Mr. 192. Abonnements- Bedingungen: # Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 9, wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus, Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Big. Boit. Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. für Vorwärts Berliner Volksblatt. 23. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Geträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder beren Raum 50 ẞfg., für bolitische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ,, Kleine Anzeigen", bas erfte( fett. gebrudte) Bort 20 Bfg., jedes weitere Wort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlaf. stellen Anzeigen das erste Wort 10 Big.. jedes weitere Bort 5 Bfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm. Abreffe: Sozialdemokrat Berlin" Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutfchlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernivrecher: Amt IV. Nr. 1983. Zum Protokoll der Gewerkschaftskonferenz. ( Schluß.) Sonntag, den 19. August 1906. " als " es uns nie in Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernfbrecher: Amt IV. Nr. 1984. der Nach Sibirien! Zwei Tapfere sind auf dem Wege nach der sibirischen Eistriste. Leipziger Volkszeitung" meldet in ihrer Freitag- Nummer: Soeben erhalten wir die Nachricht, daß vorgestern die Ges nossen Barvus und Leo Deutsch nunmehr tatsächlich verschickt worden sind. Und zwar ist ihnen das fleine, wenig mehr als 200 Einwohner zählende sibirische Dorf Turuschanst am Fluffe Jenisfei als Aufenthaltsort angewiesen worden. Dieses Turuschanst gilt unter den russischen Revolutionären als ein Plaz ganz besonderer Qualen die an uns gelangte Nach richt aus Rußland bezeichnet den im nördlichsten Sibirien, dicht am Polartreise liegenden Verbannungsort ausdrücklich als furchtbar". Je drei Jahre sollen unsere waderen Mittämpfer dort zubringen! Parvus und Deutsch der Barismus führt alle Beute die Verbannung! Zwei der Besten find in seine Hand gefallen! Der Name Deutsch ist den deutschen Genossen nicht minder Sun, weder Kautsky, noch Mehring, noch Rosa Luxemburg, beheben sein. Aber Partei und Gewerkschaften sollten die noch der Vorwärts"-Redaktion ist es jemals eingefallen, die Ursachen der Reibungen ehrlich da suchen, wo sie wirklich Abneigung mancher Gewerkschaftsführer gegen die sozialistische vorliegen, und diese Ursachen dann ernstlich zu beseitigen Theorie, die sozialistischen Prinzipien auf die gehobene bemüht sein. Auf die Ursachen haben wir ja hinEristenz" oder gar die ,, Vollgefressenheit" der Gewerkschaftsführer gewiesen. Mittel der Heilung aber find: Unausgesetzte zurückzuführen. Ein Mensch, der einmal mit tieferem Verständnis Vertiefung der theoretischen Erkenntnis, möglichste Ent und seelischer Leidenschaft die sozialistische Ideenwelt in sich lastung der Beamten, um ihnen dadurch Gelegenheit zu Wir haben bisher vor allem das Einigende aus den aufgenommen hat, bleibt glühender Sozialist auch in noch so geben, sich auch auf anderen Gebieten zu betätigen, Reden der Gewerkschaftsvertreter hervorgehoben. Aber es gehobener Lebenslage. Wenn Literaten, die aus Eitelkeit die Pflege sozialistischen Geistes auch im Rahmen der Gewerkhieße in der Tat, sich und der Partei Scheuflappen anlegen, oder aus einem unklaren ethischen oder ästhetischen Gefühls- schaften, und schließlich vor allem engste Fühlung wollte man sich verhehlen, daß auf der Konferenz auch manche ſozialismus zur Sozialdemokratie gekommen sind, derselben zwischen Partei und Gewertschaften, um das Aeußerung gefallen ist, die auf recht bedenkliche Auffassungen später, wenn sich ihnen innerhalb der Bourgeoisie beffere Gefühl der 3 usammengehörigkeit und der prinAuffassung immer schließen läßt und beweist, wie dringend nötig es wäre, daß Chancen des Fortkommens öffnen, wieder den Rücken tehren, zipiellen Einheit man sich in den Streifen der Gewerkschaftsführer etwas mehr so beweist das ebensowenig dagegen, wie das ja nicht seltene fräftiger erstarten zu lassen! mit der sozialistischen Theorie vertraut machte. Renegatentum von Proletariern, die entweder selbständig geDie seltsamsten Aeußerungen stammen vom Genoffen find. Diese Leute waren eben niemals wahre Sozialdemo worden oder in einen industriellen Beamtenposten aufgerückt Bringmann, dem Redakteur des Zimmerer". Dieser liefen nur mit aus Herdeninstinkt und Genosse forderte ganz offen die Schaffung einer gewerk- traten, fie schaftlichen Theorie". Er meinte damit offenbar nicht nacktem materiellen Interesse. Da wir nun vom Charakter Die eine aus den bisherigen internationalen gewerkschaftlichen und der Intelligenz unserer Gewerkschaftsbeamten nichts fonnte gering denten, Erfahrungen abgeleitete Theorie des gewerkschaftlichen weniger Kampfes und feiner besten Methoden, sondern ihm schwebte in den Sinn kommen, ihnen zuzutrauen, daß fie infolge einer vermutlich die Idee vor, daß die marristische, sozialistische gehobenen Lebenslage" gleich dem erstbesten Streber oder Klaffenkampftheorie veraltet und überwunden sei und durch Philister ihre Ueberzeugung wechselten. Nein, was die geeine neue Theorie ersezt werden müsse, die den Gewert- nannten Radikalen an manchen Gewerkschaftsführern beklagten, schaften die Rolle des ersten und vielleicht war, daß sie infolge ihrer langjährigen einseitigen Betätigung einzigen Trägers des Klassentampfes zuweise. auf dem Gebiete gewerkschaftlicher Kleinarbeit allmählich, und Aehnliche Ansichten sind ja auch schon von anderer Seite ge- ihnen selbst ganz unmerklich, den Blick für das Große und äußert worden. Rerhäuser hat ja seinerzeit den Vor- Allgemeine berlören. Nicht, weil für sie selbst die soziale schlag gemacht, die sozialdemokratische Reichstagsfraktion Frage gelöst war, machte sich bei ihnen ein gewisser Zug durch eine Gruppe parlamentarischer Gewerkschaftsvertreter geistiger Enge und Verknöcherung bemerkbar, sondern weil au ersehen. Und auch Genosse v. Elm hat einmal die in der die sie völlig absorbierende, oft bureaukratische fozialdemokratischen Partei verkörperte politische Orga- oder rein geschäftsmäßige Tätigkeit ihrem der Beschäftigung vertraut wie der Name Parvus. Ein schwarzes Blatt der nisation des Proletariats als einen den Gewerkschaften und mit größeren Problemen entwöhnten Intellekte in ganz deutschen Geschichte verzeichnet ihn. Deutsch war im Jahre 1884 ihren Stempel Genossenschaften gegenüber sekundären Faktor bezeichnet. natürlicher Weife aufgedrückt hatte. das Opfer Bismardschen Liebesdienstes für den russischen Nachbar. Wir haben in unserem gestrigen Artikel auseinander- Schon die Webbs weisen auf diesen geistigen Typus als Der Flüchtling, der aus dem Gefängnis des Zaren entflohen war, gefeht, welche Betätigungsgebiete der sozialdemokratischen das Ergebnis einseitiger Gewerkschaftstätigkeit hin: den Typus der in der Schweiz ein Asyl gefunden hatte, wurde, als er in jenem Auffassung nach der politischen und der gewerkschaftlichen des gewissenhaften, umsichtigen Verwaltungsbeamten und des Jahre deutschen Boden betrat, in Freiburg im Breisgau verhaftet Organisation zufallen. So wenig natürlich infolge des lugen, gewiegten Kalkulators. Politischer Weitblick und Sinn und an Rußland ausgeliefert. So verknüpft sich mit dem Namen sozialistischen Geistes, der beide Organisationen erfüllen muß, für theoretische Probleme gingen diesem Typus freilich voll Deutsch eine jener Unmenschlichkeiten, die jedem ehrliebenden und der in der gemeinsamen Führerschaft sich verkörpernden ständig ab. Deutschen die Schamröte ins Gesicht treiben. Sechszehn Jahre Personalunion eine scharfe Scheidung beider Teile der Daß auch in Deutschland die Tätigkeit zahlreicher Ge- er hat sie in seinem Buche:" Sechzehn Jahre in Sibirien" geArbeiterbewegung vorgenommen werden kann, so un- werkschaftsbeamten eine derart anspruchsvolle ist, daß ihnen schildert werkschaftsbeamten eine derart anspruchsvolle ist, daß ihnen schildert hat Deutsch die Qualen Sibiriens getragen. Sie haben möglich ist es andererseits, daß jemals der eine Teil den gar teine Zeit mehr bleibt, sich auch noch mit politischen den Mann, der als Jüngling Revolutionär wurde, nicht gebrochen. anderen Teil aufsaugen und überflüssig machen Dingen zu beschäftigen, hat unlängst ein Gewerkschafts- Im Jahre 1901 flieht Deutsch aus Sibirien und erreicht das fönnte. Der Gedante, die Gewerkschaften auch zum Träger angestellter, Genosse Quist, Redakteur an der Metallarbeiter schüßende Asyl in Europa. Aber als die Stunde von der russischen des politischen Klaffenkampfes au machen, ist entweder Beitung", selbst in einem Artikel nachgewiesen. Unter Revolution ihn erreicht, da verläßt er das Asyl. Furchtlos, nur anarchistisch oder- ultrarebisionistisch. Er solchen Umständen ist es kein Wunder, daß es Gewerk- seiner Pflicht gehorchend, eilt er über die Grenze, hinter welcher bedeutet im ersteren Falle Preisgabe der organischen Gewerkschaftsbeamte gibt, auf die die Charakteristik der Historiker abermals der Sterker drohte, und trat in die Reihen der Kämpfenden. schaftsarbeit zugunsten einer putschistischen Generalstreif- der englischen Gewerkschaftsbewegung vollständig zutrifft. Aus Und jetzt geht er, der 51jährige, nochmals denselben Tränenweg. taftit; im zweiten Falle Preisgabe des entschiedenen, soziali- mangelndem Verständnis für die Theorie macht man aus der den der 39jährige einft gewandert ist. stischen Klassenkampfcharakters zugunsten einer prinzipien- Not eine Tugend und erklärt die Theorie für etwas Ueber- An Deutsch knüpft uns deutsche Sozialdemokraten die Gr Losen, verbürgerlichten Trades Unionspolitik. Diese bürger- flüssiges. Ein Lot Praris sei besser als ein Scheffel Theorie innerung an sechzehn furchtbare Jahre, die die Regierung des liche Bersimpelung der reinen Gewerkschaftspolitik würde eine Plattheit der Auffassung, die für den proletarischen Deutschen Reiches als geborener Büttel des russischen Absolutismus eintreten, auch wenn ihre Anhänger sie zunächst gar nicht Klassenkampf geradezu verhängnisvoll werden könnte, wenn über ihn gebracht hat. An Barvus tnüpfen uns Jahre gemeinsamer wollten. Wir glauben gern, daß Bringmann ehrlich davon sie auch nur im Gewerkschaftsleben die Oberhand gewänne. Arbeit. Denn er war unser. Stolz dürfen wir's sagen, daß die überzeugt ist, bermittels der Gewerkschaften und eines von Es ist also nicht zu leugnen, daß der gewerkschaftliche deutsche Sozialdemokratie ihm die Stätte eines Wirkens gab, als die ihnen nach einer neu zu entdeckenden Gewerkschaftstheorie zu Spezialismus eine gewisse Gefahr darstellt, die auf die Reaktion in Rußland dem sozialistischen Publizisten und Theoretiker führenden Klaffenkampfes" den Kapitalismus überwinden eine oder andere Weise bekämpft werden muß. jede Betätigung unmöglich machte. Aber was die deutsche Sozial zu können. Aber da die neue Gewerkschaftstheorie sich ja Gründung der Unterrichtskurse für Gewerkschafter beweist ja, daß demokratie dem Genossen Barvus gegeben, das hat sie von ihm nach den Tagesbedürfnissen der Gewerkschaftspraxis richten in Gewerkschaftskreisen selbst die Einsicht verbreitet ist, daß es mit Wucherzinsen zurückerhalten. Eine glänzende Feder und ein soll, statt umgekehrt diese nach den von der Theorie auf- notwendig sei, größeres Wissen über die fundamentalen Fragen tiefgründiges Wissen und nie ermüdende Arbeitskraft hat er in gestellten Prinzipien, würde die neue Theorie nichts sein, als des gesellschaftlichen Lebens zu verbreiten. Auch die von der ihren Dienst gestellt. Wo es galt, die Erkenntnis der Partei bor die in ein System gebrachte opportunistische Partei eingerichteten Unterrichtsturje dürften die theoretischen Berdunkelung au schüßen, da war er voran. Seine erste Schlacht Grundfatlosigkeit! Kenntnisse zu vertiefen geeignet sein und dadurch den Ge- schlug er gegen das Agrarprogramm in der Sächsischen ArbeiterDie Gewerkschaften können niemals die einzigen Träger fahren des einseitigen Spezialismus entgegenwirken. Freilich zeitung". Dann folgte ein glänzender Waffengang gegen jene des proletarischen Klassenkampfes werden. Sie können, neben darf man seine Hoffnungen nicht etwa zu hoch spannen und Neue Zeit". Artikel Bernsteins, die die Borläufer feiner„ Voraus. der politischen Bewegung, wohl durch materielle und moralische erwarten, daß die Besucher der betreffenden Sturſe nun in febungen" waren. Von der deutschen Reaktion von der Stätte Sebung des Proletariates den Klassenkampf gewaltig fördern einem halben oder auch ganzen Jahre selbst zu einer Art feines Wirkens an der Sächsischen Arbeiterzeitung" aus Dresden, und, z. B. bei einem politischen Massenstreit, ihre ökonomische Theoretiker gemacht werden könnten. Nein, die in den aus Thüringen vertrieben, fand er schließlich eine Zuflucht in und materielle Macht auch direkt in politische Macht umsetzen, Stursen gewonnene Bereicherung des Wissens wird vor München. Mit seiner Weltpolitischen Korrespondenz" hat er von allein die eigentliche systematische Führung des politischen allen Dingen die Schüler erst einmal zu jener Be dort aus weiter an seinem Werte gearbeitet. Kampfes werden sie allezeit der Partei überlassen müssen, scheidenheit und Vorsicht des Urteils über die Bis ihn die praktische Arbeit rief. Bis ihn die Revolution ebenso wie umgekehrt die Partei bei allem guten Willen gar schwierigen ökonomischen und historischen Probleme erziehen, rief. In den stürmischen Oktobertagen traf er in Petersburg ein, nicht in der Lage wäre, die spezifischen Aufgaben der Gewerk- bie manche Praktiker" heute so oft vermissen lassen. Sie wird in jenen Stampftagen focht er noch mit, da der Bar endlich die ersten schaften durch ihre politische Organisation mit übernehmen ihnen Respekt vor der Theorie einflößen und ihnen die Schritte au einer Berfassung tun mußte zur Duma- Ginfeßung. Schranken zeigen, die in. größeren und komplizierten des Genossen Bringmann die Gewerkschaftsvertreter in der bie prattischen Erfahrungen innerhalb eines beschränkten Natschalo". Dann stockte die Welle, die Gegenrevolution brach Es fällt uns nicht ein, für die verworrenen Ansichten Fragen dem Urteil berer gezogen sind, die sich auf nichts als Sturze Zeit, in den Frühlingstagen der jungen Preßfreiheit, leitete er eines der jungen sozialistischen Blätter Petersburg, den Gesamtheit verantwortlich zu machen. Wir beleuchteten sie Thätigkeitsfeldes stüßen können. nur etwas näher, um zu zeigen, daß immerhin einzelne Dann, bei richtiger Würdigung der Theorie, wird es auch nicht berein und führte ihn in den Kerler, und jest nach Sibirien! Ehre dem Tapferen, dem Pflichtgetreuen! Deutsch und Barbus, Gewerkschaftsführer von höchst bedenklichen Fusionen be- mehr passieren können, daß man Theoretikern das Recht zu einem diese beiden Namen werden eingetragen werden ins goldene Buch fallen sind. Auch das Wort des Genossen Hue, Bartei und Urteil über Grenzen der gewerkschaftlichen Aktion bestreitet, der Sozialdemokratie und werden Laufende und Abertausende Gewerkschaften befänden sich in einer rise und man weil sie nicht einmal einer Gewerkschaft angehörten und begeistern zu opferwilliger Tat. wage nur nicht auszusprechen, was man gar feine Kenntnisse des praktischen Gewerkschaftslebens bedente, oder die Aeußerung v. Elms, die gegenwärtige fäßen. Ja, wenn die betreffenden Theoretiker es sich einfallen sozialdemokratische Politik leiste sehr wenig( Buruf: Gar laffen wollten, den Gewerkschaftspraktikern Vorlesungen zu Meldung: nichts!), geben denn doch sehr ernstlich zu denken! A halten über Fragen der täglichen Pragis und der Und nun noch eine Bemerkung an die Adresse aller derjenigen, diese Aussprüche zeugen ia feineswegs von irgendwelcher Verwaltung, dann wäre die Anzweiflung ihrer Autorität die leider nicht nur im Lager der Gegner, sondern auch in der Böswilligkeit gegenüber der Partei, aber sie beiveisen um so berechtigt. Wenn es sich jedoch um die Bewertung der ge- eigenen Partei zu finden waren, aller derjenigen, die vor gar schlagender, welch verhängnisvolle Folgen die werkschaftlichen Tätigkeit im Hinblick auf den Emanzi- nicht allzu langer Zeit noch sich nicht genug zu tun wußten in Migachtung der sozialistischen Theorie nach pationstampf bes Proletariats handelt, so steht wilder Schmähung der radikalen im Auslande lebenden Ruffen", fich zieht! nicht dem Gewerkschaftspraktiker, sondern dem Theoretiker das die zu feige feien, selbst Leben und Freiheit einzusehen im großen Genosse Bömelburg und andere Genossen führten Urteil zu, da nur er die dazu erforderlichen geschichtlichen und Stampfe der Revolution. Wie stehen diese Leute jest da? Rosa Luremburg, Parvus, Leo Deutsch und ungezählte andere haben, erregte Beschwerde dagegen, daß man die Gewerkschaftsführer sozialökonomischen Kenntnisse besitt zu stolz, auf solche Anwürfe mit Worten zu reagieren, durch die als gehobene Existenzen"( Bömelburg sagte etwas derber Die Reibungen zwischen Partei und den Gewerk- Tat die Antwort auf alle jene niedrigen Anwürfe gegeben. Werden bollgefressene Kerle") revisionistischer Neigungen bezichtige. schaften werden nicht mit einem a, ind ganz vielleicht nie, zu jekt wenigstens die eigenen Parteigenossen der Geschmähten zu können. Die " Die Leipziger Boltszeitung schrieb am Schlusse ihrer ftnt den Gegnern a la Rippler und Kronsbein erwarten wir das selbstverständlich nicht— offen eingestehen, wie bitteres Unrecht sie an den Wackersten unserer Mitstreiter verübt haben? Wir wollen es abwarten." Die russische Revolution. Die Aussichten der Regierung. Die linksstehende Petersburger Zeitung„Narod" berichtete am >2." August: In den letzten Tagen begannen Gouvernementsberichte als Antwort auf Stolypins Juni- Zirkular im Ministerium des Innern einzugehen. Im erwähnten Zirkular hatte Stoktipin die Gouverneure beauftragt, durchzuprüfen, welches Reiultat in jedem Gouvernement im ssalle einer Wiederwahl der Dumamitglieder auf Grund des allgemeinen Stimmrechts erlang� werden kann, und zu berichten, mit welchem Erfolge es mög- lich sei» werde, vermittelst administrativer Einwirkung das Ein- dringen regierungsfeindlicher Elemente in die Duma zu verhüten. Gegenwärtig sind die Antworten aus den Gouvernements Woronesch, Samara, Ufa, Tschernigow, Wolhynien, Bessarabien und Tula ein- getroffen. Die Mehrzahl der Antworten ist beinahe gleichartig und geht dahin, dast gar keine Gründe vorhanden sind, um auf einen für die Regierung günstigen Verlauf neuer Wahlen zu rechnen. Nur der Gouverneur von Tschernigow glaubt, daß die Administration bei genügender Tatkraft„ruhige und besonnene" Elemente in die Duma hineinbringen kann." Wei dieser Sachlage wird die Flut widersprechender Telegramme erklärlich, die einmal iiber eine baldige Einberufung einer Duma berichten, ein andermal dieselbe dementieren. Zucker für die Revolution. Krakau, 18. August. Unter den Trümmern des niedergebrannten Transitmagazins der Wiener Speditionsfirma Leinkanf fand die Polizei 30 mit Revolvern gefüllte Kisten, die als Zucker deklariert waren. Die Revolver waren für Rußland bestimmt und wurden beschlagnahmt. Die offiziell geschützte schwarze Bande. Während die Mehrzahl der liberalen und sozialistischen Blätter suspensiert sind, setzen die Zeitungen der schwarzen Bande ihr Treiben matzlos fort. Nr. 36 des„Wjetsche" bringt ein Bild, das„feierlicher Empfang der Dumaräuber" betitelt ist. Das Bild stellt dar, wie heimkehrende Dumamitglieder und Intellektuelle von Hooligans verprügelt werden mit den Worten:„Da habt Ihr Schurken die Amnestie! Da habt Ihr Euer Nieder mit dem Zaren! Da habt Ihr Euer Nieder mit Christus, Euer Nieder mit der Todesstrafe" usw. In der Verivaltung für Handel und Industrie sind aus einer weit sichtbaren Stelle die Abzeichen der„Partei des aktiven Kampfes gegen die Revolution" und des„Verbandes der echtrussischrn Männer" (bekannte Pogrom-Organisationeu) zur Schau ausgestellt. Diese Ab- zeichen sind kunstvoll ausgeführt und sollen offenbar zum Anschlietzen an die Organisationen locken.(XX. Jahrh., 12. August.). Zur Erläuterung sei hinzugefügt, datz die mit diesen Abzeichen versehenen Leute in den Arbeitervorstädten und bisweilen auch anderswo allerlei Verbrechen, Mord, Totschlag an Andersdenkenden verüben und immer den Schutz der Polizei und der Kosaken ge- Iiietzen. Unterdrückung von Verbänden. Die Versuche der Regierung, die Berufsorganisationen und gewerkschaftlichen Verbände zu vernichten, dauern fort. Folgende Meldungen liegen vor: „XX. Jahrhundert"(11. August). Petersburg: Die Räumlich- leiten des Verbandes der Handlungsgehülfen wurden zu- gesiegelt. Am 10. August wurden die Räumlichkeiten des Verbandes der Ingenieure und des Verbandes der K o n t o r i st e n und Buchhalter gesiegelt. Wie das„XX. Jahrhundert" vom 14. August meldet, wurden die Schlüssel des Raumes des Jngenienrverbandes am selben Abend dem Ingenieur Feodorowitsch zurückgegeben. „Narod"(11. August). St. Petersburg: Am 10. August wurde im Zentralbureau der gewerkschaftlichen Ver- bände eine Haussuchung vorgenommen, viele Papierd und Bücher beschlagnahmt und das Bureau geschlossen. „XX. Jahrh."(12. August). St. Petersburg: Am 10. August erschien die Polizei im Vorstandsraum des Verbandes der Arbeiter der Konfekt-, Schokolade- und Bisguit-Fabriken; die Haussuchung ergab nichts Belastendes. Auf Grund des nutzer» ordentlichen Schutzes wurde die Tätigkeit des Verbandes suspendiert. Ergänzend fügt dieselbe Zeitung hinzu, datz zahlreiche Ab- teilungen des Metallarbeiterverbandes und die Rayonkomitees der Arbeitslosen geschlossen und in beinahe sämtlichen Verbänden Haussuchungen vorgenommen worden sind. „XX. Jahrhundert"(14. Aug.). St. Petersburg. Am 11. August wurden auf Befehl des Stadthauptmanns die Räumlichkeiten des Bäckerverbandes geschlossen. Auf Befehl des Stadthaupt- manns wurde der Verband der Gesellen und Handlungsgehülfen der Uhrmacherbranche geschlossen. In Moskau wurde der Buchdruckerverband noch während des Streiks geschlossen, Einige andere Moskauer Verbände waren noch früher geschlossen(Bäcker. Kartonnage-Arbeiter). Am 11. August wurde der Arbeitslosenrat geschlossen („Swobodnaja Shisn", 12. August). „Russkija Wjedomosti", 14. August, Moskau:„In den letzten Tagen sind die gewerkschaftlichen Verbände der Metallarbeiter, der Elektrotechniker und der Verband der Handels- und Jndustrieangestellten.„Einigkeit ist Macht" genannt, von den Behörden geschlossen worden."„Am 12. August wurde autzerhalb der Stadt Moskau eine Versammlung der Schaffner und Schmiede der Eisenbahn Moskau-Kasan abgehalten. Die Frage der Beteiligung am Eisenbahnerverband wurde debattiert. Die Versammlung wurde Hon der Polizei auseinandergetrieben und 32 Personen verhaftet." Blutopfer. Petersburg, 18. August.(Meldung der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Das Kriegsgericht hat 17 Matrosen vom„Pamiat Azowa" und einen Agitator zum Tode verurteilt. Das Urteil ist an allen IS Personen heute früh vollstreckt worden. Attentate. Warschau, 18. August.(Von einem besonderem Korrespondenten.) Auf den Generalgouverneur S k a l o n wurde heute nachnnttag ein Attentat verübt. Als seine Equipage kurz nach 4 Uhr durch die Nato- linskastratze fuhr, wurden drei Bomben unter sie geworfen, von denen eine versagte. General Skalon wurde nicht verletzt. Auf einem Hausbalkon wurde eine vierte Bombe gefunden. Adelige Bestien. Aus Petersburg wird vom 15. August der„Rufs. Korr." geschrieben: Am letzten Freitag ritt ein Detachement der Chevalier- gar de, eins der vornehmsten Regimenter, vormittags 11 Uhr durch die Schfergiewskaja. Die Trompeten schmetterten und eine vorüber- gehende Dame bemerkt:„Sehen Sie, wie lustig sie daher- reiten, als hätten Sie Port Arthur erobert." Die Um- siehenden lachen. ein Offizier des Regimentes hört es. Die Abteilung sprengt zurück. Die Passanten fliehen. Die Dame, welche das Scherzwort gesagt, holt man ein und sie wird unter Sträuben in eine Droschke gesetzt und unter Be- deckung zum Offizierskafino des Chevaliergarderegiments gebracht. Man stellt dort fest, datz es ein Fräulein Anna Spiridonowna Smirnow ist. Zehn Offiziere treten aus dem Kasino, und das Ende vom Liebe ist, datz die Dame auf den Hof ge- führt wird und datz dort sieben Soldaten den Aufwag er- halten, Fräulein Smirnowa 26 Peitschenhiebe aufzuzählen. Das geschieht. Darauf gibt einer der Offiziere des„vornehmsten" Petersburger Regiments den Soldaten die nicht mitzzuverstehende Anweisung:„Tut mit dem Stück, was ihr wollt". Die Gesinnung der Soldaten verbot ihnen, die Weisung ihrer „adligen" Vorgesetzten zu befolgen und so kam die Geschlagene zwar mit furchtbaren Verletzungen auf dem Rücken, aber ohne da' der Wink des Offiziers befolgt worden wäre, davon. Ihr Bruder teilt den Sachverhalt jetzt öffentlich in den Zeitungen mit und die Empörung der Gesellschaft ist eine furchtbare; sie wird gesteigert, da der Rücken der Smirnowa für die Gerichte photographiert worden ist und diese Photographien zeigt man empört herum. Man sieht deutlich, wie der Rücken der Frau zerfetzt ist. Man denke sich die Sachlage. Am helllichten Tage in einer Stratze. die etwa unserer Wilhelmstratze entspricht, lassen Offiziere eine Dame für ein leichtfertiges Wort ergreifen. Sie schleppen sie in die Kaserne und sie erhält 25 Peitschenhiebe, datz sie zusammenbricht und dann krank daniederliegt, und sie wird vor dem schentzlichsten Attentate nur gerettet, weil die„gemeinen" Soldaten menschlicheres Empfinden haben als die„vornehmen" Offiziere des vornehmsten Regiments, dessen Kommandeur der Fürst Jussupon und dessen Ehren- chef niemand anderes als die Kaiserin-Mntter ist. Natürlich ist nichts geschehen, um eine Sühne für diese scheutz- liche Vergewaltigung herbeizuführen, und man hat keine Hoffnung, datz etwas geschehen wird. Einem so„vornehmen" Regiment wie der Chevalier-Garde müssen solche kleine Gewalttaten gegen eine wehrlose Frau erlaubt sein. poUtilchc Qcberlicht Berlin, den 18. August. Die Vertuschung der kolonialen Korruption. Die„Germania" und die„M ärkische Volks- z e i t u n g" nehmen bezeichnenderweise auch jetzt noch nicht Notiz von der interessanten Enthüllung� des Stuttgarter Erzbergermoniteurs! Die Tatsache, datz der Reichskanzler bereits im Jahre 1904 durch den Kolonialbeamten P ö p l a u unter Anführung ganz bestimmter Namen und Tatsachen von der Kolonialkorruption unterrichtet war, sich aber erst dann, zwar nicht zu einer Untersuchung dieser Kolonial- skandale sondern nur zu dem Versprechen, eine solche einleiten zu wollen, entschloß als freisinnige und Zcntrumsabgeordnete ihn wegen der von Pöplau niitgeteilten Kolonialskandalosa interpellierten, ist der Ber- liner Zentrumspresse so wenig bedeutsam, datz sie auch jetzt noch sie mit dem Schleier der Diskretion zudeckt! Und dabei wagten gerade diese Blätter, der Kolonialverwaltung vor- zuwerfen, datz sie nur gegen Unterbeamte vorgehe, aber die für das Vertuschungssystem eigentlich Verant- wortlichen unbehelligt lasse! Dies Vcrtuschungssystem wird sich freilich nicht aufrecht erhalten lassen. Druckt doch jetzt auch die freisinnige Presse die Dokumente des„Deutschen Volksblattes" ab. Das„Berliner Tageblatt" macht dazu die Bemerkung: „Danach hat sich das Bcrtuschungösystem durchaus nicht bloß auf die Kolonialabteilung selbst beschränkt. Tie selbstherrlichen Geheimräte dieser Abteilung hätten schon längst abgewirtschaftet gehabt, hätten ihnen nicht ihre direkten Vorgesetzten die Stange gehalten. Das lätzt die eifrigen Versicherungen, es solle jetzt alles anders werden, mit einiger Skepsis ansehen." Daß sich übrigens auch Disziplinargerichte zu dem System der Korruptionsvertuschung bekannt haben, geht aus folgenden Stellen des Erkenntnisses hervor, das der Disziplinargerichtshof gegen Pöplau gefällt hat: „Die Sodenschen Briefe(über Herrn v. Puttkamer) und der Bericht(des Grafen Rittberg über die Grausamkeiten des Haupt- manns v. Bester in Kamerun) waren ganz besonders geeignet, dem Auswärtigen Amt bei einer Veröffent- lichung Unannehmlichkeiten zu bereiten, weil ein hoher Beamter den anderen(v. Puttkamer). der später doch den Gouverneurposten erhielt, des Leichtsinns und der u n v e r- besserlichen Spielsucht zieh, und weil ein Offizier dem anderen(v. Bester) Grausamkeiten zum Vorwurf machte, ohne das, eine Bestrafung eingetreten wäre, welche in der Oeffent- lichkeit als ausreichend erachtet worden sein würde." Die Disziplinargerichte haben sich, so bemerkt das „Deutsche Volksblatt", hiernach zu der Ansicht bekannt: Besser, datz Gesetz und Ordnung verletzt werden, besser, datz Handlungen, wie die des v. Puttkamer und v. Besser verheimlicht oder, um die Worte des Herrn Reichskanzlers zu gebrauchen, verkleistert und vertuscht werden, als datz dieselben der Oeffentlichkeit bekannt und in einer Weise geahndet werden, welche die Oeffentlichkeit als ausreichend erachtet. Wie das„Deutsche Volksblatt" ferner hervorhebt, hat Pöplau dieser durchaus falschen Anschauung, datz die D i s- ziplinüberdemRechtstehe, seine Verurteilung zur Dienstentlassung zu verdanken! Wiedergegeben sei übrigens noch eine Auslassung der „Kölnischen Zeitung". Dies Blatt sagte kürzlich in einem Artikel:„Große und kleine Diebe" das Folgende: „Wir begegnen vielfach, und zwar nicht nur in der eigent- lichen tolonialfeindlichen Presse, dem Ausdruck der Befürchtung, datz die jetzt in kolonialen Angelegenheiten schwebenden Unter- suchungen nicht zu einer gründlichen Reinigung führen, sondern datz dank dem herrschenden Vertuschungssystem nicht viel dabei heraus- kommen werde. Wohl am�iärfsten wird das in der„Germania" zum Ausdruck gebracht, die ichreibt:„Wir halten es deshalb auch nicht für ausgeschlossen, datz die ganze Sache schliehlich im Sande verläuft und am Schlutz nur ein paar untergeordnete Beamte bestraft werden, nicht, weil sie selbst etwas Schlechtes begangen, sondern weil sie den Mut und das Pflichtbewußtsein gehabt haben, dem Treiben derjenigen, welche sie für Millionen- Diebe halten mutzten, nicht ruhig zuzusehen." Die in diesen Worten enthaltene Unterstellung enthält eigentlich den schlimm st en Vorwurf, der einer anständigen Regierung gemacht werden kann. Man kann es nur als ein ganz demagogisches Verfahren Kennzeichnen, wenn gegen eine Regierung die Anschuldigung erhoben wird, datz sie Ver- brechcr straflos lassen könnte, dagegen diejenigen strafen wolle, die die Verbrechen ans Tageslicht gebracht haben. So weit sind wir denn doch noch nich t." Boshaft bemerkt dazu die„Freisinnige Zeitung":„Diese Worte sind unzweifelhaft dem Reichskanzler aus de.m Herzen gesprochen, und es darf wohl er- wartet werden, datz hiernach bei der Untersuchung der Kolonialskandale genau gehandelt werden wird." Vom Bierkrieg. Die von uns neulich besprochenen Versuche der Grotzbranereien. die Bicrsteuer auf die Konsumenten abzuwälzen und bei dieser GelegenheitZgleich uochZeinen gehörigen Extra-Rebbach einzuheimsen, begegnen in ganz Mitteldeutschland einem unerwartet starken Wider- stand. In einer ganzen Reihe von Ortschaften haben die Brauereien infolge des Boykotts ihre Preiserhöhungen bereits wieder rückgängig machen müssen. Anderwärts tobt der Kampf noch. In K o b u r g war der Bierkrieg bereits am Mittwoch beendet. Die vereinigten Brauereien Südthüringens beschlossen, auf den alten Preis zurück- zugehen I Dasselbe beschlossen am gleichen Tage die Brauereien von Mühlhausen und Umgegend. Ueber die Wirkung des Bier- krieges in G e r a wird den„L.% N." geschrieben: „In keiner Fabrikkantine wird mehr Ringbier getrunken. Allenthalben wird ringfreies oder bayerisches Bier eingeführt. Man gibt lieber einige Pfennige mehr aus, ehe man Ringbier trinkt. Eine Versammlung von'Wirten und anderen Interessenten beabsichtigt. eine Genossenschaftsbrauerei in der Nähe von Gera zu gründen und eine bestehende Brauerei zu erwerben, wenn die Preiserhöhimg nicht alsbald rückgängig gemacht würde. Bemerkenswert ist der Bierkrieg jedenfalls, da nach fachmännischer Berechnung die thüringischen Ring- brauereien in der letzten Woche mindestens 60000 Hektoliter Bier weniger abgesetzt haben als in normalen Zeiten. Diese Ziffer stellt ungefähr den Jahres- absatz einer thüringer Mittelbrauerei dar." Ueber die Situation in Kassel entnehmen wir unserem dortigen Parteiorgan das folgende: „Die am Dienstagabend in der Fatzhalle mit überwältigender Majorität beschlossene Ablehnung des vorgeschlagenen Kompromisses hat zunächst zur Folge gehabt, datz gestern(d. h. Mittwoch) in einer großen Reihe von Wirtschaften Plakate ausgehängt wurden mit der Aufschrift:„Verkauf zu alten Preisen". Früh morgens waren es nur einzelne Wirte, die dieserart vorgingen: als deren Vorgehen aber bekannt wurde, fanden sich im Laufe des Tages eine Menge von Wirten, die in gleichem Sinne handelten, so datz abends wohl in den meisten Arbeiter- Wirtschaften der Kasseler Schoppen wieder zum alten Preise verkauft wurde. Die Wirte freilich sind die Leidtragenden, denn die Brauereien liefern ihnen das Bier nicht zum alten Preise. Donnerstag morgen erhielten sämtliche Wirte von der Brauereivereinignng von Kassel und Umgebung ein Zirkular folgenden Inhalts:„Nachdem die beabsichtigte Erhöhung der Ausschankpreise für das Bier in der Stadt Kassel und vielen Orten der Umgebung sich meist als nicht durchführbar erwiesen hat, sehen wir ein, datz wir den größten Teil der uns getroffenen Mehr« belastungen zu tragen haben, und sind daher übereingekommen. den am 1. Mai 1906 bestandenen Bierpreis für Kassel und nächste Umgebung ab 1. August nur um eine Mark zu erhöhen." Wenn die Brauereien behaupten, sie müßten nunmehr den größten Teil der Mehrbelastung tragen, so stimmt das nicht ganz. Sie haben vielmehr die Belastung. die sie durch das Brausteuergesetz trifft, in vollem Um- fange abgewälzt auf die Wirte und darüber hinaus noch einen Teil der Mehrbelastung, die sie infolge der Zölle und der Lohn- erhöhnngen traf. Die streikenden Biertrinker wollten erreichen, daß die Brauereien Brausteuer und Zölle selbst tragen sollten. Das ist nicht erreicht worden." In Jena haben infolge der Bierverteuerung sämtliche Flascheit- bierhändler die dortige Stadtbrauerei boykottiert.— In Hanau beschlossen 70 Gastwirte in einer Versammlung, den Bier- ausschank einzustellen. Auch in Frankfurt a. M. haben verschiedene Wirte ihre Lokale bereits geschlossen. Andere haben bereits Prozesse gegen ihre Brauereien angesttengt und verlangen die Rückzahlung der unter Vorbehalt erfolgten Mehrbezahlung. Eine dieser Klagen dürfte schon in den nächsten Tagen am Landgericht zur Verhandlung kommen. Die Preiserhöhung verstotze gegen die guten Sitten, heißt es in der Klage. Wie die Frankfurter„Volksstimme" mitteilt, hat die von unserer Partei und den Gewerkschaften eingesetzte Kommission zur Schlichtung des dortigen Bierkrieges ihren ersten Erfolg zu verzeichnen. Auf ihre Einladung erschienen zu einer Besprechung die Besitzer der größten Brauereien mit ihrem Syndikus, sowie die Vertretungen der Wirtevereine. Stach dreistündigen Verhandlungen kam zunächst die Vereinbarung eines Waffenstillstandes zuwege, auf Grund dessen die Brauereibcsitzer sich verpflichten, bis Freitag keine Zwangsmatzregeln gegen die im Kanipse befindlichen Wirte mehr zu ergreifen. Inzwischen werden sowohl die Brauereibesitzer als auch die Wirte in gesonderten Beratungen sich über den von unsererKommission gemachten Hauptvergleichsvorschlag schlüssig machen. zur Vermeidung einer Bicrpreiserhöhung das Risiko der neuen Bier« steuer in gerechter Weise unter sich zu verteilen. Auch in den hessischen Orten Eberstadt und Pfungstadt beginnt der Kampf, ebenso in verschiedenen Orten Rheinland- Westfalens. Ani interessantesten ist der Verlauf deS Bierkrieges in S a ch s e n. Die Zwickauer Brauereien haben bereits vollständig die Segel gestrichen und die Preiserhöhung zurückgenommen. Die Chemnitzer Grotzbrauer haben in einer geheimen Sitzung festgestellt, datz der Bierabsatz bis zu zwei Dritteln zurückgegangen ist. Sie beschlossen Klage gegen zwei kleine Brauereien, die vom Ring zurücktreten wollten. Außerdem beschloffen sie. die--„Volksstimme" wegen Beleidigung zu verklagen! I Wenn das nicht zieht, zieht gar nichts mehr.— In Dresden hat das Aktionskomitee der vereinigten Gastlvirte beschlossen, eine eigene Vereinsbrauerei zu gründen, um von dem Brauereikapital unabhängig zu werden.— *•* Dcutfcbes Reich. Pods Schicksal in der Schwebe. Nach einer Meldung des Scherl-Blattes ist Pods Schicksal noch unentschieden. In Wilhelmshöhe werde noch immer eifrig konferiert, so datz B ü l o w s Rückkehr nach Norderney noch nicht habe festgesetzt werden können. Ueber Pod heißt es dann: „In der Angelegenheit des LandwirtschastsministerS v. Pod- bielski ist zwar die n, atzgebende Entscheidung der höchsten Stelle noch nicht gefallen, immerhin aber lätzt sich sagen, datz alle Nachrichten, die von einem Rücktrittsgcsuche des Ministers sprechen, unzutreffend sind. Auch die bis in die letzten Tage fortgesetzten Mitteilungen tatsächlicher Natur über die Geschäftsführung der Firma Tippelskirch haben, soweit Herr v. P o d b i e l s k i in Frage kommt, neues nicht gebracht, ebenso wenig haben sich bisher Anhaltspuntte dafür ergeben, daß der Minister an lvt a n i p u l a t i o n e n, die etwa für die Firma belastend sind, beteiligt gewesen wäre. Zudem ist die Untersuchung noch gar nicht abgeschlossen. Die indirekte Beteiligung Minister von Podbieiskis an den Geschäften der Firma war bekannt, sie war ordnungsniätzig dem damaligen Reichskanzler Fürsten Hohenlohe, unter dessen Amtsführung der Minister in die Regierung eintrat, mitgeteilt und von ihm bekanntlich gebilligt worden. Die auf dieser Grundlage ruhenden Pretzangrtffe haben Herrn v. Pod- bielski nicht geschadet.(!) Jw gegenwärtigen Augenblick„ist mit seinem Rücktritt nicht zu rechnen." Allzufest scheint danach Pods Position doch nicht zu sein. Um ihm aber einen besseren Abgang zu sichern, dürfte ihn erst später Lucanus holen! Die Hinweise auf die Mitwissenschaft Hohenlohes von der Podbielskischen Tippelskirch-Beteiligung" besagen nicht allzuviel. Nachdem aber die Tippelskirchsche Monopolmitz- Wirtschaft sogar im Reichstag zur Sprache gelangt war, hätte Frau Podbielska entweder den Vertrag sofort lösen oder ihr Gatte seinen Rücktritt nehmen müssen. Uebrigens bemerkt die„Franks. Ztg." in ihrer letzten chmmer; „Am allerungünstigsten wirkten die von Herrn v. PodbiclSki unternommenen Berteidiaungsversuche. Die Uebertragung der Anteile auf seine Frau und die im Jahre 1900 vollzogene Gütertrennung waren nicht entlastend, sondern eher belastend, weil aus ihnen hervorging, datz der Minister doch selbst das Bedenkliche der Situation empfunden, aber einen Ausweg gewählt hatte, ber nicht eine Loslösung von jenen Privatinteressen, fondern eine rein äußerliche Umformung bedeutete, um Transaktionen, wie sie im geschäftlichenLeben vor- enommen werden, wenn jemand sich z. B. bei riskanten eschäften gegen unangenehme Eventualitäten sichern will, ohne auf die Borteile dieser Geschäfte zu verzichten." Man wird ja sehen, ob diese Ansicht, die überall geteilt «vir d. nur an.matzgebender" Stelle nicht durchdringt!