Nr. 256. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr, möchentlich 28 Pfg. frei in's Saus. Einzelne Nummer 5 Big Sonntags: Nummer mit tur.Sonntags- Beilage Neue " 10 Big. Bost- Abonnement: 3,0 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngern 2 Mt., für das übrige Mustands Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Voft- Beitungs- Preisitfte fir 1892 unter Nr. 6652. Friedrich Conn XX 500 Bibliothek Vorwärts S 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 fg., für Vereins- und Bersammlunge Anzeigen 20 fg Inferate fur de Mummer müssen bis 4 Uhr Nachmittage in der Expedition abgegeben werden. Die Expe on ist an Wochentagen bis 7 uhr Abends, an Sonnund Fefitagen bis 9 1hr Bormittags geöffnet. Eern( pred- Anschlug Amt I, tr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Parteigenossen! Der unterzeichnete Parteivorstand beruft den dies jährigen Parteitag auf: Montag, den 14. November, nach Berlin a das Lokal zu den Konkordia Sälen, Andreasstraße 64, cin. Als provisorische Tagesordnung ist festgesetzt: Montag, 14. November, Abends 7 Uhr, Vorersammlung. Ronstituirung des Parteitages. Festsegung der Geschäfts- und der Tagesordnung. Wahl einer Mandats- Prüfungskommission. Dienstag, 15. November und die folgenden Tage: 1. Geschäftsbericht des Parteivorstandes. Berichterstatter: Richard Fischer. 2. Bericht der Rontrolleure durch August Kaden. 3. Bericht über die parlamentarische Thätigkeit der Reichstagsfraktion. Berichterstatter: Baul Ginger. 4. Die Maifeier 1893. Berichterstatter: Albin Gerisch. 5. Der internationale Arbeiterkongreß in Zürich. Berichterstatter: Ferdinand Ewald. 6. Das Genossenschaftswesen, der Boykott und die KontrollBerichterstatter: J. Auer. Schußmarte. 7. Die wirthschaftliche Krise und ihre Folge: der allgemeine Nothstand. Berichterstatter: W. Liebknech t. 8. Der Antisemitismus und die Sozialdemokratie. Dienstag, den 1. November 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Der Geschäftsbericht des Partei Vor Schwinden, daß zu den Angriffen gegen die Sozialdemokratie standes, sowie der Bericht über die parla- heute schon der Vorwurf gehört, daß sie noch keine großen mentarische Thätigkeit der Reichstag gewaltige Umschwung der öffentlichen Meinung, daß man Künstler und Dichter erzeugt hat. Es zeigt sich hierin der Abgeordneten und die Mandatsformulare we van dieselben Leute, die man eben erst als die verkommensten den Mittwoch, 2. November, an alle jene Strolche hinstellte, die Frage richtet, warum sie feine Rafael Delegirte versandt, welche sich bis dahin und Goethe geworden. auf dem Parteibureau J. Auer, Berlin SW., Ratzbachstr. 9 angemeldet haben. Die Adresse des Lokal- Komitees lautet: Frik Zubeil, Berlin so., Naunynstraße 86. Alle Anfragen wegen. Wohnungen oder sonstiger persönlicher Angelegenheiten, besonders auch wegen Zutrittstarten zu den Verhandlungen, müssen an diese Adresse gerichtet werden. Ueber die Maßnahmen für den Empfang der Delegirten an den hiesigen Bahnhöfen wird das Lokal- Komitee rechtzeitig die nöthigen Bekanntmachungen erlassen. Alle sonstigen auf den Parteitag bezüglichen Zuschriften, Wünsche, Anfragen 2c. sind nur an das Parteibureau: J. Auer, Berlin SW., Raybachstraße 9, zu richten. Berlin, 31. Oktober 1892. Mit sozialdemokratischem Gruß Der Parteivorstand. Ein Jesuitenpater In München- Gladbach hielt am 28. September Professor A. Baumgartner, Mitglied des Jesuitenordens, einen Bor trag im fatholischen Kasino, der die Frage aufwarf: Wie stellt sich die Sozialdemokratie zu Kunst und Literatur? Dieser Vortrag ist vor einigen Tagen in der„ Kölnischen Bolts- Zeitung" abgedruckt worden und durch sie zu unserer Kenntniß gelangt. Der Herr Professor sagt zu der erwähnten Frage: Sie werden darüber noch in feiner Literatur- und KunstGeschichte Aufschluß finden. Die Sozialdemokraten haben sich da, noch kein eigenes Kapitel erobert. Schon die bloße Demtotratie spielt da nie eine besonders günstige Rolle. Der alte Homer spricht sich sehr deutlich für monarchische Einheit aus: Einer sei Herr! und die gesammite Blüthe Hellenischer Dichtung ist aus einer sehr gewählten Bürgerschaft hervor gegangen, die man herzhaft aristokratisch nennen kann. Die glänzendsten Blütheperioden der Kunst- und Literaturgeschichte überhaupt tragen sämmtlich monarchische oder fürstliche Namen: den des Augustus, den der Medicäer, den der spanischen Philippe, den der englischen Elisabeth, den des Roi soleil( Sonnenfönig, König Sonne). Unsere deutschen Klassiter haben zwar alle etwas demokratisch angefangen, haben sich aber, Lessing abgerechnet, von ihrer Liebhaberei für die französische Revolution sämmtlich zu Weimar befehrt und sich in gute sächsische Unterthanen uingewandelt, Goethe, Schiller und Herder sich auch den Adelstitel gefallen lassen. Eelbst Voltaire war fein eigentlicher Republikaner; er[ lebte als selbständiger Potentat in seinem Ferney und dachte gar nicht daran, sein Einkommen mit leidenden Brüdern zu theilen." Wohl waren es Fürsten und Priester, wie gegenwärtig Kapitalisten, welche die Kunst bezahlen und in ihren Dienst nehmen konnten, aber die Kunst haben sie nicht geschaffen, und wenn man nach ihren Namen die Blütheperioden be nennt, so ist thatsächlich an dieselben bereits der Verfall geknüpft. Als Augustus an der Spitze der Macht stand, die Blüthezeit der römischen Literatur schon vorbei; storben, und Ovid hatte die kaiserliche Gunst in der Verbannung amSchwarzen Meere zu büßen. Und unter denStrahlen Berichterstatter: A. Bebel. über Kunlt und Sozial- Birgil und poras find 20 bis 30 Jahre vor Auguſtus ge9. Berathung derjenigen Anträge aus den Reihen der Parteigenoffen, welche bei den voraufgehenden Punkten der Tagesordnung nicht bereits ihre Erledigung gefunden haben. Nach§ 8, II. Absah unserer Partei- Drganisation Demokratie. # Nur wenige Jahre ist es her, als die ganze Bour des Roi soleil( des Königs Sonne, Ludwig XIV. von geoisie mit ihrem kleinlichen Anhang die Sozialdemokratie Frankreich) sind nicht Kunst und Literatur emporgeblüht, 10. Wahl der Parteileitung und Bestimmung des Ortes, Blätter" und andere Wig"-Blätter von ihr brachten. Ein fällt in die Jünglingsjahre des Königs. Kaum noch ein in den Bildern veranschaulicht fah, welche die Fliegenden sondern abgewelft. Die Glanzzeit der französischen Literatur wo sie ihren Sitz zu nehmen hat. verlumpter Kerl mit rother Nase und Schnapsflasche, der Ableger derselben reicht in seine legten 40 Lebensjahre nichts arbeiten und dafür recht viel Lohn erhalten wollte, hinein. Und was die Medicäer und die englische Elisabeth find Anträge der Parteigenoffen für die Tagesordnung heute giebt es noch rädständige Gegenden und rückständige aufgewachsen, und diese theilt mit Shakespeare den gleichen das war der Typus eines rechten Sozialdemokraten. Auch betrifft, so find jene als Zeitgenossen der Humanisten des Parteitages bei der Parteileitung einzureichen, die Personen( selbst Gerichtsdirektoren und Staatsanwälte be- revolutionären Ursprung. Die Großen und Mächtigen dieselben spätestens zehn Tage vor der Abhaltung des finden sich noch darunter) die die Sozialdemokratie mit haben feine Kunft zur Blüthe gebracht, sie haben diefelbe Parteitages durch das offizielle Partei Organ bekannt zu den Strolchthum auf eine Stufe stellen möchten. vielmehr in Fezen gerissen, um sich dieselben als Schinuck geben hat." Diese Auffassung ist freilich bereits so sehr im um die Schultern zu hängen. Feuilleton. Nadbrud verboten.) Bel- Ami. Roman von Guy de Maupassant. I. [ I Die Kassirerin gab George Duroy auf sein Fünffrankenstück heraus und er wandte sich dem Ausgang des Restaurants zu. 92 Frühstück ohne Mittagbrot leisten: er hatte die Wahl. Er ganzen Familienähnlichkeit mit dem Schurken der Hinterrechnete sich aus, daß ihm das zweite Frühstück nur treppenromane. zweiundzwanzig, das Mittagbrot aber dreißig Sons fosten Es war einer jener Sommerabende, wo Paris zu er würde, so daß ihm, wenn er sich auf das erstere beschränkte, sticken scheint. Wie ein Dampfbad, so heiß war die Stadt, ein Ueberschuß von einem Franks und zwanzig Gentimes fie schien in der drückenden Abendlust förntlich zu schwitzen. blieb; dafür konnte er zweimal Brot und Würstchen zum Die Kanäle hauchten aus ihrem granitnen Munde ver Abend essen und zwei Glas Bier auf dem Boulevard pesteten Athem aus; und aus den niedrigen Fenstern der trinken. Das war Nachts für ihn der größte Genuß und Kellerküchen roch es efelhaft nach Spülicht und verdorbenen die größte Ausgabe; und jo ging er denn die Straße Notre- Saucen. Dame de Lorette hinunter. Als George Duroy auf dem Boulevard angekommen war, blieb er noch einmal stehen und überlegte. Er hatte jetzt Lust, nach den Champs Elysées und dem Bois de Boulogne zu gehen, um dort etwas frische Luft unter den Bäumen zu schöpfen. Dann aber quälte ihn noch das Verlangen, ein galantes Abenteuer zu erleben. In Hemdärmeln saßen die Portiers rittlings auf die Husarenuniform getragen: Er streckte die Brust heraus während die Vorübergehenden barhäuptig, den Hut in der Sein Gang war derselbe wie zu der Zeit, als er noch Strohstühlen vor ihren Logen und rauchten ihre Pfeife, Von natürlicher Schönheit der Gestalt und als ehe vom Pferde gestiegen wäre. Nücksichtslos drang er durch nud schritt ein wenig breitbeinig daher, als wenn er eben Hand, sich ermattet weiterschoben. maliger Unteroffizier an stramme Haltung gewöhnt, rückte das Gewühl der Straße, schuf sich mit den Schultern Play er sich zurecht, strich sich mit ungezwungener Handbewegung und stieß statt auszuweichen, die Leute zur Seite. nach Soldatenart seinen Schnurrbart und umfaßte mit rafchem Faltenblick, wie er hübschen, jungen Männern eigen Sein schon recht abgetragener Cylinder saß ihm etwas ist, die Gäste, die noch im Lokal speisten. auf einem Ohr, und er setzte die Hacken scharf aufs Pflaster. Die Frauen an den Tischen sahen nach ihm auf. Außer In seinem Gesicht lag der Ausdruck einer gewissen gleich- Ein Abenteuer? Aber mit wein und wie? Er wußte drei Arbeiterinnen waren es eine Musiklehrerin von unmäßigen Verachtung: er verachtete die Vorübergehenden, es nicht, aber er erwartete es seit drei Monaten an jedem bestimmtent Alter, die mit ihrer unordentlichen Frisur, ihrem die Häuser, die ganze Stadt, wie es so die Art des schönen, Tage, an jedem Abende. Wohl dankte er seinem hübschen verstaubten Hute und ihrem ewig schief sigenden Seleide recht zum Bivilisten herabgesunkenen Soldaten ist. Gesicht und seiner eleganten Figur hier und da ein wenig vernachlässigt aussah, und zwei Kleinbürgerinnen, die sich Obgleich er einen Anzug für nur sechzig Frants Frauengunst, aber er hoffte auf mehr und besseres. mit ihren Männern hier regelmäßig zum billigen Mittag- trug, hatte er doch eine gewisse aufdringliche Ele- Er fehrte um und schlug die Richtung nach der bro einfanden. gauz an sich, die zwar etwas gemein, aber doch Madeleine ein. Er folgte dem Strom der Menge, der Als er draußen auf dem Trottoir war, blieb wirklich vorhanden war. Er war ein großer schön unter dem Druck der schwülen Luft träge dahiner einen Augenblick stehen und überlegte, was er gewachsener Mensch, um seine Lippen kräuselte sich ein floß. Die großen Cafés waren überfüllt, di thun sollte. Heut war der achtundzwanzigfte Juni und er bichter, hochgewirbelter Schnurrbart; sein kaftanienbraunes Gäfte faßen bis auf das Trottoir hinaus und tranfen hatte für den Rest des Monats noch drei Frants vierzig leise ins röthliche hinüberspielende Haar war schlicht frisirt unter dem grellen, scharfen Licht der erleuchteten Fenster in der Tasche. Dafür konnte er sich gerade noch zweimal und in der Mitte gescheitelt; in seinen hellen, flaren ihre Erfrischungen. Vor ihnen standen auf runden oder Mittagbrot ohne zweites Frühstück oder zweimal zweites Augen saßen auffällig fleine Pupillen; kurz, er hatte im viereckigen Tischchen Gläser mit zother, gelber, grüner, " 1 Wie leicht der Herr Professor über den demokratischen Wir haben nichts Besseres erwartet. In welcher Sauce Roma Iocuta est. Romt, der Papst, hat gesprochen, mit Ursprung der wirklichen Kunst und Literatur sich hinweg- man aber auch das Dreitlassen- Wahlsystem auftischen mag, diesem Wort sind in der katholischen Kirche alle Streitig fetzt und ihre Blüthe an monarchische und fürstliche Namen zu verbessern ist an demselben nichts. feiten und Zweifel erledigt. Die evangelische Kirche hat zwar keinen Bapst, aber der Landesfürst ist zugleich summus fnüpft, zeigt das equilibristische Kunststück, womit er die geHerr von Stephan ist sonst nicht wortfarg. Und episcopus, oberster Bischof. Die Kämpfe in der evangelisammte Blüthe hellenischer Dichtung aus einer sehr ge= wählten Bürgerschaft hervorgehen läßt, die man herzhaft wenn ein Regelklub ihn anhocht oder ansingt, so ist Herr schen Kirche haben nun zwar keine große Tragweite, und aristokratisch nennen könne. Vom herzhaft aristokratisch" von Stephan allemal derjenige, welcher den Pegasus besteigt wenn man auch gegenwärtig die Harnack'sche Frage in der ist dann kein großer Sprung zum fürstlich- monarchisch". und ihn zu den gewaltsamsten Versen zwingt. In der An- Presse noch so viel Staub aufwirbeln läßt, mehr wie einen Alles Geschwindigkeit, feine Hererei! fagt der Taschenspieler. gelegenheit der Sammlung für die Hamburger Postbeamten Sturm im Glase Wasser rührt man damit nicht auf. Und Aber alle Taschenspielerkünfte der Welt und tein Jesuiten hat es offiziös von Berichtigungen geregnet, nur bringen das ist natürlich in einem Kampfe, der die überaus grize stücklein können die Thatsache wegzaubern, daß die höchste und diese wenig Aufklärung. Vor allem ist nichts zu erfahren, Masse der nominellen Anhänger der Kirche gar nicht be allgemeinfte Blütheperiode der Kunst und Literatur sich an von wem eigentlich die Sammlungen veranstaltet sind, und rührt, und wo von den am Kampfe Betheiligten der eine Theil, das demokratische Athen knüpft. Diese heidnische Kunst und noch weniger, worin die reichliche Unterstützung bestand, die der freisinnige", nicht einmal den Muth seiner Meinung Literatur besaß nach tausend Jahren noch die Macht, die Welt aus Reichsmitteln den infolge der Cholera nothleidenden hat, sondern nur um die Erlaubniß einer etwaigen nachfucht. als Kaiser, aus der mittelalterlichen Barbarei zu reißen und zu einem Boftbeamten und deren Familien bewilligt sein soll. Auch Meinung neuen Frühling zu erwecken, zu einem„ Zeitalter der Wieder- die Frankfurter Zeitung" gehörte zu den Neugierigen, und episcopus der preußischen Landeskirche, wurde gehofft geburt der Künste und Wissenschaften." In diesem Zei ie blieb nicht ohne Antwort. Dieselbe bestand in einer und gefürchtet, daß er bei der heutigen Wittenberger alter wurzelt die ganze moderne Kunst und Literatur und Polizeilichen Haussuchung. auch sie blühte am mächtigsten, wo sie den demokratischen des Leitartikels des ersten Morgenblatts vom 11. Oktober, gethan, wie nicht anders zu erwarten war, und sich, wie der sich mit gewissen Vorgängen in der Reichs- Postverwaltung, ber alte Raiser Wilhelm, auf den Standpunkt der OrthoBoden fand. Die zwei großen Herde der italienischen Kunst im insbesondere mit der Sammlung für die Hamburger Poſt doxie, des apostolischen Glaubensbekenntnisses gestellt. Er Mittelalter, Florenz und Benedig, waren Republiken. Die beamten beschäftigte und durch den sich Herr Dr. Stephan sagte: Quelle der deutschen Kunst ist Köln, eine freie Stadt. beleidigt fühlt.. Holbein geht aus Augsburg und Dürer aus Nürnberg hervor: zwei freie Städte. Zusammen der Freiheit sinken Kunst und Literatur, und in Sturm und Drang gegen die Despoten entfalten sich die mächtigsten Geister. Vom summus Wie wir zu dem die gesammte Christenheit verbindenden Glauben an Jefum Chriftum, den Mensch gewordenen Gottes sohn, den Getreuzigten und Auferstandenen uns von Herzen bekennen und wie wir zu Gott hoffen, allein durch diesen Glauben gerecht und selig zu werden, also erwarten wir auch von allen Dienern der evangelischen Kirche, daß sie allezeit beslissen sein werden, nach der Richtschnur des Wortes Gottes in dem Sinn und Geiste des durch die Reformation wiedergewonnenen reinen Christenglaubens ihres Amtes zu warten..." Damit wird denn auch der kirchliche Freisinn", so weit er eine Ranzel zu verlieren hat, in gewohnter Tapferkeit zurückweichen. Wo bleibt der Staatsanwalt? So fragten wir vor Jahresfrist wieder und wieder, als die Thatsache ans Licht gekommen war, daß Fürst Bismarck dem Welfenfonds mehrere hunderttausend Mark rechts- und gesetzFreilich die Auffassung des Professors Baumgartner er- widrig entnommen hatte, um das Geld zu Zwecken klärt sich, abgesehen von seinem theologischen Standpunkt, zu verwenden, die den Zwecken des Welfenfonds ganz fern aus der Stellung, welche er der Kunst und Literatur einlagen. Wir und Millionen mit uns konnten damals nicht räumt; er betrachtet sie als bloße Buspeisen des Lebens". begreifen, warum fein Staatsanwalt sich fand, der die Für uns find Kunst und Literatur doch etwas mehr. Sie Majestät des Gefeßes" wahrte. Und wir fragten, ob es sind keine untergeordnete, sondern nebengeordnete Zweige denn in Deutschland eine Nanggrenze gäbe, über die aller menschlichen Kraftentwickelung, aus dem menschlichen hinaus der Strafrichter nicht reichen könne. Jeßt erfahren Bedürfniß entsprungen wie Wissenschaft und Technik. Erst wir, daß Fürst Bismarck die Fälschung der Emser Vor den sozialen Kämpfen treten die politischert, in der Sozialdemokratie werden Kunst und Literatur ihrer Depesche eingestanden hat. Wenn wir die Folgen kirchlichen und nationalen Unterschiede zurück. Im Kampfe wahren Aufgabe genügen können, das Leben der dieser Handlung bedenken, das unsägliche Elend, welches ganzen Menschheit zu durchdringen, ihm einen er über Millionen verhängt worden ist, die Tausende und gegen die Arbeiter reichen sich Herr von Hammerstein und höhteren Aufschwung zu geben, es schöner und genuß- Abertausende von Getödteten, die Hunderttausende von Ver- Eugen Richter die Hand, bietet Herr Biehl den Ackermann und Schauß das Kartell an und schließen die polnischen freudiger zu gestalten. Heute muß sich die Kunst krüppelten und Siechen, die tiefen, noch heute nicht ver- Edelleute mit den deutschen Junkern Frieden. Seitdem die den Launen Einzelner, der Klasse der Besitzenden verkaufen, narbten Wunden des Nationalwohlstandes, die Ver- Sozialdemokratie auch unter den Polen um sich greift und in der Sozialdemokratie wird sie der Förderung der ganzen fümmerung und Vergiftung unseres politischen Lebens die polnischen Arbeiter erkennen lernen, daß sie noch andere Menschheit dienen. Diese Befreiung der Kunst erhoffte so werden wir uns der ganzen Enormität dieses Verbrechens Richard Wagner schon im Jahre 1849 von der siegenden bewußt, und das Rechtsgefühl verlangt, daß ein solches Sozialdemokratie. Heute, wo die Arbeiter im harten Kampfe Verbrechen gefühut werde, und daß der Schwere der Schuld des Daseins stehen, um das Nothwendigste, um das Brot die Schwere der Strafe entspreche. Wo bleibt ber für sich und die Familie ringen, mit der organisirten Macht Staatsanwalt? Der Thatbestand ist klar. In der des Staates und der Bourgeoisie um ihre Eristenz- Schrift über die Emser Depesche*) ist alles Material berechtigung zu streiten haben, hat bei ihnen freilich noch gesammelt; und sollte Fürst Bismarck sein Geständniß die Kunst zurückzustehen. Aber das Bedürfniß nach der ableugnen, so ist ja Herr Harden als Zeuge da. selben ist bei ihnen mächtig rege und ringt nach Be Und da aller guten Dinge drei find- sei hier auch an friedigung. Man beobachte das Publikum der Freien das Geständniß des Fürsten Bismarck erinnert, das er schon Boltsbühne"; mit einer Andacht, wie sie das gebildete" 1889 einem Interviewer gegenüber machte, daß er 1878 Publikum nicht kennt, lauscht es den Worten des Dichters; eine Auflösung des Reichstags gebraucht habe, weil er im man fühlt es, wie Herz und Seele aufgeht in dem Genuß alten Reichstag feine Majorität mehr hatte und auch auf Der Kern der künstlerischen Leistung. Die Sozialdemokratie hat noch seine Kollegen sich nicht mehr verlassen konnte. teine großen Dichter und Künstler geschaffen, aber schon des Geständnisses war, daß Fürst Bismarck das Sackpufferwirkt sie befruchtend auf Dichtung und Kunst. Dichtung Attentat des Stöckerianers Hödel zu einem großen politischen und Kunst der bürgerlichen Gesellschaft stehen heute schon Ereigniß aufgepufft, künstlich den Attentatschrecken in Szene auf dem Scheidemege, entweder todter und langweiliger gesetzt habe, um hinter der Wolke desselben seine politische Ronvenienz zu verfallen, die sie vergebens mit allem Brunk Intrigue zur Erlangung einer festen Majorität zu ver= und allerlei Schnörkeleien zu beleben suchen, oder sich dem bergen, Biebt es für niche Handlungen neuen emporstrebenden Leben des Proletariats zuzuwenden keinen Strafrichter? und sich in ihm zu verjüngen. Politische Uebersicht. Eugen Richter kein prinzipieller Gegner des Militarismus. Herr Eugen Richter verwahrt sich gegen die Beschuldigung der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", daß er den Militarismus bekämpfe. Er ruft mit Emphase: „ Wir unsererseits haben niemals die Militärvorlage unter der Devise Gegen den Militarismus" bekämpft. Nach der artigen Schlagworten wird man vergeblich in den Spalten unferer Zeitung suchen. Wir bekämpfen die Militärvorlage mit der Anführung von Thatsachen und Zahlen." Berlin, den 31. Oftober. Das elendefte Wahlgefek" · bleibt. Der Wir haben Herrn Eugen Richter's Opposition nie für Politischen Korrespondenz" wird aus Berlin geschrieben: Die Vorarbeiten für den neuen preußischen 23a hI mehr angesehen, als die eines Kalkulators, dessen donnerndste gefeßentwurf werden mit allem Gifer gefördert, doch Reden nur darauf hinauslaufen, daß er 1/2 oder 1/4 Proscheint es noch nicht festzustehen, ob diese Frage den Landtag zentchen vom Militäretat abknappst, um hinter drein den schon in seiner bevorstehenden Lagung beschäftigen wird. Daß ganzen Etat zu bewilligen. Und darum Räuber und die Wahlreform für den preußischen Landtag sich nur auf Mörder! dem Boden des Dreitlassen Wahlsystems be wegen wird, dürfte nach allem, was