Nr. 188. Abonnements- Bedingungen: S Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mr., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- ZeitungsBreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 23. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Solonel geile oder deren Naum 50 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereius. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 20 Bfg., jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsvrecher: Amt IV. Mr. 1983. Zum Protokoll der Gewerkschaftskonferenz. II. Mittwoch, den 15. August 1906. werde " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. hatte, in einer Frage, die, die, wenn sie zu anderer Zeit genossen wirklich nicht zu befürchten brauchen, durch erörtert wurde, jedenfalls ganz anders entschieden worden wäre. Akzeptierung der Jenaer Resolution einer topflosen DraufIch fagte mir ferner, daß allen Gewerkschaften die Pflicht obliege, gängerpolitik Vorschub zu leisten. Daß man denn in der Tat dafür zu sorgen, daß in bezug auf den Massenstreit nicht Aehn auch aus der letzten Massenstreifdebatte gelernt hat, beweisen liches geschehe, daß nicht ein einseitiger Beschluß gefaßt folgende Aeußerungen des Genossen Robert Schmidt in Genosse Bömelburg befürchtete also in- böllig unbe- der letzten Nummer der Soz. Monatshefte": Aus der Stellung des Parteivorstandes dürfte so viel zu gründeter Sorge vor der vermeintlich in einflußreichen Behandelte unser gefiriger Artikel die Stellung des Streisen grassierenden Revolutionsromantit" entnehmen sein, daß der Massenstreit als politisches Kampfmittel eine ,, einParteivorstandes zu dem politischen Massenstreit, so müssen seitige" Stellungnahme der Partei zum politischen Massennur in einem ganz außerordentlich dringenden wir uns heute mit der Stellung der Gewerkschaften streit, die den Gewerkschaften nicht paẞte, und Fall unter eingehender Berücksichtigung des - provozierte Damit zum Massenstreit beschäftigen. Denn mit Recht ist deshalb seinerseits einen nicht minder einseitigen Beschluß, den möglichen Gelingens propagiert werden soll. fämen in der Beurteilung dieses politischen Stampfmittels bereits von den verschiedensten Seiten darauf hingewiesen später der Parteitag nicht zu akzeptieren vermochte! Und Gewerkschaft und Partei einander näher, als es worden, daß es ein völlig unhaltbarer Zustand ist, was ist dadurch erreicht worden? Der höchst unerquickliche nach der dem Jenaer Parteitag folgenden Debatte schien. Kommt daß Parteitagsbeschlüsse und Beschlüsse eines Gewerkschafts- Zustand, daß nun sozialdemokratische Reichs. es zu schweren politischen Konflikten, in denen die Arbeiterkongresses zu der gleichen Frage eine grundverschiedene tagsabgeordnete in ihrer Eigenschaft als Gewerkbewegung um ihre Existenz tämpfen muß, dann wird Stellung einnehmen. Die Beschlüsse von Köln und Jena fchaftsbeamte erklären, für sie sei nicht der Jenaer Besich leicht die Verständigung zwischen Partei und Gewerks stehen sich aber schroff gegenüber. Denn während die Kölner schluß, sondern der des Gewerkschaftskongresses zu Köln maß schaft finden." Resolution die Propagierung des Massenstreits verwirft, ergebend! Dies Dilemma wird so peinlich empfunden, daß Massenstreit für ausgeschlossen zu erklären oder prinzipiell zu Selbst Bömelburg geht ja nicht so weit, den politischen flärt die Jenaer Resolution den Massenstreit für eines der bereits aus Gewerkschaftskreisen die Forderung erhoben verwerfen. wirksamsten Mittel, um politische Verbrechen von der Arbeiter worden ist, einen außerordentlichen Gewerkschaftskongreß ein aber er erflärte doch( S. 41), daß in gewissen Fällen, z. B. Er hält ihn zwar für unwahrscheinlich, Klasse abzuwehren oder sich ein wichtiges Grundrecht für ihre zuberufen, um die Stellungnahme der Gewerkschaften zum bei einer Zuchthausvorlage oder einer Verschlechterung des Befreiung zu erobern. Soll die Jenaer Resolution nicht auf Massenstreit einer zeitgemäßen Revision zu unterwerfen. Von Koalitionsrechts die Gewerkschaften sogar die Führung des dem Papier stehen bleiben, soll das deutsche Proletariat im anderer Seite sträubt man sich allerdings noch heftig da Massenstreits übernehmen müßten. gegebenen Falle die Stampfesenergie besigen, den Massenstreit gegen, den Kölner Beschluß zugunsten der Jenaer Resolution fonnte grundsätzliche Bedenken gegen die Jenaer Resolution Also auch Bömelburg auch zur Tat werden zu lassen, so gilt es, alle Kreise dieses preiszugeben. Bemerkte doch schon auf der Gewerkschafts- schwerlich vorbringen. Proletariates auf diesen äußersten Fall vorzubereiten. Eine konferenz Bömelburg gegenüber Geyer: solche Vorbereitung durch Propagierung des Massenstreiks will der Kölner Beschluß aber gerade verhindern! Es ist auf der Gewerkschaftskonferenz vielfach darüber Beschwerde geführt worden, daß die Partei die Rechte der Gewerkschaften nicht genügend respektiere. Das voreilige und einseitige Festlegen der Gewerkschaften durch den Kölner Massenstreitbeschluß beweist, daß zum mindesten auf beiden Seiten gesündigt worden ist. " Frizz Geyer... sagte, er habe in unseren Ausführungen eine nochmalige Darlegung darüber vermißt, ob der Beschluß von Köln maßgebend fei oder der von Jena. Er sagte, der Beschluß von Köln sei überholt durch den von Jena und infolgedessen sei der Jenenser Beschluß maßgebend. Also wir haben uns in der Gewertschaftsbewegung einfach unter zuordnen, andere bestimmen und wir haben zu gehorchen." Und wenn die Gewerkschaften auch Anlaß hatten, sich gegen die anarcho- sozialistische Agitation für eine gewerkschaftliche Generalstreiftaktit zu verwahren, so können sie, als auf dem Boden des modernen Klassenkampfes stehende Organisationen, unmöglich etwas dagegen einwenden, wenn durch die Jenaer Resolution Propaganda des Massenstreits in diesem Sinne gefordert wird: Diese Agitation muß die Wichtigkeit und Notwendigkeit der politischen Rechte der Arbeiterklasse, insbesondere des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts und der vollen Roalitionsfreiheit darlegen, mit Hintveis auf den klassencharakter des Staates und der Gesellschaft und den täglichen Mißbrauch, welchen die Herrschenden Klassen und Gewalten durch den aus schließlichen Besitz der politischen Macht an der Arbeiterklasse verüben." Zweifellos ist der Massenstreit eine Angelegenheit, die Ja, soll sich denn etwa die Partei einfach dem verfrühten, die Gewerkschaften in dem gleichen Maße interessiert wie die voreiligen Beschluß des Kölner Gewerkschaftskongresses ,, unterordnen"? Oder sollen beide Beschlüsse Geltung behalten? Partei. Wenn es zum Massenstreit käme, könnten die Gewerkschaften gar nicht passiv bleiben. Wir pflichten dem Ge- o bliebe denn davon der schiefen Stellung der Gewerkschaftsvertreter, die ein Parteiamt bekleiden, ganz abnossen Sachse durchaus bei, wenn er auf der Gewerkschafts- gesehen die doch so notwendige Einheitlichkeit der Aftion tonferenz( S. 30) ausführte: " Ich möchte mal den Massenstreit sehen, den die Partei allein von Partei und Gewerkschaften?! Trogalledem ist die Situation keineswegs so verziveifelt, führen will.( Sehr gut!) Wie viel Tausende von Ortschaften Wir hegen nach alledem die Zuversicht, daß die Gewerkhaben wir nicht, wo nicht ein einziger organisierter Genosse vor- daß sich nicht bei einigem guten Willen eine Verständigung schaftsgenossen, die doch auf der Konferenz so oft versicherten, handen ist. Wir haben ganze Wahlkreise, wo heute noch feine erzielen ließe. Die Gewerkschaftsgenossen brauchen sich nur daß ihnen die Eintracht und das gute Einvernehmen zwischen nennenswerte politische Organisation existiert. Wie kann da eine ihrer revolutionsromantischen" Gespensterfurcht zu entschlagen, Partei und Gewerkschaften warm am Herzen liege, nach der solche schwere Aftion geleitet werden? Es ist gar nicht um sich gleichfalls auf den Standpunkt der Jenaer Resolution inzwischen erfolgten Zerstreuung unbegründeter Besorgnisse anders dentbar, als daß beide Bewegungen stellen zu können. und bedauerlicher Mißverständnisse in Mannheim die gemeinsam vorgehen müssen!" Wogegen fämpfte man denn vornehmlich in Köln? Gegen Konsequenzen aus der veränderten Situation Aber gerade weil die Mitwirkung der Gewerkschaften bei die anarchosozialistische Generalstreikidee des ziehen werden! einem Massenstreit unentbehrlich wäre, erwächst den Gewerk Genossen Friedeberg, die im letzten Grunde auf nichts schaften die doppelte Pflicht, sich mit der Partei gemeinsam Geringeres als eine Umwälzung der ganzen gewerkschaftlichen über das Problem des Massenstreits zu verständigen. Solange Taftit nach dem Muster eines Zeits der französischen Gewerkman wenigstens auch in Gewerkschaftskreisen die sozialdemo- fchaften abzielte. Von der Propagierung dieser Ideen erwartete tratische Partei noch als Repräsentantin und Trägerin des man eine Störung der organischen Entwickelung der Gewerkpolitischen Kampfes des Proletariats anerkennt, sollte es schaften, deshalb die Ablehnung der Propaganda des politischen unmöglich sein, daß die Gewerkschaften für sich das Recht in Massenstreits. Anspruch nehmen, in einer Frage von allgemeiner Die sozialdemokratische Auffassung des politischen Massenpolitischer Bedeutung allein und selbständig ein ent- ftreifs, wie sie in den Resolutionen von Amsterdam und Jena scheidendes Wort zu sprechen! Gewiß können Fälle eintreten, niedergelegt ist, hat mit den anarchosozialistischen Tendenzen wo in einer gemeinsamen Frage zwischen Partei und nicht das geringste gemein. Eine im Geiste der Parteibeschlüsse Gewerkschaften abweichende Auffassungen zutage treten. betriebene Propagierung des Massenstreits kann die GewerkAber in solchen Fällen sollte man durch gemeinsame Ver- schaftsbewegung mur fördern, nicht schädigen. Heißt es doch handlungen, durch eingehendste Diskussion die Differenzen aus- in der Amsterdamer Resolution: zugleichen suchen und nach Möglichkeit vermeiden, durch Herbeiführung von Kongreßbeschlüssen auch nur den Anschein einer beabsichtigten Vergewaltigung des anderen Teiles zu erwecken! Wie lagen nun die Dinge in der Frage des Massenstreiks? Waren hier alle Möglichkeiten einer Verständigung derart erschöpft, daß nichts übrig geblieben wäre, als das rücksichtsLose Markieren des beiderseitigen Standpunktes durch Kongreßbeschlüsse? " In Erwägung, daß die notwendige Voraussetzung für den Erfolg eines Massenstreits eine starke Organisation und die freiwillige Disziplin der Arbeiter ist... toarnt der Kongreß die Arbeiter davor, sich durch die von anarchistischer Seite betriebene Propaganda für den Generalftreit, in der Absicht, sie davon abzuhalten, den bedeutungsbollen täglichen Kleinkampf durch die gewertschaftliche, politische und genossenschaftliche Aktion zu führen, nicht ins Schleptau nehmen zu lassen, und fordert sie auf, ihre Einheit und Machtstellung im Klassenkampf durch die Entwickelung ihrer Organisation zu stärken, weil, sollte der Streit mit einem politischen Ziel sich einst als nötig und nüßlich herausstellen, sein Gelingen davon abhängen wird." Die russische Revolution. Gefährliche Manöver. Der Köln. Volksztg." wird vom 11. August aus Petersburg berichtet: Die Manöver, die jetzt im Lager bei Krasnoje Sselo vor sich gehen, hätten beinahe zu einer furchtbaren Katastrophe geführt. Es ist noch rechtzeitig entdeckt worden, daß bei allen Truppenteilen unter die Platzpatronen eine große Anzahl scharfer Patronen gemengt waren. Es ist die strengste Untersuchung eingeleitet; die Presse soll über diese Affäre nichts bringen, jedoch ist es immerhin möglich, daß es heute oder morgen irgend ein extremes Blatt dennoch wagt. An einen Zufall oder eine Nachlässigkeit bei diefer Affäre zu glauben ist schwer. Wir haben es hier wohl mit einer bewußten Tat revolutionärer Elemente zu tun, welche unter den Truppen eine furchtbare Erregung gegen die Militärobrigkeit hervorrufen wollten. Es sind auch bereits einige Zivilpersonen verhaftet, welche anscheinend einige Militärs zur Durchführung ihres teuflischen Planes gewonnen hatten. Von anderer Seite wird aus Petersburg vom 14. August teles graphiert: Der Zar und die Mitglieder des Hofes werden nach Meldungen hiefiger Blätter den Manövern der Gardetruppen doch beiwohnen. Hiermit im Zusammenhang wird eine Nachricht gebracht, wonach bei verschiedenen Soldaten, welche diese Manöver mitmachen Und in der Jenaer Resolution heißt es ausdrücklich: sollten, scharfe Patronen gefunden worden seien. Man schließt Damit aber die Anwendung dieses Kampfmittels ermöglicht daraus, daß ein neues Attentat auf den Zaren geplant war. und möglichst wirksam wird, ist die größte Ausdehnung Db der Zar wirklich an den Manövern teilnehmen wird? der politischen und gewerffchaftlichen Drganisation der Vorläufig ist anzunehmen, daß er sein kostbares Leben nicht Arbeiterklasse... unumgänglich notwendig. Ganz das Gegenteil war der Fall! Die Diskussion über den politischen Massenstreik befand sich im Mai vorigen Jahres noch ganz in ihren Anfängen, selbst das Buch der Genossin Roland- Holst erschien erst nach dem Kölner Gewerkschaftskongreß. Welche Stellung die Mehrheit der Partei zu der Frage einnehmen werde, ließ sich damals noch gar nicht absehen. Bei dem Stand der Diskussion war ein gründliches und abschließendes Urteil noch gar nicht möglich. Wenn sich also der Kölner Gewerkschaftskongreß mit dem Problem des politischen Massenstreits gleichwohl beschäftigen zu sollen glaubte, so hätte eine bloße Aus- und die Ziele und Zwecke der Gewerkschaften zu unterstützen...." Die ,,, liberale Aera" gibt jeden Tag neue ruhmbolle Besprache genügt; einen Beschluß hätte man in Sachen Frgend eine Beeinträchtigung der gewerkschaftlichen Orga des Massenstreiks ebenso aussehen können, wie in Sachen der nisationsarbeit ist also durch die Anerkennung und Propagie- weise ihres Daseins. Heute meldet der Londoner„ Globe" Maifeier! rung dieser Beschlüsse nicht zu befürchten. Ebensowenig braucht aus Petersburg: Trotz alledem hielt man es für notwendig, gewissermaßen man die Besorgnis zu hegen, die Revolutionsromantiter" in borzubeugen. Man wollte einen Parteitagsbeschluß von der Partei tönnten das Proletariat blindlings in einen Massen- Kriegsministers dementiert werden, wird doch behauptet, daß bornherein beeinflussen. Das hat Genosse Bömelburg streit stürzen wollen unter Verhältnissen, die jeden Erfolg von repon diesen Posten erhalten werde, was in den Blättern auf das schärfste getadelt werde. ( S. 39) ganz unumwunden ausgesprochen: vornherein ausschlössen, wohl aber die Gewerkschaftsbewegung Jeder Parteigenosse ist verpflichtet, wenn für seinen in solche Gefahr begeben wird. Eine Ausrede wird schon noch Beruf eine gewertschaftliche Organisation vorhanden gefunden werden. 9 ist oder gegründet werden kann, einer solchen beizutreten " Das, liberale" Kabinett. Obwohl die Gerüchte über eine bevorstehende Demission des Trepow als Kriegsminister ein blutigerer Hohn auf " Ich bin eigentlich der Veranlasser, daß auf dem Kongreß in ernstlich zu schädigen drohten. Gerade weil wir den politischen Köln die Frage: Generalstreit und politischer Massenstreit erörtert Massenstreit für ein wuchtiges und wirksames Kampfmittel in den Liberalismus des Kabinetts Stolypin ließe sich wohl nicht wurde. Ich sagte mir, daß es zurzeit nach Lage der Dinge schweren Konfliktszeiten halten, denken wir zu allerlegt daran, aussinnen. vollständig ausgeschloffen fei, der offiziellen Stellungnahme zum ihn zu allerhand Spielereien und Experimenten zu mißbrauchen. politischen Massenstreit aus dem Wege zu gehen, und erinnerte mich vor allem an die unangenehmen Dinge, die sich daraus Gerade die letzte Debatte über den Massenstreit hat ja beKeine Dumawahlen. Die Frankfurter Zeitung" hatte folgende optimistische ergeben hatten, daß man in Paris im Jahre 1889 in einem wiesen, daß die Massenstreit Romantiker nicht in den radi- Meldung erhalten: Moment höchster Begeisterung, wenigstens soweit die deutschen falen Streisen der Partei zu suchen und überdies so gering Petersburg, 14. Auguft. Die Wahlen zur Duma werden, wie Delegierten in Frage kommen, einen Beschluß gefaßt an Bahl und so bedeutungslos sind, daß die Gewerkschafts- sicher verlautet, im September ausgeschrieben werden. " -Sie müssen es Prompt ist indes das Dementi erfolgt, das also lautet: I versichern, daß alle beide stünken, wie das die in Gefühlen. Weil er seiner politischen Ueberzeugung gemäß fich das ist seine leberzeugung ift er ausPetersburg, 14. Auguft. Die auswärts verbreitete Nachricht, daß telligenteren ihrer Scharfmacherkolleginnen tun, sondern organisiert hat, darum bie Wahlen zur Duma zum September ausgeschrieben wurden, ist, sie insultiert mit echt offiziöser Tölpelhaftigkeit die Ge- gewiesen, darum ist seine Existenz von der Polizei vernichtet worden. wie die Petersburger Telegraphenagentur" erfährt, völlig un- werkschaftsgenossen mit freundschaftlichen Belobigungen! In Holland muß fich der Ausgewiesene erst eine neue Eristenz begründet. Da wird dem einen Redner eine ebenso scharfe wie treffende schaffen; feine einder kommen dorthin als Fremde. In DeutschFinanzschwindel. Kritik an den Ausschreitungen der ökonomisch- historischen land geboren, kennen sie nur die deutsche Sprache. Richtung" nachgesagt; dort wird ein anderer Redner wegen seiner ganz besonders büßen, daß ihr Vater Sozialdemokrat ift. Sozial herzerfrischenden Deutlichkeit" belobigt. Dies offiziöse Bob bemokraten find lästige Ausländer, denn wir haben hier flingt dann freilich schließlich wieder in den milden Tabel aus, selbst genug Sozialdemokraten!" Auf einen mehr wäre aber die Polizei will die daß sich immerhin in dem Protokoll widerstreitende Aeuße- es dann jebenfalls nicht angekommen rungen" über die wahren Ziele" der Gewerkschaften fänden, Sozialdemokraten vermindern. Sie wird aber das Gegenteil die bewiesen, daß eine wirtliche Klärung der Anschauungen erzielen! Solche Polizeitaten sind die besten Agitationsmittel für noch nicht vollzogen" sei. Aber zulegt folgt wieder ein süßer die Vermehrung der Sozialdemokraten! Trost: aus Frankfurt a. M., 14. März. Die Frankfurter Beitung" meldet etersburg vom heutigen Tage: Der Finanzminister ere flärte dem Vertreter der Frankfurter Zeitung", der Verkehrsminister habe ihm 11 Millionen Rubel aus dem diesjährigen Etat, da ihre Berausgabung aufschiebbar sei, zur Verfügung gestellt. 4 Millionen werden für die von der Hungersnot heimgesuchten Distrikte und 6 Millionen für außeretatsmäßige Eisenbahnbauten verwandt. Die Rüstungen der Revolution. Lemberg, 14. August. Die hier weilenden russischen Flüchtlinge versichern, daß die umfassendsten Vorbereitungen zu einem bewaffneten allgemeinen Aufstand bereits getroffen seien. Der Aufstand werde ausbrechen, sobald die Ernte beendet sein wird. Fast sämtliche im Auslande weilenden ausländischen russischen Revolutionäre feien nach Rußland zurückgekehrt, um sich in den unmittelbaren Dienst der revolutionären Bewegung zu stellen. Auch der Sitz des revolutio= nären Bundes sei von Genf etappenweise nach Rußland zurückverlegt worden. Große Mengen von Waffen und Munition seien in der legten Zeit nach Rußland eingeschmuggelt und von den dortigen revolutionären Führern übernommen worden. Die Meldung ist, da die Quelle unbekannt ist, mit Reserve aufzunehmen. Odessa, 14. August. Eine Schildwache des Seebataillons ist mit einer Anzahl Gewehren flüchtig geworden. Die Reaktion an der Arbeit. Kronstadt, 14. August.( Von einem besonderen Korrespondenten.) Gestern haben hier die Sigungen des Kriegsgerichts über die jüngsten Meutereien begonnen. in verschiedene Die Angeklagten sind in Gruppen geteilt worden. Warschau, 14. August. Gestern abend hielten Truppen auf der Bahnlinie Warschau- Wien einen Zug an und verhafteten 50 Paffagiere. Viele derselben wurden durchsucht. Nach dreistündiger Verspätung konnte der Zug seine Fahrt fortsetzen. Ein Verräter erschossen. Riga, 14. August. Der Lettische Hausverwalter Briffche wurde gestern auf offener Straße von zwei unbekannten Tätern erschossen. Ein ihm zu Hülfe eilender Schutzmann wurde gleichfalls getötet. Hierauf flüchteten die Attentäter in ein Haus, das sofort militärisch umstellt wurde. Bis jetzt ist es nicht gelungen, der Täter habhaft zu werden. Unsichere Geldtransporte. Liban, 14. August.( Von einem besonderen Korrespondenten.) Die Polizei hat vorgestern in der Wohnung eines Arbeiters 17 Berfonen aufgehoben, welche einen Postzug beraubt hatten. Kiew, 13. Auguft. Von morgen ab wird in den Postzügen der Südwestbahnen hinter dem. Postivagen ein eigens instandgefeßter Wagen mit einem Militärkommando laufen. In diesem Wagen sollen sämtliche Geldsendungen verwahrt werden. Demonstrationen für Maria Spiridonowa. " Deutsches Reich. Zur Tippelskircherei. Was die( Revisionisten und die Margisten unter Sturz der Gesellschaftsordnung und hineinwachsen in den Zukunftsstaat verstehen, dürfte jedenfalls etwas wesentlich Verschiedenes sein, so daß auch durch die radikalen Wendungen der Gewerkschaftsführer die luft Wie zugunsten der Firma Tippelskirch Podbielska mit dem zivischen Partei und Gewerkschaften schwerlich überbrüdt Gelde der Steuerzahler gemißwirtschaftet wurde, beweisen folgende wird. Man ivirb vielmehr in solchen Aeußerungen hauptsächlich Mitteilungen der Deutschen Schuh und Lederwelt": bas Bestreben erblicken müssen, den Bogen nicht zu übesip und nicht einen vorzeitigen Bruch mit der politischen Parteileitung zu provozieren." wird Dies liest sich genau so, als ob Herr Naumann oder Herr Som bart in dem offiziösen Blatte eine Gastrolle absolvierten! Der Feder eines Jesuitenzöglings hinwiederum scheint folgender schlaue Gebante entflossen zu sein: vom " „ Es ist indes schwerlich anzunehmen, daß sich die Gewerkschaften den Gewaltstreich Bebels ruhig werden gefallen lassen. Jm, allgemeinen war der Inhalt des Protokolls durch die als ,, Vorwärts" infam" bezeichneten Veröffentlichungen der lokalistischen Einigkeit" bereits bekannt, und es war wohl nur eine ausgesuchte Bosheit der Gewerkschaftsvorstände gegenüber dem Parteivorstande, wenn sie in ihrer Antwort mit Parteigruß" sich einem so leicht und unbedenklich zu erfüllenden Ersuchen in den Weg stellten. Die Parteileitung ihrerseits scheint ebenfalls einen boshaften Trick angewandt zu haben, indem sie das bertrauliche Protokoll gerade am Sonnabend, an welchem die meistens nur in einer Wochenausgabe erscheinenden Gewerkschaftsblätter schon gedruckt waren, veröffentlichten, wodurch die politische Parteipresse in der Besprechung und damit verbundenen Be arbeitung ihres Lefepublikums einen Vorsprung von einer Woche erzielt hat." " Ein Magdeburger Schuhlieferant mußte an Tippelskirch u. Co. Kavalleriestiefel franko Berlin pro Paar für 18 M. liefern. Tippelskirch ließ sich für das Paar, nachdem er sie mit einem Aufwand von höchstens 25 Pf. pro Paar hatte gelb Tackieren lassen, 23,20 M. bezahlen. Tippelskirch hat auf sein Anfuchen auch Zuschläge von 5 Broz. erhalten, was er mit„ Unfoften ans beschleunigter Lieferung" motivierte. Der Mallergewinn der Firma Tippelskirch belief sich bei anderen Schuhen und Stiefeln auf 45, 50, ja selbst auf 80 bis 100 Broz. Interessant ist es auch, daß die Firma Zehnspänner- Pferdegeschirre für etwa 900 m. einfaufte und für mindestens 2000 W. auf Reichsunkosten der Kolonialverwaltung zur Verfügung stellte. Der schon erwähnte Magdeburger Schuhlieferant teilte der Kolonialverwaltung gelegentlich mit, daß er an Tippelskirch 28 000 Paar Stiefel geliefert hatte. Der Geheime Legationsrat Dr. Seiß meinte in der Reichstagssigung vom 28. März: Tat sächlich" waren es nur 14 000, denn Tippelskirch habe das gesagt. Jedenfalls eine heitere Illustration zu der Tatsache, wie die Ausfagen gewöhnlicher Sterblicher einerseits und die Behauptungen der Firma„ Tippelskirch u. Cie." andererseits von amtswegen bes wertet werden. Uebrigens hat die Magdeburger Firma daraufhin dem Abg. Erzberger gegenüber erflärt, daß ein Irrtum ihrerseits über die Höhe der Lieferung ausgeschlossen sei. Sie müsse ja schließlich wissen, wieviel Stiefel sie geliefert habe. Kommt da kürzlich der Abgeordnete Erzberger in den Laden des Gatttermeisters J. Schmidt in der Karlstraße. Da hängen nagelneue Geschirre, amtlich gestempelt, als filr die Maschinengewehrabteilung unferer Südwestafrikaner bestimmt. Fitr 85 Mart verkaufe ich Für das Baar!" meint Herr J. Schmidt. Aber, lieber Mann, Sie machen sich der Hehlerei verdächtig, wenn Sie derartige Waren feilbieten," sagte der Abgeordnete. Aber ich bitte Sie," ertviderte ber biedere Sattlermeister, diese Geschirre, die von Afrika zurüc famen, weil sie dort feine Berwendung finden konnten, habe ich rechtmäßig auf einer hiesigen Auktion erstanden!" In der Tat ist denn auch dieser hübsche Einfall nicht dem dürren Boden des ödesten aller offiziösen Organe entsprossen. Er war vielmehr vorher in der„ Germania" zu lesen. Aber so jesuitisch- schlau der Einfall war, fein pfiffiger Erzeuger hatte dabei nur das eine übersehen, daß der Vorwärts" die Ver. öffentlichung des Protokolls bereits am Dienstag angekündigt, also der Gewerkschaftspresse fehr aus reichende Gelegenheit gegeben hatte, zur Veröffentlichung des ihr ja sehr gut betannten Protokollteils rechtGermania" Zu alledem schweigt die„ Norddeutsche Allgemeine Der Zug mit der Spiridonowa wurde in Sibirien, um Unruhen zeitig Stellung zu nehmen! Der Einfall der zu vermeiden, über Omst hinausgeführt bis zur nächsten Streden war also sehr schlau und geradezu niedlich boshaft, 8eitung" hartnädig; dafür delektiert sie sich an dem Gewert abzweigung. Aber die Omster Eisenbahnarbeiter forderten die nur daß er den kleinen Fehler hatte, in diesem Falle fchaftsprotokoll! Die Norddeutsche Allgem. sto bid Rückkehr des Buges und drohten mit der Zerstörung der Station. gründlich daneben zu hauen. Die Klage der Schulhefoten. Der Zug wurde nun zurückgebracht und in Omst von einer un- Beitung" aber war von dem Phänomen, daß je Selbst der, Reichsbote" hat nicht den Mut, folgende Klage geheuren Menschenmenge begrüßt. Der Wagen der Spiridonowa, mand einen schlauen Einfall haben könne, derart fasciniert, der mit Blumen geschmückt worden war, wurde an der Menge, die daß sie ihn unbesehen schleunigst als ihr geistiges Eigentum eines ländlichen Lehrers seinen Lesern zu unterschlagen: die Marseillaise und andere revolutionäre Lieder sang, borbeigeführt. In Krasnojart veranstalteten die Arbeiter der Eisenbahnwerkstätten am Tage der Durchreise der Spiridonowa einen Streit ohne Aufstellung irgend welcher Forderungen, er hatte einen rein demonstrativen Charakter. ausgab! Mag die Norddeutsche Offiziöse im trauten Verein mit der" Post", der Freif. 