V Ur. 186« übonnementS'Redlnaungen: TOormemenlS- Preis ttfinumctanbo i BiertcljShrl. 3,30 Ml,, Mona», 1,10 Ml,, wöchentlich 28 Pfg. frei inS HauS. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags. nuinmcr mit illuslrierter Sonntags- Beilage»Die Reue Welt' 10 Psg, Post» «bonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post-ZeitungZ. Preisliste, Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich, Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Marl pro Monat. PostabonnementS nehmen an: Belgien, Düncmari, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal. Rumänien. Schweden und die Schweiz. CrUidnt tZill» auBer Rlontaat. S3. Iahrg« Nevlinev Volksblertk. Vle lnsekNonB-Stdildr velrägt für die fechSgespaltene Kolonel- »eile oder deren Raum EO Pfg., für politische und gewerlfchaftNche»eiein». Und PerfammlungS-Anzeigen SO Pfg. „irieine»«reizen", das erste(fett- gedruckte) Wort 20 Pfg, jedes weitere Wort 10 Pfg, Stellengesuche und Schlaf» stellen-Anzeigen das erste Wort 10 Pfg,, jedes weitere Bort 6 Pfg. Worte über lb Buchstaben zählen für zwei Wort«. Inserate für die nächste Nummer müssen bis li Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geSffnet, Telegramm»Adreff«: „SotlaldtiMlint R(rllin. Zentralorgan der fozialdcmokratifcbcn Partei Deutfcblands. Redahtion: SRI. 68, Lindenstrasse 69. SpcrnlDvertirt: Elmt IV. Nr. I!)83. 6xp nichtet, was in Rußland wie Gesetz aussah, und eine neue Kette von Morden, Räubereien und Gewalttaten beginnen lassen. Die russische Regierung wird letzt eine Politik brutaler und bestiali- scher Vergeltungsmaßnahmen einleiten. Die Henker und Diebe, die den Thron umstehen und ihn mit blutbefleckten Händen stützen, haben in diesen Tagen viele bittere und beleidigende Wahrheiten von den Lippen mutiger und ehrlicher Männer gehört. Sie werden sich dafür rächen, und ihre Rache wird scharf sein. Erbittert, an Blutvergießen gewöhnt und durch die Herrschaft der Gesetzlosigkeit ermutigt, werden sie von neuem die Welt durch ihre Taten in Schrecken setzen. Sie werden damit beginnen, daß sie die Führer des Volkes hinschlachten und ausrotten, und danach werden sie dem Volke den Krieg erklären, dem unbewaffneten und wehrlosen Volke, das von Frieden und Zivilisation träumt, und so ungeduldig auf den Triumph der Gerechtigkeit hoffte. Die schwarzen, blutdurchnetzten Schwingen des Todes werden Monate hindurch über dem Lande rauschen. Die erschöpfte Erde wird zu Tausenden die Leichname von Männern verschlingen, deren einziges Verbrechen der Wunsch war, ein menschenwürdiges Leben zu-leben. Frauen und Kinder werden durch Kugeln, Schwert und Keule in Scharen umkommen. Viele schreiende Gewalttaten werden begangen werden. Abscheu und Empörung wird die Welt packen. Hier und da wird man öffentliche Versammlungen abhalten, in denen die Redner den Zaren und seine Bande von Wilden beredt anklagen werden. Beifall wird den Sprechern lohnen, und die Hörer werden die Versammlungen in der stolzen Ueberzeugung verlassen, daß sie dem Ruf des unglücklichen Volkes eines fremden Landes cnt- sprachen und so ihre Pflicht gegen die Menschlichkeit erfüllt haben. Zur selben Zeit wird das Blut der Russen in breiten Strömen fließen. Sind wir ein zivilisiertes Volk oder nicht? Ich meine, wir sind es nicht. Wir tun nur so, als liebten wir Leben und Mensch- heit, als achteten wir das Gesetz und verabscheuten die Verbrecher. Wenn meine Nachbarn menschliche Wesen in ihren Häusern überfallen und quälen und ich, obgleich ich das Stöhnen der Opfer höre, ihnen nicht zu Hilfe eile, wenn ich sie auch bemitleide, bin ich dann ein zivilisierter Mensch? Wenn auf der Erde, auf der ich lebe und meine Kinder aufwachsen, solche Taten des Greuels und der Gesetzlosigkeit geschehen, wie in Rußland und der Türkei, und ich zwar diese Taten verurteile, mich aber mit dem Gedanken tröste, daß in meinem Lande das Leben angenehmer, sicherer und besser ist, und so getröstet, zufrieden in meinem Loche lebe, bin ich dann wirklich ein zivilisierter Mensch? Menschen, deren Herzen das Gefühl der Brüderlichkeit der Nationen fehlt, sind nicht zivilisiert, sie sind noch Wilde. Menschen, die ruhig dahinleben, wenn alles um sie herum in Blut schwimmt, von der Gewalt gewürgt wird, find nicht zivilisiert, sie sind einfach gesättigte Tiere. Menschen, die Kinder haben und sie inmitten gemeiner Anarchie und Gesetz- losigkeit aufwachsen und ihre Herzen durch den Anblick all der Korruption vergiften lassen, die die Welt entstellt, nein, solche Menschen sind nicht zivilisiert. Die Welt ist für alle, und jeder- mann hat ein Recht an ihren Freuden. Wer das erkennt, wird kein untätiger Zeuge der Qual seiner Mitmenschen bleiben. Die Menschen sind Brüder. Wer das fühlt, wird kein gleichgiltiger Zuschauer bei der Ermordung seines Bruders bleiben, sei dieser Angelsachse, Jude oder Russe. Mehr Liebe und Achtung für das menschliche Geschlecht I Das ist die wahre Zivilisation. Das Strehen, die Zahl der gewissenhaften, weisen und ehr- lichen Menschen, die an das Gute ihrer Art glauben, zu vermehren, das ist der wichtigste Zug wahrer Zivilisation. Alle wahrhaft zivilisierten Menschen müssen dem duldenden Märthrervolk Rußlands helfen. Das ist ihre Pflicht, das sollte ihre Freude sein. Denn einem menschlichen Wesen zu emem menschenwürdigen Leben zu verhelfen, darin müssen die Menschen das Bewußtsein ihrer eigenen Bedeutung in der Welt, die stolze Rechtfertigung ihres eigenen Lebens finden. Das Leben des Tieres ist sinnlos, das Leben des Viehs ist ab- stoßend, und unedel und widerlich ist das Leben des Bibers und anderer Tiere, die im warmen Dunkel ihrer unterirdischen Löcher leben. Die Menschen sollten das Leben in einem weiteren und tieferen Sinne erfassen. Die Welt ist mein Haus, und nichts, was darin geschieht, sollte vorübergehen, ohne mein Herz zu treffen. Und wenn sich solche zum Himmel schreienden Schrecklichkeiten er- eignen, wie die, die wir gegenwärtig in Rußland mit ansehen, können wahre Männer und Frauen nicht ruhig bleiben. Dem russischen Volke bei der Eroberung seiner Freiheit zu helfen, ist menschlich und edel. Dem russischen Volke helfen, das muß jeder. der sich für einen zivilisierten Menschen hält und ein solcher wahr- hast zu sein wünscht. Helft dem russischen Volke, seinen Körper von den Parasiten zu befreien, die ihm das Lebensblut aussaugen! Die Pslicht dcS Menschen ist. den Menschen zu helfen! Leben in diesem Lande Menschen, und werden sie mich hören? Eo Gorki! Wer sollte nicht gepackt werden, nicht erschütter werden von dem edlen Feuer dieser Sprache. Und doch, wir wissen es. wird die Wirkung traurig genug sein. Die honetten Leute werden die Form bewundern und den Inhalt ignorieren, werden den Kopf schütteln über den sonderbaren Schwärmer, der von ihnen Hülfe für eine Revolution fordert, für eine Revolution gar, in der das Proletariat die treibende Kraft ist. Günstigstenfalls wird man Worte für das russische Volk haben, aber tat- kräftige Hülfe— wir sehen von dem phantastischen Ge- danken an eine staatliche Intervention zugunsten der Revolution selbstverständlich ab— tatkräftige Hülfe in Gestalt von größeren Geldmitteln wird nicht aus den Händen irgend einer Bourgeoisie der Welt kommen. Opfer für die Revolution bringt nur das klassen- bewußte Proletariat, das von seiner Armut noch ein Scherflein für die russischen Brüder gegeben hat und geben wird. Ueber ihre Stellung zur russischen Revolutton läßt die Bourgeoisie nicht ethische Gefühle entscheiden, sondern ihre Interessen, und der proletarische Einfluß in der russischen Revolution ist zu groß und ebenso ihre Rückwirkung auf die Arbeiterbewegung aller anderen Länder, als daß die Bourgeoisie nicht an den Klassengegensatz erinnert würde, der sie vom Proletariat trennt. Der liberale Kurs, Man schreibt der„Russ. Korr." aus Petersburgs Bei seinem Amtsantritt verkündete der jetzige Premierminister, daß er liberal regieren würde und daß von einer Reaktion gar keine Rede sein könne. Den ersten Beweis seines Liberalismus lieferte Stolypin, indem er alle ihm unliebsamen Zeitungen unterdrückte Nicht nur alle sozialistischen Blätter, sondern auch die gemäßigt liberalen, wie die kadettische Ketsch", die„Rawenstwo", die „Strana", die„Nascha Shisnj", die von den Professoren KovalebSky und Chodsky geleitet wurden, fielen als Opfer des neuen liberalen Kurses. Aber man ging noch weiter in der Knebelung des„freien" Wortes. Als krasses Beispiel für die jetzigen Prehverhältnisse kann folgender Fall dienen, der von der bekannten Petersburger Zeitung „XX. Weck" erzählt wird. In einer Druckerei auf der Gogolstraße erschienen vor wenigen Tagen der Hausverwalter mit einigen Hausknechten. Der Verwalter erklärte dem Druckereibesitzer, daß laut Anordnung des Pristaws der Oberhausknecht von nun ab täglich eingemal die Druckerei durchsuchen und alles, was dort gedruckt werde, revidieren müsse. Er fügte noch hinzu, daß diese Anordnung„zirkularisch" mitgeteilt werde und alle„verdächtigen" Druckereien betreffe. Somit wurde der Hausknecht zum Zensor erklärt, von dem das russische freie Wort abhängig ist. Aus diesem Beispiel kann man sich leicht eine Vorstellung darüber machen, wie der Stolypinsche Liberalismus in der Wirklichkeit aussieht. Dabei muß man noch bedenken, daß das alles nicht in der Provinz geschieht, wo die bornierten lokalen Satrapen herrschen, sondern im Zentrum der Stolypinschen Tätigkeit. Was unter dem neuen Kurs in der Provinz sich abspielt, kann man sich leicht ausmalen. politische deberlicbt. Berlin, den 10. August. Ein Kolonialskandal en miniatnre. Nach all den großen Kolonialskandalen verdient heute ein Skandalfall in Sedezformat eingehendere Würdigung. ES handelt sich zwar nicht um das Einheimsen eines MillionengewinnsteS aus dem großen Korruptionstrog der Kolonialpolitik, sondern nur um das Trinkgeld von 3000 M., aber der Fall erscheint uns doch so typisch für das Bemühen, wenigstens etwas von dem überströmenden Reichtum aufzufangen, daß er gewissenhafte Buchung verdient. Nicht zuletzt auch deshalb, weil er beweist, welch rührende Nachsicht die oberen Verwaltungsbehörden auch den kleineren Kolonial- sündern gegenüber walten lassen. Vielleicht deshalb, weil man die Keinen Sünder nicht hängen kann, da sie nur zu genau wissen, daß man die großen Sünder ungestraft hat laufen lassen?! Es handelt sich um einen„Fall Tesch", dem die„Freis. Ztg.' heute einen langen Leitartikel widmet. Tesch, Hofrat und Expedient in der Kolonialverwaltung, hatte eine Zeitlang die Geschäfte des Vorstehers der geheimen Kalkulatur mitzuführen und dafür eine pensionsfähige Zulage von Kuführ«n. von den Gewerkschaftsleitungen entweder von vornherein abgelehnt oder mihtrauisch ausgenommen. Diese Wirkung ist sicher zu erwarten, eS sei denn, der Inhalt des Protokolls setze die Ge- «erkschaftsleiwngen und ihre Befürchtungen ins Unrecht. In diesen, Kalle würden die so peinlich auf Geheimhaltung bedachten Zentral- vorstände vor den Mitgliedern ihrer Gewerkschaften in eine schiefe Situation kommen." Die.Sachs. Arbeiterzeitung" dagegen sagt: .Wir meinen, da einmal der Wortlaut des Protokolls durch die Indiskretion undJnfamie der.Einigkeit" auszugsweise bekannt geworden ist, wird es schon besser sein, den authentischen Inhalt des Protokolls zu veröffentlichen, obwohl sonst im allgemeinen die Zustimmung aller Teilnehmer.einer Besprechung dazu gehören würde." Mit der Frage des Massenstreiks und der Kontroverse zwischen Parteivorstand und Generaltommission beschäftigte sich in zwei Sitzungen das Kieler Gewerkschaftskartell. Nach ein- gehenden Debatten wurde gegen zwei Stimmen folgende, vom Arbeitersekretär Niendorf eingebrachte Resolution an- genommen: In Erwägung, datz die politische Situation in letzter Instanz durch die wirtschaftlichen Zustände bedingt wird und daß der politische und wirtschaftliche Kampf der Arbeiter gegen ihre Wider- sacher ein Kampf der Arbeiterklasse gegen die Kapitalistenllasse und deren politischen Einrichtungen ist, in weiterer Erwägung, daß nur die auf dem Boden des Klassenkampfes stehenden Gewerkschaften, sowie die sozialdemo- kratische Partei als ernste und einzigste Kampfesorganisationen gegen Beeinträchtigung der Volksrechte und für Erweiterung der- selben in Frage kommen, andererseits eine Vernichtung der politischen Rechte der Arbeiterklasse deren wirtschaftliche Unter- drückung gleichzeitig zur Folge haben müßte, wie auch die Ver- schlechterung der wirtschaftlichen Lage der Arbeiterklasse eine Ber< Minderung ihrer politischen Energie bewirkt, erklären die Dele< gierten des Kieler GewerkschaftslartellS: daß die auf dem Boden des Klassenkampfes stehenden Ge- werkschaftcn und die sozialdemokratische Partei in dem Kampfe um die politischen Freiheiten der Arbeiteklasse unter besonderen Umständen in gemeinschaftlicher Aktion geschlossen vorgehen müssen. Die Taktik der Arbeiterklasse in ihren siolitischen Kämpfen ist zwar bedingt durch die Stellung der herrschenden Klasse gegenüber den Forderungen der Arbeiterklasse, doch sind die Delegierten der Anschauung, daß die Gewerkschaften den politischen Massenstreik als Kampfmittel nicht grundsätzlich ab- lehnen dürfen, ja, daß sie denselben gegebenenfalls zu fördern haben mit ihrer ganzen Macht. Bezüglich der Anwendung des politischen Massenstreiks stellen sich die Delegierten auf den Boden der Resolution des Jenaer PateitageS und erklären die Haltung des S. Gewcrk- schaftskongresseS in dieser Frage für inkonsequent und der gegenwärtigen politischen Situation nicht entsprechend. Es ist deshalb an alle Gewerkschaftsmitglieder der drin- gende Wunsch zu richten, sich eingehend mit der Stellung der Gewerkschaften zum politischen Massenstreik zu beschäftigen, um auch den nächsten Gewerkschaftskongreß zu einer Stellung. nähme im Sinn« dieser Kundgebung zu veranlassen. Ferner wurde folgender Zusatzantrag des Kartellvorsitzenden Adam angenommen: .ES ist notwendig, daß die Generalkommission einen außerordentlichen Gewerkschaftskongreß ein- beruft, der zu dieser Frage Stellung nimmt." Der Kartellvorstaich wurde beauftragt, die Resolution nebst dem Zusatzantrag sämtlichen GewerkschaftSkartellrn Deutschlands zu übermitteln. Die Generalversammlung des Zentralwahlvereins für den ReichstagSwahlkrei» Königsberg in der Neumark fand am Sonntag, den b. August im Gewerkschaftshause zu Güstebiese a. O. statt. Anwesend waren drei Mitglieder des Vorstandes, zwei Vertreter d«s vierten Berliner ReichStagSwahlkreises. das Mitglied der Agitationskommission Jansen, der Kandidat des Kreises, Stadt- verordneter Borg mann-Berlin, achtzehn Delegierte und fünf Gendarmen, von denen allerdings drei außerhalb des Saales bleiben mußten. Der Geschäftsbericht, den der Genosse Jäckel gab, ließ erkennen, welche außerordentlichen Wcherstände die Agitation in diesem Junkerparadies findet. Trotzdem aber und trotz der erheblichen Abwanderung ist die Zahl der organisierten Genossen auf 340 ge- stiegen. Schlechte Zustände der Organisation herrschen nur in Neudamm, ein beschämendes Zeugnis für die Arbeiter dieses ein- zigen Jndustrieortes des KreiseS. Der Monatsbeitrag wurde von 10 auf 1b Pf. bezw. von 20 auf 25 Pf. erhöht, lieber die Provinzialkonferenz berichtete Jansen. Zu derselben werden drei Delegierte gewählt, ebenso zu dem kommendes preußischen Parteitag. Neber die Tagesordnung des Mannheimer Parteitages referierte Borgmann. Er und Jansen werden zu denselben als Delegierte des Kreises gewählt. Während der Verhandlung vor- und nachmittags gab cS keinen Tropfen zu trinken, da der AmtSvorstehcr bekanntlich alle Trinkgeräte usw. wegholen ließ. Erst am Schluß fand sich ein Wohltäter, der ein Faß Bier zum besten gab und auch gleich für Trinkgefätze Sorge getragen hatte. In seinem Schlußwort wies der Vorsitzende darauf hin. daß sich die Partei im Kreise Königsberg(Neum.) durch keinerlei Schikane in ihrem Vormarsch aufhalten lassen wird. »Die neuen Reichssteuern, wie sie wurden und was sie be- deuten. Mit einem Schlußkapitel: Agrarisch-kapitalistische und sozialdemokratische Steuerpolitik". Von Eduard Bern st ein. Preis 30 Pf.; Agitationsausgabe 1000 Exemplare 90 M. Am 19. Mai 1906 hat der Deutsche Reichstag ein Steuergesetz beschlossen, durch welches die Steuerlast des deutschen Volkes nach Schätzung der Väter des Gesetzes um mindestens 200 Millionen Mark jährlich gesteigert wird. Der volkswirtschaftliche Charakter dieses Gesetzes, die Natur der einzelnen dieser Steuern, sowie die Art, wie diese? Stück Gesetzgebung zustande kam, bildet ein für die gegenwärtigen politischen Zustände in Deutschland und die im Deutschen Reichstage maßgebenden Parteien im höchsten Grade bezeichnendes Kapitel. Es der Arbeiterschaft Deutschlands in gemeinverständlicher Form vorzuführen, ist der Zweck dieser Broschüre, die allen Parteigenossen zur Belehrung dringend emp fohlen vird._ Genchta- Zeitung* Ist tzaS Konzertpodium ein Abhang im Sinne von A 367 Ziffer 12 des Strafgesetzbuchs? Diese Feststellung hatte das Kommergericht zu Berlin anläßlich de« Rechtsstreites eines Mitgliedes des philharmonischen Blasorchesters zu Berlin gegen den Gastwirt N. des Restaurants .Am Friedrichshain" dortselbst getroffen. Kläger war an einem Abend bei einem Konzert mit seinem Stuhl vom Podiun, in den Saal gefallen und verlangt von dem beklagten Gastwirt Schadlos- Haltung infolge zeitweiser Erwerbsunfähigkeit wegen der erlittenen Schädigung.