man hört, taum einem Zweifel unterliegen." = brauner Flüssigkeit in allen Schattirungen, und in den Karaffen blizten durchsichtige Eisstückchen, die das schöne, flare Waffer abkühlten. Duroy hatte seine Schritte verlangsamt, und die Be gter mitzutrinken trocknete ihm die Kehle aus. Interessen als die polnischen Edelleute haben, laffen lettere ihren nationalen Oppositionskampf hübsch bei seite und suchen bei ihren früheren Gegnern Bundesgenossen gegen bie eigenln proletarischen Landsleute. So bringt der Drendownik" einen Artikel„ Der Kampf mit den polnischen " Drendownik" einen Artikel„ Der Kampf mit den polnischen Sozialdemokraten". In demselben wird ausgeführt: " Die bisherige Tattit bei Bekämpfung der sozialdemokrati schen Bestrebungen müsse geändert werden; man habe bisher nur in der Defensive gestanden, man habe die Sozialdemokraten nur dann bekämpft, wenn dieselben die polnische Bevölkerung angegriffen hätten. Man müsse dieselben aber überall attatiren, wo sich nur eine Gelegenheit dazu darbiete, und zwar: 1. durch eine solche Betheiligung an ihren Versammlungen, wie dies seitens der Mitglieder der polnischen Bereine in Breslau am legten Sonntag geschehen sei; 2. durch Widerlegung der sozialistischen Hirngespinste in sozialdemokratischen Versammlungen, wo eine Gelegenheit vorhanden ist; 3. durch Stellung und Erörterung sozialer Fragen in den Versammlungen der polni schen Vereine, namentlich im Auslande. Es sei in der That angezeigt, den Rahmen der Vorlesungen in den polnischen Vereinen etwas weiter auszudehnen. Aus den Berichten" heißt es wörtlich weiter erjehen wir, daß in den Bortragen die Rede ist vom König Sobicsti, Thadeus Rosciuszko, vom November Aufstande, von den sterblichen Ueberresten Adam Mickiewicz's, vom Wawel und der Konstitution vom 3. Mai, wir hören aber nichts von den Streits in Berlin, Hamburg, von den Löhnen, vom heutigen Rapital, von den Eisenbahnen, von der Arbeiterbewegung in Frankreich, Belgien, England, Amerika. Und dennoch leben unsere Landsleute im Auslande unter dem Kampfe der Arbeit mit dem Kapital und sind ihnen diese Dinge aus dem eigenen Leben bekannt. Wir machen daher den Vorschlag, bei den Vorlesungen die sozialen Angelegen heiten mehr in den Vordergrund zu stellen, dadurch wird sich unter uns eine größere Bildung verbreiten, und wir werden befähigter werden, die sozialistische Agitation zu bekämpfen." Nur immer zu! Mit dieser Art der Agitation werden die polnischen Herren denselben Erfolg haben, wie die deutsche die polnischen Herren denselben Erfolg haben, wie die deutsche Bourgeoisie mit ihren arbeiterfreundlichen" Bestrebungen und Belehrungen. Fangen die polnischen Arbeiter an, Die Emfer Depesche, oder: Wie Kriege gemacht werden. über ihre Lage nachzudenken, so gehören sie auch schon zur Verlag von E. Grillenberger. Sozialdemokratie. Hammel und so viel Gold eingebracht hatte, daß man fich sechs Monate lang davon vergnügte Tage hatte machen tönnen. einem Faden und flüsterte halblaut:" Wo zum Teufel habe ich den fennen gelernt." Trotz aller Anstrengung konnte er nicht darauf kommen, ein sonderbares Phänomen aber mit einem Male tauchte aus seiner Erinnerung derselbe Mann vor ihm auf, nur Kleiner, jünger und in Husarenuniform. Laut rief er: Forestier, Forestier!" und beeilte seinen Schritt, um den andern auf die Schulter zu klopfen. Der drehte sich um, fah ibn an und sagte dann:" Sie wünschen?" Die Schuldigen waren nicht entdeckt worden. Man hatte fie übrigens auch nicht besonders eifrig gesucht, da der Ein brennender Durst, wie ihn nur ein heißer Sommer- Araber eben als die natürliche Beute des Soldaten gilt. abend schaffen fann, peinigte ihn, und er dachte an den In Paris lag die Sache anders. Da durfte man nicht Genuß, den ein kühler über die Lippen gleitender Trant in wilder Freiheit den Säbel an der Seite, den Revolver bereitet. Aber wenn er an diesem Abend auch nur zwei in der Fauft, fern von der Hürgerlichen Justiz nach HerzensGlas Bier trant, dann mußte er morgen auf das dürftige luft plündern. Noch fühlte er im Innern all' die Instinkte Abendbrot verzichten, und er wußte zu genau, was diese eines Soldaten, der im eroberten Lande hauft. Er sehnte Hungerstunden am Ende des Monats bedeuten wollten. sich zurück nach diesen beiden Jahren in der Wüste. Bie " Ich muß warten, bis es zehn Uhr ist", sagte er sich; dumm von ihm, daß er nicht da unten geblieben war. dann fann ich mein Glas Bier im Americain trinken. Aber er hatte sich zu verbessern gedacht und war zurück- bist Berflucht! Durstig bin ich zum Umkommen." Und er blickte gefehrt. Was hatte er nun?.... Er war schön hineinneidisch auf all' die Leute, die an den Tischen saßen und gefallen. tranten und soviel trinken konnten, als es ihnen Spaß Als wollte er prüfen, wie trocken sein Gaumen sei, machte. Und während er an den Café's anscheinend verließ er mit leisem Schnalzen seine Zunge im Munde gnügt und pfiffig lächelnd vorüberging, suchte er aus dem herumgleiten. los. Duroy lächelte:„ Kennst Du mich denn nicht mehr?" Nein." " Georg Duroy, von den sechsten Husaren!" Forestier streckte ihm beide Hände entgegen: Ach, Du es, alter Junge, na, wie geht es Dir denn?" " Sehr gut, und Dir?" " Nicht zum besten! Mit meiner Brust ist nichts mehr Sechs Monate von zwölfen huste ich, dent' nur! Ich hab' mir die Geschichte in Bougival geholt, ein Jahr, be vor ich nach Paris zurückkehrte; da hab' ich mich gründlich erkältet. Jezt ist es gerade der vierte Sommer." " Was Du fagst! Du siehst doch aber ganz gesund aus." Forestier legte seine Hand in den Arm seines ehemaligen Kameraden, erzählte ihm von seiner Krankheit und sprach von den Aerzten, ihren Untersuchungen, Ansichten und Hathschlägen, und wie schwierig es für ihn in seiner Lage sei, sich danach zu richten. So sollte er den Winter im Süden zubringen. Aber konnte er es denn? Er war ver heirathet, war Journalist und in guter Stellung. Gesichtsausdruck und der Kleidung der Gäste mit einem Langsam trug ihn die matte Menschenwoge weiter, Plick herauszubekommen, wie viel wohl jeder von ihnen und er dachte fortwährend:" Verdammte Hunde! All' diese Geld bei fich haben mochte. Born flieg in ihm auf gegen Efel haben Geld in der Tasche." Er rempelte die Vorüberdiese Menschen, die so ruhig da faßen. Könnte man nur gehenden an und pfiff dabei mit vergnügtem Gesicht vor ihre Taschen umkehren, Gold, Silber, Kupfer würde sich sich hin. Männer drehten sich nach ihm um und schimpften; darin finden. Jeder mußte durchschnittlich wenigstens zwei Frauen fagten:" So ein Kerl!" Louisd'ors bei sich haben; in jedem Café faßen sicherlich Am Baudeville ging er vorüber und blieb am Café hundert Menschen; hundert mal zwei Louisdor macht vier Americain stehen. Er überlegte, ob er uicht jetzt sein Glas tausend Franks! Die Schweine! murmelte er, während er Bier trinken sollte, so sehr quälte ihn der Durst. Bevor fich graziös in den Hüften wiegend vorüberging. Wenn er sich aber entschied, blickte er nach dem erleuchteten Ziffer er so Einen in irgend einem Gassenwinkel, im blatt einer öffentlichen Uhr, die mitten auf der Straße heimlichsten Dunkel zu fassen bekäme, er würde ihm wahr- stand. Es war Neun ein Biertel. Er kannte sich. Gohaftig ohne Bedenken den Hals umdrehen, wie er es den bald er das volle Bierglas vor sich hatte, trant er es Bauernhühnern bei den großen Manövern gethan. mit einem Zuge aus. Was sollte er dann bis elf Uhr beEr dachte auch an die zwei Jahre, die er in Afrika ginnen? zugebracht hatte, wie er dort, in den kleinen Militärstationen Er schritt weiter. Ich werde bis zur Madeleine verändert, er war reif geworden. Er hatte jezt die Haltung im Süden den Arabern die Hand an die Gurgel gelegt gehen und dann ganz langsam zurückkommen," sagte er sich und das Benehmen eines Mannes in gesicherter Stellung, hatte. Und ein blutiges, aber zufriedenes Lächeln trat auf Als er an der Ecke des Opernplates war, freuzte ein seine Lippen, als er sich an ein Abenteuer erinnerte, das großer junger Mann seinen Weg, dessen Kopf ihm auffiel. der sich auf sich verlassen kann, und auch sein Bäuchlein verrieth, daß er gut zu essen gewohnt war. brei Männern vom Stamme Uled- Alan das Leben gekostet, Er mußte ihn irgend einmal gesehen haben. seinen Kameraden und ihm aber zwanzig Hühner, zweil Er ging ihm nach, suchte in seinem Gedächtniß nach Ich bin politischer Redakteur bei der Bie française". Für den„ Salut" schreibe ich Entrefilets über die Senatsverhandlungen, und von Zeit zu Zeit liefere ich literarische Wochenplaudereien für La Planète". Ja, soweit bin ich gekommen. Karriere habe ich gemacht." Erstaunt sah ihn Duroy an. Forestier hatte sich sehr ( Fortfegung folgt.) 11 t 31 17 n 2 11 9 ft S do Cc 2 Sp th ni R a a a: K e ft Ie 21 It m 10 ri ho he Li ge the fe S ט. ar fin IP TO 31 gl w id S 6 TOC ha fta Jo lei un fel ha R zie Be in Lä und vor " 0 Seinen Nebertritt zur Sozialdemokratie hat, wie die Freif. 3tg." berichtet, der bisher zum Freifinn zählende Landtags- Abgeordnete Schnitger in 2emgo( Lippe Detmold) erklärt. Herr Schnitger stand schon immer auf der äußersten Carmaux. Judem wir auf die, in der heutigen Linken des Freisinns; was ihn jegt veranlaßte, mit dieser Partei Nummer befindliche Korrespondenz aus Carmaux verweisen, endgiltig zu brechen, ist uns unbekannt. haben wir nur noch zu bemerken, daß der Ausstand sich dem Bei der Gemeinderaths Bufahwahl in Rigdorf siegten Ende zu nahen scheint. Eine kurz vor Schluß der Redaktion die Kandidaten der sozialdemokratischen Partei. Der Restaurateur eingelaufene Depesche lautet: Papte erhielt 280, Holzbildhauer Rempert 278, Bildhauer Carmaux, 31. Oktober. Eine allgemeine Versammlung Schröder 278 Stimmen. Die Gegenkandidaten und zwar dieder Bergarbeiter beschloß en stimmig, den weiteren jenigen der Konservativen 73, 72 und 66. Die Freifinnigen 42 Ausstand aufzugeben, nachdem die drei Delegirten 37, 20. Bersplittert 3. An der Wahl betheiligten sich 387 Wähler, Clémenceau, Millerand und Pelletan die Verpflichtung ein- gegen 194 im April. gegangen waren, die Begnadigung der in Albi verurtheilten Bergarbeiter zu bewirken und denen, welche die Gesellschaft In Hemelingen bei Bremen wurde ein Sozialdemokrat in noch nicht wieder angenommen hat, die Wiederbeschäftigung zu den Gemeinderath gewählt. fichern.* Aus Stettin ging uns ein Schreiben folgenden Inhalts zu: " In Nr. 253 des Vorwärts" heißt es in der Schilderung einer am 25. Ottober cr. hier abgehaltenen sozialdemokratischen Volksversammlung: Ain 25. Ottober fand hier eine große Boltsversammlung statt, in welcher Genosse Bebel einen Vortrag über unsere Lage" hielt. Der große Zudrang des Publikums veranlaßte unsere hochwohllöbliche Polizei, um eine Ueberfüllung der Lokalitäten zu verhindern, die Zugangsthüren kurz nach 1/28 Uhr schließen zu laffen, so daß zu der auf 8 Uhr anberaumten Versammlung Laufende feinen Zutritt mehr erhielten. Ob diese zum ersten Male hier vorgekommene polizeiväterliche Anordnung auf Be treiben unseres hier residirenden Oberpräsidenten der Provinz, Herrn von Puttkamer ruhmreichen Angedenkens erfolgte, founten wir nicht in Erfahrung bringen, Ginberufer und Publikum waren von dieser Maßregel sehr wenig erbaut." Klaffenjuftiz. Ju der Schweiz, auf dem Genfer Calvignac's Brief. In einem Telegramm finden Ausland entzogen, während seine Familie hier zurückgeblieben ist. Gee, plagte vorigen Sommer bei Duchy, im Hafen von wir die Nachricht, Calvignac, der Maire von Carmaux, Als Verantwortlicher" des genannten Blattes zeichnet jetzt H. Lausanne, der Kessel eines Dampfschiffes, wodurch 26 habe erklärt, der in einem Berliner Blatt veröffentlichte, Lindemann." Passagiere verbrüht und getödtet wurden. Es stellte sich angeblich von ihm herrührende Brief sei nicht von ihm finnigen Meineidsartikel des„ Sozialist" vor Gericht verantworten Der flüchtig gewordene Prüfer hätte unter anderem die blöd heraus, daß der mangelhafte Zustand des Kessels der geschrieben worden. Wenn in diesem Telegramm der Brief müssen. Daß derselbe das Weite gesucht hat, darf wohl als Dampfschifffahrts Gesellschaft, insbesondere dem Direktor gemeint ist, den der Vorwärts" am 26. Oftober d. J. ver- Beweis dafür betrachtet werden, daß der einfache Arbeiter feine Rochet, bekannt gewesen, und daß die letzte, verhängnißvolle öffentlichte, so haben wir es hier wieder einmal mit einer Luft hatte, mit seiner Person die Schinderhannes- Moral gewiffer Fahrt von diesem, trotz der Warnung des Maschinen- fauftdicken Bourgeoislüge zu thun wie wir deren alltäg- anonymer Großmäuler zu decken. meisters, im vollen Bewußtsein der Gefahr, welche den lich Dugende annageln könnten, wenn wir die Zeit dazu Baffagieren drohte, angeordnet worden war. Die Behörden hätten. Das Original jenes Briefes befindet sich in unserem des Kantons Waadt, in dem Herr Rochet eine sehr einfluß- Besitz und kann auch anständigen Gegnern zur An- und reiche Person ist, wurden durch die öffentliche Meinung ge- Einsicht vorgelegt werden. zwungen, eine Untersuchung einzuleiten und Rochet in Haft zu nehmen. Das Belastungsmaterial war so erdrückend, daß er nebst zwei Beamten der Gesellschaft, die man ihm als Deckung beigab, der fahrlässigen Tödtung angeklagt ein Schwurgericht gestellt werden mußte. Vorige Woche war der Prozeß und die Geschworenen, meist persönliche Freunde des Angeklagten Rochet, sprachen ihn und feine Mitangeklagten frei. Dies monströse Urtheil hat nun in der Schweiz einen wahren Sturm der Empörung hervor gerufen, und der Bundesanwalt hat die Kaffation des Urtheils beantragt, weil zu Unrecht das waadtländische, statt des eidgenössischen Rechts angewandt worden ist. Die Rassation wird auch erfolgen, da ein juristischer Fehler unzweifelhaft begangen wurde; auf alle Fälle hat sich aber in eklatantester Weise wieder einmal bekundet, daß das und Die Streitigkeiten zwischen französischen Bürgerthum, wo es an den Geldbeutel und das unbeschränkten belgischen Arbeitern. Jezt liegt das Beugniß Bürgerthum, wo es an den Geldbeutel und das unbeschränkte eines belgischen Ingenieurs, Mr. Gobert, vor, der die Ausbeutungsmonopol des Sapitals geht, alles Rechtsgefühl, Vorkommnisse in Lens von Anfang an aus eigener Andie einfachsten Rechtsbegriffe verloren hat. Rochet hat im Interesse des Kapitals den Montblanc, als dieser im schade der bürgerlich- liberalen Reforme"( Nr. 299) gemäß schad- schauung kennt. Herr Gobert spricht sich einem Bericht haften Zustande war, fahren lassen, die Fahrt hat mit einem dahin aus, daß die Streitigkeiten durch die Habsucht der Massenmord geendigt, den jeder vernünftige Mensch als mögliche, ja wahrscheinliche Folge voraussehen konnte französischen Kohlenwerkbesizer hervorgerufen wurden, welche das war sehr bedauerlich, aber der Direktor handelte als die Löhne um jeden Preis herabdrücken wollten, und die echter Rapitalist, im Interesse des Kapitals und der beiter, welche sich widersetzten, durch belgische Arbeiter veran eine höhere Lebenshaltung gewöhnten französischen ArAktionäre und vom Bourgeoisstandpunkt ist sein brängten, die billiger fast um die Hälfte Handeln nicht blos nicht strafbar, sondern positiv verdienst sich bereit erklärten. Rassen- oder Nationalitätenhaß das stellt Herr Gobert ausdrücklich festspielte Die reaktionäre Natur des Rapitalismus. In nicht mit. Die französischen Bergleute hatten bis dahin ihrem Ingrimm darüber, daß der französische Wi- in bester Harmonie mit den belgischen und deutschen nisterpräsident Loubet der Minengesellschaft von Carmaux Arbeitern, die in den Minen beschäftigt waren, gelebt, und den Saal geschlossen habe, während noch hinreichend Platz für Aus dieser Darstellung muß gefolgert werden, daß die Polizei nicht in allen Punkten Recht gegeben hat, kündigen die der Streit mit den Belgiern hatte einzig und allein viele gewesen sei. Das entspricht nicht den Thatsachen. Bunächst Rapitalistenblätter Frankreichs der Regierung den Krieg in jener Lohndrückerei seinen Ursprung, und erstreckte hat die Schließung nicht 7/2, fondern 78/4 Uhr stattgefunden. an, und erklären mit rückhaltlosem Zynismus, wenn die sich nicht auf die deutschen Bergleute, weil diese Ferner waren in dem ca. 1120 Quadratmeter großen Saale, Republik das Kapital nicht schüße, werde das Kapital mit den französischen Arbeitern gemeinschaftliche Sache welcher nach polizeilicher Verfügung vom 9. Oktober 1690 nur auch die Republik nicht schüßen und ihr den Gehorsam machten. Die schnöde Habsucht der Grubenbesiger wird ungefähr 2400 Personen aufnehmen soll; nach der eigenen Anauffagen. Und die deutschen Kapitalistenblätter stimmen in ihrer ganzen Gemeinheit enthüllt durch die eben Boltsbote" zu der angegebenen Zeit bereits 4000 Personen vergabe der hier erscheinenden sozialdemokratischen Zeitung ,, Der den französischen bei und fordern auf zur Rebellion gegen falls von Herrn Gobert mitgetheilte Thatsache daß sammelt, so daß der aufsichtsführende Polizeikommissar nur durchdie Republik. Wenn der Staat dem Kapitalismus nicht die Aktien der Gruben von Lens, in denen es zu den aus forrekt gehandelt hat, wenn er die Eingänge sperren ließ. Handlanger- und Henkersdienste leistet, so wird der Gewaltszenen tam, jetzt 10 000 pCt. in Buchstaben Aus welchem Grunde die Person des Herrn Oberpräsidenten Kapitalismus zum Rebell, zum Revolutionär". Denn nach zehntausend Prozent- mehr werth sind, als die von Buttkamer in die Schilderung hineingezogen worden, ist der Weltanschauung der Bourgeoisie ist der Staat nur der eingezahlte Summe beträgt nämlich 30 000 Frants für unerfindlich. Ich ersuche um entsprechende Berichtigung er Kommis, der Agent des Kapitals, und im Augenblick, wo die Aktie im Nominalwerth von 300 Frants! Aus diesen gebenst er aufhört, dies zu sein, oder läsfiig wird in Erfüllung Ziffern erhellt, daß durch die unbezahlte Arbeit Schola, feiner Pflicht, so wendet das Kapital sich gegen ihn und der Grubenarbeiter das Eigenthum der Grubenbesitzer um Röniglicher Polizeibirektor." Jedenfalls befürchteten unfere Stettiner Parteigenossen, daß fucht ihn umzustürzen" und zu zerschmettern". Was bas hundertfache vermehrt worden ist. Diese riesig Serr v. Buttkamer der Sozialdemokratie gegenüber auch als natürlich nicht hindert, daß jede Bestrebung der Arbeiter, schnelle Bereicherung der Grubenbesitzer auf Kosten Oberpräsident derselbe geblieben fei, der er als Minister war. ihre Klasseninteressen zu fördern, als revolutionäre Um- der Arbeiter ist aber den Herren Kapitalisten noch nicht Ist das nicht der Fall, so wird's sie und uns freuen. fturzbestrebung" denunzirt wird. Denn so brutal der genug, fie müssen auch die Löhne noch fürzen, und, zur ErKapitalismus ift, so heuchlerisch ist er auch. reichung ihres Zweckes, die niedersten menschlichen Leiden- Aus Leipzig wird uns geschrieben: Am 28. Oktober sprach Ueber die Interpellation Millevoye," in der fran- fchaften und Begierden entjessein. So ouden one or avere un des playwiger gelschutes serenew gänge in Lens, welche die gewissenlose Kapitalistenpresse zu über das Thema" Barlamentarismus und Sozialdemokratie". zösischen Rammer vorigen Sonnabend fehlen uns noch einer Schmach für die Arbeiter umlügen wollte, in Wirk- Seine ausgezeichnete Rede machte auf alle Anwesenden einen nähere Berichte. Das Wolff'sche Telegramm, das wir in lichkeit eine der denkbar schmutzigsten und schmachvollsten sich anerkennend darüber, nur ging fie von einer falschen Bors sichtlichen Eindruck. Selbst die fönigliche Leipz. 8tg." äußerte letter Nummer abdruckten, war nicht genau; die Berichte der uns zugänglichen Zeitungen sind aber sehr mangelhaft, Episoden in der Geschichte des modernen Kapitalismus. aussetzung aus, wenn sie meinte, die Rede Liebknecht's sei deshalb wohl vorbereitet und gut durchdacht gewesen, weil er damit die hiesigen Jungen" zu gewinnen gesucht hätte. In einer Resolution, die einstimmig zur Annahme gelangte, erklärte die Versammlung das allgemeine Wahlrecht für eine der besten Waffen in der Hand des kämpfenden Proletariats. Weiter heißt es in der Resolution: " Die Parlamentstribüne ist das beste Sprachrohr für die Leiden des Boltes; die Betheiligung an den Wahlen fördert die poli voll. zu arbeiten Parteinachrichten. in het Marminen afara hracht. " und so wollen wir mit unserer Kritik warten, bis der amtliche stenographische Bericht des Journal officiel in unseren Händen ist. Wie wir sofort vermutheten, war feiner der sozialistischen Abgeordneten anwesend sie hatten in Carmaux Dienft und führte der Boulangist Millevoye mit Papa Loubet ein hinter dem Rücken unserer Genossen vorher abgekartetes Duett auf. Nur ein Punkt sei heute schon Delegirtenwahlen zum Berliner Parteitage. Hamburg tische Erziehung. Die Versammlung fordert von den Arbeiterrichtig gestellt. Wenn Herr Millevoye behauptet, Liebknecht( 2. Wahlkreis): Legien und heiß. Hamburg( 3. Wahl- vertretern in den gefeßgebenden Körperschaften Betheiligung an habe einen Theil seiner Marseiller Erklärungen in Mann freis): Megger, Koenen und Steenfatt. Lübeck: parlamentarischen Arbeiten, soweit durch fie der Arbeiterbewegung heim aurud genommen, so ist das eine unwahrheit. Th. Schwarz. Liebknecht hatte nichts zurückzunehmen, und hat nichts zurückEr hat blos die Lügen abgeschüttelt, welche genommen. Sie Chauvinistenpresse dies- und jenseits des Rheins über ihn ergossen hatte. Die Waffen nieder! [ 61 " " Der verantwortliche Redakteur des Unabhängiges. Die Berliner„ Volts Zeitung" berichtet: Sozialist", Ernst Prüfer, auf deffen Kerbholz eine Reihe von Anklagen und Unterfuchungen vermerkt ist, hat sich denselben durch die Flucht ins STIGACY Leiden, welche ihnen das ebenso eingejubelte alte gebracht. O diese vergeßlichen Menschen!" Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. Schilt sie nicht zu sehr ob dieser Vergeßlichkeit, Friedrich. Mir fängt auch schon an, das vergangene Leid wie trauntSie werden diese Gesinnung aber wohlweislich verhaft aus dem Gedächtniß zu entflattern und was ich gegen schweigen, um nicht für feige zu gelten um sich höheren wärtig empfinde, ist das Glück der Gegenwart, das Glück, Orts nicht der Ungnade auszusetzen." Dich zu haben, Einziger! Ich glaube auch wir wollen " Schweigen? Nicht immer. So wie ich rede- ob zwar nicht von der Zukunft sprechen- aber ich glaube, wohl ich selber lange geschwiegen habe so werden die wir haben eine schöne Zukunft vor uns uns... .. Einig, liebend, anderen auch mit der Sprache herausrücken. Wenn die Ge- felbständig, reich wie viel herrliche Genüsse kann uns das finnung reift, wird sie zum Wort. Ich einzelner bin vierzig Leben noch bieten: wir werden reisen, die Welt kennen Jahre alt geworden, bis meine Ueberzeugung die Kraft ge- lernen, die so schöne Welt... Schön, so lange Frieden wann, sich im Ausdruck Luft zu machen. Und so wie ich herrscht, und der kann jetzt viele, viele Jahre ausdauern. zwei oder drei Jahrzehnte gebraucht so werden die Massen Sollte doch wieder Krieg ausbrechen, so bist Du nicht mehr gleich zwei oder drei Generationen gebrauchen, aber reden daran betheiligt... auch Rudolf ist nicht bedroht, da er werden sie endlich doch." nicht Soldat werden soll" Neujahr 67! Wenn aber, wie Minister Allerdings" berichtet, jeder Mensch wehrpflichtig sein wird und den Interessen der Allgemeinheit gedient wird. In Anbetracht dessen versprechen die Anwesenden, mit allen Kräften in die Wahlen zu allen gefeggebenden Körperschaften einzutreten." Nach einem Referate, das noch Genosse Fell über die bevor stehenden Stadtverordnetenwahlen erstattete, wurde das Agitationstomitee mit den Wahlgeschäften betraut. " und natürlich waren die beliebtesten Tänzer diejenigen, welche von den italienischen oder böhmischen Schlachtfeldern heimgekehrt; und am meisten gefeiert wurden die MarineOffiziere-namentlich die Mitkämpfer bei Lissa. In Tegethoff, den jugendlichen Admiral( wie nach dem Feldzug von Schleswig- Holstein in den schönen General Gablenz) war die halbe Damenwelt verliebt. Custozza" und Lissa", das waren überhaupt die beiden Trümpfe, welche in jedem Gespräch über den abgelaufenen Krieg ausgespielt wurden. Daneben Bündnadelgewehr und Landwehr zwei Inftitutionen, welche schleunigst eingeführt werden Schön, so lange Frieden eingeführt werden sollten und fünftige Siege waren uns verbürgt. Siege wann und gegen wen? Darüber sprach man sich nicht aus; aber der Revanchegedanke, der jede verlorene Partie wenn es auch nur eine Kartenpartie ist zu begleiten pflegt, der schwebte über allen Rundgebungen der Politiker. Wenn wir auch selber nicht wieder gegen Preußen losziehen Wir feierten Sylvester ganz allein, mein Friedrich und Ach, Unsinn. Was ich also sagen wollte: wir reisen, würden, vielleicht würden es andere auf sich nehmen, uns ich. Als es zwölf Uhr schlug: wir ziehen uns in Rudolf einen Mustermenschen auf, wir zu rächen. Allem Anschein nach wollte Frankreich mit „ Erinnerst Du Dich des Trinkspruches," fragte ich verfolgen unser edles Ziel der Friedenspropaganda, und unseren Ueberwindern anbinden und da könnte ihnen so feufzend, den mein armer Vater voriges Jahr um diese wir wir lieben uns!" manches heimgezahlt werden das Ding hatte in diploStunde ausgebracht? Jch wage es gar nicht, Dir jett" Du mein holdes Weib!"... Er 30g mich an fich matischen Kreisen sogar schon einen Namen:" La revanche Glück zu wünschen die Zukunft birgt mitunter so uner- und füßte mich auf den Mund. Es war das erste Mal, de Sadowa." Go theilte uns Minister Allerdings bes wartet Fürchterliches in ihrem Schooß und noch kein Mensch nach all der Trennungs, Schreckens- und Trauerzeit, daß friedigt mit. hat solches abzuwenden vermocht..." sich der milden Zärtlichkeit seiner Liebkosungen wieder eine Es war zu Anfang des Frühjahrs, daß wieder so ein So benußen wir die Jahreswende, Martha, um, Flamme beimischte eine Flamme, die mich mit füßer Gluth gewisser schwarzer Punkt" am Horizont aufstieg- eine statt vorauszudenken, zurückzuschauen in das eben verflossene umloderte. Vergessen war Krieg, Cholera, Allerseelen sogenannte Frage". Auch die Nachrichten von franJahr. Was haft Du, meine arme, tapfere Frau da alles in dieser seligen Sylvesternacht und unser am zösischen Rüstungen verschafften den Konjekturalpolitikern leiden müssen. So viele Deiner Lieben begraben... 1. Oftober 1867 geborenes Töchterchen haben wir Sylvia das fo beliebte Krieg in Sicht". Die Frage hieß diesmal und jene Schreckenstage auf den böhmischen Schlacht- getauft. die Luxemburger. feldern-" Der Fasching desselben Jahres brachte wieder Bälle und Luxemburg? Was war denn das wieder so welt" Ich bedauere nicht, die dortigen Greuel gesehen zu Vergnügungen aller Art. Natürlich nicht für uns meine wichtiges? Da mußte ich erst wieder Studien anstellen, haben wenigstens tann ich nunmehr mit der ganzen Trauer hielt mich von allen solchen Dingen fern. Was mich wie einst über Schleswig- Holstein. Mir war der Name Kraft meiner Seele an Deinen Bestrebungen theilnehmen." aber wunderte, war, daß nicht die ganze Gesellschaft eigentlich nur aus Suppé's" Flotte Burschen" geläufig, Wir müssen Deinen- unseren Rudolf dazu er solchem rauschenden Treiben entsagte. Es mußte doch beinah worin bekanntlich ein„ Graf von Luxemburg" sein ganzes ziehen, diese Bestrebungen weiter durchzuführen; in feiner in jeder Familie ein Verlustfall vorgekommen sein; aber, Geld verpuzt, putt, pust..." Beit wird vielleicht ein sichtbares Biel am Horizont aufsteigen- wie es scheint, man setzte sich darüber hinaus. Zwar ( Fortsetzung folgt.) in unserer schwerlich. Wie die Leute auf den Straßen blieben einige Häuser geschlossen, namentlich in der Aristolärmen die bejubeln doch wieder das neue Jahr, trog ber tratie, aber an Zanzgelegenheit fehlte es der Jugend nicht! Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sozialdemokratischer Wahlverein Arbeiter- Bildungs- Schule. für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Lehrplan für das Winterhalbjahr. ( IV. Quartal 1892.) Versammlung. am Dienstag, 1. November, Abends 8%, Uhr, in Königshof, Bülowstr. 37. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Genossen Bruns, über: DeutschDie Stunden fallen wie bisher Wochentags von lands historische Bergangenheit. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 8 bis 10% Uhr Abends. Sonntags von 10 bis 12 Uhr 4. Verschiedenes und Fragekasten. Dienstag, den 1 November. früh. Opernhaus. Don Juan. Schauspielhaus. Narziß. Leffing- Theater. Die Orientreise. Wallner- Theater. Großstadtluft. Kroll's Theater. Die weiße Dame. Dienstag Residenz- Theater. Im Pavillon. Mittwoch Nordschule. Müllerstr. 179a. Rechnen( unt.). Südschule. Hagelsbergerstr. 43. Physiologie. Deutsch( inittl.). Geschichte( alte). Deutsches Theater. Lolo's Vater. Montag Berliner Theater. Krieg im Frieden. do. * Deutsch( ob.). Geschichte( neue). Deutsch( mittl.). * Mathematik und mathematische Geographie. Chemie. Deutsch( ob.). Buchführung ( doppelte) und oberes Rechnen. ( Le Parfum). Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Die schöne Helena. do. Donnerstag Thomas- Theater. Der Vereins- Freitag.. präsident. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. do. Sonnabend D Alevanderplay- Theater. Berliner Sonntag. Gigerin. National Theater. Die Geheimnisse von Berlin. 8 Apollo Theater. Vorstellung. litäten- Vorstellung. . Deutsch( unt.). * Physiologie. Buchführg. u. ob. Rechnen. Deutsch( unt.). Rechnen( unt.). Südost- Schule. Reichenbergerstr. 133. Buchführg. u. ob. Rechnen. Ostschule. Markusstr. 31. Spezialitäten- Montag · Deutsch( ob.) Logik. Dienstag. Deutsch( unt.). Deutsch( mittl.). Deutsch( mittl.). Deutsch( ob.) Logit. * Rechnen( unt.) Physiologie. Geschichte( mittl). Freitag. 0 Geschichte( neue). Deutsch( unt.). do. Theater der Reichshallen. Spezia- Mittwoch. do. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor- Donnerstag stellung. Baufinann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. . * 372/2 Gäste haben Zutritt. Um zahlreichen Besuch ersucht Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. General- Versammlung Dienstag, 1. November, Abends 8 Uhr, im ,, Schultheiß", Chauffeestr. 88. Tages Ordnung: 1. Rassenbericht. 2. Vorstandswahl. 3. Vortrag des Herrn Dr. Binn: Der Bildungsdrang der Arbeiter und der Kapitalismus". 4. Diskussion. 5. Vereinsangelegenheiten und Berschiedenes. 6. Fragekasten. Mitgliedsbuch legitimirt. 239/5 Der Vorstand. Mitglieder, welche noch im Besize von Billets zur Lassallefeier sind, werden ersucht, bis zur Generalversammlung endgiltig abzurechnen. Grosse öffentliche Der Vorstand. de De 10 ge ha ge im re in S de Re fol D ge un nic Pr hä eri 6 Pr ih un Te Be far IDE M fat we der Volks- und Protest- Versammlung * Mathematik und mathe- am Dienstag, den 1. November, Abends 9 Uhr, in den Concordia- Festsälen, matische Geographie. Physiologie.. Rechnen( unt.) Gebrüder Richter's Variété. Spe- Sonnabend Sonntag zialitäten- Vorstellung. Buchführg. u. ob. Rechnen. Die mit bezeichneten Stunden werden mit Benutzung der ToppelRäume ertheilt. Für alle vier Schulen: an jedem Sonntag Vormittags 10-12 Uhr: National- Oekonomie in den„ Armin- Hallen", Kommandantenstr. 20. Unterricht für Nachtarbeiter: Nachmittags von 22 bis 4, Uhr. Ostschule. Nordschule. Müllerstr. 179a. Markusstr. 31. Dienstag. Buchführung u. Rechnen. Deutsch. Donnerstag. Deutsch. Buchführung u. Rechnen. Für sämmtliche Lehrfächer werden neue Schüler und Schülerinnen aufgenommen. Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder kann an endstehenden Zahlstellen, deren je eine auch in jeder Sdule errichtet ist, Gesangspoffe in 3 Aften von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Ecene gefegt von Adolph Ernst. Anfang 7, Uhr. I Morgen: Dieselbe Borstellung. . • Alexander- Plaz- Theater. erfolgen. Dafelbst wollen auch die Theilnehnter und Theilnehmerinnen am Sonntag, den 23. Ottober 1892: Nachm. 3/2 Uhr, bei ermäßigten Preisen: Tannhäuser. Posse mit Gesang in drei Aften und vier Bildern bearbeitet von R. Sybel. Raffen Eröffnung Nachmittags 3 Uhr. M Abends 71/2 Uhr: Berliner Gigerln. Montag, 71/2 Uhr: Berliner Gigerln. American- Theater. Nen! Die Trodenwohner, " oder„ Das Kind in der Kommode", parodistisch realistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hof aus, von Oskar Wagner. Hauptrolle: Der urkomische Bendix. Jeden Abend jubelnder Beifall. Der feine Reisner. Berliner Lokalposse von O. Wagner. Neu! Die Wiener OriginalSoubrette Clotilde Kowala. Anfang 7/2 Uhr. Entree 75 Pf. Sonntags 6 Uhr. PassagePanopticum. Fuk!! ein RiesenKind!!! 9 Ohne Extra Entrée. von 11-1 und 4-9 Uhr. Castan' Panoptikum. Sensationell! Brinzeß Topase. Borstellungen 11-1 und 4-91% Uhr Stündlich. Ohne Extra- Entree. Andreasstr. 64. ages Ordnung: 1. Die allgemeine Lage der Konditorgehilfen und der in der ZuckerReichstags- Abgeordneter Wilhelm Liebknecht. 2. Die Geheimnisse der waarenbranche beschäftigten Arbeiter, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen. Referent Honigkuchenfabrikation der Firma Theodor Hildebrandt und Sohn. 3. Disfuffion. 4. Verschiedenes. Arbeitslose Kollegen, ersuche Euch, Mann für Mann in dieser BerSammlung zu erscheinen. Die betreffende Firma ist brieflich dazu eingeladen. Der Einberufer: Eugen Prüfer. 96/2 Fachverein der Tischler ( Norden). Versammlung am Donnerstag, den 3. November, Abends 8%, Uhr, bei Herrn Nagel, Schwedterstr. 24. Unterricht ihre Schulkarten einlösen. Beitrag mindestens 25 Pf. monatlich, Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Schöpfe, über: Karl Marx. Schulgeld monatlich 50 Pf. An den mit bezeichneten Zahlstellen sind auch 2. Diskussion. 3. Wahl eines Schriftführers. 4. Werkstattangelegenheiten. Billets zur Urania à 25 f.( welche lettere dann nur noch eine Nachzahlung 5. Verschiedenes.- Bahlreiches Erscheinen erwartet Pf. von 25 Pf. bedingen) gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches zu haben. Die Zahlstellen sind folgende: S. Südschule, Hagelsbergerstr. 48. * Börner, Ritterstr. 108. Gründel, Dresdenerstr. 116. Klein, Schönleinstr. 6. SO. Südostschule, Heichenbergerstr. 135. Kehr, Röpniderstr. 126. * Schulz, Admiralstr. 40 a. Ulrich, Wrangelstr. 84. Zubeil, Naunynftr. 86. Schayer, Reichenbergerstr. 54, Fafforke, Wrangelstr. 14. SW. Grube, Mariendorferstr. 10. Goepel, Razzbachstr. 1. * Antrick, Steinmeßstr. 60. Plick, Simeonftr. 28. 0. Ostschule, Markusstr. 81. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. E. Böhl, Frankfurter Allee 74, Radke, Krautstr. 48. 103/9 Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- fe r Ecke Karlstraße. Dienstag, den 1. November, Abends 72 Uhr: 1. GalaDamenvorstellung. U. A.: 1. Mal: 4 Hengste, in Freiheit vorgef. von Frl. Adele. Auftr. der Reitfünstlerinnen Frl. Natalina Rossi und Miß Emaline. Frl. Clotilde, Drahtseilkünstlerin. Mlle. Vidal, Schulreiterin.. Frl. Adele, Jocken. Die 6 fade Fahrschnte, geritten von sechs Damen. 55 Hengste, zuf. vorgef. vom Direktor Althoff. Näheres d. Plakate.- Morgen Mittwoch, 71/2 Uhr: Vorstellung. Feen- Palast * Lock, Friedrichsbergerstr. 11. Tempel, Breslauerstr. 27. C. * Berndt, Alte Schönhauserstr. 18. Wernau, Rosenstr. 30. N. Nordschule, Müllerstr. 179a. Krause, Pappel- Allee 8/4. Abraham, Straßburgerstr. 5. * Gleinert, Müllerstr. 174. Kleinau, Gartenstr. 171. Lehmann, Brunnenſtr. 83. Schmidt, Tresckowstr. 24. Thierbach, Schwedterstr. 44, Raabe, Ruppinerstr. 42. * Stritzkowsky, Rastanien- Allee 35. NO. " Gumpel, Barnimstr. 42. Drescher, Linienstr. 50. NW. * Vogtherr, Stephanstr. 27a, Voss, Lübeckerstr. 8. Der Vorstand. Der Bevollmächtigte. Oeffentl. Versammlung der Landsleute aus den Kreisen Wittenberg, Schweinitz, Torgau und Liebenwerda am Mittwoch, den 2. November, Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Commandantenity 77/79, Zages Ordnung: 1. Der bevorstehende Barteitag. Referent wird in der Versammlung bekannt gegeben. 2. Diskussion. 3. Wahl von 3 Revisoren. 4. Verschiedenes. Im Auftrag des Vertrauensmannes: Carl 2ohse. 388/2 Charlottenburg. Donnerstag, den 3. November, Abends 8½ 1hr: Große öffentliche Volksversammlung des Sozialdemokratischen Wahlvereins für Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg in Knebel's Salon( Westender Volksgarten), Kastanien- Allee Nr. 1. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Th. Glode, über: Die nene Militärvorlage. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. 382/2 Circus Renz. Maler, Lackirer- Fachschule ( Karlstraße.) Dienstag, den 1. November 1892, Abends 74 Uhr: Grosse Vorstellung, der Berliner Filialen. X. Semester. Der Winterkursus beginnt am 2. November 1892 und dauert bis unter Mitwirkung sämmtlicher Kunst- zum 1. März 1898. Anmeldungen werden während der Unterrichtsstunden im Schullokal Mariannen Ufer la entgegen genommen. spezialitäten und Auftreten des aner Die Fachschulkommission. tannt besten Schulreiters der Welt Mr. 211/3 James Fillis mit seinem Schulpferde „ Martır". Hippologischer Bongren Orts- Krankenkasse des von 36 Vollblutpferden edelfter Racen, Orts- Krankenkasse des Achtung Former! arrang. und vorgeführt vom Direktor Bimmerer- Gewerbes. Mittwoch, den 9. November cr., Abends 8 Uhr, Franz Renz. La Quadrille de la haute équitation, geritten von 6 Damen und 6 Herren mit 12 der besten Schul- in Seefeldt's gofal, Grenadierstr. 33: pferde des Marstalles, arrangirt vom Direktor Franz Renz. Im Reiche der Blumen, equestrische Phantasie der Schulreiterin Frl. Clotilde Hager. Große Batonde, ausgeführt von den besten Springern der Gesellschaft. Morgen und folgende Wochentage: Vorstellung, Abends 7/4 Uhr, mit neuem Programm. Fr. Renz, Direktor. Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. Burgstraße, neben der Börse. Gratweil's Bierhallen Jul. Henke's Bierhaus 38 Blumenstr. 38 empfiehlt seine großen Vereinszimmer, 3111L ca. 100 Personen faffend. Welt- Lokal Berlins, 5000 Perf. fassend. Täglich Gr. Spezialitäten Borstellung. Nur noch bis zum 1. November cr.: Auftreten des Oftober- Personals, sowie Gastspiel des Signor de Venturini, mit Tempel's Bierhaus der Vorführung der Aerolithes 65 Langestr. 65. 3112L Künstlerpersonal. Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Borussia- Konzert- und Kouplet- Sänger. Gastspiel des Charles Randolf, Zauberkünstler und Gedankenleser à la Cumberland. Wochentags frei. Sonntags Entree 30 f. Gr. Frühstücks- u. Mittagstifáj, DFBwei Säle General- Versammlung. Tagesordnung. Statutenberathung. Die auf Grund§ 43 des Statuts gewählten Vertreter werden hiermit eingeladen, 2886b Der Vorstand. = Die Gießerei Vertrauensleute im Süden werden ersucht, sich am Donners tag Stalizerstr. 11, bei Schwarzkopf, zu einer Besprechung einzufinden. Zugleich bitte ich, die Kollegen in den Gießereien, welche noch keinen Vertrauensmann haben, bis dahin einen solchen zu wählen. H. Loose. 232/2 Aufforderung! Buss' Salon, Marten zum Unterſtügungsfonds der Grosse Frankfurterstr. 85. Sonnabend, den 12. November; II. Stiftungsfest des Gesangvereins Sängerchor der Töpfer Berlins. Mitglied d. Arbeiter Sängerbundes.) Hierzu find Freunde und Gönner des Vereins eingeladen. Der Vorstand. 25626 Knopfarbeiter! Die Sperre über die Fabrik vou H. Kasche, öpnidterstr. 33a, danert fort. Buzug fernhalten. Die Streikkommission. Meine gr. Vereinszimmer( 100 Perf.) Am 1. November cr.: Durchweg neues mit Piano find noch einige Tage frei. Anfang Wochentags 72 Uhr. Dirigent für Mittwoch f. Klavier Sonntags 6 Uhr. Entree 50 Pf. fucht Gesangverein. Off, u. 8. 11, Poftamt 60. 28616 Berei nszimmer z. verg. Linienstr. 60/61. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 8 Versammlungen und Vergnügungen. fowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. haben, ersuche ich um baldigfle AbAlle Kollegen, welche seiner Zeit Metallarbeiter von mir entnommen rechnung. 232/3 R. Niemetschek, Vertrauensmann der Metallschleifer, Brigerstraße 38. 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Jahrg der Pariser Parteinachrichten. und läßt einen Trupp von Arbeitern anwerben, die am nächsten Mittwoch unter dem Schutze der Soldaten in die Gruben von Carmaux einfahren sollen. Im Namen der Freiheit der Arbeit" Damit schien der Streit entschieden, und wäre ein ordent sollen da die Dividenden des Baron Reille und Konjorten gegen L. F. Der nun schon nahezu drei Monate währende Streik, liches Schiedsgericht eingesetzt worden, dann wäre er auch in der die Streifenden vertheidigt werden. Wie aber mit Bestimmtheit wieder der einen Moment schier erlöscht schien, lodert nun heller auf That entschieden gewesen. Anstatt aber, wie dies in solchen versichert werden kann, wird auch diese letzte Hoffnung denn je. Die Schuld daran trägt abermals Herr Loubet. Ich Fällen üblich, von beiden Seiten Vertreter zu wählen, die, wenn zu Schanden werden. Die Streifenden, in deren Mitte sich weiß nicht, ob der Ministerpräsident ein Aktionär der Gruben sie sich nicht zu einigen vermögen, die Etreitangelegenheit einem gegenwärtig die sozialistischen Abgeordneten Baudin, Ferro, gesellschaft von Carmiaux ist oder nicht, aber in jedem Falle gemeinsamen Vertrauensmann, dem sogenannten Unparteiischen Lafargue und Sourde befinden, und denen die Sympathie der handelt er so, als ob er es wäre. Raum war der Streit aus- oder Schiedsmann zur endgültigen Entscheidung unterbreiten, hatte Arbeiterbevölkerung und deren Vertreter sicher ist gebrochen, ließ er Jäger und Gendarmen dahin beordern. Wie Baron Reille von vornherein verlangt, daß der Streitfall dem Gemeinderath hat ihnen erst vorige Woche und der Generalrath immer in solchen Fällen geschah dies natürlich nur zur Auf- Ministerpräsidenten zur Entscheidung vorgelegt werde. Nachdem der Seine erst gestern auf Antrag des Genossen Baillant rechterhaltung der Ordnung" und zum„ Schutz des Eigenthums"; Herr Loubet sich hierzu bereit erklärt hatte, ward er den Strei- 10 000 Franks votirt sie werden trotz aller Provokationen faltes Blut bewahren, bis ihnen ihr volles Necht zu Theil ge= Ermuthigung wie zum Schuße von Streifbrechern, diesen von Wie dieser Unparteiische", war denn auch sein Urtheil, so daß worden sein wird. Und daß ihnen dieses werden wird, dafür den zuhältern des Ausbeuterthums stets so hoch gefeierten es ganz den Anschein hat, als wäre Reille's Rapitulation nichts birgt das Verhalten der öffentlichen Meinung, soweit sie nicht Repräsentanten der Freiheit der Arbeit". Da sich nun feine als ein mit der Regierung abgekartetes Spiel gewesen. Die von den Redaktionsstuben der Hebrard, Magnard und Komsolche Repräsentanten fanden, die den erwünschten Anlaß zum Streitenden verlangten nämlich: 1. die Wiedereinsetzung Gal- pagnie ausgeht, die eben nur die Stimmung des politischen und Treinhauen, respektive zum Schuße der Freiheit der Arbeit" vignac's; 2. die Wiederaufnahme sämmtlicher Arbeiter ohne Aus- wirthschaftlichen Ausbeuterthums widerspiegeln, aber nicht die geliefert hätten, die Streifenden überdies Patrouillen bildeten nahme; 3. die Ersetzung des Grubendirektors, der durch die Gnt in solchen Fällen geltende Meinung, die Meinung des arbeitenden und auch sonst sehr wachsam waren denn wie leicht geht lassung Calvignac's und seine Weigerung, denselben wieder Boltes, das nach wie vor auf Seite der Streifenden steht, wie nicht eine Dynamitpatrone los, die man den Grubenarbeitern aufzunehmen, sowohl den Streif, wie den Rummel vom 15. August dies u. A. die ihnen von den jüngst gebildeten Holzfällerunterschieben fann so sollte die berüchtigte Kundmachung des provozirt hatte. Auf Aurathen der sozialistischen Abgeordneten, Syndikaten des Cherdepartements zugeschickten Naturalspenden, Präfekten von Tarn den nöthigen Anlaß hierzu bieten. Und benen es mehr um den Sieg der Sache, als um dessen Ehren zu wie Erdäpfel zc., in wahrhaft rührender Weise bekunden. Wo ein hätten die in Carmaux sich abwechselnden Abgeordneten, in thun ist, hatten die Streifenden die bürgerlich- demokratischen solches Hand- in- Hand- gehen des landwirthschaftlichen erster Linie die sozialistischen sowie sonstigen hervorragendere Abgeordneten Clemenceau, Millerand und Belletan zu ihren Ver- industriellen Proletariats vorhanden, da treffen alle Anschläge Genossen, die Streifenden nicht tagtäglich ermahnt, allen tretern gewählt, was um so angezeigter war, als es sich ja bei ihrer Gegner nur diese selber. Provokationen gegenüber faltes Blut zu bewahren und dem ganzen Streit um eine rein politische Frage, um die Wah ihnen nicht gleichzeitig, zum Merger des Ausbeuterthums rung des allgemeinen Stimm- und Wahlrechts handelt. Es soll und