Nr. 253. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 Bfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pig. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Betitseile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Earn[ prech- Anschlus Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 28. Oktober 1892. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Abonnements- Einladung. Mit dem 1. November eröffnen wir ein neues Abonnement diesfälligen Andeutungen. Daß die Söhnchen der Bourgeoisie, leben nachweisen und die Garantie bieten, daß sie auf Zucht auf den „ Vorwärts" Berliner Volksblaff mit der illustrirten Sonntagsbeilage " Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Bostanstalten Abonnements zum Preise von 2,20 M. für die Monate November u. Dezember entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652.) Im Feuilleton unferes Blattes veröffentlichen wir den Roman von Guy de Maupassant: Bel- Ami. Die Redaktion und Expedition des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sittlichkeits- Apostel. moderne Unfittlichkeit ihren breiten Nährboden grade in Sittlichkeitsapostel wollen auch, daß nur solchen den besitzenden und übersättigten Klassen findet. Auch auf Männern die Konzession zur Führung von Gastwirthder Darmstädter Konferenz fehlte es vorige Woche nicht an schaften ertheilt werde, welche ein tadelloses Vordie auf der Universität ihre Zeit und das Geld ihrer Väter und Sitte halten". Davon aber, daß rheinisch- westfälischen todtschlagen, sittliche Borlesungen sehr gut brauchen können( wenn Großunternehmern, die in ihren Betrieben Stempel fälschen sie auch nichts wirten!), gestand der eine Redner ein; daß die lassen und außerhalb derselben Steuerdefraudationen en gros hohe Finanz diejenigen Künstler am meisten umschwärmt, betreiben, die" Qualifikation" zur Betriebsleitung versagt die ihr das Weiblich- Nackte in der sinnlichsten Farben- werde, war natürlich keine Rede. Die Volksfeste" sollen gebung entgegenbringen, betonte der andere unter Hinweis 11 Uhr, spätestens 12 Uhr" geschlossen werden. Ob wohl auf Makart; es mögen auch noch manche andere solche einer der Herren Sittlichkeitsapostel daran gedacht hat, daß Dinge besprochen worden sein, allerdings niemals mit der für die oberen Zehntausend die lustige Nacht" vielfach erst traftvollen Ausdrucksweise, die jedesmal dann beliebt wurde, 11 Uhr anfängt, und daß die Arbeiter der großwenn die Unfittlichkeit der unteren Schichten" zur Rede mächtigen badischen Anilinfabrik in Ludwigshafen, welche stand. Darin zeigten sich aber auch die Bourgeois, die ihren die Herren so nahe zum Studium hatten, theilweise erst eigenen Klaffengenoffen fein Auge aushacken können. Aber 10 Uhr Abends nach Hause kommen, um 5 Uhr früh schon die Sünden der Bourgeoisie wurden doch wenigstens theil- wieder von Weib und Kind zu müssen? weise mit erwähnt. Das eigentlich Komische begann erst, wenn es an die Aufzählung der Abhilfemittel ging. Laster der Besitzenden ganz Da verschwanden die Laster der plöglich wie in einer Versenkung, und nun wurde auf dem fittenlosen, verwahrloften, verderbten u. f. w., Bolte" " Alle Ungereimtheiten dieser Art, welche auf der Sittlichkeitskonferenz" in Darmstadt die Verhandlungen füllten, lassen sich nicht festnageln; dazu gehörten mehrere hundert Artikel. Aber das eine muß jedem ehrlichen Theilnehmer an diesen Bestrebungen doch bei unbefangener herumgedroschen, daß es nur so eine Art hatte." Man denke Betrachtung klar werden solche Verhandlungen mit ihrer fich noch ein paar hübsch klingende Redensarten vom Mit- unvermeidlichen Endrichtung gegen das arme Volk" dienen leid und von der Liebe Bessergestellter für die Schlecht lediglich dazu, das Pharisäerthum der Bourgeoisie noch ſituirten hinzu, und man hat den ganz en Brei vor sich, von größer zu ziehen als es ohnedies schon ist, und so müssen dem die allgemeine Konferenz" in endloser Breite zehrte. Die Sittlichkeitsapostel ebenfalls ihr Theil dazu beitragen, Daran erweist sich aber das Fruchtlose und Utopische den von ihnen so wehleidig beklagten schroffen Gegensatz dieser Bemühungen, bei denen natürlich neben dem ehrlichen zwischen den einzelnen Bevölkerungsschichten" noch schroffer zu machen das ist bie ſittliche Aufgabe, welche die Herren in dieser bürgerlichen Welt unbewußt lösen und durch deren Lösung sie gründlicher zur Heilung aller Schäden beitragen, als sie es selbst denken. Wollen und dem schlechten Nönnen auch eine gute Portion Heuchelei mit unterläuft. Das Reden davon, daß die Be sitzenden auch recht lasterhaft sind und die materielle Noth der Nichtbesitzenden die Urquelle aller Verwahrlosung auf diefer Seite ist, hilft noch nichts. Man muß erkennen, daß beide Erscheinungen einen gemeinsamen Grund, die für den Die 15 Sittlichkeitsvereine", mit denen Deutschland Abbruch reife bürgerliche Wirthschaftsordnung, haben und durch einige Bastoren und höhere Beamte gesegnet ist und daß an Stelle dieser sogenannten Ordnung nur eine soziadie in ihrem heurigen Jahresbericht selbst sagen, daß sie liftische Gesellschaft gesetzt werden kann, wenn nicht aller die große Maffe nicht hinter sich haben", haben vorige Kulturgewinn verloren gehen foll- erft mit( faren Woche ihre unvermeidliche„ allgemeine, Konferenz", diesmal Erkenntniß kann man auch für die sog.„ Sittlichkeitsfange" Politische Weberlicht. zu Darnistadt im lieben Hessenlande, abgehalten, natür lich unter Theilnahme der hohen und höchsten Behörden" Die Träger dieser Sittlichkeitsbewegung" sind wahre Muster von bürgerlicher Unklarheit. Manche von ihnen mögen den ganz guten Willen haben, ehrlich zu bessern und zu helfen; aber der Dunft der bürgerlichen Weltanschauung führt sie in geradezu komischer Weise allemal dann, wenn fie schon recht nahe am Ziel sind, ebenso gründlich irre, genau wie das bekannte Thier auf dürrer Haide. Und des halb ist es so interessant, das Thun und Treiben dieser Herren zu analyfiren. Man analysirt damit die Ohnmacht der ganzen Bourgeoisie. Die deutschen Sittlichkeits- Apostel mit ihrem schmalen Anhang sind ja allerdings heute nicht mehr so schlecht unterrichtet, wie früher. Sie wissen recht gut, daß die Feuilleton. Nagbrud verboten.) Die Waffen nieder! ( 58 etwas Praktisches anfangen. So ereifern sich die SittlichkeitsBerlin, den 27. Oktober. apostel doch schließlich nur über die Volksfeste und Der Reichstag ist auf den 22. November einöffentlichen Tanzvergnügungen". Haben sie nie etwas berufen. von den berüchtigten nackten Bällen" der Herren Lebemänner gehört, die beileibe nicht zum Bolt" Gegen die neue Militärvorlage spricht sich die gezählt sein wollen? Die Herren möchten durch eine obli- Bresse aller Parteien wenn auch in verschiedener Tonart gatorische Fortbildungsschule für 14-18 Jährige das sitt und ungleich an Nachdruck und Kraft mit einer Einliche Leben der Jugend erneuern"? Dabei scheinen sie nicht müthigkeit aus, die in der Geschichte des deutschen Journa zu wissen, daß sie sich mit dieser Forderung in der Gesell- lismus ohne Beispiel dasteht. Mit alleiniger Ausnahme schaft der+ Sozialdemokraten befinden, deren Welt der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", die als einanschauung so schlecht ist", daß der eine der Redner fich fames Monument Pindter'scher Charaktergröße emporragt, ordentlich gescheut zu haben scheint, sie nur in den Mund giebt es in Deutschland unseres Wissens teine einzige zu nehmen; und dabei thun sie so, als ob sie nicht wüßten, Beitung, die bis jetzt für die Militärvorlage eingedaß grade die Herren Unternehmer von Geldfactswegen die treten wäre. Sogar die Kölnische Zeitung", der die„ geärgsten Feinde jener Fortbildungsschule sind. Die frommen bratene Taube"" unrechtmäßig" in den Mund geflogen ist, habe ich jetzt wieder in der Nähe gesehen," erwiderte auf ein anderes Feld verlegt. Die Friedensbestrebungen Friedrich nachdenklich. der Freidenkenden leiden an keinem inneren Widerspruch, Hierauf wurde er von der armen Frau über die beiden und gerade den Widerspruch, welcher zwischen den Sagungen Feldzüge ausgefragt, wovon er den einen mit den andern der Christenliebe und den Geboten der Kriegsführung begegen Gottfried mitgemacht. Er mußte hundert Einzel- steht, wollte ich von einem militärischen Oberpfarrer heiten anführen und konnte dabei der beraubten Mutter d. h. also von einem Vertreter chriftlichen Soldatenthums Senselben Trost geben, den er einst mir aus dem italienischen erläutern hören." Kriege gebracht: nämlich, daß der Betrauerte eines raschen Der Geistliche stellte sich pünktlich ein. Offenbar war Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. und schmerzlosen Todes gestorben sei. Es war ein langer, ihm die Aussicht verlockend, eine belehrende und bekehrende denn nichts trauriger Besuch. " Ich weiß zwar das Gegentheil Auch die ganzen Einzelheiten der Predigt vorbringen zu können. Ich hingegen blickte der hält" mehr zusammen als der Priester- und der Soldaten- schaurigen Cholerawoche habe ich da wiedererzählt und Unterredung mit etwas peinlichen Gefühlen entgegen, denn stand aber mir fehlt die Beredtsamkeit, dies meiner meine Erlebnisse auf den böhmischen Schlachtfeldern. Gh' es fiel mir darin eine unaufrichtige Rolle zu.- Aber zum Frau flar zu machen. Würden Sie sich nun herbei wir sie verließen, führte uns Tante Kornelie noch in Wohle der Sache, welcher Friedrich fortan seine Dienste laffen, Herr Konsistorialrath, uns morgen oder übermorgen Gottfried's Zimmer, wo ich beim Durchlesen des oben geweiht, fonnte ich mir schon einige Ueberwindung auferangeführten Briefes eine Stunde Unterredung zu schenken, um" von dem ich mir später eine Ab- legen und mich mit dem Sazze trösten: Der Zweck heiligt O sehr gern," unterbrach der Geistliche. Wollen Sie schrift erbat von neuem bittere Thränen vergießen die Mittel. mir ihre Adresse?..." Friedrich gab ihm seine Karte und mußte. es wurde sogleich Tag und Stunde des erbetenen Besuches festgesetzt. " Hierauf blieben wir mit der Tante allein. Gewährt Dir der Zuspruch dieses Freundes wirklich Trost?" fragte sie Friedrich. " * Nach den ersten Begrüßungen wir faßen alle drei auf niederen Lehnstühlen in der Nähe des Ofens- begann der Konsistorialrath also: " Jetzt erkläre mir," sagte ich zu Friedrich, als wir unferen vor Frau von Tessow's Willa wartenden Wagen ,, Lassen Sie mich auf den Zweck meines Besuches einbestiegen, warum Du den Konsistorialrath-" gehen, guädige Frau. Es handelt sich darum, aus Ihrer " Bu einer Konferenz mit Dir gebeten? Berstehst Du Seele einige Strupel zu bannen, welche nicht ohne scheinTrost? Den giebt es für mich hienieden nicht mehr. nicht. Das soll mir als Studienmaterial dienen. Ich bare Berechtigung sind, welche aber leicht als Sophismen Aber er spricht so viel und so schön, von den Dingen, von will wieder einmal hören und diesmal notiven mit dargelegt werden fönnen. Sie finden 3. B., daß das welchen ich jetzt am liebsten höre- von Tod und Trauer, welchen Argumenten die Priester den Völkermord verthei- Gebot Christi, man solle seine Feinde lieben und ferner von Krenz und Opfer und Entfagung... er schildert die digen. Als Führerin des Streites habe ich Dich vor der Sat:„ Wer das Schwert nimmt, soll durch das Schwert Welt, die mein armer Gottfried verlassen mußte, und von geschoben. Einer jungen Frau geziemt es besser, vom christ umkommen" in Widerspruch zu den Pflichten des Soldaten welcher auch ich mich wegsehne, als ein solches Thal des lichen Standpunkte aus Zweifel über die Berechtigung des stehen, der ja doch bemächtigt ist, den Feind an Leib und Jammers, der Berderbniß, der Sünde, des zunehmenden Krieges zu hegen, als einem Herrn Oberst Leben zu schädigen-" Berfalles... Und da erscheint es mir denn weniger traurig, daß mein Kind abberufen worden. Er ist ja im Simmel, und auf dieser Erde-" Walten oft Höllengewalten, das ist wahr das Du weißt aber, daß wir solche Zweifel nicht vom religiösen, sondern vom humanen Standpunkt-" " Diesen müssen wir dem Herrn Konsistorialrath gegenliche über gar nicht hervorkehren, sonst würde die Streitfrage " Allerdings, Herr Konsistorialrath, dieser Widerspruch scheint mir unlöslich. Es kommt auch noch das ausdrückGebot des Dekalogs hinzu:„ Du sollst nicht tödten." „ Nun ja- auf der Oberfläche beurtheilt, liegt hierin hat die Unbankbarkeit, unter Mißachtung des Sprichworts, Offiziöse Beweisführung. Tabaksfabrikanten, Tabaks- der Lage, Fleisch zu essen; der Fabritarbeiter werbe baher daß verbotene Frucht süß schmeckt, die„ Taube" au tadeln, händler und Tabatsbauer sprechen sich gegen die Mehr von der Steuer gar nicht betroffen, sondern nur der wohl. und den Taubenzüchter schnöd zu verspotten. Mit besons belastung des Tabaks aus. Da nun jeder dieser Interessen habendere Bürger." Der Mann mag ja recht haben, aber derer Energie wendet die Zentrumspresse sich gegen die Preise bei der eventuellen Mehrbelastung wenigstens wünscht, um so trauriger muß es dann mit dem Arbeiter bestellt Borlage, während das konservative Nein! schon das Ja! daß dieselbe die anderen Tabatsinteressenten treffe und sie sein! Durchhören läßt, und den nationalliberalen Protesten staats- selbst verschone, so folgert die Norddeutsche Allgemeine männische Wenn und Aber beigemischt sind. Es fällt uns Beitung" daraus, daß die Tabatinteressenten von der NothEin Gemüthsmensch. Herr Generalsekretär Dr. natürlich nicht ein, aus der Haltung der Bresse den Schluß wendigkeit der Mehrbelastung des Tabaks überzeugt find. Beumer Düsseldorf hat in der Hauptversammlung des ziehen zu wollen, die Möglichkeit einer Reichstagsmajorität mit solcher Logit kann man alles beweisen. " Vereins deutscher Eisenhüttenleute" bittere Klage über für die Vorlage set nicht vorhanden. eine Ausführungsbestimmung zur Gewerbe Ordnung ge Wir halten im Gegentheil eine Majorität für Die Arbeiterausschüsse, welche die Gewerbenovelle führt, welche der Bundesrath über die Beschäftigung wahrscheinlich so weit die Neigungen der geschaffen, können nur ein Scheindasein fristen. Sie haben jugendlicher Arbeiter in Walz- und Hammer Abgeordneten in Frage tommen. An der feine freien Arbeiterversammlungen hinter sich, sondern werken" erlassen hat. Der brave Vertreter der Großschließlichen Bereitschaft der Konservativen beider Fraktionen stehen unter der Vormundschaft der Herren. Selbst sich industrie erklärte rund und nett, daß die Durchführung der ist nicht zu zweifeln, sie werden militärfromm ein nur den Wahlen zu entziehen, ist gefährlich, denn auch dieses bundesräthlichen Bestimmung den Betrieb in einem solchen schwenken" und die zweijährige Dienstzeit, die in Wirt fönnte als Auflehnung betrachtet werden. In der könig Maße schädigen würde, daß die meisten Werke entschloffen lichkeit eine dreijährige ist, nach Vorschrift salutiren. Und lichen Haupt- Eisenbahnwerkstatt zu Witten baite, wie wir sind, jugendliche Arbeiter überhaupt nicht mehr zu be die Nationalliberalen- mer fragt noch nach ihnen? Das kürzlich mittheilten, der Arbeiterausschuß sein Amt nieber schäftigen. # Doch wir müssen Herrn Beumer felbft fprechen lassen. Er sagte seinem Auditorium herzensverwandter Gemüthsmenschen und Großindustriellen: " fromine, gesinnungstüchtige Zentrum aber ist eine elende gelegt, weil er der nichtssagenden Rolle, die er zu spielen Das Kapitalistische Gemüth des Herrn Beumer zeigte Schacherbude geworden- es handelt, handelt, handelt. hatte, überbrüssig war. Trotz seines Widerspruchs war sich aber in seiner vollen Glorie, als er wehmüthig und Die Frage der Bewilligung ist ihm blos eine Frage des eine monatliche Lohuzahlung austatt der bisherigen mitleidsvoll auseinandersetzte, wie sehr unter dieser ben Preises. Und die Regierung, die ein hohes Spiel spielt, vierzehntägigen eingeführt worden. Diese Amtsniederlegung Werken aufgezwungenen Maßregel die Arbeiter leiden wird auch gern einen hohen Preis zahlen. Die Schule des sogenannten Arbeiterausschusses war die beste Antwort würden. sollte sie nicht schon einmal ausgeliefert werden? Ist fie auf das Vorgehen der Berwaltung und muß auch von nicht schon zum Theil thatsächlich ausgeliefert? Ist dieser dieser demgemäß empfunden sein, denn der OberRegierung zuzutrauen, daß sie den Schulgelüften des Regierungsrath Witte- Elberfeld veranlaßte den Arbeiter Zentrums ein unbeugjames Nein! entgegensetzt? Wer sich ausschuß, seine Amteniederlegung wieder zurückzuziehen, das alles überlegt und die Parteien betrachtet, muß zu dem ohne daß eine Aenderung in der monatlichen Lohnzahlung Schluß kommen, daß die Annahme der Militärvorlage durch zugestanden wurde. Es wurde dem Ausschuß mitgetheilt, den Reichstag nichts weniger als ausgeschlossen ist. Die daß es sich nur um einen Bersuch handle, der auf AnDinge liegen jedoch so, daß es in der Macht der deutschen ordnung des Ministers bis zum 1. Juli fortgesetzt werden Wählerschaft ist, die schwankenden Elemente unter den Ab- solle; erst dann solle ein endgiltiger Beschluß gefaßt geordneten zur Ablehnung der Militärvorlage zu be- werden. Wozu aber bedarf es dann eines Arbeiterstimmen. Zu unserer Frende sehen wir, wie das Bolt ausschusses? warum Arbeiter in die Zwangslage versetzen, fich überall erhebt und in Protestversammlungen als Vertreter ihrer Kollegen zu gelten, ohne daß sie dieGericht hält über diese Militärvorlage. Hoffentlich erlahmt felben thatsächlich vertreten können? man nicht. Besser den Kampf jetzt aufnehmen, als auf die ungewisse Chance einer Verwerfung der Vorlage und einer preußischen Steuerzahler Proletarier zu diesem ErSechsundneunzig und drei Zehntel Prozent der Reichstags- Anflösung warten. Was dann, wenn die Re- gebnis gelangt jetzt auch Genosse Lug in einem Artikel über gierung die Majorität erlangt? Bolt die erste Schlacht verloren, und es im" Sozialpolitischen Zentralblatt" veröffentlicht. Genoffe Dann hat das die vielsagenden Steuerziffern" des Herrn Miquel, ben er bauert britthalb Jahre, bis es wieder zur Zur hat, was wir bei der ersten, raschen Besprechung der Schlacht tom in t. Wir müssen es zu einer Auf neuesten preußischen Steuerftatiftit nicht konnten, inzwiſchen 18fung treiben, die uns sicheren Sieg bringt! Und unter Berücksichtigung der irreführenden Lücken und Unun der Auflösung gewiß zu sein, haben wir bie Opposition vollständigkeiten der amtlichen Statistik sorgfältig und unter gegen die Militärvorlage zu stärken, die schwachen und Buhilfenahme zuverlässiger Schätzungen zu berechnen ver schwankenden Abgeordneten zur Pflichterfüllung zu zwingen. fucht, wie man die Miquel'sche Veröffentlichung vervollDie Massen find erregt, der Augenblick ist günstig brum feine Zeit verloren! Das Eisen glüht, es muß ge- 5,6 Millionen solcher Personen, die wegen Armuth steuerständigen kann. Das Ergebniß ist eben, daß hinter rund schmiedet werden. frei find, rund 15,3 Millionen Angehörige stehen, hinter Das Ausland hat die Militärvorlage genau so auf den 2,4 Millionen Steuerzahlern aber 6,5 Millionen Anaufgehörige. genommen, wie zu erwarten war. Die französischen Chauvi- gehörige. Genosse Lug nimmt nun, wie wir in unferem uisten freuen sich, daß das Deutsche Reich so eklatant sein ersten Artikel, ganz richtig die 2,1 Millionen Steuerzahler, Echwächebewußtsein befundet und ihnen eine so erwünschte der unbemittelten Klasse hinliber, und erhält durch Addition die nur Einkommen von 900-3000 M. haben, mit zu Gelegenheit geboten hat, dem Moloch des Militarismus in der 5,6 und 2,1 Millionen annähernd dasselbe Resultat, Frankreich neue Opfer zu bringen. Und in Rußland höhnt wie wir: 96,3 pEt. Proletarier in Preußen! Die offiziöse Bresse, was Deutschland könne, das könne auch Ueber dieses blamable Fazit werden Herrn Miquel alle Rußland, und noch mehr, denn Rußland habe mehr Difiziösen nicht hinweghelfen. Rohmaterial" für Soldaten. Und das ist richtig. Je eher aber das deutsche Volk den halsbrechenden Leiterflettereien ein Ende macht, desto besser. Also auf gegen die Militärvorlage! Fort mit dem Militarismus! Die Werke sind daher entschlossen, jugendliche Arbeiter überhaupt nicht mehr zu beschäftigen. Stun liegt die Sache aber fo, daß die Beschäftigung solcher Arbeiter den Werken überhaupt geringen Rußen und viele Weiterungen bringt, während sie sehr im Interesse der arbeitenden Bevölkerung liegt. In 99 von 100 Fällen erfolgt die Beschäftigung jugend licher Arbeiter überhaupt nur auf Bitten der Eltern, die mit Recht sehr erfreut darüber sind, wenn der aus der Schule entlassene Knabe sofort Arbeit findet, zumal auf dem felben Werke, auf welchem sein Vater beschäftigt ist. Der Knabe hat zweitens Gelegenheit, sich aum tüchtigen Arbeiter auszu bilden; denn es ist ein großer Unterschied, ob jemand mit der Erlernung der Walz- und Hammerwerksarbeit im 14. ober erft im 16. Lebensjahre beginnt. Er verdient endlich in den zwei Jahren ein gutes Stück Geld, da nach den vom Vortragenden auf 50 Gifen- und Stahlwerken angestellten Erhebungen der Lohn der jugendlichen Arbeiter von 50 Pfennige bis 2 Mark täglich schwantt die dem 16. Jahre Nahestehenden verdienen naturgemäß mehr als die neu eintretenden 14- jährigen so daß er für 300 Arbeitstage auf durchschnittlich 450 m. jähr lich angenommen werden kann, was für die auf jenen 50 Werken beschäftigten 2169 jugendlichen Arbeiter eine Gesammt Lohnfumme von 976 050 M. oder rund 900 000 m. ausmacht. Diese Summe wird zum größten Theil in Wegfall kommen, wenn jene bundesräthliche Ausführungsbestimmung nicht aufgehoben oder abgeändert wird. Schon find nach dem 1. Juni nach des Bortragenden Erfahrungen statt 2516 jugends liche Arbeiter auf rheinisch- westfälischen Walz- und Hammer werfen nur noch 2169 beschäftigt; nach dem 1. April 1894 werden größere Werte jugendliche Arbeiter überhaupt nicht mehr annehmen, falls jene Aenderung nicht eintritt. Wirkungen werden nicht ausbleiben; sie werden in der Unfall statistik bervortreten, ba 16- jährige junge Leute schwerer anzulernen sind als 14- jährige, die 14- jährigen Knaben werden beschäftigungslos auf der Straße liegen und verlottern; die Autorität des Vaters, der fonft feinen Jungen mit zur Arbeit nahm und in vielen Fällen unter seiner persönlichen Aufsicht beschäftigte, wird geschwächt werden, der der Familie zu gute kommende Verdienst fort fallen." Die So unser Gemüthsmensch. Ueber die Wirkung seines Vortrags schreibt die Chronit: Der Vortrag, wiederholt von lebhaften Zustimmungsrufen unterbrochen, findet allgemeinen Beifall, und der Borsigende Kommerzienrath Lueg versichert den Vor tragenden des herzlichsten Dankes für seine lichtvollen Darlegungen Der dann folgende Bortrag war ausschließlich für technische Kreise von hervoragendem Interesse. Der Ver fammlung folgte ein frobes Mittagsmahl im Ritter faale der städtischen Tonhalle. Ob Herr von Caprivi seine Vorlage durchsetzt, ist nicht Verminderte Eisenbahn- Einnahmen. Die im Reichsgewiß. Ganz gewiß aber ist, daß, wenn er sie durch Eisenbahnamt aufgestellte Uebersicht der Betriebsfett, das Ausland auf der bekannten Ronkurrenzleiter ergebnisse deutscher Eisenbahnen für den ebenso viel Stufen hinaufflettert, wie das Deutsche Reich Monat September b. J. ergiebt für die 70 Bahnen, welche und daß wir hiernach gerade so weit sind wie auch schon im entsprechenden