Nr. 263. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei In's Haus. Einzelne Nummer 5 Pig. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertons- Gebühr beträgt für die fünfgefaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlulgs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für Sie nächste Nummer müssen bis 4 1hr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition it an Wochentagen bis 7 Uhr Aberds, an Sonnund Festtagen bis 2 Uhr Vormittags geöffnet. Gernsprech- Anschluk 3mt 1, r. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Arbeiterschinderet. 01 = Mittwoch, den 9. November 1892. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. im Jahr 12/2 Stunden, an 42 dreizehn und einhalb Stunden, an Sollen wir auch noch das Sündenregister der dritten 22 vierzehnundeinhalb Stunden, an 38 fünfzehnundeinhalb im Bunde, die schönen Arbeitsordnungen u. a. m. der Die unglaubliche Nachricht, daß sächsische Appretur- Stunden, an 8 Tagen sechzehnundeinhalb, und an 2 Tagen Sonneberger Spielwaarenfabrikanten nach Say' trefflicher anstalten in und um Planen neuestens eine Betition an zirka einundzwanzig Stunden lang hintereinander abge- Beschreibung der" Thüringer Hausindustrie"( I. Theil, den Bundesrath gerichtet haben, in welcher für rund die rackert wurden. Und solche Zustände wollen die Industriellen S. 56 ff.) anführen? Auch diese Kapitalisten, die um sich Hälfte des Jahres die Ausdehnung der erlaubten Be- wieder herbeiführen; denn es ist klar, daß es, wenn die ein Arbeiterelend haben, wie es noch nicht einmal in Blauen chäftigungszeit für Arbeiterinnen von elf auf dreizehn Ausnahme- Erlaubnis einmal ertheilt ist, offen oder heim- oder Pforzheim vorhanden ist, wollen Verlängerung der Stunden verlangt wird, hat dieser Tage bereits den„ Bor- lich bei den 13 Stunden, die der Bundesrath als Aus- Arbeitszeit für Frauen vom Bundesrath, und zwar wärts" beschäftigt. nahme erlauben kann, nicht verbleibt! Und weshalb diese bloße 15 Stunden täglich auf volle 120 Tage Die Keckheit der sächsischen Unternehmer steht aber Recheit: weil, um die Nachtarbeit weiblicher Arbeiter im Jahr! Wahrscheinlich soll die Ausbeutung entnicht allein da; die Pforzheimer und Hanauer Bijouterie- in Wegfall zu bringen, eine Vergrößerung oder Ver- sprechend dem Elend fortbestehen, das dort über alle Maßen fabrikanten haben eine ganz ähnliche Eingabe an den Bundes- mehrung der Spannfäle durch Neu- oder Umbau sich gestiegen ist in dem thüringer Waldthale! Doch es bedarf rath losgelassen, und die Spielwaaren Fabrikanten zu merkt. erforderlich macht", wie der Fabrikinspektor be- teiner Einzelheiten mehr. Die Hauptsache ist wohl klar geSonneberg in Thüringen, also im Mittelpunkt des echten| Damit die Kapitalisten die Bau worden: daß die Urheber der Eingaben an den Bundesrath, often sparen, soll der Bundesrath in Bein welchen um neuerdings vermehrte Gelegenheit zur Ausfünfzehnstündige Arbeitszeit für ihre Arbeiterinnen wegung gesezt und dazu mißbraucht werden, die nutzung der weiblichen Arbeiter gebeten wird, an der Spitze verlangen. Es liegt Syſtem in diesem Sturmlauf der Schinderei der Arbeiterinnen wieder im vollen Umfang jener Induſtrien stehen, in denen die Arbeiterschinderei am Unternehmer gegen den spärlichen Arbeiterschutz der neuen zu erlauben! höchsten entwickelt ist. Danach wird man die Entschließungen Gewerbe- Ordnung, der kaum ein halbes Jahr in Kraft ist, Und wie mit den sächsischen, so verhält es sich mit den des hohen Bundesrathes über die Arbeitszeit der Frauen zu ebenso Pforzheimer und Hanauer Ausbeutern. Dort erfordern die beurtheilen haben. Man darf gespannt sein auf die zuhe im Handelsgewerbe. Da lohnt es wohl, einmal fest- eigenartigen Verhältnisse der Edelmetall- Industrie zu ge- Leistungen der„ nenen Aera" in diesen praktischen Fragen! zustellen, daß sich für alle diese Ausbeuter, die den Arbeiter- wissen Zeiten eine vorübergehende verstärkte Herauziehung schut bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt haben möchten, einzelner Arbeitskräfte dringend"- und nach der Untereinte allen gemeinsame nehmer- Eingabe ist es deshalb angeblich nothwendig, die Eigenthüimlichkeit nachweisen läßt: gerade in den 3m Beschäftigung der Arbeiterinnen bis zu 13 Stunden zu dustrien, denen die Urheber der gegen geftatten. Nun ist aber durch den badischen Fabrikwärtigen Petitionen angehören, passivenheimer Bijonterie- Fabrikanten festgestellt worden. die ärgsten Arbeiterschindereien. inspektor folgendes Erbauliche über die Pforz Politische Uebersicht. Der fich der ihr Fabriken Arbeiteräume, in welchen dem einzelnen Zur( Militärvorlage. Herr von Caprivi hat fortDas läßt Aufsichtsbeamte traf( Jahresbericht für 1890, G. 41) in Fabritiuspektoren beweisen, die gewiß nicht übertrieben Arbeiter unt 5" und 7 cbm Luft zur Verfügung stehen" gesetzt unglück. Und wie Napoleon der Napoleonihren Die Appretur- Anstalten in und um Plauen, die ihre( während die Gesundheitslehre deren 30 verlangt!). In einst richtig bemerkte: das Unglück ist eine Eigenschaft. Arbeiterinnen flatt blo3 11 Stunden, wie gesetzlich vor diesen Räumen wird aber die Luft nicht nur durch die in Die Art, wie das Publikum auf die Militärvorlage vorgeschrieben, volle 13 Stunden während eines ganzen Halb- bie am Tage zum Löthen brennenden Gasflammen erheblich hauptens, Widerrufens, Enthüllens, Verhüllens, Ableuguens, denselben befindlichen Menschen, sondern auch noch durch bereitet wurde dieses fortwährende Vegirspiel des Bejahres ausbeuten möchten, sind von ihrem Fabrikinspektor auf S. 154 seines Jahresberichtes für 1891 gut gezeichnet verschlechtert. Es ist daher gar keinem Zweifel unter hat die Militärvorlage schon vor der Geburt in Mißkredit Borden. Da wird mitgetheilt, daß in einer der größten worfen, daß hier der Grund zu frühzeitigem( schlechten Ruf) gebracht; die Art, wie sie endlich, nach des Zeitraums von einem Jahre gearbeitet wurde an Bleicherei- und Appretur- Anstalten des Bezirks während legtwiz." So der badische Fabrikinspektor; er schrieb lichkeit kam, hat den ungünstigen Eindruck nur noch vermehrt; Siechthum der Arbeiter bevölkerung ge geschwäßiger Heimlichthuerei, reglementwidrig an die Deffentund sehr bemerkenswerthe 4 Tagen bis Mittags 12 Uhr 33 " " Nachmittags 4 " 56 6 " " " 88 Abends 7 " " " 13 8 " " " " 42 9 " " 3 " " 22 10 " " " " 38 " " Nachts 8 11 12 " F " " " 2 " " nur Berlin, den 8. November. es 1890, übrigens auch schon früher. Jezt schreiben und die Ungeschicklichkeit, mit der sie jetzt von den offiziösen wir 1892. Glaubt jemand, daß die Verhältnisse in den Federn vertheidigt wird, ist vollends geeignet, der Vorlage Pforzheimer Bijouteriefabriken um ein Haar gebessert worden von ihrem monströsen Inhalte ganz abgesehen in den seien? Er wäre im schweren Frrthum! Der Aufsichtsbeamte weitesten Boltskreisen Feinde zu erwerben. Zunächst wurde verlangte nur 10 Kubikmeter frische Luft für die zusammen- die deutsche Wehrkraft so herabgesetzt, daß die deutsche gepferchten Arbeiter und Frauen; er erklärte, die einfachsten Militärverwaltung vor ein Kriegsgericht kommen müßte, Bentilationsvorrichtungen würden ihm genügen. Zum Dant wenn's wahr wäre, und daß das Ausland, falls es dafür setzten die Pforzheimer Bijouteriefabrikanten Himmel Lust hätte zum Angriff, die schönste Aufmunterung dazu und Hölle, Handelskammer, Landtag und Ministerium gegen empfinge. Seitdem hat das Reptilvolt, um Stimmung für den Fabrikinspektor in Bewegung. Der Beanite mußte sich den gesteigerten Militarismus zu machen, die Landwehr aufs ( von Sonnabend zum Sonntag) ganz unqualifizirbare Angriffe gefallen lassen und der schnödeste beschimpft, und ferner, um ja teine Taktlosigkeit bis Früh 6 Uhr. " Grund zum frühzeitigen Siechthum der Arbeiterbevölke- zu unterlassen, den jeden Chauvinismus des Auslands rechtWenn man bedenkt, daß der Arbeitsanfang meist rung" besteht heute noch wie früher. Und das sind fertigenden Satz ausgesprochen, daß der beste VertheidigungsUhr Früh iſt, wie der Beamte mittheilt, und wenn man dieselben Leute, bie fich jest erdreisten, frieg der Angriffs frieg sei. ehr reichlich 11½ Stunden für Bauſen abrechnet, so ergiebt beim Bundesrath um die Gestattung der 13stündigen Arbeits- Wenn Herr v. Caprivi in solcher Weise weiter operirt lich, daß die Appreturarbeiterinnen in Blauen an 13 Tagen zeit für ihre Arbeiterinnen zu betteln! Feuilleton. Nagbrua verboten.) Bel- Ami. Roman von Guy de Maupassant. [ 8 SOME Er ließ indeß den Muth nicht sinken. Er dachte: Ach was, mir fehlt die Gewohnheit. Es ist ein Handwerk, das man wie alle übrigen Handwerke eben lernen muß. Beim ersten Mal muß ich mir helfen lassen. Ich gehe zu Forestier; der wird mir meinen Artikel in zehn Minuten auf die Beine bringen". Er kleidete sich an. Als er unten auf der Straße war, fiel ihm ein, daß und sich keine besseren Anwälte zu verschaffen weiß, dann etwas geschrieben. Man braucht dazu, wie zu allem Uebung. Ich werde mich sehr rasch einarbeiten, davon bin ich überzeugt, aber mit dem Anfang hapert es. Ich habe wohl Gedanken, ich hab' sie in Hülle und Fülle, aber ich kann sie nicht ausdrücken." Er stockte und schwieg. Forestier lächelte boshaft: Ich kenne das." " Ja, so wird es wohl jedem im Anfang gehen", fuhr es zu einem Besuch bei seinem Freunde noch viel zu früh Duroy fort. Deshalb kam... deshalb kam ich eben und sei; Forestier war wohl erst spät ins Bett gekommen. Er wollte Dich bitten, mir ein Bischen zu helfen. In zehn Beitig wachte er auf, wie man denn an den Tagen ging also ganz langsam unter den Bäumen des äußeren Minuten kannst Du den Artikel zurecht stußen und mir Boulevards spazieren. zeigen, wie man es anfassen muß. Du könntest mir UnterEs war noch nicht neun, und der Park Monceau, nicht im Stil geben. Ohne Dich würde ich nicht fertig th den er trat, war vom Sprengen noch feucht. werden." Forestier lächelte noch immer vor sich hin. Schließlich und sagte: lebhafter Hoffnung oder Sorge immer zeitig zu erwachen pflegt, sprang aus dem Bett und öffnete das Fenster, um, wie er so sagte, einen ordentlichen Schluck frischer Luft zu genehmigen. Die Häuser der Rue de Rome, die ihm gegen sehr eleganter Mann ging vor ihm auf und ab. Gewiß flopfte er seinen ehemaligen Kameraden auf den Arm über auf der anderen Seite des Bahneinschnitts lagen, leuchteten im Strahl der Morgensonne, daß es aussah, als wartete er auf ein weibliches Wesen. Eine dicht verschleierte Dame tam eiligen Fußes daher, Gch zu meiner Frau, sie kann Dir ebenso gut helfen, früh keine Zeit, sonst würde ich Dir gern den Gefallen thun." feien sie alle hellweiß augestrichen. Rechts in der Ferne jah man die Hügel von Argenteuil, die Höhen von Sannois und nahm seinen Arm; sie drückten sich rasch die Hand und wie ich. Ich habe sie dazu erzogen. Ich selbst habe heut und die Mühlen von Drgemont in leichten, bläulichen entfernten fich. Rebel gehüllt, der einem flatternden, dünnen Schleier gleich über den Horizont geworfen war. Heftiger Neid stieg in Duron auf. Er erhob sich und ging weiter und dachte an Forestier. Der hatte Glück Als er anlangte, wollte sein Freund gerade aus der Du hier? Zu dieser Stunde! Was willst Du denn Duroy war verwirrt, ihn beim Fortgehen zu treffen und stammelte: fernen Landschaft versunken und murmelte:" Heut da unten Hausthür treten. Duroy blieb einige Minuten in die Betrachtung der gehabt! jein tönnen, muß schön sein." Danu fiel ihm ein, daß er zu arbeiten habe, und zwar ohne Aufschub. Er gab dem von mir?" Bureau mit der Meldung, er wäre frant. Jungen des Portiers zehn Sous und schickte ihn nach seinem # Ich... ich... eben... ich kann mit meinem Ardie Tinte, stützte den Kopf in die Hand und suchte Ge- titel nicht fertig werden, Du weißt schon, mit dem Artikel Daun setzte er sich an den Tisch, tauchte die Feder in Duroy wurde plötzlich ängstlich zu Muthe, er zögerte, wagte nicht anzunehmen Aber ich kann sie doch zu dieser frühen Stunde unmöglich aufsuchen?" " Doch, doch. Sie ist aufgestanden. Du wirst sie in meinem Arbeitszimmer finden. Sie ordnet eben ein paar Notizen für mich." Duroy wollte noch immer nicht hinaufgehen. " Nein... es geht nicht." Da packte ihu Forestier bei den Schultern, drehte ihn banken zit faffen. Es war vergeblich, es wollte nichts heraus- über Algier, den mir Herr Walter aufgetragen hat. Das um und stieß ihn zur Treppe." Geh schon hinauf, alter tommen, ist ja weiter nicht verwunderlich; ich habe noch nie so Esel, ich sag es Dir doch. Du wirst mich doch nicht zwins wird es mit seiner Serrlichkeit bald zu Ende sein. Jedenfalls glaubt der Amsvorgänger schon fest an einen baldigen Wechsel im Reichskanzleramt und hält sich bereit. Die Nothwendigkeit der dreijährigen Dienstzeit zur Bekämpfung der Sozialdemokratie. Ein schwer wiegendes" gument gegen die zweijährige Dienstzeit bringt die Münchener Allgemeine Zeitung vor. Sie schreibt: " vorsteher vorzubeugen. Der erwähnte§ 9 gestattet,| Vorstand des Fachvereins der Musikinstrumenten- Arbeite wie der Minister hervorhebt, die Anwesenheit bei der Wahl unter'm 1. November folgendes Schreiben: handlung allen wahlberechtigten Deutschen ohne Rücksicht auf den Wahlbezirt, dem sie angehören. Wir erwarten, daß auch in den übrigen Bundesstaaten, namentlich in Sachsen, wo die gerügten Ungefeßlich feiten sehr häufig vortamen, ähnliche Anweisungen er gehen. Uebrigens ist es durchaus falsch, daß nur Vertrauensmänner der Arbeiterpartei ausgewiesen sein sollen. in Ost- und Westpreußen, Pommern und anderen schönen Gegenden ist das Gleiche auch den Liberalen resp. Freis finnigen paffirt. Herrn Robert Glas, Borsteher des Fachvereins der Musikinstrumenten- Arbeiter in Georgenthal Laut anher gelangter Anzeige find Sie beschuldigt, bei b am 11. Sept. b. 3. stattgefundenen Vereinssigung des obe erwähnten Vereins den in Brunndöbra wohnhaften Fabri arbeiter Karl Hopf, welcher das Verbot, den Besuch v Schantstätten pp." betreffend, als Steuerreftant in Händen ha und Ihnen als dem Wirthshausverbot unterstehend bezeichn worden war, geduldet zu haben. W C Mar dente sich eine in der Zeit nach dem 1. Oktober, also nach der Entlassung des zweiten Jahrganges, in ver schiebenen Punkten Deutschlands gleichzeitig ausbrechende fozial demetratisch- anarchistische Bewegung! Die Truppe, welche einer solchen entgegenzutreten hätte, würde aus den ein Auf Grund von§ 4 des hierorts bestehenden Regulatio Jahr gedienten Leuten und den in der Ausbildung be= Inopportun d. h. läftig war dem Eisenbahn- vom 12. Juli 1886, welches sich auf den gesammte griffenen Retruten bestehen! Glauben die Militärs, welche rath, der am 23. v. Mts. in Hannover tagte, ein sehr Amtsgerichts- Bezirt ausdehnt, wird daher gegen heute die dreijährige Dienstzeit für morsch, faul, veraltet und wichtiger Antrag. Man lieft barüber im Sigungsbericht eine Geldstrafe von zehn Mart festgesetzt. so weiter erklären, mit solchen Truppen die Schwierigkeiten des Hannoverschen Kourier":" Der vom Generalfonful Untersachsenberg, den 1. November 1892. jener schwersten inneren Rämpfe bestehen zu können, deren Buls- Frankfurt gestellte Antrag: Der Bezirks- Eisenbahn Meinel, Gemeindevorstand. Gefahren bekanntlich ungleich größere find, als gegen Der mit diesem Strafmandat Bedachte hat gerichtlich den auswärtigen Feind Je entschiedener wir diese Frage Rath wolle Königliche Eisenbahndirektion ersuchen, dahin verneinen, wie sie früher von allen einfichtigen Truppenführern au wirken, daß Rüdfahrtfarten 4. Klasse im Entscheidung angerufen. Wenn solche Strafbefugniß be verneint worden ist, um so bedenklicher erscheinen uns alle Bu- Nahverkehr zur Einführung gelangen", wurde als zur Zeit Gemeindevorstandes zu Recht bestände, könnte er eine Strap fagen und Angebote einer selbst nur temporären zweijährigen inopportun vom Antragsteller zurückgezogen." Die reichsten gewalt, die weit über das Reichs- Strafgesetzbuch hinaus Dienstzeit." Leute genießen auf der Eisenbahn den Vortheil, bei Lösung ginge, über jeden Steuerrestanten ausüben. Da die Reichs Man sieht, das Deutsche Reich ist unrettbar verloren. von Retourbilleten ein Biertel weniger des einfachen Fahr- tags Wahlen meistens in Wirthschaften stattfinden, könn Schon jetzt steht seine Armee so schwach da, wie das preises zahlen zu müssen fie fönnen sogar noch alle er Bestimmungen treffen, bie eine ganze Anzahl von Militär- Wochenblatt" und andere offiziöse Blätter be: Schnellzüge benutzen. Nur der Proletarier, der 4. Klaffe Wählern ihres Wahlrechts beraubten; ja, es ist nicht abzu weisen, daß Frankreich oder Rußland allein schon sie im fahren muß, hat kein Anrecht auf diese Preisermäßi- sehen, weshalb er seine Befugnisse nicht auch noch auf anden Handumdrehen überwältigen kann. Um die Armee zu ver- gung er tann's zahlen! Und besinnt sich einmal einer Rreise als die Steuerreftanten ausdehnen sollte. größern, muß die Rekrutenaushebung vermehrt und zu auf diese schreiende Ungerechtigkeit und macht einen vorSie wollen nicht Studenten zweiter Ordnung diesem Zwecke die Dienstzeit auf zwei Jahre herabgesezt lauten Vorschlag, so schütteln die Perrücken bedächtig mit werden. Was dann folgt, zeigt uns die Münchener All- dem Kopfe und der Vorlaute zieht seinen„ lästigen" Antrag sein. Die Salle'schen nichtfarbentragenden Rorporatione der Studentenschaft protestiren dagegen, daß bei b gemeine". In dem stehenden Heere besteht dann die Hälfte schleunigst zurück. Das wird eben solange dauern, so lange Wittenberger Feier den fouleurtragenden Verbindungen Der Soldaten aus Rekruten, denen noch die Arbeiter fich's das Bolt gefallen läßt. Sige in der Schloßkirche bewilligt, ihnen aber verweige Marseillaise" im Ohre flingt, und die andere Hälfte aus solchen, die sie noch nicht vergessen haben. Die Landwehr, Ueber die Hamburger Rundgebungen, welche am feien. Hierdurch werde der Schein erregt, fie feien Stubente ,, verheirathete und wohlbeleibte" Männer denken, wie das Freitag Abend in 9 Versammlungen von mehr als 30 000 zweiter Ordnung, was sie um so mehr verleze, weil " Militär- Wochenblatt" es so rührend darstellt, an Weib Personen erfolgten, haben wir bereits berichtet. Auf der ich mit Stolz bewußt seien, daß es nationale und wiffen und Kinder und wollen sich nicht als Futter für Pulver ge- Tagesordnung der Versammlungen stand:„ Die Cholera, chaftliche Ideale sind, denen sie nachstreben. Nun, went brauchen lassen. Man sieht, das Deutsche Reich ist ganz die Hamburger Staatsverfaffung und biete von dieser Ueberzeugung durchbrungen find, fo follte auf die Gnade seiner Nachbarn angewiesen, und sie üben Sozialdemokratie" Referenten waren die Genossen sie auch wissen, daß fie im Deutschen Reich leben ein ganz unverdientes Erbarmen an uns, wenn sie nicht E. Frohne, W. Pfannkuch, Grünwaldt, T. Seine, D. Stolten, wo der Mensch erst beim Lieutenant anfängt und d bereits heute oder morgen über uns herfallen! F. Ehlers, Marticke, Emil Fischer und Koenen. Die ein Korpsstudent keine anderen nationalen und wissenschaft timmig angenommene Resolution hatte folgenden Wort- lichen Jdeale kennt, als die lieutenantsmäßigen. taut: Richter's Bescheidenheit. Die Freisinnige Zeitung " In Erwägung, baß die bisherige Gestaltung des Ham burgischen Staatswesens sich als den Interessen der Gesammt von heute enthält einen Bericht über ein Fest zu Ehren d bevölkerung durchaus schädlich erwiesen hat, weil die in Gefeß- 25jährigen Landtagsjubiläums der Herren Birchow gebung und Verwaltung allein einflußreiche Minderheit weber Barrisius. Der Bericht ist dritthalb Spalten lang. Gi den Willen noch die Fähigkeit gezeigt hat, auch nur den halbe Spalte ist der Festbeschreibung und den Neben d schlimmsten, das Bolt schroer bedrückenden Mißständen zu Herren Virchow und Parrisius gewidmet, und fast fteuern, wofür bie Cholera- Epidemie mit ihren entfehlichen Spalten sind mit einer Rede des Herrn Folgen für alle Kreise der Bevölkerung den entscheidendsten Beweis erbracht hat; Reichsbürger oder Unterthanen. Die Bossische Zeitung" bringt den Satz des halbamtlichen" MilitärWochenblatts: Es ist vom menschlichen Standpunkte erklärlich, daß ein verheiratheter, wohlbeleibter Landwehrmann fich feiner Familie erinnert, und z. B. eine gute Deckung weniger leichten Herzens verläßt, um vorwärts zu stürmen, wie ein junger Liniensoldat." " in Anwendung auf die Offiziere, die in derselben Lage sind, verheirathet und wohlbeleibt zu sein. Sie hält die deutsche Landwehr für ungleich tüchtiger, als die ungarischen Honveds, und ist der Ansicht, daß, wenn ein amtliches Blatt Ungarns so über die Honveds geschrieben hätte, wie das MilitärWochenblatt" über die Landwehr, der Kriegsminister sicher zwei Tage später seinen Abschied hätte nehmen müssen. Im Deutschen Reiche kann man den Unterthanen" eben ganz etwas anderes bieten. Ein Bolt, das 20 Jahre lang Bis marc'schen Trug und Lug nicht blos ertragen, sondern geradezu mit Bewunderung angestannt hat, und dessen Reichstag sich die verächtlichste Behandlung gefallen ließ, braucht eben nicht respektirt zu werden. Mit Ausnahme der Sozialdemokratie hat sich jede Partei noch bereit gezeigt, für die leiseste Hoffnung auf Förderung der eigenen Interessen jeden Fußtritt unterthänigft entgegenzunehmen. Die Oeffentlichkeit der Reichstagswahl. Reichs- Anzeiger" bringt folgende Mittheilung: in weiterer Erwägung, daß die politische Rechtlosigkeit der großen Masse allen nicht in Klaffenherrschsucht befangenen Rechtsanschauungen widerspricht und mit einem modernen Staatswesen unverträglich ist; daß das höchste Recht des Menschen, sein Selbstbestimmungsrecht, dadurch in schmählichster Weise unterdrückt und die Masse einer die Gesammtheit schwer schädigenden Bevormundung seitens der besitzenden Minderheit unterstellt wird, fordern die in versammelten Einwohner Hamburgs zunächst die demokratische Neugestaltung des ganzen Staatswesens auf Grundlage des allgemeinen gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts für alle Staatsangehörigen, die das zwanzigste Lebensjahr vollendet haben." Eine Nichtbeachtung dieser Resolution würde den deuts lichsten Beweis liefern, daß die herrschenden Klassen gewillt Der sind, unbekümmert um Recht oder Unrecht die thatsächliche Gewalt, die sie in Händen haben, um jeden Preis im eigenen Interesse auszuüben. % Nachdem der Reichstag bei einer Wahlprüfung für er wiefen erachtet hat, daß in mehreren Orten während der Unter der Herrschaft der fächsischen GemüthlichWahlhandlung für den Reichstag Vertrauensmänner der sogenannten Arbeiterpartei, welche fich im Wahllo tal ein feit. In Sachsen haben viele Gemeinde Behörden die gefunden hatten, ohne in dem Wahlbezirk wahlberechtigt zu rückständigen Steuerzahler förmlich in Acht und Bann sein, aus diesem Grunde ausgewiesen worden sind, hat der gethan, ihnen den Besuch der Wirthshäuser untersagt und Minister des Innern die fgl. Regierungspräsidenten bezw. den Die Wirthe unter Strafe gestellt, welche die Geächteten in fgl. Oberpräsidenten von Berlin in einem Runderlaß ersucht, ihren Lokalen duldeten. Jetzt gehen einzelne Gemeinden Derartigen mit der Bestimmung über die selbst so weit, daß sie das Verbot fogar auf den Besuch von Oeffentlichung der Wahlhandlung in§ 9 des Wahlgefehes vom 31. Mai 1869 nicht zu ver- Vereinssigungen ausdehnen und die Vereinsvorstände wegen Vorkommnissen Bukunft Duldung von Steuerreftantenin Strafe nehmen. So fandte der Gemeinde- Vorstand zu Untersachsenberg i.