Nr. 255. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 wt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs: Preistifte für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund, Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Sern forem Anschlus Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. auf den „ Vorwärts" Sonntag, den 30. Oktober 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. räther! Verräther! schallt es hüben und drüben. Und drüben, im Lager des Kapitals, noch lauter und in grimmiger, als hüben, im Lager der Arbeit. freundlichen Interessen wieder in die momentan gestörte Harmonie bringen. Zwei Tage und zwei Nächte schwitzte er der arme Papa Mit dem 1. November eröffnen wir ein neues Abonnement Loubet, studirte tiefsinnig das Material, befragte genau Es zeigt sich auch hier wieder einmal, daß die die Zeugen, und als er endlich alles Material geprüft, alle Rapitalisten ein schärferes Klassenbewußtsein und einen viel Zeugen vernommen hatte und sich seiner Sache vollkommen intensiveren Klassenhaß haben, als die Arbeiter. Das ficher fühlte, da s chöpfte" er seinen Schiedsspruch, Satz für Kapital erkennt eben grundsätzlich kein Recht der Arbeit Satz sorgfältig zus ammenstellend, jedes Wort sorgfältig ab- an; es kann sich augenblicklich der Gewalt fügen und zu wägend, auf daß jedermann die Weisheit Papa Loubet's Bugeständnissen verstehen, allein dies geschieht stets mit dem bewundere, vor seiner Gerechtigkeit sich beuge.. Die Hintergedanken, sobald die Machtverhältnisse sich geändert moralische Macht der Republik, die über den Parteien, über haben, das in der Noth Preisgegebene zurückzuerobern. den Klassen stehe, sollte der staunenden Welt offenbar Mit den Kriegen zwischen Kapital und Arbeit ist's wie mit werden; denn Papa Loubet ist ein ehrlicher, begeisterter den Kriegen zwischen dem alten Römerreich und seinen Republikaner. Feinden. Mußten die Römer nach einem unglücklichen Berliner Volksblatt mit der illustrirten Sonntagsbeilage ,, Neue Welt“. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 2,20 M. für die Monate November u. Dezember gossen, war der Schiedsspruch des guten Papa Loubet, Frankreich und auch in Deutschland und anderen Ländern entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652.) Im Feuilleton unseres Blattes veröffentlichen wir den Roman von Guy de Maupassant: Bel- Ami. Die Redaktion und Expedition des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Der arme Loubet. Der Schiedsspruch war fertig, und der Urheber sah Feldzug einen ungünstigen Frieden abschließen, so geschah es im Geiste schon die zauberhafte Wirkung. Wie Del, auf in jedem Falle mit dem Vorbehalt, bei erster Gelegenheit bas sturmgepeitschte Meer gegossen, im Nu die brandenden den Kampf wieder aufzunehmen. Niemals verzichteten sie auf Wogen geglättet, so mußte der Schiedsspruch im Hand- den Gedanken der Weltherrschaft. Ebenso der Kapitalismus. umdrehen den siebenwöchentlichen Krieg von Carmany Ihm gehört die Weltherrschaft und mit der Arbeit, beendigen. die ihm die Weltherrschaft streitig macht, giebt's feinen Frieden Ach es tam anders. nur zeitweilig durch äusterste die Noth aufgezwungenen Nicht wie Del, auf die brandenden Wogen ge- Waffenstillstand. Und so wettert jetzt der Rapitalismus in ein sondern Apfel der Zwietracht, eine lodernde mit brutalem Fanatismus gegen den Schwachkopf und Brandfackel unter die Streitenden geworfen, die Leiden- Verräther Loubet, der, statt zu begreifen, daß der Staat nur schaften wild entflammend, und nur insofern versöhnend, das Mädchen für Alles des gestrengen Herrn Kapitalismus als beide Parteien sich in dem gemeinsamen Ziel einten, ist, die donquixotische Vermessenheit hat, den Arbeitern zuüber den unglücklichen Urheber des Schiedsspruchs her zugestehen, daß sie in verschiedenen Punkten Recht haben! zufallen und ihn des schmählichsten Verraths anzuflagen. Als ob die Arbeiter überhaupt Recht haben tönnten! Als pätte Bapa Loubet eine Dynamitbombe in eine friebliche ob zwischen Kapital und Arbeit überhaupt ein RechtsMenge geschleudert, es hätte ihm nicht schlimmer ergehen verhältniß bestände! Giebt es ein Rechtsverhältniß mit können. Wie der Schädel ihm brummen muß! Wie er einer Sache? Und ist der Lohnsklave nicht Sache wie das ruhmvolle Schiedsrichteramt verwünschen mag, und die weiland der Sklave des Alterthums? -troß seiner siebzig Jahre jugendefelhafte Naivetät, Armer Papa Loubet! Du hattest Dir eingebildet, verdie ihn die Finger vorwizig stecken ließ zwischen Thüre und einigen zu können, was die eherne Logik der Verhältnisse. Angel. auf ewig gefchieden hat, vermitteln zu wollen, wo Wer zwischen entzweiten Ehegatten den Friedensstifter zu unversöhnlicher Gegensatz ist. Du hast den Finger spielen sich unterfängt, erntet mit fast mathematischer Gewiß- zwischen Thüre und Angel gesteckt und nun hast Du die beit feltene Ausnahmefälle bestätigen nur die Regel Folgen. Ein zweites Mal wirst Du es nicht thun. die Feindschaft beider Parteien. Und zwischen streitenden Möglich, daß die Demokratie in Frankreich schon start Er hatte es sicherlich ganz gut gemeint, der brave Papa Ehegatten Frieden zu stiften, ist noch tausendmal leichter genug ist, die Regierung daran zu hindern, daß sie sich zu Loubet, wie die Bariser ihn nennen, und als er sich zum und tausendmal dankbarer, als Frieden zu stiften zwischen enter diensten für den Kapitalismus herabwürdigt Schiedsrichteramt erbot zwischen der Bergwerks- Kompagnie Rapital und Arbeit. Streitende Ehegatten tönnen sich möglich, daß in Carmaux ein Blutvergießen vermieden und den Arbeitern von Carmaux, da gedachte er ein edles versöhnen, Kapital und Arbeit nicht. Das hat der arme Papa wird möglich, daß die Streikenden sich durch die Bes Werk zu verrichten und sich ums Baterland und um die Gesell- Loubet erfahren. So lange sein Schiedsspruch noch in der guadigung der Verurtheilten von Albi zur Wiederaufnahme, schaft verdient zu machen. Er glaubte an die Harmonie der Schwebe war, hatten die beiden streitenden Theile noch der Arbeit bestimmen lassen. Das aber ist durch die GeJuteressen von Kapital und Arbeit; er glaubte, dem Konflikt einiges Vertrauen zu dem fühnen Ministerpräsidenten, der schichte des Loubet'schen Schiedsspruchs jedem Denkfähigen, von Carmang liege blos ein bedauerliches Mißverständniß heldenmüthig und aufopferungsvoll, ein zweiter Marcus der es nicht bereits wußte, flar geworden, daß zwischen zu Grunde; er glaubte, der Staat stünde über den Parteien Curtius, sich freiwillig erbot, in den Schlund hinabzuspringen, Kapital und Arbeit kein Friede möglich, daß das Kapital und Klaffen, und er, Papa Loubet, als Haupt der Regie- damit der gähnende Abgrund zwischen Kapital und Arbeit in dem Staat mur seinen Handlanger sieht, und daß der rung, sei deshalb die geeignetste Person, in diesem Fall zu sich schließe. Staat keine Wahl hat, als Handlanger des Kapitals zu vermitteln. Er ging mit den besten Vorsätzen an seine sein, oder sich auf Seiten der Arbeit gegen das Kapital zu Aufgabe der Menschenliebe; er bemühte sich gerecht zu sein, stellen. Ein drittes giebt es nicht. er wollte das Mißverständniß beseitigen, und die infolge des Mißverständnisses feindlichen, in Wirklichkeit aber einander Man soll den Finger nicht zwischen Thür und Angel ftecken, fagt das Sprichwort, und der arme Loubet denkt jekt ohne Zweifel daran, und schlägt sich vor den Kopf, daß er so dumun gewesen und den Finger zwischen Thür und Angel gesteckt hat. Feuilleton. Nagorud verboten.) Die Waffen nieder! [ 60 Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. Wir wurden von Berlin sehr plötzlich wieder abberufen. Eine Depesche meldete mir, daß Tante Marie schwer erkrankt fei und uns zu sehen wünsche. Seit der Schiedsspruch dem Zaun der Loubet'schen Bähne entschlüpfte, und fix und fertig, wie die Jupiters Haupt entsprungene Ballas Athene, dem irdischen Auge sich darbietet, ist der letzte Rest von Vertrauen dahin, und Verguten Soldaten heranzuziehen, damit sein Großvater noch da oben seine Freude an ihm haben möge.. Auch darüber schwieg ich lieber, daß ich fest entschlossen war, aus meinem Sohne feinen Soldaten zu machen. " Ich werde unaufhörlich für euch beten... damit ihr lange und zufrieden lebt-" So lange der Kapitalismus herrscht, ist der Staat ein Klassenstaat. Die deutsche Reichsregierung hat es erfahren Unser Freund, der Minister, welcher wie gesagt, beinahe unferen einzigen Umgang bildete, hatte in der letzten Zeit seinen Abschied genommen oder bekommen, das habe ich nie ergründen können furz, er hatte sich ins Privatleben zurückgezogen, liebte es aber noch immer, sich mit Politik zu beschäftigen. Er wußte stets das Gespräch auf Natürlich hob ich den Widerspruch nicht auf, daß eine dieses sein Lieblingsthema zu lenken und wir gaben ihm unverrückbare Bestimmung" durch den Einfluß unaufhör auch willig die Neplik. Da sich Friedrich jetzt so eifrig lichen Betens zum Guten gelenkt werden solle, doch unter mit dem Studium des Völkerrechts befaßte, so war ihm brach ich die Arme, indem ich sie bat, sich mit Sprechen jede Diskussion willkommen, welche dieses Gebiet streifte. nicht anzuftrengen, und erzählte ihr, um sie zu zerstreuen, Nach dem Speisen( Herr von Allerdings wir bezeichneten von unseren schweizer und Berliner Erlebnissen. Ich be- ihn unter uns immer mit diesem Spiguamen war zweirichtete, daß wir auch mit Prinz Heinrich zusammen- mal wöchentlich bei uns zu Tisch geladen) pflegten die Ich fand die alte Frau von den Aerzten aufgegeben. Jezt ist die Heibe an mir," sagte fie. Eigent gekommen und daß derselbe in seinem Schloßpart deur An- beiden Herren sich in ein langes politisches Gespräch zu lich gehe ich recht gern... Seit mein armer Bruder denken der ebenso schnell gewonnenen als wiederverlorenen vertiefen, wobei mein Mann es jedoch vermied, dieses Gespräch in die ihm so verhaßte Kannegießerei ausarten und seine drei Kinder hingerafft wurden, hat es mich Braut ein Marmordenkmal aufrichten lasse. Nach drei Tagen, ergeben und gefaßt, mit den selbst zu lassen, sondern bemüht war, dasselbe auf verohnehin auf dieser Welt nicht mehr gefreut- von dieſem verlangten-- andächtig empfangenen Sterbesakramenten allgemeinernde Standpunkt zu lenken. Hierin konnte ihm Drüben Schlag fonnte ich mich nie mehr erholen. und so Allerdings" allerdings nicht immer folgen, denn in seiner werde ich die Anderen wiederfinden... Konrad und Lilli versehen, entschlief meine arme Tante Marie; sind dort auch vereint... es war ihnen nicht bestimmt, waren denn alle die Meinen, alle, in deren Mitte ich auf Eigenschaft als eingewurzelter Diplomat und Büreaukrat gewachsen, von der Erde geschieden... hatte er sich angewöhnt, die sogenannte praktische Politik" auf Erden vereint zu werden In ihrem Testament war als Univerfalerbe ihres Kleinen oder Realpolitik" zu betreiben ein Ding, welches ja Vermögens mein Gohn Rudolf eingescht und zum Vor- nur auf die nächstliegenden Sonderinteressen gerichtet ist mund- Minister Allerdings" bestellt. und von den theoretischen Fragen der Gesellschaftskunde " # Wäre zu rechter Zeit abgerüstet worden wollte ich zu widersprechen beginnen, aber ich hielt mich zurück: mit dieser Sterbenden konnte ich doch keinen Streit anDieser Umstand brachte mich nun in häufige Be- nichts weiß. heben und doch nicht an ihrer Lieblingstheorie„ Bestimmung" rührung mit diesem einstigen Freunde meines Vaters. Er Ich saß daneben, mit einer Handarbeit beschäftigt und u rütteln versuchen. war auch ziemlich der Einzige, der unser Haus besuchte. mischte mich nicht in das Gespräch, was dem Herrn Minister „ Ein Trost ist mir," fuhr sie fort, daß wenigstens Die tiefe Trauer, in welche mich die Grumiger Unglücks- ganz natürlich erschien, denn bekanntlich ist für Frauen die Du glücklich zurückbleibst, liebe Martha... Dein Mann woche versetzt hatte, brachte es selbstverständlich mit sich, Politit ja viel zu hoch"; er war überzeugt, daß ich dabei ft aus zwei Feldzügen zurückgekehrt die Cholera hat daß ich ganz zurückgezogen lebte. Unser Plan, nach Paris an andere Dinge dachte, während ich im Gegentheiluch verschont es hat sich deutlich erwiesen, daß ihr zu übersiedeln, konnte erst ausgeführt werden, wenn alle sehr aufmerksam zuhörte, da es meines Amtes war, mir so bestimmt feid, miteinander alt zu werden. Trachte nur, meine Geschäfte in Ordnung gebracht waren, was jedenfalls gut als möglich den Wortlaut dieser Dialoge in das Geaus dem kleinen Rudolf einen guten Christen und einen noch einige Monate in Anspruch nehmen mußte. dächtniß zu prägen, um dieselben hernach in die rothen 91 müffen; und Papa Loubet, den die Niederlage der deutschen der Nation anpakt, und feinen Bürger Regierung in dem famosen Sozialreform- Feldzug nicht be- auf Ionge Beit feinem Berufe entzieht. lehrt hat, kann es nun lernen. Vorläufig steden seine Die militärische Ausbildung ist in der Schweiz so einharmonie- apostolischen Finger zwischen Thür und Angel. gerichtet, daß keiner seiner Arbeit entfremdet Und nicht genug mit den Angriffen von beiden Seiten und wird, sie verliert. Wer einen Begriff davon haben den giftigen, höhnischen Beschimpfungen der kapitalisti will, in wie weit das letztere bei uns in Deutschland der schen Presse, wird er von allen vernünftigen Leuten noch Fall ist, der erkundige sich einmal bei den Militäranwärtern, obendrein ausgelacht. und der frage- im Vertrauen natürlich unsere Eisenbahnverwaltungen, und hole ein Urtheil ein über das verderbliche, das felbftändige Denken und Handeln erstickende Drillsystem des Militarismus. Er wird dann selbst berechnen können, wie durch diesen Faktor uns alljährlich viele Hunderte von Millionen verloren gehen.Und das ist das Bitterste. Politische tebersicht. Berlin, den 29. Oktober. Die Opposition gegen die Militärvorlage giebt sich war in den Organen aller Parteien fund, doch giebt die " Norddeutsche Allgemeine Beitung" nicht viel darauf. Das offiziöse Blatt macht sich luftig über die Gegner der Vorage, die sich ein billiges Vergnügen bereiten durch die Konstatirung, die gesammite unabhängige" Presse habe ihr „ Verdikt" über die Vorlage zum Besten gegeben." Sie bemerkt dazu: „ Auch wir haben diese Breßäußerungen mit AufmertfamLeit verfolgt indessen nicht das mindeste Bemerkenswerthe oder Charakteristische darin gefunden. Oder hätte man vielleicht erwartet, der Vorwärts" des Herrn Liebknecht, oder die Freifinnige Zeitung" des Herrn E. Richter würden, sobald sie nur den Inhalt der Vorlage fennen gelernt hätten, sich für diefelbe begeistern? Wer sich mit solchen Hoffnungen nicht getragen, wird durch den seit Montag vernommenen Preschorus nichts Unerwartetes erfahren haben, denn im Grunde find es nur die beiden gedachten und einige wenige andere Blätter, welche unter der Devise gegen den Militarismus" ihr unbedingtes Nein vertünden. Auch von anderen Seiten hat man mancherlei, fast wie ein Nein flingende Bota vernommen; so weit wir indessen bemerkt haben, erfolgten diese feineswegs unbedingt, sondern bedingt, unter dieser oder jener Voraussetzung, so daß unter anderen Voraussetzungen immer noch ein Ja aus dem Nein werben tönnte, wenn z. B. die parIamentarische Partei das Votum der Parteijournalistit nicht ratifigiren follte." Das offiziöse Blatt spricht in dieser Würdigung der Opposition nur aus, was wir über die einstimmige Opposition der Presse aller Parteien vor einigen Tagen erst fagten: Ghe wenige Wochen vergehen, wird die große Mehrheit für die Vorlage geftimmt haben und die Kreuz- Zeitung", die Bost", die Kölnische Zeitung" und" National- Beitung" verden einmüthig über die teichsfeinde" herfallen, welche den allgemeinen Widerstand gegen die Militärvorlage auch bei der Abstimmung beibehalten werden." Der Kolonialrath, der gegenwärtig tagt, stellt auch neuere Anforderungen an das Reich. Aus den Beschlüssen, die er bezüglich des ihm zur Berathung vorgelegten Etats für Südwestafrika faßte, heben wir folgende hervor: 1. Der Kolonialrath hält, auch im Hinblick auf das neuer dings unter den Schuh des Reichs gestellte Otavi- Land eine balbige bedeutende Verstärkung der Schuhtruppe für unumgänglich geboten. 2. Der Kolonialrath ersucht die Regierung, die Mittel zur Berstärkung der Schuhtruppe, foweit eine Erhöhung des Reichszuschusses für Südwestafrika nicht für angezeigt gehalten wird, durch Vermehrung der eigenen Einnahmen des Schutzgebietes zu beschaffen und zu diesem Zwed sowohl die Einführung einer Abgabe vom Viehbestand der ansässigen Bevölke rung, als den Erwerb und die Verwerthung von Kronländereien in Erwägung zu ziehen. Die Vorzüge des Milizsystems vor dem System der stehenden Heere sind so groß und so offenbar, daß nie mand, der einzig die Zwecke der Landesvertheidigung und das wirthschaftliche Wohl des Volles im Auge hat, ste ver fennen und leugnen kann. Das Milizsystem giebt eine weit stärkere Wehrmacht, als das System der stehenden Heere, und es giebt sie mit weit geringeren Rosten. Das sind Thatsachen, so augenfällig und sonnenklar, daß sie nur von denen beftritten werden können, die nicht sehen wollen. Allein das sind nicht die einzigen Bortheile. Der Hauptvorzug des Milizsystems in Stonomischer Beziehung die politische Geite lassen wir jetzt unberührt liegt darin, daß es sich den Interessen der Arbeit der Kreis der Wissenden damit noch nicht erschöpft ist. G liegt in der Natur des verfassungsmäßigen Staatslebens, welches dem Bolt einen weitreichenden Einfluß auf die Gesetz gebung einräumt, daß die Wissenden das lebhafte Bedürfniß empfinden, einflußreiche Politiker für ihre Ueberzeugung zu gewinnen. Um den weiten Kreis der Personen, denen die Borlage auf amtlichem Wege zugeht, gruppirt fich also wiederum ein Kreis, dem man in wohlmeinender Abficht die Grundzüge derselben mittheilt. Wir sehen alfo der weiteren Entwickelung der Angelegenheit mit großer Gemüthsentgegen." # Ob die Kölnische Allerweltsbirne auch jetzt noch für die beabsichtigte und von ihr befürwortete Erweiterung des Arnim- Paragraphen eintreten wird? Oder ob sie dieselbe nur mit dem Amendement wird einschränken wollen, daß Die Kölnische Gewaltsanbeterin bekennt sich zu die Anwendung des Arnim Paragraphen auf die ge freiheitlichen Grundfäßen, d. h. nur in dem Fall, daß die bildeten und befizenden" Kreise ausgeschlossen bleiben soll? Gewalt sich gegen fie fehrt. Noch im vorigen Jahre trat Solche Ausnahme- Bestimmungen würden die„ Kölnische sie für die schärfste Bestrafung der Veröffentlichung von Beitung" für jede Gewaltmaßregel gefügig machen. Militärgeheimnissen ein; die ganze Ausnahme- Gesetzgebung, die Kulturkampf- Geseze wie das Sozialistengefes, fanden in ihr die eifrigfte Bertheidigerin. Jetzt, wo sich die Untersuchung gegen sie wendet, wo die Veröffentlichung der Militärvorlage, die fie, wenn sie durch den Vorwärts" oder ein anderes sozialdemokratisches Blatt erfolgt wäre, als das scheußlichste Verbrechen hingestellt hätte, durch fie selbst erfolgt ist, zieht sie andere Saiten auf. Sie bringt die Notiz der Kreuz- Zeitung", welche lautet: " " " Bierbänkelei. Gine Gruppe" namenloser Berliner Revolutionäre" hat ein sogenannt, unabhängiges Programm" veröffentlicht, das in seinem„ prinzipiellen" Theil die Forde rungen des sozialdemokratischen Programms, in mehr oder weniger alkoholifirtes Kneipen Kraftdeutsch übersetzt, als Prinzipienerklärung" auftischt, den angstmeierlichen Spieß bitrg er durch die Aufhebung des Staats" ins Bockshorn jagt, und schließlich der heiligen Hermandad, die ungemüthIn offiziellen Regierungskreisen hat die Veröffentlichung lich werden könnte, die beruhigende Versicherung ertheilt, der Militärvorlage sehr unangenehm berührt. Wie uns be daß die fürchterlichen Nrrevolutionäre nicht so gefährlich stätigt wird, hat der Reichskanzler dem Kaiser gestern über find, als wie fie thun, und daß sie nur wirthschaftdiefe Sache Vortrag gehalten. Der Raiser hat strengste Unter- ii che Massenaktionen" beabsichtigen mit anderen Worten fuchung angeordnet, um den Urheber der Veröffentlichung zu von jeder politischen Aktion absehen und die deutschen ermitteln. Man dürfte das Mittel ergreifen, die Mitglieder Arbeiter in das seichte Fahrwasser des altenglischen Ge des Bundesraths um eine Ehrenerklärung zu ersuchen, daß sie 3u an der Veröffentlichung unbetheiligt feien, und von jetzt an werkschaftsdusels hineinlootsen wollen. Von heiterem Intereffe jeder Bundesraths- Druckfache den Charakter der Geheimhaltung ist aus der Prinzipienerklärung" noch die vieldeutige Voraufprägen. Der Reichstanzler neigt nämlich nach unseren Inschrift, daß sich die Arbeiter u. a. durch Verweigerung formationen zu der Ansicht, daß die Veröffentlichung nicht auf privatrechtlicher Verbindlichkeiten die Absicht eines Bundesraths- Mitgliedes, sondern auf die Herren der Produktion" machen sollen. Ach, wenn es jenen Nachlässigkeit in der Aufbewahrung zurückzuführen ist." Schreckensmenschen gelänge, die deutschen Arbeiter zu be tehren, was wohl König Stumm und Genossen an Trinkgeldern zu zahlen bereit wären? An diese Notiz knüpft sie die Ausführungen der„ WeserBeitung", welche darlegt, daß die Kölnische Zeitung" allen Anlaß habe, über die Androhung der Untersuchung zu spotten. Die Weser- Zeitung" schreibt u. A.: Baare wurde in der heutigen Generalversammlung des Bochumer Vereins für Bergbau und Gußstahl- Fabri kation in den Verwaltungsrath wiedergewählt. Die Divi dende wurde auf 6a pet. festgesetzt. Hiergegen kann kein Fusangel' was sagen. Amüsant bei Tische, dann rausschmeißen! Herrn Maximilian Harden, der wieder einmal Bismarck besucht hat und sich von diesem einen Artikel für feine" Bukunft" Nun