Monat des Vorjahres im Bevorher, und wieder von neuem anfangen müssen. So triebe waren und zur Vergleichung gezogen werden konnten, will es die famose Schraube ohne Ende" und so wird's mit einer Gesammt- Betriebslänge von 87 313,56 Rilometern 37 fortgehen, bis die Leiter umfällt und der Generalbankrott folgendes: Im September d. J. betrug die Einnahme: da ist. a) aus dem Personenverfehr: im ganzen 27 898 227 M. oder 6 945 908 M. weniger als in demselben Monat des Vorjahres, auf 1 Kilometer Betriebslänge 761 M. oder 21,06 pGEt. weniger als in demselben Monat des Vorjahres; Natürlich! Nachdem man einige Thränen des Schmerzes b) aus dem Güterverkehr: im ganzen 70 248 989 W. oder und der Wehmuth darüber vergoffen hat, daß die Arbeiter 421 009 M. weniger als in demselben Monat des Vorder in Halle a. d. Saale stattgehabten Generalversammlung 1,92 pSt. weniger als in demselben Monat des Borjahres. Champagner und Austern darüber zu trösten, daß man nicht Das Trunksuchtsgesen ist noch nicht aufgegeben. In jahres, auf 1 kilometer Betriebslänge 1888 m. oder so thöricht sind, die liebevolle Fürsorge ihrer Ausbeuter nich M. zu begreifen, setzt man sich an die Tafel, um sich bei des Deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränte" erklärte der der Versammlung beiwohnende Ber- Die Schlachtftener hat in Aachen, wo ihre Wetter- mehr im stande ist, die jugendlichen Arbeiter für wenige treter des Reichsamts des Innern, Geheimer Regierungs- erhebung auf drei Jahre beschlossen ist, einen merkwürdigen Pfennige täglich an dem Fabrikelend zu betheiligen. rath Saup, die Reichsregierung betrachte eine vielleicht Vertheidiger in der Person des Vorsitzenden der Gemeinde- Nur weiter Herr Beumer! Sie können der Arbeiter eintretende Berschiebung der Entscheidung über das Trunk- vertretung gefunden. Derselbe meinte, wie wir der Bolts- laffe feinen größeren Dienst leisten, als indem Sie fort suchtsgesetz noch nicht als eine Aufgabe des Entwurfs. Beitung" entnehmen:" Der kleine Mann sei gar nicht in fahren, mit dieser-troß oder vielmehr wegen ihrer und " eine Schwierigkeit; aber wenn man in die Tiefe dringt, so 4. Mose 21, 14 ist die Rede von einem eigenen Buche der Sehen Sie, Herr Konsistorialrath," mischte sich jetzt schwinden die Zweifel. Was das fünfte Gebot anbelangt, Kriege Jehovas. Und wie oft wird in den Psalmen die Friedrich in das Gespräch; noch viel kräftiger als Sie, so würde es richtiger heißen( und ist auch in der englischen Hilfe gerühmt, die Gott seinem Bolte im Kriege angedeihen hat ein Oberst- Stückhauptmann im 17. Jahrhundert die Bibelausgabe so übertragen) Du sollst nicht morden." ließ. Kennen Sie nicht Salomos Spruch( 22, 31): Zulässigkeit der Kriegsgreuel durch Berufung auf die Bibel Die Tödtung zur Nothwehr ist aber kein Mord. Und der Krieg Das Roß steht gerüstet für den Tag der Schlacht, dargethan. Ich habe mir das Schriftstück aufgehoben und ist ja doch nur die Nothwehr im Großen. Wir können und Aber von dem Herrn kommt der Sieg. auch meiner Frau schon vorgelesen, sie wollte sich aber mit müssen, der sanften Mahnung unseres Erlösers gemäß, die Jm 144. Pfalm dankt und lobt David den Herrn, dem darin ausgesprochenen Geiste nicht befreunden. Ich Feinde lieben; aber das soll nicht heißen, daß wir offen- seinen Hort, der seine Hände lehrt streiten und seine gestehe, mir kommt das Ding auch etwas stark vor bares Unrecht und Gewaltthätigkeit nicht sollten abwehren Fäuste triegen." und ich möchte gern Ihre Ansicht darüber hören. Wenn dürfen." " So herrscht denn der Widerspruch zwischen dem Sie erlauben, so bringe ich das Dokument." Er holte Dann kommt es also immer darauf hinaus, daß nur alten und dem neuen Testament: der Gott der alten aus einem Schubfach ein Papier hervor, entfaltete cs Bertheidigungstriege gerecht seien, und ein Schwertstreich Hebräer war ein friegerischer, aber der sanfte Jesus ver- und las: erst dann geführt werden darf, wenn der Feind ins Land fündete die Botschaft des Friedens und lehrte Nächsten-„ Der Krieg ist von Gott selbst inventivet und den fällt. Die gegnerische Nation aber geht von demselben und Feindesliebe." Menschen gelehret worden. Den ersten Soldaten setzte Gott Grundsat aus wie kann da überhaupt der Kampf Auch im neuen Testament spricht Jesus im Gleichniß ein mit einem zweischneidigen Schwert vor das Paradies, beginnen? In dem letzten Krieg war es Ihre Armee, Lukas 14, 31 ohne jeglichen Tabel von einem König, der um dem ersten Rebellen, Adam, solches zu verbieten. Herr Konsistorialrath, welche zuerst die Grenze überschritt sich mit einem anderen König in den Krieg begeben will. Deuteronomium ist zu lesen, wie Gott sein Bolt durch Wie oft gebraucht auch der Apostel Paulus Bilder aus dem Moses zum Sieg encouragieren läßt und ihnen sogar seine Wenn man den Feind abwehren will, meine Gnädige Kriegsleben. Er sagt( Römer 13, 4), daß die Obrigkeit Priester als Avantgarde giebt. wozu man das heiligste Necht hat, so ist es durchaus das Schwert nicht umsonst trägt, sondern Gottes Diener Das erste Stratagema ward der Stadt Hai bei nicht nöthig, die günstige Beit zu versäumen und erst zu und ein Rächer ist, über den, der Böses thut." gebracht. In diesem Judenkrieg mußte die Sonne zivet warten, bis er uns ins Land gefallen, sondern es muß nun also dann liegt in der heiligen Schrift felber ganze Tage aneinander am Firmament stehend leuchten, unter Umständen dem Landesherrn frei stehen, dem Gewalt der Widerspruch, den ich meine. Indem Sie mir zeigen, damit der Krieg und die Victori konnte samen, ungerechten zuvorzukommen. Dabei befolgt er eben daß derselbe in der Bibel auch zu finden ist, räumen Sie und viele Tausende erschlagen und die Könige aufgeheutt das geschriebene Wort: Wer das Schwert nimmt, soll ihn nicht weg." durch das Schwert umkommen. Er stellt sich als Gottes Da sieht man die oberflächliche und zugleich an- Alle Kriegsgreuel find vor Gott gebilligt, denn die ganze Diener und Rächer über den Feind, indem er trachtet, maßende Urtheilsweise, welche die eigene, schwache Vernunft heilige Schrift ist voll davon und beweiset genugsam, denjenigen, der gegen ihn das Schwert nimmt, durch das über Gottes Wort erheben will. Widerspruch ist etwas daß der rechtmäßige Krieg von Gott selber inventieret Schwert umkommen zu lassen" Unvollkommenes, Ungöttliches; indem ich also nachweise, ist, daß also ein jeder Mensch von gutem Gewissen Da muß irgendwo ein Trugschluß stecken," sagte ich daß ein Ding in der Bibel vorkommt, ist der Beweis er in demselben dienen, leben und sterben kann. Seine topfschüttelnd,„ diese Gründe können doch unmöglich für bracht, daß es in sich- mag es der menschlichen Einsicht Feinde mag er verbrennen oder versengen, schinden, nieder beide Parteien gleich rechtfertigend sein-" noch so unverständlich sein-teinen Widerspruch enthalten stoßen oder in Stücke serhauen es ist Alles recht mögen andere daran judiziren was sie wollen; Gott hat diesen Stücken nichts verboten, sondern die grausamsten Manieren, Menschen umzubringen, gebilliget. # # Was ferner den Strupel betrifft," fuhr der Geistliche kann." fort, ohne meine Einrede zu beachten, daß der Krieg an Wenn nicht vielmehr durch das Vorhandensein des und für sich Gott mißfällig sei, so fällt dieser bei jedem Widerspruches der Nachweis geführt wäre, daß die bebibelfesten Christen weg, Denn die heilige Schrift treffenden Stellen unmöglich göttlichen Ursprungs sind." zeigt zur Genige, daß der Herr dem Bolke Israel selber Diese Antwort schwebte mir auf den Lippen, doch habe ich befohlen hat, Kriege zu führen, um das gelobie Land zu fie unterdrückt, um das Streitobjekt nicht gänzlich zu ver erobern, und er verlieh seinem Volte Sieg und Segen dazu. I rücken. werden. ( Fortfehung folgt.) perfequieret itt 113 gemüthsmenschlichen Drapirung großartigen Offenherzigkeit die wahren Absichten des Kapitalismus zu enthüllen. Der Hamburger Prozentroh zeigt, daß die Choleragefahr vorüber. In der letzten Sigung der Bürgerschaft meinte Dr. Levy, daß Hamburg noch nicht feuchenfrei erklärt fei, liege an seiner großen Ehrlichkeit. Als Lissabon zerstört wurde, sei fein Mensch auf den Gedanken gekommen, Portugal eine andere Verfaffung zu geben. Herr Levy scheint der Meinung zu fein, als ob das Erdbeben zu Lissabon auch nur durch den Schlendrian der dortigen Regierung verschuldet sei. Eine neue Kanone ist in Frankreich erfunden worden ein 100 Millimeter Geschüß, das mit 6 Kilogramm rauchfreien Pulvers ein 18 Rilogramm- Geschoß auf fabelhafte Entfernungen mit wunderbarster Rasanz" und Durchschlagskraft" schleudert. Natürlich sind die alten Kanonen nun altes Eisen und die Artillerie muß auch bei uns reformirt" werden. So heischt es unsere Kanonen kultur, für die der Name aber noch zu schmeichelhaft, denn fie ist unter der Kanone. Die Kolonialpolitik ist nachgerade für alle Völker, die auf den Leim gegangen sind, zu einer Quelle schwerer Verluste und Verlegenheiten geworden von der Schande garnicht zu reden. Uns Deutschen, den Engländern, den Franzosen, den Belgieru bringt so ziemlich jede Post aus Afrika eine Hiobspost. Zum Glück lehet die Noth denten, und so hat denn auch das Unglück, welches sich als verbiente Strafe an das Kolonialpolitit genannte System der Raubmörderei und Brandschahung im Großen geheftet hat, manchen zur Vernunft gebracht. Zum Beispiel den Franzosen medée Bocher, der früher für die Rolonialpolitik hwärmte und jest im Figaro" dieselbe aufs fchärffte verurtheilt. Die Frankfurter Zeitung" schreibt über den Inhalt dieses Artikels: Nachdem Vorstehendes geschrieben wax, lief folgendes Die Erklärung des Parteivorstandes in Sachen der Telegramm ein: Meineidsbeschuldigung durch den Landgerichts- Direktor Schmidt Paris, 27. Oftober. Bei der von Clemenceau, Pelletan in Breslau veranlaßt die Berliner Bolts- Zeitung" zu ber und Millerand( die drei Vertrauensmänner der Arbeiter) ein- Frage: berufenen Bersammlung von Deputirten, welche heute unter Wenn Herr Schmidt gefagt hätte, die Partei leitung dem Vorsitze Clemenceau's und unter Theilnahme von 73 Mit- habe den Meineid zugelassen, so hätte er damit die in dem Briefe gliedern der raditalen Partei tagte, theilte Pelletan mit, er genannten fünf Genoffen der Partei beleidigt. Hat er gefagt, und die beiden anderen Schiedsgerichts- Delegirten hätten nicht wie er indirekt zuzugeben scheint, die sozialdemokratische Partei verfucht zu erwirken, daß die Bestimmung des Loubet'schen halte den Meineid für zulässig, so trifft diese Aeußerung weit Schiedsspruches, wonach die in Albi verurtheilten Bergarbeiter über eine Million Sozialdemokraten, d. h. jeden, nicht wieder eingestellt werden sollen, von den Bergarbeitern der sich zu der Partei bekennt, die angeblich- ben Meineid von Carmaux angenommen würde. Zum Schluffe feiner Rede für erlaubt hält. Weshalb da die Genoffen, die zufällig an ber betonte Belletan, um jeden Preis müffe Blutvergießen ver. Spiße der Partei stehen, in dem einen, nur für sie gravirenden mieben werden. Nach furzer Berathung beschloß die Ver Falle Schritte" thun wollen, in dem andern, für die Partei fammlung einstimmig, Schritte zur Amnestirung der verurtheilten viel gravirenberen Falle aber sich zufrieden erklären, verstehen wir nicht recht." Bergarbeiter zu thun. gegeben, Gericht, Vielleicht hilft es dazu, das Verständniß der guten BoltsDie Feigheit" der franzöfifchen und der englischen Beitung" au wecken, wenn wir ihr fagen was sie nicht zu Regierung gegenüber der Sozialdemokratie entflammt den wiffen scheint daß bestimmt bezeichnete Personen vor Gericht hellen Born der Bourgeoisie. Die Schiedsgerichts. Ent ihr Recht fuchen können, daß aber eine Partei, weil sie eben feine Lesart aufrecht erhalten, ursprüngliche fo hätte ihm fcheidung bes Ministerpräsidenten Loubet in Earmaur juristische Person ist, dies nicht kann. Sätte Herr Schmidt die ( S. die vorstehende Notiz) ist gleichbedeutend mit der Ueber der Parteivorstand Gelegenheit lieferung der Bourgeoisie auf Gnade und Ungnade an die und damit vor aller Welt, den Beweis für feine Be Arbeiter", und die Wiedergewährung des Trafalgar schuldigung anzutreten. Nachdem aber Herr Schmidt leugnet, Square zu Versammlungen heißt die Plünderungszüge bestimmt greifbare Personen bezeichnet zu haben und sich des von Sozialisten geführten Plebs" provoziren. Bet hinter den Sammelnamen Partei zurückzieht, so ist damit die diesen Wuthausbrüchen der Bourgeoispresse ist es inter- Sache für den Parteivorstand allerdings erledigt. Wie aber die effant zu beobachten, wie alle Bartei- Unterschiede ver- Partei, welche nicht flagen kann, über die Berleumbung urtheilt, schwinden. Die brutale Natur des Kapitalismus kommt darüber haben ihre Organe, und wir mit, sich wiederholt in unaweideutigster Weise ausgesprochen. Weiß die Bolts- Zeitung" da zum Vorschein. Er ist wüthend, daß der Staat ihm ein anderes Mittel, der Partei Genugthuung zu verschaffen, so nicht Drdre parirt, und beschimpft die Regierung, weil sie mag sie es nennen. feine Arbeitermezelei veranstalten will. Die Arbeiter thun gut, sich das zu merken. # Zu den jüngst veröffentlichten Artikeln Bürkli's wird uns geschrieben: P birekten Steuern und erGegen den Militarismus sprach sich in Nirnberg eine überaus start besuchte Boltsversammlung nach dem Referat Die englischen Bergarbeiter und der Achtstunden- Grillenberger's wie folgt aus: In Erwägung, daß der tag. Ueber das jüngst von uns mitgetheilte Botum der Militarismus, welcher auf Europa laflet, die größten volle Durhamer Rohlengräber gegen den Achtstundentag wird wirthschaftlichen Gefahren in fich birgt und die Rationen bem jest nachträglich bekannt, daß diese Arbeiter thatsächlich Banterott entgegentreibt, sowie er auch die Quelle fteter Kriegsblos sieben Stunden arbeiten, und daß ein Votum zu Böller felbst fich zu fehren und die Ausbeutung des Menschen gefahr bildet; daß er andererseits den Zweck hat, gegen die Herr Bocher führt u. a. aus, daß die Europäer e3 in Gunsten der achtstündigen Arbeitszeit für sie also ein durch den Menschen zu verewigen; in Erwägung, daß bie unAfrifa mit zwei übermächtigen Feinden zu thun Votum für Verlängerung der Arbeitszeit gewesen unterbrochen gestiegenen Militärlaften Deutschlands das arbeitende haben: den Eingeborenen und bem Klima. wäre. Dadurch wird die Bedeutung jener Abstimmung Wolf in feiner Steuerfraft am stärksten getroffen haben und jede Gegen erstere nüße die Gewalt nichts; selbst das vereinigte wesentlich modifizirt. neue Besteuerung nothwendiger Ronfumartikel zu größerer BerEuropa müßte für eine Groberung und bauernde Besetzung armung der arbeitenden Volksklassen führt; in Erwägung, daß Afritas Opfer bringen, die sich niemals auch nur annähernd lohnen jede vermehrte Einstellung der gesundesten, träftigsten Männer in würden; gegen das Klima fei überhaupt nicht anzufämpfen. die stehende Armee vom Standpunkte der allgemeinen Wohlfahrt Sämmtliche Rolonialstaaten bätten in dieser doppelten Benur ein verhängnißvoller politischer Fehler ist: protestirt die ziehung fchon genugfam betrübende Erfahrungen gemacht und Die direkte Gefehgebung. Unser alter Genosse Karl heutige Versammlung gegen jede geplante Vermehrung des es fei höchste Beit, Ginfehr zu halten und den eingeschlagenen Weg nicht weiter zu verfolgen. Der Verfaffer befürwortet Bürkli hat in ben Nummern 247 und 248 des Vorwärts" Militärs und die dadurch nöthig werdende Erhöhung von Böllen und Verbrauchs- und bann, man folle den Küstenbest behaupten, was mit ver- zwei Artikel veröffentlicht, die sich gegen einige Aeußerungen wartet, daß der demnächst zusammentretende Reichstag in diefem hältnismäßig geringen Kosten geschehen und wobei man den richten, welche Schoenlant und ich in unseren Kommentaren Sinne beschließe. Von den sozialdemokratischen Abgeordneten Eingeborenen auch einen richtigen Begriff von der Macht der zum Programm über die direkte Gesetzgebung durch's Bolt fegt die Bersammlung als felbstverständlich voraus, daß sie Europäer beibringen könne; das übrige folle man der Zeit, gemacht haben. Auf die Frage, die Bürkli da aufgeworfen, feinen Mann und feinen Groschen bewilligen werden." dem Handels- und Verkehrsbedürfniß, der friedlichen Kultur will ich im wesentlichen nicht eingehen. Ich gebente ste In Erfurt erklärte eine von mehr als 1000 Personen be arbeit überlaffen. Afrika werde wohl einmal der Kultur theilhaftig werden, aber dies werde nicht so bald geschehen; jeden: ausführlicher, als die Raumverhältnisse bes Borwärts" fuchte Bolksversammlung nach einem durch rauschenden Beifall falls tonne es von den Europäern nicht im Handumdrehen mir gestatten, in der" Neuen Beit" zu behandeln. Im ausgezeichneten Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Drees. erzwungen werden. Die Vermittlung der Kultur in Afrika sei folgenden möchte ich nur einige irrthümliche Angaben Frieden, eine Verstärkung derselben vermehrt nur diese Gefahr. Angabenbach:" Die stehenden Heere bilden eine ftete Gefahr für den Aufgabe der Abeffynier, Araber, Berber und Sudanesen, die Bürkli's richtig stellen, die sonst zu Mißverständnissen An- Das deutsche Volk, namentlich aber die arbeitende Klasse, ist unterstügt würden durch benachbarte Boltselemente, Weiße, laß geben könnten. ohnehin schon heute derartig mit Basten überbürdet, daß eine Chinesen und Malaien, welche legteren als Goldaten, KaufGleich im Eingang feines ersten Artikels behauptet Bürkli, weitere Erhöhung derselben seinen gänzlichen Ruin herbeiführen Leute und Arbeiter auftrömen und helfen würden, allmälig eine unfer Programm spreche blos von„ biretter Gefeßgebung muß. Die zweijährige Dienstzeit kann keineswegs als eine EntRaffe zu bilden, die eine höhere Kulturstufe einnähme und an durch das Bolt". Ich hätte diesem Passus auf eigene Fauft schädigung für diese dauernde ungebeure Belastung gelten. Die das Klima gewöhnt wäre. hinzugefügt: Bermittelst des Vorschlags- und Verwerfungs- Versammlung erklärt es daher für Pflicht aller Volksvertreter, Das ist im ganzen recht vernünftig. Wenn aber Gerechts."( Auf S. 256 meines Erfurter Programm". Ich die geplante Verstärkung des Heeres im Intereffe des Volkswohls neral oder Oberst. Dodds aus der Klemme, in der er sich lasse es hier bahingestellt, ob dieser Satz eine Berschlechte und des Baterlandes abzulehnen." Saß Aus Stettin wird uns geschrieben: Am 25. Oftober augenblicklich befindet, herauskommt und etliche Siege" rung oder Verbesserung bedeutet, auf jeden Fall wäre dessen fand hier eine große Boltsversammlung statt, in welcher Genosse erficht, dann werden die Segel der französischen Kolonial Einschmuggelung ins Programm, noch dazu, wenn er, wie Bebel einen Bortrag über„ Unfere Lage" hielt. Der große politit wohl wieder einigermaßen gebläht werden. Es muß Bürtli angiebt, ausdrücklich daraus entfernt worden, ent- Bubrang des Publikums veranlaßte unsere hochwohlöbliche noch schlimmer kommen, ehe die öffentliche Meinung so fchieden ungehörig. Bolizet, um eine Ueberfüllung der Lofalitäten zu verhindern, die start auf die Regierungen brückt, daß sie diefes bequeme Es ist mir jedoch ganz unerfindlich, wie Bürkli zu dieser Bugangsthüren turz nach halb acht Uhr schließen zu laffen, fo Mittel, das Bolt zu beschäftigen und seine Aufmerksamkeit Behauptung kommen kann. Der von ihm construirte Baffus daß zu der auf acht Uhr anberaumten Versammlung Tausende von den inneren Fragen abzulenken, in die Rumpelfammer findet sich in der offiziellen Ausgabe des Programms, die dem feinen Zutritt mehr erhielten. Ob diese zum ersten Male hier verweisen. vorgekommene polizeiväterliche Anordnung auf Betreiben, unferes Protokoll des Erfurter Kongresses beigedruckt ist( S. 5), hier residirenden Oberpräsidenten der Proving Herrn von PuftAnarchisten und Sozialisten. Seit die französischen und daraus habe ich ihn entnommen. Von einer Beanstandung tamer ruhmreichen Angedenkens erfolgte, tonnten wir nicht Sozialisten sich überzeugt haben, daß die sog. Anarchisten" oder gar Ablehnung des Sates ist mir nichts bekannt. in Erfahrung bringen, Ginberufer und Publikum waren von theils bewußt, theils unbewußt blos die Geschäfte der Bürkli läßt mich ferner behaupten, daß auch im be- dieser Maßregel fehr wenig erbaut. Genoffe Bebel erörterte Bourgeoisie besorgen, machen sie feine Umstände mit ihnen. mokratischen Sozialstaat" der politische Schwerpunkt im in feinem Vortrag insbesondere die Gründe und Ursachen, die Man läßt sie unter sich, und drängen sie sich heran, so Parlament liegen und die direkte Gesetzgebung das Aschen zur neuesten Militärvorlage geführt haben und unterzog schafft man sie auf's raschefte fort. Infolge dieser sehr vers brödel sein werde. Das beruht wohl auf einem Miß- biefe, wie die gesammte politische und ökonomische Lage Nach einem fast zweistündigen münftigen Zaktit find die Anarchisten" nicht mehr im verständniß. Ich habe noch nie darüber nachgedacht, welche einer umfassenden Kritik. mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag sprach stande, mit den Waffen zu prahlen, die ihre Versamm Rolle direkte Gesetzgebung und Parlamentarismus im Die am 25. Dttober im Saale der Grünhof- Brauerei Bock" lungen besuchen, und werden selbst von den wauwau- Gozialstaat" spielen werden, und noch weniger je etwas sich die Versammlung einstimmig für folgende Resolution aus: Luftigsten Zeitungen seit einiger Beit faft ganz ignorirt. barüber geschrieben. Ich spreche an der in Rede stehenden tagende, von 4000 Personen besuchte Volksversammlung erklärt Wie es dem anarchistischen" Sendling in Carmaux Stelle meines Erfurter Programms" von dem sich mit den Ausführungen des Referenten voll und ganz einerging, ward schon berichtet. Jetzt erfahren wir den modernen Großstaat, nicht von einer sozialistischen verstanden. Sie ist der Meinung, daß bas herrschende wirthschaftliche Echluß. Der Dynamiterich warb am Dienstag vor eine Gesellschaft, und erkläre: Solange der moderne GroßBoltsversammlung geladen, der er seine Rede zu halten staat besteht, wird der Schwerpunkt der politischen Thätig- und militärische System in seiner Entwicklung den Ruin ber Völker herbeiführen wird und daß für die unter diesen Verhatte. Man ließ ihn zwei Stunden lang sprechen also teit stets in seinem Parlament liegen." hältnissen hauptsächlich leidenden arbeitenden Klassen die einzige Es ist in die sozialistische ist. " H vollste Redefreiheit, hierauf erfolgte eine furze Wider Ich konstatire diese Thatsache einfach, ohne mich zu Rettung die Umwandlung der kapitalistischen Gesellschaftsordnung legung durch unseren Genossen Duc Quercy, und äußern, ob sie mir angenehm oder unangenehm ist. dann beschloß die Versammlung einstimmig, bem daher auch falsch, wenn Bürkli es als meine Ansicht be- Die Versammlung protestirt dagegen, daß in einer Beit anarchistischen". y. 8 den Nath zu ertheilen, er möge zeichnet, der politische Schwerpunkt folle im Parlament allgemeinen wirthschaftlichen Niederganges, wie der gegenben Staub der braven Arbeiterstadt Carmaux möglichst liegen. Ich untersuchte, was möglich ist und was wir erwärtigen, die Regierungen statt auf Abhilfsmittel zur Hebung bald von seinen Pantoffeln schütteln. Der verdußte warten dürfen, nicht was wünschenswerth ist. diefer