Nr. 193. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mr., monatl. 1,10 M., möchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Big. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Big. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 23. Jahrg. SH Die Infertions Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 50 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ..Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 20 Pfg., jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlaf stellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg.. jedes weitere Wort 5 Pig. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 11hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Die revolutionäre Bewegung in der ruffifchen Armee. Fortsetzung.*) ( Von unserem Petersburger Korrespondenten.) auch Dienstag, den 21. August 1906. über die die Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. ,, unbeachtet ihrer öffentlichen StelWilna, Lomsha, Reval, Grodno, Sewastopol, Batum,„ In Anbetracht der in der periodischen Presse erscheinenden Noworossiest und Kijew ergriffen. Die größten Dimensionen unrichtigen Mitteilungen über die Maßnahmen der Staatsanwaltschaft nahmen die Ereignisse in Batum und Noworossiest an in der Frage der strafrechtlichen Verfolgung der Personen, welche ( Kaukasus), wo die rebellischen Soldaten die vollständige den in Wiborg verfaßten Aufruf an die Bevölkerung mit dem Titel An das Volk, von den Vertretern des Volfes", unterschrieben haben, Herrschaft über die genannten Städte gewannen, und in Rije. halte ich es für nötig, bekannt zu machen, daß, nachdem ich ein Die Gründe der Unzufriedenheit waren verschiedene: schlechte Eremplar dieses Aufrufes und Nachrichten über seine VerKost, grobe Behandlung usw. Charakteristisch ist der Anstoß, breitung in St. Petersburg erhalten hatte, ich den Untersuchungsder den Aufstand in Stijew hervorrief. Die Obrigkeit hatte richter für außerordentliche Angelegenheiten bei dem St. PetersDie russische Revolution, die alle Grundpfeiler der despotibeamten durch Sappeure zu ersetzen. Diese lehnten jedoch die Boruntersuchung zu beginnen, in der Sache der Anklage gegen alle Die russische Revolution, die alle Grundpfeiler der despoti- beschlossen, die zurzeit streikenden Post- und Telegraphen- burger Kreisgericht Belewow am 28. Juli beauftragt habe, die fchen Staatsordnung umstürzt, hat nun auch begonnen, die Mauer zu untergraben, die die Armee vom Volte scheidet. Nolle von Streifbrechern energisch) ab. Als dann der General Unterschreiber des genannten Aufrufes wegen des in§§ 51 und Der Soldat, der nicht minder unter dem Drucke dieser Staats- gouverneur mit Repressalien drohte, zogen die Sappeure in 129 I, Punkt 3 des Strafgesetzbuches vorhergesehenen Verbrechens." ( Aus dem Regierungsboten".) ordnung zu leiden hat, verfolgt mit gierigem Interesse den boller Bewaffnung auf die Straße, entschlossen, den Kampf So ist es Tatsache, daß die am Wiborger Aufruf beteiligten Kampf des Volkes gegen den Absolutismus. Die Wogen des gegen die autokratische Regierung aufzunehmen. Dumamitglieder auf Grund des berüchtigten politischen§ 129 geBefreiungskampfes ergreifen auch ihn und reißen ihn mit sich. Dezemberaufstand der Matrosen in Kronstadt, welcher dazu Den Schlußaft der vorjährigen Armeerevolten bildete der richtlich verfolgt werden sollen! Andererseits hatten die immer häufiger werdenden Straßen Wie bekannt, wurde der Bauernabgeordnete Seondraschut fämpfe und sonstigen offenen revolutionären Kundgebungen führte, daß fünf Tage lang die Stadt in den Händen der Aufbald nach der Dumaauflösung verhaftet; Solomko wird als chedes Volkes die Aufgaben tätiger Propaganda im Militär für ständischen war. die Sozialdemokratie in den Vordergrund gerückt. In verZur Vervollständigung der Charakteristik dieser Militär- maliger Redakteur der„ Myse" verfolgt; Onipfo wurde in Kronschiedenen Städten, überall, wo nur ein Stonner mit den aufstände des vorigen Jahres können die Forderungen der stadt verhaftet; es wurden in den Räumen der Arbeitergruppe, bei Stafernen angebahnt werden konnte, begann lebhafte Soldaten in Odessa dienen, die mit geringen Variationen in mehreren heimkehrenden Abgeordneten in der Provinz Haussuchungen mehreren linksstehenden Abgeordneten in St. Petersburg und bei den meisten anderen Städten sich wiederholten und im wesent- vorgenommen. Agitation, vorzugsweise in schriftlicher Form. Dabei Es wurde gemeldet, Abg. Medwedew wäre in mußte der Charakter lichen folgendermaßen lauten: 1. Sofortige Entlassung aller Woronesch verhaftet worden. der Propaganda einer Aenderung, oder besser gesagt- Vervollkommnung unterworfen Reservisten; 2. Verkürzung der Dienstzeit im Militär bis auf Jetzt teilt das Wochenorgan der Kadettenpartei( 16. August) werden. Bisher, in den Jahren 1900-1904, pflegte die zwei Jahre; 3. Abschaffung der unsinnig strengen Kriegs- mit: In Anbetracht der äußerst revolutionären Tätigkeit der e he= Sozialdemokratie, wenn sie sich an den Soldaten wandte, nur gerichte; 4. die Soldaten sollen nicht Dienstbotenstellung bei maligen Mitglieder der Reichs duma, welche gegen= hervorzuheben, welche Rolle in der bürgerlichen Gesellschaft, den Offizieren einnehmen; 5. Bildung soll teine Privilegien wärtig für agitatorische Zwecke in den Dörfern umherreifen"( fo hervorzuheben, welche Rolle in der bürgerlichen Gesellschaft, im Dienste geben; 6. die Anschaffung der Ammunition, Gouverneure und Stadthauptmänner beauftragt, gegen solche„ Rederen eine wichtige Stüße der Militarismus bildet, dem im Dienste geben; 6. die Anschaffung der Ammunition, drückt sich der Minister aus), hat der Minister des Innern die Militär gebührt, und propagierte die Forderung unseres Pro- die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Auf- volutionäre" gramms, Ersatz des stehendes Heeres durch die Miliz und all- Stronsdieben, sondern von Kommissionen geleitet werden, ihrer Verhaftung. Dieselbe Quelle: In Goroschino, Kreis Kasernenwohnräume soll nicht bon lung", die allerstrengsten Maßnahmen zu ergreifen, vermittelst gemeine Bewaffnung des Volkes. Es ist unleugbar, daß die Stese allgemeinen Prinzipien in der Kaserne wenig Anaus Offizieren und Soldaten zu gleichen Teilen Chorol, wird jeder Verkehr zwischen dem Abg. Kirilenko und Arbeitszeit 4 Stunden bis seinen Wählern verhindert; Strashnifis( Landpolizei) stehen vor flang fanden. Es zeigte sich, daß die Soldaten in Masse für bestehen müssen; 7. unsere Drganisationen nur auf die Weise gewonnen werden zum Mittagessen, die übrige Zeit soll von den Soldaten nach seinem Hause und lassen niemand hinein; wenn er ausgeht, gehen fonnten, daß man bei der Agitation von ihren Alltags- Honneurs außerhalb der Front; 9. Abschaffung der Titel; geplantes Meeting will die Polizei verhüten. Belieben zugebracht werden dürfen; 8. Abschaffung der Strashnifis ihm nach, um ihn zu isolieren. Ein von der Bevölkerung bedürfnissen und Kaserneninteressen ausging. Diefer Weg „ Towarisch"( 16. August): In Smolensk wurde Abg. Wolkow, wurde denn auch jetzt von den Sozialdemokraten eingeschlagen. 10. die Soldaten sollen„ Sie" angeredet werden; 11. Butritt als er heimfam, am hellen Tage verhaftet; die Bauernbevölkerung Die allertätigſte unter den Organisationen, welche in den zu allen militärischen Rangklassen für jeden Soldaten seinen forderte aber mit solcher Energie seine Befreiung, daß er nach zwei Lekten zwei Jahren die Propaganda im Militär verfolgten, Grundlage; 13. der Soldat soll an seinem Geburtsort die Heil. Synode über die Tätigkeit der Priester, die Dumamitglieder Fähigkeiten gemäß; 12. eigenes Gericht auf kollegialischer Tagen entlassen wurde.- Das Ministerium des Junern hat an die war der Krimsche Verband der russischen sozialdemokratischen Dienstzeit absolvieren; 13. der Soldat darf nicht gegen das waren, eine Anfrage gerichtet. Am 11. Auguſt bekam die Heil. Synode Schwarzmeerflotte erstreckte. Die Flotte, deren Bemannung tober verkündeten Freiheiten sollen auch für den Soldaten Arbeiterpartei**), dessen Tätigkeit sich auch auf die ganze eigene rebellische" Volk geschickt werden; 15. die am 17. Of aus dem Gouvernement Woronesch die gewünschte Auskunft vom sich vorzugsweise aus ehemaligen städtischen Arbeitern kom- Geltung haben; 16. Bibliotheken, Zeitungen usw. in den plettiert, ist ein äußerst dankbares Arbeitsfeld für die Sozial- Rasernen nach eigener Auswahl, ohne Zensur der Obrigkeit; demokratie. Besonders intensiven Charakter nahm die Agi- 17. das stehende Heer soll durch den Landsturm ersetzt werden. tation unter den Matrosen an, als im. vorigen Jahre der Revolutionssturm" über das Land hereinbrach. In der Flotte entstand der Plan, sich gleichzeitig mit den Arbeitern gegen den Zarismus zu erheben. Doch nahmen, wie bekannt, die Ereignisse nicht den geplanten Verlauf: es erhoben Pressemeldungen über die Stimmung in den Regierungskreisen. sich vereinzelte Bruchteile der Flotte und zu verschiedenen Das Organ des linken Flügels der bürgerlichen DemoZeiten. tratie, Nascha Shifn", war durch seinen Mitarbeiter Lwow Im Juni 1905 brach der Aufruhr auf dem Panzerschiff über die Interna der Regierungssphären immer ausführlich " Potjemtin" aus. Er blieb nicht ganz vereinzelt. Der Auf- informiert. Vom 16. August ab erscheint als Ersatz für die ruf des revolutionären Panzerschiffs Fort mit der Tyrannei!" unterdrückte„ Nascha Shisn" die Zeitung„ Towarisch". In der Es lebe die Freiheit!" fand widerhall in Kronstadt und Nummer vom 16. August gibt Lwow eine gründliche Analyse Libau. Zehn Tage lang leisteten die Matrosen der Regierung des Programms des Ministerkonseils. Wir werden gesprochen: 12 Matrofen zu Zwangsarbeit von 6 bis zu 10 Jahren, Widerstand. Die gewaltsam erreichte Beruhigung" hielt seine Ausführungen kurz wiedergeben: 13 zur Versegung in eine Strafabteilung mit zeitweiliger Haft und nicht lange vor. Die grandiose Erhebung des Potjemfin" Agrarfrage: Festhalten am jezigen Regierungsprogramm; 15 zu Disziplinarstrafen. 34 Angeklagte sind freigesprochen und sollte dem Zaren nur als drohende Warnung dienen und Unterstügungen für die Notleidenden. 3. Zivilpersonen den Zivilgerichten übergeben worden. Hinweis darauf, daß die letzte Stüße des Thrones ein- Judenfrage: Baldige Aufhebung der Rechtseinschränkungen, zustürzen droht. Bald darauf, im November desselben die durch provisorische Erlasse" geschaffen sind. Beratung der Jahres, brach der zweite Aufstand der Kronstädter Matrosen Gesamtfrage in einer Stommission. los, denen sich die Matrosen und ein Teil der Infanterie in arbeit für Zivilpersonen unter dem„ verstärkten Schutz" bei der AnTodesstrafe: Ersatz der Todesstrafe durch 20 Jahre ZwangsSewastopol anschlossen. Die Matrosen verweigerten ihren wendung der Militärgesetze. Weitere Anwendung der Todesstrafe Vorgesetzten, die sie veranlassen wollten, auf die Soldaten zu für Attentate auf den Kaiser und für Hochverrat, und auch der Todesschießen, den Gehorsam; sie richteten sogar ihre Gewehre strafe in der Armee. gegen die, die ihnen befohlen hatten zu schießen. Admiral Amnestie, Aufhebung des Kriegszustandes usw. Bisarewsky wurde schwer verwundet, Kapitän Stein getötet. nach Beruhigung des Landes.(!!) Festungskommandant Replinjeff, Divisionsgeneral Ssedelnikoff Bresse: Beschleunigtes außerordentliches und viele Offiziere wurden verhaftet, die rote Flagge der Verfahren gegen die schuldigen Journalisten; Revolution flatterte auf" Otschatoff", dem Transportschiff mögliche Schonung der nichtschuldigen Druckereibesizer, der durch Schließung von Druckereien schierleidenden Seter usw. " Dujestr" und Panzerschiff Panteleimon"( vormals Aufschub der Steuererhebung in den verarmten " Botjemkin", die Umtaufung hatte nichts geholfen!) Gegenden. Die Regierung zog in Sewastopol 21 000 Mann Militär Die Generalgouverneure und Gouverneure sollen über die zusammen; zwischen den rebellischen Matrosen und dem Situation in jeder Gegend berichten, damit der Kriegszustand u. dgl., kaiserlichen Heere entspann sich eine förmliche Schlacht. Die falls Beruhigung eintritt, allmählich aufgehoben wird. Die russische Revolution. Reste der Armada, deren größter Teil im Großen Ozean, im Nach diesem schönen Programm soll das russische Volt japanischen Kriege, seinen Untergang gefunden hatte, wurden auf dem Trockenen schwimmen lernen. Man gibt ihm Viertelshier im Kampfe mit dem„ inneren Feinde" im Schwarzen reförmchen und verspricht ihm Amnestie und Aufhebung des Meere vernichtet. Dtschatoff" und" Onjestr" versanten im Kriegszustandes nach Beruhigung. Da aber die ViertelsMeere, der" Panteleimon" wurde schwer beschädigt. Der reförmchen wenn sie überhaupt kommen nicht helfen Kommandant der Sewastopolschen Festung konnte seinem und die Schandwirtschaft der Bureaukratie fortdauert, so tritt Herrn und Gebieter nach Petersburg rapportieren, daß die keine Beruhigung ein, so gibt's keine Amnestie noch Aufhebung Ordnung wieder hergestellt" wäre. des Kriegszustandes! Stolypins Rücktritt? Aber die Ordnung" wurde, wie vorauszusehen war, sehr bald wieder verletzt". Die Armee trat in die FußPetersburg, 20. August. Wie verlautet, soll Ignatiew oder tapfen der Flotte. In der zweiten Hälfte des November 1905 General Sleigels zum Gouverneur von Polen ernannt werden. trat die revolutionäre Gärung in verschiedenen Teilen der Außerdem erhalten sich die Gerüchte von dem bevorstehenden Rücktritt Armee deutlich zutage. Die Soldaten arrangierten Meetings, Stolypins, der durch den jetzigen Ackerbauminister Fürsten Demonstrationen, Streifs. Von der Bewegung wurden Waffiltschikow oder durch den früheren Premier Jswolski ersetzt die Garnisonen von Petersburg, Warschau, Odessa, Charkow, werden soll, während Gurko das Ackerbauministerium erhalten *) Siehe die Artikel in Nr. 177 und 180 des Vort." **) Im ganzen erstreckte sich der Einfluß des Krimschen VerBandes auf 14 Städte Südrußlands. Ein wesentliches Objekt seiner Tätigkeit bildete u. a. die Flotte. " würde. Gerichtliche Verfolgung der Dumamitglieder. In der Zeitung Nowoje Bremja" vom 16. August ist folgendes Schreiben des Staatsanwalts der St. Petersburger Gerichtstammer ( Kamyschanski) veröffentlicht: Bischof und bon der Kirchengemeinde über den Priester wäre schon längst dunkler Machenschaften" überführt worden; der Bojarlow( Arbeitsgruppe). Der Bischof behauptet, Bojarkow Oberpriester nennt ihn.„ Anarchist"; die Bauern der Pfarrei haben dagegen den Behörden geantwortet:" Er ist unser Wohltäter, wir ehren ihn wie den eigenen Vater, wir haben auf ihn unsere Hoffnung gesezt". Birsh. Wied.",( 3./16. August): Am 11. Auguft wurde in Rifchinet der Abg. Seffer verhaftet. Die Kriegsgerichte gegen die Meuterer. Kronstadt, 18. Auguft. Das Kriegsgericht verurteilte heute 10 Teilnehmer an dem bewaffneten Aufstand zum Tode und 122 zu 3wangsarbeit; 15 Angeklagte wurden freigesprochen. Agentur".) Das Kriegsgericht hat außer dem schon gemeldeten Reval, 18. August.( Meldung der Petersburger TelegraphenTodesurteil über 18 Personen noch folgende Verurteilungen ausEin Blutbad. " Jusowka, 20. August. Hier fand gestern ein von Tausenden zwei Schwadronen Dragoner die Menge auseinander zu treiben ver bon Arbeitern der Wjatfaer Gruben besuchtes Meeting statt. Als fuchten, fielen aus einem Hinterhalt Schüsse; daraufhin gaben die Dragoner fünf Salven ab. Viele Arbeiter wurden getötet oder verwundet; 18 Nädelsführer wurden verhaftet. Es herrscht große Gr regung. Riga. Riga, 19. Auguft. Das aus 16 Mann bestehende Streiks komitee der Straßenbahner ist verhaftet worden; durch Maueranschläge wird bekannt gemacht, daß gegen alle Straßenbahner, welche nicht zur Arbeit zurückkehren, gerichtlich vorgegangen würde, indessen ist bisher kein einziger auf seinen Bosten zurüdgekehrt. Straße ein berittener Polizeioffizier erschossen, Riga, 19. August. Gestern abend wurde auf einer belebten während ein Schußmann verwundet wurde. Den Tätern gelang es zu entkommen. Odessa. Odessa, 19. August. Infolge Entlassung von einigen zum Streit auffordernden Maschinisten und Matrosen haben alle übrigen schaft in Sebastopol die Arbeit niedergelegt, so daß kein Maschinisten und Matrosen der russischen Dampfschiffahrts- GesellDampfer von Gebastopol abgehen kann. Odessa, 19. August. Gegen das Hutmagazin von Wechselstein und das Geschäft von Dawidowitsch wurden Bomben geworfen, die jedoch nur geringen Schaden anrichteten. Hier ist der Anarchist Kornfeld verhaftet worden. Elisabetpol. Petersburg, 19. August. Die Nachrichten aus dem Gouverne= ment Elisabetpol lauten andauernd alarmierend. Das Departement des Generals Wewern soll von Tataren und Kurden umzingelt sein Ein Bluttag in Lodz Die„ Lodzer Zeitung" berichtet über die Vorgänge am 15. August in Lodz: schon eine gewisse Unruhe wahrnehmen. -" 1 Land Berlin, 12. August 1906. " - das Gegen 5% Uhr nachmittags zog vom Hause Annastraße Nr. 12| Welt verkünden, daß er gar nicht an einen Rücktritt In der deutschen Parteipresse ist mit Recht vor einigen Wochen der Leichenzug mit den beim Brande der Wislickischen Fabrik zu denke und nicht die geringste Besorgnis zu haben brauche, daß ein sonderbarer Bericht des Brüsseler Peuple" über eine deutsche Tode gekommenen Arbeiter der genannten Fabrik, Franciszek sein längst in den maßgebenden Kreisen Bekanntes Verhältnis zur Parteiangelegenheit gerügt worden. Um so mehr sollte auch der StorLewandowski, durch die Wulczanstastraße nach dem katholischen Firma Zippelslich ihr irgendwie verdacht werden respondent des deutschen Zentralorgans unserer Bartei darauf sehen, Friedhof in Zarzew. Die Teilnahme war, besonders feitens der lönne- und zu gleicher Zeit veröffentlicht das offiziöse Organ daß er nicht durch subjektive, allzu fubjektive Einfälle den Wert feiner Sozialisten, eine äußerst rege. Man fonnte unter den Teilnehmern auf Veranlassung des teichstanzlers eine Erklärung, durch nimmt der nächste internationale Sozialistentongreß in Stuttgart sonst so ausgezeichnet instruktiven Berichterstattung mindert. Vielleicht Plötzlich, der Leichenzug hatte faum die Ecke der Karola- und die Pods Darstellung als direkte unwahrheit charakterisiert - auf dem ja auch wohl die Genossen Keir Hardie und Mac Donald Wulczansfastraße passiert, ertönten Revolverschüsse. Der Leid wird! anwesend sein werden Veranlassung, über die internationale tragenden bemächtigte sich eine große Aufregung. Viele liefen da- Da nicht anzunehmen ist, daß der sonst so diplomatische, alle Berichterstattung überhaupt ein Wort zu sagen und zu verhüten, daß, von. Es stellte sich heraus, daß bier junge Leute andere sagen 2 inneren Krisen ängstlich vermeidende Reichskanzler nicht erst den wie Mac Donald neulich in einem Artikel ausführte, durch unrichtige den Ecke der Petrifauer- und Karolajtraße postierten Schutz- Versuch gemacht hat, sich mit Herrn v. Podbielski in Güte zu ver- oder einseitige Informationen ein Riß in die internationale Bes mann erschossen hatten. Läufig blieb noch alles ruhig. Kurz ständigen, liegt die Vermutung nahe, daß der Landwirtschaftsminister wegung gebracht, und im besonderen die einzige lebensfähige vor 6 Uhr nachmittags zog wieder ein Leichenzug der Tote war ein frommer Statholik durch die Wulczańskastraße nach dem alten nicht nur der Deffentlichkeit, sondern auch Herrn v. Bülow Sozialistengruppe Englands der internationalen Organisation entfremdet wird. Uebrigens eine Bemerkung, die Mac Donald fatholischen Friedhofe. Die Teilnehmer sangen Stirchenlieder und gegenüber die allein maßgebende Stelle" auszuspielen für gut be- fei hier festgestellt nicht gegen den Korrespondenten des„ Vorwärts" niemand ahnte das Schreckliche, das sich jetzt ereignen werde. Der funden und dadurch den Reichskanzler gezwungen hat, sich an die gerichtet hatte. Leichenzug war gerade vor dem Hause Wulczanskastraße Nr. 117 Deffentlichkeit zu flüchten. Es ist ja nun anzunehmen, daß jene J. Bloch. angelangt, als plößlich ein ohrenbetäubender Knall ertönte: Eine maßgebende Stelle" eher Herrn v. Podbielski als ihren Bernhard Bombe!" rief man mit bleichen Lippen. Plöblich noch ein Knall, fallen lassen sind. Wir haben diese Bemängelung unserem Londoner NorDie Tage Pods sind also gezählt. Die respondenten vorgelegt; er schreibt uns zurück: eine graue Staubwolfe stieg von der Rozwadowskastraße auf, dann Deutsche Tageszeitung" widmet ihm denn anch ein Getöse. Als sich der bläuliche Rauch verzogen hatte, jah man, Der Schreiber des Eingefandt, der es in seiner Zeitschrift ges bereits einen warm empfundenen Nekrolog. Es müſſe bewie ein Mann stattete, daß mir vorgeworfen wurde,„ drollige Berichte" an den er soll es gewesen sein, der die zweite Bombe tont werden, daß er einer der besten in eine Droschfe sprang, wie sich das Pferd bäumte, geworfen hat " Vorwärts" geschickt zu haben, dürfte es gar nicht leicht finden, fei, die so daß der Kutscher es faum halten konnte. licht! Flieht!" rief wirtschaftsminister gewefen Prenzen in plöglich meine Berichte ernst zu nehmen und sie zu berichtigen. Er der Mann in der Droschke, und alles, was Beine hatte, suchte sich dem letzten Menschenalter gehabt habe. Er habe nicht nur ist indes kaum berechtigt, sich in eine Fehde zu mischen, die schon nach Möglichkeit zu bergen. Kaum 1 Minute nach der Explosion Verständnis, sondern auch ein Herz für die Landwirtschaft seit dem Amsterdamer Kongreß andauert und die teils im„ Labour der beiden Bomben eröffnete Militär meistenteils Nosaken ein Schnellfeuer. Das in der Nähe promenierende Publikum floh burschifosen Optimismus besessen, der Schwierigkeiten zu überwinden gehabt. Er habe vor allen Dingen jenen glücklichen, manchmal fast Leader", teils in der Justice" ausgefochten wurde. Zur Sache selbst möchte ich folgendes fagen: Ich habe in den in panischem Schrecken in die Torwege der Häuſer. Auch der gewußt habe. Namentlich folle ihm niemals vergessen werden, daß er letzten vier Jahren keine Zeile im" Borwärts geschrieben eine Leichenzug zerstob nach allen Richtungen. Der Leichenwagen, nicht durch Tatsachen und Argumente erhärten könnte. einige Teilnehmer mit dem katholischen Geistlichen flüchteten in im Fleischnotrummel so fest geblieben" sei. Gehe der Landwirt- Ausführungen und Urteile über die innere und äußere Politic das Haus Wulczansfastraße Nr. 117, mehr tot als lebendig. schaftsminister jetzt, so folge ihm der aufrichtige Dant der Englands und anderer Staaten haben sich in der Folge zum größten Trach! Trach! Trach! Eine Salve folgte der anderen. Nach Landwirtschaft. Ob sein eventueller Nachfolger ebenso Teile als richtig erwiesen. Ich halte deshalb alles aufrecht, was allen Richtungen wurden vom 3. Polizeibezirk aus Gewehrschüsse startnervig sein wird, wer mag's sagen?" ich über Mac Donald geschrieben habe. In England ist die abgefeuert. Die Schießerei dauerte ungefähr bis gegen 8 Uhr Die Art, wie Podbielski zum Rücktritt genötigt worden sei, politische Selbständigkeit eine Lebensfrage für die englische abends. für den englischen Sie Sozialismus. " Nordd. Angem. Btg." sei weder nötig noch zweckmäßig hat aber durch Wort und Tat an dieser Selbständigkeit zu rütteln sei allerdings peinlich. Die Veröffentlichung der Notiz in der Arbeiterklasse und ist wichtiger als das formale sozialistische Bekenntnis. Mac Donald gewesen. Bei der Lage der Dinge wäre es geratener gewesen, versucht. Deshalb bekämpfe ich ihn und bezweifele seinen zu schweigen. Andererseits könne nicht bestritten werden, daß Sozialismus. Daß ihm die Selbständigkeit der Arbeiterklasse durch die manchmal etwas eigentümliche Art, wie das Mosse Blatt ebensowenig behagt wie den Liberalen, dafür liegen Beweise vor von Bod inspiriert worden sei, seine Position nicht habe befestigen sowohl aus seinen Artikeln im„ Speaker", in der„ Liberal Review", wie aus den Wahlvorgängen in Leicester. Ich habe den Angriff gegen Mac Donald im Vorwärts" nicht gern unternommen, da ich der Ansicht bin, daß fremde Konflikte nicht in Deutschland, sondern in den Ländern der Korrespondenten ausfechten soll. So schrieb ich in der" Justice" vom 15. Oftober 1905 unvergleichlich heftiger gegen Mac Donald, als im Vorwärts"; ebenso gegen Shaw in der" Clarion". Aber angesichts der Strafpredigt Mac Donalds gegen den„ Vorwärts" hielt ich es für notwendig, den deutschen Genossen die Wahrheit über den Strafprediger zu sagen. Bei dem Attentat vor dem Polizeiamt wurden im ganzen 6 Bomben geworfen, die paarweise zusammengebunden waren. Zwei Paare explodierten und ein Paar verjagte. Die Explosion war von solcher Stärke, daß Türen und Fenster aus den Angeln fielen und ein Teil des Plafonds herunterstürzte. Von den Schränken, Tischen und Stühlen blieben nur kleine Stüdchen übrig. Wie aus der weiteren Schilderung hervorgeht, hat das Militär in den Straßen, wo angeblich Schüsse aus einigen Häusern gefallen sind, sämtliche Häuser längere Zeit beschossen. Die Bewohner mußten sich platt auf den Boden werfen, um nicht getroffen zu werden. Es heißt in dem Blatte in der Beschreibung der Beschießung eines Pfarrhauses: Während einer ganzen Zeit flogen nun von der Süd- und Westseite die Gewehrkugeln durch die Fensterscheiben über die Köpfe hinweg ins Pfarrhaus und blieben, nicht nur Scheiben, fondern auch Diaphanien, Gardinen, Portieren, Bilder, Möbelstücke und sonstige Gegenstände durchbohrend, in den Wänden des Kanzlei- und der Wohnungszimmer des Pfarrhauses stecken. Ein liche Infassen unverleki blieben. Dem Kanzleischreiber Herrmann wahres Wunder ist es, daß bei dieser Beschießung des Hauses sämtflog eine Kugel direkt über den Kopf bei seinem Schreibtisch und blieb in der gegenüberliegenden Wand stecken. Eine andere Kugel streifte im Treppenflur Fräulein Angerstein am Arm. Gegen fünfzig Kugeln sind in das Haus gedrungen und haben dort Kugeln das Haus von außen beschädigte. fönnen. Im übrigen gibt das Blatt dem Reichskanzler zu bedenken, daß sich die Ministerkrise möglicherweise auch zu einer Kanzlerrise auswachsen könne. Die Hege der Presse habe sich neuerdings nicht nur gegen Podbielski, sondern auch gegen höhere Stellen gerichtet. Man könne nicht leugnen, daß in einer ganzen Reihe von Blättern dem Kanzler vorgeworfen worden sei, er lasse die Bügel am Boden schleifen. Erst vor furzem sei gegen ihn der Vorwurf erhoben worden, er habe Beschwerden über hohe Beamten der Kolonialverwaltung, die ihm un mittelbar unterbreitet wurden, unbeachtet gelassen habe, ein Verfahren veranlagt. Es sei zu befürchten, daß die Heße und lediglich gegen den Unterbeamten, der die Korruption aufgedeckt namentlich in der sozialdemokratischen Presse noch weiter gehen werde. Auch unter diesem Gesichtspunkte sei die ganze Angelegenheit tief bedauerlich. " " mant Im übrigen mag sich der Schreiber des Eingesandt beruhigen: Es hat Jaurès nichts geschadet, daß Kautsky ihn zu hart anfaßte, ist wie Jaurès, so wird er früher oder später mit Hyndman und und es wird auch Mac Donald nichts schaden, unangenehme Urteile über sich zu hören. Und wenn er aus demselben Stoffe gemacht Quelch ebenso harmonisch zusammenarbeiten wie jetzt Jaurès mit Guesde und Lafargue zum Heile des französischen Sozialismus. Sollten sich Mac Donald und Hardie auf dem nächsten interDie sozialdemokratische Presse ist allerdings der Ueberzeugung, nationalen Kongresse über die Zeitungskorrespondenzen beklagen, so große Verheerung angerichtet, während eine große Anzahl von daß in der Verfolgung der Kolonialskandale noch weiter gegangen dürfen die deutschen Genossen versichert sein, daß ich dabei nicht Eine Einzelangabe aus dem Berichte des Blattes sei hier noch werden muß. Und es will uns scheinen, als ob Fürst Bülow der schlecht wegkommen werde. wiedergegeben: ganzen Affäre dadurch die Spize abzubrechen versucht Der Londoner Korrespondent des Vorwärts." Durch die nach dem Attentat auf den Straßen entstandene ha be, daß er den Landwirtschaftsminister opferte. Die Erörterung unseres Korrespondenten ist so durch Schießerei wurden folgende Personen verwundet und getötet: Wenn in der Ausmiftung der Kolonialforruption wirklich irgend schlagend, daß sich für uns jeder Zusatz erübrigt. Vor dem Hause Nr. 13 wurde die 5 Jahre alte Chawe welches System läge, müßte in der Tat Herrn v. Podbielski Ball, Tochter eines im Hause Nr. 35 der Wochodniastraße wohnder Reichskanzler Fürst Bülow unmittelbar folgen. haften israelitischen Kettenscherers, die von ihrem im erstgenannten Da wir Da wir aber wissen, daß an eine solche systematische Sause wohnhaften Oheim Wroclawski auf dem Arme getragen wurde, von einer Gewehrfugel auf der Stelle getötet. Dem Bekämpfung der Kolonialforruption gar nicht zu denken ist Kinde wurde von der Kugel die Hälfte des Schädels vollständig ab- und daß auch das Zentrum sich krampfhaft bemüht, den gerissen, so daß das Gehirn des Kindes auf Stopf und Schulter ihnen so bequemen Reichstanzler sich zu erhalten des Mannes fiel, der das Kind trug. das hartnäckige Totschweigen des letzten Angriffs des Abgeorducten Erzberger gegen Bülow beweist das geben wir uns allerdings nicht der Illusion hin, daß, nachdem der Mantel gefallen ist, ihm jetzt auch der Herzog folgen würde! Die Zahl der erschossenen und bei der Erplosion getöteten und verwundeten Polizisten und Kosakey, sowie der erschossenen und verwundeten Zivilisten vermag das Blatt nicht anzugeben. Der wißbegierige Stolypin. D6 Dr. Nathan dem Minister ungeschminkt die Wahrheit gefagt hat? Politifche Ueberficht. Berlin, den 20. August. Bülows Flucht an die Oeffentlichkeit. Die Podbielski- Krisis hat einen ganz eigenartigen Verlauf genommen. Noch bis zur Stunde ist an der bekannten„ maßgebenden Stelle" ein Entscheid nicht gefallen. Dagegen hat die Nordd. Allgem. 