aber giebt es gar fein Gefeß, welches den Mit gliedern des Bundesraths die Veröffentlichung auch eines geheimen Attenstückes verbietet. Freilich giebt es eine Beftimmung im Strafgesetzbuch, welche den Bruch des Amtsgeheimniffes mit Strafe bedroht; aber dieser sogenannte Arnimparagraph gilt nur für die Mitglieder des Auswärtigen Amtes oder für die Beamten, welche zum Ressort diefer Verwaltung gehören. Die Mitglieder des Bundesraths aber find nicht Be amte des Reichs und noch weniger des Auswärtigen Amtes, sondern sie sind Beamte. der Einzelstaaten. Nun aber wird ausschütten ließ, bringt nicht nur das Eingeständniß Biseine Militärvorlage auch nicht einmal nur den Mitgliedern des marc's über feine famose Fälschung der Emser Depesche, Bundesraths bekannt, obwohl deren Zahl schon ziemlich groß sondern auch das an die Spitze gestellte Bitat, das Friedrich II. ift. Die Vorlage ist längst dem preußischen Staatsministerium von einer gewiffen Sorte Leute gebraucht haben soll. Zu zugegangen. Mindestens jeder Minister wird also ein Exemplar welcher Sorte Leute mag Bismarck wohl Herrn Harden erhalten haben. Der Ministerpräsident und der Finanzminister zählen? werden sicher über mehrere Exemplare verfügen; denn sie müssen sich über die Tragweite des Entwurfs auch mit ihren höheren Verwaltungsbeamten berathen. Es ist ganz aus gefchloffen, daß beispielsweise ein Ministerialdirektor im Finanzministerium feine Kenntniß von dem Inhalte der Militärvorlage haben follte. Ferner werden zur Vertretung der Vorlage sowohl im Bundesrath wie im Reichstag eine Reihe von Kommiffaren berufen. Auch fie müssen naturgemäß den Wortlaut der Borlage längst haben, fie müssen sich das nöthige Material zu ihrer Wertheidigung beschaffen und vielleicht zu diesem Zwecke wieder mit anderen Offizieren oder auch Finanz-" Zu meinem großen Erstaunen habe ich den Namen meines beamten in Verbindung treten. Der Staatssekretär des ReichsSohnes Hermann Siegel in der schwarzen siste mit schabamtes ist natürlich ebenso gut im Bestze der Vorlage wie verzeichnet gefunden. Von allen, welche denselben fennen, bin der Staatssekretär des Innern. Aber auch sämmtliche ich im voraus überzeugt, daß sie ihn nicht für einen Sozial Ministerien sämmtlicher Einzelstaaten müffen mehrere Demokraten halten; dann aber kann er auch schon deswegen Exemplare des Entivurfs erhalten haben; denn die Mitglieder nicht dazu gehören, weil er vom Militär hätte frei kommen des Bundesraths stimmen nicht nach ihrer freien Ueberzeugung, können. Er ist von zwei hiesigen Aerzten auf Herzfehler und sondern nach den Instruktionen ihrer Negierungen. Jedes Gelentrheumatismus schon behandelt worden, doch aus Liebe fimmführende Mitglied muß daher Instruktionen von seiner zum Militär hat er diese Fehler dem Stabsarzt verschwiegen, Regierung einholen. Solche Instruktionen wären unmöglich, nur um dienen zu können. Nun befürchte ich, daß die Freude wenn jeder Regierung nicht die Vorlage zugefchickt würde. In am Dienen ihm dadurch, daß man ihn für einen Sozial jeder dieser Eingelregierungen aber giebt es Dugende von demokraten anfieht und hiernach behandelt, vielleicht beein Berfonen, welche von dem Inhalte der Vorlage Renntniß er trächtigt wird und er ganz andere Anschauungen bekommt. halten. Und da glaubte man im Ernste, das Geheimniß bis Selbstverständlich habe ich den Beschwerdeweg an die hohe Re ruhe zum 22. November aufrechterhalten su tönnen?" gierung angetreten. Karl Hermann Siegel." Die Kölnische fügt diesem noch hinzu: Welche Bebeutung aber die Eintragung in die Schwarze Wer im politischen Leben praktisch thätig ist, weiß, daß Lifte" für den Soldaten hat, zeigen die vielfachen Mis Militärisches aus Bayern. Unter der Spigmarke: Ein Regierungs- Steckbrief für Rekruten", veröffentlichten wir am letzten Sonntag die von der königlichen Regierung der Pfalz dem Generalfommando übermittelte und voll diesem an die unteren Militärbehörden weiter verbreitete schwarze Liste. Diese Lifte, an und für sich verwerflich, macht aber nicht einmal auf Zuverlässigkeit Anspruch. So veröffentlichte die Pfälzer Bolts- Zeitung" folgendes Schreiben: " -O „ Ach was zu dem Erfindungmachen und Kunstwert, produziren und Schädelknochen- Untersuchungen Dinge, welche die Machtstellung des Staates um tein Quent chen vergrößern-" Om!" Wie?" " Aber lieber Tilling, Sie denken zu weit!" " 1 in Hefte einzutragen. Friedrich machte von seinen Gesinnungen fie reich find, ruhig zu Hause bleiben dürfen? Nein, Nationen burch Kriegsbereitschaft alle felber zu grunde tein Hehl, obwohl er wußte, welche undankbare tolle es ist, nein mit dem neuen Gesetz wird das aufhören. Da richten." gegen das allgemein Geltende fich aufzulehnen und Jbeen giebt es fein Loskaufen mehr da muß jeder mit thun. zu vertreten, so lange dieselben noch in jenem Stadium und gerade die Gebildeten, die Studenten, solche, die etivas find, wo sie wenn nicht als umstürzlerisch verdammt gelernt haben, die geben intelligente und daher auch flég- man unternimmt, muß man bis zu seinen legten Kons Man kann niemals zu weit denken. Alles, was so doch als phantastisch verlacht werden. hafte Elemente ab." Ich kann Ihnen heute eine interessante Nachricht mit sequenzen wenigstens soweit, als der Geist reicht, auszus Bei dem Gegner sind diefelben Elemente vorhanden- denten wagen. Wir verglichen vorhin den Krieg mit dem theilen, lieber Tilling," sagte der Minister eines Nachmit- also" heben sich die durch gebildete Unteroffiziere zu ge Schachspiel- auch die Politik ist ein solches, Exzellenz, tags mit wichtiger Miene. Man geht in Regierungs- winnenden Vortheile. Dagegen bleibt gleichfalls auf und das sind gar schwache Spieler, welche nicht weiter treifen, das heißt im Kriegsministerium, mit der Jdee um, beiden Seiten der Verlust an unschäßbarem geistigen benken als einen Zug, und sich schon freuen, wenn sie fich auch bei uns die allgemeine Wehrpflicht einzuführen." Material, welches dem Lande dadurch entzogen wird, daß so gestellt haben, daß sie einen Bauer bedrohen. Ich will Wie? Dasselbe System, welches vor dem Krieg bei die Gebildetsten- diejenigen, welche durch Erfindungen, den Gedanken, der sich unablässig steigernden Wehrmacht uns so allgemein geschmäht und verspottet wurde? Be Kunstwerke oder wissenschaftliche Forschungen die Kultur und der Verallgemeinerung der Dienstpflicht sogar noch waffnete Schneidergesellen" und so weiter?" gefördert hätten in Reih und Glied als Zielscheibe feind weiter ausspinnen, bis zu der äußersten Grenze Allerdings hatten wir vor kurzer Zeit ein Vorurtheil licher Geschütze aufgestellt werden." dagegen aber es hat sich bei den Preußen doch bewährt, jener nämlich, wo das Maß übergeht. Wie dann, wenn, nachdem die größten Massen und die äußersten das müssen Sie zugestehen. Und eigentlich-vom mora lischen Standpunkt selbst vom demokratischen und libeRegimenter von Frauen aufzustellen? Die anderen müßten Altersgrenzen erreicht sind, es einer Nation einfiele, aud ralen Standpunkt, für welchen Sie ja mitunter zu schwärmen es nachahmen. scheinen ist es doch eine gerechte und erhebende Sache, Oder Kinderbataillone? Die anderen wenn jeder Sohn des Vaterlandes, ohne Rücksicht auf Stand müßten es nachahmen. Und in der Bewaffnung und Bildungsstufe, die gleichen Pflichten zu erfüllen hat. den Zerstörungsmitteln wo wäre da die Grenze? Und vom strategischen Standpunkt: hätte das kleine Preußen O dieses wilde, blinde In- den- Abgrundrennen!" -bazu bleibt den Leuten noch immer Zeit. Sie jemals fiegen fönnen, wenn es die Landwehr nicht gehabt brauchen ja nicht ihr ganzes Leben lang zu dienen aber rechter Phantast. Sagen Sie mir ein Mittel, den Krieg Beruhigen Sie sich, lieber Tilling Sie find ein hätte und wäre diese bei uns schon eingeführt gewesen, ein paar Jahre strammer Zucht, die thun ficherlich allen abzuschaffen, so wäre es allerdings ganz gut. Nachdem rechter Phantast. Sagen Sie mir ein Mittel, den Krieg mären wir jemals besiegt worden?" gut und machen sie zur Ausübung ihrer übrigen Bürger- aber das nicht möglich ist, so muß doch jede Nation trach Das heißt also, wenn mir ein größeres Material gepflichten nur desto befähigter. Blutsteuer müssen wir nun ten, sich darauf so gut als möglich vorzubereiten, um sich habt hätten, so hätte dem Feinde das seine nichts genügt. einmal zahlen also soll sie unter allen gleich vertheilt in dem unausweichlichen Kampf ums Dasein( so heißt das sie für niemand mehr zum Vortheil. Das Kriegsschachspiel Wenn durch diese Vertheilung auf den Einzelnen Schlagwort des jetzt so modernen Darwin, nicht wahr?) wird mit mehr Figuren gespielt, die Bartte hängt aber weniger fäme, so hätte das etwas für sich. Das wäre die größte Gewinnchance zu sichern." doch wieder von dem Glück und der Geschicklichkeit der aber nicht der Fall die Blutsteuer würde da nicht ver Wenn ich die Mittel, Kriege aufzuheben, vorschlagen Spieler ab. Ich sehe den Fall, alle europäischen Mächte theilt, sondern vermehrt. Ich hoffe, das Projekt dringt wollte, so würden Sie mich noch einen ärgeren Phantasten führen die allgemeine Wehrpflicht ein, so bliebe das Macht nicht durch. Es ist unabsehbar, wohin das führte. Eine schelten, einen sentimentalen, von Humanitätsschwindel'( so verhältniß genau dasselbe der Unterschied wäre nur der, Macht wollte dann die andere an Heeresstärke überbieten heißt doch das beliebte Schlagwort der Kriegspartei?) an daß, um zur Entscheidung zu gelangen, statt Hunderttausende, und endlich gäbe es teine Armeen mehr, sondern nur be- getränkelten Träumer!" Millionen hingeschlachtet werden müßten." waffnete Völker. Immer mehr Leute würden zum Dienst Allerdings könnte ich Ihnen nicht verhehlen, daß zut Finden Sie es aber gerecht und billig, daß nur ein herangezogen, immer länger würde die Dauer der Dienstzeit, Erreichung eines solchen Jdeals aller praktischer Untergrund Theil der Bevölkerung sich opfere, um die höchsten Güter immer größer die Kriegssteuerkosten, die Bewaffnungs- fehlt. Man muß mit den vorhandenen Faktoren rechnen. der andern zu vertheidigen, und diese anderen, zumal wenn kosten... Ohne miteinander zu fechten, würden sich die Dazu gehören die menschlichen Leidenschaften, die Riva | " " Nichts, bitte, fahren Sie fort." Ergo-wenn überall die Landwehr eingeführt wird, ist werden." Handlungen, denen Soldaten auch ohne diese Eintraanna schon ausgesetzt sind. Die„Volksstinune", sozialpolitisches Tageblatt für das werkthätige Volk der badisch- bayrischen Dfalz, welcher wir die schwarzen Listen entnahmen, ver- osscntlicht folgenden.Vertraulichen Erlaß", der ebenfalls durch Zufall in ihre Hände gerieth: «, W ü rz b u r g, den 20. Oktober 1800. Nr. 19 180. K B. II. Armee-Korps. Geoeral- Kommando. Betreff: Behandlung der Untergebenen. In der letzten Zeit sind wiederholt Fälle von Mißbrauch der Dienstgewalt— sogar von Offizieren begangen— dem General- Kommando in Anzeige gekommen. Unter den von Unteroffizieren veranlaßten Fällen tritt zum Theil eine ungemein rohe Sinnesart der Beschuldigten und eine fast gewohnheits- mäßige brutaleBehandluna derUntergebenen seitens dieser Organe zu Tage. Trotzdem wurde den betreffenden Unteroffizieren durch ihreChefs der besteLeumund ausgestellt oder Charakter und moralisch« Eigenschaften im Nationale überhaupt nicht weiter erwähnt. Abgesehen davon, daß diese Art der Erstellung der .Führung" den Vorschriften nicht entspricht— stehe Absatz 1 des K. KrieaSmimsterial- Reslript» vom 29. August 1678 Nr. 10 697, V. Bl. S. 341— muß hieraus auch gefolgert wer- den, daß die beurtheilteu Unteroffiziere ihren Chefs nicht in dem Maße bekannt sind, wie dies für eine ersprießliche Leitung der Tieustgeschäfte und für die Heranbildung der anvertrauten Mannschaften unumgänglich nothwcndig ist. Angesichts der Eingangs erwähnter. Borkommmffe und im Hinblicke aus die bevorstehende bezw. bereits eingetretene Rekruten. Periode nehme ich Anlaß, darauf hinzuweisen, daß es gerade heul- zutage Pflicht der s ä m m t l i ch e n Vorgesetzten ist. zunächst den Neuzugehenden den Eintritt in die Armee nicht als eine Last sondern alS eine Ehre erscheinen zu lassen, und daß sich hiernach im allgemeinen die ganze Behandlung der Mannschaften und die Einwirkung der Vorgesetzten zu richten hat. Wenn mit humaner und gerechter Behandlung Hand in Hand geht eine auf die Hebung der geistigen und ältlichen Kräfte ves Mannes gerichtete, seinem Fassungsvermögen angepaßte Belehrung und Erziehung— dann wird es auch gelingen, in ihm das Gefühl für Ehre. Vaterlandslieb« und i-nen freiwilligen Gehorsam zu wecken und zu besestigen, der nichts gemein hat mit knechtischer Unterwürfigkeit. Hierbei glaube ich übrigens noch besonders darauf auf- merlsam machen zu sollen, daß dem Umsichgreifen der im Eingänge erwähnten, in der Folge den guten Ruf des Armeekorps gefährdenden Vorkommnisse mit Aus- sicht auf Erfolg nur entgegengewirkt werden kann durch eine umsichtige Auswohl der Mannschaften für den Unter- osfiziers- Dienst, durch sorgfältige unb regelmäßig« Belehrung der Unteroffiziere über ihre Stellung überhaupt und über ihr Verhalten gegenüber den Mannschaften, dann durch unaus- gesetzte Uebenvachnng der in bczug auf die Behandlung der Untergebenen noch nicht erprobten Organe, endlich und vorallem durch das gute Beispiel der Offiziere. Indem ich betone, daß eS in der Pflicht jedes Offiziers gelegen ist, mich in dem Bestreben nach thunlichster Ver- ringerung der beregten Mißhandlungsfälle zu unterstützen, de- merke ich schließlich, daß die Zahl der bei einem Trnppenlheil vorkommender'. Falle des MißbrauchS der Dienstgewalt ein wesentliches Moment bildet für die Beurtheilung des Ein- flnffes sämmtlicher Vorgesetzten auf ihre Untergebenen und damit auch der inneren Tüchtigkeit der betreffenden Ad- theilung. Von vorstehender Ordre hat zeder Offizier Abschrift zu nehmen. � � Der Kommanduende General: v. Parseval, Generallieutmant und Generaladjutant. Die.Volksstimme" fügt diesem Erlaß die Bemerkung hinzu: „Ohne Zweifel führt dieser am 20. Oktober 1890 auS- gegebene Erlaß eine eindringliche Sprache. Er bittet, appellirt an die Ehre und droht mit den höchsten Strafen— und der Erfolg'J Daß unterm 13. Dezember 1H9J abermals und zwar seitens des bayrischen Kriegsministeriunis der bekannte Erlaß an dasselbe II. Armeekorps ergehen mußte. Ten jungen Leuten gegenüber, die mit dem Steckbrief in die Ar, nee treten, wird gewiß die.ungemein rohe SinneSart", welche der kommandirende General rügt, sich nicht im Zaum halten und sie werden doppelt schwer an der Soldatcnzeit zu tragen haben. Aber da» ist auch gewiß, daß die.schwarze Liste" sie um so fester an die Sozial- demokratie binden wird.— litüten, die Verschiedenheit der Interessen, die Unmöglichkeit, sich über alle Fragen z» einigen .Ist auch nicht nöthig: wo die Zwistigkeiten beginnen, hat ein Schiedsgericht, nicht aber die Gewalt, zu entscheiden." „Einem Tribunal iverden sich die souveränen Staaten, werden sich die Völker niemals fügen wollen." „Die Völker? Die Potentaten und Diplomaten wollen es nicht. Aber das Volk? Man frage es nur, bei ihm ist der Friedenswunsch glühend und wahr, während die Friedensbetheuerungen, die von den Regierungen aus- gehen, häufig Lüge, gleißnerische Luge sind— oder wenig- stens von den anderen Regierungen grundsätzlich als solche aufgefaßt iverden. Das heißt ja eben ,Tiplomatie". Und immer mehr und mehr werden die Völker nach Frieden rufen. Sollte die allgemeine Wehrpflicht sich verbreiten, so würde in demselben Maße die Kriegsabneigung zunehmen. Eine Klasse von für ihren Berus begeisterter Soldaten ist noch denkbar: durch ihre Ausnahmestellung, die als eine Ehrenstelluna gilt, die ihr für die damit ver- bundeilen Opfer Ersah geboten; aber wenn die Ausnahme aushört, hört auch die Auszeichnung auf Ez schwindet die bewundernde Dankbarkeit, weiche die Heimgebliebenen den zu ihrem Schutze Hinausgezogenen weihen— weil es ja Heinigebliebene überhaupt keine mehr giebt. Die kriegsliebenden Gefühle, die dem«oUaten immer untergeschoben— uiid damit auch hänsig erivrckt werden, die werden dann seltener angefacht; denn wer sind diejenigen, die am heldenmüthigsten thun, die am hestigsten von kriege- rischen Großthattn und Gefahren schwärnien. Diejenigen, die davor schön sicher sind— die Professoren, die Politiker, die Bierhanskannegießer— der Chor der Greise, wie im „Faust". Nach dem Verlust der S'cherh-.t wird dieser Chor verslnmmen. Ferner: wenn nicht nur jene dem Militär- dienst sich widmen, die ihn lieben und loben, sondern auch alle jene zwangsweise dazu � herangezogen werden, die ihn verabscheuen, so muß.dieser Absche» zur Gel- tung kommen. Dichter, Denker, Menschenfreunde, sanfte Leute, furchtsame Leute: alle diese werden von ihrem Standpunkte aus das aufgezwungene Handwerk � verdammen!"(Fortsetzung folgt.) Ein vom Zentrum angebotenes Kartell von den Nationalliberale» zurückgewiesen!— diese Thatsache zeigt, wie tief das Zentrum schon gesunken ist. Die „Germania" schreibt selbst: „Gemeinschaftliche Bekämpfung der So- zialdemokratie durch die„staatserhaltenden Parteien". worimter hier Zentrum und Liberale gemeint sein sollen, wird als der Wunsch des bayerischen Prinzregenten bezeichnet, den et_ anläßlich des Oktoberfestes dem Zentrumsabgeordneten B i e h l gegenüber geäußert haben soll. Herr Bieh! hat sich denn auch beeilt, in einer Versammlung eines Münchener katholischen Männervereins seiner Bereitwilligkeit, diesem prinz- regentlichen Wunsche nachzuleben, Ausdruck zu geben, indem ti erklärte, einem„ehrlichen loyalen Kompromiß" mit den Nationalliberalen gegen die Sozialdemokraten geneigt zu sein. Konnte man über dieses Entgegenkommen und die Eile, mit der es den Liberalen eutgegengetragen worden, schon getheilter Ansicht sein— handelt es sich doch in München nicht etwa um die Erhaltung und Sicherung des Zentrums-, sondern des liberalen Besitzstandes— so erhalten die Be- denken über die Opportunität des Schrittes des Herrn Biehl eine gewichtige Stütze durch die Art und Weise, wie �seine Bereitwilligkeit auf der der Unterstützung bedürfenden liberalen Seite aufgenommen wird. Die Sache kam in einer am Mittwoch staltgehabten Sitzung des Münchener nationalliberalen Vereins zur Sprache, und der Führer der hauptstädtischen Nationalliberalen, der Abg. Dr. v. S ch a u ß, gab seine Ansicht darüber zum beste». Nach einem Bericht der„Franks. Ztg." sprach er für ein Büudniß aller hiesigen Liberalen bei de» Landtagswahle», aber gegen ein liberal- k l erika les Kompromiß; erbe- zweifele die Einhaltung eines solchen Kompromisses seitens der Ultramontanen. Die Liberalen sollten es zunächst mit eigener Kraft versuchen." Die„Germania" möchte gern den Herrn Biehl allein die Verantwortlichkeit für sein Verhalten tragen lassen und rüffelt ihn ab. Deshalb bleibt er doch am Zentrum haften, dessen inneren Zerfall wir in der Dienstags- Nummer in dem Leitartikel:„Der Thurm des Zentrums wackelt" zeigten. Das Zentrum vereinigt die verschiedenartigsten Elemente, die innerlich weit auseinandergehen, in sich. Für die oppositionelle Stellung des Zentrums hat Herr Bichl, der Gesilinungsgenosse des Herrn Ackermann, kein Ver- ständniß, seitdem das Zentrum Regierungspartei geivorden ist.— Freisinnige Bauernfängerei in Bayern. Die Mängel des Alters- und Jnvanditätsgesetzes sind von uns oft genug hcvorgehoben, und unser Streben ist, dieselben zu beseitigen. Die„Freisinnige Partei" aber möchte das Gesetz mit Stumpf und Stiel beseitigen und zu diesem Zwecke ver- bindet sie sich mit allen Arbeiterfeinden, denen das Gesetz unbequem ist. 251 853 Unterschriftcn hat die freisinnige Petition an den Bundesralh und Reichstag um die Ab- schäffnng des Alters- und Jnraliditätsgesetzes in Bayern erhalte». Die„Münchener Post" bemerkt hierzu: „Diese Zahlen zeigen deutlich, welcher Nupopularität sich das Gesetz in seiner heutigen Fassung noch erfreut, des serneren find die Zahlen ein weiterer Beweis über das Verkennen der thatsächlichen Verhältnisse. von einer großen Masse des Volke?, das, statt einer verbesserten Umgestaltung uud vollständiger Revision des Gesetzes, die Beseitigung desselben überhaupt ver- langt. Daß gcivisse Kreise ein Interesse haben, der Arbeiter- schast die Nutzlosigkeit der ganzen Einrichtung plausibel zu machen, braucht«ich» erwähnt zu werden, denn sonst wäre dieser Ansturm überhaupt unterblieben. Man braucht nur zu erwähnen, in welch plumper Meise diese Uiuecschrlsteii oft ergattert wurden." Die Beseitigung dcS VerstchentiigsgesetzeZ, das seiner Feit zur Bekämpfnug der Sozialdemorratie bestimmt war, liegt heute außer der Mögllchkcit. Die Sozialdemokratie hat seiner Zeit gegen das Gesetz wegen seiner vielen Mängel gestimmt; jetzt, da es einmal erlassen, ist es aber für sie eine Waffe, die sie nicht mehr aus der Hand läßt. Die Ar- bettet werden unermüdlich kämpfen, die Alters- und In- validenversicherung so umzugestalten, daß sie den gealterten und invaliden Arbeiter auch ein wirklich menscheiiwürdigks Auskommen ermöglicht.— Frankceich. Herr Millevoye hat sich die Abwesenheit der sozialistischen Abgeordneten, die alle in Earmau� sind, zu Nutze gemacht und seine Interpellation doch hinterrücks eingebracht. Ein Telegramm meldet: Paris, L9. Oktober. Depntirlenkamnier. Der Deputirte Millevoye richtete heute eine Anfrage an die Regiernnq wegen der Erklärungen, welche der deutsche Sozinlisi Liebknecht aus dem Kongreß in Marseille abgegeben halle; er tadelte den deutschen Sozialisten auf das heftigste, daß«r verhängnißvolle, dem nationalen Geiste wider- strebende Theorien in Frankreich verbreite. Von jetzt ab solle allen deutsche» Sozialisten der Zutritt nach Frankreich untersagt und verboten sein, die eliaß- lothringische Frage mit zu diSknliren.