Nr. 254. Grfcheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Belt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Musland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile ober deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vor: mittags geöffnet. Fernsprech- Anfin Aut I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. auf den „ Vorwärts" Berliner Volksblaff mit der illustrirten Sonntagsbeilage ,, Neue Welt". Sonnabend, den 29. Oktober 1892. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie nfere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum onatlichen Preise von Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " handeln, daß sie das Recht brechen, sondern daß sie das Auch was zu gunsten der Beseitigung der BerufungsRecht beugen. Und gegen die Beugsamkeit des Rechts instanz angeführt wird, daß der unmittelbare Eindruck, können bei der schlimmen Entwicklung unseres Rechtslebens aus dem der erste Richter seine Ueberzeugung schöpft, zuMit dem 1. November eröffnen wir ein neues Abonnement nicht Stützen genug für dasselbe geschaffen werden. Die verlässiger sei, als das Urtheil des Berufungsrichters, läßt Richter allein bieten teine Gewähr für die Unbefangen- gerade die Berufung geboten erscheinen. Wie oft schöpft heit ihrer Urtheile. Nicht umsonst hat man Jahrzehnte hin- der erste Richter den unmittelbaren Eindruck unter dem durch sie benutzt, nicht um das Recht zu finden, wie es das Einfluß der Gesellschaftskreise, in denen er lebt; die Wuth Gesetz festgestellt hat, sondern um das Gesetz zu ergänzen. des Gutsbesitzers, des Fabrikanten über seine unzufriedenen Das vermeintliche Staatswohl, wie es von den Regierenden Arbeiter, die Entrüstung der„ besitzenden und gebildeten" aufgefaßt wird, mußte tausendfach zur Begründung von Kreise, der ganzen Respektabilität" über den rohen„ Böbel" Urtheilen dienen. Bei der Kluft, die heute zwischen den steckt ihn mit an und beeinflußt ihn. Da thut oft ein BeAnschauungen der verschiedenen Parteien und sozialen rufungsrichter noth, der zeitlich und räumlich den VerhältSchichten herrscht, ist der Richter an und für sich schon der nissen etwas ferner und daher auch mit größerer UnGefahr ausgefegt, seine Unbefangenheit zu verlieren und befangenheit ihnen gegenübersteht. Bartei zu sein, wo er Richter sein soll. Diese naheliegende Gefahr ist aber noch fünstlich erhöht durch die Erinnerung an den Druck, der von oben herab früher auf die Richter geübt wurde. Jene Richter, die nichts sein wollen als Richter, denen das Recht etwas Unbengsames ist, die allen VerFür außerhalb nehmen sämmtliche Boftanstalten Abonnements suchungen einfach mit dem Hinweis auf das Gesetz und den und die Revision kann an der thatsächlichen Feststellung des um Preise von in demselben ausgesprochenen Rechtsgedanken widerstehen, die sich nicht berufen fühlen, den Gesetzgeber zu Auch die Motive, welche den Richter bei der Strafverersetzen oder Polizeidienste zu leisten, werden immer seltener. fchärfung leiten, bedürfen nur zu oft einer Nachprüfung. Die bloße Die Unbefangenheit des ersten Richters gegenüber der Be- Oppositionsstellung wirft an manchen Gerichten einen Makel weisführung giebt noch keine Garantie, weil sie eben oft auf den Angeklagten und behaftet ihn mit einer Bescholtenheit, fehlt. Die wiederholte Prüfung durch den Berufungsrichter die schwer bei der Abwägung der Strafe ins Gewicht fällt. giebt zwar auch noch keine volle Sicherheit, aber sie wird Jn dem größeren Gerichtskreise, den das Berufungsgericht doch manche Rechtsunsicherheit beseitigen. Der Nichter soll umfaßt, ist die richterliche Befangenheit zwar auch nicht aus freier Ueberzeugung die Beweismomente würdigen; der ausgeschlossen, aber sie wird dadurch gemildert, daß dem ingeftagie aber erfährt oft erit aus dem Urtheil, welches Berufungsrichter mannigfachere Urtheile, die von verschiedenen 1 Merk 10 Pfennige frei ins Haus, öchentlich 28 Pfennige. 2,20 M. für die Monate November u. Dezember entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 Im Feuilleton unseres Blattes veröffentlichen wir den Roman Don Guy de Maupassant: Bel- Ami. inter Nr. 6652.) Die Redaktion und Expedition des Vormaris Beriner Volksblatt. Der Angeklagte steht dem Anklagewerk oft ganz fremd gegenüber. The er etwas abut, ist ein Nez um ihn gezogen, dessen Maschen er erst erkennt, wenn die öffentliche Berhandlung stattfindet. Dann ist es für ihn zu spät, die rechten Maßregeln zum Erweise seiner Unschuld zu ergreifen, ersten Richters nicht rütteln. die Gründe waren, aus denen der Richter seine Ueber- Auffassungen ausgehen, vorliegen. zeugung vom Thatbestand schöpfte. Ob diese Gründe Würde die Mangelhaftigkeit der Rechtsprechung nur aber überhaupt die von ihm gezogene Schlußfolgerung bei Fragen, in denen die Parteistellung eine Rolle spielte, zuließen, ob sie nicht vielmehr dieser widersprachen, zu Tage treten, so würde man in der Bourgeoispresse leicht Die Berufung in Strakann der Angeklagte nach erfolgtem Urtheil nicht mehr barüber hinwegsehen; aber die Befangenheit in politischen fachen. 9 " anzweifeln, und vor der Urtheilsfällung hatte er oft gar und Tendenzprozessen wirft ihren Schatten auch auf die feine Ahnung, auf welche Momente der Richter Gewicht übrige Rechtspflege. Die Beeinflussung der Richter im Mit der Einführung der Reichsjustizgesetze im Jahre legte. Wir kennen Urtheile, in denen der Richter etwas Interesse des Staatswohis" hat vielen Richtern die Unbefangen1879 wurde die Berufung gegen Urtheile der Strafkammern als selbstverständlich" und" offenbar" hinstellte, von dem heit und den klaren Blick auch in nicht- politischen Prozessen efei igt und nur noch die Einlegung der Revision gegen wir geradezu das Gegentheil wissen. So wurden unter genommen, und der Mangel einer Berufungsinstanz hat ihnen iefelben wegen Gesetzesverlegung zugelassen. Seit jener dem Sozialistengesetz eine Anzahl Verbreiter eines Flug- dafür eine gute Bortion Unfehlbarkeitsdünkel gegeben. Bei ist immer weiteren Kreisen zum Bewußtsein gekommen, blatts wegen strafbaren Jubalts desselben angeklagt und Die Fälle, in denen die Verurtheilung Unschuldiger er f man mit der Beseitigung der Berufung die Rechts der Richter nahm als selbstverständlich an, daß sie wiesen wird, sind ziemlich zahlreich, aber noch viel zahlege einer wichtigen Kautel gegen richterliche Frrthümer dasselbe vor der Verbreitung gelesen hätten. Nun weiß reicher mögen die Fälle sein, in denen der unschuldig Veraubt habe. Der Grundgedanke, welcher zur Beseitigung jeder, der von der sozialdemokratischen Bewegung nur ein urtheilte nicht zum Unschuldbeweise gelangt. Das VerBerufung führte, mag an und für sich richtig sein. Die wenig unterrichtet ist, daß bei der Verbreitung von Flug- trauen auf die Rechtsprechung ist in allen Kreisen des f Richter der Straffammer sind in der Lage, den That blättern, wenn auch des unanfechtbarsten Inhalts, um Voltes gesunken, und daher macht sich das Bedürfniß nach tand unmittelbarer zu prüfen, als die Richter einer Be- ein vorzeitiges Verbot zu verhindern, die größte größeren Rechtsgarantien immer mehr geltend. Aus diesem fungsinstanz, und können ein richtigeres Urtheil fällen Geheimhaltung bis zum Augenblick der Verbrei Bedürfniß entspringt das Verlangen nach Wiedereinführung diese. Das ließe sich hören, wenn man im Rechts- tung beobachtet wurde und daß die Verbreitung der Berufung. Wir sehen in ihr nur einen Nothbehelf. Das rfahren sich von keinem anderen Gesichtspunt'te leiten so schnell und allgemein erfolgte, daß eine Juhi- Heilmittel liegt nur in der Beseitigung der Ursachen des eße als dem, die Wahrheit und das Recht zu finden; wenn birung im schlimmsten Fall nur einen kleinen Theil der Uebels. Der Klassenstaat schafft eine Klassenjustiz, und an es nicht mitunter benugen würde, um außerhalb des Flugblätter treffen konnte. Es war also selbst verder Klassenjustiz fehlt die feste Rechtsgrundlage: die Ges lechtes liegende Bestrebungen zu fördern oder zu unterständlich, daß die mit der Verbreitung eines Flug- rechtigkeit.ücken. In der Bibel schon ist der Hauptvorwurf gegen blattes Betrauten oft die letzten waren, die dasselbe lesen ichter, nicht etwa daß sie gegen das festgesetz te Recht konnten. Feuilleton. abbrud verboten.] Die Waffen nieder! ( 59 gar Mordlust und Grausamkeit gegen Wehrlose ein, dann Degen; da tritt der Rekrut zum ersten Male öffentist das Tödten im Kriege gerade so unmoralisch und un- lich mit Helm und Seitengewehr auf und zum ersten Male zulässig wie im Frieden. Ja, in vergangenen Jahr folgt er der Fahne seines Truppentheils, die jetzt entfaltet. hunderten, wo Landknechtsführer und fahrendes Volk den ist vor dem Altare des Herrn, zerfetzt wie sie ist und Krieg als Handwerk betrieben, da konnte der Oberststück geschmückt mit dem Ehrenzeichen der Schlachten, in der hauptmann solches schreiben; aber heut zu Tage wird nicht sie getragen worden" Er sprach von der allfonntäg" für Sold und Beute und nicht ohne zu wissen, gegen wen lichen kirchlichen Fürbitte:" Beschütze das königliche Kriegsund warum, zu Felde gezogen, sondern für die höchsten heer und alle trenen Diener des Königs und des Vaterlands. Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. idealen Güter der Menschheit für Freiheit, Selbständig Lehre sie, wie Christen ihres Endes gedenken und laß dann Die Prophetin Deborah nagelte dem Kriegsobersten feit, Nationalität für Recht, Glaube, Ehre, Zucht und ihre Dienste gesegnet sein zu Deiner Ehre und des Vaterffara den of am Erdboden an. Gideon, der von Sitte landes Besten. Gott mit uns", führte er weiter aus,„ ist ott verordnete Führer des Volks, rächte sich an den Obersten " Sie, Herr Konsistorialrath," warf ich ein, find jeden- ja auch die Inschrift auf der Gürtelschnalle, mit der der Senhot, die ihm etwas Proviant verweigert hatten, sol- falls sanfter und menschlicher als der Stückhauptmann; Sie Infanterist sein Seitengewehr sich umgürtet, und diese tisch: Galgen und Rad, Schwert und Feuer waren zu haben daher aus der Bibel keine Belege für die Statthaftig Losung soll ihm Zuversicht geben. Ist Gott mit uns lecht; fie wurden mit Dornen gebroschen und zerrissen feit der Greuel- an welchen unsere mittelalterlichen Vor- wer mag wider uns sein? Da sind auch die allgemeinen eichwohl war es recht vor den göttlichen Augen. Der fahren und vermuthlich noch mehr die alten Hebräer Landes, Buß- und Bettage, die beim Beginn eines Krieges nigliche Prophet David, ein Mann nach dem Herzen ihre Lust hatten beizubringen; aber es ist doch dasselbe ausgeschrieben werden, damit das Volk im Gebete des ottes, inventierte die grausamsten Martern über die schon Buch und derselbe Jehova, der nicht sanfter geworden sein Herrn Hilfe erslebe, zugleich in der geirosten Hoffnung berwundenen Kinder Ammon zu Rabboth: er ließ sie mit tann, von dem aber jeder nur so viel Bestätigung sich holt, auf seinen Beistand und im Vertrauen auf den durch übeln zerschneiden, mit eisernen Wagen über sie fahren, als zu seiner Anschauung paßt." diesen Beistand zu erlangenden glücklichen Ausgang. schnitt sie mit Messern, zog sie herdurch wie man ZiegelAuf dieses hin erhielt ich eine Kleine Strafpredigt Welche Weihe liegt für den ausziehenden Krieger eine formieret, und also that er in allen Städten der Kinder über meinen Mangel an Ehrerbietung dem Worte Gottes darin wie mächtig hebt dies seine Kampfes und seine gegenüber und über meinen Mangel an Urtheil bei dessen Todesfreudigkeit! Er fann getrost, wenn ihn sein König " Das ist greulich, das ist abscheulich!" unterbrach der Auslegung. rust, in die Reihen der Kämpfer treten und auf Sieg und berpfarrer. Nur einem rohen Söldling avis der verEs gelang mir jedoch, das Gespräch wieder auf unser Segen für die gerechte Sache rechnen: Gott der Herr wird ilderten Zeit des 30jährigen Krieges sieht es gleich, solche eigentliches Thema zurückzuleiten und jezt erging sich der dieselben unserem Volte ebensowenig entziehen, wie einst eispiele aus der Bibel heranzuziehen, un darauf die Be- Konsistorialrath in lauge, diesmal, ununterbrochen bleibende seinem Volke Israel, wenn wir nur zu ihm betend die htigung der Gransamkeit gegen den Feind zu stüßen. Ausführungen über den Zusammenhang zwischen soldati Arbeit des Kampfes thun. Der innige Zusammenhang Sir verkünden jetzt ganz andere Lehren: im Kriege darf schem und chriftlichem Geifte; er sprach von der religiösen zwischen Gebet und Sieg, zwischen Frömmigkeit und Tapferiter nichts erstrebt werden, als die luſchädlichmachung Weihe, die dem Fahneneid innewohnt, wenn die Standarten feit ergiebt sich leicht denn was kann mehr Freudigkeit Geguers bis zum Tode ohne böswillige Absicht mit Musikbegleitung feierlich in die Kirche getragen werden im Angesicht des Todes gewähren, als die Zuversicht, wenn gen das Leben eines einzelnen. Tritt solche Absicht oder unter der Ehrenbedeckung zweier Offiziere mit gezogenem im Schlachtgewühl die lezte Stunde schlägt, vor dem himm mon. Ferner hat-" 118 Politische Uebersicht. Berlin, den 28. Oftober. und Striche den Sinn einer Rede vollkommen zu ändern, wird. Soll nicht vergessen werden- war übrigens längst wie er es selbst einmal als Redakteur der bekannt. Emser Depesche gethan habe." Gegen die neue Militärvorlage wird die Opposition aber interessant ist's doch! Unseren Lesern bringt dieses Geständniß nichts Neues, den Händen Bismard's sein. Damit wäre er der Geschichte Der schriftliche Naklah Lothar Bucher's soll in immer stärker, je mehr die Einzelheiten bekannt werden. Das Danaergeschenk der zweijährigen Dienstzeit, welches im und jedenfalls der Wahrheit verloren. Stellt doch heute Der Tabakban wird nach einer Statistik des Reichs- bereits das Bismarck'sche Organ den Verstorbenen als ver ersten Moment manchen blendete, hat sich bei genauerer Anzeigers" im Deutschen Reich von 145 023 Pflanzern be- trauten Freund des Grafen Herbert hin. In einer Hinsicht Betrachtung als vollkommen werthlos herausgestellt. Die trieben. Der Flächeninhalt der mit Tabak bebauten Grund- paßten beide zusammen, nämlich zur Ergänzung. Der zweijährige Dienstzeit soll weder in die Verfassung auf- ftüde betrug im Jahre 1891 1853 347,0 r, im Jahre eine hatte, was dem andern fehlte genommen, noch sonst gesetzlich garantirt werden, sondern 1892 nach vorläufiger Berechnung 1 473 523,3 Ar. Man Geift.eine Gnade, eine Belohnung bleiben für die, welche sieht, es kommen bei dem Tabaksbau eine ganze Menge Die anarchische Produktionsweise der Privat binnen zwei Jahren fich den nöthigen„ militärischen Geist" Interessenten in Betracht, aber die ganze Fläche, die sie industrie beherrscht auch die Staatswerkstätten, in denen und die nöthige militärische Dressur angeeignet haben bebauen, erreicht nicht ben Umfang einzelner der privile doch am leichtesten die Produktion geregelt werden könnte. ganz wie bisher, Es wird an dem bisherigen Verhältniß girten Schnapsbrenner und Kornzöllner, die sich der be- Am schlimmsten steht es noch in den Militärwerkstätten, in thatsächlich gar nichts geändert, nur daß die Drillung sonderen Staatsprotektion erfreuen. Aber jene 145 000 welchen oft gerade in den arbeitslosesten Zeiten Arbeiter noch etwas strammer betrieben und eine größere Zahl von Personen zu expropriiren fällt heute nicht so ins Gewicht, massenweise entlassen werden. Mit der Lage der plöglich Refruten durchgedrückt" werden soll was den armen wie das Privileg eines einzigen Großgrundbesizers. entlassenen Arbeiter vergleiche man die der zur Disposition Refruten keine angenehmen Aussichten eröffnet. gestellten und der pensionirten Offiziere! freut sein. Dem Berrath militärischer Geheimnisse foll, wie Eine antisemitische Internationale. Die Kreuz- Unsichere Kantonisten. Ein deutsches Blatt hat die die„ Konservative Korrespondenz" schreibt, in der in Aussicht Beitung" hat eine semitische Internationale entdeckt. Die Ehre, von einem russischen Regierungsblatt ob seiner- faft gestellten Strafgesetz- Novelle ein fräftiger Damm entgegen- ftreut wurden, besteht eine solche Internationale", und schmaßend abgeküßt zu werden und es hat diese Ehre Kreuz- Zeitung" hat recht; seit die Juden in alle Welt zer Birchow'schen Verhimmlung des zarischen Rußland Ob der Verrath vertraulicher Aftenstücke an die Sozial- wird bestehen, so lange es Judenverfolger und Juden verdient. Es ist dies die Zukunft", herausgegeben von demokratie, ob ferner Vorgänge wie die nach dem Reichs- und beher gibt. Aber warum spricht die" Kreuz- Zeitung" nicht Herrn Harden, dem Beweihräucherer und Gedankenleser Staats Anzeiger" als widerrechtlich bezeichnete Mittheilung der von der antisemitischen Internationale, der sie selbst an- des Fürsten Bismarck. Fürst Bismarck wird über die Anvorläufig geheim" gehaltenen Militärvorlage durch die er gehört? Diese Internationale" hat ihren Sit in Berlin, erkennung, die sein Johannes, und in deffen Person er wähnte Borlage betroffen werden würden, muß erst noch ab- gar nicht weit von dem Redaktionslokal der Kreuz- Beitung" felber, in Rußland gefunden hat, gewiß nicht wenig er gewartet werden. Ein Schaden wäre es nicht, wenn man auch und von dieser Zentralfloate aus wird der AhlwardtBertrauensbrüche dieser Art unter strenge Strafe stellte, denn Stöcker'sche Schmuz vermittelst internationaler Berieselungsjeder solche Vorfall schädigt das Anfehen der Beamtenfchaft rohre nach Belgien, Frankreich, England, Italien, Amerika und läßt Zweifel über deren Zuverlässigkeit aufkommen." Die Hamburger Noblesse während der Cholera semitischen Internationale" nicht spricht? Schämt sie sich schaft zur Sprache gebracht. Herr Gieschen brachte die viel geleitet. Warum die Kreuz- Zeitung" von dieser anti- wurde in der letzten, bereits erwähnten Sigung der Bürger etwa? Das tönnen wir doch nicht glauben. besprochene Thatsache vor, daß man einigen von auswärts Die Cholera und die Profitmacherei. Die Buschrift habe. Einen ungünstigen Eindruck mache es auch, daß jeht gebetenen Aerzten nur 3,30 m. für den Tag angeboten eines alten Abonnenten" aus der Provinz kann die Die Kranken- und Zeichentransporteure in öffentlichen National- Beitung" nicht gut abweisen, und so bruckt denn Blättern um Ersatz ihrer verdorbenen Kleidung bitten ba bas kapitalistische Blatt diefelbe ab, obwohl sie die schärffte die Polizeibehörde einen Ersatz derselben ablehne. Herr Verurtheilung des Kapitalismus ist. Es heißt in diefer Senator Dr. Hachmann erklärte hierauf: Buschrift: Man sieht hieraus, was man gern unter den Begriff des Landesverraths bringen möchte. Der Militarismus soll mit einer undurchdringlichen Mauer umgeben werden, mit einer Mauer gegen das eigene Volt. Solche Borkommnisse, wie die im Erlaß des Prinzen Georg geschilderten, sollen der Deffentlichkeit entzogen werden; Maßnahmen wie die Denunziation der eingezogenen Rekruten wegen ihrer politischen Gesinnung sollen den davon betroffenen Kreisen verborgen bleiben; Vorlagen, wie die das ganze Bolt schwer belastende Militärvorlage, sollen erst in die Deffentlichkeit kommen, wenn der Regierung die Gelegenheit am günstigsten erscheint. Es giebt Dinge, deren Geheimhaltung wirklicher Boltsverrath wäre und deren Enthüllung soll als Landesverrath angesehen werden! D 0 Bom Bundesrath. In der Plenarsizung am 27. Dttober beschloß der Bundesrath, der Eingabe der TiefbauBerufsgenossenschaft, betr. die Ausscheidung der Betriebe der Straßenpflasterer, Asphaltirer und Zementirer aus den Baugewerks Berufsgenossenschaften und ihre Ueberweisung an die Tiefbau Berufsgenossenschaft, keine Folge zu geben. Dem Reichstanzle wurden überwiesen: die Resolution des Reichstags, betr. die Reform der Militärgerichts Verfassung und der Militär Strafprozeßordnung, eine Eingabe der Agitations Rommission der Bäckerarbeiter Deutschlands in Hamburg, betreffend den Bollzug der Arbeiterschu Gefeßgebung in Bädereien, und mehrere Eingaben, betreffend den Terminhandel