— Ein Zentrumsabgeordneter für Belastung des Maflenkonsums und Wahlrechtsbeschneidung! Ein Zentrumsagrarier, der zwar dem Reichstag nicht angehört, dafür aber in der Zcntrumsfraktion des preußischen Abgeordnetenhauses sitzt. Graf Strachwitz-Bertelsdorf, ver- öffentlicht in der.Deutschen Tageszeitung" einen fulminanten Artikel gegen die von der Reichstags», ehrheit, darunter auch dem Zentrum zustande gebrachten neuen Steuern. Die Steuern, durch die bis zu einem gewissen Grade auch, die besitzenden Klassen getroffen werden, z. B. die Fahrkartensteuer und die Erb- schaftssteuer, passen dem agrarischen Zentrumsmanne ganz und gar nicht. Diese Steuern hätten zunächst den Fehler, daß sie.nicht einmal für die Znkunft genügten". Ausreichende Steuerbeträge seien nur aufzubringen durch Belastung des Massen- Verbrauches. Der preußische Zentrumsabgeordnete schreibt dann wörtlich: Die Regierung wußte,_ daß die Mittel zur Aufrechterhaltung der Weltmachtstellung Deutschlands„nur durch eine st ä r k e r e Belastung des Massenverbrauchs ausreichend(in- sonderheit basiert auf eine einheitliche Besteuerung des Alkohols in Wein, Bier, Spiritus) und bei der andauernd steigenden Wohlhabenheit der breiten M a s s e n(!) der Bevölkerung auch in erträglicher(!) Weise auf- gebracht werden können". Also dieser edle Zentrumsgraf ist der Meinung, daß die arbeitende Bevölkerung sich einer derartigen Wohlhabenheit erfreut, daß sie noch am ersten eine erhebliche Steuerbelastung vertragen kann I Eine beträchtlich höhere B i e r st e u e r sei weit„erträg- licher" als die Fahrkartensteuer und die Erbschaftssteuer! Daß das Zentrum im Frühjahr 1900 in das Flottengesetz die Bestimmung eingefügt hat, daß die Deckung für neue Marine- ausgaben«nicht durch Erhöhung oder Vermehrung der in- direkten, den Massenverbrauch belastenden Reichsabgaben aufgebracht werden darf", kümmert den Zentrumsgrafen nicht. Noch toller aber ist es, daß dieser Zentrumsmann der Negierung gründlich deshalb die Leviten liest, weil sie nicht trotz des schädigenden Sträubens der Reichstagsmehrheit, d. h. also auch des Zentrums, das ihr präsentierte Steuerbukett verworfen und den Versuch gemacht habe, eine Mehrheit für eine erneute Belastung des Proletariats zu erzwingen: „Die Regierung zeigte von allem Anfang an, daß sie keinen festen Willen hatte, daß sie sich nicht für ihr Werk einsetzte, daß sie nichts wagen wollte. Im Jahre 1887 handelte es sich für die Regierung lediglich um eine Frage der Macht; sie appellierte an das Volk, wie bekannt, mit Erfolg. Hier handelte es sich um Lebensbedürfnisse des Reiches; die Regierung tat nichts, um ihren Willen, um das, was sie. wie man denken sollte, als notwendig erkannte, durchzusetzen... Wo blieb ihre Führung bei einer so wichtigen Aktion? Wenn der Reichstag gesehen hätte, daß sie u n b e u g s a ni ihren Willen vertreten hätte und die Ueberzeugung hätte gewinnen können, daß außerdem die Regierung die st aatser haltenden Parteien gegen diejenigen des Umsturzes zu schützen gewillt gewesen wäre. so hätte aller Voraussicht nach— schon in Erinnerung an das Jahr 1887— der tagende Reichstag eine großzügige, einheitliche und genügende Steuerreform gebilligt. Und war es nicht der tagende, so war es ein anderer Reichstag, ein so oder so gewählter!" Also die Regierung hätte nach dem Rate des preußischen Zentrumsabgeordneten den Reichstag auflösen sollen, um eine ihr willfährige Majorität zu erzielen. Ja mehr noch. Sie hätte sogar, wenn auch der neue Reichstag ihren Wünschen nicht entsprochen hätte, einen Staatsstreich unternehmen und das allgemeine gleiche direkte und geheime Wahlrecht beseitigen sollen!! Denn dies und nichts anderes bedeutet der Satz:„Und war es nicht der tagende, so war es ein anderer Reichstag, ein so oder so gewählter I" Der Zentrumsgraf deutet ganz zynisch an, daß, wenn die Regierung ver- sprachen hätte, die staatserhaltenden Parteien gegen den Umsturz zu schützen, auch diese staatserhaltenden Parteien, also in erster Linie auch wieder das Zentrum gegen die Eskamotierung des Reichstags- Wahlrechts nichts einzuwenden gehabt haben werden. Das Zentrum wird vermutlich diese dreisten Auslassungen eines Mitgliedes seiner preußischen Fraktion desavouieren, und. wenn es hoch kommt— was wir aber noch nicht einmal glauben— den Mann aus der Fraktton herauswerfen. Damit ist aber die Tat- fache nicht aus der Welt geräumt, daß die preußische Zentrums- fraktton einen Mann unter sich duldete, der solch urreaktionäre direkt bündlersiche Auffassungen vertritt. Wir werden zunächst ab- warten, ob das Zentrum diesen eigenartigen Fraktionsgenosien mit der angemessenen Beschleunigung aus seiner Fraktion heraus- spediert!—_ Fanfare— Schamade! Wir zeigten durch den Abdruck bürgerlicher Preßstimmen, mit welcher Gaudi man von der Diskussion über das Protokoll der Ge- werkschaftskonfcrenz einen Heidenspektakel auf dem Mannheimer Parteitag erlvartete. Mit geradezu mitleiderregender Tapsigkeit suchte man die Gewerkschaftsführer gegen die Partei aufzuputschen. Man halluzinierte schon von einem Bruch zwischen Gewerkschaften und Partei, bei dem bei der letzteren nur noch einige„anarcho- sozialistische und andere Splitter" übrig bleiben. Aber diese Illusionen sind über Nacht zerronnen. Man merkt, daß die klare und sachliche Aussprache nicht zu einer Spaltung, sondern zu einer festeren Verschweißung der modernen Arbeiterbewegung führen, daß nicht eine Abschwächung des prinzipiell sozialdemokratischen Charakters derselben, sondern eine schärfere Betonung das Ergebnis der Aussprache sein dürfte. Die Siegesfanfaren sind deshalb jäh verstummt. Ueberall ertönen jetzt melancholische Schamaden. So findet die«Nordd. Allg. Ztg." urplötzlich, daß die ganze Diskussion über das Protokoll die Oeffentlichkeit gar nicht interessiere! Und die „Deutsche Arbeitgeber-Zeitung" spricht jetzt gleichfalls resigniert von einem„F r o sch m ä u s e- K r i e g". Sie wehklagt: „In dieser Hinsicht kommt des weiteren auch der Umstand in Bettacht, daß die Sozialdemokratie mit Besorgnis die Fortschritte der nicht sozialdemokratischen Arbeiter- bewegung beobachtet. Immer wieder wird die zornige Be° hauptung laut, daß die Gewerkschaftlerei an sich nur als Vorstufe zur schließlichen Akklimatisation der Lohn- arbeiterschaft an die Daseinsbedingungen der kapitalistischen W ir t s ch a fts o r d n rfti g anzusehen sei. Man fürchtet die Aufzucht einer Arbeiter- aristokratie wie in England, die nicht die mindeste Neigung mehr zeigen dürfte, ihre recht annehmbare Wirtschast- liche Eristenz zugunsten des politischen Endzieles in die Schanze zu schlagen. So ist also die Stimmung der Allgemeinheit von vornherein den ansässigen Gewerkschaftssührcrn keineswegs günsttg. Daß diese aber hierüber im unklaren sein sollten, ist um so weniger anzunehmen, als sie ja schon auf dem Berliner Kongreß durchweg ängstlich besorgt lvaren, zum wenigsten ihre äußerliche Zugehörigkeit zur Sozialdemokratte außer Zweifel zu stellen. Sie werden somsit bei der öffentlichen Ab- rechnung er st recht bestrebt sein, ein kon- ziliantes Gebaren an den Tag zu legen und den Treueid zu erneuern, den sie auf dierote Fahne geleistet haben.... Daß Herr Bebel durch die Art seines Auftretens dem Bilde. welches die Geschichte von ihm bewahren wird, keine sonderlich sympathischen Züge beigefügt haben wird, ist unbestreitbar. Ebenso unbestreitbar aber ist es, daß solche Kleinigkeiten nicht in: stände sind, dem Prestige Eintrag zu tun, das er in den Augen seiner Getreuen besitzt. Des weiteren lvird niemand leugnen können, daß das größere Maß der sozialpolitischen Erkenntnis sich auf der Seite seiner gewerkschaftlichen Gegner vor- findet. Und trotzdem werden diese niemals wagen, aus dieser größeren Erkenntnis die Konsequenz zu ziehen, daß es ihre Pflicht ist, für das als richtig Erkannte mit ihrer Person einzutreten und ernstlich gegen den Areopag der Partei zu frondieren." Die in Wermut getränkten Zuckerpillcn für die„sozialpolitisch einsichtigen" Gewerkschaftsführer können diese leider nicht darüber täuschen, daß sie allen Scharfmachern und Kühnemännern keinen größeren Gefallen tun könnten, als wenn sie„Rückgrat" zeigten, statt aus ehrlichster Ueberzeugung den„Treueid auf die rote Fahne zu erneuern" I—_ Keine Heloten, sonder» Neufeudale! Eine überaus interessante Entdeckung hat die konservative „Schlesische Zeitung" gemacht. Nachdem sie weidlich auf die Fahrkarten st euer geschimpft, weil durch sie auch die Be- sitzenden mitgetroffen werden— in der Reichssteuerpolittk allerdings eine seltene Erscheinung— kündet sie urbi et orbi die famose Entdeckung. daß die Arbeiter nicht, wie sie sich einbildeten, in unserem Klassenstaate Heloten, sondern mit dem Privileg der Steuerfreiheit beglückte Feudale sind: „Im alten Regime der europäischen Staaten hatten die Feudalen das Privileg, steuerfrei zu sein und so ziemlich alles machen zu dürfen, was sie wollten. Das moderne Deutschland hat einen neufcudalcn Stand herangezogen, den Stand der Lohnarbeiter. So oft eine Steuerfrage aufs Tapet kommt, ist die e r st e Sorge, daß der Arbeiter frei bleibe. So auch bei der Fahrkartensteuer, denn die vierte Klasse wird von ihr nicht betroffen. Seit einem Vierteljahrhundert dreht sich fast die ganze Maschinerie unserer Reichsgesetzgebung um diesen bevorzugten Stand. Mt ihr ein großer Teil unserer Verwaltung. Der Arbeiter streikt oder arbeitet, bricht Konttakte, hindert die Arbeitswilligen, tut hundertmal Dinge, die einem Bürger nicht ungestraft durchgehen würden. Er ist der Feudale dcS modernen Staates. Die Altfeudalen leiteten ihre Vorrechte von Verdiensten her, die sich ihre Ahnen zweifellos um das Land erworben hatten. W o d u r cki aber der Arbeiter st and seine privilegierte Stellung verdient habe, weiß kein Geschichtsschreiber zu erzählen." Die glücklichen Arbeiter. Zwar müssen sie von 900 Millionen des Ertrages der Zölle und Gebrauchssteuern den Löwenanteil auf- bringen, zwar müssen sie außerdem infolge des durch die Lebens- mittelzölle und die Grenzsperre verursachten Brot- und Fleischpreises weitere Hunderte von Millionen jährlich an die Altfeudalen, die Großgrundbesitzer zahlen, zwar müssen sie auch den größten Teil der neuen Steuerlasten ttagen— aber trotzdem ist das Privileg der Steuerfreiheit auf sie übergegangen I— Schlappe Kerle. Ein in Japan weilender Mitarbeiter des Liman-Blattes erzählt von einer großen Parade, die er in Tokio angesehen hat: „Was nun den Parademarsch dieser Vierzigtausend vor dem Kaiser anlangt, so hätte er den gerechten Zorn jedes deutschen Drilluntcroffiziers erregt. Man konnte deutlich gewahren, daß diese Truppen, trotzdem sie die Elite der ganzen Armee bildeten. während des langen Feldzuges„vollständig verbummelt" waren, denn ihr Parademarsch war ein wahrer Hohn auf die Erfindung Friedrich Wilhelm I. Das schlotterte fast ohne Tritt in Schlangenlinien einher, ohne Richtung und„ohne Vordermann", mit„krummen Knien" und schwerfälligen, in den Hüften wiegeirden Schrittes, und die über der rechten Schulter gettagenen Gewehre zeigten mit den Bajonettspitzen nach allen Richtungen der Windrose; die Gewehrgriffe„klappten" nicht, die Leute traten nicht gleich- zeitig in dem nämlichen Bruchteile einer Sekunde an, die lange, zweigliedrige Kolonne schob sich beim Marschieren hin und her, kurzum, es war ein„Jammer"! Und ich fürchte, daß gar viele von den Europäern, die diese Armee vor drei Jahren defilieren sahen, falls sie sie damals überhaupt eines Urteils für würdig erachteten, recht strenge gegen sie gewesen seien. An Parade drill steht sie in der Tat auch heute noch weit unter der russischen." Traurig, daß diese gelben Kerle zwar die Russen zu Paaren ttiebcn. aber nicht einmal einen ordentlichen Paradestechschritt exzekutieren können! Und da macht man noch ein großes Wesen von der preußischen Kriegskunst, die ihnen angeblich der kürzlich verstorbene preußische Major Meekel beigebracht haben soll!— Husland. Schweiz. Zürich, 18. August.(Privattelegramm.) Die sozial- demokratische Fraktion des Züricher Kantons- r a t e s hat für die nächste Montagssitzung drei I n t e r- pellationen, betteffend das Militäraufgebot, die Kosakentaten und das Verbot der Demonstrations- z ll g e. gestellt. Wegen des letzteren Punktes wird auch im großen Stadtrat interpelliert. Frankreich. Der Kulturkampf. Paris, 17. August.(Eig. Ber.) Die Enzyklika erregt natürlich die öffentliche Meinung im höchsten Grade. Selbstverständlich hat sich auch der heutige Ministerrat mit ihr beschäftigt: doch werden seine Beschlüsse noch geheimgehalten. B r i a n d hat indes der Presse ein kollektives Interview gewährt, das die Anschauung der Regierung deutlich zum Ausdruck bringt. Die Regierung wird das Gesetz an- wenden und gegen die zuwiderhandelnden Geistlichen energisch vorgehen. An eine gewaltsame Erhebung der Bauern glaubt er nicht, denn diese würden es nicht begreifen, daß die Kirche. für die sie zahlen, in dem Augenblicke schismatisch wird, wo sie Einblick in ihre Rechnungen erhalten. Briand weist auch darauf hin. daß der Artikel 4 des Gesetzes, der die Ueberantwortung der Kirchengüter an die von den Bischöfen be- zeichneten Kultusassoziationen regelt, gerade von den katholischen Abgeordneten angenommen worden ist. Bekanntlich hat Clemenceau gerade wegen dieser Bestimmung eine heftige Polemik gegen die Briandsche Vorlage geftihrt. Nun wollen ftei- denkerische Abgeordnete, als Alstwort auf die Kriegserklärung des Papstes, diesen Gesetzartikcl aufheben lassen und so die Zuteilung der Kirchengüter an freidenkerische Organisationen erleichteni. Der Radikalsozialist Gueysse hat einen Antrag in diesem Sinne angemeldet. Die Bischöfe demonstrieren im ganzen Land ihre Unterwerfung unter das Gesetz. Das war zu erwarten. Die bürgerliche Situation der mit den Höheren Gesellschaftsklassen versippten Spitzen der Hierarchie ist nicht so gefährdet, daß für sie der Ausfall der staat- lichen Entschädigungen in Betracht käme und ihre Deklassierung und Proletarisierung zur Folge.haben könnte. Anders steht die Sache bei den armen Landgeistlichen und beim Klerus der Proletarier- bezirke. Denen wird ob der Kampflaune der Ulttamontanen gar bitter ums Herz werden.—_ Belgien. Die Demonstration für die Verkürzung der Arbeitszeit. Brüssel, 16. August.(Eig. Ber.) Das Belgien des Fleißes und der Not hat ain gestrigen Feiertag, während die Nutznießer der Arbeit in den Seebädern weilen, in den Sttaßen Brüssels für die Verkürzung der Arbeitszeit demonstriert. 92 Extraziige brachten 46 000 Manifestanten aus allen Teilen des Landes und die Zahl der Gesamttcilnehmer wird auf 80000 geschätzt. Aber ebenso machtvoll wie durch die Zahl der Demonstranten wirkte diese Manifestatton durch die Art ihres Arrangements, durch jene Mischung von Temperament und sozialistischer Innerlichkeit, die belgischen Arbeiterdemonstrationrn ihr eigenartig ergreifendes Gepräge gibt. Und gar diesmal, wo es galt, dem Lande der langen Arbeitszeiten und niedrigen Löhne eine eindringliche und energische Mahmmg zu geben und für die gesetzliche Regelung der Arbeit zu de- moilstrieren, haben die belgischen Proletarier ihren ganzen Enthusiasmus aufgeboten. Die Arbeit des ganzen Landes, alle Berufsgruppen hatten ihre Masscndeputationen entsendet: vor allem der Borinage seine Kohlenarbeiter, die in imposanter Anzahl erschienen waren: ferner Antwerpen seine Diamantarbeiter(fast 1000; alles in allem kamen 4000 Teilnehmer aus dieser einen Stadt), dann Eisenbahner, Metallarbeiter, Glasarbeiter aus den verschiedenen Provinzen. Ziegelarbeiter mit einer Gruppe von 220 Kindern, die ihr Arbeitskleid in Händen hielten und so die Verruchtheit des Klassenstaates, der Kinder zur Arbeit zwingt, in aufreizendster Weise zur Darstellung brachten. Diese blaßwangigen barfüßigen Knaben und Mädchen in ihren grauen Blusen müßten den ver- härtetsten Verfechtern der heutigen Ordnung das Gewissen wach- rütteln.... Ihr Banner trug die Worte: Die Kinder gehören in die Schule und nicht in das Gefängnis der Kapitalisten.... Um 11 Uhr setzte sich der Zug vom Boulevard de la Senne aus in Bewegung. An der Spitze schritten die Mitglieder der Gewerk- schaftskommission und des Generalratcs und die sozialistischen De- putierten. Auf dem ganzen Wege bildeten sich Spaliere von Neu- gierigen und Sympathisierenden, die das Heer flatternder Fahnen, die Bilder, die Inschriften und statistischen Tafeln bestaunten, die im Zuge getragen wurden und das Elend der langen Arbeitszeit und die Vorteile einer gesetzlich geregelten kurzen Arbeitsfrist illustrierten. Unter den Klängen der„Internationale" kam der Zug uni ll'/s Uhr auf der Grand Place an. wo sich eine Deputation, bestehend aus Mitgliedern der GewerkschastSkommission, des General- rates, der parlamentarischen Fraktion und dem Sekretär des inter- nationalen sozialistischen Bureaus, Genossen Huysmans, in das Rathaus begab, um dem Bürgermeister die für die Kammer be- stimmte Petition zu überreichen, in der die belgischen Arbeiter auj der Grundlage der seinerzeit vom Genossen Bertrand und dem Abg. Helleputte gemachten Vorschläge eine Verkürzung der Arbeitszeit fordern. Die Petition Iveist ans die offiziellen Stattstiken und Enqueten hin, die die lange Arbeitszeit der belgischen Arbeiter dartun, und stellt an die Kammer das Ersuchen, in der kommenden Session die Beratung der gesetzlichen Regelung der Arbeitszeit in Angriff zu nehmen. Im Namen des abwesenden Bürgermeisters versprach Herr Paker in verbindlichen Worten, die Petition der Kammer nach ihrem Zusammentritt zu überreichen. Von der Grand Place begab sich der Zug zum„Maison du Peuple", wo die Massen sich noch auf dem Platze und in den um- liegenden Sttaßen in freudiger Erregtheit über die gewalttgen Ein- drücke des Tages unterhielten. Möge dieser Tag nicht nur eine erhebende Erinnerung für die belgischen Proletarier bilden, sondern auch den politischen Machthabern als drohende Mahnung so deutlich zum Bewußtsein kommen, daß dieser Tag eine Wendung in der Stellung der belgischen Bourgeoisie zu den sozialpolitischen Forde- rungen der Arbeiterschaft bedeutet. SewefKscKaftlicKes. Berlin und Omg-egcnd. Generalstreik im Berliner Speditionsgewerbe in Sicht! Die Streikenden bei der Paketfahrt sind voller Mut und Hofffnung: in der letzten Versammlung haben sie über- raschend gute Nachrichten erhalten. Am Freitagabend fand eine Vertrauensmännervcrsammlung statt, in der sämtliche Speditionsfirmen vertreten waren. Unter den Roll- k u t s ch e r n gärt es: der Widerstand der Pakctfahrtgesellschaft verursacht eine steigende Erregung, und die(gestern berichtete) Erklärung des Lokalvereins der Spediteure be- friedigt durchaus nicht. Wie die Stimmung ist, geht allein daraus hervor, daß von den Vertrauensmännern sechs Anträge auf sofortigen General st reik offeriert wurden. Was ein solcher Generalstreik für die Handclswelt von Berlin und für den gesamten Bahnverkehr bedeuten würde, ist auf den ersten Blick gar nicht zu übersehen! Die Leitung des Zentralverbandes ist sich der Größe der Situation auch wohl bewußt: man verhandelte von 10 bis 2 Uhr nachts und nahm einen Beschluß an, daß an sämtliche Speditions- firmen Schreiben folgenden Inhaltes gerichtet werden sollten: An die Firma....... ....... Straße.... In der Anlage gestatten wir uns, Ihnen einen Revers zu unterbreiten, laut welchem das Resultat der am Freitag statt» gehabten Verhandlung der Schlichtungskommission für das Ber» liner Speditionsgewerbe in Sachen des Streiks der Angestellten bei der Pakctfahrt-Gesellschaft festgelegt wird. Mit Rücksicht darauf, daß Sie mit Ihren angestellten Kutschern und Arbeitern in einem Vertragsvcrhältnis stehen, welches durch die beiderseitigen Organisationen im September 1902 festgelegt wurde, richtet die Kommission der Arbeitnehmer an Sie die Bitte, auch den anliegenden Revers mit Ihrer Unter- schrift versehen zu wollen und uns ein Exemplar davon bis Montag, den 20. er., mittags 1 Uhr, gütigst zu retournicren. iU.. �4. ü t il C l. Zcntralverband der Handels-, Transport-Verkchrsarbeitcr und Arbeiterinnen Deutschlands. Der beigelegte Revers lautet: Revers. Die unterzeichnete Firma erkennt die Forderungen da Kutscher und Arbeiter bei der Berliner Paketfahrtgescllschaft Starke u. Co., weil den für das Berliner Spcditionsgewerbe festgelegten„Allgemeinen Grundsätzen" entsprechend, als berech- tigt an. Die unterzeichnete Firma verpflichtet sich, wahrend der Dauer des Streiks keinerlei Aufträge für die Paketfahrtgesell- schaft auszuführen und die Kunden dieser Gesellschaft nur dann zu bedienen, wenn die Betreffenden sich bereit erklären, ihr die Spedition f e st zu übertragen. Jede Ucbertretung ist laut Absatz 6 O der„Allgemeinen Grundsätze" als Vertragsbruch zu betrachten und zieht die cnt- sprechenden Konsequenzen nach sich. Um keine kostbare Zeit zu verlieren, ist zu Montag abend 9 Uhr eine öffentliche Versammlung der Rollkutscher und Begleiter sowie Kutscher aus den gewerb- lichen Fuhrwcrksbetrieben Berlins zu B u g g e n h a g e l« am Moritzplatz einberufen worden. Der Situationsbericht in der letzten Versammlung de« Streikenden lautete günstig. Die Pgketfghrt steUe Leute ein, die früher wegen schwerer Vergehen entlassen worden sind; auf den Bahnhöfen ist bei den ankommenden Zügen die Losung:„Streik bei der PaketfahrtI" und Droschken- kutschcr und Dienstmänner und andere machen gute Geschäfte. Die Lohnfuhrunternehmer sind wankelmütig geworden, und die Geschäftskutscher haben beschlossen, den Streikenden bei- zustehen, wo sie können. Einzelne kleine Krawalle haben hier und da stattgefunden. Zwei Arbeitswillige stritten sich über die Arbeit, schlugen sich und verursachten einen Straßen- auflauf. Am Stettiner Bahnhof bedrohte ein Arbeitswilliger einen Streikenden mit dein Revolver: der Arbeitswillige wurde festgenommen.— Die Berichte wurden mit Beifall entgegengenommen, und der Mahnung, fest zusammenzuhalten und auszuharren, stimmten die Versammelten freudig zu. Die Metallarbeiter(Schlosser, Dreher usw.) der Schreibma- schlnenfabrik A. E. G. Huttenstr., befinden sich seit einer Woche im Streik, da die Betriebsleitung anstatt wie bisher in Stundenlohn nur in Akkord arbeiten lassen wollte. Die Arbeiter waren mit der Einführung der Akkordarbeit einverstanden, jedoch verlangten sie die Garantierung ihres bisherigen Stunden- resp. Wochenver- dienstes. Dieses lehnte die Betriebsleitung ab. Verhandlungen waren erfolglos, und so blieb den Arbeitern nichts weiter übrig. als die Arbeit niederzulegen. Da zu befürchten war, daß seitens des Arbeitsnachweises von der Gartenstraße Arbeitswillige nach der Schreibmaschinenfabrik geschickt würden, hatten die Streiken- den Posten in der Gartenstratze ausgestellt, um die arbeitslosen Kollegen auf den Streik aufmerksam zu machen. Jetzt machte sich auch sofort die Polizei bemerkbar und arretierte die Arbeiter, welche ihre Pflicht im Strcikpostenstehen ausübten. Ein Beamter verhaftete in seinem Eiser sogar einen Metallarbeiter, welcher in ruhiger Weise mit einem der Streikenden sprach und denselben auf- forderte, mit ihm ein Glas Bier zu trinken. Statt nach dem Bierlokal mußten beide nach der Wache und dort etwa% Stunde bleiben. Aus diese Art sind schon sechs Verhaftungen vor- gekommen. Die Arbeiter werden natürlich nach wie vor ihre Pflicht erfüllen und sämtliche arbeitslosen Metallarbeiter werden ersucht, keine Arbeit nach der Schreibmaschinenfabrik A. E. G. an- zunehmen._ Hirsche. Im Werk Franklinstraßc der Firma Siemens-Schuckert haben hie Dreher des Mctallarbeiterverbandes seit längerer Zeit den Werkstattbeschluß gefaßt, keine Uebcrstunden zu machen und nicht länger wie acht Stunden per Schicht zu arbeiten. Für die Gewerkvereinler scheint eine achtstündige Schicht aber jedenfalls zu kurz zu sein. Sie durchbrachen den Beschluß und arbeiteten neun Stunden. Als dann in einer Werkstattversammlung hierzu Stellung genommen werden sollte, glänzten sie durch Abwesenheit. Später ließen sie es selbst nicht bei neun Stunden bewenden, son- dern arbeiteten 1! und 12 Stunden täglich. Ja einer, der den Hals gar nicht voll kriegen konnte, arbeitete mit Einschluß einer zweistündigen Erholungspause volle 31 Stunden in einer Tour. Daß derartig arbeitswütige Leute jede auf Verbesserung der Ver- hältnisse gerichtete gewerkschaftliche Aktion unmöglich machen, liegt auf der Hand.'_ Zur Bewegung der Glaser. Gestern wurde bor dem Gewerbe- Bericht der Tarifvertrag zwischen dem Verbände der Glasergesellen und der Freien Vereinigung selbständiger Glasermeister abge- schlössen. Bei diesen Firmen sind bereits 342 Mann zu den neuen Bedingungen beschäftigt. Montag früh finden Einigungsverhand- lungcn auf dem Gewerbegcricht statt zwecks Beilegung des Lohn- kampfes im ganzen Gewerbe. Die Verhandlungen sind durch den Verband der Baugeschäftc. dessen Mitglieder auf Fertigstellung der Arbeiten drängen und in diesem Sinne auf den Verband der Glasereien eingewirkt haben, angebahnt worden. Selbstverständlich haben die Arbeiter ihre Zustimmung zu den Verhandlungen gegeben. Die Herren Glasermeister könne., von ihrer alten Manier, den streikenden und ausgesperrten Gchülfen allerhand Untugenden an- zudichten, immer noch nicht lassen. So behaupten sie in einem neuen Zirkular ganz frank und frei, die Streikenden suchten ihre früheren Arbeitgeber jetzt dadurch zu schädigen, daß sie auf den Bauten die von Streikbrechern eingesetzten Scheiben zertrümmerten. Irgend ein Beweis für diese vage Behauptung ist in dem Zir- kular allerdings nicht enthalten, er dürfte auch kaum zu erbringen sein. Die Streikenden vermeiden es vielmehr peinlich, auch nur den Anschein zu erwecken, als suchten sie etwa durch unangebrachte Streiche in diesem Lohnkampf den Unternehmern kleinliche Possen zu spielen. Sie alle sind genügend geschult, um zu wissen, daß man mit der Zertrümmerung von ein paar Fensterscheiben nicht den Ausgang eines Streiks resp. einer Aussperrung beeinflussen kann. Wenn die Meister aber trotzdem Ursache haben, über zer- brochene Fensterscheiben Klagelieder anzustimmen, so mögen sie dafür nicht die Streikenden, sondern die Streikbrecher ver- antwortlich machen. Aus allen Himmelsgegenden werden diese „nützlichen Elemente" heranzuziehen versucht. Größtenteils sind es Leute, die ein Arbeitgeber in normalen Zeiten überhaupt nicht beschäftigen würde. Die meisten davon sind kaum in der Lage, auch nur in eine zerbrochene Stallaterne eine Scheibe regelrecht einzusetzen, geschweige denn die Fensterflügel von modernen Groß- stadtwohnungen brauchbar zu verglasen. Wenn unter solchen Um- ständen die Arbeit nichts taugt und Materialverluste eintreten. dann brauchen sich die Meister doch wahrlich nicht zu wundern. Das wissen die Meister aber auch sehr gut selbst. Nur in ihrem Aerger darüber, daß die Streikenden und Ausgesperrten so standhaft sind, suchen die Herren Arbeitgeber jetzt die Ausständigen als Material- zcrstörer zu verdächtigen. In Wirklichkeit liegt dazu nicht der mindeste Anlaß vor. Ein besonderer Dorn im Auge ist den gläsernen Kühne- männern auch die freie Vereinigung der Glascrmeister, deren Mit- glieder den neuen Lohntarif bewilligt haben. Die Herren R ö h- l i ch, S a l o m o n s s und I o st laufen sich denn auch fast die Hacken ab. um diese Meister zum Wortbruch zu veranlassen. Sie kalkulieren dabei folgendermaßen: Sobald die Mitglieder der freien Vereinigung wortbrüchig werden und wieder aussperren. so leiten die Scharfmacher Verhandlungen mit den Streikenden ein. um ihre alten geschulten Leute wieder zu bekommen, die jetzt zum großen Teil bei den Meistern der freien Vereinigung arbeiten. Natürlich würden die alten Leute aus Entrüstung darüber, daß sie von den BcreinigungSmeistcrn auf die Straße gesetzt worden wären, jenen ein für allemal Valet sagen und wieder zu ihren früheren Großfirmcn gehen. Damit hätten die Großmeister dann zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Einmal hätten sie die alteingcarbeitctcn Arbeitskräste wieder und die Vercinigungs- Meister wären damit gleichzeitig bedeutend leistungsunsähigcr ge- macht, was ja mit im Hauptinteresse der Großfirmen liegt/Diesen Plan haben aber sowohl die Gesellen wie auch die Vercinigungs» meister sehr gut durchschaut, daher ist das brünftige Liebeswerbcn der edlen Scharfmacherkolonne denn auch bislang so gut wie er- folglos geblieben. Im Gegenteil, die Herren Obcrzünftler haben sich bei ihren versuchten Verleitungen zum Wortbruch manche drastische Abfuhr geholt. Gar trübselig ging es kürzlich auch dem bekannten Jnnungsmeister Herrn C. A. L ü d e r S in der Greifs- walderstraße bei der Anwerbung von Arbeitswilligen. Dieser Herr hatte in Hannover Gehülfen engagiert, die als Verbandsange- hörige von ihrem Engagement aber rechtzeitig der Berliner Streik- leitung Mitteilung machten. Zu einer bestimmten Zeit sollten sie hier eintreffen und als Erkennungszeichen einen Glaserdiamant lichtbar tragen. Die Angeworbenen meldeten auch prompt ihre Ankunft, blieben aber natürlich„daheeme". Nun fuhren vier Berliner Ausgesperrte nach Spandau und trafen mit dem be- stimmten Fernzuge auf dem Lehrter Bahnhos als„arbeitswillige Hannoveraner" ein. Aeußerst freundlich wurden sie dort von dem Buchhalter der Firma Lüders empfangen. Per Stadtbahn gings. nach dem Alexanderplatz und von dort ins Cafe Aschinger, woselbst sich die„Hannoveraner" auf Kosten der Firma von den Strapazen der„weiten Reise" erst ein wenig„erholen" sollten. Mit ver- kindlichem Dank nahmen die Vier die ihnen so außerordentlich zu- vorkommend angebotene Stärkung an und entwickelten dabei vor den staunenden Augen des Buchhalters einen Appetit, wie ihn eben nur ausgesperrte Glaser zu entwickeln vermögen. Nach der sehr gastfreien, aber immerhin etwas kostspieligen Fütterung fuhr man gemeinsam nach der Greifswalderstraße. Unterwegs machte der Buchhalter die vier„Fremdlinge" noch in liebenswürdiger Weise aus verschiedene Sehenswürdigkeiten Berlins aufmerksam und erzählte ihnen dann, daß sie 70 Pf. Stund''.lohn erhalten sollten, obwohl Herr Lüders auf Beschluß des Arbeitgeberverbandcs eigentlich nur 65 Pf. zahlen dürfe. Auch beim Logissuchen wollte der freundliche Cicerone helfen. Doch dieser Mühe wurde er über- hoben, denn die vier„Hau wveraner" stellten sich ihm jetzt höflich als— Ausgesperrte vor. Man kann sich denken, welch verblüfftes Gesicht der brave Buchhalter da machte. Wie ein betrübter Loh- gerber zog er von bannen und erstattete seinem Chef Bericht. Was der über die verunglückte Streikbrecherwerbung gesagt hat, ist noch nicht bekannt geworden. Oeirtfcsies Reick), Die Maschinenfabrik von A. Bentzki in Graudenz hat nach einem uns zugehenden Privattelegramm sämtliche Schmiede ausgesperrt.— Zuzug ist fernzuhalten. Die Aussperrung der Kölner Bauarbeiter, die von dem organi- sierten Unternehmertum angedroht worden ist. an die in Köln aber einschließlich der Unternehmer niemand geglaubt hat. ist durch Be- schluß der freien Innung abernials um vier Wochen—„hinaus- gescboben" worden, nachdem zwischen den Kanalniaurern und den Tiefbaunnternehmern eine Verständigung stattgefunden hat. Die Kanalmaurer erhalten sofort bei S'/z stundiger Arbeitszeit 75 Pf. Stundenlohn, vom 1. Mai 1S07 an 79 Pf. und von 1908 an 82 Pf. Tie Aussperrung der Kölner Dachdecker und der Glaser dauert un- verändert fort. Die Unternehmerorganisation des Baugelverbes will sich, wenn nicht innerhalb vier Wochen die Streitpunkte im Dach- decker- und im Glasergewerbe beendet sind,„alle Rechte vorbehalten". Die Dachdecker- und Bauklempnermeister verlangen die bedingungS- lose Ausnahme der Arbeit, obwohl ihnen der allgemeine Arbeilgeber- verband Verhandlungen mit den Gehülfen empfiehlt, da die Schuld auf beiden Seiten liege. Die Steindruckereiiesitzer in Chemnitz haben noch nicht genug an dem im vierten Monat währenden Kampf. Obwohl ihre Ver- treter bei den Verhandlungen zwischen Schutzverband und Senefelder Bund in Berlin mit zugestimmt haben, wollen sie nur 50 Proz. der Streikenden wieder einstellen. Eine Versammlung der streikenden Lithographen und Steindrucker beschloß deshalb, weiter im Streik zu beharren und die Leiwng des Senefelder Bunde? und des Schutz- Verbandes um Vermittelung anrufen. Mit den zwischen Schutz- verband und Senefelder Bund vereinbarten Bedingungen erklärte sich die Versammlung einverstanden, da hiese eine wesentliche Verbesserung der Chemnitzer Verhältnisse bedeuten. Die gewerkschaftliche Organisation auf dem Lande. Eines er- reulichen Aufschwunges erfreut sich der Deutsche Maurer- verband im Gau München, der die Kreise Oberbayern, Niederbayern und Schwaben umfaßt. Wenn die Unternehmer früher glaubten, daß infolge der südbayerischen Gemütlichkeit und der Gleichgültigkeit der ländlichen Arbeiter hier die Organisation, oder wie sie zu sagen pflegen, die„Sozi" nichts auszurichten vermögen, so wurden sie durch die Tatsachen der letzten zwei Jahre eines anderen belehrt. Der Deutsche Maurerverband zählte im Gau München bei Ab- schluß des 2. Quartals 37 Zweigvereine mit 6317 Mitgliedern, das sind gegen das 1. Quartal mehr 11 Zweigvereine und 951 Mitglieder und eine Erhöhung der Mitglieder gegenüber dem 4. Quartal 1905 um 14 Zweigvereine und 2953 Mitglieder. Die Organisation hat in allen bedeutenderen Orten Wurzel gefaßt und der innere Ausbau der Organisation schreitet in erfreulicher Weise vorwärts. Die Fluktuation der Mitglieder ist auf das unvermeidliche Maß zurück- gegangen, ein Zeichen davon, daß das nötige Vertrauen zum Verbände und die richtige Ueberzeugungstreue unter den Mit- gliedern Platz gegriffen hat. Bis jetzt hat in diesem Jahre der Ver- band im Gau 20 Lohnbewegungen zu verzeichnen, 16 davon endeten bis jetzt mit guten Resultaten, in 16 Orten wurden mit den Unter- nehmern Tarifverträge abgeschlossen. Mit dem Wachstum der Organisation hält aber auch die Entwickelung der Arbeitgeber- organisation gleichen Schritt. Ueberall standen sich die Arbeiter einem geschlossenen Unternehmertum gegenüber. Ein arbeitswilliger Revolverheld. Am Frcitagnachmittag 6 Uhr kam es in Nürnberg zwischen Arbeitswilligen und Aus- ständigen zu einem Zusammenstoß. Ein Arbeitswilliger machte von feinein Revolver Gebrauch und schoß dreimal in die Menge. Ein 29jähriger Schlosser wurde dreimal getroffen und schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht. Der Täter wurde verhaftet. Hustanck. Die Maurer und Handlanger Zürichs stehen seit dem 5. Juli im Streik. Die Baumeister versuchen durch die Presse den Glauben zu erwecken, daß der Streik beendet sei, und schicken ihre Agenten auf den Streikbrechcrfang. Die Regierung steht auf feiten der Unternehmer, indem sie das Streikpostenstchen verbietet, was für die Streikenden schon viele Verhaftungen. Bußen. Ausweisungen. Mißhandlungen durch die Polizei und eine große Anzahl Streik- brcchcr, die ihrem traurigen Handwerk nachgehen, weil sie sich von den Behörden geschützt wissen, zur Folge hatte. Trotzdem dauert der Kampf fort. Die Arbeiter, die gegenwärtig in Zürich sind. können kaum den fünften Teil der 4000 in den Streik getretenen Maurer und Handtangcr ersetzen. Der Sieg kann letzteren also nicht ausbleiben, wenn ihnen niemand mehr in den Rücken fällt. Sie appellieren deshalb an die Genossen, das Wort der Solidarität unter den Maurern und Hand- langer» zu propagieren, damit keiner von ihnen zum Verräter werde und nach Zürich komme. Für Mitteilungen und Auskunft wende man sich an das Streikkomitee, Restaurant„Sonne", Außer- sihl(Telephon 4889) oder an die Arbeitskammer Zürich (Telephon 2404). Ter Kampf um den Zweistuhl in der Textilindustrie zu Berviers ist mit der am Donnerstag erfolgten Wiederaufnahme der Arbeit in ein Stadium getreten, das uls der Beginn eines für die Arbeiter- fchaft günstigen Abschlusses zu betrachten ist. In der rheinischen Textilindustrie hat man das zehnjährige Ringen in der nahen Grenzstadt mit gespanntem Interesse verfolgt. Sein Ausgang mußte für die Arbeiterschaft der alten Tuchindustricstadt Aachen von entscheidender Bedeutung werden, nicht nur in der Gestaltung des Arbcitsverhälinisscs, sondern auch in Sachen der gewerkschaft- lichen Organisation; namentlich deshalb, weil der aus der Oppo- fition gegen den Zweistuhl geborene christliche Textilarbeiterverband sich verleiten ließ, in geheimen Verhandlungen mit den Arbeitgebern die Einführung des Ehstems in Aachen gutzuheißen. Durch den Ausgang des Kampfes in Vcrvicrs hat sich die Situation für den christlichen Verband noch verschlechtert. Suchte er doch seinen Um- fall vornehmlich damit zu begründen, daß die Aachener Industrie durch Berviers verdrängt würde, wenn es nicht gelänge, den Wider- stand gegen„den Fortschritt der Technik" zu brechen. Vor zehn Jahren wurde in Berviers der Zweistuhl bei zwei Firmen eingeführt. Es waren Ichmalc. in Deutschland nicht übliche, sogenannte Exzenterstühle. für schmale Stoffe und leichtes Gewebe. Die Arbeiter waren zur Bedienung solcher Stühle bereit. All- mählich gingen auch andere Fabriken zur Einführung des Zweistuhls über, ohne sich an das bestimmte System gebunden zu erachten. Es kam dazu, daß man größere Stühle dafür einrichtete, mit breiteren Stoffen belegte und schließlich sogar Schnelläufer dazu verwendete. Statt der leichten und schmalen Damentuchc legte man schwere Hcrrenstoffe, auch farbige, auf; ein Beginnen, welches natur- notwendig die schärffte Opposition der Arbeiter hervorrufen mußte. Wenn auch nicht zu verkennen ist, daß die Technik der Webstühle sich in den Jahren verbesserte— sie bewegte sich hauptsächlich in der Erhöhung der Tourenzahl von 60 auf 85 bis 125 Touren—. wo- durch an sich schon eine bedeutende Erhöhung der Produltion des Einstuhlwebers eintrat, dabei aber auch die Grenze der Leistung-- fähigkeit-der W'ber erreichte, so stellte die problematische Weiter- einführung des Zweistuhls Anforderungen, die an der physischen Unmöglichkeit der Weber ein gebieterisches Halt fanden. Der Kapitalismus wollte auch dieses Hindernis besiegen. Was kümmerte es ihn, daß der Weber mit SO bis 35 Jahren nur noch eine lebende Rüine war? Vorab waren die Arbeiter Verviers dem Beginnen der Unter- nehmer nicht gewachsen. In Belgien fehlt ein großer zentralisierter Verband der Textilarbeiter. Bei großen Kämpfen sind unsere dortigen Klassengcnossen hauptsächlich auf die Kräfte der Organi- sation a m O r t c angewiesen. Der Weberverband für das Ve�dre- tal konnte aber einen entscheidenden Kampf nicht aufnehmen; er hatte weder die Mitt�'. noch die Mehrzahl der Textilarbeiter hinter sich. Allmählich gel.mg es ihm, von den rund 20 000 Arbeitern 15 000 zu organisieren, und nun konnte er daran gehen, die Streiche der Unternehmer zu parieren. Zug um Zug widerlegte er die Be- hauptungen der Fabrikanten, daß in anderen Orten und Ländern das Unmögliche geleistet würde. Er sandte Studienkommissionen nach den anderen belgischen Jndustrieorten, nach Frankreich und Teutschland; über, ll mit dem gleichen Erfolge. Nirgendwo, auch nicht in dem vom christlichen Textilarbeiterverbande so viel ver- leumdcten Mitteldeutschland, wurde gleiche Ware auf solchen Stühlen gewebt. Es begann ein zäher Kampf. Der Weberverband erklärte jeden Weber in Verruf, der bei Arbeitswechsel aufs neue zwei Stühle belegte. So kam es, daß die Zweistuhlbetriebe nach und nach fast ganz still lagen. Der Arbeitgeberverband suchte durch Androhung der Generalaussperrung die Weber kirre zu machen. Man verhandelte monatelang; die Weber blieben hart. Man ver- suchte eine Erklärung der Organisation zu erpr-ssen, um daraufhin anderweitig Arbeiter anzuwerben. Die Organisation wies das Ansinnen verächtlich zurück. Dann sperrte man 2500 Weber aus; ohne Erfolg. Die Arbeiter drehten den Spieß um. Wo die Unter- nehmcr die Weber aussperrten, ließen die Appreturarbeiter die Arbeit liegen. In zwei Tagen streikten schon 4000 Hülfskräfte, Männer und Frauen. Die Unternehmer sahen die Kraftprobe ver- loren. Einige von ihnen sperrten überhaupt nicht aus; andere haben gar kein oder sogar ein gegensätzliches Interesse am Zweistuhl. Unter diesen Umständen waren sie gern bereit, mit der Organisation der Arbeiter in neue Verhandlungen einzutreten. Sie wählten als Vermittler die städtische Arbeitskommisswn. Die dort gemachten Vorfchläge wurden von den Arbeitern wiederholt abgelehnt. Wohl oder übel mußten die Unternehmer die prinzipielle Erklärung der Arbeiter, daß sie grundsätzlich nur insoweit dem System zustimmten, als die Voraussetzungen, unter denen es eingeführt worden sei. zu- träfen und beachtet würden, als unabänderlich annehmen. Die Unternehmer wünschten für eine zu bildende Studienkommission sechs Monate bis zur Berichterstattung; die Arbeiter gaben nur Zeit bis zum 1. Oktober und stellten als Grundlage auf, daß nur bedient werden dürfen: Exzenterstühle, höchste Breite 1.80 Meter, nur zwei Spulen, nicht höher wie acht Schäfte, kein Streichgarn und nur Uni-Farben. Neue Stühle werden bis zur Berichterstattung nicht doppelt belegt; jeder Streikende und Ausgesperrte tritt an feine alte Stelle. Etwaige Arbeitswillige haben die belegten Stellen zu verlassen; die Arbeit wird am 16. August wieder auf- genommen. So hat der Kampf eine Wendung genommen, die im Interesse ----:l r,----... u---.