— Der Miuislcr- Präsident Loubet erwiderte, die öffentliche Meinung habe bereits ihr Urtheil über die auf dem MarseiUer Kongreß gepredigte» Theorien gefällt. Die Anwesenheit Liebknechts habe gar keine Bedeutung gehabt und die Bevölkerung habe ihm keineswegs den in der Presse mehrfach erwähnten rnihnsiastischen Empfang bereitet.„Niemals werden»vir— so schloß der Minister— einem Fremden, er sei. welcher Nationalität er wolle, ge- statten, Störung der Ordnung und Ungehorsam gegen die militärischen Gesetze zu prediacn.(Lebhafter Beisall.) Hiermit war der Zwischenfall geschlossen." Dunkel ist der Lonbet'schen Rede Sinn. Welcher „Fremde" hat den Ungehorsain gegen die militärischen Gesetze gepredigt?— Die Schweiz und die Cholera. Die Cholerafurcht scheint in der Schweiz noch in übertriebenciit Maße bei den Zollbehörden zu existiren. Wie uns von befreundeter Seite mitgetyeilt wird, wurde eine aus Braunschivcsg nach der Schweiz gelangte Sendung von Fleischwaarin dort zoll- amtlich zurückgewiesen, iveil die Gefahr der Cholera-Anstecknng bestehe. Bekaimtlich ist aber in Braunschweig kein Cholera- fall vorgekomulen und ganz Teutschland für choleraverdächtig zu erklären, grenzt doch an Schildbürgerei.— VarkeinelckU'ilsiken. Telegirtenwahlen zum Berliner Parteitag. 2. württem- bergischer Wahlkreis(Üntertürkheim); Glaser und S t a m m. Forst: K oir l Urban. Königsberg i. Pr.: Lorenz. Friede- berg i. d. M.: M i l l a r g- Berlin. *** Selbständige Betheiligung an den Stadtverordneten- Wahle» beschloffen die Sozialdemokraten in Lüdenscheid und O f f e n b a ch a. M. *1? Zur Agitation gegeu die Militärlasten- Erhöhung fordert der Porstand der Sozialdemokratie Badens die Parteigenossen auf. Es solle» überall da, wo uns Lokale zur Ber- sügung stehen, in den Monaten November und Dezember Protest- Versammlungen abgehalten werden. Gegen die Militärvorlage und für Einführung der Volks wehr an Stelle der stehenden Heere votirte inDvrnig- heim eine Völksversammlung, in welcher Genosse Hoch aus Frankfurt a. M. resenrt hatte. Ferner erklärten sich gegen die Militärvorlage Volksvcrsamm- lungen in Neukirchen(Referent H. A lb e r t- Cbemnitz), Forst(Referent Keller- Görlitz), Fürth(Referenl O e r t e l- Nürnberg). Aus N o w a w e s wird uns unterm 29. Oktober berichtet: Di« gestern Abend hier abgehaltene Volksversammlung, die außer- ordentlich stark besucht war, hatte allerlei Hindernisse zu be- Üehen, ehe sie zu Stande kam. Unser Amtsvorsteher, Mücke mit Namen, machte bei der Anmeldung den Einwand, er genehmige die Versamnilnng nicht, sie müsse auch mindestens 48 Stunden vorher angemeldet werden. Den Hinweis auf das Gesetz, das nur von 24 Stunden vorausgegangener Anmeldung spreche und eine Genehmigung gar nicht kenne, ließ er nicht gelten. Da entschloß sich Genosse Neu mann, der die Anmeldung über- nomine» hatte, sich kurzer Hand an den Regierungspräsidenten nach Potsdam zu wenden. Dort verlangte man aber erst eine Beschiverdeschrift, ehe man entscheiden könne. Nach Rück- spräche mit Bebel wandte sich Neumann noch einmal an den Amtsvorsieher, um ihn eventuell darauf aufmerksam zu inachen, daß falls er die Anmeldung nach dem klaren Wortlaut des§ 1 der Verordnung über das Vereins- und Versamnilungs- gesetz nicht annehme und die vorgeschriebene Bescheinigung ausstelle, er neben der Beschwerde an die höhere Instanz eine Denunziation wegen Mißbrauchs der Amtsgewall zu erwarten habe. Aber so weit kam es nicht. Der Herr Amtsanwalt mochte mittlerweile von Potsdam aus telegraphisch den Wink erhalten haben, daß er sich im Unrecht befinde und so crtheilte er sofort die Bescheini- gnng, sich entschnloigend, er habe ganz übersehen, daß das Sozialistengesetz gefallen sei. Eine merk- irdige Entschuldigung für einen Man», der als Wächter der setze eingesetzt in! Die Versammlung fand also statt und war von ca. 1000 Personcu besucht. Bebel hatte das Referat über die neue Militärvorlage übernommen und nahm die Ver- sammlung schließlich einstimmig folgende Resolution an: „Die heutige in der Turnhalle tagende Versammlung, welche die Rede des Abgeordneten Bebel mit der größten Aufmerk- samleit angehört hat, spricht die Neberzeugung aus, daß der Militarismus eines der größten unter den vielen Nebeln der heutigen Wirlhschasts- Ordnung ist, indem er den KnUursortschritt verhindert, ein die Volkskraft ans- zehrendes System stützt, verderbliche Ungerechtigkeiten gegen die besitztosen Klassen verewigt und durch die Blut- und Goldstcuer, die er erfordert, das Volk aussaugt und schwächt. Die Ver- ammlung fordert die Volksvertreter im Reichstag auf, gegen jede Mehrbelastung des Volkes zu gunsten des Militarismus ntschieden Front zu machen und vielmehr auf den Ausbau eines Milizsysteins und die Gründung eines inUruatioiialen Schiedsgerichts hinzuwirken." Da sich kein Gegner zum Wort« meldete, obgleich dieselben zahlreich vorhanden waren, wurde die Versammlung mit einem mit Vcgeisterung ausgebrachten Hoch aus die internativiiale Sozialdemokratie geschlossen. Seitens der Anhaltischen Blei- und Silberwerke ging uns folgendes Schreiben zu: „Silberhütte(Anhalt). 27. Oktober 1892. In Ihrer Zeitung brachten Sie unter der Spitzmarke„König Stumm im Harze" eine angebliche Verfügung von mir. Ich lasse Ihnen dieselbe beiliegeno in ihrem ivirklichen Wortlaute zugchen und ersuche Sie höflichst, unter Berufung auf das Preßgesetz, Ihre Notiz dahin richtig zu stellen, daß ich meinen Arbeitern nicht das Lesen politischer Zeitungen, sonder» nur das Lesen des„Dessauer BollsblatteS", welches mein Werk verleumderisch beleidigte, verbot. Höflichst! Dr. F o e h r, Bergwerks- und Hiiltendirektor." Die„Verfügung" lautet: „Bekanntmachung Ich mache hiermit bekannt, daß gegen den Redakteur und die Verlngshandlung des„Volksblattes" in Dessau, sowie gegen den Agenten Th. Näberl in Harzgerode Strasantrag wegen Ver- gehens gegen§Z 186 und 187 dcs Strafgesetzbuches eingeleitet ist. Ich warne die Knappschaft, derartige Blätter, welche- nur das gute Verhältniß zwischen Arbeitgeber und Arbeiter unter- graben zu lesen, und verbiete künftig das Lesen und Halte» des „Vollsblattes" auf unseren Werken. Jeder der künftig in der Kantine oder bei der Arbeit beim Lesen des„Volksblattes" be- troffen wird, erhält seine Arbeit auf den Anhnllischen Blei- und Silberwerken gekündigt. Silberhütle(Anhalt), den 23. September 1892. Dr. Foehr, Berg- und Hüttendirektor." Der von un? gebrachte Text der„Verfügung", den wir unter Angabe der Quelle dem„Voiksblatt sür Anhalt" entnahmen. lautete: „Bekanntmachung. Mache hiermit bekannt, daß gegen den Redakteur des Volks- blatte?, sowie gegen den Agenten Th. Nebert und Verbreiter de? Blattes Anklage erhoben ist.(§§ 186 und 187 d. Str.-G.-V.) Wir warnen jeden, weder(!) in der Kantine noch auf unserem Werke das Volksblatt oder andere politische Schriften zu lesen oder zu verbreiten, da diese Blätter nur die guten Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in häßlicher Weise zu (Aren suchen. Zuwiderhandelnde erhalten ihre Arbeit aus den Anhnllischen Blei- und Silberwerkeu gekündigt. Dr. Foehr, Berg- und Hütten-Direktor." WaS hat nun Herr Berg- und Hütten d irektor Dr. Foehr eigentlich berichtigt? Unser Text und der selnige sind Jacke wie Hose. Beide berechtigen uns in gleicher Weise, Herrn Dr. Foehr den Ehrentitel eines„König Stumm im Harz" beizulegen. In Oeleuan(Sachsen) wurde ein Wahlverein gegründet, dem sofort ca. 2S Genoffen beitraten. Todtenliste der Partei. Genosse Ernst Meier. In Thalheim verstarb der Polizeiliches, Gerichtliche» rc. — Nach einer Bekanntmachung der Schweidnitzer Staats- anivaltschast hat M a x B a g i n s k i, der frühere Redakteur des Lau gen Vielau er„Proletariers", noch 291 Tage und 21V» Stunde» abzusitzen. Bagiuski wird diesen„Rest" absitzen, wenn seine Gesundheit wieder hergestellt ist. Bis dahitz will er in der Schweiz bleiben. — K o n f i s z i r t wurde am letzten Donnerstag in Halle von der dortigen Polizei die Nr. 240 dos„ V o l! s b I a-t t s." Angeblich handelt es sich um eine Beleidigung. Es fielen der Polizei 41 Exemplare zum Opfer. DviekirnlZsn vev Dvdskkton. M. Aachen. Dem Arbeiter steht die Invalidenrente leider nicht zu. Er hätte drei Jahre in einem versicherungspflichtigen Verhältniß stehen müssen. W. G—w.«. 2t. Sie müssen diese Angelegenheit Ihrer Gewerkschaft übergeben. Für den Juhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 30. Oktober. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. Montag: Der Trompeter Sättingen. Schauspielhaus. Don Columbus. Der eingebildete Kranke. Montag: Der neue Herr. Leffing- Thenter. Die Orientreise. Montag: Diefelbe Vorstellung. Deutsches Theater. Lolo's Vater. Montag: Prinz Friedrich von Hom burg. Berliner Theater. Dora. Montag: Diefelbe Vorstellung. Bellealliance Theater. Pandora oder: Götterfunken. Concordia- Festsäle Andreasstr. 64. C. Saeger. Krantstr. 38. Gente, sowie ferner Grosses Concert. jeden Sonntag: Nach dem Concert: Grosser Ball. Die Ballmusik wird von zwei Orchestern ausgeführt. Kaffen- Oeffnung 42 Uhr. Anfang 52 Uhr. Entree 30 Pf, Familien- Abonnements( 20 stk. à 3 M.) sind an der Kasse zu haben. Avis: Außerdem empfehle ich meine neuen Prachtfäle für Gesellschaften und Vereine 2c., sowie 2 Vereinszimmer und 5 auf das bequemiste eingerichtete Regelbahnen sowie Billard- Salons zur gefälligen Benußung unter toulantester Bedienung. Hochachtungsvoll C. Saeger. 49/5 Berliner Bock- Brauerei. 2 grosse Säle und 1 Vereinszimmer für ca. 20 bis 40 Personen zu vergeben. Einige Sonnabende sind noch frei. August Tiedemann, Kroll's Theater. Der Trompeter 3208L von Säffingen. Montag: Vorstellung. Residenz- Theater. Im Pavillon Treptow, ( Le Parfum). Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die schöne Helena. Montag: Dieselbe Borstellung. Thomas- Theater. Der Vereins präsident. Vorher: Du drögst de Bann weg. Zum Schluß: Jochen Päsel, wat bist de vörn Esel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Erußt- Theater. Die wilde Madonna. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplat- Theater. Gigerin. Berliner Montag: Diefelbe Vorstellung. National- Theater. Die Geheim niffe von Berlin. Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenTheater der Reidshallen. Spezia litäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten Borstellung, Oekonom. Park- Jeben Sonntag im neu renov. Parquet strasse. Gaal: WF Grosser Ball. Bade's Volksgarten. Ausschank v. Weiss- u. Bairisch- Bier. Circus Renz. Sonntag, den 30. Oftober 1892, Abends 74 Uhr: Grosse Fest- Vorstellung und Debüt sämmtlicher neuengagirter Künstler und Künstlerinnen, u. a. Auftreten des anerkannt beften Schulreiters der Welt Mr. James Fillis mit feinem Vollblutpferde Germinal". Hippologischer Kongreh mit 36 der edelsten Pferde, in Freiheit dressirt, vorgeführt " vom Direktor Franz Renz. GrandeQuadrille de la haute équitation, ge ritten von 6 Damen und 6 Herren ( Rostüme in vollständig neuem Genre) mit 12 der besten Schulpferde des Martalles, arrangirt und vorgeführt vom Direktor Franz Renz etc. etc. Montag, den 31. Oktober, und folgende Tage: Vorstellung, Abends 7/4 1hr, mit neuem Programm. Fr. Renz, Direktor. Adolph Ernst- Theater. Feen- Palast Die wilde Madonna. Gesangsposse in 3 Atten von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Scene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7% Uhr. E Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alexander- Play- Theater. Sonntag, den 28. Ottober 1892: Nachm. 32 Uhr, BF B bei ermäßigten Preisen: Tannhäuser. Bosse mit Gesang in drei Atten und vier Bildern bearbeitet von R. Sybel. Raffen Eröffnung Nachmittags 3 Uhr. Abends 71/2 Uhr: Berliner GigerIn. Montag, 7/2 Uhr: Berliner Gigerin. American- Theater. Nen! Die Trockenwohner, oder„ Das Kind in der Kommode", parodistisch- realistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hof aus, von Oskar Wagner. Hauptrolle: Der urkomische Bendir. Jeden Abend jubelnder Beifall. Der feine Reisner. Berliner Lokalpoffe von D. Wagner. Neu! Die Wiener DriginalSoubrette Clotilde Kowala. Anfang 7 Uhr. Entree 75 Pf. Sonntags 6 Uhr. PassagePanopticum. 9 BER Welt- Lokal Berlins, 5000 Perf. faffend. Burgstraße, neben der Börse. Täglich Gr. Spezialitäten- Borstellung. Nur noch bis zum 1. November cr.: Auftreten des Oktober- Personals, sowie Gastspiel des Signor de Venturini, mit der Vorführung der Aerolithe" Das Geheimniß der Luft". Am 1. November cr.: Durchweg neues Künstlerpersonal. Anfang Wochentags 71/2 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 50 Pf. Castan's Panoptikum. Sensationell! Prinzeß Lopase. Vorstellungen 11-1 und 4-9 Uhr Stündlich. Ohne Extra- Entree. Entree 50 Pf., Kinder 25 pr. Abonnement für Tanz 1 M.[ 3172L Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer Ecke Karlstraße. Sonntag, den 30. Oktober, 2 auserordentliche Vorstellungen Nachmittags 4 Uhr( 1 Kind frei). In dieser Vorst. it. a. Miß Erna und Mr. Walton mit ihrer dress. Hunde, Affen- u. Pony- Gruppe. Zweite Vorstellung Abends 72 Uhr: 55 Hengste, zus. vorgef. vom Direktor Althoff. Außerdem Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Reiten und Vorf. bestdress. Schul- und Freiheitspferde. Montag 7/2 Uhr: Gr. Vorstellung. Vorführung durch den Direktor Althoff 2c. FRIEDRICHSHAIN AktienBrauerei Friedrichshain am Rönigsthor. Heute, Sonntag: Grosses InstrumentalKonzert W. Böhme, unter Benuzung der neuen großen Konzert- Orgel. Anfang 4 hr. Eintritt 30 Pf. Kinder frei. Programm unentgeltlich.[ 3139L und Allen Freunden empfehle mein Genossen Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. General- Versammlung Dienstag, 1. November, Abends 8 Uhr, im Schultheiß", Chausseestr. 88. Zages Ordnung: 1. Raffenbericht. 2. Vorstandswahl. 3. Vortrag des Herrn Dr. Pinn: Der Bildungsdrang der Arbeiter und der Kapitalismus". 4. Diskussion. 5. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 6. Fragetasten. Mitgliedsbuch legitimirt. 239/5 Der Vorstand. Mitglieder, welche noch im Befihe von Billets zur Lassallefeier sind, werden ersucht, bis zur Generalversammlung entgiltig abzurechnen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. General- Versammlung Sonntag, den 27. November 1892, Vormittags 91/2 Uhr, bei Lips, Brauerei Friedrichshain. Alle zum Bunde gehörende Vereine werden ersucht, Anträge auf Abänderung des Statuts bis spätestens den 19. November beim Vorsitzenden einzureichen. 105/2 Der Vorstand. Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen. Bureau und Arbeitsnachweis: C., Neue Grünstr. 10, I. Fernspr.: Amt 1, 810. Sonnabend, den 5. November in den Concordia- Festsälen, Andreasstr. 64: I. Stiftungsfest bestehend in Gr. Vokal- und Instrumental- Konzert und Ball. Das Konzert wird ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmufiter unter Zeitung des Dirigenten Herrn G. Naabe. Mitwirkung der Gesangvereine Liederluft" und" Brüderschaft"( circa 100 Sänger, M. d. A.-S.-B.) unter Leitung des Dirigenten Herrn P. Hoppe. Prolog von C. M. Scävola. Festrede gesprochen vom Reichstags- Abgeordneten Paul Singer. Großes Festspiel: 12 Jahre der Verbannung oder des Ausgewiesenen Heimkehr. Episch- bramatische Dichtung von E. M. Scavola in 12 lebenden Bildern, dargestellt von Verein für voltsthümliche Kunst unter Zeitung seines Dirigenten Genossen Fritz Hausen. Anfang des Konzerts 8 Uhr, der Festrede 91/2 Uhr, der lebenden Bilder 10 Uhr. Gintritt inkl. Tang 50 Pf. B Billets sind im Bureau, Neue Grünftr. 10 I und in den bekannten Sandlungen zu haben. Achtung! Achtung! 170/2 Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Often Berlins! Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer am Sonntag, den 30. Oktober, Abends 6 Uhr, in Schneider's Gesellschaftshaus, Proskauerstr. 37-38. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genoffen Rein über: Das Leben im Rampf." 2. Dis 82082 fuffion. Entree 10 Pf. Nach der Versammlung geselliges BeisammienWeiß- und Bairisch- Bierlokal. ein und Tang. 2850b Vereinszimmer bis zu 40 Personen Bentral- Kranken- und Sterbekasse der die ganze Woche frei. Joh. Gnadt, Swinemünderstr. 120. Fest- Säle H. Zimmerer( E.§. Nr. 2 Hamburg) Oertliche Verwaltung Berlin. General- Versammlung am Dienstag, den 1. November cr., Abends 81/2 Uhr, E zur bevorstehenden Saison empfiehlt in Bolt Lokal( unterem Saal), Alte Jakobstraße Nr. 75( früher Feuerstein). gratis 26032 Gratweil's Bierhallen Weberstr. 17. B. Nieft, Weberstr. 17, Kommandantenstraße 77-79, Täglich: Borussia- Konzert- und Kouplet- Sänger. Gastspiel des Charles Randolf, 3auberkünstler und Gedankenleser à la Cumberland. Wochentags frei. Sonntags Entree 30 Bi Gr. Frühstücks- u. Mittagstifd), 3wei Säle zu Versammlungen und Vergnügungen. fowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. Konzertpark Victoria Frankfurter Allee 72. Vereinszimmer. Fuk!!( Inhaber Frih Rosche.) ein Neu! Große Säle! Neu! Riesen- zu Versammlungen und FeftKind!!! Ohne Extra- Entrée. KaiserFriedrichs- Garten von 11-1 und 4-9 Uhr. Fortuna- Säle Straußbergerstr. 3. Sonntag: Großer Ball. Donnerstag. Jeden Gesellschaftstunde. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich wieder ein Weißu. Bairisch- Bierlokal nebst Destillation eröffnet habe. Französ. Billard, 2ages Ordnung: 1. Abrechnung pro 3. Quartal 1892. 2. Vortrag des Herrn Dr. Christeller über:„ Erste Hilfe bei Unglücksfällen". 3. Verschiedenes. 366/1 Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. J. A.: August Gruse, Höchstestr. 18. Vereinszimmer mit Pianino fteht aus Maschinenmeister- Verein Berliner Buchdrucker. Verfügung. 2853b G. Bretag, Pallisadenstr. 95. Versammlung empfehle mein Weiß- und BairischAllen Freunden und Parteigenenosi am Dienstag, den 1. November, Abends 81/2 Uhr, in Schultheik' Bier- Lokal. Vereinszimmer m. Pianino zu vergeben. 26239 Frik Fröhlich, Naunynstr. 43. Restaurant 6. Weigmann's Andreashof. jeden Sonnabend u. Sonnt, musikalischer Unterhaltungsabend, auch steht ein Vereinszimmer den geehrten Vereinen zur Verfügung. 27986 Brauerei- Ausschank, Neue Jakobstraße Nr. 25. Tages Ordnung: Vortrag des Herrn Dr. med. Weyl über: Naturheilmethode".- Kol 28046 Tegen als Gäfte willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Zentralverband deutscher Konditoren, Pfefferküchler u. Berufsgenossen, Lokalverein Berlin. Sonntag, den 80. Oktober 1892, Abends 7 Uhr: in Boly Restaurant( früher Feuerstein), Alte Jakobstr. 75: Meinen Freunden und Bekannten zur Vortrag des Herrn Dr. Pinn über Lügen unserer Zeit". freundl. Mittheilung, daß ich Grünauerstraße 27 eine Restauration errichtet lichkeiten auch Sonntags.[ 31761. habe. Vereinsz. z. verg. Um freundl. Zuspruch bittet[ 2608b] Otto Jacob. Rixdorf. Rnesebeckstr. 77. Herrmannstr. 87. Jeden Sonntag von 4 Uhr ab: Großer Ball. Die Kafferküdje steht den geehrten Damen zu jeder Tageszeit zur Verfügung. Nach den Vorträgen: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Gäste sind sehr willkommen. Zur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. Recht zahlreichen Besuch erwartet 96/1 Der Vorstand. Empfehle Freunden und Genossen mein neu eröffnetes. Weiß- und Ba irischbier- Lokal nebst Destillation. Vereinszimmer mit Pianino, 40 bis Bureau und Arbeitsnachweis C., Neue Grünstr. 10, I. Fernspr. Amt I. 810. Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen. 50 Personen faffend, steht zur Berfügung, S. Bernhardt, Schönleinstraße 7. Versammlung 27686 am Dienstag, den 1. November, in Bolh' Salon( früh. Feuerstein), Alte Jakobstraße 75( aberer Sanl), Tanz- Institut, 2 renovirte verbed te Kegelbahnen. F. Pietsch, Dresdenerstraße 10. Lages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Zahnarzt Robert Wolff über: Bourgeoisie Hierzu ladet ergebenst ein Ein n. Lehrkursus für Damen u. Hrn. und Sozialismus". 2. Diskussion. 3. Abrechnung von den Festen und BeEduard Wiersing. beginnt Sonntag, 6. Nov., Nachm. 4 Uhr. richt über den Arbeitsnachweis. 4. Arjnahme neuer Mitglieder, Geschäftliches Vereinszimmer mit Biano, auch Meldungen Adalbertfit. 3 und bei Be- und Fragekasten. Jeder Hausdiener ist eingeladen. Gäste gern gesehen. 5. Birk. 13. Bahlst., zu verg. Reyer, Nautynsir.74.1 ginn des Unterrichts. Der Vorstand. Dieselben sind zu allen Privatfestlichkeiten unter toulanten Bedingungen zu vergebent. Hochachtend 3173L 28056 170/3 Verantwortlicher Redakteur: Angust Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. e २ C 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 255. Sonntag, den 30. Oktober 1892. möglicherweise Störung alsbald zu so 9. Jahrg. Was man sich„ oben" vorstellt. ebaefeitigen, to theiten sie auch dieses Verhältniß der mannschaft und die requirirten Aſſiſtenzmannſchaften der MilitärDie Fränkische Tagespost" schreibt: Kommandantur mit, unter dem Ansuchen, die entsprechenden Anordnungen zu treffen Als der General- Reichskanzler Caprivi die Unteroffiziersa. für die Möglichkeit etwa erforderlicher rascher Assistenzprämien im Reichstag durchdrückte, sprach er davon, daß die- leistung nach den Bestimmungen der Garnisons- Wachdienstvor selben dazu dienen follten, einen für eventuelle Straßen schriften, oder tämpfe zuverlässigen Stamm von Unteroffizieren zu erziehen. b. für rasches Eingreifen, wenn eine Requisition der ZivilJetzt werden diese Prämien freilich schon nicht mehr als zweck- behörden auf Grund des Gesetzes vom 4. Mai 1851 erfolgen dienlich oder doch nicht als ausreichend erachtet und man greift müßte. zu Handgeldern für Kapitulanten, wie solche früher bei Söldnertruppen Usus waren. Die requirirende Zivilbehörde giebt dann zugleich näheren Aufschluß über die erwarteten Verhältnisse und die Stärke der Polizeimannschaft, welche an dem bedrohten Orte bereit gestellt wird. Der Stadttommandant kann dann entweder eine nahe liegende Wache verstärken, oder nach Umständen vorübergehend eine neue Wache aufstellen, oder wenn die Sachlage es erfordert, die Garnison oder einen Theil derfelben in der Raserne fonfigniren. 