( V. an den einbarenden in durch entsprechende Anweisung an die Wahl gen wollen, noch einmal die brei Treppen hinaufzuklettern, nur um Dich vorzustellen und Dein Anliegen vorzu bringen." Nun erst entschloß sich Duroy:" Besten Dank; ich werde hinaufgehen und ihr sagen, daß Du mich selber gezwungen haft, geradezu gezwungen haft, sie aufzusuchen. Schön. Sie wird Dich nicht anffreffen, jei unbesorgt. Bergis nur nicht, um drei Uhr spätestens muß er fertig sein." ,, D gewiß nicht." Forestier ging fort, als wenn er Gile hätte, während Duroy langsam Stufe für Stufe die Treppen hinaufstieg und sich überlegte, was er fagen sollte. Er war unruhig, er wußte nicht, wie sie ihn aufnehmen würde. Der Diener öffnete ihm. Er hatte eine blaue Schürze um und einen Besen in der Hand. Der Herr ist ausgegangen," sagte er, ohne eine Frage erst abzuwarten. Duroy ließ sich nicht abschrecken:" Fragen Sie Frau Forestier, ob sie mich empfangen kann, und theilen Sie ihr mit, daß ich im Auftrage ihres Mannes komme, den ich eben unten begegnet bin." Er wartete. Der Diener tam wieder, öffnete eine Thür rechts und sagte:" Die Gnädige erwartet den Herrn." Sie wies auf einen Stuhl: Setzen Sie sich und reden Sie." Dabei ließ sie geschickt zwischen zwei Fingern eine Gänse feder wirbeln: Vor ihr lag ein großer Bogen, der zur Hälfte beschrieben war. Die Ankunft des jungen Mannes hatte ihre Arbeit unterbrochen. Vor diesem Arbeitstisch schien sie zu Hause zu sein, sich da so wohl zu fühlen, wie im Salon, und mit gewohnter Arbeit beschäftigt zu sein. Ein leises Parfum umgab ihren Morgenrock wie eine Wolke, das frische Parfum eines en angelegten Kleides. auch wieder Da er nicht sprach, nahm sie wieder das Wort: Nun, um was handelt es sich denn?" wirklich nicht, ob... Ich habe nämlich gestern Abend noch " Ja aber ich", stammelte er zaghaft, ich weiß sehr spät gearbeitet und heut früh . sehr zeitig um den Artikel über Algier, von dem Herr Walter sprach, fertigzustellen... aber es ging nicht gut... ich zerris alle Versuche wieder bin an solche Arbeit nicht gewöhnt... und ich wollte Forestier bitten.... mir ein bischen zu helfen. das eine Mal." . B Ich für Herzlich und froh lachte sie auf und unterbrach ihn, gefüllt. Aus der Schweiz schreibt man uns: Redakteurs " " Eugen Richt DE D b Im schweizerischen Grütliverein wurde den letzten Wochen eine sehr wichtige Wahl in den Sektion durch Ürabstimmung vorgenommen, nämlich die Wahl eine Vereinsorgan, für das Grütlianer". Vogelfanger, der den Posten 20 Ja lang mit Geschick und Erfolg bekleidete, ist infolge seiner zum Stadtrath von Neu- Zürich am 1. September von Redaktion zurückgetreten. Vogelfanger ist Sozialdemokrat, aber den Grütlianer" mit großer Mäßigung geschrieben, ihm von den radikalen, mehr vorwärts stürmenden Geno manchen Vorwurf eintrug. In ruhig und fachlich haltenen Artikeln belehrte Vogelfanger die 14 000 Leser " Grülianer" über die Sozialdemokratie, und blickt man he auf die stattliche Schaar von Sozialdemokraten, die sich un den 15 000 Mitgliedern des Grütlivereins befinden, fo zweifellos, daß sie als Erfolg Vogelfangers betrachtet werd fönnen allerdings zum Theil nicht sein ausschließlicher folg. In den Vordergrund stellte aber Vogelfanger die ialreform, um durch sie die Lage der Arbeiter und den Uebergang zum Sozialismus zu vermitteln. für die Wahl des neuen Grütlianer". Redakteurs sich un mein lebhaft intereffirenden bürgerlichen Parteien winf zum Nachfolger Bogelsangers einen gemäßigten Politiker, Sozialreformer aber fein Sozialdemokrat, und sie erblickten ein diesem Wunsche ziemlich entsprechenden Mann in dem Redal des, Bieler Anzeigers", Mettier, der nach fei bisherigen Thätigkeit ein Sozialreformer, als Sozialdemo aber noch ein unbeschriebenes Blatt Papier ist. Von feiten Sozialdemokraten tauchten die Namen Lang, Brandt, schleger, Seidel und Arnold auf, von denen mehrere, so brei erstgenannten, die beste Aussicht gehabt hätten, mit m Ich muß rauchen, wenn ich arbeite", sagte sie. was wollen Sie schreiben?" 0 zu heb Er blickte sie erstaunt an. " Ja, das weiß ich eben nicht. Deshalb bin ich gerade hergekommen." Sie erwiderte:" In Ordnung bringen will ich, schon. Ich mache die Sauce, aber ich brauche Gericht." Er war verwirrt. Schließlich fagte er zögern Ich wollte meine Reise... von Anfang an... zählen..." Sie setzte sich ihm gegenüber an die andere Seite Tisches, sah ihm in die Augen und sagte: werde dann die richtige Auswahl treffen." Erzählen Sie erst mir Ihre Steise, mir allein, stehen Sie, recht langfam, und vergeffen Sie nichts. Er wußte aber nicht, wie er anfangen sollte, und begann sie wie ein Priester im Beichtstuhl ihn auszufors Sie richtete bestimmte Fragen an ihn, die ihn an vergel Einzelheiten, an Begegnungen und an Dinge erinnerten, er gesehen hatte. Sie faß auf einem Bureausessel in einem kleinen glücklich und geschmeichelt: Und da hat er Ihnen gesagt, einem Freunde Ihre Eindrücke brieflich schildern. " Sie also an: Nachdem sie ihn so eine kleine Viertelstunde lang werden wir anfangen. Wir nehmen zunächst an, daß Reden gezwungen hatte, unterbrach sie ihn plötzlich: Sie sollten zu mir fommen...? Das ist nett tönnen Sie eine Menge guter Wige machen und Zimmer, dessen Wände ganz mit Büchern bedeckt waren, Ja. Er sagte, daß Sie mir besser aus der Verlegen fälle aller Art unterbringen. Wir können drollig die auf schwarzen Holzbrettern wohlgeordnet standen. Die Einbände waren von verschiedener Farbe, roth, gelb, grün, beit helfen würden, aber ich... wagie es nicht, wollte natürlich sein, wenn wir es sonst fertig bekommen. Fa violett und blau; fie gaben den eintönigen Bücherreihen nicht. Sie verstehen?" Sie erhob sich:" Es giebt nichts Reizenderes, als so Leben und Farbe. " Lieber Henry, Du wolltest gern etwas über Sie drehte sich um und lächelte wie immer. Sie trug zusammen zu arbeiten. Ich freue mich, daß Sie den guten wissen. Dein Wunsch soll erfüllt werden. In der klei ein weißes mit Spizen besetztes Morgenkleid und reichte Einfall hatten, herzukommen. Sezen Sie fich nur auf Hütte aus zusammengebackenem Staube, die mir ihm die Hand, wobei ihr nackter Arm aus dem breiten meinen Platz, man kennt nämlich meine Schrift auf der Wohnung dient, habe ich doch nichts zu thun, und so Redaktion. Und nun wollen wir einen Artikel zusammen- ich Dir denn eine Art Tagebuch schicken. Es wird et schmieden, einen Artikel, der Erfolg hat." bunt darin zugehen, aber Du bist ja nicht verpflichtet, es Er setzte sich, ergriff eine Feder, breitete ein Blatt Damen Deiner Bekanntschaft zu zeigen Papier vor sich aus und wartete. Mermel hervorfam. Schon?" sagte fie; dann fuhr sie fort: Das soll fein Vorwurf, sondern nur eine einfache Frage sein." O, gnädige Frau," stammelte er, ich wollte nicht heraufkommen, aber Ihr Gatte, den ich unten traf, zwang mich dazu. Ich bin so verwirrt, daß ich kaum zu sagen wage, was mich herführt." Frau Forestier stand daneben und sab seinen Vorbereitungen zu. Dann nahm sie sich eine Bigarette vom Kamin und zündete sie an. Sie unterbrach sich und zündete fich die ausgegang Cigarette wieder an, und sofort hörte auch das leise Kra der Gänsefeder auf dem Papier auf. " Wir fahren fort," sagte fie.. D 100 oder weniger großer Mehrheit gewählt au werden. Es lehnten| jedoch alle bis auf Seibel ab, der in der Erwägung fandi dirte, Gelegenheit zu einer sozialdemokratischen Heerschau unter den Grütlianern zu geben und durchaus nicht erwartete, gewählt zu werden. Neben diefen beiden fandidirten noch drei weniger bekannte Persönlichkeiten, deren Randidatur indeß von vornherein aussichtslos war. " " " Die gesammte Bolizei, die Gendarmerie und die Feuerwehr die Waage keiner von beiden hat sich besonders arge ist tonfignirt. Die liberale Breffe protestirt gegen derartige Blößen gegeben, beide gelten für ehrliche Männer, und fie brohende inilitärische Vorbereitungen. Etoile Belge" behauptet, haben auch bewirkt, daß der diesmalige Wahlkampf weniger, zahlreiche Agents provocateurs feien losgelassen und warnt als bisher Regel war, auf das persönliche Gebiet hinübervor denselben. Alle Versuche, die Straßenmanifeftationen zu Der Umstand, daß das Element der verhindern, sind gescheitert. Die ersten Provinzialabordnungen gespielt wurde. find bereits eingetroffen. Während des Umzuges wurden die deutschen Geschäftspolitiker( Rarl Schurz und Genoffen) fich Maueranschläge der katholischen Partet überall abgeriffen. von den Republikanern getrennt und für Cleveland erklärt Mehrere Gendarmen wurden schwer mishandelt. hat, vermehrt dessen Aussichten; es darf aber auch nicht Brüffel, 8. November. Nach Berlesung der Thronrede übersehen werden, daß die geldhungrigen Vertreter de Hoch( beren Inhalt noch nicht bekannt ist. Red. d." Borw.") riefen schutzzolles über riesige Mittel verfügen. Mit Austiahme die Abgeordneten der Linken wiederholt: Hoch das all- der Schutzzollfrage und auch bei ihr handelt es sich nur geineine Stimmrecht!" unter braufendem Beifall der Tribünen. Die Rechte antwortete mit einem Hoch auf den König. Von um einen verschiedenen Grad, nicht um das Prinzip den Tribünen wurden zahlreiche Bettel in den Saal geworfen, liegt in den Vereinigten Staaten feine Frage vor, die von welche die Aufschrift:" Hoch das allgemeine Stimmrecht!" der diesjährigen Präsidentenwahl berührt würde. trugen. Zwei Urheber wurden sofort verhaftet. Bei der Rückkehr des Königs wurde derselbe von endlosen Hochs auf das allgemeine Stimmrecht begrüßt. Zahllose Bettel mit der Aufschrift: Allgemeines Stimmrecht!" fielen auf den König nieder, dessen Pferde wiederholt scheuten. Die Volksmassen gehen in musterhafter Ordnung und unter großer Begeisterung auseinander. 1891/98 Kommunales. Nach dem vorliegenden Ergebniß der Urabstimmung, an der sich 323 Seftionen mit 7103 Mitgliedern betheiligten, er hielten Mettier 4816 und Seidel 2776 Stimmen, wonach ersterer als Redakteur des Grütlianer" gewählt ist. Der Sozialreformer Mettier, der Mann der bürgerlichen Parteien, wird vermuthlich mit der Uebernahme feines neuen Postens gleich einige Schritte nach liute machen, um auf dem Stand punkt Vogelfangers anzufangen, da er gemäßigter als dieser den Grütlianer" nicht schreiben darf. Will der Redakteur des Grütlianers" nicht selbst schieben und die Fahne vorantragen, so wird er geschoben werden und ber Fahne folgen ober ben Bosten verlassen müffen. Unter diesem Gesichtswinkel betrachtet ist ber Sieg der der Sozial reformer ein sehr problematischer, was er übrigens auch noch nach der weiteren Richtung ist, daß eine ganze Anzahl Sozialdemokraten für Mettier stimmten aus den zweifachen Gründen, weil sie Seidel als Redakteur der Arbeiterstimme" Tagesordnung für die Sihung der Stadtverordneten am richtigen Orte postirt hielten, und zweitens, weil sie Seidel's Anarchistisches? In Paris fanden einige Bolizisten Versammlung am Donnerstag, den 10. November cr., Schreibweise für den Grütlianer" zu scharf fanden. So er vor dem Geschäftsgebäude der Minengesellschaft von Car- Na ch mittags 5 Uhr. Einige Pensionirungs-, Anstellungsscheint nach der anderen Seite hin die relativ geringe Stimmen- maug eine Bombe in Form eines Rochtopfs", brachten und Unterstützungsfachen- ein Naturalisationsgesuch Borzahl Seibel's nicht als eine Niederlage der Sozialdemokratie, bie Maschine auf das nächste Polizeikommissariat, wollten schläge des Ausschusses für die Wahlen von unbesoldeten Gewohl aber als eine Vereitelung des Zweckes, den Seidel mit sie untersuchen und verfuhren dabei so ungeschickt, daß eine Empfänger von Raten aus dem Vermächtnisse Sr. Majestät meindebeamten desgl. des Ausschusses zur Auswahl der feiner Kandidatur verfolgte. Dieser Zweck wird aber in nächster Zeit doch erreicht Explosion erfolgte, die zwei Agenten tödtete, einen ver- Friedrich Wilhelm III.- Berichterstattung über den Antrag von werden und zwar mit der Urabstimmung über die neuen wundete. Die Sache klingt etwas sonderbar, und deshalb Mitgliedern der Versammlung, betr. die Schaffung von GinStatuten, nach denen der Grütliverein sich zur Sozialdemokratie haben wir hinter das Anarchistische" ein Fragezeichen richtungen zur Untersuchung und Ueberwachung des Gesundheitsbekennt und an deren Annahme Kenner der Verhältnisse nicht gesetzt. zustandes der Gemeindeschüler desgl. über die Vorlage, betr. zweifeln. Werden aber die revidirten Statuten in der Urdie Errichtung von Standbildern auf der Mühlendamm- Brücke abstimmung angenommen, so ist dann selbstverständlich, daß Die Arbeitslosen- Versammlung auf Trafalgar besgl. über die Vorlage, betr. die Aufnahme einer zwischen der der Grütlianer" im Sinne und Geifte der Sozialdemokratie Square in London vorigen Sonntag war im An- Koloniestraße und der Straße 69, parallel der Soldinerstraße begeschrieben und deffen Redakteur Sozialdemokrat sein muß. fang nur von etwa tausend Personen besucht, wuchs aber legenen neuen Straße in der Abtheilung X2 des BebauungsDamit wäre dann die Richtung unzweideutig vorgezeichnet.- beträchtlich im Lauf der Verhandlungen. Daß die Bahl planes Vorlagen, betr. die Jahresabschlüsse über die VerVorlage, betr. den zu den Kosten baulicher ReIn Belgien beginnt der Sturm, nachdem der Wind eine größere war, erklärt sich aus der Lage des Trafalgar waltung der Markthallen und der Wasserwerke pro 1. April gefät worden. Seitdem die Weigerung der Rammer Aus- Square, das vom Ostende Londons, wo die Armee der paraturen an der St. Andreastirche bewilligten Patronatsschüsse und der Regierung bekannt ist, hat sich ein tiefer Die Regierung befundete ihren Liberalismus" dadurch, daß fünftigen Schulhausbauten desgl., betr. die Unterkellerung ber Arbeitslosen ihr Hauptquartier hat, stundenweit entfernt ist. beitrag desgl., betr. die Anlegung von Reserveklassen bei Born des Boltes bemächtigt. Aus allen Theilen des Landes fie 2000- in Buchstaben: zweitausend- Ronstabler um das Stadtbahnbogen 126, 128 bis 181 Antrag von Mitgliedern Laufen Berichte ein von Massen- Protestversammlungen. Namentlich in den beiden politischen Hauptzentren: Brüssel Square herum aufstellen ließ. Da die Polizei fich ruhig der Versammlung, betr. die Durchlegung der Pferdebahn über verhielt, so wurde die öffentliche Ordnung nicht gestört. Die Straße Unter den Linden- Vorlage, betr. die Aufnahme und Gent, wirft die Bewegung mächtige Wellen. Gestern Reir Hardie, der u a. in der Versammlung sprach, schätzte von drei neuen Straßen in die Abtheilung IX des Bebauungstam es in Gent bereits zu Tumulten, wie ein Telegramm die Zahl der Arbeitslosen Londons auf mindestens 100 000. planes- desgl., betr. die Herstellung eines Abschlusses des offenmelbet, und heute befürchtete man in Brüssel, anläßlich des Beschlossen wurde, die Regierung aufzufordern, daß sie den Breitestraße 24- besgl., betr. die erfolgte Bauabnahme der liegenden Gebiets am rechten Seitenflügel des Grundstücks Busammentritts der Kammer, noch ernſtere Kundgebungen. Lokalbehörden Bollmacht zur Beschaffung von Arbeit für die Umänderungen in der 59. Gemeindeschule am Stralauerplatz 24 Bemerkenswerth ist, je größer die Erbitterung wird, desto Arbeitslosen ertheile. Dieser Beschluß wird vermuthlich behufs Einrichtung einer 2. Handwerkerschule besgl., betr, bie lauter ertönt der Ruf nach der Republik. Die Monarchie sehr wenig praktischen Erfolg haben. Erstens ist der gute Herstellung von Gartenanlagen auf dem Arminiusplaze- desgl., Spielt ein gewagtes Spiel. Willen der liberalen Bourgeoisregierung mehr als zweifel- betr. die Veräußerung einer Fläche an der Berlin- SaatwinklerWir lassen nachstehend die telegraphischen Meldungen haft, und zweitens sind die englischen Lokalbehörden von der Chauffee Beantwortung der Anfrage von Mitgliedern der aus Gent und Brüssel folgen: Regierung ganz unabhängig, und der ungeheueren Mehrzahl Bersammlung, betr. die etwaige Beranstaltung einer Berliner etwa 4000 Berfonen besuchtes Meeting statt, bei welchem vonbeiter einzugehen. Gent, 8. November. Gestern Abend fand hier ein von nach sicherlich nicht geneigt, auf die Forderungen der Ur- Gewerbe- Ausstellung- Vorlage, betr. bie Anfrage von Mitgliedern der Versammlung wegen der Grundsäge bei Uebertragung den sozialistischen Führern Reden zu Gunsten des allgemeinen ber Lieferung von Brennmaterialien und der Bemessung der Stimmrechts gehalten wurden. Nach dem Meeting durchzogen Lieferungsauktionen besgl., betr. die Schaffung eines Unteretwa 2000 Theilnehmer an der Versammlung die Straßen der Heute, als am zweiten Dienstag des November, stügungsfonds für talentvolle Böglinge des Kunstgewerbe- Museums Stabt unter dem Abfingen revolutionärer Lieder und unter findet in den Vereinigten Staaten verfassungsgemäß die desgl., betr. die Enteignung der zur Faldensteinstraße und Rundgebungen vor den Häusern, in denen sich die bürgerlichen Wahl des Präsidenten und Bizepräsidenten zur Straße 60, Abth. I des Bebauungsplanes erforderlichen und vornehmen Klubs zu versammeln pflegen. Es kam hierbei statt. Die Präsidentenwahl, die alle vier Jahre wieder Flächendesgl., betr. die Beschaffung von Inventarienstücken zu einem Zusammenstoß mit der Polizei. Dieser wurde mit fehrt, ist, wie wir früher schon des näheren ausführten, eine für das Einkommensteuer- Bureau- desgl., betr. das Projekt Steinhagel, Stücken aufgerissenen Straßenpflasters, Gläfern, indirekte. Flaschen und Eisenstangen bekämpft. 4 Polizeikommissare und Stimmrecht eine bestimmte Zahl von Wahlmännern, betr. die Beseitigung von Baulichkeiten und Bäumen auf den Die Einzelstaaten wählen nach allgemeinem sum Neubau eines Beamten- Wohnhauses und eines Operations. hauses auf dem Grundstücke des Krankenhauses Moabit Desgl 3 Schuhleute wurden schwer, zahlreiche andere leicht ver wundet. Die Polizei machte von den Revolvern Gebrauch. Elektors" genannt jeder Staat so viel als er Vertreter zur Verbreiterung der Staligerstraße erworbenen Flächen Berittene Gendarmerie fam ihr zu Hilfe und fäuberte den im Rongreß( Repräsentantenhaus und Senat) hat zu 7 Rechnungen Vorschläge des Ausschusses für die Wahlen Play. Aus den Nachzüglern der Manifestanten wurden fünf sammen alle Staaten der Union jest 444. Da die Wahl von unbesoldeten Gemeindebeamten, betr. die Wahl von drei treise sehr ungleich sind und das Wählen nicht nach dem Bürgerdeputirten für die Gewerbebeputation, eines BürgerBrüssel, 8. November. Troß des Verbotes haben die Proportionalsystem geschieht, so entspricht die Zahl der deputirten für das Kuratorium der Wasserwerke, eines bürger. Bersammlungen unter freiem Himmel fämmtlich, ohne daß sich Elektoren nicht der Stimmenzahl der Urwähler, und es lichen Mitgliedes der Erfagkommission IV, von vier Mitgliedern ein Zwischenfall ereignete, stattgefunden. Am Abend fanden fann leicht vorkommen und ist schon vorgekommen mission, einem Bürgerbeputirten für die Deputation zur Bere und einen Stellvertreter der Gebäudesteuer- Veranlagungs- Komauf den Straßen Manifestationen statt. Die Demonstranten daß derjenige Kandidat, welcher die meisten Urwähler: zogen unter Rufen: Hoch das allgemeine Stimmrecht! Hoch bie Armee! Nieder mit dem Könige! durch die Straßen. Die Stimmen erhält, bei der endgiltigen Wahl durch die Bersammlungen in den Provinzen fanden unter dem größten Elektoren in der Minderheit bleibt, und umgekehrt. Die Enthusiasmus statt. Die Redner fonstatirten übereinstimmend Erkenntniß, daß diese Art des Wählens eine unzweckmäßige ihre Bereitschaft zum Aufstande, falls das allgemeine ist, und mit dem demokratischen Geist nicht im Einklang Stimmrecht verweigert werde. Das Oberkommando änderte steht, hat deshalb schon in den weitesten Kreisen den Ruf gestern viermal die Befehle an die Truppen. Die nach einer Reform veranlaßt. Thronrede wurde, wie es heißt, im lesten AugenBei der diesjährigen Wahl ringen von den verschiedenen blicke wiederum geändert. Die gesammte Garnison, aufgestellten Kandidaten zwei um den Sieg: der seit vier Grenadiere, Karabiniers und zwei Guiden die Militärschule besezten das Viertel, in Jahren den Präsidentenstuhl einnehmende Republikaner welchem sich das Palais befindet. Die Bugänge zur Kammer Harrison, strenger Schutzöllner, und der frühere Prästfind abgesperrt, 4 Batterien sind vor dem Palast des Königs dent, der Demokrat Cleveland, gemäßigter Schutzöllner. aufgefahren. Gendarmerie ist aus der Proving herangezogen. Die beiden Kandidaten halten persönlich einander so ziemlich verhaftet. bie gimenter, Algier ist ein große französische Provinz, die an jene unbekannten Länder grenzt, die man die Wüste, die Sahara, Bentral- Afrika 2c. c. nennt. Algier ist die Thür, die weiße, reizende Thür dieses sonderbaren Welttheils. waltung des Gesinde- Belohnungs- und Unterstützungsfonds und eines Zivilmitgliedes für die Ober- Erfahkommission. Literarisches. Bei der Redaktion eingegangene Schriften: Blutritus. Von Herm. J. Strad. München. Beck'sche VerDer Blutaberglaube in der Menschheit. Blutmorde und lagsbuchhandlung. Blutritus. Von Herm. J. Strad. München. Beck'sche VerDas Bildungsmonopol der heutigen Gesellschaft. Von Dr. Karl Binn, Preis 10 Pf. Berlin 1892, Berlag der Lichtstrahlen"( G. Harnisch). # Nummer." Sie erhob sich. So schreibt man einen Artikel, lieber Herr," fügte sie hinzu, zeichnen Sie ihn nur". Er zauderte. Aber zeichnen Sie doch!" Da schrieb er lachend Georges Duron" unten aufs kleinen runden Deffnung ihrer geschlossenen Lippen ferzengerade hervorschossen, sich dann ausbreiteten, sich auflöften und stellenweise in der Luft graue Linien zurückließen. Wie eine Art durchsichtigen Nebels fab es aus, wie ein Knäuel von Spinnenfäden. Zuweilen verwischte sie die leichten Fäden und hängenden dünnen Rauchwolken mit Blatt. einer raschen Bewegung ihrer flachen Hand, zuweilen zer- Sie fuhr im Umhergehen zu rauchen fort und er sah schnitt sie ihr Zeigefinger und sie sah dann mit ernster sie nur immer an und fand keine Worte, um ihr zu danken. Aufmerksamkeit zu, wie die beiden kaum sichtbaren Wolfen- Er war froh, in ihrer Nähe sein zu dürfen, und Dankbartheile langsam in der Luft verschwanden. feit