale Verkümmerung und schließlich der Tod- oder weg schweizerische Milizsystem läßt sich noch sehr vervollkommnen, mit dem Meergreis des Militarismins! Der furchtbare wenn die förperliche Wolfserziehung entsprechend ausgebildet Schwamm, der dem Baum deutschen Volksthums den Saft würde. Jedenfalls ist es im Rahmen des Milizsystems entzieht, ihn verdorren läßt, muß mit fräftiger, entschlosse möglich, die breiten Massen zu tüchtigeren, namentlich im ner Hand abgeschnitten werden, auf daß der Baum wieder Marschiren und Schießen ciel leistungsfähigeren eyes Die Redaktion und Expedition des Vorwärts" Berliner Volksblatt. gvfine und blühe. Abgeschnitten bis auf den letzten, männern zu machen, als dies bei dem System der stehenden Gegen Die Militärvorlage. fleinsten Rest. Denn der Stumpf tann nachwachsen. Und Heere möglich ist. aus ihnen den Militarismus muß man mit Stumpf und Stil aus In die Einzelheiten der Caprivi'schen Militärvorlage rotten. Er ist seinem ganzen Wesen nach volksfeindlich. einzugehen, ist nach vorstehend Gefagtem überflüssig. Er will obgleich er den Lockruf vom„ Volk in Waffen" Bemerkt sei nur noch, daß die ganze politische Voraus ertönen läßt- er will nichts gemein haben mit dem fegung, auf welche die Caprivi'schen Pläne sic stützen, irrig Volt; er will die Soldaten loslösen vom Volk; und hinfällig ist die Voraussetzung, daß Deutschland eine besondere, höhere Kaste errichten, zum Kampf gegen Frankreich und Rußland sich rüften, Wie ein Sturmwind braust es durch die deutschen deren Fußschemel die andere Kafte" das Zivil" und darum die gleiche Militärmacht haben müsse, wie Lande. Von Süd und Nord, von Ost und West erschallt ist. Drum kann er auch nicht in die Verkürzung Frankreich und Rußland zusammengenommen. aus allen Theilen des Reichs der Ruf:" Das ist zu der Dienstzeit willigen. Die Züchtung des militärischen Das ist so falsch, daß selbst die National- Zeitung", trob arg! Was diese neue Militärvorlage fordert, das kann Geistes" erheischt längere Zeit, und sie gilt dem Militarismus ihrer staatsmännischen Schachergelüfte, sich dagegen ausfein Volk gewähren, ohne sich selbst zu Grunde zu richten." tausendmal mehr, als die Vertheidigung des Vaterlandes. Sprechen muß. Wir haben vom realpolitischen StandZum ersten Mal, seit das deutsche Soldatenreich gegründet Der militärische Geist aber heischt blinden Gehorsam, Ent- punkt aus betrachtet- bloß mit Frankreich zu ward, sehen wir, daß zwar nicht alle Parteien die bürgerlichung, Bereitschaft zum Dienft" gegen das rechnen. Rußland ist außerhalb der Rechnung, weil sein Führer haben meist ihre durch Sonderinteressen streng bor eigene Bolk. Eintreten in die Aktion andere Mächte zum Hangefchriebene Bahn aber die Masse der Mitglieder aller Bar- Hier liegt der einzige Grund, den die Männer des deln zwänge, die Rußland über und über gewachsen teien einig sind in einem Gedanken, in dem Gedanken: Militarismus dem von uns geforderten System der all- find. Wir denken da nicht an den unglücklichen DreiDiese Militärvorlage ist unannehmbar! Der Militarismus gemeinen Volksbewaffnung, dem Milizsystem entgegen zu bund", dem die Regierung in der Begründung ihrer ist zu einer Gefahr für das Gemeinwohl geworden. Bis jetzen haben. Für den Zweck der Landesvertheidigung Bis jeten haben. Für den Zweck der Landesvertheidigung Militärvorlage das vernichtendste Beugniß ausstellt, indem hierher und nicht weiter!" So hallt es aus den einzigen Zweck, dessen Berechtigung wir anerkennen, ist sie ihn gar nicht erwähnt wir meinen in erster liberalen, aus fortschrittlichen, aus ultramontanen das Milizsystem viel besser als das militaristische System Linie Desterreich und die Türkei, gegen deren und aus konservativen Kreisen, ebenso gut wie aus der stehenden Heere mit„ militärischem Geist." Sehen wir Existenz die Aktion Rußlands sich richten würde, sozialdemokratischen. Justinktmäßig fühlt unser Volk, daß nur zu, was die Schweiz leistet. Nach dem neuen Heeresgesetz in zweiter Linie England, das unter keiner Bedingung es an einem Wendepunkt seiner Geschicke angelangt ist, und vom Jahre 1887, das jeden Bürger vom zurückgelegten 17. bulden kann, daß die Russen, unter dem Vorwande für daß der Weg des Militarismus zum Verderben, zum bis zum vollendeten 50. Lebensjahr landsturmpflichtig, und Frankreich zu kämpfen, sich Konstantinopels: des Schlüssels nationalen Untergang führt. vom 20.- 44. Lebensjahre wehrpflichtig macht, zählt die aktive zum Mittelmeere, bemächtigen. Das duldet keine englische Feuilleton. Macbrua verboten.) Die Waffen nieder! [ 57 Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. -Vielleicht ein Verwandter vom Bräutigam unserer armen Rosa," bemerkte ich. Graf Grünne- Verwundet 3. Juli gestorben 5. Juli.... Was mag er in den zwei Tagen gelitten haben!... Ob das wohl ein Sohn des Grafen Grünne war, der vor dem Krieg den bekannten Satz geäußert: Mit naffen Fetzen werden wir die Preußen verjagen?" Ach wie wahn wißig und frevlerisch, wie schrill mißtönig klingt doch jedes Einsam war es auf diesem Kriegsacker nicht. Viele, vor dem Kriege gesprochene Aufreizungswort, wenn man Biele hatte der Allerseelentag hierhergebracht- aus sich's an solcher Stelle wiederholt? Worte: weiter Freundes- und aus Feindesland- welche gekommen waren, nichts- Prahlworte, Hohuvorte, Drohworte- geauf der Stätte niederzuknieen, wo ihr Liebstes gefallen. sprochen, geschrieben und gedruckt die nur haben dieses Schon der Zug, mit dem wir gekommen, war mit anderen Feld bestellt. Trauernden gefüllt gewesen und so hatte ich schon Wir gehen weiter. Ueberall mehr oder minder hohe, mehrere Stunden lang um mich jammern und klagen ge- mehr oder minder breite Erdhügel... auch da, wo der hört. Drei Söhne drei Söhne... einer schöner und Boden nicht erhaben ist, auch unter unseren Füßen modern beffer und lieber als der andere- habe ich bei Sadowa vielleicht Soldatenleichenverloren!" erzählte uns ein ganz gebrochen aussehender Immer dichter rieselt der Nebel: alter Maun. Noch mehrere andere der Wagengenossen" Friedrich- setze doch Deinen Hut auf: Du wirst mischten ihre Klagen dazu: um den Bruder, den Gatten, Dich" erfälten." den Bater. Aber von allen diesen hat mir feiner solchen Eindruck gemacht, wie das thränenlose, dumpfe Drei Söhne, drei Söhne!" des armen Alten. Auf dem Felde selbst sah man von allen Seiten, auf allen Wegen schwarze Gestalten gehen, oder kuien oder mühsam weiter schwanken, mitunter laut aufschluchzend zufammenbrechen. Es waren nur wenig Einzelgräber da, nur wenig inschrifttragende Kreuze oder Steine. Wir bückten uns und entzifferten, so gut das Dämmerlicht es noch getattete, einige Namen. Włajor von Reuß vom 2. preußischen Garderegiment. Friedrich aber blieb unbedeckt, und ich wiederholte meine Mahnung kein zweites Wtal. Unter den Leidtragenden, die hier umher wandelten, befanden sich auch viele Offiziere und Soldaten; wahrschein lich solche, die den heißen Tag von Königgräß selber mit gemacht und jetzt an die Stelle gepilgert waren, wo ihre gefallenen Kameraden ruhten. und auf dieser Stelle war es am wahrscheinlichsten, daß die von ihnen Beweinten da begraben seien. An dieser Umfriedung tuieten und schluchzten die Beraubten, hier hingen sie ihre Kränze und ihre Grablaternen auf. Ein großer, schlanker Mann, von vornehmer jugendlicher Gestalt, in einen Generalsmantel gehüllt, tam auf den Tumulus zu. Die anderen wichen von der Stelle ehrerbietig zurück, und ich hörte einige Stimmen flüstern: Der Kaiser.. # " Ja, es war Franz Joseph. Der Landesherr, der oberste Kriegsherr war es, der da am Allerseelentag getommen war, für seine todten Landeskinder, für seine gefallenen Krieger ein stilles Gebet zu verrichten. Auch er stand unbedeckten, gebeugten Hauptes da, in schmerzerfüllter Ehrerbietung vor der Majestät des Todes. Lange, lange blieb er unbeweglich.-Ich konnte mein Auge nicht von ihm wenden. Was mochten für Gedanken durch seine Seele ziehen was für Gefühle durch sein Herz, welches doch das wußte ich ein gutes und ein weiches Herz war? Es überfam mich, als könnte ich ihm nachfühlen, als könnte ich gleichzeitig mit ihm die Gedanken denken, die seinen gesenkten Kopf durchkreuzten: Ihr, meine armen Tapferen... gestorben... und wofür?... Wir haben ja nicht gefiegt... mein Venedig! Verloren.. so vieles, so vieles verloren auch euer junges Leben.. Und ihr habt es so opfermuthig hergegeben... für mich für mich... O fönnte ich es euch zurückgeben! Ich, für mich, habe ja das Opfer Jetzt waren wir an den Platz gelangt, wo die meisten nicht begehrt für euch, für euer Land, ihr meine Krieger Freund und Feind nebeneinander- begraben Landeskinder, seid ihr in diesen Krieg geführt worden lagen. Der Platz war wie ein Kirchhofumfriedigt. Und nicht durch mich... wenn es auch auf meinen Befehl. Hierher firämte die größte Anzahl der Trauernden, denn geschehen hab' ich denn nicht befehlen müssen? Nich Namen der betreffenden Schüler veröffentlicht." Daß diese Drohung die munteren Knaben abschrecken werde, scheint aber der Gemeinderath selbst nicht zu hoffen, denn er fügt am Schluß hinzu: Die an dieser Schule wirkenden Lehrer sind zu ersuchen, nach Beendigung des Vor- und Nachmittags Unterrichtes jeweils das betreffende Schulzimmer abzu schließen." Regierung nicht einmal die des großen, alten" Gladstone. Jaus, so daß man faum begreifen kann, wie die Regierung Alfo falls Rußland uns angreift, haben wir Bunde 3- die Vorlage überhaupt einbringen kann. Aber die Regiegenossen, die vollauf im Stand sind, den Roloß mit rung glaubt an Wunder, und dieser Glaube wird ihr helfen. thönernen Füßen zu Paaren zu treiben, und ihm zur Ehe wenige Wochen vergehen, wird die große Mehrheit für Noth auch die Füße 311 zerbrechen. Es giebt die Vorlage gestimmt haben und bie Kreuz- Beitung", die ja noch eine polnische Frage Ein deutsches Post", die Kölnische Zeitung" und" National- Zeitung" Armeekorps rechtzeitig nach Polen geworfen, mit werden einmüthig über die Reichsfeinde" herfallen, welche zehn Millionen Proklamationen des unabhängigen Polens den allgemeinen Widerstand gegen die Militärvorlage auch der katholischen Geistlichkeit stehen, daß sie alltäglich zur Und das sind die Knaben, die so sehr unter der Fuchtel und mit einer halben Million Flinten nebst Munition und bei der Abstimmung beibehalten werden. dem sonst Erforderlichen das würde genügen, um Messe in die Kirche marschiren müssen? Die sittliche Wir Aut eigenen Fleisch müssen sie es empfinden, fung der schwarzen Kirchlichkeit kommt hier in recht er Vernunft und zur Ruhe zu bringen. Genug die nene Militärvorlage ist durch und durch Spionengeset( Gesetz betreffend den Vervath militärischer die Sprößlinge sozialdemokratischer Eltern in den GroßDom Uebel. Sie nuht nichts und kann nur schaden. Sie Geheimnisse) durch dick und dünn vertheidigte, ist plötzlich städten noch nicht aufzuweisen gehabt. erscheint dem Ausland als Zeichen der Schwäche und spornt dahinter gekommen, daß es den Schalk hinter ihm" hat. Wilden sind eben doch bessere Menschen! es zu frischen Kriegsrüstungen an. Sie bedroht unser Und was die Kölnische Zeitung" erleuchtet und bekehrt nationales Dasein. Sie ist gemeinschädlich nach allen Rich hat, das ist der soeben durch sie selbst geübte Verrath Die Harnack'schen können jetzt Farbe bekennen. tungen bin. Sie muß zurückgewiesen werden. Und mehr militärischer Geheimnisse". Es ist ihr mit einem Mal Der Ober- Stirchenrath hat zur Feier der Einweihung der als das. Das System, aus dem sie hervorgegangen ist, schwer aufs Herz gefallen, daß ihr Redakteuer nach jenem wiederhergestellten Schloßkirche zu Wittenberg, bie am muß beseitigt werden bis auf die letzte Wurzelfaser. Gesetz für die unrechtmäßige Veröffentlichung der neuen 81. Oktober stattfindet und zu welcher bereits eine bes Das Vaterland ist in Gefahr Deutschland, das deutsche Volt Militärvorlage auf längere Zeit ins Gefängniß zu marschiren deutungsvolle Nede des Kaisers als summus episder tödtlichen Umarmung des hätte. copus( oberster Bischof) angekündigt ist, einen Gelaß ver öffentlicht, in welchem es heißt: Väterchen" für längere Zeit, und wohl auch für immer zu Die Kölnische Zeitung", die voriges Jahr das sogenannte hebender Weise zum Durchbruch; solche Leistungen haben muß sich retten Militarismus. Das deutsche Bolt fühlt die Gefahr, welche ihm droht. Und der Sturm, der jetzt schon durch die deutschen Gauen hindurchbrauft, er muß sollten die Urheber der neuen hindurchbrauft, er muß follten die Urheber der neuen Militärvorlage nicht in letzter Stunde noch einleuken zum gewaltigen Orfan anschwellen, der Herrn v. Caprivi mit seiner Militärvorlage wegfegt, und hoffentlich auch den Militarismus in seiner Gesammtheit. Daß es so komme, dazu wirke ein jeder nach Kräften. Wirkt jeder nach Kräften, so wird es so kommen. Fort mit der Militärvorlage! Fort mit dem Militarismus! Politische tebersicht. Berlin, den 26. Oktober. # 1 Ja, ja wir Unser Kaiser, der starke Schirmherr unferer theuren evangelischen Landeskirche, wird vor und mit allen Vers fammelten an diesem Festtage an der Geburtsstätte der Reformation zu ihren heiligen Gütern in innigem Gebete zu Gott dem Herrn sich bekennen. Es geziemt sich, daß bei diesem Freuden- und Dantfeste unserer Kirche auch die Diener am Wort und unser ganzes evangelisches Bolt mit seinem Könige sich vereine in dem Bekenntniß zu dem die gesammte Christenheit verbindenden Glauben an Jefum Chriftum den Mensch gewordenen Gottessohn, den Getreuzigten und Auferstandenen fowie in der Hoffnung, allein durch diesen Glauben gerecht und selig zu werden und in der Bitte, daß unserem Volke die Segnungen der Reformation erhalten werden, Gottesfurcht, Nächstenliebe und Unterthanentreue bei uns sich mehre und uns und allen unseren Mitchriften durch Jesum Christum ein feliges Ende bescheert werde." Internationele Solidarität des Kapitals. Die heinisch- westfälischen Unternehmerblätter können natürlich auch Vorgänge im Ausland nicht unbefangen beurtheilen, went es sich um einen Kampf zwischen Kapital und Arbeit dreht. Die Rhein. Westf. 3tg.", das Organ des Herru Baare, läßt sich zu dem Sieg des Proletariats in Carmaux aus Paris unterm 20. d. M. schreiben:„ Wenn der wie jezt allgemein angenommen wird, und wenn die Kammer Schiedsspruch des Ministerpräsidenten Loubet so ausfällt, welche die Regierung ihm zu geben beabsichtigt, so schlagen das Arbeiterschiedsgerichts- Gesetz in der Form annimmt, die Sozialdemokraten drei Fliegen mit einer Klappe: sie erobern sich erstens die ihnen bisher nur in beschränktem Maße zugänglichen öffentlichen Aemter, namentlich die Verwaltungsämter der Gemeinden, deren Ausübung bisher, und sicher zum Wohle der Gemeinden, an eine gewisse materielle Unabhängigkeit geknüpft war. Ein allgemeiner Gottesdienst ist zu diesem Tage als Sie werden diese Aemter dann sehr bald mit Hilfe des allgemeinen gleichen beraumt, und da werden wir das Schauspiel wieder erleben, und geheimen Stimmrechts für sich monopolisiren. Sie daß alle die protestantenvereinlichen und freis find bereits einige Theile des Entwurfs zum teich 3 bas Rapital dem Schuße des gemeinen Rechtes zu entziehen tenntniß freiheit mit Erfolg zu führen, ist die erste Dem Bundesrath- schreibt der„ Reichs- Anzeiger" haben zweitens den ersten, schwersten Schritt gethan, um innigen Prediger vor ihrer Gemeinde verkünden, was sie selbst kaum glauben. Um den Kampf um die Be haushalts Etat für 1893/94 zugegangen; es sind und dasselbe der Willkür der je nach den Launen des all alldies: der Stat für den Reichskanzler und die Reichskanzlei, gemeinen Stimmrechtes wechselnden parlamentarischen Mehr Voraussetzung, daß man den Muth des Bekenntnisses hat. der Etat für die Reichs- Justizverwaltung, der Etat für das heiten zu übergeben, und dieser Mehrheit hoffen sie nicht Reichs- Eisenbahnamt und der Etat für den Rechnungshof mit Unrecht immer mehr Herr zu werden. Herr geworden wähnten, beschäftigt sich gegenwärtig die ganze Presse. G Mit der ungarischen Krisis, die wir, vorgestern er des Deutschen Reichs. find sie drittens bereits jetzt der Bergwerke, immer voraus- ist auch eine merkwürdige Geschichte. Henker und Opfer in Eine Novelle zum Wuchergesetz liegt dem Bundesgesetzt, daß die Arbeiter Schiedsgerichte nach dem Regie- einem Athem zu feiern, wird den Ungarn zugemuthet. Das rath vor. Das gegenwärtige Gesez hat folgende bermateriellen Unabhängigkeit" in Gemeinde- Nemtern zu Ehren der Kämpfer von 1848 und 1849 errichtete Honved rungsvorschlage durchgehen." Das Baareblatt als Vertreter Bestimmungen: benkmal soll nächstens enthüllt werden und hat der Kaiser Es bedroht die Abnahme von Zinsen für ein Darlehn und des gemeinen Rechtes" für jedermann, sowie als seine Theilnahme zugesagt. Um diesem Schritt des Kaisers unter Ausbeutung der Nothlage, des Leichtfinns oder der Un- Gegnerin jedes Monopols" und jeder„ Willkür das ist eine gewisse Beschämung zu exsparen, wurde im ungarischen erfahrenheit eines andern bei Ueberschreitung des üblichen ein Schauspiel für Götter. Die Verzweiflung der Kapita- Abgeordnetenhause der Vorschlag gemacht, gleichzeitig an Ziusfußes mit Gefängniß und gleichzeitiger Geldbuße bis zu listen angesichts der fortwährenden Erfolge der zielbewußten dem Deukmal des im Kampfe gegen die Ungarn gefallenen 3000 M., außerdem ist die Aberkennung der bürgerlichen Arbeiter läßt diese Preßmeute den tollsten Spott mit der Generals Henti, das unweit des Honveddenkmals sich bes Ehrenrechte zulässig. Gewerbs oder gewohnheitsmäßiger Sprache treiben. Bemerkenswerth ist am ganzen nur die findet, einen Kranz nieder zu legen. Wucher wird ebenfalls unter eventueller Aberkennung der internationale Solidarität der deutschenmaßen der Schleier der Vergessenheit über die früheren findet, einen Kranz nieder zu legen. Damit solle gewiffer Ehrenrechte mit Gefängniß nicht unter drei Monaten und gleichzeitiger Geldbuße von 150-1500 m. bestraft. Gleiche und französischen Rapitalistentlasse, die Kämpfe gelegt werden. Dieser Vorschlag rief einen Strafen treffen denjenigen, welcher mit bezug auf ein Rechts natürlich ebensowenig Vaterlandsverrath genannt werden Sturm des Unvillens hervor. Als der Baron Friedrich geſchaft anderer äri fich oder einem dritten Bermögensvortheile fann, als die Arheitersolidarität fortwährende Vaterlands- banien 1948 felbft als Soured- Offizier gegen die nerfchafft, welche in auffälligen Mißverhältniß zu der Leistung losigkeit im Munde dieser Herren ist! Kaiserlichen kämpfend, für die Huldigung am Denkmal halten von öffentlichen Auktionen und das Verabfolgen gei- Ultramontane Sittenzucht. Aus dem Bezirke, der Benzi's eintrat und den Ausspruch that:" Wenn General so schwarz" ist, daß sich eben zwei Zentrumsmänner ver- ich unseren Kugeln gegenüberstellte und durch diese getödtet verengi gefehlt hat, dann hat er alles gefühnt, indem er Diese Bestimmungen sollen, wie die Norddeutsche All- schiedener Kouleur in ihm um ein Reichstagsmandat rauften, wurde!" da rief das Mitglied der Unabhängigkeitspartei, gemeine Beitung" mittheilt, nach der Novelle durch die aus der Domäne Sigl- Rauchenecker kommit folgende ergöß- Boltan Ugron ihm zu:" Das thut auch der Räuber!" und Einführung folgender neuen ergänzt werden: liche Mittheilung: stehen, und wer den polizeilichen Anordnungen über das Abstiger Getränke während derselben zuwiderhandelt. Verträge, welche gegen diese vorgedachten Bestimmungen des Strafgesetzbuches verstoßen, sind ungiltig. Alle von dem oder für den Schuldner geleisteten Vermögensvortheile müssen zurückgewährt werden und vom Empfangstage ab verzinst verden. Endlich sind Gelddarleiher verpflichtet, denjenigen, mit welchen sie Geschäfte treiben, für jedes Kalenderjahr binnen drei Monaten nach dessen Schluß einen vollständigen Rechnungsauszug über die noch schwebenden Geschäfte mitzutheilen, anderenfalls tritt Geldstrafe bis zu 500 M. oder Haft ein und Verlust der Zinsen für die Geschäfte, welche in den Rechnungsauszug aufzunehmen waren." # Neu deutsche Wunder. Einstimmig spricht sich die Breffe aller Parteien gegen die Militärvorlage " Eine hoffnungsvolle Jugend wächst in dem badischen Graf Gabor Karolyi fügte den Ausruf hinzu:„ Dann hat Rheinstädtchen Kehl heran. Das Protokoll der dortigen Ge- auch Spanga gefühnt!" meinderaths- Sihung vom 11. d. M. giebt davon unter Ziffer 11 Die Kreuz- Zeitung" giebt ihrer Wuth hierüber it folgende Schilderung: Die Schüler der erweiterten Voltsschule einem Leitartikel: Ein österreichischer Heldengeneral und haben in ihrem im Rathhause( 1) befindlichen Schulzimmer in ein Raubmörder" Ausdruck. Dieser Vergleich eines t. t. boshafter Weise durch Hinauswerfen auf den Marktplat sämmt österreichischen Generals mit Spanga, einem berüchtigten Raub liche Zintengeschirre vernichtet, die vorhandene Tinte aus- mörder, geht der„ Kreuz- Zeitung" gegen den Strich. Gine geschüttet, die Kreide zertreten, das Pult des Lehrers unbefangene, objektive Würdigung ist bei diesem Blatte auseinandergeriffen, bie neuen eifernen Defen in viele selbstverständlich ausgeschlossen. Die Einwilligung in die Stücke zerschlagen, das Thermometer zerbrochen, kurz, verdorben, was sie konnten. Da ähnliches schon früher Ehrenbezeigung für Hengi würde gleichbedeutend mit der geschehen, wurde von dem Vorsitzenden der Orts- Verleugnung des ungarischen Kampfes von 1848 sein; die Schulbehörde die Sache untersucht und die Schuldigen er- Ungarn würden damit sich selbst als Verbrecher bezeichnet mittelt. Bei Wiederholung ähnlicher Unarten werden die haben, die nur der Huld des Kaisers ihre Aufnahme in meinetwillen sind die Unterthanen da nein, ihretwillen gezogen hätte... nein, ihretwillen gezogen hätte... nein, den Gedanken wollte ich gar nicht bin ich auf den Thron berufen und jede Stunde wäre ausdenken. „ Mein Neffe, Oberst Baron Tilling, Herr Militär Oberpfarrer und Konsistorialrath Mölser," stellte sie vor. Stumme Verneigungen wurden gewechselt. Mein Freund und geistlicher Berather," ergänzte sie. der es sich angelegen sein läßt, mich in meinem Schmerze aufzurichten" " Die Tante erhob sich und fam uns entgegen; der Pastor stand gleichfalls von seinem Sige auf, blieb aber im Hinter ich bereit, für meines Volkes Wohl zu sterben... D, hätte Unser Besuch war angesagt. Mit Herzklopfen betrat grunde stehen. ich meinem Herzensdrang gefolgt und nimmer" ja" gesagt, ich Frau von Tessow's Wohnung. Schon im Vorzimmer Was ich erwartet, geschah: als ich die alte Frau um wenn sie alle um mich herum riefen: Krieg, Krieg!"