■•.C,en jst der Textilarbeiter aller Länder mit Freuden zu._ Die Unternehmer haben die erste Schlacht verloren. Die Arbeiter bereiten den endgültigen Sieg vor, den sie im Oktober sicher zu erringen hoffen. Wenn wir in unserem Bericht etwas ausführlich geworden sind, so nur deshalb, weil hunderttausende deutscher Klassengenossen in Rheinland-Westfalen. in Sachsen und Thüringen daran lebhaft interessiert sind, zum anderen deshalb, weil die von den belgischen Preßburcaus bedienten deutschen Blätter im Interesse der Arbeiter- feinde mit falfchen Berichten überhäuft worden sind und es da- durch unmöglich wurde, sich ein wahres Urteil über den Wert des Kampfes zu bilden. Letzte JVachncbteii und Depefeben. Der Schutzmannssäbel hat gestern abend gegen%10 Uhr wieder einmal eine Rolle gespielt. Der an der Zimmer- und Friedrichstraßen-Eckc haltende Kutscher Lunan wurde von dem Schutzmann Nr. 5527 sistiert, weil er kein Licht am Wagen hatte. Dabei haben Auseinandersetzungen statt- gefunden, wobei der Schutzmann von dem Säbel Gebrauch machte und Lunan lebensgefährliche Verletzungen beibrachte. Ein Hinzu- kommender Namens Vettring wurde an der rechten Hand ver- wundet. An dem Aufkommen des L.. der nach dem Krankenhaus gebracht wurde, wird gezweifelt. Das zahlreich versammelte Publikum nahm gegen den Beamten eine drohende Haltung ein. Die Erdbeben-Katastrophe. New Aork, 18. August.(B. H.) Die letzte» Nachrichten aus Chile besagen, daß die Katastrophe mit derjenigen San FranciScos zu vergleichen ist. Ganze Häuserreihen sind eingestürzt, besonders die modernen Häuser des Handelsviertels. In diefen brach Feuer aus, welches die Verwirrung noch vergrößerte. Die stehen ge- bliebenen Häuser weisen große Risse auf. GaS- und Elektrizitäts- werke sind eingestürzt. ES ist unmöglich, die Zahl der Opfer auch nur annähernd anzugeben. Die Eisenbahnlinien find gänzlich zerstört. New N»rl, 18. August. Eine Meldung der„Associated Preß" aus Lima besagt, daß in Valparaiso zahlreiche Personen durch den Einsturz von Gebäuden getötet worden seien. Herbeigerufenes Militär erschoß sämtliche Leute, die zu plündem versuchten. Die Ortschaften Vinal del Mar, Suilpique und Limache in der Nähe von Valparaiso sind zerstört._ Arbeiterausstand. Mannheim, 18. August.(B. H.) Auf den Jutewerken in Wald- Hof sind Arbeiter in den Ausstand getreten. Eine Zunahme der Arbeitsniederlegung steht zu erwarten, so daß die Werke wahr- schcinlich aekchlossen werden._ Ein Kirchenraub. Paris, 18. August.(B. H.) Die Schatzkammer der Kirche St. Michael ist in der vergangenen Nacht ausgeraubt worden. Eine große Anzahl wertvoller Gegenstände, teils mit Diamanten besetzt, darunter Geschenke früherer Päpste, sind entwendet worden. Bon dem oder den Dieben fehlt jede Spur. Die Strafe. Petersburg, 18. August.(B. H.) Admiral Skrydlow ersuchu telegraphisch den Marineminister, die Meuterer der Schwarzen Meer-Flottc nicht kriegsgerichtlich, sondern auf adminiflrätivcin Wege zu bestrafen.— In der„Nowojc Wrcmja" fordert ein Offizier zu offenen Kampf auf geoen das«oi-ntum, das die Attentäter beschütze.__ New Dar!. 18. Augu». tB. H.) In Valparaiso liegen Hun- dcrte unter den Trümmern verbrannt. Die Stadt brennt an 20 Stellen. Die Bevölkerung ist auf das Land geflohen. Besonders schwer hat das Geschäftsviertel gelitten. Bella Vista. wo sich die besten Wohnungen befanden, liegt vollständig unter Trümmern. Verantw. Redakt.: Carl Mermuth, Berlin-Rixdorf. Inserate vcrantw.: Th. Glocke. Berlin. Druck u.Berlag: Vorwärts Buchdr.u. Verlagsanstalt Paul Singer ä: Co., BerlinLIV. Hierzu 4 Beilagen. Nr. 192. 23. Jahrgang. Leitsätze zum Thema: 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. ,, Volkserziehung und Sozialdemokratie" Die Genoffin Zetkin und Genosse Schulz als Referenten über das obige Thema auf dem Barteitage in Mannheim stellen die nachfolgenden Leitfäße zur Diskussion: 1. Das Ziel der Erziehung ist nicht ein absoluter Begriff religiöser oder moralischer Art, sondern es ist den im Flusse der gesellschaftlichen Entwickelung maßgebenden Faktoren, in letzter Linie den ökonomischen Triebkräften der betreffenden Zeit unterworfen. Da die bisherige menschliche Geschichte sich in Form von Klassengegensägen vollzog, so fehlte es bisher an einer einheitlich organifierten öffentlichen Erziehung für die Gesamtheit des Volkes, die öffentliche Erziehung war vielmehr stets und überall Klassenerziehung. Während die jeweilig herrschenden Klassen für sich eine verhältnismäßig gute Bildung, und zwar sowohl eine hohe Allgemeinbildung als auch eine für die Beherrschung der Produktion und des Staates notwendige technische Bildung zu monopolisieren wußten, haben fie die unterdrückten Klassen stets entweder ohne jegliche Bildung gelassen oder ihnen doch nur das bescheidenste Maß einer für die jeweilige Produktionsform unerläßlichen technischen Bildung einSo ist auch die Boltsschule in den kapitalistisch regierten Staaten ber Gegenwart, weit davon entfernt, ein wirksames Organ wahr hafter Volksbildung zu sein, nur ein Hülfsmittel der kapitalistischen Produktion zum Zwecke einer elementaren technischen Abrichtung der Arbeitermassen. Eine planmäßige Hebung der Volksschule scheitert, obwohl sie im Interesse der sozialen Entwickelung liegt, fortwährend an dem durch Militarismus, stolonialpolitik und ähnliche kostspielige Interessen der herrschenden Klasse bewirkten ständigen Geldraangel des Staates. Außerdem bewirkt die zunehmende Arbeitsteilung und die dadurch entstehende Schablonisierung und Geistlosigkeit der Arbeit in vielen Industriezweigen ein Erlahmen des kapitalistischezz Interesses für die Volksschule. geräumt. 2. Sonntag, 19. Auguft 1906. Erziehung in Heim hat das Wirken der öffentlichen Unterrichts- und zwischen Partei und Gewerkschaften gebracht hat." Wir teilen Erziehungsanstalten zu vervollständigen. Sie soll nicht bloß Mutter- diese Ansicht nicht, daß nur die Art der Polemik die Schuld wert sie muß gemeinsames Elternvert sein. Die Sozialdemokratie trage. Es gibt, wie wir bereits im vorigen Artikel streiften und fordert ihre Angehörigen auf, soweit sie als Eltern, Vormünder oder wie es in einer so großen Bewegung, wie unsere heutige Arbeiterauf andere Weise berufen find, die Erziehung von Kindern zu leiten bewegung, nicht anders sein kann, mancherlei und ernſte Meinungs. oder zu beeinflussen, sich dieser wichtigen Aufgabe mit dem liebe- verschiedenheiten auch innerhalb des Kreises, der durch die gemeinvollsten Ernst und der größten Gewissenhaftigkeit anzunehmen. Sie samen Gedanken des Sozialismus und des Klassenkampfes ver erklärt es für die selbstverständliche Pflicht der Parteiangehörigen, bundenen Menschen. Es ist für uns ferner fein Zweifel, daß die daß sie die Kinder im Geiste der sozialistischen Weltanschauung er- Debatten auf dem Gewerkschaftskongreß in Köln starken und beziehen. Solange aber der Klassenstaat besteht und die Volksschule rechtigten Anlaß zum Widerspruch gegeben haben, insbesondere die als Werkzeug der Klassenherrschaft mißbraucht wird, kann sich die Debatten über die Maifeier und den Generalftreit. Gleichwohl häusliche Erziehung nicht harmonisch an den Schulunterricht an- müssen wir anerkennen, daß die Gewerkschaftsführer reichlich unter gliedern, sie muß vielmehr im großen Umfange bewußt und plan- demselben lebel gelitten haben, über das im Laufe der letzten mäßig den Tendenzen entgegenwirken, welche diesen verfälschen und Jahre auch innerhalb der Partei selbst nur allzuoft Auseinander vergiften. Das gilt in erster Linie und im besonderen Maße von fegungen stattgefunden haben. Es ist hier und da versucht worden, solchen dem Religions- und Geschichtsunterricht. Die Erziehung im Geiste Klagen durch Bemerkungen zu begegnen wie diese: Man wolle den der sozialistischen Weltanschauung erfolgt nicht dadurch, daß man guten Ton des höheren Tochterpensionats in die Partei des harten Die unmündigen Kinder zum Auswendiglernen programmatischer Stampfes einführen. Es wurde über Anstandsmeierei gespöttelt, Formeln zwingt. Sie fordert aber, daß diese durch die zwedentsprechende über Philister, die den Ausbruch der überquellenden LeidenschaftlichGeistes- und Charakterpflege für das Verständnis der sozialistischen leit nicht begreifen, und dergleichen mehr. Nun, wir sind nicht Theorien und die Betätigung sozialistischer Gesinnung vorbereitet zimperlich und scheuen wahrlich nicht vor derbem Wort. Es ist aber, werden. Dazu gehört, daß man die Kinder in die Welt des was die Lobredner und Beschöniger der erbitterten, Parteipolemik natürlichen und sozialen Lebens und seine Triebkräfte einführt, so beharrlich nicht sahen, ganz und gar nicht der anständige daß sie den Menschen als ein Glied in der unendlichen Kette alles Ton", dessen Verletzung beklagt wurde, es war vielmehr die natürlichen und sozialen Seins erfaffen lernen; daß man sie zum Herabwürdigung der gesamten menschlichen und parteigenössischen Wollen und zum Gebrauch der Freiheit erzieht; daß man in ihnen Persönlichkeit, worüber Beschwerde geführt wurde. die Gefühle der Brüderlichkeit, der Liebe zur Wahrheit, Freiheit, Gerechtigkeit und Schönheit erweckt und pflegt. Das lebendige persönliche Beispiel der Erziehenden ist dabei ein Faktor von größter Wichtigkeit. Damit die Parteigenossen ihre verantwortungsreiche Aufgabe erfüllen können, müssen sie mit Gifer auf ihre theoretisch- sozialistische Weiterbildung bedacht sein, sie müssen in strenger Selbstzucht an ihrer Charakterbildung arbeiten. Die Partei hat die erzieherische Aufgabe der Eltern dadurch zu fördern, daß sie in ihrer Presse dem Volksschulwesen wie den pädagogischen Problemen dauernd die gebührende Beachtung schenkt und eine geeignete sozialistische Kinderliteratur schafft. 5. ... Diese Klage der Gewerkschaftsführer ist längst von den Parteigenossen, welche die Polemiken in den letzten Jahren verfolgt haben, als berechtigt erklärt worden. Auch haben die Parteigenoffen vielfach dahin gewirkt, dieses lebel zu bekämpfen. Es ist auch nicht zu verkennen, daß dieses Uebel, nachdem es seine Höhe erreicht hatte und allseitig von den Parteigenossen gründlich empfunden wurde, sich neuerdings erheblich gemildert hat. Die Verstimmung der Gewerkschaftskreise entsprang aber feineswegs, wie schon bemerkt, aus der Art der Polemik allein, es häuften sich Mißbehagen und Mißtrauen infolge von Geschehnissen, die eine Unsicherheit des Parteifurfes verrieten und bei vielen Gewerkschaftsvertretern die Gefahr einer wachsenden Beunruhigung der gewerkAber die Volksschule ist nicht nur ein Mittel zum Zwecke des schaftlichen Tätigkeit nahe zu rüden schienen. Sehen wir von lapitalistischen Profits, sie ist auch ein Herrschaftsinstrument zur Das Proletariat ist der Träger einer in sich geschlossenen Welt- Früherem ab, so lag in der Massenstreiffrage der Ursprung dieses Förderung der politischen Interessen des Kapitals. Während ein anschauung, die zwar die konsequente Fortentwidelung der höchsten Mißbehagens. mannigfaltig gegliedertes und reichdotiertes höheres Bildungswesen wissenschaftlichen und künstlerischen Ideale unserer Zeit ist, aber in Jena schien die zuvor gehegten Befürchtungen beder Jugend der herrschenden Klassen die Erwerbung einer auf scharfem Gegensatz zu der bürgerlichen Weltanschauung und damit auch feitigt zu haben. Bald nach Jena tam aber der„ Vorwärts". wissenschaftlicher Basis beruhenden allgemeinen Bildung ermöglicht zu der bürgerlichen Wissenschaft und Kunst unserer Tage steht, die einen Sonflift, es tamen jene kurzen Monate, da eine Anzahl Parteiund den herrschenden Klassen dadurch ein geistiges lebergewicht ausgeprägten Klassencharakter tragen. Im Hinblick auf seine genossen sich in dem Glauben befanden, daß sie einen besonderen über die arbeitenden Klassen verschafft, wird die Arbeiterjugend in geschichtliche Mission kann daher das Proletariat die bürgerliche Radikalismus vertreten, da sie eine Sprache führten, als meinten der Volksschule zum Glauben an ein künstlich zurecht gestustes, ge- Geisteskultur nicht einfach übernehmen, es muß sie vielmehr seiner sie, die russische Revolution werde sich alsbald nach Deutschland fälschtes Bild der Natur, der menschlichen Gesellschaft und der eigenen Weltanschauung gemäß umwerten. In diesen Tatsachen ist fortpflanzen. Es ist auf der Februar- Konferenz sehr viel Bitteres fulturellen Entwickelung gedrillt. Insbesondere sollen durch dog- der relative Wert begründet, den auch die wohlmeinendsten und an über die Vorgänge vom 21. Januar und die Wandlungen, die sich matischen Religionsunterricht und byzantinischen Geschichtsunterricht sich verdienstlichen Bestrebungen bürgerlicher Kreise zur Hebung der damals zutrugen, gesagt worden. Vielleicht hört mancher aus in der Arbeiterjugend frühzeitig die Eigenschaften geistiger Demut wissenschaftlichen und künstlerischen Wolfsbildung haben. Die Sozial- einigen Aeußerungen einzelner Gewerkschaftsredner über diese und patriotischer Unterwürfigleit gezüchtet werden, Tendenzen, die demokratie kann daher an solchen Bestrebungen feinen Anteil haben; Borgänge eine gewisse Schadenfreude und eine gewisse Erwartung mit der Verschärfung der Klassengegenfäße an Intensität zunehmen. angesichts der schreienden Bildungsbedürftigkeit der breitesten Massen heraus, als werde der Verlauf jener Parteiaktion nun umgekehrt steht sie ihnen jedoch sympathisch gegenüber, fotveit sie nicht bewußt die Tendenzen des Nurgewerkschaftstums begünstigen. Weitaus Der Sozialismus, der die Abschaffung der Klassenunterschiede zu Mitteln entwürdigt werden, das Klassenbewußtsein des Prole- wiegt aber über solch leisen Unterton der Ausdruck echten Bedauerns will, beseitigt damit auch die Klassenerziehung. Er bricht zu diesem fariats zu trüben und die Energie feines Klassenkampfes abzu über den Verlauf der Dinge vor, und die Partei hat allen Grund, über das Peinliche solcher Kritik sich zu erheben und ihre Wahrheit Zwede mit den geltenden Prinzipien der gegenwärtigen öffentlichen schwächen. Ihr selbst aber erwächst die Aufgabe, in steigendem Maße für anzuerkennen. Nicht nur um daraus für die Zukunft Lehre zu Erziehung. Der Sozialismus fieht in dem Stinde nicht den ut die allseitige Weiterbildung ihrer Mitglieder zu sorgen, und zwar schöpfen, sondern gerade auch deshalb, daß nicht solche Geschehnisse fünftigen Lohnsflaven und rechtlosen Proletarier, fondern er würdigt in ihm das werdende Glied der sozialen Gemeinschaft freier Arbeiter, in erster Linie für deren theoretische Schulung durch planmäßige tatsächlich die bisher in Deutschland glücklicherweise verschwindend bei dem in seinem eigenen und zugleich im gesellschaftlichen Intereffe Einführung in die Grundsätze des wissenschaftlichen Sozialismus. geringen Neigungen enggeistigen Nurgewertschaftlertums zu alle geistigen und körperlichen Fähigkeiten zu möglichst hoher Als Mittel kommen in Betracht: die Gründung beziehungsweise der stärken.. Der Vorwärts"-Sonflift crregte aber auch, abgesehen von der Vollendung zu entwickeln find. Die öffentliche Erziehung wird das Ausbau von Arbeiter Bildungsschulen, die Veranstaltung von durch zu einer der wichtigsten sozialen Aufgaben, für die die besten systematisch gegliederten Vortragstursen, die Veranstaltung von Lese-" Revolutionsromantik", bei den meisten Gewerkschaftsvertretern geistigen und materiellen Mittel der Gesellschaft nuzbar zu und Distuffionsabenden, beziehungsweise die Ausgestaltung der großes Mergernis. Aus dem Protokoll tritt der nicht nur momenBahlabende zu folchen; die Verbreitung der Literatur des wissen- tane, sondern andauernde Widerspruch der Gewerkschaftsvertreter machen sind. Da der Sozialismus in der gesellschaftlichen Arbeit den Ursprung schaftlichen Sozialismus; die Behandlung theoretischer Fragen in noch weit schärfer hervor als einst aus den Aeußerungen der Ge wertschaftspresse. Man sah nicht nur in jenem trüben Ereignis und die Grundlage der gesellschaftlichen Organisation erblidt, da der Tagespresse. er aus diesem Grunde den Gegensatz zwischen Handarbeit und Innerhalb der Partei ist der Künstlerische Sinn zu erwecken und elementare Gewerkschaftsforderungen verleßt, sondern mußte sich, Stopfarbeit, zwischen Praxis und Theorie aufhebt und damit die zu pflegen durch die Ausstattung der Festschriften und illustrierten da man fachlichen Widerspruch erhob, sagen lassen, daß das die Arbeit aus der verachteten Niedrigkeit von heute erheben und zu Bublikationen; durch die Herausgabe von Meisterbildern und Gewerkschaften nichts angehe. einer Duelle des Glüids und der Freude gestalten will, so wird auch fünstlerisch wertvoller Unterhaltungsliteratur, durch die Veranstaltung ironisierenden Ausführungen der Redner auf der Konferenz lieft, Mancher Parteigenoffe, der die bald erbitterten, bald grimmig für die Erziehung in der sozialistischen Zukunft die Arbeit" die von Konzerten, Vortragsabenden, gemeinschaftlichen Museums- ironisierenden Ausführungen der Redner auf der Konferenz lieft, Grundlage und zugleich das wertvollste, lebenerweckende und zu besuchen usw., durch einführende Vorträge und Artikel in der Tages- mag jetzt, da die Szene sich wieder einigermaßen gewandelt zu haben scheint, über die im Februar gefallenen Aeußerungen_crfozialer Gesinnung erziehende Element bilden. In dem findlichen presse; durch eine zweckentsprechende Ausgestaltung der Feste. Spiel der ersten Lebensjahre kommt der allgemein menschliche Drang Theoretikern und Praktikern, dient als Zentralstelle für die Bildungs- leiseren Andeutungen streifen wollten. Dann wird er erkennen, Ein Bildungsausschuß von 25 Mitgliedern, bestehend aus schrecken und heftig auf diese Angriffe zurüdzuschlagen geneigt sein. Aber er möge sich all jener Vorgänge erinnern, die wir nur in nach Betätigung zuerst zum Ausdruck. Er stellt organisch aufgebaute Programme für VorErziehung wird daher ohne die kindliche Lebensfreude zu beein- bestrebungen. trächtigen beim Spiel anknüpfen und von hier aus Sinaben und träge und Vortragsturse und die dazu gehörigen Literaturnachweise daß die Gewerkschaftsvertreter in ihren Aeußerungen feines. Mädchen in gemeinsamer Erziehung und in steter Anlehnung an den zusammen, erteilt Ratschläge für belehrende und künstlerische Ver- egs gegen unsere Partei vorgegangen sind, daß sie vielfozialen Arbeitsprozeß durch die Jahre förperlichen und geistigen anstaltungen, vermittelt rednerische und fünstlerische Kräfte und sucht mehr um des Wohles der Partei nicht weniger als uni Wachstums geleiten, bis sie als vollentwidelte Individuen und auf andere geeignete Weise seiner Aufgabe gerecht zu werden. Der des Wohles der Gewerkschaften willen bedenkliche Erscheinungen mit vollem Berantwortlichkeitsbewußtsein in die soziale Gemeinschaft Ausschuß wird auf Grund einer Vorschlagsliste der Landes- beztv. kritisieren und abwehren wollten. Diese Dinge dürfen aber jest um so ruhiger besprochen werden, eintreten, und zwar an die ihrer Individualität am besten ent- Bezirksorganisationen alljährlich von Parteivorstand und Kontroll als es ja seit einiger Zeit den Anschein hat, als folle eine ernstliche fommission gewählt; der Parteivorstand ist in ihm durch zwei Abkehr von jenen früheren Irrungen erfolgen. Insbesondere sehen prechende Stelle. Delegierte vertreten. Eine ständige Geschäftsstelle des Bildung wir mit Befriedigung, daß die Artikel, die der Vorwärts" über ausschusses vermittelt den Verkehr mit den Parteiorganisationen im bas Brotokoll veröffentlicht, so weit sie bisher vorliegen, nicht nur 3. Von diesen Grundsägen ausgehend, fordert die deutsche Sozialbemokratie im Interesse der Hebung der öffentlichen Erziehung zunächst: Schaffung eines Reichsschulgesetzes auf der Grundlage der Weltlichkeit und Einheitlichkeit des gesamten Schulwesens. Organische Angliederung der höheren an die niederen Bildungsanstalten. Unentgeltlichkeit des Unterrichts, der Lehrmittel und der Verpflegung in den öffentlichen Schulen. Beihülfe des Staates für die Weiterbildung befähigter, aber unbemittelter Schüler ohne Beeinträchtigung der bürgerlichen Rechte der Eltern. Gleichberechtigung der Geschlechter in den Lehrkörpern und der Schulverwaltung. Mitwirkung der Eltern und der Lehrerschaft bei der Schulverwaltung. Fachschulaufsicht. Reiche. 6. Die Sozialdemokratie erachtet es als eine ebenso dringliche wie bedeutsame Pflicht, die aus der Schule entlassene proletarische Jugend mit der Weltanschauung des Sozialismus zu erfüllen und für die aktive, zielbewußte Anteilnahme am proletarischen Emanzipations fampf vorzubereiten. im Tonfall der Polemit, sondern auch in der Sache selbst von denkbar größtem Entgegenkommen gegen die Gewerkschaftsvertreter erfüllt find. Wir fönnen darin bereits eine segensreiche Wirkung des Protokolls erkennen. Wir freuen uns dieser Wandlung. Wir wünschen nur, daß sie von Dauer ist und bedauern nur aufs tieffte, daß unter den früheren Jrrungen und Wirrungen das Nötigste der Zur Lösung dieser Aufgabe sind von den Parteigenossen ge- preußischen Wahlrechtsbewegung nicht geschehen ist oder nicht geeignete Jugendorganisationen zu schaffen bezi. Vertrauens- schehen konnte. Es sind Vorträge, Diese Auffassung von den berechtigten Momenten der gewerkpersonen aufzustellen, die sich ihr widmen. Bortragszyklen und Unterrichtsturse zu veranstalten; das Leje- schaftlichen Verstimmung macht uns jedoch keineswegs blind gegen bedürfnis ist zu wecken und zu fördern, gesellige Zusammenfünfte die fehlerhaften Berallgemeinerungen, die vielfach und die Feste der proletarischen Organisation sind dem erstrebten auf der Konferenz vorgekommen sind. Freilich, wenn man einmal verstimmt und verbittert ist, dann stellt sich leicht UeberempfindlichBiele muzbar zu machen. feit ein auch gegen sachliche Kritik, dann stellt sich die Neigung der Schwarzjeherei" ein, von der mit Recht Sachse und andere sprachen. allgemeinerung vielfach von einer" Hebe gegen die GewerkschaftsEs ist aber nötig, zu widersprechen, wenn in übertriebener Berbeamten" gesprochen wurde, wenn v. Elm die geflissentliche Herabsegung der gewerkschaftlichen Tätigkeit" wie eine allgemeine Er scheinung in der Partei beklagt oder wenn Blum eine Aeußerung Errichtung von Erziehungs- und Verpflegungsanstalten für das vorschulpflichtige Alter( Kindergärten) weltlichen Charakters. GrDie Bestrebungen zur sozialistischen Erziehung der schulrichtung von Schulheimen, in denen die Kinder in den unterrichtsfreien Tagesstunden leibliche und geistige Fürsorge finden. Gründung entwachsenen Jugend erhalten einen festen geistigen Mittelpunkt durch ein eigenes periodisches Organ, das methodisch in die Theorien von Sanatorien für schwächliche und tränkliche Kinder. Errichtung von Fach- und Fortbildungsanstalten für die schul- des wissenschaftlichen Sozialismus einführt und neben der allgemeinen entlaffene Jugend ohne Unterschied des Geschlechts. Obligatorischer geistigen Entwickelung die Charakterbildung fördert, Besuch dieser Schulen während der Tageszeit bis zum vollendeten Clara Bettin. Heinrich Schulz. 18. Lebensjahr. Einführung des Arbeitsunterrichts in alle Schulen. Errichtung Es ist wiederholt der Wunsch ausgesprochen worden, Entivürfe unseres Redaktionsfollegen Fleißgner als Untergrabung der Fundabon Lehrwerkstätten. Pflege der fünstlerischen Bildung. zu größeren Resolutionen, welche dem Parteitage zur Beschluß- mente der Gewerkschaftsbewegung hinstellt. Jene Berallgemeine ist unberechtigt. In Wahrheit ist das Gros der in der Partei Festsetzung der Klassenfrequenz und der Unterrichtszeit. Organi- faffung vorgelegt werden sollen, so zeitig zu veröffentlichen, daß die rungen entsprechen nicht den Tatsachen und die. Aeußerung Blums iation des inneren Schulbetriebes ausschließlich nach pädagogischen Barteigenoffinnen und Genossen Zeit haben, diese Resolutionen zu tätigen Genossen von größter Hochschäßung für die Gewerkschaftsbesprechen. Die Genoffin Bettin und Genosse Schulz, die als leiter und ihre außerordentlich schwierige und verantwortungsreiche Brundsätzen unter Mitwirkung der Lehrer und Lehrerinnen. Errichtung von besonderen Klassen und Schulen für abnorme Berichterstatter für das Thema:" Voltserziehung und Sozialdemo- Arbeit erfüllt. Das kann aber nicht hindern, daß aus der Partei Rinder( schwachbegabte, viersinnige, epileptische usw.). Ueberwachung fratie" bestimmt sind, haben die Leitsätze, die auch als Entwürfe zu heraus, wenn sich in der Gewerkschaftsbewegung Tendenzen zeigen, des Gesundheitszustandes der Kinder durch Schulärzte. Ferien- öffentlichen diese Leitfäge, damit die Parteigenoffen bei der Diskussion erfolgt. Die Gewerkschaftsvertreter dürfen und können nicht einer Resolution verwendet werden können, eingesandt. Wir ver- beren Ueberwindung der sozialdemokratische Gedanke fordert, Kritik Pau und Ausgestaltung von Schulgebäuden nach den Forde- über den Parteitag darauf Bezug nehmen können. rungen der Pädagogit, Schulhygiene und Kunst. tolonien. in den Schulen. Errichtung von Bädern, Schwimm-, Wärme- und Speisehallen Errichtung von Boltsbibliotheken, Lesehallen und Instituten für Voltsbelehrung und Unterhaltung( Wolfskonzerte, Boltsvorstellungen usw.). Der Parteivorstand. Die Parteipreffe zum Protokoll der Gewerkschaftskonferenz. ,, Sächsische Arbeiterzeitung": " berlangen, daß die fachliche Kritik des Gewerkschaftswesens irgendwie eingeengt wird, um so weniger, wenn sie selbst, wie es ihr gutes Recht ist, und wie der vorliegende Fall zeigt, lebhafte Kritik an der Partei üben. Gerade eine Aeußerung v. Elms zeigt, wie leicht es ist, selbst in den angeblichen Fehler zu verfallen, den er und Blum anderen vorwerfen. Wollten wir sein Wort aus dem Zusammenhang reißen: Heute ist unsere politische Tätigkeit eine ziemlich unfruchtbare", so ließe sich auch konstruieren, es würden durch solche Aeußerungen die Fundamente der politischen Tätigkeit untergraben. Die Art der Bolemit" hat eine große Rolle auf Auch die gegnerische Presse beginnt bereits, diesen Ausspruch Elms der Konferenz gespielt. lleber den persönlichen Kampf, über uner- gegen die parlamentarische und politische Tätigkeit der Partei aus trägliche Beleidigungen wurde von zahlreichen Rednern Klage ge- aunußen. Wir wissen natürlich, daß v. Elm weder die im Barlament führt, auch ein Mann wie Pokorny, der eine vermittelnde arbeitenden Genoffen beleidigen, noch die parlamentarische Tätigkeit Der geschichtlichen Entwickelung eignet nicht die Tendenz, die Stellung einnimmt, erklärte: ich fann fagen, nur gefliffentlich herabsehen will, daß er vielmehr lediglich die politische Erziehung im Heim auszuschalten, sondern sie zu vertiefen. Die die Art der Polemit ist es, die uns den ganzen Zant Tätigkeit durch seine Anregungen noch fruchtbarer zu gestalten Materielle und soziale Hebung der Lage der Lehrer und Lehrerinnen, entsprechend der Bedeutung ihrer Aufgabe und zur Erzielung der höchsten persönlichen Leistungsfähigkeit. Universitätsbildung für sämtliche Lehrer und Lehrerinnen an öffentlichen Vollsschulen. 4. ( Die Verstimmungsmomente). " 19. " " I. Der Verbandstag kann sich mit der Stellungnahme des Kölner Gewerkschaftskongresses zur Maifeier nicht einverstanden erklären. Der Verbandstag ist vielmehr der Ansicht, daß mehr wie bisher der 1. Mai durch Arbeitsruhe zu feiern ist. Des weiteren ist der Verbandstag der Auffassung, daß unter gegebenen Verhältnissen die Anwendung des politischen General- respektive Massenstreits eine Notwendigkeit werden kann und aus diesem Grunde den Kollegen die Diskussion über diese Frage zu empfehlen ist. wünscht. Dann aber soll man die fachliche Kritik der Parteigenossen| gegen die Grundsätze des Vertrauens, das zwischen den offiziellen wärtig eine andere sei als die, welche der Vorwärts" vor dem an der Gewerkschaftsbewegung auch nicht anders auslegen als sie Vertretungen der politischen und der gewerkschaftlichen Organisationen 21. Januar vertrat. Der Mannheimer Parteitag werde voraussichts gemeint ist." bestehen muß, daß die Generalfommission hiergegen im Jutereffe lich eine Verständigung in der Frage des Massenstreiks herbeides Gesamtwohles der Arbeiterbewegung die entschiedenste Verführen. einlegen muß. Wie die Leser des Protokolls mittlerweile Von einer Debatte über den Bericht nahm der Verbandstag Die Sächsische Arbeiterzeitung" spricht von einer Abersehen haben werden, ist in legterem nichts enthalten, was Abstand. Folgende Resolutionen wurden angenommen: tehr von früheren Irrungen, von einer Wand- die Gewerkschaftsvertreter bor den Parteigen offen zu vers Iung, die sie am Vorwärts" bemerkt haben will und die heimlichen hätten. Es handelt sich für die Generalkommission und sich in unseren Artikeln zum Protokoll anzeigen sollen. Wir die Verbandsvorstände lediglich um die Frage, ob Verhandlungen, sollten meinen, die Sächsische Arbeiterzeitung" hätte aus die wiederholt und zwar auch noch ausdrücklich in dem berdiesen Artikeln am allerersten ersehen müssen, daß der Vor- öffentlichten Protokollteile selbst als vertrauliche bezeichnet sind, wärts" keine Wandlung erfahren hat, daß er vor dem gegen den Willen der Beteiligten veröffentlicht werden dürfen. 21. Januar ebensowenig von Revolutionsromantik erfüllt war Der Parteivorstand glaubte dieses Recht zu haben und hat wie heute. Das Zitat, womit das in unseren jetzigen Ar- die Veröffentlichung entgegen dem ausdrücklich ausgesprochenen Willen der Verbandsvorstände bewirkt. In dieſem eigentikeln dokumentarisch nachgewiesen wird, stammt aus mächtigen Vorgehen bekundet sich eine bedauerliche Misder Nummer vom 30. Dezember 1905! Und troßdem wärmt a ch tung der letzteren und damit zugleich der bon auch die Sächsische Arbeiterzeitung", die unsere jezigen ihnen vertretenen Gewerkschaften. Es fann sicherlich nur der Artikel anerkennend erwähnt, also sie doch gelesen haben muß, Partei zum Schaden gereichen, wenn deren Vertretung den die Legende von der Revolutionsromantik, von den Er- deutschen Gewerkschaften die Achtung bersagt, auf die letztere nach wartungen, die russische Revolution werde sich alsbald nach ihrer Entwickelung und Bedeutung, wie auch nach ihrer Stellung Deutschland verpflanzen, wieder auf. zur Partei vollen Anspruch haben. anderer... konstatiert. ,, Fränkische Tagespost"( zweiter Artikel): Der Parteivorstand hat die Tragweite seines Vorgehens wohl nicht völlig übersehen, weil das von ihm in Anwendung gebrachte Verfahren auch vertrauliche Parteiberatungen in Zukunft gefährden muß. " InII. Der Verbandstag erklärt sich mit den Beschlüssen des 5. Gewerkschaftstongresses abgesehen von der Stellungnahme zur Maifeier einverstanden und beschließt, das bisherige Verhältnis zur Generalfommission auch in Zukunft bestehen zu lassen. Als Sitz des Vorstandes wurde Berlin, als Sitz des Ausschusses Hamburg bestimmt. In den Vorstand wurden gewählt: 1. Bor sigender Stühmer, 2. Vorsißender Ritter, Sekretär Heits mann, Kassierer Käming, Redakteur Sabath. Der nächste Verbandstag wird in Frankfurt a. M. abgehalten. Damit sind die Arbeiten des Verbandstages erledigt. Der Vorfizzende Ritter betonte in seiner Schlußrede, daß politische und gewerkschaftliche Organisationen notwendig seien, um das Proletariat Berbandstag mit einem Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung aus wirtschaftlicher und politischer Not zu befreien. Er schloß den und den Verband der Schneider. Internationaler Hutarbeiterkongreß. Frankfurt a. M., 16. Auguft. Vierter Verhandlungstag. Es kommt zunächst ein Antrag von Brasilien zur Beratung: Die Gelder, welche dem belgischen Verbande während der Aussperrung geliehen worden sind, sollen liquidiert werden. Meschte meint, dieser Kongreß habe wohl nicht das Recht, einen dahingehenden Beschluß zu fassen; das sei Sache der nationalen Verbände, die das Geld geliehen haben. Deutschland werde, wohl das Geld nicht zurücverlangen. Nicht zur Mäßigung, nicht zur Trennung von der Sozialdemokratie wird das Protokoll anregen, sondern zur fräftigeren Betonung des proletarischen Klassenfampfes. Selbst die auf der Die Generalfommission betrachtet in dieser Erklärung äußersten Rechten der Arbeiterbewegung stehenden Führer des Buch bedauerlicherweise die Frage der Protokollveröffentlichung ausdruckerverbandes müssen wegen ihrer Haltung entschiedenen und sich immer von neuem wiederholenden Widerspruch aus den Reihen der schließlich vom Standpunkt des rein formalen Rechts und der eigenen Organisation erfahren. Genau ebenso war es nach dem Zuständigkeit aus. Sie ignoriert völlig alle die großen InterBerichtigung. Die im gestrigen Bericht enthaltene AusKölner Gewerkschaftskongresse auf den Generalversammlungen der essen der Partei sowohl wie der Gewerkschaften, die für die führung Sabaths zum Punkt: Agitation in der Herrenkonfektion Metall- und Holzarbeiter, der Brauer und Schneider und vieler Veröffentlichung sprechen. Sie ignoriert die Tatsache, daß das ist folgendermaßen zu berichten: Sabath führte aus, die GroßProtokoll nicht mehr geheim war, daß die Einigkeit" fonfektion habe bedeutende Fortschritte gemacht. Das gehe daraus Wir sind nun durchaus nicht der Meinung, daß die Zentral- tendenziöse Auszüge daraus veröffentlicht hatte und daß auf hervor, daß der Export gestiegen ist, trotzdem die Konfettion infolge vorstände der Gewerkschaften den Klassenkampf leugnen, hat ja Grund dieser tendenziösen Auszüge bereits falsche Be- der Zollgesetzgebung einige Absatzgebiete im Auslande verloren hat. ſogar der Bericht des Tarifamtes der deutschen Buchdrucker, der schuldigungen erhoben wurden, gegen die Genosse Bömelburg Auch im Inlande habe der Absatz eine gewaltige Zunahme ervon Vertretern der Unternehmer und Arbeiter unterzeichnet ist, Sie ignoriert fahren. die Unvereinbarkeit fapitalistischer und proletarischer Interessenpolitit bereits gezwungen war, sich zu wehren. den Umstand, daß in dem Protokoll unwahre Angriffe Der ganze Streit zwischen einem Teile der leitenden Personen auf verschiedene Genossen enthalten sind, denen ohne die in den Gewerkschaften und in der Partei die Massen sind von Veröffentlichung jede Abwehr unmöglich war. Aber was ihm hocherfreulicherweise fast völlig unberührt ist fein prinzipieller schwerer wiegt, als das alles, sie berücksichtigt nicht im geStreit, der zu einem harten Entweder Dder zwingt, es ist ein ringsten den schwerwiegenden Grund für die Veröffentlichung, Streit um Nuancen, bei dem die einen sich für eine fräftigere Be- die Beunruhigung der Genossen in Partei und Gewerkschaft tonung des Gewerkschaftlichen, die anderen für eine schärfere politische durch die unkontrollierbaren Behauptungen, die über den n Haltung einsetzen, wo auf einem schmalen Pfade und nicht wie sonst auf getrennten breiten Heerstraßen politische und gewerkschaftliche halt des Protokolls aufgestellt wurden, nicht im geringsten das Arbeiterbewegung zusammen marschieren müssen oder wo sich auf dringende Bedürfnis, eine reale Grundlage für die Erörterung Knotenpunkten die sonst auf weiten Streden parallel marschierenden des Themas Partei und Gewerkschaft zu schaffen, das durch Heerkörper ihre Wege kreuzen. die legten Ereignisse sich der Arbeiterschaft als brennende Es soll aber durchaus nicht bestritten werden, daß ganz ver- Frage aufgedrängt hatte. Der Parteivorstand hat, höherer einzelte Genossen und Genossinnen mit Uebereifer und nicht mit Pflicht, höheren Gesichtspunkten folgend, die formale Kompetenz den gewähltesten Worten, auch nicht mit Klugheit und, wenn der Generalfommission verletzt. Wir glauben, daß das gefunde auch nicht mit der Absicht, so doch mit der Wirkung zu verlegen, sittliche Gefühl der Arbeiterschaft ihm Recht geben wird, daß die Polemik zwischen Partei und Gewerkschaften geführt haben. Es ist hier in beiden Lagern arg gesündigt und schwer gefehlt worden auch die Gewerkschaftsgenossen die Notwendigkeit der Vervon Genossen, die bloß einem Teile der Arbeiterbewegung ihre ganze öffentlichung erkennen werden. Wir glauben sagen zu dürfen, Kraft fast ausschließlich gewidmet haben. Wir haben diefen leber- daß wir in Mannheim eine sachliche und fruchtbringende treibungen, vor allem in der Form, niemals irgendwelche Wichtig: Debatte haben werden dank der Veröffentlichung, während sie keit und Bedeutung zugemessen, wir haben diese oft mehr auf anderenfalls eine durch Mißtrauen vergiftete geworden wäre. Ueberzeugung zurückgeführt. Wir haben in diesen Aeußerungen auch Gefühl verletzter Würde über alle anderen Erwägungen zu eine Freude an dem starken Ausdrucke als auf die Kraft der Das sollte auch die Generalfommission einsehen, anstatt das viel mehr persönliche. Aeußerungen gesehen als Erklärungen, für die Partei oder Gewerkschaften die Verantwortung zu tragen haben. In der Arbeiterbewegung herrscht das Recht der freien Meinungsäußerung und die durch keine Zenfur eingeengte Debattierfreiheit. Deshalb fanu man nicht die Partei als Gesamtheit verantwortlich machen für jede Erklärung eines Genossen, einer Genossin, eines Parteiblattes, auch nicht des Vorwärts", ebensowenig kann man die gesamte Gewerkschaftsbewegung haftbar machen für das, was ein Hauptvorstandsmitglied oder Redakteur eines Gewerkschaftsblattes sagt oder schreibt. stellen. Verbandstag der Schneider. Berlin, 18. Auguft. Espanet stimmt Meßschte bei; aber er bittet die einzelnen Rationen, den Wunsch der Belgier zu erfüllen, damit sie von einer drückenden Schuld befreit werden. feine Gelder geliehen haben, möchten die belgischen Kameraden Podrahski Wien regt noch an, die Nationen, die Belgien in der Weise unterstützen, daß sie ihnen eine Summe zur Verfügung stellen. Die Sache ist damit erledigt. Ein anderer Antrag von Brasilien betrifft die Abschaffung der Stüdarbeit und die Einführung der Tagesarbeit auf der Basis des Achtstundentages. Der Antrag wird von Frau bedürfe darüber keiner Diskussion. Es genüge, wenn beschlossen panet kurz begründet. Metschke meint, daß sich wohl alle Delegierten über die Schädlichkeit der Stückarbeit flar seien; es wird, daß der Kongreß die Anregung zustimmend zur Kenntnis nimmt. Bordet- Lyon meint, daß das Hauptgewicht wohl auf die Einführung des Achtstundentages zu legen sei, weshalb es sich empfehle, an einem Tage eine Demonstration für den Achtstundentag zu veranstalten.