— Das Landgericht Berlin wies die Klage ab, da den Beklagten auch für den Fall kein Verschulden treffe, daß das eine Stuhlbein durch ein morsches Brett des Podiums hindurchgebrochen wäre. Der Musiker hätte den mangel- haften Zustand ebensogut erkennen können wie der Wirt. DaS Kammergericht zu Berlin sah dagegen das Podium für einen Abhang im Sinne des fj 367 Ziffer 12 Str.-G-B. an, den der Wirt mit einem Geländer versehen mußte. Letzteres hätte den Sturz verhindert und haste der Beklagte deshalb für den Schaden. Der Beklagte legte gegen das kammergerichtliche Urteil R e Vision ein und da« Reichsgericht kam zur Aufhebung des an- gefochtenen Urteils, indem eS ausführt, daß der Wirt nur haftbar gemacht werden könnte, wenn ihm ein Verschulden zur Last falle Ballte man daS Podium auch als Abhang im Sinne des Straf gesetzbuches ansehen, so sei eS doch nicht üblich, Podien mit Ge länder zu versehen. Eine Verkehrsübung könne aber bei der Beurteilung erst dann. außer Betracht bleiben, wenn sie sich als Mißbrauch darstellt. ES sei deshalb in neuer Verhandlung noch zu untersuchen, ob der Beklagte das Fehlen eines Geländers als Miß brauch erkennen mußte._ Ein feines Geschäft. Unter einer schweren Anklage mußte sich gestern der Kaufmann Heinrich Braun vor der Ferienstraftammer des Landgerichts I verantworten. Wegen gewerbs- und gewohnheits mäßiger Hehlerei und Anstiftung zum Diebstahl und Konkursvergehen war B. vor dem Straftichter. angeklagt. Mit ihm mußte sich der Prokurist Peter Krummbach und die Buchhalterin Katharina Keßler wegen Diebstahls und Hehlerei verantworten.— Der Erstangeklagte Braun hat ein sehr wechselreiches Leben hinter sich Er ist gelernter Kaufmann und war dann in verschiedenen Branchen als Buchhalter tätig. Vor mehreren Jahren machte er sich selb ständig mit einer Gerberei, die sich jedoch nicht rentterte. Um den drohenden Krach weiter hinauszuschieben. unternahm B. allerlei Manipulationen, die ihm schließlich eine An- klage wegen Konkursvergehen einbrachte. Wegen dieser.Pleite" wurde der Angeklagte auch später zu einer längeren Ge- fängnisstrafe verurteilt. Nach seiner Entlassung aus der Straf- anstalt gründete B. unter dem Namen seiner Ehefrau, da er infolge jenes Konkurses nichts besitzen durfte, ein Agentur- und Kommisfions- eschäst für die Lederbranche. Vor längerer Zeit trat er mit einer iirma L. in Verbindung, welche in der Rheingegend ein großes itablissement für Verarbeitung und Zubereitung von Leder betreibt. Mit dieser Firma traf B. ein Abkommen, nach welchem ihm pro Jahr ein gewisser Posten zubereitetes Leder per Waggon geliefert werden sollte, welches er dann weiter an seine Unterabnchmer ver- trieb. Hierbei handelte es sich um minderwertige Ware, so- genannte.Liebighäute", die von der bekannten Liebig-Fleisch- extrakt-Compagnie in Fray BentoS geliefert wurden. Der An- „Der menschliche Verstand— der Mörder der Götter und der Könige—, hat in den Königen von Xland einen unbesiegbaren Gegner..... Ja. das ist ein König! Er ist fest überzeugt, daß die beste Freundin der Herrscher stets die Göttin der Dummheit war." „Und die der Lüge. Euer Majestät!" fügte ich hinzu. Er sah mich an und sagte trocken: „Die Rede des Zaren darf man nicht unterbrechen!.. Ja, Sie haben schön und wahrheitsgemäß vom König Wassil Feodorowitsch geschrieben.... Dennoch gibt das Ihnen nicht das Recht, Unsere Rede zu unterbrechen.... Jeder muß seinen Platz kennen!.... Der Zar— auf dem Throne, der Untertan— zu feinen Füßen. Erschrecken Sie nicht über diese Bemerkung. Wir sehen ein, daß Sie Uns nicht zu Füßen fallen können.... Und Wir wissen", fügte er seufzend hinzu,„daß die Zeiten vorbei sind, wo die Untertanen den Königen ihre Herzen zu Füße» legten.... wie Unsere Hofhistoriker berichten.... Aber Unsere Hofhistoriker sind im Volke unbeliebt geworden"... da sieht man deutlich den Schaden des Lesens und Schreibens!.... � Die Untertanen werfen den Zaren allen möglichen Quark zu Füßen. .... Das nennt man den Fortschritt der Technik!.... Wie viel Willenskraft und Weisheit müssen die Zaren haben, um den Lauf der Zeiten aufzuhalten, den Strom der Gedanken in das Bett der Achtung und Furcht vor Gott und den Zaren zu leiten." .... Er seufzte auf, hob seine Hände mit einer aufgeregten Bewegung, kniff die Augen zusammen und beschaute sie aufmerk. sam, die Finger bewegend. Seine Nase zuckte nervös, als ob sie einen scharfen, beizenden Geruch einzöge. Das Gesicht des Zaren setzte keineswegs durch Hoheit in Er- staunen. Das war das Gesicht eines vor allen Dingen krankhaft. ängstlichen und dann auch bösen und unklugen Menschen. Seine Hände fielen gleichzeitig kraftlos auf seine Kniee. DaS Eisen der Armschienen schlug an den Panzer und füllte das Zimmer mit einem kalten, scharfen Laut. Der Zar erbebte, blickte sich um und fuhr fort, indem er die Augen über Pas Papierchen gleiten liefe: „Sehen Sie. man sagt, daß die Hand des Zaren stets vom Blute des Volkes trieft... welcbe Lüge! Wie kann man das sehen? Wir vergießen doch dieses Blut nicht selbst?.... außer- dem waschen Wir UnS täglich etwa fünfmal, manchmal sogar öfter, die Hände in heißem, parfümiertem Wasser, daß sogar der Blutgeruch nicht zu merken sei.... za wohl! Ohl Wie möchten Wir. daß irgend wer der Welt die Wahrheit von UnS verkünde. Dank dem dummen Geschwätz der Zeitungen bleibt Europa UnS gegenüber voreingenommen und ungerecht.... Niemand weiß. wie aufrichtig Uns daS Schicksal Unseres BolkeS am Herzen liegt .. wie UnS der Gedanke quält, daß das Volk— hon Gott selbst in Unsere Macht gegeben— sich nun wider Gott erhebt, in» dem eS die Macht deS Zaren verneint." „Ich könnte wahrheitsgetreu alles, waS Sie sagen, wieder- geben. Euer Majestät!" schlug ich vor. Er schaute mich aufmerksam an und wieS mit seinen Augen bedeutungsvoll auf den elektrischen Knopf in seiner Hand. „Ja, Sie sind so gestellt, daß Sie nur die Wahrheit sagen können", und. indem er unter seinem Panzer ein Papierchen hervorzog, fing er zu lesen an: „Die Zeitungen schreiben, daß Wir Hunderte von Unschuldigen töten. DaS ist nicht wahr, wie alles, was in den Zeitungen vor zehn Jahren und gestern und heute gedruckt war, und sogar, wa? ie morgen und nach einem Jahr drucken werden, alles ist Lüge und wird Lüge fein, wenn es nicht der Verkündigung der Güte und der Weisheit deS russischen Zaren dienen wird. Europa hält UnS für einen Despoten, einen Tyrannen, für Rußlands bösen Genius, für ein Ungeheuer, das sein Blut trinkt und das Fleisch des russischen Volkes verschlingt." Er verstummte, las im Stillen weiter, dann zuckte er die Achsel und bemerkte halblaut: „Warum hat er das nur geschrieben? Der Dummkopf!... Hm.... ja. da ist der Anfang...." „Allen vernünftigen Leuten ist eS bekannt, daß jeder ehren- werte Herrscher, der die Macht über das Volk vom Himmel aus den Händen des Herrschers der Welt erhielt, verpflichtet ist, dieses Geschenk GotteS um jeden Preis zu erhalten. Und deshalb ist der Zar gezwungen, alle die totzuschlagen und zu hängen, die frech das heilige Recht der zarischen Macht über Leben und Eigentum der Menschen verneinen. Der Zar. als Statthalter Gottes auf Erden, ist der treue Hirte seines Volkes. Als Quelle der Weisheit. die Ihm von Gott geschenkt ist. muß Er die Herzen der Menschen vor den schädlichen Gedanken, welche der Teufel in ihre Herzen ät, bewahren. Jeder Zar mutz dafür sorgen, daß sein Volk keusch- naiv sei und daß eS alles, wa» der zarischen Macht entspringt, wie ein Gnadengeschenk de» Himmels entgegennehme— anbetend, ergeben und lautlos." Der Zar hielt im Lesen inne, schloß die Augen und schwieg. zufrieden lächelnd, eine Minute lang. Dann seufzte er in Ver- zückuna und rief laut au»: „Wie gut er geschrieben hat. die Bestie! Ein großes Talent! fremde Gedanken brückt er au», als ob er mit ihnen geboren wäre!.... Ja, nicht umsonst hat man ihn wegen falschen Spielens au» dem Regiment gejagt.... die Kanaille.... (Schluß folgt.), geklagte verstand es nun, sich mit dem Prokuristen der Firma L., dem jetzigen Mitangeschuldigte» Krumm» bach. und der Buchhalterin Keßler in Verbindung zu setzen und ein „feines Geschäft" zu inszenieren. Unter den Interessenten der Leder» branche wurde es bald bekannt, daß Braun zu überaus billigen Preisen Leder in Primaqualität liefern konnte. ES wurden Nach- forschungen angestellt, die schließlich zu folgendem Ergebnis führten. Braun hatte nainlich in der Person deS Mitangeklagten Krummbach eine überaus billige Einkaufsquelle erlangt, denn K. verstand eS in geschickter Weise m den für Braun bestimmten Waggon an Stelle der minderwertigen Häute die beste Ware hineinzubugsieren. In Rechnung gestellt wurde Braun jedoch nur die billige Ware. Diese hohe Preisdifferenz bedeutete für beide ein gutes Geschäft, denn der Erlös wurde in Gemeinschaft mit der Angeklagten Keßler brüderlich geteilt. Dieses saubere Unternehmen florierte längere Zeit in der günstigsten Weise, bis eines schönen TageS die Entdeckung er» folgte. Die drei Angeklagten wurden verhastet und die jetzige An» klage gegen sie erhoben. Vor Gericht bestritten die Angeschuldigten, sich irgendwie strafbar gemacht zu haben. Die Beweisaufnahme er» brachte jedoch ihre vollständige Ueberführung. Der Staatsanwalt beantragte mit Rücksicht darauf, daß sich alle drei Angeklagten in der verwerflichsten Weise gegen Treu und Glauben vergangen haben, gegen Braun 2 Jahre und 2 Monate Zuchthaus, gegen die Keßler 3>/, Jahre Zuchthaus und gegen Krummbach 2 Jahre Gefängnis. Die Strafkammer erkannte gegen Braun auf 1 Jahr vMonate Gefängnis, gegen die Keßler aus 2 Jahre 3 Monate Gefängnis und gegen Krummbach auf 1 Jahr 6 Monate Gefängnis. Ein Berliner Streikpisten vor dem Posener Kriegsgericht. Ein Anklagefall, wie er wohl selten vor die kriegSgerichtlith» Praxis gestellt wird, beschäftigte die heutige Sitzung deS Ober» kriegsgerichtS des V. Armeekorps. Der Musketier Johann Dümke von der 11. Kompagnie des Jnfanterie-Regiments 68 war vor Eintritt zum Militär Former in der Metallwarenfabrik von Engclbrccht u. Schumann in Berlin. Er war Mitglied deS ZcntralvcrbandeS seiner Branche. Wegen eines geringfügigen Zwistes mit dem Werkmeister Reimann wurde er von diesem ent- lassen. Diese Entlassung wurde von den Mitarbeitern des D. und auch von der Verbandsleitung als ungerechtfertigt angesehen und dieserhalb über die Arbeitgeberin der partielle Streik verhängt. Sämtliche dem Zentralverband angehörigen Former und Arbeiter traten in den Ausstand. Nur der Nichtorganisierte Former Dömitz arbeitete weiter. Nach einiger Zeit gelang es der Firma, zwei weitere Arbeitswillige und zwar die Former Göbel und Baude als Streikbrecher heranzuziehen. Dies gab der Streikleitung Ver- anlassung, vor der pflichtung hatten, abrik Streikposten auszustellen, die die Ver- . ie genannten Streikbrecher nach beendeter Arbeit anzuhalten und sie ebenfalls zum Streik zu bewegen. Unter den Streikposten befand sich auch Dümke. der, als die Arbeits- willigen auf dem Nachhausewege begriffen waren, aus der Plath- schen Restauration in der Koloniestraße etwa 10—12 unbekannte Personen herausholte und diese durch Zeichen und Winke zum An» griff auf die Arbeitswilligen aufgefordert haben soll. Dies behaupten wenigstens die letzteren, mit dem Hinzufügen, von einer größeren Anzahl Menschen umringt worden zu sein, von denen sie ,nS Gesicht gespuckt, auf die Füße getreten und sonst mißhandelt und mit Worten als:„Lumpen, Schweinehunde, Vagabunden, Streikbrecher" beleidigt worden zu sein. Obgleich nun eine Reihe von Zeugen bekundeten, daß nicht Dümke, sondern ein anderer Streikender die Leute aus der fraglichen Restauration geholt und daß gerade ersterer mit Rücksicht auf den ihm erteilten Rat, bei seiner demnächstigen Militärdienstzeit sich keine Unannehmlich- leiten zuzuziehen, meist im Hintergrunde gehalten hätte, gelangte das Kriegsgericht der IX. Division in Glogau, das die Bekun- düngen der Zeugen Dömitz, Göbel und Baude als wahr ansah, zur Verurteilung des Angeklagten zu einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten. Sowohl der Angeklagt? als auch der Gerichtsherr haben ?egen dieses Urteil Berufung eingelegt; ersterer unter Beteuerung einer Unschuld, letzterer, weil auf eine zu niedrige Strafe erkannt worden sei. In der heutigen Verhandlung bleiben beide Zeugen- Parteien trotz eindringlichster Verwarnung vor dem Meineide bei ihren gegenteiligen Bekundungen. Zur Sprache gelangte hierbei eine Aeußerunjj des Zeugen Dömitz, der gesagt haben soll:„Dem Dümke werde ich beim Militär ein anständiges Ding einrühren!" (Dieser ist nämlich im vorigen Herbst Soldat geworden, au» welchem Grunde sich auch die Tatsache erklärt, daß die Sache dem Militärgericht zur Aburteilung überwiesen wurde.) Aus allen den vorgeschilderten Gründen gelangte daS OberkriegSgericht zu einem non Hauet, das bei den widersprechenden ... nicht als genügend aufgeklärt ansah. DaS erste Urtei gehoben und der Angeklagte freigesprochen. icn die Sache wurde auf, Wegen Sachbeschädigung durch Sprengstoffe ist am 19. Juni vom Schwurgericht Könitz der Windmüller Paul G r i g a l l(neben einem Mitangeklagte») zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hatte einen mit Sprengstoffen geladenen Gewehrlauf auf den Holzstoß des PostaufseherS R. gelegt. Die„Bombe" war dann unversehens mit in den Etubenofen deS R. gekommen und explodiert, wodurch da« Sofa und andere Gegenstände beschädigt wurden. Die Frage, ob der Angeklagt« dadurch auch Gefahr für da« Eigentum und das Leben des R. herbeigeführt habe, ist von den Geschworenen verneint worden.— Der Staatsanwalt hatte gegen das Urteil Revision eingelegt und behauptete, die erste Frage hätte nicht verneint werden dürfen.— Da« Reichsgericht erkannte aber auf Verwerfung der Revision, da nicht festgestellt sei, daß die Geschworenen angenommen haben, daß der Angeklagte überhaupt Sprengstoffe angewendet hat. Gleichfalls verwarfen wurde die Revision de» Lokomotiv- Heizers Bernhard Krulik, der vom Landgericht Beuthen wegen fahrlässiger Körperverletzung zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt worden»st. Auf einer Hütte ist eine Schmalspurbahn im Betriebe. Als die Arbeiterin K. auf derselben einen Kippwagen vor sich her» chob, sah sie, wie eine Lokomottve ihr entgegenkam. Sie schob ihren Wagen schneller, um noch vor der Lokomottve über die Weiche auf da« Nebengleis zu kommen. Dies gelang ihr aber nicht und die Lokomotive stieß ihren Wagen um. Sie selbst kam unter den Wagen und erlitt Verletzungen. Der Angeklagte ist seit Jahren Herzer der Lokomotive. An jenem Tage hatte der Platzmeister I. den Angeklagten gebeten, ihn steuern zu lassen. Der Angeklagte gewährte eS chm und beide unterhielten sich während der Fahrt. I. fuhr sehr Schnell und rief plötzlich:.Jesu» Maria, die K. ist tot I" In dem- elben Augenblick sprang er von der Maschine. Der AngeNagte hätte ich nach der Ansicht deS Gerichts erst von den Fähigkeiten des I. Iberzeugen müsien, ehe er ihm die Fühmng überlieh. Hätte der Angeklagte die Lokomottve beleuchtet, so würde er den Kippwagen rechtzeitig gesehen und den Unfall durch Halten vermieden haben. Aber auch ohne Beleuchtung hätte er bei genügender Aufmerksamkeit den Wagen sehen müssen. Altenburger Justiz, vor dem Schöffengericht in Eisenverg - S.-A.) standen dieser Tage sechs Maurer unter der Anklage, groben Unfug verübt und öffentliches Aergernis erregt zu haben. Bei einem am 13. Mai anläßlich des Stiftungsfestes der Zahlstelle Klosterlausnitz des Maurerverbandes veranstalteten Festzug hatten die sechs Sünder an einem Landauer, der den Zug abschloß, ein Plakat„Hoch lebe der Achtstundentag", und einige rote Papierschleifen zur Verzierung am Wagen angebracht. Der Gendarm Försterling nabm sowohl am Achtstundenplakat als auch an den roten Papierfchleifen öffentliche« Aergernis und entdeckte nicht blos den üblichen groben Unfug, sondern er erblickte auch noch in ihnen sozialdemokratische Abzeichen. Die Anzeige folgte der Tat auf dem Fuße. Die Angeklagten bestritten vor Gericht Angehörige der sozialdemokratischen Partei zu sein und durch die roten Papierfetzen ihre sozialdemokratische Gesinnung kund« gegeben zu haben. Der Gendarm Försterling bekundete aber, daß er an der sozialdemokratischen Gesinnung der Angeklagten keinen Zweifel habe. DaS Gericht nahm wirklich groben Unfug al» verübt an und verurteilte jeden Angeklagten zu einer Geldstraie von 1b M. Sozialdemokratischer WaUverein für den 4. Berliner Beiehstagswablkreis. Dienstag, den 14. Huguft 1906, abends 81- Qbr: Fünf Versammlungen. 1. Im Lokal Grauntann, Naunyustraße 27. P. Litfin, Memclerstraße 67. 3. Im Lokal E1�8IUin, Landsberger Allee 40. Boeker, Weberstraße 17. Tagesordnung in diesen vier Versammlungen: 1. Ter Klassenkampf. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung diM der Generalversammlung des Verbandes Groß-Berlin. 4. Diskussion. 5. Verschiedenes. Referenten sind die Genossen I. Borchardt, W. Düwell, E. Eichler, M. Kiesel. 