mit Nahrungsmitteln und unentbehrlichen Verbrauchsgegenständen. Dem Entwurf eines Gesezes für Elsaß- Lothringen wegen Erhöhung der Weinsteuer für Rosinenwein wurde die Zustimmung ertheilt. Sodann wurde über mehrere Vorlagen und Eingaben in Zoll- und Steuerangelegenheiten Beschluß gefaßt. Der Antrag von Neuß j. 2., betreffend das Ausscheiden der staatlichen Tiefbaubetriebe des Fürstenthums Reuß i. 2. aus der Tiefbau- Berufsgenossenschaft, der Entwurf eines Gesetzes wegen Ergänzung der Bestimmungen über den Wucher, der Entwurf eines Gesetzes über die Abzahlungsgeschäfte und der in der vergangenen Session des Reichstages unerledigt gebliebene Gefeßentwurf gegen den Verrath militärischer Geheimnisse, wurden den zuständigen Ausschüssen zur Vorberathung übergeben. In dem Cholerabericht in Nr. 595 Jhres geschätzten Die Aufforderung an verschiedene medizinische Fakultäten, Blattes ist erwähnt, daß in den russisch- polnischen Gebieten die Aerzte nach Hamburg zu entfenden, sei seitens der Cholera Seuche fich westwärts ausbreitet und daß die Bewohner der tommission ohne Vorwissen der Krankenhausverwaltung er Weichselgegend von den Behörden selbst zur Vorsicht aufgefordert lassen worden. Diesen Aerzten habe man an Honorar 20 M. find, weil in nächster Zeit mit den Holztransporten 300 Arpro Tag versprochen. Den hierhergekommenen Kandidaten der beiter direkt aus den verseuchten russischen Landestheilen über Medizin habe man neben freier Station das Gehalt die Grenze kommen werden". Der Berichterstatter knüpft hieran der Assistenzärzte, monatlich 100 m., geboten, womit dies felben zufrieden gewesen seien. die sehr naheliegende Frage, ob denn diefe 200 Arbeiter nicht am Die Herren feien nicht Ueberschreiten unserer Grenze verhindert werden des Geldverdienens wegen hierhergekommen, sondern um tönnten? Freilich wäre das möglich, wenn nicht die Holzhändler wissenschaftliche Studien zu machen. Nur einer ber und ihr Einfluß da wären. Denn würden diese Arbeiter an der Mediziner habe seine Diäten erhoben, die anderen hätten darauf preußischen Grenze zurückgewiesen, so müßten für die Führung verzichtet. Die Kranken- und Zeichentransporteure hätten 9. M. der Holztraften ebensoviel deutsche Arbeiter eingestellt werden, für den Tag, das sind 63 M. für die Woche, und außerdeur und die deutschen Arbeiter fordern einen viel freie Behrung erhalten. Das sei seiner Meinung nach eine höheren Tagelohn als die polnischen Flößer, vollständig ausreichende Bezahlung. Er erkläre feierlich, welche lettere für ein wahres Lumpengeld arbeiten. Die Holzweiteren Ansprüchen prinzipiell ablehnend zu begegnen. Sein händler aber behaupten, die höheren Löhne nicht zahlen zu Mitgefühl könnte sich wohl denen zuwenden, die durch die fönnen, und damit der Holzhandel nicht geschädigt wird, müssen Cholera in Noth gerathen feien und nichts verdient hätten, die polnischen Flößer, und mit ihnen die Cholera, in das Land nicht aber denen, die 63 M. in einer Woche verdient haben. gelassen werden. Das Märchen, daß sich die Natürlich, gegenüber einem solchen Verdienst kommt nöthige Zahl deutscher Arbeiter nicht finden die Arbeit und die Gefahr garnicht in Betracht! Da i Iieße, wenn man fie entsprechend bezahlen der Ersatz der verdorbenen Kleider zu viel verlangt. De will, wird man uns doch im Ernste nicht aufbinden Hamburger Senat muß wieder sparen! Nicht an den wollen." Nun,- dieses Märchen hat die Bourgeoispreffe oft genug ihren Lefern aufgetischt. Der russische, polnische, böhmische, italienische Arbeiter ist ihr immer lieber gewesen als der deutsche, wenn er nur billiger war, selbst wenn er die Cholera und andere Seuchen einschleppte! Senatorgehältern, die 500 m in der Woche betragen, be ein Senator ist doch ein ganz anderer Mann, als so ein armer Teufel, der sein Leben und das seiner Familie au das Spiel segt, wo der Bourgeois die Flucht ergreift! de Carmaux. Der Schiedsspruch Loubet's ha hauptsächlich dadurch das Mißfallen und den Zorn ,, Liberal." Wie ein Korrespondent der„ Frankfurter Arbeiter erweckt, daß die Verurtheilten von Albi nicht gleid Zeitung" aus München mittheilt, hätten sich dort sämmt den übrigen Gemaßregelten von der Minen- Kompagn liche liberale Schattirungen einschließlich Volkspartei" gegen wieder eingestellt werden sollen. Die Verurtheilung erfolgt bie Sozialdemokraten verbündet, und hielten sich für stark bekanntlich wegen der, durch Calvignacs Entlassung hervor genug, auch ohne Kompromiß mit dem Zentrum die Sozial- gerufenen, übrigens von der Bourgeoispreffe maßlos über demokraten bei der bevorstehenden Landtagswahl zu schlagen. triebenen Krawalle, und die Verurtheilten befinden sich zur Nun, Hoffnungen sind zollfrei. Wir wollen den Herren Beit noch auf einige Wochen, mehrere auf einige Monate Die Fälschung der Emfer Depesche hat jekt Bis- Liberalen die Vorfreude an dem„ Sieg" nicht verderben, im Gefängniß. Der ministerielle Temps" bemerkt ents mard in einem Interview gegenüber bem Redakteur der sie bietet einen kleinen Ersatz für die Schmerzen der schuldigend, Loubet als Haupt der Regierung habe doch einen Wochenschrift Zukunft" selbst zugestanden. Der Erkanzler Niederlage; wir wollen nur fonstatiren, daß in dem Gerichtsspruch nicht aufheben können- und er deutet an, ist nämlich immer noch zu feige, sein Reichstagsmandat aus- Hauptorgan der Volkspartei die reaktionäre Gemeinschaft Kompagnie fich nicht weigern werde, die Verurtheilten nach zuüben, weil die Presse seine Reden fälschen könnte:" Es mit dem Nationalliberalismus, der in München an der ihrer Entlassung aus dem Gefängniß wieder zu beschäftigen sei ja so leicht, ohne Fälschungen, nur durch Weglaffungen Spitze der„ liberalen" Parteien steht, ausdrücklich bekunder Allein um eine Aufhebung des Gerichtsspruches handelte -daß die lischen Richter Gnade zu finden? Treue und Glauben in" Sehe ich den Krieg an als ein Ding, das Weib, wohl der Christin, als der Soldatenfrau quälend sein Verbindung mit Mannhaftigkeit und Krieg stüchtigkeit Kind, Haus, Hof, Gut und Ehre schützt und Frieden mußten. Der Friede sei mit Ihnen!" gehören zu den ältesten Traditionen unseres Voltes. damit erhält und bewahrt, so ist er eine gar töftliche In diesem Ton ging es noch lange fort: bald in öliger Sa ch e." Milde, gesenkten Hauptes, mit sanftem Tonfall von Liebe, Nun ja sehe ich den Panther als eine Taube an, Himmel, Demuth, Kindlein", Heil und„ köstlichen Dingen"; so ist der Panther ein gar sanftes Thierchen," bemerkte ich -bald mit militärischer Kommandostimme, bei stolz in die ungehört. Brust geworfener Haltung, von strenger Sitte und strammer Gern hätte ich auch auf seine poetischen Ergüsse die Zucht scharf und schneidig-Schwert und Wehr. Das Verse Bodenstedt's entgegnet: Wort Freude" wurde nicht anders als in den Zusammenfehungen Todes, Kampfes- und Sterbensfreudigkeit gebraucht. Bom feldprobstlichen Standpunkt scheinen eben Tödten und Getödtetwerden als die vornehmsten Lebensfreuden zu gelten. Alles übrige ist erschlaffende, sündhafte Lust. Auch Verse wurden deklamirt. Zuerst der Körner'sche: Bater, du führe mich! Führ mich zum Siege, führ' mich zum Tode! Herr, ich erkenne deine Gebote. Herr, wie du willst, so führe mich, Gott ich erkenne dich! Dann das alte Volkslied aus dem dreißigjährigen Kriege: Rein fel'grer Tod ist in der Welt, Ihr mögt von Kriegs- und Heldenruhm So viel und wie ihr wollt verkünden, Nur schweigt von eurem Christenthum, Gepredigt aus Kanonenschlünden. Bedürft ihr Proben eures Muths, So schlagt euch wie die Heiden weiland, Bergießt so viel ihr müßt des Bluts, Nur redet nicht dabei vom Heiland. Noch gläubig schlägt das Türkenheer Die Schlacht zum Ruhme feines Allah, Wir haben feinen Odin mehr, Todt sind die Götter der Walhalla. Seid was ihr wollt, doch ganz und frei, Auf dieser Seite wie auf jener, Verhaßt ist mir die Heuchelei Der friegerischen Nazarener. war eine Qual!" die „ Ach!" stöhnte ich, nachdem er sich entfernt hatte, bas " Ja, das war es," bestätigte Friedrich. Besonders unsere L'inaufrichtigkeit war mir nicht behaglich falsche Voraussetzung nämlich, unter welcher wir ihn zur Entfaltung seiner Beredtsamkeit bewogen haben. Einen Augenblick drängte es mich, ihm zu sagen: Halten Sie ein, hochwürdiger Herr, ich selber hege die gleichen Ansichten gegen den Krieg, wie meine Frau, und was Sie sprechen, foll mir mer dazu dienen, die Schwäche Ihrer Argumente lichen Minnes Ueberzeugung näher zu untersuchen. Aber ich schwieg. Wozu eines rednoch dazu die Grundlage seines Lebensberufes ist vers Legen?" Ueberzeugung? eine Ueberzeugung, die bist Du dessen sich- r? Glaubt er wirklich, die Wahrheit zu sprechen, oder bethört er feine Soldatengemeinde absichtlich, wenn er ihr den sicheren Sieg verspricht, durch den Beistand eines Gottes, von dem er doch wissen muß, daß er von vem Feinde gerade so angerufen wird? Diese Berufungen auf unser Volt", auf unsere", als die eirizig gerechte Sache, die zugleich Gottes Sache ist, die waren doch nur möglich zu einer Zeit, da ein Bolt von Aber unser„ triegerischer Nazarener" sah nicht, was in allen übrigen Völkern abgeschlossen, sich für das einzig meinem Geiste vorging; er ließ sich in seinem Redefluß Daseinsberechtigte, das einzig Gottgeliebte hielt. nicht irre machen und als er sich empfahl, da hatte er das dann diese Bewußtsein, mich zweier Dinge überführt zu haben; daß leichter die alle Bertröstungen auf den Himmel, um desto der Krieg vom chriftlichen Standpunkte aus ein gerecht diese Beremonien- Weihen, Eide, Gefänge fertigter Ferner das Lenau'sche Lied vom kriegslustigen Waffen- fei. Durch diesen rhetorischen Sieg seiner Berufspflicht" Todesfreudigkeit"( mir graut vor dem Worte) erwecken und an und für sich eine köstliche Sache der Brust des in den Krieg Befohlenen die so beliebte nachgekommen zu sein und damit dem fremden Herrn sollen, ist das nicht" Obersten einen beträchtlichen Dienst erwiesen zu haben, schmied: Darf nicht hören groß Wehflagen. Muß an den Todesreih'n, Als wie vom Feind erschlagen, Auf grüner Au', im freien Feld, Im engen Bett, da einer allein Hier aber find't er Gesellschaft fein Fallen wie Kraut im Maien. Friede hat das Menschenleben Still verwahrloft, sanft verwüftet, Wie er seiner That sich brüstet, Alles hängt voll Spinneweben Ha! nun fährt der Krieg dazwischen, Klafft und gähnt auch manche Wunde, Gähnt man felt'ner mit dem Munde. Kampf und Tod die Welt erfrischen. Und schließlich noch das Wort Luther's: t 11 11 g f Und de je welche in 321 ei fid 111 I 20 ธน De fli er's mi ih eir jei Alles hat zwei Seiten, Martha," unterbrach Friedrich war ihm fichtlich sehr befriedigend, denn als er sich zum Weil wir den Krieg verwünschen, erscheint uns alles, was Gehen erhob und wir ihm unseren Dank für die bereit ihn stützt und verschönt, was seine Schrecken verschleiert, willige Bemühung aussprachen, erwiderte er abwehrend: haffenswerth." ,, Es ist an mir, Ihnen zu danken, mir die Gelegen-" Ja, natürlich, denn dadurch wird das Gehaßte heit geboten zu haben, durch mein schwaches Wort, dessen halten." ganze Wirksamkeit dem vielfach herangezogenen Worte Gottes" Nicht dadurch allein,. zuzuschreiben ist, solche Zweifel zu verscheuchen, welche so- mit tausend Fasern festgewurzelt, und so lang fic da waren Alte Einrichtungen stehen 118 es fich gar nicht, sondern nur darum, daß nach Boll.p streckung desselben die Verurtheilten nicht mehr geachtet sein sollten. Eine durch die Presse gehende Nachricht, Calvignac erhalte während seines Urlaubs von der Kompagnie feinen Lohn ausgezahlt, ist natürlich eine alberne, vielleicht auch boshafte Erfindung. Wie die Dinge fich nun gestalten werden, das kann niemand über sehen. Die Arbeiter sind entschlossen, sich von jeder Gewalt that ferne zu halten. Leider wird, da nun frisches Militär nach Carmaux geschickt wird, die Durchführung dieses Entschluffes nicht leicht sein. Französische und deutsche Sozialisten. fchreibt uns: " Parteinachrichten. wiederholt das " widerlegen. Er begnfigte fich damit, den Erschienenen vor der Sozialdemokratie graulich zu machen, und malte in den schwärzesten Farben ihre Internationalität aus. Zum Schluß seiner mit Direktors Schmidt ftellt die Berliner Bolts- Zeitung" in einer Polen möchten doch lieber seinem Verein beitreten. Der Herr Ju der Angelegenheit des Breslauer Landgerichts- fchallendem Hohngelächter aufgenommenen Salbaberei bat er, die geschmacklosen Erwiderung auf unsere gefirige Notiz eine Inter- vergaß, daß er selber vom hiesigen Verein polnischer Industrieller pellation des Freisinns im preußischen Landtage in Aussicht. Es wegen Krafehls ausgeschlossen wurde. Die Debatte wurde darauf werde und müsse sich jemand finden, der den Justizminister wiederum ziemlich stürmisch, trotzdem Referent und Einberufer fragt, ob er es billigt, daß preußische Justizbeamte amtlich über mehrfach in dieselbe eingriffen und nach besten Kräften die Ruhe eine nach Hunderttausenden zählende politische Partei Angaben aufrecht zu erhalten trachteten. Ein Student meinte sehr naiv, verbreiten dürfen, die das Wort Vertrauen erheblich erschüttern jene Polen, welche durchaus Sozialdemokraten werden wollten, müssen, deffen die Menschen untereinander bedürfen, um auf die fonnten ja in die zahlreichen deutschen Sozialistenvereine ein: Treu und Glauben miteinander zu verfehren, wenn ein Nachweis treten. Aber die Polen sollte man um Gotteswillen in Ruhe Man für die Richtigkeit dieser Angaben in überzeugender Weise noch lassen. Ein anderer Redner wiederum warf den sozialdemokratischen nicht geführt worden ist". Die" Bolts Zeitung" verspricht, bei Polen, welche gekommen feien, hier einen Verein zu gründen, Gewiffe Bourgeoisorgane, so z. B. die Rölnische Volks geordneten an ihre Pflicht zu erinnern, die Aeußerung Schmidt's sturm. Genosse Morawski erwiderte fehr richtig, bevor die der Berathung des Justizetats" die freisinnigen Landtags- Ab- Bauernfang vor und entfesselte damit einen abermaligen EntrüftungsZeitung", thun noch immer so, als ob sie an die internationale vor das Forum des Landtags zu ziehen. Gesinnung der französischen Sozialisten nicht glauben könnten. frommen Herren uns Bauernfang vorwerfen, möchten sie sich an Gegenüber den glänzenden Rundgebungen internationaler Soli Also ein Appell an das auf Grund des elendesten" aller bie eigene Nase fassen; zudem sei die Internationalität nicht darität, wie sie in alle und Marseille stattgefunden Wahlsysteme gewählte preußische Abgeordnetenhaus, das ist das nur bei den Sozialdemokraten zu finden. Die Kapitalisten hätten haben, ist es nun allerdings selbst für den so schwarz wie gewaltige Mittel, das nicht in Vorschlag gebracht zu haben die durch ihre Handlungen längst bewiesen, daß fie gleichfalls intermöglich blickenden Gegner nicht mehr gut angängig, die Gefühle Bolts- Zeitung" unserer Parteileitung zum Vorwurf macht! national feien und den Ratholiken fromme es zu allerlegt, in der der dort anwesenden französischen Genoffen in Zweifel zu wir hätten die Landrathskammer, wie die Bolts- Beitung" felbft Internationalität ein Haar zu finden, fei doch ihr geistiges Oberziehen; so giebt man die internationale Gesinnung der ,, Marristen", Abgeordnetenhaus schon genannt hat, haupt auch kein Bole oder Deutscher, sondern ein Italiener. Daß vor der Schmidt'schen Insinuation zu man es verhindern wolle, die Sozialdemokratie unter der polniwenn auch widerwillig, zu, wirft fich aber mit um so größerer bitten sollen, uns Wir schützen! haben Don Hartnäckigkeit auf die übrigen Fraktionen der französischen der Derzeitigen Redaktion fchen Bevölkerung zu verbreiten, beweise, daß wir den richtigen der Sozialdemokratie, denen man in dieser Hinsicht abweichende gehabt, aber daß sie es fertig brächte, der sozialdemokratischen bung eines Vereins polnischer Sozialdemokraten auszusprechen " Bolts- Zeitung" nie nie eine besonders hohe Meinung eg eingeschlagen hätten. Er bitte die Versammlung, die GrünAnschauungen unterschiebt. 213 einen schlagenden GegenBeweis geben wir hier eine Resolution wieder, welche Anfang Bartei einen solchen Vorschlag zu machen, dazu hätten wir sie und zugleich die verlesenen Statuten anzunehmen. Nun entdiefes Wionats auf dem, 800 Gewerkschaften und politische doch nicht für fähig gehalten. An das Gewissen der Herren stand wieder durch provozirende Zwischenrufe der Gegner Landräthe im Landtage zu appelliren und damit die üblichen ein Standal, der augenscheinlich so recht nach dem Gruppen vertretenden Nationalkongreß des linken Flügels der Grunzlaute dieser Auch" Bolts"- Vertreter hervorzurufen, dazu Herzen der frommen Herren war. Als der Einberufer französischen Possibilisten", der sogenannten Allemanisten", mag fich die„ Bolts- Zeitung" für gut genug balten, die Sozial- aber von seinem Hausrecht Gebrauch machen wollte und den zu St. Quentin gefaßt wurde. Es handelte sich um den zweiten Punkt der Tagesordnung: Stehende Heere.lichen Meinung haben unsere Genossen in Hamburg und Breslau nöthigte, erklärte der Polizeikommissar, er bulde es nicht, daß demokratie thut da aber nicht mit. Vor das Forum der öffent- Hauptkrakehler durch den Wirth zum schleunigen Abschiede Böllerbund." Der Kongreß sprach sich folgendermaßen aus:„ Unterdrückung der stehenden Heere und ihr Ersatz durch die Meineidsbezichtigung längst gebracht, der Rath der Bolts- jemand aus dem Lofale entfernt werde, und müsse die Ver die Bewaffnung des Volkes; und zu diesem Zwed gewerbliche, Beitung" tommt daher etwas sehr verspätet. Ihr Versprechen fammlung auflösen, wenn dies doch geschehe. Durch diese Erklä wissenschaftliche und militärische Ausbildung aller Kinder, deren aber, einen freisinnigen Volts- Tribunen mobil zu machen, der den rung wurde der Radau noch größer und der zweite überwachende Unterhalt der Nation obliegt. Und um sich den bruder Justisminister zur Rede stellen soll, nehmen wir vorläufig zur Beamte, v. Maczkiewicz, bestieg mitten im Saale einen Stuhl. Kenntniß. Wenn nur der von dem tapferen Blatte erforene Wieder gellte die Glocke des Einberufers durch das Getöse und mörderischen Plänen der herrschenden Klaffe zu widersetzen, Ritter nicht auch das Malheur hat, wie weiland Fordenbeck, der einen Moment der Ruhe benugend, fragte derselbe die Anwesenladet der Kongreß die Sozialisten aller Länder dazu ein, auf bekanntlich den Pferdebahnanschluß versäumte, als er im Reichs ben, wer von ihnen für die Gründung des projektirten Bereins die nächste Striegserklärung, woher fie auch kommen möge, mit einer Erklärung des sozialen Krieges zu ant- tag gegen die Verlängerung des Sozialistengefeßes stimmen sollte! und für die Annahme der verlesenen Statuten sei. Ein Wald von Armen fuhr in die Höhe. Es war die überwiegende Maworten. Der Rongreß erklärt, daß er gegen jeden bruder- Die Versammlung der polnischen Sozialisten Breslaus, jorität. Polen, Katholiten was thut Ihr? jammerte Herr mörderischen Kampf protestirt, daß er sich für das Verschwinden der Grenzen ausspricht, und daß sein philosophisches und welche die bereits gemeldete Gründung eines Vereins beschloß, Gurnatowski und entfesselte damit eine wahre Lachsalve. Nun gesellschaftliches Ideal darin besteht, alle Völker der Grde be- war außerordentlich zahlreich besucht. Hunderte von Polen fing Herr von Maczkiewicz an zu sprechen, dabei mit den Hänfanden keinen Platz mehr. Der interessante Berlauf der Ver- den in den Taschen herumsuchend. Der Vorsitzende aber schloß glückt vom Frieden der Arbeit, der Freiheit und der Gerechtig: fammlung rechtfertigt einen ausführlichen Bericht. Wir geben die Versammlung inzwischen und brachte ein dreifaches Hoch auf keit, im Sonnenglanze der sozialen Weltrepublik leben zu sehen." benselben nach der„ Breslauer Volkswacht": Dieselbe schreibt: Wir dächten, daß diese Erklärung, welche sogar dazu auf die völkerbefreiende internationale Sozialdemokratie aus, in fordert, nöthigen Falls den nationalen Krieg durch ,, Genosse Mor a wsti aus