Nr. 48. Erscheint täglich außer Montage Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetrc.gen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 8 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Benth- Straße 2. Bur Kritik der preußischen Steuertarif- Debatten. I. Allgemeines. Der Angelpunkt der preußischen EinkommensteuerReform ist der Steuertarif, welcher das Verhältniß der Steuer zu der Größe des Einkommens, von welchem sie erhoben wird, festzulegen hat. Die Tarifdebatten, welche das Abgeordnetenhaus vom 16. bis 18. Februar beschäftigt haben, sind deshalb von nicht zu unterschätzender Bedeutung: sie werfen ein helles Licht auf die Interessenkämpfe und Interessengegensätze der bürgerlichen Klassen und zeigen die wirthschaftlichen Nothwendigkeiten welche das Dasein der politischen Parteien folgerichtig bestimmen. Donnerstag, den 26. Februar 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. ihre innige Liebe für die kleinen Leute bekunden, zeigten sich, wie wir später sehen werden, als die muntersten Vertheidiger der Großen auf Kosten der Kleinen; die um Richter meinen wir. Um so theilnahmsvoller war die Kommission bei den Stufen, die in den Grenzen 2400 bis in 9000 Mark liegen; hier gab es durchweg Abstriche, und Co gerade die höheren Stufen wurden am besten bedacht. Bleiben also noch die großen Einkommen von über 30 500 Mart, wo der Steuersatz bis zu 100 000 Mark auf 4 pCt. aufsteigt, um von da ab stationär zu bleiben. Um die Wirkung dieses Tarifs in einzelnen Steuerstufen nach Steuersatz und dem prozentualen Verhältniß desselben zu dem betreffenden Einkommen klarzustellen, ist von der Kommission folgende Zusammenstellung gemacht worden: Stufen Mark von mehr als: bis einschließlich: Mart Mart 1500 1650 Mark 21 1650 1800 26 1800 2100 31 2100 2400 36 2400 2700 44( 45) 2700 8000 52( 54) 3000 3300 60( 66) 3300 13600 70( 78) 3600 3900 80( 92) 3900 4200 92( 106) 4200 4500 104( 120) 4500 5000 118( 135) 5000 5500 132( 150) 5500 6000 146( 165) 6000 6500 160( 180) 6500 7000 176( 195) 7000 7500 192( 210) auf, 7500 8000 212( 226) 8000 8500 232( 242) Steuersatz Mart pCt. 8500 9000 252( 258) 29 500- 30 500 900 3 9000 9500 276 30 500- 32 000 960 3,07 9500 10500 300 32 000-34 000 1040 3,15 Sie steigt bei höheren Einkommen 36 000-38 000 1200 3,25 38 000-40 000 1280 3,28 von mehr als bis einschließl. in Stufen von um je 40 000-42 000 1360 3,32 Mart Mart Mart Mart 48 000-50 000 1680 3,43 10 500 30 500 32 000 30 500 1000 30 56 000-58 000 2000 3,51 32 000 1500 60 58 000-60 000 2080 3,53 78 000 2000 80 68 000-70 000 2480 3,59 78,000 100 000 2000 100 76 000-78.000 2800 8,64 78 000-80 000 2900 8,67 80 000-82 000 3000 3,70 82 000-84 000 3100 8,78 84 000-86 000 8200 8,76 88 000-90 000 3400 3,82 96 000-98 000 3800 3,92 8900 3,94 4000 ထိ Die Regierungsvorlage hatte in ihrem Steuertarif eine Progression bis zu drei Prozent vorgesehen und ließ diese drei Prozent bei 10 000 M. Einkommen beginnen. Die Kommission, welche den Gesetzentwurf für die Plenarberathungen der Kammer vorzubereiten hatte, afzeptirte die Vorschläge des Finanzministers nicht; sie nahm die Stufen von 9500 bis 10 500 m. in Uebereinstimmung nit der Vorlage zwar als Ausgangspunkt der Degression Bei Einkommen von mehr als 100 000 m. bis einvon drei Prozent, verschärfte dieselbe aber bis zu 2400 M. Schließlich 105 000 m. beträgt die Steuer 4000 M. und herab gegen die Vorlage. Sie unterwarf andererseits bei steigt bei höheren Einkommen in Stufen von 5000 M. Einkommen von über 30 500 m. das Mehr an Ein- um je 200 M.( Die Regierungsvorlage setzte für die höheren kommen einem höheren Steuersatze, so daß bei einem Ein- Einkommen( über 10 500 M.) fest, daß dieselben bis einkommen von mehr als 100 000 m. eine Besteuerung des schließlich 100 500 Mark in Stufen von je 1000 Mark Gesammteinkommens mit vier Prozent, aber nach der um je 30 Mark, von da ab in Stufen von je 5000 Es gehört eine lebhaft arbeitende Einbildungskraft unteren Grenze der Stufe berechnet, eintrat und demnächst Mark um je 150 Mark steigen sollen. verblieb. Schließlich wurden die einzelnen Stufen zwischen Wer die ziffernmäßige Uebersicht auf die Vertheilung dazu, wenn der Herr Finanzminister angesichts dieser 30 500 und 100 000 M. auf 1500 bezw. 2000 M. gegen der Steuerlast nach der sozialen Schichtung der Ein- Regelung in der Kommission( nach dem Kommissionsbericht, 1000 M. der Vorlage erweitert. tommentlassen hin prüft, wird leicht finden, daß für die S. 34) erklären konnte, dieselbe komme beinahe auf eine 98 000-100 000 100 000-105 000 " Da der Kommissionsbeschluß vom Plenum Kommission die dürftigen und kleinen Einkommen von Progressivsteuer hinaus". Dieser zaghafte Aufstieg, der fanttionirt wurde, und zum besseren Verständniß 900 bis einschließlich 2400 Mark ,, tabu" blieben; d. h. nicht etwa die Rente der Reichen um so schärfer faßt, je der folgenden Auseinandersetzungen ist es angebracht, den sie mied mit heiliger Scheu eine Revision des von Herrn höher sie wird, sondern mit minimalen Ansprüchen an Steuertarif der Kommission wiederzugeben; die Ansätze Miquel für diese Kreise der Bevölkerung in Vorschlag ge- die potentesten Steuerpflichtigen herangeht und die Kapitalder Regierungsvorlage, soweit sie von dem Kommissions- brachten Tarifs, eines Tarifs, der unzweifelhaft so gut fräftigsten am mildesten behandelt dadurch, daß die Eintarif abweichen, sind in Klammern beigefügt. wie feine Erleichterung für jene, die sie am nöthigsten be- kommen über 100 000 m., ganz gleich, wie hoch sie sich stellen, durften, herbeigeführt hat. Die misera contribuens plebs, nur mit vier vom Hundert herangezogen werden, ist so steuerzahlende Volksmasse einschließlich des wenig eine Progression, wie der Miquel'sche Entwurf Kleinbauernthums, der Kleinhandwerker, Krämer, Subaltern- eine Steuerreform im großen Stile ist. Es ist die alte beamten u. s. w., kam für die preußische Kammer, die Geschichte: Die Einkommensteuer beträgt jährlich bei einem Eintommen: von mehr als: bis einschließlich: Mart 6 Mart Mart 900 1050 1050 1200 1200 1350 12 1350 1500 16 926 Feuilleton. Rachbruc verboten.] Bei Mama. Roman von Arne Garborg. ( 48 „ Ja, die arme eben eine Mandatarin der Bourgeoisie in ihren verschiedenen Schattirungen ist, gar nicht in Betracht. Und gerade diejenigen, welche bei den Reichstags- Wahlen am lautesten " Ich tripple nach, so lange Zeit; Wie find die Andern schon so weit! Ich hab' zu Hause keine Ruh' Und komme hier doch nicht dazu." aber nichts anderes hat als das, so langweilt man sich da- früher und in den. Ferien reifte er heim nach Bergen. Er bei zu Tode."—" Ja, aber wir haben nicht einmal das. wollte sich ums alte Liebchen umsehen, sagte er; es war Wir können nicht einmal so viel wie in ein Kaffeehaus Scherz, allein es that ihr dennoch weh; es peinigte sie von „ Könntet Ihr es, so nun an leise Eifersucht. gehen, wenn wir uns langweilen." ausgenommen würdet Ihr Euch noch mehr langweilen, Er wollte nicht heirathen, das wußte sie. Aber anIhr kneiptet und bummeltet mit ihm." „ Es kommt also genommen, er fand eine intelligente Dame, die sein Kamerad beständig auf eins heraus?"-" Ja, ganz... bis die sein wollte-? Sie machte sich ein Bild von dieser Und dann werden wir intelligenten Dame und begann in der Stille sie zu haffen. Sache in Ordnung gebracht ist." glücklich sein?"- Dann wird es wenigstens um Ein großes Leiden weniger geben." ,, Ach Er hatte drei Wochen frei; niemals hatte sie eine so Also werden wir in die Ammenstube verwiesen?" Es soll langsam verschleichende Zeit durchlebt. Schließlich war's Euch, zum Teufel hinein, gestattet sein, ganze Heere zu komman„ Sie reden vom Kind... es ist ohne Zweifel oft vorbei und in bebender Spannung begab sie sich an die diren; aber wenn Ihr es eine Weile probirt habt, so werft Ihr Euch wohl auf Eure Knie und faltet Gure Hände und eine recht armselige Freude, welche die Mütter an ihren alten Stelldicheinplätze. Er war nicht da. Zag um Tag meint, als ob man Euch geprügelt hätte;„ Lieber Gott, Rindern erleben."-" Dann ist es nur ihre eigene Schuld." wartete fie; er ließ sich nicht blicken. man kann doch von ihnen nicht alles verErnstlich bange wagte sie sich eines Morgens während gieb uns ein Kind und eine Ammenstube!" „ doch. Von den beiden Theilen, den der Amtsstunden in seine Wohnung und fragte nach ihm; Was langen?" vielleicht ist es so.... Es nügt wohl nichts." nüßt nichts? Das Weib hat feine Zukunft; es wird Eltern und den Kindern, sind es bekanntlich nur die ja, er war zurückgekehrt. Gott sei Dant, so war es doch Das wäre an- nicht die Kokette in Bergen. Es mußte ihm irgend ein bevor... nicht als Mann, selbstverständlich, aber als des genehm für mich!" lachte sie; denn ich habe eine Bedenken aufgestiegen sein, zum Beispiel wegen ihres Mannes Kamerad; andererseits steht dem Manne noch sehr Mutter, gegen welche ich gar nicht bin, was ich sollte. Rufs", wovon er hier und da etwas gemurmelt hatte. viel Glück bevor, nämlich als des Weibes Kamerad nichts aus ihr." " Ihr Frauen werdet " " " " " Ich habe keine Spur von Vertrauen zu ihr, sie ist mir Als ob es nicht einerlei war, was gewöhnliche Leute Dann hat sie eben Ihr Vertrauen meinten! und gebildete Menschen dachten nicht so niedrig; ganz einfach gezwungen sein, nichts.... " Sagen Sie mir, wenn jungen Schauspieltalente herum, und es krähte doch kein „ Na-" Latein zu studiren, aus Rücksicht auf uns unglücklichen nicht zu gewinnen verstanden. Glauben Sie vielleicht ans trieb sich Ebba Lehmann nicht Tag und Nacht mit diesem Männer." Ach, es steht doch wohl nicht so gefährlich um Euch?" " 1 vierte Gebot?" " Mit uns steht es am Schlimmsten." man Ihnen nicht erzählt hätte, daß Frau Holmsen Ihre Hahn danach Ueberdies, ihr Leben ihrem Rufe" opfern jedenfalls liegt es uns ferner. Wir haben nur das Weib, mich auch immer gut gewesen." So haben Sie sie so all ihre Tage so traurig gehabt hatte; jedenfalls würde er " Ja. Wir haben nicht einmal das Kind: Mutter ist, was dann?"" Ja, aber sie ist eigentlich gegen... niemals konnte jemand dies von ihr verlangen, die es „ Ah?" Frau und wenn dasselbe uns nichts anderes sein kann, als unsere lieb wie jede andere Dame, die eigentlich gegen Sie auch nicht so grausam sein; und wenn er es selbst im Stande gehen, theils als Hagestolze, theils als Ehemänner, und nicht affettirt?" ..nun, Sie sehen ja selbst, wie einsam wir herum immer gut gewesen; was zum Kukuk; Sie sind ja doch war, so würde er ihr wenigstens Gelegenheit bieten, selbst unsere Zeit mit Billardspiel und Diversem todtschlagen. Bezu wählen; er würde sich nicht für berechtigt ansehen, über Er war fast zornig. Ihr schien es aber, sie habe nun ihr Dasein nach eigenem Gutdünken zu verfügen... O Gott, sei barmherzig gegen mich, o Gott! sei barmherzig Im Laufe des Sommers kam Gram unregelmäßiger als... nur dies eine Mal... hüte! Das Billardspiel ist unterhaltend, und alle möglichen einen Gewissensbiß weniger. anderen Liebhabereien sind auch unterhaltend; wenn manl Die Angst vor der Einführung einer wirklichen und ,, Beharren Sie auf dem bisherigen Modus, lassen der heutigen ganz kolossalen Summe. Heute sind die auf rationellen Progressivsteuer, welche das höhere Einkommen Sie den Einzelnen blos deshalb mehr zahlen, weil er mehr den Kopf der Bevölkerung in Preußen fallenden indirekten mit einem höheren Prozentsaze zur Steuer veranlagt, hat, so verfahren Sie nicht anders, als die Kommunisten, Steuern fast dreimal so hoch wie der entsprechende Betrag dem Sage wird wohl ward nur übertroffen allein durch die rührende Unkenntniß die auch das Vermögen deshalb bestrafen, weil es da ist." von direkten Steuern. Damit ist die Grundlage der Geschichte des Steuerwesens, wie sie in den Verhand Wenn von den Regierungsvertretern und von Ab- Niemand widersprechen können lungen der Kommission und des Plenums mehr als ein geordneten die Freilassung der Einkommen bis 900 M. unseres Wahlrechts, nicht zwar formell, aber materiell mal erheiternd zu Tage trat. Man denunzirte den Phi- als ein sozialpolitischer Erfolg gefeiert wurde, so gebührt durchaus verrückt. Namentlich entspricht die Wahlberech listern die Progressivsteuer als eine sozialdemokratische es sich an dieser Stelle kurz darauf hinzuweisen, weshalb tigung der unteren Klassen in keiner Weise mehr der Erfindung und ein Stück geschichtlichen Humors liegt darin, der Fiskus auf diese Einkünfte Schritt vor Schritt, von steuerlichen Leistung dieser Klassen. Denn es liegt auf daß ein nationalliberaler Abgeordneter, Herr Peters, 1873 an, verzichtet hat. In erster Reihe deshalb, weil der Hand, daß für die unteren Klassen die Zahlung der auf diese Unterstellung schlankweg erwiderte( S. 902 des ihr Ertrag nicht die Mühe der Eintreibung lohnte, weil großen Beträge an indirekten Steuern verhältnißmäßig Sten. Ber.): die arbeitende Klasse unter dem Drucke der sich von Jahr viel mehr bedeutet, als für die mittleren und für die Meine Herren, es soll die Erhöhung des Steuermaximums zu Jahr sich verschärfenden Noth, seit 1879 belastet durch oberen Klassen. Die breite Masse der Bevölkerung ist es weiter fein eine Maßregel, die der von den Sozialdemokraten die Hochschutzöllnerei, dem Exekutor nur zu viel zu thun hauptsächlich, welche diesen kolossalen Betrag an indirekten vorgeschlagenen Progressiviteuer entſpreche. Ich glaube, die gab. Greifen wir auf die Denkschrift zurück, auf welche Steuern aufbringt. Die Maffe muß es hier eben bringen. wird, widerspricht dieser Behauptung. Abgesehen davon will gestützt die preußische Regierung im Jahre 1872 die Um- Mit dieser so bedeutend vermehrten Verpflichtung gegen ich gerne zugeben, daß die allgemeine Auffassung über sozial- gestaltung der Klaffensteuer empfohlen hat. Danach waren über dem Staate hat nun aber die Berechtigung auf dem politische Dinge, die durch die Bestrebungen der Sozialdemo- bereits im Jahre 1871 für den Durchschnitt der Bevöl- Gebiete des Wahlrechts in keiner Weise Schritt gehalten." fratie jetzt auch in bürgerlichen Kreifen gang und gäbe ge- ferung der klassensteuerpflichtigen preußischen Städte zur worden sind, durchaus berechtigt ist, und mir scheint, daß, wenn die besitzenden Klassen durch das, was sie von den Sozialdemo- Aufbringung von je 100 Thalern Klassensteuer folgende fraten gelernt haben, opferivilliger gegenüber dem Gemeinen Grefutionsmaßregeln erforderlich: wesen werden, das ein Erfolg ist, mit dem man allgemein zufrieden sein kann." " Thatsache allein, daß ein Steuermaximum nach oben festgehalten " 1 in der untersten Klaffenfteuer- Stufe 1. Rostenpflichtige Mahnungen des Exekutors. 228 2. Verfügte Eretutionen 3. Vollstreckte Exekutionen • . 95 . • 49 37 4. Fruchtlos vollstreckte Exekutionen Für die einzelnen Provinzen ergeben sich noch ganz andere Resultate. In den Städten des Regierungsbezirks Königsberg waren zur Aufbringung von je 100 Thalern Klassensteuer in der untersten Steuerklasse erforderlich: 1. Mahnungen des Erekutors 2. Verfügte Grefutionen • 3. Fruchtlos vollstreckte Exekutionen. 797 854 167 B Politische Uebersicht. Berlin, den 25. Februar. Das wichtigste Ereigniß der heutigen Sigung des Reichstags war seine Beschlußfähigkeit. Seit die zweite Lesung des sogenannten Arbeiterschutz- Gesetzes be gonnen hat, ist dies das erste Mal, daß die Wehrzahl der Herren Volksvertreter nicht durch Abwesenheit glänzte. und dieses Wunder wurde nur durch das Damoklesschwert der Auszählung bewirkt, welches die Sozialdemo fraten gestern an das Glasdach des„ hohen Hauses" gehängt haben. Es befanden sich heute mindestens 230 Mitglieder zu Daß die Steuergeschichte bereits im vorigen Jahrhundert die Einhebung von Progressivsteuern kennt, so 1742 in Sachsen unter Kurfürst Friedrich August, so Ausgangs des vorigen und Anfangs unseres Jahrhunderts in den verschiedensten Gegenden Deutschlands, so in Defterreich, wo die Klassensteuer von 1799 und 1800 alle Einfünfte über 100 Gulden in 23 Stufen einer progressiv fich steigernden Steuer von 2½ bis 20 pCt. unterwarf, daß im neunzehnten Jahrhundert zahlreiche Progressivsteuern in den deutschen Mittelstaaten eingeführt wurden, Im Jahre 1871 betrugen die amtlichen Kosten Anfang der Sizung auf ihren Plähen oder im Foyer das hätte dem redeluftigen Lanoboten schon ein Blick in für die Beitreibung von 10000 Thalern Steuern der und so wurde von einer Auszählung Abstand genommen. Fr. J. Neumann's Buch über die progressive Einkommen untersten Klasse im Regierungsbezirk Marienwerder Die Abstimmung ergab natürlich die stereotype Kartellmehr heit zu Gunsten des§ 119 a. Bemerkenswerth ist, daß viele steuer zeigen können. Wenn aber sogar ein Vertreter der 3000 Thaler. die Regierung, ein so tüchtiger Bureaukrat, wie GeneralDie Erleichterung, welche den Lazarusschichten des der Fortschrittler nicht mit der Majorität gingen Steuerdirektor Burghart, erklären kann, daß man 5 pCt. Proletariats angeblich gewährt worden ist, reduzirt sich Bestimmungen des, vom reinsten Klassenintereſſe diktirten Paragraphen müssen manchem von ihnen doch Kopfschmerzen Paragraphen müssen manchem von ihnen doch Kopfschmerzen nirgends findet", in der Kommission waren Stimmen auf ein einfaches fiskalisches Rechenerempel, das nicht mit verursacht haben. Dr. Mar Hirsch war freilich nicht laut geworden, die für eine Herauffeßung des Steuersages sozialen Reformen, sondern mit Thalern und Groschen darunter sein Glaube an die Harmonie des Kapitals bis zu fünf Prozent sich ausgesprochen hatten, so ist gerirt hat. Die thatsächliche Belastung des werkthätigen und der Arbeit" ist so fest und dauerhaft, daß er nicht blos das sehr verwunderlich. Ein Blick auf die schweizer Volkes ist durch die Schutzzollwirthschaft gestiegen. Trotz- Berge versehen, sondern auch einen harten Klotz, wie diesen Steuerverhältnisse hätte ihn vom Gegentheil überzeugen dem hat dasselbe in Preußen nicht das Recht mitzurathen Paragraphen, verschlucken und sogar verdauen kann. Da wir von der chronischen Beschlußunfähigkeit des müssen; finden sich doch in Zürich seit 1875 sogar 8 pet. und mitzuthaten, da das Zensuswahlrecht den Arbeitern das gesprochen haben, so sei hier dem von Die treffliche Arbeit Bücher's über Basels Staats- Haus am