8tg." und der„ Germania" fortfahren, das Gewerkschaftsprotokoll und die sich daran anschließende Debatte zu fruttifizieren. Mag fie die zerschmetternde Niederlage der hiftorisch ökonomischen Richtung", pie Zersetzung der Partei und die Mauserung der Gewerkschaften mit eindringendstem Scharfsinn daraus beweisen wir werden ihr zur geDie Hungersnot und die Verpflegungsaktion. Die offiziöfe Torgowo- promyschlennaja Gafetta" teilt mit, daß nach der Meinung der Semstwo- Verwaltungen die diesjährige Mizernte viel schlimmer sei als die des vorigen Jahres. Die Semstwos möchten sehr gern an der Verpflegungskampagne teil- eigneten Zeit die Antwort nicht schuldig bleiben! nehmen, aber nur unter der Bedingung, daß das gesamte Berpflegungswesen ihnen untergestellt wird. Nach den langjährigen Erfahrungen wissen die Semstwos nur allzu gut, wie voltsfeindlich sich die Regierung während der Verpflegungskampagne verhält und wie biel tausende von Rubeln dabei von den Regierungsbeamten in die eigenen Taschen gesteckt werden. Daraus erklärt sich ihre Forderung. Der Kaukasus. er Ausländer Eine preußische Kulturtat! In Hannover wohnte seit 17 Jahren der Genosse Pieter de Jonge aus Holland; er ist verheiratet und Vater von acht Kindern, die sämtlich in Hannover geboren sind. Er hat sich nie etwas zuschulden kommen lassen, ist im heiligen preußischen Staate weder polizeilich noch gerichtlich bestraft worden. Für seine Familie hat er immer als braver Arbeiter treu gesorgt, auch ist er stets als Der Köln. Volfsztg." wird aus Petersburg berichtet: Aus dem Kaukasus hat die Zentralregierung sehr be- guter Arbeiter von den Unternehmern gern beschäftigt worden. As unruhigende Nachrichten erhalten. Es bereitet sich offenbar zum nüchterner und einfichtiger Mensch gehörte er seiner gewerkschaftlichen Herbst eine Erhebung des Kaukasus gegen die russische Herrschaft Organisation schon seit langem an. Vor einigen Wochen nun trat vor. Die Truppen, welche jetzt schon das dritte Jahr in dem revo- er auch dem sozialdemokratischen Wahlverein offen bei. Als Jutionierten Gebiet fast Tag für Tag einen Guerillafrieg zu führen Parteigenosse hatte er bisher ja stets seine Pflicht getan, aber- da haben, sind auf das äußerste erschöpft und lehnen sich gegen die fortwährenden Anstrengungen auf, die ihnen zugemutet werden. Die Garnisonen in den Festungen Michailowskaja und Kars sind zu sollen, weil von Gärung ergriffen; es finden beständig Verhaftungen von Soldaten statt. Der einzige Ausweg wäre, wenn die Regierung in Stürze fünf frische Armeekorps nach dem Kaukasus werfen könnte, aber dies ist unter den gegenwärtigen Verhältnissen im Innern fast unmöglich, wenn man nicht zu einer teilweisen Mobilisierung der Reserven greifen will. Ein ganz genaues Bild über die Lage im Rautasus läßt sich in St. Petersburg schiver gewinnen. In den Regierungsfreifen ist man sehr zurückhaltend, und die Administration im Kaukasus arbeitet rücksichtslos, um den wahren Stand der Dinge zu verschleiern. Alle Blätter von halbwegs libe= raler Richtung sind im Rautasus unterdrückt, private Telegramme über Unruhen werden nicht durchgelassen, Korrespondenten der Residenzblätter, welche sich an Ort und Stelle informieren wollen, werden verhaftet, auf der Post arbeitet das schwarze Kabinett"; mißliebige Briefschreiber sehen sich der Gefahr aus, ohne weiteres nach Sibirien transportiert zu werden. Besonders schlimm steht es im Gouvernement Kutais. Der allgemeine Eindruck ist der, daß der Kaukasus zum Herbst der Schauplak entsezlicher Ereignisse werden wird. Politifche Ueberlicht. Berlin, den 14. Auguft. Verfrühter Jubel! Der bürgerlichen Breßmeute, die sich mit Gier auf den von uns veröffentlichten Teil des Protokolls der Gewerkschaftsglaubte er nicht Mitglied der Organisation werden nun weil ihm die preußische Polizei doch bekannt ist! Seine Bedenken und Befürchtungen, er könne deshalb Unannehmlichkeiten haben, waren allmählich aber doch geschwunden und so wurde er Mitglied der politischen Organisation. Kurze Zeit darauf erhielt er folgendes Schreiben: Der Polizeipräsident zu Hannover J.-Nr. 7465. Hannover, 5. Juli 1906. D „ Die Stimmung im jetzigen Kultusministerium zur Lehrerbesoldung war den Lehrern nicht unbekannt; daß aber nach dem Wortlauf des Erlasses jegliche Aufbesserung auch aus den Mitteln der Kommunen unterbunden werden soll, ist für die Lehrer geradezu erschütterad. Zwar soll die große Zahl der Stellen mit Minimaleinkommen von 900 Mart und 1000 Mart um 200 beziehungsweise 100 M. aufgebeffert werden, aber für einen Staat wie Preußen ist es beschämend, daß er seine Lehrer, die ihre Qualifikation zum einjährig- freiwilligen Dienste nach gewiesen haben, bislang so schlecht besoldet hat. Gerade die Landlehrer, die bezüglich ihrer Arbeit auf den schwierigsten Posten stehen, die in überfüllten Selaffen drei bis vier Abteilungen gleichzeitig fördern sollen und dabei bis ins Alter hinein bie Höchste Pflichtstundenzahl unterrichten müssen, haben diesen tärglichen Lohn für ihre mühevolle Arbeit erhalten. Wieviel besser twerben andere Beamte bezahlt, die nicht die Berechtigung zum einjährig- freiwilligen Dienst befizen! Jeder Arbeiter und Handwerker ist heute finanziell besser gestellt als der Boltsschul lehrer auf dem Lande. Leider wird das auch in Zukunft noch nicht besser werden. Zwar sollen die allergrößten Ungleichheiten in der Besoldung tunlichst beseitigt werden, aber die Mittel dazu soll die Gemeinde bewilligen, der Staat will nur mit Beihülfen eintreten, wo es nötig ist. Man muß sich verwundern über den Optimismus im Kultusministerium. Glaubt man dort wirklich, auch die wohlhabenden Landgemeinden würden ohne Gefezeszwang aufbessern? Wenn die Schulvorsteher auch ein sehen, daß die Gehälter der Lehrer böllig unzureichend find fie sprechen das offen aus so bewilligen sie doch freiwillig nicht einen Pfennig. Ein Erlaß des Herrn Kultusministers macht auf sie nicht den geringsten Eindruck. Es werden also Ungleichheiten bestehen bleiben, wenn die eine Gemeinde die beabsichtigte Er höhung annimmt, die andere aber ablehnt. Da kann der arme Lehrer weiter hungern." Die Klage dieses Schulheloten verliert dadurch nichts an ihrer Berechtigung, daß sie die töricht übertriebene Behauptung einfließen läßt, jeder Arbeiter sei heute finanziell besser gestellt als der Lehrer auf dem Lande. Ein Blick in den Haushalt des nächsten Landproletariers tönnten ihn eines Besseren belehren. Bufolge Ermächtigung des Herrn Regierungspräsidenten hierfelbst werden Sie hiermit als fäftiger Ausländer aus Preußen ausgewiesen und demgemäß aufgefordert, das Gebiet des preußischen • Staates innerhalb sechs Wochen nach Zustellung dieser Verfügung Der betreffende Landschullehrer meint schließlich, daß den Lehrern zu berlassen. nichts anderes übrig bleibe, als Selbsthilfe. Das hätten die Falls Sie dieser Verfügung nicht nachkommen, werde ich gegen Lehrer längst einsehen sollen. Warum haben sie sich nicht längst zu Sie auf Grund des§ 132 des Landesverwaltungsgesetzes vom einer wirklich rückgratsteifen Lehrerorganisation zusammengeschlossen, 30. Juli 1883 eine hiermit angedrohte Strafe von 30 Mart, an deren Stelle im Unvermögensfalle drei Tage Haft treten, fest- die energisch für eine menschenwürdige Lage der Volksschullehrer eintritt! Warum ist nicht längst in ihnen jenes Klassenfegen. erwacht, das die handarbeitenden Proletarier so Sollten Sie nach dem Berlassen des preußischen Staats- bewußtsein erwacht, das Warum haben sie nicht längst gebietes ohne Erlaubnis in dasselbe zurückkehren, so wird Ihre vorbildlich bekundet haben! Bestrafung auf Grund des§ 3612 des St.-G.-B. mit Haft bis zu das Wesen unseres Klassenstaates begriffen, für den auch die Proletarier der Intelligenz nichts sind, als Werkzeuge zur geistigen Niederhaltung des Proletariats überhaupt?! 6 Wochen erfolgen. 1. An dinodan du In Vertretung Melin. Herrn Zimmermann Pieter de Jonge hier Hildesheimerstr. 71a. Genosse Junge ging darauf zum Polizeipräsidium, stellte dort tonferenz gestürzt hat, um in der diesen Preßkulis eigenen klar, daß doch fein Grund vorliege, ihn als lästigen Ausländer geistreichen Manier eine Handvoll aus dem Zusammenhang zu betrachten, da er doch noch keinem Menschen lästig gefallen sei. geriffener Bitate herauszuflauben, gesellt sich heute auch das Ihm wurde jedoch erklärt, er fei Sozialdemokrat. Sozialdemo offiziöse Organ, die" Nordd. Allg. 3tg." zu. Daß gerade fraten hätten wir hier selber genug, er möge nur dies Blatt die billige Gelegenheit benutzt, die öffentliche Auf- ruhig nach Holland zurüdfahren. Schließlich sagte man merksamkeit von den blamablen Solonialstandalen ihm, daß die Sache noch einmal geprüft werden solle und ihm abzulenken, ist ja nur zu bezeichnend für die tödliche Verlegenheit der regierenden Kreise. Statt seine Leser über Nachricht zugehen werde. Die Nachricht tam am 14. Juli und die Affären Pod Tippel, Putttamer, Horn, Tesch und andere Standalosa zu informieren, leistet es sich das kindliche Vergnügen, durch armfelige Zitatenmäßchen die Sozialdemokratie bernichten zu helfen. Und es begnügt sich nicht etwa damit, in ,, ausgleichender Gerechtigkeit" Partei und Gewerkschaften gegeneinander auszuspielen und schließlich zu lautete: So lange die Lehrer devotest bitten, statt selbstbewußt au fordern, so lange sie sich von den reaktionären Volksbedrückern und Bolksverdummern als willfährige Werkzeuge mißbrauchen lassen, werden sie auch die Behandlung erfahren, die ihrer würdig ist!. INDIE bos ni slaEine Allerweltspartei. Am vorlegten Sonntag haben die Christlichsozialen im rheinischwestfälischen Induſtriegebiet in einer geheimen Parteikonferenz die Gründung einer Allerwelts- Arbeiterpartei beschlossen. Die geistigen Führer find der antisemisch- chriftliche Stöder und Lic. Mumm; Gewerkvereins, Franz Behrens, der bekannte Dauerdurchfallsals öffentliche Akteure traten auf der Generalsekretär des christlichen Auf Ihre mir persönlich vorgetragene Bitte um Aufhebung fandidat, und noch einige andere christlichsoziale Unteroffiziere. Das meiner Ausweisungsverfügung vom 5. b. M. eröffne ich Ihnen, Ergebnis der Konferenz liegt nun bor in einem Aufruf zur daß es bei der Ausweisung sein Bewenden be- Gründung einer christlich nationalen Arbeiter. halten muß. Graf vom Berg. partei. Als Einstand bringt Herr Behrens bereits 2000 Stimmen Staatsgebiete ver- mit, das Resultat von zirka 200 christlichsozialen Versammlungen freundschaftlichen" Ianläßlich der legten Reichstagswahl im Kreise Essen. Genosse de Jonge hat mun die preußischen lassen und awar mit den für die Preußen D!s christlich-antisemitischen Gründer haben große Rosinen im Eacke, sie wollen bei der nächsten Wahl sämtliche Rnhrlvahlkreise erobern l Wie Herr Behrens auf der Konferenz durchblicken ließ, will man in allen Kreisen eigene christlich-antisemitische Kandidaten aufstellen, wenn mit dem Zentrum und den Nationalliberalen über die Mandatverteilung vorher keine Ber- ständigung erzielt werden könne. Nun, Herr Behrens hat schon längst beim Zentrum einen Stein im Brett,; vielleicht steckt das Zentrum hinter dem ganzen Planchen I—* Zum Breslauer Krawallprozest. Die Breslaucr„Volkswacht" schrieb dieser Tage: Trotz- dem, abgesehen von dem Fall des„Kaiserdcputierten", aus der großen Krawallvoruntersuchung nur Anklagen wegen Vergehens gegen Z 153 der Gewerbeordnung herausgekommen sind, so daß eine Strafe von allerhöchst drei Monaten Gefängnis bevorsteht, befindet sich ein T e i l der Beschuldigten immer noch in Hast. Die öffentliche Meinung fordert auf das bestimmteste die sofortige Entlassung dieser Bedauerns- werten, die zum Teil bereits längere Unterslichungshaft er- litten haben, als sie nach dem§ 153 je an Strashast zudiktiert erhalten können. Noch eigenartiger wird die Sache dadurch, daß der Angeschuldigte Scholz, mach dem die Sache als Unter- suchungssache gegen Scholz und Genossen geführt wurde, gegen drei Monate nn Lazarett und die letzten fünf Wochen in Untersuchungshaft sitzen mußte, ehe der Staatsanwalt Hensel selbst die Einstellung des Verfahrens beantragte. Inzwischen ist am Sonnabend nach langer Untcrsuchungs- Haft wieder eine größere Anzahl von Inhaftierten entlassen worden, unter ihnen die Arbeiter S ch l e n s o ck und Scholz. Ersterer hat während seiner Untersuchungshaft nicht weniger als 60 Pfund abgenommen. Scholz wurde am 15. Juni, während er sich nach der Bescheinigung des Professors Tictz noch in ärztlicher Behandlung befand, von einem Kriminalbeamten aus dem Allerheiligenhospital in Untersuchungshaft übergeführt, in der er sich seit dem 15. Juni befand. Der Untersuchungsrichter Firle soll, nach den Angaben, die Scholz der„Volkswacht" gemacht hat, dem Beschuldigten gegenüber, gegen den auch nicht der Schatten eines Schuldbcweises vorliegt, die Inhaftierung damit be- gründet haben, daß Scholz von der Polizei schwer verletzt(nämlich in den Rückenl) worden sei, folglich müsse er etwas begangen haben, was die Polizei zum Drauffchlagen veranlaßte. Herr Firle wird sich Wohl inzwischen selbst haben überzeugen müssen, meint die„Volkswacht", daß die Polizei- hiebe bei Scholz wie bei anderen ohne Grund gefallen sind, denn sonst würde man doch nicht jetzt das Verfahren ein- stellen.—- Kein Ende der Fleischnott Die Steigerung der Flcischpreise im Kleinhandel hat im Monat Juli abermals Fortschritte gemacht. Nach der„Statist. Korr." stellten sich die Preise pro Kilogramm in Pfennigen: mmi*«!!&' Schweine- Kalb- Hammel- lÄ Ä WW kl-'!« sl-m Juli 1906 101 137 160 163 160 183 Juni 1106 157 133 161 162 158 184 Juli 1905 150 127 157 152 150 170 Es ist danach nur bei Speck ein Rückgang um 1 Pf. gegen den Juni eingetreten, während auch Speck gegen das Vorjahr noch um 13 Pf. gestiegen ist. Alle Fleischsorten zeigen eine Zunahme, die bei Schweinefleisch 5 Pf. gegen den Vormonat ausmacht. Selbst Hammelfleisch ist wieder gestiegen!— Soldaten als Ersah für Stallmägde. Man schreibt uns: In der Ueberzeugung, daß die zweijährige Dienstzeit für Soldaten viel zu lang ist, versucht der Hauptmann Schub vom 19. Infanterieregiment in Erlangen die Krieger auch in der Landwirtschaft auszubilden. Man hat öfters Gelegenheit, 3—5 Infanteristen in der Oekomie des be- treffenden Hauptmanns beschäftigt zu sehen. Die Soldaten müssen den Gartenzaun I reparieren, auf dem Kartoffelacker arbeiten, mit Eimern die Jauche aus der Grube schöpfen und düngen. Holz säge» und zerkleinern. Ferner sieht man Soldaten die Ziegen füttern und melken und hin und wieder den Stall misten. Wir vermuten, daß der betreffende Hauptmann demnächst in einem Scherl-Blatt eine längere Abhand- wng über die Notwendigkeit der Verkürzung der militärischen Dienst- zeit erscheinen läßt.—_ Ein katholischer Prcßskanbal. Wegen fahrlässigen MeinvideS und Untreue(§§ 163 und 266, Ziffer 2, Str.-G.°B.) verurteilte die Strafkammer in Mülhausen i. Elf. den katholischen Priester und Herausgeber des inzwischen eingegangenen„El saß-Lothring. Morgenblattes"— eines sogenannten liberal- katholischen Blattes, das den Reichstagsabgeordncten Theodor Schlum- berger„moralisch" unterstützte und von ihm dafür schwere Geld- Unterstützung empfing— in ihrer Sitzung vom 8. d. M. zu acht Monaten Gefängnis<6 Monate für den Falschcid und 3 Monate für das Betrugsvergehen, zusammengezogen in 8 Monate). Die Affäre beschäftigte das Mülhauser Gericht zum zweitenmal, da ein verurteilendes Erkenntnis vom 9. Oktober 1903 wegen eines Formfehlers(ein für den Angeklagten belastender Brief in fran- gösischer Sprache war in der Verhandlung nicht auch in deutscher Uebersetzung verlesen worden) vom Reichsgericht aufgehoben und die Sache zur nochmaligen Verhandlung an dasselbe Gericht zurückverwiesen worden war. Die Anzeige gegen den Prcßabbe war von zwei Amtsbrüdern, den Pfarrern Hug und Blonde, erstattet, welche dem Roth seinerzeit für fein Preßunternehmen, zum vereinbarten Zinsfuße von 5 Proz.(!), Gelder übergeben hatten, die sie, als das Unternehmen schief ging, wieder zurück- forderten, was ihnen im Zivilprozchverfahren der„Gründer" in der Soutane unter Eid bestritt. Sie bekundeten vor drei Jahren und auch bei der neuen Verhandlung jtztzt wieder als Zeugen vor der Strafkammer, daß sie dem Angeklagten im Jahre 1902 in aller Form das geliehene Kapital gekündigt und Schlußabrechnung von ihm verlangt hätten, und daß somit der entgegenstehende Eid des AmtSbrudcrs im Zivilrechtsstrcit falsch geschworen worden sei. Einer dieser Geistlichen, der jetzt noch als Pfarrer im Oberelsaß amtierende„hochwürdige Herr" Blonde, ist übrigens infolge dieser Vorkommnisse, da er die in das Pretzunternehmen des Roth gesteckten Gelder, ohne Ermächtigung des Kirchenrates seiner Pfarrei, dieser kirchlichen Verwaltung entnommen hatte, wegen Unterschlagung von der Strafkammer des Landgerichts Colmar zu mehrtägigem Gefängnis verurteilt worden. Der Ver- leidiger des Priesters Roth, Rechtsanwalt Dr. Nordmann in Mül- Hausen, hat jetzt nach der nochmaligen Verurteilung seines Klienten öffentlich angekündigt, daß er gegen die beiden Pfarrer Hug und Blonde seinerseihS die Strafanzeige wegen Meineides erstatten werde. Das katholische Konkurrenzblatt dieses„liberal-katholischen" Schlumbcrger-Organs, von dessen Wiedererscheinen jetzt, da die Reichstagswahlen heran- nahen, die Rede ist, nämlich die die Zentrumsrichtung vertretende „Oberelsässische Landeszeitung" notiert diese Vorgänge, die das An- sehen der Klerisei aufS schwerste schädigen, mit unverkennbarer Schadenfreude._ Ter Bicrkrieg in Chemnitz hat eine Verschärfung erfahren, die dazu beitragen muß, daß der Kampf von der konsumierenden Arbeiter- schaff noch hartnäckiger geführt wird. Die Scharfmacher des Brauerei- ringes habe» die Maßregelung der in den Ringbrauereien stehenden organisierten Brauereiarbeiter beschlossen und bereits mit der Eni- laffung der Vertrauensleute und der Brauer sowie einiger taudwerker begonnen. Leute, die schon viele Jahre im ienste deS Braukapitals gestanden haben, wurden auf das Pflaster gesetzt, vielleicht in der Hoffnung, daß auf diese Weise der Bierkrieg schneller beendet würde, der den Riligbrauerii schlimme Wunden schlägt. Die Arbeiterschaft empfindet jedoch diese brutale Maßregelung als einen Fanstschlag inS Gesicht und ist gesonnen, den Kampf bis anfS Messer zu führen. Nicht eher Ivird der Boykott der Ringbrauereien wieder aufgehoben werden, bis diese sich bereit erklären, die Brausteuer zu tragen und bis der letzte gemaßregelte Branereiarbeiter wieder eingestellt ist.— Wegen„Mnjestätsbrlridignng", die ein Zuchthäusler, der jetzt nach erledigter Zuchthausstrafe sich im Untersuchungsgefängnis in Bonn befindet, im Z u ch t h a u s e zu Siegbnrg(Rheinland) begange» haben soll, verhängte die Strafkammer in Bonn drei Monate Ge- fängniS.—___ AnS Piltkamerun! Ein Kenner der Kameruner Verhältnisse schreibt uns: Meiner Meinung nach ist so viel in unserer schönen Kolonie Kamerun gesündigt worden, daß das, waS jetzt schon bekannt ist, nur einen kleinen Teil von dem darstellt, Mas dort geschehen ist. Fast allen, ob Beamte oder Kauf lentc, sind dort drüben die merkwürdigsten Dinge begegnet, so daß man sich sogar als alter, eingeweihter, mit den Verhältnissen durchaus vertrauter„Afrikander wundern mußte, daß die Geschichte dort nicht schon läng st zum Klappen gekommen w a r. Es galt hier wie anderSwo der Satz:„Es wird fort gewurstelt", und eS wurde so sehr fortgewurstelt, daß die neuesten Kameruner Witze(und deren waren Legion) stets nur die gouvcrnementale Negierung und deren Maßnahmen zur Zielscheibe hatten. In D u a l a besaß der Gouverneur ein sehr schönes Wohngebäudc, das dem Herrn von Pnttkamer nicht mehr recht genehm war. Da der Reichstag wohl keine oder nur eine sehr geringe Summe zu einem neuen Gouvernements Palast bewilligt haben würde, verschaffte man sich das Geld auf eine andere Weise. Wie in kolonialen Kreisen allgemein bekannt, haben wir an dem HandclSleben im Inneren von Kamerun nur sehr geringen Anteil, da der Handel in der Hauptsache nicht nach der Küste geht, weil eS die Araber Ver standen haben, den Handel nach dem T s a d s e e all zulenken, von wo ans die Waren nach dem Norden Afrikas abgehen. Um diesem Uebelstande abzuhelfen, bedürfte e8 guter Karawanenstraßen, welche von der Küste auS möglichst nach dem Tsadsee hinauf gehen. Da in erster Linie zum Wege- bauen Geld gehört, bewilligte der Reichstag die Summe von 80 000 M. für Wegebanten und sveziell zur Löhnung der schwarzen Arbeiter. Dieses Geld soll nun, wie es in Kamerun das Tagesgespräch war, zum Bau des neuen GouvernementspalasteS verwendet worden sein. Tatsächlich bestätigten mir sämtliche Häuptlinge an der neuen Karawanenstraße, bis weit ins Innere hinauf, das heißt, soweit der Bezirk Johann Albrechtshöhe(Barombi-Station) am Elefantensee geht, daß sie zur Arbeit und Wegebau mit ihren Leuten gepreßt wurden. Sie hätten nicht nur keine Entschädigung er- halten, sondern die Eingeborenen noch selbst beköstigen müffen. Falls derHäuptling nichtso ohne weiteres auf diese„Bedingungen" eingehen wollte, wurde er in Ketten gelegt, und mußte auf der Station arbeiten, jedoch nicht ohne zuerst seine 25 Hiebe mit der Flußpserdpeitsche aufgezählt zu erhalten! Ueberall hörte man nur Klagen der Ein- geborenen. Tatsache ist, daß man in den eingeweihten Kolonistenkreisen seit Jahren mit einem allgemeinen Auf st and in Kamerun rechnete, der alles bisher Da- gewesene in dieser Kolonie in den Schatten stellen würde. Dieser Aufstand wäre unter dem alten Regiment nur noch die Frage einer ganz kurzen Zeit gewesen, die Folgen aber wären unberechenbar gewesen!— Husland. Oesterreich. Eine Kundgebung der Prager Arbeiter. Die„Wiener Arbeiterzeitung" berichtet vom 13. August aus Prag: Gestern vormittag um 10 Uhr fand auf der Hctzinsel eine von der sozialdemokratischen Partei einberufene Massenversammlung statt, deren Tagesordnung lautete:„Die Wahlreform und ihr Er- gebnis. Der Kampf gegen die„Narodni Politika"." Die Ver- sammlung war eine der gewaltigsten Kundgebungen des Prager Proletariats seit langem. Gut zehntausend Genossen und Ge- nossinnen kamen lange vor Beginn in geschlossenen Zügen an- marschiert, unbekümmert um das Polizeiaufgebot, das übrigens den anmarschierenden Massen kein Hindernis in den Weg legte. Der Wenzelsplatz und mit ihm der Häuserblock, in dem die „Narodni Politika" ihre Redaktion hat, glichen einem Feldlager der Polizei. Alle Zugänge zu dem Gebäude waren den ganzen Tag über abgesperrt. Die Versammlung nahm einen erhebenden Verlauf. Als erster Redner sprach Genosse Skala ans Klndno über die Wahlreform. Genosse S o u k u p vom„Pravo Lidu" führte das Referat über die „Narodni Politika". Unter jubelnder Zustimmung der Versamm- lung beantragte er eine Resolution, in der das tschechische Prole- tariat aufgefordert wird, daß das Hetzblatt„Narodni Politika" aus jedem Arbeiterhause, aus jeder Arbeiterfamilie, wo eS immer angetroffen wird, zu entfernen und daß dafür das„Pravo Lidu" ein- zuführen sei. Die Versammlung verlief in vollster Ordnung bis zu ihrem Ende. So wie die einzelnen Organisationen gekommen waren, in geschlossenen Zügen, so marschierten sie auch wieder ab.— Schweiz. Die Kämpfe in Zürich. Zürich, 12. August.(Eig. Ber.) Der Kampf zwischen der organisierten Arbeiterschaft und den Be- Hörden mit ihrem reaktionären Wüten ist in ein neues Stadium ge- treten, dem der Humor nicht fehlt. Der vorzügliche und eindrucksvolle Verlauf deS an Stelle des verbotenen DcmonstrationsiimzugcS am Dienstag ausgeführten Massenspaziergangcs lud zur Wiederholung ein, die gestern nachmittag von 5 bis 7 Uhr stattstnden sollte. Die Regierung antwortete darauf mit dem telegraphischen Aufgebot einer Schwadron Kavallerie, worauf die Arbeilerunion einfach beschloß, die Kundgebung zu unterlassen. DaS ergötzliche Spiel, bei dem Stadtrat, Regierung und die ganze Bourgeoisie die Genarrten find, während es der Arbeiterschaft viel Freude und Spaß bereitet, kann sich in Zuknifft noch manchmal wiederholen. Die Arbeiterschaft hat dabei nichts zu verlieren, sie hat die Lacher auf ihrer Seite und sie kann mit dem„Bettclstudent" singen:„Wir wollen sehii, wer früher müd', ich oder Du!" �____ Die Hetze der Unternehmer hat gewirkt. Zürich, 14. August.(Privattelcgramm des„Vorwärts".) Genosse Redakteur H a u t h wurde von der Züricher Regierung mit vierzehn- tägiger Frist aus dem Kanton Zürich auSgcwiefeu; angeblich sollen noch weitere 80 Ausländer folgen. Die Demonstration»- umzüge sind von der Regierung verboten Ivorden. Am nächsten Sonntag findet ein außerordentlicher sozialdemo- kratischer Parteitag in Zürich statt. Frankreich. Deutsche aus franzSsische» Kolonien ausgewiesen. Dem Pariser „Matin" zufolge berichtet der Gouverneur von Französisch- Kongo Gcntil an die Regierung in Paris, daß der ihm unter- stehende Kapitän Chottcs zahlreiche Beamte der Ham» bürg- Afrika-Gesellschaft aus dem Gabonge- biete auszuweisen sich veranlaßt sehe. Gcntil er- klärt dieses Vorgehen billigen zu müssen, weil im Mai d. I. der Hauptagent einer französischen Kolonialgescllschaft Namens Du- mont im ausschließlich französischen Dorfe Bissoma von Leuten des mit der Hamburg-Afrika-Gcsellschast in Verbindung stehenden Hauptagcntcn in Edudu angegriffen wurde. Dem„Tag" wird dazu aus Hamburg von der Hamburg- Afrika-Gesellschaft gemeldet, daß ihr von der Sache noch nichts bekannt sei. Es handelt sich um die allbekannte Grenzfrage zwischen Kamerun und Französisch-Kongo, der durch eine deutsch- französische Grenzkommisston entschieden werden solle. Stelle es sich heraus, daß das strittige Gebiet— die kleine Ortschaft Minvel — französisch sei, so werde die Gesellschaft natürlich den Platz räumen müssen; anderenfalls wird sie ihn wieder besetzen. Jeden- falls aber enthalte die Meldung Aufbauschungen und Unrichtig. keiten, denn Kapitän Chottcs könne z. B. nicht zahlreiche Beamte der Hamburg-Afrika-Gescllschaft angewiesen haben, da sich nur zwei Beamte dort aufhielten. Der sogenannte Hauptagcnt Edudu sei gar kein solcher, sondern ein einfacher Händler, der in keinem Bcamtenverhaltnis zur Gesellschaft stehe. Wahrscheinlich werde sich der ganze Angriff der Leute des Edudu als Prügelei zwischen rivalisierenden Schwarzen herausstellen.— Spanien. Cabiz, 14. August. Wegen des Verbotes der Abhaltung einer Protest Versammlung gegen die Akzise kam es in Chiclana zu einem blutigen Zusammenstosi, bei welchem der Bürger- meister und ein Gemeinderat Verletzungen davontrugen. Die Bürgergarde gab Feuer, wodurch mehrere Personen verwundet wurden.— Balkan. Der griechisch-bulgarische Konflikt. Die bulgarische Regierung ist eifrig bestrebt, die Verantwortung für die Griechenmetzeleicn in Anchialo abzuwälzen. Au» Sofia wird vom 13. August be- richtet: Der Ministerrat beschloß, zur Verhütung weiterer antigriechischer Ausschreitungen die strengsten militärischen Maßnahmen zu treffen. Namentlich soll da« Militär angewiesen werden, auf die Exzedenten scharf zu schießen. Ferner bewilligte der Ministerrat für die obdachlos gewordene Bevölkerung von Anchialo den Betrag von 100000 Frank und die Absendung von Militärzelten. Indessen revanchieren sich die Griechen in Macedonien. AuS Konstantinopel wird vom 14. August gemeldet: Griechische Banden treiben noch immer ihr Unwesen. In der letzten Nacht hat eine au» etwa 30 Köpfen bestehende griechische Bande auf dem Meierhof Javorjan bei Saloniki acht Gebäude niedergebrannt und zwei Bulgaren und einen Kutzowallachen ent- führt. In derselben Nacht hat eine aus etwa 60 Köpfen bestehende griechische Bande in de», 20 Kilometer von Javorjan entfernten kutzowallachischen Dorfe Batapin mehrere Häuser nieder- Sebrannt; 6 Personen wnrdcn getötet und 4 Personen verwundet. nnige Mitglieder der Bande trugen türkische Militünlniformen. China. Verschleppungstaktik. Die Londoner„TimcS" meldet aus Peking vom 12. d. M., daß die Angelegenheit der englischen Eisenbahn in China eine sehr unbefriedigende Entwickclung nehme, da die chinesische Regierung hinsichtlich der drei im Sep- tember 1898 gewahrten Konzcssionen eine ausweichende und Hinder- nisse bereitende Haltung an den Tag lege.— GcwerkfcbaftUchee* Christliche Wohlfahrt. Der Ausstand der„christlich" organisierten Arbeiter und Arbeiterinnen der großen Papierfabrik von I. W. Zanders in Berg.