8tg." eine hoch offiziöse Notiz gebracht, nach der Podbielskis formelle Verabschiedung nur noch die Frage von höchstens einigen Tagen sein kann. Die offiziöse Nordd. Allgem. 8tg." schrieb nämlich: Das systematische Bertuschungssystem wird gerade durch den Fall Pods triumphieren! Zur sozialistischen Taktik in England. Deutfches Reich. " Nochmals die Neberprofite der Monopolfirma Wörmann. In welcher Art die Firma Wörmann dank ihrem füdwestafrikanischen Transportmonopol, das Herr Tippelskirch als der Vertreter der Firma durchzusetzen verstand, Riefenprofite einzuheimsen vermochte, schildert die Feff. 3tg." folgendermaßen: = = Ueber 22 Jahre dauert nun der Feldzug; diese vielen Transporte nach Afrika und zurück, die Schiffe stets voll beladen. Rechnen wir nur einmal mit einem Transport, wie er 1905 im Sommer abging: 800 Mann, 35 Offiziere, 200 Pferde. Pro Mann wird zirka 400 Mark Ueberfahrt bezahlt, macht 800 X 400 320 000 Mark, pro Offizier zirka 700 Mark 80 000 Mart, zu 25 000 Mark, pro Pferd zirka 400 Mart fammen 425.000 Mart. Hierzu noch die Einnahmen für Getränke, die in die Verpflegung nicht eingeschlossen waren, die ich gering mit 25 000 Mart anschlage, so daß für den Transport lebender Wesen zirka 450 000 Mart vereinnahmi wurden. Num noch einige tausend Tommen Fracht( Seriegsmaterial, Res gierungsgut usw.), die Tonne beziehungsweise Kubikmeter zu 47 Mart bis Swakopmund gerechnet; nehmen wir gering gerechnet an 3000 Tonnen 140 000 Mart. Ging in Swakop mund die Landung langsam vor sich, so tamen noch ganz ge= hörige Liegegelder, pro Tag einige Tausend Mart, hinzu und da manche Schiffe wochenlang lagen, fann man sich eine runde große Summe herausrechnen. Auf der Heimreise fuhren die Schiffe auch nicht leer, überall wurde gehalten und Fracht eingenommen, außerdem Kranke und Verwundete sowie abgelöste Mannschaften( Marineexpeditionskorps) und Passagiere mit nach Hause befördert. Allerdings gab es auch kleinere Transporte, die weniger einbrachten, aber meiner Schäßung nach brachte jede Fahrt von und nach Hamburg- Swakopmund und zurück über 1 Million Fracht ein, und wie oft find diese Transporte gegangen! Man Sarf nur die Schiffsnachrichten bis heute studieren; ständig eine lotte von zirka 20 Schiffen unterwegs zwischen Hamburg und Swakopmund. Nun erst die Viehtransportdampfer nach Swakopmund von Kapstadt- Durban, East London, Bort Elisabeth, fast alles mit Wörmann- Flagge. Seit 22 Jahren ständig hin und her, fast jeden Monat einmal mit„ Eduard Bohlen"," General",„ Erich Wörmann" und wie sie alle hießen.. Jeder Dampfer hatte zirka 600 bis 900 Stück Großvieh oder Maultiere, Esel und Hammel. Nun kostet ein Ochse oder Maultier zum Beispiel von Kapstadt nach Swakopmund zirka 100 M. Fracht bei drei bis vier Tagen Seereise; ein Dampfer mit 800 Zieren an Bord von Kapstadt nach Swakopmund trug also girta 80 000 m. Fracht ein auf drei- bis viertägiger Seereise. Kein Wunder, wenn da in die Schiffe hineingestopft wurde, was hineinging.. Petersburg, 20. August.( Frantf. 3tg."). Stolypin erfuhr, daß Dr. Nathan, einer der Vorsitzenden des Hülfsvereins der deutschen Juden, in Petersburg eingetroffen fei. Det gibeck der Reise Nathans ist die Schlußabrechnung mit dem Zentralfomitee für Unterſtügung Vor einigen Tagen ging uns folgendes Schreiben zu: der bei dem Bogrom Geschädigten. Stolypin äußerte den Wunsch, Werte Genossen, am Schluß des Leitartikels„ Die ber daß ihn Dr. Nathan besuche. Nathan wurde gestern von Stolypin flossene Tagung des englischen Parlaments" in empfangen. Die Unterredung dauerte über eine Stunde. Nathan Nr. 186 des Vorwärts" wendet sich Ihr englischer Korrespondent gab auf Stolypins Frage Auskunft über die Anschauung des gegen den Genossen Mac Donald; er stellt da die Behauptung Aufstandes im Auslande, ferner über die Meinung der deutschen auf, daß es mit Mac Donalds Sozialismus nicht weit her iſt". Juden und der zivilisierten Welt über die unerträgliche Lage der Da derartige allgemeine Wendungen in dem Gehirn eines weniger jüdischen Bevölkerung Rußlands. orientierten Lesers allzuleicht haften bleiben, und so allmählich ein Eindruck entsteht, deffen Ursprung später nicht festzustellen ist, da ferner, wie ich zufällig weiß, Genosse Mac Donald sich zurzeit gerade auf einer Studienreise nach den Kolonien befindet, den Vorwärts" schwerlich zu Gesicht bekommt und daher nicht selber antworten fann, so gestatten Sie mir, Mac Donald gegen jene Aeußerung Verivahrung einzulegen. steht neben Keir Hardie an der Spitze des englischen Sozialismus; er ist Vorsitzender der sozialistischen Independent Labour Party und Schriftführer der neuen Arbeiterpartei, der einzigen Vertretung des Was seine politische Sozialismus im englischen Parlament. Methode anlangt, jo soll nicht in Abrede gestellt werden, daß sie von der Praxis und den Anschauungen, die bei den festländischen, namentlich den deutschen Sozialisten üblich sind, vielfach abweicht; das hat er selbst sowohl, wie auch keir Hardie in den„ Sozialistischen Monatsheften" den deutschen Genossen dargelegt, und das hat seine Begründung in der, von der unsrigen vollständig verschiedenen politischen Struktur Englands, die eine ganz andere Art des Vorgehens bedingt und erfordert. Gerade im Vorwärts", und meiner Erinnerung auch gerade von Ihrem englischen Korrespondenten, ist diese Verschiedenheit mehrfach in überzeugender Weise auseinandergefeßt worden. Es steht nun selbstverständlich jedem Genossen frei, gegen einzelne theoretische Darlegungen Mac Donalds in einer wissenschaftlichen Bolemit Stellung zu nehmen; das hat Ihr Korrespondent auch an anderer Stelle getan. Aber in einer, informatorischen gwecken dienenden, Korrespondenz einer Tageszeitung auf Grund die auch von kurz und unvollständig stizzierten Tatsachen Wie die„ Franff. 8tg." weiter ausführt, waren die englischen bei ausführlicher Darlegung wenig beweisen würden, da sie Fragen der inneren englischen Parteipolitik betreffen, über die wir von hier Dampfer, die man zum Viehtransport gebrauchte, zum Viehtransport aus eine begründete Meinung uns nicht bilden können, zumal, wenn in aller Form gegen die bülow offiziöse Mitwir nur den einen Teil hören- den Führer einer ausländischen eingerichtet und nie überladen. Größere Verluste durch Einteilung der Norddeutschen Allgem. 3tg." zu pole Bruderpartei herabzusetzen, das geht, glaube ich, über die Aufgaben gehen des Viehes waren nie zu verzeichnen, während bei den misieren! Er läßt nämlich durch das Scherlblatt erflären: eines Parteiforrespondenten hinaus. Es ist eine Absurdität, dem Wörmann- Dampfern zuweilen von 800 Ochsen unterwegs bereits Vorsitzenden der einzigen sozialistischen Partei 100 verreckt waren! Englands- und das ist die J. L. P.; die S. D. F. ist ja durch Ihren Korrespondenten in sehr treffender Weise als bloße Missionsgesellschaft charakterisiert worden den Sozialismus absprechen zu wollen. Mit derartigen Urteilen über ausländische Genossen Erfahrungen damit gemacht hat; hat man doch bereits den Genossen Jaurès vor einigen Jahren als großen Parteiverderber" der Verachtung der deutschen Genossen überantwortet, um ihn jetzt als Führer und geistiges Haupt der geeinigten französischen Sozialdemo= fratie zu feiern. Warten wir daher lieber doch noch einige Jahre Wirksamkeit ab und sehen wir dann zu, ob die Sorge Ihres englischen Diese Art der Einleitung einer Ministerverabschiedung ist in der Korrespondenten, daß Mac Donald keineswegs die Beachtung verTat überaus originell. Pod beruft sich auf die allein maß bient, die ihm in manchen sozialistischen Streifen Deutschlands gezollt bende Stelle", läßt durch die jungen Leute des Herrn Scherl aller wird", nicht am Ende ganz überflüssig war! Wie wir hören, hatte der Reichskanzler bereits von Norderney aus dem Herrn Landwirtschaftsminister zu einer Aeußerung über die in letzter Zeit vielfach erörterte Beteiligung des Herrn Ministers an den Geschäften der Firma Tippelstirch aufgefordert. Hierauf ist von Exzellenz von Podbielski cine eingehende Antwort erfolgt, in welcher der Herr Minister am Schluß gebeten hat, seinen Wunsch nach Entlassung aus dem Staatsdienste an allerhöchster Stelle zu unterbreiten." Demgegenüber hatte befanntlich Podbielski noch am Sonnabend im Berliner Scherlblatt erklären lassen, daß er ein Abschiedsgesuch nicht eingereicht habe. Ja mehr noch: Der Landwirt fchaftsminister benutzt heute abermals das Scherblatt, um ,, er habe tatsächlich bereits vor einiger Zeit, gleich im Beginn der Tippelskirch- Affäre, ein Schreiben an den Herrn Reichskanzler nach Norderney gerichtet, das etwa mit den Worten schloß:„ Er, Herr von Podbielski, sei zu alt, um sich in dieser Weise mit Schmutz bewerfen zu lassen, lieber würde er borziehen, aus dem Staatsdienst zu scheiden." sollte man um so zurückhaltender sein, als man bereits merkwürdige Der Minister, erklärt weiter das Scherl- Blatt, habe diese Worte keineswegs als Einreichung seines Abschiedsgesuchs verstanden wissen wollen; wenn er ein solches beabsichtigt hätte, würde er dafür den vorgeschriebenen Weg einer Immediateingabe an den Kaiser gewählt haben. Ergebnis der Gronberger Zusammenkunft. Ueber die Cronberger Entrevue schreibt die„ Nordd. Allg. Ztg.": Die Begegnung Seiner Majestät des Kaisers mit Seiner Majestät dem König von England in Schloß Friedrichshof ist für beide Teile unter befriedigenden Eindrücken verlaufen. Der Verkehr zwischen den Monarchen trug das Ge präge freundlichen Entgegenkommens und verwandtschaftlicher Herzlichkeit. Jedes geflissentliche politische Ausbeuten der Zu sammenkunft liegt uns fern; fie bildet aber mit den ungetrübten Erinnerungen, die sie hinterläßt, eine weitere Etappe auf dem Wege der durch den Aufenthalt von Vertretern deutscher Städteverwaltungen und der deutschen Presse in England an gebahnten allmählichen Besserung in den Bea ziehungen zwischen den Völkern, den Regie= rungen und den Herrschern Deutschlands und Großbritanniens. In zwanglosen, freundschaftlichen Gesprächen sind auf Schloß Friedrichshof, wie kaum gesagt zu werden braucht, auch die großen Fragen der Politik erörtert worden, und wir wissen, daß dies in einem Geiste geschehen ist, wie es der Festigung des europäischen Friedens nur förderlich sein konnte. Die Monarchenzusammenkunft wird also hier in ihrer Bedeutung für den europäischen Frieden und die Besserung des Verhältnisses zwischen England und Deutschland gewissermaßen auf eine Stufe mit der Journalisten Meerfahrt gestellt. Nun, wir haben gegen diese Parallele nichts einzuwenden. Das maritime Wettrüsten wird trotzdem weiter gehen. Hoffen wir, daß wenigstens fünftig verstimmende Momente wie die Algeciras reise nicht mehr vorkommen! Steigende Viehpreise-Rückgang des Fleischkonsums. In einem Nekrolog auf Pod bedient sich das Organ der Strohdachflickenden wieder einmal des frivolen Ausdrucks Fleischnotrummel". Was es mit diesem Rummel" für eine Bewandtnis hat, beweisen folgende Tatsachen: 11 " 7 Ausland. Desterreich. gesichert. Die tonservative Partei dürfte insgesamt 20 Mandate erringen. Balkan. Deutsch- tschechische Kazbalgereien. Aus Troppau wird vom Die Griechenverfolgung in Bulgarien. Aus Sofia wird vom 20. August gemeldet: Eine gestern nachmittag in Gilschwitz abge- 19. gemeldet: Der Ministerrat beschloß sämtliche durch Brand zerhaltene tschechische Versammlung verlief ruhig; nachher störte Häuser in An chia lo noch vor dem Winter auf Staats= zogen etwa 200 Teilnehmer in fleinen Gruppen in die Stadt. o st en wieder aufbauen zu lassen. Das in Philippopel abgehaltene Hierbei kam es zu Zusammenstößen mit Deutschen; sehr zahlreich besuchte all bulgarische Meeting verlief die Gendarmerie schritt ein; eine heftige durch das Werfen ruhig. Es wurde eine Resolution angenommen, durch welche die einer knallbombe erzeugte Detonation rief Beunruhigung bulgarische Regierung augefordert wird, die diplomatischen hervor. Um die Ansammlungen zu zerstreuen, rückten zwei Kom- Beziehungen zu Griechenland abzubrechen, alle pagnien Infanterie aus und bald trat Ruhe ein. Nach dem Ab- staatlich angestellten Griechen zu entlassen, griechische Waren zu rücken des Militärs zogen deutsche Demonstranten neuer- boykottieren und mit allen Mitteln den Kampf gegen die Griechen lich in Haufen durch die Stadt und warfen am Gebäude der zu unterstützen, bis Paragraph 23 des Berliner Vertrages erfüllt Landesregierung und einem Privathause mehrere Fenster wird. Mehrere Redner hoben hervor, daß die Türkei die Hauptein. Nunmehr wurde die Herrengasse durch Gendarmen abge- schuld an den Zuständen in Mazedonien trage, und forderten die sperrt. Nach Mitternacht trat volle Ruhe ein. bulgarische Regierung auf, der Türkei deshalb den Arieg zu erklären. Nach der Versammlung fanden Sympathiekundgebungen vor dem englischen, russischen und französischen griechische Versammlungen abgehalten, die sämtlich Konsulate statt. Auch in einigen Provinzstädten wurden anti. ruhig verliefen. Schweiz. urteilte den Rekruten Heinrich Schaad, der aus Gewissensgründen Militärisches. Das Militärgericht von Chaux- de- Fonds verfich geweigert hatte, die Rekrutenschuld zu absolvieren, zu drei Monaten Gefängnis ohne Abzug der Untersuchungshaft, sowie zu 2 Jahren Einstellung im Aktivbürgerrecht und zu den Kosten. Frankreich. waren an= Aus Konstantinopel wird vom 18. August berichtet: Der griechische Dampfer Mykali brachte ungefähr 300 griechische Flüchtlinge aus Varna, Burgas und Anchialo hierher. Ein Teil derselben wurde hier an Land gesetzt, während die übrigen sich nach Griechenland begeben. Die Pforte hat die bulgarische Regierung zum energischen Einschreiten gegen die Griechenheze aufgefordert. Westindien. Gewerkschaftliches. Wir Arbeitswillige können einen totschlagen. Aus allen Teilen des Reiches laufen Meldungen ein, wonach die Viehpreise während der letzten Märkte um 5-6 M. gestiegen sind. Speziell in Süddeutschland macht sich, wie die Deutsche Fleischer- Zeitung" meldet, ein großer Vieh= Ein internationales Arbeiterfest in Paris. mangel bemerkbar, so daß sich Münchener FleischerInnungen gezwungen sehen, aufs neue bei der Regierung Paris, 19. Auguft.( Eig. Ber.) borstellig zu werden. Dementsprechend wurde für über- Gestern abend hat Paris eine sozialistische Kundgebung von morgen eine Ausschußsizung einberufen, um die Fleischpreise den nicht gewöhnlicher Art gesehen. Der alte Wiener ArbeiterViehpreisen entsprechend zu erhöhen. Auch in Berlin und bildungsverein, der in der österreichischen Parteipresse eine Es revoluzzert auf Cuba und San Domingo. Aus Leipzig sind die Preise um etwa 8 M. pro Zentner geftiegen. unvergeßliche Rolle gespielt hat, hat in diesen Tagen eine Reise nach Savanna wird über New York vom 20. August gedrahte:: Auch die Zeitschrift des Oberschlesischen Baris veranstaltet, zu der sich 430 Teilnehmer vereinigten. In der Die Verhaftung mehrerer führender liberaler Per= Berg- und Hüttenmännischen Vereins" führt französischen Partei hat dieser Besuch eine große Aufmerksamkeit fönlichkeiten hat zu der Entdeckung einer ernsten Berin ihrer neuesten Nummer Beschwerde darüber, daß man noch hervorgerufen. Schon bei der Ankunft auf dem Pariser Ostbahnhof ich wörung geführt, die, wie behauptet wird, auch die Ermor immer nichts gegen die„ Kalamität der Fleischnot und der am Freitagmorgen wurden dung des Präsidenten Palma zum Zwecke hatte. Es werden die Wiener Genossen von hun- Truppen zur Entsendung nach der Provinz Pinar del Rio bereit Fleischteuerung" unternehme: derten Pariser Sozialisten willkommen geheißen. Der Partei- gehalten, wo die Revolutionäre, die etwa 200 Mann zählen sollen, Zur Zeit unserer vorjährigen Generalversammlung standen wir vorstand, die Seineföderation, verschiedene Bezirks organi- Munitionsvorräte besitzen sollen. Drei Personen sind dort bereits in der betreffenden Tätigkeit mitten drin, und es hatte gerade fationen und die Parteigruppen mehrerer Vorortgemeinden waren ver- verhaftet worden. furz vorher auf Veranlassung des Herrn Land- treten. Für gestern war eine internationale Festversammlung an- Die Meldung aus San Domingo lautet: Revolutionäre wirtschaftsministers hier in Kattowiz eine Konferenz von Vertretern aller beteiligten gefeßt, die von der Seineföderation in Gemeinschaft mit dem Banden plünderten Dajabon! 20 Personen wurden getötet, viele Behörden und Interessenten stattgefunden. deutschen sozialistischen Leseklub und mit der Vereinigung der verwundet. Die Revolution dringt nach Monte Christo vor. Im Leider hat sich danach unsere damalige Hoffnung, daß die von den Pariser sozialistischen Ungarn einberufen worden war. Im großen ganzen Norden des Landes herrscht Anarchie. Kennern der Verhältnisse allseitig verlangte Erhöhung des zur Saale des Elysé Montmartre drängten sich über 3000 Personen. Einfuhr nach Oberschlesien zuzulassenden Wochenkontingents Die französischen Genossen bildeten natürlich die Mehrzahl, russischer Schweine baldigst erfolgen werde, nicht erfüllt. Wir aber auch Holländer, Skandinavier und Slaven halten uns für verpflichtet, auch heute und an dieser Stelle zu wesend. Den Vorsitz führten Genosse Lafargue für die wiederholen, daß im vorigen Jahre in der Fleischnotfrage Franzosen, der Obmann des deutschen Leseklubs Schreyer und die königliche Staatsregierung das Notwendige und Mög= Mit diesen frechen Worten rühmte sich während des ewig liche unserem Industriebezirke und namentlich unserer Arbeiter- Reichsratsabgeordneter E Idersch für die Desterreicher. Auf der bevölkerung gegenüber unterlassen hat, und die sichere Estrade, die mit den roten Fahnen verschiedener französischer Partei- denkwürdigen Crimmitschauer Weberstreifes ein Arbeitswilliger Hoffnung und dringende Bitte auszusprechen, daß organisationen geschmückt war, hatten auch ein Vertreter der Ungarn dessen, daß in Deutschland den Streifbrechern alles gestattet eine derartige unnüße Schädigung unseres und die Abgeordneten Dejeante und Constans neben anderen sei zu derselben Zeit, wo den von ihrem Stoalitionsrecht GeIndustriebezirkes in 3ufunft nicht mehr er- Delegierten Platz genommen. brauch machenden Arbeitern Schranken aller Art gezogen sind. folgen möchte." Die Versammlung wurde mit Chorgefängen des aufblühenden Dienüßlichen Elemente" glauben fest daran, daß jede, auch Endlich lesen wir in der neuesten Ausgabe der von Pariser deutschen Arbeiter- Sängerbundes eingeleitet. Zum erstenmal die bedenklichste threr Handlungen, behördlichen Schutz findet Dr. Jastrow herausgegebenen ,, Arbeitsmarkt ertönte auf französischem Boden der deutsche Sozialistenmarsch, oder mindestens auf wohlwollende Neutralität bei den BeKorrespondenz": Man fragt gegenwärtig schon gar nicht mehr, wenn die Er der Böllerberbrüderung im Zeichen des proletarischen Klassenkampfes gleichsam den Grundton dieses Festes anschlagend, das der Idee hörden stößt. Und in diesem Glauben handeln sie. Nur so ist der in unserer Sonntagnummer schon telegebnisse der Schlachtvieh- und Fleischbeschau veröffentlicht werden, gewidmet war. Donnernder Beifall lohnte die Darbietungen der graphisch gemeldete Vorfall in Nürnberg zu erklären, bei dem ob der Fleischverbrauch Deutschlands wieder gesunken ist, sondern nur noch, um wieviel hat das deutsche Volt seinen Fleischverbrauch Sänger. Die Desterreicher, die von einem Ausflug nach Versailles ein Streifbrecher einen Streifenden über den Haufen schoß. In der Automobilfabrik„ Union" zu Nürnberg stehen die wieder einschränken müssen. Seit der erstmaligen Veröffentlichung, etwas verspätet eintrafen, wurden mit dem jubelnden Zuruf:" Vive die für das dritte Quartal 1904 erfolgte, ist der Fleischkonfum la Sociale" begrüßt und die Internationale" brauste, von den Schlosser und Dreher seit beinah einem Vierteljahr im Ausstand, ohne daß es bis jetzt zu einer Szene auf der Straße unaufhaltsam zurückgegangen und dies in Zeiten einer Tausenden begeistert gesungen, durch den weiten Saal. aufsteigenden Konjunktur! In den einzelnen Halbjahren famen Den Reigen der Reden eröffnete Genosse Lafargue. Gr gekommen wäre, die Streifenden führten ihren Kampf mit nämlich auf den Kopf der Bevölkerung Kilogranum gedachte des abwesenden Genossen Dr. Viktor Adler, feines völliger Ruhe durch. Das schien den Groll des Fabrikanten, alten Freundes, dessen Wirken in internationalen Proletariat Maurer mit Namen, noch mehr zu steigern und allem Anin so hohem Ansehen steht und entbot ihm und allen Sozialisten schein nach suchte er die Streifenden zu irgend einem unDesterreichs den Gruß der franzöfifchen Arbeiterschaft. In seiner bedachten Schritt zu provozieren, um daraus für sich Sapital Im laufenden Jahre ist demnach der Verbrauch um rund 4 Bfund temperamentvollen und wuchtigen Rebe, die jedoch auch von fran- schlagen zu können. Am Freitag mittag benahmen sich die zöfifcher Anmut und Liebenswürdigkeit durchleuchtet war, wies er Streitbrecher derart frech und herausfordernd, daß es zösischer Anmut und Liebenswürdigkeit durchleuchtet war, wies er niedriger als 1904; das macht, auf eine vierköpfige Familie be- auf die Bedeutung dieser Arbeitervereine hin, die Wolf zu Wolle zwischen ihnen und den Streikposten zu einem kleinen Gerechnet, für die Familie eine Einschränkung um 16 Pfund. Bedenkt man nun noch, daß durch die hohen Fleisch bringen und mehr als bloßer Schaulust dienen. In ähnlichem pläntel tam. Darauf empfing der Direktor Maurer feine Streitpreise die minder bemittelten Schichten stärker als die Sinne sprach Genosse Eldersch, der der Freude Ausdrud brecher unterm Fabriktor mit den Worten: Ihr habt doch Messer begüterten zu einer Berringerung der Fleischernährung gezwungen gab, den französischen Parteiveteran Lafargue diese Versammlung in der Tasche; zeigt ihnen doch, daß Ihr Euch nicht fürchtet usw." werden, so dürfte danach die Ernährung der großen leiten zu sehen, und die Einigung der französischen Sozialisten Als um 6 Uhr abends die Streifbrecher die Fabrik verließen, Massen noch mehr gelitten haben, als aus diesen begrüßte. Es sprachen noch Schreyer für den Leseklub, warfen sie sofort nach den Posten mit Steinen und einer zeigte Biffern ersichtlich ist." der Ungar Filler für seine Landsleute, Pommery für die einen Revolver und rief:" Der erste, der herkommt, den Die anderen waren mit zugespitzten Volksuniversitäten, die Deputierten Constans und Dejeante schieße ich nieder!" als Vertreter der Fraktion, zum Schluß Genosse Albert Thomas Eisenstangen und anderen Mordwerkzeugen versehen und ihre im Namen der Administrativkommission der Partei. herausfordernde Haltung hatte bald den von ihnen gewünschten Nach der Annahme einer Resolution, die die russischen Sozialisten Zusammenstoß zur Folge. Die Polizei schritt nicht ein, ihrem Kampf begrüßt und den Entschluß des internationalen denn die Angreifer waren nicht die Streifenden, sondern die Proletariats fundgibt, sich einer reaktionären Interventionspolitit Arbeitswilligen, und der Fabrikdirektor Maurer war selbst " Podbielski geht, aber das System wird bleiben, des sind wir der Regierungen mit allen Mitteln zu widersetzen, stimmten unter dem Gemenge; er war mit einem Automobil dazwischen sicher und dafür haben wir aus Kreisen, die engste bie deutschen Sänger in französischer Sprache die gefahren und schlug mit einer Luftpumpe aus dem Wagen Fühlung haben mit den hier maßgebenden Faktoren," Internationale" an und mit enthusiastischen Hochrufen auf die heraus. Nachdem dies einige Minuten gedauert hatte, ging zuverlässige Bestätigung. Unser Kampf wird also mit proletarische Revolution wurde diese von prachtvoller Kampfenergie bald darauf die Schlägerei von neuem los, denn die Podbielskis Scheiden nicht beendet sein, sondern wir werden auch durchglühte Versammlung geschlossen, die nicht nur durch das äußere Streifbrecher, so feig sie sonst sind, fühlten sich kolossal fünftighin immer mehr und immer nachhaltiger eintreten müssen für Merkmal denkwürdig bleiben wird, daß sich hier, zum erstenmal feit mutig, sie waren ja in der Uebermacht und mit Waffen gut die Deffnung der Grenzen, nehmen doch die Viehpreise gerade jetzt dem Krieg, in einer freien Volksversammlung Deutsche und Franzosen versehen, außerdem glaubten sie die Polizei auf ihrer Seite. wieder eine immer bedrohlichere Höhe an, wir werden zu kämpfen baben, bis auch das System dieser Verwaltung geändert ist". Genosse Bebel übersendet uns die folgende Erklärung mit der II. Halbjahr 1904 20,83 1905 19,29 " D D 1905 18,97 1906 18,40 I. I. Pod geht es lebe der Fleischwucher! „ Nüzt der Abgang Podbieltis dem Fleischer gewerbe und den großen Massen des Voltes?" Diefe Frage findet in der Allgemeinen Fleischer- in zeitung" eine Erörterung, die zu dem Schlusse kommt: Bitte um Veröffentlichung: " vereinigten, sondern wohl auch in der Praxis der sozialistischen Bewegung als ein bedeutender Versuch, den proletarischen Internationalismus durch unmittelbare Anschauung zu befestigen, dauernde Spuren hinterlassen wird. Inzwischen war der Streifleiter herbeigeeilt; er war aber noch nicht ganz heran, so schoß ihn ein Streitbrecher nieder, ohne daß jener nur eine Miene zum Angriff gemacht hätte. Die Kugel drang mitten in die Brust und blieb in der Lunge stecken. Der Getroffene wendete sich sofort zurück, der MordNachträglich kommt mir die Freif. 