... bekundete fich die im Hause herrschende Trauer. Der Die- armte, brachen wir beide, fie und ich, in lautes Schluchzen Doch konnte ich mich widersetzen? Gott ist mein ner, der uns einließ, trug schwarze Livree; im großen aus. Auch Friedrich blieb nicht trockenen Auges, indem Zeuge, ich konnte nicht Was mich drängte, was mich Empfangszimnier, dessen Sitzmöbel mit Ueberzügen bedeckt er die Trauernde an sein Herz drückte. Gesprochen wurde zivang ich weiß es selbst nicht mehr genau nur so waren, war kein Feuer angezündet und die Spiegel und in dieser ersten Minute gar nichts. Was man sich in viel weiß ich es war ein unwiderstehlicher Druck Bilder an den Wänden waren sämmtlich mit Flor ver- solchen Augenblicken beim ersten Wiedersehen nach einem von außen von euch selber, ihr todten Soldaten... hängt. Von hier wurde uns die Thüre nach Tante schweren Unglücksfall zu sagen hat, das drücken Thränen Die traurig, traurig, traurig was habt ihr nicht alles Kornelien's Schlafzimmer geöffnet, wo sie uns erwartete. vollständig aus... gelitten und jetzt liegt ihr hier und auf anderen Wahl- Daffelbe, ein sehr großer, durch einen Vorhang- hinter Sie führte uns an ihren Gizplak zurück und wies ftätten von Kartätschen und Säbelhieben, von Cholera welchem das Bett stand- getheilter Raum, diente Tante uns nebenstehende Sessel an. Dann, nachdem sie die Augen und Typhus hingerafft... hätte ich mein" sagen Kornelie jetzt als beständiger Aufenthalt; sie verließ nie getrocknet: Lönnen. Du hast mich darum gebeten, Elisabeth mehr das Haus, außer um allsonntäglich in den Dom zu hätte ich's gesagt! Der Gedanke ist unerträglich, gehen und nur selten das Zimmer, mur täglich eine daß... ach, es ist eine elende, unvollkommene Welt.. Stunde, welche sie in Gottfried's gewesenem Studierkabinett zu viel, zu viel des Jammers!. verbrachte. In diesem war alles auf derselben Stelle stehen und liegen geblieben, wie er es am Tage seiner Abreise verlassen. Sie führte uns im Laufe unseres Besuches hinein und ließ uns einen Brief lesen, den Weine einzige, liebe Mutter! Ich weiß ja, meine Herzliebste Du, daß Du nach meiner Abfahrt hierherkommen Fünftes Buch. wirst und da sollst Du dieses Blatt finden. Der persönFriedenszeit. liche Abschied ist vorbei. Desto mehr wird es Dich freuen Ach, verzeihen Sie mir! Als ich meinen Neffen und Die Stadt Berlin fanden wir in hellem Jubel. Jeder und überraschen, noch ein Zeichen zu entdecken, noch ein seine liebe junge Frau zum letzten Male sah, da war mein Ladenschwengel und jeder Eckensteher trug ein gewiffes legtes Wort von mir zu hören, und zwar ein frohes, Gottfried" Sie konnte nicht weiterreden. Siegesbewußtsein zur Schau.„ Wir haben die andern hoffnungsvolles. Sei guten Muths: ich komme wieder." Da war Jhr Sohn noch auf dieser sündigen Welt, drunter gekriegt": das scheint doch eine sehr erhebende und Zwei so aneinander hängende Herzen, wie die unseren, allen Versuchungen und Gefahren ausgeseht, während er unter der ganzen Bevölkerung vertheilbare Empfindung zu wird das Schicksal nicht auseinander reißen. Meine jetzt in den Schooß des Vaters eingegangen ist, nachdem sein. Dennoch, in den Familien, die wir aufsuchten, fanden Bestimmung ist es, jetzt einen glücklichen Feldzug zu den rühmlichsten, feligsten Tod für König und Baterland ges wir so manche tiefniedergeschlagene Leute, solche nämlich, überstehen, Sterne und Kreuze zu erringen und funden hat. Sie, Herr Oberst," wandte er sich nun alt welche einen unvergeßlichen Todten auf den deutschen oder damn: Dich zur sechsfachen Großmutter machen. Ich meinen Mann, der Sie mir eben auch als Soldat vorgestellt böhmischen Schlachtfeldern liegen hatten. Am meisten füsse Deine Hand, ich füsse Deine liebe sanfte Stirn wurden, können mir helfen, diefer gebeugten Mutter den Trost fürchtete ich mich, Tante Kornelie wiederzusehen. Ich wußte, o Du aller Mütterchen angebetetstes. zu geben, daß das Schicksal ihres Sohnes ein neiden daß ihr herrlicher Sohn Gottfried ihr Abgott, ihr alles werthes sei. Sie müssen es wissen, welche Todesfreudigkeit gewesen, und ich konnte den Schmerz ermessen, der die Als wir bei Tante Kornelie eintraten, war dieselbe nicht den tapfern Krieger beseelt der Entschluß, sein Leben arme beraubte Whutter jetzt erdrücken mußte ich brauchte all ein. Gin Herr in langem, schwarzem Rocke, auf den ersten auf dem Altar des Vaterlandes zum Opfer zu bringen, mir nur vorzustellen, daß mein Rudolf, wenn ich ihn groß- Blick als Pastor erkenntlich, saß ihr gegenüber. verklärt ihm alles Scheideweh, und wenn er im Sturm Immer noch, während ich so für ihn dachte, haftete mein Auge an seinen Zügen, und jetzt ja es war zu viel, zu viel des Jammers" jetzt bedeckte er sein Gesicht mit beiden Händen und brach in heftiges Weinen aus. er auf seine Mappe gelegt: So geschehen am Allerseelentag 1866 auf dem Todtenfelde von Sadowa. Dein Gottfried." Dem es aber leider noch nicht gelungen ist, Ihnen die richtige Ergebung, die richtige Freudigkeit des Kreuz tragens beizubringen, geschäßte Freundin," sagte Jener Warum mußte ich eben einen neuerlichen, so mattherzigen Thränenerguß sehen?" # er 08 Gnaben danken. Mogu bann noch die besondere Komödies des Honveddenkmals? Die Ungarn mögen die ihnen 1849 zugefügte Schmach vergeben, sie mögen sie historisch gesühnt fein Laffen, aber es hieße diese Schmach erneuen, wenn sie in der Feier des Andenkens ihrer heldenhaften Rämpfer deren Henfern, den Jellachich's, Pastiewitsch's und Haynau's, noch besondere Ehrenkränze darbrächten. Der Kadavergeruch, der von Rußland aus. geht, wird nunmehr wohl fräftig genug fein, auch bis nach Frankreich zu bringen. Wenn auch das chauvinistische Frankreich befangen genug war, den Wink nicht zu verstehen, den neulich der Baron Rothschild durch seinen Refus an die russischen Pumpunterhändler gab, so laffen die offiziellen Daten des soeben veröffentlichten Staatshaus halts- Glats auch dem blödesten Beobachter feinen Bweifel mehr übrig, daß Rußland mit geschwellten Segeln dem Bankerott entgegensteuert. 180 Millionen Fehlbetrag weist der Etat auf, obwohl nur 47 Millionen vorgesehen waren. Jetzt begreift man alles! Sowohl die Eile, welche bas Barenreich haben mußte, einen Pump zu wagen, als die Hartgefottenheit des Rothschild, der trotz einer in der Finanzgefchichte geradezu unerhörten Vermittlerprovision von 7 pet. die russischen Unterhändler heimschickte. Der Biedermann, dessen Ehre seine Millionen sind, will die Ehre seines Hauses eben nicht in einem Lande engagiren, deffen innerer und äußerer Zusammenbruch nur mehr eine Frage der Zeit ist, und nicht langer Zeit. Einstweilen behilft fich Väterchen echt russisch damit, daß er die Notenpressen verstärkt arbeiten läßt. Das ist billig und bequem. Fragt sich nur, wie lange der Schwindel verfangen wird. Man entjinnt sich noch des Humbugs, den der vorige Juhaber des Finanzministerfeffels mit Europa trieb, indem er die Legende von fabel haften Goldschätzen verbreitete, welche Rußland angesammelt und unabhängig von Europa gemacht haben sollte. Immer hin war dieser Finanzminister nur Gaukler und Spetulant, während sein Nachfolger Diener des blanken Schwindels ift. Ausgestattet mit der unbeschränkten Vollmacht Väterchens, entnimmt der treue Diener seines Herrn" diese 180 Millionen Defizit dem Staatsschatz" und den Staatsschah hinwiederum füllt er mit Bankbillets, die er je nach Bedarf drucken läßt. Die Heuchelei ist in dem klassischen Lande der Lüge eben salonfähig. " Daß dieses zarische Rußland ein Radaver ist, das sollte doch unseren westlichen Nachbaren nachgerade zum Bewußt fein fommen. Von den Wilden. Welcher Unterschied zwischen unferen zahmen und einem wilden" d. h. freien Staate besteht, das erhellt so recht deutlich aus folgender Notiz eines fchweizerischen Blattes, des Basler Volks freunds": Staatsarbeiter. Der unermüdliche Arbeiter fekretär Dr. Wassilieff hat nun auch die Arbeiter der eidgenössischen Waffenfabrik Bern gewerkschaftlich organisirt. Es ist außerdem die Gründung eines über die ganze Schweiz fich erstreckenden. Bundes der staatlichen Arbeiter in Aussicht genommen. In welchem Geiste die Organisation betrieben wird, zeigen die nachfolgenden Be stimmungen aus den Statuten der Berner Waffenfabritarbeiter. Gewerkschaft: § 1. In Betracht ziehend: 1. Die Mitglieder zur Ordnung, Disziplin und Fleiß, Solis| darität, Bildung und Geselligkeit und anderen republikanischen Tugenden anzuspornen; Parteinachrichten. 2. die eidgenössische Waffenfabrik bezüglich der Arbeits- Delegirtenwahlen zum Berliner Parteitage. Heslach bedingungen auf demokratische Basis überzuführen und bei Stuttgart: Geiger. 1. pfälz. Wahlkreis( Frankenthal): damit zu einer Musterfabrik zu gestalten; Ehrhardt. Langenbielau: Feldmann. Jhehoe: Klü ßSchöningen: Wassermann. Elmshorn. Magdeburg: 3. in Verbindung mit anderen Arbeitervereinigungen der eidgenössischen, fantonalen und ähnlichen Werkstätten als Pioniere der schweizerischen Arbeiterbewegung aufzu treten. Klees. Nürnberg: Löwenstein.@ In Magdeburg wurde in einer Parteiversammlung vom §3. Die Gewerkschaft wird vorläufig auf 2 Jahre ge- folle zur Bearbeitung einer umfaffenden Arbeitslosenstatistik ver Genossen Marmut der Antrag gestellt, der Parteivorstand gründet. Jedes Mitglied verpflichtet sich, diese Zeit treu auszu anlaßt werden. Der Antrag wurde von Klees. befürwortet, harren. von Lantau und ur jedoch mit dem Hinweis auf die geEin deutscher Staatsarbeiter, der dies liest, wird waltigen Kosten, die Lux auf 800 000 t. beziffert, fowie mit die Sände über dem Kopf zusammenschlagen. Wenn er dem Sinweis auf den Mangel des zur Bearbeitung geeigneten sich heraußnähme, einem selbständigen Fachverein beizu- Personals widerlegt. Umfaffende Statistiken ließen sich, menn treten, würde er sofort gemaßregelt. Und in dieser wilden sie wissenschaftlichen Werth haben sollten, nur durch staatliche ErSchweiz dürfen die Staatsarbeiter nicht blos einer selb- hebungen schaffen. Anders wäre es jedoch, wenn unfere parständigen Organisation beitreten, sondern für diese Organi- lamentarischen Vertreter darauf einwirken wollten, das neu gefation wird auch noch obendrein durch einen Staatsbeamten gründete arbeitsstatistische Amt auf die Nothwendigkeit einer agitirt! Wunder über Wunder. Arbeitslosenstatistit, die sich am besten zugleich mit einer Volkszählung verbinden lasse, hinzuweisen. Betheiligung an der Gemeinderathswahl beschlossen die Arbeiter Finthen 3. Schweiz. Die Arbeitervereine und die sozialdemo kratische Partei Genf's stellten für die Großrathswahlen ein Brogramm auf, das folgende Hauptpunkte umfaßt: Obli gatorische und unentgeltliche Alterskasse, Ausdehnung des Die Sozialdemokraten Erfurts stellten zu den bevorFabrikgesetzes auf die Kleinindustrie, unentgeltliche Schul- stehenden Stadtverordnetenwahlen als Kandidaten für die dritte und Lehrmittel, unentgeltliche Begräbnisse, Wahlen der Abtheilung folgende Parteigenoffen auf: Schneidermeister Paul Richter und der Ständeräthe durch das Boll, Trennung Reißhaus, Tischlermeister Eduard Friz, Redakteur Gustav von Kirche und Staat und Verwendung des Kultusbudgets Bülle, Schneidermeister Gottfried Dunder, Rebatteur zur Gründung von Alterskassen, Minimalarbeitslohn, Ber- Mathias Güldenberg. forgung verwahrlofter Kinder durch den Staat, Bau von Arbeiterhäusern. Bolts- Zeitung") antwortet auf unsere Notiz in Nr. 248 Französische und deutsche Sozialisten. Die Kölnische des Vorwärts"( vom Sonnabend): # Ju Weißenfels siegten bei den Gewerbegerichtswahlen der Arbeitervertreter der zweiten Gruppe( Baugewerbe) die Ge wurden in des Wortes doppelter Bedeutung einstimmig gewählt, werkvereinler mit 19 Stimmen gegen 15 Stimmen der Sozial demokratie. Die Kandidaten der sogenannten„ Arbeitgeber" denn es wurden in dieser Klasse nur zwei Stimmen abgegeben, von denen eine ungiltig war. Der Beizer Boltsbote" bemerkt barüber: An der geradezu erschreckend schwachen Betheiligung auf beiden Seiten sieht man, wie sehr die Arbeiter des Baugewerbes noch der Aufmunterung bedürfen." Wenn der Vorwärts" die Zeitungen etwas genauer läse, würde er unter dem 28. September d. J. in Nr. 537, 3weites Blatt der Kölnischen Bolts- Zeitung" gelegentlich einer Be fprechung des Liebknecht'schen Aufenthaltes in Marseille auf folgende Säge gestoßen fein: als auf dem Parteitage in Halle vor zwei Jahren ausländische Sozialistenführer herbeiDie polnischen Sozialdemokraten Breslaus haben ben eilten, um unseren Sozialdemokraten zur Aufhebung des von ihnen geplant gewesenen Berein nunmehr errichtet. Sozialistengefeßes Glück zu wünschen, hat der Parteisekretär der französischen Marristen, Jules Guesde, annähernd dieDer Augsburger sozialdemokratische Wahlverein ersuchte felbe Rebe gehalten, wie jest Liebknecht in Marseille. den Magistrat, im Interesse der Arbeiter mehrere aufeinander Und der französische Abgeordnete Ferroul schloß seine folgende Sonntage zu bestimmen, an welchen dieselben zwecks Hallenser Rede: Es lebe die Internationale der Arbeiter, die Theilnahme an der Landtagswahl den Verfassungseid leiften in offenem und unablässigem Kampfe steht gegen die Inter- tönnen. Der Magistrat ist diesem Ersuchen nachgekommen, indem nationale des Kapitalismus und Despotismus." Wir wollten damit er den ersten Sonntag jeben Monats hierfür festsette. beweisen, daß die internationale Verbrüderung auf derartigen Rongreffen eine alte Geschichte sei. Das unerklärliche phyDer Stuttgarter Gemeinderath hatte es abgelehnt, für ftologische oder psychologische Wunder" möge also der Bor- eine sozialdemokratische Volksversammlung die städtische wärts nur getrost bei sich selber suchen und fünftig nicht so eithalle zur Verfügung zu stellen, weil durch die Berfammins Blaue hinein polemifiren. Im übrigen wäre noch zu be- lungsbesucher der Lobbelag leiden könnte, und der württem merken, daß die Betheiligung französischer Marxisten an dem bergische Gartenbauverein in bälde eine Ausstellung in der ReitBerliner Parteitag noch kein vollgiltiger Beweis für die Ver- halle veranstalten werde, die deren Vermiethung für andere Dieser Beweis wäre erst geführt, wenn sich auch Vertreter der 15. September. Am 20. Oktober wurde man sich aber schon brüderung der französischen mit den deutschen Sozialisten wäre. Zwecke nicht mehr gestatte. Das beschtoffen die Stadtväter am übrigen franzöfifchen Sozialistenparteien Frankreichs( Broussiften, einig, die Halle nicht nur dem Gartenbauverein für die Zeit vom Allemanisten, Blanquisten und wie sie alle heißen) an der 9.- 21. November zu überlassen, sondern man vermiethete fie vom Berliner Verbrüderung betheiligen wollten. Daran denkt aber 20. Oftober an dem Hippodrombesitzer Bachmann auf die Zeit wohl auch der„ Vorwärts" nicht. Klagt doch erst heute wieder von 2 Wochen. Entweder wird durch die Pferdebändigerei Die Voltstribüne" in einer Korrespondenz aus Frankreich über des Herrn Bachmann der Sohbelag beffer oder der Vordie ungeheuere Bersplitterung der sozialdemokratischen Kräfte wärts" hatte recht, als er neulich, anläich des Wien- BerFrankreichs." liner Distanzritts, fagte, unfere moderne Kultur stehe unter dem Pferd. Bürgerlicher Boykott. In Settstedt ist, wie das Boltsblatt für Anhalt" berichtet, unser Parteigenoffe Beter austrägt, von dem Ziegeleibesizer Kirschberg entlassen worden, Künzel, welcher dort die Halberstädter Sonntags- Beitung" weil diefer fürchtete, es würden ihm andernfalls seine Steine von der gewerkschaftlichen Hütte abgenommen werden. Bürgermeister Reinhardt in Stakfurt hat gegen den Vorwärts" und das„ Voltsblatt für Anhalt" Strafantrag wegen Beleidigung gestellt. Er findet die Beleidigung in den Artikeln, die wegen seines Vorgehens gegen unfere Parteigenossen ver öffentlicht wurden. 1. daß der die arbeitende Klasse Inechtende Kapitalismus auch in den vom Stante betriebenen Unternehmungen Artikel ber Anwesenheit Guesde's und Ferroul's in Halle Daß die Kölnische Bolts Zeitung" in einem früheren seinen Geist und Einfluß geltend macht; 2. daß dieser Geist und Einfluß darin sich manifeftirt, daß erwähnt, und auch gesagt hatte, daß beide sich damals auch in den Werkstätten unseres demokratischen Staates wesentlich ebenso ausgesprochen haben, wie Liebknecht in Verhältnisse existiren, welche für den freien Bürger un- Marseille, ist richtig und war von uns nicht übersehen würdig sind, indem die ganze Fabrikordnung, Disziplin worden; läßt aber die zweite Notiz nur um so auffallender, und Arbeitsverhältnisse nicht auf der Einigung der Bürger und das" physiologische oder psychologische Wunder" nur in und auf demokratischer Grundlage beruhen, sondern nur auf der Basis des Absolutismus der Drohungen und Gin- noch grellerer Beleuchtung erscheinen. Was die Broussisten, Allemanisten und Blanquisten" schüchterungen der Leitung und ihrer Unterorgane einerfeite und Angst und Furcht der Arbeiterschaft andererseits; betrifft, so sind die Broussisten", deren Zahl jedoch eine B. daß diese ungefunden Berhältnisse noch unerträglicher verschwindend kleine ist, allerdings noch, zum Theil wenig werden durch die hieraus folgende Entwickelung des stens, im chauvinistischen Fahrwasser, allein die Allemanisten, Kriecher und Denunziantenthums; die das Groß der ehemaligen Brouffiften bilden, stehen auf vereinigen sich die in der eidg. Waffenfabrik arbeitenden Bürger, demselben internationalen Boden wie wir und haben sich gestützt auf Art. 56 der Bundesverfassung, zu einer Gewert ausdrücklich mit Liebknecht's Marseiller Rede voll und ganz sischen Wahlkreises, die am Sonntag in Frankenthal Auf der Konferenz der Parteigenoffen des 1. pfäl schaft, welche eine gefchloffene Stellung gegen die obgenannten, den freien Geist der Schweizerbürger erniedrigenden Auswüchse einverstanden erklärt. Das Gleiche gilt von den Blan- fagte und aus 18 Orten durch 32 Delegirte befchict war, wurde quiften, mit denen wir schon 1889 auf dem Pariser Kon- fonstatirt, daß der Leserkreis des dort eingeführten Parteides Kapitalismus nehmen wird. greß brüderlich Hand in Hand gingen. Vaillant, Organs, der Mannheimer Voltsstimme", sich beträchtlich vereiner ihrer Hauptwortführer, der die deutsche Sozialdemo- größert hat, so daß die Veranstaltung einer eigenen Ausgabe fratie in Deutschland selbst kennen lernte und bereits dem der Boltsstimme" für die Pfalz in nicht ferner Aussicht stehe. die Berbrüderung der deutschen und französischen Sozialisten Kongreß von Stuttgart 1870 als Genoffe beiwohnte, ist für hervorragend thätig gewesen, und uns und vielen unserer deutschen Genossen seit Jahrzehnten innig befreundet. Daß die verschiedenen Fraktionen der internationalen französischen Sozialdemokratie noch nicht so organisch verschmolzen sind, wie in Deutschland die„ Lassalleaner" und" Eisenacher" ist allerdings wahr, wird aber nicht mehr lange wahr sein. § 2. Die Vereinigung der Arbeiter der eidg. Waffenfabrik in Bern wird bestrebt sein der Schlacht, beim Donner der Geschütze fintt, so er wartet er, zu der großen Armee versetzt zu werden und dabei zu sein, wenn der Herr der Heerschaaren droben Heerschau hält. Sie, Herr Oberst, sind unter Jenen zurückgekehrt, welchen die göttliche Vorsehung den gerechten Sieg verliehen" Armee, die österreichische." " Von der Cholera. Dem Kaiserlichen Gesundheitsamt vom 25. bis 26. Oftober, Mittags, gemeldete Cholera- Erkrankungsund Todesfälle: Staat und Bezirk. Drt. Hamburg. „ Verzeihen Sie, Herr Konsistorialrath- ich habe in österreichischen Diensten gestanden" Ein Sedan des französischen Chauvinismus entgegnete der Ah so... D, ich dachte Andere ganz verwirrt... Auch eine prächtige, tapfere und zwar ein Sedan ohne Kampf. Die Leser erinnern sich der Interpellation des boulangistischen Großmauls Er stand auf, Doch ich will nicht länger stören... die Herrschaften wollen gewiß Millevoye, der wegen der Liebknecht'schen Reise nach von Familienangelegenheiten sprechen... Leben Sie wohl, Frankreich Lärm schlagen und den Nachweis liefern wollte, nicht blos die deutsche, sondern die ge guädige Frau in einigen Tagen will ich wieder daß internationale Sozialdemokratie fm Solde fommen... Bis dahin erheben Sie Ihre Gedanken zu dem sammte Allerbarmer, ohne dessen Wille tein Haar von unserem der deutschen Reichsregierung stehe. Diese blödsinnige Auffassung die bekanntlich auch von Burschen Hamburg. zum Besten dienen läßt, auch Trübsal und Leid, auch Noth wie Protot und Rochefort getheilt oder wenigstens ausgesprochen wird hat aber in Frankreich so wenig An- Preußen. und Tod, Ich empfehle mich ergebenft." flang, und die Interpellation des Herrn Millevoye eine Meine Zante schüttelte ihm die Hand: so ungünstige Beurtheilung gefunden, daß dieser Herr am Tage, wo die Interpellation in der Kammer verhandelt " Hoffentlich sehe ich Sie bald? bitte" werden sollte, sich krank meldete und die Verhandlung auf den St. Nimmerleinstag hinausgeschoben hat. Haupte fällt und welcher jenen, die ihn lieben, alle Dinge Dwie Recht bald', ich Er verneigte sich gegen uns alle und wollte der Thüre zuschreiten. bürfte ich eine Bitte an Sie Friedrich aber hielt ihn auf: " Herr Konsistorialrath-richten?" Sprechen Sie, Herr Oberst." Ich entnehme Ihren Reden, daß Sie ebenso sehr von religiösem, wie von militärischem Geist durchbrungen Da tönnten Sie mir einen großen Gefallen er find. weisen-" hinaus? Ich horchte gespannt auf. Wo wollte Friedrich nur Meine kleine Frau hier," fuhr er fort, ist nämlich mit allerlei Strupel und Zweifel erfüllt... fie meint, daß vom christlichen Standpunkte aus der Krieg nicht recht zulässig sei." Fortfegung folgt.) Unsere französischen Genossen lassen den Herrn' aber jetzt in Socialiste" das zur Widerlegung des Millevone'schen nicht so leichten Kaufs durchschlüpfen und veröffentlichen Aberwiges gesammelten Materials. Schleswig. Altona. Datum: 22./10. 