Mr. 264. Gifcheint täglich außer Montage. Prets pränumerando: Viertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags Beilage Neue Selt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland ü. DesterreichUngarn a Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespalte.ne Petitzeile oder deren Raum 40 Pig., für Bereins: und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Machmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 hr Bors mittags geöffnet. Sernsprech- nfchinh 3mt 1, s. 4186, Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 10. November 1892. Wie wäscht man den Pelz und sein kommt, ist er durch tausende von Rücksichten auf sie geExpedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Endlich soll noch die Rechtsordnung das heilende Bad bunden. Versucht er auch nur die kleinste Wäsche des der Gesellschaft sein. Das Rechtsbewußtsein des Volkes soll sozialen Körpers vermittelst einer schwächlichen Arbeiterschutz- gekräftigt werden, und es bedarf auch solcher Kräftigung. Gesetzgebung, so muß er gleichzeitig durch unzählige Aus- Aber schlimm steht es mit diesem Bade! Wie schafft man. Daß der Pelz gewaschen werden muß, daß der Staats- nahmebestimmungen dafür Sorge tragen, daß der Pelz der eben eine Rechtsordnung, wenn man der Willkür nicht und Gesellschaftskörper einer gründlichen Wäsche bedarf, Bourgeoisie nicht naß werde. entbehren kann? Es giebt kein öffentliches Recht, dem macht ihn nicht uak? darüber herricht kaum noch ein Streit; aus allen Parteien Wenn irgendwo die Wäsche angebracht erscheint, ist sie gegenüber der Staat sich nicht die Möglichkeit seiner Verund Klassen können wir dies Zugeständniß verzeichnen, und es gegenüber dem Militarismus. Derselbe saugt den Wohl- legung vorbehalten hat. Eine feste Rechtsordnung wäre bie Wäsche könnte flott vor sich gehen, wenn nur nicht das stand des Volkes bis auf das Mark aus; er sichert nicht ein ganz gutes Bad, aber sie würde die MachtvollkommenBedenken wäre, der Pelz könnte bei der Wäsche naß werden. nur nicht den Frieden, sondern erhöht vielmehr mit der heit der Regierenden naß machen. Wo das Gesetz BeDa haben wir eine wirthschaftliche Entwickelung, die Kriegsbereitschaft auch die Kriegsgefahr; er schafft eine ftimmungen enthält, die feste Normen hinstellen über die mehr und mehr das Kapital in den Besitz einer kleinen An- besondere Militärkaste in Gegensatz zum übrigen Volke; persönliche Freiheit und die Bedingungen, unter welchen fie zahl Personen zusammendrängt, welche das kleine Kapital er stellt sich über das bürgerliche Gesez, über die entzogen werden kann, fonstatirt es Ausnahmen, die von und das Kleingewerbe verdrängt, expropriirt und die bürgerlichen Begriffe von Recht und Sitte. Aber der Entscheidungen der Behörde abhängig find. Wo es die große Masse des Volkes proletarisirt. Hier sehen wir der Militarismus hat auch noch andere Aufgaben Freiheit der Meinungsäußerung, der Vereinigung und Ver folossale Reichthümer aufgehäuft und dort Millionen im zu erfüllen. Der Klassenstaat könnte in die Lage sammlung ausspricht, hat es um diese Freiheit ein solches tiefften Glend lebend; hier sind Millionen Tag und Nacht kommen, ihn nicht nur gegen das Ausland zu brauchen. Netz vieldeutiger Bestimmungen geschlungen, daß das 3 ruheloser Sklavenfrohn gezwungen, Weiber und Kinder Der Militarismus ist überdies eine Stüße des Junkerthums, stärkste Rechtsbewußtsein fich be Freiheit und Gleichberechtigung, und das alles könnte den macht. Niemanden davor schüßt, in das Joch der Arbeit gepreßt, die ihnen nicht so vielen dessen Söhnen er eine Versorgung und eine glanzvolle sich in ihm zu verfangen. Die Ueberschreitung Lohn gewährt, daß sie auskömmlich ihr Leben fristen können, Laufbahn verschafft. Würde man also selbst die Ueber der Autoritätsbefugnisse der Staatsgewalt ist mit schweren dort wieder Hunderttausende arbeitslos und als" Strolche und zeugung von der Ueberflüssigkeit des Militarismus durch Strafen bedroht, aber zu gleicher Zeit ist es mit den größten Bagabunden gehegt, weil ihnen die Noth uno das Elend, Herbeiführung eines allgemeinen Friedenszustandes ge- Schwierigkeiten verknüpft, Staatsbehörden wegen Uebergriffen das sie erdulden, noch obenein als Verbrechen und Schande winuen, so würde man doch Scheu tragen vor der sozialen zur Verantwortung zu ziehen. Ja, die Rechtsordnung geht angerechnet wird; hier Ueberproduktion und dort Mangel Umgestaltung, welche das Fortfallen des Offizierkorps allein so weit, daß sie Handlungen erzwingt, von denen der am Nothwendigsten wahrlich ein Schauder überläuft mit sich führen müßte. Ministerialrath v. Wehrenpfennig selbst sagte, daß sie nur Jeden, der diese Zustände überblickt. Keine Schönfärberei Bildung für das Volf" war auch eines der beliebte- ein Ehrloser begehen könne( Es handelte sich um die Eindaß es nicht in die sten Schlagworte des Liberalismus. Auch heute wird sie führung des Zeugnißzwangs bei Preßvergehen). Die RechtsAugen fällt. Entzieht man es dem Auge, so klingt der noch oft hervorgehoben als eines der Mittel, welches die ordnung des Klassenstaats kann den Gesellschaftstörper nicht Camera de cen Leidcitoen ins Dhr. reicht mehr, hier gebildetan" no„ besigenden Fraſſen dem wolke äührenfrein waschen, denn die herrschenden Klassen wonnten dabei muß der Pelz gewaschen werden? Und es wird auch der müßten, um eine Wäsche des sozialen Körpers herbei- naß werden. Versuch gemacht. Millionenfach werden Vorschläge gemacht zuführen. Ja, Bildung aber welche Bildung? Ein Gesunden kann die Gesellschaft nur durch die Beseiti und Volt strebt nach Selbständigkeit, verlangt eine gung des Klassenstaates, wie sie die Sozialdemokratie erlindern sollen; die Fürsorge und Theilnahme geht sogar menschenwürdige Behandlung und ein menschenwürdigestrebt. Die Sozialdemokratie weiß und scheut nicht davor mit dem Küchenzettel des armen Arbeit soweit, daß vornehme Damen und reiche Fabrikanten selbst Leben, es verträgt nicht die polizeiliche Zuchtruthe, es will zurück, daß sie, wenn sie den Pelz wäscht, sie ihn auch naß nigen Pfen- Belz der herrschenden Klassen sehr naß machen. Solche nigen die Nahrung sich beschaffen kann. Große Bolitifer Bildung können sie nicht vertragen, also man schafft ein meisen dem Aermsten nach, daß, ob er noch so wenig ver- Surrogat der wirklichen Bildung, eine Scheinbildung, die biene, es immer noch hinreiche, um sich ein Vermögen zu den Menschen abstumpft, ihn demüthig macht, statt ihn zu sammenzusparen. Der Pelz soll gründlich gewaschen werden, erheben, die ihn seine Ketten selbst noch fester schmieden darf bei Leibe nicht den Millionär schädigen; jeder kleinste| er soll nicht naß gemacht werden. Die Wäsche lehrt. Religion und Sittlichkeit werden auch gepriesen als das Bad, in welchem die Menschheit gefunden solle. Es giebt eine Berlin, den 9. November. raubung des Kapitalisten, wenn dieser Vortheil nicht ihm Anzahl aufrichtiger Seelsorger, denen die Wiedergeburt Der preußische Landtag ist heute eröffnet worden. selbst zugleich hundertfach zutheil würde. Daher unterlassen der Menschen am Herzen liegt, aber eine noch unendlich Die Throurebe, deren Wortlaut wir im Landtagsbericht denn auch die Menschenfreunde" der Bourgeoisie nie, bei größere Anzahl solcher, denen die Religion nur eine gewinn- bringen, betont die ungünstigen wirthschaftden von ihnen angepriesenen ,, Wohlfahrtsanstalten" hervor und ansehenbringendes Profession ist. Die Vorschriften der Re- I i chen Verhältnisse, zu welchen die neue Militärvorlage, zuheben, welcher Gewinn aus denselben den Kapitalisten ligion und Sittlichkeit machen meist Halt vor den Thüren der die demnächst dem Reichstage zugehen wird, nicht recht jelbst ersprießen würde. In keinem Falle darf der Profit Wlächtigen und Besitzenden. Man würzt dem Hungeruben, passen will. Durch die neuen Steuervorlagen, heißt es in der des Direktors eine Einbuße erleiden. des Kapitalisten, die Dividende des Aktionärs, die Tantieme dem man an frommer Stätte die Wassersuppe reicht, die Thronrede, solle weder eine Vermehrung der Staatseinnahmen, selbe erst durch eine Predigt; und die Wände der Her- noch eine Erhöhung der Steuerlast, sondern lediglich eine Der Staat selbst, so sehr er auch die Nothwendigkeit bergen zur Heimath" find mit salbungsvollen Sprüchen ge- bessere Ordnung, eine gerechtere Vertheilung der Steuerber 2äsche erkennen mag, steht im Bann der herrschenden schmückt, die man vergebens in den Kasino's der adligsten lasten erzielt werden. Auch diese Versicherung der ThronKlaffen, muß sich als. Vollstrecker ihres Willens betrachten. Garderegimenter sucht, bei denen der religiöse Glaube schon rede wird ihre Ergänzung im Reichstage finden, dessen Wo ihm selbst das höhere allgemeine Interesse zum Bewußt zum Korpsgeist gehört. bedeutend erhöhter Etat hauptsächlich auf der Belastung der aber Feuilleton. Mabbrud verbolen.) Bel- Ami. Noman von Guy de Maupassant. [ 9 Politische Uebersicht. Reiner hielt ihn auf. Er stammelte einige Dankesworte, imponiren. Alles hier besaß eine gewisse Haltung und drückte der jungen Frau die Hand, die sie ihm gereicht Würde und sah so aus, wie es sich für das Vorzimmer hatte und verbeugte sich noch einmal vor dem neuen Gast, eines großen Blattes geziemte. dessen ernstes, faltes, weltmännisches Gesicht unverändert geblieben war. Dann ging er verwirrt hinaus, als wenn er eine Dummheit begangen hätte. Ist Herr Walter zu sprechen?" fragte Duron. " Der Herr Direktor konferirt gegenwärtig," erwiderte der Thürhüter. Wollen Sie ein wenig Platz nehmen." Als er wieder auf der Straße stand, war ihm traurig Er deutete nach dem Wartesalon, der schon voller und unbehaglich zu Wuth. Er hatte die dunkle Empfin- Menschen war. dung, als wenn ein geheimer Merger in ihm läge. Er ging Ernste, würdige, mit Orden geschmückte Männer bevor sich hin und fragte sich, was ihn so plötzlich verstimmt fanden sich darin und vernachlässigte Gestalten, an denen " Oh! Er ist Inspektor bei der Nordbahn. Ju Paris hätte. Er fand nichts, aber immerfort stand ihm die ernſte, nicht ein Faden reiner Wäsche aus dem bis zum Hals hält er fich nut acht Tage im Monat auf. Seine Frau schon etwas ältliche Figur des Grafen von Baubrec in zugeknöpften Rocke hervorsah, der auf der Brust wahre LandDrei Frauen waren unter den nennt sie„ den nothwendigen Dienst", oder auch die Frohn- granen Haaren und mit dem ruhigen, unverschämten Ge- karten von Flecken trug. boche" oder auch die„ heilige Woche". Wenn Sie fie näher ficht eines sehr reichen und selbstbewußten Mannes vor den Wartenden. Eine von ihnen war hübsch und lächelte; in tennen lernen, werden Sie sehen, wie nett und liebens- Augen. ihrer eleganten Toilette sah sie wie eine Kokette aus. würdig sie ist. Besuchen Sie sie doch eimnal." Er merkte, daß die Ankunft dieses Unbe Das tragische Gesicht, die gerunzelte Stirn, die dunkle Duroy dachte nicht aus Fortgehen; es fam ihm so kannten, die das reizende Zwiegespräch, woran sich Kleidung ihrer Nachbarin hatten etwas Zerknittertes und dor, als müsse er immer hier bleiben, als sei er hier zu sein Herz so schnell gewöhnt, unterbrochen hatte, ihn in Künstliches an sich, wie man es gewöhnlich bei alten diese falte, mißmuthige Stimmung versetzt hatte, wie sie Schauspielerinnen findet, eine Art falscher, längst entflohener Herr trat ein, den man nicht angemeldet hatte. Da öffnete sich geräuschlos die Thür, and ein großer eine kleine Störung, ein Wort, ein Unglücksfall, von dem Jugend. wir Zeuge sind, zuweilen in uns hervorruft. Die dritte Frau war in Trauer und stand in der Er blieb stehen, als er einen Mann da ſizen sah. Auch hatte er den Eindruck, als sei der Fremde, ohne Haltung einer trostlosen Wittwe in einer Ecke. Duroy Einen Augenblid jab es so aus, als sei Frau Forestier daß er wußte warum, unzufrieden damit gewesen, ihn dort dachte, daß sie wohl um ein Almosen betteln wollte. genirt, dann aber sagte sie, obwohl ihr eine leichte Röthe zu treffen. Zwanzig Minuten verstrichen so, ohne daß jemand vorins Gesicht gestiegen war, mit ihrer natürlichen Stimme: Bis drei Uhr hatte er nichts vor, und es war erst gelassen wurde. Treten Sie nur näher, lieber Graf. Ich habe Ihnen Mittag. Sechs Franks fünfzig waren ihm noch geblieben, Da hatte Duron einen guten Einfall. Er wandte sich Georges Duron, einen fünftigen Journalisten." bier einen guten Kameraden von Charles vorzustellen, Herrn und so ging er zu Duval frühstücken. Dann bummelte er wieder an den Thürhüter:„ Herr Walter hat mich um drei auf dem Boulevard herum, und als es drei Uhr schlug, Uhr hierher bestellt. Sehen Sie jedenfalls nach, ob mein beste und intimste Freund unseres Hauses, Graf von Dann sezte sie in verändertem Tone hinzu:" Der stieg er die Reklametreppe der" Vie Française" empor. Freund Forestier da ist." Die Bureaudiener saßen mit gekreuzten Armen auf Nun ließ man ihn in einen langen Korridor eintreten, Bandrec." einer Bank, während hinter einer Art kleinen Bureaus ein der in ein großes Zimmer führte. Dort saßen vier Herren die Augen und Duroy zog sich sofort zurück. Die beiden Männer verbeugten sich, blickten sich tief in Thürhüter die eben eingelaufenen Briefe ordnete. Die In- an einem breiten grünen Tisch und schrieben. fzenirung war vorzüglich: fie mußte. allen Besuchern Forestier stand am Dfen, rauchte eine Zigarette und Hause. großen Masse der Bevölkerung beruht. " Aus der Thron- dings auch die Juvaliditäts- und Alters- Versicherungsanstalt[ v. Lesseps angeordnet. Damit bleibt ein Berbrechen rede verdient noch die Verheißung einer Gesetzesvorlage über in Schlesien. Sie will aus ihrem Fonds Darlehne zur Förde- ungefühnt, das an Größe seinesgleichen sucht. Hat doch die Wahlen zum Abgeordnetenhause hervorgehoben zu wer- rung des Baues von Arbeiterwohnungen hergeben, und zwar der große Franzose feine Landsleute, und zwar die wirth den. Eine wesentliche Aenderung des Dreitlassen Wahl- will sie zu diesem Zweck an Gemeinden, milde Stiftungen, Unter- schaftlich Schwachen, um die Riesensumme von 1600 Millionen systems oder gar die Einführung des allgemeinen gleichen nehmungen und Arbeitgeber jährlich bis zu Frants betrogen. Wahlrechts ist jedenfalls auch von dieser Vorlage nicht zu einer Million Mark zu 3 pCt. bei regelmäßiger Tilgung Wir sind die letzten, das hervorragende Verdienst des erivarten. innerhalb längstens 50 Jahren ausleihen. Als Beleihungs- genialen Ingenieurs schmälern zu wollen. Der Suezkanal grenze sind 80 pCt. des Platz- und Bauwerths der Grund ist und bleibt eine der kühnsten Thaten der Kulturgeschichte. Zur Militärvorlage. Das Fiasko der Militär- ftücke angenommen. Für Unternehmer und Arbeitgeber" ist Daß sein Erbauer aber seinen Ruhm für dieses Werk be vorlage vor der öffentlichen Meinung ist ein so überwälti- hier Gelegenheit, billiges Rapital für eigene Spekulations nugte, um in Sachen des Panamafanals gegen die dank gendes, daß das Gerücht, die Regierung wolle das Unglücks- zwecke zu erhalten. Der Mangel an Arbeiterwohnungen bare Nation einen gigantischen Betrug ins Werk zu sehen produkt zurückziehen, nicht als ganz unbegründet von und die theuern Miethspreise sind durch die Bauspekulanten und sich selbst dabei zu bereichern, das ist ein Bubenstück, so der Hand gewiesen werden kann. Jedenfalls hat die Re- hervorgerufen und jetzt sollen die Arbeitergroschen noch dazu groß, daß es durch keinen Ruhm entschuldigt werden kann. gierung den Kopf verloren, sonst würde sie in ihrer Verdienen, den Profit der Bauspekulanten zu fördern. Wollen Als Lesseps schon wußte, daß er sich in dem Plane heidigung des Dings nicht so furchtbar ungeschickt sein und die Versicherungsanstalten gemeinnützig wirken, so haben sie total geirrt und mit den geforderten 500 Millionen nicht buchstäblich Fehler und Mißgriff auf Fehler und Mißgriff in erster Reihe bei Unterstützung gemeinnütziger Unter- einmal die Vorarbeiten ausführen könne, fälschte er die häufen und einen immer gröber und plumper als den nehnungen die Privat- Spekulanten, gleichviel ob sie veröffentliche Meinung, die Geschäftsberichte, die Urtheile der einzelt oder genossenschaftlich auftreten, fern zu halten. Sachverständigen. Und er begrub nach und nach 1600 Mill Franks in den Bergen und Sandhaufen Panama's. Am Der Militarismus ist ein Phantom, ein Hirn- Ein Nachfolger Göhre's. Wie Paul Göhre, ein 1. Februar 1893 werden die Aktien mit dem Ablauf der gespinust, das in Wirklichkeit nur in einem absoluten Staate junger Theologe, drei Monate als Fabrikarbeiter lebte und Konzession auch formell für werthlos erklärt werden. und ein solcher ist auch die absolute Demokratie arbeitete, um aus eigener Erfahrung das Arbeiterleben Er selbst, der große Franzose", aber raffte ein Ver denkbar ist, also verkündet die Norddeutsche Allgemeine fennen zu lernen, so versuchte auch jüngst der Kandidat mögen zusammen, das man auf 150 Millionen Frants Zeitung": Wangemann, der Sohn des Missionsdirektors, in der schätzt. " In einem Lande aber, wo allgemeine Mehrpflicht Gestalt eines reisenden Handwerksburschen die Lage der besteht, wo jeder nach Maßgabe der verfassungsmäßigen Orbarmen Reisenden" kennen zu lernen, bei welcher Gelegen matisch, wie ein Hochstapler von Zunft, denn das ganze Um dieser Habgier willen täuschte er die Nation syfte nung das Wehrrecht ausübt und wo es feinerlei absolutistische heit er denn auch die unliebsame Berührung mit Gen Unternehmen war nichts weiter als eine Versorgungs Diktatur zu vertheidigen giebt, kann ein solcher Organismus überhaupt sich weder bilden, noch viel weniger aber dauernd darmen kennen lernte. Der christlich- konservative Reichsbote" anstalt für verfehlte Existenzen. Verkrachte Bankiers und fortleben, wie der den demokratischen Born auf sich lenkende