244/17* Die fünfte Berfammlnng findet in der Hraeltendurg, Vor dem Schlesischen Tor 1/2, statt mit der Tagesordnung: 1.„Das Schulproletariat und sein Bildungsbestreben." Referent: Genosse G. Stumpe. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung von der Generalversammlung des Verbandes Groß-Berlin. 4. Diskussion. 5. Verschiedenes. »»��»»» Gäste willkommen.' Zahlreichen Besuch erwartet Ter Borstand. Sozialdemokrat. Waktoerein für d. Bezirk Siehtenber g. Dienstag, den 14. August, abends S'/a Uhr, in Gebr. Arnholds„Schwarzem Adler", Franks. Chaussee 6/ MgUeüer-Versammlung � Tages- Ordnung: 1. Der Parteitag in Mannheim. Reserent: Genosse WIH. Miethke. 2. Bericht von der Verbands-Generalversammlung in Berlin. 3. Verschiedenes. 14/9 Der wichtigen Tagesordnung wegen wird zahlreicher Besuch erwartet. Gäste willtommen."Wi Der Vorstand» Weißensee! Montag, den 13. August, abends 8'/, Uhr, im VereiushanS. Charlottenburgerstr. 150: 222/15 OcffcntUcbe Protestuersammlnug gegen die unerhörten Maßnahmen des Hern: Dr. Pap© gegen den Vorstand der Ortskrankenkasse. Parteigenossen, hier gilt es zu zeigen, das, es doch eine Macht gibt, der auch Dr. Pape aus die Dauer nicht wird widerstehen können. Das Gewerkschaftskartell» Vt Dienstag, den 14. August, abends SVa Uhr, in den Berolina-Sälen, Schönhauser Allee 28: VvIIlSHssvO'SSMMluNg. Tages. Ordnung: 1. Dlt ItotlVtUdiglitif dtt OlljlUtlllltllNl. Referent Genosse»ax«©IiUtt©. 2. Diskuffion. 249/S* Der Elnbemler. Sozialdemokratischer Wahlverein Kixdorf. BV* Dienstag, de» 14. August, abends 8'/, Uhr:-Mgl — Mitglieder- Versammlung— in Fritz Hoppes Festsäleu, Hermannstr. 49. Tages-Ordnung: 1. Aufn-hme neuer Mtglicdcr. 2. Der Parteitag in Mannheim, Reserent Genosse Alb r. Fülle. «. Anträge zum Parteitag und Diskussion. 4. Wahl von drei Delegierten zur Kreis-Generalversammlung und tlnträge zu derselben. S. VcrelnSangclcgenheiten und Verschiedenes. Gäste, auch Frauen, haben Zutritt! In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung erwartet zahlreiche» und pünktliche« Erschem Z2S/4 Der Borstand. Aa! KtlisDilllri! iild Gmjsm! A!A! Dienstag, den 14. August, abends 8 Uhr: Volbsvenssmmlung im Lokale des Herr» Ebert(Neues Klubhaus), Kommandantenstraße 72. Tages-Ordnung: 1/7* 1. Die Frauenkonferenz und der Parteitag zu Mannheim. 2. Diskussion. 3. Wahl der Delegierten zur Konferenz und zum Parteitag, eventuell auch zur Brandenburger Konferenz. _ Um zahlreiche« Erscheinen ersuchen_ DI© Tertrawenspersonen._ Deutscher Snehbinder- Verband. Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 15. August, im Gewerkschaftshanse, Engel-Ufer 15, Saal 4: klukeroräentliche Generalversammlung Tagesordnung: 1. Die weitere Erhebung der Extrastener. 2. Die Situation nach der Aussperrung. 3. Verbandsanaelcgenheiten und Verschiedenes. 'SM" Ohne Mitgliedsbuch keinen Eintritt.-MG 25/9 Mitglieder, welche mit thvcn Beiträgen 8 Wochen im Rückstände sind, haben keinen Eintritt. Verwaltungsniitrag: Bei einem Verdienst bis 15 M. sind 10 Pf., bis 20 M. 20 Ps., bis 25 M. 50 Ps., bis 30 M. 75 Ps., bis 35 M. 100 Ps. pro Woche zu entrichten. Diese Betrage werden durch Märken im Mitglieds- buch quittiert.— Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. k an ufiim Berlins und Umgehend. Montag, 13. August, abends S'/a Uhr, im Gewerkschaftshanse(gr. Saal), Engel-Ufer 15: ZIZZZ Außerordentliche' W Qeneral= Versammlung."W TageS-Ordnung 90/10« Die eingelaufenen Anträge auf Einberufung der außerordentlichen Generalversammlung betreffs Anschluß an den Deutschen Holzarbeiter-Verband. In Anbetracht der so wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht aller Mitglieder, pünktlich zu erscheinen. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt 1_ Der Vorstand. Verband der Schneider und Sohneiderinnen. Mitglirdn der® ttsktenkf nbeft der Schmidn u. mi». ßcinfe ZU Kerlin. Kitglieder der ehemaligen 3nnungskrankenkasse der Schneider zu Berlin! Am Montag, den 13. August, abends von«—» Uhr, findet in Kelleri „Neue Philharmonie", Köpenickerstr. 96/97, die igr Nertrrterwahl der Arbeitnehmer~9K zur Generalversammlung der Ortskafse der Schneider statt. Die nunmehr auSaeschriebenen Wahlen sind entscheidend für die künstige Gestaltung der Dinge in der Ortskasse der Schneider I Die Wahlzelt ist aus die Z-tt von S— 9 Uhr festgesetzt worden. Erscheine jeder srühzeitig zur Wahl. Um 9 Uhr werden die Saaltüren geschlossen. Wer später kommt, verliert sein Wahlrecht. Als Legitimation gilt daS Mitgliedsbuch der Kraukenkasse. Ohne Legitimatton wird niemand zur Wahl zugelassen. Personen unter 21 Jahren haben kein Wahlrecht. 164/5 Auf zur Wahl! Nur die Liste, welche mit Albe anfängt und mit Zühlke endigt, ist abzugeben! Arbeiter! Parteigenoffen, veranlaßt Eure Frauen und Tödster. daß ste zur Mahl gehen. Die Ortsverwaltung. Orts-Krankenkaffe für das Tapexierer- Oemerde zu Berlin. Donnerstag, den 16. August 1906, abends 81/, Uhr, im Gewerlschaftshaus, Engel-User 15, Saal 7: AM. General 4enluiig, wozu die Herren Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer ergebenst eingeladen werden. Taaes-Ordnuna: 1. Statutenänderng. SS l 3, 20 und 69. 2. Ersatzwahl eines Mitgliedes zum Vorstande(Arbeitgeber). 275/8 Der Vorstand. H. Lobitz, Vorfitzender. Billige Rotitabake. Max Jacoby, Strelltzerstr. 52 I Heinrich Franek, Berlin X. 54, Brunnenstr. 185.) Besichtigen Die bitte sofort: rötlich hell. 4 Lsi Pk- , sehr reinfrg. verg. I Kredit! Monatlich 10 Mark liefert elegante Anzüge u. Paletots nach Matz. X Per Kasse allcrbllllgste Preis«. X J. Tomporowski, Sehneidermeister. Berlin, Prinzenstr. 55, 1. Etage. wwm Wilh. Ruhe's Festsäle, Alte Jakobstr. 75 —(früher Fenersteln),— Empfehle meine Tale und Ber- etnszimmer zu Versammlungen und Festlichkeiten. Sonnadende und Sonntage im Oktober und November noch frei.— Für Sommerseste schattiger Naturgarten und Kassecküche.« — Happoldt-Bler.— Verband der Lagerhalter nnd Lager- halterntnen Deutschlands. Bezirk Berlin und Umgegend. Mittwoch» de» 13. August, abend» 9 Uhr. im Gewerkschaftshause, Engel-User 15, Saal S: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Abrechnung vom letzten Quartal. 3. Neuwahl der OrtSverwaltung. 4. Verbandsangelegenhciten. mr Mitgliedsbuch legitimiert.-HdA 966/9 Sahlretche»«chhewen erwartet Dte Ortoverwalwng. Mims. Gmnksihhstt« und Nereillk! FranUe* Festsäie und Garten, Amt I 939. Seba.tlan.tr. 30. Amt 1 939. Tmpsehke meine hochfein renerlsrtvn Feststtle zu Bersamm- lungen. Festltchkeiteu usw. 1946L» BW iZoQwtaF« nn»l 8»nnabvnck« Irel."ME Hochachtend 1 9* Balduin Franke« SÄ Uer ir Mittwoch, den 15. August, abends 8'/. Uhr, bei Keller, Koppenstr. LS: General-Versammlung. Tages-Ordnung: 1. Kassenbericht. 2. Bericht des Vorstandes, deS ArbeitsvermittlerS, deS BibltothekarS, der Schlichtungs- und Werkstatt- Konttollkommission. 3. Festsetzung der Gehälter der Angestellten nach dem Beschluß der letzten ordentlichen Generalversammlung. 4. Ersatzwahlen zur Ortsverwaltung. 5. Neuwahl eines Bureauangestellten. 6. Anträge. 7. Verschiedenes.' Eintritt nur mit Mitgliedsbuch. Mtmi Sodenleger nnd Sohner! mw! Montag, den 13. August, abends 8 Uhr, bei Schmidt, Waldstr. 23: Komsiens-Sikung mit Vertrauensleuten. DM- Die Vertrauensleute haben die Bücher zum Fonds abzuliefern, auch gleichzeitig Billettabrechnung von der Dampserpartie. Die KomiuiHHlon. Montag, de» 13. August 1906, bei Miilbrodt, Müllerstr. 7: Bezirks-Bersammlung lllr Vedding, Gesundbrunnen und Moabit. TageS-Ordnung: 1. Bortrag deS Genossen FriedlUnder über:„Die Revolution tu Rutzlaud". 2. Diskussion. 3. Wahl eines BeittagSsammlerS. 4. V.er< bandSangelegenheiten. esuGisvkIsn! msub-b s. Montag, den 13. August, abends 6 Uhr, bei Werna«, Schwedterstr. 23/24: AS" Versammlung-Mk TageS-Ordnung: 1.„Wie stellen wir uns zu den Frühliugsmeister» i« unserem Berus?« 2. Diskusston. 3. Verschiedene». Der llraaelronlvltor. Kistenmacher. Montag, 13. August, abends 8'/? Uhr, bei Franke, Sebastianstr. 39: W Versammlung."*8 TageS-Ordnung: 1. Arbeiterbewegung und Christentum: Reserent: Kollege O. DanSke. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. ..... Das Erscheinen aller Kollege» ist notwendig.■> OO/IS Die KonrmlMlon. üithopphen und Steindmeker! Montag, den 13. August 1906, vormittags 10 Uhr, im Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz: Versammlung der Ausgesperrten. Tagesordnung: Bericht über die Berhandlnnge». Jeder Ausgesperrte hat die Pflicht zu erscheinen. Dienstag, den 14. August 1906, abends 8 Uhr, in Kellers Festsälen, Koppenstr. 29: Ocffentliche Uersammtung. Tages-Ordnung: 2Sö/8 t. Das Resultat der Verhandlungen mit dem Schuhverband. L. Diskussion. Massenhaste Beteiligung der gesamten Kollcgenschast wird bestimmt erwartet. R Singer A. 75.00 Adler, ver- und rückwärts Whseler-Wilson. Ohne Aniablung, 100 nöobentl, 12.-, 16, 18-90.00 ;P«ppeiiiirac*n 2.—, B.—, 4— 20.— S. Kaliski's Spezialgeschäft Al5t. lür Nähmasohinen und Werkaiatt BrunnenstpB 16 2. Invalidenstr. 160 3. Brunnenstr. 92 4. Roinickendorferstr. 5 5. Frankfurterstr. 115 6. Oranienstr. 31 7. Belle-Allianceslr. 107 8. Tauenzienstr. 7a 9. Beusselstr. 18. 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Fritz Berner. ger politische Massenstreik war in letzter Zeit wieder Gegenstand eingehender Diskussionen; er wird auch den bevorstehenden Parteitag beschäftigen. Wir empfehlen daher den Parteigenossen zur Orientierung folgende Schriften: JJer politische Massenstreik und die Sozialdemokratie Sonderabdruck der Verhandlungen auf dem ===== Parteitage in Jena= Preis SO Pf. Qer politische Massenstreik Vortrag von Eduard Bernstein ■ Konfisziert gewesen I== Preis SO Pf. fieneralstreih m Sozialdemohralie von Henriette Roland-Holst Mit einem Vorwort von Karl Kautsky. Zweite revidierte und erweiterte Auflage. Preis 1.50 dl. Eipedilion des„Vorwärts",«erlin sw.«8 243/13» Lindcnsfraße 69(Laden). Acbtnnc! Achtung! Hrbcltcr, Parteigenossen! Berliner G. m. b. H. (Gegr. von organisierten Schneidergehülfen Berlins) Zrunnenstr. 188. im Liulen. sivischen Kosenthiller Tor und Invalidenstraße, empfiehlt sich den werten Arbeitern und Parteigenossen zur Anfertigung von feinerer iherren-Laräerobe. 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Ichrgang. 2. KtilM des.Amilck" Knlim UcksM Sonntag. 12. August 1966. 8. GtNkralversammlnng des Uerliaudes der Fabrik-, Fand- und Hülfsarbeittr Aentschlands. Leipzig, den 10. August 1006. Vormittagssitzung. Die Beratung der Anträge wird fortgesetzt. Von verschiedenen Zahlstellen liegen Anträge vor, die eine Ver- schmelzung mehrerer Zahlstellen, wegen des Anschlusses der um- liegenden kleineren Zahlstellen an die größeren verlangen. B r u n s- Berlin und Le m e n tz o ch- Hamburg traten für eine möglichst weitgehende Verschmelzung ein. Dadurch würden die Streitigkeiten zwischen den benachbarten Zahlstellen beseitigt; auch die Schlagfcrtigkcit der Organisation würde eine bedeutende Erhöhung erfahren. Pohl- Charlottenburg hält die Verschmelzung für verfehlt. Eine Reihe kleiner Zahlstellen werde davon nur Nachteile haben. Es komme dahin, daß die Gauleiter immer mehr Macht an sich reißen und die Leiter der kleinen Zahlstellen gar nichts mehr zu sagen haben. Wörner-Cannstatt bat, der Verschmelzung zuzustimmen. Wenn man etwas Großes schaffen wolle, könne man nicht in der bisherigen Weise weiter wursteln. Die Zersplitterung sei nur hinderlich; mit dem jetzigen Lokalpatriotismus müsse gebrochen werden. Wolf- Deubcn wendete sich gegen alle Vcrschmclzungsan- träge, durch die auf die kleinere« Zahlstellen ein Zwang ausgeübt werde. B u t t w o- Stettin empfahl die auf dem Hamburger Ver- bandstag bereits angenommene Resolution, die einen Zusammen- schluß der nahe beieinander liegenden Zahlstellen Vorsicht, zum Beschluß zu erheben und der Geschäftsordnung einzuverleiben. S t rc h lk e- Spandau: Die Verschmelzung werde keine Be- quemlichkeiten, wohl aber Unannehmlichkeiten bringen. Jetzt hätten es die kleinen Zahlstellen in vielen Fällen noch nicht notwendig, Lokalbeiträge zu erheben. Nach der Verschmelzung aber würden die kleinen dieselben durch die Lokalbeiträge erhöhten Sätze zahlen müssen, wie jetzt die großen Zahlstellen. In namentlicher Abstimmung wurde sodann folgender An- trag mit 82 gegen 21 Stimmen, bei einer Stimmenthaltung, an- genommen: „Zahlstellen im Umkreise von 1ö Kilometern, sowie alle, die in einem gemeinsamen Wirtschafts- und Lohngebiet liegen, haben sich zu einer Verwaltungsstelle, unter Berücksichtigung der ört- lichen Verhältnisse, zu verschmelzen. Wird bei der Verschmelzung von einer Seite der Beteiligten Widerspruch erhoben, so hat der Vorstand die endgültige Entschei- dung zu treffen." Auf Antrag der Zahlstelle Bergedorf wird in Nr. 11, Abs. 4 des Streikreglemcnts der erste und zweite Satz gestrichen. Ab- satz ö erhält folgende Fassung: Jedes Mitglied darf nur einen Stimmzettel abgeben. Die Abgabe der Stimmzettel ist in den betreffenden Feldern auf der inneren Deckelseite des Mitgliedsbuches durch Stempelabdruck zu vermerken. Die Wahl des Ersatzmannes ist in einer später anzuberaumen- den Wahlversammlung vorzunehmen. Hierauf wurden die Anträge, die zum Strcikreglement ein- gebracht sind, zur Debatte gestellt. Brey bemerkte, der Vorstand sei der Anschauung, daß in be- zug auf die Taktik bei Streiks an dem festgehalten werden müsse, was in dem Streikreglcment bereits niedergelegt sei. Es lägen Anträge vor, die das Bestimmungsrecht des Vorstandes einschränken wollten, so der Antrag Wilhelmsburg, der verlange, daß Zahlstellen mit über 1000 Mitgliedern berechtigt sein sollen, bei einer Lohn- bewegung, wo nur 100 Personen in Betracht kommen, von denen zwei Drittel organisiert sind, selbständig vorzugehen. Der Vor- stand stehe auf dem Standpunkt, daß es ein selbständiges Vorgehen der Zahlstellen bei Streiks nicht geben könne; Ausnahmen könnten wohl vorkommen. Der Antrag könne sehr leicht dazu führen, den Vorstand bei Lohnbewegungen noch mehr auszuschalten, als das heute schon der Fall sei. Bei oberflächlicher Betrachtung der Be- stimmung könne angenommen werden, die Zustimmung des Vor- standes sei überhaupt nicht notwendig. Es lasse sich doch gar nicht voraussehen, ob sich eine Bewegung auf den Kreis der 100 be- schränken lasse, diese könne auch Tausende erfassen. Deshalb sei es bedenklich, diesem Antrage zuzustimmen. Ein Antrag der Zahlstelle Flensburg verlange, daß ein aus- sichtsloser Streik abgebrochen, und bei günstiger Konjunktur wieder inszeniert werden kann, wenn unsere Verbandsmitglicder besonders in Frage kommen oder den Ausschlag geben. Gewiß könne dies gemacht werden, wenn der Vorstand der Meinung sei, daß die Vor- bedingungen vorliegen, und seine Zustimmung gebe. Dies sei aber auch bis jetzt schon so gewesen. Durch einige weitere Anträge solle eine Gleichförmigkeit der Unterstützung herbeigeführt werden. Der Vorstand stehe auf dem Standpunkte, daß da ein Unterschied gemacht werden müsse. Beschlossen wurde, die Strcikunteritützung in gleicher Höhe und vom ersten Tage an zu zahlen. Nachmittagsitzung. Die Organisation der Landarbeiter bildete den Verhandlungsgcgenstand der Nachmittagssitzung. Ge- nossin Z i e tz- Hamburg referierte darüber. Sie wies ein- leitend auf dieses gewaltige Rckrutierungsgcbict für den Verband hin. Im Jahre 1895 wurden in Deutschland 5 445 924 ländliche Arbeiter gezählt. Davon sind 1 718 885 Knechte und Mägde, 1 828172 Tagelöhner und 1898 867 Personen, die in der Wirt- schaft des Familienoberhauptes tätig. Neben der Verschieden- artigkeit der Landarbeitcrtätigkeit sind es noch eine Reihe anderer großer Hindernisse, die sich der Agitation in den Weg stellen. Vor allem ist es der Mangel jeglicher Bildungs- und Aufklärungs- elemcntc auf dem Lande. Geistig wie physisch erduldet die Land- arbciterschaft alle Qualen des Prolctarierlcbcns. Die Löhne der Landarbeiter sind ja bekanntlich außerordent- lich gering; Arbeiter erhalten Jahrcslöhne von 216 bis 400 M., Arbeiterinnen erhalten Tagelöhne von 50 bis zu 90 Pf. Herab- gedrückt werden diese Löhne auch noch durch die ausländischen Ar- bcitcr. So wurden im vorigen Jahre nicht weniger als 300 000 ausländische Arbeiter: Russen, Galizier, Italiener usw.