und sinnliches Glück über ihre wachsende Vertraulichfeit durchdrang ihn. Alles, was sie umgab, sogar die mit Büchern bedeckten Mauern, schien ihm ein Theil von ihr zu sein. Die Sessel, die Möbel, die nach Tabak riechende Luft hatten etwas Besonderes, Gutes, Süßes, Reizendes an sich, das von ihr ausging. Aber zunächst muß man zu dieser Thür gelangen, und das ist nicht für jeden angenehm. Ich bin, wie Du weißt, zwar ein sehr guter Stallmeister, ich fritt dem Obersten die Pferde zu, aber man kann ein vorzüglicher Reiter und ein sehr schlechter Seemann sein. Das ist bei mir der Fall. Duron verfolgte mit seinen Augen alle Stellungen, alle Gewiß erinnerst Du Dich noch an den Stabsarzt Bewegungen ihres Körpers und ihres Gesichtes, während Simbretas, den wir Doktor Jpeka umgetauft hatten. sie sich mit dem wallenden Spielzeug beschäftigte, das ihre wir uns für reif hielten, wieder einmal Gedanken nicht aufhielt. Wenn auf vierundzwanzig Stunden ins Paradies des Lazareths Sie schilderte jetzt den Verlauf der Fahrt, exfand zu spazieren, so gingen wir uns von ihm untersuchen lassen. Reisegefährten und entwarf ein Bild von ihnen. Dann Er saß auf seinem Stuhl, die dicken, rothbehoften erzählte sie von einem Liebesabenteuer mit der Frau eines Schenkel auseinandergespreizt, die Hände auf den Knieen, Infanterie- Hauptmannes, die ihrem Manne nachgereift sei. von die Arme aufgeftemmt, die Ellenbogen nach außen, knabberte Nun sette fie fich wieder und fragte Duroy nach der an seinem weißen Schnurrbart und rollte seine großen Beschaffenheit Mlgiers, von der sie keine Ahnung hatte. In sie Augen, die so rund wie die Nummern beim Lotto waren. zehn Wiinuten wußte fie so viel, wie er, und ließ nun ein Sein Rezept wirst Du nicht vergessen haben: furzes kolonialpolitisches Kapitel folgen, um den Leser aufs Laufende zu setzen und ihm die ernsten Fragen verständlich zu machen, die in den folgenden Artikeln behandelt werden Der Mann hat sich den Magen verdorben. Er muß das" Brechmittel Nummer drei nach Vorschrift bekommen, bann zwölf Stunden Ruhe; das wird ihm schon helfen." sollten. Nur so etwas interessirt," sagte sie. Plötzlich fragte sie ihn: Wie gefällt Ihnen eigentlich meine Freundin, Frau Marelle?" Er war überrascht: Ja... ich finde... ich finde sehr verführerisch." Nicht wahr?" " Ja gewiß." Er hatte Luft hinzuzufügen:„ Aber nicht so verführe risch wie Sie!" doch er wagte es nicht. " Sie können sich nicht vorstellen," fuhr sie fort, wie Dieses Brechmittel galt unumschränkt und war un- Daran fügte sie die Schilderung eines phantastischen brollig, wie originell und flug fie ist. Sie ist die reine widerstehlich. Kaum hatte man es hinuntergeschluckt, so Ausflugs nach Oran, in dem hauptsächlich von Weibern Bigeunerin, eine richtige Zigeunerin. Deshalb liebt sie auch wirkte es. Hatte man es dann nach Vorschrift des Doktors die Rede war, von Maurinnen, Jüdinnen und Spanie- ihr Mann nicht besonders. Er sieht nur die Fehler an ihr Ipeka hinter sich, so genoß man seine theuer erkauften zwölf rinnen. und versteht ihren Werth nicht zu schätzen." Stunden Ruhe. Duroy war ganz verdugt, als er hörte, daß Frau von Nun, siehst Du, lieber Junge, will man nach Afrika Sie schloß mit der Beschreibung eines Aufenthaltes in Marelle verheirathet sei, was doch nicht so unnatürtommen, so muß man vierzig Stunden lang eine andere Saïda am Fuß der Hochebene und mit der Schilderung lich war. Art unwiderstehlichen Brechmittels einnehmen und zwar eines kleinen, netten netten Liebesabenteuers zwischen dem Was... verheirathet ist sie?" fragte er. Und was nach Vorschrift der Transatlantischen Dampfschifffahrts- Ge- Unteroffizier Georges Duroy und einer spanischen Ar- ist ihr Mann?" sellschaft beiterin, die in einer Fabrik in Ain el Hadjar beschäftigt Frau Forestier zuckte ganz leicht die Achsel und zog war. Sie erzählte von nächtlichen Rendezvous in der zugleich mit einer Bewegung, die unverständliche Andeutungen steinigen nackten Felswüste, wo aus den Schluchten der enthielt, die Augenbrauen in die Höhe. Schrei des Schakals, das Heulen der Hyäne und das Gebell ( Fortsetzung folgt.) arabischer Hunde tönt. Sie rieb sich die Hände, so zufrieden war sie mit ihrem Einfall. Sie erhob sich, zündete sich eine zweite Bigarette an und ging im Bimmer auf und ab. So biftirte fie ihm, während sie den Rauch in dünnen Fäden ausblies, die aus der Fröhlich sagte fie: Fortfehung folgt in der nächsten Für den Inhalt der Juferate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, 9. November. Opernhaus. Djamihleh. Cavalleria rusticana( Bauern- Ehre. Slavische Brautwerbung. Schauspielhaus. Der Widerspenstigen Zähmung. Leffing Theater. Die Orientreise. Berliner Theater. Dora. Wallner- Theater. Sodom's Ende. Deutsches Thenter. Des Meeres und der Liebe Wellen. Kroll's Theater. Oberon, König der Elfen. Residenz Theater. Im Pavillon. ( Le Parfum). Vorher: Der neue Ganymed. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Pariser Leben. Thomas- Theater. Freie Volksbühne.Berliner Streik- Kontrollkommission. Die erste Vorstellung für die dritte Abtheilung 362/8 findet am Sonntag, den 13. November, Nachmittags 22 Uhr, im ,, Leffingtheater", Kronprinzen- Ufer, statt. Die Verloosung der Pläge beginnt um 14 Uhr. Zur Aufführung gelangt: Nathan der Weise von G. E. Lessing. Mitglieder für die dritte Abtheilung werden in allen Bahlstellen des Vereins aufgenommen. Näheres die in den Zahlstellen befindlichen Plakate. Mitglieder, die die Vorstellung zum zweiten Male sehen wollen, finden Zutritt gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte und Grlegung eines Extrabeitrags von 75 Pf. Ein Ausweis des affirers ist nicht nöthig. Der Vorstand der Freien Jol sbühne". J. 2.: Julius Türk, SW., Solmsstr. 24. Deutsch. Schneider- n. Schneiderinnenverband. Filiale Berlin. Sonntag, den 13. November 1892: Diesjähriges Stiftungsfest verbunden mit Rein Süfung. Grossem Vokal- u. Instrumental- Konzert, Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Alexanderplat- Theater. Berliner Gigerin. National Theater. Don Carlos. Bellealliance Theater. Verlorene Ehre. Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenTheater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Gesangspoffe in 3 Atten von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von: G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefeit von Adolph Ernst. Anfang 7%, Uhr. E Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alexander- Play- Theater. Heute: Berliner Gigerln. Poffe mit Gesang in 3 Akten und ausgeführt von der Hauskapelle( Musikdirektor A. Campi) und dem Gesangverein Kreuzberger Harmonie"( Dir. Herr Dillenberger), Mitgl. des A.-S.-B., in den Gesammträumen der Berliner Ressource", Kommandantenstr. Nr. 57. Prolog, gedichtet von C. M. Scävola. " Festrede, gehalten vom Kollegen H. Mahlke aus Flensburg. Von 6½ Uhr im fleinen Saal und nach beendigtem Konzert in beiden Sälen: Grosses Tanzkränzchen.. Eröffnung 5 Uhr. Anfang 6 Uhr. Billets à 30 Pf. Herren, welche am Tanz theilnehmen, haben 50 Pf. nachzuzahlen. Alle Kollegen und Kolleginnen Berlins sind freundlichst eingeladen. Die Lokalverwaltung. Faldenstein Clubhaus Süd- Ost" FalkensteinStraße 41. 99 Geöffnet bis 12 Uhr Nachts. Straße 41. 3094L Weiß-. Bairisch- Bier- Lokal.C. Trittelwitz. 2 Vereinszimmer mit Piano. Fr. Billard. 2 Winter- Kegelbahnen. Warme und kalte Speisen zu jeder Tageszeit zu ſoliden Preiſen. I Empfehle den Genoffen meine Glaserei und Bilder Einrahmung. Besonders empfehlenswerth Sinnsprüche in fauberster Ausführung zu soliden Preisen, auch zum Selbststicken vorräthig. Bilder von Lassalle u. Marx in verschiedenen Größen. Lassalle- Büsten. Nach Auswärts brieflich. 3152L Carl Scholz, Wrangelstr. 32. Meerschaum-, Bernstein- und Elfenbein- Waaren. 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November 1892, Abends 71/4 Uhr: Große Extra- Vorstellung und Debüt sämmtl. Kunstspezialitäten 1. Ranges. Mr. James Fillis, der anerkannt beste Schulreiter der Welt. 4 Damen- Schulen, zu gleicher Zeit ger. v. d. Damen Clotilde und Helga Hager, Oceana Renz und Zephora. 8 arab. Schimmelhengste in Freiheit vorgef. v. Herrn Oskar Renz. Das Schulpferd Cyd, ger. v. Herrn Gaberel 2c. 3. Schluß d. Vorst.: Auf Helgoland. Gr. Land-, Wasser- und Feuer- Schauspiel. Nationaltänze von 70 Damen. Neue Tanz- Einlage, u. A.: 1. Garde Regiment zu Fuß in Parade- Uniform. Morgen und folgende Tage Abends 74 Uhr: Gr. Vorstellungen mit neuem Programm und Helgoland. Fr. Renz, Direktor. Zähne Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer Ecke Karlstraße. Mittwoch, den 9. November: Abends 72 Uhr: II. Gala- Damenvorstellung. U. A.: 4 Hengste, vorgef. v. Frl. Adele Rossi. MiniaturPas de deux zu Pferde, ausgef. D. Louise Dio und Rosa Tercy. Die 4fache doppelte Springfahrschule. Frl. 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Kinder 10 Pf. Zu Versammlungen und Fett- Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. lichkeiten auch Sonntags.[ 3176L Bwei Säle I zu Versammlungen und Verguügungen, Vereinsz. phase, sett. 3. sowie& Billards und F. Sodtke. Piano. Flick, Simeonstr.23. Gr. Spezialitäten Vorstellung = mit durchweg neuem Programm. Auf. Wodjent. 72 Uhr, Sonnt. 6 Uhr. Entree 50 Pf. Jed. Mittw., Sonnab. u. Sommt. Nachm.: Grosses Familien- und Kinderfest m. Gratis- Präsentvertheil., Verloosung und Spezialitäten- Vorstellung. Anf. Mittwochs u. Sonnabends 4 Uhr, Sonntags 1/24 Uhr. Entree für Kinder wie Erwachsene 1. Platz 50 Pf., II. Platz 25 Pf. Deffentliche Versammlung der Delegirten am Freitag, den 11. November, Abends 8%, Uhr präz, bei Deigmüller, Alte Jafobftr. 48a. Tages- Ordnung: 1. Die zur Zeit in Berlin stattfindenden Streikts. 2. Die Arbeitslosen273/6 Statistit. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreiches nnd pünktliches Erscheinen sämmtlicher Delegirten ersucht Der geschäftsführende Ausschuss der Berliner Streik- Kontrollkommission. J. A.: Hermann Faber, SO., Grünauerstr. 4, Hof I. Grosse Volks- Versammlung am Freitag, den fl. d. M., Abends 8 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain( früher Lips). tuffion. geladen. Zages Ordnung: 103/12 Wie stellen sich die Berliner Arbeiter zur Arbeiter- Bildungsschule. Dis-Der Reichstags- Abgeordnete Auer ist zu dieser Versammlung einDer Unterricht fällt an diesem Tage in sämmtlichen Schulen aus. Der Einberufer. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Beschließende Versammlung am Donnerstag, den 10. November, Abends 8% Uhr, im„ Luisenstädtischen Konzerthaus", Alte Jakobstr. 37. Zages Ordnung: 9 1. Wie stellt sich der Verband zur Unterstützung der Kollegen, die bei 227/14 Gradenwitz die Arbeit niedergelegt haben? 2. Verschiedenes. Die Kollegen werden dringend ersucht, zahlreich in dieser Versammlung an erscheinen. Mitgliedskarte legitimirt. Der Vorstand. Branchenversammlung d. Klempner für den Süden| Osten am Mittwoch, den 9. November 1892, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Vehse( früher Uebel), Naunynstr. 27. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Christeller über:„ Die erste Hilfe bei Unglücksfällen". 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten. Aufnahme neuer Mitglieder. Entgegennahme von Fragebogen und Arbeitsordnungen. Ber schiedenes. Große öffentliche Versammlung fämmtlicher Hausdiener und Berufsgenossen am Mittwoch, den 9. November, Abends 9 Uhr, in Boltz' Salon( früher Feuerstein), Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: 29766 1. Abrechnung des Vertrauensmannes und Neuwahl desselben. 2. Vortrag des Genossen Julius Türk. 3. Diskussion. Der Vertrauensmann. Achtung! Achtung! Stellmacher- Gesellen. Gr. öffentliche Versammlung am Donnerstag, den 10. November 1892, Abends 82 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20.. Tagesordnung: Warum will die Stellmacher- Innung eine Innungs- Krankenkasse gründen, 2975b und können wir es noch verhindern? Wegen der Wichtigkeit der Sache wird ersucht, recht zahlreich zu ers scheinen, da es sich darum handelt, recht viele Unterschriften zu sammeln. Der Einberufer: W. Schwarz. Glaser. Heute, Mittwoch, Abends 81/2 Uhr, bei Gratweil, Kommandantenstr. 77/79: Große öffentl. Versammlung. Tagesordnung: 165/2 Unserm Genossen B. Berndt( gen. Ruffell) ein donnerndes Hoch zu seinem heutigen Wiegenfefte, daß die ganze Stephanstraße bibberd. B. J. K.[ 2983b Todes- Anzeige. Am Sonntag, den 6. d. M. verstarb 2985b 1. Bericht des geschäftsführenden Vertrauensmannes. 2. Abrechnung des unser Kollege Generalfonds vom Mai bis November Emil Franke. J. 3. Abrechnung über die Kosten Die Beerdigung findet Mittwoch, der Sperre bei Spinn u. Co. 4. Neu- den 9. d. M., Nachmittags 3½ Uhr, wahl der Vertrauensmänner. 5. Die vom Werder'schen Kirchhof, Bergmanne Werkstatt- Ordnung bei der Firma straße aus, statt. J. E. Spinn u. Co. 6. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten Teller fammlung. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Die Vertrauensmänner. Die Kistenmacher Paul Neumann, Heine, Die Kollegen der Pianofabrik von Görs und Kallmann. Cöpenick. Allen Genossen diene zur Nachricht, Saß unser bewährter Genosse, der Buder waarenhändler W. Joch Heinrich Müller u. Stechert werden aufgefordert, ihren Verpflich- am Sonnabend, den 5. d. M., in seinem tungen dem Verein der Kistenmacher 25. Lebensjahre verstorben ist. kommen, widrigenfalls wir gerichtlich Nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, vorgehen. Der Vorstand. 1916 Lindenstr. 3, aus statt. Um rege Be theiligung bittet gegenüber bis zum 20. d. M. nachzu: Beerdigung findet am Mittwoch, den I., Der Vorsitzende des Fachvereins der Zapezirer wird ersucht, beim Unterzeichneten feine Adresse abzugeben. 2. Kleinert, Vertrauensmann, 271/3 Culmstraße 3. Denjenigen, der mich mehrfach verdächtigt hat, fordere ich auf, fich innerhalb 24 Stunden bei mir behufs Rücksprache zu melden, andernfalls übergebe ich die Sache der StaatsW. Lindemann, Heimstr. 24. R. Krösche's Gesellschaftshaus anwaltschaft Fichteftr. 29. 3220L Mein kl. Saal, ca. 80-100 Personen faffend, ist noch Sonnabends zu Vereinsfestlichkeiten zu vergeben. Ebenso Vereinszimmer von 20 bis 100 Perfonen faffend mit Piano. Mein Saal ist noch zum 1. Feiertag, Sylvesterabend, sowie noch einige Sonnabende unentgeltlich zu vergeben. G. Bohne, Hafenhaide 45/47. Empfehle den Genossen u. Vereinen meine anerkannt großartige Saaldekoration, auch lebende Bilder zu Otto Arendt, Friedrichsbergerstr. 3, v. 1 Tr. Friedrichsberger Nr in Dor 281 Ge fei zab me de De Ar fta 811 De br 111 Die tie DO 104/2 DE La D 111 ist Der Vorstand des Sozialdem. Arbeitervereins für Göpenick u. Umgegend. Größtes Lager Berlins Kinderwagen.andreasar.23.§.p. Arbeitsmarkt. 29776 Einen tüchtigen Gesanglehrer der Berliner Arbeiterinnen bei Unglücksf. Lehrkursus Arbeiter und z.ersten Hilfe Donnerstag, den 10. November, Abends 82 Uhr, bei Boltz, Alte Jakobstr. 75: Vortr. d. H. Dr. Christeller. Uebungsst. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. 207/4 Vereinszimmer ist zu vergeben bei Tiessen, Zionstirchplatz 1. 29726 Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2, fucht für Mittwochs der Freie Säuger Chor, Wrangelstraße 141, Lokal W. Schmidt. G m นา 2974b di ge 2982b Meldungen find an F. Mirring Manteuffelstr. 114 IV, zu richten. Farbigmacher verlangt Liebenwalderstr. 39, 3. Hof 2 Tr. Gürtler für dauernde Beschäftigung auf Bronce gesucht. D 40M ci M bo fe F. Zürn, Wasserthorstr. 34. 2981b Goldleisten. Tüchtige Belegerinnen und Vergolde rinnen finden bei hohem Verdienst dauernde Beschäftig. Köpnickerstr. 1098. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 263. Chamade- Fanfare. An den Redakteur der Emser Depesche. Ihr habt gehört die Kunde, Was jüngst am lichten Tag Des Reichs getreuer Eckart Zum Herrn der Zukunft" sprach. Der Heros des Jahrhunderts Nahm einen starken Likör: " Ja, Max, bei der Emser Depesche War ich der Redakteur. Wie sie mein Herr mir schickte, War sie zu gar nichts gut, Doch so, wie ich sie flickte, War's Eisen und war's Blut. Borhin war's eine Chamade," Rief Moltke" wie ich seh, Jetzt ist es eine wahre Fanfare!"" Scham ade! Vorhin ein Klang zum Frieden, Und jetzt ein Schrei zum Krieg Mein Lieber, so redigirt man Geschichte."-Der Heros schwieg. Verbrechen hieß der Vater, Der emsig die Lüge bestieg, Die Lüge warf einen Bastard, Der hieß der heilige Krieg". Die deutschen Männer sanken Für Gott und Vaterland, Für treue deutsche Gedanken In Frankreichs treulofen Sand. Sie fielen für Treu und Glauben Und starben für Pflicht und Ehr', Sie wußten nicht, daß sie verdarben Für den blutigen Redakteur. Die Lüge hat kurze Beine, Der Lügner selbst holt sie ein, Ihr eigener Verfasser Muß sie der Zukunft" weihn. Wir aber, wir deutschen Jungen, Um uns're Jugend genarrt, Wir grüßen die unredigirte Wahrheit der Gegenwart. Zürich. Mittwoch, den 9. November 1892. nun den Amtsvorsteher, 9. Jahrg. auf Grund welchen Gefehes mit ihrer höheren landräthlichen Weisheit einen Leuchthurm für und Paragraphen die Auflösung erfolge? Die Antwort soll ge- die weniger erleuchteten Behörden anderer Landestheile abzugeben? wefeu sein: Er( der Amtsvorsteher) fönne nicht immer die Gesetz- In demselben landräthlichen Kreise finden vielfach Vergnügungen bücher in der Tasche und die Paragraphen im Kopfe haben.(!!) von Vereinen, die ebenso wie der Metallarbeiter- Verband unter Einer der Gendarmen bemerkte darauf: Haben Sie denn immer das Vereinsgesetz fallen, statt, auf welche dieselbe GesetzesIhre Statuten in der Tasche? Der Amtsvorsteher soll noch gesagt anwendung passen würde. Wird auch von diesen Vereinen und haben: Sollte ich mich geirrt haben, so verklagen Sie mich, ich speziell von dem landwirthschaftlichen Verein eine Anzeige des bezahle dann eine Strafe. Von den Veranstaltern wurde hierauf Borstandes über eventuelle Festlichkeiten der Mitglieder verlangt? Beschwerde erhoben. Auf dieselbe tam folgender Klassische Be scheid: Der Königliche Landrath. Königsberg, den 15. Oftober 1892. Auf die an den Herrn Regierungspräsidenten gerichtete, mir zur reffortmäßigen Erledigung abgegebene Beschwerde vom 12. August d. J. dient der Ortsverwaltung zum Bescheide, daß dieselbe als unbegründet hiermit zurückgewiesen wird. Parteinachrichten. Die Redaktionen der Partei und Gewerkschaftsblätter, Der§ 1 der Verordnung über die Verhütung eines die gesetsowie die betr. Kommissionen 2c., liche Freiheit und Ordnung gefährdenden Mißbrauchs des Ver- welche noch Arbeitsordnungen in Händen haben, werden eins- und Versammlungsrechts vom 11. März 1850 bestimmt, daß um deren schleunige Uebersendung an uns ersucht, da nunmehr von allen Versammlungen, in welchen öffentliche Angelegenheiten die Bearbeitung der Arbeitsordnungen beginnen soll. Es ist erörtert oder berathen werden sollen, der Unternehmer mindestens nöthig, daß mit Ablauf dieser Woche das gesammt 24 Stunden vor dem Beginn der Versammlung unter Angabe Material in unseren Händen ist. des Ortes und der Zeit derselben, Anzeige bei der OrtspolizeiRedaktion des Vorwärts". Berlin SW., Beuthstr. 2. behörde zu machen hat. Als Versammlungen im Sinne des Gesetzes gelten nicht nur blos diejenigen Zusammenkünfte, in welchen unter Konstituirung ein es Bureaus in Rede und Gegenrede öffentliche Angelegenheiten besprochen werden, sondern auch solche, in welchen dieses ohne Organisation in völlig zwanglofer Weise geschieht; ebenso ist es gleichgiltig, welcher Zweck das Einigungsband und den inneren Mittelpunkt für eine Versammlung abgiebt, ob es, wie im vor liegenden Falle, rein gesellige Bestrebungen sind, oder solche, welche mit der Geselligkeit nichts zu thun haben. Der erwähnte§ 1 findet demnach stets Anwendung, wenn ein Verein, dessen Zweck die Besprechung öffentlicher Angelegenheiten ist, sich, sei es mit der ausdrücklichen Absicht, öffentliche Angelegenheiten zu berathen oder zu erörtern, sei es unter dem Deckmantel eines geselligen Vergnügens, an einem bestimmten Orte zusammenfindet und der Zutritt zu dieser Versammlung nur den Mitgliedern des Vereins, bezw. deren Angehörigen und Betannten gestattet ist. Die Erfahrung hat gelehrt, daß gesellige 3fammenkünfte wie die vorliegende vorwiegend dazu benutzt werden, um öffentliche Angelegenheiten zu erörtern, wie denn auch die Sommerfeste ausdrücklich als geeignete Agitationsmittel bezeichnet worden sind. Wenn daher der stellvertretende Amtsvorsteher bei Auflösung der Versammlung von der Voraussetzung ausging, daß bei Gelegenheit des Festes Angelegenheiten zur Sprache kommen sollten, welche als öffentliche anzusehen sind, so war er mit dieser Annahme im Rechte, und hiernach verpflichtet, die Versamm lung, welche vom Unternehmer nicht angezeigt war, aufzu lösen. Bitte. Ich ersuche Parteigenossen, welche gedient" haben, um schriftliche Mittheilung der zu ihrer Zeit gesungenen Soldatenlieber, um sie für meine Voltslieder- Studien verwenden zu können. Lokale Gefänge mit besonderen Anspielungen bitte ich mit Erklärungen zu versehen. Namentlich handelt es sich mir um solche Schöpfungen, welche original in der Truppe entstanden sind. Etwaige Derbheiten mögen die Freunde sich nicht scheuen, mitzutheilen: Echtheit und Wahrheit der tertlichen Mittheilungen ist mir die Hauptsache. Melodienangabe erwünscht, wenn thunlich. Porti und Auslagen erstatte ich gern zurück; nur etwa für die allgemein zugängigen Sendungen wie Die Wacht am Rhein" u. dergl. fönnte ich das nicht. Manfred Wittich, Redaktion des„ Wählers", Leipzig, Dörrienstr. 9. Arbeiter Zeitungen ersuche ich kollegial um Abdruck dieser Bitte. * " unabDie persönlichen Zäukereien unter den Genoffen im Solinger Wahlkreis sind für die gegnerische Presse natürlich willkommenes Futter. Da beide streitende Parteien ihre Bertretung auf den Parteitag senden, so haben wir bisher unterLassen, unser Urtheil in der Sache abzugeben. Der gleiche Grund Der von der Ortsverwaltung geleitete Verein ist nun zwar bestimmt uns auch jetzt noch mit unserer Meinung zurück zu nicht ein politischer im Sinne des§ 2 der erwähnten halten. Zur Informirung unserer Leser sei hier nur angeführt, Verordnung, der Zweck des Vereins jedoch bringt es mit daß die Gegner Schumacher's in ihren Versammlungen sich, daß bei seinen Verfainmlungen, und zu diesen muß das Anträge angenommen haben, in denen Schumacher die Sommerfest nach den obigen Gesichtspunkten gerechnet werden, Fähigkeit abgesprochen wird, die Interessen der sozialAngelegenheiten besprochen und erörtert werden, welche nicht nur demokratischen Arbeiterschaft des Wahlkreises zu vertreten, den Verein als solchen, sondern vielmehr auch andere, die Ge- und worin von dem Parteitag verlangt wird, derselbe fammtheit berührende, allgemeine, namentlich foziale Angelegen- folle die Fraktion des Reichstags veranlassen Schumacher ausheiten betreffen. zuschließen. Die Anhänger Schumacher's dagegen haben diesem ihr Vertrauen ausgesprochen und ihn mit ihrer Vertretung auf dem Parteitag betraut. So steht diese unerquickliche Angelegenheit zur Zeit, und Sache des Parteitags wird es sein, diesen weit über Gebühr aufgebauschten Zwist aus der Welt zu schaffen. - Die Volts- Zeitung" ist durch ihre hiesigen hängigen"" Beziehungen natürlich in der Lage, nähere Erläuterungen des Sachverhaltes" zu geben. Danach soll Genoffe Schumacher aus der Redaktion der Boltsstimme" verdrängt und an dessen Stelle Genosse Huth berufen worden sein, mit dem gleichzeitig auch als Faktor der Druckerei der hier als sozialdemokratischer Agitator wohlbekannte frühere Buchdruckereibesitzer Runkel nach Solingen fam".