7. Rann die öffentliche Ruhe und Ordnung durch die Polizeiwachen nicht mehr hergestellt werden, so wird von dem föniglichen Kommiffär, thunlichst im Benehmen mit dem Polizeivorstand, im Nothfalle von letzterem unter alleiniger Verantwort lichkeit, nach Maßgabe des Gesetzes vom 4. Mai 1851,„ Das Einschreiten der bewaffneten Macht zur Erhaltung der geseh lichen Ordnung betreffend", die bewaffnete Macht aufgeboten. Das Aufgebot geschieht schriftlich( Formular 11), nur im Nothfalle mündlich unter alsbaldiger schriftlicher Wiederholung ( Formular 111). Dem tgl. 1. Staatsanwalte am fgl. Bandgerichte wird von der Sachlage Kenntniß gegeben. Sammelplatz wird jeht für den fgl. Stadtkommandanten, ben kgl. Kommissar und den Polizeivorstand das Rathhaus. Sollte im Verlauf der Unruhen ein anderer Sammelplay, 8. B. ein dem Herde der Unruhen näherer oder ein gesicherterer Ort nothwendig werden, als das Rathhaus, so sind alle Rapporte der Polizei- Organe in verlässiger und vollständiger Weise dorthin zu richten. Vor einigen Tagen veröffentlichten wir nach unserm pfälzi fchen Parteiorgan einen militärbehördlichen, von der Zivilbehörde gegengezeichneten Erlaß, betreffend die Führung Schwarzer, richtiger rother Listen über die zum Militärdienst ein rückenden Sozialdemokraten. Sowohl deutschfreisinnige als Zentrumsblätter bemerkten zu demselben, daß man wahrscheinlich nur vergessen haben werde, diesen aus der Zeit des SozialistenFür den Fall, als nur Wachen aufgestellt oder verstärkt gesetzes stammenden Erlaß aufzuheben. Die in demselben ent- werden, erfolgt die Assistenzleistung der Wachen nur in der Aushaltenen Bestimmungen hätten seinerzeit für das ganze Reich ge- dehnung und in der Weise, wie dieselbe durch die Garnisons- 8. Wird Generalmarsch geblasen oder beim Bekanntwerden golten( gelten jetzt wohl auch noch), um bei der Auswahl der Wachdienstvorschriften vorgeschrieben ist. größerer Ruhestörungen überhaupt, haben sich sämmtliche Unteroffiziere feine Mißgriffe zu thun. Von den getroffenen Anordnungen giebt die Kommandantur Bolizeibeamte und Polizeibedienstete, welche nicht, wie z. B. Wir sind in der Lage, im Nachstehenden eine Vereinbarung der requirirenden Zivilbehörde Kenntniß. Es wird sich empfehlen, Stationisten, die Patrouilleurs u. f. w. äußeren Dienst haben, zu veröffentlichen, die zwischen bayerischen Militär- und daß bei den in dieser Ziffer erwähnten Verhältnissen außer dem sofort in das Nathhaus zu begeben, falls dies nicht schon vorZivilbehörden für den Fall von Straßenkämpfen" und schriftlichen Ersuchen die nähere Erörterung der Umstände auch her geschehen ist. ähnlichen Ereignissen getroffen wurde. Dieselbe stammt nicht noch mündlich erfolgt. aus der Zeit des Sozialistengefeges, sondern ist von Ende 3. Sollten die Zivilbehörden die gestörte öffentliche Ruhe Oftober 1890 datirt. Sie bezieht sich auf eine größere Industrie- und Ordnung mit den ihnen zur Verfügung stehenden Polizeistadt Bayerns, doch ist es auch nicht ausgeschlossen, daß fie für und Assistenzmannschaften der nahegelegenen unter Biffer 2 er ganz Bayern bestimmt war.( Wir neigen allerdings mehr der wähnten Wachen nicht herzustellen vermögen, so bieten dieselben Meinung zu, daß ein schneidiger" Bezirksamtmann und ein eben die bewaffnete Macht nach den Bestellungen des Gesetzes vom solcher Playoffizier die Schöpfer waren.) Aus dem interessanten 4. Mai 1851, das Einschreiten der bewaffneten Macht zur Her- zuwenden und sind die Nachrichten in verlässiger, nicht aufAftenstück, welches wahrscheinlich infolge der vorausgegangenen stellung der geseglichen Ordnung betreffend, auf. Wenn nun fälliger Weise an den Polizeivorstand und den könig Beschlüsse sozialdemokratischer Kongresse über die Arbeiter- Mai- auch die Art der Verwendung der bewaffneten Macht zur Her- lichen Kommiffär zu befördern. Besonderes Augenmerk ist darauf feier das Licht der Welt erblickte wenigstens fand kurz vor stellung der gestörten Ordnung ganz dem Ermessen des Stadt zu richten, wer die Leiter und Anführer der Bewegung sind, der 1891er Maifeier eine Vertheilung desselben an diverse behörd Kommandanten anbeimgestellt ist, so hat doch der königliche welche Richtung dieselbe nimmt, ob Buzug von außen stattfindet liche Organe statt ist ersichtlich, was für Vorstellungen man Kommissar oder eventuell der Bürgermeister mit dem Stadt- und ob Boltsmassen sich bewaffnen. Selbstverständlich sucht die fich oben" von allgemeinen Arbeiterfesten macht und weisen Kommandanten in Verbindung zu bleiben und denselben Polizeimannschaft von vornherein die sich ansammelnden Bolts man sich vom Volte überhaupt versehen zu müssen glaubt. Die ſtets von den Verhältnissen in der Stadt, welche maffen alsbald zu zerstreuen, sorgt für Entfernung von Material, " Urkunde", welche der Kenntniß der Allgemeinheit nicht vor ihm durch die in der Stadt vertheilten Polizei- Organe welches zum Werfen oder Barrikadenbau dienen könnte, vom enthalten werden darf, lautet: gemeldet werden, in Kenntniß zu erhalten und demselben ihre muthmaßlichen Schauplah der Unruhen und sucht sich mit verBeurtheilung der jeweiligen Sachlage mitzutheilen. lässigen Bürgern behufs Niederhaltung jeglichen Unfugs und zur Dem Schutze des städtischen Gaswertes ist eine besondere Unterstützung der Polizei in Verbindung zu setzen. Aufmerksamkeit zuzuwenden. " " " Die äußeren Wachen verbleiben, infolange nicht anders be stimmt ist, in ihren Bezirken, haben in denselben jede Bewegung sorgfältig zu beobachten und gegebenen Falles dem Polizeivorstande und dem königlichen Kommissär über beachtensiverthe Vorgänge Meldung unverzüglich zukommen zu laffen. Dem Nachrichtendienste ist dabei die größte Sorgfalt zus Bestimmungen über das Zusammenwirten der Zivil Behörden und der Kommandantur für den Fall einer Bedrohung oder Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung in X.( Stadt und Land). 1. Grundsätzlich ist es Aufgabe der Zivilbehörden, mit den ihnen zu Gebote stehenden Polizeikräften die öffentliche Ruhe zu erhalten und bezüglichen Unordnungen zunächst ohne Mitwirkung des Militärs entgegenzutreten beziv. sie im Entstehen zu unterAlle der Stadtkommandantur und den Zivilbehörden unter- angehören, begeben sich bei drohenden oder ausbrechenden Un9. Die städtischen Beamten, welche nicht dem Polizeidienste drücken. Genügen jedoch die verfügbaren eigenen Kräfte der Zivilbehörden nicht zur fofortigen Wiederherstellung der gestörten stellten Organe erstatten ihre Meldungen dahin. oder bedrohten Ruhe und Ordnung, so ist auf Anruf der Zivil- Wenn sich später der Stadtkommandant, der tgl. Kommiffär ruhen auf ihre Bureaus, namentlich die Kaffierer in ihre Raffenbehörde diefe bei Steuerung von Unfug zc. von den militärischen und der Bürgermeister auf einen anderen Blaß, wie z. B. auf lokale, die Verwalter städtischer Anstalten in diefelben, um Maßregeln zur Sicherung der ihnen anvertrauten Kassen oder AnBachen zu unterstützen und hierzu die nach den Umständen er- den Schauplatz der Unruhen begeben, so wird im Rathhause ihr stalten, falls solche geboten erscheinen, alsbald mit umsicht zu forderliche Mannschaft von dem angegangenen Wachbefehlshaber Aufenthaltsort stets zu erfahren sein. in der Artilleriefaferne abzustellen. 5. Go bald größere Bufammenrottungen oder gröbere ergreifen oder der Polizeileitung zur raschen Ausführung von Störungen der öffentlichen Ordnung, als bereits eingetreten oder Anordnungen behilflich zu sein. in naher Aussicht ftebend, au amtlicher Kenntniß gelangen, fest der Polizeivorstand fofort mündlich oder schriftlich den königl. Kommissär der Stadt in Kenntniß und es treten diefelben mit einander ins Benehmen, um vereint die nöthigen Maßregeln, entsprechend den Kompetenzverhältnissen, zu treffen. Dieselben segen gegebenen Falles den föniglichen StadtKommandanten von der Sachlage in vorläufige Kenntniß, bezeichnen dabei, soweit möglich, den Umfang der Ausschreitung und ihre etwa zu erwartende Ausdehnung, und werden sich vorläufig im Rathhause aufhalten. Größere Waffenniederlagen, sowie die Bahnhöfe, Bank4. Sammelplatz für die Militäre und Zivilbehörden ist in anstalten, das Leihhaus und Sparkassengebäude, das Gas- und Fällen der gestörten Ruhe und Ordnung das Rathhaus. Dahin Wasserwerk 2c. find im Auge zu behalten und bedrohte Personen begeben sich auf die erste Meldung der fgl. Rommiffär, der oder die Vorstände bedrohter Etablissements in taktvoller Weise Bürgermeister und der Stadtkommandant, sowie die von denzu verständigen. felben bestimmten Chargen und Beamten. Zu derartigem Aufrufe militärischer Hilfeleistung sind befugt: Polizeibeanite, Polizeifoldaten 2c. 2c. Außerdem find die Wachvorgesetzten berechtigt, militärisches Einschreiten der Wachen anzuordnen, wenn die Zivilbehörde nach Sachlage außer stande fich befindet, die Requisition rechtzeitig zu erlaffen, ferner nach erflärtem Belagerungszustande nach Maßgabe der desfallsigen gesetzlichen Zulässigkeit. Mit Ausnahme des letzteren Falles verhalten sich solche abgestellte Assistenzmannschaften nach den Vorschriften für den Garnisonswachdienst. 2. Ist den Zivilbehörden bekannt, daß Vorgänge in der Stadt stattfinden werden, bei welchen eine belangreiche Störung der Ordnung mit größerer Wahrscheinlichkeit eintreten kann als unter gewöhnlichen Verhältnissen, so ist an dem bedrohten Orte eine entsprechende und, wenn es für nothwendig erachtet wird, die ganze Zahl der mit Rücksicht auf die übrigen Dienstesauf gaben disponiblen Polizeiorgane in Bereitschaft zu halten. Von solchen Verhältnissen fett je nach Lage der Sache die betreffende Zivilbehörde die Stadtfommandantur in Kenntniß. Sollten jedoch die Zivilbehörden in folchen Fällen die begründete Ansicht hegen, daß auch die Bereitstellung aller mit Rücksicht auf die übrigen Dienstesaufgaben disponiblen Polizeiorgane an dem bedrohten Orte nicht genügende Sicherheit bietet, Sonntagsplauderet. Bugleich wird der Polizeivorstand je nach Lage der Sache die von dem Auflaufe betroffenen Bezirke durch Polizeileute befeßen lassen. 6. Der Polizeivorstand im Benehmen mit dem Königl. Kommissär sendet einen Polizeibeamten in Uniform oder mit weißer Schärpe unter entsprechender Begleitung an Ort und Stelle der Zusammenrottung mit der Bestimmung, die Entfernung der verfammelten Menge auf gütlichem Wege zu versuchen. Diesem Beamten werden mehrere Polizeibedienstete in Zivil zur Verfügung gestellt, mittelst deren derselbe den Polizeivorstand und den fgl. Kommissär stets von der Sachlage in Kenntniß zu fehen hat. 10. Der oben in Ziffer 6 bezeichnete Beamte, welcher nach fruchtlosem Versuche gütlicher Zerstreuung der Menge sich in der Nähe der Zusammenrottung zu halten hat, schließt sich, sobald eine Militärabtheilung eintrifft, dieser an. Derselbe hat, wenn ihm von dem abgeordneten militärischen Befehlshaber mitgetheilt wird, daß das Militär zum Einschreiten mit den Waffen bereit und hierzu beauftragt sei, die versammelte Menschenmenge nach Vorschrift des Art. 3 des allegirten Gesetzes mittelst dreimaligen Aufrufs zum ruhigen Auseinandergehen aufzufordern. Hierbei ist die Fassung zu gebrauchen: Im Namen des Gefeßes fordere ich die Anwesenden zum ruhigen Auseinandergehen auf, widrigenfalls die bewaffnete Macht einschreiten würde." 11. Sollte der in Ziffer 6 genannte Beamte aus irgend welchem Grunde sich der Militärabtheilung nicht anzunähern vermögen, und der Militärabtheilung ein anderer Polizeibeamter in Uniform, oder versehen mit einer weißen Schärpe, zugetheilt fein, fo erfolgt die Aufforderung durch eine Militärperson. ( Art. 3 Abs. 3 des Gesetzes vom 4. Mai 1851.) 12. Jeder Aufforderung geht womöglich ein von der abgeordneten Militärabtheilung zu gebendes Horn, Trompeten oder Trommel- Signal voraus. Die Zwischenpause zwischen den dreimaligen Aufforderungen bemißt sich zunächst nach Lage der gut zu beschönigen, so lächelt der Bourgeois Zustimmung, Welt gebracht, als Gift und Dolch in Mörders Hand je und wenn zwei dasselbe thun, ist es manchmal noch lange konnten." Fast scheint es, daß es leichter wäre, Politik zu nicht dasselbe. Die Kölnische Zeitung" veröffentlichte die machen, als sie zu kommentiren, und der armselige Mensch, R. C. Der Alp, der Wochen lang auf der Berliner Militärvorlage, und fein offiziöses Telegramm theilte bis jetzt der die Aufgabe hat, Druckfehler aus den Reden berühmter Bürgerschaft lastete, hat sich glücklich gelöſt: einer wohl- mit, daß man dort den polizeilichen Apparat in Bewegung Leute zu beseitigen, erntet meistens schwarzen Undant, und verbürgten Nachricht zufolge hat sich Herr Stryck doch ent- gesetzt hätte, um den Miffethäter zu entdecken. In der er darf froh sein, wenn er nach gethaner Schuldigkeit unschlossen, die Wahl zum Stadtverordnetenvorsteher an- Metropole der Intelligenz geht man schneidiger vor, mit behelligt seines Weges ziehen darf. Allerdings darf man zunehmen geendet nach langem, verderblichem Streit fliegenden Fahnen kommt eine halbe Kompagnie von in solchem Fall nicht wissen, welcher Meinung man eigent ist die vorsteherlose, die schreckliche Zeit, und ein Stryck ist Kriminalbeamten und sieht unter jedes Spind, ob der lich ist, aber in der heutigen, vielbewegten Beit kommt es wieder auf Erden. Ein Theil von rabiaten Mitgliedern Thäter dort nicht verborgen ist: am besten macht man es auch darauf weniger an, als daß man davon überzeugt ist, der Linken hat sich schmollend in einen dusteren Winkel in Nürnberg- dort hängt man nämlich keinen, bevor man stets auf der richtigen Seite zu stehen. Der jetzige zurückgezogen, und stolz auf diese Heldenthat und auf ein ihn nicht hat. Reichskanzler findet nur wenige Federn, die er zu geschriebenes Zirkular erwarten sie erhobenen Hauptes die Die Nürnberger sind die Weisesten: sie brauen längeren Lobeserhebungen begeistern kann; es scheint, Dinge, die da kommen sollen, und den Dank der Bürger- gutes Bier, haben ihren Trichter, und ihre Straf daß gerade diese Beamtenkategorie erft immer ein schaft. Wenn letzterer ausbleibt, entbehrt die Sezession vollstreckung hat nur den einen Haken, daß sie nur selten a. D." hinter ihren Titel sehen muß, damit auch under höheren Weise, die Fraktion Stryck ist Siegerin jemand daran zu hängen haben, wie wir eben fahen. Un bescholtene Leute für sie Tinte vergießen. Der Altreichsgeblieben im männermordenden Wettstreit, und wenn einige angenehmer ist schon Herr von Stephan, seine Snittelverse tangler" wenigstens klagte elegisch darüber, daß während er Monate ins Land gegangen sind, werden sich die feindlichen sind manchmal faft so gut wie feine Strafanträge. Und noch im Amt war, nur eine bestimmte Klasse von Leuten Brüder schluchzend und Freudenthränen vergießend an den hat er ein rändiges Schäflein in seiner Heerde entdeckt, so dazu zu bewegen war, feine Thätigkeit mit Hilfe der sonst granitenen Männerherzen liegen. möchte er zu gern ein Nürnberger sein, aber so ein Schäf so verhaßten Druckerschwärze zu illustriren. Zwar, Ehrenmänner sind sie alle, aber der Mensch lein ist manchmal sehr schwer zu finden. Die Polizei ent- Doch mag dem sein, wie ihm wolle: auch die deutsche lebt doch nicht blos vom Brot allein, er will auch die ledigt sich auch ihrer postalischen Aufträge mit der wohl Gesellschaft für ethische Kultur hat die Welt nicht aus ihren Achtung und den Beifall seiner Mitbürger genießen, und wollenden Gesinnung einer Hausfrau, die ein liebes Hausthier Angeln gehoben, dafür aber eine Beitung gegründet. Nun wenn man vom Rathhause kommt, ist man gemeinhin gemästet hat; sie wird es streicheln und hegen und pflegen, werden die Meinungsverschiedenheiten hoffentlich in den flüger, als wenn man den dornenvollen Pfad dorthin aber wenn der kritische Augenblick da ist, daß es die Tafel zieren Spalten dieses Organs weiter zum Austrag gebracht werbeschreitet. Die Stryckiade gehört der Weltgeschichte soll, schert sie sich den Kuckuk um Geschrei und Flügelschlagen den, und die Welt wird wahrscheinlich erfahren, wie und auf an, und sie ist eine jener kleinen, lichtvollen, humor- ein furzes Geräusch und ein bischen Röcheln, dann ist der welche Weise alles zum besten gekehrt werden soll. Bisher burchwürzten Episoden gewesen, ohne welche die langweiligen Hals umgedreht; ein kurzes Schlüsselklappern und Riegel- herrschte in nicht eingeweihten Kreisen ein angenehmes Senatoren im rothen Hause schwerlich das Interesse schieben und Du sizest zwischen vier weißgetünchten Wänden, Dunkel, in welches auch das verbesserte und destillirte hrer Zeitgenossen auf längere Zeit feffeln könnten. Der stierst in Deinen Wassertrug, und wenn Du viel Kourage Christenthum des Herrn von Egidy keinen Lichtstrahl entStorm im Glase Wasser hat sich gelegt, die Entrüstung ist hast, so pfeisst Du das sinnige Lied:„ Ei, wie ist das senden konnte. Allerdings dürfen wir offen eingestehen, im Shwinden begriffen, ein gewinnendes Augurenlächeln Leben schön!"" daß wir bisher gerade nicht von brennender Neugierde glättet die Bornesfalten von der Stirn hinweg, und wenn Und wohl Dem, der frei von Schuld und Fehle bewegen des Problems geplagt wurden, wie auf ethischem man erst wieder einmal ganz unter sich sein wird, gesteht wahrt die kindlich reine Seele! Riccaut de la Marlinière Wege Noth und Drangsal aus dieser Welt geschafft werden man sich vielleicht unter verbindlichem Händedruck ein, daß forrigirte sein Glück ein wenig nach Art gewiegter soll. Der freisinnige Abgeordnete Bachnicke steht wenigstens forrigirt man ein furchtbarer Schafskopf war, fich wegen eines Kümmelblättchenbrüder, ein Sätularmensch mit dem Richtschwert vor dem Rapitalismus die ethische lumpigen Wortes gegenseitig in die Glazen zu gerathen. eine Depesche, so hat er das Recht, sich eine welt- Gesellschaft wird also der zahlungsfähigen Moral nicht zu Was bedeutet ein Wort mehr oder weniger in unserer historische That auf sein Ronto gutzuschreiben, und außer Leibe rücken. mortereichen Zeit! Mit angenehm flingenden Worten über dem nimmt er sich die Freiheit, auf die Zeitungslebt man flaffende Thatsachen, und versteht man eine Sache männer zu schimpfen, die des llebels mehr in diese Verhältnisse; wenn möglich erfolgen sie in Pausen von etwa zwei Minuten. Sind die Voraussetzungen des Art. 5 des allegirten Gesetzes gegeben, so schreitet die Militärmannschaft sofort mit der Waffe ein und hat in folchem Falle weitere Aufforderung seitens des Zivilbeamten selbstverständlich zu unterbleiben. " beide ihre Pappenheimer kennen. Die Bewohner der von der Die Neue Berliner Omnibus- und Packetfahrt- Aktien Nichtgenehmigung der Sammlung betroffenen Stadtbezirke 11-14 Gesellschaft hat, wie verlautet, ihre Omnibuslinien und das ( Dorotheenstadt, zwischen Zeughaus und Brandenburger Thor), für dieselben verwandte Material an Wagen und Pferden ver283( um den Königsplay herum, in den Belten), 30( König- fauft. Ein Unternehmer Frahmke hat die betreffenden Kongräßzerstraße) und 31-34( Thiergartenviertel, zwischen Potsdamer sessionen und das Material erworben, wie es heißt in der AbPlay und Lichtenftein- Allee!) fönnten, wenn sie Luft hätten, ficht, eine felbständige Aktiengesellschaft zum Betriebe der bes 13. Von der gelungenen zerstreuung der Menge, wie von fämmtliche armen Kinder Berlins auf's reichste beschenken und treffenden Omnibusstrecken zu begründen. Für die Omnibus einem etwa nothwendig gewordenen Einschreiten der bewaffneten noch zwei Dutzend Kirchen dazu bauen laffen. Aber sie haben bediensteten wird der Besizwechsel voraussichtlich ohne jedwede Macht hat der abgeordnete Polizeibeamte dem gl. Kommissär eben weder zu dem einen, noch zu dem andern Lust, so sehr sie Bedeutung sein. Die neue Aktiengesellschaft wird die Ausund dem Polizeivorstande unverzüglich Meldung entweder selbst sich auch mit ihrer Wohlthätigkeit" und ihrer Frömmigkeit" beutung ihrer Arbeiter genau in demselben Maße betreiben, wie zu machen oder auf verlässigem Wege machen zu lassen. brüsten. Es ist charakteristisch, daß die lautesten Klagen über ihre Vorgängerin, wenn nicht in einem noch höheren. 14. Vor Beginn eines Auflaufes haben die vom Polizei Beeinträchtigung der Weihnachtsbescheerung gerade aus diesen vorstande bereits bestimmten oder zu bestimmenden Polizei- reichsten Bezirken fommen. Es ist allerdings auch wirklich sehr beamten die Vernehmung und vorläufige Behandlung bedauerlich, daß diesmal die Herren und Damen vom Komitee verhafteter Ruhestörer oder Aufrührer zu besorgen. Bei den eingeladenen Wohlthätern" und sonstigen Freunden der den Verhaftungen ist sorgsam darauf zu achten, daß der guten Sache nicht in demselben Maße wie bisher sollen zeigen Grund der einzelnen Saftnahme festgestellt wird, damit seiner fönnen, was doch alles für die Armen geschieht!" Ja, ja, das zeit eine Ueberführung vor dem Strafrichter herbeigeführt werden schmerzt tief. Und man hatte sich schon so darauf gefreut! fann. Hierzu empfiehlt es sich, daß der Verhaftende selbst die Vorführung zum Polizeibeamten besorgt und dem Polizeibeamten bei der Ablieferung des Verhafteten seinen Namen, den Grund der Haftnahme, allenfallsige Beugen oder Nederführungsmomente fofort angiebt, welche dieser kurz zu verzeichnen hat. Die Verhaiteten, bei denen nicht etwa nach Lage der Sache fofortige Freistellung zu verfügen ist, find thunlichst einzeln zu verwahren, um Kollusionen unter denselben zu verhüten. Die Haftlokale sind gut zu bewahren und nöthigenfalls hierzu Militärabtheilungen zu verwenden. 