8tg." mit ihrem Leitartikel Eine gruselige Anarchistengeschichte wird wieder einmal aus bube feuerte aber noch weitere zwei Schüsse auf den Zurüd( überschrieben" Diktator Bebel") bom 12. August zu Gesicht. Der Schreiber des Artikels regt sich sehr auf über den Beschluß des Marseille unterm 20. August also gedrahtet: Hier wurde der gehenden, die ebenfalls trafen, dann ergriff der Mordbube die Parteivorstandes, das Protokoll der Gewerkschaftskonferenz zu ver- italienische Schuhmacher Cyrillo Franzesco, der sich Giovanni lucht. Nun erst zeigte sich die Polizei tätig. In einem öffentlichen, ein Beschluß, der als„ ein völlig undemokratischer" be- Vincenza nannte, verhaftet, nachdem man in seiner Wohnung eben daherfahrenden Automobil suchte ein Polizist Aufnahme, zeichnet wird, den der sozialdemokratische Parteivorstand gegenwärtig Material zur Herstellung von Bomben gefunden hatte. Man ver- jagte dem Bluthund nach und verhaftete ihn. gegen die Führer der Gewerkschaften, sämtlich in der Wolle gefärbte 15. September in Marseille erwartet wird, geplant war. Fran- getragen wurde, löfte es bei dem unterm Tor stehenden mutet, daß ein Attentat gegen den Präsidenten Fallières, der am Als der Schwerverwundete nachher an der Fabrik vorbeiDamit spiele sich der Parteivorstand unter Führung Bebels Besco gehört einer Gesellschaft meift italienischer Anarchisten an, Personal mit dem Direktor Maurer an der Spitze nur gegenüber den Gewerkschaften als Diftator auf... Wenn sich die von denen bereits mehrere aus Frankreich ausgewiesen sind. Gewerkschaften dieses Verfahren des sozialdemokratischen Partei- Nach einer anderen Meldung heißt der gefährliche Mensch, höhnische Gesichtszudungen aus. Der tödlich Getroffene heißt Melchior Fleischmann, ist, vorstandes gefallen ließen, dann verdienten sie, unter die Diftatur der einen geladenen sechsläufigen Revolver und einen falschen Bebels gestellt zu werden.. In ähnlichem Ton geht es fast Paß bei sich trug, Spirillo. Man wird abzuwarten haben, was 29 Jahre alt und Vater von vier Kindern. Sein Tod kann bei der Affäre herauskommt, ob sie sich nicht schließlich in blauen stündlich eintreten. zwei Spalten lang weiter. Dunst auflöst, wie so manche andere gruselige Komplottentdedung. Sozialdemokraten, unter Bebels Führung verübt habe. Ich habe den Artikel der Freis. 3tg." mit großem Vergnügen gelesen und zwar hauptsächlich aus dem Grunde, weil sämtliche Unterstellungen, die der Verfasser desselben mir macht, ein Produkt seiner ausschweifenden Phantasie sind. Ich stelle fest: 1. daß ich der Sitzung des Parteivorstandes, in der dieser seinen Beschluß über das in Frage stehende Protokoll faßte, nicht bei gewohnt habe, weil ich zu jener Zeit fern von Berlin war. 2. daß ich mein Votum schriftlich einfandte, das dahin ging, der Parteivorstand möge von einem Beschluß, das Protokoll zu veröffentlichen, absehen und die Angelegenheit dem Mannheimer Parteitag zur Entscheidung überweisen. Spanien. Berlin und Umgegend. Die Schloffer, Maschinisten, Heizer usw. der Zentrale der Ordnungsschießerei. Aus Cadig wird vom 19. August ge- Berliner Elektrizitätswerte, welche im Verband der meldet: In Chiclana tam es bei der Erhebung von Maschinisten und Heizer organisiert sind, hielten Sonntag bei Voigt Steuern zu Straßenunruhen. Vor dem Theater versammelten in der Ritterstraße eine start besuchte Versammlung ab, um zu einem sich zahlreiche Demonstranten, welche der Bürgermeister zu be neuen Lohntarif endgültig Stellung zu nehmen. Der Tarif setzt ruhigen suchte, indessen wurde er mit Steinen bombardiert, während für Oberschlosser einen Anfangsstundenlohn von 57% Pf. fest, der ein Mitglied des Gemeinderates von einem unbekannt gebliebenen in drei Beitabschnitten nach 1% Jahren bis auf 65 Pf. steigt. Für Täter einen Dolchstich erhielt. Darauf gab der Bürgermeister der Reparaturschloffer 50 Pf., steigend bis 57% Pf.; für Oberheizer inzwischen eingetroffenen Bürgergarde den Befehl zum 55 f., steigend bis 60 f.; Maschinisten und Schaltisten 47% f. Schießen. Es wurde eine Salve abgegeben, durch welche bis 55 Pf.; Affumulatorenwärter, Dynamowärter, Schmierer, Der Parteivorstand hat also gegen meine, des Diktators", 5 Personen, darunter ein sechsjähriges Mädchen, schwer ver- Sohlenelevatorführer, Kesselreiniger, Kohlenschlackenzieher und Auffassung Beschluß gefaßt. Ich stehe aber nicht an zu erklären, daß, Letzt wurden. 13 Verhaftungen wurden vorgenommen. Eine Ab- Bumpenwärter 42% Pf. bis 50 Pf. steigend. Sonntags- und Feiernachdem ich die Gründe kennen lernte, die für den Beschluß des ordnung von Bewohnern der Stadt ist nach Cadig abgereift, um tagsarbeit 25 Proz. Zuschlag. Die Karenzzeiten, die gegenwärtig Parteivorstandes hauptsächlich maßgebend waren, ich dieselbe billige. gegen das gewaltsame Einschreiten der Bürgergarde beim Präfekten mit ½, 1½ und 2½ Jahre andauern, follen in Zukunft mit Vielleicht hat die Freis. Beitung" die Gewogenheit, diese meine Einspruch zu erheben. ½ und 1% Jahre festgelegt werden. Falls eine Kommission für Portugal. Erklärung in ihren Spalten zu veröffentlichen. Aus derselben würden die Ruhegehaltstasse nicht besteht, soll eine solche aus sämtlichen ihre Leser allerdings ersehen, welchen kompletten Unsinn sie ihnen in Arbeiterkategorien gewählt werden. Diese Kommission soll dahin ihrem Leitartikel vom 12. August vorgesezt hat, sie wird deshalb wirken, daß den Austretenden aus den Elektrizitätswerken der eine aber auch den Abdruck meiner Erklärung unterlassen. gezahlte Betrag voll ausbezahlt werde, derart, daß nur die Zinsen Wahlen. Aus Lissabon wird vom 20. August telegraphiert: Bei den gestrigen Wahlen haben die Mitglieder der liberalen Konzentration die Mehrzahl der Stimmen erlangt; ihr Sieg ist als Verwaltungskosten berechnet werden dürfen. Der Tarif wurde angenommen. Der Arbeiterausschuß soll beauftragt werden, der Direktion die Forderungen zu unterbreiten und für Bewilligung derselben mit allem Nachdruck einzutreten. Der Streit der Paketfahrt- Angestellten. Der Lokalverein Berliner Spediteure hat dem Zentralverband der Handels- und Transportarbeiter gestern folgendes Schreiben übersandt: Nachdem sämtlichen Mitgliedern unseres Vereins der gleiche Brief vom 18. cr. mit Revers zugegangen ist, hat am heutigen Tage vormittags 10 Uhr eine Sihung des Lokalvereins Berliner Spediteure stattgefunden, an der fast sämtliche Mitglieder teilgenommen haben. Es ist einstimmig beschlossen worden, Ihnen folgende Antwort zu erteilen: 1. Die Mitglieder des Lokalvereins Berliner Spediteure berbleiben bei der Ansicht, daß es überaus wünschenswert ist, daß die in den Abmachungen vom September 1905 vereinbarten Allgemeinen Grundsäße" bei allen Berliner Speditonsbetrieben für ihre Stutscher, Mitfahrer und Bodenarbeiter zur vollen Durchführung gelangen. Der Streit bei der Firma H. Nadge dauert unverändert fort. Aus der Gewerkschaftsbewegung in Königsberg. Heute, Dienstag, sollten die Verhandlungen vor dem Einigungsamt Die städtischen Arbeiter, deren Organisation in fortgesetzt werden und war Herrn Nadge aufgegeben worden, Königsberg jetzt etwas über ein Jahr alt ist, drängen darauf, daß durch Vorlegung seiner Geschäftsbücher und Vernehmung seines der Stadtverwaltung neue Forderungen eingereicht werden. Sohnes und seiner Geschäftsführer den Beweis für seine vor den Trotz ihrer Jugend hat die Organisation die Feuerprobe schon be= Einigungsamt aufgestellten Behauptungen zu erbringen. Herr standen. Es ist ihr nämlich gelungen, einen Minimallohn von Nadge hat es vorgezogen, dem Gewerbegericht mitzuteilen, daß er 3 M. pro Tag zu erringen. Vorher war ein Minimallohn übernicht mehr vor dem Einigungsamt erscheint. Jedenfalls glaubt er haupt nicht vorhanden und es wurde ganz nach Willkür gezahlt. sich dadurch die Unannehmlichkeit zu ersparent, öffentlich vor dem Tagelöhne von 2,25 M. bis 2,50 M. und 2,75 M. waren feine Einigungsamt festgestellt zu sehen, daß seine Behauptungen mit der Seltenheit. Als noch feine Organisation der städtischen Arbeiter Wahrheit nicht im Einklang zu bringen sind. Wie aus den Ver- am Orte vorhanden war, erklärte die Stadtverordnetenversamm Handlungen, die der Arbeiterausschuß der beiden Betriebe am lung in einer„ Arbeiterdebatte": die Festlegung eines Minimal Freitagabend mit Herrn Nadge führte, hervorging, hat es legterem lohns für die städtischen Arbeiter sei ganz ausgeschlossen. Das hat nicht gepaßt, daß er sich vor dem Einigungsamt von den Vertretern jetzt aufgehört. Außerdem ist es gelungen, in allen Betrieben der Organisation so ungeschminkt die Wahrheit sagen lassen mußte, bis auf den Schlachthofsbetrieb, der in nächster Zeit seinen Arund will er deshalb auch mit Verbandsvertretern nicht mehr ver- beiterausschuß bekommt Arbeiterausschüsse zu erringen. Die handeln. Man kann es ja begreifen, daß es den Herrn wurmt, Ausschußmitglieder sind, mit wenigen Ausnahmen, organisiert. wenn seine nicht gerade geistvollen Redensarten als das hingestellt Gegenwärtig ist man dabei, in Betriebsbesprechungen neue Forde. werden, was sie in Wirklichkeit sind. Oder soll man einen rungen zu beraten. Im wesentlichen dürfte gefordert werden: Menssen noch ernst nehmen, der in öffentlicher Sigung vor Die Erhöhung des Minimallohnes auf 3,50 M. pro Tag, Beseiti dem Einigungsamt erklärt, die an den Maschinen beschäftigten gung der drückenden Strafsysteme, Errichtung eines Generalaus 2. Wie bereits in der gemeinsamen Kommissionssihung vom Arbeiter hätten eine Verkürzung der Arbeitszeit nicht nötig, da ja schusses für die ganze Stadt und Regelung der Arbeitszeit. 17. cr. zugestanden worden ist, werden durch die Mitglieder des die Arbeit von der Maschine geleistet würde und der Die Tapezierer sind bereits in eine Lohnbewegung einLokalvereins während der Dauer des Streifes feinerlei Auf- Arbeiter nur zuzusehen brauche! Das sagt ein Mann, der seit getreten und haben ihren Arbeitgebern einen neuen Tarif einträge für die Berliner Patetfahrt- Gesell 40 Jahren Leiter einer Holzbearbeitungsfabrik ist! Man muß an- gereicht, in welchem eine neunstündige Arbeitszeit und ein Minischaft Starte u. Co. ausgeführt werden. Sollten Sie nehmen, daß der Herr sich in den 40 Jahren um nichts weiter ge- mallohn von 50 Pf. pro Stunde gefordert wird. Den Meistern hiervon abweichende Vorkommnisse feststellen, fümmert hat, als um das eine, aus den Arbeiterknochen möglichst ist eine Frist zur Antwort bis zum 20. August cr. bewilligt; sollte bitten wir dieselben uns unverzüglich 3 weds viel Profit herauszuschinden und Kapital auf Kapital zu häufen. eine Einigung bis zum 31. Auguſt nicht zu erzielen sein, dann weiterer Veranlassung bekannt zu geben. Wenn der Herr nur einmal seine Nase in die Berichte der wird am 1. September die Arbeit niedergelegt. Eine größere 3. Was den Abschluß fester Verträge mit der Kundschaft Fabrikinspektoren hineinstecken möchte, dann würde er sehen, daß Firma hat den neuen Lohntarif am Tage nach dessen Einreichung betrifft, so ist ebenfalls in der gemeinsamen Kommissionssitung überall darauf hingewiesen wird, daß gerade für die Arbeiter an bereits anerkannt. bom 17. cr. flar gestellt worden, daß solche undurchführbar und den so überaus gefährlichen Holzbearbeitungsmaschinen eine mög Die Getreideträger und Speicherleute haben auch praktisch wertlos sind. Die Verhältnisse liegen in Berlin lichst furze Arbeitszeit notwendig ist, damit dieselben mit dem Vorsteheramt der Kaufmannschaft am 17. Auguſt cr. die Lohnso, daß bei direkten Speditionsaufträgen wir gar nicht in der geistiger und körperlicher Frische ihre Maschine bedienen können. forderungen eingereicht. Der neue Tarif verlangt bei einer zehnLage sind, sofort festzustellen, ob es sich um Kunden der Berliner& müssen selbst bei furzer Arbeitszeit noch genug ihre gefunden stündigen Arbeitszeit einen Minimallohn von 24 M. pro Woche Paketfahrt- Gesellschaft Starke u. Co. handelt oder nicht; auch Gliedmaßen opfern. Herr Nadge fönnte auch ferner aus den Be- und soll bis zum 1. August 1911 gelten. Die Getreideträger und können weder an unſere Adresse gestellte noch bei uns von den richten der Fabrikinspektoren ersehen, daß von diesen Beamten Speicherleute sind über% im Zentralverbande der Hafenarbeiter Versendern direkt zur Abholung angemeldete Güter die Ver- überall gefordert wird, daß an den gefährlichen Holzbearbeitungs- und auch in anderen Gewerkschaften organisiert. zögerung erleiden, die durch den von Ihnen verlangten Vertrags- maschinen nur geübte und eingearbeitete Leute beschäftigt abschluß bedingt würde. Die Königsberger Barbier- und Friseurs Die Mitglieder des Lokalvereins Berliner Spediteure haben jetzt im Betrieb hat, nur sehr wenige geübte Arbeiter; Krethi und biere und Friseure gegründet, nachdem der Friseurgehülfe werden sollen! Herr Nadge hat unter den Rausreißern, die er gehülfen haben eine Filiale des Zentralverbandes der Barauch in der heutigen Sigung die feste Absicht aus- Plethi wird da an die Maschine gestellt, und beweisen ja auch die Wermke- Berlin einen Vortrag über die erbärmliche schlechte gesprochen, die zwischen ihnen und ihren Arbeitnehmern auf vielen, während der Dauer des Streits vorgekommenen Unfälle die Wirtschaftslage des Friseurgewerbes gehalten hat. Kommen doch Basis der Allgemeinen Grundsäße" abge Richtigkeit unserer Ausführungen. schlossenen Verträge in allen Punkten aufhier noch Löhne von 3 M. bis 7,50 M. pro Woche neben freier recht zu erhalten und durchzuführen. Wir bringen Station in Frage. Ebenso wurde auf das Unwürdige des Trinkdies hiermit ganz besonders zum Ausdruck und zeichnen geldersystems hingewiesen. Also überall hochachtungsvoll Lokalverein Berliner Spediteure gez. Emil Jacob, Vorsitzender. Die Etreifenden hatten am Sonntag teine Versammlung, famen aber am Montag früh zusammen und besprachen ihre Angelegenheiten. Durch das solidarische Handeln der Rollkutscher, Hausdiener und anderer Sektionen im Zentralverband erwächst ihrer Sache viel Nußen. Die Streitenden trauen keinen Versprechungen, deren Innehaltung nicht durch den Zentralverband gewährleistet wird; ihre Organisation ist, wie sie erfahren haben, ihre beste Rückendeckung. Der Kampf wird in erster Linie um die Anerkennung der Organisation geführt, und von dem Vorbeiter" verhandeln wolle, will man nichts wissen. schlag der Paketfahrt, daß sie mit einer Kommission ihrer ArDie Versammlung der Rollkutscher gestern abend wurde durch die Ausführungen des Referenten A. Werner sehr enttäuscht. Die Streifenden sind wankend geworden und zu radikalen Mitteln, wie Generalstreit, können wir nicht schreiten, war der langen Rede kurzer Sinn. Die folgende Resolution wurde angenommen: " Die am 20. August/ bei Buggenhagen zahlreich versammelten Rolltutscher, Mitfahrer und Bodenarbeiter Berlins nehmen erneut Kenntnis vom Stand des Streits der Paketfahrt- Angestellten und sprechen ihr lebhaftes Bedauern darüber aus, daß sich die Reihen der Streifenden so start gelichtet haben. Die Versammelten sehen dies als einen Beweis an, daß der Gedanke der Solidarität noch nicht bei den Streifenden in dem Maße vorhanden ist, wie es wünschenswert und notwendig wäre. Die Versammelten bedauern weiter, daß ihnen auf Grund dieser Situation teine geeigneten Mittel zur Verfügung stehen, für die streikenden Kollegen en Sieg zu erzwingen. Die Versammelten erklären jedoch, scharf darauf zu achten, daß keine Güter für die Paketfahrt durch sie befördert werden und verpflichten sich ferner, alles zu tun, was in ihren Kräften steht, um die Streifenden zu unterstützen." Der Lohnkampf der Glaser vor dem Einigungsamt. Nachdem der Lohnkampf im Glasergewerbe bereits sieben volle Wochen gedauert hat, fanden gestern die Einigungsverhandlungen vor dem Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts statt, Die Parteien waren bertreten durch die Lohnfommission des Glaserberbandes und die Kommissionen des Arbeitgeberverbandes solvie seither sogar gewußt und geduldet, daß zwei Herr Nadge refpeftiv seine Meister haben es schulpflichtige Mädchen, Töchter eines bei ihm be= schäftigten Walzensägenschneiders, ihrem Vater, der zwei Walzensägen bedient, bei der Arbeit im Betrieb des öfteren helfen! frisches Leben! Der Streit der Lithographen und Steindrucker ist nunmehr auch von den Gehülfen in Chemnitz für beendet erklärt worden, nachdem die Unternehmer die Zusage gegeben haben, daß bei Neueinstellung Streifende zunächst berücksichtigt werden sollen. Am trieben wieder aufgenommen. Montag ist die Arbeit, soweit es zurzeit möglich ist, in allen Be= Auch der andere Walzensägenschneider bedient zwei Sägen. Es wäre wohl angebracht, daß der Gewerbeinspektor sich den Betrieb des Herrn Nadge mal etwas näher ansieht, vielleicht trifft derselbe es gerade, daß die Schutzvorrichtung an der Walzensäge, an der die kleinen Mädchen ihrem Vater zu helfen pflegen, entfernt ist. Daß Herr Nadge mit den jetzt im Betriebe Ein christlicher Zentralverband". Beschäftigten nicht lieferungsfähig ist, ersieht man daraus, Der„ christliche" Schneiderverband hielt kürzlich seinen daß er selbst ganz einfache Kehlleisten in Brandenburg Verbandstag ab. Der Gesamtbestand an Mitgliedern dieser anfertigen läßt; auch find ihm schon ganze Wagen Zentrumsgewerkschaft wurde auf 2953 am Schlusse des Berichts. labungen verpfuschter Furniere zur Verfügung gestellt worden. jahres angegeben. Der Deutsche Schneiderverband hat zurzeit sind. Der Der Geist unter den Streifenden ist ein durchaus guter. Bei der in 33 342 Mitglieder, wovon 3300 weibliche Personen der Versammlung der Streifenden am Montag vorgenommenen Deutsche Schneiderverband hat also mehr weibliche Mitglieder, Abstimmung wurden nur vier Stimmzettel abgegeben, die für Auf- als der christliche" Verband Mitglieder überhaupt. Für Lohnhebung des Streiks waren. Das Resultat der Abstimmung bewegungen gab der christliche Verband 7198 M. aus, der Deutsche wurde mit Bravorufen entgegen genommen und verpflichteten Schneiderverband 206 267 M. Diese Zahlen erweisen die völlige sich die Versammelten, den Streit ruhig und besonnen Ueberflüssigkeit dieses wie aller übrigen„ christlichen" Sonderso lange weiter zu führen, bis Herr Nadge bereit ist, die 52stündige verbändchen; das wissen die" Christlichen", und darum verlegen Arbeitszeit einzuführen. Was selbst kleine Firmen seit Jahren ihren sie sich bei ihrer Agitation vornehmlich auf die religiöse Hebe. Arbeitern gewährt haben, kann auch die kapitalkräftige Firma Nadge Vergleiche von der Art der obigen bieten Agitationsstoff genug, zugestehen. Deshalb ersuchen wir, den Zuzug streng fernzuhalten. die Arbeiterzersplitterer, wo immer sie ihr schädliches Handwerk treiben, in den Sand zu sehen. Die streifenden Kohlenarbeiter hielten gestern nachmittag im Gewerkschaftshause eine Versammlung ab, um den Situationsbericht ihrer Vertrauensleute über den Ausstand entgegenzunehmen. wie bekannt gegeben wurde, kommen im ganzen 70 Firmen mit 1005 Arbeitern in Betracht. Der Ausstand sei erfolgt, weil der von den Arbeitern neu unterbreitete Lohntarif von den Arbeitgebern nicht angenommen wurde. Ein Teil der Arbeitgeber habe zwar eine kleine Lohnerhöhung bewilligt, die anderen ständen aber auf dem Standpunkte, nur das anzuerkennen, was der Ring der Kohlen- Engroshändler bewilligen würde. Im übrigen sei die Arbeitsniederlegung bei den größeren Firmen gestern morgen prompt erfolgt. Es wurde schließlich einstimmig beschlossen, weiter im Streit zu verharren und mit der Weiterführung der Verhandlungen nur die Lohnkommission au befrauen. Deutfches Reich. Die gewerkschaftlichen Unterrichtsturse der Berliner und Charlottenburger Glaserinnungen. Vor Gin haben gestern ihren Anfang genommen. Es haben für den ersten tritt in die Verhandlungen gab der Vorsitzende bekannt, daß weder sturs 36 Personen, darunter 1 Dame, sich für alle Lehrgegenstände bon den beteiligten Arbeitgebern noch den Arbeitnehmern das Einigungsamt angerufen worden sei, sondern der Verband einschreiben lassen; 3 Hörer besuchen nur Einzelvorträge. Bei der Eröffnung der Kurse schilderte Genosse Legien noch der Baugeschäfte habe die Vermittlerrolle übernommen und Husland. Keine Massenaussperrung in Dänemark. Nach langivierigen Verhandlungen zwischen den Vertretern der dänischen Arbeitgebervereinigung und des Gewerkschaftsverbandes sowie der Pianofabrikantenvereinigung und der Pianoarbeiterorganisation ist es am Mittwoch endlich zu einer Einung und zur Aufhebung des Aussperrungsbeschlusses gekommen, er zirka 80 000 Arbeiter brotlos machen sollte. Der Konflikt bei em Pianofortefabrikanten Hindsberg in Kopenhagen, dessentwegen die Arbeitgeber jenen ungeheuren Kampf entfesseln wollten, ist durchaus zugunsten der Streitenden entschieden worden. Die Wiederaufnahme der Arbeit wurde auf Sonnabend festgesetzt. Alle Streitenden und Ausgesperrten sollen ihre Pläße wieder erhalten. In dem Uebereinkommen, das zwischen den Parteien geschlossen wurde, wird klar ausgesprochen, daß Hindsberg unrecht und gegen den damals für seine Fabrik geltenden Tarifvertrag gehandelt hat. Damit hat die Unternehmerorganisation zugleich anerkannt, daß sie eines tarifbrüchigen Fabrikanten wegen das Wohl der ganzen dänischen Arbeiterschaft und das Gedeihen der ganzen Induſtrie aufs Spiel setzten wollte. die Glasereibesitzer zur Teilnahme an den Verhandlungen veran einmal kurz die Absichten, welche die Generalkommiffion bei Gin Letzte Nachrichten und Depechen. führung derselben verfolgte. 200 000 Menschen obdachlos. Paris, 20. August. Wie der„ Agence Havas" aus Valparaiso Iaẞt. Präsidentenwahl der Generalräte. Hierauf erfolgte dann eine sehr eingehende und gründliche Die Einrichtung, sagte er, die wir geschaffen haben, ist ja Paris, 20. August.( W. T. B.) Die Session der Generalräte Aussprache über die Ursachen der Aussperrung und des späteren wiederholt aus Gewerkschaftstreifen gefordert worden, nicht nur mit ist heute eröffnet worden. Zu Präsidenten wurden u. a. gewählt Streite. Die Herren Röhlich, Salomonis, Schneider, Rücksicht auf die einschlägigen Einrichtungen der Gegner, sondern auch bezw. wiedergewählt Trouillot, Valle, Viger, Combes, Meline und Jessel und Jost fuchten ähnlich so wie sie es in der Unter- wegen der Anforderungen, die jetzt an die Gewerkschaftsbeamten ge- Barthou und zu Vizepräsidenten Berard und Bienvenu Martin. nehmerpresse und in ihren bekannten Zirkularen getan hatten, die stellt werden. Die Kräfte der ersten Beamten wuchsen mit der Schuld an der Aussperrung auf die Glasergehülfen und deren ſtellt werden. Die Kräfte der ersten Beamten wuchsen mit der Organisation zu schieben, während die Organisationsvertreter Organisation; jest treten sofort hohe Anforderungen an den einzelnen Jahn, Rochow und Fiegel an der Auffassung der Gehülfen heran. Der Redner wünschte im Interesse der Gewerkschaften, daß über Galveston gemeldet wird, hat das Personal ihrer dortigen festhielten, daß sich die Unternehmer eines nadten Tarifbruchs es ihnen immer gelingen möge, den Nachwuchs aus den Agentur die Stadt verlassen; ein Teil des Personals soll umschuldig gemacht haben. Besonders sei das niedrigere Lohnangebot Reihen der Gewerkschaftler selbst zu finden gekommen sein. Einer ihrer Angestellten hat 300 Kilometer zu der Unternehmer von der Gehülfenschaft als eine direkte Beleidi- und daß man nie genötigt werde, auf andere Kreise zurückzugreifen. Pferde zurückgelegt und berichtet, daß etwa 200 000 Menschen obgung aufgefaßt worden, wodurch dann die hochgradige Erbitterung Es sei natürlich nicht möglich, in einem so kurzen Kursus ein ab- dachlos feien. Die untere Stadt sei vollständig zerstört und die Zahl unter den Arbeitern hervorgerufen wurde. Am Schluffe der etwa zehnstündigen Verhandlungen machte schließendes Wissen zu vermitteln; dieselben haben vielmehr den der Getöteten unberechenbar. Am Schlusse der etwa zehnstündigen Verhandlungen machte Zweck, die Hörer systematisch mit dem Material bekannt zu machen, das Einigungsamt dann folgenden Vorschlag: Die Arbeitszeit das ihnen ein späteres Weiterstudium ermöglicht. Unter bleibt eine neun stündige.