( Meschte: Das haben wir ja schon im Nach Eröffnung der Sigung erstattete Kunze- Berlin den Be- 1. Mail) Mallaieu- Denton sagt, da sich der Achtstundentag richt der Statutenberatungs- Kommission. Dem Antrage der Kom- doch nicht so leicht durchführen laffe, sollte man die Propagierung mission gemäß lehnte der Verbandstag die Einführung eines Staffel- der Sache den einzelnen Nationen überlassen. Reina- Monza beitrages ab und beschloß mit allen gegen eine Stimme, daß der hält diese Pflicht für geboten; aber eine Demonstration an einem Die Verhandlungen der Gewerkschaftsvorstände in der Konferenz Wochenbetrag auf 35 Bf. für männliche und 15 Pf. für weibliche bestimmten Tage zu veranstalten, hält er nicht für zweddienlich. vom 19. bis 23. April 1906 drehen sich zu neun Zehnteln um der Mitglieder festgesetzt wird. Unter anderem wurden noch folgende Bodrabski hält eine Spezialdemonstration der Hutarbeiter artige Aeußerungen von Parteimitgliedern und Parteizeitungen, die Anträge angenommen: Den weiblichen Mitgliedern wird auf An- ebenfalls nicht für zweddienlich; für diese Demonstration sei der sich für den objektiven Beurteiler der innerhalb der Sozialdemokratie trag die Gleichheit" unentgeltlich geliefert. 1. Mai da. An diesem Tage sollten auch die Hutmacher demonVon den Beiträgen herrschenden Anschauungen nicht mit diesen im Juhalt und noch kann jede Mitgliedschaft 20 Prozent für örtliche Ausgaben behalten. strieren. Er beantragt aus diesen Gründen den Vorschlag abzuweniger in der Form völlig decken. Bei der Agitation einzelner Filialen in den umliegenden lehnen. Der Kongreß beschließt, die Frage der Abschaffung der StüdWie in der Partei, gibt es auch in den Gewerkschaften Genossen, Orten, wo die gewonnenen Mitglieder den betreffenden die sich in ihrem Wohlgefallen an scharfen Worten und zugefpigter Filialen zugeführt werden, trägt die Hauptkasse nur zu Anfang arbeit soll von den einzelnen Nationen studiert und das Material Bolemit nicht genug tun können, die bei denjenigen, der in den An- die Kosten, wohingegen die weiteren Kosten nach Möglichkeit auf dem nächsten Kongresse erörtert werden. Für die in Buenos- Aires und Brasilien seit dem 1. Mai in schauungen da oder dort abweicht, nur auf das Trennende von den Filialen getragen werden müssen. Der Vorstand wird und nicht auf das unverhältnismäßig größere Einigende sehen und um ein befoldetes und zwei unbefoldete Mitglieder vermehrt. Ferner brutalſter Weise ausgesperrten Hutmacher wird eine Sympathiedanach den Ton der Debatte bestimmen. So Tüchtiges in der wurden Anträge angenommen, die sich auf die den Filialen zuPolemik gegen den Gegner unserer Partei geleistet wird, so wenig stehende Zahl der Delegierten zum Verbandstag, auf die Ur- für das internationale Sekretariat und spätere Kongresse einzuDer Antrag der Franzosen, Esperanto als Verkehrssprache vollendet ist die Form der Auseinandersetzungen innerhalb unserer abstimmungen und andere Berwaltungsangelegenheiten beziehen. führen, wird von Allibert- Paris begründet. Die Zweckmäßig Reihen. Wir sehen das im Kleinen wie im Großen, in der Die Reiseunterstüßung wurde von 2 Pf. auf 3 Pf. pro Kilometer erhöht. teit einer solchen Verkehrssprache werde wohl am besten durch diesen Partei wie bei der Gewerkschaft, bei den Führern wie Die Frage der Einführung der Arbeitslosenunterstützung soll auf die Kongreß demonstriert. Man solle deshalb alle Kollegen auffordern, bei den Maffen. Das einzige, was uns hierbei trösten Tagesordnung des nächsten Verbandstages gesetzt werden. Esperanto zu lernen. Podrahsti beantragt, in Berücksichtigung fönnte, ist, daß es in anderen Parteien auch nicht besser Von den sonst noch angenommenen Anträgen find zu nennen: der Anregung Alliberts geht der Kongreß über den Antrag der ist, die freisinnige Presse, die Freifinnige Zeitung" voran," Sämtliche Verbandsangestellten sind verpflichtet, der Unter- Franzosen zur Tagesordnung über. Espanet macht den Vorpolemisiert am liebsten im Heugabelstil mit den nächsten Nachbarn, stigungsvereinigung der in der modernen Arbeiterbewegung Anstügungsvereinigung der in der modernen Arbeiterbewegung Anschlag, daß wenigstens die Sekretäre der Nationen Esperanto den Barth, Schädler und Genossen, und die Komplimente, die sich gestellten beizutreten. Die Hauptkaffe bezw. die örtlichen Ver- lernen und als Verkehrssprache benutzen. Mallaieu sagt, die nun gegenwärtig die um Heim und die um Pichler gegenseitig waltungen zahlen die Hälfe der Beiträge." widmen, klingen auch nicht wie das friedliche und liebliche Läuten Sekretäre sollten statt Esperanto Englisch lernen. Der Antrag Podrahski wird angenommen. der Abendglocken. Diese Art der Polemik innerhalb unserer Reihen, über die wir uns durchaus nicht freuen, ist eben deutsche Art, sie ist auf den Höhen der deutschen Wissenschaft genau ebenso zu Hause wie bei den Arbeitern. Was aber neu und weniger gesund ist, das ist die Ueberempfindlichkeit über die Auswüchse der Polemit, die ungeheure Bedeutung, die jedem scharfen Worte, jedem unglücklich gewählten Ausdrucke gewidmet wird. Es gibt auch manche Genossen, für die das Sprichwort gilt, daß er den Splitter im Auge seines Nächsten wohl sieht, nicht aber den Balfen im eigenen Auge. " Unser Fachorgan sowie die Verbandsfunktionäre haben auf die Gefahren des Alkohols hinzuweisen und für Anftlärung in dieser Frage in geeigneter Weise Sorge zu tragen." Dem Vorstand wurde ein Antrag zur Berücksichtigung überwiesen, welcher besagt, daß statistische Erhebungen veranstaltet werden sollen über die von den Bekleidungsämtern beschäftigten Stollegen, die Höhe der Löhne, Dauer der Arbeitszeit und den Ümfang der für die Bekleidungsämter nach Schluß der Arbeitszeit angefertigten Arbeiten. Das Material dieser Erhebungen soll den Arbeitervertretern im Reichstage überwiesen werden, damit dieselben auf Beseitigung der bestehenden Mißstände hinwirken. Wer all dies berücksichtigt, der wird den scharfen, oft ge Den Bericht vom Gewerkschaftskongreß erstattete der Verbandsärgerten und hier und da neues Mergernis erregenden vorfißende Stühmer. Er gab eine Uebersicht über die wichtigsten Worten auf der Konferenz der Gewerkschaftsvorstände kein Beschlüsse des Kongresses. Zur Frage der Maifeier fagte er, dieselbe allzugroßes Gewicht beimessen dürfen. Die Kluft ist nicht so groß, tommie für die Schneider wenig in Betracht, denn sie hätten, bewie sie scheint. Die Massen werden dafür sorgen, daß sie sich nicht sonders die Heimarbeiter, die Möglichkeit, den 1. Mai durch Arbeitserweitert, daß sie sich bis auf ein kleines Spältchen schließt. Warum dieses kleine Spältlein, das niemandem gefährlich zu werden braucht, weiter bestehen wird, soll in einem weiteren Artikel auseinandergesetzt werden." Die Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands erläßt in der neuesten Nummer des Correspondenzblattes" folgende Erklärung: " Parteivorstand und Generalfommiffion. ruhe zu feiern, ohne daß es zu Konflikten mit den Unternehmern tomme. Ein Teil der Verbandsmitglieder habe sich über die Kölner Maifeierdebatten aufgeregt und doch hätten sie nur in kleiner Zahl durch Arbeitsruhe gefeiert, obwohl sie dadurch keine Schwierig teiten zu erwarten hatten. Der Beschluß über den politischen Maffenstreit sei besonders in dem Teile angegriffen worden, der Dieser Basius bedeute nicht, daß der Massenstreit nicht diskutiert davon spricht, daß der Massenstreit nicht propagiert werden solle. werden dürfe; eine Diskussion des Massenstreits lasse sich ja doch nicht verbieten. Die Ansichten seien ja darüber Unser in Nr. 32 des Correspondengblattes" veröffentlichtes geteilt, wan und unter welchen Umständen bon der Schreiben an den Vorstand der sozialdemokratischen Partei in Sachen Waffe des Massenstreits Gebrauch gemacht werden solle. Einen ber Freigabe des Protokolls der Vorständekonferenz ist bisher un- Waffenstreit von furzer Dauer lediglich als Demonstration hält der beantwortet geblieben. Daß die Vorwärts"-Redaktion an die von Redner nicht für zweckmäßig. Wenn einmal ein politischer Massenihr ebenfalls bewirkte Veröffentlichung unseres Schreibens die Be streif entbrenne, dann werde er nicht in drei Tagen erledigt werden, Die lehnenden Bescheides für verpflichtet, den Genossen durch wörtliche Gewerkschaften hätten keine Ursache, den politischen Massenstreit zu Bekanntgabe des Teiles des Protokolls, der das Thema Partei und wollen, wenn er aber tomme, dann würden auch die Gewerkschaften Gewerkschaften" behandelt, eine sichere Grundlage für ihr Urteil zu ihren Mann stellen. Das sei auch in Köln ausgesprochen worden. geben, konnten wir als eine Antwort des Parteivorstandes nicht er. Die weiteren Ausführungen des Redners bezogen sich auf die Möglich feunen. Nunmehr hat der Parteivorstand in der Tat den auf die feit und Durchführbarkeit des politischen Massenstreits. Er vertrat die Behandlung des Punktes Partei und Gewerkschaften bezüglichen Teil Ansicht, daß die Borbedingungen für die wirksame Durchführung eines des Protokolls in Sonderabdruck veröffentlicht und der Auflage des politischen Maffenstreits zurzeit noch nicht gegeben seien, daß sich in ,, Vorwärts" vom 11. Auguſt beigegeben. der Stimmung der Arbeiterschaft hinsichtlich der Anwendung des politischen Massenstreits ein toloffaller Umschwung vollzogen habe und daß auch die Haltung des Vorwärts" in dieser Frage gegen " 1 Ein solches Verfahren des Parteivorstandes stellt sich so außer halb aller Gepflogenheiten der Arbeiterbewegung und verstößt derart erklärung beschlossen. Ronzer Bukarest regt die Schaffung eines Fonds an, mit dessen Hülfe man Fabriken auftaufen und arbeitslose Kollegen darin beschäftigen solle. Reina- Monza steht der Idee der Genossenschaftsbewegung sympathisch gegenüber, in Italien, habe man auch bereits einige forporative Hutbetriebe, aber einen Beschluß in dieser Sache könne der Kongreß nicht faffen. Müller warnt entschieden vor derartigen Gründungen und beantragt, über den Antrag Ronzer zur Tagesordnung überzugehen. Auch Mallaieu warnt vor solchen Experimenten. Wie die Deutschen, so hätten auch sie damit üble Erfahrungen gemacht. Der Antrag Ronzer wird abgelehnt. Dagegen wird ein Antrag Reina angenommen, der der Genossenschaftsbewegung im allgemeinen seine Sympathie ausdrüct In der Nachmittagsißung, die von Allibert Paris präsidiert wird, werden noch einige auf die Geschäftsführung des internationalen Sekretariats bezügliche Anträge beraten. Mallaieu beantragt, alljährlich bis zum 30. Juli die Statistiken usw. der nationalen Verbände an den internationalen Sekretär zu schicken, damit dieser in der Lage sei, rechtzeitig den Bericht fertig zu stellen. Es entsteht darüber eine längere Auseinandersetzung. Po= Sekretariat felbst. Schließlich einigt man sich, daß die Berichte drahsti meint, die Regelung überlasse man am besten dem drei Monate vor dem Kongreß dem internationalen Sekretariat zugeschickt werden müssen. Weiter beantragen die Deutschen: Verbände bis 1500 Mitglieder haben mindestens einen, bis 2000 Mitglieder zwei, bis 3000 Mitglieder drei und über 3000 Mitglieder vier Delegierte zu entsenden. Doppelmandate sind ungültig. Auch darüber gibt es eine lange Auseinandersetzung. AIIibert- Baris bezeichnet ein solches Vorgehen als undemokratisch. G8 jei nur geeignet, die einen Nationen niederzustimmen. Meschte erwidert, daß sie eine Belehrung darüber, was demotratisch sei, ablehnen müssen. Es sei nur ein Akt der Gerechtigkeit, wenn die starken Verbände, die doch auch entsprechend ihrer Stärke Pflichten zu erfüllen haben, eine proportionale Vertretung und Abstimmung verlangen. Da eine Verständigung nicht zu erzielen ist, zieht Metschte schließlich seinen Antrag zurück mit dem Hinzu= fügen, daß es jedem Kongreß überlassen bleiben soll, über den Abstimmungsmodus zu beschließen. Weiter wird von Deutschland beantragt: Verbände, die mit ihrer Beitragsleistung an das inter- 1 Einrichtungen, wie Küchen-, Kühl, Licht, Heizungs, Bade- 1 nationale Sekretariat über ein Jahr im Rückstande sind und und so weiter Anlagen entsprechen den neuesten Errungentrok Mahnung ihren Pflichten nicht nachkommen, haben auf dem Kongresse nur beratende Stimme. Dieser Antrag wird angenommen. dat mehr zu übertragen, wird durch Uebergang zur Tagesordnung Ein Antrag Bordet- Lyon, dem Sekretär fortan kein Manerledigt. Damit sind die Anträge erledigt. Als Tagungsort für den nächsten internationalen Kongreß 1909 wird Wien bestimmt. Hierauf wird der Kongreß geschlossen. Aus der Partei. " schaften. Das Grundstück, auf dem sich der fünfgeschossige Bau mit seinem Zubehör erhebt, tostet allein 375 000 Mark; das ganze Volkshaus stellt ein immobiles Sapital von rund einer Million Mark dar. stehende Bau- und Erwerbsgenossenschaft m. b. H., die in Naten Eigentümerin ist eine aus Partei- und Gewerkschaftsmitgliedern beKapitals, dessen Hypotheken nun auf dem Unternehmen ruhen, gezahlbare Anteilscheine zu 20 M. ausgibt. Die Beschaffung des staltete sich recht schwierig. Jedoch ist es den Kölner Genossen mög lich, das Volkshaus in jeder Weise rentabel zu gestalten. Die Erinnerung an das bisherige Elend: die unablässigen klerikalen und behördlichen Saalabtreibungen, an die zeitweise Obdachlosigkeit und die durchweg unwürdige Versammlungsgelegenheit wird ausreichen, um dem Volkshause die Rentabilität zu erhalten. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Straffonto der Presse. Vom Amtsgericht Barbed wurde der Genosse Franke von der Dortmunder Arbeiterzeitung" zu 10 Mart Strafe verurteilt, weil er christlichen Arbeiterausschuß mitgliedern einer Zeche die Wahrheit gefagt hatte, dabei fie aber formell beleidigt haben soll. Der Redakteur des bürgerlichen Ang. Beobachters" zu Essen erhielt dieselbe Strafe, der Genosse Wiß mann aber von der„ Bergarbeiterzeitung", der am schlimmsten beleidigt haben soll, 30 Mark Geldstrafe. " Sozialistische Familienfeste. So nennt Genosse Brade in der Bariser Humanité" das Fest, das die Pariser Genoffen am heutigen Tage österreichischen Genossen veranstalten, die am 17. Auguſt in Pariz auf einer Studienreise eingetroffen sind. Es handelt sich um 500 Mitglieder des Wiener Arbeiter Bildungsvereins, die am 14. August von Wien aufgebrochen find und nun in Paris einige Tage verweilen. Zu dem Feste sind auch die Organisationen der ausländischen Genossen aller Länder in Paris eingeladen. Die Wiener Arbeiterzeitung" hatte die Teilnehmer an der Studienfahrt wie folgt begrüßt: Das staatsgefährliche Begräbnis. Vor dem Schöffengericht in Es ist das erstemal, daß eine von Arbeitern arrangierte Reise Mülheim a. Rh. standen neun Parteigenossen, die bei dem Bein solche Entfernung und durch so herrliche Gefilde wie Tirol und gräbnis einer Genosin Kränze mit roten Schleifen getragen hatten. die Schweiz und darüber hinaus nach Frankreich unternommen wird. Sie hatten dafür polizeiliche Strafmandate bekommen, wogegen sie Die Vereinsleitung hat durch dieses Reisearrangement einen Rekord richterliche Entscheidung beantragten. Das Gericht erkannte gemäß geschaffen, welcher um so glänzender ist, als durch die Veranstaltung, dem Antrage des Verteidigers Rechtsanwalts C. Schrammen mit Den traditionellen Bestrebungen des Vereins getreu, dem Bildungs- folgender Begründung freisprechend: Das Gericht habe sich bedürfnis feiner Mitglieder hervorragend Rechnung getragen wird. nicht überzeugen können, daß die Beerdigung eine sozialdemokratische Die Reise ergänzt die Lehrkurse des Vereins durch eine Anschauung, Demonstration gewesen sei; die Leidtragenden( es waren etwa wie sie bisher noch von feiner Schule geboten werden konnte. Die tausend) hätten nur der gestorbenen Parteigenossin die letzte Ehre Veranstaltung legt dem Verein das beredte Zeugnis ab, daß die erweisen wollen; wenn sie bei dieser Gelegenheit Kränze mit von Arbeitern und Genossen geleiteten Bildungsstätten auch den roten Schleifen bei fich führten, so sei das ganz erklärlich, rechten Weg gehen, um durch Bildung die Menschheit zur Freiheit denn als Sozialdemokraten hätten fie teine andere Farbe wählen zu erziehen. fönnen. mo Das Unternehmen sollte die deutsche Sozialdemokratie zur Nacheiferung anspornen. Aus Induftrie und Handel. Die Massenstreikdebatte. Eine Versammlung des Sozialdemokratischen Vereins für den 2. Hamburger Aus dem rheinisch- westfälischen Maschinenbau- und KleineisenWahlkreis, die am 14. August tagte, beschloß, folgenden Antrag an den Parteitag zu stellen: auf dem Boden der auf dem Jenaer Parteitage gefaßten Resolution. In Gachen des politischen Maſſenſtreiks ſtehen wir unentwegt Wir protestieren deshalb aufs entschiedenste gegen jeden Versuch, die Jenaer Befchlüsse in sophistischer Weise zu deuteln, wie dies in einer gemeinsamen Sigung des Parteivorstandes mit der Generalfommission geschehen ist. Die in dieser Angelegenheit abgegebenen Erklärungen der Betreffenden genügen uns in keiner Weise, fie liefern vielmehr den Beweis, daß derartige Verhandlungen resp. Abmachungen zwischen diesen beiden Körperschaften sehr leicht dazu führen können, die Geschlossenheit und Aktionsfähigkeit der Arbeiterbewegung zu stören und zu schwächen, sowie Mißtrauen und Verwirrung in die Reihen der Arbeiter zu tragen. gewerbe. Trotz der äußerst günstigen Geschäftslage, in der sich die wird immer noch über eine unbefriedigende Rentabilität geklagt. Als Maschinenbau- und Kleineiſenindustrie schon seit 1905 befindet, Grund werden die wenig gewinnbringenden Fabrikatpreise bezeich net, die mit den teuren Rohstoffen und den höheren Löhnen und Gehältern nicht in Einklang ständen. Besonders in der Kleineisenindustrie wird ziemlich allgemein über dieses Mißverhältnis Klage geführt und die Preissteigerung am Roheisen- und Halbzeugmartt unangenehm empfunden. Das durchschnittliche Jahreseinkommen und Kleineisenindustrie- Berufsgenossenschaft in dem Bezirke Dort eines Arbeiters betrug nach der Lohnstatistik der Maschinenbaumund, Hagen, Altena, Düsseldorf, Remscheid und Köln 1905 1345 M. gegen 1310 M. im Jahre 1904. Es ist demnach um 35 M. oder um annähernd 3 Prozent gestiegen. Sehr viel stärker war die Lohncrhöhung von 1899 auf 1900, in welchen Jahren der Verdienst von 1034 W. auf 1256 M. oder um rund 21 Prozent stieg. In der Auf schwungsperiode von 1895 bis 1900 gingen die Löhne um 35 Prozent Alle Fragen, den politischen Massenstreit betreffend, gleichviel hinauf; feit 1900 find fie nur um 7 Prozent gestiegen. An der ob prinzipieller oder taktischer Natur, in voller Deffent- Jahre ist das Jahr 1902 schuld, das eine Abnahme des Einkommens verhältnismäßig geringen Steigerung innerhalb der letzten fünf lichkeit zu erledigen. verdienstes eines Arbeiters in der Maschinenbau- und Kleineisenum 5 M. pro Arbeiter brachte. Die Entwickelung des Durchschnittsindustrie Rheinland- Westfalens seit 1885 geht aus folgender Zusammenstellung hervor. änderungen zeigen, stellte sich der Jahresverdienst in Mart auf In den Jahren, die die wichtigsten VerWir stellen darum den Antrag, der Parteitag wolle be schließen: Das Referat über den Parteitag hatte Genosse Baut off mann. Bürgerliche Depeschenbureaus melden aus seiner Nede, er habe erklärt, der Parteivorstand habe im Januar in Hamburg den Massenstreit als Demonstration gegen die Verschlechterung des Birgerschaftswahlrechtes geplant"( foll wohl heißen: empfohlen) und Bebel habe es bedauert, daß statt des Massenstreits nur eine Protestversammlung am Nachmittag zustande gekommen sei. 1885/86 1890 1892 1895 1899 1900 1902 1905 822918 908 929 1034 1256 1253 1345 Wir finden in dem Bericht des Hamburger Echo" eine solche Bei diesen Lohnangaben ist aber noch ein wesentlicher Umstand Stelle nicht. Danach hat der Referent lediglich gesagt: Wie wenig zu berücksichtigen. Die Löhne gelten nur für erwachsene Arbeiter informiert die Leute, die in der Vorständekonferenz die Partei einschließlich der versicherten Beamten und Unternehmer. Und da fritisiert haben, seien, das zeige z. B. die Aeußerung Baul Müllers die Zahl der Jugendlichen gerade in dieser Jndustrie relativ sehr über die Vorgänge in Hamburg, wobei er behauptete, der Partei- groß ist, wird durch Ausschaltung dieser aus der Lohnstatistik natirborstand habe hier gebremst! lich ein sehr günstiges Bild gewonnen. Auf je 1000 Erwachsene entfallen nämlich Jugendliche: Anträge zum Parteitag. Die Versammlung des Sozialdemokratischen Vereins für den 2. Hamburger Wahlkreis nahm außer dem Antrage betreffend den Massenstreit noch folgende Anträge an: 1900 218,6 1902 302,9 1903 269,5 1905 225,5 Theater. Aleines Theater. Mimensiege." Eine Kaffee Häusszene von G. Courteline." Diplomatie in der . Courteline. Der beigende With Courtelines, dessen überGhe", Burleske von R. de Flers und G. A. de Caillavet. „ Das Trottoir roulant." Tragische Bosse von Saison eine wahrhaft kongeniale Darstellung im Deutschen Theater mütige Beamtensatire Der Herr Kommissar" während der vorigen fand, dann aber leider nur zu rasch wieder vom Repertoir ver= schwand, verleugnet sich auch in diesen beiden Kleinigkeiten, der Erinnerung eingebildeter Triumphe schwelgenden Mimen Rapétaur Kaffeehaus und der Gerichtsszene, nicht. Die Rede des in der wie das wunderliche Plaidoyer des in seinen häuslichen Grund rechten durch Polizei und Justiz bedrohten Angeklagten La Brige ist voller drastischen Pointen. Nur fehlt es an dem rechten Schlußtrumpf. Namentlich im zweiten Stück. Der plötzliche Umschlag aus der durch die Natur des Klageobjektes hervorgerufenen ausgelaffenen Stimmung ins Ernste steht mit der ganzen Anlage hier so wenig in Einklang, daß die Wirkung, wie auch die Haltung des stimmend sein mußte. Was von Courteline ursprünglich sicher als bis dahin sehr animierten Publikums zeigte, verwirrend und ver ein blutiger Hieb gegen blinde Schablonenjustiz gemeint ist, die Berurteilung des harmlosen La Brige zu vielmonatlicher Gefängnisstrafe, macht in diesem Zusammenhange den Eindruck einer Verlegenheitsausflucht, ergriffen, weil sich zur Lösung der burlesken Berwickelung kein neuer ebenso burlesker Einfall finden wollte. Das„ Trottoir roulant" der letzten Pariser Weltausstellung, eine erhöhte, mechanisch bewegte, täglich von zehn- und hunderttausenden Besuchern frequentierte Fußgängerbahn, bildet den Hintergrund zu La Briges Verbrechen. Gerade an seinem Fenster, durch dessen weite Oeffnung die gutgelaunten Bahnpassanten mit Vorliebe ihre Kirsch- und Apfelsinenterne ihm ins Zimmer spucken, geht dieses Wunderwerk moderner Technik hin und her. Bevor die Katastrophe eintrat, hat er er schildert das mit epischer Breite auf dem Beschwerdewege schon die erbittertsten Stämpfe ausgefochten. Und dann kam jener Tag, an dem er, nur mit einem leichten, jedem Windhauch zugänglichen Schlafrod angetan, in gebückter Stellung die Kehrseite dem Fenster zugewandt, wie er selbst behauptet, nach einem im Zimmer verlorenen Geldstück suchte; eine Stellung, die aber von den sieben- bis achtundzwanzigtausend Passanten, die das gewaltige Drehwerk in dem betreffenden Zeitraum vorübersegeln ließ, sehr übel als eine Art Herausforderung bemerkt worden ist und seine Ladung vor Gericht zur Folge hatte. Abel war höchst ergötzlich in der Rolle, ein fomisches Gemisch von zungengeläufiger Rabulistit, tief innerlicher Ueberzeugtheit und kühler Resignation. wider den Unverstand der Richter, der ewig" sein wird, der aber eben weil ihm das Burleske so gut gelang, mußte der Riß am Schlusse, der Sprung von der Farce zur feierlichen Anklage Empfindung um so befremdlicher erscheinen. den übrigens schon früher auf Berliner Bühnen aufgeführten Ebenbürtig stand der Leistung Abels die Lettingers in Mimensiegen" gegenüber. Jede Nuance in diesem fein gepinselten malitiösen Bildchen grotester Schauspielerrenommage fam mit demselben sicheren Aplomb heraus: die fühne Geste, das erzählte, das geschmeichelte Lächeln nach jedem Kompliment, die donnernde Organ, wenn der Alte von seinen„ rauschenden Erfolgen" ausfahrende Wut, sobald er auch das leiseste Zeichen von Unaufmerksamkeit bei seinem Gegenüber zu entdecken glaubt, die pontpöfen Freundschaftsergüsse beim Wiedersehen mit den ehemaligen Kollegen, der patronisierende Ton, der bald zu offener Unverschämtheit übergeht, und endlich die entflammte Leidenschaft des lauten Bantes, in einer dem unschuldigen stillen Stammgast zuerteilten Ohrfeige sich entladend. In dieser Szene stimmt alles einheitlich daß dem Grundthema nicht noch am Ausgang irgend eine ganz zusammen, aber die Wirkung wird dadurch etwas beeinträchtigt, bleibt drollig, aber das Drollige steigert sich nicht. unerwartete lächerliche Wendung abgewonnen wird. Die Situation Das von den Courtelineschen Burlesken eingerahmte Mittelstück der Herren Flers und Caillavet war matt- triviale Duzendware. Der Applaus galt dabei wohl ausschließlich Herrn Licho, der einen faritierten amerikanischen Selfmademan- Typ mit trocken- behaglichem Humor spielte. dt. Musik. 18 sz. Im Hause von John, dem Postillon, verkehrt die kleine Puppenarbeiterin May. Ihr lieber Eduard ist als Seemann weit Die Zahl der erwachsenen Hülfsarbeiter ist in der rheinisch- in die Welt gegangen, und inzwischen bedrängt sie der alte Puppen. westfälischen Kleineiſen- und Maschinenbauindustrie verhältnismäßig fabrikant Tackleton. Gin oller ehrlicher Seemann, der gerade ins Der Parteitag möge beſchließen: Der Parteitag mißbilligt gering, zu Hülfsarbeiten verwendet man mit Vorliebe neben Lehr- Haus tommt, entpuppt sich bald als der ersehnte Eduard, und alles entschieden die schlechte Beſegung der Fraktion anläglich der Be- lingen andere jugendliche Arbeiter, daher die große Zahl Jugend- wendet sich zu einem frohen Ende; auch John und ſein Weib Dot sprechung der Interpellation des" Borussia"-Unglüds im Reichstage, licher. Die oben angegebenen Löhne gelten fast ausschließlich für sehen ihrem erhofften Glück entgegen. Das hat hauptsächlich die wodurch die erstmalige Besprechung verhindert wurde. Ferner weist Facharbeiter und können daher durchaus nicht als hoch bezeichnet Grillenelfe fertig gebracht, die als das„ heimchen am Herde" der Parteitag auch darauf hin, daß die Anwesenheit der Fraktions- werden. Die Gesamtzahl der Beschäftigten einschließlich der ver- ihres freundlichen Elfenberufes waltet. mitglieder in vielen Fällen auch bei der Beratung des Etats des Innern" sehr viel zu wünschen übrig ließ, was bei der Wichtigkeit sicherten Beamten und Unternehmer betrug " 1900 1902 164 696. 159 835 1903 167 660 B 1905 192 778 davon Jugendliche 29.547 36.038 935 590 35 471 dieses Etats für die Arbeiterschaft entschieden zum Nachteil ist. Der Parteitag beauftragt den Parteivorstand, eine leichtverständlich abgefaßte Broschüre herauszugeben, in welcher in furzen Zügen auf die Ziele des Sozialismus sowie auf die Notwendigkeit des politischen Stampfes neben dem gewerkschaftlichen hinDie folgende Zusammenstellung gibt die Durchschnittslöhne auch gewieſen und zum Eintritt in die sozialdemokratischen Vereine auf der Jugendlichen und den Durchschnittslohn für alle Versicherten an. gefordert wird. Diese Broschüre ist in einer Massenauflage herzu- Es betrug der Jahresdurchschnittslohn stellen und zum Druckkostenpreis von den Vertrauensleuten ber Partei sowohl wie auch der Gewerkschaften zur Agitation für die Partei zu verwenden. " Der Parteitag möge beschließen, die Alkoholfrage" auf die Tagesordnung des nächsten Parteitages zu setzen. " 1900 1256 379 für die für die für alle Erwachsenen Jugendlichen Versicherten W. WR. Mr. 1098 ( 1902 1253 1903. 1905. 1277 1345 In der Landesversammlung der sozialdemokratischen Partei Hamburgs wurde auch der Vorwärts".Konflitt gestreift. Die Preßkommission des Hamb. Echo" delegierte seinerzeit zwecks Schlichtung der Angelegenheit die Genoffen Frohme und v. Elm 77 M. gleich 7 Prozent in 5 Jahren. nach Berlin. Hierin erblicken die Vorstände eine Ueberschreitung der der Preßkommission zustehenden Kompetenzen. Damit folche Sachen nicht wieder vorkommen, ersuchten die Vorstände der drei Partei vereine um die Annahme dieses Antrages: 417ab1059 Die Erzählung von Ch. Didens, der dieser Inhalt zugrunde liegt, ist von A. M. Willner zu einem Operntert verarbeitet worden, und C. Goldmark hat den Text komponiert. Die Erstaufführung war in Wien 1886; seither wurde das Stück ziemlich beliebt, und ist auch bei uns vor einiger Zeit im Theater des Westens wiederholt worden. Vorgestern( Freitag) hat unsere Sommeroper bei roll unter Direktor B. Koebte das Stück abermals herborgezogen, mit einem Erfolge, der noch über das Maß sommerlicher Beifallsfreude hinausging. Das C. Goldmark( geb. 1830 in Ungarn) hat mit seiner Königin von Saba", die zuerst in Wien 1875 aufgeführt wurde, einen großen äußeren Erfolg errungen, scheint ihn aber durch seine weiteren Werke( seit dem Heimchen" ein„ Merlin"," Göß" u. a.) nicht mehr einholen zu können. Wohl nur seine Sinfonie Ländliche Hochzeit" ist 432 1097 das Entzücken weiter, zumal flavierspielender, Kreise geworden. 421 1175 WA Jedenfalls dürfte das Idyllische zu den günstigsten Seiten seines Der Durchschnittslohn für alle Versicherten stieg feit 1900 nur um über das Orchester, kann auch ein wenig warm und innig werden, Schaffens gehören. Dazu verfügt er mit großer koloristischer Kraft Am höchsten werden die auswärtigen Monteur- resp. Repara- menngleich mit einem ſtarten sentimentalen Zug; und so ist eine turarbeiten an Maschinen bezahlt; hierbei verdient ein Arbeiter Aufführung von ihm schwerlich ein verlorener Abend. durchschnittlich 1570 D. im Jahr; der Mehrverdienst im Jahre 1905 Heimchen" enthält allerdings gegen. Anfang vieles, was geredet stellte sich auf 52 M. In den Fabriken für Webereintenfilien tamen und nicht gesagt ist, steigert sich aber, namentlich im Sinne einer Die Landesversammlung erklärt, daß es nicht Sache der Ham- auf einen Arbeiter 1905 nur 806 M. und 1904 sogar nur 571 m. fomischen Oper, gegen den Schluß hin so geschickt, daß man sozusagen die Kritik vergißt. burger Breßkommission war, in den Vorwärts"-Stouflift in Berlin Nacht den Monteuven verdienen die in Dampfhammerwerken und einzugreifen." Dazu tam diesmal eine wirklich gute Aufführung. Die Regie Walzwerken Beschäftigten den höchsten Lohn: ein Arbeiter bekam( 3. Goldberg) und die Orchesterleitung( Dr. Kunwald) taton Genosse v. Elm( Mitglied der Preßkommission) suchte den 1905 durchschnittlich 1410 M. gegen 1846 M. im Jahre 1904. Niedri noch mehr als sonst und der Chor war nicht nur frisch in der DarNachweis der Berechtigung der Breßkommission zur Delegation zu ger als in Maschinenbau sind die Löhne im, allgemeinen in der erbringen, da es sich um das Zentralorgan handelte, während Sleineisenindustrie: der höchste Lohnfaz besteht mit 1300 e. in der stellung, sondern auch tüchtig im Gesange. Die beste Sololeistung Genosse Gruenwaldt erklärte, schließlich könnte man mit den Fabrikation von Stahlbändern, der niedrigste mit 921 M. wird in hat wohl Fräulein Fiebiger als die fleine Buppenarbeiterin selben Argumenten auch die Einmischung in die Angelegenheiten Drahtstiftfabriken bezahlt. Unter allen Bezirken ragt der Düssel- geleistet. Gine wahrhaftige Darstellung und ein technisch hochanderer Drte, zum Beispiel Forst, begründen. Nach lebhafter dorfer Bezirk hervor, insofern als der Großbetrieb am meisten ber- stehendes Singen, das sich auch bei gewichtigen dramatischen Accenten Debatte wurde der Antrag der Vorstände mit allen gegen etwa zehn treten ist. Auf einen Bezirk tamen 1905 im Durchschnitt 35 Ar- bewährte, machten die Durchführung der Rolle zu einer recht erStimmen augenommen. beiter, während es im Remscheider Bezirk, dem Hauptsiz des Klein- freulichen Erscheinung. Als das Heimchen selber gab sich Fräulein cifengewerbes, nur 22 Personen waren. Dagegen wird der höchste Friedefeld erfolgreiche Mühe, ihrer Stimme einen Klang Der Tenor des Bezirken stellte sich nämlich der durchschnittliche Jahresverdienst lung, ist aber doch mit seiner Verfeinerung und Schmeidigung noch Durchschnittslohn im Kölner Bezirk bezahlt. In den einzelnen gleichsam aus einer anderen Welt zu schaffen. Herrn Siewert( als Seemann) besitzt Kraft und schöne Straheines Arbeiters auf Mart nicht am Ende. Eine gute schauspielerische Leistung bot Herr Stridrodt als der Alte; Herr Waschow gab sich hier mit der soundsovielten Rolle Mühe, und Fräulein Wilms wendete viel Eifer an die schauspielerische Ausgestaltung der Postillonfrau. Das Kölner Volkshaus, das neue eigene Heim der Kölner Partei- und Gewerkschaftsgenossen, ist nunmehr in allen seinen Teilen fertig gestellt und dem Verkehr übergeben. Das Bauwert, das sich von der Severinstraße Nr. 197-199, einer der Hauptverkehrsadern Kölns, nach hinten bis zum Verlengraben, einer Parallelstraße der erstgenannten, erstreckt, ist eines der imposantesten Gebäude des südlichen Stadtgebietes. Die Fassade ist in Haustein ausgeführt und in einer gothisierenden Renaissance gehalten. Das Bordergebäude hat siebzehn Meter Front und ist 20 Meter hoch. Dahinter befinden sich ein Gebände mit einem großen Saal von tausend Sigpläßen und darunter drei fleineren Sälen. Weitere Säle, Beratungszimmer und Bureauräume für das Arbeitersekretariat, die Zentralbibliothek und die Verwaltungen der Gewerkschaften befinden sich im Vordergebände, das den Restaurant, Hotel und Herbergsbetrieb aufweist. gale Dortmund Hagen Altena 1904 1104 1127 1064 1192 1905 1110 1158 1100 1230 1118 EIL Düsseldorf Remscheid Köln 1101 1206 1287 Die. Löhne differieren mithin ganz außerordentlich start, folvohl innerhalb der einzelnen Bezirke selbst zwischen den verschiedenen Arbeiterkategorien, wie auch nach Bezirken gegliedert. Sozialdemokratischer Agitations Verein für den Wahlkreis Aenswalde Friedeberg. Sonntag, den 19. d. M., nachmittags 4, Uhr, bei Boeker, Weberstraße 17: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht von der Streistonfovenz. 2. Diskussion. 3. Wollen wir ein Stiftungsfest? 4. Verschiedenes. Gäste willkommen. A. 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Versamrnlungen. D«r Wahlverein für den vierten Berliner ReichStagZwahlkreiS hatte für Dienstag fünf Versammlungen veranstaltet, von denen vier sich mit dem Thema beschäftigten: Der Klasienkamvf. Die Versammlung für das Görlitzer Viertel bei Grau mann, Naunynstr. 27, ehrte von Eintritt in die Tagesordnung das Andenken der verstorbenen Genossen Heinze, Ebel. Schneider und Kramke in der üblichen Weise. Der Refe- rent I. B o rch a r d t behandelte in seinem Vortrag zunächst die Vorkommnisse zwischen Partei und Gewerkschaft, kommt dann auf das Protokoll der Konferenz der Gewerkschaftsvorstände, speziell auf den in dieser Konferenz von Bringmann vertretenen Standpunkt zu sprechen und ist der Meinung, dag nach den Aus- führungen des letzteren sich eine vollständige Trennung zwischen Partei und Gewerkschaft zu vollziehen hätte und daß sie zum Ver- zicht auf den Klassenkampf führten. Hier sei es an der Zeit, daß die Masse, die ja in beiden Organisationen dieselbe sei, Stellung Nehme, um eine Entscheidung über diese Frage herbeizuführen. In leinen weiteren Ausführungen über die Gewerkschaftsbewegungen tn England sowie die der Christlichen und Hirsch-Dunckerschen be merkt der Referent, daß sich bereits auch in diesen Kreisen ein Be dürfnis nach politischer Betätigung fühlbar mache und ist der Meinung, daß wenn die Gewerkschaften bei ihren Kämpfen um Verbesserung der Lebenslage der Arbeiter auf Erfolg rechnen wollen, sie mit der Partei gemeinsame Aktionen unternehmen in.üßten, daß Partei und Gewerkschaften zusammengehören. An der Diskussion beteiligten sich die Genossen Schlenker und L i e b e I. Beide wenden sich gegen die Ansichten Bringmanns, wie sie im Protokoll enthalten sind, und erklären sich mit den Aus führungen des Referenten, dag Partei und Gewerkschaften zu> sammen gehören, einverstanden. Eine Gewerkschaft, die den Klassen- lampf verwirft, stellt sich außerhalb der modernen Arbeiter. bcwegung; denn auf friedlichem Wege sei von der heutigen kapita- listischen Gesellschaftsordnung nichts zu erreichen. Den Bericht der Generalversammlung Grosi-Berlin gibt K a r p e n k i e l. In der Diskussion rügt Springer das Ver- halten der Delegierten des vierten Kreises, da sie gegen den Antrag, die Festschriften der Stuttgarter Parteidruckerei zu überweisen, der in der Kreisgeneralversammlung angenommen wurde, gestimmt rcsp. sich der Abstimmung enthalten haben. DeS weiteren spricht Redner seinen Unmut über die Ablehnung des Antrages deS zweiten Kreises aus und glaubt dadurch die Selbständigkeit der einzelnen Kreise bedroht zu sehen. K i n t o r f und W e r n er wenden sich gegen die Ausführungen Springers, und ist letzterer der Meinung, nach den Erklärungen des Genossen Singer wohl im Sinne seiner Bezirksgenoffcn gehandelt zu haben, wenn er gegen den Antrag stimmte. Die Versammlung für das Stralauer Viertel tagte bei Litfin. Referent war Genosse Max Kiesel. Der Vortrag fand reichen Beifall. Zu dem Bericht der VerbandS-Generalversammlun� entspann sich besonders eine Diskussion wegen der Beschlüsse auf Ausschluß der Genossen aus der Partei wegen Nichtfeierns deS ll. Mai. wofür sie doch vorher gestimmt hatten. In der Versammlung des Landsberger Viertels refe- ricrte Genosse Düwell. Ausgehend davon, daß bereits im kommu- nistischen Manifest von Klassenkämpfen die Rede ist, schilderte der Vortragende die wirtschaftliche Entwickelung von der Sklaverei bis zum Zeitalter der Maschinerie mit seiner Arbeitsteilung. Das Wesen des Kapitalismus und somit die Gegensätze zwischen Be- sitzenden und Lohnarbeitern wurden durch Beispiele(Aktiengesell- schaften, Stahlwcrksverband, Kohlensyndikat usw.) treffend illustriert. Referent bestreitet, daß sich die wirtschaftlichen Ver- Hältnisse gebessert haben, und beweist dieses an der Hand der Statistik, indem die Steigerung der Löhne bedeutend hinter der der Lebensmittelpreise, Mieten usw. zurücksteht. Der von bürgerlicher Seite erhoffte Ausgleich der Klassengegensätze, dadurch, daß dem Kapitalisten von seinem Vermögen mehr und mehr abgerungen und dieses dem Arbeiter zugeführt werden muß, wird jedenfalls nicht eintreten. Aufgabe des Proletariats mutz es aber sein, nicht nur die wirtschaftliche Macht, sondern auch die politische zu er- obern. was allerdings nur geschehen kann, wenn wir bestrebt sind, die Massen aufzuklären und zu denkenden Menschen zu erziehen. Dem Referenten wurde lebhafter Beifall zuteil. Hierauf gab der Genosse Gustav Schumann den Bericht von der Generalversamm- lung deS Verbandes Grotz-Berlin. Die Genossin Rausch richtete an die anwesenden Frauen das Ersuchen, sich ebenfalls zu organi- sieren und die„Gleichheit" zu lesen. In der Versammlung deöFrankfurterViertelS sprach Genosse Eichler, der großen Beifall erntete. In der Diskussion führte Schulze aus: Der eigentliche Klassenkampf werde von der Gewerkschaft geführt, während der politischen Partei die Aufgabe zufällt, die Köpfe zu revolutionieren. Redner weist auf einen Ar- tikcl in der Sonntagsnummer des„Vorwärts" hin und bedauert, daß das Zcntralorgan derartige Artikel veröffentlicht zu einer Zeit, da der Verband der Buchdrucker sich im Kampfe befindet. Der- artiges darf für die Zukunft nicht wieder vorkommen. Ferner spricht er an der Hand deS ProtokolleS über den Massenstreik.