bemerkt hierzu: gefinnungstüchtige Börsianer, auch Berliner Pflanzen Militarismus" sein soll..." wurden jahrein jahraus als Direktoren" nach den Pracht bauten an der Meerenge von Panama abgeschoben. Sie alle haben dort ihr Dorado( Goldland) gefunden, wie ihr andern. " 29 Es kann daher auch gar keine Rede davon sein, daß bei uns der„ Militarismus" alles andere überwuchert hätte, oder zu überwuchern drohte, daß es sogar eine Raste" gäbe, deren eigentlichstes Lebenselement gerade in dem Streben solchen Ueberwucherns erkennbar würde...." Die„ Norddeutsche Allgemeine" fragt weiter, wer denn die Personen seien, in denen sich das Phantom des Militarismus verkörpere. „ Denn was die Männer fordern, welche innerhalb der Heeresverwaltung berufen sind, die Organisation der eigenen und fremden Armeen zu überwachen und die eigene fortzu bilden, das fordern sie doch nicht etwa für den Militarismus", sondern in Erfüllung einer ihnen auferlegten schwierigen und verantwortungsvollen Pflicht." Wer das nicht einfieht, daß wir keine tastenartige Gliederung im Heere haben, daß unsere Militäreinrichtungen nicht von einer in zunftmäßigen Anschauungen über Krieg und Diplomatie aufgewachsenen Klasse getragen sind, der hat eben nach der Norddeutschen Allgemeinen" weder Verstand noch Urtheil. Der Pindter, der Jahre hindurch alles zu vertheidigen hatte, was der berüchtigtste Fälscher und Lügenvater, Bismarck, aussann, kann das behaupten. Er bringt noch mehr fertig. allowing tuzuyth us. " " Wir hatten schon früher von dem Unternehmen des Randidaten Wangemann gehört; es war ihm die Aufgabe gestellt, zu erforschen, ob die Herbergen zur Heimath, die Verpflegungs stationen und was damit zusammenhängt, auch ihre Pflicht thun, und das leisten, wozu sie bestimmt sind. Deshalb nahm Beschüßer und Meister. Wangemann die Gestalt eines gewöhnlichen Handwerksburschen An dem Gelde aber klebt der Schweiß von hundert an. Wir haben schon früher ausgesprochen, daß wir fein tausenden von Arbeitern, haften die Thränen von Wittwen Freund solcher Unternehmungen sind. Diese Simulirung hat und Waisen. Und Herr von Lesseps genießt seinen Raub etwas zu unangenehmes, macht die Arbeiter mißtrauisch und in Ruhe. Das französische Minifterium wagte nicht, den wirkt auch nicht gut auf den Charakter dessen, der diese Simu- Ritter der Ehrenlegion, das Akademiemitglied, zur Berlation so lange ausführen soll." antwortung zu ziehen, weil es fühlte, daß er Fleisch von Bemerkung hinzu: Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" fügt dieser seinem Fleische und Blut von seinem Blute sei. Hier hätte Herr Südfeld alias Nordau die Studien Der Reichsbote" hat vollkommen Recht, derartige machen müssen zu seinem Radau- Goulyacz über die„ Ent Unternehmungen zu tadeln. Die Art praktischer Sozial" politif, welche die Herren Göhre und Wangemann artung der Menschheit". betreiben, bewirkt das Gegentheil ihrer Absicht. Das Pariser Dynamit- Attentat hat fünf Meuschen Sie macht die Arbeiter mißtrauisch, ausgehorcht zu leben gekostet. Natürlich sucht der Kapitalismus dieſes werden, und wirbt, wie wir hinzufügen, deshalb Retzuten für Bubenstück, das wir für die That eines Frrfinnigen oder die Sozialdemokratie." " Die Mißbilligung der beiden konservativen Blätter hat eines gemeinen Verbrechers halten, politisch zu verwerthen einen ganz anderen Grund, als den sie aussprechen. Sie und gegen die Sieger von Carmaux" auszunußen. Durch befürchten nicht, daß das Mißtrauen der Arbeiter geweckt nicht versöhnt, sondern im Gegentheil noch frecher gemacht die Nachgiebigkeit gegen die Streifenden seien die Arbeiter wird so zarte Rücksichten kennen die Herren nicht-, als vielmehr eine andere Gefahr. Wer einmal einige Wochen worden, wie Figura zeige. Das ist einfach niederträchtig. von fämmt das Loos der Arbeiter wirklich freiwillig auf sich genommen Ist doch seinerzeit vor etwa 10 Tagen Graf Limburg Stirum hat endlich auf seinen hat, der paßt nicht mehr in Reih' und Glied der Bourgeois- lichen Pariser Zeitungen, auch dem Regierungsorgan Antrag seinen Abschied ohne Pension erhalten. Seit parteien, mag er auch noch so konservativ und kirchlich Temps" gemeldet worden, wie die Streifenden von einer ganzen Reihe von Jahren außer Dienst bezog er doch gesinnt sein. Er bringt jedenfalls ein gutes Stück Zweifel Schwindelhafer" unter den guten sozialistischen Weizen Carmaux einen Dynamitprediger, der anarchistischen als Beamter zur Disposition sein Gehalt, und fühlte sich an der bestehenden Gesellschaftsordnung mit und sein so wohl dabei, daß er glaubte, sich das Vergnügen seiner Glaube an die„ beste der Welten" erleidet einen tüchtigen zu fäen versuchte, sozusagen hermetisch boykotteten und aus der Stadt hinaus spedirten. Die Züchter der Opposition gegen die Regierung gestatten zu können. Das Stoß.. Attentate sind nicht unter den Sozialisten zu suchen bekam ihm freilich schlecht, denn der Disziplinargerichtshof verurtheilte ihn zur Amtsentsegung, die jedoch infolge einer Die Emser Depesche. Die„ Kölu. Bolkszeitung" ver- In Paris sollte man die 30 000 Franks Subvention, Rearabianna nicht nullangen murde Con bung also sein öffentlicht in ihrer geftriaen immer die gefälschte mier welche der Polizeipräfekt Andrieur weiland jährlich für au Gehalt weiter, ohne daß seine„ Ehre" daran Anstoß nahm. Depese( welche v. Bismarck im kritischen Moment ben offt- archistische Attentatzüchterei auszahlte, doch nicht vergessen Jetzt endlich hat er doch auf eigenen Antrag" seinen Ab- 31ellen Staatsdepeschen beigelegt ward) und setzt hinzu: haben. Der anarchistisch polizistische Dynamiterich François schied erhalten, und, da eine Penfionirung nur infolge Das also war die Fanfare". Der Text der Chamade", dauernder Dienstunfähigkeit oder nach zurückgelegtem das Rückzugfigual, das der Fürst zur Fanfare" oder An- oder Francis, der durch einen fatalen Zufall 65. Lebensjahre erfolgt, ohne Pension. Es mag ihm griffsignal umgestaltete, ist nicht bekannt ge- Uebereifer eines Unteragenten in London seinem, seit Monaten der Pariser Polizei bekannten und sorgfältig von fauer genug geworden sein, seinen Abschied zu nehmen; woorden." nur noch kurze Zeit hätte er sein Wartegeld zu beziehen doch! Wörtlich und vollständig nachzulesen in der ihr behüteten Versteck entrissen ward, und jetzt von Eng brauchen, und er hätte den Abschied mit Pension fordern bei Grillenberger erschienenen Schrift über die Emser De- land ausgeliefert werden soll, wird erzählen können, wie pesche.„ Chamade" und" Fanfare" sind dort übersichtlich Attentate à la Ravachol gemacht werden. Und die Pariser nebeneinander gestellt.- Uebrigens rathen wir der Kölni Polizei lernt dann vielleicht auch die Nützlichkeit des Kinder Arbeiterwohnungen als Deckmantel für Bauspeku- schen Volkszeitung", einmal die Rede ihres Parteigenossen, spruchs fennen: Spiele nicht mit Schießgewehr! Es geht Das Vermögen der Alters- und Juvaliditäts- des genialen Mallinckrodt, zu lesen, die derselbe 1874, mitunter in falscher Richtung los. Versicherungsanstalten darf nach dem Gesetze nur in Reichs-, furz vor seinem Tode, im Reichstag gegen Bismarck hielt. Staats- und Kommunalverbands Schuldscheinen angelegt Mallinckrodt war einer der Wenigen, die Bismard von Anwerden. Für ein Viertel des Vermögens ist ausnahmsweise fang an durchschauten. die Anlegung in anderen zinstragenden Papieren und tönnen. Ianten. " Sen In der Deputirtentammer gab heute bas Dynamit- Attentat zu stürmischen Auftritten Anlaß. Der Ministerpräsident Loubet beantwortete die Anfrage wegen des Attentats durch Mittheilung alles Bekannten über den Hypotheken gestattet. Eine ganze Reihe von Versicherungs- Der Panama- Komödie zweiter Theil geht zu Ende. Dynamitanschlag. Darauf entfesselte sich die ganze Wuth anstalten( Berlin, Brandenburg, Hannover, Sachsen, Baden) Wie aus Paris berichtet wird, hat das französische der gesammten Rechten. Die Schwäche der Regierung, die hat von der letzteren Befugniß Gebrauch gemacht und neuer Ministerium die Niederschlagung der Klage gegen Herrn in Carmaux teine Kartätschen brauchte, soll die Schuld spielte mit einem Fangstock. Er entwickelte dabei große Die Konferenz, die seit einer Stunde währte, bestand Geschicklichkeit und spießte regelmäßig mit der kleinen Stock- in einer Partie Ecart é, die der Direktor mit einigen jener spige die große gelbe Buchsbaumfugel auf. Zweiund Herren in breiten Zylindern spielte, die Duroy schou am zwanzig... dreiundzwanzig... fünfundzwanzig," zählte er. Abend vorher bemerkt hatte. Sechsundzwanzig," rief Duroy. Sein Freund blickte Herr Walter hatte die Karten in der Hand und spielte auf, bewegte aber seinen Arm regelmäßig weiter: Ach, mit äußerster Aufmerksamkeit und verschmißten Bewegungen, Du bist's. Gestern hab' ich siebenundfünfzig Treffer während sein Gegner mit der gefälligen Leichtigkeit und hinter einander gemacht. Nur Saint- Botin hier bringt es Geschicklichkeit eines geübten Spielers die dünnen bunten auf mehr. Hast Du den Direktor schon gesprochen? Es Blätter aufdeckte, zusammennahm und mischte. giebt nichts Komischeres, als den alten Tolpatsch von Norbert mit dem Fangstock spielen zu sehen. Er reißt den Mund dabei auf, als wenn er die Kugel verschlingen wollte." Einer der Redakteure drehte sich nach ihm um: „ Hör mal, Forestier, ich weiß, wo ein famoser Stock zu verkaufen ist, einer aus Ebenholz. Er soll der Königin von Spanien gehört haben und sechzig Franks kosten. Das ist nicht zu viel." Wo ist er zu haben?" fragte Forestier. Und als er den siebenunddreißigsten Ball ausgelassen hatte, öffnete er einen Schrank, in dem Duroy etwa zwanzig wunderschöne und wie Bücher in einer Sammlung wohl geordnete und nummerirte Fangstöcke sah, stellte sein Spielzeug an seinen Blatz und wiederholte: Wo ist das Ding denn zu haben?" Bei einem Billethändler am Vaudeville," erwiderte der Redakteur. Ich bring' ihn Dir morgen mit, wenn Du ihn haben willst. Gewiß. Wenn er sehr schön ist, nehme ich ihn. Fangstöcke kann man nie genug haben." Nun erst wandte er sich an Duroy: Komm mit, ich will Dich zum Direktor führen, sonst könntest Du bis sieben Uhr Abends warten." Norbert von Varenne saß im Stuhl des Direktors und schrieb einen Artikel, während Jacques Rival der Länge nach auf einem Divan lag und mit geschlossenen Augen eine Bigarre rauchte. Die dumpfige Luft im Zimmer roch nach Firniß, Tabak stummeln und Buchdruckerei; jener besondere Redaktionszimmer- Geruch schwebte im Raum, den alle Zeitungsmenschen tennen. Auf dem schwarzen Holztisch mit Kupferinkrustationen lag ein mächtiger Papierhaufen; Briefe, Karten, Zeitungen, Zeitschriften, Lieferantenrechnungen, Druckschriften jeder Art waren durcheinander gemengt. Forestier drückte den Wettenden, die hinter den Spielern stauden, die Hand und sah, ohne ein Wort zu sagen, der Partie zu. Erst als der alte Walter gewonnen hatte, stellte er vor: " Hier ist mein Freund Duroy." Der Herausgeber sah den jungen Mann mit einem plöglichen Blick über seine Brillengläser an und fragte: Bringen Sie mir meinen Artikel? Er fommt gerade zur rechten Zeit. Die Morel'sche Interpellation steht heute auf der Tagesordnung." Sie gingen durch den Wartesalon, wo dieselben Leute Duroy zog die zweimal gefalteten Blätter aus seiner in derselben Ordnung noch immer harrten. Als Forestier Tasche:" Hier, bitte." erschien, erhoben sich die junge Dame und die alte Schau- Der Herausgeber schien zufrieden zu sein und sagte spielerin rasch von ihren Plägen und stürzten auf ihn zu. lächelnd: Gut, sehr gut. Sie halten Wort. Muß ich es Er führte sie nacheinander in eine Fensternische, und erst durchlesen, Forestier?" obwohl sie sich Mühe gaben, leise zu reden, hörte Duroy doch, daß er sie beide duzte. Als er sie los geworden war, stieß er zwei Polster thüren auf, und sie drangen zu dem Direktor vor. Sie können sich die Mühe sparen, Herr Walter," er widerte Forestier eilig. Ich habe die Arbeit mit ihm zu sammen gemacht, um ihm das Handwerk ein bischen beizubringen. Sie ist sogar sehr gut gerathen." Der Direktor, der gerade Karten bekam, die ein großer magerer Herr, ein Abgeordneter vom linken Zentrum, gab, erwiderte gleichgiltig: Es ist also abgemacht. Forestier ließ ihn aber nicht erst die neue Partie an fangen, sondern flüsterte ihm ins Ohr: Sie erinnern sich doch, daß Sie mir versprochen haben, Duroy an Marambot's Stelle zu setzen. Darf ich ihn zu denselben Bedingungen nehmen?" Ja, gewiß." Der Redakteur nahm seinen Freund unter den Arm und während Herr Walter weiterspielte, zog er ihn fort. Norbert von Varenne hatte den Kopf nicht gehoben er schien Duroy nicht wiedererkannt zu haben. Aber Jacques Rival schüttelte ihm mit demonstrativer, absichtlicher Leb haftigkeit die Hand. Darin lag die Versicherung, daß e ein guter Kamerad sei, und daß man, wenn es sein müsse, auf ihn rechnen dürfe. Sie gingen durch den Wartesalon zurück, und als jeder sie anblidte, sagte Forestier an der jüngsten Dame, aber laut genug, daß alle Geduldigen es hören konnten: „ Der Direktor wird Sie sofort empfangen. Er konferirt augen blicklich mit zwei Mitgliedern der Budgetkommission." Dann ging er mit bedeutender und pressirter Miene schnell weiter, als wenn er sofort eine Depesche von äußerster Wichtigkeit zu redigiren hätte. Sobald sie wieder im Redaktionszimmer waren, holte Forestier seinen Fangstock sofort wieder hervor, nahm sein Spiel wieder auf und sagte zu Duron, während er sich be ständig unterbrach, um die Treffer zu zählen: Eins, - ich will Dir zunächst ein Einführungsschreiben Du kommst jetzt also jeden Tag um drei Uhr hierher, und ich sage Dir, wohin Du zu geben, und wen Du am Tage, am Abend oder am nächsten Morgen zu besuchen haft an den Vorsteher der ersten Abtheilung der Polizeipräfektur zwei, der Dich dann an einen Be ausstellen, amten weisen wird. Mit dem kannst Du Dich wege brei, wichtiger Neuigkeiten in Verbindung setzen wegen der Polizeinachrichten, der offiziellen und halb offiziellen, wohlverstanden. Alles Nähere theilt Dir Saint Potin, der auf dem Laufenden ist, mit- vier, Du I 仁 tragen an dem dem Dynamitverbrechen. Der Kriegshahit I Déroulède ruft den Sozialisten zu: Ihr seid vaterlands lofe Verbrecher." Lafargue und Ferroul verwahren die Sozialisten vor jeder Gemeinschaft mit dem Dynamit verbrechen. Nachdem das wüthende Toben der reaktionärsten Abgeordneten sich erschöpft, wird schließlich eine regierungsfreundliche Tagesordnung angenommen. Grlauchte, edle und geehrte Herren von beiden Häufern Des Landtages! noch nicht eingetreten. Gemeindelasten bei angemessener Berücksichtigung der Verwen dungszwecke. Wenn auch durch die Reform nicht eine Vermehrung der Seine Majestät der Kaiser und König haben mich mit der Eröffnung des Landtages der Monarchie zu beauftragen geruht. Staatseinnahmen, noch eine Erhöhung der Steuerlast, sondern ungünstige Gestaltung im Jahre 1891/92 bereits bei Ihrem letzten wesens erreicht werden soll, so muß doch nach Lage der Finanzen In der Finanzlage des Staats, auf deren voraussichtlich lediglich eine bessere Ordnung des gesammten direkten SteuerBusammentritt hingewiesen wurde, ist eine Wendung zum besseren des Staats für den Ausfall voller Ersatz geschaffen werden, welcher durch den Verzicht auf die Realsteuern im Betrage von etwa Italien. Das Ministerium Giolitti hat einen der Steigerung des Ausgabebedarfs bei den Staats- Eisenbahnen, Die Rechnung des Jahres 1891/92 hat, wesentlich infolge 102 Millionen Mark erwächst. Dazu sollen die im voraus hierfür bestimmten Mehrerträggroßen Wahlfieg" erfochten- einen zu großen. Wenn mit einem Fehlbetrage von mehr als 42 Millionen Mart ab- nisse der Einkommensteuer, der bisherigen Ueberweisungen aus hundert Regierungskandidaten weniger gewählt worden geschlossen. Die erforderliche Vorlage wegen Deckung dieses den Getreide und Viehzöllen an die Kreise, für welche diese und wären, dann hätten wenigstens die Dummen, deren Zahl Betrages durch Aufnahme einer Anleihe wird Ihnen zugehen. die Gemeinden durch die Freigabe der gesammten Realsteuern ja nirgends eine kleine ist, nicht bemerkt, daß die italienischen Auch für das laufende Jahr kann nach den bisherigen Er- vollen und gesicherten Ersay erhalten, sowie das Aufkommen aus Wahlen nur eine absolut werthlose Komödie sind, mit der gebnissen ein günstiger Abschluß nicht erwartet werden, da ins- der Ergänzungssteuer dienen. das Volk gar nichts zu thun hat. Nur ein kleiner Bruch- das Auftreten der Cholera verschärften Ungunst der wirthschaft Bielen der Steuerreform, welche bei den Berathungen über das besondere die Einnahmen der Staatseisenbahnen unter der durch Aus der wesentlichen Uebereinstimmung mit den dargelegten theil der Bevölkerung hat das Recht, bei der Wahlkomödie lichen Verhältnisse nicht unbeträchtlich hinter dem Voranschlage Einkommensteuergesetz und des Gewerbesteuergesetzes im Landtage mitzuspielen, und dieser Bruchtheil selbst ist von dem zurückbleiben. Komödienhaften der Komödie so durchdrungen, daß die hervorgetreten ist, schöpft die Staatsregierung die zuversichtliche Mehrheit der Bevorzugten" auch diesmal bei den Wahl- wickelung der sonstigen Staatseinnahmequellen und bei der Größe Entwürfe zu einer vollen Einigung zu gelangen. Wenn auch die Finanzlage bei der fortschreitenden Ent- Hoffnung, daß es gelingen werde, auch über die jetzt vorgelegten urnen durch Abwesenheit glänzte. Das Volt, welches die des Staatsvermögens zu feinerlei Besorgnissen Aulaß giebt, so Steuern zahlt, auf dessen Rücken die Komödie aufgeführt wird müssen doch bei dem derzeitigen Rückgange der Ueberschüsse der und aus dessen Rippen die Komödianten sich das Fleisch schneiden umfangreichen Staatsbetriebe in dem Staatshaushalts- Etat das arbeitende, hungernde, unter der