15. Die der Polizei vorgeführten Individuen sind bei in dizirten Verbrechen oder Vergehen dem fgl. ersten Staatsanwalt am tgl. Landgericht dahier zu übergeben. Soferne das Stand recht proflamirt sein sollte, hat die Abgabe derselben an die niedergefehte Kommission zu erfolgen. 16. Vorstehende Bestimmungen über das Zusammenwirken der Zivil- und Militärbehörden und eine Uebersicht über Ort a) der militärischen, b) der Polizeiwachen, und Stärke werden vervielfältigt und gegenseitig ausgetauscht, Von der Firma Knörde u. Lange erhalten wir noch folgendes Schreiben: Huf die in Nr. 250, 2. Beilage, Ihrer geschätzten Zeitung Vorwärts" enthaltene Besprechung der batferiologischen Untersuchung betreffs ber mit Spreewaffer nach gefüllten Heringstonnen, erlauben sich die Unterzeichneten noch folgendes zur Richtigstellung zu erwähnen: 1. Herr Direktor Dr. Guttmann hat auch das aus der Spree entnommene Wasser bakteriologisch untersucht und feine Cholerabazillen durch das Kulturverfahren auf Gelatine platten gefunden. Dies ist in dem der königl. Sanitäts tommission übergebenen eingehenden Gutachten an erster Stelle ausgeführt. 2. Ebenso find in der aus Spreewasser und Seesalz her gestellten Laate durch das Kulturverfahren feine Cholera bazillen nachgewiesen worden; dies ist ebenfalls in dem erwähnten Gutachten ausgeführt. 3. Die Cholerabazillen sind abgetödtet, wie durch die Unter fuchung nachgewiesen wurde, nicht bloß in der Entwicklung gehemmit. Ohne Bevormundung geht's nicht. Bei den Kanalifationsarbeiten in Pankow verunglückte der Arbeiter Heinrich Meyer. Er wurde verschüttet und konnte nur als Leiche zutage gefördert werden. Der so jäh um's Leben Gekommene hinterläßt in Aschersleben eine Frau und Kinder. Nun wurde in Pankow eine Sammlung für die Hinterbliebenen veranstaltet und der Frau am 14. Oftober 20 M., am 17. Ottober 15 M., am 24. Dftober 10 m, zusammen 45 M. zugestellt. Bis zum 24. Oftober hatte die Cammlung 292,80 M. ergeben; es blieben also nach Abzug der ausgezahlten 45 m. noch 247,80 m., welche nicht der Frau mit ihren Kindern, für die diese Gelder gesammelt, sondern am 24. Oktober dem Magiftrat in Aschersleben zur wöchentlichen Auszahlung von 10 M. an die Mittwe Meyer baselbst übersendetwassers als Füllungsflüssigkeit ohne unser Wissen durch die beiden Wir bemerken noch ergebenst, daß die Benuhung des Spree wurden. Der Magistrat von Aschersleben hatte nämlich in einem Antwortschreiben" nach Pantom u. a. mitgetheilt:„ Die Wittwe Arbeiter stattgehabt hat. Es ist selbstverständlich, daß wir soMeyer erfreut sich eines guten Seumundes und ist fort, nachdem dies zu unserer Kenntniß gelangte, die Benutzung einer Unterstütung würdig." Er erklärt sich daher des Spreewassers verboten haben und es bedurfte daher nicht bereit, die Verwaltung der zur Unterstützung der Familie ein- erft einer behördlichen Verfügung. Hochachtungsvoll Knörde u. 2ange gegangenen Beträge zu übernehmen und den ihm zugebenden Bestimmungen gemäß in Raten" an die Wittive Meyer auszuzahlen. Der genannte Magifirat bemerkt in demselben ilhelm- bis zu Sommerstraße, wird behuss Umpflasterung bes Straßensperre. Das Reichstags- Ufer, von der Neuen Schreiben noch:„ daß unter Berücksichtigung der hiesigen( Ascherslebener) und der in diefem fpeziellen Falle vorliegenden Ber- Fahrdammes vor dem Französischen Gymnasium vom 31. d. M. hältniffe unseres Dafürhaltens es ausreichend erscheint, wenn der ab bis auf Weiteres für Fuhrwerte und Reiter gesperrt. Wittwe Meyer vorläufig wöchentlich eine Unterstützung von Polizeibericht. Am 28. d. M. Morgens wurde ein Rutscher 10 M. ausgezahlt wird, da ihr verstorbener Ehemann ihr von an der Ecke der Berleberger- und Quizowstraße an einem Baume feinem auswärtigen Arbeitsverdienste einen höheren Betrag mit erhängt gefunden. An der Ecke der Spenerstraße und der Rücksicht auf die Mehrkosten feines dortigen Aufenthaltes unter Straße Alt- Moabit fiel Mittags ein Schloffer beim Abspringen feinen Umständen hat zukommen laffen können. Diese Unterstützung von einem in der Fahrt befindlichen Rollwagen zur Erde, wurde würde noch vermindert werden, sobald die Wittwe Meyer in den überfahren und an beiden Beinen so bedeutend verlegt, daß er Genuß der ihr unzweifelhaft zustehenden Unfallrente treten nach dem Krankenhause Moabit gebracht werden mußte. Abends würde." Also trotzdem die Wittwe des im Dienste des stürzte ein Rentier im Haufe Neustädtische Kirchstraße 17 von der Kapitalismus Gefallenen fich eines guten Leumunbes erfreut und Treppe und verstarb auf der Stelle infolge Schädelbruchs. einer Unterstützung würdig ist", wird ihr doch die für sie und Nachmittags fanden zwei fleine Brände statt. ibre( wie viel?) Kinder gesammelte Unterstüßung nicht mit einem Male ausgezahlt; vielleicht könnte die Bedauernswerthe mit den 247,80 M. zu üppig werden und sich mehrere Rittergüter faufen; nein, fie muß unter Vormundschaft gestellt werden, sie muß jede Woche das Entwürdigende des Almofenempfangens empfinden. Ja, wenn es eine Bismardspende oder dergleichen wäre, bie 25./10. 26./10. 27./10. 28./10. mürbe wohl nicht in wöchentlichen Raten zu je zehn Mark und noch weniger zur Auszahlung tommen aber eine Unterstügung für Opfer des Kapitalismus, das ist ganz was anderes. Obige Bestimmungen finden, so weit thunlich, analoge An wendung auf Vorgänge im Gebiete des fgl. Bezirksamts wobei indeß selbstverständlich eine Juanspruchnahme des Magiftrats.... und seiner Organe entfällt. Die tgl. Kommandantur: ., Major. Die Zivilbehörden: Y., t. Bezirksamtmann. 3., rechtst. Bürgermeister," Von der Cholera. Dem Kaiserlichen Gesundheitsamt vom 28. bis Dem Kaiserlichen Gefundheitsamt vom 28. bis 20. Oftober, Mittags, gemeldete Cholera Erkrankungen und Todesfälle: Staat und Drt. Bezirk. Hamburg. Hamburg. erfranit gestorben erfrankt Datum: aqлoб erfrantt erfrankt 51 4 4 2 4 Tokales. Eine seltsame Ueberraschung wurde uns gestern Mittag zu Theil. Die Redaktion wurde von einem Kriminal- Kommiffarius und einem Dußend anderer Polizeibeamter heimgesucht, welche eine eingehende zirka zwei Stunden dauernde Durchfuchung fämmtlicher Räume nach einem Manuskript vornahmen. Ge funden wurde nichts, dagegen wurden in unserer Expedition 205 Gremplare der Nr. 236 unferes Blattes, in welcher der fragliche Artikel stand, beschlagnahmt. Es handelte sich um eine postalische Angelegenheit betreffend den Fall Jüttner. " Es wäre be Theater. Ein Massen Gerichts- Beifung. ein neues Stüd von May Meßner zur Aufführung, Joachim Die Direktion des Wallner- Theaters brachte am Freitag von Brandenburg", Schauspiel in 5 Aften, welches vom Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er Bublifum ohne jede Ablehnung gut aufgenommen wurde denn in die weite Welt." Man schreibt uns: Wie wenig Veres behandelte ja brandenburgische Geschichte! Raubritter des ständniß für ihre Klaffenlage gerade bei vielen von denen zu 15. Jahrhunderts, die bekannten Röckerib und Lüderiz, berauben finden ist, welche arbeitslos die Landstraßen bevölkern, ist er- und morden friedlich die Landstraße dahinziehende Bürger, und flaunlich. Kürzlich Abends von einem Ausflug nach dem als ihre schändliche That bestraft wird, indem ihr Haupt durch Norden zurückkehrend, machten wir, Schreiber dieses mit einem Hentersbeil fallen foll, lehnt sich der Adel Brandenburgs gegen In Lübeck: 1 Erkrankung( Landstreicher(?) aus Hamburg). Freunde, eine feste turge Raft in einem Gafiyause in Reinicen. Das Urtheil auf, vor und mit dem gemeinen Boll gleich gerichtet Hamburg, 29. Otiober. Amtlich werden 4 Cholera- dorf. Bald erschien ein Reifender mit einem Ränzel in der Gast 8 werden. Der Kurfürst foll für diesen Richtspruch getödtet Ertranfungen gemeldet, die sämmtlich auf gestern ent- ftube und fragte den Wirth, ob er über Nacht bleiben könne. werden, wird jedoch durch ein Mädchen aus seinem Volle fallen. Transporte an Kranten und Leichen famen gestern nicht Sie sind wohl aus Dalldorf entsprungen?" fuhr ihn der Wirth Berettet. vor. Bei 4 vor dem 28. Oktober gemeldeten Fällen ergab die an. Unsere Empörung über diese Grobheit verschwand, als der Das Stüd war gut inszenirt und müssen die Bemühungen nachträgliche Untersuchung keine asiatische Cholera. Birth erklärte, daß der Mann heute schon zum fünften Male der einzelnen Schauspieler anerkannt werden. Best, 28. Oktober. Von gestern Abend 6 Uhr bis heute hier sei und dieselbe Frage. an ihn gerichtet habe, trozdem er Abend 6 Úhr sind hier 19 Personen an Cholera erkrankt und ihm jedesmal gesagt habe, wo die Herberge iſt. Letztere That sport und Gymnastik intereffiren, feine Pforten geöffnet. Mau Der Zirkus Renz hat vorgestern allen, die sich für Pferde 5 gestorben. fachen bestätigten auch die übrigen anwesenden Gäste. Der muß sagen, daß gerade dieser Zirkus, was Eleganz der Aus Reifende war aber damit nicht einverstanden, daß erstattung sowohl wie des vorgeführten Materials betrifft, feines wieder gehen follte, derfelbe, anscheinend gegen dreißig Gleichen fucht. Die Runststücke, die von den einzelnen Mit Jahre alt, suchte, nachdem er mehrere Einwendungen gliedern sowohl auf dem Gebiete der Pferdedressur als dem der geniacht hatte, damit zu imponiren, daß er hervorhob, Gymnastik ausgeführt wurden, waren theilweise geradezu wo er schon überall gewesen sei und daß er drei Kaisern staunenerregend. Wer erfahren will, wozu die Natur de geschworen" habe. Natürlich halfen ihm seine ganzen Gr Menschen manche Gliedmaßen nicht gegeben hat, der muß sich zählungen nichts. Er mußte wieder gehen. Ob er noch zum fechsten Male wiedergekommen ist, habe ich nicht erfahren, ba mit den einzelnen Stlowns befreunden, jie werben ihm beweifen, daß man schließlich ebenso gut auf dem Kopf stehen kann, wie wir uns bald wieder auf den Weg machten. auf den Beinen. Der Schulreiter James Fillis eregte unter den leibigend für die reifenden Arbeiter oder Handwerksburschen, mit Pferdeverstand Ausgerüsteten Aussehen, unter den übrigen Zu wie man fie meistens nennt, wollte man behaupten, daß sie alle, schauern eine schwefelgelb gekleidete Turnerin, die am hohen oder auch nur die große Mehrzahl derfelben, auf derfelben Stufe Trapez halsbrecherische Kunststücke ausführte. angelangt wären; aber dieser arbeits- und ruhelos die Länder durchreifende Handwerksbursche, der, wie seine ganzen Er- aufgebot von edlen Hengsten wurde viel bewundert und eine zählungen deutlich erkennen ließen, von den Ursachen seiner Lage fehr elegant gerittene Quadrille fand vielen Beifall. feine Ahnung hat, ist keine vereinzelte Erscheinung, wie man fich, wenn man Zeit und Neigung dazu hat, täglich Der Kampf um das Schärflein der armen Wittwe." in Handwerksburschenkreisen überzeugen tann. Sollte es nicht Allemal, wenn der Sommer zu Ende geht und die Blätter au möglich sein, die wandernden Proletarier über ihre Klassenlage fallen beginnen, rüstet sich bekanntlich der Berliner Spießbürger, aufzuklären und sie mithin der Agitation dienstbar zu machen? um mit den Vorbereitungen zur Weihnachtsbescheerung für arme Man gebe, wo man nur immer kann, diefen von Ort zu Ort Kinder" zu beginnen. Die Sache beginnt damit, daß man bei gehegten Aermsten der Armen etwa eine möglichst neue Zeitung der Polizei um die Erlaubniß zur Sammlung von Geld in ben oder eine Broschüre, welche die Ideen und Lehren der Sozial einzelnen Stadtbezirten einkommt. Diesmal hat nun das Polizei- demokratie in gemeinverständlicher Weise behandelt, in die Hand; Präsidium in einer ganzen Reihe von Stadtbezirken, 3. B. in sie werden diese Schriften gern nehmen und auch lesen und der Moabit, in der Dorotheenstadt, im Thiergartenviertel, die Ge- Same wird Frucht bringen. nehmigung zu einer Geldsammlung vorläufig versagt und die er forderliche Abstempelung der Sammellisten bis Ende November Die Agitation unter den sozialdemokratischen Polen hinausgeschoben, um die Zeit bis dahin für die Haustollette schreitet rüftig vorwärts. Sonntag wurde in Nixdorf ein Disverhalts. Am Abenbe des 2. Januar fei er aufällig in die Nähe zur Beseitigung dringender Nothstände in der Kirche" frei zu tutirflub Jaronaro Dabrowski" und Donnerstag in Berlin ein der christlichen Herberge gekommen. Er glaubte in einem vor halten. In den Stadibezirken 80-84 war die Sammlung sogar Fortbildungsverein„ Wahrheit" gegründet. ihm gehenden Manne einen alten Bekannten wieder zu erkennen, bereits genehmigt; die Genehmigung wurde aber 14 Tage später bevor er denselben aber einzuholen vermochte, fei er in das wieder aufgehoben, da in Folge fürzlich ergangener höherer Von dem flüchtig gewordenen Direktor der Neuen Haus getreten, in dem sich die christliche Herberge befand. Anordnung" die Zeit bis Ende November für die erwähnte Tentschen Oper, Herrn Karl Junkermann, hat, wie man der Der Angeklagte schloß daraus, daß der alte Bekannte Haustollette reservirt bleiben müsse. Der Verein, welcher Börsen- Zeitung" mittheilt, ein Angestellter des Bellealliance hilfsbedürftig sei und er folgte ihm in der Absicht, ihn eventuell die Weihnachtsbefcheerungen für arme Kinder" in der Theaters eine überraschende Kunde überbracht. Er hat nämlich unterstützen zu fönnen. Als er die Treppe hinausgelangt war, Dorotheenstadt in Szene ju setzen pflegt, richtet den steckbrieflich verfolgten Durchgänger in Scheveningen ge- die zum Gastzimmer führte, sei ihm ein Mann entgegengetreten nunmehr an die geehrten Wohlthäter" die Bitte, die unseren troffen, wo Junkermann, nachdem er sich feiner Begleiterin bereits mit der im barschen Tone gestellten Frage, ob er im Befihe einer armen Kindern für das Weihnachtsfest zugedachten Beträge auf- in Amsterdam entledigt hatte, zur Beit aller Mittel entblößt, Marke fei. Der Angeklagte will von der Einrichtung, wonach bewahren zu wollen, bis unfere erst im Dezember freigegebene auf die Abfahrt des Schiffes ivartet, welches ihn nach Indien des Abends nur solche Gäste Aufnahme finden, die eine Schlaf Sammellifte erscheinen darf." Diefer Ausweg ist nicht übel. Er bringen foll. Junkermann hat schon mehrere Jahre als marke gelöst haben, feine Kenntniß gehabt habe, auch habe der verspricht uns das interessante Schauspiel, wie Kirche und Wohl holländischer Offizier in Indien gelebt und so ist es ihm auch Fragesteller feineswegs wie ein Angestellter, sondern wie thäter" um das bekannte Schärflein der armen Wittwe" tämpfen. jest wieder gelungen, für den Dienst in Indien angeworben zu ein gewöhnlicher Mann ausgesehen. Der Angeklagte habe Wir können uns jedoch diesem Kampfe gegenüber ganz neutral werden. Der Steckbrief macht ihm keine weiteren Sorgen, da deshalb gefragt, eine Briefmarte oder verhalten; denn bie eine der beiden Parteien verdient genau so Holland nicht ausliefert. fonft für eine Marte wünsche. Hierüber sei wenig Sympathien wie die andere. Wie es mit der Kirchender Portier Götze, als als welcher sich später der erste noth" aussieht, der man durch die Haustollette abhelfen will, Als Dieb hat sich der 18jährige Reisende" Wilhelm Mitola Fragesteller auswies, in hohem Grade erbost worden, er habe fehrt ein einziger Blick auf den Norden Berlins. Wenn man entpuppt. Er war als Laufbursche bei einer hiesigen Zeitungs den Angeklagten aufgefordert, das Haus zu verlassen, fofort mit jezt durch diesen Stadttheil, bekanntlich der sechste Wahlkreis, expedition beschäftigt, aber wegen Unreblichkeit entlassen worden. einem Gummischlauch auf ihn eingeschlagen und ihn die Treppe der die meisten sozialdemokratischen Stimmen aufzubringen pflegt, Am 26. be. Mts. Morgens fand er sich bei dem Bofstamt ein, zu hinunter geworien. Wegen dieser Mißhandlung sei Göze azeit einen Spaziergang von noch nicht einer halben Stunde macht, der die Expedition gehört, und verlangte die Poft für die Zeitung, auch vom Schöffengericht zu einer Geldstrafe und zu eine Gelb dann stößt man schier auf ein halbes Dugend Kirchen, die noch erhielt auch eine Ledertasche mit vielen Briefen und 12 Post buße an den Mißhandelten verurtheilt worden. Der Präsident im Bau begriffen find. Wenn sie fertig sind, wird dieser Wahl anweisungen. Die Briefe verbrannte er. Die Anweisungen ver bestätigte diese Angabe. Nachdem Göße verantwortlich vers Treis förmlich von Kirchen übersät sein. b es ihnen gelingen fah er mit gefälschtem Quittungsvermerk und, da er das Geld nommen worden war, veranlaßte er den Vorstand der christ wird, den„ Geist des Umsturzes" daraus zu vertreiben? Was nicht selbst zu heben sich getraute, wußte er einen Belaunten lichen Herberge, gegen Schmidt Strafantrag wegen Hauss die Weihnachtsbescheerungen anbetrifft, so beweist die Furcht durch das Versprechen eines Glases Bier dazu zu bestimmen. friedensbruchs zu stellen. Göze trat im geftrigen Termine als des Komitees, die Beiträge könnten diesmal durch die Kirchenbau- Daß er nicht selbst dies besorgte, erklärte er damit, daß er sich Zeuge auf. Er stellte den Sachverhalt so dar, als habe Rollette geschmälert werden, wie andererseits auch die Be mit dem Schalterbeamten erzürnt habe. Der Freund ging auf den Schmidt ihn verhöhnt und seiner wiederholten Aufforderung, forgniß der Mucker, die Kirchenbau- Kollette fönnte unter den Vorschlag ein, wurde aber durch das inzwischen benachrichtigte das Haus zu verlassen, nicht Folge geleistet. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Stadthagen, wies in seinem Plaidoyer auf die gleichzeitigen Sammlungen zur Weihnachtsbescheerung leiden, daß Postamt angehalten; ebenso auch Nikola. # Aus den Geheimnissen der chriftlichen" Herberge. Auf die in der christlichen Herberge" in der Oranienstraße herrschenden Zustände warf eine Verhandlung, die gestern vor der 127. Abtheilung des Schöffengerichts stattfand, ein eigen thümliches Licht. Der auf der Anklagebank befindliche Handels mann Schmidt sollte sich dert eines Hausfriedensbruchs schuldig gemacht haben. Derfelbe gab folgende Darstellung des Sach was ob der Mann menn er von J. A: Paul Brückner, Vorsitzender Prinzenstr. 111, 4 Tr. bei Zerbe. " Eisen- und Metallformer Desterreich 3 statt. In Wien findet am 25.- 27. Dezember ein Kongreß der Bunkte: Situationsbericht, Organisationsfrage, die Preffe, Die Arbeiterschutz bilden die hauptsächlichsten Punkte der vorläufigen Tagesordnung. Theater Montag: Theaterverein& outfen städtischer Sumor, Manteuffelstr. 9 Rauchtiub Frisch auf" bet Schulze, Fürstenwalderstr. 12. bei Schröder. Rauchflub Blaue Quaste, bei Mücke, Wöhlertstr. 2. BergnügungsBerein Alpen veilchen, Straußbergerftr. 3 bei Birks. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Privat- Theatergesellschaft Walhalla, jeben Sonntag Nachmittag 5 Uhr Restaurant Lautenbach, Cuvrysiraße 77. Privat- Theatergesellschaft Preciosa jeden Sonntag 4 Uhr bei Foge, Köpenickerstr. 191. Theater- und Bergnügungsverein artefin, heute Nachmittag 5 Uhr bei Bade, Zeughofstraße 8.Theaterverein Concordia zeughofstraße 8 bei Koch. Bergnügungsverein Germania, alle Vergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bei Krüger. 14 Tage Versammlung LinienDrantenftr. 121. Bon 4 Uhr an. Tambour- und Vergnügungsverein Gut Heil, alle 14 Tage bei Seyffert, Bergnügungsverein Ginigteit 1800. Jeben Montag Sigung bei Noll, Adalbertstr. 21, Abends 9 Uhr. Alle 14 Tage Tanz Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Berein Bergnügungsverein Freundes trene, jeben Montag bet Geselliger Klub Namentos, jeden Montag in Restaurant zum Zukunftsstaat, Kastanien- Allee 85. Bergnügungsverein Auf Helgoland Sigung jeden Montag 9 Uhr bei Linte, Bergstr. 54, Fidelitas. Bergnügungsverein„ Eulalia" bei Herrn Reggentin, Barnim ftr. 4-5. Sigung 6 Uhr. Pfeifentlub Felsen fest, Abends 9 Uhr, Königsbergerstr. 20 bei Schabrodt. Mauchflub Weiße Wotte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerstr. 14. Nauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bet Lehmann, Friedrichsfelderfiraße 27. 120. wiebelfifche, Rigdorf, Abends% 0 Uhr in Barta's Sofal, Berlinermöring, Admiralfir. 18c. Unglaubwürdigkeit des Beugen hin und erzielte auch, daß der Sonnabend Morgen stellten sämmtliche Kollegen die Forderung frichten an G. Schröder, Noftisftraße Nr. 29, 8 Zreppen.) Sonntag: Gerichtshof ein freisprechendes Urtheil fällte. von 55 Pf., gingen jedoch bis auf 50 Pf. zurück, aber umsonst; verein Barzantria bei Hartmann, Danziger- und Sagenauerstr.- Ede. Theaterverein Borussia bei Herrn Scholz, Weidenweg 93-94. Auf schwere Urkundenfälschung and versuchte Ver- nicht arbeiten wolle, tönne aufhören; darauf legten sämmtliche ftraße 105. Herr Anding gab nicht nach, sondern erklärte, wer für 45 Bf. Theater- und Vergnügungsverein Elmenhorst" bet ftrüger, Dresdenerfeitung zum Meineide lautete die Anklage, welche gestern vor der Kollegen die Arbeit nieder und verließen die Werkstatt. Um die Stoßstraße s. Theater- Verein Matglödchen", Englischer Hof, Neue 7. Straffammer des Landgerichts I gegen den Versicherungsinspektor weiteren Schritte zu thun, findet heute, Sonntag, den 30. Oft., Turnverein Fichte", Lichtenberg, Schölzel's Seeschlößchen. von Sojiedi verhandelt wurde. Die dem Angeklagten Vormittags 10 Uhr, eine Generalversammlung des Verbandes Tambourverein„ u f" bei Sperling, Infelfir. 1. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. zur Last gelegten Strafthaten sollen schon im Jahre 1888 deutscher Korbacher, Filiale Berlin, bei Roll, Adalbertstr. 