(Un ruhe.) Genosse Büchner weist die Angriffe auf den„Vorwärts' zurück. Der Klassenunterschied tritt besonders scharf hervor in der Schule, während die Kinder des Volkes die Volksschule besuchen, besuchen die Kinder der Besitzenden höhere Lehranstalten und sind so mit den besten Kenntnissen ausgestattet. Desgleichen müssen die Arbeiter bei dem Militär zwei Jahr dienen, während die Besitzen- den!hrer Militärpflicht mit einem Jahre genügen. Genosse Büchner bedauert, daß es ein Gewerkschaftsführer fertig bringt, dafür zu wirken, daß die Agitation für den Massenstreik einzustellen sei. Ferner beleuchtet Redner die Aussperrung in der Metall- Industrie. Die Frage des politischen Massenstreiks muß überall crörtart werden. D o b e l o w wendet sich gegen die Ausführungen von Schulze und bestreitet, daß die Gewerkschaft im Klassenkampf die führende Rolle einzunehmen hat. Betreffs des Massenstreik» ist es Pflicht eines jeden Parteigenossen, sich selbst ein Urteil zu bilden. Die Genossen Nikbuhr, Lewandowski, Härtel und H e n s e I wenden sich ebenfalls gegen die Ausführungen von Schulze und bezeichnen es als schädlich, daß eine Gewerkschaft Tarifverträge von so langer Dauer abschließe. In seinem Schlußworte betont Genosse E i ch l e r, daß Gewerk- schaft und Partei zusammengehen müssen. Rur im Falle der abso- luten Abwehr werden wir den Massenstreik anwenden. Genosse Bader schlägt vor, von einer Berichterstattung von der General- Versammlung Abstand zu nehmen. Die Versammlung stimmt dem zu. Unter„Verschiedenes" wünscht Daberkow, daß Bericht- crstattcr des„Vorwärts" in gegnerische Versammlungen gehen sollen, um den Beschimpfungen unserer Partei im„Vorwärts" ent- gegenzutrcten. Im Köpenicker Viertel sprach Genosse S t u m p e über: „Schulproletariat und Bildungsbestrebungen." Im Altertum, so führte Redner aus, hatten die Priester das Bildungsmonopol. Im Miktelalter sei die Bildung zur Unfreiheit und Abhängigkeit der Massen ausgeartet. Die heute herrschenden Klassen preisen die Schulen der Neuzeit, die aber nicht aus Liebe zur Arbeiterklasse geschaffen sind, sondern um die notwendigen Kräfte nicht allein für die Kriegskunst, sondern auch für die Industrie zu erziehen. Redner fordert gleichmäßigen Schulunterricht für sämtlich« Kinder; maßgebend für die Aufnahme in eine höhere Schule soll nicht der Geldsack der Eltern, sondern die Befähigung der Schüler sein. Leider können die Lehrer in ihrer ökonomischen Abhängigkeit nicht das von uns gewünschte Ziel erreichen. Die von ycytucu.«/«-vus-t Meinung, daß die Verschmelzung nicht neuen Organisation am Unterstützungs- den Gewerkschaften und von der Partei gegründeten Bildungsschulen können nur segensreich für die Arbeiterbewegung wirken. An der Diskussion beteiligten sich mehrere Redner im Sinne des Referats. Dann gab Hackelbusch den Bericht der Gene- ralversammlung von Grotz-Berlin und erwähnte dabei des er- wetterten Boykottbeschlusses über die Philharmonie. Die fort- währende Mitgliederzunahme des Wahlvereins habe auch auf die Kassenverhältnisse günstig gewirkt, und so sei es möglich gewesen, vom vierten Kreis im ersten verflossenen halben Iahte 27 000 Mark an die Verbandskasse abzuliefern. Der Beschluß betreffs des Aus- schlusses der Mitglieder, die am 1. Mai entgegen der gefaßten Be- schlüsse gearbeitet haben, bedarf noch einer eingehenden Erörterung im Wahlverein deS vierten Kreises, da derselbe durch bereits früher gefaßte Beschlüsse Stellung genommen habe. Unter Partei- angelegenheiten sei noch zu erwähnen, daß die Generalversammlung die Stellungnahme des Parteivorstandes betreffs des politischen Massenstreiks als richtig anerkannte. Außerdem habe die letzte Maizeitung eine herbe Kritik erfahren müssen. Warum also noch abseits? Das Gewerkschastskartell befaßte sich am Freitag in einer Sitzung der Delegierten und Vorstände mit der Frage:„Wider- spricht die Einführung fakultativer Unter- stützungS- Einrichtungen den Grundsätzen der Freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften resp. denen deS Berliner Gewerkschaftskartells?" Dannenberger als Referent führte dazu etwa folgendes auS: Anlaß zur Erörterung dieser Frage hätte der VerschmelzungS- versuch zwischen dem neuen Wiesenthalschen Metallarbeiter-Verband und der Freien Metallarbeiter-Vereinigung gegeben. Redner ist nun für seine Person der an den, Festhalten der neuen. Wesen schciiern dürfe, sobald die UnterstützungSzweige fakultativ und nicht obligatorisch eingeführt seien und die direkten Kampfmittel der Organisation nicht dafür verwendet werden Früher sei er allerdings ein scharfer Gegner jeder Unter. � einrichtungen gewesen, doch habe er im Laufe der Zeit seine Ansicht geändert. Wie ständen die Dinge in den Gewerkschaften der freien Vereinigung? Wenn man ehrlich sein wolle, müsse man zugeben, daß hier zwar viel Prinzipienarbeit geleistet sei, jedoch wenig Erfolg erblühe. Ein Steigen der Mitglicderzahl sei trotz aller agitatorischen Mühe, allem Idealismus und aller Opfer n ich t zu verzeichnen. Wohl aber stehe fest, daß viele Arbeiter den prinzipiellen Standpunkt der VerciniguiigS-Gewerkschaften teilen. Jedoch der Mangel an Unter st ützungSeinrichtun gen bei der Vereinigung treibe die Massen in die Zentralver« bände. ES liege dies nun einmal im Zuge der Zeit und finde seine Erklärung in den allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnissen. Die Massen w o l l e n eben das Unterstützungswesen, weil sie darin bei den heutigen geitverhältnissen eine gewisse Sicherheit gegen die un- berechenbaren Wechselfälle im Wirtschaftsleben erblicken. Redner habe deshalb eingesehen, daß man den Wünschen der Masse Rechnung tragen muß. Auch den zirka 2000 Rohrlegern, die jetzt vom Metall- arbeiterverband abgesprungen find, müsse man in dieser Hinficht entgegenkommen. Sie seien an das Unterstützungswesen gewöhnt, und als Saisonarbeiter könne man es ihnen auch nicht verargen, wenn sie besonders an einer Arbeitslosenunterstützung festhalten. Das Kartell vergebe sich deshalb nichts, wenn es unter Berück- sichtigung aller dieser Umstände den Gewerkschaftsmitgliedern die fteie Wahl lasse. an solchen Einrichtungen teilzunehmen. Uebrigens sei es auch verfehlt, immer noch so starr aus dem alten Buchstaben zu bestehen, denn in Wirklichkeit sei davon doch schon erheblich abgewichen worden. Er erinnere nur an die von der Partei seinerzeit eingeleiteten Einigungs« Verhandlungen zwischen Lokalisten uifd Zentralisten. Damals haben die Vereinigungs-Gewerlschasten in einer Resolution doch auch ge- sagt, im Falle des Uebertritts sollten die Mitglieder nicht g e- zwnngen, aber berechtigt sein, an den UnterstützungSkassen, die in den modernen Zentralverbänden überwuchern, teilzunehmen. Und seien nicht tatsächlich Gewerkschaften dem Kartell"angeschlossen, die das Unterstützungswesen trotz aller gegenteiligen Grundsätze pflegen? Er erinnere nur an die ftüheren Möbelpolicrer und an die Hausdiener. Selbst die Maurer usw. zahlen Rotsallunterstützun halten sich ebenfalls nicht strenge an den Grundsatz der Nur-Kamp Unterstützung. Ganz ähnlich stehe eSauchmit der grund- sätzlichen Tarifgegnerschaft. Die Maurer und Zimmerer müssen wohl oder übel den Tarif der Zentralverbände anerkennen, und die Fliesenleger stehen sogar selbst in einem regelrechten Tarif- Vertragsverhältnis mit den Unternehmern, obgleich Tarif- Verträge grundsätzlich verpönt seien. Also abgewichen sei schon von dem starren Prinzip. Deshalb werde sich auch früher oder später«in Kongreß damit beschäftigen müssen, den alten Stand Punkt zum Unter st ützungöwesen einer Revision zu unterziehen. Redner sagt dann wörtlich:«Weshalb sind wir in der allgemeinen Arbeiterbewegung so be "iltnissen nicht Rechnung eine Art SisyphuS- g e l e»)t e l. Mit oen allen Argumenten machen wir die Dinge nicht besser, im Gegenteil, wir arbeiten nur für die Zentralverbände". Das Untcrstützunaswesen führe nicht zur Verknöcherung, wenn es in sozial, st ischem Sinne gehandhabt werde; eine fakultative Einführung stände den Prinzipien der freien Vereinigung aber auch durchaus nicht im Wege. Aus all diesen Gründen se, eine kühler« und sachlichere Prüfung der Unter- stützungSfrage sehr wohl angebracht, denn bei dem alten System werde man nicht vorwärts kommen, sondern zurückgehen. Im Anschluß an seine Ausfühmngen empfahl Redner dann folgende Resolution: Die heutige Versammlung sieht in einer fakultativen Unter stützungSeinrichtung neben den den Kongreßbeschlüssen entsprechenden Be, trägen zu wirtschaftlicken Kämpfen keinen Grund, einer solchen Gewerkschaft die Zugehörigkeit zum Kartell zu verweigern. Sie überläßt die Regelung dieser Frage der einzelnen Organisation als interne Angelegenheit derselben. Die Diskussion war eine äußerst lebhafte und zeitigte einen scharfen Meinungsaustausch nicht nur unter den Vertretern ein und derselben Organisation, sondern auch zwischen bei» großen und kleinen Vereinen. Behrend. Maler, kann den Standpunkt Dannenbergers durchaus nicht billigen. Seine Meinung präzisierte er in den Worten:„Was unterscheidet unSdannnochvonden entralverbänden; dann können wir auch die igenbrödelei aufgeben und ganz übertreten." Gehl. Maurer, sieht in Dannenberger zwar den Revisionisten in der freien Bereinigung, hat aber nicht« gegen fakultative Unter st ützungSeinrichtungen einzuwenden, falls die Mit« glieder freiwillig gesonderte Beiträge dafür aufbringen wollen. Aller- dingS dürsten die vom Kongreß festgesetzten Beiträge von einem halben Wochenlohn pro Jahr zu keinen anderen als Kampfzwecken verwendet werden. Wenn es sich um kein Obligatorium handele, so könne man olche Dinge ruhig jeder Organisation selbst überlassen. DaS geschehe ibngenS auch heute schon, ohne daß die Prinzipien der freien Bereinigung dadurch berührt würden. Im selben Sinne äußerte sich Mischer, Zimmerer. W i e s n e r. Metallarbeiter, meint, das, was man so lange vertreten hat, lasse sich nicht mit einem Male über den Haufen werfen. Vom Fakultativen zum Obligatorium sei nur ein kleiner Schritt. Dann möge man lieber ganze Arbeit machen und nach dem Engelhause laufen; wenn schon, dem, schon. Rezg«, Kürschner, wandte sich sehr temperamentvoll gegen Dannenberger. Gehl und Fischer. Er fragt: Wohin steuern wir? »i» ü C t ui&yc in einen cieueis-�euetue deutungslos? Weil wir den Zeitverhältni getragen haben. Wir haben tatsachlich ein arbeit geleistet. Mit den alten Argumenten m ES scheine auch in, Kartell etwaö hinter den Kulissen vor- zugehen. Wenn heute die Zentralisten die Ausführungen von Gehl und Fischer gehört hätten, so könnten sie mft Recht sagen: WaS wollt Ihr denn noch? Was trennt Euch denn noch von uns? Redner warnt vor der Aufnahme des Wiesen- thalschen Verbandes. Dieser habe erst Annäherung an die freie Vereinigung gesucht, als er völlig isoliert dastand und ihm der .Vorwärts" gesperrt wurde.„Wenn wir dem Wiesenthal und seinen Leuten jetzt Unterschlupf bei uns gewähren, was soll man dann zu uns sagen! Können wir unS dann noch in den Wahlvereinen sehen lassen?" Ein solcher Kuhhandel dürfe unter keinen Umständen statt- finden. Wenn es dennoch geschehe, so geschehe es nur auf Kosten des Prinzips, was man bisher heilig gehalten habe. Aehnlkch äußerten sich Biester, Michelet, Kniestebt, Witte und Kleinlein. Kluge, Hausdiener, wird von alledem so dumm, als ihm ein Mühlrad im Kopfe herum.(Heiterkeit.) Wir als diener haben die Unterstützungen und brauchen sie auch. Trotzdem erziehen wir die Mitglieder zu wahren Klassenkämpfern. Doch über unsere 10 000 Klassenkämpfer deS Kartells spotten die Unternehmer. Wir sind ohnmächtig mit unserer kleinen Zahl. Nicht die UnterstützwngSeinrichtungen unterscheiden unS von den Zentral- verbänden, sondern die Prinzipien. Mit den Schlagworten, die wir uns hier gegenseitig erzählen, locken wir keinen Hund hinter dem Ofen herbor. Damit werden wir nicht mehr, als wir find. Weshalb wollen wir die Rohrleger ivegen ihrer UnterstÜtzungSeinrichtungen von unS weisen. W,r wollten doch sogar den Verein Berliner Hausdiener bei unS aufnehme», obwohl jene Leute damals noch gänzlich blau waren. Aber die Aussprache zeigt, daß wir schlechter daran sind, als die Zentralisten. Diese haben eS doch nur mit Revisto» nisten alleine zu tun. Bei uns aber sind Revisionisten, Radilalisten und Anarchisten. Letztere überwuihern hierbald. DeS- halb kommen wir auch zu keiner Verständigung unter unS. Hier muß unbedingt Remedur geschaffen werden. Redner erklärt sich für die Resolution Dannenberaer. Im gleichen Sinne äußern sich noch Buth von den Metall- arbeitern und Puttlitz von den Fliesenlegern. Letzterer warnt vor Prinzipienreiterei. Die Abstimmung ergab sodann folgendes Resultat: Für die Resolution Dannenberger stimmten 3S, dagegen stimmten 39 Delegierte und Vorstandsmitglieder. Damit war die Resolution abgelehnt. Hierzu bemerkte Gehl, daß die Ablehnung eine Torheit sei, weil doch schon stets bisher im Sinne der Resolution verfahren worden wäre. Bei stark gelichteter Versammlung wurden dann noch die Be- richte über den G I a s e r st r e i k, den Klavierarbeiterstreik bei der Firma Bell u. C o. und den beendeten Kürschnerstreik bei der Firma Gärtner entgegengenommen. Ueber einen Antrag des neuen Bademeister- Verbandes um Aufnahme in« Kartell ent- spann sich eine längere Debatte, weil diese Organisation ebenfalls Arbeitslosenunterstützung zahlt, außerdem«ine Sterbekasse hat und im Tarisvcrhältnis zu den Arbeitgebern steht. Die Mehrheit stimmte schließlich der Aufnahme zu. Beschlossen wurde außerdem noch, daß sich de», nächst eine Extra sttzung mit der Preßlommission der freien Vereinigung befassen soll. Damit war die Tagesordnung um 1 Uhr nachts erledigt. Berliner Marktpreise. Ans dem amtlichen Bericht der städtischen Markthallcn-Direktion.(Großhandel.) Rindfleisch I» 71—75 pr. 100 Pfd., n» 65—70, ffla 69—64, Iva 54—58, englische Bullen- 0,00, dänische Bullen- 0,00, Holland. Bullen- 65—75. Kalbfleisch, Doppclländer 100—110, la 80-85, IIa 70-78, Ula 60-68. Hammelfleisch la 77-82, Da 67-76. Schweinefleisch 68—74. Rrhböcke la per Psd. 0,55—0,65, Ha 0,30 bis 0,50, Rotwild la per Pfund 0,88-0,61, IIa 0,25-0,30. Damwild 0,52. Wildschweine pr. Psd. 0,00. Frischlinge 0,00 Kaninchen per Stück 0,40-0,65. Wildenten la per Stück 1,45, IIa 0,80. Rebhühner. junge la 1,35—1,80, junge N-inc 0,45-1,25, all« 1,00—1,25. Hühner, alte, per Stück 1,60-2,75, alte. Na 1,50, junge, per Stück 0.50-1.05. Tauben, junge, per Stück 0,25—0,45, alte 0,00. Enten, junge per Stück 2,25—2,70, alte per Stück 0,00. Hamburger, junge, per Stück 0,00. G-mse, la per Psund 0,60—0,71, Na 0,58, la per Stück 3,50 bis 4.30. IIa 1,80-3,30. PouletS per Stück 0,90-1.35, do. Nein 0,40-0,70. Hechte pr. 100 Psd. 89-110. Zander 00. Schleie 115-134. Blei«, matte 54-62. Aale, groß 100—107, mittel 90—93, klein u. mittel 00, unsort. 67—80. Plötzen 00. Karpsen 40er 97. Barse 78. klein 00. Bleisische 00. Karauschen 84-91. Wels 00. Bunte Fische 47—73. Amerik. Lachs 1 neuer per 100 Psd. 110—130, do. U neuer 90-100, do. III neuer 50—75. Seelachs 10—15. Flundern, pvmm. I, per Schock 9. pomm. n 2— 3, Kieler, Stiege la 4—6, do. mittel per „«» r- Jv»e N v�u�euiiiu/e ovi)ic uu- Vi Kiste 1,60. Kabliau, per 100 Pf6. 10-13. Heilbutt 25. Sardellen. 1902er, Per«nker 90, 1904er 88, 1905er 80,00-82,00, 1906er 64. Schottische Vollheringe 1905 0,00, largo 40-44, fall. 36-38, med. 85-42, deutsche 37—44. Heringe, neue Matje«, per'/, To. 60—120. Summen,, na. 100 Psd. 00. Krebse, per Schock, große 17, mittel 6—13, kleine 2,50—4, unsort. 4— 12,5a Gallzler 00. Eier. Land-, per Schock 2,60—3.30. Butter per 100 Psd. la 119-122, Ha 116-118, Illa 112-, 13. abfallende 90-106. Saure Gurten Schock 2,60—3,00, Psessergurken 2,60-3,00. Kartoffeln per 100 Psd. Rosen 1,75-2,00, neue runde 2,00-2,25, neue blaue 2,25-2,50, neue erbster 2,25—2,60. Spinat p. 100 Psd. 12-18. Karotten p. Schock 2,00—2,50. ellerie, hiesige, P.Schock 1 ,25—5,00. Zwiebeln 100Psd. 3-3,50 Petersilie, grün, icUig, bahr., p. Schock 2,40 Salat, p. Schock 1,00—1,40. .„, ijund 7—12. WachSbohncn 12-16. Scholen Per 100 fifd. 10-16. Pscfserlinge per 100 Psd. 20-22. Mohrrüben er 100 Psd. 4—5. Blumenkohl per Mandel 1,00—2,20. Wirsingkohl per Handel 1,00—2,00. Rotkohl p. Mandel 2-2,50. Weißkohl p. Mandel 1,50 bis 2.00. Steinpilz- p. 100 Psd. 25-30. Gurken, Zerbster, Schock 0,75-1,00, do. Einlege«, Schock 1—2, do. Rotbmbg. 3—4, do. Liegnitzer 3—4. do. Einlege- 5—10. Kohlrüben, Mandel 1—1,25. Tomaten, hiesige 100 Pfd. 10—12. Birnen, Hai. per 100 Psd. 15—25, hiesige 5—14, WM H"----- 13-15, ,. 22-24. Pflaumen, Ital. rund« dunkle per 100 Psd. 16—25, ital. lange gelbe 15—22, ital. runde 15—25, ungarische 10—12, blesige 10—20, Reineclaude 10—22. Zitrone», Messina 300 Stück 18,00-20,00, 360 Stück 12,00—16,00, DO Stück 7,00-12,00, 420 Stück, klein 7,00. Pfirsiche, Werdersche per 100 Psd. 26-35, feansä fische 20-40, Italienische I Kiste 1,50-2,00, da. II Kiste 1,20-1,60, do. in Kiste 1,00-1,20, do. in Körben per 100 Psd. 30-40. «itternngsüderstcht vom 18.«ngust 1906. morgen» 8 Uh». atUtt Swinemde 7571® 757«» 7572891® 759 SW 761 SW 579.» «deckt wolkig 2wolkig 3 bedeckt 2wolkig 4iwolkig e« II * a> Stastonen Haparanda Petersburg Scillh «berdew Paris «Vetter-Prognose für Sonntag, den 19. August 1906. Ein wenig kühler, vorwiegend wolkig mit Regenschauern und mäßigen Nordwestlichen Winden. Berlkner Welterbureau. Lvasserftanb am 17. August. Elbe bei Aaiftg— 0,37 Meter, bei Dresden— 1,66 Meter, bei Magdeburg-s- 0,88 Meter.— U n st r u t bei Slraußsurt— Meter.— Oder bei Ratibor 4- 1,03 Meier, bei Breslau Oberpegel 4- 4,76 Meter, bei Breslau Unterpegel— 1,66 Meter, bei �-ankfurt 4- 0,81 Meter.— W e i ch s e i bei Brahemünde 4- 2,14 Meter.— arthe bei Posen— 0,00 Meter. Für den Inhalt der Jujerate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber teinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 19. August. Anfang 7 Uhr. Opernhaus. Die Hugenotten. Montag: Der Ring des Nibelungen. Zweiter Tag: Siegfried. Anfang 7 Uhr.. Schauspielhaus. Romeo und Julia. Montag: Prinz Friedrich von Hom burg. Neues Operntheater. Das Heimchen am Herd. Montag: La Traviata. Leffing. Rosmersholm. Nachmittags 3 Uhr: Die versunkene Bloce. Montag: Die Weber. Anfang 8 Uhr. Berliner. Sherlock Holmes. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller 0. ( Wallner benter.) 4 Urania. Wissenschaftliches Theater. Heute Sonntag im Theater 8 Uhr: Der jüngste Ausbruch des Vesuv. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr. Wilh. Th.) Morwitz Oper. Sonntag, nach m. 3 11 br, bei halben Preisen: Der Freischütz. OOLOGISCHER Romant.Oper in 4 Att. v. C. M. v. Weber. ZCARTEN Heute Sonntag Eintritt 50 Pt. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Nachmittags ab 4 Uhr: Militär- Doppel- Konzert. Morgen sowie täglich: Militär- Doppelkonzert. Deutsch- Amerikanisches THEATER, Köpenickerstr. 67-68. DONNERSTAG, 23. Aug., abends 8 Uhr: PREMIERE Gastspiel Adolf Philipp Jm wilden Westen. Sonntag, abends 8 11 br: Gastspiel Heinrich Bötel: Der Troubadour. Oper in 4 Aften von G. Verdi. Montag, abends 8 11 br, popul. Vorstellung bei halben Preisen: Oberon, König der Elfen. C Morwik Oper. Sonntag, abends 8 Uhr: Carmen. Oper in 4 Aften von Bizet. Montag bis Donnerstag: Geschlossen. Im Garten tägl. gr. Militär- Konzert. astans Panoptikum Friedrichstraße 165. Dreyfus Esterhazy Oberst Picquard 1389L* Schreckenskammer Hennig Diez' Seeterrasse, Lichtenberg Röder Straße 6, zwischen Landsberger Allee und Röder- Platz. Morwik- Oper. Der Troubadour. 4 heitere Bilder m. Ges. v.A.Philipp. Größtes u. schönstes Bergnügungs- Etablissement des Ostens mit gr. See. Nachm. 3 Uhr: Der Freischütz. Fahrverbindungen ab Alexanderplat Linien 64, 65, 66, 67, 68, 69, 70, 71, 81. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Montag: Oberon, Stönig der Elfen Schiller N.( Friedrich Wilnelm. städtisches- beater). Carmen. Montag: Geschlossen. Komische Oper. Hoffmanns er zählungen. Montag: Don Pasquale. Westen. Die lustige Witwe. Montag: Dieselbe Vorstellung. Zentral. Der Rastelbinder. Montag: Die Fledermaus. Trianon. Die Frau ohne Lächeln. Montag: Dieselbe Vorstellung. Lustspielhaus. Spazenliebe. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kleines. Mimensiege. Diplomatie in der Che. Das Trottoir roulant. Montag: Dieselbe Borstellung. Cart Weiß. Adele. Montag: Dieselbe Vorstellung. Metropol. Auf ins Metropol. Montag: Dieselbe Borstellung. Apollo. Berlin im Dmnibus. Das blaue Bild. Spezialitäten. Montag: Dieselbe Borstellung. Wintergarten. Tortajada. Spezialit. Montag: Dieselbe Vorstellung., Baffage. Willy Brager. Spezialit. Weichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Der jüngste Ausbruch des Vesuv. Sternwarte, Jnvalidenstr. 57/62. Ferdinand Bonns Berliner Theater. Sonntag und folgende Tage: Sherlock Holmes. Anfang 8 Uhr. Kleines Theater. Anfang 8 Uhr. Mimensiege. Diplomatie in der Ehe. Das Trottoir roulant. Montag: Mimensiege. Diplomatie in der Ehe. Das Trottoir roulant. Neues kgl. Operntheater ( Kroll). Anfang 7, Uhr. Das Heimchen am Herd. Montag letztes Gastsp.Franceschina Prevosti u. Alexander Rosanoff: La Traviata. Sonnabend, 25. August: Sondervorstellung: Fledermaus mit Konzerteinlag. Mitwirkende: L. Godowski, Signorina Prevosti, Dr. Ludwig Wüllner. Vorverkauf im kgl. Opernhaus, Schalter II, A. Wertheim und Invalidendank. Komische Oper. Heute abend 8 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: Die fran ohne Lächeln. Anfang 8 Uhr. Metropol- Theater 20232 Gr. Lützow- Konzert in Jäger- uniform. Erstklassiges Spezialitäten- Theater. Die größte Senjation des 20. Jahrhunderts: Mitr. Beliks Schleifenfahrt außen herum ſowie um 6 Uhr: Turmseilkünstler Miß Mary und J. H. Liepelt. Auftreten d. besten Henry Bender. Josef Giampietro. Riesen- Land- und Wasser- Feuerwerk.** Fritz Massary. ! Auf- in's Metropol! Große Jahresrevue mit Gesang u. Tanz in 9 Bildern v. Jul. Freund. Musik von Viktor Hollaender. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. In zwei Sälen: 15 Ruderboote. Riesen- Kaffeeküche. Volksbelustigungen Kavalier Ball. 4 verdeckte Kegelbahnen. aller Art. Anfang 3 Uhr. Bei ungünstiger Witterung Schuß für 6000 personen. Jed. Montag u. Donnerstag: Frei- Konzert u. dieselb. Darb. A. Diez. Diez' Spezialitäten- Theater. Landsberger Allee 76/79( Ringbahnstation). Wegen kolossaler Nachfrage bis 30. August prolongiert. Täglich: sowie 4 neugeborene werden im Löwen Apollo- Theater 16 Löwen 10 Uhr! Novität! 10 Uhr! Großer andauernder HeiterkeitsErfolg! Berlin im Omnibus. Im zweiten Bilde: Der Omnibus- Trick. Borher: Gute Spezialitäten! Ab 7, Uhr: Garten- Konzert. Anfang 8 Uhr. Carl Weiß- Theater. ( Gr. Frankfurterstr. 132. Im Theater: Täglich 8 Uhr: Gastspiel des Herrn Fritz Kidaisch: Adele. Im Garten: Neues großes Spezialitäten Programm. Anfang 5 Uhr. M W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Bruumenſtr. 16. Die neue Herrin. Lebensbild von Stalisch. Fredo Seybaud, Verwandlungs Schauspieler. Dazu die andern Spezialitäten. Anfang 6 Uhr. Staffeeküche von 3 Uhr. Bei schlecht. Bett.: Borstell. im Saale. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Paul Coradini Piacentia Täglich: La Matschiche Neiß Troupe Marguerite Gilton Müller- Römer Steffen Bros. as unruhige Haus Anfang 4 Uhr. Im Saale: Großer Ball. Billettvorkauf von 10-12 Uhr an Montag z. volkstümlichen Preisen: der Theaterkaffe. Don Pasquale. Dienstag: Hoffmanns Erzählungen. Lustspielhaus. Täglich 8 Uhr: Spatzenliebe. Zentral- Theater. Raffelbinder. Operette in ( Operette). 8 Uhr: 3 Atten. Refidenz- Theater. Direttion Richard Alerander. Passage- Theater. Heute zwei Vorstellungen nachmittags 3-7, abends 8-11 Uhr Kawkas Zigeuner aus dem Kaukasus. Publikum herumgezeigt. Die größte Sensation u. beste Gruppe der Welt: Im Salon des Löwenbändigers. Ein Domptenr, eine Tänzerin im Löwenkäfig und eine Domptense mit noch nie gesehenen Tricks. 11 hr abends: Fütterung fämtlicher Bestien aus den Händen des Dompteurs. The Carl Damman- Familie, Ameritas beliebteste Akrobaten, und das neue befte Programm Berlins. Kaffeeküche. Volksbelustiggen aller Art. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Verzugskarten sind gültig. Max Kliems Sommer- Theater. Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitätenvorstellung Jeden Montag: Sommerfest.- Jeden Mittwoch: die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Brauerei Karl Gregory A.-G. bringt Badstr. 67 Hochstr. 21/24 sich hierdurch einem geehrten Publikum in empfehlende Erinnerung. Heute: Großes Doppel- Konzert. Anfang 3% Uhr. Es ladet höflichst ein Entree frei. 637b Wilh. Schäfer, Oekonom. Nur noch 11 Tage Nur noch Freie Turnerschaft Steglitz ( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes.) Sonntag, den 19. August 1906, im Restaurant ,, Birkenwäldchen", Steglitz Gr.- Lichterfelde: 2. Stiftungsfest verbunden Gr. Sommerfest mit unter Mitwirkung der Gruppe II. Turnerische Aufführungen- Konzert- Spezialitäten Gr. Feuerwerk. Um 9 Uhr: Kinder- Fackelpolonäse. Stocklaterne gratis. Im Saale: Tanz. Herren 50 Pf. Anfang 3 Uhr. ( 596b) Eintritt 20 Pf. Sportpark Steglitz. Sonntag, den 19. August, nachmittags 4 Uhr: Großer Preis von Berlin. Robl, Dickentmann, Guignard, Demke. 620b Preise: M. 4000, 2000, 1500, 1200. Ritter- Säle, Ritterstraße 75 Inhaber: Aug. Bercht. Den geehrten Gewerkschaften, Bereinen, Fabriken usw. zur ge fälligen Nachricht, daß ich obiges Lokal von Herrn R. Voigt übernommen habe. 2025L* Empfehle meine Säle, 150, 300 und 700 Personen fassend, zu Festlichkeiten und Versammlungen jeder Art und bitte um geneigten Zuspruch. Telephon- Amt IV. 7509. Achtungsvoll August Bercht. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger Anfang Wochentags 8, Sonntags 7 Uhr. Neue Welt. Hasenheide 108-114. Sonntag, den 19. August 1906: Großes Konzert des 40 Mann starken Neuen WeltOrchesters. Divettion: B. Bothe. Kottiuser Sanssouci. Straße 4a. Sonntg., Montg. Donnerst. und Sonnabend: Hoffmanns Nordd. Sänger und Tanzkränzchen. Zum erstenmal: Gute Nacht, Karoline. Jeiteles als Einbrecher Entr. 30 Pf., mum. Pl. 50 Pf. Sonnt.Beg. 5, ochent. 81. Im Borgart.: Freikonzert. Gustay Behrens Theater, Berlin O., Frankfurter Allee 85. Sonnabend, den 18. August: Eröffnung Spezialitäten- Vorstellung der Winter- Saison Das großart. August- Programm. Monster- Feuerwerk des Pyrotechnikers Adolf Bock. Im Riesensaale: Großer Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. Ostbahn- Park Am Küstrinerplatz, Rüdersdorferstr.17 Hermann Imbs. Täglich: 11 Enge Gr. Konzert, Theater- und 1. Deutsch- Amerikanischer Spezialitäten- Vorstellung. WWOBAL Cirkus WINE BARTEN 765 Heute Vorstellung Heute und folgende Tage Unf. 8 15:14 erstklassige Spezialitäten! 14 erstessige Sperialien Schweizer Garten Die Höhle des Löwen. Schwant in 3 Atten v. M. Hennequin und Bilhaud. Gaston Chalindrey Rich. Allerander. Fröbels Allerlei- Theater am Stönigstor- Am Friedrichshain. Folies Caprice Linienstr. 132, Ecke Friedrichstraße Wiedereröffnung 1. September. Vorverkauf ab 20. Auguft. Etablissement Buggenhagen Moritzplatz. Täglich im Garten bezw. in den unteren Sälen Gottschalk Freikonzert Mittwoch u. Sonnabend: Freitanz. Schönhauser Allee 148. Täglich: Klown Dolly ist da! Theater- Vorstellung, Taglionis Ballett- Ensemble. The Regahs mufifalijcher PittSpezialitäten u. Ball. Das Bild des Vaters. Boltsstück in 2 Aften. Anf. 4, Ubr. Tanz. Entree 30 Pf. Prater- Theater wifchen Himmel n. Erde Kastanien- Allee 7/9. Milardo, Humorist. Borussia- Sexteft. Sands Sportakt. " Der grüne Teufel" große Pantomime. Konzert. Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf Numerierter Plaz 50 Pf. Berlin arm und reich. Boltsstück mit Gesang in 2 Aften. Der mysteriöse Wunder- Globus. ( Das Rätsel aller Rätsel.) Der Antipode auf lebender Brücke. Die 5 Jaksons, Afrobaten. Clothilde u. Bertram. Trio Schlaraffia. Wochentags: Damentanz frei. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Markgrafensäle Berlin 0. 17, Markgrafendamm 34 Snh. N. Theefs 19565* sente: Frei- Konzert. Sale: 100-1000 Perf. f. Vereine, Hochzeiten, Versamml. zc. Kegelbahnen. bon Norton B. Smith Berlin, Memelerstraße, Comeniusplak. Heute Sonntag, 19. August: 2 Vorstellungen 2 um 4 und 8 Uhr. Montag und folgende Tage, täglich abends 8 Uhr: Große Gala: Vorstellung mit neuem Programm u. a. La Matschiche, Kam- Hill, Rodigoriotruppe, die Stönigin der Manege. 210/11 Nat. Behrens, Dir. Elysium Landsberger Allee Nr. 40-41. Heute sowie täglich: Vorstellung abwechselnd von 4 Sänger- Gesellschaften. Großes Kaffeekochen. Anf. der Sänger 7 Uor. Entree frei. mit einem erstklassigen, glänzenden Programm. Anjang 7 Uhr. 19732 Sonntags 5 Uhr. Welt- AusstellungsBiograph-( St. Louis) Theater lebender Photographien mit abwechselndem Abnormitäten- Progr. Verbindung mit größter FilmsFabrik Frankreichs, daher täglich neueste Bilder. Den ganzen Tag Vorstellung. Otto Pritzkow, Münzstr. 16. Walhalla- Variété- Theater Direktion: P. Saitmacher. Weinbergsweg 19/20, am Rosenthaler Tor. Eröffnung Sonnabend, 1. September. Restaurant Cafe Pein Alhambra Hubertusbader Straße 8-10. Einzig freies Lokal im Grunewald. Schöner schattiger Garten. Es ladet ergebenst ein 17542* Frau Witwe Pein. Schwarzer Friedrichsberg Jeden Sonntag: 15. Großer Ball Großes Orchester. Anfang Sonntags 5 Uhr. A. Zameitat. Adler Frankfurter Chaussee 5 ( früher 120.) Stadtbahnstation Frankf. Allee. Inh.: Gebr. Arnhold. Fernspr. Friedrichsberg No. 8. DF Sonntag, den 19. August: Großes Künstler- Konzert unter gütiger Mitwirkung der Gesangvereine Vorwärts IV"( Glasmacher) und ,, Freier Männerchor Ost"( M. d. A.-S.-B.). Direktion: Rudolf Kummer. Spezialitäten- Vorstellungen. Im Königssaal: Großer Ball. Schloß Weißensee. ,, Zum Sternecker". Inhaber C. Koch. Sonntag, 19. August. Große Sehenswürdigkeit, nur kurze Zeit: Afrika. Dorf mit 53 Eingeborenen, zahlreiche Tiere. Fantasia, geritten vor dem deutschen Kaiser in Tanger. Erste Vorstellung Sonntags 11, Uhr, zweite Vorstellung 42 Uhr usw. Gr. Militär- Konzert. Ausstellung AFRIKA Entree 50 Pfennig. Spezialitäten- Vorstellung. 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M., verstarb unser Genosse, Restaurateur Karl Neiye Ballstraße 63. Am Donnerstag, den 16. d. M., verstarb unser Genosse, der Schneider Peter Petersen Kantstraße 23. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung des Genossen Neige findet heute nachmittag 62 Uhr von der Halle des Luisen- Kirchhofes am Fürstenbrunner Weg aus statt. Sammelpunkt 5 Uhr bei Bade, Nehringstr. 25. Don Die Beerdigung des Genoffen Petersen findet heute nachmittag 42 Uhr der Halle des Dorotheeustädtischen Kirchhofes, Scharnweber, Ecke Müllerstraße, aus ftatt. Sammelpunkt 3 Uhr bei Müller, Rosinenstr. 3. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 250/20 Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß der Würger Diphtherie unser ältestes Kind Hilda dahingerafft hat. Die Beerdigung findet heute, Sonntag, nachmittags 4 Uhr, vom Hause Müllerstr. 14a aus nach dem Nazareth- Kirchhofe, Dalldorfer Chaussee, statt. 659b Richard Rodrian und Frau. Allen Verwandten und Kollegen die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser Vater und Schwiegervater Albert Richter m 16. August nach sehr kurzen Leiden gestorben ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag, den 19. August, nachm. 5 Uhr, von der Leichenhalle des MichaelKirchhofes am Mariendorfer Weg aus statt. Deutscher 665b Julius Fabian, Metallarbeiter- Verband Schneidermeister, II, Kredit! Große Frankfurterstraße 37. U. 5 Jahre Gar., 27 M. Laufdecken, 1jähr. Garant., Qual. 2,90. Luftschläuche 2,30 bis z. allerb. Qual. liefert elegante Anzüge u. Paletots Vertreter meiner nach Maß. Monatlich 10 Mark Fabrikate erhalten X Ber Stasse allerbilligste Preise. X für ermäßigt. Preis. Scholz, Fahr J. Tomporowski, Schneidermeister. radw., Steinau a. 0. W. 44/45. 12 11 9 8 Größe. OriginalBerlin, Prinzenstr. 55, 1. Etage. EIN TRIUMPH der Uhrmacherkunst! 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Hiermit die traurige Nachricht, daß das Mitglied Johann Stechow bom selub„ Intelligenz" verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 19. d. M., nach mittags 4, Uhr, von der Leichenhalle des Michael Kirchhofes in Brit, Mariendorfer Weg, aus statt. 267/2 Der Vorstand. Gefangverein Nord". Zur Beerdigung des Genossen Schulz treffen sich die Mitglieder bei Krieg, Nordend. 6606 243/19 Bon der Reise zurüc Dr. P. Christeller Dircksenstraße 21. A. JANDORF& Co Spittelmarkt Belle Alliancestrasse Grosse Frankfurterstrasse Montag, Dienstag, Mittwoch, soweit der Vorrat reicht Porzellan weiss Porzellan decoriert Brunnenstrasse Emaille 9PL decoriert, mit Deckel, Stück 1.65, Stack 65Pf Delft 2.25 muster Eimer aus einem Stück gestanzt, decoriert mit Deckel 2.85 Glas Wassergläser gepresst Dessertteller gepresst Kuchenteller gepresst 65 6 Pf. 5PL Speiseteller fach, verschiedene Formen 15 PL. Speiseteller tier, verschiedene Formen 18 Pf. Dessertteller verschied. 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Waschgarnituren Form 4.25,6.75 Teller und Deckel Zink mit Waschfässer Koboden 8.75, 10.50 Waschfässer Zink m. Holzb., Waschzober Wringmaschinen Waschbretter Klammern starke Wulst 9.50, 11.50 8.75, 11.75 9.75, 10.75 42, 48, 55 PL. Schock 10, 20 PL ver2 Gasplätten Erhitzer4.50, nickelt5.75 Plättbretter Plättbretter bezogen Aermelplättbretter bezogen 95PL. 1.95 45 Pf. Küchenbänke gestrichen 1.45, 1.55 Küchenschemel 95, 1.10, 1.25 Leitern Stufe 40 Pt. Putzkommoden mit 3 Schubladen 2.45 Fussbänke grau Toiletteneimer mit Einsatz und Korbhenkel 2.50 Kehrichteimer mit Deckel u. Aufschrift 2.45 Wannen odeblau 1.15, 1.45, 1.65 Schmortöpfe mit Ring 55, 70, 85 Pf. Schmortöpte ohne Ring 48, 65. 80 PL. Casserollen mit Ring 55, 65, 80 Pf. Casserollen ohne Ring 28, 33, 42PL Wasserkessel mit Sack 55, 65, 75Pt. Wasserkessel far Gas 48, 60, 85PL 2.25, 2.45 decoriert 1.95, 2.35 decoriert Wasserkessel mit Sack Wasserkessel for Gas für Kaffeekannen weiss 35, 42, 60Pf. 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Seit Anfang des duktionsziffern für Eisenbahnmaterial und Formeisen erklären ja viel Jahres schwankten die Notierungen start auf und ab, allerdings ein aber doch nicht alles. Müssen die reinen Werke der technischen Ueberallmähliches Hinabgleiten konnte doch trotz aller Haussemanöver legenheit der gemischten Betriebe zum Opfer fallen, gut, wir können nicht verhindert werden. Am Donnerstag wichen die Preise infolge und wollen das nicht ändern. Man braucht das dann nicht einmal Neue Rekordziffern bringt fast jeder Abschlußbericht. Das gilt umfangreicher Anfünfte im Inneren und Abgaben der Händler; zu bedauern. Etwas anderes ist es aber, wenn durch künstliche Mittel Neue Rekordziffern bringt fast jeder Abschlußbericht. Das gilt sie haben an diesem Tage mit 10,30 Cts. den tiefsten Stand in die reinen Werke zum Erliegen gebracht werden, nicht zu dem Zweck, für die Industrie sowohl, als auch für die Landwirtschaft. Und burchgängig nicht nur für die Erzeugung, sondern leider auch für die diesem Jahre erreicht. Die höchsten und niedrigsten Notierungen der den Konsum an den Vorteilen einer höheren Produktionsform teilnehmen zu lassen, sondern lediglich in Verfolgung des Zieles, die Preise. Geradezu glänzend lauten die Saatenstandsberichte aus letzten Jahre waren in New York: Amerika. Der amtliche Augustbericht schätzt den Ertrag der WinterKonsumenten ungestörter schröpfen zu können. Dagegen muß ernte auf 16,7 Bushels pro Acre. Das ist gegen die Vorjahre pro höchste doch im Interesse unserer Volkswirtschaft protestiert werden. niedrigste. Wie bekannt, die Acre mehr 3,4, 5,3, 5,2 resp. 2,9 Bushels. Die Ernte der Vorjahre ist vielfach gegen Thyssen- Stinnesschen Pläne, die darauf hinauslaufen, für den rheinisch im Vergleiche zu der Schäzung für 1906 ergibt folgende Zahlen- Die höchste Notierung im laufenden Jahre brachte der Januar, westfälischen Industriebezirk ein Elektrizitätsmonopol zu schaffen, reihe: Ertrag in Millionen Bushels:. aber auch im Mai wurden noch 12,00 Cts. notiert. Auch am mobil gemacht worden. Eine Reihe Konkurrenzprojekte fiel Donnerstag erzielte die Hausse schließlich wieder eine geringe Avance, jedoch bald wieder ins Wasser, bei anderen zogen sich die Vermußte aber am Freitag wiederum nachgeben.- Der Kaffeemartt steht noch 1902 412 gehen laffen. 