23./10. 24./10. 25./10. erfrankt geftorben erkrankt gestorben erfrankt gestorben ertranft AH 21 uagaoдjab 2 2 66 1 1 2 2 1 Erkrankungen und 1 Todesfall gemeldet, davon entHamburg, 26. Oftober. Amtlich werden 6 Cholera Die Transporte betrugen fält auf gestern 1 Grtranfung. 1 Kranken und 2 Leichen. In zwei am 22. Oftober gemeldeten Fällen hat nachträgliche Untersuchung ergeben, daß keine asiatische Abend 6 Úhr sind hier 17 Personen an Cholera erkrankt und Cholera vorlag. Best, 25. Oktober. Von gestern Abend 6 Uhr bis heute fünf gestorben. Aus Carmany. Der Minister Loubet hat in An Rußland. Aus Thorn wird der Bossischen 3tg." tele. gelegenheit der Ausständigen feinen Schiedsspruch gefällt: graphisch gemeldet: Der Staatskommissar für das Weichselgebiet Calvignac wird in seinen Bosten als Arbeiter der Gruben- veröffentlicht über den Stand der Cholera- Epidemie gefellschaft wieder eingesetzt, für die ganze Dauer seiner in Russisch- Polen nachstehende Zahlen: vom 14. bis Amtsthätigkeit als Maire von Carmaux wird demselben 17. Oftober: im Gouvernement Rielec 41 Grfrankungen und aber Urlaub ertheilt; die Grubengesellschaft nimmt alle und 27 Todesfälle; vom 16. bis 19. Oktober: im Gouvernement 33 Todesfälle; im Gouvernement Radom 54 Erkrankungen streifenden Arbeiter mit Ausnahme der durch den Gerichts- Bublin 167 Erkrankungen und 86 Todesfälle; im Gouvernehof von Albi verurtheilten wieder in Arbeit. Der Grubenment Siedlec 127 Erkrankungen und 76 Todesfälle; vom verwalter Humblot wird nicht entlassen. 18. bis 22. Ottober: in der Stadt Warschau 15 Erkrankungen und 6 Todesfälle. Diese Zahlen bezeichnen für die Gouverne Daß es in unserer Notiz hieß Kölnische Zeitung" war ments Rielec, Radom und Lublin eine geringe Abnahme, für natürlich nur ein Druckfehler. R. d. V. Siedlec eine Zunahme der Seuche. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 27. Oktober: Opernhaus. Carmen. Schauspielhaus. Der Widerspenstigen Zähmung. Leffing- Thenter. Die Drientreise. Deutsches Theater. Der Misanthrop. Berliner Theater. Das Käthchen von Heilbronn. Wallner- Theater. Perfon. Gine leichte Bellealliance Theater. Pandora oder: Götterfunken. Kroll's Theater. 2. Aft Rigeletto, 2. Aft Barbier von Sevilla, 3. Aft Qucia von Lammermoor. Residenz- Theater. ( Le Parïum). Im Pavillon. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die schöne Helena. Thomas- Theater. Onkel Bräfig. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Alexanderplat- Theater. Gigerin. Verlag des Vorwärts" » Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. Denjenigen Genoffen, welche sich über die Geschichte unserer Partei orientiren wollen, empfehlen wir für den bevorstehenden Parteitag die älteren Rongreßprotokolle: des Protokoll Rongreſſes der Deutschen Sozialdemokratie, Abgehalten auf Schloß Wyden in der Schweiz vom 20.- 28. Auguft, 51 Seiten. Preis 20 Pf. über den Kongreß der Deutschen Sozialdemo Protokoll fratie in Kopenhagen. Abgehalten vom 29. März bis 2. April 1883. 38 Seiten. Preis 20 Bf. Verhandlungen des Parteitags der Deutschen Sozialdemokratie in St. Gallen. Abgehalten vom 2.- 6. Oftober 1887. 50 Seiten. Preis 25 Pf. über die Verhandlungen des Parteitags der gehalten zu Haile a. S. vom 12.- 18. Ottober 1890. 318 Seiten. Preis 50 Pf. über die Verhandlungen des Parteitags der gehalten zu Erfurt vom 14.- 20. Oftober 1891. 368 Seiten. Preis 50 Pf. Protokoll Goialdemokratischen Partei Deutschlands. AbProtokoll Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. AbBerliner Protokoll Spezialitäten National- Thenter. Vineta. Apollo Theater. Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Gesangsposse in 3 Aften von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefeht von Adolph Ernst. Se Anfang 7%, Uhr. I Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alexander- Play- Theater. Sonntag, den 23. Ottober 1892: Nachin. 31/2 Uhr, New bei ermäßigten Preisen: Tannhäuser. Bosse mit Gefang in drei Aften und vier Bildern bearbeitet von R. Sybel. E Raffen Gröffnung Nachmittags 3 Uhr. Abends 71/2 Uhr: Berliner Gigerin. Montag, 71/2 Uhr: Berliner Gigerin. American- Theater. Neu! Die Trockenwohner, oder„ Das Kind in der Kommode", parodistisch realistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hof aus, von Ostar Wagner. Hauptrolle: Der urkomische Bendix. Jeden Abend jubelnder Beifall. Der feine Reisner. Berliner Lokalpoffe von D. Wagner. Neu! Die Wiener OriginalSoubrette Clotilde Kowala. Anfang 7 Uhr. Entree 75 Pf. ( Sonntags 6 Uhr. PassagePanopticum. Fuß!! 9 des Internationalen Arbeiter Rongresses zu Paris. Abgehalten vom 14.- 20. Juli 1889. Deutsche Uebersehung. Mit einem Vorwort von Wilhelm Liebknecht. 133 Seiten. Preis 25 Pf. Protokoll der Verhandlungen des ersten Rongresses der Gewerkschaften Deutschlands. Abgehalten zu Halberstadt vom 14.- 18. März 1892. 96 Seiten. Preis 20 Pf. Verhandlungen Sozialdemokratie in Hainfeld vom des Parteitags der Desterreichischen 30. Dezember 1888 bis 1. Januar 1889. 112 Seiten. Preis 20 Pf. des zweiten österreichischen sozialVerhandlungen bemokratischen Parteitags. Abgehalten zu Wien vom 28.- 30. Juni 1891. 184 Seiten. Preis 30 Pf. des dritten österreichischen sozialVerhandlungen bemokratischen Barteitags. Abgehalten zu Wien vom 5.- 9. Juni 1892, 176 Seiten. Preis 30 Pf. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von auswärts bitten wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). J. R. Bauer, Neue Königstr. 56, I. Pferdebahn-, Omnibus- und Packetfahrt- Bedienstete. Freitag, den 28. Oktober cr., Nachts 12 Uhr, findet im Feenpalast, St. Wolfgang und Burgstraßen- Ede eine Große öffentliche Versammlung behufs Gründung einer Organisation statt. Zages Ordnung: " 1. Der Staat und die Arbeiter. Referent Reichstags- Abgeordneter Tutzauer. 2. Vorlegung und Beschlußfassung über die von der Neuners fommission" ausgearbeiteten Statuten. 3. Wahl des gesammten Vorstandes, 273/4 4. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht aller Bediensteten, in dieser Versammlung zu erscheinen. Listen zur Mitgliederaufnahme liegen am Eingange des Saales aus. Die Neunerkommission. Mit kollegialischem Gruß Verein zur Regelung d. gewerbl. Verhältnisse Der Töpfer Berlins u. Umgegend. [ Freitag, den 28. Oktober 1892, Abends 6 Uhr, in Philipp's Salon, Rosenthalerstr. 38: Versammlung. Zages Ordnung: Bericht über die Lage des Fenster- Streifs. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Kollegen ist unbedingt nothwendig. 323/4 Achtung! Der Vorstand. 197/2 Getreideträger( Schipper) und Speicherarbeiter. Sonntag, den 30. Oktober, Vormittags 1012 Uhr: Oeffentliche Versammlung bei Röllig, Neue Friedrichstrasse 44. Tagesordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Otto Klein. 2. Diskussion über die Mißstände im Ausbeuterthum( Alter Backhof und neuer Speicher). 3. Fragetaften. Der Einberufer. Freie Volksbühne. Die ordentliche General- Versammlung für den Monat Oktober findet am Montag, den 31. Oktober 1892, Abends 82 Uhr, im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a, statt." 362/6 Zagesordnung: 1. Verwaltungsbericht und Mittheilung über den Prozeß wider den früheren Kassirer Karl Wildberger wegen Herausgabe des Vereinsvermögens. 2. Kaffenbericht. 3. Ergänzungswahlen der Verwaltungsmitglieder. 4. Anträge des Borstandes: a) Neuorganisation der Ordner, b) Wahl einer Revisionskommission für die Statuten. 5. Antrag des Mitglieds Tieß. Aus der Erfahrung der letzten Wochen hat sich die Nothwendigkeit einiger eingreifender Aenderungen ergeben, infolge dessen werden alle Mitglieder der Freien Boltsbühne dringend ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen, Der Vorstand. J. A.: Julius Türk, SW., Solmsstr. 24. Ethische Gesellschaft. Sonnabend, den 29. Oktober: Complete Wohnungs- Einrichtungen, IV. Stiftungs- Fest 2 Wohnzimmer, 1 Schlafzimmer und Küche M. 1300, do. 1 1 do. do. " 600, wie dieselben in der Möbel- Ausstellung zu sehen waren, und zu jeder Zeit bei mir am Lager sind; auf Wunsch auch noch billiger! Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße. Donnerstag, d. 27. Ottober, Abends 72 Uhr: Extra- Vorstellung. 1. Auftret. der musikal. Klowns Anthom und Emilius. 55 Hengste in Freiheit dressirt und zusammen vorgeführt v. Direttor Althoff( ohne Konkurrenz). Außerdem Auftr. d. renom. Künstlerinnen und Künstler, Reiten und Vorf. bestdress. Schul- und Freiheitspferde. Näh. die Plakate. Morgen, Freitag: RomikerBorstellung. ein Feen- Palast RiesenBurgstraße, neben der Börse. Kind!!! Welt ofal Berlins, 5000 Perf. faffend. Ohne Extra- Entrée. von 11-1 und 4-9 Uhr. Castan's Panoptikum. Sensationell! Täglich Gr. Spezialitäten Vorstellung. = Invaliditätsund bestehend in Konzert, Theater in den Gesammträumen der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57, Festrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten W. Liebknecht. Nach dem Konzert in beiden Sälen: Großer Ball. Billets für Damen 25 Pf., Herren 50 Pf. sind zu haben bei Herrn Alters- Versicherung. Damth, Saarbrüderstr. 11; Möschte, Markgrafenſtr. 8; Lüpfe, Zigarrengeschäft, Aus den bei der Versicherungsanstalt Poststr. 20; Mehnert, Zigarrengeschäft, Diedenhofenerstr. 3. eingehenden Quittungskarten und den Berichten unserer Kontrollbeamten er fehen wir, daß in zahlreichen Fällen Marken einer zu niedrigen Lohnklaffe verwendet werden. Wir nehmen daher Veranlassung, die Betheiligten wiederholt und eindringlichst auf die diesbezüglichen gefeßlichen Vorschriften ultersversicherungs Geſeyes) hinaus (§§ 22, 96 des Invaliditäts- und weisen. 3 Wir heben insbesondere hervor, daß nach diesen Vorschriften in Berlin für Um rege Betheiligung bittet Konzerthaus Der Vorstand. ,, Sanssouci Rottbuserstraße 4a. Sonnabend, den 29. Oktober 1892: ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). 140/5 Stiftungsfest des Gesangvereins ,, Kreuzberger Harmonie" Großes Vokal- und Instrumental- Konzert. Aufführung lebender Bilder. erwachsene männliche Arbeiter min- Ausgeführt vom Verein für volksthümliche Kunst" unter Leitung des Herrn destens Marken dritter Klasse, in zahlreichen Fällen aber Marken vierter Klasse( sofern nämlich der für die S F. Hansen. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Krankenkassen Beiträge maßgebende Billets à 20 Pf. sind in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. durchschnittliche Tagelohn mehr als 2,80. beträgt) zu verwenden find, Anfang 8 Uhr. daß ferner für erwachsene weibliche Achtung! Personen mindestens und in der Regel Marken zweiter Klasse verwendet werden müssen. Diejen igen Arbeitgeber, welche etwa minderwerthige Marken verwendet haben, wollen unverzüglich unter Vorlegung der Quittungsfarten in unferem Miss Selina, die singende Luftfee. Bureau, Moltenmarkt Nr. 1, Anträge Miss Oceana, die beste Drahtseiltünstlerin auf Richtigstellung der Karten stellen. der Welt. Morley- Trio, mufitalische Der Werth der verwendeten minderExcentriques. Curt Ellis, Verwandlungs- werthigen Marken wird auf Antrag fänger und Tänzer u. s. w. erstattet. Anfang Wochentags 7/2 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 50 Pf. Brinzeß Lopaje. Gratweil's Bierhallen Vorstellungen 11-1 und 4-9 Uhr stündlich. Ohne Extra- Entree. Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. 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Oktober, Vormittags 11 Uhr, im Saale des Herrn Spitzig, Frankfurter Allee 193. Tages- Ordnung: 1. Bortrag über„ Staatssozialismus". Referent: Reichstags- Abgeordneter Arthur Stadthagen. 2. Diskussion. 3. Wahl der Delegirten zum Parteitag in Berlin. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vertrauensmann. Charlottenburg! Allen Arbeitern und Bürgern sei hierdurch bekannt, daß mein Saal von gewiesen sind, sämmtliche Karten mit heute ab zu allen Versammlungen und Festlichkeiten freisteht. minderwerthigen Marten zurückzuweisen. Berlin, den 24. Oftober 1892. Invaliditäts- und AltersVersicherungsanstalt Berlin. Der Vorstand. 1 M., Finken, Hänflinge 75, Kanarienhähne 3 Mart. Stralauer plak 21, Laubenhandlung. Stieglite Beige 80 Meisen, 50 Bf., 3193L a Q 1 t f I f 9 h e 2 gef ber tlä 336/1 wa Bea offe feit ann Seg que Deri Ste fa 2646L fa Hierzu zwei Beilagen Franke, Restaurateur, Bismarch- und Wilmersdorferstraßen- Ede. Altenberg's hem. Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.Anstalt, Neue Jakobstr. 9, Brunnenstr. 123, Andreasstr. 54, Fruchtstr. 36, Potsdamerstr. 57/58, entpf. f. 8. Färb. Gard., Möbelst. gef. 1 Wit. p. arb. u. Deinig. v. Garderob. jed. Art, Spizen Anzug gereinigt, gebügelt von 2,50 Mk. an. Reparaturen billigst. Nen! 2712b Glanzentfernung von blankgetragenen Kammgarn- Garderoben.. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Berlag von Max Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 252. Erklärung. Donnerstag, den 27. Oktober 1892. wir Nach den Berichten in Breslauer Tageszeitungen nennen hier von der gegnerischen Presse die Breslauer MorgenZeitung" und den„ General- Anzeiger" hatte gelegentlich einer Berhandlung wider unseren Genossen Thiel, Redakteur der Volkswacht", vor dem Landgericht zu Breslau der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Schmidt, in einer Ansprache an die Entlastungszeugen vor deren Vereidigung sich. zitiren nach der Boltswacht") folgendermaßen ausgelassen: " 1 Herrn Rechtsanwalts Marcuse, läßt auch die Breslauer 3eitung", wie alle anderen Blätter, diesen sagen: Es ist vorhin von seiten des Vorsitzenden die „ Es ist vorhin von seiten des Vorsitzenden die Behauptung aufgestellt worden, daß von seiten der sozialistischen Parteileitung die Parole ausgegeben worden sei" น. j. ww. Und die Breslauer Zeitung" läßt dann in ihrem Bericht den Vertheidiger wiederholt gegen diese Behauptung des Vor( wir figenden protestiren, unter dreimaliger Anführung des Ausdrucks Parteileitung". 9. Jahrg. Viele Unsere Polizei hält bekanntlich, sobald es sich um Ver fammlungen handelt, streng darauf, daß das Versammlungslokal werden, und die Thüren müssen sofort geschlossen werden, wenn nicht überfüllt wird. Sehr oft müssen die Gallerien geräumt nach Ansicht des überwachenden Beamten der Saal gefüllt ist. Bei Vergnügungslokalen scheint das nicht so genau genommen zu werden, wie aus folgendem Schreiben eines unserer Abonnenten hervorgeht: Borigen Sonntag besuchte ich in Gesellschaft ein Konzertlokal in der D.straße. An der Kasse erkundigte ich mich, ob noch Pläge vorhanden seien. Der Kassirer antwortete, daß, falls dies nicht der Fall sei, auch feine Billets mehr verfauft würden. Im Vertrauen auf diese Versicherung lösten wir Eintrittskarten. Kaum hatten wir den Konzertsaal betreten, da Herr Schmidt ist also vom Vertheidiger, von Reportern, war auch schon die Enttäuschung da. Tische und Stühle waren vom Angeklagten, von einer Reihe von Ohrenzeugen in einer ohne Ausnahme besetzt, in den Gängen staute sich eine solche geradezu auffälligen und fatalen Weise mißverstanden worden, Menschenmenge, daß niemand mehr hindurch konnte. ein Glück, daß wenigstens der Berichterstatter der„ Breslauer sie wollten sich auf einen Rampf um einen Stuhl nicht einlaffen. der später kommenden verließen stillschweigend das Lokal, Beitung" den Herrn Landgerichtsdirektor richtig verstanden hat, auch ich folgte diesem Beispiele, machte aber an der Kaffe meine da dieser ja auch das Mißverständniß des Vertheidigers nicht Ansprüche auf Zurückerstattung meines Eintrittsgeldes geltend. sofort berichtigt hat. Ich suchte dem Kassirer klar zu machen, daß es doch nicht an gängig sei, daß sich die mitanwesenden Damen in den vollgepfropften Gängen umherquetschten, das half aber alles nichts.. Der Mann meinte sehr furz angebunden: Sie sind doch hier in feinem königlichen Theater, sie haben für Ihr Billet nur Anspruch auf das Konzert, nicht aber auf Sigplätze. Ich mußte also, ohne für mein Eintrittsgeld etwas anderes gehabt zu haben, als den Ausblick auf einen mit Menschen und Tabaksqualm angefüllten Saal, wieder meiner Wege gehen. Es giebt nämlich sehr handfeste Saustnechte in dem Lokal und weitere Gründe meinerseits würden sicher mit einem Andieluftbefördern beantwortet worden rade genug. sein. Nach diesem Intermezzo hatte ich für diesen Sonntag ges " Ich weiß nicht, auf welchem politischen Boden Sie stehen, aber es ist mir bekannt, daß die sozialdemokratische Parteileitung ihren Anhängern empfohlen hat, in allen Fällen, bei denen das Intereffe eines der Ihrigen vor Gericht in Frage kommt, Mein eide zu schwören, um den Angeklagten zu entlasten. Ich kann mir nicht denken, daß diese Anschauung auch hier Boden gefaßt hat, ich glaube nicht zu Ihrer Ehre und zur Ehre des ganzen Menschengeschlechtes daß Sie nicht soviel auf Ihr Gewissen halten, sondern ich Ist nun auch die Behauptung, daß die sozialistische glaube, daß Sie die volle Wahrheit sagen werden. Was Partei neuerdings gepredigt habe, man könne zu Sie auch sonst von der gegenwärtigen Weltordnung halten Gunsten beschuldigter Parteigenossen falsch schwören", eine durch mögen Gottes Strafgericht würde Sie doch ereilen, nichts zu beweisende, mit allen Thatsachen in schroffstem Widerwenn Sie Ihre Eidespflicht verletzten." Kurz vorher hatte bekanntlich der Hamburger Staats- fpruch stehende Beschuldigung, so ist doch für die Parteileitung anwalt Romen in öffentlicher Gerichtssitzung sich ähnlich mit dem Briefe des Herrn Landgerichtsdirektors diese Angelegen ausgedrückt; nur war Herr Romen in der Wahl seiner Worte beit erledigt. Was nicht behauptet worden, braucht nicht widerlegt vorsichtiger gewesen. Er hatte nur von der Partei, den Sozial zu werden. Gleichwohl wollen wir aber nicht unterlassen, zu erdemokraten im allgemeinen gesprochen, so daß ihn niemand direkt klären, daß in der That nur beispiellose Leichtfertigkeit oder faffen konnte, Herr Landgerichtsdirektor Schmidt dagegen be- Nichtswürdigkeit die Behauptung aufstellen könnte, die sozialschuldigte nach den Zeitungsberichten- direkt die Partei- demokratische Parteileitung habe ihren Anhängern empfohlen, in leitung, sie habe den Meineid empfohlen, und er ver- allen Fällen, bei denen das Jutereffe eines der Ihrigen vor wieder nach denselben Zeitungsberichten diese Gericht in Frage kommt, einen Meineid zu schwören, um den ungeheuerliche Anschuldigung noch durch die ganz bestimmte Ver- Angeklagten zu entlasten". ficherung, er wisse das, es sei ihm das bekannt. ftärfte Damit war natürlich für die Parteileitung die Pflicht gegeben, die Sache nicht auf sich beruhen zu lassen; schien doch endlich einmal die Möglichkeit geboten, Beweise dafür zu erhalten, wo und wann seitens der Sozialdemokratie der Meineid empfohlen worden, nachdem eine solche Anschuldigung in so bestimmter Form von so autoritativer Seite erhoben worden war! Unterm 18. September ging an Herrn Schmidt folgender Brief ab: Berlin, Razbachstr. 