Nothlage zu finnen, mit militärischen Plänen hervortreten, Dynamiterich wollte Einwendungen erheben, man bedeutete Ich untersuchte ferner, welche Gestalt der Parlamen- deren Durchführung abermals eine riesige Inanspruchnahme der ihn aber, daß die Versammlung nun genug habe; und er tarismus bort annimmt, wo das Broletariat an den Kämpfen physischen und materiellen Kräfte der Nation und speziell der wat so vernünftig, den Wink zu verstehen, und entfernte um das Parlament und im Parlament noch nicht Theil arbeitenden Klassen bedeutet." Als zweiten Punkt der Tagesordnung erledigte die Bersich. Die Reisetoften find also verloren. Doch ihn wird nimmt oder Theil nehmen kann, und welche Gestalt er anfammlung die Wahl von Bezirkskomitees für die bevorstehenden das nicht drücken. nimmt, wo dies der Fall. Ich wies darauf hin, daß durch Stadtverordnetenwahlen und wählte weiter einen Delegirten für den das Eintreten des Proletariats in die parlamentarischen bevorstehenden Parteitag. Darauf wurde die Versammlung mit Mit Loubet's Schiedsspruch ist keine der beiden Kämpfe ber Parlamentarismus fein ganzes bis einem begeisterten Hoch auf die internationale Sozialdemokratie Parteien zufrieden. Doch das liegt in der Natur der Schieds- heriges Wesen ändert. Das Stimmrecht wird, um geschlossen. sprüche. Hervorgehoben muß aber werden, daß die Kapi- mit dem französischen Minimumprogramm zu sprechen, talistenpresse in ihrer Kritik weit bitterer ist als die Arbeiter aus einem Mittel der Prellerei, das presse, obgleich der Schiedsspruch den Arbeitern untannehm gewesen, zu einem Mittel der Emanzipation". bar erscheint. Daß Loubet der Kompagnie von Carmaux glaubt mich mit meinen eigenen Worten zu schlagen, wenn prinzipiell unrecht gegeben und die Entlassung Calvignac's er meine Ausführungen über den Parlamentarismus als verurtheilt hat, das fann der Rapitalismus nicht verzeihen, mittel der Prellerei zitirt. Aber er erreicht seinen Zweck der den Arbeitern fein Recht zuerkennt. Daß Humblot nur dadurch, daß er das Entscheidende verschweigt, nämlich nicht entlassen werden muß, ist ein kleines Pflästerchen auf meine Darstellung der Art und Weise, wie er zu einem die Wunde freilich ein sehr kleines, dein thatsächlich ist Mittel der Emanzipation wird. die Stellung des Herrn Humblot unhaltbar geworden und er wird demnächst das Feld zu räumen haben. es bisher Bürkli • Todtenliste der Partei. In Schweinau bei Nürn berg starb der Bureaugehilfe Karl Knobloch, 27 Jahre alt. Soziale Uebersicht. Achtung, Präger und Prägerinnen Deutschlands! Bei der Firma Hellriegel, Berlin, Kochstraße 5, foll So viel über das Formelle der Bürkli'schen Polemik den Brägern und Prägerinnen ein bedeutender Lohnabzug gegegen mich. Ob und inwieweit der Standpunkt Bürkli's macht werden. Infolge dessen ist die Firma bis auf weiteres Unter den Arbeitern erregt es besondere Unzufrieben- ober ber meinige berechtigt ist, darüber zu diskutiren, würde gesperrt und wir bitten deshalb um Fernhalung jeden Zuzugs. Verein der Lithographen, Steindruder heit, daß die Verurtheilten von Albi nicht wieder in Arbeit im Borwärts zu weit führen. Ich gebenke, wie gesagt, und Berufsgenossen Deutschland 3. genommen werden sollen. Ein vernünftiger Grund hierfür die Diskussion in der Neuen Zeit" aufzunehmen. SelbstVerwaltung Berlin. läßt sich auch nicht entdecken. Uebrigens, heißt es, Herr verständlich stehen deren Spalten auch Bürkli gern offen. Loubet habe den radikalen Deputirten, die als Vertrauensinänner der Arbeiter funktionirten, daß Versprechen gegeben, für die Unterbringung der Arbeiter zu forgen. Borläufig hat es allerdings feinen Sinn, sich mit solchen Möglichkeiten zu beschäftigen. Der Schiedsspruch ist von ben Arbeitern nicht angenommen worden. Die Streifenden haben ein ft im mig bie Fortsegung des Streits beschlossen. 27 R. Rautsty Parteinachrichten. Delegirtenwahlen zum Berliner Parteitage. Siebenter badischer Reichstags- Wahlkreis( Offenburg): Adolf Ged. Die Schuhmacher Wilhelmshavens stellten, wie wir bereits berichtet, die Arbeit ein. Sie fordern Anerkennung des Lohntarifs und der Arbeitsordnung, welche von ihnen ausgearbeitet worden ist. Bisher betrug der Durchschnittslohn ber Schuhmacher Wilhelmshavens 10. bei 14 ftündiger Arbeitszeit! Sie in ihrer Bewegung durch Fernhaltung des Zuzugs und materielle Mittel zu unterstügen, ist angesichts jener elenden Arbeitsverhältniffe einfach Menschenpflicht. Sendungen find an A. Gerdes bei Held in Ropperhörn zu richten. Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 28. Ottober. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Der Barbier von Sevilla. Schauspielhaus. Maria Stuart. Lessing- Theater. Die Orientreise. Deutsches Theater. Galeotto. Berliner Theater. Der Hüttenbesitzer Wallner- Theater. Joachim von Brandenburg. Bellealliance Theater. Pandora oder: Götterfunken. Kroll's Theater. 2. Aft Rigeletto, 2. Att Barbier von Sevilla, 3. Att Lucia von Lammermoor. Rehdenz- Theater. Im Pavillon. ( Le Parium). Berband aller in der Metallinduſtrie beſäftigten Arbeiter Achtung! Putzer( Maurer)! Berlins und Umgegend. Sonntag, den 30. Oftober 1892, Vorm. 10 the: Sonntag, den 30. Oktober, Vorm. 10% Uhr, Ordentliche Generalversammlung in der Brauerei Königstadt( Wagener), Schönhauser Allee: in Brochnow's Salon( früher Orschel), Sebastianstraße 39. Tages Drdnung: Große öffentliche Bersammlung aller Putzer Berlins und Umgegend. Zages Ordnung: Um rege Betheiligung ersucht Der Vertrauensmann. 244/1 1. Kassenbericht des Rendanten und Bericht der Revisoren. 2. Bericht Des Arbeitsnachweises. 3. Wahl des 2. Vorsitzenden, Wahl von 2 Kassirern, desgl. von 2 Schriftführern und Bestätigung der vorgeschlagenen Beisitzer zum 2. Die Beisitzer- Wahlen zum Gewerbegericht. 3. Der Ausstand der Töpfer. 1. Wie bekämpfen wir das Schmaroherthum in unferem Gewerbe? Vorstande und zur Fachkommission; Ersatz- event. Neuwahl von Kommissions: 4. Berschiedenes. mitgliedern. 4. Aenderungen der§§ 4 und 6 des Statuts. 5. Beschlußfaffung über eingegangene Anträge und zwar: Antrag Wegner, das Annonciren im Sozialist" betreffend"; Antrag Wegner das bei Stramm befindliche Spinde betreffend"; Antrag Wegner die obligatori che Einführung der Metallarbeiter Zeitung" betreffend"; Antrag Schnabel Regelung des Lehrlingswesens durch den Verband betreffend"; Antrag die Abstempelung der Beiträge während Arbeitslosigkeit betreffend". Wegen der hochwichtigen und überaus umfangreichen Tagesordnung erfuchen wir die Mitglieder um zahlreiches und pünktliches Erscheinen. Mitgliedskarte legitimirt. Der Vorstand. 227/10 Friedrich- Wilhelmnädt. Theater. Zentral- Krankenkasse der Buchbinder.) Die schöne Helena. Sonnabend, den 29. Oktober, Abends 8 Uhr, Thomas- Theater. Onkel Bräfig Adolph Ernst- Theater. Die wilde in Norbert's Festsälen, Beuthstraße Nr. 19-22: Madonna. Alexanderplat- Theater. Berliner Gigerin. National Theater. Bineta. Apollo Theater. Vorstellung. Hauptversammlung. Tagesordnung: 1. Kaffen und Kontrollbericht. 2. Wichtige Mittheilung über Veränderungen der Kasse vom 1. Januar 1893 ab. 3. Wer Die Ortsverwaltung. Spezialitäten- schiedenes. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Borstellung. Winter- Garten, Spezialitäten- Vorftellung. Baufmann's Vaviété. Spezialitäten Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. 118/6 Große öffentliche Versammlung der Gummi- Arbeiter und-Arbeiterinnen Sonnabend, den 29. Oktober, Abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Wendt, Köslinerstrasse No. 17. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Th. Mehner über Nothwendigkeit Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Verschiedenes. der Organisation. 2. Diskussion. 3. Wahl einer Organisations- Kommission. Adolph Ernst- Theater. 4. Die wilde Madonna. Gesangsposse in 3 Aften von L. Treptow. Coupleis von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemoyer in Coburg. 1 Jn Scene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7%, br. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alexander- Play- Theater. Sonntag, den 23. Oftober 1892: Nachin. 3/2 Uhr, W bei ermäßigten Preisen: Tannhäuser. Posse mit Gefang in drei Akten und vier Bildern bearbeitet von R. Sybel. Raffen Eröffnung Nachmittags 3 Uhr. Abends 71/2 Uhr: Berliner Gigerin. Montag, 72 Uhr: Berliner Gigerln. American- Theater. Neu! Die Trodenwohner, = oder„ Das Kind in der Kommode", parodistisch realistischer Borgang im Keller, beobachtet vom Hof aus, von Ostar Wagner. Hauptrolle: Der urkomische Bendie. Jeden Abend jubelnder Beifall. Der feine Reisner. Berliner Zotalposse von D. Wagner. Neu! Die Wiener OriginalSoubrette Clotilde Kowala. Anfang 71/2 Uhr. Entree 75 Pf. Sonntags 6 Uhr.. PassagePanopticum. Fuß!! ein 9 Riefen2742b Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tang. Zur Deckung der Unkosten sindet Tellersammlung statt. Der Einkerufer. Neue Freie Volksbühne. Am Sonntag, den 30. Oktober, Vormittags 10 Uhr, findet in Joël's Festsaal, Andreasstr. 21, eine General- Versammlung zwecks Konstituirung einer nenen Freien Volksbühne statt. " Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Wilh. Bölsche über: Die Kunst und das Volk" nebst Diskussion. 2. Bericht des Herrn Dr. Bruno Wille über die Neue Freie Voltsbühne. 3. Wahlen. 4. Verschiedenes. Eintritt haben nur diejenigen, welche entschlossen sind, Mitglieder des zu gründenden Vereins zu werden. von mindestens 1 Mart. Die Mitgliedschaft wird erworben durch Zahlung des Einschreibegeldes Die Mitglieder der Freien Volfsbühne haben ein Einschreibegeld nicht Achtung! Steinmetzen! Sonntag, den 30. Oftober, Vorm. 10% Uhr, bet Müller, Johannisstraße 20: I Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über die neue Gewerbe- Ordnung. Referent: Regierungs Baumeister Kehler a. D. 2. Verschiedenes. Jeder Kollege ist verpflichtet, zu erscheinen. pünktlich eröffnet. 286/1 wad Die Versammlung wird' Der Vertrauensmann. Schöneberg! Achtung Parteigenossen! Sonntag, den 30. Oktober, Vorm. 11, Uhr, im Lokale des Herrn Ramm( Schöneberg), Hauptstr. 81: Oeffentl. Versammlung. Die Genossen des Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburger Wahlkreises werden hiermit eingeladen, behufs Stellungnahme zum Parteis tag dort zu erscheinen. Tagesordnung: 1. Der bevorstehende Parteitag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht). 2. Diskussion. 3. Wahl von Delegirten. 4, Verschiedenes. Bur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Es ist Pflicht eines jeden Genossen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. 340/7 Zahn- Arzt Robert Wolf Brunnenstr. 41( Rosenthaler Thor.) Künstl. Zähne von 2 M. an, Plomben von 1,50 M. an, schmerzloses Zahnziehen 1 M. Sprechstunden 8-7 Uhr, Ganz bedeutende Ersparnisse an Heizmaterial erzielt man durch Verwendung unserer Brikets!! ✰ GLUCKAUF✰ 榮 zu zahlen. Dieselben erwerben die Mitgliedſchaft durch Umtausch haben die höchste Heizkraft und übertreffen an Güte alle der Mitgliedskarten. Die Aufnahme von Mitgliedern, sowie der Umtausch der Karten findet von 10 hr ab in dem Versammlungslokale tatt. Die erste Vorstellung des Vereins findet im November statt. Dr. Bruno Wille. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße. Freitag, den 28. Oftober, Abends 72 Uhr: Komiter- Vorstellung. 2. Auftret. der musikal. Klowns Anthoni und Emilins. 55 Hengste, zuf. vorgef. vom Direttor Althoff. Außerdem komische Entrees von sämmtl. Klowns, sowie Auftr. d. berühmten Spezialitäten, Reiten und Borf. bestdress. Schul- und Freiheitspferde. Sonnabend, 71/2 Uhr: Große Vorstellung. Riefen- Feen- Valast Kind!!! Burgstraße, neben der Börse. Ohne Extra- Entrée. Welt- Lokal Berlins, 5000 Perf. fassend. von 11-1 nnd 4-9 Uhr. Castan's Panoptikum. Sensationel!! Brinzeß Topase. Borstellungen 11-1 und-9%, uhr stündlich. Ohne Ertra- Entree. Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. Konzertpark Victoria Frankfurter Allee 72. ( Inhaber Frih Rosche.) Neu! Große Säle! Neu! Vereinszimmer. Täglich C. Wildberger. 2757b Circus Renz. Sonnabend, 29. Oftober 1892, Abends 74 Uhr: 29 anderen Preßsteine. 1000 Stück ab Plak 6,25, frei Keller 7,50, feel Boden 7,75. Probepadete auf Verlangen franto und gratis. Bestellungen auch auf alle anderen Brennmaterialien erbitten wir nach unserem Büreau, Friedrichstr. 47, 1. ,, Glückauf"; Aktiengesellschaft f. Braunkohlen- Verwerthung. Bitte, lesen Sie! Jedem Genossen, der seinen Bedarf an Bund d.gesellig. Arbeitervereine Freitag, den 28. D. M., Abds. 81/2 Uhr. bei Gründel, Dresdenerfir. 116: Delegirten- u. Grosse Eröffnungs- Winter- Paletots, lions- Versammlu Gala- Vorstellung. Fr. Renz, Direktor. Achtung! Zimmerer. Sonntag, 30. Oftober, Borm. 10%, Uhr, in Rehlik Salon, Bergstr. 12: fowie Anzügen, einzelnen Röcken, Jackets, Hofen, Westen 2c., ferner Stiefeln, Hüten, Wäsche, Betten, gold. u. filberne Herrenund Damen- Uhren, Reise- und Holz Koffern, Waschtesseln, Damen- Mänteln und Kleidern 2c. billig und gut faufen will, empfehle mein bekanntes, sehr reichErscheinen aller nothwendig. 172/2 Quittung für Preuss. Erhalten von Grauert 12,40., Außerordentliche Bersammlung baltiges Lager in Alt und Neu. Kaufe Angermann 4,50 M., Jannite 2,80 M., alles auf Auktionen und Leihämtern, der Freien Vereinigung der bin daher im Stande, meine Kunden Zimmerer Berlins n. Umgegend. wirklich billig und reell zu bedienen. Tages Ordnung: 9 J. Nielsch 6 M., Nieba u. Co. 8,15 M., D. Münch u. Co. 5,80 M., Wich 4,00 M., Sontbeim 5,75 M., Alt 3,60 m., Rudolph 0,80 M., Schmidt 2,60 m., 1. Wie ist es möglich, eine Bereinigung A. Wergien, Schneidermitr., Gebr. Dobler 10,45 M., Oberer Saal der Zimmerer Berlins herzustellen? 2. Verschiedenes. 2756b Jeder Zimmerer, welcher noch ein Interesse an der Arbeiterbewegung hat, wird dringend ersucht in dieser Ver fammlung zu erscheinen. Der Einberufer. R. Päster. Rummelsburg. Parthiewaarenhändler, Skalikerstraße 127, gegr. 1874. Bitte, recht genau auf Namen und Sausnummer zu achten. 3128L Mehlhandlung Newbury 2,50 M., Neppe 8,35 M., M. Spannberg 2,30 M., Wendt u. Co. 5,00 M., Schulz 1,00 M., Konsolte 2,60., Feßel 1,00 M., Gerste 6,10 M. Summa 95 M. 70 Bf. 2752b Für die aufrichtige Theilnahme und Unterstützung besten Dant. Wittwe Breuk. Gr. Spezialitäten Borstellung. bei Herrn Borchmann, Hauptstr. 11: Sonntag, 30. Oktober, Mitt 12 Uhr, L. Brachvogel, Achtung! Nähgarn. Miss Selina, bie singende Luftfee. I Miss Oceana, die beste Drahtseiltünstlerin General- Versammlung Manteuffelstr. 75, Der Welt. Morley- Trie, musikalische des Arbeitervereins für Rummels- empfiehlt in nur besten Qualitäten: Excentriques. Curt Ellis, Verwandlungsfänger und Tänzer u. s. w. 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Gute Rock- und Paletot- Schneider, jedoch nur solche, die in den besten Geschäften Berlins gearbeitet, finden dauernde Beschäftigung. Meld. früh 81/2 bis 9 Uhr. Gerson n. Co., Berlin W., Werderscher Markt 5/6. ( t P 9 2 " a 6 81 be di G ei 31 b be # 2 pra 203 ait 00 28 wa un ebe 2754b Die id 2760b Farbigmacher verlangt Liebenwalder straße 39, 3. Hof 2 Tr. Silberbesteckt- Arbeiter verl. N. Hell, Stralauerstr. 41. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 253. Von der Cholera. Dem Raiserlichen Gesundheitsamt vom 26. bis 27. Oktober, Mittags, gemeldete Cholera- Erkrankungsund Todesfälle: Staat und Bezirk. Hamburg. 2 Kranke. Ort. Hamburg. 4 Datum: Freitag, den 28. Oktober 1892. 9. Jahrg. Nach Stimmzettel des Gegenkandidaten Schlutter; dieselben waren über den Inhalt des Schriftftückes verbreiten, weil ich diesen durch fetten durchleuchtenden Druck so gut wie mit einem häuslichen Streit auszutragen, den feindlichen Brüdern überlasse äußeren Kennzeichen versehen und mußten an sich schon die( Heiterkeit). Ich protestire aber ganz entschieden da Ungiltigkeit der Wahl begründen, wenn ein Protest von seiten der gegen, daß in dieser Versammlung ein Beschluß gefaßt Wähler selbst vorläge. Der Redner erzählte auch Fälle, wo der werden fann, wie ihn Herr Meyer verlangt. Wahlvorstand die Schlutter'schen Zettel gleich neben der Wahlurne meiner Meinung hat die Versammlung der Bürgerschaft liegen hatte, ferner Fälle, in welchen gegen die Vorschrift der dankbar zu sein, wenn sie den städtischen Angelegenheiten Deffentlichkeit der Wahlhandlung verstoßen worden sei. Die immer regeres Interesse entgegenbringt; es ist ein Ausfluß des 23./10. 24./10. 25./10. 26./10. porgesetzte Behörde möge dafür sorgen, daß solche Verstöße in Rechtes der Bürgerschaft, ihren Vertretern auch in dieser Weise Zukunft nicht wieder vorkommen können. Die Wahl wird darauf ihre Meinung fundzuthun. Dadurch wird die Freiheit unserer für giltig erklärt. Bei der Verhandlung über die Wahl des Entschließung nicht beeinträchtigt. Herr Meyer hat also nicht 6. Kreises rügte derselbe Redner wieder eine ganze Anzahl grober im Namen der ganzen Versammlung gesprochen. Verstöße. In Weißendorf sind alle Wähler zurückgewiesen Stadtv. Friedemann hält das Vorkommniß für ebenso worden, welche auf den untersten beiden Steuerstufen stehen, ohne daß das Gefeß solche Leute vom Wahlrecht ausgeschlossen hätte. 1 In Triebes hat man einen Mann zur Wahl zugelassen, der das Bürgerrecht gar nicht befißt, später aber einen Zettel dafür aus der Urne wieder zurückgegeben. Da der Betreffende diesen Bettel sofort vernichtet hat, ließ sich später nicht feststellen, ob er wirtlich den abgegebenen oder einen falschen Bettel zurück bekommen hat. Aehnliche Fälle sollen auch noch an anderen Orten dieses Wahlkreises vorgekommen sein. Die Wahl wurde aber ebenfalls für giltig erklärt. erfrankt gestorben erfrantt 2 2 erkrankt gestorben erkrankt 3 6 J uagлoдjǝß 10 5 Vereinzelte Erkrankungen: Hamburg, 27. Oftober. Amtlich werden 5 Cholera Erkrankungen und 1 Todesfall gemeldet, davon ent: fallen auf gestern 5 Erkrankungen. Die Transporte betrugen Bei 4 vor den 25. Oktober gemeldeten Fällen hat nachträgliche Untersuchung ergeben, daß keine asiatische Cholera vorlag. eft, 26. Oftober. Von gestern Abend 6 Uhr bis heute Abend 6 Uhr find hier 16 Personen an der Cholera erkrankt und 8 gestorben. Parteinachrichten. Auch eine Berichtigung". Der in Langenbielau erscheinende Proletarier" erhielt folgende ,, Berichtigung. unpassend wie der Stadtv. Meyer II., protestirt aber gegen bie Aeußerung des letzteren, als ob jemand in der Oeffentlichkeit annehmen dürfe, die auf dem Standpunkt der Resolution Stehenden stiminten nicht nach ihrer Ueberzeugung, Stadtv. Meyer II bestreitet, die Aeußerung in dieser Form gethan zu haben. Bei der Wahl werden 121 Stimmzettel abgegeben, 2 davon find unbeschrieben, bleiben giltig 119. Die abfolute Mehrheit beträgt 60. Es erhalten Stimmen: Dr. Stryd 57, 2anger hans 46, Singer 14, Meyer I und Matterne je 1. Da eine absolute Mehrheit nicht erzielt ist, muß eine engere Wahl stattfinden, bei welcher nach der Städte- Ordnung diejenigen 4 Mitglieder fonturriren, welche die meisten Stimmen erhalten haben. 3u diesem Zwecke muß zwischen den beiden mit je 1 Stimme bedachten Kandidaten das Loos entscheiden, es fällt auf den Stadtv. Matterne. Die Verloosung und die Verkündigung ihres Ergebnisses werden mit großer Heiterfeit aufgenommen. Im zweiten Wahlgang wird nunmehr Dr. Stryd mit 61 gegen 59 Stimmen gewählt. Im ganzen find 121 Bettel abgegeben, wovon 1 ungiltig. Von den 59 Betteln der Minderheit lauten 44 auf Langerhans, 14 auf Singer, 1 auf Matterne. Herr Stryd ist nicht anwesend; er wird von seiner Wahl fofort benachrichtigt werden. Die Versammlung fährt darau in der Erledigung ihrer Tagesordnung fort. Dem Privatrecht, erklärte Redakteur Moeller in Dresden, sollte die Arbeiterschaft mehr Aufmerksam teit widmen. Er führte in einer Schuhmacher- Bersanuntung unter Bezugnahme auf verschiedene Bestimmungen des sächsischen Bürgerlichen Gesegbuchs, des preußischen Landrechts und anderer Zivilgesehbücher den Nachweis, daß unser jeßiges Privatrecht hauptfächlich auf die Interessen der Besitzenden zugeschnitten sei, wie es auch nicht anders habe kommen können, da die Gesetzgebung seit Jahrhunderten in den Händen der Besitzenden gelegen habe. Besonders trete die gegen die Befihlosen gerichtete Tendenz der bürgerlichen Zivilgefeßgebung auf dem Gebiete des Familienrechts zu Tage. Der Referent sah die Ursache, daß auf diefem Gebiete des Privatrechts noch nicht wie auf dem des 1. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft hat in der Berhand- öffentlichen Rechts größere Konzessionen an die Nichtbesitzenden lung der Straftammer zu Glatz wider Lux und Kühn vom gewährt worden seien, darin, daß, während die Arbeiter energisch 3. Oktober d. J. die im Winter in Berlin vorgekommenen Un- für Erfämpfung politischer Rechte thätig gewefen feien und zwar Ueber den Antrag der Stadtverordneten Salge und Gen. ruhen erwähnt, nicht in der offenbaren Absicht, dadurch eine mit Erfolg, im allgemeinen dem Privatrecht verhältnißmäßig wegen Verbreiterung undRegulirung der Mühlenmöglichst scharfe Verurtheilung zu erwirken, sondern in der aus- noch wenig Aufmerksamkeit bisher geschenkt worden sei. Nun wäre straße zwischen dem Rummelsburger Platz und der Warschauerdrücklich betonten Absicht darzulegen, daß derartige Ausschrei- es allerdings richtig, daß es vor allen Dingen gelte, auf politischem ftraße hat der niedergesetzte Ausschuß berathen. Nach dem vom tungen allen Polizeibehörden das Recht geben und die Verpflich- Gebiete Terrain zu gewinnen, weil man dann ohnehin auch auf allen Stadtverordneten Namslau erstatteten Bericht ist diese Frage tung auferlegen, die Thätigkeit der sozialdemokratischen und anderen Gebieten der Gesetzgebung seinen Einfluß geltend machen schon seit 1867 in der Schwebe, hat aber ihre Erledigung hauptanarchistischen Partei sorgfältig zu überwachen. tönne. Allein da einerseits seither Zivilgesetzbücher von vorn sächlich deswegen nicht finden tönnen, weil bezüglich der zur herein als auf lange Zeit gelten sollend geschaffen wurden, und Regulirung erforderlichen eisenbahn- fiskalischen Terrains vom das neue Zivilgesetzbuch, wie es für das ganze Deutsche Reich Minister bezw. der betheiligten Eisenbahn- Direktion und des geschaffen werden solle, wahrscheinlich nur zugleich mit der Betriebsamts Berlin- Sommerfeld ein definitiver Bescheid noch jeßigen Eigenthumsordnung selbst fallen werde, andererseits die immer nicht angegangen sei. Der Ausschuß beantragt die AnBestimmungen des Privatrechts für die Interessen auch der Besitz- nahme des Antrags in folgender Gestalt: lofen von einschneidendster Bedeutung feien, so tönne man nicht unthätig zusehen, wie sich die Besitzenden wieder ein auf ihre ausschließlichen Interessen zugeschnittenes Zivilgesetzbuch schaffen. Es sei vielmehr zu empfehlen, daß die Arbeiter dem Privatrecht in Zukunft mehr ihr Augenmerk zuwenden, um bei der kommenden Berathung eines bürgerlichen Gesetzbuchs für ganz Deutschland rechtzeitig das Schwergewicht ihrer Meinung in die Waagschale zur Wahrung ihrer Interessen werfen zu können. Resolution im Sinne des Vortrages fand einstimmige Annahme. 2. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft hat jene Unruhen auch nicht der sozialdemokratischen Partei zur Last gelegt, sondern hervorgehoben, daß die Gerichte mit der Frage, ob und in wie weit die Sozialdemokratie für die Berliner Februar- Unruhen verantwortlich gemacht werden könne, überhaupt nicht befaßt worden und nach Maßgabe der gegen die Aufrührer erhobenen Anklagen auch gar nicht in der Lage gewesen seien, die Beantwortung jener Frage zum Gegenstande einer richterlichen Feststellung zu machen. Glag, den 15. Oftober 1892. Der Königliche Erste Staatsanwalt. Schmidt." Gäbe es noch einen Sozialdemokraten, der sich fiber irgend etivas wundern tönnte, was Beamte der fiskalifchen Justiz gegen unsere Partei fagen oder thun, hier wäre seine Verwunderung fast am Blaze. Ist es nicht das Stärkste, die Sozialdemokratie für die Berliner Februar- Unruhen durch Inanspruchnahme„ forg fältiger", d. h. läftigfter polizeilicher Ueberwachung mit verantwort lich zu machen und anderseits selbst zu, bekennen, daß auch nicht das Mindeste gegen sie vorgebracht werden kann, aus dem sich ihre Theilnahme an den Krawallen erweisen ließe? * Die Leitung der Agitation im ganzen 7. badischen Reichstags- Wahltreise wurde von der am 28. Oktober in Offenburg stattgehabten Kreisversammlung dem Vorstande des dor tigen Vereins„ Vorwärts" übertragen. Alle diesbezüglichen zu schriften sind an den Schriftsetzer Albert Willi, Druckerei des" Volksfreunds" in Offenburg, zu richten. Partei- Organisation. Zur Erleichterung der Agitation in Dessau wird die dortige Organisation unserer Partei nach Bezirken eingetheilt. Neue Partei Organisation. Ein sozialdemokratischer Berein wird gemäß dem Beschluß einer Herscheider Volksverfammlung für den unteren Kreis Solingen ge gründet werden. Die Burgstädter Parteigenossen veranstalten mittelst Ausgabe von Fragebogen eine Untersuchung der wirthschaftlichen Lage der sogenannten„ b 33willigen" wie das in mehreren GeSteuerzahler, deren Namen " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Eine Die Versammlung ersucht den Magistrat, die Mühlenstraße von dem Rummelsburger Plat bis zur Warschauerstraße im Laufe des nächsten Etatsjahres zu verbreitern und zu reguliren. Der Ausschußantrag wird nach furzer Debatte genehmigt. gliedes in der Taisenverwaltung und in die Brenn Auf der Tagesordnung steht ferner die Wahl je eines Mitder Stadtv. 25 wel den Vorwurf parteiischen Verfahrens bei materialien- Deputation. In letterer hatte bekanntlich der Bemessung der von den Lieferanten zu stellenden Rautionen gegen den Vorsigenden Stadtrath Mamroth erhoben und an -In Neundorf bei Staßfurt wurde am 14. Oktober gedeutet, daß ihm jüdische Firmen eine Bevorzugung zu erfahren eine öffentliche Versammlung aus folgenden Gründen aufgelöſt: Schienen. Der Stadtv. Löwel ist in der Folge aus der freisinulgen ( Berg-) Fraktion ausgeschlossen worden und ist aus In der von der Kreisdirektion erhaltenen Anmeldebescheinigung der genannten Deputation ausgefchieden. Zur heutigen war die Anordnung gegeben, daß vor Abhalten der Versammlung Wahl ist ein Auszug aus dem Protokolle der Deputation vom dem Amtsvorsteher die Bescheinigung vorzulegen fei. Dieses 23. Oktober cr. vertheilt worden, der die Erklärungen des Herrn follte, obgleich es der gesetzlichen Begründung entbehrt, geschehen, Mamroth zu der Angelegenheit enthält. Es ergiebt sich daraus, jedoch war der Amtsvorsteher nicht zu sprechen. Der Einberufer daß die Kautionsfestsetzung allerdings bisher vom Vorsitzenden flopfte vergeblich an der Hausthür, Einlaß wurde ihm nicht ohne Zustimmung der Deputation vorgenommen, auch ein gegengewährt. Nun war es unmöglich, obiger Anordnung zu genügen. theiliger Wunsch bisher nicht laut geworden ist. Von großen Gegen die Auflösung ist Beschwerde geführt. In derselben wird leistungsfähigen Firmen sei bisher eine Raution gar nicht oder zugleich Ersatz der Kosten gefordert, welche die aufgelöste Verfammlung dem Einberufer verursachte. Das Boltsblatt für nur in geringer Höhe gefordert worden. Anhalt" empfiehlt, um Vorkommnissen der geschilderten Art ein Ende zu machen, daß die Anhalter Parteigenossen erforderlichen Falls das Verwaltungsstreitverfahren einleiten. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. in derselben der Stadtv. Heilborn in die BrennmaterialienOhne jede Erörterung wird sofort zur Wahl gefchritten und Deputation, Stadtv. Hauer in die Waisenverwaltung gewählt. Für die Wahl des zweiten Bürgermeisters und eines besoldeten Stadtraths an Stelle des Herrn Schreiner wird auf Antrag Vortmann die Niedersehung eines besonderen Ausschusses von 15 Mitgliedern beschlossen. Die vom Magiftrat in Antrag gebrachte Abänderung und Erwägung des zwischen der Müllerstraße, Seestraße und der Jungfernhaide belegenen Theils der Abtheilung X1 des Bebauungsplans ist in der Ausschußberathung gutgeheißen worden. Einen Antrag, die von der Müllerstaße nahe meinden Sachsens übler Brauch in Restaurants nebst dem Deffentliche Sigung vom Donnerstag, den 27. Ottober, der Weichbildgrenze nach der Seestraße projektirte DiagonalNachmittags 5 Uhr. straße 20 a fortfallen zu lassen, hat der Ausschuß abgelehnt, weil Bermerk ausgehängt sind, wieviel Steuern sie schulden. Die Volksstimme" sieht sich zu diesem Unternehmen dadurch ver Den Vorsitz führt der Vorsteher- Stellvertreter Dr. 2 anger- diefer Straßenzug eine Verbindung der Gemarkungen Reinicken anlaßt, daß man in der Burgstädter Gegend Verbände verschiedener han 3. Die Zuhörertribüne ist überfüllt, der Zugang schon seit dorf und Teget mit der Torfstraße, dem Südufer, dem Nordhafen, der Haidestraße und damit nach Moabit schaffe, wodurch Gemeinden schaffen will, um die Ausschließung der böswilligen" vor 5 Uhr geschlossen. Steuerzahler aus den Vergnügungslokalen wirksamer durchZu Anfang der Sigung wurden die an Stelle der aus- unzweifelhaft ein Theil des Verkehrs mit den Vororten von der zuführen. geschiedenen Mitglieder Höhne, Sabor und Zuhauer gewählten belasteten Müllerstraße abgelenkt werde. Der Ausschuß beantragt Stadtverordneten Bruns, Mehner und Wernau ein- demgemäß die unveränderte Annahme der Vorlage. geführt und vom Vorsitzenden auf die Städte- Ordnung verbie Befürchtung zutreffe, daß die seit fünf Jahren im Bau beStadiv. Dr. 3 adet richtet die Frage an den Magistrat, ob pflichtet. Auf die Anfrage der Stadtverordneten Singer und Gen. griffene Pumpstation in der Seestraße bis zum nächsten Jahre betreffend die infolge der Arbeitslosigkeit im vorigen nicht fertig werden werde, und ob eine Desinfektion der gegenWinter getroffenen und in dem bevorstehenden event. zu treffenden wärtig durch einen Nothkanal dem Schifffahrtskanal zugeführten außerordentlichen Maßnahmen der Stadtverwaltung Fäkalmassen wirklich nicht stattfinde, da doch in diesem hat der Magistrat geantwortet, daß eine Vorlage an die Ver Falle die Verseuchung des Spandauer Schifffahrtskanals unausbleiblich sei. fammlung vorbereitet und nach Möglichkeit beschleunigt wird. Auf Vorschlag des Vorsitzenden wird zunächst die Wah! des Vorstehers vorgenommen. Bei den Gewerbegerichts- Wahlen in Weißenfels siegten in der 3. Gruppe die sozialdemokratischen Kandidaten der Arbeitervertreter. In der Klasse der Unternehmervertreter wurden die Kandidaten derselben wiederum einstimmig, d. h. mit einer Stimme gewählt. Für diese Klasse war unfererseits eine Lifte nicht aufgestellt. Parteikonferenzen. Am 30. Oktober findet in Diesdorf eine Versammlung der Sozialdemokraten des Kreises Wanzleben statt; in Bielefeld( beim Wirth Ströter) am gleichen Enge eine solche für den Wahlkreis Herford- Halle. Die Errichtung eines gewerblichen Rechts- AuskunftsБителиз beabsichtigt Die Sozialdemokratie Raisers lauterns. = Eine Antwort vom Magistratstische erfolgt nicht. Die Vorlage wird angenommen. Vor derselben bringt Stadtv. Meyer II zur Sprache, daß Aus den überschießenden Mitteln der Schloßfreiheit- Lotterie an der Schwelle des Saales den eintretenden Stadtverordneten ist der Stadtgemeinde von der Kaiserin ein Betrag von 50 000 m. Bettel in die Hand gedrückt worden seien, welche einen Beschluß als Rapital mit der Bestimmung überwiesen worden, daß die enthalten, der sich auf den Ausfall dieser Wahl bezieht.( Gs 3insen desselben zum Besten des Vereins für arme Wöchnehandelt sich um eine vom Wahlverein der freifinnigen Partei innen resp. bei Auflösung desselben für arme Wöchnerinnen des IV. Reichstags- Wahlkreises beschlossene, die Wiederwahl des der Stadt Berlin verwendet werden sollen. Die Arbeiter Meerane's beschlossen nach einem Referate Herrn Stryck bekämpfende Resolution.) Er erblickt darin Durch die Heimstätte für genesende Wöchnerinnen( eröffnet unferes Parteigenossen Goldstein die Betheiligung an den eine Kränkung des Hausrechts der Versammlung; gegen in Blankenfelde, November v. 3.) hat, wie der Magistrat in der Stadtverordneten Ergänzungs- derartige Belästigungen müßten die Stadtverordneten geschützt bezüglichen Vorlage ausführt, ihren Zweck, die Fürsorge für bevorstehenden wahlen. werden( Widerspruch). Der Inhalt des Schriftstücks, auf den er arme Wöchnerinnen, leider oft deshalb nicht erfüllen fönnen, nicht weiter eingehen will, sei beleidigender für die, welche auf weit verheirathete Wöchnerinnen mangels der Möglichkeit der dem Standpunkte desselben stehen, da ihnen dadurch die Gelegen- Beschaffung einer Stellvertretung von ihrer Wirthschaft und Faheit geraubt werde, ihre Wahl als Ausfluß ihres freien Willens milie nicht abkömmlich sind. erscheinen zu lassen. Er bitte den Vorsteher, Abhilfe zu schaffen. Durch die Zuführung der Zinsen des erwähnten Kapitals ( Beifall und Bijchen.) an den genannten Verein wird dieser in den Stand gesetzt, für eine geeignete Vertretung der Frau in ihrem Hauswefen zu, forgen und es dadurch ermöglichen, daß die Wöchnerin( auf einige Wochen Aufnahme in die Heimstätte finden kann, um hier völlige Wiederherstellung zur Erwerbsfähigkeit zu erlangen. Im Landtage von Renk 1. 2. machte beim Punkt Wahlprüfungen" unser Parteigenosse Hahn- Gera auf die bei der Wahl im 4. und 6. Kreise vorgekommenen Unregelmäßigkeiten aufmerksam. In Dürrenebersdorf, Weißig und Geißen sei nur Stadtrath Blandenstein: Das gerügte Verfahren ist Bahlrecht gebracht worden, welche nur um die Mittagszeit allerdings vollständig ungerechtfertigt, und ich habe dem beon 4-6 Uhr gewählt und dadurch diejenigen Wähler um ihr wählen wollten. In Hundthaupten hatte die Wahl von 10-1 treffenden Vertheiler sofort unser Haus verweisen lassen. Stadtv. Singer: Ich will mich in die Erefutive des und von 1/ 25-6 Uhr gewährt, in Bohlen und Kollis hat man ebenfalls in der Mittagszeit die Wahl gefchloffen. In allen Magistrats nicht einmischen, obgleich ich den Schritt des Herrn diesen Fällen liegen grobe Berstöße gegen die gefeglichen Vor- Stadtraths auf's lebhafteste bedauere, weil ich in der Sache selbst schriften vor. Gerner rügte der Redner- die Beschaffenheit der ganz entgegengesetzter Meinung bin. Ich will mich auch nicht Stadtv. Dr. 3 adet: So wenig ich gegen die Annahme der Vorlage habe, so wenig glaube ich, daß damit der gewollte Zweck erreicht wird. In Uebereinstimmung mit einem Kollegen, der in | Eine neue ,, Louise Latean" wurde vorgestern Abend der der vorigen. Woche in der Boff. 3tg." die Frage erörtert hat, Kraftmaschinen gerichtet ist. Angeregt sind diese Forschungen| zahlreich dahin zu schicken wir fürchten aber, daß die Aus foratae ich zu dem Schlusse, daß der Ausarbeiter der Vorlage und Vorschläge durch die Frankfurter elektrische Ausstellung. beutungswuth vieler Gastwirthe jene Einsicht noch überwiegt. Die Berliner Arbeiterverhältnisse nicht kennt. Unsere Blanken- Merkwürdig aber ist, wie bei den Erfindern gleichmäßig ein felder Anstalt hat Mangel an Befuch gelitten, weil die Arbeiter Gedanke zum Ausdrud kommt, mit dem sie die Nüglichkeit ihrer folgender Sah seiner Einladung: Bezeichnend für die väterliche Fürsorge des Seelenhirten ist frauen nicht im stande und nicht willens sind, zehn Erfindung anpreisen und deren weittragende Bedeutung hervor Der Gottesdienst wird jedesmal innerhalb einer Stunde, Tage nach der Entbindung ins Afyl zu gehen; diese ungeheuer- heben. Alle erheben nämlich mit den beredtesten Worten Ein- also spätestens um 9 Uhr Abends beendet sein, sodaß Sie die liche 3 muthung können sie nicht erfüllen, da sie am dritten, spruch gegen die jetzige finnlose Bergendung der Kohle, eine Ver- Beit der Rückkehr Ihrer Angestellten genau werden be vierten Tage fchon wieder aufstehen und zu arbeiten anfangen geudung, die hauptsächlich auf die Dampfmaschine zurückzuführen rechnen tönnen." müffen. Durch Pflegerinnen wird der Sache auch nicht auf die ist. Beschönigt wird diese Berschwendung in der Regel mit dem Beine geholfen; denn abgefehen davon, daß die Zinsen der Bemerken, der Mensch werde sich, bis die Steinkohlenlager erschöpft nicht auf Abwege gerathe, sondern schleunigst wieder in die Tret Damit der Angestellte, nachdem sein Seelenheil gesichert, ja 50,000 m. nicht einmal für die Bestellung einer einzigen sind, längst eine andere Kraft- und Wärmequelle dienstbar gemacht mühle der Arbeit zurückkehre. Bete und arbeite, iß und schlafe ftändigen Pflegerin ausreichen, ist diese Idee unfruchtbar wie die ursprüngliche. ebenfo haben. Dagegen wird mit Recht hervorgehoben, es sei die Kohle möglichst wenig, damit der Reichthum deines Herrn wachse. Das derartige Sache gemacht hätten, etivas derart Unvernünftiges Die unentbehrlich gewordenen Abkömmlinge des Theers, naments Wenn Arbeiter eine nicht blos als Heizstoff anzusehen; fie liefere außerdem Licht, sowie ist die Moral der Geistlichkeit. hätten sie nicht zu stande gebracht. Ich fomme aber lich die Theerfarben. Die Steinkohle zu vergeuden, wie es jetzt über die Uebereinstimmung mit dem genannten Kollegen hinaus gefchieht, fei als ein verabscheuungswürdiger Egoismus anzu- Berliner Medizinischen Geſellſchaft von Dr. Schimmelbusch, zu den Anschauungen, die ich schon bei der Statsberathung ent- sehen. Wer dies befürwortet, handle nach den Grundfaße: Assistenten an dem Klinikum des Geheimen Raths von Berg widelt habe. Ich habe damals ausgeführt, es wäre beffer, den Après nous le déluge( nach uns die Sintfluth). Das jeßige mann, vorgestellt. Es handelt sich um ein 25jähriges Mädchen, zu Unterstützenden selbst das Geld zu geben oder Pflegerinnen zu Geschlecht bewohne die Erde gleichsam nur zur Miethe, und sei das bereits von Dr. Senger aus Krefeld auf dem letzten Chirurgen bestellen, welche die Frauen in ihrer Wohnung zu pflegen und verpflichtet, das gepachtete Grundstück dem nachfolgenden Ge- kongreß vorgeführt worden ist. Die Patientin war zu ihm ge Die häuslichen Arbeiten zu erledigen haben, Wiel wünschens- schlecht in möglichst gutem Zustande zu übergeben, statt Raub- tommen, weil sie an der Brust ausgedehnte Geschwürflächen auf werther als die Fürsorge für Verheirathete, und auch viel bau zu treiben. Darum fet es höchste Zeit, den Steinfohlen: wies, die tros aller Behandlung nicht zur Heilung tamen. Das wichtiger ist die Fürsorge für diejenigen, welche feinen verbrauch dadurch zu verringern, daß wir nicht blos die Wasser- war um so wunderbarer, als eine bösartige Natur der Krankheit Hausstand haben, welche durch die Schwangerschaft er fräfte in den Dienst der Krafterzeugung ziehen, sondern noch mehr ausgeschlossen war, so daß damals Thiersch und von Esmarch auf verbslos werden. Sier liegt ein wirklicher Mothstand vor, die Windkraft, zumal diese überall zu haben ist, während die die Vermuthung tamen, es könne sich um eine hysterische Person wie auch in der„ Voff. 3tg." betont wird, und ich fündige schon Wasserkraft eigentlich ein Monopol der Gebirgsländer und der handeln, die insgeheim durch Krazen, Alezen selbst wieder das Aufjezt einen Antrag an, der darauf hinausgeht, den Magiftrat zu Geetüften bildet. Die Glektrizität giebt uns in Verbindung mit brechen der Wunden hervorrief, Fälle, wie sie in der Literatur erfuchen, die Heimstätte für genesende Wöchnerinnen in eine ben Sammlerbatterien die Mittel, die Windkraft aufzuspeichern wohlbekannt sind. Die Patientin kam in die Behandlung von Geh. Anstalt umzuwandeln, in welcher durch die Schwangerschaft er und dadurch die Ungleichheiten dieser Kraft auszugleichen.. Rath Bergmann, bei dem gleichfalls zu Anfang keine Besserung erzielt werbsunfähig Gewordene unentgeltlich verpflegt werden. Die Vorlage wird angenommen. Die X. höhere Bürgerschule foll am 1. April. J. in den Der Der zur Instandsezung der Thomastirche im Dezember 1891 bewilligte Betrag von 13 000 m. hat sich als nicht genügend er wiefen und soll um 3000 M. erhöht werden. Miethsräumen Gr. Hamburgerstr. 18/19 eröffnet werden. Etat derselben für 1893/94 wird genehmigt. Die Vorlage wird angenommen. Mit der Ueberweisung einer 3410 qm großen Fläche des städtischen Grundstücks Pantstraße 39/40 als Stein Depotplay an die Baudeputation erklärt sich die Versammlung einverstanden. Schluß 7 Uhr. Lokales. Gegen diese neuen Erfindungen an sich ist kaum ein Wort wurde. Darauf aber wurde die ganze vordere Brustwand unter Bu fagen. elektrischer Kraft und der Erfahrungen, die man mit derselben fonnte, und nun begannen wirklich die großen Wunden, die aus Sie sind lediglich Folgerungen der Ausnutzung einen festen Verband gebracht, den ble Patientin nicht entfernen gemacht hat. Aber nun bedente man einmal, wenn unter den großen Blasen unter der Haut entstanden waren, vom Rande durchgeführt würde, wie sie hier von den Erfindern beabsichtigt undflächen erst spät beendigt worden sein, und es wurde das heutigen sozialen Verhältnissen eine so tiefgreifende Umgestaltung her zu verheilen. Dieser Prozeß würde aber bei so ausgedehnten wird, was würde aus den Arbeitsverhältnissen? Wo bliebe der her ein Verfuch von Implantation gemacht, d. h. es wurden von gefammte Bergbau? Was würde aus den hunderttausenden gefunden Hautstellen, hier vom Unterschentet, kleine Hautstückchen buktion kommen Lohnabzüge als unmittelbare Folgen des bald lustig weiter, so daß nach verhältnißmäßig kurzer Zeit bis fleißiger Bergleute? Schon bei einer Einschränkung der Pro- abgeschnitten und auf die Wunden verpflanzt; sie wuchsen auch schlechten Geschäftsganges" als nächstes Hilfsmittel für den auf geringe Stellen eine Bernarbung eintrat. So blieb es get Unternehmer in Anwendung. raume Zeit. Den Aerzten war es dann aufgefallen, daß at Aber nicht allein die Industrie, auch die Landwirthschaft einzelnen Stellen von neuem wunde Stellen sich bildeten, wie sie wird von den Fortschritten der Technik beherrscht und natürlich sonst nur an schlecht sitzenden Verbänden durch Druck zu ent ist es der Großbesis, dem hier der Löwenantheil neuer Grstehen pflegen. Bei genauer Beobachtung zeigte sich, daß die findungen zufällt, zu denen die Verhältnisse in den landwirth schaftlich ausgenugien Gebieten Amerifas anregen. Patientin in der That den Druck durch Heiven und Scheuern init den eigenen Händen hervorbrachte. Das war also das Ge Den Großgrundbefizern im amerikanischen Westen genügt heimniß. Die durch und durch hysterische Person, die an gewissen bereits die mit einem Garbenbinder verbundene Mähmaschine Körperstellen unempfindlich ist, vermochte trotz der sicheren Hülle nicht mehr, weil sie das fostspielige Fortschaffen der Garben be: die Wunden sich selbst beizubringen und zu erhalten. Die Diagnose Here Stryck, der glorreiche Stadtverordneten- Borsteher, ist dingt und auch weil die dortigen Landwirthe mit dem Stros von Thiersch und Esmarch hatte sich glänzend bestätigt. Durch in der geftrigen Sigung von seinen treuen Schildknappen wieder- nichts anzufangen wissen. So ist ein Gutsbesitzer in Merced besondere Wiaßregeln wurde um ein weiteres Berhindern der gewählt worden. Die Stadtvertretung hat ihren Chef", dieser( Kalifornien), auf den Gedanken gekommen, die Mähmaschine Seilung unmöglich gemacht, so daß nun die Patientin wider Chef hat wieder feinen Oberchef, und so geht das freisinnige gleich mit der Drefschmaschine zu verbinden, wodurch Billen vollkommen als hergestellt gelten kann, bis sie ihrer frants Ragenbuckeln bis in die höchsten Regionen. Der bürgerliche außerdem der Mechanismus des Garbenbindens wegfällt. Ja baften Neigung wieder folgen wird. Der interessante Fall wirft Mannesmuth, der in den Mannesseelen schlummert, hat sich noch mehr. Die Riesenmaschine füllt das erdroschene Korn gleich ein Licht auf die vollständig gleichartige Krankheit der berühmten wieder auf das täglichste erwiesen, und die papiernen Refo in Säde, und zwar ganz selbstthätig. Die Mähvorrichtung Louise Bateau. Bei diesem ebenfalls hysterischen Mädchen zeigte lutionen in den freisinnigen Bezirksvereinen haben höchstens den schneidet blos die Aehren ab, so daß das Stroh stehen bleibt. fich nach einem genauen Bericht folgender Zustand: Jeden Freitag Zweck, daß sich die ehrenfesten und erleuchteten Mitglieder Die Aehren fallen auf ein endloses Band, welches sie der Ein- entstanden an Unterflächen der Füße und Hände große, mit Der braven Stadtverwaltung die langen Pfeifen damit lauföffnung der Dreschmaschine zuführt. Das Korn gelangt dann Flüssigkeit gefülite Blafen u. s. w. Ebenso lauteten die ersten anzünden. Das Bürgerthum, mag es fich in feinen auf Siebe, wo es in üblicher Weise durch einen Luftstrom von Krankheitsberichte über die vorgestellte Patientin. Es hat sich Blättern noch so rabiat anstellen, hat feinen Einfluß auf feine den Unreinigkeiten befreit wird, und dann durch ein Gerinne ergeben, daß enganschließende Verbände, wie sie auch bei ber Bertreter, und die heimlichen Klopffechtereien des Stadtv. Hermes, in die bereit gehaltenen Säde. Jebe Maschine mäht täglich Bateau angelegt waren, eine Einwirkung von außen nicht numer des Busenseindes des Herrn Stryd, in der„ Bolts- Zeitung" zeigen etwa 25 Heftar und liefert stündlich etwa 69 hektoliter ausschließen. dem Einsichtigen nur, daß auch die bürgerliche Presse dem reattio- marktfähiges Getreide. Der Betrieb erfordert nur drei Mann; nären Korps im rothen Hause gegenüber machtlos ist. Die freis bei der Schwere der Maschine gehören aber 85 Maulthiere dazu, timmung wieder übergeben worden, nachdem schon mehrere Lage Das Krankenhaus Moabit ist nunmehr seiner alten Be finnigen Beiten im rotheu Hause sind dahin, die heute herrschende sie auf dem Felde fortzubewegen, zumal die Achsen zugleich den bindurch feine choleraverdächtigen Personen mehr in dasselbe eins Silique Lann nicht einmal mehr mit biefem Namen bezeichnet Betrieb der Mähmaschine, der Dreschmaschine und der Siebe geliefert wurden, ebenso wenig ist jetzt ein Bestand solcher werden. Mögen diesen Seiten bald beffere folgen! Ueber die zu vermitteln haben. In der Gegend sind aber die Bugthiere sehr Batienten vorhanden, da alle als solche Eingelieferten nach Fest Sigung, deren thatsächlichen Verlauf wir an anderer Stelle schil wohlfeil. dern, geht uns folgendes Stimmungsbild zu: muß, würde bei uns leicht die Lokomobile, wie beim Dampfpflug, Gesundheitsverhältnisse werden die für die Cholerazeit vor Was in Kalifornien noch mit Zugthieren gearbeitet werden stellung ihres Leidens in die betreffenden allgemeinen Abtheilungen untergebracht worden sind. Trotz der in Berlin so günstigen verrichten; natürlich sind dazu weite Ackergebiete erforderlich und gefchriebenen Borsichtsmaßregeln im Krankenhause Moabit nicht der Kleinbauer, diese Hauptstütze der gegenwärtigen Gesellschafts: außer Acht gelassen und wird jeder Krantenwagen, welcher ordnung, würde dabei elend zu Grunde gehen, wenn er sich nicht choleraverdächtige Personen dorthin bringt, nach wie vor de bei Zeiten gegen die Macht des Großbesizes sichert. Salt bas tribbeln und Krabbeln, bas sich zu Beginn der Sigung bei der liberalen Wajorität bemerkbar machte, allein ihrem Schmerz über den großen Wahlfieg, den unsere heute in das Rathhaus eingeführten Genossen- Bruns, Metzner und Wernau ihnen in Erinnerung riefen? nein! Es galt eine für die liberale Partei hochbedeutende Staatsaltion. solche, welche für die Schaffung einer Organisation der Verkehrs: bediensteten thätig waren. Die Kündigung geschah schriftlich und hatte nach einem uns zur Einsicht unterbreiteten Schriftstück folgenden Wortlaut: Es ist in der That recht intereffant, von Zeit zu Belt einen fleinen Einblick in die Welt der Erfindungen zu thun; fie liefern Gin häuslicher Streit unter den feindlichen Brüdern der immer neue und unerschöpfliche Gründe zur Festigung sozialer liberalen" Majorität wurde im rothen Hause ausgefochten. Jdeen. Liberalen Bezirks- und Wahlvereinen war die andauernde Ber Ieugnung der Jutereffen der Allgemeinheit durch die Stadt Die Große Berliner Pferdebahn hat gestern 12 Schaff verordnetenmehrheit im rothen Hause eiwas minder untlar genern ohne Angabe des Grundes gekündigt. In Frage kommen blieben, seitdem der Oberpräsident von Brandenburg, durch den Stadtverordnetenvorsteher zum Oberchef der liberalen Stadt verwaltungsmehrheit erfürt war. Rettet das liberale Rindchen, das unter den argen, jahrelang fortgesetten Mißhandlungen seiner Eltern leidet wählt nichi Stryd wieder fort mit Stryd die Selbstverwaltung" ist durch die Liberalen bedroht- lauteten die Rufe der über Stryd's Ungefchicklichkeit Empörten. Stryck legte nieder. Gegen oder für Stryd? Bor Beginn Wir sehen uns veranlaßt, Ihnen hierdurch Ihre Stellung Der Wahl bestritt der freisinnige" Abgeordnete Alexander Meyer den freisinnigen Wählern, die in einem angstvoll zum 1. Dezember d. J. zu kündigen, und Sie schon jetzt von zufammengeschmiedeten Aufruf gegen Stryct agitirten, im Ihren weiteren Dienstleistungen zu entbinden. Rahmen einer Geschäftsordnungsbemerkung die Freiheit seiner Das Ihnen zukommende Lohn wird Ihnen für Oktober d. I. Wähler. Herr Meyer ist verschnupft darüber, daß die Bürger am 1. November und für November am 1. Dezember gezahlt Berlins mit ihm nicht einverstanden sind; er ist für Breßireiheit, werden. Gleichzeitig fordern wir Sie auf, Ihre Dienstkleider sofort für Wahlfreiheit, für Freiheit jeder Art. Nur hat er die Frei H Un den Schaffner... Nr. Bahnhof. Die Direktion der Großen Berliner Pferde- Eisenbahn. Aktien- Gesellschaft." infizirt. Auch die gegen die Schiffer in Anwendung gebrachten Borsichtsmaßregeln bleiben aufrecht erhalten und die Kontroll stationen werden nicht früher, als bis die eingetretene Stälte die Schifffahrt unmöglich macht, aufgelöst werden, um sodann im Frühjahre wieder zusammenzutreten. Möbeljabrit von Voigts u. Cie. in der Alten Jafobjir. 