Dönhoffsplage mit dreifachem Schlosse versperrt Reichstags einnahmen und Steuervertheilung und das weitschichtige, hat. Und die Neugestaltung des Steuertarifs verschiebt kapitalistischen Blättern verbreiteten Märchen entgegens aber gründliche Werk des bayrischen Hofraths und Würz- das miserable Wahlrecht noch mehr zu Gunsten der getreten, das gleichzeitige Tagen von Reichstag und Landtag sei Schuld an den leeren Bänken des Reichstags. burger Universitätslehrers Schanz über die Steuern der Reicheren und schafft ein Monopol der großen Bourgeoisie, Das ist nicht wahr, wie schon aus der Thatsache erhellt, Schweiz werden doch sicherlich in der Bibliothek des das unantastbar bleibt, bis die Arbeiter in der Lage sind, daß der Landtag sehr gut besucht ist. Warum sind die Finanzministeriums zu finden sein. Irrt ein erfahrener einmal mit Erfolg ihr Veto gegen diese Klassen- Gesetz Herren mit Doppelmandaten lieber im Landtag als im Finanzpolitiker wie Burghart, so kann man es der luftigen gebungsmaschinerie einzulegen. In letzter Zeit ist die Reichstag? Einfach, weil es sich dort um dirette Bour Person des Hauses, dem mit der ganzen nationalökonomi- flägliche Situation der großen Menge rücksichtlich der geoisinteressen handelt, und im Reichstage nu Freilich das Arbeiterschuh schen Unwissenheit seines Jahrhunderts ausgerüsteten preußischen Parlamentszustände kaum besser gekennzeichnet um Arbeiter intereffen. Nationalliberalen, Herrn von Eynern in der That nicht worden, als von dem demokratisch angehauchten Zentrums- Gesetz berührt ebenfalls die Intereffen des Rapitals fet verübeln, wenn er mit apodiktischer Gewißheit die thörichte Abgeordneten Bachem( Mülheim), Derselbe sagte in der nah, und wir sehen ja auch, wie die Vertreter des Kapitals Behauptung aufstellt:" Im Allgemeinen aber haben wir Sigung des preußischen Abgeordnetenhauses vom 3. Fe- sich zu einem Kartell" zusammengethan haben, um ben Arbeiterschutz möglichst aus dem sogenannten Arbeiter schon mit 3 pCt. Steuer bei dem Zwange der Deklaration bruar 1891( Stenographischer Bericht, S. 590/1): schutz- Gesez hinauszubringen. Und dafür ist gesorgt eine Forderung gestellt, die alles Maß überschreitet, was Nach dem Etat werden an direkten Steuern in baß im Reichstag stets so viel Vertreter des Kapitals a bisher in zivilisirten Staaten an Forderungen an das Preußen insgesammt vereinnahmt 171 166 000 M. Da- wesend sind, daß die Vertreter der Arbeit überstimmt wer Einkommen gestellt ist. Es ist kein Staat, der in einer gegen werden in Preußen vereinnahmt an direkten den können. solchen Höhe eine wirkliche Einkommensteuer erhebt." Steuern, nach Abzug der Ausfuhrvergütungen im Ganzen Uebrigens auch wenn sämmtliche Reichstags- Mit ( S. 882 des Sten. Ber.) Oder lebt Herr von Eynern 466 593 560 M. Das bedeutet: in Preußen fällt auf glieder, die Doppelmandate haben, den Reichstag regelmäßig etwa noch in dem Dunstkreise der Bismarc'schen Auffassung, den Kopf der Bevölkerung an direkten Steuern ein Betrag besuchten, wäre derselbe dennoch meist beschlußunfähig. welche die Schweiz unter die wilden Länder rechnet? von etwa 6 M., an indirekten Steuern dagegen ein Betrag Wäre statt des Arbeiterschutzes eine Steuer- oder Zoll Wenn derselbe fröhliche Politiker die vier Prozent des von etwa 16 M. Ich stelle diese Zahlen nicht einander vorlage auf der Tagesordnung, so würden die Vertreter Kommissionsentwurfs als einen Sprung in den Sozialis- gegenüber, um daran eine steuerpolitische oder zollpolitische des Kapitals sicher vollzählig am Blaze sein. mus kennzeichnet und sich auf Proudhon beruft, dem er Debatte zu knüpfen. Aber ich bin der Ansicht, daß es übrigens die Vaterschaft des bekanntlich bereits von Brissot nützlich ist, auf dieselben hinzuweisen in einem Augenblicke, in der großen Revolution gebrauchten Schlagwortes: wo wir daran sind, eine Reform der direkten Steuern zu ,, Eigenthum ist Diebstahl", andichtet, so fußt er freilich machen, welche das Wahlrecht in einschneidender Weise auf dem Grund und Boden der altgläubigen Manchester- beeinflußt. Das Wahlrecht für die Landtags Wahlen doktrin. Schon auf dem siebenten Kongresse der deutschen basirt ausschließlich auf den direkten Steuern, das GemeindeVolkswirthe einem Institut, das damals einflußreich Wahlrecht fast ausschließlich auf diesen Steuern. Als die war und heute nur noch als Gespenst umgeht- schon bezüglichen Gesetze erlassen wurden, war der in Preußen im Jahre 1867 erklärte ein Redner: aufkommende Betrag ein geringfügiger im Vergleich mit " Nach der Abstimmung über§ 119 a. setzte die Schnecken post der Arbeiterschutz- Diskussion sich wieder in Bewegung 119 b. lautet: Unter den in§§ 115 bis 119 a. bezeichneten Arbeitern werden auch diejenigen Personen verstanden, welche für be stimmte Gewerbetreibende außerhalb der Arbeitsstätten ber lezteren mit der Anfertigung gewerblicher Erzeugnisse beschäftigt find, und zwar auch dann, wenn sie die Roh- und Hilfsstoffe selbst beschaffen." Zu diesem Paragraphen hielt der Sozialdemokrat Stadthagen eine längere und sehr scharfe Rede, Sie traf ihn schließlich eines Tages auf der Straße. hougsvejen, nicht weit von seiner Wohnung; sie sagte, fie Er wollte ihren Umgang kennen und ließ sich sowohl Er grüßte hurtig, etwas verwirrt, sagte eine Menge Dinge, müsse sich nun ausruhen.„ Kommen Sie herauf zu mir und das die sie in ihrer Aufregung kaum verstand und ging dann trinken Sie ein Glas Wein," sagte er, das ist jedenfalls freute fie; von Menschen, welche sie kannten, würde e wieder mit der Bemerkung, er habe Gile. Ach, was sollte ebenso gemüthlich, wie sich bei Grand oder bei Gravensen an boch gottlob nichts Schlechtes hören. Sie war neugierig sie glauben; ach, was sollte sie denken.... gloßen zu lassen." Sie that es. Nachdem sie sich eine Weile wie ihm Ebba gefallen. Eines Abends fragte sie ihn Konnte er etwas gehört haben? Konnte irgend eine ausgeruht, gingen sie wieder fort, und da begann er dieses o ja," sagte er, ohne Zweifel ein sehr intelligentes gute Freundin sie bei ihm verdächtigt haben? Es hatte Gerede über ihren Ruf. Dergleichen sollten Sie aber Mädchen. sie feinerzeit Leute gegeben, welche sie Frau Uchermann nannten; eigentlich nicht thun", sagte er.„ Ei", antwortete fie, ich diese Beruf 3 weiber; die Gouvernante, oder was vas vermochte eine gute Freundin nicht alles daraus zu habe aber bergleichen schon „ Sie sind sonst sein mag, sticht doch immer hervor, und das verträgt machen? Und er, der sie gar nicht kannte.... Ueberdies ein bischen unvorsichtig."" In der Gesellschaft gebildeter man bei der Frau noch viel weniger als beim Mann. fand er gewiß, daß sie sich auch ihm gegenüber sonderbar Menschen habe ich mich immer sicher gefühlt." aleberdies, der Frau thut's nicht gut, unter Kommando zu benommen. Und das hatte sie ja in der That. Uf, und nicht ein- freilich; man ist auch sicher... Aber nehmen Sie an, Sie stehen; sie bekommt sogleich etwas Dienstbotenhaftes, than aus Verzweiflung, weil sie sich zu Tode langweile; aber Sie nicht; er tann es nicht unterlassen, zu untersuchen, sich etwas Angestrengtes; verliert die ruhige Sicherheit Ihr Mann kennt wird entweder übertrieben unterthänig oder trozig; hat Das war nicht genug; sollte er sie verstehen, so mußte sie zu erkundigen, und da findet sich dann ein Herr, der zugeben Dame...." ihm die ganze Wahrheit sagen; aber da würde er fie muß, Sie feien einmal allein mit ihm in seinem Zimmer erst recht mißverstehen; ach, wie hoffnungslos, ein Weib gewesen." zu sein! fie der Nun?"" Dann könnten Sie Ihren Mann hatte vielleicht weniger Dienstbotenhaftes", als die Meiften Fanny vertheidigte ihre Freundin auf's Aeußerste. Ebba Glas Wein bei Schulze zu trinken; bald war die alte schuldfrei halten; es darf nicht einmal die schwächste Mög- einiger Zeit hatte sie sich bei der Schulkommission als Freidenferin Als er sie das nächste Mal traf, schlug er ihr vor, ein daß eine Dame schuldfrei ist und daß alle Menschen sie für eigene Ansichten, sondern sie bekannte sich auch zu ihnen; vor niemals mehr glücklich machen. Es genügt nämlich nicht, derjenigen, welche er Damen nannte; fie hatte nicht blos wie sonst. Er war nervös und launisch. Er konnte wochen welcher Sie liebte, würde unerbittlich zu zweifeln an- werden; sie wußte, daß sie damit ihre Stellung aufs Spiel fette, Bummelei wieder im Gang. Aber es wurde doch nicht mehr lichkeit für einen Verdacht vorhanden sein... Der Mann, angemeldet und gebeten, vom Religionsunterricht befreit au lang ganz wegbleiben; zu anderen Zeiten suchte er sie fast fangen hat sie diesen Herrn gefüßt? Und selbst, menn aber doch that sie es..." Ja, Sie mißverstehen. mich," Kurmacherei, während er andere Male wieder so kalt und genug gewesen wäre? Und dann ist's vorbei!" So von Ihrer Freundin; es war nur so eine allgemeine Be täglich auf; manches Mal war er liebenswürdig bis zur nicht, hätte sie ihn nicht gefüßt, sobald der Bursche cech fagte er, das meine ich gar nicht; ich habe alle Achtung ihre Vergangenheit aus, tam wieder und wieder auf das, Sonder eine Denkweise von solcher Rohheit, daß-; ein Mann, der heim und wieder hörten die Spaziergänge für ein paar " ironisch schien, daß er fast unangenehm wurde. Er frug sie über lassen Sie es vorbei sein!" rief sie erzürnt aus;„ das" ist merkung." bare" zurück, daß sie nicht verliebt gewesen, und auf das mich für eine fo elende Kreatur hält, daß er im Augenblick, Wochen auf. Merkwürdige", daß sie trotz schlechter Erbschaft" und wo ich nicht unter Aufsicht stehe, Grund vorhanden glaubt, feiner Erziehung" sich ganz aufrecht" gehalten; ja er von mir das Schlimmste zu denken,.. ... Auch diesen Abend wanderten sie schweigend Später im Winter sagte er eines Abends plöhlich: er sollte nur Sie, Fräulein, Sie müssen sich vor Ihren Freunden in fagte ihr oft Dinge, wie alles sei zu verzeihen, außer kommen und noch von Liebe reden!"- Gie zitterte. Gs Acht nehmen." Es kam so weit, daß sie regte ihn auf, daß sie es so leigenschaftlich nahm. Mangel an Aufrichtigkeit" tämpfte. " " Ich habe keine Freunde," erwiderte Es ist sie; was meinen Sie damit übrigens?" Ach, cs ganz verftummte und nur neben ihm ging und mit Thränen so, zum Teufel hinein," sagte er, hoffentlich aber wird es ist nicht der Mühe werth, sich dran zu kehren;.c ift An einem fotigen Novemberabend hatten sie in Winter- gegen die Etikette empören." Sie gingen schweigend weiter; heißt... er begann mir kürzlich von Ihnen zu erzählen." kleidern und Galoschen einen so langen Spaziergang ge- Fanny ſchwor bei sich selbst, sie wolle ihn nie mehr treffen, macht, daß Fanny ganz übermüdet war. Sie fühlte sogar es war ja klar, daß er ihr Benehmen nicht damenhaft fand. Anzeichen ihres Unterleibsübels. Sie befanden sich in HaeadeSie hielt ihren Schmur zwei Tage lang. ( Fortsetzung folgt.) + bie, weil er die Nichtanwendbarkeit des§ 119a auf den gesetzes von 1878 hat die Geschichte teine 3 Staats von den Sozialdemokraten aufgestellten Behauptung, daß §119b beantragt hatte, sich auch auf den§ 119a ausdehnen aufzuweisen. fonnte. Stadthagen zeigte, wie dieser Paragraph, gleich so vielen anderen des vorliegenden Gesezentwurfs, die Bedeutung eines Ausnahmegeseges gegen die Arbeiter habe. Widerlegt fonnte er nicht werden, so wurde er niedergestimmt, und§ 119b ohne weitere Debatte angenommen. Es tam nun§ 120 zur Berathung, der in der Kommissionsfassung also lautet: Die Gewerbe- Unternehmer sind verpflichtet, ihren Arbeitern unter achtzehn Jahren, welche eine von der Gemeindebehörde oder vom Staate als Fortbildungsschule anerkannte Unterrichtsanstalt besuchen, hierzu die erforderlichenfalls von der zu ständigen Behörde festzusetzende Zeit zu gewähren. Der Unterricht darf nicht am Sonntage vor Beendigung des Haupte Gottesdienstes stattfinden. " Als Fortbildungsschulen im Sinne dieser Bestimmung gelten auch Anstalten, in welchen Unterricht in weiblichen Hand- und Hausarbeiten ertheilt wird. Die Germania" schreibt: starke Arbeiterorganisationen, denen selbstverständlich starke Unternehmerorganisationen gegenüberständen, die beste Garantie gegen Streiks bilden würden. Von Seiten der rheinisch- westfälischen Industriellen wurde Außerdem darf nicht außer Acht gelassen werden, daß an den Minister von Berlepsch die Frage gerichtet, wie fich die fiskaltschen Gruben bezüglich der achtstündigen ein Zustand fortwährender Kriegsbereitschaft Arbeitszeit zu stellen gedächten, ob nämlich bortselbst eine auf wirthschaftlichem Gebiete ebenso wenig für die Dauer achtstündige Arbeitszeit einschließlich der für die Ein- und Aus- bestehen kann, wie auf politischem Gebiet. Diese per fahrt erforderlichen Zeit, oder eine Achtstundenarbeit ohne Be manente Kriegsbereitschaft bedingt einen unrechnung der Ein- und Ausfahrt vertreten werden solle. Der geheueren Kräfteverbrauch zu unproduktiven Zwecken und Minister soll in diesem Punkte die bündige Erklärung abgegeben muß schließlich zum Ruin der Industrie und zu allgemeiner haben, daß er an der achtstündigen Arbeit, jedoch ausschließlich Verarmung und Verrohung führen. der für die Ein- und Ausfahrt nöthigen Zeit, festhalten und in dieser Frage unter keinen Umständen ein Jota nachgeben werde." Herr von Berlepsch wird sich bald der vollen Zu friedenheit der Gruben- und Schlotbarone zu erfreuen haben. " Wird in der bisherigen Weise fortgefahren, werden ganze Völker gegeneinander bewaffnet, ganze Klaffen innerorganisirt, so ist der wirthschaftliche und politische Bankerott halb der Völkerverbände gegen einander zum Klassenkampf nicht zu vermeiden. Das gilt in gleichem Maße von der militärischen, wie von der ökonomischen Kriegsbereitschaft. Die Zulaffung polnischer Arbeiter seitens der Die Ursache der einen wie der anderen ist in dem unge" Durch statutarische Bestimmung einer Gemeinde oder Staatsregierung hat neuerdings eine Erweiterung erfahren. rechten und unvernünftigen Arbeitssystem des Kapitalismus eines weiteren Kommunalverbandes kann für männliche Arzu suchen. Um der verderblichen Wirkung ein Ende zu beiter unter achtzehn Jahren die Verpflichtung zum Besuche Man meldet hierüber der Bossischen Zeitung": " Oberpräsident Graf 3edlig hat die Landräthe der machen, muß die verderbliche Ursache entfernt werden. Und einer Fortbildungsschule, soweit diese Verpflichtung nicht landesgefeßlich besteht, begründet werden. Auf demselben Wege Provinz Posen ermächtigt, die Zulassung russisch- polnischer es fragt sich nur, ob die heutige Gesellschaft und der heutige tönnen die zur Durchführung dieser Verpflichtung erforderlichen und galizisch- polnischer Arbeiter in landwirthschaftlichen und Staat noch die nöthige Heilkraft in sich haben, um die Bestimmungen getroffen werden. Insbesondere können durch industriellen Betrieben mit der Maßgabe zu gestatten, daß Grundstoffe des Uebels aus dem Organismus herauszuschaffen ftatutarische Bestimmung die zur Sicherung eines regelmäßigen nur einzelstehende Personen beiderlei Geschlechts beschäftigt und einer Katastrophe vorzubeugen. Schulbesuchs den Schulpflichtigen, sowie deren Eltern, Vor werden dürfen, welche nach Beendigung der Arbeiten das mündern und Arbeitgebern obliegenden Verpflichtungen bestimmt diesseitige Staatsgebiet wieder zu verlassen haben." und diejenigen Vorschriften erlassen werden, durch welche die So erweist sich wieder der Kapitalismus stärker als die Ordnung in der Fortbildungsschule und ein gebührliches Verhalten der Schüler gesichert wird. Die Gemeinde- Fortbildungs- nationale" Politik der Regierung. schule sind die jungen Leute nur dann zu besuchen gehalten, Die Handelsvertrags Verhandlungen Defterwenn sie feine von der höheren Verwaltungsbehörde anerkannte Innungs- oder andere Fach- oder Fortbildungsschule bereichs mit Deutschland dürften längstens Mitte suchen." März zum Abschluß gekommen sein. Eine Vereinbarung die Eisenzölle sind fixirt, es ist nur noch eine Berständigung um ihre Entlassung nachgesucht, weil der Generalgouverneur über die Industriezölle ist fast vollständig hergestellt, auch über die Getreidetarife zu treffen. Man hofft nach der Graf Heyden, unter Verlegung der Verfassung den Willen Rückkehr einiger nach Berlin gereister Kommissäre einig zu des Zaren für die einzige Richtschnur erklärend, in mehreren werden; doch soll der Zollvertrag mit Deutschland den Angelegenheiten vom Senat forderte, daß er sich den Parlamenten erst im Herbst vorgelegt werden, da zunächst Wünschen der russischen Regierung widerspruchslos unterbeide Staaten mit anderen Ländern über die Zollverträge ordne. Die Demission verursacht große Sensation. verhandeln wollen. Die Norddeutsche Allgemeine Beitung" schreibt offiziös: Seitens der Sozialdemokraten ist hierzu folgender Antrag gestellt: a) Dem Absatz 1 hinzuzusehen: An Werktagen ist der Unterricht in die Arbeitszeit der jungen Leute zu legen." b) Jm Absatz 3, Beile 3 und das Wort„ männliche" zu ftreichen. c) Jm Absah 3 den letzten Sah zu streichen. " gebildeten" Der englischen Regierung ist die Lehre des Konflikts zwischen dem Rhederring und den Dock- und Rhederarbeitern nicht entgangen; sie hat im Parlament angekündigt, daß sie die Einbringung eines Gesetzes zur Verhütung oder Beilegung von Kämpfen zwischen Arbeiterund Unternehmerorganisationen beabsichtige. Warten wir ab, was dabei heraus tommen wird. Mehrere Glieder des finnländischen Senate haben " Die Birminghamer Zeitung" will wissen, Kaiser Wilhelm beabsichtige, bei Gelegenheit seiner diesjährigen Reise nach England auch die bedeutendsten englischen Provinzialstädte zu besuchen. Es liege dieser Rundreise Seiner Majestät wesentlich die Absicht zu Grunde, aus eigenem Augenschein die Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitern in den großen englischen Fabrikstädten zu studiren. Wir können auf beste Information hin mittheilen, daß diese Nachricht jeglicher Begründung entbehrt." Ueber die jüdischen Wohlthätigkeitsgesellschaften, Es entspann sich eine längere Debatte, an der auch der Wohl noch nie, seitdem es ein parlamentarisches Leben Handelsminister, mit einer warmen Empfehlung des Paragraphen, so wie die Kommission ihn gestaltet hat, sich bein Desterreich giebt, hat die Wahlbewegung so gewaltige theiligte. Ein Vertreter der