1903 400 1904 333 1905 428 1906 493,4 1903 14,10 8,90 1904 17,25 6,85 1905 12,60 7,00 1906 12,25 10,30 Auch die diesjährige Frühjahrsernte überragt die Ergebnisse fast völlig unter dem Einfluß der Hausfestimmung. Hierfür werden handlungen und Vorbereitungen in die Länge. Während dieser Zeit ser Vorjahre um 14, 60, 41 refp. 21 Millionen Bushels. Die Ge- hauptsächlich zwei Momente geltend gemacht: ungünstige Ernte- erweiterten Thyssen und Stinnes in aller Stille, aber mit zäher famternte mit 772 Millionen Bushels läßt mithin das vorjährige aussichten und verminderter Bestand der sichtbaren Weltvorräte werk in Effen hat bereits ein ganzes Bündel von Verträgen mit Ergebnis, das sich auf 686 Millionen Bushels bezifferte, weit hinter gegenüber dem Vorjahre. Den pessimistischen Schäzungen stehen industriellen Werken und kommunen im Schrank. Die Monopol sich. Auch die Schäßungen der Maisernte geben über die vor- aber ganz außerordentlich günstigere Berichte der Pflanzer gegen- firma hat sich auf eine Reihe von Jahren die Lieferung elektrischer jährigen Ertragsziffern hinaus. Die Rekordziffern haben, wenigstens über, die gar einen das vorjährige Ergebnis der Santosernte um Energie an viele bedeutende Konsumenten gesichert. Immer auf den amerikanischen Märkten, die Preise ziemlich start nach unten Verhältnisse ungeklärt sind, z. B. auch bezüglich der brasilianischen einige Neuanlagen wurden errichtet und bestehende Elektrizitätsfast 100 Prozent übersteigenden Ertrag versprechen. Solange die weiter dehnt das Nez des Essener Wertes sich aus; In New York ist der Weizenpreis pro September bis auf Gesetzgebung, von welcher man eine Belastung des Kaffeehandels einige Neuanlagen wurden errichtet und bestehende Elektrizitätswerfe angekauft. Trozdem find doch einige Konkurrenz78 Cts. pro Bushel zurückgegangen. In den zwei letzten Bor- befürchtet, hat die Hausseegruppe ziemlich freies Spiel. jahren wurden notiert: 86% resp. 106 Cts. Für Chicago stellen sich laufende Jahr erheblich höhere Produktionsziffern aus. Jedoch ist agen und für den Kreis Bochum, dem sich noch verschiedene Städte Wie das Kohlensyndikat, so weist auch der Stahlverband für das unternehmen gegründet worden, so zum Beispiel für den Kreis die bezüglichen Vergleichszahlen folgendermaßen: 71, 812 resp. und Orte anderer Kreise angeschlossen haben. Aber nach den Aus1025 Cts. Ob der Konsum von dem Preisrückgang viel Borteil die Erzeugung in Halbzeug sowohl im Juli als zuſammen in den lassungen der Handelskammer Mülheim( Ruhr) haben die neuen haben wird, ist sehr fraglich. Für uns wird das günstige Ergebnis legten vier Monaten gegen die Ziffern des Vorjahres zurückgeblieben. laffungen der Handelskammer Mülheim( Ruhr) haben die neuen haben wird, ist sehr fraglich. Für uns wird das günstige Ergebnis Es werden dafür verschiedene Störungen in der Produktionsmöglich Handelskammer jagt: Das Streben nach Vereinheitlichung der Unternehmen alle Konkurrenzabsichten bereits aufgegeben. Die in den Vereinigten Staaten, das durch die wachsenden Erträge in feit angeführt. Die technische Leistungsfähigkeit der Anlagen soll Kanada und Argentinien erhöhte Bedeutung für die Preisbildung erlangt, teilweise wieder paralyfiert durch die traurigen Ernte unter der übertriebenen Anspannung teilweise gelitten haben, anderer Gesichtspunkte für die wirtschaftliche Leitung des niederrheinischaussichten in Rußland. – Die deutsche Zuderproduktion rechnet feits sei auch die physische Leistungsfähigkeit der Arbeiter infolge der Weise in den Ausdehnungsbestrebungen des Rheinisch- westfälischen westfälischen Industriebezirks zeigt sich schließlich in bedeutsamer für das laufende Jahr ebenfalls mit größeren Zahlen. Es wurden großen Hize herabgemindert. Der niedrigeren Ziffer für Halbzeug Elektrizitätswerks zu Effen, das den rechtsrheinischen Industriebezirk 3. B. hergestellt seit Beginn der letzten Kampagne: 4 276 228 tehen übrigens höhere Zahlen für Eisenbahnmaterial und Formeisen schon mit einem unlöslichen Nezze von Leitungen Doppelzentner Raffinade und 21 011 366 Doppelzentner Rohzucker, gegenüber. Es wurde produziert: Halbzeug 145 658 Tonnen im in der Vorkampagne dagegen nur: 3123 964 Doppelzentner reip. Juli 1906 gegen 156 869 Tonnen im Juni und 146 124 Tonnen im Straßenbahnlinien( durch eigenen Bau und durch Anfäufe) über13 489 917 Doppelzentner. Die Gesamterzeugung der Rübenzucker- Juli 1905, Eisenbahnmaterial 149 931 Tonnen gegen 148 167 Tonnen 30gen und auch auf der linken Rheinseite Fuß gefaßt hat. Diese resp. 120 792 Tonnen, Formeisen 189 975 Tonnen im letzten Seite, wodurch ihre Berechtigung am besten erwiesen wird. Der Konzentration findet selbst Wohlwollen auf sonst fartellunfreundlicher fabriken, Raffinerien und Melaffeentzuckerungsanstalten stellt sich 147 271 Tonnen im Juli 1905. Eine Zusammenstellung der ErHindernisse, die sich ihm naturgemäß in den Weg stellen, nicht übergebuiffe aus der Periode vom 1. März bis 31. Juli ergibt folgendes und für die 11 Monate der Kampagne 1905/06 auf 23 772 144 Doppel Berichtsmonat gegen 176 457 Tonnen im Monat vorher und Gedanke, der sich hier durchzuringen sucht, kann durch die vielen gentner 15 950,761 Doppelzentner in dergleichen Zeit der Vortampagne. Auch die Ausfuhr hat eine Steigerung erfahren. Seit 1. September 1905 bis 1. August 1906 wurden 3 997 540 Doppel- Bahlenbild: zentner Rohzucker und 5 952 148 Doppelzentner Raffinade ausgeführt. Die entsprechenden Zahlen der voraufgehenden Kampagne find: 2 601 435 Doppelzentner refp. 3 988 503 Doppelzentner. Halbzeug Eisenbahnmaterial Formeisen 1905 1906 in Tonnen 800 606 793 417 796 986 686.889 762 238 891 641 2 249 733 2 482 044. wunden werden. Daher tritt, nachdem entgegen den Plänen des Effener Werkes in Westfalen die Gründung von neuen selbständigen großen Elektrizitätswerken beschlossen worden ist, alsbald die Absicht zutage, zwischen ihnen und dem Essener Wert eine Interessengemeinschaft zu schließen. Die Neugründungen bewirkten, daß das Monopol schneller und vollständiger perfekt wird. Die industrielle Konzentration läßt sich nicht aufhalten. D. Eingegangene Druckschriften. „ Der Arbeitsmarkt" Nr. 22, Halbmonatsschrift der Zentralstelle für Arbeitsmarktberichte( Herausgeber Professor Dr. Jastrow, Berlin.) Verlag von Georg Reimer, Berlin W. 35. Der vor einigen Wochen fräftiger einseßenden Baisse am Zudermarkt ist wieder eine Hausse gefolgt. Trotz der erheblichen Mehrerträge ziehen die Preise wieder energisch an. Der Auguſt brachte gleich im Anfang ein stoßweises Hinaufschnellen der Preise um Die Gesamtmenge der Produkte ist demnach in der Ver zirka 40 Pf. per Doppelzentner. Starke Käufe in den letzten Wochen gleichsperiode um 232 311 Tonnen gewachsen. Das ist eine Bu wirkten naturgemäß preisfestigend. So fommen wir auch um die nahme von etwas über 10. Proz., die aber allein auf Hoffnung, durch stärkeren Zuckerkonsum den infolge der hohen Preise Eisenbahnmaterial und Formeisen entfällt. Die Ziffern für verminderten Fleischkonsum wenigstens in etwas wieder aus Halbzeug zeigen, daß in diesem Produkt auch für die legten vier zugleichen. Die starken Entnahmen aus dem Markt dienen Monate zusammen die für den Versand freie Erzeugung zurückGoethes Briefe, Auswahl in zwei Bänden. Herausgegeben und weniger dem Tagesfonfum, als der Befriedigung der Konserven- gegangen ist. Für diese Erscheinung reicht die obige Erklärung nicht Goethes von J. H. W. Tischbein und J. Stieler. Verlag der„ Hausbücherei" Mit Bildern biographisch erläutert von Dr. Wilhelm Bode- Weimar., fabriken zum Einkochen bon Obst. Sehr optimistische aus, umsoweniger als die beiden Momente nur für Halbzeug, der Deutschen Dichter- Gedächtnis- Stiftung Hamburg- Groß- Borstel. Band Schätzungen über die amerikanische Baumwollernte haben den nicht aber auch für Eisenbahnmaterial und Formeisen wirksam in 18 und 19, 169 und 197 Seiten. Breis gebunden je 1 M. Widerstand der Haussepartei an der New Yorker Börse nun doch Erscheinung treten. Die deutschen reinen Werke führen Klagen Henri Gartelmann. Streitschriften vermischten Inhalts. 64 Seiten. wieder zurückgeworfen. Bisher hat man den günstigen Schäzungen darüber, daß sie zugunsten der Auslandskonsumenten auf unzu- Verlag Otto Melchers in Bremen. Einsegnungs- Anzüge Reichhaltigste Auswahl in den neuesten Moden und Webarten, Kammgarnen, Satins, Cheviots, Drapés, Meltons, Tuchen usw. 50 M. giv 33.- 30.- 27.24,-2220,- 18, 16.- 14-12Sie brauchen diese Annonce wohl nicht. erst zu lesen Jeder Käufer eines Ein segnungs Anzuges erhält • reizende Beigaben umsonst. 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Dienstag, den 21. August, abends 8% Uhr präzise: Wahlvereinsversammlungen in Berlin in folgenden Lokalen: 1. Erris: Dräsels Festsäle, Neur Friedrichstr. 35. 123 2. 11 : Hofjäger- Palast, Hafenheide 52/53. 3. : Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. tt $ 22 4. Kirris: Kellers Festsäle, Koppenftr. 29. 5. : Altes Schützenhaus, Linienftr. 5. " : Germania- Säle, Chaufferstr. 103. カナ SAC 6. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Der Parteitag in Mannheim. Anträge zu demselben und Delegiertenwahl. 2. Die Provinzialfonferenz. Anträge und Delegiertenwahl. 3. Partei- und Vereinsangelegenheiten. 豬 209/10 Isto 不 40 1309 Mitgliedsbuch legitimiert! Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. Der Zentralvorstand. Sozialdemokratischer Rixdorf. Berliner- Trio. Wahlverein für den Bezirk Dienstag, den 21. August, abends 8½ Uhr: Außerordentl. Ifitgliederversammlung in Fr. Hoppes Festsälen, Hermannstr. 49. Tages Drdnung: 1. Weiterberatung der gestellten Anträge zum Parteitage. 2. angelegenheiten und Verschiedenes. 235/5 Recht zahlreichem und pünktlichem Besuch fieht entgegen Sozialdemokratischer Wahlverein Charlottenburg. Dienstag, den 21. August 1906, abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung im„ Volkshause", Rosinenstraße 3. Tages- Ordnung: Felix Scheuer U Stralsunderstr. 1. Musikverein„ Norden". Dienstag, den 21. August, abends präzise 8% Uhr, im Saale der Mache sämtliche Interessenten darauf aufmerksam, daß der Musikverein „ Norden" fein Uebungslokal von Mothes, Hussitenstr. 40, nach Meeses Witwe Weigel, Türrschmidtstraße 45: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Der Vorstand. 8/9 Gesellschaftshaus, Schulstr. 29, ver 1. Der Parteitag in Mannheim. Referent: Genoffe Wilh. Miethke. legt hat, und übt Verein" Norden" 2. Diskussion. 3. Kreisgeneralversammlung und Wahl der Delegierten von jetzt ab jeden Dienstag und hierzu. 4. Vereinsangelegenheiten. Vereins- Freitag abends 9-12 Uhr. Dienstag: Gäste willkommen. Vereins- reitag beitag Streichmufit, Freitag: Harmoniemufit. Herren mit eigenen Instrumenten herzlich willkommen. 20272 Konzertdirektion: Julius Kossack. Der Vorstand. Herrenkonfektion. Am Montag, den 20. August 1906, abends 8%, Uhr finden Achtung! Achtung! Zentralverband der Glaser. Zahlstelle Berlin. Montag, den 20. August, abends 8 Uhr: Zwei Konfektionsschneider- Versammlungen Mitglieder- Versammlung statt, und zwar im Saal 1 des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15. Zages Drdnung: für den Osten bei Haberecht, Große Frankfurterstraße 30. Bericht der Lohnkommission über die Einigungsverhandfür den Norden bei Hensel, Juvalidenstraße 2. Zages Ordnung: 1. Der Parteitag in Mannheim. 2. Anträge zum Parteitage und Diskussion. 3. Anträge zur KreisgeneralversammIung. 4. Bericht von der Generalversammlung von Groß- Die Lohnverhältnisse der Berliner Konfektion und ihre Berlin. 5. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Bedeutung für die übrigen deutschen Konfektionsplätze. Für Gäste und Frauen ist die Galerie reserviert. Referenten: Kollegen Weicker- Leipzig und Mirus Frankfurt a. M. Der Einberufer. 250/19 In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung erwartet zahlreiches und 164/7 pünktliches Erscheinen Der Vorstand. 74/4 lungen vor dem Gewerbegericht. Bollzähliges Erscheinen der Mitglieder dringend erforderlich. Die Streitleitung. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Sozialdemokratischer Wahlverein Schöneberg Vereinigung der Musikinstrumenten- Arbeiter Sektion der Gips- und Zementbranche Dienstag, den 21. August, abends 812 Uhr, bei Obst, Meiningerstr. 8: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht von der Kreis- Generalversammlung. 2. Wahl der Dele gierten zur Kreis Generalversammlung. 3. Anträge zum Parteitage. 4. Bereinsangelegenheiten. 5. Verschiedenes. Wegen der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen aller Genossen notwendig. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. Not 15/16 3230 うぶん Sozialdemokrat. Wahlverein Berlins und Umgegend. Montag, den 20. August 1906, abends 8%, Uhr: Mitglieder- Versammlung in Graumanns Festsälen, Naunynftr. 27. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Ernst Rieger über: Erziehung zum 2. Diskussion. 3. Der Streit bei Bell u. Co. Sozialismus. 4. Bericht der Kartelldelegierten. 5. Vereinsangelegenheiten. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist unbedingte Pflicht der Mitglieder zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 142/4 Der Vorstand. Sonnabend, den 8. September, in Kellers Festsälen, Koppenstr. 29: für d. Bezirk Lichtenberg. 24. Stiftungsfest. Dienstag, den 21. August, abends 8½ Uhr, in Gebr. Arnholds ,, Schwarzem Adler", Franks. Chaussee 5: Mitglieder- Versammlung Zages Ordnung: 14/11 1. Fortsetzung der Diskussion über die Tagesordnung des Parteitags zu Mannheim. 2. Bericht von der Verbands- Generalversammlung in Berlin. 3. Berschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen wird zahlreicher Besuch erwartet. Gäste willkommen. Der Vorstand. Konzert und Vorstellung von Horsts Norddeutschen Humoristen und Quartettfängern. Außerdem Mitwirtung des„ Sängerkreis der Musikinstrumenten- Arbeiter". Anfang: 812 Uhr. Dirigent: Herr Richard Lange. Nach der Vorstellung: Großer Ball. Bezirk: Rixdorf. Mittwoch, den 22. August 1906, abends 8%, Uhr, bei F. Hoppe, Hermannstr. 48/49: Bezirks- Versammlung Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Wilhelm Miethke über: Die ruffische Revolution". 2. Disfuffion. 3. Bezirks- Angelegenheiten. 146/14 Des interessanten Vortrages wegen ist es Pflicht aller im Bezirk wohnenden Kollegen, zu erscheinen. Der Obmann. Verband der Kupferschmiede Deutschlands Filiale Berlin. Donnerstag, 23. August, abends 7 Uhr, in den Musiker.Sälen Kaiser Wilhelmstr. 18m: Außerordentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Antwort der Arbeitgeber auf unseren eingereichter Programme Lohntarif und endgültige Beschlußfaffung. 2. Mitteilungen. frei. Billetts a 30 Pf. find bei allen Borstandsmitgliedern und in der Versammlung zu haben. D. D. Bu zahlreichem Besuch ladet ein Um jedem Kollegen Gelegenheit zu geben, den Arbeitgebertarif selbs zu prüfen, wird eine Abschrift desselben an der Saaltüre verteilt. Kollegen! Erscheint Mann für Mann, feiner darf fehlen, und zeigt daß Ihr gewillt seid, nur für unseren Tarif einzutreten. Der Vorstand 100/3 u. Zentralverband der Handels- Transport- u. Verkehrsarbeiter». Arbeiterinnen Deutschlands. Deutscher Metallarbeiter Verband. Verwaltungsstelle Berlin. „ Gewerkschaftshaus", Engel- Ufer 15, II, Zimmer 13-17.- Arbeitsnachweis: Z.-A. IV, Nr. 3348. Bureau: T.-A. IV, Nr. 4747. Achtung! Rollkutscher, Begleiter sowie Kutscher aus den gewerblichen Fuhrwerksbetrieben Berlins. Achtung! Montag, den 20. August, abends 9 Uhr, bei Buggenhagen( Morikplak): Oeffentliche Versammlung. Tages Drdnung: 1. Der Stand des Streiks der Angestellten der Paketfahrtgesellschaft und unsere weitere Stellungnahme dazu. Referent: Kollege A. Werner. 2. Diskussion und Beschlußfassung. Bei der oußerordentlich wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden der in den obengenannten Branchen beschäftigten Kollegen, in dieser Versammlung bestimmt und pünktlich zu erscheinen. Es gilt, Beschlüsse zu fassen, welche für sämtliche Kollegen von weitgehendster Bedeutung find. 71/13 Erscheint in Massen! Reiner darf fehlen! Die Sektionsleitung. 3. A.: Fr. Berner. Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin. Zimmer 34, Amt IV, 3353. Engel- Ufer 15. Haupt- Bureau: Zimmer 1-5. Amt IV, 9679, Zur gefälligen Beachtung! Die Auszahlung der Erwerbslosen- Unterstützung für Kranke sowie die diesbezüglichen Meldungen finden vom Montag, den 20. August, nicht mehr Engel- Ufer 15, Zimmer 34, sondern Engel- Ufer 19, parterre, statt. Die Bureaustunden bleiben dieselben, von vormittags 9 Uhr bis mittags 2 Uhr. 10. Die Ortsverwaltung. 152/4 Mein Saal mit großer Theaterbühne ist Totensonntag frei geworden; Achtung! Achtung! auch find noch mehrere Sonnabende frei Arbeiter, Parteigenossen! Hensel, straße 1a. Achtung! Brauerei- Handwerker!! Montag, den 20. August 1906, abends 8%, Uhr, in den ,, Musiker sälen", Kaiser Wilhelmstr. 18m: Große öffentliche Versammlung fämtlicher Brauerei- Handwerker, Maschinisten und Heizer. Tages- Ordnung: Beratung und Beschlußfassung über die neue Tarifvorlage. 176/17 Kollegen! Wir erwarten vollzähliges und pünktliches Erscheinen. Agitiert für guten Besuch der Versammlung. Kein Handwerker darf fehlen. Wir verweisen besonders darauf, daß die Versammlung durchaus pünktlich eröffnet wird. Mit Gruß Die Kommission der Brauerei- Handwerker. 3. A.: W. Siering. Buss Buss InvalidenSalon!! Große Frankfurterstr. 85. Inhaber: Chr. Theel. Berliner Schneiderei- Genossenschaft G. m. b. H. Sonnabende im Sept., Oktober( Gegr. von organisierten Schneidergehülfen Berlins) and November noch frei für Vereine usw. Totensonntag auch noch zu vergeben. Fey's Salon Brunnenstraße 184. Zu Versammlungen und Ver gnügungen empfehle mein Lokal zu den fulantesten Bedingungen. 3545 Brunnenstr. 185, im Laden, zwischen Rosenthaler Tor und Invalidenstraße, empfiehlt sich den werten Arbeitern und Parteigenossen zur Anfertigung von feinerer Herren- Garderobe. Großes Lager fertiger Herren- und Knaben- Anzüge, Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zentralverband der Töpfer Deutschlands Sommer- Paletos und Arbeiter- Beruijskleidung. Zahlstelle Berlin. Branche der Drechsler! Montag, den 20. August, abends 814 Uhr, im Königstadt- Kasino", Holzmarkt- Straße 72: Versammlung der Drechsler Berlins und Vororte. Zages Drdnung: 1. Wie regeln wir die Lohn- und Arbeitsbedingungen in der Möbelbranche 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zur Arbeitsvermittelung. 4. Verbandsangelegenheiten. In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung ist das Erscheinen eines jeden Kollegen notwendig. Achtung! Die Kommission. Achtung! Filiale Berlin. Freitag, den 24. August, abends 6½ Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 1: Verkauf nur gegen bar! Die Herstellung unserer Fabrikate erfolgt in eigenen Werkstätten unter den von der Organisation Bauvertrauensmänner- Versammlung. festgelegten Lohnbedingungen. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über:" Gewerbegericht und Innungsschiedsgericht". 2. Diskussion. 3. Bericht der Vertrauensleute. 4. Verschiedenes. Es ist notwendig, daß alle Bauten vertreten sind. 201/11 Der Vorstand. Verband deutscher Kürschner. Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 22. Auguft cr., abends 8%, Uhr: Mitglieder- Versammlung. Stock- u. Zelluloid- Arbeiter! Vortrag des Genossen Ströbel über: Montag, den 20. Auguft, abends 5 Uhr, in den Ritter- Sälen" Politischer Massenstreik. bon Voigt, Ritter- Straße 75, Hof: Branchen- Versammlung Tages- Ordnung: 1. Vortrag über Partei und Gewerkschaft". Referent: Genosse Alex Gäste haben Zutritt. 102/20 Die Ortsverwaltung. Arbeitervertreter- Verein Berlin. Pagels. 2. Bericht der Revisoren. 3. Werkstellenangelegenheiten. 4. Ber. Donnerstag, den 23. Auguft, abends 81, Uhr, im Gewerkschaftshause, schiedenes. Die Kollegen der Firma Rosenberg, Kommandantenstr. 16, find hierzu besonders eingeladen. Der Obmann. Achtung! Bohner! Achtung! Mittwoch, den 22. August, abends 81%, Uhr, im Gewerkschaftshause, 91/3 Engel- Ufer Nr. 15: Versammlung. Die Kommission der Bodenleger hat zu erscheinen. Die Kommission. Engel- Ufer 15, Saal 3: Um geneigten Zuspruch bittend, zeichnet Achtungsvoll „ Hoffnung" Berliner Schneiderei- Genossenschaft Lieferant des Berliner Konsum Vereins und der Konsum- Genossenschaft Berlins und Umgegend. Jeder organisierte Arbeiter verlange vor Abschluß seiner Fener, Lebens-, Volks-, Kinder- Versicherung in seinem Interesse Auskunft durch Generalagentur Otto Münzer, Eckertstraße 6. Vermittler stets gesucht. Lagerbierbrauerei General- Versammlung. E. Haase, Breslau. Tages- Ordnung: 1. Geschäfts: und Kassenbericht pro 1905/06. 3. Wahl des gesamten Vorstandes. 2. Diskussion. D Bahlreiches Erscheinen erwünscht. Die Vereinsversammlungen finden jeden vierten Donnerstag im Monat statt. 53/10 Der Vorstand. Bernhard Jost, Borsigender, Fürstenwalderstr. 8. J. A.: Stumpe, Kassierer. Verband der Tapezierer. Achtung, Gewerkschaften und Vereine! Sektion der Kleber. Mittwoch, 22. August, abends 82 Uhr, bei Augustin, Oranienstr. 103: Amt I 939. Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen O. Pönike. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 178/16 Die Sektionsleitung. Achtung! Tabakarbeiter! Montag, den 20. August, abends 8% Uhr, bei Wilke, Brunnenstr. 188: Oeffentliche Tabakarbeiter- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die vermehrte Einführung der Maschine in der Zigaretten: industrie als Folge der Banderolensteuer und wie stellen sich die Arbeiter dazu? Referent: Sollege Wilhelm Börner. 2. Welche Lehren ziehen die Arbeiter und Arbeiterinnen der Zigarettenindustrie aus der Einführung der Banderolensteuer? Referent: Kollege Adolf Buhl. Die Zentralfommission der Tabalarbeiter Deutschlands. J. A.: W. Börner. 7/189 Frankes Festsäle und Garten, Sebastianstr. 39. Amt I 939. Empfehle meine hochfein renovierten Festsäle zu Versamm lungen, Festlichkeiten usw. 19462* Amt I 939. Sonntage und Sonnabende frei. alkoholfrei alkoholfrei Co Pat eingetr. Hochachtend Sebaftian Balduin Franke, traße 39. alkoholfrei Schutzmarke N° 50734 Man achte auf das Etikett in Farben, Gesund, nahrhaft u billig alkoholfreies Erfrischungs- Getränk Goldblondchen ausgezeichnet mit Ehrenpreis u. goldenen Medaillen General- Vertreter Ernst Krüger, Berlin NO Hachstestr 28 Tel.VII, Nº4703 Niederlage Berlin. Ausschänke Klopstockstr. 17, Schlesischestr. 28. Neu renoviert: Ausschank Rosenthalerstraße No. 14. Hochzeitssäle. Vereinsräume. Kegelbahn. 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Einige sind zu stark; andere dagegen zu leicht. Die Stärke des feinsten türkischen Tabaks, welcher in der Herstellung von JOSETTI CIGARETTEN Verwendet wird, ist so vollkommen abgestimmt durch sachverständige Mischungen, dass diese Stärke zum auserlesensten köstlichsten Aroma wird. So vollkommen sind diese Mischungen, dass obwohl der volle Gehalt der Tabakblätter erhalten bleibt, Josetti- Cigaretten in angenehmer Milde. unvergleichlich dastehen. Josetti- Cigaretten stehen in der That halbwegs zwischen übertriebener Stärke und übertriebener Milde und stellen das Ergebnis langjähriger Bemühungen gerade den richtigen Punkt zu treffen dar. Dieser Punkt ist feine Qualität, die unterscheidende Eigentümlichkeit der Josetti- Cigaretten. von Josetti Josetti Juno 10 St. 20 Pfg. Josetti Griseldis 10 St. 30 Pfg. Das Einladen türkischer Tabake für Josetti Cigaretten 1,80 M. Eigene Werkstätten! an Kabinetts 4,80 M. 97 in guter Ausführung liefert Oscar Goetze, Photograph. 1. 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Die Tätigkeit �'r Apparate währte mehrere Stunden. Ueber die Katastrophe liegen heute folgende Nach- richten vor: Valparaiso, 17. August. Es fand hier ein sehr starkes Erdbeben statt. Die Hälfte der Stadt von Almendral bis zur Calle Bellavista, in welcher sich sowohl Privat- wie Geschäfts- Häuser und Lagerräume befinden, ist zerstört. New Dork, 18. August. Nach einer Depesche des„New Jork Herald" aus Valparaiso von gestern hat das Erdbeben, das vorgestern abend 8 Uhr die Stadt heimgesucht, ohne daß irgend welche Anzeichen voraufgegangen wären, Hunderte von Menschen den augenblicklichen Tod gebracht. Viele Hunderte von Menschen"liegen unter den Trümmern be- graben, von denen wiederum viele den Tod in den Flammen gefunden haben. Sofort nach dem ersten Stoß brach Feuer aus und jeder öffentliche Verkehr hatte aufgehört. Die Panik und der allgemeine Schrecken, der hierauf folgte, waren un- beschreiblich, und die, die dem Tode entronnen waren, ge- bürdeten sich wie wahnsinnig vor Angst und konnten den Verunglückten wenig Hülfe leisten. Das Geschäftsviertel der Stadt ist fast ganz vom Feuer zerstört. Der Brand wütet fort, und dichte Rauchwolken erfüllen die Straßen, wo Massen obdachlos Umherirrender das furchtbare Unheil anstarren. Aus Santiago de Chile sind keine Nachrichten ein- getroffen. Man fürchtet, daß die Stadt dasselbe schlimme Schicksal gehabt hat wie Valparaiso. Züge sind seit dem ersten Stoß weder in dieser Stadt angekommen noch von dort abgegangen. Es haben zwei deutlich von einander unter- schiedenc furchtbare Stöße stattgefunden, deren zweiter fast unmittelbar auf den ersten folgte und das Werk der Zer- störung vollendete. Die ganze Stadt schien plötzlich rückwärts und vorwärts zu schwingen, dann folgte ein plötzlicher Ruck von so ungeheuerer Gewalt, daß ganze Reihen von Häusern in wenigen Sekunden zusammenstürzten. Unmittelbar darauf brach im Geschäftsviertel Feuer aus, und noch in der Nacht zum Freitag gaben Flammen im Bella Bistaviertel davo.l Kunde, daß auch dieser Stadtteil dem Untergang ge- weiht war. In der Umgebung der Stadt ereigneten sich viele Erdrutschungen. New Dork, 18. August. Nach einem Telegramm der „Sun" aus Lima sind viele Familien aus Valparaiso ge- flüchtet. Die Schiffe im Hafen und die Hafenanlagen selbst haben keinen Schaden gelitten. Die Straßen, die am meisten gelitten haben, sind Calle de Blanco, Calle de Condell, Calle de Esmeralda und die Avenida de las Delicias, in der die besten Wohuhäuser standen. Buenos Aires, 17. August. Telegramme aus Mendoza besagen, daß Teile der chilenischen Ortschaften Andes, Santa Rosa und De Los Andes durch das Erdbeben zerstört sind. Viele Menschen seien umgekommen und es herrsche große Furcht, da jeder Verkehr mit fom übrigen Chile abgeschnitten sei. Die Londoner„Times" melden, daß in einem großen Salpeterbergwerk bei Valparaiso eine Explosion stattgefunden hat. wobei Hunderte von Bergleuten den Flammentod in der Tiefe gefunden haben. In den Theatern und Vergnügungsetablissemcnts, die zur Zeit der Katastrophe von einr sich dem Vergnügen hin- gebenden Menschenmenge gefüllt waren, spielten sich entsetz- liche Szenen ab. Alles wollte den Ausgang gewinnen, wobei zahlreiche Personen totgetreten wurden. An allen Ecken der Stadt brachen Feuersbrünste aus. Das ganze Andengebirge erzitterte während des Erdbebens. AuS Lima(Peru) wird vom 17. August über die Kata- strophe telegraphiert: In Valparaiso brachen infolge des Erdbebens an zahlreichen Stellen Feuersbrünste aus. die sich von der Plaza Orden nordwärts verbreiteten. Die Brände konnten nicht gelöscht werden. Nahezu alle Häuser in der Stadt sind be- schädigt, und viele von ihnen sind völlig vernichtet. Die Stadt liegt»n Dunkelheit, wodurch die Panik unter der Bevölkerung noch verstärkt wird. Viele Familien flüchteten auf die See. Das Wetter ist zum Glück schön und der Seegang ruhig. Die Verbindung mit Santiago ist unterbrochen. Ueber die Vorgänge dort ist hier nichts bekannt. Die Zahl der in Valparaiso Umgekommenen und Verwundeten ist noch nicht genau festgestellt, aber bedeutend. Die Erdstöße wiederholen sich, wenn auch milder. Der Hafen blieb unbeschädigt. Am meisten litten die Blanco-, die Condell- und die Esmeralda- straße sowie das Stadtviertel Delicias. London, 18. August. Nach neueren Meldungen ist der durch das Erdbeben in Valparaiso angerichtete Schaden nicht so bedeutend, wie man anfänglich annehmen konnte, obwohl nur wenige Gebäude den Erdstößen widerstanden haben. Aus Buenos Aires wird berichtet, daß außer in Los Andes auch in Santa Rosa durch das Erdbeben große Zerstörungen angerichtet worden seien: in der Bevölkerung herrsche große Besorgnis angesichts des Ausbleibens von Einzelheiten. Bremen, 18. August. Nach einem hier eingegangenen Privattelegramm aus der chilenischen Hafenstadt Jquique ist dieser Ort von dem Erdbeben vollständig verschont geblieben. Partei- Angelegenheiten. An die Parteigenossen Berlins und der Provinz Brandenburg. Mit der heute herausgegebenen Lokalliste ist zum erstenmal der versuch gemacht worden, dieselbe über die ganze Provinz Branden- öurg auszudehnen. Veranlassung hierzu gaben die vielen Wünsche und Anfragen aus Parteikreisen lArbeilerradfahrerbund.Solidarität" und andere Vereine), welchen es bisher bei ihren Ausflügen und Partien, die sich bedeutend über den Nahine» der bisherigen Liste erstreckten, in bezug auf die Lokalfrag« unmöglich bezw. sehr er- schwert war, sich genügend orientieren-u können. Außerdem de« dürfen unsere Genossen in sehr vielen Provinzorten bei ihrem Kampf um die Erringung freier Lokale noch sehr der Unterstützung der übrigen Arbeiterschaft, da die eigene Kraft hierzu noch nicht aus reichend ist. Wir glaubten aus allen diesen Gründen dem durch Erweiterung der Lokalliste Rechnung tragen zu müssen. Außerdem haben wir auch diesmal den Wunsch, die Liste in handlicherem Format herauszugeben, erfüllt. Wir können nun nicht unterlassen, auch bei dieser Gelegenheit wieder alle Parteigenossen, Gewerkschaften, Gesang- und sonstigen Bereine darauf aufmerksam zu machen, daß es unbedingt notwendig ist. die Lolalliste gewissenhast zu beachten; im Bedarfsfalle find Lokallisten bei allen Kommissionsmitgliedern jederzeit zu haben. Bei allen Abschlüssen von Festlichkeiten und Partien ist eS unbedingt nötig, daß in den Verträgen eine Klausel aufgenommen wird, wo- nach für den Fall, daß das betreffende Lokal für Arbeiterversamm- lungen später verweigert werden sollte. der Vertrag seine Gültigkeit verliert. Verschiedene Vorkommnisse der letzten Zeit lassen eine derartige Bestimmung dringend ratsam erscheinen. Es würde sich außerdem sehr empfehlen, wenn sich die Vereine bei Arrangierung irgend welcher Ausflüge, Partien ufw. mit ihren An- fragen recht frühzeitig an die Kommission wenden würden, damit ihnen unliebsame Vorkommnisse bei ihren Vergnügungen nach Mög- lichleit erspart bleiben. Desgleichen ist es Pflicht der Vorstände und Komitees, dafür zu sorgen, daß der Mehrbedarf an Bedienungspersonal vom Stellen- Nachweis des„Verbandes deutscher Gastwirts- g e h ü l f e n sOrtSverwaltung Berlin) Dirlsenftr. SS. l, Telephon Amt 3 1813, bezogen wird. Parteigenossen I Der Kampfum versammlungSsäte ist auch ein Kampf um das Versammlungsrecht. Tut ein jeder seine Pflicht, so wird auch der Erfolg nicht aus- bleiben. Kein auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehender Arbeiter darf ein gesperrtes Lokal besuchen. Beherzige ein jeder die Mahnung: Beachtet die Lokalliste i Die Lokalkommission. Sozialdemokratischer Wahlverein für den Reichstags- Wahlkreis Nieder-Barnim. Sonntag, den 26. August, nachmittags 2 Uhr, im Lokale„Zum Prälaten". Weißensee. Lehderstr. 122: Kreis-Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Der Provinzial-Parteitag für die Provinz Brandenburg 2. Anträge zu demselben und Wahl von Delegierten. 3. Der Parteitag in Mannheim. 4. Anträge zu demselben und Wahl von Delegierten. 6. Kreisangelegenheiten. Der Vorstand. I. A.: Georg Freiwald t. Pankow. Die nächste Wahlvereinsversammlung findet bereits am 21. August cr. im Lokale des Herrn Roczycki statt. Tages- ordnung: Referat und Diskussion über die Aufgaben deS bevor stehenden Parteitages in Mannheim; Referent: Reichstagsabgeordneter Genosse K u n e r t; Anträge an den Parteitag; BereinSangelegen heiten. Eröffnung pünktlich 8'/z Uhr. Franz.-Buchhelz. Am Dienstag, den 21. August, abends 8'/, Uhr. wird die Wahlvereinsversammlung im Lokale des Herrn Kaehne ab- gehalten. Tagesordnung: Bortrag über:.Politischer Massenstreik" Referent: Genosse S t r a s s e r- Berlin; Diskussion; Vereins angclegenheiten. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Weißensee. Am Montagabend 6 Uhr findet zu der bevor- stehenden Kommunalwahl für Alt-Weißensee eine Handzettelverteilung statt. Die Genossen werden ersucht, sich in der.Seeterrass« Berlinerstraße 144, recht zahlreich einzufinden. Am Mittwoch, den 22. August, abends S Uhr, findet ebenfalls in der„Seeterrasse" eine össentliche Kommunalwählerversammlung statt. Genosse Kendel referiert über die bevorstehende Kommunal wähl. Zahlreiche Beteiligung erwartet Da» Komitee. Teltow. Am Dienstag, den 21. August, abends S'/, Uhr. findet unsere regelmäßige WahlvereinSversammlung bei Dertz statt. Tages- ordnung: Bericht von der Generalversammlung Groß-BerlinS. Auch gelangt die Broschüre von Göhre zur Ausgabe. Um zahlreichen Be- such blttet Der Vorstand. NowaweS-Neuendorf. Mittwoch, abent»» 8'/, Uhr, findet im Lokale de» Herrn Schmidt. Wilhelmstr. 3,«ine außerordentliche Mit- gliederversammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins statt. Tagesordnung: 1. Der Parteitag in Mannheim. Referent: Reichs tagsabgeordneter gritz Zubeil. 2. Wahl von drei Delegierten zur Kreisgeneralversammlung. 3. Verschiedenes. Zahlreiche» Erscheinen der Mitglieder erwünscht. Der Borstand. Schöneberg. Die Versammlung deS Wahlvereins findet an, Dienstag, den 21. August, abends 8>/z Uhr, bei Obst, Meininger- straße 3, statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Bericht von der Kreis- Generalversammlung. 2. Wahl der Delegiertet, zur KreiS-General» Versammlung. 3. Anträge zum Parteitage. 4. Vereinsangelegen- heiten. S. Verschiedene». Parteigenossen I Wegen der reichhaltigen Tagesordnung ist-daS Erscheinen aller Genossen notwendig. Die Bersammluna wird pünktlich eröffnet. Der vorstand. Friedenau. Dienstag abend>/,? Uhr Mitgliederversammlung bei Grube. Kaiser-Allee 8ö. Tagesordnung: Aufnahme neuer Mit- glieder, Bericht von der Geueralversamntlung Groß-BerlinS. der Parteitag, Generalversammlung deS Kreises. Verschiedenes. Zehlendorf. Die nächste Mitgliederversammlung deS Wahl» Vereins findet am Dienstag, den 21. August, im Lokal von Micklcy, PotSdamerstr. 2K. statt. Genosse Teplin wird einen Vortrag über .Partei und Gewerlschaft" halten. Das Erscheinen sämtlicher Mit- glieder erwartet Der Vorstand. Treptow-Baumschulenweg. Am Dienstag, den 21. August, abends 8>/z Uhr. hält der Wahlverein in.Speers Festsälen". Baumschulen. straße 78. seine Mitgliederversammlung ab. Die Tagesordnung lautet: 1. Vorttag des Genossen R i e g e r über den Parteitag in Mannhein, und Anträge zu demselben. 2. Bericht über die General- Versammlung Groß-BerlmS. 8. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Parteigenossen werden daraus aufmerksam gemacht, daß zu dieser Versammlung keine besondere Einladung durch Hand« zettel ergeht. Zahlreichen Besuch erwartet Der Borstand. Berliner l�acbricbten, Schwer von Begriffen? Die Engroskirchenbauerei. die jetzt wieder für den nörd- lichen Teil der Schönhauser Vorstadt im Gebiet der Gethsemanegemcinde von den kirchlichen Körperschaften mit gewohnter Rührigkeit ins Werk gesetzt werden soll, war von uns(in Nr. 190) der städtischen Schulverwaltung für die leider so langsam fortschreitende Vermehrung der Gemeinde- schulhäuser als ein nachahmenswertes Muster hingestellt worden. Demgegenüber weist das Stöckerblatt „R e i ch" daraus hin. daß doch Kirchen und Schulen in Berlin unter völlig getrennter Verwaltung stehen, und daß die Stadtsynode in ihrer Mehrheit positiv, die Leitung der städtischen Schulverwaltung aber freisinnig sei. Nun. das weiß ja jeder. Sollte die Reduktion des„Reich" wirklich so schwer von Begriffen sein, daß sie nicht zu kapieren vermochte, was unser Artikel bezweckte? Oder will sie, wider besseres Wissen, ihre Leser glauben machen, wir hätten der Stadtsynode die Langsamkeit der Schulvermehrung bezw. der Schulverwaltung die Schnelligkeit der Kirchenvermehrung zur Last legen wollen? Amüsant ist die G e r i s s e n h e i t. mit der das Blättchen unsere kritischen Betrachtungen über Kirche, Pastoren usw. für sich und seinen Stöcker zu nutzen versucht. In unserem Artikel über die Engroskirchenbauerei war mit drei Zeilen das Stöckersche Rezept erwähnt worden, daß man. je weniger Leute in die Kirche kommen, desto mehr Kirchen bauen solle. Und unser in derselben Nummer 130 veröffentlichter Artikel über die Gefängnisseelsorge hatte angeknüpft an eine Notiz des„Reich", das übrigens auf diesen Artikel noch zurück- kommen will. Unter Hinweis auf diese beiden Artikel wird nun im„Reich" dreist und gottesfürchtig erzählt:„Der Be- tämpfung Stöckers und unseres Blattes waren gestern mehrere Spalten des„Vorwärts" gewidmet." Donnerwetter! Gleich mehrere Spalten?! Da muß derolleehrlicheStöcker — so wird das Häuflein der„Reich"-Leser sich sagen— ja immer noch eine ganz außerordentlich gewichtige Persönlichkeit sein, wenn ihm und seinem Blättchen„mehrere" Spalten gewidmet werden!_ Zum Lokalboykett. Unsere gestrigen Bemerkungen über den Militärboykott erfahren in der.Deutschen Tageszeitung" insofern Widerspruch, als«s als unrichtig hingestellt wird, daß dieser Boykott nur den einen Zweck habe, die Geschäftsleute zu schädigen. Dieser Boykott werde nur zu dem Zwecke über ein Lokal verhängt, um„daS Zusammenkommen mit den Ge- "ossen nach Möglichkeit zu verhindem", während doch die Sozialdemokraten ein Lokal boykottierten,«m den Wirt durch Geschäftsschädigung so weit zu bringen. daß er sich ihren Wünschen willfährig zeigt." Da» ist vollständig unrichtig l möchten wir der.Deutschen Tageszeitung" zurückgeben. Bei dem von unserer Partei verhängten Boykott liegt«S jederzeit in der Hand des Lokal- inhabers. eine Schädigung seines Geschäfts zu verhindem, indem er seinen Saal zu Versammlungen zur Verfügung stellt. Die Arbeiter haben ein Recht, sich zu versammeln und wenn Saalinhaber ihnen die Säle zu Versammlungen verweigrm. so wird da« versammlungS- recht illusorisch, da» Bereinigungsrecht den Arbeitem genommen. Dagegen wehren fie sich, indem sie nur bei solchen Gastwirten verkehren, die ihnen Säle frei geben und solche meiden, die ihre Säle ver- weigem. Anders beim Militärboykott. Hier verhangen Organe des Reiches den Boykott. Er wird verhängt über Steuerzahler, die die Kosten für Unterhaltung des Heere« und der Marine aufbringen müssen, und so werden diese Geschäftsleute geschädigt. Der Zweck, die Soldaten vom Verkehr mit Genossen auszuschließen, wird auch nicht erreicht, dazu gibt e» der Sozialdemokraten zu viel. Diese verkehren auch nicht nur in den von der Militär- behörde verbotenen Lokalen. Sozialdemokraten findet man überall. Außerdem braucht ein solcher Verkehr auch nicht gerade in einem Lokal stattzufinden, und so wird schon deshalb der Zweck des Militärvoylott» nicht erreicht, ganz abgesehen davon, daß viele Leute, die zum Militär ausgehoben werden, Sozialdemokraten sind oder schon mit der Partei sympathisieren. S« bleibt demnach nur die ausschließlich« Schädigung von Steuerzahlem übrig. Dabei bleibt es I Bemerken wollen wir«och, daß uns in unserer gestrigen Notiz insofern ein Irrtum unterlaufen ist. als das Lokal„Volksgarten" in Deutsch-Wilmerödorf bereits am l. April d. I. seiner bisherigen Bestimmung als Restauration und Tanzlokal«nt- zogen worden ist. Damit wird aber die von der Mlitärbehörde herausgegebene.Lokalliste" noch viel schlimmer charakterisiert, indem von ihr noch am 80. Mai der.BolkSgarten" al««in Lokal be« zeichnet wird, das von Milttärperfonm zu meiden ist. Arbeiter- BilbungSschnle Berlin. Heut« Ausflug«ach Friedrichsfelde. Bahnhof Alexanderplatz L Uhr. Echkesischer Bahn- hos 2,6 Uhr. Straßenbahnlinien 60. 70 und 70 E. Für Nachzügler Restaurant.Lindenpark" sG. Schulz), Wilhelmstr. 