- An dieser Darstellung ist nichts weiter wahr, als daß Huth und Kunkel von Berlin nach Solingen übergesiedelt sind. Dabei war Huth monatelang früher Die Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes Gegen diesen landräthlichen Bescheid ist selbstverständlich dort und Kunkel fam erst hin, als es ihm hier unmöglich gemacht in Königsberg i. B. hatte gum 6. Auguſt 9. 33. ein Sommerfest Beschwerde erhoben. Wir sind begierig, ob diese lanbräthliche war, in seinem Beruf Beschäftigung zu finden. Mit den schon vor dem Königsthor in der Villa Schweizerthal veranstaltet. Der Logit auch in den höheren Instanzen Antlang finden wird. Mit sehr alten Differenzen im Kreise hatte die Uebersiedelung der beiden Birth des Lokals hatte das Fest angemeldet, und die schriftliche derselben Cogit tann man unter Umständen nicht nur jeden Berliner Genossen gar nichts zu thun. Rein aus den Fingern gesogen Genehmigung desselben erhalten. Kaum hatte jedoch das Feſt Berein, jede Bersammlung, jedes Fest, ja jogar jedes zwang- ist auch die Angabe der„ Bolts- Zeitung": Der Parteivorstand feinen Anfang genommen, als der Amtsvorsteher mit einer An- loſe Buſammensein im Wirthshause unmöglich machen. Der habe ich gegen Schumacher ausgesprochen und in einem Schreiben zahl Gendarmen erschien und das Fest verbot, weil feine An- Amtsvorsteher und der Landrath find doch gebildete Leute. des Parteisekretärs Auer werde dieser als eine nicht ernst zu meldung seitens des Vorstandes erfolgt sei. Alle Vorstellungen Sie wissen, daß der Landkreis Königsberg nicht eine besondere nehmende Persönlichkeit bezeichnet". des Bevollmächtigten des Metallarbeiter- Verbandes halfen nichts. Rechts- Dafe in Preußen bildet; sie lesen doch Zeitungen; Dieser angebliche Brief Auer's soll in einer Versammlung Derselbe stellte ihm vor, noch niemals habe die Behörde eine fie wissen, daß, was sie hinderten sie hinderten überall stattfindet, zur Verlesung gelangt und es infolge dessen beinahe zu ThätlichAnmeldung seitens des Vorstandes gefordert, die Anmeldung des sogar in Berlin unter den Augen Der höchsten Be feiten gekommen sein. Selbstverständlich hat Auer weder einen Birthes habe immer Der Amtsvorsteher stand aber auf der Auflösung. behörden. Sollte sich bei ihnen gar kein Zweifel über die Richtig folchen, noch einen auch nur entfernt ähnlich lautenden Brief Der Bevollmächtigte frug feit ihrer Rechtsauslegung erheben, oder sind sie der Meinung, iemals geschrieben. Der Parteivorstand hat überhaupt- nicht Was Rarl Hendel I. Gesetz in Preußen? ist Recht und Gesetz Die Waffen nieder! [ 68 Der Landrath. Im Auftrage: ( Unterschrift unleserlich.) Regierungs- Assessor. An die Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiter Verbandes 8. H. des Bevollmächtigten Herrn Julius Kirsch, hier, Borchertstr. 24, IV. derselben Situng macht Clement Duvernois folgende Interpellation: " gerichte- wie leicht und einfach wäre da ein so geringfügiger Konflikt gehoben. Auch dieses Attenstück habe ich in die rothen Hefte eingetragen. Es lautete: Was haben wir für Bürgschaften, daß Preußen nicht Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. 19. Juli. Der französische Geschäftsträger in Berlin wieder ähnliche Verwickelungen heraufbeschwört, wie diese überreicht der preußischen Regierung die Kriegserklärung. Benedetti erhält die Mission, den König von Preußen auf- spanische Kronkandidatur? Demi muß vorgebengt werden." Kriegserklärung. Die vier Silben sprechen sich zufordern, daß dieser dem Prinzen Leopold die Annahme Schon wieder regt sich Gribouille: Es könnte ganz gelaffen aus. Was ist's auch weiter? Der Beginn Der Krone verbiete. König Wilhelm befand sich augen- vielleicht einmal blicklich zur Rur in Ems Benedetti begiebt sich dahin machen ein leiser Regen uns naß zu einer außer politischen Aktion, und so nebenbei eine halbe und erhält am 9. Juli eine Audienz. drohen: also schnell in den Fluß gesprungen! Million Todesurtheile. Und abermals wird Benedetti nach Ems geschickt, diesricht mit Bittern. Wie wird der Ausgang sein? Ich erwarte die Nach mal den König von Preußen aufzufordern, daß er dem Prinzen Leopold ein für allemal und für alle Zukunft" Die Regierung Sr. Majestät des Kaisers der Franzosen Die Antwort des Königs lautet einfach: daß er einem verbiete, auf die Kandidatur zurückzukommen. Kann konnte den Plan, einen preußischen Prinzen auf den spanischen volljährigen Prinzen nichts verbieten könne. wohl auf solches Vorschreiben- wollen einer Handlung, zu Thron zu erheben, nur als ein Unternehmen gegen die Diese Antwort versetzte die Kriegspartei in trium- welcher der Aufgeforderte nicht einmal befugt ist, etwas territoriale Sicherheit Frankreichs betrachten und hat sich phirende Freude: Also man will es darauf ankommen anderes erfolgen als ungeduldiges Achselzucken! Das daher genöthigt gesehen, von Sr. Majestät dem Könige von Das Haupt des Hauses sollte einem Mitglied desselben stellten. Man will uns bis aufs äußerste reizen? mußten diejenigen doch wissen, welche die Anforderung Preußen die Versicherung zu verlangen, daß eine ähnliche Kombination mit seiner Zustimmung nicht wieder vornichts verbieten und gebieten können? Lächerlich! Das Am 15. Juli wieder eine denkwürdige Sitzung. Ollivier kommen werde. Da Se. Majestät diese Zusicherung verweigert abgemachtes Komplott: die Hohenzollern verlangt einen Kredit von fünfhundert Millionen für den und im Gegentheil unserem Gesandten erklärt hat, er gewollen sich in Spanien feſtſeßen und dann von Osten und Krieg. Thiers stimmt dagegen. Ollivier entgegnet: denke fich für dieses Vorkommniß die Möglichkeit vorzube Süden unser Land überfallen. Und das sollten wir aber nehme die Verantwortung vor der Geschichte auf sich. halten, die Umstände zu befragen, so hat die kaiserliche Relassen, daß man unseren Protest nicht beachtet? Nimimer zösischen Botschafter zu empfangen und dies durch eine Note gedanken erkennen müssen, welcher für Frankreich und für Die Demüthigung sollten wir uns gefallen Der König von Preußen habe sich geweigert, den fran- gierung in dieser Erklärung des Königs einen Hinteruns gebeut" zu sehen. Die Majorität verbietet tumultuarisch und durch das berühmte Gleichgewicht: Seht dieses Wandbrett mit Immer lauter und lauter, immer unheimlicher rascheln Abstimmung die Vorzeigung des( wahrscheinlich gar nicht den kostbaren Schalen darauf- es schwankt die Schalen die Sturmesvorboten. Da, am 12. Juli fommt eine Bot- existirenden) Dokuments. Diese Majorität bewilligt alles, könnten herunterfallen- also schlagen wir hinein....) ſchaft, die mich mit Entzücken erfüllt: Don Salusto Olozaga was die Regierung für den Krieg fordert. Solche patrio- bedrohlich ist. Diese Erklärung hat einen noch schwereren zeigt offiziell der franzöſiſchen Regierung an, daß Prinz tische Opferwilligkeit, die da ohne Zaubern das Berberben Charakter erhalten durch die Mittheilung, welche dem Arieg zu bieten, auf die Annahme der angebotenen Krone Phrafentlichees gehörig bewundert. Leopold von Hohenzollern, um keinen Vorwand zu einem bewilligt, wird natürlich wieder mit den bereitliegenden Kabinet gemacht wurde, von der Weigerung, den Gesandten ist offenbar warten? Derzichtet. Nun Gottlob: die ganze„ Frage" war ja damit einfach weggeräumt. Mittags in der Kammer mitgetheilt und Ollivier erklärt, daß dies das Ende des Streites sei. Am selben Tag Die Nachricht wird um 12 Uhr hindern. Bergebens... Ja, gäbe es eingesetzte Schieds16. Juli. England macht Versuche, den Krieg zu *) Die gefälschte Enifer Depesche ist gemeint. Die Verfasserin " " des Kaisers zu empfangen und mit ihm neue Auseinandermaten, wird das Schicksal der Völker bestimmt...) Insetzungen einzuleiten( also durch solche Dinge: mehr oder minder freundlichen Verkehr zwischen Regenten und Diplofolge dessen hat die französische Regierung es für ihre Pflicht() gehalten, ohne Verzug an die Vertheidigung( ja, - niemals Angriff) ihrer verletzten Würde, ihrer verlegten Interessen zu denken, und entwurden jedoch( offenbar die Ausführung früherer Bes tannte damals noch nicht die Verwandlung der Chamade" in ja, Vertheidigung fehle) Truppen und Material nach Weh dirigirt und in eine Fanfare". R. d. B. Partei genommen, wohl aber nach beiden Seiten hin zum Frieden gerathen- leider bis jetzt ohne sichtlichen Erfolg. * den Das Gleiche gilt von den Mitgliedern der sozialdemokratischen| Miethspreis erhalten können; sofort muß natürlich an Gin Frauenvereine. A13 Legitimation dient die mit richtungen gedacht werden, die den Herren Birthen den sicheren Eingang der Miethe, namentlich bei den kleineren Miether gliedstarte. Arbeiterfatallien, Delegietenwahlen zum Berliner Parteitage. AugsDen verbürgen sollen. Herren burg: Josef Sadler. Würzburg: Albrecht Fülle. Arbeitslose Genossen haben ebenfalls freien Zutritt, Wirthen ist nämlich, wie in einer längeren Auseinandersehung Sachsen- Altenburg: Buchwald- Altenburg und Horn- Kahla; doch müssen sie sich über ihre Parteizugehörigkeit ausweisen einem ihrer Fachorgane dargelegt wird, das Einziehen der Mieth Stellvertreter Metsch te Altenburg. Göttingen: Dreyer lönnen. Für das übrige Publikum, soweit dasselbe den Ver- eine lästige Sache; die Miethe, so wird ausgeführt, fei jetzt i Kassel. Annaberg: Paul Grum bt. Lunzenau: Paul den Großstädten und namentlich in den Arbeiter- Bierteln eint Heugt Frohburg. Degerloch: J. Geiger- Stuttgart. handlungen beizuwohnen wünscht, werden in beschränkter Zahl sogenannte Solfchuld geworden, das heißt, eine Zahlung 13. hannöv. Wahlkreis( Goslar- Herzberg): Beims Haverlah, Tageskarten à 50 Pf. ausgegeben. Diese Karten die nicht mehr, wie früher, von dem Schuldner gebracht wird, Friz Wilke und Gustav Keßler Berlin. Baden- Baden: gelangen vom Donnerstag, 10. November, ab, bei den unterzeich- sondern von dem Gläubiger geholt werden muß. Dabei e . Ged Offenburg. Fürth: Lowenstein Nürnberg. neten Komiteemitgliedern und an den Verhandlungstagen am fcheine dann so wird in richtiger Selbsterkenntniß ausgeführt, der Hauswirth den kleinen Miethern als der Vampyr( Blut Eingange des Lotals zur Ausgabe. sauger), der dem Armen die Blutsgroschen abzusaugen tommt. Vielleicht soll diese Darstellung eine andere und natürlicher Empfindung bei einzelnen Wirthen verschleiern, nämlich bes noch nicht ganz erstorbene Verständniß für den schamlosen Grundstücks- und Häuserwucher, der von ihnen mit getrieben Für die Herren Berichterstatter sind besondere Pläße worden ist, und unter dem Drucke dieses Bewußtseins mag es je refervirt. Es werden an dieselben Dauerkarten für sämmtliche freilich manchem Hausbesizer unbequem fein, bei Einziehung de Sigungen des Parteitages ausgegeben. : Miethe mit einem armen Teufel von Miether persönlich zu ver tehren. Berlin, 8. November 1892. In Gießen wurde unser Parteigenosse Karl Drbig mit 485 Stimmen zum Mitglied der Stadtverordneten- Versammlung gewählt. Nach der Frankfurter Boltsstimme" wird erwartet, daß der genannte Genosse auch bei der Landtagswahl siegt. Betheiligung an der Stadtverordnetenwahl beschloß die Sozialdemokratie Staßfurts. Die Parteigenoffen in Güstrow( Mecklenburg) beschlossen die Betheiligung an der Wahl des Bürgerausschusses. 串 * Ein Parteitag der Sozialdemokratie SchleswigSolsteins, Sauenburgs, Lübecks und Hamburgs findet am 11. Dezember in Riel statt. Zur Berathung kommen die üblichen Partei- Angelegenheiten. Zuschriften, welche den Parteitag betreffen, sind mir an H. Sienau, Neumünster, Johannisstr. 7, zu richten. Anträge müssen bei dem genannten Genossen bis spätestens 4. Dezember eingereicht werden. * " Am Eingange des Verhandlungslokales, wie im Saale selbst, find Ordner aufgestellt, deren Weisungen Folge zu leisten, die Besucher höflichst gebeten sind. Das Lokalfomitee: Frih Zubeil, Naunynst r. 86. Kröhn, Grünauerstr. 33, v. 2 Tr. Reßner, Sol m3 str. 26, v. 2 Tr. Schweiger, City Passage. Franke, Weidenweg 33. Weber, Landsbergerstr. 41. Wizel, Elisabethkirchstr. 18. Gieshoit, Boyenstr. 40. = Der Nun soll also durch Gründung von Miethe- Inkasso- Banken folgendes erreicht werden: 1. soll die Bant, um den Spar trieb der Miether und namentlich der Arbeiter anzuregen, kleine Einlagen derselben annehmen und dem Konto des Haus wirths gutschreiben.(?!) Da aber der Herr Projektenmacher nicht ohne Grund annimmt, daß die Arbeiter den Weg zu neuen Sparbank scheuen werden, so soll 2. die Bank durch ihre Boten die Sparbeiträge von den Arbeitern bei geeigneter Gelegen heit, also wohl namentlich an den Zahlungstagen, abholen lassen. 3. foll die Bank als Entschädigung den Nutzen von der ge schäftlichen Verwendung der Gelder haben, und, wenn dieser groß genug ist, auch noch einen Theil desselben den Wirthe das Geld eingezahlt ( also nicht den Arbeitern, die Birth! haben!) gutschreiben. Ueber die eingezahlten Beträge verfügt der " fo ihr Die Parteikonferenz für den 18. hannoverschen Reichstags- Wahlkreis( Goslar- Herzberg), welche am 30. Oftober in Salzgitter tagte, war von 42 Delegirten aus 11 Orten besucht. Nach dem Bericht des Vertrauensmannes macht unsere liner Reichstags- Wahlkreis unternahm am Sonntag, vom Der sozialdemokratische Wahlverein für den 5. BerBewegung besonders auf dem Lande tüchtige Fortschritte. Die besten Wetter begünstigt, eine größere Agitationstour. Eine Barteigenoffen lassen sich auch troß ihrer beschränkten finanziellen Neuerung war insofern eingeführt worden, als ein Tambour- schlag bezeichnen soll. Nach zwanzig fetten Jahren kommen Wetter begünstigt, eine größere Agitationstour. Man weiß wirklich nicht, wie man diesen dreiften" Bor für Mittel die Agitation fehr angelegen sein. Jin Laufe des Jahres Korps an der Spize des Zuges marschirte. Die Genossen hatten Sausbesitzer, wegen des aus übermäßiger Spekulation angelegte wurde allein von Goslar aus eine große Zahl Flugschriften, ich reichlich ausgerüstet mit einem Flugblatte, das in der verzu hohen Kaufpreises für ihren Grundbesitz einige Jahre, die darunter zweitausend Barteiprogramme und mehrere hundert tändlichsten Form den Leuten bie Ziele und Zwecke der Sozial- ihnen nicht den vollen Nugen, wie die früheren abwerfen; fofort Broschüren, in 22 Ortschaften verbreitet. Der Braunschweiger bemokratie flat legte, auch mit Broschüren waren die Theil find die Herren bereit zu Vorschlägen, in denen sich die ganz Boltsfreund", das Organ des Kreises, hat in 20" Orten desselben nehmer an der Agitationstour genügend versehen. Um 8 Uhr Uneigennügigkeit tiefer arbeitslosen" Bürger aus den befferen Abonnenten. Die Konferenz stellte den Genossen Frizz Wilke Berlin einstimmig zum Reichstags Kandidaten auf und beschloß Morgens fand der Abmarsch aus Berlin statt und zwar wurden Gesellschaftsklassen erkennen läßt. Nun, es ist nur gut, daß diese die Bildung eines Agitationskomitees, das in Goslar feinen Sib Birkholz und Zöpernick bearbeitet". Der Empfang war überall Schwerlich wird sich ein Bantinstitut für solchen Zweck finden die Ortschaften Malchow, Lindenberg, Schwanebeck, Buch, Raro, Bäume, so wenig wie andere, in den Himmel wachsen werden. hat und von den dortigen Genossen zu wählen ist. ein recht freundlicher, die Flugblätter fanden allerorts millige jedenfalls fein gut fundirtes; und fände sich ein Bankhaus, Auf dem Parteitage der Sozialdemokratie Sachsen- Landbewohner durchaus zugänglich find für die sozialistischen Geld nicht dort zu Gunsten des Herrn Wirthes anzulegen. Nehner. Von Neuem wurde die Erfahrung gemacht, daß die würden hoffentlich die kleinen Miether" tiug genug sein, Altenburgs, der am 30. Oftober in Schmölln abgehalten Behren, nur müssen diefelben in leicht faßlicher Form vorwurde, beschloß man u. A. den in Kahla wohnenden und von getragen werden. Das dankbarste Publikum bilden die ländlichen dortigen Gegnern aufs niederträchtigste behandelten Genossen Arbeiter, denen ja auch schlecht genug mitgespielt wird. Un- mehr als ein frivol gemachter, d. h. künstlich erzeugter, herau Der Krach des Rouacher- Etablissements stellt sich imme Horn mit aller Kraft zu unterstützen. Die Erwerbung des Un- mehr Staats- und Gemeinde- Bürgerrechts feitens der Parteigenossen aufriedenheit braucht bei denselben nicht mehr erregt zu werden, Der Aktien- Bauverein Unter den Linden" als Besitzer de ist schon längst vorhanden, den Leuten fehlt nur der Muth, Grundstücke und Erbauer der Ronacher- Anlagen ist als der wurde für wünschenswerth erklärt. Die finanziellen Verhältnisse mit der Sprache heraus zu gehen. Die wenigen Handwerker, eigentliche Unternehmer des Etablissements anzusehen, denn des Kreises sind für die Partei befriedigend. Der Vertrauensmann Bogenitz vereinnahmte 2482,40 M., wovon nach Abzug der Gutsbesitzern abhängig, die Häusler verdienen von Jahr zu Jahr aktienkapital rentabel zu machen. Der Linden- Bauverein abe welche auf den Dörfern leben, sind ohne Ausnahme von den schuf dieselben zum Zwecke, sein seit 19 Jahren ertraglose Ausgaben 277,53 M. übrig blieben. Das Preßorgan des Kreises, der wöchentlich erscheinende Altenburger Wähler", hat weniger, fie find jetzt schon froh, wenn sie gerade satt zu essen wußte auch, daß die Einrichtung der großartigen Anlagen 600 M. Ueberschuß ergeben. haben. Man sieht, der Boden für die Sozialdemokratie ist vor- heidenmäßiges Geld verschlingen würde, und deshalb wählte handen, derselbe braucht nur bestellt zu werden. Und das gebes agemuthes besseren Theil die Vorsicht. Er scho schieht durch Agitationstouren auf das beste, die Lektüre wandert zwischen sich und die Lieferanten den Herrn Röhns einer u - Der Pfeifentlub„ Rothe Nelfe" in Teuch ern( Proving von Haus zu Haus und das Ereigniß des Einzuges eines Trupps die Gebrüder Ronacher andererseits. chern Sozialdemokraten in das Dorf wird wohenlang diskutirt. Den Sachsen) wollte am 28. August fein erstes Stiftungsfest feiern. Dorfbewohnern ist ja vom Gutsbesitzer, dem Pfarrer, Schulzen Fraglos hat der Linden- Bauverein so gut wie alle Welt g Dasselbe wurde polizeilich angemeldet; die heilige Hermandad und Lehrer so„ graulich" vor den+++ Sozialisten gemacht worden, wußt, daß die Ronacher's nicht einen Heller Kapital befaße sandte darauf dem Vorsteher des Klubs ein Schriftstück, in welchem daß sie dieselben für wirkliche Menschenfresser halten, die Gerade solche Leute aber waren für das Unternehmen die g mitgetheilt war, daß sie den Pfeifenklub als Vergnügungsverein fengend und, mordend im Lande umherziehen. Wird ihnen wie es nicht anerkenne, deshalb" jei das Stiftungsfest eine öffentliche biefer Glaube erst einmal genommen und Wir möchten gern wissen, was sich der Bauverein be Luftbarkeit, und zu dieser ertheile fie die erforderliche Genehmigung demonstrirt, daß der Sozialdemokrat ein ebenso auftändiger Mann ber Etablissements waren die denkbar glänzendsten, auf bessere kont Gründung des„ Welt- Etablissements" gedacht hat. Die Einnahme nicht. Der Pfeifentlub feierte trotzdem sein Stiftungsfest, und ist, wie jeber Bourgeois, daß er mit Rinaldini- Rinalomo nicht niemand rechnen, und gleichwohl trat nach wenigen Wochen be sun follte der Vorsitzende nach Ansicht des Amtsanwalts 10 W. Das Mindeste gemeinsam hat, dann fällt es ihnen wie Schuppen Bestehens schon der Krach ein. Sollen doch die Tageseinnahme nun sollte der Vorsitzende nach Ansicht des Amtsanwalts 10 der Etablissements waren die denkbar glänzendsten, auf beffere konn Strafe blechen oder auf zwei Tage hinter Schloß und Riegel von den Augen und die Sozialdemokratie hat gewonnenes Spiel. Bestehens schon der Krach ein. Sollen doch die Tageseinnahme wandern, weil am Stiftungsfest auch Nichtmitglieder theilbis zu 14 000 m. betragen haben! Die Agitationstolonne hatte in den ersten Nachmittagsgenommen hätten, wodurch das Fest den Charakter einer öffent- stunden ihr Werk bereits volbracht, so daß dieselbe um 5 Uhr Freilich standen die Gläubiger schon allabendlich an d lichen Luftbarkeit erhalten hätte, wozu die polizeiliche Genehmi- Inter Trommelwirbel und den klangen der Marseillaise in Abendkasse, um sich in das Baargeld zu theilen. Der Linde gung verweigert worden war. Das Schöffengericht erkannte jedoch auf Freisprechung mit der Begründung, daß ein Ver- Bernau einrücken konnte. In geschloffenem Zuge wurde durch Bauverein aber mochte fürchten, daß die anderen" zuviel Baa das Städtchen hindurch nach dem gaftlichen Schüßenhause geld fortfchleppen würden und deshalb tehrte er plöglid gnügen, an welchem Mitglieder und eingeladene Gäste theil marschirt, wo die Bernauer Genoffen bereits zur Bewillkommnung Shylockallüren heraus. Sein Vertrag ist die Vorsicht selber nehmen, über den Rahmen einer geschlossenen Gesellschaft nicht versammelt waren. Im Fluge vergingen die wenigen Stunden Nicht nur hat er sich als Bachtſumme 620 000. hinausgehe, sofern tein Entree erhoben wird. bis 10 Uhr, zu welcher Zeit die Rückfahrt nach Berlin an horrende, fast utopisch zu nennende Summe getreten wurde. Es war ein Sonntag, der sicher gute Früchte nein, auch das Recht der täglichen Pachterhebung hatte tragen wird, welche bei den nächsten Wahlen zum Vorschein sich gesichert. tommen werden. # Polizeiliches, Gerichtliches c. Lokales. Zum Parteitag. ad oculos eine ausbebungen e bie Was nun folgen muß, ist tlar. Die Lieferanten, meist ein Leute, denn Firmen von Ruf lieferten für die Gesellschaft nich Miethe- Jukaffobanken heißt eine neue Einrichtung, welche werden mit einer Minimalsumme abgespeist werden und von Berliner Hausbesitzern angestrebt wird, seit die Wohnungs- Früchte dieser Sanirung fallen dem Linden- Bauverein in b verhältnisse in unserer Stadt eine etwas günstigere Gestaltung Schooß. für die Miether genommen haben. Seit 20 Jahren hat in Berlin Man sagt uns, der Chef des Hauses„ Gerson u. Romp Zur Regelung des Besuches der Verhandlungen des Partei- ein zeitweilig geradezu unerhörter Grund- und Bodenwucher und an den die Gesellschaft wegen Stofflieferungen