Sozialdemokratie kam nicht zum Dimensionen angenommen, wie diesmal. Charakteristisch für Wort und die Debatte über den§ 120 nicht zu Ende. dieselbe ist die Erbitterung der Parteien gegen einander und Sie wird morgen fortgeseßt, da man von dem Vor- das erstmalige Auftreten der Sozialdemokratie im satz zurückgekommen ist, morgen mit dem Militäretat zweiter Wahlkampfe. Die Rücksichtslosigkeit der bürgerlichen Barteien äußert sich in einem unerhörten Terrorismus. Wer Lesung zu beginnen. nicht zur Majorität der Versammlung gehört, wird, nachdem Wir haben von dieser Meldung überhaupt keine Notiz Das Berliner Tagebl." und die Volks- 3tg." ver- er zu einigen oppositionellen Aeußerungen gegen den Kan- genommen, weil wir die Schwierigkeiten sozialer Studien öffentlichen heute folgende Notiz: didaten oder zu einer figlichen Interpellation den zu genau kennen, um einer Reise von wenigen Wochen irgend Man hat sich wiederholt gefragt, wie es möglich war, daß Mund geöffnet hat, niedergezischt, meist auch hinausge- eine Bedeutung beilegen zu können. Fr. Engels' Schreiben mit der Marx'schen Kritik des schmissen, oft auch mißhandelt. In rühmlicher Weise sozialistischen Programms in der Neuen Zeit" veröffentlicht unterscheiden sich vom Gebahren der werden konnte. Zur Erflärung des Vorganges wurde sogar behauptet, im Grunde sei der Fraktion die Sache erwünscht ge- Bourgeois die" rohen und bildungsfeindlichen" Sozialdemo- welche die aus Rußland vertriebenen Juden zur Ausalltäglich wanderung nach Nordamerika veranlassen, berichtet unser wefen. Und diese Annahme erhielt durch die Mailänder Kor- kraten. In ihren Versammlungen, deren sie respondenz des Vorwärts" eine Art Bestätigung. Die Ge- mehrere abhalten, wird den Rednern die vollste Redefreiheit New- Yorker Korrespondent folgendes: schichte ist ungleich einfacher. Herr Engels sandte den Mary- gewährt. Von dieser Freiheit machen alle Parteien ausschen Brief an die Redaktion der Neuen Zeit". Herr Kautsky, giebigen Gebrauch. Trotz des hohen Zensus werden eben der Redakteur der Neuen Zeit", ist Marrist ftrengster Sie Sozialdemokraten wegen der Macht, Konsequenz und Obfervans. Natürlich war er für den Abdruck. Nicht so Herr Klarheit ihrer Ideen von den Gegnern als ein wichtiger Dietz, der Verleger. Man sandte deshalb den Brief an Herrn Faktor betrachtet, und so müssen sich Liberale und Bebel zur Begutachtung. Aber Herr Bebel, der gerade mit der Hochzeit seiner Tochter zu thun hatte, ließ die Sache liegen. Antisemiten, ehemalige Abgeordnete und Gemeinderäthe Man nahm daher in Stuttgart an, er habe nichts dagegen ein- bequemen, vor einem Arbeiterpublikum ihre Grundsäge zuwenden, und so erschien das Engels- Mary'sche Schreiben in zu vertheidigen, was ihnen aber bei der Schlagfertigfeit und Redegewandtheit unserer Genossen freilich nicht ge= der Neuen Zeit"." lingt. Spaßhaft ist es, wie die bourgeoisen Kandidaten aus Furcht vor der Sozialdemokratie nachzuweisen bestrebt sind, daß sie eigentlich dasselbe wollen, wie wir. Freilich nutzt ihnen das sehr wenig, denn die Sozialdemokraten lassen sich feinen Sand in die Augen streuen. Von unseren Parteigenossen werden auch die Versammlungen der Gegner eifrig besucht und trok der Brutalität der Bourgeois antisemitischer und liberaler Färbung halten sie mit Interpellationen und Darlegungen der sozialdemokratischen Forderungen nicht Haben unsere österreichischen Parteigenossen zurück. faum auf äußere Erfolge Erfolge Aussichten, fo auch werden sie doch befriedigt auf diese Wahlbewegung zurückblicken können, sie werden sich sagen können, daß durch ihre wohlorganisirte und außerordentlich rege Thätigkeit das Programm des Sozialismus Hunderttausenden zum ersten Male aus fozialistischem Munde erläutert wurde, daß Die schon hundertmal todtgeschlagene und immer wieder Tausende von Anhängern für den Befreiungskampf des zum Leben erweckte Lüge, daß das Sozialisten gesetz Proletariats geworben wurden, daß alle Vertreter der Die Folge der Attentate des Frühjahrs 1878 gewesen herrschenden Klassen zu den Forderungen des Sozialismus sei, taucht in der Reptilpresse, namentlich in nationalliberalen Stellung nehmen mußten. Das ist auch ein Erfolg, der sich In San Francisco ist der Sekretär der neu ge Blättern, jetzt wieder auf.( Siehe z. B. das„ Leipziger freilich bei dem öſterreichischen Klaſſen- Wahlrecht im Ab- gründeten, zum Verbande gehörenden Brauer- Union beim Tageblatt" vom heutigen Tag.) Die Verbreiter dieser Lüge stimmungsresultat nicht geltend machen kann. Ankleben von Boykottzetteln( gegen die Brauerei, welche die müssen in die Wahrhaftigkeit ihres Heiligen a. D. sehr Mitglieder dieser Union entlassen) von einem Polizisten Seit dem großen Dockarbeiter- Streik des Herbstes wenig Vertrauen haben, denn er hat im Herbst des Jahres 1889 selber gesagt, daß er 1878 ben Reichstag babe 1889 haben die englischen Schiffsrheder und erschoffen worden. Dieser giebt an, daß er den Ermordeten und und einen anderen in seiner Begleitung befindlichen Mann, auflösen müssen, um die feiner Politit( dem Dockeigenthümer nebst den ihnen näher ſtehenden Inter weil sie eine„ geheimnißvolle Unterredung" hielten, für Vergeplanten Raubzug, bez schutzöllnerischen Großkapitals) eſſenten anderer Berufszweige ſich die Aufgabe gestellt, er en brecher gehalten und zum Stehenbleiben aufgefordert habe, feindliche Majorität zu zersprengen und großen Unternehmerbund zu gründen, welcher im auch die Opposition innerhalb der Regie- Stande sei, solchen Streits wie dem Londoner Dockerstreit morauf sie fortliefen und er ihnen nachfeuerte. Ob die fiegreich die Stirne zu bieten. Der Bund der englischen erfahrungsgemäß schwerlich zu erwarten. Der Bund der englischen Untersuchung einen anderen Sachverhalt feststellen wird, ist rung aus dem Weg zuräumen. Die Aufregung Fürst Bismarck gestand damit unumwunden ein, daß Rheder und Dockeigenthümer fam auch zu Stande und er unter der Arbeiterbevölkerung ist eine große. und erstreckt sich über alle englischen und irischen Häfen. Die Wir berichteten vor einiger Zeit, daß einige ungarische Diese Darstellung ist in einem wesentlichen Punkte un richtig. Als Bebel den Abzug des Mary'schen Artikels zu Gesicht bekam es sei noch einmal hier bemerkt, daß Bebel den Juhalt des Mary'schen Briefes und der ihr bei gefügten Kritik bis zu jenem Augenblick überhaupt nicht tannte und beides früher nie gesehen hat, weil er zur Zeit der Mittheilung jener Attenstücke im Gefängniß ſaß, war die Nummer der, N. 3." bereits fertig gestellt, und ein nächsten Tages nach Rück Sprache mit Dich abgesandtes Telegramm, das die Ausgabe zu inhibiren beorderte, kam zu spät. Wir können im Auftrag Bebels nachdrücklich erklären, daß wenn jene Attenstücke ihm rechtzeitig zugesandt wurden, dieselben in der peröffentlichten Form höchst wahrscheinlich nicht aufgenommen worden wären. die Attentate ihm nur ein Vorwand waren, daß er sie den Sozialdemokraten nur deshalb an Dockarbeiter waren jedoch ihrerseits auch nicht unthätig, sie In der G. 2. Federation wurde in deren letzten Sigung angeregt, eine energische Bewegung gegen das ganze Schwigsystem" ins Wert zu setzen. Es hat sich gelegentlich einiger Streits im Mützenfach und in der Zigarrenindustrie gezeigt, daß die jüdischen, Wohlthätigteits". Gesellschaften ihre Aufgabe immer noch darin erblicken, die Ruli- Lieferung für die Ausschwiger zu betreiben. Statt sich mit den jüdischen Arbeiterorganisationen in Verbindung zu setzen, damit die neu einwandernden Rassengenossen von vornherein eine wenigstens einigermaßen erträgliche Existenz finden, fährt man fort, dieselben sie sorgfältig vor der Be rührung mit den Mitgliedern jener Organisationen ,, bewahrend" den unverschämtesten Ausbeutern zu überweisen, welche die Leute wochen-, ja monatelang unter dem Vorwand, daß fie erst das Geschäft erlernen müssen, umsonst für sich arbeiten lassen während dessen sie ein Bettelalmosen von jenen Gesellschaften erhalten und sie, wenn sie ausgelernt" sind, entweder mit dem bekannten Hungerlohn abspeisen, oder aber wenn ihnen inzwischen ein Licht aufgegangen, ohne Weiteres auf die Straße feßen. In Kalifornien hat sich eine Anzahl jüdischer Kapitalisten zusammengethan, um geeignete Landstrecken zu erwerben, auf denen eingewanderte Raffengenossen Kolonien gründen sollen. Sie find dabei so vorsichtig, auf die einzelnen Heimstätten" Sypo= theten zu nehmen, wollen aber nicht eher Zinsenansprüche machen, bis das Land etwas abwirft. Da man die Sypotheten" fattsam als den Strick fennt, an dem die Kapitalisten dieses Landes die Farmer halten und sie zuweilen damit erwürgen, so dürften die armen Teufel, welche jener besonderen Spezialität von Wohlthätigkeit" theilhaftig werden, vom Regen unter die Traufe kommen! Diese telegraphische Meldung die Rockschöße hängte, um den rothen Schrecken begriffen die Gefahr, welche ihnen drohte dehnten ihrer Arbeiter in Pennsylvanien( Vereinigte Staaten) zum heraufbeschwören und die Volksmassen in blinde, seits die Arbeiterorganisation auf alle Häfen Englands und Tode verurtheilt wurden. sinnlose Angst jagen zu können, so daß sie bei der Schottlands aus und schlossen einen Bund mit den Organis wird jetzt ergänzt durch eine Mittheilung unseres Korrespon Mit anderen Worten, das Sozialistengesetz, die Attentate Ende vorigen Jahres zwei gewaltige Bünde gegenüber: ein denten, die wir folgen lassen: Neuwahl für ihn stimmten. deren Zweck es Aufmerksamkeit sationen So stehen sich feit Vor Kurzem berichtete ich über einen Streit ungarischer und der ganze rothe Schrecken waren nur Theile einer der Kapitalistenring und ein eine halbe Mill. Arbeiter Arbeiter in einem pennsylvanischen Eisenwerke, wobei es zu bund, welche wie wir das jemals aufgeführt worden sind,- einer Komödie, gestern ausführten einander argwöhnisch beobachten, es des aber bisher vermieden haben, eine allgemeine Schlacht zu letteren an den erhaltenen Verlegungen starb. Im Gegen gelernten" eingeborenen Arbeitern kam, und einer der war, die deutschen Volks von dem geplanten Attentat auf beginnen. Und dies ist das Moment, auf welches wir die jazz zu dem sonstigen Prozeßverfahren in diesem Lande hat seine Tasche abzulenken. Ohne diese Komödie keine Aufmerksamkeit lenken möchten. Mit diesen zwei Armeen man es in diesem Falle sehr eilig gehabt; man lechzte nach Auflösung, keine Bismarck'sche Majorität, keine Brot und des Klassenkampfes verhält es sich ähnlich wie mit Blut, und drei der„ Rädelsführer" wurden, obwohl kein den Kriegsarmeen der europäischen Militärstaaten: Beweis gegen sie vorlag, daß sie die Thäter waren, zum Fleischvertheuerung, feine Büchtung von Millionären. Uebrigens hat Fuujt Bismard ebensogut wie wir selbst die Armeen haben eine so riesenhafte Größe erlangt, daß Tod am Galgen verurtheilt; eine Anzahl Anderer erhielten gewußt, das hat Fürst noch Nobiling Sozialdemokraten die Chancen des Erfolge lich nicht mehr Zuchthaus und Gefängniß, sudiltirt. Man sieht daran waren. Allein ein Stöckerischer und ein nationalliberaler berechnen lassen und daß keiner der feindlichen wieder einmal, daß man auch hier das Gesellschaftsretten" daß weder Hödel Attentäter paßten ihm nicht in den Kram; sie mußten also Theile sich mehr des Sieges sicher hält. Und es kann nicht versteht! u Sozialdemokraten um gelogen werden. dem geringsten Zweifel unterliegen, daß, wenn die UnterDie Urheber, Vertheidiger und Ausbeuter des Sozia- nehmer- und Arbeiter Organisationen sämmtliche Die brasilianische Verfassung wurde von der konstilichst zu vermeiden, denn einen größeren Schmuh vollständig aussichtslos wäre. liftengeſehes thäten wohl, die Erwähnung jener Zeit mög- Unternehmer und Arbeiter umfaßten, ein Streit faſt tuirenden Versammlung angenommen und damit kann die - Das Schauspiel, welches neue Regierungsform auch formell nicht mehr angefochten und Schandfled als die Inszenirung des Sozialisten- England jetzt bietet, zeigt die Richtigkeit der seit Jahren werden. Theater. Donnerstag, den 26. Februar. Opernhaus. Oberon, König der Elfen. Schauspielhaus. Roderich Heller. Lessing- Theater. Der Probepfeil. Berliner Theater. Goldfische. Deutsches Theater. Die Kinder der Excellenz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Wallner Theater. Miß Helyett. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Bellealliance Theater. Pension Schöller. Oftend- Theater. Die Ahnfrau. Thomas- Theater. Der Registrator auf Reisen. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Kaufmann's Variété. Große SpeTheater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Donnerstag, den 26. Februar: Abends 71/2 Uhr: Große Vorstellung mit vorzügl. gewähltem Programm, wovon besonders hervorgehoben werden: Damen- Hurdle- race, ger. v. 12 Damen. Auftr. der Equilibristin Miß Footitt. Jongleur zu Pferde Mr. Loyal. Albert, Fuchshengst in der hohen Schule ger. v. Frl. Adele Schumann. Miß Editt Adams als Jockey- Reiterin. Halifax vorgef. von Herrn Ernst Schumann. Reitkünstlerin Frl. Rosa. Komische Entrees sämmtl. Klowns. Zum Schluß der Vorstellung: Circus unter Wasser. Die Marionetten. Sensationelle Wasserpantomime. Spezialität: Die Wassernymphen. Morgen: Große Vorstellung. Die Marionetten. Zirkus unter Wasser. 20 Mark zahle ich dem, der mir den Schreiber des Briefes, den ich erhalten, so nach663 b Englischer Garten. weist, daß ich ihn gerichtlich belangen Oskar Schindler, Megerstr. 43. Direktion: C. Andress, Alexander- kann. straße 27c. Margarethe Steinow, Liederfängerin. Paul Jülich, Gesangshumorist. Mr. Goswin, Musit. Neger- Clown. Frl. Bonné, Rostüm- Soubrette. Gebr. Corradini, Tanz- Duettisten. Mons. Bernard, Schnellzeichner. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 51/2 Uhr. Entree Wochentags 1. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Patzenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 Zeugen gesucht. Bitte die beiden Herren, die am Freitag, 20. Februar, Nachanwesend waren, als ein junger Mann mittags 4 Uhr bei mir im Lokal mit meiner Frau in Streit gerathen ist, sich bei mir zu melden. 676 b Alb. Nemitz, Lebuserstraßen Ecke, Gr. Frankfurterstr. 27. = Deffentliche Versammlung der Formstecher, Drucker, Hilfsarbeiter u. verw. Berufsg. Berlins und Umgegend am Sonntag, den 1. März, Vorm. 10 Uhr, in 3emter's Salon, Münzstraße 11. Tagesordnung: 1. Berichterstattung über den Einbecker Rongreß. 2. Erläuterung des Verbands- Statuts. 3. Wahl der drei Bevollmächtigten für die örtliche Verwaltung und des Verbands- Ausschusses. 4. Verschiedenes. Unserm Freund und Genossen, dem Maurer Hermann Callies zu seinem heutigen Wiegenfeste ein brei mal donnerndes Hoch, das wünschen ihm die Freunde vom Wedding. Von wegen die Hecke. 667b H. K. F. P. E. F. H. D. C. K. Unserm Freund und Genossen, dem Klempner Arthur Thiele zum heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Soch! 677b Merkste nischt? Wir bremsen schon früh' ne Weiße Auf Dein Wohl Bruder Sch... e! 0. A. R. F. Unserm Freund und Genossen Frih Liebich zu seinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch! Frizze det Gerstenfaß. 668b Für die Theilnahme, welche mir bei der Beerdigung meines lieben Mannes zu Theil wurde, sage ich Allen meinen herzinnigen Dank. Ida Schneider geb. Suter. Allen Denen, welche meiner Frau die letzte Ehre erwiesen und für die überaus zahlreichen Kranzspenden, sowie dem Gefangverein Sangesfreunde" fage ich meinen tiefgefühltsten Dank. 675 b Heinrich Enders. Ausstellung der Fachschule der Maler und verwandten Berufsgenossen Berlins am Sonntag, den 1. März, Nachmittags von 5 bis 9 Uhr Abds. Schlesischestr. 4. in der Aula der Gemeindeschule, 660 b Hierzu ladet ergebenst ein Die Schulkommission. 34-35 19 M. 34-35 EinſegnungsAnzüge Detail- Verkauf zu Bratweil'sche Bierhallen Fabrikpreisen. Täglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, ausgeführt von dem Musik- Direktor H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 630b Diejenigen, welche gewillt sind, der Zahlstelle( resp. Verband) beizutreten, werden dringendst um ihr Erscheinen gebeten. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Der Einberufer. Achtung! 8 Regelbahnen und einen Saal zu Ber: Klavierarbeiter und verwandte gnügungen und Versammlungen. 708 F. Sodtke. PassageBerufsgenossen! In der Pianoforte Fabrik von Mah& Co. haben die Arbeiter wegen Lohnreduzirung die Arbeit niedergelegt. Panopticum. Buzug ist fern zuhalten. Unter d. Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Amerikanerin m. 25 cm langem Vollbart. 11-1 Uhr. 5-9 Uhr. Castan's Panopticum. 185 Die Kommission. NB.: Sammellisten können jeden Abend bei Winzer, Naunynftr. 78; bei J. Meyer, Andreasstraße 12, und bei dem Beitragsammler für den Norden W. Neumann, Ackerstr. 133, 2. Hof, im Keller, empfangen und abgegeben werden. Berl. Kranken- u. BegräbnißEinziges und größtes Geschäft der Residenz. Siegfr. Grossmann Rosenthalerstraße Nr. 34-35 34-35. 34-35 Zur Einsegnung 86 Schwarze Cachemirs Oeffentliche Volks- Versammlung am Freitag, den 27. Februar, Abends 8 Uhr, in Sanssouci, Rottbuserstraße 4a. = Zages Ordnung: 1. Das Arbeiterschutz- Gesetz und Koalitionsrecht. Referent ReichstagsAbgeordneter Molkenbuhr. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. 4. Berschiedenes. Der Vertrauensmann. Um zahlreiches Erscheinen ersucht [ 330 Große öffentliche Volksversammlung am Freitag, den 27. Februar, Abends 8 Uhr, im Etablissement Eiskeller, Chausseestr. 88( hinterer Saal). Zages Ordnung: Arbeiterschutz und Arbeiter- Organisation. 333/2 Referent: Reichstags- Abgeordneter A. Bebel. Diskussion. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Bor Eintritt in den Saal bitte das Randen einzustellen. Der Vertrauensmann. Sozialdemokratischer Parteitag. Für die Reichstags- Wahlkreise Prenzlau- Angermünde, Königsberg( Nm.) u. Ober- Barnim findet im großen Saale des ,, Schützenhauses" in Wrieşen a.. am Sonntag, den 1. März cr., ein Parteitag statt. Zages Ordnung: a) für die Vormittags- Sigung( Eröffnung 11 Uhr): 1. Agitation und Organisation. Referent: Hr. Pökelmann- Strausberg. b) Für die Nachmittags- Sizung( Eröffnung 3 Uhr): 2. Die ländliche Arbeiterfrage. Referent: Herr R. Salomon- Wriezen. 3. Die Arbeiterpreffe. Referent: Herr Millarg- Berlin. 