11. Zahlreiche Beteiligung wird erwartet. Ueber Mängel in der Pestbestellung zwischen Berlin und den Bororten hat sich die Berliner Handelskammer in einem Schreiben an die kaiserliche Oberpostdirektion geäußert und ausgeführt, daß sich die Klagen der Gewerbetreibenden und die langsame Bestellung der Postsendungen vermehrt haben und lebhaft darüber Beschwerde geführt werde, wie oft die BesöcdcrungSdauer diejenige nach weit entfernten Provinzortcn übersteigt. „Wir glauben— so heißt eS in dem Schreiben— angesichts der immer wiederkehrenden Klagen doch die Aufmerksamkeit der kaiserlichen Oberpostdirektion von neuem auf diesen Gegenstand lenken zu sollen, zumal die am 1. d. M. durchgeführte Beseitigung der bisher im Ortsverkehr für Postkarten. Drucksachen, Waren- proben und Geschäftspapiere geltenden AuSnahmetarife den Wunsch nickt ungerechtfertigt erscheinen läßt, daß nunmehr auch die Be- förderung und Bestellung jener Sendungen gegenüber der im gern- verkehr erreichten Schnelligkeit nicht allzusehr zurückstehen möge. Die erhobenen Beschwerden richteten sich bisher hauptsächlich gegen di, langsame Beförderung der Briefpoft; aber auch die Weitcrleitung der von aufeerhulb nach den Vororten bestimmten Telegramme scheint längere Zeit in Anspruch zu nehmen, als dies unter den heutigen Verhältnissen zulässig fem sollte. Die Schloß- blaueres Schöneverg hat un« z. B. die anliegenden vier Telegramme vorgelegt, bei denen die Beförderung vom Haupttelearapyenamt Berlin vi» zur Wohnung des Adressaten nach den auf den Aus- fertigungen gemachten zuverlässigen Vermerken durchweg eine Stunde und mehr, bi» zu 70 und 76 Minuten gedauert hat. Nach einer an den Empfänger gerichteten Mitteilung des kaiserlichen Postamts Schöneberg liegen nicht etwa vereinzelte Verzögerungen vor, sondern die Telegramme haben eine den gewöhnlichen Ber- Hältnissen entsprechende Beförderung gefunden. Hier scheint uns doch eine Verbesserung dringend geboten zu fein. Die kaiserliche Oberpostdirektion bitten wir daher, in Erwägung zu ziehen, ob sich nicht eine schnellere Beförderung der auf dem Haupttelegraphen- amt für die Vororte ankommenden Telegramme, etwa durch Bc- Nutzung de» Ferndrucker», erreichen läßt." In ihrer Antwort hat die kaiserliche Oberpostdirektio» Ber- besserungen in der Bestellung von Telegrammen nach Schöneberg von dem Ergebnis der Versuche abhängig gemacht, die gegenwärtig mit den yerndruckapparaten al» Mittel zur Beschleunigung des Telegrammverkehr« gemacht würden und bi» einige Monat« in Anspruch nehmen. Auch werde dt« Oberpostdirektion dt« Fragst bb in der Beförderung und Bestellung der Postsendungen im Ver-, eine Resolution vor, in der den Zigarettenfabrikanten empfohlen| teufel seit vielen Jahren ständig vertreten sind und Gelegenheit tehr zwischen Berlin und den Vororten eine Beschleunigung er- wird, neben ihren im Preis erhöhten alten Marken neue einzu- zu Studien und neuen anziehenden Beobachtungen geboten haben, zielt werden tann, einer eingehenden Prüfung unterziehen. führen, die mit dem bisherigen Verdienst im Detailverkauf zu 2 gehört der langgeschwänzte Armmolch" aus den südlichen VerHoffentlich bleibt es nicht nur bei diesem Bescheid, der fast und 3 Pf. abgegeben werden können. Auf sämtlichen Packungen einigten Staaten zu den Neulingen unter der Bewohnerschaft, da nur wie eine Beschwichtigung aussieht. Es ist wirklich Zeit, soll der feste Detailpreis vermerkt werden. Um der Preisschleuderei er vordem noch nie hier gezeigt werden konnte; der in seiner Remedur zu schaffen in den tatsächlich unhaltbaren Verhältnissen. vorzubeugen, sollen sich Händler und Grossisten verpflichten, die Heimat tatsächlich amphibisch lebende merkwürdige Eiren unterWie es scheint, ist eine der Ursachen, weshalb es bei der Post- vom Fabrikanten vorgeschriebenen Preise streng innezuhalten, und scheidet sich von all seinen Nahverwandten dadurch, daß der lange bestellung so wenig flappt, in der übertriebenen Sparsamkeit bei andererseits die Fabrikanten und Grossisten, ihre Waren nur gegen aalförmige Körper nur Vorderfüße oder„ Arme" befißt. In der der Anstellung von Beamten zu finden. den erwähnten Revers an Wiederverkäufer abzugeben. Die Händler Schildkrötengrotte verdient neben den langhalsigen Platt- und Bon einer Klage der am Viehhof wohnenden Hausbesizer gegen sollen sich verpflichten, nach Möglichkeit die Waren solcher Fabri- Schlangenhalsschildkröten aus Südamerika usw. die eigenartige den Magistrat wegen der in der dortigen Gegend sich sehr bemert- tanten auszuschalten, die den Nevers ablehnen oder nicht inne- dreigebänderte Dosenschildkröte aus China besondere Beachtung. bar machenden üblen Gerüche war dieser Tage in einigen Zeitungen halten. Ist auf dieser Grundlage keine Einigung mit allen maßdie Rede. An der zuständigen Stelle ist zwar von einer solchen gebenden Fabrikanten und Importeuren zu erzielen, so wird die bisher noch nichts bekannt, es dürfte eine solche auch wenig Aus- Einführung von Eigenmarken und Vereinsmarken empfohlen, verficht auf Erfolg haben. Der Schlacht- und Viehhof wurde vor nun- bunden mit der Ausschaltung aller Zigarettenmarken, mit denen mehr 26 Jahren im Osten erbaut, als dort weder ein Haus noch in geschleudert wird. der Nähe Straßenzüge errichtet waren. Durch den Schlachthof hat die dortige Gegend auch einen gewaltigen Aufschwung genommen. Der Schlachthof war schon erbaut, als die ersten Häuser dort errichtet wurden. Auch die gewerblichen Betriebe, denen die Gerüche entströmen, sind von der Polizei fonzessioniert worden. Wenn auch eine Klage feine Aussicht auf Erfolg hat, so entbindet dieser Umstand die städtische Verwaltung keineswegs von der Pflicht, die dortigen Anwohner vor dem Gestank zu bewahren und schleunigst diesbezügliche Maßnahmen zu treffen; solche sind schon im Interesse der öffentlichen Gesundheitspflege geboten. stattfinden. Weile dauern. Von der Elektrisierung der Stadtbahn hört man wieder einmal etwas. Es soll wirklich mit der seit langem geforderten Elektriin diesem Herbst zwischen dem Ministerium der öffentlichen Arbeiten und dem Finanzministerium Vorberatungen über eine eventuelle Elektrisierung der Berliner Stadt- und Vorortbahn Also im Herbst Vorberatungen. Da wirds wohl noch eine Französische Aerzte sind seit einigen Tagen in Berlin, um sich über verschiedene hiesige Einrichtungen zu unterrichten. Die französischen Damen, die mitgekommen sind, legten Blumen zu Füßen der Büste der Kaiserin Friedrich nieder, während vom Vorstand der Studienreisegesellschaft der Kaiser antelegraphiert wurde. Der Stil, in dem das geschah, unterscheidet sich in keiner Weise von dem der Berliner Stadtverordneten in Punkto Byzantinismus. Man lese nur: Die im Kaiserin Friedrich- Haus versammelten und dort aufs Herzlichste von ihren deutschen Kollegen aufgenommenen franzöfischen Aerzte haben die Ehre, Eurer Majestät dem Deutschen Kaiser ihre ehrfurchtsvollsten Huldigungen darzubringen. Die Damen, die an ihrer Reise teilnehmen, haben als Beweis der Anerkennung und Bewunderung für das hervorragende und bewunderungs würdige Werk, das in diesem Hause verwirklicht ist, Blumen vor der Büste Ihrer Majestät der Kaiserin Friedrich niedergelegt." Besichtigt wurde neben staatlichen Instituten auch das VirchowKrankenhaus, über dessen Einrichtungen sich die Herren sehr anerkennend äußerten, es wurde als das Modellkrantenhaus für Europa bezeichnet. Hoffentlich ist es bald fertig. Bücklers Urlaub und die Strafvollzugsbehörde. Bekanntlich wurde Graf Pückler vor einiger Zeit aus seiner Festungshaft in Weichselmünde beurlaubt, weil sein Gut in Klein- Tschirne von einer Feuersbrunst heimgesucht worden war. Er benutte aber diesen Urlaub weniger dazu, um seine eigenen Angelegenheiten zu ordnen, sondern vergnügte das Berliner Publikum durch eine Anzahl Versammlungsreden und brachte wieder Leben in die Bude". Für seinen haarsträubenden Blödsinn fand er immer noch zahlreiche Hörer. Das hat nun den Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens sehr geärgert und veranlaßt, eine Beschwerde über die Reden und Flugblätter des Grafen während seines Strafurlaubes an den Polizeiminister zu richten. Auf diese Beschwerde ist jetzt vom Ersten Staatsanwalt beim königlichen Landgericht I, Oberstaatsanwalt fenbiel, geantwortet worden, daß dem Grafen Pückler- Klein- Tschirne aus gewichtigen Gründen zur Abwendung wirtschaftlichen Unterganges Strafurlaub vom 2. Mai bis 25. Juni 1906 gewährt worden war. Da Graf Pückler nach Ablauf dieses Urlaubs seine Strafe freiwillig nicht wieder angetreten hat, habe der Oberstaatsanwalt seine zwangsweise Ginlieferung in die Festungsstuben. gefangenenanstalt zu Weichselmünde veranlaßt. Die gegen das Auftreten des Grafen Püdler während des ihm gewährten Strafurlaubs gerichteten Vorstellungen seien damit erledigt. Wenn von dem Grafen Büdler Flugblätter strafbaren Inhaltes ausgegeben werden, so sei es ohne weiteres seine Amtspflicht, dagegen mit den zu Gebote stehenden Mitteln einzuschreiten. Diese Resolution schien jedoch, wie die sehr erregte Debatte ergab, der Versammlung nicht weitgehend genug. Sie wurde zurückgezogen und folgende von dem Zigarettenhändler Freybitter empfohlene angenommen: Feuerbericht. In der vorleßten Nacht um 12 Uhr wurde die Feuerwehr nach der Schadowstraße 1b gerufen. Eine Gefahr war nicht zu ermitteln. Der Wächter Sch., der Feuer gemeldet hatte, wurde der Polizei übergeben. Früh um 3 Uhr brannten in einer Wohnung in der Köpenickerstraße 66 Gardinen und anderes. In der Rochowstraße 2 und Elbingerstraße 92 mußten zwei Wohnungsbrände gelöscht werden. Gestern vormittag um 8 Uhr erfolgte ein Alarm nach der Neuen Friedrichstraße 21b, wo der Pförtner und Fahrstuhlführer Linke im Fahrstuhlschacht eingeklemmt war. Die Feuerwehr befreite den Mann und schaffte ihn dann nach dem städtischen Krankenhause am Friedrichshain, wo er berbunden wurde. Nicht weit von dieser Unfallſtätte wurde mit Gr= folg in der Kaiser Wilhelmstraße 13 ein Sauerstoffapparat bei einem Schwerkranken benutzt. Ferner hatte die Wehr an mehreren Stellen Preßtohlenbrände zu löschen und Hülfe zu leisten. Arbeiter- Samariterkolonne. Montagabend 9 Uhr Uebungs" Die versammelten Zigaretenhändler erklären auf das bestimmteste, den von den Fabrikanten teilweise bis zu um ein Drittel über die Banderolensteuer erhöhten Preisaufschlag nicht tragen zu können und auch nicht tragen zu wollen. Die Versammlung hält es auch für gänzlich ausgeschlossen, diese Preiserhöhung auf die Konsumenten, abwälzen zu fönnen. Sie erblickt in der Maßnahme der Fabrikanten, die Steuer allein auf die Händler abzuwälzen, eine Herausforderung des gesamten Zigarettenhändlerstandes. Sie beauftragt den Vorstand des Neuen Vereins der Zigarettenhändler stunde der 2. Abteilung, Brunnenstraße 154. Vortrag über Bergeeigneter Personen, Vorschläge auszuarbeiten, die geeignet sind, schließend praktische Uebungen. Neue Mitglieder können jederzeit die Interessen der Händler in dieser Beziehung zu wahren, und so eintreten. Gäſte haben einmaligen freien Zutritt, schnell wie möglich eine neue Versammlung einzuberufen, die über mittag findet das Sommerfest der Kolonne im herrlichen Naturdiese Vorschläge beschließen soll. Die Versammlung ist ferner garten der Mariannenfestsäle, Mariannenufer 2, statt. Konzert, einmütig der Ansicht, daß nur eine starke Organisation der Vorstellung der Gesellschaft Lewandowski", Familienkaffeekochen Zigarettenhändler geeignet ist, gegen das horrende Vorgehen der und Tanz. Freunde und frühere Mitglieder der Kolonne sind Fabritanten anzufämpfen und die Intereffen des Standes in jeder freundlichst eingeladen. Beziehung zu wahren, und beschließt deshalb, in eine rege Agitation zum Beitritt in den Neuen Verein der Zigarettenhändler Berlins und Umgegend einzutrefen." Vorort- Nachrichten. Vororte unter sich. Heute nach Die Aufforderung, sich zu organisieren, wurde in der Versammlung von allen Rednern an die noch unorganisierten Händler dringend gerichtet, selbst die Fabrikanten stimmten dem bei und ihr Nachdem der Kampf um Schule und Rathaus in der nördlichen Verbandssyndikus desgleichen. Er sagte auch, daß es das beste sei, Vorortgemeinde Rosenthal beendet ist, hat der dortige Gemeindewenn in solchen Streitfällen von Organisation zu Organisation vorstand am Freitag der Nachbargemeinde Nieder- Schönberhandelt werde, und daß nur dadurch eine beiden Parteien gerecht hausen den Krieg erklärt. In der Schönholzer Heide, welche zu werdende Einigung erzielt werden könnte. Hoffentlich wird Herr Nieder- Schönhausen gehört, soll die Germanenstraße gepflastert Greiert diese vernünftige Ansicht auch dann immer vertreten, wenn werden. Die Steinfuhrwerte haben nur eine Möglichkeit, jenen Teil es wieder einmal gilt, Vereinbarungen mit der Tabatarbeiter- von Nieder- Schönhausen zu erreichen, indem sie durch Reinickendorf organisation zu schaffen. und Wilhelmsruh Rosenthal fahren. Am Freitag hat nun der Im übrigen herrschte in der Versammlung, die so überraschend Rosenthaler Gemeindevorsteher diese einzige Zufahrtstraße zahlreich besucht war, daß sich der große Saal als viel zu flein cr- gesperrt, indem er einen Steinfegmeister beauftragte, fie in mies. eine äußerst erregte Stimmung, die sich in mancherlei einer Breite von zwei Metern aufzureißen und Zwischenrufen Luft machte, namentlich auch, als der Vertreter einer die Steine in Form einer Mauer davor zu legen. Dresdener Zigarettenfabrik sprach und die Kulanz seiner Firma Die Straßenregulierungsarbeiten sind dadurch ins Stocken geraten. rühmte, welche auf die Zweipfennig- Zigaretten trop der 2,50 M. Diese Maßnahme ist schon vor längerer Zeit in der Rosenthaler Steuer nur 2 M. aufgeschlagen hatte, dafür aber die mit 3,50 M. Gemeindevertretung angekündigt worden, weil durch das schwere teuer belastete Dreipfennig- Zigarette um 4 M. berteuerte. Leb- Fuhrwerk angeblich die Rosenthaler Straßen zerfahren werden. Die haft wurde auch darüber Klage geführt, daß den Grossisten von Nieder- Schönhauser Geschäftsleute, welche im Westen des Ortes manchen Fabrikanten übermäßig hoher Rabatt gewährt und dadurch wohnen, sind über diese Maßnahme der Rosenthaler in heller die Schmutz- und Schleuderkonkurrenz befördert wird. Die Organisation der Zigarettenhändler hat übrigens in furger Zeit sowohl in Berlin wie Charlottenburg und in anderen Vororten große Fortschritte gemacht. Opfer der Arbeit. Ein schwerer Unglücksfall hat sich Freitagabend auf dem Grundstück Taubenstraße 10, auf dem eine hiesige Brauerei gegenwärtig einen Neubau errichten läßt, zugetragen. In der zweiten Etage waren mehrere Bimmerleute, darunter der 20jährige Karl Wolle aus der Reinickendorferstraße 115, mit dem Legen von Balken beschäftigt. Bei dieser Arbeit tat W. plöglich einen Fehltritt, verlor das Gleichgewicht und stürzte in die Tiefe hinab. Der Bedauernswerte zog sich bei dem Sturze schwere innere Verlegungen sowie einen Armbruch zu und wurde nach Anlegung von Notverbänden auf der Unfallstation in der Kronenstraße dem Krankenhaus Moabit zugeführt.... Durch Radfahrer überfahren und schwer verletzt wurden gestern im Straßenverkehr zwei Personen. Beim Ueberschreiten des Fahrdammes der Neuen Königstraße geriet die achtjährige Schülerin M. Minner an einen vorüberfahrenden Radfahrer heran, wurde auf das Pflaster geworfen und überfahren. Neben anderen Verlegungen erlitt die kleine einen komplizierten Beinbruch und Das Verhalten der Strafvollzugsbehörde gegen den Grafen mußte nach der Unfallstation in der Alten Schüßenstraße gebracht sticht vorteilhaft ab von dem mancher Staatsanwälte gegen sozial- werden. In der Mühlenstraße wurde ein Schultnabe von einem demokratische Redakteure und Arbeiter, die in Ausübung ihres Zweirad überfahren und ebenfalls schwerverletzt davongetragen. Berufes ins Gefängnis müssen und so leicht wie der Herr Graf Die alte Unfitte, bon fahrenden Straßenbahnwagen abzufeinen Urlaub erhalten. Aber wir haben nichts gegen das Ver- springen, hat Freitagabend wieder einmal einen schweren Unfahren der Staatsanwaltschaft einzuwenden, nur sollte allgemein glüdsfall gezeitigt. Der Arbeiter Karl Kolberg, Kastanienallee 49 in loyaler Weise gegen politische Gefangene verfahren werden. Daß wohnhaft, hatte einen Straßenbahnwagen durch die Invalidender Graf diesen Urlaub benußte, um sein Blech an den Mann zu straße benutzt und sprang in der Nähe des Stettiner Bahnhofs bringen, kann der Staatsanwaltschaft nicht zur Last gelegt werden, vom Trittbrett ab, obwohl sich der Wagen in voller Fahrt befand. obwohl in einem anderen Falle bei einer solchen mißbräuchlichen R. stürzte nieder, schlug mit dem Kopf auf den Fahrdamm und Benutzung des Urlaubs vielleicht doch Widerruf desselben erfolgt blieb bejinnungslos liegen. Schwerverletzt wurde er nach der nahen wäre. Daß der Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Unfallstation in der Eichendorffstraße gebracht, wo er die erste Glaubens fich in seiner Beschwerde zu einer Denunziation ver- Hülfe erhielt. steigt, wie man aus der Antwort des Oberstaatsanwalts entnehmen tann, ist keineswegs zu billigen. Wer nimmt den Grafen heute noch ernst? Wer tragt die Zigarettensteuer Empörung, weil kein Fuhrwert sie erreichen kann. Am Freitag wurde noch der Gemeindevorsteher von Nieder- Schönhausen telephonisch von der Absperrung des Ortsteiles in Kenntnis gesetzt, damit er den Landrat veranlasse, hier unverzüglich einzugreifen und dem Rosenthaler Gemeindevorsteher aufzugeben, für die Herstellung des Verkehrs zu sorgen. Die Rosenthaler hielten es nicht einmal für nötig, auch nur einen Steinsetzer an der aufgerissenen Straße hinzustellen, um den Anschein einer notwendigen Renovierung zu erwecken. Rigdorf. In der am 10. August von der 10. und 11. Abteilung des sozial demokratischen Wahlvereins für Rirdorf einberufenen Volksvers fammlung sprach Genosse Dr. Maurenbrecher über:" Deutschland und die russische Revolution". Genosse Maurenbrecher führte aus, daß es notwendig sei, daß wir zu dem Gerücht einer deutschen Intervention in Rußland Stellung nehmen. Den Dementis stellte er unter anderem das Vorgehen der deutschen Regierung bei der Flottenvorlage entgegen. Auch in Desterreich- Ungarn wurde bementiert; aber staatsrechtlich belanglos von dem Ministerpräsidenten in Ungarn. Wichtiger als diese Kritik der Dementis ist die Tatsache, daß man der deutschen Regierung eine Intervention autrauen fann und auch im Auslande zutraut. England hat seine Haltung durch die Begrüßung der Dumamitglieder auf der interparlamentarischen Konferenz bekannt gegeben. Auch Frankreich traut es niemand zu. Was ist geschehen, daß man von der deutschen Regierung eine Intervention erwarten zu können glaubt? Die Mitteilung des" Lokal- Anzeigers" über das Handschreiben des deutschen Kaisers an den Baren gibt den russischen Revolutionären Veranlassung, auf den Versuch des Landesverrates seitens des Baren in ihren Flugblättern hinzuweisen. Es besteht der Verdacht, daß man dem Freunde nicht nur durch Telegramme und Handschreiben, sondern schließlich auch mit robusteren Machtmitteln Unterſtüßung bieten wolle. Besonders zu beachten ist das Verhalten der offiziösen Publizisten. Es ist System in der Sache, wie man das Bürgertum zur Stimmung erziehen will. Zu bedenken find Vermißt und zu rekognoszieren. Seit dem 26. Juli dieses auch frühere Vorkommnisse, wie der Fall des Regierungsrates Jahres wird der Kürschnerlehrling Stephan Forgacs, am 16. August Martin, der auf Grund einschlägiger Kenntnisse nachwies, daß 1893 zu Oravnicza in Ungarn geboren, bon feiner Arbeitsstelle, Rußland vor dem Bankrott stehe, und über den dann Regierung Fehrbellinerstraße 5, vermißt. Beschreibung: 1,40 Meter groß, und Presse herfiel. Die Deutsche Bank tauft Russenpapiere jedendunkelblond, graue Augen, gute Zähne, Sprache gebrochen deutsch. falls im Einverständnis mit der deutschen Regierung, die der ver kostbare Zierat, mit dem nun um des Reiches Glanz und Bekleidung: ohne Kopfbedeckung, grauen Leinentittel, dunkelblau russischen möglichst hülfreich unter die Arme greifen will. Auch die Herrlichkeit willen die Zigarettenpaketchen geschmüdt sein müssen, gestreifte Hose, barfuß, Barchendhemd. Der Genannte hat zur an- polizeilichen Ausweisungen zählen hier. Mit Presse, Bank und hat einen heftigen Streit zwischen Fabrikanten und Händlern gegebenen Zeit die Wohnung verlassen und ist bisher über seinen Bolitik unterstützt unsere Regierung das heutige Rußland. In der darüber hervorgerufen, wer das patriotische Werk der Bezahlung der Verbleib nichts bekannt geworden. Personen, welche Angaben zur ganzen Welt wird keiner anderen Regierung eine Intervention Banderole auf sich nehmen soll. Im Grunde genommen sind sich Sache machen können, werden gebeten, dies der Kriminalpolizei zugetraut. Nach dieser Erörterung der formellen Frage, die weniger wohl beide Parteien so ziemlich einig darüber, daß es das beste wäre, oder einem Polizeirevier zu den Aften 5291, 4. 6. 06 mitzuteilen. wichtig ist, müssen wir unsere Stellung zu einer Intervention flar den Zigarettenrauchern diese Lasten aufzubürden, und halten die Am 14. dieses Monats, morgens 5½ Uhr, wurde vor dem legen. Wir müssen Europa und der ganzen Welt sagen, daß eine Behauptung unserer Regierungs- und Reichstags- 3ollpolitiker, die Hause Aderstraße 143 ein unbekannter Mann in hülflosem Zustande solche Aktion der deutschen Regierung bei uns schärfsten Widerstand " Industrie" werde die Steuern tragen, für eitles, trügerisches Ge- aufgefunden und in das Krankenhaus am Friedrichshein geschafft, finden wird. Mit drei Parolen will man die öffentliche Meinung schwätz. Wenn auch die Versammlung der Zigarettenhändler, die wo er, ohne die Besinnung wieder zu erlangen, verstorben ist. Der beeinflussen. Zunächst die, der Albert Wirth durch den Sah Ausam Freitag in den Arminhallen stattfand, in einer Resolution er- Mann ist zirka 50 Jahre alt, 1,70 Meter groß, hat dunkelbraune brud gegeben hat:" Deutschland hat ein wesentliches Interesse, daß tlärte, es sei unmöglich, die Preiserhöhung auf die Konsumenten Haare und starte Augenbrauen, blaue Augen, hohe Stirn, lange tein autonomes Polenreich entstehe". Im Rückblick auf die Militärabzuwälzen, so war man sich doch darüber einig, daß der Preis- spike Nase, graumelierten starken Boll- und Schnurrbart. Zähne konvention von 1863 gibt die Regierung vor, die Grenzen zu schleuderei im Zigarettenverkauf ein Ziel gefeßt werden müsse, und im Oberkiefer fehlen. Bekleidet war er mit altem dunklen Jadet- schüßen. Wenn dann die Grenze nach Warschau verlegt wird, wird der Syndifus des Verbandes deutscher Zigarettenfabrikanten, Herr anzug und Schaftstiefel. Nachricht über die Person mündlich oder es eben als militärische Notwendigkeit begründet. Zum zweiten Greiert, sagte, ohne viel Widerspruch zu finden, fura und bündig: schriftlich nimmt die Kriminalpolizei zur Nr. 6189, 4. 41. 06 ent- wird der Schuß der Deutschen in den Ostseeprovinzen" genannt. " Der allein richtige Weg ist, daß die Steuer auf die Konsumenten gegen. Deutsche, die sich vor Jahrhunderten dort angesiedelt, dann deutsche abgewälzt wird, und dazu wird es auch ganz sicher kommen." Der Zoologische Garten besißt seit einigen Tagen eine eigen- Bauern nach sich zogen und schließlich durch die lettische Revolution Was aber Empörung unter den Zigarettenhändlern hervor- artige Vogelform, welche die Küsten und Inseln um den südlichen in der zweiten Hälfte des Mittelalters genugsam bekannt wurden. gerufen hat, ist der Umstand, daß die ja ziemlich gut organisierten Teil von Südamerika bewohnt und dort eine merkwürdige Lebens- Neben diesen beiden Parolen wird dann noch davon geredet, daß so Fabrikanten zunächst einmal die ganze Steuer auf die Händler weise führt: sie nährt sich nämlich zeitweise hauptsächlich von den viel deutsches Geld in Rußland sei. Die Politik des deutschabzuwälzen suchen und ihre Ware sogar noch um ein gut Teil mehr Eiern der, dort brütenden Seevögel, besonders der Pinguine. Der russischen Vereins richtet sich hier scheinbar gegen den Zaren. Der berteuerten, so daß den Händlern, die, bedrängt durch die Schleuder- Scheidenschnabel, so genannt wegen des absonderlich gestalteten Bar soll gezwungen werden, den Zahlungsverpflichtungen nachzufonkurrenz, einen entsprechenden Preisaufschlag nicht durchführen Schnabels, dessen Wurzel bis über die Nasenlöcher mit einer fommen; um aber Steuern einziehen zu fönnen, muß die Revo fonnten, die Existenz unmöglich gemacht wird. Von dem Syndikus Hornscheide umgeben ist, hat etwa die Größe einer Taube, ist ge- lution unterdrückt werden. Werden die Russenpapiere der Entder Fabrikanten wurde der über die Steuer hinausgehende Preis- brungen gebaut und schneeweiß und seiner Organisation nach den wertung entgegengehen, so wird das Bürgertum die Regierung aufschlag damit begründet, daß die Fabrikanten ja nicht nur die Regenpfeifern verwandt. Das interessante Zier gelangt nur drängen, in Rußland zu intervenieren. Wenn eine Agitationswelle Banderole bezahlen müssen, sondern noch weitere große Unkosten äußerst selten lebend nach Europa und ist in einem der Wasser- mit diesen Parolen durch das Land geht, wird es zu spät sein, den durch das Zerschneiden, Streichen und Aufkleben der Banderole, flugtäfige des Jbishauses untergebracht. sowie durch die Scherereien mit den Steuerbeamten haben, besondere Buchhalter einstellen müssen, um der Behörde die Kontrolle möglich zu machen, und dergleichen mehr. Dagegen wandten die Händler ein. daß sie selbst nach dem 1. September auch ein gut Teil dieser Unannehmlichkeiten zu tragen haben werden. Das Referat in der Versammlung hielt Redakteur Hasselbad aus Hamburg. Er meinte, daß es zu einer Einigung zwischen Händlern und Fabrikanten kommen müsse und werde, und schlug Das Berliner Aquarium konnte zwar, was die Abteilung der Reptilien und Amphibien anbelangt, besonders die Familie der Schlangen durch neue und wertvolle Arten und Eremplare bereichern, indessen findet der Besucher auch in den anderen Gruppen dieser Kaltblüter seltene und interessante Spezies. Während von den Schwanzlurchen die die Riesen unter ihnen vergegenwärtigenden japanischen Riesensalamander und amerikanischen SchlammStoß parieren zu können. Jebt fönnen wir über diese Dinge noch reden. Eine Schmach in den Atten der Geschichte wäre es, wenn gesagt werden müßte, die deutsche Regierung habe die Revolution in Rußland niedergeworfen. Wichtiger als aller Streit über die Theorie des Massenstreits ist das Gerüstetsein in einer solchen Zeit. Die Aufklärung über die Parolen gehört in die Massen hinein. Der Indifferentismus gibt der Regierung Mut. Wir müssen den Indifferenten sagen, daß sie die Stüßen der Gegner find; wir müssen die Leidenschaften erregen und die Aufmerksamkeit schärfen. Mit diesen Worten schloß der Redner unter starkem Beifall seine| Urlaub bekommen hätte. Der alte Herr habe ihr aber sehr am Ausführungen. Einstimmig nahm die Versammlung folgende Re- Herzen gelegen, und es sei ihr ein Bedürfnis gewesen, dem Versolution an: storbenen die letzte Ehre zu erweisen. Das Kaufmannsgericht war „ Die heute Anwesenden protestieren auf das schärfste gegen eine der Ansicht, daß die Ausrede der Klägerin zwar verwerflich sei, aber ebent. geplante Intervention Deutschlands zugunsten des zaristischen da im Grunde einem edlen Motive entsprungen, die Beklagte noch Regiments. Sie sind der Meinung, daß nur das internationale nicht zur sofortigen Entlassung berechtige. Die Firma wird demProletariat imftande sein wird, in eine energische Protestbewegung gemäß zur Zahlung des Restgehaltes von 169 Mart verurteilt. einzutreten. Es ist jedoch notwendig, immer neue Anhänger für den Sozialismus zu gewinnen, daher verpflichten sich die Anwesenden, soweit sie noch nicht Mitglieder des Rirdorfer Wahlvereins sind, demselben beizutreten und immer neue Kämpfer demselben zuzuführen." Die Resolution wurde von der stark besuchten Versammlung, an der besonders viele Frauen und jüngere Arbeiter teilnahmen, einftimmig angenommen. Eine Diskussion fand nicht statt." Arbeiter, Parteigenossen! Seht die Wählerlisten nach! Dieselben liegen auch am Sonntag, bon 8-10 Uhr vormittags, im Rathause aus. Da diesmal auf Grund einer Neueinteilung gewählt wird, ist es Pflicht jedes einzelnen, sich davon zu überzeugen, ob er in der Wählerliste eingetragen ist. Wer nicht in der Liste steht, darf am Wahltage nicht wählen. Das Wahlrecht zur Stadtverordnetenwahl ist ohnehin ein winziges; gerade deshalb ist es doppelt notwendig, dafür zu sorgen, daß uns am Wahltage keine Stimmen verloren gehen. Sichere sich jeder sein Wahlrecht, indem er sich überzeugt, ob er auch in der Wählerliste steht. Schöneberg. klagte der Maurerpolier St. auf Zahlung von 55 Mark Restlohn Stundenlohn oder Akkord. Gegen die Firma Kleine u. Koprivon und Erstattung von 46,50 Mart, die er als Vorschuß aus seiner Tasche an Arbeiter gezahlt hat. Der Beklagte Kleine wandte ein, St. habe nichts zu bekommen, denn es handele sich um eine Akkordarbeit und die Auszahlungen an den Kläger und seine Helfer überstiegen bereits um 266 Mark die vereinbarte Affordsumme. Die Zahlungen an den Kläger mit 80 Pf. pro Stunde seien Abschlagszahlungen gewesen. Allerdings hätte die Arbeit schon begonnen gehabt, als dem Kläger gesagt worden sei, er bekomme pro Kubitmeter 3,50 Mart, und als ihm ein entsprechender Akkordzettel überreicht worden sei.- Der Kläger machte demgegenüber geltend, er und Einbau usw.) begonnen und erst am 11. Juni sei ihm der habe bereits am 25. Mai mit der Arbeit( Kesselfundamentierung Affordzettel übergeben worden. Er habe ihn aber nicht unterAkkordvertrag zustande gekommen. schrieben, sondern eingesteckt. Unter diesen Umständen sei kein Kammer 3 des Berliner Gewerbegerichts bekundet ein Zeuge der In der Verhandlung vor der Beklagten, daß Kläger nicht proiestiert habe, als die Ueberreichung des Akkordzettels und die Nennung des Affordsazes erfolgte. Er sei einverstanden gewesen. Das Gericht stellte sich auf den Standpunkt, daß sich Kläger schon durch die widerspruchslose Annahme des Akkordzettels damit einverstanden erklärt habe, daß Afford berechnet werden sollte, und zwar auch für die bis dahin geleistete Arbeit. Die Parteien verglichen sich darauf, indem Beklagter sich verpflichtete, dem Kläger 25 Mart zu zahlen. Dadurch erübrigten sich langwierige Feststellungen darüber, wieviel Kubikmeter geleistet sind und ob die Akkordsumme durch die Teilzahlungen längst überholt war, wie Beklagter behauptete. Vermischtes. Ein Lotterieschwindler verhaftet. Statistisches aus Schöneberg. Die Bevölkerungszunahme des Ortes hat im ersten Halbjahre 1906 mit derjenigen der letzten vier Jahre ungefähr Schritt gehalten. Seit 1903 beträgt die jährliche Bevölkerungszunahme etwa 10 000, mit Ausnahme des vorigen Jahres, wo sie nur 8000 erreichte. Gegenwärtig beträgt die Einwohnerzahl 145 323. Indes ist auch eine recht starke Fluktuation zu verzeichnen; so war beispielsweise im April dieses Jahres eine Bits nahme von 2024 Einwohnern vorhanden, während im Monat Juni eine Abnahme von 454 zu verzeichnen war. Auch ist die Zahl der Lebendgeborenen gegenüber dem Vorjahre zurückgegangen, sie betrug im Juni dieses Jahres 243 gegen 258 im selben Zeitraum des vergangenen Jahres. Eheschließungen waren zu verzeichnen 94 gegenüber 76 desselben Zeitraumes von 1905. Unerheblich sind die Der aus Lübeck gebürtige Lotteriekollekteur Gustav Heinrich Abweichungen in den Sterblichkeitsziffern, dieselbe belief sich in dem Fischer ist, wie aus Altona gemeldet wird, gestern verhaftet worden. Berichtsmonat dieses Jahres auf 119 gegenüber 115 des vergangenen Fischer hatte über 100 000 Prospekte der Königsberger Geldlotterie Jahres. Kinder bis zu einem Jahre starben im Monat Juni dieses zur Freilegung des königlichen Schlosses in Königsberg in die Welt Jahres 40 gegen 42 des vergangenen Jahres. Erheblich gestiegen geschickt mit der Aufforderung, 3,50 Mart für jedes Los einzusenden; find die Aufwendungen aus der Armentasse, und zwar gegenüber er hat auf diese Weise etwa 30 000 Mart vereinnahmt. Lose zur dem Vorjahre um 25 Proz. Sie betrugen im Berichtsmonat dieses Lieferung hatte aber Fischer nicht. Nach seiner Verhaftung sind Jahres 16.921 M. und im selben Zeitraum des vergangenen Jahres über 500 Briefe und Bostanweisungen aus Deutschland und 12 677 M. Diese Steigerung findet jedoch in der zunehmenden Zahl Desterreich- Ungarn eingelaufen. Die Zahl der Geschädigten beläuft der Empfänger bon 913 auf 1254 ihre Erklärung. sich auf mehrere Tausend. Fischer, der in Altona ein und in HamDie Arbeitslosenziffer ist gegenüber dem Vorjahre ziemlich burg zwei Kontore gemietet hatte, benutzte für seine Manipulationen stationär geblieben. Für die Voltsbücherei, die etwa 13 000 Bände ein Bostfach; er will früher in Kopenhagen ein Lotteriegeschäft beumfaßt, gelangt in nächster Zeit ein bereits im Druck befindlicher trieben haben. Katalog zur Ausgabe, nachdem die gesamte Bibliothek einer grund legenden Reorganisation unterzogen worden ist. Charlottenburg. Berein Freier Kindergarten. Mittwoch, den 22. August, beranstaltet der Verein für Charlottenburg bei Bauer, Berliner straße 86a, ein Kinder- Spielfest. Die Reigen und Spiele der Kinder werden von Kindergärtnerinnen geleitet werden. Im Saale wird eine kleine Ausstellung Fröbelscher Arbeiten über die im Kindergarten geübten Beschäftigungen Auskunft geben. Um 8 Uhr abends wird Reichstags- Abgeordneter Adolf Hoffmann eine Ansprache halten. Beginn des Festes um 3 Uhr. Eintritt 15 Pf. für Erwachsene und 10 Pf. für Kinder. Wilmersdorf. Abgestürzt. Der Oberlehrer Oberbeck aus Aachen ist von der Weißen Spize im Kannser Tale abgestürzt und dabei umgekommen. Oberbeck hatte die Tour ohne Führer unternommen. Eisenbahnunglück. Ueber einen in vergangener Nacht im Bahn hofe Revigny auf der Linie Paris- Straßburg eingetretenen Unfall wird aus Barle- Dur folgendes berichtet: Infolge des Versagens der Kuppeltette auf der sieben Kilometer von Revigny entfernten höhergelegenen Station Mussi rollten 21 Waggons nach Revigny ab. Der Bremser des letzten Wagens fonnte einen Busammenstoß mit einer in Revigny haltenden Lokomotive nicht berhindern und wurde zermalmt. Der angerichtete Materialschaden ist sehr bedeutend. Die Räumungsarbeiten zur Wiederherstellung des Verkehrs find im Gange.or Zu dem Erdeinsturz am Freitag wird uns noch von Augenzeugen folgende Ergänzung mitgeteilt: Der Erdeinsturz erfolgte vormittags zwischen 10 und 11 Uhr Holsteinischestr. 40. Es wurden drei Arbeiter Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. verschüttet, von denen zwei Verlegungen davon trugen. Es wäre Pflicht des Poliers Henschel gewesen, auch den nicht so schwer des Nibelungen: Siegfried. Dienstag: Bajazzi. Die Puppenfee. MittKönigl. Opernhaus. Sonntag: Die Hugenotten. Montag: Der Ring Berlegten in ärztliche Behandlung zu geben, felbiger mußte in berwoch: Götterdämmerung. Donnerstag: Der Waffenschmied. Freitag: legtem Zustande selbst einen Arzt aufsuchen. Der Unternehmer, bei Lohengrin, Sonnabend: Fra Diavolo. Sonntag: Die Zauberflöte. dem sich der Unfall zugetragen, heißt Reisse. Montag: Die Meistersinger von Nürnberg. Königl. Schauspielhaus. Sonntag: Romeo und Julia. Montag: Drewik. Prinz Friedrich von Homburg. Dienstag. Die Journalisten. Mittwoch: Nathan der Weise. Donnerstag: König Richard III. Freitag: Wie die Alten fungen. Sonnabend: Dthello. Sonntag: Wilhelm Tell. Montag: Der Schwur der Treue. Die Erfahwahl des jezigen Ortsvorstehers Rühe findet morgen abend von 7-9 Uhr im Willschen Lokal statt. Die Wähler der 3. Klasse werden aufgefordert, Mann für Mann zu erscheinen und ihre Stimme dem Kandidaten Paul Lehmann, Bimmerer, Neuendorferstr. 19, zu geben. Mache jeder von seinem Wahlrecht Gebrauch. Der Vorstand des Wahlvereins. Gerichts- Zeitung. Bestrafte Bietät. Die Verkäuferin Marie L. hatte von dem Warenhaus Stein für den Nachmittag behufs Teilnahme an der Beerdigung einer Tante Urlaub erhalten. Als der Chef erfuhr, daß nicht eine Tante, sondern der Vater einer Hausnachbarin beerdigt worden war, entließ er die Verkäuferin sofort. Die Klägerin behauptet vor dem Kaufmannsgericht, sie habe diese Notlüge gebrauchen müssen, da sie, wenn sie gesagt hätte, fie möchte an der Beisetzung eines Bekannten teilnehmen, sicherlich keinen Heinrich Franck, Berlin N. 54, Brunnenstr. 185. Besichtigen Sie bitte fofort: rötlich hell, Decke, 180 Pf. berg. Billige Rohtabake. Max Jacoby, Strelitzerstr. 52. Rixdorf, Otto Bredow, Hermannstr. 56. Roh- Tabak Rein amerikanisches Losgut i. best. Misch. a Pfd. 80 Pf. W. Herm. Müller, Berlin, Magazinstr 14. Wollwaren, Strümpfe, Trikotagen. Wer- Stoff- hat Putz- und Modewaren. Zahn- Klinik. Preise* fertige Anzüge nach Maß 20 M. beliebige Teil. Tadelloser Sig, haltbare Futtersachen. Bei Stofflieferung billigste Preiſe. Franke, Aderstraße 143, Ede Invalidenstraße. zahlung. InvalidenOlga Jacobson, straße 145. 1632L* Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort ( fettgedruckt) 10 Pfg. 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Sonntag und die folgenden Tage: Die Frau maus. Dienstag: Der Rastelbinber. Mittwoch: Der Bettelstudent. Donners Zentral- Theater. Sonntag: Der Rastelbinder. Montag: Die Fleders tag: Der Haftelbinder. Freitag: Der Zigeunerbaron. Sonnabend und Sonntag: Der Rastelbinder. Montag: Der Zigeunerbaron. ohne Lächeln D Carl Weiß- Theater. Sonntag und die folgenden Tage: Adele. Thalia Theater. Sonntag bis Freitag: Bis früh um Fünfe. Sonn abend und Sonntag: Wenn die Bombe plast. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Bis früh um Fünfe. Montag: Wenn die Bombe plagt. Residenz Theater. Sonntag und die folgenden Tage: Die Höhle des Löwen. Reichshallen: Theater. Stettiner Sänger. Metropol Theater. Auf ins Metropol! Apollo Theater. Sonntag und die folgenden Tage: Berlin im Omnibus. Spezialitäten. Passage Theater. Allabendlich: Spezialitäten. Wintergarten. Spezialitäten. Bellealliance Theater. Spezialitäten. Karl Haverland Theater. Spezialitäten. Deutsch- Amerikanisches Theater. Bis Mittwoch geschlossen. Donners tag und die folgenden Tage: Jm wilden Westen. Urania Theater. Taubenstraße 48/49. Der jüngste Ausbruch des Vesuv. Mittwoch: Die deutsche Ostseeküste. Sonnabend: Im Lande der Mitternachtssonne. : Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet wochentäglich von 7 bis 9%, Uhr abends statt. Geöffnet 7 Uhr. Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Mietsvertrag mit unterschrieben haben, müssen Sie zahlen. J. S. 10. Auskunftstelle beim Zollamt. R. S. 55. Sie hätten sich selbst anmelden müssen. Zinsen werden nicht erhoben. A. R. 138. Schließen Sie zur Vermeidung aller Weiterungen einen Gütertrennungsvertrag bei Gericht oder Notar. R. 3. Berlin. Sie müssen beim Magistrat gegen die Entziehung Einspruch erheben. G. P. 10. Lassen Sie die Hände davon. B. B. 100. Der Arzt darf dem Bräutigam nur mit Genehmigung der Braut Auskunft geben. 2. P. 64. Der Ausgang des Prozesses ist zweifelhaft. Kommen Sie in die juristische nicht pfänden. 2. Die Pfändung ist zulässig, soweit Sie mehr als 1500 M. Sprechstunde. G. 2. 73. 1. Ihr Gläubiger kann das Geld Ihrer Frau jährlich verdienen. 3. Sie können den Eid zuschieben. der Mietsvertrag nur auf 1 Jahr geschlossen ist, bedarf er nicht der Schrift2. F. 25. Da form, ist also gültig. S. 30. 1. Das eingebrachte Vermögen der Frau bleibt ihr Eigentum. 2. Das Statut ist maßgebend. Witzke. Ja. D. G. 13. Es gilt achttägige Kündigungsfrist. 5. M. 57. Bersuchen Sie es doch. Der Antrag ist an den Polizeipräsidenten zu richten. J. B. Die rückständigen Beiträge müssen nachgezahlt werden. $. P. 192. Noch nicht verjährt. Ilwelli. Wenn Sie den N. 99. Ja. 5. G. 26. Nein. B. 77. Nein. C. B. 100. 1. Ehefrau, die ihren Mann verlassen hat, hat Anspruch auf Unterhalt in Geld, wenn sie Sie das Recht darauf, daß die Kinder bei Ihnen find. 3. Formulare für einen Grund zur Ehescheidung hat. 2. Während Bestehens der Ehe haben den Antrag,( der beim Amtsgericht Berlin- Wedding zu stellen ist), ist in D. J. 77. Rüderstattungspflicht besteht nicht, aber Gewinnberechtigung Stadthagens Arbeiterrecht" Seite 225( Formular 21) abgedruckt. 