Nr. 246. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. Boste Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Bost- Beitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. endeint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblaff. 23. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. geile oder beren Raum 50 Pfg., für bolitische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 20 Pfg., jedes weitere Bort 10 Big. Stellengesuche und S stellen- Anzeigen das erste Wort 10 jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Ferniprecher: Amt IV. Nr. 1983. Sonntag, den 21. Oftober 1906. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsvrecher: Amt IV. Nr. 1984. der Gesamtheit ihre Aufgaben verkannt haben, lehrt die Ge- maßgebenden Verkehrsgesichtspunktes von einem Teil der Verdie Gaslieferung war von 1825 bis 1847 der englischen Gas- handels gegenüber dem seßhaften Gewerbe in den VorderGerade rechtzeitig, um noch bei der bevorstehenden Stadt- gesellschaft eingeräumt, die daraus ungeheuren Vorteil zog. grund geschoben. Die Hausagrarier wollten den Straßenverordneten- Ersatzwahl im Sinne der Sozialdemokratie ver- Nicht nur, daß das Gas zu einem enorm hohen Preise( 35,3 handel beseitigen, um das feßhafte Gewerbe in Form von wertet zu werden, ist in dem Sammelwerk des Vereins für Pfennig pro Kubifmeter) abgesezt wurde, fiel auch der Profit Mietserhöhungen nachher um so besser schröpfen zu können. Sozialpolitik über die Verfassung und Verwaltungsorgani- Privatunternehmern in den Schoß. Um welche Summen es Einzig und allein die Sozialdemokratie fennt keine sation der Städte aus der Feder des freisinnigen Reichstags- fich dabei handelt, kann man daraus ermessen, daß allein im Sonderinteressen, sie nimmt sich der Gesamtheit in erster Linie abgeordneten Dobe, des Syndikus der Berliner Handels- Jahre 1903 der von den städtischen Gaswerken erzielte Ueber- an. Daß sie, wie auch Dove anerkennt, vorwiegend die Fordekammer, eine lesenswerte Abhandlung über Berlin erschienen, schuß 4 873 025 W. betrug. Auch die Wasserwerke, deren rungen der zahlreichen Arbeiter der städtischen Betriebe und die den klaren Beweis dafür erbringt, daß unter der Herr- Ueberschuß sich 1903 auf 2 350 222 m. belief, waren ursprüng- der Unterbeamten vertritt, ist nur natürlich, denn deren schaft des Kommunalliberalismus an sozialpolitische Fort- og unge and aau( p! Interessen decken sich mit denen der Gesamtheit. Wenn die schritte in den Gemeinden nicht zu denken ist. Herr Dove ist einer ganzen Reihe anderer Betriebe, die der Allgemeinheit Sozialdemokratie in der Hauptsache als Vertreterin der selbst unentwegter Freisinnsmann, es ist von ihm also nicht zugute kommen sollten, herrscht noch bis zum heutigen Tage minderbemittelten Schichten auftritt, so tut sie das, ihrem zu verlangen, daß er gegen seine eigenen Freunde zu Felde unumschränkt das Privatkapital. Programm entsprechend, nicht, um neue Vorrechte zu schaffen, zieht. Aber trotz aller Bemühungen, den Kommunalfreisinn sondern um die bestehenden Privilegien zu beseitigen. als möglichst uneigennüßig und nur auf das Interesse des Gemeindewohls bedacht, hinzustellen, klingen doch für den, der zwischen den Zeilen zu lesen versteht, wuchtige Anflagen gegen die Gewalthaber im roten Hause hervor. Der Berliner Kommunalfreifinn. schichte der städtischen Betriebe. Das Privileg für ſammlung der Gesichtspunkt der Konkurrenz des StraßenIm Gegensatz zu denen, die, um die Arbeiter vom Klassen kampf abzulenken, immer darauf hinzuweisen pflegen, daß Parteipolitik aus den Gemeindevertretungen ferngehalten werden müsse, erkennt Dove rückhaltlos an, daß es fein Wunder sei, wenn die Stadtverordnetenwahlen von politischen Gegensätzen beherrscht werden. Die Enthaltsamkeit von Parteipolitik in der Kommune ist in anderen Städten häufig nur der Dedmantel gewesen, unter welchem der herrschenden entgegengesetzte Richtungen ihrerseits zur Herrschaft zu gelangen suchten. Dove stellt es aber in Abrede, daß von einer Parteiherrschaft bei der Berliner Stadtverwaltung gesprochen werden kann. Der vielberufene Fortschrittsring sei durchaus kein einheitliches Gebilde, vielmehr sei die liberale Grundanschauung, die vielleicht nicht einmal bei a II en Mitgliedern eine gar zu genaue Untersuchung erträgt, in Verbindung mit gewissen sozialen Momenten als charakteristisches Merkmal anzusehen. Gewiß, in dem Sinne, wie im Parlament gibt es abgesehen von den Sozialdemokraten feine geschlossene Fraktion in der Berliner Stadtverordnetenversammlung; der Fraktion der Alten Linken gehören ebenso wie den übrigen liberalen Fraktionen neben Anhängern der Freifinnigen Volks. partei solche der Freisinnigen Vereinigung und der Nationalliberalen an, und der langjährige Führer der freien Fraktion, Geheimrat Spinola, war politisch wohl der konservativen Partei zuzurechnen. Trotzdem kann man mit Fug und Recht von einer Parteiherrschaft reden; der ganze Mischmasch von den Freisinnigen Richterscher Observanz bis hinüber zu den Konservativen à la Spinola bildet eben das, was man unter Kommunalliberalismus versteht, ein Sammelsurium von Anhängern der verschiedensten politischen Parteien, die, mögen sie auch in dieser oder jener Frage geteilter Meinung sein, sich doch als ein einheitliches Ganzes fühlen, wenn es gilt, Forderungen der Arbeiterklasse zu bekämpfen. Ist nun die Reichshauptstadt ihren sozialpolitischen Pflichten als Arbeitgeberin nach- Daß unter der Herrschaft des Dreiklassenwahlsystems in gekommen? Diese Frage ist unbedingt zu verneinen. Es sei den Gemeinden die Interessen aller in gleicher Weise vernur die schroffe Ablehnung der von der sozialdemokratischen treten werden, ist schlechterdings undenkbar. Es ist eben die Fraktion beantragten allgemeinen Arbeitsordnung er- Folge aller plutokratischen Wahlsysteme, daß die auf Grund wähnt, die so bescheiden wie möglich gehalten war und nur ihrer gewählten Parlamente Klassenparlamente sind, und solche Forderungen enthielt, die sich in der Privatindustrie diese unangenehmen Folgen haben sich auch in Berlin gezeigt, bereits durchgesezt haben und deren Erfüllung bei einigem wo der Kommunalliberalismus nur mit Hülfe des Dreiklaffenguten Willen der Gemeindebehörden auch in Berlin möglich wahlrechts aufkommen konnte. Unser Kampf hat sich daher gewesen wäre. Es sei daran erinnert, welcher Kämpfe es be- nicht nur gegen den Kommunalliberalismus zu richten, durft hat, ehe die Verwaltung sich dazu verstand, Arbeiter- sondern gleichzeitig auch gegen das verrottete Wahlsystem, in ausschüsse einzusetzen. Mit Recht meint Dittmer in seiner dem dessen Kräfte wurzeln. Mit dem Dreiklassenwahlsystem Schrift über die Stadt Berlin und ihre Arbeiter: Wenn steht und fällt der Kommunalliberalismus. Nur, wenn an jemand die Geschichte der Arbeiterausschüsse in den Betrieben feine Stelle das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlder Stadt Berlin schreiben wollte, so wäre seine Arbeit gleich- recht tritt, wird aus den Gemeindewahlen eine Vertretung zeitig ein Kapitel der Leidensgeschichte der städtischen Arbeiter. hervorgehen, die der Zusammensetzung der Bevölkerung entSchon die Tatsache, daß erst auf immerwährendes Drängen spricht. In dem allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen der organisierten Arbeiter die Ausschüsse eingeführt worden Wahlrecht kommt der Wille der Bevölkerung zum Ausdruck, sind, beweist, wie wenig ernst es die liberale Kommune Berlin durch das Dreiklassenwahlsystem dagegen wird der Wille des mit ihren Pflichten gegen die Arbeiter genommen hat." Daß Volkes gefälscht. die heutigen Arbeiterausschüsse in den städtischen Betrieben völlig unzulänglich find, daß die städtischen Behörden sich bemühen, sie in ihrem Sinne auszumußen und ihren Zweden dienstbar zu machen, bedarf keiner längeren Ausführungen. 2000 m. haben, und denen gegenüber die aus§ 62 des Bürgerlichen Gesetzbuches entspringenden Rechte auf Fortgewährung von Gehalt und Unterhalt im Krankheitsfalle bis zur Dauer von 6 Wochen nicht vertragsmäßig beschränkt oder aufgehoben sind, folgte alsbald die Reichsgesetzgebung, so daß das Ortsstatut die Versicherungspflicht nur um ein Vierteljahr früher eintreten ließ, als sie reichsgefeßlich in Kraft getreten wäre. Auf diese Maßnahme kann also Berlin nicht besonders stolz sein. Endlich ist noch anzuführen, daß die Sonntagsarbeit im Handelsgewerbe ortsstatutarisch auf zwei Stunden herabgesetzt und daß durch Ortsstatut für alle männlichen Arbeiter ( Lehrlinge, Gesellen, Gehülfen usw.), welche in einem gewerblichen oder kaufmännischen Betriebe im Weichbilde Berlins beschäftigt werden, bis zum Schlusse des Schulhalb jahres, in welchem sie das 17. Lebensjahr vollendet haben, der Besuch der Fortbildungsschule obligatorisch gemacht ist. Was überhaupt an sozialpolitischen Fortschritten in Berlin zu spüren ist, das ist nicht auf die Initiative des Magistrats oder der herrschenden Parteien in der Stadtverordnetenversammlung zurückzuführen, sondern auf das fort. gesezte Drängen der Sozialdemokraten, die sich durch nichts davon abhalten ließen, immer und immer wieder Anregungen im interesse der Arbeiter zu geben. Daß nicht mehr erreicht ist, ist Schuld des Kommunalliberalismus, der sich nur sehr langsam und meist widerwillig zu bescheidenen Zugeständnissen herbeiließ. So hat Berlin von der in Reichsgesetzen gegebenen Möglichkeit des Ausbaues der sozialen Gesetz gebung im ortsstatutarischen Wege erst in neuerer Zeit Gebrauch gemacht. Auf Grund des Reichsgesetzes vom 15. Juni 1893 ist die Krankenversicherungspflicht auf die land- und forstwirtschaftlichen Arbeiter und nach langem Schwanken endHerr Dove singt ein langes Loblied auf die Berliner Ge- lich auch auf die Hausgewerbetreibenden ausgedehnt worden. meindeverwaltung Selbstver- Dem Ortsstatut vom 6. Juli 1903, betreffend die Ausdehnung des als Hüterin waltungsrechts. Wenn irgend etwas, so zeigt gerade der Krankenversicherungspflicht auf die Handlungsgehülfen das Kapitel Berlin und das Selbstverwaltungsrecht den Ver- und Lehrlinge, welche einen geringeren Jahresverdienst als fall des Liberalismus, das allmähliche Preisgeben aller liberalen Grundsätze. Vor 50 Jahren widersetzte sich der Berliner Magistrat mit Entschiedenheit der Forderung der Regierung, die sich ein Bestätigungsrecht der in die Schuldeputation gewählten Stadtverordneten anmaßte. Der Streit fam damals nicht zum Austrag, aber das vom Minister in Anspruch genommene Bestätigungsrecht wurde tatsächlich nicht geübt. In der Konfliktszeit beanspruchte dann der damalige Kultusminister Mühler von neuem das Bestätigungsrecht als Ausfluß des Aufsichtsrechts über die Schulen, und es flingt fast wie ein Märchen, wenn man lieft, wie in jener Zeit, 1866, die Stadtverordneten unter Führung des nationalliberalen Professors v. Gneist durch das unbedingte Festhalten an dem Grundsaß, daß die Schuldeputation eine selbständige, rein städtische Deputation sei, das Ministerium schließlich zum Rückzug zwangen. Es behielt sich zwar die endgültige Entscheidung vor, zog aber das Verlangen, die staatliche Bestäti- Die sozialpolitischen Leistungen der Reichshauptstadt gung einzuholen, zurück. Und ein Menschenalter später? Im lassen sich also an den fünf Fingern einer Hand aufzählen. Jahre 1898 wurde Genosse Singer in die Schuldeputation Eine ganze Reihe fleinerer Gemeinden haben Berlin längst gewählt. Der Minister Bosse erließ eine Zirkularverfügung, in den Schatten gestellt, und auf keinem Gebiete hat Berlin worin er die Unvereinbarkeit der Zugehörigkeit zur sozial- feine Ehre darin erblickt, bahnbrechend voranzugehen. Um so demokratischen Partei und der Mitgliedschaft in städtischen schneller aber waren die Vertreter Berlins bei der Hand, wenn Schuldeputationen und Schulvorständen betonte. Gleichzeitig es galt, die Sonderinteressen der Besigenden wies er den Magistrat unter Berufung auf eine Verfügung zu wahren. Das gilt ganz besonders von den Hausbefizern, bom 20. Juni 1829, welche diesem die Bestätigung der Schul- denen die Städteordnung ein gewisses Vorrecht einräumt. deputationsmitglieder als schulaufsichtliche Befugnis über- Wir stimen mit Dove völlig überein, wenn er an einer Stelle fragen habe, an, die Wahl Singers nicht zu bestätigen. Der seiner Schrift betont, daß bisweilen die rein vom Standpunkt Magistrat fügte sich dieser auch nach Ansicht von Dove rechtlich der Kommune ausgehende Betrachtung zu einer fast verkehrsnicht begründeten Anweisung. Es bedarf bloß der Gegen- feindlichen Tendenz führt und daß sich diese unverhüllt bei überstellung dieser beiden Tatsachen, um zu zeigen, wie im den speziellen Interessenten an der Steigerung der städtischen Laufe weniger Jahre an die Stelle von Männern mit Rück Bodenrente, den sogenannten Hausagrariern, zeigt, von deren grat, die ihr Recht zu wahren wissen, Leute getreten sind, die speziellem Interessenstandpunkt aus fie ja auch erklärlich ist. fich einzig und allein als gehorsame Diener des Ministeriums Erst neuerdings trat das Klasseninteresse der Grundbesitzer fühlen. Oder sollte der Magistrat vielleicht nur deshalb nach wieder recht deutlich zutage. Es handelte sich um die Beratung gegeben haben, weil es sich zufällig um einen Sozialdemo- des vom Polizeipräsidenten dem Magistrat und von diesem der fraten handelte? Stadtverordnetenverstmmlung zur Begutachtung vorgelegten Wie sehr die vom Grundsatz des öden Manchestertums Polizeiverordnungsentwurfs zur Regelung und Einschränkung beherrschten städtischen Behörden Jahre hindurch zum Schaden des Straßenhandels, und hierbei wurde an Stelle des allein 19 Politifche Ueberlicht. Berlin, den 20. Oftober. Reichstagserfahwahl in Nordschleswig. Im ersten schleswig- Holsteinischen Reichstagswahlkreise ( Hadersleben- Sonderburg) findet am 23. Oftober die Ersatzwahl für das Mandat des verstorbenen Reichstagsabgeordneten Jessen statt. Es unterliegt nicht dem geringsten Zweifel, daß das Mandat wieder der dänischen Protestpartei zufallen wird. Die beiden Gegenkandidaten der Dänen, von der Sozialdemokratie Genosse Michelsen aus Flensburg, von den Deutschnationalen Landrichter Hahn aus Sonderburg, der Vorsitzende des deutschen Vereins für Nordschleswig, sind, wie von beiden Seiten von vornherein zugegeben wird, lediglich als Zählfandidaten aufgestellt. Das geht auch klar aus den Resultaten der legten Wahlen hervor, die folgendes Bild ergeben: Deutsch- National. Soz.- Dem. 1893 1898 Däne 9587 3127 1903 # 910 420 1902( Ersatzt.) 10 058 10 274 3713 4539 4862 175 342 487 712 Inzwischen sind in Nordschleswig feine Umstände ehtgetreten, die dieses Bild wesentlich verschieben werden. Die Agenten des Köllerkurses sind nach wie vor eifrig und mit Erfolg darum bemüht, daß die Dänenpartei von ihrer Werbefraft als Sammelstätte der unterdrückten Nationalität nichts einbüßt. Wohl aber hat sich innerhalb der Dänenpartei selbst eine bedeutsame Wandlung vollzogen. Das Mandat geht von dem reaktionären Flügel der Partei, dessen Chef der verstorbene Jessen gewesen, auf die liberale Richtung über, deren Führer der jetzige Kandidat, der Landtagsabgeordnete Hanssen, ist. Unter anderen Verhältnissen, wie dem starken nationalen Druck in Nordschleswig, wäre ja ein politisches Gebilde, wie die Dänenpartei, absolut lebensunfähig. Vereinigt sie doch unter derselben Aktionsparole die schroffsten wirtschaftlichen und politischen Gegensätze. Das Organ des verstorbenen Jessen, Flensborg Avis", stand wirtschaftlich dem Bund der Landwirte, politisch der Kreuzzeitung" nahe, ia, es hat, wie beispielsweise in der Beurteilung der russischen Revolution, an wildem Haß wider die russischen Freiheitskämpfer noch die reaktionärsten preußischen Junkerblätter übertroffen. Dagegen vertritt Heimdal", dessen Herausgeber der Landtagsabgeordnete und jetzige Reichstagskandidat Hanssen ist, in allen wirtschaftlichen und politischen Fragen den Standpunkt der bürgerlichen Demokratie, wie sie in Dänemark durch die Reformlinte repräsentiert wird. Daß die Schwenkung weit über einen bloßen Personenwechsel in der Leitung und parlamentarischen Vertretung der Partei hinausgeht, daß sie sogar das nationale Programm der Partei beeinflußt, geht daraus hervor, daß fürzlich in einer dänischen Wählerversammlung, ohne daß der anwesende Kandidat Hanssen widersprochen hätte, vom Landtagsabgeordneten Nielsen ausdrücklich die Forderung verleugnet wurde, in der für die Jeffenrichtung die ganze Politik der nordschleswigschen Dänenpartei gipfelt: Die Wiederherstellung des§ 5 des Prager Friedens. In diesem Paragraphen war bekanntlich festgesetzt worden, daß die Bevölkerung der nördlichen Distrikte von Schleswig in freier Ab Stimmung selbst darüber entscheiden sollte, ob sie mit Däne- rnark vereinigt werden wollte oder nicht. Im Wiener Wer- trag voni 11. Oktober 1878 hatten Preußen und Oesterreich diese Bestimmung etnsach wieder annulliert. Diese. Rechts- Verletzung war, besonders für Jessen und seine Richtung, bis- her das wirkungsvollste Agitationsmaterial der Dänenpartei gewesen. Um so verblüssender wirkte es auf freund wie Feind, als in der erwähnten Wählerversammlung Abgeordneter Nielsen den Rat gab, den s? 5 endlich„i n den Schrank zu st el l e n" u n d f ii r d e r h i n R e a l p o l i t i k a n S t e l l e der G e f ü h l s p o l i t i k zu treiben.„Flensborg Avis" ist davon natürlich wenig erbaut, hält es aber im Interesse des Wahlkampfes für geboten, vorerst keinen schärferen Protest zu erheben. � Andererseits scheint auf die Hanssenleute die sozialiften« fresserijche Teirdenz der Jessenrichtung bedenklich abgefärbt zu haben. Noch bei der Reichstagswahl 1903 hatte die Haussen- Partei im zweiten schleswig-holsteinischen. Wahlkreise(Flens- burg-Apenrade) für unseren Kandidaten Mahlke gestimmt, ob- wohl„Flensborg Avis" die Parole ausgegeben hatte: Lieber einen deutschnationalen Fanatiker(damals der Antisemit Raab), als einen Sozialdemokraten! In der jetzigen Wahl- bewegung aber geriet der„Hejmdal" des Abgeordneten Haussen schon von vornherein ganz aus dem Häuschen, als die Sozialdemokratie nur ihre Absicht laut werden ließ, als Kandidaten im ersten Kreise einen Nordschleswiger dänischer Abstammung, eben den Genossen Michelsen, aufzustellen. Die Hanssenleute waren naiv genug, an die Sozialdemokratie das Ansinnen zu stellen, üuf eine Kandidatur im ersten Kreise zu verzichten, und sie drohten damit, im Weigerungsfall bei der nächsten Stichwahl iin zweiten Kreise den Sozialdemokraten durchfallen zu lassen. Natürlich ließ sich die Sozialdemokratie auf diesen Handel nicht ein, um so weniger, als sie seit dem Jahre 1887 im ersten Meise kandidieren läßt und die Dänen selber darin bis jetzt nichts Tadelnswertes erblickt hatten. Nun aber, nach Proklamierung der sozialdemokratischen Kandidatur. überschritt die Wut der Dänen die primitivsten Gebote des politischen Anstandes. Obwohl sie selber, genau wie die Sozialdemokraten, von jeher unter der Saalabtreiberei der Behörden zu leiden gehabt und deshalb eigene Versammlungs- Häuser hatten errichten müssen, verweigerten sie jetzt diese Lokale der Sozialdemokratie resp. sie forderten eine für unsere Genossen unerschwingliche Lokalmiete und helfen dadurch den Preußischen Landräten und Amtsvorstehern, die Sozialdemo- kratie obdachlos im Kreise zu machen. Ja, sogar bis zur direkten Saalabtreiberei stieg die Protestpartei herab. Die Agitationskommission der schleswig- holsteinischen Sozialdemokratie hatte jenseits der Grenze, in Frederikshöj eine internationale Wählerversammlung an- beraumt, in der außer deutschen Rednern auch ein dänischer sozialdemokratischer Abgeordneter, der in Preußen sicher ausgewiesen worden wäre, sprechen sollte. Die dänische Presse in Nordschleswig und im Königreich schäumte vor Wut. als dieses Vorhaben bekannt wurde. Die Hanssenleute steckten sich hinter ihre Freunde in Kopenhagen, und nicht nur diese, sondern sämtliche Parteien des dänischen Reichstags, ja sogar die Minister selber, bestimmten die Abgeordneten der Sozial- demokratie, ihre Zusage für Frederikshöj zurückzuziehen, da die deutsche Regierung in dem Auftreten eines dänischen Sozialdemokrate» in einer von deutscher Seite arrangierten Wähler- Versammlung eine unbefugte Einmischung rn innere Angelegenheiten des Deutschen Reichs erblicken könne! Das taten dieselben Leute, die alljährlich in nächster Nähe von Frederikshöj, auf Skam- lingsbanken, für ihre Landsleute hinter den schwarzweißen Grenzpfählen große Protestversamntluiigen abhalten und ihre ersten Redner gegen die preußisch-deutsche Unterdrückungs- Politik in der schärfsten Tonart sprechen lassen!! Leider ließen sich unsere dänischen Ge- nossenvon den bürgerlichen Politikern und denMinisternbreitschlagenundsagtenihre Beteiligung an einer Veranstaltung, Sie die Sache ihrer deutschen Bruderpartei fördernsollte.aufdasBetreibenderGegner ihrer deutschen Parteifreunde ab. Die Dänen aber setzten ührem Treiben nunmehr noch die Krone auf, in- vem sie, durch Boykottdrohungen, de» Wirt in Frede- rikshöj veranlaßten, sein Lokal den nord- schleswigischen Genossen, trotzdem alle Ab- machunge nläng st getroffenwaren, inletzter Stunde zu verweigern. So konnte zum Gaudium der deutschen Patrioten in Nordschleswig die internationale Wählerversammlung nicht stqttfinden. Unsere Genossen können den Schlag verschmerzen. Zeigt ihnen doch die sinnlose Wut der Dänenpartei, daß sie mit ihrer Agitation auf dem rechten Wege sind und daß sie neuer- dings von der Protestpartei als gefährliche Gegner einge- schätzt werden. Es ist heutzutage einfach nicht mehr möglich. daß eine- irgendwie nennenswerte politische.Richtung durch solch utopistisches Programm, wie die nationale Dänenparole in Nordschleswig. die alle wirtschaftlichen Interessengegensätze und jedq Klassenscheidung leugnet, auf die Dauer zusammen- gehalten werden kann. Die Sozialdemokratie wird deshalb mit noch größerem Nachdruck als bisher den dänischen Prole- rarcern in Nordschleswig klar zu machen suchen, bei welcher deutschen Partei allein sie eine wirkungsvolle Vertretung ihrer Klasseninteressen finden und welche Parte» ihnen allein zu- gleich die Garaistie bietet, daß mit ihrem Sieg auch die Er- füllung ihrer nationalen Forderungen verknüpft sind. Daß die Dänen jetzt, wo sie den Z 5 des Prager Friedens in den Schrank gestellt haben, die deutsche Sozialdemokratie mehr fürchten, als den Köllerkurs, ist uns ein verheißungsvolles Zeichen, daß unsere Aufklärungsarbeit über kurz oder lang doch Früchte tragen wird. Es sind die Füße derer, die sie hinaustragen werden, die Herr Haussen und seine Leute vor ihrer Türe stehen sehen.—_ Kirche und Staat in Spanien. Der Protestfellyug der Pfafsen gegen die antiklerikale Politik d«S Ministeriums Lopez Dominguez ist noch nicht beendigt. Ihren Kollegen von Tuy und Cordoba haben sich die Erzbischöfe von Va- kencia und von Burgos angeschlossen, welch letzterer nicht nur für sich protestierte, sondern gleich en gros im Namen seiner Weih- bischäfe von San tander, Palencia, OSma. Vitoria und Leon; ferner protestierten der Bischof von La» Palmas auf den Kanarischen Inseln, Ue vier Bischöfe der Kirchenprovinz Compostela sowie der Bischof ton Socio. Man darf sich über dikse Pfaffeninsurrektion freuen: gibt sie Loch Veranlassung, daß sich die öffentliche Meinung außerhalb Spaniens auch einmal klar wird über den Einfluß des spanischen äStMs&nus. Man meint gewöhnlich, in Spanien habe die Kirche die Mehrheit des Volkes in der Gewalt. Nichts falscher als das! Allerdings, die katholische Kirche hat auch in Spanien eine ungeheuere Macht— ist sie ddch unermeßlich reich und mit dem Adel sowie mit der höhere« Bourgeoisie eng verbündet. Aber auf das Volk hat die Kirche nur ganz geringen Einfluß, abgesehen von einigen Teilen Andalusiens und der baskischen Provinzen. Gerade der Feldzug der Bischöfe gegen die ersten Plänkeleien im antiklerikalen Kampfe der liberalen Partei Spaniens ist geeignet, diese Behauptung zu beweisen. Haben doch bis jetzt nur die Bischöfe in den ganz kleinen Städten ihre Stimme zu erheben gewagt! Außer Cordoba und Valencia zählt kaum eine der Städte, deren Bischöfe sich einen Protest leisteten, über 30 000 Einwohner. Der einzige Bischof einer wirklich großen Stadt, der sich dem Protest seines Bruders von Tuy anschloß, der Bischof von Valencia, muß für seinen Hirtenbrief bitter büßen: Ganz Valencia ist gegen ihn, zwei große Versammlungen wurden veranstaltet, in denen scharfe Proteste gegen die Haltung der Kirche zustande kamen; aus der Straße spielten sich lärmende Kundgebungen ab, und eine Zeit- lang schien es, als würde das bischöfliche Palais vom Volke gestürmt werden! Sogar der Magistrat— mit dem Bürgermeister an der Spitze— beteiligte sich an den Kundgebungen, kurz: ganz Valencia gab der Negierung aufs deutlichste zu erkennen, daß die Protest- bewegung so lange andauern würde, als der Bischof auf seinem Platze verbleibe. Die Regierung sah sich dann schließlich genötigt, den Bewohnern von Valencia Genugtuung zu versprechen.— Es ist das eine gute Lehre für die Herren Bischöfe von Madrid, Barcelona, Saragossa, Sevilla, Tarragona und anderer großer Städte. Es ist das zu gleicher Zeit eine Erklärung für die Tatsache. daß die Pfaffen jener Städte sich so hübsch ruhig verhalten. Der ganzen bischöflichen Protestbewegung aber ist damit von vornherein die Spitze abgebrochen. Dem muß noch hinzugefügt werden,, daß alle größeren bürger- lichen Blätter— Tfel Jmparcial",„Heraldo de Madrid",„El Liberal",„El Diario Universal",„La Correspondencia de Espana" u. a. m.—, daß die ganze demokratische und die republikanische Presse, daß alle politischen Gruppen— liberale, demokratische, republikanische, sozialistische, unabhängige— gegen die Bischöfe Stellung genommen haben. Angesichts dieser Tatsachen ist es wohl begreiflich, daß wir oben sagen konnten: man dürfe sich über die Pfaffeninsurrektion freuen. Dem allgemeinen Unwillen gegenüber mußte die spanische Regierung wohl oder übel etwas tun. Sie hat sich denn auch aus ihrem Schlummer ein wenig aufgerafft und den Entschluß gefaßt, zu handeln! In einem letzter Tage abgehaltenen Ministerrat ent- schied sie sich dafür, dem Vatikan das Konkordat zu kündigen, das vom konservativen Ministerium Maura im Jahre 1904 abgeschlossen worden war. Den Kortes, die kommende Woche zusammentreten werden, will die Regierung einen Gesetzentwurf vorlegen, dessen Hauptbestimmungen folgende sein sollen: 1. Es darf sich ohne gesetzliche Autorisation, die nur das Parlament zu erteilen hat, in Spanien keine neue religiöse Ge» sellschaft bilden. 2. Die bestehenden religiösen Gesellschaften haben sich den Bestimmungen des spanischen Zivilgesetzbuches zu unterwerfen. 3. Jede religiöse Gesellschaft darf durch Kabinettsverfügung aufgelöst werden, sobald die Rücksicht auf die Erhaltung der öffent- lichen Ordnung oder andere Staatsinteressen die Auflösung rätlich erscheinen lassen. Als dieser Entwurf bekannt wurde, erklärten die republikanischen und die demokratischen Abgeordneten, daß sie die antiklerikale Politik des Kabinetts unterstützen würden. Dadurch erhält das Ministerium natürlich eine bedeutend festere Position, um so mehr als auch der- schiedene Gruppen der Majorität, die sich seit einiger Zeit befehden, gleichfalls die Erklärung abgegeben haben, sie würden im Kampfe gegen die Bischöfe der Regierung mit allen Kräften zur Seite stehen. So scheint denn die Frage einer Neuregelung der Beziehungen zwischen Staat und Kirche in Spanien endlich einmal ins Rollen zu kommen. Die Kortes sollen am 23. Oktober zusammentreten, und wir werden Gelegenheit erhalten, der Entwickelung einer der inter- essantesten Phasen in der modernen spanischen Politik zu folgen. Nur eine Gefahr droht den Antiklerikalen: der Neid und Streit unter den Führern der liberalen Partei. Stellen— was schon öfter vorgekommen ist— diese Herren ihre kleinlichen pcrsön- lichen Zänkereien wiederum über das Interesse der Nation, so würde die konservative Partei, einig und geschloffen, im Bunde mit der Kirche den Sieg davontragen. Damit wäre die Lösung der hoch- wichtigen Angelegenheit aufgeschoben. Aber dies Glück der Kirche wäre nicht von langer Dauer; denn die Mehrheit des Volkes will nun einmal— wie gesagt— nichts mehr wissen von der ver- haßten Vormundschaft, die sich Spaniens Kirche so lange Zeit an- maßen durfte.—• Oeutfcbcs Reich. Die Köpenicker Affäre in der Beurteilung der englischen Presse. Die gelungene Köpenicker Parodie auf den Geist des deutschen Militarismus entfesselt in der Presse aller Kulturländer ein ironisches Gelächter. Die englische Press«, die einen scharfen Sinn für politische Satire hat, ist heute voll von spaltenlangen Berichten über den neuesten Witz, der, wie die„Daily Mail" bemerkt, die neu- deutsche Kultur„dem Gelächter beider Hemisphären" preisgibt. Das Blatt schreibt allzu optimistisch:.. Die gestrige Tragi- komödie kann für das deutsche Leben zwei umwälzende Acnderungen haben. Erstens: die Zerstörung des Grundsatzes, daß man vor des Kaisers Rock den Kotau machen muß, lote«inst die Schweizer vor Gehlers Hut. Zweitens: der blinde gedankenlose Gehorsam, der den teutonischen Soldaten als die ruhmreichste Tugend eingeprägt wird, kann eine erhebliche Abschwächung erfahren. Ohne diese Traditionen. die dem deutschen Volke ins Fleisch und Blut übergegangen sind, könnte sich die Tragikomödie von Köpenick nicht ereignet haben, die das Reich dem Hohngelächter beider Hemisphären preisgibt." Die„Morning Post" bemerkt:„Die Köpenickaffäre wird als die schneidenste Satire betrachtet, die je gegen den Geist des Militarismus gerichtet wurde." Die„Tribüne" meint, sie könne nicht annehmen, daß der deutsche Witzling nur ein Dieb sei.„Er war vielmehr als politischer Philosoph darüber erschreckt, daß in Deutschland die persönliche Regierung soioeit reicht und wollte nur eine Probe aufs Exempel machen. Die Soldaten sind einfache Automaten, die gehorchen.— würden sie nicht jedem Befehl eines Uniformierten folgen? Beamte sind zwar auch Automaten, aber etwas kompliziertere;— würden sie glauben, daß der Kaiser ihn sandte, um sie zu arre- tieren?... Die Erwähnung des RamenS des Kaisers war tat- sächlich hinreichend. Obwohl die ganze Prozedur ungewöhnlich war, so schien sie doch den Betroffenen ganz natürlich. Nach diesen Er- fahrungen muß der Kaiser sich über seine eigene Mäßigung wundern." Der„Daily Telegraph" und„Daily Expreß" be. handeln die Angelegenheit in ironischer Weise, ohne indes auf ihren politischen Sinn näher einzugehen. Der„Standard" bemerkt, es sei gewiß, daß die Soldaten auf Befehl des„Hauptmanns" den Bürgermeister und den Gemeinde- sekretär getötet und auf die Massen gefeuert hätten.„Dies mag vom Standpunkte des Absolutismus zufriedenstellend sein, aber den ausländischen Beobachtern erscheint dies als eine ernste Schwäche im Bau der deutschen Größe.