seiner Trabanten, eine stramme Disziplin gegeben was, denn hier auch offen anerkannt werden, daß diese Abgeordneten nebenbei bemerkt, ein besonderes Verdienst unserer Genossen ihr Möglichstes thaten, um den Streifenden zu ihrem Recht zu Baudin und Duc- Quercy ist dann wäre, wie ganz vertrauens verhelfen. Sie legten, im Einklang mit ihren Auftraggebern, das würdige Zeugen der Vorgänge von Carmaux versichern, ein Zu Hauptgewicht auf den oben angeführten 2. Punkt. Die Galvignac sammenstoß zwischen Volk und Militär faum aufzuhalten ge- berührende Frage konnte um so weniger Schwierigkeiten machen, wesen. Die Bertheidiger der Grubenarbeiter haben eben ihr als Calvignac selbst die Lösung bot, indem er seine gleich Dem linfug, die Aussagen sozialdemokratischer Zeugen ans Möglichstes gethan, um den, man kann sagen, gesuchten Zu- nach Ausbruch des Streits abgegebene Grilärung, noch am Tage zuzweifeln, ist in Augsburg von einem Gerichtsvorsitzenden fammenstoß zu vereiteln. Dabei fam ihnen besonders der Hin seiner Wiedereinsehung einen Urlaub von der Grubengesellschaft gebührend entgegengetreten worden. Die Frankfurter Zeitung" weis, die Vertröftung auf das Parlament sehr zu statten. Bor verlangen zu wollen, nun auch schriftlich abgegeben hatte. Die berichtet darüber: der Kammer follte ihre Sache ausgefochten, dort ihr Steg er Sauptfrage blieb demnach die ausnahmslose Wiederaufnahme Bei einem Beleidigungsprozesse, der am Sonnabend in fämmtlicher Arbeiter, d. i. auch jener, die wegen ihrer Betheili- Augsburg wegen angeblichen rüden Vorgehens des Beamten Und wie sollte eine auf dem allgemeinen Stimm- und gung an dem Rummel vom 15. August, wo die Streifenden in eines industriellen Gtablissements gegen einen Lehrling stattfand, Wahlrecht basirte Kammer, eine Kammer, die den Arbeitern den Park und die Wohnung des Grubendirektors drangen, um wollte der Anwalt des Privatklägers die ihm ungünstigen Ausdieses Recht so oft als eine wahre Wünschelruthe pries, die ihn zur Wiederaufnahme Calvignacs oder zu feiner eigenen fagen mehrerer Arbeiter durch eine Anzweiflung des Eides der Streifenden, deren ganzer Ausstand nichts als eine Vertheidigung Demission zu veranlassen, zu acht Tagen bis zu vier Monaten Sozialdemokraten bekämpfen. Der Gerichtsvorsitzende unterbrach des allgemeinen Stimm- und Wahlrechts bildet, sie im Stiche Gefängniß verurtheilt wurden. Zu diesem Behufe wollten sie ihn aber mitten im Saße und verbot ihm den Gedanken weiter lassen? Es schien dies schier unmöglich. die den Grubendirektor betreffende Forderung fallen lassen. Das auszuspinnen. Es ist bedauerlich, daß man so Selbstverständliches So sah man denn mit Zuversicht dem Zusammentritt der Vergessen des Geschehenen sollte ein gegenseitiges, die Lösung als lobenswerth hervorheben muß, denn die Fiktion von der UnRammer entgegen, deren erster Verhandlungsgegenstand die den eine nach beiden Seiten hin versöhnende sein. Herr Loubet hat glaubwürdigkeit des Eides eines Sozialdemokraten kann mehr Lesern des„ Vorwärts" bekannte Interpellation des Abg. Dupuy- jedoch in seiner Weisheit und Friedensliebe anders entschieden. Schule machen, als man glaubt." Dutemps war. Das reaktionär- progige Vorgehen der Gruben- Obwohl er in den Erwägungen feines Schiedsspruchs selber angesellschaft bezw. ihres Präsidenten, Baron Reille, cines Mit- erfennt, daß die Entlassung Calvignacs furz nach dessen Wahl Aus Gotha wird uns geschrieben: Die Wahlen im Herzog gliedes der Rechten, wurde da denn auch in ein helles zum Bürgermeister und Bezirksrath mit Recht als ein Angriff thum Gotha find beendigt. Von den 19 Mitgliedern des LandLicht gestellt und gleichzeitig, besonders durch die Abgeordneten auf das allgemeine Stimme und Wahlrecht betrachtet werden tags zählen 9 zur freifinnigen, 8 zur Regierungspartei, 1 zur Millerand und Baudin, dargelegt, daß, soll den Streifenden ihr konnte, findet er in seinem Urtheil, daß nichts vorliege, das die Sozialdemokratie( Genosse Bod) und 1 ist" wild". Die WahlRecht werden, ein entscheidender Schritt gegen die Gruben- Entlassung des Grubendirektors zu begründen geeignet wäre. betheiligung war infolge des Eingreifens der Sozialdemokratie Gesellschaft unternommen werden müsse, sofern man nicht wolle, Dafür stimmt er aber mit der von Baron Reille ausgesprochenen eine bedeutende im Vergleich zu früheren Wahlen. So wurden daß die Grubenarbeiter von Carmaux ihren bisher eingehaltenen Absicht, die verurtheilten Arbeiter nicht wieder aufzunehmen, voll- 8. B. in den 4 Wahlbezirken der Stadt Gotha bei den Wahlen legalen Weg verlassen." Sie haben", sagte Millerand zur kommen überein. vor 4 Jahren nur 306 Stimmen abgegeben, während hei der Rammer, sich gegenüber Arbeiter, die für die Wahrung der Einem solchen Schiedsspruch fonnten sich die Streifenden letzten Wahl 1549 Stimmberechtigte ihr Wahlrecht ausübten. friedlichen Waffe des Stimmzettele fämpfen, und wenn Sie ihnen natürlich nicht unterwerfen, wollten sie durch das Fallenlaffen Wenn noch jemand im Zweifel darüber sein sollte, daß lediglich fagen, daß Sie fein, Mittel besigen, um ihnen diese Waffe zu er- ihrer verurtheilten Kameraden, die ja, die ja, gleichgiltig, ob die bleiche Furcht vor der Sozialdemokratie dieses Resultat gehalten; wenn Sie, vor einer Gesellschaft, die, nachdem sie von man deren Vorgehen billige oder nicht, für sie alle leiden, sich seitigt hat, so genügt wohl ein einfacher Hinweis auf die Wahl1885 bis 1889 mit der ganzen Schwere ihrer Macht auf ihren nicht selber den Stempel der Feigheit aufdrücken. Sollten ste betheiligung im Herzogthum ob urg, wo die Sozialdemokratie Arbeitern gelegen, neuerdings ihr politisches Uebergewicht zu er sich dem Schiedssprach unterwerfen können, blieb nur ein Mittel nicht auf der Bildfläche erschienen ist. Dort wählten in den ringen sucht, wenn Sie diesen Arbeitern, welche diese ganze Zeit übrig: die Amnestie der Verurtheilten, da cine solche zwei bisher zur Wahl verschrittenen Bezirken der Stadt Coburg hindurch mit einer bewundernswerthen Energie gegen den under sowohl die Verurtheilung wie deren Folgen aufhebt. Auf Be- nur 96 Wahlberechtigte." schämtesten Druck gekämpft, sagen, daß diese Gesellschaft ihnen wirken Clemenceau's und Genossen wurde denn auch ein dahinden Stimmigettel entwinden törme und daß Sie, republikanische gehender Antrag in der vorgeftrigen Kammerfihung eingebracht, Regierung und republikanisches Parlament, fein Mittel besitzen, jedoch mit 324 gegen 198 Stimmen verworfen. Die Kapitalisten ihn ihnen zurückzuerstatten, dann frage ich Sie, welcher Refurs feelen rechts und links, sowohl in Rutte wie in Frack, hatten sich diesen Arbeitern bleibt und wohin sie sich um Justiz wenden da zusammengefunden, um eines Sinnes, eines Herzens- gleich sollen?" Er verlangte darum, daß die Regierung in Anwendung giltig, ob sie sich Léon Say, Reinach, Graf Mun, Mgr. d'Hulst der Berggesetze von 1810 und 1838 die Verwirkung der Konzession oder Cassagnac nannten gemeinsam gegen die Amnestie zu veranlasse und die Gruben in provisorische Regie nehme, um mit stimmen. Ser Wiederaufnahme der Arbeit gleichzeitig die durch das Vorgehen der Grubengesellschaft gefährdete öffentliche Sicherheit zu rungen werden. wahren. * * Ans Köpenick wird uns geschrieben:" Dem in Nr. 254 veröffentlichten Artikel„ Ein stiller Parteigenosse" muß ich meine volle Anerkennung aussprechen, da die fremd= ländischen Ausdrücke durchaus nicht beliebt sind, und es leider, zum Schaden der Sache, viele Parteigen offen giebt, die mit diesen Wörtern förmlich Handel treiben, ohne sie vielleicht selbst zu verstehen. Diese Ansicht ist nicht etwa nur meine eigene, sondern die der meisten Genossen, da ich viel Gelegenheit habe, dies zu beobachten." Wegen Majestätsbeleidigung wurde der Redakteur Thiel der Breslauer sozialdemokratischen Volkswacht" zu einer Gefängnißstrafe von 9 Monaten verurtheilt. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Die Rechte jubelt nun natürlich, Baron Neille reibt sich vergnügt die Hände und alle Blätter, die im Dienste der Reaktion und des Kapitalismus stehend, die Streifenden schon früher verBaron Reille, der durch eine geschminkte Darstellung der urtheilt hatten, weil sie sich mit Calvignac solidarisch verbanden, Sachlage das Bor zehen der Gesellschaft zu rechtfertigen suchte, verurtheilen sie natürlich jetzt noch mehr, weil sie sich mit ihren rourde vom Genos en Baudin, der ihm das Falsche seiner Dar- gefangenen Kameraden folidarisch erklären, anstatt sie mit Weib stellung nachwies, so in die Enge getrieben, daß ihm unwillkürlich und Kind dem sicheren Glend preiszugeben. Was die Satten von das Bekenntniß entschlüpfte, daß er nur nach den ihm gesandten der Rechten und Zinken und deren Handlanger noch lieber sehen Berichten des Grubendirektors spreche. Und als Baudin seine würden, das wäre ein neuer Verfuch mit dem Lebelgewehre, und Parteikonferenzen 2c. In St. Ingbert findet am martige Rede mit einem Appell an die Kammer schloß, fein wenn die jüngsten Mittheilungen sich bewahrheiten, soll ihr Sonntag, den 6. November im Lokale zum„ Goldnen Stern" Botum abzugeben, das ihn zwänge, den Streifenden von Carmaux Wunsch sogar bald in Erfüllung gehen, soweit dies eben von der eine Konferenz der Parteigenossen aus dem 4. pfälzischen Reichszu sagen: Der legale Weg ist Euch benommen, wählet einen Regierung abhängt. Die Grubengesellschaft, heißt es nämlich, tags- Wahlkreise statt. Die Tagesordnung umfaßt folgende ( Nachdruck verboten.) Der Adlerhorst. Von Henrit Pontoppidan. Deutsch von Gustav Lichtenstein. ( Aus dem Magazin für Litteratur"). " Aber das Adlernest erreichten sie dennoch niemals. ihres Alters geklagt hätte. Aber bei der Jugend sprach Einige tamen nur bis zu dem ersten Vorsprung in der der Pastor tauben Ohren. Es war, als ob der steile Gipfel Felswand, wo ihnen beim Anblick des spitzen Dorfkirch sie mit unwiderstehlicher Macht an sich zog, und es währte thurms schwindelte, der gerade unter ihnen wie ein Lauzen auch nur bis zum nächsten Sonntag, als sich das Gerücht schaft in die Luft ragte. Andere erreichten glücklich den verbreitete, daß ein achtzehnjähriger Bursch, der einzige zweiten Ruheplay, ungefähr die Mitte des Weges zum Sohn einer armen Wittwe, den Aufstieg auf den Felsen Ueber einem kleinen Dorfe hing ein hoher, nackter Fels, Gipfel; aber wenn sie von hier weiter emporkriechen wagen wollte. Draußen auf dem Platz vor der Kirche der von allen Seiten so jah in die blaue Luft emporstieg, wollten, verlor der Fuß in dem bröckeligen Schiefer den standen um die bestimmte Zeit alle Einwohner des Dorfes daß noch niemandes Fuß den fahlen Gipfel hatte erreichen Salt, mit wachsender Schnelligkeit stürzten sie an der in flüsternden Gruppen, während sie von Zeit zu Zeit durch fönnen. Auf diesem Gipfel hatte eine Adlerfamilie ihr steilen Wand hinab und erreichten die Erde mit zerbrochenen den Sonnennebel einen Blick auf die graue Felswand warfen, Nest gebaut, -über dieses Adlernest hat Björnstjerne Gliedern und gespaltenem Schädel. Ein einziger hatte ein- an welcher der Jüngling bereits den ersten Vorsprung erBjörnson cine kleine Geschichte geschrieben, die ich jedoch mal den dritten Vorsprung erreicht; aber hier war er reicht hatte. Aber er ließ sich hier nicht einmal Zeit zur auf ctiras andere Weise gehört habe und deshalb hier er plöglich rücklings gestürzt, als ob eine unsichtbare Hand Ruhe, sondern schwang nur seine Mütze und rief der zählen werde. ihn vor die Brust gestoßen hätte. Mit einem Schrei Mutter einen Gruß hinab bie mit aufgelösten Also: Auf dieser Felsspite hatte eine Adlerfamilie ihr faufte er ein Stück durch die Luft wie ein angeschossener Haaren am Fuße des Felsens fniete und unter Nest gebant und seit Menschengedenken war das große, Vogel, schlug von Felsblock zu Felsblod, bis er in drei Schluchzen und Flehen händeringend die Arme zu Iraune Atlerpaar der Schrecken der ganzen Gegend ge- Theilen in das Dorf hineinrollte. ihm eniporstreckte Auch den zweiten Absatz wesen. Bald stießen sie hinab auf Ziegen und Schafe, die Damals tam gerade ein neuer Pastor in den erreichte er spielend. in den erreichte er spielend. Hier sehte er sich nieder und frieblich auf entfernten Wiesen graften, bald hackten sie den Sprengel, und als dieser von dem unsinnigen Kampf trocknete fich den Schweiß von der Stirn, während er mit Hirten die Augen aus, wenn diese ihre Heerden der Bevölkerung mit den Adlern erfuhr, begann er von der dem Blick die Entfernung über sich maß. mit Stöcken 341 schützen suchten; ja bisweilen Rangel herab gegen dies vermeßne Spiel um Leben und Unten richteten sich alle Augen auf ihn, als er sich geschah es auch, daß sie Kinder, die auf dem Tod zu eifern. Es sei so rief er aus eine Ver- bald darauf erhob, seinen Gürtel fester anzog und langsam Stirchplatze spielten, mit sich führten, hoch über die suchung Gottes, der in seiner Weisheit dem Menschen wie eine Katze auf Händen und Füßen weiter klomm. Denn Felsen, um sie hier in die Tiefe fallen zu lassen, sodaß sie Grenzen gesteckt habe, die niemand ungestraft überschreiten der Fels war hier steil und der Boden vom Winterfrost an den Felsspitzen zerschellten. Von altersher war es der dürfe. Und indem er zum Adlernest hinaufzeigte, fügte er zerbröckelt. Mehrmals begann er hinab zu gleiten, und ver stolze Traum aller muthigen jungen Männer gewesen, das hinzu, daß dieses von Gott selbst dorthin gesezt sei als ein schiedene der älteren Männer schüttelten bereits die Köpfe Nest zu erreichen, um das Näuberpack zu vertreiben und Zeichen für die Gemeinde, daß es Dinge gebe, welche des und schielten mitleidig nach der Mutter, die in einem Haufen dem Dorfe Frieden zu schaffen. Von Kindesbeinen an übten Strebens der Menschen spotten. von Weibern in Ohnmacht gefallen war. sie sich, an den Felswänden empor- und niederzusteigen, und Denn es sei gut, daß doch etwas so hoch hänge, daß„ Das nimmt fein gutes Ende", murmelten sie und darum sah man an feinem Orte so fühne, stolze Bursche wie das Bolt es nicht erreichen könne!" drängten ein Stüd vorwärts. Er ist zusjung!" hier. Selten erreichten sie das zwanzigste Jahr, bis sie den Bei den Alten in der Gemeinde fiel die Rede des Und zu hikig!" fügten andere hinzu. gefahrvollen Weg zum Adlerfelsen wagten; denn niemand Bastors auf guten Boden. Denn es gab fast kein Aber auf einem kleinen Hügel stand einsam ein junges ward unter die Männer gerechnet oder durfte nächtlicher Haus im Dorfe, wohin man nicht einen Sohn als Strüppel Mädchen in rothem Mieder, mit blonden Zöpfen, die Hände weile sein Mädchen besuchen, ehe er nicht seinen Muth durch von dem Felsen heimgebracht, oder wo nicht ein altes auf dem Rücken gekreuzt. Manche der älteren Frauen, die Elternpaar über den Verlust des Trostes und der Stüße an ihr vorüberschritten, betrachteten sie mit finsteren, drohen einen Kampf mit dem Erbfeinde bewiesen hatte. Punkte: waht eines Bezirkskomitees. 2. Der Berliner Partei-| hingewiesen, daß die bei der sozialistischen Agitation gebräuch gestellt worden, daß asiatische Cholera nicht vorlag; unter diefert taa Vorschleige zur Delegirtenwahl. 3. Die bayerische liche Phrase Landtagswahl. 4. Presse und Agitation. 5. Anträge der Dele- geeignet set, um Anhänger zu werben, da auch die Agivom Rampf gegen die Plutokratie" nicht war je ein Fall vom 26. Oktober und vom 29. Oktober. Thorn, 31. Oktober. Ueber den Stand der Choleras girten, soweit dieselben nicht durch die vorerwähnten Punkte Gr- fatoren ledigung finden. Die Delegirtenkonferenz, die am 30. Oftober Der anderer Parteien auf dieser Phrase herumreiten. Epidémie in Russisch- Polen veröffentlicht der Staats Durchschnitts Amerikaner hänge am Rapitalismus tommiffar für das Weichfelgebiet, wie der Boff. 8tg." gemeldet in Sandhofen( Baden) zusammentreten sollte, tagt erst am und verwünsche die Plutokratie nur, weil sie ihn verhindert, wird, vom 18. bis 21. Oftober: Gouvernement Kielce 28 Er6. November. selbst Kapitalist zu werden; deshalb müsse die Agitation stets tranfungen, 11 Todesfälle; Gouvernement Radom 50 Ergegen das fapitalistische System überhaupt gerichtet sein, um frankungen, 16 Todesfälle. Vom 20. bis 23. Oktober: Ein gutes Zeugniß stellt die gegnerische Metzer Preffe" Klarheit über unsere Bestrebungen zu verbreiten. Es ist jene Gouvernement Lublin 229 Erkrankungen und 103 Todesfälle; der Thatkraft unserer elsässischen Parteigenossen Angabe zwar nur theilweise zutreffend; aber obwohl die große Gouvernement Siedlec 80 Erkrankungen und 52 Todesfälle. aus. Das Blatt schreibt:„ Die Propaganda der Sozialdemokratie Masse der Arbeiter wohl jede Hoffnung hat fahren lassen, es Stadt Warschau vom 23. bis 26. Oktober 19 Erkrankungen und ist bewunderungswürdig und nachahmenswerth. Fast jeden einmal nach dem alten Rezept zu„ Etwas zu bringen", so denken 4 Todesfälle. * Diese Zahlen ergeben für das Gouvernement Sonntag oder Cuch Sonnabends treten sie zusammen, ermuntern und fühlen sie doch noch immer kapitalistisch, freuen sich über Lublin eine Zunahme von durchschnittlich täglich 15 Gr sich gegenseitig, berathen die Mittel, die sie zu ergreifen haben, den Selbstmademann" und sind stolz darauf, wenn er aus ihren frankungen und 4 Todesfälle, für die Gouvernements Kielce und um neue Mitglieder zu gewinnen. Dieses geschieht nicht nur Reihen hervorgegangen ist. Aber es kommt doch noch ein anderes Radom eine geringe, für Siedlec eine erheblichere Abnahme der in Mülhausen, Dornach, Straßburg, sondern auch auf dem flachen Moment in Betracht, welches jene Gesinnung erklärlich macht. Epidemie. * * Lande finoen solche Versammlungen statt. Man versichert, daß Es ist dies nämlich die Hoffnung jedes konservativen" Arbeiters, Posen, 31. Oktober. Wie die Pos. 3tg." aus RussischArbeiter von Jalkirch- Grafenstaden( bei Straßburg) bereits mehrere durch Zugehörigkeit zu einer der beiden„ großen" politischen Polen erfährt, ist im Gouvernement Lublin eine durchschnittliche Male Versammlungen unter freiem Himmel nahe bei Ostwald Parteien," respektive- wenn man dazu" qualifizirt- durch tägliche Zunahme von 15 Cholera Erkrankungen zu verzeichnen. gehalten haben. Der Sozialismus greift im Elsaß gewaltig Thätigkeit für dieselbe irgend welche Vortheile zu erlangen, Ferner seien in Kielce, Radom und Siedlee 4 Cholera- Todesfälle um sich. Die nächsten Reichstagswahlen werden es klar beweisen. in letzterem Falle an eine öffentliche Krippe gestellt zu werden. vorgekommen. Mülhausen, Colmar, Straßburg vielleicht dürften ihm zufallen, Hat doch diese Hoffnung sogar manche Arbeiter, welche schon in Pest, 30. Oktober. Vom 28. bis 29. Oktober, Abends viele Stimmen werden sie aber in den andern Kreisen erobern. Der fortschrittlichen Bewegung gestanden, zu fapitalistischen 6 Uhr, find 12 Personen an der Cholera erkrankt und ebensoviel Die Konservativen mögen sich schon jetzt danach einrichten." Barteigängern gemacht. Und wenn auch die Aussichten des gestorben. Von gestern Abend 6 Uhr bis heute Abend 6 Uhr Einzelnen soweit er nicht eine durch Rednergabe 2c. werth- find hier 12 Personen an der Cholera erkrankt und vier ge volle Acquisition für die fapitalistischen Parteiführer bildet storben. In Gran ist 1 Todesfall und in der Gemeinde Joth auf die Erfüllung seiner Hoffnung ebenso dünn sind, wie die sind 16 Fälle, meist mit tödtlichem Ausgange, der Hoffnung des Sparmichels auf sein Emporkommen durch vorgekommen. Fleiß und Sparfamkeit", so hält er doch daran fest, da ihm bei der Nichtbetheiligung fene Aussichten ja gänzlich fehlen. So ist es also erklärlich, daß die für eine der fapitalistischen Parteien wirkenden Arbeiterführer durch deren Vermittelung sie ja ihr Biel zu erreichen denken sowohl bei den unorganisirten und organisirten Arbeitern, wie in den Delegationstörpern der legteren fiets obenauf sind, und Bertreter antikapitalistischer Bestrebungen trotz aller gelegentlichen rednerischen Siege über jene teine praktischen Erfolge haben. Bolizeiliches, Gerichtliches 2e. Lokales: In Elsak Lothringen fahren die Parteigenossen fort, sozialdemokratische Vereine mit weniger als 21 Mitgliedern zu errichten. Neuerdings hat man solche in Riedisheim, Rixheim, Sennheim gegründet.