Nr. 180. Abonnements- Bedingungen: 0 Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 m., möchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostElbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 23. Jahrg.. Die Infertions- Gebühr Beltägt für die fechsgefpaltene Rolonel geile oder deren Raum 50 Pẞfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 30 fg. Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Bort 20 Bfg., jebes meitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlaf stellen- Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., jebes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition if bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Sonntag, den 5. August 1906. das Streiffomitee die Evaluation des Heeres nach Rußland leitete. Die Versammlung war von den Oberbefehlshabern einberufen worden und hatte den geheimen Zweck, über den bei den Offizieren herrschenden Geist und ihre Zuverlässigfeit" Aufschluß zu erhalten. Die revolutionäre Bewegung inte der ruffifchen Armee. ( Von unserem Petersburger Korrespondenten.) 11 II. " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Die russische Revolution. Generalstreik. Abermals setzt der Generalstreit in der Hauptstadt Rußlands ,, Die Disziplin im Heere ist völlig zerrüttet.,"*) ein. Das Petersburger Streiffomitee hat einen Aufruf, in dem als gestanden die ersten Redner( höhere Offiziere aus dem real- Protest gegen die Regierung ein siebentägiger Generalstreit gefordert fionären Lager). Die Armee ist der Zersegung verfallen: die wird, erlassen. Ueber die Befolgung des Aufrufes laufen sehr Am 27. Januar 1904 begann der russisch- japanische Soldaten machen keine Honneurs, erfüllen feine Befehle. In widersprechende Meldungen ein. Die der Petersburger Telegraphen Krieg. Der Soldat, im Bunde mit seiner Obrigkeit, wurde allen drei aktiven Armeen und im Rücken hat die Gärung der agentur verfolgen offenbar den Zweck, die Bewegung als möglichst unbedeutend hinzustellen, und ähnlich berichten die Korrespondenten berufen, die Pflicht der Vaterlands- und Barenverteidigung" Soldaten ihren Höhepunkt erreicht, und es kann sein, daß eben hiesiger bürgerlicher Blätter. So heißt es in einem Telegramm des zu erfüllen. Es galt jetzt, die Tugenden, die vier lange jetzt, während wir hier die Lage besprechen, dort bereits ein Petersburger Korrespondenten des" Berliner Tageblatt":" Jahre den Soldaten in der Kaserne gepredigt wurden: Aufruhr losgebrochen ist, der den Wladivostokschen weit hinter Gestern streikte bereits ein Fünftel aller Fabriken PetersHeroismus, Standhaftigkeit, Ergebenheit dem Throne bis sich läßt... Die Macht des Streiffomitees muß zer- burgs, doch trat schon heute früh eine starke Unzufriedenheit der zum letzten Blutstropfen" usw., auf dem Schlachtfelde zu be- trümmert, die Revolutionäre müssen vernichtet und vertilgt Streifenden zutage. Ich besuchte den Wiborger Streifrahon- so währen. Das Resultat dieser Probe ist bekannt. Der Herois- werden, und an erster Stelle die Sozialdemokraten! Ohne wird die Vorstadt bei dem finnländischen Bahnhof genannt, wo mus und die Tapferkeit der Offiziere, die Generalität nicht das ist auf die Soldaten kein Verlaß, namentlich auf die Refer- ich an zwei Arbeitermeetings teilnahm, auf denen die Mehrzahl der Arbeiter den bevorstehenden Streit für ein Unding erklärten, ausgeschlossen, hielten so lange vor, als es galt, die Mittel viſten. δα teine Barmittel vorhanden feien. Die Arbeiter er= des Reichs in Champagner zu ersäufen und die Intendanten- Was ist der Sozialismus? Was wollen die Sozialdemo- flären offen, daß die verschwindende Minderheit sie zum Streit depots beim ersten Gerücht vom Anrücken des Feindes zu fraten? Sie sagen, daß sie nach dem Eintreten des goldenen zwingt. Da heute russischer Feiertag ist und viele Fabriken plündern oder in Brand zu stecken. Die ganze Kriegskunst Zeitalters auf Erden streben? Sie wollen keine Obrigkeit, ohnehin nicht arbeiten, wird sich erst in der nächsten Woche beder Generäle beschränkte sich auf Rückzüge in vollkommener feine Regierung, daß niemand sich unterordne und niemand be- urteilen lassen, wie weit der Streit durchgeführt werden wird. BisOrdnung" und lebergabe ganzer Armeekorps in die Hände fehle! Sie wünschen den Uebermenschen auf Erden, den auch her haben die Sezer und ein großer Teil der Fabriken sich bereit des Feindes. Die Offiziere zechten und plünderten, während Nietzsche herbeiwünschte, ihr Führer, dem sie sich blindlings erklärt, dem Streit beizutreten. Von den Eisenbahnen funktioniert die Soldaten Strapazen erlitten, die jeder Beschreibung unterordnen. Viele Offiziere raten, mit den Streifmännern feit gestern die Strandbahn nicht mehr, dagegen wickelt sich der spotten und zu Tausenden mit ihren Leichen die Schlachtfelder einen Vertrag zu schließen, mit den Revolutionären aber bie Bahnen sich dem Streit vom Dienstag ab anschließen wollen, aber sonstige Bahnverkehr bisher fahrplanmäßig ab. Es verlautet, daß besäten. Das Elend und die Leiden des Heeres konnten den dann würde jede Achtung vor der Obrigkeit völlig ver- bie Bahnen sich dem Streit vom Dienstag ab anschließen wollen, doch bedarf das Gerücht noch sehr der Bestätigung. Abgrund nicht überbrücken, der den Offizier von dem Sol- schwinden. Die Soldaten haben aufgehört uns zu gehorchen, Und die Petersburger Telegraphenagentur meldet vom 4. August: daten trennte, die Beziehungen zwischen ihnen blieben unver- wir fürchten sogar ihnen Befehle zu erteilen, das einzige ändert. Die Obrigkeit behandelte die Soldaten nach wie Mittel dagegen ist schonungslose Disziplin." vor wie Sklaven, nach wie vor waren Furcht und Haß die Gefühle des Soldaten, die Gefühle des Knechts für seinen Herrn. " Troz des Beschlusses des Streitkomitees, heute den allgemeinen Ausstand zu beginnen, ist der Eisenbahnverkehr nicht unterbrochen, Ein zweiter Redner, der allbekannte bornierte General mit Ausnahme der Linie nach Seftrorjezt. Die Stadt ist ruhig, Nadaroff schloß seine Rede mit folgenden Worten:„ Noch haben der fünfte Teil der Arbeiter feiert; auf den elektrischen Beleuchtungswir Frieden in unserer Armee, aber, meine Herren, der Tag werken, sowie in mehreren öffentlichen und Privatbetrieben ist vielleicht nahe, wo ich Sie alle zum Krieg aufrufen werde! ruht die Arbeit, dagegen sind alle Geschäfte geöffnet. In allen Und dann wird kein Pardon gegeben! Ich werde mit dem Theatern finden Vorstellungen statt, die Dampfer verkehren. RuheSchwert in meiner Rechten vorangehen und als erster Los- fammenstößen aus Anlaß der Einstellung des Betriebes der Straßenstörungen sind nicht gemeldet, abgesehen von unbedeutenden Zuschlagen Söhne, Mütter, Greise, Kinder, alle werden nieder- bahnen. gejäbelt werden!"**) Ein Matrose, der am Kriege teilnahm, beschreibt in folgender Weise die Lage der Dinge in Armee und Flotte:*) Offiziere und Gemeine bildeten hier( auf dem Panzerschiff " Oliaba") zwei feindliche Lager. Leiter und Vollzieher sahen einander mit haßerfüllten Augen an. Sie waren sich völlig fremd. Selbst die bevorstehende Seeschlacht führte zu keiner Diese Redner stießen auf starten Protest, wurden beständig Annäherung; bei solchen Beziehungen fonnte von Einklang in unterbrochen. Der größte Teil der Versammelten erklärte sich der gemeinsamen Tätigkeit feine Rede sein. Die Beziehungen für entschiedene Anhänger der Befreiungspartei. Die Redner waren dermaßen geschraubte, daß eine Versöhnung undenkbar der progressiven Offizierspartei äußerten sich in folgender war, und es gab Zeiten, wo die Unzufriedenheit fast zu offenem Aufstand und blutigen Zusammenstößen geführt hätte( wie das 3. B. zu Ostern der Fall war). Was war die Ursache dieses Antagonismus? Wodurch ist dieses feindselige Verhalten der Untergebenen gegen ihre Befehlshaber zu erklären? Dafür gab es eine Menge Gründe, die am besten aus Gesprächen mit den Matrosen ersichtlich sind. Ein Mineur z. B. äußerte folgendes: Weise: " " Etwas anders lauten schon die folgenden Meldungen: Petersburg, 4. August. Der Ausstand nimmt hier immer größeren Umfang an. Die meisten Fabriken des Wiborger Bezirks haben seit Nachmittag den Betrieb eingestellt. Die Angestellten der Straßenbahn und der Flußdampfer haben sich den Ausständigen angeschlossen. Die Bahnhöfe sind militärisch stark besetzt. Petersburg, 4. August, 11 Uhr 34 Min. vormittags.( Tag- Meldung). Nicht Krieg führen wollen wir mit den Aufrührern and Der gestrige Tag brachte viele Ausschreitungen. Mit Gewalt wurden dem Streiffomitee, sondern Frieden machen! Nicht streiten, Leute zur Teilnahme am Streit gezwungen. Zahlreiche Versamm sondern Vertrag schließen und gemeinsam handeln! lungen wurden abgehalten. Es streiken die Angestellten bei den " Ist es unsere Pflicht, das Volk, die Streifenden nieder- Straßenbahnen, den Dampfer- Gesellschaften und in mehreren Fabriken. zuschießen oder nicht?" stellte einer der Redner deutlich die Der Bahnhof in dem Badeort Sestrorjezt, unweit Petersburg, ist Frage." Ist es Eidbruch, wenn wir uns weigern, zu von Arbeitern zerstört worden. Starke Militäraufgebote versuchen schießen?... ,, Nein, nein und nein" lautete die Ant- die Drdnung aufrecht zu erhalten Wir wurden mit Arbeit, häufig ganz zwed- und sinnloser wort vieler Redner und der ganzen, buchstäblich der abends 12 Uhr, aus Petersburg gemeldet. Endlich aber wird der Russischen Korrespondenz" vom 3. August, Arbeit, förmlich überladen. Wir hatten keinen Feiertag, hatten ganzen Versammlung. Bis zum Kriege stützte sich die feine Ruhe Tag und Nacht. Das wäre noch zu ertragen. Obrigkeit auf die Autorität der Gewalt, durch sie wurde die Somit find alle oppositionellen Blätter vernichtet. Es verbleiben Heute ist die Zeitung Rjetsch" ebenfalls unterdrückt worden. Aber nun die Hauptsache: unsere Obrigkeit behandelte uns von Armee noch zusammengehalten, jetzt ist diese Autorität ver- nur noch reaktionäre Hezblätter und revolutionäre Proflamationen, oben herab, mit tiefster Verachtung. Wir waren für sie bloß schwunden, und die Armee, als ein Ganzes, hört auf zu die zu Hunderttausenden geheim gedruckt und verbreitet werden. Lasttiere, widerspruchslos mußten wir alle Unbilden des Kriegs- eriſtieren, zerfällt in ihre Atome..„ Wir haben hier zu dienstes ertragen, ohne Murren, uns schurigeln lassen von hören bekommen, wonach die Sozialdemokraten streben und Dazu find alle Organisationen zerstört, Versammlungen verboten, ehrlosen Subjekten, die gewissenlos genug waren, dem Sol- was der Sozialismus ist! Wäre es nicht gescheiter, die Sozial- Disziplin, Besonnenheit, Planmäßigkeit ist ausgeschaltet. daten, diesem„ Grauvieh", wie Dragomiroff uns bezeichnet, demokraten einzuladen und sie selbst zu befragen, welche Ziele verhandlungen über den Eintritt einiger gemäßigter Duma- Abgeord Selbst Oktobristen sind der Regierung noch zu radikal. Die das letzte Stück Zwieback zu stehlen, und das zu einer Zeit, wo sie verfolgen, anstatt hier aus zweiten und dritten Händen da- neten in das Kabinett Stolypin sind deshalb gescheitert. Die Be die Steppen der Mandschurei mit Soldatenblut getränkt von zu erfahren? Vielleicht teilen sie uns dann das Geheimnis völkerung ist äußerst aufgebracht. Heute ist in vielen Fabriken wurden, wo wir nach dem fernen Often getrieben wurden, um mit, wie sie es fertig bringen, über die Seele des Soldaten und bei der Trambahn der Generalstreit proklamiert worden. Die bölferung ist äußerst aufgebracht. Heute ist in vielen Fabriken ziellos in der Koreanischen Meerenge unterzugehen, mit Herrschaft zu gewinnen? Vielleicht erweist es sich dann, daß und bei der Trambahn der Generalstreit proklamiert worden. Die Schiffen und Leichen den Boden des Japanischen Meeres zu es unnötig wäre, sie zu vertilgen und bietet sich die Möglichkeit, tube ist unmöglich, wird vielleicht auch nicht gewünscht. besäen. mit ihnen übereinzukommen? Die Streifer und Uebrigens muß auch der Korrespondent des„ Berliner Tageblatt" Diese gewichsten, verweichlichten Mutterföhnchen, die zu Sozialdemokraten," jagte ein Redner,„ mißtrauen der Re- feinem obigen Telegramm noch anfügen: In revolutionären Arbeiterkreisen herrscht furchtbare Erbitterung nichts anderem taugten, als in eleganter Uniform mit Epau- gierung. Aber wir, haben wir nicht auch das Vertrauen zu gegen die Regierung, deren Ausbruch leicht zu blutigen gu letten, mit aufgeworfenen Köpfen, wie Füllen über das Parkett ihr verloren? Sie find früher zur Einsicht gekommen, wir fammenstoßen mit dem Militär führen kann. Die nächsten zu gleiten, auf Bällen zu tanzen und tagelang zu zechen, konnten später! Wenn wir Offiziere nicht mit ihnen übereinkommen, Tage tönnen leicht eine Wiederholung der Novembertage bringen, nur demoralisierend auf uns einfache Leute wirken. Sie so werden es die Soldaten tun, ja, die Soldaten haben es schon zumal es heute feststeht, daß Stolypin die Bildung des kannten nicht einmal unsere Namen, statt der Rede hatten sie getan, und wir sind zurückgeblieben und werden als nuploser tabinetts mißlimgen ist. Die Männer, welche bereit waren, für uns nur Schläge, die ungeachtet des Verbotes im faiserl. Ballast über Bord geworfen!..."***) Minister zu werden, verlangten feste Garantien von Peterhof. Diese Manifest nach wie vor bei jedem Schritte auf unsere Köpfe Garantien wurden ihnen in der geforderten Form verweigert. Entniederhagelten. Niemand nahm Anstoß daran, es war das beim alten laffen müssen, bis der Gang der Ereignisse einen neuen weder wird sich Stolypin nach anderen Männern umsehen oder alles etwas ganz Gewöhnliches. Klagen war nußlos. Die großen Premier das Steuer des Staatsschiffes ergreifen läßt." und kleinen Herren waren alle in gleicher Weise in diesem Geiste erzogen. Das hartnäckige Zögern der Regierung bei der Evaluation der mandschurischen Armeen nach Rußland wird nun verständlich. Nach einer„ Tag"-Meldung wäre der Rücktritt Stolypins schon beschlossene Sache. Die Meldung kommt aus Moskau, ist vom 4. August und lautet:„ Stolypins Kabinettbildungsplan ist jetzt völlig gescheitert. Seine dem Zaren vorgelegte neue Miniſterliste wurde entschieden abgelehnt. Man glaubt an die Proklamierung einer Militärdiktatur. Stolypins Demission ist beschlossene Sache. Gleich zeitig steht der Rücktritt des Ministers des Aeußern Jswolsky bebor, tretern der Partei friedlicher Reformen tätig unterstützte." der den Premierminister bei seinen Verhandlungen mit den VerHerr Stolypin wäre danach also schon so gut wie mattgesetzt, Viele, die die in der Armee herrschende und aus obigem ersichtliche Stimmung kannten, können es nicht fassen, wie Dazu kam noch, daß man uns Vaterlandsverteidiger" dieses Heer, nach der Heimat zurückversetzt, sich an dem förmlich Hunger leiden ließ. Wir mußten muffigen Zwieback schonungslosen Niederwerfen des Volkes im Januar und Feund faules Fleisch essen, während unsere Offiziere sich mit Deli- bruar dieses Jahres beteiligen konnte. fateffen und teueren Weinen überluden. Wir waren Zeugen Dabei wird ein Umstand außer acht gelassen. Die revoihrer endlosen Orgien. Wir wurden gehetzt wie wilde Tiere lutionäre Gärung hatte bei weitem nicht alle Heeresteile erund soweit gebracht, daß wir schließlich wilden Tieren sehr griffen, und bei weitem nicht allen Offizieren hatte der Krieg ähnlich sahen... die Augen geöffnet. Unter den letteren wurde immer, wenn Nach einem Jahre ruhmloser Kriegführung begann in der es galt, konterrevolutionäre Expeditionen zu unternehmen, obgleich er doch das Menschenmöglichste an Gewaltmaßregeln geArmee der Zersetzungsprozeß; im Heere zirkulierte revolu- sorgfältige Auswahl getroffen. Unter vielen Tausenden ist leistet hat und seine Reformtätigkeit darauf beschränkt, bisweilen tionäre Literatur. Von revolutionärer Gärung berichteten die es nicht schwer, die nötige Zahl zuverlässiger" Leute heraus- eine paar limonadendünne Reformversprechungen zu machen. BeBefehlshaber der verschiedensten Heeresteile. Linewitsch zufinden. Die Reservisten, der revolutionäre Teil der Armee, zeichnend für die Reformtätigteit dieses Ministers ist der Umstand, rapportierte nach Petersburg in dem gleichen Sinne. Nach waren ja auch schon meist aus dem Kriegsdienst entlassen, und daß er sich mit aller Kraft neben der Unterdrückung der oppofitiodem Friedensschluß war die Armee schon ganz unzuverlässig". sie sind es, die, in ihre heimatlichen Dörfer zurückgekehrt, am nellen Presse um die Vernichtung der jungen russischen Gewertschaftsbewegung bemüht. meisten dazu beigetragen haben, die Landbevölkerung zu revo- Von allen Seiten kommen Nachrichten, daß nicht nur die politi Eine deutliche Vorstellung von der damals in der Armee lutionieren und die kolossale Agrarbewegung heraufzu- fchen, sondern auch die rein gewerkschaftlichen Arbeitervereine von Herrschenden Stimmung geben die Reden auf dem Offiziers- beschwören, die jetzt der russischen Revolution ihre immense den Generalgouverneuren, Gouverneuren und anderen lokalen Bemeeting in Charbin im Dezember 1905. Zur größeren Ver- Bedeutung verleiht. hörden, die auf Anweisung aus dem Zentrum handeln, unterdrückt ständlichkeit des folgenden soll bemerkt werden, daß zu der Beit, während alle Eisenbahner Rußlands streiften, in Charbin * My." Nr. 6 1906. Revolten" brachen aus. *) Ottliki Sowremennosti, Nr. 3, S. 52. **) S. daselbst. ***), Daselbst, G. 53 and 54. werden. In den Oktobertagen des vorigen Jahres wurden die Mitglieder des„ Schwarzen Hunderts" häufig aus den Reihen der unorganisierten Tagelöhner, Bäder, Schuhmacher usw. rekrutiert. Die Gewerkschafts LewtgMg hat all diese unaufgeklärten Elemente in sich absorbiert und ihre Energie auf gan� andere Ziele gerichtet. Obwohl die GeWerk- schaften erst einige Zeit existieren, ist es ihnen doch gelungen, in den Dezeinbertagen eine Pogromorganisation des Schwarzen Hunderts nmnöglich zu machen. Dies wurde überall beobachtet: in Moskau, in SUew, in Odessa und in anderen Städte» hat die Berufsbewegung die unaufgeklärten Elemente der Konterrevolution entzogen und sie der Befreiungsbewegung zugeführt. Daraus erklärt sich die jetzige Verfolgung der Berufsbereine, die den Arbeitern in diesen kritischen Tagen großen materiellen Schaden beibringt. Die handelsindustrielle Krise, die die Arbeiter zu Tausenden und aber Tausenden aufs Pflaster geworfen hat, lastet schwer auf der gesainten Arbeiterklasse, und die Auflösung ihrer Vereine wirkt in dieser Beziehung geradezu verhängnisvoll. Aber viel Nutzen wird der„neue Kurs" aus dieser Verfolgung nicht ziehen. Wenn die Arbeiter nicht in der Lage sind, ihre Energie auf dem Gebiete der neuen Berufsinteressen zu verwenden, so wird es nur dazu führen, daß sie ihr Augenmerk mehr der Politik widmen, und das wird für Stolypin und seine„llieformen"»och schlimmer werden, als die Betätigung der Arbeiter in den Gclverk- schaften._ Die Militiirmeutereien dauern an. Heute liegen folgende Meldungen vor: Petersburg. 4. August. Große Unzufriedenheit herrscht im Moskauer Gardercgiment, welches augenblicklich hier garnifoniert. Die von den Mannschaften aufgestellten Forderungen sind sowohl wirtschaftlicher wie politischer Natur. Versuche des Obersten und nachträglich auch des Grafen Novolsetzew, die Unzufriedenen zu be- ruhigen, verliefen resultatlos. Nach der Kaserne des Regiments wurden Kosaken abgesandt. R e v a l. 3. August.