4. Ja. während der Dauer der Mitgliedschaft. Die mitgeteilte Statutenänderung wäre rechtlich wirksam. M. K. 1. Nein. 2. Nein. Che hier geschlossen, so geben Sie und Ihre Ehefrau persönlich die Erflärungen bei dem Standesamt, wo die Ehe eingegangen ist, ab, andernfalls bei dem Amtsgericht Berlin, Neue Friedrichstraße 16/17. 2. Nein. Lassen Sie sich selbst zum Vormund bestellen. 3. Nein. 3. 450. Altersrente tommt in Fortfall. Beantragen Sie Erhöhung der Invaliden. Fordern Sie den Hauswirt auf, das Ungeziefer innerhalb einer bestimmten H. Drechsfer, K. V., Tegel und B. 28: Frist zu beseitigen. Läuft diese Frist fruchtlos ab, fo fönnen Sie entweder Schadenerfaz verlangen oder die Mietszahlung verweigern oder, falls der gemietete Raum nur teilweise untauglich ist, einen entsprechenden Teil der Miete zu zahlen verweigern. 000. Kommen Sie in die Sprechstunde. W. 8. Das Testament ist so gültig; doch muß Ihre Frau den Namen unter das Datum( nicht daneben) setzen. 21. R. 20. Ja. R. 50. Die Höhe richtet sich nach der Lebensstellung der Mutter. Auch die Kosten Bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres durchschnittlich 20 M. monatlich. einer Krankheit sind zu ersetzen.. Lau. Erklären Sie dem Wirt, daß Sie auf Erfüllung des Bertrages bestehen, und fordern Sie eventuell Schadenersaz. M. G. 67. Klage aussichtslos. 2. 1000. Rein rente. C. 107. Ja. H. 39. Ist Ihre Eingegangene Druckfchriften. Kommunale Pragis", Wochenschrift für Kommunal. politit und Gemeindesozialismus. Herausgeber Dr. Albert Südekum. Verlag von Paul Singer, Berlin. In der uns heute zugegangenen Nr. 33 der Stommunalen Braris" wird das Berhalten des preußischen Ministers Breitenbach in Sachen des Lokalverkehrs einer scharfen aber gerechtfertigten Kritik unterzogen. Vom Standpunkte der kommunalen Politik aus muß solch eine Auffassung, wie sie der Herr Minister fund gegeben hat, besonderen Anstoß erregen. Leffing- Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die versunkene Glode. Abends: Rosmersholm. Montag: Die Beber. Dienstag: Rosenmontag. Mittwoch: Und Pippa tanzt. Donnerstag: Ein Boltsfeind. Freitag: Die Beber. Sonnabend: Traumulus. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Rosen- Arbeit über die Verhältnisse in München, die auch für die GemeindeUeber Milchversorgung und Milchkontrolle handelt eine sehr eingehende montag. Abends: Der Biberpelz. Montag: Rosmersholm. vertreter an anderen Orten dankenswerte Anregungen enthält. Aus dem reichen Notizenteil dieser Nummer heben wir u. a. die Darstellung der Wertzuwachssteuer in Bantow hervor. Die Kommunale Praxis" erscheint wöchentlich und foftet vierteljährlich nur 2,50 M. Probenummern kann man jederzeit kostenlos vom Verlage der Kommunalen Praxis", Berlin W. 15, beziehen. Theater des Westens. Sonntag bis Sonntag: Die lustige Witwe. Schiller Theater O. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Freischüß. Abends: Der Troubadour. Montag: Oberon. Dienstag: Carmen. Mitt woch: Martha. Donnerstag: Carmen. Freitag: Der Postillion von Longjumeau. Sonnabend: Die Afrikanerin. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Bauberflöte. Abends: Unbestimmt. Montag: Das Nachtlager in Granada. Schiller- Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag: Plutus. Kritische Wochenschrift für Volkswirtschaft und Finanzwesen Carmen. Montag bis Donnerstag: Gefchloffen. Freitag: Undine: Sonn-( Herausgeber: Georg Bernhard.) 33. Heft.( Abonnements einschließlich der abend: Geschlossen. Sonntag: Der Troubadour. Montag: Weh' dem, Blutus- Merktafel vierteljährlich per Post und Buchhandel 3,50 M., direkt der lügt. bom Berlage 4,-. Verlag, Berlin- Charlottenburg, Goethestr. 69). ORIGINAL SINGER NAHMASCHI + Singer Nähmaschinen. Grünende Auen, Einfache Handhabung! 16232* Grohe Haltbarkeit! Hohe Arbeitsleistung! Paris 1900: Weltausstellung Grand Prix Weltausstellung St. Louis 1904. Unentgeltlicher Unterricht, auch in moderner Kunststiderei. Elektromotore für Nähmaschinenbetrieb. Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. Berlin W., Leipzigerstr. 92. Filialen in allen Stadtteilen Hygien. Bedarfsartikel billig! Gerichtstraße 32, Dittig. Illustr. Preisl. frei. Gustav Engel, Berlin 172, Maybach- Ufer 3, per 1./10. zwei Potsdamer Straße 131. Wohnung., 21 u. 22,50 M., Stod, I. Weidenweg 12, fl.Wohn. fr., Tröllsch.I. Kolonie Alpenberge bet Buch! Herrliche Wälder, Bergu. Täler! Berlins Die vorteilhaftesten Barzellen verschönstes Idyll ist Hohen- Neuendorf fauft Joers in Alpenberge, 20 Pfennigs ( Nordbahn 30ẞf.). 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Falkenhagen b. Seege- Schmetterlingsluft bei Cōpenid. feld. P.-O.-H. P. Schöneberg. Fangschleuse. N.-B. F. Schulze, Hotel Bum Dampfschiff". Fr.Karolewsky, Restaurant Werlsee. Fehrbellin. P.-O.-H. Ww. Rosenträger. Schulz. Fichtenau. N.-B. T.-B. Restaurant Waldburg amBahnhof Hirschgarten. N.-B. Boigts Krampenburg vis- à- vis Schmödwig. T.-B. Teufelssee. T.-B. Restaurant Ravenstein gesperrt. Fürstenberg a. 0. Brauerei Schleicher frei. Fürstenwalde. N. Höhne, Gesellschaftshaus. Robbe, Kurparf- Restaurant fret. Schloßtellerei frei. Finkenkrug. P.-0.-H. Hofmeister. Franz.- Buchholz. H.-B. Gallinchen( Cottbus Spremberg). Otto Krause frei. Jul. Werner ,,, Zum Lindenbaum". Klimas Restaurant„ Bum Storch", Gatow a. d. H. P.-0.-H. Cottbus. Herm. Kolkwitz, Konzerthaus. A. Döring, Gesellschaftshaus. Karnanke, Zur Krone. Ww. Loll. Hauptstr. 59. Kähnes Gesellschaftshaus, Berlinerstraße 39. Fredersdorf. Gasthof Ww. Clara Große und G. Schulz, Zum grünen Strand Girke frei. der Spree. Dröscher, Zur Meze. Kochan, Feldschlößchen. Dobring. Müller, Kap der guten Hoffnung Schulz, Wachsbleiche. Çüstrin- Neustadt. Jacobi, Plantagenstraße 25/26. Dahlem. T.-B. Alle Lotale gesperrt. Dahme. Restaurant zum Kaisergarten. D.- Wusterhausen. T.-B. W. Hoffmann frei. Döhringsbrück. P.-0.-H. ( Ruppiner Kanal) frei. Drewitz. T.-B. August Buhlmann, Potsdamerstr. Alle anderen Lokale sind gesperrt. Driesen. N.-B. Freienwalde a. 0. Raddaz, Kanalstr. 3. W. Voigt, Eberswalderstr. 7. Frit Scherbing, Alt- Niet. Gustav Schmidt, Königstr. 39. Friedenau. T.-B. Wilhelm Grube, Kaiser- Allee 85. Gesellschaftshaus, Rheinstr. 14. Rheinschloß. Alle anderen Lokale sind gesperrt. Friedersdorf. T.-B. Restaurant Päntel. Friedrichsberg. H.-B. Alle Lokale frei. Friedrichsfelde. N.-B. Café Hoppegarten( Bansdorf), Berlinerstr. 18. Franz Bubes Festsäle, PrinzenAllee 30. Gottlieb Schulz, Wilhelmstr. 11. Lindenpark", Conrad Marr, Rittergutsgarten, Frizz Haberland, Wilhelmstr. 38. frei. Eberswalde. Friedrichshagen. H.-B. Brauerei K. Erdmann, Seestr. 23. Restaurant Bur Mühle", Eich- Braustübl, A. Witte, Seestr. 22. werderstr. 55. Bellevue, Schmidt, Waldowstraße Schröders Volksgarten, Freien- C. Conrad, Friedrichstr. 137. walderstr. 8. Eggersdorf bei Strausberg. H.-B. 3. Tübbecke frei. Eiche b. Potsdam. P.-0.-H. Restaurant Lindenpark", Inhaber C. Rose, frei. Eichwalde. T.-B. Wittes Waldschlößchen. Erkner. H.-B. Restaurant Seidenstüder, Bahnhofstraße, Kein Lokal frei. Germersdorf b. Guben. Restaurant Schulz frei. Giesendorf. T.-B. Alle Lotale gesperrt. Glindow b. Werder a. d. H. August Schmidt, Dorfstr. 12. Gosen. T.-B. Lindenhof, Inh. And. Wiesmann. Gottow bei Luckenwalde. Reichmann und Janac frei. Gross- Beeren. T.-B. Alle Lokale gesperrt. Gr.- Besten a. d. Görl. Bahn. T.-B. Verkehrslotal: „ Waldschlößchen", Ww. Agnes Tresper. Restaur. Walhalla, Herrn Meinicke. Alle anderen Lokale gesperrt. Gr- Lichterfelde. T.-B. Aug. Reijen, Familien- Restaurant, Chauffeestr. 104. Bum Carl Müller, Restaurant„ Kaiserhof", Bahnhof Dit. B. Drägerts Restaurant goldenen Löwen", Chausseestr. 45. Alle anderen Lokale gesperrt. Gr.- Schönebeck. H.-B. W. Jung, Gasthof zum deutschen Hause". Grünheide b. Erfner. N.-B. Eisteller, R.Büttner, Friedrichstr.97. Restaurant Bater Fielit. Fischerhütte, Bachow, Seestr. 11. Gesellschaftshaus, Rogall, Friedrichstraße 69. F. Grunewald. T.-B. Alles frei. T.-B. Grünau. Alle Lotale mit Sälen gesperrt. M.Lerche, Bürgerfäle, Friedrichst.110 Langfeld, Köpenickerstr. 1. Seeschlößchen, A. Berndt, Seestr.77. Sängerhalle, K.Kuhl, Friedrichst.61. Arbeiter- Verkehrslokale: Zur grü Spreeschloß, Straße 381. nen Ede, Köpeniderstr. 88, Inh. J. Franz; Rest. Zur Gravelotte", Stopeniderstr. 79, Jnh. J. Duchauffour. Wendenschloß, vis- à- vis Grünau. Wendenschloß- Kolonie: Restaurant Waldesruh, Inh. Gerbert. Marienluft b. Köpenick. T.-B. Carolinenhof b.Grünau, Inh.Raabe Dito Schulze, Friedrichstr. 78. Waldtater, W. Martin, Köpenickerftraße 38. Wilhelmsbad, Uzkurait, Seestr. 45. und Gasthaus zur Müggelschloß. T.-B. Müggelwerder. N.-B. Traube" gesperrt. Alle anderen Lokale fret. 21. Guben. Rest. Bellevue", Schögelnerftr. Bur Friedensallee, Gewerkschaftshaus Schöpelnerstraße. Goldener Anker, Lösizerstr. 39. Feldschlößchen, Kaltenbornerstraße. Zur Eintracht, Triftstr. 28. Zum grünen Wald, Stroffenerstraße. Wilhelmshöhe, W. Pürschel. Gasthof zur Eisenbahn, Kupferhammerstraße. Vier Linden, Pförtnerstraße. Güstebiese. Vereinshaus frei. Hakenfelde b. Spandau. P.-O.-H. M. Teßnows Volksgarten. Halensee. T.-B. Berkehrslokal: Bonczed, Kur fürstendamm 126. Alle anderen Lokale gesperrt. Hankels Ablage. T.-B. W. Heinrich, Seglerschloß( früher Räppel). Havelberg. Alle Rotale gesperrt. Hegermühle b. Eberswalde. Rein Lokal frei. Heiligensee. H.-B. Ziekow, Dampferanlegstelle( Endstation) gesperrt. Tivoli, Sandhausen, Inh. Schröder gesperrt. Alle anderen Lokale frei. Heinersdorf. N.-B. T.-B. Johannisthal. Verkehrslokal: Alb. Gobin, Roon- Katerbow. straße 2: Könitz. Köpenick. T.-B. Restaurant Ritterhaus( Oskar Außer Ww. Schulz, Müggelsheimer Meyer). Johannisthaler Bollsgart., Senftleben, Friedrich- und Köpenickerstraße- Ede. Ww. Raus, N Bark Restaurant, Partstr. 12/13. W. Krüger, Wendt, Friedrichstr. 1. Lindenhof, Friedrichstr. 61. Friedrichstr. 10. Jörsfelde. N.-B. Restaurant Döring. G. Kuhn, Havelschloß. Fr. Gumlich, Kurgarten. Kagel. N.-B. Alle Lokale gesperrt. Kanntdorf ( Cottbus Spremberg). Matthes Kanter frei. Karlshorst. N.-B. Restaurant Fürstenbad, Brinz Adalbert, Jnh. Gruhn, VerkehrsIotal. Gesperrt: Otto Königs Festsäle, Trestow- Allee. Otto Arlts Gesellschaftshaus, Augusta Viktoriaftr. 46. Alle übrigen Lokale frei. Kanlsdort. N.-B. Hamanns Gesellschaftshaus, Frant jurter Chaussee, Inh. Mees. Alle anderen Lokale gesperrt. Ketschendort. T.-B. Frei: Gasthof Weidemann( Saal). und fret. alle Lokale Marienstr.- Ede, Korbiskrug bei Gr.- Besten. T.-B. Gasthof Peter Kaczmarek. Kotzenburg b. Luckenwalde. Ww. Krüger. Krausnick. T.-B. Gastwirt Dtto gesperrt. Kremmen. P.-O.-H. Paproth. Kurtschlag. Bißmann frei. Ladeburg. N.-B. Wilh. Wendt frei. Landsberg a. W. Rothenburg, Cüstrinerstr. 31. Altes Schüßenhaus, Wall. Borchmeyer, Friedrichstadt. Krüger, Roßwiesenstr. 49 a. Lanke. N.-B. Stockmann, Restaur.„ Waldschloß. Ottilie Wegger,„ Schloßpart". Lankwitz. T.-B. Link, Wirtshaus Zum grünen Kranz", Calandrelliftr. 27, frei. Alle anderen Lokale gesperrt. Lebbin bei Storlow, T.-B. W. Lehmann frei. Lehnin. Alle Lokale mit Sälen gesperrt. Ketzin a. d. H. P.-0.-H. H. Taege, Hauptstr. 63, frei. Heinrichsfeld ( Cottons- Spremberg). Ernst Noad; Gottlieb Buder, Gafthof zum gold. Löwen. Helgoland. P.-0.-H. ( Insel Oberhavel) frei. Hennigsdorf. P.-O.-H. Frei: F. Brose. Rud. Teßmann. Gesperrt: Zum deutschen Kaiser Inh. Böhmer. Restaurant Waldschlößchen( Valentin). N.-B. Hermsdorf. Schulz, Verkehrslokal, Berlinerstraße 21. C. Dimte, Forsthaus, Auguste Viktoriastr. 18. Herzfelde. Henze, Hauptstr. 57. N.-B. Klemms Restaurant frei. Kiekemal b. Stöpenick. N.-B. Restaur. Heidefrug, Inh. Schmidt, frei. Kladow. P.-O.-H. Kein Lokal frei. Kl.- Besten, T.-B. Gasthaus Aug. Puran. Klosterdorf b. Strausbg. Buhlmanns Gasthaus. Kochsdorf ( Cottbus- Spremberg) Christian Budit frei. Kolkwitz ( Cottbus Spremberg) Richard Melchert, Schwarzer Adler. Kolonie Buch. N.-B. Steinide, Gasthof zum Kaiserhof. Kaiser Friedrich- Garten frei. Hessenwinkel. N.-B. D. Rapmundt, Gesellschaftshaus. Schreyer, Kaiserzelt. Hirschgarten. H.-B. Alle Lokale frei. Hohenbinde. H.-B. Königs- Wusterhausen. T.-B. Gesperrt sind: Neues Schüßenhaus, Inh. Roschel. Ramin, Am Markt. Lenzen. IIe 2otale gesperrt. Lichtenberg. H.-B. Alle Lokale frei. Lichtenow b.Herzfelde. N.-B. Jähnicke frei. Liebenwalde. N.-B. Verkehrslokal: Restaur. Gleinert, Berlinerstraße. Lindow i. M. Sahlbrandt frei. Löwendorf b. Trebbin. August Pintsch frei. Luckenwalde. Alle Lokale frei. Lübbenau. Schwarzer Adler. Stadt Berlin. Zur grünen Linde. Baumgart. Lychen i. M. Alle Lokale gesperrt. Madlo( Cottbus- Spremberg). Haideschlößchen zumGutenberg frei. Bermann, Restaurant, Bahn- Friz Gronemeier frei. Hohenschöpping. Stein. P.-O.-H. hofstraße. Pfuhls Hotel, Am Bahnhof. Alle anderen Lokale frei. 5 Malchow b. Weißensee. N.-B. „ Café Tiek" fret. Strausberg( Stadt). Schwarzer Adler frei. Strasburg( Uckermark). Restaurant Franz Magnus, Briezenerstraße. Karl Albrecht, Bürgergarten, Wilhelmstraße. Strausberg( Borst.u.Umg.). täppchen bad Landhaus Alle anderen Lokale frei. Gesperrt: Paradiesgarten. Treptow. T.-B. Alle anderen Lokale frei. Rudolf, Plantage Cliustow. Bathe, Restaurant, Röllerstr. dantenstr. Nisters Gerichtslaube, Komman haus, Berlinerstr. Gesperrt: Fromm, SchüßenTrebbin. T.-B. Dtto Natonz frei. ( Cottbus Spremberg). Trattendorf Kein Lotal frei. Tiefwerder a.H. P.-0.-H. Alle anderen Lokale sind gesperrt. Martin Müller, Berlinerstr. 41/42. Berlinerstr. 9. Frei: ,, Wilhelmsgarten", W. Noad. Tempelhof. T.-B. Alle anderen Lokale sind gesperrt. G. Kupsch, Hoher Steinweg 10. dorferstr. 4. Verkehrslotal: E. Derk, Zehlen ( Bersammlungslokal). E. Pieckenhagen, Berlinerstr. 16 Deutsches Wirtshaus, Inhaber Teltow- Seehof. T.-B. Alle anderen Lokale sind frei. Trabecke, Heideschlößchen. Gesperrt: Peter Beckmann und Tegelort. N.-B. Alle anderen Lokale sind frei. Fröhlich, Schloßftr. Berle von Tegel, am See. Hauptstr. Ratsstuben, Inh. Lindemann, Alter Krug, Hauptstr. Hamuseck, Hauptstr.[ Inh. Genz. Gesperrt: Strandschloß am See, Tegel. N.-B. August Buder, Restaurant. Paul Weigelt, Kel. Ströbiz. Paul Nowka, Brellbod. Eduard Miersch, Alte Welt. Ströbitz( Cottb.- Sprembg.). Hungrigen Wolf. Rest. zum -Alte Spizmühle Neue Spißmühle RotSchlagmühle See Wolfsthal Vetschau. A. Conrad, Louisenstr. P. Weih H. Dtto. R. Thiele. Geride, Bergstr. Grunow, Wilhelmstr. August Paris, Louisenstr. 17. Velten. P.-O.-H. Ausbau, frei. Heinr. Peetsch, Gesellschaftshaus, Vehlefanz. P.-O.-H. P.-O.-H. Frei. Valentinswerder. Fr. Lobbes, Berliner Borstadt 10. Treuenbrietzen. mann. Berkehrslokal: Schüßenhaus. Wittenberge. Landhaus, fret. Central- Halle( Gutsche) u. Restaur. Wittstock. Woltersdorf( Schleuse). Bolfmann, Seehof. Sämert, Schloß Wolterdorf. Handtke, Bahnhofstr. 23. Dampfboot. M. Drygas, Restaurant um Blankefeld ,. Wilhelmshöhe. Woltersdorf( Dorf). H.-B. Verkehrslokal: Central- Herberge. N.-B. Prawit, Bellevue, früher Bick Balm, Café Ruhwald. werder. häuschen, frei. Gust. Temmlin, Rest. Schweizer Waidmannslust. N.-B. Schmelze. Restaurant v. Kämpf, Viezer R. Spekke. Vietz. T.-B. H. Köppen frei. P.-O.-H. Weinmeisterhorn. Alle anderen Lokale gesperrt. nickerstr. 10. w. Philipp, Bairischerhof, GlieWannsee. Alle Lokale frei. Woltersdorf bei Ludenwalde. Alle Lokale gesperrt. Weissagk bei Betschau. Restaurant Buchholz Zehdenick. P. Behrend, Gasth. z. Palme. Zeesen. T.-B. Brauerei Friedr. Buchholz. Zechin( Frankfurt- Lebus). Dderstr. Hotel Zum deutschen Kaiser", Wriezen a. 0. straße 23, frei. straße und Albert Schulze, HauptRestaurant Böhm, Oranienburger. Wittenan. N.-B. Alles übrige gesperrt. Louisenpart, Wilhelmsaue 112, frei. Wilmersdorf. T.-B. Inh. Kieker gesperrt. Wilhelmsruh( Oberhav.). Alle Lokale frei. Wilhelmsruh. N.-B. Alle Lokale frei. Wilhelmshagen. H.-B. Alle Lokale frei. Wilhelmsberg. N.-B. Otto Heiser, Bur Dahme". Otto Schuhmann, Wildauer Hof. Wildau. T.-B. Kanal". Piehl, Gasthof Bum Oder- SpreeW. Ertner, Gasthof Bur Sonne". Wernsdorf. T.-B. Aug. Wittenberg frei. Wernenchen. Koch, Fischerstr. 98. Werder a. d. Havel. Alle Lokale frei. Weissensee. N.-B. Zehlendorf. T.-B. Dorfstr. 20. Fr. Bahn, Restaur. 3. Riefenlinde, Zühlsdort. N.-B. Alle anderen Lokale gesperrt. Weinberge. Restaurant Bur deutschen Eiche", Chaussee. Restaurant Flora", Neuendorfer A. Schimke, Barutherstr. 51. Verkehrs- und Verfammlungslokal, Zossen. T.-B. Hennig frei. Zinna. Alle Lokale gesperrt. Zeuthen. T.-B. andere gesperrt, Julius Knorr, am Wasser. Alles Zernsdorf. T.-B. Ostertag. „ Zum Bank- Schlößchen", Inh. an der Stettiner Bahn. N.-B. Zepernick ( Waldeslust). B. Miellei, Potsdamerstraße 25 Züllichan. Seddin- See. Gärtner, Berliner Schweiz, am Zwiebusch. T.-B. H. Klopsch, Mojauerstr. Drud: Borwärts Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 68, Lindenstr. 69. Berantwortlich: Richard Henschel, Berlin N. 28, Bollinerftr. 51 II. frei! Cokal- Liste Alle Lokale, die keinen Saal haben, sind frei! für Berlin und die Provinz Brandenburg. Ausgegeben am 19. Auguſt 1906. = P.- O.- H. bezeichnet: Nieder Barnim= N.-B., Teltow Beestow= T.-B., Potsdam Ost- Havelland Die zu den genannten drei Kreisen gehörenden Orte sind durch folgende Buchstaben besonders. für Kreis Potsdam- Ost- Havelland an K. Linz, Spandau, Mittelstr. 13. ftraße 22, part.; für Kreis Teltow- Beeskow an Carl Rohr, Rigdorf, Selchowerstr. 22, Quergeb. III; betreffenden Kreises zu richten. Für Kreis Nieder Barnim an R. Rieck, Rummelsburg, KantAlle Mitteilungen, Anfragen 2c. find für Berlin an das unterzeichnete Kommissionsmitglied des Obmann der Kommission: Richard Henschel, N. 28, 2olltnerftr. 51, Il. Für alle übrigen Drte sind Anfragen usw. direkt an den Dbmann der Kommiffion zu richten. Anfragen möglichst frühzeitig zu stellen. Auskunft ist die Stommission jederzeit gern bereit, nur müssen wir dringend darum bitten, diesbezügliche irgendwelcher Vergnügungen usw. sich genau nach der Lokal- Lifte zu richten. Zu jeder gewünschten finden möge, speziell ersuchen wir alle Vorstände und Komitees der Vereine, Klubs usw. bei Arrangierung auch in der erweiterten Form mehr noch als bisher die Beachtung der organisierten Arbeiterschaft Mit der Herausgabe der neuen Liste verbinden wir zugleich den dringenden Wunsch, daß dieselbe Jacob Ege, Roßstr. 23. Lokal- Kommissions- Mitglied: Zum gold. Löwen, Jüdenstr. 55. Radtke, Flensburgerstr. 24. Palast Theater, Burgstr. 22. Miegel, Stralauerstr. 57. Louisen- Zelt, In den Zelten 9a. Kühns Festfäle, Niederwallstr. 20. ftraße 35. Drafels Festfäle, Neue Friedrich1. Wahlkreis. Gründer, Schwerinstr. 13, Gramkan, Stegligerstr. 18. Goßmann, Kreuzbergstr. 48. haus, Wasserthorstr. 68. Gliefings Ball- und GesellschaftsDonath, Schönleinstr. 6. fäle, Gneisenaustr. 67. Dindas Sommertheater u. FestBohne, Hasenheide 45-47. Bod- Brauerei, Tempelhofer Berg. Anbalt. Ressource, Mödernstr. 114. Alter Bürgergarten, Lindenstr. 105. 2. Wahlkreis. Berlin. Die Lokalkommission. E. Zühlke, Dennewigstr. 13. straße 111/112. Vittoria Brauerei, LügowUnions- Brauerei, Hasenheide22/ 31. Thiems Festfäle, Blücherstr. 61. straße 8. Schwarz, Hasenheide 21, JahnSchnegelbergs Festsäle, Inh. Carl Hasenheide 57. Reinhardts Neues Gesellsch.- Haus, Raabes Festsäle, Fichtestr. 29. Mürichs Festfäle, Stegliterstr. 35. Straße 83. Martgrafen- Kafino, MarkgrafenLinden- Kafino, Lindenstr. 106. Königshof, Bülowftr. 37-40. walderstr. 15. Königs Gesellschaftshaus, MittenKliems Festsale, Hafenheide 13/15. Hofjäger- Palast, Hafenheide 52/53. Ufer 30. Hochbahn- Restaurant, Tempelhofer mannst. 5-7. Habels Brauerei- Ausschant, BergFürstenhof, Köpeniderstr. 137/138 straße 39. B. Frantes Festsaal, Sebastian straße 75( Inh. W. Kube). Feuersteins Festfäle, Alte Jakob. Englischer Hof, Neue Roßstr. 3. ftraße 45. Dresdener Garten, Dresdenerstraße 96. Dresdener Kasino, ( Inh. Pusch). Dietrichs Festfäle, Dresdenerstr. 116 Deutscher Hof, Ludauerstr. 15. Central- Festfäle, Alte Jakobstr. 32 ripplag. Buggenhagen- Etablissement, Mo Berliner Klubhaus, Ohmstr. 2. straße 62. Beders Festsäle, Kommandanten Augustin, Oranienſtr. 103. straße 20. Arminhallen, Kommandanten brinenstr. 110. Alexandrinen Festfäle, Meran 3. Wahlkreis. Dresdener Heinrich Schröder, Kreuzberg- Gesellschaftshaus, Brinzenstr. 94 Lotal- Kommissions- Mitglied: straße 15 pt. Gewerkschaftshaus, Engelufer 15. 8 Gratweils Bierhallen, Komman-| A. Diez, Landsberger Allee 76/77.| Schüzenhaus, Linienste. 5. dantenstr.77/ 79( nh.Haberland). Elisabeth- Garten, Elifabethstr. 30. Schweizergarten, Am Königstor. Grupes Festfäle, Annenstr. 16. Hintsches Festfäle, Köpeniderftr. 62. Jakobshallen, Alte Jakobstr. 83 ( Inh. Kubisch). Insel Festsäle, Inselstr. 10( Inh. Jannascht). Industrie- Festfäle, Beuthstr. 20/21. Köpenider Festsäle, Köpenider. ftraße 127 a. Lehmanns Festfäle, Megandrinen straße 32. Lutsenstädt. Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37( Inh. Jak. Lis). Luisenhof, Butowerstr. 9( Inh. M. Busch). Lipple, Melchiorstr. 15. Märkischer Hof, Admiralstr, 18c ( Inh. Möhring). Neues Klubhaus, Kommandanten ftraße 72. Bier Generationen, Dranienftr. 69. Boigts Ritter- Säle, Ritterstr. 71/75. Zum Alexandriner", Allegan brinenstr. 37 a. Lokal- Kommiffions- Mitglied: Carl König, Jahnstr. 24. 4. Wahlkreis. Süb: Oft. Behrends Festfäle, Manteuffelfte.95. Borchardt, Köpeniderstr. 158. Café Alsen, Bor dem Schles. Tor 2. Central- Feftfäle, Oranienstr. 180. Gleve ,,, Süd- Dft", Waldemarstr.75. Braumann, Naunynstr. 27. Hoffmann, Zeughofstr. 8. Industrie- Feftfäle, Mariannenstr.31 Jüngers Variété, Manteuffelstr. 47. Mariannen Festfäle, MariannenUfer 2. May Nowad, Manteuffelstr. 9. Dranien- Salon( A. Lott), Oranien. ftraße 170. Reichenberger Hof, Reichenbergerftraße 147. Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Schode( Drachenburg), Bor dem Schlesischen Tor. Schuhmacher, Stalikerstr. 126. Bereinshaus ,, Sängerheim", Naunhnstr. 6. Walter( Urania), rangelftr. 9/10. G. Wollschläger, Adalbertstr. 21. Oft. Whambra, Wallnertheaterstr. 15. Albrecht, Gesellschaftshaus, Langeftraße 108. Andreas Festfäle, Andreasstr. 21. Andreas- Garten, Andreasstr. 26. H. Behrend, Sängerheim, Landsberger Allee 156. Bolzmanns Gesellschaftshaus, Lichtenbergerstr. 21. Böhmisches Brauhaus, berger Allee 11-13. Börsen Restaurat., Centr. Biehhof. BoekersGesellsch.- Haus, Weberst.17. Breuer, Große Frankfurterstr. 117. E.Buchwald, Gr.Frankfurterstr.133. Lands. Elysium, Landsberger Allee 40/41. Englischer Garten, Alexanderstr.27c. Feindt, Weinstr. 11. Flechs Festfäle, Fruchtstr. 36a. A. Förster, Gr. Frankfurterstr.41/ 42. Fortuna- Säle, Strausbergerstr. 3. Germania Brauerei, Frankfurter Gesellschaftshaus, Lichtenbergerst.16 Giestes Wirtshaus, Landsbergerftraße 89. Allee 53. Sabrecht, Große Frankfurterstr. 30. Keller, Stoppenstr. 29. Stern, R., Große Frankfurterstr. 18. Kolwigs Festfäle, Große Frank furterstr. 99. C. Koczorowski, Schillingstr. 36. Königstadt- Rafino Holzmarttftr.72. Königstädtisches Kasino, Große Frankfurterstr. 76. E. Krüger, Gesellschaftshaus, Gubenerstr. 48. B. Litfins Gesellschaftshaus Dstend, Memelerstr. 67. Ladewig, Gesellschaftshaus, Frant. furter Allee 127. Lipps, Am Friedrichshain 22-29. Martgrafenfale, Martgrafendamm. Dft- Kasino, Frankfurter Allee 106. Ditbahnpark, Nüdersdorferstr. 71. Bazenhofer- Brauerei, Landsberger Allee 24. Residenz Festfäle, Landsbergerft.31. Scheruchs Festfäle, Rüdersdorfer ftraße 45. Scholz, Große Frankfurterstr. 74. B. Schumsti, Langestr. 65. Theel, Große Frankfurterstr. 85. R. Ulrichs Festfäle, Große Frank. furterstr. 28. Zimmermann, Grüner Weg 29. Lokal- Kommiffions- Mitglied: Carl Rott, Straßmannstr.29, ptr. 5. Wahlkreis. Apitsch, Rosenthalerstr. 39. Bordes Vereinssäle, Neue König. straße 7. Diejener, Landsbergerstr. 37. . Ernsts Gesellschaftshaus, BrenzLauerstraße 41. Gesellschaftshaus Berliner Musiker, Kaiser Wilhelmftr. 18 m. Johannissäle, Johannisstr. 20. Stönigssäle, Neue Königstr. 26. Kürbis, Luisenstr. 26. Kuhns Festfäle, Linienftr. 8. Leydeders Salon, Sophienstr. 34. Müller, Restaurant, Linienftr. 65. Mündner, Linienstr. 19. Neues Konzerthaus, Alexanderpl. Bachuras Klubhaus, Landsberger ftraße 39. Carl Patt, Dragonerstr. 15. Philadelphia, Greifswalder ftraße 138/39. Rosenthaler of, Rosenthaler ftraße 11/12. Rosenthaler Bereinshaus, Rosen thalerstraße 57. 2 Sophien Säle, Sophienstr. 17/18. Lolal- Kommissions- Mitglied: Friedrich Rausch, Winsstr. 12pt. 6. Wahlkreis. Moabit. Artus.Hof, Perlebergerstr. 26. Arminius- Hallen, Bremerstr. 70/71. Eisschlößchen( Plößensee). Gieshoit, Infel- Restaurant ( Plößensee). Rud. Gohlke, Beuffelstr. 22. Stron. Brauer., Alt- Moabit 47/49, Moabiter Bürgerfäle" Beuffelstr. 9. Moabiter Gesellschaftshaus, Wiclefstr. 24, Emdenerstr. 34/35. Moabiter Kafino, Bilsnaderstr. 63, Moabiter Schüßenhaus( Plößensee) Pielete, Waldstr. 8. Schößler, Stromstr. 28. Schüler( Brauerei Moabit), Turm. ftraße 25/26. Spree- Hallen, Kirchstr. 27. Bittoria- Salon, Perlebergerstr. 14. Walhalla- Theater, Mt- Mobit 104 bis 105. Wedding und Oranienburger Vorstadt. Berliner Bod- Brauerei, Abt. II, Chauffeeftr. 58. Berliner Nordpart, Müllerstr. 148. Gebr. Cranz' Festfäle, Rösliner. ftraße 8. Detloffs Festfäle, Invaliden. ftraße 84/85. P. Fortanier, Tegelerstr. 56. Feldschlößchen, Müllerstr. 142. Funtes Gesellschaftshaus, Trift. straße 41. Genossenschafts- Wirtshaus IV, Nord- Ufer 10. Germania- Säle, Chauffeestr. 103. Hoffmann, Bafewalterstr. 3. Humboldt Säle, Hussitenstr. 40. Hübners Feftfäle, Chauffeeftr. 113. Köhlers Salon, Ziedstr. 24. Meeses Gesellschaftshaus, Schulftraße 29. Milbrodts Gesellschaftshaus, Müllerstr. 7. Müllers Gesellschaftshaus, Bohenstr. 12. Raabes Festfäle, Stolbergerstr. 23. Sachon, Müllerstr. 136. Shellbachs Festfäle, Schulstr. 66. Schmidts Festfäle, Gartenstr. 6. Karl Schraderhof, Liebenwalder Straße 36. Schumanns Vereins- H., Rösliner. ftraße 17. Bum Storchneft, Müllerstr. 161. Bum Boltsheim, Aderstr. 123. Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen. Brunnen Säle, Brunnenstr. 15. E. Daase, Brunnenstr. 154. Dietrichs Festfäle, Brunenstr. 34. Elsasjer Ball- Salon, Elsasserstr. 15. Fey, Brunnenstr. 184. Bahnsdorf. N.-B. Rummelsburg. H.-B. Bärenhöhle b. Müller, Alle Lokale frei. am Bahnhof, gesperrt. Saarmund( Qudenwalde). Rahnsdorfer Mühle. Sildebrandt frei. Saatwinkel. P.-O.-H. Alle Lokale frei. Alle Lokale frei. Verkehrslokal: Gasthof von Witwe Klemm. N.-B. Rathenow. Krystallpalast, Inh. Stockfisch, frei. Rauchfangwerder. T.-B. Rutkowskis Baldhaus, Inhaber Rönisch. Rauen. T.-B. Gasthof zum Löwen, Inh. Windfelder, frei. Reinickendorf. W.-B. Osten. Sachsendorf. ( Cottbus- Spremberg.) Aug. Dobring. Paul Sachs frei. Sadowa. T.-B. Bflugs Restaurant an der OberSpree frei. Alle anderen Lokale gesperrt. Sandberg- Belzig. Fr. Thiele, Zur grünen Tanne. Schenkendorf. T.-B. Dito Pätsch( Saal). Schildhorn. P.-0.-H. E. Kirsch ,,, Seepark", Martstr. 2/3. B. Lüde, Kastanienwäldchen", Alle Lokale frei. Refibenzftr. 109. F. Sabau, Residenzstr. 124. A. Schorsch, Zur Wartburg", Kopenhagenerstr. 71. D. Knebel, Hauptstr. 51. Rudolf ,, Borussia- Park", Provinzftraße 68/69. H. Schiller, Bum Storchneft", Provinzftr. 79. F.Göride, Birtshaus ,, Zur Zanne", Nordbahnstr. 11. Baumann, Hausotterstr. 55. C. Großmann, Schönholz. Flora", Provinzftr. 76. W. Wolframm, Hausotterstr. 46. Westen, Tegeler Chaussee. Ernst Muster, Berlinerstr. 29. 3. Franke, Eichbornstr. 18, Ede Augufta Viktoria- Alee. B. Otto, Berlinerstr. 113/114. Engel, Eichbornftr. 73. Rixdorf. T.-B. Bereinsha us am Richardplag gesperrt. Alle anderen Lotale frei. Röntgenthal. N.-B. E. Braun, Restaurant Röntgenthal. Rosenthal. N.-B. U. Stabeliz, Gasthof Bur Mühle", Hauptstr. 38. Rüdersdorf( Dorf). N.-B. Robert Zademad, Schüßenhaus, R. Marr, Luisenstr. 31. Rüdersdorf( Saltb.). N.-B. Grewe, Gasthaus zur Linde", Heinigerstr. 19. H. Möller, am Stalffee, Karlstr. 8. Rudow bei Johannisthal. T.-B. Verkehrslotal: Aug. Palm, Köpeniderstraße. Alle anderen Lokale gesperrt. Ruhlsdorf b. Luckenwalde. Gastwirt Krüger, frei. Ruhlsdorf b. Teltow. T.-B. E. Herold fret. Gasthaus Mannt gesperrt. Schildow. N.-B. Alle Lokale gesperrt. Schlachtensee. T.-B. Neues Gesellschaftshaus, A. Rüter, Eitel Frigstr. 12, frei. Schmargendorf. T.-B. 3. Rogatt, Restaurant Sanssouci, Ruhlaerstr. 20/21. Café Bein, Hubertusbadstraße 8 ( Grunewald). Barowski, Wirtshaus Schmargendorf, Warnemünderstr. 6. Lindenbaum", Spandauerstr. 40, Inh. Ad. Pöttscher. Schmellwitz. ( Cottbus Spremberg.) Alb. Lobedan. Schmertzke bei Brandenburg a. d. H. Geride frei. Schönwalde i. d. M. H.-B. H. Schulz. -2. Liebenhagen. Guft. Dorn emann, Internat Sportshaus a. Gorinsee. Schulzendorf. N.-B. Restaurant Hubertus", Jnh Triller gesperrt. Alle anderen Lokale fret. " 1 Schwedt a. 0. Deutsches Haus, Heinersdorferstr. Schwiebus. Gasthof zur deutschen Eiche, Croffenerstraße. Guftab Gondolatsch, Mühlenstr. Senzig. T.-B. Alle Lokale frei. Slamen. ( Cottbus- Spremberg.) Jul. Fischer; Franz Weimann; Adolf Jurt, Bellevue. Slamen Ziegelei: Otto Hoff mann; Andreas Raffe. Sommerfeld.( Schwiebus.) Zum Kurfürsten, Bahnhofstraße. Sommerfeld b. Kremmen. P.-0.-H. Brauerei Weber frei, Sonnenburg. ilh. Greiser frei. Spandan. P.-0.-H. Baul Kumte, Schönwalderstr. 80. Böhle, Neumeisterstr. 5, Fürstenhof, Seegefelderstr. 54/55. E. Köpnids Ball- Salon, Pichelsdorferstr. 39. Guft. Borchardt, Seeburgerstr. 26. Spreenhagen. T.-B. Catholz, Gasthof zum Kaiserhof. Spremberg. Baul Heinze, Gesellschaftshaus. Baul Kobelt, Konzerthaus. Ludwig Krüger, Bergschlößchen. Seddin- Bruno Rüdert, Bürgerhaus. Springeberg bei Erfner Schmöckwitz. T.-B. Gasthof Zur Balme", am fee, Herm. Peter. Noad, Restaurant Bum Seddinfee. Murfeldt, Seglerschloß". Schöneberg. T.-B. Obst's Festfäle, Martin Luther, Ede Meiningerstraße. Miethes Festsäle, Hauptstr. 5/6. Schloßbrauerei Schöneberg. Wilhelmhof", Ebersstr. 80. Sur gold. Hundertzehn", Grune waldstr. 110. " SchöneicheSchönebeck. N.-B. Emil Süßmilch, Rest. ,, Waldhaus". Schönholz. N.-B. . Ramlow, Kastanienwäldchen", Schönholz 14. B. Baumgartner, Parkrestaurant, Schönholz 11. H. Papris, Birtenpart, Schönholzer Weg 31. Schönow. N.-B. Otto Schulz, Gastwirt 7 N.-B. Restaurant Fatite frei. Staaken und Neu- Staaken. P.- O.- h Gasthof Zum braunen Hirsch", Hamburger Chaussee, frei. StahnsdorfKlein- Machnow. T.-B. Stein Lokal frei. Steglitz. T.-B. Frei: Schellhase, Saal u. Garten Ahornftr. 15a, u. Birkenwäldchen Saal und Garten. Steinfurt( Ob.- Barnim). Wilhelm Schleusener frei. Stolpbrück. N.-B. Wilhelm Lehmann. Stolpe a. b. Nordbahn, H.-B. Bergemann, im Dorf, fret, Stralau. N.-B. Alle Lokale frei. Inh. Wernede, Hönowerstr. Nr.6, Zum Wilhelmsthal", Mahlsdorf. H.-B. Gasthaus Neumühle. T.-B. hausen( Saal), Schüßenstr. Alle anderen Lokale frei. E. Schumann, Waldhaus Sand zum Tiergarten. Gesperrt: Pätel, Restaurant Braun, Kurfürstenstr. 48( Saal). Oranienburg. H.-B. B Dimar, Bechliner Chanffee. Neu Ruppin. H. Borgfeldt, Rest." Bum Feld. Gasthof zur Sonne, Bahnhofftr. Mariendorf. T.-B. Neubert, Waldschlößchen. Malz b. Grabowfee. N.-B. Alle anderen Lokale gesperrt. links der Bahn. Dsw. Fischer, Langestr. 31. bei Fürstenwalde. T.-B. Markgrafpieske N. Jarnzewski, Kiepertplatz 3. Marienfelde. T.-B. Rest. Reichardt, Chausseestr. 16. schlößchen", Feldstr. 44. Neuzelle( Guben). Adolf Schmidt, Niederlehme. T.-B. Alles gesperrt. Neu- Zittau. T.-B. Restaurant. Gesperrt: Niederlehme Kolonie. Alle anderen Lokale frei. Schurbaum. J. Peschel. Lessing. Gust. Heiß, Restaurant Ziegenhals. Zum Sportshaus, M. Mörschel, Marwitz. P.-0.-H. T.-B. Wilh. Graśnid, Langendammerſtr. Nied Alb. Schulz, Verkehrslokal. Marzahn, N.-B. Nieder Schöneweide. ( Oberhavel) P.-0.-H. Nieder Neuendorf Alles gesperrt. Miersdorf. T.-B. August Seyffert gesperrt. Michendorf( Bauch- Belzig). Kein Lokal frei. T.-B. Schüßenhaus, Inhaber D. Kumke, Scholz, Marktstr. 16. Nauen. P.-0.-H. Alle Lokale gesperrt. Münchehofe. H.-B. Aug. Mayer, Buchhorsterstr. frei. Ad. Baersch, Woltersdorferstr. frei. Mühlenbeck. N.-B. Alle Lokale frei. Müggelheim. T.-B. „ Neuer Grund", Schönborn, frei. Mückenberg b. Guben. mühle. Gasthof zur historischen MönchsFlorian Knappe frei. bei Schildow. N.-B. Mönchsmühle Alle anderen Lokale gesperrt. prinzen. Ernst Schmidt, Gasthof zum KronMittenwalde. Chausseestr. 33. Wilh. Beckmann frei. Neubrück. P.-O.-H. Alle Lokale frei. Schönhausen, H.-B. hausen, Dorf HohenNeu- Hohen- SchönAug. Wünsche frei. Neuenhagen. H.-B. ( A. Ende) frei. Wald- und Seeschloß Dabendorf Restaurant Schent gesperrt. Zossen. T.-B. Neu- Dabendorf bei Bungard, Zur Römerschanze". Nedlitz. P.-0.-H. T.-B. F. Heider, Verkehrslokal, Mühlenstraße 15. Rozydi, Gesellschaftshaus, Kreuze straße 113. Sorpaz, Konzertsaal, Bollant linerstr. 27. Großkurt, Feldschlößchen", Ber Friedrichstr. 12. W. Warlich, Paradiesg., Kaiser Berlinerstr. 102. " Bum Kurfürsten", Ebersbach, Buge, Vereinshaus, Schulzeftr. 28. Rich. Beffen, Dameronstr. 19. Pankow. N.-B. Restaurant Bur Dubrow" frei. Pätz bei Gr. Beften. T.-B. straße 30. Roggentin, Sanssouci, Schüten Straße 3/4. Papenberge. P.-0.-H. Ausschant, Berlinerstr 80/82. A. Schüßler, Willners Brauereis Reuters Boltsgarten, Schloßftr. 2. ,, Hasselwerder". Inh. Alb. Scheruch. ( Donah) frei. straße 5. Verkehrslok.: Reimann, Grünauer- Reſtaurant Lemple u. Eichenhain " 1 Peitz( Cottbus- Spremberg). Petershagen. N.-B. Alle Lokale gesperrt. Perleberg. burgerstr. 4. Uliz ,,, Schwarzer Adler, BlankenSettekorn, Lindenstr. 1. N.-B. Nieder Schönhausen. Alle anderen Lokale gesperrt. Hermann Naue, Berlinerstr. 15. Ladendorf, Berlinerstr. 22. Drachenfels", Berlinerstr. 17 d. Rest. Schweizerhaus, Berlinerstr.33. Carl Schulte, Hasselwerderstr. 1. Berlinerstr. 17 b. ,, Kleine Fischerhütte", J. Fischer, Jacoby). Restaurant„ Barbarossa"( Inhaber Weidmannsruh", Berlinerstr. 16.| Ernst Steglich, Reichshallen, frei. Waldhaus", Berlinerstr. 10a. Pichelswerder. P.-0.-H. Boigts Restaurant. Kreienkramp). Bum weißen Schwan"( Inhaber Pichelsdorf. P.-O.-H. Alle Lokale frei. Pichelsberge. P.-0.-H. b. Köpenick. T.-B. frei. Pferdebucht Dito Bräfife frei. Tunsch, Sanssouci, Kaiser Wilhelm- Alle Lokale frei. straße 18. Alle H. Ebel, Stahnsdorferstr. 6. T.-B. Nowawes- Neuendorf. Lokale frei. Nordend. N.-B. Pinnow. P.-O.-H. garten. Verkehrslokal: Freunds Insel Jodiel. Kaiser Wilhelmstr. 38. Verkehrslokal: Wilh. Ladenthin, Potsdam. P.-O.-H. Alle anderen Lokal frei. Aue" und Schüßenhaus". Gesperrt: A. Jrrlig, Bur grünen Oderberg i. M. Helminenhofstr. 18. Berkehrslotal: E. Kaufholt, Bil. Alle Lokale frei. Ob.- Schöneweide. H.-B. Paul Junge, Großbeerenstr. 100. Wilhelmstr., Ede Friedrichstraße. Ernst Schmidt, früher Kaiser- Saal Karl Gruhl, Priesterstr. 69. Otto Himfe, Wallstr. 55. straße 31. Mar Singer, Bollsgarten, Priester- Bittoriagarten, Alte Louisenstr. 32. " 9 Preuden. N.-B. Pouillion a. d. Schnelle. Prenzlan Bahnhof Charlottenhof. Engelhardt. Wilhelmsruh", Inh. Schulz, frei Landsberg. H.-B. Radebrück 5. AltBw. Kubo u. P. Erdmann, frei. Pumpe( Cottbus- Sprembg) Sum Schweizerhäuschen. Pritzwalk. ftraße 12. R. Frischs Victoria- Garten, Bad Leonhardt, Kolonieftr. 147. R. Fiebigs Festfäle, Aderftr. 6/7. Gramotte, D., Bergstr. 12. Harmonie, Invalidenstr. 1 a. Brunnen straße 150. Weiß. Invalidenstr. 146. Schuster, Aderstr. 144. Swinemünderstr. 42. Swinemünder Gesellschaftshans, ftraße 14. Roewers Festfäle, ElisabethkirchDlböter, Usedomstr. 33. Noads Festsäle, Brunnenstr. 16. Melchert, Bergstr. 68. Hillers Voltsgarten, F. Mar Hahn, Koloniestr. 124. Marienbad, Badstr. 35/36( Inh. ( Behme und Bellermannstraße). Boltsgarten- Theater, Badstr. 8 Schmidt, Herm., Brinzen- Allee 33. Badstr. 19. Schirms Festfäle( Babekindt), Nagel). B Prenzlauer Allee. Schönhauser Schönhauser Vorstadt. Rob. Brauerei Schönhauser Königftadt, Defonom Allee 10. Liebing, Lotal- Kommiffions- Mitglied: straße 23/24. Bernaus Feftfäle, Schwedter Allee 25. Wirtshaus Bum Strauß", PappelE. Schulz Festsäle, Belforterstr. 15. Steuerhaus, Brenzlauer Allee 148. Brater Theater, Kaftanien Allee 7/9. Kopenhagenerstr. 74. Kopenhagener Klubhaus, Hube, garderstr. 3. Genossenschafts- Wirtshaus, Starhauser Allee 148. Fröbels Allerlei Theater, Schön( Ringbahn- Station). Forber, Prenzlauer Allee 165 D. Hoffmann, Kastanien- Allee 23. Wendorf, Zedheniderstr. 10. Brauerei Gabriel u. Jäger, Defon. R. Henschel, Wollinerstr. 51, II Allee 176. Brauerei Pfefferberg, Schönhauser Allee 130( Inh. Stein). Ballschmieder, Badstr. 16. F. Biltes Festsäle, Brunnenstr. 188. Brauerei Groterjan, Schönhauser Brauerei Bözow, Allee 28. Berolina Festjäle, Wilh. Schäfer). Gregory Brauerei, Badstr. 67( Inh. M. Gradhandt, Bellermannstr. 70. Bernhard Rose- Theater, Badstr. 58. Provinz Brandenburg. Adlershof. T.-B. Berlinchen. Bernau. goldenen Stern", H. Saß, Berkehrslotal: Wirtshaus Zum Alt- Glienicke. T.-B. Restaurant Thomann. Alt- Geltow. P.-O.-H. teller. Alle übrigen Lokale frei. Gesperrt: Restaurant Rats- Sobelhof, Chomitschau frei. Hirsch" Friedrich, Gasthof" Bum goldenen Mühlentor. Großmann, Schüßenhaus", N.-B. Alle Lokale gesperrt. walde a. 0. Alt- Ranft bei FreienAlle Lokale gesperrt. Alt- Rahnsdorf. N.-B. Seins hallen, Friedrichstraße. Gesperrt: Paul Ebel, Reich 3. Wagner, am Bahnhof, Kaiserstr. 82. Berlinerstr. auerstr. 55. „ Schwarzer Adler", Frei: Bohne, Saalbefizer, Grün- Oberreich, Mai, Kaiser u. Chausseeftr. Ede. Grünauerstr. 29. Hörnide, Elysium", Königstor. Nagel, Bum Prinzen Heinrich". bei Alt- Landsberg. H.-B. Bruchmühle Sämtliche Säle frei. Britz. T.-B. straße 3. Sentral- Herberge. Gasthof zur Mühle, Wollenweber. straße 17. Café Helgoland, Wilhelmsdorfer. Bürgerhalle, Gr. Gartenstr. 1. Bolksgarten, Bergstr. 20. Brandenburg a. d. H. Franz Rhinow. Bötzow. P.-0.-H. Restaurant Zur Flora", Grünstr. Alle Lokale fret. Biesenthal. B. Fengler, Dorfstr. 30/31. Gesellschaftshaus", Inh. Biesdorf. N.-B. Ecke Breitestr. Alt- Stahnsdorf. T.-B. Schüßenhaus, Fr. Land. grünen Baum Baumschulenweg. T.-B. ( H. Möbius). Gasthof zum Biertelstündchen". Guft. Thron, bei Wriezen a. 0. Beauregard Alle Lokale frei. Stab frei. Blankenfelde. H.-B. Gasthaus zum Wirtshaus an der Banke. Blankenburg. H.-B. H. Schulz, Paradiesgarten". Birkenwerder. H.-B. Alle Lokale gesperrt. Bindow. T.-B. Bum deutschen Kaiser, Beelitz i. M. straße 285. BrüdenBelzig. Alle Lokale gesperrt. Beelitzhof. T.-B. Sandberg, Gasthof Bur grünen 件 August Schulz, Friedrich- Wilhelm P.-O.-H. Bornstedt- Bornim. Alle Lokale gesperrt. Bohnsdorf. T.-B. straße. Tanne"( Inh. Fr. Thiele), frei. R.Laas ,, Schwarzer Adler", Mittel. Basthof Köppen frei. Luckenwalde. Berkenbrück bei straße 12. 8 Alle Lokale frei. Borsigwalde. H.-B. Marker. Buch. H.-B. Bitt. Elias, Gasthof. ( Cottbus- Spremberg.) Gr. Buckow. Rich. Reinsch, Schweizerhaus" Buckow.( Märt. Schweiz. befizer, gesperrt. login u. Koppen, Saal. straße 12. Verkehrslokal: R. Klein, ChauffeeBuckow bei Britz. T.-B. Capnth. Carow. H.-B. Ernst Liesche, Weberstr. 36. Breitkopf frei. Paul Reinhardt, Rosinenstraße 3, Charlottenburg. T.-B. „ Volkshaus". Ferd. Müller, Spandauer Chauffee, Wwe. Bauer, Berlinerstr. 86 a. ,, Roß- Trappe"