herangetret tags hat das unterzeichnete Lokalkomitee folgende Anordnungen Häuferwucher stattgefunden. Jeht schaffen die neuen Verkehrs- sei, hätte das Geschäft" mit den Worten abgelehnt: getroffen. Den Mitgliedern der hier bestehenden sechs sosial- Anlagen, bie längst nöthig gewesen wären, einigermaßen Luft für pflege nur solche Geschäfte zu machen, bei denen er Aussicht habe die Wohnungsbauten, und die nicht immer sehr folide Bau- fein Geld zu bekommen." Das ist wohl bezeichnend genug demokratischen Wahlvereine steht der Zutritt zu den Wer- spekulation hat einige 20 000 Wohnungen hergestellt, für welche die Anschauung, die in der auf ihren Ruf bedachten Geschäftswe handlungen, so weit Raum vorhanden, jederzeit frei. die Herren Wirthe nicht gleich den vollen, von ihnen verlangten von vornherein über die„ blutige Gründung" geherrscht hat. für schlossen, zu diesem Zwecke alle Maßregeln zu ergreifen, Saß im Jeanne d'Arc- Kostüm vor die Rampe treten und es auch naturgemäß, daß man jenen, in deren Mitt welche von der ihr geschaffenen Lage geboten werden, be- fahnenschwingend dieses Kampflied fingen, welches vom man lebt, von deren Gefühlen man unwillkürlich angested trachtet sie sich von jezt an als im Zustand des Krieges Publikum stehend angehört und bisweilen mitgesungen wird, die größere Sympathie zuwendet und wir ware mit Preußen." wurde. Auch wir haben das eines Abends mit angesehen, ja von Franzosen umgeben. Dennoch: Friedrich war preu Zustand des Krieges... Bedenkt derjenige, der auf Friedrich und ich, und auch wir mußten von unseren Sitzen scher Abkunft, und waren nicht auch mir die Deutschen dem grünen Tuch seines Schreibtisches dieses Wort zu uns erheben." Mußten" nicht aus äußerem Zwang, wir beren Sprache ja die meine ist, stammverwandter, als ih Papier bringt, daß er seine Feder in Flammen getaucht hat, hätten uns ja in den Hintergrund der Loge zurück- Gegner? Außerdem, war die Kriegserklärung nicht vo in blutige Thränen, in Seuchengift? ziehen fönnen sondern mußten, weil wir elektrisirt den Franzosen aus so nichtigem Grunde- nein, Also wegen eines für einen vakanten Thron gesuchten waren. Grunde, Vorwande- ausgegangen, mußten Königs und infolge einer zwischen zwei Monarchen ge- Siehst Du, Martha", erklärte mir Friedrich, solcher daher nicht einsehen, daß die Sache der Preußen die pflogenen Unterhandlung war diesmal der Sturm entfesselt? Funke, der da von einem zum andern springt und diese rechte war, daß diese nur als Vertheidiger und dem Zwa Sollte Kant doch recht haben mit seinem ersten Definitiv- gauze Menge in einem vereinten und erhöhten Herzschlag gehorchend, in den Kampf zogen? Und war die G artikel zum ewigen Frieden: erheben macht das ist Liebe-" müthigkeit nicht erhebend, mit welcher die vor kurzem no sich befehdenden Deutschen sich jezt zusammenschaarten Sehr richtig hatte König Wilhelm in seiner Throurede vo 19. Juli gefagt: n Die bürgerliche Verfassung in jedem Staate foll Meinst Du? Es ist doch ein hafsendes Lied: republikanisch sein?" Daß ihr unreines Blut Unsere Furchen tränke " Ach wann wird das sein?" seufzte ich. Wann? Das ist sehr relativ. Im Verhältniß zu unserer Existenzbauer nie; im Verhältniß zu derjenigen unseres Geschlechtes morgen." * " nid wit Das deutsche und das französische Volk, beide di Segnungen christlicher Gesittung und steigenden Woh ftandes gleichmäßig genießend, waren zu einem heilsamer Wettkampfe berufen, als zu dem blutigen der Waffe Doch die Ma ch t'haber Frankreichs haben es v standen, das wohlberechtigte aber reizbare Selbstgefü unseres großen Nachbarvolkes durch berechnete leitung für persönliche Interessen und Leidenschaften au zubeuten-" Mit Allerdings fielen durch Verwirklichung dieses Artikels Thut nichts: vereinigter Haß ist auch eine Form von manche Kriegsursachen weg, denn die Geschichte zeigt, wie viele Feldzüge dynastischer Fragen willen unternommen Liebe. Wo sich zwei oder mehrere in einem gemeinsamen wurden, und alle Einsehung monarchischer Gewalt beruht Gefühl zusammenthun, da lieben sie einander. Laß nur einja nur auf glücklicher Kriegführerschaft; indeffen: auch Re- mal einen höheren Begriff, als den der Nation, nämlich publiken sind friegerisch. Der Geist ist es, der alte, den der Menschheit und der Menschlichkeit, als gemeinsames wilde, der in den Völkern feien sie nun in dieser oder Jdeal aufgefaßt werden, daun-" Haß und Raufluft und Siegesehrgeiz jener Form regiert anfacht. Ich erinnere mich, welch eine ganz eigenthümliche Stimme mich selber in jener Beit erfaßte, da der deutsch Kaiser Napoleon erließ seinerseits folgende P franzöfifche Krieg sich vorbereitete und dann losbrach. Diese Gewitterschwüle vorher, dieses gewaltige Sturmwehen nach Wenn ein Krieg ausgebrochen ist, so spalten sich alle Angesichts der anmaßenden Ansprüche Preußens habe der Erklärung... Die ganze Bevölkerung war im Fieber, Anhänger der neutralen Staaten in zwei Lager; die einen wir Einsprache gethan. Diese ist verspottet worden. 30 und wer kann solcher Epidemie sich entziehen? Natürlich nehmen für diesen, die anderen für jenen Theil Partei; es gänge folgten, welche Verachtung für uns zeigten. Unf -nach altem Brauch wurde der Beginn des Feld- ist da wie eine große schwebende Wette, bei der Feder Land ist dadurch tief aufgeregt und augenblicklich erschall zuges schon als Siegeszug betrachtet, das ist ja so patrio- mithält. bas Kriegsgeschret von einem Ende Frankreichs zum andern tische Pflicht. A Berlin à Berlin!" jubelte es durch die Wir beide, Friedrich und ich, mit wem sollten Es bleibt uns nichts mehr übrig, als unsere Geschicke Straßen und von den Imperialen der Oninibusse herab; die wir sympathisiren, wem den Sieg wünschen? Marseillaise an allen Eden- und Enden: Le jour de gloire Defterreicher waren wir patriotisch" vollkommen betriegen nicht Deutschland, dessen Unabhängigkeit wir achte est arrivé! In jeder Theatervorstellung mußte die erfte rechtigt, unsere Ueberwinder aus dem vorigen Kriege Wir haben die besten Wünsche dafür, daß die Völke Schauspielerin oder Sängerin- in der Oper war es Marie diesmal als Ueberwundene sehen zu wollen. Ferner ist welche das große deutsche Volksthum ausmachen, frei übe flamation: Als Loose, welches die Waffen werfen, zu überlassen. Wir be be ein et er So stellt sich diese Gründung, je mehr Details über sie in jungen Mann in den Tod getrieben zu haben. Am Sonnabend per 100 Rg. von 45,00-25,00 m. Speisebohnen, weiße per die Deffentlichkeit bringen, desto nackter als eine solche heraus, bend schrieb er feiner gleichfalls aus Driesen gebürtigen 100 Rg. von 50,00-20,00. Zinsen per 100 g. voa 80,00 bei der man es im voraus und mit Klarem Bewußtsein auf die 23jährigen Braut, die als Verkäuferin in einem Geschäft in bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 Kg. von 6,00-4,00 M. RindSchädigung der Gläubiger, b. i. der kleinen Lieferanten, abgesehen Friedrichsberg angestellt war, daß sie ihn, wenn sie ihn noch fleisch von der Keule per 1 Rg. von 1,60-1,20 M. Bauchfleisch hat, wenn man nicht gar noch Schlimmeres annehmen will. Herr einmal sehen wolle, am Abend jenes Tages an einer bestimmten per 1 Kg. von 1,40-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von Wiener vom„ Berliner Tageblatt" spricht ja schon von dunklen Stelle treffen möge. Das etwas romantisch angehauchte Mädchen 1,60-1,10 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-1,00 m. SammelMachenschaften, über die man munteln soll. Der Herr weiß hat dieser Aufforderung Folge gegeben und sich von G. bestimmen fleisch per 1 Rg. von 1,50-0,80 M. Butter per 1 Rg. von 2,60 offenbar noch mehr. Warum verschließt er feine Weisheit still lassen, mit ihm zusammen in den Tod zu gehen. Die That bis 2,00 M. Gier per 60 Stück von 5,00-2,60 m. Fische per in seinem Busen? Ist sich Herr Mosse noch nicht darüber scheint um 3/44 Uhr Sonntags Morgens geschehen zu sein, da 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 M. Male von 2,80-1,00. schlüssig, wie er sich der„ Gründung" gegenüber zu verhalten hat? um diese Zeit die Taschenuhr des Mädchens stehen geblieben ist. Bander von 2,40-1,00. Sechte von 1,80-1,00 Mt. Barsche Von Herrn Julins Türk erhalten wir folgende Er- Driesen bezw. aus Berlin in Stralau eingetroffen und haben die bis 0,70 m. Krebse per 60 Stück von 12,00-2,00 M. Die Angehörigen des Liebespaares find herte Vormittag aus von 1,60-0,70 M. Schleie von 2,40-1,20 m. Bleie von 1,40 widerung: Herr Dr. Bruno Wille versucht es vergebens, sein Leichen refognoszirt. Verhalten, das bei den Mitgliedern der Freien Volksbühne eins stimmige Verurtheilung fand, nachträglich zu rechtfertigen. Ich Polizeibericht. Am 6. d. M. Abends fiel ein AlmosenIm Dicuft getödtet. Am vorigen Sonntag Morgen wurde Empfänger in der Trunkenheit im Hause Chauffeestraße 27 von liquidirte für meine Zeitversäumnisse in den ersten Monaten nach der Hilfsbahnwärter August Krüger, aus Französisch- Buchholz der nach seiner Wohnung führenden Kellertreppe und erlitt dabei der Gründung des Vereins- und zwar monatlich gegen 14 M. ungefähr 70 Schritte von Bude Nr. 8 der Stettiner Bahn zwischen eine so schwere Verlegung am Kopfe, daß er an dem daraufals auf dem Schriftführer des Vereins ein großer Theil der Ar- Berlin und Pankow am Ueberweg der früheren Damerowstraße folgenden Morgen verstarb. Am 7. d. M. Morgens wurden beit lastete, die nur in den Tagesstunden erledigt werden konnte. todt aufgefunden, und zwar wies die Leiche eine klaffende Wunde in den Anlagen des Humboldthains und Abends auf dem BotsDann aber wurde der Beschluß gefaßt, den Kassirer fest zu be- am Kopfe auf. Krüger hatte an jenem Morgen den Strecken- damer Bahnhofe, bei der Königin Augustastraße, die Zeichen solden unter der Bedingung, daß er einen großen Theil der Ar- revisionsdienst, und zwar von der Mühlenstraße bis an die Stelle zweier neugeborenen Kinder aufgefunden. An der Ecke der beit des Schriftführers und Vorsitzenden übernahm. Daß nun die bes Unfalles, und patrouillirte um diese Zeit auf dem Geleiſe. Sorauer- und Wrangelstraße wurde Nachmittags ein vierjähriges Liquidationen fortfielen, war einfach selbstverständlich. war einfach selbstverständlich. Jetzt Der Lokomotivführer und Heizer des um 5 Uhr 28 Min. Morgens Mädchen durch einen Bäckerwagen überfahren und am Untertommt Herr Dr. Bruno Wille, von dem man voraussette, daß er in Pankow ankommenden Vorortzuges der Stettiner Bahn be- schenkel bedeutend verlegt. In der Schankwirthschaft Thurmfein Amt als Ehrenamt verwaltete, trotzdem er im September und merkten an dem Ueberwege der Dameromstraße auf den Schienen straße 29 wurde Abends ein Arbeiter bei einer Schlägerei schwer Ottober 1892 nur damit beschäftigt, mir Kuüppel zwischen die Beine den Beamten stehend, welcher das Herannahen des Zuges nicht am Kopfe verlegt und mußte nach dem Krankenhause Moabit zu werfen, nachträglich und liquidirt außer für Fahrten und Porto bemerkt zu haben schien; leider konnte bei der kurzen Entfernung gebracht werden. In der Nacht zum 8. d. M. entstand an 6 M. für Restaurationsuntosten und 40 M. für 3eit der Zug nicht mehr zum Stehen gebracht werden. Krüger gerieth der Ecke der Oranienburger- und Friedrichstraße zwischen den versäumnisse( für die Zeit vom 1. Sept. bis 12. Oft.); fein unter die Räder der Maschine, doch wurde der Ueberfahrene, als dort bei der Ausbesserung des Pflasters beschäftigten Arbeitern treuer Freund und Gesinnungsgenosse B. Kampffmeyer aber der Zug hielt, nicht aufgefunden. Erst später wurde die Leiche und mehreren vorübergehenden Männern, die die Arbeiter verliquidirt für Spesen( Restaurationsunfosten) 45,70. und für von absuchenden Beamten ziemlich weit von der Unglücksstätte höhnten, eine Schlägerei, wobei der Arbeiter Kewer und der Zeitverfäumnisse 114,50 m.( für die Zeit vom 15. Juli bis entdeckt; soweit war der Unglückliche fortgeschleudert worden, Schmied Boarh durch Messerstiche am Kopfe bedeutend verlegt 12. Ottober). oder hatte sich noch bis dahin geschleppt. Selbstmord scheint wurden. Am 7. d. M. fanden drei Brände statt. ziemlich ausgeschlossen. Krüger hinterläßt Frau und sechs Kinder. Wozu Herr Dr. Bruno Wille das Geld zu verwenden beabfichtigt, ob für seine Neue freie Voltsbühne oder für seine eigene Person, ist für die Beurtheilung völlig gleichgiltig und kann die Thatsache nicht aus der Welt schaffen, daß Wille und Kampffmeyer an den Verein Freie Wolfsbühne mit Geldforderungen herangetreten sind, die sich weder durch das Statut oder den Gebrauch, noch moralisch rechtfertigen wollen. müssen, was Recht ist. Ein Ranbmord ist am Freitag, den 4. d. M., an der Frau des Bahnarbeiters Wesemann in Renneburg, Landkreis Harburg, verübt worden. Es werden folgende Gegenstände vermißt: Gine goldene Damenuhr mit Zalmifette in Nußbaum- Etui, ein vergoldetes Kreuz mit Talmi- Halskette, eine goldene Broche mit Gerichts- Beitung: In der Uebrigens fann dies Berhalten niemanden in Erstaunen filberner Platte und weißem Stein, eine goldene gereifelte Ein an Naub grenzender Diebstahl gelangte gestern zur sehen, der weiß, daß die Herren, zu denen sich noch Carl Wild- Broche, ein goldener Sting mit Platte und der Gra- Kenntniß der vierten Straffammer des Landgerichts I. berger gefellt, noch immer widerrechtlich den Ueberschuß virung M. M., ein halbes Duhend silberne Theelöffel, punktirt Mittagstunde des 24. Sept. D. J. hatte die unverehelichte Hinz vom Waldfest, der von Carl Wildberger und Bruno Wille selbst M. M., ein Erfahreservepaß für Jufanterie auf den Namen für ihre Herrschaft bei der Reichsbant 400 m. in Silber erhoben. auf 2000 m. beziffert wurde, nicht herausgegeben haben und Hermann Wesemann lautend, ein schwarz ledernes Porte- Sie trug das Geld in einen leinenen Beutel und ging damit durch bürgerliche Gerichte erst darauf aufmerksam gemacht werden monnaie, ziemlich neu, ein altes Portemonnaie mit gelbem Bügel, nach dem in der Beuthstraße gelegenen Industriegebäude, wo 4 Zwanzig und 2 Zehnmartstücke, sowie einiges Silbergeld ent- ihre Herrschaft in der ersten Etage wohnte. Sie hatte faum haltend, ein Paar roßlederne noch ziemlich neue Schaftstiefel, ein einige Stufen erstiegen, als ein Mann die Treppe hinunter kam. DerAchtung! Seelenverkäufer! Seit kurzer Zeit sind Ham- blautarrirter neuer Jacketanzug, ein nicht mehr ganz neuer selbe versetzte dem Mädchen einen so heftigen Stoß gegen den rechten burger und Bremer Auswanderungsagenten im Niederbarnimer flockiger, dunkelblauer Winterüberzieher mit schwarzem Sammet Arm, daß es den Beutel fallen ließ. Mit einem schnellen Griff Streife bemerkt worden, die ausschließlich junge Mädchen zum fragen, eine viersträhnige filberne ührtette mit goldenem Schieber, fetzte der Mann sich in den Besitz des Beutels, sprang auf die Straße Auswandern nach Amerifa zu veranlassen suchen, indem sie ver- Stompaß und Schlüffel mit grünem Steine. Der That dringend und eilte davon. Es begann eine wilde Jagd, dem schreienden sprechen, daß für passende Stellungen drüben, sowohl in Privat- verdächtig erscheint der wegen Brandstiftung und Mordverfuch Mädchen hatte sich eine bedeutende Anzahl Menschen angeschlossen; häusern, als auch bei hohen Herrschaften(?) zu hohem Lohn ge- bereits durch Steckbrief verfolgte Dienstknecht Ernst Finke aus die den Dieb verfolgte. Dieser flüchtete auf den Hof eines Grundforgt sei. Da die Stellungen meist in Chitago und Umgebung Hoya, geboren den 17. August 1867, und eine zweite, dem Namen stücks in der Kommandantenstraße und versteckte sich in einem offerirt werden, so vermuthen die hiesigen Behörden nicht mit nach unbekannte, etwa 40 Jahre alte Mannsperson. Finke ist Pferdeftall. Als man ihn hier nach längerem Suchen entdeckte, Unrecht, daß es sich für die gewissenlosen Agenten darum han- 25 Jahre alt, 1 Meter 65 Zentimeter groß, von mittelstarter batte er den Beutel nicht mehr bei sich, er hatte die Zeit dazu belt, die deutschen Mädchen zur Zeit der Weltausstellung in Figur, blondem Haar, flacher Stirn, blondem Schnurrbart, benugt, denselben in einer Ecke zu verscharren. Auf der Wache Chikago in dortige Lüderliche Häuser zu schaffen. Amtlich wird grauen Augen, stumpfer Nase, letztere voll Miteffer. Gesichts- wurde der Dieb als der mehrfach vorbestrafte Arbeiter" Emil die Landbevölkerung bringend gewarnt, sich von derartigen farbe aschfahl, düsterer Blick. Sein Genosse ist klein, hat dunkles Ninne de festgestellt. Das Gericht verurtheilte denselben zu Geelenverfäufern verlocken zu lassen und lieber erst beim Aus- Saar, melirten Bart, aufgedunfenes Gesicht, dicke Nase. Auf die drei Jahren Zuchthaus und fünfjährigen Ehrverlust. wärtigen Amt vor Abschluß des Kontraktes bezüglich der Ergreifung der Thäter ist durch den Regierungspräsidenten von Adresse der neuen Dienstherrschaft jenseits des Ozeans anzu- Lüneburg eine Belohnung von 800 M. ausgefeßt. fragen. Die Streitfrage, wer zur Herstellung der für die Schanklokale polizeilich vorgeschriebenen Spülvorrich= Einer der Checkfälscher, welche die Dresdener Bank ge- mittag um 334 Uhr am Gartenufer. Der Kutscher Karl Seeger, merkwürdiger Weise zu gunsten der Hausbesitzer entschieden Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich vorgestern Nachtungen verpflichtet ist, ist vom hiesigen Amtsgerichte neuerdings schädigt haben, der Kaufmann Louis Levy, ist verhaftet worden. Der Spandauerstr. 26a in Charlottenburg wohnt, hatte vor den Bon den 6000 M., die erschwindelt worden sind, hat Grünthal von ihm geführten Mörtelwagen ein neues Pferd mit eingespannt. fenntnisse heißt es in bezug hierauf: Die Polizeiverordnung vom worden. In einem vom" Grundeigenthum" veröffentlichen Gra 2200 M. an sich genommen und 3300 M. dem Levy gegeben. Da dieses nicht ziehen wollte, vielmehr stets nach hinten aus 11. April 1892 verhält sich nicht über die Eigenschaften der dem Den größten Theil des Geldes, das auf Levy's Antheil gefallen schlug, so stieg Seeger von seinem Siz herab, um das Thier zu Betriebe einer Gast- und Schankwirthschaft gewidmeten Räume ist, hat dieser benutzt, um einer Kellnerin Geschenke zu laufen; den Rest hat er bis auf 800 m., die bei seiner Verhaftung bei ihm und stellt irgend welche neuen Erfordernisse für die bauliche Begefunden wurden, durchgebracht. schaffenheit der Schantstätten nicht auf. Sie hat den Betrieb der Gast- und Schantwirthschaft in an sich brauchbaren Räum Doppel- Selbstmord. In Stralau, am Ufer gegenüber der lichkeiten zur Voraussetzung und will diesen Betrieb allein bes Stebesinsel, fanden Sonntag Morgen Borübergehende die Hüte Giner Dame und eines Herrn, sowie einen Spazierstock mit 18. Juli D. 3, als er Mittags zwischen 12 und 1 Uhr an der und Schankwirth, von diesem verlangt sie Sauberkeit und ReinBengen gesucht. Der Arbeiter H. Gröner vérunglückte am einflussen. Die Polizeiverordnung wendet sich lediglich an den GastHirschhorngriff. Sie stellten Nachforschungen an und entdeckten Gefe der Dranien und Manteuffelstraße von der Pferdebahn lichkeit in der Behandlung der Trinkgefäße und damit ihr Verlangen in Waffer die mit zwei Hosenträgern zuſammengebundenen Leichen actie Grüner hat sich einen bauernden Fußschaden angezogen, nach Möglichkeit verwirklicht werde, legt sie dem Gaft- und sweter Personen, eines jungen Diannes von etwa 24 Jahren und der ihn zum großen Theil erwerbsunfähig macht. Um seine An Schankwirth die Verpflichtung auf, ein von der Behörde für Baar schon Sonnabend Abend am Spree- Ufer bemerkt gehabt; ginez anscheinend zwanzigjährigen Mädchens. Man hat das fprüche gegen die Pferdebahngesellschaft mit Erfolg geltend machen geeignet befundenes Spülgefäß zu benutzen. Dieses Spülgefäß iſt tönnen, ist es nothwendig, daß sich die beiden Arbeiter, feitdem ein zum Betriebe der Gast- und Schanfwirthschaft nothwahrscheinlich haben sie in der Nacht zum Sonntag bereits den bie ihn an dem Tage nach pause brachten, bei ihm melden. wendiges Handwerkzeug und als solches ebenso wie die sonstigen Sturt Gerlach" und ein Papier, in dem sich Haarsträhnen bes Serr Gröner wohnt Görligerstraße 36, Seitenflügel, 2 Treppen schaffen. Daß die Spülvorrichtung mit der Wasserleitungs- und Einrichtungsgegenstände von dem Gast- und Schankwirth zu befanden, waren vorerst die einzigen Anhaltspunkte, die bei den rechts. Ranalisationsanlage des Hauses in Verbindung gebracht ist, ist ans Land gebrachten Zeichen, die sofort in Särge gelegt und Marktpreise in Berlin am 7. November, nach Ermitte- ohne Belang; die Spülvorrichtung wird dadurch nicht zu einem nach der Leichenhalle in Stralau überführt, gefunden wurden. lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von Bubehör oder gar Bestandtheile der Schankstätte. Auch in ZuErst hinterher hat sich herausgestellt, wer die Persönlichkeiten 16,20-15,50 M., mittlerer von 15,40-14,80 M., geringer von funft wird, wer Restaurationsräume vermiethet, davon ausgehen bes Paares find. Der Selbümörder ist der Buchhalter Kurt 14,70-14,00 M. Roggen per 100 kg. guter von 14,80-14,00 m., dürfen, daß der Gast- und Schantwirth mit den sonst zum BeGerlach aus Driesen, der Sohn eines angestellten Lehrers. Der mittlerer von 13,90-18,70 m., geringer von 18,60-13,40 m. triebe der Gast- und Schankwirthschaft erforderlichen utensilien junge Mann war feit 4 Jahren in einem Fabrifgeschäft in Gerste per 100 Kg. gute von 18,00-16,70 M., mittlere von auch die Spülvorrichtung sich selber zu beschaffen hat. nicht recht aus und machte infolge dessen ziemlich bedeutende 100 kg. guter von 16,50-15,80 m., mittlerer von 15,70-15,10 m., Das Schwurgericht hiesigen Landgerichts wird sich Schulden, welche er abzutragen nicht in der Lage war. Die geringer von 15,00-14,40 in. Stroh, Richt per 100 Kg. von am lehten Tage der jetzigen Tagung, am Sonnabend, 19. d. M., Verzweiflung über seine finanzielle Bedrängniß scheint daher den M. Heu per 100 Rg. von<-- M. Erbfen mit der Rosenberg'schen Mordsache zu beschäftigen haben. Der Postschaffner Rosenberg wird bekanntlich beschuldigt, seine Ehefrau, welche f. 3. im Kanal als Leiche mit einer Schuß dauernde nein: beruhigen. Dies gelang ihm nicht, sondern er erhielt bei seinen Versuchen einen Hufschlag, der ihm das linke Schienbein völlig gerschmetterte. Er wurde nach der Charitee gebracht, wo wenig Aussicht ist, das Bein wieder gebrauchsfähig herzustellen. Hafer per ihre Geschicke verfügen. Was uns betrifft, so verlangen Um was schlug man sich denn eigentlich? Um gar nichts. wunde im Kopfe vorgefunden worden ist, ermordet zu haben. wir die Aufrichtung eines Standes der Dinge, welcher Das Ganze war mehr eine Art Waffenpromenade, von den Da der Angeklagte seine Schuld bestreitet und Zeugen der That unsere Sicherheit verbürge und unsere Zukunft sicher stelle. Franzosen aus