4. Wünsche und Anträge aus der Versammlung. Recht zahlreiches Erscheinen auf diesem so wichtigen Parteitage ist noths wendig, und es ist Pflicht der Genossen in den obengenannten Kreisen, für die größtmöglichste Verbreitung dieser Bekanntmachung Sorge zu tragen. Der Zutritt ist jedem Genossen gestattet. J. A.: H. Günther, Vertrauensmann für Ober- Barnim. Freie Volksbühne. I Versammlung der Mitglieder I. u. II. Abth. am Freitag, den 27. Febr., Abends 8½ Uhr, im großen Tivoli- Saal. Zagesordnung: Vortrag des Herrn Harden über:" Der Leibeigene". Gäste haben Zutritt. t 81 21 21 ft 2 fc fte ge 245 un Ii D D E be m er 111 G pr 674b fo ih be de S di ha fo De L at na nt 11 in dr fte ur So th ge 313 H fic zie tra be Nic pi ge Ri Für die Mitglieder der II. Abtheilung( grüne Karten) findet am Sonntag, den 1. März cr., Nachmittage 22 Uhr, im OstendTheater die dritte Vorstellung statt. 99 Zur Aufführung kommt: Der Leibeigene". Schauspiel in 4 Akten von Pisemki, überlebt von E. v. Schabelski. Die Ausloofung der Pläke beginnt wie gewöhnlich 1 Stunde vor Anfang der Vorstellung. Für die Mitglieder der 1. Abtheilung( rothe Karten) findet am Sonntag, den 8. März, dieselbe Vorstellung statt. 86 in gestreifte und gemusterte Stoffe zu billigen Preisen. P. Kochmann, Alte Jakobftr. 86. Steppdecken!! größte Auswahl!! am billigsten in Emil Lefèvres Fabrik, Berlin, Oranienftr. 158. 85 L etzt: Friedrichstr. 165. fasse für Frauen und Mädchen Boten Schlafdecken m.ffeinen Neu: Azteken. Prof. Dr. R. Koch im Laboratorium. Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Berl. Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Täglich: Alt- Berlin auf d. Bock. Humoristisch historischer Rückblick zur Feier der Bock- Saison 1891, verbunden mit gr. Militär- Konzert. Anfang: Wochentags 5 Uhr, Sonntags 4 Uhr. Berl. Original- Bockbier in Flaschen, direkt von der Brauerei, 20 Flaschen für 3 M. Pfand frei. Spandauer Berg. ( E. H. Nr. 97). Sonntag, den 8. März, Nachmittag 42 Uhr: General- Versammlung in Norbert's Lokal, Beuthstr. 22. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Statutenänderung. 152 3. Wahl des Gesammtvorstandes und Ausschusses. 4. Raffenangelegenheiten. Alle Mitglieder sind eingeladen. Otto Köppen, Friedr. Freudenreich, Kassirer. Vorsitzender. Möbel, Spiegel and Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. A. Goldschmidt, Täglich in beiden Etabliſſements: Rohtabat Spandauerbrüde 6, Bock- BierAusschank. 224L Allen Lesern dieses Blattes empfehle meine vorzüglichen am hiesigen Plage bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt fidjer brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel Cigarren, Cigaretten befindl. Robtabake find am Zager. und Tabake. J. Walterskötter, Gitschinerstr. 3. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt reinw. Flecken. Stück 4, 6, 8 und 10 Mart. Werth das Doppelte!! Illustr. Preisliste gratis u. franko. 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Die von der Gewerbedeputation bewilligte Unterstützung zum Besuch der Handwerkerschule wird in dieser Versammlung ausgezahlt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Steinbildhauer Berlins am Donnerstag, den 26. Februar, Abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Müller, Johannisstraße 20. Tages Ordnung: 0 1. Wie stellen wir uns zum Streit der Firma Gebr. Beidler. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erfcheinen bittet Oeffentliche allgemeine S m A da des Sch ge für До 671b Der Einberufer. A te hie rif ger gre tre uni ver 661b auf gem An uni Ta in Fa fiel Brauer- Bersammlung u.der.Berufsg. am Freitag, den 27. Februar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Zages Drdnung: 1. Klarlegung und Abrechnung der stattgehabten Bewegung. 2. Bortrag des Hrn. Buchdrucker Werner. 3. Bericht der Delegirten von der Berl. Streif Kontrollkommission über die Verhältnisse und Wirkung derselben. 4. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen der Kollegen ersucht Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Droschfenfutscher Berlins am Donnerstag, den 26. Februar, Abends 9 Uhr, im großen Saale des Böhmischen Brauhauses, Landsberger Allee. Tages Ordnung: = 1. Die politischen Parteien des Reichstages; die Droschenkutscher Berlins und welcher Partei haben dieselben sich anzuschließen, um eine Besserung ihrer A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 Dresdenerstr. 10. D. letzte Lehrkursus in d. Saison f. Damen ut. Herren beg. Sonntag, 1. u. 8. März, Das gr. Lager Berlins Nachm. 4 Uhr. Meld. Adalbertstr. 93 F. Pietsch, Tanz- Institut, sozialen Lage herbeizuführen? 2. Distuſſion. Artillerieſtr. 27. 8-10,5-7, South. Kinderwagenl. Andreasstr. 23,§.p. 1. bei Beginn des Unterrichts. 607b 143 Referent: Reitstags- Abgeordneter Herr A. Heine. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Sämmtlicht Herren Droschtenkutscher werden ergebenst ersucht, recht pünktlich zu erscheinen. 8-10 Der Einberufer. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. aud Ar Ar Kr ver der gest brus zu ber hat ord ist icrt 100 er Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 48. Parlamentsberichte. mann. Deutscher Reichstag. Donnerstag, den 26. Februar 1891. 8. Jahrg. dann kam der Arbeiter wieder und sagte, nach Beendigung der hindert werden, den Hauptgottesdienst oder einen für sie gegenwärtigen Arbeit würde er nicht weiter arbeiten. Darin ist, eingerichteten besonderen Gottesdienst ihrer Konfession zu be= weil der Arbeitgeber eine Verabredung mit ihm getroffen habe, suchen." Abg. Wöllmer( frs.): So sympathisch uns der Antrag Auer ist, so wenig fönnen wir ihm zustimraen. Es liegt in der Natur der Sache, daß der Unterricht mit Erfolg nur an dem arbeitsfreien Sonntage, und zwar am Tage, ertheilt werden fann. Was die Anträge Hartmann und Schädler wollen, würde auch möglich sein, ohne daß diese Bestimmungen in das Gesetz tamen. Unser Antrag wird allen billigen Rücksichten gerecht. Daß die Arbeiterinnen ausgeschlossen werden, halten wir für unbillig und in sozialer Beziehung nicht für richtig. Gegen den auf die Innungsschulen bezüglichen Satz haben wir nichts, obwohl es überflüssig ist, den Innungen wieder ein neues Vorrecht einzuräumen. Eine daß er nicht mehr Lohn zahlen könne, eine Rechtswidrigkeit vor dem Die Abgg. Gutfleisch, Hartmann u. Gen.( freie Kom74. Sigung vom 25. Februar, 1 Uhr. Gerichte gefunden worden. Damit machen Sie ja jede gütliche Be- promißkommission) wollen den Schlußsah des Absatzes 3 dahin Am Tische des Bundesrathes: von Berlepsch, Lohseitigung von Mißständen unmöglich und fördern nur den Unfrieden fassen, daß der Besuch einer Innungs- oder anderen FortSie stellen den Arbeiter, der einen Rechtsirrthum begeht, schlimmer bildungs- oder Fachschule von der statutarischen Verpflichtung Die Bänke des Hauses sind besser besetzt als an den vorher- hin als den Schwindler und Bankerotteur, denn diesem versagen zum Besuch einer Fortbildungsschule befreit, wenn der Unterricht gehenden Tagen. Sie doch wenigstens nicht das zum Lebensunterhalt dringend in der ersteren von der höheren Verwaltungsbehörde als ausDie zweite Berathung des Arbeiterschuh- Gesetzes nöthige, Wie oft kommen bei Arbeitgebern Kontraftbrüche vor! reichender Ersatz des allgemeinen Fortbildungsschulunterrichts anwird fortgesetzt. Der preußische Herr Handelsminister hat ja kürzlich erst in einem erkannt wird. Bunächst hat die Abstimmung über§ 119 a und die dazu ge- vertraulichen Schreiben erklärt, daß viele Zechenverwaltungen Abg. v. Dziembowski- Pomian befürwortet die Annogme ftellten Anträge stattzufinden, welche nach Schluß der Diskussion inländische Abnehmer gegenüber dem Auslande benachtheiligt des polnischen Antrags. Eine Zurückweisung der Wünsche der gestern vertagt worden war. haben. Ist das etwa tein Kontraktbruch? Ein Arbeiter erhielt Polen bei dieser Gelegenheit würde ein Rückfall in die jetzt doch § 119 a wird unter Ablehnung der Anträge der sozialdemo- auf schriftliche Anfrage von der Löwe'schen Fabrik in Berlin die bereits mehr und mehr verleugnete Ausnahmegesezgebung gegen kratischen und der Volkspartei nach der Kommissionsfassung mit schriftliche Zusage, daß er in Arbeit genommen sei, und als er die deutschen Reichsbürger polnischer Nationalität sein. dem Antrage Gutfleisch angenommen, wonach die Bestim- fich dort meldete, wurde er nicht in Arbeit genommen, weil die Abg. v. Stumm erklärt sich gegen den Antrag Cegielsti, mung über die Einbehaltung eines Theils des Lohnes ausgedehnt Spandauer Fabrit sich gegen ihn ausgesprochen hatte. Hier weil diese Materie hier nicht hergehöre. Er empfiehlt dann Antrag werden soll auf verabredete Konventionalstrafen. Hartmann der bezüglich Gegen den wird also ein Kontraktbruch eines Unternehmers unter Mit den Ordnung Des § 119 a stimmen die Sozialdemokraten, die Volkspartei und der wirkung eines anderen Unternehmers, einer föniglichen Fabrik, Fortbildungsunterrichts am Sonntage und spricht sich schließgrößere Theil der Freifinnigen. Die Resolution vorgenommen. Nach den jährlichen Berichten kommen bei lich gegen den Zwang der weiblichen Arbeiten zum Besuch dieser Hirsch, betreffend die Einführung fürzerer Lohnfristen Webern jährlich Löhne von 552 Mart, ja jogar bei anderen Schulen aus. in den Reichs- und Staatsbetrieben, wird von dem Antrag- Arbeitern von 325 Mark vor; das ist ein Aufwand, Abg. Schädler( Str.): Einigen Bedenken des Herrn Vorfteller wegen politischer Bedenken, welche gegen diese Fassung des ein Jurist ungefähr aufwenden muß, um sich in der redners gegen die Fortbildungsschulen ist zu begegnen, wenn man Eingangs derselben ihm ausgesprochen sind, bis zur dritten Lesung juristischen Literatur auf dem Laufenden zu erhalten. den Unterricht in die Tagesstunden legt. Entschieden rauß auch zurückgezogen. Welchen Aufwand müßte nun zu diesem Zwecke ein in juristischen ich mich gegen den Zwangsunterricht in Haushaltungsschulen erNach§ 119b sollen die Bestimmungen über die Lohnzahlung Dingen unerfahrener Arbeiter machen, wenn er, um allen Vor- flären; denn die beste Schule ist für die Mädchen das Haus, die auch auf die Hausindustriellen und auf diese auch in dem Fall schriften dieses Gesetzes zu entsprechen, sich genügende Rechts- beste Lehrerin die Mutter. Durch den Antrag Gutfleisch- Wöümer Anwendung finden, wenn sie die Roh- und Hilfsstoffe selbst be- fenntniß schaffen will? Dabei wandert der Arbeiter häufig vom wird dem Arbeiter freigestellt, entweder in die Kirche der in die schaffen. Ein vom Abg. Stadthagen dazu gestellter Westen nach dem Osten u. s. w., und er müßte sogar auch die Schule zu gehen. Da sich eine Kontrolle hierbei nicht einführen Antrag wird für den Leser durch die nachfolgende Rede ver- lokalrechtlichen Gebräuche und Mißbräuche kennen lernen. Man läßt, so braucht also der jugendliche Arbeiter weder in die Kirche, ständlicher, als durch die wörtliche Wiedergabe des Antrages fann durchaus nicht immer sagen, daß die Arbeiter ungerecht- noch in die Schule zu gehen. Deshalb kann ich mich für diesen felbft. fertigt und als Kontraktbrecher die Arbeit niederlegen. Die Antrag nicht erklären. Mein Bermittelungsantrag bezweckt bie Abg. Stadthagen( Soz.): Der§ 119 b will die unerhörten Denkschrift über den Bergarbeiterstreit giebt selbst viele Fälle an, Einrichtung eines besonderen Schüler- Gottesdienstes zu ermögAusbeutungen, die sie im§ 119a dem Arbeiter gegenüber be- in denen das Verhalten der Arbeitgeber durchaus unkorrekt war, lichen, wie er an einzelnen Orten schon besteht. Die Zeit schloffen haben, auch auf die in der Hausindustrie Beschäftigten so daß man die Arbeitseinstellung für gerechtfertigt halten muß. des Haupt- Gottesdienstes würde damit für den Unterricht veranwenden. Es ist unrichtige Behauptung, daß§ 119 a feine Ent- Dahin gehören die Vorschriften über das Nullen und über den fügbar. ftehung der sozialdemokratischen Partei verdankt; sie hat Anträge physischen Zwang zur Uebernahme von Ueberschichten. Gegen gestellt, die die gefeßliche Sicherung der Arbeiter gegen willkürliche alles Dieses und Aehnliches spricht sich die Denkschrift ziemlich und schrankenlose Ausbeute herstellen sollten, und die alte gesetz- scharf aus. Man muß sich aber nicht bloß dagegen aus liche Vorschrift, daß dem Arbeiter der verdiente Lohn nicht sprechen, sondern ein solches Verhalten der Arbeitgeber stellt vorenthalten werden darf, auch thatsächlich thatsächlich durchführen. häufig Freiheitsberaubung und Erpressung dar, und wenn von Beamten der Staatsanwaltschaft Die jetzige Fassung verdankt ihre Entstehung dem trassen die Beamten diesem VerEgoismus, dem blinden Haß der Unternehmer und deren Aus- halten wußten und keine Anklage erhoben, so haben sie sich beutungswuth, und wenn der Abg. Gutfleisch gestern andere eines schweren Vergehens schuldig gemacht. Sie wollen hier eine Motive dafür geltend machte, so verwechselt er die der Kommission Strafbestimmung einführen, die einem Ausnahmegesetz gleicht. mit denen des Handelsgeschäfts des Fünfmänner- Kartells, auf das Berschonen Sie aber die Hausindustrie damit. Der fleine Haus er ja so stolz ist.§ 119 a ist ein Kampfgesetz gegen die Arbeiter, industrielle würde es nicht verstehen, wenn ihm, falls er den Konund dadurch, daß Sie diesen Paragraphen beschlossen haben, find trakt nicht innehält, für sieben Tage Lohn abgezogen wird, aber Sie zu den Anschauungen der roheften, babarischsten und sein Arbeitgeber nicht bestraft wird, wenn er seine Verpflichtungen Abg. Freiherr v. Münch( b. t. F.) befürwortet seinen primitivsten Völker zurückgekehrt; nicht ich allein sage das, gegen den Arbeiter nicht erfüllt. Wollen Sie den Arbeiter wirk- Antrag, der es ermöglichen soll, den Fortbildungsschulsondern Thering spricht es aus, daß alle halbzivilisirten Böller lich schüßen, so verlangen Sie, daß der Unternehmer eine Raution unterricht hauptsächlich auf die Sonntagsnachmittage zu verlegen. ihren Barbarismus im Rechtssystem dadurch zeigen, daß fie un- stellt, damit der Arbeiter nicht beim Konkurse des Unternehmers Preußischer Handelsminister Freiherr v. Berlepsch: Es berechtigte Strafen gegenüber den Schuldnern festsetzen, daß sie das Nachsehen hat. Die armen Tagelöhner, Handwerker, kleinen handelt sich in diesem Paragraphen um die Durchführung des den Schuldner mit Leib und Leben dem Gläubiger ausliefern. Gewerbetreibenden haben bei solchen Konkursen immer das Nach- obligatorischen Fortbildungsunterrichts. Schon nach§ 120 So war noch die Anschauung der Zwölftafel- Gesetze, später sehen. Und hier sollen diese Schwindler, diese Banterotteurs noch der bestehenden Gewerbe Ordnung ist dieser obligatorische durfte man sich nur an das Vermögen des Schuldners zu ihrem Vortheil dem Arbeiter etwas vom Lohn einbehalten dürfen. Unterricht durch Drtsstatut einführbar; aber Strafen für Bu halten, und endlich mußte das zum Leben dringend Er- Sie folgen hier dem berühmten Ozean von Druckerschwärze, wider handlungen sind im Geseze nicht vorgesehen, und erst durch forderliche freigelassen werden. Das ließ selbst der Chriften- in dem die Unternehmer ihre Interessen vertreten. Die Polizeiverordnungen in den Einzelstaaten eingeführt. verfolger Diocletian 8u. Derselben Auffassung giebt das Unternehmer vom hassen die Erlasse 4. Februar v. J. solche Polizeiverordnung für Preußen vom 11. März 1850 ist Lohnbeschlagnahme- Gesez vom Jahre 1869 Ausdruck. Nun sagt Dieser Haß ist zwar bei Ihnen nicht die Triebfeder, aber bei im Jahre 1888 vom Kammergericht für nicht mehr zu Recht beaber Herr Gutfleisch: hier handelt es sich nicht um Beschlag: denen draußen, die mächtiger sind als Sie, als das Königthum, stehend erklärt werden, und diesem Urtheil haben sich zahlreiche nahme, sondern um Lohneinbehaltung, also ist dies Gesetz darauf die unter der falschen Flagge des Arbeiterschutzes eine neue Waffe Schöffengerichte im Lande angeschlossen. Der Unterricht wurde nicht anwendbar. Kollege Guifleisch( ich hoffe, daß er es mir gegen den Arbeiter schmieden. Die Arbeiter freuten sich, als sie infolge dessen derartig beeinträchtigt, daß der Bestand vieler nicht übel nimmt) scheint mir ganz außerordentlich gut bewandert sahen, daß das, was auf dem Pariser Kongreß beschlossen war, Schulen in Frage gestellt war. Aus dieser Entwickelungsgeschichte in der Kunst, durch juristische Seiltänzerei die Begriffe zu ver- in den Erlassen in so schöne Worte gekleidet war; aber jezt, wo heraus sind diese Bestimmungen entstanden. Die Forderung der drehen. Mit dieser Kunst könnte er das Urtheil des gestern er- es gilt, die Worte in Thaten umzusetzen, müssen sie sehen, wie Herren von der polnischen Fraktion ist an dieser Stelle nicht wähnten darmstädtischen Oberlandesgerichts als unrichtig dar- Schritt für Schritt das Gegentheil des Arbeiterschußes geschieht. angebracht, es soll ja auch feine Neuerung eingeführt, sondern stellen.§ 115 ist aber mit der Auffassung des Herrn Gutfleisch Im Interesse der Humanität liegt es, den Arbeiter gegen den nur der alte Rechtszustand, der gestört worden ist, wieder herunvereinbar; denn die dort für unzulässig erklärten Verträge Wucher zu schützen und Bestimmungen gegen den rohen gestellt werden. Der Nußen der Fortbildungsschulen ist sollen den Arbeiter doch nicht blos gegen das Trucksystem, sondern Kannibalismus zu treffen.( Präsident v. Levehow erklärt so allgemein anerkannt, daß wir Alles versuchen müssen, ihn, der seine Arbeitskraft dem Arbeitgeber kreditiren muß, da solche Ausdrücke für ungehörig.) Aendern Sie daher den§ 119b sie wirksam auszugestalten. Dazu gehört in erster Linie Zwang zum Schulbesuch; mit der gegen sichern, daß ihm später sein Lohn nicht ausbezahlt werde. nach meinem Antrage. Lohneinbehaltungen sind unzulässig, weil der Freiwilligkeit Herr v. Stumm sagt zwar, man möge nicht verlangen, daß er sie unfittlich sind, und der Reichstag ist nicht dazu da, unsittliche in dieser Beziehung haben wir schlechte Erfahrungen gemacht. fich Arbeitern den das Nun fragt es sich: zu welcher Stunde soll der Unterricht stattFell über die Dhren Geseze zu machen.