Berlin, Berleger der Gazeta welches die Versammlung begeistert einstimmte, und in diesem den Bürgerkrieg zu verhindern, fich würdig ben robotnicza", setzte den Erschienenen die Lage des polnischen Sturm der Begeisterung gingen etwaige fonftige Aeußerungen Marseiller Manifestationen an die Seite stellt, nnd er- Proletariats auseinander, besprach kurz die Grundzüge des unter." innern im übrigen noch daran, daß die einflußreichen Kreise Sozialismus und betonte, daß gerade unter der polnischen Von der Agitation. Es find Donnerwetters, die Sozialunter den possibilistischen, blanquiftischen u. f. w. Fraftionen Arbeiterbevölkerung der beste Nährboden für die Jbeen unferer franzöfifchen Brudertruppe fich fast ausschließlich aus der Sozialdemokratie zu finden sei. Nur müsse diesen Aermsten demokratenschreibt die Jferlohner Märkische Boltsstimme" alten Kommunekämpfern refrutiren, über deren Gesinnung die der Gesellschaft erst flar gemacht werden, aus welchem Grunde fie fragen nichts danach, fie gehen auf Landagitation aus, Herren Bourgeois wohl nicht im Zweifel sein dürften. es ihnen so elend gehe, und durch welche Mittel fie ob's regnet oder schneit. So hatten sich auch am Sonntag, den eine Befferstellung ihrer Lage herbeiführen könnten furz man 23. d. M. tros des Unwetters und der Kälte, zu der VoltsDer Parlamentarismns in Italien ist nur eine müffe ihnen die Lehren der Sozialdemokratie predigen. Seien versammlung in Brechten, in welcher Genoffe Raue aus Romödie niederfter Sorte. Die Boltsvertretung" vertritt schon alle andern Arbeiter erbärmlich genug gefiellt, fo tönnten Iserlohn die Segnungen" des Militarismus für die Arbeiterklaffe alles, nur nicht das Volt. Von 8 Millionen männlichen die polnischen nicht einmal berechtigten Anspruch auf ihr Wen- ftarlegte, eine Anzahl Genossen aus den umliegenden Ortschaften Staatsangehörigen über 20 Jahre haben blos 2 800 000 fchenthum machen, denn sie ließen sich wie das Bieh behandeln eingefunden. Wenn auch die Versammlung nicht besonders be und waggonweise dahin verschicken, wo man eben Rulis braucht. sucht war, so wird sie ihren Zweck doch nicht verfehlen, denn die das Wahlrecht, und von diesen hat bei den letzten Wahlen Diesen Zuständen müsse und werde ein Ende gemacht werden. Ausführungen des Genossen Raue fanden allgemeinen Anklang. nur etwa die Hälfte- 1470 000- an der Wahlhandlung Es sei zunächst Aufgabe der polnischen Arbeiter in Breslau, Nach Schluß der Versammlung nahmen die bei der Bourgeoisie sich betheiligt. Daß eine solche Scheinvertretung der einen Verein zu bilden, der Agitatoren heranbildet, durch welche so verhaßten, aber bei den Arbeitern gerne gesehenen Agitatoren Tummelplatz politischer Intriganten und Spekulanten sein der polnische Land- und Bergarbeiter über seine Lage aufgeflärt den Kampf mit den Elementen auf, indem sie bei Sturm und muß, versteht sich von selbst. wird. Dann werde das polnische Proletariat bald ein gleich- Regen in buntler Nacht den Heimweg antraten. Durchnäßt bis werthiges Glico in der internationalen Arbeiterbewegung auf die Haut tamen fie in ihren Heimathsorten an, aber dersein, welcher die Zukunft gehöre. So war zu den anwesenden artige himmlische Zugaben halten sie von der Agitation auf dem Bolen noch nie gesprochen worden eine neue, ungeahnte Lande nicht zurück. Die Donnerwetters! Welt that sich vor ihren Augen auf und, flammende Begeisterung im Blicke, lauschten sie andächtig den Worten des In Frankfurt a. M. zählt der sozialdemokratische Bortragenden, um zum Schlusse in jubelnden Beifall auszubrechen. Berein, wie die Frants. 3tg." mittheilt, zur Beit 583 Wit. nicht alle jedoch! Un brei Stellen des Lotales hatten sich Leute glieder. In der legten Generalversammlung wählte derfelbe postirt, welche das denkbar größte Interesse daran hatten, die eine 13gliedrige Kommission, welche die Agitation sowohl in der Gründung eines derartigen Vereins mit allen Mitteln zu hinter Stadt wie auf dem Lande zu betreiben und die dazu nöthigen treiben. Und sie begannen ihr trauriges Wert zuerst durch Gelder aufzutreiben hat. Diese Kommission ist dem Borstande Zwischenrufe, die schnell erstickt wurden. Als aber nach dem Re- des Vereins beigeordnet. ferenten der Ginberufer der Versammlung, Genosse Glomb aus Breslau, das Wort ergriff und den Grschienenen vollständig ausgearbeitete Statuten vorlas und nach Verlesung derselben eine fleine Baufe eintreten ließ zur gegenseitigen Aussprache unter: einander, da brach ein Tumult aus, wie wir ihn noch nie gebört. Aus bier- und schnapsheiseren Rehlen wurde ein HöllenEine Enquete über die Wohnungsverhältnisse der spektakel vollführt, so daß der überwachende Beamte mit der Auflösung drohte. Die Glocke des Einberufers schaffte Schweinfurter Arbeiter wird vom dortigen fozialdemokra endlich Ruhe, und un nahm der Vorsitzende des tischen Wahlverein mittelst Fragebogen veranstaltet. Das Material hiesigen polnisch- katholischen Vereins, Herr Gurnatowski, das wird der Schweinfurter Sanitätstommiffion zur Verwerthung überWort, aber nicht etwa, um die Ausführungen des Referenten zu geben werden. Die mächtige Heeresausrüstung stellte der italienische Minister des Auswärtigen Brin in seiner gestrigen Bantet rede als die folideste Gavantie für den Frieden hin und zugleich sprach er die innige Ueberzeugung aus, daß alle Regierungen den Frieden wünschten und loyal entschlossen seien, deffen große Wohlthaten ihren Bölkern zu bewahren.- Welch ein Widerspruch! Entweder der Bordersaz oder der Nachsatz ist eine Lüge. In Spanien gährt es wieder einmal besonders start. Die Krankheit des schwächlichen Knäbleins, das die Monarchie auf seinen fraftlofen Schultern trägt, hat die Hinfälligkeit ber jezigen Ordnung der Dinge" wieder einmal so recht deutlich zur Anschauung gebracht, und die Gegner der Regierung regen sich überall die adlig- pfäffischen Legitimisten ebenso wie die bürgerlichen Republikaner. Nur die Arbeiter Elaffe hat sich diesen Zettelungen und Strebungen bisher fern gehalten. Hat sie doch von keiner der streitenden Parteien etwas zu erhoffen! " Sozialdemokratische Preffe. Die in Köln jetzt zweimal wöchentlich erscheinende Rheinische Beitung" wird auf Beschluß der dortigen Parteigenoffer sem 1. Januar 1893 an wöchentlich dreimal herausgegeben. # " war's doch auch gut, daß diejenigen Gefühle und Ge- mit dem Loofe feiner Umgebung zu bescheiden und ein Lump zu ist auch diese Dichtung für sie ein innerer Rampf zur Losreißung banken bestanden, durch die sie verschönt durch die fie fein wie fie. Die Charakteristik der einzelnen Personen ist von dieser Gesellschaft; vielleicht haben sie noch die Kraft, nicht nur erträglich, sondern sogar beliebt gemacht wurden. überall lebenswahr und drastisch gezeichnet, die Handlung das lebendige noch unverfaulte Leben aufzusuchen und mit Biebe Wie viel armen Teufeln half jene anerzogene Todes bühnenwirksam, die Sprache in dem Jargon und in der Aus- zu umfaffen. Hiervon hängt es ab, ob sie ein besseres Ziel erfreudigkeit" über das Sterbensweh hinweg; wie viel fromme brucksweise, die den geschilderten Personen im wirklichen Leben reichen, als bloße abfallende Blätter der Fäulnißprodukte des fin eigen ist. Die kleinsten Züge sind dem Leben abgelauscht; nur de siècle zu fein. Seelen bauten vertrauensvoll auf die ihnen vom Prediger fragt man sich, ob sie der Wiedergabe durch die Kunst werth Die heilige Ghe" sollte im November d. J. im Berliner zugesicherte Gotteshilfe; wie viel unschuldige Eitelkeit find? Es zeigt sich in dem Drama die Ghe, die heilige Residenz- Theater zur Aufführung gelangen; das Polizeipräsidium und stolzes Ehrgefühl ward nicht durch jene Zeremonien Ghe", wie sie in der Gesellschaft" sich nicht ausnahmsweise, hat es aus fittenpolizeilichen Bedenken" untergeweckt und befriedigt, wie viel Herzen schlugen nicht sondern typisch gestaltet. In diesem Stücke ist die Gesellschaft fagt. Die Verfasser wollen alle gefeglichen Mittel anhöher bei ben Klängen jener Gefänge? Von allem Leib, ein einziger Sumpf, in dem alles fault und verfault ist, und wenden, um den Weg zur Schaubühne fret zu machen. bas der Krieg über die Menschen gebracht hat, ist doch selbst die Belden des Stückes, wenn man von Gelden reden kann," Es soll sich nunmehr erweisen, ob ernſten Bielen zuwenigstens jenes Leid abzurechnen, welches wegzufingen wie der Bankdirektor und seine Geliebte, sich von den Anderen firebenden Künstlern auf der deutschen Bühne sich zu äußern und wegzufügen den Kriegsbarden und den Feldgeistlichen weisen, das noch nicht ganz verfault ist. Ob diese Art der andere Schlüpfrigkeiten frohgemuth ihren Freipaß nüßen." gelungen ist." naturalistischen Darstellung eine fünstlerisch berechtigte ist? Meine Herren Holländer und Land, hier verläßt Sie Ihr Natu( Fortsetzung folgt.) Vielleicht nicht an sich, wohl aber im Gegensatz zu der üblichen ralismus. Wir wollen Jonen einen praktischeren Weg zeigen, die ganze moderne Bühne beherrschenden Lüge. Bortrefflich die fittenpolizeilichen" Bedenken zu überwinden. Sie brauchen spricht sich hierüber Dr. Emil Reich in seinem Reich in seinem eben nur einen anderen fünften Akt zu schreiben. Ein Pastor oder erschienenen Buche) aus. Er meint: Er meint: Der Naturalismus ein sonstiger braver Ehrenmann hält den beiden Gheleuten als Selbstzweck wäre widerlich, der Naturalismus als Mittel eine moralische" Rede, worauf sie die Heiligkeit" der Che aum Zwed ist eine erfreuliche That." Für die Neugestaltung anerkennen, und der verlebte alte Junggeselle des Stückes unserer Bedürfnisse und Erkenntnisse, unseres Lebens und unserer mit der Mutter der jungen Frau gleichfalls noch in den Hafen Runst sieht er als erstes, dringendstes Erforderniß an, vor allem der Che tritt. Die frühere Geliebte tann in einem MagdalenenVon Felix au wissen, wie es gegenwärtig in uns und um uns aussieht. fiist sich bessern oder auch an der Schwindsucht sterben, nachdem " Diese Kenntniß des Lebens in feiner platten Wirklichkeit ver- fie ihrem fündigen Geliebten noch alles vergeben. Was können mittelt der Naturalismus uns mit erschreckender Wahrheit; er Sie nicht alles aus dem fünften Aft machen? Dann aber, Gin mit photographischer Treue hingeworfenes Bild ausgiebt documents humains, er zeigt die Welt, wie sie ist, und meine Herren, brauchen Sie in den übrigen Akten vor feinen der„ Gesellschaft". Ein jugendlicher Bankdirektor, Sohn eines freilich erweckt er damit in energischeren Naturen auch das Boten sich zu scheuen, Ballet und Kankan bleibt Ihnen unverwehrt, jener gemüthlichen" Genußmenschen, die ohne Spur von geiliger Bewußtsein, daß sie nicht so sein sollte." Hiermit giebt uns und alle fittenpolizeilichen" Bedenken sind gelöst. Was„ fittenoder filtlicher Bildung reich geworden sind, hat eine Liebschaft Dr. Reich auch den Maßstab, ob wir es mit dem Fäulniß polizeiliche" Bedenken erregt, ist ihre Sittlichkeit. An Freiheit mit einem jungen Mädchen, das er eingemiethet hat. Solch produkt der entnervten Söhne einer absterbenden Zeit zu thun auf der Bühne fehlt es sonst nicht; gerade in den Zeiten, in ein Verhältniß kann nicht ewig währen; ber Bankdirektor muß haben, oder ob sich bereits die kraftvollen Söhne einer neuen denen die Sittlichkeit der Polizei besonders ans Herz gelegt wird, fich bourgeoismäßig respektabel einrichten. Selbstverständlich Beit, die wieder Joeale haben, in deren Bruft ein unvertilgerblühen unter der Polizeizenfur die üppigsten Sumpipflanzen. macht er eine gute Partie, er heirathet die verwöhnte bares Bertrauen zu der Zukunft der Menschheit wohnt, erheben. Gegenwärtig ist wieder eine Periode hochgeftiegener Sittlichkeit, Tochter einer foletten Mutter; site erblickt in der The nur eine In dem vorliegenden Drama ist nichts von diesem Glauben zu und mit ihr ist eine Glanzperiode der Kunst emporgewachsen. Loslassung aus Zwang und Unfreiheit und jagt von Bergnügen erkennen; die Verfasser hängen noch mit allen Fasern an der Tausende nackte Beine und tausende nackte Brüste verherrlichen zu Bergnügen. Es kommt zu einer Auseinandersetzung zwischen alten Gesellschaft, deren Fäulniß sie so vollständig erkennen. Vielleicht allabendlich, theilweise in eigens dafür gebauten Prunkpaläften ben jungen Eheleuten, infolge deren die Frau zu ihrer Mutter die allerneueste Sittlichkeits- Mera. flüchtet, die sie jedoch zu ihrem Gatten, zurückführt. Dieser hat mittlerweile seine frühere Geliebte aufgesucht, die jedoch, von Die heilige Che. Ein modernes Drama in fünf Aufzügen. Holländer und Hans Land. Berlin, S. Fischer's Verlag 1893. Die bürgerliche Kunst und die besitzlofen Boltstlassen. Von ihm verlassen und den Erpressungen einer gemeinen Mutter und Dr. Emil Reich, Privatdozent für Philosophie an der t. 1. Unieines verkommenen Bruders ausgesetzt, bereits in die Arme anderer versität Wien. Leipzig 1892, Verlag von Wilhelm Friedrich. Müftlinge gesunken ift. Der Gatte hält es für das Beste, zu Wir werden diese Schrift noch einer eingehenderen Besprechung seiner Frau zurückzukehren, sich so gut es geht zu fügen und sich widmen. S. K. Sozialdemokratischer Wahlverein Wits den Jubals der Inferate über für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Achtung! Lackirer. Achtung! Für nimmt die Nedaktion Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 29. Oftober. Opernhaus. Die Hochzeit des Figaro. Schauspielhaus. Das Buch Hiob. Die Philosophin. Meister Andrea. Leffing- Theater. Die Orientreife. Deutsches Theater. Solo's Bater. Berliner Theater. Dora. Wallner- Theater. Joachim von Brandenburg. Bellealliance Theater. Pandora oder: Götterfunken. Broll's Theater. Die weiße Dame. Residenz- Theater. Im Pavillon. ( Le Parium). IF Versammlung. Große öffentliche Versammlung am Dienstag, 1. November, Abends 8, Uhr, in Königshof, Bülowstr. 37. der Lackirer sämmtlicher Branchen Berlins und Umg. Tages Ordnung: V 1. Vortrag des Stadtverordneten Genossen Brun3, über: Deutschlands historische Vergangenheit. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragekasten. 372/2 C Gäste haben Zutritt. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. Deutscher Tischler- Verband.( Zahlstelle Berlin.) General- Versammlung am Montag, den 31. Oktober, Abends 8 Uhr, bei Boly, Alte Jakobstr. 75. Sages Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Stellungnahme zu dem vom Fachverein der Tischler Berlins erlassenen Flugblatt und Regelung der Werkstattkontrolle. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen nothwendig. Mitgliedsbuch legitimirt. NB. Mitglieder, welche noch im Befige von Textbüchern, Festzeitungen, Billets find vom Stiftungsfest, werden ersucht dieselben abzurechnen. Die am Montag, den 31. Oktbr., Abends punkt 8½ hr, im Lokale des Herrn Wienecke, Alte Jakobstrasse No. 83. Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die Lackirer Berlins zum Anschluß an die Lohnbewegung der Maler im Jahre 1893? 2. Bericht und Abrechnung des Vers trauensmannes. 3. Verschiedenes.. 201/1 Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmanu. Fachverein der Tischler ( Osten). Versammlung am Montag, den 31. Oktober, Abends 8 Uhr, im Zotale des Herrn Joël, Andreasstr. 21. = Tages Ordnung: Nummern 504, 511, 399, 552, 24, 413, 528, 363, 353 von der Verloosung 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes.- Kollegen als Gäste willkommen. 1. Wissenschaftlicher Vortrag. Referent Herr Treder. 2. Diskussion. fönnen ihre Gewinne von Ernst Sparfeld, Lübbenerstr. 21, abholen. Die Bevollmächtigte Die Ortsverwaltung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die schöne Helena. Thomas- Theater. Der Vereins: 316/3 präsident. Adolph Ernst- Theater. Die wilde 308/4 alphate. Wet Achtung! Lithographen, Steindrucker Serein der Arbeiter und Arbeteringen der Buch», KapierMadonna. Alexanderplat- Theater. Berliner Gigerlu. National- Thenter. Othello, der Mohr von Venedig. Apollo Theater. SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. und Berufsgenossen Berlins! und Lederwaaren- Industrie. Die nächste ordentliche Versammlung findet statutengemäß am Montag über 8 Tage( 7. November) statt. Die Mitglieder werden aufgefordert, in der Am Montag, den 31. Oktober d. J., Abends 8% Uhr: am Sonntag, den 30. Oktober, Vormittags 10 Uhr, stattfindenden Große öffentliche Versammlung Branchen- Versammlung der Luruspapier- Arbeiter und-Arbeiterinnen im Lokale des Herrn Philipp, Rosenthalerstraße Nr. 38. im Lokale des Herrn Keller, Bergstraße 68, zu erscheinen. Tages- Ordnung: Lages Ordnung: te 118/7 fi g Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. 1. Der Streik der Präger bei der Firma Hellriegel. 2. Diskussion. 1. Wie bessern wir die Verhältnisse in unserem Berufe? Referent GeKaufmann's Variété. Spezialitäten- 3. Berschiedenes. Die Präger und Brägerinnen werden besonders hierauf noffe Theodor Metzner. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Borstellung. aufmerksam gemacht. Der Vorstand. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Gesangsposse in 3 Aften von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefegt von Adolph Ernst. Anfang 7 Uhr. E Morgen: Dieselbe Vorstellung. Der Einberafer: R. Schöpke. Achtung! Allgem. Arbeiterinnen- Verein! Große Versammlung Ruderverein„, Vorwärts". am Sonntag, den 30. Oktober, Nachmitt. 5 Uhr, im Lokal Sonnabend, den 29. Oktober cr., in Th. Bola' Festfälen, von Wienecke, Alte Jakobstrasse 83. Tagesordnung: 1. Vortrag vom Genossen Zahnarzt Robert Wolff über: Sozialdemokratische Streiflichter." 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Herren und Damen als Gäste willkommen. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Oeffentliche 102/6 ( früher Feuerstein), oberer Saal, Alte Jakobstr. 75: 1. Grosses Wintervergnügen. Für Ueberraschungen zc. ist bestens gesorgt. Entree( intl. Tanz) 50 Pf. Anfang 81/2 Uhr. Billets sind bei Bodenburg, Kommandantenstr. 10/11 zu haben. Um recht rege Betheiligung bittet Der Vorstand. 2775b Alexander- Play- Theater. Versammlung für Männer und Frauen Arbeiter- Bildungsschule( Süd). Nachm. 32 Uhr, bei ermäßigten Preisen: Tannhäuser. Posse mit Gesang Boffe in drei Aften und vier Bildern bearbeitet von R. Sybel. Raffen Eröffnung Nachmittags 3 Uhr. Abends 71/2 Uhr: Berliner Gigerin. Montag, 7/2 Uhr: Berliner Gigerln. American- Theater. Neu! Die Trodenwohner, " V oder Das Kind in der Kommode", parodistisch realistischer Borgang im Keller, beobachtet vom Hof aus, von Ostar Wagner. Hauptrolle: Der urkomische Bendir. Jeden Abend jubelnder Beifall. Der feine Reisner. Ber liner Zotalposse von O. Wagner. Die Wiener OriginalNeu! Soubrette Clotilde Kowala. Anfang 7 Uhr. Entree 75 Pf. Sonntage 6 Uhr. PassagePanopticum. Fuß!! 9 am Sonntag, den 30. Oktober, Abends 6 Uhr, in der Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Zages Drdnung: 345/2 1. Vortrag des Genoffen Dr. Lütgenau, über: Die Klaffen und die Ethit. 2. Diskussion. Der Einberufer. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tang, Sonntag, den 30. Oftober, pünktlich Abends 6 Uhr, Blücherstr. 61: Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. Friedländer, über: Neuere Medizin. Geselliges Beisammensein und Tanz. Gäste stets willkommen.[ 1977b veranſtaltet vom„ Sozialdemokratischen Wahlverein für den 2. Berl. Reichstags- Fr. Kranken- u. Begräbnißkasse Wahlkreis. Um zahlreichen Besuch bittet -Der Vorstand. Straße 41. der Schuhmacher alentin Clubhaus ,, Süd- Ost" Falkenstein 3094L u. Berufsgenoffen Berlins( E. S. 27). Straße 41. Geöffnet bis 12 Uhr Nachts. Weiß-. Bairisch- Bier- Lokal.C. Trittelwitz. 2 Vereinszimmer mit Piano. Fr. Billard. 2 Winter- Kegelbahnen. Barme und falte Speisen zu jeder Tageszeit zu foliden Preisen. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße. Sonnabend, den 29. Oktober, Abends 72 Uhr: Gala- Vorstellung. 