— Ultramontane Bülowschwärmerei. Die„Köln. Volksztg.", neben der„Germania" das führende Organ des Zentrums, widmet unter dem Titel„Sechs Jahre Bülowscher Kanzlerschaft" dem wiedergenesencn Reichskanzler einen Artikel, der eine förmliche Liebeserklärung für Bülow darstellt. In der inneren Politik habe Bülow die Kunst bewiesen, sich das Vertrauen der verschiedensten Parteien zu erwerben, die sich untereinander bekämpften. Bülow habe zweifellos in der inneren Politik bedeutende Erfolge er- zielt. Er habe die Kanalfragc erledigt, die R e i ch s f i n a n z- r e f o r m und das preußische Schulgesetz durchgebracht, dazu wichtige Flottenvermehrungen und auch eine Verstärkung der Landarmee. Er habe eine ganze Menge wichtiger ünd guter Gesetze durchgebracht und allerhand Aufgaben gelöst, die vorher fast für undurchführbar gehalten worden seien. Diesen Vorzügen der Bülowschen Staatsmannskunst stehe allerdings Bülows Miß- erfolg in der Polenpolitik gegenüber. Aber wenn Bülow unlängst die P o l e n f r a g e für die w i ch t i g st e auf dem Ge- biete der inneren Politik erklärt habe, so sei das doch nicht ganz richtig. Die Polenfrage sei an sich lange nicht am wichtigsten; ihre Bedeutung habe sie nur durch die Kurpfuscherei der Re- g i e r u n g erlangt. Aber schließlich meinten sogar manche Polen, daß der Kanzler die Hakatistische Politik mehr der Not g e- horchend, als dem eigenen Triebe kultiviere! Liebenswürdiger und nachsichtiger kann in der Tat die Politik Bülows nicht gut beurteilt werden. An der Hakatistenpolitik müßte das Zentrum den s ch w e r st e n Anstoß nehmen, und Bülow selbst, der das schöne Wort von dem polnischen Kaninchen geprägt und sich selbst wiederholt als Hauptvertretcr der blöden Antikaninchenpolitik bekannt hat, müßte sich wenigstens in diesem Punkte der schärfsten Angriffe des Zentrums gewärtigen. Aber die„Köln. Volksztg." entschuldigt auch hier den Kanzler einfach damit, daß er nur der Geschobene, nicht aber der Schiebende sei! Ueber die famose Kolonialpolitik des Kanzlers, verliert vollends die„Köln. Volksztg." nicht ein Wort. Gerade von der Zentrumspresse find zur Hauptsache die Enthüllungen der ungeheuerlichen Kolonialskandale ausgegangen, ein Zentrumsabgeordnctcr hat die geradezu vernichtende Kolonialbilanz gezogen, in einem Zentrumsblatte wurde keinem Geringeren als dem Reichskanzler selb st die Hauptschuld an dem skandalösen Vertuschungssystem der un- erhörten Kolonialkorruption vorgeworfen. Trotzdem berührt das führende Zentrumsblatt diese Kolonialpolitik, die dem Deutschen Reiche gerade während der Kanzlerschaft Bülows 700 bis 800 Milli- onen Mark gekostet hat, mit keiner Sterbenssilbe I Ein Beweis, daß es sich bei dem ganzen Zentrumsfeldzug gegen die Kolonialkorruption um nichts als ein jämmerliches Agita- tionSmanöver gehandelt hat I Wie in der inneren Politik, so stellt sich auch in der äußeren Politik die„Köln. Volksztg." völlig auf den Standpunkt Bülows. Kein Wort von den törichten Brüskierungcn der fremden Mächte, kein Wort von dem Marokkorummel! Dagegen schwatzt die„Köln. Volksztg." dem Professor Hans Delbrück das chauvinistische Wort nach, daß an der Isolierung Deutschlands weniger die Fehler der Reichspolitik, als hauptsächlich„Deutsch- lands übermächtige Stellung in der Welt", die „Furcht bor ihm und der Neid gegen es" schuld sei. Kein Zweifel also, daß das Zentrum beim Zusammentritt des Reichstags wiederum die Rolle der Regierungspartei sans pk rase spielen wird! Vielleicht wird man Herrn Erzberger gnädigst gestatten, in Sachen der Kolonialskandale zur Düpierung der Zentrumswähler im Lande einigen blinden Lärm zu machen; damit aber dieses demagogische Manöver die zarten Nerven des Reichskanzlers nicht über Gebühr strapaziert, gibt ihm die „Köln. Volksztg." schon von vornherein ganz deutlich zu verstehen. daß er diese Aktion nicht im geringsten tragisch zu nehmen braucht und daß das Zentrum gar nicht daran denkt, seinem geliebten Reichskanzler auch nur die geringsten Un- annehmlichkeiten zu bereiten!— Ein unbegreifliches Urteil. In der Strafsache gegen den Grafen P ü ck l e r fällte heute die IX. Strafkammer des Landgerichts II das Urteil. ES lautete auf drei Monate Gefängnis. In der sehr ausführlichen Begründung dieses Urteils wurde ausgeführt, daß der Gerichtshof zu der Ueberzeugung gelommen sei, daß in sechs Fällen, teils in Flugblättern, teils in Reden dcS An- geklagten zu strafbaren Handlungen aufgefordert worden fei und auch Aufreizungen verschiedener Klassen der Bevölkerung zu Gewalttaten vor- lägen. Und zwar handele es sich um eine große Reihe solcher Aufforderungen zurKSrpcrverletzung, Sachbeschädigung, Diebstahl, Mord und Totschlag. Der Gerichtshof nehme auch an, daß der Angeklagte im vollen Bewußtsein gehandelt habe, durch Verbreitung der Flugblätter den Willen hervorzurufen, die von ihm empfohlenen strafbaren Handlungen zu begehen. Die Zuziehung eines medizinischen Sachverständigen sei abgelehnt worden, da der Gerichts- hos auS der Verhandlung die Gewißheit gewonnen habe, daß Graf Pückler durchaus zurechnungsfähig und voll verantwortlich für seine Handlungen sei. Wenn es auffällig erscheine, daß ein Mann in höherer sozialer Stellung gleichwohl solche über alle Grenzen hinaus scharfen und kaum zu verstehenden Aufreizungen in die Welt schleudere, so erkläre sich da? daraus, daß er von der überaus starken Idee völlig beherrscht werde, in dieser Weise gegen die Juden vorgehen zu s o l l e n. An der Ernstlichkeit seiner Ausforderuitgen sei nicht zu zweifeln. Die Behauptung de« Angeklagten, daß er nur in Bildern gesprochen habe, treffe durchaus nicht zu. Die Vorliebe dos Angeklagten für die Judenverfolgungen in Rußland lasse erkennen, daß er es darauf abgesehen habe und wünsche, daß auch in Deutschland ähnliche Krawalle entständru. Positive Vorschläge zur Lösung der Judenfrage mache er in seinen Flugblättern niemals, seine ganze Polemil bestehe nur in dem Hinweise auf den Knüppel, auf die Gewalt. Was die Strafabmessung betreffe, so sei zu be- rücksichtigen, daß der Angeklagte die erlaubten Grenzen ganz außer- ordentlicherweise überschritten habe. Die über ihn verhängten Vor- strafen hätten auf ihn nicht den geringsten Eindruck gemacht, er sei vielmehr immer wieder in derselben Weise und mit denselben Redens- arten gegen die Juden vorgegangen. Unter Berücksichtigung aller dieser Umstände habe auf eine Strafe von drei Monaten Gefängnis erkannt werden müssen. Wir finden dieses Urteil sehr seltsam. Unseres Erachtens hätte der Gerichtshof sowohl auS der ganzen Agttationsweise de» Dresch- grasen wie auch aus seinem Verhalten vor Gericht den Eindruck er- halten müssen, es mit einer geistig anormalen Persönlichkeit zu tun zu haben. Da sich der Gerichtshof nun aber auf einen anderen Standpunkt gestellt hat. erscheint sein Urteil doppelt rätsei- Haft. Wenn man sich erinnert, welche ganz onderco, ujunUich HZrtere» Strafen über Sozialdemokraten verhängt worden sind, die sich niemals derartig scharfer Ausdrücke bedient haben, so er- scheint die Strafabmessung gegen den Grafen Pückler geradezu als eine Bagatelle. Wenn der Genosse JaniSzewski während des Ausnahmegesetzes wegen Aufreizung zu Gewalttätigleit zwei Jahre Gefängnis erhielt, wenn noch vor wenigen Monaten der Ge- nasse L ö b e in Breslau wegen angeblicher Aufreizung zu Gewalt tätigkeiten zu einem Jahr Gefängnis verurteilt wurde, so hätte gegenüber dem rückfälligen und eine geradezu beispiellos aufreizende Sprache führenden Dreschgrafen— immer vom Stand punlt der bürgerlichen Justiz aus— zweifellos auf ein ganz anderes Strafmaß erkannt werden müssen! Der Dreschgraf selbst meinte in seiner Verteidigungsrede, daß sich das Gericht ja in einer schwierigen Lage befinde, daß es doch aber die Berechtigung seiner Agitation anerkennen nnd ihn deshalb zu einer möglichst geringen Strafe verurteilen müsse Da die Verurteilung zu drei Monaten Gefängnis bei der von dem Gerichtshof selbst so eingehend nachgewiesenen Schwere des Ver> gehens des Dreschgrafcn als eine unbegreiflich minimale be trachtet werden muß. könnte in der Oesfentlichkeit leicht die Auf- fassung entstehen, daß der Dreschgraf nicht ohne Erfolg an die Richter appelliert habe.— Zur Braunschwciger Regentschaftsfrage. Die„staatsrechtliche Kommission" hat dem braunschweigischen Landtage ihren Bericht über die Regierungsvorlage bezüglich der Neuwahl eines Regenten zugehen lassen. Sie beantragt, folgendes zu beschließen: 1. Die Landesversammlung spricht ihre Ueberzeugung dahin aus, daß ohne einen endgültigen und vorbehaltlosen Verzicht der sämtlichen Agnaten des herzoglichen Hauses auf Hannover die im Interesse des Landes dringend wünschenswerte Verständigung zwischen der Krone Preußen und dem Herzog nicht zu erhoffen ist 2. Sie ersucht den Regentschaftsrat, diesen Beschluß zur Kenntnis des Herzogs solvie der preußischen Regierung zu bringen. 3. Sie gibt dem Regentschaftsrat anheim, einstweilen den Landtag zu vertagen und erst dann wieder zusammentreten zu lassen, wenn entweder eine Erklärung des Herzogs eingegangen ist, die die Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen dem Regent- schaftsrat und der Landesversammlung erfordert, oder, ohne daß solches geschehen ist, eine Frist von drei Wochen verstrichen sein wird.—__ Einen charakteristischen Zug Bismarcks schildert die„Köln. Ztg.". Bald nach dem Einzug der deutschen Truppen in Berlin im Jahre 1871 trat eines Tages der„eiserne" Kanzler an den Ge- neral v. Ising, den Kommandanten des Berliner Zeughauses, mit folgender Frage heran:„Was verstehen Sie unter„einige"? Einige, das sind doch 3 oder 4, nicht wahr?"—„Je nun, Exzellenz, daS können auch 6 bis 6 sein", meinte der Gefragte.„Na schön", er- widerte Bismarck,„ich wollte Sie bloß vorher mal fragen, Seine Majestät sagte mir nämlich, ich sollte mir einige von den französischen Geichiitzen für meinen Park in Schönhauscn aeben lassen — wollen Sic die Güte haben, mir sechs bereit zu stellen?" Was wollte der General machen, der Diplomat Bismarck hatte ihm mit seiner schlauen Frage die Verantwortung für die Zahl zugeschoben, und es blieb nichts übrig, als diesem die Kanonen in der gewünschten Anzahl auszufolgen.— „Wie's trefft." Die„Tremonia", das Dortmunder Zentrumsblatt,- schreibt iv ihrer Nummer vom Freitag, 13. Oktober: „Mehr Opfer wi I ligkeit. Am 2t. und 22. d. M. wird der Parteitag der niederrheinischen Sozialdemokratie statt- finden. Zum Agitationsbczirk gehören zwölf rheinische und drei westfälische Wahlkreise. Soeben veröffentlicht die Parteileitung dieses Bezirks den Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr. Danach betrugen die Partrieinnahnien insgesamt 56 155,15 M. gegen 35 661,99 M. im Jahre vorher. Außer dem Parteisekretär für den ganzen Bezirk sind noch eigene besoldete Parteisekretäre für die Wahlkreise Essen, DuiSbura-Mülheim und Düsseldorf an- gestellt. Und was bezahlen dieselben Leute außerdem noch in ihre sozialdemokratischen Gewerkschaftökassen!... Die Kriegs- lassen der Gegner füllen sich, ein gewaltiger Ansturm der Gegner ist mit Sicherheit zu erwarten. Es ist ein eindringlich mahnendes Beispiel, daS uns unsere Gegner geben. Möge es, ehe es zu spät ist, auch unsere Parteifreunde zu ähnlicher Op f e r w i l l i g: e i t anspornen I" Die„Essener Äolkszeitung" vom selben Tage nimmt Kenntnis von dem Beschluß der Anhalter Genossen, der Landes- konferenz die Einführung von gestaffelten Beiträgen nach Selbst- cinschätzung zu empfehlen. Dazu bemerkt das ultramontane Blatt: „Die Partei, die nichts für das Geld leistet, darf natürlich die Steuerschraube bei den Genossen kräftig ansetzen; auch die „freien" Gewerkschaften, die da s Geld zumeist in leicht- fertigen Streiks vertun, dürfen sie schrauben. Aber wenn für Staat und Gemeinde Stenern gezahlt werden sollen, dann ist großes Wehklagen über die Ausbeutung der armen Proletarier."—_ Statistische Jongleurkünste. Die„Köln. Ztg." hält die Zeit für günstig, der Essener Kon- kurrentin als Jnteressenvertreterin des Grubenkapitalö den Rang abzulaufen. Die„Rh.-Westf. Ztg." sah sich kürzlich genötigt, ein- zugestehen, daß die Lohnsteigerung im Bergbau mit der Verteuerung der Lebenshaltung nicht gleichen Schritt gehalten hat. DaS will die „Köln. Ztg." nicht gelten lassen. Sie operiert mit unkontrollier- baren Lohnangaben von nicht benannten Zechen. Wie sehr den An- gaben der„Köln. Ztg." gegenüber Mißtrauen geboten ist, wiesen wir schon in unserer Nummer vom 10. Mai nach. Sie hatte die als Lohnnachweis gar nicht verwertbaren Angaben des Allgemeinen Knappichaftsvereins dazu benutzt, erhebliche Lohnsteigerungen aus ihnen zu folgern. Ihre neueste Leistung steht auf gleichem Niveau. Zunächst stellt sie die Lohnnachweise zweier Zechen für 1905 und 1906 einander gegenüber, um die Steigerung der Löhne für diese Zeit zu zeigen, dann bringt sie Zusammenstellungen von anderen ebenfalls unbenannten Zechen zum Nachweis der Lohn- peigerung von 1901 an bis September 1906. In dieser zweiten Zusammenstellung ist aber die Spannung von 1905 gegen 1906 geringer als in der er st en Tabelle. WaS haben solche statistischen Jongleurstückchen für einen Zweck? Außerdem macht in seiner Morgenausgabe vom Freitag das Blatt allerlei Versuche, sich wegen der eigenartigen Verwendung der Tabelle des Allgemeinen Knappschaftsvereins zu verteidigen und unsere Zahlen zu entkräften. Sie beginnt mit dem Trick, uns vorzuhalten, wir hätten uns wohl- weislich auf Mitteilung der amtlichen Lohnangaben bi» 190t beschränkt DaS stimmt, aber wir beschränkten uns nur ans dem Grunde aus die Zeit vor 1904, weil die„Köln. Ztg." nachweislich mit ihren Phantasieangaben nicht über 1304 hinausgegangen war. Besonders unbequem sind ihm unsere Angaben über die auf den Kops der Beschäftigten entfallenden Gewinne. Es meint, damit sollte wohl gesagt sein,«daß der betreffende um diesen Betrag— euphemistisch ausgedrückt— gekürzt werde". Die«Köln. Ztg." scheint also andeuten z» wollen, der Kapitalgewtnn sei eine Ber« gütung für die geistige Arbeit der Aktionäre. Leider fehlt nur die Angabe, worin die geistige Arbeit dieser Leute besteht. Allerdings vollständig waren unsere Angaben noch nicht, als Tribut der pro- duktivcn Arbeit an das Kapital müssen auch noch die Obligations- zinfen hinzugerechnet werden. Der Wahrheit zuwider behauptet ferner die„Köln. Ztg.", hie een Lübne beruhten nicht auf Mehrarbeit.. In einer Reihe Fälle haben wir festgestellt, daß erhöhten Löhnen auch eine Mehrleistung gegenübersteht. Einen erneuten Beleg dafür, daß erhöhte Gewinne parallel laufen mit einer ProdultionSsteigerung, geben wir in folgendem vom„Börsen-Eourier" veröffentlichten Geschäftsbericht: Der Eschweiler Bergwerksverein beschäftigte im letzten Jahre 4447 Mann gegen 4468 im Jahre vorher, die Belegschaft der- minderte sich mithin um 21 Mann, gleichzeitig nahm allein die Kohlenförderung um 6220 Tonnen zu. Eine Zusammenstellung über Leistung und Erträgnis gibt folgendes Bild. Es betrug pro Kopf der Beschäftigten Kohlenförderung.... Kokserzeugung..... Eisenerzeugung.... Betriebsgewinn.... Dividende...... Tantieme...... Die„Köln. Ztg." sagt nun lohn an,„um den etwaigen entspringe einer Vermehrung der Mehrarbeit, von vornherein als Tonnen Mark 1304/05 217,4 70.8 10.0 912,0 470,0 65.0 1905/06 219,6 75.» l 1.7 1022,1 566,6 65.8 allerdings, sie gebe den Tage- Einwand, die Lohnsteigemng Schichtcnzahl, beruhe also auf unzutreffend zu kennzeichnen� Was die„Kennzeichnung" des Blattes wert ist, wollen wir ihm zahlenmäßig nachweisen. Nach der„Zeitschrift für Berg-, Hütten- und Salinenwesen" stieg im Oberbergamtsbezirk Dortmund die Schichtleistung von 0,821 Tonnen im Jahre 1901 auf 0,855 Tonnen, gleich 4.14'Proz. Und im ersten Halbjahr 1906 stellt sich die Schichtleistung auf 0,839 Tonnen, gegen 0,836 Tonnen in der ersten Hälfte 1905, die Zunahme beträgt 6,34 Proz. Ist das etwa keine Mehrleistung? Im zweiten Viertel 1906 steht der Schichtlohn nur um 5,68 Prozent über dem Durchschnitt des Jahres 1905. Wo bleiben da die Lohn- steigerungen? Das Werksblatt stellt sich die Irreführung doch etwas zu leicht vor. Für die Arbeiter erhöhte Leistung und den Kapitalisten gewaltige Steigerung der Riesengewinne. Das ist die Harmonie zwischen Kapital und Arbeit._ Der Postvcrwalter als Zcntrumsvorposten. Ein strammer Zentrumsvorposten, der die schwarzen Gesilde der Römlinge unter allen Umständen vor der„roten Gefahr" beschützen möchte, scheint der Herr Po st Verwalter in dem kleinen Land- städtchcn Orsoy am Niederrhein zu sein. Der brave Zentrums- Patriot ist nämlich auf die einen starken Stich ins Humoristische tragende Kriegslist verfallen, unserem dortigen Expedienten der „Niedcrrheinischen Arbeiterzeitung" eine Postkarte zu senden, des Inhalts, daß es nicht zulässig sei. politische Tages eitungen in Paketen zu versenden. Im Wieder- olungsfalle würde er— nämlich der Herr Po st- Verwalter von Orsoy— die Pakete beschlag- na hm en' I Was doch so eine politische Tageszeitung für Unheil anrichten kann! Noch haben sich die Schwarzen am Niederrhein nicht von ihrem Schreck erholt über daö Vorgehen unserer Duisburger Genossen, die zum Entsetzen aller Finsterlinge und Scharfmacher seit einigen Wochen ein eigenes Parteiorgan für den Duisburger Wahl- kreis ins Leben gerufen haben, und nun sitzen diese roten Teufel mit ihrer Zeitung bereits in dem schwarzen Orsoy fest. Wie wenig Respekt diese„Hetzer" vor dem Postgewaltigen von Orsoy haben, zeigt sich in der Beantwortung der Karte. Anstatt von der Paket- besörderung nunmehr Abstand zu nehmen, hat die„Niederrheinische Arbeiter-Zeitung" nach Orsoy berichtet, daß der Postverwalter nach wie vor für tadellose Bestellung des seiner Obhut anvertrauten Paketes zu sorgen habe, und falls er sich beikommcn lasse, die Pakete zu„beschlagnahmen", werde er wegen Unterschlagung dem Staatsanwalt übergeben werden. einstellungen können die zuständigen Organe die Veranstaltung von Umzügen verbieten.— Also ein Ausnahmegesetz gegen die Arbeiter in der demokratischen Republik Bern, ein Ausnahmegesetz auf Ver- langen der Bourgeoisie in Stadt und Land, ein Ausnahmegesetz unter dem ausschließlichen Gesichtspunkte der Wahrung des Kapitalprofits, dem zuliebe die vorwärtsstrebenden Arbeiter unter- drückt und niedergehalten werden sollen. Ein kautschukartiges Gesetz, mit dem Polizei und Gericht alles gegen die Arbeiter machen können; ein Ausnahmegesetz, das für die Bestrafung der von ihm konstruierten neuen Vergehen nicht einmal die mildere Form der Geldstrafe zuläßt und das die Strafe gegen Ausländer durch die Ausweisung verdoppelt, ja vervielfacht. Was das für die Kämpfe zwischen Arbeit und Kapital zu bedeuten hat, kann man ermessen, wenn man sich vergegenwärtigt, daß in allen Ge- werben und Industrien zahlreiche Ausländer beschäftigt sind und in den Baugewerben die Ausländer sogar die große Mehrzahl bilden. Mit diesem, dem Kanton Bern zur größten Schande ge- reichenden Ausnahmegesetze können die Klassenkämpfe zwischen Arbeit und Kapital nur noch verschärft werden.— Frankreich. Der Rücktritt des Kabinetts Sarrien ist perfekt. Präsident Falliöres hat die Demission am Sonnabend angenommen. Einige Pariser Blätter behaupten, daß Clömenceau. wenn er das Ministcrpräsidium übernehme, das Portefeuille des Krieges dem General Picquard anbieten werde.— Norwegen. Kristiania, 20. Oktober. Zu Mitgliedern des Lagthing lvurdcn 18 Anhänger der Linken, drei Anhänger der Sammlungs« Partei und drei Sozialdemokraten gewählt.— Sie müssen schimpfen. Die Zentrumspresse ergeht sich in langen Anklagen Wider den „Vorwärts" und andere Blätter unserer Partei, weil diese sich unterstehen, den neuen Buchdruckertarif nicht gut zu finden und die Buchdrucker von seiner Annahme abzumahnen. Die „Trierische L a nd e s z e i bu n g" des Kaplans Dasbach redet von„Hetzereien der Sozialdemokraten gegen den Tarif". Da- bei mutz man wissen, daß, wie sich auf der Versammlung der rheinisch-westfälischen Buchdruckereibesitzer ergab, Herr Kaplan Dasbach mit seinen Partei- und Gesinnungsgenossen Marcour 'Koblenz) uns Hauptmann(Bonn) selber zu den Gegnern des Tarifs gehört. Soll, was diesen Zentrumsleuten erlaubt ist, den Sozialdemokraten nicht ebenfalls erlaubt sein?-- Husland. Ungarn. Budapest, 20. Oktober. Die fortschrittlichen Studenten der Agramer Universität veranstalteten gestern bei der Einführung des Theologieprofessors Bauer als Rektor eine lärmende Demonstration. Die Studenten protestierten in einem Ausruf gegen den Theologen als Rektor, da die Theologie keine moderne Wissenschaft sei und ein Theologe als Rektor der Universität zur Unehre gereiche. Schweiz. Bern, 20. Oktober. Der Handelsvertrag zwischen Frankreich und der Schweiz wurde heute vormittag hier von den Vertretern beider Mächte unterzeichnet.— Die kleine Zuchthausvorlage der Berner Regierung. Bern, 17. Oktober.(Eig. Ber.) Den Scharmachern in unserem Kanton, die vor einiger Zeit im Kantonsrat den Beschluß durch- drückten, die Regierung zur Einbringung eines Antistreikgesetzes zu beauftragen, ist Heil wiederfahren. Prompt, wie die Reaktion immer arbeitet, hat die Regierung dem Kantonsrat bereits einen Gesetzentwurf unterbreitet, der in seinem ersten Teile das Zucker» brot der Sozialpolitik in Form des Einigungsamtes bietet, im zweiten Teil dagegen die Peitsche wider den Streik schwingt. Das vorgeschlagene Einigungsamt kann seine Vermittelung den treitenden Parteien anbieten und ist verpflichtet, zwischen ihnen zu vermitteln, sofern beide es verlangen. Die Weigerung einer der beiden Parteien, die Vermittelung des Einigungsamtes an- zunehmen, soll öffentlich bekannt gemacht werden. WahlmoduS und Verfahren vor dem Einigungsamte soll der Kantonsrat fest- 'etzen. Gegen den Streik richten sich folgende Bestimmungen: Wer während einer Arbeitseinstellung einen„Arbeitswilligen" durch Tätlichkeiten, Drohungen, Ehrbcleidigungen oder durch„erhebliche Belästigung"(ein gelungener Kautschukausdruck) an der Aus- Übung seiner Berufstätigkeit verhindert oder zu verhindern ver- 'ucht, wird mit Gefängnis von 1 bis zy. 60 Tagen, und wenn er ein Ausländer ist, überdies mit Landesverweisung für die Dauer von 2 bis zu 10 Jahren bestraft, wobei außerdem die Fälle vorbehalten bleiben, in denen es sich um Handlungen dreht, die ein anderes Gesetz mit strengerer Strafe bedroht. Im Wieder- holungsfalle oder in schwereren Fällen kann sofortige Ver- Haftung erfolgen. Wird während einer Arbeitseinstellung die GewerkfebaftUebeö. Hirsche oder Hunde? Wenn irgendwo ein Vierbein vom Geschlechte Canis enn Hinterbein erhebt, um einen Ort zu verunreinigen, dann ftndet sich sicher hinterher ein Mitglied derselben Tiergattung, um die Prozedur sofort nachzuahmen. Der„Korrespondent für Deutschlands Buchdrucker" hatte in einer Polemik gegen uns auf die angebliche raffinierte Kontrolle der Maschinen- setzer in unserer Druckerei hingewiesen, um unseren Vorwurf gegen die Einführung der Leistungsklausel für die Maschinen- setzer zu entkräften. Da es für die sachliche Erörterung der Frage völlig gleichgültig ist, ob die Vorwürfe des„Korrespondent" berechtigt sind oder nicht, wir auch vermeiden wollten, die Debatte irgendwie persönlich zu führen, zogen wir vor. zu schweigen. Jetzt hebt der Hirsch-Dunckersche„Gewcrkverein" das Bein und legt so los: „Doch das interessanteste kommt erst! Der„Borwärts" ant- wartete am anderen Tage(Nummer vom 17. Ottober) mit ganz allgemeinen Redensarten, loorin er im wesentlichen nur den Ton des„Korrespondent"- Artikels bemängelt. Den schweren Vorwurf ave.t, daß in seiner Druckerei Z u- stände herrschen, die in jedem bürgerlichen Geschäfte zum Streik führten, erlvähnt er nicht mit einem Wort. Das ist das böse Gewissen! Der„Borw." räsoniert über die bürgerlichen Prinzipale und muß sich sagen lassen, daß es kein bürgerliches Geschäft Deutschlands gibt, das schlimmer mit semen Gehülfen umgeht, wie sein eigenes. Und diesen großen Vorwurf st eckt er einfach ein. ihm ist äugen- scheinlich damit so auf den Mund geschlagen worden, daß er die Sprache verloren hat." Der„Gelverkverein" weiß natürlich so genau wie der „Korrespondent", daß im Gegenteil im„Vorwärts" Verhältnisse herrschen, die für jedcS bürgerliches Geschäft vorbildlich sein können. Was aber dem„Korrespondent" in der Hitze des Gefechtes passierte, die Verunreinigung eines reinen Ortes, das tat der„Gewerkvcrein" kaltblütig und mit Ueberlegung nach l_ ßerlüi und Umgegend. Die Aussperrung in der mechanischen Schuhindustrie! Bei allen Lohnkämpfen, welche die Arbeiter der Schuhindustrie zu führen hatten, ist es ständige Gewohnheit der Fabrikanten, ein- zelne Forderungen herauszugreifen und dieselben als prinzipielle hinzustellen, die unter keinen Umständen betoilligt werden können. Im Streik der Ballschuhmacher ist diese alte Methode wiederum be- folgt worden. Daß cS sich bei dieser Taktik um eitel Spiegel- fechtcrei handelt, hinter der der Unternchmertrotz Deckung sucht, be- weist eine Auslassung in der neuesten Nummer des„Schuhmarkt". dem Organ des Unternehmerverba.ndeS. Wir haben schon oft Ge- legenheit genommen!, während der fünf Wochen deS Ballschuhmacher- streiks darauf hinzuweisen, daß die Fabrikanten stets drei For« derungen als prinzipiell unannehmbar bezeichneten. Das Entgegen, kommen der Ballschuhmacher ging im Anfang voriger Woche soweit, zwei dieser Forderungen fallen zu lassen. Das Fabrikantenorgan macht hierzu folgende Bemerkung: Die Ballschnhmacher haben zwei unwesentliche Konzcssionen gemacht! Solange die Streikenden die Forderungen hoch hielten, waren dieselben für die Fabrikanten von solche prinzipieller Wichtigkeit, daß nicht einmal darüber verhandelt werden durfte, jetzt, nachdem sie fallen gelassen sind, sind es un- ivesentliche Konzessionen. Der Hauptstreitpunkt ist die Freigabe der Furnituren, orakelt das Fabrikantenorgan. Dabei würden die un- lvesentlichen Konzessionen finanziell die Arbeitgeber bedeutend mehr belasten, wie die Bewilligung der Furnituren. Somit ist auch dieser Kampf zur Machtfrage geworden und die Entschädigung der Jurni- turen der Schild, hinter dem diese reine Machtfrage zur Entscheidung kmnmt; so wird auch die bescheidenste Forderung der Arbeiter benutzt, um einen Vernichtungskrieg gegen die Organisation zu führen. Der ominöse Erlaß vom Donnerstag sollte der Prüfstein sein. inwieweit die Berliner Arbeiter der Schuhindustrie den Organi- sationsgedanken erfaßt haben. Diese Prüfung ist glänzend aus- gefallen, denn nur in einer Fabrik ist ein großer Teil der Arbeiter abtrünnig geworden, in allen anderen Betrieben sind die Tore um» sonst geöffnet worden, denn auch die Unorganisierten lehnten die Unterschrift des Reverses ab. Am Donnerstagnachmittag über- brachten auf Beschlutz der öffentlichen Bersammlung die Arbeiter- ausschüss« der einzelnen Fabriken ihren Fabrikanten die Antwort, daß der ReverS unbedingt zurückgezogen werden müsse, ehe die Arbeit aufgenommen werden könne. Die Antwort der Fabri- kanten, soweit sie wußten, daß sie Organisierte vor sich hatten, ging dahin, diesen würde der ReverS nicht vorgelegt werden; man suchte also nur die Unorganisierten zu fangen, und dieses ist vollkommen fehlgeschlagen. Nach dem Fabrikantenorgan sollen in 34 Fabriken 2500 Arbeiter entlassen sein. Das ist Flunkerei, um den Anschein zu erwecken, daß der Berliner Fabrikantenverband die gesamte Schuh- industrie in Berlin beherrsche; soweit reicht seine Macht nicht, in 32 Betrieben sind zirka 1000 Personen ausgesperrt, während un- geföhr dieselbe Anzahl Fabriken nnt der gleichen Arbeiterzahl dem Ringe nicht angehören. Haben die Fabrikanten durch ihr provo- ■!ft ciT L sf.vA m T i«« zierendes Verhalten die Machtfrage heraufbeschworen, so wird es cm öffentliche Ruhe u� Ordnung durch Ansammlungen in erheblicher � Arbeitern liegen, ihrerseits den Kampf so zu führen, daß diese K6Ä-M-w--*****»*'»Äi fordernng nicht oder nicht vollständig Folge geleistet, so ist sie zu wiederholen. Wer auch dieser Aufforderung nicht Folge leistet kann sofort verhaftet werden und wird, wenn die Handlung nicht durch ein andere? Gesetz mit einer strengeren Strafe bedroht ist, mit Gefängnis von 1 bis zu 6 Tagen bestraft. Zu? Aufrecht- erhaltung der Ruhe und Ordnung während der Dauer von Arbeits- Heber den Fensterstreik der TSpser wurde am Freitag in einer Vertrauensmännerversammlung berichtet: Eö sind 45 Bauten gc» meldet, die entweder uirgenügend oder gar nicht verglast sind. Infolgedessen haben 355 Kollegen die Arbeit niedergelegt. Dazu kommen noch 171, die als Arbeitslose eingeschrieben sind, im ganze« also 526, die wegen der Fensterfrage zu unterstützen sind. Fünf Bauten mit 55 Kollegen sind nachträglich geregelt, und sieben Arbeitslose sind in Arbeit getreten Es bleiben also auf 40 Bauten 600 Streikende und 164 Arbeitslose. Bedauert wurde, daß die übrigen Bauhandwerker nicht gleichzeitig mit den Töpfern für die Vcrglasung der Fenster eintreten. Es wurde mitgeteilt, die Maler halten die Konjunktur nicht für derart, um einen Fensterstreik durch- zuführen, die Stukkateure verlangen erst vom 1. November an, wie es die Polizeiverordnung vorschreibt, verglaste Fenster, und die Putzer begnügten sich damit, ihre Kollegen zu ersuchen, die Rüstungen so anzubringen, datz die Fenster geschlossen werden können. Die Putzer meinen, sie arbeiten sich warm, sie brauchten deshalb keine geschlossenen Fenster, könnten solche auch nicht verlangen, weil die- selben durch ihre Arbeit beschmutzt werden. In der Versammlung wurde auch daran erinnert, daß am 13. November die Ersatzwahlen der Delegierten zur Ortskrankenkasse stattfinden. Jedes Kassenmitglied hat die Pflicht, sich an der Wahl zu beteiligen. Deutfcbes Reich. Die Empörung der Buchdrucker gegen den neuen Tarif fand vor einigen Tagen auch in einer außer- ordentlichen Mitgliederversammlung des Ortsvereins Duisburg lebhaften Ausdruck. Die Ueberrumpelnngstaktik der Gehülfenabteilung wurde direkt als Verrat der Kollegenschaft bezeichnet. Selbst einso ein- gefleischter Verteidiger des Verbandsvorstandes wie der„alte" S ch o r e ck, Mitglied des Gauvorstandes und eines der ältesten Verbandsmitglieder, konnte sich nicht enthalten, bittere Worte über den Tarifabschluß zu verlieren und die Kritik im allgemeinen als berechtigt anzuerkennen— aller- dings betonte Schoreck, daß er als Mitglied spreche und nicht als Gauvorstandsangehörigerl Schoreck hielt es für das beste, eine außerordentliche Generalversammlung ein- zu berufen und in dieser die Auflösung des Verbandes z u beschließen, nur um wieder von dem Tarife loszukommen! Das läßt gewiß tief blicken. Einzelne Mitglieder protestierten dagegen, zum Gespött der übrigen Gewerkschaften dienen zu müssen. Folgende Resolution fand nahezu ein- stimmige Annahme: „Die von fast allen Duisburger Verbandskollegen besuchte außerordentliche Mitgliederversammlung erklärt, daß der neue Tarifvertrag für sie unannehmbar ist. Die getroffenen Lohnerhöhungen stehen in keinem Verhältnis zu den in den letzten Jahren ganz enorm gestiegenen Lebeysmittelpreisen. Eine Verkürzung der Arbeitszeit ist um so notwendiger, als in den letzten zehn Jahren inbezug auf Arbeitszeiwerkürzung gar nichts geschehen ist, und die moderne Produktionsweise die individuelle Arbeitskraft immer mehr anspornt und die Gesundheit der Gehülfenschast gefährdet. Die Versammlung verurteilt es auf das entschieden st e, daß die Gehülfenvertreter sich herbeigelassen haben, einer derartigen der modernen Arbeiterbewegung hohnsprechen- den Tarifabmachung ihre Genehmigung zu erteilen. Die Ver- sammlung verlangt vom Gehülfenvertreter, daß seinerseits alles aufgeboten wird, um nochmals Verhandlungen herbeizuführen und zwar nur auf Grundlage einer löprozentigcn Lohnerhöhung und einer halbstündigen Arbeitszeitverkürzung inklusive der übrigen geforderten Positionen. Die Lohnerhöhung soll allen Gehülfen ohne Ausnahme zugute kommen. Die Versammelten erklären, mit ihrer ganzen Kraft diesen Forderungen Geltung zu ver- schaffen. Die Versammlung fordert serner die bal- dige Einberufung einer außerordentlichen Generalversanimlung." macher Alte ü bürg s. Die Forderungen . �~— mimm bbstündige In eine Lohnbewegung eingetreten sind die Harmonika sind Arbeitszeit pro Woche, Lohnaufschlag von 4 Pf. pro Stunde und für Akkordarbeit einen solchen von 10 Proz. Ein Teil der Arbeiter steht bereits im Streit: bei der Mehrzahl läuft Sonnabend die Siiindigung ab, sodaß dann der Streik allgemein ist. Zur oberschlesischen Bergarbeiterbewegung. Man schreibt uns: Aus dem oberschlesischen Bergrevier kommt die Nachricht von der Arbeitseinstellung auf mehreren Gruben. Ohne die Antwort der Grubenherren auf die Gesuche der Siebenerkommission um Lohn- erhöhung usw. abzuwarten, ohne irgendwie vorbereitet zu sein, ja ohne selbst organisiert zu sein, hat ein Teil der Belegschaft auf der Neuhofgrube wie auf Samuelsglückgrube die Arbeit eingestellt. Und die nächsten Tage können die Nachricht bringen, daß dem hier ge- gebencn Beispiele noch eine ganze Reihe anderer Gruben gefolgt sind. Da drängt sich die Frage auf: Wie ivar dies unkluge, schäd- liche, ja gefährliche Perhalten möglich? Obcrschlesische wie andere bürgerliche Blätter sind mit der Antwort schnell bei der Hand: Es ist das Werk„hetzerischer Agitatoren"— natürlich sozial demo- kratischerl Es gibt keine dümmere Erklärung, wie diese es ist. Die„Agitatoren" des(sozialdemokratischen) Bochumer Verbandes können nichts lebhafter bedauern als solche der ganzen Taktik des Verbandes entgegenwirkende gefährliche Seitensprünge. Trotzdem ist die Anschauung, daß die Streikenden zu ihrer unüberlegten Tat von außen veranlaßt wurden, nicht unrichtig, nur muß man die Schuldigen nicht in den Reihen der Sozialdemokratie, sondern in den Reihen der Polen suchen. Als bekannt wurde, daß die Siebener- kommission wieder für die gesamten organisierten Bergleute, ja auch für die meist nicht organisierten oberschlesischen Grubcnsklaven Forderungen gestellt habe, da nahmen die oberschlesisch-polnischen Blätter der Herren Korfanty und Napieralski den Mund gewaltig voll. Sie wollten jetzt für die Bergleute Oberschlesiens eintreten, diese müßten jetzt auf dem Posten sein, den günstigen Moment be- nutzen usw. Zu diesem Zweck sollten alle dem Beuthener Arbeiter- berein zur gegenseitigen Hülfe beitreten, um jeden Preis aber die Organisationen der Sozialdemokraten, der Hirsch-Dunckerschen Gewerkvereine und der christlichen Gewerkvereine meiden. Statt in diesem Augenblick jeden Streit zwischen den einzelnen Organisa» tionen zu vermeiden, nicht das Trennende, sondern das einigende Ziel des Augenblicks, die Besserung der Arbeitsverhältnisse für alle zu betonen, benutzten die polnischen Blätter die Situation zu den denkbar schofelsten Angriffen auf die anderen Organisationen, hetzten aber gleichzeitig die Bergleute, die in großen Massen die polnischen Blätter lesen, zur