21, begangen fein. Damals war der Angeschuldigte von der statt. Wir ersuchen Euch dringend, in dieser Versammlung zu neu gegründeten Hagel Versicherungsgesellschaft Germania erscheinen. als Inspektor für Oft und Westpreußen angenommen worden. Während er sich in Graudenz aufhielt, engagirte er den im benachbarten Orte Leesen wohnenden Kaufmann Zuchowsky als Unteragent, Beide begaben sich über Land, um Gutsbesizer und Aus Löbau i. S. wird dem Bauhandwerker" berichtet, Bauern zur Versicherung für die Germania anzuwerben. Sie daß 32 Steinmegen der Firma H. A. Kloß die Arbeit ein tamen auch zum Gutspächter v. Barkowsky. Diefer zeigte sich stellen mußten, weil ihnen zugemuthet wurde, nicht nur auf das nicht abgeneigt, wandte aber ein, daß er vorläufig noch bei Arbeitslohn zu verzichten, sondern auch das Material zu befiraße 150. der Gesellschaft Kolonia gebunden sei. Der Angeklagte zahlen, wenn ihnen bei dem sehr spröden Granit an einem Wert ließ sich die Police zeigen und ersah daraus, daß stücke ein Unglück passirt. D. Barlowsky schleunigst kündigen tündigen mußte, das Verhältniß zur Kolonia lösen wollte. A13 Sämmtliche Former der Gießerei und Maschinenfabrik Barkowsky sich hierzu bereit erklärte, veranlaßte der Angeklagte von C. G. Müller in Graubenz haben, wie bie Deutsche ihn, feinen Namen auf ein Stück weißes Papier zu schreiben, er metallarbeiter Zeitung" berichtet, wegen Lohndifferenzen die werde dann die Kündigung darüber schreiben und den Brief in Arbeit niedergelegt. Leefen der Post übergeben. Wie der Angellagte mit Entschieden heit behauptet, hat von Barkowsky unmittelbar nach der ersten Unterschrift eine zweite gegeben und zwar auf einen Schein, welcher die Beitrittserklärung enthielt. Dies wird seitens von Barkowsky mit derselben Entschiedenheit in Abrede gestellt. Er will auf's höchste überrascht gewefen fein gewesen sein, als er im Frühjahre 1889 von der Germania die Police erhielt, mit der Aufforderung, die Prämie zu berichtigen. Da von Barkowsky bestritt, eine bindende Verpflichtung eingegangen zu sein, so tam es zum Prozeß. Es wurde dabei dem Beklagten v. Barkowsky eine Beitrittserklärung vorgelegt, die von ihm unterschrieben sein sollte. Er beschwor, daß die Unterschrift nicht von ihm herrühre und gewann den Prozeß. Eine Branchenversammlung der Rohrleger und Helfer Die Fälschung soll der Angeklagte v. Gojieci begangen haben. börte am 28. Oftober ein Referat des Genossen Hoffmann Sozialpolitisches Zentralblatt( herausgegeben von Dr. Die versuchte Verleitung zum Meineide soll darin bestehen, daß über das Thema:" Stützen der Gesellschaft" beifällig an. Die Heinrich Braun, Verlag von J. Guttentag in Berlin). Die v. Sojiecki nach dem gegen ihn eingeleiteten Verfahren in straf- Mitglieder wurden dann ersucht die Bibliotheken des Verbandes foeben erschienene Nummer 5 hat folgenden Inhalt: Statistik und barer Weise auf den Agenten Tuchowsky eingewirkt haben reger in Anspruch zu nehmen, sich bei Benutzung des Arbeits- Enquete. Von Dr. E. Hirschberg. Gesetzgeberische Maßnahmen foll. Diesen Theil der Anklage ließ der Staatsanwalt nachweises ireng nach den in diesem ausgehängten Bestimmungen in Deutschland betr. Abzahlungsgeschäfte und Wucher. im Laufe der gestrigen Verhandlung fallen, da der Beuge zu richten; Buwiderhandlungen zögen den Ausschluß der betr. bebung wegen Fortsetzung der preußischen Subhastationsstatistik. Tuchowsky seine frühere belastende Aussage widerrief. Kollegen vom Arbeitsnachweis nach sich. Zum Schluß wurden Kommunale Brotbäckerei in Leipzig. Kommunale BeIn betreff der Urkundenfälschung fiel die Bewels die Mitglieder des Verbandes aufgefordert, bie am 30. DItober fchäftigung für Arbeitslose in Halle a. G. Statistik der nordS. aufnahme für den Angeklagten ungünftig aus. Die stattfindende Generalversammlung zahlreich zu besuchen, da die deutschen Berufsgenossenschaft. Gine Enquete über ArbeitsKündigung, welche derfelbe selbst zur Post besorgen wollte, ist felbe wichtige Sachen beschäftigen werden. Die noch ausstehenden vermittelung in Desterreich. Ergebnisse des ungarischen Zonenbei der Kolonia nicht eingetroffen. Der Staatsanwalt nahm statistischen Fragebogen find ungehend an Earl Gutschte, tarifs. Die Bustände in der badischen Anilin- und Sodafabrik an, daß der Angeklagte die zur Kündigung gegebene Unterschrift Sebastianstr. 39, abzuliefern. Die nächste Branchenverfanuntung in Ludwigsnafen a. Rh. Arbeiterverhältnisse in Hamburg. des v. Barkowsky dazu benutzt habe, um darnach die Unter- findet am 4. Dezember statt; es wird ebenfalls zahlreicher Besuch Der Fragebogen zur Aufnahme der Arbeitslosenstatistik in Hamschrift auf der Beitrittserklärung nachzuahmen. Der Staats gewünscht. burg. Zur Lage der Arbeiter in den Privatverkehr- Anstalten. anwalt hält den Angeklagten der schweren Urkundenfälschung - Bur Lage der Kinderarbeit in England.- Internationaler Gewerkschaftstongreß einzelner Berufe. Streit wegen vorfür überführt und beantragte gegen denselben ein Jahr geschrittener Arbeitstheilung und Lehrlingsbeschäftigung. Die Gefängniß. Nach diesem Antrage erkannte der Gerichtshof und Organisation der Buchdruckergehilfen in Kalifornien.- Verband ließ außerdem den Berurtheilten, welcher fortwährend seine Un deutscher Ziegelwaaren- Fabrikanten. Kartell österreichischer Schuld betheuerte und den Zeugen v. Barkowsky des Weineibes ündwaaren- Fabrikanten. Preisfeftfehungen durch Innungen. bezichtigte, fofort verhaften. Bur Reform des Arbeiterschutzes in Desterreich. Von Dr. Bittor Adler. Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur, Bon Prof. Dr. Georg v. Gizycki. Soziale Leberlicht. Konditoren, Pfefferküchler und verwandte Berufsgenossen! Kollegen! Die Saisonarbeit ist in vollem Gange, trotzdem find intl. unserer verwandter Berufsgenossen 2500 Kollegen außer Arbeit, ohne Brot, Ohne Rücksicht auf die Arbeitslosen wurden Die Unternehmer beim Polizeipräsidium vorstellig, um hauptfächlich die Arbeiterinnen über das gefeßliche Maß hinaus befchäftigen zu können. Es findet in dieser Sache Dienstag, den 1. November, eine große öffentliche Protestversammlung in den Konforbiasälen statt. Gure Pflicht ist es, in derselben zahlreich du erscheinen. Die Agitation3- Kommiffion der Konditoren, Pfeffertüchler und verw. Berufsgenossen. J. A.: R. Hohlfeldt. Aufruf an die Maschinisten und Heizer Deutschlands und deren Vereine! Sonntag, den 20. November d. J., Bormittags 10 Uhr, finder in Berlin, Neue Jakobftr. 24/25, Schultheiß' Brauerei- usschant eine Delegirten Bersammlung der deutschen Vereine der Maschinisten und Heizer statt, behufs Gründung eines Deutschen Berbandes, wozu die verehrten Vereine mit dem Be merken eingeladen werden, sich durch Delegirte vertreten zu laffen. Die Anmeldung hat spätestens bis zum 15. November beim Unterzeichneten zu erfolgen. J. A.: Karl Kirschnid, Berlin SO., Pücklerstr. 3. An die Tischler Berlins! Rollegen! Da die Lage der Stettiner Rollegen durch die Halsstarrigkeit der Meister immer bedrängter wird, fordern wir Euch nochmals auf, Gure Solidarität durch fleißiges Sammeln und Fernhalten des Zuzugs nach Stettin zu beweisen. Denn nur durch einmüthiges Zusammenhalten sind wir in der Lage, dem Kapital Troß zu bieten. Darum Kollegen, vergeßt Der Gemaßregelten nicht. Quittungstarten nebst Marken sind auf allen Bahlstellen des Deutschen Zischlerverbandes, sowie beim Fachverein der Tischler Berlins zu haben. Deutscher Tischlerverband. Bahlstelle Berlin. A. Seß, 1. Bevollmächtigter, Johanniterstr. 8. Achtung, Korbmacher! Versammlungen. Friedrichsberg. In der Generalversammlung des Arbeiter Bildungsvereins sprach am 18. Oftober Genosse Folger gegen den Militarismus. Dem intereffanten Vortrag wurde verdienter Beifall. Eine von Schneider gestellte und dem Vortrag entsprechende Resolution fand Annahme. Hierauf verlas Kopp Die vierteljährliche Abrechnung; dieselbe ergab: Einnahme 62,05 M., Ausgabe 45,70 m., alter Bestand 35,40 m., insgesammt Bestand 71,75 M. Der Kassirer erhielt Decharge. Bei der Erfahwahl des Vorstandes wurden Schneider zum Schriftführer und Tropper zur Hilfsperson gewählt. Auf Antrag des Genossen F. Schulze beschloß man, am Todtenfonntag eine Abend- Unterhaltung stattfinden zu lassen; der Borstand hat alles hierzu Erforderliche zu veranlassen. Der nächste Lese- Abend findet Dienstag, den 8. November, bei Lange, Wartenbergftraße 68, statt. geneffen, Cotalverein Berlin. Sonntag, bon so. Ottober, Abends 7 Uhr, Zentralverband deutscher Konditoren, Pfefferhüchler und SeenfeBortrag: Die Sügen unfever Beit. Referent: Dr. Binn. Wolff über„ Sozialdemokratische Streiflichter" Theater- und Vergnügungsverein Alpenrose". Sonntags 3 Uhr Rostr. 8. Englischer of Verein Froh in die Welt!" Sonntag, ben 30. Oft., Abends 7 Uhr, Sigung mit Damen. Literarisches. Cre Abbruck sämmtlicher Artikel ist Zeitungen und Zeitschriften gestattet, jedoch nur mit Angabe der Quelle. Vermischkes: Altenburg. Die in dem Prozeß gegen den früheren Arbeiterinnen Berline! Seute, Sonntag, Nachmittags 5 Uhr, VerZeugin fammlung bei Wienece, Alte Jakobfir. ss. Bortrag des Bahnarztes obert Staatsminister v. Leipziger aufgetretene Riedel wurde unter dem Verdachte des Meineids verhaftet. v. Leipziger war unsttlicher Handlungen mit Kindern beschuldigt worden. Inzwischen hat der von der Riedel belastete Kantor Franke sich erhängt. Wieder Einer. Der Kopenhagen, 29. Oftober. hiesige amerikanische Konsul Ryder ist heute wegen Diebstahl, Betrug und Fälschung zu 18 Monaten Zuchthaus verurtheilt worden. Vergnügungsverein Boruffia". Sonntag, ben 30. Oft., Abds. 5 Uhr, Sigung bei Wend, Blumenstr. 46. Privat- Theatergesellschaft und Artistenklub Humor". Sigung am Sonntag, den 30. Ottober, Nachm.& Uhr, bei Wohllebe, Alexandrinenftraße 110, verbunden mit Tanz. Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstr. 38. Sonntag, den 30. Ottober Bormt. 10% Uhr, Serr Bogtherr: Armuth und Frömmigkeit. Ein ganzes Stadtviertel abgebrannt. Milwaukee, grete Vereinigung der Graveure und Bifeieure. Montag, den 29. Oktober. Gestern Abend brach in einer Liqueurfabrik eine 31. Ottober, Wanderversammlung in Festfalen, Brunnen- und Invalidenstraßen- Gate. Tagesordnung: Geschäftliches. Bortrag des Stapto. Th. Feuersbrunft aus. Da en starker Wind wehte, standen bald Wegner über: Gleiches Recht für Alle. größere Häuferkomplege am Broadway und in der Buffalostraße kreis. Berfammlung am Montag, den 31. Ott., b. 8 Uhr, in der Brauerei Feuerwehr eintraf. Dichte Funkenmassen flogen weithin und Sozialdemokratischer Wahlver. für den 5. Berl. Reichstags- Wahl- in Flammen. Das ganze Stadtviertel brannte bereits, bevor die Bözow, vor dem Prenzlauer Thor. Tagesordnung: Die neue Militärvorlage. verhinderten die Annäherung an der Brandherd. Das Feuer Referent Paul Singer. Gäste haben Zutritt. arbeiter und Arbeiterinnen Berlins am Montag, den 31. Otober, Abends dehnung von einem Quadrat- Kilometer. Fabriken, HandelsOeffentliche Versammlung allee in der Schuhindustrie beschäftigten zerstörte das Ost: Viertel von Milwaukee in Der Auss uhr, bei Feuerstein, Alte Fatobfte. 75.( Stehe tatate.) Privat- Theatergesellschaft Hoffnung. Sigung jeden Montag, Abds. Häuser, darunter viele Holzhäuser, die Gasanstalt und die 9 Uhr, Adalbertstr. 8. Schuppen der Chikago Nordwest Eisenbahn sind verbrannt. Rauchhlub Rothe Pfeife". Montag, den 31. Ottober, Abends 9 nor, Die Bewohner der meisten Wohnhäuser sind arme Deutsche, bei trüger, Fennstr. 5. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag Bormittag 10-12 Uhr: Süd- Iren, Italiener und Polen. Dieselben verloren ihre ganze Habe. Shule. Sagelsbergerstr. 48: Unterricht in: Rechnen( unt.); Ost- Schule, Die Fabrikanten und Kaufleute erleiden ebenfalls große Berlufte. Warfuafit. 31: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. Arminvallen, Der Gesamtschaden wird auf 9 Millionen Dollars geschäßt. Kommandantenfir. 20: Unterricht in der Nationalökonomie. Montag, abends 8% 10% Uhr: Süd Schule, Hagelsbergerstr. 43, Unterricht in Phyfiologie. Sud- Ofischule Reichenbergerftr. 133: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. Oft- Schule, Marrussir. 31: Deutsch( oberes) Logit. Nord Schule, Müllerftraße 179a: Rechnen( unt.); Deutsch( oberes). an alle Zehrfächern, mit Ausnahme der Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch fest im Laufe des Semesters, eintreten. aufer, Bormittags 10% Uhr im Restaurant Schömann, Seinstr. 16. Sozialdemokratische Lese- und Diohutivklubs. Sonntage. Mar Arbeiter- Sängerbund Serlins und Umgegend. Montag, Abends 9 Uhr: Nebungsstunde. Aufnahme neuer Wittlieber. Schleife, Naunynftr.. se bei Bubeil. Norddeutsche Briefkaffen der Redaktion. 3. G. Sie haben Recht, es war ein Versehen unserer Liedertafel der Rater feits. Die Zivilehe ist seit dem 1. Oktober 1874 obligatorisch ein-geführt. bekannt. und verio andten Berufsgenossen Annenstraße 14 bei Ehrenberg. Moabiter Siebertafel, Arminiushallen. Sarmonte 2 Lands bergerstraße 81 bei Musehold. Tonblüthe, Görligerstraße 58 bet ToltsB. F., Töpfer. Die Angelegenheit scheint auf einem Versehen dorf. Blüthe, Prenzlauer- Allee 26 bei Riedel. Sängerchor ber des betr. Dekonomen zu beruhen. Vielleicht haben Sie mit Chirurgifchen Branche, Alte Schönhauserstraße Nr. 42 Reimann. Froh' Hoffnung der Zimmerer Berlin West. bei einem anderen eine auffallende Aehnlichkeit. Vor die Oeffentlichkeit Am Sonnabend, ben 29. Oftober 1892, kam es in der Gleichheit, Pappet- Allee 2-4 bet trufe. Sänger hain, Reichen- gehört ein solches Vorkommniß nicht. Werkstatt von D. Anding, Berlin, Wilhelmstraße, zum Aus- bergerftr. 24 bet Pathold.iedesfreiheit, Straußberg, im Restaurant R. Rigdorf. Der Termin ist uns augenblicklich nicht stand. Dafelbft arbeiteten 20 Korbmacher auf Geschüßelsenburg, Roppenstraße 48c. Myrthenblätter, Belforterstraße 15, bet Schneider. transport Rörbe( Rugelförbe), welche am 17. d. M. per fchreiberstraße 29, sum Eichenen Stab.- Süd- Ost 2, Maunynstr. 48 bet Submission an Herrn D. Anding vergeben worden find. The Fris Fröhlich. Sangesblüthen, Roppenstraße 35, bei Keller. Herr D. Anding seine Offerte einfandte, wurde ein Arbeitslohn verein Sieberzweta, Sermsdorf, bei Gastwirth Stevert in Weidmannsluft. Airbelter Gesangverein Freiheit 2, Adlershof, bei Albrecht. Gesangvon 50 und 55 Pf. vereinbart. Jedoch nach dem Zuschlagstermin Gesangverein Berliner Bildhauer, Ornament." Beughofstraße 8. gab er bekannt, daß er nur 45 Pf. zahlen wolle, um seinen Schwager Herrn A. Starfe, welcher fich mit einem billigeren Preise an der Submission betheiligte, nicht zu schädigen. Am Beffere Schlafstelle für 1-2 Herren| bei Schröter, Staligerstr. 68/64, 4 Tr. Freundl. Schlafft. sof. 3. verm. Baufizer 2761b ftraße 41, v. 1 Tr. b. Pict. Möbl. Schlafft. f. 1 o.2Hrn. Adalbertstraße 69, v. 4 Zr., Sturm. 2808b Freundl. Schlafft. Ritterstr. 6, Seitenflügel 1. 3 Tr. L. 2810b Möbl. 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Den Mitgliedern der Zentral- KrankenAchtung! von und Sterbefasse der deutschen Wagen- Der Tischler Julius Walozcek, bauer, Bezirk I, zur Nachricht, daß unser jetzt in Berlin, Rüdersdorferstr. 2 Mitglied der Schmied 387/1 wohnhaft, ist der wiederholten Aufforderung des Arbeitervereins Rummelsburg und Umgegend, über eine bestimmte Summe, welche der Partei gehört, abzurechnen, nicht nachgekommen. Gustav Mundt nach kurzem Krankenlager am 27. 5. M. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 30. d. M., Nach mittags 1 Uhr, vom Krankenhause Bethanien aus nach Wilhelmsberg statt. Um zahlreiche Betheiligung bitter Die Ortsverwaltung. J. A.: J. RühI, Breslauerstr. 7. Allgem. deutsch. Tapezierverein. Filiale Berlin. Montag, den 31. Oft., Abends 81/ Uhr: 2801b Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung wird in der VersammTung bekannt gemacht. Es ist vollzähliges Erscheinen unbedingt erforderlich. Die Ortsverwaltung. Kranken- Unterstützungsverband Der Schneider. Mitglieder- Versammlung am Dienstag, den 1. November cr., Abends 8 Uhr, in d. Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tagesordnung. 1. Abrechnung der Hauptkaffe vom 2. Quartal und der Lokalverwaltung Dom 3. Quartal. 2. Neuwahl der Hannoveraner! 110/2 Zur Gründung eines Vereins der in Berlin wohnenden Hannoveraner ersuche ich nochmals alle Landsleute, sich zu einer näheren Besprechung Montag, den 31. Okt., Abds. 8 Uhr, in meinem Lokal, Havelbergerstr. 7, einzufinden. Um rege Theilnahme bittet 27366 ERSAL- METALL AV & Co H. Müller. PITZ POM POMADE Schutzmarke. ADALBERT VOGT& CO BERLIN FRIEDRICHSBERG goldene u.silbernal Nach beendeter bedeutender Vergrösserung des Geschäfts offeriren wir für Herbst unb Winter: Damen- Kleiderstoffe zu sehr billigen Preisen. Eine praktische Woll- Lama- Robe 3,50 und 4 Mark! Eine Tuch- Robe 5,50 und 6 Mark! Eine englische Cheviot- Robe mit bunten Noppen 6 Mark! Eine englische Cheviot- Robe mit schönen Phantasiestreifen 6 Mark! 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Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2436b 10 er ä De be be di re D C Le D fa di ha ar Di a1 TU 53 fp ge ($ au 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 255. Arbeiter- Sanitätskommission. Tas letzte Mal berichteten wir über ungenügende Trinkwasserversorgung städtischer Arbeiter in der Gasanstalt im Süden der Stadt, heute sind wir in der Lage, Klagen wiederzugeben, die aus der städtisch en Gasanstalt des Nordens über die dort herrschenden Abortverhältniffe an uns gelangt sind. Gine dreifache Recherche hat folgendes ergeben: In der städtischen Gasanstalt in der Müllerstraße befinden fich zur Benutzung für etwa 300 Arbeiter 3 Massenklosets, jedes gleichzeitig für 3 Personen ausreichend; eine Trennung Ser Size durch Scheidewände findet nicht statt. Jeder diefer gemeinschaftlichen Wotritte besteht aus einem zirka 2 Meter langen gemauesten oben ganz offenen Bassin, das zirka 0,60 Meter tief, 0,40 Meter breit ist; dasselbe ist etwa 3/4 voll mit heißem Wasser angefüllt, das nach Aussage des Aufsehera alle paar Stunden abgelassen und durch neues, aus einem darüber befindlichen Wasserhahn ersetzt wird.. Unser eine Recherchent schreibt: Die Käften erweckten den Anschein, als hätten Töpfer Lehm darinnen zubereitet. Eines derselben war z. 3. unbenußbar. Weil hier die Unfauberfeit im höchsten Maße herrschte, so bin ich heute Nachmittag mit meinem Bruder nochmals hingegangen, um auch ihm zu zeigen, wie der Magistrat für das Wohl seiner Arbeiter besorgt ist. Natürlich waren Nachmittags die Klosets in demselben Zustand wie früh. Zufällig trafen wir den Arbeiter, welcher mit der Reinigung beauftragt ift. Derfelbe erklärte, daß er soviel" andere Beschäftigung hätte, daß er die Klosets nicht immer sauber halten könne. " Ein einzelnes, verschlossenes" Kloset, das für die Meister" beftimint ist, öffnete mir der Arbeiter, und war ich erstaunt über die peinliche Sauberkeit in demselben. Unser 2. Recherchent sett hinzu: Die Arbeiter, welche die Wanne" benußen, müssen sich in Acht nehmen, um fich nicht ins Wasser zu sehen. 11 So wenig sich gegen diese Bassins vom sanitären Standpunkt aus fagen läßt, vorausgesetzt, daß fie, was hier zwar vorgeschrieben, aber vor unsern Recherchen nicht ausgeführt wurde, alle paar Stunden entleert und gereinigt werden, so energifch müffen wir doch gegen die Maffentlosets als un ästhetisch protestiren. Warum muthet man den Arbeitern derartige Einrichtungen zur Benugung zu, die jeder Angehörige der befizenden Klaffen siehe das verschlossene Kloset für die Meister mit Abschen von sich weisen würde. Sind die Arbeiter nicht auch Kulturmenschen mit ästhetischem Bedürfniß, dürfen sie nicht beanspruchen, daß man auch ihr Schamgefühl respettirt? Colch idyllischer" Zustände gemeinsamer Klosets ohne Scheidewände, die man ungestraft nur mit Vorsichtsmaßregeln benutzt, entsinnen wir uns mit Schaudern aus unserer Soldatenzeit; wir verlangen von den städtischen Behörden, daß man so groben Verlegungen des Schamgefühls nicht Vorschub leistet. Den Arbeitern aber rufen wir zu: 2egt die ver dammte Bedürfnißlosigkeit in hygienischen Dingen ab, werdet unzufrieden! Das Beste in fanitärer Beziehung ist gerade gut genug für Euch, seid Ihr doch durch enges Zusammenleben und Eure Thätigkeit so vielfach hygienisch benachtheiligt, ja direkt gefährdet und leidet Mangel an allem, was das Leben verschönert. Zahlreiche Eingänge aus privaten Werkstätten und Fabriken dienen zur weiteren Jllustration des Gesagten. Aus der Fabrit von Frister u. Roßmann, Staligerstraße, wurde uns ein Puzlappen übersandt, der sich bei eingehender Betrachtung als Ueberrest eines alten Unterbeinkleides erweist, mit zahlreichen Blutund Schmußflecken aller Art. Abgesehen von dem Eket, den jeder normal organisirte Arbeiter überwinden muß, un mit folchem Beug zu hantiren, werden, wie wir wiffen, zahlreiche ansteckende Krankheiten auf diesem Wege übertragen. Wir müssen verlangen, daß alle Buglappen Dor ihrem Gebrauch desinfizirt werden. Thatsächlich werden bereits seit Bestehen der Desinfektionsanstalt in der Reichenbergerstraße folche als Puzlappen ver wendete Lumpen dort desinfizirt, im Jahre 1890/91 allein 538 Bentner Puylappen; doch, fügt der Jahresbericht des Inspektors der Anstalt hinzu, um die Benutzung der Puylappen gefahrlos zu machen, müßte die Zentnerzahl derfelben nach dem Geschäftsumfang und dem Handel mit denselben hier in Berlin auf 10 000 anwachsen. Sonntag, den 30. Oktober 1892. finden sich keine Trichter; der Urin soll in dem Faß mit unter 14.Zage long stehen und einfach im Hofe entleert werden, ohne jede Spülung oder Desinfektion; Müll und Unrath liegen zum Theil neben dem Müllkasten. Ent sprechend diesen groben Mißständen ist der Geitant. 