55 Hengste, zuf. vorgef. vom Direttor Althoff. sowie Vorf. d. wunderbar dress. Rapphengstes Incroyable durch den Dir. Althoff. Außerdem Auftreten sämmtl. Spezialitäten, fo= wie Reiten der vorzügl. Schulpferde. Näheres die Plafate. Sonntag: 2 Vorstellungen 4 und 72 Uhr. ein Feen- Palast Riesen- Burgstraße, neben der Börse. Welt- Lokal Berlins, 5000 Perf. faffend. Kind!!! Täglich Ohne Extra- Entrée. Gr. Spezialitäten- Borstellung. von 11-1 und 4-9 Uhr. Castan' Panoptikum. Sensationell! Prinzeß Topase. Vorstellungen 11-1 und 4-91% Uhr stündlich. Ohne Extra- Entree. Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. Philipp's Festsälestein) Nur noch bis zum 1. November cr.: Auftreten des Oktober- Personals, sowie Gastspiel des Signor de Venturini, mit der Vorführung der ,, Aerolithe" Das Geheimniß der Luft". Am 1. November cr.: Durchweg neues Künstlerpersonal. " Anfang Wochentags 71/2 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 50 Pf. Achtung! Den Mitgliedern des Wahlver. eins für den 4. Berliner Neichs Außerord.Generalversammlung unser Mitglied am Montag, den 7. November, Abends 8 Uhr, im Lokal Fischerstraße 25. Tagesordnung: Fortsetzung der Statutenberathung. Mit gliedsbuch legitimirt. Circus Renz. 2770b Sonnabend, 29. Oftober 1892, Abends 74 Uhr: EröffnungsGala- Vorstellung und Debüt sämmtlicher neuengagirter Künstler und Künstlerinnen, u. a. AufDer Vorstand. NB. Sollte die Berathung nicht zu Ende geführt werden, so findet am Dienstag, den 8. November cr., Abends tags- Wahlkreis zur Kenntniß, daß Robert Haupt am 27. d. m. verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 1 Uhr vom Trauerhause, Bosenerstr. 20, aus nach Wilhelmsberg statt. Um recht rege Betheiligung' ersucht 876/2 Der Vorstand. 8 Uhr, in demfelben Lokal die Fort Orts- Krankenkasse der Löpfer fegung statt. Außerord. Generalversammlung der treten des anerkannt beſten Schulreiters Orts- Krankenkassed. Gelbgießer 21 der Welt Mr. James Fillis mit seinem Vollblutpferde Germinal". Hippo- findet am Sonntag, den 6. November cr., logischer Kongreß mit 36 der edelsten Vormittags 91/2 Uhr, im oberen Saale Pferde, in Freiheit dressirt, vorgeführt des Herrn Frädrich, Alte Jakobstr. 89, vom Direktor Franz Renz. Grande- ftatt, wozu sämmtliche Vertreter hier Quadrille de la haute équitation, ge- mit eingeladen sind. ritten von 6 Damen und 6 Herren ( Kostüme in vollständig neuem Genre) mit 12 der besten Schulpferde des Marftalles, arrangirt und vorgeführt vom Direktor Franz Renz etc. etc. Sonntag, den 30. Oft., Abends 714 Uhr: Gr. Festvorstellung. Täglich an den Wochentagen: Gr. ExtraVorstellung Abends 74 Uhr mit ftets neuem Programm. 30M Tagesordnung: 27766 Berlins. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß 2791b unser Mitglied Julius Bolle im Alter von 78 Jahren am 27. d. M. verstorben ist. Die Beerdigung findet statt Sonntag, den 30. Oktober, Vormittags 111/2 Uhr, vom Trauerhause, Straußbergerstr. 49, nach dem Georgen- Kirchhof in Wilhelms1. Statutendurchnahme und Beschluß- berg. Um zahlreiche Betheiligung er Der Vorstand. faffung des nach dem Krankenversichefucht rungs- Gesetzes in der Fassung der Novelle vom 10. April 1892 und mit dem 1. Januar 1893 in Kraft tretenden Statuts. 2. Verschiedenes. Berlin, 28. Oftober 1892. Der Vorstand. Fr. Renz, Direttor. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse Empfehle nach wie vor mein ver- der Tischler u. s. 10. größertes Lokal, franz. Billard 2c. Volks- Tribüne, Volks- Zeitung, fowie dem verehrten Publikum. Vorwärts andere Zeitungen liegen aus.[ 1142L M. Berndt, Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Empfehle Freunden und Genossen Ba irischbier- Lokal nebst Destillation. Dertliche Verwaltungsstelle Berlin C. Mitglieder- Versammlung Sonntag, den 30. Oftober 1892, Bormittags 102 Uhr, in Habel's Brauerei, Bergmannstraße 5-7. Tagesordnung: mein neu eröffnetes Weiß- und 2. Wahl eines zweiten Schriftführers Gratweil's Bierhallen Bereinssimmer mit Pianino, 40 bis Kommandantenstraße 77-79, Täglich: Borussia- Konzert- und Kouplet- Sänger. Gastspiel des Charles Randolf, Bauberkünstler Rosenthalerstr. 38. Fernspr. A. 3 Nr. 130 und Gedankenleser à la Cumberland. empf. Wochentags frei. Sonntags Entree 30 Pf. 50 Personen fassend, steht zur Verfügung. J. Bernhardt, Schönleinſtraße 7. 2768b 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1892. und eines Beitragssammlers für die Bahlstelle 11. 3. Verschiedenes. Freireligiöse Gemeinde. Rosenthaler- Straße Nr. 38. Sonntag, Vormittags 1014 Uhr: Vortrag von E. Vogtherr über: Armuth und Frömmigkeit". Gäste sehr willkommen. Etablissement Süd- Ost, Waldemarstr. 75. Sonnabend, den 29. Oktober: Familien- Kränzchen, D p 9 δ b ST R tr ti 111 100 er ge la 311 a 11. fit er ib 10 tr ta ijt er De do 3 da C 151/5 M De E Be 14 D eri De an fot Ic M ha geg 3 off Bu der arrangirt vom Männer- Gefangverein Sänger- Lust". E3 ladet Genossen, Freunde und Das Komitee. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, Gönner des Vereins freundlichst ein in der Versammlung zu erscheinen. 2780b Das Mitgliedsbuch legitimirt. Bu zahlreichem und pünktlichem Besuch ladet ein Die Ortsverwaltung. Wo speisen Sie? 302/1 In der alt. pommer schenküche, OranienStr. 181, Hof pt., bei Tischler- Verein. Sonnabend, den 29. Ottbr., Abends Klein! Frühstück 9 Uhr, Melchiorftr. 15: Mittagstisch, eleganten Säle alten Festlichkeiten Gr. Frühücks- u. Mittagstisch mit Bier 50 Bi., Abendtisch von 30 bis Versammlung mit Frauen. ( Hochzeit, Ball, Kommers 2c.) mit u. ohne 3wei Säle B Bühne. Gleichzeitig empfehle meinen zu Bersammlungen und Vergnügungen. vorzügl. Mittagtisch zu kleinen Preisen. fowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. Borzügliche Abendtarte. F. Sodtke. 50 Pf. nach Auswahl. 3050L Alle Uhren 87L werden fauber und sorgfältig reparirt unter Garantie des Gutgehens für 1,50 Mark( außer Bruch) bei W. Winkler, Berlin über ber cantes, Stirche. 1991 N., 2 g gegenüber[ 25L Tagesordnung: Vortrag des Herrn Lager aller Arten Uhren, Uhrketten Vereinszimmer mit Piano, auch Treder. 3. Zahlst., zu verg. Reyer, Naunynstr.74. 331/4 Der Vorstand. Vereinszimmer z. verg. Linienstr. 60/61. Hierzu zwei Beilagen. Berantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. dr 6 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 254. Von der Cholera. Sonnabend, den 29. Oktober 1892. Dem Raiserlichen Gesundheitsamt vom 27. bis 28. Oftober, Mittags, gemeldete Cholera- Er frantungs- und Todesfälle: Staat und Bezirk Datum: 24./10. 25./10. 26./10. 27./10. Ort Hamburg erkrankt gestorben erfrantt gestorben erkrankt Hamburg.. 1 20 gestorben erfrankt gestorben 5 15 1 7 2 Regierungsbezirk Marienwerder: in der Fischerei- Borstadt von Thorn ein nachträglich festgestellter Todesfall bei einer Schifferfrau. Hamburg, 28. Oktober. Amtlich werden 7 Cholera= Erfrankungen und 2 Todesfälle gemeldet, davon entfallen auf gestern 5 Erkrankungen und 1 Todesfall. Die Transporte be trugen gestern 1 Kranken. Bei 3 bis zum 26. Oktober gemeldeten Fällen hat die nachträgliche Untersuchung ergeben, daß feine asiatische Cholera vorlag. Best, 27. Oftober. Bon gestern bis heute Abend 6 Uhr find hier 12 Cholera- Erkrankungen und 7 Todesfälle vor gefommen. Parteinachrichten. Delegirtenwahlen zum Berliner Parteitag. Haftedt: Gottlieb. 19. hannoverscher Reichstags- Wahlkreis( Bremerhaven): Schmalfeldt und Haverkamp. Weißenfels: Brinkmann. Arnstadt: Bo& Gotha. Hamburg, 1. Wahl freis: Grünwaldt und Schweer. * 0 9 9. Jahrg. natürlich auch Pflicht der Genossen, aufs neue in die Wahl- suchung ohne jeden Bleigehalt befunden worden sei, im übrigen agitation einzutreten. Unsere Forderungen auf tommunalem die sanitären Berhältnisse in den Buchdruckereien eher besser als Gebiet sind folgende: schlechter wie in anderen Betrieben wären. 1. Sämmtliche dem Gemeinwohl dienende Unternehmungen Wenn trobem die Sterblichkeit unter den Buchdruckereimüssen von der Gemeinde selbst verwaltet werden resp. in Arbeitern hervorgerufen durch Lungenkrankheiten, eine größere Gemeindebesih übergehen. fei, als in anderen Berufen, so habe das seinen Grund in der 2. Im Schulwesen Verbesserung, Beschaffung der Lehrmittel Lebensweise und dem hohen Verdienst der Arbeiter selbst, namentdurch die Gemeinde, Nichtüberbürdung des Lehrerstandes lich der jüngeren. In dem Bericht heißt es da ungefähr wörtdurch mehr als 50 Schüler. lich: Wir möchten versuchen, das Bild einer Buchdruckerei an " 3. Auf dem Gebiete der Armen- und Waisenpflege fofortige einem Montag zu geben." Komme man an solchem Hilfe ohne herabwürdigende Folgen für die Nachsuchenden. Tage z. B. in einem Segersaal, so könnte man vielleicht um Hinzuziehung von Prüfungspersonen aus dem Arbeiter- 9 Ühr, um mit dem Dichter zu sprechen, sagen: Da fommen stande. sie denn an, die schwerkranken Gestalten, um sich sogleich am Sezertaften anzuhalten, diese mattblickenden Jünglinge, für die jeder Buchstabe einen Zentner wiegt." Der hohe Verdienst von 24-27 m. verleitet diese jugendlichen Arbeiter zu einer Lebensweise, die ihre Gesundheit zerstört und die Ursache der vielen Lungenkrankheiten wird. 4. Eine regelrechte, der Hygiene angemessene Regulirung, Reinigung und Beleuchtung des städtischen Gebietes. 5. Beseitigung des Submissionswesens. 6. Einführung eines höchstens 9stündigen Arbeitstages und eines Minimallohns von 3,50 M. für alle von der Gemeinde und deren Unternehmern angestellte Arbeiter. 7. Der Wahltag, auch für Kommunalwahlen, soll stets Sonntag sein. ein Die Randidaten der Sozialdemokratie sind: Holzbildhauer Hermann Kempert, Knesebeckstr. 22. Bildhauer Carl Schröder, Knesebeckstr. 26. Restaurateur Rudolf Papte, 3iethenstr. 71. Die Zusagwahl findet am Montag, den 31. Oktober, im Lokal von Niesegt, Bergstr. 129, von Morgens bis Abends 7 Uhr statt. Die alten Listen gelten auch für diese Wahl. Parteigenoffen, welche gewillt sind, am Sonntag, den 30. Ottober, sich an der Flugblattvertheilung zu betheiligen, werden ersucht, sich Morgens 7 Uhr bei Brodmann, Berlinerstraße, früher Tew's, gegenüber dem Denkmal, einzufinden. Der Klingelbeutel geht wieder fleißig um in Berlin für christliche" Zwecke. So wird jezt die Marien- Gemeinde abschöne Dinge. Das Zirkular, welches den Sammellisten vorgeflappert, um Geld zu schaffen für Kirchenbauten und ähnliche gedruckt ist, hat einen so charakteristischen Wortlaut, daß wir denselben wiedergeben wollen: Diese Art der Beweisführung fand selbst in der Gewerbedeputation lebhafte Mißbilligung. In einer Eingabe an den Minister entblöden sich die Berliner Buchdruckereibesizer nicht, ihren Arbeitern, die das ganze Jahr für sie schaffen, einen lüderlichen Lebenswandel nachzusagen, wodurch die horrende Sterblichkeit an Lungenleiden hervorgerufen werde. Und warum? Aus Furcht, sie könnten durch ein Gefeß gezwungen werden, in denn es ist eine nicht wegzuleugnende Thatsache, daß es eine große ihren Betrieben menschenwürdige Einrichtungen treffen zu müssen; Anzahl Buchdruckereibetriebe giebt, wo das Licht auch am Tage brennen muß, der Luftwechsel vollständig ungenügend ist, und die Reinlichkeit gewöhnlich in solchen Räumen alles zu wünschen übrig läßt. Ob denn den Herren das Einfältige ihrer Beweisführung nicht in den Sinn gekommen ist, wenn sie sagen, der hohe" Verdienst ist die Ursache der großen Sterblichkeit, da es boch allgemein bekannt ist, daß der hohe Verdienst eine bessere Lebenshaltung ermöglicht, den Körper also widerstandsfähiger gegen Krankheiten macht? Eine derartige, die gesammten Buchburch nicht abgeschwächt, daß man sagt: man habe nur die bruckerei- Arbeiter Berlins beleidigende Aeußerung wird auch das jüngeren gemeint;" nun jung sind sie alle doch einmal! Die Buchdruckerei- Arbeiter wissen nun, mit welcher Medizin An die Mitglieder unserer St. Marien- Gemeinde! ( Herabsehung der Löhne) die Unternehmer die Lungenkrankheiten Mit allerhöchster Genehmigung Sr. Majestät des Kaisers aus den Reihen ihrer Arbeiter vertreiben wollen, sie werden sich In Sachen der neuen Militärvorlage fand am unterstellten Provinzen zur Abhilfe der dringendsten Nothstände das hochanständige Zeugniß, welches man ihnen ausgestellt, In Sachen der neuen Militärvorlage fand am und Königs wird in den der Aufsicht des Ev. Ober- Kirchenrathes dagegen zu wehren wiffen sowie einmal Gelegenheit finden, für 25. Oftober in Bremen eine start besuchte Voltsversammlung unserer evangel. Landeskirche vom 3. Oktober an eine Kollekte dankend zu quittiren. statt, die nach dem Referat des Reichstags Abgeordneten in den evangel. Haushaltungen abgehalten werden. Der GemeindeBruhns einstimmig eine Resolution annahm, in welcher auf Kirchenrath St. Marien hat für die Einsammlung dieser Kollekte das entschiedenste gegen die Absicht der Reichsregierung protestirt bei den Gliedern der Marien Gemeinde den Kirchhofwächter wird, die schon längst unerträglich gewordenen Militärlaften aufs... beauftragt und demselben die erforderliche Legitimation neue durch eine gradezu toloffale Vermehrung des stehenden ausgefertigt. Heeres noch weiter zu erhöhen. Die Versammlung erblickte in der Verwirklichung der neuen Militärvorlage und der damit nothwendig zusammenhängenden Verwirklichung neuer Steuerpläne den physischen und finanziellen Untergang des deutschen Volkes und verpflichtete daher den Vertreter des bremifchen Reichstags- Wahlkreises, Julius Bruhns, mit allen Kräften gegen die Annahme jener unheilvollen Vorlage der Reichsregierung burch den Reichstag und für Beseitigung des herrschenden Militärsystems zu wirken. Am 6. November findet in Parteifonferenzen ze. Delsnig ein Parteitag der Genossen aus dem 23. sächsischen Reichstags- Wahlkreise statt.. " züchterei und verwandten Dinge haben gegenwärtig die Leute im Ueber den Segen der Zwangsinnungen, der LehrlingsNorden der Stadt Anlaß, sich recht eingehend zu unterhalten und ihre Betrachtungen darüber anzustellen. In der Gegend Theure Glaubensgenossen! der Reinickendorfer- und Wiesenstraße etablirte sich vor einiger Die kirchliche Noth, unter welcher so viele unserer evange- Beit ein Bäckermeister; seine Nachbaren sind noch zweifelhaft lischen Brüder, in der Nähe und Ferne, besonders in der darüber, ob er in diesem Beruf oder als Jnnungsanhänger Diaspora einhergehen, ist nicht im Abnehmen, sondern im tüchtiger war. Jedenfalls gehörte er der Innung an, denn nur Wachsen begriffen. Seit der Anfang gemacht ist, ihr abzuhalten, den Mitgliedern der Innung steht nach dem Beschluß der tritt sie erst recht in helles Licht. Der Mangel an gottesdienst- höheren Polizei- Instanz das Recht zu, Lehrlinge zu halten, und lichen Räumen, an ausreichenden Schullokalen und an geordnetere Lehrlinge hielt unser Meister beständig. Er scheint viel Malheur Seelsorge, seht manche evangelische Gemeinde der dringenden Gefahr aus, entweder fittlich zu entarten oder der katholischen Kirche anheimzufallen. mit seinen Lehrlingen gehabt zu haben, oder vielleicht hatten auch die Lehrlinge Malheur bei ihm; öfter lief ihm einer davon, oder zeigte einem Beamten einen unförmlich gestalteten Fuß, beje. Mit allen Mitteln versucht es vorzubringen, überzieht unfer Mißhandlung so zugerichtet habe. Rom fühlt sich stolzer und mächtiger denn hauptend, daß ihn der Meister bei Gelegenheit einer förperlichen Baterland mit einem Neh von Orden und geht offenkundig Unter den Nachbarsleuten liefen allerlei Gerüchte herum, darauf aus, die Todfeinde der evangelischen Kirche, die als die Frau Meisterin ein längeres Krankenlager durchzumachen Ein stiller Parteigenoffe" ersucht uns, darauf hinzu Jefuiten, zurüdzurufen. Um so mehr thut es noth, daß wir hatte. Der wegen seiner leidenschaftlichen Aufwallungen bekannt wirken, daß in unseren Partei- Beitungen, Flugblättern, Vor- zusammenhalten, daß wir stärken, was sterben will und die Liebe gewordene Meister sollte die Krankheit seiner Frau durch Mißträgen u. s. w. die Fremdwörter, sowie die langen tünstlichen Sahbildungen möglichst vermieden werden nicht erhalten laffen. Die wahre Liebe ist opferwillig. Wir handlung derselben verursacht haben, Die allgemeine Stimmung bitten, daß Sie Ihr Scherflein auch steuern zu diesem Liebes- gegen den Mann war teine günstige. und an Stelle derselben eine einfachere und leichter werk. Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmverständliche Sprache geführt wird." Mir find", sagt herzigkeit erlangen. Seit Februar d. J. beschäftigte dieser Meister den damals fiebzehn Jahre alt gewordenen Ernst M., einen jungen Menschen, er, schon oft Schriften, die ich zur Verbreitung an Kollegen verDer Gemeinde- Kirchenrath von St. Marien. der die Freuden des Berliner Lehrlingswesens gründlich fennen geben hatte, mit dem Bemerken zurückgestellt: Das ist mir zu langweilig", oder auch:" Das verstehe ich nicht". Ich denke Unter den Unterschriften, die nun folgen, finden wir auch gelernt hat und der entschlossen gewesen sein scheint, endlich ein nicht daran, die ganz gebräuchlichen und jedem verständlichen die der beiden Stadtverordneten Jordan und Niemer, die beide Handwerk nach allen Regeln der modernen Zunft auszulernen. Wörter anzugreifen, aber was versteht z. B. der Land der" liberalen" Majorität im rothen Hause angehören. Daß in Er war bereits mit 14 Jahren bei einem Töpfer in die Lehre arbeiter von„ Koalition"," Propaganda"," Indifferentismus" dem Zirkular wieder etwas Kultur gepautt" wird, um die Sache gegeben worden, wo er beim Beginn der Bausaison 30 bis 40 u. s. w.? Gerade der Arbeiter, der nicht in der Lage war, sich möglichst wirkungsvoll zu gestalten, ist nicht weiter verwunderlich: andere Lehrlinge antraf. Als die Bausaison des Jahres zu Ende größere Kenntnisse aneignen zu fönnen, verlangt eine leicht verlappern gehört eben zum Handwerk. Unter Berücksichtigung ging, fuchte und fand der Meister einen Grund zur Entlassung; ständliche Sprache zu hören und zu lesen. Ich meine, unsere dieses Umstandes ist es auch erklärlich, daß den Gläubigen vor er wäre wohl auch kaum im Stande gewesen, die ganze Echriften müßten so einfach geschrieben sein, wie eine Kinder- den Jesuiten, den Todfeinden der evangelischen Kirche" graulich Lehrlingsschaar den Winter über zu beschäftigen. desto eher thun sie einen tiefen Griff in ihren Mit unserem Bäckermeister trafen die Eltern des Ernst das fibel, dann würden wir viel schneller begriffen werden, als wenn gemacht wird, so viel in fremden Bungen gepredigt wird. Für manchen ist die Geldbeutel. Was aber werden diese erleuchteten Politiker sagen, Abkommen, daß jener den Jungen in dreijähriger Lehrzeit zum erste Parteischrift maßgebend. Hat er sie verstanden und hat sie wenn die Regierung wirklich nichts mehr dagegen hat, wenn die Gesellen ausbilden und ihn während dieser Zeit fleiden und beihn außerdem noch unterhalten, so wird er gern mehr davon" Todfeinde" wieder ihren Einzug in Deutschland halten? töftigen sollte. wiffen wollen; hat sie ihn aber gelangweilt, fo iſt er ſchon miß hat, gewinnt das Spiel. Vielleicht hätte der Gemeinde- Kirchen- daß derselbe sich damit unter Leuten nicht fehen laffen konnte, so Katholisch ist heute bekanntlich Trumpf und wer die Trümpfe Die Bekleidung des Jungen soll so mangelhaft gewesen sein, tranisch gegen weitere und seine Antheilnahme erlischt." rath von St. Marien besser gethan, wenn er den Kampf gegen und von Anfang der Lehrzeit an beklagte sich der Junge über Rom aus dem Spiele gelaffen hätte. Mißhandlungen. Als die Spuren derselben dem Bater denn doch zu deutlich wurden, erklärte dieser entschieden, daß der Junge Unternehmer- Mustaud. Uns wird geschrieben: Im Früh- zu Hause bleiben und das Lehrverhältniß wegen der Pflichtjahr dieses Jahres erhielt das Polizeipräsidium seitens des Ober- verfäumniß des Meisters gelöst werden sollte. Dieser erschien präsidenten im Auftrag des Ministers für Handel und Gewerbe in Abwesenheit des Vaters bei der Familie, lobte das Geschick eine Aufforderung, Erhebungen darüber anzustellen, ob und in des Jungen, der schon als halber Geselle arbeite, und erwie weit die Darstellungen und statistischen Erhebungen