( Gefordert waren 8% Stunden.) Die Erdstöße auf Martinique. 1 1hr 20 Minuten gestern nachmittag und um 3 Uhr 47 Minuten, Haussuchungen und Verhaftungen von Revolutionären. London, 20. August. Wie dem ,, Reuterschen Bureau" aus Fort Falls aber der Verband der Baugeschäfte mit den Maurern, diesen Voraussetzungen würden die Kurse für die Gewerkschafts- de France gemeldet wird, find die Erdstöße auf Martinique um Zimmerern oder Bauarbeitern eine fürzere Arbeitszeit ver- bewegung fegensreich wirken. einbart, fo foll diese drei Monate später auch für das Glaser4 Uhr und 8 Uhr 37 Minuten heute früh erfolgt. Ein Schaden gewerbe eingeführt werden. Der Stundenlohn beträgt 70 Pf. Der Bauarbeiterstreik in Elberfeld- Barmen ist beendet. wurde nicht verursacht. ( bisher 65 Pf.) und für nicht selbständig Arbeitende 60 Pf.( Ge- Sieben Wochen hat der Kampf gedauert, der mit äußerster Erfordert waren 75, 80 und 85 Pf. bei dreijähriger Tarifdauer.) bitterung geführt wurde und eine ganze Anzahl strafrechtliche VerAffordarbeit soll weder gefordert noch geleistet werden. Der folgungen nach sich ziehen soll. Wenigstens wünschen es so die Moskau, 20. August.( W. T. B.) Es haben 50 Haussuchungen Innungsnachweis wird in einen paritätischen umgewandelt. Es Unternehmer und ihre Herren Arbeitswilligen", welch letztere fich bei Nevolutionären stattgefunden, die Mehrzahl der Komiteemitglieder folgen dann noch Bestimmungen über Fahrgeld- und Fahrzeitver- beleidigt fühlen. Der Friedensschluß basiert auf einer Verein ist verhaftet und wichtige Papiere sind beschlagnahmt worden. gütung, sowie über die Schlichtungs- und Nachweiskommission. barung, die bis zum 30. April 1908 Gültigkeit haben soll. Statt Auch sollen Maßregelungen nicht stattfinden. Der Vertrag soll, der verlangten sofortigen Erhöhung des Stundenlohns von 50 Pf. falls ihm die beiderseitigen Versammlungen auf 55 Pf. wurde vereinbart, daß die Hochmaurer von jetzt bis zum Kronstadt, 20. August.( W. T. B.) Heute früh sind in der hre Zustimmung geben, bis zum 1. August 1908 Gültig- 31. März 1907 einen Stundenlohn von 53 Pf., von da ab 57 Pf. Batterie Litta sieben Soldaten und drei Zivilpersonen infolge Bes feit haben. Die Kündigung hat drei Monate vorher zu erfolgen. erhalten sollen. Der Lohn der Kanal- und Schachtmaurer, der schlusses des Kriegsgerichtes wegen Teilnahme an dem bewaffneten Für den Fall der Annahme dieses Vorschlags soll der Tag der Bimmerer und Bauhülfsarbeiter wurde ungefähr in demselben Aufstande bei Einnahme des Forts" Constantin" erschossen worden. Arbeitsaufnahme von den beiderseitigen Kommissionen festgesetzt Verhältnis erhöht. Die Maurer verlangten außerdem eine Ver- Morgen wird das Gericht über die des Mordes von Offizieren werden. fürzung der Arbeitszeit um eine halbe Stunde, doch tritt diese und der Meuterei im Heere angeklagten Matrosen aburteilen. Die Neuerung erst nach Ablauf dieses Jahres in Kraft. Auch in bezug Angeklagten sind in mehrere Gruppen geteilt. auf die Regelung der Bezahlung der Ueberstunden, Nacht- und Ein Millionär erschlagen. Sonntagsarbeit wurde eine Vereinbarung erzielt. Die städtische Behörde hatte sich ins Mittel gelegt, um eine Beendigung des Erschossen. Die Einigungsvorschläge von den streikenden Glasern abgelehnt! Die streikenden Glaser lehnten in einer gestern abend stattgefundenen Versammlung die vom Einigungsamt ge- Streits herbeizuführen, durch den die Stadt selbst sehr in Mit Kolonie Choriga sind der Millionär Stiebuhr und seine Frau er machten Vorschläge ab, während dieselben von den Unter- leidenschaft gezogen wurde. nehmern angenommen wurden. Jekaterinoslaw, 20. August.( W. T. B.) In der deutschen schlagen und beraubt worden. Verantw. Rebatt.: Carl Wermuth, Berlin- Rigdorf. Inserate verantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co. Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 193. 23. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 21. Auguf 1906. Die Parteipreffe zum Protokoll der Gewerkschaftskonferenz. leiden. felber. des Ausdruckes „ Schwäbische Tagwacht"( Stuttgart). " Es Bewegung die engste Fühlung miteinander haben, ja in ihren Gedankengängen eins sind. heraus die war. Nur dann, wenn für jedes Kampffeld Strategie und Taktil richtig gewählt wird, sind ebenso günstige Ergebnisse der GewerkDer Widerstand, den die Generalkommission und die Gewerkschaftsbewegung wie der politischen zu gewärtigen. Will man aber schaftsvorstände der Veröffentlichung entgegensetzten, ist uns nicht Formeln und Brinzipien, die sich auf dem einen Kampffeld bewährt erklärlich. Die gepflogenen Verhandlungen waren freilich vertrau- haben, auf dem anderen anwenden, so kann man sicher sein, licher Natur. In einer Notiz haben wir schon gesagt, daß einzelne daß so gut manche dieser Prinzipien dort waren, so wenig Erfolge Daß der Parteivorstand den Beschluß des Parteitages zum das ist eben darauf zurückzuführen, daß sie wußten, die Aeußerungen mehr schaden, als wenn man den intransigenten Standpunkt auf Redner sich recht sehr bei ihren Ausführungen gehen ließen. Aber sie hier versprechen. Man kann der Gewerkschaftsbewegung nicht politischen Massenstreit wirklich verleugnet und die Parteigenossen würden über den engen Kreis der Versammelten nicht hinausdringen. dieselbe anwendet; denn das Ziel jedes gewerkschaftlichen Kampfes gröblich getäuscht habe, davon konnte keine Rede sein, so kräftig auch unverkennbar tritt bei allen Rednern das Bemühen zutage, sich der ist zwar nicht der ewige Frieden, die„ Einigkeit" und ihre Anhänger lärmten. Ebensowenig konnte aber doch ein kürzerer aber auch die Erklärung der Generalkommiffion als belanglos zur fann Sachlichkeit zu befleißigen. Schief und ganz unzutreffend war oder längerer Waffenstillstand, während der politische Kampf bevor der Seite geschoben werden, denn hinter beiden Erklärungen stehen manche Aeußerung, aber ehrliche Absicht und heiliger Eifer, das Beste der Arbeiterklasse keinen Frieden kennen Männer, an deren Wort nicht zu zweifeln ist. für die Sache des Proletariats zu erstreben, klingt aus allen Reden vollständige Sieg Es mußte demach Ebenso bom Proletariat errungen ist. ein grandioses Mißverständnis, eine grundverschiedene Auffassung der wenig aber wie die politische Arbeiterbewegung die Erfüllung Jenaer Resolution zugrunde liegen. Dieser Widerspruch mußte be- Auseinandersetzungen wird jezt dadurch erzwungen, daß die Leiter fann, ebenso falsch wäre es, wenn die gewerkschaftliche Bewegung Eine strenge und ruhige Sachlichkeit der notwendig gewordenen der Aufgaben der gewerkschaftlichen Bewegung übernehmen seitigt werden, sollte nicht die Arbeiterbewegung den schwersten Schaden unserer größten Gewerkschaften in der fritischen Beurteilung gewisser bei den von ihr organisierten Mitgliedern den Glauben erwecken Die organisierten Genossen sollten entscheiden. Auf welcher Erscheinungen in unserer Bewegung überraschend einig sind. Bei der wollte, daß durch sie das Ziel der Sicherung der Lebenslage der Grundlage sollte sich ihr Urteil aufbauen? Ohne Kenntnis des ge- Stellung der Teilnehmer und Redner auf der Konferenz in der Arbeiter, die ständige Besserstellung derselben innerhalb der heutigen ſamten Materials zu urteilen, ist doch unmöglich. Der Parteivorstand temperamentvolles Losgehen, wie wir es in noch gar nicht weit muß sich vor Augen halten, daß, so notwendig, wichtig und unents Gewerkschaftsbewegung und in der Partei würde ein so Wirtschaftsordnung zu erreichen wäre. Die Gewerkschaftsbewegung berlangte deshalb die Veröffentlichung des Protokolls über die Kon ferenz der Gewerkschaftsvorstände. zurückliegender Zeit leider wiederholt erlebten, erneut stürmische behrlich die Erfüllung der ihr gestellten Aufgaben ist, sie doch mit Die ablehnende Haltung der Vorstände befremdete aufs äußerste. Auseinandersetzungen zur Folge gehabt haben. Daß die Arbeiter ihren Stampfesmitteln nur einen Teil dessen erreichen kann, was die Was wenigstens teilweise gar kein Geheimnis mehr war, was die bewegung davon keinen Vorteil hat, wurde deutlich genug verspürt. Arbeiterklasse erstreben muß...." " Einigkeit" veröffentlicht und von den bürgerlichen Scharfmacher- Wir freuen uns der leidenschaftslosen Art, in der sich die gesamte fährt der Artikel fort: organen kommentiert worden war, sollte für die große Masse der So hätte es auch schon früher gemacht werden können. Parteipresse ohne jede Ausnahme über das Protokoll äußert. In dem Uebersehen dieser Umstände liegt meines Grachtene Parteis und Gewerkschaftsgenossen ein Geheimnis bleiben? Der Parteivorstand beschloß, das Protokoll trotzdem zu ver- die Führung in bei den Teilen der Arbeiterbewegung, meist, in den Erklärung. Man wird nicht von den Menschen absehen dürfen, die Solange die Partei und die Gewerkschaften schwach waren, Tag der Kernpunkt der Differenzen, aber doch nicht die ausschließliche öffentlichen; und er hat gut daran getan. Das Protokoll deckt Schäden und Zwistigkeiten innerhalb der Arbeiterbewegung Händen derfelben Personen. Nur zum Teil ist das noch heute der die Vertreter der beiden Bewegungen sind. Wenn es mir auch ferne auf, die unbedingt beseitigt werden müssen, je eher, desto besser. Fall. Mit dem Wachstum der Partei und der Gewerkschaften wurde liegt, den Mitgliedern des Parteivorstandes und anderen in erster Linie in Der Arzt, der aber allein helfen kann, gründlich und dauernd, ist der Partei- und der Gewerkschaftsbewegung wurde für die führenden bewegung abzustreiten, so muß man doch annehmen, daß ihnen die eine Arbeitsteilung notwendig; eine gleichmäßig rege Betätigung in der Partei wirkenden Personen das Verständnis für die Gewerkschaftsunseres Erachtens die Masse der Partei- und Gewerkschaftsgenossen Bersonen immer schwieriger. Die Folge davon ist öfter eine gewisse Arbeit und Verantwortlichkeit der Gewerkschaftsleiter nicht in vollem Umfange stets vor Augen steht. Gerade unsere ältesten, verdientesten ... Der Referent Genosse Müller, der Vorsitzende des See- Ginſeitigkeit. mannsverbandes, konnte sich in seinen Vorwürfen gegen ParteiUnfere älteren Parteigenossen sind zum größten Teil alte und geschäßtesten Parteigenossen haben zu einer Zeit gewerkschaftlich genossen und Parteipreffe gar nicht genug tun in der Anwendung praktische Gewerkschaftler. Die älteren Gewerkschaftsführer haben gewirkt, als die fachgewerbliche Organisation leider bedeutungslos Als diese sich aber zu dem immer größeren und selbfast durchweg eine reiche parteipolitische Erfahrung. Jetzt gibt " Hezze"," systematische Heße"," Demagogenhete" usw. Es wurde von Mehring, Kautsky und Konsorten" es schon Gewerkschaftsbeamte, die den Gewerkschafter zu start ständigeren Organismus mit eigenem Beamtenkörper und besonderen gesprochen. Es ist das bitterböse Wort zitiert worden: herauskehren, und in der Partei und der Parteipresse sind eine Verantwortlichkeiten ausreckte, da waren die politischen Verpflichtungen tritt die Erscheinung zutage, daß, während in Rußland die ganze Anzahl Genossen tätig, denen gewerkschaftliche Praris dieser Parteigenossen so groß geworden, daß sie die Einzelheiten der jenigen, die die Radikalen find, am allernächsten dem Henker stehen, absolut fremd ist. Dadurch werden Meinungsverschiedenheiten auch gewerkschaftlichen Entwickelung kaum mehr verfolgen konnten, so daß in Deutschland diejenigen, die die Radikalen spielen, am aller- tiefergehender Art und Differenzen möglich. Ihnen vorzubeugen, ist sie plötzlich neben sich einen in vieler Hinsicht der politischen Arbeiterbeweging ebenbürtigen Zweig der allgemeinen proletarischen Armee nächsten den Gehältern von 5000 und 6000 m. stehen." Das wurde eine der wichtigsten Aufgaben, die zu erfüllen sind. gesagt und von Konferenzteilnehmern mit einem„ Sehr gut!" be= Ueber nebensächliche Bemerkungen hinweg, die besser unter- sahen, der mun nach Anerkennung, nach Mitbestimmung rang, der fräftigt zur ſelben Zeit, als die am schwersten angegriffene Genossin blieben wären, hat man bei der Beurteilung der Reden der auch mitentscheiden wollte, der mißtrauisch dort wurde, wo er sein Luxemburg, die Dame Luxemburg", wie man sich auszudrücken tein Redner befürwortete Hauptsache int Gewicht in die Wagschale nicht werfen konnte. Anfäße für derartige Auge behalten: beliebte, in Rußland arbeitete oder bereits im russischen der Partei! Differenzen gab es schon vor 1878, man braucht nur an den Namen Abrücken von Gefängnis saß, zur selben Zeit, als ein anderer hervor Alle Redner, ohne Ausnahme, Dorf zu erinnern. bekannten sich Auch unter einem Teile der Gewerkschaftsführer finden wir eine ragender, ebenso angegriffener Theoretiker", Genosse Parvus, zum Sozialismu& und er= Rußland bereits den zarischen Schergen in die Hände gefallen war, annten an, daß die sozialdemokratische Be- gewisse Fremdheit für Ziele und Aufgaben der Parteibewegung. Sie also dem Galgen oder Sibirien am nächsten stand". waren vielleicht alle zuerst Parteigenossen und dann erst Getverf absolut notwendige Ergänzung Man wird einwenden, die Verhandlungen seien vertraulich der Gewerkschaftsbewegung sei, daß die Ziele schaftler, immer größer wurden ihre Pflichten und Sorgen innerder Arbeiterbewegung gewesen, folglich habe man geglaubt, sich frei und ungeniert aushalb ihrer Organisation, von ihnen wurden sie völlig erfüllt, es zialismus ihre Verwirklichung finden können. blieb ihnen keine Zeit, der politischen Bewegung die Aufmerksamkeit bude zu önnen. Wir find freilich der Meinung, daß man auch Es gibt bei den Führern der Gewerkschaften und der Partei keine wie früher zu schenken. Ohne irgendwie an ihrer Zugehörigkeit zur im vertrauten Kreise derartige, so wenig fundierte Angriffe lassen Sozialdemokratie zweifeln zu wollen, kann man doch sagen, sie sollte, daß man insbesondere die Ueberzeugungstreue anderer prinzipiellen Meinungsverschiedenheiten, Differenzen über taktische Fragen bestanden und bestehen noch. wurden einseitig gewerkschaftlich, sie verloren den Maßstab für das, Parteienoffen nicht berart in Zweifel ziehen sollte, wenn man sie schienen vor einigen Monaten viel größer zu fein, als fie jest was die Handlungen und Bestrebungen der Sozialdemokratie befelber in beweglichen Worten verlangt, daß diese Parteigenossen die ehrliche und reine Absicht" der Gewerkschaftsführer unter allen Um- nach der Haltung jener Parteiblätter anzunehmen sind, über die sich stimmen mußte. Wir sehen das auch sonst, so bei manchem Ständen anerkennen sollen. Genossen, der seine ganze Kraft der Konsumvereinsbetvegung die Gewerkschaftsleiter beklagten. oder dem Krankenkassenwesen gewidmet hat. Besonders groß Dann muß aber noch gesagt werden, daß die Ausführungen ist die Verantwortlichkeit der Gewerkschaftsleiter, das ökono= wie die persönlichen Angriffe auf jener Konferenz dazu bestimmt Das entschiedene Eintreten der Gewerkschaften für die Arbeits- mische Schicksal tausender Berufsgenossen, finanzielle Sorgen, waren, die Haltung der Vorstände von über einer ruhe am 1. Mai hätte zur Unterstützung der Gemaßregelten aus den Rücksichten für die Gegenwart und Zukunft erfüllen sie, Million gewerkschaftlich organisierter Arbeiter Kaffen der Organisationen verpflichtet. Eine solche Last konnten die es ergeben sich auch besondere, bon uns sicherlich nicht gegenüber der Parteipresse zu bestimmen oder wenigstens zu beein- Gewerkschaften nicht auf sich nehmen, folange für die dringendsten niedrig einzuschätzende gewerkschaftliche Ideale, deren Verwirklichung fluffen. Da kann der Einwand, die Angriffe feien ja„ vertraulich" Lohubewegungen nicht immer die erforderlichen Mittel vorhanden fie ihre volle Kraft widmen, die ihre ganze Zeit in Anspruch nimmt. erfolgt, faum als stichhaltig anerkannt werden. Das zur perfön waren. Nun, wo die Gewerkschaften leistungsfähiger geworden sind, Da kann eine Ueberschäzung des rein Gewerkschaftlichen entlichen Seite der Auseinandersetzung. haben einzelne schon gewisse Verpflichtungen zur Unterstützung der stehen und parallel damit geht vereinzelt auch eine UnterWas die fachlichen Differenzen anbetrifft, so müssen wir ge- Opfer der Maifeier übernommen. Die vorhandenen Differenzpunkte fchägung der politischen Arbeiterbewegung, ein Nichtbegreifen stehen, daß wir Anschauungen über den politischen Massenstreit und in bezug auf die Maifeier werden mit der finanziellen Erstarlung der dessen, was die Partei tun will, weil man sich hier die Jenaer Resolution, wie sie auf der Konferenz zutage getreten sind, Gewerkschaften nach und nach verschwinden. und da zu wenig mit dem beschäftigt, was die Partei schlechterdings für unmöglich gehalten haben. Politische und gewerkschaft Ebenso diejenigen in bezug auf den politischen Massenstreit, zu ihrem Handeln und Streben zwingt. Manche sehen liche Aufklärung und Organisation sind unbedingte Voraussetzungen des über den die Anschauungen bis in die letzte Beit hinein wenig ge- dann in der Gewerkschaftsarbeit die einzig nüßliche, praktische politischen Massenstreifs, der wiederum nicht das Endziel der klärt waren. Der Beschluß des Kölner Gewerkschaftskongresses zur Gegenwartsarbeit für die Arbeiter und sie zucken vielleicht die Arbeiterbewegung, beziehungsweise der Gewerkschaftsorganisation ist, Massenstreiffrage war eine lebereilung und läßt fich nicht aufrecht Achseln über die„ unpraktische, theoretische Zukunftsarbeit" der Sozialsondern nur ein Kampfmittel, das vielleicht angewendet werden erhalten. Um ihn zu beseitigen, bedarf es aber feines nun demokratie. Hieraus entstehen nicht selten Kleine Konflikte mit den Tanu und muß, wenn nämlich die Arbeiterorganisationen genügend schleunigst einzuberufenden außerordentlichen Gewerkschaftskongresses, Mitgliedern, die zuerst Sozialdemokraten und dann erst Gewerkstart, die äußeren Umstände günstig und der Preis ein entsprechender wie Heißsporne schon forderten. Die Sache ist nicht so brennend. schaftler sind. ist. Es wäre total falsch und unheilbringend, wenn die Gewerk- Es schadet gar nichts, wenn erst noch die Erörterungen darüber Man muß begreifen, daß manche Gewerkschaftsführer unschaften die Arbeit, die fie jetzt zu leisten fich mühen, eine Weile fortgehen, bis die Gewerkschafter erneut darüber be- angenehm berührt sind, wenn die Partei Beschlüsse faßt, die ihrer irgendwie vernachlässigen wollten. Das Gegenteil muß geschließen. Meinung nach ihre Pläne hemmen, ihre nicht immer glänzenden schehen: Jede Viertelstunde Arbeitszeitverkürzung, jede fünf Allen Anlaß hatten die Gewerkschafter, sich gegen die Art zu Finanzen zerrütten können, und wenn sie bedenklich sind, daß diese Pfennig Lohnerhöhung nüßen der gesamten Arbeiterbewegung. wenden, in der vor einigen Monaten unter Nichtachtung des Jenaer Beschlüsse gefaßt werden, ohne daß sie gefragt wurden. Daß dann Nur dann kann der politische Massenstreit ernstlich in Frage Beschlusses mit dem Feuer des politischen Massenstreits gespielt lebertreibungen in der Erörterung dieser Beschlüsse vorkommen, ist kommen, wenn es gilt, Anschläge auf wichtige Volksrechte, die ja worden ist. Nur ist das Stürmen einzelner in seiner Bedeutung menschlich begreiflich. Ebenso ist es verständlich, daß manches auch die Grundlage der Gewerkschaftsbewegung bilden, abzuwehren, wesentlich überschätzt worden, wie die Erfahrungen zur Genüge ge- im engsten Kreise anders gesagt wird, als dies öffentlich geschehen oder wenn das flaffenbewußte Proletariat Schranken niederwerfen lehrt haben. würde, und deshalb erscheint manches in dem Protokoll der Gewerkmuß, die dem Fortschritt der Arbeiterbewegung sonst unüberwindliche So wie die Getverkschafter der sozialdemokratischen Bewegung schaftsvorstände schroffer, als es vor der breiten Deffentlichkeit, etwa Schwierigkeiten entgegenseßen. Und dann gilt es noch, das Kräfte- mit voller Sympathie angehören, giebt es in der Partei feine in einer Generalversammlung der betreffenden Organisation gesagt berhältnis wie die Situation genau zu prüfen. Nichts unsinniger Richtung, die den Gewerkschaften mit lebelwollen gegenübersteht. worden wäre. als zu glauben, der politische Massenstreit mache die politische und Auf die Gegnerschaft einzelner Personen täme es gar nicht an. gewerkschaftliche Kleinarbeit irgendwie entbehrlich. Genau das Gegenteil ist richtig. in wegung Die Jenaer Resolution verpflichtete die Befürworter auch durchaus nicht, in der preußischen Wahlrechtsbewegung nun un bedingt den politischen Massenstreit zur Anwendung zu bringen. Wurde die Kraft des Proletariats noch als zu gering, der Widerstand der herrschenden Klassen zurzeit noch als unüberwindlich, die Opfer als zu groß erachtet, so war es die verdammte Pflicht und Schuldigkeit der führenden Genossen, dem Massenstreit entgegen zuwirken, zu„ bremsen". Ihnen diese einfache Pflichterfüllung als Parteiberrat" anzurechnen, das kann nur derjenige tun, der unbedingt den blutigen Konflikt des Proletariats mit den herrschenden Gewalten will, auch dann, wenn die Niederlage des Proletariats so her geschah. gut wie sicher ist. die ein nur durch den 50= Wir bedauern jeden Streit innerhalb der Arbeiterbewegung, Uebereinstimmung herrscht in bezug auf das Verlangen, der nicht zur Aufklärung und zur Stärkung des klassenReibungen zwischen der Partei und den Gewerkschaften zu ver- bewußten Proletariats führt, der Kraft verbraucht, die wir meiden. Den meisten Arbeitern sind beide Bewegungen überhaupt unseren Gegnern zu widmen haben. Wir sind überzeugt, daß eins. Den Gewerkschaftern, deren politisches Verständnis nur wenig die Veröffentlichung des Protokolls der Gewerkschaftsvorstände in oder noch gar nicht entwickelt ist, muß die Erkenntnis beigebracht weiten Streisen der Mitgliedschaften der Gewerkschaften wie der werden, daß die wirtschaftlichen Kämpfe allein niemals die Befreiung Parteiorganisationen den Wunsch laut werden lassen muß, das das vom Drucke des Kapitalismus bringen können, sondern daß daneben gegenseitige Verständnis gefördert, daß die Verantwortlichkeit für einherzugehen hat das politische Ringen und Stämpfen. Wer die die gesamte Arbeiterbewegung gesteigert, daß das Einigende Gewerkschaftspresse ansieht, der weiß, daß in dieser Nichtung jezt un betont, die Zusammenfajjung gefördert wird. Die beiden endlich viel mehr von ihr aufklärend gewirkt wird als früher. Die Partei Zweige der Arbeiterbewegung müssen zur Erkenntnis ge= wird vollends durch nichts gehinders, viel mehr sozialdemokratische langen, daß man in engere Fühlung als bisher treten Erkenntnis in die Köpfe der Arbeiterschaft hineinzubringen, als bis- müsse, daß man sich gegenseitig Vertrauen entgegenzubringen habe, daß man nichts über den Kopf der anderen be= Erstreben wir die völlige geistige Einheit der politischen und ge- schließen könne, was diese irgendwie erheblich in Mitleidenschaft Es wurde auf der Konferenz von einer noch zu schaffenden werkschaftlichen Bewegung, sind wir davon durchdrungen, daß Ge- ziehen fönne. So manches ist in dieser Hinsicht geschehen, aber Gewerkschaftstheorie" im Gegensatz zu der politischen Klaffenkampf- werkschaften und Partei gemeinsam die Befreiungsschlachten des noch lange nicht genug. Wir erinnern deshalb an den von manchem theorie" gesprochen. Bisher standen Partei und freie Gewerkschaften Proletariats durchzufechten haben, dann geht es aber nicht mehr an, Gewerkschaftler oft mißverstandenen Vorschlag Kautskys, an der gleichermaßen auf dem Klassenkampfboden. Der klaren Erkenntnis daß diese einheitliche Arbeiterbewegung zwei Köpfe, zwei Leitungen Leitung der Partei auch Vertrauensmänner der Gewerkschaften teildes unversöhnlichen Gegensatzes der Interessen von Kapital und hat, die in manchen Dingen auseinanderstreben, während der eine nehmen zu lassen. Es wird auch dann aus der Verschiedenheit poliArbeit und der auf dieser Erkenntnis basierenden Taktik verdanken Körper nicht die geringste Neigung verspürt, fich zu zerreißen, weil tischen und gewerkschaftlichen Kampfes manche Differenz, entunferes Erachtens die freien Gewerkschaften ihre Machtstellung und das mit seiner Vernichtung gleichbedeutend wäre." stehen, es werden auch dann Eigenbrödler unzufrieden sein, es Erfolge. Wir verstehen, daß infolge der Arbeitsteilung zwischen Es sprechen eine Anzahl Gründe dafür, den Parteivorstand und wird aber die Stoßkraft der Arbeiterbewegung, die nicht zuletzt auf Partei und Gewerkschaft auch die Tattit der legteren anders sein muß die Generalfommission der Gewerkschaften als gesonderte Körper- Einigkeit und Geschloffenheit aller proletarischen Sträfte beruht, nicht als die der Partei, wenn sie auch auf demselben theoretischen Grunde schaften weiterbestehen zu lassen und außer den Parteitagen auch mehr in Frage gestellt werden. Dann wird erst das vielfach mißruht. Daß aber eine neue Gewerkschaftstheorie nötig sein soll, ist Gewerkschaftskongresse abzuhalten. Die Arbeiter haben jedoch darauf deutete und gerade in Gewerkschaftsführerkreisen falsch interpretierte uns neu. Ueber diese neue Theorie läßt sich freilich erst diskutieren, hinzudrängen, daß solche Unstimmigkeiten nicht wieder vorkommen und beargwohnte Wort Bömelburgs, das für die Massen schon längst wenn sie vorliegt...." wie die Beschlüsse von Köln und Jena über den Massenstreit. Solche gilt, zur Wahrheit werden, das Wort, mit dem die beiden ,, Volksstimme"( Chemnitz): leidige Vorkommnisse können vermieden werden, wenn eine viel legten Gewerkschaftskongresse zu Stuttgart und Köln geschlossen engere Fühlung zwischen den beiden Zentralleitungen hergestellt und wurden: Partei und Gewerkschaft sind eins." darauf verzichtet wird, daß in noch ungenügend geklärten Fragen voreilig Beschlüsse gefaßt werden. So bedauerlich es an fich ist, daß die Veröffentlichung des Protokolls gegen den Willen der Gewerkschaftsleiter erfolgte, fönnen wir doch nicht umhin, unserer lebhaftesten