Arbeitseinstellung auf. Das mußte bei dem großen Einfluß der großpolnischen Blätter einerseits, bei der tief. gehenden Unzufriedenheit, mit dem unzureichenden Lohn und den ganz unwürdigen Arbeitsverhältnissen, der unerhörten Teuerung der wichtigsten Lebensmittel andererseits die in Organisationsfragen ganz unbewanderten oberschlesischen Bergleute natürlich leicht zur Tat reizen, und es besteht, wie gesagt, die Gefahr, daß sich in den nächsten Tagen noch eine ganze Reihe Gruben dem Streik an- schließen. Die Radikalpolen arbeiten seit geraumer Zeit daran, den seit Jahren im oberschlesischen Jndustriebezirk bestehenden„Verein zur gegenseitigen Hülfe" zum Mittelpunkt der gewerkschaftlichen Orga- nisation der polnischen Arbeiter Oberschlesiens zu machen. Dieser Verein ist tatsächlich die größte bis jetzt bestehende Arbeiter. organisation Oberschlesiens. Wie jämmerlich es danach mit der Organisation der oberschlesischen Proletarier bestellt ist. kann man daran ermessen, daß der Verein zurzeit etwa 10 000 Mitglieder zählt. Ehe sich die Polen der Leitung bemächtigten, als er noch ganz im Zentrumswasser schwamm, hatte der Verein schon einmal 15 000 Mitglieder— die Gesamtzahl der oberschlesischen Berg- und Hüttenarbeiter dagegen ist weit über 150 000. Der Verein war bisher nichts weiter wie eine Sterbekasse, gewerkschaftlichen Zwecken diente er nur insofern, als er einige Sekretäre für Rechtsauskünste in Arbeiterangelegenheiten besoldete. Der Beitrag beträgt monatlich 30 Pf., von den etwa 40 000 M. jährlichen Ausgaben wird weit über die Hülste für„Verwaltungskostcn" verbraucht. Das Zentrum wollte schon früher den Verein den bestehenden christlichen Gewerkschaften -angliedern und dabei entsprechend ummodeln, diese Versuche wurden laber von dem damals mit dem Zentrum p weshalb man warten solle„bis" die Gemüter ruhiger geworden seien. Schon im vergangenen Jahre erklärte das„Zentralblatt der christlichen Gewerkschaften", man werde nicht mehr lange warten, entweder schlösse sich der Verein dem Gesamtverbande an oder man gehe selbständig mit der Agitation für die christlichen Gewerkschaften auch in Oberschlesien vor. Nun hat Napieralski sich ganz vom Zentum ab- und den Radikalpolen zugewendet, und jetzt erschien den christlichen GeWerk- schaften der Zeitpunkt zum selbständigen Vorgehen gekommen. Gerade in diesen Tagen fanden in Bcuthen Versammlungen statt, in welchen die Agitatoren des christlichen Bergarbeiterverbandes einen erbitterten, ja persönlich gehchsigen Kampf mit den Vertretern des Vereins zur gegenseitigen Hülfe führten,� ohne bis jetzt allerdings irgend etwas zu erringen. Aber auch die Persuche der Polen selbst, aus dem nun ganz in ihren Händen befindlichen Verein eine etwas mehr gewerkschaftliche Organisation zu machen, sind bis jetzt am Stumpfsinn der Mitglieder vollständig gescheitert. Im ver- gangenen Jahre versuchten die polnischen Blätter mit vereinten Kräften und unter Ausbietung alles denkbaren agitatorischen Ge- schickes, die Mitglieder des Vereins für eine neugegründete fakul- tative Arbeitslosenversicherung zu gewinnen,„ach Ablauf eines halben Jahres angestrengter Arbeit aber zählte diese Arbeitslosen- unterstützungskasse nicht mehr wie 175 Mitgliederl Als man nun auf der diesjährigen Generalversammlung des Vereins zur gegen- seitigen Hülfe den Versuch machte, die Arbeitslosenversicherung obligatorisch einzuführen, kam es zu einem derartigen Krach, daß die Versammlung resultatlos auseinander gehen mußte. So sieht es mit der größten, in der Hand der augenblicklich völlig herrschenden polnischen Partei befindlichen Arbeiterorganisation Oberschlesiens aus. Als vom Ruhrrepier her die Nachricht von der neuen Bergarbeiterbewegung kam, suchten die polnischen Führer davon schnell für ihren traurigen„Arbeiterverein" etwas zu ge- Winnen, zugleich aber auch die gefährlichen Konkurrenten, die anderen, wirklichen Gewerkschaftsorganisationen, nach Möglichkeit bei den polnischen Arbeitern zu verleumden, nach dem immer noch bewährten, wenn auch blödsinnigen Rezept, jene seien Hakatisten und wollten die polnischen Arbeiter nur germanisieren. Gelingt es diesmal, trotz der wilden, ganz unorganisierten, ohne alle Geld- mittel unternommenen Streiks die oberschlesischen Grubenbarone zu einigen Zugeständnissen an die Arbeiter zu veranlassen, etwas, das durchaus möglich ist, denn das Geschäft geht geradezu glänzend und wird nur durch großen Arbeitermangel verschlechtert, dann sitzen die gewissenlosen polnischen Hetzer obenauf und triumphieren, daß jene Erfolge ihnen zu danken seien. Erzielen aber gerade diese wilden Streiks das Gegenteil, dann werden die polnischen Wortführer ihren urteilslosen, national verdummten Anhängern schon begreiflich machen, daß die Schuld daran die hakatistischen Gewerkschaften mit ihrer zögernden, feigen Taktik tragen. Welche riesenhafte Aufllärungsarbeit wird die moderne politische tvic gewerkschaftliche Arbeiterbewegung noch leisten müssen, bis auch die bedauernswerten oberschlesischen Proletarier mit in Reih und Glied des großen Arbeiterheeres stehen werden. Der Hafenarbciterstreik in Mannheim ist siegreich beendet. Die Verräterversuche der Christlichen sind dadurch gegenstandlos geworden. Christliche Gewerkschaftsnentralität. Ständig predigen unsere Brüder in„Christo" ihre strenge Neutralität. Einen Beweis ihrer Neutralität liefert die am 13., 16. und 17. Oktober stattgehabte Gemeinderatswahl in Borbeck bei Essen. Hier wurden den Wählern die Kandidaten des christlichen Gewerkschaftskartells empfohlen. Später berichtete die„Essener Volkszeitung" von einem Siege der Zentrumspartei, als die„christlich nationalen" Kandidaten gewählt waren. Wie verträgt sich dieses Äor- gehen mit der gerühmten Neutralität? Die Führer der christlichen Bewegung, die Gebrüder Jmbusch vom christlichen Bergarbeiterverband, haben an der Wahl sogar noch getreu lich mitgeholfen. So entpuppen sich die christlichen GeWerk schaften. als Organisation der Zentrumspartei. Das Zentrum besitzt überhaupt keine Parteiorganisation. So hat bei den bevorstehenden Gemeinderatswahlen in Haan im Wahlkreise Remscheid der Volksverein für das katholische Deutschland die Zentrumskandidaten aufgestellt. Wir sehen christliche Gewerkschaften, katholische Volksvereine, Windthorst- bund usw., nicht zu vergessen sind die Organisationen der Zentrumspartei. Bei der Wahl in Borbeck stellte ein Genosse einen christlichen Stimmzettelverteiler über diesen Neu- tralitätsbruch zur Rede, da meinte der Mann, er habe gar nicht von Politik gesprochen. Tatsächlich hatte der Mann das Wort Politik ja nicht erwähnt. An dem Manne ist ein Komiker verloren gegangen. Der Zentrumszweck heiligt das gewerkschaftliche Mittel. (Wiederholt, weil nur in einem Teil der Auflage.) TiiisUntck. Der Streik in Mährisch-Ostrau. Wien, 18. Oktober. Die Korrespondenz Wilhelm meldet aus Mährisch-Ostrau: Nachdem in den letzten Tagen«in Ausstand der ganzen Belegschaft auf vtm Lugenschachte der Ostrau-Karowiner Montangesellschaft ausgebrochen war, der noch andauert, und nach- dem teilweise auch die Belegschaft auf dem Beltinaschacht der Witkowitzer Gewerkschaft ausständig geworden war. sind gestern und heute auch die Arbeiter auf den Gebrüder Gutmannschen Schächten Orlau, Hauptschacht und Neuschacht in den Ausstand getteten. Die Speditionsarbeiter in Trieft haben beschlossen, im Aus- stände zu verharren. Infolge des Ausstandes sind die Lagerräume der Südbahn so überfüllt, daß die Güteraufnahme teilweise ein- geschränkt werden mußte._ Russische Streiks.„ Odessa. Sieg der Arbeiter. Am 3. Oktober ging der Streik der Arbeiter in der Helling(Stapel) des Schiffsbau. arsenals der Russ. Dampfschiffahrtgesellschaft zu Ende, nacktem er 2% Monate gedauert hatte. 1300 Arbeiter nahmen am Ausstand teil. Die Verwaltung der Gesellschaft hatte durch Anschlag bekannt gemacht, daß die Arbeiter wieder aufgenommen werden sollen. Ein großer Teil der Forderungen, die von den Arbeitern aufgestellt worden waren, ist erfüllt worden. Streik in der Waffenfabrik zu Jshewsk (Gouv. Wjatka). Am 6. September traten die Arbeiter der Reparaturwerkstätte und der mechanischen Wcrkstätte der Waffen- •crbrik zu Jshewsk in der Zahl von zirka 700 Mann in den Ausstand, indem sie die Verkürzung der Arbeitszeit� an den Sonn- abenden und vorfestlichen Tagen um 2 Stunden forderten. Tie Einstellung der Arbeit in> diesen Werkstätten drohte mit der Ein- stellung der Arbeit in der ganzen Fabrik. Als Antwort auf diese gab der Fabrikdircktor bekannt, daß die -_____ c. r Sic» WrScM+ n� Ä.v. 4 schon um 2 Uhr Schluß. Am 19., als die Streikenden die Fabrik i betreten wollten, um daselbst eine Versammlung abzuhalten, erschien ! die Polizei. Da kamen alle übrigen Arbeiter aus dgr Fabrik hin- aus, drängten die Polizei zurück und schloffen sich den Streikenden an. In dem daraus veranstalteten Meeting erschien der Gehülfe des Direktors, der erst durch Ermahnungen und dann durch Drohungen die Arbeiter zwingen wollte, die Arbeit wieder aufzu- nehmen. Die Arbeiter aber verlangten den Direktor selber zu sprechen. Der Direktor trat vor die Arbeiter, teilte ihnen mit, daß er ein Telegramm erhalten hätte, in dem die Erfüllung der Forderungen seinem Ermessen anheimgestellt werde, und erklärte sich damit einverstanden, die Arbeit an den Sonnabenden zu ver- kürzen, die Lösung der Frage bezüglich der Lohnauszahlung für die Dauer des Streiks schob er indes für einige Zeit hinaus. Am andern Tage, als die Arbeit in allen Werkstätten aufgenommen war, erfuhren die Arbeiter, daß die Lohnauszahlung für die Dauer des Streiks nicht bewilligt werden würde. Diese Nichterfüllung der Forderungen wird einen neuen Ausstand nach sich ziehen, der schon jetzt unter den Arbeitern erörtert wird. Am 22. September rückten in Jshewsk mit Musik und Trommelwirbel 2 Sotnjas von Uralkosalen ein._ Verlammlunolen. Forderung der Arbeiter... v-------.. ganze Fabrik geschlossen werden würde, falls die Arbeiter am 22. September die Arbeit nicht wieder aufnähmen. Indes weder dieser Umstand, noch der seitens der Arbeitskollegen, die vor der Drohung der Direktion Angst bekommen hatten, ausgeübte Druck konnte dem Streik Einhalt gebieten. Ein Streikfonds(zwar ein sehr unbedeutender, im ganzen etwa 100 Rubel) wurde gegründet, aus dem zedem Familienmit- glied 60 Kopeken wöchentlich zugewiesen wurden.. Während der ganzen Dauer des Streiks wurden m der Fabrik allgemeine Versammluiigen abgehalten, und in einer derselben bc- schloffen die Arbeiter, ihre Forderungen in die Tat umzusetzen. Am Sonnabend, den 15. September, machten die Arbeiter statt um Die Polizei als Hülfe bei der Gewerkschaftszersplitterung. In der am Donnerstag, den 18. Oktober, tagenden ersten ordentlichen Generalversammlung des Vereins Berliner Haus- diener, welche von zirka 2000 Mitgliedern besucht war, gab der Vorsitzende Wappler bekannt, daß das Versammlungslokal rings- um von Schutzleuten umstellt sei, die nicht auf Veranlassung des Vorstandes, sondern auf Grund einer niederträchtigen Denunzia- tion einer gegen Anschluß an den Zcntralverband der Handels- und Transportarbeiter opponierenden Gruppe herbeigerufen sind. Diese Handlungsweise kennzeichne die Leutchen zur Genüge. Wappler ersuchte die Ruhe zu bewahren, damit diese Versammlung nicht so resultatlos verlaufe, wie die am 23. September im„Feen- palast". Im Bericht des Vorstandes wurde das Resultat der Ur- abstimmung bekannt gegeben. Für den Anschluß stimmten 1826, dagegen 1683 Mitglieder, mithin ist mit einer Majorität von 143 Stimmen der Anschluß beschlossen. Ferner teilte der Vorsitzende mit, daß die oppositionelle Gruppe vergeblich bei Wiesenthal um Rat angefragt hat, und den Aktionsausschutz der Partei ersucht hat. an einer Sitzung teilzunehmen. Mehrere Mitglieder des Aktions- ausschusses hatten dem Ersuchen entsprochen. Die oppositionelle Gruppe stellte in der Sitzung den Antrag, den Aktionsausschuß zu der Generalversammlung einzuladen. Das wurde abgelehnt mit dem Bemerken, daß, so lange die Verwaltung ihre Zustimmui g nicht gegeben, an der genannten Versammlung nicht teilgenommen werden kann. Der Vorstand hat daraufhin den Ausschuß zur Generalversammlung eingeladen. Es waren anwesend vom Aktionsausschuß die Genossen Böske und Wels, von der Gewerk- schaftskommission Körsten, Ritter und Eugen Brückner. Die Ver- sammlung erklärte sich mit deren Anwesenheit einverstanden. George stellte den Geschäftsordnungsantrag, über den Punkt„An- träge und Proteste" zu verhandeln. Der Antrag wurde an- genommen. Wappler erklärte, es seien zwei Proteste eingegangen; der enie habe nur zirka 20 Unterschriften und sei nach dem Statut nicht zu- lässig, der zweite von Loose eingegangene Protest sei ebenfalls un- zulässig, weil derselbe nicht motiviert sei und die Unterschriften von einer Person geschrieben sind. Nach dieser Erklärung erhob sich ein furchtbarer Lärm, so daß die Versammlung auf 10 Minute,» vertagt werden mußte. Nach Wiedereröffnung derselben erklär�' Wappler: Gegen den Modus der stattgehabten Urabstimmung vom 7. Ottobcr kann kein Einwand erhoben werden. An dem Resultat läßt sich nichts ändern. Hieraus entstand wieder größte Unruhe. Es wurde eine Kommission von 6 Mitgliedern ernannt, die die Unterschriften des Protestes prüfen sollte. Kremer als Obmann erklärte, die Unterschriften seien keine Originale, es könnte aber trotzdem, wie es in früheren Jahren gehandhabt wurde, darüber verhandelt werden. Die folgende Abstimmung ergab die Zulassung des Protestes. Loose erklärte, über 200 Mitglieder hätten ihm die Vollmacht er- teilt, gegen die vollzogene Urabstimmung zu protestieren. Der Vorstand habe kein Recht gehabt, diese zu vollziehen. Pflicht wäre es gewesen, die Mitglieder in einer eigens dazu anberaumten Ver- sammlung zu befragen. Das ist aber nicht geschehen, folaedesscn sind die Mitglieder vergewaltigt worden. Wir sind der Gewerk- schaftskommission angeschlossen und können wir ohne Zentral- verband bestehen. Er beantrage, die Urabstimmung für nichtig zu erklären. Ter Vorsitzende Wappler hebt hervor, daß der Vorstand auf Veranlassung des Ausschusses der Berliner Gewcrkschafts- kommission die Urabstimmung vorgenommen habe. Genosse Ritter von der Gewerkschaftskommission wollte dann näheren Ausschluß über die Veranlasiung zur Urabstimmung geben., Nun inszenierten die Opponenten einen derartigen Skandal, daß Genosse Ritter sich nicht verständlich machen konnte. Noch- mals mußte die Versammlung auf zehn Minuten vertagt werden. Nach Wiedereröffnung erhielt Genosse E u g. Brückner das Wort. Wiederum gab es Tumult; erst nach längerer Zeit und eindringlichen Ermahnungen war es ihm möglich, die Versammlung zu beruhigen. Er bemerkte: Die Anwesenden seien doch zur Be» ratung und zu Verhandlungen über ihr Wohl und Wede hierbei: gekommen, deshalb möchte man jeden Redner ruhig sprechen lassen. 225 000 Arbeiter und Arbeiterinnen seien � der GewcrkschaftS- kommission angeschlossen, deren Vertreter könne man doch an, hören. Nichts sei damit getan, die Urabstimmung für nichtig zu erklären. Die Leidenschaft wandle selten gute Wege. In die Be- ratung der Angelegenheit der Mitglieder wolle er sich nicht ein» mischen, aber von guten und überzeugten Demokraten hoffe er, daß die Anwesenden die Versammlung in bester Ruhe erhalten werden, um sachlicher verhandeln zu können. Seine sachlichen Ausführungen beruhigten die Versammlung und wäre sicher der Verlauf derselben befriedigend gewesen, wenn nicht plötzlich auf dem Podium ein Polizeileutnant erschienen wäre. Dieser verlangte von dem Vorsitzenden, er solle dem Redner das Wort entziehen, weil er öffentliche Angelegenheiten beiprochen habe. Da der Porsitzende dem Verlangen nicht nachkam, loste der Leutnant die Versammlung auf. Das ganze Schutzmannsausgcbot, mit Revolvern bewaffnet, zirka 40 Uniformierte, darunter zwei Leutnants, zwei Wacktmeister und sechs Berittene, außerdem mehrere Kriminalbeamte marschierten auf Kommando«n den Saal hinein und räumten das Lokal. So verhalf die Polizei die Opponenten gegen Zentralisierung der Gewerkschaftsbewegung zu einem Sieg, dessen sie sich wohl nicht sehr erfreuen. Letzte JVaebnehten und Depefebea ES kriselt! Wien, 20. Oktober.(W. T. B. Von einem besonderen Kor. respondenten.) Wie die„Neue Freie Presse" meldet, wird Grus Goluchowski morgen dem Kaiser seine Demission überreichen. Leicht gelungener Anschlag. Petersburg, 20. Oktober.(W.T.B.) Heute kurz nach mittag erschienen in der Geschäftsstelle des Kadettenblattes„Rjetsch"� in der 26 Personen anwesend waren, drei mit Revolvern bewaffnete junge Leute, die außerdem eine Bombe bei sich hatten, und die sich als Mitglieder der Kampforganisation bezeichneten, entnahmen der Kasse die darin befindlichen 50 Rubel und entfernten sich dann. Neue Opfer der Naturgewalten. New Jork, 20. Oktober.(W. T. B.) Nach weiteren Meldungen auS Miami(Florida) wurden wäbrend des OrkanS 30 Passagiere des Dampfers„Pcerletz" inS Wasser geweht und ertranken. Ter Dampfer„St. Lucie" wurde schwer beschädigt; von 166 Personc» am Bord ertranken 33. ßtiantw. Redakteur: Hans Weber. Berlin. Inseratenteil verantto.:»».«locke. Berlin. Druck u. Verlag: vorwärts Buchdr. u. VerlagScmstirlt Paul Singer Lc Co., Berlin SW. Hierzu 5 Beilage», zz-w-W. i Keilte des Amiilts" Kerliner Ulllkstlllltt. A.« Die russische Revolution. Scheinreform und Wahlrechtsverschlechterungen. Die russische Regierung hat wirklich einmal eine Reform zustande gebracht. Von wie großer Bedeutung sie ist, erhellt aus dem Umstand, daß eine ganze Reihe ihrer Bestimmungen an dem be- stehenden Zustand nichts ändern. Sie geben den russischen Bauern auf dem Papier das, was sie in der Praxis schon seit Jahrzehnten hallen. Es wird darüber gemeldet: Petersburg, 20. Oktober.(23. T. B.) Ein kaiserlicher Ukas ber- fügt, daß sofort allen russischen Bauern ohne Unterschied der Ab- stammung, jedoch mit Ausnahme der sibirischen Fremdvölker, hin- sichtlich des Staatsdienstes gleiche Rechte zuertcilt werden, genier wird die Bestimmung aufgehoben, wonach Bauern beim Eintritt in höhere Schulen und den Staatsdienst aus der Bauerngemeinde aus- geschlossen werden; den Bauern wird freie Wahl ihres Wohnsitzes anheimgestclll und sie erhalten unbefristete Pässe. Schließlich ver- fügt der Ukas, daß vom 1./14. Januar 1907 an die Bestimmungen über die Seelensteuer, über die gegenseitige Haftung für die Steuer- entrichiung, über die Teilung des Familiengutes und andere Sonder- regeln des Bauernrechtes aufgehoben werden. Der Ausschluß der Bauern vom Staatsdienste und höheren Schulen bestand bereits seit 30 Jahren nicht mehr. Ob die weiter unten folgenden Bestimmungen über die Aufhebung der gegen- seitigen Haftung für die Steuerentrichtung, der Gesetze über die Teilung des Familiengutes und anderer Sondcrregeln des Bauern- rechtes von größerer Bedeutung sind, läßt sich vorläufig noch nicht erkennen. Ganz zweifellos ist dagegen der Charaster der in der folgenden Meldung angegebenen„Reform": Petersburg, 20. Oktober. Zur Vermeidung der bei den ersten Rcichsdumawahlcn vorgekommenen Mißverständnisse interpretiert der Senat die Wahlregeln dahin, daß nur bäuerliche Hofbesitzer das Wahlrecht in einem Dorfe ausüben können, nicht aber auch Personen bäuerlicher Herkunft, die der Dorf- gemeinde nicht mehr angehören. Demnach wird eine Wahl von Mitgliedern der Arbeitsgruppe zu Abgeordneten in einem Dorfe bei den bevorstehenden Wahlen unmöglich und kann nur in Städten stattfinden, wenn die Kandidaten un- bewegliches Eigentum besitzen. Hinsichtlich der Fabrikarbeiter erklärt der Senat, daß sie nur in geschlossenen Gruppen wählen können, während bei den vorigen Wahlen sowohl in geschlossenen Gruppen wie auf Grundlage der Wohnungssteuer gewählt werden durfte. Es ist eine Wahlrechtsverschlechterung, die hier auf administrallvem Wege vorgenommen wird. Das miserable Dumawahlrecht wird noch weiter Verschlechtertl Die Bauern sollen völlig isoliert werden, sollen nur noch Leute aus ihren eigenen Reihen wählen können. Aladjin und seine Genossen sollen so aus der künftigen Duma ferngehalten werden. Bei den verwickelten Bestimmungen des russischen Wahlgesetzes läßt sich nicht sogleich feststellen, welche Ver- schlechterung die neue„Ausführungsbestimmung" für die Wahlen der Fabrikarbeiter bedeutet, sicher aber ist, daß auch dahinter eine Teufelei steckt. So will der Zar eine gefügige Duma zusammen- bekommen. Er vergißt nur, daß die Revolutton nicht die Duma ist. Der Kampf zwischen Volk und Zarismus wird nicht aus dem Parkett des Zerrbildes eines Parlaments ausgetragen I Zuckerbrot zur Peitsche. Die Regierung läßt wieder einmal verbreiten, daß eine Meldung, wonach sie die Dumaeinberusung weit hin- ausschieden wolle, eine Unwahrheit sei. Die russische Re- gierung halte, so läßt sie denen, die es glauben wollen, von der„zuständigen Stelle immer wieder mit allem Nachdruck" versichem, an der durch kaiserliche Kundgebungen und durch ministerielle Erklärungen wiederholt festgestellten Nicht- schnür der Einbürgerung eines gesunden, besonnenem Fort- schritt geneigten Parlamentarismus unerschüttert fest, ohne sich von dieser Linie durch Treibereien revolutionärer, extrem- fortschrittlicher oder rückschrittlicher Gruppen abdrängen zu lassen, und sie sei der Zuversicht, dieses Ziel, dank der in Rußland sich überall ankündigenden Ernüchterung, auch ohne die ihr zugeschriebenen machiavellistischen Mittel, auf geradem Wege mit normalen Mitteln zu erreichen. Der Ministerrat entwickele gegenwärtig zum Zwecke der Vorbereitung eines ergiebigen Tätigkeitsfeldes für die Duma, welche zu der von vornherein bestimmten Zeit auf Grund unveränderter Wahlgesetze zusammentreten werde, eine fast aufreibend zu nennende Tätigkeit.(!) Nicht ganz passen will zu dieser Versicherung von der „sich überall ankündigenden Ernüchterung", die wohl, auf die ausländischen Kapitalisten berechnet ist, die folgende Meldung: Petersburg, 19. Oktober. Da verschiedene Agitatoren, herum- reisen und die Bevölkerung durch die Ankündigung des angeblich bevorstehenden bewaffneten Aus st an des, der mit der Rekrutierung in Zusammenhang stehen soll, in größte Aufregung versetzen, so werden auf Anordnung Stolypins alle zu Straf- erpeditionen bestimmten und kriegsmäßig ausgerüsteten Eisen- b"a h n z ü g e bis auf weiteres unter Dampf gehalten und mit starken Militärwachcn versehen.— Das Polizeidepartement unter- breitete soeben dem Minister Stolypin einen Bericht, in welchem dargelegt ist. daß die fliegenden Abteilungen der bekannten „Bojcwaja Organisazija"(Kampsorganisation) als über- wunden zu betrachten sind, daß aber unter der studierenden Jugend die Neigung zur Bildung solcher Kampforganisationen noch besieht, wogegen aber entsprechende Maßnahmen bereits getroffen sind.—.... Die Flnanzwirtschaft. Der ,,Russ. Korresp." wird aus Petersburg geschrieben: Das Finanzministerium versuchte in seinem offiziellen Blatte die vernichtende Kritik des Professors Migulin zu wider- legen. Aber der Versuch mißlang vollständig; er erreichte das Gegenteil von dem, was er erreichen sollte. Nun liegt uns ein neuer Artikel von Professor Migulin im Manuskript vor (der Artikel wird in den nächsten Tagen in der Zeitung ..Rjetsch" veröffentlicht werden), in dem der Verfasser den Beweis führt, daß das Finanzministerium nichts widerlegte. sondern vielmehr alles bestätigte, was ihm zur Last fiel. Es gibt den wahren Tatbestand eigentlich zu, nur zieht das Finanzministerium daraus natürlich für sich günstigere, aber ganz willkürliche Folgerungen. Aus der„Wider- legung" des Finanzministeriums sieht man. daß 30 Proz. unseres Umwechselungsfonds tatsächlich in Natur uicht existieren und von der Reichsbank für ihre kommerziellen Operationen verwendet würden. Die Statuten der Bank erlauben dies keineswegs, und keine einzige zentrale Bank handelt dementsprechend: denn zentrale Banken konzentrieren bei sich die freien Summen anderer Banken, aber nicht um- gekehrt— sie geben nicht ihr Geld auf laufende Rechnung an andere Banken ab. Man kann überhaupt streiten über die Zweckmäßigkeit verschiedener Arten von Kapitalanlage. Dem Finanzminister mag es scheinen, daß es das zweckmäßigste sei, den ganzen goldenen Umwechselungsfonds an ausländische Bankiers zu verleihen, obwohl die Finanzwissenschaft sowie die Praxis sämtlicher Emissionsbanken der Welt darüber ganz anderer Meinung sind, aber die Auslegung des klaren und einfachen Gesetzes kann jedenfalls nur eine einzige sein, und das Gesetz vom 29. August 1897 erlaubt nicht, die Summen, die sich bei den ausländischen Bankiers befinden, zum Umwechselungsfonds mitzurechnen. Dieses klare und einfache Gesetz ist vom Finanzministerium über- treten.— Zu seiner Rechtfertigung beruft sich das Finanz- Ministerium u. a. auf die Praxis der ausländischen Emissions- banken, die die ihnen gehörenden Devisen zum metallischen Barfouds mitrechnen. Das bestreitet auch niemand, aber die zentralen Emissionsbanken der ganzen Welt erfüllen streng das Gesetz über den Papiergeldvcrkehr, während unser Finanzministerium nichts von unseren Gesetzen wissen Willi Das Finanzministerium würde gewiß kein einziges Beispiel vorbringen können, wo irgend eine zentrale Emissionsbank 23—30 Pröz. ihres Umwechselungsfonds auf laufende Rechnung bei ausländischen Bankiers hielte.— Die wirklichen Gründe dieses ungesetzlichen Vorgehens liegen in der Notwendigkeit, den ausländischen Bankiers recht- zeitige Bezahlung der Zinsen für die Anleihen zu garantieren. — Diese Gründe, die s o maßgebend waren, daß das Finanz- Ministerium selbst vor der Gefahr, die Goldwährung zu er- schüttern, nicht zurückschreckte, werden in der offiziellen Er- klärung mit keinem einzigen Worte berührt.— Und ebenso unbeantwortet blieb die Hauptfrage, die Professor Migulin an das Finanzministerium richtete. Die Sache ist näinlich die: Zum 1. November 1905 erreichten die Summen der Reichsbank im Auslande den Betrag von 276 Mill. Rubel, und zum 1. April 1906 blieben davon bloß 135 Millionen Rubel, das bedeutet eine Verminderung von 141 Millionen Rubel. Gleichzeitig verminderte sich der Umwechselungsfonds in Rußland um 156 Millionen Rubel(von 876 Millionen Rubel auf 720 Millionen Rubel), folglich wurde das aus- ländische Gold nicht auf Verstärkung des inländischen Fonds verwendet, die laufende Rechnung des Schatzamtes bei der Reichsbank verminderte sich nur um 36 Millionen Rubel(von 76 Millionen Rubel auf 40 Millionen Rubel). Also wurden die erwähnten 141 Millionen auch nicht für ausländische Ab- gaben deS Schatzamtes verwendet. Wo blieben sie dann stecken, oder wohin verschwand das Gold? Wurde es denn nicht zur Bezahlung der Verpflichtungen der Bank(die als solche keine Verpflichtungen haben darf) verwendet? Und noch eine wichtige Frage richtet Professor Migulin an das Finanzministerium. Ende des vorigen Jahres be- ziehungsweise Anfang dieses Jahres wurde zur Zahlung unserer Verpflichtungen bares Gold nach dem Auslande ausgeftihrt, obwohl es sehr unbequem und umständlich war. Wenn nun die Bank wirklich frei über ihr ausländisches Gold verfügte, so wäre es doch viel einfacher, mit diesem die Verpflichtungen auszuzahlen und hier vom Schatzamt die entsprechende Summe zurück zu erhalten I I— Auf diese Fragen erbittet Professor Migulin eine klare und offene Ant- wort. Man erwartet sehr gespannt, wie sie ausfallen wird. Mit Verdrehungen überzeugt man niemand, und am wenigsten rettet man durch sie Staatskredit und Finanzen.— Ein Brief von Leo Deutsch. Dieser Tage ging die erfreuliche Nachricht durch die Presse, daß es den Genossen Leo Deutsch, Parvus und Rumjazew gelungen sei, auf dem Wege nach Sibirien zu entfliehen. Der Brüsseler„Peuple" veröffentlicht einen Brief, den Leo Deutsch an einen seiner Freunde in Rom geschickt hat. Der Brief ist datiett: Tehaljahusk(?), 20. September. Es war in Eusecth(?), 1100 Werst vor dem End- ziele ihrer Reise, wo die Deportierten ihre Flucht be- Werkstelligen konnten. Auf welche Weise sie vor sich ging, will Deutsch später beschreiben. Einstweilen wolle er nur mitteilen, daß er überall, wo er hingekommen ist, mit großem Enthusiasmus empfangen wurde; alle seien bemüht gewesen, ihn zu unterstützen. Die Bevölkerung, namentlich die Arbeiterschaft, sei voller revolu- tionärer Begeisterung. Die politischen Gefangenen würden auf ihrer Durchreise, mit Ovationen empfangen. Die Behörden suchen ver- geblich, diese Demonstrationen zu verhindern.— In diesem Brief ist nichts erwähnt über das Schicksal seiner zwei Leidensgefährten; hoffentlich bestätigt sich die Mitteilung von dem Entkommen der beiden anderen ebenfalls. Das Wahlreglement für die Landtags- Wahlen hat endlich das Licht der Welt erblickt und wird im gesttigen „Rcichsanzeigcr" veröffentlicht. Indem»vir uns eine Be- sprechung diese?„Nachtrages zu dem Reglement über die Ausführung der Wahlen zum Hause der Abgeordneten" vor- behalten, beschränken Ivir uns heute darauf, die Bestimmungen mitzuteilen, die eine wesentliche Aenderung des bisherigen Wahlverfahrens enthalten. III. Der§ 7 Abs. 2 des Reglements lautet in Zukunft: „Dieselben Behörden(GememdeverwalwngSbehörden) haben auch die im 8 16 Abs. 2 der Verordnung gedachten Slnordnungcn zu treffen, sowie die Wahlstunden, und zwar möglichst günstig für die Wahlbeteiligung, zu bestimmen und das Erforderliche wegen etwaiger Gruppenwahlen(Artikel I 8 3 Abs. 1 Satz 2 deS Gesetzes) vom 28. Juni 1906), insbesondere auch über die Art und Weise, wie das Ergebnis der Wahl festgestellt und verkündet werden soll, anzuordnen(vergl.§ 31 Abs. 2 dieses Reglements)." § 10 erhält folgende Fassung: Die Urwähler des Urwahlbezirks werden von den im§ 1 dieses Reglements bezeichneten Behörden zu den bestimmten Wahlstunden des Wahltages(8 7 Abs. 2 dieses Reglements) in ortsüblicher Weise zusanimcnberufen, wobei zugleich die Wahllokale und die Namen der Wahlvorsteher und ihrer Stellvertreter bekannt zu machen sind. Wo die Abstimmung nicht in gemeinschaftlicher Versammlung der Urwähler zu bestimmter Stunde(in Form der Terminswahl), sondern in einer nach Anfangs- und Endtermin festzusetzenden Ab- stiminungsfrist(in Form der Fristwahl) stattfindet(Artikel 18 3 des Gesetzes vom 28. Juni 1906), sind die Stunden des Beginns und des Schlusses der Abstimmung genau und mit der Eröffnung bekannt zu machen, daß nach Ablauf der Frist keine Stimme mehr entgegengenommen wird. Sind Abteilungen in Abstimmungs- gruppen geteilt(Z 3 Abs. 1 Satz 2 a. a.�O.), so wird das Erforderliche hierüber, und insbesondere auch über die Art und Weise, wie das Ergebnis der Wahl festgestellt und verkündet werden wird, gleichfalls bekannt gemacht» V. Die KZ 12 bis 15 des Reglements vom 14. März 1903 werden durch folgende Vorschriften ersetzt: 8 12. Der Wahlvorsteher ernennt aus der Zahl der Urwähler des Urwahlbczirkes, ohne Rücksicht auf ihre Zugehörigkeit"zu den Wählerableilungen, den Protokollführer und drei bis sechs Beisitzer, welche mit ihm den Wahlvorstand bilden(8 20 der Verordnung). Bei vorübergehender Behinderung des Protokollführers können seine Obliegenheiten einem der Beisitzer oder einem besonders be- stellten Stellvertreter übertragen werden. Auch für eine von einer einzelnen Slbteilung borzunehmende Nachwahl können, soweit erforderlich, zu Beisitzern oder zum Pro- tokollführer Urwähler einer anderen Abteilung des Urwahlbczirks herangezogen werden. Zu keiner Zeit der Wahlverhandlung dürfen weniger als drei Mitglieder des Wahlvorstaudcs gegenwärtig sein. Soll eine Abteilung in örtlich getrennten Gruppen abstimmen, so wird der Wahlvorstand für jede Gruppe besonders gebildet. Die Leitung der Gruppenwahlen übernehmen, soweit«v» forderlich, Stellvertreter des Wahlvorstehers, die in gleicher Weise wie dieser zu bestellen sind. Wenn infolge der Einführung der Frist- wähl oder der Wahl in zeitlich getrennten Gruppen die Wahl- Verhandlung sich auf mehrere Tage erstreckt, können die Beisitzer und nach Bedarf auch der Protokollführer für jeden Tag der Wahl oder für jede Gruppe besonders ernannt werden. 