des klärte, er würde in Güte auf die Lösung des Lehrvertrages Dr. H. Albrecht erschienen in Schmoller's Jahrbüchern 1891 über nicht eingehen. Unter diesen Umständen fand sich der die Sterblichkeit der Arbeiter im Buchdruckergewerbe auf Wahr- Junge, gegen den Willen feines Vaters, bewogen, wieder in die - Aus Apolda geht uns eine Zuſchrift zu, in welcherheit beruhen, und ob sich etwa nothwendig macht, für die Buch- Lehrstellung einzutreten; flagte aber bald wieder über fortgesette darüber geklagt wird, daß seit dem Antritt des aus Gablenz bei Druckereien ähnliche Bestimmungen zu erlassen, wie sie auf Grund Mißhandlungen, doch durfte er nun mit solchen Klagen bei Chemnitz herübergekommenen Wachtmeisters Feller fast keine der Gewerbe- Ordnung für die Betriebe der Tabatindustrie er- seinem Vater nicht mehr kommen. Woche vergehe, in der nicht dieser oder jener Genosse mit einem lassen worden sind. Das Polizeipräsidium sandte die Aufforderung Strajmandat beglückt werde. So erhielten vier Genoffen, die bei des Ministers an die Gewerbedeputation des Magistrats, welche der Versammlung am 24. Juli, in welcher Liebknecht sprach, am nunmehr von dem Statistischen Amt, von dem Verein der BuchEingange des Saales Exemplare der Apoldaer" Freien Preffe" druckerei Besitzer und dem Unterstützungsverein deutscher Buchvertheilten, wegen angeblichen Verstoßes gegen die§§ 43, 148, drucker Gutachten über die Angaben des Dr. H. Albrecht ein149 und 146 a ein Strafmandat, wonach jeder 3 M. blechen sollte. forderte. Das Schöffengericht erkannte auf toftenlose Freisprechung. Ferner erhielt Genosse August Baudert eine über 3 M. lautende Straf- Der Bericht des Statistischen Amtes weicht in unwesentlichen verfügung, weil das beim Parteitag stattgehabte Tanzvergnügen Dingen von Dr. H. Albrecht ab, einzelne Zahlenunterschiede sind anstatt bis um 12 Uhr bis 41 Uhr gedauert haben soll; ferner belanglos, denn in der Hauptsache wird fonstatirt, daß, während soll er wegen widerholten Aushissens einer rothen Fahne am das durchschnittliche Lebensalter der Arbeiter in Berlin- 47 Jahre Todestag Lassalle's 10 m. zahlen. Berufung ist eingelegt. beträgt, ist es bei den Buchdruckern nur 42 Jahre. Warum stellt man denn in Apolda sächsische Polizisten an? Weshalb wehrt sich der Gemeinderath dieser Arbeiterstadt nicht da gegen? Der verantwortliche Redakteur der Wurzener Beitung" wurde wegen des in Nr. 95 jenes Blattes veröffentlicht gewesenen Artikels Was wird's?" vom Schöffengericht zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt. Durch den Artikel soll der Wurzener Bürgermeister Mühle beleidigt sein. Auch in Hagen sind die Gewerbegerichtswahlen längst und zwar schon seit einem Jahre vollzogen, das Gericht ist aber bis heute noch nicht tonstituirt. Die in Iserlohn erscheinende Märkische Arbeiterzeitung" fürchtet nun, daß dabei derfelbe amüsante Grund obwalte wie in Raiserslautern, nämlich daß„ fein geeigneter Vorsitzender" aufzutreiben sei; es sei an der Beit, daß die höhere Behörde Remedur schaffe. Polizeiliches, Gerichtliches ze. Lokales: Die Berichte sind eingegangen. Der Bericht der Arbeitnehmer, d. h. des Vorstandes des Unterstügungsvereins deutscher Buchdrucker bringt ein Zahlen material, welches sich dem des Dr. H. Albrecht fast genau an schließt, theilweise sogar etwas höhere Biffern angiebt, und durch besondere. Darstellung den Beweis erbringt, daß in der That die Lungenkrankheiten in den Reihen der Buchdruckerei- Arbeiter außerordentlich verheerend auftreten. Die Unternehmer haben sich in ihrem Gutachten mit Zahlen gar nicht abgegeben, sondern behaupten frischweg, daß die An gaben Dr. H. Albrecht's auf Entstellungen beruhen. Sie behaupten: Am vorigen Sonntag früh gegen 7 Uhr erschien der Junge bei seinen Angehörigen, flagte wieder, daß er schrecklich mishandelt sei und ging fort in einen nahen Garten, wo er sich an einem Baume erhängte. Er wurde dort bald gefunden und ein Arzt zum Anstellen von Wiederbelebungsversuchen herbeigeholt. Diese Versuche waren fruchtlos, doch fand der Arzt an dem Körper die Spuren schwerer Mißhandlungen. Brust, Rücken und Arme waren von Schwielen und Striemen bedeckt, die anscheinend von Mißhandlungen theils mit einer Beitsche, theils mit einem schweren und festen Gegenstande herrühren konnten. Bald nach dem Bekanntwerden des Selbstmordes und als der Meister erfuhr, daß die Angehörigen des Lehrlings Schritte zur Aufklärung über die Ursachen der Mißhandlungen desselben unternommen hatten, erließ er eine Veröffentlichung des Inhalts, daß der Lehrling wegen Unluft zur Arbeit und namentlich zum Bäckerberuf, woraus er tein Hehl gemacht habe, fich erhängt hätte. Diese Veröffentlichung hat nicht gehindert, daß die Polizei Erhebungen über die Ursache des Selbstmordes angestellt hat. Strafrechtliche Folgen werden dieselben für den Thäter kaum haben, denn Körperverlegungen dürften schwer nachweisbar sein, und nach dem Tode des Gemißhandelten wird der erforderliche Strafantrag für eine Strafverfolgung wegen Mißhandlung daß die Arbeitsräume im allgemeinen als sehr gut zu be- nicht zu bekommen sein. zeichnen feien. Es wird zwar zugegeben, daß der Staub, welcher Desto eifriger nimmt die Bevölkerung des Nordens für den fich auf Schränken und Regalen ablagert, nach sachverständiger armen Jungen Partei, und namentlich ist man empört über eine An die Parteigenossen und Kommunalwähler der Untersuchung sich als bleihaltig erwiesen habe, daß die Luft aber Aeußerung des Meisters, die dieser zu Zeugen dahin gethan hat, Da von jetzt ab die nicht bleihaltig sei, wie ein Versuch mit einem mehrere Tage aus- daß mit der ganzen Sache ja gar nichts weiter los fei; der Junge Gemeindevertretung aus 24 Mitgliedern bestehen wird, so ist es gesetzten Wasserbecken ergeben habe, da dasselbe bei der Unter- friege einen Nasenquetscher, das koste 27 Mart, da bleiben von Ob dem menschenfreundlichen Junungsmeister mit der Zeit die Sache nicht troballedem unbequem werden sollte, wollen wir abwarten. Für die vielgepriesene fittliche Hebung des Handwertes auf dem Wege der Innungen ist dieser Fall bezeichnend. Das find Vorkommnisse bei fakultativen Junungen; man stelle sich nun erst die Verhältnisse zwischen Meister und Lehrling bei 8wangs Jnnungen vor. # " Uhr würde in " " 1 dem Begräbnißgelde, das die Innung gewährt, noch 3 Mark; 1 Stunden von hier nach Chicago, allein durch die eigene beffere wirthschaftliche Verhältnisse zu schaffen. Immerhin aber wenn die Mutter des Jungen die nicht haben wolle, hole er fle, Schwere getrieben, zu fallen oder vielmehr nach Art der Be- bilde diefelbe einen Damm den Ueberfluthungen des Kapitalismus und damit sei die Sache fertig. förderung auf der„ Rutschbahn in Weißensee", im„ Schwarzen Adler gegenüber und tönne den Arbeiter schüßen gegen die Willkür der von Schöneberg"" und an ähnlichen Orten zu rutschen. Dampf, Arbeitgeber. Seit Jahren befänden wir uns in einer cückläufigen Elektrizität und die Schwerkraft im allgemeinen" als Trans Bewegung, sobald das Geschäft etwas flauer sich gestalte, trete portmittel zu benutzen, ist bereits alt und bekannt, wenn auch eine Lohnreduktion ein, die aber auch dann ausgeglichen werde, natürlich nicht im entferntesten verbraucht. Versuchen wir also wenn der Geschäftsgang ein besserer werde. Schließlich würde einmal etwas Neues: probiren wir die Wirkung der Gravitation das dahin führen, daß sich der Arbeiter sage: wem ich arbeite in der Tiefe. Nach dem Newton'schen Gesetz der allgemeinen und noch dabei hungern soll, so ist es schon beffer, wenn ich Maffenanziehung ziehen bekanntlich alle Theile der Materie ein- bungere und nicht arbeite. ander mit einer Kraft an, welche den anziehenden Massen direkt, Der zweite Theil des Festes bestand in dem obligaten Tanz Herr Stryk siert sich und will die Wiederwahl zum Stadt den Quadraten der Entfernungen aber umgekehrt proportional vergnügen. Als die Jugend sich eben anschickte, das Tanzbein verordnetenvorsteher nicht annehmen, weil er nur mit absoluter ist; alle Rörper also, welche sich in der Nähe der Grdoberfläche zu schwingen, erhob sich der Herr Gendarm und verbot der Mehrheit gewählt worden ist. Danach scheint Herr Stryck doch befinden, zeigen das Bestreben, zu fallen, d. h. sich nach dem Musik, zum Tanz aufzuspielen, da er und sein Kollege hier etwas mehr Selbstbewußtsein im Leibe zu haben, wie jene frei Mittelpunkte der Erde hin zu bewegen: sie folgen der An- feien, um das Fest bis zu Ende zu überwachen". Dem firengen finnigen" Stadtväter, denen er seine Wiederwahl verdankt. Ausziehungskraft der Erde. In der Fraktion der Linken sind übrigens die Mitglieder, welche der Erdoberfläche gleichem Abstande von Büter der öffentlichen Ordnung wurde nunmehr die behördliche ift die Beschleunigung der Fall Genehmigung der Tanzerlaubniß vorgezeigt und ihm zugleich gegen Stryd gestimmt haben, ausgetreten. Damit ist die frei bewegung durch die Schwerkraft für alle Körper gleich groß; tlar zu machen versucht, daß ein Tanz ohne Musik doch nicht sinnige Partei im Rathhause gesprengt. Von Führern befindet wenn thatsächlich die Körper mit verschiedener Geschwindigkeit gut denkbar fei. Das leuchtete dem uniformirten Herrn ein und fich nur Dr. Barth unter den Ausgeschiedenen. fallen, so liegt dies an dem Widerstande der atmosphärischen er hatte jetzt nur noch das Verlangen, daß der Beginn des Die Redaktion der Volks- Zeitung" theilt uns mit, daß Luft, den die Körper je nach ihrer Größe und Gestalt verschieden Tanzes vorher befannt gemacht werden müsse. Von neuem be der Stadtverordnete Dr. Hermes den Artikeln des Blattes über überwinden. Die Kraftaufwendungen mehr nach dem Mittelpunkte gannen die Unterhandlungen. Der Borsitzende erklärte, daß er den Fall Stryck durchaus fernsteht. Herr Dr. Hermes übe über der Erde zu bewirken ganz andere Kraftproduktionen als hier den Schluß des ersten Theiles( der Festrede) bekannt gegeben oberhalb; ein eigentliches Gehen wäre gar nicht möglich; ein habe, daß nunmehr der zweite Theil mit Tanz beginne. Als haupt keinen Einfluß auf die Haltung der Bolts- Zeitung" aus. Turner im tiefen Schacht würde dort mit Leichtigkeit über Höhen das die Anwesenden bestätigten, gab sich endlich der Gendarm Auf der elektrischen Hochbahn, welche Siemens u. Halste wie der Broden hinwegspringen und jedes Kind über den Rath- zufrieden, der diese Ankündigung nicht gehört hatte, von der Warschauer Brücke bis zum Zoologischen Garten in Be- hausthurm": es tam dem Herrn Redner offenbar auf fühne und froßdem er dicht an der Seite des Vorsitzenden während Der Gendarm mar trieb setzen wollen, sollen nicht, wie bei der elektrischen Unter- verblüffende Gleichnisse an und er gewann so bald die Lacher der ganzen Zeit gefessen hatte. grundbahn in London, elektrische Lokomotiven als Zugkraft für auf seine Seite. In's Bodenlose gefallen" würde man in einem überhaupt von großer Besorgniß erfüllt für das Wohl die Personenwagen verwendet werden. Siemens u. Halste halten durch das Innere gelegten Schacht immer vorwärts fallen, und Wehe des Vereins, er hatte den Vorsitzenden schon vorher elektrische Lokomotiven nicht für zweckmäßig, da ihr einziger schließlich aber infolge des Beharrungsvermögens auch wiederholt ins Gebet genommen, daß diefer ja darauf achten Bortheil gegenüber den Dampflokomotiven nur in ihrer Rauch wieder hinaus und umgekehrt. Wie bas Pendel der sollte, daß im Festvortrag nichts Politisches" enthalten sei, denn Tofigkeit bestehe, während sie aller übrigen Vortheile des elektrieinem Erdschachte von Berlin nach sonst müsse er( der Gendarm) die Versammlung auflösen. In fchen Betriebes verluftig gingen. Der elektrische Betrieb ist viel Chicago ein Körper, den natürlichen mechanischen Kräften diese Verlegenheit ist der Hüter des Gefehes nicht gekommen, die mehr derart geplant, daß jet er einzelne Wagen, auch wenn die folgend, hin und her schwingen: wie auf der Rutschbahn eft rede verlief glatt und der Tanz noch glätter; bis 4 Uhr Wagen in gefchloffenen Zügen verfehren sollen, eine Ausrüstung würde man durch das Erdinnere um die Ece" fallen. Doch Morgens waren die Genoffen vereint, sorgfältiglichst überwacht mit zwei Elektromotoren erhält. Die Vortheile eines solchen dort ist's bekanntlich sehr heiß, und weder Waffer noch kom- von dem Gendarm! Betriebes mit Motorenwagen werden darin gefunden, daß primirte Luft lassen sich nach unseren bisherigen Erfahrungen alle Achsen des Zuges bei gleichmäßiger Belastung gleichmäßig dorthin zur Abkühlung einführen: also mit der Reise mitten angetrieben und gebremst werden, daß ferner die Nuhlafi durch die Erde ist's thatsächlich doch nichts. Immerhin bot das der Personen die Adhäston zwischen Rad und Schiene erhöhen Problem bem Vortragenden Dr. Mehner eine hübsche Gelegen hilft und die bewegende Kraft im Echwerpunkte eines jeden beit, physikalische Erörterungen über die Schwere, die Erhaltung Wagens angreifen fann. Weiter ergiebt sich auch, daß ein aus der Energie, die Temperatur des Erdinnern und die Thermoelektrischen Motoren zusammengesetter Bug scharfe Kurven leichter dynamik des Erdballs vor seinen Hörern intereffant zu entbefahren und erhebliche Steigungen bestens überwinden fann. wickeln. Für die bauliche Anlage, also für den eisernen Biadukt, ist, der einen Gimpelfang allergröbster Art seht der Allgemeine gestern von der Steunci- Commiffion der Pferdebahns, Ein Flugblatt, gerichtet an die Einwohner Berlins, wurde Boff. 3tg." zufolge, der Betrieb mit Motoren noch insofern be: Deutsche Sparverein, lant Inseraten, die wir in den Mosse'schen Omnibus- und Packetfahrt- Bediensteten in der fonders günstig, als die tragende Konstruktion nur für einen Blättern vorfinden, in Szene. Dieser Sparverein, von Edelsten Stadt und namentlich in den Pferdebahnwaggons vertheilt. G Raddrud von 1,3 bis 1,5 Tonnen berechnet zu werden braucht, der Nation gegründet, hat den einen Zweck, Löschen von 5 M. wird u. a. darin die Lage der Arbeiter jener Berkehrsgewerbe während bei einem Lokomotivbetrieb sich dieser Raddruck auf etwa ins Publikum zu bringen, welche innerhalb 98 Jahren( jährlich geschildert und die öffentliche Meinung für die Pferdebahn- An7 Zonnen beläuft und mithin eine bedeutend stärkere Konstruktion des Biadultes verlangt. Zu diesen Vortheilen gesellen sich noch ganze 8 Stück) mit 100 Mart gezogen werden sollen. Der gestellten angerufen, die wegen ihrer Betheiligung an der des Biadultes verlangt. Zu diesen Vortheilen gefellen sich noch folche in bezug auf Einfachheit und Billigkeit des Betriebes, da Schwindel war denn doch zu dumm, als daß er hätte verfangen Organisation entlassen worden sind. bei den Motorenwagen das vorn und hinten wegfällt und die follen, und bald war das Projekt ins Wasser gefallen, da die felben, je nach der wechselnden Stärke des Verkehrs, ein- bezw. gesammte Presse dasselbe verurtheilt hatte. ausrangirt werden können. Was die Haltestellen anbetrifft, fo Der Allgemeine Deutsche Sparverein hat jegt mit 86 Berliner Kauf Nunmehr taucht derfelbe Gimpelfang in neuer Gestalt auf. sind deren Bahnsteige auf eine Länge von drei Wagen bei einer Breite von drei Metern bemessen. Eintrittsflur, Wartefaal, maaren dort einkauft, einen solchen Sparschein gratis erhält, häusern einen Bertrag geschlossen, wonach jedermann, der für 100 m. Aborte und Fahrkarten- Schalter fallen weg. Auf einer Treppe steigt man zu den beiden Bahnsteigen, welche zu beiden Seiten also, wie es in den bescheidenen Reklamen heißt, Aussicht hat, der Geleise angeordnet find, empor. Eine leichte Holle soll beide feine 100 M. dereinst zurückzuerhalten. Bahufteige und die von ihnen eingeschlossenen Geleise überdecken. An dem anderen Ende der Bahnsteige findet das Hinabsteigen findet durch einen am Fuße der Ausgangstreppe stehenden Beder angekommenen Fahrgäste statt. Der Verkauf der Fahrtarten amten direkt vom Block aus statt, während ein am Fuße der Abgangstreppe stehender Beamter die benutzten Fahrkarten wieder in Empfang nimmt. So viel in kurzen Zügen über den beabsichtigten Betrieb. Ob die elektrische Hochbahn wirklich zur Ausführung fommt, muß die Folgezeit lehren. Bugestehen läßt sich, daß der Protest, welchen die im Buge der Bülowstraße wohnenden Hausbesitzer gegen die Anlage erheben, nicht so ganz unbegründet ist, denn in der That wird die jetzt so vortheilhafte Erscheinung jenes Straßenzuges durch den Bahnviadukt erheblich getrübt, und zwar auf Kopen des Werthes der anliegenden Gebäude. Eine den Verein betreffende Notiz sei an dieser Stelle mit vermerkt: Um eine leichtere Raffenkontrolle zu ermöglichen, ist Genosse Heinrich Elener zum alleinigen Kassirer vom Vorstand ernannt worden. Die bisherigen Kassirer werden ersucht, inner halb 14 Tagen ihre Bücher nebst Marken und die bereits eins faffirten Vereinsbeiträge an den Kassenführer, Genoffen Wolf, abzuliefern. Ein Polizeibericht. Am 27. d. Mts. Vormittags wurde an der Geschäftswagen überfahren und am Kopfe so bedeutend verletzt, Ecke der Potsdamer- und Linfstraße ein Sattler durch einen In seiner Wohnung in der Linienstraße verfuchte ein Kaufmannslehrling daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. sich mittels Revolvers zu erschießen. Er brachte sich zwei Schäft in den Kopf bei und mußte nach der Charitee gebracht werden. Erwägt man, daß ein Waarenhaus, wie jedes der 86 auf Auf dem städtischen Abladeplag, vor dem Stralauer Thor wurd geführten an 100 M. Waarenabjak 25 bis 40 Mart Netto- Die Leiche eines neugeborenen Kindes gefunden. Nachmittags wurde ein Stellmacher in seiner Wohnung in der Rüdersdorfer M.- Sparscheins( der in den Augen der Gesellschaft wohl ziem- tüde Schiffbauerdamm 26, wurde die bereits sehr verweste verdienst einstreicht, so will das großmüthige Geschenk eines wurde ein Stellmacher in seiner Wohnung in der Rüdersdorfer straße erhängt gefunden. In der Spree, gegenüber dem Grund lich werthlos fein wird) nichts bedeuten. Die Hauptfache aber geiche eines unbekannten Mannes angeschwemmt. bleibt nach wie vor, wer bastet dafür, daß der famose Spar- Schornsteinfeger fiel von dem Schornstein des Hauses Pappel eines unbekannten Mannes angeschwemmt. verein nach hundert Jahren noch bestehen wird? Für seine pflichtungen bürgt zwar eine gewisse Deutsche Spar- und Depo- Allee 83 etiva neun Meter hoch herab und erlitt dadurch so fiten- Bant". Aber aber steht für diese Bank ein, die von denselben bedeutende Verlegungen am Fuße, daß seine Ueberführung Persönlichkeiten wie jener obffure Sparverein geleitet wird und nach dem Hedwigs- Krankenhause erforderlich wurde. Abends angeblich über 250 000 M. Kapital verfügt? In heutiger Beit stürzte ein Kutscher vor dem Hause Unterbaumstr. 7 beim ist man so sehr gewohnt, selbst Riefenvermögen über Nacht in Besteigen eines in der Fahrt befindlichen Arbeitswagens herab, den Ortus sinken zu sehen, daß man gar kein professionsmäßiger wurde überfahren und erlitt eine bedeutende Verlegung am An der Schwarzseher zu sein braucht, um die Garantie der genannten Oberschenkel. Er wurde nach der Charitee gebracht. Miniaturbant feinen Pfifferling werth zu halten. Ecke der Kommandanten- und Alten Jakobstraße gerieth ein Schloffer unter die Räder eines Geschäftswagens und erlitt einen Bruch des Unterschenkels, wodurch seine Ueberführung nach der Charitee erforderlich wurde. As in der Nacht zum 28. d. M. ein Handschuhmacher von einem Wächter wegen Unfugs gewalt jam aus der Witmann'schen Schantwirthschaft, Prinzen- Allee 1-6 entfernt werden follte, leistete er heftigen Widerstand und griff den Beamten thätlich an, so daß dieser von seiner Waffe Ge brauch machen mußte. Der Handschuhmacher erlitt hierbei Ver legungen am Kopfe und Oberarm und mußte nach der Charitee eine Schlägerei, wobei ein Instrumentenmacher durch Messerstiche gebracht werden. Vor dem Hauſe Ruppinerstr. 