„impor- tiert". Durch die Einführung der Maschine in die Landwirtschaft ist der Landarbeiter ebenfalls zum Saisonarbeiter geworden; er ist im Jahre nur noch etwa 8 Monate voll beschäftigt, was eine ge- steigerte Existenzunsicherheit für ihn zur Folge hat. Ferner muß mit den Sondcrarbcitcrn gerechnet werden, nicht nur mit den Sachsengängcrn, sondern auch mit den Schnitterkolonncn aus dem Osten, selbst die Arbeiter an den Dreschmaschinen sind Wander- und Saisonarbeiter geworden. Die Stelle nvermtttc- l u n g für die Landarbeiter hat sich zu einem schamlosen Handel mit Menschenfleisch herausgebildet, und zwar zu einem höchst ge- winnbringcnden Handel; teilen doch selbst Fabrikinspcktorcn mit, daß halbe Jahreslöhne für Vermittclungs- gebühr gezahlt werden mußten. Die Frauen- und Kinderarbeit hat in der Landwirtschaft einen geradezu erschreckenden Ilmfang angenommen; die Kinder- schutzbestimmungcn sind hier völlig wirkungslos. So schlimm wie mit den Lohnverhältnissen ist es mit den Wohnungsverhältnissen. Die Sachsengängcr werden in Mitteldeutschland ohne Unterschied des Geschlechts und des Alters mit Russen, Galizier usw. in einem Raum untergebracht, der den Namen Schlafraum für Menschen nicht verdient. Das Tollste aber sind angesichts dieser Verhältnisse die Kon- trakte. Der Agrarier kann eine Arbeiterin, die in einem solchen Pferch geschwängert wurde, auf der Stelle entlassen. Die Handhtfbe, die Landarbeiter in dieser Sklaverei zu er- halten, gibt den Agrariern die Gesindeordnung, deren es in Preußen etwa 20 verschiedene Arten gibt. Dazu kommt noch das preußische Landrecht von 1854, das den Landarbeitern das gemein- schaftliche Niederlegen der Arbeit verbietet und ihnen im Ueber- tretungsfalle eine Gefängnisstrafe bis zu einem Jahre androht. Vor nicht allzu langer Zeit wurde es in Schlesien gegen eine Land- arbeitcrin angewendet. Diese hatte mit anderen Arbeiterinnen, um eine Lohnerhöhung zu erreichen, die Arbeit eingestellt und wurde darauf als„Anführerin" zu 10 Tagen Gefängnis ver- urteilt. Um die Landarbeiter für die Organisation zu gewinnen, müßte eine planmäßige und intensive Agitation einsetzen und ständig betrieben werden. Die Gewinnung der Landarbeiter für die Organisation bedeutet aber auch für die Industriearbeiter einen unernwßlichen Vorteil, weil dadurch die Streikbrecherreser- voirs verstopft werden. Daß auch für die Landarbeiter mit dem Mittel der Organi- sation jetzt schon materielle Vorteile erreichbar sind, haben unsere Landarbcitermitglicder an verschiedenen Orten Mitteldeutschlands gesehen, wo die Löhne durch unser Vorgehen aufgebessert wurden. In der Agitation müsse aber noch mehr wie bisher unter- schieden werden, zwischen der bei den Tagelöhnern zu betreibenden, zwischen der bei den Jnstleuten, bei dem Gesinde und bei den Wander- wie„freien" Arbeitern zu betreibenden Agitation. Um aber auch einen Fortschritt in der Form zu ermöglichen, worin sich die Landarbeiter freier und selbständiger bewegen, forderte die Referentin, daß zur Betreibung der Agitation besonders Kol- legen angestellt werden sollen. Die in Sektionen organisierten Landarbeiter sollen 20 Pf. Wochcnbeitrag zahlen, wofür ihnen Rechtsschutz, Krankcnuntcrstützung, Umzugsgeld, Sterbegeld ge- Ivährt und das Verbandsorgan,„Der Proletarier", geliefert werden soll. Endlich wird erwartet, daß entsprechend der Wichtig- ZliMiIelülilll'slizedIsbIvei'öiii lies 6. Berliner Walreises. XodeS-Nnzeige. Arn Mittwoch, den 8. d. MtS., verstarb unser Mitglied, der Mctalldreher Rlevart Linderrnann, Chorinerslrahe 53. (£fjre seinem Andenke»! Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachmitttags 1'/, Uhr, von der Halle des Zionskirch- hoses in Nordend aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Ter Vorstand. Heute Sonnabend, früh 5 Uhr, verstarb unser lieber Kollege, der Korrektor 522b Otto Jordan im Alter von 26 Jahren. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 14. August, nach- mittags'/.l Uhr, vom Paul Gcrhardtftist, Müllcrftratze. nach dem neuen Nazarcth-Kirchhos statt. Berlin. 11. August 1906. Die Kollegen der Firma Otto Eisner. Danknasii ng. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie sür die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes Kramke sagen wir allen Freunden und Be- kannten sowie seinen Kollegen herz. lichsten Dank. 506b Die«Sitwe nebst Kindern. Am 9. d. MtS. cntschlics nach schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Ichwicgcr- und Grotzvater, der Reftauratcur Heinricli Ohlendorf im 63. Lebensjahre. 473b Dies zeigen tiesbetrübt an Die trauernden Hinterbliebenen. Rixdors, den 11. August 1906. Maybach-User 26. Die Beerdigung findet am Sonntag, nachmittags 4'/, Uhr, von der Leichenhalle des neuen Rixdorser Gemeinde- Friedhoses, am Maricndorser Weg aus statt. MsZl-VkriHnc! der Töpfer Deutschlands. Filiale Bovlln. Todes- Anzeige. Am Freitag, den 10. August, verstarb unser Kollege �Ukoi't Wahle im Alter von 70 Jahren an Magenkrebs. Ehre seinem Andenkenl Die Beerdigung findet am Montag, den 13. August, nachm. i'l, Uhr, von der Leichenhalle des Rixdorser KirchhoscS, am Marien- dorser Weg, aus statt. 201/8 Ter Borstand. Von der Reise zurüelegekelurt.. Dr. med. Böhm« Spezialarzt k.Wasserheilverfahron u. Massage.— Charlottenstr. 14. Dr. Simmel, s,™' Epcztalarzl für 137/13' Hant- and Harnleiden. 10—2,ö-7. SoiNltagS 10-12, 2-4. Deutscher Buchbinder- Verband. Zahlstelle Berlin. Am Donnerstag, den 9. August, verstarb nach langem Krankenlager unser Mitglied, der Buchbinder �Itreä f�oloik. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachmittags 5>/. Uhr, vom Gemeinde. Friedhos in Weisjensee aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwünscht. 25/10 i)ie Ortsverwaltung. Zentralverband der Handels-, Transport-, Verkehrsarbeiter und Arbeiterinnen Deulscbiands. Verwaltungsstelle Berlin I. tierdurch diene zur Nachricht, unser Kollege, der Fensterputzer Bruno Schape am 9. d. M. an der Proletarier« krankheit verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachmittags 6 Uhr/ von der Leichenhalle des Bartholomäus- Kirchhofes, Weitzensee, an der Falkenbergerstrage, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet 71/12 Ole Ortsverwaltung. Von der Keise zurück.• 243/13 Dr. I. Freudenberg. Baustellen. Im herrlichen Lust- kurort„Fasanenpark- bei Strausberg, SR. 4M. an. verkauft Bincenz, Berlin, ormannstr. 23. Sonntag am Terrain. Kranken-Unterstiitzungs- und Begräbnis-Verein für Bau- und gewerbliche Hiillsarheiter Berlins - und Umgegend.■ Naohrnt. Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß unser treues Mitglied VVilkelm Helrnix Bcusselstr. 33 am 4. d. MtS. beim Baden er- trunken ist. Ehre seinem Andenkenl 37/8 Der Borstand. Zentral-Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Berlin: Bezirk 15. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied Gustav Weitze am 8. August am Schlagansall verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachm. 3 Uhr, von der Leichenballe des Werderschen Kirch- hoseS, Bergmannstraße, aus statt. Um rege Beteiligung bittet 253/7 Ole Ortsverwalkung. UMM. Preise• beliebige Teil. zahlung. Olga Jacobson,.'raÄ feit der Landarbeiterfrage, die Gencralkommission dieses Unter- nchmen weitestgehend unterstützt. R c h b e i n- Berlin als Korreferent führte aus, daß er daS Landarbeiterelcnd ans eigener Erfahrung kenne. Wenn das bis- her in der Presse, in den Versammlungen, im Parlamente zutage geförderte Material zur Landarbeiterfrage die Agrarier noch zu keinen Zugeständnissen bewogen habe, so könne man daraus er- kennen, daß andere Mittel angewendet werden müßten, damit den Herren das Hohnlachen vergehe. Wenn die Landarbeiter in vollem Umfange aufgerüttelt werden sollten, müßten sie selbständig gemacht, für sie eine eigene Organisation geschaffen werden, nicht aber in Sektionen organisiert, die dem Fabrikarbeiterverband an- geschlossen sind. Diese Sektionen würden dem Fabrikarbeiter. verband gleich einem Bleigewicht anhängen. Die Organisations- erfolge seien bei der 16jährigen Agitation doch sehr gering. Gegen den Beitrag von 20 Pf. müsse er sich ebenfalls wenden, er halte ihn für die Landarbeiter für zu hoch. Mit der Subvcntionierung dieser Bewegung durch die Gencralkommission würde der Verband in ein unerträgliches Ab- hängigkeitsvcrhältnis zur Generalkommission kommen. Besser sei es, die Landarbciterorganisation durch die Generalkommission gründen zu lassen. Diese Ansicht brachte er in einer Resolution zum Ausdruck, die er anzunehmen empfahl. Streb- Offcnbach brachte einen Antrag ein, der besagt, daß der Verbandsvorstand Erhebungen über die Landarbeiterfrage an- stellen und dem nächsten Verbandstag eine Vorlage unterbreiten soll. Eine lebhafte Diskussion knüpfte sich daran, die heute aber noch nicht beendet wurde. (Clocben-öpielplan der Berliner Cbeater. Königl. Opernhaus. Mittwoch: Der Ring des Nibelungen: Rhein- gold. Donnerstag: Die lustigen Weiber von Windsor. Freitag: Der Ring des Nibelungen: Die Walküre. Sonnabend: Oavallena rusticana. Coppelia. Sonntag: Die Hugenotten. Montag: Der Ring des Nibelungen: Siegsried. Königl. Schauspielhaus. Bis Sonnabend geschlossen. Sonntag: Romeo und Julia. Montag: Prinz Friedrich von Homburg. Neues Königl. Operntheater. Sonntag: Carmen. Montag: Mignon. Dienstag: Carmen. Mittwoch: Der Troubadour. Donnerstag: Die Fiedcrmaus. Freitag: Das Heimchen am Herd. Sonnabend: Un- bestimmt. Soniltag: Das Heimchen am Herd. Montag: Unbestimmt. Lessing-Xheater. Sonntag bis Mittwoch: Die lustige Witwe. Donners. tag: Und Pippa tanzt. Freitag: Ein Volksfeind. Sonnabend: Nora. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die versunkene Glocke. Abends: RosmerS- Holm. Montag: Die Weber. m, Theater des Westens. Sonntag: Der Barbier von Sevilla. Mon- tag: Der Liebcstrank. Dienstag: Der Barbier von Sevilla. Mittwoch: Unbestimmt. Donnerstag und die solgenden Tage: Di- lustige Witwe. Schiller-Theatcr O. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Zauberflote. Abends: Carmen. Montag: Fidelio. Dienstag: Rigoletto. Mittwoch: Martha. Donnerstag: Carmen. Freitag: Unbestimmt. Sonnabend: Der Waffenschmied. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Freischütz. Abends: Der Troubadour. Montag: Oberon. Schiller-Theater kV.(Friedrich-WilhelmstadtischeS Theater.) Sonntag: Der Postillion von Lonjnmeau. Montag bis Freitag: Geschloffen. Sonn- abend und Sonntag: Morwitz-Oper. Montag: Geschlossen. Berliner Theater. Sonntag und die folgenden Tage: Sherlock �°�LustsPiclhaus. Sonntag bis Dienstag: Unsere Käte. Mittwoch bis Sonntag: Spatzenliebe. Montag: Unbestimmt. .Komische Oper. Sonntag: Hoffmanns Erzählungen. Montag: Figaros Hochzeit. Dienstag. Donnerstag,«onnabend und Sonntag: Hoffmanns Erzählungen. Mittwoch: Don PaSquale. Freitag: Die Bohöme. Montag: Unbestimmt... Kleines Theater. Sonntag bis Donnerstag: Ein tdealer Gatte. Freitag bis Montag: Minnesiege. Diplomatie in der Ehe. Das Trottoir routant. m t«x Trianou- Theater. Sonntag und Montag: Die herbe Frucht. Dientag bis Montag: Die Frau ohne Lächeln. �entral'Theater. Sonntag: Der Nastelbmder. Montag: Bruder Straubinger. Dienstag: Der Bettelstudcnt. Mittwoch: Der Zigeuncrbaron. Donnerstag: Der Bettelstudcnt. Freitag: Die Fledermaus. Sonnabend: Der Rastelbiuder. Sonntag: Der Zigeunerbaron. Montag: Die Fledermaus. Earl Weist-Theater. Sonntag und die solgenden Tage: Adele. Thalia- Theater. Bis Mittwoch geschlossen. Donnerstag und die solgenden Tage: Bis früh um Fünse. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Metropol-Theater. Aus— ins Metropol I Apollo-Theater. Sonntag und die solgenden Taget Berlin im Omnibus. Spezialitäten. Passage- Theater. Allabendlich: Spezialitäten. Belleatliauce-Thcater. Spezialitäten. Urania-Theater. Taubenstratze 48/49. Sonntag und die folgenden Tage: Der jüngste Ausbruch des Vesuv. 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DerPostillion von Lonjumean. Montag: Geschlossen. «omische Oper. HoffmannS Er- Zählungen. Montag: FigaroS Hochzeit. Westen. Kinder-Oper. Der Barbier von Sevilla. Montag: Der LIebeStrank. Zentral. Der Rastelbinder. Montag: Bruder Straubinger. Trianou. Die herbe Frucht. Montag: Dieselbe Vorstellung. Lustspielhaus. Unsere Käte. Montag: Diesewe Vorstellung. Kleines. Ein idealer Gatte. Montag: Dieselbe Vorstellung. Carl Weist. Adele. Montag: Dieselbe Vorstellung. Metropol. Aus in? Melropol. Montag: Dieselbe Vorstellung. Slpollo. Berlin im Omnibus. Das blaue Bild. Spezialitäten. Wintergarten. Tortajada. Spezlallt. "'"ssage. Willy Prager. Spczialit. Neichshallen. Stettiner Sänger. llrania. Tanbens, raste 48/40. Abends 8 Uhr: Der jüngste AuZ- bruch des Vesuv. Sternwarte, Jnvalidenstr. 67/62. Ferdinand Bonns Berliner Theater. Sonntag und folgende Tage: 8kerlock Holmes. _ Anfang 8 Uhr. Kleines Theater. Anfang 8 Uhr. Gin idealer Gatte. Montag und folgende Tage: Ein idealer Gatte. Lord Goring... 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Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr an geöffnet, Anfang 4'/, Uhr. Entree an der Kasse 30 Pf., im Vorverkauf 25 Pf.— Jedes Kind erhält eine Stoeklaterne gratis. Zahlreichen Besuch erwartet 249/7* Das Komitee. Zentralverband der Handels-, Transport-, Verkehrsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands, vemainingssiüig suü» i. „Gcwerkschaftshans", Engel-Ufer 15 II, Zimmer 13—17. Arbeitsnachweis: Telephon Amt IV, 3348.— Bureau: Telephon Amt IV, 4747. Sonntag, den 13. August, In der Brauerei Eriedrlchshain(früher Lipps), am Friedrichshain, in der Nähe des Königstores: Großes Volks- Sommerfest. Großes Elite-Konzert, Festball. aus Berl ;eführt von der 30 Mann starken Kapelle des„Neuen Konzert-Orchesters" unter Leitung d. Herrn Rud.Tietz. Gr. SpesIaUtttcn-VorstcIliini ersten Banges, nur erstklassige t XXX Kaffeeküche. X s Auftreten von Kunstkräften chaunummern. Kegelbahnen. X X X Kaffeeküche.~X X X Volksbelnstlgungen. Bei ungünstiger Witterung findet Konzert u. Vorstellung im Riesensaale statt. Kasseneröffnung nachm. 2 Uhr. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Programme am Eingänge gratis. Billett im Vorverkauf 20 Pf,, an der Kasse 25 Pf,; Kinder frei! Kollegen und deren Damen sowie Freunde und Gönner sind sehr willkommen. 71/11 Die Ortsverwaltnng. IXZXSXSXXXXXSSSSXXXXXSZZXZXKXXXSXXXZXlSXgXKSXSZXZZgZI ih: a*i Udler Frankfurter Chanssce 5 (früher ISO.) �ehv. Avnhold. feentpr�Erwd,� Jeden Sonntag: Schwarzer Friedrichsberg; Sladtbahnstatien Frankf. Allee. Ifl Großes Künstler» Konzert mi Spezialitäten'Vorstellungen. Harkgrafensäle Berlin 0.17. Markgrafeildamm 31 Jnh. N. Theefs 1956b' Heute: Glt*a Ofllla Säle: 100—1000 Pers. f. Vereine, Hochzeiten. Versamml.-e, Kegelbahnen, Gr. Dampferfahrt mit 2 Dampfern heute Sonntag nach dem herrlich gelegenen Restaurant Seddin-See. Abs. Michaelbrücke 2-/. Uhr. gabrprei, 50 Ps. Dann läglich mittag? 2'/, Uhu Hin und zurück 40 Ps. Morgen Montag, Dienstag unt Mittwoch: Lebte diesjährig» Dampfer-Extrafahrt durch die Herr! 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Spruch 1 Tischtuch Drell oder Jaquard 12 Wischtücher kariert 3 Tischservietten Drell oder Jaquard 2 Mtr.Piqud-Barchend gebl., glatt oder gemustert 3 Meter Uousianatuch 3 Meter Hemdenbarchcnd gestreift 2'/z Meter Molton in vielen Farben 12 weisse Linon-Taschentücher gesäumt 6 weisse Batist-Taschentücher mit Hohlsaum und bunter Kante 6 bunte Herren Taschentücher mit Kante in neuen Mustern 12 Kinder-Taschentücher mit buntem Rand v Pfennig> Verkauf an Wiederverkäufer findet nicht statt. Die Aasgabe der Rabattmarken bleibt bestehen. Die annoncierten Artikel stellen nur einen Auszug aus einzelnen Abteilungen dar, an jedem Lager sind eine grosse Auswahl von 90 Pfg.-Artikclr| vorhanden. Vir machen noch besonders anl unsere Schanfensterdekorationen aulmerksam. Wirtschafts-Artikel 6 Stück Brittania Essgabeln 3 Küchenlöffel, 1 Brodmesser| zu.ammeo 1 Köchenmesser, 1 Büchsen-[ q/� Öffner, 1 Korkzieher J 1 Spirituskocher und Kasserolle mitDeckel 1 Kopfbärste, 1 Kleiderbürste, 1 Hutbürste 1 Gewürzetagere mit 6 Tonnen 1 Waschbrett, 1 Schock 1«wammen Klammern, 1 Waschbörste 1 9 0 Pf- 6 Einmachegläser mit Schraubversehluss 6 Gläserteller mit Majolika- Einlage 1 Kohleneimer, 1 Feuerhaken,\™»®men 1 Ringständer, 1 Kohlenlöffel j 90 Pf- 1 Teppichklopfer, 1 Möbel- 1 börstet Teppichhandfeger j 90 Pf 1 Besen mit Stiel, 1 Handfeger 1 Waschständ.,1 Waschschüssel,! Seifnapf 6 Esslöffel, 6 Teelöffel 1 Wichskasten mit Glanzbörste,!"'"°men iSchmutzbörste, lAuftragbörste) 9 0 Pf- 1 Köchengarnitur bestehend aus:| IUSimmen 1 Fleischbrett, 1 Aufschnittbrett, t r\/� 1 Fleischklopfer, 1 Nudelrolle, I y(J pf, 1 Messerputzbrett, 1 Hackemesser 1, 1 dekorierte Emaille-Waschschüssel 1 Emaille-Eimer mit Scheuertuch 1 EmailIe-Wasscrkesselca.M/s6cm q�v und 1 Tassensieb v? v-f Pf. 6 Stück Emaille-Kummen 3 Stück Emaille-Teller ca.«cm 1 Emaille-Milchkanne ca. 3 Liter 1 Rahmenbehang bestehend aus: 1 insimmen 1 Emaille- Durchschlag, 2 Füll- I ä löffei gross und klein, 1 Schaum- j y lj p» löffei, 1 Saucenlöffel, 1 Tassensieb J 1 Emaille- Petroleum-Kanne 1 zesammea ca. s Liter und 1 Leuchter/ 90 Pf. 1 Emaille-Kaffeekanne mit 3 Bechern 1 Satz gerade Kasserollen ea. u, 14, 16 cm 1 Satz, 8 Stück Emaillc-Maschinentöpfe 4 Grössen 1 grosse, dekorierte Emaille-Kaffeekanne 1 Emaille Wasserleitungsschoner Schürzen 3 Stück Tändelschürzcn weiss m. farbig. Besatz 2 Sf.Tändelschörzen weiss od. farbig m. Besatz Tändelschürze aus schwarz Panama In verschiedenen Ausführungen Hausschürze schwarz, mit Volant und Tasche Hausschürze buntod.einfarbigm.garn. 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Schale, 1 1 Schäleben 1 Satz Salatieren Steilig(Steingut) 6 Majolika-Fruchtteller 1 Salz- und Mehlmeste(Steingut) 1 Küchenlampe und 6 Zylinder 1 Tischlampe kompiet Weisswaren Unterrock-Üolant, Alpacca, plissiert in verschiedenen Farben 3Damcn-Kravatten gellocht., einfarb. od. Schott. 