ritterlicher Abenteuerlust, von den Deutschen nicht vorhanden sind, so wird sich vor dem Schwurgericht ein Wir wollen einen dauerhaften Frieden erlangen, begründet aus tapferer Vertheidigungspflicht unternommen; ein paar besonders komplizirter Indizienbeweis entwickeln. Der Angeklagte auf die wahren Intereffen der Bölker; wir wollen, daß getauschte Säbelhiebe und die Gegner würden sich wieder wird vom Rechtsanwalt Wronker vertheidigt. dieser elende Zustand aufhöre, bei dem alle Nationen ihre die Hände reichen... Thörin, die ich war! Als ob die Wie es Lente giebt, deren feindselige Gesinnung gegen Hilfsquellen aufwenden, um sich gegenseitig zu bewaffnen." Folgen eines Krieges im Verhältniß zu den Ursachen feines die Schuhleute als Blautoller" bezeichnet wird, so scheint der Welche Lektion, welche gewaltige Lektion spricht aus Entstehens blieben. Der Verlauf ist es, der die Folgen Handelsmann Joseph Zaga von einer fast krankhaften Abdiesem Schriftstück, wenn man es mit den folgenden Ereignissen bestimmt. neigung gegen die Gerichtsvollzieher beseelt zu sein, sodaß der zusammenhält! Also um Sicherheit, um dauernden Frieden zu Gern hätten wir Paris verlassen, denn der ganze von Vorsitzende der Berufungs- Straftammer im gestrigen Termin Und was ist daraus entstanden? erlangen, wurde dieser Feldzug von Frankreich unternommen? der Bevölkerung gezeigte Enthusiasmus berührte uns höchst meinte, Laga scheine am Gerichtsvollzieher- Koller zu leiden. Laga war vom Schöffengericht wegen zweier arger Auftritte mit Ge-" L'année terrible" und peinlich. Aber der Weg nach Osten war nunmehr verrichtsvollziehern zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt worden, noch immer dauernde- Feindschaft. Nein, iperrt; auch hielt uns der Bau unseres Hauses zurück nachdem er wegen vielfacher Beleidigungen dieser Beamten schon mit Kohle läßt sich nicht weiß färben, mit asa turz: wir blieben. Geselligen Umgang hatten wir beinahe ebenso viele Vorstrafe erlitten. Der Gerichtsvollzieher foetida nicht Wohlgeruch verbreiten und mit Krieg nicht keinen mehr. Alles, was nur konnte, hatte Paris geflohen Baumann hatte eines Tages bei dem Angeklagten zu Frieden sichern. Diefer„ elende Zustand", auf den Napoleon und unter den obwaltenden Umständen dachte auch unter pfänden. Er mußte fich erst einen Schuhmann zur Hilfe anspielte, wie hat der seither sich noch verschlimmert! Es den Zurückgebliebenen keiner daran, Einladungen aus holen, da Laga sich der Pfändung widersetzte. Sodann richtete war dem Kaiser Ernst, voller Ernst mit dem Blane, eine autheilen. Nur einige unserer Bekannten aus literarischen Lage an den Beamten zwei Briefe, die er an den„ Knecht" Geeuropäische Abrüstung anzubahnen, ich habe es durch seine Kreisen, die noch anwesend waren, suchten wir öfters auf. richtsvollzieher Baumann richtete und deren Inhalt eine kaum nächsten Verwandten mit Bestimmtheit erfahren; aber die Gerade in dieser Phase des beginnenden Krieges war es war die Behandlung, welche der Gerichtsvollzieher Schröder von war es glaubliche Blumenlefe von Beleidigungen enthielt. Noch schlimmer Kriegspartei hat ihn gedrängt, gezivinigen und er gab Friedrich interessant, die betreffenden Urtheile und Ansichten dem Angeklagten zu erbulben hatte, als dieser eine Pfändung bei nach... Dennoch konnte er sich nicht enthalten, in der Kriegs- der hervorragenden Geister kennen zu lernen. Da war ein ihm vorzunehmen hatte. Er wurde gemißhandelt und hinausproklamation selber seine Lieblingsidee anklingen zu lassen. ganz junger Schriftsteller, der später zu solcher Berühmt geworfen. Laga hat eine Menge Schriftstücke an die Behörden G3 sollte deren Verwirklichung nur hinausgeschoben fein. heit gelangte Guy de Maupassant, von dessen Aeußerungen, gerichtet, die so von Beleidigungen strogen, daß man Nach dem Feldzug nach dem Siege..." fagte er sich bie mir aus der Seele gesprochen waren, ich einige in die weifel an der zurechnungsfähigkeit des Verfassers ge= zum Trost. Es ist anders gekommen. hegt hat und denselben durch den Medizinalrath Dr. Long Auf welcher Seite also unsere Sympathien standen?„ Der Krieg wenn ich nur an dieses Wort denke, Termine, daß der Angeklagte für seine Handlungen nicht veruntersuchen ließ. Der Sachverständige begutachtete im gestrigen Wenn man dazu gelangt, den Krieg an und für sich zu so überkommt mich ein Grauen, als spräche man mir von antwortlich gemacht werden könne. Abgesehen von einer un verabscheuen, wie das bei Friedrich und mir der Fall war, Heren, von Inquisition von einem entfernten, über läthigen Grobheit leide derfelbe an einer frankhaften Selbst10 tann das echte, naive Basfioniren" für den Ausgang wundenen, abscheulichen, naturwidrigen Dinge. Der Krieg überschägung; er werde immer wieder ähnliche Strafthaten beeines Feldzuges nicht mehr eintreten; die einzige Empfindung| fich schlagen! Erwürgen, niedermeßein! Und wir gehen, wenn er mit Gerichtsvollziehern in Berührung komme. " 1 rothen Hefte eintrug. - dieser Feld- besigen heute zu unserer Zeit, mit unserer Kultur, Der Staatsanwalt beantragte unter diefen Umständen Aufmit dem so ausgedehnten Wiffen, auf so hoher Stufe der bebung des ersten Urtheils und die Unterbringung des AnIch glaubte nicht, daß der gegenwärtige Krieg Lange Entwickelung, auf der wir angelangt zu sein glauben geklagten in einer Anstalt. Der Gerichtshof sprach den Anist eben die: Hätte er nur nie begonnen aug und wäre er nur schon aus! bauern und bedeutende Folgen haben werde. Zwei oder wir besigen Schulen, wo man lernt zu tödten auf recht geklagten frei und behielt sich die weiteren Beschlüsse vor. brei ( Fortsehung folgt.) gewonnene Schlachten hier oder dort und man würde große Entfernung zu tödten, eine recht große Anzahl auf sicherlich parlamentiren und dem Ding ein Ende machen. einmal. à la Barbara Urbryck. Ein Gegenstück zu bem schleichenden Mord in Garow", dessen Schilderung Versammlungen. " DEWAY Klempner. Für den Süden und Often: Mittwoch, den 9. November, Der Verein ehemaliger Schüler der 18. Gemeindeschule hält jeben Mittwoch feine regelmäßigen Sigungen in Haberecht's Festfälen, Große Frank Jeden Mitt Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, den 9. November, Abends straße 20. Kranken- und Sterbe- Untertütungskaffe der Berliner Hausvor Jahresfrist ganz bedeutendes Aufsehen erregte, beschäftigte| unbedingt denunzirt werden. Die Bersammlung et am Dienstag die erste Straffammer am Landgericht 11. Der flärte sich dann einstimmig im Prinzip für die Halbbauer Friedrich Weilend aus Kagel war wegen Unterstüßung der Töpfer, überließ es aber dem Ermessen Freiheitsberaubung und vorsätzlicher Körperverlegung vermittelst In einer Versammlung der Blumen- und Pugfedern der Kommission, die Höhe des zu gebenden Betrags zu bestimmen. einer das Leben gefährdenden Behandlung angeklagt. Wie die Arbeiter und Arbeiterinnen, welche am 6. November statt: Darauf hielt Dr. Mehfisch einen sehr interessanten Vortrag Beweisaufnahme ergab, hat der Angeklagte von seinen Eltern fand, ſprach Dr. Pinn über das Thema:" Die Geschichte als über Wohnungshygiene, der vielen Beifall fand. ein Gut geerbt, aber damit die Verpflichtung übernommen, seine Lehrmeisterin". In der lebhaften Debatte, welche sich diesem geistesschwache, jetzt 44 Jahre alte Schwester zu erhalten und der Vortrage anschloß, ging Gent auf den jetzt im Vorwärts" er- Glaser. Mittwoch, den[ 9. November, Abends 8% Uhr, bei Gratweil, felben 600 Thaler auszuzahlen. Das letztere hat er unterlassen, scheinenden Roman Die Waffen nieder" des näheren ein und Kommandantenstr. 77: Große öffentliche Versammlung. mit der Behandlung ging es bis zu Anfang 1891 so leidlich, denn empfahl am Schluß seiner Ausführungen die Parteipresse und abends 8 Uhr, im Lotale des Herrn Besse( früher level), Naunynstr. 27. bis dahin konnte die Schwester arbeiten wie jeder gesunde Mensch, namentlich den Vorwärts" gebührend zu unterstützen. Hierauf Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Christeller über„ Die erste Hilfe bet und so besaß er eine Arbeitskraft, der er feinen Lohn zu zahlen verschiedene Kollegen zur Aufnahme bereit erklärten. Nachdem woch, den 9. November, Abends 8% Uhr, im Vereinslokal, Annenfir. 14, bei wies der Vorsitzende auf den Werth des Vereins hin, worauf sich unglücksfällen". Tanzlehrer- und Tanzmaitre- Verein Solidarität". Heute, Mitts brauchte. Als aber im vorigen Jahre die Geistesschwäche zu die Versammlung geschlossen war, blieben die Theilnehmer noch Ehrenberg: Außerordentliche Generalversammlung. temporärem Jrrsinn ausartete, sperrte er die Schwester in eine fleine mit Steinfließen versehene Kammer, die selbst zu einem gemüthlichen Beifammenfein beieinander. im Winter nie geheizt wurde. Das Bett werde nie Verein ehemaliger Schüler der 80. Gemeindeschule. Eine Versammlung von Mänteluäherinnen, Büglern furterstraße 30, 1 Treppe, ab. gereinigt, ebenso wenig die Kleidung der Kranken. In der und Steppern hörte am 7. D. M. einen Vortrag des Regierungs- woch, Abends 9 Uhr, Restaurant Wils, Martannen- üfer 2. Kammer stand ein Faß zur Aufsammlung der Exkremente der Baumeisters a. D. Keßler über Die Paragraphen der GeGefangenen das oft nur alle Monate einmal geleert wurde. werbe- Ordnung, betreffend Alfordlohn und zeitlohn". Die Uhr: Versammlung mit Damen in den Armin- Hallen, KommandantenDer Gestant, der sich in dem kleinen Raume entwickelte und in Versammlung erklärte in einer Resolution sich mit den Ausdem die Gefangene leben mußte, wurde von Augenzeugen als führungen des Referenten einverstanden. Des weiteren bildeten diener. Kaffenlokal: Neue Friedrichstr. 44, bet Röllig. Sizung jeden Mitt ein entfeglicher geschildert. Als Nahrung erhielt dieselbe Nach die Zustände in den Mäntelstuben einen Gegenstand längerer woch, Abends von 8½ Uhr an. mittags 4 Uhr einige falte Rartoffeln und Abends 11 Uhr eine Erörterungen. Die vorhandenen Mißstände fanden durch Vortrockene Brotrinde, aber das Letztere unterblieb auch noch oft führung einer Reihe von Beispielen eine entsprechende Jllugenug. Von entsetzlichstem Hunger geplagt, bat die Kranke oft ftration. Den Kollegen und Kolleginnen wurde es wiederum zur um Nahrung in einer Weise, die einen Stein hätte erweichen bringenden Pflicht gemacht, sich mit Beschwerden und dem nothtönnen. Mitleidige Dienstboten reichten oft ihre Stuflen an wendigen Material an die bestehende Agitationskommission der einem Stocke zum Fenster der Armen hinauf. Nach Aussage der Schneider und Schneiderinnen Berlins zu wenden, welche das ErKranken, die sie in lichten Augenblicken gemacht hat, soll sie der forderliche veranlassen werde. Würde dieser Pflicht mehr als Bruder häufig mit einem Knüttel geschlagen haben, der stets in bisher nachgekommen, so würde auch eine baldige Besserung der der Kammer stehen blieb. Als Pastor Ritter von dieser Behand Verhältnisse möglich sein. Die Benutzung des Arbeits: Brüssel, 8. November, Abends. Eine Monstre- Rundgebung lung erfuhr, begab er sich mit einem Gendarmen an Ort und nachweises und Auskunftsbureaus des Verbandes fowie wird für den Abend vorbereitet. Mehrere Meetings sind an Stelle; seine Anzeige führte zur Untersuchung. Kreisphysikus der Beitritt zur Organisation wurde den Anwesenden gekündigt. Gegen 5000 Personen sind vor dem Maison de peuple Dr. Philipp fand die Gefangene in einem bejammernswerthen gleichfalls gemacht. zur Pflicht neugewählte angesammelt; der Verkehr ist unterbrochen. Zwei Offiziere der Zustande, aus Mangel an Nahrung, Reinigung, Pflege, Be Frauen- Agitationstommission war zur Versammlung eingeladen Bürgergarde, welche auf der Place royale:" Es lebe das allwegung und gesunder Luft bis zum Skelett abgemagert und so worden und vollzählig vertreten. Zweck der Einladung war, die gemeine Stimmrecht!" gerufen hatten, wurden zu zwei Jahr schwach, daß sie sich nicht mehr erheben kann. Dem Angeklagten Kommission zu veranlassen, sich mehr als ihre Vorgängerin um Degradirung und einer Geldbuße verurtheilt. tam zu Gute, daß ihn der Kreisphysikus selbst als beschränkt be- die gewerkschaftliche Bewegung zu befümmern. Frau Wengels zeichnete und daß er von der Freiheitsberaubung und wegen der erklärte dieser Aufforderung gegenüber, daß sich die FrauenPrügel freigesprochen werden mußte, weil die Einsperrung erfommission ihr Arbeitsprogramm nicht vorschreiben lasse. Man forderlich war, wenn alle Erwachsenen auf's Feld gingen und solle abwarten, wie sie arbeiten werde. Erst wenn die Komweil die Zeugen die Prügel nicht selbst gesehen hatten, nur die mission ihre Pflicht nicht erfülle, habe man das Recht, sie zu Kranke hatte davon erzählt, und diese konnte nicht vernommen rügen. Der Vorschlag, daß die Frauen- Agitationskommission und werden. Wegen der das Leben gefährdenden Behandlung, die die Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen sich Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefli als eine bewußte und absichtliche angesehen wurde, erkannte der gegenseitig verständigen möchten, fand allseitige Zustimmung. Gerichtshof mit Rücksicht auf die Beschränktheit des Angeklagten auf drei Monate Gefängniß. Soziale Ileberlicht. Au die Hilfearbeiter und Arbeiterinnen Berline und Umgegend. Die Delegirten 1 Die " Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) 11 Briefkaffen der Redaktion. Antwort wird nicht ertheilt. A. G., Dömiş. Wer die Interessen der Gesammtheit ver tritt, fann nicht die Intereffen der Kohlenbarone und Schlot junter vertreten, denn deren Interessen haben mit den Interessen Der Gesammtheit nichts zu thun. . G. Ob es in Berlin Turnvereine für Damen giebt, Die Maler, Lackirer und Auftreicher hielten am 6. November eine öffentliche Versammlung ab, um zu der Bewegung der Töpfer für die Verglasung der Fenster Stellung zu nehmen. Der Neferent Hohlwegler berührte zunächst die Frage der C. F. Altmann, Markusstraße. Derartige Mittheilungen offenen Roakstörbe in den Arbeitsräumen. Diese Angelegenheit sind durch den Vorstand einer Organisation beglaubigen zu fei, so führte er aus, in gewissem Grade erledigt durch die be- laffen. fannte Polizeiverordnung, welche auf das Vorgehen des BauR. S. 100. Ihre Mittheilungen erhalten, aber in dieser arbeiter Kartells hin erfolgte. An den Berufsgenossen und persönlich sich vorstellen? fommiffion, welche die Agitation für die Wahlen zum Gewerbe- nehmern und Meistern verfahren werde, seien diese einfach beim früher Präsident des deutschen Arbeitervereins Bern( Schweiz), Kollegen und Kolleginnen! Laut Beschluß der Streit- Kontroll- Kollegen liege es nun, dieser Verordnung die prompte Durch Form nützen sie nichts, oder doch nicht viel.] Können Sie nicht führung zu sichern; wo nicht ihr entsprechend von den Unter- Der Schuhmacher Leo Wojciechowsky aus Thorn, gericht einleitete, haben alle an der Wahl betheiligten Gewerke nächsten Polizeirevier zu denunziren. Anders stehe es mit der wird ersucht, dem Vorstand dieses Vereins baldigst seine Adresse je nach ihrer Stärke zu den entstehenden Kosten beizutragen. In Fensterfrage. Hier müsse anerkannt werden, daß die Töpfer mitzutheilen. einer unlängst stattgehabten Sitzung von Vertrauensleuten der einige Abhilfe geschaffen hätten und auch bestrebt Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen verschiedener Branchen wurde feien, weiteres K., Naunhuftraße. Wir glauben, daß der betreffende zu erreichen. Die Stuckateure, die in Soldat sich mit einer Beschwerde uur Unannehmlichkeiten macht. beschlossen, den auf uns fallenden Theil durch Ausgabe von den vergangenen Jahren mit den Töpfern gemeinsame Die Beschwerde ist durch den Korporalschaftsführer beim FeldBons aufzubringen. Die Bons tragen folgende Aufschrift: Sache gemacht, hätten in diesem Jahre infolge ihrer zersplitterten webel zu melden, der dann das weitere besorgt". Ob über 10 Pf. für die Unkosten zum Gewerbe- Schiedsgericht IX. Gruppe." Organisation dies nicht thun tönnen. Was die Stellung der Dispositionsurlauber Borschriften bestehen, oder ob die Kompagnies Wir unterzeichneten wurden mit der Ausgabe der Bons beauf Maler zur Sache betreffe, so gelte auch jezt das noch, worüber chefs nach eigenem Ermessen handeln, wissen wir nicht. tragt und richten daher an die Kollegen und Genossen das man im vorigen Jahre eingehend diskutirt und sich schlüssig g dringende Ersuchen, uns nach Kräften zu unterstützen. Gin macht habe. Wer in der letzten Woche die 1000 versammelten ist uns nicht bekannt. etwaiger Ueberschuß würde unserem Agitationsfonds zugewiesen arbeitslosen Maler gesehen, für den sei erklärlich, daß die Maler werden. Kollegen und Kelleginnen! Sorge ein jeder dafür, daß nicht mit in den Streit eintreten könnten. Für die, welche sich 2. Wenden Sie sich an die Direktion der städtischen Frrenanstalt W. J., Rigdorf. 1. Das glauben wir schwerlich wir auch mit anderen Gewerkschaften Schritt halten können; baran betheiligt hätten, wäre sofort Ersatz Sagewesen. Darum in Dalldorf. Pflicht und Ehre erfordern dies. Mit follegialem Gruß fönne bezüglich dieser Bewegung nur die Hauptfrage sein: wie H. S., Anklamerstraße. Wir verweisen Sie auf die Bes unterstütze man die Töpfer materiell am besten? Ein weit- tanntmachung. der Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen zur gehendes Anrecht auf Unterstützung durch die Maler fei un- J. D., Düren. Nur der Verunglückte selbst, nicht auch seine Streit Kontrolltommission. bestreitbar vorhanden, da die Maler einen sehr großen Vortheil bisher von ihm unterstützten Angehörigen können Unfallrente J. A.: Wilhelm Arndt, Ruheplasstr. Nr. 24. von der Verglasung der Fenster hätten, soweit sie von den fordern. Erdarbeiter- Streif. Wie die„ Norddeutsche Volksstimme" Töpfern errungen worden. Angenehm wäre es auch für sie auf 2. 7. Ein Kind, das bis zum 302. Tage nach dem Tode berichtet, sind am 5. November die beim Bau des neuen Hafens jeden Fall, wenn sie zum Malen der Decke zc. kämen und zug des Ehemannes geboren wird, gilt noch für ehelich. Wird es in Bremerhaven beschäftigten polnischen Arbeiter in einen Streit freie Räume vorfänden. Könne man sich nach Lage der Ver- später geboren, so muß der Erzeuger Alimente zahlen, auch wenn Es dürfte dies das erste Mal in Deutschland sein, hältnisse nicht aktiv an der Bewegung betheiligen, so müsse er mit der Wittwe vor beendeter Trauerzeit verkehrt hat. man es wenigstens durch Geldmittel thun. Redner stellte den daß Arbeiter polnischer Nationalität, die sonst mit Vorliebe von Matag, der Achtſtunden- Kommission den Auftrag zu geben, die sein volles Lohn erhält, so ist er darum nicht berechtigt, er W. N. 85. Wenn der Arbeiter am Lohnzahlungstage nicht unferen patriotischen" Unternehmern gegen die einheimischen Proletarier ausgespielt werden, wenn diese zu mucksen wagen, Töpfer mit einer Summe, die bis 400 M. bemessen werden könne, zeug oder Material, das dem Meister gehört, eigenmächtig an fich in größerer Zahl auf ihre Klassenlage befinnen. Den Aus- zu unterstützen. Alle Redner stimmten in der Diskussion dem sich zu nehmen und zu verpfänden. Es könnte darin möglicher führungen unseres Geestemünder Bruderorgans zufolge ver- Referenten bezüglich der materiellen Unterstützung der Zöpfer zu. weise ein Diebstahl erblickt werden. Jedenfalls wäre aber der langen die Streifenden einen Lohn für die Tagesschicht von Herr H. Hoffmann, Töpfer, legte den bisherigen Verlauf Arbeiter schadensersatzpflichtig. R. 58. Wir haben schon wiederholt darauf hingewiesen, 3,50 M., für die Nachtschicht von 4 M., sowie ferner statt der des Streits dar und drückte den Wunsch aus, daß die Maler 14 tägigen eine wöchentliche Lohnzahlung. Der Lohn betrug mehr wie in letzter Zeit gegen die trotz des Verbots vielfach er- daß rein gesellige Vereine der Polizei überhaupt nicht gemeldel bisher 3 M. Die Unternehmer weigerten sich, die Forderungen folgende Anwendung von Koaksſeuern in den Arbeitsräumen zu werden brauchen. Ebensowenig brauchen Statuten oder das der Arbeiter zu bewilligen, es haben daher sämmtliche beim Front machen möchten. Betreffs der Koakskörbe differirten die Mitgliederverzeichniß eingereicht zu werden. W. K., Hochmeisterstr. Ja, das ist statthaft. Hafenbau Beschäftigte, im Ganzen etwa 700 Mann, die Arbeit Herren Pusch und Hohlwegler in ihren Meinungen. E. K. Darauf würde die Eisenbahnbehörde sicher eingehen, niedergelegt zu Sonntag Nachmittag hatten die Arbeiter eine ersterer hielt die Beseitigung der gesundheitsschädlichen Koats. öffentliche Versammlung nach dem Kolosseum einberufen, die vom feuer nur für möglich, wenn etwa infolge einer technischen Er- sofern ihr nur die Kaution für etwaigen Schaden haftet. E. G., Berlin 0. Uns sind derartige Schulen nicht besten Geist getragen war. Die Verhandlungen, welche eine von findung das Austrocknen der Wohnräume erleichtert werden könnte der Versammlung gewählte Deputation mit dem Unternehmer Die Arbeiter würden doch immer wieder die Koatsförbe benutzen, tannt. Zur Beachtung! Herrn Höschele anknüpfte, verliefen erfolglos. Der Zuzug ist das weil sie ihrer nicht entbehren fönnten, trotz aller damit verbundenen Gefahren für die Gesundheit. Hohlwegler da Wir bitten die Herren Schriftführer, bei der Abfassung vo her auf's strengste fern zu halten. gegen sprach fich für eine strenge Durchführung der Polizei Versammlungsberichten sich aller nur möglichen Kürze zu verordnung aus; die Unternehmer sollten die Bauten ruhig einige fleißigen und nur eine Seite des Papiers zu beschreiben. Monate zum Austrocknen liegen lassen. Die gegen die Verordnung des Polizeipräsidenten verstoßenden Unternehmer müßten l Feste Preise! Von Mark 29 an liefere reelle [ 31711] Winter- Paletots in allen Farben, elegant sigend, gut gearbeitet. J. Baruch, Oranienstraße 143, zwischen Morih plaz und Brandenburgstraße. Bestellungen nach Maass in kürzester Zeit. Reelle Bedienung! Hermann Faber, So, Grünauerstr. 4, empfiehlt sich zur Anfertigung von Reparat. u. Neuarbeiten. Goldarbeiter u. Juwelier. Einkauf von altem Gold- und Silber 2c. Einen großen! Ein gutgehendes Boften schwere Materialwaaren- u. 