Befriedigung darüber Für unsere Gegner hat der Eay: Partei und Gewerkschaften sind Ausdruck zu geben, daß die Verhandlungen der Arbeiterschaft bekannt werden. Eine Gefahr für die Arbeiterbewegung bedeutet die Vereins, längst volle Geltung erlangt. Streben wir danach, daß er in jeder Beziehung zur Tatsache werde." öffentlichung feineswegs. Aus den Reden der Gewerkschaftsleiter geht durchweg herbor, daß sie mit regstem Interesse, mit regster Liebe und Hingebung " Fränkische Tagespost"( Schlußartikel). an der sozialdemokratischen Sache hängen; sie find tief durchdrungen Nach Anführung einer Stelle aus einem Artikel von der Ansicht, daß es geradezu eine Lebensfrage für die deutsche Genossen Adolf Braun in der Neuen Zeit" 1900, aus Arbeiterbewegung sei, daß sozialdemokratische und gewerkschaftliche wir folgende Säge hervorheben: des der ,, Märkische Volksstimme"( Forst): Was auf der Konferenz gefagt worden ist, ist für den mi der Arbeiterbewegung vertrauten Genossen nichts Neues. Die Vorwürfe, die in der Debatte herüber und hinüber schwirrten, sind nur Wiederholungen dessen, was vorher in der Presse, auf Partei- und Gewerkschaftskongressen, und nicht minder in Versammlungen gesagt worden ist. Nur sind die vorhandenen Differenzen selten so scharf und summarisch erörtert worden, wie auf dieser Konferenz. Dadurch hat aber auch erst das Protokoll den Wert eines Dokumentes für die Arbeiterbewegung erhalten und deshalb soll man sich mit der Tate fache feiner Veröffentlichung abfinden. Vollkommen beistimmen können wir der Frankfurter Volksstimme". Eine Kreiskonferenz für den Reichstagswahlkreis Ost- und West- I rechten Zeit wirken konservierend. Wie im Nationalstaat, so auch im Sternberg wurde am Sonntag in Sonnenburg abgehalten. Fabrilstaat. Die Arbeiter wollen nur Gleichberechtigung, nicht die Vertreten waren durch Delegierte die Städte Reppen, Drossen und Herrschaft. Indem man ihnen jene verweigert, wird ihnen erst recht Sonnenburg. Das Verhältnis zwischen politischer und gewerkschaftlicher Arbeiterbewegung, über welches auf der Konferenz weit mehr als über den Massenstreik diskutiert worden ist und das auch jetzt den Genosse A. Schmidt- Sonnenburg gab als Vorsitzender den ihre Knechtschaft als Lohnarbeiter und Staatsbürger zum Bewußtsein Kernpunkt des Meinungsaustausches bildet, möchten wir mit einer Jahresbericht, in dem er ausführte, wie ungeheuer schwer die gebracht. Leute, die nicht in dem Milieu der Kirdorf und Gen. groß geThe vergleichen, bei der die politische Partei den männlichen, die Agitation im Kreise zu betreiben sei. U. a. verstehe es der anti- worden sind, mit einem freien Blick für die Gesamtentwickelung beGewerkschaftsbewegung den weiblichen Teil bildet. Damit lassen semitische Vertreter des Kreises meisterhaft, für sich Reklame zu waffnet, auf die Regungen der Volksseele horchen, die Massenpsyche sich die gegenseitigen Beziehungen jedenfalls am besten plastisch vor- machen, indem kaum eine Kirmes oder ein Schützenfest ver- studieren und aus der Geschichte lernten, wissen längst, daß die stellen, und wenn wir die bisherige Entwickelung überschauen, läßt geht, wo er nicht einen Botal stiftet mit der Widmung: Anerkennung der Gleichberechtigung der Arbeiter keine Preisgabe sich auch unschwer erkennen, daß der Partei stets die Rolle des Froelich, Reichstagsabgeordneter". Die fleinen Städte verlieren der bürgerlichen, kapitalistischen Herrschaftsbedingungen bedeutet. stärkeren" Geschlechts zufiel, während wir in der Gewerkschafts- immer mehr an Einwohnern und gerade die aufgeklärtesten Industrie- Das wollen und können die Fabriffeudalen nicht einsehen. Sie betwegung alle jene Tugenden sich entwickeln sahen, die den Wert des arbeiter ziehen nach Berlin. Tausende von Wanderarbeitern sind das würden es gegebenen Falles wohl fertig bringen, ihr eigenes Leben Weibes ausmachen: den praktischen Sinn, die oft bis zur Aengstlich ganze Jahr nicht zu Hause. In der Stadt Sternberg ist seit dem einzusetzen, um anderes zu retten, aber nie werden sie freiwillig keit ausartende Sorge um das Erworbene, die Neigung zum Aus- Jahre 1893 kein tätiger Genosse vorhanden gewesen, die Agitation Hartnäckig verweichen, wenn Gefahren drohen, die unermüdliche Geduld ist immer nur von außen hineingetragen worden. Trotzdem ist eine die Gleichberechtigung der Arbeiter anerkennen. aber auch das eifersüchtige und übrigens vollberechtigte Verlangen langsame Steigerung in der Organisation zu verzeichnen. Bei der weigern sie, was ihnen in den durch ihre Einsichtslosigkeit heraufnach Gleichberechtigung, das vom stärkeren Teil allzuleicht und gar Gründung des Kreiswahlvereins im Januar dieses Jahres waren beschworenen Kämpfen abgetrogt wird. Sie wähnen vielleicht gesiegt zu gern ignoriert wird. in den Orten Sonnenburg, Göritz, Drossen und Reppen 20 Genossen zu haben, wenn die Arbeit wieder aufgenommen wird, ohne daß die Eine fortdauernde, nie getrübte Harmonie zwischen Gewerk- organisiert. Die Zahl ist auf 62 gestiegen. Die Einnahmen be- für das Rapital eigentlich vollständig nebensächliche Lohnforderung schaften und Partei ist ebenso mumöglich wie zwischen Ehegatten. tragen vom 1. Januar bis 30. Juni 111,31 M., die Ausgaben bewilligt worden ist. Ein Pyrrhussieg wär's, weiter nichts. In Doch ist ebenso gewiß, daß hier wie dort fortdauernder Zwist von 11,27 M., so daß ein Kassenbestand von 100,04 M. vorhanden den Herzen der Unterlegenen würde es weiter glühen und lodern. verderblichen Folgen sein muß und deshalb vermieden werden soll. ist. Die Agitation im Kreise ist von der Agitationskommission be Und wie in der The schließlich die Gegensäge notgedrungen unter- zahlt worden. Außerdem ist zu verzeichnen, daß auch die Orte noch Ihr Haß gegen die Zwangsherrschaft würde befruchtend auf die drückt werden müssen, um der Kinder willen", so werden kleine Agitationsfonds zur Verfügung haben, so Sonnenburg einen Indifferenten wirken, und schneller reift die Frucht des Sozialismus. sich auch Bartei- und Gewerkschaftsbewegung nach jedem Konflikt Extrafonds von 44 M. Zur Agitation wird beschlossen, wiederum Jubeltlage. Die K.- 3tg." schreibt: Innerhalb des Roheisenwieder zusammenfinden müssen, weil sonst das Geschlecht der Klassen- den Kalender Märkischer Landbote" zu verbreiten, desgleichen Die fyndilats spielt sich derselbe Vorgang wie beim Kohlensyndikat ab. Kämpfer Schaden leisten müßte, das aus ihrem Bunde ent- Fackel". In der zu verbreitenden Nummer soll sich ein Artikel mit Wie dort die Hüttenzechen decken hier die großen gemischten Stahlsprossen ist. den speziellen Verhältnissen des Kreises befassen. Der Vorsitzende werke zunächst den eigenen Bedarf an Roheisen und berücksichtigen Hoffen wir, daß die gegenwärtigen Auseinandersetzungen dazu des Wahlvereins und der Kandidat des Kreises haben eine die Lieferungen an das Syndikat erst in zweiter Linie. Infolges führen, daß zwischen Partei und Gewerkschaften ein innigeres, ein Agitatiostour zur mündlichen Agitation zu unternehmen. dessen bleiben sie mit den Noheisenlieferungen erheblich hinter der wahrhaft eheliches Zusammengehen ermöglicht wird. Dahinzielende Zum Provinzialparteitag werden gewählt die Ge- Beteiligungsziffer zurück. Eine ganze Anzahl von ihnen haben Vorschläge sind erfreulicherweise bereits aufgetaucht und sie werden noffen Schmidt- Sonnenburg und Friedrich- Reppen, zum bereits für das nächste Jahr einen erheblichen Bruchteil der Besicherlich Beachtung finden." Parteitage in Mannheim Freiwaldt- Pankow und Schmidt- teiligung abgemeldet. Das ist das Präludium zu einer ordent Sonnenburg. lichen Preiserhöhung. Hinter der Klage verbirgt sich ein stiller Adresse gesucht! Die Parteigenossen werden auf das frühere Jubel. Daß durch eine Preissteigerung die reinen Werte weniger Mitglied der Gothaer Parteiorganisation, den Müller Mangel leiden, oder die gemischten Werte mehr Material abliefern, Grimm aufmerksam gemacht und ersucht, falls derselbe sich be- das glaubt natürlich kein Mensch. merkbar machen sollte, dessen Adresse dem Genossen W. Bock in Gotha einzusenden. Aus der Partei. Die Parteikonferenz für Berlin und die Provinz Brandenburg findet statt am Sonntag, den 2. September 1906, mittags 12 Uhr, zu Berlin im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Die Tagesordnung lautet: 1. Bericht der Agitationskommission. 2. Das Organisationsstatut für die Provinz Brandenburg. 3. Die kommenden Reichstagswahlen. 4. Anträge. Anträge, welche auf der diesjährigen Parteikonferenz beraten werden sollen, sind spätestens bis zum 26. Auguft bei dem Unterzeichneten einzureichen. Der Einberufer: H. Schubert, Berlin, Hornstr. 2. Zum Parteitag. = Genosse Bernstein schreibt uns zu unserem in der Sonntagsnummer enthaltenen Artikel„ Nach Sibirien" in Bezug auf folgenden Satz: waren." Soziales. Wie die Sozialreform die Unternehmee belastet. Sehr interessante Ziffern teilt das„ Reichs- Arbeitsblatt" mit, ins dem es die Endziffern der Arbeiterversicherung seit Bestehen der Versicherungsgesetze in Tabellen zusammenstellt. Die fapitalistische Bresse hat sich beeilt, aus diesen Ziffern die herauszugreifen, die den Anschein erwecken, als werde unendlich viel für die Arbeiter getan. Hierfür eignen sich natürlich die Beitragsziffern vorzüglich. Es wird mitgeteilt, daß seit Bestehen der Versicherung 6 627 559 566 M. Bei 2 972 587 418 M., den Unternehmern Gegenteil träge und zwar von den Arbeitern 2 723 431 182 M. und bom Reiche Wir können dieser Meinung des Genossen Bernstein nicht zu stimmen. Aus Induftrie und Fandel. Dann folgte ein glänzender Waffengang gegen jene NeueZeit"-Artikel Bernsteins, die die Vorläufer seiner„ Voraussetzungen" daß er heute noch nicht den geringsten Anlaß habe, von dem Artikel, um den es sich speziell dabei handelt:„ Der Kampf der Sozialdemokratie und die Revolution der Gesellschaft" auch nur einen Satz zurückzunehmen oder bloß abzuschwächen. Im fönne er im Lichte der Erfahrungen seit dem verflossenen von Jahre fich nur freuen, jenen Artikel geschrieben zu haben. 339 475 377 M. aufgebracht sind. Im Jahre 1904 zahlten die UnterDenn das, was dort geschrieben ist, habe, sei es durch die all- nehmer 304 708 201 m. und die Arbeiter 249 600 298 M, Gewiß gemeine Entwickelung, sei es durch die Praxis der Sozialdemokratie, eine verblüffend hohe Summe. Täglich mehr als eine Million Mark. in jeder Hinsicht Bestätigung erfahren. Wo gibt es Unternehmer, die ähnliches leisten? wird Herr v. Rheinbaben fragen. Und doch schmilzt die verblüffend hohe Summe merk würdig zusammen, wenn man sie näher betrachtet und die Frage aufwirft: wie viel zahlt ein Unternehmer täglich für einem Arbeiter? Dieses kann man annähernd mit Hülfe der RechnungsDie Genossen der Wahlkreise Köln- Stadt und Kölnergebnisse den feststellen. der Berufsgenossenschaften Bei Land nahmen am Sonntag in einer stark besuchten Versammlung gewerblichen Berufsgenossenschaften werden sogenannte Bollarbeiter des sozialdemokratischen Vereins Stellung. Der Vorsigende, Ge ausgerechnet. Nämlich je 300 Arbeitstage sind gleich einem Vollnosse Gils ba ch, stellte fest, daß die Parteigenossen in Köln stets Wenn Intelligenz und hohe Begabung stets Einsicht in soziale arbeiter. Die Zahl der Vollarbeiter ist natürlich fleiner als die Zahl auf dem Standpunkt gestanden haben, daß an der Form der MaiAber an der Zahl der feier nichts geändert werden soll. Bezüglich des Massenstreits er- Umivälzungen zum Begleiter hätten, dann würde die Volkswirtschaft der durchschnittlich beschäftigten Arbeiter. wartet der Redner, daß in Mannheim eine Verständigung zwischen von mancher Störung verschont bleiben. Wir meinen Störungen, Bollarbeiter fann man die Zahl der geleisteten Arbeitstage feststellen. Partei und Gewerkschaften stattfinde. Die Versammlung beschloß die sich aus den gegensäglichen Interessen der Lohnarbeit und der In den Betrieben der gewerblichen Berufsgenossenschaften und den mit allen gegen eine Stimme, an den Parteitag die folgenden beiden Kapitalherrschaft ergeben. Ein sprechendes Beispiel dafür ist der Staatsbetrieben waren 1904: 7496 516 Bollarbeiter beschäftigt, es Anträge zu stellen: auf dem Aachener Hüttenwerk ausgebrochene Konflikt. Es wird wurden also 2 248 954 800 Arbeitstage geleistet. Rechnet man für jeden Arbeitstag 10 Pf., so bringt das schon die Summe von 1. Der Parteitag möge beschließen: In Anbetracht dessen, daß feinem Menschen einfallen, ernsthaft zu behaupten, die materiellen 224 895 480 M. Nun waren außerdem 11 189 071 Landarbeiter gegen die gewerkschaftliche Zentralorganisation heute allgemein als Forderungen einiger Arbeiter hätten die Verwaltung dazu veranlaßt, Unfall versichert. Für diese kommit auch die Invaliditätsversicherung und die richtige Form der Gewerkschaftsorganisation gilt, hat die den zirka 4000 Arbeiter umfassenden Betrieb einzustellen. Nein, die in den süd- und mitteldeutschen Staaten auch die Krankenversicherung in Parteipreffe ihren redaktionellen Teil in Zukunft den loka- lumpigen paar Mark spielen für den Aachener Hüttenverein, eines Frage. Rechnet man, daß jeder Landarbeiter durchschnittlich 200 Tage im listischen und anderen Konkurrenzorganisationen nicht mehr zur der am besten fundierten und reichste Erträge abwerfenden Unter- Jahre arbeitet, und dann für jeden Arbeitstag einen Beitrag von 4 Pf., 2. Parteigenossen dürfen nur den der Generalkommission an- nehmens, wahrlich keine Rolle. Die treibende Kraft der Gewalt- dann bringt das eine Summe von 89 512 568 M. Es würde sich also folgende Rechnung ergeben: geschlossenen 8entralorganisationen angehören. maßregel ist das Prinzip des Herrentums. Seine Repräsentanten Für 2 248 954 800 Arbeitstage gewerblicher Arbeiter a 10 Pf. Verfügung zu stellen. * Der sozialdemokratische Verein GlberfeldBarmen nahm in seiner Generalversammlung folgende Auträge an: zu wollen." Fabrikfeudalismus. Für 2 237 814 200 Arbeitstage landwirtschaftlicher Arbeiter a 4 Pf. . 224 895 480 M. 89 512 568 m. Summa 314 408 048. von den Unternehmern bezahlt sind. Die Frage, wo es Unter Also das sind schon 10 Millionen Mark mehr, als tatsächlich von den Unternehmern bezahlt sind. Die Frage, wo es Unters nehmer gibt, die an gewerbliche Arbeiter täglich 10 Pf. und an landwirtschaftliche Arbeiter 4 Pf. mehr zahlen als in Deutschland, wirft fein Kapitalistenblatt, ja selbst nicht einmal ein preußischer Finanzminister auf. Zentralverband von Ortskrankenkassen im Deutschen Reich. Düsseldorf, den 19. August. in diesem Falle sind die Gebrüder Kirdorf. Der eine als Direktor des Aachener Hüttenvereins, der andere, Emil Kirdorf, als Hauptmatador im Montantrust Gelsenkirchen- Schalke- Aachen. Emil Kirdorf ist auch Direktor von Gelsenkirchen und spiritus rector im KohlenDie Generalversammlung hat aus dem Protokoll über die syndikat. Sein Bruder spielt eine Hauptrolle im Stahlverband, an Verhandlungen der Zentralvorstände der Gewerkschaften nicht die deffen Zustandekommen die beiden Kirdorfs hervorragend mitbeteiligt Erkenntnis gewonnen, daß Bebel bezw. der Parteivorstand in der gemeinschaftlichen Sigung zwischen Parteivorstand und General- find. Ohne Zweifel, die beiden Kirdorfs gehören zu den bedeutendsten kommission, in welcher die Frage des politischen Massenstreiks Persönlichkeiten der deutschen Großindustrie. Beide von hervor erörtert wurde, sich in Widerspruch zu dem diesbezüglichen Be- ragender Intelligenz, außergewöhnlichem Organisationstalent, seltener schluß des Jenaer Parteitages gesetzt habe; die Versammlung ist Arbeitskraft und unglaublicher Rückständigkeit in sozialpolitischen der Meinung, daß die gegenteilige Ansicht auf eine irrtümliche Dingen. Herrennaturen sind es, Verfechter des Absolutismus bis Auffassung der Generalfommission zurückzuführen ist, die ihrerseits zur rücksichtslosesten Brutalität. Ms Menschen tun sie gewiß keiner wohl ihre Erklärung in den verschiedenen Standpunkten über die Katze etwas zuleide, aber als Fabrikherren sind sie von unbeugsamer Möglichkeit und Zweckmäßigkeit des politischen Massenstreiks findet. Rücksichtslosigkeit, fie stürmen über Leichen oder lassen sich überIn einer Vorversammlung nahmen heute die diesjährigen Die Versammlung erklärt, an der Jenaer Resolution festhalten rennen! Als Menschen sympathische Persönlichkeiten, trotzdem brutal reicher als früher haben sich Vertreter der Ortskrankenkassen Tagungen des Zentralverbandes ihren Anfang. Weitzahl „ Die Buchhandlung Vorwärts wird beauftragt, recht bald eine bis zum äußersten. Charakteristisch für die Gedankengänge dieser dazu eingefunden. Fräßdorf- Dresden als Vorsitzender der wöchentlich erscheinende Jugendzeitung ins Leben zu rufen. modernen Feudalen ist ein Ukas an die Arbeiter. Die für das geschäftsführenden Kasse eröffnet unter den üblichen Begrüßungen Dieselbe müßte zum denkbar billigsten Preise abgegeben werden." Wohl ihrer Untertanen sich sorgenden Herrscher fünden darin an: die Versammlung. Als Vorsitzende mit gleichen Rechten werden die Viertausend züchtigen wir, weil ein paar Hundert nicht bedingungs- Herren Fräßdorf- Dresden, Schöndorf- Düsseldorf und WittiIn einer Parteiversammlung des 15. sächsischen Wahlkreises los gehorchen, sich unterwerfen wollen. Und dann appellieren sie an München, als Schriftführer die Herren Magnan- Berlin, Eichstädt( Flöha- Mittweida) führte Reichstagsabgeordneter Genoffe Stüdlen das Verantwortungsgefühl der„ Ungehorsamen", die von ihrem Weimar und Runde- Hamburg gewählt. Sodann wird die voraus, er halte bei aller Anerkennung der Tätigkeit der bewährten Staatsbürgerrecht Gebrauch machen. Sie sollen auf ihre Rechte verläufig bekannt gegebene Tagesordnung endgültig festgesetzt. Verschiedenes wird umgestellt und ergänzt. Bei dem Punkt AnGenoffen im Parteivorstande eine Reorganisation des Vorstandes zichten, damit die anderen nicht gezüchtigt und aufs Pflaster gestellungsverhältnisse der Kassenbeamten stellt A. Kohn- Berlin den für notwendig, da mit dem Wachstum der Partei sich auch die Das ist Tyrannenart! Und doch sind es feine Antrag, zur Vorberatung eine Kommission einzusetzen. worfen werden. Gräf Arbeit ungemein gehäuft habe. Einer Vermehrung der stimm führenden Sekretäre rede er aber nicht das Wort, da der Beratungs- Scheusale, die so sprechen. Die so handeln, sind Produkte der kapi- Frankfurt will dem nur zustimmen, wenn eine Umfrage ergibt, daß dem Wunsche der geschäftsführenden Kasse entgegen- nicht die förper sonst zu groß werde. Der Parteivorstand solle sich in be- talistischen Gesellschaft in Reinkultur. An diesen Leuten sind die stimmte Refforts teilen. Etwa: Kasse, Bresse, Agitation, Organi- fozialen Umwälzungen als Niederschlag der gesamten industriellen, Mehrzahl der Delegierten mit gebundenem Mandat erschienen sind. fation. Jeder Reffortchef folle einen, wenn nötig auch zwei fommerziellen, politischen und gesellschaftlichen Entwickelung spurlos vor. Die Umfrage ergibt, daß nur ein sehr geringer Teil ein solches Sekretäre zur Mitarbeit bekommen. Es werde kaum die Riefen- übergegangen. Böllig fremd stehen sie der veränderten Voltspsyche gegen gebundenes Mandat hat. Die Abstimmung ergibt, daß 145 Delegierte für und 106 gegen die Einseßung sind. Nachdem Giebelarbeit bei den nächsten Wahlen zu bewältigen fein, wenn eine ent über. Sie betrachten die Arbeiterschaft nur als Objekte der Produktion. Berlin die Erklärung abgegeben, daß die Beamten auf eine Besprechende Reorganisation des Parteivorstandes nicht vorher erfolge. Und diese Objekte sollen, zum Segen des Kapitals, jedem Winke teiligung in der Kommission verzichten, werden 9 KassenvorstandsBei der Kritik der Verhandlungen fagte Stücklen u. a.: Nur Bringmann( Zimmerer) trat für eine besondere gewerkschaftliche gehorchen, bedingungslos, wie jedes andere Werkzeug. Ein Stück mitglieder in dieselbe gewählt. Eine längere Debatte dreht sich um Theorie ein. Fußt diese auf dem Boden des Klaffenkampfes, dann Werkzeug ist ihnen der Arbeiter als Untergebener. Nicht mehr, nicht die Frage, ob die Kassenbeamten an den Abstimmungen über die fann fie nur taktische Bedeutung haben, negiert sie die Not- weniger. Sie vergessen gang, daß dieses Werkzeug der Güter- fraglichen Angelegenheiten teilnehmen dürfen. wendigkeit des Klassenkampfes, schafft fie einen prinzipiellen Bruch in erzeugung Empfindungen besigt, vor allem, daß es zum Bewußtsein Debatte hierüber ab, ohne daß ein bestimmter Beschluß dabei gefaßt der deutschen Arbeiterbewegung. Für uns ist die Resolution von der Menschenwürde gelangt ist. Und die zum Menschheitsbewußtsein er- wird. Das Rechnungswerk sollen die Vertreter der Ortskrankenkasse Jena maßgebend, wir wünschen nicht, daß sie beseitigt wird. wachten Arbeiter wollen nicht mehr Sklaven der Produktion sein, fie Frankfurt prüfen. Schließlich wird noch beschlossen, die Verhand Die Versammlung nahm dann folgende Resolution ein- wollen nicht mehr sich als totes, willenloses Werkzeug ge- und miß- lungen stenographisch aufzunehmen und herauszugeben. stimmig an: " Die Parteiversammlung des 15. fächsischen Wahlkreises steht brauchen lassen. Menschen wollen sie sein auch als Arbeiter. Sie Die Parteiversammlung des 15. fächsischen Wahlkreises steht betrachten die Gütererzeugung nicht als Selbstzweck, sondern als nach wie vor in der Frage der Notwendigkeit des politischen Mittel zur Hebung der Gesamtkultur und darum erheben sie Anspruch Massenstreits auf dem Standpunkt der Jenaer Resolution und erSchöneberg. In einer hier am Donnerstag, den 23. August, statt wartet, daß der Parteitag in Mannheim an diesem Kampfesmittel darauf, als Produzenten vor allem auch Mensch zu sein. Und diesem festhält." Gesamtwillen, der noch nicht überall aus dem instinktiven Gefühle findenden Kreisversammlung der sozialdemokratischen Frauen des Kreises zum Bewußtsein sich durchgesetzt hat, muß der Fabrikabfolutismus Teltow Beeskow- Storkow- Charlottenburg, zu welcher die Genoffinnen dringend eingeladen werden, wird zunächst Genosse Zubeil referieren. Zum Arrangement des Parteitages. Aus Mannheim wird der weichen. Gewiß, man kann sich dieser geschichtlichen Notwendigkeit Sodann findet Wahl der Delegiertinnen zur Frauenkonferenz, zum Franks. Volksstimme" geschrieben: Die in der gestrigen Nummer widersetzen, wie der Bar der Konstitution. Die Kirdorfs tun es ja. Parteitage und zur Provinzialfonferenz statt. Da die Delegiertinnen enthaltene Notiz, wonach in Heidelberg Kräfte am Werke sind, die Aber genau mit demselben Erfolge wie der Zar. Diese Leute sind den ganzen Kreis vertreten, werden die Vertrauenspersonen der geplante Beleuchtung des Schlosses zu hintertreiben, ist ungenau. die Revolutionäre vom anderen Ende. Indem sie versuchen den einzelnen Orte aufgefordert, dafür zu sorgen, daß die Versammlung Der Heidelberger Stadtrat hat nur abgelehnt, die Beleuchtung des neuen Bedürfnissen Fesseln anzulegen, drängen sie mit Naturnotwendig auch aus allen Orten stark besucht wird. Die Versammlung tagt Schlosses auf städtische Kosten zu machen oder einen Zuschuß dazu feit über den Rahmen der organischen Entwickelung hinaus. Hätte im Lokale des Genossen Ernst Obst, Meiningerstr. 8, und wird pünktlich zu geben, weil es sich um eine politische und nicht um eine wirtVersammlungen Veranstaltungen. fchaftliche, wiffenfchaftliche oder Künstlerische Veranstaltung handelt, der Barismus in Rußland früh genug freiwillig abgedankt, dem um 8 Uhr eröffnet. Lande wären die blutenden Buckungen jedenfalls erspart geblieben, ohne daß der kapitalistischen Gesellschaft die Lebenszeit um Charlottenburg. Mittwoch, 22. August, 81%, Uhr, Voltshaus", Rosineneine Minute verkürzt worden wäre. Im Gegenteil, Reformen auri straße 3. Vortrag. Dr. Zadet: Frauenkrankheiten". zu welchen die Beleuchtung sonst auf städtische Kosten geschehen fei. Der Ausflug nach Heidelberg findet natürlich doch statt und ist für den betreffenden Abend die Stadthalle bereits gemietet. Man bricht die Aus der Frauenbewegung. Verband der fozialdemokratisch. Wahlvereine Berlins und Umgegend. Dienstag, den 21. Angust, abends 8% Uhr präzise: Wahlvereinsversammlungen in Berlin in folgenden Lokalen: 1. Sirris: Dräsels Festsäle, Neue Friedrichstr. 35. 123 2. 11 : Hofjäger- Palast, Hafenheide 52/53. 3.: Gewerkschaftshaus, Engel- fer 15. " 4. fireis: Kellers Festsäle, Koppenftr. 29. : Altes Schützenhaus, Linienftr. 5. 5. 6. 11 : Germania- Säle, Chauffeeftr. 103. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Der Parteitag in Mannheim. Anträge zu demselben und Delegiertenwahl. 2. Die Provinzialfonferenz. Anträge und Delegiertenwahl. 3. Partei- und Vereinsangelegenheiten. 209/ 10* Mitgliedsbuch legitimiert! Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. Schöneberg. Arbeitervertreter- Verein Berlin. Achtung! Der Zentralvorstand. Portefeuiller Achtung! Donnerstag, den 23. August, abends 8 Uhr: Donnerstag, den 23. Auguſt, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, und Ledergalanterie- Arbeiter und Arbeiterinnen. Volksversammlung für Frauen und Männer im großen Saale des Herrn E. Obst, Meiningerstraße 8. Tages Drdnung: 1. Die Stellung der Sozialdemokratie zur Religion und Kirche und unsere Agitation. Referent: Reichstagsabgeordneter Fritz Zubeil. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zur Frauenkonferenz und Parteitag in Mannheim und Wahl einer Delegiertin zu demselben. 4. Stellungnahme zur Provinzialkonferenz und Wahl einer Delegiertin. 1/8 Die Kreisvertrauensperson. Vereinigung der Maler, Lackierer und Anstreicher. Melchiorstraße 28. Filiale Berlin. Tel.: Amt 4, 4787. Donnerstag, 23. August, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag: Der Staat und seine Kinder". Referent: Genosse Störmer. 2. Diskussion. 3. Ausschluß der Streifbrecher. 4. Vereinsangelegenheiten. Die Ortsverwaltung. Am Montag, den 20. August, hat die diesjährige Bautenkontrolle begonnen. Die Stollegen werden ersucht, die Mitgliedsbücher oder-Karten bei sich zu führen, damit sie sich sofort ausweisen können. Wir ersuchen, den Kontrolleuren möglichst entgegenzukommen, um ihnen die Arbeit zu erleichtern, damit dieselbe auch zum Nußen der Organisation ausfällt. 125/ 19* D. D. Engel- Ufer 15, Saal 3: General- Versammlung. 1. Geschäfts: und Kassenbericht pro 1905/06. 