(Meldung der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Das Torpedoboot Nr. 106, welches sich geweigert hatte, dem Panzerkreuzer„Pamjat Azowa" z» folgen, ist nach Reval durchgebrochen. Die Mannschaften der übrigen Kriegsschiffe im Rcvalcr Hafen sind an Land gegangen und haben im Walde Schuh gesucht. Den Kreuzer„ A b r e k" hat die Mannschaft am Ufer auflaufen lassen. Auf dem„Po s p e s ch n i" hat die Besatzung die Feuer gelöscht und d a S Schiff voll Wasser laufen lassen. Ueber die Vorgänge an Bord des Kreuzers „Pamjat Azowa" veröffentlicht der russische Admiralstab jetzt folgende Mitteilung: In der Nacht vom 1. auf den 2. August traf Kapitänleutuant Mazurow einen ihm unbekannten Matrosen auf Deck versteckt, der sich bei näherer Untersuchung als ein verkleideter Agitator eiiZiuppte. Gleich darauf fielen zwei Schüsse, durch die ein Schiffsfähnrich verwundet wurde. Der inzwischen durch einen Olfizier geweckte Kommandant und die anderen Offiziere fanden, als sie auf Deck eilten, nur unbrauchbar gemachte Gewehre; gleichzeitig erlosch die elektrische Beleuchtung. Beim Andeckkommen wurden die Offiziere mit Schüssen empfangen, wobei der Kommandant LosinSki einen Schutz in die Brust erhielt und mehrere Leutnants verwundet wurden. Angesichts der offenen Meuterei versuchten die Offiziere in einer Barkasse, die sie zu Wasser ließen, zu entfliehen. Durch Geschützfeucr von Bord wurde das Boot unbrauchbar gemacht, zwei weitere Offiziere wurden verwundet. Die übrigen Offiziere gewannen schwimmend das llser, wo sie sich im Walde vor den sie verfolgenden Meuterern versteckten. Der„Pamjat Azowa" eröffnete sodann ein starkes Feuer auf die ihn begleitenden kleinen Kriegsschiffe, die sich der Meuterei nicht an- geschlossen hatten. Aus HelsingforS wird der„Russischen Korrespondenz" von, 3. August abends tele- graphiert: Nachdem die Revolutionäre endgültig kapituliert hatten, war es ruhig auf der Festung. Die dort gefangen genommenen Finnländer sind gesetzgemätz an die finnischen Ober- behörden ausgeliefert worden. Von verschiedenen Forts hat man auf friedliche Einwohner geschossen, die ohne die Gckahr zu verstehen, in ziemlicher Entfernung von der Festung von den Inseln zur Stadt fahren wollten. Sogar ein Lotsenboot mit dem rot-weitzen Lotsensegel wurde beschossen und zwei Lotsen getötet. Man hat sie für revolutionäre Flüchtlinge ge- halten. Noch nach Aufgabe der Festung versuchte die Rote Garde den Generalstreik zu erzwingen. Als die Schutzgarde zum Schutz des StratzenbahndepotS heranmarschierte wurde sie von der Roten Garde angegriffen. 7 Mann wurde» getötet, einige verwundet. Ueber den Ver- lust der Roten Garde sind keine bestimmten Nachrichten vorhanden, ihre Verluste bei dieser Gelegenheit find wahrscheinlich unbedeutend, da sie mit ihren weitschießenden Soldatengewehren aus dem Versteck schoflen, während die nur mit Brownings bewaffnete Schutzgarde ihrem Feuer ganz ausgesetzt war. Nachmittags besetzten russische Infanterie und Kosaken die Hauptpunkte der Gegend, die Polizei bemächtigte sich des Bureaus der Roten Garde. Die Nacht verlief ruhig. Die Meldungen der Petersburger Tclegraphenagenhtr lauten: HelsingforS, 8. August. Nach den letzten Feststellungen wurde» während der Unruhen m Sveaborg und auf den umliegenden Inseln ein Oberst sowie 10 Soldaten und drei Zivilpersonen getötet und 35 Personen schwer und 40 leicht verletzt. HelsingforS, 3. August. Die telcgrophischen sowie die Eisenbahn- Verbindungen mit HelsingforS sind wieder normal. Alle Zweige der Verwaltung geben sich die größte Mühe zur Wiederherstellung geordneter Verhältnisse, so daß die Stadt bedeutend nihiger geworden ist. Der Senat hielt abends eine Sitzung ab. in der über Matz- nahmen zur Unschädlichmachung der Roten Garde beraten wurde. Ein Spezialkorrespondent des Wolffschen Bureaus berichtet: HelsingforS, 4. August. Hier ist die Lage noch sehr gespannt. Die Kämpfe gegen die Rote Garde haben aufgehört, doch ist die Streikbewegung noch im Gange. Alle staatSeryaltenden Parteien haben sich von der Roten Garde losgesagt. Nach dem Korrespondenten des„Tag" befindet sich unter den in Sveaborg verhafteten Meuterern der Dumadeputierte O n i p k o. Ueber die Kro«städter Meuterei will der Petersburger Korrespondent des»Verl. Tagebl." erfahren haben: ... Die bisherige Untersuchung hat festgestellt, daß sie das wohlvorbereitete, aber verfrüht begonnene Werk der Revoluttonäre war. Die Meuterei war für Ende August verabredet, wo in einer Nacht das sämtliche Offizierpersonal ermordet werden sollte. Zu diesem Termin wären auch alle Kriegsschiffe an- wesend gewesen, die mit in der Verschlvörung verivickelt waren. Wie unsicher die Marine ist, geht daraus her» vor, daß die Kriegsschiffe vor Sveaborg nicht etwa mit Matrosen, sondern mit Seekadetten bemannt waren, weil sich die Matrose» geweigert hatten, die Festung zu beschießen. Auch auf dem Panzer„Slawa" war vor Kronstadt eine Revolte ausgebrochen, doch gelang es recht- zeitig, vierzig Meuterer zu überwältigen. Heute, am Namenstage der Kaiserin-Witwe, haben die Straßen geflaggt. Kleine Arbeitertrupps durchziehen die Straßen und fordern von den Hausbesitzern Entfernung der Fahnen und Unter- lassung der für heute abend offiziell angesagten Illumination. Die Hausbesitzer füge» sich den Drohungen der Revolutionäre. Bezahlte Mordbnbcu. Der russischen Polizei soll die allgemeine Meinung, daß sie mit den Mördern des Dmna-Abgeordneten Herzenstein unter einer Decke steckt, unangenehm sein und sie soll deshalb die Absicht haben, sich durch eine Untersuchung nach berüchtigtem Bialystoker Muster rein- zuwaschen. Die inzwischen bekannt gewordenen Einzelheiten der Ermordung HerzcnstemS zeigen, mit welchem Raffinement sie ausgeführt wurde. Die Mordtat war von vier Verbrechern organisiert, die sich als Revolutionäre ausgaben, am 24. Juli nach Terijoki kamen und im Hotel Donord absttegen. Jeder war mit einem Browningrevolver, Dolch und kugelsicherem Panzer versehen. Da der Hotelwirt von den Unbekannten Pässe verlangte, verließen sie alle am 28. Juli das Hotel, um sich mit Hülfe des Gendarmen T. Sapolsky bald hier, bald dort Unterkunft zu verschaffen. Etwa drei Stunden vor der Ermordung Herzensteius saßen zwei der Mordgesellcn auf dem Terijokier Bahnhof und lenkten beim oppulenten Mahl mit teuerem Wein hauptsächlich die Aufmerksamkeit des Zeitungsverkäufers auf sich, der folgendes Gespräch dieser„Herrschaften" mit anhörte: „Wenns heute gelingt, dann wird mein Revolver 30 000 Rubel ver- dienen, und ich werde schon in zwei Motoren hierher kommen." Bei diesen Worten zog der Sprechende seinen Browningrcvolver und Dolch aus der Tasche. Gleich darauf entfernten sie sich und schon nach einer kurzen Zeit erfolgte die Ermordung Herzensteins. Uebrigens verteilt mit Genehmigung der zuständigen Behörde der„Verband wahrhast russischer Leute", der die Mörder gegen Herzenstein gedungen und eine ganze Proskriptionsliste von Duma« Mitgliedern und revolutionären Führern aufgestellt hat, an die Soldaten zahlreiche Proklamationen, betitelt„Rußkomu soldatu" („An den russischen Soldaten"), in denen zu I u d e» h e tz e n auf- gefordert wird. Das russische Polizeidepartement hat indes ein genaues Ver- zeichnis derjenigen Personen aufgestellt, die als Leiter der in Aussicht gestellten Unruhe» in Betracht kommen und bei den ersten Anzeichen »»verzüglich in Haft genommen werden sollen. Wenn die gutbezahlten Mörder der„wahrhaft russischen Leute" nicht vorher schon ihre patriotische Pflicht getan haben. Kampfepisoden. Samara, 4. August. Gestern abend wurde auf den hiesigen Gouverneur eine Bombe geworfen, lvodurch diesem der Kopf und beide Füße abgerissen wurden. Der Täter wurde verhaftet. Jnsowka, 8. August. Wegen des AuSstandrs der Arbeiter der Hüttenwerke sind in der letzte» Nacht Polizeiverstärkungen sowie zwei ESkndronS Dragoner hier eingetroffen und haben sofort die Führer der Aiisstandsbcwcgimg verhaftet. Als die Arbeiter hiervon Kenntnis erhielten, roiteten sie sich zusammen und»lachten den Versuch, ihre Kameraden zu befreien. Hierbei kam es zu einem Zusammenstoß mit den, Militär, bei dem mehrere Personen verletzt und die Rädels- ftthrer festgenommen wurden. Aus den Ostsccprovinzen. D i e„W a l d b r ü d e r". (Aus der„Volkszeitung", Organ des Jüdischen Arbciterbundes.) Die Strafexpedition des Generals Orlow hat eine besondere Erscheinung ins Leben gerufen— eine Art von freien Schützen- bund, die sogenannten„Waldbrüder". Dies find Bauern, die an den Unruhen teilgenommen haben, die glücklich Galgen und Ge- wehrkugel entronnen sind und jetzt verständlicherweise sich nicht den zarischen Henkern ausliefern wollen. Es sind Leute, die nur zufällig am Leben sind, deren Existenz fortwährend bedroht ist, Leute, die nichts besitzen und nichts zu verlieren haben. Sie haben geschworen, alle Verbrechen der„Strafcxpeditionäre" zu rächen und haben allen Spitzeln und Verrätern, die die Straf- expeditionen in ihrer Tätigkeit unterstützt haben, blutigen Krieg erklärt. Die lokalen Verhältnisse sind ihnen gut bekannt, die einzige Sprache, die sie sprechen, ist die lettische; in kleinen Gruppen zerstreut leben sie im Dickicht der heimatlichen Wälder, wo sie aus Schritt und Tritt vom Tode bedroht sind. Von da aus unternehmen sie von Zeit zu Zeit eigene Expeditionen nach den benachbarten Schlössern und Gasthöfen, überfallen Barone, Land- Polizisten, Kosaken, Dragoner und jeden, der in irgend einer Be- ziehung den Verteidigern des alten Regimes nahe steht. Es braucht kaum erwähnt zu werden, daß von ihrem Haß vor allem diejenigen leiden, die den Strafexpcditionen geholfen haben, die Revolutionäre ausfindig zu machen. Die..Waldbrüder" sind ausgezeichnet bewaffnet, ihre Kugeln verfehlen selten das Ziel und ihre Kenntnis der Gegend macht sie fast unfaßbar. Aus diese Weise jagen sie allen, die ein unreines Gewissen haben, heillose Angst ein. Ihre Zahl ist, wie es scheint, ganz bedeutend, und die Rc- gierung sieht sich gezwungen, zu ihrer Bekämpfung besondere Expeditionen auszusenden— aber umsonst: die„Waldbrüder" setzen ihr Werk ungestört weiter fort. Sie sind in steter enger Fühlung mit den benachbarten Bauern und werden von ihnen mit Lebensmitteln reichlich versorgt. Im tiefsten Waldesdickicht haben sie ihre Lagerhütten, Höhlen mit geheimen Gängen, geheime Proviantkammern, wo sie zuweilen sogar Wein und Bier zur Ver- fügung haben. Die„Waldbrüder" kennen kein Mitleid. Ein Baron hatte von einer„Waldbrüderhütte" Wind bekommen und begann sie auszuspionieren/» aber schon nach einigen Tagen büßte er das Leben ein. Die von den„Waldbrüdern" ausgeführten Ueberfälle zeugen durchaus von ungewöhnlicher Geschicklichkeit, tollkühnem Mut und staunenswerter Kaltblütigkeit. Es ist daher leicht ver- ständlich, daß es nicht gelingt, ihrer habhaft zu werden, umsomehr, da der größte Teil der Bevölkerung mit ihnen sympathisiert und der andere Teil sich vor ihnen fürchtet und es nicht wagt, sie zu verraten. So ist zum Beispiel folgender Vorfall bekannt geworden. Als die.Waldbrüder" eines Kreises sich durch zahlreiche Ueberfälle allzu sehr bemerkbar machten, befahlen die Behörden den Bauern dreier Dörfer, den Wald zu umringen und die„Waldbrüder" zu fangen. Natürlich haben die Bauern niemanden erwischt, aber als die„Waldbrüder" zu ihren Hütten zurückkehrten, fanden sie eine Menge Lebensmittel, die die Bauern für sie dort gelassen haben.... Vor kurzem hat unweit von Riga ein Zusammenstoß zwischen einer Gruppe„Waldbrüder" und einer Abteilung Kosaken statt- gefunden. Die letzteren räumten das Feld, indem sie 2 Tote und 5 Verwundete hinterließen. Aber auch bei den„Waldbrüdern" war ein Schwerverwundeter. Da er seinen Genossen nicht zur Last fallen wollte, machte er seinem Leben selbst ein Ende, nachdem er fein Gewehr dem besten Schützen der Gruppe testiert hatte. politifcke üebcrftcht. Berlin, den 4. August. Reaktionäre aller Länder, vereinigt Euch! Wilhelm II. hatte auf seiner letzten Nordlandsreise die Bekannt- schaft einer französischen Reisegesellschaft gemacht, mit der er nach dem„Matin" über alle möglichen Dinge geplaudert hat. Aeuße- rungen des Kaisers über die Presse haben wir bereits erwähnt. Jetzt veröffentlicht der„Matin" weitere Auslassungen des Kaisers. So soll er unter anderem gesagt haben: „Jeder Staatschef riskiert heute täglich und stündlich sein Leben— Falliöres wie der Zar, der Präsident der Vereinigten Staaten wie der Spanierkönig. Vollkommenes Einvernehmen herrscht zwischen den Faktoren, welche in allen Ländern auf Ab- schaffung jeder Autorität, aller Ordnung und der Regierung überhaupt abzielen. Da- gegen läßt das Einvernehmen der mit Wahrung der Autorität, der Ordnung und des Regierung«- betriebe? überhaupt Betrauten viel zuwünschen übrig." Diese Aeutzerungen lassen vermuten, daß Wilhelm II. gänzlich unbegründete Besorgnisse für seine persönliche Sicherheit hegt, und daß die vielfach erörterten eigenartigen SichcrheitSinaßregcln bei Kaiserreisen mit auf Wünsche des Kaisers selbst zurückzuführen sind. Wetter scheint Wilhelm H. der irrigen Auffassung zu huldigen, daß durch Polizeinraßnahmen auf internationaler Basis Attentate verhütet werden könnten. Schon die Ereignisse in Rußland sollten den Kaiser doch eines Besseren belehrt haben. Nirgends auf der Welt existiert ein aus» gebildeteres polizeilichesKontroll- und Spionagesysiem, als in Rußland— und nirgends sind mehr Fürsten, Minister, Gouverneure, Polizei» beamte Attentaten zum Opfer gefallen, als gerade in Rußland. Reaktionärer Terrorismus gebiert mit Naturnotwendigkeit den revolutionären Terrorismus. Je mehr Opfer im Befreiungskampfe einer Nation fallen, desto zahlreichere Opfer verfallen auch der Rache der Unterdrückten. Je freier dagegen die politischen Verhältnisse eines Landes sind, je ungehinderter sich die freiheitliche Propaganda betätigen kann, desto sicherer sind auch die gekrönten Häupter und leitenden Staats« männer, das beweist die Geschichte Englands und der Schweiz. Aber freilich: des Kaisers Sorge gilt nicht nur der Person des Staatschefs, sondern der sogenannten Ordnung überhaupt, d. h. der Privilegicnherrschaft der bevorrechteten Stände und Klassen. Das beweisen jene Aeußerungen, die der Kaiser in Anknüpfung an die Bemerkungen eines französischen Offiziers über antimilitaristische Bestrebungen getan hat: „Die Lebensäußerungen der europäischen Staaten stehen miteinander in so i n n i g e m Zu- samnienhang, daß kein llebel ans die Dauer isoliert bleiben könnte. Wenn wirklich Frankreichs Heer und Flotte des- organisiert würden, hätte diese Erscheinung für uns weit eher etwas Veunru higendes. Der Antimilitari s m u s ist eine internationale Plage; das Land, welches jubeln würde, den Nachbar davon heimgesucht zu sehen, wäre der Stadt vergleichbar, welche beim Ausbruch der Cholera im Nachbar- ort illuminierte." Der Kaiser betonte also hier die Jnteressensolidarität der inter- nationalen Reaktion, er appellierte gewissermaßen an die Reaktionäre aller Länder, sich zum Kampf gegen den Umsturz zusammen- zuschließen. Diese Losung ist nichts Neues. Sie ist nur— um bei der neueren Geschichte zu bleiben— die Fortsetzung der Jnterventtonspolitik gegen die französische Revolutton, nur ein Wiederbelebungsversuch jener„heiligen Allianz", durch die im ersten Drittel des vorigen Jahrhunderts aller europäischer Fortschritt niedergehalten wurde. Aber ein solcher Wiederbelebungsversuch begegnet heute denn doch unüberwindlichem Widerstande. Eine„heilige Allianz" zwischen Deutschland, Frankreich und England wäre denn doch nicht fo leicht zu realisieren, wie seinerzeit zwischen Preußen, Ruhland und Oester- reich. Frankreich und England besitzen immerhin ein derartiges Maß politischer Freiheiten, daß die Bourgeoisie dieser Länder bo-russische Knebelungspraktiken nicht anwenden kann. Ferner hat es gerade die deutsche Regierung verstanden, durch weltpolitische Provokationen ein derarttges Mißtrauen gegen sich zu erregen, daß Frankreich und England innerpolitischen Schwierigkeiten Deutschlands mit kühlster Teilnahmlosigkeit gegenüberstehen würden. Etliche französische Jcsuitengenerale mögen ja anders denken— die französische Nation dagegen würde in dem Erstarken demokratischer Tendenzen in Deutsch« land nur die Stärkung internationaler Friedensgarantien erblicken, eS also mit Genugtuung begrüßen müssen. Und schließlich hat doch auch das internationale Prole- t a r i a t selbst im internationalen Leben bereits ein Wörtchen mitzusprechen I Im übrigen kann es unS nur recht fein, wenn die Reaktion auf internationaler Basis ihre Herrschaft zu stabilisieren ver« sucht. Ihr im tiefinnersten Grunde volksfeindlicher und antinationaler Charakter wird dadurch auch den Elementen deutlich vor Augen geführt, bei denen bisher die Vcrlästerung der Sozialdemokratie als einer„vatcrlandslosen" Partei noch iminer verfing.—_ Nationallibcralcr Kästenjammer. A l l e Z ei t— treu bereit— furdesReicheZ Herrlichkeit!— so sprachen die Nationalliberalen im Wahlkreise Rinteln-Hofgeisinar in dem Wahlaufrufe für ihren Kandidaten Dr. R o ck e zu den Wählern. Nach der Wahl anl 20. Juli machte der arbeiterfeindliche nationalliberale Kan- didat aber die Entdeckung, daß für des Reiches national- liberale Herrlichkeit, das neue Steuerbukett, 903 nationalliberale Wähler weniger zu Haben waren; die National- liberalen schlössen kläglich ab, 1898 erzielten sie rund 1400, 1903 2154 Stintmen, und bei der Nachwahl am 20. Juli erhielten sie nur 1189 Stimmen, also weniger als 1898. Im Wahlkampfe selbst sagte Herr Dr. Rocke noch stolz und siegesbewußt in einer Versammlung in Rinteln: Ich billige die neuen Steuern durchaus! Jetzt ist er aber vom Katzenjammer überwältigt, und in einem lange» Rundschreiben an seine Wahlmacher im Kreise schreibt er übev die Ursachen der Niederlage u. a. das folgende: „Es würde mir aber verkehrt erscheinen, den Mißerfolg aus- schließlich oder auch nur hauptsächlich in lokalen Verhältnissen und Begebenheiten des Wahlkreises zu suchen. Der nationallibcrale Stimmcnrückgang in Rinteln-Hosgeismar schließt sich der gleich- artigen Erscheinung in Altcna-Jserlohn und Hagen-Schwelm an und rechtfertigt den Schluß auf eine gleichmäßigwirkende Ursache. Und diese sehe ich in der Beurteilung, welche die Beteiligung der Partei bei der jüngsten Besteucrungspolitik des Reichstages von feiten der breiten Wähler Massen er- fährt.... Die Erfahrungen, die ich in diesem unbequemen und anstrengenden Wahlkampfe gemacht habe, bestärken meine — ursprünglich nur instinktive(?)— Abneigung gegen die Rolle, die die nationallibcralcn Abgeordneten bei der Steuergesetzgebung zu spielen für gut befunden haben. Ich lasse alle? gelten, was zu ihren Gunsten vom höheren Standpunkte staatsmännischcr Politik und fürsorglicher, ihrer Verantwortung bewußter Vaterlandsliebe vorgebracht worden ist— auch von meinen Freunden und mir selb st in diesem Wahlkampfe. Aber in unserer an einem großen Impulse so armen Zeit wirken nun einmal die hohen Gesichtspunkte und auf das Ganze gerichteten Ziele nicht, am wenig st en in der Wahlagitation. Hier kommt es leider auf eine Dialektik an, die bei unseren Abgeordneten leicht in Vergessenheit gerät, wenn sie erst einmal auf 5 Jahre der Hitze und Kleinlichkeit des WahlkampfeS entrückt sind.