-Gladbach bei Köln ist nach dreiwöchiger Dauer verloren gegangen, teils infolge der taktischen Ungeschicklichkeiten und der schwachen Kasse des„christlichen" Verbandes, teils weil es der Firma gelungen war, den Betrieb notdürftig aufrecht zu erhalten. Die„Westdeutsche Arbeiterzeitung", das Organ der katholischen Arbeitervereine Rheinland- Westfalens, nimmt den Ausgang dieses Kampfes christlich- organisierter Arbeiter gegen eine hochchristliche Firma zum Anlaß folgender Allsführungen: „Die Firnm hatte eS verstanden, eine» Teil der Arbeiterschaft durch sogenannte„Wohlfahrtseinrichtungen" in ein Abhiiiigigkcits- Verhältnis zu bringe». Einigen ist zur Erbauung eines eigenen Heimes ein Vorschuß von tausend Mark gegeben worden; andere glaubten in Rucksicht auf die versprochenen aber nicht ausgezahlten Prämien in der Höhe des zehnfachen TagelohnS(an die Arbeitswilligen!!) nicht mitstrcike» zu dürfen. In welcher Weise diese Vergünstigungen überschätzt werden, erhellt am besten aus folgender Gegenüberstellung: Im vergangenen Jahre wurden für die geplanten WohlfahrtS« einrichtungen 16 000 Mark verausgabt. Eine Lohn- erhöhung von nur 15 Pfennig den Tag hätte aber den Betrag von 40 000 Mark erfordert..." Die sozialdemokratische Presse hat die sogenannten Wohl- fahrtseinrichtungen seit je als Humbug gekennzeichnet, als Sand in die Augen der Oeffentlichkett und als Ketten an den Füßen kämpfender Arbeiter. Dafür, daß die sozialdcmokra- tische Presse diese Wahrheit ausgesprochen hat, ist sie ange- pöbelt und als hetzerisch bezeichnet worden, nicht zum mindesten auch aus den Reihen der Zentrumsblätter. Jetzt aber hat eine Zentrumsgewerkschaft es am eigenen Leibe fühlen müssen, wie sehr wir recht hatten. Berlin und Umgegend« ! Metallarbeiter! Die Kollegen von der A. E.-G., Schreibmaschinenfabrik, Huttenstr. 17/20, haben am Montag wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Wir ersuchen die Kollegen, den Betrieb zu meiden. Die Fabrik ist bis auf weiteres gesperrt. Deutscher Metallarbeiterverband, OrtSverwaltung Berlin. Zum Streik bei der Pakctfahrt. Nicht nur in Berlin, sondern auch in Breslau sucht die Paket« fahrtgesellschaft Streikbrecher, aber bisher ohne den gewünschten Erfolg. Die Arbeiter in Breslau seien gewarnt! Die Streikenden halten unter der umsichtigen Führung des Transhortarbeiter-VerbandeS wacker zusammen und finden unter den organisierten Arbeitern viel lvertvolle Unterstützung auch im kleinen. Auf folgende Firmen, die der Paketfahrt Dienste leisten, sei hiermit aufmerksam gemacht: Witte,«ckerstraße; L o b o w i tz k i, Gneisenaustr. 72; Hahn Nach f. Tornow. Cnvrystraße; B. H e r tz o g. Zinunerstraße; Zumb, Görlitzerstr. 45; Schone, Lohmühlenstraße; Wille, Rixdorf, Pannierstraße; Fiedler, Kohlengeschäft, Wassertorstr. 41 z Gertel, Kohlenhandlung. Prinzenstr. 18; Würfel, Kohlen- " Ausland. Handlung, Waffertorftr. 17; Drefener, Prinzenstr. 19; Dreisch, Wort„ Nichtraucher" beleidigt fühlten, und am Montag flagte sie Ihr Streifbrecherinnen!" Nun kann man doch nicht gut annehmen, Fennstr. 6; Schuride, Staligerstr. 35; Wiething, Grünfram- im Interesse eines Unternehmers, der sich getränkt fühlte, weil er der junge H. Habe die zwei Textilarbeiterinnen zur Teilnahme am händler, Liegnigerstr. 16; Ruppelt, Wrangelstraße, fährt 3 ung. als robust" bezeichnet worden war. Als„ Beleidiger" mußte der Streit veranlassen wollen, denn er stand im selben Moment, als er Die Versammlung der Rollkutscher am Montagabend bei bant Plazz nehmen, weil er in einer Streifversammlung gejagt baritätsgefühl keine Ahnung! Das Schöffengericht in Hof verurteilte Maurer Hermann Voigt vor dem Schöffengericht auf der Anklage- die angegebenen Aeußerungen machte, selbst als Streit brecher auf dem Gerüst und er hat bis heute vom Soli Keller in der Koppenstraße war eine große Demonstration zugunsten hatte: Dem robusten Unternehmer, Maurermeister den H. aber trotzdem wegen Vergehens gegen§ 153 zu drei Tagen des Streits bei der Paketfahrtgesellschaft. Der große Saal war Reichardt, müsse man einmal auf die Finger Gefängnis! dicht gefüllt, als gegen 10 Uhr die Versammlung eröffnet wurde. Polizei war auch zahlreich vertreten, aber Ruhe und Ordnung kommen." Zeuge Gendarm Bock, der in Burg in der Aue jene wurden bestens gewahrt. Auf der Bühne fand man hinter den Versammlung überwacht hatte, sagte aus, er habe in dem Worte Ein weiterer Schritt zur Einheit der Arbeiterbewegung. Kulissen einen Direktor der Paketfahrtgesellschaft, der begierig schien, robust eine Aufreizung und auch eine Beleidigung des Maurermeisters sich von der Größe und dem Geiste der Versammlung persönlich zu Reichardt erblickt, weshalb er die Worte fir zu Papier genommen borragendsten französischen Gewerkschafts- und GenossenschaftsAls solcher wird die in Aussicht genommene Mitarbeit der herüberzeugen. habe. Zeuge habe es auch dem Reichardt angemerkt, wie entführer an der„ Humanité" erachtet. Unter den ersteren befinden sich Der Redner des Abends, A. Werner, gab einen Ueberschieden dieser sich beleidigt gefühlt habe vor allem die Pouget, Latapie, Griffuelhes und Lenoir. Es ist blick über die Entstehung des Streits und die gegenwärtige ats Situation, wie sie die Leser des„ Vorwärts" aus den regeler ihm das verletzende Wort mitgeteilt habe. Der dies also gerade diejenige Richtung, welche der Partei direkt feindmäßigen Berichten kennen. Er legte Wert darauf, festzustellen, daß Staatsanwalt war so freundlich, gegen Voigt wegen Kränkung selig gegenübersteht. Hoffentlich wird die Macht der Verhältnisse er am legten Mittwoch noch zu Ünterhandlungen auf Freitag, den des Unternehmers 50 Mart Geldstrafe zu beantragen. Dem Ge- die anarchistelnden Nurgewerkschaftler zu der Ueberzeugung 10. August von der Direktion eingeladen worden war, während am richt schien die Geschichte denn doch über die Hutschnur zu gehen bringen, daß der gewerkschaftliche Kampf allein zu einer vollen Donnerstag eine leberrumpelung der Angestellten versucht wurde, und es sprach Voigt mit folgender Begründung frei:„ Das Befreiung der Arbeiterklasse nicht führen kann. Einstweilen aber halten die Genannten an ihrer antiparlamentarischen Auffassung die sich mit 5 M. Zulage zufrieden geben sollten. Zur größten Streifen und die Aufforderung dazu ist nicht verfest und sie bringen diese in einer Erklärung der„ Qumanité" leberraschung der Direktion scheiterte der Trick und der Streit boten. Es ist das gute Recht eines jeden Preußen, begann. Redner fritisierte scharf die Taktik der bürgerlichen Bresse, sich zu versammeln und in der Versammlung auch die meistens darauf gerichtet war, das Publikum gegen die Strei- ben Mund aufzutun. In dem Ausdruck„ robust" habe das fenden einzunehmen; er führte die Löhne an, welche die Streitenden erhielten, zeigte ferner das Verhalten der Polizei, Gericht unter feinen Umständen eine Beleidigung für den ganz auf Seiten der Paketfahrtgesellschaft stellt Unternehmer erblicken können. Die Kosten trägt die Staatskasse. und beleuchtete dann die Marschroute der Streiter im Fortgang Der Staat fönnte viel Geld sparen, wenn in solchen Fällen den des Kampfes. Sein Appell an die Rollkutscher aller Spediteure, Staatsanwälten, die solche Selagen einrühren, die Kosten auf teine Streitarbeit zu verrichten, fand den lebhaftesten Beifall der gebürdet würden. Versammlung. Folgende Resolution wurde angenommen: die sich der ziemlich schroff zum Ausdrud. Sie erachten den Kampf auf ge wertschaftlichem Boden als den eigentlichen Klassenkampf, dessen Klarheit hier in keiner Weise getrübt werde. Der Kampf soll nach ihrer Meinung auch in Zukunft außerhalb aller politischen an ständige Mitarbeit Schulen geführt werden. Ihre " Humanité" dürfte also keinerlei Hoffnung erwecken, daß eine AnPlatz greifen fönne. Wie schon oben bemerkt, ist dennoch zu näherung zwischen den Gewerkschaften und den politischen Parteien hoffen, daß mit der Zeit eine solche Annäherung zwischen der sozialistischen Partei und den Gewerkschaften auch in Frankreich vor sich gehen werde. Verfammlungen. Die am 13. August bei Keller versammelten Rollkutscher und Ein Lohnkampf gegen den deutschen Montantrust. Mitfahrer nehmen Kenntnis von dem Stand des Streits der Kollegen von der Paketfahrtgesellschaft. In Erwägung, daß die Auf dem Hüttenwerk Rote Erde" bei Aachen droht am Löhne der Paketfahrtangestellten unseren Zeitverhältnissen nicht im Donnerstag, den 16. August, ein etwa 850 Mann umfassender Teilmindesten mehr entsprechen und die geforderten Löhne bereits bei ausstand, auszubrechen. Die Arbeiter haben sich wiederholt an die allen übrigen Firmen dieser Branche gezahlt werden, in fernerer Direktion gewendet. Hier und da wurde auch durch Abstellung Erwägung, daß einerseits die Direktion der Baletfahrt diese Löhne Kleiner Mißstände etwas erzielt, im Laufe des Frühjahrs auch eine Die Sektion der Gips- und Zementbranche des hiesigen 8weignur ganz minimal aufbessern wollte, und andererseits dieselbe Direktion Kleine Lohnerhöhung für einzelne Abteilungen bewilligt. Gleich vereins des Maurerverbandes hat sich in zwei Generalversamm jede Verhandlung mit der Organisation abgelehnt hat, ist der Streit zeitig ging die Hütte dazu über, Arbeiter aus Oberschlesien heran- lungen mit einem Antrag der Gruppe der Zementierer beschäftigt, als voll und ganz berechtigt anzusehen. Die Versammelten zuziehen. Diese erhielten bedeutend höhere Löhne wie die Ein- wonach die Hülfsarbeiter der Zementbranche wieder in den sprechen ihren kämpfenden Kollegen ihre volle Sympathie aus und heimischen, obschon sie zumeist noch nie auf einem Eisenwerk ge- Maurerverband aufgenommen werden sollten und nicht mehr, wie versprechen, die Streifenden in moralischer als auch in materieller arbeitet hatten. Dazu kommt, daß die Hütte an qualifizierte Ar- es auf Grund eines Kartellvertrages seit dem 1. Januar dieses Beziehung zu unterstützen. Die Versammelten erklären weiter, beiter, Walzer, Schweißer usw. usw. geringere Löhne zahlt, als wie Jahres geschieht, dem Bauhülfsarbeiter- Verband überwiesen werjede Arbeit, die als Streitarbeit zu betrachten ist, strikt abzulehnen solche im rheinisch- westfälischen Industriegebiet, an der Saar, in den. In der ersten Versammlung entstand hierüber eine so lange und im Zweifelsfalle die Verbandsleitung zu befragen. Die Ver- Lothringen und in Buremburg üblich find. Im Laufe des vorigen und teilweise erregte Debatte, daß die Sache vertagt werden mußte. sammelten ersuchen ihre streifenden Brüder, in diesem gerechten Monats traten die Arbeiter wieder an die Werksleitung mit Forde- In der zweiten Versammlung, die am 10. August in den Industries Kampfe auszuharren, bis der progenhafte Standpunkt der Direktion rungen heran bezüglich des Lohnes, der Mittagspausen und der Festsälen stattfand, wurde die Sache jedoch kurz und ruhig erledigt. gebrochen ist und die Forderungen anerkannt sind." Art der Auslöhnung. Die Direktion gab teine Antwort. Dann Für den Antrag der Zementierergruppe wurden 72 Stimmen abIn der Diskussion wurde die Zwangsabrollung von den Bahn- reichten 869 Arbeiter die Kündigung ein. Die Direktion wandte gegeben, und dagegen mit 78 Stimmen auf Antrag einer erweiterten höfen lebhaft besprochen. Laut Kontraft mit der Bahnverwaltung sich mit einem Flugblatt an" ihre" Arbeiter, in welchem sie die Sigung des Sektionsvorstandes beschlossen, die Angelegenheit bis müssen die Güter von den Bahnen binnen fürzer Frist abgerollt Unterschriften( die Lohnforderungen und die Kündigungen waren zum Verbandstag des Maurerverbandes, der im nächsten Jahre werden. Ohne die Hülfe der anderen Spediteure kommt die Paket- schriftlich, auf Sammelbogen, von welchen der Direktion eine Ab- stattfindet, zurückzustellen. Hierauf verlas der Kassierer Derfel fahrt dadurch bald in große Schwierigkeiten. Folgender Antrag ge- schrift zugestellt wurde, erfolgt) als falsch, die Schriftstücke, zu deren die Abrechnung vom zweiten Vierteljahr. Die Einnahmen belangt zur Annahme: Prüfung feine Veranlassung vorliege, als anonyme Eingaben er- trugen 31 397,22 M., die Ausgaben 18 916,39 M., so daß ein Kassenflärte. Weiter berief sie sich auf die bereits erfolgten geringfügigen bestand von 12 480,83 M. übrig blieb. In der Diskussion über Aufbesserungen und betonte, daß eine Gewährung der gestellten die Abrechnung wurde ein Antrag gestellt, wonach die rückständigen Forderungen nicht erfolgen kann und nicht erfolgen wird." Eine Streitbeiträge unbedingt bis zum 1. Oktober dieses Jahres bezahlt halbstündige Frühstückspause und eine einstündige Mittagspause sein müssen. Der Antrag wurde gegen wenige Stimmen folle zur Einführung gelangen. Dieses wäre schon erfolgt, wenn genommen. Die in der Abrechnung aufgeführte Miete von 20 M. die Anlieferung der maschinellen Einrichtungen nicht durch die im Monat für das Arbeitsnachweislotal wurde von mehreren vielen meist erfolglosen Arbeitseinstellungen der Former und Rednern als zu hoch bezeichnet. Dem Kassierer erteilte die Geanderer Arbeiter der Maschinenfabriken sehr verzögert worden neralversammlung einstimmig Decharge. wäre."( Lettere Behauptungen sind direkt unwahr. D. B.) Dann Dann wurde über verschiedene Aufnahme- und Ausschlußwendet sich die Hüttenleitung direkt an unsere Arbeiterschaft, mit anträge verhandelt. Beschlossen wurde, die Kollegen Emil welcher die jeßige Verwaltung seit nunmehr 31 Jahren in Frieden Marquardt und Emil Volfmann gegen eine Buße von je 10 M., zusammengearbeitet hat, bis durch Verhekung und Vorspiegelungen und Hermann Runge gegen 20 M. Buße wieder aufzunehmen. die Ruhe und die Zufriedenheit gestört worden sind; wir ersuchen Die Bußen fließen in die Lokaltasse. Die Kollegen Schmoll und unsere alten Arbeiter, deren Väter und Großväter in früheren Blümel sollen von dem Tage, wo sie sich an der Bausperre be= Gestern bormittag hielten die Spediteure allein eine Kon Jahren, deren Söhne und Enkel jetzt ein im Vergleich zu allen teiligten, als wieder aufgenommen gelten. Ausgeschlossen wegen ferenz ab, um auf die Paketfahrtgesellschaft zugunsten eines anderen Gewerbszweigen gutes Auskommen in guten und schlechten Streifbruch, Affordarbeit oder anderer Bergehen gegen die Grundschnellen Friedensschlusses einzuwirken. Diese Bestrebungen Zeiten gehabt haben und jetzt haben, den Versprechungen und Ver- fäße der Organisation wurden: Otto Dietrich, August Krieg, August stießen zuerst auf Widerstand von seiten der Paketfahrtgesellschaft, die lodungen, welche von gewerbsmäßigen Hebern an sie herantreten, Hilgendorf, August Trebbin, Emil Marz, Julius Borolkiwicz und nicht mit dem Verband verhandeln möchte. Später gelang es der kein Gehör zu geben und nicht durch Kündigung ihres Dienstver: Oskar Gedicke. bermittelnden Tätigkeit des Kommerzienrates a to b, eine hältnisses ihren regelmäßigen Verdienst, die Sicherung der Zukunft Als Delegierte der Gewerkschaftskommission wurden Otto günstigere Antwort zu erhalten. Die Gesellschaft erbat sich für ihre Witwen und Waisen in Frage zu stellen." Dann wird an- Heese, Rudolf Grundmann und Wilhelm Lemm gewählt. Bedenkzeit bis zum nächsten Tage, Mittwoch vormittag 10 Uhr, ob gekündigt, daß, wenn die Zurücknahme der Kündigung nicht in fie in Unterhandlungen mit hinzuziehung eines Ber- einer, zur Aufrechterhaltung des Ofenwalzwerks und der Adjustage- Der Zentralverband der Steinarbeiter hatte am Freitagabend treters des Zentralverbandes eintreten wolle. Von betriebe genügenden Anzahl erfolge, nach Ablauf der Kündigungs- eine Mitgliederversammlung im Englischen Garten. Zum ersten dieser Entscheidung der Gesellschaft wird es also jetzt abhängen, ob frist alle Betriebe eingestellt und alle Arbeiter entlassen würden. Punkte der Tagesordnung, dem Stand der Aussperrung in Berlin Friedensunterhandlungen beginnen werden. Sollte die Ankündigung der Hütte sich bewahrheiten, so würden und des Streits im Muscheltalfgebiet, erklärte anschke, daß etwa 6000 Arbeiter davon betroffen. nichts Neues vorliege. Für die Ausgesperrten sei zum größten Teil Die Versammlung der Rollfutscher und Begleiter beauftragt die Verbandsleitung, bei dem Lokalverein der Spediteure darauf zu dringen, daß morgen, Dienstag, eine Sigung der Kommission der Spediteure und einer Kommission der Rollkutscher zur Frage der Zwangsabrollung Stellung nimmt. Sollte der Lokalverein weiter verlangen, daß die Rollkutscher Zwangsabrollung verrichten, so soll sofort eine neue Versammlung die weiteren Schritte beschließen." Werner gab bekannt, daß sich der Spediteurverein um eine Beilegung des Streits bemüht. Kommerzienrat Jakobs, Vorsitzender des Vereins, hat sich zur Vermittelung bereit erklärt, falls er schriftlich dazu aufgefordert würde, was von seiten der Arbeiter auch geschehen ist. Zentralverband der Maurer( Sektion der Gips- und Zementbranche). Hierdurch unseren Kollegen zur Mitteilung, daß sich bei der Rabikfirma Itner u. Conrad, Dennewißstraße 26, am 11. diefes Monats Zahlungsschwierigkeiten eingestellt haben. Ein Teil der dort beschäftigten Kollegen hat die Hälfte, ein Teil den dritten Teil und einige keinen Lohn erhalten. Wir geben dieses unseren Kollegen hiermit zur Kenntnis und warnen davor, bei der Firma in Arbeit zu treten. Zentralverband der Mauret. Achtung, Portefeuiller und Lebergalanteriearbeiter! Bei der Firma Golembiewski u. Lamberts, Martgrafenstraße 13, ist eine Einigung erzielt worden und haben die Kollegen die Arbeit wieder aufgenommen. Die Sperre ist hiermit aufgehoben. Verband der Portefeuiller. an= Die Arbeiter fordern für Schweiß- und Walzmeister 8 M., fue gesorgt. Er empfahl die Wiederaufnahme der Resolution, die schon alle anderen Stufen verhältnismäßig weniger bis herunter zu in den letzten beiden Versammlungen vorlag. Die Resolution 3,20 M.; für Adjustagearbeiter 10 Proz. Lohnerhöhung als Ersah lautet: für einen höheren Abzug, den man ihnen vor fünf Jahren bei Die versammelten Steinarbeiter erklären den in Bayern schwachem Geschäftsgange machte und den man„ bergas", ihnen, kämpfenden Brüdern ihre volle Sympathie und verpflichten sich, diewie versprochen, wiederzugeben. Die Hütte sagt, sie könne nicht selben nach jeder Richtung tatkräftig unterſtüßen zu wollen. Ins bewilligen. Die deutsche Eisenindustrie umfaßt fein Unternehmen. besondere verpflichten sich die Kollegen, jede Streitarbeit, welches so folossale Gewinne abwirft wie der„ Aachener Hütten- sowie auch das Versehen halbfertiger Arbeit bis zur Erledigung der Aftien- Verein". Seit 1889 bis 1906 zahlte die Gesellschaft ster3 Differenzen zu unterlassen." Dividenden von 10 bis 50 Prozent. Im letzten Jahrzehnt betrug Es wurde darüber Klage geführt, daß nicht immer strikte in fie immer 20, 25, 30, 35, 40 und 50 Prozent. Die Abschreibungen dieser Weise verfahren worden ist, besonders was halbfertige Arbeit gingen jährlich in die Millionen; das Aktienkapital wurde mehr- betrifft. mals erhöht bis auf 11 Millionen Mark. Bei der Gründung des Die Erhöhung der Beiträge von 60 Pf. auf 70 Pf. wurde in Montantrusts wurde der Hüttenverein mit 31 Millionen in Ansatz geheimer Abstimmung mit 113 gegen 106 Stimmen verworfen; gebracht; die neuen Aktien. standen an der Börse auf 230. Rechnet 6 Stimmen waren ungültig. Verschiedene Unterstützungsgesuche man das Ergebnis der letzten zwei Jahrzehnte, so ergibt sich, daß wurden im zustimmenden Sinne erledigt. Für die ausgesperrten die Aktionäre in der Zeit reichlich siebenmal ihr Kapital zurück er- Lithographen und Steindrucker wurden je 50 Mart bewilligt. hielten, unterdes der Wert der Hütte auf dem Aktienmarkt auf 72 Millionen gestiegen ist. Die Berliner Herrenkonfektionsschneider( Handnäher, Bügler, Stepper usw.), die bei Zwischenmeistern der Stapelfonfettion in Arbeit stehen, hielten am Montagabend eine startbesuchte VersammTung in den Musikersälen, Kaiser Wilhelmstraße, ab, um zu der Frage der Einführung der 10stündigen Arbeitszeit im Beruf Stellung zu nehmen. Das Referat hielt Schertel- Stettin, welcher Pro Kopf der Beschäftigten erzielte die Gesellschaft im Jahre M. sich unter anderem erklärte, daß die Verkürzung der Arbeitszeit eine 1004 einen Reingewinn von 600 92, und im Jahre 1900 belief fid Letzte Nachrichten und Depefchen. der wichtigsten Fragen für die gesamte Herrenkonfektionsschneiderei bilde; wie ihm mitgeteilt sei, betrage die Arbeitszeit in Berlin noch 11, 12 und mehr Stunden, da müsse Wandel geschaffen werden. Schließlich wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die heutige Schneiderversammlung erklärt die derzeitigen Arbeitsbedingungen in der Stapelkonfektion für unhaltbar und sieht in der Verkürzung der Arbeitszeit auf 10 Stunden das Ziel, dem auf dem nächsten Wege zuzustreben ist. Die Versammelten verpflichten sich, tätig zu sein, um die noch fernstehenden Kollegen dem Verbande zuzuführen, ersucht aber gleichzeitig die Ortsverwaltung, die vorbereitenden Schritte möglichst sogleich einzuleiten, um in Kürze die Forderung der zehnstündigen Arbeitszeit stellen und durchführen zu können." Folgende Zuschrift erhalten wir: der Reingewinn pro Kopf der Arbeiter gar auf 945 M.! Und diese Gesellschaft erklärt, teine 10 Prozent Lohnerhöhung zahlen zu können, erflärt sich eher bereit, den ganzen Betrieb still zu legen, als den Arbeitern anständige Löhne zu zahlen! Der Aufsichtsrat der Hütte läßt erflären, daß er mit den. Maßnahmen der Verwaltung einverstanden sei; der Verein mit dem langen Namen in Düsseldorf hat sich solidarisch erklärt. Er will dem Montantrust helfen, die Arbeiter niederzufnütteln. Die Herren haben das Kampfobjeft richtig erfaßt. Er geht um all die tausende Arbeiter, die in den Hütten Mehrwert schaffen. Sie für die Organisation gewinnen, in ihr kämpfen und siegen zu lernen, haben die Gewerkschaften sich angeschickt. Die Eisenfönige wollen es hintertreiben. Sie werden sich überzeugen müssen, daß hier ihre Millionen berfagen. Ein Telegramm meldct noch: Zu dem Artikel in Ihrem Blatte Nr. 187 bom 14. Auguft cr., die Werkzeugmacher von Gillischewsti betreffend, bitte ich folgende Erklärung in Ihrem Blatte gefälligst aufnehmen zu wollen. Die Firma Gustav Gillischewski, Uferstraße 5, die wart" meldet, bekannt gegeben, daß auf seine Aufforderung hin zu meinen Kunden zählt, hat das Inserat wegen Annahme von Werkzeugmachern unter meiner Firma einrüden lassen, ohne mich davon vorher in Kenntnis zu fehen; ich selbst habe mit dieser Angelegenheit absolut nichts zu tun. Otto Siemund, Eisenwarengeschäft, Reinickendorferstraße 78. Deutfches Reich. Bei der Kaminbaufirma Hof in Frankfurt a. M. haben fämt liche Maurer die Arbeit eingestellt. Zuzug nach deren Bauten in Frankfurt, Kaiserslautern, Essen, Buzbach, Griesheim a. M. ist fernzuhalten. Das Streifen sogar in Halle nicht verboten! Die Staatsanwaltschaft in Halle klagte jüngst bekanntlich im öffentlichen Interesse für Arbeitswillige, die sich durch das Berantw. Redakt.: Carl Wermuth, Berlin- Rigdorf. Inserate perantw.: Unwetterschäden. Solingen, 14. August.( W. T. B.) Ein schweres Unwetter ist heute nachmittag über Solingen und Umgebung niedergegangen und hat namentlich in dem südlichen Stadtteile mehrfachen Schaden angerichtet. In Schaberg stürzte infolge des heftigen Sturmes das Stationsgebäude ein, wobei mehrere Personen durch Glassplitter verlegt wurden. In Dorperhof wurde ein 13jähriger Knabe unter den Trümmern eines einstürzenden Hauses begraben und getötet, ein anderer schwer verletzt. In Müngsten wurden die städtischen Anlagen start beschädigt. Auch aus anderen Orten sind Meldungen eingelaufen, daß Häuser zusammenstürzten und Bäume entwurzelt wurden. Aachen, 14. August.( B. H.) Ein kurzes, aber äußerst heftiges Gewitter entlub sich heute nachmittag gegen 3 Uhr über Aachen und Das Hüttenwert Rote Erde" hat, wie das Echo der Gegen- 11mgegend. Es herrschte während dieser Zeit fast vollständige Dunkelheit, so daß man in den Wohnungen Licht anzünden mußte. nicht genügend Arbeiter ihre Kündigung zurückgenommen haben, Der Blizz schlug mehrere Male ein, hat aber nennenswerten um das Walzwerk in Betrieb zu halten. Infolgedessen werden am, Schaden nicht angerichtet, um so größeren jedoch die hernieder. 16. d. M. das Thomas- Stahlwert, das Siemens- Martin- Stahlwert strömenden Wassermassen, die in solchem Umfange Aachen seit einem sowie die Schlackenmühle nebst Kesselanlagen und der Maschinen- jahrzehnt nicht erlebt hat. Biele Straßen waren über Trottoir. betrieb stillgelegt werden. Wie weit die übrigen Arbeiter in den höhe überschwemmt, infolgedessen auch zahlreiche Keller und Unter nächsten Wochen beschäftigt werden können, lasse sich noch nicht häuser. Die Feuerwehr wurde von zahlreichen Stellen aus gleich. übersehen. Infolgedessen habe das Wert auch diesen Arbeitern zeitig alarmiert. zum 31. d. M. ihre Kündigung zugestellt. Schablose Bombe. Riga, 14. Auguft.( B. S.) In der vorigen Nacht wurden in Etwas ganz Sonderbares vom 153. Jn of streiften vor der vornehmen Weinstube von Schwarz im elegantesten Stadt einiger Zeit die Maurer und die Textilarbeiter zu gleicher Zeit: viertel durch eine Byrorilinbombe sämtliche Fensterscheiben zece Der 18 Jahre alte Maurer Henselmann rief eines Tages zwei trümmert. Es wurde niemand verwundet. Streitbrecherinnen von der Teppichfabrit vom Gerüst aus zu: Schellen sollten sie Euch naufbauen, nausschmeißen sollten sie Euch, " E. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Berlaasanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 188. 23. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. littwoch, 15. Auguft 1906. Verbandstag der Schneider. solle, dann müßten die gehässigen Angriffe auf die Gewerkschafts- lung sei nicht politisch organisiert. Von allen könne man das nicht führer in der Parteipresse eingestellt werden. Die Maifestnummer fagen. Dies müsse ausdrücklich bemerkt werden, damit es später der Fachzeitung" hätte besser ausgestaltet werden können, es nicht heiße, hier sei die ganze Berliner Filiale als eine Indianers müsse auf die kulturelle Bedeutung der Maifeier hingewiesen werden. Horde hingestellt worden. Weiter ging der Redner auf die einzelnen Der nächste Redner meinte, die Ausführungen Kämings ge- Beschwerden ein und schloß mit der Bemerkung, er sei mit der hier börten eigentlich nicht hierher, sondern in eine Berliner Partei- geübten Kritik, die sehr anregend war, durchaus zufrieden. Er habe versammlung. Sas Fachblatt" stets im sozialdemokratischen Sinne geleitet. " = Sista Worms hält die Stellung der Fachzeitung" zum Vorwärts"-Konflikt für berechtigt. Wenn Berlin, 14. August. Die heutige Sigung begann mit der Fortsetzung der Diskussion Aber den Vorstandsbericht. Dieselbe bewegte sich im allgemeinen in denselben Bahnen wie die gestrigen Debatten. Unter anderem wurde eine regere Agitation in der Branche der Damenschneiderei gewünscht. Weiter wurde bemerkt, daß die Agitation und Organifation in Oberschlesien nicht den Erwartungen entspreche. Mit Bezug den von Käming vertretenen Standpunkt" und billigt es besonders, Schädlich- Hamburg teilt in der Vorwärts"-Angelegenheit Hierauf sagte der Verbandskassierer Käming: Das Arbeiterfekretariat in Kattowig, welches die Generalkommission aus den daß die Fachzeitung" schnell Stellung genommen habe. Mitteln aller Gewerkschaften unterhält, habe für die Agitation unter dabei über die Schnur gehauen worden sei, so schade das nicht. den Schneidern nichts getan, der Verband sei deshalb mit weiter sagte der Redner: Wir in der Provinz, um in der Ausdem Arbeitersekretariat durchaus unzufrieden. Man drucksweise der Berliner zu reden, haben die Auffassung, daß der habe schon den früheren Sekretär ersucht, für die KonfektionsVorwärts" die Lokalisten geradezu verhätschelt und dadurch großen schneider in Kattowiß und Beuthen etwas zu tun; er habe geant- Schaden in der Gewerkschaftsbewegung anrichtet. Sabath Berlin( Redakteur der Fachzeitung") schloß sich hinwortet, er werde die Sache im Auge behalten. Dabei sei es gesichtlich der„ Vorwärts"-Angelegenheit den Ausführungen Stämings blieben. Auch der jetzige Sekretär habe auf das Ersuchen des alt. Schneiderverbandes nichts getan. Er habe die Sache so lange im Was er in dieser Angelegenheit in der Fachzeitung" gebracht Auge behalten, bis die Christlichen in Kattowiz und Beuthen alle habe, das sei seine ehrliche Ueberzeugung, die er als Gewerkschaftsorganisationsfähigen Schneider für sich gewonnen hatten, so daß beamter und Gewerkschaftsführer zu vertreten für seine Pflicht halte. mur folche Elemente übrig geblieben seien, für die sich der Verband Wenn sich ein solcher oder ein ähnlicher Fall wiederholen sollte, vielleicht bedanken werde. Die Generalfommission müsse Gewicht werde er die gleiche Stellung einnehmen. Wenn ihm zum Vorwurf darauf legen, daß die von ihr angestellten Sekretäre auch den be- gemacht werde, daß er den Artikel der Generalfommission aufgerechtigten Wünschen der Gewerkschaften Rechnung tragen und nicht fommission sei und deren Artikel sich mit seiner eigenen Meinung nommen habe, so bemerke er, daß er doch Mitglied der Generalnur die Sache im Ange behalten. Nach Schluß der Debatte wurde dem Vorstande Decharge er- decke. Durch die Vorwärts"-Angelegenheit sei eine gewerkschaftliche teilt und ein Antrag angenommen, welcher besagt, daß den Lokal- Frage berührt, deshalb habe die Generalfommission als oberste gebeamten, die eine erfolgreiche Tätigkeit entfaltet haben, Zuschüsse habe durchaus nicht die Absicht gehabt, der Partei Knüppel zwischen werkschaftliche Instanz dazu Stellung nehmen müssen. Redner aus der Verbandskasse zu gewähren sind. Der nun folgende Punkt der Tagesordnung lautet: Bericht über die Presse. Bohn- Berlin erstattete den Bericht namens der Preßkommiſſion. Dieselbe hatte sich außer mit Dingen mehr geschäftlicher Natur auch mit der Haltung der Fachzeitung" im Vorwärts"-Konflikt zu beschäftigen. Die Preßkommission hat eine Resolution angenommen, welche auf das entschiedenste protestiert„ gegen die einseitige Stellung nahme in den Nummern 44 und 45 der Fachzeitung" zu dem Konflift der ausgeschiedenen Vorwärts" Redakteure tontra Parteivorstand und Preßkommission." Diese Angelegenheit nahm auch in der Diskussion einen breiten Raum ein. 0 Weider Leipzig( Gauleiter) fagte, nach dem Kölner Gewerkschaftstongreß habe man von gewisser Seite in einer Weise über die Gewerkschaften geurteilt, die nicht schön war. Dagegen mußte die Fachzeitung" Stellung nehmen und das habe sie in einer Weise getan, die durchaus gebilligt werden könne. Mit der Haltung der Fachzeitung" zum Vorwärts"-Konflikt erklärte sich der Redner nicht ganz einverstanden, es wäre praktischer gewesen, wenn die Fachzeitung" den Artikel der Generalfommission nicht abgedruckt hätte, denn das sähe so aus, als ob die Redaktion der Fachzeitung" teine eigene Meinung habe. Pagold Leipzig wandte fich gegen die Behandlung der Mais feier in der Fachzeitung". Es genüge nicht, daß nur kurz vor der Maifeier über dieselbe etwas gebracht werde, sondern auch zu anderen Zeiten müsse die Redaktion auf die Bedeutung der Maifeier hinweisen. Den Versimpelungsversuchen der Fachzeitung" in der Frage der Maifeier, des Massenstreits, müsse man entgegen treten. Zwei andere Redner führten aus, daß sie die Haltung der Fachzeitung" in der Vorwärts"-Angelegenheit nicht billigen fönnen. Joseph Dresden bezeichnete die Maifestnummer der Fachzeitung" als fläglich. Außer einem Gedicht sei kein Wort über die Bedeutung der Maifeier gebracht worden. Unter der früheren Redaktion sei es in dieser Hinsicht besser gewesen. In der„ Vorwärts" Angelegenheit stellt sich der Redner prinzipiell auf den Standpunkt des Redakteurs, er betont jedoch, der Redakteur hatte kein Recht, eine so scharfe Kampfesstellung gegen den Parteivorstand einzunehmen, das hindere die Ausbreitung der politischen Organisation unter den politisch noch indifferenten Mitgliedern. Havertamp- Bremerhaven meinte, mit den Artikeln zum Vorwärts"-Konflikt habe die Fachzeitung" der Partei Knippel zwischen die Beine geworfen und den sozialdemokratischen Mitgliedern des Verbandes einen Schlag ins Gesicht versetzt. " = V " Wenn un " Ein Berliner Delegierter erklärte zu Ritters Bemerkung: Stühmerfei nicht in der Versammlung niedergeschrien worden, nur eine Aeuße neten Kollegen seien meist politisch organisiert.. rung von ihm habe Unruhe hervorgerufen, die als Schreier bezeich Ritter bemerkte, er habe natürlich nicht die Berliner Mitgliedschaft beleidigen, sondern nur ausdrücken wollen, daß die in jener Versammlung herrschende Leidenschaft eine ruhige sachliche Erörterung nicht aufkommen ließ. Damit war die Debatte beendet, es folgte die Abstimmung über die vorliegenden Anträge. Eine Resolution der Filiale Leipzig, welche besagt, der Verbandstag möge der Redaktion der Fachzeitung" seine Weißbilligung über ihre parteiische und unberechtigte Haltung in der Vorwärts"-Frage aussprechen, wurde mit 53 gegen 27 Stimmen abgelehnt. Angenommen wurde ein Antrag Leipzig des Inhalts, daß die Fachzeitung" zur Maidemonstration Artikel in befürwortendem und anfeuerndem Sinne zu bringen hat. Ferner wurde beschlossen, den Redakteur von den Expeditions. damit mehr Raum für politische und gewerkschaftliche Zwecke gearbeiten zu entbinden und die Filialberichte mehr einzuschränken, wonnen wird. Der Preßkommission wurde gegen eine Stimme, dem Redakteur gegen drei Stimmen Entlastung erteilt. Damit schloß die heutige Sigung. Hus der Partei. Das Protokoll der Gewerkschaftskonferenz. die Beine zu werfen oder den Parteivorstand in Mißkredit zu bringen. Es handele sich auch nicht um eine Einmischung in Berichtigung. Nicht 48, wie in dem gestrigen Bericht steht, Parteiangelegenheiten, sondern um Stellungnahme gegen die Art, sondern 78 Delegierte sind auf dem Verbandstage anwesend auswie man den„ Vorwärts"-Konflikt zu lösen versucht hat. Dagegen schließlich der Vertreter der Verbands- und Gauleitungen. weil die mußte schon deshalb Stellung genommen werden, Unternehmerorgane diese Angelegenheit auszumußen juchten, indem sie sagten, man werde bei Lohnbewegungen die Vertrauensleute der Arbeiter zurückweisen, denn man könne sich ja darauf berufen, daß der Parteivorstand den Redakteuren das Recht bestritten habe, bei den Besprechungen über ihre Entlassung mitzureden. verantwortliche Leute in der Parteipresse gegen gewerkschaftliche Annehmen, dann werden auch die Die Parteipresse ist dabei, das Protokoll ihren Lesern zu vers gelegenheiten Stellung Gewerkschaftsmitglieder als Barteigenossen das Recht haben, zu mitteln. Die größeren Blätter:" Hamb. Echo"," Sächs. Arbeitersolchen Angelegenheiten wie der Vorwärts"-Konflikt Stellung zu zeitung", drucken den ganzen Inhalt des vom Vorwärts" veröffentnehmen. Zur Maifeier führte der Redner aus, er sei keineswegs lichten Teils des Protokolls ab, die Leipz. Volkszeitung" legte ihn ein Gegner der Maifeier, aber die gegenwärtige Form derselben ihrer Montagsnummer als besondere Beilage nach Art der„ Vorhalte er nicht für die richtige. Die große Masse der Arbeiter in der wärts"-Beilage bei. Einige Parteiblätter werden diesem Beispiele Großindustrie könne noch nicht an die Durchführung der Arbeitsruhe denken. Es müsse eine Form gefunden werden, die allen Arbeitern folgen. Kleinere Organe suchen sich mit Auszügen zu helfen. Die Bergische Arbeiter stimme" aber fordert den die Teilnahme an der Maifeier ermöglicht. Parteivorstand auf, das Protokoll allen Genossen zugänglich zu machen. Sie schreibt: Nach einer kurzen Pause begrüßte der Vorsitzende den Kollegen Matthias London, der als Vertreter des englischen Schneiderverbandes erschienen ist. Matthias London, der nunmehr das Wort erhielt, sagte, er wünsche, daß er von dem Geiste, der hier herrsche, und von dem Leben, welches die deutsche Organisation beseele, etwas auf die englischen Kollegen übertragen könne, bei denen das Klassenbewußtsein erst wenig entwickelt sei. Der Redner gab eine furze Schilderung von den Verhältnissen der englischen Schneiderorganisation. Früher habe dieselbe nur gelernte Maßschneider aufgenommen, in lezter Zeit sei sie aber dahin gekommen, auch die ungelernten Konfektionsarbeiter aufzunehmen und gegen das bekannte Schwigsystem der Zwischenmeister vorzugehen. Von den Konfektionsarbeitern im Ostende von London seien 9000 männliche und 1000 weibliche im Schneiderverbande organisiert. Hierauf wurde die Debatte über die Presse fortgesetzt. Schmidt Kassel billigt die Haltung der Fachzeitung" zum Vorwärts"-Konflikt und meint, die Kollegen, welche gegenteiliger Meinung sind, seien durch die Parteiblätter in ihren Orten suggeriert worden. Ernst Stettin kritisierte die Haltung der Fachzeitung" im allgemeinen, dieselbe stehe nicht mehr auf der Höhe, sie lasse die entschiedene Bertretung des Standpunktes der modernen Arbeiterbetvegung bermissen. = Wir fühlen uns P " fo " " Es ist für ein kleineres Parteiblatt ummmöglich, ein derart umfangreiches Protokoll vollständig wiederzugeben. Soll daher die Veröffentlichung nicht lediglich den Abonnenten der großen Barteiblätter zugute kommen, so muß dafür gesorgt werden, daß das Protokoll durch die politischen Organisationen allen Interessenten innerhalb der Partei fostenlos zugestellt werden kann. Wir hoffen, daß der Parteivorstand bereits entsprechende Maßnahmen vorbereitet, Ebenso schreibt die Geraer„ Neußische Tribüne": Es wörtlich zum Abdruck zu bringen, dazu reicht der Raum unseres Blattes nicht entfernt aus. Es ist aber anzus nehmen, daß der Parteivorstand, nachdem nun einmal die Vers öffentlichung erfolgt, das Protokoll als Broschüre herausgibt, so daß es jedermann zugänglich ist...." Kritische Bemerkungen bringen bis jetzt nur wenige Blätter. wir werden darauf zurückkommen, wenn die Aeußerungen zahlreicher geworden sind. Auch im deutschen Parlament hat es schon manche Zukunftsstaatsdebatte gegeben, die zur Weiterverbreitung unserer Weltan schauung Grhebliches beitrug. Aber zwischen diesen Zukunftsstaatsdebatten und denjenigen, die wir im nachfolgenden aus dem französischen Parlament in freier, möglichst volkstümlicher und unserem politischen Sprachgebrauch angepaßter Uebersehung wiedergeben, bestehen doch beträchtliche Unterschiede. Parteiliteratur. Jm Verlage der Buchhandlung der Frankfurter Boltsstimme" ist soeben erschienen: Die Zukunftsstaatsdebatten im französischen Parlament. Reden Stühmer- Berlin: Hier könne man ja über die Vorwärts- von Jaurès, Vaillant und Clémenceau in der Deputiertenkammer Käming Berlin führte aus, es wäre ihm lieber gewesen, Angelegenheit reden. In einer Berliner Mitgliederversammlung sei Juni 1906. Uebersezt von May Duard. Preis 10 Pf. wenn Sabath als Redakteur der Fachzeitung" feine eigene Meinung ihm durch Lärm das Weiterreden unmöglich gemacht worden. Der Der Zweck der Schrift erhellt am besten aus dem vom Ueberzum Vorwärts"-Konflikt gesagt hätte. Die Aufnahme von Wasch- Redner ging in längeren Ausführungen auf die Haltung der Gewerk- sezer geschriebenen Vorwort, das also lautet: zetteln könne er nicht billigen, er wünsche, daß die General- schaftspresse zum Vorwärts"-Konflikt ein, und schloß sich im alltommission nicht wieder solchen Weg beschreite. Dagegen müffe gemeinen dem Standpunkt an, den Käming und Sabath vertreten aber gesagt werden, daß diejenigen daneben geschoffen hätten, hatten. Niemand habe daran gedacht, der Partei Stnippel zwischen sagte der Redner welche meinen, die Vorwärts"-Angelegenheit sei eine Parteifache die Beine zu werfen. und gehe die Gewerkschaften nichts an. Wer diesen Standpuntt fehr als Parteigenoffen, daß uns nichts ferner liegt, als der Sozial vertritt, der möge sich zuerst an diejenigen wenden, welche als demokratie, der wir angehören und deren Bestrebungen wir als Parteigenossen ihre Nase in alle gewerkschaftlichen Angelegenheiten Parteigenossen fördern, Verlegenheiten zu bereiten. Wir können Stecken. Nach dem Kölner Gewerkschaftstongreß sei man in der aber auch nicht anerkennen, daß die Gewerkschaften ihre Maßnahmen Im deutschen Reichstag stoßen wir entweder auf KleinbürgerParteipresse gegen die Gewerkschaftsführer mit einer Gehässigkeit so einrichten sollen, wie es dem Parteivorstand und dem einen oder liche Liberale, die noch nicht einmal das Abc der Demokratie be vorgegangen, die einer besseren Sache würdig wäre. Es sei nicht anderen Parteiredakteur gefällt. Weiter führte der Redner aus, griffen und noch viel weniger jemals geübt haben, am letzten gegen wahr, daß die Gewerkschaftspresse den„ Vorwärts" fonflift als eine die Gewerkschaften hätten geradezu die Pflicht gehabt, sich gegen den eine Umstürzler" partei, wie die sozialistische; oder wir treffen auf rein gewerkschaftliche Angelegenheit hingestellt habe. Nur gegen die Art, Herrenstandpunkt zu wenden, den der Parteivorstand vertrat, als er bornierte ostelbische Krautjunker und ihre geistliche Schußtruppe, wie ber, Borwärts" fonflitt gelöst wurde, habe man sich auf gewerkschaft- den Redakteuren das Recht absprach, über ihre Kündigung gehört die Pfaffen, die eine Diskussion über moderne Entwickelungsrichlicher Seite gewandt, denn diese Lösung habe die Grundsäge verlegt, zu werden. tungen gar nicht wollen, auch gar nicht führen können, und brutale Ritter Berlin führte aus, er teile nicht den Standpunkt der Gewalt immer noch für das einfachste und erfolgreichste Mittel welche die Gewerkschaften beachtet sehen wollen, wenn es sich um Solche Dinge, wie Berliner Mitgliedschaft, welche die Fachzeitung" wegen ihrer Haltung im gegen den Sozialismus halten. Die letteren beiden Mächte bedie Lösung von Arbeitsverhältnissen handelt. sie sich beim„ Vorwärts"-Konflikt abgespielt haben, seien nur möglich" Vorwärts"-Konflikt angegriffen. Die Leidenschaft habe in Berlin eine herrschen unsere deutsche Regierung. Was dagegen den Zukunftsunter dem Einfluß des Berliner Milieus. Hier habe man es zu tun ruhige Erörterung dieser Angelegenheit unmöglich gemacht. Das sei staatsdebatten im französischen Barlament ihren eigenen Reiz ver= mit einer anarcho- sozialistisch lokalistisch radikalistischen Schieber- ein Zeichen für den Tiefstand der Berliner Kollegen. Ein Indianer- leiht, das ist die Tatsache, daß unsere Genossen dort mit einer tolonne unter Führung von Kater und Friedeberg. Immer, wenn geheul habe den Kollegen Stühmer gehindert, in der Berliner Mit- immerhin weiter als der unserigen politisch ausgebildeten bürgerdiese Schieberkolonnen Quartal abhalten, werde ein Gewerkschafts- gliederversammlung seine Ansicht über den Vorwärts"-Konflikt zum lichen Demokratie und Großbourgeoisie sich auseinandersetzen, die Diese Schiebertolonne habe auch Ausdruck zu bringen. Diejenigen, welche das Indianergeheul an- erstens einmal sich im Gegensatz zur ohnmächtigen deutschen die Reführer am Spieße gebraten. großen Einfluß in der Berliner Parteibewegung, und daraus stimmten, seien weder politisch organisiert noch Leser des„ Borwärts", gierungsgewalt erkämpft und dieselbe soeben noch durch das große Tasse sich vieles erklären. Es sei zu bedauern, daß man sie hätten also am allerwenigsten ein Recht gehabt, über die Vor- Werk der Trennung von Kirche und Staat gegen die Herrschaft von Von den 2000 lokalistischen Weihwedel und Säbel gefestigt hat, und die außerdem nicht schlecht-. in der Partei nicht längst gegen diese Elemente Stellung wärts"-Angelegenheit zu urteilen. Die Tonart, welche ein Teil der Zimmerern in Berlin seien 300 politisch organisiert weg davon ausgeht, die Entwidelung zum Sozialismus zu leugnen. genommen habe. das sei eine Gewerkschaft derjenigen Richtung, die Natürlich ist sie dennoch durch und durch kapitalistisch, und der Parteipresse gegen die Gewerkschaftsführer angeschlagen habe, sei und des Radikalismus aufspielt. Hätten denn Gegensatz zwischen kapitalistischer und antikapitalistischer Weltnicht zu billigen. In der Gewerkschaftspresse werde nicht gegen die sich als Vertreter Parteiführer Stimmung gemacht. Aber ein Teil der Parteipresse diese Leute ein Recht, sich als Wächter der Parteigrundsäge zu ge- anschauung durchzieht deshalb auch diese Geistestämpfe. Aber die Die Gewerkschaften müßten sich dagegen verwahren, Gegner kommen sich doch schon viel näher als bei uns. Man streitet mache es sich zur Aufgabe, bei den Mitgliedern der Gewerkschaften bärden? gegen deren Führer Stimmung zu machen in einer Weise, die an daß sie als ein Viertel und die andere Seite als drei Viertel be- bereits um Uebergangsmaßregeln und ernsthaft um das Tempo der Brunnenvergiftung grenze. Wie die Parteibewegung, so könne auch trachtet werden. Wenn die Sozialdemokratie in den letzten Jahren Entwickelung, die bei uns womöglich völlig geleugnet wird. Alle die Gewerkschaftsbewegung nur dann gedeihen, wenn Ver- so große Erfolge zu verzeichnen hatte, fo sei das der Tätigkeit der diese Unterschiede in Sache und Form machen die grundsätzliche trauen zwischen den Mitgliedern und den Führern herrscht. Gewerkschaften mit zu verdanken, denn sie haben die Arbeiter auf- Erörterung aus den Junitagen von 1906 in der französischen Die anarcho- sozialistisch lokalistische Richtung habe allerdings geklärt und sie für die sozialdemokratischen Ideen empfänglich ge- Kammer zwischen den Führern der geeinigten und gekräftigten ein Interesse, dies Vertrauen zu stören. Da diefe Richtung macht. Sozialdemokratie und den Vertretern der großbürgerlich- demokratis Einfluß den auf Im weiteren Verlauf der Debatte erklärten sich noch mehrere schen Regierung, die weiß, daß sie auf dem von der großen Revohabe, es erklär ſo ſei lich, wenn man auf gewerkschaftlicher Seite dagegen vorgeht. In Redner für, andere gegen die Haltung der Fachzeitung" im„ Bor- lution von 1789 geschaffenen Boden steht, besonders anziehend und Im übrigen wurden noch Beschwerden aus lehrreich. Hinzu kommt der eigene Reiz der Lage, der darin Berlin gebe es eine Anzahl von Nurparteigenossen, die nicht wollen, wärts"-Konflikt. daß Gewerkschaftler überhaupt mitreden in Barteiangelegenheiten. einzelnen Orten vorgebracht, die sich auf Einsendungen und Artikel besteht, daß sich eine Sozialdemokratie mit der regierungsfähigen Immer fei es die anarcho- sozialistisch- lokalistische Schiebertolonne, über örtliche Gewerkschaftsangelegenheiten, Versammlungsberichte und bürgerlichen Demokratie auseinandersetzt, die noch bis vor kurzem in förmlichem Verein mit dem radikalen Bürgertum die Grundwelche in dieser Richtung arbeitet. Die von jener Seite veranlaßte dergleichen beziehen. Bohn- Berlin, der als Vertreter der Preßkommission das lagen der bürgerlichen Freiheit gegen die Reaktion verteidigen und gegenwärtige Debatte über Partei und Gewerkschaft sei nicht dem Unwillen über das, was zwischen Parteivorstand und General- Schlußwort erhielt, trat der Auffassung entgegen, daß die Lokalisten befestigen half, nun aber, nach Gelingen dieses Werkes, sich als tommiffionverhandelt wurde, zuzuschreiben, sondern dem Aerger darüber, durch den Vorwärts" verhätschelt würden. Die Lokalisten würden neu geeinigte und von den bürgerlichen Parteien getrennte prole= daß zu jenen Verhandlungen tein Vertreter der anarcho- sozialistischen nicht begünstigt, man könne ihnen aber anderenfalls den Vorwärts" tarische Klaffenpartei konstituiert hat. Sie richtet jetzt an den Richtung hinzugezogen worden sei. Man könne es dem Partei- nicht sperren, so lange sie Parteigenoffen seien. Die Organisation früheren bürgerlichen Kampfesgenossen, dem sie in den Sattel gea borstand nicht vergeben, daß er mit den Gewerkschaftlern vom der Lokalisten gehe ja immer mehr zurück, es bedürfe nicht des Ein- holfen hat, die erste Frage danach, ob er stehen bleiben oder wenig= In der Vorstens die Wege von der bürgerlichen zur sozialistischen Demokratie Engel- Ufer an einem Tische gesessen habe. Im Vorwärts" werde greifens der Partei, um sie unschädlich zu machen. diese Richtung geradezu begünstigt. Mit Behagen nehme der Vor- wärts"-Angelegenheit vertrat der Redner nochmals den Standpunkt ebnen wolle. Und die Antwort, die sie bekommt, ist wegen der versteckten Ablehnung, die sie enthält, wegen der Kapitalistenfurcht, wärts" die Berichte der Lokalisten in voller Länge auf, während die der Preßkommission der Fachzeitung". Wenn ein Sabath sagte in seinem Schlußworte: Ritter habe wohl die sie verrät, aber auch durch die Art, wie sie die kapitalistischen Berichte von anderen Gewerkschaften gekürzt werden. gedeihliches Verhältnis zwischen Bartei und Gewerkschaften walten gemeint, ein Teil der Schreier in der Berliner Mitgliederversamm Krallen verbirgt, geschichtlich ebenso bedeutsam wie die Regierungs = " Vorwärts" " -" nur " vklfähig?cit und der unauffzaltsame Rückgang der bürgerlichen Liberalen in Deutschland. Die französischen Zukunftsstaatsdebaiien zwischen Jaures und Clemcnccau lesen sich deshalb wie ein lehrreicher, zeitgenössischer Nachtrag zum„Kommunistischen Manifest" von Marx und Engels. Bei der Auswahl der übersetzten Reden folgten wir dem(meist stenographischen) Text, wie ihn unser Pariser Parteiorgan,„Die Humanite", auS den Debatten unter Weglassung weniger bc- bemerkenswerter Stellen mitgeteilt hat. i' Frankfurt a. M., im Juli 190i). M. O. Die Geilcralversaiiimlung des Kreiswahlvereins für Calau- Lucka» fand am Sonntag in F i n st e r w a l d e statt. Es waren 14 Orte durch 31 Delegierte vertreten, außerdem sind anwesend sämtliche Kreisvorstands- und Ansschuhmitglieder, der Kandidat deS Kreises, je zwei Delegierte der Berliner Agitationskommission und des Berliner Agitationsvereins für den Kreis Calau-Luckau, sowie der Redakteur� der„Märkischen Bolksstimme". Politisch organisiert sind gegenwärtig rund SOO Genossen im Kreise, die Gewerk- schaften zählen über 4000 Mitglieder, die Lcserzahl der„Märkischen Bolksstimme" hat sich auf 1142 gehoben, überhaupt hat die Bewegung in allen Orten mit Ausnahme von Vetschmi gute Fortschritte gemacht. Der Lokalmangel ist nicht mehr so fühlbar wre früher. Be- klagt wurden innere Zwistigkeitcn. Die Gcmeindewahlen haben nur in einigen ländlichen Ortschaften etliche Mandate gebracht. Die Einnahmen betrugen cinschlicklich des Bestandes vom vorigen Jahre (940 Mark) insgesaint 2731 Mark, die Ausgaben 1895 Mark, so dah ein Bestand von 836 Mark verbleibt. Der zweite Berliner Wahl- kreis hat zu den Einnahmen 090 Mark beigetragen. Bon den Aus- gaben sind 799 Mark zum Wahlfonds geschrieben. Zum neuen Organisationsentwurf für die Provinz Brandenburg gab die Versammlung ihre Zustimmung, nach- dem Genosse Schubert namens der Agitationskommisston den Entwurf empfohlen und einige von den Kirchhainer Genossen gehegten Befürchtungen wegen Bevormundung der Provinz durch Berlin als nicht stichhaltig widerlegt hatte. Genosse Schubert referierte sodann unter lebhaftem Beifall über die kommenden R e i ch s t a g S w a h l e n. In der sehr lebhaften DiSkilsston, die dem Referat sich anschlosi, fand ein Bor- schlag von Kerstan-Vetschau, eine LandagitationSkommtssion«in- zusetzen, wenig Unterstützung. Dagegen wurde einer von Barth und Weickart- Senftenbcrg gegebenen Anregung, unter den polnischen Arbeitern im Kohlenrevier, die jetzt schon rein polnische Ortschaften bilden, eine intensive Agitation unter Zuziehung polnisch-sprechender Agitatoren zu entfalten, allseitig zugestimmt. Doch betont Schubert, daß es praktischer sei, die Polen zunächst gewerkschaftlich zu organi- sicren, um sie wirtschaftlich zu heben, ehe man sie mit politischen Fragen beschäftigt, für die sie noch kein Verständnis haben. Für die Brandenburger Provinzialkonferenz wurden drei Delegierte gewählt: Knoche- Finsterwalde, Barth- Senftenbcrg, Töpfer- Kirchhaln. Zum Parteitag wurden die Genossen Schubert- Berlin und F ö r st e r- Finsterwalde gewählt. Ein Antrag auf Errichtung eines Parteisekreta- r i a t s wurde dem Kreisvorstand behufs Vornahme der Vorarbeiten überwiesen. Ein Antrag der Arbciterabstinenten, der Erörterung der Alkohvlfrage auf dem Parteitag fordert, wurde den Delegierten für Mannheim zur Berücksichtigung enipfohlcn. Die Generalversammlung deS 18. hannoverschen Wahlkreises (Stade— Bremervörde) tagte am Sonntag in Vegesack bei Bremen. Der Vorstandsbcricht wies 1039 Abonnenten der„Bremer Bürgerzeituug" und in der Kasse eine Einnahme von 379,55 M. nach, der eine Ausgabe von 200,35 M. gegenübersteht. Der Mitgliederbestand der Organisation betrug 711 Mitglieder, darunter 55 weibliche, lieber die bevor st ehende Reichstags- e r s a tz iv a h l, die durch den Tod des Nationallibcralen Dr. Sattler nötig ivird, referierte der Kandidat deS Kreises Genosse Ebert, Mitglied deS Parlcivorstandes. Nachdem er die gegnerischen Parteien vornehmlich an ihren neuesten Taten gekennzeichnet hatte, gab er Ratschläge für die Agitation und schloß d.mn unter lebhaftem Beifall, ivcim alle Genossen ihre ganze Kraft in den Dienst der Partei stellen, daß dann die Gegner nach Beendigung des Wahlkampfes keine Ursache haben, von einem Rückgang der Sozialdemokratie zu reden. Nach einem Referate über den Parteitag und unwesentlicher Debatte wurde ein Delegierter fiir Mannheim gewählt. Anwesend waren fünf Delegierte für Vegesack, zwei fiir�Vurg- dämm, einer aus Stade und zwei fiir Osterholz-Schormbeck, außer- dem der Kandidat Genosse Ebert, drei Bremer Genossen für den Bezirksvorstand, zwei Genossen für den Kreisvorstand und einer für die Kontrollkommission._ Die Parteikonferenz des Wahlkreises Hanau- Gelnhausen- Orb tagte am Sonntag in Praunheim. Anwesend waren 49 Delegierte auS 31 Orten. Außerdem nahmen der Kandidat deS Kreises Genosse Hoch und Vertreter der Frankfurter„Volksstimme" bezw. ihre Preßkommisston teil. Der Vorstandsbericht teilte mit, daß jedes Bierteljahr ein Flugblatt im ganzen Wahlkreise verbreitet werden soll. Demgemäß gelangte ein Flugblatt in 39 999 Exemplaren zur Verbreitung. Ferner hat der Vorstand 1999 Flugblätter bestellt, welche an die zum Militär anSgehobenen Arbeiter verteilt werden sollen. Endlich sind, ebenfalls einem Beschlüsse der erweiterten VorstandSsttznngen zufolge, die Vorkehrungen getroffen, um den FraktionSbcricht in 8999 Exemplaren an solche Arbeiter zu der- teilen, welche noch nicht Abonnenten der.Volksstimme" sind. Die „Volksstimme" bringt den Bericht jedes Jahr in einer Extrabeilage. Der Kassenbericht weist als Einnahme und Ausgabe im ersten Halbjahre 5273,19 M. nach. Von den Einnahmen entfallen 1199,39 M. auf Beitragsmarken, 68,31 M, auf freiwillige Beiträge. 299 M. wurden an den Parteivorstand und 379 M. an das Agitalionskomitee Frankfurt abgeliefert. Im Wahlfonds befinden sich 3266,39 M. Die Zahl der Mitglieder betrug am 1. Juli ruud 2999 gegen 2399 zu Beginn des JahreS. In der Debatte besprach Genosse Rudolph-Frankfurt die Mai- f e i e r f r a g e. ES sei nicht mehr angängig, am zweiten oder dritten Sonntag im Mai noch Maifeiern abzuhalten. Dies müsse am 1. Mai geschehen. Für spätere Versammlungen vermittele die Agitations- kommission m Zukunft keine Referenten mehr. Ueber den Parteitag sprach Genoffe Hoch: In der„Vorwärts"- Affäre habe sich der Wahlkreis bereits auf den Standpunkt des Vorstandes gestellt. Bei der Frage deS Massenstreiks müsse man an der Jenaer Resolution festhalten, die besage, daß erst die Organisationen befestigt werden müssen, bevor in einen solchen Streik einzutreten ist. Zur weiteren Angelegenheit des ParteivorstandeS und der General- kommission könne man sich ruhig aus den Standpunkt der„Volks- stimme" stellen. Die jetzt veröffentlichten Berichte von der internen Sitzung geben durchaus keine Veranlassung, großes Aufhebens davon ?u machen. Man dürfe eben nicht jedes Wort auf die Goldwage egen. Jedenfalls sei bei allen führenden Genossen der qute Wille vorhanden, die Bewegung vorwärts zu bringen. Bielleicht könne nach böhmischem Muster ein Mitglied deS Parteivorstandes in die Generalkommission, und umgelehrt ein Mitglied der General- kommission in den Parteivorsland delegiert werden. Biel loichtiger sei aber die Frage, wie sich die Fraktion zur Reform des Kranken- kassengesetzes stelle. Die Protestbewegung gegen die Novelle habe man den Krankenkassen übertragen. Diese haben aber keine geschickte Berwaltnngen, und wenn der Parteivorstand nicht eingreift, dann verläuft die Protestbewegung im Sande. Der Parteivorstand müsse mehr Fühlung mit den Arbeitern suchen. Als Delegierte für Mannheim werden die Genoffen Hoch und Sippel gewählt. Dem Parteitag sollen folgende Anträge unter- breitet werden: 1. Den Parteivorstand zu beaustragen, ein Flugblatt heraus- zugeben, in welchem die Tätigkeit des Reichstages während der letzten Session kritisch beleuchtet wird. 2. Der Parteivorstand Ivird beauftragt, zwecks Durchführung und Regelung der Arbeitsruhe am 1. Mai mit der Generalkommission der Gewerkschaften rechtzeitig in Verbindung zu treten.' 