2. Diskussion. 3. Wahl des gesamten Vorstandes. Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 22. August 1906, abends 8 Uhr, in Graumanns Festsälen, Naunynstr. 27: Außerordentliche Generalversammlung. Neben der zu erledigenden hochwichtigen Tagesordnung findet noch die Wahl des Verbandsbeamten statt. Die Vereinsversammlungen finden jeden vierten Donnerstag Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Ohne Mitglieds. im Monat statt. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. 53/10 Der Vorstand. Bernhard Jost, Borsigender, Fürstenwalderstr. 8. J. A.: Stumpe, Kassierer. buch kein Gintritt. Vollzähliges Erscheinen der Mitglieder erwartet 109/11 Weißensee. Mittwoch, den 22. d. Mts., abends 8 Uhr: Oeffentliche Kommunalwählerversammlung in der Seeterrasse, Berlinerstraße 144. Tages Ordnung: 1. Wie soll ein Gemeindevertreter für die Gemeinde wirken? Referent: Verbandssekretär Genosse Fendel. 2. Diskussion. 3. Auf stellung eines Kandidaten. 18/9 Zahlreiche Teilnahme wird erwartet. Das Wahlkomitee. Ich habe mich hier als praktischer Arzt Malplaquetstraße 33, 1 Treppe, niedergelassen. Sprechstunde: Früh 29 bis 10 Uhr, nachmittags 3 bis 5 Uhr. 20302 Jedes Jenensia- Rad Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Mittwoch, den 22. August 1906, abends 8 Uhr, bei Keller, Stoppenstraße 29: Vertrauensmänner- Verfammlung sämtlicher Bezirke und Branchen. Tagesordnung: Stellungnahme zur Kündigung des Vertrages. Werk stattstreits und Differenzen. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Bertrauensmännerkarte nebst Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. Täglich Extrafahrten mit Musik nach Dr. med. Urban. Voigts Krampenburg). Täglich( außer Sonntags), vormittags 9 Uhr. Außerdem Montag u. Donnerstag, nachmittags 2 Uhr. Mittwoch Freitag, nachmittags 2 Uhr. Abfahrt Stralauer Brücke, Ecke Waisen- Brücke. Dampferstation ein Meisterwerk deutscher Technik. Teilzahlung! Zwei Jahre Garantie! mit Bäckereigenossenschaft Produktion Charlottenburg Sozial- Räder. 65.-, Sozial- Luxus-, Freilauf,. 100.( E. G. m. b. H.) Mittwoch, 29. August, abds. 7 Uhr, im Restaurant des Herrn Bartsch, Sesenheimerstraße 11: Ordentliche Generalversammlung. Zages Ordnung: 1. Geschäftsbericht: a) Genehmigung der Bilanz; b) Beschlußfaffung über den Gewinn; c) Entlastung des Vorstandes. 2. Bericht des Aussichts. rates. 3. Ergänzungswahlen der Verwaltung. Wahl der Ersazmänner. 4. Anträge. Dieselben müssen vorher eingereicht werden. 5. Geschäftliches. Dem Erscheinen aller Mitglieder sicht entgegen 1206/1 Der Vorstand: Aug. Winter. A. Sellin. Berlin SO. 16, H.& P. Uder, Engel- Ufer 5. Tabak- Großhandlung und Tabakfabrik. * SF Rauch-, Kau-, Schnupftabake, Zigarren, Zigaretten. Vorteilhafteste Bezugsquelle für Wiederverkäufer. Größte Auswahl gelagerter Zigarren in allen Preislagen. Sämtliche bezu Originalpreisen. kannten Marken Zigaretten Amt 4, 3014. Gebrauchte Räder billig! Bitte genau auf Hausnummer 23" zu achten. # 23, R. Groskurth, Berlin C., Münzstr. 23. u. in Berlin v. L. Kahnt. Dieselben Dampferextrafahrten finden auch täglich von der Michaelkirch- Brücke aus, vormittags 9, Uhr, nachmittags 2, Uhr statt. Hin und zurück 50 Pf. Achtung! Deuticher Metallarbeiter Verband. Verband der Isolierer and SteinArbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin. Zimmer 34, Amt IV, 3353. Engel- Ufer 15. Haupt- Burean: Zimmer 1-5. Amt IV, 9679. Zur gefälligen Beachtung! holzleger Berlins und Vororte. ( Abteilung II.) Mittwoch, den 22. b. M., abends 8 Uhr, bei Patt, Dragonerftr. 15: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: Die Auszahlung der Erwerbslosen- Unterstützung für Kranke sowie die diesbezüglichen Meldungen betreffs Tarifs. 2. Diskussion. 3. Berfinden nicht mehr Engel- Ufer 15, Zimmer 34, sondern statt. 152/8 Engel- Ufer 19, parterre, Die Bureaustunden bleiben dieselben, von vormittags 9 Uhr bis mittags 2 Uhr. Die Ortsverwaltung. 1. Entgegennahme der Rüdantwort einsangelegenheiten. 150/1 Aufnahme neuer Mitglieder. Das Erscheinen jedes Kollegen ist undedingt Pflicht. Der Vorstand. ff. Piano, 50 M., Frankheitshalber 3. vert, schnell, Gerichtstr. 32, hochp. Folgende 234/14 Neuerscheinungen empfehlen wir unsern Lesern zur Anschaffung: Die Kinderarbeit und ihre Bekämpfung Don Käte Dunder. Preis 40 Pf. Die neuen Reichsfteneru wie sie wurden und was sie bedeuten. Mit einem Schlußkapitel: Agrarisch- tapitalistische und sozialdemofratische Steuerpolitik von Ed. Bernstein. Preis 30 Pf. Die Heimarbeit imErzgebirge Die Zukunftsstaatsdebatten und ihre Wirkungen bon Paul Göhre. Preis 20 ẞf. 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In diesem wird behauptet, daß die Zigarettenfabrikanten die Banderolensteuer vollständig auf die Zigarettenhändler abgewälzt haben. Die ,, Compagnie Orientale" ist an diesem Vorgehen der Zigarettenfabrikanten nicht beteiligt, sondern liefert nach wie vor ihre anerkannt guten Marken ohne Aufschlag der Banderolensteuer an die Händler weiter. Wir empfehlen den Händlern sowie den Herren Rauchern Orientale Princesse Detailpreis 3 Pfennige 99 Bouquet 2 " in der Fabrikationspackung in Düten a 5 und 10 Stück fix und fertig banderoliert und bitten diejenigen, denen diese Marken noch nicht bekannt sind, einen Versuch zu machen. 669b Tabak- und Zigarettenfabrik Compagnie Orientale de Constantinople, Berlin N. 58. 1329L* Sofastoffe Riesenauswahl aller Qualitäten. Wolle Reste! Mocquetts. Wolle- Reste! PlüschSatteltaschen. Muster b. näh. Angabe franko. Emil Lefèvre, Oranienstr. Berlin, 158. Berolina Verein. Mineralwasserfabriken, G. m. b. H. Berlin S. 59 Maybach- Ufer No. 9. 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Die Parteiversammlungen, Die Uniongesellschaft hat sofort die Geschäftsverbindungen mit Herrn Schwarz abgebrochen und Klage erhoben, um auch ihrerseits. möglichst Klarheit zu schaffen. Zu diesem Zwecke hat die Uniongesellschaft von Schwarz noch eine gering kleine Lieferung abge= nahme fällt. Auch die chemische Untersuchung dieser Lieferung nommen, deren Herstellung zeit vor den Zeitpunkt der Beschlaghat ergeben, daß Pferdefleisch nicht darin enthalten war. Die aus " Tribune" meldet aus Santiago de Chile: Nach amt- feit. Den Genossen in den einzelnen Wahlkreisen ist Gelegen- Ihrer oben bezeichneten Notiz hervorgehende und wohl auch beab= licher Feststellung beträgt die Zahl der hier durch die Erdbeben- heit geboten, ihre Meinungen über die innersten Fragen, die sichtigte Schlußfolgerung, daß die Uniongesellschaft von Schwarz Katastrophe Getöteten 55, während Hunderte von Personen verlegt die Partei bewegen, zum Ausdruck zu bringen. Der Mann- Wurst beziehe, die Pferdefleisch enthält, ist demnach unrichtig." find. In allen Stadtteilen sind Schäden entstanden. Der erzbischöf- heimer Parteitag, die Brandenburger Provinzialfonferenz, die Der Tegeler Humboldtpark wird doch gesperrt. In wenigen liche Palast, das Palais des Ministeriums des Innern, das Kongreß- Delegiertenwahlen zu diesen beiden Tagungen sind die Gegen- Tagen wird die Umzäumung des Tegeler Schloßparkgebietes mit gebäude, das Stadthaus, die Nationalbibliothek, die Universität und stände, die heute die Tagesordnung der Versammlungen einem Drahtzaun beendet sein. Der Zutritt zum Park und zu den die Militärbaracken haben schweren Schaden erlitten, ebenso zahl- bilden. Es ist deshalb Pflicht der politisch organisierten Humboldtgräbern wird dann nur noch gegen die Lösung einer Eintrittskarte von 25 Pf. gestattet sein. Nur die Einwohner des Gutsreiche Kirchen. Der durch das Erdbeben angerichtete Schaden wird Genossen, heute abend pünktlich und zahlreich zur Stelle zu bezirkes von Tegel- Schloß werden unentgeltlich Dauerkarten für den sein. Die Versammlungen finden statt: Für den 1. Kreis in Dräsels Festsälen, Neue Friedrich straße 35; 2. Kreis im Hofjäger- Pala st, Hasenheide 52/53; 3. Kreis im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15; 4. Streis in Sellers Festsälen, Koppenſtr. 29; 5. Kreis im Alten Schüzenhause, Linienstr. 5; 6. Kreis in den Germania Sälen, Chausseestr. 103. Mitgliedsbuch legitimiert! Die Zahl der Opfer an Menschenleben, die das neueste Erdbeben gefordert hat, läßt sich bis heute noch nicht vollständig über die heute abend in den sechs Berliner Wahlkreisen stattfinden, sehen. Die Angaben schwanken zwischen 55 bis 2000 Toten. Fest sehen. Die Angaben schwanken zwischen 55 bis 2000 Toten. Jest sind für die hiesige Parteibewegung von eminenter Wichtig steht aber, daß ungeheurer Materialschaden entstanden ist. auf 1 200 000 Pfd. Sterl. geschätzt. Santiago de Chile, 18. August, abends 7 Uhr 40 Minuten. Die Stadt ist seit 40 Stunden von allen Verbindungen abgeschnitten; alle Drahtleitungen nach Valparaiso find nicht betriebsfähig. Ein berittener Bote, der Quillota erreichte, meldet, daß man die Toten in Valparaiso auf 500 schätzt, daß ein großer Teil von Valparaiso in Flammen steht, Wassermangel herrscht und die Eisenbahn durch Erdstöße betriebsunfähig gemacht ist. Hier in Santiago dauern kleine Erderschütterungen an. Besuch des Parkes erhalten. Der Ertrag aus dem Eintrittsgeld wird zu wohltätigen Zwecken verwandt werden. Also wieder ein Park weniger. Und der Staat hilft treulich mit, die Erholungsstätten zu vermindern, indem er mit den Wäldern Staubbau treibt und sie den Terrainspekulanten ausliefert. " 1 " In die Gesellschaft der Deklassierten führt uns ein Bild des Elends, das in folgender Lokalforrespondenz geschildert wird. Am Sonntagmorgen wurde an der Ecke der Danziger- und Winsstraße durch einen patrouillierenden Polizeibeamten die Leiche der 43jährigen New York, 19. August. Einem Telegramm aus Valparaiso zuunverehelichten und wohnungslosen Anna Wellmann in einer Die Säuglingssterblichkeit hat in Berlin in der Woche vom scheußlichen Verfassung aufgefunden. Zweifellos ist die W. einem folge wurden am 16. d. M. dort bis zum Abend 82 Erdstöße ver- 29. Juli bis zum 4. August, über die das städtische Statistische Amt Verbrechen zum Opfer gefallen. Als Täter kommen eine Reihe spürt. Der größte Teil der Häuser ist zerstört oder beschädigt. Die jetzt seinen Bericht erstattet, eine geradezu entsetzliche Höhe erreicht. junger Burschen in Betracht. Der Vorfall ruft infolge seiner beVerluste werden auf 50 Millionen Pfd. Sterl. veranschlagt. Die Fast 400 Kinder des ersten Lebensjahres, 397, wurden in dieser rechtigtes Aufsehen hervor. Es wird darüber folgendes berichtet: denklichen Begleitumstände bei der umliegenden Anwohnerschaft beZahl der Toten soll 2000 betragen. Den meisten Schaden richtete einen Woche durch den Tod hingerafft. das Feuer an, welches nach dem ersten Erdstoß ausbrach. Die gehenden Woche, in der auch schon 260 Säuglingssterbefälle vor- unbebautes offenes Grundstück, das zu einer Benne" umgewandelt Gegenüber der vorher- An der Ecke der Wins- und Danzigerstraße liegt ein großes Lebensmittel sind sehr spärlich, ein Liter Milch kostet 2 chilenische gekommen waren, ist nun noch eine Steigerung um volle 50 Proz. ist und das man eine„ Privat- Filiale" des dicht gegenüber liegenden Dollar, die Fleischpreise sind ähnlich hoch. Die auf die Hügel und eingetreten. Wieder waren bei den Säuglingssterbefällen die Erstädtischen Nachtasyls in der Fröbelstraße nennen möchte. Viele in die Barks geflüchtete Bevölkerung leidet sehr, da die Nächte sehr tranfungen der Verdauungsorgane am zahlreichsten Obdachsuchenden, die es vorziehen, im Sommer bei falt sind und heftiger Wind weht. unter den Todesursachen vertreten. Grün" oder zu nächtigen, die aus Santiago de Chile, 20. Auguft. Hier treten immer noch schwache tatarrh und Magentatarrh gingen 248 Säuglinge zugrunde, Benne ihr Ruheplätzchen. Zahlreiche Vertiefungen im Sande werden An Brechdurchfall, Darmanderen bestimmten Gründen das städtische Obdach meiden, suchen sich auf dieser Erdstöße auf. In der vergangenen Nacht wurde eine Erschütterung das find mehr als drei Fünftel aller verstorbenen Säug als Lagerstätten hergerichtet und die Gestalten, die sich in der Nacht bon mittlerer Stärke verspürt. linge. Im ganzen wurden in dieser Woche 267 Sterbefälle durch und auch am Tage an jener Stelle einfinden, sind zumeist solche Hamburg, 20. August. Valparaiso von der Bank für Chile und Deutschland folgendes waren also nur 19 der an diesen Krankheiten Verstorbenen über das mann. Die Norddeutsche Bank erhielt aus Brechdurchfall, Darmtatarrh und Magenkatarrh herbeiführt, es des Elends und der Verkommenheit. Dies gilt auch von der WellTelegramm: Wasser für alle Zwecke ist reichlich vorhanden. Der Sie war eine Gewohnheitstrinkerin und wenn auf der Stadtteil Almendral ist vollständig zerstört. Die Banken in Val- erste Lebensjahr hinaus. Von diesen 267 Sterbefällen wurden ge- Penne" die Schnapsflasche herumgereicht wurde, so tat sie recht paraiso werden am Montag zwei Stunden geöffnet sein. Unser meldet aus dem Stadtteil Berlin- Kölln- Dorotheenstadt- Friedrichs- fräftige Züge daraus. Die benachbarten Unfallstationen hatten öfter Bankgebäude in Santiago ist nur ganz leicht beschädigt. werder sowie aus der Friedrichstadt und der Schöneberger Vorstadt das zweifelhafte Vergnügen, die W. in sinnlos trunkenem Zustande New York, 20. August. Der„ Herald" meldet aus Valparaiso: zusammen nur 3( drei) Fälle, aber z. B. aus der jenseits des Kanals gestrigen Nacht gegen 12 Uhr total betrunken am Arme einer Beempfangen zu dürfen. So schwankte sie denn auch wieder in der Hunderte von Leichen liegen noch unter den Trümmern der eingestürzten gelegenen Luisenstadt 18 Fälle, aus dem Stralauer Viertel 54 Fälle, gleiterin ihrer Lagerstätte" zu. Sie legte sich dann in ihre Mulde" Häuser, ohne daß es jemals möglich sein dürfte, sie aufzufinden, aus dem Königsviertel 30 Fälle, aus der Rosenthaler Vorstadt und war bald eingeschlafen. Beim Morgengrauen nahte eine Rotte nachdem die Feuersbrunst das Werk der Zerstörung noch vervoll- 40 Fälle, vom Gesundbrunnen 23 Fälle, vom Wedding 28 Fälle junger Burschen der" Penne". Sie bemerkten die W. und vergingen ständigt hat. Es war unmöglich gewesen, diesen Unglücklichen Hülfe usw. usw. Immer wieder sind es die Arbeiterviertel, die sich an der bewußtlosen Frauensperson in der niederträchtigsten zu bringen, und hunderte sind eines schrecklichen Todes gestorben. dem Schnitter Tod die reichste Ernte liefern immer wieder wird Weise. Als ein patrouillierender Polizeibeamter, dem die Gruppe Großer Mangel an Lebensmitteln macht sich unter den Flücht die alte Erfahrung bestätigt, daß das Arbeiterkind am meisten der verdächtig borgekommen war, hinzufam, riefen die Burschen: Lingen bemerkbar. Die Not ist unbeschreiblich. Der Beamte gab nunt ein Viele Gefahr der Erkrankung ausgesetzt ist und ihr am leichtesten erliegt. Hier liegt ein totes Weib!" im Hafen fleiner Fahrzeuge beFlüchtlinge haben sich ab, worauf Notsignal ein zweiter Schußmann erschien, Eine schwere Bluttat ist in der Sonntagnacht an der Grenze der das Polizeirevier in der Rytestraße alarmierte. G mächtigt, um in der Umgegend Unterkunft zu finden. von Weißensee verübt worden. In der Laubenkolonie„ Bieleit" am tamen dann einige Polizeileutnants, Kriminalbeamte und SchutzEs wird noch mehrere Tage dauern, bis die telegraphischen Ver- Verlorenen Weg in der Nähe des jüdischen Begräbnisplatzes wurde leute zur Stelle. Mehrere der jungen Leute wurden abgeführt und bindungen wieder hergestellt sind. Da die Feuersbrunst noch an- die 32jährige Ehefrau Anna des Malers Blocksdorff mit einer auch die Begleiterin der W. zur Wache gebracht. Der Körper der dauert, ist es unmöglich festzustellen, welcher Teil der Stadt am Schußwunde im Kopf tot aufgefunden. Unter dem dringenden Wellmann wurde in einer scheußlichen Verfassung vorgefunden. Die meisten gelitten hat. Verdacht, die Tat berübt zu haben, ist der eigene Ehemann verhaftet Röcke waren über den Kopf zusammengeworfen und die Beine bis worden. zum Leib entblößt. Ober- und Unterschenkel und auch die GeschlechtsKörper noch Wärme aufwies, ließ man die W. sofort nach der teile waren vollständig mit Sand und Schmutz besudelt. Da der Unfallstation in der Schönhauser Allee bringen, doch konnte dort der Arzt nur noch den Tod feststellen. Am Halse weist die Leiche an geblich blutunterlaufene Würgemerkmale auf. Ob die W. nun tatfächlich erwürgt worden ist, wird die Obduktion im Schauhause er geben. Möglich ist auch die Annahme, daß sie unter der Wirkung des starken Alkoholgenusses in Verbindung mit den ihr zugefügten Mißhandlungen und Gewalttätigkeiten den Tod gefunden hat. New York, 20. Auguft.( Auf deutsch- atlantischem Kabel). Nach einem aus Fort de France hier eingelaufenen Telegramm find auf Insel Martinique mehrere heftige Erdstöße wahrgenommen worden. Partei- Angelegenheiten. Zur Lokalliste! Das Lokal Ritter- Säle", Inhaber Aug. Bercht, Ritterstr. 71/75, steht der Arbeiterschaft zu den bekannten Bedingungen zur Verfügung. Bitte auszuschneiden und der 2otalliste beizufügen. Die Lokalkommission. Rigdorf. Die Parteigenoffen machen wir nochmals auf die heute abend 82 Uhr in Friß Hoppes Festsäle" tagende Versammlung aufmerksam. In anbetracht der wichtigen Tagesordnung ( Anträge zum Parteitag 2c.) ist ein recht zahlreiches Erscheinen er wünscht. " Lichtenberg. Auf die heute in Gebr. Arnholds" Schwarzer Adler" stattfindenden Mitgliederversammlung des Wahlvereins machen wir ganz besonders aufmerksam. Wir ersuchen um zahlreiches Erscheinen. Die Versammlung wird um 82 Uhr eröffnet. Der Vorstand. Rummelsburg. Heute, Dienstag, abends präzise 8%, Uhr findet im Saale der Witwe Weigel, Türrschmidtstraße 45, die Mitgliederversammlung des hiesigen Wahlvereins mit folgender Tagesordnung statt: 1. Der Parteitag in Mannheim( der politische Massenstreit soll hierbei besonders erörtert werden). Referent Genosse Miethte. 2. Anträge zum Parteitag. 3. Wahl der Delegierten zur Kreisgeneralversammlung. 4. Vereinsangelegenheiten. " " einem Laubenhäuschen in der Kolonie„ Bieleit". Frau B. galt als Das Blocsdorffsche Ehepaar hauste schon seit längerer Zeit in eine ordentliche, fleißige Frau, während von ihrem Manne das Gegenteil erzählt wird. Sonntag abend gegen 10 Uhr kochte sie sich noch Kaffee und ehe sie zu trinken begann, ging sie nach dem nebenan belegenen Restaurant Bieleit hinüber, um dort ihren Mann zu holen. In vergnügter Stimmng entfernte sich der Maler aus dem Lokale. Nach einiger Zeit kehrte er wieder dorthin zurück und rief in die lustige Geſellſchaft hinein:" Ich bin überfallen worden Hals!" Die anwesenden Gäste glaubten jedoch, B. mache einen und meine Frau ist tot. Ich habe furchtbare Krazwunden am Scherz und achteten nicht mehr weiter auf das Vorgefallene. Als B. jedoch bald darauf sagte:" Ich habe meiner armen Frau ins Auge geschossen!", wurde man doch stußig und mehrere Personen begaben sich mit dem Maler nach der Laube, dort wurde B. bereits von der Kriminalpolizei in Empfang genommen. Ein Nachbar hatte den Schuß fallen hören und daraufhin das 105. Polizeirevier alarmiert. Als die Beamten die Laube betraten, fanden sie Frau B. auf den Fußboden dahingestreckt liegend vor. Sie war bereits tot. Eine Revolverkugel, die durch das linke Auge geschossen war, hatte den Tod auf der Stelle herbeigeführt. Neben der Leiche lag die Waffe. Ob Frau B. nun mit Absicht ermordet worden ist, oder ob sie ein Opfer des Leichtsinns ihres Mannes wurde, dürfte durch die Untersuchung festgestellt werden. In der Nachbarschaft war es Rummelplage der Urbanstraße am Hermanplatz berübt worden. Ein nichtsnukiger Bubenstreich ist am Sonntagabend auf einem schon immer aufgefallen, daß B. fast stets einen Revolver bei sich Dort wurde abends in der Zeit zwischen 8 und 9 Uhr einem zwölfführte und sich als guter Schüße rühmte. Die Leiche der unglück- jährigen Mädchen ihr wundervolles, langes, schönes Haar direkt vom lichen Frau wurde, nachdem durch eine Gerichtskommission der Tat- Stopfe abgeschnitten. Der Bube konnte nicht ermittelt werden. Der bestand aufgenommen war, zur Obduktion nach dem Schauhause gebracht. B. wurde dem königlichen Polizeipräsidium zugeführt. Durch Schwefelsäure schwer verbrannt wurde in der A. E. G., Ackerstraße, der Arbeiter Karjunke. Der Verunglückte war an einem Gefäß mit kochender Lauge beschäftigt, welche er durch Hinzugießen derselben Flüssigkeit verstärken wollte. Durch eine Verwechselung des Säureballons schüttete St. aber Schwefelsäure in die kochende Maffe, welche explodierte und ihm Gesicht, Nacken und Hände schwer verbrannte. Der Verunglückte mußte in ein Krankenhaus übergeführt werden. Zwei Arbeiterinnen famen mit leichteren Brandwunden davon, so daß sie in häuslicher Behandlung verbleiben konnten. Der Unfall konnte mir dadurch entstehen, daß der Schwefelsäureballon nicht mit der vorschriftsmäßigen Inhaltsbezeichnung versehen war, in welchem Falle eine Verwechselung ausgeschlossen ist. Vater des Kindes sah sich nach polizeilicher Hülfe um, konnte aber nirgends welche entdecken. Als er dann einen Schutzmann sah und ihm die Sache vortrug, meinte der, das gehe ihn nichts an, und so mußte eine Suche nach dem Attentäter unterbleiben. Das Kind ist durch die gemeine Tat vollständig verschimpfiert. Die Eltern in der dortigen Gegend werden deshalb dringend gewarnt, ihre Kinder dort ohne Aufsicht hinzuschicken. Von einer Lokomotive erfaßt und schwer verletzt wurde auf dem Schlesischen Bahnhof am Sonntag der 30jährige Bahnarbeiter Georg Gäste haben Zutritt. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Kerwschus, der in der Romintenerstr. 9 wohnte. St. überschritt die Der Vorstand. Gleise, ohne darauf zu achten, daß eine rangierende Lokomotive Tegel. Heute Dienstag, den 21. August, abends 81, Uhr, findet herannahte. Er wurde von der Maschine erfaßt und so heftig zur bei Schmidt, Schlieperstr. 64., die Mitgliederversammlung des Wahl- innere Verlegungen davontrug. Von dem anwesenden Bahnarzt Seite geschleudert, daß er einen schweren Schädelbruch und erhebliche Das leidige Abspringen. Ein schwerer Unglücksfall hat sich bereins statt. Auf der Tagesordnung steht: 1. Bortrag des Genossen wurde dem Berunglückten die erste Hülfe geleistet und legterer in Sonntagnachmittag im Straßenbahnbetriebe an der Marchbrücke zu Robert Fendel: Partei und Gewerkschaft". 2. Diskussion. 3. Verwohnhaft, wollte an der erwähnten Stelle einen Wagen der Charschiedenes und Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches und pünkt- besinnungslosem Zustande nach dem Krankenhause am Friedrichshain getragen. Die 56jährige Henriette Waschkau, Bernhardstraße 3 liches Erscheinen ersucht Der Vorstand. übergeführt, wo er Hoffnungslos daniederliegt. lottenburger Straßenbahn verlassen, stieg, während sich der Waggon Schöneberg. Parteigenoffen! Heute Dienstag, abends 8 Uhr, höfen usw. im vorigen Jahre eingeführte Annahmefchluß für gewicht und stürzte auf den Fahrdamm. In besinnungslosem Bu Sechsuhrschluß, Der auf sämtlichen Berliner Junen- Ringbahn- noch in voller Fahrt befand, auf das Trittbrett, verlor das Gleich findei im Obstschen Lokal die Wahlvereinsversammlung statt. Die Frachtstid gut um 6 Uhr abends wird vom 1. Ottober d. 3. tande wurde die Verunglückte nach der Unfallstation XI gebracht. Tagesordnung lautet: 1. Bericht von der Kreis- Generalversammlung ab auf alle Güterabfertigungen des Eisenbahndirektionsbezirks Sie hatte eine schwere Gehirnerschütterung erlitten und fand im 2. Wahl der Delegierten zur Streis- Generalversammlung. 3. Anträge Berlin ausgedehnt werden. zum Mannheimer Parteitag. 4. Vereinsangelegenheiten. 5. VerKrankenhaus Westend Aufnahme. schiedenes. Wegen der reichhaltigen und wichtigen Tagesordnung der Wurstfabrik von H. Schwarz in der Swinemünderstraße hatten für Schweinefleisch, teine alltägliche Erscheinung. Dieser Tage sahen Die vorläufige Beschlagnahme von fünf daß Pferdefleisch in Ein Schwein als Reitpferd ist, noch dazu bei den hohen Preisen werden die Genossen ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. wir dieser Tage nach der Allgemeinen Fleischer- Zeitung" berichtet. wir in einem in der Landsberger Allee belegenen Sommertheater In dieser Notiz war auch bemerkt, daß fast die gesamten Fabrikate( bei Diet) ein solches gelehrtes Schwein, wie es in stolzer Weise der Firma Schwarz von der hiesigen Uniongesellschaft gekauft seinen Herrn auf seinem Rücken auf der Bühne hin und her schleppte würden, die sie an Kolonialwarenhändler usw. bertreiben läßt. Der und auf Anrufen still stand. Das Biest machte auch sonst im Verein juristische Vertreter der Gesellschaft schickt uns nun folgendes mit einem Bonny und einer Dogge die Redensart Dumm wie ein " In Nummer 189 vom 16. August teilen Sie in der Notiz" Die Ein Tierfreund wird auch Schwein" vollständig zu schanden. vorläufige Beschlagnahme von 5 Fak Pferdefleisch" in der Wurst Intereffe finden an den vier erst einige Wochen alten Löwen, die in Faß dem genannten Sommervariété in einem Korbe umbergereicht fabrik von H. Schwarz" mit, daß fast die gesamten Fabrikate werden. Diesen jungen, die Größe eines kleinen Hundes habenden Die Galerie ist für Frauen und Gäste reserviert. Schwarz von der hiesigen Uniongesellschaft gekauft werden." Pankow. Die nächste Wahlvereinsversammlung findet bereits Hierzu bemerke ich namens der Uniongesellschaft: Tieren sieht man gar nicht an, daß sie einmal in der Tierwelt König am 21. Auguſt cr. im Lokale des Herrn Roczycki statt. Tages-" Es ist unwahr, daß die Uniongesellschaft von der Wurstfabrik Klein drängt sich um den Korb, um einmal einen Löwen streicheln Es ist unwahr, daß die Uniongesellschaft von der Wurstfabrit spielen sollen, so ungefährlich sind sie einstweilen, und Groß und ordnung: Referat und Diskussion über die Aufgaben des bevor-. Schwarz, Swinemünderstraße, Wurst erhalten hat, welcher zu fönnen. stehenden Parteitages in Mannheim. Referent: Reichstagsabgeordneter Pferdefleisch beigemengt war. Die Uniongesellschaft hat durch sorgGenosse Kunert. Anträge an den Parteitag. Vereinsangelegen- felben von Pferdefleisch oder sonstigen ungefeßlichen Zusätzen frei festangestellten Beamten, welche bekanntlich den Zivilberufsmusikern Beamte als Taschenspieler. Ueber die Konkurrenz von staatlich fältigste Kontrolle der ihr gelieferten Fabrikate festgestellt, daß dieheiten. Eröffnung pünktlich 8 Uhr. sind. Zu diesem Zwecke läßt die Uniongesellschaft durch den ver- schon lange zu schaffen machen, beklagen sich jetzt auch die Artisten. eidigten Handelschemiter Herrn Dr. Ziegler ständig die Lieferungen In der letzten Versammlung der Internationalen Artisten- Loge untersuchen. Die mir vorliegende eidesstattliche Versicherung des wurde festgestellt, daß in einem größeren Berliner Spezialitäten Herrn Dr. Ziegler, deren Unterschritt notariell beglaubigt ist, er- Theater ein Beamter des Kaiserl. Marineamts als Zauberkünstler gibt, daß die an die Uniongesellschaft gelieferten Fabritate frei von auftritt. Der vielseitige Herr wurde einem berufsmäßigen Artisten Pferdefleisch sind. vorgezogen, da er mit einer geringeren Gage zufriosa iit. Die Charlottenburg. Heute abend 8 Uhr findet die Mitgliederverjammlung des Wahlvereins Rosinenstr. 