(II) Ich habe im Wahltampfe Leute, bisher treue Anhänger der nationallibcralcn Partei, angetroffen, die fraglos zum kauf» männischen und gewerblichen Mittelstande, noch nicht einmal zu dessen oberen Schichten gehören, und deren Handlungsunkostcn (und damit in diesem Falle der Reingewinn) allein durch den Frachturkundenstempel um viele Hundert Mark ungünstig beein» flußt werden. Eine Abwälzung ist hier und überall, wo frachtfrei geliefert wird und geliefert werden muß, unmöglich. „Von dem Betrage dieser Steuer konnte ich bislang die jährliche Kleidung für mich und meine Frau bezahlen"! Diese und ähn« liehe argumenta ad hominem sind wirksamer als aus bester Quelle fließende Belehrungen über staatsbürgerliche Pflichten und den Finanzbedarf des Reiches.... So haben die nationalliberalcn Rrichstagsabgeordnctcn für sich und ihre Partei den Vorwurf der BolkSfcindlichkeit auf sich geladen.... Sie haben sogar in der Steuergesetzgebung die Führung gehabt, sich zu dieser ge« drängt./, Pfund Mehl,>/z Pfund Salz. Von obengenannten Deputaten darf nichts verkauft noch ver- schenkt werde», was übrig und alle Reste gehören der Herrschaft. Jeder Uebertretungsfall wird mit 2 Mark bestraft. Auf Verlangen müffen die Leute jederzeit im Akkord arbeiten und haben dann pro Tag 40 Pf. Kostgeld zu zahlen. Zum Kochen von Essen werden einer Frau folgende Stunden bewilligt: vormittags von 10 bis 12 Uhr und nachmittags von 3 bis 7 Uhr. Weiter erhalten die Leute freie Wohnung und Feuerung in Holz und pro Mann einen Strohsack und eine Decke. Die Schlafräume sind nach Geschlechtern getrennt. Jeder Arbeiter hat eine Kaution von 30 M. zu stellen und wird diese mit drei resp. vier Mark pro Woche vom Lohn inne- behalten.... Beiträge zur Krankenkasse und Steuern haben die Leute selbst zu zahlen und werden vom Lohne gekürzt. Sobald es nötig ist, haben die Leute auch Sonntags zu arbeiten. Dieser Vertrag ist von beiden Seiten anerkannt. Königsbrück und Lipsa, den 8. März 1906. Stempel: Guts-Vorstand Krehß, Ob.-Jnspektor. Standesherrschaft Königsbrück i. S. Gutsbez. Weißbach, Neukirch, Sonimerkau, Steinborn. Daß unter Verhältnissen, die solche— Verträge wiederspiegeln, die Arbeiter gern die gesegneten ostelbischen Gefilde fliehen, ist wahr- lich nicht zu verwundern. Wären in unserer göttlichen Weltordnung die Proletarier nicht gezwungen, teilweise den allerunwürdigsteu Be- dingungen sich zu fügen, um nicht zu verhungern, dann könnten solche Arbeitsverträge nicht zustande kommen. Daß die Landflucht nicht noch viel stärker ist, beweist die Elendigkeit unserer gesammten sozialen Verhältnisse._ Ein Polizeiaufgebot auf der Krankenkasse. Recht unerquickliche Szenen spielten sich am Freitag in den Geschäftsräumen der Krankenkasse in Weißensee ab. Gestützt auf einen Erlaß des stellvertretenden Dezernenten, Schöffen Rathmann, wollten die alten Vorstandsmitglieder ihre Posten wieder einnehmen. Der vorzeitige Dienstantritt des Herrn Dr. Pape war dem Stell- Vertreter noch nicht mitgeteilt und glaubte er der vom Bürgermeister erlassenen Verfügung stattzugeben, indem er verfügte, daß der Kommissar Dr. Albert die Geschäfte niederzulegen habe, da der bis- herige Vorstand wieder in seine Rechte eingesetzt sei. Herr Dr. Albert ging zu Herrn Dr. Pape, welcher auch bereitwilligst das nun folgende veranlaßte. Gleich nach Oeffnung der Kasse um 7 Uhr er> schienen die Gewaltigen und forderten die schon anwesenden Vor standsmitglieder auf, das Kassenlokal zu verlassen, da für das Publikum die Kasse erst um 8 Uhr geöffnet sei. Die Vorstands- Mitglieder weigerten sich natürlich, der Aufforderung zu entsprechen, da ihnen die Ausübung des Hausrechtcs zustand. Nach vielem Hin- und Herreden sprang Herr Dr. Pape ans Telephon und beorderte Polizei. Inzwischen erschien auch Herr Schöffe Rathmann und er- klärte, bis zum 4. August sei er Dezernent und fordere er den Korn- missar auf, dem Vorstand die Geschäfte zu übergeben. Ein herbei- gccilter Polizist konnte nichts ausrichten und verlangte Verstärkung. Herr Dr. Pape und sein Kommissar waren der Situation nicht mehr gewachsen, sie entfernten sich, um nochmals in Potsdam ihr Heil zu versuchen. Nach kurzer Zeit kamen im Sturmschritt zwei Polizisten, welche im Auftrage des Herrn Dr. Pape das Kassenlokal säubern wollten, der Anfang sollte mit dem Rendanten gemacht werden. Schließlich sahen die Polizisten das Erfolglose ihrer Arbeit ein und zogen von bannen. Die Bürgerschaft ist mit Recht erstaunt darüber, daß Verfügungen des Gemeindevorstehers von seinen Untergebenen nicht beachtet werden. Herrn Dr. Pape hat die Reise nach Potsdam nichts genutzt. Der Vorstand wird seine Funktionen wieder aufnehmen. Huö Induftne und Handel „Abbruch"- und„Pfiugst"-Weiit. „Wegen Abbruch des Hauses" offerieren zu„fast Selbstkostenpreisen" die Weinhändle» Haube u. Rabstein, Berlin, Dresdenerstr. 11(inkl. Flasche ins Haus geliefert): V8er Chilt. Margau 55 Pf., Zeltinger 45 Pf., Piesporter 65 Pf., Niersteiner 50 Pf., Rüdesheiiner 70 Pf., Liebfrauenmilch 90 Pf., Förster Rießling 1,10 M. „Das große Pfingst-Angebot" der Weingroßhandlung A. Grünrowsky, Berlin, übertrifft vorstehendes Angebot noch ganz bedeutend. Diese Firma ist in der angenehmen Lage, inkl. Flasche frei ins Haus in Berlin und Vororte zu liefer»(bei zehn Flaschen): Ober-Jirgelheimer 35 Pf., Erdener, Trabener und Zeltiuger 40 Pf., Förster Rießling, Josephshöfer, Piesporter. Niersteiner, Niidesheimer 50 Pf., Bernkasteler Doktor, Winkler Hasensprung, Rüdesheiiner Berg, Liebfrauenmilch 60 Pf., Champagner Syllerie Grand Mousseaux exkl. Steuer 80 Pf. Bei größeren Posten billiger. Das„Weinblatt" bemerkt dazu: „Wenn der Name„Oberingelheimer" nur Gattungsbegriff und nicht die Bezeichnung der Herkunft bedeuten soll, so ist die Qualität der als Ober-Jngelheimer geltenden Weingattungen doch eine solch gute, daß ein Wein„Ober-Jngelheimer" reell zu 32 Pf. inkl. Flasche nicht geliefert werden kann. Ebenso ist es mit Förster Riesling usw. Rechnet man für eine neue Flasche(alte zusainmengekaufte Flaschen setzt man in einem geordneten Geschäft nicht voraus) zum Preise von.............. 11 Pf. Kork............ l'/a. Kapsel............ 1« Etikette............'/o» Flaschenspülen und Füllen..... 3„ Botenlohn.......... 1„ gibt zusammen 18 Pf. so verbleibt also für den»Wein" noch 14 Pf., wobei die Firma noch verdient!" Gewöhnlicher Essig kostet mindestens 15 Pf. pro Liter, Essig- sprit 30 Pf. Bei solchen Preisen ist kaum anzunehmen, daß der empfohlene Wein Essig enthält, es muß also reines Gewächs sein. Prosit zu dem edlen Rebenblut I Schutz der nationalen Arbeit. Mit Bezug auf die neuen Handels- Verträge führt der Jahresbericht der Handelskammer in M.-Gladbach folgendes aus:„Als ein Zeichen, wie sehr sich unsere Befürchtungen des sich verringernden Absatzes deutscher Erzeugnisse zu bewahrheiten scheinen, kann es jetzt angesehen werden, daß sich in einzelnen der HandclSvertragsländcr allenthalben die Bestrebungen regen, welche die durch die erhöhten Jndustriezölle gegebenen besseren Pro« duktionSbedingungen auszunutzen suchen durch Heranziehung von Industriezweigen auS dem Deutschen Reiche. Diese Bestrebungen gehen soiveit, daß man sich dabei der Mitwirkung der Konsulate und sogar der Handelskammer zu bedienen sucht. Die Handelskammer hat natürlich eine solche Mitwirkung abgelehnt." Siegeszug des internationalen Kapitals. Japan wird demnächst eine große Glasfabrik erhalten: sie soll in Osaka erbaut werden. Die Gründung geht von einem Franzosen aus, der schon seit einigen Jahren in Osaka ansässig ist und außer französischeu und belgischen Fabrikanten und Kapitalisten auch einige Japaner für die Sache zu interessieren gewußt hat. Die Gesellschaft ist nach Angabe des er- wähnten Franzosen bereits in Paris und Brüssel als Soziolö ano- nhme mit einem Aktienkapital von 8,5 Millionen Den i eingetragen, und ihre Eintragung soll demnächst auch in Japan erfolgen. In Tokio sollen 500 000 Uen für das Unternehmen gezeichnet sein. Die Aktien sollen zunächst in Händen der Gründer bleiben und erst später mit einer zweiten Serie auf den Markt gebracht werden. Technische Leiter find auS Frankreich und Belgien engagiert und werden schon in nächster Zeit in Japan erwartet. Nach ihrer An- kirnst wird mit der Anlage der Fabrik begonnen werden, für die bereits ein Grundstück in günstiger Lage Osakas an der Fluß- mündung gesichert sein soll. Zweck des Unternehmens, bei dem besonders auch auf den Ex- port gerechnet zu werden scheint, ist die Fabrikation von GlaS aller Art, insbesondere von Fensterglas. Die Unternehmer halten ihre Aussichten für günstig, iveil sie ein Patent Duprs erworben haben, da« die Herstellung von GlaS ohne Blasen ermöglicht und gegenüber dem bisherigen Verfahre» eine Kostenersparnis von 60 Proz. gewähren soll. Auf die Regierungsprämie für die Herstellung von Fensterglas, nämlich l'/z gen pro Kiste bei einer monatlichen Produktion von über 5000 Kisten, will die Gesellschaft angeblich verzichten. In Verbindung mit der Glasfabrik sind EinaillierungSwerks sowie eine Fabrik für künstlichen Dünaer in Aussicht genonimen. Falls das Unternehmen den erhofften günstigen Erfolg hat, wird von der Gesellschaft für später die Anlage weiterer Glasfabriken in Tokio und auf Kiushu geplant.— Im Jahre 1905 wurden in Japan 221 717 Quadratfuß Fensterglas eingeführt, die einen Wert von 1 290 330 Den darstellen, dagegen beziffert sich der Gesamtwert der Einfuhr von Glas und Glaswaren auf 1762 433 Den. Schon aus diefen Ziffern erhellt die Bedeutung des geplanten Unternehmens, hinzu kommt, daß aber nicht nur der japanische Markt selbst be- herrscht werden soll, die Gründer planen auch den Export zu forcieren. Nicht opportun! Am Sonnabend fand in Berlin eine Sitzung der Vereinigung Kraftlverk— Düsseldorfer Roheisensyndikat statt. Ueber die Verhandlungen wird berichtet: Es wurde festgestellt, daß die gegenwärtigen hohen Rohmaterialpreise mit den zurzeit geltenden Noheisenpreisen nicht im Einklang stehen. Um die Stabilität des Marktes nicht zu beeinflussen, wurde zunächst von einer Preis« erhöhung abgesehen, indessen vereinbart, in der nächsten Sitzung eine Korrektur dieses Mißverhältnisses herbeizuführen. Also man glaubt, daß die Stabilität zu erschüttern ist— und hofft durch die in Aussicht gestellte spätere Preiserhöhung die sofortige Kauflust anzureizen. Glückte das, dann gäbe der stärkere Andrang eine gute Begründung für den Preisaufschlag ab. Aber wenn die Trauben jetzt zu hoch hängen, dann werden sie auch später nicht zu erlangen sein, wenn die Gimpel nicht auf den Leim gehen._ Huö der frauenbewegung. Die Kinderarbeit in Deutschland. Seit am 1. Januar 1904 das jtinderschutzgesetz in Wirksamkeit getreten ist, sind zwar verschiedene der größten Uebelstände auf dem Gebiete der Kinderarbeit beseitigt worden, aber die heutigen Zu- stände sind doch noch sehr unbefriedigend. Sind an sich schon die Schutzbestimmungen nicht besonders weitgreifend, da z. B. über die Kinderarbeit in der Landwirtschaft noch keine gesetzliche Regelung besteht, so Iverden diese Bestimmungen auch noch sehr häufig über- treten. Nicht selten, weil die Grundzüge des 5m»derschutzgesetze.Z immer noch Arbeitgebern, Eltern und auch Behörden zu wenig be- kannt sind, häufig aber auch auS Gewinnsucht, Eigennutz und aus Gewohnheit. Im Jahre 1905 lvaren in den Fabriken Preußens nach den Berichten der preußischen Aufsichtsbeamten 2352 Kinder unter 14 Jahren beschäftigt gegen 2430 im Jahre 1904. Diese Zahl repräsentiert natürlich nur einen ganz geringen Teil der über- Haupt erwerbstätigen Kinder, denn vieles wird vor den Augen der Gewerbeaufsichtsbeamten verborgen gehalten und dann werden die Kinder immer mehr in die Heimarbeit mit ihren im allgemeinen noch ungünstigeren Verhältniffen abgedrängt. Nach einer auf Grund einer Verfügung des Reichskanzlers im Jahre 1893 veranstalteten Erhebung waren damals in Teutschland in den gewerblichen Be- trieben 544 283 Kinder beschäftigt, dazu kamen dann noch die in den Fabriken und die im Gesindedienst und in der Landwirtschast beschäftigten Kinder. Es gibt in Deutschland fast keinen Berufszweig, in dem die Kinderarbeit nicht Eingang gefunden hätte. Im Bergbau- und Hüttenivesen, in der Industrie der Steine und Erden, in der Metall- Verarbeitung, in!der Industrie der Maschinen und Instrumente, in der Textil-, Papier- und Lederindustrie, im Baugelverbe und im polhgraphischen Gewerbe, in der Nahrungs- und Genutzmittel- industrie, im Reinigungs- und Bekleidungsgewerbe, in der Industrie der Holz- und Schnitzstoffe, überall finden wir Kinder als Erwerbs- tätige und ebenso auch im Handel und Verkehr. In Deutschland steht die Frage einer besseren Regelung und einer Einschränkung der Kinderarbeit in engstem Zusammenhang mit der Frage einer besseren Regelung der Heimarbeit. In der Heimarbeit, wo die Arbeiten innerhalb der Wohnung verrichtet werden, besteht am ersten die Gelegenheit, die Kinder mit zur Arbeit heranzuziehen, hier sind die ungünstigsten hygienischen Verhältnisse anzutreffen, hier besteht die längste und fast ausnahmslos eine ungeregelte Arbeitszeit, und in der Heimindustrie werden auch die niedrigsten Löhne bezahlt, die es nicht selten als eine dringende Not» wendigkeit erscheinen lassen, daß die Kinder ein paar Groschen mit- verdienen. So lange die Heimindustrie in so großem Umfange be- steht, ist außerdem gar nicht daran zu denken, eine wirklich gut funktionierende Kontrolle einzuführen. Am ungünstigsten sind wohl die erlverbstätigcn Kinder in der Spielwarenindustrie gestellt. Allein in der Sonneberger Spielwarenindustrie werden jährlich 5000 bis 6000 schulpflichtige Kinder gezählt, die bei der Spielwarenherstellung helfen, darunter sind nur ganz wenige, die bei fremden Leuten arbeiten, die meisten sind bei den Eltern oder sonstigen Verwandten beschäftigt. Während der guten Geschäftszeit sitzen hier die Kinder ganze Nächte lang in schlechter, muffiger Luft und bei trübem Licht. um den Eltern bei der Anfertigung von Puppen usw. zu helfen. Auch in der Textilindustrie mit ihren verschiedensten Branchen werden noch viele Kinder unter den ungünstigsten Verhältniffen zur Arbeit heran. gezogen. Damit der Hauslveber seinen Wochenverdienst um eine Kleinigkeit steigern kann, müffen die Kinder allerlei Nebenarbeiten verrichten. Unter sehr ungünstigen Verhältnissen müssen auch die Kinder ihre Arbeit verrichten, die in den Großstädten als FrühsrückS- austräger, Zeitungsboten. Laufburschen usw. beschäftigt sind. Sie sind nicht nur allen Unbilden der Witterung, sondern auch großen sittlichen Gefahren ausgesetzt infolge ihres Aufenthaltes auf den Straßen zu den verschiedensten Tageszeiten. Ter Verdienst der Kinder ist meistenteils sehr gering, oft beträgt er nur 2 und 3 Pf. pro Stunde. Aus allen diesen Gründen muß verlangt werden, daß die Kinderarbeit noch weit mehr eingeschränkt wird, denn für die Vclkswirtschaft wird durch Kinderarbeit weit mehr Schaden als Nutzen gestiftet. Gr. Frankfurter- UFäI£■£9 AM 1% AM tftf Eckhaus Straße 126 Jpi wlllSliwllif Pä Koppenstraße Größtes Spezialgeschäft für Kleiderstoffe und Seidenwaren._ Sonderangebot für die Einsegnung! Ein großer Poeten iVlobair«StOffe in den schönsten Mustern, doppelt breit............ Meter 0*959 1»159 1«359 1.65 n n n gemusterte Alpakas� glanzreiche lZualitüt, doppelt breit......... Meter U.95, 1*259 1«509 1*75 „„„ glatte Alpakas mit Seidenglanz, 120 cm breit............... 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I Achtung! Sektion der Putzer bes Zentralverbandes der Maurer Deutschlands findet nicht am Mittwoch, den 8., sondern am Sonntag, den 12. August d. J., vormittags 10 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20, statt. 134/11 -Die Tages- Ordnung wird am Freitag, den 10. d. M., an dieser Stelle bekannt gegeben. Die örtliche Verwaltung. Ortskrankenkasse des Maurergewerbes zu Berlin. Auf Grund des§ 67 des Statuts geben wir den Mitgliedern und Arbeitgebern bekannt, daß die in der Generalversammlung vom 12. April 1906 beschlossene zweite Abänderung des Kassenstatuts, betreffend die §§ 13, 17, 34 durch Beschluß des Bezirksausschusses vom 6. Juli 1906 genehmigt worden ist und Montag, den 5. August, in Kraft tritt. 2956 Druderemplare dieser Abänderung gelangen im Kaffenlokal zur Verteilung. Berlin, 31 Juli 1906. Der Vorstand. A. Kelpin, Schriftführer, Lorgingstr. 23. A. Daehne, Borsitzender, Lychenerstr. 13. ein* ganz kaufen will, komme sofort Berndt& Co., Kreuzbergstr. 29, 1 Tr. Heinrich Franck, Berlin N. 54, Brunnenstr. 185. Besichtigen Sie bitte sofort: Decke, tlich hell 180. , sehr reinfrg. Roh Rein verg. Tabak amerikanisches a Pfd. 80 Pf. Losgut i. best. Misch. W. Herm. Müller, Berlin, Magazinstr. 14. Billige Rohtabake. Max Jacoby, Strelitzerstr. 52. 100% verdienen Sie beim Einkauf Ihrer Bigarren und Zigaretten. 206/ 9* ff. 4 Pf. 1000 St. 20 M., 300 St. 7 M. 5 1000 25 300 9 " " " B " " 13 " 6. 1000 30 300 11 " # " " """ 1000 40 300 14 " " " " 10 1000 " " " 50 300 17 " D 1 Pfg. Bigarette 1000 Stüd 5 Mt. 2 Pfg. Nachnahme. 1000 10 Preisliste franko. M. Dick, Bigarrenfabrik Schwepnitz I. S., Ramenzerstr. 216. Rixdorf, 6swald Scholz, Bergstraße 141. Krawatten, Handschuhe, Wäsche, Regenschirme, Spazierstöde. Schirmreparaturen und Bezüge. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Deutscher Holzarbeiter- Verhand Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin Hauptbureau: Zahlstelle Berlin. Bimmer 34, Amt 4, 3353. Engel- Ufer 15. Bimmer 1-5, Amt 4, 9679. Bureau SO., Engel- Ufer 15( Gewerkschaftshaus). Fernsprecher Amt 4, 8578. Dienstag, den 7. August, abends 81 Uhr: Vertrauensmänner- Konferenz der Rohrleger und Helfer im Lokale von Becker, Blumenstraße 49. Um pünktliches Erscheinen wird ersucht. Mitgliedsbuch legitimiert! Zur Beachtung! Bautischler! Bezirk 4. Montag, den 6. August, abends 6 Uhr: Versammlung bei Milbrodt, Müllerstraße 7. Zages Ordnung: 1. Wie stellen wir uns zu den Zwischenmeistern Kaufhaus Gebrüder Wolff Invalidenstr. 134 BERLIN N. Ecke Gartenstr. Unsere diesjährige 90 Pf.- Woche beginnt am Montag, den 6. August und dauert bis Montag, den 13. August. Unsere letzte 90 Pf. Woche fand bei unseren Kunden einen großen Beifall, da wir ganz besonders preiswerte Artikel gebracht haben. Wir haben für die bevorstehende 90 Pt.- Woche sehr viele Aufsehen erregende Gelegenheitskäufe, welche wir innerhalb der letzten 6 Monate für diesen Zweck anschafften, aufgespart und stellen wir nun alle diese Waren für den Einheitspreis von 90 Pt. zum Verkauf. Des großen Andranges wegen bitten wir, die Einkäufe möglichst vormittags zu besorgen. Trotz der sehr billigen Preise verabfolgen wir bei jedem Einkauf Rabattmarken des Sparvereins ,, Norden" oder Marken des eigenen Systems. Leinen- Abteilung Kleiderstoff- Abteilung • Matlassé Schwarze SeidenAlpacca Meter JS.I in unserem Berufe? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Kollegen! Da die Frage eine für uns sehr wichtige ist, ist es Pflicht, daß jeder an dieser Versammlung teilnimmt. Der Branchenleiter. Karl Reiche. 90/9 90 PL. 3 Gerstenkorn- Handtücher 90Pf. Schwarze Mohaire- 90 Pf. 3 Stuben- Handtücher 90 Pt. 90Pf. 2 Rolltücher Achtung! Bir machen hierdurch aufmerkſam, daß die Erwerbslosenunterſtütung Achtung! in Krankheitsfällen nicht, wie früher angegeben wurde, an zwei Tagen in der Woche, sondern täglich, mit Ausnahme Sonntags, von 9 bis 2 Uhr, im Zimmer 34, Engel- Üfer 15, in Empfang genommen perden kann. 123/13 Die Ortsverwaltung. Kammacher! Montag, den 6. August, abends 8%, Uhr: Sihung der Kommiffion mit Vertrauensmännern bei Walter, Adalbertstraße 62. Kollegen! Jede Werkstatt muß bertreten sein. Die Kommiffion. Vereinigung der Musikinstrumenten- Arbeiter Branche der Korbmacher! Berlins und Umgegend. Montag, den 6. August, abends 8%, Uhr, bei Graumann, Naunynstr. 