9, I, 13. Geptember 1892. Herrn Landgerichts- Direktor Schmidt in Breslau. Geehrter Herr! Berlin, im Oktober 1892. Der Partei Vorstand. Tokales: Die Pferdebahnwagen der Großen Berliner PferdebahnGesellschaft befinden sich gegenwärtig in einem dem herbstlichen Wetter wenig entsprechenden Zustande. Daß bei jedem Regengus fich die Wagendecken als undicht erweisen, ist ein altes und wie es scheint unheilbares Leiden, gegen welches die Schaffner kein anderes Mittel haben, als das Anheimgeben an den Fahrgast, den unter solcher Traufe gelegenen Blah nicht zu benußen und, wenn kein anderer frei ist, auszusteigen. Noch schlimmer als mit den Decken sieht es mit den Fußböden aus; zwischen diesen und den über den Wagenrädern angebrachten Schuhkästen Klaffen oft fingerbreite Spalte, durch welche ein oftmals recht empfindlicher Die Luftzug den Mitfahrenden um die Beine fäufelt. Bolstersite einzulegen, hat die Gesellschaft fich trotz des Mit dem Kirchenbauen geht es jegt flott. Es vergeht 28interfahrplans noch nicht entschließen fönnen, ver feine Woche, an welcher nicht eine Grundsteinlegung oder eine muthlich ist der dazu erforderliche Thermometerstand noch Rummelsburg eine neue Kirche fertig gestellt worden, die unter Wagen die Beleuchtung. Nur an etwa zwei Blägen in einem Einweihung stattfände. In der legten Woche ist auch in nicht eingetreten. Geradezu abscheulich aber ist in den meisten dem üblichen Pompe geweiht worden ist. Die gutgesinnten großen Wagen ist man, wenn man sich eines sehr gesunden Rummelsburger hatten sich gar mächtig angestrengt, der eine Auges erfreut, im Stande, eine Zeitung bei dem Scheine dieser stiftete dies, der andere jenes. Diesen freigebigen Herren wurde Laternen zu lesen; auf allen anderen Plägen ist dies unmöglich. dadurch der Dant abgestattet, daß eine Verfügung von oben Die elektrische Beleuchtung ist im vorigen Jahre einmal von der Durch die Presse( fp. Nr. 210 der Volkswacht" in herab" erging, laut welcher die„ Wappen oder Siegel" der edlen Pferdebahn- Gesellschaft probirt worden; damit soll das Publikum Breslau S. 4 Sp. 3) geht die bis jezt von Ihnen Spender an den Kirchenfenstern verewigt werden sollten. Da zufrieden sein. Schlimmer als die mangelhafte Beleuchtung ist Man kann ja ein fehr geschätzter aber der beständige Petroleumdunst in den meisten Wagen, der unwidersprochen gebliebene Nachricht, daß Sie in einer war nun guter Rath theuer. Gerichtsverhandlung wider Thiel, Nedakteur der Bolts- Effigfabrikant fein, man mag leingehacktes Holz in noch so mit dem Anzünden der kleinen, veralteten Schnittbrenner- Lampen macht" in einer infprache an die Beugen vor deren Ber- aroßen Vosten verkaufen, man kann sich des Beiges zweier eintritt, die noch dazu vom Innern des Wagens aus bedient Gänsehöfe erfreuen oder als Marmorwaaren- Fabrikant pleite ge- werden müssen, wo es immer einige Aufregung erzeugt, wenn die eidigung die Aeußerung gethan haben: Ich weiß nicht, auf welchem politischen Boden Sie gangen sein und braucht doch noch kein Wappen" zu besitzen. Schaffner beim Dunkelwerden mit den brennenden Streichhölzchen fiehen, aber es ist mir bekannt, daß die fozial Wo also ein solches hernehmen und nicht stehlen? Die Bes über den Köpfeu der Fahrgäste fich beschäftigen. Bei 12½ pot. demokratische Parteileitung ihren Anhängern schaffung der Wappen" foll viele Mühe gekostet haben und Dividende der Gesellschaft haben die Fahrgäste wohl einigen empfohlen hat, in allen Fällen, bei denen das Interesse nicht Jeder foll es so leicht gehabt haben, wie fener Donator, Anspruch auf Beseitigung dieser und vieler ähnlicher Uebeleines der Thrigen vor Gericht in Frage kommt dem, wie die" Berl. 3tg," erzählt, ein alter Kachelofen aus der stände. Meineide zu schwören, um den Angeklagten zu Noth geholfen hat. Schließlich hat aber doch noch jeder sein Wappen" gefunden und am Tage der Einweihung der Kirche Zu den Sehenswürdigkeiten, die man in der Friedrichentlaften." Im Auftrage der sozialdemokratischen Parteileitung, leuchteten die Wappen und Siegel" aller Donatoren auf eine ftraße findet, hat sich, der Berliner Preffe" zufolge, feit einigen Tagen eine neue gefellt, die allerdings nicht ausgestellt ist, die feit Oktober 1890 aus den Reichstags- Abgeordneten gläubige Gemeinde herab. Wir würden dieses Geschichtchen nicht erst erwähnen, ivenn sondern selbst ihren Weg zu machen sucht. Ein peripathetischer Auer, Bebel und Singer, dem Metallarbeiter A. Gerisch unb dem Schriftfeher R. Fischer besteht, erlauben sich die nicht zu charakteristisch wäre für unsere Zustände. In einer Philosoph, ein wunderlicher Heiliger lenkt die Augen der prounterzeichneten Gefretäre derselben die höfliche Anfrage an Beit, in welcher Laufende von Menschen beschäftigungslos find, fanen Passanten auf seine Erscheinung, der„ Mann ohne Hemde Eie, ob diese Behauptung Shrerseits wirklich gefallen ist. in welcher alles klagt und stöhnt über den schlechten Geschäftsgang und Kopfbedeckung". Als Ehrenmann und Beamter werden Sie es felber und den nappen Verdienst, müssen sich die mit Glücksgütern Ge Gesundheitslehre, heißt Georg Drütschel und stammt aus Lichtenbegreifen, daß wir eine solche Beschuldigung nicht auf uns fegneten hinstellen und sich aus alten Ofenkacheln ein Wappen fels in Bayern. Er fällt noch mehr als durch das Fehlen der ruben lassen tönnen; aber ehe wir nach irgend einer Rich zufammendichten. Daß diese Beschäftigung den Bourgeois fauer Kopfbedeckung durch das dunkel gebräunte Gesicht auf und durch tung weitere Schritte thun, glaubten wir eine Rück- angekommen ist, glauben wir gern. Die Leute haben eben keine das üppige schwarze Haupthaar, das ihm in langen Locken über äußerung Ihrerseits über die qu. Anschuldigung erbitten Phantasie mehr, sonst hätten sie sich leicht in die Beiten eines die Schulter fällt. Er erzählt jedem, der es hören will, daß er Kunibert von Schreckenstein zurückverfehen können, der zu Ehren früher viel an Asthma und Rheumatismus gelitten habe und feines Wappens räuberte und strauchdiebte, daß es eine Art durch ein von ihm erfundenes Abhärtungssystem gesund geworden Ihrer geft. Antwort entgegensehend hatte. An der landesüblichen Frumbdheit" fehlte es den dama- sei. Nach und nach habe er alle überflüssigen BekleidungsAchtungsvoll ligen Junkern auch nicht, wenn sie genug zusammengestohlen stücke, wozu er in erster Linie Hut und Hemd, dann die Unterhatten, so gingen sie in sich und suchten ihr Gewissen zu fal- leider, leberzieher, Halstücher, bei Damen auch die Korsets viren: sie bauten eine schöne Kapelle zu Lob und Preis ihres rechnet, abgelegt und trage jetzt nur Rock, Beinkleid und Schuhe. Wappens. Uni für seine Lehre Anhänger zu finden, und um nicht trot Heute ist das sehr viel anders geworden. Die Nachkommen aller Gesundheitslehre dem Hungertyphus zu verfallen, verkauft In höflicher Beantwortung des gefälligen Schreibens iener Prudelwitze und Strudelwige sind gefiltete Herren gewor er eine fleine Broschüre, in welcher er die Grundsätze seiner vom 18. D. M. nehme ich in Betreff Wortlautes und den, die sich unter die„ nothleidende Landwirthschaft" rubriziren Lehre der Mit- und Nachwelt überliefert. Wie groß das SelbstGinnes der von mir geschehenen Meineids- Verwarnung und ihren Tribut von den Plebejern nicht mehr mit Gewalt, bewußtsein und wie schlecht das Deutsch des Herrn Drütschel ist, Bezug auf die Nr. 625 der Breslauer Zeitung" vom sondern auf die loyalfle Weise in Gestalt von Zöllen und erhellt aus zwei Thefen, die er am Schluffe seiner Schrift aufSchnapsbonifikationen erheben. Der Kirche sind sie auch heute stellt: 1. Je mehr der Mensch mit Kleidern umhüllt ist, desto noch treu zugethan, weil sie fürchten, daß diese ein ausschlag- größer der Schleier um's Hirn. 2. Die Gesundheit ist das Das find untrüglich folgegebender Falter ist, sobald es gilt, die Landesvorrechte zu ver- Serthvollste von dem, was existirt." theidigen. Die Zahl der Menschen freilich, welche an diese Vor- richt'ge Sätze", ob aber Herr Drütschel aus Lichtenfels fetue rechte nicht mehr glauben, nimmt von Jahr zu Jahr in besorg Lehren auch in Wintertagen im Norden persönlich weiter vernißerregender Weise zu. Die herrschenden Gewalten versuchen treten wird, oder ob er dann seine Weisheit fern im Süden" alles, um die gegen sie austürmende Fluthwelle einzudämmen, vorzutragen gedenkt, wird abzuwarten sein. aber es ist vergeblich. Wie lange wird es noch dauern und kein Mensch Tümmert sich mehr um" Wappen und Siegel". zu sollen. J. Auer. N. Fischer." Unterm 24. September lief endlich folgende Antwort ein: Breslau, 24. September 1892. Geehrter Herr! 7. September cr. Eine weitere Erklärung abzugeben fehe ich mich in Uebereinstimmung mit der Auffassung meiner Borgesetzten außer Stande, da ich über Aeußerungen, die ich in amtlicher Eigenschaft gethan habe, nur meinen Vorgesetzten Rechenschaft schuldig bin. Achtungsvoll Schmidt, Landgerichts- Direktor." " Er ist Apostel einer neuen NaturZur Kenntniß des Aberglaubens wird folgender Beitrag geliefert: Ende voriger Woche traf von einem Gute R. im Kreise Als Beamter mag Herr Schmidt formell im Rechte sein, daß Sorge um das Wohl des lieben Nächsten und Förde- Templin eine Dame zum Besuche ihrer franken Schwester hier für Aeußerungen in amtlicher Eigenschaft nur seinen Vor- rung der Interessen anderer Leute ist einem richtigen Bourgeois ein. Der Zustand der Patienten war derartig, daß eine ärztliche gesetzten Rechenschaft schuldig ist; aber als Ehrenmann tann freno mehr muß man sich wundern, daß der Haus Autorität die Ueberführung der Kranken nach einer hiesigen Klinik und Grundbesitzerverein im Westen von Berlin und in den an- als nothwendig bezeichnete. Infolge des Vorurtheils gegen es ihm auch nicht verwehrt sein, denen, die er nach Zeitungs- grenzenden Bezirken von Charlottenburg und Schöneberg", also Krankenhäuser, das auf dem Lande lebenden Damen besonders berichten solch ehrloser Dinge beschuldigt, klipp und klar zu er eine Vereinigung echtester Bourgeois, gegen die Anlage der ge- eigen ist, fonnte sich die Schwester mit der Maßregel nicht ohne tlären, ob er diese Beschuldigung erhoben hat oder nicht. Es lanten elektrischen Hochbahn von der Warschauer Brücke bis zum weiteres einverstanden erklären. In ihrer Besorgniß eilte sie zu wäre ihm, falls er diese Beschuldigung voreilig und grundlos Zoologischen Garten deshalb Einspruch erheben will, weil dadurch einer Kartenlegerin, der Frau S. in der Markgrafenstraße, um die schönsten Straßen des Westens verunziert und den An- gegenüber der Ansicht des berühmten Arztes des Kartenoratet geäußert, als Ehrenmann auch nicht verwehrt gewesen, solches wohnern Licht und Luft genommen werde. Moher diese plögliche zu befragen. Frau S. hatte sofort die Sachlage überschaut offen einzugestehen. Fürsorge für das Publikum? Die Hausbesitzer fragen doch und gab aus den ausgebreiteten Karten die Antwort, daß die Schönheitssinn der Anwohner Kranke in dem Hospital einer Operation unterworfen und infolge Seine Antwort ermangelt aber diefer unzweideutigen Deutlich sonst weder nach dem nach ihrem Licht und Luftbedürfniß, wenn es davon nach vierzehn Tagen bis drei Wochen sterben würde. Fast teit. Wir verstehen ihn aber jedenfalls nicht falsch, wenn wir noch gilt, ihre Grundstücke möglichst vortheilhaft zu ver- völlig aufgelöst fehrte die Dame zu ihrer schwerfranken Schwester in Abrede stellen, werthen. Eine Erklärung für diesen Protest bietet der dritte zurück, warf fich verzweiflungsvoll vor dem Lager auf die Knie gegen die Parteileitung den Vorwurf der Meineidsbegünstigung Grund, den sie dafür anführen. Sie weisen nämlich darauf hin, daß und bat flehentlich, ihre Schwester möge sich, wenn sie denn schon außerdem auch die anliegenden Grundbesitzer in ihrem Vermögen in ein Krankenhaus gehe, einer Operation unter allen Umständen Ausgesprochen zu haben. Sie begründete ihre Bitten damit, daß sie den Die„ Breslauer Zeitung", auf welche Herr Schmidt schwer geschädigt werden würden. Dieser Grund dürfte der widersetzen. wichtigste und einzige sein, aus dem diese Herren sich gegen die ganzen Alt der Wahrsagerei wiedergab. Mit welchen SchwierigDerweist, läßt ihn in jener Zeugenansprache nur erklären: Anlage eines Unternehmens von hervorragendem öffentlichen feiten jetzt die Ueberführung nach dem Krankenhause bewerkstelligt " Ich weiß nicht, auf welchem politischen Boden Sie Intereffe so sehr ereisern. Wenn die Verunzierung der Gegend wurde, fann man sich denken. Auf Grund des Vorstehenden weiß aber, daß neuerdings seitens der und die Luftabsperrung sie selber trifft und ihre mühelos er haben wir, so schreibt der Berichterstatter weiter, es nicht unterlassen fozialdemokratischen Partei gepredigt worden ist, worbenen Einkünfte zu schmälern droht, dann sind sie sofort zur fönnen, das Orafel in der Markgrafenstraße uns näher anzusehen. Stelle und schreien Beter und Mordio. Und es wäre nicht das flehen, erste Mal, wenn es ihnen gelänge, zu erreichen, daß das Gesammt interesse den berechtigten Interessen" einiger Kapitalisten nach man fönne zu Gunsten beschuldigter Parteigenossen auch falsch In der Wiedergabe der Ausführungen des Vertheidigers, gefekt wird. schwören" u. f. 10. " Frau S., deren Ehemann ein ehrfamer Handwerker ist, zählt zu ihren Kunden Damen aus den„ höchsten Ständen". Was aber allem die Krone aufsetzt, ist der Umstand, daß sich selbst die„ berühmtesten" Wahrsagerinnen Berlins bei der S. Raths erholen. So hat eine Frau M. in der Charlottenstraße troh ihres ge lähmten Rörperzustandes fich dorthin tragen laffen, um zu er fahren, daß sie im Monat Februar, und zwar am 7., 15. oder 21. vermuthlich sterben werde. Sind diese kritischen Tage vorüber, so ist die M. sicher, noch ein weiteres Lebensjahr vor sich zu haben. Frau S. ist aber auch besonders vielseitig, fie befragt nicht blos die Karten, sondern weissagt auch aus Eiern und Wurzeln. Wenn wir die Adresse dieser ersten Kraft dem Publikum vorenthalten, so geschieht das aus berechtigter Vorsicht wir möchten nicht dazu beitragen, den Kundenkreis der„ weisen Frau" zu vermehren. Als eine außerordentlich beachtenswerthe Warnung für Sparer" mag die Bekanntmachung dienen, die der Landrath des Niederbarnimer Kreises, von Waldow, foeben veröffentlicht. Dieselbe lautet: Die außerordentliche Revision der KreisEparfaffen- Unterrezeptur Oranienburg hat ergeben, daß der inzwischen aus dem Leben geschiedene Rezeptor Otto daselbst unter schwerstem Mißbrauch des ihm von zahlreichen Sparern gefchenkten Vertrauens fich erhebliche Unterschlagungen hat zu Schulden kommen laffen. Die Ausführung, sowie die mehrjährige Berdeckung dieser Unterschlagungen ist dem Otto nur dadurch möglich gewesen, daß zahlreiche Sparer sich lediglich mit den von dem Rezeptor ausgestellten Interimsquittungen begnügt und es unterlassen haben, diese Quittungen innerhalb der vor geschriebenen Frift von vier Wochen gegen die von der Hauptkasse auszufertigenden Spartassenbücher einzutauschen. Das Kreis- Sparfaffenftatut schreibt aber im§ 14 ausdrücklich vor, daß das Spardort still stand. Er öffnete die Thür zum Fahrschacht und sah in Falls der Hauptmann feine feine Abhilfe fchaffe, fo stellte dem Fahrstuhl den blutüberströmten Rumpf des Knaben liegen. er in Aussicht, sich an den Regiments Kommandeur Den Kopf fand man alsbald in dem zweiten Stockwert. Die zu wenden und behielt sich vor, der presse von dem Vorfalle sofort benachrichtigte Revierpolizei belegte zunächst die Leiche mit Mittheilung zu machen. In den beiden letzteren Bemerkungen Beschlag und eröffnete eine eingehende Untersuchung. Nach dem erblickte die Anklagebehörde eine versuchte Nöthigung und in der bisherigen Ergebniß scheint der übrigens mit der Handhabung Mittheilung, betreffend den Vorfall bei der Turnübung, eine Bes des Fahrstuhles durchaus vertraute Knabe der Dame nachgesehen leidigung des Vizefeldwebels, da das Regimentskommando bei und dann eine falsche Leine gezogen zu haben, die den Fahrstuhl Stellung des Strafantrages dem Gericht angezeigt hatte, daß die statt nach unten nach oben in Bewegung fegte. Ructart muß angestellte Untersuchung nichts Belastendes gegen den Vizedann einen Schlag anf den Kopf erhalten haben, der ihn betäubt feldwebel erbracht habe. Das Schöffengericht war den Ausfüh hinfirecte, und der über den Rand des Fahrstuhles hinausragende rungen des Vertheidigers Rechtsanwalt Straßmann gefolgt Kopf wurde von dem Körper glatt abgeschnitten. und hatte den Angeflagten freigesprochen; der Staats anwalt legte Berufung ein und beantragte im gestrigen Ein recht beklagenswerthes Unglück hat sich am Sonntag, Termine vor der zweiten Instanz eine Gefängnißstrafe von Den 16. d. Mts., in Teltow zugetragen. Der Landwirth Wilhelm 14 Tagen. Der Gerichtshof schloß sich aber dem Erkenntnisse Ebel aus Teltow, ein 32jähriger, gesunder, starker Mann, trug des Borderrichters an und fällte ein freisprechendes Urtheil. in seinem Munde drei künstliche Zähne. Als derselbe am Sonn- Was die Beleidigung betreffe, so sei der Angeklagte straffrei, weil tag Nachmittag eben eingeschlafen war, verschluckte er sein Gebiß. er in Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt. Der fonfultirte Arzt, Dr. med. Schweißer, ordnete fofort, da er Thatbestands- Merkmale der versuchten Nöthigung gehöre, baß das Gebiß nicht herauszuholen vermochte, die Ueberführung des einer Person mit einem Uebel gedroht werde, welches von der Unglücklichen nach der Klinik in Berlin an, wo Ebel jedoch erst felben auch wirklich als ein lebel angesehen werde und die Bes am anderen Tage operirt werden konnte. Das Gebiß wurde merkung des Angeklagten, daß er eventuell eine höhere Instanz zwar bei dieser Operation aus der Speiseröhre entfernt; doch anrufen werde, enthalte dieses Merkmal nicht. Ebensowenig ist der Aermiste am Sonnabend feinen Qualen erlegen, da eine fönne dem Angeklagten durch die völlig selbständige Bemerkung, starte Lungenentzündung, welche sich hinzugefellt hat, den Tod er behalte sich vor, der Presse Mittheilung zu machen, unterstellt herbeiführte. werden, daß er dadurch einen Einfluß auf den Hauptmann habe ausüben, wollen. Zum Polizeibericht. Am 25. d. Mts. Morgens wurde im Flur Laffenbuch gegen Rückgabe der Interimsquittung spätestens im des Hauses Schiffbauerdamm 28 die bereits fehr verweste Leiche Bur Frage der Haftpflicht der Hausbesitzer hat das Laufe des auf die Einzahlung nächstfolgenden Kalendermonats eines neugeborenen Kindes aufgefunden. In der Sommerstraße Oberlandesgericht Dresden am 20. b. M. eine wichtige Entvon deur Unterrezeptor abgeholt werden muß, widrigenfalls vor dem Reichstagsgebäude wurde Nachmittags ein Kutscher scheidung gefällt. Am 24. September 1891 stürzte in dem Grunddie Interimsquittung Beweiskraft gegen die Sparkasse verliert." durch eine Droschte überfahren und an Händen und Füßen so stücke Reitbahnstraße 3 eine bejahrte Köchin, welche in einem Nach diesem§ 14 könnte die Niederbarnimer Streissparkasse bedeutend verlegt, daß er nach der Charitee gebracht werden dortigen Mehlgeschäfte Einkäufe besorgt hatte und den dicht an die Zahlung der durch Otto unterschlagenen Summen den ver mußte. Von der Friedrichsbrücke sprang eine unbekannte, etwa den nicht besonders abgesperrten Rellerstufen gelegenen Abort trauensseligen Sparern gegenüber verweigern. Es scheint dies 24jährige Frauensperson in die Spree, wurde jedoch noch lebend benutzen wollte, jene Treppe hinab, brach beide Arme und das aber nicht beabsichtigt zu sein, denn Landrath von Waldow macht aus dem Waffer gezogen und nach der Charitee gebracht. Im rechte Schlüffelbein, verletzte sich auch am Kopfe und war infolge bekannt, daß die dem Otto von den Sparern anvertrauten Spar- Hotel Bellevue, Potsdamerplatz 1, wurde der Bursche Rückart dessen nicht nur lange Zeit frant, sondern hat auch die frühere faffenbücher vorläufig in diesseitige Verwahrung genommen und im Fahrstuhl mit vom Rumpfe getrenntem Kopfe todt aufgefun Arbeitsfähigkeit nicht wieder erlangt. Die Verletzte klagte nuu den Befihern gegen Rückgabe der in ihrem Besitz befindlichen den. Der Verstorbene hatte furz zuvor eine Dame nach dem gegen den Besitzer jenes Hauses auf Entschädigung und NüdJuterimsquittungen ausgehändigt werden, sobald die Revisions- sweiten Stock befördert, und ist dann anscheinend mit dem Kopfe erstattung der Kosten ihrer Krankheit, und zwar forderte sie entarbeiten beendet find. Die letteren werden nach Kräften be- wischen die Thürfüllung gerathen, so daß ihm durch den hochweder eine einmalige Abfindung oder eine jährliche Unterstützung schleunigt werden, auch wird die Sparkassen- Berwaltung alle gehenden Fahrstuhl der Kopf abgequetscht wurde. Im Hause auf Grund des vom Beklagten verletzten§ 367 Bunft 12 vom erforderlichen Schritte thun fo theilt Herr von Waldow Kurfürstenstr. 141 fiel ein Arbeiter etwa 2 Meter hoch von einer Reichs- Strafgesetzbuche, welcher lautet:„ Mit Geldstrafe bis ferner mit um jeden Verlust von den Sparern abzuwenden. Leiter und brach das Handgelenk. Er wurde nach dem Elisabeth- zu 50 Thalern oder mit Saft wird bestraft, wer auf öffentlichen Krankenhause gebracht. Am 25. d. M. und in der darauf folgenden Nacht fanden vier Brände statt. Ein 15jähriger Sefundauer aus Berlin, der Sohn eines Fabrikbesizers, unternahm am legten Sonntag eine Fahrt nach Botsdam, um in der dortigen Umgegend, mit einem Teschinggewehr ausgerüftet, Jagd auf Sperlinge und Eichkaßen zu machen. Als er am Nachmittag feine Tour beendet hatte und im Begriff war, nach Berlin zurückzufahren, ließ er sich am Bahnhof in Potsdam auf einer Bank nieder und als er von dort aus bemerkte, daß eine große Schaar Sperlinge sich auf dem Gerichts- Beifung. Straßen, Wegen oder Plazen, in Häusern und überhaupt an Orten, an welchen Menschen verkehren, Brunnen, Keller, Gruben, Deffnungen oder Abhänge dergestalt unverdeckt oder unverwahrt läßt, daß daraus Gefahr für andere entstehen kann." Ginen Strafantrag hatte die Klägerin nicht gestellt. Das Landgericht wies, nachdem ein Vergleich zwischen den Parteien gescheitert war, die Klägerin mit ihren Ansprüchen ab, legte ihr auch die entstandenen Kosten auf. Das Oberlandesgericht dagegen hat die Droschtenhalteplat tummelte, erwachte in dem jungen Manne sammenhange zu dem Raubmordversuch steht, der am 8. April dem Verhandlungstermine jede Entschädigungsverpflichtung ab Das gerichtliche Nachspiel, welches in mittelbarem Zu- erhobenen Ansprüche anerkannt und den Beklagten, welcher in plöglich noch einmal die Jagdluft. Er lud fein Leſching, drückte gegen den Prälaten von Poninsti au Roscielec ftattfand, hat lehnte, verurtheilt, der Geschädigten entweder 7150 Mart auf los und schoß eine Kugel durch ein Doppelfenster in das zu Eisenbahn- Baubureau, wo sie in die gegenüberliegende Wand schlug, Gude erreicht. Der Töpfer, Stanislaus Sczepausti war be- von 45 Mark zu zahlen, sowie sämmtliche entstandene Kosten gestern vor der siebenten Straffammer des Landgerichts I sein einmal oder eine Prämunerando Monatsrate glücklicherweise ohne jemanden zu treffen. Es herrschte um diese schuldigt, es unterlassen zu haben, von einem geplanten Berau tragen. Zeit auf dem Bahnhof gerade ein recht reges Leben, weil einige brechen, welches vor der Ausführung zu seiner Kenntniß gelangt Säfte unseres Kaiserhauses die Heimreife antraten. Polizeibeamte war, rechtzeitig Anzeige gemacht zu haben. Im April d. J. arEine Auflage wegen gewerbsmäßigen verschleierten waren zur Stelle, und so wurde der junge Mann sofort fest- beitete der Angellagle bei dem Köpfermeister Knaaf. Eines Tages Wuchers beschäftigte geſtern die siebente Straffammer bes and genommen, aber nachdem er sich legitimirt und sich als kein erzählte der Giftere feinem Unternehmer, daß der Löpfer Dräger gerichts I zum zweiten Male. Jun März d. J. wurde der Be Attentäter" im gefährlichen Sinne erwiesen hatte, wieder ent- th von einem ungeheuerlichen Stomplott Mittheilung gemacht leiher Jonas Siegmann wegen des genannten Bergehenz zu einer laffen, nachdem mit ihm ein Protokoll aufgenommen worden war. habe. Die Töpfer Dräger und Grießliewicz, sowie die Jahre Gefängniß, 500 Mart Geldstrafe und dreijährigen Ghr 100 000 Mark hat der Buchhalter Riettorf der Deutschen Arbeiter Zuckowski und Pilachowski hätten einen Bind verlust verurtheilt, auch auf der Stelle verhaftet. Der Angeklagte Bank unterschlagen. Natürlich hat der Mann an der Börse spe- geschlossen. Sie wollten die Geistlichen im Posen'schen berauben hatte nach dem Tode feines Vaters deffen Pfandleih- Geschäft, fulirt und fein Glück gehabt. As sein Geld zu Ende war, nahm und dabei auch vor einem Morde nicht zurückschreden. Sie Große Frankfurterstraße 44, übernommen. Er begann nebenber er die Depots und verspielte diese auch noch, bis er mit 100 000 hätten sich mit Revolvern versehen und rothe Bettel drucken einen kleinen Handel mit Seife und Zigarren und soll dann Mart fertig war, Das ist doch immerhin fchon eine reinettable laffen, worin sie sich als Anarchisten ausgaben, die im Auftrage jahrelang sich in verbotener Weise Abfah in diesen Artikeln verSumme, und man sollte meinen, daß deren Abgang leicht bemerkt einer Gesellschaft handelten. An der Spize des Zetteis befinde fchafft haben. 