36 entstand eine Schlägerei, wobei ein Juftrumentenmacher durch Messerstiche 27. d. M. und in der darauffolgenden Nacht fanden siebent am Kopfe und an den Händen bedeutend verletzt wurde. Brände statt. Gerichts- Beifung. Am Ob es der Gesellschaft gelingen wird, durch die neue Me Die Juhaber von Mädelkneipen" hatten sich dieser thode ihre Löschen abzusetzen? Das ist bei der Durchfichtigkeit Tage in einem Lokal der Oranienstraße versammelt, um zu bedes Gimpelfangs ebenso zu bezweifeln, wie die gefeßliche Recht rathen, wie sie es anzufangen hätten, um dem Polizeiverbot mäßigkeit der Lotterie, deren Lotterie- und Spielcharakter man gegen die Animirkneipen ein Schnippchen zu schlagen. Die Ver- bisher gefchickt durch das Mäntelchen„ Sparschein" zu verdecken fammlung war von etwa hundert Personen besucht. Oft ging es gewußt hai. fehr unruhig her; gleich zu Beginn wurden der Kellner Ebert und die Kellnerin Dmoch aus der vorjährigen Kellnerbewegung, Ein ganzes Roufortium von Wechselfälschern ist foeben die gegen die Animirtneipen ankämpften, aus dem Saale hinaus der Kriminalvolizei in die Hände gefallen. An der Spige des gewiesen. In den Kreisen der Gastwirthe, welche Kellnerinnen selben steht Graf Meschner", der feiner noblen Alluren halber halten, nimmt man nämlich an, daß die neue Polizeiverordnung überall als" Herr Graf" bezeichnet wurde und sich dies auch eine Folge der Kellnerinnenbewegung ist. Wäre das wirklich der herzlich gern gefallen ließ. Meschner war ein vom Glück ver: Fall, dann hätte die Bewegung einen anerkennenswerthen Erfolg folgter Mensch. Er stammt aus reicher Familie und hat bereits zu verzeichnen gehabt! Wie es diese Budiker in der Verfamm- zu wiederholten Malen horrende Summen geerbt, die er aber in lung trieben, geht auch daraus hervor, daß sie dem Genoffen kurzer Zeit vergeudete. In lezter Beit wollte ihm aber weder Porsch der Redakteur des sozialdemokratischen Gastwirths- eine alte Grbtante noch ein Erbonkel sterben, das verschwenderische gebiljen" ist, einfach das Wort abschnitten mit den Worten: Leben wollte er nicht aufgeben, er griff daher zur WechselWir find Ehrenmänner und feine Sozialdemokraten". fälschung, wobei ihm drei Agenten hilfreiche Hand leisteten. Die Das ist doch noch eine Unverschämtheit, wie sie im auf die feine Familie" gezogenen Wechsel ließen sich allentBuch steht. Allerdings sind es„ Ehrenmänner" vom reinsten halben leicht diskontiren, bis der Krug den Henkel verlor. Vor Wasser, diese Sklaven händler, die sich ernähren laffen für ihr einigen Tagen wurde der Herr Graf" im Scala- Theater ohne Der betrügerische Spekulant, Buchhalter Eduard Faullenzen von den armen Kellnerinnen. Diesen Animirfneipen Aufsehen verhaftet. Bis auf einen, der noch gesucht wird, sigen Ferdinand Frank, welcher seiner Zeit im Verein mit dem müßte durch sofortige Schließung das Lebenslicht ausgeblasen auch die Helfershelfer hinter Schloß und Riegel. unvereideten Matler Schwieger den Kredit der Deutschen werden, denn was da als Gastwirth" und" Restaurateur" haust, Bant in Höhe von 3 220 558. geschädigt hat, stand gestern tompromittirt den ganzen Stand der Gastwirthe. Diese Lungerer Ein Schwindler, der hauptsächlich hiesige Geldschrank- wegen Betruges vor der 4. Straffammer hiesigen Landgerichts 1. haben von der Sozialdemokratie feine blasse Ahnung und deshalb Fabrikanten und Kunstschlosser geschädigt hat, ist in der Person Den Vorsiz führte Landgerichtsrath Althaus, die Auflage wollen wir mit ihnen wegen der albernen Aeußerung„ Ehren- des Reisenden Wawrik festgenommen worden. Er stellte sich den vertrat Staatsanwalt Schäfer, die Vertheidigung führte männer und feine Sozialdemokraten" nicht so streng ins Gericht betreffenden als Reifender einer gleichartigen Firma in Moskau Rechtsanwalt Wronter. Der Pfuschmatler Schwieger ist f. 3. gehen. Wer aber Jahr aus Jahr ein teinen anständigen Men- vor und erbot sich, die hiesigen Geschäfte bei feiner Firma zu wegen derselben Strafthat, welche im Juli v. J. zur führte zu 4 schen zu Gesicht bekommt und mit feinem anständigen Menschen empfehlen. Zu diesem Bivede erbat er fich Zeichnungen und Katastrophe Jahren Gefängniß Mr. Weldbuße verkehrt, der hat von Anständigkeit überhaupt feinen Begriff wenn er diese erhielt, so forderte er den Eingangszoll, der für 3000 und verurtheilt worden verbüßt mehr. Natürlich stellten sich die Animirkneipen- Budiker alle folche Zeichnungen an der russischen Grenze erhoben wird. In diese Strafe feit dem 22. Februar d. J3. fammt als tugendreiche Engel hin und schoben den Mädchen den meisten Fällen hat der Schwindler Erfolg gehabt. war flüchtig geworden, oder vielmehr er hielt sich hier in ,, mit den langen Haaren und kurzem und kurzem Verstand" alle Berlin bei Verwandten verborgen auf, bis er im Sommer Die bei Gelegenheit des Todes des Fräulein Jung, dieses Jahres entdeckt und verhaftet wurde. Der 42 Jahre alte Schuld zu. Ein Redner meinte, man tann es den Frauenzimmern noch so oft sagen, sie sollen sich nicht zu den die in der Galvinstraße einer Morphiumvergiftung erlag, viel Angeklagte war feit dem Jahre 1876 Angestellter der Deutschen Gästen feßen, man braucht nur den Rücken zu drehen, bums! sigt genannte und seitdem vergeblich gesuchte Frau Oberstlieutenant Bank und genoß daselbst großes Vertrauen. Er hat es ver von Dettmann", eine Nachbarin und Freundin der Verstorbenen, standen, in äußerst raffinirter Weise dieses Vertrauen und die das Mädel bei dem Gaste und sie bequaffeln sich, wo sie nach ist aufgefunden und gestern verhaftet worden. Man legt ihr, über ihn ausgeübte peinliche Kontrolle zu täuschen. Schwieger folgten" in dieser Weise eine Zeit lang unterhalten hatten, tam deren Name ein Produkt einer blühenden Phantasie sein soll, hatte f. 3. die Hauptschuld auf Frank geschoben, letzterer hin endlich die Wahl einer Kommission von 7 Mitgliedern zu stande, Hochstapeleien zur Last, die eine Reihe hiesiger Geschäftsleute schier gegen behauptet wieder, daß er unter einem moralischen Drucke die demnächst eine große Versammlung einberufen soll. In dieser geschädigt haben. des Schwieger gestanden habe. Schwieger machte Geschäfte sollen bestimmte Borschläge gemacht werden, die dann durch eine russischen Noten. Ein neues Berliner Verbrecher Wörterbuch, das die Der Angeklagte behauptet, daß Deputation dem Bolizeipräsidenten unterbreitet werden sollen. gangbarsten Ausdrücke der Verbrechersprache enthält, ist gegen er Teineswege von Anfang an mit Schwieger den Zu dieser großen" Versammlung hat hoffentlich jedermann. Bu wärlig bei der Kriminalpolizei in Bearbeitung. Ein solches Blan gefaßt habe, den Krebit der Deutschen Bank zu tritt, damit das Polizeipräsidium erfährt, wie die Arbeiter Ber- Beriton besteht bereits seit dem Jahre 1848, es ist das unter dem Spekulationen zu mißbrauchen, sondern gewissermaßen aus 3 lins über das unsaubere Gewerbe der Animir- Budiker urtheilen. Namen des Stieber'schen bekannte, ist aber zum großen Theil fall mit Schwieger in Verbindung gekommen sei: Schwieger habe ,, Berliu- Chicago in zwei Stunden" ist der neueste Ge- veraltet. Da von verschiedenen auswärtigen Behörden wiederholt als Pfuschmakler nicht das Recht gehabt, bei Abschluß von Ge Berlin- Chicago in zwei Stunden" ist der neueste Ge- Nachfragen auf diesem Gebiete erfolgten, so sah sich die hiesige schäften selbst als Gegenkontrahent aufzutreten; er habe unter dankenfport, den ein Deutsch- Amerikaner, Dr. Hermann feiner Zustimmung einzelne Posten länger, als es statthaft ist, Mehner, Mittwoch im Uraniatheater vorführte; nicht blos die Behörde zu dieser Neubearbeitung veranlaßt. offen gelassen und da er wegen diefer Pflichtvernachlässigung in und Frank bie den uns gebotenen Bilder und Anschauungen follen uns hier für die Die Leiche eines neugeborenen Ruaben mit ab- mindestens heftige Vorwürfe seitens der Direktion oder gar feine Zeit eines Uraniavortrages zur Metropole des Deutschthums gefchuitenem Kopf wurde gestern auf dem eingezäunten Entlassung befürchten mußte, habe er wohl oder libel mit auf amerikanischem Boden führen, nein, es wurde dort ganz ernstädtischen Abladeplay Nr. 8 vor dem Stralauer Thor von einer Schwieger gehen müssen. Frank führte auf Grund des des lich, physikalisch und technisch, an Zeichnungen und Experimenten Frau gefunden. Der Kopf lag neben der Leiche in blaues Papier Notizbuches Direktors Mankiewicz, welcher von dem Vortragenden demonstrirt, daß es wissenschaftlich bent eingewickelt. großen Börsen Geschäfte der Deutschen Bant abwickelte, bar und unter Umständen vielleicht auch praktisch ausführbar die Börsen Engagementsbücher, aus welchen, nach wäre, etwa ähnlich wie ein Rohrpoftbrief mittelst pneumatischen Der Fachverein der Textilarbeiter und Arbeiterinnen üblichen Vergleichungen und Stontrollen, nach und nach die Drucks befördert wird, so durch einen Eisenschacht innerhalb von in Bernan feierte vergangenen Sonnabend sein diesjähriges Gintragungen in die Handelsbücher stattfanden. Schwieger seiner 2 X 21 Minuten der vorsichtige Techniker, der mit allen vor- Stiftungsfest. Die Festrede( gewerkschaftlicher Vortrag) hielt feits machte große Termingeschäfte in russischen Noten und hat auszusehenden, aber unerwarteten Schwierigkeiten rechnet, giebt Genosse Faber- Berlin. Er führte u. a. aus, daß die gewerkschaft nun mit dem Angeklagten ein ganzes System erfonnen, um den „ natürlich immer etwas zu", sagen wir also innerhalb zweier liche Organisation allerdings nicht im stande sei, augenblicklich Kredit der Deutschen Bank zu eigenen sehr umfangreichen Spe = e, St n e ie it it Eft b T た f, De er be er ent st, er 13 gs er fte Cin elfo ng ibs im ab, 1111 ber ein ent er 02. It -6, iff Bea er tee nb he Im ett rð est TIT I. ge cte 3. ur no st आई in er te ent ic er 173 fe te be ev it, 18 де rit es vie te ent ie at en 福 考 Versammlungen: Tationen zu mißbrauchen. Schwieger stellte die Schlußscheine auf| in je einem Orte betrug 36, 35, 32, 80, 28, 25, 24... f. f. bis herab führt. Die Zentralfasse hatte eine Ausgabe für Agitation und den Namen der Deutschen Bank aus und Frank, der sich in den auf 15 M., der niedrigste 19,80; 18, 17, 16,50, 15, 13, 12, 10, Streifunterstützung von 3303 Dollar zu machen. Nach dem BeBesitz eines rothen Firmastempels zu sehen gewußt hatte, fanttionirte 9 und 7,50 M. Der am häufigsten gezahlte Lohn variirte zwi richt herrscht ein reger Gifer unter den Witgliedern des Verbandes, dieje fingirten Schlußscheine durch Aufdrücken des Firmastempels. schen dem höchsten und niedrigsten Lohne. Wo Roft und Logis und find infolgedessen verschiedene Vortheile für die Arbeiter des In geradezu staunenswerther Weise und nach einem äußerst raffinirten vom Meister gegeben wurde, war unter den höchsten Lohnfäßen Gewerbes errungen worden. Da durch die vielen Streits die Plan, welcher die bei fo großen Bantinstituten übliche Kontrolle( Abstufung nach Orten) der höchste 10 m., der niedrigste Bentralfaffe des Verbandes sehr geschwächt worden ist, so wurde zu nichte machte, hat der Angeklagte es dann verstanden, die Gin 3,50 m., unter den niedrigsten der höchste 7 M., der beschlossen, daß für die Periode eines Jahres von der Bentraltragungen in die Bücher so zu schieben und zu gruppiren, daß geringste 2 Mark. Am häufigsten wurde bei In taffe teine Streifunterstüßung gewährt werden soll. Das Erekutivdie falschen Geschäfte ordnungsmäßig durch die Buchhaltereien anspruchnahme von Koft und Logis durch die Gehilfen ein Lohn tomitee wurde außerdem angewiesen, alle Streiks, die nicht gebucht wurden. Anfänglich hatten die dreisten Spetulanten von 4 bis 6 Mark gegeben. Bemerkt sei, daß ein Theil der dringend geboten erscheinen, abzuweisen. Im übrigen beschäftigte Glück, denn bis zum September 1890 find an Schwieger Kollegen, deren Löhne unter der Rubrit, mit kost und sich der Stongreß hauptsächlich mit der Reorganisation des Ver146 332 M. als Gewinn ausbezahlt worden, von welcher Summe Logis" aufgeführt sind, nur das Logis, ein anderer Theil nur bandes. Auf Ersuchen der österreichischen Bäckerorganisation der Angeklagte die Hälfte einheimite. Schwieger hatte, wie die Roft vom Unternehmer erhielt. Der durchschnittliche Lohn wurde beschlossen, ein internationales Korrespondenzkomitee einder Angeklagte versichert, ein unbegrenztes Bertrauen zu dem bei Attordarbeit war in Barmen 15 M., in Bayreuth 14,50 M., in aufeßen, um die Verbindung mit den organisirten Bäckern anderer Steigen der russischen Noten und die Nichterfüllung dieses Brandenburg 16,18 M., in Effen 21 M., in Freiburg in Sachsen Länder zu erhalten. Vertrauens habe schließlich die Katastrophe über sie herauf- 12 bis 15 W., in Mannheim 18 bis 36 M., in Offenbach a. M. beschworen, wie Schwieger f. 8. auch als Direktor der Handels- 10 bis 30 M., in Potsdam 12 bis 22 M., in Straßburg i. G. 27 M., gefellschaft die lettere an den Rand des Abgrundes gebracht in Uetersen 16,35 M., in Wesel 15 bis 27 M., in Beiß 10 bis 27 m. habe. Das Glücksblatt wandte fich plöglich, es entstanden Ver- Arbeiterinnen famen auf die 427 Werkstellen 173. Die meist übliche luste und nun wurden die beiden Spetulanten immer fühner, um Arbeitszeit betrug 13, 12 und 11 Stunden. Als längste Arbeitszett tam die Verluste wieder einzuholen. Im Juli erfolgte alsdann die vielfach eine 14ftündige, an einzelnen Orten, wie Zeiß und Katastrophe. Der Angeklagte versichert, daß er das seit andert- Worms, fogar eine 16stündige vor. Die fürzeste Arbeitszeit war halb Jahren geführte Leben in Lug und Trug nicht mehr habe 10 Stunden, Sonntags arbeitete man faft regelmäßig in Die Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure aushalten können und daß er, als Schwieger mit neuen An- 144 Werkstellen. Von nur 77 derselben tann mit Bestimmtheit und Perrückenmacher Berlins und Umgegend hielt am forderungen an ihn herantrat, das Kartenhaus habe zusammen- gesagt werden, daß Ueberstunden und Sonntagsarbeit überhaupt 17. Oftober eine gut besuchte Generalversammlung ab. Nach dem stürzen laffen. Die Tendenz des Angeklagten ging über- bezahlt wurden, in einigen davon mit etwas mehr, als für die Vierteljahrs- Bericht des Borsigenden und des Schriftführers erhaupt bahin, Schwieger Schwieger als den Hauptschuldigen und gewöhnliche" Arbeitszeit üblich. Eigentliche Baufen während stattete der Rassirer den Rassenbericht, wofür ihm Decharge erfich als das verführte Lamm darzustellen. Zur Jouftra- der Arbeit gab es in den meisten Fällen nicht, nach schnell ein- theilt wurde. Sodann referirte der Vorsitzende über Verbandstion legte der Vorsitzende einige der Briefe vor, in welchen genommenem Frühstück und Vesper wurde gleich weiter gearbeitet. angelegenheiten und kritisirte dabei die" Laschheit" des Verder Angeklagte fast täglich dem Schwieger genaue Instruktionen Mit Tapezirerarbeiten befaßten sich 279 der Werkstellen- Inhaber. bandes, worauf folgende vom Vorstand eingebrachte Resolution ertheilte, damit er mit demselben auch ganz tonform gehe. Diese Jedenfalls beweist die Statistit, daß die Sattler Deutschlands zur Annahme gelangte; Die Freie Vereinigung selbständiger Briefe trugen sämmtlich keine Unterschrift, damit, wenn sie ein- durchaus nicht auf Rosen gebettet sind. Barbiere 2c. war anfänglich der Meinung, der Verband basire mal in unrechte Hände fielen, die Sachlage nicht ganz klar würde. auf sozialistischer Grundlage, welchen Anschein auch einige Ein unumwundenes Geständniß legte der Angeklagte nicht ab, er Wie's gemacht wird. Ein Uebelstand in der Stickerei Artikel erweckten, die im Fachorgan erschienen, als dasselbe noch wehrte sich vielmehr gegen den Gedanken, daß er von Anfang Industrie, schreibt das Sächsische Boltsblatt", nämlich das Eigen ihum des Kollegen Harber( Dresden) war. Als das Fachan rechtswidrige Vortheile erstrebt habe. Er sei nur dadurch, unrichtige Zählen der Stiche, wird von den Arbeitern blatt Verbandseigenthum wurde, hoffte die Berliner Verdaß er anfänglich dem Schwieger einen zu großen schon seit langer Zeit erfolglos bekämpft. Einzelne Fabrikanten einigung, es würde der Laschheit, welche sich in letzter Zeit be= Kredit gewährt, in die Hände deffelben gerathen und habe nach suchen sich dadurch billigere Arbeitskräfte zu sichern, daß sie die treffs der Agitation im sozialistischen Sinne bemerkbar machte, her wohl oder übel mit demselben mitgehen müssen. Stiche, die ihre Muster aufweisen, absichtlich niedriger angeben, abgeholfen werden. Dies traf aber nicht zu, sondern es wurde Er habe auch schließlich keinen Vermögensvortheil aus den Trans- als sie in Wirklichkeit erfordern. Die Arbeiter nehmen sich nicht ausdrücklich vom Verbandsvorsitzenden auf dem Rongreß gesagt, aktionen gehabt, denn als das Sinten der Noten eintrat, habe er immer die Mühe, genau nachzuzählen, und wenn sie den Fehler die sozialistische Taktik tönne auf keinen Fall inne gehalten wer nicht blos den auf ihn entfallenen Gewinn von 73 000 m. wieder entdecken, getrauen sie sich nicht, sich dagegen zu wehren, aus den, da sonst mehrere Bereinigungen ausscheiden würden. Man eingebüßt, sondern noch ca. 20 000 M. eigenen Vermögens ver- Furcht, die Arbeit zu verlieren. Der Fabrikant, der durch folle vielmehr die politische Ueberzeugung im Innersten des Der als Zeuge vernommene Schwieger suchte diese solche schustige Mittel feine Spesen vermindert, kann natürlich Herzens bewahren, den Verband aber neutral halten." Hierauf Gelegenheit zu benutzen, um sich selbst möglichst rein zu waschen. billiger verkaufen als seine Konkurrenten. Wer aber fragt heut erklärte die Vereinigung einstimmig den Austritt aus dem VerEr behauptete direkt, daß er zu Unrecht verurtheilt worden sei zu Lage danach, auf welche Weise einer reich geworden? Im bande. Kollege Kühn empfahl dann die Gründung einer Fachund blieb trotz aller Borhaltungen seitens des Angeklagten, des allgemeinen fümmert sich darum nur die arbeitende Klasse. schule. Man begrüßte das freudig und wählte hierzu eine KomVertheidigers und des Gerichtshofes dabei, daß er feinen Betrug miffion, die aus 5 Kollegen besteht, sowie 4 Lehrer. Der Unterverübt, sondern geglaubt habe, daß der Angeklagte mit Erlaubniß Kapitalistische Entbehrnugslöhne". Attienbrauerei richt soll schon am 1. November feinen Anfang nehmen. Aufseiner Vorgesetzten seine Spekulationen betreibe. Nicht er Gesellschaft Friedrichshöhe, vorm. Pazenhofer 16 pCt. genommen wurde ein Mitglied. Das Statut erhielt einen Zusatz. fei an den Angeklagten herangetreten, sondern diefer an ihn. Brauerei Pfefferberg, vorm. Schneider u. Billig 71/2 pet. Beschloffen wurde noch, die Mitglieder wieder bekannt zu geben. Brauerei zum Der schließliche Berlust von 3 220 000 m., welcher zu Ungunsten Schultheiß Brauerei- Aktiengesellschaft 16 pet. Vergnügungsverein Morgenstern. Sigung Sonnabend 9 Uhr bei der Unkosten der Deutschen Bank entstanden ist, sei nur gewisser: Waldschlößchen, Attiengesellschaft in Dessau 10 pCt. Span- Grbsmehl, Gisafferstr. 58. Geselliger Verein der Gefterreicher und Ungarn Nord- Welt". maßen auf elementare Ereignisse zurückzuführen. Die Befun- dauerberg- Brauerei 7 pet. Malzfabrit Halle a. S. 9 pt.dungen des Direktors Mantiewicz zeigten deutlich, mit Thüringer Malzfabrit zu Langensalza 18 pt. Bersammlung jeden Sonnabend, Abends s uhr, bei ihrem Sandsmann Aktien- Malz J. Rothfapt, Restaurateur, Moabit, Savelbergerstraße 28-29, Ecke der welchem Raffinement der Angeklagte, der als ein 15 Jahre lang fabrit Langenfalza 10 pet. Malgfabrit Thamsbrück 8 pet. Stenbalerstraße. Tischler- Verein. Sonnabend, den 29. Oftober, Abends 9 Uhr, für die Bank thätiger guter Beamter das größte Vertrauen Malzfabrit Rönnern 12 pet. Buderfabrit Glanzig 12 pet. genoß, seine ganz genaue Kenntniß von der Technik der Aktien- Zuckerfabrik Büdingen 9 pet. Oberlaufiger Buckerfabrik Buchhalterei und das Uebergewicht, welches er über die 7 pet.