Walze des Kapitalis noch beschäftigt, die Ausgaben in allen Zweigen der Staats für 1893/94, dessen Aufstellung die Staatsregierung gegenwärtig mus und Militarismus trocken gepreßte Volt, das die Ge- verwaltung mit großer Sparsamkeit unter Beschränkung auf schichte Italiens macht heute leidend, morgen handelnd die dringlichsten Anforderungen bemessen und die Einnahmen es steht abseits, dumpf grollend und wartend, wartend, aus den Betriebsverivaltungen besonders vorsichtig veranschlagt bis irgend ein Steinchen die Lawine ins Rollen bringt und werden. das wirkliche Italien auf die Bühne tritt, und das prunkende, schwelgende Italien der Komödie zum Tempel hinausjagt auf die Anklagebant. Crispi triumphirt, und morgen? Bankrott. Nein, nicht Herr Giolitti triumphirt, der König triumphirt, Herr morgen, schon heute. Der Bankrott ist da, und kein Festjubel bezahlt das Defizit des Dreibundes.Bei dieser Sachlage muß die Fortführung der in den letzten Jahren begonnenen allgemeinen Ausbesserung der Beamten besoldungen zum lebhaften Bedauern der Staatsregierung für das System des Aufsteigens im Gehalt nach Dienstaltersstufen zunächst Jahr 1893/94 noch ausgesetzt bleiben. Dagegen soll das für die Unterbeamten bereits bestehende auf die mittleren Beamtentlassen ausgedehnt und das Aufrücken von Hilfsarbeitern dieser Klassen in etatsmäßige Stellen durch Vermehrung der letzteren gefördert werden. Der geplante Fortfall der staatlichen Realsteuern ist von er heblichem Einflusse auf die Bildung der Urwähler- Abtheilungen für die Wahlen zum Haufe der Abgeordneten und der Wahldadurch und infolge der Veranlagung der neuen Einkommensteuer Abtheilungen für die Wahlen von Gemeindevertretungen. Die eintretende Verschiebung in der Abstufung des Wahlrechts bedarf der Abhilfe. Zu diesem Zwecke wird Ihnen eine Gesetzesvorlage sobald als thunlich zugehen. Wegen der Verwendung des bis zum Inkrafttreten der Gefetzentwürfe über die Steuerreform gesammelten Fonds aus den Mehrerträgnissen der Einkommensteuer werden Ihnen besondere Vorschläge unterbreitet werden. Bedacht genommen werden. Dabei wird auf die Verbesserung der Lage der Boltsschullehrer und auf die Erleichterung der Schullasten der Gemeinden Borschläge wegen Erweiterung, Vervollständigung und besserer Ausrüstung des Staatseisenbahnneges werden Ihnen auch in diesem Jahre, wenn auch in einem durch die Finanzlage des In Belgien ist es gestern nicht zum Straßenkampf gekommen Die gesegliche Feststellung der Grundsäge für die Veran Staats beschränkten Umfange zugehen. - was wesentlich der Disziplin unserer Partei- schlagung, Führung und. Kontrolle des Staatshaushalts ist Meine Herren, indem ich Sie einlade, Ihre Arbeiten wieder genossen zu verdanken ist, welche die erbitterten Massen im inzwischen wesentlich gefördert worden, aber noch nicht zum vollen aufzunehmen, gebe ich der Zuversicht Ausdruck, daß unter Baum hielten, weil sie den sicheren Sieg bei methodischem Abschlusse gelangt, so daß Ihnen in der bevorstehenden Tagung, Gottes Segen auch in der bevorstehenden Tagung Ihre BeVorgehen den unsicheren Chancen einer Straßenschlacht vor- in welcher überdies Ihre Zeit und Kraft durch andere wichtige rathungen und Beschlüsse das Wohl und Gedeihen des Landes ziehen. Wenn die Regierung nicht einlenkt und dem Willen und dringliche Vorlagen start in Anspruch genommen werden, fördern werden. des Volkes nachgiebt, ist allerdings ein revolutionärer Aus- ein bezüglicher Gefehentwurf noch nicht vorgelegt werden kann. Auf Befehl Seiner Majestät des Kaisers und Königs erkläre bruch unausbleiblich; und gestern schon konnten die Ge- Abschluß der im Jahre 1890/91 begonnenen Umgestaltung des Den bedeutsamsten Gegenstand Ihrer Berathungen wird der ich den Landtag der Monarchie für eröffnet. Die Thronrede wurde ohne jede Aeußerung des Beifalls aufwalthaber sich überzeugen, daß die zwei chernen Säulen, staatlichen und kommunalen Steuerwesens bilden. genommen. auf welche sie sich stützen: Armee und Polizei, voller Risse find. Die Thronrede, mit welcher die Kammer gestern er öffnet ward, ist absolut nichtssagend. Wenn unter so kritischen Verhältnissen das Haupt der Regierung nichts zu sagen weiß, so ist das allerdings sehr vielsagend. Abgeordnetenhaus. 1. Sigung, 9. November. Zu provisorischen Schriftführern werden berufen die Abgg. dem Bureau übertragen, welches dieselben sofort nach Schluß Die Berloofung der Mitglieder in die Abtheilungen wird der Sizung vollziehen wird. Die Abtheilungen werden sich morgen nach Schluß der Sigung tonftituiren. Schluß 1 Uhr 20 Minuten. Nächste Sigung Donnerstag 12 Uhr. Wahl der Präfi denten und Schriftführer und Entgegennahme von Vorlagen der Staatsregierung. Der zu diesem Behufe verfolgte Plan bezweckt, die in untrennbarem Zusammenhange stehenden Ziele der Reform gleichzeitig und in vollem Umfange zu erreichen. Diese Ziele find darauf gerichtet, unter Beseitigung der unbilligen und ungleichen ärterer Beranziehung des vererblichen Befiheinkommens im Herr von Köller, die Sitzung. Anwesend find 270 AbBorbelastung der Grundbesitzer und Gewerbetreibenden und unter Um 14 Uhr eröffnet der Präsident der vorigen Seffion, Gegensatz zum Arbeitseinkommen, die staatlichen Steuerlaften geordnete, das Haus ist also beschlußfähig. Im schwedischen Reichstag beantragte ein Stock nach Maßgabe der Leistungsfähigkeit der Steuerpflichtigen zu holmer Abgeordneter die Einführung des a II gemeinen vertheilen, den Gemeinden neue Steuerquellen zu eröffnen und Hartmann, Kolisch, Jurivalle und Olzem. Stimmrecht 3, bevor die neue Armee- Organisation in dadurch, sowie durch geeignete geſegliche Bestimmungen und Kraft tritt. Der Präsident bezeichnete diesen Antrag als gesetz- gerechteren Vertheilung der Gemeindelaften unter wesentlicher Beschränkung der Zuschläge zur Einkommensteuer zu gelangen. widrig, da der Reichstag nur dazu einberufen worden sei, über die neue Militärvorlage zu berathen, weshalb über andere läutern und begründen. Zu seiner Durchführung werden Ihnen Eine Denkschrift wird den Gesammtplan eingehend erBorlagen nicht verhandelt werden dürfe. Der Deputirte drei Gefeßentwürfe, welche sich gegenseitig ergänzen und bedingen, Hedin wies dagegen darauf hin, daß die Linke nur dem Beis zur verfaffungsmäßigen Beschlußfassung vorgelegt werden. Spiele der Regierung, mehrere Fragen zu vereinen, gefolgt Der Gesezentwurf wegen Aufhebung direkter Staatssteuern fei. Wenn man die Lasten der Bürger vergrößere, müsse ist bestimmt, sämmtliche Ertragssteuern einschließlich der Bergman auch ihre Rechte erweitern. Die Kammer beschloß wertssteuer als Staatssteuern aufzugeben und die von denselben jedoch, über den Antrag nicht zu berathen. bisher getroffenen Steuerquellen den Gemeinden zur selbständigen Benutzung frei zu lassen. Die Sigung begann 1% Uhr unter dem Vorsitze des VizeDie Präsidentenwahl in den Vereinigten Der Entwurf eines Ergänzungs- Steuergesetzes foll in mäßiger präsidenten Freiherrn von Manteuffel. Anwesend waren Staaten von Nordamerika hat zum Siege Weise die nur nach Beseitigung der Bruttobesteuerung bestimmter 98 Mitglieder, das Haus war also beschlußfähig. Neu berufen Cleveland's geführt. Seine Majorität ist eine sehr Vermögensarten mögliche Besteuerung des nugbaren Rein- in das Haus sind die Herren Carl Egon Fürst zu Fürstenberg, große und bedeutet die vollständige Niederlage des Hoch- vermögens mit Ausschluß des Mobiliars unter Freilaffung des Major a. D. von Kleist- Rezow und Ober- Bürgermeister Kohli schutzzoll- Systems, wie es in der Mac Kinley- Bill zum Aus die Gerechtigkeit gebotene unterschiedliche Heranziehung des BefizAus- leinen Besizes einführen und auf diesem Wege die durch( Thorn). Das bisherige Präsidium, bestehend aus den Herren Herzog druck gekommen ist. Die Bestimmungen dieser Bill werden, einkommens erreichen. Der Geſeßentwurf bildet hierdurch und von Ratibor, Präsident, Freiherr von Manteuffel, Erster Biceda auch die Wahlen für den Kongreß vorwiegend demo- durch die Heranziehung von Steuerfräften, welche ihrer Natur Präsident und Ober- Bürgermeister Bötticher- Magdeburg, zweiter fratisch ausgefallen sind, etwas gemildert werden, was der nach von der Ginkommensteuer frei bleiben, eine nothwendige Bizepräsident, wurde durch Afflamation wiedergewählt. deutschen Industrie einige Vortheile bringen wird. isvinge Parlamentarisches. Preußischer Landtag. Der Landtag wurde am Mittwoch im Ritterfaale des Königlichen Schlosses durch den Ministerpräsidenten Grafen Gulenburg mit folgender Thronrede eröffnet: Ergänzung und Ausbildung der letzteren. Herrenhaus. Zu Schriftführern wurden durch Attlamation die Herren Graf Garnier, Hammer, v. Klizing, v. Neumann, von der Osten, v. Reinersdorff, v. Rohr und v. Wiedebach gewählt. Schluß der Sigung 24 Uhr. Der Entwurf eines Rommunalabgaben- Gesetzes regelt das Steuerwesen der Gemeinden und Verbände nach festen Gesichtspunkten, ohne die Berücksichtigung der besonderen und verschieden artigen Verhältnisse der Gemeinden außer Acht zu lassen. Er Nächste Sigung Donnerstag 12 Uhr. Auf der Tages fucht durch erweiterte Anwendung des Grundsatzes von Leistung ordnung stehen: Geschäftliche Mittheilungen; die Bereidigung und Gegenleistung von Steuerbedarf der Gemeinden zu vermin- der neu eingetreten en Mitglieder und die Beschlußfassung über dern, sorgt bei der Deckung des letteren für die Benutzung der die geschäftliche Behandlung des Antrages Adides über Stadtdurch die Ueberlassung der Realsteuern eröffneten Steuerquellen erweiterungen. und sichert auf diese Weise, unter Wahrung freien Spielraums für die Selbstverwaltung, eine richtigere Bertheilung der ich lese die Korrektur selbst. Schreib die Fortsetzung zu morgen und komme wie heut um drei Uhr hierher." Nachdem Duroy allen Anwesenden, obwohl er ihre Namen nicht kannte, die Hand geschüttelt hatte, stieg er fröhlichen Herzens und leichten Sinns die schöne Treppe wieder hinab. IV. wirst ihn gleich, heute oder morgen kennen lernen. Vor Allem mußt Du die Kunst erfassen, den Leuten, zu denen ich Dich schicke, die Neuigkeiten aus der Nase zu ziehen fünfüberhaupt trotz geschlossener Thüren vorgelassen zu werden. Sechsdafür erhältst Du monatlich zweihundert Franks fest, außerdem zwei Sous für die Beile für interessante Lotalnotizen, die Du lieferſt,- sieben, außerdem gleichfalls zwei Sous für die Zeile für Artikel Georges Duron schlief schlecht, so regte ihn das Ververschiedenen Inhalts, wie sie eben von Dir verlangt wer- langen auf, feinen Artikel gedruckt zu sehen. Sobald es acht. tagte, stand er auf und lief lange vor der Stunde, wo die Jezt gab er nur noch auf sein Spiel Acht und zählte Beitungsträger von Riost zu Kiosk eilen und ihre Waare langsam weiter:„ Neun,- zehn,- elf,- zwölf, drei- abladen, in der Straße umber. zehu." Bierzehn ließ er aus.„ Verdammte Dreizehn," Schließlich begab er sich zum Bahnhof Saint Lazare, fluchte er, das Luder bringt mir" doch immer Bech. Ich wohin, wie er wußte, die" Bie Française" eher fam, als sterbe gewiß an einem Dreizehnten." in fein Viertel. Da es noch inimer zu früh war, ging er auf dem Trottoir auf und ab. den, Einer der Redakteure war mit seiner Arbeit fertig und nahm mun gleichfalls einen Fangstock aus dem Schrank. Es Er sah eine Frau kommen, die ihren Glaskram war ein kleines Männchen und sah troß seiner fünfund- aufmachte, dann bemerkte er einen Mann, der auf dreißig Jahre wie ein Kind aus. Auch ein paar andere dem Kopfe ein Bündel großer, gefalzter Druckblätter Journalisten, die ins Zimmer getreten waren, holten sich trug. Er stürzte sich auf ihn zu E3 waren der nach und nach ihre Fangstöcke. Bald standen sechs Mann Figaro", der" Gil Blas", der„ Gaulois",„ Evènement" mit dem Rücken an der Mauer in einer Reihe und warfen und noch zwei oder drei andere" Morgenblätter; aber die mit gleicher, regelmäßiger Armbewegung ihre je nach der Bie Française" war nicht darunter. Art des Holzes rothen, gelben oder schwarzen Kugeln in die arbeitenden Redakteure erhoben sich und beurtheilten die Würfe. Forestier gewann mit elf Punkten. Da klingelte der leine Mann, der wie ein Kind aussah und der Verlierer war, einen Bureaudiener herbei und bestellte: ,, Neun Bier!" Während sie auf den Trunk warteten, sezten sie ihr Spiel fort. Duroy leerte mit seinen neuen Kollegen ein Glas, dann fragte er seinen Freund: Was hab' ich nun zu thun?" " Heute hätte ich nichts für Dich," erwiderte Forestier. Du fannst also hingehen, wohin Du willst." Und... unser... unser Artikel?.... ... Wird er heut Abend noch gesetzt?" " Ja, aber Du brauchst Dich nicht darum zu kümmern; „ Kaufen Sie das Blatt, taufen Sie das Blatt hier; es steht ein Artikel von mir drin!" Aus vollem Halse hätte er wie am Abend die Ausrufer auf dem Boulevard schreien mögen:" Lesen Sie die" Vie Française", lesen Sie den Artitel von Georges Duroy: Erinnerungen eines afritanischen Jägers." Blöglich empfand er das Bedürfniß, einmal selber seinen Artikel und zwar in voller Deffentlichkeit, vor aller Augen, in einem Café, zu lesen. Er suchte nach einem Lokal, in dem schon Gäste saßen. Lange mußte er laufen. Endlich setzte er sich in eine Art Weinstube, wo schon mehrere Gäfte waren und bestellte: Einen Rum! Ebensogut hätte er auch einen Absinth fordern können, es war ihm gleich, was er bestellte. Kellner, die" Vie Française" rief er dann. Ein Mensch in weißer Schürze tam zuin Vorschein: " Die haben wir nicht, Herr. Wir halten nur den Rappel", Le Siècle"," La Lanterne" und" Le Petit " Le Parisien". " „ Herr! Sie vergessen Ihre Zeitung." Ein nettes Lokal!" rief Duroy in zorniger Empörung: " Dann kaufen Sie mir fie." Der Kellner lief fort und brachte sie. Duroy begann seinen Artikel zu lesen; mehrmals unterbrach er sich und sagte ganz laut:" Sehr gut! sehr gut!" um die Aufmerksamkeit der Nachbarn auf sich Plöglich befiel ihn Furcht:„ Wenn die Erinnerungen zu lenken und den Wunsch in ihnen wachzurufen, zu ereines afrikanischen Jägers" nur nicht etwa bis übermorgen fahren, was denn in diesem Blatte stände. Dann ließ er zurückgestellt sind, oder das Ding dem alten Walter im es auf dem Tische liegen und entfernte sich. Der Kellner letzten Augenblick nicht gefallen hat?" bemerkte es und rief ihm nach: Er ging wieder an dem Kiosk vorbei und sah, daß die ,, Vie Française" bereits verkauft wurde; er hatte gar nicht bemerkt, wie sie hergebracht wurde. Er stürzte darauf los, warf seine drei Sous hin und faltete das Blatt auseinander. Er durchsuchte die Ueberschriften auf der ersten Seite. Nichts darunter!- Sein Herz fing an zu pochen. Er schlug die zweite Seite auf, und es war ihm, als befäme er einen Schlag, als er am Ende einer Spalte mit fetter Schrift seinen Namen las: Georges Duroy. Da war der Artikel. Welche Frende! " Ich lasse sie da," erwiderte Duroy; ich hab' sie schon gelesen. Steht übrigens ein sehr interessanter Artikel drin." Er bezeichnete den Artikel nicht näher, aber er bemerkte beim Fortgehen, daß einer der Nachbarn nach der Vie Française" auf dem Tische griff. Was fange ich jetzt an?" dachte er. Er entschloß sich in sein Bureau zu gehen, seinen Monatsgehalt in Empfang zu nehmen und um seine Entlassung zu bitten. Bei der Vorstellung, welches Gesicht sein Vorgesetzter und Er schritt ohne es zu merken, weiter, hielt das Blatt seine Kollegen machen würden, zitterte er vor Vergnügen. in der einen und den Hut in der anderen Hand und hatte Besonders machte ihm der Gedanke, wie überrascht der VorLuft, alle Vorübergehenden anzuhalten, um ihnen zu sagen: steher sein würde, große Freude. ( Forts. folgt.) Für den Juhaft der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, 10. November. Opernhaus. Lohengrin. Große öffentliche Versammlung der Maurer Berlins u. Umgegend am Sonntag, den 13. November tr., Vormittags 10 Uhr, im Feen- Palast", Burg- und Wolfgangstraßen- Ecke. Tages Ordnung: 1. Die Stellung der letzten sozialdemokratischen Parteitage gegenüber den gewerkschaftlichen Organisationen. 2. Diskussion. 142/1 Schauspielhaus. Fiesco, oder: Die Leffing Theater. Die Orientreise. Verschwörung zu Genua. Berliner Theater. Wallenstein's Tod. Alle Maurer find zu dieser Versammlung freundlichst eingeladen. Der Einberufer: Puttlitz, Belforterstr. 16. Achtung! Achtung! Freie Vereinigung Wallner- Theater. Die Großitadtlust der Getreideträger und Speicher- Arbeiter. Deutsches Theater. Lolo's Vater. Kroll's Thenter. Abu Hassan. Rehdenz- Theater. Im Pavillon. ( Le Parfum). Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Pariser Leben. Thomas- Theater. Onkel Bräfig. Mitglieder- Versammlung I am Sonntag, den 13. November cr., Vormittags 10%, Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen 0. Thierbach. 2. Wie stellt sich der Verein Adolph Ernst- Theater. Die wilde zur obligatorischen Einführung des Organs:„ Der Handels Angestellte"? Madonna. 3. Vereinsangelegenheiten. Aleranderplat- Theater. Berliner Gigerlu. National Theater. Julia. Romeo und Bellealliance Theater. Verlorene Ehre. Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenTheater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. : Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule. = ( Süd- und Ostbezirk.) Grosse Versammlung am Donnerstag, den 10. November 1892, Abenda 82 Uhr, im Märkischen Hof", Admiralstraße 18 c. Vortrag des Schriftsteller Herrn Karl Weigt über: Afrikanische Sitten Winter- Garten. Spezialitäten- Vor- und Gebräuche. stellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Gesangsposse in 3 Aften von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Scene gesezt von Adolph Ernst. Anfang 7%, Uhr. I Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alexander- Platz- Theater. Heute: Berliner Gigerin. Posse mit Gesang in 3 Akten und 4 Bildern. Bearbeitet von R. Sybel. 