27: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Maurer Julius Gehl über: Bartei und Gewerkschaften". 2. Diskussion. 3. Der Streit bei der Firma Bell u. Comp. 4. Vereinsangelegenheiten. 142/1 Montag, den 6. August, abends 8%, Uhr: Versammlung im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Bericht über die Verhandlungen des Verbands. tages der Korbmacher- Innungen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um pünktlichen Besuch bittet Die Kommission. Zentral- Verband der Handels-, Transportund Verkehrsarbeiter Deutschlands. Zur Beachtung! Kollegen! Bu diesem hochwichtigen Thema ist es dringende Pflicht aller Kollegen, zu erscheinen. Die Delegierten haben Auch ge besonders die Aufgabe, für zahlreichen Besuch zu agitieren. langen die Billetts zu unserem 24. Stiftungsfest zur Ausgabe, zu deren Achtung! regen Verbreitung alle Kollegen aufgefordert werden. Der Vorstand. Rixdorf. Bentralkrankenkaffe der Maurer, Gipser, Weißbinder und Stukkateure Deutschlands ,, Grundstein zur Einigkeit". Dienstag, den 7. August, abends 8, Uhr, Im Lokal des Herrn Grosser, Kirchhofstraße No. 45: Quartals- Verfammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal und Revisionsbericht. 2. Wie unter flüßen wir die invalide gewordenen Mitglieder aus dem bereits gesammelten Invalidenfonds? 3. Verschiedenes iu Stassenangelegenheiten. Wir ersuchen die Mitglieder, fich an dieser Versammlung recht pünktlich und rege zu beteiligen. Das Lokal des Kollegen Grosser ist um ein Bedeutendes vergrößert und bietet den Mitgliedern den nötigen Platz. Die Ortsverwaltung Achtung! Achtung! Verwaltungsstelle Berlin. Achtung! Mitglieder aus allen Branchen! Donnerstag, den 9. Auguft, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, großer Saal: Ordentl. Generalversammlung. Tages Drdnung: 1. Mitteilungen. 2. Vierteljahresberichte per II. Quartal: a) Kaffen3. Eventuell eingegangene Anträge. 4. Geschäftliches. Berichte, b) Arbeitsnachweisbericht. Wir ersuchen alle Mitglieder, besonders die Kollegen Vertrauensleute, für einen wirklich guten Besuch der Versammlung Sorge tragen zu wollen. Mitgliedsbuch ist mitzubringen und am Eingang zur Ver sammlung vorzuzeigen. Wer mit seinen Beiträgen über 10 Wochen im Rückstande ist, hat keinen Zutritt. Die Ortsverwaltung. 71/8 Achtung! Stukkateure! Achtung! Montag, den 6. August, abends 8 Uhr: Bauhandwerker Arbeiter. Parteigenossen Außerord. Mitgliederversammlung der Reichstagswahlkreise Züllichau- Schwiebus, Arnswalde- Friedeberg, Kalau- Luckau und der übrigen Kreise der Mark Brandenburg! Dienstag, den 7. August 1906, abends pünktlich 81 Uhr: Volks Versammlung 265/ 17* im Lokale des Herrn Boeker, Weberstraße 17. Zages Drdnung: 1. ,, Die Sozialdemokratie und das ländliche Prole tariat." Referent: Stadtverordneter Genosse Hermann Schubert. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. bei Franke, Sebastianstr. 39. Tagesordnung: Siehe Fachblatt. Bahlreiche Teilnahme wegen wichtiger Beratungen erwartet 181/3 Die Ortsverivaltung. Verband der Sattler. Ortsverwaltung Berlín. Donnerstag, den 9. August 1906, abends 81 Uhr, in den Zentral- Festfälen Alte Jakobstr. 32: General- Versammlung. Tages- Ordnung: Arbeiter, Parteigenossen! In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Arbeiters, eines jeden Parteigenossen, in dieser Versammlung zu erscheinen und für recht zahlreichen Besuch zu 1. Geschäftliches. 2. Bericht und Abrechnung vom II. Quartal 1906. agitieren. Die Baudeputierten werden gebeten, Bauhandwerker aus diesen 3. Berichterstattung der Delegierten zur Berliner Gewerkschaftskommission Streisen auf diese Versammlung aufmerksam zu machen und zum Besuche sowie Neuwahl derselben. 4. Verschiedenes. derselben zu veranlassen. Sorgt für Massenbesuch in dieser Versammlung! Steiner darf fehlen! Tue jeder seine Pflicht! Der Einberufer. 3. A.: Richard Eitner, Momintenerstraße 4. 157/12 Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Wir ersuchen die Vertrauensleute, zu dieser Versammlung allen Kollegen die Mitgliedsbücher einzuhändigen. Die Ortsverwaltung. 1 1 Jacquard- Rolltuch 90 Pf. Damast- Tischtuch gebleicht 4 m Hemdentuch 90 Pf. 90Pf. Piqué- Barchend 90Pf. 21. schwere Qualität Ein Kaffee- Decken Posten zum Selbstaussuch., b.21, mlg., jed.Decke 1 Dtzd. gesäumte Taschentücher 90Pf. 90 Pf. 12 Dtzd. gesäumte Herren- Taschen- 90 Pt. tücher 1/2 Dtzd. HohlsaumTaschentücher, 90 Pf. glatt od.m.bunt.Kante 1 Barchend- Laken 90 Pf. weiß oder bunt Sonnenschirme 90P. Sommer- Blusen zum Aussuchen 90PL. Wäsche- Abteilung Damen- Hemden, 90 Pf. Prisenform m. Spitze Damen- Beinkleider 90 Pf. mit Languetten Damen- Nachtjacken 90Pf. 90 Pf. a. Dimiti od. Barchend Damen- Hemden mit gestickter Passe 4 Paar Herren- 90 Pf. Socken 3 Paar schwarze Damen- Strümpfe 90 Pf. 2 Paar gering. 90 PL. Damen- Strümpfe 1 HerrenNormal- Hemd 1 HerrenNormal- Hose Taillen- Tücher i. verschied. schönen Mustern 90 P ₤. 90 Pf. 90Pf. Schürzen- Abteilung Große GinghamWirtschafts- Schürze m. Volant u. Tasche Große schwarze Panama- Schürze mit Tasche Schwarze TändelSchürze mit Besatz und Tasche 3 Tändel- Schürzen zum Aussuchen Satin- TändelSchürze Schwarze Panama Kinder- Schürze i.d.Längen 45 bis 60 cm 90 Pt. 90 Pt. 90 Pt. 90Pf. Schwarze reinwoll.90Pf. Farbige Crepes und 90 PL Cheviots. Meter Brochés Meter Farbige reinwoll. 90 Pt. Cheviots Meter 4 Meter Karierte BlusenStoffe Gestreifte baumwoll. Flanelle 212 Meter Pf. 90Pf. 90 Pf. 90 Pf. Weiße gemusterte 90 Pf. Ballstoffe Meter Rotbraune TaffetRockfutter 4 Meter 90Pf. 1 Tull- Store Weiod. 90 Pf. crême 1 Shawl Portieren 90 Pt. ( bunt) 1 Wachstuch- Garnitur, bestehend aus 7 Teilen: 1 Eimerspinddecke 1 Stuhlsitz 1 Wasserleitungsschoner 1 Spindstreifen 1 Tablettdecke 1 Stück Küchenkante zusammen 90 Pf. Verschiedene Gegenstände Breite Gummigürtel 90 Pf. mit Stahlpoints 2 Gummigürtel 2 mit Schloß 90Pf. imit. Ledergürtel 90 Pf. mit Rückengarnitur Große schwarze Flitter- 90 Pf. kragen( Wert 2,50) Spachtel- Kragen 90 Pf. 3 Chiffonschleifen 90 Pf. Spachtel- Besätze 90 Pf. zum Aussuchen 5 Meter 3 seidene DamenSelbstbinder in allen Farben 2 Damen- Stehkragen 8 Herren- Mützen 90 Pf. 90 Pf. in verschied. Mustern 90 Pf. zum Aussuchen 6 KorsettSchoner 90 PL. Herren- Artikel 2 farbige oder schwarze PL Diplomatenschleifen Diplomatenschleifen 90 PE 2 farbige Regattes 90 Pf. 1. Dutzend weiße Diplomates 1 hochelegante Plastron- oder Regatte- Krawatte 90 Pt. 2 Paar Gummi90Pf. 90Pf. 90Pf. Hosenträger 90 Pf. 1 Paar extra schwere Hosenträger 90PL A.WERTHEIM PORZELLAN weiss Speiseteller flach 15, tief 17 Pf. Dessertteller 12 Pf. Kompotteller 10 Pf. bunt Kaffeeservices GLAS Butterdosen gepresst 25, 33 Pf. Bierbecher gepresst Bierbecher mit Goldrand Bierbecher mit Dessertservices ,, Diana" 16 Pf, bis 1 Mk. für 6 Personen 2.60, 4.50 für 12 Personen 7 Mk., 7.75, 9.50 Gambrinusbild Terrinen 1.10, 1.35 Kuchenteller 45 Pf. von Berlin Kartoffelschüsseln 65 Pf. Körbchen 45 Pf. Bratenschüss. oval 45,60,80 Pf. Bratenschüsseln rund 45 Pf. Kaffeebecher dekoration Likörservice mit Scherz 95 Pf. 15, 25 Pf. Saucieren Salatieren 45 Pf. 10 bis 45 Pf. Milchtöpfe Satz 6 Stück Milchtöpfchen muster blau Zwiebel- 10 Pf. 12 Pf. 7, 10 Pf. 10 P. Obstteller 15, 17, 58, 75 Pf. Bierbecher mit Ansicht 15 PL Butterdosen 30 PL Bierkannen Best 38, 45, 55 Pi. Zuckerschalen presst 22, 27 Pf. Zitronenpressen gepresst 8 Pf. Fruchtschalen geschliffen Käseglocken gepresst 45 Pf. 2.40, 2.70, 3 MK., 3.85 Mk. Likörgläser gepresst Likörbecher Eisglas, farbig 5 Pf. Salatschalen Fruchtschalen auf Fuss 1.60 Mk auf Fuss 1.35 Mk. Kompottschalen 6 Pf. Kaffeekannen 45 Pf. Milchtöpfe 6, 15 Pf. Tassen 8 Pf. Senftöpfchen 10 Pf. Tafelservices 78 teilig Tafelservices 60 teilig Tassen 22, 25, 28, Dessertteller mit Goldstern Dessertteller bunt Dekor 45 Mk. 36 MK. 35 Pf. Wassergläser gepresst 7 Pf. 35 Pr. 23 Pf. 38 Pl. Kaffeebecher but 11 P. STEINGUT glasiert Salatieren Satz, 6 Stück rot getönt 2 MK. Satztöpfe Kaffeetassen rot getönt Kaffeetassen engl. Fabrik at 40 Pf. Pastetennäpfchen 6 Pf. mit starkem Likörbecher Boden. Goldrand 8 Pr. Weinrömer 23, 28, 45, 55 Pf. Brotteller gepresst o. u. Salatieren liff, 85 Pf. bis 1.25 Mk. ge schliff. Wasserflaschen Schliff. 75 bis 1.20 EMAILLE Schmortöpfe Ring 55 Pf. b. 2 Mk.| Teigschüsseln 4 Gr. 1.70 bis 2.75 Schmortöpfe m. Ring 65 Pf. b. 2.25 Butterdosen mit Kühlung Schmortöpfe 75 Pf. b. 2.50 6 Gr. für Gas mit Deckel 8 Gr. Kaffeetrichter Wassertrichter 4 Gr. 5 bis 15 Pf. 60 Pf. 20, 30 Pf. Kasserollen m. Ring 70 Pf. b. 1.25 Milchkrüge 6 Grössen 30 Pf. bis 1.10 6 Gr. 6 Gr. 40 PE, b. 1.80 8 Gr. 15 Pf. b. 1,20 Wasserkrüge 5 PL. 48 Pf. Kasserollen o. Ring 25 Pf. b. 95Pf. 6 Stück 2.65 Waschzober 45 Pf. 33 Pf. 5 Pf. Einzelne Seifen- und Zahnbürstenschalen 10 Pf. Einzelne Seifen- und 10 Pf. Zahnbürstendosen Eierserviceier 30, für 6 Eier 25 PT. 40 Pf. 1.60 90 Pf., 1.05 Mk. Aschschalen Krankentassen Salz- u. Mehlmesten mit Delftdekor 1.60 Grosse Waschbecken Majolika- Blumenkübel Majolika- Obstteller 12, 17, 25, 57 Pf Waschgarnituren rot abgetönt bunt dekoriert einfarbig dekoriert 3.75 3 MK. Golddekoration 6 MK. 7.75 5.25 MK. EISSCHRÄNKE in dieser Woche im Preise ermässigt. Waschfässer mit DrahtWaschfässer einlage mit Wulst Waschzober Schaukelwannen Ringtöpfe Fleischtöpfe Deckel 10 Gr. 8 Pf, b. 60 Pf. Pfannen runde 8 Gr. 20 Pf. b. 75 Pf. Töpfe für Petroleumkocher 4 Gr. 75 PL. b. 1.35 Milchkocher 4 Gr. 75 Pf. b. 1.80 Wasserkessel 6 Gr. 40 Pf. b. 1.50 Wasserkessel für Gas 40 Pf. b. 1.25 Milchtöpfe Trinkbecher 6 Gr. 8 Gr. 20 Pf. b. 1 Mk. 2 Gr. 15 und 20 Pf. Trinkbecher mit Dekor 20 und 25 Pf. Teller 2 Gr. 2 Gr. 15 und 18 Pf. 6 Gr. 20 bis 50 Pt. 10 Gr. 20 bis 2 MK. Essnäpfe Schüsseln flache Schüsseln tiefe 6 Gr. 45 Pf. b. 1.50 Schüsseln seifenapf 2 Gr. 40 u. 65 Pf. Gemüseschüsseln 35 bis bis 90 Pf. Bratenschüsseln ovale mit Svar: 50 1.50, unde 501.10 5 Gr. bis 3 Gr. 3 Gr. Gr. Kaffeekannen 6 Gr. 50 Pf. b. 1.60 Kaffeekannen dekor 50 b. 75 Pf. Wasserkannen grad 60 Pf. b. 1.10 Wassermasse 2 Gr. 20 u. 30 Pf. Konsole mit Wassermass 45 u. 50 Pf. Seifenhalter mit Haken Seifenhalter mit Rückwand 12 Pf. 25 Pf 20 Pf. runde mit Sieb 90 PL. u. 1 Mk. Seifnäpfe Fenstereimer Kehrschaufeln 3 Gr. 45 b. 65 Pf. Deckelhalter 2 Gr.75PL. u.1 MK. Durchschläge Teesiebe Wannen ovale Wannen runde 4 Gr.30 b. 60 Pf. 8 Pf. 5 Gr. 1.45 b. 2.85 4 Gr. 1.30 b. 2.50 Toiletteneimer 2 Gr. 1.60 u. 1.75 Toiletteneimer mit 3.60 Rohrbügel Ascheimer 4 Gr.1 Mk. b. 1.60 Wassereimer 28 cm Durchm. 70 Pf. hellblau 85, 90 Pf. WIRTSCHAFTS- ARTIKEL 3 Grössen 9 Mk. bis 12.50 3 Grössen 11 Mk. bis 15 Mk. 2 Grössen 10.50 und 12.50 Waschtische geschlossen Wringmaschinen Gardinenspanner Plättbretter Ärmelplättbretter Wäscheleinen 6 Sorten Waschbretter 2 Sorten Waschmaschinen 27 Mk. 19.50 Mk. 11 Mk. u. 12 MK. 12.50 Mk. 2.40 und 2.75 58 und 95 Pf. 1.85 bis 7 Mk. 55 und 65 Pf. 45 MK. Messerputzmaschinen Brodschneidemaschinen Fruchtpressen kleine Wirtschaftswagen Reibemaschinen 6.50 Mk. 5.25 bis 6.75 85 und 95 Pf. 1.40 Mk. 1 Mk. u. 1.40 Fleischschneidemaschinen 3.25 und 4.75 Gaskocher mit Bratofen Gaskocher mit 3 Brennern Gaskocher mit 2 Brennern und 4 Öffnungen 2 30 Mk. 7 MK. 11 Mk. 5.50 Mk. 2 Sorten 15 und 30 Pt. Gasplätteisen mit Erhitzer Vorratsdosen Kaffeebretter Weiss- 4 Grössen 12 bis 45 blech In der Lebensmittel- Abteilung, soweit der Vorrat reicht: Reineclauden Pfirsiche grau 28 Pf. marmor Kaffeebretter Eiche 5 Grössen 1.35 bis 2.65 Putz- u. Wichskasten 48 Pf. und 90 Pf. Fliegenfänger Gazeschränke Holz Gazeschränke Blech Giesskannen Blumengitter Reisebügel 8 Grössen 5.25 bis 7.50 3 Grössen 6.75 bis 12.50 5 Grössen 70 Pf. bis 1.35 3 Grössen 65 Pf. bis 1.30 12 und 25 Pf. 2 Grössen 25 45 und Spirituskocher Windleuchter Balkonlampen mit WindGasanzünder mit Stab Schutz Pf. 4 Grössen 1.75 bis 3 Mk. 4 Sorten 7.50 bis 9.25 40 Pf. Pf. Pfund 15 P Pf. Pfund 38 Pf. Tomaten Citronen Pfund 4 Dtz. 40 P. Frische Früchte sind von der Zusendung ausgeschlossen. Berantwortl. Redakteur: Carl Wermuth. Berlin- Rigdorf. Für den Inseratenteil verantw.: Zh. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Berlagsanitalt Roul Singer& Co., Berlin SW Br. 180. 23. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Für die ausgesperrten Buchbinder Deutschlands find eingegangen: Sonntag, 5. Auguft 1906. Liste 4711 Kollegen der vereinigten Fabriken für Laboratoriumsbedarf 9, 2338 Tischlerei Richter u. Scherber 12,05, 2344 3,60, 2314 Bau MohrenListe 3185 Flade 23,35. Liste 92 Hille 2,10. Lifte 410 Kollegen der Snopf- straße, Ede Friedrichstraße 7,20, 2353 3,80, 2354 2,20, 2355 7,90, 2356 13,70, fabrit Redmann 5,40. Liste 349 von Portefeuillern bei Otto Mattern 10,2361 6,65, 2366 2,80, 2367 3,85, 2368 3,70, 2369 2, 2371 von Arbeitern Liste 682 Kollegen der Gürtlerei Raschig 3,90. Liste 3190 Kollegen der der Firma Brügemann 10,55, 2372 4,05, 2373 durch Engelmann Gürtlerei Raschig 7,65. Liste 3189 Kollegen der Gürtlerei Raschig durch 8,70, 2376 Tischlerei Dunsky, Bierprozente durch Paustian 23,75, Paris 20,96. Ueberschuß einer Kranzspende S. u. H. Blockwerk 3,30. Rösch 11,90. Liste 4714 Stoll. u. Kolleginnen Münchmeyer u. Co. 8,65. 23,80 6,60, 2386 7,60, 2387 5,30, 2390 6,05, 2392 8,80, 2393 9,15, Lifte 3136 Kollegen der Deutschen Waffen- und Munitionsfabrik, Abt. Liste 4091 Maler bei Estorff 7,95. Aus der Sechserkasse der Firma Weiland 2402 37,75 Deutsche Waffenmunitionsfabrik Abt. Bersdorf, darunter Roloff, Pistolenmontage 25,75. Lifte 3140 Stuffateure bei Steiner 6,- Liften 13, Lifte 3159 Dreherversammlung in den Musikerjälen 8,20. Lifte 3158 Rensch und Christensohn, 2404 8,35 Bau Leipzigerstr. 66, 2430 5,35, 2431 3141, 3144, 3145, 3172 28,75. Giner Berlin 3,-. Zahlabend der Schilder- Turbine, Moabit, Abt. Haunstein 15,85. Tischlerei Ritter, Ramlerstraße 25,90 Motorenfabrik Dämler, Marienfelde, Abt. 17, 2435 11,65, 2437 11,55, maler durch Buchholz 7,20. Liste 4724 Kollegen der Firma Hartmann 7,50. 10,50. Liste 415 Koll. v. Gürisch, Möbeltischlerei 20,65. Von der freien 2440 7,30, 2449 11,15, 9,10 Bau Pfuelstr. durch Schall, 2479 13,30, 2482 Zentralverband der Maurer, Zahlstelle Güstebiefe 10,55. Liste 4568 Möbel- Hülfskasse der Maler, Bahlst. West 24,-. Listen 67, 73, 74, 3118 durch 24,70, 2491 15,40, 2498 17,55, 2454 10,50, 2459 9,95 durch Block, 2460 5,05, fabrik„ Ostend" 10,- Liste 3122 Kollegen der Firma Hagelberg 11,30. Dorit 24,40. Dachdecker der Firma Plath u. Vogel 5, Liste 3093 2489 17,30, 2507 5,35, 2510 4,05, 2511 6,25 Bautischlerei P. Buding, 2515 Koll. Malle, Bauarbeiter 4,-. Lifte 3019 12,60. Liste 696 Stoll. bei Lach: Mechaniker und Arbeiter der deutschen Grammophon- Gesellschaft 12,45. 8,45, 2517 5,15 durch Lobeck, 2545 19,25 A. E.-G., Abt. Sauer, mann, Tischlerei, 2. Rate 5,- Liste 13 7,15. Unterſtügungs- Liste 2059 Kollegen der Schreibmaschinenindustrie, 2. Rate 12,40. 2548 3,20 A. E.- G., Abt. Sauer, 2556 19,25, 2567 43, taffe der Buchbinderei und Versandabteilung A. Scherl inkl. Kranz- Liste 3150 durch Heinrich 6,15. Listen 4045/7 Kollegen der 2579 2, 2581 5,-, 2588 13,80, 2591 Siemens u. Halske, Eisengießerei überschuß 89,60. Lifte 31 C. Krüger 6,15. Liste 3016 durch Hore Firma Gebr. Krüger, Köpenid, 19,10. Lifte 3187 Arbeiter u. Arbeiterinnen 23,30, 2603 9,10, 2605 Von den Arbeitern Seydelstraße 5,35, 2611 7,50, mann, Töpfer 20,30. Liste 35 durch Klappenbach 20,10. Kollegen A. E.-G. Huttenstraße, Meister Barth 28,45. Liste 3121 Gutenberg, Lützow- 2612 Vom Bau Badeanstalt Gerichtstr. 14,40, 2577 Bon Firma Lenz 15,50, der Firma Pintsch auf Listen 3867-3882 139,65. Liste 48 straße 2,75. Lifte 550 Bauer 6, Liste 3111 Backer von Heymanns Verlag 2578 6,20, 2691 9,05, 2702 9 ,, 2703 13,50, 2704 8,50, 2707 12,30, Alisch 12,40. Liste 3073 Alisch 9,10. Liste 3074 Alisch 8,70. 4,45. Rifte 670/2 Kollegen der Firma Tinius 7,90. Liste 408 Stollegen von 2720 15,35, 2632 20,20, 2634 12,90, 2643 23,60, 2653 10,90, 2660 Fabrit Liste 3047 Arbeiter der Spiegelrahmenfabrik Biestädt 8,70. Listen 3024/5 Markgraf u. Tau, 2. Rate 10,80. Verband deutscher] Brauereiarbeiter, Dr. Mar Levy, Abt. Schulz u. Hausler 19,50, 2663 11,40, 2664 15,75, Kollegen der Möbelfabrik Zipfel 2. und 3. Rate 22,50. Liste 3085 Gottes- Sektion II, auf Listen: 2114 Hilfebein I 4,55, 2115 Schultheiß I 15,50, 2667 18,-, 2668 9,25, 2600 2,-, 2601 3,20, 2727 12,15, 2735 mann 5,20. Liste 3123 6,17. Kollegen der Firma Zander, Schöneberger- 2116 Bazenhofer II 20,35, 2122 Schultheiß II 6,50, 2123 Schultheiß II 23,25, 5,80, 2736 12,85, 2737 12,45, 2742 14,20, 2743 27,15, 2744 8,25, straße 5, Lifte 413 Kollegen der Tischlerei Stalisch 2. Rate 6,50. Liste 366 2125 Schultheiß IV 27,45, 2127 Germaniabrauerei 7,50, 2130 Bößow 10,45, 2745 9,30, 2747 A. E.-( S. Abt. Düllmann 21,-, 2771 Ludwig Löwe Kollegen der Werkstatt Helmundt u. Co. 3,60. Kollegen u. Kolleginnen 2131 Schloßbrauerei Schöneberg 9,80, 2132 Schloßbrauerei Schöneberg 14,35, Kopig- Brinste 32,80, 2772 Ludwig Löwe, Schmidt und Sternberg 14,90, der Firma C. P. Görz auf Listen: 4001 13,50, 4002 6,80, 4003 2136 Bod I 5,-, 2138 Stadtbrauerei 4,50, 2140 Bittoria II 6,75, 2142 2774 Ludwig Löwe, Abt. Kosert und Strüger 20,25, 2775 4,25, 2776 10,10, 10,25, 4004 11,75, 4005 32,80, 4006 24,30, 4007 5,05, 4008 Stönigstadt 6,90, 2147 Happoldt 5,50, 2159 Löwenbr. 4,25, Summa 172,60. 2786 A. E.-G. Abt. Nahrstedt, Brunnenstraße 21,55, 2790 Elektr. Sanitas 17,50, 4009 9,60, 4010 4,75, 4011 12,50, Summa 148,80. Verband der Töpfer auf Listen: 3837 8,50, 3841 14,-, 3843 10,30, 3842 14,45, 2791 Arbeiter Firma Frank u. Sprengler 10,25, 2795 Bezirk 688, Ehlke Lifte 3167 Kollegen der Luruspapierfabrik A. Sala 10,30. Tischler der 12,-, 3845 7,-, 224 9,25, 3865 6,-, 4703 6,25, Summa 73,30. Liste 555 32,2796 dito 6,05, 2806 7,75, 2809 Schmiede der Waffen- und MunitionsMöbelfabrik Pfaff, Saal III 11,40. Liste 4713 Maurer am Bau Brüder- Kollegen der Firma Hartmann, Köpeniderstraße 13,55. Liste 693 Wiedeking fabrik Ludwig Löwe 26,80, 2811 Firma Dregerhoff u. Schmidt 20,75, 2813 ftraße 44-49 14,65. Lifte 414 Kollegen der Firma Knabe u. Thal 6,50. 5,- Kollegen der Waffen- und Munitionsfabriken auf Listen: 3884 25t. 15,10, 2814 15,80, 2816 19,85, 2817 A. E.-G. Abteilung Krause, BrunnenLifte 4715 Bau Friedrichstr. 10 16,25. 2tste 560 Fröhlich 10,-. Liste 1210 Bill 28,60, 3885 Abt. Walther 20,55, 3886 21bt. Bahr 21,05, 3887 Abt. ftraße 7,10, 2825 Firma Kilian 14,55, 2826 7,45, 2827 18,85, 2837 20,-, Bezirk 173 13,- Liste 3108 Dittrich 15,- Liste 406 Kollegen der Möbel Möller 25,-, 3888 Abt. Christensen 31,10, 3889 Abt. Bury 20,35, 3890 Abt. 2838 8,40, 2845 A. E.-G. Ladiererei Aderstraße 14,35, 2855 10,75, 2857 fabrit Pfaff, Saal I 4. Rate 9,90. Liste 3092 Lesche 6,55. Vertrauensleute Büttner 18,-, 3891 Abt. Hachmann 37,40, 3892 2bt. Roloff u. Wöhlken Arbeiter d. Firma Gebr. Bolzani 30,30, 2860 25,20, 2862 10,40, 2863 20,-, Siemens- Schudert- Werke 100,-. Rauchklub„ Glühlicht I" 5,-. Listen 404/5 31,-, 3893 Abt. Neubauer u. Fitkom 18,75, Summa 251,80. 