8 14. Die dritte Abteilung wählt zuerst, die erste zuletzt. Wo Frist- wählen stattfinden(Artikel 18 3 des Gesetzes vom 28. Juni 1906), können Abwcichuligcn von dieser Reihenfolge angeordnet werden (vergl. K 7 Abs. 2 dieses Reglements). Ausnahmsweise kann der Wahlvorsteher auch bei Tcrminsiwhlen zum Zweck schleuniger Durchführung des gesamten Wahlgcschäftes in dem Urwahlbezirke zur Wahlvcrhandlung der folgenden Abteilungen übergehen, wenn die Wahlderhandlung einer voraufgehenden Abteilung nicht unverzüglich abgrschlossen werldeu! kann, weil die Wahl im Wahltermine von dein Erwählten abgelehnt oder weil eine zweite engere Wahl (8 17 Abs. 4 dieses Reglements) erforderlich wird. Die Wahlverhandlung der betreffenden Abteilung ist in diesem Fall unter Ver- kündung des Zeitpunktes, zu dem sie wicdcreröffnet werden soll, einstweilen zu schliefen; jede Anordnung dieser Art soll im Wahl- Protokoll(K 22 dieses Reglements) vermerkt und begründet werden. Sobald die Wahlverhandlung einer Abteilung geschlossen ist, werden ihre Mitglieder, soweit sie nicht im Wahlvorstande sitzen, zum Slbtrcten veranlaßt. § 15. Die Wahl erfolgt, indem icder Urwähler einzeln,— bei der Terminswahl, nachdem sein Name in der Reihenfolge der Ab- teilungslistc(88 5, 8 dieses Reglements) aufgerufen worden ist, wobei mit dem Höchstbesteucrtcn angefangen wird, bei der Frist- wähl ohne diesen?lufruf—, an den vor dem Wahlvorstande auf- gestellten Wahltisch tritt, auf Erfordern sich legitimiert und, nach- dem nötigenfalls sein Name in der Abteilungsliste aufgesucht ist. unter deutlicher Bezeichnung den Urwähler des Urwahlbezirks(K 13 der Verordnung) benennt, dem er seine Stimme gibt. Sind mehrere Wahlmänner in der Abteilung zu wählen, so benennt er sogleich so viele Stamen, als Wahlmänner zu wählen sind. Die ge« nannten Namen trägt der Protokollführer sofort und in Gegen- wart des Urwählers neben dessen Namen in die Abteilungsliste ein. Werden bei einer engeren Wahl die Namen anderer als der noch in der Wahl gebliebenen Personen bezeichnet, so kann an Stelle der genannten Namen lediglich ein Vermerk über die Ungültigkeit der Stimmabgabe eingetragen werden. Wer auf den Namensaufruf nicht sogleich vor dem Wahltisch erscheint und seine Stimme abgibt, kann einstweilen übergangen werden. Nach Beendigung deS Namensaufrufs fragt der Wahlvorsteher an, ob Urwähler der Abteilung(gegebenenfalls: der Abstimmungs» gruppe) anwesend sind, die ihre Stimme noch nicht abgegeben haben, und läßt diese zur?lbstimmung zu. Darauf erklärt er die Ab- stimmung für geschlossen. Wo Fristwahl stattfindet, wird die Ab- stimmung, sofern nicht sämtliche eingetragene Wähler zu einem früheren Zeitpunkt ihre Stimmen abgegeben haben, mit dem Ablauf der festgesetzten Abstimmungsfrist geschlossen; später dürfen keine Stimmen mehr entgegengenommen werden. VII. Hinter 8 19 des Reglements wird folgender K 19a ein- geschaltet: 8 19a. Die Bestimmungen der§8 13, 19 dieses Reglements finden bei Gruppen- und Fristwahlen nur insoweit sinngemäß Anwcttdung, als die Besonderheit dieser Wahlformen es zuläßt. Bei der Berufung einer Abteilung zu einer neuen Wahl(8 19 Absah 2 dieses Reglements) ist der Wahlvorsteher, wo Fristwahl stattfindet, an die hinsichtlich der Wahlstunden, bei Gruppenwahlen an die hierüber gemäß 8 7 Absatz 2 dieses Reglements getroffenen Anordnungen gebunden. IX. Dem§ 25 des Reglements tritt folgende Bestimmung als Absatz 3 hinzu: Wo die Abstimmung in Gruppen oder in den Formen der Frist- Wahl stattfindet, sollen die erforderlichen Angaben hierüber in die Vorladungsschreiben aufgenommen werden. In diesen Schreiben soll auch darauf hingewiesen werden, daß von den zur Wahl er- scheinenden Personen die Vorlegung einer Legitimation gefordert werden kann. K 26 besagt u. a.: Bei der Entscheidung einer Wahlmänner- oder Gruppcnversammlung über die von dem Wahlkommissar für ungültig erachteten Ilrwahlcn fK 27 der Verordnung, Artikel 18 4 Avsatz 2 des Gesetzes vom 28. Juni 1906) sind auch diejenigen Wahl- männer stimmberechtigt, deren Wahl beanstandet ist. Wo Fristwahl stattfindet, entscheidet über die Gültigkeit der beanstandeten Ur» wählen zu Beginn der Wahlverhandlung der Wahlvorstand. Die Entscheidung wird mit Stimmenmehrheit getroffen; bei Stimmen- gleichheit ist der Wahlmann zur Wahl der Abgeordneten zuzulassen (Artikel I 8.4 Absatz 2 des Gesetzes vom 28. Juni 1906). Im übrigen kommen die Bestimmungen des§ 13 Absatz 2 bis 4 und des K 12 Absatz 1 Satz 2. Absatz 3. Absatz 4 dieses Regle. ments sinngemäß zur Anwendung. § 27. Die Wahl erfolgt, indem jeder Wahlmann einzeln,— bei der TcrminSwahl, nachdem sein Name in der Reihenfolge des Wahl- männcrverzcichnisses(§ 24 dieses Reglements) aufgerufen ist. bei der Fristwahl ohne diesen Aufruf—. an den vor dem Wahlvorstand aufgestellten Wahltisch tritt, auf Erfordern sich legitimiert und, nachdem nötigenfalls sein Name in dem Verzeichnis aufgesucht ist, den Namen desjenigen benennt, dem er seine Stimme gibt. Sind mehrere Abgeordnete zu wählen, so hat jeder Wahlmann sogleich anzugeben, wen er an erster, zweiter oder dritter Stelle zum Ab- geordneten tyählt. Es ist nicht unzulässig, für jede Stelle denselben Namen zu nennen. Der Protokollführer trägt den oder die von dem Wahlmann bezeichneten Namen sofort neben den Namen des WahlmannS in die entsprechenden, zur Aufnahme der Abstimmungsvermerke be. stimmten Spalten der Wahlmänncrliste ein. Dabei sind Ab- kürzungen statthaft, welche keinen Zweifel über die gewählte Person lassen; auch kann, wenn bei einer engeren Wahl Namen anderer als der noch in der Wahl gebliebenen Personen(8 28 Absatz 2. 3 dieses Reglements) bezeichnet werden, an Stelle der genannten Nämen lediglich ein Vermerk über die Ungültigkeit der Stimm. abgäbe eingetragen werden. Wer auf den Namensaufruf mcht sogleich vor dem Wahltisch erscheint und seine Stimme abgibt, kann einstweilen übergangen werdet»' nommen werden. Aus der Partei. " Nach Beendigung des Namensaufrufes fragt der Wahl- 124. September 1905 bis 30. September 1906 eine Einnahme von Eine feine Gründung. Wer durch Spekulation schnell und viel kommissar an, ob Wahlmänner anwesend sind, die ihre Stimmte 9122,60 M., eine Gesamtausgabe von 8550,87 M., ein Kassenbestand Geld verdienen will, fezt sich immer der Gefahr aus, gründlich benoch nicht abgegeben haben, und läßt diese zur Abstimmung zu. von 571,78 W. verzeichnet. Dem Kreisvorstand wurden 2913,30 M. trogen zu werden. Recht verdächtige Geschäfte scheinen zurzeit mit Darauf erklärt er die Abstimmung für geschlossen. Wo Fristwahl als Pflichtbeitrag und 1010,80 m. als freiwilliger Beitrag zugeführt. Kolonialunternehmungen betrieben zu werden, bei denen zumeist stattfindet, wird die Abstimmung, sofern nicht sämtliche ein. Der Mitgliederbestand wuchs von 1003 auf 1818. kleine Leute die Gerupften sind. Lange Gesichter machen z. B. die getragene Wahlmänner zu einem früheren Zeitpunkt ihre Stimme abgegeben haben, mit dem Ablauf der festgefehten Abstimmungs- lippischen Fürstentümer angestellt werden. Bewerber rednerisches Induſtrie- und Plantagengesellschaft G. m. b.§. zu Berlin. Eine Ein Parteisekretär soll für das östliche Westfalen und die Obligationsinhaber der im März d. J. gegründeten Kolonialen frist geschlossen; später dürfen keine Stimmen mehr entgegen ge- Talent erwünscht haben eine Niederschrift über die Aufgaben der Gesellschaft, ein Herr Wiesmahl, in diese eingebracht hat, bildet angeblich wertvolle Plantage in Ufambara, die der Geschäftsführer Dem§ 81 tritt folgende Bestimmung als Abfab 2 hinzu: eines Parteisekretärs beizufügen. Bewerbungen sind bis zum den Grundstod. Der zweite vorhandene Gesellschafter hat 27. Ottober an Adolf Benter, Bielefeld, Schulstr. 20, 30 000 M. eingebracht; aber nicht in bar, sondern als Darlehns Wo in Wählergruppen desselben Wahlkörpers( Abteilungen eines Urwahlbezirkes, Gesamtheit der Wahlmänner eines Wahl zu richten. forderung an Herrn Miesmahí. Diese Gesellschaft hat nun bezirkes) verschiedene Wahlvorstände in Tätigkeit treten, soll das Polizeiliches, Gerichtliches ufw. 700 000 M. Schuldverschreibungen ausgegeben. Als Treuhänder Gesamtergebnis der Wahl durch den Wahlvorstand der Gruppe, Straffonto der Presse. Wegen angeblicher Beleidigung eines der Besellschaft fungiert das Bankhaus Grunsfeld u. Comp. deren Wahlverhandlung des wahlvorsteher( Wahlkommissar), oder Gutsbesizers und deffen Inspektors wurde der Gentoffe Borchardt- in frage eines Reflettanten gab das Bankhaus ganz günstige der für den Fall seiner persönlichen Behinderung bestellte Stell- Berlin, früherer Redakteur der Königsberger Bolts- Auft von Wys Müller u. Co. und von R. G. Dun u. Co. Die bertreter, leitet, auf Grund der Ergebnisse der Gruppen Beitung", am 18. Ditober vom Schöffengericht zu anger burg Auskunft veranlagte den Anfrager, für 1000 M. Schuldverschreibungen abstimmungen festgestellt und verkündet werden. im Privatflageverfahren zu 500 m. Geldstrafe verurteilt. zu erwerben. Was sie wert sind, erhellt wohl schon daraus, daß Es handelt sich um einen Artikel der Königsberger Volfsztg" vom Herr Miesmahl sie später nicht einmal für 500 M. zurücknehmen Juni 1905, in dem die Behandlung der galizischen Landarbeiter auf wollte. Aber auch die am 1. Oftober fälligen Zinsen wurden nicht dem Gute des Stlägers nach den eigenen Mitteilungen dieser bezahlt. Herr Miesmahl beschuldigte das Banlhaus, fich widerrechtausländischen Arbeiter geschildert wird. Zwei von ihnen lich 60 000 M. angeeignet zu haben, das Bankhaus hingegen beeniflohen und kamen hülf- und mittellos bis Berlin, von wo sie zeichnet das als Schwindel und erklärt, die Gesellschaft habe nicht durch Vermittelung des Konsuls nach ihrer Heimat befördert wurden. soviel Mittel, die Zinsen zahlen zu können. So haben die Gläubiger Die übrigen sieben Galizier verließen auch bald darauf die Gefilde das Nachsehen. des deutschen Junkerstaates, in dem sie noch schlechter wie in ihrer Kanadas Handel und Jndustrie nimmt seit mehreren Jahren Heimat behandelt wurden. Weil nun trotz eifriger, ein ganzes Jahr einen stetigen Aufschwung. Aus England und den Vereinigten nicht gefunden worden sind, so daß sie nicht als Zeugen auftreten Staaten wandern immer mehr Leute nach Kanada aus. Aus Engkonnten, und weil der Angerburger Vertreter des Angeklagten sich land kommen sie, weil man dort eifrig bemüht ist, den Strom der auch nicht die geringste Mühe gab, konnte der Wahrheits- Auswanderung nach Kanada zu leiten, wo noch ungeheuere, sehr beweis nicht in allen einzelnen Punkten erbracht werden. dünn bevölkerte Landstreden der Bebauung und Ausnugung harren, Der juristische Vertreter des Privatklägers hielt eine Scharfmacher des Landes start interessiert sind. Aus den Vereinigten Staaten und wo neuangelegte Eisenbahnen an einer größeren Besiedelung rebe und beantragte eine hohe Gefängnisstrafe zur Steparierung des tommen viele, weil sie fruchtbares Land weit billiger kaufen fönnen angeblich schwer beleidigten und getränkten Besizers. Und das Gericht fah, wie es in der Begründung des Urteils hieß, nur des- als daheim. Jeder Einwanderer muß aber möglichst viel Geld Bezugnehmend auf die Resolution des Mannheimer balb von einer Gefängnisstrafe ab, weil der Angeflagte vormitbringen, um Land und Vieh und Mittel zur Landwirtschaft beDie Industrie Parteitages über Jugendorganisation fordern wir ichtig die ihm gemachten Mitteilungen nach geprüft habe, schaffen und Haus und Hof einrichten zu können. die Genossen allerwärts auf, der Frage: Gründung einer Jugend- tose Gesinnung des Angeklagten fpreche. Und trotz hatte 3. B. vor vier Jahren etwa 60 000 Ginwohner, heute sind es die Genossen allerwärts auf, der Frage: Gründung einer Jugend- ehe er fie veröffentlichte, und weil aus der Handlung keine ehr hat noch keinen großen Umfang, breitet sich aber immer mehr aus. In den Städten wächst die Bevölkerung, sehr schnell. Winnipeg organisation näher zu treten. Wir sind gern bereit, Probeegemplare dem die hohe Strafe! z. der„ Jungen Garde", Statuten nsw. den Genossen zu diesem Zwecke mehr als 100 000. Nach der Londoner Tribuna" hatte Kanadas zu übermitteln. Gleichzeitig richten wir an die Perteibuchhandlungen gefamter Jinporthandel in den letzten drei Monaten, Juli, Auguſt, und Kolporteure die Bitte, den Vertrieb der Jungen Garde" zu September, einen Wert von 80 141 527 Dollar, das sind 12 148 682 übernehmen. Einzelbezieher ersuchen wir,„ Die junge Garde", Dollar mehr als in derselben Periode des Vorjahres. Der Exporthandel stieg auf 70 298 473 Dollar im dritten Quartal dieses Jahres, falls dieselbe nicht am Drte erhältlich ist, nur bei der Post zu bas sind 14 625 797 Dollar mehr als in derselben Zeit im letzten bestellen. Der Einsturz des Gasthauses Zum Hirschen" in dem Schwarz- Jahre. Sämtliche Zuschriften betr., Verband junger waldstädtchen Nagold am 5. April beschäftigte in sechstägiger Ver Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands" find handlung die Straffammer des Tübinger Landgerichts. nur an den Vorsigenden des Verbandes Genossen schuldigt ist der Bauunternehmer G. Rüdgauer aus Stuttgart, Bruno Wagner, Mannheim, zu richten. bei der versuchten Hebung des genannten Gasthofes den Tod von 52 Bestellungen auf Die junge Garde", Gesuche und die mehr oder weniger schweren Verlegungen von 93 Personen um Probenummern usw. nur an die Expedition der Täifige Zötung, fahrlässige Rörperverlegung und verschuldet zu haben. Die Anklage lautet auf fahr " Jungen Garde", Paul Körner, Mannheim T. 6. 14. aufunst. Außerachtlassung der anerkannten Regeln der Das Protokoll des Mannheimer Parteitages erscheint im Laufe biefer Woche und wird in der Reihenfolge der eingegangenen Bestellungen versandt. Das Protokoll ist 488 Seiten start und kostet broschiert, 1 M., in braunem Pappband fartoniert 1,25 m. Auf Wunsch vieler Bibliotheken hat der Verlag eine Anzahl in dauer haftem Leinenband herstellen lassen, deren Preis 1,50 M. beträgt. Das Protokoll enthält die Verhandlungen des Parteitags in ausBestellungen nimmt entgegen jede Parteibuchhandlung und auch der Verlag: Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. 68, Lindenstr. 69. An die sozialistische Jugend.") führlicher Weise. Buschriften an die Redaktion nur an Genossen Dr. Ludwig Frant, Mannheim C. 2. 4. Mit parteigenössischem Gruß Verband junger Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Der Hauptvorstand. J. A.: Bruno Wagner, Mannheim. Der Nagolder Hoteleinsturz vor Gericht. BeAusgedehnte Petroleumfelder sind nach Meldungen aus Kanada Edmonton( Alberta) entdeckt worden. Schon seit Jahren erzählten im Athabasca Flußgebiet, etwa 300 engl. Meilen nördlich von Trapper und Jäger bon dauernd brennenden Gaslöchern und Betroleumfontänen, die ihnen Indianer in diesem Gebiet gezeigt merffamteit, jest jedoch ist ein bekannter amerikanischer Schürfer hatten. Diesen Jägergeschichten schenkte man bisher teine Aufaus dem Gebiete mit Nachrichten zurückgekehrt, die die Erzählungen der Trapper bestätigen. Es find bereits mehrere Expeditionen in das neue BeRückgauer, der im 68. Lebensjahre steht, betreibt nach seiner troleumgebiet abgegangen. Sachverständige, bie das Land am Athabasca Angabe das Heben von Häusern seit 4% Jahren unter der Firma burchforscht haben, versichern, die neuen Petroleumfelder seien bie seines ältesten in Frankfurt a. M. lebenden Sohnes Eugen reichsten der Welt und würden binnen wenigen Monaten die Rückgauer. Er erklärt dies damit, daß sein Sohn, nachdem er selbst Petroleumquellen im Osten der Vereinigten Staaten übertreffen. im Jahre 1897 falliert hatte, das Geld zur Wiederaufnahme des Die zur Erschließung des Betroleumgebietes gebildeten Gesellschaften Geschäfts gegeben habe. Geführt wurde aber das Geschäft voll- haben nach den hier vorliegenden Mitteilungen schon über eine Sozialdemokratijche Schöffen und Geschworene. Zu der vor kommen selbständig von Grasmus Nüdgauer. Der Angeflagte, der Million Dollar für die Vorarbeiten ausgegeben, jedoch soll andererfurzem im Vorwärts" wiedergegebenen Meldung, daß Genosse das Mühlenhandwerk erlernt hat und später ins Baufach über- feits eine der Gesellschaften bereits jeyt Rohpetroleum im Werte Krohn in Konstanz als Schöffe fungiere und daß diese Tatsache gegangen ist, hat, veranlaßt durch den Mangel geeigneter dieses Betrages zum Verkauf fertig gewonnen haben. einige bürgerliche Blätter sehr aufgeregt habe, wird uns aus Maschinen im Hebehandwerk, besondere maschinelle Vorrichtungen Stuttgart geschrieben: Auch hier fungieren bekannte Partei- tonstruiert, mit denen er die Hebung und Schiebung von Gebäuden genossen schon seit mehreren Jahren in gleicher Gigenschaft, bewirkte. Sein besonderes System besteht darin, daß er die zu ohne daß jemals von gegnerischer Seite versucht worden hebenden Gebäude auf einen Rbst stellt, außen mit Sicherheitswäre, die Befähigung unferer betreffenden Parteigenossen balten absprießt und dann mittelst der unter dem Rost an für das Richteramt in Zweifel zu ziehen. waren gebrachten Gewinde das ganze Gebäude in die Höhe treibt. Als bisher schon Schöffen in Stuttgart unser Parteisekretär und der Wirt Klein Zum Hirschen" in Nagold das Haus seinem Gemeinderat Wasner, bas sozialdemokratische Bürgerausschuße Schwiegersohn übergeben und es zu diesem Zwecke höher heben mitglied Fischer, Genoffe Belli, der bekannte frühere Expedient lassen wollte, bot sich ihm Rückgauer zur Ausführung der Hebung am Züricher Sozialdemokrat" und jetzt Geschäftsführer in der an. Die Kosten der Hebung hat der Angeklagte auf 4139 W. beStuttgarter Parteibruckerei, Genosse Leipart, der zweite Vor- rechnet. Das Gebäude sollte ursprünglich auf 1,10 Meter gehoben sitzende des deutschen Holzarbeiterverbandes, ferner die Genoffen werden, später wurden auf Rüdgauers Rat, um bessere Räumlich Ulrich, Priglaff, Genger, Feuerstein, Schulz feiten zu erhalten, 1,40 Meter vereinbart Für die Stellung der und Broll. Auch zu Geschworenen find schon Stuttgarter zur Sebung notwendigen Arbeiter, mit Ausnahme der dauernd Parteigenossen ausgelost worden, so Genosse Behr, Ge- bei Rüdgauer beschäftigten, hatte der Bauherr selbst aufzukommen. schäftsführer der„ Schwäbischen Tagwacht" unb Genosse Die Arbeiter und der Werkführer wurden als vorzüglich von den Bohne, Hauptkassierer des deutschen Holzarbeiterverbandes. Troß Sachverständigen geschildert. Auch die Arbeitsgeräte sind nach Dar dieser Teilnahme von Sozialdemokraten an der hiesigen Recht legung der Sachverständigen vortrefflich gewesen. sprechung ist sie noch nicht in schlechteren Duf gekommen als die fächsische und preußische. Uebrigens ist zu bemerken, daß die Bahl der Sozialdemokraten in den Streifen der Schöffen noch nicht der Stärke der Sozialdemokratie in der Bevölkerung entspricht. Bildungsbestrebungen. Das Gewertschaftsfartell zu Hannover veranstaltet neben volkstümlichen Theatervorstellungen auch volkstümliche Konzerte. " Das Gewerkschaftstartell zu Dortmund veranstaltet für Sonnabend, den 20. Oftober, im Stadttheater eine Aufführung von Hebbels Maria Magdalena". In der letzten Parteiversammlung zu Chemnitz, die den Bericht über den Parteitag entgegennahm, wurde bekanntgegeben, daß ein Bildungsausschus ins Leben gerufen worden sei, der nun seine Tätigkeit aufnähme. Soziales. " Die Berliner Handelskammer für Heimarbeiterelenb. Glend der Heimarbeiter sucht die Berliner Handelstammer wenig Das durch die Heimarbeiterausstellung sinnenfällig gemachte ftens für Berlin fortauschildern. Am 16. Februar setzte sie auf Antrag Bamberg eine Kommission zur Prüfung der Lage der Heimarbeiter ein, die in Berlin ihren Sitz hatte. Der Bericht wurde dem Plenum der Handelskammer am Freitag vorgelegt. Der Referent der Kommission, Bry, gab selbst zu, daß die Arbeiten der Kommission einseitig borgenommen find. Es wird", meinte er,„ der Enquete, bei der lediglich die Vertreter von etwa 150 Firmen, die Heimarbeiter beschäftigen, gehört sind, gewiß der Vorwurf der Einseitigkeit nicht erspart bleiben, bäude morsche Balken waren und soll die allernotwendigsten büchern, vielfach auch auf Auskünften der Zwischenmeister und der Der Angeklagte soll außer acht gelassen haben, daß im Ge- weil sie nur Unternehmer vernommen hat. Aber das Mate rial, das die Arbeitgeber lieferten, beruht auf deren Geschäfts= Sicherungen unterlassen haben. Er ist ein Gewohnheitstrinker; Seimarbeiter selbst, ist also absolut zuverlässig. Was die Zwischenwährend der Hebungsarbeiten soll er betrunken gewesen sein. Die Hebung wurde in der Art ausgeführt, daß das Saus auf meister anlangt, die in der sozialpolitischen Literatur vielfach als " Ausbeuter" und" wirtschaftliche Barajiten" bezeichnet worden einen Roſt geſtellt wurde, dann wurden Unterzüge darunter gelegt find, so hat die Stommission die Nüblichkeit, ja die Unentbehrlichkeit und hierunter die Hebemaschinen gefeht. Es wurden bei diesem Gebieser Funktion für einzelne Gewerbe durchaus anerkannt. Be bäude zum erstenmal eiserne T- Träger verwendet, während sonst sonders ausführlich hat sich die Kommission den Verhältnissen in hölzerne Balken zur Verwendung gelangten. Bei der Hebung der Herren- und Knabenkonfektion gewidmet, die gewissermaßen waren 85 Arbeiter und 76 Maschinen in Tätigkeit. Dem An- paradigmatisch für die ganze Heimarbeiterfrage sind. Der wichtigste geklagten, der 80 Sebungen früher glücklich ausgeführt, der aber Teil der Untersuchung betraf die Löhne, die in der Heimarbeit fast niemals ein Gramen abgelegt hatte, wird auf Grund der Beweis- ausschließlich Affordlöhne sind." gewöhnliche Sorglosigkeit, Nachlässigkeit und Pflichtverlegung in Korreferent Handelskammersyndikus Dr. Ehlers Bericht. Es aufnahme vom Staatsanwalt außerordentliche und un= Ueber das Ergebnis der Untersuchungen erstattete als. In München ist ein Arbeiterbildungsverein„ Vor- Verbindung mit mangelnder Fähigkeit und als traurige Folge des gibt, führte er aus, zwei Sorten von Heimarbeit: eine jest auswärts" gegründet worden. In seiner Rede über die nächsten Auf- Alkoholismus gänzlicher Mangel an Verantwortlichkeitsgefühl vor- sterbende, die„ idyllische" Heimarbeit alten Stils, die vor der Aera gaben des Vereins sagte Genosse Mauerer: Wie groß innerhalb geworfen. Hierdurch habe er das entsetzliche Unglück verursacht. Der Fabriken blühte, und eine moderne, die mit ben, zum Ser Münchener Arbeiterschaft der Drang nach Wissen und wie sehr Bier Monate Gefängnis wurden von ihm beantragt. Das Gericht erkannte gestern abend auf sechs Monate Art haben wir es in Berlin zu tun. Die frühere Gesetzgebung Teil durch die Fabriken entstanden ist. Nur mit der lebten die Gründung des Arbeiterbildungsvereins Vortvärts" aus einem wirklichen Bedürfnis entsprungen sei, beweisen, obwohl der Verein Gefängnis. In den Urteilsgründen wird ausgeführt: Das aber bezog sich vielfach nur auf die Heimarbeiter alten Stils, die bisher noch gar nicht an die Deffentlichkeit trat, die vielen Gericht hat darin eine grobe Fahrlässigkeit des An- fie, weil sie das Produktionsmaterial 3. B. Nadel und Schere Hunderte von Aufnahmegesuchen. Der Verein bezweckt geklagten erblidt, daß en, als er auf die Mangelhaftigkeit eines felbft besaßen, unglücfeligerweise als Produzenten ansah und die Förderung der geistigen Ausbildung feiner Mitglieder auf allen Unterzuges bei der Hebung aufmerksam gemacht wurde, die behandelte. Der heutige Heimarbeiter jedoch ist der ZwillingsGebieten des Wissens. Mitglied kann jeder werden, der das drohende Gefahr unbeachtet ließ. Er hätte nun die Arbeit ein- bruder des Fabritarbeiters und demgemäß gesetzgeberisch zu 16. Lebensjahr erreicht hat, alt und jung", Männer und Frauen. stellen müssen, um eine neue Sicherung anzubringen. Das hat er werten. Es gibt in Berlin 140 00 Heimarbeiter( barunter zirka Es werden populär- wissenschaftliche Vorträge und Distuffionsabende und nicht getan. Diese Fahrlässigkeit aber ist kausal für den Erfolg, 14 000 Werkstattarbeiter, b. h. solche, die beim Zwischenmeister ar Unterrichtsturse abgehalten und Bibliotheken und Leseräume ge- durch welchen der Tod so vieler Personen und die Verlegung so beiten). 80 Proz. aller Heimarbeiter sind verheiratete ode schaffen werden. Der Verein wird außerdem den geselligen Verkehr vieler Personen herbeigeführt ist. Eine zweite Fahrlässig verwitwete Frauen. Die Dentschrift weist nun nach, do und die törperliche Ausbildung seiner Mitglieber pflegen und besteit hat das Gericht darin erblickt, daß der Angeklagte nicht für es im Interesse dieser großen Bahl von Menschen liegt, daß die sonders darauf sehen, daß namentlich die Jugend eine Stätte der eine genügende allgemeine fachmännische Oberaufsicht gesorgt hat Seimarbeit erhalten und nicht durch einen brutalen Eingriff der Bildung und Geselligkeit findet. Es ergeht deshalb an die Alten und daß er selbst diese Aufsicht unterlassen hat. Bei der Straf Gesetzgebung in ihrer Eristenz gefährdet werde. Daß sogenannte bas Ersuchen, nicht nur selbst dem Verein beizutreten, sondern auch abmessung hat das Gericht bie entfeblichen schweren Hungerlöhne" beständen, hat die Enquete von etwaigen Einzelihre Kinder, sobald sie das 16. Lebensjahr erreicht haben, dem Verein Folgen des Vergebens und die grobe Fahrfällen abgesehen nicht bestätigt.(!) Vielfach wird berzuzuführen. Außerordentliches Mitglied kann jede Person vom läffigteit als erschwerend in Betracht gezogen. Andererseits geffen, daß der Verdienst der Frau nur ein 3u16. Lebensjahre ab werden, ordentliche Mitglieder müssen das kommt die ganze Persönlichkeit des Angeklagten, fein Sanguinismus chuß zum Erwerb des Ehemannes ist. Die verheiratele effen, daß der Verdienst der Frau nur ein 3u. 18. Lebensjahr zurückgelegt haben. Der Verein wird mit dem und Optimismus sowie seine durch seine Erfolge erzeugte Selbst- Heimarbeiterin in Berlin arbeitet im allgemeinen acht Stunden 1. November seine Tätigkeit beginnen. überschäßung, ferner durch Alkoholismus herabgefeßte Dentfähig am Tage. An positiven Vorschlägen befürwortet die Kommission Eine Kunstkommission besteht in München bereits. feit und sein vermindertes Berantwortlichkeitsgefühl in Betracht. zunächst die Einbeziehung der Heimarbeiter in die Kranten und Von den Organisationen. Der fozialdemokratische Unglück mitgewirkt haben, einmal, daß es an einer polizeihänge in den Geschäftsräumen der Unternehmer und ZwischenWeiterhin ist zu berücksichtigen, daß auch andere Ursachen bei dem Invalidenversicherung, die Registrierung der Arbeiter, LohnausVerein Kiel faßte in seiner letzten Witgliederversammlung den rich en lleberwachung gefehlt hat, sowie die Sorglofig- meister, Einrichtung und Förderung von Arbeitsnachweisen und Beschluß, so bald wie möglich einen befoldeten Beamten anzustellen. feit der Personen, die sich in der Wirtschaft aufhielten. Das Anfangsgehalt foll 2000 m. betragen, steigend bis 2400 M. Da beftimmt zu erwarten steht, daß die Mitgliederzahl bemnächst die Bahl 4000 erreicht, dürften finanzielle Schwierigkeiten nicht vorhanden sein. Zur Betverbung sollen mur Kieler Genossen zugelassen werden. Man glaubt, daß der Neugewählte bereits am 15. November sein Amt antreten kann. Aus Induftrie und Handel. Auskunftsstellen. Weitere Schritte müssen später folgen. In der Debatte polemisierte Herr Bamberg gegen die Heint arbeitausstellung, die ein tendensiös getrübtes Bild von der an geblich herrschenden Ausbeutung gegeben habe. Dr. Gerschel übte Kritik an Einzelheiten der Denkschrift. Gegen die Fleischnot. Der Stadtrat in Karlsruhe beschloß, an Gin fundamentaler Irrtum sei es zumal, daß die In der Generalversammlung des sozialdemokratischen gesichts der fortgesetzten Fleischnot und Verschlechterung des Fleisch- Wertstattarbeiter mit den Heimarbeitern zufammenVereins Braunschweig wurde für den Zeitraum vom marktes, sowohl bei ber badischen Regierung wie auch bei ber Reichs- geworfen feien. Das könne zu ganz falschen Maßnahmen der Geregierung wegen der Fleischeinfuhr aus dem Auslande vorstellig zu sebgebung führen. Er beantragte die Ginjetung einer *) Dieser Aufruf gilt natürlich nur für die Teile Deutschlands, wo werden und fowohl bei ben badischen Städten der Städteorbmung erweiterten Kommission sur redaktionellen das Vereins- und Versammlungsgesetz de Bildung politischer wie bei dem deutschen Städtetag ein Vorgehen in gleicher Richtung und kritischen Heberarbeitung der vorgelegten Denks Jugendvereine gestattet. schrift. anzuregen. Dr. Ehlers wandte sich dagegen. Der Werkstattarbeiler| Ueber diesen Antrag gingen die Damen einfach zur Hafenerweiterungsbauten an der Ostküste von Florida angeworbenen habe ganz dasselbe soziale Schicksal wie der Heimarbeiter, und es Tagesordnung über!! sei deshalb gerechtfertigt gewesen, beide Kategorien zusammenzufassen. Bankdirektor Mommsen schloß sich dieser Meinung an und erklärte die Denkschrift für eine schäbenswerte, objektive GrundTage der Arbeiten des Reichstages in dieser Frage. Nach weiterer Debatte wurde der Antrag Gerschel gegen wenige Stimmen abgelehnt und vorbehaltlich etwaiger Grgänzungen und Berichtigungen die Denkschrift der Kommission gutgeheißen. Sie soll im Laufe der nächsten Woche der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Es gehört ein starkes Stüd Selbstgefälligkeit und Oberflächlich keitssinn dazu, ein auf so einseitiger Grundlage wie denkbar zusammengestelltes Machwerk als„ objektiv" anzusprechen. De " Freifinnige" Mommsen hat das Kunststüd fertig gebracht. Wir werden auf die„ Enquete" nach ihrer Veröffentlichung eingehen. Hus der Frauenbewegung. Die Stickerinnen von Berlin sind gegenwärtig eifrig bemüht, ihre schwache Organisation auszubauen. Wie notwendig das ist, wurde in einer Versammlung am Donnerstag abend in Feuersteins Sälen an vielen Beispielen von schamloser Ausbeutung gezeigt. Von den nahezu 4000 Arbeiterinnen in der Stickereibranche haben nur wenige regelmäßig das ganze Jahr zu tun; die Hauptsaison ist im Spätsommer, wenn alle sehr angestrengt arbeiten müssen. Die Affordarbeit ist vorherrschend und man hat durch eine Umfrage festgestellt, daß seit den letzten zehn Jahren die Löhne beinahe um die Hälfte gefallen sind. Die Ausschneiderinnen verdienen etwa 10-18 m. die Woche; die Helferinnen und Pauserinnen noch weniger; geübte Stickerinnen verdienen, wenn es hoch kommt, 24 und 25 M. die Woche bei 10 bis 18 Stunden täglicher Arbeitszeit. Gin großer Schaden erwächst den Arbeiterinnen aus der Heimarbeit und der gewissenlosen Lehrlingszüchterei. Die Lehrlinge werden angelockt durch lügenhafte Anzeigen, in welchen hoher Verdienst in der Stickereibranche in Aussicht gestellt wird. Auch im Erzgebirge ist eine Bewegung im Gange. Die notwendige Vorbedingung dazu ist die gewerkschaftliche Organisation, aber die Arbeiterinnen find gewöhnlich sehr schwer zu bewegen, sich einem Verbande anzuschließen. Unsere Genossinnen sollten nie ver fäumen, die Aufmerksamkeit der Arbeiterinnen auf ihre gewerkschaftlichen Organisationen zu richten. Die Zeitungsfrauen wollen in kurzer Zeit Forderungen geltend machen, um eine Besserung ihrer Arbeitsbedingungen zu erzielen. Mit einigen start verbreiteten Zeitungen( Morgenpost") sind sie schon seit längerer Zeit unzufrieden und hoffen, durch gemeinsames Vorgehen Erfolge zu erringen. Einiges vom Ostdeutschen Frauentage. In Gibing tagte vor einigen Tagen eine Zusammenkunft bürgerlicher Frauen, in der zur Ostmarkenfrage, zur Landarbeiter- und Arbeiterinnenbewegung und manchen anderen Dingen Stellung genommen wurde. Meist find ja folche Beranstaltungen für das Proletariat völlig wertlos, und auch diefer Frauentag hätte sich durch nichts von seinen Vorgängern unterschieden, wenn nicht die Referentin Frau Dullo aus Königsberg, die Gattin des Direktors des Statistischen Amtes in Königs berg, für die freien Gewerkschaften Propaganda gemacht hätte. Daß eine bürgerliche Frau inmitten vieler Damen für die so verhaßten sozialdemokratischen Gewerkschaften eintritt, ist wohl noch schwerlich bagewesen. Die Dame hat über die Auf gaben der bürgerlichen Frauen in der Arbeiterbewegung" referiert und dabei ganz verständige Ansichten geäußert. Die Frauen müßten bei der Organisation der Arbeiterinnen mitarbeiten. Sie trete für die freien Gewerkschaften ein. In Königsberg hat Frau Dullo dieses auch schon vorher in die Praxis umgefeßt, indem fie für den Zentralverband der Schirmarbeiter und Arbeiterinnen Hausagitation getrieben hat. Trotzdem wird sie nicht viele bürgerliche Frauen zu dieser nüßlichen Tätigkeit heranziehen können. Welche Elemente aber andererseits wiederum auf dem Frauentage ihre Ansichten zum besten gegeben haben, ist aus dem Referat der Gutsbesiberin Frau Elisabeth Böhm Lamgarben über die soziale Tätigkeit der Landfrau des Ostens" zu ersehen. So. verkündete diese Dame unter anderem: " Die Hauptsache aber ist, daß wir den Landarbeitern ein Standesbewußtsein beibringen, wir müssen sie heben, in ihren eigenen Augen heben. Sie müssen stolz darauf sein, ein Landarbeiter zu sein, sie müssen es als einen Vorzug empfinden, in Gottes freier Natur um ihre Früchte, den Lohn ihrer Arbeit in täglich wechselnder Gestalt ringen zu dürfen. Lehren wir sie( die Bandarbeiterfrauen) rechnen und buch führen, damit sie einen Ueberbrich gewinnen über die großen Summen, die durch ihre Hände gehen, damit ihnen nicht die hohen Löhne des Westens und der Großstadt imponieren. So wurde das Glend der Landarbeiter und-Arbeiterinnen auf dem Frauentage abgetan. Ein schüchterner Antrag, der einige Freiheiten für das Landproletariat forderte, lautete: Vermischtes. Arbeiterkolonne, die auf einem großen Segelboot dorthin unterwegs vom Sturm überrascht worden sind. Während des Sturmes sind auch noch 9 andere Boote unterwegs gewesen und man befürchtet, daß sehr viele Personen dabei umgekommen sind. Briefkaften der Redaktion. Ein gräßliches Unglück wird aus Johannesburg, Das ehrliche Begräbnis. Vor einigen Jahren hatte man in 20. Oftober, gemeldet: In der gestrigen Nacht hat sich auf der Lütgendortmund unseren Genossen Kramer aus purer christlicher Simmer- East- Grube ein schrecklicher Unfall zugetragen. Als beim Nächstenliebe auf dem Schindanger beerdigt. Der höchste Gerichts- Einfahren der Nachtschicht ein Förderkorb, in dem sich 23 Chinesen hof verurteilte schließlich die Verwaltung der Kirchengemeinde, die befanden, in 700 Fuß Tiefe angekommen war, hörte man ein ver Leiche unseres Genossen wieder aufzugraben und in der Reihe bei- dächtiges Knirschen der Seile, der Förderkorb schwankte, das Seil zusehen. Nur die Beiſebung in der Reihe sei als ehrliches Be- rig, und der Förderforb fiel' etwa tausend Fuß tief hinab. Die Jusassen wurden sämtlich getötet. gräbnis zu erachten, die Beisehung auf dem faft überall reservierten B, und der Förderkorb fiel etwa tausend Fuß tief hinab. Die Blatz an der Hede sei unzulässig. Ein ähnlicher Fall ereignete sich jest wieder in Castrop bei Dortmund. Vor einiger Zeit war in Castrop ein Liebespaar gemeinsam in den Tod gegangen und christTiche Nächstenliebe Bereitete den Beiden an der Hecke ihre Ruhestätte. Die Verwandten des jungen Mannes ließen sich das nicht gefallen, sondern erhoben Klage. Die Verwaltung der Kirchengemeinde wandte ein, auch das Begräbnis an der Hecke sei als ehrlich zu betrachten. Rach stattgefundenem Lokaltermin schloß sich das Gericht in Dortmund aber dem Reichsgerichtsurbeil in Sachen Kramer an. Nur die Beerdigung in der Reihe könne als ehrliches Begräbnis gelten. Die Gemeindeverwaltung wurde verurteilt, die Leiche wieder auszugraben und in der Reihe beizusetzen. Ueber den Zyklon in Havanna liegen jeht nähere Nachrichten vor: Die juristische Sprechstunde findet wochentäglich von 7 bis 9% llhe abends statt. Geöffnet 7 1hr. Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. 2. S. 45. Borschuß fann für eine Klage beim Gewerbegericht in Höhe von 10 M. nicht verlangt werden, wohl aber kann die Ginzahlung von Zeugen- oder Sachverständigengebühren in dieser Höhe verlangt werden. Sie hätten die Klage nicht zurücknehmen sollen, tönnen nun aber von neuem flagen und falls eine Ginigung nicht zustande kommt, Anberaumung des zweiten Termins durchseßen. B. 6. Wenn Ihr Mann in einem Geschäft tätig war, das der Berufsgenossenschaft nicht zugehört, so können Sie leider Unfallrente nicht beanspruchen. Aus Ihrer Anfrage ist aber nicht ersichtlich, ob nicht das Geschäft nach dem Gesetz der Berufs. und bielleicht nur versehentlich nicht an genossenschaft zugehört gemeldet ist. Wiederholen Sie Ihre Anfrage unter Darlegung, ob Maschinen im Geschäft im Gebrauch waren, wie viel Leute durchschnittlich dort arbeiteten und ob Waren angefertigt oder lediglich verkauft wurden. R. S. 76. 1. Wenn die Ehe nach dem 31. Dezember 1899 geschlossen ist, so beerben kinderlose Ehegatten einander zur Hälfte, die andere Hälfte fällt an die Verwandten. Jedoch können die Ehegatten durch Testament fich gegenseitig einsehen, so daß an die Verwandten nichts fällt. Bei der Miterbschaft durch Bermandte erhält der überlebende Ehegatte als Voraus die Haushaltungsgegenstände und die Hochzeitsgeschenke. 2. Die Grbfolge wird durch die provinziellen Gesetze des Ortes beeinflußt, an dem die Ghe rücksichtlich einer vor dem 1. Januar 1900 in Deutschland geschlossenen Ehe geschlossen ist. Wieberholen Sie also Ihre Frage unter Ergänzung nach -F. S. 13. Für den Verlust der Schlüssel sind Sie dieser Richtung hin. verantwortlich. Der weitergehende Anspruch des Wirtes würde nur dann Erfolg baben, wenn der Wirt beweist, daß durch Ihr Verschulden die Nässe M. O. 1. u. 2. Ja. herbeigeführt ist.- Wr. S. 2. Uns unbekannt. Ha Schweinefleisch 63-71. Rebböde Ia per Pfd. 0,65-0,85, Der Ausbruch des Zyklons wurde auf Grund der barometrischen Beobachtungen den Einwohnern eine halbe Stunde vorher angekündigt. Infolgedessen hatten die gelandeten Mannschaften der Marineinfanterie Zeit, sich an Bord der Kriegsschiffe zurückzuziehen; während des Sturmes wurden die Schiffe derart gerüttelt, als ob man sich inmitten eines Erdbebens befände. In der Stadt wurden von der Gewalt des Sturmes zahlreiche Wagen umgeworfen. Unter den Trümmern der Häuser befinden sich noch zahlreiche ciast in aber auf mehrere Millionen Dollar. Im Der angerichtete Schaden ist noch nicht festgestellt, man schätzt Hafen wurden 35 Schiffe beschädigt. Der Wind hatte eine Geschwindigkeit von 80 Meilen in der Stunde. Die Zahl der Opfer steht noch nicht fest. Kabeltelegramme aus Havanna besagen, daß der über Kuba hinweggegangene Zyklon der schlimmste gewesen ist, der je die Insel betroffen hat. Es sollen 94 Eingeborene und 16 Ausländer ums Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Leben gekommen sein. Die amerikanischen Kriegsschiffe haben Markthallen- Direktion.( Großhandel.) Rindfleisch Ia 67-72 pr. 100 Pfd., fämtlich den Sturm gut überstanden mit Ausnahme des Kreuzers la 61-66, IIIa 56-60, IVa 52-56. Stalbfleisch, Doppelländer 105-115, " Brooklyn", der auf den Strand getrieben ist. Ueber 1000 Lager- a 84-00, a 72-82, fila 62-70, boll. 55-62. Sammelfleisch la 73-78, zelte sind vom Winde in Stücke zerrissen und viele Häuser um IIa 0,30-0,64. Rotwild Ia 0,35-0,47, IIa 0,20-0,32. Damwild 0,35-0,45. geweht oder abgedeckt worden. Die petuniären Verluste sind sehr wildschweine 0,20-0,43. Frischlinge 0,00-0,00. Safen p. Stüd 2,50-3,40, flein bedeutend, ebenso der unter den Schiffen angerichtete Schaden. 1,00-2,40. Staninchen per Stüd 0,25-0,75. Wildenten per Stüd 1,25 bis Rebhühner, junge Ia 0,90-1,30, Die Verluste an Gut und Leben würden noch größeren Umfang 1,60. Stridenten 0,60. Belaffinen 0,00. alte 0,65-0,80, junge tieine 0,00. Hühner, erreicht haben, wenn das Herannahmen des Sturmes nicht zeitig unge fa 0,50-0,80, vorher gemeldet worden wäre. Die Western Union Telegraph alte per Stüd 1,40-2,35, alte II a 0,80-1,30, junge per Stück 0,60-1,25. Tauben per Stück 0,30-0,55, alte 0,00. Enten, junge per Stück Company meldet noch, daß der auf den Strand geratene Kreuzer 1,50-2,90, alte per Stid 0,00, Hamburger, junge per Stüd 8,10. Gänse, " Brooklyn" wieder losgekommen sei. Der Sturm habe zeitweilig Oberbrucher, per Pfund 0,40-0,58, dito Hamburger, junge 0,60-0,63, eine Stärke von 120 Meilen in der Stunde erreicht. In Havanna la per Stid 2,75-4,00, IIa 1,20-2,50. Boulets per Stud 0,60-0,80. sei jeder Verkehr aufgehoben. Die Eisenbahnverbindungen nach do. flein 0,00. echte per 100 Pfd. 70-80, mittel 74,00, groß 0,00, flein 0,00. dem Innern feien unterbrochen. Das Zentrum des 3yflons feilland 68,00. Schleie 90-100, große 0,00, fleine 125-129. Bleie, flein 0,00. Uale, über Pinar del Rio Hinweggegangen. An der Ernte in dieser groß 0-00, mittel 76-87, flein- mittel 0,00, unfortiert 65-70. Plögen 50-58. Provinz sei großer Schaden angerichtet worden. Der Zyklon be- do. 40er Schlesische 0,00. Barse 50-67, matt 0,00. Starpfen, unsortiert 63-69, do. 30er Laufiber 68,00, do. 80er 0-00, gann am Mittwoch um die Mittagszeit und erreichte seinen Höhe punkt am Donnerstag morgen. In der Stadt Havanna famen 20 Personen ums Leben, alle Kubaner. Der Materialschaden wird auf zwei Millionen Dollar geschätzt. Die Tabatsernte ist ernstlich gefährdet. land und im nördlichen England große Verheerungen angerichtet. London, 20. Oktober. Gin heftiger Nordsturm hat in Schott. Gestern abend war der Eisenbahnverkehr unterbrochen, Schiffahrt und Fischerei waren gestört. New York, 20. Oftober. Hier eingegangene Depeschen bringen über den bereits gemeldeten Byllon in Westindien noch folgende Ginzelheiten: In Miami( Florida) wurde ein Dampfer mit Hafenarbeitern vom Sturme erfaßt und zum Scheitern gebracht, wobei 20 Mann ertrunken sind. Gine Flutwelle hat am Donnerstag die Insel Elliotts Key verschlungen; man glaubt, daß sämtliche Bewohner, 250 an der Bahl, ums Leben gekommen sind. Im Staate Salvador wütet der Sturm bereits seit zehn Tagen und hat große Verluste an Menschenleben und Vieh sowie großen Schaden an der Ernte verursacht. Das Kriegsschiff Jaalco" ist bei Acajutla verloren gegangen. " In San Salvador und Sonsonate sind viele Gebäude ein gestürzt und haben die Bewohner unter den Trümmern begraben, eiserne Brücken sind zerstört und die Wasserleitungs- und elektrischen Lichtanlagen sind stark beschädigt worden. Der Sturm läßt jetzt nach. Der angerichtete Schaden ist vorläufig unberechenbar. In Guatemala und Honduras beziffert er sich auf Millionen von Dollar. Schiffbrüchige. " Der Ostdeutsche Frauentag wolle das Wohl der ländlichen Arbeiterinnen fördern, indem er der Organisation der ländlichen Arbeiterinnen sein Interesse zuwendet und dahin zu wirken fucht, daß Gesebe nach dem Muster der in der Ge= werbeordnung enthaltenen Bestimmungen auch Eine Depesche aus Key- West meldet, New York, 20. Oftober. für die ländlichen Arbeiter, insbesondere für weib daß der österreichische Dampfer Jennie", nach Genua bestimmt, in liche Personen und Kinder erlassen werden, desgleichen Fürsorge| Key- West 49 Schiffbrüchige gelandet hat, die er auf See an der Oft gewährt wird durch Einbeziehung in die Krantenversicherung." füste von Kuba aufgefischt hat. Die Leute gehören zu einer für die Roh- Tabak 1 Templinerstr. 3, E. Nauen, a. b. Swedterstraße. Heinrich Franck, Berlin N. 54, Brunnenstr. 185. Imblatt, Java 125 Pf., sehr leicht, flott brennend, groß u.blattig. Aus erfter Hand taufen Sie, wenn Sie Ihre Tabake von mir beziehen. 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Petersille, grün, Schockbd. 1,25. Stohlrabi per Schock 0,75-0,80. Rettig, bayr., per Schock 2,40-4,80. Radieschen per Schock- Bd. 0,80-1,00. Salat, per Schock 1,80-2,00. Bohnen, grüne, per 100 Bfund 20-25. Wachsbohnen 0-00. Pfefferlinge per 100 10-15. Mohrrüben per 100 Pfd. 2-3. Teltower Rüben p. 100 Bfb. 10-12. Beiße Rüben, große 1-4, fleine 3-7. o., Erfurter, Stopf 0,10-0,19. Wirsingkohl der Schock 4,00-7,00. Rotfohl 12-18. Steinpilze p. 100 Bib. 15-20. Blumenkohl per Wandel 1,50-2,50. p. Schod 5,00-9,00. Weißfohl p. Schock 2,00-6,00. Rosenkohl p. 100 Bid. Kohlrüben Schock 2,50-4,00. Sürbis 1,50-3. Birnen, per 100 Bfd. hiesige 7-25, Tiroler 0,00, böhmische 6-16. Aepfel, per 100 Bfd., hiesige 4-20, Gravensteiner 8-20, Tiroler in Fässern 15-26, do. lose 11-12, Amert. 16-24. Preißelbeeren, schwedische 23-24, Gebirgs: 32-35, Wallnüsse per Schock 100-1,50. Pflaumen, per 100 Bfd., biefige 2-4, Böhmische 2-4, do. große 200 Stud 10-14, 420 Stid, flein 9-13, 500 Stild, flein 10-13. 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Alt. v. ca. 3 blauer Kammgarn- Cheviot, ganz 6 7 8 Jahren 7.10, 7.60, 8.10, 8.60, 9.10, 9.60 A. JANDORF& Co Spittelmarkt Belle Alliancestrasse Grosse Frankfurterstrasse Brunnenstrasse Kottbuserdamm Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Br. 246. 23. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Der preußische Zusammenbruch von 1806. " III. Die Folgen der Niederlage. Sonntag, 21. Oktober 1906. In Magdeburg war aber auch kein Halten mehr; die Franzosen hudelt und geschunden, wie sie waren, in ihren armen Herzen stieg hatten die Elbe längst erreicht und drangen unaufhaltsam auf Berlin doch etwas wie bittere Galle auf über die eid- und ehrvergessenen vor. So ging der Trauermarsch dann weiter an die Oder, immer Halunken, unter deren Befehlen sie standen. unter denselben elenden Umständen. Aber noch ehe man die Oder Erfurt, Spandau, Stettin, Küstrin, Magdeburg waren nur einige erreicht hatte, waren die Ueberbleibsel des Heeres von den Franzosen der Festungen, die in schmählicher Weise kapitulierten. Die ganze eingeholt und fapitulierten elendiglich. Von den zwölf Kapitula- Litanei aufzuzählen würde ermüdend sein; es ist überall dasselbe tionen, die auf freiem Felde stattfanden, bei Prenzlau, Pafewalt, häßliche Bild unsäglicher Verkommenheit. Dagegen sei um der Anklam, Boldekow, Wolgast, Natkau usw., war nur eine, wo die Gerechtigkeit willen auf die wenigen Ausnahmen hingewiesen, die Der 14. Oktober hat der patriotischen Presse, die am liebsten preußischen Truppen sich wenigstens tapfer wehrten, ehe sie die die Regel bestätigten: auf Stofel in Schlesien, Graudenz in WestDer 14. Oktober hat der patriotischen Presse, die am liebsten Waffen streckten, also unter Umständen kapitulierten, wie die preußen und namentlich Kolberg in Hinterpommern, wo Gneisenau um die Erinnerung an Jena herumgeschlichen wäre, wie die Katze Franzosen bei Sedan. Alle anderen waren Produkte schimpflichster tommandierte, der einzige Offizier des Heeres, der neben Scharnhorst um den heißen Brei, einigermaßen die Bunge gelöst. Sie hat ihr Sprüchlein Junkerfeigheit. etwas von der modernen Kriegsweise verstand, trotzdem aber oder herstammeln müssen, so gut oder so schlecht es ging. Die eigentliche Junterpreffe predigte dabei in allerlei Variationen über das von 8 Kanonen, vor einem Feinde, den man, wie Höpfner sagt, nicht die Ecke geschoben worden war. Bei Bajewalt tapitulierten 185 Offiziere mit 4043 Mann und vielmehr gerade deshalb bisher ebenso wie Scharnhorst möglichst in dem General v. d. Goltz in seiner berufenen Schrift: Bon Roß einmal gesehen" hatte; sie hatten ein halb Dugend Parlamentäre Natürlich drängten Gneisenau und Scharnhorst nach dem bach bis Jena ausgepatschte, ursprünglich von dem bornierten nach allen Himmelsrichtungen ausgefandt, um eine feindliche Truppe Frieden auf die gründliche Säuberung dieses moralisch über und Urjunker v. d. Marwitz ausgeheckte Thema, daß der Zusammen zu suchen, der sie sich übergeben tönnten. Ganz so arg trieb es über besudelten Offizierkorps. Aber sie haben nicht viel erbruch des altpreußischen Staates verschuldet worden sei durch die Hohenlohe nun doch nicht, der mit dem Haupttrümmerſtück des reicht, wie der Große Generalstab in einer Schrift nachweist, bürgerliche Aufklärung, die das ganze Volt" verdorben habe. preußischen Heeres, etwa mit 12000 Mann und 60 Geschützen, bei die er zum Jahrhunderttage von Jena„ über das preußische OffizierEinen besonderen Ton in dieses blöde Gerede brachte das Organ Prenzlau kapitulierte. In seinen Flanken schwärmten wenigstens schon torps und die Untersuchung der Kriegsereignisse" im Jahre 1806 des Hofpredigers Stöder, das immer seinen Ehrgeiz darein seyt, alle franzöfifche Truppen, obgleich er noch lange nicht umgangen war. herausgegeben hat. Der Große Generalstab hat 600 Aftenbände feinesgleichen an Verlogenheit zu übertreffen. Es behauptete nämlich, Er ließ sich erst von dem französischen Marschall Murat auf durchstöbern lassen, hat aber nur verhältnismäßig sehr wenige Bedurch die Forscherarbeit" der Höpfner und v. d. Goltz sei der Ehre" versichern, daß er von hunderttausend Mann umstellt strafungen entdecken tönnen. Diese nunmehr attenmäßig festgestellte sozialdemokratischen Presse der Mund gestopft worden, so daß sie sei, ehe er vor Schreck auf den Rücken fiel, und heute Tatsache war auch sonst schon bekannt; in den altväterischen Tagen nicht mehr wage, ihre fauftdicen Lügen" über Jena zu veröffentlichen. noch fließen die Tränen der preußischen Historiker, nicht über den der Manteuffelschen Reaktionszeit führte man sie, wie der preußische Das Stöderblatt log sogar seinen Lesern vor, niedergeschmettert durch fürstlichen Strohtopf, der sich in der lächerlichsten Weise übertölpeln Profeffor Droysen in seiner Biographie des Generals York mitteilt, die Resultate dieser Forscherarbeit" habe Genosse Mehring seine ließ, sondern über den„ windigen Abenteurer des Kaiserreichs", der auf die ,, Larheit der Tribunale" zurück. Droysen führt mehrere Fälle auf, angekündigte Schrift über Jena nicht zu veröffentlichen gewagt. Doch auf Ehre" Dinge beteuerte, die er sich allerdings nur aus den wo York, der ein bisfiger Junker, aber keine Memme war, durch nehmen wir von diesen Leistungen nur Notiz denn was ist von Fingern gesogen hatte. Uebrigens war das ganze Offizierkorps des persönliche Kränkungen solche Offiziere aus dem Heere getrieben hat, einem Drgan des braven Stöcker anderes zu erwarten?, um Hohenloheschen Heerhaufens ebenso verlottert, wie sein hohes Haupt; die trotz schimpflichster, aller Welt bekannter Feigheit dennoch von die Ehre eines preußischen Offiziers vor ihm zu schützen. Der feine Stimme im Kriegsrat erhob sich gegen die Kapitulation; auch den Kriegsgerichten als tadellose Kriegsmänner freigesprochen worden General v. d. Goltz ist allerdings ein" Forscher" nach dem Herzen nicht die Stimme des Urjunters v. d. Marwiz, der dabei war und waren. des Hofpredigers Stöder; er bekommt es fertig, in seinem dicken später den famosen Schwindel erfunden hat von der Verseuchung Indessen wenn man in jenen altväterischen Zeiten folgerte: Wälzer, der nicht weniger als 549 Seiten zählt, über die schmachvollen des Vaterlandes durch die bürgerliche Aufklärung, als der eigentlichen find trotz Jena und Auerstedt, trotz Prenzlau und Basewalt, trozz Kapitulationen nach Jena in zwei Abfäßchen von zusammen 16 Beilen, Ursache alles Unheils. Erfurt, Spandau, Stettin, Küstrin, Magdeburg usw. usw. nur wenige fage und schreibe sechzehn Zeilen hinwegzugleiten. Aber Höpfner Nur die Nachhut Hohenlohes, die von Blücher und Scharnhorst Bestrafungen erfolgt, so müssen die Kriegsgerichte ungeheuer nachwar ein ganz anderer Mann. Er hat im Jahre 1850 nach den befehligt wurde, entzog sich der Kapitulation bei Prenzlau und lässig gearbeitet haben, so ist man heutzutage in der neudeutschen Aften des Kriegsarchivs eine Darstellung des Krieges von 1806 und wandte fich westwärts nach Mecklenburg, in der Abficht, die feind- Reichslogit glücklicherweise weiter gediehen. Aus der geringen Zahl 1807 veröffentlicht, ein Wert, das in der That den Ruhm ehrlicher lichen Streitkräfte so weit wie möglich von dem preußischen Stamm- der Bestrafungen folgert der Große Generalstab vielmehr, daß nur Forscherarbeit verdient, das rückhaltlos die Geschichte jener lande abzuziehen. Aber drei französische Armeekorps hängten sich eine geringe Zahl von Verfehlungen vorgekommen sei. Auch von Kapitulationen erzählt, in denen sich die verräterische Feigheit an ihre Fersen, so daß sie schon nach wenigen Tagen eingeholt und dieser Logit, die von der patriotischen Presse mit wahren Burzelder preußischen Junker noch glorreicher offenbart hat, als in den eingekreist war. Sie hatte jedoch vernünftig gehandelt und tapfer bäumen des Entzückens begleitet wird, muß man sagen, daß profane Schlachten von Jena und Auerstedt. Es ist charakteristisch für die preußische Militärliteratur, daß sie gekämpft, so daß fie, als jeder weitere Widerstand gegen eine er- Menschen sie nur mit einem unausgesetzten Schwanken zwischen Es ist charakteristisch für die preußische Militärliteratur, daß fie brückende Uebermacht unmöglich war, in allen Ehren sich ergeben grenzenlosem Erstaunen und unbändiger Heiterkeit genießen können. in der Manteuffelischen Reaktionszeit noch den Mut der Wahrheit konnte. Leider begingen aber auch ihre Führer noch den barbarischen Ein Glück, daß der Hauptmann von Köpenid ein wenig schlauer hatte, während sie heute mit der ganzen Großmäuligkeit, die sie Streich, um ihren Widerstand einige Stunden zu verlängern, ist, als der Große Generalstab in seinen friegsgeschichtlichen Untervon den Helden von Jena geerbt hat, diese Helden als die tragischen sich in die blühende Handelsstadt Lübeck in die blühende Handelsstadt Lübeck zu werfen, die suchungen; man könnte sonst für die Zukunft des borussischen Opfer eines von der bürgerlichen Aufklärung verseuchten Volkes zu weder mit Preußen im Bunde, noch mit Frankreich im Kriege war. Militarismus fürchten. verklären fich bemüht. Es ist weiter charakteristisch, daß als vor Die nachdrängenden Franzosen erstürmten die schwach befestigte 23 Jahren der General von der Goltz zum ersten Male feine Stadt fofort, und wenn Blücher mit einem Teil der Truppen auch Apologie von Jena veröffentlichte, ein Berliner Professor, noch einmal entfant, so mußte er doch am nächsten Morgen bei Herr Hans Delbrück, ehemaliger Prinzenerzieher und Mit Rattau tapitulieren. Das unglückliche Lübeck aber war erst von den ginn der Feindseligkeiten die preußische Armee bis auf sehr geringe ,, So war nach Verlauf von noch nicht einem Monat nach Beglied der freikonservativen Reichstagsfraktion, doch noch die Preußen gebrandschazt worden und wurde nun von den durch den Abteilungen vernichtet oder in die Gewalt des Siegers gefallen." Courage hatte, einen nachdrücklichen Protest gegen eine so grobe Straßenkampf aufs höchste erbitterten Franzosen grausam geplündert, Dies sagt Höpfner, und Napoleon drückte denselben Gedanken prahlerischer Entstellung der historischen Wahrheit zu erheben, während während trotz die zweite Auflage desselben Schmarrens selbst von dem berühmten to aller Bemühungen der französischen Generale, die erst nach aus, wenn er sagte, das herrliche preußische Kriegsheer sei vor seinen Obersten Gädke, dem Strategen des„ Berliner Tageblattes", mit Tagen ihre wütenden Truppen bändigen konnten. höflichen Bücklingen bewillkommt worden ist. Ueber den„ antiken Heroismus", der mit der Opferung Lübeds Truppen verschwunden, wie die Morgennebel vor der Sonne. Nach dem Tage von Jena hatte sich aber zugleich eine diplo Um aber auf Höpfner zurückzukommen, so hat die Arbeit dieses schwärmt worden. Doch hätten wir das Toben derselben Gemüter verlief, wie die militärische Kampagne. Schon am Morgen nach der bekundet worden sein soll, ist von patriotischen Gemütern viel ge- matische Kampagne angezettelt, die nicht minder feige und unwürdig ehrlichen Forschers die Sozialdemokratie so wenig niedergeschmettert, über„ scheußliche Brutalität" nicht hören mögen, wenn etwa im Jahre Schlacht bei Jena schrieb der preußische König einen winselnden daß schon im Jahre 1871 unser damaliger Parteigenosse Sigismund 1871 Bourbali, als er von den deutschen Truppen über die Grenze Brief an Napoleon. Borkheim einen Auszug aus dem Höpfnerschen Werke veröffentlichte der Schweiz gedrängt worden war, eine blühende schweizerische ja sich mit mir verständigen und die Beziehungen wieder aufnehmen, „ Ew. Kaiserliche Majestät wollen doch unter dem Titel: Zur Erinnerung für die deutschen Mordspatrioten Handelsstadt in derselben Weise sakrifiziert hätte, nur um seinen die so glüdlicher Weise bisher zwischen uns bestanden haben. Mit der 1806 bis 1807. Die kleine Schrift ist dann zum zweitenmal 1888, Widerstand ein paar Stunden zu verlängern, wie Blücher im Jahre mit einer Einleitung von Engels, in der Sozialdemokratischen 1806 Lübed sakrifizierte. Bibliothek herausgegeben worden. Wer sich über die preußischen Kapitulationen nach der Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt eingehender unterrichten will, findet in ihr zuverlässiges Material; hier müssen wir uns mit wenigen Strichen begnügen. größten Aufrichtigkeit reiche ich die Hand dazu, gerade wie ich mit der größten Bereitwilligkeit entgegengekommen wäre, wenn das Glück meine Waffen begünstigt hätte." In solchem friegerischen Stile geht es weiter, so daß man begreift, wenn Höpfner diese und Hand in Hand mit den Kapitulationen auf freiem Felde gingen die ähnliche Briefe des Königs nur in ihrem französischen Urtert mitKapitulationen der Festungen. Den Reigen eröffnete Erfurt, gleich nach der zuteilen wagt. Ihre einzige Wirkung auf Napoleon fonnte natürlich Schlacht bei Jena; der Prinz von Oranien, ein naher Verwandter des nur darin bestehen, daß sie seine Verachtung des Königs und in Wie ein äußerlich glänzender Bovist unter einem derben Schlage Königshauses, gab das Signal zu diesen Felonien, die, um mit demselben Maße seine Forderungen an den König steigerten. auseinanderplagt und nun seinen Inhalt an giftigen Keimen weit Schiller zu sprechen, ohne Beispiel sind in der Welt Geschichten. Das äußerste Maß der Erniedrigung erreichte der König, als Hin zerstreut, so stob das preußische Junkertum, das bei Jena ge- Dann fiel Spandau, die Zitadelle Berlins; darauf Stettin und er nach dem Einzuge Napoleons in Berlin die preußische Bank an schlagen worden war, unter tausend Symptome innerer Fäulnis Küstrin, die Festungen an der Oder; endlich auch Magdeburg, das wies, an den Hofmarschall des Eroberers hunderttausend Taler ausauseinander. Seine entehrten Fahnen sentien sich, wo nur eine mächtigste Bollwert des Staates, die jungfräuliche Festung, die zuzahlen, um die Kosten von dessen Hofstaat zu bestreiten. Der französische Kavalleriepatrouille am Horizonte auftauchte, und wie dem Spanier Karl, dem Meißner Morig, dem Tschechen Wallenstein, Sönig traf diese Anordnung hinter dem Rücken des Ministers Stein, mürber Bunder fielen die Mauern seiner Festungen vor dem Schalle dem Wallonen Tilly widerstanden" hatte, die Festung, deren Verlust der als Chef der Bank darum hätte wissen müffen; als Stein ein einer französischen Trompete. Es gibt nichts Aehnliches an unergründ- für den König Friedrich gleichbedeutend war mit dem Zusammen paar Monate später davon erfuhr und in berechtigter Empörung licher Schmach in der ganzen Geschichte. bruch des Staates. Jest lieferte fie ein General Kleist fofort aus, über eine so beispiellofe Selbstdemütigung aufwallte, jagte derselbe Der König war fofort nach der Niederlage bei Auerstedt ge- nachdem die Franzosen ein Dugend Bomben hineingeworfen hatten. König, der nicht eifrig genug die Stiefel des Eroberers füssen flohen und in einem Trabe gleich bis Küstrin an der Ober Und doch strahlt dieser elende Patron unter seines Gleichen fast fonnte, den einzigen fähigen Minister, den retiriert, wobei er scheu an seiner geliebten Hauptstadt vorüberstrich. noch als eine Art Heros, denn andere Festungen, wie namentlich Preußen gab, als einen widerspenstigen, trozigen, hartnäckigen und Den Oberbefehl über die Trümmer des Heeres übertrug er dem Stettin und Küstrin, ließen es nicht einmal auf einen einzigen Schuß ungehorsamen Staatsdiener" aus dem preußischen Dienst. Man be Fürsten Hohenlohe, der über seine Niederlage bei Jena den letzten ankommen. Stettin tapitulierte mit 4000 Mann Besatzung und greift, daß dieser herrliche Heldenkönig" durch das Vierteldutzend Rest von Verstand verloren hatte. Da der direkte Weg an die Glbe bereits über 200 Geschüßen vor einem Trupp Kavallerie von 800 Mann Standbilder, das er schon in Berlin besitzt, nur gerade knapp genug von den Franzosen verlegt war, so wälzte sich der wirre Haufe der mit zwei Geschützen. Die Franzosen schwankten unausgefegt zwischen geehrt worden ist. Heeresreste auf einem weiten Umwege über den Harz nach Magdeburg, grenzenlosem Erstaunen und unbändiger Heiterkeit, wo sie auf diese Doch kehren wir zur Zeit zurüd, wo Napoleon in Berlin einhart bedrängt vom Feinde, von wütendem Hunger zerrissen, zähne- Helden stießen; sie hatten schon mit ziemlich allen Nationen Europas 30g, und werfen wir in einem letzten Artikel noch einen Blick auf flappernd vor Frost, täglich zusammenschwindend durch die Deſertion gekämpft, aber so was an Feigheit war ihnen noch nirgends vorgekommen. Die Haltung des Bürgertums in der Katastrophe des altpreußischen nicht nur der Aus-, sondern auch der Inländer. Die einen wie die Selbst unter den gemeinen preußischen Kriegsknechten, die wahrlich keinen Staates. anderen hatten es gründlich fatt, sich weiter prügeln zu lassen von Anlaß hatten, ihre Haut für dieses gesegnete Vaterland zu Markte den Junkern, die nun so gründlich geprügelt worden waren. zu tragen, rumorte es, so in Küstrin, so auch in Magdeburg; ge-! die altbewährte MAGGI- Würze mit dem Kreuzftern Die praktische Hausfrau kauft am billigsten Man verlange ausdrücklich MAGGI Würze und achte auf den Plombenverschluk. in großen Original- Flaschen zu 6 M. es damals in ( Inhalt ca. 1125 Gramm). Bum praktischen Gebrauch füllt( Kreuzftern) man die Würze dann selbst in das fleine, mit Würzesparer versehene Maggi- Fläschchen ab." Königsbergerstr. 10 3 Minuten vom Schlesischen Bahnhof. Neuheiten, in engl. garniert. Barett- u. 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Der Stammgaft. Nachm. 3 Uhr: 8. Abteilung im Schiller Theater O.: Maria Stuart. Nachm. 3 Uhr: 14. Abteilung( 13401 bis 18850) und 15. Abteilung Heute und folgende Tage: Sherlock Holmes. Anfang 8 Uhr. Komische Oper. Sonntag, den 21. Oktober: Nachm. 3 Uhr: Carmen. Abends 8 Uhr: Lakmé. Montag: Hoffmanns Erzählungen. Theater des Westens Station Zoolog. Garten, Kantstr. 12. Heute nachmittag 3 Uhr( halbe Preise): Undine. Abends 7 Uhr: Schüzenliefel. Frig Werner als Gast. Montag: Der Zigeunerbaron. Theater N.: Weh' bem, ber lügt. Lortzing Theater Opernhaus. Figaros Hochzeit. Montag: Margarete. Neues auf Sauria Deater. Iphigenie| Schauspielhaus. Das Lied vom braven Mann. Montag: Gyges und sein Ring. Deutsches. Der Liebestönig. Montag: Das Wintermärchen. Westen. Schüzenliesel. Nachmittags 3 Uhr: Undine. Montag: Alessandro Stradella. Die schöne Galathee. Anfang 8 Uhr. Leffing. Das Blumenboot. Nachmittags 3 Uhr: Rosenmontag. Montag: Das Blumenboot. Lorking. Der Barbier von Sevilla. Nachmittags 3 Uhr: Der Freischüz. Montag: Der Troubadour. Berliner. Sherlock Holmes. Montag: Diefelbe Borstellung. Schiller 0.( Ballner Theater.) Die Kinder der Erzellenz. Montag: Der Herrgottewarter. Hierauf: Zum Einsiedler. Schiller N.( Friedrich Wilhelm städtisches Theater). Die rote Robe. Montag: Donna Diana. Neues. Die Hochzeit von Boel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Komische Oper. Lakmé. Nachmittags 3 Uhr: Carmen. Montag: Hoffmanns Erzählungen. Residenz. Triplepatte. Nachmittags nacht. Montag: Triplepatte. Lustspielhaus. Berwehte Spuren. tags 3 Uhr: Gine Hochzeits. Nachmittags 3 Uhr: Der Familientag. Montag: Berwehte Spuren. Zentral. Tausend und eine Nacht. Nachmittags 3 Uhr: Die Fleder maus. 3 Im Montag: Tausend und eine Nacht. Kleines. Man fann nie wissen. Nachm. 3 Uhr: Nachtasyl. Montag: Man fann nie wiffen. Deutsch Amerikanisches. wilden Westen. Nachmittags 3 Uhr: Er und ich. Montag: Jm wilden Westen. Thalia. Wenn die Bombe platt! Nachmittag 3, Uhr: Charleys Tante. Montag: Wenn die Bombe plagt. Luisen. Ein Wintermärchen. Bellealliancestr. 7/8. Heute nachmittag 3 Uhr: Der Freischütz. Der Barbier von Sevilla. Abends 7, Uhr: Abonnements gültig. Montag: Der Troubadour. Neues Schauspielhaus Donnerstag, den 25. Oktober, 8 Uhr: Eröffnungs- Vorstellung. Der Sturm. Die für den 20. Ottober gelöften Eintrittskarten behalten ihre Gül tigkeit für Donnerstag, den 25. Oktober. Die für Sonntag, den 21., gelösten Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit für Freitag, ben 26. Ottober; Eintrittstarten af bereits gelösten an den Vormittagen von 10-1 Uhr bis zum Dienstag, den 23. Oftober, zurüdgegeben werden. Lustspielhaus. Nachmittags 3 Uhr: Der Familientag. Abends 8 Uhr: Verwehte Spuren. Luisen- Theater Reichenbergerstr. 34. Nachmittags 3 Uhr Else vom Erlenhof. Abends 8 Uhr: Ein Wintermärchen. Montag: Ein Wintermärchen. Dienstag, Mittwoch: Ein Boltsfeind. Donnerstag: Ein Kind des Glüds. Freitag: Ein Wintermärchen. Sonnabend 4 Uhr: Kindervorstellung: Hänsel und Gretel. Abends: Ein Wintermärchen. Sonntag nachm.: Ein Wintermärchen. Abends: Ein Volksfeind. Montag: Die Jungfrau von Drleans. Zentral- Theater. 3 Uhr( halbe Breise): Fledermans. Abends 7 Uhr und folgende Tage: Tausend und eine Nacht. Nachmittags 3 Uhr: Else bom Theater Folies Caprice. Erlenhof. Montag: Ein Wintermärchen. Bernhard Nose früher Carl Weiß. Berliner Kinder. Nachmittags 3 Uhr: Bluthochzeit. Montag: Berliner Kinder. Trianon. Der Hausfreund. Nachm. 3 Uhr: Loulou. Montag: Der Hausfreund. Walhalla. Spezialitäten. Apollo. Berlin im Dmnibus. Spe zialitäten. Nachmittags 3, Uhr: Familienborstellung. Montag: Berlin im Dmnibus. Spezialitäten. Metropol. Der Teufel lacht dazu. Nachmittags 3 Uhr: Auf ins Metropol! Montag: Der Teufel lacht dazu. Rafino. Alexander der Große. Nachmittags 4 Uhr: Hotel Slingebusch. Montag: Alexander der Große. Folies Caprice. Sereniffimus August XXVI.- Das Modell. Das Provinzmädel. Nachmittags 3 Uhr: Soll und Haben. Nach dem Zapfenstreich. Montag: Sereniffimus AugustXXVÍ. Das Modell. Das Provinzmädel. Wintergarten. Spezialitäten. Baffage. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Theater 8 Uhr: Die Mosellande und ihr Weinbau. Montag: Dieselbe Borstellung. Sternwarte, Invalidenstr. 57/62. Neues Theater. Anfang 8 Uhr. Die Hochzeit von Poël. Montag: Die Hochzeit von Poël. Dienstag: Der bürgerliche Edelmann. Der Stammgast. Mittwoch, Donnerstag: Die Hochzeit von Poël. Kleines Theater. Nachm. 3 Uhr: Nachtasyl. Abends 8 Uhr: Man kann nie wiffen. Montag z. 101. Male: Ein idealer Gatte. Dienstag: Man kann nie wissen. Mittw. 8. 102. Male: Ein idealer Gatte. Linienstr. 132, Ecke Friedrichstraße. Serenissimus August XXVI. Das Modell. Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( allner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr. 36. 3.) Sonntag, nach m. 3 Uhr: Maria Stuart. Sonntag, abends 8 1 br: Die Kinder der Exzellenz. Luftspiel in 4 Aufzügen von Ernst b. Wolzogen und W. Schumann. Montag, abends 8 Uhr: Der Herrgottswarter. Hierauf: Zum Einsiedler. Bilh. Sonntag, nach m. 3 Ubr: Weh' dem der lügt. Lustspiel in 5 Aufz. b. F. Grillparzer. Urania. Wissenschaftliches Theater. Heute im Theater 8 Uhr: Sonntag, abends 8: Die Mosellande und ihr Weinbau. Die rote Robe. Schauspiel in vier Aften von Eugen Brieur. Deutsch von Anne St. Cére. Montag, abends 8 Uhr: Donna Diana. 900 Freie Volksbühne Die erste Sonntags Vorstellung der 8./9. Abteilung im Neuen Schauspielhause kann wegen technischer Schwierigkeiten nicht stattfinden. Für die Mitglieder der 8. und 9. Abteilung arrangiert die Direktion des Neuen Schauspielhauses eine Abend- Vorstellung. Wegen des Termins dieser Vorstellung bitte die Inserate im ,, Vorwärts" zu beachten. Die Vorstellungen aller andern Abteilungen finden an den, in den Mitgliedskarten abgedruckten Nachmittagen ordnungsmäßig statt. 229/ 20* Der Vorstand. Castans Panopticum Friedrichstraße 165. Sensation! Die zusammengewachsenen Schwestern Zirkus Schumann Sente, Sonntag, den 21. d. M., nachm. 3, Uhr u. abds. 7: 2 große brillante Gala- Vorstellungen Nachmittags auf allen ein Kind frei. Jedes weitere Stind unter 10 Jahren Blähen ohne Ausnahme halbe Preise( außer Galerie). Abends jedoch volle Preise. In beiden Vorstellungen, nachmittags und abends: Die fliegenden Menschen. Der urs fomische Les Rixfords. Löwen- Baron. Das höchst originelle Katzenklettern. Auf der Pußta borgeführt Schumann. Don Dir. Zirkus Busch. Sonntag, den 21. Oftober 1906: 2 große Vorstellungen. 2 Naghm. 4 Uhr. Abends 7%, Uhr. Nachm. 4 Uhr zahlen Kinder unter 10 Sabren auf gene isplägen halbe Preise. Aus der Pußta. Drig.- Pantomime d. Zirkus Busch. In beiden Vorstellungen: Monsieur Romeos staunenerregende Automobilexperimente. Ueberfahren mit einem 70 PS. Fiat- Bagen ( 30 Str. schwer und 4 Insassen). Zur Verfügung gestellt durch die Fa. Loeb u. Co ,, G. m. b. 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Weiter wird die materielle Berechtigung der Lohn- zurückführen, der Rückgang in Formeisen und Eisenbahnmaterial forderung durch amtliche Angaben gestützt, sodaß auch nach dieser ist jedoch nicht recht mit den allgemeinen Situationsbildern in Richtung die Erklärung des Bergbau- Vereins als bewußte Provoka- Einklang zu bringen. Aber die Preise steigen weiter. Die Weitertion erscheint. Der Scharfmachergeist hat sich wieder mal in verarbeiter sind noch dabei, ihre Verkaufspreise den gestiegenen strupelloser Weise über das Interesse der Gesamtheit hinweggesetzt. Materialfosten anzupassen, da fängt die Preiserhöhung bei RohMan kann sagen, dem Verein sei die Forderung der Arbeiter zu eisen und Halbzeug schon wieder an. Auch die Metallpreise gegangen und darum sei er auch zu einer Antwort berechtigt ge- tendieren weiter nach oben. Mitte September notierte Kupfer in wesen. Das stimmt. Aber er hat nicht den Beauftragten der London 86 Pfund Sterling 17 Schilling, Mitte Oftober 93 Pfund Arbeiter Antwort zugehen lassen, sondern er hat die provozierende Erklärung durch die Presse verbreiten lassen, die Absicht mertt man Sterling 6 Schilling. Neben einer Konzentrationsbewegung in ja. Aber das ist schließlich nur nebensächlich. Wenn der Verein der Zementindustrie geht parallel eine Preiserhöhung, die aber auf dem Standpunkt steht, daß über die Arbeitsbedingungen nur gleich wieder eine starte Unternehmungslust auslöst, überall erdie Arbeiter direkt mit dem resp. Unternehmer zu verhandeln haben, stehen neue Zementfabriken. Vorläufig wird durch die allgemeine dann durfte er auch nicht selbst sich ein Vertretungsrecht anmaßen Materialverteuerung ungünstig beeinflußt, und formell sowie materiell die Forderungen der Arbeiter abweisen, wenigstens soweit Wohnungsbauten in Frage kommen. er mußte sich damit begnügen, die Arbeiter an die einzelnen Bechen- Unternehmungsluft schwächt hier um so leichter ab, als hohe Geldverwaltungen zu verweisen. Es kam den Herren aber gerade darauf preise, die späte Jahreszeit und vor allem auch die ungefunden an, den Arbeitern gegenüber nochmals ausdrücklich den Grundsay Verhältnisse auf dem Grundstücksmarkt, die wahnsinnig hochdes Werks- Absolutismus zu betonen. Mit solchen Eigensinnigkeiten getriebenen Terrainpreise, nicht danach angetan sind, dem der Entwickelung Fluß aufhalten zu wollen, ist findliches Beginnen, hemmenden Faktor gesteigerter Materialkosten entgegenzuwirken. an dem nur noch die verschrobensten Scharfmacher Gefallen finden. Einen scharfen Ruck nach aufwärts erfuhren auch die LederDie Siebenerkommission hat in einer Sibung am Freitag be- preise. Der Ausgangspunkt liegt auf dem Rohbäutemarkt, wo schlossen, an der gestellten Forderung festzuhalten. Da die Ant- mattes Angebot gegenüber lebhafter Nachfrage die Preise stark in worten der Verwaltungen noch nicht vorlagen, konnten sonstige die Höhe trieb. Die Viehteuerung trägt hieran ein gut Teil die Beschlüsse nicht gefaßt werden. Die Siebenerkommission warnt Schuld. Mit der starken Verbrauchszunahme von Leder hat die aber die Bergarbeiter dringend davor, irgend welchen alarmierenden Erzeugung nicht gleichen Schritt gehalten. In England und RußGerüchten Gehör zu schenken, das eigene Interesse verlange ge- land zeigt sich Bedarf nach deutschem Leder, da ließen sich die Preise bieterisch, strikte den Beschlüssen der Vertreter Gefolgschaft zu nicht halten. Und auch der kleine Mann, der keine ledergepolsterten leisten. Voraussichtlich werden die Verwaltungen nicht in derselben tollpatschigen Weise vorgehen wie der Bergbau- Verein. Man wird Sißmöbel kauft, nicht im Preise für ein elegantes Automobil den wohl auf bereits eingetretene Lohnerhöhungen verweisen und Lederfabrikanten und-Händlern höheren Tribut zollt, er muß weitere Zulagen bestimmt in Aussicht stellen. Es ist mithin die bluten, die Schuhe werden teurer. So reiht sich in der VerHoffnung vorhanden, daß trotz der Provokation des Bergbau- teuerung der Lebenshaltung Glied an Glied; Wohnungsmieten, Vereins der wirtschaftliche Frieden gewahrt bleibt. Dieser Friede Brennmaterialien, Fleisch und Fisch, Gemüse und Obst, Butter aber bedeutet schon ein. Desavouierung der Scharfmacher. Auch das und Milch, Haushaltungsgegenstände, Bier, Tabak und so fort, alles hätten die Herren vorher bedenken sollen. Was sie aufs Spiel seben, steigt im Preise. Erhöhte Steuern, verteuerter Verkehr verschönern das zeigen deutlich die Versandziffern des Stahlverbandes. Der das reizende Bild von den sozialen Fortschritten unter der Aera Streif auf„ Rote Erde" hat die Septemberziffer für Halbzeug und der neudeutschen Wirtschaftspolitik. Formeisen erheblich reduziert. Obwohl in Eisenbahnmaterial ein fleiner Plus erzielt wurde, ging die Gesamtmenge in Produkte a gegen den Augustversand um 7,16 Proz. zurück, sie sant auf 443 477 Tonnen gegen 477 657 Tonnen im August und 450 762 Tonnen im September 1905. Für die 7 Monate März bis Oktober stellt sich der Versand wie folgt: Berlin, 20. Oftober 1906. Stahlverband Kupferpreise Baumarkt Leberverteuerung. Liest man die Marktberichte, die von Zeit zu Zeit durch die Presse laufenden Bulletins der Syndikate und Verbände, die Stimmungsbilder aus den einzelnen Industrien, die Produktionsziffern, die Mitteilungen aus verschiedenen Unternehmen über Beschäftigungsgrad und Auftragsbestand, liest man die Klagen über Materialnot und Arbeitermangel, dann sollte man glauben, die augenblickliche Konjunktur sei ein fester, sturmsicherer Bau, und doch braucht nur ein Wort ausgesprochen zu werden, um erkennen zu lassen, daß das Wirtschaftsgebäude gewissermaßen über Nacht zusammenbrechen fönnte. Gerade die Anspannung aller Produttiva Träfte, die Inanspruchnahme jeder Erzeugungsmöglichkeit, die Aftivität aller manuellen und mechanischen Energie, verleiht jenem Wort eine so furchtbare Bedeutung. Es heißt: Bergarbeiterstreit! Ein Bergarbeiterstreik heute hätte für unsere Gesamtwirtschaft eine ganz andere destruktive Bedeutung als der Streif im Januar 1905. Damals ziemlich reichhaltige Lagerbestände, die in manchen Betrieben die Bedürfnisse auf Wochen deckten, die Werke steckten nicht bis über die Ohren in Arbeit, schnelle Kohlenlieferungen aus dem Auslande halfen über die schlimmsten Kalamitäten hinweg. Heute ein ganz anderes Bild: die Lagerbestände sind ganz gering, vom Ausland ist diesmal feine Hülfe zu erwarten, dafür haben die Organisationen borgesorgt; die großen Kohlenkonsumenten leben von der Hand in den Mund, für sie ist die Kohlenversorgung eine ebenso brennende Frage wie für den armen Teufel die Fleischfrage. Nur mit dem Unterschied, daß der letztere sich des Fleischfonfums schon ziemlich entwöhnt hat, während der Heißhunger nach Kohlen gerade jetzt den höchsten Grad erreicht hat. Und tritt in der Befriedigung des Heißhungers, der hinter jedem Bröckelchen Kohlen her ist, wie die Polizei hinter roten Kranzschleifen, die geringste Stockung ein, dann gibt es eine Störung im wirtschaft lichen Gesamtorganismus. Das unterliegt keinem Zweifel. Würden jetzt wieder 200 000 oder gar noch mehr Knappen für einige Wochen die Fron versagen, sofort müßten auch zahllose Fabrikschlote ihre Luft verpestende Tätigkeit einstellen, es gäbe eine Panik an der Börse, die sich auf Händler und Konsumentenkreise, überhaupt auf alle in der Warenzirkulation irgendwie als Weiterverarbeiter usw. Beteiligte übersetzte. Das haben sich auch wohl die Grubenmagnaten gesagt. Unter dem Eindruck, daß diesmal mehr auf dem Spiele steht, als eine zeitlich relativ turze Stockung in der Produktion, von der die letzten Ausläufer in der Verfeinerungsindustrie überhaupt taum irritiert würden, flangen die Stimmen aus Unternehmerkreisen jezt viel gemäßigter wie damals. Vor zwei Jahren ging man sofort scharf zum Angriff gegen die Arbeiter vor, die jetzigen Auslassungen waren start auf Verteidigung abgetönt, man hielt sich mehr in der Defensive. War das nur schlaue Taktik? Seit einigen Wochen ist die Bewegung im Fluß, es mag sein, daß in dieser Zeit die einzelnen Verwaltungen Lohnaufbesserungen haben eintreten lassen. Darüber konnte man sich mit der für jeden nicht gerade scharfmacherisch verstockten Menschen legitimen Vertretung der Arbeiter, mit der Siebenerkommission, verständigen. In Formeisen steht der Juli 1906 mit der größten MonatsAber ehe noch dieser die Antworten der Verwaltungen zugegangen siffer vorauf( 189 975 Tonnen), die letzte Stelle nimmt der Sepwaren, tritt in scharf provokatorischer Weise der Bergbauliche Verein auf den Plan. Er spricht der Siebenerkommission und den Ver- tember mit 156 669 Tonnen ein. Der Versand in Eisenbahn- etwas fühlerer Nacht und steigender Tagestemperatur; feine erheblichen bandsvorständen die Legitimität als Vertretung der Belegschaften material erreichte im März d. J. und überhaupt seit Bestehen des ab und leugnet auch die materielle Berechtigung der erhobenen Verbandes mit 172 698 Tonnen den Hochpunkt, seit Dezember 1905 Forderungen. Der Bergbau- Verein spricht als Vertretung der hielt sich der Versand über das Ergebnis des August 1906, für den Zechen, aber er will den Arbeitern nicht das Recht zugestehen, sich nur 146 354 Tonnen ausgewiesen werden. Aehnlich liegt das Ververtreten zu lassen. Eine frechere Ueberhebung der Kohlenmagnaten hältnis bei Halbzeug. Die höchsten bisher erreichten Ziffern weist und eine aufreizendere Verhöhnung der Arbeiter ist kaum der bar. der März 1906 mit 178 052 Tonnen aus. Der Versand ging dann Die Anmaßung des Bergbau- Vereins fordert um so entschiedener| fast regelmäßig bis auf 138 280 Tonnen im September dieses bei Breslau Unterpegel WinterPaletots Vielseitigste Ausmusterungen neuester Erzeugnisse u. kleidsamster Fassons. Viele Tausende Exemplare aparter Winter- Moden. 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Stationen Barometer. fland mm Bind. richtung Windstärke Wetter -wolfent Temp. n. G. 26o Do? 26879 Swinembe. 761 SS 11 Haparanda 768 Still Hamburg 762 SS 3 wolfenl 9 Petersburg 765 OND 1 Regen Berlin 763 SSW 2 Regen 11 Scilly 756 DSD 5 bedeckt Frankf.a.M. 763 SW 2 bedeckt 13 Aberdeen 749 WNW 3 wolkig München 767 S 3 wolfig 10 Baris 763 G 1 bedeckt Wien 768 SD 1 Rebel 11 Wetter- Prognose für Sonntag, den 21. Oktober 1906. Beitweise heiter, aber veränderlich bei mäßigen südwestlichen Winden, Niederschläge.*** Berliner Wetterbureau. Meter, bei bei Neiße Oder Wasserstand am 20. Oktober. Elbe bei Aussig Dresden- 0,98 Meter, bei Magdeburg+1,58 Meter. 1 u strut Straußfurt Meter. Dder bei Ratibor+1,36 Meter. mündung+1,74 Meter. Dder bei Brieg+2,20 Meter. 0,88 Meter. Singer Nähmaschinen. Einfache Handhabung! 24612* Große Haltbarkeit! Hohe Arbeitsleistung! Weltausstellung Grand Prix Weltausstellung Paris 1900: St. Louis 1904. Inentgeltlicher Unterricht, auch in moderner Kunststickerei. 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Man verlange die ausführliche Broschüre mit erprobten Rezepten:„ Die Destillierung im Haushalte" kostenfrei! " Lichtherz" % VI. Wahlkreis. Gesundbrunnen. 8. Kommunal- Wahlbezirk! Sonntag, den 21. Dktober, abends 5%, Uhr, im Silbersteinschen Lokal, Bad str. 8, Eingang Behmstraße: Versammlung für Männer und Frauen. Tagesordnung: 1. Vortrag der Genossin Kadeit über: Bolksschule und Kindererziehung. 2. Diskussion. 264/9 Nach der Versammlung gemütliches Beisammmensein mit Tanz. Bu zahlreichem Besuch ladet ein Der Abteilungsführer. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Branche der Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, 22. Oftober, abends 8, 1hr, im Gewerkschaftshause, Engel- llfer 15( Saal 1): Branchen- Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Reichstagsabgeordneten Robert Schmidt über:„ Die fulturelle Bedeutung der Gewerkschaftsbewegung". 2. Branchenangelegen heiten. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreichen Besuch bittet Die Branchenkommission. Montag, 22. Oktober, abends 8%, 1hr, in Milbrodts Lokal, Müllerstraße 7: Bezirksversammlung für Wedding und Gesundbrunnen. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über:" Die freien Forbildungskurse an der Technischen Hochschule zu Berlin". 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch, auch der Frauen, ersucht Die Kommission. Korbmacher. Montag, 22. Oktober, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal VIII): Brauchen- Versammlung I Tages- Ordnung: 1. Bericht vom dritten Quartal 1906. 2. Wahl eines Obmannes. 3. Branchenangelegenheiten. 4. Berschiedenes. Pflicht eines jeden Stollegen ist es, pünktlich zu erscheinen. Die Kommission. Montag, 22. Oktober, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- llfer 15( Saal III): Branchen- Versammlung der Bürsten- und Pinselmacher. Tages- Ordnung: Montag, den 22. Oktober, abends 8% Uhr: 2 Oeffentliche Wähler- Versammlung in Habels Brauerei- Ausschank, Bergmannstr. 5-7. Tages- Ordnung: 1. Kann die Sozialdemokratie in der heutigen Kommunalverwaltung etwas erreichen? Referent: Stadtverordneter H. Borgmann. 2. Freie Diskussion. Zahlreichen Besuch erwartet Der Einberufer. 239/6 Achtung! Genoffinnen und Genoffen! Atung Mittwoch, den 24. Oftober, abends pünktlich 81 Uhr, im Neuen Klubhause, Kommandantenstraße 72: Volksversammlung. Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung von der Frauenkonferenz zn Mannheim und vom Parteitag. 2. Diskussion. Die Vertrauenspersonen. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erwarten Verband der baugewerblichen Hilfsarbeiter Deutscher Senefelder- Bund Deutschlands. XX Zweigverein Berlin u. Umg. Sektion der Deckenbranche. Montag, den 22. Oktober cr., abends 8 1hr, bei Wohlfahrt, Rosenthalerstraße 57: 46/19 Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. 20 Das Erscheinen aller Kollegen erwartet Der Zweigvereinsvorstand. Verband der Tapezierer. Sektion der Kleber. Mittwoch, den 24. Oktober 1906, abends 8 Uhr, bei Angustin, Dranienstraße 103: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Ströbel über: Partei und Gewerk schaften". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 179/3 Die Sektions- Leitung. 1/9 ( Verband der Lithographen, Steindrucker u. verw. Ber.) Am 17. Oktober verstarb unser Mitglied, der Hülfsarbeiter Otto Berwig an Lungen- und Baderleiden im Alter von 48 Jahren. 295/11 Ehre seinem Andenten! Die Beerdigung findet am Sonntag, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Nazareth- Kirchhofes, ReinickendorfWest, Krögelstraße, aus statt. Die Verwaltung der Filiale 1. Deutscher Senefelder- Bund. ( Verband der Lithographen und Steindrucker u. verw. Berufe.) Am 19. Oktober 1906 starb nach langem, schwerem Leiden unser der Lithograph Freie Vereinigung der Maurer Deutschlands. Edmund Dörffer Ortsverein Berlin. Bureau: C. 54, Steinftr. 38, 1. Etage. Fernsprecher: Amt III, 3100. Mittwoch, den 24. Oktober 1906, abends 8 Uhr, usw. im Gesellschaftshaus Berliner Musiker, Kaiser Wilhelmstr. 18m: 1.„ Das Wandern und seine Bedeutung für die Arbeiterschaft". Referent: Kollege R. Schmalbach. 2. Diskussion. 3. Bericht vom britten Quartal 1906. 4. Branchenangelegenheiten. 95/5 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Branchenkommission. General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung des Raffierers vom 3. Duar ital 1906 und Revisionsbericht. 2. Wahl eines zweiten Borsigenden und eines Revisors. 3. Wichtige Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 130/ 11* Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Vereinigung der Musikinstrumenten- Arbeiter Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin Hauptbureau: Zimmer 34, Amt 4, 3353. Engel- Ufer 15. Bimmer 1-5, Amt 4, 9679. Mittwoch, den 24. Oftober 1906, abends 8 Uhr, im gojen Canyon Hagen hagen, Dorisplay, Oranienjitz. 147: Versammlung Berlins und Umgegend. Montag, den 22. Oktober 1906, abends 8 Uhr: General- Versammlung in Graumanus Festfälen, Naunhustr. 27. Tages- Ordnung: aller in der Gold- und Silberwaren- Industrie 1. Abrechnung vom 3. Quartal und Verlesung der im Quartal aufgenommenen Mitglieder. 2. Abrechnung vom 24. Stiftungs: beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages- Ordnung: 1. Bericht über die Verhandlung mit feft. 3. Diskussion über: Wann finden in Zukunft unsere Verben Arbeitgebern. 2. Diskussion. 154/19 fammlungen statt? 4. Wie stehen wir zur sogenannten„ englischen Kollegen und Kolleginnen! Da in dieser Bersammlung die Arbeitszeit"? 5. Vereinsangelegenheiten. Antwort der Arbeitgeber mitgeteilt wird und Sie dazu Stellung nehmen Alle Kollegen sind dringend eingeladen, umfomehr da über sollen, so ist es Pflicht eines jeden von Ihnen, in die Berfammlung zu Menderungen im Stattfinden der Versammlungen zu bestimmen ift. tommen. Die Ortsverwaltung. Zentralverband d. Schuhmacher Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Bureau: Baßmannstr. 32 a, Hof part. Telephon: Amt VII, Nr. 6920. 142/12 Mitgliedshuch legitimiert. Der Vorstand. Gr. Lichterfelde. Mittwoch, 24. Oktbr., abends 8½ Uhr, in den Andreas- Sälen, Gewerkschaftskartell für Groß- Lichterfelde u. Umgegend. Andreasstraße 21: Außerordentliche General: Versammlung. Tages Ordnung: Dienstag, den 23. Oftober, abends 8 Uhr: Oeffentliche Gewerkschafts- Versammlung im ,, Kaiserhof", Gr. Lichterfelde- Ost. Lages Drbnung: 1.„ Die Vorgänge in Breslau und Die Aussperrung in der mechanischen Schuhinduftrie. Nürnberg". 2. Diskussion. Distuffion. Berschiedenes. In Anbetracht der vorstehenden Tages- Ordnung ist vollzähliges Era In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht jedes gewert 295/10 fcheinen unbedingt erforderlich. 170/14 fchaftlich und politisch organisierten Arbeiters, zu erscheinen. Achtung! J. A.: Der Ausschuß des Gewerkschaftskartells. Mitgliedsbuch legitimiert! Die Ortsverwaltung. Radfahrer! Achtung! Berliner ArbeiterSchuhmacher! Radfahrer! Radfahrer- Verein. ( Mitglied des Arbeiter- Radfahrer- Bundes Solidarität".) " Montag, den 22. Oktober, vorm. 10 Uhr, in den Audreas- Sälen, Mittwoch, den 24. Oktober er., abends 8%, Uhr, bei F. Wilke, Andreasstraße 21: Oeffentliche Schuhmacher- Versammlung. Tages Ordnung: Die Aussperrung in der mechanischen Schuhindustrie. Montag, den 22. Oktober, abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Wernau, Schwedterstr. 23: Oeffentliche Schuhmacher- Versammlung. Zages- Ordnung: 1. Bortrag: it der Minimal- Lohntarif durch die Lohn. bewegung des vergangenen Frühjahrs durchgeführt worden?" 2. Diskussion. 3. Verschie.enes. Kollegen! In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ersucht um zahlreichen Zusprud Der Einberufer. Brunnenstraße 188: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und der Kommissionen. 2. Bericht des Kassierers. 3. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Genossen! Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung erscheint Mann für Mann. 28/15 Achtung! Vereine! Maßregelung. Der Vorstand. Achtung! Gewerkschaften! Der Gastwirt Peters, Bicleſſtr. 24, hat ohne Grund Mitglieder aus Zentralverband der Zivilmusiker Deutschlands Berlin) ausgesperrt. Peters hat sich sogar die Aeußerung erlaubt, der Leiter der Kapelle solle aus dem Verbande austreten, dann könne er bleiben. Wir bitten die Genossen beim Abschluß von Musikgeschäften sich an den Arbeitsnachweis Wilke, Brunnenstr. 188 zu wenden. Der Vorstand. 50/ 3* im Alter von 39 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag nachm. 4 Uhr von der Leichenhalle des Friedhofes in Ober Schöne weide aus statt. 295/12 Die Verwaltung der Filiale Berlin!!!( Lithographen) des Deutschen Senefelder- Bundes. Verein Berliner Hausdiener gegründet 1883. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Kollege 21755 Paul Bartzke Pflugftr. 9 verstorben ist. Ehre seinem Andehlen! Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 21. Oftober, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Gnaden Kirchhofes in der Barfusstraße statt. A Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Zentralverband der Maschinisten u. Heizer sowie Berufsgenossen Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin u. Umg. Todes Anzeige. Am 18. Oftober verstarb das Mitglied, Kollege Wilhelm Coschinsky. Ehre seinem Andenken! Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstagswahlkreis. Todes- Anzeige. Am 19. Oktober verschied unser Mitglied, der Maurer Wilhelm Wilde ( Bezirk 149, Urbanstr. 102). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Diens tag, den 23. Oktober, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Jakobikirchhofes in Riydorf, Hermannstraße, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Allen Freunden, Bekannten und Verwandten zur Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Bater, Bruder und Schwager, der Maurer 21836 Wilhelm Wilde am 19. Oktober nach achttägigem Strantenlager fanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 23. Oftober, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Jakobi- Kirchhofes aus statt. Die trauernde Witwe nebst Kindern. Am 18. d. M., abends 10%, Uhr, verschied nach schwerem Leiden unser ehemaliger Chef Max Wolff im Alter von 67 Jahren. Er wird uns stets unvergeßlich bleiben. 21736 Die Beerdigung findet am Sonntagnachmittag 4 Uhr auf dem jüdischen Friedhofe in Weißen fee statt. Das Personal der Firma Max Wolff. Am Freitag, den 19. d. M., verstarb nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser lieber Bater, Schwieger- und Großvater, der Schriftfezer Karl Siebert im 37. Lebensjahre. 21976 Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 23. Oftober, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Kirchhofs in Reinickendorf, Hum boldtstraße, aus statt. Todes- Anzeige. Heute früh verschied nach kurzem schwerem Leiden unser lieber Kollege, der Tischler Karl Westphal. Wir verlieren in ihm einen treuen Freund und tüchtigen Mitarbeiter und werden ihm stets ein treues Andenken bewahren. Seine Kollegen. Möbelfabrik Berolina Borhagenerstr. 16a. 22325 Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß mein lieber Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater und Großvater Friedrich Ruschke Freitagnacht nach kurzem, schwerem Leiden im 58. Jahre verschieden ist. Die trauernden Hinterbliebenen Auguste Raschke. Die Beerdigung findet Dienstag, den 23. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Halle des freireligiösen Friedhofes, Pappelallee, 22356 aus statt. Danksagung. Für die zahlreiche Beteiligung und Die Beerdigung findet am Kranzspenden bei der Beerdigung Montag, den 22. d. Mts., nachm. meines lieben Mannes sage allen 32 Uhr, von der Leichenhalle des Freunden und Bekannten, dem Verden Emmaus Kirchhofes, band Rigdorf, der Leitergerüstbauer, Hermannstraße, aus statt. Sängern sowie der Firma Eschenbach meinen herzlichsten Dant. 21916 Die trauernde Witwe Johanna Neuendorf. 0 Um zahlreiche Beteiligung ersucht 139/20 Die Ortsverwaltung. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung, daß mein lieber Mann, unser guter Bater, Schwieger- und Großvater, der Feilenhauermeister Hermann Rühl heute Sonnabend, den 20. Dktober, sanft entschlafen ist. am Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag, den 23. Oktober, nach mittags 4 Uhr, von der Kapelle des Philipp Apostel- Kirchhofes, Müllerstr. 44/45, aus statt. 22336 Dantjagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Be erdigung unseres geliebten Vaters, des Schriftsegers Traugott Herrig sagen wir allen Freunden, Kollegen und Bekannten, namentlich Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau fage ich allen Freunden und Bekannten herzlichen Dank. Heinrich Staehr, Bäckermeister, Triftstraße 43. 22242 Danksagung. Allen Verwandten und Bekannten, insbesondere aber den Kollegen für die aufrichtige Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes Rudolf Bahle sage ich hiermit meinen herzlichsten Dant. Witwe Bahle. Blumen- und Kranzbinderei Don Aug. Krause Wienerstraße 7. Vereinskränze, Balmen- Arrangements, Guirlanden usw. liefere zu den billigsten Preisen. 59082* Prinzenden Sängern der„ Typographia Dr. Simmel, Str. 41, unsern herzlichen Dank. 21776 Die tieftrauernden. Töchter Helene und Anna Herrig. Spezialarzt für Hant- und Harnleiden. 165 10-2,5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Achtung! Zentralverband der Maurer Deutschlands Achtung! Zweigverein Berlin. Mittwoch, den 24. Oftober, abends 8% Uhr, finden Sechs außerordentliche General- Versammlungen 02 Für Nordosten, Norden I, Weißensee und Pankow aller zum Zweigverein Berlin gehörigen Zahlstellen und Sektionen statt, und zwar in folgenden Lokalen: Für Westen, Schöneberg, Wilmersdorf, Schmargendorf, Friedenau, Steglitz, Groß- Lichterfelde und Zehlendorf bei Obst, Schöneberg, Meiningerstr. 8. in den Berolina- Festsälen, Schönhauser Allee 28. Für Südwesten, Süden, Südosten, Rixdorf, Tempelhof, Mariendorf Für Norden II, Oranienburger Vorstadt, Wedding, Moabit, Tegel und Marienfelde in Sanssouci, Kottbuserstraße 4a. Für Osten I und II, Friedrichsberg, Friedrichsfelde, Johannisthal und Ober- Schöneweide in den Prachtfälen des Oftens, Frankfurter Allee 151/152. und Reinickendorf in den Germania- Sälen, Chausseestraße 103. Für Charlottenburg im Volkshaus, großer Saal, Rosinenstraße 3. Die Tagesordnung dieser Versammlungen ist eine einheitliche und lautet: 1. Die kulturelle Bedeutung der Verkürzung der Arbeitszeit. 2. Die auf große Aussperrungen gerichteten Pläne det Unternehmerverhände. Referenten sind die Kollegen: Efftinge, Horter, Hüttmann, Merkel, Muth und H. Silberschmidt. Werte Kollegen! Obige Tagesordnung ist derartig wichtiger Natur, daß keiner der Versammlung fern bleiben darf. Denn gerade der zweite Punkt der Tagesordnung wo die Taktik der Unternehmerverbände besprochen wird-- sollte es schon jedem Kollegen zur Pflicht machen, in diesen hochwichtigen Versammlungen zu erscheinen. Wir erwarten daher vollzähliges und pünktliches Erscheinen und weisen besonders darauf hin, daß die Versammlungen durchaus pünktlich eröffnet werden. 147/ 19* Also, Kollegen, alle Mann auf dem Posten! Auf allen Bauten Berlins und der Umgegend muß am Mittwoch, den 24. Oktober, die Parole ausgegeben werden: Ortskrankenkasse der Sattler und verw. Gewerbe zu Berlin. Freitag, den 26. Okt., abends 82 Uhr: Wahl- Versammlung der Kassenmitglieder im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal I. Tagesordnung: 1. Wahl von 410 Vertretern der Raffenmitglieder für 1906-1908. 2. Bortrag des Herrn Dr. Zadek: Woran fterben die Sattler in Berlin?" 3. Verschiedenes. NB. Wahlberechtigt und wählbar find nach§ 48 des Statuts nur dies jenigen Mitglieder, welche großjährig und im Befizze der bürgerlichen Ehren rechte find, Montag, den 22. Okt., abends 8%, Uhr: Hktíva. An Waren- Konto. Verbandskollegen, auf zur Versammlung! Der Zweigvereinsvorstand. J. A.: Emil Thöns. Bilanz- Konto am 30. Juni 1906. Passiva. M. PROGR5 Orts- Krankenkasse hochelegant, abreifehalber spottbillig Die Wahlhandlung für die Arbeitnehmer beginnt am 26. d. Mts. bereits um 4 Uhr nachmittags.. Schluß 9 Uhr. Wahllokal: Grune waldstraße 42, Quergebäude. Wahlberechtigt ist jedes Mitglied weiblich und männlich welches das 21. Lebensjahr überschritten hat. Als Legitimation gilt die Mitgliedstarte M. Pf. 53 497 .76 Per Geschäftsanteil- konto. " Raffa- Konto 14 440 83 " Refervefonds- Konto Bank- Konto 23 389 47 " " Sparfonds- Konto 68 351 8313 72 656 40 d. Stadt Schöneberg. 26 81 " Effekten- Konto 2270 20 " Lieferanten- Konto 30 411 01 " Städtische Sparkassen- Konto 1 013 07 Kautions- Konto.. " 5165 22 " Inventar- Konto 25 129 18 " Dispositionsfonds- Konto 461 61 Debitoren- Konto I 4576 85 927 63 " Stammanteil- Konto 5 767 19 519 87 " " Fastagen- Konto 818 20 " 7 Gasanstalts- Konto 550 Darlehn- Konto 73 984 25 " 300 " 70 " Summa 205 806 81 Spar- und Bauvereins- Konto. Debitoren- Konto II Mitgliederbewegung. Dividenden Stonto Reingewinn.. Do Herrenrad, Schönhauser Allee 9, Quergebäude II. Spezial- Möbel- Halle Harry Goldschmidt oder eine Bescheinigung des Arbeit 59 Moritzplatz 59 gebers. 276/20 Schöneberg, den 19. Oftober 1906. Der Vorstand. Summa 205 806 81 E. Flamme, Vorsitzender. 69 906,879. 9 117,68 4631 Mitglieder Die eingezahlten Geschäftsanteile betrugen am 30. Juni 1906 Im Laufe des Jahres wurden eingezahlt Mithin Bestand am 30. Juni 1906 79 024,55 W. Ausgezahlt wurden im Laufe des Jahres 10 673,15 Höhe der Geschäftsanteile am 30. Suni 1906 68 351,40 4947 • 524 5471 Mitglieder 1 20 • 458 861 840 Bestand am 30 Juni 1905 Mitgliedsbuch legitimiert. Neu eingetreten Ausgeschieden durch Uebertragung durch Tod freiwillig Ausgeschlossen laut§ 3 Abs. 3 des Statuts Wahl- Versammlung ber Arbeitgeber im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal VII. Zagesordnung: 1. Wahl von 196 Vertretern der Arbeitgeber für 1906-1908. 2. Ber schiedenes. NB. Bahlberechtigt und wählbar find diejenigen Arbeitgeber, welche für die bei ihnen beschäftigten Ber sonen Beiträge aus eigenen Mitteln zur obengenannten Staffe zahlen. Wir machen noch darauf aufmerksam, daß zu Bertretern auch Geschäftsführer und Betriebsbeamte gewählt werden. Der Vorstand. Ernst Uhlisch, Bors., Manteuffelstr. 67. Walter Dittmann, Schriftf., Sparrstr. 6. NB. Die Generalversammlung findet am Dienstag, den 20. No: vember, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal I, statt. 276/ 16* Ortskrankenkasse der Bildhauer, Stuffateure und verw. Gewerbe. Bekanntmachung. Die am 25. Juni d. J. beschlossene Statutenabänderung(§§ 13 und 29) genehmigt ist am 11. September worden und trift mit dem heutigen Lage in Kraft. Bon heute ab werden für Mitglieder der I. Selasse 75 Pf., der II. Selaffe 63 Pf. Beitrag erhoben, und er halten Unterstützung für 52 Wochen folche Mitglieder, welche bei Eintritt eines Unterstügungsfalles mindestens 26 Wochen ununterbrochen der Kaffe als Mitglied angehört haben. Berlin, den 22. Oftober 1906. Der Vorstand. J. A.: Fr. Waldeyer, Borsigender, Königsbergerstr. 3. Bestand am 30. Juni 1906 Die Haftsumme betrug am 30. Juni 1905 Dieselbe verminderte sich um Mithin beträgt die Haftsumme am 30. Juni 1906 . • 148 410.-. 9 480.138 930.- 9. " Konfum- Genoffenfchaft Berlin u. Umg. Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Berlin, den 19. Oftober 1906. Der Vorstand. Mag Menzel. F. Zuzauer. P. Müller. H. Riek. H. Holzhütter. Die Verkaufsstellen unserer Genossenschaft befinden sich: Swinemünderstraße 44. Greifenhagenerstraße 84. Buttmannstraße 19. Willdenowstraße 30. Gartenstraße 3. Wiclefftraße 31. Ebelingstraße 13. Arndtstraße 5. Gräfestraße 40. Marstraße 13a, Winsstraße 64. Schöneberg: Apostel Paulusstraße 27. Gothenstraße 1. Tempelhof: Berlinerstraße 41/42. Weißensee: Friedrichstraße 12. Aufnahme neuer Mitglieder in allen Zahlstellen. Eintrittsgeld nur 50 Pf. Verband der Tapezierer. Bureau: Engel- lfer 15, Zimmer 35, geöffnet von 10-1 u. 5-8. Fernsp. Amt IV, 9720 Nebenanschluß. Ab Sonnabend, den 20. Oktober, werden Beiträge in folgenden Zahlstellen entgegengenommen: 276/19 1. C. Grünstr. 