103/18 Mitglieder haben unentgeltlich Zutritt. Gäste zahlen 10 Pf. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Versammlung I am Sonntag, den 20. November cr., Vormittags 10 Uhr, in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Zages Ordnung: Religion" und" 2 Bater 3. Abrechnung vom SommerDer Vorstand. 1. Vortrag des Genoffen Strizkowski über: ländische Geschichte". 2. Aufnahme neuer Vereine vergnügen. 4. Bundesangelegenheit. 5. Fragetasten. 172/3 Achtung! Friedrichsberg. Große öffentliche Achtung! Volks- Versammlung für Männer und Frauen Raffeneröffn. 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. am Sonnabend, den 12. November 1892, Abends 8½ Uhr, Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Neu! Die Trockenwohner, = oder„ Das Kind in der Kommode", parodistisch realistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hof aus, von Oskar Wagner. Hauptrolle: Der nrkomische Bendir. Jeden Abend jubelnder Beifall. Der feine Reisner. Berliner Lokalposse von O. Wagner. Neu! Die Wiener OriginalSoubrette Clotilde Kowala. Anfang 7 Uhr. Entree 75 Pf. Sonntage 6 Uhr. im Lokale des Herrn Richter, Eisfeller. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten A. Bebel jiber: Die neue Militärvorlage". 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. 836/2 Achtung! Der Vertrauensmann. Friedrich Schleehnber. Kurhaus Friedenau! Sonnabend, den 12. November 1892:: Achtung! Banner Weihe des Arbeiter Bildungsvereins von = Friedenau, Steglitz und Umgegend, 357/1 verbunden mit Konzert, humoristischen Vorträgen und Kränzchen. Festrede und Vorträge gehalten von Herrn Gent. Anfang 8 Uhr. Entree mit Tanz für Herren 50 Pf., Dámen 25 Pf. Hierzu ladet freundlichst ein Circus Renz. ( Karlstraße.) Donnerstag, den 10. November 1892, Abends 714 Uhr: Große Extra- Vorstellung und Debüt sämmtl. Kunstspezialitäten 1. Ranges. Mr. James Fillis, der beste Schulreiter der Welt( Markir). Grande PassagePanopticum. Quadrille de la haute equitation, ger. Fu!! besten Schulpferde, arrang und komein Riesen- Mme. la Baronne de Bellefoi. Aufv. 6 Damen und 6 Herren mit 12 der 9 mand. v. Dir. Fr. Renz. 4 Fahnenpferde, in Freiheit dress. und vorgef. D. Dir. Fr. Renz. Die Schulreiterin treten der berühmten, aus 14 PerKind!!! sonen bestehenden Arabertruppe Kady Ohne Extra- Entrée. von 11-1 und 4-9 Uhr. Castan's Panoptikum. Sensationell! Brinzeß Topase. Vorstellungen 11-1 und 4-9 Uhr stündlich. Ohne Extra- Entree. Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. Gratweil's Bierhallen Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Borussia- Konzert- und Konplet- Sänger. Wochentags frei. Sonntags 30 Pfennig. Kinder 10 Pf. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Zwei Säle zu Versammlungen und Bergnügungen, sowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. Abdullah 2c. Zum Schluß: Auf Helgoland. Gr. Land-, Wasser- und Feuer- Schauspiel. Nationaltänze von 70 Damen. Neue Tanz- Einlage, u. 2.: 1. Garde Regiment zu Fuß in Parade Uniform. Morgen und folgende Tage Abends 7/4 Uhr: Gr. Vorstellungen mit neuem Programm und Helgoland. Fr. Renz, Direktor. Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. Welt- Lokal Berlins, 5000 Perf. fassend. Täglich Gr. Spezialitäten- Vorstellung mit durchweg neuem Programm. Anf. Wodjent. 7 Uhr, Sonnt. 6 Uhr. Entree 50 Pf. Jed. Mittw., Sonnab. u. Sonnt. Nachm.: Grosses Familien- und Kinderfest Das Komitee. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer. Ecke Karlstraße. Donnerstag, den 10. November, Abends 72 Uhr: Novitäten Vorstellung. 1. Auftr. des anerkannt besten Jockeyreiters der Gegenwart Mr. Hubert Cooke. 1. Auftreten d. ber. Schulreiterin Miß Blanche. 1. Auftr. d. Champion- Jongleurs The zu Pferde Mr. Hubert. Hanlons, Luftgymnastiker. Außer dem Auftr. sämmtl. Spezialitäten, Reiten u. Vorf. der vorzüglichsten Schul- und Freiheitspferde. Freitag: Komikervorstellung. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Das großartigste Spezialitäten- Programm der Residenz. Familie Lars- Larsen, Elite- Parforce- Gymnastik. Truppe. Brooks& Duncan, Original- Kongo- Neger. Charles Liffton, Athlet auf dein Drahtseil. Brothers Barett, The two Fanneg Gentlemen. The Original- Satours, Anatomisches Wunder. Jeden Abend stürmischer Erfolg. m. Gratis- Präsentvertheil., Verloosung R. Krösche's Geſellſchaftshaus und Spezialitäten- Vorstellung. Anf. Mittwochs 1. Sonnabends 4 Uhr, Sonntags 1/24 Uhr. Entree für Kinder wie Erwachsene 1. Platz 50 Pf., II. Platz 25 Pf. Vereinszimmer, Wollinerstr. 27a. Fichießtr. 29. 3220L Verlag des ,, Dorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. Denjenigen Genossen, welche sich über die Geschichte unserer Bartei orientiren wollen, empfehlen wir für den bevorstehenden Parteitag die älteren Rongreßprotokolle: Protokoll de Rongreſſes der Deutſchen Sozialdemokratie, Abgehalten auf Schloß Wyden in der Schweiz vom 20.- 23. August 1880. 51 S. Preis 20 Pf. über den Kongreß der Deutschen Sozialdemo Protokoll ratie in Kopenhagen. Abgehalten vom 29. März bis 2. April 1883. 38 Seiten. Preis 20 Pf. des Parteitags der Deutschen SozialVerhandlungen bemokratie in St. Gallen. A6Protokoll gehalten vom 2.- 6. Oftober 1887. 50 Seiten. Preis 25 Pf. über die Verhandlungen des Parteitags der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu alle a. S. vom 12.- 18. Oftober 1890. 318 Seiten. Preis 50 Pf. über die Verhandlungen des Parteitags der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu Erfurt vom 14.- 20. Oftober 1891. 368 Seiten. Preis 50 Pf. Protokoll Protokoll : des Internationalen Arbeiter Kongresses zu aris. Abgehalten vom 14.- 20. Juli 1889. Deutsche Neverfehung. Mit einem Vorwort von Wilhelm Preis 25 Pf. Liebknecht. 133 Seiten. der Verhandlungen des ersten Rongresses der Halberstadt vom 14.- 18. März 1892. 96 Seiten. Protokoll Gewerkschaften Deutschlands. Abgehalten zu Preis 20 Pf. des Parteitags der Desterreichischen Verhandlungen Sozialdemokratie in Hainfeld vom 30. Dezember 1888 bis 1. Januar 1889. 112 Seiten. Preis 20 Pf. des zweiten österreichischen sosialVerhandlungen demokratischen Parteitags. Abgehalten zu Wien vom 28.- 30. Juni 1891. 184 Seiten. Preis 30 Pf. des dritten österreichischen sozialb. be F 5. Gr in M B () 는 So ( R Be fe ta fit m fo G de D li ha 111 th g Preis 30 Pf. d ri IL a " Verhandlungen demokratischen Parteitags. Abgehalten zu Wien vom 5.- 9. Juni 1892. 176 Seiten. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von auswärts bitten wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). Wer ist der wahre Freund der Hausfrauen? Die große Beliebtheit, welcher sich seiner vorzüglichen Eigenschaften wegen feit einer langen Reihe von Jahren das rühmlichst bekannte ,, Dr. Thompson's Seifenpulver" erfreut, hat viele geringwerthige Nachahmungen hervorgerufen, so daß derer jetzt schon eine große Anzahl eristirt. So wird augenblicklich als Freund der Hausfrau" Karol Weil's Seifen- Extract angeboten, und es werden dem Publikum bei deffen Anwendung die verlockendsten Vortheile in Aussicht gestellt! In den Annoncen wird dieser Seifen- Extrakt" den Hausfrauen als ,, etwas Neues" hingestellt, während dieses Produkt in Wirklich feit auch nur eine minderwerthige Nachahmung des seit 15 Jahren in Tausenden von Haushaltungen unentbehrlich gewordenen und von den berühmtesten Chemikern warm empfohlenen ,, Dr. Thompson's Seifenpulver" it. Die geehrten Hausfrauen wollen sich deshalb durch überschwäng liche Anpreisungen dieses Seifen- Extracts" nicht irre machen lassen, sondern dürfen überzeugt sein, daß es zur Erzielung blendend weißer Wäsche kein belleres, billigeres und unschädlicheres Waschmittel giebt, als ,, Dr. Thompson's Seifenpulver". Da dasselbe aus den besten, reinsten und geruchlosesten Fetten her: gestellt wird, so erhält die Wäsche dadurch einen angenehmen, frischen Geruch, ohne daß man nöthig hätte, Dr. Thompson's Seifenpulver hünstlich wahlriechend zu machen. Dr. Thompson's Seifenpulver ist in Packeten von 1/2 und 1/1 Pfd. 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Verantwortlicher Redakteur: Auguft Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. IE a Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 264. Donnerstag, den 10. November 1892. 9. Jahrg. Parteinachrichten. Gegen den ultramontauen Advokaten Reisert in Ansicht des Konfektionär" sind die Mart- Millionäre, daß sind Augsburg hatten zu vorigen Sonnabend unsere dortigen solche Personen, deren Einkommen jährlich etwa 36 000 M. Delegirtenwahlen zum Berliner Parteitage. München: Parteigenossen eine Versammlung einber fen, die so start besucht beträgt, und die zwei bis drei Millionen Mark- Millionäre, Einkommen jährlich 72 bis be= 96 000 Mart b. Bollmar, Birk, Winterblum und Göschl. Hildes war, daß, wie man zu fagen pflegt, die Menge Kopf an Kopf deren stand. Reisert hatte nach Nomen'schem Muster die Sozialdemo- trägt, verhältnißmäßig auch „ spärlich" vertreten. bein: Karl Bertram- Zimmer. Kiel: Stephan Seinzel, fratie der Meineidsbegünstigung bezichtigt und war zum Besuche Ihre Ziffer beträgt nach maßgebender Schäßung 42, Ste batter. Stellvertreter i ena u= Neumünster. Lörrach: Dr. Rüdt. Prizwalk: Lu- Prizwalk und Lütgenau- Berlin. der Versammlung schriftlich eingeladen worden, um seine Be- ein jährliches Einkommen von 36 000 m. bis 96 000 M. deklarirt. hauptung zu beweisen, erschien aber natürlich nicht. Die Ver- Es ist das, wie es heißt, bei der Bedeutung der Berliner TextilVon der Agitation. Gegen die Militärvorlage fammlung erklärte sich mit den Ausführungen des Redakteurs Industrie eine geringe Biffer! Und doch beträgt bei der Beerklärten sich ferner Versammlungen in Beilau( Referent der Augsburger Bolts- Zeitung", unseres Genossen Breder, deutung der Berliner Textilindustrie" der Mindest- Wochenverdienst Feldmann- Langenbielau), Triebes in Reuß( Ref. Zeven einverstanden, welcher das Reifert'sche Geschwätz mit gebührender eines Webergesellen nur 5 M.! Ferner find Einkommen von 28 500 Erfurt), Niederhermersdorf und Hartmannsdorf Schärfe zurückwies. C * * ( Schlesien) wies, wie die Breslauer„ Volkswacht" mittheilt, den Genossen Adolf Tha mrm aus, weil er als Desterreicher für unsere Partei thätig gewesen ist. Er war Vorsitzender des sozialdemokratischen Wolfsvereins für Ratscher und Umgegend. Ausländer, die für die Sozialdemokratie wirken, haben in Deutschland Sie Ausweisung immer zu gewärtigen. Die gesetzlichen Bestimmungen geben der Polizei die erforderlichen Handhaben. Es ist daher schon besser, wenn ausländische Genossen nicht in der Deffentlichkeit, sondern im stillen für unsere Sache thätig sind, sofern ihnen am Verbleiben in Deutschland etwas gelegen ift. * Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " Ullrich und Neumann zu je 15 M. Lokales. bis 36 000 M. vorhanden. Ein solches Einkommen läßt auf ein in Sachsen( Ref. Rosenow Chemnitz), Peine( Referent Vermögen von 6 bis 900 000 m. schließen. Es giebt deren 260. Meister Hannover), Hildesheim( Ref. Sch war 3- Lübeck), Einkommen von 21 500 bis 28 500 M., die ein Vermögen von Brandenburg( Ref. Megner- Berlin), Meiendorf 5 Mindest- Wochenverdienst Das Schweidniher Landgericht verurtheilte den 4-600 000 m. repräsentiren, werden 480 gezählt. Und als ( Ref. Martitte Hamburg), Kiel( Ref.& mil& ischer! Redakteur des in Langenbielau erscheinenden„ Proletariers aus Gegenstück hierzu immer wieder die 3 M. Mindest Wochenverdienst ( Ref. Martitke- Hamburg), Kiel( Ref. Emil Fischer- dem Eulengebirge", Genojjen Feldmann, wegen Majestäts- eines Berliner Webergesellen. O heilige„ Ordnung"!! Hamburg), Efchers heim( Ref. Hoch- Frankfurt am Main), beleidigung zu 1 Jahr Gefängniß. Das Vergehen wurde im Mühlburg( Ref. 3ielowsti- Offenburg), Gremmen zuerst Das Ende vom Liede.„ Erhängt hat sich gestern in seiner ( Ref. W. P à te I- Berlin), Pris wall( Ref. Dr. Zütgenau Abdruck der Fabel König Stier" gefunden, die fo Berlin). in der Zeitung Agitator" veröffentlicht wurde, veröffentlicht wurde, welches Wohnung der frühere Wächter G., Motive unbekannt," Gin Agitationsausflug nach den Orten Nottleben, Blatt in den 70er Jahren unter der Aegide des Herrn meldete dieser Tage in furzen Worten der Polizeibericht. Giner Frienstedt, Ermſtedt und Gottstedt unternahmen, am verflossenen von Schweiger in Berlin erschienen. Damals ist die Fabel nicht unserer Abonnenten schreibt uns im Anschluß an diese Notiz: Als ich dieselbe las, dachte ich sofort an einen Mann, den ich Sonntag eine Anzahl Erfurter Genossen. Der Empfang von beanstandet worden. Man sieht, wie sich die Zeiten ändern! aten der Landbewohner war überall ein freundlicher, das Agi- berg verbot, wie in der„ Wurzener zeitung" zu lesen, der haften Arbeiter. Ich beeilte mich, nähere Erkundigungen einzutation material fand willige Abnehmer. - Sächsisches. In einer Versammlung zu Kirch vor einigen Jahren fennen gelernt hatte als tüchtigen, gewiffenPolizeiwachtmeister die Annahme von Abonnements auf das ziehen und fand meine Vermuthung in der That bestätigt. Da In Breslan erklärte am 6. November eine Voltsverfamm-" Sächsische Volksblatt". Das Ankleven von Blakaten, in welchen ich seit der Zeit unserer Bekanntschaft die Schicksale des Selbstfung, in welcher der Reichstags- Abgeordnete uz auer: Berlin zum Besuche der Versammlung aufgefordert war, hatte die Be- mörders tenne, kann ich Ihnen noch folgendes mittheilen: G. über den Reichstag und die Sozialdemokratie referirt hatte, sich hörde mit dem Bemerken untersagt, daß anderweit genügende war in einem Speditionsgeschäft der Holzmarktstraße als Stallwächter angestellt. Als er diese Stellung ein Jahr inne hatte, mit dessen Ausführungen einverstanden und erkannte an, daß die Möglichkeit zur Bekanntgabe der Versammlung gegeben fei. weshalb, ist mir unbekannt. Er fonnte Stettin wurde am 8. November der Prozeß gegen wurde er entlassen, unferer Partei voll und ganz gewahrt haben. sjaldemokratischen Abgeordneten im Reichstage den Standpunkt die Mai- Manifestanten verhandelt. Der Angeklagte Zemte in derselben oder in einer ähnlichen Branche keine Arbeit wurde gänzlich freigesprochen, betreffs der übrigen erfolgte von mehr finden, er nahm also an, was sich ihm eben bot. Er einem KonzertAusweisung. Die Polizeiverwaltung in Ratscher wegen Theilnahme an einem nicht genehmigten Aufzuge ver- lokal. Lohn 1 Mark pro Tag und 2 Biermarken.( Sonntags 3 Uhr.) Da urtheilt, und zwar Herbert und Storch, welche als Leiter be- beginnt das trachtet wurden, zu je 100 M., Voigt, Berger, Marohl, Ziehm, wurden in dem Lokale einige bauliche Veränderungen vorgenommen und der Eingang, an welchen G. postirt war, wurde überflüssig. Die Folge war sofortige Entlassung. Das war ein harter Schlag für den Armen. Ein ganzes Jahr hatte er sich mit einer Einnahme von täglich einer Mart über Wasser ge halten, Miethe und Lebensunterhalt davon bestritten und jetzt war er wieder ohne Verdienst. Wochenlang. lief er umher, um neue Arbeit zu suchen, er wurde überall abgewiesen. Endlich erbarm te sich ein Speisewirth in der Nähe des Rosenthaler Thores. Auch bei der Enthüllung des Senefelder- Denkmals find Der stellte den G. an als Reklameschildträger mit 75 Pf. pro Tag die Register der bürgerlichen Phrasen kräftig gezogen worden. und freiem Mittagessen. Vor etwa fünf Wochen verlor G. auch Einer der Arbeitgeber- Millionäre schlug sich an seine Mannes- diese Stellung, er war wieder ohne Arbeit. Hatte er brust und stimmte das bekannte Loblieb au von dem„ guten Ein- sich während der zwei letzten Jahre schon nur immer vernehmen zwischen den Arbeitnehmern und den Arbeitgebern". halb satt essen tönnen, so begann jetzt das wirkliche Du lieber Himmel, dieses gute Einvernehmen existirt thatsächlich Hungern. Die Wirthsleute hatten einiges Mitleid mit dem nur auf der Seite der letzteren, denn die Arbeitnehmer haben gar armen Menschen, der von Tag zu Tag immer trübseliger wurde feine Ursache dazu. Die Lohnverhältnisse in der lithographischen und sich des Abends, wenn er von der Suche nach Arbeit ohne Branche sind so miserabel, daß es mit dem guten Einvernehmen Erfolg nach Hauſe tam, kaum mehr aufrecht erhalten konnte. schon seit langer Zeit Essig ist. Ein Beispiel sei angeführt für Sie machten am 14. Ottober eine Eingabe an den Armenvorsteher viele: Gin lithographischer Betrieb am Louisen- Ufer zahlt im und baten um Unterstüßung. Es fand aber keinerlei Hecherche Akkord- Wochenverdienst einem Arbeiter( verheirathet und Water statt, es tam niemand, um sich zu überzeugen, wie es mit dem von drei Kindern) eine Woche 5 M., die andere 6 M. Am Manne stände. Auf vieles Drängen seiner Wirthin faßte sich G. 29. Oktober gab's aber nur 2 M.! Wie der Mann mit seiner ein Herz und ging selbst zu dem Armenvorsteher, um sich BeFamilie diese Woche ausgekommen ist, das kann nur ein Arbeit scheid zu holen. Er tam ganz untröstlich nach Hause, denn es geber ermessen. war ihm erklärt worden, daß ihm nichts bewilligt worden sei. " Tie in verschiedenen Orten von Parteigenossen in bezug Der Mann war schier verzweifelt, um aber wenigstens der auf die Stellung der Partei zum sogenannten. Staatssozialismus Nur 5 Mark beträgt der Mindestwochenverdienst der Wirthin gegenüber als ehrlich dazustehen, nahm er sein Leytes, gefaßten Beschlüsse veranlassen die Parteigenossen Münchens, dem Webergesellen, wie die von der Gewerbedeputation des Ma- was er noch besaß, seinen Winterüberzieher, um denselben zum Parteitag zu Berlin folgende Resolution zu unterbreiten: gistrats herausgegebene Statistik über die Berliner Lohnverhält Pfandleiher zu schaffen. Er hoffte, 6 M. Darlehen zu erhalten, Ausgehend von dem allen Genossen zustehenden Rechte der nisse, deren wir in Nr. 261 des