8. Zu dem Punkt 6 der Tagesordnung des Parteitages wird neben dem Genossen Bebel als ersten der Genoffe Legien als zweiter Berichterstatter bestimmt. Berlins Vertretung anf dem Parteitage macht dem„Offenbacher Abendblatt" schwere Sorgen. In seiner vorletzten Nummer findet die Redaktion, Berlins Vertretung auf den Parteitagen sei stets . r ö ß e r, wie solche nach dem Orgnnisationsstatut der Partei sein olle. Das stimmt schon nicht. Leider kann jeder Kreis Groß-BerlinS sich mir durch drei Delegierte vertreten lassen, doch ist dies Recht von den„begehrlichen" Berlinern noch niemals voll aus- genutzt worden. So waren der I. und der V. Berliner Wahlkreis m Jena nur durch je zwei Delegierte vertreten und anstatt der 24 traten in Jena nur 22 Berliner Delegierte auf. Die Behauptung des Offenbncher Parteiblattes ist also tatsächlich völlig unrichtig. Weiter regt sich das„Abendblatt" darüber auf, daß einige Kreise der Provinz Brandenburg solche Genossen mit Mandaten bettauen. die in den betreffenden Wahlkreisen zum Reichstag kandidieren und in Berlin ihren Wohnsitz haben. Es ist doch hoffentlich kein Ver> brechen, in Groß-Berlin seßhaft zu sein, oder rückt man dadurch in eine zweite Stufe der Parteizugehörigkeit? Wer soll denn das Vertrauen der Provinzgenoffen verdienen, wenn nicht gerade die Leute, welche in den betreffenden Kreisen seit Jahren agitieren und die Verhältnisse sowie die Bedürfnisse der Kreise, in denen sie arbeiten, genau kennen? Sind die Mitglieder der Agitation� kommission, die jahrein, jahraus in den zugeteilten Kreisen wirken, ungeeignet oder etwa Parteigenossen zweiter Güte? Es wird dann darauf hingewiesen, daß ein neumärkischer Kreis, gemeint ist Friedeberg-Arnswalde, in Bremen durch einen„bekannten Karikaturenzeichner"(gemeint ist der Genosse Fuchs, der über die Karikatur schreibt, aber nicht ein bekannter Karikaturcnzeichner ist) vertreten war. Nun ist Fuchs ein alter tätiger süddeutscher Parteigenosse, der schon 18S3 Nosenbeim in Bayern auf dem Partei tage vertrat. Damals hätte die Offenbacherin sicher nichts dabei gefunden, da aber FuchS 1994 in Berlin wohnte und für die Provinz Brandenburg delegiert war, so ist die Geschichte jetzt eine ganz andere". Friedeberg-Arnswalde hat es unserer Kollegin überhaupt an- getan. Dieser Kreis,„arm wie eine Kirchenmaus'(so lautet die geschmackvolle Charakteristik), gestattet sich diesmal, gar zwei Delegierte zu schicken. Ein netter Grundsatz wird hier pro- klamiert:„Kein Kreuzer, kein Schweizer". Habt ihr kein Geld, so bleibt hübsch zu Hause. Die Berliner Genoffen aber huldigen dem Prinzip, daß eS die Pflicht gutsituierter Kreise ist. den minder gut gestellten hülfreich zur Hand zu gehen, ihnen zu ihren organisatorischen Rechten zu verhelfen, wozu Zweifel- lo» auch eine geeignete Vertretung auf den Parteitagen gehört. Hierzu helfen die Berliner, ohne daß sie sich ein weiteres Hinein- reden in die Personenftagen erlauben. Gerade in Friedeberg-ArnS- Walde wurde das tätige Mitglied der AgltationSkommission mit dem Mandate betraut und als zweiter Delegierter ein Angestellter der Berliner GewerkschaftSkommission gewählt, der sicher über den Verdacht erhaben ist, sich zu den Berliner„Radikalen" in irgend einem Ab- hängigkeitSvcrhältniS zu befinden.— Das»Offenbacher Abendblatt" sieht, wie man daneben hauen kann, wenn man durchaus darauf auS ist, gegen Berlin Stimmung zu machen. Aber so wird'S ge- macht und so wird Unfrieden unter den Genossen hervorgerufen. AlleS in allem werden nach unserer bisherigen Uebersicht zu Mannheim drei bis vier Berliner Delegierte erscheinen, die auS der AgitationSkommission heraus von der Provinz mit Mandaten betraut sind; daß die Brandenburger Kreise ihre ReichStagskandi- baten zum Parteitag delegieren, dabei dürften nur Leute etlvas finden, die eifrig nach Gegensätzen suchen— Berlin hat stetS, nicht nur diesmal, die ärmeren Provinzkreise mit Milteln unterstützt, ihre Agitation zu betreiben und die Organisation auszubauen. Wir können schließlich noch verraten, daß am Sonntag der Wahlkreis Prenzlau— Angermünde nicht nur seinen Reichstagskandidaten nach Mannheim delegierte, sondern auch noch den Vor- sitzenden des dortigen Gewerkschaftskartells Schwedt. Gerade die bisher bekannten Delegationen der Provinz Brandenburg beweisen, daß Berlin mit seiner Einwirkung und seinein Einflüsse völlig bei Seite tritt und eS der Provinz überläßt, die ihr geeignet erscheinenden Personen zu bestimmen.— Wenn wir uns die Delegationen sämt- licher Kreise Deutschlands betrachten, so werden wir finden, daß alle Agitationszentren, z. B. Hamburg. Dresden, Leipzig, München usw. eine verhältnismäßig größere Anzahl von Vertretern für die benach- harten Provinzkreise stellen, als Groß-Berlin. Wir meinen, es wäre viel verdienstlicher, die einigenden Momente in der Partei zn betonen, als unausgesetzt unrichtige Behauptungen aufzustellen, die einen Gegensatz zu Berlin hervorzurufen ge- eignet sind._ Soziales« Eine amtliche ArbritSlosenzählung hat am 29. Juli in Köln stattgefunden. ES wurden 727 Arbeitslose gezählt gegen 788 zur gleichen Zeit des vorigen Jahres. Bon den T2i waren 654 männlichen, 73 weiblichen Geschlechts(im Jahre vorher 703 und 85). Von den Arbeitslosen waren Tagelöhner und Arbeiter ohne nähere Bezeichnung 159(116), Schlosser, Installateure. Klempner 63(61), Tischler 43(23), Packer, Hausdiener, Ausläufer 39(54), HandluugS- gehülfen 36(39). Ansireicher. Maler 29(44). Dachdecker 25(9). Fabrikarbeiter 23(47), Kutscher, Fuhrleute 21(32), Maurer 13(15) usw. A» den halbjährlich wiederkehrenden Arbeitsloseuzählungen in Köln haben sich die freien Gewerkschaften diesmal nicht als Zähler beteiligt, weil die städtische Verwaltung die Bedingungen des Gewerlschaftskartells(AuShändiguiig des Zähluilgsergebiiiffes auch an unser Kölner Parteiblatt statt bisher nur an drei b ärger- liche Blätter, sowie Erstattung eines Teiles der Kosten) abgelehnt hat. Wir kommen auf de» Fall noch zurück. Ortsübliche Tagelöhnc. Ueber die niedrigsten und höchsten ortsüblichen Tagelöhne ge- wohnlicher Tagearbeiter nach den letzten Festsetzungen der höheren Verwaltungsbehörden, veröffentlicht die„Soziale Praxis" eine Zu- sammenstellung und resümiert: Durch die traurigsten Lohnverhältnisse zeichnet sich die Provinz Schlesien nnvorteilhast aus. Hier findet sich in den drei Kreisen Nimptsch, Goldberg, Haynau und Falkenberg das absolute Minimum von 1,99 M. Ferner bleibt das ortsübliche Tagelohn in großen Teilen der Regierungsbezirke Posen, Marienwerder, Allenstein, Gumbinnen und Königsberg unter dem Satz von 1,59 M. Es ist also der Osten und Nordosten Deutschlands, der in erheblichem Umfange Löhne unter 1.59 M. aufweist. Wenig günstiger steht der Regierungsbezirk Frankfurt a. O. da. Ein größeres zusammen- hängendes Gebiet, in welchem«in ortsüblicher Tagelohn von weniger als 1,59 M. häufiger vorkommt, bildet dann noch das Königreich Bayern, also der Südosten Deutschlands: besonders ungünstig liegen die Lohnverhältnisse hier in den Regierungs- bezirken Niedcrbayern und Oberfranken. Im übrigen Deutschland finden sich ortsübliche Tagelöhne von weniger als 1,59 M. nur vereinzelt vor. Durch relativ hohe Löhne, d. h. solche über L.50 M. zeichnet sich der ganze Westen und Nordwesten Deutschlands aus, im übrigen Gebiete des Reiches findet sich ein ortsüblicher Tagelohn von mehr als 2,59 M. im großen und ganzen nur bei einer Reihe größerer Städte und in deren näherer Umgebung. Die Einzel- heiten lassen sich der oben stehenden Zusammenstellung entnehmen. In allen in dieser Zusammenstellung nicht enthaltenen Bezirken schwankt der ortsübliche Tagelohn zwischen 1,59 und 2,60 M. Im Osten und Nordosten des Reiches ist er im allgemeinen der unteren Grenze näher, je weiter wir nach dem Westen kommen, um so mehr nähert er sich der oberen Grenze.„Der Zug nach Westen" ist also leicht erklärlich. Im allgemeinen sind die ortsüblichen Tagelöhne in den Städten höher als auf dem platten Lande; doch kommt auch das Umgekehrte por. So hgt djx Stadt Ngtzcbuhx z, K. einen orts, üblichen Tagelohn von 1,29 M., während für den Kreis Neustettiti im übrigen als ortsüblicher Tagclohn 1,69 M. festgesetzt ist. Aehu, lich liegt die Sache bei der Stadt Pollnow im Kreise SchlgwS (1,40—1.79)._ Das SonntagSruhegeset, in Frankreich. Das Gesetz, welches die Kammer kurz vor Sessionsschluß an, genommen hat, enthält bekanntlich soviel Ausnahmen, daß eine Kontrolle fast unmöglich ist. Räch§ 2 des Gesetzes„soll" die Ar, beitsruhe auf einen Sonntag fallen, aber der Ruhetag kann auch, wenn das gleichzeitige Feiern des Personals das Publikum oder den Betrieb schadigt, auf einen anderen Tag verlegt werden oder von Sonntag mittag bis Montag mittag dauern. Für eine ganze Reihe von Gewerben ist der wöchentliche Ruhetag durch Personen- Wechsel vorgesehen. Die Erlaubnis zu all diesen Ausnahmen gibt der Präfekt, der vorher ein Gutachten des Gemeindcrats der Handelskammer und der interessierten Unternehmer- und Arbeiter- Organisation einholen muß. Schon jetzt werden die Gemeinderäte von Petitionen der Unternehmer bestürmt, die alle Ausnahmen für ihre Betriebe fordern. So liegen dem Pariser Gcmeinderat nicht weniger denn 2999 solcher Petitionen vor. Am zahlreichsten waren die aus dem Friscurgewerbe vertreten. Von 2599 Unternehmern verlangten hier 1949 eine„Ausnahme". Die Petenten wichen in ihrem Verlangen aber weit von einander ab. Außerdem lagen Petitionen vor von Warenhäusern, Inhabern von Verkaufslädcn aller Art, die alle eine Aufhebung oder doch eine mehr oder weniger weitgehende Einschränkung der Sonntagsruhe forderten. Der Pariser Gemeindcrat lehnte alle diese Petitionen bis auf eine einzige ab; die meisten schon deswegen, weil die Zahl der Petenten im Verhältnis zu den übrigen Gewerbetreibenden der betreffenden Branchen zu klein war. Aber nicht überall wird der Gcmeinderat diesen Standpunkt einnehmen und die Unternehmerorganisationen und Handelskammern werden wahrscheinlich in vielen Fällen die Ausnahme befürworten, so daß zu befürchten steht, daß Ausnahmen so zahlreich werden, daß jede wirksame Kontrolle zur Unmöglichkeit wird. Auf der anderen Seite bereiten sich, die Arbeiter vor, diesen Versuchen, das neue Gesetz illusorisch zu machen, energisch entgegen- zutreten. So haben die Angestellten der Markthallen in einer großen Versammlung beschloffen, alle legalen Mittel anzuwenden, um den Geschäftsschluß am Sonntag durchzusetzen. Ebenso haben sich die Angestellten der Moltcreien, Milch- und Buttergeschäfte für eine vollständige Sonntagsruhe ausgesprochen. Im ganzen wird noch ein sehr harter und dauernder Kampf um die Durchführung dieses Gesetzes zu führen sein. Hue Induftrie und Handel* Ursachen der Kohlcnknappheit. Unter dieser Spitzmarke schreibt der.Arbeitsmarkt" unter anderem folgendes: „Die in einem Teile der Preffe aufgestellte Behauptung, das rhcinisch-westfälische Kohlensyndikat sei auch durch die Weigerung der Arbeiter, Ueberstunden zu verfahren, an der Ausführung der Lieferungen behindert, hat in Bergarbeiterkreisen lebhaften Wider« spruch erfahren. Seitens der Organisatioussührer wird darauf hingewiesen. daß in der Gewerkschaftspresse foriwährend Be- schwerden über die große Zahl der freiwilligen oder mehr oder weniger erzwungenen Ueberschichten erscheinen. Wenn man Einsicht nimmt in die Lohnbücher der Bergleute, dann muß man allerdings fragen, womit die Behauptung von der Ueberschicht- Verweigerung bewiesen werden soll. Es ist auf vielen Schächten Regel geworden, alle paar Tage durch Anschlag allgemein bekannt zu machen:„es werden anderthalb gemacht", d. h. an dem Tage dauert für die unterirdische Belegschaft die Schicht 12'/,— 13 Stunden. Im mittleren Ruhraebiet gibt es Schächte, wo zurzeit wöchentlich zivcimal diese Schichtdauer gefördert wird. Außerdem steht es den Arbeitern frei, an sonstigen Tagen Ueber- schichten zu machen. Wer an Sonntagen in der Frühe an den Schüchten vorbeigeht, kann um um diese Zeit die Sonnabend- nachmittagSschicht nach beendeter Doppelschicht(nach 16 bis 17 Stunden unterirdischer Arbeit) dem Heim zuwandern sehen. Uebereinstimmend wird von den organisierten Bergarbeitern aller Richtungen geklagt, so wie zurzeit sei das Uebcrschichtenwesen noch nie im Schwünge gewesen. Wenn sich auch die organisierten Arbeiter weigern, alle lieberschichten mit- zumachen, angesichts der Übrigen Masse ist dies belanglos. Alle Ueberschichten verweigern verhältnismäßig sehr wenige, oft ans die Gefahr hin, abgelegt zu werden. Tatsächlich sind die Ueber- schichtfeinde, sofern sie mit Ueberschichtlustigen in einer Kamerad- schaft zusammen arbeiten, sehr bald genötigt, das Unwesen, wenn auch widerwillig, mitzumachen. Die schlechten Verdienste der Vor- jähre, der erhebliche Lohnausfall während des großen Streiks, vor allem aber die exorbitant gestiegenen Lebensmittel- und WohnuuaS- preise veranlasse» die Belegschaften, sich für Ueberzeitarbcit will- fährig zn zeigen. Der Arbeiter gibt es wenige, die überhaupt keine Ueberschichten machen, die meisten machen wöchentlich mindestens 7 Schichte. 39 Schichte im Monat verfahren zahlreiche Kamerad- schaften, selbst 49 und mehr Schichte monatlich sind zurzeit gar keine große Seltenheit." Die Unternehmerpresse versucht, bei Nichteinhaltung der Vcr- träge und Lieferungsfristen die Schuld auf die Arbeiter abzuwälzen. indem sie immerfort betont, daß beim Verfahren von Ueberschichten nicht das Maß von Kohle gefördert wird, wie in der regulären Förderung, die Arbeiterschaft böswillig mit der Arbeitskraft zurückhalte. Demgegenüber steht aber fest, daß gerade in der gegenwärtigen Hochkonjunktur ei» Raubbau schlimmster Art getrieben wird. Die Zimmerung leidet unter der jetzigen Betriebsweise, notwendige Neparawr- und HersttlluugSarbeiten unterbleiben und da- mit wächst die Unfallgefahr ganz eminent. Haben einzelne Leute höhere Löhne zu verzeichnen, rücken sie deshalb in eine höhere Lohnklasse auf, so ist dieser Umstand fast lediglich auf daS Ueberschichtemmloesen zurückzuführen. Ein weiterer Nachteil durch die intensive Ausnutzung der Arbeits- kraft tritt in dem rapiden Anschwellen der Krankenziffer in Erscheinung. Beispielsweise hat eine über 39 Jahre lang be- stehende ZechenkrankcmmterstützungSkasse mit zirka 9999 Mitgliedern seit dem Einsetzen der Hochkonjunktur zum erstenmal mit Unterbilanz gearbeitet. Und das in einer Weise, daß der� Fortbestand der Kaste überhaupt gefährdet erscheint. Durch die übermäßige Anspaimung de» KohlemnarkteS hat die Arbeiterschaft keinen Nutzen, sie ist nach jeder Richtung hin geschädigt: vornehmlich an Leib und Leben, wie die nächsten Statistiken zur Evidenz nachweisen werden. Steigerung des Kohlenabsatzes. Der rechnungsmäßige Kohlen» absatz des Kohlenshndikats betrug im Juli d. IS. bei 26 Arbeits« tagen 5 693 797 oder arbeitstäglich 215 531 Tonnen, gegen 5 932 647 oder arbcitstäglich 195 486 Tonnen im Juli 1995; der Absatz hat mithin um 521 159 Tonnen— 10,25 Proz. zugenommen. Bon der Beteiligung, die sich im Juli 1996 auf 6 607 755 Tonnen belief (gegen 6 575 411 im Vorjahre) wurden demnach 84,81 Proz.(gegen 77.39 Proz. im Juli des Vorjahres) abgesetzt. Der KokSabsatz be- trug im Juli 1996 1 939 987 Tonnen— 95,88 Proz. der Beteiligung (793 337 Tonnen---- 78,18 Proz. im Juli 1905). Der Brikettabsatz betrug im Juli 1906 210 150 Tonnen— 89,71 Proz. der Beteiligung (gegen 297 387----- 84,76 Proz. im Juli 1995). Di« Großrinkaufsgesellschast deutscher Konsumvereine hat im ersten Halbjahr 1996 umgesetzt 19 295 449,47 M. gegen 16 999 886,79 Mark in derselben Zeit deS Vorjahres. Das sind 3 295 954,68 M. mehr. Die Steigerung betrug im ersten Halbjahr des Vorjahres 14 Proz., im ersten Halbjahr des laufenden Jahres ist die Steigerung aus 20 Proz. angelaufen. Da noch eine Reihe Vereine der Gesell- schaft nicht angeschlossen find, kann mit weiterem Anschluß noch auf eine weitere erhebliche Steigerung des Umsatzes gerechnet werden. in Burgunder, Toulouser Entenleber in Asple, Rapaun mis Früchten und Salat, frische Prinzeß- Bohnen, Fürst Püdler- Gia und Nachtisch. Der Kaiser interessiert sich sehr für die Leistungen der Schiffstapelle und ergreift wohl auch einmal selbst den Tattstock, wenn ihm der angewandte Rhythmus nicht behagt." Und angesichts solcher Leistungen beklagt sich noch der Staiser über die Presse. Der Rekord ist kaum mehr steigerungsfähig. Internationale Warenhäuser. Nicht nur auf dem Gebiete oft den Arzt in Anspruch nehmen. Die Lehrmädchen bekommen industrieller Unternehmungen, in Produktions- und Verkehrsanlagen, feinen Pfennig Entlohnung, die Gehülfin hatte ein auch im Großbetrieb des Kleinhandels betätigt sich das Kapital Gehalt von sage und schreibe fünfzig Mart! Für die international. Eine Gesellschaft in Lüttich besitzt in Deutschland Ueberstunden wurde fein Pfennig vergütet. Bu Warenhäuser, in Frankfurt, Nürnberg und München. Nun hat die ihrer Rechtfertigung führte die Angeklagte an, sie habe die Mädchen A.-G. Leonhard Tiez in Köln ihren Warenhausbetrieb auch über auch nicht angetrieben, worauf ihr der Vorsißende treffend erwiderte, die nationalen Grenzen ausgedehnt. Wie die„ Modiftin" mitteilt, daß sie ja auch zwei 2ehr mädchen beschäftige. Zweifellos beerwarb die Firma die Warenhäuser Cohn- Damay u. Cie. in Lüttich steht diefes Ausbeutungssystem schon jahrelang in diesem Geschäfte, und Brüssel. ohne daß die armen Opfer, aus Furcht, existenzlos zu werden, es wagten, Anzeige zu erstatten. Der Amtsanwalt geißelte in den Ein bedentenbes Großfeuer entstand gesternt, wie aus Posen schärfsten Worten die Handlungsweise der Angeklagten; fie babe telegraphiert wird, 11 Uhr nachts in den ausgedehnten Maschinenin einer geradezu gemein gefährlichen Weise mit den werkstätten der Krenzburger Bahn, das in den Lagerräumen an jugendlichen Mädchen gewirtschaftet. Nur aus dem Umstande, daß großen Maffen von Holz und Papier reiche Nahrung fand. Bedroht die Angeklagte noch nicht vorbestraft sei, sehe er davon ab, auf eine war ein daneben liegendes Beamtenwohnhaus und die nicht weit Freiheitsstrafe zu erkennen. Das Gericht berurteilte die Angeklagte entfernte Hermannsmühle, jedoch gelang es der Feuerwehr, das zu nur 120 Mark Geldstrafe, während der Amtsanwalt 300 Mark Feuer an beiden Seiten aufzuhalten und damit den größten Teil beantragt hatte. In der Begründung des Urteils wurde die Aus- der alten Maschinenwerkstätten mit ihren Lagern an Eisenbahne beutung der Mädchen durch die Angeklagte ebenfalls in scharfen bedarfsmaterialien zu erhalten. Die Löscharbeiten dauerten die Worten gekennzeichnet. gauze Nacht an. Aus der Frauenbewegung. Mutterschaftsversicherung durch die Krankenkassen. Die Frauenkonferenz in Mannheim wird bekanntlich auch über die so dringend notwendige Fürsorge für Schwangere und Wöchnerinnen beraten. Wie außerordentlich wichtig diese Frage nicht allein für die Frauenwelt und für das Proletariat, sondern auch für die ganze menschliche Gesellschaft, ja, selbst für den Gegen wartsstaat ist, das wird auch von einigermaßen aufgeklärten Leuten und Frauen aus dem Bürgertum anerkannt, besonders aber von rung auf diesem Gebiete zu schaffen. " straße 18. Der Verkehr wurde durch Milde Justiz. Arme, schußlose Dienstmädchen müssen sich nicht Die gewohnten Eisenbahnunfälle. Gestern abend 9 Uhr 11 Min. mur wirtschaftlich ausbeuten lassen auch ihre persönliche Ehre entgleiste, wie aus Glazz, den 14. August gemeldet wird, der Aerzten, die sich auf Grundlage ihrer Berufserfahrungen und wird nicht oder nur wenig geschützt. Ein vater- und mutterloses Personenzug 569 in der Einfahrtsweiche auf Bahnhof Nieder- AltKenntnisse eine selbständige Meinung über die Frage gebildet 15 Jahre altes Dienstmädchen in Wunsiedel mußte( 1) mehrere wilmsdorf mit vier Wagen infolge vorzeitiger Umstellung der Weiche. haben. Aerzte sind es auch, die teilweise weitgehende Forderungen male im Zimmer des 29 Jahre alten Sohnes des Dienstherrn Zwei Personen wurden leicht verlegt. des Mutter- und Säuglingsschutzes aufstellen, welche wohl geeignet schlafen, wobei der Mann wiederholt einen Notzuchtsversuch verübte. Umsteigen aufrecht erhalten. Die Strecke ist seit heute früh 5 Uhr wären, ſelbſt innerhalb der bestehenden Gesellschaftsordnung Besse- Man stellte den Wüſtling nun nicht etwa vor das Schwurgericht, wieder fahrbar. wie es bei gewöhnlichen anderen Schweinepelzen geschieht, sondern Der Schnellzug Basel- Frankfurt Nr. 25 fuhr Recht beachtenswerte Vorschläge hat jüngst in einem Vortrage er hatte sich nur wegen„ tätlicher Beleidigung" zu verantworten. gestern nachmittag 3 Uhr bei der Einfahrt in den Frankfurter über„ Umbau und Weiterbildung der sozialen Das Landgericht Hof verurteilte nun den Sohn eines reichen, Hauptbahnhof gegen den Prellbock. Obgleich der Anprall nur fe gierungsrat im Statistischen Amt und als Bearbeiter der deutschen hochangesehenen Bürgers" zu der ungewöhnlich milden Strafe von leicht war, daß weder Reisende verletzt, noch die Maschine oder der einem Monat Gefängnis. Prellbock beschädigt wurden, entgleiste die Maschine dennoch mit einer Krankenkassenstatistit in der Lage ist, mit gründlicher Sachkenntnis Achse. über diese Fragen zu urteilen. Seine Vorschläge werden auch in oqgo Versammlungen Veranstaltungen. einer Abhandlung über„ Mutterschaftsversicherung und Mutter- Reinickendorf- West. Mittwoch, den 15. August, bei Frank, Eichborn schuh" im Maiheft des Reichsarbeitsblattes" erwähnt. nee Der wichtigste Vorschlag, den Mahet zur Krankenversicherung macht, ist der einer obligatorischen Durchführung der Schwanger- Treptow- Baumschulenweg. Donnerstag, den 16. August keine Verfammlung. Mittwoch, den 29. August: Generalversammlung. schafts- und Wöchnerinnenunterstüßung sechs Wochen vor sowie nach der Geburt des Kindes in der Höhe des Krankengeldes. Diese Forderung ist allerdings, was die Höhe der Unterstützung anbe= trifft, nicht weitgehend genug. Ist doch das Krankengeld, besonders für die weiblichen Kaffenmitglieder, meist so gering bemessen, daß es für eine auch nur einigermaßen ausreichende Pflege der Schwangeren und Wöchnerinnen durchaus nicht zureicht. Hier müßte mindestens Unterstützung in der vollen Höhe des ArbeitsLohnes verlangt werden. Selbstverständlich erscheint die Forde rung unentgeltlicher Gewährung der Hebammendienste und ärztlichen Behandlung bei Schwangerschaftsbeschwerden. Besonders legt Mayet Wert auf die Förderung der natürlichen Ernährung 4. Berschiedenes. der Säuglinge und schlägt zu diesem Zwecke vor, daß Müttern, die noch nach sechs Monaten ihren Säugling boll stillen, 25 Mart Stillprämien gegeben werden, und, wenn sie das noch nach einem Jahre tun, nochmals 25 Mark. Lefe und Diskutierklub Wilhelm Liebknecht". Mittwoch, den Die Kindesleiche. Ein junges Mädchen, das in einer Wirtschaft in Frankfurt a. M. mehrere Male zu Mittag aß und seine Beche nicht bezahlen konnte, bot dem Kellner als Pfand ein Patet an, in dem sehr gute Kleider enthalten sein sollten. Der Kellner, der das Paket annahm und es öffnete, fand darin eine in Verwesung übergegangene Kindesleiche. Erdbeben im fächsischen Vogtland. Wie der„ Vogtländische 15. August, Sigung in dem Lokal von Otto Lambrecht, Lychenerstr. 2/3, Anzeiger" meldet, wurde gestern abend 11, Uhr in Bramba ch Tagesordnung: Bortrag des Genossen F. Bäthge über:„ Das kommunistische( Bogtland) eine ziemlich heftige Erberschütterung Manifeft". 2. Diskussion. Gäste willkommen. Lefe- und Diskutierklub„ Süb. Oft". Heute abend 8%, Uhr bei verspürt. Tolksdorf, Görlikerstr. 58: Vortrag und Diskussion über:" Beit- und Streit- Ein Kassierer der Nationalbank in Birmingham( Alabama) fragen". Gäste willkommen. hat der Frankfurter Zeitung" zufolge 100 000 Dollar unterZentral- Wahlverein für den Reichstags: Wahlkreis Kalau schlagen. Luckan. Donnerstag, den 16. August, abends 8 Uhr, Generalversamm- Erdstöße. Ju Dichartent und Kopal( Gouvernement Semistandes. 2. Staſſenbericht. 3. Bahl des Vorstandes und der Revisoren. retschenst) wurden in der vergangenen Nacht heftige Erdstöße lung bei Weihnacht, Grünstraße 21. Tagesordnung: 1. Bericht des Vor" Vermischtes. Ueber byzantinische Leistungen der Presse Mayet begründet seine verschiedenen Vorschläge ausführlich in einem Artikel der Zeitschrift für soziale Medizin". Bur wird in der letzten Nummer der Zukunft" ein hübsches Bukett in Schwangerschaftsunterstüßung führt er unter anderem an, daß folgender Weise zusammengestellt: biele hunderte von Wägungen ergeben haben, daß die Neugeborenen von Müttern, die zwei bis drei Monate vor der Geburt ihre Berufsarbeit aufgegeben hatten, erheblich schwerer waren, als die solcher Mütter, welche bis furz vor der Entbindung gearbeitet hatten. Daß dies so ist, darüber tann ja auch ohne diese Wägungen tein Zweifel obwalten. Kein vernünftiger Landwirt wird eine trächtige Kuh oder Stute vor den Pflug spannen; aber auf schwangere Frauen wird ja in unserer sittlichen" Gesellschaftsordnung weniger Rüdsicht genommen. Unter der Vorausseßung, daß, wie Mayet es auch vorschlägt, die gange Arbeiterschaft in Industrie, Handwerk, Landwirtschaft, die Heimarbeiter und Hausindustriellen sowie die Dienstboten der Krankenversicherung unterworfen werden, berechnet er, daß jähr= lich bei 1425 000 Geburten für 17 107 200 Unterstüßungswochen 95 800 000 M. Schwangerschafts- und Wöchnerinnenunterstüßung zu zahlen wären, tozu noch 14 300 000. Hebammengebühren, die einzelne Leistung auf 10 M. berechnet, kommen würden. Dann die Stillprämien, die Mayet unter Berücksichtigung der Wirkung, welche sie auf die Förderung der natürlichen Säuglingsernährung ausüben würden, auf 25 Millionen jährlich berechnet. In Berlin werden zwei Drittel der Säuglinge fünstlich ernährt. Die Sterblichkeit der Brustkinder ist hier um das Fünf- oder Behnfache geringer als die Durchschnittssterblichkeit der Säuglinge. Demgemäß ist auch die Erkrankungsgefahr bei Brustkindern weit geringer als bei künstlich ernährten, wofür durch viele statistische Erhebungen der Beweis erbracht ist. Mayet erwartet von der natürlichen Säuglingsernährung eine Abnahme der Säuglingssterblichkeit unt 80 103., dazu im späteren Leben eine Ersparnis an KrankheitsKosten und die Aufzucht geistig und körperlich tüchtiger Männer und Frauen. Er meint, daß von den Militärpflichtigen im Deutschen Reich 28 000 Mann mehr als tauglich befunden werden, die Bu= nahme der Musterungspflichtigen durch die Abnahme der Säuglingssterblichkeit aber auf noch weitere 19 900 Taugliche steigen würde. Die männlichen Stassenmitglieder müßten selbstverständlich ebenfalls zu den Kosten der Mutterschaftsversicherung beitragen. Unter Sugrundelegung eines durchschnittlichen Jahresverdienstes bon 700 Mart und bei 20 Millionen Klassenmitgliedern wären die Beiträge zu dieser Versicherung von einer Lohnsumme von 14 Milliarden aufzubringen. Wird nun die Summe der Unterstübung auf 135 100 000 M. berechnet, so würde das 0,965 M. oder rund 1 Proz. ausmachen, also feineswegs eine unerschwingliche Summe. Erwähnt sei noch, daß Mayet hinsichtlich der Höhe der Schwangerschafts- und Wöchnerinnenunterstübung auch von der Forderung spricht, diese Unterstübungen auf die Höhe des Lohnausfalles zu bemessen, die einen Aufwand von weiteren 95 800 000 Mart notwendig machen würde. " Schamlose Arbeiterinnenausbeutung. Aus Mannheim wird uns unter dem 9. August geschrieben: Ginen trotz der hier verhandelten vielen Anklagen wegen Uebertretung der Arbeiterschutzbestimmungen bis jetzt eingig bastehenden Fall von Ausbeutung jugendlicher weiblicher Arbeitskraft hatte gestern das Schöffengericht abzuurteilen. Angeklagt war die Modistin Anna Diel( Firma Kath. Steher), die Inhaberin eines der ersten Modegeschäfte am Blaze. Vom 1. Januar bis 17. Juli dieses Jahres, wo die Anzeige von den ausgetretenen Mädchen erfolgte nur diese Fälle fonnten unbestreitbar festgestellt werden-, hat diese humane" Arbeitgeberin ihre Arbeiterinnen, zwei Lehre mädchen und eine Gehülfin, fast ausnahmslos länger als 13 Stunden täglich beschäftigt. Sie hatte nicht allein das Marimum von 60 Tagen in dieser kurzen Spanne Zeit für erlaubte Ueberarbeit bis zur Dauer von 13 Stunden täglich und bis spätestens 10 Uhr abends weit über das gesetzliche Maß ausgenußt, sie beschäftigte die Mädchen auch noch weit über die Grenze der für Ueberstunden gesteckten Frist in 6 Fällen mit nur 1% stündiger Mittagspause, von 7 Uhr morgens bis 12 Uhr nachts, und zwar in Vorabenden von Sonne tagen und Feiertagen, also an Lagen, wo diese Betriebe um 26 Uhr geschlossen werden sollen. Statt einer normalen Arbeitszeit von 10 Stunden an diesen Tagen arbeiteten die Mädchen durchschnittlich täglich 15 Stunden! Gegessen wurde abends während der Arbeit. Auch an Sonntagen ließ die menschen. freundliche Dame die Arbeiterinnen allen gefeßlichen Vorschriften zum Hohne von 10 bis 2 Uhr ins Geschäft tommen. Gearbeitet haben sie nicht," bemerkte die Angeklagte, sie haben nur aufgeräumt", wie sie auch ihre ganze Verteidigung mit dem Tone gerechtester Entrüstung über die gegen sie erhobene Anklage unterbreitete. Das Verzeichnis für den Eintrag der Ueberstunden eristicrte natürlich für die Ausbeuterin unter solchen Umständen ebenfalls nicht. Kein Wunder, daß das eine der Lehrmädchen, beide im Alter von 16 Jahren, schwer Iungentrant in der Heilanstalt Tretenhof liegt. Die beiden anderen Mädchen mußten ebenfalls verspürt. Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Markthallen Direktion.( Großhandel.) Rindfleisch Ia 71-75 pr. 100 Pfd., IIa 65-70, IIIa 59-64, IVa 54-58, englische Bullen- 0,00, dänische Bullen- 0,00, holländische Bullen- 0,00. Stalbfleisch, Doppelländer 100-110, Ia 82-88, La 72-80, IIIa 60-70. Hammelfleisch Ia 77-82, IIa 67-75. Schweinefleisch 67-73. Rehbŏce Ia per Pfd. 0,50-0,55, IIa 0,32-0,45. Rotwild Ia mit 2tbschußatteft, per Pfund 0,36-0,40, IIa 0,30. Damwild 0,44 1. Eisenacher Tagespost":" Prinz Joachim von Preußen, bis 0,54. Wildschweine pr. fb. 0,34-0,38. Frischlinge 0,00. Staninchen per der jüngste Sohn Kaiser Wilhelms, traf gestern nachmittags mit Stüd 0,00. Wildenten Ia per Stüd 1,25, Ila 0,60. Hühner, seinem Lehrer und seinem Erzieher aus Wilhelmshöhe bei Kassel alte, per Stück 1,70-2,15, alte, II a 1,30-1,60, junge, per Stüd 0,50-0,96. hier ein. Beim Droschkenhalteplatz am Bahnhof bestieg der Tauben, junge, per Stück 0,30-0,40, alte 0,00. Enten, junge per Stück Prinz mit seinen Begleitern den Zweispänner Nr. 37 und unter- 1,30-2,25, alte per Stid 0,00. Hamburger, junge, per Stüd 2,80. IIa 0,00, Ia per Stüd 3,30 hielt sich längere Zeit mit dem Kutscher, den er nach seinen Gänse, Ia per Pfund 0,60-0,65, bis 3,80. IIa 0,00. Boulets per Stüd 0,00, bo. Klein 0,00. Verhältnissen befragte. Die fadellose Beschaffenheit der Pferde echte pr. 100 Pib. 84-109. Bander 00. Schleie 108-121. Bleie 61. der Eisenacher Droschkenkutscher lobend, nahm der jugendliche tale, groß 114-121, mittel 86-113, flein a. mittel 90-99, unfort. 71–81. Kaisersohn hierauf die Bügel selbst und kutschierte ein Stück Blößen 00. Starpfen 106. Barse 00. Starauschen 75-80. Wels 65. Bunte Fische durch Eisenach. Das Lutherhaus, Bachhaus und die Denkmäler 60-80. Amerit. Lachs I neuer per 100 Pfd. 110-130, do. II neuer 90-100, Luthers und Bachs wurden besichtigt. Daß die Fahrt für den do. III neuer 50-75. Geelachs 10-15. Flundern, pomm. I, per Schock 9. Stieler, Stiege Ia 4-6, do. mittel ber Droschkentutscher einträglich war, versteht sich von selbst. Der do. pomm. II 2-3, Kutscher war übrigens sehr entzückt über die großartige Stifte 2-3, do. Klein per Rifte 0,00. Bildlinge, per Wall Kieler 4-5, Stralsunder 5-6. Male, groß per Pfd. 1,10-1,30, mittelgroß 0,80-1,00, 3ügelführung des Prinzen." 2.„ Nord- Ostsee- flein 0,50-0,60. Heringe per Schock 4-5. Schellfische Stifte 3-4, bo. Beitung":" Prinz Heinrich kann allen Automobilisten als ein Stifte 1,50. Stabliau, per 100 fb. 10-13. Sardellen, 1902er, nachahmenswertes Beispiel gelten, sozusagen als die Verkörpe- per Anfer 86,00, 1904er 85,00, 1905er 80,00. Schottische Bollheringe rung aller guten Eigenschaften, die, in einer Person vereint, 1905 0,00, large 40-44, full. 36-38, med. 35-42, deutsche 37-44. den idealen Automobilisten schaffen. Mit welcher fabelevinge, neue Matjes, per/ To. 60-120. Summern, Ia, 100 Pfd. 00. haften Sicherheit und welchem Schneid lenkt der Streble, per Schock, große 21,00, mittel 15-17,50, fleine 3,50-5,00, unfort. 5,50-8,00. Galizier 4,25. Eier, Land, per Schod 2,80-3,20. Butter Prinz seinen Wagen! Die Art und Weise seiner Teilnahme per 100 Bfd. Ila 114--116, IIa 110-113, IIIa 105-108, abfallende 70-100. an der Herkomer- Fahrt hat ihn mit einem Schlag in ganz Süd- Sauve Gurken, neue, Schod 4,00, Pfeffergurten 2,40-2,60. Startoffeln per deutschland populär gemacht." 3. Der Bürgermeister bon 100 Bid. Rosen 1,75-2,00, neue rinde 2,25-2,50, neue blante 2,25-2,50, neue Belden berichtet: Grzellenz König, der Begleiter des Prinzen Herbster 2,25-2,50. Spinat p. 100 Bid. 12-18. Starotten p. Schod 2,00-2,50. Heinrich, fagte uns, der Prinz wünsche uns schon heute zu sehen. Sellerie, hiesige, p.Schod 1,25-5,00. Bwiebeln 100 pfd. 3,00-4, Beterfilie, grün, Wie es weiter ging, weiß ich nicht. Mein Denkvermögen schien Schockbd. 1,00. Kohlrabi p. Schod 0,75-1,00. Rettig, bahr., p. Schod 2,40 von dieser Ueberraschung gelähmt zu sein. Beim Empfang in bis 4,80. Radieschen p. Schock- Bd. 0,60-0,70. Salat, p. Schod 1,00-1,40. Velden war der Prinz ungemein liebenswürdig, was auf das Bohnen, grüne, ber 100 fund 5-10. Wachsbohnen 8-12. per 100 Pfd. 10-16. Pfefferlinge per 100 Bib. 20-28. anwesende distinguierte Publikum rührend und ent per 100 Bib. 5,00. Blumentohl per Mandel 1,00-2,20. Wirsingfohl ber züdend einwirkte. Den einen Augen entrollten Mandel 1,00-2,00. Rotkohl p. Mandel 2-2,50. Weißtohl p. Mandel 1,50 Freudentränen, die anderen wieder glänzten in B2 bis 2,00. Steinpilze p. 100 Bfb. 25-30. Gurten, Berbster, Schod 0,75-1,00, geisterung."- 4. Der Magistrat von Homburg hat an den do. Einlege, Schod 1,00-2,00. do. Rothenb. 2-3,00. do. Liegniger 2,00-2,50. Kronprinzen und die Kronprinzessin telegraphiert:„ Euren Stohlrüben, Mandel 1,00-1,25. Birnen, ital. per 100 fb. 15-25, schief. 5-16, Kaiserlichen und Königlichen Hoheiten senden wir zu der glück Tiroler 14-20, böhmische 7-14. Alepfel, ungar., per 100 Pfund 12-15, lichen Geburt eines Brinzen, den Gott allezeit behüten möge, italieniſche 8-15, biefige 6-25. Stachelbeeren 00. Preißelbeeren 10-20. Kirschen, sauere 00. Blaubeeren per 100 fb. 10-17. Pflaumen, ital. die herzlichsten und ehrfurchtsvollsten Glückwünsche der getreuen runde dunkle per 100 pfd. 16-25, ital. lange gelbe 15-22, ital. runde Stadt Homburg. Unter der Bevölkerung herrscht unbeschreib- 15-25, ungarische 10-12, hiesige 8-25, Reineclaude 10-22. licher Jubel. Die Stadt ist festlich geschmückt. Feigen. Dr. Zitronen, Feigen. Dr. Zitronen, Messina 300 Stüd 18,00-20,00, 360 Stüd 12,00-16,00, Pfirsiche, Werdersche per Rüdiger." 5. Bossische Zeitung":" Der ersehnte Bring ist ein 200 Stad 7,00-12,00, 420 Stid, flein 7,00. Briefkaften der Redaktion. Schoten Mohrrüben gesundes, kräftiges Kind, das jetzt reichlich 7% fund wiegt 100 Bfd. 25-35, franzöfifche 20-40, italienische I Stifte 1,50-2,00, bo. II und von langem, feingliedrigem Bau ist. Wem sieht er ähnlich? Stifte 1,20-1,60, bo. III Stifte 1,00-1,20, do. in Körben per 100 pfd. 35-40. Bei einem Kind von drei Wochen ist die Antwort im allgemeinen nicht leicht; aber der kleine Prinz macht eine Ausnahme von den meisten seiner Altersgenossen: er ähnelt unverkennbar seinem Water. Daß in einem Hohenzollernsprößling schon von seinem ersten Lebenstag an die sprichwörtliche Pflichttreue seiner Ahnen sich zeigen würde, bestätigt der kleine Prinz: er schreit fast gar nicht; dafür schläft und trinkt er um so mehr. Daß bei der 8. 27. 1. Nein; er taun ihr nichts anhaben, wenn nicht Ehebruch oder Wahl der Amme die größte Vorsicht gewaltet hat, ist selbstver- dergleichen getrieben wird. 2. Die Kinder muß der Ehemann jedenfalls ständlich. Es konnte sich dabei nur um eine verheiratete Frau unterhalten, und zwar beide. Doch kann er hier ihre Herausgabe verlangen. Handeln, und einer solchen, der achtbaren Frau eines Hand. 3. Der Unterhalt ist für die Kinder durch einen Pfleger beim Land. werkers, die selbst Mutter eines prächtigen Kindes ist, ver- gericht, in dessen Bezirk der Ehemann wohnt, auszuflagen. Der Pfleger wird auf Antrag der Mutter vom Vormundschaftsgericht, in deffen Bezirk traute man die erste Ernährung des prinzlichen Kindes an." ber Ehemann wohnt, bestellt. 4. Vergl. zu 2. 5. Er hat das Recht, bie 6. In vielen Beitungen stand:" Prinzessin Viktoria Luise stinder zu sehen. Bei Streit über die Art und den Umfang tann das erhielt im Marstall beim Neuen Palais die Kunde, daß sie Vormundschaftsgericht regelnd eingreifen. 6. Das Betreten der Wohnung G. R. 13. Fordern Sie den Tante geworden sei. Sie ergriff darauf einen Henkelforb, eilte, brauchen Sie sich nicht gefallen zu lassen. mit den Worten: Das muß doch gefeiert werden", in den Wirt durch eingeschriebenen Brief zur Beseitigung der Plage binnen einer Weinkeller und kehrte mit mehreren Flaschen Champagner Sie ohne weiteres; Sie brauchen dann feine Miete mehr zu zahlen.- B. 113. Woche bei Vermeidung sofortigen Auszuges auf. Nach fruchtlofem Ablauf ziehen zurück, die sie dem Hauspersonal überreichte, damit dieses auf Es ist u. 2. nicht verjährt. Nieder- Schönhausen 2. 1. und 2. Jal Die juristische Sprechstunde findet wochentäglich von 7 bis 9% Uhr abends statt. Geöffnet 7 Uhr. Sonnabends beginnt die Sprechstunde um uhr. Jeder Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. 1 6. 2. 215. das Wohl ihres Neffen anstoße." 7. Hamburger Nach- Sch., Lichterfelde. Rückzahlung findet nicht statt; Sie können aber frei richten":" Der weit über Deutschlands Grenzen bekannten willig weiter fleben. Die dazu nötigen Marken gibts auf der Bost. Deutschen Reformbettenfabrik M. Steiner u. Sohn wurde der Es liegt strafbare Entführung vor, und zwar in beiden Fällen. Sie können 2. H. 25. Ein halber Pfennig wird ehrenvolle Auftrag zuteil, das von der Kaiserin ihrem ersten selbst Strafanzeige erstatten. G. B. 44. Alles dies ist uns unbekannt. Wenden Sie Enkel gestiftete Erstlingsbettchen zu liefern. Dadurch, daß auch nicht gerechnet. die Kaiserin Wohlgefallen an der Steinerschen Bettenreform sich nach Dresden und Wien an die Polizeibehörden. Der hiesige Regierungspräsident fann nichts machen. Köpenick J. 3. 1. Halten Sie findet, dürfte wohl der beste Beweis erbracht sein, daß dieses bas Gutachten für falsch, so holen Sie privat von einem angefehenen System in gesundheitlicher Beziehung das einzig richtige ist". Spezialarzt ein Kontrollgutachten ein und überreichen Sie es, falls es 8. Dresdener Nachrichten":" Der Kaiser genießt Haupt- Shnen günstig, dem Gericht. 2. Die Sache Ihres Brudes ist längst berjährt. A. M. 3. Wenn keine anderen unterstützungspflichtigen und-fähigen sächlich weiche Sachen. Vor allem hält er viel auf frisches Gemüse. Eine seiner Lieblingsspeisen ist Deutsches Beefsteak und Personen( Kinder, Enkel, Eltern usw.) da sind, werden Sie zahlen müssen. Quetschkartoffeln. Von den füßen Speisen gibt er dem 83 H. M. Ertragen Sie die Behandlung so lange Sie tonnen. W. S. Schließen Sie den Chebertrag bor deutschen Eierkuchen den Vorzug. Obst schält er sich an intimer. R. 14. 1. Ja. 2. Ja. bem Amtsgericht ab. Gehen Sie beide aufs Gericht, dort wird alles erledigt. Tafel nie selbst. Das besorgt der neben ihm fißende Hof- J. 2. 7. 50. Ihnen wird er monatlich vielleicht 50 Mart, dem Kind, das marschall." 9. Berliner Tageblatt":" Der Kaiser will die Sie werden behalten dürfen, monatlich etwa 25 Mart bezahlen müssen Schußtanäle des von ihm erlegten Wildes durch Natürlich alles nur, wenn er für allein schuldig erklärt wird. F. R. 52 Röntgenstrahlen feststellen lassen. Zu diesem Zweck ist Abonnent. Vom 31. zum 1. des nächstfolgenden Monats. ein Röntgenapparat nebst Dynamomaschine von Berlin nach Es kommt darauf an, wie lange Ihre Frau frank war. Für die Zeit von Brökelwitz gesandt worden. Die bisher geschossenen Böcke sind werden. Die 2,50 Mark können Sie fordern. Der Chef hätte fleber 20. bis zum 1. muß, wenn nichts anderes verabredet, fedenfalls bezahl schon untersucht worden. Bedienung des Apparates liegt in den müssen; er haftet Ihnen für allen durch die Vernachlässigung dieser Pflich. Händen des Stabsarztes Dr. Niehues aus Berlin." 10. entstandenen Schaden und ist strafbar. 2. W. 01. Der Antrag at. Tägliche Rundschau":" Auf der Hamburg" bekamen die Gäste Bestrafung muß innerhalb 3 Monaten seit Stenntnis von der Beleid des Kaisers zum Diner: Kalte Bouillon, Seezunge, Schinken gung gestellt werden.- 23. 2. 100. Sie erben nicht; der Fiskus schludt elle Alte. Achtung! Velten i. M. Achtung Großes Gewerkschafts- Fest am Sonntag, den 19. u. Montag, den 20. d. M. Sonntag, den 19. August, nachm. von 3 Uhr ab auf dem Festplatze an der Eisenbahn: Großes Konzert. Von 4 Uhr ab auf dem Festplatze in den drei aufgestellten Pariser Tanzzelten: Ball. 1,5 Uhr: Beginn der Kinderspiele. Nach dem Gr. Brillant- Feuerwerk. Bei eintretender Fackelzug. Fackelzug Dunkelheit: Entree: 20 Pf. pro Person. Kinder frei. Tanz 4-8 Uhr 50 Pf., 8 Uhr bis Schluß ebenfalls 50 Pf. Montag, den 20. August, von nachm. 4 Uhr Ball mit derselben Nachzahlung. 266/10 Partei- und Gewerkschaftsmitglieder sind freundlichst eingeladen. Der Festausschuß. Der politische Massenstreik war in letzter Zeit wieder Gegenstand eingehender Diskussionen; er wird auch den bevorstehenden Parteitag beschäftigen. Wir empfehlen daher den Parteigenossen zur Orientierung folgende Schriften: Der politische Massenstreik und die Sozialdemokratie Sonderabdruck der Verhandlungen auf dem Parteitage in Jena Preis 20 Pf. Der politische Massenstreik Vortrag von Eduard Bernstein Konfisziert gewesen! Preis 20 Pf. Portieren G Spezialität!( ca. 200 Genre). Einz.Garnituren spottbill. Spezial- Katalog( ca. 600 Illustr.) gratis u. franko. Teppich Emil Lefèvre Spezialhaus Oranienstr. 158 Berlin Spezialität. S. Meine Leibbinden und Bruchbänd. mit pa. Federn sind die bestsitzend. und verursachen feinerlei Beschwerden. Außerdem empfehle mein Lager von Bettunterlagestoffen, Gummistrümpfen, Wickelbinden aller Art für Krampfadern. sowie Suspensors, hygienische Gummiartifel 2c. A. Reiche, Bandagist. Lieferant sämtlicher Krankenkassen, Berlin C., Seydelstr. 15. 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Uns erzählte gestern eine Handelsfrau folgendes Erlebnis, das die Löhne keine allzu verlockenden( Pflegerinnen 480 M., Pfleger fie mit der Polizei hatte: Ich bin 66 Jahre alt und beziehe monat- 620 M. pro Jahr), so wird besonders durch die rigorose Urlaubslich 10 Mark Armenunterstützung. Da ich mit diesen 10 Mart nicht ordnung und die fortwährend zu Klagen Anlaß gebende Beköstigung leben kann, versuche ich mir durch einen kleinen Handel mit Blumen dafür gesorgt, daß ein großer Teil der Pfleger und Pflegerinnen ctwas zuzuberdienen. Mit einem Korbe stelle ich mich an die Berg- in diesem Monat sind wieder eine Anzahl Kündigungen seitens des sich bald wieder nach einer anderen Beschäftigung umsieht. Auch Am Montagabend wurde in Stanges Gesellschaftshaus die straße, nahe der Invalidenstraße. Flugs kommt ein Schußmann und schreibt Personals eingereicht worden. zweite Generalversammlung nach einer Begrüßungsrede des Genossen mich auf. Ein Strafmandat von drei Mart ist die Folge. Ich lege Ueberbleibenden geholfen, noch wird eine Wandlung zum Bessern Damit ist allerdings weder den Oftfeld, im Namen der Zahlstelle Hamburg, durch den Zentral- Widerspruch ein und sage den Richtern, daß ich als alte Frau mich erzielt. vorsitzenden Ewald Berlin eröffnet. doch ehrlich durchschlage. Man sagt mir: Das ist ganz schön, aber Zu Vorfizenden werden Ewald- Berlin und Durbahn Sie haben eben gehandelt, wo Sie nicht sollen, sind der Aufforderung Mitglieder der Deputation der Sache annehmen und für Besserung Es wird in der Zuschrift der Wunsch ausgesprochen, daß sich die Hamburg, zu Schriftführern Radtke- und Thimm- Berlin, des Schußmanns nicht nachgekommen und müssen verurteilt werden. forgen möchten. Dazu möchten wir bemerken, daß, soweit es an Bartsch- Charlottenburg und Geride Hamburg, zur Führung Die Strafe wird von drei Mark auf eine Mark herabgesetzt. Ich den sozialdemokratischen Vertretern liegt, dies nach Möglichkeit ges der Rednerliste Henning- Rixdorf und Schmidt- Weißensee kann mir aber nicht anders helfen, als daß ich wieder hier handeln schieht, aber diese sind eben nur in der Minderheit. Vor allem Ewald- und E. Fischer- Berlin und vom Ausschuß Ostfeld- Hamburg. lautet auf sechs Mark; im Wege der Berufung wird es auf drei Sozialdemokratie im Roten Hause kann hier Hülfe schaffen. Und Anwesend find 62 Delegierte, außerdem vom Zentralvorstande gehe. Wieder werde ich erwischt und angezeigt. Das zweite Mandat muß für den Ausbau der Organisation gesorgt werden. Nur eine fraftvolle Organisation in Berbindung mit den Vertretern der Nach Erledigung geschäftlicher Formalitäten wird die Tages- Mark herabgesetzt. Nun hatte ich wohl die Genugtuung, dadurch, das trifft nicht nur auf die Pfleger und Pflegerinnen zu, auf ordnung wie folgt festgesezt: daß ich Berufung einlegte, die Strafe ermäßigt zu sehen, allein allen anderen Gebieten der städtischen Verwaltung ist das gleiche 1. Bericht des Vorstandes: a) Tätigkeitsbericht, Berichterstatter besser hätte ich getan dies zu unterlassen; denn mit Kosten machte der Fall. Kollege Ewald; b) Kassenbericht, Berichterstatter Kollege die erste Sache 5,10, die zweite 6,50 M. Das ist aber noch nicht Fischer. 2. Bericht des Ausschusses. Berichterstatter Kollege Ostfeld- wieder in der Invalidenstraße handelnd getroffen wurde, blieb's alles. Der Tanz mit der Polizei geht weiter. Als ich neulich Hamburg. 3. Agitation und Organisation. Berichterstatter: Kollege von der nicht mehr beim Aufschreiben, man nahm mich mit zur Wache und Heyden- Köln. behielt mich von 3 bis 7 Uhr dort; am Sonnabend brachte man mich wieder hin und sagte mir, ich sollte mir die Blumen um neun Uhr abholen. Natürlich waren dieselben in beiden Fällen vertrocknet, ich konnte niemand die Blumen anbieten und hatte außer den zu erwartenden Strafmandaten noch großen Schaden. 4. Die Bierpreiserhöhung. Referent: Kerfin- Berlin. 5. Die Konzessionssteuer. Referent: von der Heyden- Köln. 6. Anträge: a) auf Abänderung des Statuts; b) des Rechtsschutzreglements. 7. Presse. 8. Allgemeine Anträge. 9. Wahl des Vorsitzenden, des Kassierers. Darauf wird die Sigung auf Dienstag vertagt. Partei- Angelegenheiten. Das ist so eine Leidensgeschichte einer Händlerin, der das Leben durch die Polizei recht sauer gemacht wird, und in vielen anderen Fällen wird das ebenso gehen. Man kann der Polizei nicht einmal einen Vorwurf machen, denn sie handelt nach der Verordnung. Anders liegt es, wenn die Polizei die alte Frau, die ihr doch bekannt ist, auf die Wache bringt und dort mit ihrer Ware, die dem Verderben ausgesetzt ist, längere Zeit festhält. Soweit sind wir Friedrichshagen. Sonnabend, den 18. August, abends 9 Uhr, höchstens einer Uebertretung schuldig gemacht haben, noch Schaden doch noch nicht, daß die Polizei das Recht hätte, Leuten, die sich im Restaurant„ Wilhelmsbad", Seestraße 45: Monats ber- an ihrer Ware zuzufügen. Die Polizei kann viel, vielleicht alles, sammlung des Wahlvereins. Tagesordnung: 1. Vortrag aber so viel glauben wir in unserem gewöhnlichen Untertanendes Genossen Mar Schütte über das Thema:„ Alexander II. von Rußland und der Nihilismus". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegen- verstande zu wissen, daß sie dazu kein Recht hat. Es wäre wirklich heiten. 4. Verschiedenes. Die Broschüre: Politischer Massenstreit" einmal angebracht, wenn Händler, die auf solche Art durch die wird an die Mitglieder unentgeltlich verabfolgt. Polizei noch Schaden erlitten haben, einmal zivilgerichtlich die Polizei für den entstandenen Schaden haftbar machen würden. Und angesichts solcher Jagd auf eine bestimmte Erwerbsgruppe faselt man in der bürgerlichen Presse davon, daß wir zu wenig Polizei hätten? Die Polizei sollte nur ihren eigentlichen Zwecken dienstbar gemacht werden und es würde sich zeigen, daß wir eher zu viel als zu wenig Beamte haben. verdient. " Berliner Nachrichten. Vom deutschen Volkslied" Arbeitgeberwahl der Ortskrankenkasse der Schneider.", Bei der gestrigen Ersatzwahl der Arbeitgeber der Ortsfrankenkasse der Schneider erhielt die Liste der, unabhängigen Arbeitgeber 163, während die Reichsverbändler nur mit einer Stimme glänzten, sich also der Stimme enthielten. liest man wieder einmal etwas in den Zeitungen. Der deutsche Kaiser hat es gepriesener tut das öfter da muß die bürgerliche Presse nach Pflicht und Schuldigkeit ihren Bericht darüber erstatten. In Essen, wo er bei Frau Krupp zu Gaste war, hat ihm ein Gesangverein etliche Lieder vorgetragen. Zum Dant dafür hat er dem Dirigenten aus einandergesetzt, welches die Aufgaben des Vereins feien und was man unter Volkslied zu verstehen habe. Der Gesangverein, Der bedeutendste Nickelmann" Berlins ist die Verwaltung der sich vor solchem Zuhörer produzieren durfte, war sogar ein der Großen Berliner Straßenbahn, welche täglich annähernd Arbeitergesangberein"- aber freilich ein Kruppscher. 32 Zentner Nickelgeld in ihre Tresors zu verschließen hat. Was an Ein Blatt berichtet, der Kaiser habe sein Erstaunen" aus- Straßenbahngroschen tagsüber zusammenkommt, ist aus einem gesprochen über ,, das vortreffliche Stimmenmaterial", das in diesem Kassenrapport dieser Gesellschaft ersichtlich. Nach der ZusammenArbeiterverein ruhe". Hier hätten wir das Gesicht sehen stellung einer Wochentagseinnahme wurden 44 450 einrollierte Gin-, mögen, mit dem die also belobten Sänger über dieses eigen hofstassen abgeliefert, die ein Gesamtgewicht von 31 Zentner Zwei-, Drei- und Fünfmarkstücke von den Schaffnern an die Bahnartige Kompliment quittiert haben werden. Indes, sie haben's 83 Pfund repräsentierten. Ferner wurden vereinnahmt 14 950 Wer die Arbeitertlasse tennt, der weiß, daß in Behnpfennigstücke, die, ebenfalls in Rollen verpackt, das Gewicht Fünfzigpfennigstücke, die 165 Pfund wogen, und 32 110 Fünf- und Sen Arbeitergesangvereinen die Pflege des Gesanges mit min- von 25 Bentner 37 Pfund ergaben. Zum Transport dieser Gelddestens demselben Eifer betrieben wird, wie in den Gesang rollen von den 23 Straßenbahnhöfen nach der Haupttasse sind unbereinen der bürgerlichen Klasse. Auch das Stimmenmaterial, ausgesetzt drei Kassenwagen im Gange. Die Hauptkasse der Großen über das die Arbeitergesangvereine verfügen, steht hinter dem- 11% Uhr vormittags bis 1 Uhr geöffnet ist, um diese Unmengen Berliner Straßenbahn selbst besitzt eine Wechselkasse, die von jenigen der bürgerlichen Gesangvereine nicht zurück. Warum Kurant wiederum an Abnehmer, die Kleingeld brauchen, abzugeben. follte es auch?! Vorläufig ist ja Mutter Natur, die allgütige, Die Verwaltung der Großen Berliner Straßenbahn hat jetzt die noch unparteiisch genug, ihre Gaben wahllos zu verteilen. Doch Kassenschaffner der einzelnen Bahnhöfe angewiesen, auch an Ort in einem Punkte, einem sehr wichtigen, unterscheiden die Arbeiter- und Stelle von 5 Uhr nachmittags an derartige Umwechselungen gefangvereine sich von jenen anderen: eben in der Pflege des vorzunehmen, damit Interessenten, so besonders die Zahlmeistereien Volksliedes. Die bürgerlichen Gesangvereine betrachten der Garderegimenter, größere Hotels und Restaurants, Fabriken geradezu das als ihren Zweck, das sogenannte ,, deutsche Lied" usw. nicht erst den weiten Weg nach dem Leipziger Platz zu machen zu pflegen, um unserem Volfe besonders in nationaler Be- brauchen, sondern sich vom nächstbelegenen Straßenbahndepot ziehung zu dienen". Zum deutschen Lied" gehört ihnen dann Wechselgeld holen können. auch jene Sorte von patriotischen Volksliedern", deren Kunst- Die Verkürzung von zwei Linien der Großen Berliner wert oft nicht über dem des Gassenhauers steht. In Arbeiter- Straßenbahn wird vorübergehend in Briz notwendig. Die Rugefangvereinen ist diesen Volksliedern" feine Stätte bereitet. Arbeitergesangvereine wären daher auch zu keiner St. Sedan- Feier oder ähnlichem zu verwenden. Um übrigens feinen Frrtum aufkommen zu lassen, sei ausdrücklich erklärt und hervorgehoben, daß wir hier nicht an jene Arbeitergesangvereine" denken, die sozusagen mit zu den ,, Wohlfahrtseinrichtungen" großer Betriebe gehören und bon dem„ Brotherrn" wohlwollend protegiert werden. Solche Arbeitergesangvereine" sind nicht nur zu St. Sedan Feiern zu verwenden, sondern dürfen auch vor dem Kaiser fingen und freuen sich, daß sie's dürfen. Gegen die Straßenhändler dowerstraße daselbst wird von der Rigdorfer Gemeindegrenze bis ur Brücke über den Teltowkanal asphaltiert. Die durch die Straße gehende Linie 47 Niederschönhausen- Hackescher Markt- Morißplab Brit kann daher nicht zu ihrem regelmäßigen Endpunkt, den Rigdorfer Gemeindefriedhof in der Rudowerstraße, geführt werden. Sie wird deshalb bis zur Juliusstraße in Rigdorf zurückgezogen. Auch die Linie 48 Schönhauser Allee- Rixdorf wird unter Umständen von dieser Maßnahme betroffen. Bei starkem Verkehr wird Diese Linie ebenfalls bis zum Rigdorfer Gemeindefriedhof in Briz berlängert. Während der Dauer der Arbeiten muß auch diese tritt am Mittwoch, den 15. August, ein. außerfahrplanmäßige Verlängerung unterbleiben. Die Verkürzung Explosion auf einem Motorboot. Verhängnisvolle Folgen hatte Motorboot auf dem Tegeler See erfolgte. Der Bootsführer Wileine Benzinäthererplosion, die vorgestern gegen Abend auf einem helm Markgraf, Grünthalerstraße 26 wohnhaft, hatte das Fahrzeug zu einer Tour ausgerüstet und als er im Begriff war, das Bassin Stichflammen trafen M. und setzten dessen Kleidung in Flammen. mit Benzinäther zu füllen, gab es plöglich eine Explosion. Die Brennend sprang der Bootsführer ins Wasser und erstickte auf diese Weise das Feuer. Er hatte aber bereits im Gesicht, am Kopf und an der rechten Schulter furchtbare Brandwunden davongetragen und wurde nach Anlegung von Notverbänden auf der Unfallstation in der Badstraße in ein Krankenhaus gebracht. Beim Transport eines Geldschranks schwer verunglückt ist vor= gestern nachmittag der 27jährige Arbeiter Frist Stelz aus der Justusstraße 55. St. hatte mit Kollegen für die Aktiengesellschaft Geldschrank- und Tresorbau einen Geldschrank transportiert und beim Fortrücken tippte der schwere Gegenstand plötzlich um und fiel werten. Als man den Arbeiter aus der entfeßlichen Lage befreit nach der Wand zu. St. wurde gegen die Mauer gedrückt und mit seiner ganzen Schwere legte sich der Tresor auf den Bedauernshatte, wurde er schwerverletzt nach der Unfallstation 17 gebracht. Die linte Stirnhälfte war auseinandergespalten und außerdem hatte St. schwere Kopfverlegungen und Quetschungen davongetragen. Er fand im Lazarustrantenhause Aufnahme. Früh zum Krüppel gefahren. Große Aufregung rief ein Unglücksfall hervor, der sich gestern nachmittag an der Ecke der Wiesenund Hochstraße ereignete. Dort hatten mehrere fleine Kinder, darunter auch das fünfjährige Töchterchen Elise des Plättereibesigers Neumann, Kolbergerstr. 