12 Hamburger Hauben 12 Batist-Einhefte-Kragen gestickt Elegantes Chiffon-3abot jed. Stück im Karton Spachtel-Kragen grosse Form Wäschespitze in schön. Must., Coup.v. ca. 20Met. 2 Stück Samtband schwarz, festkantig Lackleder- Gürtel abgesteppt mit Metallschnalle Gummi-Gürtel mit Stahl Points, schwarz od. farbig, m. hübsch. Schloss v-f Pf- Möbelstoffe 1 Spachtel Tüll-Läufer mit 2 passenden Decken 2 Scheibenschleier mit Stange und Zubehör 1 Erbstüll Scheiben-Schleier mit Volant 1 Linoleum-Dorleger ca. 70/so em 3 Balkontischdecken 1 Garnitur 1 Wachstuch Küchen- t zusammen decke, Wasscrleitungsschoner, I ä—. Eimerspinddecke, Spindstreifen,| QO Pf 3 Tablettdecken} Schuhwaren 1 Paar Oamen-Melton-Pantoffel mit Filzsohle, in hübsehen Farben 1 Paar Damen-Plüsch-Pantoffel mit Leder sohle und Fleck 1 Paar Damen-Filz-Schuhe mit Filz und Ledersohle 1 Paar Kinder-Lederstiefel weis» oder farbig Grösse 16-22 1 Paar Mädchen oder Knaben Filzschuhe mit Ledersohle bis Grösse 36 Lebensmittel 2 Pfund Zucker und'/, Pfund Kaffee Mischung 60 Pf. Verkauf 1 Pfund Kakao und 1 Glas Danille 15 Packete Puddingpulv. verschied. Geschmack 1 grosse Flasche Himbeersaft garantiert rein 1 grosse Flasche Kirschsaft 1 ganze Flasche Halb und Halb 1 ganze Flasche Getreidekümmel 1 ganze Flasche Btonsdorfer % Dutzend PhotOQrSphien Visit- oder Prmzess-Format 90 pf. Handarbeiten Küchentischdecke Fischerleinen, vorgezeichnet Kreuz- oder Stilstich mit reicher Garnitur StubenparadehandtUCh vorgeze chn. mit reicher äjour- Arbeit Tischläufer vorgezeichnet mit reicher ä jour-Arbeit Kissenbezug vorgezeichnet Satin mit Volant Stubcnparadehandtuch fertig, rot oder blau, diverse Sprüche Bestecktasche vorgezeichnet für 1 Dtz. Paar 1 Papierkorb mit reichem Banddurchzug 1 Dournalmappe mit Bandgarnierung 1 Staubtuchkorb mit Band garniert 1 Küchen-Garnitur Satin Augusta, j Zusammen färb, garniert, vorgez., bestehend aus:_ •■ az. gnaziz�z I., v vsi uu aus.■ Wasserleitungsschoner, 1 Lampen-( yf) pf utztasche, 1 Topflappentasche' Kleider-Stoffe bestehend in aparten Kostüm-Stoffen ca. 90/110 cm. Blusen-Flanellen englischen Geschmacks. Blusen-Stoffein grosser Auswahl, gestreift od. kariert Crepes, Cheviots, Alpacas, Mohairs glatt od. gemustert, in soliden Qualitäten und 1 modernen Farben, Meter durchweg y Pf. Bluscn-Sammete u. 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Manschetten und weissem Stehkragen 2 Krawatten, Schleifen oder Regattes in modemer Ausführung 1 Yachtklubmötzc für Herren, moderne Form 1 Knabenmütze blau Tuch, mit Lederschirm 2 Steh-Umlegekragen mit Stickerei für Damen und 1 seiier.er Knoten 1 Damen- od. Herren-Regenschirm mit Naturoder Phantasiegriff Knaben Blusei.d.Altcrv.ca.3-8Jahr.>|�aaöCheviot Knaben Hosci. d. Alterv. ca.3-9Jahr.,JkarierteStoffo v Pfennig y 'iZerantwortl. Redakteur: Carl Mermuth. Berlin-Rixdorf. Für den Jnjeratenteil vcrintw.: Zh. Glocke. Lerlw. Krück«. Verlag: vorwSrt»V«chdruckerei u. VcrlagSanftalt Paul Sinner& Cöl B-rlin sw. Nr. 186. 28. Iahrgüng. S. Sdliijt des Dmilrts" Ktllim WlksdlM Sonntag, 12. August 1966. Für die ausgesperrten Fithographeu und Steindrucker Deutschlands sind weiter eingegangen: Kollegen der Firma Rahn, Beunnensir 116 31,35. Liste 1702 Kollegen der Firma Gebr. Kügcr, ftopenick 13,95. Kollegen der Werkstatt Nissen 7,30. Liste 900 Kollegen der Firma Psaff, Saal IV 9,05. Kollegen der Firma Rabe, Uscdomstrage 26,05. Von Küfern aus Esscnbcrg 14,80. Sektion der Speichcrarbcitcr durch Schmodl 26,—. Liste 1507 Tapezierer der Werkstatt Löber 7,—. Amerikanische Auktion Landpartie der Firma Laer durch Restauratcur Heidke, Eiisabethstraße 13,—. Kollegen der Tischlerei Zcrbsl u. Co., Krautstr. 38, Sechscr-Kassc 4,40. Liste 1139 Kollegen der Bautischlerei Paul u. Newnann 9,55. Dampferpartie Gesangderein„Liederlusl", Moabit 3,50. Listen 3347/48 Kollegen der Firma Gäbert, Dreherei 2795. Zentral- verband deutscher Textilarbeiter, Filiale Berlin, auf Liste: 97 2,10. 100 7,00. 2834 4.60. 2835 4,—. 2836 0,50. 2840 13,50. 2847 2,80. 2849 4,00. 2850 0,35. 2851 7,50. 2853 1,10. Zusammen 11 Listen 59,45, Liste 2900 Verb, der Vcrwaltungsbcamtcn 7,00. Verein Ostend 1897 20,00. Listen 3103/0 Verbandskollcge» der Daimler Motorensabr. Maricnselde 95,20. Kollegen der Werkstatt Müller 1,25. Kollegen der Werkstatt Schöinvcttcr, Memclcrstr. 40 0,05. Maurer und Bauarbeiter Taucntzicnstr. 17 9,50. Liste 3000 Kollegen von Moldcnhaucr u. Metzdors, Waldemarstr. 29 11,25. Liste 1980 Maurer Bau Tcmpclhos 0,40. Arbeiter der Möbclsabr. Groschkus 17,05. Liste 3300 Schildcrnialcr der Firma lliütcrbusch 14,00. Siclcrt 1,25. Verband der Handschuhmacher aus Listen 19,05. Aiöbelfabr. Viktoria 10.—. Liste 1117 Kollegen der Firma Rechmann, Knopssabrik 4,05. Kollegen der Firma Streich, Kammsabrik 5,—. Zcntralvcrband der Maurer, Sektion der Gips- u. Zcmcntbranche aus Listen: 1550 10,—, 1532 14,—, 1552 2,00, 1556 10,—, 1565 5,00, Snmnia 43,20, Bicrprozcnte vom Bau Friedrich Karl- Ilser 1/2 von den Rabitzputzcrn, Spannern und Trägern der Firma Krüger u. Lauerniann 7,—, zusammen 49,20.— Kollegen der Bautischlerei Bartsch 21,03. Gesammelt bei der Geburtstags- seier von Mutter Strausj. Bödikcrstrage 3,40. Kollegen der Tischlerei Barts 3,—. Verband der Lagerhalter, Bez. Berlin 30,—. Kollegen der Tischlerei Miles u. Ncumann 18,40. Kollegen der Firma Kicsling, Waldemarstr. 59, Bierprozente 20,—. Liste 3205 Arbeiter und Arbeiterinnen der Buchdruckcrci Joachim u. Co., 2. Rate 6,80. Kollegen der Firma Ehcslätt u. Robert 17,50. Tapezierer der Firma H. Brandt 3,50. Kollegen der Firma Jkcs u. Co., Liste 1141 15,—. Maurer u. Bauarbeiter Bau Fandorf, Bicrprozcnte 16,20. Liste 020 Kollegen der Werkzcugsabrik A. Schulze 4,50. Liste 016 Kollegen der Werkzeugsabrik C. Fritsche 5,10. Liste 015 Kollegen der Werkzcugsabrik Reis u. Martin 19,35. Liste 3600.Kollegen der Firma Haakc n. Milarg 17,75. Liste 1140 Kollegen der Möbclsabrik Psaff, Saal I 9,70. Ucberschug vom Sommerfest der zcntralorganisicrten Bauarbeiter, Rosenthalcr Vorstadt 10,—. Ueberschug der Landpartie der Tapezierer der Firma L. Gerlach, Oranien- strafte 119 6,—. Maurer am GaSosen-Ncubau Maricndorf 21,45. Liste 490 Bauklcmpner der Firma Thom 14,90. Arbeiter umKirchcnbau, Marhcinekc- plab, Liste 478 4,30. Listen 472/473 Verband der Maler, Sektion der Lackierer 19,90. Liste 169 Kollegen der Firma Flohr, Monteure und Werk- zeugmacher 12,70. Liste 171 Kollegen der Firma Flohr, Kunstschmiede 14,35. Zentralvcrband der Fleischer auf Listen 30,90. Zcntralvcrband der Stein- arbeitcr Berlin I 50,—. Rauchklub„Freie Allianz" 10,—. Kollegen der Bautischlerei G. Müller, Tegel 8,—. Kollegen der Firma B. Simon, Ritter- strafte 76 6,—,— Verband der Fabrik-, Land- und HülsSarbcitcr, aus Listen: 1677 Gasmotorcnwcrk Deutz, Huttcnstrafte 30,75, 1678 6,30, 1679 7,30, 1680 5,85, 1681 Hartgummisabrik Doblcr, Hochstrafte 20,35, 1083 do. 20,05, 1682 15,55, 1684 15,35, 1685 Chemische Fabrik vorm. E. Schering, Müllcrstr. 11,80, 1680 do. Jungfcrnheide 24,55, 1687 5,20. 1688 3,00, 1089 0,45, 1090—, 1091 9,15, 1092 8,70, 1093 16,85, 1094 7,25, 1095 4,20, 1090 9,75. Sa. 229,00.— Listen 608 und 700 Kollegen der Firma Mix u. Genest, Saal Sldam 15,10, Saal Weise und Linde 3,85, Sa. 18,95. Kollegen der Firma Borsig a Conto aus Listen 300,—. Kollegen der Firma Härtung, Moabit 34,40, Liste 2926 12,35. Liste 3596 Kollegen der Firma M. Schulz, Klempner 4,70. Verband der Stukkateure, Zahlstelle WilmerSdors 16,—. Verband der an Holzbcarbei- tungSmaschincn beschäftigten Arbeiter, aus Listen: 1734 10,45, 1742 0,25, 1743 3,50, 1749 5,10, 2543 10.-, 2549 8,05, Sa. 43,35. R. S. Rgb. 3,—. Kollegen der Möbelsabrik Lüdtke, Pankow 42,—. Extrasteuer der Buchdrucker, Ortsvercin Zossen, 2. Rate 26,—. Verband der Stcinarbeitcr aus Listen 10,15. Liste 827 A. Fabcr 9,50. Liste 828 A. Fabcr 5,75. Koll. der Schreibmaschineuin- dustrie, 2. Rate 14,15. Liste 1142 Kollegen d. Möbclsabrik Gurisch, 4. Rate 10,90. Zcntralvcrband deutscher Brauereiarveiter Sektion I, aus Liste: 1039 Friedrichshain 6,—. 1040 desgl. 11,35. 1881 Löwenbrauerei 9,24. 1882 Friedrichshain 3,b0. 1885 Wanningcr 4,70. 1886 Königstadt 6,20. 1887 Stadtbraucrei 3,75. 1691 Böhm. Brauhaus 4,—. 1892 desgl. 6,25. 2301 Patzenhoser I 11,95. 2604 Patzcnhoser II 5,—. 2606 Schloftbr. Schöncbcrg 8,35. 2607 desgl. 8,—. 2608 Bergschloft 7,60. 2609 desgl. 8,25. 2620 E. Berliner 5,25. 2621 Schultheis! IV 6/10. 2622 Königstadt 9,-. 2629 desgl. 7,80. 2645 Viktoria I 6,35. 2646 desgl. 5,—. 2051 Schultheis; II 17,05. 2652 desgl. 16,05. 2663 Pichelsdorf 37,—. 2665 Schloftbr. Königs- Wusterhauscn 4,50. 2666 Nordd. Brauhaus Grünau 0,—. 2667 desgl. 9,—. 2671 Genosscnschastsbr. Fricdrichshagcn 3,35. 2670 Brauerei Happold 5,70. 2677 Schullhcift II 14,55. 2681 Vereinsbrauerci Rixdors 11,75. 2632 desgl. 14,80. 2683 Spand. Bergbraucrci 4,75. 2684 desgl. 5,10. 2085 Münch. Brauhaus 14,20. 2687 Hiisebcin S\V. 10,25. 2688 Bock I 3,80. 2689 desgl. 4,---. 2964 Schultheis;, Pankow 3,50. 2965 Patzcnhoser II 11,80. 2967 Schullhcift IV 5,05. 2980 Hilscbein S\V. 10,50. Sa. 356,34 In; ganzen 2095,09 M. Bereits quittiert 23 126,67 25 221,76 M. Weitere Gelder sind zu richten an Alwin K ö r st e n ,. Berlin LG., Engel-Ilser 15. Der Ausschuß der Berliner Gewerlschastskommission. M. Summa Für die ausgesperrten Suchbinder Dentschlunds sind eingegangen: Liste 682 Kollegen der Firma Raichig, Gürtlerei 3,90. Liste 3190 Kollegen der Firma Raschig, Gürtlerei 7,65. Liste 3189 Kollegen der Firma Raschig durch Lösch ll,90 Liste 21 8,70. Listen 618 und 3089 durch Dudt- zack 9,55. Liste 4565 Kollegen der Firma Hartman», Gicftcrei 10,35. Liste 636 7,80. Liste 4728 Maurer und Arbeiter, Bismarckstr. 84 7,30. Listen 4726/7 6,50. Liste 558 Kollegen der Firma Kahnt, Stralau 11,90. Liste 559 Kollegen der Firma Hönow, Stralau 5,55. Liste 551 Kollegen der Firma Klaus u. Müller 4,80. Listen 335, 345, 348 Verband der Portcscuiller 26,10. Liste 97 4,30. Zentralvcrband deutscher Textilarbeiter, Filiale Berlin Listen 4014 9,30, 4015 9,80, 4016 6,25, 4017 8,05, 4013 8,55, 40l9 8,00 Sunima 49,95.— Listen 2244 u. 2228 Verband der Verwaltungsbcamien 15,40. Liste 4563 Koll. d. Firma Butzkc, Former 12,20. Liste 420 Koll. der Firma Pichle, Friedenstrafte 5,85. Listen 417/19 Kollegen der Möbelfabrik Heim u. Gehrkcn 20, lO. Liste 3065 5,70. Liste 556 Kollegen der Firma Möhring, Mauerstrafte 8,—. Verein� Bert. Hausdiener aus Listen 9,50. Liste 421 Kollegen der Firma Psaff,«aal III 13,90. Liste 3061 1,05. Liste 3151 Otto Lehmann 3,—. Kollegen der Stock- sabrik Hcnnig 5,—. Liste 49 Hechel 6,70. Liste 407 durch Mach! 16,40. Arbeiter der Möbclsabrik Groschkus 17,50. Liste 3147 Träger 0,45. Verband der Handschuhmacher aus Listen 20,70.— Zentralvcrband der Maurer (Sektion der Gips- und Zcmcntbranche, aus Listen 4624 15,50, 4625 11,40, 4626 2,80, 4627 10,40, 4628 14,50, 4630 3—, 4632 9,90, 4634 8,60, 4635 8,85, Summa 84,95.� 44,05 M. Bicrproz. vom Bau Aschinger, Bcllevucstrafte, gcs. v. Rabitzputzcrn, Spannern, Trägern d. Fa. Krüger u. Laucrmann) 129,—. Liste 89 5,85. Liste 3044 Putz 15,05. Liste 3149 Kollegen der Firma Kühl- stein 8,20. Liste 549 Kernmacher der A. C.-G. 7.80. Amcritamsche Auktion Dampferpartie der Kammsabrik Kubisch, Redlich, I. H. Gembeck:; 11,90. Liste 400 durch Hentschel 8,95. Liste 2057 Kollegen der Firma Haubach u. Co. 7,60, Kollegen der Firma Schröder 4,—, zus. 11,60. Liste 1 1,—. Abt. VI Berl. Arb.-Radsahror-Bcrcin 1,50. 7 Liste 3161 1,60. Liste 3087 3,40. Liste 3026 5,20. Liste 3006 Kollegen der Kronleuchtersabrik Bischofs u. Co. 6,30. Töpfer an; Bau Böttcher, Eylaucrstr. 20, 8,—. Liste 689 durch Volk- mann 7,70. Liste 2055 Kollegen der GaSmcsscrfabrik Baumgarten 9,95. Liste 3070 Kollegen der A. E.- G.,'Ackerstrafte, saal 25, 29,45. Liste 3193 Kollegen der Firma Hagelbcrg 11,60. Liste 368 6,95. Liste 5313 Kollegen der Möbclsabrik Barth, llrbanstr. 64 17,85. Kollegen der Möbclsabrik Gtogowskh u. Co. 14,—. Liste 4öt6 Kollegen der Firma Thom, Ichöneberg 13,85. Kollegen der Tischlerei Mau, Mcmclcr- strafte 40, 2. Rate 4,60. Liste 4l2 Kollegen der Möbelfabrik Ostend 10,30. Liste 4089 Kollegen der A. E.-G., Brunnenstrafte, Lackierer 18,40. Listen 4087 u. 4088 Verband der Maler, Sektion Lackierer 13,85. Verein Berliner Hausdiener, aus Listen 14,30. B. s. Ullrichs Gesellschaftsbaus, Weiftcnsce 5.—. Liste 30 Hugo Walter 8,15. Listen 4039 u. 4040 Kollegen der Firma Joseph, Gicftcrei 33,75. Liste 540 durch Dammann 11,75.— Zentralvcrband der Brauereiarbeiicr, Sektion II, aus Listen 2117 Patzcnhoser II 4,80, 2119 Schloftbrauerei Schöneberg 2l,50, 2124 schullheift I 5,25, 2126 Patzcnhoser 11 20,05, 2128 Böhmisches Brauhaus 13,20, 2133 Patzcnhoser I 12,65, 2134 Patzcnhoser 10,20, 2135 Bock II 13,90, 2114 Deutsche, Pichcls- dors 27,35, 2145 Oswald Berliner 7,30, 2149 Vereinsbrauerci 10,30, 2151 Wanningcr 7,15, 2152 Gregory 3,95, 2154 Endcrs Brauerei 2,95, 9155 Haase Niederlage 2,15, 2160 Königstadt 6,50, 2161 Schullheift I 18,40, 2168 Patzcnhoser II 19,85. Summa 207,45.— Liste 4738 Saal Barow 9,65, Liste 4740 Saal Stein 6,50, Liste 4736 Saal Brummer 9,40, Liste 4739 Modellbau 9,75, Sa. 35,30. Liste 4051 durch Bradicr, Töpfer 11,45. Liste 3120 Kollegen der Bautischlerci Frost, Dresdencrstrafte 6,65. Liste 393 Kollegen der Möbclsabrik Lenny-Jatzti 14,25. Liste 5334 Kollegen der Firma Zander, Schöncbergerstr. 27 7,25. Liste 3157 u. 50 Kollegen der Buchbinderei Hocmjen 18,15. Listen 12 16,20, 651 6,45. Liste 543 Kollegen der Firma Butzkc, Dreherei 13,75. Liste 557 Kollegen der Firma Wolff Aachs. 8,65. Verband der HolzbcarbcstinigSmaschincn-Arbcitcr auf Listen 2174 5,95, 2176 6,10, 2177 6,60, 2180 3,95, 2181 10,55, Sa. 33,15. Tischler it. Vcrgolder der Firma Röhlig, Bcuthstrafte 11,10. Verband der Steinsetzer aus Listen 9,30. Arbeiter der Firma Roll 3l,90. Liste 90 durch Soncotcny 3,60. Liste 530 Portcfeuillcr bei Otto Matter» 8,50. Dachdecker der Firma Gicrth 4,50. Listen 104—113 SldlcrShofcr Gew.-Kartell 64,90. Liste 4012 Kollegen der„Lyrophon-Wcrkc" 20,55. Verband der Buchbinder ans Listen 22,85. Liste 533 Kollegen der Firma Dcuch-Stralau 3,55. Liste 552 Kollegen der Firma Hauschild-Straiau(Gicftcrei) 11,80. Liste 20 durch Eiscngartcn 9,45. Verein Berliner Hausdiener ans Listen 18,30. Liste 609 Ncnnert 11,80. Liste 29 Stiller 4,65. Liste 665 durch Zacharias 2,—. Liste 3021 Gesammelt durch Hildcbrandt, Gürtlerei Schlaft, Gcorgi u. Co. 8,70. Liste 3173 Kollegen bei Hille Tischlerei, 2. Rate 5,30. Im ganzen 1425,95. Bereits quittiert 22 703,06. Summa 24134,01. Weitere Gelder sind zu richten an A. K v r st e n, Berlin 80., Engel-Ufer 15. Der Ausschuß der Berliner GewerlschaftS-Kouimission. Eingegangene Druchrcbrlften. Volkstümliche Wettübungen von Dr. Rudolf Gasch. 240 Seiten mit 154 Abbildungen(Max HcsseS Verlag in Leipzig). Preis drosch. 3,75 M., geb. 4,50 M. Karl Böttcher. Germania im Ausland. Ungemütliche Wahrheiten. 81 Seiten. Preis 1,30 M. Verlag P. Stötzner, Gera. Monatsschrift für christliche Sozialresorm. Begründet von weiland Freiherr Karl v. Vogelsang. Augusthesk. Abonnementspreis: Halbjährlich 3,20 M. Einzeihest 0,80 M. Verlag Bäftlcr u. Trexlcr, Zürich(Schweiz). Ter Krieg in Südwestasrika und seine Bedeutung für die Eni- Wickelung der Kolonie. Vortrag von Hauptmann Bayer. 67 Seiten. Preis 60 Ps. Verlag F. Engelmann, Leipzig. Wltternngsüberstcht vi»» 11. Rugust 1906, morgens 8 Nhr. Stationen S »- i« w-ü aparanda 1 754 NO ctcrsburg 753 Still Scilly Slberdecn Paris 758 SO 757 NW 759 SW »elter b» S E » II 1« m a Twolkig ibedcckt 1 wolkig 2Rtgen 2 bedeckt 11 12 15 11 16 Wetter-Prognose für Sonntag, den 12. August 1906. Ein wenig tühlcr, zeitweise heiter, vorwiegend trübe mit etwas Regelt und schwachen südwestlichen Winden. Waffcrttaud ain 10. August. Elbe bei Aussig— 0,28 Meter, bei Dresden— 1,50 Meter, bei Magdeburg-s- 1,06 Meter.— U» st r u t bei Stranftsiirt-j--,— Meter.— Oder bei Rattbor ff- 1,06 Meter, bei BreSlan Obervcgcl ff- 4,84 Meter, bei Breslau Unterpegcl— 1,56 Atetxr, bei Frankfurt— 0,19 Meter.— Weichsel bei Brahemünde ff- 2,48 Meter.— Warthe bei Pose» ff- 0,00 Meter. l Vislelausends Exemplare. Joppen- und Jacket- Fassons mit kurzen oder langen Hosen. Bewährte Loden, Cheviots, Zwirnbuckskin und andere Erzeugnisse. 24.- 21.- 18.-5. 15.— 12.- 10- 9.- Mk. 25 Einzelne Schüler-Joppen,-Jacketts, Schüler- Hosen zu niedrigen Preisen. Einsepngs-Anzüge in unermesslicher Auswahl. Baer Spezialhaua grössten Massstabes Chausseestrasse 24*125• 11 Brückenstrasse 11 Gr. 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August er., Ein großer Posten| Schmortöpfe, Kasserollen, Maschinen- IVwlll Zl.USfeC'nUlJ topfe, Schüsseln, Eimer etc. etc. etc. Emaille Maas Snril Koeper!Ä3 JEcke AkazlenstraSe. Manufakturen, Wäsche, Weiß-, Wollwaren, Herren- Artikel, Berufskleidung, Knabeu-Änzlige u.-Mützen, Mädchenkleider u.-Kopfbedeckungen. Man verlange Sparmarken. ? Ziehung 2. Ki. 215. Kgl. Preuss. Lotterie. Zieh.ng vom 11, August 1906, vormittags. Kur die Gewinne Uber 90 Merk sind den betreffenden Nimunern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.)(Nachdruck verboten.) 34 113 218 551 891 953 58 1204 78 410 664 802 9 2296(200] 334 36 87(200] 559(2001 713 17 87 991 3092 153 335 621 780 815 88 4430 52 531 634 S203 337 406 501 51 631 704 891 967 6281 371 508 34 52 767 965 7024 97 234 302 37 53 589 621 58 730 804 948 75 77 1300) 80 8394 12001 594[ 2001 9091 186 281 98 374 625 10114 52 92 689 719 67 904 11114 431 52 67 74 673(300) 764 71 811 919 1 2104[2001 81 236 iflf 53 764 802 18 42 923 34 72 13176 248 50 57 810 933 1 426? 