21 bei Weihnacht. 19. 2. SW. Staufenstr. 18 bei Glaue, 20. 3.+ SW. Belle- Alliancestr. 74a bei Schmidt. 4. to W. Gtemmegstr. 36 a bei Rickert. Bekanntmachung. Das unterzeichnete Gewerbegericht beabsichtigt, die geschlossenen Prozeßatten aus den Jahren 1899 und 1900 mit Ausnahme derjenigen, in denen auf Berufung ein landgerichtliches Urteil ergangen oder ein Vergleich vor dem Landgericht abgeschloffen ist, durch Einstampfen vernichten zu lassen. Wir fordern daher alle diejenigen, welche an der längeren Aufbewahrung der Aften ein Interesse haben, hier durch auf, dasselbe innerhalb einer Frist von vier Wochen bei uns anzumelden und zu bescheinigen. Berlin, den 10. Oftober 1906. Gewerbegericht zu Berlin. In Vertretung: gez. Dr. Leo. J.B J. Baer Badstr.26, Ecke , Prinz.- Allee Herren- und Knaben5. W. Blumeshof 9 bei Dobert. 6. to NW. Perlebergerstr. 32 bei Pankow. Schwedterstr. 28 bei Muchow. Bergstr. 10 bei Merker. SO. Sebastianstr. 77 bei Jestram. SO. Stalizerstr. 94 b bei Grabert. 21. to SO. Wienerstr. 31 bei Stephan. Rixdorf. 22. † 23. 7. N. 8. o N. 24. 9. N. 10. N. 11. Strelitzerstr. 51 bei Faber. 25. to N. Kolbergerstr. 28/29 bei Döhling. Brunnenstr. 96 bei Maaß, 26.+ Lychenerstr. 8 bei Krüger. 27.+ Linienstr. 218 bei Drescher. 14. N. Schulstr. 102 bei Richter. als 15. NO. Gollnowstr. 39 bei Tuscher. 28.+ 16. NO. Winsstr. 12 bei Rausch. + 17. to O. Tilsiterstr. 85 bei Kempin. 12. to N. 13. N. 18. 0. Grünerweg 95 bei Zudsee. Reuterstr. 72 bei Hannemann. Hermannstr. 42/43 bei Pohl Nachf. Charlottenburg. Kurfürstendamm 227 bei Naak. Rosinenstr. 9 bei Harnisch. Pestalozzistr. 82 bei Raick. Schöneberg. Apostel Paulusstr. 22 bei Bleicher. Steglitz. Fichteftr. 68 bei Eisen. Arbeitsnachweis; Rückerstr. 9, in der Bureauzeit im Sommer bon 7-9, im Winter von 8-10 Uhr. In den mit einem+ versehenen Zahlstellen werden die Beiträge täglich, in den übrigen nur Sonnabends von 6-8 Uhr abends entgegengenommen. In den mit einem o versehenen Zahlstellen findet zugleich an jedem zweiten und vierten Sonntag im Monat, vormittags 10 Uhr, Morgensprache der Kleber statt. 179/ 2* Wendts Pracht- Säle Moden.Berufskleidung. 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Nach der Beschreibung, die von ihm gegeben wurde, müßte er eigentlich längst schon gefaßt sein, aber vielleicht gibt er der Behörde erst ä la Hennig noch manche Nuß zu knacken. Natürlich will man den„Herrn Hauptmann" überall gesehen haben, aber das nützt nicht viel; er laust doch noch frei umher. Es sind auch bereits eine Reihe Sistierungen erfolgt, die aber immer wieder als irrtümlich aufgehoben werden mußten. Nach einer Meldung aus Essen von gestern will man den PseudoHauptmann auf Ver- anlassung eines Schaffners aus einem nach Holland fahrenden Zuge verhaftet haben; eine Bestätigung der Nachricht liegt aber nicht vor. Jetzt sollen auch die Stiefel des falschen Hauptmanns zum Vorschein gekommen sein. Am Dienstagabend kurz nach 7 Uhr sei der Talmihauptmann zu dem Schuhmacher Lindnerschen Ehe- paar in der Möckernstraße in der Nähe des Anhalter Bahnhöses gekommen. Er trug die Uniform und etwas schmutzige Stiefel. Zunächst bat er die Leute, ihm die Stiefel an den Füßen zu putzen, weil er so nicht gehen könne. Während dann Frau Lindner beim Putzen war, ließ er sich von ihr die Stiefel ausziehen, um sich ein Paar neue zu kaufen, die ausgezogenen werde sein Bursche später abholen. Die Stiefel sahen fest, die Füße waren etwas geschwollen. Es sind neue Gummizugstiefel, wie Offiziere sie tragen, aber nicht besonders gute Fabrikarbeit. Sie haben die Nummern 45(Größe) und 6(Weite), aber kein Firmenzeichen. Die gewöhnlichen Sporen waren einfach mit dem Dorn in den Absatz eingeschlagen worden. Die kleinen Nägel an den Seiten waren augenscheinlich zu kurz ge- Wesen und in das Lcder nicht weit genug eingedrungen. Daher hatten sie nicht gehalten und der Hauptmann den einen Sporen auf dem Marsche vom Bahnhof in Köpenick nach dem Rathause verloren. Die Stiefel hatten dem Hauptmann über den Spannen zu fest gesessen. Während er nun den ganzen Tag herumlief, schwollen die Füße und schmerzten. Daher war er abends froh, daß er ein Paar bequemere Stiefel, für die er 15 M. bezahlte, ge- funden hatte. Die alten Schuhmachersleute wunderten sich, daß der Bursche nicht kam. Zeitung lesen sie fast gar nicht. Daher dachten sie auch erst pestern daran, daß ihr Kunde der Räuber- Hauptmann gewesen sein könnte. Zur Gewißheit wurde ihnen es, als sie nachträglich auch noch von dem zerrissenen Fünfzigmark- schein lasen. Mit einem solchen Scheine hatte der Hauptmann be- zahlen wollen, sie hatten ihn aber nicht wechseln können. Nun gingen die Leute zur Kriminalpolizei und brachten ihr die zurück- gelassenen Stiefel. Nach einer Meldung aus Potsdam soll dort der falsche Hauptniann am Mittwoch voriger Woche Militärpaletot, Ueberrock und Hose bei der Althändlerin Henriette Remlinger in der Kleinen Mittclstr. 3 gekauft haben. Mit einem Helm habe man ihm nicht dienen können, ebenso wenig mit Sporen. Wegen dieser habe man ihn an ein Geschäft in der Kurfürstenstrahe ge- wiesen. Ob der Kunde der Trödlerin, der einen Vollbart getragen haben soll, wirklich der falsche Hauptmann gewesen ist, erscheint noch sehr zweifelhaft. Zwei Sporen wurden gestern vormittag auf einem Grundstück in der Wilhelmstratze im Müllkasten gefunden. Man glaubte schon, endlich einen Anhaltspunkt für die Ermittelung der Wohnung des Räuberhauptmanns gewonnen zu haben, bald aber zeigte sich, daß es seine Sporen nicht sein können. Es ist kein Paar. Der eine ist ein Tanzsporen, der andere ein gewöhn- licher Reitsporen. Keiner von beiden paßt außerdem zu der Art, wie der Hauptmann seine Sporen an die Stiefel gesteckt hatte. Auch bis gestern nachmittag hat sich noch niemand gemeldet, der Auskunft über den Wohnort oder die Wohnung des Hauptmanns geben könnte. Es gewinnt den Anschein, daß er aus einem Vorort hierher gekommen sei, um die Uniformstücke zusammenzukaufen. Vielleicht hat er hier nur vorübergehend Quartier genommen. Partei-?Znge!egenkeiten. Genossen und Genossinnen! Am Mittwoch, den 24. Oktober, abends pünktlich Z'/s Uhr, findet im„Neuen Klubhaus", Komniandantenstr. 72, die Be- richterstattung von der Mannheimer Fraucnkonferenz und vom Parteitage statt. Recht zahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauenspersonen. Zweiter Wahlkreis. Montag, den 22, Oktober, abends 8�/2 Uhr, findet in Habels Brauereiausschank, Bergmannstr. 5/7, eine Kommunal Wählerversammlung statt, in Ivelchcr der Genosse H, Bargmann über:„Kann die Sozialdemokratie in der heutigen Kommunalvcrwaltung etwas erreichen?" sprechen wird. Am Tage der Wahl, am Dienstag, den 23. Oktober, befinden sich unscrc WahllmrcnuS an folgenden Stellen: Seidel, Mittenlvalderstr. 15, Restaurant(Zentrale) Scholz. Zossenerstr, 1. Restaurant Hilgert, Urbanstr. 7, Restaurant. Hier wollen sich alle die Genossen melden, die am Tage Wahl- hülfe leisten lvollen. Das Wahlresultat wird am Extrazahlabend in allen Bezirks- lokalen bekanntgegeben. Der Vorstand. Wilmersdorf. Zu dem am Dienstag stattfindenden Extrazahl- abend zwecks Aufnahme einer Statistik werden die Genossen ersucht, Wahlvereinsbuch, Vorwärtsquittung, G e-w e r k- schafts-Mitgliedsbuch mitzubringen. Außerdem wird an dem Zahlabend Fortsetzung des Vortrag? über unser Parteiprogramm stattfinden. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, daß der dritte Bezirk von jetzt ab beim Geilossen S c l k e, Braiidcnburgischestr. 100, tagt. Die Genossen werden dringend ersucht, vollzählig zu erscheinen. Der Vorstand. dlL. Ferner sei in Erinnerung gebracht, daß sich die Bibliothek des Wablvereins in unserer Spedition, Berlinerstr. 46, befindet und jeden Abend geöffnet ist. Es wäre zu wünschen, wenn die Genossen von»rr reichhaltigen Bücherauswahl jetzt in den kommenden Winter- monaten recht fleißig Gebrauch machten. Nieder-Schoncwcide. Der Wahlverein hält am Dienstag, den 23. Oktober 1006, abends 8'/z Uhr, iin Lokale von Karl Schulze, Hasselwerder- und Fennstraßen-Ecke, seine Generalversammlung ab. Da auch in dieser Generalversammlung die statistische Aufstellung nach Berufen usw. stattfindet, ist es doppelte Pflicht der Partei« genossen, zahlreich und pünktlich zu erscheinen; auch empfiehlt es sich, daß jeder Genosse sein Verbandsbuch mitbringt. Der Vorstand. Küpenick. In öffentlicher Versammlung wird am Mittwoch- abend 8 Uhr im Stadtthcater Reichstagsabgeordneter Genosse Fritz Zubeil über„Militarismus und Kadavergehorsam" sprechen. Zahlreiches Erscheinen, erwartet Der Einberufer. Nieder-Schönhanse». Die MonatSversamnrlnngen deS sozial- demokratischen Wahlvereins finden fortan im Hotel .Wilhelmshof', Kaiser Wilhelmstraße, Ecke der Eichen- slraße statt. Pankow. Dienstag, den 23. Oktober, findet ein Extrazahlabend statt zwecks Aufnahme der der auf der Generalversammlung von Groß- Berlin beschlossenen Statistik. Zu demselben zu erscheinen ist die Pflicht eines jeden Genossen. Wir verweisen nochmals auf die neuen Bezirkslokale. Die Bezirke Witte und Lehniann tagen in Renters Volksgarten, Schloßstraße, die Bezirke Tißmer und Knoop bei Restaurateur Ferd. Hermann, Brehmestr. 156. Sämtliche anderen Bezirke verbleiben in ihren alten Lokalen. Der Vorstand. Karlshorst. Der Zahlabend findet am Dienstag im Restaurant Karl G r u h 11. Prinz Adalbertstraße, statt. Das Mitgliedsbuch vom Wahlverein und von der Gewerkschaftsorganisation ist mit- zubringen. Zossen. Die Monatsversanimlung des sozialdemokratischen Wahl- Vereins findet am Mittwoch, den 24. d. Mls., in Schimkes Lokal, Barutherstr. 61 statt. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ist erwünscht._ Der Vorstand. Berliner JVaebrichten* Reichshauptstädtische Schulmisere. Die Presse des Berliner Stadtfreisinns liebt es, über den elenden Zustand der Schulen des Junker- Paradieses„Ostelbien" sich zu entrüsten, doch über den Zu- stand der Schulen unserer Reichshauptstadt Berlin, der leider gleichfalls noch sehr viel zu wünschen übrig läßt, geht sie mit vorsichtigem Schweigen hinweg. Der„Vorwärts" hat diese widerspruchsvolle Heuchelei oft gegeißelt und hat an zahlreichen Fällen gezeigt, daß z. B. die viel beklagte Ueberfüllung der Schulklassen in Berlin immer noch arg genug ist und mitunter geradezu„ostelbisch" genannt zu werden verdient. Im ganzen ist ja in diesem Punkte manches besser ge- worden— dank dem unablässigen Mahnen und Drängen der sozialdemokratischen Stadtverordnetenfraktion, die seit mehr als zwei Jahrzehnten bemüht ist, die städtische Schul- Verwaltung immer wieder auf ihre Pflicht hinzuweisen. Aber im einzelnen sind doch noch Zustände konserviert worden, die man eigentlich nicht in Berlin, sondern nur noch auf einem Dorf für möglich halten müßte, wenn man den Darstellungen freisinniger Blätter Glauben schenken wollte. Sobald einmal in einem bisher wenig an- gebauten Stadtteil Berlins eine rege Bautätigkeit einsetzt und eine rasche Zunahme der Bevölkerungszahl erfolgt, treten hier sofort all die bekannten Uebelstände wieder auf: die Be- setzung der Klassen bis hinaus über die vorgeschriebene Höchst- zahl, die Vermehrung der fliegenden Klassen, die Unter- bringung von Schulen in Mietshäusern. Will man sehen, was der Berliner S t a d t f r e i s i n n noch immer für zulässig hält, sobald Aschenbrödel Volksschule in Frage komnlt, so muß man jetzt hinausgehen nach dem nördlichen Teil der Schönhauser Vorstadt. Dort sind in den letzten Jahren zahlreiche Neubauten ent- standen, und ein starker Zuzug hat die Bevölkerungszahl um viele Tausende verniehrt. Zwar sah jeder, was da draußen vorging, und jeder Kenner solcher Dinge konnte lange vorher wissen, welche Entwickelung dem Stadtteil bevorstand. Aber unsere Schulverwaltung kann eben so rasch nicht mit. Der Beginn des Winterhalbjahres hat nun den Schulen der Schönhauser Vorstadt wieder eine tolle Verwirrung ge- bracht. All die Kinder einzuschulen, die dort neu hinzu- gekommen waren, das war ein schweres Stück Arbeit. Doch unsere Schulverwaltung macht in diesem Punkte bekanntlich die schwierigsten Sachen, und so hat sie auch die Aufgabe wieder einmal gelöst. Und wie! Eine Probe davon wird uns mitgeteilt aus der 16 2. G e m e i n d e s ch u l e, die in der Danzigerstraße liegt. Dort ist den Kindern einer achten Klasse, die eben erst schulpflichtig geworden sind, der folgende Stundenplan auferlegt worden: Montag 2—6 Uhr, Dienstag 2— 6 Uhr, Mittwoch 2— 5 Uhr, Donnerstag 2 bis 6 Uhr, Freitag 3—5 Uhr, Sonnabend 2—5 Uhr. Hier wird mancher fragen, warum denn diese Klasse bis in den Abend hinein Unterricht haben muß. Ja, am Vormittag wird eben das Zinmier durch eine andere Klasse gebraucht. Da es an Uutcrrichtsräumcn fehlt, so ist hier zu dem altbewährten Mittel gegriffen worden, das Zimmer doppelt zu benutzen, für die eine Klasse vom Morgen bis Mittag, für die andere vom Mittag bis Abend. Nun sitzen die sechsjährigen Schulrekruten dieser „fliegenden" Klasse bei Gaslicht und machen so die ersten Schreibversuche. Um �7 oder%7 kommen sie nach Hause, wenn draußen längst die Straßenlaternen angezündet sind und Vater vielleicht schon von der Arbeit heimgekehrt ist. Was sagt eigentlich zu dieser Wirtschaft der Schularzt? Hält er es für zulässig, daß ein Klassenzimmer vom Morgen bis zum Abend besetzt bleibt? Aus dem äußersten Teil der Schönhauser Vorstadt, aus der Gegend hinter dem Ringbahnbof, kommt eine andere Klage, die gleichfalls für den zuständigen Schularzt ein Anlaß sein sollte, sich auf seine Befugnisse zu besinnen. Zu den vielen Mietshäusern, die in der Schönhauser Vor- stadt schon bestehen— das eine von ihnen, das setzt seit vollen 25 Jahren eine Schule nach der anderen beherbergt hat, wurde kürzlich von uns besungen—, ist jetzt noch ein neues ge- kommen. Es ist ein Fabrikgebäude auf dem zweiten Hof des Grundstückes Schönhauser Allee 163, nicht weit von dem Mictsschulhaus Schönhauser Allee 168, das in der vorigen Woche durch einen aus dem Nachbargrundstück aus- gebrochenen gewaltigen Dachstuhlbrand gefährdet worden war. Das neue Mietsschulhaus Schönhauser Allee 163 ist noch s 0 neu, daß es bei Beginn des Winterhalbjahres noch gar nicht benutzt werden konnte. Den Kindern mußten die Michaelisferien noch um ein paar Tage verlängert werden, ehe sie in die Räume einziehen konnten. Nun sitzen sie darin und betätigen sich als Trockenwohner. Wenn man in „Ostelbien" den Kindern einer Dorfschule das zumutet, dann erhebt sich in Berlins freisinnigen Blättern ein Sturm der Entrüstung. Wenn es in Berlin selber geschieht, dann schweigt des Freisinns Höflichkeit. Wie gesagt, unsere Schulverwaltung kann so rasch nicht mit, wie es nötig wäre. Oder viel- mehr: sie darf so rasch nicht mit! Die freisinnige Mehr- heit der Stadtverordneten-Versammlung würde bald abwinken, wenn die Schulverwaltung mit der Vermehrung der Schul- Häuser ein noch schnelleres Tempo einschlagen wollte. Denn dann müßten natürlich auch noch reichlichere Mittel bewilligt werden— und„das geht doch nicht". Auf den Reichsverbnnd gekommen sind die Freisinnigen im 8. Berliner Kommunalwahlbezirk, in welchem am kommenden Dienstag, den 23. Oktober, eine Ersatzwahl vorzunehmen ist. Der Reichsverband hat sich der Liberalen an- genommen und folgendes Zirkular versandt: Hochgeehrter Herr! Am 23. Oktober in der Zeit von 10 Uhr morgens bis 8 Uhr abends findet im 8. Kommunal-Wahlbezirk, umfassend die Stadt- bezirke 67—74, in welchem Sie auch wohnhaft sind, die Stadt- Verordneten-Ersatzwahl statt. Als Ritglied.der Ortsgruppe„Berlin" der Deutschen Mittelstands-Vereinigung, welche dem„Reichsverband gegen die Sozialdemokratie" körperschaftlich angeschlossen ist, bitten wir Sie dringend, am Wahltage Ihrer Wahlpflicht zu genügen und nach Möglichkeit alles aufzubieten, daß die Wahlberechtigten in Ihrer Nachbarschaft der Wahlurne nicht fern bleiben. Der Wahlkreis muß und kann der Soziakdemokratie entrissen werden. wenn das Bürgertum geschlossen vorgeht und den Kandidaten wählt, der allein dem Sozialdemokraten gegenübersteht. Dieser von allen liberalen Parteien aufgestellte Kandidat ist der Kaufmann Emil Hufs, Johannitcrstr. 11. Auf ihn müssen alle bürgerlickjen Stimmen fallen, ganz gleich, welcher politischen Partei sick der einzelne auch zurechnen mag. Sehr dankbar wären wir Ihnen, wenn Sie sich an dem Wahltage oder schon früher dem Wahlbureau, Johannitcrstr. 11. Eingang III, Part, rechts, Telephon Amt 4, 3270 zur Unter- stützung zur Verfügung stellten. Am Wahltage selbst werden viele Mithelfer gebraucht.- Indem wir noch einen Stimmzettel beifügen, wünschen wir der bürgerlichen Wählerschaft des 8. Kommunal-Wahlbezirks im Kampfe geg.n die Sozialdemokratie von Herzen Erfolg. Mit vorzüglicher Hochachtung Anlage,„Reichsverband gegen die Sozialdemokratie'. Stimmzettel. Die Hülflosigkeit des Freisinns kann gar nicht besser illustriert werden, als durch diese reichsverbändlerische Wahlhülfe, die auch zugleich ein grelles Schlaglicht wirft auf die„politische Stuben- rcinheit" des Freisinns. Daß diese reichsverbändlerische Hülfe keine aufgedrängte, sondern eine gesuchte ist, scheint uns auch aus dem dem Schreiben beigefügten Stimmzettel hervorzugehen. Der Stimmzettel, der den Namen des„alleinigen Kandidaten aller liberalen Parteien". Kaufmann E. Hufs, enthält, ist unter- zeichnet vom..Wahlkomitee für liberale Stadtvcrordneten-Wahlen in den Stadtbezirken 67—74", Math es und Perls. Daraus kann geschlossen werden, daß die Freisinnigen dem Reichsverband diese Zettel zum Zwecke einer Propaganda für ihren Kandidaten überlassen haben, oder deutlicher ausgedrückt, den Reichsverband um Wahlhülfe angebettelt haben. Es zeigt sich hier wieder ein- mal recht deutlich, daß die„unentwegten Kommunalliberalen" auch von den Reichsverbändlern genau so reaktionär bewertet und ihrer Wahlhülfe für würdig erachtet werden, wie alle übrigen Parteien, eine Tatsache, die wir bei den verschiedensten Gelegen- Heiken festzustellen alle Ursache hatten. Für unsere Genossen im 8. Kommunalwahlbezirk müssen aber diese Anstrengungen der Gegner ein Ansporn mehr sein, die kurze Spanne Zeit bis zum Dienstag nach Kräften auszunützen für die Wahl des sozialdemokratischen Kandidaten Paul Dupont. Kein Wähler darf am Dienstag zurückbleiben, auf jede Stimme kommt es an!_ Die Verkehrspolizei auf dem P-tSdamer Platz richtet, wie man bei längerer Beobachtung sieht, ihr Augenmerk hauptsächlich darauf, daß üch der Wagenverkehr ohne Störung ab- wickelt, und in dieser Hinsicht scheint uns bis ,etzt noch kein er- lieblicher Fortschritt eingetreten zu sein. Die Aufmerkiamleit und Uebung der Wagenführer hat es schon bisher vermocht, größere Störungen selbst an verkehrsreichen Stellen zu vermeiden. Kleinere, schnell vorübergehende Stockungen kommen aber auch jetzt, trotz der Winke und Handbewegungen zahlreicher Schutzleute noch mitunter vor und werden sich auch wohl nie ganz vermelden lassen. Wichiiaer wie die Regelung des Wagenverkehrs scheint es uns, daß für ein gefahrloses Ucberschreiten des Platzes seitens der Fußgänger Sorge getragen werde. Dies> scheint aber das Verkehrskommando auf dem Potsdamer Platz entweder nicht für seine Aufgabe zu halten, oder aber die Beamten sind noch mcht hinreichend eingearbeitet, um zeitweilige kurze Pausen im Wagen- verkehr eintreten zu lassen, die den Fußgängern ein gefahrloses Ueberschreitcn des Platzes ermöglichen, wie es seit längerer Zeit an den Kreuzungen der Leipziger- und Friedrichstraße. sowie der Leipziger- und Mauerstraße geschieht. Während einer anderthalbstündigen Beobachtung, die wir am Sonn- abend vormittag auf dem Potsdamer Platz anstellten, sahen wir mehrmals, daß Personen nahe daran waren, überfahren zu werden. Nicht die Sorge der Verkehrspolizei, sondern nur die Auf- merksamkeit der Wagenführer schützte die Betreffenden vor Un- fällen. Gewiß ist es leichter, an einer Stelle, wo zwei Straßen sich rechtwinkelig kreuzen, dem Publikum einen sicheren Uebergang zu schaffen, als auf dem komplizierter gestalteten Potsdamer Platz. Aber vielleicht lernen es die Beamten noch, auch hier eine den Verhältnissen entsprechende Regelung zu schaffen. Ein Mangel in der Besetzung der Posten auf dem Potsdamer Platz ist uns aufgefallen. Nach der neuen und wie unS scheint zweckmäßigen Vorschrift haben alle Fuhrwerke, welche aus der Königgrätzerstraße in der Richtung vom Askanischen Platz her- kommen und in die Potsdanicrstraße einbiegen wollen, dies nicht auf dem nächsten Wege zu bewerkstelligen, sondern sie müssen in der ursprünglichen Richtung weiterfahren, die Leipziger-, die entgegen» gesetzte Seite der Königgrätzcr-, und die Bellevuestraße kreuzen, um so die rechte Seite der Potsdamcrstraße zu erreichen. Ein Schutzmannspostcn steht an der Bordschwelle des nach dem PotS- damer Bahnhof zu liegenden Jnselpcrrons, genau an der Stelle, wo sich der Feuermelder befindet. Dieser Posten bezeichnet den vom Askanischen Platz herkomnienden Fuhrwerken durch Winke die Richtung, welche sie einzuschlagen haben. Vielen Wagenführern ist die Neuerung noch nicht bekannt. Sie übersehen entweder die Winke des Schutzmanns oder verstehen sie nicht sogleich, und ehe ihnen zum Bewußtsein kommt, was die Zeichen des Beamten zu bedeuten haben, sind sie schon ein Stückchen in der gewohnten, jetzt nicht mehr gestatteten Richtung weiter gefahren. Jetzt muß der Wagen halten, wenden und die vorgeschriebene Richtung nehmen. Solche Zwischenfälle konnten wir in ganz kurzer Zeit mehrere be» obachten. Der von der vorgeschriebenen Richtung aus Versehen abgewichene Wagen wurde so, wenn auch nur für die Dauer einiger Sekungen, tatsächlich ein Verkehrshindernis. Hierüber geriet dann der Schutzmann fast jedesmal in unnötige Erregung und mit barscher Kommandostimme gab er den Wagenführern zu verstehen, was seine Winke zu bedeuten haben, fügte auch manchmal noch Worte hinzu, die man nicht anders denn als„Anschnauzer" bc- zeichnen kann. Solche Zwischenfälle, die den Verkehr mehr hindern als er- leichtern, ließen sich unseres Erachtens vermeiden, wenn man den an dieser Stelle stehenden Posten etwas weiter nach dem Potsdamer Bahnhofe zu vorschieben würde, es brauchen nur wenige Schritte zu sein. Dann würden die Wagenführer seine Zeichen schon dann bc- merken, wenn es ihnen noch gar nicht möglich ist, die verbotene Richtung einzuschlagen. Da, wo der Posten jetzt steht, werden seine Zeichen erst zu spät bemerkt. Wir haben diese Darlegung gemacht, nicht um die Polizei zu tadeln— alles Neue mutz sich ja erst einleben— sondern um ihr eine Anregung zu geben, die. wenn sie beherzigt wird, eine Vcr» besserung der neuen Einrichtung bedeutet. Ferner ist dringend zu wünschen, daß für das Verkehrskommando nur solche Beamte aus- gewählt werden, die nicht gleich in Aufregung geraten, wenn, ihre Winke nicht verstanden und deshalb nicht beachtet werden. Aus einem Posten, weicher der Regelung des großstädtischen Verkehrs dienen soll, ist Ruhe die erste Schutzmannspflicht. Die Arbeitgeberwahlen zum Gewerbegcricht haben mit einer Ausnahme mit dem Siege der von bürgerlicher Seite aufgestellten Kandidaten geendet. Wer die Wählerlisten durchgesehen, hatte keinen anderen AuS- gang erwartet. Die Polizei, welche die Eintragungen in die WaMisten zu be- sorgen hatte, hat ihre Schuldigkeit getan, und zwar so, daß Dausende von kleineren Gewerbetreibenden, welche nur zeitweise oder auch dauernd nur einige Personen beschäftigen, nicht in den Wahllisten verzeichnet stehen. Während bei den früheren Wahlen 700—800 Wähler in einzelnen Bezirken in den Listen verzeichnet waren, sind diese Zahlen bei den diesjährigen Wahlen auf L00 bis 300 gesunken. Die Kontrolle der Wählerlisten ist auch sehr schwach gewesen, so daß nur wenige Nachtragungen von Gewerbetreibenden erfolgt sind. Vom Wahlbureau zurückgewiesen wurden alle diejenigen. welche zur Zeit der Auslegung der Listen nicht eine Person be- schäftigten: Das Wahlburcau steht auf dem Standpunkt, daß eine Person mindestens IgO Tage im Jahr beschäftigt werden muß, wenn der Arbeitgeber wahlberechtigt sein soll; diese Auslegung dürfte doch eine recht einseitige sein, denn§ 10 des Gesetzes über die Gewcrbegerichte spricht nur vmv zeitweiser Beschäfti- gung. Ausgeschlossen sind auch alle diejenigen Gewerbetreibenden, welche regelmäßig Sonnabends und Sonntags Personen be- schäftigen— Barbiere, Restaurateure usw. Dagegen hat der Arbeitgeberverband alle diejenigen Meister eintragen lassen, welche über 2000 M. Einkommen haben; im �0. Bezirk allein 30— 40 Mann der A. E.-G. und der Firma Ludwig Löwe. Ob hier eine Nachprüfung von feiten des Wahlburcaus stattgefunden, daß diese auch wirklich einen bestimmten Zweig des Betriebes selbständig leiten, dürste mindestens fraglich sein. Nach Z 13 des Ortsstatuts hat der Magistrat die Wahllisten aufzustellen. Die Art, wie dies jetzt durch die Polizei geschieht, gewährleistet vielen Gewerbetreibenden nicht ihr Wahlrecht und dürfte daher an eine Aenderung gedacht werden müssen. Eine bessere Kontrolle der Wahllisten dürfte aber auch unseren Genossen anzuempfehlen sein. Die Nachricht vom Ausbruch der Maul- und Klauenseuche bei einem Transport von Rindern auf dem Magerviehbof in Friedrichs- fclde bestätigt sich nach einer Mitteilung des Herrn Direktors Fuchs nicht. Revolver, Messer und Regenschirm— da? ist die Hinterlassen- schaft dreier Polizisten� die kürzlich in Zivilkleidung im Hause Lettestraße 1 bei dem Rechtskonsulenten Fiedler erschienen, um aus eineni Fenster seiner Wohnung ein aus den Austritt aus der Landeskirche bezügliches Plakat herauszunehmen. Revolver, Messer und Regenschirm liehen sie zurück, als sie ihren staatsrettcnden Auftrag ausgeführt hatten und in beschleunigtem Tempo aus der Wohnung auf die Straße zurückgelangten. Der heimgesuchte Wohnungsinhaber fand diese drei Gegenstände in seinem Zimmer, nachdem er die ungebetenen Gäste wieder los» geworden war. Er nahm an, daß er Eigentum jener Vertreter der Staatsgewalt vor sich habe, die ihm soeben ihren Besuch abgestattet hatten. Pflichtgemäß schrieb er dem Polizeipräsidenten, er stelle die bei ihm zurückgelassenen Gegenstände den Eigentümern zur Vcr- fügung und ersuche um baldigste Abholung. Dieser Brief hatte die Wirkung, daß«in Dienstmann sich bei F.«infand und im Namen der Eigentümer die Aushändigung forderte. F. bestand aber darauf, zu erfahren, von wem denn der Dienstmann seinen Auftrag erhalten habe. Da eine bestiminte Auskunft nicht zu erlangen ivar, so zog F. es vor, dem Dienstmann die Auslieferung zu verweigern. Er gab den Bescheid, die Eigentümer möchten gefälligst selber kommen oder einen legitimierten Boten schicken. Seitdem hat er vergeblich darauf gewartet, daß seinem Ersuchen Folge geleistet würde. Noch immer liegen Revolver, Messer und Regenschirm bei ihm und harren der Abholung. Man wird hier fragen, was denn an dem Plakat so staats- gefährliches wav, daß sein« Entfernung aus dem Fenster notwendig wurde und sogar gleich drei Polizisten auf die Beine gebracht werden mußten. Ja, das wissen die Götterl Das Plakat lautete ur- sprünglich so:„Hier werden die gerichtlichen Anmeldeformulare für den Austritt aus der Kirche ün- entgeltlich ausgegeben und auf Wunsch unentgeltlich aus- gefüllt. Der Agitationsausschuß der Freireligiösen Gemeinde." Eine Weile hing es in dem Fenster, dann kam eines Tages ein Herr, der die Allüren eines Stadtmissionars hatte, und bat, F. möchte das Plakat wegnehmen, da es Anstoß errege. F. lehnte das ab, aber mit Rücksicht auf Bestimmungen des Preßgesetzcs überklebte er jetzt das Wort„unentgeltlich" und setzte dafür„für 1 Pfennig das Stück". Nicht lange danach kam ein Polizeibeamter und forderte Entfernung des Plakats. Wieder weigerte sich F., und zlvar diesmal unter Hinweis darauf, daß er berechtigt sei. in seinem Fenster anzukündigen, was er zu verkaufen habe. Ter Beamte schrieb sich daraufhin das Plakat ab und ging. Stach einer Reihe von Wochen kriegte dann F. eines Abends den Besuch der oben er- wähnten drei Mann, die das Plakat beschlagnahmen sollten. Sie wiesen ihin einen Gerichtsbeschluß vor. wonach die Beschlag. nähme des Plakats angeordnet sei, weil es in der Strafsache gegen ihn wegen Uebcrtretung des§ 9 des Preßgesetzcs als Beweismittel für die Untersuchung von Bedeutung sein könne. Das Plakat ivar in dem Gerichtsbeschluß wörtlich mitgeteilt, mit dem einzigen Unter- schied, daß in dem Beschluß statt der Worte„für 1 Pfennig das Stück" noch das Wort„unentgeltlich" stand. Die drei Vertreter der Staatsgewalt taten dann, wie ihnen befohlen wan, und bemächtigten sich des Plakats, das sie im Fenster hängen sahen. Hier wird nun mancher auch das noch wissen wollen, wie es denn kam, daß die drei nach Ausführung ihres Auftrages sich so eilig auS der Wohnung entfernten und Revolver, Messer und Regenschirm zurückließen. Ja, da ist leicht fragen, aber schwer antworten. Ein bißchen sehr stürmisch scheint es ja bei der Beschlagnahme zugegangen zu sein, so daß auf der Straße vor der im Parterre liegenden Wohnung F/s eine nach Hunderten zählende Menschenmenge zusammenströmte und der Beschlagnahme samt all ihrem Drum und Dran zuschaute. Revolver, Messer und Regen- schirm harren, wie gesagt, noch immer der Abholung. Das Plakat ober, zu dessen Entfernung drei Mann aufgeboten worden waren, hängt nach wie vor im Fenster, jetzt aber nicht mehr in einem einzigen Exemplar, sondern in— vier Exemplaren. Desinfektion auf dem Viehhof. Das unbedingte Ausfuhrverbot, das gester» für den Berliner Viehhof wegen Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche erlassen wurde, hat zuwege gebracht, daß die nur in geringer Zahl erschienenen Exporteure den Markt ohne jedes Ge- schüft verlassen mußten. Der Markt wurde auf Anordnung des Seuchenkommissar», de» Departementstierarztes Dr. Arndt, bis um L Uhr nachmittags verlängert. Alle bis dahin unverkauft ge« bliebenen Tiere wurden zwangsweise sofort geschlachtet. Noch gestern wurde mit der Desinfektion des Viehhofes begonnen. Samt- liehe Eingänge zum Viehhof waren laut«Allgemeine Fleischer- Zeitung" mit einer etwa Zentimeter hohen Lage roten DeSinfeklions- pnlvers bestreut. Auch alle Treiber, die vom Viehhofe nach dem Schlachthofe und von dort wieder zurückgehen, werden einer Des- infeklion unterworfen. Die nächste» Fleiichmärkte werden sicherlich noch unter dem Einfluß dieser Verhältnisse stehen. Ein starke» Polizeiaufgebot, bestehend auS Leutnants und einer Anzahl Schutzleuten, rückte am Donnerstagabend gegen sechs Uhr auf dein Lausitzcr Platz an und besetzte die zwischen Pückler- und Eisen- bahnstraße liegende Seite des Platzes. Das erregte in der stark be- völkerten Gegend natürlich allgemeines Aufsehen, und bald hatte sich eine zahlreiche Menschenmenge angesammelt, die abwarten wollte, aus welcher Ursache die Polizeimannschaften aufgeboten waren. Im Publikum gah man der Vermutung Ausdruck, der Köpenicker PseudoHauptmann werde wohl in der Nahe sein und die Polizei sei im Begriff, ihn zu fangen Doch bald zeigte sich, daß die naiven Leute Unrecht hatten, welche glaubten, das un<»ewöhnlichc Polizeiaufgebot müsse auch eine außergewöbnlichc Ursache haben. Es schlug sechs Uhr, und aus dem Hause Lausitzer Platz 15, auf dessen Eingangstür die Polizeimannschaften ihre Aufmerksamkeit richteten, trat nicht der gesuchte Talmihauptmann, sondern der Tischlermeister Ohmann, begleitet von zehn Arbeitern, die an Stelle der vor einigen Wochen von ihm ausgesperrten Tischler Arbeits- Willigendienste verrichten. Diese Arbeitswilligen� vor einem Zu- sammentreffen mit den in der Nähe befindlichen Streikposten zu bc- wahren, das schien die Aufgabe zu sein, zu deren Lösung die Polizei zehn Mann stark, also auf je einen Arbeitswilligen ein Beamter, angerückt war. Die Streikposten, welche in aller Ruhe und mit der denkbarsten Zurückhaltung die Ohmannschen Arbeitswilligen beobachteten, hatten sich schon von Anfang an einer ganz besonderen Aufmerksamkeit der Polizei zu erfreuen. Schutzniannsposten waren immer zur Stelle. Oft sah man die Beamten mit Ohmann zusammenstehen, und wenn sich einer der ausgesperrten Arbeiter in der Nähe sehen ließ, so ge- nügte es, daß Ohinann mit dem Finger auf ihn wies, und der Be- treffende wurde zur Wache siftiert. Fast alle Ausgesperrten haben nach und nach auf diese Weise, oder weil sie auf dem Bürgersteig auf und ab gingen, Bekanntschaft mit der Polizei gemacht und Straf- befehle erhalten. Es ist die alte Geschichte, die sich bei jedem Streik und bei jeder Aussperrung abspielt: Jeder Streikposten, mag er auch der einzige Straßenpassant sein, ist ein Verkehrshindernis, und folgt er der Weisung, sich zu entfernen, nicht mit der Schnelligkeit, welche dem Beamten angemessen erscheint, so ist ihm ein Strafbefchl in Höhe von 10 bis 30 M. sicher. Dazu komnien im vorliegenden Falle noch die Liebenswürdigkeiten, mit denen Ohmann und seine Arbeitswilligen die Streikposten bei jeder Gelegenheit belästigen. Daß die Polizei tagtäglich, morgens, mittags und abends vor der Ohmannschen Werkstatt antritt, da? ist nun schon seit Wochen ein« gewohnte Erscheinung. Aber das starke Aufgebot vom Donners- tagabend hat trotzdem Aufsehen erregt. Die Ausgesperrten fragten sich, was mag wohl die Ursache des zahlreichen Erscheinens der Polizei sein, und da konnten sie nach ihren bisherigen Erfahrungen keine andere Antwort finden als die: Auf Seite der Arbeitswilligen muß etwas geplant gewesen sein, woraus sich Vorgänge a la Breslau und Nürnberg entwickeln sollten. Daraus ist ja nun allerdings nichts geworden. Mit Morphium sich das Leben zu nehmen hat in der vor- gestrigen Nacht der Assistenzarzt Dr. Jacob versucht. In bedenk- lichem Zustande wurde er in das jüdisck?e Krankeichaus gebracht. Dr. I. war im städtischen Siccheuhause in der Fröbelstraße tätig und es soll dort zwischen ihm und dem Chefarzt Dr. Gräffener zu Zerwürfnissen gekommen fein, durch die er sich in seinem Ehr- gesühl gekränkt glaubte. Ein Ausaiiimenstost eines LastfuKrwirleS mit einem Omnibus, welcher leicht die verhängnisvollsten Folgen nach sich ziehen konnte, fand gestern nachmittag! an der Potsdamer Brücke statt. Ein Omnibus der Linie Potsdamer Brücke— Frankfurter Linden tvar von der Haltestelle abgefahren und bog in langsamer Bewegung auf die Potsdamer Brücke hinauf, als von der Lützowftraße kommend ein Lastwagen gegen die Seitenwand des Omnibusses fuhr. Die Deichsekstange des schweren Gefährtes durchstieß die Omnibuswand, drang in das Innere des Wagens und traf die Gattin des Arztes Dr. K. am Rücken. Glücklicherweise war die Dame erst im Begriff gewesen, sich zu setzen. Wohl lediglich diesem Umstände hat sie es zu verdanken, daß die Stange nicht ihren Körper durchbohrte, sondern daß sie nur zu Boden geschleudert wurde. Frau Dr. K. hat arcfchemen.d nur leichtere Kontusionen davongetragen. Der.Omnibus, dessen Seitenwand zertrümmert worden war, mußte außer Betrieb geseht werden. Ein zweiter Zusamnienstoß zwischen einem GcschästSfuhrwerk und einem Köpenicker Wäscherciwagcn erfolgte gestern vormittag an der'berüchtigten„Zusammenstoß-Ecke" an der Gollnow- und Neuen Königstratze. Der aus der Gollnowstraße kommende Wäschcreiwagen wurde von'dem die Neue Königstraße passierenden Geschäftsfuhrwerk derartig angefahren, daß der erste Wagen zer- trümmert wurde. Der Kutscher sowie eine auf dem Wäschcreiwagen sitzende Frau wurden vom Bock geschleudert und erlitten nicht un- erhebliche Kopfverletzungen. Die Verunglückten wurden nach der Unfallstation gebracht. Mit zirka 3000 M. flüchtig geworden ist der bei der Likörfabrik von Hermann Meyer u. Co., Wattstr. 