21, gespielt. Beim Einfangen" lief ihrem Eifer eilte die Kleine auf den Fahrdamm und geriet unter die die N. davon und wurde von einer Spieltameradin verfolgt. In Räder eines herankommenden Steinwagens, die ihm über die Füße hinweggingen und sie fast vollständig zermalmten. Bewußtlos wurde die Kleine in das städtische Krankenhaus gebracht. Ebenfalls beim Spielen schwer verunglückt ist gestern nachmittag die fünfjährige Tochter Margarete des Gärtners Wechsel aus der Prinzen- Allee 46. Das Mädchen hatte auf dem Flur des elterlichen Hauses gespielt und stürzte dabei von der Treppe ab. Mit gebrochenem Oberschenkel wurde es gleichfalls in das Kinderkrankenhaus eingeliefert. " Verbrannt. Das Opfer eines schrecklichen Unglücksfalles wurde gestern der 39 jährige Brauer August Selmar, Lithauerstr. 16, der in der Bierbrauerei Luisenstadt" angestellt ist. S. hatte an einem Bottich, der hoch mit kochendem Waffer angefüllt war, zu tun und stürzte plötzlich infolge Ausgleitens in die heiße Flüssigkeit. Dem verbrannt, daß sich die Haut löste. Nachdem er auf der Unfallstation Aermsten wurden beide Beine bis zum Oberschenkel so furchtbar in der Warschauerstraße die erste ärztliche Hülfe erhalten, fand er im Krankenhause am Friedrichshain Aufnahme. Durch kochenden Teer schwer verbrannt wurde gestern nachmittag der 26 Jahre alte Arbeiter Franz Huschel, Stolbergerstr. 7, auf einem Neubaugrundstück an der Badstraße. schwer zu Schaden gekommen. Als F. mit seinem eigenen Fuhrwerk Fuhrherr Hermann Frißenwalder aus der Holländerstraße 127 Bei dem Zusammensturz eines Laftwagens ist gestern der Durch die Provinzstraße in Reinickendorf fuhr, brach plöblich die Vorderachse, der Wagen stürzte zusammen und F. wurde in weitem Bogen auf die Straße geschleudert. Er erlitt einen doppelten Kinder, die sich ebenfalls auf dem Wagen befunden hatten, waren Unterschenkelbruch und schwere Kopfberlegungen. Seine beiden glücklicherweise unverlegt geblieben. Vom Pferde geschlagen und schwer verletzt wurde vorgestern abend der Droschkentutscher Georg Fischer aus der Prinzenallee 62. . hatte, als er von der Tagestour tam, sein Pferd ausgespannt und als er es in den Stall brachte, wurde ein anderes Tier im Nebenverschlage unruhig. Kaum hatte er sich dem Pferde von hinten genähert, so schlug es plöblich aus und traf F. mit großer hinten genähert, so schlug es plötzlich aus und traf F. mit großer Gewalt gegen den Kopf. Das Nasenbein wurde dem Bebauerns. werten zertrümmert und später stellte sich auch noch eine Gehirns erschütterung ein. Die Leiche eines neugeborenen Kindes wurde am vorgestrigen Abend in einem Zuge in Erfner entdeckt. Als auf der genannten Station das Zugpersonal den um 711 eingetroffenen Vorortzug aus Berlin revidierte, fand man in einem Coupé zweiter Klasse ein Baket, in welchem sich, in ein Frauenhemde gewickelt, die Leiche eines neus geborenen Kindes männlichen Geschlechts befand. Die gerichtliche Untersuchung ist eingeleitet, eine Spur jedoch noch nicht gefunden. Bermißt wird seit 9. Juli d. J. der Arbeitsbursche Willi Neumann, 11. 8. 89 zu Berlin geboren, welcher zuletzt Stendalerstr. 7 bei den Eltern wohnte und in Charlottenburg bei Siemens u. Halste graue Augen, dice Nase, schlanke Gestalt, ift bartlos, hat an der in Stellung war. Neumann ist 1,60-1,65 Meter groß, blond, hat rechten Seite des Kinnes und an der Stirn je eine Narbe. Er war zuletzt bekleidet mit dunklem Jakettanzug, fchwarzen Schnürstiefeln und weichem, grauem Hut. Nachricht über den Verbleib nimmt jedes Polizeirevier sowie die Kriminalpolizei entgegen. Keine Obstreste auf die Straße werfen! Die alte Unfitte, Obstreste achtlos fortzuwerfen, hat gestern wieder einmal einen schweren ist unsere liebe Polizei doch sehr auf dem Damm. Erlaubt sich mal Unglücksfall herbeigeführt. In der Reinickendorferstraße trat ein so ein Händler mit seinem Wagen eine kürzere Zeit an einer Stelle schlug so unglüdlich mit dem Stopf auf einen Pflasterstein, daß ein älterer Herr versehentlich auf einen Pflaumentern, glitt aus und Halt zu machen, die zu einer verbotenen gehört und was gehört schwerer Schädelbruch hervorgerufen wurde. In bewußtlosem Zunicht dazu? so ist schnell ein Schußmann da, zieht sein Notiz- ftande wurde der Verunglüdte, der Ausweispapiere nicht bei sich buch heraus und schreibt den Attentäter auf unsere geheiligte führte, nach der Unfallstation in der Lindowerstraße und von dort Straßenpolizeiordnung auf. Und nicht immer geht es fo glimpflich nach dem Moabiter Krankenhaus gebracht. ab. In vielen Fällen wird der Uebertreter nach der Wache gebracht Ans der Anstalt Wuhlgarten für Epileptische kommen wiederholt In der Absicht, sich zu ertränken hat sich am 6. Juli d. J. nach und muß dort längere Zeit warten, bis seine Personalien genau Klagen des Personals über Mißstände der verschiedensten Art. So einem Streite der Melchiorstr. 33 wohnhaft gewesene 80jährige festgestellt und nachgeprüft find. Die Händler, die doch ehrlicherweise sind tros oftmaligen Erfuchens des Arbeiterausschusses noch immer Invalide Gottfried Jähn, der erst seit 9 Monaten verheiratet war, aus ihr Brot verdienen, geben oft der Meinung Ausdruck, daß Schutz- teine verschließbaren Schränke für Pfleger und Pflegerinnen in deren einer Wohnung entfernt und wird seitdem vermißt. Jähn ist zirka leute ihnen viel mehr Aufmerksamkeit schenkten als manchen Rowdys. Stuben eingerichtet, Dieselben müssen vielmehr ihre Kleider und 1,75 Meter groß, hat graumeliertes volles Haar, blaue Augen, Fände des Abends irgendwo eine Keilerei statt, so fönnte man Wertsachen in den Schränken der Krankensäle unterbringen, was zu trägt keinen Bart und spricht schlesischen Dialett, sein linkes Auge ist längliches, blaßgelbes Gesicht, schlanke Gestalt, hält sich sehr gerade, Kürzlich begaben sich die lange warten, ehe ein Schuhmann sich blicken ließe. Das ist aber allerhand Unzuträglichkeiten führt. von den Leuten, die sich in ihrem Berufe bedroht fühlen, nur eine Patienten vom Frauenhaus I in den Garten. Natürlich mußten die kleiner als das rechte. Beim Fortgehen war er mit schwarzem RodPflegerinnen sie begleiten bis auf eine, welche auf der Station anzuge mit Samtfragen, braunem Sommerüberzieher, schwarzem Uebertreibung. Unsere Polizei sorgt mit der größten Gewiffen- blieb. Die lettere war aber neu eingestellt und hatte daher noch nicht steifen Hut, Umlegekragen, schwarzer Krawatte, weißem Hemde und haftigkeit dafür, daß keinem Staatsbürger ein Haar gekrümmt wird. genügend Kenntnis von den Verhältnissen. Dies machten sich zwei langschäftigen Stiefeln bekleidet. Nachrichten nimmt die KriminalWer das nicht glaubt, braucht bloß bei einem ausgebrochenen Streit Patienten zunuze, öffneten zwei Schränke, entwendeten die besten polizei zu 5618 IV. 18. 06. entgegen. in die Nähe eines von den Arbeitern gesperrten Betriebes zu gehen, Kleider und zogen sich dieselben an. Alsdann ließen sie sich von Großfeuer in einer Möbelfabrik in der Hagelsbergerstraße 52 Beispielsweise jetzt in die Ritterstraße. Er wird da sehen, wie die der neuen Pflegerin die Schlüssel geben und verschwanden auf machte der Feuerwehr in vorlegter Nacht viel zu schaffen. Kurz Polizei fogar mit Revolvern bewaffnet im Schweiße ihres Nimmerwiedersehen. Die Direktion hat auf eingegangene Be- vor 3 Uhr wurde von der Kreuzbergstraße aus bemerkt, daß Angesichts aufpaßt, daß den Streifenden von den Arbeitswilligen schwerden bis jest jeden Schadenersatz abgelehnt mit der Motivierung, Flammen aus der auf jenem Grundstück befindlichen Möbelfabrik nichts getan wird. Nein, unsere Polizei wacht und wie wacht sie die Deputation erfete teine gestohlenen Sachen. Aehnlich wie von Otto Völker emporfoderten. Auf die Meldung„ Mittelfeuer" oft? Wir sagten oben schon, die Händler find bloß nicht gut auf bares Geld, zwei Ringe, Uhr und Stette in gleicher Weise gestohlen vorgefundene Situation war gefahrdrohend. Die Parterre begeschildert erging es vor einiger Zeit dem Pfleger Th., welchem rückten die Löschzüge 9, 10, 11, 12 und 17 zur Brandstelle. Die unsere Hermandad zu sprechen, sonst würden sie die Aufmerksamkeit, wurden, ohne daß ihm Ersaz dafür geleistet worden legene große Polierwerkstelle bildete ein Flammenmeer, das auch die die Polizei auch ihnen widmet, besser zu schätzen und zu wäre. Viele Unzuträglichkeiten entstehen auch durch den fortgefegten seinen Weg bereits über eine große Treppe nach dem ersten Stock würdigen wissen. Personalwechsel, welcher aber nur allzuverständlich ist. Sind schon genommen hatte, der au einem Lagerraum von wertvollen Möbeln -GO es der hergerichtet war. Ge wat bon vornherein klar, daß hier nichts ungünstig. Die bestehende Grenze erstreckt sich feilförmig von führungen von Dr. Pape durch Lachen und 8 wischenrufe gerettet werden konnte, weshalb alle Kräfte eingesetzt wurden, um Rigdorf bis an den Treptower Bart. Die Hauptstraßen von beständig unterbrochen, was schließlich zu Gegenrufen aus dem die anderen ebenfalls mit Tischlereien besetzten Etagen zu schützen. Treptow laufen durch Rigdorf und Treptow. Die einzelnen überfüllten Zuhörerraum führte. Es feien einmal 12 und einmal Sowohl von der Hagelsberger- wie auch von der Kreuzbergstraße Grundstücksblöcke liegen zum Teil auf beiden Gebieten. Die Be- 16 M., so führte Taubmann aus, als Einnahme für die Kasse und aus griffen Dampfsprißen ein und brachten trotz der enormen Hiße, bauung, Kanalisierung und die Versorgung mit Gas, Wasser usw. dann als Ausgabe für die Privatkasse der Vorstandsmitglieder verunter der die Löschmannschaften sehr zu leiden hatten, das Feuer wird dadurch außerordentlich erschwert. Außerdem bestanden bucht worden. Die 28 M. feien aber für die Krankeninnerhalb einer Stunde zum Stehen. Die vollständige Ablöschung feit längerer Zeit auch noch Meinungsverschiedenheiten, welche kaffe wieder verwendet worden. Die Privatkasse bestehe für alle, zog sich jedoch noch bis gegen 7 Uhr hin. Ob, wie angenommen Teile der Köllnischen Wiesen zu Treptow oder zu Rigdorf auch die bürgerlichen Mitglieder des Vorstandes und diene wird, der Brand durch Kurzschluß entstanden ist, steht noch nicht gehören. Beide Gemeinden waren deshalb übereingekommen, zur Beschidung von Krantentasjen tongressen fest. Der entstandene Schaden wird auf mehr als 100 000 m. be- bie Grenzen zu regulieren. Zu diesen Verhandlungen, die schon und anderen Ausgaben, welche nach dem Krankenkassengeset siffert, der zum weitaus größten Teil auf die Firma Völker ent- sechs Jahre schweben, ist auch Berlin hinzugezogen worden. Die nicht direkt aus der Mitgliederkasse genommen werden dürfen. Vo fällt. Doch haben auch die Tischlereien von Bluhme u. Stolzen- Grenzlinien berühren nämlich vielfach städtische Grundstücke. einer Unterschlagung fönne da keine Rede sein. Dr. P. sei burg( Parterre) und von Alschner( 2. Etage) noch gelitten. Berlin ist auch wegen der Kanalisierung, der Versorgung von Gas nicht berechtigt gewesen, deswegen den Vorstand seines Amtes Dr. P. erwiderte, er überlasse und Wasser interessiert. Mit Zustimmung des Magistrats von Berlin zu entheben. Ein ehrlicher Finder will eine von ihm am Sonntag im Birken- ist nunmehr ein Vertrag über einen Gebietsaustausch zustande ge- Staatsanwaltschaft, über seine Anklage zu urteilen. Der wäldchen in Steglit gefundene Uhr dem Verlierer wieder zustellen, kommen, wonach die Grenzen fast stets in der Mitte zwischen den Bürgermeister Dr. Woelk sei auch seiner Ansicht gewesen. weiß aber nicht, wer derselbe ist. Auskunft erteilt der Kassierer des Baufluchtlinien der betreffenden Straßen- Köpenicker Landstraße, Der Bürgermeister erklärte hierauf in höflicher 2. Wahlkreises, Gustav Schmidt, Berlin, Bülowstraße 52, Aufg. 4, Stiefholzstraße usw. verlaufen. Treptow erhält etwa 12 Heftar aber entschiedener Weise, daß er nicht die Ansicht parterre. und gibt 57 Hektar an Rigdorf ab. Eine Entschädigung wird von aufkommen lassen möchte, als billige er alle Einen Lohnbeutel mit dem vollen Wochenlohn, auf den Namen feiner Seite gezahlt. Mehrere Berliner Grundstücke kommen zu We aßnahmen des Dezernenten der Krankenkasse. Anna Wagner lautend, hat am Sonnabend ein Arbeiter gefunden Nigdorf. Während der lebhaften Diskussion traten alle Redner entund möchte ihn der Arbeiterin zurückerstatten. Die Verliererin soll schieden gegen Dr. P. auf. Von Unterschlagungen könne teine Rede fich abends nach 7 Uhr bei D. Peuter, Romintenerstraße 11, Quer- Schöneberg. sein, es sei bedauerlich, daß Dr. P. beständig Konflikte in der Gegebäude III, melden. Sehet die Wählerlisten ein! meinde auszufechten habe. Der Bürgermeister schlug dann vor, Dr. Pape durch die Schaffung einer zweiten Schöffenstelle zu Ein Schwimmfest veranstaltete am Sonntag der Schwimmberein Wie schon mitgeteilt, beginnt mit dem heutigen entlasten und das Dezernat über Krankenkasse, Gewerbe- und KaufVorivärts" Berlin in der Lichtenberger Seeterrasse unter starter Tage die öffentliche Auslegung der Liste der stimmfähigen mannsgericht abzunehmen. Einstimmig wurde so beschlossen. Beteiligung der übrigen Bundesvereine. Sowohl in bezug auf die Bürger Schönebergs, und zwar im Rathause, am Kaiser Dieser Beschluß der Gemeindevertretung wurde noch in einer Anzahl der beteiligten Schwimmer und Schwimmerinnen, als auch Wilhelmplak, Quergebäude, Zimmer 2. Die Liste ist ein- an demselben Abend einberufenen Protestversammlung bekannt, die bezüglich der Leistungen stand das Fest auf einer vorher noch nicht zusehen an den Wochentagen von vormittags 9 Uhr bis nach gegen die Maßnahmen des Herrn Dr. Pape Stellung nahm und es erreichten Höhe. Es hatten sich zu den 18 Rennen des Tages nicht mittags 2 Uhr und an den Sonntagen von vormittags 11 Uhr erregte große Genugtuung, daß dieſer Herr, der sich allmächtig weniger wie 187 Teilnehmer gemeldet. Bemerkenswert war vor fach der völlige Rücktritt Papes gefordert. Beschlossen wurde schließallen Dingen die außerordentlich starke Beteiligung der Jugend- und bis nachmittags 1 Uhr. Die Auslegung endigt mit dem glaubte, falt gestellt worden ist. In der Versammlung wurde vielKnabenschwimmer und speziell der„ Vorwärts"-Berlin zeigte hierbei 30. August. Einsprüche gegen die Richtigkeit der Wählerliste lich, eine Petition an die Gemeindevertretung vorzubereiten, die die beachtenswerte Leistungen. Auch im Springen wurden gute Leistungen sind während der Dauer der Auslegung bei dem Magistrat Forderung enthalten soll, den Dr. Pape so lange zur Disposition gezeigt. Heberraschene kam die knappe Niederlage von Krebs- Berlin zu erheben. Wer nicht in der Lage ist, selbst Einsicht in die zu stellen, bis die Kaffenangelegenheit gerichtlich geflärt sei. Dieſe im Spanischschwimmen, welcher zu spät spurtete und den etwas vor- Liste zu nehmen, der gebe seine Adresse in den Bezirkslokalen Betition foll in allen Zigarren- und Kolonialwarengeschäften zur liegenden Sommerfeld Charlottenburg nicht mehr ganz einholen ab. Versäume niemand, feststellen zu lassen, ob sein Name Unterschrift ausgelegt werden. Von den abgesezten Staffenvorstands= konnte. Das schönste Rennen des Tages bildete die Vereinsstafette. in der Liste richtig eingetragen ist! Trokdem in diesem Jahre mitgliedern wurde mitgeteilt, daß sie selbst bei der StaatsanwaltHier startete der„ Spreehort"-Berlin ſowie 2 Mannschaften vom die regelmäßigen Stadtverordnetenwahlen nicht stattfinden, schaft die Einleitung des Strafverfahrens gegen sich beantragt hätten. Vorwärts" Berlin. Die Brust-, Seite und Rückenschwimmer gaben sich nichts nach und erst die Spanischschwimmer entschieden das muß doch damit gerechnet werden, daß durch irgend welche Gleichzeitig sei aber auch eine Anzeige gegen Dr. Pape wegen Amtsmißbrauch erfolgt. Rennen. Im Kleiderschwimmen zeigte die Rettungsmannschaft, was Umstände Ersagwahlen nötig werden können. Wer sich sein fie im Schwimmen mit vollständiger Kleidung leisten kann. Recht, dann mitwählen zu dürfen, wahren will, überzeuge sich Lichtenberg. In Steglit gelangt am nächsten Sonntag der Große Preis von jetzt von der Richtigkeit der Wählerliste! Berlin zur Entscheidung. Gesperrt. Die Werftstraße zwischen Gerhard- und Lüneburgerstraße wird behufs Umpflasterung vom 13. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Der Dranienplatz östlich der neuen Dranienbrüde wird behufs Umpflasterung vom 14. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Im ersten Orgelfonzert, welches der königliche Musikdirektor Bernhard Irrgang am Mittwoch, den 15. August, abends 28 bis 29 Uhr, in der St. Marienkirche veranstaltet, werden Fräulein Elisabeth Krau( Alt), Herr Karl Raché( Baryton) und Herr Alexander Altmann( Violine) mitwirken. Der Eintritt ist frei. Feuerbericht. Gestern hatte die Wehr in der Blumenstr. 10 zu tun, wo in einer Zigeunerwohnung Feuer ausgekommen war. Gardinen und Möbel brannten dort. In der Kleinen Andreasstr. 1 und Großgörschenstraße 32 brannten in einem Kolonialwarenfeller Waren und Emballagen, Stroh usw. Durch tüchtiges Wassergeben wurde der Brand in der Kleinen Andreasstraße 1 auf den Keller beschränkt. Preßkohlenbrände beschäftigten die Wehr auf dem Nordbahnhof. In der Köpenickerstraße 152 war ein Ballon mit Salpetersäure beim Transport geplakt und ausgelaufen. Der 5. Bug entfernte die Säure. Ferner hatte die Wehr noch an mehreren anderen Stellen, unter anderem Brunnenstraße 147, Am Weidenweg 30, Alt- Moabit 104, Huffitenstraße 69, Simeonstraße 24, wo ein Zimmer brannte, zu tun. Arbeiter Samariterkolonne. Morgen Donnerstag, abends 9 Uhr, Uebungsstunde der 3. Abteilung für Schöneberg bei Obst, Meininger straße 8. Vortrag über Vergiftungen und gefahrdrohende Krankheitszustände. Daran anschließend prafuifche llebungen. Neue Mitglieder fönnen jederzeit eintreten. Gäste haben einmaligen freien Zutritt. Bermißt wird seit Montag nachmittag der vierjährige Sohn des Restaurateurs Worlizer aus der Gürtelstraße in Lichtenberg. Der Zwecks Anschluß an das hiesige Gewerkschaftskartell hatten am Restaurateur hatte mit seiner Familie einen Ausflug nach dem Montag die Arbeiter und Handwerker der Gasanstalt in Schöneberg Restaurant Ruhwald unternommen, in deffen Nähe ein Erntefest abStellung genommen. Kollege Wuty setzte den Versammelten in gehalten wurde. Der Kleine W. hatte sich mit anderen Kindern längerem Vortrage die Zwecke und Ziele des Zusammenschlusses der dorthin begeben und war seitdem verschwunden. Vermutlich hat Gewerkschaften auseinander, da nur in gemeinsamer Organisation fich das Kind verirrt und ist in dem nahen Adlershofer Forst in und gemeinsamer Arbeit die Stärkung des gewerkschaftlichen Ge- den Kuscheln ermattet eingeschlafen. Die von dem besorgten Vater dantens erfolgen könne. Mit der Entsendung eines Delegierten fofort angestellten Nachforschungen sind leider bis heute ohne und eines Stellvertreters in das Gewerkschaftskartell erklärten sich Resultat geblieben. sodann die Versammelten einverstanden, indes soll in einer demnächst stattfindenden allgemeinen Zusammenkunft die Aufstellung und Wahl geeigneter Personen erfolgen. Hoffentlich wird dieselbe in Anbetracht ihrer Wichtigkeit von den in Betracht kommenden organisierten Angestellten der hiesigen Gasanstalt besser besucht sein. Charlottenburg. Tegel. Die Schulgemeindevertretung beschloß in ihrer letzten Sigung, an das Hauptschulgebäude einen Seitenflügel zu bauen. Derselbe wird 20 Klassenzimmer und im vierten Stock zwei Zeichensäle enthalten. Als neue Einrichtung ist zu begrüßen, daß für jedes Zimmer Wascheinrichtung vorgesehen ist; ebenso ist der Bau einer Doppelturnhalle beschlossen worden. Die Gesamtkosten sind auf zirka 280 000. veranschlagt. Die Bewegung der Bevölkerung der Stadt Charlottenburg befindet sich in einem gewissen Stillstande. Jufolge des schnellen Wachstums der Stadt pflegte der alljährlich sommerliche Rückgang erst im Juli in die Erscheinung zu trefen. 1904 und 1905 Schenkendorf. brachte der Juni noch eine gewisse Vermehrung der Bevölkerung. Wenn zwei dasselbe tun, ist es nicht dasselbe! Nach diesem In diesem Jahre ist wieder wie früher ein Rückgang eingetreten Ausspruch des verflossenen Justizministers Schönstedt wird bekanntund zwar um 746 Seelen. Die Einwohnerzahl beträgt für den lich seit langem gegen die Arbeiterbewegung verfahren. Was jedem Anfang des Monats Juli mur noch 244 519 nach dem vorläufigen anderen erlaubt ist, das ist, wenn es sich um Sozialdemokraten Ergebnis der Fortschreibung. Die Stadt dürfte also erst im Oktober handelt, diesen noch lange nicht gestattet. Zu diesem Kapitel können 14 Million Einwohner erreichen. Einigermaßen ist an dem Still auch wir hier in Schenkendorf einen kleinen Beitrag liefern. Hatte stand auch der fortgefegte Rückgang der Geburten beteiligt. Auf da am letzten Sonntag der hiesige Kriegerverein ein Vergnügen 1000 Einwohner und aufs Jahr berechnet gab es im Juni mur arrangiert, bei welchem es natürlich nicht ohne den nötigen Klimbim 22,16 Geburten. Wie ständig dieser Rückgang ist, zeigt folgende abging. Selbstverständlich durfte ein großer Umzug mit Mufit Reihe der Geburtenziffern von Charlottenburg aus den Jahren durch das Dorf nicht fehlen, dem Striegerverein wird das erlaubt. 1898-1906: 29,98, 27,51, 26,23, 25,30, 24,14, 23,33, 22,43, 22,18, als unsere Genossen im Vorjahre ein harmloses Kinderfest ver22,16. Nur wenige Städte: Potsdam, Wilhelmshaven, Landau und anstalteten und um den Kindern ein Vergnügen zu bereiten einen Oldenburg haben eine geringere Geburtenziffer wie Charlottenburg. Fackelzug unternehmen wollten, da wurde uns der letztere einfach Für die ausgesperrten Lithographen und Steindruder gingen untersagt. Ja, wenn wir Kriegervereinler wären! Dann machte es bei der Charlottenburger Gewerkschaftskommission folgende Bei- auch nichts aus, wenn durch die veranstaltete Schießerei das Publikum träge ein: in Gefahr gebracht wird. Da wird auch ein Auge zugedrückt, wenn, wie das am Sonntag geschah, ein Strieger mit roten Hosen, blauer Jacke, Feldkessel und Seitengewehr sich wie ein Clown auspuzte. Wenn zwei dasselbe tun, ist es eben nicht dasselbe! Friedrichshagen. Jm Berliner Aquarium scheint bei der Neubesehung der Becken das eine oder das andere leer ausgegangen zu sein, denn der Beschauer vermag in ihnen, während es in den benachbarten Behältern schwimmt, friecht und frabbelt, zunächst nichts zu erblicken. Liste 14 Karl Schrödter 13,85. Listen 17 und 19 Lewandowsky 6,05. Und doch haben auch sie ihre Bevölkerung erhalten und zwar eine iften 21, 23, 25, 28 und 29 durch Otto Schade 37,30. Liste 68 Bau solche, die ob gewisser biologischer Einzelheiten doppelt interessant ischlerei U. Seiler, Charlottenburg 8,20. Liste 70 Bautischlerei Fliege u. Lehist. So beherbergt das eine Seewasserbecken im oberen Grotten- mann, Charlottenburg 8,65. Liste 67 durch Wilh. Eicke 13,20. Lifte 207 do. 11,70. Listen 214 und 215 do. 12,15. Listen 66 und 206 do. 12,50. gange eine Anzahl Krustentiere und Fische, von denen die ersteren Listen 141, 143, 144, 145 durch Johann Braun 28,35. Listen 201, 202, 203 trob ihrer Größe und massiven Bauart erst bei näherem Hin- durch Bernhard Hölzner 18,15. Liste 176 durch Scheible vom Zahlabend schauen zu unterscheiden sind, weil sie sich infolge der dichten braun- des 4. Bezirks 7,05. Durch Wilh. Zapel auf Listen: 126 3,95, 127 2,20, grauen Behaarung faum von dem ähnlich gefärbten felfigen Hinter- 129 1,95, 130 6,65, 177 3,20, 179 2,65, 180 7,70, 181 1,20, 183 1,85, grund, in dessen Spalten und Lücken sie sich mit Vorliebe drücken, 185 1,45, 186 0,20, Summa 33,-. Gesamtsumme 210,15. Bereits quittiert abheben; und die Fische haben die Gewohnheit, sich so in den Sand 384,20. Jm ganzen 594,35. einzugraben, daß nur die nahe beieinanderstehenden Augen hervorFür die ausgesperrten Buchbinder gingen ein: Deutsche Waffen und Munitionsfabriken Liste 31 Abteilung Göße 9,50, quellen, sodaß nur ein scharfes Hinsehen die Lagerstelle des Fisches Lifte 32 Abteilung Hennig 21,-, viste 33 Abteilung Hufenbach 26,85, zu entdecken vermag. In einem benachbarten Becken kann jetzt der Liste 34 Abteilung Geschte 30,30, Liste 35 desgl. 20,-, Liste 36 desgl. 17, Besucher vergleichende Beobachtungen zur Entwickelung der Hai- Liste 37 und 38 Abteilung Bülow 34,50, Liste 39 Abteilung Hecke 19,50. fische machen, indem hier nicht nur neuerdings erst abgelegte und Liste 43 Wilh. Schrapp 4, Liste 44 Wilh. Schrödter 1,75. Liste 45 Friedr. deshalb noch ruhige" Eier, sondern auch solche, in denen der Baltzuweit 2,50. Lifte 47 Liebe 5,60. Liste 48 Sandowsky 4,05. Liste 49 Embryo fortgesett lebhafte Bewegungen macht, hängen und außer Herrmann 0,80. Liste 50 Najuhr 7,30. Liste 42 Georg Paris 4,35. Lifte 79 dem ausgeschlüpfte Junge verschiedener Altersstufen auf dem Sand- Thnack, Firma Georg Kuhnert 8,80. Liste 100 Albert Wilde 5,70. Lifte 110 Wilh. Bohla 11,65. Liste 193 und 191 durch P. Fritsche, Bau Kaiserallee 176 grunde ruhen. 4,65. Summa 239,80 M. Vorort- Nachrichten. Der Niederbarnimer Kreistag Weitere Listen sind zu haben beim Genossen Joh. Scheible, Bismarckstraße 35. Charlottenburger Gewerkschaftskommission. Weißensee. Ein gefahrdrohender Brand entstand gestern nachmittag gegen 2 Uhr im Hause Seestr. 