15036 203 394 585 663 1 6052 143 312 675 895 1 7044 211 370 449 598 740 946 66 1 8188 97 207 831 965 1 9027 131 200 39 51 509 614 723 99 809 927 20167 325(300) 49 415 50 607 68 835 943 47 21004 420 537(200] 672 2 2303 739 805 67 2 3239 312 54 76 Co 423 27 505 680 752 24180 232 492 537 769 992 25427 506 613 17 709 801 915 26146 90 308 653 68 862 2 7034 452 70 734 944 2 8204[500] 417 638 97 29195 214 57 523 618 34 901 70 3O0S5[200] 143 48 82 391 457 509 697 785 803 3 1021 44 108 314 448 702 27 828[200! 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Ziehung 2. KL 213. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom n. August 1900, nachmittags. Kur die Gewinne Ober 90 Mark sind den betreffenden Kümmern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.)(Kachdruck verboten.] 269 311 536 680 874 1036 173 56.9 72 774 2212 372 452 504 668[400] 80 747 3252 94 506 81 94 016 33 752 4009 173 289 616 924 5005 7 24 117 61 77 331 99 531 702[200] 17 6430 41 567 748 7023[400] 292 463 78.8 96 Sil 8037 12»» i 101 2S2 55 96 567 776 825 56 913 9355 417 529 760 933 10195 SOS 144 304 468 559 624 925[200] 33 11006 77 91 127 232 45 55 692 787 821[2001 65 1 2065 100 84 96 200 407 13001 87 12001 786 1 3093 244 87 93 603 27 95 1 4464 1400] 560 698 99 788 1 5122 55 321 91 514 626 855 1 6197 393 425 635 795[2001 843 1200] 954 1 7054 206 53 85 399 438 836 59 809 903 93 1 8073 (3001 180 86 370 781 832[2001 19024 256 311 436 595 862[ 3001 930 20262 457 541 616 729 888 912 42 2 1 066 186 418 73 74 595 616 776 851 22201 427 28 94 958 65 2 3033 164 228 72 383 88 463 517 72 842 47 13001 54 952 24043 471 522 46 58 70 831 52 2 5341 717 64 26168 231[200] 300 550 883 908 2 7373 407 16 708 14001 849 [2001 912 28301 713 67 891 962 2905S 178 418 82 504 775 941 30119 287 352 469 85 796 814 3 1073 161 634 764 fSOO] 815[500] 79 3 2040 316 412 39 861 33028 1300] 46 82 307 570 668 13001 768 897 3 4001 52 374 93 407 46 47 764 870 3 5011 110 62 89 217 23 303 24 33 967 36102 34 89 729 807 37056 130 66[ 200! 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KönlgUchr Preusslschen Klassenlotterie findet statt am f. mul 8. September 1806. I Keine Cigarre „C i g a r o m a" Keine Cigarette empfehlenswertestes und billigstes Rauchprodukt hergestellt aus nur edlen Tabakblättern in der Preislage von Vk Pf. pro Stück an. Zu beziehen durch den Cigarrenhandel Fabrik und Hauptgeschäft: G 1947L* 99 w 1 V U Iii G- 111 b- H Berlin SW. 68, Zimmerstr. 13. Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort(fettgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen-Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort (fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Kleine Anzeigen ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis I Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt-Espedltion, lindenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Verkäufe. GnrdiiienliaiiS GroveFrlinklnrle» Rvotie 9, pnvlem._ If FnHrrnber, Teilznhlimgen. 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Verkäuferinnen Für unser Warenhaus Koitbuser- dämm suchen wir noch Verkäuferinnen für die Abteilungen Spielwaren, Holzgalanterte, Gürtel, Lampen. Meldungen 1—2 Uhr oder abends 8-9 Uhr. 1960L A. Jandorf& Co., Belleallianccstr. 1/2. Achtung! Achtung! Kürschner Die Differenzen in der Mühen- fabrik von Si. Giirtncr& Co., Marknöstr. 50, sind zur Zufriedenheit der Arbeiter beigelegt und ist die Sperre aufgehoben. 102/19 Tcrbniid der Kürschner Berlins und Umgegend. Deutscher Kürschner- Verband(Zahlstelle Berlin). Achtung! Achtung! Ttitilurbeittt! Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Teppich- Fabrik M. Prohe« u. Sohn i» Stralau bei Berlin be- finden sich im Ausstand. Zuzug ist streng fernzuhalten.' 197/7 Piliale Stralau-Rummelsburg, mm (Zahlstelle Berlin). Folgende Firmen find, weil Ein- stcllungen nach dem abgeschlossenen Vertrage nicht erfolgt sind, bis aus weiteres gesperrt: Xaver Külte, Reichcnbergcr- strahe 36. Viech Vach f., Lützowstr. 87. Ad. Wittenburg, Wilhelmstrahe 16. F. O. Agthe, Wilhelmstr. 119/20. Ad. SclioB, Puttkamerstrahe 19 und Dcssauerstrahe 14. Kartonsabrik Ad. I.csser, Krautstraffe, sür Kartonarbeiter, u. sür Galantcriearbeiter die Firma AIoz-s Hinte, Ncandcrstr. 4. Vor Arbcitsannahme in den Ver- bandsbetriebcn, auch durch den pari- tätischen Facharbeitsnachweis ist In- sormation aus dem Bureau, Engel- uscr 15 II, Zimmer 21, einzuholen. 24/12 Die Ortsverwaltung. Achtung! Achtung Z Xlavierarbeiter! In der Pianosabrik von»eil& Co., Andrcasstr. 32, Haben sämtliche Kollegen wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. 141/16* Zuzug ist fernzuhalten. Vereinigung der Musikinstrumenten- arbeiter. Achtung! Die Holzbcarbeitungssabrik «Alige, PaWenstf. II/I8 und Runieisburg, Wielmstranii, ist für Maschincnarbeiler sowie Hälfs- arbeiter gesperrt! Sämtliche Arbeiter belinden sich im Ausstände. Verband der tiandels- und Transportarbeiter. Verband der Maschinenarbeiter. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Wegen Streik und Lohndifferenze» sind gesperrt: Für Tischler, Polierer und Ma- schincnarbeiter IMeper, Bernanerstr. 80. Bancr, Landwehrftraffe 5/6. Für Klavierarbeiter: Hell, Andrcasstr. 32 u. Grüner Weg. Für Korbmacher: Stralaner Glashütte. Zwerncr, Frtedrtchstcldr, Ber- linerstraffc 72, Baader, AriedrichSfelde, Ber- liuerstraffe 8S. Für Bürstenmacher: Der JniinugsnachweiS, Brunnen- straffe IS4. BUttine, Wafferthorstr. 10/11. Für Kammacher: Continental- Kamm- und Cellnloldfabrlk 8. Bloch. Warschauerstr. 41/42. Znzug ist streng fernzuhalten. T>te OrtSverwaltung. Verantwortl. Redakteur: Carl Mermuth, Berlin-Rixdorf. Für den Inseratenteil vcrantw.: Th- Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co.. Verlin SW. Nr. 186. 23. Jahrgang. tilngt iltg„Umörls" Inlintt Sonntag, 12. AngnjtlM. Partei- Mgelegenkeiten. Zur Lokalliste. Zurzeit sinden in den ländlichen Orten der Umgebung Berlins die üblichen Erntefeste statt, die auch zu einem großen Teile von der Berliner Arbeiterschaft gern besucht werden, Derartige Feste werden in einzelnen Fällen noch altem Brauche gemäß gefeiert, zum großen Teil sind es jedoch jetzt nur noch rein geschäftliche Unternehmungen der in den betreffenden Orlen wohnenden Gastwirte, Wir richten deshalb an die organisierte Arveiterschaft das Ersuchen, bei Beteiligung an genannten Vergnügungen genau die Lokalliste zu beachten, denn in einer ganzen Anzahl von Orten ist es unseren Parteigenossen leider noch nicht gelungen, Versammlungsräume zu bekommen, oder aber dieselben müssen sich mit völlig unzureichenden Räumen begnügen. Am Sonntag, den 12., und Montag, den 13. d. M., findet tn Nieder-Schönhauseu ein von fünf Gastwirten arrangiertes Erntefest statt. Zur Verfügung stehen uns dort nur folgende drei Lokale: Settekorn, Lindenstr. 1: Ulitz,„Schwarzer Adler", Blankenburgerstr. 4, und Tunsch,„Sanssouci Kaiser Wilhelmstr. 18. Alle übrige» Lokale sind streng zu meiden. Ebenfalls am Sonntag, den 12. d. M., ist in Heinersdorf das diesjährige Erntefest. Wir machen in diesem Falle ganz be- sonders darauf aufmerksam, daß uns im genannten Orte kein einziges Lokal mit Saal zur Verfügung steht. Alle Parteigenossen, welche Ausflüge nach KönigS-Wuster» hausen und Neue Mühle zu machen beabsichtigen, werden besonders darauf aufmerksam gemacht, daß das Hotel Pfuhl am Bahnhof Königs-Wusterhausen streng zu meiden ist. Am Sonnabend, den 18. d. M., veranstaltet der Unter- stü tz u n g s v e r e i n der Sicmcns-Schnckcrt-Wcrkc und Siemens u. Halkske, Akt.-Gcs., ein großes So mm er fest in den Räumen der Bergbrauerei— Spandauer Bock(Militärkonzert, Tanz, Feuer- werk usw.). Das genannte Lokal steht uns seit Jahren nicht zur Verfügung, worauf wir die dort beschäftigten und einer modernen Arbeiterorganisation angehörenden Arbeiter ganz be- sonders hinweisen wollen. Selbstverständlich i st es Pflicht jedes Parteigenossen, etwa angebotene Billetts entschieden zurückzuweisen._ Parteigenossinnen und Genossen! Dienstag, den 14. August, findet Kommandantenstraße 72 im Klubhaus eine Volksversammlung statt, in welcher über„Die Frauenkonferenz und der Parteitag zu Mannheim" referiert wird und eventuell die Wahlen dazu vorgenommen werden. Die Vertrauensperson Verlins. Achtung i Fünfter Wahlkreis. Die fünfte Abteilung hält am Montag, den 13. d. M., abends 8>/z Uhr, einen Extra- Z a h l a b e n d bei Hummel, S o p h i e n st r. 5, ab. Alle Miv glieder der Abteilung sind zum Erscheinen dringend eingeladen. Der Vorstand. Reinickendorf. Die Besucher des heute stattfindenden Erntefestes machm wir darauf aufmerksam, daß uns nachfolgende Lokale nicht zur Verfügung stehen und deshalb gesperrt sind:„Restaurant Seebad", Markstraße, Ecke Residenzstraße.„Schützenhaus" von A. Leder, Residenzstraße, Ecke Hauptstraße.„Gesellschaftspark" von Kuhrmann. Hauptstraße. Der Vorstand. Reinickendorf-West. Dienstag, den 14. August, abends 8�/2 Uhr, findet im Lokale des Herrn Engel, Eichbornstraße 73, die Mitglieder Versammlung des Wahlvereins statt. Der äußerst wichtigen Tages Ordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Genossen, zu erscheinen. Am Mittwoch, den 13. August, abends 8l/z Uhr, findet im Lokal von Franke, Eichbornstraße 18. eine Versammlung des Frauen- und Mädchenbildungsvereins Borsigwalde-Tegel statt. In Anbetracht des äußerst wichtigen Vortrages wegen werden die Genossen ersucht, in Begleitung ihrer Frauen recht zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. Köpenick. Dienstag, den 14. August, 8'/z Uhr findet im Lokale von Schüler. Hohenzolleruplatz, die Bezirksversammlung statt. Zur Gratisverteilung gelangen die Broschüren„Volksverdummung, Volks knebelung und Volksausbeutung", ferner„Schule. Kirche, Arbeiter". Nur anwesende Mitglieder erhalten dieselben. Um zahlreiche» Besuch bittet Der Bezirksleiter. Obcr-Schönewcide. Am Mittwoch, den 13. August, abends 8'/z Uhr. findet im„Krug zun, grünen Kranze" von Höflich die Mitgliederversammlung statt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Ge Nossen I. Borchardt über Klassenkämpfe. 2. Diskussion. 3. Anträge zum Parteitag. 4. Vereinsangelegenheiten. Wir erwarten rege Be teiligung. Am 23. und 27. August finden die Theaterauffiihrungen des Dramas„Bartel Turaser"' im Wilhelminenhos statt und können die Mitglieder Eintrittskarten bei den Bczirksführcrn entnehmen. Preis pro Stück 50 Pfennig. Geleitet werden die Aufführungen von Herrn Emil Walkotte._ Berliner jVaebnehtern Ein Statistisches Amt für die Bororte Berlins ist von Dr. C r 0 n e r(Schöncberg) in einem Artikel der „Voss. Ztg." vorgeschlagen worden. Außer Charlotten bürg, Schöneberg und Wilmersdorf hat bis jetzt keiner der größeren oder kleineren Vororte, die Verlin umgeben, ein eigenes Statistisches Amt. Die meisten dieser Nachbargemeindeu wären auch kaum imstande, sich ein eigenes Statistisches Amt zu schaffen oder es zu unterhalten. Wohl aber wäre es möglich, daß alle zusammen ein geni einsames Amt einrichteten, das das gesamte statistische Material der Vororte einheitlich bearbeiten könnte und dessen Kosten von den beteiligten Ge- mcinden nach Maßgabe ihrer Bevölkerungszahl aufzubringen wären. Croner denkt sich das so, daß zu diesem Zweck zunächst etwa die Vororte Rixdorf, Lichtenberg, Weißcnsee, Lichterfelde, Steglitz, Rummelsburg, Pankow, Reinickendorf, Friedenau, Ober-Schöneweide, Friedrichsfelde, Zehlendorf, Tegel, Treptow, Tempelhof, Britz, Adlershof, Mariendorf, Wittenau, Lankwitz, Schmargendorf, Grunewald, Französisch Vuchholz, Nieder- Schönhausen, Hermsdorf, Hohen- Schönhausen, Stralau, Nieder-Schöneweide, Marienfelde, Biesdorf, Heinersdorf in ein Zentralverhältnis zu einander träten, dessen Dauer vor- läufig auf zehn Jahre bemessen werden könnte. Charlotten- bürg, Schöneberg und Wilmersdorf würden außer Bettacht bleiben müssen, da sie, wie gesagt, bereits ihre eigenen Statistischen Aemter haben. Wenn Rixdorf nicht gleichfalls ein eigenes Amt errichten will, was allerdings nicht ausgeschlossen erscheint, so würde es in diesem Vororte- bund die Führung beanspruchen dürfen. Aus Bürger- meistern und Gemeindevorstehern der Vororte soll, nach Croners Vorschlag, ein Zentralausschuß gebildet werden, der aus zehn Delegierten besteht und den Oberbürgermeister von Rixdorf zum Vorsitzenden hat. Die Gemeinden hätten diesem Statistischen Amt, das unter einen: Direktor stände, rcgel- mäßig ihr Zahlenmaterial einzuliefern: Zahl der Geburten und Sterbefätte, der Eheschließungen, der Zu- und Wegzüge, I der ncugebauten Häuser und der umgesetzten Grundstücke, Be richte über die Krankenkassen, über die Armenpflege usw. Alle diese Mitteilungen würden vom Amt veröffentlicht in Monats berichten, die jedem Magistratsmitglied und jedem Gemeinde Vertreter zugestellt werden. Außerdem würden Jahresberichte herausgegeben, die auf Grund des statistischen Ma terials besondere Darstellungen der wirtschaftlichen Lage der einzelnen Ortschaften brächten. Die Kosten des ganzen Unternehmens berechnet Croner auf 40000 M. pro Jahr, das macht bei rund 570 000 Einwohnern der beteiligten Orte etwa 7 Pfennig pro Einwohner. Der Vorschlag erscheint beachtenswert, wenn man erwägt, wie sehr in den meisten Vororten die Statistik bisher noch vernachlässigt worden ist. Vielleicht gibt es im Augenblick auch keine andere Möglichkeit, aus dieser Misere herauszukommen. Ein Zustand, den man als einen idealen bezeichnen könnte, würde aber auch hiermit noch keinem Wegs geschaffen. Wir kommen nun einmal nicht darüber hinweg, daß Berlin mit seinen Vororten— und besonders mit denen, die am eifersüchtigsten ihre„Selbständigkeit" zu wahren bemüht sind— eine wirtschaftliche Einheit bildet. Soll die Statistik vor allem über die wirtschaftlichen Zustände Licht verbreiten, so könnte ein gemeinsames Groß-Berliner Statistisches Amt, das alle Vororte samt Berlin umfaßt, am erfolgreichsten arbeiten. Ein solches Amt würde auch Berlin selber zugute kommen; denn so wie die Dinge heute liegen, ist die Berliner Statistik ohne Ergänzung durch die Vorort- statistik nur wertloses Sttickwerk. Aber ein Groß- Berliner Statistisches Amt ist freilich jetzt kaum noch möglich; die Vororte, die bereits ihre eigenen und zum Teil vortreff lichen statistischen Aemter haben, würden hierfür schwerlich zu haben sein. Die Unterlassungssünden der Stadt Berlin gegenüber der Eingemeindungsfrage haben auch in diesem Punkte so manches verdorben, was vielleicht nie wieder gut zu machen ist._ Verlegung von Straßenbahnlinie». Die Straßenbahn ist ge nötigt, verschiedene Linien im Nordwesten zu verlegen. An der Hansabrückc wird der Bohlenbelag erneuert und der Straßendamm sonst ausgebessert. Es wird deshalb nötig, die Brücke für den Straßenbahnbetrieb vollständig zu sperren. Die Linie 17 Moabit— Greifswalderstraße wird deshalb statt durch die Altonaer- und Lcvetzoivstraße sowie über Alt-Moabit vom Hansaplatz aus durch die Lessing-, Strom- und Turmstraße bis zur Beusselstratze geleitet. Dasselbe ist der Fall mit der Linie 63 Greifswalderstraße— Hansa- platz, wenn der Verkehr die Verlängerung dieser Linie notwendig macht. Die Arbeiten und die Umleitung beginnen am nächsten Mou tag, den 13. August. Gegen die Lustbarkcitsstcuer will sich der Verein der Saab besitzer in einer zweiten Petition wenden. Daneben sollen einzelne Stadtverordnete, besonders der Justizrat Cassel, als geistiger Vater der Vorlage persönlich aufgesucht werden, um sie unter Darlegung des feindlichen Charakters der Steuer zu bestimmen, die Vorlage zu Fall zu bringen. Die Versammlung debattierte dann noch über den Ankauf einer eigenen Genossenschaftsbrauerei für Bayrisch Bier. In Aussicht genommen war ursprünglich eine Großbrauerei für den Kaufpreis von 1700»00 M. Wahrscheinlich wird sich aber, wie mehrfach an- gedeutet wird, dieses Geschäft zerschlagen, weil schon ein großer Gastwirtsverband in Kaufsverhandlungen um jenes Objekt steht. Beschlossen wurde, den Vorstand zu ermächtigen, mit einem be- kannten Finanzmanne in Verbindung zu treten und die Er- Werbung einer großen Brauerei in die Wege zu leiten. Großes Befremden erregte die Bekanntgabe, daß verschiedene Wirte bei einer Nachprüfung ihrer Bierfässer gefunden hätten, daß diese nicht die angegebene Literzahl enthielten. Das Manko soll bei einzelnen Fässern ein bis sechs Liter betragen haben. Um hier Abhülfe zu schaffen, wurde den Vcreinsmitgliedern dringend geraten, öfter Stichproben an den Fässern vorzunehmen. Die Brauereien aber sollen aufgefordert werden, ihre Fässer sorgfältig zu nummerieren, um in Streitfällen feststellen zu können, ob dem Wirt auch wirklich die in Rechnung gesetzte Literzahl geliefert wurde. Die Delcgiertenwahl zur Ortskasse der Schneider findet Montag, den 13. August— also morgen— abends von 6 bis Ö Uhr in Kellers„Neue Philharmonie", Köpenickerstr. 