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) ziehen lasse. Das wäre auch unbillig, aber der Arbeiter Präsident v. Levehow: Der Abg. Stadthagen hat gesagt: finden? Am wünschenswerthesten wäre es ja, den Unterricht auf trägt auch seine Haut zu Markte und der Unternehmer Es kommt mir so vor, als ob der Kollege Gutfleisch ganz außer zwei Nachmittage in der Woche zu legen. Das ist zur Zeit aber besorgt ihm die Gerberei; dagegen muß der Arbeiter gefetz ordentlich gut bewandert ist in der Art, wie er durch juristische unerreichbar, denn es würde auf heftigen Widerspruch namentlich lichen Schutz haben.§ 119a ist aber auch von Ihrem Stand- Seiltänzerei die Begriffe verdreht.". Allerdings schichte der Abg. in Handwerkerkreisen stoßen und die Annahme von jugendlichen punkte aus sehr ungerechtfertigt; denn er stellt einen Angriff Stadthagen voraus:" Herr Gutfleisch würde es wohl nicht übel Arbeitern sehr erschweren. Ein Verbot des Unterrichts während gegen das Königthum dar, sofern er die Strafe, die sonst der nehmen." Wenn ich auch annehme, daß Herr Gutfleisch vielleicht des Hauptgottesdienstes hatten wir Bedenken, in das Gesetz aufRichter im Namen des Königs zu verhängen hat, hier der Ver- diese Bitte erfüllt( Heiterkeit), so muß ich doch im Interesse des zunehmen, weil auch das ein empfindlicher Schlag für die Schulen fügung des Arbeitgebers überläßt. Der Lohn soll zur Strafe Hauses eine solche Redewendung als unparlamentarisch erklären. gewesen wäre. Wir wollen dieses Verbot vielmehr den EinzelDarauf wird§ 119b unter Ablehnung des Antrags Stadt- Regierungen überlassen. Zu unserem Bedauern haben Sie in einbehalten werden dürfen; aber in manchen Bergwerken ist der Kommission den obligatorischen Besuch der HaushaltungsStrafe darauf gefeßt, wenn man den Lohn zu spät abholt oder hagen unverändert angenommen. schulen gestrichen, ohne Zwang ist auch auf diesem Gebiete nichts mit Staatssteuern im Rückstande ist: sind das Gründe, um einen Arbeiter mit seiner Familie dem Verhungern auszusetzen? Denn zu erreichen. Gegen den Antrag Schädler hat die Regierung das bedeutet thatsächlich das Einbehalten des Lohnes, auch nur nichts einzuwenden und sie kann sich auch mit dem Kompromißdes Wochenlohnes. Das ist die schärfste Unterstützung der Antrage zufrieden erklären. schlimmsten Auswucherung!( Buruf: Lauter!) Ja, nicht laut Nach Abs. 2 gelten als Fortbildungsschulen auch Hand- und genug fann man das ausrufen! Aus diesen Strafen refultiren für die Arbeitgeber mindestens zwei bis drei Millionen jährlich! Hausarbeitsschulen. Nach Abs. 3 kann durch statutarische Bestimmungen Das stimmt freilich ganz gut damit überein, daß Abgeordneter Hartmann fürzlich offen ſagte, es handle sich hier darum, den für männliche Arbeiter unter 18 Jahren die Verpflichtung zum Urbeitgebern Schutz zu geben. Der§ 119a macht nun die Ar- Besuch einer Fortbildungsschule, soweit solche Verpflichtung landesLeiter vollends zu Leibeigenen. Die Gesetzgebung, um die es sich gefeßlich nicht besteht, begründet werden. hier handelt, ist so unklar, daß selbst unter den geschultesten Ju- bildungsschulen sind die jungen Leute nur dann zu besuchen risten drei Ansichten darüber bestehen, in wie weit hier neben gehalten, wenn sie keine von der höheren Verwaltungsbehörde gemeinrechtlichen auch partikularrechtliche Bestimmungen Plaz anerkannte Jnnungs- oder andere Fachschule besuchen. Die Abgg. Auer u. Gen. beantragen, dem Abs. 1 hinzuzugreifen; und da soll ein schlichter Arbeiter die Entscheidung treffen, wie er zu handeln hat, um feine Uebertretung zu begehen, fügen: An Werktagen ist der Unterricht in die Arbeitszeit der und begeht er fie rechtsirrthümlich, dann soll er zur Strafe seines jungen Leute zu legen"; ferner soll das Ortsstatut die in Abs. 3 verdienten Lohnes verlustig sein? Der Arbeiter soll die Arbeit vorgesehene Verpflichtung auch auf weibliche Arbeiter ausdehnen aufgeben dürfen, wenn ihm gegen die gute Gitte Laufendes zu können; endlich soll der letzte Satz des Absatzes 3 gestrichen gemuthet wird. Wenn einer Arbeiterin in einer Fabrik unfittliche werden. Unträge gemacht werden, sie vielleicht gar genothzüchtigt wird, Die polnischen Abgg. Cegielski u. Gen. beantragen einen und die Eltern, durch das stille Wesen des Kindes in den nächsten Zusah dahin, daß in den Landestheilen, wo die Bevölkerung Lagen aufmerksam geworden, das Vorgekommene erfragen und eine andere Sprache als die deutsche als ihre Muttersprache bein gerechter Entrüstung ihrem Kinde den weiteren Besuch der trachtet, der Unterricht den Schülern in ihrer Muttersprache zu Fabrit verbieten, so ist das, wenn zufällig mehr als ertheilen ist. fieben Lage seit dem Vorkommiß vergingen, strafbar! Unklar ist Die Kommissionsmitglieder der freisinnigen und Volkspartei auch, ob Jemand zum Gesinde gehört oder zu den gewerblichen die Abgg. Gutfleisch, Hähnle und Gen.) beantragen die Die Stadt Berlin z. B., die ja bezüglich der Streichung der Bestimmung über die Unterrichtszeit in Absatz 1, Arbeits- Verträge rechnet ebenso die Streichung der Beschränkung auf männliche Arbeiter das Krankenwärter zum Gesinde, und die Hausdiener werden durch in Absatz 3, endlich die Hinzufügung folgenden Sages: Zum Beverschiedene richterliche Grfenntnisse balo zum Gesinde, bald zu such des Unterrichts an Sonntagen während des Hauptgottes- der dem Redner im Prinzip sympathisch ist. ben gewerblichen Arbeitern, bald zu den Handlungsgehilfen dienstes kann der Arbeiter nicht verpflichtet werden. von Arbeitern. § 120 schreibt in Abs. 1 die Verpflichtung der GewerbeUnternehmer vor, den Arbeitern unter 18 Jahren Zeit zum Besuch der Fortbildungsschulen zu gewähren. Der Unterricht darf nicht am Sonntag vor Beendigung des Gottesdienstes stattfinden. Ober- Regierungsrath Landmann( Bayern) bittet den Antrag Hartmann abzulehnen, weil der Sonntagsunterricht für die Fortbildungsschulen nicht entbehrt werden könne. Abg. Eberty( freif.) begrüßt die Aeußerungen vom Minifter tische mit Genugthuung, weil die Fortbildungsschulen ein wesent liches Moment zur sittlichen Hebung der Jugend seien. Er habe Die Gemeinde- Fort- diese Wirkung des Fortbildungsunterrichts seit 15 Jahren schon verfolgen können, und zwar bei Knaben wie Mädchen in gleichem Maße. Das religiöse Bedürfniß leide nicht durch einen Unterricht während der Zeit des Gottesdienstes. Jeder wahrhast Religiöse bete zu seinem Gott, wann und wo er fönne. Der Antrag Gutfleisch- Wöllmer sei allein annehmbar. Abg. Buhl( natl.) erklärt sich gegen diesen Antrag besonders deshalb, weil er feine Gewähr biete, daß die Kinder überhaupt entweder in die Schule oder in den Gottesdienst gehen. Den Anträgen Hartmann und Schädler stimmt der Redner zu. Arbeitsstunden far den Fortbildungs- Unterricht frei zu geben, hätten sich die Pfälzer Gewerbetreibenden bereit erklärt; doch spreche gegen den Antrag Auer, daß bei Annahme desselben die Gemeinde leicht veranlaßt werden könnte, feinen Gebrauch von dem ihnen gegebenen Recht zu machen. Die Mädchen von der Bestimmung des Paragraphen auszuschließen, sei nicht zweckmäßig, den bezüglichen Anträgen wird der Redner zustimmen. Abg. Klemm( tons.) empfiehlt den Antrag Hartmann, behält sich jedoch für die dritte Lesung ein erneutes Eingehen auf den Gegenstand vor, und zwar in der Richtung des Antrages Auer, Die weitere Berathung wird um 51/2 Uhr auf Donners Parlamentarisches. gestellt. Soll ferner der Arbeiter, nachdem er für den Kontrakt- Die Abgg. Hartmann, Letocha, Möller, von tag 1 Uhr vertagt. Schluß 5½ Uhr. bruch bestraft ist, noch außerdem' gezwungen werden, die Arbeit Stumm wollen den Unterricht an Sonntagen nur stattfinden bu bollenden? Soll der Sflave noch außerdem zur Vollendung lassen, wenn die Unterrichtsstunden so gelegt werden, daß die ber Arbeit herangezogen werden? Das Landgericht Potsdam Schüler nicht an dem Besuche des Hauptgottes bat dies in mehreren Fällen bejaht. Man sagt, aus der Fabrit. Dienst es ihrer Konfeffion gehindert werden. ordnung erfahren die geute, was für sie bindend ist, aber diese Ausnahmen für Fortbildungsschulen, zu deren Besuch keine Berschwer auswendig u behalten. Was ist überhaupt Rechtspflichtung besteht, soll die Zentralbehörde zum 1. Oktober 1894 wolle die gegenwärtige Attordarbeit vollenden, für spätere wünsche ierthum? Es ist vorgekommen, daß ein Arbeiter erklärte, er gestatten können. Den gesperrten Satz im vorstehenden Antrage will Abgeorder neter Schädler wie folgt faffen:„ daß die Schüler nicht geDie Wahlprüfungs Rommission beschloß in ihrer gestrigen Sitzung zunächst, die Wahl des Abgeordneten Pfähler ( Saarbrücken) für giltig zu erklären. Gegen diese Wahl lag ein eigentlicher Protest nicht vor, wohl aber befinden sich bei den Akten mehrere Buschriften von Wählern des Kreises, und| Seite des Gegenstandes vernachlässigt sein würde. Das Material| Reichswährung mit dem Betrage von 1,50 m. aus, der als speziell auch von dem Kandidaten der Bergarbeiter, Nic. Warken, hierzu kann nur seitens der Vereine selbst beschafft werden". Ein Strafgeld dem alten Hermsdorfer Nachtwächter und Gemeindean den Wahlkommissar. In diesen Zuschriften werden theils dem Schreiben beigegebener Fragebogen enthält die bezüglichen diener von seinem Gehalt gekürzt wird, wenn er es unterläßt, Beeinflussungen der Wähler durch die Unternehmer, theils Be- Fragen. Man kann also neuerdings einer interessanten Ver- die Waffe anzulegen. Wenn der alte Mann also etwa einen schränkungen der Deffentlichkeit bei der Wahlhandlung behauptet. öffentlichung dieses Beamten entgegensehen, nachdem die vor- Monat lang seinen Dienstsäbel nicht umbindet, so bezahlt er noch Auch darauf, daß Stimmzettel zu Unrecht tafsirt worden sind, jährige, von derselben Stelle ausgehende, über die badischen 15 M. zu seinem Gehalt an die Ortskasse zu und es ist also wird in den Zuschriften hingewiesen. Was nun den letzteren Bigarrenarbeiter allgemeine Aufmerksamkeit erregte. Lokales. nicht zu leugnen, daß der Hermsdorfer Nachtwächter einen ebenso alterthümlichen wie für ihn kostbaren Säbel hat. Jeden falls ist es der billigste Trost, für die brave Ortsverwaltung, den sie dem alten Mann gewähren kann. Man sieht aber, es geht in dem Zeitalter der Sozialreform in der Nähe der Reichs hauptstadt noch recht hübsch- mittelalterlich zu. Fall betrifft, so wurde aus den Akten konstatirt, daß von ca. 100 ungiltigen Stimmen 86 zu Unrecht kassirt worden sind. Mit Ausnahme von 2 waren alle diese Stimmen dem Gegenkandidaten des Herrn Pfähler zuzuzählen. Außerdem mußten demselben lo Stimmen abgezogen werden, welche mehr abgegeben waren, als sich in den Listen Stimm- Bis übers Grab hinaus wird die Bekämpfung der SoIm Norden der Stadt, in der Griebenowstraße, vermerke befanden. Nach diesen Korrekturen verbleibt zialdemokratie mit geistigen und polizeilichen Waffen fortgesetzt. wohnt ein ehrsamer Tischlermeister, welcher als Spezialität Herrn Pfähler noch eine abfolute Majorität von 81 Stim Schildern wir zunächst den Kampf mit einer solchen geistigen", Herrenschreibtische anfertigt oder vielmehr anfertigen läßt. Dieſem men. Angesichts dieser Thatsache und bei der sehr un- oder was in diesem Falle richtiger ist, geistlichen" Waffe. Haren und wenig substantiirten Art der vorliegenden, auf die Am Freitag, den 13. Februar, starb das Mitglied des Ar- biederen Handwerksmeister waren die Ausgaben, welche er für Wahl bezüglichen Zuschri ten mußte die Kommiffion zur sofortigen beiter- Bildungs- Vereins für Friedrichsfelde und Umgegend, der die Werkstatterhaltung hatte, schon lange ein Dorn im Auge, er Giltigerklärung der Wahl kommen. Bemerkt sei, daß der von Genosse Hohensee. Der Vorsitzende des Vereins besuchte die wußte bisher nur nicht, wie er dem Uebel abhelfen könnte, das dem Bergmann Nik. Warken in seinen Zuschristen an den Wahl- Wittwe des Verstorbenen und theilte derselben mit, daß der Ver- heißt, wie er die Kosten dafür auch noch seinen Arbeitern aufkommissar in Aussicht gestellte Wahlproteſt nicht eingegangen ist. ein dem Manne zur letzten Ruhe das Geleit geben würde. Die bürden könnte. Endlich kam ihm ein rettender Gedanke! Der Petroleumverbrauch wurmte ihn vor allen Dingen, was war Da schwerlich anzunehmen ist, daß in diesem Kreise, wo doch die Frau war damit vollkommen einverstanden und drückte den Wunsch demnach natürlicher, als daß er einfach die Arbeitszeit bei Licht Herren Kohlenbarone ein so strammes Regiment führen und wo aus, daß die Mitglieder des Vereins die Leiche vom Trauerhause abschaffte; die Arbeiter fonnten ja mit einer Verkürzung der Ardie Chancen für deren Protégé so bedenklich standen, nichts vor- nach dem Kirchhofe tragen möchten, was auch bereitwilligt beitszeit schließlich sehr zufrieden sein, wenn nur ihr ohnehin gekommen sein soll, was angesichts der geringen Majorität die zugesagt wurde. In einer schnell einberufenen Vorstandssitzung fümmerlicher Verdienst dadurch nicht noch mehr beeinträchtigt Giltigkeit der Wahl in Zweifel zu ziehen geeignet wäre, so fann wurde beschlossen, das Andenken des Mitgliedes und Genossen würde. Diese" humane" Neuerung hatte der schlaue Meister die Unterlassung des Herrn Warfen im Interesse der vollen Klar- durch Stiftung eines Kranzes zu ehren und da der Verein ein nämlich nicht auf alle Arbeiter ausgedehnt, die Lohnarbeiter, stellung der Wahlvorgänge nur bedauert werden. Als zweiter sozialdemokratischer ist, den Kranz mit einer rothen Schleife zu werfführer, Lehrlinge müssen ruhig weiter bei Licht arbeiten, nur Fall beschäftigte die Kommission die Wahl des Abgeordneten Graf verzieren und denselben auf das Grab niederzulegen. Als wir auf die Affordarbeiter erstreckt sich die„ Reform"; diese mögen Arnim( Rothenburg- Hoyerswerth). Dem Herrn Grafen erlaubte am Begräbnißtage im Trauerhause ankommen, trat uns die Frau bei Tage tüchtiger arbeiten. Auf die Vorstellung der Arbeiter sich die freisinnige Partei den Rechtsanwalt Friedemann aus mit der Bitte entgegen, die rothe Schleife zu entfernen, da der wohlweise Meister aber auch einen sehr Berlin als Gegentandidaten gegenüber zu stellen. Diese Herr Pastor daran Anstoß nehmen könnte; wir könnten die akzeptablen Vorschlag: fie sie sollten doch ihre Vesper, „ Kühnheit" brachte gesammten ordnungsparteilichen Schleife ja nach dem Fortgange des Herrn Bastors niederlegen, Frühstücksbesser ausnuten, Mittagspausen Wahlapparat auf die Beine." Herr Friedemann geso meinte die Frau. Dazu hatte der Verein aber keine dem sie in der Zeit arbeiteten. Db der Herr Meister, hört einer Gette an, welche fein Schweinefleisch Beranlassung, da doch die rothe Farbe nur der Ausdruck der Liebe welcher an einen Arbeiter, der von Morgens früh an der Hobelißt"; diese Worte sollen in einer Versammlung der konservativen ist. Nachdem die äußerliche Beremonie bei der Bestattung beendigt war, bank mit den schweren Tischlerarbeiten beschäftigt ist, eine solche Partei gefallen sein und entsprechend dieser geschmackvollen warf der Vereinsvorsitzende den Kranz in die Gruft, da er freche Zumuthung stellt, er solle sich auch noch die halbstündige Aeußerung wurde der Wahlkampf auf der ganzen Linie geführt. Bweifel hegte, ob man den Kranz, wenn derselbe auf das Grab Ruhepause abdarben, nur damit der profitwüthige Meister die Die hiesige„ Staatsbürger 3tg.", der Antisemitenführer Fritsche niedergelegt würde, wohl unbeanstandet bleiben würde. Wie be Beleuchtung spart, ob dieser unverschämte Meister diesen Nath aus Leipzig und die bekannten Aeußerungen des früheren Reichsgründet diese Befürchtung war, davon konnten sich die Anwesenden schlag selbst befolgt, möchten wir doch sehr bezweifeln, jedenfalls fanzlers aus der Zeit, wo er noch simpler Abgeordneter war, schnell überzeugen. Nachdem die Vereinsmitglieder den Kirchhof wird der saubere Patron gemächlich auf dem hochgepolsterten über die Juden, Alles wurde herangezogen, um dem Juden" verlassen hatten, nahm der Pastor mit der Wittwe Rücksprache, Sopha sein Mittagsschläfchen abhalten, sich erholen von den Anzum Durchfall zu verhelfen. Daß es auch gräfliches Freibier und worauf diese sich entschloß, nachdem der Pastor ihr eine Beschei- strengungen des Mittagsmables. Die Arbeiter verdienen dem dito Schnaps gab, sei nur nebenher erwähnt. Die Kommission nigung ausgestellt hatte, die Schleife aus dem Grabe wieder aus zufolge fast gar nichts. Aber auch in anderer Beziehung scheint brachte die Verhandlungen über diese Wahl nicht zum Abschluß, graben zu lassen und dieselbe zu verbrennen. Der Inhalt der der wadere Unternehmer eine Stüße der Gesellschaft und„ Ord doch dürfte die vorläufige Beanstandung außer Zweifel stehen. Bescheinigung ist folgender: nung" zu sein; einem Arbeiter ist bereits bedeutet worden, daß er nach Fertigstellung seiner Akkordarbeit hinaus müsse, da er zu viel an Versammlungen denke und zu viel predige und aufwiegle Ein nettes Exemplar also von einem prozigen Spießbürger! den Korrespondensen und Parteinachrichten. # Ich habe nichts dagegen, daß der Kranz mit der rothen Schleife aus dem Grabe des Arbeiters Hohensee wieder herausgenommen wird. Friedrichsfelde, den 17. Februar 1891. Name des Pastors. Der hatte und in Für vorübergehend Geisteskranke bietet das gegenwärtige Ist es wirklich denkbar so fragen wir uns, daß das reli- Gerichtsverfahren große Schwierigkeiten. Wenn es nicht gerade giöse, sittliche oder allgemein menschliche Gefühl des Herrn Pastors Millionäre sind, die entmündigt worden und dann Anstrengungen Weißenfels. Die Mitteld. 