- In Straßburg faßte am 20. Oftober eine Parteiversammlung folgenden bemerkenswerthen Beschluß:„ Die Parteiversammlung verlangt von jedem Genossen, daß er den Beschlüssen der Gesammtheit und den Anordnungen der Partei- Organe, so lange diese innerhalb der ihnen zu gewiesenen Befugnisse handeln, volle Beachtung schenkt, und in der Erkenntniß, daß eine Kampfpartei wie die sozialdemokratische nur in strengster Disziplin und Unterwerfung unter den Willen Sprichwort fagt, sondern der christlich- germanische Krautjunker In der Noth frißt nicht blos der Teufel Fliegen, wie das der Gesammtpartei ihr Ziel erreichen kann, diese Disziplin und Unterwerfung übt. Die Parteiversammlung erklärt auss verliert auch seinen Adelstolz und heirathet, um seinen etwas drücklich, daß daß die Kritik ant den Handlungen oder Totenliste der Partei. Verstorben in Bremen der zweifelhaft gewordenen Finanzen wieder aufzuhelfen und sein Unterlassungen der Partei Organe und der Vertreter Parteigenoffe W. Stade. Wappenschild neu zu vergolden, ein bürgerliches, aber reiches der Partei in einem jeden Parteigenossen zustehendes selbstMädel. Ich bin Graf," annoncirt solch ein„ Edelster der ständiges Recht ist. Sie verlangt aber, daß diese Kritik in Nation" in der Sonntagsnummer der„ Bossischen Zeitung," in Formen geübt wird, die eine sachliche Auseinandersehung dem Entscheidung des Kammergerichts. Der bevorzugter Stellung, von angenehmem Aeußern und gutem angegriffenen Theil ermöglicht. Sie fordert insbesondere, daß Arbeiter B. hatte bei dem Begräbniß eines Parteigenossen in Charakter. Ich stehe Ende der vierziger Jahre, besige ein fürstlich tein Barteigenoffe persönliche Anschuldigungen oder Antlagen Kiel, das ohne Zuziehung eines Geistlichen erfolgt war, auf eingerichtetes Schloß, aber o web! wenig Baarvermögen. öffentlich erhebt, bevor er sich von der Richtigkeit der erhobenen dem Friedhof einige Worte gesprochen. Unter diesen Umständen Ich suche eine Lebensgefährtin, ältere, am liebsten bürgerliche Anschuldigung oder Anklage überzeugt und alle ihm nach der fah die Behörde das Zeichenbegängniß als ein nicht gewöhn Dame von gutem Charakter, ohne Unterschied der Konfession, die Organisation zustehenden Mittel erschöpft hat, um Abhilfe zu ich es an und es wurde, da für legteres die Genehmigung ein Vermögen von 1-2 Millionen Mark besitzt." Aehnliche schaffen. Endlich ist die Partei- Bersammlung der Anschauung, nicht nachgesucht war, gegen 2. das Strafverfahren eingeleitet. Annoncen finden sich in allen bürgerlichen Blättern, in den daß der in den Statuten der Internationalen Arbeiterassoziation Die Straffammer sprach in der Berufungsinstanz den Angeklagten meisten täglich und in vielen sogar täglich duhendweiſe. Es von 1864 ausgesprochene Grundsatz:„ daß Wahrheit, Recht und frei. Auf die Revision der Staatsanwaltschaft hob der Strassenat geschieht nicht ohne Grund, daß wir immer wieder auf diese Sitte als Grundlage für das Betragen aller ihrer Mitglieder des Kammergerichts das Vorurtheil auf und wies die Sache in Annoncen zurüdfommen. Die Ungenirtheit, mit der hier der untereinander und gegen alle ihre Mitmenschen ohne Rücksicht die Vorinstanz zurück. Er bezeichnete die Auffassung des Vorder- Geldpunkt von Leuten in den Vordergrund gerückt wird, die sich auf Farbe, Bekenntniß oder Nationalität anzuerkennen sei," auch richters als rechtsirrthümlich, daß für den Begriff des nicht ge- in höheren Staatsämtern befindlich u. f. w. bezeichnen, also sich sicher selber als wohlerzogen, aus feiner Familie, akademisch gebildet, heute noch die Richtschnur für die Handlungen der Parteigenossen wöhnlichen Leichenbegängnisses nicht die äußere Form und Einfein muß." richtung des Beerdigungsaktes entscheidend sei, sondern es darauf an- lich zur„ Elite," zu den„ Stüßen der Gesellschaft" rechnen, ist so recht Tomme, ob für die Theilnehmer an letzterem die Absicht bestanden geeignet, zu zeigen, wozu die Ehe, die angebliche Grundlage der In Bern fanden, wie der Basler Arbeiterfreund" berichtet, babe, über den Rahmen eines gewöhnlichen Leichenbegängnisses Gesellschaftsordnung, gerade von derjenigen Klasse herabgewürdigt vorvorigen Sonntag mehrere Erfahwahlen zu den Gemeinde- hinauszugehen. Die Feststellung des Vorderrichters, daß in Kiel wird, die diese Gesellschaftsordnung und diese Grundlage" zu behörden statt.„ Unsere Partei" genossen gingen dabei durchaus das Reden von Laien am Grabe nicht üblich sei, reiche hin, erhalten sich bemüht. Wenn in derselben Nummer der„ Vossisch. selbständig vor und erzielten bedeutende Achtungserfolge. Be- um das fragliche Leichenbegängniß als ein nicht gewöhnliches Beitung" eine heirathaluftige Dame fragt:" Welch älterer Herr stünde die Proportionalwahl, so würde die Sozialdemokratie jezt anzusehen. sehnt sich nach einem traut. Heim, liebev. brav. Gattin, aber schon 1/ 4-1/ 3 aller Mandate erobern. So aber vermag sie einst- Das Augsburger Schöffengericht hatte den Redakteur nicht nach Vermögen?" so wird ihr eine Durchficht aller übrigen weilen ihre Kandidaten nicht aus eigener Kraft durchzubringen. der dortigen Volkszeitung" wegen Beleidigung des in der Heirathsannoncen dieser Nummer die Antwort geben:„ Steiner!" Als Stadträthe erhielten die Genossen Steck und Wassilief Maschinenfabrik Augsburg als Ingenieur beschäftigten Premier Sie alle, die Kaufleute, Fabritbefizer, Industriellen, Grundbesitzer, 1483 und 1388 Stimmen, etwa 200 mehr als noch vor zwei lieutenants a. D. Hermann Kranz zu 3 Wochen Gefängniß und Rentiers, Aerzte, Rechtsanwälte, Staatsbeamten, die sich da aus Monaten; ein gemeinsamer Kandidat der Freisinnigen und Kon- zu den Kosten des Verfahrens verurtheilt. Der Redakteur, Ge- bieten, befinden sich in derselben fatalen Lage, wie der an Selbstfervativen bekam 3461 Stimmen. Als Gemeinderath vereinigte Genosse noffe Karl Breder, legte Berufung beim Landgericht ein und erkenntniß so reiche Graf mit dem angenehmen Aeußeren, aber Siebenmann 1624 Stimmen auf sich. Der Kandidat der Kon- erzielte dort eine erhebliche Verminderung des Strafmaßes, indem wenig Baarvermögen. Es ist ein Stück Kultur- und Sittenfervativen die Freifinnigen hatten offiziell keinen Kandidaten dieses Gericht auf 50 M. Geldstrafe bez. 10 Tage Gefängniß geschichte, das aus diesen Anerbietungen spricht. aufgestellt wurde mit 3517 Stimmen gewählt. Allem Anschein erkannte. glaubt, der lese die„ Vossische Zeitung" vom Sonnabend, nach stimmten von den Freifinnigen blos etwa 2-300 dem allwo er finden wird, daß selbst ein evangelischer Geistlicher" Sozialdemokraten und reichlich 2000 dem Konservativen zu. Der auf diesem nicht mehr ungewöhnlichen Wege eine passende schlagendste Beweis für den konservativen Charakter der freis Lebensgefährtin" sucht. finnigen Partei!" In Pirmasens faßte eine Parteiverfammlung gegen den Magistrat wegen der Verschiebung des Intrafttretens des Gewerbegerichts eine scharfe Resolution. Von der Cholera. Dem Kaiserlichen Gesundheitsamt vom 29. bis Die„ Frankfurter Zeitung" meint, das würde gegenüber dem 31. Oftober, mitteg, gemeldete Cholera- Erkrankungen Widerstand der Stadtverwaltung nichts nügen. Mag sein; aber und Todesfälle: daß die Nichtberücksichtigung der Resolution durch die höheren Behörden unserer Partei wieder ungezählte Anhänger einbringen müßte, ist sicher. Staat Drt. und Bezirk. Hamburg. Ans Mechanikerkreifen wird uns geschrieben: Am Sonntag starb nach furzer Krankheit der Direktor der physikalischtechnischen Reichsanstalt Dr. Loewenherz. Mit ihm ist ein braver Mann dahingeschieden, der eine rühmliche Ausnahme von seinen lassengenossen machte. Unvergessen soll ihm die Unparteilichteit bleiben mit welcher er im Jahre 1890 als Schiedsrichter Streitigkeiten zwischen Unternehmern und Arbeitern zu schlichten wußte. Seinem Einfluß ist es wesentlich zu danken, daß wir Mechaniker seiner Zeit ohne schwere Kämpfe einen glänzenden 27./10. 28./10. 29./10. 80./10. Sieg zu verzeichnen hatten. Wenn inzwischen manches von dem Errungenen verloren gegangen ist, so tragen Verhältnisse daran schuld, die mächtiger waren, als der Todte. In der dem Dr. Löwenherz unterstellten mechanischen Reichswertstätte wurden auch Arbeiter beschäftigt, die als sozialdemokratische Agitatoren bekannt waren. Für den Verstorbenen gab nur die Tüchtigkeit des Arbeiters den Ausschlag. erfrankt gestorben erfrankt 8 2 Datum: gestorben erfrantt gestorben erfrankt gestorben |-|-|-|-| Aus New- York wird uns geschrieben: Die Präsidentenwahl in den meisten Staaten mit anderen Wahlen verbundensteht nun dicht vor der Thür. In früheren Perioden waren schon lange vor derselben die auf den„ Bruder Arbeiter" dressirten politischen Drahtzieher der kapitalistischen Parteien an der Arbeit"; diesmal ist es aber sehr spät geworden, und Hamburg. erst seit furzem machen sie sich öffentlich bemerkbar. Es ist damit aber nicht gesagt, daß sie während der übrigen Zeit unthätig gewesen wären; in den Arbeiterorganisationen sind sie ja, trot Hamburg, 30. Oftober. Amtlich werden 4 Cholera nomineller Berpönung aller Politik in denselben, das ganze Jahr Erkrankungen gemeldet. Die Transporte betrugen gestern in jener Beziehung in Thätigkeit. Nur dann, wenn sie noch fein zwei Zeichen. Bei sieben in den lehten Tagen gemeldeten Fällen festes Engagement haben oder nicht wissen, auf welcher Seite der ergab die nachträgliche Untersuchung, daß keine asiatische Cholera beste Boodle" zu machen ist, sind sie" neutral", halten sich aber vorlag. die Bahn frei, indem sie etwa auftauchende Bestrebungen nach felbständiger politischer Aftion mit allen Mitteln bekämpfen. Es wurde kürzlich in der hiesigen„ Volkszeitung" darauf Hamburg, 31. Oftober. Gestern ist weder eine Erkrankung noch ein Todesfall von Cholera amtlich gemeldet worden. In fünf vor dem 30. d. M. zur Meldung gelangten Fällen ist festJetzt fällt er! dachten alle... einige hatten es in der Spannung laut gerufen. Wie wir hören, wollen sich die Mechaniker besonders zahlreich an der Beerdigung, die am Mittwoch, den 2. d. Mts., Vor mittags 10 Uhr auf dem jüdischen Kirchhofe in Weißensee stattfindet, betheiligen. Zu den Unterschlagungen, welche der Stadtverordneten Vorsteher Otto in Oranienburg begangen, macht Landrath von Waldow nunmehr amtlich bekannt: Die Rückgabe der dem früheren Rezeptor der Niederbarnimer Kreis- Spartasse Otto in Verwahrung belaffenen Sparkassen- Bücher und die Entgegennahme von Anmeldungen nicht befriedigter Ansprüche der Einleger wird am 3., 4. und 5. d. M. in der Wohnung des anderweit bestellten Rezeptors, Kaufmanns Hornickel zu Oranienburg, erfolgen." Die Zahl der von Otto Betrogenen ist so groß, daß die Abfertigung derselben drei Tage in Anspruch nehmen wird und daß diefelben sich nach alphabetischer Reihenfolge zu melden haben. Der vorgeftrige schöne Herbstfountag hatte die Berliner schaarenweise in die Vororte gelockt, wo infolge dessen ein recht lebhafter Verkehr herrschte. Viele zeigten das Verlangen, noch im Freien ein Glas Bier zu trinken, und so mußten die Wirthe die Tische und Stühle, die bereits dem Winterquartier überwiesen waren, noch einmal hervorholen. Es sah draußen auch wirklich sommerlich aus. Die Sonne schien so warm, daß selbst einzelne Schmetterlinge aus ihrem Versteck tamen, um vergnügt über die halbentlaubten Sträucher zu flattern, unter denen große Mückenschwärme Lustige Tänze aufführten. Meisen und Goldhähnchen zwitscherten um die Wette, und die stets umherlaufende Ameise eilte über das dürre Laub. den Blicken alle wußten, daß sie es war, die nach alter Gitte diesen Beweis seines Muthes und seiner Tapferfeit gefordert hatte. Unberührt von der allgemeinen Unruhe Aber er hatte schnell mit beiden Händen in einen Spalt und Mißstimmung, die sie umgaben, stand sie da und folgte gegriffen und hing nur fest, bis er wieder eine Stütze für lächelnd dem Freunde, der da oben zwischen Himmel und den Fuß gefunden hatte. So klomm er langsam und vorErde hing und in ihrem schönen, frischen Gesicht lag fichtig weiter.... die sicherste Zuversicht, daß er ans Ziel gelangen, daß grade So vergingen wohl ein paar Minuten, während welcher ihr Freund erreichen werde, was noch kein anderer ver- die Leute auf der Wiese tathlos umherguckten, weil der mocht hatte. Schatten des Gipfels den Jüngling für einen AugenAuf einmal erfcholl aus der Versammlung ein Ruf des blick unsichtbar gemacht hatte. War er etwa schon geErstaunens. Durch schnelles Emporklimmen im Zickzack hatte fallen?.. der Bursch den dritten, den höchsten Vorsprung erreicht. Da erhob sich plötzlich ein hundertstimmiges Rufen, Aber damit schienen auch seine Kräfte erschöpft zu sein. Ob- als man über die höchste Felsspige seinen Oberkörper gleich er nicht größer erschien als eine Fliege, konnte man ragen sah, der sich deutlich an der hellblauen Luft abdoch deutlich beobachten, wie sein Körper schwer auf den zeichnete. schmalen Steinrand niederfiel. In diesem Augenblick kam das Adlerpaar ruhig durch Ueber einen Raubmord wird aus dem Vorort Weißenfee Ein Mann mit einem langen Fernrohr, um den sich die Luft geflogen aber schnell ergriff der Bursch eins eine Menge Leute gesammelt hatten, schüttelte den Kopf der Nestreifer und mit einem Ruck flogen Nest und Ei über folgendes gemeldet: Der Handelsmann Otto Mügelburg aus Berpenschleuse hatte am Sonnabend, den 29. d3. Mts., den Heu und sagte: den Felsen in die Tiefe. Gerade über dem Gipfel hielt das markt am Dranienplatz besucht und hatte auch dort seine Ladung Lebendig kommt er nicht weiter... Er ist weiß wie Adlerpaar wie in stummem Schrecken feinen Flug an. zu günstigem Preise verkauft. Müßelburg blieb auch noch am Kalt und hat Blut an den Händen!" Dann stießen Beide zugleich einen freischenden Schrei aus- Sonntag in Berlin und trat vorgestern Abend gegen 11 Uhr Kurz darauf verftummite jedes Wort. Er hatte sich und flüchteten mit langen, rauschenden Flügelschlägen in die erst die Rückfahrt nach seinem Wohnort an, indem er den Weg erhoben und der Mann mit dem Fernglas konnte sehen, Weite. nach Schönerlinde über die Prenzlauer Chauffee nahm. Gegen wie er abermals den Gürtel fester um die Hüften schnallte, Aber unten auf der Wiese erhob sich ein Jubel, wie 2 Uhr früh des gestrigen Tages bemerkten mehrere die Chauffee während er an der glatten, nackten Steinwand emporblickte, man ihn lange nicht gehört hatte. Nur der Pastor schlich passirende Männer, Bewohner von Weißensee, in der Nähe des Berliner Weichbildes ein herrenloses Fuhrwert und wenige die sich senkrecht bis zu dem Adlernest auf dem Gipfel zu still von dannen und verstand es nicht". Schritte davon entfernt die über und über mit Blut befudelte erheben schien. Dann sah man, wie er vorsichtig eine Stüze Leiche eines etwa 35jährigen Mannes, in welchem man bald Todten zeigte zahlreiche, von Messerstichen herrührende Wunden deren mehrere die Schlagadern am Halfe offen gelegt hatten. Det Umstand, daß Geld bei dem Getödteten nicht vorgefunden wurde für Hand und Fuß suchte.. ein Schauer durchlief Denn kein Ding hängt so hoch, daß nicht der zähe, feste den Eigenthümer des Fuhrwerks ermittelte. Der Körper des alle er ftieg wirklich in die Höhe. Wille eines Boltes es einmal erreichen wird! Plöglich lockerten sich einige Steine unter ihm und tollten an dem Felsen hinab. d ri ge de a tä ei ft Je en ge A E be fte ha M ge K: De ge fc m A DC ur 101 ftc un di pi ei ri דטן fei ftr ge fic น fo fte 21 2238 B be ge R De D ein pl fie me im 35 da tla da in dr 98D dis EARR 21 ab fro in ist De fic da na ftr. Dr Ar Sa der Lei zu Fr Di ein Der ſei min 30. Br Theater. za As Adam und gab Beranlassung zu der Annahme eines Raubmordes und nun wurde schleunigst die zuständige Weißenfeer Behörde von dem von Gläubigern arg bedrängt werde. Strahlendorf erklärte, Verbrechen verständigt, welche alsbald die Staatsanwaltschaft daß dies genüge, er forderte sämmtliche dabei betheiligte des Landgerichts II Berlin benachrichtigte. Während jedoch dort Im Thomas- Theater wurde am Sonnabend vom Reuter- Personen, den Schlächtermeister Höppner, Adam, Wüstner und den Bäckergesellen Rusecke, erst die Thatsache eines Verbrechens festgestellt wurde, hatte man Ensemble ein Schwant in 3 Atten von W. Fricke aufgeführt. dienste bei ihm verrichtete, auf, ihm zum Gerichtsvollzieher Der damals Schreiberan anderer Stelle bereits einen der Mörder verhaftet. In der Troß der Erstaufführung des Stückes war das Haus nicht einNacht kam in ein Schanklokal der Sedanstraße in Weißensee einmal voll besetzt, und des Stückes selbst wegen lohnt es sich dorf's eine eidesstattliche Versicherung nieder, wonach Rogge zu Pohl zu folgen. Hier schrieb Rusecke nach dem Diktat Strahlenjunger, etwa 25jähriger Mann, welcher sich ein Glas Bier wahrlich kaum, diese heiligen Hallen zu betreten; nur das vor: Adam und Wüstner gesagt habe, er wolle schleunigst verkaufen, geben ließ und alsdann an einem freien Tische Platz nahm. zügliche Spiel der Mitwirkenden verhalf jedenfalls zu dem Erfolg, Dort erregte er bald die Aufmerksamkeit der übrigen Gäste den das Ganze trotzdem errang. An den Inhalt eines Schwantes um nach Amerika auswandern zu können. durch sein stumpfsinniges Brüt en und fortwährend geführte soll man feine höheren Ansprüche stellen, man vertreibt sich eben Wüstner dieses Schriftstück unterschreiben sollten, weigerten sie Selbstgespräche, aus welchen man häufig die Worte„ Nur 37 M." die Grillen eines Abends damit, und der Zweck ist erreicht! Im sich mit dem Bemerken, daß Rogge von einer Auswanderung vernahm. Einer der Gäste trat an den jungen Menschen heran Haufe eines reichen Deutsch- Amerikaners spielen sich tolle Liebes die Behauptung zu beseitigen, daß ein derartiger Zusatz dazu ge nichts gesagt hatte. Strahlendorf wußte ihre Bedenken durch und erfundigte sich, was denn eigentlich mit dieser Summe ſei, ich in demselben herum, und auf die drolligste Art entwirren sich höre und nur eine leere Form fei. Adam u. Wüstner unterschrieben. Szenen ab, Lumpengesindel in noblem und schlechtem Anzuge treibt worauf der Befragte antwortete:" Na, wir haben einen ge- natürlich schnell alle hervorgerufenen Verwirrungen. Besonders Aufgrund dieser eidesstattlichen Versicherung gelang es Strahlengestochen, und der hat 37 Mart bei sich gehabt."-Auf grund Dieses Geständnisses wurde der he durch einen benach- hervorzuheben ist das Spiel der Herren Schmidt und Guthery, bei demselben am folgenden Tage gepfändet. Rogge will durch dieses dorf, einen schleunigen Arrest gegen Rogge auszubringen, es wurde richtigten Gendarmen festgenommen nach dem Amtsbureau sowie der Anne Mary, welche Frau Busse vorzüglich wiedergab. Borgehen ruinirt worden sein, seine Lage sei keineswegs eine " Gerichts- Beitung. gebracht, wo inzwischen schon die og von dem Morde ein gelaufen war. Der Festgenommene, verzweifelte gewesen. Höppner, Rusecke, Adam und Wüstner " welchem der Arbeiter" Karl Kühn, Prenzlauer Allee 11, ermutelt wurde, soll bereits auf wurden im Sommer 1890 wegen der geschilderten unredlichen dem Polizeipräsidium, wo er sich jetzt befindet, das Geständniß Handlungsweise zu Gefängnißstrafen von 4 und 3 Monaten ver abgelegt haben, Mützelburg überfallen, durch Messerstiche ge= urtheilt, Strahlendorf wurde nicht unter Antlage gestellt, weil er tödtet und beraubt zu haben, und bezeichnet als Mitschuldigen irgend welche Thätigkeit bei der ganzen Angelegenheit in Abrede einen angeblich in Weißensee, Charlottenburgerstraße in Schlaf vor der 1V. Straffammer des Landgerichts I stattfand. Aus der dorf aber in der Verhandlung als Belastungszeuge gegen die Ein trübes Sittenbild bot eine Verhandlung, welche gestern stellte und die Mitschuldigen ihn nicht verriethen. Als Strahlenstelle wohnenden Arbeiter" Hahn, dessen Verhaftung bis jezt noch nicht bewirkt ist. Von anderer Seite wird untersuchungshaft wurden 15 Knaben im Alter von 12 bis Angeklagten auftrat, schonten auch diese ihn nicht. Strahlendorf über den Mord berichtet: Der Handelsmann Otto Mügel- 14 Jahren vorgeführt, von denen acht kaum eingefegnet, die wurde auf der Stelle in Haft genommen. Nachdem er einstweilen burg aus Berpenschleuse, der einen Handel mit Heu. und übrigen aber noch schulpflichtig waren. Einige der Angeklagten ihre Strafe verbüßt hatten, sezten die letzteren alle Hebel in wieder auf freien Fuß gesetzt worden war und die Verurtheilten Stroh nach Berlin betreibt und deshalb häufig Nachts waren schon wegen Diebstahls vorbestraft, einer nicht weniger Die Prenzlauer Chauffee befährt, ist zwischen Französisch- als sechs mal. Jegt waren sie sämmtlich beschuldigt, fich zu einer Bewegung, um auch Strahlendorf's Bestrafung herbeizuführen. Französisch- Diebe 3 ban de vereinigt zu haben, um Taschen- Dieb: Gegen diesen wurde dann noch ein zweites Verfahren erhoben. Buchholz und Schönerlinde, etwa 3 Kilometer vom ersteren Orte entfernt, ermordet worden. Müzelburg war mit zwei aneinander liche Sittenverderbtheit der jugendlichen Verbrecher. Sie hatten Rogge's gehörte, hatte ihm einen gleichen Auftrag gegeben, wie stähle zu begehen. Die Verhandlung entrollte eine faum glaub- Der Schlächtermeister Fischer, der auch zu den Gläubigera getoppelten Wagen am Sonnabend Abend von hier fortgefahren. Am Sonntag Morgen zwischen 6 und 7 Uhr fand man den eine förmliche Räuberbande gebildet, deren Hauptleute die Knaben Höppner. Strahlendorf brachte eine von ihm selbst ge- und Wagen auf einer feitwärts der Chaussee belegenen Wiese zwischen Sie hatten es nur auf Taschendiebstähle abgesehen. Bier oder wie die in der Höppner'schen Klage und erzielte dadurch, daß Adolf Meyer, Friedr. Feindt und Alfred Cohen waren. unterschriebene eidesstattliche Versicherung bei, deffelben Inhalts beiden Orten stehend. Der Ermordete lag mit eingeschlagenem fünf„ arbeiteten" immer zusammen. Derjenige, der einen Dieb- Fischer ebenfalls schleunigen Arrest ausbringen konnte. Dann Schädel todt auf dem Wagen. Nach dem Ergebnis der Feststahl stellungen ist anzunehmen, daß er während der Fahrt geschlafen stahl ausgeführt hatte, war verpflichtet, die Hälfte der Beute wurde noch ein Schriftstück gleichen Inhalte dem Gerichte prohabe, die Mörder den Wegen auf die Wiese geführt, hier den an die allgemeine Diebeskaffe abzugeben. die allgemeine Diebestasse abzugeben. In der Zeit duzirt, wobei der Name eines Schlächtergesellen gemißbraucht Mord begangen und sich das baare Geld, über 200 M., an vom Januar bis Mitte März hat die Bande nach worden war. Der Gerichtshof hielt nicht für erwiesen, daß geeignet haben. Es fehl n auch noch der graue Filzhut und die weislich einige 50 Diebstähle ausgeführt, es werden aber wohl Strahlendorf der Verfasser des letzten Schriftstücks gewesen fet, Peitsche des Ermordeter.. Der Verdacht lentte sich auf seinen lange nicht alle zur Anzeige gebracht sein. Die Angeklagten wohl aber, daß er eine eidesstattliche Versicherung falsch ab Kutscher Kühn, mit dem er hier in Berlin Streit bekommen und trieben sich in der Dämmerungszeit in Gruppen von vier oder gegeben habe und in der Höppner'schen Straffache die Seele des den er infolgedessen entlassen hatte. Dieser ist in Weißensee fest solche Schaufenster auf, welche eine besondere Anziehungskraft Jahre Gefängniß verurtheilt und sofort in Haft genomanen. fünf in den belebtesten Stadttheilen umher. Sie suchten ganzen Schwindels gewesen sei. Der Angeklagte wurde zu einem genommen worden und hat bereits ein Geständniß abgelegt, auch auf das weibliche Geschlecht ausübten und umdrängten das ausschon einen Mitschuldigen genannt. ersehene Opfer oder lenkten dessen Aufmerksamkeit durch einen Stoß auf sich. Dieser Augenblick wurde dann verabredetermaßen von einem der Angeklagten dazu benutzt, das Portemonnaie aus der Tasche des Opfers zu ziehen. Mit Vorliebe suchten die Angeklagten die Plätze vor den Kirchenthüren zur Zeit einer Trauung, oder die Zugbrücken auf, wenn diese wegen Durchlassung eines Rahnes aufgezogen werden mußten; jede Menschenansammlung Beim Töpfermeister Grap auf den Bauten in der Gozwußten sie für ihre diebischen Zwecke auszubeuten. Die Theilung fowstiftraße und Schleswigerstraße haben fämmtliche Kollegen der Beute fand an einem bestimmten Orte statt, an dem sie alle wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. zusammenfamen, sämmtliche Portemonnaies wurden vernichtet, Der Borstand. um die Thäter