Vorwärts" gedacht haben, davon hätte er die Miethe bezahlen und schließlich noch Meinungsäußerung über taktische und prinzipielle Fragen können fonstatirt. An der Richtigkeit dieser Thatsache ist wohl um so zwei Tage( pro Tag 75 Pfennig) leben können. Aber auch diese die Minchener Genossen in dem Standpunkt des Herrn v. Vollmar weniger zu zweifeln, als derselben die Angaben von Jnnungen, Hoffnung schlug fehl. Der Pfandleiher gab nur 4 M. her, die in der Frage des Staatssozialismus eine Verlegung der Prinzipien Hirsch- Duncker'schen Vereinen und Arbeitgebern zugrunde liegen. G. fofort seiner Wirthin gab mit dem Bemerken, daß er nur noch der Partei nicht erkennen. Ganz abgesehen von der Richtigkeit Demgegenüber nehmen sich die Mittheilungen des Konfektionär", 50 Pfennig schuldig sei. Darauf verließ G. die Wohnung in feiner Ansichten über diese Frage und in der Ueberzeugung, daß welche derfelbe über die Millionäre in der Berliner Textil der Nichtung nach der Spandauer Brücke. Unterwegs ist ihm über die zu Tage gekommenen Maßnahmen des Staatssozialismus und Konfektions Industrie macht, gar sonderbar aus. noch ein Mann begegnet, dem die Jammergestalt auffiel. Dieser nur eine ablehnende Meinung in der Partei vorhanden sein Wenn man annimmt, fo meint derselbe, daß der Thaler hat dem G. noch in einer Destillation ein paar Stulien gekauft, fann, betrachten die Münchener Genossen es als den Grundsätzen Millionär bei einer Einkommenstufe von 96 000 m. be- bie mit wahrem Heißhunger verschlungen wurden. Aber an dem der Partei entsprechend, wenn abweichende Anschauungen nicht ginnt, so giebt es" nur" 12 Angehörige der Textilindustrie Entschluß des G. war nichts mehr zu ändern. Wie der Polizeiin persönlicher, sondern rein sachlicher Weise zum Ausdruck ge- in Berlin, welche ein höheres Einkommen aufzuweisen haben. bericht meldet wurde ein früherer Wächter erhängt auflangen. Da die verschiedenen sozialen Verhältnisse andere Formen Dieselben haben sich zwischen 130 000 m. und 205 000 m. jähr gefunden." Für die Polizei sind die Motive unbekannt, für Ihre des Klaffenkampfes bedingen, so sollte es in erster Linie den liches Einkommen geschätzt. Das höchste Einkommen dürfte sich Leser aber jezt nicht mehr. Es hat überhaupt nicht Motive" Genossen der betreffenden Orte und Bezirke anheim gestellt auf 860 000 m. beziffern, was auf ein Vermögen von 9 bis gegeben, sondern nur ein Motiv,-- den Hunger! werden, zu entscheiden, inwiefern ihre parlamentarischen Vertreter 10 Millionen Markt schließen läßt. Einkommenmillionäre, also Aus München berichtet die Frankfurter Zeitung"( und in demfelben Sinne berichten auch die Münchener Neuesten Nachrichten"), daß in der am 7. November abgehaltenen Versamm lung der dortigen Sozialdemokratie einstimmig eine Resolution angenommen worden sei, welche es nicht für passend" erklärt, „ daß Partei- Organe(„ Vorwärts") einen nur in taktischer Besiehung abweichenden Abgeordneten( Vollmar) abkanzeln, bevor deffen Wahlkreis fich äußert." Um die Parteigenoffen über den dieser Meldung zu Grunde liegenden Beschluß zu informiren, sei deffen Wortlaut hier mit getheilt. Die betreffende Resolution, welche vom neuen Geschäftsführer der„ Münchener Post", dem Genossen Cohn, gestellt und gegen eine Stimme angenommen wurde, lautet nach der Wünchener Boft" wie folgt: V " die Grenzen zwischen nothwendigen taktischen Maßnahmen und solche beneidenswerthe Personen, deren Ginkommen eine Million Die vielgenannte Allerwelts- Jungfrau Bertha Rother den prinzipiellen Forderungen der Partei überschritten haben." Mart jährlich und darüber beträgt, giebt es bedauerlicher Weise scheint sich augenblicklich wieder der Gunst eines sehr hochDie Waffen nieder! [ 69 in der Berliner Textil- und Konfektionsindustrie nicht. Nach geborenen Herrn zu erfreuen. Wir schließen dies daraus, daß ihn nicht mehr zu sehen. Der gute Franzose will sich heit und der Zivilisation ab. Soldaten thue jeder seine schlagen: 1. weil er sich durch Preußen herausgefordert Pflicht und der Gott der Schlachten wird mit uns sein." glaubt; 2. weil der natürliche Zustand des Menschen die ,, Le Dieu des armées" durfte natürlich nicht fehlen. Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. Wildheit ist; 3. weil der Krieg ein mystisches Element in Daß die Führer besiegter Heere schon hundertmal ... Das Wunderbare ist, daß die Völker sich dagegen sich hat, daß die Menschen fortreißt. Sind wir wieder zu dasselbe gesprochen, das hindert die anderen nicht, bei jedem dem bloßen Worte Krieg. nicht erheben, daß die ganze Gesellschaft nicht revoltirt bei den Raffenkämpfen gekommen? Ich fürchte es... Die neuen Feldzug wieder taffelbe zu sprechen und damit schrecklichen Schlachten, die sich vorbereiten, haben nicht dasselbe Vertrauen zu wecken. Giebt es etwas fürzeres und Jeder, der regiert, ist ebenso verpflichtet, den Krieg zu einmal einen Vorwand für sich. Es ist die Lust, sich zu schwächeres als das Gedächtniß der Völker? bermeiden, wie ein Schiffsfapitän verpflichtet ist, den Schiffschlagen, um sich zu schlagen. Ich beklage die gesprengten Am 31. Juli verläßt König Wilhelm Berlin und erbruch zu vermeiden. Wenn ein Kapitän sein Schiff verloren Brücken und Tunnels. Alle diese menschliche Arbeit, die läßt nachstehendes Manifeft: hat, wird er vor ein Gericht gestellt und verurtheilt, falls verloren geht! Sie haben gesehen, daß ein Herr in der man e: kennt, daß er sich Nachlässigkeit zu schulden kommen Kammer die Plünderung des Großherzogthums Baden ließ. Warum wird die Regierung nach jedem erklärten vorgeschlagen hat. Ach, daß ich nicht bei den Beduinen Kriege nicht geiichtet? Wenn die Völker das verständen, sein kann!" wenn sie sich weigerten, ohne Grund sich tödten zu laffendann wäre es mit dem Kriege aus." Ach," rief ich, als ich diesen Brief zu Ende gelesen, „ daß wir nicht fünfhundert Jahre später geboren sind das wäre noch besser als die Beduinen." " " Indem ich heute zur Armee gehe, um mit ihr für die Ehre und für die Erhaltung unserer höchsten Güter zu kämpfen, erlasse ich eine Amnestie für politische Verbrecher. Mein Bolt weiß mit mir, daß Friedensbruch und Feind schaft nicht auf unserer Seite waren. Aber herausgefordert, sind wir entschlossen, gleich unseren Vätern und in fester Zuversicht auf Gott den Kampf zu bestehen zur Errettung des Vaterlandes." Und Erneste Renan ließ sich also vernehmen: Ist es nicht herzzerreißend, zu denken, daß Alles, was So lange werden die Menschen nicht mehr brauchen, wir Wänner der Wissenschaft in fünfzig Jahren aufzubauen um vernünftig zu werden," entgegnete Friedrich zuversichtlich. Nothwehr, Nothwehr: das ist die einzig statthafte Art Leftr.bt waren, mit einem Schlage zusammengestürzt ist: die Das war jetzt das Stadium der Proklamationen und der des Tödtens; daher rufen beide Gegner:" Ich wehre Sympathien zwischen Volk und Bolt, das gegenseitige Ver- Armeebefehle. mich." Ist das nicht Widersinn? Nicht so ganzständniß, das furchtbare Zusammenarbeiten. Wie tödtet Immer wieder die alte Leier und immer wieder das den über Beiden waltet eine dritte Macht, die Macht ein solcher Krieg die Wahrheitsliebe! Welche Lüge, welche zu Beifall und Begeisterung hingerissene Publikum. Ueber des überkommenen alten Kriegsgeistes. Nur gegen den Berleumdung des einen Volkes wird nun nicht aufs Neue die in den Manifesten verbürgten Siege wird gejubelt, als sich zu wehren, sollten alle sich verbünden in den nächsten fünfzig Jahren von dem anderen mit Be- wären dieselben bereits erfochten. Neben den obigen Manifesten finde ich in meinen gierde geglaubt werden und sie für unabsehbare Zeiten von Am 28. Juli erließ Napoleon III. vom Hauptquartier rothen Heften eine Eintragung, mit dem sonderbaren Titel einander trennen! Welche Verzögerung des europäischen in Metz folgende Urkunde. Auch diese habe ich eingetragen überschrieben: Fortschritts! In hundert Jahren werden wir nicht wieder nicht etwa aus getheilter Bewunderung- sondern aufrichten könnten, was diese Menschen an einem Tage aus Zorn über das ewig gleiche ho!: Phrasenwerk. heruntergerissen haben." " Wir vertheidigen Ehre und 2 oden des Vaterlandes. Ich hatte auch Gelegenheit einen Brief zu lesen, den Wir werden siegen. Nichts ist zu vel für die ausharrenden Die Sache verhielt sich so. Unter unseren Pariser BeGustave Flaubert in jenen ersten Julitagen, als eben der Anstrengungen der Soldaten Afrik is, der Krim, Chinas, kannten befand sich auch der Literat Alexander Weill, und Krieg ausgebrochen war, an George Sand geschrieben hat. Italiens und Mexikos. Noch einm I werdet ihr beweisen, dieser war es, der obige Frage aufwarf, indem er uns Hier ist er: was eine französische Armee vermag, die von Vaterlands Nachstehendes erzählte: " Ich bin verzweifelt über die Dummheit meiner Lands- liebe durchglüht ist. Welchen Weg immer wir außerhalb lente. Die unverbesserliche Barbarei der Menschheit erfüllt unserer Grenzen einschlagen, wir finden dort die ruhmreichen zweite Tochter und seine Wahl fiel auf meinen Freund mich mit tiefer Trauer. Dieser Enthusiasmus, der von Spuren unserer Bäter. Wir werden uns ihrer würdig Emile Ollivier. Ollivier ist Wittwer. Er hat in erster teiner Idee beseelt ist, macht, daß ich sterben möchte, um zeigen. Von unseren Erfolgen hängt das Schicksal der Frei- Ehe die Tochter Liszts geheirathet, Hätte Ollivier die Tochter Meyerbeers geheirathet, ба wäre der Krieg aus: ge brochen?" Meyerbeer suchte einen talentvollen Mann für seine die der berühmte " sogar die hochmoralische und tugendhafte„ Kreuz- Zeitung" sich,[ lagen in Augenschein nahmen und die in der zuvorkommensten volver verlangte und erklärte, daß er erst sie und dann sich wie sie schreibt, auf spezielles Ersuchen dazu hergiebt, eine Be- Weise gegebenen Erklärungen verfolgte. Der Rundgang durch die todtschießen müsse. Die erschreckte Frau sprang fofort aus dem richtigung wiederzugeben, wonach Schritte eingeleitet worden Werte nahm über zwei Stunden in Anspruch und befriedigte Bett und in der Hoffnung, daß sich der Ehemann wieder be find, um die Zurücknahme des in Prag gegen Bertha Rother er- allgemein, so daß der Wunsch ausgesprochen wurde, bald wieder ruhigen werde, that sie fo, als ob sie demselben helfen wollte, laffenen Ausweisungsbefehls, der übrigens nicht wegen Hoch- eine ähnliche Besichtigung vorzunehmen, was auch von seiten den Revolver, dessen Aufenthalt sie genau fannte, zu suchen. Der stapelei, sondern blos wegen der privaten Beziehungen derselben des Vorstandes veranlaßt werden wird. Am Sonntag, den Mann beruhigte sich aber feineswegs, ging vielmehr unter aller erlassen sein soll, zu erwirken." 13. d. M., Vormittags 9 Uhr, findet ein Besuch der Urania nebst hand frausen Reden von Mord und Todtschlag in das Kinder Welcher hohe Herr vom böhmischen Feudaladel- oder Vorstellung:„ Eine Reise nach Amerika im Jahre 1492 und eine zimmer und äußerte zu den vom Lärm aufgewachten und reicht es noch höher hinauf? mag wohl z. 3. zu den Füßen Reise im Jahre 1892". statt. Zum Eintritt berechtigen die ausweinenden Kindern:„ Ihr seid zivar meine Kinder, der Berliner Droschtenkutschers- Tochter liegen, daß neben der gegebenen Billets. müßt aber alle sterben, dann seid ihr versorgt." Er Prager Polizei sich sogar die Kreuz- Zeitung" genöthigt sieht, riß dann seinen Jungen so heftig aus dem Bett, vor der vielgeliebten" Kokotte ihre Reverenz zu machen!? Marktpreise in Berlin am 8. November, nach Ermitte- daß derselbe zur Erde fiel und sich den Fuß verstauchte, lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von und als er dann noch ein Küchenmesser ergriff und in der Luft Vermift wird seit Sonntag Mittag der Glastünftler Adolf 16,20-15,50 M., mittlerer von 15,40-11,80 m., geringer von damit herumsuchtelte, da ergriff die geängstigte Frau die Flucht Weber, der an der landwirthschaftlichen Hochschule beschäftigt 14,70-14,00 M. Roggen per 100 kg. guter von 14,40-14,10 m., und die mitleidigen Portiersleute des Hauses nahmen sie bei sich war und Scharnhorststr. 37 wohnte. Da seine Gattin verreit mittlerer von 14,00-13,80 m., geringer von 13,70-13,40 M. auf, ließen aber sofort einen Schußmann herbeiholen. Als der war und erst am Montage zurückkehren wollte, begab sich der Gerste per 100 kg. gute von 18,00-16,70 M., mittlere von selbe erschien, verlangte der Angeklagte sofort Auskunft über den 34 Jahre alte Mann nach einem noch nicht bekannten Wirths- 16,60-15,40 m., geringe von 15,30-14,00 Hafer per Verbleib seiner Frau, welche er aufhängen müsse, dann aber hause, um dort das Mittagsmahl einzunehmen. Er hatte seinen 100 Kg. guter von 16,50-15,80 m., mittlerer von 15,70-15,10., stürmte er barfüßig und nur mit einem Hemd und dürner Heinen Hund gewohnheitsmäßig mitgenommen, ist aber mit diesem geringer von 15,00-14,40. Stroh, Richt per 100 Kg. von Hose bekleidet, hinaus auf die Straße und nach dem zusammen seitdem verschwunden. Wie die Ehefrau meint, hat 4,50-3,80 M. Heu per 100 g. von 6,50-4,80 M. Erbsen nächsten Polizeibureau, wo er wiederum seine Frau verlangte Herr Weber an Baarmitteln etwa 150 m., fowie eine goldene per 100 kg. von 45,00-25,00. Speisebohnen, weiße per Man sperrte den aufgeregten Mann zunächst in eine Belle, und Ühr mit Kelte bei sich gehabt. 100 Kg. von 50,00-20,00 M. Linsen per 100 g. von 80,00 er wurde dann in das Untersuchungsgefängniß geführt, von wo er bis 30,00 m. Kartoffeln per 100 g. von 6,00-4,00 M. Rind nach 8 Tagen wieder zu seiner Frau zurückkehrte. Die nächtliche fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 m. Bauchfleisch Szene gab Anlaß zu einer Anklage wegen Bedrohung, das per 1 Rg. von 1,40 0,90 W. Schweinefleisch per 1 Kg. von Schöffengericht fah aber versuchten Todschlag als vor 1,60-1,10 M. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-1,00 M. Hammel- liegend an und verwies die Sache an das Schwurgericht. fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,80. Butter per 1 Kg. von 2,80 Gestern verblieb der Angeklagte, der seitdem wieder in aller Har bis 2,00 M. Gier per 60 Stück von 5,00-2,60 m. Fische per monie mit seiner Frau zusammenlebt und von der letzteren das 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 m. ale von 2,80-1,00. befte Bengniß erhält, daß er den Erzeß in einem Bustante Bander von 2,40-1,00 m. Sechte von 1,80-1,00 m. Barsche völliger Apathie begangen haben müsse, da er von demselben von 1,60-0,70 M. Schleie von 2,40-1,20 m. Bleie von 1,40 bis 0,70 M. Krebse per 60 Stück von 12,00-2,00 m. Die Kellnerin Marie P., die bis zum 5. b. M. in einer Wirthschaft in der Zimmerstraße beschäftigt gewesen war, erhielt vorgestern Nachmittag eine angeblich von einer früheren Dienstgenoffin unterzeichnete Rohrpostkarte mit der Aufforderung, fich fofort wieder in dem Geschäft einzufinden, um eine andere Rellnerin zu vertreten, die plötzlich ausgeblieben fei. Die P. leistete dieser Aufforderung Folge und erfuhr, daß die Rohrpost tarte gefälscht war. Als sie nach einer Abwesenheit von einer Stunde in ihre Wohnung zurückkehrte, fand sie, daß unterdessen die Thüre mit Hilfe eines Nachschlüssels, der noch im Schlüffelloch steckte, geöffnet worden war. Aus der Wohnung der P. waren ihr Spartaffenbuch und ihre sämmtlichen Schmuckfachen, letztere im Werthe von 2000 M. gestohlen worden. Unter diesen Schmucksachen befanden sich zwei sehr werthvolle Ringe, der eine mit einem viereckigen Diamanten, einem Rubin und einem Saphir; auf dem zweiten Ring befindet sich ein größerer Saphir, umgeben von kleinen Brillanten. absolut nichts wisse und f. 3. sehr verwundert gewesen fei, als er sich beim Erwachen in der Zelle des Polizeibureaus Polizeibericht. Am 8. d. M. Morgens wurde in der Be- befunden habe. Diese etwas ungeheuerlich klingende Behauptung wurde durch die Beweisaufnahme etwas glaublicher, denn dürfnißanstalt des Bahnhofes Jannowißbrücke die Leiche eines es wurde festgestellt, daß der Angeklagte in seiner Stammkneipe neugeborenen Kindes aufgefunden. Vor dem Hause Groß an jenem Abend nicht nur 20 Seidel Bier, sondern auch beerenstraße 23 gerieth Mittags ein achtjähriger Knabe unter die an jenem Abend nicht nur 20 Seidel Bier, sondern auch beim Knobeln auf sein Theil 30 Eier Rognats vertilgt Räder eines Geschäftswagens und wurde durch Ueberfahren auf batte!! Daß dies selbst für den ausgepichtesten Münchener der Stelle getödtet.- Nachmittags wurde am Bahnhof Magen zu viel sei, erkannte mit dem Vertheidiger auch der Friedrichstraße ein Kaufmann durch eine Droschke überfahren Staatsanwalt an, indem er beantragte, den Angeklagten frei und anscheinend innerlich verlegt, so daß seine Ueberführung Wieder hat sich in Pankow ein Unglücksfall er nach der Charitee erforderlich wurde.- Abends fiel ein Rauf- aufprechen, da er die That im Zustande sinnloser Trunkenheit bes eignet. Am Dienstag ist das zweijährige Söhnchen des Gast- mann vor dem Hause Kommandantenstraße 62 zur Erde und er- gangen habe. Die Geschworenen waren derselben Meinung und wirths Borthaus in der Damerowstraße von einem Bierwagen lift eine anscheinend unbedeutende Verlegung am Kopfe; da er fiches erfolgte deshalb die Freisprechung des Angeklagten. todtgefahren worden. Es hat dieser Fall eine große jedoch nicht erholte, mußte er nach der Charitee gebracht werden. Aehnlichkeit mit dem vor einigen Monaten vorgekommenen In ihrer Wohnung im Keller des Hauses Alexandrinenstr. 