2864 12,40, 2866 Deutsche Waffen- u. Munitionsfabrik Abt. Ulbrich 51,10, Werkstatt Friedrich und diverse Sammlung 17,90. Liste 4566 Kollegen der Tapezierer der Firma Schoell 6,50. Bon den städtischen Arbeitern, 2. Rate: 2870 13,95, 2883 Bostneubau Rirdorf 16,15, 2885 Hein, Lehmann u. Co. Deutsch- Russ. Zählergesellschaft 52,75. Lifte 685 Perside Preßvergolder 7,40. Vom Drtsbureau Liste 3541 4,-, bom Verbandsbureau Liste 3542 7,50, bt. III 12,95, 2888 12,05, 2891 12,40, 2899 Arbeiter d. Firma Bolzani Liste 687 Volkmann Breßvergolder 8,30. Arbeiter der röbelfabrik Sieg- von der Gasanstalt Müllerstr. Listen 3543 5,45, 3544 3,10, 3545 6,15, 9,90, 2900 desgl. 18,-, Summa 2551,20. mann u. Co. 11,85. Statt der üblichen Geburtstagsfeier 3,- Lifte 527 3546 7,65, 3549 2,05, 3550 2,80, vom Zentralmagazin Stralauerplatz Listen Kollegen von Bosse u. Co. Stanzerei 18,80. Lifte 4098 Kollegen 3588 2,70, 3589 12,90, von der öffentl. Beleuchtung Lifte 3617 7,10, vom von Boffe u. Co. Mechaniker und Schraubendreher 8,60 Liste 411 Wasserwerk Friedrichshagen Listen 3650 5,- 3651 5,80, 3652 3,75, von Kollegen der Bautischlerei Meyer, Neue Jakobstraße 18 22,25. den englischen Gasanstalten: Bülowstr. Liste 3661 9,65, Gitschinerstr. Listen Lifte 416 Kollegen der Tischlerei Lufat 14,05. Lifte 403 Kollegen der 3669 5,-, 3671 2,25, von Gemeindearbeitern Lichtenbergs Listen 3705 4,95, Tischlerei A. Schlegel 5,45. Schraubendreher- Versammlung 11,50. Stollegen 3706 7,45, 3707 12,65, von der Badeanstalt Oderbergerstr. Liste 3713 1,85, der Möbelfabrit Ztes u. Co. 9,-. Liste 372 Kollegen der Rahmenfabrik Badeanstalt Dennewigstr. Liste 3715 1,75, Badeanstalt Bärwaldstr. Pfriemer 12,25. Lifte 2045 Broncewarenfabrik Brotrecht, Stallschreiber Lifte 3717 2,05, von der Maison de Santé in Schöneberg Liste 3723 straße 9,50. Lifte 3104 Albrecht 7,05. Liste 101 durch Braun 12,50. Liste 1,-, vom Krankenhause Urban Liste 3724 7,60, Summa 132,15. 390 Kollegen der Möbelfabrit Wisniewski, Romintenerſtraße 11 14,80. Bom Aktionsausschuß auf Listen 1013 10,30, 1014 17,35, 1019 22,85, Verband der Töpfer auf Listen: 250 0,70, 249 6,70, 248 8,80, 246 1022 10,25, 1027 10,45, 1034 3,50, 1033 6,55, 1055 4,20, 1057 2,55, 1059 9,10, 245 3,20, 244 11,90, 243 4,35, 278 11,55, 280 5,25, 281 1,30, 282 2,80, 6,70, 1062 6,-, 1064 8,85, 1065 5,-, 1066 27,75 Firma J. Elster, Neue 239 5,25, 242 5,25, 305 6,05, 266 7,40, 268 0,50, 3864 7,25. Sa.: 97,35 Mt. Königftr., 1067 11,40, 1068 7,55, 1069 10,60, 1079 2,85, 1081 13,80, 1082 Verband Berliner Hausdiener auf Listen 17,65. Liste 4095 Galvanoplastik 9,- Bau Kaiserhof, 1084 3,-, 1085 6,40, 1089 15,75, 1119 15,30, 1129 6,80 G. m. b.. 8,90. Riste 392 d. Heine 4,65. Liste 3165 Kollegen d. Tischlerei von d. Arbeitern d. Bautischlerei Ruge, 1161 11,80 Tischlerei Straßburg, Gebr. Faul, Hagelbergerstraße, außer einem 20,- Liste 544 Kollegen der 1166 14,10 Tischlerei Heinz, Beier u. Co., 1171 6,60, 1173 5,10, Firma Littauer u. Boysen 2,65. Liste 667 durch Blocksdorf 9,30. Lifte 3132 1174 4,40, 1175 8,05 Maurer Bau Unter d. Linden Nr. 1, 1186 7,05 Sminemde. 759 WNW Kollegen der Firma Schubart, Kreuzbergstr. 13,75. Liste 1111 Möbelpolierer Tischlerei Hante u. Stäber, 1211 42,30 Möbelfabrik stümmel, 1220 7,20, Hamburg 761 SW der Firma Weise u. Naumann 10,15. Lifte 3015 durch Schmidt 9,40. Liste 1225 3,80, 1251 7,90, 1266 10,05, 1286 5,30, 1287 20,15 Wert Berlin 760 3014 Otto Grund 20,10. Lifte 3013 von Klappenbach, Rr., Elbeftr. 4 20,30. zeugbau Firana, 1293 2,70, 1294 2,55, 1295 5,85, 1297 12,-, Frantj.a.M. 763 SW Listen 613 und 2053 D. Kriefe, Bienerstr. 56 16,55. Stuffateure v. Strüger 1307 6,65, 1308 0,50, 1311 6,75, 1314 2,10, 1315 8,60, 1317 2,-, 1318 5,40, München 765 SSD u. Lauermann, Neubau Aschinger 13,80. Liste 547 von den Kollegen der 1319 8,30, 1320 3,95, 1349 4,70, 1376 8,20, 1377 1,10, 1378 8,45, 1396 11,10, 23ien 763,23 3 halb bd. 24 Tischlerei Kaiser, Reinickendorferstr. 16,50. Liste 4052 Kollegen der Firma 1399 19,10, 1402 5,55, 1404 Bautischlerei Sawazti 23,95, 1406 3,15, 1407 Wetter- Prognose für Sonntag, den 5. August 1906. Hartung, Moabit 9,90. Lifte 1371( darunter Kollegen v. Spinn u. Mente, 7,10, 1408 Bierprozente M. M. Wielandt 4,-, 1409 Gisengießerei v. Gehrs Tischlerei 5,90) 11,25. Lifte 548 Stoll. d. Firma Brüggemann 12,45. Sektion u. Co. 18, Nachts fühler, am Tage etwas wärmer, vielfach heiter, aber veränderlich 1415 5,75, 1417 4,90, 1418 2,80, 1419 9,10, 1420 bei mäßigen südwestlichen Winden und etwas Neigung zu Gewittern. d. Gips- u. Zementbranche, Bez. Rird. 3, Listen 3112, 3163/4 Stoll. d. Tischt. 11,90, 1421 5,80, 1422 2,80, 1437 Maschinenfabrik Werner, Saal I, Gebr. Faul, Monumentenstraße 30,40. Liste 529, Maurer am Stirchenbau 1 Treppe 21,50, Berliner Wetterbureau. 1439 Tischlerei bon Schwarz u. Fröhlich 12,45. Marheinefe- Play 11,85. Bon Tischlern der Firma Karl Mau, Memeler- 1444 16,40 Bau Brüderstr. 44/49, 1448 4,20 ,. 1450 6,65, 1452 2,20, 1456 ftraße 40 5,85. Riften 3071 Fregeé 29,40, 3125 desgl. 12,10, 3124 desgl. 4,20. 17,-, 1465 7,45, 1469 5,45, 1475 9,15, 1476 4,-, 1478 11,60, 1499 18,20, Verband der Sattler auf Listen 111,-. Arbeiter der Schriftgießerei Wöllmer 3920 5,05, 3927 8,70, 4132 7,20, 3936 22,-, 3942 15,-, 3943 10,-, 3949 12,40. Listen 3188 1,50, 632 Würding 8,60, 695 7,80. Verband der Töpfer 32,45 v. Stolleg. d. Firma Nöhling. Tischlerei Wolf, Waldemarstr. 27 20,-. auf Listen 2029 9,80, 270 4,60, 272 4,05, 4689 17,30, 2017 7,-, 4695 6,-, Tischl. Markgraf u. Tau 8,-. 4. Streis Abt. 10 amer. Auft. 10,40. a. 38,40. 3866 6,25, 4685 12,-, 291 6,75, 308 11,25, 309 9,15. Sa. 121,65. 2322 8,30, 2325 7,40, 2334 4,75, 2337 Bau Hermann, Rigdorf 9,45, 4705 4,50, 4687 6,30, 3855 3,40, 4688 7,30, 4701 6,2302 durch Siemens u. Halske, Siegmund 15,70, 2308 14,10, 2320 9,05, Jm Ganzen 2782,28. Bereits quittiert 19925,78. Summa 22 708,06. Weitere Gelder sind zu richten an A. Körsten, Berlin SO., Engel- Ufer 15. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission. Witterungsübersicht vom 4. August 1906, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Wetter 1 Regen 3 bedeckt 1 Regen 3 bedeckt 4 moltig Temp. n. C. 6°.= 4° N. 18 Stationen Barometer. ſtand mm Wind richtung Windstärke 20 Haparanda 760 N Petersburg 756 S 21 Scilly 20 Aberdeen 17 Baris 763 754 SSW 766 S Wetter 4 wolkenl Temp. n. C. o D2 26517 1Gemitt. 16 4 wolfig 3 halb bd. 1 wolfen! 14 17 Wasserstand am 3. Auguft. Elbe bei Auffig 0,12 Meter, bei Dresden-1,37 Meter, bei Magdeburg+1,21 Meter. Unstrut bei Straußfurt+1,30 Meter. Dder bei Ratibor+ 1,19 Meter, bei Breslau Oberpegel+ 4,92 Meter, bei Breslau Unterpegel 1,30 Meter, bei Frankfurt+1,09 Meter. Weichsel bei Brahemünde+2,73 Meter. Barthe bei Posen+0,04 Meter. Netze bei Usch+0,00 Meter. Reise- Anzüge 36. 27. 21.18.- 15.- 10.8 Mk. 65 Strand- Anzüge 15.24.- 18.12.- 10.- 7.6.4M Mk. 25 Reise- Joppen 5.- 4.3.30 2,60 1.75 85 Pf. Reise- Mützen Reise- Wäsche Reise- Pelerinen 16.8.4 12.- 10.6.75 Mk. 25 5.Loden- Havelocks 24.- 21.- 18.15.- 12.- 10.6 MK Mk. 75 Staub- Mäntel 15.- 9.- 7.50 6.- 5.50 4.50 3 Mk. 75 Reise- Hüte, Rucksäcke. Baer Sohn Spezialhaus grössten Massstabes Chausseestrasse 24a/ 25 11 Brückenstrasse 11 Gr. Frankfurterstr. 20 Der Haupt- Katalog Nr. 29( Reise- Artikel) wird kostenlos u. portofrei zugesandt. ' s giebt wenige Leute in Berlin die von der staunenswerten Vielseitigkeit des neueröffneten MöbelM. und Ausstattungshauses Luckhardt noch nicht Nchf. gehört haben. Eine Besichtigung( ohne jeden Kaufzwang) sagt Ihnen Alles! Auf jedem Stück, an jeder Einrichtung 2 Preise. Ein Kassa-, ein Teilzahlungspreis. Jede Furcht vor Ueberteuerung, und jede Uebervorteilung werden durch unser neues und vertrauenswürdiges System hinfällig. 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Sonntag im Monat Eintritt 25 Pf. die Person: 215 4 Uhr nachmittags: Großes Militär- Konzert. ( Drei Kapellen.) Der Botion Trianon- Theater Postillion Nachm. 3 Uhr: Bar und Zimmer- Sonntag: Die herbe Frucht. mann. Montag: Der Wildschütz.. Schiller N.( Friedrich Wilhelm. städtisches Theater). Die Afrika. nerin. Nachm. 3 Uhr: Zapfenstreich. Montag: Geschlossen. Komische Oper. Figaros Hochzeit. Montag: Die Bohème. Zentral. Nanon. Montag: Die Fledermaus. Trianon. Die herbe Frucht. Montag: Dieselbe Borstellung. Lustspielhaus. Unsere Stäte. Montag: Dieselbe Borstellung. Kleines. Ein idealer Gatte. Montag: Dieselbe Borstellung. Carl Weiss. Adele. Montag: Diefelbe Vorstellung. Metropol. Auf ins Metropol. Montag: Dieselbe Borstellung. Apollo. Berlin im Omnibus. Das blaue Bild. Spezialitäten. Wintergarten. Tortajada. Spezialit. Passage. Willy Prager. Spezialit. Meichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Tanbenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Der jüngste Ausbruch des Vesuv. Sternwarte, Juvalidenstr. 57/62. Ferdinand Bonns Montag: Passage- Theater. Abends 8 Uhr Das glänzende Eröffnungs- Programmn. 14 erstklassige Spezialitäten! Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Im Theater: Täglich 8 Uhr: Adele. Lebensbild in 5 Att. v. Hedwig Abt. Im Sommergarten: Große Spezialitäten Vorstellung. Anfang 4 Uhr. Voranzeige! Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilh. Th.) Morwitz- Oper. Sonntag, nach m. 3 Uhr, bei halben Preisen: Zar und Zimmermann. Sonntag, abends 8 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel: D. Postillion v. Lonjumean Montag, abends 8 Uhr, bet halben Preisen: Der Wildschütz. C Sonntag, nach m. 3 u br, lette Schauspielvorstell. vor d. Ferien: Zapfenstreich. Sonntag, abends 8 11 br: Gastspiel der Morwit- Oper: Die Afrikanerin. Montag bis Freitag: Geschlossen. Sonnabend 8 Uhr bei halben Breisen: Der Waffenschmied. Im Garten tägl. gr. Militär- Konzert. Friedrichstraße 165. astans Panoptikum Dreyfus Esterhazy Oberst Picquard Schreckenskammer 1389L* Hennig Landes- Ausstellungs- Park. Neu erbaut: Festsäle, Café u. Konditorei, gedeckte Gartenhallen, Fontaine lumineuse. Dejeuners von 2,50 Mark an bis 2 Uhr nachmittags. Diners von 3,50 Mark, Soupers von 4 Mark an. Täglich: Doppel- Konzert. Neue Welt, Hasenheide 108-114. Sonnabend, den 11. August 1906: Großes Sommerfest veranstaltet vom Deutschen Senefelder- Bund ( Verband der Lithographen, Steindrucker und verwandten Berufe) Filialen Berlins und Rixdorf zum Besten der ausgesperrten Lithographen und Steindrucker. Gala- Spezialitäten- Vorstellung Konzert der 40 Mann starken Hauskapelle Großes Feuerwerk des Pyrotechnikers Herrn XX Jedes Kind erhält Bons für Stocklaterne und Karussell. XX Adolf Bock. Volksbelustigungen aller Art, für Kinder Kasperle- Theater. Von 9 Uhr ab: Ball in zwei Sälen. Herren zahlen 50 Pf. nach. Kaffeeküche von 2 Uhr an geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr, der Vorstellung 5 Uhr. Billetts à 30 Pf. sind im Bundesbureau, Engel- Ufer 15, Zimmer 25, bei Rudolf Daehn, Yorkstr. 82, A. Fisch, Lützowstr. 5, Hugo Kapke, Rixdorf, Hermannstraße 37, zu haben. 266/ 4* Das Komitee. Zahlreichen Besuch erwartet eeeeee Rixdorfer Männerchor Sportpark Steglitz. ( M. d. H.-S.-B.) Sonnabend, 11, August, abends pünktlich 9 Uhr, im großen Saal der Neuen Welt, Hasenheide: Am Sonntag, den 5. August, nachmittags 4%, Uhr: Gemeinschaftliches Konzert Großer Sommer- Preis. Danerrennen über eine Stunde. Robl, Darragon, Huber, Vanderstupft. 3635 Diez'. Spezialitäten- Theater. der Sängerabteilung Leipzig- Thonberg- Neureudnitz" und des ,, Rixdorfer Männerchors" unter gütiger Mitwirkung der Opernsängerin Frl. Else Kronacher- Berlin u. d. Klaviervirtuosen Hrn. Günter Freudenberg. Programm inkl. Liedertext 50 Pf. 66/ 8* Kinder unter 10 Jahren haben keinen Zutritt. Nach dem Konzert: Tanz. Herren zahlen 50 Pf.. Sangesbrüder und Parteigenossen, welche geneigt sind, einem Leipziger Parteifreunde Quartier geben zu wollen, bitten wir dringend, recht bald ihre Adressen abzugeben. Landsberger Allee 76/79( Ringbahnstation). 0000000000TTTCCTCCCT00000000000000050006 Wegen koloffaler Nachfrage bis 30. Auguft prolongiert. Sonntag, den 12. August, nachmittags 3 Uhr: Täglich: Berliner Theater. Walhalla- Variété- Theater onntags Sonntag und folgende Tage: Sherlock Holmes. Anfang 8 Uhr. Kleines Theater. Anfang 8 Uhr. Ein idealer Gatte. Montag( zum 50. Male) und folgende Tage: Ein idealer Gatte. Direktion: P. Saitmacher. Weinbergsweg 19/20. Eröffnungs- Vorstellung Sonnabend, d. 1. September. Schweizer Garten Am Königstor Am Friedrichshain. Täglich: zweimalige Vorführung) 16 Löwen Die größte Sensation und beste Gruppe der Welt: im Salon des Löwenbändigers. Ein Dompteur, eine Tänzerin im Löwenkäfig und eine Dompteuse mit noch nie gesehenen Tricks. 11 hr abends: Fütterung sämtlicher Bestien aus den Händen des Dompteurs. The Carl Damman- Familie, Ameritas beliebteste Afrobaten, und das neue beste Programm Berlins. Kaffeeküche. Volksbelustigungen aller Art. Anfang 4 Uhr. Entrce 30 f. Borzugskarten find gültig. Großes Sängerfest in August Rüters Neuem Gesellschaftshaus, Schlachtensee, Eitelfritz- Platz ( 3 Minuten vom Bahnhof Beerenstraße.) ausgeführt von den Vereinen Eintracht III, Teltow, Arbeiter- Maibund, Nowawes, Frisch auf III, Bornim, Liedeslust II, Potsdam, Freie Sänger, Werder a. H., Echo, Zehlendorf. M. d. A.-S.-B. Berlins und Umgegend unter Leitung ihres Dirigenten Herrn G. Schönfelder- Potsdam bestehend in Reeb Casing Cum Bachen. Theater- Vorstellung. Diez' Seeterrasse, Lichtenberg Konzert, Einzelgesängen u. Massengesang Lord Goring Harry Jedes Kind ( zirka 200 Sänger). Neues kgl. Operntheater Spezialitäten u. Ball. Ruder- Straße G, zwischen Landsberger Allee und Röder- Platz. Entree: 25 Pf. Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach, ( Kroll). Anfang 7 Uhr. Gastspiel Franceschina Prevosti: Der Barbier von Sevilla. Cavalleria rusticana. Montag: Die Fledermaus. Vorverkauf im kgl. Opernhaus, Schalter II, A. Wertheim und Invalidendank. Komische Oper. Heute abend 8 Uhr: Figaros Hochzeit. Montag bei volkstüml. Preisen: Die Bohème. Dienstag: Hoffmanns Erzählungen. ,, Auf der Liebes- Insel". Operetten- Burleske in 1 ft. Mlle. Martha Bellvert mit 66/11 Größtes u. schönstes Vergnügungs- Etablissement des Oftens mit gr. See. Fahrverbindungen ab Alleganderplas Linien 64, 65, 66, 67, 68, 69, 70, 71, 81. Fröbels Allerlei- Theater Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Schönhauser Allee 148. ihren breffierten Bären. Bicarb Gr. Lützow- Konzert in Jäger- Uniform. Täglich: Konzert, Theater, Piccards amerit. Pantomime: Die Einbrecher v. New York. Jeden Mittwoch: Kinder Freuden- Fest. Damentanz frei. Erstklassiges Spezialitäten- Theater. Die größte Sensation des Ball. Anfang 5 Uhr. Entree 30 B1. 20. Jahrhunderts: Wiftr. Beliks Schleifenfahrt außen herum 15 Attraktionen ersten Ranges 15. Etablissement Buggenhagen Moritzplatz. Täglich im Garten bezwv. in den unteren Sälen Der Millionenschneider. sowie um 6, Uhr Auftr. d. besten Turmseilkünstler Miß Mary u. J. H. Liepelt. Posse mit Gesang in 2 Aften. 88 Riesen- Land- und Wasser- Feuerwerk.nfang 4 Uhr. In zwei Sälen: 15 Ruderboote. Riesen- Kaffeeküche. Volksbelustigungen Kavalier- Ball. 4 verdeďte Kegelbahnen. aller Art. Anfang 3 Uhr. Bei ungünstiger Witterung Schutz für 6000 Personen. 19192 Jed. Montag u. Donnerstag: Frei- Konzert u. dieselb. Darb. A. Diez. Lustspielhaus. Gottschalk Freikonzert Max Kliems Sommer- Theater. Täglich abends Unsere Käte. Mittwoch u. Sonnabend: Freitanz. 8 Uhr: Sommerpreise: Part- Fauteuil 3,20. Zentral- Theater. ( Operette). 8 Uhr. Operette Nanon in 3ften. Montag: Die Fledermaus. Metropol- Theater Wiederauftreten Henry Bender, Josef Giampietro, Fritzi Massary. ! Auf- in's Metropol! Große Jahresrevue mit Gesäng u. Tanz in 9 Bildern v. Jul. Freund. Musik von Viktor Hollaender. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Apollo- Theater 10 Uhr! Täglich: 10 Uhr! W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brummenstr. 16. Das neue August- Programm! Arbeit schändet nicht. Volksstück in 3 Bildern v. Neiflingen. Dazu die erstklasfig. Spezialitäten. Anfang 6 Uhr. Kaffeeküche von 3 Uhr. Bei schlecht. Wett.: Borstell. im Saale. Kottbuser Sanssouci. Straße 4a. Sonntg., Montg.Donnerst. und Sonnabend: Hoffmanns Nordd. Sänger und Tanzkränzchen. Neuester Schlager: Wir von der Kavallerie. Poffe. Entr. 30 Pf., num. Pl. 50 Bf. Sonnt.Beg. 5, Wochent. 8U. Im Borgart.: Freikonzert. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Täglich Berlins bestes Programm. Paul Coradini. La Matchiche. Steffen Bros. Berlin im Omnibus. Außerdem 10 Attraktionen. 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Sonntag, 5. August 1906. Am Mittwoch findet für Berlin und Vororte der Zahlabend statt. Partei- Angelegenheiten. = feit teilnehmen läßt, für die( nebenbei bemerkt) doch wirklich| sehener Kinderarzt darauf aufmerksam, daß die Fußverlegungen, di iederzeit wenigstens bei nicht zu jammervoller Entlohnung den barfüßigen Kindern zustoßen können, feineswegs so leicht 31 eine ausreichende Zahl erwachsener Personen zu finden ist. nehmen sind. Er schreibt une, gegenwärtig in den Schulferien ver Zur Lokalliste. Am Sonntag, den 5., und Montag, den 6. d. M., Das merkwürdigste ist, daß Frau M. den Jungen sozusagen gehe fast kein Tag, an dem nicht bei barfuß gehenden Kindern schwer Verlegungen durch Eintreten in Glasscherben usw. vorkommen findet in Französisch- Buchholz das diesjährige Erntefest statt. Wir direkt aus den Händen des Erziehungs " Diese Verlegungen", fügt er hinzu, sind deshalb so seh ersuchen alle Parteigenossen, welche aus dieser Veranlassung ge- direktors Neubauer selber bekommen hat. Herr gefährlich, weil sie die Ausgangsstelle der fast sicher zum Tod nannten Drt besuchen wollen, ganz besonders die Lokalliste zu Neubauer hat offenbar diese Pflegestelle für so vorzüglich ge- führenden Starrfrämpfe" werden können." Er bittet uns beachten. Frei find nur die Lokale: Klimas Restaurant Zum halten, daß er da nicht erst lange gefragt, sondern einfach ver- auf diese Gefahr hinzuweisen und vor ihr zu warnen. Der Rat is Storch", Hauptstr. 59, und Kähnes Gesellschaftshaus, Berlinerstr. 39. Folgende Lokale stehen der organisierten Arbeiterschaft nicht zur Verfügt hat. Wir hoffen, daß jezt auch Herr Neubauer persönlich gut gemeint, und wir veröffentlichen ihn gern. Aber aus den ober fügung und find daher streng zu meiden: Bartrestaurant sich die Mühe machen wird, einmal nachzusehen, wie es dem angeführten Ursachen wird es für viele Eltern doch recht schwer und faum möglich sein, ihn zu beherzigen. Uebrigens spricht der Arz ( E. Sid), Victoria- Garten( J. Kreitling), Schützenhaus( C. Kind), Jungen ergeht. Wilh. Schmidt, Chausseestr. 14. Wir weisen noch besonders selber davon, daß die Gewohnheit des Barfußgehens aus„ Sparsam darauf hin, daß leztgenannter Herr Inhaber des früheren Lotals feitsgründen" zu erklären sei. Jägerhaus", Berlin, Schönhauser Allee, war und ersuchen wir daher speziell die Genossen des sechsten Kreises, dies zu beachten. Die Lokalfommission. Die Lokalkommiffion teilt mit: Auf wiederholte Anfragen teilen wir mit, daß das Lofal Loreley", Nieder- Schöneweide, für die organisierte Arbeiterschaft nicht zu haben ist. Köpenid. Am Dienstag, den 7. August, abends 8 Uhr, findet im Kaiserhof, Grünstraße, eine Voltsversammlung mit der Tages ordnung: 1. Vortrag des Genossen Friz Zubeil über:„ Die Stellung der Sozialdemokratie zur Religion und Kirche und wie follen wir agitieren." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen auch der Frauen ersucht Die Einberuferin. heiten. " 9 D Eingeweihte werden uns antworten, an unseren Mit teilungen sei nichts, was überraschen könne. Das ist leider wahr. Sehr viel öfter, als die Herren in der Alten Jakobstraße es sich träumen lassen, soll es vorkommen, daß Waisenkinder von Pflegeeltern zum Mitverdienen angehalten werden. Sie helfen" ja bloß den Pflegeeltern, das müssen ja in so vielen Familien auch die eigenen Kinder tun, nicht wahr? Die Waisenverwaltung sollte einmal festzustellen versuchen, wie vielen der von ihr ausgegebenen Kinder eine solche Tätigkeit zugemutet wird. Am Ende könnte sie da ein sehr wertvolles Material zu einer sehr notwendigen Reform des Kinderschutzgesetzes zusammenbringen. Gegen die Luftbarkeitssteuer wandten sich die Tanzmeister Berlin und Umgegend in einer öffentlichen Versammlung am Freitagabend in Vortrag des Stadtverordneten Genossen Voigt über die ge plante neue Steuer, die von uns in verschiedenen Artikeln scho eingehend behandelt worden ist, fand die lebhafte Zustimmung de Bersammelten. Folgende Resolution wurde einstimmig an genommen: Die am Freitag, den 3. August, tagende öffentliche Versamm lung der Tanzmeister Berlins und Umgegend protestiert auf das entschiedenste gegen die geplante Luftbarkeitssteuer und erklärt, das die Tanzmeister dadurch in ihrem Berufe auf das schwerste ge schädigt werden, wenn sie nicht gänzlich ihrer Eristenz verlustig gehen. Die Versammlung erwartet von der Majorität der Stadt berordneten die Ablehnung der Vorlage." Fünf schwere Gewitter sind am Donnerstagabend, in der verBriz- Budow. Dienstag, den 7. August, abends 19 Uhr, gangenen Nacht und gestern morgen über Berlin und die Umgebung Wahlvereinsversammlung im Restaurant„ Landhaus", Brig, Chaussees niedergegangen. Das erste Unwetter trat vorgestern abend gegen Einige Tanzmeister meinten, sie würden versuchen, die Steuer Straße 97. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen E. Dittmer 7 Uhr ein und wurde nach den außerordentlich heißen, schwülen über: Darwinismus und Arbeiterschaft." 2. Diskussion. 3. Bericht Tagen als eine Erlösung begrüßt. Der begleitende Regen brachte auf die breite Masse abzuwälzen, wie das immer geschieht, wen von der Generalversammlung Groß- Berlins. 4. Vereinsangelegen jedoch noch nicht die ersehute Abkühlung in der Temperatur. Es eine neue Steuer eingeführt wird. Man müßte sich wundern, dak trat dann stundenlanges Wetterleuchten ein und am späten Abend die breite Masse nicht schärfer gegen die neue Maßregel Front macht Der nächste Zahlabend ist auf Mittwoch, den 15. August sowie in der Nacht enlluden sich noch drei Gewitter. Aber erst nach denn hier sei eine Steuer auf die Erholung geplant. Warun dem schweren Unwetter, welches gestern morgen in der achten werden die Lustbarkeiten der oberen Zehntausend berlegt worden. Gleichzeitig fei hiermit auf den am Sonntag, den 19. August, Stunde eintrat, erfolgte der sehnsüchtig erwartete Umschlag in die in ihren Privatpalästen die schönsten Feste feiern, nicht besteuert: der Temperatur. der Der wolfenbruchartige Regen, das Andere Redner fragten spöttisch, ob man etwa auf diesem Umwege stattfindenden Urania Besuch aufmerksam gemacht. Billets lette Gewitter begleitete, hatte auch wieder zahlreiche versuchen wolle, die leeren Sirchen zu füllen. Man werde sich, a 65 Pf. find noch in der Versammlung zu haben. Der Vorstand. Ueberschwemmungen in Berlin und in den Vororten zur Folge. Die die Stadtverordneten wohl merken, die für die Steuer eintreten unt Sozialdemokratischer Wahlverein Gr.- Lichterfelde- Lankwik. Mitt bekannten Ueberschwemmungsgebiete am Fuße des Kreuzberges werde wissen, wem man seine Stimme bei der Wahl zu geben habe woch, den 8. August, abends 8 Uhr, bei Reisen, Chaussee- standen vollständig unter Wasser. Gleich einem rauschenden Bache Die Entrüstung über die Steuervorlage war unter den Versammelten straße 104, Mitglieder Versammlung. Tagesordnung: stürzten die Wassermengen die Katzbachstraße hinunter und ergoffen allgemein. Der nächste Parteitag." Referent Genosse Störmer. fich in die Yorkstraße. Auf dem Plaz vor dem Bahnhof Groß- Ein blutiger Borgang spielte sich gestern früh 52 Uhr an der Diskussion. Anträge zum Parteitag, Berichterstattung von der Görschenstraße hatte sich ein förmlicher See gebildet, so daß die Ecke der Kreuzberg- und Bellealliancestraße ab. Dort wurde der Generalversammlung Groß- Berlins. Wahl der Delegierten zur Kreis- Fahrgäste mur unter Schwierigkeiten und teilweise durchnäßt das Monteur St. Jentsch aus der Kreuzbergstraße 22 von dem FeuerGeneralversammlung. Stationsgebäude verlassen konnten. Ebenso waren durch den wehrmann Wilhelm Ploeg aus der Culmstraße 30 durch mehrere Die Broschüre des Genossen Göhre gelangt zur Gratis- Gewitterregen im Osten und Norden der Stadt gefährliche Ueber- Revolverschüsse verlegt. Hinzueilende Passanten überwältigten den Ausgabe. schwemmungen herbeigeführt worden. Der Verkehr hatte darunter Attentäter und übergaben ihn der Polizei. Diese machte sofort der natürlich wieder außerordentlich zu leiden und fand stellentveise für Abteilung für Feuerwehr Meldung, worauf Ploetz seine sofortige Er wäre aber auch ohnedies entlassen furze Zeit eine gänzliche Unterbrechung. Die Feuerwehr mußte Dienstentlassung erhielt. bei mehren Kellerüberschwemmungen helfend eingreifen. Auch in worden, da er drei Tage nicht zum Dienst erschienen war. den Vororten hat das Inwetter arg gewütet. Ueberflutungen werden Dem Attentat foll eine Liebesaffäre zugrunde liegen. wieder aus Schöneberg, Stegliz, Charlottenburg, Weißensee, Rig dorf usw. gemeldet. Auch Bligichläge erfolgten in der Umgebung. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich gestern nachmittag Zwischen Adlershof und Köpenick wurde durch einen Blitzschlag das auf dem Neubau des Königin Luisenstift in Dahlem. Der Mon Gebäude eines fleinen Sommerrestaurants entzündet. Am Finow- teur König, Adalbertstraße 62 wohnhaft, wollte mittelst einer kanal wurde der Schiffer Bielefeld, der auf einer Zille als Boots- Eisenstange eine sogenannte„ Lasche" festdrehen. Hierbei glitt die Stange aus und traf König mit aller Wucht am linken Untermann tätig war, vom Bliz erschlagen. schenkel. Dem Bedauernswerten wurde durch das schwere Eisenstück der Schenkelknochen vollständig zerschmettert. Nachdem N. einen Notverband erhalten, wurde er mittelst Krantenwagens in das Lichterfelder Krankenhaus gebracht, Steglit. Die Versammlung des Wahlvereins findet am Mittwoch, den 8. August statt. Tagesordnung: 1. Bericht von der Generalversammlung des Kreises und des Verbandes Groß- Berlin. 2. Aus dem Gemeindeparlament. 3. Verschiedenes. Reinickendorf- Oft. Der Diskutierabend findet am Dienstag, den 7. August, abends 81, Uhr, bei Brüdner, Provinzstraße 79 statt. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Wilmersdorf( 5. Bezirk Friedenauer Ortsteil). Laut Beschluß wird am nächsten Zahlabend( Mittwoch, den 8. d. Mts.) mit den Vorträgen über unser Parteiprogramm begonnen. Es ergeht daher an alle Mitglieder des Wahlvereins die dringende Aufforderung, bestimmt zu erscheinen. Spandau. Am Dienstag, den 7. August, findet der Zahlabend Der Vorstand. statt. Bahlreiches Erscheinen erwünscht Gegen Mittag und Abend ging ein erneuter Negen nieder, der aber nur kurze Zeit andauerte. Der Blitz im Straßenbahnwagen. Bei dem Gewitter am Som abendmorgen traf ein Blitzstrahl den Straßenbahnwagen Nr. 1287 Das Opfer eines Bootsunfalles ist gestern bei den Papenbergen der Linie Gesundbrunnen- Charlottenburg, auf der Fahrt nach der Vor einigen Tagen letzteren Endstation. Der elektrische Funke ging durch die Kontakt- in der Havel ans Land geschwemmt worden. stange auf die Leitungskabel über, brannte die Funkenlöschspule des wurde ein herrenloses Ruderboot an das Ufer getrieben. Der InTreptow- Baumschulenweg. Am Dienstag, den 7. b. Mts., abends Kontrollers durch und verlief unschädlich am Blizableiter. Der fasse des Fahrzeuges war während des Ruderns ins Wasser gestürzt 8 Uhr, hält der Wahlverein seine Mitgliederversammlung im Lofal Wagen war einen Moment von einem förmlichen Lichtbündel umgeben. und ertrumfen. Die Personalien des Toten konnten bisher noch nicht Beyler, Köpenider Landstraße 22, mit folgender Tagesordnung ab: Die Fahrgäste blieben ruhig im Wagen sigen, weil sie keine Ahnung festgestellt werden. Im Hundekehlensee ertrant beim Fischfange 1. Bortrag über den nächsten Parteitag. Referent Genosse Rieger. davon hatten, daß die Feuererscheinung auf eine elektrische Entladung der 11jährige Schüler Konrad Scholz aus der Sophie Charlotte2. Bericht von der Generalversammlung von Groß- Berlin und Wahl des Gewitters zurückzuführen war. Sie glaubten vielmehr, daß, straße 82. von Delegierten zur nächsten Kreis- Generalversammlung. 3. Vereins- wie es im Straßenbahnbetriebe häufig passiert, die Bleisicherung Ein aufregender Borfall spielte sich am Freitag in der Nähe der angelegenheiten und Verschiedenes. Die Wichtigkeit der Tagesordnung durchgebrannt war und wurden in dieser Annahme wohl noch da- Militärschwimmanstalt am Schlesischen Tor ab. Eine der zahlreichen erfordert das pünktliche Erscheinen aller Mitglieder der beiden Drts- durch bestärkt, daß an dem Wagen keinerlei Beschädigungen zu dort badenden Zivilpersonen hatte sich aus der Anstalt entfernt und teile. Der Vorstand. bemerken waren und eine Betriebsstörung durch das Vorkommnis war in das offene Wasser der Spree hinausgeschwommen. Hier stellte er, wie man genau beobachten konnte, plöglich die SchwimmMariendorf. Am Dienstag, den 7. Auguft, abends 8 Uhr, findet nicht herbeigeführt wurde. Wie bei früheren Gewittern, zeigte sich auch bei dem Unwetter bewegungen ein und verschwand fofort in den Fluten. Man eilte im Restaurant Feldschlößchen eine öffentliche Versammlung statt, in welcher Genosse Dbft über„ Die russische Revolution und die am Freitagabend die noch nicht geklärte eigenartige Erscheinung, daß dem anscheinend Verunglückten zu Hülfe und nach etwa 10 Minuten Stellung der europäischen Mächte" referieren wird. Es ist not- die Trägermasten der Straßenbahn ganz vorzügliche Blizableiter gelang es auch, den Körper desselben aufzufinden und zu landen. Wie wendig, daß die Einwohnerschaft Mariendorfs in Massen in dieser sind und den sichersten Schuß gewähren. Am Freitagabend wurden aus den in der Kleidung des Verstorbenen aufgefundenen Papieren Leitungsmasten der Straßenbahn in der Schönhauser Allee und in zu entnehmen ist, war der Ertrunkene ein vermutlich obdachloser Versammlung erscheint. Tempelhof vom Bliz getroffen. Besonders charakteristisch gestaltete Schneider Kamriz, der erst vor etwa acht Tagen aus Pommern nach sich der Fall in der Schönhauser Allee, wo der Blipstrahl dicht an Berlin gekommen war und in einem Hotel am Stettiner Bahnhof dem Echaufe der Rodenbergstraße herniederfuhr und, das Gebäude logiert hatte. Aus diesem entfernte er fich vor drei Tagen, nachdem verschonend, die Straßenbahnleitungstabel erfaßte. An diesen ver- er seine Rechnung beglichen, und kehrte nicht wieder zurüd. Db K., läuft der Blig stets unschädlich, so daß auch in der Nähe der Nieder durch fehlgeschlagene Hoffnungen zur Verzweiflung getrieben, SelbstWozu ein Waisenjunge gut ist! Soll die Stadt Berlin ihre Waisenfinder vor- gangsstelle der elektrischen Entladung etwa stehende Personen nicht mord verübt hat, oder ob er das Opfer eines Unfalls geworden ist. gefährdet werden. In der Schönhauser Allee standen taum fünf tonnte nicht festgestellt werden. wiegend in Anstalten oder vorwiegend in Familien unter- Meter von der Unfallstelle entfernt eine Anzahl Perfonen, die in bringen? In dem Streit, der um diese Frage geführt worden einer Hausflurnische Schutz gesucht hatten und die eigenartige Blitzist, hat die Berliner Waisenverwaltung die Familien- erscheinung ungefährdet beobachten konnten. pflege mit großem Eifer verteidigt. Zwar hat sie oft genug Bier Hitschläge, darunter einer mit tödlichem Ausgange, werden felber in ihren jährlichen Verwaltungsberichten zugeben müssen, vom Donnerstag gemeldet. Vor dem Hause Schloßstr. 28 in Steglit daß in der Familienpflege zuweilen die sanitären Zustände zu wünschen übrig lassen, die Ernährung mangelhaft ist und die Pflegefinder als billige Arbeitskraft ausgenugt werden. Aber das alles ist ja gar nicht so schlimm, wie wir anderen uns das vorstellen und im übrigen sind in den allerlegten Berichten jene Klagen fast gänzlich verstummt. Berliner Nachrichten. Barfüßige Kinder Ein Unglücksbau scheint der Neubau Invalidenstr. 16 zu sein. Bekanntlich fand dort vor einigen Wochen die schwere Katastrophe statt, bei der ein Arbeiter getötet und andere schwer verletzt wurden. Inzwischen haben sich noch einige andere Unfälle auf dem erwähnten Grundstücke ereignet. Auch gestern morgen trug sich wieder ein schwerer Unglüdsfall zu. Der 38jährige Maurer Joachim Widow, Sellerstr. 14 wohnhaft, stürzte während der Arbeit von der ersten Etage ab; er wurde, am Kopfe, an den Armen und Beinen schwer berlegt, nach der Unfallstation in der Eichendorffstraße gebracht. Verhängnisvoller Absturz eines Kindes. Schon wieder ist ein Schulkind aus dem Fenster herausgestürzt und lebensgefährlich ber legt worden. Die 8jährige Schülerin Hedwig Lietz, Ohmstr. 7, hatte sich aus dem Küchenfenster der elterlichen Wohnung zu weit hinaus gebeugt und das Gleichgewicht verloren. Sie stürzte aus der Höhe brach der Maurerpolier Gustav Schober vom Higschlage getroffen ber britten Etage auf den Sof hinab und zog sich einen doppelten zusammen und starb in wenigen Minuten. Glüdlicher verlief ein fomplizierten Schulterbruch sowie innere Verlegungen zu. An dem izschlag, bon dem der Arbeiter Kionke aus der Bellermannstraße Aufkommen der Kleinen wird gezweifelt. R. Lonnte auf der Unfallstation wieder ins heimgesucht wurde. Leben zurückgerufen werden. Auf einem Straßenbahnwagen wurde der Stenograph Lieber aus der Hornstr. 20 vom Gigi hlage gestorben. 2. befand sich auf dem Vorberperron und brach plöglich Es kann nichts schaden, wenn der Waisenverwaltung von zusammen. Die angestellten Wiederbelebungsversuche varen von Zeit zu Zeit immer mal vorgehalten wird, wie's in der Erfolg begleitet. Auf einem Neubau in der Berlinerstraße in Familienpflege gemacht wird und wozu da Charlottenburg erlitt der Arbeiter Franzmann einen schweren Higmanchmal ein Waisenkind gut ist. In dem Hause Reichen- fchlaa. bergerstraße 83 wohnt eine Familie Metiner, die von der Waisenverwaltung der Stadt Berlin einen Waisenjungen Alwin Kahnert in Pflege hat. Dieser Junge wird, so versichert man sind in den Boltsschulen Berlins eine unbekannte Erscheinung. Seit uns, ohne Scheu dazu benußt, der Frau Mettner beim Jahrzehnten schon besteht hier die Vorschrift, daß alle Kinder mit Ob aus erziehlichen Bom Pferde geschlagen und schwer verlegt wurde gestern ber Beitungaustragen zu helfen. In aller Frühe Fußbekleidung zur Schule kommen sollen. kann man ihn in der Luisenstadt beobachten, wie er Haus bei diese Frage soll unerörtert bleiben. Daß sie aber vielen Eltern sehr Bierwagenkutscher Otto Kirst aus der Wartenbergstr. 62. As K. Haus die Morgenpost" abträgt. Alwin ist noch nicht ganz unbequem ist, das beweist die große Zahl von Kindern, die man in mit seinem Fuhrwerk vor einem Restaurant in der Frankfurter Allee 13 Jahre alt. Die Lücken des Kinderschutzgesetzes verleiten den Sommermonaten in der schulfreien Zeit barfuß laufen ficht. borgefahren war, um dort Bier abzuladen, stilrate eins der Fäffer wohl die Frau M. zu der irrigen Auffassung, daß sie Schuhwerk kostet eben Geld, und Kinder pflegen sogar mehr zu bom wagen herab. Das Handpferd wurde dadurch scheu, schlug einen Teil ihrer Arbeit auf ihren Pflegling abwälzen zerreißen als Erwachsene. In den Sommerferien nimmt die nach hinten aus und traf unglücklicherweise den St. am linken Arm. dürfe. Sie könnte indes wissen, daß das doch wohl nicht Bahl der Barfüßer noch zu, in den Straßen der von Arbeitern be- Dem Bedauernswerten wurde ein doppelter komplizierter Armbruch den Absichten der Waisenverwaltung entspricht. Ihr ist be- wohnten Außenviertel Berlins fieht man da nicht viele Stinderfüße zugefügt.. erhielt die erste Hülfe auf der nahen Rettungswache fannt, daß Alwin einer besonderen Fürsorge bedarf. in Stiefeln oder Schuhen. Auch manches Kind, das es vielleicht nicht und kam dann ins Krankenhaus. Bom Bock heruntergeschleudert. In bewußtlosem Zustande wurde Aus diesem Grunde werden ihr auch für ihn nicht bloß 12 m. fo nötig hat, läuft dann barfuß, weil's ihm Vergnügen macht. Selbst. pro Monat gezahlt, wie das sonst für Knaben dieses Alters berständlich ist das nicht immer ganz ungefährlich. Oft gestern morgen der 28jährige Droschfentutscher Baul Schulze, Neue genug fommt es vor, daß ein Kind durch Glasscherben, Nägel ust., Hochstraße 14 wohnhaft, in der Voltastraße aufgefunden. Das Pferd in Berlin üblich ist, sondern 15 M. Alwin ist ein schwach- bie achtlos auf die Straße geworfen wurden, sich die nackten Füße des Sch. war nachts durchgegangen und bei dem Versuch, das wilde befähigter Junge. Einem solchen Kinde wird noch weniger verlegt. Das kennt und weiß jede Arbeiterfrau, die ihre Kinder Tier zu bändigen, war der Kutscher vom Bock auf die Straße ge als normalen Kindern damit genutzt, daß man sie in der Frühe barfuß gehen lassen muß. Doch als Grund gegen das Barfußgehen schleudert worden. Er hatte schwere innere und äußere Verlegungen aus dem Bett herausholt und sie an einer erwerbenden Tätig. ist das wohl felten angeführt worden. Jetzt macht aber ein anges erlitten und wurde in das Lazarustrantenbaus gebracht. Für die Ausführung der Unterpflasterbahn Potsdamer PlaySpittelmarkt hat der Kaiser seine Genehmigung erteilt. Von der illustrierten Roman-Bibliothek„In Freien Stunden" erschienen soeben das 29. und 30. Heft. Wir weisen unsere Leser wiederholt auf diese gediegene und dabei billige Unter- Haltungsschrift hin, die in keinem Arbeiterheim, keiner Familie fehlen sollte. Tas 39. Heft enthält außer der Fortsetzung des Romans von R. Buchanan„Der Deserteur" die Fortsetzung von „Der tote Zimmermann" und zur Belehrung und Unterhaltung „Dies und Jenes"—„Witz und Scherz". Wie wir kürzlich mit- teilten, hat mit dem Hefte 27 der neue Roman begonnen und können noch jetzt sämtliche Hefte nachbezogen werden. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung, jeder Kolporteur und Zeitungsausträger ent- gegen. Der Preis pro Heft beträgt 10 Pf. I« Spirtpark Treptow finden heute Flieger« und Dauer- rennen statt. Im Zoologischen Garten sind in letzter Zeit eine Reih« Anlagen fertiggestellt und auch schon teilweise in Benutzung genommen war- den,� die dem Garten nur zur Zierde gereichen können. Da sind zunächst die beiden Nachbarhäuser, das Wisenthaus und das Bisonhaus, zu erwähnen, die in der Tat dem Direktor Heck, der die Anregung dazu gegeben, alle Ehre machen. Hierbei hat man sich des Mittels bedient, einen Baustil aus der Heimat der Tiere zu wählen, und so ist das merkwürdige, fremdartige, reizvolle indianische Bretterhaus mit seinen hochragenden Holzpfosten aus mächtigen Radelholzstämmen entstanden, die über und über von symbolischen und mythologischen Fratzenfiguren in ganz naiver bunter Schnitzerei bedeckt sind. Auch auf das neue Schweinehaus, an dessen Stall, und Gehegreinrichtungen noch gearbeitet wirds unmittelbar neben dem Stadtbahneingang des Gartens), sei, wenn auch nur im Vorbei- gehen, hingewiesen, weil die lünstlerische Aufgabe gelöst ist, zwischen dem Tierhaus und seinen Bewohnern einen gewissen harmonischen Einklang herzustellen, ohne eine Anleihe bei einem bestimmten exotischen Baustil zu machen. Tie großen Flächen des tief herab- gezogenen Rohrdaches, der lehmartig gelbliche Ton des rauhen Wand- Putzes und die unbehauenen Muschelkalksteine des Sockels, alles das fügt sich zu einem urwüchsigen Ganzen zusammen, in das die borsti- gen, wehrhaften Wildschweine ganz vortrefflich hineinpassen werden. Durch den Gegensatz zu dem benachbarten Elefantenhaus in seiner exotischen Tempelpracht wird die Wirkung noch erhöht werden, und es soll durch Anpflanzung von Schilf-, Rohr- und anderen Sumpf- und Wasserpflanzen vor den Gehegen auch auf stimmungsvolle Ausge- staltung der ganzen Umgebung hingearbeitet werden. Das größte Interesse aber bildet die Anlage für Nagetiere, das Landnagetierhaus, das zusammen mit der gegenüber- liegenden Anlage für Wassernagetiere, ebenso wi« diese meist in eigener Regie ausgeführt, jetzt die Möglichkeit gibt, die ganze Nage- tiersammlung an einer Stell« des Gartens zu vereinigen. Hier die Biber, Biber- und Bisamratten mit dem Uebergang durch das wasserliebende Capybara oder Wasserschwein, das größte Nagetier, zu den meerschweinchenartigen Nagern: den Pacas, Agutis, Maras, wilden und zahmen Meerschweinchen. Gegenüber die Murmeltiere, Ziesel, Stachelschweine, Hasen und Kaninchen, die Eichhörnchen, Flughörnchen. Siebenschläfer, Springmäuse, Blindmäuse, Hamster und Mäuse im eigentlichen Sinne. So iverden jetzt alle diese niedlichen und putzigen, durch Bewegungen und Gewohnheiten so schirf gekennzeichneten Nager in ihrer mannigfaltigen Gesamtheit gebührend zur Geltung kommen und durch ihre merkwürdigen Instinkte und ihr unterhaltendes Gebaren gar manchen Beschauer vielleicht mehr fesseln, als die großen, teuren Schautiere, zumal die denkbar größte Mühe und Sorgfalt darauf verwendet worden ist, das neue Heim in seinen verschiedenen Teilen den verschiedenen Bedürfnissen und Neigungen seiner Bewohner so weit als nur irgend möglich anzu- passen. Da hausen die Murmeltiere an der Steingeröllhalde und können sich in eingelegten Röhren und Kesseln verschliefen; da hüpfen die Eichhörnchen in Kletterkäfigen auf Baumzweigen umher, können in der Mitte bis in einen Dachkäfig oben auf das Haus hinaus- klettern, an der einen Seite in einem Drehrad und einem großen Sprungkäfig sich tummeln. Bei der architektonischen Gestaltung war. wie bei der Wasser- nagetieranlagc, der Wunsch maßgebend, obwohl viel Tiere unter- zubringen waren, nicht den Eindruck zu erzeugen, als ob wieder ein großes Haus gebaut und ein Stück Gartenanlage verschwunden wäre. Daher erhielt das Ganze einen blumengeschmückten Felsenunterbau, und ein Teil wurde überhaupt nur als Felsenmasse mit grüner Be- Pflanzung ausgeführt. Beim Entwürfe des eigentlichen„Wald- Häuschens" für die Eichhörnchen ließ der Architekt seiner Phantasie freien Lauf, und bei Ifer dekorativen Ausstattung im einzelnen war man bemüht, durchaus im Charakter des Ganzen zu bleiben. Das gelang auch mit Hülfe eines kongenialen Künstlers, der nach An- gaben von Professor Heck einen ganz originellen, poetischen und humo- ristischen Bilderschmuck lieferte: die Nagetiere als Menschen nach der Art der Tierfabel dargestellt, ferner den Rattensänger von Hameln in hochrotem Wams, besät mit weißen Ratten, und schließ- lich ein höchst spaßhaftes Schild„Zu den drei Hasen", die zusammen nur drei Löffel haben. Mit diesem künstlerischen Beiwerk soll nicht zuletzt auf Herz und Gemüt der Kinderwelt gewirkt werden, die sicher ein Hauptkontingent der Besucher des neuen Nagetierhauses stellen wird: sind doch die kleinen Nagetiere, die Eichhörnchen, Mäuse und Meerschweinchen wie zum lebenden Spielzeug geschaffen! Die Einrichtung des Leseberges entsprang dem lebhaften Bedürfnis unserer erwachsenen Stammgäste, irgendwo im Garten vor den Kindern und ihrer Begleitung sicher zu sein, um in Ruhe ein Buch zu lesen oder eine Handarbeit machen zu können. Im großen und ganzen kann gesagt werden, daß die Direktion des Zoologischen Gartens eifrig bestrebt ist, den Garten zu einem der ersten in Europa zu gestalten. Im wissenschaftlichen Theater der Urania wird der Vortrag „Der jüngste Ausbruch des Vesuv", welcher ausgestattet ist mit zahlreichen farbigen Bildern, die die Schrecknisse, die Trümmer und die Vernichtungen der letzten gewaltigen VesuvauSbrüche vor Augen führen, in dieser Woche allabendlich gehalten werden. Das Berliner Aquarium hat seine an wertvollen Stücken reiche Giftschlangensammlung, die namentlich durch die neuliche Zufuhr von afrikanischen Arten zu einer seltenen Vollständigkeit gebracht ist. wieder um eine SpezieS ergänzt, und zwar um eine jener neuweltlichen Lochottern, die wegen der am Ende des Schwanzes befindlichen, auS ineinandersreckenden Hornringen gebildeten Rasselvorrichtung„Klapperschlangen" genannt werden. Auch die Kollektion der giftlosen Schlangen wurde vermehrt. nämlich um eine Bierstreifennatter aus dem südöstlichen Europa, eine der größten und stärksten europäischen Schlangen, die bis zwei Meter lang wird und oberseitS auf olivenbräunlichem Grunde vierfach schwarz längsgestreift ist. Die nordeuropäischen MeereS- teile versorgten das Aquarium mit absonderlichen Fischen. inS- besondere mit einer Gesellschaft des durch seinen barocken Körper. bau allgemein auffallenden, in der Gefangenschaft leider recht weichlichen Seehasen, von dem die jungen Tiere in Gestalt und Beweglichkeit merkliche Unterschiede gegenüber den älteren zeigen. Arbeitersamariterkolonne. Montagabend 9 Uhr UebungS- stunde der zweiten Abteilung Brunnenstratze 1S4. Vortrag über: Ertrinken— Ersticken— verschiedene Formen der Bewußtlosig. keit. Daran anschließend praktische Uebungen. Neue Mitglieder können jederzeit eintreten.— Das diesjährige Sommerfest der Kolonne findet am Sonntag, den 19. August. ,m Gartenlokal. Mariannenufer 2. statt. Gartenkonzert sowie Vorstellung der Gesellschaft Lewandowsly. Fenerwehrbcricht. In der vorletzten Nacht liefen zahlreiche Alarme ein. AuS der Wallsttaße 3/4. wo im zweiten Stock der Fußboden und anderes in Flammen stand, aus der Bülowsttaße 23. wo Schwefel« säure auS einer Kühlmaschine ausströmte, aus der Schönhauser Allee KS, wo durch elektrischen Kurzschluß daS Straßenvahnkabel be- schädigt war und die Flaunnen meterhoch emporschössen, aus der Klopslockstraße 30, wo in einer Wohnung Feuer ausgekommen war und Möbel usw. ergriffen hatte; serner au» der Schwedterstraße 50. Görlitzerstraße 23. Drombergerstraße 17, vom Schlesischen«. Anhalter« und Ostbahnhos. wo Preßkohlenbrände gelöscht werden mußten. Außerdem hatte die Wehr in der Dalldorferstraße 23, Neuen Jakob- straße 20, Reinickendorferstraße, Landsbergersttaße 99, Manteuffel- straße 64, HennigSdorferstraße 13, Schulstraße 21 und anderen Stellen zu tun._ Vorort- JVacbncbtern Charloitendurg. Verein Freier Kindergarten. Nach Schluß der Ferien- und Reisezeit harrt des Vereins die Bewältigung eines umfangreichen Arbeitsprogramms. Am 15. August veranstaltet der Verein ein Kinderspielfest für Moabit im Klostergartcn(am Span- dauer Schiffahrtskanal). Pastor a. D. Paul Göhre wird eine Festrede halten. Desgleichen findet für C h a r l o t t e n b u r g am 22. August bei Bauer, Berlinerstraße 86s, ein Kinderspiclfest statt, bei welchem Rcichstagsabgeordneter Adolf Hoff mann eine Ansprache halten wird. Um einen innigen Zusammenhang zwischen Kindergarten und Familie zu schaffen und aufrecht zu erhalten, ist die Einrichtung von Elternabenden beschlossen worden, an welchen jedesmal ein Thema aus dem Gebiete der Kindererziehung von berufener Seite behandelt werden soll. Der erste Elternabend ist für den 5. September in Aussicht genommen. Julian Borchardt wird an ihm über das Thema: Schlagt Eure Kinder nicht! einen Vortrag halten. Der Kindergarten(Brauhofstraße 13) wird vom 1. September ab auf den Nachmittag ausgedehnt werden. Es wird dann auch möglich sein, schulpflichtige Kinder in Obhut zu nehmen und erziehlich zu fördern durch Beaufsichtigung der Schularbeiten, Spiele, Lektüre und Handfertigkeitsübungen. In Erwartung eines starken Besuches in den Herbst- und Wintermonaten ist für Erweiterung der Räumlichkeiten vom 1. Oktober ab insofern Sorge getragen, als in demselben Hause eine größere Wohnung für die Zwecke des Kindergartens gemietet worden ist. Anmeldungen von Kindern werden von 8— 1 Uhr im Kinder- garten, Brauhosstraße 13. entgegengenommen. Steglitz. Der verhängnisvolle Fluchtversuch einer Geisteskranken rief gestern in der Schildhornstraße in Steglitz Aufsehen hervor. Die Ehefrau Martha Brockmann, Schildhornstr. 93, die schon seit längerer Zeit geisteskrank ist. machte in einem unbewachten Augenblick den Versuch, sich aus dem Fenster der in der zweiten Etage belegenen Wohnung herabzulassen. Die Unglückliche war der Meinung, daß sie sich noch in der Irrenanstalt in Neu-Ruppin, ans der sie als geheilt entlassen worden war, befinde, band mehrere Handtücher zu einem Seil zu- sammen und befestigte sich daran. Kaum hatte sie sich jedoch aus dem Fenster herausgelassen, so lösten sich die Tücher und Frau Brockmaim stürzte in die Tiefe hinab. Schwer verletzt wurde die Bedauernswerte wieder nach der Wohnung hinaufgetragen. Wilmersdorf. Neber„Köln und Jena" referierte in der letzten Mitglieder- Versammlung des Wahlvereins Genosse Küter. Mit Rücksicht darauf, daß wir über dieses Referat erst vor kurzem gelegentlich der Schöneberger Wahlvereinsversammlung berichteten, erübrigt sich eine nochmalige Skizzierung desselben. Die Diskussion hierüber war eine sehr leb- hafte und vertrat namentlich Genosse Schäffer die Ansicht der „Einigkeit" mit Ausnahme des A. K.-ArtikelS. Die ineisten DiskussionS- redner pflichteten dem Referenten bei. Eine Resolution des Genossen Dr. Westphahl, zu Punkt 7 der Tagesordnung des Parteitages in Mannheim„Sozialdemokratie und VolkSerziehung" zu setzen, ivnrde durch GeschästSordnungsaiitrag dem Vorstand znr Erledigung überwiesen. Zur Kreis-Generalversammluiig wurden die Genossen Kiefer, Hilbig und Schässer gewühlt. Eiiiein Antrag des Genossen Sasse, sich den Leipziger Genossen anzuschließen und die Veröffentlichung des ominösen Protokolles zu verlangen, stimmte die Versamm- lung zu. Am Schluß der Versammlung wies der Vorsitzende die Genossen darauf hin, daß der 6. Bezirk an den Zahlabenden einige Vorträge zur Erläuterung des Erfurter Pro- grainms veranstalten wird, zugleich forderte er die Genossen der anderen Bezirke auf, in Rücksicht auf die neu eingetretenen Mitglieder ein gleiches zu tun. Die Lokalkommission gab noch bekannt, daß sie am Sonntag bei der Kontrolle der gesperrten Lokale eine Reihe Parteigenossen und Gewerkschaftler in denselben getroffen haben. Sie forderten die Genossen auf, dahin wirken zu helfen, daß der Verkehr in den gesperrten Lokalen unterbleibt. Alle Lokale mit Ausnahme deS»Luisen park" sind gesperrt. Schmargendorf. Am Dienstag hielt der hiesige Wahlverein im Restaurant Sanssouci seine Generalversammlung ab. Den Bericht des Vor- standeS gab Guttbier; aus demselben ging hervor, daß im letzien Quartal fünf Mitgliederversammlungen, eine Generalversammlung und eine öffentliche Versammlung stattgefunden haben. Die Mit- gliederzahl ist von 60 auf 67 gestiegen. Den Kassenbericht gab Genosse Rogatt. Danach betrug die Einnahme 77,45 M. und die Ausgabe 15 M.; an den Zentralvorstand abgeliefert 51,63 M., ver- bleibt am Ort ein Bestand von 10,82 M. Wegen zu langen Rück« staudeS der Beiträge wurden die Genossen Holzapfel und Lmdemann aus dem Verein ausgeschlossen. Neu aufgenommen wurden drei Mitglieder. Als Delegierte zur Generalversammlung deS Kreises wurden die Genossen Lanke und Schmidt gewählt. Notvatves- Neuendorf. Ueber die bevorstehende Bereinigung von NowaweS-Reuendorf referierte in der letzten Mitgliederversammlung des Wahlvereins Genosse Gruhl. Redner erörterte ausführlich die Umstände, die zu dem Beschluß der beiderseitigen Gemeindevertretungen auf Ver- schmelzung geführt haben und betonte, daß eS schon jetzt unsere Aufgabe sein müsse, dafür zu arbeiten, daß die Sozialdemokratie in dem neuen Gemeindeparlament eine angemeffene Vertretung er» lange. Hierauf berichtete Genosse Krähnberg über die letzte General- Versammlung des Verbands von Groß-Berlin; derselbe erklärte, daß er für die Resolution, in der dem Parleivorstand in der Massenstreik-Ange- legenheit daS Vertrauen ausgedrückt wird, nicht gestimmt habe, da für ihn die Sache ohne Kenntnisnahme von dem Inhalt des bezüglichen Protokolls"Nicht geklärt sei. Genosse Gomoll, welcher den Bericht ergänzte, betont hingegen, daß er deshalb nicht für die Resolution gestimmt habe, weil nach seiner Anficht daS Verlangen nach Freigabe des Protokolls ungerechtfertigt und verkehrt sei. In der Diskussion wurde u. a. ausgeführt, daß die heutige Organisation von Groß- Berlin keine ideale sei und die Kosten der tausendlöpfigen General- Versammlung nicht im Einklang mit dem Nutzen derselben für die Partei zu bringen seien, auch könnten nur sehr wenige Genoffen ihre Ansichten über strittige Fragen zum Ausdruck bringen. Neu aufgenommen wurden 21 Genossen.. Spandau. Aenderung in der Bcrwaltung de« Krankenhauses. Wie in ver- fchiedenen anderen Städten wird auch das hiesige Krankenhaus durch Schwestern aus dem Stift Bethanien zu Berlin verwaltet. Unsere Genossen haben im Stadtparlament schon zu verschiedenen Malen versucht, eine Aenderung dieses BerwaltmigSshstemS herbeizuführen. So wurden vor mehreren Jahren gelegentlich einer solchen Debatte in der Stadtverordnetenversammlung Dinge zur Sprache gebracht, welche die Mangelhaftigkeit der Ver- waltung durch Schwestern grell beleuchteten. Damals stellten unsere Genossen den Antrag, für die Verwaltting einen Inspektor und bezahlte Pflegerinnen anzustellen. Die Mehrheit der Stadt- verordneten lehnte diesen Antrag aber ab. Der Oberbürgermeister befürwortete die Beibehaltung der Schwestern. Was unsere Ge« nossen damals befürworteten, wird jetzt wahrscheinlich durchgeführt. � DaS Mutterhaus des Stifts Bethanien zieht nämlich die Schwestern nach dort zurück und beabsichtigt, fernerhin kein Personal mehr an andere Anstalten abzugeben. Infolgedessen hat die Verwaltung des Stifts Bethanien den mit dem hiesigen Krankenhause gemachten Vertrag zum 1. Oktober er. gekündigt und muß bis dahin die Krankenhausverwaltung anders geregelt werden. In einer der nächsten Sitzungen nach den Ferien wird sich die Stadtverordnetenversammlung mit dieser Angelegenheit zu be« schästigen haben. Unseren Genossen bleibt es mit vorbehalten, für eine den bisherigen Wünschen und Beschwerden der Kranken zugäng« liche Verwaltung Sorge zu tragen. Es ist in bürgerlichen Kreisen oft die Befürchtung ausgesprochen worden, daß die Ver« waltungskosten erheblich teurer'werden. Hierüber kannn man zweierlei Meinung sein. Selbst aber, wenn dies� der Fall wäre, könnte es kein Grund sein, die Reorganisation der Krankenhausverwaltung scheitern zu lassen. Ein tüchtige? Pflegepersonal ist in erster Linie unerläßliche Vorbedingung für die Gesundung der Kranken. Und hierin Sparsamkeit zu üben, ist in der Regel daS Verkehrteste, was gemacht werden kann. Ein tüchttgeS Pflegepersonal bekommt man nur, wenn anständige Löhne gezahlt werden. Unsere Genossen werden bei der Verhandlung dieser wich- tigen Angelegenheit in diesem Sinne zu wirken haben. Werder. Durch Blitzschlag in ein Automobil wurde bei Schmerzke im Kreise Westhavelland die Reisegesellschaft an der Weiterfahrt ver- hindert. Der Kraftwagen wurde bei strömendem Regen auf der Chaussee getroffen und durch den Blitz, der verschiedene Teile demolierte, sofort zum Stehen gebracht. Die Insassen wurden nicht verletzt und ließen das Auto nach Werder a. H. bringen. Gerichts-Leitung. Ein schlimmer Scherz. Ein entsetzlicher Unglücksfall, der sich am 25. Juni d. I. in Herzfelde ereignet hatte, beschäftigte gestern unter Vorsitz deS Landgcrichtsdireltors Juliusberg die Ferienstraskammer am Landgericht III. Wegen fahrlässiger Tätung war der bisher un- bescholtene Ziegcleiarbciter Franz Kottlinsky angeklagt. Der Angeschuldigte arbeitete seit längerer Zeit in der Dampfziegelei in Herzfelde bei Rüdersdorf. Auf dem Ziegeleigrundstück befinden sich mehrere bereits abgebaute Tongruben, die sich später mit Wasser angefüllt hatten und einen kleinen See bildeten. Dieses kleine Gewässer wird seit längerer Zeit schon von den Ziegelei- arbeitern als günstige Badegelegenheit benutzt. Am 25. Juni d. I., einem sehr heißen Tage, badeten in dem Teiche mehrere Arbeiter, unter ihnen der Angeklagte und der 13jährige Ziegler Stanislaus Kubatzki. Ter des Schwimmens kundige Kottlinsky neckte den Letzt- genannten, der Nichtschwimmer war, dadurch, daß er ihn wiederholt mit Wasser bespritzte. Dieses harmlose Vergnügen sollte jedoch einen überaus tragischen Abschluß finden. Der Angeklagte wollte sich einen kleinen Spaß erlauben und stieß den Kubatzki hinterrücks in das Wasser, da er annahm, daß dieser ebenfalls Schwimmer sei. K. geriet zufällig an eine mehrere Meter tiefe Stelle. Die Hülferufe, die er in seiner Todesangst ausstieß, wurden von den am Ufer stehenden anderen Arbeitern, die ebenfalls glaubten, K. sei Schwimmer, als Scherz aufgefaßt. Die verzweifelten Bewe- gungen des Ertrinkenden bereiteten de» Zuschauern sogar noch ein großes Vergnügen, denn jeder glaubte, Kubatzki verstelle sich nur. Erst als der Unglückliche lautlos in die Tiefe verschwand und nicht mehr an die Oberfläche kam, kamen die Arbeiter zur Besinnung. Sämtliche Schwimmer sprangen nunmehr erst schleunigst in das Wasser und brachten auch schließlich den auf dem Boden des Sees liegenden Kubatzki durch Tauchen wieder an die Oberfläche, jedoch zu spät. Der telephonisch herbeigerufene Dr. med. König aus Herzselde konnte nur noch den�Tod Kubatzki? konstatieren. Der Ertrunkene war die einzige Stütze und der Ernährer seiner alten Mutter. Gegen den Angeklagten, der den Unglücklichen im Uebermut dem Ertrinkungstode preisgegeben hatte, wurde das jetzige Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung anhängig gemacht. Vor Gericht konnte Kottlinsky nur als einzige Entschuldigung vorbringen, er habe geglaubt. Kubatzki sei ebenfalls Schwimmer. Der Staatsanwalt beantragte einen Monat Ge- fängnis. Die Strafkammer ging indessen erheblich über die be« antragte Strafe hinaus, da es sich um eine mehr als grobe Fahr- lässigkeit handele, durch die ein blühendes Menschenleben vernichtet worden ist. DaS Urteil lautete demgemäß auf sechs Monate Gefängnis._ Tierschabt durch Pferbebiß und teilweiser Schabenersatz. Als eine Frau D. in Berlin Einkäufe besorgt hatte und mit einem Korb am Arm zwischen zwei hintereinanderstehenden Fuljr- werken hindurch gehen wollte, biß daS eine Pferd die Frau Plötz- lich in den Arm. Die Gebissene macht geltend, durch die Ver- letzung deS rechten Armes geschädigt zu sein und verlangt, gestützt auf 8 833 B. G.