nicht zu verrathen. Der Gerichtshof war der Ansicht, daß die jugendlichen Verbrecher nur durch strenge Strafen Streit der Arbeiter der Meier'schen SchuhwaarenZu Gunsten der Arbeiter beendet ist in Bremen der von dem betretenen Wege abgebracht werden könnten. Die An- Streit der Arbeiter der Meier'schen Schuhwaarengeklagten Fritz Fischer, Rudolf Wehliz, Arthur Jäckel, fabrit Paul Lange, wurden zu je einem Jahre, Rich. Laube, Wegen versuchten Mordes festgenommen wurde ein gebrei Monaten, Hugo Röse zu einem Jahr vier Zabatarbeiter und Arbeiterinnen aus. Es wurde Gegen eine Erhöhung der Tabaksteuer sprach sich in Heinrich Hensel, August Feindt zu je einem Jahre Bremen eine am 25. Ottober abgehaltene Versammlung der wiffer Liebau. Derfelbe meldete sich vorgestern früh auf einem monaten, May Ludemannn, Friedrich Feindt, folgende Resolution einstimmig angenommen:„ Angesichts der der Bolizeibureau und bekannte, soeben auf seine Frau, von der er August Sczepamad zu je einem Jahr 6 Monaten, Tabakindustrie drohenden Zabalsteuererhöhung hält es die feit zwei Jahren getrennt lebt, in ihrer Wohnung in der Sommer- August straße einen Schuß aus einem Revolver abgefeuert, fie aber nicht Sommer zu einem Jahr 9 Monaten und Adolf für durchaus erforderlich, eine energische Agitation gegen die Alfred Cohen zu einem Jahr 9 Monaten, Richard heutige Versammlung Bremer Tabatarbeiter und Arbeiterinen getroffen zu haben. Seine Angaben haben sich als richtig er meŋer zwei Jahren 3 Monaten Gefängniß mens Motiv zur That giebt er Rache an, weil seine Frau urtheilt. Gegen den Knaben Julius Rieger mußte die Ber- geplante Steuererhöhung zu infeniren, weil, wenn die Steuerfich einen Liebhaber angeschafft habe. Unter eigenartigen Umständen hat sich vorgestern Nachmittag der im Hause Weinbergsweg 15 wohnhafte Arbeiter Anders den Tod gegeben. Der 57 Jahre alte Mann verlangte von seiner um 9 Jahre jüngeren Frau, sie solle ein Schriftstück unterschreiben, worin sie bekenne, daß sie zu ihrem früheren Hauswirth in der Gartenstraße in einem sträflichen Verhältniß geftanden habe. Als die Frau empört den Inhalt der Schrift für unwahr erklärte, drohte ihr Anders, sie niederzuschießen, falls sie die Unterschrift nicht vollziehe, und griff nach einer großen Reiter pistole. Die Frau fonnte noch rechtzeitig aus der Thür flüchten. Gleich darauf ertönte ein Schuß, und als der Wohnungsnachbar, ein Kutscher Wulff, hinzulief, fand er Anders mit völlig zerriffenem Kopfe daliegend. A. hatte sich die mit Wasser geladene Waffe in den Mund gerichtet. Die Beine abgefahren. Echwerverletzt wurde vorgestern Vormittag der Maschinenpuzer Friedrich Kähler auf dem Lehrter Bahnhofe aus einem Zuge ausgeladen und nach der Charitee befördert. Soweit bis jetzt bekannt, ist er auf der Station Körib von einem Zuge überfahren. handlung vertagt werden. Soziale Ueberlicht. Achtung, Töpfer Berline! erhöhung zur Thatsache wird, die in der Tabakindustrie beschäftigten Arbeiter diefelbe erfahrungsgemäß tragen müssen. Die Fabrikanten find infolge ihres ökonomischen Uebergewichts, durch Lohnabzug, durch stärkere Ausnutzung der Arbeitskraft u. f. w. in der Lage, die Steuerlast von ihren Schultern M Ein unbekannter Greis sprang gestern Morgen um sechs Uhr an der Lüzowbrücke in den Kanal. Schiffer versuchten soBu denjenigen, die das vielgepriesene Gold in Kali fort, ihn zu retten, fonnten aber nur noch seine Leiche landen. fornien nicht zu heben verstanden, gehört der Kaufmann Sally Gr trägt einen schneeweißen Vollbart, führt eine Uhr, eine Abram. Derselbe war hierselbst Reisender für ein LederSchnupftabatedose und ein Notizbuch bei sich, dessen Inhalt auf geschäft und hat, da er seine Ausgaben nicht in das richtige auf die der Arbeiter zu wälzen. Die Versammlung hält eine eine Beschäftigung mit Bauten schließen läßt. Die Kleidung be- Berhältniß zu seinen Einnahmen zu bringen verstand, in thatkräftige Gegenagitation für um so leichter, als in Bremen noch steht aus einem dunklen Beintteid, graumelirtem Jaquet und mehreren Fällen Geld, welches er von den Kunden einkaffirt ein Fonds, herrührend von der Antimonopol Rommiffion, sich Weste, die Wäsche trägt das Zeichen V. hatte, für sich verbraucht. Als die Veruntreuungen entdeckt befindet. Die Versammlung fordert den Verwalter dieses Geldes wurden, ging er über den Ozean und strebte dem talifornischen auf, einer zu wählenden Agitationstommiffion den fraglichen Goldlande zu, wo er Ruhm und eichthümer zu erringen hoffte. Betrag einzuhändigen." Das Bureau wurde mit Ausführung Seine Erwartungen wurden dort dr. Sen aber arg getäuscht. Es der Resolution betraut. ging ihm in der fremden Welt so schlecht, daß er es vorzog, lieber wieder in die Heimath zurückzukehren und hier für seine Olde in Flein ausgefüllten Fragebogen für Neuendorf, GroßZur Lage der Laudarbeiter. Nach dem vom Genossen Unehrlichkeit zu büßen. Er stellte sich selbst der Staatsanwalt- und Klein- Kollmar theilt die" Nord- Wacht" mit, daß die Opfer der Arbeit. Durch die Räder einer Dampfmaschine schaft und stand nun gestern wegen wiederholter Unterschlagung Wohnungen der Knechte und Mägde wie Höhlen aussehen; ste zerrissen wurde gestern Morgen gegen sechs Uhr der Arbeiter vor der zweiten Straflammer des Landgerichts 1. Der Gerichts befinden sich vielfach in Ställen oder Nebengebäuden. In den Breiß, Marienfir. 18, in der Dampfschneidemühle von Schaul, hof billigte ihm mit Rücksicht darauf, daß er als reuiger Sünder genannten brei Ortschaften gab es für das Gesinde nur einige Reinickendorferstr. 66. Er fiel durch eine offenstehende Lücke aus wieder heimgekehrt ist, mildernde Umstände zu und verurtheilte heizbare Bimmer, alle anderen enthalten überhaupt keinen Osen; dem Erdgeschoß in den Keller in das Getriebe der Maschine. ihn zu 5 Monaten Gefängniß. und so müssen Knechte und Mägde den ganzen Winter in den Der Tod trat auf der Stelle ein. Ein eigenartiger Sachverhalt lag einer Anklage wegen falten Räumen tampiren resp. in den Gesindestuben, wenn welche Rettung. Als am Sonnabend Abend ein Mädchen, mit Bergehens gegen das Lotteriegesetz zu Grunde, die gestern vorhanden sind. Die Fenster der Schlaf und Wohnräume einem Bündel mit Sachen auf der Schulter, die sie in einem vor der 124. Abtheilung des Schöffengerichts verhandelt wurde. waren früher mit Gittern( schwedischen Gardinen) verſegen. Diese Geschäft abliefern sollte, durch die Bergstraße ging, stürzte ihr Der Gerichtsvollzieher H. hatte eines Tages bei einem Schuldner find in letzter Zeit, wohl infolge der scharfen Kritik der„ Nordplöglich ein kaum zwei Jahre altes Kind auf das Bündel und gepfändet, was er an Werthsachen vorfand. Dazu gehörte auch Wacht" verschwunden. Unter den ländlichen Arbeitern hat sich fiel dann zur Erde. Schnell sammelte sich eine große Menschen- ein Biertelloos der Braunschweigischen Lotterie. Dasselbe wurde in lezter Beit eine rege Agitation bemerkbar gemacht. Bei der menge, und es wurde festgestellt, daß das Kind aus einem Fenster später mit versteigert und der Gerichtsvollzieher soll sich dadurch Reichstagswahl im Jahre 1887 wurden in den drei genannten im zweiten Stock gestürzt war. Das Kind hatte sich allein im der Verbreitung eines Looses einer verbotenen Orten 12, 1, sozialistische Stimmen abgegeben; bei der Wahl Bimmer befunden, aus dem offenen Fenster sehen wollen und Botterie schuldig gemacht haben. Im Termine wandte ber so 1890 dagegen 52, 12, 27, also eine Vermehrung um das siebendabei das Gleichgewicht verloren. Ohne jenen glücklichen Bufall Beschuldigte ein, er habe geglaubt, in erster Linie die Inter- fache. Bei der nächsten Wahl wird das Resultat allem Anschein würden die Eltern, Drechsler S., den Verlust ihres Kindes be- effen seines Auftraggebers wahrnehmen zu sollen. Der nach ein noch viel günstigeres werden. tlagen, während es durch denselben ohne die geringste Beschädigung Staatsanwalt führte aus, daß der Angeschuldigte zweifeldavongekommen ist. Deutsche Hungerlöhne. Das Sächsische Volksblatt" erlos gegen das Lotteriegeseh verstoßen habe. Er wußte, fuhr fürzlich, daß der Lohn einer ledigen Frauensperson in der Ein größerer Brand, der in der Nacht zum Sonnabend daß die Braunschweiger Lotterie zu den in Preußen verbotenen Hülsenfabrit zu 23 erd au für 14 Tage nur 4 M. betrage. Man in Rixdorf, Herrmannstr. 34, wüthete, veranlaßte das Ausrücken gehört und er hätte richtig gehandelt, das Loos der Behörde erkundigte sich des näheren über die Leistungsfähigkeit der bedreier Züge der Berliner Feuerwehr, da man glaubte, daß ein fum zu bringen. Um einen Bergleich zu ziehen, könne man bei: Bohnes von 4 M. in 14 Tagen in betr. Fabrit schon eine geübte auszuliefern, anstatt es durch die Versteigerung unter das Publi- treffenden Arbeiterin und erfuhr, daß zur Erringung eines Dachstuhl eines größeren Wohnhauses, bei dessen Ablöschung sich spielsweise annehmen, ein Gerichtsvollzieher beschlagnahme bei Arbeiterin gehört. Ueber die Lösung dieses Räthsels schreibt die Berliner Mannschaften erfolgreich betheiligten. einer Pfändung eine Kiste Dynamit, es bedürfe denn doch keiner das Volksblatt: Ausführung, daß der Beamte diesen Gegenstand nicht versteigern fabrit fast durchgehends Töchter unserer Spießbürger arbeiten, „ Wir erfuhren weiter, daß in der HülsenStraßensperrung. Der Laufiherplatz, zwischen der Stalizer- dürfe. Der Fall liege aber sehr milde und er beantrage deshalb weil diese nicht in die Tuchund Waldemarstraße, ist behufs Umpflasterung vom 31. Ottober gegen den Angeklagten nur eine Geldstrafe von fünf Mark. Der denen ihrer Meinung nach nur der gemeine Pöbel arbeitet, gehen die Tuch- und Spinnfabriken, in ab bis auf Weiteres für Fuhrwerte und Reiter gesperrt. Vertheidiger plaidirte für Freisprechung, der Gerichtshof erkannte follen, aber immerhin etwas verdienen möchten. Bekanntlich ist aber nach dem Antrage des Staatsanwalts. Polizeibericht. Am 29. v. M. Morgens wurde ein Grünheute bei vielen unserer Spießbürger Schmalhans Küchenmeister. framhandler in seiner Wohnung, in der Guvryftraße, erhängt Die Ruiffe eines Winkelkonsulenten beschäftigte am Durch die Konkurrenz der bürgerlichen Töchter wird in der und Nachmittags ein Arbeiter in dem Zimmer eines Gasthofes Sonnabend die achte Strafkammer des Landgerichts I bis zur Hülsenfabrik ein übergroßes Angebot erzeugt, so daß der Lohn in der Dresdenerstraße erschossen vorgefunden. In beiden Fällen späten Nachmittagsstunde. Der Zeitungsspediteur Hermann bis ins Unglaubliche gefunken ist. Unsere Spießbürger entist Selbstmord unzweifelhaft. In dem Hause Sebastianjir. 74 Strahlendorf befand sich schuldigen sich nun damit, daß sie sagen, ihre Töchter gingen nur versuchte Nachmittags ein an Säuferwahn leidender Arbeiter fälschung, Abgabe einer falschen eide3statt- sum Zeitvertreib dahin. Ein schöner Zeitvertreib das, wo fich mittels verdünnter Salzfäure zu vergiften. Er erlittlichen Versicherung und wegen Anstiftung zu Frühstücks- und Besperpause, wie es dort der Fall ist, durchbabei anscheinend nur leichte innere Berlegungen und wurde lekterem Bergehen auf der Anklagebant. Strahlendorf ist eine gearbeitet wird." nach der Charitee gebracht. Vor dem Hause Manstein- in Schlächterfreifen gefürchtete Persönlichkeit; da er sich mit dem straße Nr. 10 wurde ein achtjähriger Knabe durch eine Eintreiben von Forderungen für die Engros- Schlächter befaßt Droschte überfahren und erlitt einen Bruch des Oberschenkels. und in dem Rufe steht, dabei mit außerordentlicher RücksichtsAm 30. v. M. Morgens wurde eine Wirthschafterin in ihrem losigkeit zu Werte zu gehen. Durch die umfangreiche BeweisSchlafzimmer, am Lüzom- Ufer, betäubt aufgefunden und nach aufnahme wurde folgender Thatbestand für erwiesen dem St. Hedwigs Krankenhause gebracht. Sie hatte die Gas achtet. Jm Januar 1890 erhielt Strahlendorf von dem leitung geöffnet und sich durch Einathmen des entströmten Bases Schlächtermeister Höppner den Auftrag, von dem Schlächter- Der Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufszu tööten versucht. An der Ecke der Borhagenerstraße und der meister Rogge eine Forderung von annährend 700 Mark genossen hielt am 23. Oktober eine Versammlung mit Damen Frankfurter Allee wurde Nachmittags ein Bichhändler infolge einzutreiben, oder doch einen schleunigen Arrest zu erwirken. ab, die außerordentlich stark besucht war. In derselben sprach Durchgehens des Pferdes vom Wagen geschleudert und erlitt Strahlendorf ertheilte den Rath, zwei dem Schuldner unbekannte Genosse Köster unter lebhaftem Beifall über das Thema„ Die einen Bruch des Unterschenkels, so daß seine Ueberführung nach Personen zu Rogge zu schicken, um denfelben zu fragen, ob er Errungenschaften der Astronomie und die Religion". Unterm dem Krankenhause am Friedrichshain erforderlich wurde. In fein Geschäft verkaufen wolle. Höppner betraute den Schlächter Geschäftlichen machte Kollege Alboldt bekannt, daß am 1. Noseiner Wohnung, am Weinbergsweg, erschoß sich ein Arbeiter gesellen Adam und einen früheren Beamten Wüstner mit diesem vember eine Versammlung bei Bolz( früher Feuerstein), am mittels eines mit Wasser geladenen Pistols Am 29. und Gang. Diese brachten den im Rathsteller wartenden Auftrag 5. November das erste Stiftungsfest des Verbandes in den Con30. v. M., sowie in der darauf folgenden Nacht fanden 10 Kleine gebern den Bescheid, daß Rogge für den ihn zum Schein gebotenen cordia- Festfälen stattfindet. Der Eintritt ist für die Mitglieder Brände statt. Preis von 5000 m. sehr gern bereit fei, zu verkaufen, da erlund deren Damen frei; Gäftebillets tosten inclusive Sans 50 Pf. M -wegen Urkundener Versammlungen. Restaurant Walhalla". bet " Bei diesem Fest wird auch das Festspiel: 3wölf Jahre Ver- 1 Lese- und Diskutirklubs. Dienstag. Agitationsverein Raffalle, Sitherflub Freiheitsflänge" jeden Dienstag Abend bet C. Franke bannung oder der Ausgewiesenen Heimfehe" aufgeführt werden. Abends 8% Uhr, bei Schayer, Reichenbergerfir. 54. Lese- u. Distutirklub Apostelkirche 7 b. Reichstags- Abgeordneter Singer hält die Festrede. Weiter bends 8 Uhr, bei E. Behrend, Blumenthalstr. 5. Spinoza, Abends 8% Uhr, bei Tripfe, Reichenbergerstr. 47." Empor", Orientalischer Rauchtlub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, Reichenbergerstr. 24, bei Schröder.- Rauchflub Eldorado, Abends 8 Uhr, wurde mitgetheilt, daß Kollege Grauer Abonnements auf den Sozialistischer Lese- und Diskutirklub. Dienstag 8% Uhr, Man- im Restaurant W. Schulze, Ostbahnhof 7. Rauchtlub Dämmerwolfe, Handelsangestellten", welcher an Stelle der„ Ginigkeit" begründet teuffelstraße 60.- Lefetlub Gleichheit jeden Dienstag 8 Uhr, Restaurant Böchstr. 51. Rauchklub Bruderbund. Abends 9 Uhr, Lausigerstr. 50, bei Grande. Reyer, Naunynstr. 74. worden ist, entgegennimmit; ferner bat man um pünktliche EntRauchtlub Zeitgeist, Abends 9 Uhr bei Kaspar, Restaurant cichtung der Beiträge. Nachdem noch einige interne Angelegen- uhr, bungsunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Freundschaft 1, bei Fruchtstraße a Rauchflub inverzagt bei Müller, Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends zum Beitgeist, Bernauerstr. 72. Rauchklub Portorico, Abends 9 Uhr, heiten erledigt und vierzehn Kollegen um Aufnahme in den Ver- Oswald Beuliner, Brunnenstraße 114. Rauchklub Gemüthlichkeit 2 Sarmonia, Flottwell bet Kohn, Wrangelstraße Nr. 136. Rauchflub Blaue Luft band nachgesucht hatten, wurde zum geselligen Theile der Zu- born, ufedonjir. 33 bei Mieke. Sibelitas, Bergftr.68 bet Reller.- II e- Abends 9 Uhr bei Bredlow, Bülowftr. 65. straße 5 bei Bartels.-Dlympia, Alte Jakobstr. 68 bei Nichter. Schild- Abends o Uhr bei Achsel, Köpenickerstraße 161. Rauchflub Abguß, 8% uhr fammenkunft verschritten, wobei man sich mit Tanz, Vorträgen 2c.aro, Wrangelstr. 141, bei Schmidt.- Alpenglode, Grüner Weg 29, bet bei Nawrot, Markusstr. 23. noch manche Stunde auf's beste unterhielt. Saeger. Berliner Buchdrucker, Alte Jafobstr. 83 bet Wienecke. Tambourverein Rothe Nette, Dienstag und Freitag, Abends 9 Uhr, Bruderherz, Manteuffelstr. s bei Nowac. Ihn'scher Humor, Strauß- bei Thiele, Brandenburgstr. 56.- Tambourverein Vittoria, Uebungsstunde Bei den Sleinmetzen hielt Genosse Reßler am 30. Dt bergerstraße 3 bei Birt. Unverzagt 2, Moabit, Kronen- Brauerei. Dienstag und Freitag, Aufnahme nur geübter Mitglieder. Stümte's Reftaurant. Acerfir. 123. tober einen mit Beifall und besonderem Dank aufgenommenen albtapetlé 1, Stallschreiberstr. 29 3. eichenen Stab. Arbeiter- tai- ftraße 41, jeden Dienstag 8½ Uhr. Soffnung 2, Deutsch- Wilmersdorf, Brandenburgstraße bei Grät. Regelflub Fidelio 1, Klubhaus Süd- Ost, FalkensteinVortrag über die neue Gewerbe- Ordnung; besonders die den bund, Nowares, Wallstraße bei Gärtner. Sängerfette, Schönleinstr. 6 Stücklohn und die Affordarbeit behandelnden Paragraphen ein- bet D. klein.- Kreuzberg, Lichterfelderstraße 7-8 bei Winter.- Alte gehend erklärend. In der Diskussion beantwortete der Referent 3inde, Mariannenstr. 31-32 bei Toberstein. Vorwärts 4, Rathenow, eine Reihe einschlägiger Fragen. Ginigfeit 2, Landsbergerstraße 31 Man beschloß dann, den musehold. Gorgenlos, Röslinerstraße 17 bet Wendt. streifenden Töpfern aus der Kaffe vorläufig 100 Mart und Gefangverein der Böttcher Steinete, Jüdenstr. 55 bei Trieſchmann. innerhalb der nächsten 14 Tage noch einmal 50 Mark zu be- Blumenstraße 46' bet went Sänger- Chor der Töpfer, Vorwärts 8, Marwig, bei Wilhelm Nölte. willigen. Zu lebhafter Debatte führte die Beerdigungsfrage und das Friedrichstraße 44, bei Stöllig.- Wiederhall, Gisenbahnstraße 20 Verhalten der Plagvertretung zu derselben; doch wurden Beschlüsse bei Siegmund. 8ufriedenheit, Gneisenaujiraße 88 bei Rärger. Noch Einer. Graz, 26. Oft. Der von seinem Amte fuse Sängerfrei heit, 9 Uhr, b. Fröhlich, Naunynstraße 44 hierin nicht gefaßt. Ein Antrag, die Angelegenheit Geschke in der Senefelber, bet Althoff, Brüderstr. 26.- Johanni, Rüdersdorfer verhaftet und dem Strafgerichte eingeliefert. Derselbe iſt verGefangverein pendirte Bezirksrichter Franz Starkel wurde gestern Abend hier Platvertretungs- Sigung zu regeln und diesen durch den Ver- ftraße 45, Gesellschaftshaus Ostend.- Vorwärts 3, Friedrichsfelde, trauensmann dazu einladen zu lassen, fand einstimmige Annahme. Wilhelmstr. 10 bei Momber. Gesangverein Rothe nette 2, bet Raabe, dächtig, seine Gattin ermordet zu haben. Legtere ist Sonntag Ueber die Verhältnisse in Löbau i. S. wurde angeführt, daß dort Ruppiner und Schönholzerstraßen- Ede. Schneeglöckchen 1, Jahn angeblich an Herzlähmung gestorben. Seitens der Anverwandten Die 14 tägige Kündigung, den Arbeitern nur Schaden bringt; es Restaurant Hinz. straße 1 bei Schulz. Gefangverein Eintracht, Nieder- Schönweide, wird behauptet, Frau Starkel hätte ihnen mitgetheilt, daß ihr Mohr'sches Doppel quartett, Friedrichsbergerstr. 19. Gatte gegen sie gewaltthätig vorgegangen sei und ihr gedroht tommt daselbst vor, daß Arbeiter infolge des dort üblichen Trucksystems mit 5 Mart 14 tägigem Lohn, nach Hause gehen müßten, Gefangverein von Briz, Brig, Werderftr., Restaurant Schöneberg. hätte, sie aus der Welt zu schaffen. Nachdem der Tod unter Deutsche Liebertafel, Grüner Weg 29 bet Säger. ja, daß man sich sogar genöthigt gesehen habe, für den Quadrat- gruß, Friedrichshagen, Blant's Restaurant. Sänger: Vergiftungserscheinungen erfolgt, wurde Starkel, der mit seiner Vorwärts 7, Rummelsmeter freiwillig 2 Mark zuzulegen, jedoch nur, um zu ermög- burg, bei Borgmann.- Epheu, Ackerftr. 123 bet Stümfe. Frau in Unfrieden lebte, verhaftet. Derselbe war bis vor kurzem lichen, daß die in Verzweiflung gerathenen Arbeiter ihre Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Bezirksrichter in Winklern. Schulden in der Kantine( Einrichtung des Meisters) bezahlen alle Zuſchriften, den Bund betreffend, sind zu richten an G. Schröder, fonnten. Mit Vorliebe würden dort Arbeiter beschäftigt, die nur Berlin G., oz. 20 3 xx. Dienas. Stattlub Kreuz- Solo bei alle 8 resp. 14 Tage nach Hause reisen. Hilaria, Neue Gesangverein Frohsinn in Stralau bet Gafter. Arbeiter, 1 1 Vermischtes. Lissabon, 29. Oktober. Nach einem Drahtbericht aus Peniche von gestern hat das Meer 12 Leichname von den VerMühle, Krautftr. 2. Theaterverein Blumenlese bei Ninge, Dresdenerftraße 105. Theaterverein, Bultania" bei Zäger, Gartenstr. 13-14. unglückten des gescheiterten englischen Postdampfers Rumania" Gefelliger Verein Soffnung bei Nemig, Lebuferstr. 5.- Rauchtlub Graue an's Land geworfen. Von den an Bord befindlichen Personen ofte bei Ratte, Krautstr. 48.- Rauchtlub Ambalema bet Faustmann, sind nur 2 Engländer und 7 indische Matrosen gerettet. 113 Perbergerstr. 24( Uebungsstunde). Reichenbergerstr. 73a. Tambour- Berein Borussia bet Zeichnis, KönigsTambourverein Ruf bet Sperling, Infel- sonen haben den Tod in den Wellen gefunden. Der Dampfer ist Straße 1( Uebungsstunde). Tambourverein Wirbel, bet Müller: in der Nacht des 27. d. M. während eines Sturmes bei starkem Gartenstr. 52( Uebungsstunde). Tambourvercin Deutsche Giche bet Nebel gescheitert. Niederschuh, Fürbringerstr. 7( Uebungsstunde). Segel- klub, Bustige 13", präzise 8 Uhr, bei Boll, Wienerstr. 1. Herr N. Greifenhagen( Pelzkonfektion), Krautsstr. 14, erfucht uns in bezug auf den in Nr. 245 des Vorwärts" veröffentlichten Bericht über eine Versammlung der Kürschuerbranche uin Mittheilung des Nachstehenden:„ Es ist eine grobe Unwahrheit, daß jemals bei mir eine Arbeiterin mit 15 M. monatlich besoldet worden ist. Ebenso ist es unwahr, daß in meinem Betriebe jemals Mißstände geherrscht hätten, deren Beseitigung natreon, Abends 9-11 Uhr, bet teßner, Annenstraße 16. auf Jntervention meiner Arbeiter erfolgt wäre." Oeffentliche Volks- und Protest- Versammlung der Konditoren und der in der Zuckerwaaren Branche beschäftigten Ar better, Sifsarbeiter und Arbeiterinnen am Dienstag, den 1. November, Abends 9 Uhr in den Kontordia- Festfälen. Andreasstraße 64. Tagesordnung: Die allgemeine Lage dieser Arbeiterbranche. Referent: Reichstags- Abgeordneter Wilhelm Liebknecht, Verband der Geschäftsdiener, Pacher und Berufsgenossen. Berfammlung am Dienstag, den 1. November, in Bolz's Sälen( Feuerstein), Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Robert Wolff über Bourgeoisie und Sozialismus Zentralverrin der Bildhauer Deutschlands, Gauverein Berlin. Berfammlung Annenstr. 