- Aftiengesellschaft Schalfer Gruben und HüttenBuchhalter hatte, zu einer Verschleierung der toloffalen Verein 10 pCt. Phönix, Aktiengesellschaft für BergbauSpekulationen auszunußen verstand. Frant hat auch und Hüttenbetrieb 10 pCt. Berliner Aftiengesellschaft für anderweitig privatim spekulirt, der Zeuge ist aber der Eisengießerei und Maschinenfabrikation, vorm. Freund 14 St. Ansicht, daß der Angeklagte zu den großen Spekulationen Grusonwerte 10 pet. Rheinische Stahlwerke Meiderich Neuer Berliner Handwerker- Verein. Sonnabend, den 29. Oftober, von Schwieger verleitet worden ist. Der der Bant entstandene bei Ruhrort 10 pet. Gußstahlfabrik Witten in Witten Abends 9 Uhr, bei Müller, Johannisstr. 20: Generalversammlung. Achtung, Lithographen, Steindruckter u. f. w. Montag, den Berlust ist zum größten Theile von der Direktion gedeckt worden. a. d. Ruhr 10 pt. Affumulatoren- Fabrit, Attiengesellschaft 3. Sttober, Abends 8 Uhr: Große öffentliche Bersammlung bei Philipp, Profurist Müller ist gleichfalls der Ansicht, daß Frank der 10 pt. Zeißer Eisengießerei 20 pet. Hannoversche Eisen- Rosenthalerstraße 38. Tagesordnung: Der Streit der Präger der Firma gießerei 11 pet. Attiengesellschaft für Fabrikation von Eisen- Seriegel. Berführte und Schwieger der Verführer sei. Zentral- Kranken- Unterstütungs- und Sterbekasse der deutschen Bücherrevisor Töpfer hat festgestellt, daß nach dem die bahnmaterial vorm. Lüders 10 pet. Berlin- Anhalter Maschinen- Schmiede. Sonntag, den 30. d. M., Vormittags 9% Uhr. Versammlung im Kontrolle stattgefunden, durch den Angeklagten noch falsche Ein- bau- Atiengesellschaft 10 pet. Berliner Elektrizitätswerte Botale des Herrn Tempel, Langeftr. 65. Tagesordnung: Bertheilung des vortragungen gemacht worden sind und die Bücher bei den Abschlüssen 73/4 pot. Attiengesellschaft Görliger Maschinenbau- Anstalt und bandenen Staffenbestandes. Mühlenbau- Anstalt und Maschinenfabrik und Umgegend. Sonntag, den 30. Ottober, Nachmittags 4 Uhr, bet Seefeldt, Fachverein der Gasanstaltsarbeiter und Berufsgenossen Bertins auf Heller und Pfennig stimmten. Auf eine Anregung des Eisengießerei 8 pet. festgestellt, daß ver- vormals Seck in Dresden 7 pet. Porzellanfabrik Königszelt Grenabterstraße 33: Generalversammlung. Tagesordnung: 1. VierteljahresUntersuchungsrichters habe er ferner Vereinigte Stralsunder Spielkarten- Fabriken A.-G. bericht. 2. Vortrag über„ Rapital und Arbeit" schiedene Beamte der Bant Privatspekulationen machten, 11. pt. Berliner Maschinenbau- Aktiengesellschaft vormals daß diese Spekulationen aber ftets auf den eigenen Namen der 62/3 pt. Beamten geschehen und lettere sogar verpflichtet waren, bei diesen 2. Schwarzkopff 18 pet. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 30. Ottober, Abends 7 Uhr, swet Privatgeschäften die Deutsche Bant als Kommissionärin aur be nußen, damit diese eine Kontrolle über Art und Umfang dieser wählte eine Kommission, die bei dem Stadtverordneten- fraße 33, Bortrag des Herrn Theodor Wegner über„ Das Erstreben ethischer Die Kontrollkommission der Kölner Gewerkschaften Bersammlungen: 1. Armin- Sallen, kommandantenftr. 20, Vortrag des Herrn Dr. Pinn über Aus dem Reiche der Dichtkunst"; 2. bet Seefeldt, GrenadierGeschäfte ausüben konnte. boll ber Art, in welcher er auf die schiefe Ebene gerathen, nicht Bureaus vorstellig zu werden beitspielen utan sols une daß nach der Beweisaufnahme die Darstellung des Angeklagten Rollegium um Errichtung eines Arbeitsnachweis kultur". zu widerlegen sei. Auf der anderen Seite habe derselbe aber gefähr dem Muster der Pariser Arbeitsbörse entsprechen. Ursache doch das in ihn gefegte große Vertrauen lange Zeit aufs schänd: des Beschlusses war die allgemeine Ansicht der Delegirten, daß lichste mißbraucht und seinem Bankinstitute großen Schaden zugefügt. die Arbeitsnachweise der Gewerkschaften nicht das leisten, was Unter Berücksichtigung dieser Umstände beantragte der Staats: te leisten sollen. anwalt 3 Jahre Gefängnis, 3000 M. Geldbuße event. Ioren. Der Staatsanwalt erkannte an, " " Melchiorstraße 15: Versammlung. Tagesordnung: Bortrag des Herrn Treder. Arbeiter- Bildungsschule. Mathematit. Den Schülern ber NordSchule zur Kenntniß, daß wegen Verhinderung des Herrn Dr. Borchardt ant Mittwoch, den 2. November, der für diesen Tag fällige Unterricht für Mathematit schon am Sonntag, den 30. Oftober, Bormittags von 10 bis 12 Uhr stattfindet. klaffen, Jahlstelle Berlin 1. Sonnabend, den 29. Ottober, Abends 8 Uhr, Kranken- und gegräbnißkaffe des Vereins sämmtlicher BerufsBlumenstr. 78 bet Wollschläger: Generalversammlung. Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstr. 38. Sonntag, den 30. Oftober, Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8-10% Uhr. SüdUnterricht in Deutsch( unt.); Süd- Ost= Bort 10% Uhr, Bortrag des Herrn Bogthere:„ Armuth und Frömmigkeit." Schule, Sagelsbergerfir. 43: Schule, Reichenbergerftr. 188: Unterricht in Physiologie; Ost- Ghule, Markusstr. 31: Unterricht in Rechnen( unt.); Nordschule, Müllerstraße Nr. 179a: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. In alle Fächer fönnen noch Schüler und Schülerinnen auch jetzt im Laufe des Semesters eintreten. Deutscher sozialdemokratischer Teseklub in Paris. Cafe de la Jeben Sonnabend öffentliche Versammlung; Belehrung. Vom Moloch Kapital. Die größte Bäckerei Steiermarks, noch 300 Tage Gefängniß und Ehrverlust auf die Dauer von die Firma Scherbaum und Söhne in Marburg, läßt nouvelle pofte", Gde von Rue Montmatve und Rue Etienne Marcel, Gin3 Jahren. Rechtsanwalt Wronker schilderte den An- ihre Arbeiter meist 18 bis 20 Stunden täglich arbeiten. Dadurch gang Rue Etienne Marcel. geklagten als den Verführten und vertrat den juristischen Stand- werden die Arbeiter so abgerackert, daß viele derselben von der reiche Bibliother, Zeitungen, franzöfifcher Unterricht. Der deutsche Arbeiter, punit, baß hier nur eine fortgesette strafbare Handlung vor Arbeit weg ins Spital getragen werden mußten, wo sie entweder der fremd nach Paris commit, finder hier einen Anlehnungspuntt, Rath und liege. Der Angeklagte habe von Anfang an nicht eine ver- dem Tode erlegen sind oder entlassen werden mußten, ohne daß London. Der einzige hiesige fozialdemokrattsche Berein Londons, der brecherische Tendenz gehabt, sei dann aber durch einen bösen man ihrem gerrütteten Körper die Gesundheit hätte wieder ver- alte, von art marr und Friedrich Engels 1840 begründete Dämon in das Verderben geriffen worden und ein Opfer un- schaffen können. Dies wird der Wiener Bäcker- Zeitung" von kommunistische Arbeiter: Bildungsverein befindet sich nach glücklicher Berhältnisse geworden. Auf jeden Fall verdiene er eine mehreren Grazer und Marburger Bäckereiarbeitern mitgetheilt, wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. niedrigere Strafe und Anrechnung der Untersuchungshaft. Staatsanw. Schäfer gab eine Anrechnung von 4 Monaten auf die Untersuchungshaft anheim, bat aber, feinem Strafantrage zu folgen, da der Angeklagte in dem günstigen Moment der glückLichen Spekulation sehr gut hätte aufhören tönnen, dann aber aus freiem Antriebe und aus Gewinnsucht den Weg des Verbrechens weiter verfolgt habe. Der Gerichtshof glaubte, daß der Angellagte mit demfelben Maß zu messen sei, wie Schwieger. Er verurtheilte ihn deshalb zu 4 Jahren Gefängniß, 3000 M. Geldbuße und Ehrverlust auf 3 Jahre. Dem An geflagten wurden 3 Monate auf die Untersuchungshaft angerechnet. Soziale Ltebersicht. welche dies mitmachen mußten und für diese Zeilen mit ihrem Namen einstehen." Dieselbe Firma, welche ihre Arbeiter in jener skandalösen Weise ausbeutet, giebt nichts zum Alters- und Invalidenfonds der Bäcker Steiermarks, an welchen alle bedeutenden Bäckermeister und Wühlenbesitzer Steiermarts Beiträge leisten. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends Uhr: Nebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Giche, RigLyrania, Landsbergerbdorf, Hermann- und Knesebeckstr.- Ecke bei Beyerle. Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 4s bei Zollkühn. ftraße 31 bei Musehold. Sanges Echo, Naunynstraße 86, bet Bubeil. nebel, Badit raße 68( Gesundbrunnen). Phönir, Bülowstraße 65 bei Breblow. Teltow in Teltow, Schwarzer Adler. Esmeralba, KönigsGlid au, bei bergerstr. 24. Stebertrans in Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. Hand in Hand 2, Friedrichsberg, Friedrich Karlstraße 11 bet Heinede. Gesundbrunner iännerchor, Gesundbrunnen, Prinzen- Allee 10. Offenbacher Sängerfrans", Drantenstr. 153, bei Schönwälder. Bruderhand" in Schönvalde( in der Mart) bet Gesangvere'n Schulze.-r if auf" Friedrichsberg, Rummelsburgerstraße bet Deckert. Vorwärts 7" Rummelsburg, bet Borgmann. " Erhöhung der Volksschullehrer- Gehalte beschloffen Nath und Stadtverordnete von Meerane. In dem neuen Regulativ wird das Höchstgehalt des Lehrers auf 2600 M. festgelegt, das jenige der Lehrerinnen auf 2100 M. Das Mindestgehalt des Bund der geselligen Arbeitervereine Serlins und Umgegend. ständigen Lehrers von 1300 M. steigt bis zu 1400 m. in zweiter Alle Sufchriften, ben Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, Gehaltsklasse, 1550 M. in dritter, 1700 M. in vierter, 1900 m. find zu richten an: G. Schröder, Nostizstraße Nr. 29, 3 Tr. Sonnabond: Theaterverein Iphigenta", bet Kramer, Rirdorf, Herrmannin fünfter, 2100 M. in sechster, 2250 20. in siebenter, 2400 9. fraße Nr. 140. Tambour Berein Borwärts" Rirdorf, Herrmann Tambourverein Deutsche Giche in achter, 2500 bezw. 2600. in neunter Klaffe; die Aufrückung bei Niederfchub, Fürbringerfir. 7.- Rauchflub, Anita" bei Rette, Weberund Wandslidstraßen- Ede bet Rober. erfolgt nach 3, bezw. 4 und 5 Jahren. Betreffs des Wohnungs- ftraße 15. Rauchklub Dornröschen bei strech, Schulstraße 104. geldes ist bestimmt worden, daß dasselbe in der 1. Klasse 200., Gefetfiger Verein„ Nord" b. Krüger, Fennstr. 5.- Geselliger Berein, a Ides= Geselliger Verein ,, Gut in der 2.- 5. Klasse 250 W., in der 6.- 9. Klasse 300 2. beträgt. grün bei Buchholz, Krautstr. 6( Aue 14 Tage). Seil", Nene Königftr. 89. Geselliger Verein, talia" bet Voite, KollbergerStraße 28. Geselliger Verein Jugendfreunde" bet Schulz, Prenzlauer Ausbentung der Frau. In den Trikotfabriken allee und Trescorostraßen- Ede. Bergnügungsverein Helgoland 2 bei Schwarze Liften nud kein Ende! Der Leipziger Gastwirthsverein hat sich an die übrigen Gastwirthsvereine Deutsch- Württembergs, in welchen ausschließlich Arbeite: Wieget, Stralaueritr. 57. Gefang-, Turn- nna gesellige Vereine. Sonnabend. Paul Tands gewandt, um eine Liste der schlechten Kellner- Clemente" innen beschäftigt werden, verdienen diefelben täglich nur nicet fcher Mufitverein Allegro bet Spindler, Reichenbergerstraße 118, zu erlangen und, wie er mittheilt, von diesen zustimmende Kund 50-80 Pf. Auch die Behandlung dieser Aermisten läßt zu Gde Forsterstraße. wünschen übrig. Rohheiten seitens der Vorgesetzten sind nicht Zurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute gebungen erhalten. von 8%-10% Uhr in der Turnhalle, Fretenwalderstr. 89. selten. Vorstehende Wittheilungen wurden auf der Konferenz Bühnenverband Normania jeden legten Sonnabend im Monat bet der Textilarbeiter Württembergs gemacht, die kürzlich in Eplingen zeichnis, Königsberger fir, 24.- Privattheatergeſellſchaft„ ne e al ödchen", Abends% 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. Theaterverein Berliner Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9x Uhr bei Weick, Köpe= nickerstraße 68.- Theaterverein Lessing. Jeben ersten und legten Sonn abend in Monat» Uhr Abends Sigung bet Budolph, Strautstr. 6. Aus Solingen berichtet die„ Fränkische Tagespost": Von Seiten des hiesigen Scheerenfabrikanten- Bereins war den ver- tagte. schiedenen Kategorien von Arbeitern diefer Branche das mit denfelben vereinbarte Preisverzeichniß behufs Herabsetzung der Ueber die Rentabilität der deutschen Aktien- Brauereien Arbeitslöhne gekündigt worden. Die Scheerenschleifer befchloffen, hat 9. Wolff in Freiburg i. Br. eine Zusammenstellung ver in Anbetracht der ungünstigen Konjunktur von einem Streit öffentlicht. Nach dieser waren im Jahre 1890/91 300 Brauerei abzusehen und nochmals eine Kommission zu wählen, welche Attiengesellschaften vorhanden mit einem Gesammt- Aktienkapital Don 291 720 000 m. Dieselben erzielten einen Reingewinn von betreffs der Regulirung" der Schleifpreise unterhandeln soll. 20 918 957 9. Als Dividende wurden 17 869 015 W. vertheilt. Bon den Gesellschaften entfielen auf Preußen 138, das übrige Norddeutschland 70 Bayern 52, Württemberg S, Baden 19, Beffen 61 und Elsaß- Lothringen 7. Statistik über die Verhältnisse im Sattlergewerbe. Das Organ des Verbandes der Sattler, Tapezirer und Berufs: genossen veröffentlicht das Resultat einer im letzten Sommer auf genommenen Statistit über die Verhältnisse in den Sattlereien Der internationale Verband der amerikanischen Bäcker Deutschlands, welches in folgendem furz zufammengefaßt wieder gegeben sei.' Beantwortete Fragebogen gingen ein aus 62 Orten, hielt vom 12. bis 19. September seine 7. Jahresversammlung in unter denen Berlin sich nicht beftudet, und betrafen 427 Wert Buffalo ab. Der Sefretär konnte in seinem Jahresbericht über stellen mit insgesammt 1211 Gehilfen. 25 Werkstellen beschäftigten einen enormen Fortschritt des Verbandes berichten. So sind im mehr als 5, 27 mehr als 10 Gehilfen. Von den 1211 Gehilfen lezten Jahre nicht weniger als 45 Zweigvereine errichtet worden. waren dauernd beschäftigt 891, verheirathet 468 und beim Meister Im Verbande wurden im letzten Jahre fast ununterbrochen Kämpfe in Rost und Logis 326. Der höchste Zohn( ohne Koft und Logis) um Berkürzung der Arbeitszeit und Erhöhung des Lohnes geBergnügungsverein Az alta 9% Uhr bei D. Seindorf, Barnimftr. 16. Bergnügungsverein 2ustige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant Lautenbach, Cuvryfte. 3.- Vergnügungsverein Lustige Becher Abends ½ 1hr Wendelssohnfir. 9. Bergnügungsverein Garmi en Sylva Gigung 9 Uhr im Restaurant von D. Wils, Mariannen- Ufer 2. Stattlub Gorbischer Knoten, jeben Sonnabend 9 Uhr boi Karl Schilling, Büdlerstr. 55. Danst Forening reia( Dänischer Verein Breia), Lindenstraße 100 bet Boppe. Berein ehemaliger Schüler er so. Gemeindefchule, Abends 9 Uhr, Restaurant url, Koppenftraße 58. Geselliger Berein Stalia, jeden Sonnabend im Restaurant Boite, Kolbergerstr. 23. abends Reichenbergerstr. 78, bet Faufimann. Stattlub Kreuzbube bei Steuer, Weinftr. 22. Statflub Revolution Schaftopf- Klub Bruder= rette tagt jeden Sonnabend Abenos 9 Uhr bet wets, Andreasstraße 77a. artenttub uile tagt jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Sum Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer Gof, Admiralfir. 18c. 1 boldhein, Hochstr. 32a. Sprechfaal: Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür Intereffes zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt deffelben identifizirt zu werden. An die Schmiede Deutschlands. Literarisches. vom 29. Oktober 1892: Aus der Woche. in furzer Frist einen Bruch mit Spanien und damit für Frant reich schwerwiegende politische Folgen nach sich ziehen werde. Berliner Volkstribüne." Sozialpolitisches Wochenblatt. der Präfekt und die Bergwerks- Gesellschaft von Carmaux sich Paris, 28. Oktober. Hier laufen Gerüchte um, nach welchen abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Vierteljahr 1,50 M., monatlich 50 Pfg. Inhalt der Nr. 44 dahin verständigt hätten, daß die Arbeit am nächsten Mittwoch Das Apostolifum. Die Arbeitslosigkeit.-Schmaroßer des Elends. Sophie Wiederaufnahme der Arbeit bereit sein. wieder aufgenommen werde. Gegen 400 Arbeiter sollen zur Kollegen! Da sich die freie Hilfskaffe der Schmiede Deutsch. Berowstaja. Von der Bewegung. Vom Schlachtfelde.- Paris, 28. Oftober. Der Generalrath der Seine bewilligte lands aufgelöst hat, weil sie den Anforderungen des neuen Ge- Gewerkschaftliches zc.- Gedicht.- Novelle.- Aus den heute 10.000 Fr. für die ftreifenden Bergarbeiter in Carmaux fetes doch nicht auf die Dauer gewachsen wäre, so hat sich ein Bleibergwerken Sibiriens. Die direkte Gesetzgebung durch das und beschloß, der Regierung den Wunsch auszusprechen, daß die Kranten und Begräbniß Unterstütungsverein verurtheilten Ausständigen begnadigt werden möchten. der Schmiede Deutschlands, mit dem Size zu Berlin, gebildet. Der Verein stellt sich die Aufgabe, seinen Mitgliedern in Krankheits- und Sterbefällen seine Hilfe zu gewähren. Kollegen allerorts, schließt Euch demselben an, sucht Zahlstellen zu errichten, geleitet von dem Gedanken, zu Eurem sowie dem Wohl aller mit beizutragen. Nähere Auskunft ertheilt H. Michaelis, Berlin O., Koppenstr. 55, H. II. Um weiteste Verbreitung dieses Aufrufs wird gebeten. Vermischtes. Ein angenehmer Kollege. Thorn, 24. Oftober. Der Lehrer B. aus Bruchnowo bei Kulmsee ist vor einigen Jahren aus der Proving Brandenburg in die polnische Gegend zur Förderung des Deutschthums versetzt worden. Plötzlich wurde gegen ihn die Anschuldigung wegen Sittlichkeitsverbrechens erhoben. Zur Verhandlung vor der hiesigen Straffammer waren über 20 Schulkinder als Zeugen geladen. Eins nach dem andern belastete durch seine Aussagen den Lehrer schwer. Das legte Rind aber gestand schließlich, daß es zu einem falschen Zeugniß beredet worden sei. Nun wurden alle Kinder nochinals vernommen, und da gaben diese dieselbe Aussage ab. Der Urheber war fein anderer als ein polnischer Amtsgenoffe des Angetlagten. Der Lehrer, der längere Zeit in Untersuchungshaft hat zubringen müssen, wurde freigesprochen. Bolt in der Praxis. Bei der Redaktion eingegangene Schriften: Caro. Leipzig, Verlag von Fr. W. Grunow. Die Judenfrage. Eine ethische Frage von Dr. Leopold vom besten Staat. Leipzig, Verlag von Fr. Wilh. Grunow. Schlarafia politika. Geschichte der Dichtungen Roman von Gustav Aus dem Durchschnitt. Falke. Berlin, Verlag S. Fischer. Preis 2 M. Die heilige Ehe. Drama in 5 Auszügen von Felig Holländer. Verlag von S. Fischer, Berlin. Preis 2 M. 95 Thesen zum Reformationsfest. Von Professor D. Paulus in Cassel. Verlag von J. C. Kienast in Steglitz. Kleinasien. Ein deutsches Kolonisationsfeld. Kolonialwirthschaftliche Studie von Dr. Karl Kärger. Berlin, Verlag von Gergonne und Co. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Paris, 28. Oftober. In den Wandelgängen der Kammer verlautete heute gerüchtweise, daß das Kabinet, falls die Zollkommission den Entwurf des französisch schweizerischen Bollabfommens en bloc ablehnen sollte, die Vertrauensfrage stellen werde, indem es der Ansicht sei, daß der Bruch mit der Schweiz London, 28. Oftober. Eine Versammlung beschäftigungslofer Arbeiter, welche heute Nachmittag beim Tower abgehalten wurde, beschloß, am 5. November auf Trafalgar Square eine Massenversammlung zu veranstalten, bei welcher der sozialistische Parlamentsdeputirte Keir Hardie eine Ansprache halten wird. ( Depeschen des Bureau Herold.) " Köln, 28. Oktober. Gegenüber den Blättermeldungen, gegen die Redakteure der Kölnischen Zeitung" würde Zeugnißzwang wegen Veröffentlichung der Militärvorlage eingeleitet, sagt die Kölnische Zeitung": Wir sehen der Entwickelung der Angelegenheit mit großer Gemüthsruhe entgegen. Unser Fall bietet für das Verfahren des Zeugnißzwanges feinerlei Handhabe. Es sei unmöglich, den Beweis zu führen, daß die Veröffentlichung nur durch Bruch des Amtsgeheimnisses erfolgt sei. Es gebe zahlreiche Möglichkeiten des Herganges, die jedes Disziplinarverfahren ausschließen. Eine zwangsmäßige Aufforderung an den Redakteur würde die Köln. 3tg." als einen in die Formen der Rechtspflege eingekleideten Rechtsbruch betrachten. Briefkaffen der Redaktion. M. S. 9. Wir sind nicht in der Lage, Ihnen den gewünschten Gelegenheitsdichter nachweisen zu können. Möbel-, Spiegel- n. Polsterwaaren- Magazin SW. Oranien- Straße 83/84. Alexanderplat. Kaufmann's Variété. Königstolonaden. Sonntag, den 30. Oktober 1892, Mittags 12 Uhr: Grosse Matinée veranstaltet von Mitgliedern der Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler zum Besten der Unterstützung hilfsbedürftiger kranker Kollegen und deren Familien. Allen Freunden und Genoſſen zur freundlichen Mittheilung, daß ich in der Grünauerstr. 