3 traten in der ersten Beshandlung eine Menge werden müßte. Mag nun der Betrüger die Sache schlau zu verfich ein Todtenkopf. Knaat wollte der Geschichte nicht recht Beugen auf, welche bekundelen, daß der Angeklagte ihnen Seife verlauben decken verstanden haben oder war die Kontrolle nicht streng Glauben beimeffen, rieth aber doch dem Angeklagten, der Polizei und Bigarren aufgenöthigt habe, wenn sie zu ihm gekommen genug, Thatsache ist, daß der Mann 100 000 M. aus den Anzeige zu machen. Sczepanski versprach, dies thun zu wollen, feien, un etwas zu versehen. Zumeist waren es arme Leute, Depots der Bant entnehmen fonnte, ehe er erwischt wurde. Das hat es aber doch unterlassen. Tags darauf las Knaak in den aus denen die Kundschaft des Angeklagten bestand. Kam eine einem Pfand, so fragte er, ob sie Börsenspiel ist in Deutschland bereits zu einer weitverbreiteten Beitungen von dem bekannten Ueberfall auf den Prälaten von Frau zu ihm mit Krankheit geworden, die selbst Leute befällt, die von der Börse Boninsti, wobei alle vier Räuber um's Leben kamen. Als sich nicht einige Stücke Seife gebrauchen tönne, er werde ihr das und deren famosen Usancen" nicht einen blaffen Schimmer herausstellte, daß die von Sczepanski genannten Personen mit Pfandstück dann auch etwas höher beleihen, wie er fonft zu thun haben. Die jüngjiten Prozeffe gegen die Serie der Banfier- ersten Termine behauptete er, daß er auch auf dem Bolizeibureau bereit, um den Angeklagten nicht zu erzärnen, fie nahmen 2 Stüd den Räubern identisch waren, wurde Sczepanski verhaftet. Im pflege. Die meisten der Kundinnen erklärten sich zur Abnahme Gauner, die fich in Moabit abgespielt haben, haben gewesen sei, G3 fei aber in der Wiittagsstunde gewesen, und da Seife, die ihnen mit 35 Pf. berechnet und sofort von dem Pfande zeigt, was da alles fpekulirt und wie das spekulirt. Bwar zerbricht sich jest eine Börsen- Enquetekommission die Köpfe fein Beamter anwesend war, der ihn zu Protokoll vernehmen gelde abgezogen wurden. In gleicher Weise setzte der Angeklagte eine Bigarren ab, wenn Runden männlichen Geschlecht sein Ge darüber, wie dem wüsten Treiben Einhalt gethan werden könne, fonnte, habe man ihn aufgefordert. im Laufe des Nachmittags schäft aufsuchten. Obgleich der Angeklagte die beiden Artikel nut aber dabei wird nicht viel herauskommen. Wir haben noch wiederzukommen. Inzwischen habe er aber mit mehreren Personen " keinen Löwen gesehen, der Luft verspürt hätte, sich selbst aufzu über die Angelegenheit gesprochen, die ihn sämmtlich ausgelacht mit dem Nutzen verkaufte, wie er in allen kleinen Geschäften fressen. Die Börse ist eine der bekannten hochachtbaren" hätten, daß er der Geschichte Glauben schenken könne, Dräger üblich war und obgleich seine Waare feineswegs von beson Inftitutionen des tapitalistischen Staates und die Spekulation babe fich wahrscheinlich einen Spaß mit ihm machen wollen. ders schlechter Beschaffenheit war, erkannte der Gerichtshof ist wieder ein untrennbarer Appendig von der Börse. Kapita- 3 dieser Ansicht sei er auch gelangt und habe es deshalb unter doch auf die erwähnte hohe Strafe, weil die Geschäfts listischer Staat, Börse und Börsenspiel, das sind drei Dinge, laffen, noch einmal zur Polizei zu gehen. Der vorige Termin praris des Angeklagten den armen Leuten gegenüber, welche welche niemand zu trennen vermag. So lange das eine existirt, wurde vertagt, um die vom Angeklagten vorgeschlagenen Zeugen häufig die nothwendigsten Gegenstände versehten, um zwei bis so lange existirt das andere auch und so lange wird es unter u laben. In der gestrigen Verhandlung gelangte der Gerichts- drei Mark baares Geld zu erhalten, als besonders verwerflich schlagungen und Unterschleife seitens der Bantiers und Bant of auf Grund der stattgehabten Beweisaufnahme nicht zu der angesehen werden müffe. Mit Hilfe seines Bertheidigers, Rechts beamten geben. Die Gelehrten der heutigen Gesellschaft sind Ueberzeugung, daß der Angeklagte die Mittheilung von dem ge- anwalts Mühsam I, gelang es dem Angeklagten, die Aufhebung längst darüber einig, daß das Spiel etwas durchaus" Unmora- planten Verbrechen für Ernst genommen und sprach denselben des Urtheils durch das Reichsgericht und die Zurückweisung der Sache in die Vorinstanz zu erwirken. Die erneute Beweisaufs lisches" ist. Zu dieser Ansicht seiner Gelehrten nicht der Staat deshalb frei. nahme fiel infofern günstig für den Angeklagten aus, als mehrere sein Ja und Amen und veranstaltet nächsten Tages seine fleine In wie leichtfertiger Weise Leben und Gesundheit der Fälle ausgeschieden wurden, in denen die Zeugen nicht von ihm nette Geldlotterie, die ihm einige Hunderttausende abwirft. Das Bauhandwerker bisweilen in Gefahr gebracht werden, zeigte eine beeinflußt worden waren. Die Strafe wurde daher auf sechs Hazardspiel ist fireng verboten, wenn es die Bürger untereinander Anklage wegen fahrlässiger Körperverlegung, welche die zweite Monate Gefängniß, 200 Mart Geldstrafe und zweijährigen fultiviren. Da fällt für den Staat nichts ab, das ist also eine Straftammer des Landgerichts I gestern gegen den Dachdecker- Chrverlust herabgesest; auch wurden hiervon drei Monate durch unmoralische" Sache. Wenn aber der Staat bei seinen Lotterien meister Franz Buchholz zu verhandeln hatte. Für die Abpuz- die erlittene Untersuchungshaft abgerechnet. selbst den Bankier abgiebt, so ist das weder strafbar noch un- arbeiten auf dem Grundstücke Borsigstr. 7 hatte der Angeklagte moralisch. das Hängegerüft geliefert. Als dasselbe mit mehreren Arbeitern befchwert war, riß plöglich das Fahrfeil und drei Arbeiter türzten auf den Hoff hinab. Der eine trug einen Bruch des linten Beines davon, die beiden anderen sind mit ziemlich befommen. Nach dem Gutachten des Obermeisters der Dachdeckerdeutenden Quetschungen und Hautabschürfungen davon geinnung und eines tönigl. Bauraths war das Fahrseil an der geschrieben: Es ist bekannt, daß das Schuhmachergewerbe fir Bon einem Leipziger Schuhmachergehilfen wird uns Die Arbeiter eines der ungünstigsten ist. Der Lohn ist geradezut Hinter dem früheren Direktor des Bellealliance Theaters, Karl Junkermann, hat der Untersuchungsrichter beim tönigl. Landgericht I nunmehr einen Steckbrief erlaffen. Junter mann wird degen wiederholter Unterschlagung und Verbrechens gegen die Konkurs- Ordnung verfolgt. Soziale Iteverlicht. Ein tragischer Vorgang wurde vor einiger Zeit aus Rißstelle fo morsch, daß bei einigermaßen aufmerksamer Be so Be- Beschrieben: für Spandau gemeldet. Eine verheirathete Frau war, durch fort- fichtigung und Prüfung sich die Unbrauchbarkeit desselben sofort gesetzte Quälereien feitens einer ihr feindlichen Nachbarin zur gezeigt hätte. Der Angeklagte versuchte die Berantwortlichkeit oft jeder Beschreibung. Sie sind ohne genügend Licht und Berzweiflung gebracht, mit ihrem jüngsten Kinde in die Havel für den Unfall von sich ab und einem feiner Arbeiter zuzuweisen, Luft, und von Reinlichkeit derselben ist vielfach kaum die Rede gegangen, um den Tod zu suchen. Sie selbst wurde indeß wieder der Staatsanwalt hielt aber den Angeklagten für verantworlich Jetzt arbeite ich bei einem Meister, bei welchem sich das Innungs gerettet, ihr Kind aber ertrank. Die Wermste wurde darauf wegen und beantragte 6 Monate Gefängniß. Der Gerichtshof erkannte meisterliche im rosigsten lichte zeigt; er bedrückt, wie viele feiner des Verdachts des Mordes gefänglich eingezogen, später aber auf zwei Monate. Gesinnungsgenossen, die Gehilfen wo er nur kann. Arbeit ist wieder in Freiheit gefeßt. Die ärztliche Beobachtung der Frau zu schwingen, nicht สิน zeigte, daß die Unglüdliche zeitweise der freien Bestimmung über Wegen Beleidigung eines Feldwebels des 2. Garde vorhanden; der Meister läßt sich aber die ersten Tage der Woche thre Geisteskräfte beraubt war. Darauf ist auch das Verjahren Regiments zu Fuß, fowie wegen einer gegen einen Hauptmann selten sehen und will dann erzwingen, daß die Arbeit in den Es kommt ihm gegen fie eingestellt worden. deffelben Truppentheils begangenen versuchten Nöthigung stand legten Tagen der Woche trotzdem fertig wird. derzeit der Schuhmachermeister Stolz vor dem Schöffengerichte. nicht darauf an, wenn zu diesem Zweck bis 12 oder 2 Uhr Nachts An den Folgen von Blutvergiftung verstarb vor einigen Von den Fenstern seiner Wohnung genießt der Angeklagte einen gearbeitet werden muß. Dabei der fämmerliche Berdienst! Kurzum, Tagen in Paul Gerhardt- Stift in der Wüllerstraße ein 4jähriger freien Ueberblick über den Exerzierplatz in der Karlstraße. Eines die Mißstände in unserm Gewerbe find greuliche. Knabe. Der Kleine hatte am 18. b. M. mit einem rostigen Nagel Tages beobachte er, wie eine Anzahl Rekruten Turnübungen an Einer der Refruten 18 771 Personen, darunter auch ehemalige Lehrer, Offiziers Die Parias der Landstraße. Nicht weniger als gespielt und sich mit demselben eine unbedeutende Kraßwunde am dem sogenannten Querbaum ausführten. finten Unterschenkel zugefügt. Anfänglich beachtete Niemand die vermochte die ihm gestellte Aufgabe, seinen Körper über den fleine Berlegung, erst als einige Tage darauf das Bein des magerecht liegenden Kindes unjörmig anschwoll, wurde ein Arzt hinzugerufen, der so- lösen. Stolz will nun gesehen haben, daß der Auf- genöthigt, in der Herberge zur Heimath" in Köthen 3 Tros nächtigen. Von diesen waren 5905 Gäste der Verpflegung fort bas Uebel erkannte. Kroz sorglichster Pflege verstarb aber sicht führende Vicefeldwebel den Rekruten in die Rüden station, d. h. fie mußten durch 3-4stündige Arbeit sich Essen und gegend griff, als wollte er demselben helfen, der Rekrut Nachtlager erst verdienen. schoß aber vorne über mit dem Gesicht in den Sand. Als er Gin gräßlicher 11nglücksfall ereignete fich vorgestern nach sich erhob, blutete er im Gesicht. Stolz will den Eindruck gehabt Ein Ausbund von christlicher Nächstenliebe ist das in mittag in dem Grand Hotel Bellevue am Potsdamer Platz 1. haben, daß der Vorgesehte den Rekruten durch einen Stoß zu Dortmund erscheinende katholische Matt, Tremonia". Der 14 Jahre alte Bursche Eduard Ruckart hatte den Auftrag, Falle gebracht hatte. Er richtete an den Hauptmann der be G3 verübte diefer Tage folgende Notiz:" Für die Stromet furz vor 2 Uhr eine Dame mittelst hydraulischen Fahrstuhles treffenden Kompagnie ein Schreiben, worin er unter Berufung und Edensteher, welche im Sommer in Ecken und Winkeln vom Erdgeschoß nach dem zweiten Stock zu befördern. Dies auf den Umstand, daß er früher bei demfelben Truppentheil ge- nächtigen, tommen die talten Nächte viel zu früh. In vorletzter geschah auch; doch der Fahrstuhl fam nach unten nicht wieder dient, von der rauhen Behandlung der Rekruten im allgemeinen Nacht waren nicht weniger als 21 derartige Personen auf ihren zurück. Der Heizer Günther begab sich auf einer Sintertreppe und von dem erwähnten Borfall im befonderen Mittheilung Wunsch im Polizeigefängniß an der Betenstraße untergebracht. nach dem vierten Stockwert und bemerkte, daß der Fahrstuhl machte und sich über den betreffenden Vizefeldwebel beschwerte. Die Polizei hat nun die löbliche Einrichtung getroffen, derartige das Kind. # Personen nach mehrmaligem Borfprechen protokollarisch aufzu- strebt die Befreiung aus den Fesseln ber Knechtung, der Gr- 1Serweg 6, Abends 8 Uhr, Reichenbergerstraße 54, Ece Caufigerstraße, bet fordern, für ein ständiges, eigenes Unterkommen selbst zu sorgen, niedrigung und der Ausbeutung durch Beseitigung ihrer Ursachen an." Schayer. Aug. Geib, Donnerstag bei gubeit, Naunynstraße 86, Abends 9 Uhr. Hafenelever, Abends 8% Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulenandernfalls für zwangsweise Unterbringung in Benninghausen weg Treptow. 6. Reichstags- Wahlkreis. Sorge getragen würde." Emanzipation, Abends 8% Uhr bet Spät, Weinstr. 28 Distutirtlub der Hausdiener, Abends 9 Uhr bet Sommer, Delegirte: Riesel und Augustin.( Text der Grünftr. 21: Sigung. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. UebungsAnträge nächste Nummer.) stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. St. Urban, Annenstr. 9, bet Bros.- Kornblume, Blumenstr. 54, bei Wuttke.--Früh tingstust, Bülowftr. 69, bei Werner. Bregelschluß, Annenfir, 16, b. Steiner.- 23 ei se ofe, Reinickendorf, Reinickendorferfir. 25, b. Scheffler. Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerftr. 9, bei Friefecte. glödlein, Wilmersdorf, Berliner- u. Augufiftr.- Ecke bei Schulz. E do?, te Schönhauserstraße 42, bet Reimann. Ginigteit,( Hutmacher), Pappel Allee 3-4, bet cause. Dorf Das Blatt thut fo, als wenn es nichts von der ungeheueren Arbeitslosigkeit wüßte, unter welcher das Bolt leidet. Anderenfalls müßte es ja auch zugeben, daß die Im Verband der deutschen Gold- und Silberarbeiter Weltunordnung, der es dient, je eher je besser der sozialistischen und verwandten Berufsgenossen, Zahlstelle Berlin, gab am Ordnung zu weichen hat. 15. Oftober der Kassirer folgenden Quartalsabschluß bekannt: Schweizerischer Typographenbund. Die neue Vororts. Ginnahmen inkl. Bestand vom 31. Juni 465,35 M., Ausgaben 8utunft 1, Steglis, Kurhaus fettion St. Gallen hat das Zentralfomitee des Verbandes 353,05., bleibt Bestand 112,30 M. Der Jahresbericht lautete Friedenau. Harmonie, Tempelhof Dorfstraße 10, bei Gerth. ( Beginn der Amtsdauer Neujahr) aus folgenden Herren bestellt:( inkl. Bestand vom 30. September 1891) auf 1483,45 M. GinButunft 2, Nieder Schönhausen, Buchholzerstraße bet Hempel. H. Ünteregger, Präsident; A. Ammann, Vizepräsident; nahmen, 1371,15 M. Ausgaben und 112,30 m. Bestand. Der preußischer Männer Gesangverein, Solzmarktstraße 3, bei Deter. belmets, Melchiorstraße 15, bei Stehmann. J. Hauser, erster Sekretär; B. Göing, zweite Sekretär; Saffirer erhielt Decharge. Das Sommerfest hat ein Defizit von bei Deter. Wienerfiraße 31 bet Drügemüller. Maiglöckchen 2, Süd- Ost, W. Müller, Zentralfassirer; C. Boulan, Unterstützungs: 68,80. ergeben. Die Einnahmen des Unterstübungsfonds be- Reichenbergerstraße 16, bet Päßold. Einig teit 2, Groß Lichtertassen- Berwalter; A. Hagmann, Beifizer. Die letzten vier trugen 406,25 M., die Ausgaben 373,80 M., bleibt Bestand felde, Amalienstraße, bet Sann. Freie Sänger, Friedenstraße 74, 32,45 M. Aus der Vorstandswahl gingen hervor; Brückner, bet Engelhardt. Butunfts, Belten, bei 2. Grunow. Jahre war Zürich Borort des Typographenbundes. 1. Vorsitzender; Schäffer, 2. Vorsitzender; Tsch entscher, berger armonie, Lindenstraße 106, bei Poppe. Müllerstr. 7 bet Reichardt. Morgengrauen,( Bäder), 3 bis 5 Uhr Der Schweizerische Typographenbund hat durch Ur- 1. Kassirer; Steiger, 2. Raffirer; Achilles, 1. Schrift nachmittags, Gipsstraße 3 bei Byrted. abstimmung( mit 778 gegen 45 Stimmen) die Beschlüsse des führer; Holör, 2. Schriftführer; Krause, Beisitzer; ftraße 20 bet Siegmund. Liedes Echo, Reichenberger- und Forsterinternationalen Berner Buchdrucker- Kongresses, betreffend die Almendinger und Kirste, Revisoren. Zum Schluß fraße bei Behrendt. Vorwärts 9, Charlottenburg, Schillerstr. 102 internationale Regelung des Biatifums, der Lohnbewegung und machte der Vorsitzende noch auf die am 27. November statt bet Stahl. Gefangverein Freundschaft 1, Brunnenstr. 114 bet der Streits durch Schaffung einer Zentralstelle, gutgeheißen. findende Matinee aufmerksam, täten." Straßen- Gde, bet Spindler. Oswald Berliner. -Borar, M Kreuz= Nordstern, gibertee, EisenbahnLiedertafel Westend, Blumenthal13 Sen belftr. 30 bei Preußer. Wintler. Gefangverein, Norwärts 2" Schönhauser Allee 28, bei Ruhlmey. Thor), bei aporte, Solmisstr. 1. Gefangverein Abendroth in Deutsch Wilmersdorf bei Mölter. Gefangverein der Stuckateure Berlins und Umgegend, Arbeiter- Gesangverein Spandau Mönchstraße bet Die Abgeordnetenversammlung der Buchdruckereis Die Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker nahm besitzer der welschen Schweiz hat sich beinahe einstimmig für in ihrer Generalversammlung am 18. Oktober den Kassenbericht Arbeiter- Befangverein 2yra 2, Charlottenburg, Carfir. 23, bet Einführung der neunstündigen Arbeitszeit und einen einheitlichen entgegen. Nach diesem stellt sich der Kassenbestand auf 190,92 M. ange. Arbeiter- Gesangverein& inig, Lichtenbergerfir. 21, bei Seife. Tarif ausgesprochen. Es ist eine Kommission von zwei Mit- Rendant und Raffirer erhielten Decharge. An Stelle des Gesangverein Collegia 2( freie Bereinigung der Zioil- Berufsmufiter), Neue redrichstr. 44, bei Röllig. gliedern bezeichnet worden, welche sich mit dem Borstande des früheren zweiten Schriftführers, der sein Amt aus Gesundheits- Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Vereins schweizerischer Buchdruckereibesiger ins Ginvernehmen rücksichten niederlegte, wurde Kollege Rinne gewählt. Eine Alle zufchriften den Bund betreffend find zu richten an: 6. Schröder, Moftigstraße 29, Wären die Buchdruckereibesizer Deutschlands auch Beschwerde gegen den Inhaber des Joel'schen Lokals, Andreas un gustig bet Göge, Dranienftraße 158. 3 Treppen. Donnerstag: Frei Geselliger Berein fezen soll, Bimmer Schügengesellschaft so gescheit gewesen, den Neunstundent ag anzuerkennen, sie hätten strake, abergab man der Agitationskommission zur Regelung. Fein Korn bei Klatt, Boechstr. 51.- Geselliger Berein Azalie, Michael nicht nur der Arbeiterschaft einen großen Vortheil verschafft, Brücke 1( zu den 3 Raben). Sumoristischer Verein Pautenschwenget, sondern würden sich auch vor dem sehr erheblichen Schul be In der ethischen Gesellschaft sprach am Montag Dr. 2 üt- bet Sommer, Stallschreiberstraße 58. Mufitverein Animo, bet Schmidt, wahrt haben, den sie trotz ihres Site genau in einer start besuchten Versammlung über Autori- rangelstraße 141. Theaterverein Grüne Giche( vor dem alle schen Der Vortragende erntete lebhaften Beifall, besonders ftraße 21. Musikverein Dfiris, bet Roll, Adalbertreiten fämmtliche Arbeiter der Meier'schen auch, als er, die Verhandlungen der Gesellschaft für ethische Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Männerquhfabrik. Wegen einer Lohnreduktion waren sie am Kultur" streifend, die Abhängigkeit der Ethit von den Klassen- Sefangverein It- Deffau, Abends& Uhr, bei Kind, Wrangelſtr. 91. 21. Oftober vorstellig geworden; der Firmeninhaber bewilligte interessen hervorhob und betonte, daß die Arbeiterklasse zwar an weißenfee und Umgegend. Gesangsabtheilung des fozialdemokratischen Arbeitervereins für ihre Wünsche, entließ aber am 22. Oktober ein Mitglied der ihrem Theile noch vieles an sich selbst zu beffern habe, aber bet Müller( Pfeifenmüller), Königs- Chauffee. Donnerstags und Sonnabends Abends Männer Gefangverein Kommission, welche die Unterhandlungen geführt hatte. Als weder von der Bourgeoisie sich bessern" lassen( gemäß dem Klassen Gesangverein fodenrein, gemischter Chor, jeden Donnerstag von 9 bis yrolienne, Abends 9 Uhr bei Fausimann, Reichenbergerstr. 73a. Entlassungsgrund wurde Arbeitsmangel" angegeben. Die intereffe der Bourgeoisie) noch die Bourgeoisie bessern wolle, da 11 Uhr bei Knapp, aftanien- Allee 95/96. Arbeiter erklärten darauf, daß sie die Arbeit eintheilen wollten, fie mit einer untüchtigen Bourgeoisie leichter fertig werde. Die damit der entlassene Kollege Beschäftigung habe. Der Fabrilant Ethische Gesellschaft" vertrete die proletarische Ethit, hier bleibe ging aber darauf nicht ein und nun legten die Arbeiter wegen das Proletariat unter sich, und deren Bestrebungen wünsche er Maßregelung des erwähnten Kollegen am 24. Oftober die Arbeit Erfolg. Von jetzt an hält die Ethische Gesellschaft" sonntäglich nieder und ersuchen alle Kollegen, sie in der Ausübung der stets zwei gleichzeitige Versammlungen ab. Am nächsten Solidarität durch Fernhaltung des Zuzugs zu unterstügen. Sonnabend findet das Stiftungsfest statt, bei welchem der Abg. Liebknecht die Festrede halten wird. Versammlungen. Musikverein Frisch Auf, Annenstr. 