9. Jahrg. famose Waffer zur Herstellung der Mehlpräparate( wöchent lich gegen 30 3tr. Weizenmehl) verwendet. Bei dieser Sachlage hielten wir es für unsere Pflicht, dies Wasser uns kommen und untersuchen zu lassen. Untersuchungs- Ergebniß. -In dem ganz neuen Fabrikgebäude Zimmerfiraße 64( Befiber: Fabrikant Jessel) befindet sich eine Geruch. Nach einigem Stehen bildete sich ein gelber Bodenfah. Das Wasser zeigte eine milchig-trübe Färbung und fanligen tunstgewerbliche Anstalt für Glasmalerei und Schleiferei Es ist reich an organischen Bestandtheilen, der Abdampf- Rückmit Dampfbetrieb, in welcher ca. 40 Personen beschäftigt stand beträgt 0,92 g im Liter, es ist reich an Eisen, enthält sehr werden, und die Werkstatt einer Modiftin mit 10-15 Ar- bedeutende Mengen Salpetersäure. Besonders bemerkenswerth beiterinnen. Parterre ist ein Kloset ausschließlich zur Be- ist der große Gehalt an Ammoniak und ein nicht minder benuzung des Romtoirpersonals, nur die beiden anderen, deutender von falpetriger Säure, was auf in Fäulniß übergehende 1/2 und 3 Treppen hoch, stehen den Arbeitern und Ar- organische Bestandtheile hinweist. beiterinnen gemeinsam zur Verfügung. Ein Pissoir Die bakteriologische Untersuchung ergab eine exiftirt nicht statt dessen bei dem unteren Kloset große Anzahl von Bakterien durch das Plattenkultur- Berfahren ein fleiner Ausguß ohne Spülung; das obere it in nachgewiefen 5-10000 pro Rubit- Zentimeter, also 5-10 Ridionen folge dieses Mangels beständig unrein. Die Arbeiter Batterien pro 1 Liter Der oberen Etage laufen nach unten und umgekehrt. mengung von Rothbestandtheilen zu sprechen scheinen. darunter solche, welche für die BeiDas Im obersten Stockwerk wohnt der Kutscher des Haus Wasser ist unter feinen Umständen als Erint wirths in zwei Dachkammern und Küche, emem miserablen und Gebrauchswasser zuzulassen. Loch, wie der Rechercheur berichtet. Die als Schlafraum dienende Kammer wird durch ein Lichtfenster in der Decke erhellt, welches nicht geöffnet werden kann. Die Küche, ist nur durch eine Bretterwand von dem oben erwähnten Klojet getrennt, so daß namentlich im Sommer der Geftant derartig ist, daß die Bewohner im Keller schlafen müffen. Schleiferei und Dampfteffel auf dem zweiten Hof verursachen so viel Staub und Qualm, daß das Gebäude mit einer fingerdiden grauen Schmußschicht bedeckt sein soll und der Staub in die Dachwohnung dringt. Da die Fenster des Treppenflurs von unten bis oben fest verschlossen find, toinmt vollends der ganze Gestant aus Werkstätten und Klosets in die Kutscherwohnung. Industriegebäude, Mariannenstr. 31/32 drücklichst die sofortige Außerbetriebsetzung der Privat Wassers Auf Grund dieser Befunde verlangen wir nochmals nachfeitung im Hause Dieffenbachstr. 33. Judem wir die Beschwerdeführer um weitere Mittheilungen ersuchen, laden wir alle unsere Kontrolleure wie auch die ienigen Frauen und Männer, welche an den Arbeiten der Kommission theilzunehmen gewillt find, zu einer Besprechung am Mittwoch, den 2. Nov., Abend 3 82 Uhr, im Rosenthaler Garten, Rosen= thaler ft r. 39, bei o ch ein. Tagesordnung: Referate über Beseitigung der Abfallstoffe in Berlin, über Werkstatt und Fabrikhygiene, Bericht aus der KommissionZum Schluß quittiren wir danfend über 10 M., von dem und Reichenbergerstr. 34-5 Höfe mit 17 Porfozialdemokratischen Beseklub„ Süd- Ost" für die Arbeiten der Komtalen, auf dem vierten Hof befinden sich zwei offene mission gespendet. Klosets für zirka 60 dort beschäftigte Arbeiter und Arbeiterinnen. Dieselben sind überaus schmugig, nicht desinfizirt, die Wasserspülung sehr schlecht. Auf demselben Sof befindet sich das Schwimmbaffin der Louisenstädtischen Babe- Anstalt. Ein Abflußrohr Der Bade- Anstalt geht durch den einen Abort und besitzt ein etwa markstückgroßes Loch, durch welche das abgelassene Badewasser hinausströmt, die Klosets überschwemmt und nach einem Loch im Erdboden abläuft. Ein Hofpully, das nicht gereinigt wird, Wohnungen über Pferdeställen und Remisen mit Heu, eine große Schmiedewerkstatt vervoll ständigen das Bild. Die offen stehenden Klosets dienen des Nachts den Obdachlosen als Schlafstätte, so daß verschiedene Arbeiter behaupten, Ungeziefer durch Benußung derfelben bekommen zu haben. Eine Beschwerde der Arbeiter fertigte der Verwalter mit den Worten ab:" Machen Sie die Geschichten doch zu Hause ab!" Im Arbeitssaal( Schleiferei und Polirerei) werden alte, nicht desinfizirte Lumpen als Puzlappen verwandt und lagern deren 2 Zentner in diesem Raum auf einer Art offenen Hängebodens. Für die Bewohner des Seitenflügels( 12 Haushaltungen mit 60 Köpfen) existiren 4 verschlossene Klosets, 3 auf dem Hof, 1 im Seitenflügel. Dieselben werden außerdem von ca. 20 Fabritarbeitern benutt. Unsauberkeit auf dem Sof, bei der Müllgrube, im Keller. Wir fügen hieran noch einige uns zugegangenen Beschwerden über mangelhafte Klose tzahl und Einrichtung in Wohnhäusern. Prinzen Allee 69: für 10 Miether ein Klofet mit einmal wöchentlicher Reinigung. Wanzlickstraße 8, Rigdorf: für 20 Miether ( da 6 Wohnungen jett leer stehen, z. B. für 14) 2 Klosets auf dem Hofe, die fehr mangelhajt gereinigt werden. Klosets auf den Treppenfluren find unbenutzbar und seit langer Zeit dauernd verschlossen. Versammlungen. Eine trotz der vorgekommenen Maßregelungen stark besuchte Versammlung der Pferdebahn, Omnibusund Packetfahrt Bediensteten tagte Freitag Nacht im Feenpalast, um das Statut der geplanten Organisation zu berathen und den Vorstand derselben zu wählen. Vor Eintritt in die Tagesordnung verliest der Borsigende das Antivort schreiben, welches auf ein Begrüßungstelegramm des Fachvereins der Verkehrsbediensteten Desterreichs nach Wien abgesandt wurde. Der Wortlaut dieses Schreibens ist: An den Fachverein der Verkehrsbediensteten Oesterreichs. Für 70-80 Arbeiterinnen der Holz- Galanterie Werthe Genossen und Brüder! Mit Freude und erhebendem waaren Fabrit von Schoy im ersten Stockwerk Gefühle haben die Versammelten der Pferdebahn- und Omnibusbefindet sich daselbst ein Kloset. Die Mädchen, die Angestellten Berlins das Zeichen Gurer Solidarität begrüßt. Gis fämmtlich Patronenhülfen auszubohren haben, stehen dicht dreifaches, donnerudes, begeistertes Hoch sei Euch Antwort und gedrängt in einem Saal zufammen. Schemel zum Beweis, daß der Inhalt Gures Begrüßungstelegramms allfeitig. Sigen giebt es nicht, so daß sich die Ar- verstanden, gewürdigt und empfunden wurde. Jm über beiterinnen beim Frühstück auf den Fußwältigenden Bewußtsein, daß die Solidarität der Proletarier boden seyen müssen. nicht an bestimmte Landesgrenzen gebunden ist; daß sie Fabritgebäude Dresdenerstr. 38, Metalle im Gegentheil allüberall, wo Proletarier für die Bewaaren- Fabrit von Brüning im Quergebäude 4 Treppen, freiung der Arbeit vom Joche des Kapitals tampfen, zwei Klosets und ein Pissoir auf dem Korridor des Arbeits vorhanden ist, in diesem Bewußtsein entbieten die Berliner faales für 31 männliche und 21 weibliche Arbeiter Verkehrsbediensteten ihren österreichischen Brüdern solidarischen und drei Personen des Romptoirs. Die Wasser- Gruß und Handschlag." leitung des einen Klosets funktionirt gar nicht, Der Beifall der Versammlung bewies, daß sie mit dem Jidie des andern mangelhaft. Infolge großer Dunkelheit halt des Schreibens übereinstimmite. Hierauf trat man in die in diesem Vorraum läuft der Urin häufig vorbei und Tagesordnung ein. Der Referent Genosse Tuzauer erläuterte hat die Dielen angefault. Im Hochsommer foll der Gestank in seinem Vortrag über das Thema:" Der Staat und die unerträglich sein. Arbeiter" die Sozialpolitik der Regierung, speziell die Versiche rungsgesetzgebung und die gesetzlichen arbeiterschutzmaßregeln kritisirend, wobei er die Ueberzeugung aussprach, daß wenn die Arbeiter bei Schaffung derartiger Geseze mehr gehört würden, diese dann einen wirklichen Fortschritt in sozialpolitischem Sinne herbeiführen könnten. So lange die Arbeiter in den Parlamenten noch nicht die Klinke der Gesekgebung" in der Hand hätten, ferner solange es noch große Massen von unaufgeklärten Arbeitern gebe und solange die Organisationen der Arbeiter nicht genügend erstarkt seien, werde man nicht auf die Stimmen der Arbeiter hören, sondern immer nur auf die Stimmen derjenigen, welche. heute die wirthschaftlichen und politischen Gegner der Arbeiter sind. Standalöse Zustände der Klosets werden uns aus dem Der Referent fommt dann auf die Gewerkschaftsbewegung und Hause Johannisstraße 14/15 gemeldet( Johanneum, auf deren Zweck zu sprechen. Er erblickt denselben darin, daß Befizer Prof. Dr. Zülzer, Inhaber einer Poliklinik für durch die Gewerkschaitsbewegung eine Verschlechterung der Sarn- und Geschlechtskrankheiten daselbst). Dort befinden wirthschaftlichen Lage der Arbeiter zum mindesten verlangsamt sich im Keller 2 Klosets( und 1 Piffoir), die von drei würde; das geeignete Mittel, die Verschlechterung zu verhüten, Haushaltungen( einer Bäckerei, einer Destillation und der sei die Verkürzung der Arbeitszeit; diese vermindere das große Familie des Hausverwalters) und ca. 40 Arbeitern der Heer der Arbeitslosen und habe auch die Besserung des Lohnes Hirschmann' schen Fabrik medizinisch elektrischer Zum Schluß der heutigen Auslese wieder ein öffentliches im Gefolge. Ferner kommt Referent auf den Gegensatz zwischen Apparate, außerdem aber von den Kranken der Poliklinik Institut, eine Bedürfnißanstalt. Man schreibt uns: Auf Kapital und Arbeit zu sprechen, erläutert dabei das sogenannte benutzt werden. Ein penetranter Geruch herrscht im dem Ha cf e' schen Markt, auf die Pferdebahn wartend, eherne Lohngefeh" und wünscht zum Schluß, daß die Organi Keller; sofort beim Betreten gewahrt man, daß auf dem bemerkten wir eine mächtige Pfütze von 3 Meter Länge fation der Verkehrsbediensteten Berlins eine recht straffe werden Fußboden Urin fließt, aus dem Pissoir stammend nicht und 1/2 Meter Breite neben uns von der Bordschwelle des möge, um den Uebelständen, die in langer Arbeitszeit, niedrigem zu verwundern bei der völligen Dunkelheit desselben. Inselperrons bis zur Mitte des Fahrdammes. Da es trockenes Bohne, unangemessener Behandlung und den Strafen bestehen, in Die große Menge von Menschen, welche die beiden Klosets Wetter war, so wunderten wir uns darüber und entdeckten bald, etwas abzuhelfen. Der reiche Beifall, den der Redner erntete, benugt, ist Veranlassung, daß die Leitung häufig be- daß es aus der öffentlichen Bedürfnißanstalt, aus der Thür bewies, daß die Versammelten seinen Ausführungen mit großem schädigt wird und wochenlang nicht funktionirt, und so die für Frauen frei" rann. Auch hier ergab die Recherche, daß die Interesse gefolgt waren. Genosse Klein führte noch etliche Klosets wie der Beschwerdeführer angiebt, wieder Einrichtungen der Anstalt den thatsächlichen Bedürfnissen in Uebeljtände an, wobei er mittheilte, daß ein Kontrolleur, um die seit drei Tagen in einem Zustande sind, daß es nicht mög- teiner Weise genügten. Abhilfe wäre durch einen sachverstän- Rutscher einiger Wagen zur Meldung bringen zu können, Steine lich ist beizukommen". Bei der Recherche haben Deckel digen Techniker leicht zu schaffen, der Wiederkehr dieser Miß in die Pferdebahn- Schienen gelegt habe; dieser Herr habe dann und Sitz die Wahrheit der Beschwerde bezeugt, stände nur dadurch abzuhelfen, daß sämmtliche Klosets zugefehen, wie die beiden Wagen über das Hinderniß hinweg im Boden des Kellers befindet sich eine Ausgußgrube, die der öffentlichen Bedürfnißanstalten jeder fuhren, ohne zu halten, und habe dann feine Meldung gema mit einem Eisengitter bedeckt ist und feine Ableitung hat, mann unentgeltlich zur Verfügung stände it. Die Kutscher wären hierauf von der Direktion bestraft worden. so daß der Urin sich dort ansammelt und, soweit er nicht Unsere Aufforderung, uns Mittheilung zugehen zu lassen( Pfui- Rufe.) Ferner erwähnt der Redner, daß der Oberkontrolleur verdunstet, in den Boden ficfert. Die beiden eisernen über den Erfolg unserer Thätigkeit, hat uns mehrere Antworten Runge von der Neuen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft UnterMuutästen im Keller sind leer, daneben befindet sich ein zugeführt. In einem Theil der Fälle ist die Beschwerde durch gebene mit Schlägen und Schimpfworten u. f. w. traftive.( Stür Müllhaufen, in der Ecke ein Haufen Bauschutt, den die einfache Rücksprache erledigt worden, in einem anderen Theil mische wiederholte Pfui- Rufe.) Wegert schildert die bei der Müllfuhrleute dort ausschütteten, weil sie ihn nicht auf hat die Veröffentlichung dazu geführt. So wird uns aus der Allgemeinen Omnibusgesellschaft herrschenden Verhältnisse als Hollmannstr. 22 gemeldet, daß nunmehr die städtische Leitung überaus traurig, betonend, daß dort die Bediensteten es gar nicht ftatt des Privatbassins das Trink- und Gebrauchswasser spendet, einmal mehr wagten, im Betriebe über Versammlungen zu reden. auf wie lange? fehen die Betheiligten hinzu. Warum müsse diese Gesellschaft ihren Aktionären eine Dividende von 10 pCt. zahlen? Man solle lieber die Angestellten besser besolden. Ferner bezeichnet derfelbeRedner die Arbeitsverhältnisse derOnmibus und Packetfahrt- Bediensteten als geradezu schimpflich; die Packetfahrt- Kutscher müßten, wenn sie Stalldienst hätten, eine Arbeitszeit von 36 Stunden hintereinander durchmachen. Die Schaffner Es wird uns von dort gemeldet: Bis jetzt ist eine und Kutscher der Omnibusse hätten eine 18-19 stündige ArbeitsMenderung nicht eingetreten, obgleich wir vorstellig wurzeit täglich; bei der Anstellung der Schaffner zahle die Direktion den, der Werkmeister solle Krüge anschaffen und uns Trint 2 M. Lohn täglich und erkläre den Angestellten, wenn ihm dieser wasser von der Straße holen lassen. Diesen Rath gab Lohn für eine solche Arbeitszeit zu kurz erscheint: Sie be uns der Hausbesitzer, der etwa recherchirende Beamte tom men ja außerdem täglich noch 2,40 Mt. Trintselbst in Empfang nimmt und abfertigt. Vielleicht tritt gelder von den Fahrgästen."( Große Unruhe). Ihren die Behörde der Sache näher, wenn sie erfährt, daß im Kunden mache jedoch die. Direktion die Mittheilung: den Anzweiten Quergebäude sich eine Nudeln und andere Mehl gestellten feine Erinkgelder zu verabfolgen, da dieselben von ihr fabritate herstellende Fabrik befindet, die ebenfalls dieses genügend befoldet würden.( Ernente Pfuirufe). ( Ernente Pfuirufe). Der gemaks nehmen wollten. = Un regelmäßige Reinigung und Desinfektion der Klosets, an irgendwie genügende Ventilation ist nicht zu denken. Der Fabritherr Hirschmann und der Hausbefizer Dr. Zülzer sind sich noch nicht einig, wenn von ihnen die Instandhaltung der Klosets obliegt. Ganz besonders aber klagen die Arbeiter über die Mitbenutzung der Klosets durch die Geschlechtskranken der Poliklinik. Es sind das in der That ganz unhaltbare Zustände, deren gründliche Abhilfe wir von den Betheiligten erwarten; insbesondere appelliren wir an das hygienische Gewiffen des Hausbesitzers, der sich vielfach in Wort und Schrift mit der öffentlichen Ge sundheitspflege befaßt hat. In dem Fabrithause Elsasserstr. 63 be finden sich Klosets, Pissoir und gemauerter Müufasten in einem etwa 4 Meter langen und 1 Meter breiten, neben dem Maschinenhause gelegenen Gange. In den Aborten " Nicht so Erfreuliches tönnen wir von dem größten Theil der eingelaufenen und behandelten Beschwerden melden. Wie den 2efern bekannt, hatten wir als ganz besonders monströs auf die Kloset- und Trinkwasserverhältnisse in den Berlin- Passauer Fa brifen( Dieffenbachstr. 33) wiederholt hingewiesen. 27 regelte Schaffner Bogen führt einen Fall an, in welchem ein! Jit der Filiale der Posamentiver Berlins erstattete am| Gewerte je nach ihrer Stärke zu den entstehenden Rosten beizus erfrankter Kollege von den Aufsichtsbeamten als faulfrant" 19. Oftober Dr. Joel ein intereffantes, sehr verständliches Re- tragen. In ein unlängst stattgehabten Versammlung von bezeichnet wurde, trotzdem jedermann habe sehen können, daß er ferat über das Thema:„ Aus den ältesten Tagen der Mensch- Vertrauensleuten unserer Industrie ist beschlossen, den auf uns wirklich frant war. Weiter wird angeführt, daß bei der heit." An den Vortrag knüpfte sich eine lebhafte Diskussion. Es entfallenden Theil durch Listensammlungen aufzubringen; das Großen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft die Schaffner, wenn sie wurden dann die Kollegen Nolting zum ersten und Frib unterzeichnete Komitee wurde mit der Ausgabe der Listen beaufRaffe haben, zu zweien zusammen auf einem Depot in einem Berger zum zweiten Vorsitzenden gewählt, ferner Strube tragt. Es richtet daher an die Kollegenschaft das dringende Er Bett schlafen müssen, was mitunter nicht einmal mit reinem und schner in die Arbeitsnachweis Rommission berufen, suchen, sich nach Kräften an der Sammlung zu betheiligen. Zu Ueberzug versehen sei. Da es der Direktion an Stallfeuten aus welcher zwei Mitglieder ausgeschieden waren. mangele, müßten dieselben beim Zuspäikommen von 1-5 Minuten Morgens am Abend einen dreistündigen Strafdienst im Pferdereiten abmachen. Es werde nun vom Hofverwalter auf das peinlichste dafür gesorgt, daß alle Zuspätkommenden zu dieser Strafarbeit herangezogen würden, denn die Direktion spare da durch Arbeitslöhne. Früher habe es für eine Stunde Pferdereiten 25 Pf. gegeben; das falle jegt fort, da fait jeder Stallmann zur Strafarbeit verurtheilt würde. Schröder( gemaßregelter Schaffner) berichtet, der Oberkontrolleur Runge gebrauche gegen die alten Schaffner während der Kontrolle auf Der Fahrt häufig häufig Ausdrücke, daß die Fahrgäste oftmals darüber ganz eripört wären. Sprecisaal. Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung: Je wabri fich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. An die Textilarbeiterschaft Berling! Laut Beschluß der StreifKollegen und Kolleginnen! Der Direktor habe Kontrollkommission, welche die Agitation für die Wahlen zum Gewerbegericht einleitete, haben alle an der Wahl betheiligten heute Morgen auf die Jagd gehen wollen, jedoch auf dieses Vergnügen verzichtet, weil er fürchtete, daß die Leute der Maßregelungen wegen heute nicht fahren würden.( Heiterkeit.) Nachdem der gleichfals gemaßregelte Schaffner Herzog noch rerschiedene Uebestände angeführt hatte, welche die gerechte Entrüstung der Versammlung hervorriefen, wurde nachfolgende Resolution einstimmig angenommen: = eine Die heute am 28./29. Oktober im Feenpalast tagende öffentfiche Versammlung fämmtlicher Pferdebahn- Omnibus- und Packetfahrt Bediensteten erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten vollständig einverstanden. Sie verurtheilt die Maßregelungen der Pferdebahn Schaffner und Kutscher durch die Direktionen auf das Entschiedenste und spricht über das Vorgehen derselben ihre tiefste Entrüstung aus. Die Versammlung erblickt in diesen Maßregelungen eine Rechtlosmachung, Degradirung dieser Schaffner und Kutscher zu Staatsbürgern zweiter Klasse. Die Versammlung ist der Ueberzeugung, daß die Direktionen sich die eventuellen Folgen für ihr rigoroses Borgehen selbst zuzuschreiben haben. Außerdem spricht die Ver fammlung ein Brui über die elende Handlungsweise des Oberfontrolleurs Runge von der Neuen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft aus, welcher ihm untergebene Angestellte förperlich gemißhandelt und geschlagen hat. Zum Schlune erklärt die Versammlung, daß nur allein durch eine straffe Organisation der Pferdebahn, Omnibus- und Packetfahrtbediensteten die unwürdigen Verhältnisse in ihren Betrieben abgestellt werden können." Gewünscht wurde noch, daß diese Resolution den verschiedenen Direttionen der großen Berliner Verkehrsbetriebe zugestellt werde. Es wurde dann zur Verlesung des Statuts geschritten, welches seinem Inhalte nach die Zwecke und Bestrebungen der übrigen, auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenden Gewerkschafts- Organisationen verfolgt. Die AbAus ftimmung ergab einstimmige Annahme des Statuts. der dann vorgenommenen Vorstandswahl gingen folgende Herren als gewählt hervor: Schröder und Herzog Borsigende; Günther, Rendant; Barth und Ludwig, Rassirer; Wegert und Braun, Schriftführer; Struve, Droste, Piepenhagen und Borchert, Beisiger. Mit einem dreifachen, brausenden Hoch auf den neugeschaffenen Verein schloß die imposante Versammlung 3/44 Uhr Morgens. Im Anschluß hieran sei noch mitgetheilt, daß trotz der Maßregelungen sich wieder rund 200 Bedienstete der Verkehrsbetriebe zu dem neuen Verein als Mitglieder gemeldet haben, so daß derselbe nun nahezu 800 Arbeiter jener Betriebe umfaßt. nur Ueber den Stand des sogenannten Fensterstreiks der Töpfer berichtete am 28. Oktober Herr H. Hoffmann einer von etwa 850 Personen besuchten Versammlung, die vom„ Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer" einberufen war. Im ganzen hätten sich, so führte er aus, 541 RolTegen und Arbeiter am Streit bei dessen Beginn betheiligt, die 718 Rinder zu erhalten hatten. Im Laufe von 14 Tagen hätten fich abgemeldet beziehungsweise die Kontrolle nicht paffirt 389 Streifende. Für diese Woche( 28. bis 29.) blieben 95 verheirathete Berufsgenossen mit 164 Kindern und 57 unverheirathete zu unterstützen. Am Streif betheiligt gewesen seien 175 bis 200 mehr wie im Vorjahre. In der vergangenen Woche habe jeder ausstehende Kollege seine Unterstützung erhalten. Leider wäre die Brozent abführung der arbeitenden Töpfer und Berufsgenossen eine lane gewesen. Die Unternehmer erschwerten den Streif auf vielerlei Weise, wofür Redner mehrere Beispiele anWie führt. die fehr Unternehmer die Fensterfrage, die für die in Betracht kommenden Arbeiter doch im wahrsten eine Gesundheitsfrage sei, Sinne Des Worts, nicht verstehen oder nicht verstehen wollen, beweise der gethane Ausspruch: Die Töpfer haben früher ohne Fenster gearbeitet und können es auch jeyt wieder. In den vergangenen Jahren sei der Streit immer in der zweiten Woche beendet gewesen; daß er sich dies Jahr länger hinziehe, liege wohl daran, daß die anderen Berufsgenossen, Maler, Stucas teure 2c., nicht so sich zu den Streifenden verhielten, wie sie sollten. Redner habe auf einem Bau die Maler in einem Zimmer arbeitend gefunden, in dessen unverschlossenem Nebenraum fich ein unverschlossener Koksforb befand, was gegen die polizeiliche Berordnung verstoße, die auf Betreiben der Berliner Bauhandwerker betreffs der offenen Kolstörbe erlaffen wurde. Die betreffenden Berufsgenossen hätten das aber vollständig gleichgiltig gelassen. Beispiele dieser und ähnlicher Art seien viele anzuführen. Daß der Streit brechtigt, zeige der Umstand, daß keines der die Interessen der Kapitalisten vertretenden Blätter sich gegen ihn gewandt habe. Die meisten erwähnten ihn garnicht, während Lokal- Anzeiger"," Berliner Presse" und" Intelligenz- Blatt" ihn für berechtigt erklärten. Wie die Behörde gegen die offenen Kotsförbe im Arbeitsraume vorgegangen, müßte sie sich eigentlich verpflichtet fühlen, auch gegen Das Arbeiten bei unverglasten Fenstern einzuschreiten. An der Debatte nahmen u. a. Theil die Herren E. Davit, E. Handke, Rattun, Keller, Hagen, Thieme, Hamann, Steinbod, Meintte, Krüger. Gerügt wurde von verschiedenen Rednern, daß Herr E. Handke beim Töpfermeister Dstar Häsler weiter gearbeitet habe, nachdem die Sperre über dessen Bauten verhängt worden. Handke suchte dies mit besonderen Umständen, die feiner Meinung nach die Sperre als nicht gerechtfertigt erscheinen ließen, und damit zu entschuldigen, daß man ihn, Handke, auf dem Arbeitsnachweis vor Den Kopf gestoßen habe, worauf er die Absicht, nicht weiter arbeiten, habe habe fahren laffen und erst recht weiter gearbeitet habe. Augenscheinlich wurde jedoch sein Thun der Versammlung mißbilligt. Scharf gerügt wurde außerdem, daß Kollegen, welche die ersten drei Tage der Woche gestreift, die anderen drei aber gearbeitet haben, sich trotzdem Streifgeld geben ließen. Zur Annahme gelangten fol gende Anträge: 1. Die Versammlung beschließt, da die Kontrolle der Streifenden sonst unmöglich ist, daß nur die auf den Karten abgestempelten Tage mit je 2,50. vergütet werden." 