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Der dritte Kongreß der Union Obrera( Arbeiterunion) Spaniens tagte in Malaga vom 7. bis 11. Oftober d. 3. Der felbe war von 19 Delegirten der verschiedensten Provingen Spaniens besucht. Diese vertraten 76 Geftionen der Arbeiter organisationen mit ca. 7000 Mitgliedern. Auch der Schreiber. dieser Beilen nahm als Besucher an den Verhandlungen des Rongresses Theil. Die Sizungen fanden in dem Hauptsaale des Centro Obrero statt. Geschmückt war dieser Saal mit zehn rothen Fahnen der verschiedenen Gewerkschaften Malagas, welche an der Manifestation des 1. Mai 1890 theilgenommen hatten. Die Wand hinter dem Tische des Präsidiums war mit rothem Tuch drapirt und trug die Inschrift: Federación de las Sociedades Obreras de Málaga( Vereinigung der Arbeitervereine Malagas). Auf dieser Wand waren die Bildnisse von Mary, Engele und Iglesias, bie allegorische Darstellung der Kommune von Paris, das bekannte Bild Der Triumph der Arbeit und das Gruppenbild Die Märtyrer der Kommune" angebracht, welche dem Ganzen einen würdigen und angemessenen Gharakter verliehen. " " Parteinachrichten. X. 9. Jahrg. In der di on en Sie Abgesehen von diesen Mängeln hat der Kongreß Gutes ge- sozialdemokratischen Partei anzuschließen. Dis arbeitet, und es steht zu erwarten, daß seine Verhandlungen gute fussion, in welcher auch ein Gewerkvereinler, aber in ſehr Früchte tragen werden. Während des Kongresses fand eine Bolts- gemäßigter Weise sprach, zeigte es sich, wie sehr man mit Jktbr. versammlung statt, welche zahlreich besucht war. Ginige Dele- Ausführungen des Referenten einverstanden war. Am 30. S girte sprachen über die Nothwendigkeit von Arbeiterorganisationen sprach Genosse Schulze in öffentlicher Versammlung über und forderten die Versammelten auf, fräftig für dieselben zu Klaffenkämpfe der gegenwärtigen Zeit und über die Thätig wirken und zu arbeiten. der sozialdemokratischen Reichstags- Fraktion. In der Diskussi gab sich die allgemeine Zustimmung der zahlreich Bersammelte fund. Eine auf die Ausführungen über die neue Militärvorlage eingebrachte Resolution wurde einstimmig angenommen. hat folgenden Wortlaut:" Die heute am 30. Oktober in Danzig tagende öffentliche Versammlung erblickt in dem Militarismus eine tulturfeindliche Einrichtung, die nur dem Großkapital 311 gut tommt und eine Schädigung der Arbeiterklasse im Gefolge hat. Die Versammlung erachtet eine Vermehrung der stehenden Heere für eine Gefahr und spricht die Erwartung Die Versammlung aus, daß die Militärvorlage abgelehnt wird. erklärt, mit aller Macht dafür einzutreten, daß bei einer eventuellen Auflösung des Reichstages ein sozialdemokratischer Vertreter von Danzig aus in den Reichstag entfendet wird, da nur ein solcher im stande ist, die Rechte des Proletariats nach jeder Richtung hin zu wahren und zu verstehen." Am 31. Oktober wurde eine öffentliche Schneider- und Schneiderinnen- Versamm lung abgehalten, in welcher Genosse Otto Jochem das Referat hatte, Die zahlreich Versammelten, darunter viele Frauen, stimmten den Ausführungen des Redners bei. Wir können uns der Hoffnung hingeben, daß durch das regelmäßige Abhalten von gewertschaftlichen und politischen Versammlungen unsere Bewegung bestens gefördert werden wird. b Von der Agitation. Gegen die Militärvorlage fanden weiter Versammlungen statt in Lägerdorf und Husum ( Ref.KI üß Elmshorn), Sandhofen( Ref. Dreesbach Mannheim). Die in letzterem Drte abgehaltene Voltsversamm lung faßte eine Resolution, in welcher in vollständiger Ueber einstimmung mit den Ausführungen des Referenten Dreesbach erklärt wird, daß die Versammlung in den uferlofen Anforde rungen des Militarismus den Ruin des steuerzahlenden Volkes Im ganzen wurden 7 Sigungen abgehalten. Die erste fand sieht und rundweg die Ablehnung jeder Mehrforderung für den am Abend des 7. Ottober statt und war vorbereitender Art. Militarismus verlangt. Ueberhaupt steht sie in den stehenden Man wählte zum Präsidenten den als Vorkämpfer des Sozialis Heeren einen Krebsschaden der Gesellschaft und fordert mit dem mus bekannten Perezagua aus Bilbao, der in den letzten fozialdemokratischen Programm die Aufhebung der stehenden Streits dieses Ortes eine hervorragende Stellung eingenommen Heere und Einführung der Volkswehr an Stelle derfelben, indem und um seines unerschrockenen Wesens willen viel Ungemach er- fte darauf hinweist, daß dadurch die Zahl der Vertheidiger gegen duldet hat. etwaige Angriffe bei nahezu der Hälfte des gegenwärtigen AufDie Sigungen waren öffentliche, mit Ausnahme einer, wandes um faft das doppelte steigt, und daß Angriffstriege, welche nur internen Angelegenheiten gewidmet war. Aus den wozu man der stehenden Heere bedarf, wohl in den Intentionen Fortschritte der Organisation in Oesterreich. In der Berhandlungen will ich nur das wichtigste hervorheben. Der gewisser Chauvinisten, nie und nimmer aber im Willen des Zeit vom 1. bis 31. Oktober find gegründet worden: In 28ien: Bericht des Nationalkomitee's wurde einstimmig angenommen und arbeitenden Boltes liegen." Ferner verwarfen die Militär- Sozialdemokratischer Wahlverein für den IV. und X. Bezirk; die Führung deffelben gutgeheißen. In bezug auf die Frage: vorlage Versammlungen in Weida( Referent Schulze Jena), Klub der Lithographen Wiens; Fachverein der Pflasterergehilfen Stellung zum 1. Mai" wurde folgende Resolution gefaßt: 3 erbst( Referent Schoeps- Dessau), Göttingen( Referent und deren Mitarbeiter Niederösterreichs: Arbeiter- Bildungsverein Die allgemeine Union der Arbeiter Spaniens verspricht, Wur m- Hannover), Delsnit( Referent Hofmann- Chemnik)," Ferdinand Lassalle" in Döbling; Fachverein der Rauchfangdie Resolutionen, welche die rechtlich tonstituirten all: Annaberg( Ref. Demmler- Geyer), Oldenburg und Hastedt febrer Niederösterreichs; Verein der Stuckateure und deren Hilfsgemeinen Arbeiterfongresse in bezug auf den 1. Mai annahmen,( Ref. Grillenberger Nürnberg), Baden- Baden( Ref. arbeiter. In Böhmen: Fortbildungsverein für Grünlas und zu erfüllen. Der dritte Kongres der genannten Union nimmt 2. Gect). In Dresden sprach am 3. November Bebel vor Umgebung; Fachverein der Glas-, Maler- und Schleifergehilfen daher den Beschluß des in Brüssel im August 1891 abgehaltenen einer von etwa 3500 Personen besuchten Bersammlung über die in Kosten bei Teplitz; Berein Bildungsquelle" in Böhm.- Leipa; Rongresses an und empfiehlt den Seltionen die ftriftefte Er Militärvorlage und die wirthschaftliche Krise. Nach Schluß des tschechischer Metallarbeiter- Verein für das Kronland Böhmen in füllung desselben, so lange ein anderer internationaler Kongreß von der Versammlung mit Begeisterung aufgenommenen Vortrages Prag. In Mähren: Verein der Buchbinder, Rastrirer und denselben nicht ändert. Das Nationalfomitee wird beauftragt, fand folgende Resolution Annahme:" Die Voltsversammlung Kartonage- Arbeiter Mährens in Brünn. In Oberöster= das internationale Arbeitssekretariat für Spanien definitiv zu erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden; reich: Fachverein der Bäcker für Linz und Umgebung; Eisengründen." Weiter wurde beschlossen, auf den internationalen sie ist der Meinung, daß das herrschende wirthschaftliche System und Metallarbeiter Verein für das Kronland Oberösterreich in Rongreß in Bürich einen Delegirten zu entfenden. Dieser hat nur in seiner Entwickelung den Ruin der Völfer herbeiführen wird Linz. In Salzburg: Metallarbeiter- Verein für das Kronin die Diskussion einzugreifen und feine Stimme abzugeben, und daß für die unter diesen Berhältnissen hauptsächlich leidenden land Salzburg. In Tirol und Vorarlberg: Arbeiterwenn es sich um Punkte handelt, welche direkte Beziehung zu arbeitenden Klaffen die einzige Rettung: die Umwandlung der Bildungsverein für Feldkirch und Umgebung. den Forderungen der spanischen Arbeiter- Union haben. Der tapitalistischen Gesellschaftsordnung in die sozialistische, ist; die Delegirte wird zwei Monate vor dem Kongres von den Versammlung protestirt dagegen, daß in einer Zeit allgemeinen Parteitag der schweizerischen Sozialdemokratie.( Schluß.) Geftionen gewählt. Die Kosten werden aus der Kasse des Na wirthschaftlichen Niederganges wie der gegenwärtigen, die Re Für die Stect'sche Formulirung der Forderung betreffend Gintionalfomitees bestritten, und wenn lettere nicht hinreicht, durch gierungen, statt auf Abhilfsmittel zur Hebung dieser Nothlage zu fügung des Rechts auf Arbeit in den Staatsorganismus die Sektionen ergänzt. Die Menderung der Statuten wurde finnen, mit militärischen Plänen hervortreten, deren Durchführung erklärte sich im Prinzip auch Genoffe Seidel. Er und Brandt im allgemeinen gemäß dem Vorschlage des Nationalfomitees be abermals eine riesige Inanspruchnahme der physischen und materiellen stellten dann noch einige Abänderungs- resp. Ergänzungsanträge, schlossen, Titel 8, welcher vom Streit handelt, wurde in der Kräfte der Nation und besonders der arbeitenden Klaffen bedeutet." die zum Theil vom Referenten afzeptirt wurden. Fassung von Iglesias und Perezagua angenommen. In den Die Rede Bebel's wie auch die auf der Tagesordnung stehende Vertreter des schweizerischen Gewerkschaftsbundes erklärt in deffen Statuten ist der internationale Charakter der Union ausdrücklich Stellungnahme der Partei zu den bevorstehenden Stadtverordneten Auftrag, daß diese wirthschaftliche Organisation in Rücksicht auf betont. Die lettere anerkennt nur eine Organisation innerhalb Ergänzungswahlen benutte ein Unabhängiger, um in Revolution ihre ausländischen Mitglieder der Initiative für das Recht auf einer Gewerkschaft eines Drtes, ferner nur eine Wereinigung der zu machen. Natürlich erlitt er ein jämmerliches Fiasto, Im Ein- Arbeit neutral gegenüberstehe. Sted sucht die bezüglichen Gewerkschaften eines Ortes, und endlich nur eine Zentralorgani verständniß mit einem Referat des Genoffen Fraßdorf wurde Bedenken zu zerstreuen mit dem Hinweis, daß die von ihm fation einer und derselben Gewerkschaft. Jedes Mitglied einer aus agitatorischen Gründen die Betheiligung der Partei an den formulirte Initiative auch den ausländischen Arbeitern zu Gute Gewerkschaft hat monatlich 3 Gentimos( etwas über 2 Pig.) für Stadtverordnetenwahlen beschlossen und gleichzeitig das Bureau fommen werde. Be c giebt die Erklärung ab, daß der Gewerkdie Administration des Nationalfomitees zu zahlen. Die der Versammlung beauftragt, über das Berhalten des Dresdener schaftsbund nichts gegen die Initiative unternehmen und Bestimmungen über die Anerkennung eines Streits find ziemlich Stadtraths in Sachen der Bürgerrechtserwerbung der Arbeiter fie event. auch materiell unterstützen werde. Angenommen wird eng gezogen, so daß kein Mißbrauch mit demselben getrieben beim Ministerium Beschwerde zu führen. nach Schluß der Debatte ein Ergänzungsantrag zu lit. d in dem werden kann. Aehnlich streng sind auch die Bestimmungen, wann Am 30. Oftober fand in Thomaswaldau eine von den Sinne, daß nicht bloß die Bildung der Arbeiterverbände sondern das Nationalkomitee den Streit für beendigt erklärt. Geboykottete Bunzlauer Parteigenossen einberufene Versammlung statt, die, auch der Beitritt der Arbeiter zu denselben gesetzlich geschützt werde. Arbeiter erhalten pro Kilometer der Eisenbahn 5 Gentimos nachdem Genosse Schütz aus Breslau über das Thema:" Was Ferner wird beschlossen, die Initiative für das Recht auf Arbeit in ( 4 Pf.), höchstens aber 25 Pesetas( 20 M.) Unterstützung vom hat die ländliche Bevölkerung von der Sozialdemokratie zu erwarten?" nächster Zeit in die Hand zu nehmen, und schließlich wird noch einem Nationalfomitee. Nach beendigtem Streit rechnet das National gesprochen hatte, einstimmig eine Resolution annahm, in der sie sich Antrage zugestimmt, daß das Parteifomitee noch einmal mit dem tomitee ab und bestimmt die Summe, welche jede Sektion aufzu- mit den Ausführungen des Referenten einverstanden erklärte, Gewerkschaftsbund in Berbindung treten soll, um ihn zu nochbringen hat. Das Nationalkomitee unterstützt zu gleicher Zeit trotzdem in der Diskussion ein Schulmeister sich große Mühe gab, maliger Berathung seiner Stellungnahme zum Recht auf Arbeit nur einen Streif. Organisationen haben nur dann Anspruch auf den Versammelten vor unserer Partei graulich zu machen. Die zu veranlassen. * Bed als In der Nachmittagssigung hielt Brandt einen Vortrag hören. Auswärtige Organisationen können auch unterstützt wer- genugt, daß sie in der Sonntagnummer eines Bunzlauer Lokal über die Proportionalvertretung. Das Parteikomitee ben, wenn die Majorität der Organisationen Spaniens dafür stimmt. blattes ein von ihnen gefälschtes Inserat veröffentlichen ließen, worin befürwortet, die ganze Schweiz als einen Nationalraths- WahlDas Nationalfomitee hat seinen Sig, wie bisher, in Barcelona. der Wirth des Lokals, in welchem die Versammlung stattfinden freis gelten zu lassen eventuell möglichst große und natürlic Der nächste Kongreß wird im März 1894 in Madrid abgehalten. follte und auch stattfand, erklärte, er gäbe sein Lotal nicht zur gleichmäßige Wahltreise zu bilden. Der Referent berichtet furz Der Bericht der einzelnen Delegirten bewies, daß die lage der Bersammlung her. Die Genossen von Schwebt a. D. unter über die bisherige Thätigkeit des Initiativkomitees, das sich auf arbeitenden Klassen in Spanien im allgemeinen eine sehr traurige nahmen am 30. Oftober innerhalb eines Umkreises von ca. zwei das System Hagenbach von Basel geeinigt hat. Brandt geht ift. Nach Verlesung von Telegrammen und Begrüßungsschreiben Meilen eine Agitationstour, wobei in 18 Ortschaften sodann auf die von den Gegnern dem Proportionalsystem getourde der Kongreß mit einem Hoch auf die Arbeiterunion ge- Flugblätter und Parteiprogramme vertheilt wurden. Die Aufmachten Vorwürfe ein, diefelben widerlegend, und feet, daß Schloffen. nahme seitens der Landleute war im allgemeinen eine gute. diese Wahlart für uns das Beste sei. Er beantragt Dies in gedrängtefter Kürze die Verhandlungen des Kon- In Bremen sprach Reichstags- Abgeordneter Grillenberger schließlich, der Parteitag möge beschließen, die Initiativ greffes zu Malaga. Ich will es nicht unterlassen, meine in außerordentlich zahlreich besuchter Versammlung unter großem bewegung für den Proporz 3 den Proporz zu unterstützen, was ohne tein fubjektiven Beobachtungen hinzuzufügen. Am meisten ist Beifall über das Kleinbürgerthum und die Sozialdemokratie. Debatte beschlossen wird. Ueber den nächsten Punkt, mir aufgefallen, daß die spanische Arbeiterunion noch zu sehr an " die Maifeier 1893, referirt furz Siegrist von rein formellen Dingen hängt. Dies trat besonders Die Beschwerde einer Staßfurter Volksversammlung Basel, der die abermalige einheitliche Beranstaltung der deutlich hervor bei der Berathung der Fragen: Organi- gegen den Bürgermeister Reinhard ist vom Magde- Maifeier empfiehlt und wiederum die Berner Genoffen mit sation des Arbeitssekretariats, Titel 3 der Statuten: ber burger Regierungspräsidenten nach einer uns zugegangenen Mit den Vorarbeiten beauftragt wissen möchte. Nach kurzer, dem Streit, Bericht der Delegirten über die Lage der theilung wie folgt abgelehnt worden: Referate folgender Diskussion, deren Tendenz auf die Feier des arbeitenden Klassen. Besonders Punkt 1 und 3 wurden sehr stief-" Der Regierungs Magdeburg, 1. Mai, d. h. am Wochentage hinauslief, in welchem Sinne mütterlich behandelt, Bunkt 8 sogar in einer sehr bedenklichen präfident. den 14. Oktober 1892. auch beschlossen und den Berner Genossen das Arrangement überWeise. Gerade auf diesen Punkt hätte man allen Fleiß verDas im Artikel Schwarze Listen" der Nr. 18 der Magde- tragen wurde. Ueber den internationalen sozia wenden burger Nachrichten"" vom 21. September erörterte Verhalten des 1istischen Arbeiterfongres in 3ürich referirt erhärtete Berichte sich ein genaues Bild über die Lage der Ar- Bürgermeisters Reinhard daselbst ist bereits im Jahre 1890 Ge- Seidel, der eine Uebersicht über die bisherigen Borarbeiten beiter hätte machen können. Go entſtand nur ein sehr ver- genstand eingehender Untersuchungen gewesen und haben damals und die verschiedenen gestellten Anträge giebt und seiner Meinung Schrommener und nichtssagender Begriff: die Lage ist sehr schlecht. Ste angestellten Ermittelungen weber dem Herrn Oberpräsidenten dahin Ausdruck verleiht, daß die Engländer trotz des Glasgower In bezug auf die Organisation des Arbeitssekretariats ist zu noch mir Anlaß gegeben, die Entfernung des Bürgermeisters Beschlusses wegen eines besonderen Kongresses sich sehr zahlreich bemerken, daß es nothwendig gewesen wäre, einen bestimmten Reinhard aus dem Amte wie beantragt einzuleiten, oder sonst am Züricher Stongreß betheiligen werden. Plan vorzulegen, der zur Diskussion gestellt worden wäre. Dies disziplinarisch einzuschreiten. In der an die Berichterstattung geknüpften Debatte wurde wäre um so nothwendiger gewesen, weil manche Dele Vorstehendes gezeicht Ihnen auf die vom 10. d. M. datirte beantragt, gegen den Beschluß des Glasgower Gewerkschaftsgirte jedenfalls febr unklare Vorstellungen von den Auf- Eingabe zum Bescheide. Rongresses Stellung zu nehmen, der Antrag aber wieder gaben eines Arbeitssekretariats haben. Ich für meine Person Der Regierungspräsident." zurückgenommen nach Darlegungen von anderer Seite, daß bin überzeugt, daß es dem Nationalkomitee in nächster Zeit nicht ( Unterschrift unleserlich.) bereits die organisirten Arbeiter anderer Länder sich dagegen gelingen wird, ein wirksames Arbeitssekretariat zu organisiren; Am Mittwoch voriger Woche fand nun in dieser Sache eine ausgesprochen und es der Schweiz als dem nächsten KongreßDenn aus der Berichterstattung der einzelnen Delegirten ging zweite Boltsversammlung statt, welche nach einem Referate des lande nicht gut anstehe, dazu Stellung zu nehnten. hervor, daß das Nationalkomitee nicht auf Unterſtügung oder Genossen Märtens gegen den Entscheid des Regierungs- Parteitag stimmt sodann dem Antrage zu, daß von der Schweiz nur auf eine sehr geringe von seiten der Arbeiterschaft rechnen fann. Präsidenten Protest erhob, die Bestrafung aller an dem auf die Tagesordnung des Züricher Kongresses gestellt werde: In den Bestimmungen über den Streit fehlt jedenfalls ein sehr wich- Kapitalisten Ringe Betheiligten, insbesondere der in Frage 1. Die Taftil der Sozialdemokratie gegenüber der direkten Gefeßtiger Buntt, nämlich die Feſtſegung einer beſtimmten Summe, welche tommenden Beamten forderte und die Anrufung des preußischen gebung durch das Bolk. 2. Pflichten und Rechte der Intersem Streifenden zu zahlen ist. Dann scheint mir auch die Be- Ministeriums ankündigte. stimmung, daß das Nationalfomitee zur Zeit nur einen Streit unterWährend 4 Der nationalität. 3. Nationale Arbeitersekretariate. Ferner wird einer Resolution zugestimmt, dahingehend, es möchten möglichst stützen darf, nicht zweckmäßig. Manche weitere Bestimmungen| Aus Danzig wird uns geschrieben: Die Lokalschwierige zahlreiche Delegirte zum Kongreß gewählt werden. Dem von zeigen Lücken, welche jedenfalls in der Praxis sehr schnell feiten, die seit Jahren hier bestanden und die Bewegung in ihrem Buffchleger erstatteten Geschäftsbericht ist zu entnehmen, hervortreten werberneiebenkbrend man, wie gezeigt, über Tempo verlangsamt haben, sind zum Theil gelöst, indem ein daß Geschäftsleitungs- Kommission und Partei Komitee fleißig ging, verweilte man bei anderen unnöthig lange, so 3. B. bei der hergiebt, so daß deren hier jetzt wöchentlich fünf bis sechs ab- vermögen der Partei beträgt 422 Franken. Die„ Urbeiter= rage über die Einführung eines gleichen Stempels und die gehalten werden. Können wir uns auch nicht in großen Massen stimme" hat 4000 Gremplare Auflage und feit vorjährigem Gründung einer Buchdruckerei. Man hätte über diese Fragen versammeln, so ist doch den nothwendigsten Anforderungen vor- Barteitag einen Ueberschuß von 2661 Franten gemacht. gleich zur Tagesordnung übergehen sollen. Ein weiterer Mangel, Läufig genügt. Um 29. Oktober sprach Reichstags- Abgeordneter Ueber die Nationalrath 3- Wahlen 1898 referirte welcher den Nordländern sehr bald auffällt, aber bei den Spaniern Schulze aus Königsberg, der sich auf einer Agitationsreise u II schleger in vorzüglicher Weise; er faßte seine Ausallgemein ist, war der, daß man zu viele Worte brauchte, um eine befand, in einer start besuchten öffentlichen Metallarbeiter führungen zum Schlusse in folgender Resolution zusammen: Der Sache zu erklären oder seine Ansicht kund zu thun. Arbeiter Versammlung; er schilderte in trefflicher Weise die Bestrebungen Parteitag beschließt: 1. In allen Wahltreisen, wo es den ParteiInappster und präzisester Darstellung wirklicher Thatsachen und forderte die Anwesenden auf, den gewertschaftlichen Organi- fozialdemokratische Randidaturen aufgestellt wer tongreffe sollen teine rhetorischen Nebungspläge, sondern Stätten der gewerkschaftlichen und politisch organisirten Arbeiter, und genossen irgendwie möglich ist, sollen ausgesprochene Pläne fein. fationen beizutreten und sich der politischen, das heißt, der den. Dabei sind blos als Parteigenossen bekannte tur 27 Berfonen eles Kandidaten zulässig, von denen vorausgesetzt wer-Eine Versammlung, welche die Sozialdemokraten Erfurt3] Greifenberg, Frau Palm, Frau Putzke, Frl. Haase und Frl. den kant, daß sie im Falle der Wahl keiner der bisherigen auf dem Friedrich Wilhelm- Platz unter freiem Himmel abhalten Sachs. Korrespondengen sind fortan zu richten an Frau Wengels, Fraktionen der Bundesversammlung beitreten und, wenn mehrere wollten, wurde von der Polizei nicht genehmigt, weil sie eine Roppenſtr. 41 und Frau Greifenberg, Gräfeſtr. 9, Partigenoffen gewählt sind, eine besondere sozialdemokratische Gefahr für die öffentliche Ordnung" befürchten ließe. Der EinFaftion gründen helfen werden. 2. Die etwaige Unterstügung berufer der Versammlung, Genosse Markus, wird sich nun beDer Arbeiterbildungsverein zu Friedrichsfelde hielt am 3. November eine Versammlung ab, in welcher über das Thema: nicht parteigenössischer Kandidaturen liegt im freien Ermessen der schwerdeführend an die Regierung wenden. Genossen der einzelnen Wahlkreise. Unter allen Umständen sollen Die schaumburg- Lippesche Landesregierung hat die neulich Die zehn Gebote und die besitzende Klasse" diskutirt wurde. jedoch die von den demokratischen Parteien der Kreise auf gemeldete Auflösung einer Versammlung in Stadthagen, in An der interessanten Debatte betheiligten sich die Genossen Postgestellten Wahlvorschläge, auch wenn fie neben den welcher der aus Preußen gebürtige Maurer Grothe als Aus- bersny, Prim, Arnold und Tabbert. Nachdem noch der Beschluß Parteikandidaturen die als solche uanzweideutig zu be- länder" nicht sprechen dürfen sollte, bestätigt, indem sie dessen gefaßt worden war, in nächster Zeit die„ Urania" zu besuchen, zeichnen find noch andere Kandidaturen enthalten, Beschwerde abwies. Der Referent, ein Herr Flöther", habe wurde die Versammlung geschlossen. Die nächste Versammlung deutlich Den Charakter eines von der sozialdemokra- nicht über das angemeldete Thema, die neue Militärvorlage, findet am 17. November statt. tische Partei des betreffenden Kreises aufgestellten Wahl- sondern über die angebliche Ausbeutung der Arbeiter durch die chlages tragen. 