42 Königl. Raifeel. Küchenchef- so lautete der Titel, den Todtfahren des Kindes des Kohlenhändlers Steinborn in der wurden der Portier Röste und seine Ehefrau, durch Leuchtgas sich ein junger gewandter Schwindler, der gestern in der Person Schulzestraße. In beiden Fällen sind die Kinder vor der elter- erstickt, todt aufgefunden. Das Gas ist infolge Bruchs des von des Kochs Erich Julius Haberland vor der zweiten Straf lichen Wohnung, während die Eltern in der Wohnung waren, der Straße nach dem Hause führenden Rohrs ausgeströmt. fammer des Landgerichts I stand, beigelegt hatte, um unter dieser überfahren, in beiden Fällen waren es Bierwagen, ebenso wie Gine Frau wurde in ihrer Wohnung in der Markusstraße mit Maste eine ganze Anzahl von Geschäftsleuten zu betrügen. Der es in beiden Fällen fast ganz von dem Verkehr abseits liegende durchschnittenen Pulsadern aufgefunden und noch lebend nach wegen zahlreicher Fälle des Betruges, Diebstahls, ber Straßen waren, in denen sich die Unfälle ereigneten. der Charitee gebracht. Im Laufe des Tages fanden vier kleine Urkundenfälschung, der unbefugten Führung des Brände statt. Adelsdiplom 3 und einer Uniform angetlagte 24jährige Mensch ist der Sohn sehr ehrenwerther Eltern, welche seit vielen Jahren ein Restaurationsgeschäft besitzen. Der mit unglaub lichem Leichtsinn behaftete Angeklagte hatte in einem Ulanen regiment gedient, war Koch in dem Offizierkasino gewesen und nach Ablauf seiner Dienstzeit bei seinem Vater in das Geschäft eingetreten. Als er dort wegen seiner leichtsinnigen Streiche ent lassen wurde, legte er sich auf Hochstapeleien, die zum Theil der Was aus einer sogenannten betrunkenen Geschichte" Originalität nicht entbehrten. Nachdem er in Köln und Mainz werden kann, zeigte recht deutlich eine Anklage wegen vermehrere Hoteliers mit der Zeche durchgebrannt war, fam er fuchten Todtschlages, welche gestern gegen den Buch- hierher nach Berlin und brandschaßte eine ganze Reihe von Geschäfts drucker Ludwig S. vor dem Schwurgericht hiesigen Land- leuten, die als Kunden seines Vaters auch ihn persönlich kannten. gerichts I verhandelt wurde. Der Angeklagte war längere Beit Er redete denselben vor, daß er nach Berlin gekommen sei, in einer hiesigen größeren Buchdruckerei als Verwalter beschäftigt um Einkäufe für das Geschäft seines Vaters zu machen, und verdiente ein schönes Stück Geld. Seit 7 Jahren ist er daß ihm aber das Geld etwas inapp geworden sei. Die Kunden verheirathet, Vater von drei Kindern und lebte bisher mit seiner waren sofort bereit, ihm mit Summen von 100-200 M. aus Familie im allgemeinen ganz einträchtig. Da fam das Unglück zuhelfen. Tragikomisch ist die Schwindelmethode, die sich der Eine graufige Entdeckung wurde vorgestern Abend 9 Uhr über ihn: seine Stellung wurde ihm gekündigt und wenn Angeklagte wie folgt ausgesonnen hatte. Im Juli faufte er sich auf dem Grundstücke Alexandrinenstraße 74 gemacht. Man fand er auch bald eine andere Stellung in Aussicht hatte, so hierselbst in der Rosenstraße eine alte Offiziers- Uniform und etwas nahe und er be- einen Offiziersdegen. Auf den Epaulettes feiner Uniform prangten Der Schlächter Malinsky, der vor ein paar Tagen in der Friedrichstraße auf feixe ehemalige Verlobte Elisa Holtz mehrere Revolverschüsse abgegeben, und nachdem er sich in felbft= mörderischer Absicht zwei Wunden beigebracht hatte, nach dem Krankenhaus am Urban überführt wurde, ist gestern ins Untersuchung gefängniß eingeliefert worden. Von dem Ergebnis der gerichtlichen Untersuchung werde es abhängen, ob gegen Malinsky wegen versuchten Mordes oder wegen versuchten Todtschlags vorgegangen werden wird. Vor seiner Abführung ins Untersuchungsgefängniß ist Malinsky noch im Polizeipräsidium vernommen worden. Bei seiner Vernehmung legte Malinsky einen Brief der Holtz vor, den er unmittelbar vor Verübung der That bekommen hat und der die Mittheilung enthält, daß die Holh ihre bisher mit ihm unterhaltenen Beziehungen wegen Mangels an Neigung abbreche. das Portier Köste'sche Ehepaar in seiner mit Gas erfüllten Gerichts- Beitung. Kellerwohnung erstickt vor. Wie es scheint, ist der Tod schon in ging ihm dieser Wechsel doch etwas nahe und in Kneipen mehr Geld zu verzehren, als ihm ein Paar goldene Kronen. Da der Angeklagte ein schlank auf Ganz föst der vorhergehenden Nacht eingetreten. Arzt, Polizei und Feuer- selbst und seiner ganzen Familie dienlich war. Der Angeklagte gewachsener Mensch ist, so sah er in dieser Uniform fehr wehr waren zwar zur Stelle, vermochten aber naturgemäß Silfe ist geborener Münchener und da erscheint es nicht gar so sehr schneidig" aus. In dieser Tracht fuhr er dann gewöhnlich in nicht mehr zu bringen. Nach den behördlichen Feststellungen lag verwunderlich, daß er pro Abend 15-20 Gläser Bier zu zweispännigem Wagen vor hiesigen größeren Geschäften vo unter dem Fenster der Fellerwohnung ein undicht gewordenes fich nahm. Der häusliche Friede litt aber unter dieser ver- und führte sich daselbst als ein Herr von Heybebred, Gasrohr. Die Feuerwehr sperrte die Leitung ab, um weiteres änderten Lebensweise manchmal Schiffbruch, denn die Frau des im Dienst des Hof- Marschallamtes und Chef der Hoffüche Se Unheil zu verhüten. Die beiden alten Zeute waren erst vermist Angeklagten konnte in einzelnen Fällen ihren Unmuth über des Majestät des Kaisers" ein. Seine Kenntniß aller Küchenworden, als zur sonst gewohnten Zeit die Hausbeleuchtung nicht Gatten Bierhaus- Heldenthaten nicht zurückhalten. Bei einer angelegenheiten unterstützte ihn bei dieser Komödie. Er fragte angezündet wurde, doch war noch eine geraume Zeit vergangen, folchen Gelegenheit war es, daß ehe die Polizei benachrichtigt wurde und die verschlossene Wohnung Vorwürfen feiner Chehälfte entgehen der Angeklagte den die beglückten Geschäftsinhaber, ob sie gesonnen feien, Lieferungen wollte und einen für die faiserliche Küche zu übernehmen und vereinbarte für die durch einen Schloffer hatte öffnen laffen. Erft gegen 11 Uhr geladenen Revolver zu sich steckte. Seine Ehefrau aber, einzelnen Konsumartikel ganz bestimmte feste Preise. Abends wurden die beiden" Leichen nach dem Schauhause welche Unglück ahnte, fuchte Schauhause welche Unglück ahnte, fuchte ihm die Mordwaffe zu lich ist der Schwindel, den er dann in Szene setzte, wenn die überführt. entreißen und die Hausbewohner wurden plöglich durch einen Verhandlungen mit den Kaufleuten zu Ende waren. Er ging Der Kellner Wilhelm Christel, Prinzenstraße 10 wohn- lauten Knall erschreckt: beim Ringen war der Revolver los mit gemessenen Schritten an's Telephon, ließ sich an haft, ersucht uns um die Mittheilung, daß er mit dem in unserer gegangen und die Kugel in die Wand eingedrungen, ohne wei- scheinend mit dem Hofmarschallamt verbinden und führte mit Nr. 261 vom Sonntag erwähnten Kellner gleichen Namens nicht in der Nacht zum 3. Februar b. I., als der Angeklagte nach den Abschluß der mit dem betr. Kaufmann verabredeten Lieferung teren Schaden anzurichten. Eine sehr häßliche Szene entwickelte demselben längere natürlich fingirte- Gespräche, die sich auf identisch ist. sich d. einem längeren Gelage in seine in der Leipzigerstraße belegene bezog. Aus seinen laut vernehmbaren Worten mußte man dann Arbeiter- Bildungsschule. Zu der am Sonntag, den Wohnung zurückkehrte. Nachdem er sich ganz vernünftig zur entnehmen, daß plötzlich ein Herr v. Rauch im Hofmarschallamt 6. November veranstalteten Besichtigung der städtischen Waffer- Nuhe begraben hatte, wurde nach einer Weile Frau S. durch aus Telephon getreten sei und den Angeklagten ersuche, für ihn werke vor dem Stralauer Thor hatte sich eine große Anzahl ein Würgen am Halse erweckt und sah ihren Ehemann ein Geschäft abzuwickeln und eine bestimmte Summe zu verau Schüler und Mitglieder eingefunden, die mit Interesse die An- vor sich stehen, welcher mit wilder Miene seinen Re- lagen. Mit tiefem Bedauern erklärte dann der Angeklagte durchs Re- lagen. 11 " werden." b i f b e h e 9 f e g C die D g Pianist von der Gräfin d'Agoult( Daniel Stern) hatte, durch falsche und verhehlte Depeschen aus Deutschland zum dreifarbigen Fahnen es soll heute Abend illuminirt mit der er lange Zeit im ehelichen Verhältniß lebte. Diese Krieg zu zivingen!" Ehe war sehr glücklich und Ollivier hatte den Ruf eines Das nennt man Diplomatie!" unterbrach ich schandernd. Im Laufe des Nachmittags stellte sich jedoch heraus, tugendhaften Ehemannes. Er besaß fein Vermögen, aber" Hören Sie weiter," fuhr Alexander Weill fort. Den daß die Nachricht eine falsche.- ein Börsenmanöver- war. als Reduer und Staatsmann war er schon berühmt. 15. Juli sagte mir Ollivier, den ich auf der Place de la Ollivier hält von seinem Balkon aus eine Ansprache an Meyerbeer wollte ihn persönlich kennen lernen, und zu concorde antraf: Der Friede ist gesichert eher gäbe ich Menge. diesem Zwecke gab ich es war im April des Jahres meine Demission." Woher nun kam es, daß derselbe Nun desto besser. Wenigstens würde man nicht be einen großen Ball, dem die meisten Belebritäten Mann einige Tage später, statt seine Demission zu geben, leuchten müssen. Diese Freudenkundgebungen anläßlich ver der Kunst und der Wissenschaft beiwohnten und wo natür- den Krieg selbst d'un coeur léger, wie er in der Kammer nichteter Armeen"- b. h. anläßlich zahlloser zerriffener lich Ollivier, der von mir von der Absicht Meyerbeers sagte, erklärte?" Leben und gebrochener Herzen- das hätte in mir aud wieder den Flaubert'schen Wunsch erweckt:„ Ach wär' ich 1864 unterrichtet war, die erste Rolle spielte. Er gefiel Meyer- Leichten Herzens!" rief ich mit neuem Schauer. beer. Die Sache war nicht leicht in Gang zu bringen." Hier liegt ein Geheimniß, das ich aufklären kann. doch bei den Beduinen!" Meyerbeer kannte die unabhängige Originalität seiner zweiten Der Kaiser, für den das Geld nie einen anderen Werth hat, Am 7. August Unglücksbotschaft. Der Kaiser eilt aus Tochter, die nie einen anderen Gatten, als den ihrer freien als um Liebe und Freundschaft sich zu erkaufener St. Cloud nach dem Kriegsschauplatz. Der Feind ist ins Wahl ehelichen würde. Es wurde verabredet, daß Ollivier glaubte, wie Jugurtha in Rom, ganz Frankreich wäre feil, Land gedrungen. Die Blätter können ihrer Entrüstung über nach Baden komme, um dort dem Mädchen zufällig vor- die Männer wie die Weiber hat die Gewohnheit, die Invasion" nicht heftig genug Ausdruck geben. Der gestellt zu werden, als Meyerbeer plöglich vierzehn Tage wenn er einen Minister annimmt, der nicht reich ist, ihn Ruf à Berlin!"- däuchte mir bedeutete doch auch bes nach diesem Ball starb. Ollivier war es erinnern Sie durch ein Geschenk von einer Million Franken näher an sich absichtigten Einfall doch daran war nichts Ent fich? der ihm im Nordbahnhof eine Trauer- und Lob- zu fesseln. Daru allein, der mir dieses Geheimniß entdeckte, rüstendes; daß aber die östlichen Barbaren in das rede hielt. Nun behaupte ich, ja, ich bin dessen sicher: lehnte dieses Geschenk ab: timeo Danaos et dona ferentes. Schöne, gottgeliebte Frankreich einzufallen sich unterstanden: hätte Ollivier die Tochter Meyerbeers geheirathet, der und er allein, nicht gebunden, gab seine Demission. So das war schier Wildheit, Frevel dem mußte rasch ge Krieg zwischen Frankreich und Deutschland wäre nicht aus lange der Kaiser zauderte, erklärte sich Ollivier, mit der steuert werden. gebrochen! Hier meine plausiblen Beweise. Borerst hätte goldenen Rette an seinen Meister gefesselt, neutral cher Der interimistische Kriegsminister erläßt ein Dekret, Meyerbeer, der das Kaiserthum bis zur Verachtung haßte, für den Frieden. Sobald aber der Kaiser von seiner Frau daß alle rüstigen Bürger von dreißig bis vierzig Jahren, nie seinem Tochtermann erlaubt, Minister des Kaisers zu werden. und ihren drei ultramontanen Anabaptisten überrumpelt welche der Nationalgarde noch nicht angehören, derselben Man weiß, daß, wenn Ollivier der Kammer gedroht hätte, ward, erklärte sich auch Ollivier für den Krieg und ent- sofort einverleibt werden müssen. Es bildet sich ein Mi eber seine Demission zu geben, als den Krieg zu erklären, feelte fich lebendig mit leichtem Herzen" und voller nisterium der Landesvertheidigung. Die bewilligte Kriegs dieselbe Kammer nie den Krieg erklärt hätte. Der gegen Tasche." anleihe von fünfhundert wird auf tausend Millionen e wärtige Krieg ist das Werk dreier intinter Stuben- und höht. Ganz herzerfrischend ist es, wie opferfähig die Leute Geheimminister der Kaiserin, mit Namen: Jerome David, über das Geld und das Leben der anderen stets verfügen. Baul de Cassagnac und Duc de Grammont. Die Kaiserin, Eine kleine finanzielle Unannehmlichkeit macht sich den von dem Papste aufgereizt, dessen religiöse Puppe sie ist, Publikum zwar sogleich fühlbar: wenn man Banknoten wollte diesen Krieg, an dessen Sieg sie nicht zweifelte, un wechseln will, muß man dem Wechsler zehn Prozent zahlen die Nachfolge ihres Sohnes zu sichern. Sie sagte:" C'est es ist nicht so viel Geld vorhanden, als die Bank von ma guerre à moi et à mon fils!" und die drei obengenannten" An der Börse ist eine Depesche fangeschlagen: wir Frankreich Noten ausgeben darf. päpstlichen Anabaptisten" waren ihre geheimen Werkzeuge, haben gesiegt. Die Armee des Königs von Preußen ist Und jetzt, deutscherseits Sieg auf Sieg... um den Kaiser, der feinen Krieg wollte, und die Kammer so gut wie vernichtet.... Die Stadt schmückt sich mit! ( Fortsegung folgt.) ,, O Monsieur, o Madame * welches Glück, welche große Nachricht!" Mit diesen Worten stürzten eines Tages Friedrichs Kammerdiener und hinter ihm der Koch in unser Zimmer. Es war am Tage von Wörth. Was giebt's?" # 1 9 b a 9 ta to n D 91 it TE ic H Telepgon, daß er leider augenblicklich eine solche Summe nicht| Altmann bekam dabei gekündigt, ohne daß er ein Wort gesagt hätten sie ihre Sprache aufgegeben und die höher entwickelte eins bei fich trage und dies war der Schwindel, auf welchen die hätte. Stephan wurde es schließlich zu viel, so daß er fagte: heimische angenommen. schäftsleute hineinfielen. Dieselben erklärten es natürlich für Herr Direktor, wir arbeiten, so viel wir tönnen und thun Unter diesen Umständen sei es nicht zu verwundern, daß eine große Ehre, wenn ihnen gestattet würde, den kaiserlichen unsere Sache; aber als Ellaven lassen wir uns nicht behandeln." ein Unterschied der Nationalitäten zwischen Deutschen und Herrn Küchenchef in dieser Beziehung entgegen zu kommen Da wurde er auf der Stelle fortgeschickt. Kunstmann Franzosen faum erkennbar sei. Die Personen, denen man in und mit gnädigem Lächeln nahm dieser den Obolus entgegen: fam auch mit Herrn Seifert in Wortwechsel und sagte zu ihm: Baris auf der Straße begegne, sähen ganz so aus wie das hon einem Weinhändler 200 M., von einem andern Weinhändler" Ich kann nicht noch mehr arbeiten; Sie sind so gut Mensch wie Publikum auf den Berliner Straßen, nur daß in Paris die 280 M., von einem Delikateswaarenhändler 300 m., von einem ich; Sie denken uns aber als dumme Jungen behandeln zu Frauen und Mädchen etwas einfacher gehen wie in Berlin; das Engrosschlächter 300 M., einem Butterhändler 300 Mt. 2c. 2c. Gr fönnen. Da friegte er Feierabend. Und zu Winter sei aber auch der einzige Unterschied, ber hervortrete. stellte auch eine Quittung unter dem Namen von Heydebreck aus und sagte Herr Seifert: Winter, sehen Sie sich ja vor; arbeiten In den Arbeiterversammlungen herrsche in Frankreich ebenso heim Abschied stellte er die Ernennung zum Hoflieferanten in baldige Sie schneller," benn die Alten merze ich alle wie bei uns größere Ruhe als in denen der Bourgeoisie; der ArAussicht. Einen ganz ähnlichen Schwindel hat der Angeklagte a u 3." Winter ist im elften Jahre in der Fabrik. beiter habe den Hang nach Wissen, er sehe ein, daß er noch viel übrigens auch in Saarburg auszuführen versucht. Wie gemein Winter erwiderte darauf kein Wort. Nach etwa einer Minute zu lernen habe, während die Angehörigen der Bourgeoisie voller die Gesinnungsart desselben ist, geht aus dem Streich hervor, den ging Herr Seifert nochmals zu Winter und kündigte ihm. Wir Gigendüntel meinten, sie brauchten nichts mehr zu lernen. Acht er einem fönigl. Tänzer, der im Geschäfte seines Vaters die Tanz- verließen nun die Fabrik, um uns Arbeit zu suchen. Dieses Jahre nach der Kommune habe er in Paris eines Tages eine stunden leitet, gespielt hat. Er hat denselben nicht nur bewogen, Recht stand uns nach der Arbeitsordnung zu. Wir sagten Arbeiterversammlung besucht, in der er sich über die Suhe, die ihm 30 M. zu leihen, sondern bei dieser Gelegenheit ihm auch das auch unserem Vorarbeiter. Nur versäumten wir in unserer dort herrschte, gewundert habe, dann sei er in die Deputirten eine goldene Uhr aus der Wohnung gestohlen. Was der voll- Aufregung, uns einen Passagierschein geben zu lassen. Am fammer gegangen, wo die Vertreter der Bourgeoisie unter sich tommien geständige Mensch mit dem Geld gemacht hat, ist nicht nächsten Morgen wollten wir drei, Altmann, Kunstmann und waren, dort habe das Geplauder gar kein Ende genommen. ganz aufgeklärt. Als er verhaftet wurde, fand man noch 985 W. Winter anfangen, die achttägige Kündigungszeit Bei Den Wahlen gehe es in Frankreich sogar noch bei ihm vor. Im übrigen behauptet er, daß er in seiner Uniform abzuarbeiten. zu Da wurden wir garnicht mehr ernster uns, freilich hätten dieselben mehrfach zu Kartenspielen aufgefordert worden sei und dabei viel hineingelassen. Als wir unsern Lohn holten, fragten in Frankreich auch eine andere Bedeutung als im monarchischen Geld verloren habe. Der Gerichtshof verurtheilte den ge- wir, wie es mit den acht Tagen wäre. Da wurde uns erwidert, Deutschland. Dort gelte für alle Wahlen, ob es sich um Stadtwandten Schwindler zu 3 Jahren Gefängniß. wir sollten das Geschäft verklagen. Winter ist seit 10%/ 2 Jahren oder um Landesvertretung 2c. handele, das gleiche, geheime in der Brancewaaren- Fabrit gewesen, Stephan mit einer furzen Stimmrecht, dort feien nicht, wie bei uns, alle diejenigen, welche Unterbrechung über 5 Jahre, Kunstmann und Altmann über noch nicht 25 Jahre alt, von der Wahl ausgeschlossen, sondern 2 Jahre. Als wir beschäftigungslos auf der Straße standen, mit dem Augenblick, wo der französische Bürger militärpflichtig sagte einer das, was schon viele hundert Male gesagt worden werde, mit dem 20. Lebensjahre, werde er auch wahlberechtigt, ist: Beim alten Herrn Seifert wäre so etwas nicht vor- und die Aufsichtsbehörde habe kein Bestätigungsrecht, die Regekommen." gierung habe nichts hineinzureden. Soziale Ueberlicht. Aufruf an alle Metallarbeiter Berlins uvd Umgegend. Sollegen! In der Sigung der Fachkommission des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter vom 8. d. M. wurde befchloffen, alle Kollegen, welche noch Fragebogen in Händen haben, zu ersuchen, diese sofort, spätestens aber bis zum 22. d. M. abzuliefern, da später einlaufende nicht mit verarbeitet werden können. An die Vertrauensleute richten wir deshalb die Bitte, teinen Fragebogen mehr auszugeben und für schnelle Einziehung der ausstehenden zu sorgen. Das Resultat ist bis jetzt ein schlechtes zu nennen; deshalb, Kollegen, die Ihr den Werth einer Statistik fennt, arbeitet fleißig mit uns, steht Euren Kollegen, die Ihr in die Fachkommission delegirt habt, zur Seite, und sorgt dafür, daß alle veraus gabten Fragebogen bis zum letzten Termin einlaufen; nur Jo wird unsere opfer und mühevolle Arbeit ein erfreuliches Resultat haben und mit dazu beitragen, daß etwas mehr Selbsterfenntniß in unseren Reihen geschaffen wird. Fragebogen werden von folgenden Fachkommissions- Mitgliedern in Empfang genommen: R. Schmidt, Drahtweber, Sedanstr. 