3 statt. Auf der Tagesordnung steht: Der Parteitag in Mannheim, Referent Mag Schütte. Diskussion und Anträge der Kreis- Generalversammlung. Außerdem Schreiben: wird der Bericht über die Generalversammlung Groß- Berlins erstattet. Die wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das Erscheinen aller Genossen. Franz.- Buchholz. Am Dienstag, den 21. August, abends 8 Uhr, wird die Wahlvereinsversammlung im Lokale des Herrn Kähne abgehalten. Tagesordnung: Vortrag über:" Politischer Massenstreit". Referent: Genosse Strasser Berlin. Diskussion. Bereinsangelegenheiten. Zahlreicher Besuch wird erwartet. " " zu treten. Spandau. " Artisten- Loge beschloß, an das kaiserl. Marineamt die Anfrage zu wehr ging bei ihrer Ankunft gleich mit mehreren Schlauchleitungen| Entschlossenheit muß schließlich auch zum Siege führen. Nach wie richten, ob es seinen Beamten gestatte, als Artisten aufzutreten von zwei Seiten vor, und es gelang dadurch das Feuer auf vor laute deshalb die Parole der Zehlendorfer Arbeiterschaft: und mit gelverbsmäßigen, steuerzahlenden Artisten in Wettbewerb die Möbelfabrik zu beschränken. Grober Unfug lag einer Der Fürstenhof" bleibt so lange einge= Feuermeldung zugrunde, die die 2. Kompagnie nachts schlossen, bis der Arbeiterschaft der Saal zur Opfer des Berufes. Ein schwerer Unglücksfall hat sich gestern gegen 5 Uhr nach der Wichmannstraße 11a rief. In der Verfügung gestellt wird. abend gegen 26 Uhr an der Ecke der Wartburg- und Eisenacher- dem Bahnhof Gesundbrunnen an der Badstraße. Dort war in dem Nacht zum Sonntag gegen 12 Uhr erfolgte ein Alarm nach straße zugetragen. Vor einiger Zeit brannte an dem Hause Wartburgstr. 10 der Dachstuhl ab und seit der vergangenen Woche sind Schlafwagen eines D- Zuges eine Mischung von Acetylen und Gas- St. Bureaukratismus. Der Arbeiter Paul Teichel hatte sich Dachdecker damit beschäftigt, die durch den Brand zerstörten Teile äther in Brand geraten. Es gelang, die Gefahr bald zu beseitigen. am Freitag vor dem Schöffengericht zu verantworten, weil er den wieder herzustellen. Einer der Leute beugte sich während der Arbeit Am Sonntagvormittag hatte die 2. Kompagnie zweimal auf dem am 21. Juni cr. in seiner Wohnung erfolgten Tod seiner Schwägerin etwas zu weit vornüber, verlor das Gleichgewicht und stürzte auf fohlen in einem Güterschuppen. Die Flammen konnten bald gelöscht weisaufnahme ergab folgendes: Am 21. Juni, abends 91%, Uhr, starb Schlesischen Güterbahnhof zu tun. Um 6 Ühr brannten dort Preß nicht rechtzeitig beim Standesamte zur Meldung gebracht. Die Bedie Straße hinab. Mit zerschmetterten Gliedern wurde der Bedauernswerte nach dem Krankenhause gebracht, wo er in hoffnungs- mußte kräftig Wasser gegeben werden, um die Gefahr für den Speicher 22. Juni vormittags zur Ausstellung des Totenscheines zu erscheinen, werden. Um 8 Uhr hatten sich die Kohlen abermals entzündet und die Schwägerin. Der benachrichtigte Arzt versprach, gleich am losem Zustande darniederliegt. Totgefahren durch einen Mörtelfutscher wurde gestern mittag fer 9 zu tun, wo ein Steller in großer Ausdehnung in Flammen mittags gegen 1 Uhr. Teichel begab sich nun mit dem Arzt nach dem Polizeis zu beseitigen. Fast gleichzeitig, hatte die Wehr am Schleswiger fam aber erst, weil er noch einen dringenden Fall zu erledigen hatte, der 50 jährige Tapezierer August Koch aus der Hochmeisterstr. 22. stand. Durch kräftiges Wassergeben gelang es indes, den Brand auf bureau, um dort noch einen erforderlichen Schein zu holen und dann nach Der Kutscher raste mit seinem Fuhriverk die Weißenburgerstraße den Keller zu beschränken. Entstanden ist das Fener durch Selbst- dem Standesamt. Dort wurde eine Legitimation für seine Person von entlang, und als K. an der Ecke der Tresckowstraße den Fahrdamm entzündung von Preßkohlen. Gestern mittag mußte in der Prinzen- ihm verlangt. Diese hatte er nicht bei sich und da der Standeskreuzen wollte, wurde er von dem heraneilenden Wagen umgeworfen straße 16 ein Stellerbrand gelöscht werden, der ebenfalls durch beamte auf der Beibringung der Legitimation bestand, so machte und überfahren. Der Kutscher fümmerte sich aber nicht um den Selbstentzündung von Preßkohlen entstanden sein soll. Betten ihn der Beklagte aufmerksam, daß er bei der Weite seines Weges Verunglückten, sondern hieb von neuem auf die Pferde ein, um sich Möbel und anderes brannten in der Schliemannstr. 20. Ferner( er wohnt in der Seegefelderstraße) dann wohl nicht rechtzeitig durch die Flucht seiner Feststellung zu entziehen. Eines der Tiere hatte die Wehr in der Zionskirchstr. 52, Kronenstr. 22, Gneisenau- wieder erscheinen könne, da das Standesamt um 2 Uhr geschlossen fam jedoch zu Fall und nun gelang es einem Schußmann, den straße 52, Reinickendorferstr. 36 und anderen Stellen zu tun. Uebeltäter vom Bock herunter zu holen. K. wurde nach der Unfallwird. Trotzdem bestand der Standesbeamte auf der Beibringung station in der Schönhauser Allee gebracht, doch starb er bereits auf einer Legitimation. Natürlich war es dem Teichel nicht möglich, bis 2 Uhr den weiten dem Transport an den Folgen eines Schädelbruches. Weg nach Hause zurückzulegen und schickte er deshalb seine Frau am 23. Juni zur Meldung nach dem Standesamt. Trotzdem der Standesbeamte Gericht nach dem Antrage des Amtsanwalts frei. wurde gegen Teichel doch Anflage erhoben. Natürlich sprach ihn das die Gründe kannte, welche die verspätete Meldung verursachte, Mit Lysol vergiftet hat sich am Sonntagabend 6 Uhr, der bei seinen Eltern in der Schulstr. 107 wohnende Tischler Wendtland. 2. nahm die Tat auf dem Abort vor. Seine nach furzer Zeit hinzukommenden Eltern holten sofort einen Arzt, der die Ueberführung des noch am Leben Befindlichen ins Krankenhaus Moabit anordnete. W. starb jedoch schon auf dem Transport. Schöneberg. Vorort- Nachrichten. Gerichts- Zeitung. Bestien. Ein gewaltiger Dachstuhlbrand auf Rigdorfer Gebiet alarmierte gestern mittag neben der Rirdorfer Feuerwehr auch die Berliner Löschzüge 5, 8, 11 und 17 nach dem Kottbuserdamm 99. Das soll nach der vorgelegten Steuerordnung betragen: 1. Im Falle der Die vom Niederbarnimer Kreistage angenommene Konzeffionssteuer Feuer war auf bisher noch nicht ermittelte Weise auf dem Boden Uebertragung der Erlaubnis zum Betriebe einer bestehenden Wirtschaft des Vorderhauses ausgekommen und war erst bemerkt worden, als oder eines bestehenden Kleinhandels auf einen anderen GewerbeWegen Beschäftigung von Schulkindern nach 8 Uhr abends kurz nach 12 Uhr plößlich helle Flammen durch das Dach schlugen. treibenden( Personenwechsel), wenn der Gewerbebetrieb: a) wegen mußten sich die Restaurateure Hermann Brüder und HoffDiese griffen nun mit rapider Schnelligkeit um sich, so daß bei An- des geringen Ertrages des Kapitals von der Gewerbesteuer frei ist, mann, beide in Pichelsdorf, vor dem Schöffengericht verantworten. kunft der ersten Löschzüge schon der größte Teil des Dachstuhles mit 100 Mt., b) wenn die Wirtschaft in die vierte Gewerbesteuerklasse ge- Sie haben schulpflichtige Knaben zu wiederholen Malen nach 8 Uhr seinen Bodenräumen brannte. Der Berliner Brandmeister Runge hört 200 M., c) in der dritten Gewerbesteuerklasse 400 m., d) in der abends mit Regelauffezen beschäftigt. Brüder wurde zu 6 M. und ließ sofort über Treppen und mechanische Leitern hinweg mit fünf zweiten Gewerbesteuerklasse 600 M., e) in der ersten Gewerbesteuer- Hoffmann zu 5 M. Geldstrafe verurteilt. Diese niedere Strafe wird Schlauchleitungen vorgehen, wodurch es gelang, das Feuer inner- flaffe 800 M. 2. Bei Erteilung der Erlaubnis zum Betriebe einer sie wohl faum vor weiteren Uebertretungen abschrecken. halb von 3/4 Stunden zum Stehen zu bringen. Während dieser Zeit neuen Wirtschaft oder eines neuen Kleinhandels das Doppelte der zu 1 war der Verkehr der elektrischen Straßenbahn stark gehemmt. Die vorgesehenen Steuersäge. 3. Eine Steuer wird nicht erhoben, wenn Aufräumungsarbeiten zogen sich bis in die späten Nachmittags- es sich bei der llebertragung einer Wirtschaft um einen Personenstunden hin. wechsel zwischen Eltern, Kindern und Ehegatten handelt. Durch Ein neuer Dachstuhlbrand. Die zweite Kompagnie der Feuer- diese Steuer soll dem Kreise eine neue Einnahmequelle erschlossen wehr hatte gestern einen schweren Tag. Nachdem sie mittags den werden, und, um diese schmackhaft zu machen, soll die Steuer im umfangreichen Dachstuhlbrand am Kottbuser Damm 99 ablöschen Etatsjahre 1907 dem Krankenhausfonds zugeführt werden und erst gebrochene 43jährige Steinträger Friedrich Karl Schulze wurde Der kürzlich aus dem Untersuchungsgefängnis in Rigdorf ausmußte, wurde sie gegen Abend nach dem Stralauer Platz 13 gerufen, vom Jahre 1908 ab zur Deckung laufender etatsmäßiger Ausgaben gestern der Ferienstrafkammer des Landgerichts II vorgeführt, um wo ebenfalls der Dachstuhl des Vorderhauses in Flammen stand. Verwendung finden. In den Kreisen der Gastwirte scheint man sich sich wegen schweren Sittlichkeitsverbrechens zu verantworten. Es Brandmeister Runge eröffnete den Angriff mit mehreren Rohren, sehr schnell mit dieser Steuer auszusöhnen, da durch obige Steuer war ein abscheuliches Familienbild, welches sich vor Gericht entdie über die Treppen und eine mechanische Leiter geleitet wurden. fäße die Gröffnung neuer Schant- und Gastwirtschaften erschwert rollte. Der vielfach vorbestrafte Angeklagte hatte eine unter fittenDas leichte Schieferdach wurde von der Hize durchschlagen, so daß wird. Im übrigen müssen auch hier wieder die leistungsfähigen polizeilicher Aufsicht stehende Frauensperson, der er zuhälterder Rauch guten Abzug fand. Infolgedessen konnten die Lösch- Bororte zugunsten des flachen Landes bluten. Auch dem Teltower dienste leistete, geheiratet und der Ehe war im Jahre 1894 ein mannschaften dicht an den Brandherd heran, wodurch es gelang, Streistage wird die Vorlage nächstens zugehen. innerhalb einer halben Stunde die Gefahr zu beseitigen. Ein großer Kind entsprossen, das inmitten der grauenhaftesten sittlichen VerTeil des Dachstuhles ist indes zerstört. Die Entstehungsursache ist hältnisse aufwuchs und schon früh in ihrem innersten Kern vernicht bekannt. Neber die Tätigkeit der Tuberkulose- Fürsorgestelle liegt nunmehr dorben wurde. Im Frühjahr dieses Jahres waren zwischen den der Halbjahresbericht pro 1906 vor. Danach waren in genanntem S.schen Eheleuten Schlägereien an der Tagesordnung. Nach einer Zeitraumi 537 Familien mit zirka 2680 Köpfen in Fürsorge. Im solchen lärmenden und wüsten Szene lief die Ehefrau S. zur ganzen vorigen Jahre betrug die Zahl der Familien 368 mit Polizei und erstattete eine Anzeige gegen ihren eigenen Ehemann. 1104 Köpfen. Sprechstunden mit ärztlicher Untersuchung wurden Hierdurch wurden geradezu haarsträubende Zustände aufgedeckt, abgehalten 225( im ganzen Jahre 1905 auch nur 225 Sprechstunden). Die schließlich zu der jetzigen Anklage wegen schweren SittlichkeitsEs beanspruchte die Abwickelung der Geschäfte 700 Sprechstunden verbrechens das Material gaben. Es wurde festgestellt, daß der ( gegen 600 im ganzen Jahre 1905). Besuche der Schwester wurden eigene Bater bis in die neueste Zeit hinein sich an seinem Kinde Der Wintergarten hat am Sonnabend seine Pforten wieder ge- in Heilstätten bezw. Seehofpize, in ländliche Pensionen, in Erholungs- berhaftet, bestritt jedoch von Anfang an jede Schuld. Schwer be= 900 gemacht( im vorigen Jahre 1500). Ueberweisungen fanden statt in der schamlosesten Weise vergangen hatte. Schulze wurde sofort öffnet. Das Programm, das geboten wurde, war ein solch aus- stätten, Krankenhäuser und Ferienkolonien im ganzen 98 Männer, lastend war ein„ Kassiber", der im Amtsgefängnis zu Rirdorf bei erlesenes, wie es in dieser Zusammensetzung lange nicht auf dieser 121 Frauen und 147 Kinder. ersten Spezialitätenbühne gesehen wurde. Die Gesamtkosten der beiden ersteren ihm vorgefunden wurde. Auf diesem verräterischen Bettel erDen Clon des Abends Positionen belaufen sich auf rund 65 500 M. Davon entfallen auf die öffnete der Angeklagte seiner Ghefrau die angenehme Perspektive, bildeten das Auftreten der vom Zentral- Theater her bekannten Landesversicherungsanstalten 32 000 m., die Stadt 19 000 m., den Rest er werde sie, sobald er wieder rauskomme", totschlagen, wenn sie Operettensängerin Frl. Weber sowie des beliebten brachte die Fürsorgestelle auf. Außerdem wurden gewährt: 2500 Liter Milch das Geringste gegen ihn aussage. Schließlich unternahm der AnHumoristen Robert Steidl, des langjährigen Inventars des( gegen 2225 im ganzen Jahre 1905), Speisemarken 2250( im ganzen geschuldigte aus dem Untersuchungsgefängnis in Rigdorf einen Apollo- Theaters. Frl. Werber sang das aus der Geisha" bekannte Gold- Vorjahre 3229), Wietszuschüsse, Betten usw. in 134 Fällen( in 131 fühnen luchtversuch, der auch gelang. Es sollte ihm jedoch eine fischlied und anderes, während Robert Steidl, der von seiner Wander- im ganzen Vorjahre) und Desinfektionen in 91 Fällen( gegen 58 im arge Enttäuschung bereitet werden, denn er erfuhr, daß sich seine tournee zurück ist und nunmehr hier seinen Wirkungskreis auf ganzen Jahre 1905). Die Stadt wird, will sie ihrer Aufgabe voll und bessere Hälfte" einen neuen Freund zugelegt hatte. Voller Wut geschlagen hat, mit seinen neuesten Schlagern die Lachmuskeln des ganz gerecht werden, noch weit tiefer in den Säckel greifen müssen. Die stürmte er in deren Wohnung und demolierte hier die gesamte zahlreichen Publikums in Bewegung sezte. Neben seinem„ Automobil- kapitalistische Produktionsweise schlägt Wunden, deren Heilung man Einrichtung, um dann sofort wieder zu verschwinden. Erst vor lied" bewirkte vor allem die Pantomime:" Ein Spaziergang Unter den mit Palliativmitteln nicht bewerkstelligen fann. Sie voll und ganz kurzer Zeit gelang es, den gefährlichen Burschen, der sich bei VerLinden" diesen Erfolg. Auch sonst waren es nur erste Sträfte, die zu heilen dürfte den Kommunen unter den gegenwärtigen Zuständen mandten verborgen hielt, wieder dingfest zu machen. Der sich produzierten; vor allem der Armee- Herkules nicht möglich sein, dazu bedarf es der Beseitigung der kapitalistischen Staatsanwalt hielt den Angeklagten im Sinne des EröffnungsConchas, der mit Kanonenkugeln und Granaten spielte wie mit Produktionsweise überhaupt; aber die kommunalen Verwaltungen beschlusses für überführt und beantragte eine Zuchthausstrafe von Gummibällen. Auch eine Numuner aus einem Zirkusprogramm, ein haben ihr ganzes können einzusetzen, un der volksverheerenden einem Jahr. Die Straffammer ging jedoch erheblich über diesen Reitakt auf der Bühne, wurde mit großem Geschick vor- Strankheit entgegenzuarbeiten. Antrag hinaus und erkannte mit Rücksicht auf den hohen Grad geführt. Chung Ling Soo zeigte sich als chinesischer Zauberkünstler der Verwerflichkeit der dem Angeklagten zur Last gelegten Straf in der schwarzen Kunst, während Cortey als musikalischer Klown Reinickendorf. tat auf 2 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust. und Toledo und Price als Contorsionisten auf ihren Gebieten das Sigung der Gemeindevertretung vom 16. August. Nach ErlediBeste leisteten. Die von früher her bekannte John Tiller- Truppe gung der geschäftlichen Mitteilungen wurde das Gehalt für den anist wohl weniger durch ihr Ballett als durch die prachtvollen Kostüme zustellenden Baumeister auf 5000 M., steigend von drei zu drei wegen eines unsittlichen Attentats auf ein zehnjähriges Mädchen Dieselbe Strafe traf den Maurer Otto Krause, der fich der Erwähnung wert. Alles in allem hat diesmal der Wintergarten Jahren um je 500 m. bis auf 6500 M. und 800 M. Wohnungsgeld vor der 3. Straffammer des Landgerichts I zu verantworten hatte. ein glänzendes Eröffnungsprogramm gebracht. festgesetzt. Die Einkommensteuervoreinschätzungskommission wird Da der 35 Jahre alte Angeklagte unter seinen Vorstrafen auch Orgelkonzert. Mittwoch, den 22. August, abends 71 Uhr, ver- berstärkt; außer den verbleibenden Genossen Ohl und Schilling wird schon eine solche von 1½ Jahren Zuchthaus wegen Sittlichkeitsanstaltet der königl. Musikdirektor Bernh. Frrgang in der St. Marien- Gemeindevorstandes, den§ 5 des Ortsstatuts betr. Anstellung der 2 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust. u. a. Genosse Jendreie neuhinzugewählt. Ein Antrag des vergehens aufzuweisen hat, so verurteilte ihn das Gericht zu firche das nächste Orgelkonzert unter Mitwirkung von Frl. Anna Gemeindebeamten dahin zu ändern, daß fünftig über die Kündigung Borchart( Sopran), Herrn A. N. Harzen- Müller( Baß) und Herrn derselben allein der Gemeindevorstand zu befinden hat Baul Sager( Bioline) Orgelkompofitionen von Burtehude und Reger. auch die Gemeindevertretung ihre Zustimmung geben rief eine Lanzte Mitfahrer war, wurde entlassen, weil er sich trotz mehrjetzt muß Der grobe Kutscher. Der Arbeiter K., der bei der Firma Der Eintritt ist frei. äußerst lebhafte Debatte hervor. Während jämtliche bürger- maliger Aufforderung geweigert hatte, mit dem Kutscher R. zu Radrennen zu Berlin- Steglitz, 19. Auguft. Der Große Preis lichen Vertreter ohne weiteres bereit waren, dem Antrage fahren. Durch Klage beim Gewerbegericht verlangte K. eine Lohnbon Berlin, der nunmehr zum neuntenmal ausgefahren wurde zu entsprechen oder das Mitbestimmungsrecht der entschädigung wegen unberechtigter plößlicher Entlassung. In der und in diesem Jahre hinter Motorschrittmachern über 100 Stilometer vertretung höchstens bezüglich höheren Beamten bei Verhandlung vor der Kammer 8 rechtfertigte er sein Verhalten führte, hatte nicht verfehlt, dem Sportpark Steglitz wieder einen behalten wollten, wehrten sich unsere Genossen mit aller Energie damit, daß jener Kutscher grob sei. Auf Befragen des Vorgroßen Besuch zuzuführen. Das mit vier Breifen von 4000, 2000, gegen jede Preisgabe der schon so geringen Rechte der Ge- fikenden, ob es denn so schlimm mit dem Kutscher sei, sagte ein 1500 und 1200 M. ausgestattete Rennen wurde in einwandfreier meindevertretung. Unsere Genossen wiesen in mehrfachen eingehenden Beuge, ebenfalls Mitfahrer, der Mann sei ja ein bißchen grob, er Weise von dem Weltmeisterschaftsfahrer Paul Guignard( Paris) Ausführungen darauf hin, daß der vom Vorstand zur Begründung sei aber auch bald wieder anders, besonders wenn man wieder mit weitem Abstand vor P. Didentmann( Amsterdam), angezogene Spezialfall durchaus kein Grund zu einem Antrage von grob werde. Der Gerichtshof nahm an, daß Kläger verpflichtet Th. Nobl( München) und Br. Demte( Berlin) gewonnen. so prinzipieller Bedeutung sei und, daß es dem Gemeindevorstande gewesen sei, der Anweisung des Expedienten der Firma zu folgen Robl, der den Großen Preis schon fünf Jahre hinter- nur angenehm sein könne, wenn er nicht allein die Verantwortung und mit dem Kutscher mitzufahren. Allerdings wurde gleichzeitig einander fiegreich bestritten hatte, fonnte sich nach feinem für seine Maßnahmen zu tragen habe. Wir hatten schließlich den dem Prozeßvertreter der Beklagten nahegelegt, daß es doch wohl verhängnisvollen Sturz am er wird uns bei seiner billig wäre, bei der Zuteilung der Mitfahrer etwas darauf Rückauch Demte wurde in seinen Leistungen durch den am vorigen Wiederkehr auf dem Posten finden!- Die Pumpenanlagen auf der sicht zu nehmen, wenn einer gar zu große Antipathie gegen einen 1. Juli nicht zur Geltung bringen, Erfolg, daß der Antrag vertagt wurde Sonntag in Hannover erfolgten Unfall beeinträchtigt. Das Rennen lärstation in der Klirſtraße können infolge des Wachstums des bestimmten" Kutscher hege. Da aber Kläger nach der Auffassung wurde durch keinerlei Motorschäden gestört; alle vier Fahrer fuhren betreffenden Ortsteils den an fie gestellten Anforderungen nicht des Gerichts teinen Rechtsanspruch darauf hatte und somit bis zu Ende mit, nur Demte fiel einigemal von seiner Führung ab. genügen; es wurde deshalb ein Umbau derselben beschlossen. seine Entlassung wegen Verweigerung einer Verpflichtung aus Der Verlauf war ein sehr gleichmäßiger. Guignard nahm von Zehlendorf. dem Arbeitsvertrage als berechtigt angesehen wurde, so riet der vornherein die Spitze vor Dickentmann, Stobl und Demke; die beiden letzteren konnten nicht in Schwung kommen und wurden schon nach darüber Ausdruck, daß Genosse Blaffert, der wegen angeblicher Be- gnügen. Es kam denn auch ein Vergleich, auf 4 M. zustande. Der Dorfmoniteur gab vor einigen Tagen seiner„ Genugtuung" Gerichtshof ihm, sich mit einem kleinen Vergleichsbetrage zu be= der fünften Runde von dem Pariser überholt, während Dickentmann leidigung vom Groß- Lichterfelder Schöffengericht zu drei Tagen länger Widerstand leistete und erst beim 10. Kilometer den Gefängnis verurteilt wurde, in der Berufungsinstanz mit 45 Mark Meineckestraße 11" nannte sich ein vor einigen Jahren auftretendes Hygienische Müllverwertung System Bauer, Charlottenburg, Franzosen vorüberziehen lassen mußte. Die Reihenfolge änderte Geldstrafe davongekommen ist. Die Aufrichtigkeit dieser Genug- Unternehmen, dessen Handhabung zu einem Strafverfahren gegen sich während des nur ganzen Rennens nicht mehr, die Abstände immer größer wurden. tuung" ist und zwar aus naheliegenden Gründen Vom 30. Kilometer anzuzweifeln. den Ingenieur Konrad Bauer und den Kaufmannn Karl Louis ab wurden die in Steglitz gefahrenen Zeiten berbessert. Der Redakteur und Herausgeber des Dorfmoniteur ist bekanntlich Richard Heymann Veranlassung gegeben hat. Gegen beide ist Nach 1 Stunde hatte Guignard 88,370 Kilometer, Dickentmann lichen Anschlagwesens der Sozialdemokratie seit Beginn des„ Fürsten gestern Termin vor der 2. Ferienstrafkammer des Landgerichts I Herr Fischer- derselbe Herr Fischer, der als Pächter des öffent die Anklage wegen Betruges erhoben worden, zu deren Verhandlung zurückgelegt( bisherige beste Stegliger Leistung 84,760 Kilometer). Hof"-Boykotts das Anbringen von Plakaten verweigert hat. Auch anstand. Es war aber nur der zweite Angeklagte erschienen, ilnangefochten beendete Guignard bie 100 Kilometer in 1 Stunde ist zu wiederholten Walen der" Dorfanzeiger" in der gehäffigsten während Ingenieur Bauer sein Ausbleiben mit Krankheit ent 7 Minuten 57 Sekunden( bisheriger Steglitzer Reford 1 Stunde Weise gegen die Sozialdemokratie in ihrem Kampfe um den schuldigt hatte. Es wurde mit Hülfe des Telephons sofort der Ver 11 Minuten 7 Sekunden), Dickentmann 6½½ Runden, Robl 15 anzeiger" ziemlich still geworden; die freisprechenden Urteile teinen Erfolg und so mußte gegen Hehmann allein verhandelt " Fürstenhof" losgegangen. In letzter Zeit ist es im Dorf such gemacht, den Angeklagten zu sistieren, der Versuch hatte aber Runden und Demte 34 Runden zurück. Unter allgemeinem Beifall fuhr Guignard eine Ehrenrunde. einer Anzahl Genossen mögen für den leitenden Geist des werden. Der Ingenieur Bauer hatte ein System zur industriellen Blattes von fühlender Wirkung gelvesen sein. Von einer Sorge um Verwertung und Beseitigung des Mülls in großen Städten erFeuerwehrbericht. Am Sonntag abend um 6 Uhr wurde die das Wohlergehen des Genossen Blaffert im besonderen und das der funden und verschiedene Patente darauf angemeldet. Es war ihm 2. Kompagnie nach der Krautstr. 52 gerufen. Dort auf dem Sozialdemokratie im allgemeinen tann wohl nicht im geringsten die auch in Riydorf ein Platz zur Verfügung gestellt, um durch eine Gewerbehofe", wo die Feuerwehr schon oft zu tun gehabt Rede sein. Die Sache liegt vielmehr so, daß Herr Fischer ebenso dort zu errichtende Fabrik die für alle großen Städte so unendlich hat und wo vor kurzem erst zusammenstöße zwischen Polizei und wie sein großer Bruder Scherl hin und wieder einmal etwas für wichtige Frage der Müllverwertung mit Hülfe feines Systems der Zivil bei einem Brande stattgefunden haben, stand auf dem zweiten die Arbeiter tun muß, umſomehr als ja leider noch eine große An- Lösung zuzuführen. Herr Bauer setzte sich behufs Ausbeutung Hofe eine Tischlerei in großer Ausdehnung in Flammen. Da der zahl Arbeiter Abonnenten dieses Blattes sind. Die Sozialdemokratie feiner Erfindung mit dem Angeklagten Heymann in Verbindung, Brand gleich dreimal gemeldet war, rückten sofort mehrere Lösch geht ohne die wohl- oder übelwollende Anteilnahme bürgerlicher dieser wurde sein kaufmännischer Vertreter und trat mit mehreren züge zur Brandstelle, auch wurde diese von der Polizei schnell ab- Glemente ihren Weg. Daß dies der Fall ist, beweist der geradezu Stadtgemeinden in Unterhandlung. Aus dem Unternehmen ist aber gesperrt, um größere Ansammlungen zu verhindern. Die Feuer- musterhafte Stampf um den Fürstenhof". Eine solche Disziplin und schließlich gar nichts geworden und irgend welcher Metrieb auf dem daß 85,890 Kilometer, Robl 81,630 Kilometer, Demte 73,360 Kilometer der Gemeindes " * Eingegangene Druckschriften. " Der Briefkaften der Expedition. Patienten in Beelitz, Buch usw. Diejenigen unserer Abonnenten, die noch während des ganzen nächsten Monats in der Heilstätte bleiben, wollen uns wegen der Ueberweisung von Freiexemplaren sofort ihre Adresse einsenden, da bei verspäteter Bestellung die ersten Nummern des neuen Monat neu eingesandt werden. Monats von der Post nicht geliefert werden. Alle Adressen müssen jeden H. L. Wanas, Schweden. Ein Adreßbuch speziell für diese Geschäfte gibt es nicht, jedoch sind dieselben spezialisiert im„ Reichsadreßbuch", Verlag Rudolf Mosse, Berlin, enthalten. Bauplah in Rirdorf frat nicht in die Erscheinung. Dagegen machte| Reisende erhielten Beinbrüche, viele andere leichtere Verlegungen an| Kölnischer Bart 8, Abteilung für Invalidenversicherung.