114. Auf unaufgeklärte Weise hatte das Dachgeschoß Feuer gefangen, welches sich schnell über die oberen Wohnungen verbreitete und das Mobiliar vernichtete. Die freiwillige Ortsfeuerwehr von Friedrichshagen löschte nach zwei Stunden harter Arbeit den Brand. Das Dachgeschoß ist ausgebrand. Der nicht unbedeutende Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Gerichts- Zeitung. Kammerherr kontra Kammerfrau. Der Prozeß der Kammerfrau der verstorbenen Prinzessin Henriette von Schleswig- Holstein, Fräulein Anni Milewska gegen den in Niederlößnitz bei Dresden wohnenden Kammerherrn und Major a. D. Werner v. Blumenthal wegen Beleidigung nahm am hat am Dienstagnachmittag a wei wichtige Beschlüsse ge Der Weißenseer Krankenkassenkonflikt in der Gemeindevertretung. Montag vor dem Dresdener Schöffengericht plöglich eine unerwartete faßt, welche die nördlichen und östlichen Berliner Vororte betreffen. Auf Antrag der sozialdemokratischen Fraktion beschäftigte sich Montag Wendung. Dieser Prozeß, ein Seitenstück jenes großen Falles Borerst handelte es sich um die endgültige Beschlußfaffung über den abend die Weißenseer Gemeindevertretung mit den Vorkommnissen Milewska", der nun schon sechs Jahre die deutschen Gerichte beBau der Kreis- Industriebaln Tegel- Friedrichs in der dortigen Ortsfrankenkasse. Die Gemeindevertretung schäftigt, brehte sich in der Hauptsache um die Mitwirkung des felde und die Aufnahme einer Anleihe von 1970 000 m. verurteilte einmütig die Handlungsweise des Stammerherrn v. Blumenthal bei der im Sommer 1901 in Kairo Bemerkt wurde, daß alle in Betracht kommenden Vor- befoldeten Schöffen Dr. Pape und beschloß eine erfolgten Verhaftung des Frl. Milewska, die damals als Reisebegleiterin orte das Land zum Bahnbau tostenlos dem Kreise zu Verfügung der verstorbenen Prinzessin Henriette von Schleswig- Holstein in gestellt hätten und 4 Proz. der Bausumme von den Bororten ver- weite Schöffenstelle zu schaffen und Dr. P. das Aegypten weilte. An den deutschen Kaiser und ebenfalls an den zinst würden, sobald die Bahn ohne Ueberschüsse arbeitet. Das Dezernat über Strantentasse, Gewerbe und Herzog Ernst Günther von Schleswig- Holstein waren derzeit Nachlettere werde aber wohl nie der Fall sein, davon sei auch der Kaufmannsgericht abzunehmen. richten gelangt, die darauf schließen ließen, daß die Prinzessin Berliner Magistrat überzeugt, welcher ebenfalls das Land, Es wird über die Sigung berichtet: Gemeindevertreter Genosse Henriette von ihrer Kammerfrau ungünstig beeinflußt werde. In welches innerhalb der Berliner Rieselanlagen zum Bahnbau gebraucht Taubmann begründete den Antrag auf Bildung eines kollegialen den von den Konsuln in Algier und Kairo erstatteten Berichten würde, kostenlos zur Verfügung gestellt und außerdem sich ebenfalls Gemeindevorstandes damit, daß es im Interesse der Gemeinde läge, wurde der deutsche Kaiser darauf aufmerksam gemacht, daß die Bes bereit erklärt habe, die vier Prozent Zinsgarantie für die Bahn zu dem Schöffen Dr. P. das alleinige Verfügungs- gleiterin der Prinzessin Henriette sich Gräfin Michalowsky nenne und übernehmen. Gegen fünf Stimmen wurde schließlich beschlossen, die recht über die Krankenkasse und die kommunalen sich als Tochter eines russischen Großgrundbefizers und Schwägerin Industriebahn Tegel- Friedrichsfelde zu erbauen. Gerichte zu nehmen. Die beständigen Konflikte, die der auf eines der reichsten Bantiers Berlins ausgebe. Ihr ganzes Der zweite Bunkt der Tagesordnung betraf die Erhebung 12 Jahre gewählte Dr. P. mit allen Parteien im Drte habe und die schon Benehmen und Auftreten der alten 78jährigen Prinzessin gegenüber einer Schanttonzessionssteuer. Auch diese Vor- häufig Aufsehen erregten, feien eine Gefahr für die Entwickelung und fei ein hochfahrendes und brüstes, zudem habe sie behauptet, die Lage begründete der Landrat Graf von Rödern, stieß jedoch das Anschen Weißenfees. Gleich zu Beginn seiner Amtstätigkeit sei der Prinzessin sei arm und mittellos und sie, die„ Gräfin", müsse alles bei mehreren Abgeordneten, welche die großen Bezirke um Schöffe mit dem verstorbenen Amtsvorsteher Feld bezahlen. Kammerherr und Major v. Blumenthal wurde darauf Berlin bertreten, auf entschiedenen Widerspruch. Die Schankmann in Streit geraten, dann habe bei Beamtenbeförde- vom deutschen Kaiser und dem Herzog Ernst Günther von Schleswigfonzeffionssteuer, so wurde ausgeführt, belaste in erster Linie rungen und Entlassungen die ganze Gemeindevertretung Holstein beauftragt, in Stairo persönlich Recherchen anzustellen. Es wieder die großen Berliner Vororte, wo viele Gastwirtschaften gegen die Maßnahmen des Schöffen Einspruch erhoben und wurde ihm auch bestätigt, daß die Prinzessin Henriette völlig im Banne vorhanden seien. Gerade zur jetzigen Zeit, wo der Gastwirtestand nachher sei er mit den Grundbefizern in Streit geraten. Die ihrer Stammerfrau sich befinde. Da außerdem aus dem Schmuckvorrat der so wie so mit Steuern überlastet worden sei, würde der Kreis ihm Behandlung des Vorstandes der Krantentasse Brinzessin ein wertvolles Perlentollier fehlte, so glaubte sich Kammerunrecht tun, sofern er min auch noch eine Extrafteuer von ihm aber sei ein öffentlicher Standal geworden und feze herr v. Blumenthal berechtigt, die Verhaftung des Fräulein Miletusta erhebt. Die Majorität beschloß jedoch die Einführung der Steuer, allem die Krone auf Dr. P. habe achtbare Leute in uner- bei der ägyptischen Regierung zu beantragen. Die Kammerfrau welche gleich der Kreisumsatzsteuer, die neuerdings erlassen wurde, hörten Verdacht gebracht. Der Regierungspräsident wurde daraufhin festgenommen und die ägyptische Regierung eventuelle Zuschüsse zur Kreis- Industriebahn decken soll. habe es abgelehnt, gegen den Vorstand einzuschreiten internierte die Gefangene im Gouvernementsgebäude, da fich in und bei den sogenannten Unterschlagungen handele es sich Kairo ein Untersuchungsgefängnis nicht befindet. Nach den Beum eine private Denunziation des Schöffen. Der Referent hauptungen des Fräulein Milewska will sie während ihrer worden Rammers ging nun auf die Einzelheiten ein und wurde während seiner Aus- Gefangenschaft schlecht behandelt fein. Die Grenzen zwischen Rigdorf und Treptow find außerordentlich unregelmäßig und beeinflussen die Entwickelung beider Gemeinden Stationen Barometer stand mm Bind. richtung Windstarfe Better ala Stinemde. 761 GD. 5 heiter Berlin Temp. n. T. Stationen Barometer.! Haparanda 762 S 751 S Winde richtung Windstärke Better Temp. n. E. 18 2 wolfig 14 757 DSD 757 DSD 3halb bd. 19 3 balb bb. 19 Petersburg 761 NNW Petersburg 761 NNW 1 wolkig 1 wolfig 15 2 heiter 19 1 heiter 2 heiter 761 SO Herr b. Blumenthal habe zwei Araber gebungen, bie fie| brachte. Dort lernte er den Wappler tennen, der als Visitenkarte| der aufrichtige Reue über feine Tat bekundete, nur zu biet auf der Straße einfach weggeschleppt hatten. Außerdem habe ein Sortiment von Einbruchswerkzeugen immer bei sich trug. In Monaten, Wappler dagegen zu neun Monaten Geb. Olumenthal selbst behauptet, der deutsche Kaiser habe in eigener der Kaschemme verkehrte auch ein unbekannt gebliebener Verbrecher, fängnis. Person ihre Verhaftung befohlen. Wegen dieser angeblichen Be- der zu jenen Spezialisten gehört, die in den Sommertagen die hauptungen des Kammerherrn v. Blumenthal strengte Frl. Milewska Straßen entlang bummeln und an den herabgelassenen Fenster- witterungsübersicht vom 14. August 1906, morgens 8 Uhr. gegen den letzteren die Beleidigungsklage an. Herr v. Blumenthal jalousien solche Behausungen feststellen, deren Bewohner sich auf bestritt die Wahrheit jener gegnerischen Behauptungen. Nunmehr Reisen befinden. Dieser empfehlenswerte Mitbürger trug immer hat der Prozeß ein vorzeitiges Ende gefunden. Zum Termin eine ganze Liste solcher Wohnungen bei sich, die er teils selbst eines am Montag vor dem Dresdener Schöffengericht hatten sich Besuches würdigte, teils der Aufmerksamkeit seiner Rumpane Fräulein Milewska sowohl als auch ihr Rechtsbeistand Gräfe- Berlin empfahl. Er verriet den beiden Angeklagten, daß bei einem Archientschuldigen lassen und Aussehung der Verhandlung beantragt. tekten in der Urbanstraße sehr leicht ein Dring zu drehen" sei, Kammerherr v. Blumenthal bestand auf Fortsetzung der Verhand- da sich die Familie in Sommerwohnung befinde und die fortgesett Tung, da der Antrag auf Vertagung nicht stichhaltig sei. Das herabgelassenen Jalousien bewiesen, daß die hiesige Wohnung böllig Hamburg Gericht stimmte dem bei und beschloß hierauf, das Verfahren verwaist sei. Die Mitteilung fiel bei den beiden Angeklagten auf Hamburg gegen Kammerherrn v. Blumenthal einzustellen. fruchtbaren Boden; D. sträubte sich zwar anfänglich gegen den Franff.a. M. 758 SD Sämtliche Prozeßtosten wurden der Kammerfrau Gedanken, die Bahn des Verbrechens zu betreten, seine Bedenken München wurden jedoch von Wappler bald zerstreut, dessen Gewissen be- ien Milewska auferlegt. sonderer Regungen nicht mehr fähig ist, und so zogen denn beide wohlgemut nach der zu beraubenden Wohnung in der Urbanstraße. Die Tür war mit einem der trefflichsten Dietriche im Nu geöffnet, die beiden Einbrecher durchwühlten Kästen und Behältnisse und stablen Silbersachen im Werte von 1000 m. Mit der Beute gingen sie zu einem Trödler in Charlottenburg, dieser gab ihnen jedoch nur 60 M. als Anzahlung und bestellte sie zur Abholung des Restes auf den nächsten Tag wieder. Als die Angeklagten am anderen Morgen bei dem Trödler erschienen, wurden sie von der Polizei in Empfang genommen. Der Bestohlene hat sämtliche Sachen zurückerhalten. Mit Rücksicht hierauf verurteilte das Gericht den D., Das Herunterlassen der Fensterjalousien bei solchen Wohnungen, die während der Sommermonate verlassen werden, ist nicht unbedenklich und bieten geradezu einen Wegweiser für die Herren Einbrecher. Dies zeigte aufs neue ein gestern vor der Ferienstraffammer verhandelter Fall. Wegen schweren Diebstahls hatten sich der bisher unbestrafte Handlungsgehülfe May D. und der schon mit einem Strafregister belastete Arbeiter Auguft Wappler zu verantworten. D. war stellungslos geworden, in Not geraden und ist dann schließlich das Opfer einer Kaschemme geworden, in welcher er einen Teil seiner unfreiwilligen Zeit zu Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 15. Auguft. Anfang 7, Uhr. Opernhaus. Der Ring des Nibelungen. Vorabend: Das Rheingold. Neues Operntheater. Der Troubadour. Anfang 8 Uhr. Berliner. Sherlock Holmes. Lessing. Die lustige Witwe. Schiller 0.( Wallner Theater.) Mortiz- Oper: Martha, oder: Der Markt zu Richmond. Schiller N.( Friedrich Wilhelm. städtisches Theater). Geschlossen. Komische Oper. Don Pasquale. Westen. Die lustige Witwe. Zentral. Der Zigeunerbaron. Trianon. Die Frau ohne Lächeln. Lustspielhaus. Spazenliebe. Kleines. Ein idealer Gatte. Carl Weiss. Adele. Metropol. Auf ins Metropol. Apollo. Berlin im Omnibus. Das blaue Bild. Spezialitäten. Wintergarten. Tortajada. Spezialit. Urania. Wissenschaftliches Theater. Täglich im Theater 8 Uhr: Der jüngste Ausbruch des Vesuv. Z | The Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilh. Th.) Morwin- Oper. Morwik- Oper. Mittwoch, abends 8 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel. Mittwoch inkl. Freitag: Geschlossen. Sonnabend, abends 8 Ubr, Scilly 15 4 wolfig 20 Aberdeen 751 Still woltenl 13 760 SD 17 Paris 756 SD 2 bedeckt 19 763 SD 1 Dunst 20 Wetter- Prognose für Mittwoch, den 15. August 1906. Troden, vorwiegend heiter und sehr warm bei mäßigen südöstlichen Berliner Wetterbureau. Binden. Wafferstand am 13. August. Elbe bei Aussig 0,36 Meter, bet Dresden 1,70 Meter, bei Magdeburg+0,99 Meter. 11 strut bei Straußfurt+ 1,50 Meter. Oder bei Ratibor+ 1,09 Meter, bei Breslau 1,66 Meter, bet Oberpegel 4,76 Meter, bet Breslau Unterpegel Weichsel bei Brahemünde+2,38 Meter. Frankfurt+ 0,85 Meter. Barthe bei Bofen+0,04 Meter. Fröbels Allerlei- Theater Neue Welt Safenheide Schönhauser Allee 148. Klown Dolly ist da! Taglionis Ballett- Ensemble. The Regahs musikalischer Alt. OOLOGISCHER Martha, ober: Der Markt zu Richmond. popul. Borstellung bei balben Breifen: Das Bild des Vaters. CARTEN Täglich ab nachmittags 5 Uhr: Großes Militär- Doppel- Konzert. Eintritt 1 M., v. 6 Uhr ab 50 31. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Romant. Oper i. 4 Aft. v. Fr. v. Flotow. Donnerstag, abends 8 Uhr: Carmen. Freitag, abends 8 br: Gastspiel Heinrich Bötel. Der Postillion von Lonjumeau. Das Nachtlager in Granada. Romantische Oper in 3 Aufzügen bon Conradin Kreuzer. Sonntag, abends 8 11 br: Borlegte Opern- Aufführung: Carmen. Volksstück in 2 Aften. Anf. 4, Uhr. Tanz. Entree 30 Bf. Borverk. ohne Vorverkaufsgebühr tägl. 1. Deutsch- Amerikanischer Im Garten tägl. gr. Militär- Konzert. Max Kliems Sommer- Theater. Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: Gr. Konzert, Theater pollo- Theater Spezialitätenvorstellung 10 thr! 10 Uhr! Novität! Großer andauernder HeiterkeitsErfolg! Berlin im Omnibus. Im zweiten Bilde: Der Omnibus- Trick. Vorher: Gute Spezialitäten! Anfang 8 Uhr. Passage. Willy Brager. Spezialit. Ab 7%, Uhr: Garten- Konzert. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Der jüngste Ausbruch des Besub. Sternwarte, Invalidenstr. 57/62. Ferdinand Bonns Berliner Theater. Mittwoch und folgende Tage: Sherlock Holmes. Anfang 8 Uhr. und. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Cirkus bon Norton B. Smith mit seiner Gesellschaft von Künstlerinnen und Künstlern aus aller Herren Länder. Berlin, Comeniusplak, Memelerstraße 108--114. Mittwoch, den 15. August 1906: Ernte- Dank- Fest. Erntefestzug, Bonbonregen, Puppen- Theater, Kinderfackelzug. Gratisverlosung. 1. Preise: Goldene Damen- und Herrenuhren. 19742 Konzert und Vorstellung. Anfang 4 Uhr. Entree 0,15 M. Welt- AusstellungsBiograph-( St. Louis) Theater lebender Photographien mit abwechselndem Abnormitäten- Progr. Verbindung mit größter FilmsFabrik Frankreichs, daher täglich neueste Bilder. Den ganzen Tag Vorstellung. Heute und folgende Tage to Pritzkow. Münzstr. 16. täglich abends 8 Uhr: Diez' Spezialitäten- Theater. Glite- Vorstellung. Landsberger Allee 76/79( Ringbahnstation). Wegen koloffaler Nachfrage bis 30. Auguft prolongiert. Täglich: 16 Löwen sowie 4 neugeborene werben im Trianon- Theater. Die größte Senſation u. befte Gruppe der Welt: Im Salon des Löwenbändigers. Heute und folgende Tage: Die Frau ohne Lächeln. Anfang 8 Uhr. Residenz- Theater. Wiedereröffnung Sonnabend, den 18. August 1906: Zum 61. Male: foto Kleines Theater. Die Höhle des Löwen. Anfang 8 Uhr. Ein idealer Gatte. Donnerstag: Ein idealer Gatte. Freitag zum erstenmal: Mimensiege. Diplomatie in der Ehe. Das Trottoir roulant. Anfang 8 Uhr. Gaston Chalindrey: Rich. Merander. Sonntag und folgende Tage: Die Höhle des Löwen. W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brummenſtr. 16. Neues kgl. Operntheater Das neue August- Programm! ( Kroll). Anfang 7, Uhr. Mittwoch, den 15. August 1906: Der Troubadour. Donnerstag: Die Fledermaus. Vorverkauf im kgl. Opernhaus, Schalter II, A. Wertheim und Invalidendank. Komische Oper. Heute abend 8 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Arbeit schändet nicht. Bolfsstüd in 3 Bildern v. Reiflingen. Dazu die erstklajig. Spezialitäten. Anfang 6 Uhr. Staffeeküche von 3 Uhr. Bei schlecht. Bett.: Borstell. im Saale. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Täglich: Der Verschwender. Rom. Schauspiel in 2 Aufz.( 9 Bildern) v. Ferd. Raimund. Musik v. Kreuzer. Außerdem: Löwen Publikum herumgezeigt. Ein Dompteur, eine Tänzerin im Löwenkäfig und eine Dompteuse mit noch nie gesehenen Tricks. 11 hr abends: Fütterung sämtlicher Bestien aus den Händen des Dompteurs. The Carl Damman- Familie, Amerikas beliebteste Afrobaten. und das neue beste Programm Berlins. Kaffeeküche. Volksbelustigungen aller Art. Aufang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Vorzugskarten find gültig. Schwarzer Friedrichsberg. Fernsprecher Nr. 8. do Adler Preise der Pläße: Loge 2,50. Sperr fit 1,50. 1. Blak 1,25. 2. Blaz 80 31. Galerie( Stebplat) 40 Bf. Militär und Kinder unter 12 Jahren bezahlen Wochentags- Abend- Vorstellung 1. Platz 1, 2. Blag 60 Pf. Galerie( Stehplaz) 30 Pf. Nat. Behrens, Dir. Gustav Behrens Theater, Berlin O., Frankfurter Allee 85. Sonnabend, den 18. August: Eröffnung Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger Anfang Wochentags 8, Sonntags 7 Uhr. Etablissement Buggenhagen Moritzplatz. Täglich im Garten bezw. in den unteren Sälen Adler der Winter- Saison Gottschalk Freikonzert Frankfurter Chaussee 5. Restaurant und Festsäle. Jeden Mittwoch: 16482* Humoristische Soiree der Willy Walde- Sänger. Nach der Familien- Kränzchen. × Vorstellung: Bons haben Gültigkeit. Jeben Sonntag: Spezialitäten-Vorstellung. Jm Saale: Großer Ball. Gebr. Arnhold. Schloß Weißensee. ,, Zum Sternecker". würdigkeit Inhaber C. Koch. nur kurze Zeit. Große Sehens- Täglich Konzert Ausstellung Afrika Donnerstag: Hoffmanns Erzählungen. 12 Attraktionen Futaneger- Karawane. 11. a. Paul Coradini. La Matchiche. Freitag: Die Bohème. Sonnabend: Hoffmanns Erzählungen. Steffen Bros. Neiß Troupe u. b. a. m. Anfang 4 Uhr. Zentral- Theater. Entree 30 Bf., num. Play 50 Pf. ( Operette). 8 Uhr halbe Preise: Billettvorbert. b. 10-1 a. d. Theaterkaffe. ܟܘܘܘܘܟܟܟܟܨ|.Der Zigeunerbar01 Pferde, Dorf mit 53 Eingeborenen. Kamele usw.; spannende Vorführungen ihrer heimatlichen Gebräuche. Täglich mehrere Vorstellungen. 1. Vorst. 4%, Uhr. Eintritt 50 Pf. 1969L* Kinder 15 Pf. Donnerstag: Elitetag. Militärkonzert. Feuerwerk. Spezialitäten- Vorstellung. Lustspielhaus. Passage- Theater. Schweizer Garten Prater- Theater Zum erstenmal abends 28 Uhr: Spatzenliebe. Abends 8 Uhr s. 17 Abends 8 Ub Lustspiel in 4 Atten von Louis Artus. Metropol- Theater Henry Bender. Josef Giampietro. Fritz Massary. Das glänzende Eröffnungs- Programm. ! Auf- in's Metropol! 14 erstklassige Spezialitäten! Große Jahresrevue mit Gesang u. Tanz in 9 Bildern v. Jul. Freund. Musik von Viktor Hollaender. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Carl Weiß- Theater. Br. Frankfurterstr. 132. Jm Theater: Täglich 8 Uhr: Gastspiel des Herrn Fritz Kidaisch: Adele. Im Sommergarten täglich: Ostbahn- Park Am Küstrinerplatz, Rüdersdorferstr.17 Hermann Imbs. Täglich: Gr. Konzert, Theater- und Große Spezialitäten- Vorstellung. Spezialitäten- Vorstellung. Anjang 5 Uhr. Am Königstor Am Friedrichshain. Täglich: Theater- Vorstellung, Spezialitäten u. Ball. Nord und Süd. Komische Operette in einem Aft. Mlle. Martha Bellvert mit ihren dressierten Bären. Olms u. Carbeth, die verrückten Amerikaner. Jeden Mittwoch: Kinder Freuden Fest. Damentanz frei. Anfang 5 Uhr. Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Amor von heute. Milardo, Humorist. Borussia- Sextett. Sands Sportakt. " Der grüne Teufel." Große Pantomime. Konzert. Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Numerierter Plaz 50 Bf. mit einem erstklassigen, glänzenden Programm. 19732 Anjang 7, Uhr. Sonntags 5 Uhr. Mittwoch u. Sonnabend: Freitanz. Kaufe bei Blitz Herren- und Knaben- Konfektion. Die gesamten Restbestände der Sommerwaren, darunterdie elegantesten Herren- Sommerpaletots kommen zu jedem annehmbaren Preise zum Verkauf. Herren- Anzüge, Kavalier. von Burschen- Anzüge, M. an 6 90 hochelegant 4 von 35 M. an Kinder- Anzüge, Tip- Top.. Herren- Hosen, 95 an von M. 80 Maß- Ersatz.. von M. an um für die in Unmengen angekauften Wintersachen genügend Platz zu bekommen. zu bekommen. Achtung! 3 Geschäfte 008 eld ver nie swia Blitz Volksgarten- Theater. 137 Große Frankfurterstr. Entree 30 Bf. Badstr. 8( Behm- u. Bellermannstr.) Täglich: Sanssouci. Kottbuser Konzert, Theater u. Spezialitäten. 1.Straße 4a. Das neue August- Programm! Sonntg., Montg. Donnerst. Harry Steiner und Sonnabend: Hoffmanns Nordd. Sänger Max Franconi Geschw. Bollini Garreton Truppe. Auf fremder Erde". und Tanzkränzchen. Gr. Ausstattungsstück mit Gesang u. Neu: Der Säugling. Tanz in 3 Bildern von Hugo Schulz. ( Glänzendes Soireeprogr.) Jed. Mittwoch: Gr. Kinderfreudenfest. Entr. 30 Bf., mum. Pl. 50 Pf. Jed. Donnerst.: Gr. Brill.- Feuerwerk. Sonnt.Beg. 5, Wochent. 8 U. Boltsbeluftigungen aller Art. Im Borgart.: Freikonzert. Die Staffeeküche ist v. 1 Uhr an peöffnet. zwischen Koppen- u. Fruchtstr. Chonés Industrie- Palast 136/ 6* Achtung! 3 Geschäfte 137 80 Chaussee- Straße 80 20 ald 08.1 9 Rosenthaler Straße 9 Ecke August- Straße. Va mit Deutscher Metallarheiter- Verband. Deutscher Holzarbeiter-Verband. Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin Hauptbureau: Zimmer 34, Amt 4, 3353. Engel- Ufer 15. Zimmer 1-5, Amt 4, 9679. Donnerstag, den 16. August 1906, abends 8 Uhr, in den " Arminhallen", Kommandantenstraße 20: Bautischler. Bezirk I. Donnerstag, den 16. August, abends 62 Uhr, bei Acker, HoffägerPalast, Hafenheide 52-53: Allgemeine Uhrmacher- Versammlung. Branchen- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Mar Schütte über: Zwei Lockspikel. 2. Diskussion. 3. Verban dsangelegenheiten und Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. NB. Die Versammlungen finden jetzt regelmäßig jeden dritten Donnerstag im Monat statt. 123/20 90/19 Tages- Ordnung: 1. Wie stellen wir uns zu den Frühlingsmeistern in unserem Beruf? 2. Wie regeln wir die Abschlagszahlung in der jezigen guten Konjunktur? 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, daß er in dieser Versammlung erscheint. Der Obmann. Vereinigung der Fliesenleger Deutschlands. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Ortsverein Berlin, Abt. I. Mitglieder- Versammlung am Donnerstag, den 16. August, abends 8 Uhr, im Neuen Klub: hause", Kommandantenstr. 72. Tages Ordnung: 266/14 1. Bortrag des Genossen Theodor Fischer über: Tarifverträge, Rechte und Pflichten der Arbeiter unter denselben. 2. Diskussion. 3. Abrechnung des Kassierers vom 2. Duartal. 4. Gewerkschaftliches. Die Genoffen der Abteilung II( Hülfsarb eiter) find hierzu bringend eingeladen. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Zahlstelle Rixdorf. Donnerstag, den 16. August, abends 8 Uhr, bei Thiel, Bergstraße 151-152: Deutscher Holzarbeiter- Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Johann Salm am am 11. August verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet 15. August, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des PiusKirchhofes in Wilhelmsberg, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 90/20 Die Ortsverwaltung. Allen Freunden, Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht daß mein lieber Mann, der Former 549b August Mombray, am 12. d. Mts. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 15. d. Mts., nachmittags 6 Leichenhalle Mitglieder- Versammlung Sophien- Stirchhofes, FreienwalderTages- Ordnung: 1. Bortrag. 2. Beschlußfassung über die örtlichen Bestimmungen. Die Ortsverwaltung. 3. Berbandsangelegenheiten. 90/18 Reinickendorf und Umgegend. Donnerstag, den 16. August, abends 8 Uhr bei Sadau, Residenzstraße 124: Oeffentliche Versammlung Zentralverein der Bildhauer Deutschlands. aller in Zentralverbänden organisierten GewerkschaftsVerwaltung Berlin. Donnerstag, den 16. August 1906, abends 81/2 Uhr, Versammlung im Louisenstädtischen Klubhause, Annen- Straße 16. Lages- Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Fortsetzung der Statuten beratung und Anträge zur Generalversammlung. 3. Verschiedenes. 20/18 Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Expedition des ,, Vorwärts" Berlin SW 68, Lindenstr. 69. Soeben erschienen: Illuftrierter Neue Welt- Kalender für das Jahr 1907. Einunddreißigster Jahrgang. Postwesen Inhalts- Verzeichnis: Kalendarium Beachtens werte Adressen Statistisches Rückblick Messen und Märkte Jm Kreislauf des Jahres Die Reform der Straf prozeßz- Ordnung. Von Rechtsanwalt Hugo Heinemann- Seuchen gefahr und Seuchenverhütung. Von Dr. J. Zadek( mit Illuftr.) Zwei Lieder im Volkston. Von Leo Heller. Ein Maifesttag. Nach dem Leben erzählt von Minna Kautsky( mit Illustrationen) Wenn wir nicht mehr gütig find. Gedicht von Ernst Preczang Der Kampf um das Mittelmeer der Zukunft. Von Heinrich Cunow( mit Illustration) Die Karikatur und ihre Bedeutung. Bon Ed. Fuchs( mit Illustrationen) Wir sind der Sieg. Gedicht von Ludw. Lessen Moderne Kraftwagen. Von A. G.( mit Illustrationen) Sozialistische Frauenagitation. Von Ottilie Baader Lied der Bergleute. Bon W. 2. Die Kultur des Tabaks. Von A. G. Grant Franzöfifche Gefellenorganisation im 18. und 19. Jahrhundert. Von Adolf Braun Nachtarbeit. Gedicht von G. Weber- Szenen aus der russischen Revolution. Bon J. H.( mit Illustrationen) Unsere Toten( Mit Porträts) Heilige Familie. Gedicht von E. Kreowski. Fliegende Blätter. Das Armband. Satirische Skizze von Michel Thivars. Autorisierte Uebersetung( mit Illustrationen) Für unsere Rätsellöser Trächtigkeits- und Brütekalender. Hierzu drei Bilder: Der Bergmann Die Auswanderer Proletarierin Außerdem zwei -Dreifarbendrude auf Kunstbrudpapier: Der Steinklopfer- Heher am Amselnest Ein Wandkalender. Preis: 40 Pfennig. Bei Einzelbezug bitten wir um Einsendung des Betrages nebst 10 Pfennig in deutschen Briefmarken für Porto. 送 日 Fe Hahn Berlin C.25 Gegründet 1825. mitglieder sämtlicher Berufe. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Störst en über: Die Bedeutung der Gewerkschaftskartelle. 2. Gründung eines Vorortkartells für Reinickendorf und Umgegend. 3. Verschiedenes. Wir ersuchen in Anbetracht der wichtigen Tagesordnung um zahlreiches Erscheinen in dieser Versammlung. Alle Berufe, die noch keinen Bertreter in das zu gründende Kartell gewählt haben, bitten wir es um gehend zu tun. 266/13 Das Komitee. J. A.: Franz Otto, Neptunstr. 29. Zentralverein der Bildhauer Deutschlands. Verwaltung Berlin. Mittwoch, den 15. August 1906, abends 6 Uhr, in den Industriesälen, Beuth- Straße 20: Branchenabend der Steinbildhauer. Der Stand des Streiks. Maschinisten und Heizer sowie Berufsgenossen fämtl. Brauereien Berlins u. Umgegend. Donnerstag, den 16. d. Mts., vorm. 8 Uhr und abends 8 Uhr, findet in Voigts Rittersälen, Ritterstraße 75, 2. Hof, je eine öffentliche Versammlung statt. Tagesordnung: Stellungnahme zu dem Lohntarif, die Betriebsverhältnisse in den Brauereien. 139/8 Der Einberufer: H. Schwittau. straße, aus statt. Die trauernde Witwe Ida Mombray geb. Beck. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Am 11. August verstarb unser altes Mitglied Johann Lange im Alter von 66 Jahren an Leberfrebs. 146/15 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 15. August, nachmittags 52 Uhr, von der Leichenhalle des St. Sebastian- Kirchhofes in Wittenau( Dalldorf) aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung des Steinfegers Julius Raue sagen wir allen Freunden und Betannten, insbesondere den Kollegen des Zentralverbandes der Steinfeger Arbeiter- VertreterVerein Berlin. Am Sonntag, den 12. Auguft, verstarb unser Mitglied, der Töpfer Heinrich Hoffmann Graudenzerstr. 4. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Mittwoch nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Zentrals Friedhofes in Friedrichsfelde aus ſtatt. 53/9 Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Vereinigung d. Metallarbeiter Deutschlands. Verein Berlin. Todes- Anzeige. Am 12. August verstarb unser langjähriges Mitglied, der Maschinenformer Ferdinand Monis am im Alter von 32 Jahren an Blutvergiftung als Folge eines Unfalles. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 16. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, vom LazarusKrankenhause, Bernauerstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 280/18 Der Vorstand. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Berlin: Bezirk 8. ( Gesundbrunnen.) Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Maschinenformer Ferdinand Monis am Sonntag, den 12. August ver storben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 16. August, nach mittags 4 Uhr, vom Lazarus Krankenhause aus nach dem neuen Pauls- Kirchhofe, Seestraße, statt. Um rege Beteiligung bittet 552b Die Ortsverwaltung. und Berufsgenossen, Begir! Steglit, Zentralverband der Maschinisten " sowie dem Gesangverein Zukunft I" unseren herzlichen Dank. 5485 Die trauernden Hinterbliebenen. Mortal einziges Spezial- Flöhe Mittel gegen schnell u. sicher wirkend, zer stört radikal den Brutherd im Fußboden, so daß gänzlich jede Brut ausgetilgt wird. Man nehme nur ,, Mortal" mit Marte Tod und Teufel" in den Drogerien und bei Otto Reichel, Berlin 43, Eisenbahnstr. 4. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Heute Mittwoch, abends 8%, Uhr, bei Keller, Koppenstraße 29: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Rassenbericht. 2. Bericht des Borstandes, des Arbeitsvermittlers, des Bibliothekars, der Schlichtungsund Werkstatt- Kontrollkommiffion. 3. Festsetzung der Gehälter der Angestellten nach dem Beschluß der letzten ordentlichen Generalversammlung. 4. Ersazwahlen zur Ortsverwaltung. 5. Neuwahl eines Bureauangestellten. 6. Anträge. 7. Verschiedenes. 90/17 Eintritt nur mit Mitgliedsbuch. Die Ortsverwaltung. u. Heizer sowie Berufsgenossen Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin u. Umg. Todes Anzeige. Am 9. d. Mts. wurde unser Mitglied Gustav Scholz bei einer Aethererplosion getötet. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 15. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, von der Leichen halle des Emmaus- Kirchhofes in Rigdorf aus ftatt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau sagen wir allen Freunden und Bekannten unseren Herzlichsten Dank. 5585 Hermann Wolff nebft Kindern. Borsigwalde. FR. HAHN BERLIN Parterre, L. u. II. Etage ALEXANDER- PLATZ Sonderangebot Schwarze Kleiderstoffe. Glatte Kammgarnstoffe reine Wolle.. p. Mtr. 1.35, 1.50, 1.75 bis 400 M. Glatte Satins u. 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