18-19 Ein größerer Brand suchte in der vergangenen Nacht bie heim. Das Feuer war in dem neben dem eigentlichen Fabril gebäude liegenden Kesselhause auf bisher noch nicht aufgeklärte Weise entstanden und hatte sich in der Stille der Nacht schnell und umfangreich verbreitet. Als die Löschzüge eintrafen, stand bereits das Dach und eine große Menge des dort lagernden Brennmaterials in Flammen, das Feuer hatte sich aber auch schon dem Kellergeschoß des Fabrikgebäudes mitgetheilt, war auch Berwüstungen in den reichen Holzvorräthen angerichtet. Die durch die Fenster in das Erdgeschoß gedrungen, und hatte arge Transmissionsöffnungen begünstigten auch in diesem Falle die Stockwerk; auch eine Deffnung für Gas- und Wasserröhren, Verbreitung der Flammen und führten dieselben in bas erfte vom Erdgeschoß nach dem ersten Stockwert führend, sorgte für nach fast einstündiger Arbeit konnte man die Gefahr als be 3ng. Man ging sofort mit drei Rohren zur Löschung vor und seitigt ansehen. Außer den Holzvorräthen und Baukonstruktionen find auch viele Maschinentheile zerstört. Der Betrieb der Fabrit wird glüdlicherweise durch den Brand nur wenig gestört; den Schaden, der verhältnismäßig gering ist, trägt die„ Helvetia Feuerversicherung. an den und die in heit so lieb, daß er die Freiheit allein für sich in Au- auf unserer Kammer..... abzugeben. fpruch nimmt. Singer nahm dem freisinnigen Abgeordneten gegenüber die Rechte der Bürgerschaft so energisch wahr, wie die in dem engen Nahmen einer Geschäftsordnung möglich, und las ihm ein fleines Kolleg über das Recht der Wähler und Bürger, Diefer dreiste Versuch, der in der Großen Berliner Pferde jeber Zeit von ihren Bertretern Rechenschaft zu begehren. bahn Gesellschaft das große Wort führenden Kapitalprozen, den Der„ parlamentarische Berichterstatter für die Breslauer Zeitung" Pferdebahnbediensteten das Koalitionsrecht illusorisch zu machen, Neber folgende Nutantvendung des Distanzrittes vor will aber unverantwortlich reden und handeln, muß für die zuständigen Aufsichtsorgane eine dringende Mahnung Gericht wird aus Altbreijach berichtet: Der Rathſchreiber von penn es nur feinem hohen Chef" v. Achenbach gefällt. Ob sein, sich dieser ärmsten Proletarier anzunehmen. Daß das Uchkarren, einem Dorf im Kaiserstuhl, fuhr vor einigen Wochen Herr Stryck oder ob Herr Langerhans die Mehrheit vertritt, ist Pferdebahnpersonal aus eigener Kraft sich gegenüber der er einen jungen Zug Ochfen ein, wobei er bei der Störrigkeit ber für die Sozialdemokraten unerheblich. Das steife Rückgrat, das brückenden Kapitalgewalt der Gesellschaft nicht helfen fann, liegt einzugewöhnenden Thiere die Peitsche nicht sparen konnte. Gin fie von einem Vorsteher verlangen müssen, entspricht der Stim auf der Hand. Andererseits aber ist die Pferdebahn ein Institut, Breisacher Herr, der zur Jagd fuhr, tam an ihm vorbei und mung der liberalen Mehrheit, die wie ein Blatt vor jedes Chefs das im öffentlichen Interesse zu funktioniren hat und bei dem machte einem ihm später begegnenden Gendarmen Anzeige darüber, Hauch sich neigt und beugt, nicht. Sie stimmten für das Bedürfniß der Herren Aktionäre, um jeden Preis hohe Divi als über Thierquälerei". Dieser begab sich schleunigst feinen der beiden. Die wahre Mehrheit der Stadt benden einzuftreichen, nicht das allein ausschlaggebende Motiv nahen Thatort, protokollirte das Vergehen, verwaltung ist reaktionär; das mußte sich auch durch sein darf. Steht fest, daß 14- ja sogar bis 18stündige Arbeitszeit Folge war ein polizeilicher Strafzettel über 10 Mar Wiederwahl Stryck's zeigen: Die Wiederwahl erfolgte für einzelne Bebienftete dieser Berkehrsgesellschaften nicht zu den für den Thierschinder". Einspruch desselben beim Bezirks Ter Bandwurm liberale Majorität im rothen Haufe" sorgte Ausnahmen gehört, so baben die öffentlichen Aufsichts- amt fruchtete nicht: der Bauer aber ließ die Sache vou dafür, daß ihr alter Kopf wieder in Funktion treten kann. Soll organe schon im Interesse der Sicherheit des Straßenverkehrs das Schöffengericht kommen, das vergangenen Montag doch der Kopf eines Bandwurms nicht zu erfeßen sein, wenn einzugreifen. Dafür zu sorgen, daß diese Frage nicht mehr von Breifach tagte. In seiner Selbstvertheidigung sagte nun de gleich er feineswegs der edelste Theil des Thieres ist. Der Frei der Tagesordnung verschwindet und daß die Aufsichts- Organe Angeflagte, nachdem er zunächst gewünscht hatte, die Herren sinn hat durch die heutige Wiederwahl seines Vorstehers dem schließlich von der öffentlichen Meinung gezwungen werden, die möchten doch, ehe sie ihn verurtheilten, selber einmal junge Prinzip der Selbstverwaltung, das der Freifinn dauernd und Beseitigung dieser himmelschreienden Uebelstände zu veranlaffen. Ochsen eingewöhnen, besonders recht faibische"; nicht wah, leider nicht ohne Erfolg zu untergraben unternommen hat, einen wird Sache der Arbeiter- Stadtverordneten und der organisirten Ihr Herren, wenn unfereins fein Handwerksgeschirr, von den neuen Schlag ins Gesicht versezt und Tausenden von neuem die Berliner Arbeiter fein. er lebt, in Müh und Schweiß und Merger sich herrichtet, dann Augen darüber geöffnet, daß der Freisini anders im Wort Ist das Kapitalprozenthum der Verkehrs- Gesellschaften auch beißt es Thierquälerei! Wenn aber der Herr, der mich a als in der hat sich ausdrückt. mächtig genug, den einzelnen Arbeiter, der sich für die Intereffen gezeigt hat, seinen Jagdhund halb oder ganz todtschlägt, feiner Kollegen an die Spitze stellt, su madregeln, der Gesammt ist es teine! und gelt, wenn die Herren von Wien nach Berlin wille der Arbeiterschaft - hinter der in diesem Falle sicher alle reiten, und so und so viel Pferde zu Schanden oder kaput buman dentenden Einwohner Berlins stehen wird auch diesen machen, dann ist's auch keine Thierquälerei! Die ist nur f Rapitaltroß brechen. Unfereins, für die armen, gemeinen Beut!" Das Schöffengericht schloß sich dieser Kritik an und sprach den Mann kostenlos frei Gottesdienst für Hotelangestellte. Herr Paftor Evers Angesichts der drohenden Arbeitslosigkeit für den versendet an die hiesigen Gastwirthe ein Schreiben, in welchem Ein gefährlicher Verbrecher, der besonders in letzter Zeit bevorstehenden Winter macht es einen geradezu unheimlichen er darauf aufmerksam macht, daß von jetzt ab jeben Dienstag eine sehr rege Thätigkeit entwickelt zu haben scheint, ist in dem Eindrud, einen Blick in diejenigen Mittheilungen zu thun, welche Abend Gottesdienst für die Gastwirthsgehilfen stattfinde. Der Töpfer Reinhardt festgenommen worden. Reinhardt wurde über neue Erfindungen und Patentertheilungen vorliegen und Serr Paftor wird sich da die redlichste Wühe geben, den armen der Nacht zum 26. Ottober von dem Barbier S. in dem Auge welche auf Ersparung menschlicher Arbeitskraft gerichtet sind. abgehegten, ausgebeuteten Gehilfen plausibel zu machen, daß sie blid betroffen, wo er versuchte, ein Haus in der Johanniterstraße a liegt eine ganze Reihe von neuen Erfindungen vor, allzumal Sünder und daß sie in diesem Jammerthal mit ihrem mit einem Dietrich zu öffnen. Ein Nachtwächter brachte bet welche auf die Dienstbarmachung des fließenden Waffers loos zufrieden zu sein haben. Aus diesem Grunde hätten mit Mann nach dem nächsten Polizeirevier. Dort wurden bei feiner und der Windkraft für den Betrieb elektrischer und anderer hin die Herren Prinzipale allen Grund, ihr Personal möglichst Durchsuchung ein Messer und ein Bohrer gefunden. Dieser Fund Die„ Linte" in der Stadtvertretung hat also die Niederlage erlitten, die sie verdient. Eine jede Storporation hat nur den Chef, der ihrer würdig ist, und so wird denn Herr Stryck dan fend die auf ihn gefallene Wahl annehmen, und alles wird beim Allten bleiben. bann ift von großer Wichtigkeit. Im Laufe des Oftober sind nämlich Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Wolfgang Heine, führte aus,| Drohungen hat es dann die geängstigte Frau über sich ergehen im Süden und Südwesten der Stadt sehr viele Einbrüche in der daß der flare Sinn des Artikels eigentlich jeden Zweifel aus lassen, daß der Angeklagte sämmtliche Risten und Kasten in der Weise verübt worden, daß der Dieb mittelft eines Nadelbohrers fchlösse, für alle Fälle aber beantragte er Berlefnng einer Reihe Wohnung durchsuchte, mehrere der Tochter der Frau Mogge vom Flur aus in kleinen Zwischenräumen von einander Löcher anderer Auffäße aus der Redaktionszeit des Angeklagten, um, gehörige Pfandfcheine sich aneignete und mehrere Müzenin Thürfüllungen gebohrt und dann die Thürfüllungen mit wenn wirklich irgend welche Bedenken über den Sinn bestünden, gestelle mit sich nahm. Der weitere Versuch, die Frau einem Meffer herausgeschnitten hat. Aus der eigenartigen Be- darzuthun, daß der Angeklagte häufig in ganz ebensolcher Weise nicht nur, sondern auch deren Bater zur schriftlichen fchaffenheit des Bohrloches wurde mit Sicherheit darauf seine Leser vor der Gewalt gewarnt habe. Anerkennung einer wöchentlichen Abzahlungs Pflicht อน gefchloffen, daß alle Diese Einbrüche von derselben Das Gericht lehnte zunächst diesen Antrag ab, und ver- bewegen, schlug fehl. Mogge ist seiner Zeit wegen Person verübt worden waren. Nun ist der Bohrer, urtheilte Gruft zu 500 Mark Geldstrafe ev. 50 Tagen feiner Unredlichkeit bestraft 1norden, er sorgte aber dafür, daß gegen Der Reinhardt abgenommen worden ist, vollkommen zur Her Gefängniß. Der Vorsitzende verkündete zur Begründung: Herrn David Cohn die Anlage wegen Vergehens gegen§ 253 stellung der Löcher geeignet, die man in den erbrochenen Thüren Selbst wenn der Artifel eine Abmahnung von Gewaltthätig- St. G. B. erhoben wurde. Der Staatsanwalt hielt den Angeklagten im Süden und Südwesten der Stadt vorgefunden hat. Es sind feiten wirklich enthielte, fo enthielte er doch anderer- auch für schuldig, da derfelbe feine Rechte wohl hätte auf den außerdem im Besis von Reinhardt einige Gegenstände auf- feits die Bemerkung, die wirthschaftlichen Kalamitäten ließen sich Bivilwege verfolgen, nicht aber zu so ungefeßlicher Selbsthilfe gefunden worden, welche von einem der erwähnten Einbrüche durch den Uebergang zur fosialistischen Gesellschaftsform be- greifen dürfen. Der Staatsanwalt beantragte 1 Monat Geherzurühren scheinen. Reinhardt ist schon wiederholt bestraft seitigen. Da die sozialistische Gesellschaft bekanntermaßen fängniß, der Gerichtshof erkannte aber auf 6 Wochen Geund erst vor furzem nach Abbüßung einer sechsjährigen Freiheits- nicht monarchisch" sein würde, wäre es nur auf gewalt- fängniß. ftrafe aus dem Buchthaus entlassen worden. famem Wege möglich, sie herbeizuführen, also enthielte der Artifel eine Aufforderung zu Gewaltthätigkeit. " Der Maurerpolier Sulikowski hatte sich gestern vor der Neber die jüngst erfolgte Verhaftung einer jugend- Wir haben dem nur hinzuzufügen, daß nach dieser Deduktion 128. Abtheilung des Schöffengerichts wegen Beamtenlichen Diebesbande in Moabit erfährt eine Lofalforrespondenz jedes Bekenntniß zu sozialdemokratischen wissenschaftlichen Ueber- Beleidigung und Widerstands gegen die noch Einzelheiten. Als Anführer der Bande bezeichnete sich selbst zengungen eine Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten bedeuten würde Staatsgewalt zu verantworten. Sulifonssti hatte eines bei der Behörde der Knabe Karl Matufchet, der das 12. Lebens- und daß es entschieden von einer zu milden Auffassung der Tages die Stadtbahn benutzt. Als er auf dem Bahnhofe jahr eben vollendet hat. Sein" Adjutant" war sein 8 jähriger Staatsanwälte zeugen würde, daß nicht mehr Antlagen aus Alexanderplah dem an der Ausgangstreppe stehenden Beamten Bruder; die übrigen Mitglieder der Räuberbande waren 9 bis diefem berühmten Paragraphen erhoben werden. Revision ist seine Fahrkarte abgab, rügte der lettere, daß die Fahrkarte 12 Jahre alt. Die Jungen haben die Diebstähle stets vorher eingelegt. augenscheinlich muthwillig beschmußt und zerknittert worden sei. ausführlich geplant und mit solchem Geschick ausgeführt, daß die Der Angeklagte überhäuste den Beamten mit Beleidigungen. Polizei annehmen mußte, es feien auch Erwachsene. betheiligt ge In Angelegenheit der polizeilichen Brottage ist, nach Nun sollte er zur Bahnpolizei folgen, er ergriff aber die Flucht wefen. Am Freitag voriger Woche gedachten die jugendlichen Mittheilung der Bäder- und Konditor- Beitung", endlich eine und rannte die Treppen hinunter. Die Beamten verfolgt en ihn Verbrecher dem Garderobenhändler A., Thurmstraße 47a, einen oberinstanzliche Entscheidung gefallen, welche für das Bäcker- und holten ihn in der Gontardstraße ein. Trotz heftigster GegenBesuch abzustatten. Abends gegen 7 Uhr standen vier Knaben gewerbe von hoher Bedeutung und für Preußen fernerhin maß- wehr, wobei einer der Beamten noch einen Schlag ins Gesicht vor dem Schaufenster des Geschäfts; einer weinte bitterlich, weil gebend ist. Am 13. d. M. ist von dem Straffenat des fönigl. erhielt, mußte der Angeklagte nach dem im Bahnhofsgebäude wie er der hinzutretenden Frau des Geschäftsinhabers erzählte, tammergerichts ein Brottaren- Prozeß gegen den Bäckermeister befindlichen Bolizei Bureau folgen. Der Staatsanwalt feine Müge in den Lichtschacht des Kellers gefallen sei. Go Toge aus Neuwied zu Ende geführt. Dortfelbst wurde am beantragte für die grobe Ausschreitung eine Gesammtstrafe von hole fie Dir doch heraus", meinte Frau A. harmlos und als 19. März 1888 eine Polizeiverordnung erlaffen, nach welcher die sechs Wochen Gefängniß. Der Gerichtshof folgte dagegen ben bald tletterte der Junge hinab und preste dabei ein Bäcker angehalten wurden, das Gewicht ihrer Backwaaren durch Ausführungen des Vertheidigers Rechtsanwalt Dr. Flatau und etwa 25 Bentimeter langes Stück Holz in die Fuge der einen von außen sichtbaren Anschlag zur Kenntniß des Publikums verurtheilte den Angeklagten nur wegen der Beleidigung zu einer Rolljalousie, während Die übrigen Burfchen die Frau zu bringen. Zugleich wurden nach dem bekannten§ 74 der Geldstrafe von 30 M. Die amtlichen Befugnisse der Eisenbahndurch allerlei Erzählungen von dem verbrecherischen Thun ihres R.-G.-O. die Bäder angehalten, im Verkaufslotale eine Waage beamten erstrecke sich nur auf das Terrain und die zur Bahn Rameraden abzulenten fuchten. Als Herr H. das Holz an der mit den erforderlichen geaichten Gewichten aufzustellen und die gehörigen Gebäude. Der Angeklagte hatte bereits die Straße er Rolljalousie bemerkte, bolte er einen Kriminalschutzmann herbei Benugung derselben zum Nachwiegen der verkauften Badivaaren reicht und hier hatten die Eisenbahnbeamten nicht mehr Recht und beide stellten sich beobachtend nach Schluß des Geschäfts an au gestatten. Eines Tages erschien nun ein Polizeidiener, um auf wie jede Privatperson und der ihnen geleistete Widerstand könne der Ecke der Thurinstraße auf. Um 1/12 Uhr Nachts tam Karl Grund dieser Polizeiverordnung die Backwaaren des 2. nachzuwiegen, als ein solcher gegen die Staatsgewalt nicht angesehen werden. Matuschek, besichtigte die Rolljalousie und eilte dann nach der was dieser nicht gestattete. Gegen eine ihm dieserhalb auferlegte Wegen dieses Vergehens könne somit eine Verurtheilung des AnBremerstraße zurück, um durch einen Pfiff fünf seiner Genossen, Polizeistrafe erhob er Widerspruch, wurde vom Schöffengerichte geklagten nicht erfolgen. die sich in der Nähe verstedt gehalten, heranzurufen. Er wurde rerurtheilt, von der Strafkammer aber freigesprochen. Gegen dabei verhaftet und auf der Polizeiwache behauptete der Bursche, diese Freisprechung legte die Staatsanwaltschaft Revision beim Crimmitschau.( Unterschlagungen und Wechseler, der„ Räuberhauptmann", habe zwei vorher vorgenommene Rammergericht ein, den Standpunkt vertretend, daß die Bäcker fälschungen.) Im Jahre 1887 wurde in Crimmitschau eine Diebstähle, bei den Kaufleuten Mackewitz und Bieber, Thurm- verpflichtet seien, ben Polizeibeamten die Badwaaren zum Nach Maschinenfabrik mit 600 000 M. Attienkapital als Aftien- Unter straße 47a und 48, selbständig begangen. In der Wohnung der wiegen vorzulegen und die hierzu erforderliche Waage mit nehmen errichtet. Kaufmann Kühnemann aus Berlin vermittelte Eltern des Matuschet wurden nicht nur die bei den Kaufleuten geaichten Gewichten zur Verfügung zu stellen. Die Vertheidigung das Unternehmen. Kausmann Bruno Franz und Maschinengestohlenen Sachen, sondern auch andere Gegenstände, wie ein Dagegen behauptete, daß die Bäcker nach den§§ 78 und 74 der direktor Georg Franz aus Crimmitschau traten als VorstandsBosten Weihnachtslichte, sowie Gartenlampions gefunden, die Gewerbe- Ordnung nur verpflichtet wären, die Waage zum Nach- mitglieder ein. Am 13. Januar d. J. kam die Aktiengesellschaft aus ähnlichen Einbrüchen herrühren dürften. wiegen der verfauften Bad waaren zur Verfügung zu in Konkurs. Es stellte sich heraus, daß Bruno Franz gegen ftellen. Wenn daher die Polizei die Backwaaren wiegen wolle, 100 000 m. unterschlagen, Wechsel gefälscht und die Bücher unso müsse sie dieselben vorher taufen. Der Senat erflärte nach ordentlich geführt hatte. Derselbe rourde zu 51/2 Jahren Zuchteingehender Berathung, daß nach der Gewerbe- Ordhaus und 450 M. Geldstrafe, sowie 6 Jahren Ehrenrechtsverlust, nung nur verkaufte Back waaren gewogen wer. Rühnemann zu einem Jahr Gefängniß und 1000 M. Geldstrafe, ben dürfen; wolle die Polizei Backwaaren wiegen, so müffe bezw. drei Jahren Ehrenrechtsverlust wegen Bergehens gegen fie felbige erit ankaufen. Die Revision der Staatsanwaltschaft§§ 249 und 249b des Hand.-Ges.-B. verurtheilt, Georg Franz wurde als unbegründet zurückgewiesen, Z. von Strafe und Kosten wegen ungenügenden Verdachts freigesprochen. freigesprochen. In dem benachbarten Mariendorf ist der Zimmermann F. Schulz wegen Mordverfuchs an seiner Ehefrau verhaftet worden. Schulz hatte feiner Frau, mit der er schon lange in 3wist lebte, wiederholt gedroht, er werbe fie um die Ecke bringen". Ende vorigen Monats brachte der jähzornige Mann feiner Frau fünf erhebliche Wunden bei, von denen eine für lebensgefährlich angesehen wurde. Als die Polizei zur Berhaftung des Thaters schreiten wollte, wurde dieser flüchtig und erst jetzt gelang es, ihn zu verhaften. Gegen den früheren Redakteur des Volk", Balla, stand gestern vor der II. Straftammer hiesigen Landgerichts I Polizeibericht. Am 26. b. M. Morgens wurde ein Fuhr- Termin zur Hauptverhandlung in einem Breß- BeleidigungsHerr auf dem Grundstück Exerzierstr. 8 im Stallgebäude und prozesse an. Es handelte sich um einen im Volt" enthaltenen Abends ein Arbeiter in feiner Wohnung, in der Gartenstraße, Artikel, welcher die Vorgänge beim Buschhoff- Prozesse fritisirte. erhängt vorgefunden. An der Ecke der Charlotten- und Fran- Der Angeklagte hatte sich unter Ginsendung eines ärztlichen zöfifchenstraße wurde Bormittags ein Tapezierlehrling durch eine Atteftes mit Krankheit entschuldigt. Der Gerichtshof beschloß Droschte überfahren und anscheinend innerlich schwer verletzt. auf Antrag des Staatsanwalis, den jetzt außerhalb wohnenden Eine Arbeiterin fiel in ihrer Wohnung in der Andreasstraße, in- Angeklagten zur Beibringung eines Physikats- Attestes binnen folge von Krämpfen auf den glühenden Kochofen und erlitt im acht Tagen aufzufordern event, aber ihn vorführen zu lassen. Gesicht und am Arme schwere Brandwunden, so daß sie nach Inzwischen dürfte der große Prozeß Oberwinder, bei welchem dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte.es fich um diefelbe Angelegenheit handelt und zu welchem ein Nachmittags fuhr ein Kutscher beim Einbiegen aus der Großen riesiger Bengenapparat in Bewegung gesetzt wird, bereits verFrankfurter in die Kaiserstraße gegen die Bordschwelle, wurde handelt sein. dabei vom Bock geschleudert und gerieth unter die Räder des Wagens; er erlitt einen Bruch des Unterschenkels und mußte nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden. Im Laufe des Tages und am darauffolgenden Morgen fanden sechs Brände statt. Theater. ( Burgst.