3tg." schreibt aus Pößned. bei dieser Handlungsweise auch eine Spur von Genugthuung machen, um wieder in den Besitz ihres Vermögens zu kommen, Ein eigenartiges Mißgeschick widerfuhr vor einigen Tagen einem empfunden hat? Selbst den Fall vorausgesetzt, daß die Frau so gelangt von diesen Mängeln des gerichtlichen Verfahrens wenig Bostpacket beim Entladen aus dem Leipziger Nachmittagszuge. den Pastor um die Erlaubniß zur Herausnahme der rothen an die Oeffentlichkeit. Um fleine Beute und deren Schicksal Dasselbe mochte wohl mangelhaft verpackt sein, denn die Um- Schleife ersucht hätte- was so ohne weiteres noch nicht anzu- tümmert sich gewöhnlich kein Mensch. In der heutigen auf schnürung löste sich und ein heftiger Windstoß entführte den In nehmen ist erlaubt dem Herrn Pastor seine Gewissenhaftigkeit, geregten Zeit, wo das Erwerbsleben nicht blos alle törperlichen halt des Packets- tausende von Stimmzetteln für den national- eine in bester Absicht dem Todten gewidmete Spende fondern auch alle geistigen Kräfte in Anspruch nimmt, ist es liberalen Kandidaten Dr. Hans Blum in die Lüfte." Fliegende wieder unbefugter Hand fortnehmen zu laffen? etwas sehr Gewöhnliches, daß ein Mensch in Geistestrantheit ver Blätter mit Dr. Hans Blum! Wir haben dadurch den Beweis Stelle sich einmal der Herr Pastor gefälligst den Fall fällt, entmündigt und unter Vormundschaft gestellt, in eine erhalten, daß auch die fliegenden Blätter manchmal recht faule" ein wenig anders vor! Was würde dem Herrn Pastor Anstalt verbracht, dann nach Jahren, nach längerer oder Er ist dann ganz geheilt oder Wize bringen. Wenn schon höhere Mächte das Gebild von wohl passiren, wenn die Farbe der Schleife schwarz- weiß und der fürgerer Zeit entlassen wird. fann seinem Erwerbe Menschenhand zerstören, dann, lieber Hans, fann uns Dein ge- Verein, der sie gespendet, etwa ein Kriegerverein gewesen wäre. wenigstens erheblich gebessert und diegener Durchfall nicht wundern. Tröste Dich, Du bist todt, Hätte der Herr Pastor nicht zu besorgen, daß die Frau wegen wenn auch nur in beschränktem Maße, nachgehen. Aber nun be ohne erschossen zu werden. Grabschändung und der Herr Pastor der Theilnahme daran an- ginnen die rechtlichen Schwierigkeiten. Der Vormund hat sich geflagt würde? Wenn der Herr Pastor es troß seines Berufes gewöhnlich um sein Mündel nicht gefümmert, das ja in der AnDer Entmündigte selbst kennt den nicht versteht gegen Leute, die er vielleicht für seine Feinde hält, stalt wohl verwahrt war. Liebe zu üben, so sollte man doch von ihm als Menschen Ge- Vormund vielleicht gar nicht oder hat doch keine Ahnung, wo rechtigkeit verlangen tönnen und die hätte ihn hindern müssen, derselbe sich befindet. Der Genesene fängt an zu arbeiten und eine solche Erlaubniß auszustellen, wenn er nicht noch eine weitere geräth in Lohndifferenzen mit seinem Arbeitgeber; er ist diesem Beeinflussung auf die Frau ausgeübt hat. gegenüber völlig rechtlos, denn wenn er seinen Schuldner bei Gericht verklagt, so erhebt dieser den Einwand, daß der Kläger entmündigt ist und der Prozeß ruht dann, bis der Vormund des Klägers geladen werden fann. Solche Fälle sollen gar nicht selten vorkommen. In solcher Lage befand sich vor Kurzem noch der Maler 3., der, einige Zeit in der Anstalt verpflegt und entmündigt, nach seiner Entlassung für einen Unternehmer Arbeiten im Be trage von 72 M. fertigte, aber fein Geld bekam; die gerichtliche Klage hatte aus den erwähnten Gründen keinen Erfolg. wäre doch in der That billig, daß ein Arbeiter, der im Stande ist zu arbeiten, auch seinen Arbeitslohn zu fordern berechtigt sein muß; hat er Verstand genug zur Arbeit, so wird er ja auch wohl Verstand genug befizen, um den Lohn in Empfang zu nehmen und der Prinzipal wird ja wohl solchem Arbeiter gegen über nicht zu kurz kommen. Aber wenn der heutige Zustand be stehen bleibt, so ist zu erwarten, daß geistestrante und bevor mundete Arbeiter bald sehr begehrt sein werden, denn der Prinzipal hat dann öfter eine bequeme Gelegenheit sich un die Lohnzahlung herumzudrücken. Burg. Vier Monate sind bereits verflossen, seitdem die legte Boltsversammlung stattfand und ist zur Zeit wenig Ausficht ein Lokal zu öffentlichen Volksversammlungen zu bekommen. Angesichts dieser Kalamität drängt sich wohl die Frage in den Vordergrund: Wo bekommen wir ein Lokal zu öffentlichen Verfammlungen? Mit der Erbauung eines eigenen Gesellschafts- Diefes war ein Fall. Es folgt sogleich ein zweiter. hauses sind jedenfalls erhebliche Schwierigkeiten verknüpft, aber Am Sonntag follte in Reinickendorf die Mutter eines Sozialdemodennoch ist dieses wohl der sicherste Weg, ein Lokal zu öffent- traten beerdigt werden. Der Sohn hatte sich mit den Mitgliedern des Lichen Bersammlungen zu bekommen. Pflicht der hiesigen Lokal- Gesang- Vereins Weiße Rose" verständigt, damit diese am Grabe fommission wäre es, wenn dieselbe schon jetzt mit den Vor- fingen sollten. Gine Tochter des Verstorbenen bestellte, ohne daß arbeiten zum Bau eines Gesellschaftshauses vorginge, denn wenn Jemand davon Etwas erfuhr, einen Prediger. Die Sache gewir auch sollten in nächster Zeit ein Lokal zu öffentlichen Ver- staltete sich nun so, daß auf dem Kirchhof in der Halle der Geistsammlungen bekommen, so ist die Frage noch nicht ausgeschlossen, liche seine Rede hielt, und als dann der Sarg zur Gruft gedaß man uns zu beliebiger Zeit den Stuhl vor die Thür segen tragen wurde, erklang von dort her der Gesang des Vereins, der wird und wir wären wieder um eine Erfahrung reicher. Die am Grabe Aufstellung genommen hatte. Ein Augenzeuge schildert Schwierigkeiten, welche der Erbauung eines eigenen Gesellschafts- nun die Sache folgendermaßen: hauses entgegenstehen, werden die hiesigen Genossen wohl zu überwinden wissen, und es wäre nur von großem Nutzen für die gesammten hiesigen Arbeiter, wenn wir sobald als möglich ben Einzug in ein eigenes Vereins- oder Gesellschaftshaus halten fönnten. des Saales. Ich stand dicht bei den Sängern und hörte mitten in den Gesang hinein die Worte sprechen: Ich fordere Sie auf, daß Sie aufhören zu singen; im Namen des Gesetzes! Aber die Barden fangen muthig weiter: Wenn mir die Augen brechen!„ Kamerad, tommen Sie mir zu Hilfe!" rief wieder die Stimme und ich sah plötzlich den Gendarm mitten unter den Sängern stehen und mit ben Armen winken, so daß man ihn für den Dirigenten des Vereins halten tonnte. Die Sänger hielten aber aus; fie ließen sich nicht stören, aber nachher vom Gendarm ruhig notiren. Was weiter kommen wird, muß abgewartet werden. ES Beuthen O.-S. Für den lehten Sonntag waren hier zwei Versammlungen angesetzt, deren Einberufer Sozialdemokraten. Eine Arbeiterversammlung war für den Vormittag und eine Die Hundestener- Marken für das Geschäftsjahr 1891/92 Voltsversammlung für den Nachmittag anberaumt. In der ersten gelangen jetzt zur Ausgabe und muß bis zum 15. April d. I Versammlung sollte ein Arbeiterverein gegründet werden, während Ueber den gleichen Borfall berichtet die„ Voss. 3tg.": jeder steuerpflichtige Hund mit der neuen Marke versehen sein, wir uns in der zweiten mit unseren politischen Gegnern öffentEin Leichenbegängniß gab am Sonntag Nachmittag auf dem andernfalls er von den Beamten des Thierschutz- Vereins auf lich auseinander setzen wollten. Die Herren Kapläne, Rechts- Kirchhofe der Dankestirchen- Gemeinde dem Reinickendorfer gegriffen und der resp. Besitzer eventualiter in Strafe genommen anwälte und andere Erwählte hatten ihr Kommen zugesagt. Die Gendarm Beranlassung zum Einschreiten. Als bei der Trauer- wird. Die neuen Marken sind ca. 4 Zentimeter hoch, 3 Zenti Arbeiter wären dem Unternehmerthum und seinen Anhängseln feier der sozialdemokratische Gesangverein„ Weiße Rose" das in meter breit in Quadratform, tragen das Berliner Stadtwappen die Antwort sicher nicht schuldig geblieben. Alles war hier ge- fozialdemokratischem Sinne tertlich geänderte Lied Wehe, daß und daneben links die Markennummer, rechts die Jahreszahl. spannt auf das Rededuell, ganz Beuthen auf den Beinen, da wir scheiden müssen" zur Ausführung bringen wollte, suchte es Die Farben der Marken ist für Lurushunde gelb( Messing), für geschah eine Stunde vor Gröffnung das Unglaubliche, daß der Gendarm wiederholt zu verhindern. Da seinem Ansuchen( steuerfreie) Arbeitshunde weiß( Weißblech). nachdem auch die behördliche Bescheinigung schon gegeben die nicht Folge gegeben wurde, stellte nach der Feier der Gendarm Abhaltung der Versammlung aus baupolizeilichen Bedenken ver- die Person des Leiters des Gesangvereins fest. Ueber die Langsamkeit der Postbestellung in der Umboten wurde. Die hohe Obrigkeit wird oftmals von Organen und Fal gegend Berlins sind uns in der letzten Zeit mehrfach Klagen von fonen vertreten, die eine geradezu jammervolle Besoldung beziehen ist der folgende: An einen Einwohner in Rummelsburg wird und denen man es aus diesem Grunde wirklich verzeihen möchte, eine Karte gerichtet, die demselben eine Todesanzeige und Gint wenn sie den Mangel an baarem Gelde durch fräftige Injurien ladung zum Begräbniß übermitteln soll. Die Karte ist nach dent gegen die beschränkten Unterthanen Luft machen. Man kann sich Aufgabestempel am Sonnabend Nachmittag zwischen 5 und 6 Uhr vorstellen, wie es in dem Portemonnaie und dementsprechend in aur Boft gegeben und nach Rummelsburg, Berlinerstraße, gerichter dem Gemüth folches Mannes Gemüth und Portemonnaie sind Die Karte tam denn auch richtig am Mittwoch bei dem Adressaten heutzutage näher verwandt als man oft denkt aussieht. In unmittelbarer Nähe von Berlin liegt der Willenort verzogen war; allein um dies zu ermitteln, brauchte sich der BriefHermsdorf an der Nordbahn. Dort finden große Länder- träger nur in das Haus neben der ersten Adresse zu begeben, spekulationen statt. Straßen werden angelegt. Der elende Gand- Dort befindet sich nämlich das Bureau der Drtsbehörde, die sos Geeftemünde, 28. Februar. Der Wahlkampf ist eröffnet. boden ist über Nacht zu theueren Baustellen geworden, und daß fort Auskunft hätte ertheilen tönnen. Die Poſt läßt sich bekannt Die Welfenpartei nimmt einen ganz gewaltigen Anlauf; gestern sichs da draußen so gemüthlich wohnt und die Sommerfrischler lich auf private Grmittelungen nicht ein, sonst hätten vielleicht zwei, heute brei, morgen zwei Versammlungen. Ihr Kandidat so ruhig schlafen tönnen, das verdanken sie natürlich zum nicht auch die Bewohner des betreffenden Hauses in der Berlinerstraße ist der Rittmeister a. D. v. Platen. Unsere Partei hat gestern geringen Theile dem dortigen alten Nachtwächter. Der alte Auskunft gegeben. Genug und gut, die Karte tam nach vier Nachmittag in Lehe mit großem Erfolge eine Versammlung ab- Mann ist jest 68 Jahre alt und bekleidet sein Amt Todte feit vige Wenn bei der Privat- Begehalten. Kandidat ist Genosse J. H. Schmalfeld aus Stade. zehn Jahre. Es ist ein Doppelamt, denn der Mann versieht auch undzwanzig Stunden beerdigt' war. Die Deutschfreisinnigen haben einen Herrn Sentier Ad. Adloff zugleich die Stelle eines Gemeindedieners. Seine Dienstzeit währt förderung so Etwas vorte so wäre das nicht in der Ordnung; aus Hamburg aufgestellt und werden ebenfalls in den nächsten also den ganzen Tag über und dann die Nacht durch bis 4 Uhr bei der deutschen Reichspost ist das noch weniger der Fall. Die früh. Dafür bekömmt der Mann monatlich die unglaubliche Tagen mit Abhalten von Versammlungen beginnen. Bergeblich hat sich der alte Nationalliberalen sitzen immer noch in der Patsche und haben Summe von 30 Mark baar! feinen anderen als Gebhard, der Wielen nicht mit der nationalliberale Zu allem Ueberfluß verweigerte der Wirth, obschon kontraktlich gebunden, unter allerlei leeren Redensarten die Benutzung So können sich die Arbeiter auf das Wort bürgerlicher Herrschaften verlassen. Der Mirth soll übrigens, was natürlich zu seiner Entschuldigung nicht im mindesten spricht, start von polizeilichen, pfäffischen und spießbürgerlichen Einflüssen bei der Verweigerung bedrängt gewesen sein. So sind wir gezwungen, gleichzeitig den Klage- und Beschwerdeweg zu betreten. bei dem Fürsten Bismarck telegraphisch angefragt, ob er die Kandidatur annehme. Also jest heißt's: An die Arbeit! schieden worden. In der Todtschlags. Affäre im Friedrichshain ist, wie Es wurde das Gerücht verbreitet, daß die Bitte um Gehaltserhöhung oder um Zuweisung einer mieths bei seinen Eltern in der Megerstraße wohnt, bereits verhaftet Der alte Mann bezahlt von seinem Gehalt 20 Jahre, schon zwei Mal wegen Diebstahls vorbestraft. Wie zur Krankenversicherung, sowie zur Alters- und Invaliden- in Begleitung des von Pollack gestochenen Schraubendrehers 90 Mart Wohnungsmiethe und neuerdings auch die Beiträge die" Post" berichtet, theilte ein gewisser Engelmann, welcher fich Karlsruhe. Der hiesige, durch seine Züchtigkeit bekannte versicherung. Auch gehen von seinem Gehalt noch manch Bergemann befand, am Montag mit, daß ein Dritter, Namens Fabrikinspektor hat an die Vorstände der Fachvereine ein Schreiben mal andere Ausgaben ab, so wenn er zum Beispiel sein Lange, den sie im Friedrichshain getroffen und der mit ihnen verfolgt, gerichtet, in welchem erklärt wird, es sei beabsichtigt, in eine Seitengewehr" im Dienste vergißt; ein gewaltiger Sabul, der den Angreifer des Bergemann amtlich zu bearbeitende Darstellung der sozialen Lage der Fabrit mindeſtens schon seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts existirt. Schlag oder Stoß gethan haben werde. arbeiter in Mannheim und dessen nächster Umgebung auch eine Es ist ja zu begreifen, daß das Fehlen dieses Sicherheits- als er ins Berhör genommen den tödtlichen Lange hat das, auch eingeräumt. zusammenfassende Schilderung der seitens der Arbeiter bestehenden Instrumentes für die Einwohner Hermsdorfs in hohem Maße Er traf, wie er gesteht, die in den Friedrichshain fliehen Organisationen aufzunehmen, da ohne eine solche eine wichtige beunruhigend sein muß. Diese Unruhe drückt sich in moderner den B. und E. und hörte von ihnen, was sich zugetragen Risiko der Arbeit. Entsehlich verbrüht wurden am Montag Abend in der Pulverfabrik zu Spandau zwei bei der Reparatur einer Dampfleitung beschäftigte Schloffer, Heinrich und Breitfeld, durch ausströmenden Dampf. Man schaffte die Verunglückten sofort nach dem städtischen Krankenhause. Heinrich ist in Berlin wohnhaft; seine Mutter wurde noch am Abend von dem Unglück seitens der Direktion telegraphisch benachrichtigt. Ob Hoffnung auf Wiedergenesung vorhanden, weiß man nicht. Rußland Desterreich- Ungarn Japan Spanien Belgien 34 214 400. 18 600 000 17 Italien 12 140 000 " Großbritannien 11 613 842 D 10 925 000 群 7 480 000 3 630 992 " 證 Portugal 2 184 850 Schweden 505 259 1 376 712 " r " wir 1096 550 970.000 960 000 540 000 " " 200 000 " 160 000 B Ab= daß die maren hinnehmen hatte. Sobald er vernahm, daß Pollack B. gestochen habe, eilte In den kleinsten Territorien dagegen, in Schwarzburg-| Kaufleute" war, welche' die soziale Lage der kaufmännischen er dem Rempler nach und gerieth auch bald mit ihm aneinander. Sondershausen, erfordert das fürstliche Haus 515 034 M., Schwarz- Angestellten aufzubessern sich angelegen sein ließ. Meine Fraktion Nach einigem Hin- und Herstoßen ergriff Pollack die Flucht. burg- Rudolstadt 291 317 M., Braunschweig 1 125 324 M., das war es, welche den Versuch machte, für die Sonntagsruhe gesetzDiesen Augenblic benußte Lange, um seinen Gegner ein Taschen- Großherzogthum Heffen 1230 002 m. In Summa sind die liche Bestimmungen herbeizuführen. Wir glaubten damals als messer, welches er mittlerweise hervorgeholt hatte, mit Wucht Zivillisten aller 22 deutschen Fürsten zusammen auf etwas über Uebergang zu einer Zeit, wo von einer Sonntagsarbeit überin den Nacken zu stoßen. Eine Beraubung des Pollack stellt 2. 40 Millionen Mark im Jahre anzuschlagen. Die Krondotationen haupt nicht mehr die Rede sein wird, eine Beschränkung derselben auf 5 Stunden fordern zu müssen. Inzwischen war die vom entschieden in Abrede; er will weder die Uhr, noch das Porte- des Auslandes betragen dagegen in monnaie fich angeeignet haben. Da nach diesen Gegenständen Referenten schon erwähnte Enquete vorgenommen worden, und da sahen wir mit Genugthuung, daß unsere Forderungen in noch gesucht wird, sei noch mitgetheilt, daß die Uhr die Nr. 19 358 vollständiger Uebereinstimmung standen mit den Wünschen der trägt. Ein Uhrmacher, der die Uhr einmal reparirte, fonnte Als die Kunddiese Nummer feststellen; dagegen weiß er sich nicht zu entsinnen, Arbeitgeber sowohl wie der Arbeitnehmer. daß die Uhr einen Sekundenzeiger hatte. gebungen aus Interessententreisen später uns zeigten, daß diesen eine dreistündige Sonntagsarbeit hinreichend erscheine, brachte meine Fraktion einen dahin gehenden Antrag ein. unferer gesehen von ursprünglichen Ansicht, Sonntagsarbeit überhaupt beseitigt werden müsse, doch wir Alles der Meinung, daß müssen, was zur Aufbesserung der Lage der gedrückten Klassen. führt. Und wir glaubten, daß durch die vorläufig dreistündige Arbeit ein wesentlicher Vortheil gegen den bisherigen Zustand geschaffen sei und stellten deshalb diese Forderung an die Gesetzgebung. Aber wir waren uns auch darüber klar, daß, wenn von einer wirksamen Ruhe am Sonntag die Rede sein soll, diese dem Personal nicht zerrissen werden darf, und zerrissen wird sie durch die im Plenum angenommenen Bestimmungen. Wir Sozialdemo fraten sind trot unserer religiösen Toleranz feineswegs gewillt, auf irgend welche Sonntagsheiligung Rücksicht zu nehmen. Soll den Angestellten eine wirkliche Nuhe gegeben werden, so versteht es sich von selbst, daß dieselbe nicht zum eineu Theil auf den Vormittag, zum anderen Theile auf den Nachmittag verlegt werden darf, da sie sonst nicht das Papier werth sein würde, auf dem sie geschrieben ist.( Stürmischer Beifall.) Wir haben deshalb gefordert, daß die dreistündige Sonntagsarbeit spätestens Mittags beendet sein müsse, und wir haben das mit lediglich der Stimmung, welche die Bevölkerung beherrscht, Ausdruck gegeben. Das Eingehen einer unsinnigen Wette hat abermals Unheil angerichtet. In einer in der Reichenbergerstraße belegenen Restauration wettete gestern Abend, wie uns ein Berichterstatter meldet, ein gewisser F., daß er im Stande wäre, 20 Große, d. h. mit Nordhäufer gefüllte große Schnapsgläser, hintereinander herunterzustürzen. Ohne auf die Einwendungen des Wirthes und einiger Gäste zu achten, beharrte F. auf Austrag der Wette und die Trinkprobe begann. 15 Gläser hatte er bereits geleert. Jetzt griff er zum fechszehnten, aber dessen Rand hatten kaum seine Lippen berührt, als F., wie vom Blige getroffen, umstürzte und gleich einem Todten dalag. Die zur Stelle geschafften Aerzte fonstatirten eine Vergiftung durch Alkohol und erst nach vielen Bemühungen wollte es gelingen, den Mann soweit ins Bewußt sein zurückzurufen, daß er in Bethanien eingeliefert werden fonnte. an das " Dänemark Holland Griechenland Gerbien Norwegen Montenegro Luxemburg Versammlungen. Wollen wir eine wirkliche Obgleich wir bei allen sozialen Fragen allein das Interesse der Unterdrückten ins Auge fassen, so wissen wir doch, daß die Sonntagsruhe ebenfalls im Interesse der Unternehmer liegt und wir wissen auch ganz gut, daß diese sehr froh sein würden, wenn durch die Bestimmung, daß am Sonntag nicht verkauft werden dürfe, einer Schundkonkurrenz ein Ende gemacht würde.