16. Tagesordnung: Bibliothefs- Abend. Verein selbständiger Zahnkünstler der Proving BrandenburgBerlin. Sigung am Dienstag, den 1. November, Puntt 8 Uhr Abends, in den Akademischen Bierhallen", Segelplatz 1. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe. Dienstag, Den 1. November, Abends 8% Uhr, im Restaurant B. Bodenburg, Rommanbantenstr. 10-11, Vorstandssigung. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend 8%-10% Uhr: Südschule: Hagelsbergerfir. 43: Unterricht in Deutsch( mittleres); Südost- Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Deutsch( mittleres): Ost. Schule Marfusstraße 31: Unterricht in Deutsch)( unteres); Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Geschichte( neue). In alle Fächer fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jent im Laufe des Semesters, eintreten. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gefangverein Musikverein Mord 8-11 Uhr, Wriezenerstr. 6, bei Sendte. Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von 8-10% Uhr in der Turnhalle des. Lessing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10. Berliner Turngenossenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenstr. 63 a. Theater- Berein Othello 2 Abends 9 Uhr, bei Tägers, Gartenstr. 13-14. Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, Köpnicker: ftraße 158 bei Buchs. Privattheaterverein rescendo. Abends, bei Nicolay, Elisabethtirchstr. 14. Theaterverein Vultania bei Täger, Gartenstraße 13-14. Theaterverein Vultania 2 Abends 9% Uhr Acerstraße 144 Borstädtisches Kasino. Bergnügungsverein Amicitia, s uhr, bei Schönnagel, Barnimstr. 47. Bergnügungsverein Reichstrone, Abends 9 1hr, in Reichert's Festjälen, Müllerstr. 7. Geselliger Verein Brüderschaft, im Restaurant Deutscher Reichsadler, Beuffelstr. 9. Vergnügungsverein Saturnalia, heute Abend 9 Uhr, Raupachstr. 6. Bergnügungsverein Fidelio. Alle Dienstag Abends 9 Uhr Sigung mit Damen bei Setfert, Oranienstraße 21. Bergnügungsverein Berolina, Abends 9 Uhr, im Restaurant Prog. Annenftraße 9.- Geselliger Berein Mehr Licht" Abends 9 Uhr, Große Frankfurterstr. 183 bet Golds. Touristentlub Wanderlust", Abends 9 Uhr, Franfedinir. und Schönhauser- Allee- Ecke. Geselliger Arbeiterverein hoffnung. Bereinslokal bei Herrn Fr. Fröhlich, Naunynstr. 43. Jeden Dienstag, alle 14 Tage, Abends 8 ühr. Vergnügungsverein Berolina, Sigung Abends 9 1hr im Restaurant Proz, Annenstr. 9. Musit- Dilettantenverein, reziosa", jeben Dienstag, Abends 8 1hr, Uebungsstunde in Scheffler's Restaurant, Reinickendorferstr. 25. Aufnahme. Berliner Bock- Brauerei. 2 grosse Säle und 1 Vereinszimmer für ca. 20 bis 40 Personen zu vergeben. Einige Sonnabende sind noch frei. 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Die Beerdigung des Direktors Dr. Loewenherz findet am Mittwoch, den 2. November, Vormittags 10 Uhr, auf dem jüdischen Kirchhof in Weißensee statt. Erscheint recht zahlreich. Mit kollegialem Gruß Mar Schönemann. Danksagung. = 2864b Achtung! Herren Wäsch offerire als beste reinleinene Qualitäten 4fach. Stehkragen pro Stück 35 Pf. Umlegekragen pro Stück 45 Pf. Stulpen 45, 50, 75 f. Chemisetts pro Stück 50, 65, 75 f. Oberhemden 275, 300, 450 f. Heilbruns Waarenhaus, Königsbergerstraße Nr. 35. 5 31632 Dtd. Marchel's Brot Bäckerei, für 50 Pig Blumenstr. 5ta. liefert Empfehle mein Ecke der Krautstr. 31332 Für die zahlreiche Betheiligung bei der Beerdigung des Arbeiters Wilhelm Tscheuschner sagen hiermit allen, besonders feinen Kollegen von der Vereinigten Berlin Frankfurter Gummiwaaren- Fabrik den herzlichen Dank. Die tranernden Hinterbliebenen. Empfehle mein Geschäft in frisca en Auch werden Strümpfe angestrickt. Blumen und Kränzen. 533 L Strumpf- u. Wollwaaren- Geschäft. N. Wengels, Roppenstr. 41. Robert Meyer, Bekanntmachung. Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. Am Mittwoch, den 2. November cr., NB. Um häufigen Irrthum zu verwird der öffentliche Wochenmarkt meiden, bitte ich meine Freunde und wird der öffentliche Wochenmarkt Genossen, genau auf meine Adresse zu öffnet und sind Meldungen für Stände in Rummelsburg bei Berlin er achten. 1832 L Sophabezüge! Refte in Rips, Damast, Granit, Plüsch u. bunt. Stoff, fpottbillig. Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Proben franko! Schutzmarke. POMADE ADALBERT VOGT& CO BERLIN FRIEDRICHSBER se goldene u.silberne Die in der ganzen Welt rühmlichst bekannte 3085L ,, Helm- Putz- Pomade" ist nur unser Erzeugniss. Dosen mit anderen Helmen und nicht mit unserer Firma, weise man als werthlose Nachahmungen zurück. Werthen Genossen die Mittheilung, daß ich meinen Fleisch- nnd Brotverkauf nach der Markusstr. 30 im Laden verlegt habe, weil der Wirth Langestr. 96 nicht erlaubte, Fleisch- und Brot zu verkaufen. 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Berantwortlicher Redakteur: Angust Enders in Berlin Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 3567 fc Ia 2 31 86 D โ 31. 31 фа 98 in in δι ſe G br fe to QE be al zu 1110 01 גפ. " for let bei Tet eir me ber Die chr der R Un 37 art St 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 256 um so memverden scheint. Dienstag, den 1. November 1892. zu um sie als ihre eigenen an die Kunden zu verkaufen. drei jüdischen Arbeitern mit. Er nannte " 9. Jahrg. warnte er Dor alsperre durdy die Polizei. fähig erhalten, daß sie von anderen Firmen fertige Fäffer kauft, die deutschen Sozialdemokraten streng genommen eines 1. Maiez Wegen gar nicht bedürften. Sie wären genügend vorgeschritten und Die Lokperre, welche die Bolizei in der am Montag ab- überlanger Arbeitszeit und allzu niedrigen Zohns legten die wüßten ohnehin bei jeder Gelegenheit zu demonstriren, ingersammlung für Gründung eines Frauen- Bildungsbei einer Arbeitszeit von 6 Uhr früh bis 8 Uhr Abends nicht er für durchans ausgeschlossen, auch Tischler der Firma Holanet die Arbeit nieder. Sie bekamen befondere durch das Parlament. Eine Arbeitsruhe hielt Die Lonehmen ließ, nachdem das Lokal nach ihrer Meinung mehr als 6-12 fl. wöchentlich.- Der Feilenhauermeister Hain flemlichen Demonstrationen. gehaltenen, bedarf noch nachträglich einer Beleuchtung, und zwar in Brünn hat seinen Feilenhauern mit der Motivirung ge- würde man sich in Deutschland nur lächerlich machen, namentlich, Mit Umzügen und Aehnlichem Vereins or, da diese Praxis auch in andern Versammlungs fündigt, er bekomme genug billigere Arbeitsfräste. Durch Fern wenn nur um der Demonstration willen demonstrirt werden solle. gefüllt wa schon angewandt wurde und allmälig allgemeine haltung des Zuzugs wird ihm hoffentlich klar gemacht, daß er Eine Arbeitsruhe am 1. Mai sei vom Pariser Kongresse überdies Lokalität man nach den Gründen, welche die Polizei ver: mit dieser Meinung auf dem Holzwege ist. Der Rabbi nicht vorgesehen. Der 1. Mai als Feiertag im Sinne der interLokalität man nach den Gründen, welche die Polizei ver: von Bojar, Sohn des Schwindel- Rabbi von Sadagora, nationalen Beschlüsse solle allerdings aufrecht erhalten werden. Praxis, solche Maßregeln zu treffen, so heißt es: es geschehe aus hat dem Weberausbeuter Heller in Kolomea nach dessen An- Da sich die Verhandlung sehr in die Länge zu ziehen drohte, zu achten, daß nicht durch Ueberfüllung eines Lotals ein Unglück gabe erklärt, er möge lieber mit Gojim( Christen) arbeiten, als wurde sie unterbrochen, um die Wahl der Delegirten zum Parteigeschehe und daß im Falle eines ausbrechenden Feuers die verärger als die Antisemiten." Dies theilte der Ausbeuter Heller stimmig Wartmann- Friedrichshagen, Reinhardt- WeißenGewählt wurden zu solchen einsammelten Massen sich rasch entfernen fönnten. Einmal zugegeben, daß die Polizei von diesem Gesichtspunkte jüdischen Arbeiter„ Reschuim"( Sünder), da sie Sozialisten seien. Debatte über die Moifeier wieder aufgenommen. die streikenden see und Krüger Bernau. Nach Vollzug der Wahl wurde die Die in der aus ein Recht hat, gewiffe Vorsichtsmaßregeln zu treffen, fo Den Streifenden geht es überaus traurig;„ die Familien Versammlung anwesenden Unabhängigen" gaben die beſtimmte muß doch andererseits verlangt werden, erstens daß alle Zusammenkünfte von größeren Menschenmassen gleichmäßig wimmern förmlich vor Hunger"," sagt die Arbeiter Erklärung ab, den 1. Mai als Ruhetag betrachten und die daraus behandelt werden, zweitens daß die getroffenen Maßregeln in dem Zeitung". Zwei Ausbeuter, die Fabrikanten Windschauer und entstehenden Ronsequenzen auf sich nehmen zu wollen. Folgender zweckentsprechenden Umfange und nicht darüber hinaus gehand Tannenzapf, haben die versprochene Lohnerhöhung zurückgezogen Antrag gelangte schließlich zur Annahme: Die heutige Versammlung des Nieder- Barnimer Kreises Beides ist gegenwärtig nicht der Fall. hineingestürzt und klagten, die Arbeiter hätten ihnen die Gewebe wolle beschließen betreffend der internationalen Kundgebung, den Die Polizei handelt nicht nach bestimmten Grundsägen, son- ganz zerschnitten und ihnen einen großen Schaden angerichtet. 1. Mai als Tag der Manifestation für den Achtstundentag feftdern nach freiem Befinden und Gutdünken, Bei Schaustellungen Die Arbeiter erklärten, dies sei das eigene Werk dieser Fabri- zusetzen, um den revolutionären Gedanken, den der Parifer und Festlichkeiten mag die Ueberfüllung eine noch so große sein, fanten, um eventuell Konkurs anmelden zu können. Dies kongreß bei Beschluß der darauf bezüglichen Resolution gehabt es ist uns kein Fall bekannt, daß die Polizei einschritte; sie über- hat viel Aufregung verursacht. Befagter Windschauer wurde hat, auch zur That werden zn lassen und den Delegirten aufläßt es den Arrangeuren derselben, zu thun, was ihnen gut dünkt. Tags darauf von der Bezirkshauptmannschaft wegen Unter- zugeben, auf dem Parteitage dahin zu wirken." Wie jeder Besucher von öffentlichen Lokalen Berlins weiß, schlagung von Krankenkassen- Beiträgen seiner Arbeiter zu 50 fl. Da mittlerweile die Räumung des Saales für andere Zwecke sind dieselben namentlich an Sonn- und Festtagen, häufig aber ischlerei Arbeiter in einer Bewegung um Erringung gebrochen und man ging mit einem dreifachen Hoch auf die Strafe verurtheilt. In demselben Kolomea stehen 80 jüdische erforderlich geworden war, so wurden die Verhandlungen abauch bei besonderen Veranlassungen in der Woche, überfüllt, auch bei besonderen Veranlassungen in der Woche, überfüllt, einer vierzehn stündigen Arbeitszeit!! Sie arbeiten Sozialdemokratie auseinander. das forgende" Auge und die„ ordnende" Hand der Polizei machen fich für diese Veranstaltungen nicht bemerflich. Und doch sollten ezt von früh 5 bis 9 Uhr Abends. Wegen des schlimmen alsdann nicht blos für solche Menschenansammlungen alle die ab.- In Aussig stellten sämmtliche Arbeiter der Stück Standes des Weberstreits sahen sie von einer Arbeitseinstellung zur Hand hat, sie sollten für sie noch in höherem Grade gelten, weil färberei und Appretur von J. H. Bornemann wegen unbei benfelben neben zahlreichen Frauen auch viele Kinder die regelmäßiger Arbeitszeit und elendester Löhne die Arbeit ein, Lofalitäten füllen. Des weiteren bilden bei Festlichkeiten und Schaustellungen die zahlreichen Tische ein Hinderniß für die Bewegung der Menge, das in Bolksversammlungen, wo man Tische und Stühle so wenig als möglich, am liebsten gar nicht duldet, nicht vorhanden ist. habt werden. - und um die Arbeiter zu chifaniren, famen sie in die Stadt Versammlungen. " = " Die ParteiStorkow- Charlottenburg hatten sich am Sonntag in Ranum's Die Parteigenossen aus dem Kreise Teltow- Beeskow. Salon, Schöneberg, zahlreich eingefunden, um Stellung zum Parteitag zu nehmen. Genosse Auer erläuterte in eingehender Weise die verschiedenen Punkte der Tagesordnung zum Parteitag An der Diskussion betheiligten sich die Genossen Rose- Adlershof, Silberschmidt- Schöneberg, Staberow, Gallun, Emil Neumann- Rigdorf, Peters- Schmargendorf und Schent Rigdorf, sämmtlich dem Genossenschaftswesen, dem Indem aber die Polizei Vorsichtsmaßregeln wie die gekenn Kontroll- und Schuhmarkensystem gegenüber eine mehr oder Beichneten offenbar nur bei politischen Versammlungen und zwar bei minder ablehnende Haltung einnehmend. Auch hielten es Für den Wahlkreis Nieder Barnim war vom Ver- diese solchen, die von der Sozialdemokratie ausgehen, trifft, bei Vertrauensmann Anton Ropp zwecks Wahl der Parteitags- der Weise zu begehen, wie es ohne wirthschaftliche Schädi Redner für selbstverständlich, die Maifeier nur in fammlungen anderer Parteien aber nicht wenigstens haben wir belegirten zum 30. Oftober nach Friedrichsberg( Spizig's gung der Mehrzahl der arbeitenden Bevölkerung möglich ist. noch nie davon gehört hat sich in den Reihen der Berliner Lokal) eine Boltsversammlung einberufen, die sich eines Dem gegenüber vertraten Bökert- Adlershof und HechtSozialdemokratie die Anschauung verbreitet, daß hinter diesen recht regen Besuches zu erfreuen hatte. Beantragt wurde zunächst, Tempelhof den Standpunkt, den 1. Mai unbedingt als den Tag Maßregeln eine politische Absicht zu suchen sei. Man suche, da man den Vortrag des Reichstags- Abgeordneten des Kreises, Rechts der Feier beizubehalten, dagegen es den Genossen der einzelnen Orte feine Handhabe hat, die Versammlungen zu verbieten, durch die anwalt Stadthagen( Berlin) über Staatssozialismus" in anheimstellend, entweder die Arbeit für diesen Tag einzustellen firenge Handhabung bau- und feuerpolizeilicher Anordnungen den der Reihenfolge der Punkte der Tagesordnung zurückzustellen und oder Abends Protestversammlungen abzuhalten. LabjuhnBesuch der Versammlungen zu beschränken. in erster Linie die Wahl der Delegirten vorzunehmen. Die Ver- Lichterfelde erwartete vom Parteitage ein energisches Vorgehen Eine Bestätigung scheint diese Auffassung in bezug auf die Versammlung behielt indeß die festgesezte Tagesordnung bei. Stadt- gegen Vollmar, als den Vertreter des Staatssozialismus innerfammlung am letzten Montag bei Joël dadurch zu finden, daß sich hag en führte in seinem Referate aus, daß eine Stellungnahme halb unserer Partei. Nachdem Rose- Adlershof das Verdie Polizei nicht begnügte, den Saal vor Ueberfüllung zu bewahren, zum Staatssozialismus unbedingt erforderlich sei. Die Frage des langen Labjuhn's als vorläufig und zwar für so lange sondern das Betreten der Gallerie gänzlich unter Staatssozialismus sei neben der Frage der Maifeier die brennendste, als unberechtigt bezeichnet hatte, bis Volmar nicht endgiltig fagte, obgleich diefe Gallerien bei allen andern Beranlassungen, welche den Parteitag zu beschäftigen haben werde. Die Stellung erklärt habe, er halte den Staatssozialismus für berechtigt, und insbesondere bei Festlichkeiten, dem freien Zutritt des Publikums der Partei zum Staatssozialismus in dem Parteiprogramme zu letzteres habe Boumar bisher nicht gethan, wandte sich Redner geöffnet und, wie uns häufige Besucher des Lokals versicherten, präzisiren, wäre seiner Zeit für überflüffig erachtet worden; gegen einen Antrag, welcher die Streichung des Absatzes 3 fehr oft alsdann überfüllt find, Begründet wird doch feien nachher so absonderliche Anschauungen über den unseres Programms, Religion ist Privatsache", bezweckte, ebenso diese auffallende Maßregel, welche sehr nach zweierlei Maaß aus Staatssozialismus zu Tage getreten, daß es durchaus wünschens- wie gegen Annahme der im zweiten Berliner Wahlkreise durchfieht, damit, daß der überwachende Beamte nicht im Stande sei, werth erscheine, hierüber Klarheit zu schaffen. In scharfen Bügen gedrungenen Resolution, welche sich gegen Vollmar aussprach. die Gallerien zu überschauen und zu kontrolliren, was auf den fennzeichnete dann der Referent den Staatssozialismus, der in Der Antrag wie die Resolution wurden auch abgelehnt, dagegen felben vorgeht. Uns will dieser Grund um so weniger als stich seinen Endzielen doch nur darauf hinauslaufe, die heutige Ge- fand folgender Antrag einstimmige Annahme: haltig erscheinen, als es der überwachende Beamte ja jederzeit in fellschaftsordnung zu befestigen, die jeßigen gesellschaftlichen genossen des Kreises Teltow- Beeskow- Storfow- Charlottenburg der Hand hätte, die Gallerien räumen zu lassen, wenn dort Un- Klaffengegensätze aufrecht zu erhalten, und die Bestrebungen der stellen den Antrag, eine spezialisirte Rechnungslegung über zulässiges fei es in Gestalt von Zwischenrufen oder sonstwie Sozialdemokratie zu vereiteln, welche den Klassenstaat verwirft unser Zentralorgan, den Vorwärts", passiren sollte. den Vorwärts", zu verlangen und und die sogenannten sozialen Reformen nur benutzt, um die Ar- diese dem Parteitag zur Kenntnißnahme zu unterbreiten." beiter fampffähiger zu machen in dem Ringen um die Erreichung Die Wahl der Delegirten zum Parteitage fand durch die der sozialistischen Endziele. Ferner führte der Vortragende die Wahl der Genossen Bökert Adlershof, Labjuhn- Lichterauf gleicher Grundlage beruhenden Unterschiede zwischen der felde und Wernicke- Charlottenburg ihre Erledigung. Zum heutigen Verstaatlichung" und der feitens der Sozialdemokratie Erfahmann wurde Wurbs- Rixdorf bestimmt. Mit einem dreigeforderten„ Vergesellschaftlichung" vor Augen. Redner beantragte fachen Hoch auf die Sozialdemokratie ging man auseinander. bann eine entsprechende Resolution und forderte, daß der Parteitag den Staatssozialismus als 6. Punkt auf seine Tagesordnung setzen und präzise Stellung zum Staatssozialismus nehmen möge.( Beifall.) vereins hatte, wie in der am 11. Oftober abgehaltenen GeneralDie hiesige Filiale des allgemeinen deutschen Tapezirer. Die Versammlung beschloß demgemäß. Die Stadthagen'sche versammlung berichtet wurde, im 3. Quartal eine Gesammt- GinResolution wurde zur Debatte gestellt. Alle folgenden Redner nahme von 94,60 m. und zählte am 1. Oftober 73 Mitglieder; verwarfen unter lebhafter Zustimmung der Versammlung energisch im Laufe der letzten Tage find wieder mehrere Kollegen beiden Staatssozialismus. Nachdem ein Unabhängiger" aus Pankow getreten. Beim Arbeitsnachweis haben sich seit Eröffnung des die Gelegenheit benutzt, die bekannte Abneigung seiner Leute gegen Bureaus 80 Kollegen einschreiben lassen; Stellenangebote waren den Parlamentarismus überhaupt aufs neue an den Tag zu legen, 40 vorhanden. Kollege Uessem motivirte das geringe Stellen und Stadthagen ihm nach Gebühr erwidert hatte, wurde angebot damit, daß beim Wirth, wo das Bureau tagt, eine die von letzterem gestellte Resolution widerspruchslos angenommen. Menge Stellen unter der Hand weggingen, und wünschte hierin Sie lautet: Aenderung. Nachdem sich noch mehrere Kollegen hierüber mißDie sozialdemokratische Partei hat mit dem sog. Staats billigend ausgesprochen hatten, wurde auf Antrag Wa ch sen sozialismus nichts gemein. Der Staatssozialismus tritt für Bei- eine Kommission gewählt, die im Verein mit dem Berkehrswirth behaltung der Klassenherrschaft und der Klassen selbst, für Klassen- dem Uebelstande abhelfen soll. Diese Kommission besteht aus den privilegien und Vorrechte ein. Die sozialdemokratische Partei Kollegen Wachsen, Haube und Messem. Ein Antrag fämpft für Abschaffung der Klaffenherrschaft und der Klassen Krüger, die nächste Vereinsversammlung ausfallen zu lassen In freien Ländern kommt man ohne solche Bevormundung selbst und für gleiche Rechte und Pflichten aller. Der sogenannte und dafür eine öffentliche Zapezirerversammlung einzuberufen, fehr gut aus, die Preußen sind alt genug, um es auch zu Staatssozialismus will Verstaatlichung zu fiskalischen Zwecken, wurde abgelehnt, da kurz hintereinander zwei öffentliche Tapezirertönnen. durch welche die heutige Staatsgewalt an die Stelle des Privat versammlungen stattgefunden haben. Der Einberuferin der Montags Versammlung möchten wir unternehmers gesetzt und damit die Macht der wirthschaftlichen aber empfehlen, den Weg der Beschwerde gegen die Maßnahmen Ausbeutung und der politischen Unterdrückung des Arbeiters in der Polizeibehörde zu betreten, sei das Resultat auch kein anderes, einer Hand vereinigt wird. Die sozialdemokratische Partei hat als daß festgestellt wird, mit welchen Gründen das zweierlei Maß die Aufgabe, den Kampf der Arbeitertlaffe gegen die fapitalistische zu rechtfertigen versucht wird und für wie bevormundungsbedürftig Ausbeutung zu einem bewußten und einheitlichen mit dem Ziele man die Arbeiterklasse hält. Es ist immer gut zu wissen, mit wie zu gestalten, die Verwandlung des kapitalistischen Privateigenoiel Weisheit man regiert wird. thums und der Produktionsmittel in gesellschaftliches Eigen thum und die Umwandlung der Waarenproduktion in sozialistische für und durch die Gesellschaft betrie bene Produktion herbeizuführen. Der sogenannte Staatssozialismus wünscht Beibehaltung der Ursachen des Elends, des Druckes, der Knechtung, der Erniedrigung und der Ausbeutung, die sozialdemokratische Partei strebt die Befreiung aus den Feffeln des Elends, der Knechtung, der Erniedrigung und der Ausbeutung durch Beseitigung ihrer Ursachen an." Ganz unzutreffend erscheinen uns aber die baupolizeilichen Bedenken. Hält die Polizei Vorsichtsmaßregeln für stark besuchte Lokalitäten nothwendig, dann hat sie neben der gleichmäßigen Handhabung derfelben für Alle nachdrücklich dafür einzutreten, daß die Besitzer diejenigen Einrichtungen herstellen, die noth wendig sind, um den Besuchern die Sicherheit ihres Lebens und ihrer gefunden Gliedmaßen zu gewähren. Also daß da, wo z. B. Gallerien find, dieselben so gebaut sein müssen, daß die auf ihnen Platz habenden Besucher mit vollkommener Sicherheit diefelben betreten fönnen; und daß da, wo Nothtreppen oder Rothausgänge fehlen, diefelben angebracht werden. Solche Maß regeln find schon um deswillen zu treffen, weil die Polizei, für so allwiffend sie sich auch halten mag, nie wissen kann, wie rasch bei einem vorkommenden Unglücksfalle die versammelte Menge ein Lokal verlassen muß. Ist für alle Fälle Borforge getroffen und man braucht nicht zu ängstlich zu sein, dann thut die Polizei am besten, sie bleibt vor der Thür und überläßt es den Besuchern, wie sie sich zurecht finden wollen. Das Vorfehungspielen reizt und erbittert und sollte deshalb auch vom Standpunkt einer väterlich wohlwollenden Regierung" aus unterbleiben. M Soziale Lteberlicht. " Eine Versammlung aller in der Lederfabrikation beschäftigten Arbeiter tagte am 25. Ottober bei äußerst zahlreicher Betheiligung. Genoffe Earl Hoffmann hielt einen längeren beifällig aufgenommenen Vortrag über Wirthschaftliche Krisen". Hierauf forderte Kollege Trapp die Anwesenden auf, dem in Altenburg i. S. gefaßten Kongreßbeschluß vom 8. August betreffs Umwandlung der Weißgerber- Organisation in einen Allgemeinen Lederarbeiter- Verband durch allseitigen Beitritt zu legteremGeltung zu verschaffen, gleichzeitig den Anwesenden die Vortheile dieser Organi fations- Umwandlung vor Augen führend. Weiter macht Redner befannt, daß die Gebühr für die Aufnahme in den Allgemeinen Lederarbeiterverband 1 M. und der wöchentliche Beitrag 20 Pfennige beträgt und Anmeldungen bei dem Vorsitzenden Trapp, BiesenDer Wiener Holzdrechslerstreik ist nach der dortigen thalerstr. 