-B., Entschädigung vom Tierhalter. Letzterer machte geltend, daß eigenes Verschulden der Frau vorliege, weil diese den schmalen Durchgang von nur drei Viertel Meter passiert habe. Das Landgericht sowie das Kammergericht zu Berlin stellten jedoch durch Zeugenaussagen fest, daß der Zwischenraum l�h bis 2 Meter betragen haben mutz und verneinten deshalb das Mitverschulden der Klägerin unter Verurteilung des Tiereigen- tümers. Das Kammergericht sagt hierzu noch, daß in dem Falle. wo der Durchgang nur drei Viertel Meter betragen hätte, aller- dings nur eigenes Verschulden der Klägerin in Betracht kommen könnte, bei dem festgestellten Abstände konnte sie aber hoffen, hindurchzukommen, und wäre es zuviel verlangt, hätte sie voraus- sehen sollen, daß das Pferd Hals und Kopf so weit vorstrecken werde. Gegen dieses Urteil hatte der Beklagte Revision eingelegt. DaS Reichsgericht kam auch zu einer Abänderung deS Vorder- urteileS dahin, daß der Anspruch der Frau nur zur Hälfte als berechtigt anerkannt wurde. Wegen unlauteren Wettbewerbes sind am 4. November v. I. vom Landgericht Essen a. R. die Kaufleute Adolf und Max S ch u r m a n n zu je 50 M. Geldstrafe verurteilt worden.- Sie betreiben ein Möbelgeschäft und haben eine Schlafzimmereinrich» tung als„massiv eichen" für 365 M. ausgeboten, während es sich um Kiefernholz handelte, welches nur eichen poliert war. Sie wollen nur gemeint haben, daß die Möbel massiv seien. DaS Gericht hat aber angenommen, sie wollten den Glauben erwecken, sie seien massiv aus Eichenholz gefertigt.— Die Revision der An- geklagten wurde vom Reichsgericht verworfen. Ein SicherhritSbeamter. Leipzig, 3. August. Wegen Mißbrauchs seiner Amtsgewalt ist am 3. September v. I. vom Landgericht Dresden der vormalige Gendarm Paul Grunewald auf Grund des§ 339 Str.-G.-B. zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er war seit dem 1. Juni 1902 als Stadtgcndarm an» gestellt. Am 7. Juni 1905 ist er auf seinen Antrag entlassen worden. Am Tage vorher hatte er beobachtet, wie am Zwinger ein Mann mit seiner Begleiterin eine unzuchtige Handlung vornahm. Der Angeklagte trat an die beiden heran. Der Mann legitimierte sich und ging dann weg. Grunewald sprach nun mit dem Mädchen und sagte schließlich, er müsse sie auf die Polizei bringen, er werde sie aber nicht anzeigen, wenn sie ihm zu Willen sei. Sie tat e» und er entließ sie dann. Das Mädchen begann nun aber an seiner Beamteneigenschaft zu zweifeln und erzählte die Geschichte einem Zwingerwächter, wodurch sie zur Kenntnis der Behörde gelangte. — In seiner Revision behauptete der Angeklagte, das Gericht habe den Begriff der Nötigung verkannt.— Das Reichsgericht verwarf jedoch das Rechtsmittel, da für den Angeklagten gar kem Grund vorgelegen hätte, das Mädchen festzunehmen. Ter Schrecken der Bersicherungsgesellschaften. Ein eigenartiger Betrugsprozeß, der in der Kriminalgeschichte wohl einzig dastehen dürste, beschäftigte die 5. S�rgstgmmll dx» Dresdener Lgod« 4. Ueberstunden und Sonntagsarbeit ist nur in ganz| Freitag: Hoffmanns Erzählungen. Sonnabend: Don Pasquale. Sonntags dringenden Fällen zulässig, und werden Ueberstunden mit 25 Broz., Hoffmanns Erzählungen. Montag: Unbestimmt. Sonntagsarbeit mit 50 Proz. Aufschlag bezahlt. Kleines Theater. Sonntag und die folgenden Tage: Ein idealer Trianon Theater. Sonntag und die folgenden Tage: Die herbe Frucht. 5. Sämtliche Arbeitsgeräte und Fournituren sind vom Arbeitgeber zu liefern. gerichts. Der aus Leitmerih in Böhmen gebürtige Zuschneider Franz Richter, ein 50jähriger Mann, zog das füße Nichtstun der Arbeit vor. Sein Handwerk hatte er schon seit Jahren an ben Nagel gehangen, dafür aber einen Trid erfunden, der ihm jahrelang die nötigen Mittel zum sorgenfreien Leben gewährte. Seit einer Reihe von Jahren versicherte sich Richter bei vielen Die Versammlung spricht die Erwartung aus, daß die Berliner Versicherungsgesellschaften gegen Unfall. Bei den Gesellschaften in Gewerkschaftskommission und der Aktionsausschuß der Partei sich mit Berlin, Hamburg, Breslau, Leipzig, Frankfurt a. M., München, diesem Vorgehen einverstanden erklären und ihren Einfluß auf die Nürnberg, Wien und Winterthur war er ein ständiger Kunde", gewerkschaftlich und politisch organisierte Arbeiterschaft dahin geltend ohne daß die eine Versicherungsgesellschaft von der anderen wußte, machen, daß sie ihren Bedarf an Bekleidungsgegenständen möglichst daß Richter auch bei ihr versichert war. Die bei seiner Aufnahme nur in solchen Geschäften decken, die von unserer Organisation als In die Versicherung vom Vertreter der betreffenden Gesellschaft borläufig bei diesem Kampf nicht in Betracht kommend bezeichnet an ihn gerichteten üblichen und vorgeschriebenen Fragen, ob er werden; daß ferner der„ Vorwärts", soweit ihn nicht eingegangene bereits versichert sei, ob er schon einmal einen Unfall erlitten und Verträge verpflichten, teine Inferate von Firmen aufnimmt, gegen Unfallrente erhalten habe, beantwortete der Versicherungskandidat die sich der Stampf richtet." ftets mit einem stereotypen„ Nein" und täuschte dadurch den Beamten in gröblichster Weise. Nicht lange nach seiner Aufnahme in die Unfallversicherung meldete dann Richter einen Unfall an. Entweder war er mit dem Rade gestürzt oder hatte sich den Arm, die Hand oder den Fuß berlebt oder irgend eine andere Verlegung erlitten, kurz, er erhielt jedenfalls eine namhafte Entschädigung und zwar nicht von einer, sondern von mehreren Versicherungsgesellschaften. Auf diese Weise erhielt er in einigen Jahren nicht weniger als 6000 M. ausgezahlt. Man nimmt zwar, vielleicht mit Recht, an, daß der Betrüger sich seine Verletzungen selbst beigebracht hat, um Unfallrente beziehen zu können, doch konnte in dieser Hinsicht der Beweis nicht erbracht werden. Wegen der falschen Angaben gegenüber den Versicherungsgesellschaften verurteilte ihn das Gericht wegen Betruges zu 2 Jahren sechs Monaten Gefängnis und 3 Jahren Ehrverlust. Für 50 000 m. ein Jahr Gefängnis für ein Brot usw. drei Monate! Einer der größten Arbeiterschinder, der frühere Kassierer und Prokurist der weltbekannten Maschinen- und Bronzewarenfabrik 2. A. Riedinger- Aktienges. Augsburg, wurde am Donnerstag wegen Unterschlagung von mehr als 50 000 M. zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr verurteilt. Milde Richter! Verfammlungen. *** Der Verband der Schneider hielt am Mittwoch eine Mitgliederbersammlung ab. in welcher unter anderem über den Boykott der Herrenkonfektionsfirmen berichtet wurde. Aus dem Bericht, welchen Kunze erstattete, sei hervorgehoben, daß die bohtottierten Firmeninhaber nach erfolgter Boykotterklärung durch die Berliner Gewerkschaftskommission Verhandlungen mit dem Verband der Schneider nachsuchten. Zunächst schienen dieselben eine Aussicht auf Erfolg zu bieten. In einer Besprechung, welche die Firmeninhaber unter sich abhielten, wollten sie sich bezüglich der zu machenden Zugeständnisse einigen. Das Ergebnis dieser Besprechung war ein Schreibebrief des Justizrats Hahn, in welchem die Berliner Gewerkschaftstommission und der Verband der Schneider aufgefordert wurden, den Bontott aufzuheben. Da aber die Gewerkschaftskommission alle in in der Erklärung enthaltenen Behauptungen als wahr bezeichnen follte, lehnte sie die Teilnahme an den weiteren Verhandlungen ab. Die weiteren Verhandlungen wurden von Vertretern des Verbandes der Schneider gepflogen. Infolge der eifrigen Bemühungen des Herrn Lindenbaum, Große Frankfurterstr. 141, die Zugeständnisse immer mehr herabzumindern, kamen die Konfektionäre zu einem Vergleichsvorschlag, welcher von dem Verband der Schneider glatt abgelehnt wurde. Nach lebhafter Debatte tam folgende ResoTution zur Annahme: " Die heute im Gewerkschaftshaus tagende Mitgliederversamm Lung beschließt, mit Beginn der Herbstsaison den Kampf in der Berliner Herren- Detailfonfektion für folgende Forderungen erneut und mit aller Energie aufzunehmen: 1. Sämtliche Maß- und Lagerkonfektion wird in eigenen, den modernen Anforderungen der Hygiene entsprechenden Werkstätten hergestellt. 2. Die tägliche Arbeitszeit barf zehn Stunden nicht überfchreiten. 3. Der Minimal- Tagelohn beträgt für männliche Arbeiter 3,50 M., für Arbeiterinnen 2,50 M. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstagswahlkreis. Zobes- Anzeige. Am 4. d. M. verstarb unser Mitglied, der Barbier Oskar Gummert ( 150. Bezirk). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Dienstag, nachmittags 4 Uhr, auf dem Heilig Kreuz Kirchhof in Mariendorf, Feldstraße, statt. 9 Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Berwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Mechaniker Richard Schröter gestorben ift. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 5. August, nachmittags 4 Uhr, von der Leichen halle des neuen Luisen- Kirchhofes in Rigdorf, Hermannstraße, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 123/12 Die Ortsverwaltung. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Wagenhauer. ( E. H.). Ortsverwaltung Berlin 13. Am 3. August verstarb unser langjähriges Mitglied, der Schlosser Hermann Runge nach schwerem Krankenlager im Alter von 48 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 6. August, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des neuen St. JohannisKirchhofes in Blößensee aus statt. Um rege Beteiligung bittet 3765 Die Ortsverwaltung. Sozialdemokratisch. Wahlverein für Tegel und Umgegend. Todes- Anzeige. Am 2. d. Mts. verstarb unser Mitglied Paul Trennert. Ehre seinem Andenken. am Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Tegeler Friedhofes aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 222/4 Der Vorstand. Verband der Tapezierer. ( Filiale Berlin.) Am 3. Auguft verstarb unser Mitglied Ernst Haupt. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 6. August, nachmittags 6 Uhr, auf dem Neuen Luisen Kirchhofe in Rigdorf, Hermannstraße ftatt. Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme und die herrlichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes Wilhelm Diekmann jage ich allen Beteiligten, besonders dem Gesangverein Liedesfreiheit" sowie den Vertretern der Wahlvereine und des Metallarbeiter Verbandes meinen innigsten Dank. 3655 Witwe Emilie Diekmann nebst Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die reichen Stranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, fagen wir allen Freunden und Verwandten, insbesondere dem Flugtaubenverein der Rehberger" und dem„ Statklub Hoffnung" unseren herzlichsten Dant. Luise Schoch nebst Sohn. Zurückgekehrt 145/11 Spezialarzt Dr.Leuk, für Magendarmleiden. Große Frankfurterstraße 73. Der Schuhmacherverband( Zahlstelle Berlin) hielt am Mittwoch in den„ Residenzsälen" seine Quartalsversammlung ab. Zunächst wurde die Abrechnung verlesen. Demnach bilanziert die Einnahme und Ausgabe der Zentralkaffe in der Summe von 11 763,90 M. Die Lokalkaffe hatte eine Einnahme von 7596,30 M., ihr bleibt ein Bestand von 4279,17 M. In der lokalen Zuschußkasse wurden 8754,50 m. vereinnahmt. Hildebrandt berichtete hierauf über 43 Werkstattdifferenzen, die während des Quartals ausgebrochen waren. Mehrfach ist es zu Arbeitsniederlegungen gekommen, die alle mit einem mehr oder minder guten Erfolg endeten. Auch der Streit bei der Firma Rosenberg hat einen annehmbaren Abschluß gefunden. Die Lohnbewegung der Schoßschuhmacher tonnte dagegen wegen der immer noch recht großen Indifferenz unter den Gesellen nur minimale Resultate bringen. Den neuen Tarif haben 139 Meister anerkannt, bei denen 268 Gesellen beschäftigt werden. Am Schlusse des Quartals gehörten der Bahlstelle 2442 Mitglieder an; es war mithin eine Zunahme von 235 zu verzeichnen. In der Dis: fussion dehnte sich die Erörterung interner Angelegenheiten so weit aus, daß ſchließlich die Vertagung der Versammlung beschlossen wurde. Sozialdemokratischer Wahlverein für den Reichstags: Wahlkreis Brieg- Namslan. Sigung jeden Sonntag nach dem Monatsersten bei Emil Krumbein, Stalizerstr. 22. Aufnahme neuer Mitglieder. Die Versammlung des Vereins der Lehrlinge, jugendlicher Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend, Abteilung Bankow, findet am Montag, den 6. August 1906, abends 8 Uhr, bei Abendroth, Mühlenstr. 26, statt. Töchter über 14 Jahre darauf hinzuweisen. Nähere Auskunft erteilt Frik Wir bitten die Partei- und Gewerkschaftsgenossen, ihre Söhne und Danziger, Gaillardstr. 39. Verein der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend.( Abteilung VII.) Drdentliche Mitgliederversammlung bei Hermann Nagel, Rostockerstraße 17, am 6. d. M., abends 8 Uhr. Wichtige Tagesordnung. Erscheinen dringend notwendig. Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. Neues Königl. Operntheater. Sonntag: Der Barbier von Sevilla. Cavalleria rusticana. Montag: Die Fledermaus. Dienstag: Carmen. Mittwoch: Cavalleria rusticana. Der Bajazzo. Donnerstag: Der Barbier von Sevilla. Cavalleria rusticana. Freitag: Carmen. Sonnabend: La Traviata. Sonntag: Carmen. Montag: Unbestimmt. Lessing- Theater. Sonntag und die folgenden Tage: Die lustige Theater des Westens. Sonntag und Montag: Der Barbier von Sevilla. Dienstag: Die Nachtwandlerin. Mittwoch: Pipele. Donnerstag: Die Nachtwandlerin. Freitag: Crispino e la Comane. Sonnabend: Le Educande di Sorrento. Sonntag: Die Regimentstochter. Montag: Der Liebestrant. Witwe. Gatte. Zentral Theater. Sonntag: Nanon. Montag: Die Fledermaus. Dienstag: Bruder Straubinger. Mittwoch: Der Zigeunerbaron. Donners tag: Der Vogelhändler. Freitag: Nanon. Sonnabend und Sonntag: Der Rastelbinder. Montag: Der Bettelstudent. Carl Weiß- Theater. Sonntag und die folgenden Tage: Adele. Reichshallen: Theater. Stettiner Sänger. Metropol- Theater. Auf ins Metropol! Omnibus. Spezialitäten. Apollo Theater. Sonntag und die folgenden Tage: Berlin im Passage Theater. Allabendlich: Spezialitäten. Urania- Theater. Taubenstraße 48/49. Sonntag und die folgenden Tage: Der jüngste Ausbruch des Vesuv. Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet wochentäglich von 712 bis 9½ he' abends statt. Geöffnet 7 Uhr. Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. J. B. 32. Ein solcher Antrag wäre erfolglos; das Urteil ist rechtsfräftig. 2. 25. 1. Bürger- Rettungs- Institut. 2. Friedrich Wilhelms. anstalt für Arbeitsame. 3. Biederfeestiftung. Alle drei im Berliner Rathaus. Emma St. Täglich von 72-812 abends. E. Fischer. Moabit- Berlin, Rathenowerstraße 1. M. S. 156. Brieg, Reg.- Bez. Breslau. M. Leitter. Uns leider nicht bekannt. Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Markthallen- Direktion.( Großhandel.) Rindfleisch Ia 68-72 pr. 100 Bjb., a 62-67. IIIa 56-60, IVa 50-54, englische Bullen- 0,00, dänische la 82-88, a 72-80, IIIa 60-70. Hammelfleisch Ia 77-82, IIa 67-75. Schweinefleisch 65-71. Tauben, Bullen- 0,00, holländische Bullen- 0,00. Stalbfleisch, Doppelländer 100-110, Rehböcke Ia per Pfd. 0,55-0,70, IIa 0,30-0,54. Rotwild Ia mit Abschußattest per Pfd. 0,55-0,62. Damwild 0,50-0,57. Wildschweine per Pfd. 0,44. Frischlinge 0,00. Kaninchen per Stüd 0,10. Wildenten Ia per Stüd 0,00, Ila 0,80. Hübner, alte, per Stüd 1,50-2,30, alte II a 0,80-1,40, junge, per Stüd 0,40-1,05. junge, per Stüd 0,30-0,45, alte 0,00. Enten, junge per Stück 1,40-2,30, alte per Stüd 0,00. Hamburger, junge, per Stüd 2,80. sanje, Ia per Pfund 0,60-0,66, IIa 0,55-0,58, Ia per Stüd 3,00 bis 4,30. IIa 1,50-3,00. Boulets p. Stüd 1-1,25, do. flein 0,45-0,90. Hechte per 100 Pfd. 91-113. Bander 0,00. Schleie 94-113. Bleie 0,00. Karpfen 85-93. Barse 0,81. ale, groß 124-128, mitter115-121, flein 45, unsortiert 79-112. Blöken 0,00. Karauschen 67-93. Bunte Fische 48-79. Amerit. Lachs I neuer per 100 ẞfb. 110-130, do. II neuer 90-100, do. III neuer 50-75. Seelachs 12-18. Flundern, pomm. I, per Schod 9,00. do. pomm. II 2-4, Stieler, Stiege Ia 4-6, do. mittel per Stifte 2-3, do. Klein per Stiſte 0,00. Büdlinge, per Wall Kieler 4-6, Stralsunder 4-5. Aale, groß per Pfd. 1,10-1,30, mittelgroß 0,80-1,00, flein 0,50-0,60. Heringe per Schock 4-5. Schellfische Kiste 2-3, do. 1/2 Stifte 1,50-2,50. Stabliau, geräuchert, per 100 Bfb. 10-15. Sardellen. 1902er, per Anker 86,00, 1904er 85,00, 1905er 80,00. Schottische Bollheringe 1905 0,00, large 40-44, full. 36-38, med. 35-42, deutsche 37-44. Heringe, neue Matjes, per 2 To. 60-120. Hummern, IIa, 100 fb. 0,00. Strebfe, per Schod, große 20,50-21, mittel 11,50-16, fleine 3, unsortiert 5,00-14,50. Galizier, mittel 0,00. Eier per Schod 2,75-3,20. Butter per 100 Bfd. Ia 114--116, IIa 110-113, IIIa 105-108, abfallende 95-100. Saure Gurten, neue, Schod 4,00, Pieffergurten 4,50. Kartoffeln per 100 Bfd. Rosen 1,75-2,00, neue runde 2,25-2,50, neue blaue 2,50-2,75, neue Berbster 2,25-2,50. Spinat, p. 100 Bfd. 10-15. Karotten p. Schock 2,50-3,00. Sellerie, hiesige, p.Schod 1,25-2,00. 3miebeln 100 Bfd. 3,75-4, Beterfilie, grün, Schodbd. 1,00. Stohlrabi, p. Schock 0,75-1,00. Rettig, bahr., p. Schock 2,40 bis 4,80. Radieschen, b. Schod- Bd.0,60-0.70. Salat, p. Schod 1,25-1,70. Bohnen grüne, per 100 Bfb. 4-10. Wachsbohnen 8-10. Buffbohnen 0,00. Schoten per 100 Pfd. 11-16. Pfefferlinge per 100 Pfd. 20-30. Mohrrüben per 100 Bfd. 4,00-4,50. Blumenkohl per Mandel 1,00-2,20. Wirsingkohl per Mandel 1,00-1,50. Rotfohl p. Mandel 2-2,50. Weißkohl p. Mandel 1,50 bis 2,00. Steinpilze p. 100 Bfb. 25-30. Gurken, Zerbster, Schod 0,75-1,00, do. Einlege, Schock 2,00-2,50. do. Rothenburger 2-3,25. Kohlrüben, Mandel 1,00-1,25. Birnen, italienische per 100 ẞfd. 8-35, Schlesische 5-20, per 100 Pfund 12-15, italienische 8-15, hiesige 8-16. Preißelbeeren 12-16. Kirschen, fauere 15-25. Blaubeeren per 100 Bfd. 15-24. Pflaumen, ital. runde dunkle per 100 Bfd. 22-30, ital. Iange gelbe 15-22, ital. runde ungarische 15-25, 10-12, hiesige 8-25, Reineclaude 10-22. Bitronen, Mesfina 300 Stüd 18,00-20,00, 360 Stüd 12,00-16,00, 200 Stüd 7,00-12,00, 420 Stüd, flein 7,00. Pfirsiche, Werdersche per 100 Bfd. 25-35, französische 20-40, italienische I Stifte 1,80-2,20, bo. II Stifte 1,20-1,50, do. III Siste 1,40-1,50, do. in Körben per 100 fd. 35-40. der Schiller- Theater O. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Bar und Zimmer mann. Abends: Der Postillion von Lonjumeau. Montag: Der Wildschütz. Dienstag: Der Troubadour. Mittwoch: Carmen. Donnerstag: Martha. Freitag: Die Jüdin. Sonnabend: Heinrich Bötel. Sonntag nachmittag 8 Uhr: Die Zauberflöte. Abends: Unbestimmt. Montag: Fidelio. Schiller Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag Tiroler 14-27, Weinbirnen 0,00, böhmische 5-12. Alepfel, ungar. nachmittag 3 Uhr: Bapfenstreich. Abends: Die Afrikanerin. Montag bis Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Der Waffenschmied. Sonntag: Der Postillion von Lonjumeau. Montag: Geschlossen. Berliner Theater. Sonntag und die folgenden Tage: Sherlock Holmes. Lustspielhaus. Sonntag und die folgenden Tage: Unsere Käte. Komische Oper. Sonntag: Figaros Hochzeit. Montag: Die Bohème. Dienstag u. Mittwoch: Hoffmanns Erzählungen. Donnerstag: Der Corregidor. ORIGINAL * 4 SINGER NAHMASCHIN Singer Nähmaschinen. Dr. Ratkowsky Kredit! 16232* Einfache Handhabung! Große Haltbarkeit! Hohe Arbeitsleistung! Weltausstellung Grand Prix Weltausstellung Paris 1900: St. Louis 1904. Unentgeltlicher Unterricht, auch in moderner Kunststickerei. Elektromotore für Nähmaschinenbetrieb. Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. Berlin W., Leipzigerstr. 92. Filialen in allen Stadtteilen teppdecken billigst direkt in der Fabrik 72. Wallstr. 72, O. 0. Heinze, Brückenstr. 6. wo auch alte Steppbeden aufgearbeitet Zubehör besonders billig. werden. Bernhard Strohmandel, Berlin Ks. Justr. 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