( Stürmischer Beifall). Wir haben dagegeu gesprochen, daß es den Ortsverwaltungen überlassen sein soll, die Zeit zu regeln, namentlich wenn es sich ura Meine Herren! machen Sie sich ein Bild, 5 Stunden handelt. wenn junge Leute hinter dem Ladentisch stehen, ohne etwas zu thun zu haben- denn am Sonntag Nachmittag ist, wie schon der Referent ausführte, kein Geschäftsverkehr( Bustimmung) und die anderen Leute festtäglich gekleidet indie freie Naturgehen sehen, um sich dort zu erholen und neue Kräfte zu sammeln.( Stürmische Unterbrechungen.) Erbitterung und Empörung muß in den Herzen der Angestellten Platz greifen, und man muß sich nur wundern über die Dummheit mancher Unternehmer, welche einer in ihrem eigenen Intereffe liegenden humanen Bestimmung Widerstand entgegen sehen.( Großer anhaltender Beifall.) Die Sonntagsruhe der Kaufleute. Behufs Stellungnahme zu den Beschlüssen der zweiten Lesung der Arbeiterschuß- Gefeße( Gewerbe- Ordnung) im Deutschen Reichs tage fand Dienstag Abend in dem großen Saale der Brauerei Tivoli eine von weit über 2000 Personen besuchte Versammlung von Handlungsgehilfen, Handlungsgehilfinnen und selbständigen Kaufleuten unter dem Vorsitz des Genossen August Hinge statt. Schriftlich eingeladen waren sämmtliche Mitglieder der Arbeiterschutz- Kommission im Reichstage, von ihnen hatten sich Hinsichtlich der Alters- und Juvaliditätsversicherung entschuldigt die Abgeordneten Ballestrem, Diet, Hähnle, Hirsch, find die Auskünfte und Anordnungen der Polizeireviere, wie schon Kleist- Rezow, Puttkamer, Hartmann, Wöllmer, Merbach, Bebel öfter berichtet worden ist, vielfach widersprechend und also zum und Grillenberger. Erschienen waren von Allen allein die Theil falsch. Wir machen das weniger den Polizeibehörden zum Reichstags- Abgeordneten Singer und Molten Vorwurf, die Schuld daran ist vielmehr dem Gesetze felbst beizubuhr und mit ihnen Blo3. messen, das vielfach schwer verständlich, unklar und lückenhaft ist. Als einziger Punkt stand auf der Tagesordnung ein Referat Jetzt werden uns aber auch Fälle mitgetheilt, in welchen das des Genossen A. Auerbach über: Eingreifen der Polizeibehörde ein tendenziöses zu Gunsten der Sonntagsruhe erlangen oder nicht?" Derselbe führte in einem Unternehmer und zu Ungunsten der Arbeiter ist. Das Gesez längeren Vortrage, bei welchem er ein reiches statistisches Material ordnet bekanntlich an, daß die Quittungskarte auf Verlangen" zur Hand hatte, aus: Die Frage der Sonntagsruhe sei für die vom Unternehmer dem Arbeiter einzuhändigen ist. Beffer wäre faufmännische Bevölkerung eine brennende geworden, aber sie allerdings die Bestimmung, daß die Karte fich überhaupt in den habe diese schon oft beschäftigt. Als nach energischer Agitation Händen der Arbeiter befinden muß; dem Unternehmer die Gin- im Jahre 1884 dem Reichstage dann eine diesbezügliche Vorlage händigung der Karte abzufordern, trägt der Arbeiter oft Bedenken, vorgelegen habe, sei dieselbe auf Betreiben des damaligen Reichsweil ihm dies Chikanen eintragen oder die Lösung des Arbeits- kanzlers in einer Enquete begraben worden, aus einem Bericht verhältnisses zur Folge haben könnte. In mehreren Fällen haben der Regierung über die stattgehabte Enquete habe sich jedoch er nun Arbeiter, z. B. einer uns zugegangenen Mittheilung nach, geben, daß die Majorität der Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich für Tischler, die Verabfolgung der Karte vom Arbeitgeber" ver eine unbedingte Nuhe ausgesprochen habe. Beim Zusammentritt des langt, sind aber mit diesem Verlangen abgewiesen worden und jetzigen Reichstages wurden diesem nun zwei Arbeiterschutz- AnNun aber zu einem Punkt, der außerordentlich wichtig ist! haben sich daher an das zuständige Polizeirevier( d. h. das träge vorgelegt, einer seitens der Regierung und der zweite jenige, in deffen Bezirk der Arbeitgeber" wohnt) gewendet, um feitens der sozialdemokratischen Fraktion. Die Angestellten in Die Arbeiterschutz- Kommission hat in Uebereinstimmung mit uns die Verabfolgung der Karte zu erzwingen. Mehrere Polizei- Berlin nahmen zu beiden Anträgen Stellung, ihnen genügt hin- die drei Feiertage vollständig frei zu lassen beschlossen und e3 reviere haben sich jedoch geweigert, hierzu mitzuwirken und ersichtlich der Sonntagsruhe die sozialdemokratische Forderung auch wäre zu wünschen, daß hierbei im Reichstage keine Abänderung flärt, die Polizeibeamten hätten ohnehin Arbeit genug durch die nicht ganz. Demzufolge modifigirte Bebel später in der Arbeiter vorgenommen werde. Da hat sich nun aber hier wie auf allen Gebieten der Altersversicherung, die Arbeiter sollten sich mit ihrem Anspruch schutz- Kommission den Antrag seiner Fraktion derart, daß die Gewerbegericht wenden. In einer Versammlung, wo Sonntagsarbeit nur in Verkaufsstellen und auch da nur drei Gewerbe- Ordnungs- Verhandlungen ein Kartell gebildet; nachdem ein folcher Fall zur Sprache gebracht und an den anwesenden Stunden und zwar bis spätestens 12 Uhr Mittags gestattet sein solle. das alte zu Gründe gegangen ist an dem Unwillen des Voltes, Polizeilieutenant das Ersuchen gerichtet wurde, den bezüglichen Wie sehr die sozialdemokratische Fraktion damit der Stimmung durch das Aufraffen der Boltsmaffen am 20. Februar des Theil der Verhandlung in seinen Bericht aufzunehmen, erklärte in den weitesten faufmännischen Kreisen Rechnung getragen hat, vorigen Jahres tanzt jetzt auf dessen Grabe ein neues Kartell. der Beamte fich für hierzu nicht verpflichtet und nicht gewillt. geht daraus hervor, daß nachträglich der Verband deutscher kauf- Die Wünsche, welche hier eben ein Anhänger der deutschfreifinnigen Wir erwarten, daß diese Veröffentlichung den Erfolg haben männischer Vereine, der etwa 100 000 Gehilfen und Brinzipale Partei laut werden ließ, mögen den deutschfreisinnigen Vertretern wird, die geeignete Anweisung der Revierbeamten herbei zu vertritt, in seiner Generalversammlung dieselben Forderungen im Reichstag in den Ohren gellen, so daß sie zu der Stellungführen. aufstellte. Trotzdem wurde in der Kommission der Antrag Bebel nahme veranlaßt werden mögen, welche hier zum Ausdruck geDer Antrag, welcher auf eine fünfund Genoffen mit allen gegen die Stimmen der sozialdemokrati- langte.( Zustimmung.). fchen Vertreter abgelehnt. Ferner besagt ein Antrag Bebel, daß stündige Arbeitszeit und bis drei Uhr Nachmittags hinausläuft, an den ersten Pfingst, Oster- und Weihnachts- Feiertagen jegliche trägt den Namen eines freisinnigen Abgeordneten( Hört, Hört Thätigkeit zu untersagen sei, welcher Antrag in der Kommission Und die Mehrheit der deutschfreisinnigen Herren steht auf dernangenommen wurde. Es war weiter verlangt worden, daß sämmt- felben Standpunkt, fie folgt dem neuen Kartell, an deffen Spitze liche Verkaufsstellen zu einer bestimmten Zeit geschlossen werden müssen, der Name Gutfleisch steht, nur eine verschwindende Zahl von ein darauf hinzielender Antrag Auer und Genossen war wieder ihnen kann sich hin und wieder zu anderer Meinung aufAchtung! Mariendorf. Freunde und Genossen! Solltet mit allen Stimmen gegen die der sozialdemokratischen Fraktion schwingen.( Beifall.) abgelehnt worden.( Hört! hört!) Redner mißbilligt auch, daß Das sind die Punkte, welche für uns bezüglich der SonnIhr bei Ausflügen Mariendorf besuchen, so bitten wir, doch folgende Wirthe zu berücksichtigen, die ihre Lokale hergeben und die Ortsverwaltungen befugt sein sollen, die Arbeitszeit am Sonntagsruhe für das kaufmännische Personal maßgebend waren. Ich ben„ Vorwärts" auslegen. Es sind dies: 1. D. Schensch, Reichs- tag herabzusetzen, daß sie dafür aber selbst die Zeit der Thätig fann nur Ihnen mit dem Referenten gemeinsam zurufen: Gorgen garten; 2. Blocksdorf's Restaurant; 8. G. Haad, Schwarzer teit bestimmen tönnen. Sollte jedoch dieser Punkt in Kraft Sie dafür, daß die Mitglieder des Reichstages bei der dritten Adler. Ferner liegt der Vorwärts" aus bei: 1. Hilgert, Acter- treten, so müßten die kaufmännischen Angestellten vor die Ber- Lesung unterrichtet sind, welche Stimmung in den kaufmännischen straße; 2. Rockel, Chauffeestraße; 3. Stolzenburg, Chauffeestraße; liner Stadtverwaltung hintreten und die Bestimmung verlangen, Kreisen vorherrschend ist. Doch halte ich es für meine Pflicht, straße; 2. Rockel, Chausseestraße; 3. Stolzenburg, Chausseestraße; daß die Verkaufsstellen spätestens um 10 Uhr geschlossen werden obgleich ich Ihnen andererseits anrathe, alle Kräfte zur Herbei4. Schramm, Dorfstraße; 5. Dahlemann, Marienhöhe. Besonders machen wir darauf aufmerksam, daß auf Südende müßten. Redner ist nun der Meinung, daß die Angestellten mit führung anderer Beschlüsse aufzubieten, Sie zu warnen, sich großen fein Lokal zur Versammlungen zu haben ist und der Vorwärts" aller Entschiedenheit dahin wirken müssen, daß in der britten Illusionen hinzugeben. Lesung für sie ein günstiger Beschluß gefaßt werde, ferner Betreffs Ihrer Resolution und der Deputation an den nicht ausliegt. Genossen! wir appelliren an Eure Solidarität. empfiehlt er die Absendung einer Deputation an den Handels- Handelsminister, mögen Sie es auch immerhin beschließen, kann Die Lokal- Kommission. minister von Berlepsch, welche diesem die Wünsche der Versamm ich Ihnen im Voraus sagen, daß bei dem Klasseninteresse, welche lung und der kaufmännischen Bevölkerung überhaupt übermitteln in der Mehrheit des Reichstags ihren Ausbruck finden, an eine solle. Zum Schluß bringt der Referent folgende Resolution zur Aussicht auf irgend welchen Erfolg schwerlich zu denken sein dürfte. Daraus folgt aber nicht, daß Sie die Flinte ins Korn Verlesung und bittet um einstimmige Annahme derselben: Die heute den 24. cr. auf Tivoli versammelten selbst- werfen sollen. D, nein, der Rath, den ich Ihnen geben kann, ist ständigen Kaufleute, Sandlungsgehilfen und Gehilfinnen müssen der: Nehmen Sie die Resolution an, aber vergessen Gie dar im Interesse der geistigen und körperlichen Entwickelung ber über nicht die unabläffige Agitation.( Großer, stürmischer Beifall.) Angehörigen des Kaufmannsstandes prinzipiell volle Sonntags- Sie müssen in Ihren Kreisen dafür Sorge tragen, daß Ihre Be wegung so machtvoll wird, daß Ihnen kein Machthaber wider ruhe fordern. Die Versammlung trägt jedoch der in zweiter Lesung hervor stehen kann.( Stürmischer Beifall.) getretenen Ansicht der Mehrheit des Reichstages Rechnung und stellt daher als mindeste Forderung auf: Der Restaurateur Gustav Köhler, Wasserthorstraße 15, theilt uns mit, daß am Sonnabend ein Invalide mit einem Arm in fein Lotal tam. Der Invalide ließ daselbst eine Drehorgel stehen, die er bisher noch nicht abgeholt hat. Es ist anzunehmen, daß der Mann das Lotal nicht wiederfinden kann und sei er auf diesem Wege darauf aufmerksam gemacht. Polizeibericht. Am 24. b. M., Nachmittags wurde ein Mann in seiner Wohnung, in der Reinickendorferstraße, todt aufgefunden. Anscheinend hat sich derselbe vergiftet. Abends wurde ein Mann vor dem Hause Münzstr. 8, mit einer anscheinend durch einen Fall herbeigeführten bedeutenden Berletzung am Kopfe angetroffen und nach dem St. Hedwigs Krankenhause gebracht. Zu derselben Zeit stürzte der Arbeiter Biedermann im Hause Ackerstr. 114 vom Treppenabsatz im dritten Stock in den Hausflur hinab und verstarb auf der Stelle infolge In der Nacht zum des erlittenen Schädel- und Genickbruchs. 25. d. M. wurden vor dem Hause Bergstr. 79 der Arbeiter Jrmler, der Kutscher Müller und der Schlosser Schellhammer ohne jede Veranlassung von etwa sechs unbekannten Männern überfallen und gemißhandelt. Hierbei erhielt Jrmler mehrere Messerstiche in den Kopf und in die linke Hand.- Am 24. d. M. Abends fand in einem Zigarrengeschäft Reinickendorferstr. 28 B ein kleines Feuer statt und in der darauffolgenden Nacht geriethen auf dem Holzplatz von Land am Borhagenerwege Fachwerkschuppen und Holzvorräthe in Brand. Theater. Im Leffingtheater wurde vorgestern Abend zum ersten Mal der Probepfeil von Oskar Blumenthal aufgeführt. Das Stück selbst ist bekannt, es ist eines jener eleganten Salonstücke, in welchen sich unsere Bourgeoiste hauptsächlich gefällt. Im Wesentlichen wird die Sucht der Frauen der oberen zehntausend, fich in irgend welche Künstler" zu vergaffen, gegeißelt. " 1. Böllige Sonntagsruhe für alle Angestellten in Engros-, Fabrit- und Bankgeschäften. Das ist die Aufgabe, die Sie zu erfüllen haben, Wollen Sie eine Besserung herbeiführen, so müssen Sie sie sich er. kämpfen, doch einen Kampf fönnen Sie nur führen, indem Sie sich politisch organisiren. Mit der Befriedigung, sich„ liberal" nennen, kommt man heute nicht mehr weit. 2. Höchstens 5 Stunden Sonntagsarbeit in Verkaufsstellen au Hegen daher den Wunsch, daß Ihre Forderungen wirklich aller Art, die jedoch spätestens um 1 Ühr geschlossen sein müssen. Sie Die von der Mehrheit des Deutschen Reichstags beliebte Sonntags zum Ausdruck kommen, so forgen Sie auch dafür, daß ruhe ohne Festsetzung eines Endtermins muß die Versammlung auf Sie in der Gesetzgebung nur durch solche Männer vertreten werGrund der thatsächlichen Verhältnisse als unwirksam bezeichnen. ben, die jederzeit bereit sind, für Ihre Interessen einzutreten. Die kaufmännischen Angestellten müssen ferner fordern, daß die( Lebhafte Bustimmung.) zehnstündige Sonntagsarbeit während der vier Wochen vor WeihAlso nochmals zum Schluß empfehle ich Ihnen: nehmen nachten sowie sonstiger Ausnahme spätestens um 6 Uhr Übends Sie die Resolution an, vergessen Sie aber darüber nicht die beendet sein muß. Sie wünschen, daß die Inventur nicht an wichtige Thatsache, daß Sie agitiren müssen, unablässig agitiren einem Sonntag vorgenommen werden darf. Mit aller Kraft müssen, damit Ihre Interessen zum Ausdruck gelangen.( Anprotestiren die Angestellten im Handelsgewerbe gegen die geplante haltend stürmische Beifallssalven.) Auf Antrag des Genossen Mieker wurde hierauf, damit nicht Durchlöcherung des in der Arbeiterschutz- Kommission angenommenen Untrages, daß keinerlei Arbeit am ersten Oster-, Pfingſt- und der günstige Gindruck, den die Versammlung auf die Kollegen, Weihnachts Feiertag stattfinden darf, da sie berechtigt zu fowie nach außen hin gemacht habe, verwischt werbe, bie Dissein glauben, wenigstens drei Tage im ganzen Jahre zu ihrer tussion geschlossen. Verfügung zu haben. Stürmischer, langanhaltender Beifall lohnte den Redner für feine Ausführungen. In der Diskussion sprach Herr Noah seine vollſte Uebereinstimmung mit dem deferenten in allen Punkten aus, desgleichen trat Herr Fröhlich für die Sonntagsruhe ein. Die Darstellung war eine mustergiltige. Herr Klein gab den Baron v. d. Egge, den halbruinirten Roue, mit vollendeter Eleganz; feiner würdig war Herr Schönfeld als Pianist Krafinsty. Herr Blende war ausgezeichnet als Rittmeister Dedenroth. Von den en verdient Fräulein Haverland als Hortense alle Anerkennung, ebenso Frau von Pöllnig als Gräfin fall begrüßt wurde: Alexander. Soziale Uebersicht. Es erhielt hierauf das Wort der Reichstags- Abgeordnete, Genosse Paul Singer, welcher mit stürmischen zurufen und BeiDie Resolution des Genossen Auerbach wurde hierauf unter großem Beifall einFür die Deputation an den stimmig angenommen. Minister wurden die Herren Hinte, Rosenthal, Noa und Kannegießer gewählt. Nachdem die Versammlung vom Vorsitzenden mit einem stürmisch aufgenommenen Hoch auf die Gozialdemokratie ge schlossen war, verließen die Massen unter Hochrufen und dem Gesange der Marseillaise den Saal. Ich bin der Einladung des Vorsitzenden zu dieser Versammlung gern gefolgt und das um so lieber, als ich als Mitglied der Arbeiter und Arbeiterinnen der Schäftebranche. Arbeiterschutz- Kommission gewiß Veranlassung habe, zu Ihnen zu sprechen. Vorher möchte ich noch ganz kurz meine Freunde Bebel In einer von Genossen Gabriel geleiteten öffentlichen Verund Grillenberger entschuldigen, welche mich dazu beauftragt sammlung der in der Schäftebranche beschäftigten Arbeiter und haben, sie sind heute durch anderweitige dringende Beschäftigung Arbeiterinnen, zu der auch die Kleinmeister eingeladen waren besprach Montag Abend Genosse Krause die Stellungnahme der Die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe ist, wie der Referent Arbeiter dieser Branche zu einer Lohnbewegung in diesem Jahre. schon richtig anführte, der Gegenstand langjähriger Grhebungen Im vorigen Jahre sei, führte der Referent aus, ein siegreicher gewesen, und aus meiner früheren kaufmännischen Thätig. Lohnkampf ausgefochten worden, dies veranlasse, sich auch dieses mich noch heute mit Freuden, daß Jahr mit derselben Frage zu beschäftigen. In der Schäfteallein die„ Freie Organisation junger branche wäre fortlaufend in Folge des immer mehr überhand Fürstengehälter. Die Ausgaben der 4 deutschen König- verhindert, zu erscheinen. reiche für ihre Hoshaltungen beziffern sich folgendermaßen: Breußen Bayern Sachsen Württemberg 15 719 296 M. feit erinnere ich 5 637 912 " 3 332 026 # 2 083 990 28 es zuerst und mit bei Stehmann. " " " Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Donnerstag abends " Seeger'scher 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. nehmenden Zwischenmeisterthums eine Verschlechterung des Ar- der Löhne durch Streits gesetzt werden, sondern vor Allem beitsverhältnisses eingetreten, wozu man noch die ständig steigen- die Berkürzung der Arbeitszeit und Beseitigung von allerlei Uebel- Gesangverein", Blumenstraße 46 bei Wend. Uebungsstunde von 9 bis Gesangverein Einigtett"( Hutmacher), Linter den Lebensmittelpreise in Betracht ziehen müsse; ständen im Gewerk. Durch die Aufklärung der Arbeiter in den 11 uhr. Gesangverein Edelweiß' Melchiorstraße 15 den Gewerkschaften werden sie auch zu politisch denkenden Menschen straße 73 bet Noth. Gefangverein Echo 2", Alte Schönhauserstraße diese Umstände gaben voriges Jahr Veranlassung, Gesangverein Frühlingsluft", FlottwellKampf mit dem Kapital aufzunehmen und fielen auch jetzt erzogen; wenn sie sich ihrer Klassenlage bewußt sind, werden sie Nr. 42 bei Reimann. Männerchor St. Urban", Annenstraße 9 bei wieder ins Gewicht. Ferner gelte es aber neben der Lohn- auch bei Wahlen zu den gefeßgebenden Körperschaften nicht mehr Straße 5 bet Bartels. Männergesangverein Bora r", Admiralstr. 