6a und dem Kassirer Mielsch, Gerichtsstr. 25, erfolgen Arbeiter- Zeitung" im Abnehmen begriffen. Die Gehilfen- Der Parteitag foll ersucht werden, sich in diesem Sinne tönnen. Dann wurde an Stelle des Kollegen Hermann, welcher forderungen sind in 180 Werkstätten bewilligt. Die Inhaber der auszusprechen. Ferner gelangte folgende, von Eggert bean- auf die Kandidatur zum Gewerbegericht verzichten muß, Kollege letteren verpflichteten sich, innerhalb dreier Monate teinen Ar- tragte Resolution zur einstimmigen Annahme: Pee nominirt und als Ersaykandidat für diesen, Kollege beiter zu entlassen. Im Laufe der nächsten Woche dürfte für die" In Erwägung, daß die Erreichung der wirthschaftlichen Trappe aufgestellt. Hiernach erstattete der Vertrauensmann Belegten im Kampfe stehenden Genossen die entscheidende Wendung Macht und die Befreiung der Arbeiterklasse von der Herrschaft des richt über seine bisherige, fünfmonatli che Thätigkeit. Nach der eintreten. Trotz der Zähigkeit und Opferwilligkeit der Genossen, Kapitalismus ohne die Eroberung der politischen Macht un- Wahl der Kollegen Mielsch, Pee und Boddarm zu welche bei ungemein geringer Unterstützung ausharren, ist doch möglich ist, erklärt die heutige Versammlung, an der bisherigen Revisoren wurden auf Beschluß der Versammlung der sozial bereits eine bedenkliche Noth an Geldmitteln zu konstatiren, weshalb Tattit der sozialdemokratischen Partei festhalten zu wollen. demokratischen Parteitasse 50 mt. überwiesen. Die Arbeit er- Zeitung" alle Arbeiter und Genossen ersucht, schnell Sie erklärt, nach wie vor mit allen Kräften und allen hr Schärflein, und sei es auch die kleinste Gabe, beizutragen, damit zweckmäßig erscheinenden Mitteln für die Erreichung der sozial- Im Fachverein der Tapezirer erstattete am 24. Oktober der Nest der noch Außenstehenden auszuharren vermag. Die demokratischen Ziele au tämpfen. Insbesondere hält die Ver- Kollege Friedmeier den Jahresbericht, danach fanden 21 Ver Rohrbrechsler, deren Forderungen bereits mitgetheilt fammlung die alljährige Betheiligung am Parteitage im fammlungen statt, darunter 4 General- und 5 außerordentliche wurden, streifen seit dem 24. Oftober in Stärte von 160 Mann. Interesse der Agitation für geboten." Generalversammlungen. In 6 Bersammlungen wurden Vorträge Unter ihnen befindet sich auch eine Anzahl Hausarbeiter, was die Nachdem wurden die einzelnen Punkte der Tagesordnung gehalten, in 3 fanden Vorlesungen statt. Eine fiel wegen zu Arbeiter- Zeitung" als besonders erfreulich begrüßt, weil die Haus- des Parteitages zur Debatte gestellt. Die Frage der Maifeier schwachen Besuchs aus. Bei der Uebernahme waren 300 Mitarbeiter früher ftets ein Hinderniß jeder Bewegung waren. Der veranlaßte eine längere Auseinandersetzung; die Ansichten gingen glieder, aufnehmen ließen sich 64, davon mußten jedoch bald 34 Streit der Faß binder der Hofbindermeister Striegl bezüglich der Feier bezw. der Arbeitsruhe und Demonstration gestrichen werden. Im vorletzten Quartal waren nur noch u. Sohn dauert fort. Die Firma sucht sich dadurch„ leistungs- auseinander. Stadthagen stand auf dem Standpunkte, daß 81 zahlende Mitglieder und in diesem Quartal 88, die übrigen mußten wegen allgulangen Restivens ihrer Beiträge gestrichen werden. Alsdann verliest Kollege Faber den Kassenbericht. Demnach war im November 1891 ein Raffenbestand von Einnahme Ausgabe M. M. 281,40 November 62,30 192,25 Dezember. 45,60 109,60 Januar. 29,40 56,25 Februar 49,20 68,30 März 73,50 64,80 April 40,50 21,90 Mai 65,18 43,15 25,10 93,40 67,00 47,45 39,50 28,65 30,80 51,60 Juni. Juli August September " " Gef.- Einnahme 826,13 Ges.- Ausgabe 760,70 bleibt Bestand 65,43 M., darunter ein Schuldschein über 17,90 M. von einem Kollegen, welcher noch immer nicht über feine Billets vom Stiftungsfest 1891 abgerechnet hat. Der Kassirer ivurde entlastet. Der Bibliothekar Kollege Mostopf theilte oann mit, daß in diesem Vereinsjahr 48 Kollegen 58 Bücher Tafen und daß die vom Verein gehaltenen Zeitschriften und Broschüren, z. B. Neue Zeit" 90-91, Berliner Arbeiterbibliothet", Berliner Boltstribüne", nunmehr eingebunden seien, sowie daß Bebels Buch„ Die Frau" angeschafft worden, so daß die Bibliothek jezt aus 96 Werken besteht. Nach dem Bericht des Kollegen Colbrunn wurden beim Arbeitsnachweis in der Zeit vom 1. Juli bis 1. Oftober 220 Stellen angemeldet, davon 8 nach außerhalb; 50 wurden nicht besetzt, davon 2 im Juli, 2 im Auguft und 46 im September. Eingeschrieben waren während dieser Zeit 415 Kollegen. Den Bericht über die Lohntommission verlas Kollege Tho ß. Danach war am 30. Juli 1892 ein Bestand von 1177,35 Mt. vorhanden, die Einnahme betrug bis 22. Oftober 12,90 Mt., macht in Summa 1190,25 Mt. Davon find angelegt 910 Mt. in Darlehen, ausgezahlt 140 Mt., sonstige Außenstände 2,50 Mk., in Baar 137,75 Mf. Die drei Vereinsjahre hinsichtlich ihrer Einnahmen mit einander verglichen, ergiebt, daß gesammelt wurden im 577,30 Jahre 1889-90 Mt., 1890-91 496,75 Mr., 1891-92 116,20 M. In der Diskussion tadelte Rollege Martiel, daß der Vorstand in diesem Jahre so schlecht gearbeitet habe, es feien nur sechs Vorträge gehalten worden, während im vorigen Jahre deren Zahl ungefähr 18 betrug. Die Versammlung lehnte es ab, dem Vorstand ein Mißtrauensvotum auszustellen. Es kam sodann, nach vorausgegangener Debatte, der Antrag Daßler zur Abstimmung und Annahme, wonach der Unterstüßungsfonds bei eventueller Auflösung des Fachvereins einer in öffentlicher Verfammlung gewählten Kommission zu übergeben ist. Hierauf wurde abermals ein Antrag auf Vuflösung des Vereins, diesmal von Kollege Wachsen gestellt, abgelehnt. Kollege Wachsen erklärt hierauf, es sei wohl das Beste, wenn nunmehr die Anhänger der Zentralisation dem Fachverein den Rücken kehrten. Rollege Friedmeier hingegen gab die Parole aus, daß fein neuer Vorstand mehr zu Stande kommen dürfe. Es tam aber trotzdem ein solcher zu stande und zwar wurden gewählt die Kollegen Hartig und Dahlstein als 1. und 2. Vorsitzender, Arlt und Lahrsen als 1. und 2. Kassirer, Martiel und Schneider als 1. und 2. Schriftführer, Hopfmüller als Bibliothekar, Daßler und Feder als Revisoren. Als Arbeitsvermittler erklärten die Kollegen Staudinger und Retzlaff ihr Amt weiter verwalten zu wollen, während Kollege Kolbrunn das seinige niederlegte. Es wurden sodann noch in die Kommission gewählt die Kollegen Ezielinski, Jacob, Holz, Schneider, Feder, Daßler, Strauß, Dahlstein, Thoß, Hartig und Arit; ferner zu Mitgliedern der Werkstätten- Kontrollkommission die Kollegen Daßler, Dahlstein, Jacob, Ezielinsti, Pänide und Grimpe. Ju einer gut besuchten Monatsversammlung der hier in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands, Filiale II, erstattete am 25. Oktober der Kassirer Eggert die Abrechnung vom 3. Quartal Er erhielt Decharge. Der Revisor Rob. Pohl verlas dann den Spezialbericht und betonte, Bücher und Kasse wie gewöhnlich in Ordnung befunden zu haben. Kollege Reinhold Pohl berichtete über die Thätigkeit der Arbeitsnachweis- Kommission; der Nachweis würde jetzt gut in Anspruch genommen, fönne aber immerhin noch besser ausgenutzt werden. Den Bericht über die Thätigkeit der Rechtsschutz- Kommission beider Filialen erstattete Rollege W. Wendt; die in den Klagesachen erzielten Resultate spornten die indifferenten Kollegen zum Beitritt zum Verband an. Aus der Vorstandswahl gingen als einstimmig gewählt hervor: Liebs erster, Wegner zweiter Vorsitzender; Alb. Schulz erster, Gerlach zweiter Kassirer; Knauer erster, Reinh. Poh I zweiter Schriftführer; Puble, Grothe und Pumy Revisoren. In die ArbeitsnachweisKommission wurde Fröse, Bierwagen, Rohde, Fetscher, Ramps, Raschubowsky und Stephan einstimmig gewählt. Im weiteren entspann sich eine furze Debatte über die Rechtsschutz Kommission; da sich diese bisher auf beide Filialen erstreckte, beschloß man für Filiale 2 eine eigene Rechtsschuh- Kommission zu wählen; diese besteht nun aus den Kollegen Pumy, Fröse und Franz. Kollege Wegner verlas dann ein Flugblatt der hiesigen Gastwirthsgehilfen, welches besagt, es solle jeder Genosse nur den jenigen Relinern Trinkgelder verabreichen, welche jetzt im Besitze einer grünen, mit zwei rothen Streifen versehenen Kontrollmarke find; ferner empfahl derselbe Redner den Beitritt zum Distutirklub der Holzarbeiter. Dieser Klub tagt jeden Freitag Abend von 9 Uhr an bei Petersen, Veteranenstr. 22. Kollege Warmuth gedachte noch der aufopfernden Thätigkeit des alten Vorstandes, worauf die Kollegen dem letzteren durch Erheben von den Plätzen ihre Anerkennung ausdrückten. Der Vorsitzende Alb. Fischer sprach hierbei den Wunsch aus, daß die Filiale stetig wachsen und gedeihen möge und die Kollegen dem neugewählten Vorstand auch ferner treu und opferwillig zur Seite stehen möchten. Hierauf ging die Versammlung mit einem Hoch auf den Verband auseinander. Die nächste findet am 15. November statt. # Im allgemeinen Arbeiterinnenverein Berlins und Umgegend sprach am 18. Oktober Fräulein Ba a der über: Die Hausindustrie und ihre Wirkung." Die Rednerin erntete reichen Beifall. In der Diskussion ergänzte Frau Fahren wald das Referat durch Mittheilungen aus ihrer eigenen Erfahrung. Die nächste Versammlung findet am 12. November statt. Es wird um recht regen Besuch derselben gebeten. In einer Bezirksversammlung des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend, die am 20. Oktober im Often tagte, sprach Dr. Zütgenau über die Freiheit und deren Rolle in der sozialen und geistigen Entwickelung der Menschheit. Eine hierauf vom Kollegen Koch vorgebrachte Beschwerde wurde vom Vorsitzenden an die Beschwerdekommission verwiesen. Kollege Schnabel beantragte noch, daß in der nächsten Generalversammlung über das Lehrlingswesen diskutirt werde. In der Quartalsversammlung der hiesigen Mitglieder oer Bentral Rranten und Begräbnißkasse der Sattler und Berufsgenossen Deutschlands wurde am 24. Oktober der Kaffenbericht erstattet, wonach sich eine vierteljährliche Einnahme von 8880,30 M. ergab, welcher eine Ausgabe von 3233,12 M. entgegenstand, und dann nahm man den Bericht über die in Leipzig abgehaltene Generalversammlung entgegen. Spredtlaal. Die Redaktion flellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Aufruf an die Mitglieder der Zentrals Rrantentasse der Maurer, Steinhauer, Gipser und Stuckateure, Filiale Berlin. In den lehten Versammlungen unserer Kasse haben sich Vorgänge abgespielt, welche wohl verdienen an die Deffentlichkeit gezogen zu werden. Der größte Theil der Versammlungsbesucher kann sich mit dem Verhalten des jeßigen Bevollmächtigten nicht einverstanden erklären, weil dessen Leitung der Versammlungen eine parteiische, den Mitgliedern gegenüber rigorose ist, indem er, jedes parlamentarischen Taktes bar, über eingelaufene Anträge nicht abstinumen ließ, deren Annahme jedenfalls nicht nach seinem Geschmack gewesen wäre. So schloß er, ohne eine Abtimmung auf Schluß der Versammlung abzuwarten, eigenmächtig die am 23. Oktober bei Brochnow, Sebastianstraße, stattgehabte Versammlung. Mitglieder! Wir sind empört über solche Vergewaltigung 12. Ziehung der 4. Klasse 187. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 31. Oftober 1892, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 3 126 311 77 810 1141 230 475 706 800[ 800] 2087 91 114 99 200 99 329 63 492 524 40 630 73 93 738( 1500] 802 13 22 50 3015 233 325 451 545 618 4014 13001 179 270 341 60[ 30001 85 548 54[ 3000) 76 712 31 937 83 5028 56 148 404 520 48 642 866 689 116 294 655 95 818 58 992( 300) 7072 91 130 249 94 555 647 96 767 813 57 76 98 8035 38 116 284 459 555 615[ 1500] 25 65 756 846 50 75 934 42 9016 277 79 507 621 71 715 65 885[ 500] 901 10248 455 91 653 763 66 87 938 11066[ 300] 205 361 565 602 706 55 79 819 953 83[ 1500] 12017 79 218 332 420 59 503( 5000) 51 624 35 67 75 77 759( 300] 936 13036 105 43 232 1300) 377 424 80 534 675 87 839 14013 40 259 396 406 503 81 613 99 782 825 70 15189 267 349 582 726 871 16073 195 305[ 3000) 441 568 605 760 800 919 17040 41 258 82 342 45 515 636 60 755 817[ 1500] 60 921 52 61[ 300] 69[ 300] 86 18010 41 249 437 502 621 767 817 26 19022 53 60 616 62 718 849 70 981 98 20563 730 876[ 1500] 907 21058 134 259 72[ 1500] 93 579 747 827 927 77 85[ 1500] 22107 33 274 13001 302 37 49 71 424 555 85 702 831 76 23243 86 442( 300) 43 702 48 74 897 98 24043 197 220 471 85 624 53( 1500) 777 823 51 25006 120 22 206 82 792 921 26287 302 710 37 40 892 27276 445 658 88 943 93 28078 206 9 63[ 300] 527 [ 5001 636 833 80[ 300] 29068 136 242 53 412 636[ 300] 93 709 15 19 70 886 920 13000] 30005 146 342 415 551 635 77 774 910 57 31065 155 211 70 329 65 420 29 32 582 628 836 56 956 32094 96 189 300 98 481 503 30 51 63 662 33285 338 433 70 559 781 34125 58 60 266 358 449 70 522 52 602 54 70 35018 231 373[ 1500] 402 510 86[ 300] 654 701 46 76 824 87 932 99 36034 267[ 300] 413 655 759 69 911 36 54 86 1300) 37012 359 85 406 34 79 542[ 1500] 45 708 38058 244 535 689 97 767 821 82 39038 162 94 294 374 406 73 683 701 851 unferes Selbstbestimmungsrechts, noch daz. Kollegen, welcher vergessen zu haben sch und allein die Mitglieder sind, die ihn feitens eines früheren Interessen aller Mitglieder ohne Ausnahmeint, daß es einzig gemäß unparteiisch handle. Úm nun Vorkowlten, damit er die die sich ja in jeder Versammlung wiederholen verträte und demzu machen, fordern wir jedes Mitglied, das nissen jener Art, Bevormundung nicht gefallen lassen will, auf, senten, ein Ende Angabe der Buchnummer, des Standes und der eine derartige der unten bezeichneten Stellen sobald wie mögie Adresse nebst lassen, damit Abhilfe geschaffen werden kann. hnung an eine Heinrich Schigolsti, N., Schwedtersh gelangen zu Emil Gröppler, O., Krautstr. 42. Außerdem werden noch Adressen entgegengenom: 27, Osten bei Insinger, Krautstr. 36. Südosten bei Hoffmann, Waldemarsir. 61, n im Wienerstr. 1-6. Süden bei Klingenberg, Mittenwalderfind Bo II, Grube, Mariendorferstr. 10. Westen bei Werner, Bülowstr. 59. Schöneberg bei Silberschmidt, Hauptstr. 15. Moabit bei Holzbecher, Dreyfestr. 3. und 290 514 57 605 92[ 5000] 791 831 37 45 942 46 05006 185 223 31 39 72 410 17 526 654 804 918 29 92 98067[ 300] 157 393 533 742 891 97094[ 3000] 110 35 56 319 29 75 560 67 606 26 8-3 1300] 918 66 98018 108 276 551 82 620[ 500] 708 66 923 74 89 99236 81 339 63 521 24 33 78 661 89[ 300] 769 976 92 67 420 28[ 1500] 83 643 767 808 90 917 102076 146 83 86 469 509 55 100050[ 500 209 42 457 537 799 823 35 67 904 101001 221 327 713 62 807 969 83 103099 264 301 62 66 70 89[ 300] 421 67 66 508 617 63 730 90 895 905 101006 7( 3000) 335 45 701 933 72 105079 164 88 490( 1500) 514 676[ 3000] 791 822 989 106089 96 104 233 318 31 426 518 28 35 39 68 696 815 63 954 107041 68 128 96 320 39 61 514 47 65 86 786 812 18 75 905 17 33 108061[ 3000] 139 257 370 488 507 629 44 710 816 915 57 109015 752 900 7 9 61 77 111091 132 342 57 404[ 3000] 581 99 689 733 42[ 300] 44[ 300] 110165 207 25 331 416 51 67 96 649 51 88 704 810 82 94 901 47 92 833 953 112036 76 330 433 606[ 300] 782 853 113027 159 91 242 510 96 24[ 300] 760 856 63 988 114177 226 326( 500) 448 596 860 971 115015 50 221[ 3001 79 308 401 532 65 778 79 116027 64 176 78 280 729 54 58 901 117055 85 135 40( 500) 204 337 661 750 91 802 36 118010 129 274 337 38[ 600] 79 426 777 823 95 984 119112 353 424 27 739 77 86 844 120068 136 57 277 425 642 69 795 991 96 121021 82 180 382 666 76 794 849 122000 167 394 417 692 711 52 815 16 40 123089 91 131 61 89[ 1500] 288 130001 408 614 745 875 13001 991 124065 191 228 398 467 93 507 8 610 52 74 795 814 92 984 125032 159 82 276 36+ 78 507 714 54 841 990 126021 82 203 67 476 708 30 832 97 924 52 12710.59 312 454 72[ 1500] 530 36 50 72 639 80 803 37 128043 97 209 17 396 448 507 62 63 66 765 67 129074 89 91 256 60 507 29 871 923 130043 333 68 557 63 75 97 940 131051 55 78[ 1500] 317 406 559 602 500) 727 28 8 802 67 18:22 24 321 406 8 28 99 850 947 87 133019 341 466 93 134167 247 13000) 448 507 817 85 135100 26 234 55 64 346 94 523[ 300] 772 946 136101 81 240 365 559 720[ 500] 882 97 979 81 137018 97 253 85 369 497 550 675 706 28 29 51 89 946 68 70 138056 141 214 37 1500] 329 627 871 96 915 79 139015 48 89 158 71 262 80 333[ 1500] 830 84 966 161 242 56 385 505 44 55 941 142124 78 205 401 16 592 657[ 600] 62 140003[ 5000) 129 405 13 20 29 514 40 76 668 77 971 141033 62 148014 141 215 53 78 363 405 550[ 300] 621 800 2 913 41 98 144004 20 87 102 78 84 91 237 340 43 416 68 75 548 85 875 145138 50 91 213 74 95 453 59 606 7 785 842 926 44 146001 56 181 357 411 23 43 531 53[ 1500] 603 726 58 59 920 28 97[ 1500] 147023 77[ 300] 80 668 784 918 34 40 148151 58 216[ 500] 305 53 573 95 704 149039 100 21 286 583 676 874 951[ 300] 40033 316 520 601 727 801 973 91[ 300] 41012 74 210 332[ 300] 545 741 968 42023[ 500] 37 40 91 152 276 82 911 44 43008 208 316 1500] 89 421 568 622 34 92 722 940 43 99 44127 415 609 42 792 800 75( 300) 87 45056 197 221 534 98 710 1500] 46021 93 113 233 30980 419 38 73 626 61 620 726 924 31 47086 183 354 90 775 807[ 5000] 96 948 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135[ 300] 457 58 65 558 97[ 300] 636 45 9 756 80 976 83 87 172055 62 73 135 222 28 93[ 3000] 471 500 3 30[ 1500] 639[ 1500 853 921 26 178058 62 69 123 518[ 3000] 629 798 832 1300] 46 951 174027 40 83 108 28 238 52 378( 300) 88 449 95 541 87 91 740 851 945 175120 8 207 13 343 55 435 58 62 686 737 836 929 40 170021 188 273 323 426 35 517 73 647 52 709 177088 90 283 316 482 560 622 66 740 845[ 1500] 48 71 178096 125 317 473 92 641 53 179050 108 593[ 3000] 972 180009 16 248 337 670 96( 30001 774 876 181083 92 292 390 6 767 87 182139 534 722 818 19 64 186235 39 71 301 11 14 477[ 30 507[ 500) 68 625 789 892 942 181031 260 84 499 570 612[ 1500] 88 1500) 185090 128 216 301 17 563 971 180047 77 18 330 86 429 55 502 10 61 621 39 61 709 98 819 71 96[ 5001 933 71[ 500] 187081 136 73 213 82 309 63 481 75 608 644 49 78 821 74 977 185101 11 92 355 474 81 717 61 159031 310 484 686 813 27 43 12. Ziehung der 4. Klasse 187. Königl. Preuß. Lotterie. 1943 61 92130 35 203 28 33 91 300 609 13( 300) 751 848 93062 75 Ziehung vom 31. Oftober 1892, Nachmittags. Nur die Gewinute über 210 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 18 172 225 930 1011 30 90 491 526 59 748[ 300] 936 92 2030 59 130 13000] 57 203 80 429 558 86 92 638 50 828 33 944 81 1500] 91 3060 223 56 308 46 458 509 681[ 500] 99 773[ 500) 832 919 41[ 300] 4081 89 98 316 21 67 6 405 61 533 675 86 995 5102 436 48 507 635 761 912 30 64 81 6005 18 171[ 300] 216 331 39 415 563 618 65 88 857 7039 66 94 124 272 374 86 423[ 3000] 88 510 20 870 940 8018 208 49 90 365 507 41 72 716 39 944 52 9416 601 3 997 10128 98 383 541 919 77 11024 206 418 49 512 003 12 80 87 88 89 702 805[ 3000] 53 937 58 93 15001 12089 133 74 3 8 465 86 513 701 20[ 300] 36 41 865 94 943 13095 119 75 203 370 426 60 550 97 609 23 805 31 40 94 938 1300] 95 14094 1500] 103 11 442 640 88 707 130001 41 973 79 92 15009( 300) 25 57 82 162 203 519 663 764[ 150] 69 806 933 1500] 77 81 16296 563 710( 5000) 76 836 41[ 300] 17076 135 541 92 659 73 723 77 802 24 59 993 15035 134 97 382[ 500] 666 1500] 79[ 1500] 780 976 19129 98 480 641 54[ 300] 787 803 23 933 65 20200 40 54 315[ 300] 21 546 662 67 710 21142 234 95 420 670 [ 500] 888 926 22009 24 324 431 526 39 95 661 807 922 23 46[ 1500] 91 23104 310 405 538 50 626 115001 850 99 931 24032 295 387 465 67 75 93 613 34 674 747 879 25032 236 72 99 505 65 619 881 26063 66 190 366 422 56 88 588 96 680 726 960 64[ 500] 27023 92 156 89 335 440 71 536 639[ 1500] 74 725 31 805 36 922 24 28 28.94 136 48 227 439 518 65 866 72 966 29000 58 66 187 209 309 47 72 404[ 300] 539 625 58 73 76 90 783 928[ 500] 63 30172 216 28 55 86[ 300] 93 321 43 86 418 19 66 708 47 818 31124 352 93 404 79 500 39 73 606 51 893 130001 964 32031 49 201 67 504 655 89 33035 82 100 303 67 448 78 679 732 831 928 78 34091 98 202 922 72( 3000) 35003 141( 500) 74 98 241 338 1300) 76 456 543 55 61 82 36015 79 201[ 5001 12 508 868 989 37006 234 412 80 598 642 700 24 38110 282 92 487 509 77 726 56 85 812 39142 58 435 506 51 828 40100 30 231 340 63 69 416 50 555( 1500) 656 94 724 48 967 41034 147 343 91 547 631 847 42015 141 67 1500] 68 204 85 428 39 934 61 43241 318 435 87 705 802 995 44110 51 95( 1500) 331 54) 649( 6001 763 69 915 45097 222 57 370 72 74 557 645 989 46016 79 238 53 406 514 15001 720[ 1500] 839 939 47076 129 251 312 419 570 S 657 77 768 94 818 95 905 90 48167 331 35 405 619 36[ 5000] 83 87 713 35 839 67 911 87 49141 356 404 92 683 50122 39 1500] 61 256 510 35 744 86 908[ 300] 27 87 51009 59 160 76 247 365 577[ 1500] 616 718 23 49 889 926 52010 66 107 330 674 95 665 67 782 53076 300 6 52 532 638[ 300] 716 919 57 54001 [ 300] 34 73 541 58 59 675 782 828 82 55035 134 38 72 436 61 534 89 740 937 56211 65[ 300] 528 8-743 53[ 1500] 943 57031 169 264 442 66 712 83 87 844 45 997 58011 35 129 91 218 24 40( 300) 412 625 93 878[ 300] 972 59130[ 300] 354[ 500] 505 690 828( 500] 60002 1300] 14 63 135 65 84 454 552 90 688 719 52 817 01031 84 96 145 83 414 73 559 652 1500) 755 801 70 923 43 86 62023 74 120 68 305 494 97 582 643 68 765 98 852 931 53 72 74 63093 103 209[ 300] 497 606 13000] 25 977 64951 113 50[ 300] 268[ 3000 95 356 470 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P 21 n a n 11 21 ic 61 449