84. R. Stein meh, Former, Reichenbergerstr. 107. S. Krause, Former, Wiesenstr. 16. E. Kazte, Schlosser, Königsbergerstr. 27. A. Heyne, Schlosser, Koppenstr. 72. H. Radue, Drücker, Alte Jakobstr. 51. R. Gutschte, Rohrleger, Sebastianstr. 39. Hochhäuser, Lampenbranche, Greifswalderstr. 65. Heinhold, Armaturenarbeiter, Fransectistr. 11. R. Roßdeutscher, Façondreher, Krautstr. 54. 2. Hecht, Schraubendreher, Manteuffelstr. 115. 2. Fischer, Kernmacher, Falkensteinſtr. 31. E. Trittelvit, Mechaniker, Falkensteinstr. 41. W. Hansen, Dreher, Schönhauser Allee 55. G. Berndt, Nagelschmied, Bernauerstr. 40/41. R. Schäfer, Feilenhauer, Kolbergerstr. 1. Dziena, Klempner, Eisenbahnstr. 28. M. Fischer, Klempner, Gitschinerstr. 79, H. Westphal, Nadler, Weinstr. 17/18. Die Fachkommission. J. A.: 6. Trittelvis. Ortsübliche Tagelöhne. Personen Personen Kinder über unter unter Herzogthum Anhalt. 1. Kreis Dessau. Stadt Dessau • Die Ortschaften Alten, Dellnau, Großkühnau, Jonis, Kleintühnau, Kleutsch, Kochstedt, Mosigkau, Naundorf b. Dessau, Bötnik, Scholik, Törten und Biebigt b. Dessau. Aue übrig. Ortschaften d. Kreises 2. Kreis Göthen. Stadt Göthen Alle übrig. Ortschaften d. Kreises 3. Kreis Berbst. Stadt Zerbst Stadt Roßlau . B Stadt Coswig. Alle übrig. Ortschaften D. Kreiſes 4. Kreis Bernburg. Stadt Bernburg Die Ortschaften Güsten, Nieuburg, Hecklingen, Leopoldshall, Neundorf, Gänsefurt Alle übrig. Ortschaften d. Kreises 5. Kreis Ballenstedt.. ° e bei als Jener im politischen Leben der Arbeiter zu Tage tretende Ernst habe auch auf dem Kongreß in Marseille geherrscht, Die drei Sigungen abgehalten. derselbe habe täglich dort gegebenen Schilderungen der bäuerlichen Verhältnisse hätten wieder merkwürdig gepaßt auch auf die ländlichen Verhältnisse in Deutschland. Die Scheu der Bauern vor den Städtern herrsche 16 Jahre 16 Jahren 14 Jahren dort wie bei uns, unfere Genossen machten indeß auch Frankmännl. weibl. männl. weibl. männl. weibt. reich gute Fortschritte auf dem Lande. Als sehr interessant schildert der Vortragende ferner die Einblicke, die er in die von unseren Genossen geführte Gemeindeverwaltung bekommen hat; durch ein wirklich organisatorisches, schöpferisches Vorgehen machten unsere Genossen in den Ge2,25 1,25 1,25 1,00 0,75 0,75 meinden, deren Verwaltung ihnen zugefallen ist, Propaganda für 2,25 1,25 1,25 1,00 0,75 0,75 1,50 1,00 1,00 0,70 0,50 0,50 0,60 0,60 unfere Jdeen und selbst die Gegner müßten anerkennen, daß die betreffenden Gemeinden niemals billiger und besser als jetzt verwaltet worden seien. Die Kirchen z. B. habe die Gemeindeverwaltung nicht aufheben können, aber sie verbanne aus den Schulen allen firchlichen Einfluß. Schönheit Marseille's, das bereits fübliche Vegetation habe, und Der vorgerückten Zeit wegen streift Redner nur noch die geht dann kurz auf die Unannehmlichkeiten der Eisenbahnfahrten ein, die in Deutschland am größten, in Amerika dagegen so gut wie gar nicht bemerkbar feien der amerikanische Zug sei ein fahrendes Hotel, der deutsche ein fahrendes Gefängniß. Sodann geißelt Liebknecht die Thorheit der französischen BourgeoisJournalisten, die ihn, der selbst der Nede wie der Schrift mächtig lei, au Interviews glaubten bewegen zu können, und schließt, indem er unter stürmischem Beifall der Versammlung den Berlinern die ihm aufgetragenen Grüße des sozialistischen Frankreichs 2,00 1,20 1,25 1,00 0,60 1,50 1,00 1,00 0,70 0,60 1,80 1,20 1,20 0,80 0,50 0,50 2,00 1,00 1,20 0,80 0,50 0,50 1,80 1,00 1,00 0,70 0,50 0,50 1,50 1,00 1,00 0,70 0,50 0,50 2,00 1,20 1,20 0,80 0,60 0,60 überbringt. 2,00 1,20 1,20 0,80 0,60 0,60 1,80 1,00 1,00 0,70 0,60 0,60 1,50 1,00 1,00 0,70 0,60 0,60 Versammlungen. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen und folgender Resolution einhellig zugestimmt: " Die heute zu Gunsten der Arbeiter- Bildungsschule im Eisfeller- Etablissement abgehaltene Versammlung spricht dem Refe renten und Genossen W. Liebknecht ihre volle Anerkennung aus für die klare und bestimmte Art, in welcher er die Zweifel an der Wirksamkeit der Schule zerstreut hat. Worte, wie die heute und von ihm gehörten, werden nicht verfehlen, die SchülerMitgliederzahl zu vermehren, und den Arbeitern ein Sporn sein, den Ausbau ihres Wissens zu fördern." Unter Verschiedenem" forderte einer der Anwesenden zur Unterstügung der Konditoren auf. Genosse Mattutat ermahnte noch zum zahlreichen Beitritt zur Arbeiter- Bildungsschule, worauf die gutbesuchte Versammlung, in der nicht wenig Damen anwesend waren, geschlossen wurde. Die Porzellanarbeiter Altwassers erklärten sich gegen Zu Gunsten der Arbeiter- Bildungsschule hielt Reichseine Beschichung des von den Trades Unions geplanten inter- tags- Abgeordneter Wilh. Liebknecht am 8. November im nationalen Arbeiterkongresses, der bekanntlich in London statt- Gisteller einen Vortrag über den Marseiller Kongreß. Bevor finden soll. er jedoch auf dieses Thema einging, ergriff er die Gelegenheit zu der Erklärung, daß die Gerüchte, als ob der Arbeiter- Bil- Die Mitglieder des Wahlvereins für den 1. WahlIn Magdeburg wurden Bücher und Utensilien der dortigen dungsschule von der Parteileitung übel gewollt werde, unrichtig kreis waren am Dienstag recht zahlreich versammelt, um einem Filiale des deutschen Schneider- und Schnei- seien. Das eine Mitglied der Parteileitung, dessen Neußerung Vortrage des Genossen Timm über Zeitfragen zuzuhören. Nach derinnen- Verbandes beschlagnahmt. über die Schule in legter Zeit vielfach erörtert worden, habe sich Beendigung der beifällig aufgenommenen Ausführungen unterzog nicht gegen den Zweck der Schule ausgesprochen, sondern nur Täterow die Anträge zum Parteitage einer Besprechung und Eine Allgemeine Arbeiterbibliothek haben die vereinigten über die praktische Verwirklichung ihrer Aufgabe eine abweichende widerlegte die Behauptungen der gegnerischen Presse, daß aus Heilbronner Gewerkschaften unter vielen Opfern ge- Meinung geäußert. Zu dem Thema seines Vortrages übergehend, denselben Unzufriedenheit mit der Parteileitung zu folgern gründet. Die Bücher werden unentgeltlich verliehen. Die Schulbehörde in Darmstadt hat für die Lehrlinge der Bäcker, Megger und Kellner einen Nachmittags- Fortbildungs Unterricht eingerichtet. Derselbe findet wöchentlich zweimal statt, Dienstags und Sonnabends von 2-4 Uhr Nachmittags. Nun ist es Sache der Meister, die Lehrlinge für diese Zeit auch frei zu geben. Aber da liegt der Hase im Pfeffer! beschloß eine Bürgerversammlung in Sachen der Sonntagsruhe an die Regierung die Bitte zu richten, die fonntäglichen Verkaufsstunden im ganzen Lande gleichmäßig festzusehen. In Weißenfels bemerkte Redner, daß er weniger politisch als feuilletonistisch zu fei. Hierauf legte mener die Schädigungen dar, welche gab hierauf interessante reden gedenke, und Eindrücke eine zweijährige Legislaturperiode verursacht. Pfeiffer warf wieder, die er auf seiner Fahrt nach Frankreich und während die Frage auf, ob die Sonntagsvergnügungen, welche bie Ethische seines Aufenthaltes daselbst bekommen. Er betonte vor allen Gesellschaft veranstalte, auch dazu angethan sei, die politische Dingen, daß die unseren Gegnern so willkommenen Spaltungen und gewerkschaftliche Bewegung zu schädigen. Auf Antrag gehört haben zu bestehen; es seien dort die verschiedenen Gruppen von der Tagesordnung ab, worauf kröhn einige Mittheilungen unter den Arbeitern unter den französischen Parteigenossen auf meiner feite die Versammlung die Grörterung dieser Frage im Begriff, in gemeinsamer Organisation fich zu vereinigen. Er über den Parteitag machte und den Genoffen empfahl, bei Aufrechtmuntert durch die Erfolge bei den Gemeinderaths- Wahlen am erhaltung der Ordnung das dazu berufene Komitee zu unter1. Mai und den Wahlen vom Herbste, hätten sie gegen Ende stützen. Nachdem wurde noch bekannt gegeben, daß die nächste MitSeptember den Parteitag in Marseille veranstaltet, zu welchem gliederversammlung am 4. Dezember im Feenpaalast stattfindet. die deutsche Parteileitung ihn, den Nedner, entsandt habe, um In dieser Versammlung wird ein gegenwärtig sich noch im den Franzosen die Grüße des sozialdemokratischen Deutschlands Gefängniß befindlicher Genosse über gefährliche Wahrheiten reden. zu übermitteln und den Ausdruck internationaler Solidarität, Zum Schluß wurde mitgetheilt, daß 17 Genossen sich als Mitwelchen Ferroul auf dem Halleschen Kongresse namens der fran- glieder haben ausnehmen lassen. zösischen Brüder uns überbrachte, zu erwiderit. Gegenwartsbild aus der bürgerlichen Gesellschaft. Wie wir aus der sächsischen Bronce waaren Fabrit entlassen wurden." Unter diesem Stichwort schildern die Polirer Winter, Stephan, Altmann und Was ihm nun in Marseille zunächst aufgefallen, sei die Ju der Versammlung des Wahlvereins für den Kunstmann in der Wurzener Zeitung" den Hergang ihrer Beobachtung, daß dort in der Arbeiterversammlung in 3. Wahlkreis, welche am Dienstag tagte, hielt Genosse Bötsch Enilaffung.„ Wir verkennen nicht, jagen sie,„ daß der Direktor den Physiognomien, in der Geschäftsordnung sich vollständig einen interessanten Vortrag über„ Patriotismus und Sozialismus". der Fabrik, Herr Mar Geifert, wiederholt den Arbeitern Be- dieselbe Haltung ausprägte, wie auf deutschen Arbeiterverfamm- Redner wies schlagend die Widersinnigkeit des von unsern weise von seiner menschenfreundlichen Gesinnung fungen. Es wirke eben der Klassenunterschied viel mehr als der Mordspatrioten gepflegten Nationalitätenfultus nach und legte Stelle man sich in einer. französischen dar, wie nur die Sozialdemokratie die erhabene Mission brauchten Schimpfworte nicht so streng angerechnet worden, ob- Industriestadt an das Thor einer Fabrik, wenn die Arbeiter der Völkerverbrüderung mit Erfolg durchführen fann. schon es nicht nothwendig und respekterhöhend ist, wenn er die herauskommen, so finde man dieselben Charakterköpfe, dasselbe Nachdem die über Diskussion den Vortrag beendigt Arbeiter als Kerls, Flegel, Lümmel, Bengel, Benehmen wie bei den Fabrikarbeitern in Deutschland, dort sehe war, verlas Gent die ablehnende Antwort des LandLageaffen, Schablonenmenschen, Bummier, man wie hier den Stempel der Sorge auf den Gesichtern. Ebenso raths v. Stubenrauch auf die Beschwerde, welche gegen umpen" u. 1. w. bezeichnet. Wir wußten, er meint es nicht so finde man, wenn man in einer französischen Stadt die Börse be- den Amtsvorsteher von Treptow wegen des Verbotes der Lassalleschlimm, und wenn seine hißige Erregtheit verschwunden ist, so suche, ganz dieselben Gesichter wie auf einer deutschen Börse und feier eingereicht worden war. Es wurde beschlossen, die Beärgert er sich schon selbst über die von ihm gebrauchten Schimpf- merke feinen Raffenunterschied. Man mache ferner auch schwerde bis zur höchsten Instanz durchzuführen. Bezüglich des reden. Freilich gab es jedem Arbeiter allemal einen Stich, in Frankreich die Beobachtung, daß der Fabrikarbeiter Guthabens, welches der Wahlverein noch bei dem Gastwirth wenn Herr Seifert solche Ausdrücke anwendete. Seit einigen kleiner als der Landarbeiter sei; in gleichem Gewerbe Rümpel hat, wurde das Komitee beauftragt, eventuell flagbar Monaten hatten wir täglich 12-14 Stunden zu arbeiten. thätige Arbeiter ähnelten sich vollkommen; der Weber gegen Simpel vorzugehen. Nachdem Genosse Schweizer noch aufgewähre denselben Anblick wie gefordert, daß sich arbeitslose Genossen am Montag, den Abende dauern würde, eher, als in den späten Nach- der deutsche Weber. Die Klassenzugehörigkeit, nicht die 14. November, behuss Führung von ankommenden Delegirten bei mittagsstunden, sodaß wir in der Regel von 1/45 Uhr an bis Nationalität präge sich also im Wesen der Menschen aus. So- ihm melden möchten und ferner bekannt gegeben hatte, daß das Abends 9 oder 10 Uhr arbeiten mußten, ohne je de genannte reine Stationen gebe es ja auch garnicht. Von einer Mitgliedsbuch des Wahlvereins zum Eintritt in den Parteitag Bause und ohne daß wir etwas hätten effen können. Wir be- reinen germanischen Rasse zu reden, sei ein Unfiun, denn die berechtige, wurde weiter mitgetheilt, daß das Stiftungsfest des ihten uns nach Kräften, die uns aufgetragenen Polierarbeiten Bewohner Deutschlands seien eine Mischung von Galliern, Vereins am 15. Januar in der Ressource stattfindet, worauf chell und gut zu liefern. Aber schon in den letzten Tagen des Franken und Slaven, wozu im Südwesten noch Nömer fommen. Schluß der Versammlung erfolgte. Ottober machte uns Herr Seifert unter Anwendung von Spuren dieser verschiedenartigen Abstammung finde man heute Schmähenden Schimpfworten täglich wiederholt Vorwürfe, wir noch allerorten, so sei dem Redner, als er vor Jahren in Mainz Im Wahlverein für den 4. Berliner Reichstagsbrachten nicht genug fertig. Dabei drohte er mit Lohnabzügen in eine Versammlung fam, aufgefallen, daß der Vertrauensmann Wahlkreis sprach am Dienstag in der„ Urania", Wrangelstraße, und Kündigung. Wir haben so fleißig gearbeitet, ein vollständig römischer Typus war. Aehnliches sei ihm jetzt in Dr. Binn über„ Die Bedeutung der Arbeiter- Bildungsschule", als wir nur fonnten. Da wir immer naß poliren müssen, Frankreich auf der Fahrt nach Marseille begegnet, im Eisenbahnwagen den zahlreich Versammelten vor Augen führend, wie dieses Inmußten wir den ganzen Tag im falten Waffer herum hantiren. habe er dort einer Frau gegenübergesessen, die ein durchaus griechisches stitut bei seiner Gründung von den Gegnern angefeindet worden Manchmal haben unsere Finger vom angestrengten Arbeiten Profil hatte. Marseille sei denn auch 600 Jahre vor Christus ist und wie tros aller Verleumdungen und Gehässigkeiten die trumm gestanden, und manchmal konnten wir vor Ermüdung von dem griechischen Stamme der Phocier gegründet worden, es Schule doch einen erfreulichen Fortgang in der Entwickelung zu taum essen; wenn wir Abends in der 11. Stunde von der Arbeit sei das alte Massalia( Lateinisch Massila). Die Franzosen stellten verzeichnen hat. Hierauf führte der Redner den Anwesenden vor nach Hause kamen. Trotzdem wurde Herr Seifert seit Anfang eben auch keine reine Rasse dar, sondern seien ein Gemisch aus einer Augen, wie traurig es um den Unterricht in den„ Volksschulen" voriger Woche immer heftiger und unzufriedenet mit uns. Am ganzen Anzahl von Bölfern, die erobernd in das Land gedrungen seien. bestellt ist und wie bedeutungsvoll gerade die ArbeiterMittwoch Nachmittags 1/28 Uhr fam er wieder in die Polier: Dazu gehörten u. a. auch Deutsche, aber die Sprache der letzteren Bildungsschule in einzelnen Unterrichtszweigen, wie tube und tabelte und mätefte unter bestigen Schimpfworten fei in Frankreich allmälig verschwunden, gegen Ende des schichte und Nationalökonomie, eingreist, um den Wissensüber unsere Arbeiten, die wir genau so gut und so schnell ver- 10. Jahrhunderts wäre sie dort ganz verloren gegangen. Die brang der Arbeiter befriedigen und die Lücken richteten wie früher. Wir sollten mehr ausdrücken, es gehe nicht Deutschen hätten eben von jeher sich der höheren Zivilisation ge- auszufüllen, welche der Volksschul- Unterricht zurückgelassen Ihned genug, und noch andere Vorwürfe machte er uns. beugt; in allen Ländern, die ihnen an Kultur überlegen waren, hat. Zum Schluß seines mit großem Beifall aufgenommenen Ge= straße 21. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. 11 Uhr bei Senapp, Kaftanien- Allee 95/96. Sof, Admiralftr. 18. und Tonnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Pantstr. 26. Männer- flärte: 27 Der Vortrages richtete Dr. Pinn an die Versammelten die Aufforde-| Wrangelfiraße 141.- Theaterverein Grüne Giche( vor dem Salle'schen der großen medlenburgischen Frrenanstalt auf dem Sadifens rung, der Arbeiter Bildungsschule zahlreich beizutreten, damit Thor), bei Katzorte, Solmsstr. 1.— Musikverein Osiris, bei Noll, Adalbert- berg, Medizinalrath Dr. Schuchardt. Dr. Reuter Dieselbe immer mehr ihrer hohen Aufgabe nachkommen könne. Der Angeklagte ist nicht zurechnungsfähig, sei. Nach kurzer Diskussion, an der sich die Genossen Görtel, Gesangverein Alt- Dessau, Abends& Uhr, bei Kind, Wrangelſtr. 91.