14, bet Ehrenberg. Privat- Theaterverein, tbeler Geist 2", Abends s uhr, im Märkischen Sof, Admiralfir. 18. Turnverein Gesundbrunnen( Behrlings- Abtheilung) turnt Montag und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Zurnhalle, Bantstr. 26. Geselliger Berein Freiheit, Abends 9 Uhr, bei Thierbach, Schwebter Straße 44. C. Broz. Geselliger Klub Blau- Weilchen, Abends 9 Uhr, Annenftr. 9 bet Verein ehemaliger 22. Gemeinbeschüler, punft 9 Uhr, bei Schröder, Stegligerstr. 18.- Pfropfenverein Wedding, Abends 8% Uhr, bei Helterhoff, Antonftr. 5. Freundschaft, Abends 9 Uhr, Brit. Am 17. Oftober hielt der Boltsbildung 3- Donnerstag uhr Abends im Reftaurant Gös, Dranienste. 158.- Bitherbet Busse, Schönhauser Allee 46. Bergnügungs- Verein Renata jeden verein für Brih und Umgegend eine Generalversammlub Gleich beit, jeden Donnerstag bend 9 Uhr, bet Sohn, Stonskirchlung ab. Nach dem Bericht des Borsigenden fanden im ver: plas 11a. Gefangverein roletariat( gem. Ghor) jeden Donnerstag, flossenen Vierteljahre 5 Versammlungen und 5 Vorstandssitzungen Abends» Uhr, uebungsstunde bet Möwes, Böchfir. s. Rauchtlub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Destillation, statt, außerdem wurde eine Agitationstour unternommen. Nach Stalizerstr. 41.Die Berliner Sozialdemokratie tagte gestern in sechsben Mittheilungen des Kassirers betrugen die Einnahmen 190,55. Gaspar, Reichenbergerstr. 118a.- Rauchflub Ohnesorge, Abends s uhr - Rauchtlub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restauran gut besuchten Parteiversammlungen, um event. Anträge Mart, die Ausgaben 137,20 M., der Bestand also 53,35 M. Der s uhr, bet A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. in Rogge's Bierhaus, Kohlenufer 2. Rauchklub Sternspiye, Abends zum Parteitage zu berathen und die Wahlen der Delegirten vor Raffirer wurde entlastet und dann Genosse Paul Eberhardtuhr, bei Siementinstt, Reichenbergerſtr. 71. Rauchtlub Arcona, Abends aunehmen. Las Resultat der Versammlungen ist folgendes: Rauchklub Arabi Bascha, auf 1 Jahr zum Schriftführer gewählt, ferner an dessen Abends 9 Uhr, bet Berndt, Perlebergerstr. 17. Klub Ohne streit, jeben Stelle 1. Reichstags- Wahlkreis. Beisitzer zum Der Genosse Rauchflub Donnerstag Abend 9 Uhr im Restaurant Böhmer, Brizerstr. 32. 8immer. Be Süd- West, Abends 9 Uhr, Simeonfir. 23 bei glid.- Theaterverein Mat= Delegirte Schuhmacher Theodor Mehner und treffs der Angelegenheit des früheren Vorsitzenden Herrn glöd chen, Englischer Hof, Neue Roßfir. 3. Rauchklub Brüderlich= Schneider August äterow. Meinz wurde einffimmig beschlossen, demselben die teit, jeden Donnerstag von 9 bis 11 Uhr bei Lehmann, Raiser Franzverlangte Summe nicht zu zahlen, weil die Begründung seiner Grenadier- Blas 7. Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei ulrich, Wrangelfir. 84. Stat Forderung nicht zutreffend ist. Der frühere Schriftführer Möß lub Rüdwarts, Abends 8% Uhr bei Arndt Ballisadenstr. 47. 2. Reichstags- Wahlfreis. hatte seinen Austritt schriftlich angemeldet, man sprach jedoch Ruberverein Borwärts. Sigung am Donnerstag, Abends 8 Uhr, bei Delegirte: Bigarrenhändler Antric, Restaurateur wegen seines Verhaltens dem Verein gegenüber den Ausschluß Bodenburg, Kommandantenstr. 10-11. Gäste willtommen. Otto Klein, Maurer Silberschmidt. aus. Zur Erledigung der übrigen Punkte wurde die Abhaltung Resolution: In Erwägung, daß der politische Kampf einer außerordentlichen Generalversammlung befchloffen. Die ber Sozialdemokratie nur ein Klaffenfampf fein fann, in fernerer felbe findet am Montag, den 7. November, in der RosenseeErwägung, daß durch die Vollmar'sche Definition des Staats- Terrasse statt. Beschlüsse wurden nicht gefaßt. sehen, der Partei selbst aber leicht schaden können." 3. Reichstags Wahlkreis. Delegirte: Bigarrenarbeiter Börner und Raufmann Wogtherr. fchloffen, neue in Vermischtes. sozialismus die charakteristischen Merkmale dieses Klaffentampfes verwischt werden und dadurch leicht Verwirrung in unsere Reiben fabrikation beschäftigten Arbeitern und Arbeiterinnen hatte Stichwort wird dem" Wähler" aus Kopenhagen geschrieben: Eine öffentliche Versammlung von in der Hnt Etwas von der ,, ehrbaren" Bourgeoisie. Unter diefem getragen werden fönnte, protestiren bie Parteigenoffen des am 25. b. M. über eine Neugründung einer Organisation für Vor einigen Tagen erschoß sich eine junge Dame in einer 2. Berliner Wahlkreises ganz encrgisch gegen die Vollmar'sche das Hutgewerbe und über die hierzu ausgearbeiteten Statuten zu Droschke. Tags darauf schnitt sich eine andere die Gurgel durch. Auffassung und Definirung des Staatssozialismus und er befinden. Ein Vortrag des Rollegen Augustin über den Tags darauf wiederholte sich der Selbstmord in einer Drofchte. warten vom Parteitage die bestimmte Erklärung, daß die Werth der Organisation leitete die diesbezüglichen Berathungen Tags darauf stürzt sich ein Mädchen ins Wasser. Tags darauf Sozialdemokratie nichts gemein hat mit dem Staatssozialismus, ein. Referent beklagte den unter den Hutarbeitern noch in hohem nimmt ein anderes Gift; fie bricht mit den Worten zusammen: Staat an die Stelle des Privatunternehmers feht und damit die Maße herrschenden Indifferentismus. Gegen 200 Kollegen und Sauvlet, Du Schurke. Welcher Teufel, wird man fragen, ist in Macht der ökonomischen Ausbeutung und der politischen Unter- Kolleginnen feien in Berlin noch unorganifirt. Der Zentralverein die ehrfame Bourgeoisie weiblichen Geschlechts gefahren, daß die brückung des Arbeiters in einer Hand vereinigt. Die Partei- Unterstützungsverein deutscher Hutmacher) habe demzufolge be- Damen hingehen und sich das Leben nehmen, troydem die genoffen erwarten ferner, sobald der Parteitag gesprochen, Organisation zu gründen, und Pastoren den Stügen der Gesellschaft noch in der letzten Zeit von einem jeden Genossen die Respektirung der Beschlüsse des war eine gemeinsame Organisation für alle der eindringlich gepredigt haben, daß darauf die ewige Verdammniß jelben, damit es in Zukunft vermieden wird, daß Streitigkeiten deren Zahl in Berlin auf 2000 geschätzt wird. Die General In Sutfabrikation beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, folgt? Der letzte Selbstmord hat das das Räthsel gelöst. innerhalb der Partei, hervorgerufen einerseits durch Erörterungen versammlung des Unterstützungsvereins wählte eine fechs- genannt François Sauvlet. Ropenhagen Spazierte Kopenhagen ein junger Mann umber, parteipolitischer Fragen in Bourgeois- Blättern, andererseits durch gliedrige Kommiffion, welche die Organisationsfrage zu Gesicht, mit tiefschwarzen Schuurrbart geziert, ausdruckstos, Ein bleiches, wachsfarbenes Interviews gegnerischer Zeitungsvertreter stattfinden, die nur geeignet sind die Presse der Gegner mit Sensationsstoff zu verberathen hatte, namens welcher Kollege Böller Bericht hübsch, füdländisch interessant erstattete. Derselbe legte bar, dar, daß viele Kollegen in- ihn die ehrsamen Bürgerinnen. Er war im höchsten Grade un Puppentopf" nannten folge ihrer traurigen wirthschaftlichen Lage die hohen gebildet, wie feine Briefe verrathen. Aber er hatte schwarzes Beiträge zum Unterstützungsverein nicht zu leisten vermochten, Saar, hatte schwarze Augen, hatte füdländischen Teint, mit einem während die Kolleginnen gänzlich von demselben ausgeschtoffen Borte, er war interessant. Und er wußte, welchen Gindrud das waren. Diesen den Beitritt zu ermöglichen, wäre eine gänzliche auf Damen macht; er war nicht umsonst Kommis in einem In einer Resolution wird der Kostenersparniß halber die Neorganisation des Unterstützungsvereins bedingt. Um dieser Modewaaren- Geschäft gewesen. Gr eroberte Herz auf Herz, nicht Beschickgung des Züricher internationalen Kongresses durch mög- Herkulesarbeit zu entgehen, habe die Kommission beschlossen, eine etwa Herzen von„ gewöhnlichen" Mädchen. Er hielt fich an lichst wenige Delegirte gewünscht; in einer zweiten Resolution neue Organisation zu schaffen und zu diesem Zwecke ein Statut ehrfame Bürgermädchen. Er war, soweit bis jetzt feſtgeſtellt ist, werden die Delegirten ersucht, auf dem Parteitag geltend zu ausgearbeitet, dessen Vorlage erfolgte. Nach dieser foll die neue mit nicht weniger als 40 mehr oder weniger begüterten Damen machen, daß das Genossenschaftswesen mit der Partei als solcher Organisation den Namen führen:" Verein zur Wahrung der verlobt und hatte noch über ein Dugend Nebenliebsten. Sobald nichts gemein habe.( Die Versammlung war bei Schluß des geistigen und materiellen Interessen aller in der Hutfabrikation er mit der einen ein Stelldichein verabredete, notirte er Ort beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend." und Stunde genau, und wenn das der Dame auffiel, erklärte er, Blattes noch nicht zu Ende.) Mitglied fönnen alle in der Woll-, Filz, Stroh- und Seidenhut- er habe so viele Geschäfte, daß er sich alles genau aufschreiben 4. Reichstags- Wahlkreis." Fabrikation beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen werden. Die müßte. Delegirte: Wirter Wengels, Fräulein Baader, Ginschreibegebühr ist auf 50 Pf. festgesetzt, der wöchentliche Beitrag Clemens Brentano, wenn er den Weimeraner Damen den Die dummen Gänse glauben mir alles", sagte auf 15 Pf. für Arbeiter und auf 10 Pf. für Arbeiterinnen, wofür das Buckel voll gelogen hatte. Und die Damen, die über ein Anträge: Die Maifeier foll am 1. Mai abgehalten Fachorgan„ Korrespondent der Hutmacher Deutschlands" unentgelt schwangeres Fabrikmädchen die Nase rümpften, verlobten sich werden. Der Parteitag soll eine spezialisirte Rechnungslegung lich geliefert wird. Die Versammlung erkannte sowohl die Noth nicht blos platonisch. Aber nun geschah das schreckliche. Der über den Vorwärts" verlangen. wendigkeit einer gemeinsamen Organisation wie auch das zur Mann war trant, geschlechtskrant. Er suchte und fand Opfer Vorlage gelangte Statut an und wählte zur vorläufigen Führung für Opfer. Er hat sie getreulich in seinem Tagebuch auf führt, 5. Reichstags- Wahlkreis. der Vereinsgeschäfte eine Kommission, bestehend aus den Herren einem Tagebuch, das wohl noch niemals dagewesen ist. Da Delegirte: Drescher, Fris Berndt, Frau Böttel, Rampe,& adtke und den Damen Fräulein geschah das schrecklichste. Die Polizei lam dem Mädchenfänger Rohriad. Büttner, Oppermann, Grochow, Schwarz. Mit auf die Spur. Ein junges Mädchen, dem er die Ehe versprochen, Antrag: Der Parteitag wolle als Thema und zwar als dem Infrafttreten dieser Organisation wird laut Er wurde schwanger und wandte sich an einen Rechtsanwalt. Und sechsten Bunft der Tagesordnung feftfeßen: Das Verhältniß flärung Völkel Genossen die bestehende Organi nun wurden die Opfer vor die Polizei geladen, alles mit der sozialdemokratischen Partei zum sogenannten Staatssozialismus" fation der Arbeiterinnen sich derselben fofort in corpore zartester Distretion. Es sind teine Namen in die Deffentlichund zu dieser Frage in Form einer Resolution etwa folgenden anschließen. 41 Ginzeichnungen zum Vereine erfolgten in feit gedrungen, und sie werden es nicht, da die Tagebücher der Versammlung. Mit dem Arbeiterinnenverein wird der neue in den Händen der Polizei sind. Inhalts Stellung nehmen: Aber das Faktum steht Die Sozialdemokratie hat mit dem sogenannten Staats- Berein demnach bereits 140-150 Mitglieder zählen. Zu den feft, die Zahlen stehen fest. fozialismus nichts gemein. Damit ist festgestellt, daß die Gewerbegerichts- Wahlen waren noch zwei Kandidaten aufzustellen schlimmste aller Seuchen in einem Umfange in Bürgerfamilien Der Staatssozialismus tritt für Beibehaltung der Klassen und zwar ein definitiver Kandidat und ein Ersatzkandidat und Eingang gefunden hat, wie ihn sich wohl keiner hat träumen laffen. herrschaft, der Klassen selbst, der Klaffenprivilegien und-Vorrechte wurden als solche gewählt die Kollegen Augustin und Welche Perspektive! Der Hort der Sittlichkeit, das Bürgerthum, ein. Das Endziel der sozialdemokratischen Bartel dagegen ist die Rämpe.- Su bemerken ist, daß der neue Verein neben dem sittlich faul. Schaarenweise konnte ein gemeiner, völlig unAbschaffung der Klaffenherrschaft, der Klassen felbst und sie tritt Unterstützungsverein besteht. Mit einem dreifachen Hoch auf den bedeutender Mensch Bürgermädchen verführen. Wird man die neuen Verein schloß die Versammlung. für gleiches Recht und gleiche Pflichten aller ein. Klavierarbeiter Robert Schmidt. des Zum letzten Bericht über die Ethische Gesellschaft " Lehre verstehen? Bird man nun den Balken im eigenen Auge sehen? Der Ausgang des 19. Jahrhunderts brachte Jack, den AufDer sogenannte Staatssozialismus will eine Verftaatlichung su fistalischen Zwecken, durch welche die heutige Staatsgewalt an Stelle Des Privatunternehmers den Mädchenräuber Schent. Sie sind übertrumpft der wirthschaftlichen Ausbeutung und der politischen Unter. Reibelstr. 5, und Paul Salzwebel, Klosterstr. 88, anstatt von dem eleganten Puppentopf". Uebungsstunde. brückung des Arbeiters in einer Hand vereinigt wird. Die Sozial- eines Zadels ein Mißtrauensvotum ausgesprochen wurde. Dieselbe Bourgeoisie, die die Kritik, die in Jbsen's„ Gedemokratie hat die Aufgabe, den Kampf der Arbeiterklasse gegen Sehrkurfus der Arbeiter und Arbeiterinnen zu erken Hilfe bei spenster" an der modernen Ghe geübt wurde, verdammte, die die die kapitalistische Ausbeutung zu einent bewußten und einheit Unglütsfällen. Donnerstag, den 27. Ottober, Abends 8% Upr, im totale Aufführung des„ unfittlichen" Werkes immer und immer wieder lichen zu gestalten, mit dem Ziele der Umwandlung des Des Berrn Bois, Mite Jakobftr. 75. Bortrag des Herrn Dr. Christeller. zu verhindern wußte fie muß hier zugestehen, daß in ihrem genossenschaftliches Eigenthum und der Umwandlung der Waaren- ule: Sagelsbergerſtr. 48: Unterricht in Deutsch( oberes), Cogit; bot Schweinereien" eines Jbsen und Hauptmann verblaffen, wie der Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8-10% Uhr: Sad Schooße Dinge vorgehen, neben denen die Gemeinheiten" und fapitalifiifchen Privateigenthums und der Produktionsmittel in produktion in sozialistische für und durch die Geseüschaft geregeltete, athenbergerit. 133 in Buftologte: 9tute, mutter Schein der Petroleumfunzel neben dem elektrischen Lichte. Wird traße 179a; Unterricht in Chemie. In alle Fächer tönnen noch Schüler und sie nun lernen, Mitleid zu üben? Der sogenannte Staatsfozialismus wünscht Beibehaltung der Schülerinnen, auch fest, im Saufe des Semesters, eintreten. Wie ein banger Schmerzensruf flingt es jeht durch die Kopengefe- t. Biskutirhlube. Donnerstag. Dieygen, Abends 8% Uhr, Ursachen des Glends, des Drucks, der Knechtung, der Gr bei Schröder, Wiesenftr. 39. Neue Beit, abends sy uhr, Bogenstr. 40, bel hagener Gesellschaft er wird wohl auch in der festländischen niedrigung und Ausbeutung- die sozialdemokratische Partet siespoit.sub. Oft, bei Toltsdorf, Gorauer- und Gerligerstraßen Gate.- Gesellschaft fortklingen, Produktion. 31: Physiologie; Profeffor Windscheid in Leipzig, berühmter Lehrer des römischen Rechts, ist in der Nacht zum Mittwoch, 75 Jahre alt, geftorben. Ein menschliches Scheufal. London, 22. Oftober. Eines der unheimlichsten menschlichen Ungeheuer ward gestern hier zum Tode verurtheilt: der Schotte Thomas Neill Cream alias Dr. Neill. Der Schreckenspfad dieses Schurken war mit FrauenTeichen bedeckt, und zwar suchte er sich seine Opfer gleich Jack dem Aufschlitzer unter den Freudenmädchen eines der ärmeren Londoner Stadttheile, nur daß er sich statt des Messers des bequemen Strychnins bediente. Seine Kapselpillen vertheilte er an die Dirnen als Mittel gegen Krankheiten, und wahrscheinlich würde er noch jetzt Verderben und Tod aussäen, wenn er sich auf das Mordhandwerk beschränkt und nicht nebenbei Erpressungs versuche gemacht hätte, welche ihn der Polizei verriethen. Seine Lehrlingsjahre machte er in Amerika durch, wohin seine Eltern bald nach seiner Geburt im Jahre 1850 ausivanderten. In Montreal studirte er Medizin und verwerthete die erworbenen Kenntnisse zunächst bei einer jungen Dame in einer solchen Weise, daß deren entrüsteter Vater ihn mit dem Revolver in der Hand zur sofortigen Heirath nöthigte. Schon am nächsten Tage verließ er sein junges Weib, und seitdem verlegte er sich auf die Giftpraxis. In Ontario fand man in seinem Hause die Leiche einer Dirne mit einer Chloroformflasche in der Hand; in Chicago fuchte er das Haus anzustecken, in welchem eine seiner Patientinnen urplöglich gestorben war, und im folgenden Jahre vergiftete er einen Eisenbahnbeamten, um dessen Lebensversicherung und dessen Frau an sich zu bringen. Dafür erhielt er lebenslängliche Gefängnißstrafe; aber dank besonderen Einflüssen und unleugbar gutem Betragen wurde er schon 1891 entlassen und er Schien darauf in London. Hier trieb er sich meistens in Wirthshäusern und Musikhallen umber und spähte nach Dirnen aus mit der geheimen Absicht, sie zu vergiften, und darauf an angesehene Personen Drohbriefe zu schreiben, in denen er sie des Mordes feiner Opfer antlagte. Für sein Stillschweigen verlangte er hohe Summen; in einem Falle nicht weniger als 300 000.! Sein erstes Opfer war ein Freudenmädchen, dessen Bekanntschaft er auf der Straße gemacht. Nach seinem zweiten Besuch er er werden man fand die Adressen von zwet andern der vergifteten Mädchen| Bergarbeiter nicht wieder in Arbeit genommen in seiner Tasche. Die wichtigste Zeugin war aber eine Dirne, follten. Das Ausstandskomitee ist heute Nachmittag zu einer ausschlags verabreicht hatte. Sie warf diese weg, ohne daß Neill welcher der Mörder zwei Pillen zur Heilung eines Haut- Sigung zusammengetreten. es bemerkte; kurze Zeit darauf führte der Mörder einen seiner schien um 6 Uhr Abends in der Kammer. Paris, 26. Oftober. Der Abgeordnete Clémenceau ers Freunde vor ihr Haus und sagte, auf dasselbe hinweisend: Hier sich hinsichtlich des Schiedsspruchs des Konseilpräsidenten ist ein Mädchen von einem jungen Dottor vergiftet worden! Loubet Derselbe zeigte Dieser Anknüpfungspunkt gab dem Prozesse den Ausschlag; die sich darauf zu äußern, daß zurückhaltender als Belletan und Geschworenen einigten sich in weniger als 15 Minuten über ihr hinters Licht geführt worden sei als jetzt durch Loubet. Im beschränkte Urtheil; es lautete auf Schuldig!" So wird denn dieses menfch- Ganzen ist der Eindruck, niemals so gründlich liche Scheusal bald am Galgen enden. Neill nahm das Urtheil, ein recht verschiedenartiger. den der Schiedsspruch macht, ohne eine Miene zu verziehen, entgegen. Die sozialistischen und raditalen Deputirten sind sehr wenig davon befriedigt und meinen, französische Häfen sind für choleraverseucht erklärt worden. Zur Cholera. Chriftiania, 26. Ottober. Sämmtliche daß der Ausstand in Carmaux fortdauern werde, andere Depu Zusammenstoß. Rom, 25. Oktober. Heute früh fließen angenommen worden, tönne man den Schiedsspruch selbst nicht auf der Linie Neapel- Zoggia zwei Laftzüge zusammen. Eine trififiren. tirte erklären, da die Entscheidung durch Schiedsspruch freiwillig Lokomotive und fünf Waggons wurden zertrümmert. Bremser ist tödtlich verlegt worden, einige andere EisenbahnEin beamte haben Kontusionen erlitten. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Wien, 26. Oftober. Die bakteriologische Untersuchung hat auch bei dem dritten hier unter choleraverdächtigen Erscheinungen Erkrankten das Vorhandensein von Cholerabazillen ergeben. Das | Polizei- Präsidium untersagte die Athaltung von Bersammlungen, die ein größeres Zusammenströmen von Menschen zur Folge haben. Paris, 26. Oktober. Dem Vernehmen nach wird der Direktor der Grubengesellschaft von Carmang, Humblot, von seinem Posten zurücktreten; wie verlautet, wäre den Bergarbeitern im Verlaufe der schiedsgerichtlichen Verhandlungen diese Konzession gemacht worden. ( Depeschen des Bureau Herold.) Spandau, 26. Oftober. In sämmtlichen staatlichen ArtillerieWerkstätten haben bedeutende Arbeiterentlassungen begonnen. Kratau, 26. Oftober. Nach polnischen Blättern tragen an der Massenauswanderung der galizischen Bauern nach Rußland die galizischen Gutebesizer die Schuld, welche die Feldarbeiter rücksichtslos ausbeuten. Briefkaffen der Redaktion. können Ihnen daher nicht sagen, wie in Rußland Brennholz im J. St., Goigstr. 3. Wir sind auch nicht allwissend. Wir Kleinhandel verkauft wird. R. B., Grüner Weg. Wir können der Angelegenheit nicht näher treten. Die Angestellten des Konditors sind auf den agweg zu verweisen. 20alinerftr. 