86/37, statt. Diese Wahl ist für die Mitglieder der Kasse von eminenter Wichtigkeit. Von dem Ergebnis der Wahl wird es abhängen, ob die Skandalwirtschaft, die unter der bisherigen Leitung der Kasse herrschte, fortdauern oder ihr Ende erreichen soll. Obwohl die Kassenmitglieder schon zu wiederholten Malen durch ihr Votum der Leitung der Kasse das unverhohlenste Mißtrauen aussprachen, wurde dasselbe ignoriert und die Luderwirtschaft ging ruhig weiter; der Vorstand pfiff auf das Votum der Kasscnmitglieder. Noch mehr! Als bei der letzten Wahl die Niederlage des reichs verbändlerischen Vorstandes eine totale war, und dieselbe nicht mehr verheimlicht werden konnte, griff er zu dem Mittel der Fälschung. Vorstandsmitglieder gingen dazu über, einen Teil der Wahl listen durch Streichungen so zuzurichten, daß dieselben für un- gültig erklärt werden mußten. Die Auszählungskommission stellte aber fest, daß hier eine Wahlfälschung vorgekommen sei und überreichte die gefälschten Listen der Behörde. Der Staatsanwalt erhob Anklage gegen die Vorstands Mitglieder Broda und Schmidt! Die Auszählung der Wahlurne unterließ der Vorstand. Er unterließ os, trotz der Aufforderung der Aufsichtsbehörde, in der ausgesprochenen Absicht, auf diese Art seine die Mitglieder schädigende Tätigkeit in der Ortskrankenkasse der Schneider zu verlängern. Durch diese gemeinen Machinationen des reichsverbändlerischen Vorstandes sah sich die Aufsichtsbehörde gezwungen, den Vorstand der Kasse seines Amtes zu entheben und die kommissarische Verwaltung eintreten zu lassen. Jetzt muß wieder mühsam aufgebaut werden, was jene Helden in ihrem mit den gemeinsten Mitteln geführten Kampfe gegen die sich ihrer Rechte bewußte Arbeiterschaft niedergetrampclt haben. Um sicher zu sein, daß derartige Zustände, wie sie sich in der letzten Zeit in der Ortskasse der Schneider abgespielt haben, sich nicht wiederholen, müssen alle Kassenmitglicder zur Wahl gehen. Lange hat es gedauert, bis der reichsverbändlerische Vorstand mit Schimpf und Schande von der Behörde wegen seiner gemeinen Handlungen aus der Kasse gejagt wurde. Lange hat es gedauert, bis auch endlich die Behörde eingesehen hat, daß die ungesetzlichen Handlungen des Vorstandes zum-Himmel stinken. Erscheine jedes Mitglied frühzeitig zur.Wahl. Um 9 Uhr werden die Saaltüren geschlossen. Wer später kommt verliert sein Wahlrecht. Als Legitimation gilt das Mitgliedsbuch der Krankenkasse. Ohne Legitimation wich niemand zur Wahl zugelassen. Per- sonen unter 21 Iahten haben kein Wahlrecht. Die Liste des Verbandes der Schneider beginnt mit dein Nomen Alde und endigt mit Zühlke. Mögen alle Parteigenossen, deren Frauen oder Töchter Mit- glieder der Kasse sind, auch ihrerseits dafür sorgen, daß ihre An- gehörigen ihr Wählrecht ausüben. Es muß dafür Sorge getragen werden, daß den Herren Reichsverbändlern eine Niederlage bei- gebracht wird, an die sie noch lange denken sollen! Auf der Brandstelle in der Kronenstraße ist die Feuerwehr noch die ganze Nacht hindurch an der Löscharbeit gewesen und während der Vormittagsstunden waren noch vier Schlauchleitungen in Tätig- keit. Während der Nacht wurden die erschöpften Mannschaften wiederholt abgelöst. Um 7 Uhr früh begannen die Aufräumungs- arbeiten. Das vom Feuer heimgesuchte Vorderhaus Nr. 30 gewährt einen trostlosen Anblick. Nichts als leere, rauchgeschwärzte Mauern starren uns entgegen, und vom Erdgeschoß aus könnte man astronomische Studien machen, weil die Decken sämt- licher Etagen durchgebrannt sind. Am wüstesten sieht es in dem ehemaligen L i ch t h 0 f e aus, der zu übereinanderliegenden Galerien eingerichtet war. Die gesamte Eisenkonstruktion mit den Glas- abdeckungen ist herabgestürzt und bildet ein schwer zu entwirrendes Chaos. Die rapide Ausdehnung des Feuers ist zu einem großen Teil zurückzuführen auf die Strohverpackung der zum Versand fertig, gestellten Möbel. Unter diesen befand sich auch eine wert- volle Einrichtung für das großherzogliche Schloß in Schwerin, die gestern abgeliefert werden sollte. Die Höhe des Schadens läßt sich noch nicht feststellen, sie dürfte sich aber auf etwa eine Million Mark belaufen. Leider sind bei dem Brande auch zwei Personen verunglückt, nämlich der Oberfeuermann S ch e n z e r von der dritten Kompagnie und der Kaufmann Schuster von der Firma Lindstedt und Säuberlich. Beide erlitten schwere Brand« wunden und mußten nach einem Krankenhause geschafft werden. Uebcr die EntstehungSnrsache des Brandes ist noch nichts ermittelt. Ein Diebstahl von Fernsprechdraht ist jetzt auch in Berlin selbst, Ivenigstens im Berliner Postbezirk, entdeckt worden, während solche Vergehen sich bisher auf die Bororte beschränkt haben. In der Nacht vom 8. zum 9. August sind am Habsburger Ufer die Drähte von zwei Fernsprech-Verbindungsleitungen zwischen den Holzstangen 1 und 2 durchschnitten und gestohlen worden. Entwendet sind rund 14 Kilogramm vier Millimeter starker Bronzedraht im Werte von rund 28 M. Das Habsburger Ufer gehört zu Charlottenburg, liegt aber im Postbezirk Verlin IW. Für die Ermittelung der Täter hat der Oberpostdirektor eine Belohnung von 390 M. ausgesetzt. Unfall in der Berliner Straßenreimgnng. Der Mangel an geeigneten Schutzvorrichtungen bei gefahrbringenden Arbeiten der städtischen Straßenreinigung hat gestern nacht zu einem bedauer- lichen Unglücksfall geführt. In der Bedürfnisanstalt Frankfurter- straße, Ecke Samariterstratze, war der Straßenreiniger Pr. mit dem Abspülen und Reinigen der Anstalt beschäftigt. Die Arbeit wird im Sommer stets nachts bei völliger Dunkelheit vorgenommen, so auch hier. Um von oben an gründlich säubern zu können, mußte sich der Arbeiter auf die zirka 1 Meter voneinander entfernten Träger stellen, um die dazwischen liegenden Glasplatten des Daches nicht zu verletzen. Mit seinen schweren Arbeitsstiefeln glitt nun der- selbe aus, als der um die Kuppel gewundene Strick ritz. Er stürzte in die Tiefe und erlitt einen doppelten Schädelbruch. Der Verletzte wurde alsbald zum Krankenhaus Friedrichshain geschafft, wo er schwer daniederliegt.— Trotz der größten Vorsicht kann der gleiche Unfall sich nur allzuleicht wiederholen, denn die äußerst primitive Schutzvorrichtung eines um die Spitze gewundenen Strickes bietet, wie dieser Vorfall beweist, absolut keine Sicherheit. Dabei ist vielfach auch dieses Hülfsmittel nicht einmal vorhanden, die Arbeiter sind vielmehr auf dem glatten Dach ohne jeden Halt und müssen mit dem Schlauche in den Händen die Abspülung vor- nehmen. Eine geradezu lebensgefährliche Arbeit. Auch in anderer Beziehung fehlt es im Betriebe der Berliner Straßenreinigung an den geeigneten Einrichtungen zum Wohle der Arbeiter. Kein Ver- bandszeug auf den Depots, keine Waschgelegenheit, selbst für die notwendigsten Bedürfnisse bestehen keinerlei Anstalten oder der- gleichen. Der vorstehende Unfall beweist so recht die Notwendigkeit, daß hier endlich einmal auf diesem Gebiete dringend Abhülfe nötig ist. lieber einen aufregenden Vorfall, der sich dieser Tage auf der Nordringstation Landsberger Allee abspielte, erhalten wir von einem Leser unseres Blattes folgende Zuschrift: Ich fuhr mit meiner Frau und meinen beiden Knaben im Alter von 7 und 4 Jahren am Sonntagabend gegen 8 Uhr, den Vollringzug benutzend, vom Bahnhof Rixdorf bis Landsberger Allee. Auf der letztgenannten Station(8,13) waren es 11 Personen, welche aussteigen wollten, zwei Damen, ein Ehepaar mit 3 Kindern, letztere ungefähr 8, 3 und IlÄ Jahre alt, dann ich mit Frau und 2 Knaben. Zur Vor- ficht ließ ich meine Frau mit dem Siebenjährigen vorangehen. um selbst mit dem Vierjährigen als letzte zu folgen. Meine Frau befand sich mit dem älteren Knaben auf den Trittbrettern, als der Zug plötzlich abfuhr und uns in die höchste Lebens» gefahr brachte. Das Publikum auf dem Bahnsteig schrie vor Entsetzen, ein paar beherzte Leute aber hatten die Geistesgegenwart. den Knaben in das?lbteil zurückzustoßen und meine Frau, welche im Moment der höchsten Gefahr ihr Kind nicht verlassen wollte, vom Trittbrett herunterzureißen. Nur wie durch ein Wunder wurde mein Knabe, welcher, die Arme ausstreckend, der Mutter nachspringen wollte und den ich kaum zurückhalten konnte, vor dem Tode des UeberfahrenS sowie vor dem Verstümmeln durch die zu- geschlagene Coupetür bewahrt. Ist diese Darstellung zutreffend— und wir haben keinen An- laß, daran zu zweifeln—. so hat der Stationsvorsteher wohl zu frühzeitig das Signal zur Abfahrt gegeben. Passagiere, die Zeugen des Vorfalles waren, gaben denn auch ihrer Entrüstung darüber ungeschminkt Ausdruck. Verhaftung eines„Fledderers". Einer jener Burschen, deren Spezialität es ist. Erholungsbedürftige während des Schlafes im Freien zu berauben, konnte gestern im Tegeler Forst unschädlich gemacht werden. Der etwas kränkliche Schlosser Robert St. aus der Weberstraße 10 war nachmittags nach dem Forst zur Erholung gefahren und unter dem Schatten der Bäume eingeschlummert. Bald nahten sich zwei„Fledderer", um den Schlafenden zu berauben. Während der eine„Schmiere" stand, schlich sich der andere an St. heran und zog ihm Uhr und Portemonnaie aus der Tasche. Zu- fällig passierte ein Polizeibeamter jene Stelle, und als sich der Fledderer überrascht sah, ergriff er die Flucht. Nach längerer wilder Jagd gelang es, den Burschen festzunehmen. Er wurde als der stcllungS- und wohnungslose Konditorgehülfe Gustav Jause erkannt. Der Schmieresteher war leider entkommen. Aus der Cylinderdistille. Eine böse Szene gab es in der gestrigen Nacht in der 51iautschoU'Bar in der Friedrichstraße 53. Dort war es zwischen einigen Gästen, darunter dem Reisenden Gustav Gr. aus der Borsigstraße und einem Kellner zu Ausein- andersctzungcn gekommen. Als der vertretende Geschäftsführer M., Elsasserstraße 48 wohnhaft, begütigend Ruhe stiften wollte. wandte sich der Zorn der Gäste gegen ihn selbst. Die Situation nahm schließlich einen derartig erregten Charakter an, daß der Reisende Gr. sich plötzlich dazu hinreißen ließ, sein Taschenmesser mit solcher Gewalt in den Rücken des Geschäftsführers zu stoßen, 5 die Klinge fast bis zum Heft in den Körper eindrang. M. brach bewußtlos zusammen und wurde nach der Unfallstation in der Kronenstraße gebracht. Der Täter konnte verhaftet werden. Die Inhaber der großen Sommcrlokale sind bestrebt, auf ihren Spezialitätenbühnen dem Publikum mannigfache Unterhaltung zu bieten, und es kann gesagt werden, daß in mancher Beziehung neben vielem Minderwertigen sich auch recht gute Darbietungen unter dem Gebotenen befinden. So werden seit einiger Zeit bei Dietz in des Landsberger Allee auf der Spezialitätenbühne im Garten unter den nötigen Vorsichtsmatzregeln 16 Löwcn vorgeführt unter Um- ständen, die einen wohl in ein gewisses Erstaunen über die Kühn- heit des vorführenden Dompteurs versetzen, andererseits aber den Wunsch erwecken, datz die Vorführung ohne Unheil zu Ende gehe. Eine besondere Veranstaltung hat sich jetzt der Jichaber des Schlosses Weitzcnsee geleistet. Eine völkerschaftliche Aus- stellung„Afrika" hat dort ihren Sitz aufgeschlagen. Die Schau- stcllung umfatzt außer einer cbenholzschwarzen Schar von Sudanesen eine Anzahl afrikanische Spezialitaten, darunter mauritanische Tänzerinnen, Derwische und Fakire, Schlangenbeschwörer, arabische Kunsthandwerker, ferner tüchtige marokkanische Reiter, die sich der Karawane, als sie hörten, datz das Ziel Deutschland sei, an- geschlossen haben. Gestern führte diese schwarze Bande in des Wortes wahrster Bedeutung zum ersten Male ihre heimatlichen Gebräuche und Sitten vor. Nicht weniger denn bZ Personen, Männer, Frauen und Kinder wirken bei den verschiedensten Vor- führungcn mit. Recht interessant gestaltete sich„Der Ueberfall einer Karawane in der Steppe", der Sklavenraub und die Be- freiung, eine Vorführung, die auf der Wiese am Wasser erfolgte. Im übrigen werden auch die Leute in ihrer Tätigkeit als Hand- iverker usw. in ihren Hütten zu beobachten sein. Ein afrikanisches Dorf wird zu diesem Zwecke aufgebaut. Zeugen gesucht. Alle diejenigen, welche am Abend des 9. Juli in Schmidt's Restaurant, Ecke Sonnenburger- und Glcimstratze, Zeuge der Auseinandersetzung zwischen einem Zimmcrmeister und einem Arbeiter waren, werden um Abgabe ihrer Adresse ersucht bei E. Bergemann, Gleimstratze L8, Oucrgebäude 3 Treppen. Es handelt sich um eine Strafsache. Arbeiter-Bildungsschule. Sonntag, den IS. August, Ausflug nach Friedrichsfelde. Abfahrt: Schles. Bahnhos nachm. 2 Uhr öMin. Stratzenbahnverbindung: Linien 69 und 70. Für Nachzügler: Restaurant„Lindenpark"(®. Schulz), Wilhelmstr. 11. Zahlreiche Beteiligung wird erwartet. Der jüngste Ausbruch des Besuch ein Vortrag, der mit zahl- reichen farbigen Katastrophenbildern, die Dr. Schwahn in den von Lava und Asche heimgesuchten Ortschaften machte, ausgestattet ist, die in ihrer lebensvollen Schärfe den vollen Eindruck der Wirk- lichkeit wiedergeben und das zerstörende Vordringen der glühenden Lava in erschütternder Plastik schildern, wird noch einige Tage im wissenschaftlichen Theater der Urania wiederholt werden. Der Zoologische Garten hat kürzlich einen Schlank- S ch w a l m erworben, einen Vogel, der durch sein abenteuerliches Aussehen und Benehmen die Aufmerksamkeit auch des Unkundigsten erregt. Die Schwalme, australische Vertreter unserer Nacht- schwalben oder Ziegenmelker, sind durch ihre Größe, den bunten Schnabel und die großen gelben Augen ausgezeichnet, sie bekommen dadurch etwas ungemein Froschartigcs, das durch die Körperhaltung der Vögel und ihre flache Kehle»och erhöht wird. Mit eigen- artigem tiefen Brummen begrüßt das Tier den Beschauer, der durch den Anblick des Schwalmes ohne weiteres auf die Verwand- schaft der Eulen mit den Nachtschwalben hingewiesen wird. Der seltene Gast bewohnt einen unteren Käfig auf der Papageienseite des neuen Vogelhauses. Orgelkonzert. Mittwoch, den 15. August, abends%8 Uhr eröffnet der königliche Musikdirektor Beruh. J r rga ng in der S t. Marien. Kirche wieder die Reihe seiner Orgelkonzerte. Diese Konzerte finden von jetzt ab wieder an jedem Mittwoch von zhg— Uhr statt. Der Eintritt dazu ist frei. Arbeiter-Samariter-Kolonne. Montagabend 9 Uhr Uebungs- stunde der 1. Abteilung Drcsdenerstraße 45. Vortrag über Ver- giftungen und gefahrdrohende Krankheitszustände. Referent Herr Dr. Fridbcrg. Daran anschließend praktische Uebungcn. Neue Teilnehmer können jederzeit eintreten. Gäste haben einmaligen freien Zutritt. Sonntag, den 19. August findet das Sonimerfest der Kolonne im Gartenlokal Mariannen-Ufcr 2 statt. Konzert, Sängergesellschaft Lcwandowski, Tanz. Freunde und ehemalige Mitglieder sind hierzu eingeladen. Feucrwehrbcricht. In der letzten Nacht, wo eS der Feuerwehr wahrlich nicht an Arbeit gefehlt hat und den Mannschaften etwas Ruhe vergönnt gewesen wäre, wurde die Wehr dreimal bös- williger Weise alarmiert. Um 11 Uhr nachts nach der Wernenchener- straße am Friedrichshain, um 1 Uhr nachts noch einmal dorthin und clwas später nach der Melanchthonstraße in Moabit. In allen drei Fällen ist der Täter unerkannt entkommen. Wegen eines größeren Brandes wurde gestern abend der 1. Zug nach der Neuen König- straße 30 gerufen, lvo in einem Lagerxauine Holzwolle u. a. brannte. Nur durch kräftiges Wassergeben gelang es des gefährlichen Brandes Herr zu werden. Nen-Kölln a. W. Nr. 3 war im Erdgeschoß des Vorderhauses durch Anbrennen von Fleisch Feuer ausgekomnien und in der Heiligengeiststr. 21 im dritten Stock des Vorderhauses durch die Entflammung von Gas. Ferner mußte ein WohnungS- brand in der Gotzkolvölhstr. 