- W. H. 8. Sie der Angeklagte, wie die Anklage behauptet, in Verbindung mit Armen und Beinen. Der Personenwagen, der Postwagen und die war berechtigt, die Arbeit zu verlassen, und braucht nicht Schadensersatz zu Bauer, alle Anstrengungen, um von verschiedenen Personen unter Maschine sind stark beschädigt. leisten, wenn sie zur Fortsetzung der Arbeit unfähig geworden ist. mannigfachen Titeln, wie Beteiligung, Saution usw. Geld in die Finger zu bekommen. Nach der Ansicht der Anklagebehörde fallen Kaufmännische Kranken- und Sterbekasse von 1885( E.. 71). diese Maßnahmen unter den Begriff des Kautions- Dienstag, den 21. August 1906, abends 9 Uhr, im Restaurant Frädrich, schwindels. In den unter Anklage gestellten Betrugsfällen Alte Jakobstr. 89: Sizung. handelte es sich um Männer, die sich durch Inserate um eine Ver- Lese- und Diskutierklub„ Sokrates". Mittwoch, den 22. August, trauensstellung bewarben und zur Kautionsstellung bereit erklärten. abends 8 Uhr: Sizung. Vortrag des Genossen Litsin über: Partei und Sie wurden dann vom Angeklagten durch förmlichen Vertrag für Gewerkschaft. Gäste willkommen. die„ Hygienische Müllverwertung" engagiert und ihnen Kautionen sälen, Berlin N., Chausseestr. 103( weißer Saal), ein Vortrag des Herrn Dienstag, den 21. d. M., abends 8 Uhr, findet in den Germaniabezw. Einlogen in Höhe von 1000 bis 3000 M. abgenommen. In Professor Neußner zugunsten der durch die letzten russischen Ereignisse verden Verträgen erschien es so, als ob die Hygienische Müll- armten Russen in russischer Sprache statt. Das Thema lautet:„ Monarcheverwertung" schon in glänzendster Weise praktisch eingesetzt habe, machen in der Geschichte der Staatslehre". von der Regierung und den städtischen Behörden in jeder Weise unterstützt werde und die allerglänzendsten Aussichten für die Zukunft habe. Tatsächlich geschah aber absolut nichts; nach der Auskunft der Magistrate von Charlottenburg, Duisburg, Beuthen und Liegnitz beschränkte sich die Unterstüßung des Unternehmens durch städtische Behörden" auf die einfache Rückäußerung auf Anfragen der Angeklagten bezüglich der Anstellung etwaiger Versuche. Die Leute, die ihre Kaution hingegeben hatten in der Hoffnung, in einem großen Unternehmen eine Lebensstellung zu erringen, sahen bald ein, daß sie gar nichts zu tun hatten und daß die phantasievollen Schilderungen von der Bedeutung des Unternehmens völlig in der Luft schwebten und sie zogen bald wieder ihre Straße, um ihr Geld erleichtert. Das ganze Unternehmen schlief im Jahre 1902 ein und der Angeklagte siedelte nach Dresden über. Dort trat er bald an die Spize einer Aktiengesellschaft, die gleichfalls mit der Müllbeseitigungsfrage sich beschäftigte. Die kaufmännischen Prinzipien, die er dabei verfolgte, gaben aber auch dort der Staatsanwaltschaft Anlaß zum Einschreiten, und er wurde in zwei Verhandlungsterminen zu einer Gesamtstrafe von 5 Jahren 6 Monaten Gefängnis und 600 m. Geldstrafe verurteilt. Diese Strafe verbüßt er gegenwärtig. Was seine hiesigen Verfehlungen betrifft, so bestritt- er im gestrigen Termin entschieden jede betrügerische Absicht. Der spiritus rector des ganzen Unternehmens sei Herr Bauer gewesen, der auf ihn, als seinen Vertreter, in sehr bestimmender Weise einwirkte und dessen Angaben über die Chancen des Unternehmens er unbedingt Glauben schenkte. Auf Grund der bis zum Abend sich ausdehnenden Beweisaufnahme erkannte das Gericht den Angeklagten in einigen Fällen schuldig und verurteilte ihn zu einer Zusatzstrafe von 2 Monaten Gefängnis, i Vermischtes. Fenersbrunst. Sonntag vormittag 11 Uhr brannten in leg zwei Scheunen mit der ganzen Ernte, drei Ställe und das Wohnhaus des Kofsäthen Starge bis auf den Grund nieder. Ausgekommen soll das Feuer in der Scheune des Herrn Gutschmidt sein. Ungefähr um 12 Uhr fam dann die Bornimer freiwillige Feuerwehr, welche aber nur die umliegenden Wohnhäuser schützen fonnte. Da es sehr an Waffer mangelte, war das Löschen sehr schwierig, das Wasser mußte erst in Wasserwagen von der Wublizz geholt werden. Um 3 Uhr fonnte dann die Wehr wieder abrücken. Bergifteter Gurkensalat. Der Vogtländische Anzeiger" meldet aus Zeulenroda, daß dort innerhalb dreier Tage drei Mitglieder der Familie eines Hutmachers an Vergiftung gestorben sind. Die Familie hatte in einem fupfernen Stessel zubereiteten Gurkensalat genossen. Ueber da Ein Wettersturz. II neuter 90-100, Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Markthallen- Direktion.( Großhandel.) Rindfleisch Ia 69-73 pr. 100 ẞfd., 47. Heft des 24. Jahrganges erschienen. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Paul Singer) ist soeben das Ila 63-68, IIIa 57-62, IVa 52-56, englische Bullen- 0,00, dänische Bullen- 0,00, holländ. Bullen- 65-75. Stalbfleisch, Doppelländer 100-110, Es hat folgenden Inhalt: la 80-85, IIa 70-78, IIIa 60-68. Hammelfleisch Ia 77-82, IIa 67-75. Kleinfram. Zur Massenstreitdebatte. Von Henriette Roland- Holst. Rehböcke Ia per Pfd. 0,60-0,65, IIa 0,50 Das Kommunistische Manifest ein Plagiat. Bon K. Kautsky. Schweinefleisch 68-74. Die bis 0,58. Notwild Ia per Pfund 0,40-0,50, IIa 0,20-0,30. Damwild prinzipielle Stellung des„ Jüdischen Arbeiterbundes". Bon A. L. 0,46-0,48. Wildschweine pr. Pfd. 0,00. Frischlinge 0,00 Kaninchen Zur Arbeiter Bunft 6 des Parteiprogramms. Von Karl Zielfe( alle). bildungsfrage. Von J. Brandler. Literarische Rundschau: E. Vander- per Stück 0,40-0,60. Wildenten la per Stüd 1,30, Ila 0,00. Rebhühner, velde, Essais Socialistes. Von 5. Roland- Holst. A. de Morfier, La junge la 1,00-1,40, junge fleine 0,50-0,98, alte 0,80-1,00. Hübner, Journée de huit heures et le salariat industriel. Von ad. br. alte, per Stüd 1,40-1,75, alte, II a 0,00, junge, per Stück 0,60-1,55. Die Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buch- 1,60-2,50, alte per Stud 0,00. Hamburger, junge, per Stück 2,80. Tauben, junge, per Stück 0,35-0,41, alte 0,35. Enten, junge per Stück handlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro Gänse, Quartal zu beziehen; jedoch kann dieselbe bei der Post nur pro Quartal bis 4,00, IIa 2,00-2,90. Poulets per Stück 0,90-1,00, bo. flein 0,35-0,70. Ia per Pfund 0,60-0,69, IIa 0,00, Ia per Stück 3,00 abonniert werden. Das einzelne Heft kostet 25 Pf. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. Hechte pr. 100 Pfd. 90-105. 3ander 00. Schleie 113-125. Bleie, 57-60. Alale, groß 114-119, mittel 94-105, flein u. mittel 60, unfort. 66-68. Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen Plögen 00. Karpfen. 40er 00. Barse 00, flein 00. Bleifische ( Stuttgart, Verlag von Paul Singer), ist uns soeben Nr. 17 des 16. Jahr- 00. Karauschen 80-91. Wels 00. Bunte Fische 65-74. Amerif. do. neuer per 100 Bfd. 110-130, ganges zugegangen. Sie hat folgenden Inhalt: Der Kampf, Erweder des Lachs I Klassenbewußtseins. Bon B. Th. Che und Sittlichkeit. V.( Fortegung.) do. III neuer 50-75. Seelachs 10-15. Flundern, pomm. I, per Schock 9. Frauenstimmrecht. II. Bon a. br. deutschen Genossinnen. Die Mutterschutzforderungen der do. pomm. II 2-3, do. mittel per Kieler, Stiege Ia 4-6, Die Frau in den Krankenkassen. Von E. G. Aus der Bewegung: Von der Agitation. Stifte 2-3, do. flein per Stiste 0,00. Bücklinge, per Ball Kieler 4-5, Von den Organisationen. Stralsunder 5-6. Aale, groß per Pfd. 1,10-1,30, mittelgroß 0,80-1,00 Sonferenz der sozialdemokratischen Frauen des siebenten schleswig- Holsteinschen flein 0,50-0,60. Seringe per Schock 4-5. Schellfische Stifte 3-4, do Wahlkreises. Gewerkschaftliche Rundschau. Notizenteil: Frauenstimm- 1, Stifte 1,50. Stabliau, per 100 fb. 10-13. Heilbutt 25. Sardellen, 1902er. Dienstbotenfrage. recht. Verschiedenes. Quittung. Feuilleton: per Anfer 90, 1904er 88, 1905er 80,00-82,00, 1906er 64. Schottische Bollyeringe sind. Von Theodor Storm. Die Wahrheit. Von Hans Bötticher.( Gedicht.) Wenn die Aepfel reif 1905 0,00, large 40-44, full. 36-38, med. 35-42, deutsche 37-44. Sprüche. Von Leon Holly. Heringe, neue Matjes, per 2 To. 60-120. Hummern, IIa, 100 Pfd. 00. Literatur zur Frage der seruellen Aufklärung der Jugend. III. Von O. P. 4,50-5,00. Galizier 00. Frauen Beilage: Morgen. Von Jakob Loewenberg.( Gedicht.) Krebse, per Schock, große 00, mittel 00, fleine 2,50-3,70, unfort. Eier, Land-, per Schock 2,60-3,30. Butter Bergwanderung. Von Klara Müller- Jahnke.( Gedicht.) Der Staub. per 100 Bfd. Ia 120--122, IIa 116-118, IIIa 112-114, abfallende 90-106. Von Dr. Adams- Lehmann. Rickele. Von A. Fendrich. Die Mutter Saure Gurken Schod 2,60-3,00, Pfeffergurten 2,60-3,00. Startoffeln per als Erzieherin. Für die Hausfrau. 100 Pfd. Rosen 1,75-2,00, neue runde 2,00-2,25, neue blaue 2,25-2,50, neue Die" Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer Berbiter 2,25-2,50. Spinat p. 100 Bid. 12-18. Starotten p. Schock 2,00-2,50. 10 Pf., durch die Post bezogen beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich Sellerie, hiesige, p.Schock 1,25-5,00. Zwiebeln 100 Bfd. 3-3,50 Petersilie, grün, ohne Bestellgeld 55 Pf., unter Kreuzband 85 Pf. Jahresabonnement Schockbd. 1,00. Stohlrabi p. Schock 0,75-1,00. Rettig, bayr., p. Schock 2,40 2,60 m. bis 4,80. Radieschen p. Schock- Bd. 0,60-0,70. Salat, p. Schock 1,00-1,40. Der Wahre Jacob hat soeben die 17. Nummer feines 23. Jahr- Bohnen, grüne, per 100 Pfund 9-12. Wachsbohnen 12-16. Schoten ganges erscheinen lassen. Aus dem Inhalt erwähnen wir die beiden per 100 Bid. 10-16. Pfefferlinge per 100 Bfd. 16-20. farbigen Bilder„ Der Zar verzweifelt" und" Im Kolonialamt stinkts", per 100 Pfd. 4-5. Blumenkohl per Mandel 1,00-2,20. Birsingfohl ver Aus Holland"," Der Verfassungsraub"," Der dumme Nikolaus und das bis 2,00. Steinpilze p. 100 Bfd. 25-30. Gurken, Zerbster, Schock 0,75-1,00, sowie die weiteren Illustrationen„ Die Lieferantenpresse, Modell Fischer", Mandel 1,00-2,00. Rotfohl p. Mandel 2-2,50. Weißkohl p. Mandel 1,50 Sicherheitsventil"," Die Nachwahl in Hagen- Schwelm"," Herr v. Studt do. Einlege-, Schock 1,50-2, do. Rothenbg. 3-4, do. Liegnizer 3-4. oder der Lohn der guten Tat"," Vorsichtige Leute"," Unterm Hollunder- do. Einlege( Senj-)- 5-10. Stohlrüben, Mandel 1-1,25. Tomaten, hiesige busch"," Ein Vorsichtiger" und" Antisozialistischer Zurnunterricht". Der 100 Pfd. 10-12. Birnen, ital. per 100 pfd. 15-25, hiesige 5-14, tertliche Teil der Nummer bringt die Gedichte„ Mit Gott für Tippels Tiroler 14-35, böhmische 7-14, Rettig 7-8. Aepfel, ungar., per 100 jd. 12-15, firch u. Co."," Kronstadt"," Des Kolonialamts Slage"," Guten Morgen, italienische 8-15, hiesige 6-12. Preißelbeeren 16-18, schwedische 22-24. Herr Fischer!"," Am Tor Sibiriens" von Richard Wagner," Entfettungs- Stirschen, sauere 30. Blaubeeren per 100 Bfb. 12-18. Pflaumen, ital. fur"," Rangierer- Los" und außer zahlreichen kleineren Beiträgen noch die runde dunkle per 100 Bfd. 16-25, ital. lange gelbe 15-22, ital. runde novelistische Stizze„ Die Wohltäterin" von A. Fendrich. Der Preis der 16-25, ungarische 10-12, hiesige 10-20, Reineclaude 10-22. 14 Seiten starten Nummer ist 10 Bf. Zitronen, Messina 300 Stück 18,00-20,00, 360 Stück 12,00-16,00, 200 Stüď 7,00-12,00, 420 Stück, tlein 7,00. Pfirsiche, Werdersche per 100 Pfd. 25-35, französische 20-40, italienische I Stiste 1,50-2,00, do. II Stifte 1,20-1,60, do. III Stifte 1,00-1,20, do. in störben per 100 Pfd. 20-30. Witterungsübersicht vom 20. August 1906, morgens 8 Ihr. Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet wochentäglich von 7% bis 9½ thr 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Werkzeichen abends statt. Geöffnet 7 Uhr. Sonnabends beginnt die Sprechstunde um beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Stationen stand mm Barometer ganze Etschtal, am Drtler und das Rosengartenaiet brach aonntag ein furchtbarer Wettersturz unter Gewitterheinungen hen. Die Temperatur ist bis auf den Gefrierpunkt tunten. Die en find bis auf 1800 Meter herab mit Neuschnee Bbedt. R. 54. St. Avold, Lothringen. F. F. 8. Erfundigen Sie sich in einer Aquarienhandlung. Zwei Wettende 1864. Sparkasse verrechnet Innsbru 20. Auguft. Zum zweitenmal in diesem Sommer Zinsen und Binseszinsen. N. H. Wenden Sie sich um Auskunft an ft ein beinahe vommener Wettersturz zu verzeichnen. In den einen Gärtner. F. F. 99. und F. Haubuer. Eine Antwort auf Ihre legten Tagen sanke Temperatur im Tale bedenklich und betrug Anfrage würde als Empfehlung von bestimmten Geschäften zu betrachten gestern 5 Grad ffius; auf den Bergen liegt in einer Höhe von sein, worauf wir uns nicht einlassen können. Siechenhaus. Richten Sie Swinemde. 764 etwa 2000 Mete dichter Neuschnee. Im Tale fällt unablässig ein Ihr Gesuch an den Herrn Direktor der Frrenanstalt Dalldorf, Dr. W. Sander. Hamburg Ist die Benugung der Wohnung mit einer erheblichen Ge- Berlin falter Regen. Iden Bergen sind viele Touristen in den Schutzfährdung der Gesundheit verbunden, so können Sie ohne Einhaltung einer Frantj.a. M. 769 S hütten eingeschni Kündigungsfrist ziehen. R. 5. 28. Staatssteuern müssen Sie zahlen. München 769 N Straßmannstr. 31. 1. Eine Pflanze wird mit dem Einpflanzen Wien wesentlicher Bestandteil des Grundstücks und Eigentum des Grundstückseigentümers. 2. Die Polizeibehörde des Beschäftigungsortes ist zuständig. M. C., Joh. Schulz und A. T. 100. Kommen Sie in die Sprechstunde. 2. S. 15. Es gibt keine gefeßliche Begrenzung. G. 11. Der tägliche eisenbahnunfall. Call( Strecke Euskirchen- Gerols heim), 20. August. Gestern früh 91 Uhr stieß eine Lokomotive auf den Schnellzug Nr. 152 Köln- Trier so start auf, daß der letzte Personenwagen sowie der Postwagen eingedrückt wurden. Zwei Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 21. August. Anfang 7 Uhr. Opernhaus. Bajazzi. Die Puppenfee. Schauspielhaus. Die Journalisten. Menes Operntheater. Das Heimchen am Herd. Anjang 8 Uhr. Lessing. Rosenmontag. Berliner. Sherlock Holmes. Schiller 0.( Wallner Theater.) Morwiß- Oper. Carmen. Urania. Wissenschaftliches Theater. Heute Dienstag im Theater 8 Uhr: Der jüngste Ausbruch des Vesuv. Z OOLOGISCHER CARTEN Täglich ab nachmittags 5 Uhr: Großes 100. J. B. Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilh. Th.) Morwitz- Oper. Dienstag, abends 8 Uhr: Carmen. Morwitz- Oper. Dienstag bis Donnerstag: Geschlossen. Freitag, abends 8 Uhr, bei halben Preisen: Undine. Sonnabend: Geschlossen. Sonntag, abends 8 Ulbr: Opernvorstellung und Abschied Oper in 4 Alten von Bizet. Mittwoch, abends 8 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel: Martha, oder: Der Markt zu Richmond.Lette Donnerstag, abends 8 Uhr: Carmen. Heinrich Bötel: Der Troubadour. Im Garten tägl. gr. Militär- Konzert. 766 WSW 76623 Beller Stationen 14 Haparanda 746 2 Petersburg 756 SW Scilly Aberdeen 3 wolfig 3 bededt 12 3 bedeckt 14 1 bedeckt 11 5 wolfig 12 Paris 767 WSW 754 770 SSD Mohrrüben Belter Zemp. n. E. 4 bedeckt 9 3 halb bd. 2Nebel 14 16 2 bedeckt 1wolfen! 11 14 765 NA 4 halb bd. 14 Wetter- Prognose für Dienstag, den 21. August 1906. Ein wenig wärmer, zeitweise heiter, vorwiegend wolkig mit frischen Westwinden. Keine erheblichen Niederschläge. Berliner Setterbureau. Bad+ Bernhard Rose- Theater, straße 58. Sonnabend, den 25. August 1906: ** 25jähriges Stiftungsfeste des Gesangvereins. ,, Glück zu( M. d. A.-S.-B.) Chormeister: Herr H. Schulken unter gütiger Mitwirkung der Gesangvereine ,, Lerche"-Berlin und ,, Melodia"-Rixdorf sowie des gesamten Theater- und Spezialitäten- Personals. 66/12 Eintritt 30 Pf. Im 8aale: Gr. Fest- Ball. Herren zahlen 50 Pf. nach. Anfang 4 Uhr. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Alle Sangesfreunde sind hierdurch freundlichst eingeladen. Landsberger Allee 76/79( Ringbahnstation). Bei ungünstiger Witterung findet die Vorstellung im Saale statt. Militär- Doppel- Konzert Diez. Spezialitäten- Theater. Eintritt 1 M., v. 6 Uhr ab 50 f. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Wegen koloffaler Nachfrage bis 30. August prolongiert. Schiller N.( Friedrich Wilhelm Neues kgl. Operntheater städtisches- Theater). Geschlossen. Komische Oper. Hoffmanns Er zählungen. Westen. Die lustige Witwe. Zentral. Der Rastelbinder. Trianon. Die Frau ohne Lächeln. Lustspielhaus. Spazzenliebe. Kleines. Mimensiege. Diplomatie in der Ehe. Das Trottoir roulant. Carl Weiß. Adele. Metropol. Auf ins Metropol. Apollo. Berlin im Omnibus. Das Spezialitäten. ( Kroll). Anfang 7, Uhr. Das Heimchen am Herd. Mittwoch: Der Troubadour. Donnerstag: Das goldene Kreuz. Sonnabend, 25. August: Sondervorstellung: Fledermaus mit Konzerteinlag. Mitwirkende: L. Godowsky, Fr. Prevosti, Ludwig Wüllner. Vorverkauf im kgl. Opernhaus, Schalter II, A. Wertheim und Invalidendank. Wintergarten. Tortajada. Spezialit. Komische Oper. Passage. Willy Prager. Spezialit. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Der jüngste Ausbruch des Vesuv. Sternwarte, Invalidenstr. 57/62. Ferdinand Bonns Berliner Theater. Sherlock Holmes. Dienstag und folgende Tage: Anfang 8 Uhr. Kleines Theater. Anfang 8 Uhr. Ein idealer Gatte. Mittwoch: Komische Oper. Hoffmanns Erzählungen. Heute abend 8 Uhr: Mittwoch: Hoffmanns Erzählungen. Donnerstag: Hoffmanns Erzählungen. Freitag: Figaros Hochzeit. Zentral- Theater. Raffelbinder. Operette in ( Operette). 8 Uhr: 3 Akten. Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Im Theater: Täglich 8 Uhr: Letztes Gastspiel von Fritz Kidaisch: Adele. Im Garten: Heute Abschiedsbenefiz für den Kapellmeister Rich. Antonius. Gr. Spezialitätenvorst. Fr. Waldow Kinder der Sonne. als Gaft. infang 5 Uhr. Täglich: 16 Löwen Sowie 4 neugeborene werden im Löwen Publikum herumgezeigt. Die größte Sensation u. beste Gruppe der Welt: Im Salon des Löwenbändigers. Ein Dompteur, eine Tänzerin im Löwentäfig und eine Dompteuse mit noch nie gesehenen Tricks. 11 ihr abends: Fütterung sämtlicher Bestien aus den Händen des Dompteurs. The Carl Damman- Familie, Amerikas beliebteste Akrobaten, und das neue beste Programm Berlins.. Kaffeeküche. Volksbelustigungen aller Art. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Vorzugskarten find gültig. Max Kliems Sommer- Theater. Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Apollo- Theater Novität! 10 Uhr! 10 Uhr! Großer andauernder HeiterkeitsErfolg! Metropol- Theater Henry Bender. Josef Giampietro. Fritz Massary. Auf- in's Metropol! Berlin im Omnibus. Tanz in 9 Bildern v. Jul. Freund. Im zweiten Bilde: Der Omnibus- Trick. Vorher: Gute Spezialitäten! Ab 72 Uhr: Garten- Konzert. Anfang 8 Uhr. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Heute Dienstag, den 21. August cr.: Große Jahresrevue mit Gesang u. Musik von Viktor Hollaender. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Deutsch- Amerikanisches THEATER, Köpenickerstr. 67-68 DONNERSTAG, 23. Aug., abends 8 Uhr: PREMIERE Gastspiel Adolf Philipp Spezialitätenvorstellung Gr. Extra- Benefizvorstellung Im wilden Westen. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Residenz- Theater.| Folies Caprice Direktion Richard Alexander. für Flotte Bursche. 4 heitere Bilder m.Ges. v.A.Philipp Komische Operette von J. Braun. Musik von Fr. v. Suppé. Dazu das großartige August- Spezialitäten Brogramm. Fröbels Allerlei- Theater Im Saale: Gr. Ball. Anf. 4, Uhr. Billettvorverkauf von 10-1 Uhr an Heute und folgende Tage Anf. 8 Uhr: Linienstr. 132, Ecke Friedrichstraße der Theaterkasse. Die Höhle des Löwen. Schwant in 3 Aften v. M. Hennequin und P. Bilhaud. Gaston Chalindrey: Rich. Merander. Wiedereröffnung 1. September. Vorverkauf ab 20. August. Lustspielhaus. Täglich 8 Uhr: Spatzenliebe. Schönhauser Allee 148. Klown Dolly ist da! Taglionis Ballett- Ensemble. The Regahs musikalischer Akt. Das Bild des Vaters. Bolksstück in 2 Aften. Anf. 4% Uhr. Tanz. Entree 30$ 1 W. Noacks Theater. Direffion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Die neue Herrin. Lebensbild von Kalisch. Fredo Seyband, Berwandlungs. Schauspieler. Dazu die andern Spezialitäten. Anjang 6 Uhr. Kaffeeküche von 3 Uhr. Bei schlecht. Wett.: Borstell. im Saale. Volksgarten- Theater. Badstr. 8( Behm- u. Bellermannstr.) Täglich: Konzert, Theater u. Spezialitäten. Das neue August- Programm! Monte Christo, The Barret, Henry Sago, Verona de Fonseca, Berwand lungs- Schauspielerin. Hierzu: ,, Auf fremder Erde". Gr. Ausstattungsstück mit Gesang ut. Tanz in 3 Bildern von Hugo Schulz. Jed. Mittwoch: Gr. Kinderfreudenfest. Jed. Donnerst.: Gr. Brill.- Feuerwerk. Volksbeluftigungen aller Art. Die Kaffeeküche ist v. 1 Uhr an geöffnet. Schweizer Garten Am Königstor Am Friedrichshain. Täglich: Theater- Vorstellung, Spezialitäten u. Ball. Berlin arm und reich. Boltsstück mit Gesang in 2 Aften. Der mysteriöse Wunder- Globus. ( Das Rätsel aller Rätsel.) Der Antipode auf lebender Brücke. Die 5 Jaksons, Afrobaten. Clothilde u. Bertram. Trio Schlaraffia. Wochentags: Damentanz frei. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Bf. WINDED ARTEN 765 Großer Erfolg des Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: Die Frau ohne Lächeln. Nur noch Eröffnungs- Programms. 9age Robert Steidl, Humorist. Das Erntefest, engl. Ballettszene. Paul Conchas, Kraftjongleur. Anfang 8 Uhr. Darum auf zum Nur noch 9 Tage Bonhair Gregory, Akrobat- Truppe. 1. Deutsch- Amerikanischen Campbell und Johnstone, Der Biograph. komische Radfahrer. Mia Werber, Sängerin. Chung Ling Soo, chin. Zauberkünstl. De Witt Burns und Torrance, amerikanische Exzentriks. Die Pisslutti, Reitakt. Ferry Corwey, musikal. Klown. Price u. Toledo, Kontorsionisten. Anfang 8 Uhr. Sanssouci. Kottbuser • Straße 4a. Sonntg., Montg. Donnerst. und Sonnabend: Hoffmanns Nordd. Sänger und Tanzkränzchen. Zum erstenmal: Gute Nacht, Karoline. Jeiteles als Einbrecher Entr. 30 Pf., mum. Pl. 50 Pf. Sonnt.Beg. 5, Wochent. 8U. Im Borgart.: Freikonzert. Welt- AusstellungsBiograph-( St. Louis) Theater lebender Photographien mit abwechselndem Abnormitäten- Progr. Verbindung mit größter FilmsFabrik Frankreichs, daher täglich neueste Bilder. Den ganzen Tag Vorstellung. Walhalla- Variété- Theater Otto Pritzkow, Münzstr. 16. Direktion: P. Saitmacher. Weinbergsweg 19/20, am Rosenthaler Tor. Eröffnung Cirkus ! Passage- Theater. Anfang 8 Uhr. Nyssima internation. Couplet- Sängerin. Auf der diesjährigen SchönheitsKonkurrenz in Karlsbad mit dem ersten Preise gekrönt. 14 erstklassige Nummern! in der Memelertraße 6stbahn- Park Heute Dienstag, 21. August, abends 8 Uhr: Das 210/14 Riesen- AttraktionsProgramm. Schlager auf Schlager LaMatchiche Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger Anfang Wochentags 8, Sonntags 7 Uhr. Armin Hallen, Kommandantenstr. 20. Telephon: Amt! No. 8985. 1908L* Gr. u. kl. Festsäle mit und ohne Theaterbühne, auch Sonnabende und Sonntage, in diesem und im nächsten Jahre frei. 8 Vereinszimmer, 5 Pianos, 2 Harmoniums und 1 Flügel stehen den geehrten Vereinen zur gefälligen Verfügung. Am Küstrinerplatz, Rüdersdorferstr.17 Hermann Imbs. Täglich: Gr. Konzert, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Etablissement Buggenhagen Moritzplatz. Täglich im Garten bezw. in den unteren Sälen Gottschalk Freikonzert Mittwoch u. Sonnabend: Freitanz. Gustav Behrens Theater, Berlin O., Frankfurter Allee 85. 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Ehre seinem Andenken! 152/7 Die Ortsverwaltung. Arbeiter- Raucher- Bund Berlins und Umgegend. Hiermit die traurige Nachricht, daß unser Bundesmitglied Friedrich Schiele vom Klub Fidelitas" am 17. d. M. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am nachmittags 4 Uhr, von der LeichenDienstag, den 21. d. M., na halle des Alten Pauls- Kirchhofes in Blößensee aus statt. 267/4 Der Vorstand. Sozialdemokratisch. Wahlverein Treptow- Baumschulenweg. Nachruf. Den Parteigenoffen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Rohrleger 207/7 Edmund Weber im 51. Lebensjahre verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den Bezirk Weißensee. Todes- Anzeige. Am Freitag, den 17. d. Mts., verstarb unser Mitglied, der Maurer Karl Hahn Streustr. 70. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Dienstag, nachmittags 5 Uhr, von der Halle des GemeindeFriedhofes, Nölfestraße aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 18/10 Der Vorstand. Am 17. d. Mts., nachmittags 8 Uhr, entschlief nach langen, schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater und Bruder Karl Marschner. Marie Narschner geb Düring nebst Kindern. Die Beerdigung findet am 22. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, von der Zeichenhalle des ZentralFriedhofes in Friedrichsfelde aus statt. 6716 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Bruders Peter Petersen sagen wir dem Wahlverein und dem Verband der Schneider( Charlotten burg) sowie allen Kollegen und Bes fannten unseren herzlichen Dank. 6756 Geschwister Petersen. Für die rege Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes Albert Richter sagen wir allen Verwandten, Bes kannten und Kollegen sowie der Firma Bernhardi u. Berger unseren 6795 besten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Orts- Krankenkasse der Vergolder u.Berufsgenossen. Einladung zu der am Mittwoch, 29. August, abends 8 Uhr, stattfindenden außerordentlichen: General- Versammlung ( auf Beranlassung der Aufsichtsbehörde) Gewerkschaftshause, Engelim Ulfer 15, Saal 5. Tages- Ordnung: 1. Statutenänderung( insbesondere Herabsetzung der Leistungen oder Er. höhung der Beiträge). 2. Verschiedenes. 275/1 Der Vorstand. NB. Die Karte dient als Legiti: mation und wird am Eingange des Versammlungslokals abgenommen. Ohne Karte fein Zutritt. PrinzenDr. Simmel, Str. 41, Spezialarzt für 137/ 13* Haut- und Harnleiden. 10-2,5-7. Somitags 10-12, 2-4. Kranz- und Blumenbinderei vou Robert Meyer, nur Mariannen- Straße 2. Nähmaschinen rifter. Roßmann) billigst, auch gegen Teilzahlung. Zuschneide- Kursus gratis. Rosenthalerstr. 19. 18722* Sommerpreise bis 15. September c. A. B. Koch, Kohlen- Groß- Handlung Berlin 0. 34, Brg berchr. 15. 7, 5040. 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