3. Die Partei resp. Delegirtenverfamm- Kapitalisten und dergleichen, also über polizeilich nicht angemeldete 3. November seinen zweiten Vortrag über:„ Die deutschen In der Arbeiter- Bildungsschule hielt Herr Weigt am Begen der Kreise haben bis spätestens Ende August 1893 ihre Gegenstände gesprochen". Sonach sei unzweifelhaft" für den arteifandidaturen zu bezeichnen und dem Parteifomitee sofort überwachenden Beamten das Recht und die Pflicht" zur Auf- die Zuhörer durch seine interessanten Ausführungen lebhaft zu Kolonien in Afrika". Auch an diesem Abend wußte der Redner itzutheilen. Das Parteifomitee hat sodann sämmtliche Partei- lösung der Versammlung gegeben gewesen und es sei hiernach feffeln. andidaturen bis längstens Ende September 1893 zu veröffent- ohne Belang", wenn er Grothe als Ausländer( statt Auslichen. 4. Das Parteikomitee soll einige Wochen vor den Wahlen wärtiger)" bezeichnet habe 2c. Der„ Hannoversche Volkswville" in allen Kreisen, wo Parteikandidaten aufgestellt sind, ein ein- erklärt dem entgegen, daß Flöther die kapitalistische Ausbeutung heitliches Flugblatt verbreiten lassen, in dem die grundsäglichen der Arbeiter nur als eine Ursache der Kriege mit erwähnte, dem Ziele der Partei und ihre nächsten Forderungen an die Bundes- nach beim Thema geblieben sei und kündigt an, der Vorfall gesetzgebung zu erläutern sind. Die Herstellung dieses Flugblattes werde im Reichstage zur Sprache kommen, damit die weitesten geschieht auf Rechnung der zentralen Parteikasse. Alle weitere Volksfreise erfahren, daß das Vorgehen eines Bückeburger PolizeiAgitation ist Sache der Genossen der betreffenden Kreise. 5. Die hauptmannes, der entgegen der Reichsverfassung einen Preußen Parteigenossen im ganzen Lande werden aufgefordert, jetzt als Ausländer behandelt, von der Schaumburg- Lippeschen Bundesschon neben der Beschaffung der in den einzelnen Streifen regierung als ohne Belang" hingestellt wird." nöthigen Finanzmittel, freiwillige Wahlagitationsbeiträge zu fammeln zu Händen der zentralen Parteikasse. Je nach Möglich feit und Bedürfniß kann das Parteifomitee zu den Agitationsfosten einzelner Kreise aus der Zentralkaffe Beiträge leisten." Diefe Resolution wurde einstimmig angenommen und ferner beschlossen, die Aufstellung von Doppelkandidaturen zuzulassen. " " Soziale Ueberlicht. An die Bevollmächtigten Diejenigen Zweigvereine oder Lohnkommissionen, welche die Berichterstattung über Streiks in dieser Weise ausgeführt wissen wollen, bitten wir, diese beiden Bedingungen zu erfüllen. MelDungen, bei denen dies nicht geschehen, können von uns per Zirkular nicht weiter befördert werden. Die Mittheilungen sind an die untenstehende Adresse zu senden. Die Generalfommission. G. Legien, fanische Gitten und Gebräuche". Am nächsten Donnerstag spricht Herr Weigt über: Afrizwischen Mohamedanismus und Er wird in diesem Bortrage hauptsächlich den Gegensat Sklaverei und die Bielweiberei behandeln. Des allgemeinen Ju und Christenthum, sowie die tereffes wegen sei hierauf ganz besonders hingewiesen. Der Fachverein der Tischler Berlins( Norden) hatte am 3. November eine Versammlung, in welcher Herr Schöpfe über Karl Marr einen beifällig aufgenommenen Vortrag hielt. Die nach Schluß des Vortrages vorgenommene. Schriftführerwahl fiel auf den Kollegen Ronneberger. Hierauf theilte Ma zilche mit, daß bei Raabe, Uhdenstraße, eine Werkstattordnung ausgehängt sei, welche das„ Blaumachen", das Singen und Pfeifent, sowie das Verlassen des Grundstücks während der Arbeitszeit bei Strafe der Entlassung verbiete. Die in dieser Werkstatt arbeitenden Kollegen hätten den Meister um zurücknahme dieser Bestimmungen ersucht. Unter" Verschiedenem" wurde beschlossen, die Zahlstelle von Thierbach nach dent Lokal von Petersen, Vete ranenstr. 22, zu verlegen. In der Sonntagssigung hielt Gschwind einen Vortrag über Eisenbahn- Verstaatlichung, für die er die Expropriation vorschlug und bezüglichen Antrag stellte. Lang der Zweigvereine der Zentralorganisationen. als Korreferent befürwortete Zuwarten in dieser Frage. Die Es sind wiederholt Meldungen über Streits an uns gehierüber entſponnene Debatte währte ziemlich lange und zum langt, die nicht genügend beglaubigt waren. Wir erklären uns Schlusse wurde folgende Resolution angenommen: Der Partei- bereit, die Meldungen von Streiks durch ein Zirkular direkt an In der Branchenversammlung der Schloffer und tag erklärt sich grundsätzlich für die Verstaatlichung der Eisen- alle deutschen Arbeiterblätter zu machen, müssen hieran aber die Maschinenbau- Arbeiter Berlins, welche am 5. November bahnen. Als unerläßliche Vorbedingung jeder Art von Ver- Bedingung knüpfen, daß diese Streifmeldungen: stattfand, referirte Sparfeld über den Werth der Organisation. staatlichung erklärt sie die Abschaffung der Bestimmungen 1. An dem Tage, an welchem die Arbeiter in den Ausstand Redner legte dar, daß die Organisationen der Arbeiter erst noch des Obligationen und des Rechnungsgesetzes, nach welchen treten, oder aber noch früher gemacht werden. Wenn diese Mel- eine bedeutende Kräftigung erfahren müssen, um Praktiken, wie die Eisenbahn Gesellschaften das unerhörte Vorrecht be- dungen erst in einzelnen Arbeiterblättern gebracht worden sind, sie 3. H. Herr Kühnemann ungehindert ausüben durfte, mit nach fizen, Millionen Schulden von als Vermögen in die so gehen sie von hier aus in einigen Lagen auch in die gehaltigem Erfolg verhindern zu können. In der Diskussion Rechnung zu stellen und auf Grund solcher schwindelhaften sammte Tagespresse über. Eine direkte Berichterstattung ist des brachte Kollege Schröder den Tadel vor, daß der„ Vorwärts" Bilancen hohe Dividenden auszuzahlen. Sie erwartet, daß sich halb unsererseits nicht mehr nothwendig. Wird die Meldung die Versammlungsberichte zum Theil bedeutend kürze; dieser Voltsvertreter in Bern finden werden, die Revision der verderb- von hier aus besorgt, so fount sie an einem Tage in die Tages- Vorwurf wurde aber von Kirmiß und Gerisch zur Genige wider lichen Gesetzesbestimmungen zu beantragen." Ferner:" Der Parteitag blätter, da uns die Adressen und auch Einrichtungen zur Ver- legt. Kirmiß drückte ferner sein Bedauern darüber aus, daß die der sozialdemokratischen Partei beschließt für die Verstaatlichung fügung stehen, um dieses veranlassen zu können. Vertrauensmänner der Schloffer in ihren Leistungen teineswegs der Eisenbahnen auf dem Wege der Expropriation die Initiative 2. Die Streifmeldungen müssen entweder mit dem Stempel den an sie gestellten Erwartungen entsprochen haben. zu ergreifen." Seidel hielt ein sehr ausführliches Referat über des Zweigvereins versehen oder von mehreren Mitgliedern der daher eine Neuwahl statt. Unter Verschiedenem wurden die staatlichen Getreidehandel, an dessen Schluß er be- Ortsverwaltung unterschrieben sein. Klosetanlagen in der Habel'schen Brauerei einer Kritik unter antragte, der Parteitag spricht sich für das Staatsmonopol für zogen. Kirmiß forderte noch auf, Adressen bei ihm, Roppen den Getreidehandel aus. Er ermächtigt das Parteifomitee, jeder straße 43c, einzureichen. Hierauf fand Schluß der Versamm zeit die Initiative zu ergreifen, sofern die politische Lage dies er lung statt." fordern sollte. Der Parteitag erblickt im Staatsmonopol für den Getreidehandel nicht nur eine höchst wichtige und nothwendige Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8-10% thr: Süds Schule, Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Geschichte( alte); Süd- Os Maßregel der Sozialreform, sondern auch das einzige Mittel, um chute, Neichenbergerfir. 138: Unterricht in Deutsch( oberes), Logit, Rechnen unsere Landesvertheidigung vollständig zu machen und Armee und ( unteres). Oft Schule, Marfußstraße 31: Unterricht in Deutsch( mittel); Bolt in Kriegszeiten vor schiveren Katastrophen und HeimNord: Schule, Müllerstraße 179 a: Unterricht in Deutsch( inittleres), Mathematit und mathematische Geographte. In alle Lehrfächer tönnen noch fuchungen zu bewahren." Diese Resolution wurde angenommen. Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. Arnold von Basel empfiehlt in einem kurzen Vortrage über Lese- und Diskutirhlubs. Mittwoch. Bereinte Kraft, Abend die Wohnungsfrage, die Genossen möchten an ihren Orten Quittung über bei der Generalfommission der Ge- s uhr, bei klein, Schönleinstraße 6. Johann Jacoby, bet Fris Seine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15. sich um wohnungsstatistische Daten bemühen. Als Vorort für werkschaften Deutschlands in der Zeit vom 21. Oktober Slegte, Schwedterstr. 33. jed. Monats, Ab. 8% Uhr, im Restaur. Grube, Mariendorferstr. 10.- Gesund: die Partei wurde Basel und als Präsident wiederum bis 4. November 1892 eingegangene Gelder. Quartalsbrunnen, Abends 8½ 1hr, bei Saferland, Bellermannſtr. 87. - Gleich Wullschleger gewählt; ferner in das Parteitomitee: beitrag( 4. Quart. 92) des Zentralvereins der Bildhauer 1,50. bett, Abends 8 Uhr bei Strami, Sitterstraße 123.- Emanzipation, Heine, Rirdorf, Brandt in St. Gallen, Seidel und Lang in Zürich, Steck in Quartalsbeitrag( 2. Quart. 92) des Verbandes der Porzellan Abends 8 Uhr, bei Wagner, Alte Schützenstr. 6. Bern, Gschwind in Oberwil, Staatsanwalt Keßler und Advokat maler 2c. 88,35. Quartalsbeitrag( 3. Quartal 92) der Ver- Abends 8 Uhr, bei Weiler, nefebeck- und Herrmannstraßen- Ede. jeden Mittwoch) 8% Uhr, bei Bernh. Naabe, Huppiher- und Schönholzerstraßens Otto Reimer jeden Mittwoch bei. Brosch, Wilhelmshavner Fürhols in Solothurn, Hildebrandt in Niederglatt, Heridier in einigung der Drechsler 60,- Quartalsbeitrag( 2. Quartal.92) de Genf und Zimmermann in Luzern. Nach Erledigung einiger des Zentralvereins der Väherinnen 1,57. Quartalsbeitrag weiterer Anträge wurde der Parteitag, nachdem die Herausgabe( 3. Quart. 92) des Verbandes der Glasarbeiter 2c. 85,-. Quareines Flugblattes für die landwirthschaftliche Bevölkerung noch talsbeitrag( 4. Quart. 91 und 1. Quart. 92) des Verbandes der beschlossen, Mittags 1 Uhr vom Präsidenten Wullschleger mit Glacé- Handschuhmacher 104,61. Zur Erinnerung an den 3. Noeinem dreimaligen Hoch auf die schweizerische und internationale vember Frau Aug. Heckel Ww., Hamburg, Steindamm 112 20,-ftraße 22-23, Bögow's Brauerei. Silaritas, Hochstraße 32 a, Sozialdemokratie geschlossen. Vor Schluß des Parteitages theilte Stect wait, daß das Unternehmerthum in Bern ein Don den ärgsten Perfidien strohendes Flugblatt gegen den Bernischen Arbeitersekretär Dr. Wassilieff verbreitet und beantragt dagegen folgende Resolution: Der Parteitag der fozialdemokratischen Partei der Schweiz, nach Kenntnißnahme von dern sogenannten Protest" einer Anzahl Arbeitsherren in Bern gegen den tüchtigen Arbeitersekretär daselbst, Genosse Dr. Wassilieff und in Betracht der unwürdig verleumderischen haffung dieses Protestes, erklärt das bezügliche Vorgehen als ein die politische Sitte unseres Landes verlegendes und bezeugt dem selben seine gründliche Verachtung." Die Resolution wurde einstimmig angenommen. " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die wegen vermutheter Personenverwechselung wider: rufene Nachricht, daß der Redakteur der Breslauer Volkswacht", Karl Thiel, verhaftet worden sei, hat sich leider nun doch bestätigt. Er ist, wie die Volkswacht" mittheilt, in Unterfuchungshaft genommen worden. Der frühere Redakteur der Gazeta Robotnicza", Stefan Thiel wurde, wie schon gemeldet, gleichfalls verhaftet. Weshalb, wissen die polnischen Genossen auch heute noch nicht. " Das Freiberger Landgericht sprach den Genossen Krumbiegel und mehrere Arbeiter frei, welche vom Schöffen gericht zu Brand wegen Tragens des Maifestzeichens, das man für ein republikanisches Abzeichen betrachtete, zu mehrtägigen Haftstrafen verurtheilt worden waren. Hamburg, Z.-V.-N., Wilhelmstr. 18, 1. St. A. Dammann, Kassirer, Hamburg, Zollvereinsniederlage, Wilhelmstr. 18, 1. Gt. Wilfe. Nord, bei raße 23. Arbeiter- Sängerbund Berlins and Unggegend. Alle Aenderungen im Bereinskalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelſtr. 70. Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch. Nebungs Stedesfreiheit 1, stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Andreasstr. 20, bei Schiamacher. Freyo,( Gem. Chor), Alte Schönhauser Deutsche Giche, Blumenstraße 46, bet" Went. Echo 1 Pantow, Schulzesir. 27.- Lerche, Bernauerstr. 72, Restaurant zum Beit geist" Gefangverein der Steinmegen, Johannisstr. 20, bet muller. Mäuner- Gesangverein der Kürschner, D. V. D. Br. Berlin, Neue Friedrichstraße 44, bet Möllig. Steinnette, Röslinerstraße 17, bei Wendt.- 2yra 1, Raupach fir. 6, bei Stachel.- Euphonia, bei Hermann, Glifabethstr. 30. Sand in handi, Mariannenstr. 31-32, bei Doberstein. Schneeglödchen 2, Potsdam,' Brandenburger Kommunikation 16, bet Glaser. Inverbroffen, abends sy uhr, bei Sachs, Sindowerstr. 26. Rütli Flöter'scher Gesangverein, Koppenfiraße 43c, bet Lorenz. -Borwärts 5, Friedrichshagen, Sundtheil. bet Friedenau im Kurhaus. Lerche. Freundest reue( Gemischter Chor), Grenadierstr. 33, bei Gee Lorbeertran 3, Zichtenbergerstr. 21 bei Hetse. Südost, Soffnung 1, Friedrichsberg, Friedrich Rothe Nelte, Schöneberg, Gols Freiheit, Moabit, Kronenbrauerei, Gesangverein der Kupferschmiere, Köpnidersir. 191, Restaurant. Karlstraße 34, bei Schulze. straße 43 bei Siegeler. Alt- Moabit 47-49. " Kasino. " Etiche Prets fährli 1,10 in's 5. Pig illuftr Belt 3,30 band: Ungar Ausic in der fü un dar und die Be me za und gro fol tie 111 Lo dor Bo da ant an Je tar Air 11 Ve 111 li fo mi Sch ni me di fa ab da TO sel Weins De bet de bei 32 fe De de de St Juuungsstatistisches. Nach der vom Professor Stieber im " Handwörterbuch der Staatswissenschaften" veröffentlichten Statistit über die Zahl der Innungen und deren Mitglieder im Deutschen Reiche", welche für Preußen bis 1890, für die anderen deutschen Staaten bis auf 1888 zurückgeht, ergiebt sich als Gefamutresultat, daß 10 223 Jnnungen mit 321 219 Mitgliedern im Deutschen Reiche bestanden. Davon entfielen auf Preußen über zwei Drittel der Gesammtheit, und zwar: 7823 Jnnungen( davon 1828 neu errichtete) mit 226 049 Mitgliedern. In den außer preußischen Gebieten hat das Königreich Sachsen besonders hohe firaße 11 bei Feind. Bergißmeinnicht, Schulstraße 29, Concordia", Dieffenbachstraße 53 Relativziffern: 1264 Jnnungen( davon 352 neu errichtet) mit Wedding= Holy. Deutscher Männerfang" Belforter straße Nr. 15, 55 574 Witgliedern; weiter Mecklenburg- Schwerin 272( 75 neuschneider. Gesangverein Botosblume, Alte Jalobfir. 96-97, bei Fial: Gesangverein Freiheitstlänge, Stallschreiberstr. 29 3 Männer- Gefangverein 2ibertee 1, Guornstr. 24, bet Zielich, errichtete) Innungen mit 5358, und Hamburg, wo nur drei towsky. Innungen reorganisirt, dagegen 25 neu fonstituirt wur- Eichenen Stab. unverzagt Langeftr. 65 bei Tempel.- Gefangverein orbeertrans den und 2458 Mitglieder gezählt werden fonnten. Oranienstraße 190 bei Statsch. unbedeutend, ja geradezu so gut wie nicht vorhanden sind die bei Haupt, Müncheberger Chauffee. Gefangverein Stebestuft in Fürstenwald - Sängerchor der Maler, te Felsenfest( Gemischter Chor), Badstr. 16, Kaftanten Innungen in Süddeutschland. Bayern zählt 188 neue und 18 Jakobstrage 83.wäldchen. Freiheits- Gruß, Schönhauser Allee 46 bei Buffe.- Gesang reorganisirte Jnnungen mit 11 144 Mitgliedern, Württemberg verein" offnung 3", Brandenburg a. 5. bet Weidner. Gefang hat 28 neue Innungen, die gar nur 1112 Mitglieder zählen; für Beretnitanta" Görligerstr. 40. Männer- Gesangverein, Sted e Welche Ausdehnung die sogenannten Jnnungsprivilegien gefunden schriften sind zu richten an G. Schröder, Nostizstraße 29, 3 Exeppel Baden lauten die Ziffern am ungünstigsten, 31 beziv. 1063. Iuft", Fichteftr. 29 bet strösche. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( 3 haben, die auf Antrag verliehen werden können, geht aus fol- Mittwoch: Rauchtlub Hellblau bet ltd, Simeonfir. 23. Rauchflub Theater Verein Proletariat bei Rühn, Naunynstr. 38. Theater- Verein Jugend gender Uebersicht hervor: In erster Linie tritt dabei der§ 100e Ciferne fetje, bet Soffmann, Triftstraße 1. ( ausschließliches Recht, Lehrlinge zu halten) in den Vordergrund. traft a bet Werner, Seimfir. 2.- Touristenklub Nachtfalter, bei Bur Stattlub Busch elgrün, bei Fürstenau, In einer Parteiversammlung zu Leipzig- Neuschöne Insgesammt wurden 2965 diesbezügliche Anträge gestellt, von mann, Frankfurter Auee 56. Pollack Klub Lustige Brüder, bei Lucwald, Manteuffeljtr. 46. feld entzog der überwachende Beamte dem Referenten das Wort, denen nur 1190 genehmigt wurden. Außerhalb Preußens wurde Reichenberger- und Manteuffelstraßen Ede. Bergnügungs Verein Vergnügungsverein Waldes, weil derselbe bei der Erörterung des Themas" Wie erziehen wir§ 100e in noch nicht 100 Fällen verliehen, wovon die Hälfte rtbolin, bei Wolff, Brunnenstr. 30a. Bergnügungsverein Durch Nach unsere Kinder?" unter Berufung auf die Naturforschung erklärt auf Anhalt entfallen, während in Preußen felbst 1758 folcher grin, Srautſtr. 6( Reſtaurant). Anträge gestellt und 1097 davon genehmigt wurden. m Licht, bei Gründet, Dresdenerstr. 116. Humoristischer Berei hatte, die in der Volksschule gelehrte biblische Schöpfungsgeschichte Tambourverein Vorwärts In Sachsen( mit 1264 Jnnungen) ist die Zahl der ipifar, bet Strösche, Fichtestraße Nr. 29. Vergnügungs fei eine Fatel. Daß so etwas in der Universitätsstadt Leipzig Genehmigungen des§ 100 e eine auffallend geringe. Es wurden Berein International 2 bei Bape( fr. Knebel) Badſtr. 58. We vorkommen kann, ist bezeichnend für die sächsischen Verhältnisse. nämlich 68 Gesuche gestellt und nur 8 davon genehmigt. Nicht gnügungs- Verein limb tm" bei Brodlow, Bülowſtr. 65. Gefang-, Turn- und gefellige Vereine. Mittwody. Gefangverein Wegen Beleidigung des Breslauer Landgerichts- besser steht. es mit der Vergünstigung aus§ 100f( Verpflichtung nospe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- liancestraße. der Nicht- Jnnungsmitglieder zum Kostenbeitrag für diejenigen Mufitverein Vorwärts, Abends 8% bis 10% Uhr, Langestraße 105 Direktors Schmidt ist gegen den Redakteur der Burg- Einrichtungen, welche von der Innung zur Förderung der bei Mebelin. Männer- Gefangverein Waldtapelle 2, Abends städter Volksstimme", Fröhlich, Anllage erhoben. Das Landgericht Dortmund verurtheilte den Redakteur gewerblichen und technischen Ausbildung der Gesellen und Lehr- Restaurant Kayser, Staltzerstr. 22. der früheren„ Wests. Freien Presse", Dr. Diederich, zu linge geschaffen sind, Innungs- Fachschule, Gefellenprüfung, Ginund Ausschreiben der Lehrlinge, Schiedsgericht). Die Ver300 M. Geldstrafe, weil er durch Veröffentlichung des Briefes günstigungen aus diesem§ 100f wurden in Preußen nur in eines desertirten Soldaten, worin über Mißhandlungen Klage ge- 188 Fällen nachgesucht und in 57 Fällen gewährt; im Königführt war, mehrere Soldaten des Tangermünder Husarenregiments beleidigt haben soll. Die betreffenden Soldaten be- reich Sachfen hatten nur zwei Jnnungen von sieben, den bezügschworen, daß die Angaben des Deserteurs unwahr seien, und Antrag gestellt, aber abgelehnt, während von 272 Jnnungen lichen Antrag gestellt. In Hamburg wurde ein solcher dieser, der in Schweden, wo er weilt, kommissarisch vernommen in Medlenburg fein einziger dahin abzieiender Antrag gestellt wurde, sagte eidlich das Gegentheil aus. Zu einer Mitgliederversammlung der Zahlstelle Schüren ( Westfalen) des Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter- Verbandes wurde. Krankenkassenwesen. Der Allgemeine bayerische Verhat Genoffe Steffen einen Artikel aus dem„ Korrespondenz sicherungsverband beschloß, wie die Fränk. Tagespost" mittheilt, blatt der Gewerkschaftskommission" vorgelesen, der hauptsächlich vom 1. Januar ab nur noch eine Zuschußkasse zu bilden. den Achtstundentag betraf. Dafür muß er laut Urtheil des Schöffengerichts hörde 15 M. Strafe zahlen. Seine Berujung beim Dortmunder Landgericht war vergeblich. # Freien In Apolda wurde der Redakteur der Preffe", August Baudert, wegen Beleidigung eines Fabrikanten zu 3 Mt. Geldstrafe verurtheilt. Versammlungen. 1 P bei Kober, Hermann- und Wanzlichstraßen- Ecke( Rirdorf.) " 1 Turnverein Hoffnung, abends 9 ühe, im Nestaurant Schröder, Ma teuffelstr. 9. kraftturnverein Jugendkraft, jeden Mittwoch und Songs abend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Beughoffir. 8. Turnverein Gesund brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8-10% Uhr Abends in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39. Straftturnverein Berolina, abends Uhr Uebungsstunde bei Fauftmann, Reichenbergerſtr. 7sa. Theater- und Vergnügungs- Verein Sumanitas Abends sy Uhr bei Theaterverein Bultania 2", Abends 9% uh Reed, Lothringerfir. 94. Bergstr. 12, Restaurant Rehlig. Gefelliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant Sommer, Grünstraße 21. Sumoristischer Verein Arminia, Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45.- Kreuzfidel, bet Gumlich, Reichenberge ftraße 149. Fidele Brüder, bet. Mrose, Lachmannstr. 5.- Tourifien verein Frei Weg", Abend 9 Uhr bei Giedlutad, Manteuffelstr. 86. Bergnügungsverein ustig- Froh, Mittwoch 9 Uhr, Martischer Hof, Admiralstr. 18e. Sißung. 1 Rauchklub Ro o chloch, Abends 9 Uhr, bei flerstein, Admiralfir. 83. Rauchklub 2 affalle, Abends, bei Lock, Friedrichsbergerstr. 11. Nauchtiub Rothe Mette, bet Steuer, Weinstr. 22. Humoristischer Rauch tlub, Abends 9 Uhr, bet. Niemann, Görligerstr. 42. Rauchttub San fouci, Boechstraße 51. Rauchflub Ohne 3wang, Abends 9 Uhr be Späth, Weinstr. 28.- Rauchflub Grüne Quaste, bends 9 Uhr, bei Schlüter, Kleine Martusjtr. 10. Rauchflub Bultan, Abends 9 Uhr bet Ahmer, Gräfestr. 82. Rauchklub Goldene Qua ft e", Abends 9 he bei Muß, Josinftr. 8.- Rauchklub gutgesinnter Freunde, Abends Rauchtlub Schmotes Werte, Wegen groben Unfugs", begangen durch Abdruck eines Rauchtlub Borwärts GD." mit den Worten Sankt Sedan" überschriebenen Artikels, wurde In der am 31. Oktober tagenden Versammlung der Waldemarstraße 74 bei George. Humoristische Pfeifenbrüder der Redakteur der Thüringer Tribüne", Genosse Frauen- Agitationskommission legten die alten Mitglieder ihr Abends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Genoffen W. Salzwebel. Stattlub Trefi, bends 8% Uhr, bet Otto Babel, Frankfurter Allez 90. Güldenberg, vom Erfurter Schöffengericht zu 30 Mit. Amt nieder; es wurde eine neue Kommission gewählt, bestehend Bühnenverband Othello Abends 9 Uhr, Restaurant Lothringer Geldstrafe event. 6 Tagen Haft verurtheilt." aus folgenden Personen: Frau Leuschner, Frau Wengels, Frau ftraße 101. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. " 8 Uhr bei Neumann, Höchstestr. 28. Köpenickerstraße 121a bei Schöbel. " 10 te TO D f g h C be S d