„ Vollsstimme".) Soziale Itebersicht. niter Beobachter":" Schon seit längerer Beit ist es in einigen leber einen neuen Unternehmerkniff berichtet der Chem hiesigen Fabriken üblich, die Kosten für das jehlende und leck gewordene Werkzeug dem Arbeiter am Lohn abzuziehen und oft noch mit Brofit. Gine hiesige Fahrräder- Fabrit, welche, seitdem die Affordarbeit eingeführt worden ist, die Preise jedes Jahr bedeutend kürzte, so daß dieselben schon weit unter die Hälfte herabgedrückt worden sind, erwarb sich fürzlich das Verdienst, eine für Chemnitz ganz neue Rubrik zu diesem Rapitel eingeführt zu haben. Es sollen nämlich laut Bekanntmachung für das Aufhauen der stumpf gewordenen Feilen die Arbeiter aufkommen. was das heißt, fann ein jeder in diesem Fach beschäftigte beiter sich vorstellen, wenn er in Betracht zieht, daß die Preise, wie überall, schon bei scharfem Werkzeug sich auf das Niedrigste stellen und an eine Erhöhung der Arbeitspreise nicht zu denken ist. Es zwingt die Arbeiter, um nicht zu viel Feilen zu ve brauchen, mehr mit flumpfen Feilen zu arbeiten, das heißt die Arbeitstraft intensiver auszuühen. Und volle Ausnutzung der Arbeitskraft ist die Parole des Kapitals. Antwort darauf: Arbeiter, organisirt Euch!" A Wieder einmal handelte es sich in einer gestern vor der 4. Straftammer verhandelten Anklagefache um ein Opfer der Heirathswuth, von welcher späte Mädchen" bisweilen befallen werden. Unter der Anklage der Untreue, des Betruges und Dieb: stahls befand sich der Backer Guft. Obel auf der Anklagebant- ein Mensch, der schon 11 Mal und darunter verschiedene Male mit Zucht haus vorbestraft ist, einem heiratheluftigen Dienstmädchen aber doch noch als begehrenswerthe Partie erschien. Das Dienstmädchen Haus hatte in langer treuer Dienstzeit bei dem Professor Traut mann fich eine größere Summe erspart, die sie als RettungsDas American Theater hat mit seiner Novität:" Die anfer für ihre alten Tage betrachtete. Da lernte sie zu ihrem Trodenwohner" oder„ Das Kind in der Komode", Unglück den Angeklagten fennen, der sie durch Liebenswürdigkeiten Parodistisch- realistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hof und Schwindeleien aller Art völlig bethörte und sie schließlich aus von Oslar Wagner, in ber Schlußszene den realistischen durch das Versprechen, fie au heirathen, dazu bewog, ihre sehr Dichtern neuefter Richtung einen Fingerzeig gegeben, wie sie sich gute Stelle schleunigst auszugeben und mit ihm zusammen Industrie, deren Aftienkapital 1 200 000. beträgt, erzielte im Die Dresdener Aktiengesellschaft für Kartonagen auf eine recht natürliche Art und Weise der Lösung des Konfliktes zuziehen. Er hat dem Mädchen dabei vorgeredet, daß er eine Geschäftsjahre 1891/92 einen Gewinn von 360 914 M.; fie verentziehen können. Die Darsteller werden nämlich von dem Juhalt sichere und feste Anstellung habe, eine Frau sehr gut ernähren theilt die Kleinigkeit von 20 pet. Dividende, eben so viel wie im des Stückes und ihrer Schnapsflaschen derartig vergeistigt", daß tönne und auch eine Stüße an seinen wohlhabenden Verwandten theilt die Kleinigkeit von 20 pet. Dividende, eben so viel wie im fie schließlich nicht weiterspielen fönnen, was der einzige Nüchterne befize. Thatsächlich lebte er aber nur von Gelegenheitsarbeit, feit den vier Jahren ihres Bestehens schon 713 150 M. zu AbVorjahre. Die Sächf. Arb.- 3tg." berichtet, daß diese Gesellschaft ( ein Schauspieler, der sich, um realistische Studien zu machen, besaß nicht einen Pfennig und feine ganze Absicht ging dahin, schreibungen verwandte, und ihr jegt fluffige Mittel im Betrage bei dem Meister Kniebel als Schlafburfche eingemiethet hat) bem ver- bem bedauernswerthen Mädchen durch die tollsten Schwindeleien von 1/2 Millionen Mart zur Verfügung stehen, so daß man be ehrlichen Bublifum verkündet, wobei er gleichzeitig feststellt, daß sein ganzes ab und Gut abzulocken. Das ist ihm denn auch reits die Frage erörtere, was mit dem vielen überflüssigen Gelde ber Souffleur und der Vorhang aus denselben Gründen ihre bis auf den legten Grofchen gelungen. Der Gerichtshof ver- angefangen werden folle. Wie hoch sind denn die ArbeitsThätigkeit eingestellt haben. Der büftere.Humor des Stückes und urtheilte den dreisten Schwindler zu drei Jahren Zucht 13hne, welche diese Fabrik zahlt? die Leistungen der Darsteller werden selbst den größten Hypochonder haus, Chrverlust und 300 M. Geldbuse, event. noch 40 Tagen 13hne, welche diese Fabrik zahlt? zum Beifall zwingen, der bei der ersten Darstellung am Dienstag Gefängniß. von dem dicht besetzten Hause im reichsten Maße gespendet wurde. Eine angenehme Erscheinung und tüchtige Soubrette ist die feit einigen Tagen auftretende Wienerin Clotilde Kowala. Gerichts- Beitung. ,, Sozialreform" und Bourgeoisie. Aus Meißen be richtet die Sächs. Arb.- 3tg.":" Ein in hiesiger Jutespinnerei beschäftigter Arbeiter, der bisher 1,90 M. Tagelohn erhielt, befommt jetzt Altersrente. Damit er mun dabei nicht übermüthig werde, erhält er jetzt nur noch 1,40 W. Tagelohn. Wer hat in folchem Falle den Vortheil von der Altersrente, der Arbeiter oder ber Unternehmer?" Was in Berliner Miethskontrakten manchmal steht, geht ins Afchgraue. Stand da gestern eine Frau B. vor der zweiten Straffammer hiesigen Landgerichts, weil sie aus ihrer Wohnung am Weidenweg gerückt" war. In der Verhandlung ergab sich, daß der findige Wirth feinen Sontratten folgende töstliche Bestimmung einverleibt hatte: Wenn der Miether nicht am 1. jedes Quartals, sondern etwa erst am 2. oder noch später leber die elenden Ernährungsverhältnisse der arbeis zahlt, so gelten diese späteren Zahlungen nicht als Miethe, tenden Klassen Rheinlands wirft eine unvorsichtige Paul Eruft, der frühere Redakteur der„ Berliner Bolts. fondern als Konventionalstrafen für die lichtinnehaltung Aeußerung des Burtscheider Stadtverordneten- Borstehers der fontrattlichen Zahlungs- Verpflichtung. Die Angeflagte wieder einmal helles Licht. In Burtscheid besteht, wie auch in einigen tribüne", stand vor einigen Tagen vor der hiesigen Straf- hatte sich ihren durch diese Bestimmung noch vergrößerten anderen Orten Preußens, noch eine städtische Schlachtsteuer. Die fammer II unter einer Anklage, die noch aus seiner Redakteur Verpflichtungen entzogen, indem fie bei Nacht und Nebel aus dortige Metzger- Junung und der rheinische Biehhändler- Verein zeit herrührte. Die Bolts Tribfine" hatte im Juni 1891 einen rückte. Die Rücktompagnie, welche ihr hierbei behilflich war, ersuchen schon seit längerer Zeit um Abschaffung dieser Steuer, Artikel gebracht, in dem anfnüpfend an die hohen Brotpreise hatte sich sogar noch den Scherz erlaubt, vor das Fenster des aber die Burtscheider Stadtverordneten befchloffen am 12. Oktober und die allgemeine Nothlage die Befürchtung ausgesprochen Hausverwalters zu ziehen und demselben ein Ständchen zu die Aufrechterhaltung derselben auf drei weitere Jahre zu bewurde, bie Noth tönnte zu gewaltfamen Empörungen führen. bringen, welches mit cer schönen Strophe austfang: So lebantragen. Um die Steuer zu rechtfertigen, erklärte nun der BorEs wurde dargelegt, wie jeder derartige Versuch eine Dumm- denn wohl, du altes Haus wir zieh'n jest ohne Miethe raus!" sitzende des Kollegiums, der fleine Mann sei gar nicht in der heit sein würde, die nur den Feinden der Arbeiter zu gute Die Angelfagte mußte wegen strafbaren Eigennutes verurtheilt Lage, Fleisch zu effen( Zwischenruf: Sehr schlimm!), für diesen tommen könnte. Auch die Bourgeoiste litte unter der allge- werden, der Gerichtshof hielt aber 5 Mt. Geldbuße für aus sei das Fleischeffen ein gugus, den er sich nicht ge= meinen tapitalistischen Verwirrung, Bankrotte und Krisen häuften reichend. statten könne; der Fabrikarbeiter werde im allgemeinen von der sich und die Kalamität würde immer schwerer. Dagegen gäbe Ing es zwar ein Mittel in bem Uebergang zur sozialistischen Unberechtigte Selbsthilfe Tag einer Anklage wegen Gr- Steuer nicht betroffen, sondern nur der wohlhabendere Bürger. Mögen das die Burtscheider Arbeiter bei den Wahlen beBrobuktionsweise, biefen Weg würde aber die Bourgeoisie pressung und diöthigung au Grunde, welche gestern den Pelz- herzigen. Schmalhans bleibt ihr Küchenmeister, wenn sie die nicht einschlagen wollen, und darum gebe es für sie waarenhändler David Cohn vor die 2. Straffammer hiesigen Standidaten der wohlhabenden Bürger" wählen. Bolle Schüsseln allerdings keinen befferen Ausweg mehr, als die Arbeiter Landgerichts I führte. Sin gewiffer Mogge, welcher für den bewegung durch Gewaltmaßregeln, Ginterferung ihrer Führer Angeklagten arbeitete und von demselben die nöthigen Materialien verfchafft einem jeden nur der Sozialismus. Zu solchen ins Haus geliefert bekam, hatte Weruntreuungen an dem ihm und politische Rechtlosmachung zu unterdrücken. Ortsübliche Tagelöhne. Bremerhaven: erwachsene Maßregeln gehöre aber ein Vorwand, und diesen Vorwand, um überlassenen Arbeitsmaterial begangen und war, ohne daß seine männliche Arbeiter 3 W., weibliche 2 M.; jugendliche männliche die Hilfe des Militärs anzurufen, würden berartige Unruhen Ghefrau von dem Thatbestande Kenntniß hatte, ausgerückt. ie 1,20 m., weibliche i m. bieten, vor denen der Artikel deshalb nochmals zum Schluß nach der Gerichtshof als durch die Beweisaufnahme erwiesen erachtete, ist nun der Angeklagte eines Tages in Die Tegtilarbeiter der Nordschweiz beschloffen in Wegen dieses Aussages ist Anklage wegen Aufreizung zu Wohnung der Chefrau erschienen und hat diefelbe durch Biest al die Gründung eines schweizerischen TegiilarbeiterGewaltthätigkeiten"(!) erhoben worden, und der Staatsanwalt Drohungen einzuschüchtern versucht, Er soll gedroht haben, Berbandes und die Absendung einer Eingabe an den Baseler beantragte wegen der Unbescholtenheit des Angeklagten„ blos" baß er nicht nur den Mann, sondern auch die Frau Fabrikantenverein, in welcher eine 20 prozentige Erhöhung ber sechs Monate Gefängniß. ins Suchthaus bringen werde und unter dem Einflusse dieser bisherigen Löhne gefordert werden foll. Die Seidenband Induſtrie drücklich warnt. der Statflub hat, so wird berichtet, zur Beit einen vorzüglichen Geschäftsgang, 1 1. Borstgenoe oes werbandes deutscher Barbiere, Friseure und alte gatobfir. 128( Bogenhaus). Unterhaltungsttub silter, jeb en wovon die Arbeiter auch Nuken haben wollen. Perrückenmacher, Zweigverein Berlin, Kollege Stecznie w 3ti, Freitag Abend 8 Uhr im Restaurant Solsbächer, Dreifeftr. 3.Die Geistlichen unter sich. Aus Bernhar osweiler berichtet die Gehilfenschaft Spandaus auf, sich der Organisation bezw. ftraße referirte über die mißliche Lage des Friseurgewerbes und forderteran Seben Freitag, Abends 8½ Uhr, bei Subrich, Lübbenerftr. 22. Rauchklub Rothe Pfeife. Freitag: Sizung bei Schulze, Plantagender flerikale, Voltsfreund", daß der Abbé Hassenfraz vom der modernen Arbeiterbewegung anzuschließen, weil man nur English Reading& Conversational Club ShakeZaberner Landgericht wegen Beleidigung der protestantischen vereint im Stande sei, die Lage der Gehilfen aufzubessern. Die speare. Meeting every Friday at 9 p. m. at Behrens Religion" zu 14 Tagen Gefängniß und den Kosten verurtheilt Ausführungen des Referenten wurden mit großem Beifall auf- Restaurant Königstr. 62, Guests are welcome. wurde. Der Herr Abbé hatte sich etwas scharf über Luther und genommen; man beschloß, da die Spandauer Gehilfenschaft einstfeinen Lebenswandel geäußert und dies in Verbindung mit dem weilen noch zu schwach ist, um einen selbständigen Zweigverein Protestantismus gebracht. bilden zu können, Spandau dem Zweigverein Berlin einzuverBertrauensmann. Mehrere Kollegen ließen sich sofort als Mitleiben und wählte in der Person des Kollegen Kuharski einen glieder des Vereins aufnehmen. Kollege Steczniewski ermahnte noch die Mitglieder, treu und fest zur Organisation zu Berlag) ift foeben das 5. Heft des 11. Jahrgangs erschienen. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' halten und fleißig für dieselbe zu agitiren. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Lothar Bucher. Der österreichische Berg, und Hütten- Arbeitertag, welcher für 8. und 9. Oktober nach Kommern einberufen war, wurde verschoben; er findet am 25. und 26. Dezember an einem noch zu bestimmenden Orte statt. Der Arbeitsbörse in Paris gehören jeht 190 Gewerk " fchaften an; 25 Arbeitsbörsen bestehen bereits in der Proving und ebensoviel find in Bildung begriffen. Das Organ der„ Ar beitsbörse" vom 23. Oftober zählt irrthümlicher Weise auch eine in Berlin besteher de Arbeitsbörse" mit auf. Unsere Stadtver: waltung hat wohl Geld für Schüßenfeste u. f. w., nicht aber für waltung hat wohl Geld für Schüßenfeste u. f. w., nicht aber für ein solches nük, liches Institut. Versammlungen. -ONWAY Literarisches. tag der gese, und Diskutirflub Dafenklever" Cholera. Bon Dr. J. Zadek.( Schluß.)- Schweizerische BeiJn Neu- Treptow( Station Rummelsburg) hielt am Sonn- Arbeiterzustände in Australien. Von Max Schippel.- Die eine Vereinsversammlung ab, zu welcher auch Gäste Zutritt träge zur Fortbildung der Sozialstatistik. Von Dr. Max Quard. hatten. Genosse Treber sprach unter großem Beifall über Noch einmal Staatssozialismus. Von einem Staatsbeamten. heim, Elze und Voigt sprachen in der Diskussion in seinem utopischen Roman von William Morris.( Fortsehung.) 3ived und Nußen der Organisation. Die Genossen Eschen- Feuilleton: Kunde von Nirgendwo. Einige Kapitel aus einem Sinne. Der Versammlung, die in jeder Beziehung von bestem Verlaufe war, folgte ein gemüthliches Beisaminensein. Verein zur Pflege freireligiösen Lebens. Freitag, den 28. Oftober, Abends 8 Uhr, Beuthfir. 21, Vortrag des Herrn Julius Freund ,,, Kulturbilder.( Athen vor 2300 Jahren- Mostau von heut.) Diskussion. Bantow Buch= Vermischtes. Die fromme Geistlichkeit der englischen Hochkirche. Gin Korrespondent der Pall Mall Gazette" hat sich die Mühe Die in der Zeit vom Oktober 1891 bis Oftober 1892 von Mitgenommen, nachstehendes Verzeichniß der Vergehen aufzustellen, gliedern des Klerus der englischen Hochkirche be gangen wurden: 12 Selbstmorde, 14 Brüche von Heirathsversprechen, 17 Entführungen, 18 Afte der Thierquälerei, 109 Sittlichkeitsverbrechen, 121 gerichtlich festgestellte Fälle von Betrunkenheit, 254 Bankrotte und 84 anderweitige Vergehen, im ganzen 629. Diesen Ziffern fügt der„ Westf. Merk." die Beetwa 23 000 Clergymen( Geistliche) besthe. merkung hinzu, daß die anglikanische Kirche 14 000 Pfründen und Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Süd: Schule, Sagelsbergerstr. 43: Unterricht in Buchführung( doppelte); oberes Rechnen. Süd- Ostschule, Reichenbergerstr. 133: Deutsch( unteres); MaIm Verein zur Wahrung der Interessen der Berliner themtatit und mathematische Geographie. Dit Schule, Markusstraße 31: Kuopfarbeiter sprach am 23. d. M. Genosse Benno Staber- richt in Deutsch( unteres); Physiologie. In alle Fächer, tönnen Schüler Unterricht in Geschichte( neue). Nord- Schule, Müllerstraße 179a unter nad über„ Die Ursachen der heutigen Arbeitslosigkeit". Der und Schülerinnen, auch jest im Laufe des Semesters, eintreten. intereffante Vortrag fand großen Beifall. In der Diskussion Eele- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends 8 Uhr, sprachen mehrere Kollegen im Sinne des Referenten. Hierauf bet Grube, Mariendorferstr. 10.-Westen, bet Hämerle, Bülowfir. 69. verlas der Kassirer den Kassenbericht; man ertheilte ihm hierfür Beteranenitr. 22. " Solzarbeiter". Abends 8 Uhr im Zotale des Herrn Peterson, Decharge. Kollege Schütt erstattete eingehend Bericht über den Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Freitag. UebungsStreit bei Kasche und hob hauptsächlich hervor, daß die männerchor, Schönhauser Allee 28, bet Ruhlmey. stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Kaiser'scher Nord, ElifabethStreifenden fest entfchloffen feien, auszuharren, bis die Lohn- tirchfir. 14, bei Nikolay.- Borwärts 1, S.D. Adalbertstr. 21, bet Roll. reduktion vom Fabrikanten zurückgezogen ist. Auch wurde zur nder: Männerchor Berlins, Alte Jatobftraße 6s, bet A. Richter Rummeischer Gesangverein, Sangestraße 65, bei Tempel. Sprache gebracht, daß der Gastwirths- Verein Berlins, der von Maiglöckchen, Hochstr. 32a, bei Wilte. Gemüthlich feit den Knopfarbeitern um Unterstützung angegangen wurde, 50 M. Buyer), Seydelstraße 30. Fris, Naunynfiraße 86, bet Zubeil. in Welten bewilligt hat. Das Mitglied Franz Schubert, welches trotz des Balme, bet Schröder. Blaue Schleife, in Streits in der Fabrit von Rasche in Arbeit getreten ist, wurde bei Fröhlich. hlenstr. 24, bei Stöhr.- Sänger Freiheit, Naunynsir. 43, Morgenroth 4, Köpenick, Müggelheimerstr. 8 bei Held. einstimmig ausgeschlossen, ferner ebenfalls einstimmig der frühere Wahrheit, An der Zwölf- Apostellirche 7b, bet Framfe. Karthaus= Moabit", Kollege Bernhard Weissluck zum Ehrenmitglied des Vereins cher Gefangverein, Lichtenbergerstr. 21, bet Seiſe. Wilhelmshavenerstraße 23, bei Brosch. Freie Liedertafel, Mart grafenſtr. 8. Gefangverein Eintracht zu Alt- und Neu- Glienicke, bei 3. Stabelhof Rudowerstraße.- Gesangverein Morgenroth 2, Charlottenburg, Leibnizstr. 78 bei Ullrich. Arbeiter Gefangverein Freies Gefang Sieb 1, Friedrichsberg, Friedrich Karlstraße 11 bei seinecke. Hamburg, 27. Oftober. Na nem Telegramm des Hams verein Berliner Eypographia, Fischerstr. 25. Gefangverein Nordwacht, Müllerstr. 7, bet Reichert. Gefangverein Sch margen burger Korrespondenten wurden te durch ein in der Hauptborf in Schmargendorf, Wirthshaus. Gefang- und Theaterverein Acacie straße ausgebrochenes größeres Feuer 5 Wohnhäuser mit Zu( Gem. Chor), Stopnicerfir. 1-8, bet Schweißberger.- 3utunft 1, Steglis, behör in Asche gelegt. Ein Dienstmädchen fand dabei durch ErAhornstraße, im Gambrinus. Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend. sticken den Tod. Alle Buschriften sind zu senden an G. Schröder, Noftizftr. 29, 3 Treppen. Freitag: Bergnügungsverein Grüne Tanne bei Kaiser, Markusstr. 8. Tambour- Berein Borussia bei Zeichniß, Königsbergerfir, 24( UebungsTambourverein mir bet bei Müller, Gartenstr. 52. Theaterverein Acacie in Hoffmann's Festfälen, Oranienſtr. 180. ernannt. Im Leseklub Karl Marg, hielt am 23. Oftober Genosse J. Türt einen Vortrag über das Thema:" Verbrechen und Strafe." Zum Schluß seines mit großem Beifall aufgenommenen Vertrages bemerkte der Referent, daß nur der Sozialismus im ftande sei, die Verbrechen, mit weniger Ausnahmen, aus der Welt zu schaffen. Nach dem Vortrag fand ein gemüthliches Beisammenfein statt. 群 Depesi en. ( Wolff's Telegra Bureau.) Briefkaffen der Redaktion. Arbeiter Sängerbund. Bei den eingeschickten Vereinsnotizen für„ Dienstag" stand( wahrscheinlich irrthümlich)„ streichen". Bitte diese Vereine für Dienstag nochmals zu bezeichnen. Mariendorf. Die am 23. Oftober fiattgehabte General- unde). Tambour- Verein Ruf bet Sperling, Inselstr. 1. versammlung des hiesigen Arbeiter- Bildungsvereins wählte nach Entgegennahme des Kassen- und Vorstandsberichts folgende Mitglieder in den Vorstand: 2. Tannenberg, Vorsitzender; Gefang-, Turn- und gefellige Vereine. Freitag. Männer- GesangG. Müller, Stellvertreter; B. Hilgert, Kassirer; J. Wolf, wedding, abends 8 uhr, bet König, Gerichtsstraße 35.verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bodbraueret. Quartettverein Männerchor zweiter Raffirer; P. Manny, Schriftführer; E. Krüger Waldesrauschen, Abend 9 Uhr, bei Weigt, Martgrafenfir. 87.- Privat Stellvertreter; H. Loth, Bibliothekar, und 2. Sopp und Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Buttbuferstr. 35. 2. Grusdorf, Beisitzer; A. Reisen und M. Schulz, ufitverein Zufch, Freitag Abend 9 Uhr, Restaurant Nebelin, Lange- K. M., Annenstraße. 1. Sie fönnen nach erlangter Großstraße 108.- Buchbinder Männerchor, Abends 9 Uhr, Restaurant Revisoren. Es wurde dann angeregt, man solle gesellige Zu- Richter, Alte Jakobfir. 68.-Must- Dilettantenverein„ onita", Abends jährigkeit die Ausantwortung Ihres Vermögens verlangen. fammenkünfte veranstalten, um auch der Frau durch Vorträge 8% Uhr bei Schent, Krautstr. 39, Uebungsstunde. Wenn dasselbe zum größten Theil aus einem Grundstück besteht, und Gesang etwas Anregendes bieten zu können, und zum Schluß turut Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Ihnen mit anderen zusammen, und ist eine sonstige gütliche AusBerliner Turngen offenfchaft. Die erste Männerabtheilung so können Sie dasselbe verkaufen oder verpfänden. Gehört es ermahnte der Vorsitzende zum festen Zusammenhalt, worauf die sessing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. Zurnverein Gesundbrunnen Versammlung mit einem Hoch auf den Verein geschlossen wurde. Die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turn- einandersetzung nicht zu erzielen, so können Sie entweder Ihren halle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. Antheil verkaufen oder Subhastation theilungshalber verlangen. Vergnügungsverein Esperance, Abends 9 Uhr, Rof enthalerftr. 11-12, 2. Sie sind nicht gezwungen, deutscher Unterthan zu werden, In Spandau tagte am 24. Oftober eine Versammlung der im Restaurant. Bergnügungsverein Beilchen, Abend 9x Uhr, bet Brauns, Barbiere, Friseure und Perrückenmacher. Der Dranienstr. 183 p. Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8% uhr, können aber als Ausländer ausgewiesen werden. Keine Sträflingsarbeit. Abtheilung I. Winter- Waletots in Double mit Tuchfutter Ia Double m. Lamafutter Diagonal m. gestr. Serge Velour mit Clothfutter Düffel mit Steppfutter Ratiné mit Atlas ,, Zum Prophet" Crimmitschauer Diagonal Gatin fonst M. 20 b. u. v. 8 M. an. 2222 30 t Ic. Jünglingg- Anzüg., fonit M. 15, b. u. v., M. 7 18 sonst M. 21 b. u. v. 81/2 M. an IIa Knaben- Balet., sonst 6/2 M., b. u. v. 23/4 M. an mit Plüfch. Nur Schneiderarbeit. . • .sonst M. 28 b. u. v. 14 M. an. Ib. Burschen- Anzüge, fouft M. 9 b. u. v. 5 M. an 32 " " 42 18 26 in Cheviot 10 "" " . " "#" 53/4# " 19 " " 19 " in Diagonal 13 7 28 " # 19# "" 24 12 Rammgarn 34 19 " " "" 0 21 ### "" an 26 13 do. rayé 42 26 " " 1111 " " " # ### " 28 14 " " 17"" " " Gehrockfaçon 50 30 " " " " " 30 16 • " " """ 17 Abtheilung V. " 34 . •" " """ Floconné mit Zanella 30 18 16 " " Herbst- Paletots " и "" 11 " " Herbst- Baletot, schwer 17 " Frisé mit Tuch 45 29 • " " " 17 " " " Montagnac mit Seidenf. Rammgarn mit Do. Prince of Wales WinterPaletois exquisit. Juppen fürs Haus 28 10 ### " " "## 50 30 " " """ " B Loden- Juppen 12 " " """ 56 32 " " """ " " 80 " 11 45" 10 Abtheilung. Reife- Mäntel. ..sonst M. 24 b. u. v. 12 M. an. Gebirgs- u. Jagd- Juppen, Interims- Façon- Juppen, 22 Abtheilung VI. Schlafröcke in Double sonst W. 18 b. u. v. 7 M. an 17 " 136715 " Cheviot, Diagonal, hochelegante," 19, 8 " ### " " " 20, 11 " ## " " 30, 18 " ###" " " 1 ### " " " 2" "" " " "" 41 Kaiser- Paletots 20 10 " " ### " " Ulster m. halber Pelerine Ulster m. ganzer Pelerine Raiser- Mäntel 32 20 " " 11" " 19 40 215 Satin Schlafröcke Schlafröcke Velour Schlafröcke 20 9 " " " " 11 17 "" " " " Double Face 26 " " " 1 " " 20 12 •" " """ Hohenzollern- Mäntel 50 27 22 Schlafröcke " " " Schlafröcke " Frisé Mout. Floconné " " " " """ " Abtheilung Ill. blau Cheviot. Butskin 22 " """ 9 " Kutschier- Mäntel, elegant, sonst 65 M., bei uns 25 M. Complette Anzüge in . sonst M. 24 b. u. v. 8M. an. Am Dönhoffplatz, I. Etage, Ecke Leipziger- u. Bommandantenstraße. Schlafröcke, Türkisch sonst Abtheilung VIII. Ia. Knaben- Anzüge sonst M. 4,-, b. u. v. 2 " 22333 27 " " 21 30 ## " 34 101/2 15 20 21 11" Kaiser- Mäntel Haute Nouveautés Paletots zu jedem Preise. 