38 bei Bülow. Gesangverein erhöhung noch etwas anderes zu erreichen, eine Verkürzung der ihre Ausbeuter als ihre Vertreter in das Parlament senden. Broz. ,, Hand in Hand", Stalizerstr. 142 bei Greifer. Gesangverein ,, DorfGefang Arbeitszeit. Die Schäftearbeiter hätten bei der vorjährigen Lohn- Nachdem der Redner noch angeführt, daß verschiedene unserer Gesangverein Kornblume", Blumenstr. 54 bei Wuttke. bewegung einen äußerst niedrigen Minimalſatz aufgestellt, den Schriftsteller, besonders Genosse Liebknecht, schon des öfteren glödlein" Deutsch- Willmersdorf, Berlinerstr. 40 bei Pietsch. Gesang Gesangverein, armonie", Tempelhof, Restaurant Wesenberg. von 18 M. für die Woche für männliche und weibliche Arbeiter, darauf hingewiesen, welchen hohen Werth die großen Gewerkschafts- verein des Tischlerverbandes" in Steglitz, Restaurant Hildebrand. die Gleichstellung beider aus der Erkenntniß, daß auch die Be- Organisationen, wie z. B. die englischen, für die Zukunft hätten verein, eiße Rose", Reinickendorf, Residenz- und HolländerſtraßenArbeiter- Gesangverein ,, Morgenroth, Rummelsburg, Gesangverein Freundschaft" Abends dürfnisse beider Geschlechter dieselben seien. Aber selbst dieser so und daß dieselben geeignet seien, die Grundpfeiler der sozialistischen Ecke bet" Caro. 9 Uhr, bei Oswald Berliner, Brunnensir. 114. Gesangverein Brezel: niedrige Lohn sei nicht überall erlangt worden, und wo Gesellschaft zu bilden, schloß er seinen mit reichem Beifall aufge- Göthestraße 9 bet Konrath. Musit und fchluß" in Sahm's Klubhaus, Annenstrauße Nr. 16. Gesangverein man ihn erkämpft habe, da sei er wieder im Laufe der nommenen Vortrag. Eine Diskussion über den Vortrag fand nicht statt. Folgende Gesangverein Firmitas", Adalbertstr. 8 bei Schneider. Gesangverein Zeit in Abzug gebracht worden. Die Schuld liege aber an den Kollegen selbst, welche damals in den Versammlungen sich stets Resolution wurde eingebracht und einstimmig angenommen: reuzberger Harmonie", Lindenstr. 106, bet Poppe. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Gtatverpflichteten, sich zu organisiren, hinterher aber ihr verpfändetes Wort„ Die heutige in Habels Brauerei tagende Versammlung des Fach-" Amicitia", Adlershof Bismarckſtraße bei Albrecht. nicht gehalten haben.Redner versucht dann noch die Zwischen- und Klein- vereins der Tischler erklärt sich mit den Ausführungen des tlub Rüdwärts", Abends 8% ühr, im Restaurant Boderte, Pallisadenmeistern darzulegen obgleich er für Beseitigung der Haus- Reichstagsabgeordneten Bruhns einverstanden, und verpflichtet firaße 47. Lübeck'scher Turnverein, Männer- Abtheilung. Abends 8-10 Uhr, industrie und der Affordarbeit überhaupt sei daß es ihr sich, soweit es in ihren Kräften steht, dahin zu wirken, daß alle Elifabethstr. 67-58, Königstädt. Gymnasium. Männer- Gesangverein Crescendo", Abends 9 Uhr, bei Körting, Gneisenaueigenstes Interesse sein würde, wenn sie, die sich theilweise in Tischler Berlins dem Fachverein beitreten, um dadurch eine Geselliger Verein Regina", Sigung mit Damen, Abends 8½ Uhr, noch schlechterer Lage befänden als die Lohnarbeiter, mit diesen Besserstellung ihrer Lage zu erreichen. Sie spricht ferner ihr Be- ftraße 88. in den Luisenstädt. Bierhallen, Alte Jakobstr. 89.- Geselliger Club BlauPfropfenverein gemeinsam gegen die Fabrikanten vorgehen würden.( Lebhafter dauern darüber aus, daß die Kollegen im Westen noch so indiffe- veti che n", Abends 9 Uhr bei Förtsch, Stallschreiberstr. 60 rent sind, und durch den schwachen Besuch der im Westen statt- Wedding", Abends 8 Uhr bei A. Engel, Müller- und Antonſtraßen- Eckc. Beifall.) Vergnügungsverein Caprice", Abends 9 Uhr, Sigung mit Damen im Die Diskussion gestaltete sich zu einer äußerst lebhaften und findenden Versammlungen beweisen, daß sie ihre Lage noch nicht Bergnügungsverein Veil= Marienbad", Badstr. 35-36, Saal 1 Tr. auch interessanten; es betheiligten sich an derselben einige Zwischen- begriffen haben." Nachdem noch einige Beschwerden über Werken", 9% Uhr, Sigung mit Damen bei Lülow, Admiralstraße 38. Gäfte willHumoristischer Klub Adonis", bei Heid, Koppenmeister, welche natürlich von ihrem engbegrenzten, Kleinbürgerlichen stätten, wo die Kollegen des Sonntags und nach Feierabend tommén. Der 98. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Standpunkt nur ihre eigene Person im Auge behielten und ihren arbeiten, vorgebracht und dann der Werkstattkontrollkommission ftraße Nr. 75. Nach der Sigung Tanz. Gafie willkommen. ehemaliger Schüler PrivattheaterMeisterdünkel, leider suchte aber auch ein Arbeiter die Kapitals- zur Untersuchung überwiesen waren, wurde die Versammlung ge- im Gesellschaftshause Oftend", Rüdersdorferstr. 45. Gesellschaft Hoffnung", Abends 8% Uhr, im Klubhaus, Ohmgasse 2. intereffen zu verfechten. Diesen Herren wurde von verschiedenen schlossen. Gäste willkommen. Verein ehemaliger Schüler der 23. GemeindeGäste will Rednern sowie auch vom Referenten in seinem Schlußwort treffGlafer Gesellschaft Berlins und Umgegend. Am schule. Sigung, Abends 9% Uhr, bei Gaeger, Grüner Weg 29. Berein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule bet lich gedient. Dienstag, den 17. d. Mts. tagte eine Mitgliederversammlung der tommen. Zur Annahme gelangte hierauf eine Resolution folgenden Glaser- Gesellschaft Berlins und Umgegend. Der Referent, Herr Schröder, Steglizerstr. 18, Gäſte willkommen.- Tambourverein„ Jungferntrans", Inhalts: Arbeiters. Die heute in Scheffers Salon tagende öffentliche Verfamm- Dr. Sütgenau, schilderte in beredten Worten die heutige Lage des Bei Erledigung der Vereinssachen wurde das ftraße 48. lung der Arbeiter und Arbeiterinnen der Schäftebranche erklärt Bibliothets- Reglement verlesen und angenommen. Der Biblio- haus, Stali sich mit den Ausführungen des Referenten voll und ganz einver- thekstasse wurden 24,70 M. Ueberschuß eines Vergnügens über- Brestauerstr. 27. standen. Hinsichtlich des Eintretens in einen Angriffstreit ist die wiesen. Es wurden drei Kollegen aus der Gesellschaft ausgeBersammlung der Ansicht, daß die wirthschaftliche Lage zu berückschlossen, weil sie die Vereinsinteressen verletzt haben. sichtigen ist, daß außerdem auch dem die Streif- Kontrollkommissions6 Verein Weidenweg 12. Rauchklub„ Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bei Infinger, KrautsRauchflub ernfpige", Abends 8½ Uhr bei A. Bohl, Rüders: Rauchklub ,, ollegia", Abends 9 Uhr, in Spengler's Wirths Rauchflub Vorwärts", Abends 9 Uhr, bei Tempel, haus, Stalizerstr. 41. " Depeschen. Braunschweig, den 25. Februar.( Privat Telegramm des Vorwärts".) Das hiesige Landgericht I verurtheilte den Genossen Schmidt wegen Majestätsbeleidigung zu 4 Monaten Gefängniß. ( Wolffs Telegraphen- Burean.) Lyon, 25. Februar. Fast sämmtliche Arbeiter der hiesigen Glasfabriken sind in den angekündigten Streik eingetreten, da die vor 14 Tagen von ihnen geforderte Lohnerhöhung nicht zugestanden wurde. beschlüsse ertgegenstehen. Die Forderungen des durchlöcherten, im Charlottenburg. In der am 17. Februar abgehaltenen vorigen Jahre errungenen Lohntarifs sind aber mit allen öffentlichen Versammlung der Maurer sprach Herr Baul aus Mitteln wieder durchzuführen, und beauftragt die Ver- Hannover über die geplante Zentralisation. Troßdem Redner in fammlung das Agitationskomitee, in nächster Zeit eine längeren Ausführungen die bekannten für die Zentralisation Versammlung mit einer dementsprechenden Tagesordnung einzu- sprechenden Gründe vorführte und ihn die Herren Staningt und berufen. Als nächster Punkt stand auf der Tagesordnung: Wahl Limbach- Hamburg, Lorenz- Großenhain und Baier- Leipzig kräftig von Vertrauensmännern in den einzelnen Werkstätten. Hierzu unterstützten, war es ihm nicht möglich, den Beifall der Verbemerkte Genosse Krause, daß die Agitationskommission zwar sammlung zu gewinnen. Den hiesigen Verhältnissen entsprechend, schon einige Vertrauensleute selbst ernannt habe, daß es ihr aber Sprachen die Kollegen Blaurod, Weiße, Keßler- Berlin und Wudick lieber wäre, wenn die Kollegen selbst ihre Vertrauensmänner Wilde, Beyer, Wolter- Charlottenburg gegen die geplante wählten und die Namen derselben der Kommission angeben Bentralisation. Kepler wies auf die Vereinsgefeße der verwürden, ferner fönnten sich auch diejenigen, welche gewillt sind, schiedenen Einzelstaaten, speziell noch für Berlin auf eine Entin ihrer Werkstätte dies Amt anzunehmen, selbst melden. Die scheidung des Obertribunals hin, welches verbiete, wirthschaftBriefkaffen der Redaktion. Versammlung beschloß den Ausführungen gemäß und schritt zu liche und politische Fragen über Arbeiterschutz, Petitionen um einer Ergänzungswahl für die Agitationskommission. Gewählt Arbeitsregelung zwischen Gewerkschaften und Stadtverwaltung, Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich der Berliner Maurer in Zentralorganisationen wurden: Mohrbach, Zühlte, Plath, Frl. Artelt; ferner wurden wie die Redner empfahl die freie Sentralisation, Roth. Die Privatwohnung des Abg. Eugen Richter ist drei Revisoren für den Agitationsfonds gewählt, womit die vorzunehmen, nach welcher sich die sozialdemokratische Partei auf dem uns nicht bekannt. Die Redaktion der Freisinnigen Zeitung" ist Tagesordnung erschöpft war. Halleschen Kongreß nicht ohne Grund organisirt habe. Zimmerstr. 7-8. unter Verschiedenem nahm es den Anschein, als sollte die Ver- 6. H. 163. Den Verein kennen wir nicht. Vielleicht senden sammlung dazu dienen, schmutzige Wäsche zu waschen. Nachdem Sie uns die betreffende Offerte. Wir werden uns dann erviele Kollegen bereits den Saal verlassen hatten, gelangte folgende kundigen. von Kollege Wenck gestellte Resolution zur Annahme: Die heute Nr. 594. Wir find bereit, Ihnen mündliche Auskunft zu am 17. Februar tagende öffentliche Maurerversammlung beschließt, ertheilen, weil es bei Ihrer Anfrage sehr auf die näheren Um von der Abstimmung für Zentralorganisation bis auf Weiteres stände ankommt. Abstand zu nehmen, da die Versammlung viel zu schwach besucht ist und nicht alle Maurer sind. In der zahlreich besuchten öffentlichen Versammlung für Frauen und Männer, die vom Lese- und Diskutirklub " Freie Denter" am Sonntag den 15. Februar einberufen war, und unter der Leitung des Genossen Harnisch tagte, hielt Herr Peus einen lehrreichen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über die Ideallosigkeit des Kapitals. In der Debatte sprach ein Gegner, Student Peters; die Rede strogte von Widersprüchen. Unter Verschiedenem" wurde auf Antrag der Ueberschuß der Tellersammlung für die streifenden Vergolder bestimmt und der General- Streiffommission überwiesen. Nachdem der Vorsitzende die Versammlung mit einem Hoch auf die internationale völkerbefreiende Sozialdemokratie geschlossen, war man noch lange in fröhlicher Unterhaltung beifammen. Ausstellung der Fachschule der Maler und verw. Berufsgen. Berlins Hierzu ladet ergebenft ein die SchulGemeindeschule, Schlesischestraße 4. am Sonntag, ben 1. März, Nachmittags von 5-9 Uhr in der Aula ber Rommission. Arbeiter- Gefangverein„ Freiheit", Mitglied bes Arbeiter= SängerHammerle, Bülowstr. 59. bundes. Versammlung am Donnerstag, den 26. Februar, Abends 8 Uhr, bet Antwort wird nicht ertheilt. J. 2. 20. Nein, der Wirth ist doch nicht für den guten Gang Ihres Geschäfts verantwortlich. Wienerstr. 20. Der Wirth kann den Koffer zurückbehalten. K. u. 2. 1. Sie können nur flagen. 2. Ziehen Sie einen Rechtsverständigen zu Rathe. R. St. 1. Warten Sie doch ab, bis die Behörde ein Mitgliederverzeichniß verlangt. 2. Das ist nicht strafbar. Briefkasten der Expedition. Die Vorstände der Berliner Gewerkschaften, Wahlvereine, Bildungsvereine, Leseklub 2c. werden hierdurch wiederholt gebeten, uns einige Exemplare ihrer Statuten einzusenden, da wir von außerhalb behufs Gründung neuer Vereine vielfach darum ersucht werden. Naturheil- Verein Norden. Donnerstag, den 26. Februar, Abends Der Fachverein der Tischler hielt am 19. d. Mt3. in s uhr, in Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10-11: Bortrag über Habel's Brauerei eine Versammlung ab. In derselben hielt Hämorrhoidalleiden. Gäste willkommen. Kranken- und Begräbniskasse des Vereins fämmtlicher BerufsHerr Reichstags- Abgeordneter Bruhns einen interessanten Vortrag: klaffen, Berwaltungsstelle Berlin 1. Sonnabend, den 28. Februar, Abends Was bezwecken die Gewerkschafts- Organisationen?" Der Redner s uhr, Blumenstr. 78, bei Wollschläger: Anträge. Mittheilungen. Geschäftbesprach zunächst die allgemeine wirthschaftliche Lage der Arbeiter; liches. Lese- und Diskutirklubs. Donnerstag. Freiheit", Abends gab dann einen geschichtlichen Ueberblick über die Entwickelung s uhr, Naunynfir. 86 bei Zubeil. Gäfte tönnen durch Mitglieder eingeführt der verschiedenen Produktionsformen bis zur gegenwärtigen, und werden. Verein ,, Boltsbildung"( Männer und Frauen) Abends 9 Uhr, Lese- und Diskutirklub legte dar, daß es Pflicht der Arbeiter sei, sich in großen Gewert- im Restaurant Nürnberg, Schönhauser Allee 28.Für die Ausgesperrten gingen ein: Wernau II. schaftsverbänden zusammen zu schließen; durch Anschaffung von Wach Auf Nachm. 3 Uhr, in der Gr. Frankfurterfir. 99, Frankfurter BierAbends 8 Uhr, Bibliotheken und durch Vorträge die Mitglieder geistig und sitt- Kaiserstr. 4, bei Hoffmann.„ Auftlärung"," Abends suhr, in Seindorfs 1,10 M.-G. Koopmann 25. 2. 91 Weddingpark 6,10 M. " Heine" in Rirdorf, Ede 15 M. 25 Pf. durch Herrn Heitmann erhalten von der am lich zu bilden. Sie sollten Statistiken über die Verhältnisse in der Restaurant, Sangestr. 70. Gäste willkommen. Knesebeck und Hermannstraße, Restaurant Beyler. Gewerkschaft aufnehmen, um an der Hand derselben der großen Neue Seit", 8% Uhr, Boyenstr. 40. Gäſte haben Zutritt. Cast Sonntag, den 22. d. M., in Knebel's Salon( Gesundbrunnen) Masse wie den Unternehmern die elende Lage der Gewerfsgenossen uhr bei Toltsdorf, Görligerstr. 68. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, tagenden Versammlung für Männer und Frauen durch Ueberschuß von der Zellersammlung. W. Marten, Vertrauensmann. nor Augen zu führen. Es darf nicht als erstes Ziel die Erhöhung haben Zutritt. hallen". Achtung, Putzer! Große öffentliche Versammlung der Putzer Berlins u. Umgeg. am Sonntag, den 1. März, Vorm. 10% Uhr, in der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee. 246/6 Tages Ordnung: 1. Fortsetzung der Statutenberathung über den in der vorigen Versamm lung angenommenen Verband der Maurer Deutschlands. Wahrheit, Markusstr. 31. 2. Diskussion über die in der Berliner Bauhandwerker- Konferenz gestellte Resolution. 3. Wahl zweier Revisoren zum Generalfonds und Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, pünktlich zu erscheinen. Der Einberufer. Achtung! Achtung! Fachverein d. Stellmacher Berl. u. Umgegend. Sonnabend, den 28. Februar, Abends 82 Uhr, in Bötzow's Brauerei, Prenzlauer Alle: Natur willkommen. Die glückliche Ankunft einer wohl-| beleibten Proletarierin zeigen hocherfreut an. Ernst Schönberg nebst Frau. Sachsen u. Restaurateuren empf Sallische Zwiebeln u. Rothwurst á Pfd. 80 Pf., auch Schwarten und Anackwurst, f. Qualität, tägl. frisch. Bestellungen d. Postkarte liefern fr. ins Haus. P. Jentsch, Manteuffelstr. 64, 111. Kinderwagen. Größtes Lager Berling Korbgeschäft. Oranienstr. 3, im 416 b Wohnungen 50-70 Thlr. sofort und 1. April Forsterstraße 51/52. 57 M 2 Zimmer mit Piano sind für Vereine, Arbeitsnachw. und Zahlstelle zu verg. SW., Simeonstr. 23, bei A. Flick. Bater u. Sohn S. Schlafft. od. leere Stube. Off. erb. unter H. H. i. Vorw. Freundl. Schlafft. an Gen. Adalbert[ 285 straße 81, S. 4 Tr. I. D. 665b Musikalisch- deklamatorische Abendunterhaltung, b. Schlafſt, ſep. G.,( n. Oranienverbunden mit Tanzkränzchen. Der Ueberschuß ist für Arbeitslose bestimmt. Billets für Herren 50 Pf.( inkl. Tanz), für Damen 30 Pf., sind zu haben in allen mit Plakaten belegten Lokalen. Das Komitee: J. A.: J. Cäsar. Zahlr. Betheiligung erwünscht play), für H. z. 1. März z. v. Dresdenerstr. 128/29, Aug. 3 Tr. L. Ferntheil. Möbl. Schlafft. Adalbertstr. 84 bei 662 Gesch. Möbel a. Theilz. Hugo Lewent, Lothringerstr. 75. Arbeitsmarkt. Sopha's w. bill. u. gut aufgepolstert, Bairisch Lagerbier- Brauerei Oswald Berliner Berlin N., Brunnenstrasse 112-114. Hierdurch beehre ich mich ergebenst anzuzeigen, daß ich mit dem Ausstoß meines rühmlichst bekannten Bock- Bieres am Sonnabend, den 28. Februar, beginne und liefere dasselbe in 1/1, 1/2, 1/4, 1/8 To. Gebinden die Tonne zu 27 M. In Flaschen 20 f. 3 M. Gleichzeitig empfehle mein hochfeines Lagerbier, hell und dunkel, 32 Flaschen für 3 M., sowie mein Münchener Bier, 25 Flaschen für 8 M. Flaschen die erste Sendung Pfand frei. D Wiederverkäufer erhalten entsprechenden Rabatt. Gefl. Bestellungen werden prompt ausgeführt. Hochachtungsvoll Oswald Berliner. Fernsprech- Anschluß Amt III Nr. 681, Umst. h. fl. Wohn. St. u. K. z. verm. Frol. Schlafft. f. anst. Mädchen bei Engelufer 2c. 3. erfr. b. Hausw.[ 666b Krautsch, Admiralstr. 35, H. r. 1 Tr. Frdl. möbl. Zimmer z. verm. Lausitzer- Allen Freunden und Genossen theile 669b hierdurch mit, daß ich Gitschiner Einen Tischler auf Eisschränke straße 52, 3 Tr. 1. Empfehle allen Freunden u. Genossen in und außer dem Hause b. Genossen suchen Gebrüder Wolff, Reichen- Möbl. Schlafft. f. 1 od. 2 Herrn b. strasse 3 ein Cigarrengeschäft Empfehle mein das Erust Müller'sche Schanklokal, C. Reichert, Stralsunderstr. 28, H. 111. bergerstr. 114. 659b Baake, Fürstenstr. 9, Aug. 2 Tr. I.[ 680b übernommen habe. reichhaltiges Lager vorzüglicher Rüdersdorferstr. 60. Vertreter Masken- Garderobe Frankfurter Mamsells a. Knabenanzüge v. Stein, Möbl. Schlafft. f. H. fof. od. z. 1. März Cigarren, Cigarretten u. Tabacke. Friedrich Bethge, Metalldrücker a. D. straße, Ecke Markussir. 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