17. Dazu ist der Inseratentheil da. Dr. S. Das was Tage an Sie schreiben wird. urbe an 2. abgegeben, der dieser G. Fischer. Wenn Sie wüßten, wer und was Delegirten der streifenden Bergarbeiter von Carmaux, hat Ihre offenbare Unkenntniß der politischen Menschen und Dinge Der Deputirte Belletan, einer der drei Schiedsgerichts- Rafetentiste" ist, würden Sie solche Albernheiten nicht schreiben. sich über den Schiedsspruch des Ministerpräsidenten Loubet läßt uns aber mildernde Umstände" annehmen, und wir ersparen tadelnd ausgesprochen und ift der Ansicht, daß Streit fortgesetzt werden würde, da die Ausständigen zu der Ihnen das sonst reichlich verdiente Pfui! N. N. Uns müssen Sie Ihren Namen schon nennen, wenn völliger Solidarität mit ihren in Albi verurtheilten Rameraden Sie unsere Hilfe haben wollen. sich formell verpflichtet hatten. Rigdorf. Die Burgeon'sche Broschüre ist in der Buchhandlung von A. Laufermann, Chitogo, 76. Avenue, erschienen. bleiben, erscheint die Notiz fortlaufend. Abänderungen müssen W. Langwagen. So lange Lokal und Zeit dieselben Sie uns selbstverständlich anzeigen. Trankte das Mädchen plötzlich spät Abends und starb in wenigen Stunden unter entfehlichen Qualen. Der hinzugerufene Arzt, der sie zuvor an delirium tremens behandelt hatte, führte die Ursache des Todes auf diese Krankheit zurück und stellte ein Todeszeugniß demgemäß aus; das erste Opfer des Giftmörders wurde ohne Sang und Klang begraben, ohne daß sich irgend welcher Argwohn auf Neill lenkte. Einen Monat darauf schrieb Neill, der einzige Mensch, der da wußte, wie das Mädchen ums Leben gekommen war, an einen hervorragenden Arzt in Die Deputirten Clémenceau, Millerand und Pelletan haben London, klagte ihn der Vergiftung der Dirne an und forderte alle republikanischen Deputirten aufgefordert, sid, morgen vor dem für sein Stillschweigen 2500., widrigenfalls er feine Beweise Beginn der Kammerjigung im Palais Bourbon zu einer Be der Polizei übergeben werde. Der Brief wurde der Polizei über- rathung über die für die republikanische Partei durch die Vorgänge geben, die aber die Angelegenheit auf die breite Schulter nahm in Carmaux geschaffene Lage zu versammeln. Die genannten amd das Schreiben für das Wert eines Wahnwißigen hielt. Da drei Deputirten, welche Delegirte für das von den streitenden indessen drei andere Mädchen in derselben Nachbarschaft mit Bergarbeitern in Carinaug eingesetzte Schiedsgericht sind, haben 11. u. N., Elberfeld. Wenn alle Entstellungen und be allen Anzeichen der Bergiftung starben und andere reiche Per- ein Schreiben nach Carmaux gesandt, worin sie den Bergarbeitern wußten Unwahrheiten, die das Organ der Unabhängigen" sonen ähnliche Drohbriefe erhielten, wurde die Polizei doch endlich über das von ihnen ertheilte Mandat Rechenschaft ablegen und Woche für Woche seinen Lefern auftischt, berichtigt werden sollten, aufmerksam. Der Leichnaan des ersten Opfers wurde ausgegraben erklären, die Ausständigen hätten feine Genugthuung erhalten; dann müßten wir diesem unfauberen Blatte regelmäßig ganze und die Untersuchung ergab, daß das Mädchen mit Strychnin sie würden auch ferner zu den Streifenden stehen zur Vertheidi- Spalten widmen. Dies wäre aber schade um den Raum des vergiftet worden war. Neill wurde verhaftete, und es stellte gung der Rechte derselben. fich heraus, daß den legten Aussagen des Mädchens Vorwärts". Lassen Sie also, wie wir es auch machen, diese Aus Garmaug wird gemeldet, der Schiedsspruch des Minister- Berleumderfippe ruhig weiter schimpfen, ohne sich um sie zu zufolge dieser ihm die todtbringenden Pillen gegeben hatte. Auch präsidenten Loubet habe dort eine gewisse Enttäuschung her- fümmern, es glaubt derselben ja doch längst fein Mensch mehr waren die Drohbriefe alle von einer Hand, der des Neill, und vorgerufen, da nach demselben die in Albi verurtheilten etwas. 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PUTZ POMADE ADALBERT VOGT& CO BERLIN FRIEDRICHSBERG Unserem Freunde und Genossen August Anders, gen. der Alte, zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch, daß die ganze Wißmannstraße wadelt. Mehrere rothe Freunde. 2745b Gestern Morgen gegen 3 Uhr starb nach furzem Krantenlager unfere liebe, unvergeßliche Schwester, Schwägerin, Nichte und Tante 3191L Gertrud Schuhmacher im 42. Jahre ihres Lebens. Um stille Theilnahme bitten Die Hinterbliebenen. Köln, Solingen, Marienburg und Wien, 25. Oftober 1892. Orts- Krankenkasse der Gürtler. Zu der am Sonntag, 30. Oktbr., Vorm. 10 Uhr, Staligerstr. 126, stattfindenden ausserordentlichen General- Versammlung werden die Herren Delegirten ergebenft eingeladen. Tages- Ordnung: Vorlage der neuen Statuten. 17416 Der Vorstand. G. Kneiff, Vorsitzender. Achtung 櫃 Genossen d. 6. Wahlkreises. Die Genossen, die noch nicht mit ihren Billets von der Lassallefeier abgerechnet haben, werden nochmals aufgefordert, bis nächsten Sonntag früh Die in der ganzen Welt rühm- liche Abrechnung statt. abzurechnen. Dienstag findet die öffentlichst bekannte goldona u.silbene 3085L ,, Helm- Putz- Pomade" ist nur unser Erzeugniss. Dosen mit anderen Helmen und nicht mit unserer Firma, weise man als werthlose Nachahmungen zurück. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Linienstr. 149. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Kinderwagen. Größtes Bager Berling 2740b Andreasftr.23.H.p. Photographie- Reisende mit gutem Kundenkreise verlangt Holzmarktstraße 71. Rohrleger und Anschläger verlangt Marienburgerstr. 1. 27446 Das Vergnügungs- Komitee wird erfucht, Sonntag, den 30. Oktober cr., Vormittags 9 Uhr, zur Zusammens stellung der Abrechnung pünktlich bei Stritzkowsky, Kastanien- Allee 35, zu erscheinen. 239/4 Das Komitee. !! Maler!! Filiale VI( Moabit). Das Vereins it. Bersammlungslokal befindet sich vom 30. Oftober Stephanstrasse 23, E Ecke der Havelbergerstrasse bei Littko. Versammlungen finden jeden zweiten Montag im Monat statt." 2747b R. Gültzer. Hannoveraner! Versierungs- Walters. Goldleisten wird verl. Kottbuser Ufer 32.[ 2722b Zur Gründung eines Vereins der in Korbmachergefellen a. Gest. verl. Berlin wohnenden Hannoveraner er 27136 Pletke, Ackerstr. 36. fuche ich nochmals alle Landsleute, sich Ein jung. Mädchen kann d. Damen zu einer näheren Besprechung Montag, schneiderei erl. Schöneberg, Friedenauer- den 31. Ott., Abds. 8 Uhr, in meinem einzelne Bände, ftraße 92 6. Key, Posamentier- Geschäft. Lokal, Havelbergerstr. 7, einzufinden. Um rege Theilnahme bittet Zischler a. H.- Schreibt. Köpnickerstr. 175. 2736b H. Müller. Illustr. Preisliste gratis u. franto. Lexikon, taust' D. pojilag. O. 27. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 31 5 9 b t 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 252. Donnerstag, den 27. Oktober 1892. 9. Jahrg er= Der Ausbau des schweizerischen für die Kinder in den Städten und Industriezentren), Bolfszeitung" erfolgen, und es ist deshalb Pflicht der Gewerkschaften, Schultüchen und warmer Kleidung im Winter, recht rege für unser politisches Organ zu agitiren." Schulwesens. ferner zur Hebung des Schulwesens in armen Gemeinden und namentlich in den Gebirgstantonen- hier auch durch Vorschrift Ortsübliche Tagelöhne. Amtsgerichts- Bezirke eines Minimums jährlicher Elementarschulstunden Seit etwa einem Jahre ist in der Schweiz eine Bewegung berung des beruflichen Fortbildungsschulwesens( für Ge- wachsene männliche Arbeiter 1,60, weibliche 1,10 M.; jugen. zur För Hartenstein, Kirchberg und Wildenfels: entstanden, die von der Lehrerschaft des Kantons Bern ausging werbe und Induſtrie, Hangel und landwirthschaft) und in liche männliche 90, weibliche 70 Bf.; Rinder 40 Pf.; Amts und ursprünglich das Ziel verfolgte, durch finanzielle Beiträge des Bundes an die Kantone die Lehrerschaft ökonomisch besser zu stellen. Die unmittelbarem oder späterem Anschluß daran die bürgerliche gerichts- Bezirke Grimmitschau, Werbau und Bewegung zog nach und nach alle Kantone in ihren Kreis, die Fortbildungsschule zu dem Zwecke, dem jungen( 20jährigen) 3 wid au: erwachsene männliche Arbeiter 1,80, weibliche gefammte fchweizerische Lehrerschaft diskutirte die aufgeworfenen Referendumsbürger das Verständniß für die politischen Einrich- 1.30 M.; jugendliche männliche 100, weibliche 90 f.; 50 Pf. Fragen, die auch immer mehr von der Presse aufgegriffen tungen feines demokratischen Vaterlandes durch Unterricht in für Kinder. Bund Sur Kontrolle des Fabrifinspektors. Höchst merk wurden und heute steht der Ausbau des schweizerischen Schul- der vaterländischen Verfassungs- und Gesetzeskunde beizubringen. wesens inmitten der das Volk beschäftigenden Tagesfragen; das Neben dieser Bewegung für eine fräftige Förderung würdige Dinge berichtet foeben der Fabrikinspektor für Schwarz des schweizerischen Schulwesens durch den anfänglich in den Bordergrund gestellte Biel der blono- noch eine solche in einer Unzahl Santone nebenber, die ebenfalls burg Sondershausen. Danach wird ohne jede vorgeschriebene mischen Besserstellung der Lehrer fit allmälig in den Hintergrund getreten und an feine Stelle wurde der Ausbau ben weiteren beschleunigten Ausbau der Volksschule und des Fort- Beitbestimmung in den Handschuhfabriken des Aufsichtsbezirks Schwarzburg- Sondershausen gearbeitet. Die Einführung der Schule gestellt. Indeffen scheint über das Wie dieser Ausbildungsschulwesens zum Zwecke hat. gestaltung in den Kreisen der Lehrer sowohl wie in denen der zahlreiche weitere Fragen und Bedürfnisse zu Tage fördert und Widerstand der Arbeiter, so daß die Fabrikanten jeden Die Schulfrage ist ein Rapitel, das, einmal angeschnitten, bestimmter Arbeitsstunden scheitert hier an dem Breß- und Parlamentspolitiker noch nicht völlige Klarheit zu o recht dringlich und anschaulich vor aller Augen führt, wie unherrschen, was rücksichtlich der mannigfaltigen Schulgefeggebung endlich viel auf diesem, namentlich für die Demokratie so wichtigen, in den verschiedenen Kantonen auch einigermaßen erklärlich ist. Gebiete noch zu thun ist. Hoffen wir, daß aus der neuen, auch Wie verschiedenartig die Schule von Kanton zu Kanton ist, das laffen einige wenige Daten erkennen. In Appenzell( Außer von den Arbeitern unterstüßten, so lebhaften und von idealer Rhoden) kommen im Durchschnitt auf einen Lehrer 87, im Kanton Begeisterung getragenen Bewegung für die schweizerische Volks. Zürich 75, in Baselitadt 54, in Genf 36, in Graubünden 31, schule recht großer Rugen erwachse und sie um ein erfecliches im schweizerischen Gesammtdurchschnitt 52 Schüler auf einen Lebrer Stück nach vorwärts gebracht werde. der Elementarschule. Die Ergebnisse der pädagogischen Rekrutenprüfungen entsprechen nur theilweise dieser Reihenfolge. Es weisen nämlich sehr gute Gesammtleistungen in Prozenten auf: Baselstadt 44( Maximum), Genf 42, Bürich 29, Appenzell und Graubünden je 16, schweizerischer Gesammtdurchschnitt 18. Bezüglich der sehr schlechten Gesammtleistungen weist BaselStadt 5, Genf 7, Zürich 8, Appenzell 12 und Graubünden 20, Der schweizerische Durchschnitt 15 pet. auf. Roloffale Differenzen zeigen die Ausgaben der Kantone für die Elementarschule. Beschränken wir uns auf die bisher angeführten Kantone, so erhalten wir folgendes Bild. ES verausgabte: pro Schüler pro Einwohner Franken Baselstadt. Zürich Genf Appenzell Graubünden Schweiz. . . Franken 117 9,8 75 12,2 71 6,9 28 0,1 23 3,5 41 6,7 Sehr große Schwankungen weisen auch die Zahlen der Lehrer Besoldungen in den Kantonen auf, die Parteinachrichten. Aufruf an die Genoffen, die in dem Wahlkreife Marienwerber Stuhm bekannt sind! Für die am 28. November cr. stattfindende Nachwahl für den Wahlkreis Marienwerder- Stuhm ist als Kandidat der Genoffe Lithograph Otto Jochem- Danzig, Breitegaffe 28, auf gestellt worden. Um die Agitation wirksam betreiben zu können, ersuchen wir die Genossen, aus diesem Kreise alle eventuellen Abreffen behufs Anknüpfung von Verbindungen an Louis Ficht mann, Elbing, Lange Hinterstr. 17, einzusenden. Das Provinzial- Wahlfomitee. J. A.: Carl Schulze, Königsberg i. Pr., Münchenhofstr. 7. Alle Parteiblätter werden um Abdruck gebeten. # bestimmter Tagesstunden wird mit der Arbeit häufig erst am derartigen Verfuch für aussichtslos erklären. Ohne Innehaltung Dienstag, ja selbst erst am Mittwoch und Donnerstag begonnen, Das sind ja in der That recht nette Zustände" so glauben bürgerliche Blätter zu dieser Mittheilung sagen zu müssen. Steht Fabrifinspektors, der die Arbeiter eine schlimmere Fabrifordnung es etwa mit diesem Bericht, wie mit demjenigen des schlesischen es etwa mit diesem Bericht, wie mit demjenigen des schlesischen fabriziren ließ, als der Unternehmer, und dann revo zirte? Die Genossen in Schwarzburg- Sondershausen thäten gut, einmal näher nachzusehen und darüber ausführlich zu berichten. im " fünf Als auffallend schlecht schildern Parteigenossen Leipziger Wähler" die Wohnungen der Gutsarbeiter in dem Dorfe Mölbis. Bei Vertheilung der Flugblätter auf dem Gute", heißt es im Wähler"," hatten wir Gelegenheit, Einblick in die Viehställe zu erhalten. Der Ruhstall z. B. ist ein hochgewölbter Raum von etwa 20 Meter Länge, 15 Meter Breite und 5 Meter Höhe, in dem sehr wenig von dem bekannten Ruhstall- Aroma zu spüren ist. Wie aber stechen diesen Hallen gegen über die Hütten ab, in denen die Gutsarbeiter haufen! Gine Reihe von etwa 10-15 Hütten hinter dem Gute belehrt uns, welchen Werth das Vieh hat im Gegensatz zu den Guts. arbeitern. Jede der Hütten, in benen zuweilen bis sechs Personen bei einander wohnen und schlafen und in denen auch gefocht wird, ist ca. 8-4 Meter tief. Die Hütte giebt auch noch Hausthieren aller Art Unterschlupf; ferner muß fie als Aufbewahrungsstätte für Futtervorräthe sowie für die verschiedensten Abfälle dienen. Das Mobiliar war das bentbar dürftigste. Den Bewohnern fah man es an, daß ihnen jede Energie fehlt, eine Besserung ihrer Wohnungsverhältnisse aus namentlich in den katholischen Kantonen sehr niedrige sind, überhaupt sprach sich in Arnstadt i. Th. einmüthig eine als wir uns mit den Ortsbewohnern unterhielten. Gin älterer Gegen die neue Militärvorlage und den Militarismus sich selbst heraus anzustreben. Das fanden wir auch bestätigt, wie da überhaupt das Schulwefen am meisten zu wünschen übrig Boltsversammlung aus, in welcher der Reichstags- Abgeordnete Mann bedeutete uns, daß der Gutsherr sehr gut fei und wenn läßt. Die Kantone Uri, Schwyz, Graubünden, Tessin zahlen 23 od referirt hatte. In manchen nahm eine von 5-6000 er eine Ahnung von den schlechten Wohnungsverhältnissen hätte, ihren Lehrern einen Jahresgehalt von 300-600 Franken, andere Bersonen besucht gewesene Bolksversammlung nach dem Referate er eine Aenderung vornehmen würde. Wir hatten unsere eigenen gehen bis auf 800 gr., wenige über 1000 Fr. In der Stadt 3o 11 mar 3 eine Resolution an, in welcher schärfster Protest Gedanken dabei; wir dachten uns, das muß doch ein sonderbarer Zürich( Neu- Zürich) erhalten die Elementarlehrer je nach der erhoben wird gegen die neue Militärvorlage und die Mehr- Herr sein, der nicht weiß, was um ihn herum vorgeht. Sieht Dauer des Schuldienstes 2800-3800 Fr., die Elementar- Lehrerinnen 2600-3000 Fr., die Reallehrer 8400-4400 Fr., die Lehrer belastung des Volkes, sowie gegen den Militarismus überhaupt, er die Hütten nicht, oder will er sie nicht sehen? Sollte es aber an den höheren Schulen 3000-5000 Fr.; in Winterthur ber Völker direkt zuwiderläuft und das Volk mit Lasten bedrückt, geben und den Gutsherrn zu ersuchen, im Interesse der Menschder den Interessen des Volkes und den friedlichen Beziehungen nur an der Anregung fehlen, so sind wir gern bereit, diese zu erhalten die Elementarlehrer 2700-3100 Fr., Arbeitslehrerinnen die eine gefunde wirthschaftliche Entwicklung unmöglich machen. lichkeit für bessere Wohnräume zu sorgen und die Wohnungs 1500 Fr. Die Münchener Sozialdemokratie fordert demnach den Reichstag auf, Annehmlichkeiten, die das Vieh genießt, auch den Gutsarbeitern Sehr verschieden ist ferner die Bildung der Lehrer. Wäh. Die neue Borlage in ihrer Gesammtheit zu verwerfen". In zu Theil werden zu lassen." rend in den fortgeschrittenen Kantonen die Lehrer eine Reihe von angenbielau faßte eine Volksversammlung gleichfalls eine Jahren in den Seminarien zubringen uussen und an ihre Bildung geharnischte Resolution gegen den Militarismus. Dieselbe Quittung über bei der Generalfommission der Ge und pädagogische Fähigkeit ziemlich hohe Ansprüche gestellt werden, lautet:" Ju der heutigen Klassengesellschaft, die sich als werkschaften Deutschlands in der Zeit vom 22. Sepgenügt z. B. in dem katholisch- franzöfifchen Stanton Wallis ein den Kontrast zwischen der be- tember bis 20. Oftober 1892 eingegangene Gelder. Seminarturs von zwei Jahren, d. h. zwei Winterhalbjahre, und solche charakterisirt durch fizenden, ausbeutenden und der nichtbefizenden, ausge- Quartalsbeitrag( 2. Quartal 92 Nachzahlung) des Verbandes in dieser furzen Zeit muß neben allem Anderen auch noch der beuteten Klasse, Deren Angehörige faum das tägliche der Tischler 80,-. Quartalsbeitrag( 3. Quartal 92) des VerUnterricht im Wein- und Obstbau besondere Berücksichtigung Brot zu erringen im ftande sind; in dieser Gesellschaft bandes der Tischler 800,- Aus Uetersen, Ueberschuß vom wird das arbeitende Volt ganz besonders durch den Militarismus Stiftungsfest der Filiale des Verbandes der Maurer 40,-. Ein Bundesgesetz über das Schulwefen könnte wohl im bedrückt, und darum protestirt die heutige Versammlung gegen Quartalsbeitrag( 3. und 4. Quartal 92) des Zentralvereins der Laufe eines längeren Zeitraumes einigermaßen gleichartige Zu jede Vermehrung der Militärlaft. Sie fordert, daß an Stelle Plätterinnen 10,-. Quartalsbeitrag( 2. Quartal 92) des Verstände schaffen. Vorläufig gilt diesbezüglich blos ein Artikel( 27) des stehenden Heeres die Volkswehr gesetzt wird!" Das bandes der Weißgerber 80,-. Quartalsbeitrag( 2. Quartal) bes der Bundesverfassung von 1874, welcher lautet: Die Kantone " Hamburger& cho" bemerkt in einer Besprechung der neuen Verbandes der Buchbinder 2c. 79,40. Quartalsbeitrag( 3. Quartal forgen für genügenden Primar-( Elementar) Unterricht, welcher Militärvorlage: Jest, Parteigenossen im ganzen Reiche, nicht 92) des Verbandes der Sattler, Tapezirer 2c. 40,30. Quartals ausschließlich unter staatlicher Zeitung stehen soll. Derselbe ist mehr gesäumt, Stellung gegen das ungeheuerliche Projekt der beitrag( 1. und 2. Quartal 92) des Verbandes Der obligatorisch und in den öffentlichen Schulen unentgeltlich. „ Die öffentlichen Schulen sollen von den Angehörigen aller Regierung zu nehmen! Arrangirt so bald als möglich Protest Maler 2c., Filiale Altona 7,80. Quartalsbeitrag( 2. Quartal Bekenntnisje ohne Beeinträchtigung ihrer Glaubens- und Gewissens. versammlungen, die ihre Wirkung in diesem Falle um so weniger 1892) des Unterstügungs. Vereins der Hutmacher 245,90. Bekenntnisse ohne Beeinträchtigung ihrer Glaubens- und Gewissens verfehlen we den, als keine gegnerische Partei so leicht es wagen Quartalsbeitrag( 3. Quart. 92) des Verbandes der Schneider und freiheit besucht werden können. Quartalsbeitrag( 2. Quart. 92) des wird, sich zur Vertheidigung der Vorlage aufzuwerfen. Es herrscht Schneiderinnen 244, Verwirrung, Unsicherheit, Niedergeschlagenheit im gegnerischen Verbandes der Formstecher, Tapetendrucker 2c. 25,-. Familien Quartalsbeitrag lager. Das Boltsbewußtsein ist auf unserer Seite. Also ver- flub" Sumor" von 1887, Hamburg 14,40. ( 2. Quart. 92) des Verbandes der Barbiere 2c. 27,50. Quartals helfen wir ihm zur Geltung!" beitrag( 3. Quart. 92) des Vereins der Matrosen Hamburgs und Umgegend 12,50. Barmbeck, Unterstüßungsverein der Zabal arbeiter( Fil.), Ueberschuß vom Sommervergnügen 51,75 A. Dammann, Kassirer, Hamburg, Bollvereinsniederlage, Wilhelmstr. 13, 1. Gt. finden! " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. 11 1 Gegen Rantone, welche diesen Verpflichtungen nicht nachtommen, wird der Bund die nöthigen Verfügungen treffen." In Turchführung dieser Versassungsbestimmungen wurde in der ganzen Schweiz das Schulgeld abgeschafft und wird seitdem der Elementarunterricht unentgeltlich ertheilt. Zur vollständigen unentgeltlichkeit des Unterrichts gehört jedoch auch die -Das Schweidniger Landgericht sprach den Redakteur unentgeltliche bgabe aller Zehrmittel und Schreibmaterialien auf Kosten der Gemeinde oder des des Langenbielauer Proletariers", Franz Feldmann, von Staates oder beider zusammen an die Schüler. In fieben der ihm zur Last gelegten Verächtlichmachung tirchlicher EinKantonen, und zwar: Glarus, Genf, Solothurn, Baselstadt, richtungen frei. Ale tirchliche Einrichtung war vom StaatsNeuenburg, St. Gallen( in der Verfassung erklärt, aber noch anwalt die Geistlichkeit betrachtet worden; Feldmann sollte in nicht gefeßlich eingerührt) und Waadt ist die Unentgeltlichkeit der einer Rede zu Neubielau, welche das Thema„ Religion ist Lehrmittel 2c. gesetzlich geregelt; bemerkenswerther Weise ist dies Privatsache" behandelte, die Geistlichkeit und damit das geistliche noch in keinem der katholischen Kantone der Fall. Im Amt beleidigt haben, was der Staatsanwalt mit 3 Monaten GeRanton Burich ist die unentgeltlichkeit der Lehrmittel fängniß gefühnt wissen wollte. nahezu in allen Gemeinden infolge von Gemeindebeschlüssen ein geführt und ähnlich steht es in anderen Kantonen. mittel G welche für Reichstagsabgeordneter Kunert wurde vom SchöffenGericht zu Eisleben wegen Beleidigung des Bergraths Leuschner zu 30 M. Geldstrafe event. 6 Tagen Gefängniß verurtheilt. Soziale Leberlicht. Versammlungen. 