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Unter dem Sozialistengesets fei teine bei, es tomme nicht auf die Zahl der Vertreter, sondern auf den andere, beffere Agitation möglich gewefen, als die in der Werkstatt Geist an, der diefelben beseelt. Tie Berfahrenheit der ameri von Mund zu Mund; wenn der Wertstattagitation entgegengetreten tanischen Arbeiterfongresse müsse da als warnendes Beispiel würde, so würde uns das beste Agitationsmittel genommen. Singer dienen. Thatsächlich wäre es dort der Fall, daß die Telegirten erniert, die Antragsteller hätten sich auf keinen Fall diese soviel wohl den Saal füllen, aber nicht dem Kapitalismus zu imponiren Jus ersten Wahlkreise, wo die Porteigenossen im Nor- besprochenen Aeußerungen angesehen; wäre das geschehen, so vermögen; eine schwächere Vertretung in Bürich genüge voll bert'ichen Lofal tagten, wurde zunächst die Geschäftsordnung des könnte nicht diese irrige Auffassung seiner Worte sich so breit fommen, beshalb möge die Bersammlung seinem Borschlage ges am Montag den 14. November mit einer Vorversammlung be- gemacht haben. Er habe bei Gelegenheit der Berathung der Ge- mäß beschließen. Nad, dem noch Rang und Rob. Schmidt ginnenden Parteitags verlesen, wozu Stadtverordneter Theodor werbe- Ordnungs- Novelle auf Vortommnie in den Staatswert dazu gesprochen hatten, wird der Antrag, betreffs geringerer Bahl Megner einige Erläuterungen, u. a. auch betreffs dessen gab, stätten hingewiesen, durch welche die politische Freiheit der Ar- von Vertretern der deutschen Sozialdemokraten auf dem Züricher daß zum Beginn des Parteitags der Montag gewählt wurde. beiter noch mehr eingeschränkt würde, und dem Eisenbahnminister Kongreß, abgelehnt. Beim Punkt„ Genossenschaftswesen, Ko trollTäterow stellte der Versammlung anheim, darüber zu befinden, gegenüber angeruhrt, daß die Verwaltungen die von ihnen be- marte, Bontott" entwickelt sich eine Debatte, an welcher ob die zu wählenden Delegirten des Kreises auf dem Parteitage fchäftigten Arbeiter an der freien Bethätigung ihres Willens außer- azarus, Wengels und Franz Bebrend theilnehmen. die Themata„ Staatssozialismus" und Verhalten der Sozial- balb der Arbeitsstatte hinderten, wozu sie nicht berechtigt wären, Letterer hatte einen Antrag gegen das Genossenschaftswesen ge= demokratie bei den Stichwahlen" zur Sprache bringen sollen, und hierbei habe er geäußert, daß nach Lage der gegenwärtigen ftellt, welcher jedoch mit der Begründung abgelehnt wurde, und besprach dann eingehend das Genossenschafts, Boykott und wirthschaftlichen Machtverhältnisse der Unternehmer sich politische daß die Sozialdemokratie mit dem Genossenschaftswesen als Kontrollmarkenwesen. Schier wünschte, daß seitens der Partei Agitationen der Arbeiter, als Flugblätter vertheilen, Privatunternehmen von Sozialdemokraten nichts zu thun mehr Aufklärung über die Religion geschaffen werde. Dieselbe Blata te anschlagen u. s. w. während der Arbeitszeit in habe. Zum Punkt 9 der Tagesordnung hat der Südosten werbe wohl in der zufünftigen Gesellschaft Privatsache fein; jetzt den Werkstätten nicht gefallen zu lassen brauche. Agitation der den Antrag gestellt, der Parteitag solle beschließen, nur alle aber sei das nicht der Fall, und deshalb müsse man sie bekämpfen. jenigen Art, wie sie der Vorredner angeführt habe, tönne ja 2 Jahre zusammenzutreten. 3ubeil begründet den Antrag Bolenz ist gegen die Theilnahme an Stichwahlen, bei welchen überhaupt fein Unternehmer verbieten, denn derfelbe sei gar nicht u. A. damit, daß in vielen Kreisen die Erledigung der Beschlüsse fozialdemokratische Kandidaten nicht in Frage kommen, wandte in der Lage, eine Agitation von Mund zu Mund zwischen den der Parteitage in einem Jahre nicht stattgefunden haben könne. fich im weiteren gegen die Kontrollmarke und sprach zu Gunsten eitern zu überwachen. Der Arbeiter würde übrigens durch Nachdem Reuter, Glocke und Rang gegen des Genossenschaftswesens. Thielak wünscht, daß die Partei- offene politische Thätigkeit in der Werknatt unter den heutigen nad, Neuhaus und 8ubeil für den Antrag gesprochen genoffen der größeren Orte mehr Gewicht auf die Landagitation, Machtverhältnisjen häufig gemaßregelt und entlassen, wonach er haben, wird derfelbe abgelehnt. Ein Antrag, eine spezialisirte besonders in den Provinzen Ost- und Westpreußen legen möchten, erst recht nicht in der Lage sei, für die Sozialdemokratie unter Abrechnung über den Vorwärts" auf dem Parteitage den Teleworauf Polen erwidert, das geschehe am besten von den in seinen Kollegen zu wirken, diese Maßregelungen mi ßten daher zu ver- girten zu unterbreiten", wird ohne Debatte angenommen. Gin jenen Provinzen liegenden größeren Städten aus, weil die meiden gesucht werden. Außerhalb der Werkjätte müsse man der jernerer Antrag, das Abonnementsgeld für den Vorwärts" auf dortigen Parteigen offen ihrer größeren Lokallenntniß balber die Bourgeoisie die Masle herunterreißen. Innerhalb derfelben fei 1 M. herabzusehen, wird nachdem Singer und Glode da Agitation viel wirksamer betreiben könnten, als die Berliner heute noch der Unternehmer der Mächtige und das müßten wir gegen, 3ubeil mit der Bemerkung dafür gesprochen, daß die Parteigenoffen. Biebert will gleichfalls für die Agitation in berücksichtigen, um nicht so viele tüchtige Genoffen der Maß- Antragsteller den Lelegirten in dieser Sache kein gebundenes Oft und Westpreußen mehr gethan wissen, fpricht gegen das Ge- regelung auszusehen. Der Staat in feiner Eigenschaft als Unter- Mandat mitgeben wollen, sondern daß die Parteileitung den nossenschaftswesen und verlangt, daß alljäbrlich die Hälfte der nehmer handele noch fchroffer gegen feine Arbeiter als der Beweis zu führen habe, daß eine Ber billigung des Borwärts" Mitglieder des Parteivorstandes ausscheide. Bei der Begründung Privatunternehmer. Je frästiger, je leistungsfähiger wir nun nicht möglich sei abgelehnt. Bum Puntt Aufhellung der feiner Wünsche begiebt sich der Redner auf das persönliche Gebiet unsere Parteigenoiſen machten, je widerstandsfähiger würden wir Delegirten" liegt ein Antrag vor, nach welchem eine Frau als und schließt unter Mißfallensbezeigungen der Versammlung feine unfere Barter erhalten und dazu gehöre in der heutigen Zeit in gleichberechtigte Genoffin aus dem Kreise als Telegirte ge sehr unklaren, An der Lebatte darüber betheiligen an die Methode der Unabhängigen" er allererster Linie, daß Miaßregelungen vermieden werden, denn wählt werden soll. innernden Ausführungen. Täterow und Gerisch durch diese würden nicht allein die gemaßregelten Parteigenossen, sich im Sinne des Antrages die Genoffinnen Schneider, erwidern ihm; legterer weist in scharfen Worten das Haltlose der sondern auch die Partei geschädigt. Ju Berichte über die Baader und Wengels; lettere fehr böse mit den Männern Angriffe nach, welche Ziebert gegen die Mitglieder der Partei parlamentarische Thätigkeit der Fraktion habe er dieser Angelegenheit ins Gericht gehend, die selbst wohl recht viel Bersammlungen leitung und gegen andere Parteigenossen richtete. Matulig einen großen Raum eingeräumt, um die Sache möglichst klar zu stellen. besuchten, aber ihren Frauen nicht dasselbe gestatteten. Die Ges erklärt fich für die Kontrollmarke und das Genossenschaftswesen. Voigt: Ter Antrag sei eben nur deshalb gestellt, um Klarheit nossen Baumgarten und Bellins sind gegen den Antrag, Büttner wünscht Erniedrigung des Vorwärts"-Abonnements in dieser ganzen Angelegenheit zu schaffen. Reoner wünscht diese Wiedemann dafür. Der Antrag wird angenommen. Aus preises. Metzner erklärt dies für unthunlich. Beschlüsse Aeußerungen Singer's auch auf dem Parteitage zu hören. Reuter oer Zahl der Vorgeschlagenen werden zu Delegirten gewählt: wurden nicht gefaßt. Es folate die Wahl der Delegirten. Aus und Scholz sprechen ebenfalls in fürzeren Asführungen für to bert Schmiot, klavierarbeiter, Wengels, Wirker, derselben gingen gegen je 1 Stimme Theodor Mehner und die Werkstattagitation und zu Gunsten des Antrages. ang und Fräulein Baader. Zum Schluß gelangt eine Resolution August Täterom als Delegirte hervor. Die Frauen spricht gegen denselben. Die Abstimmung ergiebt die Ab- gegen den Verein Berliner Hausdiener" zur Verlesung. Diefelbe Leuschner und Buhke sowie Fräulein Haase, welch' lehnung des Antrages. Ein weiterer, von den Genossen des Süd- wird der Stief- Kontroufommission zur Erledigung überwiesen. lettere Dame als Delegirte vorgeschlagen worden war, miß- Ditens gestellter Antrag: Die Mai eier fünstig immer am 1. Mai billigten es, daß man keine Frau gewählt hatte, worauf stattfinden zu lassen, zeitigt ebenfalls eine längere Tiskussion. Im 5. Wahlkreis hatte Reichetags- Abgeordneter Stadt. Täterom und Gerisch erwiderten, die Wahl von Damen Böhm will, daß riejer untrag emmal Klärung schasse; eine bagen das Re, erat. Terfelbe beschränkte ich darauf, die Frage erfolge am besten in Frauenversammlungen. Zum Schluß der allgemeine Arbeitsruhe sei in diesem Antrage vorläufig nicht des Staatssozialismus zu erörtern. Er halte es für richtig, fo Versammlung wurden Felgentreff, Bachmann und verlangt, fondern es solle den Arbeitern überlassen bleiben, in führte er aus, daß der Parteitag das Verhältniß des sozialen Bohne einstimmig zu Revisoren gewählt. welcher Weise sie den 1. Mai feiern wollen; wer sich an diesem Staatsfozialismus zur Sozialdemokratie debattire und in einer Tage frei machen tönne, möge die Arbeit ruben lassen, wer das Resolution seinen Standpunkt präzijire. Man müffe festfeyen, Die Parteigenoffen im zweiten Reichstage- Wahlkreise nicht könne, möge sich des Abends an einer großen Proten oaß die Partei mit dem Staatssozialismus nichts zu thun haben hatten sich in Stärfe von etwa 1500 Personen in der Bock versammlung betheiligen. Glode fommt auf die Geschichte wolle. Neener verbreitet sich dann über den Begriff des Staatsbrauerei( Tempelhofer Berg) versammelt. Klein und Antrid des 1. Mai zu sprechen und führt die Resolution des Prüffeler sozialismus und über Thtigkeit und Ziel der Sozialdemokratie referirten über die auf dem Parteitag zur Distufion flehenden Kongreffes an, laut weld er uiler der Wiaifeier ein allgemei.es und verlieft elite Refolution, welche feinen Afichten entspricht Punkte. Ersterer präzifirte dabei seinen Standpunkt zur Maifeier Rubenlaffen der Arbeit verstanden sei. Die Durd, führbarkeit uiid die er dem Parteitag jur Annah ne vorgelegt wünscht. 8m dahin, daß der 1. Mai als Festtag ort zu erhalten sei, als einer allgemeinen Arbeitsruhe an diesem Tage müsse auf Grund Schluß seines mit lebhaftem Beijall aufgenommenen Vortrages Ruhetag jedoch nur dann, wenn das ohne wirthschaftliche der Gewerkschaftsorganisation abgeschäzt werden; die augenolic wendet er sich noch dagegen, daß, wie von den Genossen einer Staot Schädigung der Mehrzahl der Arbeiter möglich wäre. Antrid lice Rrise stehe dieser Art der Feier jedoch entgegen. 8 u beil: befa loffen worden, nur alle 2 Jaure ein Parteitag stattfinden solle. referirte über das Genossenschaftswesen, den Boykott und das Die Art der Feier des 1. Mai soll den Arbeitern überlassen In der Diskussion beschwert sich Grie pentrog darüber, daß Kontrollmarken- System, Nachtheile und Vortheile dieser viel um- bleiben, fie werden schon die beste Art derselben herausfinden. Der Vorwärts" seinerzeit die Verhältnisse der Genoffenfa, aftsstrittenen Hilfsmittel der Arbeiter gegen einander abwägend. In allen übrigen Ländern wird am 1. Mai gefeiert, nur wir b derei abjällig fritisirt hat, und wünscht, daß der Parteitag neue Die Diskussion war äußerst lebhaft. In den meisten Fällen Deutsche machen davon eine Ausnahme. Der Zweck der Brüsseler Personen in den Vorstand wählt; der alte Vorstand sei zu vorwandten sich die einzelnen Redner gegen die Ausführungen Resolution sei doch, das Proletariat an einem bestimmten Tage nehm und zu empfindlich. Her gt meint, der Parteitag solle Klein's bezüglich der Maifeier, fordernd, daß dieselbe unbedingt und zu Gunsten bestimmter Forderungen zu einem gemeinsamen sich in die Genossenschaftsfrage nicht groß einmischen; der am 1. Mai begangen werde, was in einigen Resolutionen aus- Handeln zu veranlassen; wir wollen also deshalb nicht die Feier Parteivorstand solle dem Vorwarts" auf die Finger flopjen", damit an einem Sonntage vor oder nach dem 1. Mai, sondern direkt in demselben nicht wieder Ausführungen fämen wie im Frühgedrückt wurde, die indessen keine Annabine fanden. Einige Redner versuchten auch gegenüber den Ausführungen am 1. Mai. Fräulein Baader ift der Meinung des jabr. Schmidt tritt für die Arbeiter- Genossenschaften ein, die Antrid's, den Werth und Nutzen des Genossenschaftswesens und Borredners. Singer: In Deserreich wäre das Ruhen sich von denen Schulze- Delißfd's durchaus unterschieden. Wo Arbeit Nachdem noch der laffen der des Kontrollmartensystems flarzulegen. mit weit weniger offenkundig sei, daß durch die Benutzung von Parlament und Abgeordnete Auer einige von Rosenthal gegen Bebel und Schwierigkeiten verknüpft als bei uns, denn bei uns, denn dort sei Gemeindevertretung neben sehr geringen materiellen Vortheilen Singer gerichtete Angriffe zurückgewiesen hatte, wurde die bereits der 1. Wlai ein allgemeiner Feiertag. In anderen Ländern und nur die Aufklärung der Massen erreicht werde, müßten gestern veröffentlichte Resolution gegen den Staatssozialismus fpeziell bei uns fei es infolge der augenblicklich herrschenden die Arbeiter durch Genossenschaften u. s. m. fich felbft angenommen und die Wahl der Delegirten vollzogen, aus welcher rise aber eben nicht möglich, die geier zu einer so allgemeinen helfen, wie das z. B. bei der Bäckereigenossenschaft der Fall Antrid, Otto Klein und Silberschmidt als gewählt zu machen. Redner betrachtet diese Sache als Machtjrage, denn 2. Jo ft maat der sozialdemokratischen Fraktion den Vorwurf, hervorgingen. Nachdem noch Berner, Ebling und Rising wenn die Bourgeoisie die Arbeiter braucht, z. B. in Beiten des daß sie sich bei Berathung des Krantenfaffen- Gefeßes nicht gezu Revisoren ernannt waren, wurde die impofante Versammlung flotten Geschäftsganges und des Ausschwungs der Industrie, ligend gewehrt habe. Vor wenigen Jahren noch habe man von mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. dann würden wir die Arbeitsruhe haben, bei der Krije jedoch seiten der Fraktion verlangt, daß die Arbeiter aus den Orts würde das Unternehmerthum diese seier immer zu einer Razzia tasjen hinaus und in die Hilfskassen hinein gehen sollten. Jetzt Im dritten Wahlkreise sprach Stadtverordneter Vogt auf die vorgeschritteneren und aufgeklärten Art eiter beni zen. Sie werde, so 3. B. von Saippel, das Gegentheil verlangt. Das fei herr unter großem Beifall der gut besuchten Versammlung über eier fönne dort, wo es möglich sei, durch Arbeitsruhe statt nicht richtig. Im großen und ganzen sei er, Redner, mit der im übrigen hätten wir am 1. Wat überal parlamentarischen Thätigkeit der Fraktion zufrieden. Betreffend den Parteitag. Nachdem er einen kurzen Abriß der Ben egung finden, in denen die Arbeiter ihrer die Waiseier sei davor gut warnen, den 1. Mai bei den schlechten unferer Partei feit dem Erlöschen des Sozialistengefeges gegeben Wersammlungen abzuhalten, Solidarität mit den Arbeitern anderer Länder Ausdruck Ern erbsverhältnissen zum Ruhetag zu erflären. Fortfallen hatte, erörterte er die auf der Tagesordnung des Parteitages Wünschens stehenden Punkte und hob von denselben die 1893er Maijeier geben. Redner wünscht, daß in dieser Sache den Telegirten müßten bei der fommenden Waifeier die„ Orden". hervor, für deren Abhaltung die in Brüssel gefaßte Resolution fein gebundenes Mandat gegeben werde. In der Abnimmu gwerth wäre, daß die Gewerkschaften nicht vernachlässigt und die im allgemeinen maßgebend sein werde. Bezüglich des Genossen wird der Antrag, die Maifeier am 1. Mai abzuhalten, mit groper von ihnen angewandten Whittel nicht mir nichts dir nichts vers worten würden. Der Boykott z. B. habe sich unter bestimmten schaftswesens, der Kontrollmaite u. f. w. meinte Redner, feien Wajorität angenommen. In Eachen des internationalen Kongresses in Zürich will Umständen trefflich bewahrt. Die Delegirten feien zu erwohl erst die Erfahrungen anderer Länder zu sammeln, ehe Parteivorstandes einwerden fönne. 3ubeil nur eine beschränkte zahl von Bertretern der deutschen suchen, für eine Wiederwahl des eine bestimmte eingenommen Stellung da er voll und ganz seine Pflicht und Ueber diesen Punkt entspann sich eine längere Diskussion. Sozialdemokratie gestellt wissen und ist der Meinung, daß 40 bis zutreten, Friz Berndt betont die Börner meinte, daß Genossenschaften niemals als etwas Sozial 50 Bertreter nicht nothwendig sind, sondern 10 Delegirte daffelbe Schuldigkeit gethan habe. ben demokratisches hingestellt werden dürfen, und Kontrollmarke und leisten fönnen, um so mehr da die Abstimmung ja doch immer Wichtigkeit der Arbeiterschutz- Gesetzgebung gegenüber Bontott wären Angelegenheiten gewertschaftlicher Natur. Lütgenau nach Ländern gefa, icht. Wenn auch gejagt werde, wir müßten Schmidt'schen Ausführungen und ertlärt sich mit Joft bezüglich führte aus, der Bontott sei, z. B. zur Erringung von Sälen, auf solchen Kongressen repräsentiren, so sei das Geld doch nicht der Stranfenfassen einverstanden. Durch Genoffenfchaften werde schon oft mit Erfolg angewandt worden, man dürfe ihn aber 3 Repräsentatione zweden da, sondern werde anderweitig viel fehr wenig erzielt, die auf sie verwandte Kraft müsse auf die Ernicht über einen Gegner wegen deffen politischer Anschauung ver- nöthiger gebraucht. Stabernad ist gleicher Meinung und ftrebung einer andern Gefeufchaft gelenkt werden. Nachdem der hängen. Hierauf wurden die bereits gestern erwähnten Re- wünscht auf den internationalen Kongressen Sprachkundige Ber- Unabhängige" Feder über Staatssozialismus gesprochen, folutionen angenommen. In der einen erklärt sich die Vertreter. Rob. Schmidt ist nicht ganz mit beiden Vorrebnern wandte Liepmann sich gegen Griepentrog. Man habe nicht sammlung für die Beschickung des in Zürich stattfindenden inter- einverstanden, fon ern meint, daß die Kreise über die Delegirten nur das Recht, sondern auch die Pflicht, mit den Leuten vom nationalen Kongresses, jedoch sollen aus Sparsamkeitsrücksichten wahl zu bestimmen haben; die Partei habe auf solchen Parteivorstand nicht eber zu breyen, bis sie einen PrinzipienIn Kongressen entsprechend vertreten zu sein, um bei den Arbeitern verrath begangen. Die Vorwürfe Griepentrog's gegen den Vorstand so wenig Zelegirte als möglich entfandt werden. der anderen Resolution werden die Delegirten angewiesen, anderer Länder Einfluß zu gewinnen; der Marseiller Kongreß feien unberechtigt. Bom Genossenschaftswesen hält Redner nicht Wir müßten den Rüstu gen und viel, müsse aber eine wohlwollende Duldung desselben empfehlen. auf dem Parteitag geltend zu machen, daß die Sozialdemokratie habe dieses bewiesen. am 1. Mai " den als solche mit dem Genossenschafte wesen nichts zu thun habe. dem Ghauvinismus der Bourgeoisie die internationale Brüder: Jeschonned spricht für den Antrag Stadthagen und gegen Gewählt wurden zu Delegirten die Genossen Vogtherr und lichkeit und Kultur der Arbeiterschaft entgegenstellen und das die Genossenschaften. Diese als Heilmittel fämen ihm so vor, Börner; ferner wählte man zur Ausbringung der Kosten eine tönne nur auf unseren internationalen Kongressen geschehen. als wenn von einer großen Menschenmasse, die dem Verhungern Kommission, bestehend aus den Genossen Grauer, Dr. Bu beil erwidert, Schmidt habe in Brüssel sich auch gegen eine nabe fei, 20 auf eine fette Weide geführt würden, wo sie sich Lütgenau ,, Labewig, Frau von Hoffstetten, jo grove Beschichung der internationalen Kongreffe ausgesprochen. fättigen fönnten. Durch Genossenschaften wie die der Hutmacher Wartenberg, Vogtherr, Konrad und Kohlhardt. Redner empfiehlt einen dahingehenden Antrag. Frl. Baader würden zu Gunsten weniger die Gebrauchsgegenstände vieler nur Die, Genossen Bielede, Schweizer und Kohlhardt ist gegen die Beschickung der internationalen Kongreffe mit aus- vertheuert. Frau Robriad stellt sich betreffs der Genossens schließlich spracfundigen Vertretern, viele Arbeiter feien nicht fchaiten auf den Standpunkt des Vorredners und stimmt dem wurden zu Revisoren ernannt. Sprachkundig; wenn wir einen Arbeiterfongreß haben, dann Autrage Stadthagen Die Mißverständnisse gerade unter Staatssozialismus feien Tie Parteigenossen des 4. Berliner Reichstage- Wahl. wolen wir auch Arbeiter hinsenden, und nicht nur Gelehrte. über den Parteis kreises waren in Zahl von 1000 Personen bei Joël, Andreas.& lato w ist derselben Meinung; wir fommen sonst leicht in die genoffen der Proving so ungeheure, daß die Auschneidung firaße, erschienen. Bruhns schilderte die Bedeutung und die uble Lage, unsere Vertretung auf solchen Kongrejjen nur Jour- Dieser Materie auf dem Parteitag, wo aus allen Gegenden die Aufgaben des Barteitages. Gine lebbajte Diskussion entwickelte nalijten und Professoren übertragen zu müssen, und daß das Genoffen hintänen, geradezu geboten sei. Ade zwei Fibre ein fich Leim Bunti Bericht über die parlamentarische Thätigkeit der dann ein Arbeiterfongreß fei, bezweifte er. Aengstliche Sparfam Parteitag würde genigen. Die Maifeier tö.me jetzt nicht mehr Fraktion". Hierzu war beantragt, die elegirten sollten be- teit sei hierbei gerade nicht angebracht. Redner wünscht die Abs in Form eines Ruhetages begangen werden. Beim ersten Mal auftragt werden, auf dem Parteitage dafür zu stimmen, daß lehnung des Antrages. 8ubeil: Wenn die Arbeiter eines bitte nicht die Agitation durch die Fraftion unterbrochen werden Ginger wegen feiner tekannten Aeußerungen über die Werkstatt- antes noch nicht organisirt feien, und es werde in dürfen. Die Oesterreicher hätten das übel aufgenommen. NachMeyer ist für diesen Antrog; diesem Ende ein internationaler Korgrep abgehalten, so dem noch Drescher gesprochen, nahm Stadthagen das gerade bie Werkattagitation fet es gewesen, welche der Partei trage dieser Kongreß unbedingt zur Organisation dieser Arbeiter Schlußwort. Hierauf wurde die von Stadthagen gegen den agitation rettifizirt werde. 9 Staatsfozialismus gestellte Resolution, deren Text in gestriger! Nuramer gebracht wurde, einstimmig angenommen und dann die wurden, nachdem der Raffirer die Jahresrechnung gegeben hatte man sich doch dem deutschen Lischlerverband werde anschließen In der General Bersammlung der Filzschuh- Arbeiter I unferer Organisation schlüssig zu werden. Derfelbe äußerte, daß Wahl der Delegirten dann vollzogen, aus welcher die Genossen und entlastet worden war, ferner der Borstand Bericht erstattet müssen, wünschte aber, daß dies als selbständige Sektion ge Drescher, Friz Berndt und Frau Rohrlad hervor hatte, die Kollegen Robert Ma of zum 1., Paul Steffen zum schehen könnte. Die Versammlung möge drei Kollegen wählen, gingen. 