27 eine Restau= ration errichtet habe. Vereinszimmer zu vergeben. Um freundlichen Zuspruch bittet Otto Jacob. Alle Sonnabend Gänse- Ausspielen nebst musikalisch- komischen Vorträgen Mühlenstraße 8 bei Langer. Daselbst ist ein Vereinszimmer mit Pianino zu vergeben. 1 Tischler zur Reparatur melde sich. 2772b Auftreten des gesammten Künstlerpersonals. Gänse- Ausschieben Billets à 30 Pf. sind zu haben bei Thomas, Grünauerst. 37, Hof und-Schießen jeden Sonnabend bei parterre; 2usch, Forsterstr. 10, v. 5 Tr.; Worli, Reichenbergerstr. 149, und Schießen jeden Sonnabend bei v. 2 Tr.; Lau, Manteuffelstr. 97, v. 4 2.; Steinte, Urbanstr. 38, Sof G. Wächter, Brigerstraße Nr. 22. 4 Tr.; Gramm, Grimmstr. 35, Hof 4 Tr., und in sämmtlichen Zahlstellen. Das Komitee. 300/1 Verlag des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße Nr. 2. Bereits über 20 000 Exemplare abgesezt! Soeben erschien: Schutz gegen Krankheitsgefahr! Kurzer Rathgeber wie wir unsere Gesundheit bewahren und uns gegen Krankheiten, besonders au steckende, schützen können. Von Dr. J. Zadek und Dr. A. Blaschko Aerzten in Berlin. 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Herr Wolff, Vertreter der Zentral- Fleischer- Zeitung", " Mariendorf, in der Lokalliste steht, trotzdem es nicht zu Ver- Arbeiter- Bildungsverein aufgefordert hatte, wurde die Vers ſammlungen zu haben ist. Senger, Mitglied der Lokal sammlung mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie Die Zeitschrift Der Töpfer" ersucht die Töpfer um fommission schuld, sondern es liege ein Versehen der Berliner tommiffion erwiderte, daran trüge nicht die Mariendorfer Lofal geschlossen. Fernhaltung des Buzuges nach Harburg( Seifert), 3 widau Lokalfommission vor. Goede richtete hierbei den Appell an die ( Scholz), sowie nach Berlin, Spandau und Stettin Genossen, nicht die in der letzten Versammlung gesperrten Lotale Kaiser Wilhelmstraße 27, ersucht uns, zum Bericht über die wegen der Feni: erfrage und nach Rassel und Fürsten- zu besuchen. Ernſt echt erklärte seinen Austritt aus der letzte Monatsversammlung der Freien Vereinigung der Zeitungswalde wegen Lohudifferenzen. Bartei. Da er der Tempelhofer Lofalfommission angehörte, wurde spediteure und Verkäufer mitzutheilen, daß der Verlag der Genosse Ferd. Rudwill in diese gewählt. Der Ueberschuß der Bentral- Fleischer- Zeitung" für die Spedition derfelben 50 Pf. Tellersammlung wurde dem Genossen L. Hecht zur Verjügung pro Exemplar und Vierteljahr zahlt, obwohl ein Spediteur sogar gestellt. Nachdem noch der Borsigende zum Eintritt in den nur 27 Pf. forderte. Von der Generalfommiffion wird uns zu dem bereits gemeldeten Streit der Schuhmacher in Wilhelmshaven noch geschrieben: Alle Verhandlungen mit den Unternehmern um Abftellung der Mißstände waren vergeblich. Die Arbeiter fordern zehnftündige Arbeitszeit und 16 M. Lohn pro Woche; bei freier Station 7 M. Es befinden sich 19 Arbeiter im Ausstand. Gin Meister hat die Forderungen bewilligt. Bei dem geschlossenen Vorgehen der Arbeiter steht zu erwarten, daß der Ausstand bald ein günstiges Ende nimmt. Adresse: A. Gerdes, Restaurant Held, Kopperhörn bei Wilhelmshaven. Ferner theilt die Generalfommission mit, daß am Streit der Arbeiter der Schuhfabrit von Meyer in Bremen 93 Personen, darunter 24 verheirathet, betheiligt find. Adresse: 2. Besching. Jakobiftr. 28, Stadt Chikago", Bremen. " Der spanische Buchdruckerverband hielt, wie der Leipziger Correspondent fr Deutschlands Buchdrucker" mittheilt, Ende September in Madrid seine sechste Generalversammlung ab, auf der 12 Sektionen vertreten waren. Entgegen den Beschlüssen des Berner internationalen Buchdruckerkongresses beschloß die Versammlung, auch fernerhin Reise- Unterstüßung nur Verbands mitgliedern zu gewähren, die sich entweder nach einem Orte, der feine beschäftigungslosen Kollegen aufweist oder wo ihnen schon von vornherein eine Antrittsstelle zugesichert ist, zu begeben erElären. Den Beschlüssen in Bern über die Beitragsverpflichtung in Streifiällen will man sich nur insofern unterwerfen, daß 5 Gts. pro Mitglied und Woche nicht überschritten werden. Be schlossen wurde weiter, daß der Verband bei den Staatsbehörden beharrlich auf Erlaß von Bestimmungen gesetzlicher Natur zur Schaffung günstigerer Arbeitsbedingungen zu bringen hat, wie 8. B. Einführung des Achistundentages, Festseßung eines Mindeste tagelobnes, gleiche Entlohnung der männlichen und weiblichen Arbeiter für geleistete Arbeit. Zum dritten Kongreß des spanischen allgemeinen Arbeiterverbandes wurde eine Vertretung beordert. Unter den Buchdruckern im ganzen Lande soll eine Propaganda, anfangend bei den Sektionen, die sich in traurigiter Lebenslage befinden, in Szene gesetzt werden. Der Siz des Verbandes bleibt in Madrid. Im Anschluß an die Generalversammlung fand im Madrider Stadttheater eine von den Ortsvereinen der Buchdrucker, Buchbinder und den Verbandsvorstand einberufene Bolfsversammlung zu gunsten der gewerkschaftlichen Organisation statt. Versammlungen. Der Fachverein der Stellmacher Berlins nahm am 18. Ottober den Kassenbericht vom dritten Quartal entgegen. Danach blieb ein Bestand von 47,49 M. Dem Kassirer Zach in wurde Decharge ertheilt. Betreffs des in der vorlegten Versammlung gefaßten Beschlusses, die Vereinsversammlungen zum Winter wieder an Sonntagen abzuhalten, wurde mitgetheilt, daß das Lokal in diesem Jahre nicht mehr an Sonntagen frei ist; man beschloß daher, die Versammlungen im November und Dezember noch an Wochentagen abzuhalten, und da der Saal im Januar 1893 wieder frei ist, dieselben dann auf Sonntags an zuberaumen. Neven anderen Werkstätten wurde dann die des Herrn Nieß, Thaerstraße 22, einer scharfen Kritik unterzogen. Die nächste Vereinsversammlung findet am 16. November im Lokale Rosenthalerstr. 88 statt. Im Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter sprach am 15. Oftober Kollege Robert Schmidt unter Beifall über Darwinismus und Sozialismus". An der Diskussion betheiligten fich Rennwarth und Ulbricht. Ersterer emprahl den Kollegen den Besuch des Naturhistorischen Museums. Bommer fand es nicht für richtig, daß die neu aufgenommenen Kollege. es nicht für der Mühe werth halten, in der Bersammlung zu erscheinen und ihnen die Mitgliedsbücher durch andere Kollegen überbracht werden: die Kollegen würden erst dann als aufgenommen angefehen, wenn sie sich in der Versammlung vorgestellt haben. Sollege Ibricht machte noch auf die Generalversammlung und auf die Delegirtenversammlung aufmerksam. Neu aufge nommen wurden 7 Mitglieder. Im Verband deutscher Korbmacher sprach am 17. b. M. Genosse Millarg über das Thema" Die Bestrebungen der Jnnungen im Mittelalter bis auf unsere Beit". Nach diesem mit Beifall aufgenommenen Vortrage verlas der Kassirer die Abrechnung vom dritten Quartal, deren Richtigkeit die Revisoren bestätigten. Zum Schriftführer wurde Rollege Krause gewählt und dann mitgetheilt, daß per GSubmission 93 000 Stück Geschüzförbe von der Militärverwaltung nach Berlin vergeben wurden, welche bis zum 1. April 1893 fertiggestellt sein müßten; man folle den Preis von 0,50 Mart pro Stück hochhalten, zumal der betreffende Unternehmer an der Lieferung einen ziemlichen Verdienst habe. Schließlich wird noch bekannt gegeben, daß ein hettographirtes Flugblatt erscheint, in welchem zum Eintritt in den Verband aufgefordert wird. Der Arbeitsnachweis befindet fich bei Jungnicel, Wienerstr. 11, die Herberge bei Stramm, Ritterfir. 123. Die nächste Versammlung findet am 21. November bei Roll, Adalbertstr. 21, statt. In Mariendorf fand am 24. Oktober eine Volksversammlung statt, welche sich nochmals mit der Angelegenheit 2. Hecht contra Parteivorstand beschäftigte. Vom Parteivorstand war Genosse Fischer erschienen, der vom Tempelhofer Vertrauensmann zu der Versammlung speziell eingeladen war. In längeren Ausführungen legte Fischer flar, daß der Parteivorstand in jener Sache durchaus forreft gehandelt hat und garnicht anders handel durite. Ferner wies er die Aeußerungen zurück, welche er resp. ein anderes Mitglied des Parteivorstandes gegenüber 2. Hedit gethan haben sollte. In der Levatte, an welcher sich die Ge nossen Hinze, L. Hecht, Senger, Ernst Hecht, Lösche, Erzel( Berlin), Tannenberg und Goede betheiligten, sprach Ernst Hecht besonders zu Ungunjien des Parteivorstandes, worauf ihm Genoffe Fischer energisch entgegentrat. Ein Unabhängiger" versuchte dann, den Parteivorstand zu verdächtigen, was ihm jedoch trotz aller seiner Phrasen nicht gelang; im weiteren Verlauf der Lebatte provozirte er solche Unruhe, daß der Gendarm schon mit Auflösung der Versammlung drohte. Nachdem die Ruhe wieder her geftelli und Schluß der Debatte über die Angelegenheit L. Hecht beantragt war, nahm die Versammlung einen Antrag gegen drei Stimmen an, welcher die Handlungsweise des Parteivorstandes als torreft fonstatirt. Senger ersuchte hierauf die Genossen, den franken Genossen L. Hecht so viel wie möglich zu unterſtüßen. F. Rudwill wunderte sich, daß das Blocksdorf'sche Lotal, 11 10. Ziehung der 4. Klasse 187. Königl. Preuß. Lotterie. 175 205 62 322 84 434 576 85 643 801 914[ 300] 16 43 44 87 Bichung vom 28. Oftober 1892, Bormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 9 49 182 359 467 536 59 64 13000 621 733 77 809 25 1009 93 110 16 224 607 720 47 839 78 2084[ 300] 192 284 326 56 53 52[ 5001 63 62 784 820 63 928 3030 70 81 104 30 201 430 503 27 66 653 709 22 34 68 909 74 4027 104 241 46 409 12 73 565 660 88 743 89 92 886[ 300] 965 96 5144 53 226 318 413 68 87 783 857 991 6002 26 39 47 13 99 385 642 883 7115 73 90 371 442 60 57 700 9 15 48 84 95 859[ 150] 73 8145 323[ 15 01 39 436 78 723 50 59 985 0026 72 93 140 50 266 68 409 587 734 15001 94 972[ 300] 10338 39 78 507 37 48 631 866 941 11013 45 65 136 62 283 772 86 959 90 12043 62 131 370 524 57 655 790 1302 39 104 303 511 29 83 671 99 14151 222 27 341 71 86 509 671 784 68 863 900 44 15012 178 289 322 430 1500] 70 97 575 652 802 93 931 150 1 59 16106 8 229 35 373 434 509 15 76[ 150] 82 629 63 1301 84 761 824 956 17296 455 60 534 611[ 1500] 21[ 300] 52 742 851 87 947 87 94[ 300] 18021 254 339 60 485 513 92 6.5 764 19067 107 33 759 894 995 20076 91 199 206 13000] 432 53 54 729 931 21119 371 695 754 81 23 22044 338 716 17 59 23092 191 203 64 324 59 577 709 11( 3000) 977[ 30001 90 24012 66 77 164 499[ 300] 543 642 47 63 769 856 252 311 7 539 630 93 26033 152 249 576 733 69 99 806 91 91 2715) 264 99 326 68 77 99 476 718 804 28006 12 120 73 351 402 61 88 95 618 8.6 932 29005 79 155 91 507 38 602 31 766 811 55 59 75 984 30064 105 14 52 309 611 40 67 86 729 75 86[ 30001 802 946 63 31016 80 81 187 273 85 34 590 713 81 881 32055 115001 7178 30 625 883 911 45 33077 281 395 474 6 6 57 717 49 830 51 34032 68 69 280 369 90 497 539( 800) 668 739 49 813 59 932 66 35103 221 46 59 71 347 595 693 791 841 94 36156 80 517 40 629 42 716 848 37076 209 777 820 58 67 970 38019 20 91 207 499 636 859 923 31 39199 258 13001 326 33[ 500] 649 69 727 33 70 40016 238 67 92 26 422 82 87[ 1500] 550 52 610 18 873 87 999 41043 121 66 342 407 520 77 605 7 14 734 834 75 80 965( 300) 42000 201 318 467[ 600] 564 633 58 65 713 28 54 115 10] 62 992 4308 206 4 82 377 630 67 674 715 63 865 948 44272 84 360 551 63 781 45078 341 500) 59 621 945 90 46158 254 303 445 92 634 86 838 935 4703 37 478 554 55 620 000 40 84 713 95 933 48084 206 300 507 68 698 741 82 49168 282 5[ 3000 354 8 42 583 605 18 50 893 50000 10 90 42 98 895 51114 1600] 321 414 68 644 791 04 24 55 912 52033 191 390 443 572 97 648 853 5: 3051 220 519 40 787 917 26 54162 84[ 101 2 4 46 319 552 861 957 55135 76 321 32 525 81292 56253 516 694 70% 3 886 953 57117[ 00: 336 48[ 3000) 411 557 743 803 58015 177 285 342 421 603 41 50 78 808 59005 11 33 43 77 106 321 56 610 82 722 62 77 896 937 38 60009 4 104 341 537 731 1300] 44[ 1500] 84 824[ 8000] 65 913 26 78 6 61198 359 60 409 600 2 21 29 897 6: 2060 285 329 425 561 781 924 63634 61 747 83( 500) 89 830[ 600] 64115[ 3000] 30 355 89 500 468 782 906 71 65048 404 514 52 681 8: 1[ 15001 48 66174 26 83 362 68 440 74 653 705 841 944 96 99 67135 73 277 87 374 407 573 645 702 68 841 68182 93 274 321 440 78 561 91 639 713 829 912 60117 307 413 21 68 5 3 695 748 800 5-930 70166 287 370 643( 10 000) 73 92 722 26 49 85 853 71024 125 216 24 56 322 514 50 645 97[ 1500] 7 3[ 1500] 824 41 49 72001 9 61 223 62 389[ 3001 408 502 16 660 831 45 76 964( 5000) 73052 95 195 336 446 62 595 797 959 74089 92 308 10 466 72 709 1300) 31 750 5 296 380 770 13001 817 76074 103 36 60 651 748 884 77089( 30 01 128 30 95 261 818 45 99 508 49 78 77 743 47 95 804 15 26 60 87 950 78035 53 95 268 318 19 621 38 98 705 929 70071 157 320 439 60 95 664 736 46 822 34 76 911 43 S0019 71 117 228 72 92 484 50 569 808( 3000) 995 81077 193 13001 222 31 79 313 17 434 534 893 961 2017 19 20 314 580 90 819 37 46 73 953 91( 3000) 83216 2 1500] 84 324 67 455 533 638 64 747 13001 876 4014 13001 29 144 46( 300) 76 237 76 335 460 503 635 60 709 91 85062 117 33 55 74 511 54 659 783 44 45 850 86174 210.37 367 469 504 71 615 65 759 864 87020 211 42 376 414 68 539 765 73 8069-86 1150 219 373 400 53 561 695 759 71[ 600] 904 890027 118 [ 300] 383 653 888 90204 34 306 54 68[ 1500] 400 502 43 67 614[ 30] 715[ 800] 2 901 1600 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81( 500) 619 21 700 29 44 99 806 964 115 17 224 488 554 73 654 817 77 116019 79 256 30) 41 511 52 653 744 870 117047 19 173 13000. 85 220 392[ 300] 471 631 44 54 60 906 56 68 118019 15001 88 166 218 605 920 11903 55 72 156[ 3000] 65 214 23 336 65 8 95[ 1500] 422 47 613 733 807 47 956 80 120 05[ 30 01119 328 3001 41 59 496 527 721 811[ 3000] 70 121177 [ 1500] 333 529 685 91 827 69 940 122136[ 500] 44 264 89( 300) 319 20 88 625 739 98 926 94 123001 7 32 8 102 20 23 25 81 211 28 32 664 86( 500) 722 81 887[ 1500] 124016 60 107 79 275 337 564 72 714 123011 123 299[ 300] 333 130001 73 433 86 48 97 995 126093[ 500] 554 605 7.5 804 22 46 981 84 127028 110 58 64 217 30 502 630 45 64 737[ 3001 53 860 947 77 128248 382 46 503 612 94 702 8 943 129240 43 306 29 416 516 68 651 777 954 130046 306 41 410 32 554 640 743 15 00] 181170 92 306 455 790 832 40 13 2072 196 202 29 393 449 643 726 28 92 986 13.027 113 266 480 55.61 600 31 89 789 971 131: 04 304 647 761 808[ 300] 36 61 966 93 135025 222 315 43 444 49 70 81[ 30001 86 518 73( 1500) 95 633 38 55[ 500] 71 703 29 871 905 40 86 115001 97 186031[ 300] 208 23 351 429 526 620 731 137237 98 338 401 29 69 560 609 39 67 78 774 907 73 86 138410 77 645 76 788 11500) 97 906 139056 67 157 60 371 79 597 801 2 54 97 970 140438 503[ 3001 32 48 806 985 141075 76 110 74 217 338 70 78 80 574 714 15 26 130001 939 142001 18 228 302 451 81 130001 524 618 859 89 927 44 143029 30 58 289 495 520 642 737 813 999 144254 55 64 374 8 400 617 682 95 771 815 991 145378 427 37[ 300] 657 68 000] 775( 1500) 883 993 146123 82 341 432 541 711 147026 41 50 116 72 89 226 369 620 36[ 300] 59 901.86 91 148028 149 266 13:00] 310 68 413 54 73 633 99 887 98 983 149064 162 204[ 10 000] 356 94 485 507 28 62 940 1500 3 87 159 204 318 439[ 10000] 524 87 622 44 941 64 96 151035 152 335 53) 86 635 38 737 54 849 152014 388 419 558 613 18 71 701 34 51 15001 953 84( 300) 153039 186 13000] 357 98 454 830 946 16423 76[ 600] 108 94 215 45 15001 88 438 45 69 548 653 835 13001 59 69 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Ziehung der 4. Klasse 187. Königl. Preuß. Lotterie. 92092 429 327 79 673 830 91 9: 3033 55 273 334 89 494 95 516 30 Biehung vom 28. Oftober 1892, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Warf find den betreffenden Nummern in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr) 162 97[ 100001 98 316 87 472 62 71 743 91 846 1032 36[ 300] 119 378 480 551 68 676 2003 238 65 361 422 26 51 532 70 72 74 605 733 67 3123 227 66 84 331 32 475 605 61 865 85 984 4134 40 65 378 550 98 654 1500 714 53 61 801 933 217 494 517 25 606 30 67 734 871 94 95 6084( 10000) 200 43 316[ 300) 74 754 63 86 815( 300) 965 7009 66 108 1500, 306 87 513 49 679 727 15000] 76 828 931 66 8013 [ 1500] 30 85 89 114 229 800 26 921 0028 75 264 65 70 303 550 672 732 849 953 10131 83 87 596 788 905 11 26 11149 203 363 653 61 69 758 806 47 89 914 12061 113 514 89 646 718 46 906 57 63 13023 72 115001 281 300 692 858 932 14043 58 107 201 326 51 625 9.7 1505 341 ( 500) 416 65 53( 500) 64 7 798 807 39 67 950 16160 406 53 506 622 705 906 170-3 99 119 30 94 225 318 416 99 60 53 764 79 909 1500) 18 18 81 11 31 66 264 364 72[ 1500] 75 49 769 95 849 77 87 1300) 980 19011[ 300] 101 55 56 247 81 96 3u2 12 437 52 500 42 90 630 46 813 35 20164 459 88 91 511 79 674 722 810 51 61 21232 80 564 612 [ 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Wie bekämpfen wir das Schmaroherthum in unserem Gewerbe? 2. Die Beisiger- Wahlen zum Gewerbegericht. 3. Der Ausstand der Töpfer. 4. Verschiedenes. Um rege Betheiligung ersucht Achtung! Der Vertrauensmann. Genossen! 244/1 Achtung! Am Sonntag, den 30. Oktober 1892: Gr. Wohlthätigkeits- Matinée in den ,, Concordia- Feßfälen", Andreasstr. 64 und Brautstraße 38, Zum Besten der hinterbliebenen Wittwen und Waisen der verstorbenen Genossen: Otto Gieseler, Karl Moritz, Karl Schulze. Unter gütiger Mitwirkung der Gesangvereine Lorbeerkranz, Esmeralda, Gemüthlichkeit, Freundschaft Il und des Gesangvereins der Buchbinder, sämmtlich Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes. Dirigent: Herr Malmene. Auftreten des Original- Volkskomiters Herrn Richard Heise und der Gebrüder Hövert. Musik von der Freien Vereinigung der Berufsmufiter. Aufführung lebender Bilder. Programms find in allen mit Plakaten belegten Geschäften, sowie bei den Vertrauensmännern Wengels und Baumgart zu haben. Raffeneröffnung 10% hr. 198/5 Programm 25 Vf. An der Kaffe 30 Pf. In Anbetracht der guten Sache ladet freundlichst Genossen und Ge nossinnen ein Das Komitee. Deffentliche Versammlung In folgenden Geschäften find Hüte mit am Montag, den 31. Oktober, Abends 8½ Uhr, bei Joël, Kontrollmarken zu haben: H. Aertsens, Prinzenstr. 28. W. Alschäfsky, Gr. Frankfurterftr. 44. 0. Arnold, Dresdnerstr. 116. Rud. Beisse, Chauffeestr. 70. 0. Böttcher, Lichtenbergerstr. 1. A. Bracklow, Schönhauser Allee 29. Alb. Binn, Landsbergerstr. 43. W. Böhm, Blücherstr. 11. Dresdenerstr. 123. 0. Dittlof, Bantitr. 24a. E. Dtitmer, Ackerstr. 68b., G. Dunsing, Dresdenerstr. 6. W. Rother, Arndtstr. 31, vis- à- vis der Schenckendorffstraße. E. Rieck, Babstr. 64. C. Schulz, Swinemünderstr. 145. 0. Schulze, Ruppinerstr. 27. A. Schlegel, Brunnenstr. 38. Carl Stark, Neue Königstr. 73. H. J. Stoboy, Oranienstr. 170. P. Sporrenter, Roßstr. 23. W. Sy, Brunnenstr. 139. C. A. Vierow, Alte Schönhauserstraße, Ede Münzstraße. 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Sonntag, den 30. Oktober, Vorm. 11 Uhr, im Fokale des Herrn Ramm( Schöneberg), Hauptstr. 81: Oeffentl. Versammlung. Die Genossen des Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburger Wahlkreises werden hiermit eingeladen, behufs Stellungnahme zum ParteiPh. Krull, Bionskirchstr. 55, Ecke der T. Koschel, Charlottenburg, tag dort zu erscheinen. Anflamerstraße. 0. Liskow, Oranienstr. 47a. Arnold Lange, Brunnenstr. 136/187. H. Meissner, Neute. Hochstr. 43. A. Nauen, Wrangelstr. 100. Ch. Otto, Chausseestr. 22. W. Röhrich, Frankfurter Allee 118a, C. Polvoigt, Frobenstr. 28. C. Pimpel, Landsbergerstr. 103. P. Diederich, Oranienstr. 9. Mariannenstr. 48. Sophie Charlottenstr. 27. E. Radloff, Charlottenburg Berlinerstraße 5. F. Julow, Bantow, Breitestr. 24. G. Schaudt, Neu- Weißensee, Langhansstr. 71. A. Klinge, Röpenick, Kietzerstr. 43. C. Schmidt, Röpenid, Riegerstr. 41. C. Wanke, Rigdorf, Bergstr. 18a. Wir machen die Genossen darauf aufmerksam, daß das Geschäft von R. 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