11 gelöscht werden, Ivo Möbel u. a. in Brand geraten waren. Außerdem hatte die Wehr noch mehrere Preßkohlenbründe auf Bahnhöfen zu löschen. Vorort- JVadmebtem Charlotteuburg. Verein Freier Kindergarten. Um die Arbeiterschaft von Moabit für die Ziele des Vereins und im besonderen für die Gründung eines freien Kindergartens in Moabit zu interessieren, veranstaltet der Verein M ittw och, den 15. August, ein K i n d e r s p i e l f e st im K l o st e r g a r t e n am Span- dauer Schiffahrtskanal(Plötzensee). Für Unterhaltung der großen und kleinen Welt ist bestens gesorgt. Kindergärtnerinnen werden die Spiele und Reigen der Kinder leiten. Im Saale wird eine kleine Ausstellung Fröbelscher Arbeiten einen Einblick in die gebräuchlichsten der in dem Kindergarten geübten Beschäftigungen gewähren. Um 8 Uhr abends wird Pastor a. D. Paul Göhre die Festrede halten. Beginn des Festes um 3 Uhr. Eintritt 15 Pf. für Ertvachsene und 10 Pf. für Kinder(einschließlich einer bunten Mütze). Tegel. Gegen die Sperrung des SeeuferwcgeS in Tegel protestierte Freitag abend in TrappS Festsälen eine überfüllte Versammlung von rund 1500 Tegeler Einwohnern. Der Referent, Gewerkschafts- sekretär D i t t m e r, schilderte zunächst das Aufblühen Tegels und die damit eng verbundene, bisher zur Zufriedenheit gelöste Aufgabe, den Verkehr zu regeln. Dabei sei es unverständlich, wie der gerade um die Verkehrsregelung verdiente Amts» und Gemeindevorsteher eine so unverständliche Sperre vornehmen konnte unter der schlechten Motivierung, die Reederei Holtz habe gegen den Vertrag Billetts auf hen Dampfern verkauft. Weil die Reederei Holtz nicht hören wollte, so müßten also die Tegeler und die Berliner Ausflügler fühlen. Eher scheine eS, als sollte daS Publikum auf den Erfrischungsraum hingewiesen werden, zu dem nun der Weg führe. Jeder Mensch mit gesunden Sinnen müsse aber sagen, der Weg sei verkehrerschwerend gesperrt. Ein vernünftiger Grund ließe sich nicht finden und würde selbst vom Amts- und Gemeindevorsteher nicht angegeben werden können. Ein einziger schöner Sonntag mit Tausenden von Ausflüglcrn— der letzte habe bereits rund 50 Uebertretungen gebracht— und die Tegeler Schutz« leute würden nicht ausreicheiE' Die Berliner Ausflügler würden einfach sagen:„Mag'S kommen, wie's will, wir gehen drüber", und unermeßliches Unheil geschehe. Selbst loyale preußische Mit- bürger und Untertanen machten bei dieser Sperre nicht mit. Darum müsse die Parole lauten:„Fort mit dem Zaun l" In der Debatte kam zuerst ein Schreiben des Amts- und Gemeindevorstehers zur Verlesung, worin dieser erklärte, die Sperre sei auf- Grund eines Gemeindevertreterbeschlusses erfolgt. Die Gemeinde- Vertreter R o d e i k e(Soz.) und Lichtenberg(Soz.) bestritten, daß ein solcher Beschluß vorläge. Beide erklärten unter Beifall, sie hielkcn die Sperre für ein Verkehrshindernis und würden dagegen protestieren. Die Versammlung nahm dann einstimmig folgende Resolution an: „Die Bürger und Einwohner der Gemeinde Tegel halten nach ausgiebiger Diskussion die Sperrung des Sceufers bei der Halte- stelle I für einen unhaltbaren Zustand. Sie erachten die Wieder- Herstellung des bisherigen WegeS sowohl im Interesse der Tegeler Einwohnerscbaft, als auch der Tausende Berliner Aus- f l ü g l e r für dringend geboten. Sie ersuchen den Herrn Amts- und Gemeindevorsteher, alsbald eine Gemeindevcrtretersitzung einzuberufen, die sich mit dieser Angelegenheit zu beschäftigen hat." Zehlcndorf. Zuui„Fiirstcnhos"-B»ykott in Zehlendorf. Schon seit Inkrafttreten des Boykotts gegen den Zehlendorfer „Fürstenhof" wird die bürgerliche Presse nicht müde, von Gewissens- zwang, wirtschaftlicher Schädigung, Belästigung friedlich dahin- ziehender Bürger durch unsere Genossen zu faseln. Es ist das weniger die anständige bürgerliche als vielmehr die Revolverpresse, die nichtachtend der einfachsten Tatsachen die Verbreitung von Lügen und Verleumdungen zu ihrem Beruf erkoren hat. Wir haben schon des öfteren auf die Eigenart dieses Kampfes hingewiesen, in welchem es unsere Genossen nicht nur mit dem Wirt, sondern hauptsächlich mit der Gemeinde als Eigentümerin dieses Lokales zu tun hat, die der sozialdemokratischen Partei diesen Saal zu Versammlungen vorenthält. Da nun von der Zehlendorfer Ge- meindevertrctung in ihrer gegenwärtigen Zusammensetzung eine Aenderung des Zustandes, nach welchem die Arbeiterschaft anders bewertet wird als andere Bürger der Gemeinde, nicht zu erwarten ist, so konnte die Parole nicht anders lauten, als„den Fürstenhof zu sperren". Hier traf man aber den Wirt an der empfindlichsten Stelle. Die ganze Ortspolizei wurde in Bewegung gesetzt. Verhaf- tungen und Ordnungsstrafen waren die Folgen polizeilichen Eifers. Indessen haben sich unsere Genossen nicht immer damit zufrieden gegeben— die angerufene gerichtliche Entscheidung hat wiederholt mit Freispruch geendet, weil man den Betreffenden gesetzwidrige Hand- lungen nicht nachweisen konnte. Auch jetzt ist wieder ein Genosse, den man wegen Hausfriedensbruchs angezeigt hatte, freigesprochen worden. Es betrifft den Genossen Völlert, der an einem der Pfingst- fcicrtage vor dem„Fürstenhof" Posten stand und beobachtete, wie einer Frau während der nicht freigegebenen Zeit Branntwein ver- kauft wurde. Völlert glaubte, weil der Wirt sowohl wie die Polizei alles daran setzen, um unsere Posten vor dem Lokal zu schikanieren. richtig zu handeln, wenn er Anzeige dagegen erstattete. Der Gendarm Weiß befand sich während dieses Vorganges in Zivil im Lokal und Völlert machte sich daran, demselben die Anzeige zu erstatten. Kaum hatte er jedoch ein paar Stufen erstiegen, als ihm auch schon der Wirt entgegenkam und ihm das Betreten des Lokals verbot.— Völlert kam dieser Aufforderung ohne weiteres nach und entfernte sich. Kaum unten angelangt, be« merkte er nun, daß Weiß durch einen SeitenauSgang das Lokal ver- lassen und in der Nähe der Stehbierhalle Posta gefaßt hatte. Völlert erstattete nun die Anzeige, wußte aber nicht die Haus- nummer der Straße anzugeben, in welcher die Frau wohnt. Der Gendarm erklärte, ohne Angabe der Hausnummer die Anzeige nicht entgegennehmen zu können und ging in die Stehbierhalle, lvoselbst auch Schwedhelm war. Völlert hatte sich aber unterdes nach der Nummer erkundigt und versuchte nun in der Stehbierhalle seine Anzeige zu ergänzen. Er kam jedoch nicht dazu, denn bei seinem Eintritt rief ihm sofort der Gendarm zu:„Jetzt haben Sie sich des Hausfriedensbruches schuldig gemacht." Völlert antwortete, daß ihm das Lokal nicht verboten sei und entfernte sich. Die Folge war eine Anklage wegen Hausfriedens- brnchs. Als Belastungszeugen fungierten Schwedhelm, Büfettier Goldhorn und Gendarm Weiß. Völlert hatte gleichfalls drei Zeugen gestellt. Die Verhandlung zeigte denn auch, daß dem Angeklagten das Betreten der Stehbierhalle nicht verboten worden ist. Trotzdem hielt der Amtsanwalt eine Geldstrafe von 30 M. für notwendig. DaS Gericht erkannte jedoch auf Freispruch. Aus all diesen Vorkommnissen schöpft die Partei am Orte reiche Nahrung. Dadurch, daß man der Sozialdemokratie die Pforten des Saales verschloß, glaubte sie das Bürgertum mit ihreni Gemeinde- vorstand an ihrem Lebensnerv zu treffen. Das Vorhaben ist fehl- geschlagen. Mit urkräftigen Gliedern erhebt sich die Sozialdemokratie des Ortes? die Organisation hat, was sonst vielleicht nicht möglich war, einen Mitgliederstand von 200 erreicht. Und trotz der Ver- drehungen und Verleumdungen der bürgerlichen Presse über unsere Genossen wird der Kampf gegen den Fürstenhof mit Ausdauer und Entschlossenheit weitergeführt. Der Kampf der Zehlendorfer Arbeiter- schaft um den Fürstenhof ist zugleich ein Kampf um das Ansehen als gleichberechtigte Bürger. Der Fürstcnhofwirt mich kapitulieren, wenn die Zehlendorfer und Groß-Berliucr Arbeiterschaft cinuintig das Lokal meidet! Ober-Schöneweide. Beide Beine abgefahren. Ein schrecklicher Unglücksfall hat sich am Freitag in der Wilhelnnnenhofstraße in Ober-Schöneweide zugetragen. Der 21 jährige Fabrikarbeiter Herinann Katzor aus Köpenick geriet so unglücklich unter einen Straßenbahnwagen. daß ihm das linke Bein am Oberschenkel vollständig abgetrennt und das rechte Bein derartig zermalmt wurde, daß eS gleichfalls abgenommen werden muß. Die Ursache des bedauernswerten Unfalles ist angeb- lich darauf zurückzuführen, daß K. von einem jungen Manne direkt in den vorüberfahrenden Straßenbahnwagen hineingestoßen worden ist. Der Schwerverletzte liegt in bedenklichem Zustande im Britzer Kreiskrankenhause danieder. Britz-Buckow. I» der am Dienstag stattgefundenen Wahlvereinsversammlung hielt Gen. Emil Dittmcr einen beifällig aufgenommenen Vortrag über„Darwinismus und Arbeiterschaft". Alsdann erstattete Gen. Händel Bericht über die Generalversammlung Groß-Bcrlins. Nach Beendigung der Diskussion über diesen Bericht, welche sich Haupt- sächlich um die Maifeier- und„Massenstreik"-Angelegeiiheit drehte, erklärten sich die Versammelten mit den Beschlüssen der General- Versammlung und mit der Haltung unserer Delegierten zu denselben einverstanden.— Zu der am 26. August stattfindenden Kreis- Generalversammlung wurden die Genossen Hadameck, Jonas und Werner als Delegierte'gewählt. Zum Schluß gab der Vorsitzende bekannt, daß am nächsten Zahlabend, welcher am Mittwoch, den 15. A u g u st, stattfindet, die Broschüre„Schule, Kirche, Arbeiter" an die anwesenden Mitglieder zur Ausgabe gelangt. Potsdam. Der sozialdemokratische Wahlvcrei» beschäftigte sich in seiner Monatsversammlung, die trotz der wichtigen Tagesordnung leider nur schwach besucht war, hauptsächlich mit der bevorstehenden K r e i s- G e n e r a l v e r s a m in l u n g, zu der den Delegierten (Stövesandt, Förster. Krakau) mannigfache Wünsche und Beschwerden mit auf den Weg gegeben wurden. Der Vorsitzende, Genosse Staad, verlas zunächst den erstmalig gedruckt vor- liegenden Vorstandsbericht des ZentralwahlvereinS Potsdam- Spandau-Osthavelland und erläuterte besonders die Punkte betreffend die Agitation, Parteipresse und Kassengebarung. Allgemein sei nach Einführung der Jenaer Beschlüsse ein erfreuliches Wachstum der Parteiorganisation zu verzeichucn, das sich in dem günstigen Kassen- abschluß am besten zeige. In der regen Diskussion hierüber wurde vom Genossen Kroll n. a. moniert, daß die Verbreitung der Flugblätter, speziell auf dem Lande, viel zu gering sei. Notwendig sei es auch, daß der Bericht des Zentralwahlvereins ausführlicher ge- staltet und allen Mitgliedern zugänglich gemacht werdet dadurch werde die Diskussion besser vorbereitet und die Agitation bedeutend gefördert. Diesen Vorteilen gegenüber dürften die erhöhten Kosten keine Rolle spielen. Nachdem noch die Organisationstaktik der S p a n d a u e r Ge- nassen einer scharfen Kritik durch Genossen Wittenbecher, Krakau u. a. unterzogen worden war, gelangten die folgenden drei Anträge fast einstimmig zur Annahme: 1. Die Kreis-Generalversammlung möge eine Kommission einsetzen zur Prüfung des Vorstandsberichtes betr. die sogenannten Kartellmitglieder, lieber den Ausfall dieser Untersuchimg hat die Kommission der Generalversammlung Bericht zu erstatten. 2. Zur Förderung der Agitation sind in unserem Kreise mehr Flugblätter als bisher zu verbreiten. Besonders auf dem Lande hat diese Verbreitung von Flugblättern öfter zu geschehen. 3. Die Jahresberichte des Vorstandes sowie der Kassenbericht des ZentralwahlvereinS sind in solcher Anzahl drucken zu lassen, daß jedes Wahlvereinsmitglied ein Eremplar bekommen kann. Hierauf wurde die kommende Prodi nzialkonfer enz einer Besprechung unterzogen und vom Genossen S t a a b noch- mals unsere Stellung zu dem neuen Statut der Provinzialorgani- sation präzisiert. Ebenso wurde auch der Parteitag in Mannheim resp. dessen Tagesordnung bekannt gegeben und vom Vorsitzenden besonders auf den„Massenstreik" hingewiesen. ES sei sehr angebracht, neben dem Genossen Bebel einen Korreferenten über dieses Thema zu be- stellen, um so die wünschenswerte und notwendige Klärung über diesen Streitpunkt zwischen der Generalkommission und dem Partei- Vorstande herbeizuführen. Zum Schluß der Versammlung teilte die Bibliothekkommission die erfolgte Neugestaltung der Bibliothek und ihre Wieder« erösfnung mit.— Aufgenommen wurden 18 Mitglieder. Sozialdemokratischer Zeutral-Wahlverein für den Reichstags- Wahltreis Züllichan-SchwiebuS-Eroisen- Soinuierfcld.(OrtSoerein Berlin.) Dienstag, den 14. August, abends Slll Uhr, Mitgliederversammlung bei Pait, Dragoncrslr. 15. In dieser Versammlung werden die Billetts zu dem am 8. September staktsindendcn StistungSscst ausgegeben. Das Erscheinen aller Mitglieder ist unbedingt notwendig. Neue Milglicder werden ausgenommen. Arbeiter- Turnverein zu NdlcrShof. Unsere Kinderspiele finden zum letztenmal am heutigen Sonntag statt und zwar nachmittags von 2—4 Uhr. Wir machen nochinats daraus ausmerksam, daß auch Kinder von Nichimitgliedern daran teilnehmen können und ersuchen um rege An- teilnähme, da die Spiele durchaus kostenlos(unter turnerischer Aussicht) abgehalten werden._ Vermilcbtes. Abgestürzte Touristen. Drei Touristen aus Berlin, Dr. Zeller, Leutnant Erler und Oberleutnant der Landwehr La Oniante, die einen Aufstieg auf das 4512 Meter hohe Weißhorn über dem Schalligrat»nternommen hatten und seit Dienstag vermißt wurden, sind gestern wieder aufgefunden toorden. Leutnant Erler hat infolge eines Absturzes eine» Beinbruch erlitten. während die beiden anderen wohlbehalten sind. Ueber de» Aufstieg berichtet Zeller folgendermaßen: Wir hatten am Dienstag den Schalligrat bis zum„Großen Gendarm" erklommen; hier wurde der Aufstieg schwieriger und am Abend versicherten wir uns mit einem Seile am Felsen. Erler kletterte den„Großen Gendarm" hinauf, plötzlich riß ihm der Griff, aus und er stürzte 50 Meter am Seile ab. Wir glaubten ihn tot, doch hatte er nur ein Bein gebrochen und keine inneren Verletzungen davongetragen. Am nächsten Tage bemerkten wir eine Karawane, welche das„Weißhorn" erstieg, und konnten ihr ein Notsignal geben. Am Donnerstag brach ein heftiges Gewitter los, so daß die Hülfskarawane, die bereits ziemlich hoch gekommen war, wegen Sturmes nicht weiter konnte und uns erst am Freitag früh erreichte, nachdem wir fürchterliche Stunden durch- gemacht hatten.— In der Rosengartengruppe in den Dolomiten ist der Kailsmann Hermann Ziegler aus Stuttgart abgestürzt; er wurde tot aufgefunden._ Der tägliche Eisenbahnunfall. Dallas(Texas). 10. August. Auf der Eisenbahnlinie Fort Worth-Deilver City stürzten heute an einer langgestreckten Kurve bei Fruitland(Texas) zwei Wage» eines Zuges, darunter ein Schlafwagen, die 20 Fuß hohe Böschung hin- unter. 55 Personen wurden verletzt. Dir Pest in Trapezunt? K o n st a n t i n o p e l, 10. August. Im Trapezunter Gefängit,». ist eine pestartige Krankheit ausgebrochen. Der GesundheitSrat hat in einer außerordentlichen Sitzung beschlossen, Bakteriologen nach Trapezunt zu senden, die die Art der Krankheit feststellen sollen. Ferner wurde beschlossen, Trapezunter Herkünfte drei ärztliche» Untersuchungen zu unterwerfen. Desinfeklionen und Ratten- Vertilgungen vorzunehmen und zwar in Trapezunt, Sinope und Kavak an« Bosporus._ Berliner Marktpreise. Ans dem amtlichen Bericht der städtischen Markthalleii-Direktion.(Großhandel.) Nüidflcisch la 71—75 pr. Ivo Pfd., IIa 65—70, nia 59—64, 1 Va 54— 58, englische Bullen- 0,00, dänische Bullen- 0,00, holländische Bullen- 0,00. Kalbslcisch, Doppelländcr 100—110, la 84-95, IIa 74—82. lila 62-72. Hamniclslejsch la 77-82. IIa 67-75. Schweinefleisch 66—72. Rchböcke la Per Pfd. 0,50—0,55, IIa 0,35—0,49. Rotwild la mit Abschußaltest, per Pfund 0,40—0.50, IIa 0,00—0,00. Damwild E45. Wildschtveine pr. Pfd. 0,00. Frischlinge 0,00. Kaninchen per Stück 0,35—0,70. Wildenten la per Stück 0,80—1,15, IIa 0,00. Hühner, alle, per Stück 1,70— 3,00, alte, IIa 1,00— 1,70, junge, per Stück 0,55—2.10. Taub en, junge, per Stück 0,35—0,57, alte 0,00. Eule», junge per Stück 1,80—3,20, alle per Stück 0,00. Hamburger, junge, per Stück 2,80. Gänse, la per Psnnd 0,56—0,65, Na 0.00, la per Stück 3,00 bis 4,00. IIa 1,10-2,90. Poulets p. Stück 0,80-1,35, do. klein 0,40-0,70. Hechle pr. 100 Psd. 80-101. Zander 00. Schleie 109-119. Bleie 00. Aale, groß 122—125, mittel 111—116, klein 00, misort. 75—95. Plötzen 00. Karpfen 00. Barse 60—78. Karauschen 81. Bunte Fische 53—81. Amerit. Lachs I neuer per 100 Psd. 110—130, do. N neuer 90—100, do. III neuer 50—75. Seelachs 12—15. Flundern, poimn. I, per Schock 9,00 do. pomm. II 2—3, Kieler, Stiege la 4—6, do. mittel ver Kiste 2—3, do. klein per Kiste 0,00. Bücklinge, per Wall Kieler 4—5, Stralsunder 4—6. Aale, groß per Psd. 1.10—1.30, mittelgroß 0.80—1,00, klein 0,50—0.60. Heringe per Schock 4—5. Schellsische Kiste 3—4,' do. Kiste 1,50. Kabliau, per 100 Psd. 10—15. Sardelle». 1g02cr, per Anker 86,00, 1904er 85.00, 1905er 80,00. Scholtische Pollhcringe 1905 0,00, largo 40-44, füll. 36-38, med. 35-42, deutsche 37—44. Heringe, neue Matjes, per*/, To. 60—120. Hummern, Na, 100 Psd. 00. Krebse, per Schock, große 00,00, mittel 15—17,50, kleine 5.50—8.00, unsort. 5,50—8,00. Galizier 4,25. Eier, Land-, per«chock 2,80—3,20. Butler per 100 Psd. la 114-116. IIa 110-113, INa 105-108, absallende 70-100. Saure Gurten, neue. Schock 4,00, Psessergurken 4.50. Kartosscl» per 100 Psd. Rosen 1,75—2,00. neue runde 2,25—2.50, neue blaue 2,25—2,50. neue Zerbstcr 2,25-2,50. Spinat p. 100 Psd. 12— 15. Karotten p. Schock 3.00— 4,00. Sellerie, hiesige, P.Schock 1,25—5,00. Zwiebeln 100 Psd. 3,50—4, Pelersilie, grün, Schockbd, 1,00. Kohlrabi p. Schock 0,75—1,00. Rettig, bahr., p. Schock 2,40 bis 4,80. Radieschen p. Schock»Bd, 0,60—0,70. Salat, p. Schock 1,00—1,40. Bohnen, grüne, per 100 Pfund 8—10, Wachsbohncn 8—12, Schoten per 100 Psd. 10—16. Psesferlmge per 100 Psd. 16—20. Mohrrüben per 100 Psd. 6,00— 8,00. Blumenkohl per Mandel 1,00—2,20. Wirsingkohl per Mandel ,,00-2.00. Rotkohl p. Mandel(£-2,50. Weißkohl p. Mandel l,50 bis 2,00. Steinpilze P. 100 Psd. 25—30. Gurken. Zcrbster, Schock 0,75—1,00, do. Einlege-, Schock 1,00— 2,00. do, Rothenb. 2—3,00. do. Liegnitzer 2,00—2,50. Kohlrüben, Mandel 1,00—1,25. Binien, ital. per 100 Psd. 15— 25, schles. 5— 16, Tiroler 14—20, böhmische 5—12. Acpsel, ungar., per 100 Psnnd 12—15, italienische 8—15, hiesige 6—30. Stachelbeeren 00. Preißelbeeren 12—18. Kirschen, sauere 15—25. Blaubeeren per 100 Psd. 13—15. Pflaumen, ital. runde dunlle per 100 Psd. 16—25, ital. lange gelbe 15—22, ital. runde 15—25, ungarische 10—12. hiesige 8—25, Reineclaude 10—22. Zitronen, Mcssina 300 Stück 18.00—20.00, 360 Stück 12.00-16,00, 200«stick 7,00—12,00, 420 Stück, tiein 7.00, Pfirsiche, Werdersche per 100 Psd. 25—35, sranzösische 20—40, italienische 1 Kiste 1,50—1,80, do. II Kiste 1,20-1,40, do. III Kiste 0,80-1.10, do. in Körben per 100 Psd. 20-30. Verantwortl, Redakteur: Carl Mermuth, Berlin-Rixdorf. Für den Inseratenteil verantlv.: Th. Glocke» Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co.. Berlin SW,