2. Die Versammlung beschließt, diejenigen Kollegen, welche drei Tage in der Woche gearbeitet haben, erhalten keine Unterstügung. Die Arbeitenden, d. h. die, welche länger als drei Tage gearbeitet haben, führen 10 pet. ihres Verdienstes an die Streitfaffe ab." Dazu beschloß man, daß in der nächsten Woche die Prozente auch noch abzuliefern feien. Herr Hoffmann machte dann Mittheilung von dem Hinscheiden des 78jährigen Kollegen Bolle, genannt Vater Bolle. Wer es könne, möge sich am Sonntag am Leichenbegängniß betheiligen.( Siege Annonce im Vorwärts", Nummer von gestern). Darauf fam noch eine interne Sache zur Erörterung. Don " reichlich kann dieselbe nicht ausfallen, da ein etwaiger Ueberschuß unferem Agitationsfonds überiviesen wird, der ohnedies seit langem feine Stärkung erfahren hat. Sorge nun jeder, daß die Sammlung so ausfällt, daß wir wenigstens einmal in dieser einen Sache mit anderen größeren Gewerkschaften Schritt halten. Pflicht und Ehre erfordern dies! Kollegen und Kolleginnen, die sich als Vertrauensperson en irgend welcher Arbeitsstätte auszuweisen vermögen, werden gebeten, bei dem unterzeichneten Listen in Empfang zu nehmen. Mit follegialem Gruß Das Agitationsfomitee der Zeptilarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands ( Sit Berlin). J. A.: Paul Wagner, Fruchtstr. 64( Restauration). 11. Ziehung der 4. Klasse 187. Königl. Preuß. Lotterie.[ 59 746 947 95084 110 203 81 362 664 74 973 06105 14 62 85 287 94 Biehung vom 29. Oftober 1892, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 255 308 413 14 15 570 75 627 708 25 921 83 1125 264 364 97 604 719 78 99 853 948 2019 107 205 24 x7 411 50 84 664 779 805 43 49 76 940 50 3012 129 65 87 205 445 60 771 93 824 4035 204 374[ 3000 508 665 909 73 77 5027 79 111 87 94 361 447 531 687 914 39 6031 ( 500) 85[ 500) 103 34 38 65 231 65 82 98 424 57[ 3000] 72 609 746 980 7140 271 387 402 38 48 71 75 734 851 77 89 93 8099 108 239 476 617 747 71 855 958 9014 38 79 176 234 384 94 447 501 35 76 646 894 10118 223 27 45 56 63 318 26 57 60 80 865 937 44 11110 68 222 24 301 564 71 846[ 3000] 62 86 966 12387 564 604 84 985 13009 [ 3000] 173[ 300] 487 632 76 804 920 14028 460 519 660 767 89 15037 76 85[ 5001 230 355 528 80 636 39 50 766 16019 39 461 81 590 13000] 679 766 803 68 17029 35 134 6 321 25 401 531 75 647 710( 300) 72 856 955 18003 99 103 213 546 99 606 742 44 932 19013 75 89 151 203 408 49 672 74 96 711 77 875 963 89 20065 150 72 208 11 390 97 630 754 817 21146 239 48 90 96 315 85 618 817[ 300] 22 22023 38 111 201 6 469 514[ 500] 20[ 600] 46 75 645 57[ 30000] 23045 89 143 58 213 30S 478 818 25 965 73 79 80 21148 201 12 58 64 369 464 759 6 80 25 34 39 168 353 64 82 736 86 26090 132 41 315 94 432 564 628 903 40 99 27061 286 408 21 16 6 501 73 89[ 1500] 648 751 893 902 28009 16 80 83 198 279 318 456 802 97 954 29034 107 17 248 320 41 75 677[ 500] 83 722 880 94 30001[ 300] 2026 43 307 454[ 80001 76 78 517 75[ 300] 82 85.617 987 31020 15001 111 37 207[ 5001 305 79 431 537 635 96 730 82162 350 67 569 92 887 33064( 3000) 167 62 293 369 459 71 582 637 45 774 942 34016 65 233 698 15001 756 856 79 942 95 35126 332 40 84 588 609 53 877 86036 166 92 246 404 31 594 780 97 834 969 37097 163 322 63 64 501 664 702 4 55[ 500] 72 802 934 93 95 38129 320 477 86 504 87 638 51 790 855 39022 70 134 264 611 31 988[ 300] 969 80 40004 35[ 300] 71 108 19 99 22) 367 1300] 632 773 878 41010 86 90 183 318 667 780 809 12 64 919 43 42025 239 69 303 409 23 45 533 772 827 968 43262 344 479 520 660 777 993 44000 19 28 306 542 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914[ 150] 47( 500) 160035 147 89 319 487[ 3000] 505 617 46 73 85 959[ 100000] 79 161051 647 99 734 801 8 41 162015 494 616 115001 623 764 878 912 88 94[ 600] 163004 11 113 213 46 81 461 551 611 68 83[ 30001 98 953 88 161013 14 76 117 257 67 332 82 680 718 26 1300] 96 894 920 41 165016 90 441 520 608 921 160026 92 517 84 66 76 752 84 820 115001 33 47 901 167011 48 79 303 9 19 46 436 557 632 724( 15001 60 863 912 13001 89 93 96 168164 226 98 398 842 169074 171 229 365 77 470 533 693 958 171045 170 89 280 172041 89 163 241 170051 154 266 414 15001 832 46 81 970 94 351 439 62 68 601 13 807 12( 1500) 14( 600) 966 1300] 316 82 481 551 813 84 924 173101 72 413[ 300] 502 99 623 717 33 864 57 912 174069 102 226 357 68 481 9.37 706[ 3000] 175155 176199 239 47 313 33 66 505 67 65 295 368 400 508 36 90 930 62 700 8 94 8: 4 918( 500) 79 177072[ 300 15) 68 202 97 610 783 807 912 178017 40 167[ 3000] 227 43 520 639 734 84 846 179024 287 357 75 96 626 944 75 94 95 18 232 318 651 732[ 300] 60 802 918 91 181113 63 72 283 97 498 519 25 855 991 1268 349 408 33 510 15 650 65 751[ 3000] 6 837 50 88298 320 405[ 1500] 566 772 802 920 1+ 189 356 61 43,767 1.165 90304 746 89 815 74 91051 141 452[ 3000] 520 84 614 745 874 216 327 16 64 423 645 62 887 970 1 030 116 305 18 814 53 935 99 916 92 34 112 51 274 482 506 740 43 65 86 920 93002 131 509 55 1.003 367 609 6.9 818 1048 209 31 477 98 587 627 92 939 645 716 67 85$ 4059 101 77 237 85 96 371 405[ 1500] 606[ 30001 50 19076 167( 1500) 222 33 48 342 410 63 639 707 833 11. Ziehung der 4. Klasse 187. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 29. Oftober 1892, Rachmittags. Nur die Gewinute über 210 art find den betreffenden Nummers in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 72 119 47 298 345 91 566 77 639 741 823 963 1029 121 35 410 42 500 46( 300) 614 700 51[ 500 927 206 89 97 126 85 415 26 597 665 805 922 59 3007 13001 14 193 95 651[ 5000) 76 813 95 496 127 252 336( 5000] 57[ 10000] 509 25 627 1500) 827 966 88 5039 97 179 208 315 467 708 87 830 65 6081 114 75 540 887 975 76 7048 58 159 69 267 301( 500) 3 37 403 573 87 652 856 946 79 93 8031 4: 195 228 72 319 591 620 86 99 700 9008 34 114 21 572 616 780 946 88 10067 99 167[ 300] 251 71 73 492 691 767 819 30 939 58 11068 [ 300) 72 115 300 17 27 42 425 65 15000 99 595 747 4 854 901 80 9 91 12207 20 54( 1500) 367 8 3 917 6)( 1:00]+3019 206 479 88( 300, 510 6 0 49 755 66 834 909 14081 97 118 258 73 357 77 421 537 90 683 717 23 804 23 15075 171 235 86-321 96 11 00 403 66 81 1300) 94 740( 300) 812[ 300] 38 16219 74 330 56 4 5 73 96 542 77 717 64 864 81 86 915 39 43 60 94 17011 209 334 84 433 64 79 719 18118 250( 300) 329 33 534 43 712 45 55 852 69 19048 176 319 24 52 498 534 65 622 60[ 1500] 707 54 918 90088 70 179 219 22 62 15001 800 485 99 81 562 64 880 928 01031 66 149 59[ 16001 388 513 16 42 679 84 732[ 600] 42 823 40 55[ 600] 988 92147 324 51 410( 5000) 26 67 704 800 97[ 1500] 909 27 1 3302 16 87 1300] 548[ 30001 803 906 39 71 94102 255 72 806 481 758 76 820 55 988 44 95065 93 165 364 610 32 741 74 865 976( 1600 96053 75 172 251 407 51 95 809 51 93 964 66 97072 172 82 99 256 520 650 54 804 94 96 923 40 63 98102 96 269 83 567 659 62 776 907 99085 257 471 517 615( 30 903 20 72 100056 148 229 92 316[ 500] 419 24 37 41 47 524 39 63 72 729 01005 35 45 111( 300) 209 49 62 65 486 727 37 97 919 102046 215 84 317 34 50 63 522 38 643 736 860 103339 81 472 92 578 685 768 88 943 164206 48 331 61 11500) 424 557[ 300] 664 715 64 834 105127 94 225 77 335 428-1 533 82 723 53 907 31 106087 136 76 387 434 540 57 643 873 90 107035 70 94 120 41 61 68 308 579 677 860[ 1500] 943 61 74 108115 60 494 555 75[ 1500] 726( 150) 31 38 889 109010 140 211 31 329 559[ 300 97 826 969 100 4 10 282 476 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602 693 805 28 76 904 27 76 127146 2807 104 9 10 28 261-69 323 61 86 588 603 45 709 855 29577 301 251 418 47[ 3000] 75 516 636 12-190 281 8: 326 683 795 846 129084 427 39 533 929 173 89 337 53 402[ 3000) 5 25 505 668 69 781 835 87 94 180015 65 72 81 101 40 11 00 370 405 55 586 703 30020 93 256 84 399 457 58 67 639 719 37 79 842 83[ 300] 31103 8 30 474 567[ 15 000] 75[ 300] 759 32192 354 92 764 992 33006 46 92 147 76 97 323 32 538 621 869 939 34185[ 00) 232 54 335 31 486 502 69 81 645 893 992[ 3000] 35008 813 933 35 60 36001 39 63 153 282 315 31 56 61 580 92 96 975[ 3000] 37123 277 328 6( 500) 414 39 71 531 630 890 38037( 500] 65 172 221 51 480 870 95 966 39050 61 123 68 325 38 560 92 840 40014 49 96 139 13000) 251 80 414 31 59 554 667 71 712 71 951 41129 99 586 97[ 3000] 777[ 3000] 832 42001[ 300] 63 120 259 366 443 64 599 639 44 700 6[ 3000] 84 889 970( 600) 43217 441 96 527 671 77 703 70 863 913 68 81[ 3000) 44082 113 339 62° 430 66 711 45047 299 328 98 511 713 981 46019 220 314 458 509 29 50 73 6.6 742 47002 30 172 78 96 895 491 602 63 614 78 700( 500] 3 801 900 1 48082( 300) 114 213 78 87 656 765 861 81 49037 77 253 63[ 1500] 307 67 639 42[ 1500] 812[ 300] 62[ 3000] 91 181034 155 319 53 87 431 565 604 94) 94 132015[ 1500] 207 482 901 34 133012 134047 23( 1500) 69 121 94 26 395 484 86 621 703 29 816 22 53 1500) 349 62 445 49 624 64 681 843 135040[ 160] 96 207 39 89 306 22 531 43 11600 613 821 954 1500] 74 91 94 136147 203 71 89 749 90 1500] 978 137104 320 434 570 91 610 19 41 742 88 909 66 188007 29 582 658 766[ 1500] 819 68 85 946 139077 173[ 300] 240 71 328 33 70 476 590 754 140029 107 325 54 90 435 526 47[ 300] 86 708 73 930 141011 84 141 209 68 313 88 92 425 65 93 557 79( 500) 91 94 695 781 90 975 82 142216 98 325 66 800 43 98 143134 237 48 98 302 652 791 819 144095[ 600] 155 281 371 526 88 74 83 88 842 67 73 916 36 75 80 145018 36 103 31 239 410 524 723 55 815 87 146.96 205 70 332 404 59 92 587 57 784( 500) 877 147073 210 27 18001 32 43 312 476 85 609 26 34 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65 71044 202 47 64 715 23 841 82 968 68 812 39 423 30 84 95 703 9 806 33 995 72027 1300] 68[ 600] 69 307 91 440 83 681 624 52 717 69 872 911 73063 76 183 202 306 04 5.9 657 78 82 98 705 823 41 7414 74 245 1300) 395 407 43 536 774 80 917 75261 97 532 40 777 914[ 1500] 51 76097 282 418 646( 300) 69 73 92 817 96[ B001 970 27171 246 332 49 545 0 98 615 731 66 84 936 78 18 39 122 72 509 660 710 870 96 7.126 47 89 447 73 570 86 724 848 61 52 80095 117 319 70 475 95[ 1500] 771 998 81107 367 472 95 542 701 96 906.29 81 2067 187 98 665 887 978 83081 206 708 22 909 81 84023 42 286( 3000) 97( 300) 410 92 514 85 672 743 75 814 85210 28 67 385 412 38 46 502[ 10000) 38 619 810 86012 63 116 26 13001 416 19 89 645 601 7-6 62 75 882 998 87071 3.7 80 478 500 130 22 90 690 739 88176 368 88 418 28 51 61 889 89094 137 337 412 649 728 47 964 170207( 300) 47[ 1500] 85 387 431 556 963 88 171049 68 176 422 561 708 40 99 821( 3000) 999 17: 2007 289 476 507 12 56 606 733 830[ 300] 35 941 96 178040 145 216 86 303 55 72 73 404 628 680 803 67 174016 42 64 304[ 300] 454 614 66 793 896 175039[ 600] 49 62 116 84 231 361 452 55 977 176028 40 178 312 430 534( 300) 60 658 19 40[ 300] 63 963 127016 27 371 43 47 714 894 972 178019 288 11500) 807 437 78 1500] 91 595 1300) 726 840 987 179070 71 110 43 65 326 69 478 86 92( 300) 559 609 13001 771 180046 122 469 507( 1500) 29 642 763 856 181033 69 191 357 542 817 23 963 1500) 75 18: 147 97 220 340 677 863 924 IN 095 728 1167 74 253 63 353 69 86 522( 1600) 26 721 39 76 897 960 15028 314 98 705 186178 97 266 444 664 773 820 65 906 157177 478 625 706 814 188003 6( 150) 245 50 483 708 18 93 842 159044 51 97 268 364 416 534 78 80 98 667 866 993 Ve be ge: ( B tro pr Z Vo Rein Feilschen tein Handeln, fondern streng feste, fehr billige Preise. Geschäfts- Häuser Gestrickte Westen 6,-4,-3, 2,502 Mk. Baer Sohn BERLIN. 1. Geschäfts- Haus: 24a. Chausseestrasse 24a. 2. Geschäfts- Haus: 8. Brückenstrasse 8. 8. Geschäfts- Haus: 16. Grosse Frankfurterstrasse 16. Winter- Paletots, Hohenzollern- Mäntel, Double, warm gefüttert. Praktisch Grau Düffel mit Wollfutter. Sehr zum Strapaziren 10 M. weitfaltiger langer Umbang 36. Als fernere Beispiele unserer Leistungsfähigkeit dienen: Winter- in Double, w. gefütt. 10 M.| Knaben- Double m. Plüschbef. 4 M Satin- Double, gef. 16 M. Paletots, Br.- Double, Plaidf. 21 m. Paletots, Socheleg. Neuheiten 8 M. Raisermantel- Form 5 M. Vinter- in Gstimo. Lamafutt. 24 M. Burschen- Raisermantel- Form 7 Vi Floconné in neuen F. 30 M. Belerinenmantel- F. 8 M ' aletots, Feiner Gstimo, 2reth 32 m. Paletots, Brima Eskimo 16 M Winter- Ged. Estimo. Steppf. 36 M. Pr. Eskimo. Atlasf. 45 M. Paletots, Socheleg.Plüsch- Wel. 50 M. Winter- Wetterf. 2od., Lamaf. 18 M. M.Pel. i. mod.Mustern 25 M. Ulster, M.Bel., Prima- Waare 33 M. Kaiser- Dicker Loden, sehr lang 12 M. Dickwoll., warm u. fest 24 M. Mäntel, Br. Diagonal, sehr start 30 m. Winter- Einfacher Loden 4. 8 M. Double, warm gefütt. Joppen, Pr. Loden. Interim. Herren- schwarz- weiß 3wirn 10 M. Haltbarer Velour 20 M Anzüge, Cheviot, zweireihig 26 M. Herren- Rammg., neue Muſter 26 M. Anzüge, Best. Kammg. Neuh. 45 M. Prima Kammg., eleg. 33 M. Herren- 3wirn i. sch. Streifen 2 M Winter- Velour, prit. 6 M. 5 Hosen, Br. Kammg. Neuh. 10 M Leder- Lederhos. 7-6-4,50-3- 2 M. 3 Lederwest., Spez. 2 M. 5 14 m. Kleidung, Lederjaqu. 9 M.50u. 5M.7 Tadellose Maass- Anfertigung unter Leitung eigener erster Meister aus nur reellen Stoffen. bosen nach Maaß 12 M.] Anzüge n. Maaß 36 M.| Paletots n. Maaß 40 W. Herren- u. KnabenBekleidung. Die Mitglieder der Freien Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure und Perrückenmacher Berlins und Umgegend sind folgende: D. Ballentin, Wollinerstr. 69. A. Bräuer, Prinzen- Allee 13. R. Barowski, Demminerstr. 10. P. Ermisch, Schulzendorferstr. 12. O. Fraust, Badstr. 18. C. Freyer, Münchebergerstr. 2. C. Franke, Prenzlauer Allee 216. G. Gründel, Weißenburgerfir. 39. $. Gresse, Münchebergerstr. 11. Ganzer, Schönhauser Allee 49, Graf, Fennstr. 48. A. Groß, Weinstr. 22. C. Helbig, Butbuferstr. 39. E. Heitmann, Liegnigerstr. 85. P. Hartmann, Swinemünderstr. 81, W. Hampel, Thurmstr. 60. M. Haase, Mariannenstr. 5. R. Jienfee, Königsbergerstr. 26. H. Jahns, Antlamerstr. 40. . Kozikowsky, Pantstr. 49. J. Kiesewetter, Willibald Alexisstr. 42. Goldene Medaille Halle 1891, Leipzig 1892, Scheveningen 1892 Kathreiner's 2807b 2. Riesewetter, Stansdorf b. Zehlendf. O. Kühne, Wörtherstr. 14. W. Klarbaum, Hagenauerfir, 7. G. Kuschke, Staligerstr. 18. C. Ludwig, Reichenbergerstr. 177. M. Leopold, Liebenwalderstr. 15. A. Lafezki, Müllerstr. 12b. Lehmann, Hochmeisterstr. 18. P. Meinicke, Neue Königftr. 82, N. Meisel, Boechstr. 18. R. Marg, Weddingstr. 8. P. Sonnenbrodt, Koppenstr. 28. G. Segert, Lübbenerstr. 16. M. Schmidt, Prinzen- Allee 62-63. W. Schwarzer, Rixdorf, Berlinerstr.78 Schlonzki, Landsberger Allee 2. E. Wegner, Bernauerstr. 45-46, J. Wonecke, Cuvryftr. 17. C. Weber, Wienerstr. 12. M. Wollmann, Schulstr. 51. Man lasse durch das ähnliche Aeussere anderer Fabrikate sich nicht beeinflussen; durch unser patentirtes Fabrikationsverfahren erhält das Innere des Malzkornes den KaffeeGeschmack. Kneipp MalzKaffee Bester Kaffee- Zusatz, ausgezeichneter Ersatz für Bohnen- Kaffee. Nur echt mit dieser Schutzmarke neipp er's Marke Malz. Kaffee. Sat we wil bere Safria sa Fisble HUNCHER Kathreiner's Malz- Kaffee- Fabriken München, Wien- Basel- Mailand- Dijon, Filialen in Berlin und Paris. Seit dem 15. Ottober erscheint wöchentlich Sonnabends: Der Handels- Angestellte. Organ für die Interessen aller im Handelsgewerbe beschäftigten Personen. 32011 Berantwortlicher Redakteur: Julius Türk. Verleger: Carl Dimmid. Preis pro Quartal frei Zustellung 1 Mt. 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Alle Kollegen find freundlichst eingeladen. 245/3 Die örtliche Verwaltung. Deutscher Tischler- Verband.( Zahlstelle Berlin.) General- Versammlung am Montag, den 31. Oktober, Abends 8 Uhr, bei Bolh, Alte Jatobftr. 75, der 5 ages Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Stellungnahme zu dem vom Fachverein Tifchler Berlins erlassenen Flugblatt und Regelung der Werkstattkontrolle. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen nothwendig. Mitgliedsbuch legitimirt. NB. Mitglieder, welche noch im Besige von Textbüchern, Festzeitungen, Billets sind vom Stiftungsfest, werden ersucht dieselben abzurechnen. Die Nummern 504, 511, 399, 552, 24, 418, 528, 363, 353 von der Verloosung tönnen ihre Gewinne von Ernst Sparfeld, Lübbenerstr. 21, abholen. Die Ortsverwaltung. 816/3 Deutscher Schneider- u. Schneiderinnen- Verband ( Filiale Berlin). Montag, den 31. Oftober, Abends 8% thr: Grosse Versammlung in Gratweil's Bierhallen( ober. Saal), Kommandantenftr. 77/79. Tages- Ordnung: 1. Die legten Borkommnisse in den Werkstellen von Heider n. Jean Jaques und Faßkessel u. Müntmann. 2. Diskussion. 3. Antrag der Lokalverwaltung. 4. Die Agitation gegen die Beschlüsse des Verbandstages. Pflicht aller Mitglieder, sowie der Kollegen und Kolleginnen ist es, zu erscheinen. 270/3 Der Bevollmächtigte. Fachuerein der Tischler ( Osten). Versammlung Y am Montag, den 31. Oktober, Abends 8 Uhr, im Zotale des Herrn Joël, Andreasstr. 21. Lages Drdnung: 1. Wissenschaftlicher Vortrag. Referent Herr Treber. 2. Diskussion. Massiv goldene Trauringe 3. Vereinsangelegenheiten und Berschiedenes.-Kollegen als Gäste willkommen. 1 Dukaten 1 Mk., 1% Duk. 16 MK., 2 Duk. 21 Mk., 14 karätig v. 6 MK., 8 karätig von 4 Mk. an. Specialität: Uhren Remontoir Uhren in Nickel v.9 Mk., Silber v. 14 Mk.an Gold. Dam.- Remontoir v.22,50 M. an Regulateure v. 10 M., Standwecker v. 2,50 M. an. Garantie: 2-5 Jahre. Reparaturen gut u. sehr billig. Georg 1 Treppe W agner Oranienstr. 63 Nahe Moritzplatz. 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Ethische Gesellschaft. 153/4 Sonntag, den 30. Oktober, Abends 7 Uhr, finden zwei Versammlungen ftatt. Die 1. Versammlung: Kommandantenstr. 20 in den Arminhallen, Vortrag des Herrn Dr. Pinn über: Aus dem Reiche der Dichtkunst. Die 2. Versammlung bei Seefeldt, Grenadierstr. 33, Vortrag des Herrn Metzner über: Das Erstreben der ethischen Kultur. Nach den Vorträgen: Gemüthliches Beisammensein und Tang. Herren und Damen als Gäste stets willkommen. 140/6 Arbeiter- Bildungsschule( Süd). Sonntag, den 30. Oftober, pünktlich Abends 6 Uhr, Blücherstr. 61: Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. Friedländer, über: Neuere Medizin. Geselliges Beisammensein und Tanz. Gäste stets willkommen.[ 1977b Genossinnen! Achtung! Genossen! Concordia- Festfäle( rosser Andreasstr. 64. Saal). 2. Eingang: Krantẞr. 38. Montag, den 7. November 1892: Gr. Gala- Benefiz- Vorstellung u. Ball veranstaltet von dem Theaterverein ,, Blumenlese" ( Mitglied des Bundes der Berliner geselligen Arbeiterververeine Berlins u. Umg.) für sein Ehrenmitglied, den in der Arbeiterwelt beliebten Volkshumoristen Genoffen Hugo Osang, Mariannenstr. 46. Konzert und Ballmusik ausgeführt von einer guten Rapelle ber Freien Bereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins u. Ümg." Dir. H. Loppe. Feftrede gehalten vom Genossen Stadtv. Zubeil. Anfang der Vorstellung präzise 8 Uhr. Eröffnung 6/2 Uhr. Ausführliche Programme, welche zum Eintritt berechtigen, pro Stück 25 Pf., in allen mit Blafaten belegten Geschäften sowie Abends im Lokal. NB. Einen vorzüglichen genußreichen Abend versprechend, zeichnet J. A.: Das Festkomitee und der Benefiziant. 8209L Deutsche Kaffeemischung à Pfund 40 Pfg. Unentbehrlich für jeden Haushalt. 2358L Diese Mischung giebt von 1 goth 2 Liter vorzügliches Kaffeegetränk. Nur allein echt in der Fabrit von A. Pennitz, Rosenthalerstr. 59. Zahn- Arzt Robert Wolf Künstl. Zähne von 2 M. an, Plomben gerita tauft A. Hannemann, Roch J. Semmel, praft. 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