- Geisteskrankheit ist nicht geheilt und in ihr liegt der Trieb zu Subeil und Staberna c betheiligten, erstattete der Kassirer Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für seinen verbrecherischen Handlungen." Dr. Schuchardt gab seiner Weißenfee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abends wie der Gesammtvorstand Bericht über seine Thätigkeit, welche bei Müller( Pfeifenmüller), Königs Chaussee. Männer Gesangverein Meinung dahin Ausdruck:„ Der Angeklagte hat auf mich nicht allgemein befriedigte. Die Hauptausgaben und die Hauptthätig- Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faufmann, Reichenbergerſtr. 73a. den Eindruck gemacht, daß er geistestrant ist, es ergiebt sich auch nicht keit wurden für Agitationszwecke in Anspruch genommen. Hierauf Gesangverein Glodenrein, gemischter Chor, jeden Donnerstag von 9 bis aus den Aften. Es ist darnach zu beurtheilen, wie er sich vor machte Zubeil einige Erläuterungen bezüglich des Zutritts zum der Zeit der Geisteskrankheit benommen hat, und da hat er gerade Mufifverein Frisch Auf, Annenstr. 14, bei Ehrenberg. Parteitag, worauf die Versammlung nach Erledigung einiger un- Privat- Theaterverein„ Fibeler Geist 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen so gehandelt wie später. Er ist verbrecherisch veranlagt, aber der bedeutender Fragen gegen 111/2 Uhr geschlossen wurde. Beweis, daß er geistestrant ist, ist nicht geführt." Turnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montas Staatsanwalt folgte dem Gutachten des Dr. Schuchardt, bei Ju einer öffentlichen Versammlung des Fachvereins Geselliger Berein Freiheit, Abends 9 Uhr, bei Thierbach, Schwedter dem er die größere Erfahrung voraussetzte, der Vertheidiger der Maurer zu Weißensee, welche am 1. November tagte, ftraße 44. Geselliger Klub Blau- Weilchen, Abends 9 Uhr, Annenstr. 9 bei dem des Dr. Reuter, der den Angeklagten viel länger sprach Kollege Carl Behrens über den Achtstundentag. In seinem C. Prog. Berein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, punkt Vortrage bemerkte Redner, durch Erzielung des achtstündigen 8% Uhr, bei Selterhoff, Antonftr. 5. 9 Uhr, bei Schröder, Stegligerstr. 18. Pfropfenverein Wedding, Abends beobachtet hatte, gleichzeitig darauf hinweisend, daß Dr. Schuchardt Freundschaft, Abends 9 Uhr, den Angeklagten nur während der Verhandlung gesehen Arbeitstages würden wohl mehr Kollegen Beschäftigung erhalten, bei Busse, Schönhauser Allee 46. Vergnügungs- Verein Renata jeden habe. Der Antläger beantragte 10 Jahre Zuchthaus, der jedoch würde es unmöglich sein, die Misère der heutigen wirth Donnerniaga uhr Abends in Reſtaurant Göß; Dante bet on, ionstirch- Vertheidiger Freisprechung. Der Gerichtshof erkannte dem Unchaftlichen Verhältnisse ganz aus der Welt zu schaffen. Redner plat 11a.- Gefangverein Proletariat( gem. Chor) jeden Donnerstag, trage des Staatsanwalts gemäß. Der Vorsitzende, Landgerichts geißelte besonders die Machinationen des Unternehmerthums, Abends 9 Uhr, Nebungsstunde bet Möwes, Böckhiir. 8. welches unter allen Umständen bestrebt sei, durch die Macht ihres universum, Sizung mit Damen Abends 94 Uhr b. Hagemann, Cothringer Direktor Claussen bemerkte bei der Begründung des Urtheils: Das Gericht hält Stark für so zurechnungsfähig wie wenig straße 81. Vortrage, Fidelitas. Kapitals die Organisation unserer Kollegen zu zerstören; wie sich Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Deftillation, Leute." Und jetzt sitzt der Verurtheilte seit mehreren Monaten z. B. bei den legten Streits gezeigt habe. Redner forderte die Staligerfir. 41. Rauchflub Waldesgrün, Abends 8 Uhr, Restauran wieder in der Frrenanstalt und ist unheilbar geistesfrant! Kollegen auf, sich der Lokalorganisation anzuschließen, damit die. Gaspar, Reichenbergerstr. 113a. – Rauchlub obneforge, bendbends Tragisch wird dieser Fall dadurch, daß Stark sich für einen zu Restaurant Buder, Gräfestraße 18. verlorenen Errungenschaften wiedergewonnen werden könnten. 8% Uhr, bet A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchflub Arcona, Abends Unrecht verfolgten Menschen hielt und sich dafür glaubte an der Nach dem noch einige Kollegen im Sinne des Referenten ge- thr, bei Siementinett, Reichenbergerftr. 71.- Rauchtiub Arabi Bascha. Menschheit rächen zu sollen. Er hatte sich nämlich im Jahre sprochen hatten, wurde die gut besuchte Versammlung geschlossen. Donnerstag Abend 9 Uhr im Restaurant Böhner, Brizerstr. 32. Abends 9 Uhr, bei Berndt, Perlebergerstr. 17.- Klub Ohne streit, jeben Rauchtlub 1877 wegen einer Körperverlegung mit seinem Gegner vor Gericht Der Zentralverein der Böttcher, Filiale Berlin, glöckchen, Englischer Hof, Neue Roßstr. 3. Süd- West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23. bei Flick. Theaterverein wat geeinigt, inzwischen waren aber die neuern gesetzlichen Be tadelte in der letzten Versammlung das Verhalten der hiesigen feit, jeden Donnerstag von 9 bis 11 Uhr bei Zehmann, Raiser Franstimmungen in Kraft getreten, er mußte noch einmal vor den Richter treten und erhielt dret Monate Gefängniß. Brauereien, welche, trotzdem hier unter den Böttchern große Arbeitslosigkeit herrscht, dennoch ihre Fässer fast nur von außer halb behen. Folgende Resolution wurde in dieser Angelegenheit angenommen: Die Versammlung beauftragt den Vorstand, sämmtliche Brauereien Berlins und Umgegend aufzufordern, ihre Fässer soviel wie möglich hier am Ort anfertigen zu lassen, sowie die Oberbinder anzuweisen, unseren Arbeitsnachweis, Lichtenbergerstraße 21( bei Heise), in Anspruch zu nehmen." Lehrkursus der Bevliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten und gesunde Wohnungen? Bentral- Krankenkaffe der Tischler etc.( E. H. Hamburg Nr. 3.) Die Mitglieder der Ortsverwaltungen Berling versammeln sich am Freitag, den 11. Stralauerstr. 48 Quandt. 9 Oranienstr. Grenadier- Platz 7. Geselliger Verein Kernspize, Stattlub Tournee, Abends 8% nhr, bei Ullrich, Wrangelstr. 84. Stat tlub Rückwärts, Abends 8 Uhr bei Arndt Pallisadenſtr. 47. Ruderverein Vorwärts. Gigung am Donnerstag, Abends 8 Uhr,. bei Bodenburg, Kommandantenstr. 10-11. Gäste willkommen. Vermisdites. Gestern worden. Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Burean.) Gefche Brets jährlic 1,10 S in's s 6fg. illuftr Belt" 3,30 90 band: Ungar Ausia in der Ju fi Tun abe Qu 3 tag Der M da dic die fer Be De Sp: M auch we 84 GE fic Paris, 9. November. Ein Telegramm aus Portonuovo melbet, Arbeiter- Risiko. Mainz, 6. November. Der bei der Güter- Oberst Dodds habe sich nach heftigem Widerstande Kanas be Bilfe bei Unglüchsfällen. Donnerstag, den 10. November, Abends 8 Uhr, expedition in Gustavsburg beschäftigte Arbeiter Kindinger mächtigt. Die Verluste der Franzosen betrügen 11 Todte und bei Bolg, Alte Jakobſtraße 75. Vortrag des Herrn Dr. Christeller. Nebungs- aus Nauheim gerieth gestern Nachmittag zwischen die Puffer 42 Verwundete. Der Gesundheitszustand der Truppen fei zu ftunde. Petition an den Seichstag. Bereinigung der deutschen Schmiede( Zahlstelle Berlin). Donnerstag, zweier Eisenbahnwagen und wurde auf der Stelle getödtet. friedenstellend. den 10. November, Abends 8½ Uhr: Große Versammlung in Bolg' Salon, Alte Jakobftraße 75. Tagesordnung: 1. Was lehrt uns die letzte öffentliche ist in dem nahen Geldersheim eine entsegliche That von einem plosion in der Rue des Bons Enfants vorgefundenen Splitter Paris, 9. November. Die Untersuchung der nach der Er Bersammlung der Schintede Berlins? Berliner Naturheilverein 2. Heute, Donnerstag, den 10. November, plötzlich wahnsinnig gewordenen Mann verübt worden. Ein der Bombe hat ergeben, daß in derselben Dynamit enthalten Abends 8 Uhr, in Dehlmann's Tanzfalon, Münzſtr. 11, 6of 1 Tr.: Deffent dortiger Dekonom erdrosselte in geistiger Umnachtung sein 7 Jahre war. Bisher ist in der Sache noch keine Berhaftung vorgenommen licher Vortrag des Herrn A. Damaschte über:" Wie schaffen wir uns billige altes Söhnchen in der Scheune, glaubend, er bestehe einen Kampf Musterzeichner- Verein Berlin. Donnerstag, den 10. November, Sigung mit dem Teufel. Nach der unseligen That begab sich der Be( Depeschen des Bureau Herold.). im Bereinslofal Landsbergerstr. 82. Verband deutscher Barbiere, Friseure und Verrückenmacher( 3weig- dauernswerthe in das Wirthshaus, wo er erzählte, daß er dem Budapest, 9. November. Sigung der Abgeordneten. Unter verein Berlin). Heute, Donnerstag, den 10. November, Abends 10 Uhr, Rosen- Teufel den Garaus gemacht habe. Hier wurde man erst gewahr, allgemeiner Erregung theilte der Ministerpräsident dem Hause thalerstr. 38: Große öffentliche Bersammlung. daß der Mann wahnsinnig geworden war. Baden brachten, türzlich die Bewohner von Lehengericht Ju- er, ihrem im Hause entwickelten firchenpolitischen Programe Zur Bahueröffnung der Strecke Schiltach- Schramberg in die Demission des Rabinets mit. Die Regierung habe, so sagte Schule: Sagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( oberes), Logit; Südost in Border und Hinter- Lehengericht getheilte Gemeinde. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8-10% Uhr: Süd- schriften an. Lehengericht ist eine aus mehreren Höfen bestehende, entsprechend, die Vorlagen über die allgemeinen Zivilstands Um register, über die Rezeption der Juden und über die freie AusSchule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Geschichte( mittel); Dft= Schule, Martusfir. 31: Unterricht in Phyfiologie; Nord- Schule, Müller- nun der Freude über die neue Bahn Ausdruck zu geben, war übung der Religion vorbereitet und der Krone zur Genehmigung auch unterbreitet; über die straße 179a; Unterricht in Chemie. In alle Fächer fönnen noch Schüler und im lezigenannten Theil der Genreinde folgende Inschrift anGrundprinzipien des Ehe Schülerinnen, auch jest, im Laufe des Semesters, eintreten. rechts fei die Regierung, früheren Versprechungen ent Hefe- u. Diskutirkiubs. Donnerstag. Dieygen, Abends 8 Uhr, gebracht: sprechend, zur Einigung gelangt. Nur in bezug auf bei Schröder, Wiesenstr. 39. Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei Gieshott. Süd- Ost, bei Toltsdorf, Sorauer: und Görlitzerstraßen Ecte. die obligatorische Zivilehe konnte die Regierung zu feiner Herwegh, Abends 8% Uhr, Reichenbergerstraße 54, Ecke Lausigerstraße, bet Echayer. Aug. Getb, Donnerstag bei gubeil, Naunynstraße 86, Abends solchen Vereinbarung gelangen, welche gleichzeitig Hafenelever, Abends 8% Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulen Bahneröffnung. die Genehmigung der Krone erhalten hätte. Das Kabinet fühlt 9 Uhr. weg Treptow. Emanzipation, Abends 8% Uhr bei Spät, Weinstr. 28 fich somit nicht in der Lage, zum Wohle des Landes ersprießlich weiter zu wirken und hat deshalb seine Demiſſion eingereicht. Grünftr. 21: Sigung. Der Kaiser hat mit Entschließung vom 6. d. die Demission an genommen und die Minister mit der Weiterführung der Geschäfte betraut. Redner bittet, das Haus möge bis zur Bildung des Einer von den Großen. Es hat große Verwunderung neuen Rabinets seine Sigungen vertagen und fügt hinzu, niemand erregt, daß der amerikanische Konsul Ryder in Kopenhagen, habe ein Interesse daran, daß diese Vertagung lange dauere, er der wegen Betrügereien zu 18 Monaten Buchthaus verurtheilt bitte deshalb uni Vertagung nur für eine kurze Frist. wurde, begnadigt worden ist. Er wird jetzt das Land verlassen. Morgenroth 1, Nummelsburg, Berlinerstraße 9, bet griefecte. Dort Der hint're Theil von Lehengericht, Freut heut sich mit dem ganzen G'sicht!" Diese Inschrift hat mehr Freude hervorgerufen, als die ganze Entgleisung. Brünn, 8. November. Ein heute Nach mittag nach Schimit abgelassener Güter- Gilzug mit Pferden und Schweinen als Fracht ist entgleist. 15 Waggons stürzten von ums Leben gekommen. dem Bahndamm herab. Ein Pferdewärter ist bei dem Unfall Distutirklub der Sausdiener, Abends 9 Uhr bei Sommer, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. Nebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Annenstr. 9, bei Prob.- Kornblume, Blumenjt. 54, bei Wuttte. Früh St. Urban, Lingsluft, Bülowstr. 59, bet Werner. Brezelschluß, Annenstr. 16, Bet Keßner. Weiße Rose, Heinickendorf, Seeschlößchen bet Böttcher. glödlein, Wilmersdorf, Berliner- u. Auguststr.- Ecke bei Schulz. Einig tett( hutmacher), Pappel- Allee 3-4, b. Arause.-Harmonie, Tempelhof, Dorfstr. 10, bet Gerth. Butunft 2, Nieder- Schönhausen, Buchholzerstraße bei Hempel. Ostpreußischer Männer- Gesangverein, Holzmarktstr. 3, bet Deter. Edelweiß, Melchiorstraße 15, bei Stehmann. Boray Raubanfall. New York, 5. November. In einem Wienerstraße 31 bei Trügemüller. Maiglöckchen 2, Süd- Ost, Reichenbergerstraße 16 bei Pägold. Ginigteit 2, Groß Lichter: Personenzuge wurde in der Nähe der Kalifornia- Kreuzungsfelde, Amalienstraße, bei Hann. Freie Sänger, strautstraße Nr. 6, station, im Staate Jowa, ein verwegener Raub- Anbet Rudolf.- 3utunft 3, Belten, bei W. Grunow. reuzfall auf einen Juwelen Reisenden, Namens Pollock, berger armonie, Lindenstraße 106, bet Poppe. Nordstern, Müllerstr. 7. bet Reichardt. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 Uhr den Vertreter einer New- Yorker Firma, verübt. Der Attentäter Nachmittags, Gipsstraße 3 bei Pyrtec. Steinfeger Sänger chor, feuerte zwei Schüsse auf den Reisenden, bemächtigte sich dann Kastanien Allee 28 bei Maiwald. Licdes Echo, Reichenberger- und seines Musterkastens, Forsterstraßen Gcfe, bet Spindler. welcher Diamanten im Werthe von Straße 5 bei Behrendt.- Vorwärts 9, Charlottenburg, Schillerstr. 102 15 000 Dollars enthielt und entkam, indem er aus dem Zuge bet Stahl. Gesangverein Freundschaft 1, Brunnenstr. 114 bei sprang. Die Verwundungen Pollock's sollen nicht lebensgefähr Oswald Berliner. Gesangverein Abendroth in Deutsch Wilmersdorf lich sein. bet Mölter. Gefangverein der Stuckateure Berlins und Umgegend, Seydelstr. 30 bei Preußer. Arbeiter- Gesangverein Spandau Mönchstraße bei Wintler. Gesangverein Vorwärts 2" Schönhauser Allee 28, bei Stuhl Arbeiter- Gesangverein 2yra 2, Charlottenburg, Gaurfir. 28, bei Lange. Arbeiter- Gesango rein Ginig, Lichtenbergeriir. 21, bet Heise. Gefangverein Collegia 2( freie Vereinigung der Bivil- Berufémufiter), Neue Friedrichstr. 44, bei Röllig. mney. " Blumenthal Liedertafel Westend Briefhaffen der Redaktion. E. U., Carlsbad. Frauen und Mädchen- Kranken- und Sterbekasse in Offenbach a./M. Wenden Sie sich an die Redaktoin des dortigen Abendblattes. C. P. S. Verflagen Sie den Prediger der Anstalt. F. R. 1000. R. V. Nr. 14. Auf Vermittelung von Lehrlingsstellen Zum Werth medizinischer Gutachten. Gine peinliche tönnen wir uns leider nicht einlassen. Geschichte wird in Lübeck viel besprochen. Im Mai vorigen E. L., Prinzenstraße. Wenden Sie sich beschwerdeführend Jahres wurde ein Arbeiter namens Start wegen siebzehn ver- an den Magistrat. schiedener schwerer Diebstähle zu zehn Jahren Zuchthaus ver- Weidenweg 20. Das wissen wir nicht. urtheilt. Interessant wurde der Fall dadurch, daß der Angeklagte G. N., Dragonerstr. 37. Wir danken Ihnen für Ihre Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. früher wiederholt in Irrenanstalten untergebracht werden mußte Freundlichkeit. Bei Gelegenheit werden wir Einzelnes ver Alle Zuschriften den Bund betreffend sind zu richten an: Nostizraße 29, 3 Treppen. Donnerstag: Gefelliger Verein Frei und in der Berhandlung selbst behauptete, noch geistestrant zu wenden. und Lustig bei Göge, Oranienstraße 153. Bimmer- Schüßengesellschaft sein. Es kam für die Richter also auf das Urtheil der Sach- K. D., Charlottenburg. Wir glauben, daß der Herr durch Fein Korn bet Klatt, Boechstr. 51.- Gefelliger Verein Azalie, Michael- verständigen an; als solche waren geladen der Leiter der unseren Artikel genügend gefennzeichnet ist. Seine Frau und Brücke 1( zu den 3 Raben). Humoristischer Verein Pautenschwenger, bet Sommer, Stauschreiberstraße 68. und der Direttor sonstige Verwandte gehen uns nichts an. Wustverein Animo, bei Schmidt, Lübecker Frrenanstalt Dr. Paul Reuter Achtung! Achtung! Große öffentliche Versammlung ber Schröder, Barbier, Friseur- n. Perriden- Wer macher- Gehilfen Berlins und Umgegend Donnerstag, den 10. d. Mt3., Abends 10 Uhr, Rosenthalerstraße 38. Tagesordnung: 1. Unsere Kontrolltarte. Referent: Herr Kollege T. Steczniewsky. 2. Diskussion. 3. Ergänzungswahl zur Agitationsfommission. 29916 Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Barbier- und Friseurgehilfen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Insbesondere sind die Delegirten derStreit- Kontrollkommission eingeladen. Der Einberufer. Paul Liere, Chausseestr. 123. Achtung, Rigdorf. Ersuche die Vertrauensmänner resp. Vorstände von den Gewerkschaften, Freitag, den 11. November, Abend 71/2 Uhr, im Lokale des Herrn Kummer, Berlinerstraße 136, pünktlich zu erscheinen. Besprechung zum Gewerbe- Schiedsgericht. August Böttcher. 340/8 Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler ( Filiale F). 302/4 Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß ich mein Amt niedergelegt habe. I einen guten und billigen Teppich faufen will, wende sich an die Teppichfabrik von J. Adler Söhne, Spandauerstr.30 Ferner offeriren wir eine große Bartie, ca. 2000 Fenster ff. englische Tüllgardinen und Stores in weiß u. crême, sowie einen Posten schwerer Portièren, 31/2 Mtr. lang, 120 Ctm. breit, von Mark 2,50 an. Ferner alle Arten Möbelstoffe u. Plüsche fowie Tischdecken, Steppbedien, Läuferstoffe u. Reisedecken 4M sehr billig! Steppdecken!! größte Auswahl!! am billigsten in Emil Lefèvre's Fabrik, Berlin, Oranienſtr. 158.[ 18201 rein. Schlafdecken mit einen 1 Posten Flecken Stück 4, 6, 8 und 10 art. Werth das Doppelte!! Illustr. Preisliste gratis u. franko. VERSAL- METALE Schutzmarke. 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