27 A ber Seitens der Frauen- Agitationskommission war für den Beranlaßt durch die verschiedenen Lehrerverfammlungen, welche 24. d. M. eine Boltsversammlung berufen, um die Gründung eines Frauen Bildungsvereins zu im heurigen Frühjahr in dieser Sache stattgefunden, brachten veranlassen. Zu dieser Versammlung hatten sich Frauen wie auch in der Junisession der Bundesversammlung mehrere demoMänner äußerst zahlreich eingefunden. Wohl an 1800 Personen fratische Abgeordnete im Nationalrath eine Petition ein, dahinfüllten den Joël'schen Saal. Da aus baupolizeilichen Rücksichten gehend, der Bundesrath solle darüber Bericht die Gallerie geräumt werden mußte, war, um Platz zu schaffen, und Antrag einbringen, ob nicht zur Ausfüb ng der Bestimmung des Artikels 27 der die Entfernung der Tische aus dem Saale bedingt. Schon lange Bundes Verfassung, genügenden" vor Beginn der Versammlung wurde das Versammlungslokal Primär Unterricht vorschreibt, die kantone Das Rostocker Gewerkschaftskartell veröffentlicht in der polizeilich abgesperrt. Auf das lebhafteste begrüßt, hielt Reichsvom Bund finanziell unterstützt werden soll Mecklenburgischen Bolts- Beitung" folgenden Aufruf: In an- tags- Abgeordneter Bebel den einleitenden Vortrag über das Die Frau in Staat und Gesellschaft." ten und ob nicht durch das Mittel der Bundes- betracht der eigenartigen Gesetze Mecklenburgs, welche eine Thema: beiträge auch die unentgeltlichkeit der Lehr. Agitation auf politischem Gebiete fast unmöglich machen, ist es Redner war der Ansicht, daß der zu gründende Frauendie folle, Aufgabe haben den Pflicht der aufgeklärten Arbeiter, auf gewerkschaftlichem und Bildungsverein nicht und Schreibmaterialien wirthschaftlichem Gebiete zu wirken so viel als in ihren Kräften mangelhaften Schulbildung der Frau nachzuhelfen, auch Primar- Unterricht einzuführen fei Die finanzielle Unterstützung der Volksschule durch den Bund steht, und dieses tann in öffentlichen Gewerkschafts- Bersammlungen nicht, sie gesellschaftlich, tonventionell zu bilden, sondern ist das gemeinsame Postulat, für das bisher alle Kundgebungen sehr gut geschehen. Da aber bisher eine Regelung in diefer Angelegen- der Frauen- Bildungsverein bezwecke, die Frauen zu veranlassen, eingetreten find. Bon da an gehen aber die Meinungen vielfachheit nicht stattgefunden hat, so ersuchen wir die Gewerkschaften fich um Dinge in Staat und Gesellschaft zu fümmern, um welche auseinander. Die Einen wünschen ein vollständiges eidgenössisches der verschiedenen Orte, Gewerkschaftskartelle zu bilden, fie sich infolge ihrer sozialen Stellung nothwendigerweise kümmern Schulgesetz mit bestimmter Umschreibung dessen, was unter welche die Agitation, sowie alle anderen Fragen, welche die Ar- müssen. In eingehender Weise behandelte der Vortragende sogenügendem Privatunterricht" zu verstehen sei; ferner die Orbeiter der verschiedenen Berufe interessiren, zu regeln haben. dann das zur Tagesordnung stehende Thema. Er wies zunächst ganisation der obligatorischen bürgerlichen( politischen) Fort- Von dem Gewerkschafts- Kartell ist sodann an jedem Orte eine darauf hin, daß mit dem Steigen der Bevölkerungsziffer ein bildungsschule, die Errichtung eidgenössischer Lehrer Bildungs- Person zu bestimmen, welche betreffe Anordnung und Regelung Sinken der Eheschließungen sich auffallend bemerkbar mache, und anstalten, die Ausstellung eidgenössischer Diplome mit Frei von öffentlichen Bersammlungen mit den übrigen Städten in erläuterte die ursächlichen Verhältnisse dieser Erscheinung in flarer zügigkeit der Lehrer und die Gründung eines eidgenössischen Berbindung tritt. Wir bitten, so schnell wie möglich von jedem und verständlicher Weise. Schon aus diesem Grunde seien Millionen Schulinspektorats. Anderen geht dies Programm aus prinzipiellen Orte eine solche Adresse an den Unterzeichneten einzusenden, da von Frauen gezivungen, sich ihren Lebensunterhalt selber zu erwerben. Gründen und rücksichtlich der Gefahren der Voltsabfiimmung zu mit das gesammte Adressenverzeichniß den einzelnen Orten zu Ferner bewirke der ökonomische Konkurrenstampf ein immer weit; sie wünschen die finanzielle Unterstützung der Volksschule gestellt werden kann. Durch eine hiermit verbundene planmäßige ftärferes Sineinziehen der weiblichen, weil billigeren Arbeitskräfte durch den Bund außer zur Ermöglichung der unentgeltlichen Agitation werden viele Unkosten vermieden und die kleinen in die Industrie. Aus alledem ergebe sich, daß die Frauenwelt Abgabe der Lehrmittel zc. auch zu dem zwecke, den Kindern un- Städte werden in die Lage verfett, öffentliche Versammlungen von den heutigen fozialen Verhältnissen genau so berührt werde, bemittelter Eltern eine größere Fürsorge zuwenden zu mit einem auswärtigen Referenten abhalten zu können. Alle wie die Männerwelt, jene also, wie gesagt, die größte Verund Ferienkolonien weiteren Bekanntmachungen werden in der Mecklenburgischen anlassung habe, sich um öffentliche Angelegenheiten au tümern tönnen in Gestalt von Kinderhorten Alle diese Fragen müßten in dem zu gründenden Verein zur Be Sprechung gelangen. Sehr nothwendig fei es daß immer mehr Frauen über das Wesen der heutigen Zustände aufgeklärt würden, daß die Frauen ihre gegenwärtige Paria- Stellung nicht mehr als Normalzustand betrachten. Eine vollständige Erlösung von den sie belastenden Uebeln würden die Frauen allerdings erst in der sozialistischen Gesellschaft finden. Aber ebenso wenig, wie die Arbeiter unthätig auf diese bessere Zeit warten, ebenso wenig dürften es die Frauen. Hauptaufgabe des Vereins sei es, die Frauen nach allen Richtungen aufzuklären. Der Vortragende empfahl demgemäß den Damen, fich dem zu gründenden Frauen- Bildungsvereine zahlreichst anzuschließen.( Stürmischer, anhaltender Beifall.) Laut Beschluß der Versammlung wurde der Bericht der Agitationstommission von der Tagesordnung abgefeßt und einer in türze einzuberufenden besonderen Versaminlung überwiesen. Es kam dann der Entwurf eines Statuts für den zu gründenden Frauen Bildungsverein durch Frau v. Hofstetten zur Verlesung. Nach diesem ist der Name des Vereins: Allgemeiner Frauen- Bildungsverein zu Berlin und Umgegend" und Zweck desselben: die geistige und soziale Hebung feiner Mitglieder durch alle geeignet erscheinenden Mittel, wie: Borträge, Distuffionen, Gründung einer Bibliothek u. f. w. Mitglied des Vereins kann jede über 18 Jahre alte weibliche Person werden. Die eingehende Berathung der Statuten soll im Verein felbst erfolgen. In den provisorischen Vorstand wurde u. a. auch Frau Gubela vorgeschlagen. Gegen diesen Vorschlag erhob man von verschiedenen Seiten Einspruch. Frau Gubela äußerte, darüber ihre Meinung so leidenschaftlich, daß die Ver fammlung in Unruhe gerieth und auf einige Minuten vertagt verden mußte. In den provisorischen Vorstand wurden dann die Frauen v. Hofstetten, Leuschner, Post, Froh= mann und Rohri ac gewählt. Demselben wurde der UeberSchuß der Tellersammlung überwiesen. Mit einem dreifachen Hoch auf das Wachsen, Blühen und Gedeihen des neuen Vereins schloß die Versammlung. Bei den Schneidern und Schneiderinnen hielt am 24. Ottober in öffentlicher Versammlung Genosse Bruhns einen beisällig aufgenommenen lehrreichen Vortrag über das Thema„ Aus Deutschlands historischer Vergangenheit". Redner beleuchtete den Unterschied zwischen der Geschichte, welche in der Schule gelehrt wird und der den Dingen auf den Grund gehenden Schilderung sozialer Zustände, wie sie Mary und Engels bieten; er erklärte die Entstehung des römischen Rechts, die Entwidelung der Feudalherrschaft, welche später Ursache der Bauerntriege wurde, und zeigte den Uebergang des Handwerks in die Manufaktur und in die moderne Produktion, aus allem den Schluß ziehend, daß ebenso wie sich aus der feudalen Gesellschaftsformation die gegenwärtigen gesellschaftlichen Zustände entwickelten, naturnothwendigerweise eine Umwälzung der letz teren erfolgen müsse, die nur von der arbeitenden Klasse herbeigeführt werden fönne. Pfeiffer brachte dann ein Schriftstück aus Bremen zur Verlesung, in welchem um Unterstützung eines feit langer Zeit franken Kollegen ersucht wird. Ferner wurde auf das am 13. November in der Ressource stattfindende Ver bandsstiftungsfest hingewiesen, ebenso auf den demnächst stattfindenden Zuschneidekursus für Herrenschneiderei. Meldungen hierzu sind an das Bureau Martgrafenftr. 88 au richten. Sprechlaal. Die Redaktion stellt die Beugung des Eprechfaats, foweit der Raum dafü abzugeben ist, dem Publitum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt beffelben identifizizt zu werden. Aufruf zur Gründung einer III: Abtheilung der Freien Voltsbühne. Der Verein Freie Vollsbühne" zählt augenblicklich ca. 2400 Mitglieder, aus denen 2 Abtheilungen gebildet sind. Da aber in den Zahlstellen des Vereins und bei den Vorstandsmitgliedern eine große Anzahl von Personen sich gemeldet haben, die Mitglied des Vereins zu werden wünschen, so hat der Vorstand in Jeiner Sigung vom 24. Oftober beschlossen, eine dritte Abtheilung zu bilden. Jedes Mitglied hat das Recht, monatlich einmal eine Vor stellung des Vereins zu besuchen, bei drei Abtheilungen wird jedes Stück also dreimal gespielt, so daß die Mitglieder der dritten Abtheilung keine 3 ridsegung hinter den Mitgliedern der ersten oder zweiten Abtheilung erfahren. Die Vorstellungen finden in dem nächsten, dem dritten Vereinsjahr im Lessingtheater mit dem Künstlerpersonal des Leffingtheaters und die Nationaltheater, mit dem Künstlerpersonal des Nationaltheaters verstärkt durch einige Gäste, statt. Und zwar foll in diesen Theatern abwechselnd gespielt werden. Die Pläge werden durch das Loos bestimmt. In dem Vorraum der Theater befinden sich zwei Urnen; die eine enthält Couverts mit Einzelbillets, die andere Couverts mit zwei Billets für zwei zusammengehörige Plätze, so daß zwei Mitglieder, die gern zusammenfihen möchten, durch das Loos nicht getrenni werden. Die Kosten der Vorstellungen werden durch Beiträge der Mitglieder aufgebracht. Jeder, der die Mitgliedschaft de Vereins erwerben will, zahlt ein Einschreibegeld von 1 M Die Monats Beiträge werden durch Selbsteinschätzung bestimmt, müssen aber mindestens 50 Pf. pro Monat betragen. Da aber die Kosten für die Vorstellungen des Lessing. Theaters verhältnißmäßig bedeutende find, so hat der Vorstand beschlossen, in den Monaten November, Januar, März, Mai, Juli einen Zuschlag von 10 Pf. pro Monat zu erheben. Eine Bevorzugung einzelner Mitglieder bei der Berloosung findet nicht statt, nur die die erste Vorstellung besuchenden Kunstreferenten erhalten einen bestimmten Platz. Die Mitglieder der III. Abtheilung erhalten graue Karten, die mit den Nummern von 4000 bis 6000 versehen sind. Tie Karten werden von Sonnabend, den 29. Oktober, an in allen Zahlstellen des Vereins bereit liegen, deren Inhaber berechtigt find, Mitgliederanmeldungen und Beiträge entgegen zu nehmen. Die noch im Oktober eintretenden Mitglieder werden für den 1. November eingetragen und haben demnach nur den Beitrag für November mit 60 Pf. zu zahlen. Jedes Mitglied gilt vom Augenblick des Eintritts an als vollberechtigt, ein Unterschied zwischen alten und neuen Mitgliedern besteht nicht. 4 Die erste Borstellung für die Mitglieder der III. Abtheilung findet am Sonntag, den 13. November, Nachmittags 2½ 1hr, im Lessing Theater statt. 3ur Aufführung gelangt zum dritten Mal Nathan der Weise" von G. E. Lessing. Die Rollen liegen in den Händen der Damen Marie Meyer, Sauer und Ernst, der Herren Kober, Söder, Waldow, Molenaar, Prechtler und Brandt. Die Freie Volksbühne ist ein Unternehmen, das für die Glieder der arbeitenden Klassen die Aufführung der besten dramatischen Werke in möglichst guter Darstellung veranstalten will; der Vorstand bittet diejenigen, die Freunde der dramatischen Kunst sind und deren Einkommen es gestattet, die Mitglieder beiträge zu leisten, dem Verein beizutreten. Der Vorstand der Freien Bollsbühne. J. A.: Julius Türt, SW., Solmsftr. 24. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich bei den Herren: N. D. Brückner, Hestaurateur, Lothringerstr. 67, A. Hinze, Zigarrenhandlung, Bankstr. 14a. Fellenberg, Restaurateur, Brunnenstr. 122. 6. Engel, Buchbinderei, Chorinerstr. 9. 5. Mehnert, Bigarrenhandlung, Diedenhofenerstr. 3. Aug. Penn, Zigarrenhandlung, Demminerstr. 62. M. Winkelmann, Zigarrenhandlung, Aderstr. 158. NO. Niemeyer, Zigarrenhandlung, Weberstr. 19. H. Gumpel, Zigarrenhandlung, Barnimstr. 42. 0. Franz Ungering, Jieſtaurateur, Breslauerstr. 27. E. Böhl, Restaurateur, Frankfurter Allee 74. SO. E. Arndt, Zigarrenhandlung, Staligerstr. 107. E. Böhlert, Bigarrenbandlung, Mariannenstr. 5. A. Kehr, Hutgeschäft, Köpnickerstr. 126. S. H. Niekamp, Zigarrenhandlung, Gräfefir. 93. G. Schulz, Bigarrenhandlung, Admiralstr. 40. W. Börner, Zigarrenhandlung, Nitterstr. 108. H. Baale, Buchhandlung, City- Passage. SW. A. Ochs, Zigarrenhandlung, Lindenstr. 59. Kürschner, Zigarrenhandlung, Junkerstr. 1. A. Laege, Restaurateur, Fürbringerstr. 22. Göpel, Bigarrenhandlung, Kazbachstr. 1. Otto Köppen, Buchdruckerei, Gitschinerstr. 109. W. D. Antrid, Bigarrenhandlung, Steinmezsir. 60. NW.( Moabit). F. Boß, Zigarrenhandlung, Lübeckerstr. 8. C. Albert Löwenberg, Bigarrenhandlung, Neue Schöste hauferstraße 18. P. Horsch, Bigarrenhandlung, Gipsstr. 5. Bruno Scheithauer, Musitalierhandlung, Rosens thalerstr. 64, vis- à- vis der Auguststraße. 8. Ziehung der 4. Klasse 187. Königl. Preuß. Lotterie. 198029 120 309 24 26 59 482 602 619 752[ 3000] 940 Siehung vom 26. Oftober 1892, Bormittags. Nur die Gewinne über 10 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 50 78 442-78 504 12 14 613 703 97 1100 52[ 300] 84 220[ 3000] 54 367 336 638 62 805 74 17 24 79 316 529 33 83 615 898 949 8C 8126 38.66 96 218 415 56 588 657 64 747 67 830[ 1500] 43 81 942 4078 95 [ 600] 280 301 427 580 608 727 867 939 526) 319 430 92 545 743 70 6079 129 250 383 442 49 636 54 724 58 824 918 53 7000 18 268 345 13001 420 547 89 621 43 88 718 66 98 852 82 922[ 50001 8124 230 43 361 98 477 693 711 24 837 963 9080[ 3000] 109[ 300] 86 748 880 10012 33 122 68 212 26 41 98 349 425 528 602 82 720 814110000 11207 10 38 95 349 552 636 45 917 35[ 300] 44 12096 163 330 88 424 687 732 57[ 500] 71 74 895 13117 50 13001 467 538 64 652 17 50 75 14121 206[ 30001 358 638 58( 500) 86 916 69 76 89 15022 66 158 220 75 333 57 69 427 85 566 16005( 300) 77 114 70 98 293 460 537 52 69 85 696 796 804 56 94 17114 20 356 73 401 98[ 3000] 562 70[ 1500] 71 758 66 879 18032 38 42 53 544 753 82 98[ 300] 807 47 912 61 19001 47 82 112 229 70 356 75 757 801 962 91 20100 226 68 89 375 83 421 521 792 833 53 80 906 21003 126 61 596 15001 703 21 99 882 933 22325 84 400 739 48[ 300] 99 887 233025 153 200 18 592 98 685 820 96 911 24[ 300] 24018 55 326 440 533 602 30 97 710 825 250 8 158( 3000). 258 391 507 631[ 300] 768 26001 150 254 67 611 15 905 27062 132 35 321 34 44 53 69 85 93 536 670 746 81 929 978052 215 59 339 81 541 52 61 681 93 742 895 953 59 61 29172 246 65 414 58 96 500 689[ 1500] 738 62( 30001 824 28 98 901 6 30058 87 133 55 285 504 7 83 751[ 500] 72 837 020 81017 69 105 38 317 55 83 496 611 97 32005( 30 000] 73 144 79 82 215 21 478 541 15001 719[ 500] 817 18 965 33036 48 150 347 62 96 401 557 93 95 632 731 960 34107 52 376 401 54130001 75 93 76 840 74 35006 62 351 63 492 96 621 48 77 1500) 30138 79 223 26 43 347 408 20 58 586 620 72 799 877 948 51 1500] 37014 72 95 116 236 377 499 592( 500] 675 716 38 38068 139 59 71 256 311 98 535[ 500] 95[ 5000] 600 772 30087 206 307 30.625 50 806 27 79 40018 181 225 371[ 1500] 451 547 602 701 858 41139 74 98[ 500) 241 719 887 914 42008 32[ 00] 131 58 97 215 72 3: 6 405 37 98 701 22 43058 117 228 83 374 426 70 599 714 975 44076 139 267 523 38 71 725 60 904 69 45058 135 64 86 203 579 13000) 678( 3000) 79 912[ 300] 59 68( 500) 46008 18 105 268 412 508 640 45( 5000) 57 70( 5000) 867 73 94 972 47253 88 89( 15000] 345 660 96 732 827 88 961 88 48312 630 47 78 712 95 49225[ 300] 66[ 300] 423 654 81 810 04045 83 122 383 470 87 91 535 610 802 51 94 936 93 05023 71 457 582 663 780[ 3000) 802 14 31 71 96110 29 85 538 85 658 711 816 25 09 99 980 81 97020 102 85 295 335 473 642 64 94 636 867 907 51 89 98153 431 571 638 58 720 924 98072 179 82 81 261 70 76 399 401 61 554 86 638 839 52 81 100017 433 59 541 639 90 894 912 101041 76 84 429 606 671 99 801 969 102 130 36 48 130 92 231 97 99 415 71 595( 1500) 97 632 729 43 13001 97[ 1500] 103012 24 26 145 638 95 702 940 101093 227 611 13 14[ 500] 72 910 65 96 105102 70[ 1500] 203 410 632 79 774 870 902 29 106007 24 30 352 663 91 708 899 937 107216 310 42 599 743[ 300] 61 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500) 218 89 695 762 915 79 83 175281 314 424 672( 300) 706 833 907 3000) 176014 376[ 300] 88 96 370 79 412 601 44 760 843 938 177073 107 208 334 97 624 87 768 880 977 178009 11 124 264 73 78 376 404 14 30 609 934 69 88( 300) 170102 203 404 83 509 673 [ 3000) 821 63 89 047 010 49.90 180029 137 15001 275 331 437 659 181138 223 42 564 648 848 52 907 182230 841 49 183011 304( 3000) 19( 16 101 598 742 928 99 184051 175 218 15001 347 509 681 710 65 94( 500) 839 924 18510 96 240 57 345 60( 30J1 90 444 637 780 993 188070 124 333 416 612 33 44 50 784 97( 500) 869 13000) 928 187059 157 201 370 72 429 71 77 761 924 28 66 76 188049 440 47 500.98[ 1500] 780 832 96 98 189283 36 424 516[ 3000] 649 70 784 829 916 50 8. Ziehung der 4. Klasse 187. Königl. Preuß. Lotterie. 129 712 818 74 03004 46 56 135 382 79 415 38 59( 300) 553 751 92 957 Biehung vom 20. Oftober 1892, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Wart find den betreffenden Numunern in Parenthefe beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 60 94010 50 126 213 20 300 4 616 709 892 974 05008 238 499 516 96073 83 121 63 207 560 13001 685 739 82 815 905 39 91 97006 50 238 52 51[ 300] 646 821 44 98016 41 56 64 542 41 91 606 745 927 4075 99026 196 219 62 317 24 72 412 29 84 815 88 935 38 65 99[ 1500] 180 330 69 74 441 56 90 95 515 67 641[ 1500] 75 808 915 18 66 100026[ 5001 93 158[ 500] 386 420 85 575 646 826 101044 199 1000 70 86 159 328 81 6 8 47 783 852 987 2119( 300) 56 362 69 210 23 58 63 69 86 484 538 649 76 102151[ 3000] 247 80[ 3000) 305 913 3028 72 479 614 4 93 66 82 4346 441 503 632 711 94[ 1500] 67 521 69 98 641.62[ 15001 727 67 825 961 103038 68 296 474 686 269 93 914 26 6070 219 93 364 598 639 719 832 906( 1500) 27 610291 826 92 910 47 104298 573 83 676 774 838 105018 131 259 507 25 51 221 47 373 531 662 728 93 934 7052 84[ 100001 184 202 15 42 659 61 803 58 106097 158 82 83 264 313 79 470 623 30 717 817 383-5 607 11 17 66 84 722 58 800 95 113 261 318 555 81 619 83 107032 59 153 364 536 610 835 36 108189 355 65 409 516 39 79 774 89 919 9061 262 80 327 429 557 650 90 797 11500 865 924 81628 59 95 787 109009 110 12 87 265 362 493 695 833 908 10040 193 238 523 30 82 611 62 730 835 46 923[ 1500] 93 11164 110128 31 233[ 1500] 358 653[ 100.01 861 111048 101 68 248 88 240 59 340 458 94 566 94 99 663 787 836 66 9.1 12094 111 50 232 358 567 90 602( 500) 93 749 808 946 13 62 68 71 92 140 97 243 400 18 561 78 90 710 84 841[ 300] 112114 25 61 73 517 43 607 33 365 498 625 69 14019 27 84 152 298 354 79 485 607 725 37 834 77 761 78 831 71 83 118026 29( 1500) 40 113 16 87 235 383 85 404 506 84 953 15001 63 139 252 338[ 1510] 540 619( 1500) 781 947 16017 627 95 742 869 80 111095 158 358 507 724 72 891 923 115098 215 119 216 51 343 79 413 25 510 625 35 71 839 97 17080[ 500] 129 42 538 90 795 116160 216 418 61 544 625 42 72 726 130001 86 916 36 43 237 453 606 57 60: 711 38 59 912 16 14013 18 33 69 182 263 76 419 117042 159 550 625 95 813 69 99) 118005 36 65 313 59 612 24 712 586 638 42 718 22 10003 52 69 147 293 372 74 403[ 500] 685 769 1500] 15 837 75 94 119066[ 500) 385[ 3000) 468 552 838 71 896( 3000) 20050 165 82 359 537 75 001 703 51 81 1500] 856 93 967 83 21112 15 244 13001 855 562 658 867 1500] 923 65[ 1500] 22138 65 87 250 540 73 631 712 43 69 74 827 993 23151 2.38 45 369 519 87 603 33 731 822 68 93 950 2120 10 59 70 407 6: 6 725 822 73 99 931 91 25225( 500) 45 361 77 427 894 925 92 26013 42 166 115001 338 451 538 72 813 51 27111 230 363[ 300] 400 546[ 3000] 98 605-728 28067 222 543 721 33 91 899 9.3 20011 102 232 93 435 1300] 93 510[ 3000] 64 742 810 50 61 63 79 30056 229 62 319 21 81[ 3000] 520 653 748 31197 343 54 441 558 929 32083 166 368 416 518 20 22 601 66 985 33019 166 61 549 603 27 718 45 04 853 13000] 62 99 34057 302 98 414 501 657 746 1500) 47 95 35 63 83 110 3 319 77 474 574 702 837 99 988 30055 [ 3001 80 183 365 73 444 826 47 928 8; 87020 79 179[ 150] 203 310 18 31 415 58 617 88 743 918 38205 52 391 528 615 708 63 98[ 3000] 907 39020 48 122 393 533 C35 743 82 63 120021 134 48[ 500] 201 90 302 424 53 99 581 639 68 93 896 923 121172 349 62 533 50 64 632 840 122708 15 81 836 62 911 12300 132 301 14 736 802 935 46 124110 269 371 519 45 83 626 61 719 67 856 63 963 125156 62 87 302 24[ 1500] 51 448 619[ 1500] 739 64 888 126055 69 74 194 303 92 484 506 16 81 88 668 706 47 64 894 127010 32 197 220 1500, 499 511 89 818 24 70 901 19 97 128181 441 571 6.5 887 900 83 120151 207 50 323 414 503 27 55 683 130152 215 91 495 553( 500) 68[ 300] 697 791[ 5000] 93 131018 191[ 1500] 253 95 326 45 624 70 86 835 73( 1500) 95 923 92 93[ 15001 132107 51 65 200 307[ 3000] 36 40 50 71 546 16000] 628 799 909 23 133108 78 93 323 31 74 406 77 60 11 776 93 922 54 134476 550 85 92 7 5 36 834 42 916 50( 300) 53( 300) 135018 89 95 279 96( 300) 312 435 64 815 75 136056 71 15001 197 231 367 412 90 502[ 500) 72 624 61 99 751 906 26 137044 69 140 55 130001 209 41 57 70 597[ 3000] 659 812 45 138118 93 402 64 80 593 6-0 718 50 800 17 913 27 139096 100 64 94 313 40 410 65( 500) 98 514 23 55 87 609 898[ 300] 140075 204 63 69 462( 5000] 66 94 589 925 40 46 141047 50 155 517 637 72 833 52 83 900 56 142097 152 232 342 425 545 617 34 776 81[ 500) 908( 1500) 93 143379 482 99 606 705 40 144017 300 27[ 300] 686 740 145017 52 78 193 227 316 87 896 946 146016 2-2 89 385 [ 600] 629 730 60 898 147202 415 57 60 87 721 40 832( 500] 148019 37 59 174 210 13 36.59 301 18 433 78 86 574 798 876 95 149179 462 81 571 696 700 74 82 925 49 150017 51 355 510 53 694 819 151098 147 99 221 516 674[ 3000] 740 65 95 995 152038 140 98 209 83 330 456 517 39 714 47 834 51 56 153233 48 67 424 55 522 39 86 637 728 43 813 912 24 72 154044 142 403 17 20 609 706 13 901 1500] 98 155048 70 211 507 879 941 80 156000 248 407 77 557 93 635 72 780 98 807 42 157007 52 66 304 1300) 53 412 15001 23 577 742 810 21 56 63 921 37 92 158039 58 148 212 95 377 450 66 617 130001 51( 300) 712( 500] 159091 113[ 1500] 76 236 358 69 663 91 769 807 40083 178 264 323 484 595 633 40 760 906 35 41047 206 473 557 78 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