2. Vorsitzenden, Reinfeld zum 1. und Hoffmann zum welche mit dem Kollegen Kloß über den Eintritt in den Berband Nachdem die Wahl der Delegirten erledigt war, wurde auf 2. Kassirer, Beuthahn zum 1. und Kühne zum 2. Schrift- unterhandeln. Dann verlas der Redner den Entwurf des Statuts Vorschlag des Gen. Möller hinjbeschlossen, den gewählten Delegirten führer und zu Revisoren Schwoch. G. Schulund zum Solzarbeiter- Verband. Nach längerer Debatte wurde ein pro Person und Tag 6 M. zu bewilligen, und noch hierzu bekannt Valerius gewählt. Zu Bibliothekaren ernannte man stimmig folgende, vom Kollegen Scholz gestellte Resolution an gemacht, daß Sammellisten zur Deckung dieser Unkosten von den Siegert, Schwoch und Res. Die Bibliothek befindet sich genommen: Bertrauensmännern des Kreises verausgabt werden. Ein Antrag, Rofenitraße 30 bei Wernaut. Die Bücherausgabe findet Sonntag„ Die Delegirten der Musikinstrumenten- Arbeiter Berlins der Parteitag möge die Haltung des Vorwärts" bei den Vormittag 10-12 Uhr statt. In demselben Lokal befindet sich fordern hiermit den Generalausschuß der MusikinstrumentenFebruar: Krawallen tadeln, wurde, nachdem ihn Genosse Stadt- auch der Arbeitsnachweis( Stellenausgabe von Abends 8-9 Uhr). Arbeiter Deutschlands auf, Schritte zu unternehmen, das Recht, hagen der Form nach bekämpft hatte, ohne Abstimmung den Pflicht eines jeden Kollegen ist es, denselben bei Bedarf in An- als Sektion dem deutschen Tischlerverband beizutreten, zu wahren, Delegirten anbeimgegeben. Ferner wurde mit fast zweifelhafter spruch zu nehmen. um so den Verhältnissen auf gewerkschaftlichem Boden gerecht zit Majorität beschlossen, die Delegirten zu beauftragen, auf dem werden. Die Versammlung bringt hiermit den Gedanken zum Parteitage eine Ermäßigung des Abonnementspreises des„ Vor- In der öffentlichen Delegirtenversammlung der Ausdruck, daß nur eine fefte gewerkschaftliche Organisation im wärts" zu erwirken. Zum Schluß machte der Vorsitzende bekannt, Musikinstrumenten- Arbeiter Berlins, die am ftande ist, die Lage der Kollegen zu heben." daß die von den Parteigen offen des fünften Sonntag bei gutem Bes che stattfand, gab der Vertrauensmann Wahlkreises geplante Agitationstour aufs Kollege Meier Bericht über das 2. Quartal. Danach betrug Land nächsten Sonntag, den 30. Oktober, unter die Einnahme 573,05 m., die Ausgabe 454,19 M., der Bestand nommen wird, und ist der Treffpunkt früh acht 118,86 M. Der Vertrauensmann erhielt Decharge. Darauf erUhr bei Fröhlich, Neue Königstr. 89; für Nach fuchte Kollege Meier die Delegirten, sich über die Umgestaltung 3ügler 91/2 Uhr bei Pfeifen Müller in Weißen= fee. Die Parteigenossen werden ersucht, sich rege daran 31 betheiligen. Hierauf wurde die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. Die Versammlung im 6. Wahlfreis, welche im Schult heiß"( Eisfeller) tagte, war von gegen 2000 Personen besucht. Das Referat hatte Stadtverordne ter Borgmann. Derselbe hielt es für erforderlich, daß auf die Tagesordnung des Parteitages auch die Frage des Verhaltens einzelner hervorragender Parteigenossen zum Staatssozialismus gesezt werde, schon um den Gegnern die Meinung zu nehmen, daß man sich scheue, diefen Gegenstand zu behandeln. Weiter sprach sich der Referent dafür ans, daß der 6. Wahlkreis durch die höchst zulässige Zahl von Delegirten auf dem Parteitage vertreten werden möge. Die Zusammenwerfung des Boykotts mit dem Genossenschaftswesen und der Kontrollmarke im Punkte 7 der vorläufigen Tagesordnung des Parteitages hielt er nicht für besonders glücklich. Tem furzen Referate folgte eine lebhafte Diskussion. Frau Qunau wünschte, daß die Versammlung neben zwei Männern auch eine Frau au Delegirten wählen möge. Die Frauen hätten fich Diesmal in dieser Angelegenheit an die Vertrauensmänner gewandt, feien ababer schlägig beschieden worden. Frau Gubela war gegen die Wahl einer Frau. Solange man den Frauen die Theilnahme an den inneren Fragen der Partei nicht gestatte, fönnten sie sich nicht als gleichberechtigt mit den Männern fühlen und betrachten. Im allgemeinen wurde gewünscht, daß im Fall Vollmar" völlige Klarheit gefchaffen werde. Das Thema des Antisemitismus bielt man vielfach für überflüssig und legte dagegen besonderes Ge wicht auf die Frage der Stichwahlen. Die Frage der Maifeier wurde gleichfalls lebhaft besprochen und dabei vielfach die Berückfichtigung der herrschenden Verhältnisse empfohlen. Des weiteren wurde die Aufmerksamkeit der eventuellen Delegirten besonders auf den Bericht des Parteivorstandes über die parlamentarische Thätigkeit und dessen Geschäftsbericht hinsichtlich der Agitation hingelenkt. Folgende Resolution fand Annahme: " Die heute im Schultheiß" tagende öffentliche Parteivers Sammlung des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises unterbreitet dem Parteitage folgende Anträge: 1. Den gestellten und im 5. Berliner Reichstags- Wahlkreise angenommenen Antrag Dr. Lütgenau's, Kompromisse mit den bürgerlichen Parteien bei Stichwahlen abzuschließen, sobald sich diefelben verpflichten, für den Achtstundentag einzutreten, zu ver werfen, dagegen der von Marten gestellten und im 6. Wahlvereine angenommenen Resolution zuzustimmen. 2. In Erwägung, da die Ansichten des Genossen v. Vollmar über Staatssozialismus und Sozialdemokratie verschiedenartig beurtheilt und aufgefaßt werden, möge der Parteitag darüber endgiltig Klarheit schaffen." Bon einer ganzen Reihe Anträge, die zur Beschlußfassung vorlagen, fanden folgende Annahme: I. Die heute im Eisteller tagende öffentliche Versammlung ber sozialdemokratischen Partei des 6. Berliner Reichstags Wahlfreises wolle beschließen, dem Parteitag folgende Borschläge zum Zweck der Landagitation zu unterbreiten: 1. Die Broschüre von W. Brade Nieder mit den Sozial demokraten" wird, nachdem die Zahlenangaben in derselben aus dem Jahre 1874 durch die entsprechenden des Jahres 1890 erfekt sind, in Massenauflage gedruckt und den Genossen für die Agitation zum Selbkoststenpreise oder gratis zur Verfügung gestellt. 2. Es wird ferner anstatt der bisher üblichen Art und Weise, alte Zeitungen zu vertheilen, für die ländlichen Zeitungen eine Agitationsnummer hergestellt, so daß bei der Agitation in jedem Ort die Zeitung verbreitet werden kann, in deren Verbreitungss bezirk der betreffende Ort liegt. Die Agitationsnummer ist derart herzustellen, daß der Leitartikel den Inhalt des neuesten ländlichen Flugblattes hat, und der übrige( politische, lokale und unters haltende) Theil die heutige kapitalistische Mißwirthschaft drastisch beleuchtet. 3. Bum nächsten 1. Mat wird eine Land- Maifestzeitung hergestellt, die speziell sich mit der Arbeitszeit auf dem Lande und der Möglichkeit, sie herabzusetzen, zu beschäftigen hat. II. Die heutige Parteiverfammlung wolle beschließen, daß die Delegirten des 6. Berliner Reichstags- Wahlfreises auf dem dies jährigen Parteitage eine Resolution einbringen, worin aufgefordert wird, für die Sonntagsbeilage des Vorwärts"( Die Neue Welt) ein anderes Blatt zu beschaffen, da selbiges nicht den Anforderungen genügt, die an ein prinzipiell und wissenschaft ich zu haltendes sozialdemokratisches Blatt gestellt werden müſſen. " Zu Delegirten wurden, wie gemeldet, Riesel und Augustin gewählt. Nachdem sodann noch eine Kommission zur Aufbringung der Delegirtenkosten gewählt und zum Beitritt zum Wahlverein aufgefordert worden war, wurde die Versammlung mit einem Dreifachen kraftvollen Hoch auf die Sozialdemokratie gegen 1 Uhr Nachts geschlossen. 9. Ziehung der 4. Klasse 187. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 27. Oftober 1892, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Barenthese beigefigt. ( Ohne Gewähr.) 92( 3001 697 710 36 836 51 1024 133 217 330 522 G06[ 1500] 745 846 17 2033 292 444 88 811 44 84 978 3065 71 225 315 418 71 702 13 836 907 4087 130] 150 70 13001 87 214 54 61 310 11 43 96 460 518 49 653 862 945 56 5155 331 87 582 668 822 97 988 6148 219 32 86 517 611 7143 431 85 532 50 619 65 721 925 150 73 209 309 61 474 694 706 92 x21 9006 93 333 432 46 519 623 710 71 80 16 958 83 10480 505 32 658( 500] 701 831 79 979 11057 1500] 117 451 515 624 789 12044 118 71 378 413 622 1300 11 43 733 986 1: 3018 53 77 94 177 82 246 494 852 75 933 57 14064 76 181 245 366 5 404 598 615 747 842 948( 00) 15048 67 146 315 407 536 670 79 91 909 16181 321 64 875 17 16 21 38 49 81 231 46 76 372 97 607 816 96 97 937 18048 442 97 564 835 36 63 75 914 44 19.37 98 431 541 84.741 20115 48( 300) 59 215[ 300] 71 83 416 C6 512 623 825 23[ 300] 943 21005 116 53 225 70 301 58 75 99 425 67 603 4 26 33 49 793 904 13 69 70 2: 2020 35 47 83 170 226 301 542 660 709 45 873 79 955 78 2: 019[ 500] 108 515 722 845 944 21098 1500] 135 49 312 463( 5000! 573 87 96 631 61 700 2570 402 18 795 937 44 78 26075 123 294 15001 339 40 431 50 714 43 67 828 99 959 66 27030 114 268 541 76 717 834[ 3000] 39 28084 275 83 93 330 35[ 30001 76 94( 3000) 590 98 613 712 870 939 29059 203 22 304 76 425 15000) 543 615 38 65 781 841 962[ 500] 30.77 345 428 548 804 58 31098[ 300] 183 246 418 511 607 717 25 837 955 32035 122 452 53 93 641 752 89 877 92 33091 98 151 90 440 ( 1500) 506 12 21 650 761 819 31037 85 218 35 6 320 510 86 610 730 63 833 945 65 3578+ N16( 3000) 47 79 15 10] 88 917 19 36128 13.01 76 [ 300] 450 505 739 64 77 37 60 543 7 64 861 38189( 1300) 290 366 71 735 61 801 3 39075 91 125 329 84 438 60 508 9 49 78( 3000) 615 792 925 40040 68 306 52 594 714 61[ 500) 848 963 41020 136 71 227[ 3000] 558 65 90 99 623 42070 1698 258 352( 3000) 457[ 1500] 93 621 30 741 88 43062 113 30 3 6 429 859 954 41006 34 129 234 11500) 350 443[ 3000] 638 44 59 718 80 86 815 45133 233 384 470 559 95 601 72455 400 4 196 209 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1500] 96 118: 47 53 63 64 448 85 537 664 849 79 1500) 9.2170 381 419 64 66 605 733[ 3000) 52[ 1500] 876 952 3063 214 37 57[ 300] 412 In die von dem Kollegen Meier vorgeschlagene Kommiffion wurden die Kollegen Kröhn, Bluhm und Köhler gewählt. 574 659 60 982 91014[ 15001 121 44 216 48 71 550 846 983 9538 69 80 401 533 666 7-3 849 997 96004 5 103 51 58 283 321 86 453 53 635 56 730 76 S66 918 97031 40 168 280 322 425 93 96 580 628 35 130001 92 75 823 98105 359 88[ 300] 746 60 69 99001 114 76 352 94 427 48 87 501 15( 500] 645 709 810 959 100127 74 212 343 47 69 757 858 70 83 101086 303 93 449 88 515 31 53 624 91 700 13 18 1020 6 66 179 212 33 398 401 52 514 88 600 68 68 744 971 96 102009 21 241 343 90 569 72 104077 118 34 1500) 368 408( 500) 590 606 9 56 831 105005 130 234 302 32 455 520 630 81 745 96 937 63 100003 351 63 479 6 13 74 750 69 93 871 967 95 107129 240 363 450 63 534 35 635 61 700 897[ 3000] 916 108105 636 48 835 52 95 109161 65 83 238 361 417 631 44 90 760 995 110002 24 32[ 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9.34 152010[ 1500 43 342 416 52 528 67 772 809 40 968 158180 345 444 567 748 61 816 920 21 73 85 154186 241 301 19 67 487 518 830 62 910 65 155044 357 459 91 56% 605 890 150061 134 323 78 15001 472 86 150] 652 74 157079 149[ 300] 267 87 367 69 80 401 32 537 618 24 786 869 85 158049 96 180 290 333 75 492 501 71 621 66 851 62 1591521300] 59 239 346 463 718 877 901 160208 48 333 444 047 161013 1300] 131 94 397 473 543 68 611 985 102029 227 1300) 465 531 66 618 992 163005 46 73 203 331 63 84 631 728 831 15 161210 417 69 590[ 301 619 30 87 702 115001 76 812[ 1500] 65 942 185238 71 359 453 62 559[ 1500] 84[ 300] 622 741 166111 14 267 356 95 730 845 167045 88 181 214 568 691 774 1500] 873 1500] 10232 62 606 78 861 911 51 100045 112 96[ 300] 217 81 344 67 609 21 4 855 99 901 47 170157 61( 300) 80 288 459 541 636 60[ 300] 85 745 980 171029 112 71 310 77 433 513 19 625 39 739 841 172152 286 342 67 457 669 171020 105 783 844 173050 70 85 98 237 85 371 512 67 85.781 56 205 313 431 505 39 602 96 768 843 76 905 10 175115 222 678 725 170015 49 166 307 488 549 63 38 41 48 877 961 177042 136 858 89.90 232 78 310 63 67 412 29 98[ 300] 551( 60) 744[ 1500] 92 178008 51 52 80 13000) 333 441 611[ 5001 32 861 82 170044 99 106 16 27 67 29 817 64 180242 49 485-500 33 44 661 761 892 97 960 181012 58.149.80 430 96[ 500) 59 600 22 824 79 9 932 74 182120 208[ 1500] 33 90 558.82 723 26 87 869 70 72 975 183086 90 172 273 337 69 96 451 78 515 650 184180 386 407 563 22 37 48 185047 48 330 42 723 89 856 934 64 13000] 186107 29 310 58 411 633 91 919 187007 17 71 285 352 424 13000) 76 568 711 97 815: 45 64 110 000] 188153 251 415( 500) 30 38 670 707 37 894 189048 50 190 294 323 441 626 86 722( 300) 815 41 71 9. Ziehung der 4. Klasse 187. Königl. Brens. Lotterie. 195000 39 214 63 314 97 486 75 754 96164 226 48 63 445 99 524 657 Biehung vom 27. Oftober 1892, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Wart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr) 97 762 812 925 55 9700 85 11: 26 325 627( 1500] 57 711 908 48 98163 73 21 317 426 48 555 91 617 729 816 909 99083 112 49 62 67 110 000 274 314( 300) 405 525 38 6 766 67 104002 153 13001 207 461 579 626 702-44 101003 131 60 94 95 13] 357 455 572 617 760 69 851 10.051[ 3000] 159 245 96 613 17 47 81 707 9 946 77 82[ 10000) 93[ 3000) 97 10: 3055 60 82 230 800 414 93 995 104095 109 81 1300) 238 352 91[ 500] 501 629 84 738 76 845 93 973 105105 44 275 81 309 27 408 569 671 13000) 859 106016 209[ 10000 17 51 61 94 95 446 513 48 798 809 107010 2 90 257 108181 298 327 88 503 95[ 500] 367 499 505 80 675 705 919 28 83 637 63 757 848 70 86 906 12 109006 44 53 94 247 377 441 707 42 963 110285 304 79 599 609 780[ 3000, 843[ 500) 941 59 83 1300] 111021 37 56 148 820 51 89 91 903 84 112066 126 481 669 826[ 300] 927 44 113073 105[ 600] 216 95 499 6: 4 56 58 1300) 60 89.902 114107 57 72 2: 7 57 374( 50) 407 518 84 637 44 76 765 802 35 63 115036 37 64 71 121 68 232 55 99 15001 306 562 645 76 90 771 825 38 53[ 1500] 88 11500] 116040 47 248 75 3 9 40 621 745 807 35 40 117088 158 97 83 255 3489 404 564 115001 73 871 927 99 141 386 457 518 46 750 820 10: 7 191 211 42 400 685 733 66 821 87 130001 912 86 2036 141 375 508 682 832 48 74 92 936 93( 1500 3011 49 86 179 226 36 3 63 130001 392 419( 500) 668 91 759 4019 60 129[ 3000] 42 229 423 8 5 6 88 762 993 5227( 500] 57 64 338 93 426 29 1300) 559 773 89 814 29 74 84 93 95[ 300] 933 6006 144 53[ 600] 236 60 324[ 3001 65 440 617 713 29 40 847 59 7131 81 96 458 523 99 [ 300] 636 036 37 45[ 1500] 54 125 61 220[ 500] 406 34[ 500] 526 34 75 93 97 9537 84 90 9092 98 11501 187 271 415 25 59 521 612 28 48 731 2 99 827 10032 111 45 64 363 84 433 506 84 695 719 28 71[ 300] 80 97 11027 28 231 63 81 742 872 916 29 79 1300) 12104 200 475 874 13062 266 35 80 410 510 25 47 749 912 14162 212 1300) 55 323[ 300) 411 35( 3001 52 93 95 703 841 930 42 15033[ 300] 117 87 461 93 705 6251 78 33 66 78 505 747 831 118047 323 428 627 914 119023 56 824 79 907 16129 69 254 61[ 300] 428 69 877 944 17057 236 64 365 89 529 617 39 96 749 906 73 1043 185 205 11 12 7[ 1500] 80 354 76 87 403 49 746 97 937 19064 95 23 471[ 600] 523 611[ 3000] 36 847 99 91 27 79 20136 248 360 62 506 44 625 42 758 808( 400001 976 21015 114 64 82 334 411 525 9 628 719 98 818 938 22077 81 183( 500) 34( 300) 66 76 416 1500) 749 839 65 77 97 98 956 23018 21 105 230 65 375 77.498 521 28 704 912 21 35[ 50] 55 24011 183[ 1500] 2 2 716 884 39 58 3000 81 937 58 25012 2 52 376 413 74 613 20 755 876 90 912 40 55 26329 30 59 492 560 95 631 742 27122 205 59 75 512 90 671 82 734 28039 225 35 353 83 476[ 300] 93 574 94 751 831 83 29284 373 571 753 80053 303 57 477 82[ 1500] 505 68 898 31042 91 148 288 327 36 [ 1500] 417 91 708+62 89 32007 194 296 395 446 46 61 97[ 500] 550 53 648 7+ 1 803 2[ 3000] 61 13000] 922 13000 33231 504 74 34011 133 13000] 353 80 84 468 571 729 826 90 3506 239 325 41 531 75 834 36099 217 500 115001 657 708 13 23 909 44( 500) 96 37202 68 86 386 92 572 609 20 27 52 788 826 44 3-123 20 67 277 435( 3000) 69 591 92 619 843 46 91 912 96 39077[ 300] 146 79 201 4: 8 535 130 01 657 979 40010 106 374 417 78 658 741 89 901 2 8 30 41104 33( 500) 61 283 98 308 579 625 3 44 727 915 42212 88 449 554 727 55 849 940 4: 3011 151 88 274 319 427 666 727 35 848 95 96 9344010 44 48 15 69 216 345 455 688 709 8: 810 45001 33 296 388( 300) 422 549 946 61 46106 9 615 17 42 655 737 47060 140 50 371 408 67[ 1500] 587[ 1500] 6-3 821 48133 252[ 3000] 377 426 65 91 4998 170 82 289( 300) 371 130001 Su 436 45[ 300] 93 696 649[ 300] 63 706 11 918 34 50011 150 75 247 95 303 431 35 570 05 19 941 51083 214 383 412 531 669 883 945 66 83 52159 65 252 59 305 22[ 300] 418 66 635 760 810 9 4 60 73 53324 94 544 669 760( 30) 824 970 54095 130 23 64 609 74 842 54 927 67 55045 207 23 32 57 95 459 947 53 71 56039 123( 3000) 75 26[ 500 664 734 16 19 57239+2 1300) 371[ 300] 707 874 910 58080 215 99[ 3000] 436 95 512 66 614 40 841 926 116001 81 1500] 84 591: 7 282 423 74 91 96 647 714 849 936 120 40 53 54 105 210 13 310 404 20 655[ 1500] 72 76[ 1500] 830 924 76 5 121002 69 205 45[ 1500] 47 310 420 513 616 743 13001 803 43 78 122176 409 34 63 656 814 87 957 72 123039 269 419 586 612 62 719 827 906 38 73 121004 303 527 614 727 31 55 72 846 941 67 126051 115 212 21 63 93 31+ 74 126026 112 210 305 83 497 735 45 872 127038 177 94 352 42 85 507 608 32 826 935 12-166 298 316 58 534 13001 715 945 129261 396 415 34 519 46 700 73 896 961 130 11 69 127 267 323[ 500) 94 544 81 662 759 59( 5090) 947 131008 214 305 434 93 667( 10) 707 51 132004 58 192 524 718 41( 500) 8.4( 300) 950 133104 42 221 93( 3000) 330 39 426 62 501 60 70 810 13441 172 232 329 93 484 503 48654 831 72976 136139 516 83 723 75 98 987 136099 297 356 62 405 509 7.6 1300) 816( 500) 138049 16 74 951 137232 449 58 631 758 1300] 59 927 32 58 67 130046 66 91 141 52 84 165 256 392 5 2 714( 500] 70 831[ 1500) 0 205 407 711 932 140078 13001 186 363 81 99 455 141073 166 214 358[ 1500] 469 70 632 43 49 745 80.77 142099 317 30 71 473 529 668 753 803 75 954 8 1300] 143090 194 97 366 70 814 51 11500, 141062 127 201 378 407 62 662 145068 86 87 102 67 218 312 430 75 13000] 526 13000] 66 1300 735 94 831 13000)] 146079[ 500] 81 112 420 62 78 13001 658 872 70 948 117004 8 107 219 317 80 483 563 644 74 1500] 97 849 976 93 148118 356 496 612 762 809 65 959 149013 73 396 558 761 823 84 942 43[ 300] 150119 33 221 36 390 89 676 842 58 972 151085 267 375 97 776 856 95 152122 246 62 78 303 505 24 32 978 153 05 37 53 90 164 66 287 381 4.8 5 529 31 81 15-1055 165 204 49 93[ 0001 386 595 99 763 80 155046 207 331 39 482( 300) 677 710 85 837 916 20 61( 500) 79 415 613 14 29 822 158253 359 72 732 40 115001 880 937 88 159096 156011 15 11500, 124 130001 25 446[ 50] 90 783 873 157152 263[ 3000] 284 302 500 660 67 75 770 86 95[ 1500] 936 45 49 100281 449 5 3 652 936 161018 81 187 96 209 428 535 842 941 162016 72 15000, 209 94 347 55 83 422 514 96 604 14 804[ 500] 38 163 22 15001 121 87 254 96 443 75 87 18 1500] 532 39[ 300] 77 805 979 161073 93 234[ 3000! 38 319 93 401 540 632 813 20 45 989 Der Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend hatte im 3. Quartal, wie in der Generalversammlung am 17. d. vom Saffirer Wendt berichtet wurde, eine Einnahme von 126,46 M. und eine Ausgabe von 75,05 M., so daß ein Bestand von 51,41 m. verblieb. Die vom Kassirer Frohmann gegebene Abrechnung über den Generalfonds fonstatirte eine Einnahme von 129,80 M. und eine Ausgabe von 49,68 M., demnach blieben Bestand 0,12 M. Beide Kaffirer erhielten Decharge. Kollege Weber berichtete über die beiden Arbeitsnachweise. In dem im Osten( bei Herrn Hente) eingerichteten sind eingelaufen 177 Adreffen, in Arbeit traten 102 Gehilfen, besetzt waren 10 Stellen, nicht angefangen haben 25 Gehilfen. Es haben nur Verbandsmitglieder Arbeit e halten, da andere sich nicht gemeldet hatten; mithin blieben 56 Stellen unbesetzt. Im Südosten( bei Herrn Mohn) wurden 80 Adressen ausgegeben, eingeschrieben waren 64, es er hielten Verbandsmitglieder 46, Nid tmitglieder 13 Adressen, nicht besetzt wurden 21 Stellen. Tie Vorstandswahl hatte folgendes Resultat: 1. Vorsitzender Robert Weber, 1. Schriftführer May Buch, 2. Schriftführer May Schulz, 2. Kassirer Mar Günther. In die Kommission wurden gewählt: Kurth, Schönid, Fcohmannn, Nirsch, Febse; als Beitragsammler für ben Osten Georg Hennig, Südosten Karl Süthner, Nordoften Weizen eder, im Norden Herzer; zum Bibliothekar Albert Schmold. Der Antrag des Kollegen Weber, be treffend Erhöhung des Beitrags und Einführung eines obligatorischen Fachorgarns( der Neuen Tischler- Zeitung"), wurde nach lebhafter Debatte abgelehnt und dann zu zahlreichem Besuch des am 29. Ottober stattfindenden Stiftungsfestes aufgefordert. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 60072 81 361 401 502 51 78 742 866 965[ 300] 61147 406 37 735 876 62299 374 420 625 696 763 863 63065 198 232 300 23 31 405 405031 105 351 510 46 809 922 61 166037 87 165 234 84 420 31 42 503 700 57 945 64109 75( 1500) 372[ 3000, 418 748 78 837 13 90 986 506 614 64 167171 80 2.8 100) 97 308 70 538 613 862 915 16-010 65260 413 74 92 581 881 66034 121 287 454 905 67009 11 123 72 33 208 36 81 353 400 541 68 79 86 618 27 55 99 907 109160 384 89 3.31 73 97 400 723 897 926 8186 2566 614 95 844 919 8J 0939 401 35 54 567 637 733 52 870 991 123 246[ 1500] 361 62 11500] 403 568 16 636 39 170142 55 70 296 3: 2 73 488 508 8 650 722 69 887 97 171002 126 262 50 27 686 746 58 833( 300) 952 55 61 17275 131 655 72 716 57 817 69 988( 1000) 173129 204 5 5 58 331 511 96 903 174178 SO 81 209 69 96 319 517( 1500] 678 941 44[ 3000] 175100 206 23 443 525 616[ 3000 33 720 67 845 68 13000) 80 920 17.008 30 117 35 80 231 58 470 83 633 57 718 74 13000) 825 59 78 177102 15 57 488 615 6 711 49 93 803 967 1.8007 62( 3000) 246[ 3000] 301 27 80 87 421 556 704 9 29 41[ 10000) 863 69 911 97 170091 144 64 223 85 415 44 62 732 1 842[ 1.001 964 98 20008 29 46 91 111 63 268 342 450 99 561 615 66 870 83 918 71032 76 150 201 30 31 90 308 82 88 714 55 823 64 72054 66 137 351 86 493 725 27 88 959 73104 203 71 485 514 607 87 707 92 864 918 74014 77 360 64 775 79 95 851 931[ 1500) 87 75019 26 191 201 ( 300) 91 381 475 573 601 94 825 79 13001 76166 587 825 26 78 926 [ 1500] 31 77191 309 25[ 1500] 57 63 78005 20 236 307 34 612 827 [ 1500] 79120 49 54 56 311 430 57[ 300] 553 614 34 820 972 S0007 33 359 130001 467 13001 68 692 81 908 62 81054[ 300] 110 82 6067( 3000) 60 83 709 864 1500) 77 912 85 1500 82008 193 215 180187 294 303 60 427 44 49 637 53 62 83 720 9 6 68 181145 240 428 515 47 752 69 281 373 81 424 74 642 882 977 92 81038 123 77 312 91 418 57 562 70 668 786 130001 911 18: 2003 33 38[ 3000] 179 79 511 602 767 99 856 916 53 8.114 224( 3000) 326 30 73 471 517 63 275 391 419 506 115 0] 749 53[ 500] 55 885 95 183027 64 68 251 316 607 80 818 80054 292 448 561 672 707 807 074 117 33 213 82 520 89 425 511 813 98 981 1-4029 208 343 68 97 424 86 668 86 722 92 80 607 58 61 708 19 23 54 818 89031 81 221 323 1500) 459 886 10107 461 529 33 691 837 75 10199 236 353 496( 3000) 638 90117 30 91 93 655 861 983 85 91023[ 1500 123 88 354 89 572 69 75 84 97 861 917( 300) 18704) 76 97 128 200 4 528 90 817 922 40 607 17 88 826 11500) 92063 185 306 19 60 473 571 607 748 76 87 9058)[ 00] 91 185012 120 226 59[ 300] 428 31 94 604 16 47 53 761 946 98010 21 71 79 223 59 461 607( 1500) 94221 400 519 687 88 833-973 96 189069 211 430 601 854 82