11/12, angestellt gewesene Kassierer Friedrich Wolle nberg. Er wurde mit der Ein- kassierung obigen Betrages beauftragt, hat diesen abgehoben und ist flüchtig geloorden. Beim Abkürzen eines Weges den Tod gefunden. Auf der Görlitzer Bahn totgefahren wurde gestern der llöjährige Fabrik- arbeitcr Alfred Lange auS KönigS-Wusterhausen. L. hatte sich auf dem Wege nach seiner Arbeitsstätte befunden und um zuzu- strecken, uberschritt er in der Nähe der Fasanerie auf offener Strecke die Gleise, wurde von der Maschine eines heransausenden Vorortzuges erfaßt, überfahren und auf der Stelle getötet. DaS Opfer einer Gasvergiftung wurde gestern der 27jährige Arbeiter Karl Zastrow aus der Neuen Schönholzerstraße 8. Z. hatte die Zentralheizung des Hauses zu bedienen und hatte sich auch gestern wieder nach dem im Keller befindlichen Heizraum be- geben, um dort Holzzu sägen. Als er nach etwa zwei Swndcn noch nickst in seine Wohnung zurückkehrte, begab sich seine Frau nach dem Keller und fand dort zu ihrem Entsetzen ihren Mann leblos am Boden liegen. Ter Heizraum war mit starkem, un- durchdringlichen Rauch angefüllt. Z. wurde sofort ins Freie be- fördert, doch waren alle Wiederbelebungsversuchs bei ihm erfolglos: oer Unglückliche hatte durch das Einatmen der giftigen Gase bereits den Tod gefunden. Zu dem großen Fabrikdrande in der DreSdenerstraße 38 wird uns im Anschluß an den gestrigen Bericht noch mitgeteilt, daß die Feuerwehr noch bis in die dritte Morgenstunde des gestrigon Sonnabends am Brandvlatze zu tun hatte. Die auf den Hof hinab- geworfenen Trümmermassen fingen immer wieder an zu schwelen. so daß sie stundenlang unter Wasser gehalten werden mußten. Der verursachte Schaden ist ganz bedeutend, läßt sich aber vor der Hand noch nicht beziffern. Die Pappschachtelfabrik von H ä h n e l und die telluloidfabrik von Noa sind am schwersten betroffen, da neben den agerbeständen auch wertvolle Maschinen mit vernichtet wurden. Eine Betriebsstörung tritt indes nicht ein, da Ersatzräume und Moschinen vorhanden sind. Beide Firmen sind zu einem Teil ver- sichert. Arbeiter- BildungSschule Berlin(Grenadierstr. 37). Der Unterricht in: Soziale Gesetzgebung fällt am Dienstag, den 23. Oktober, des außerordentlichen Zahlahendes wegen aus. Wird später nachgeholt. Mittwoch, den-4. Oktober. beginnt der Unterricht in: Naturerkenntnis(Die Ab- stammungslchre und die Lehre Darwins). Vortragender: Schriftsteller M. H. Baeg e. Gesperrt werden bis auf weiteres: Die GotzkowLky-Brücke wird behufs Umbaues vom 22. d. M. ab. die Uferstraße zwischen Bad- und Wicscnstraße wird behufs Anrampung der Brücke über dm Pauke im Zuge der Schönstedtstraße vom 20. d. M. ab. die Brom- bergerstraßc zwischen Pillauer- und Rcvalcrstraße wird behuss Aus- führung von Kanalisationsarbeiten vom 20. d. M. ab gesperrt. Berliner Voltschor. Dem bekannten Mitgliede der hiesigen Hof- oper Herrn Paul Knüpfer ist der nachgesuchte Urlaub zur Mit- Wirkung in der Wiederholung der Aufführung des«JudaS M a c c a-- Baus", welche der V o l k s ch o r am B n ß t a g, den 21. N o- v e m b e r. veranstaltet, beivilligt worden. Da die Anfsflhrung des Oratoriums am vorigen Montag in der„Neuen Welt" völlig aus- verkauft war und Hunderte keinen Einlaß mehr fanden, so ist cZ dringend zu empfehlen, sich rechtzeitig mit Karten zu der Wieder- holung, welche durch die Mitwirkimg des oben genannten Künstlers besonders hervorragend zu werden verspricht, zu versehen; diese sind schon jetzt in den bekannten Zahlstellen zu haben. Zu den Uebungen des Volkscbors, welche Freitags von 3'/z— 10 Uhr in der Aula deS Sophien- RealgyinnasiumS, Steinstr. 31—34, stattfinden, sind Gaste stets willkommen. Arbeiter- Saniariterkoloiine. 1. Abteilung. Dresdenerstr. 48: Montag abend 9 Uhr Fortsetziinq des Kursus. Vortrag über Physiologie. Referent Herr Dr. Schübel. Neue Mitglieder tonnen noch eintreten. Gäste habe» einmaligen freien Zutritt. Einschreibe- geld 28 Pf. Monatsbeitrag 23 Pf. Die Bibliothek steht den Mit- gliedern zur Verfügung. Heute Sonntag, abends 0 Uhr. im großen Saale Dresdener- straßc 48: Vortrag der praktischen Aerztin Frl. Dr. Profö über: „Einiges aus dem Gebiete der Hygiene". Nach dem Vortrage gemütliches Beisammensein und Tanz. Um zahlreiches und rechtzeitiges Erscheinen wird gebeten. Vorort- l�acbncbten. Charlottenburg. Freier Kindergarten Charlottenburg. Mittwoch, den 24. Oktober. stndet abends 8 Uhr bei Bauer. Berlinerstr. 80», ein Eltern- abend statt, an welchem der Kinderarzt Herr Dr. Borchardt- Charlottenburg einen Vortrag über«An st eckende Kinder- kra»kheiten und ihre Verhütung" halten wird. Danach freie Aussprache, Gäste sind willkommen. Ter Konsumverein Charlottenbnrg hält morgen, den 22., abends 8 Uhr, eine Generalversammlung ab, in welcher unter anderem auch Waren ausgestellt sind. Die Mitglieder und besonders die Frauen können sich bei dieser Gelegenheit von der Qualität und auch dem Gewicht überführen. Mitgtteder und besonders Ihr Frauen erscheint recht zahlreich in der Vcrsainmlung. Der Vorstand. Rixdorf. Ein Eisenbahnunglück ereignete sich gestern abend auf der Mitten« walder Bahn zwischen Rixdorf und Britz. Dort stieß eine Lokomotive auf mehrere Güterwagen. wodurch der Lokomotivführer lebenS- gefährlich verletzt wurde. In bedenklichen! Zustande wurde er nach dem Britzer Krankenhaus gebracht. Der Heizer blieb unverletzt. Lichtenberg. Durch Ueberkochen von Firnis entstand in der Farbenfabrik von Wunder am Weißenseerwcg ein größeres Schadenfeuer, bei dem leider auch drei Arbeiter schwere Brandwunden davongetragen haben. Die Firniskocherei brannte völlig aus. Tie Sanitäts- kolonne legte den verletzten Arbeitern die ersten Verbände an. Nach zwei Stunden konnte die Wehr wieder abrücken. Von Einbruchsdiebstählcn wurden in den letzten Nächten zwei Herrengardcrobengeschästc betroffen, in denen die Diebe wertvolle Beute machten. Gestern wurden am hellen Tage in den Läden des Hauses Frankfurter Allee und Rathausstraßen Ecke große Mengen Ware gestohlen. Es scheint, als ob die KrankenhanSbaufrage endlich mit etwas mehr Nachdruck behandelt werden soll. Die Gemeindevertretung besichtigte in corpore geeignete Grundstücke und versammelte sich dann zu einem privaten Meinungsaustausch. Treptow. In eine peinliche Lage geriet der Arbeiter Windrath, als er am Freitag früh mit der Stadtbahn von Treptow nach Tempelhof fahre« wollte. Der Zug war so dicht besetzt, daß er von dem Zugführer die Erlaubnis erhielt, sich im Dienstabteil placieren zu können. W. las, wie er es sonst immer tat. seine Zeitung, den„Vorwärts", das wollte aber der Zugführer nicht zugeben, weshalb er ihm daS Zeitunglesen verbot. Auf die Andeutung Windraths, daß, wenn er ein bürgerliches Blatt lesen würde, man ihm wahrscheinlich nichts in den Weg gelegt hätte, und daß er sich über den Beamten be- schweren werde, wurde auf dem Bahnhof Tempelhof seine Person festgestellt. Wir find nun neugierig, ob W., der, wie er uns selbst mitteilt, sich anständig betragen hat, noch ein Strafmandat erhalten wird. Weistensee. Bei der am Freitag stattgefundeyen Telegicrtenwahl der Arbeitgeber zur Krankenkasse hatte das Gcwerkschaftskartcll eine Liste zur Wahl gestellt, welche 41 Stimmen erhielt; die gegnerische Liste erhielt 80 Stimmen. Zum Schluß des Wahlaktes stellte sich heraus, daß die Liste der vereinigten Arbeitgcberschaft 04 Namen aufwies, während nur 01 Delegierte zu wählen waren; infolgedessen waren die gegnerisch abgegbenen Stimmen ungültig. Der Leiter der Wahl, kommissarischer Verwalter Dr. Albert, gab dieses ohne weiteres bekannt, mit der Begründung, der Aufsichtsbehörde den Entscheid über eventuelle Gültigkeit zu überlassen. Die Auf- sichtsbehörde ist in diesem Falle Herr Dr. Pape; sein bisheriges Verhalten zur Krankenkasse läßt eine günstige Entscheidung dem Gewerkschaftskartell gegenüber allerdings nicht vermuten; aber auch hier entscheidet nicht Herr Dr. Pape, sondern das Gesetz. Tegel. Die Schulnot Tegels hat sich schon zu einer Zeit eingestellt, wo die Schulgemeinde mit ihren Vorbereitungen, einem Klassenmangel zu steuern, nicht fertig ist. Die Schulleitung glaubte, daß erst Ostern 1907 weitere Schulräume benötigt werden würden. Nun sind aber zum Michaelistermin schon so zahlreiche Anmeldungen eingelaufen, !>aß die Bildung einer dritten Erstlingsklasse und einer weiteren IV M- Klasse unumgänglich notwendig wurde, falls nicht in diesen Klassen mehr als sechzig Kinder unterrichtet werden müßten. Diese Schülerzahl in einer Klasse zu vereinigen schien der Schul- leiter Rektor Martens, wie er auf eine Anftage unserem Genossen Lichtenberg erklärte, noch zu verantworten. Die Schulgemeinde- Vertretung hat beschlossen, um dem Uebelstand zu steuern, zunächst eine Schulbaracke zu errichten. Die Vorarbeiten dazu sind bereits beendet. Die Baracke wird zwei Klassenzimmer und einen kleineren Raun, für die Lehrer enthalten. Sie soll bis Ostern 1907 den Zwecken der Volksschule dienen und dann von der poli- tischen Gemeinde fiir die Kleinlinderschule übernommen werden. Aus diesen Gründen heraus hat auch die politische Ge- nicinde den Bau der Baracke, die rund 14 000 M. kosten wird, bereits auf dem Grundstück der Klcinkindcrschule in der Schöne- bergerstraße genehmigt. Die Baracke soll Mitte nächster Woche bereits aufgestellt sein. Sobald sie in Benutzung genommen wird. wäre die große Schwierigkeit, die jetzt die Unterbringung der fiir die neuen Klassen bestimmten Kinder gemacht hat. vorläufig behoben. Dann heißt eS für Tegel aber mit großer Energie an den Slufbau des bereits in den Plänen vorliegenden neuen Schulflügels zu denken, damit die Kinder-von Ostern ab nicht in ungesunden feuchten Räumen allerlei Erkältungskranlheiten ausgesetzt sind. Zossen. Am Donnerstag früh'/23 Uhr wurde die hiesige Feuerwehr alarmiert. Es brannte die in der Luckenwalderstraße gelegene Spandau. Scheune des Töpfermeisters Lorenz mit Stallung nieder. Man ver-| Fußsteig abgekommen und ins Wasser geraten. Da die fragliche mutet Brandstiftung. Am Freitagnachmittag 13 Uhr brannte es Stelle außerordentlich gefährlich ist, so gelang es ihm nicht, sich zu in der Zementfabrit, wobei der Ringofen und ein Schuppen den retten. Flammen zum Opfer fielen. Kaum von dem Brande der Zementfabrik zurüdgekehrt, mußte die Feuerwehr gestern früh 1 Uhr abermals in Tätigkeit treten. Die in der Luckenwalderstraße gelegene Scheune des Ackerbürgers Bienite brannte vollständig nieder. Mehrere ärmere Leute, welche ihre Ernte in derselben aufbewahrt hatten, haben einen beträchtlichen Schaden davongetragen. Wie das Feuer entstanden ist, ist bis jetzt noch nicht aufgeklärt. Gestern morgen 9 Uhr stürzte der Klempnermeister Reich, Barutherstraße, von dem Neubau des vier Stod hohen Hauses des Herrn Jordan, Chausseestraße. Er war beschäftigt, Dachrinnen anzulegen. R. hatte am Freitag eine Sparrlatte entfernt, um seine Arbeit besser ausführen zu können. Als er gestern wieder an feine Arbeit ging, beachtete er nicht, daß die Latte los war, und wollte sich an derselben festhalten. In demselben Moment stürzte der Unglückliche, da keinerlei Schußvorrichtung angebracht war, in die Tiefe und blieb mit schweren Verlegungen bewußtlos liegen. An feinem Aufkommen wird gezweifelt, da er einen Oberschenkelbruch und schwere innere Verlegungen davongetragen hat. Schönwalde( Bezirk Pankow). " ihm iner Borlage Gerichts- Zeitung. Flugblattverbreitung am Sonntag. Blätter den p Abtreibung durch einen Arzt. Der sprach sein Ein Das Karlsruher Schwurgericht verurteilte den praktischen Arzt Dr. Manasse ivegen Beihülfe zur Abtreibung in fünf Fällen und wegen fahrlässiger Körperperlegung in einem Fall zu zwei Jahren 10 Monaten Buchthaus und 10 Jahren Ehre Jahren 10 Monaten Buchthaus und 10 Jahren Ehre berlust. Traurige Folgen des Spaßes", einen Stuhl fortzuziehen. Wegen fahrlässiger Tötung ist am 17. Februar vom Landgericht Posen der Wiehhändler Stefan Put in Luboszesnica zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Am 28. August 1905 befanden sich der Angeklagte sowie die Polizeisergeanten S. und Sch., Die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag erledigte ein Vetter des Angeklagten und andere Personen in der Wirtschaft ihre Tagesordnung in 1½ Stunden. Einen größeren Raum in der von M.-S. verbat sich die Nedereien wegen des Portepees, Debatte nahm die Magistratsvorlage betreffend den Austausch von das er erhalten hatte, und drohte dem Angeklagten Dresche" an. Schüßengelände( rund 8140 Quadratmeter) zur Vergrößerung des Dabei war er aufgestanden. Als er sich wieder setzten wollte, zog Gasanstaltsgrundstücks gegen Ueberlassung von rund 32 560 der Angeklagte ihm den Stuhl weg. S. stürzte mit schlug mit dem Kopfe Quadratmetern Forstgelände an der Ostseite der nach. Norden ver- dem Rücken auf die Erde und schlug längerten Streitstraße an die Schüßengilde ein. Genosse Pied auf die kugelförmige Ausbuchtung eines Billardfußes. stellte im Namen seiner Fraktion den Geschäftsordnungsantrag, Angeklagte war außerordentlich erschrocken und die Mitglieder, welche zugleich Mitglieder der Schüßengilde find, Bedauern aus, daß er etwas derartiges nicht beabsichtigt habe. von der Beratung auszuschließen. Dieser Antrag rief eine längere S. stand auf, trant noch weiter Bier und ging um 19 Uhr nach Debatte hervor, in welcher betont wurde, daß die Mitglieder der Hause. Er erzählte feiner Frau den Unfall und legte sich bald zu Schüßengilde an der Magistratsvorlage fein persönliches Interesse Bett. Da er sehr laut schnarchte, holte seine Frau 11 Uhr den haben. Genosse Pied wies auf die bereits früher vertretene An- Arzt. Dieser stellte Gehirnerschütterung fest. Nachts sicht anläßlich des Ankaufs der Brüdenstraße hin, wo die bürger- 3 Uhr starb S. Wenn der Angeklagte mit dem Wegziehen des lichen Herren im Interesse der Stadt zu handeln glaubten, wenn Stuhles den S. auch nur, hat necken wollen, so war er für den Erder Stadtverordnete Müller von den Verhandlungen ausgeschlossen folg, den er als intelligenter Mann voraussehen konnte, doch ver würde. Es half jedoch nichts, der Antrag Pied wurde abgelehnt. antwortlich zu machen. Die Revision des Angeklagten wurde Der Referent über die Magistratsvorlage, Stadtverordneter am Freitag vom Reichsgerichte verworfen. Am Sonntag, den 14. Oktober cr., fand im Restaurant des Grube, wies darauf hin, daß die Gasanstalt an der Grenze ihrer Herrn Schulz eine sehr gut besuchte öffentliche Versammlung statt. Leistungsfähigkeit angelangt sei. Entweder müsse ein Neubau vorParteivergnügen eine geschlossene Gesellschaft. Genosse Willy Friedländer- Berlin referierte in recht eingehender genommen werden, der etwa 2 Millionen Mark kosten würde, oder Der sozialdemokratische Verein von Magdeburg und Umgegend Weise über den Freiheitskampf des russischen Proletariats". In aber die Gasanstalt müßte erweitert werden. Aus dem Forst- hielt am 2. Dezember 1905 im Luisenpark zu Magdeburg ein Ber der Diskussion teilte Genosse Snoost mit, daß von den Bürgerlichen gelände ließe sich weit mehr herausschlagen, als es durch den vor- gnügen ab, an dem etwa 1000 Personen, nur Mitglieder und Saalabtreibungsversuche unternommen werden; an den Gastwirt geschlagenen Geländeaustausch geschehen würde. Redner beantragte ihre Angehörigen, teilnahmen. Eine polizeiliche Erlaubnis Schulz des Vereinslokals sei man bereits herangetreten. Genosse zur Prüfung der Angelegenheit die Einsetzung einer gemischten war nicht eingeholt worden. Der Wirt Lantau wurde tegen Scheffler- Bantow forderte zur regen Agitation, insbesondere unter Kommission und den Vorstand der Schützengilde zu den Beratungen Uebertretung einer der Polizeiverordnungen angeklagt, wonach den Frauen auf; er wies auf den Wert der sozialistischen Presse hinzuzuziehen. Gasdirektor ühing gab alsdann an der Hand für öffentliche Tanzluftbarkeiten eine polizeiliche Erlaubnis hin und ersuchte die Genossen, das Lokal von Stech Differenzen des einschlägigen Materials ein Bild von dem geplanten Erweite- erforderlich ist. Die Behörde fah das Vergnügen als eine halber zu meiden. Das Resultat der Versammlung waren mehrere rungsbau. Nach Abschluß desselben würde die Gasanstalt 4½mal öffentliche Tanzluftbarkeit an. Das Landgericht Magdeburg Neuaufnahmen. so groß als die jetzige sein und 60 000 Rubikmeter Steinkohlengas sprach jedoch den Angeklagten frei, indem es ausführte: Es und 20 000 Rubikmeter Wassergas produzieren können. Hierauf handele sich hier um eine geschlossene Gesellschaft und Köpenick. wurde der Vorschlag des Referenten, eine gemischte Kommission es sei deshalb eine polizeiliche Erlaubnis nicht erforderlich gewesen. Die Stadtverordnetenversammlung von Köpenick hat am Sonn- einzusetzen, angenommen und die Stadtverordneten Grube, Eine geschlossene Gesellschaft sei ein nach außen abgeschlossener abend in einer außerordentlichen Sizung sich mit dem Dr. Engelhardt, Bender, Siefert, Makowka und Hernig gewählt. Kreis von Personen, die nach innen mit einander verbunden seien. Gaunerstreich des Räuberhauptmanns" beschäftigt, Gine längere Debate entspann sich noch bei der Festsetzung der Die Verbindung fönne beruhen auf persönlichen Beziehungen, die durch den unser Ort so plöglich und so unerwünscht zur Welt- Fluchtlinie für den westlichen Teil der Artilleriestraße; dieselbe zwischen den Mitgliedern bereits beständen oder durch die Verberühmtheit" geworden ist oder eigentlich nicht mit diesem soll nach Magistratsvorlage eine Breite von 18 Metern erhalten. einigung hergestellt werden sollten oder auf der Gemeinsamkeit Der Referent, Stadtverordneter Hülfebeck, empfahl eine Breite des sachlichen Zwecks. Die Voraussetzungen träfen hier Gaunerstreich, sondern nur mit den Folgen, die er für unsere Stadt- von 15 Metern. Die Magistratsvorlage gelangte jedoch zur An- zu. Nun fage allerdings das Oberverwaltungsgericht, daß nicht verwaltung haben soll: mit der Amtsniedelegung des nahme. Nach Erledigung einiger kleiner Vorlagen folgte geheime jeder Verein an sich eine geschlossene Gesellschaft sei und zwar verBürgermeisters Langerhans. Die war Sihung. neine es bei Vereinen als solchen den Charakter einer geschlossenen einberufen worden lediglich zu dem Zwede, Stellung au Gesellschaft dann, wenn die Mitgliederzahl eine so große, die Organi sation eine so lose und Erwerb und Berlust der Mitgliedschaft an nehmen zu diesem Schritte des Bürgermeisters und eine Vertrauenstundgebung zu beschließen. Magistrat so geringe Bedingungen geknüpft fei, daß man nicht sagen fönne, man habe es mit einem nach außen abgeschlossenen Kreis innerlich und Stadtverordnete waren fast vollzählig anwesend, als miteinander verbundener Personen zu tun. Um einen solchen der Stadtverordnetenvorsteher die Sigung eröffnete. Von Verein handele es sich hier aber auch nicht. Wenn die Zahl den 36 Mitgliedern der Versammlung fehlten nur zwei, die sich Die Verordnung des Oberpräsidenten der Provinz Sachsen vom der Mitglieder eine große sei, so erkläre es sich daraus, auf Reisen befinden. Die Zuhörertribüne war schon lange vor 17. Oftober 1905 betreffend die äußere Heilighaltung der Sonn- und daß die breite Masse des des Arbeiterstandes die Mitglieder Beginn der Sigung bis auf das allerlegte Plätzchen besetzt. Aber Feiertage verbietet, wie die gleichartigen Verordnungen in anderen stelle und es in Magdeburg sehr viele Arbeiter gebe. Auch fönne die Zuhörer waren größtenteils Beamte der Gemeindeverwaltung; Landesteilen, an Sonn- und Feiertagen alle öffentlich bemerkbaren nicht von einer zu losen Organisation gesprochen werden. Arbeiten, abgesehen von bestimmten Ausnahmen. die Kunde von dieser schleunig anberaumten Sigung schien nicht weit 40 Barteigenossen aus Halle a. S.( Nebeling und Genossen) waren Ferner müßten für den Erwerb der Mitgliedschaft gewisse VorausMehr als Eintrittsgeld und regelmäßige Beiträge müßten gezahlt werden. über den engeren Kreis des Rathauses hinausgedrungen zu sein. wegen Uebertretung dieses Verbotes angeklagt worden, weil sie am fegungen erfüllt sein. Der Vorsteher Andersen referierte kurz über die An- Vormittag des 14. Januar, einem Sonntag, in Halle Wahlrechts- Der erste Straffenat des Kammergerichts ver gelegenheit, die die Köpenicker Stadtväter zusammengeführt hatte. flugblätter in der Weise verbreiteten, daß sie, jeder in dem ihm zu warf am Donnerstag die hiergegen eingelegte Revision der StaatsDen Hauptmann und sein Spizbubenstücklein überging er zunächst geteilten Bezirk von Haus zu Haus gingen und inner- anwaltschaft, weil die Revision an der ohne Rechtsirrtum getroffenen die der Häuser mit Schweigen. Er meldete nur, daß der Bürgermeister wegen der Halb verteilten. Die Blätter tatsächlichen Feststellung des Landgerichts scheitere. tränkenden Angriffe, die gegen ihn gerichtet worden seien, sein Amt wurden während des Ganges über die Straße von und nur von wenigen in der Hand niedergelegt habe, und verlas dann das folgende Schreiben des eschreiben des meiſten versteckt getragen und zwar zusammengerollt. Die Anzahl der von Bürgermeisters: ben einzelnen verteilten Blätter war nur eine verhältnismäßig geDurch die Art und Weise, wie am 16. d. M. die hiesige ringe. Mit Rüdsicht auf diese Umstände sprach denn auch das Stadtkaffe beraubt worden ist, sind der städtischen Verwaltung öffengericht alle die Angetlagten frei, indem Ungelegenheiten erwachsen. Es ist leicht, hinterher flug es in dem Tun derselben teine Arbeit" jah. Das 2 and zu reden. Dhne aber auf die Vorgänge vom 16. d. M. näher gericht alle als Berufungsinstanz hob aber dies eingehen zu wollen, bin ich mir bewußt, daß in allen Fällen, in Urteil auf und verurteilte alle Angeklagten zu Geld. denen das Gesamtinteresse der Stadt in Frage kommt, die strafen bon je fünf Mart, eventuell zwei Tagen Haft. Das Münchener Landgericht verurteilte nach mehrtägiger Berformelle Verantwortung der Leiter der Verwaltung auf sich Den oben mitgeteilten Tatbestand hielt das Landgericht zwar handlung den Kaufmann August Rossel aus Schöneberg bei festgestellt, nahm aber gleichwohl im Gegensas Berlin zu zwei Jahren Gefängnis und fünf Jahren nehmen soll. Infolgedessen lege ich mein Amt als Bürgermeister auch für zum Schöffengericht die Berrichtung einer öffentlich bemerk- hr berlust, den Kutscher Mathias Schmidt aus unsernherrn der Stadt Köpenick nieder und hoffe, hierdurch im Interesse der baren Arbeit an. Es sagte: Bei dem hier stattgefundenen Ver- bei Ingolstadt zu ein Jahr neun Monaten Gefängnis, Stadtgemeinde zu handeln.". teilen übersteige das Gehen von Haus zu Haus und von den Biegeleiarbeiter Georg Appe II aus Unfernherrn zu zwei Sodann verlas der Vorsteher den der Versammlung zur Kenntnis- Stod wert zu Stodwert das Maß von Anstrengung, das Monaten Gefängnis wegen Betruges. Es handelt sich nahme vorgelegten Beschluß des Magistrats, ber fein Be- man gewöhnlich aufwende für Zwecke des Vergnügens und der Er wieder einmal um die sogenannte Schönauersche Millionenerbschaft, dauern über die Amtsniederlegung ausspricht. Der Bürgermeister holung. Es sei deshalb eine" Arbeit". Aber auch eine„ öffentlich mit der sich fchon feit 30 Jahren deutsche Gerichte zu Langerhans", so versichert der Magistratsbeschluß, hat sich das Ver- bemerkbare" sei es, denn es müsse auffallen, wenn jemand von Haus beschäftigen haben. Anfangs der 70er Jahre tauchte in den trauen der Bürgerschaft in so hohem Maße erworben und genießt es zu Haus gehe und in jedem Hauſe verſchwinde, selbst wenn der verschiedensten Orten Deutschlands das das Märchen auf, in auch heute noch so unumschränit, daß die ganze Stadt es schmerz- Beck für den Beobachter nicht ersichtlich sei, wie bei denjenigen, die Argentinien sei der Bierbrauer Johann Schönauer aus Ingolstadt unter Hinterlaffung ungeheuerer Reichtümer und ohne legtlich empfinden würde, wenn er auf der Niederlegung feines die Blätter unter den Kleidern trugen. Gegen dieses Urteil legten 42 Angeklagte Revision beim willige Verfügung verstorben. Diese Legende ist längst durch beAmtes beharren würde". Rammergericht ein. Sie rügten zunächst ungültigkeit der Ver- hördliche Aufklärung zerstört worden, nicht Willionen, sondern einige Der Versammlung wurde vom Vorsteher der Antrag borordnung des Oberpräsidenten und machten ferner unrichtige An- tausend Taler hat dieser Schönauer hinterlassen und ist diese Hinter gelegt, sich dieser Vertrauenstundgebung anwendung der Verordnung geltend. Der Begriff der öffentlich laffenschaft schon längst an die Erbberechtigten ausbezahlt zuschließen. Bürgermeister Langerhans sei, so meinte Herr bemerkbaren Arbeit sei verkannt, indem das Landgericht das Ver worden. Und da die Dummen nicht alle werden, finden Andersen, in der Presse in der unwürdigsten Weise verunglimpft teilen innerhalb der Häuser für die Annahme einer solchen fich immer wieder Leute, die auf den Schwindel hereinfallen worden, dagegen müsse Berwahrung eingelegt werden. Langerhans herranziehe. Wenn man davon abfähe, wie es rechtmäßig not und es ist bezeichnend, daß Roffet die gebildeten Streise für um nam habe Köpenicks Gedeihen gefördert, darum solle die Versammlung wendig sei bei Beurteilung der hier strittigen Frage, dann bleibe und es ist bezeichnend, daß Rossel die gebildeten Streise für ihn ersuchen, seinen Schritt rückgängig zu machen. Die Debatte über diesen Antrag war ganz furz; zum teine Arbeit gefunden werden, denn dabei trete feine solche Beute ihnen zur Beitreibung der Erbschaftsangelegenheit Geld vorstellten Gewinnanteile von 3-400 000 W. in Aussicht, wenn die Wort meldete sich nur ein Mitglied der sozialdemokratischen törperliche Anstrengung in die Erscheinung, wie sie mit einer Arbeit strecken würden; auf diese Weise gelang es den Angeklagten zum Fraktion. Unser Genoffe Herbst gab die Erklärung ab, die verbunden sei. Teil bedeutende Summen herauszulocken. Zum Teil hatte Rossel Der erste Straffenat des Rammergerichts hob am die schwindelhaften Angaben seiner Mitangeklagten bestätigt, teilFraktion sei zu der Ueberzeugung gelangt, daß nicht den Bürgermeister die Schuld an dem über die Stadt hereingebrochenen Un- 18. Ottober das landgerichtliche Uteil auf und weife lockte er selbst hohe Beträge heraus. Unter der Angabe, daß glüd trifft, sondern daß nur die Auswüchse des volksverbummenden verwies die Sache zur nochmaligen Verhandlung die Erbschaft 75 millionen betrage, stellte ihm Oberstleutnant Militarismus derartiges möglich gemacht haben. Herbst hob an das Landgericht zurück. Begründend wurde ausgeführt: Monstrot in Berlin in den letzten vier Jahren allein 7000 M., OberAn fich faffe das Landgericht den Begriff Arbeit ganz richtig stabsarzt eleift- Berlin 3500 M. und Direktor Charles Bujostowieck hervor, daß Bürgermeister Langerhans in seiner Amtsführung auf. Es gebe aber hier ben Tatsachen eine Rubin Berlin 150 M.. zur Verfügung, zur Verfolgung ihrer angeblichen stets unparteiisch gewesen sei und versucht habe, allen gerecht zu anwendung, die juristisch anfechtbar sei. Das Land- Ansprüche. werden, soweit das in seiner Macht stand. Demnach schließe die gericht sage:" Das Gehen von Haus zu Haus fällt auf, das HinaufFraktion sich der Vertrauenskundgebung an. und Hinabsteigen der Treppen ist erheblich anstrengend, also liegt Damit war die Debatte zu Ende. Die Abstimmung ergab eine öffentlich bemerkbare Arbeit vor." Das genüge aber nach In welcher Art die Paragraphen des Strafgesetzbuchs dazu her Meinung des Senats nicht. Was sich in den Häusern zu halten müssen, die Ausübung des Koalitionsrechts zu erschweren, einstimmige Annahme der Erklärung, die so lautet: „ Die Bersammlung nimmt mit Bedauern Kenntnis von irage, sei eben nicht öffentlich wahrnehmbar. Es müsse darum zeigt nachfolgender in Augsburg verhandelter Fall: für die Beurteilung ausscheiden die Anstrengung, dem Schreiben unseres Herrn Bürgermeisters und ersucht den bie mit dem Treppensteigen verbunden sei. Das Herrn Bürgermeister, seinen Antrag zurückzuziehen und die Landgericht müsse nunmehr feststellen, ob das bloße Geben von Geschäfte unserer Stadt fernerhin zum Haus zu Haus und das Tragen der Blätter babei trotz des Streitbrnchs noch weiter Streifunterstützung bekomme. Segen der Gemeinde zu führen." To anstrengend gewesen sei, daß es als Arbeit gelten als er die Auskunft erhalten, verließ er die Baustelle ruhig Die Sigung, die begreiflicherweise in ziemlich gebrüdter tönne. wie er sie betreten hatte. Der Baumeister aber ging hin und Mit anderen Worten: dem Kammergericht wird vor seiner im Stimmung verlief, wurde nach knapp 20 Minaten geschlossen. Der Bürgermeister hatte selbstverständlich nicht daran teilgenommen. Gegensatz zu früher aufgestellten neueren Rechtsprechung, das Ver- zeigte den Streifenden an. Eine Verurteilung aus§ 153 konnte beim besten Willen nicht eintreten. Jedoch bestrafte ihn das Schöffenteilen von Flugblättern stelle eine Arbeit" dar, selbst bange, zumal gericht Augsburg wegen„ Hausfriedensbruch"; da der Angeklagte bekanntlich fürzlich in Konsequenz dieses fammergerichtlich betätigten heißt es in der Begründung des Urteils fich bei Begehung des Friedrichshagen. Irrtums ein findiger Amtsvorsteher auf den Gedanken gekommen war, das Tragen eines Topfes Wasser als berbotene Sabbatarbeit Hausfriedensbruchs vollständig ruhig verhalten hat, erkannte das Gericht„ nur“ auf 6 M. Geldstrafe. anzusehen. Gs überläßt nunmehr den Landgerichten, ob sie in Die„ urteilslose Masse" wird nicht begreifen können, warum der talmudisch- jüdischem Sinn aus einer straflosen Beschäftigung“ eine streifende Maurer wegen Hausfriedensbruch" bestraft werden konnte, verbotene Sonntags arbeit feststellen" wollen. Wenn das zumal das Gericht selbst erflärte, daß der Hausfriedensbruch" Hallenser Landgericht aus der straflofen und nüglichen Verbreitung vollständig ruhig vor sich gegangen ist. Zur Begehung eines von Flugblättern am Sonntag eine öffentlich bemerkbare Arbeit" weil Trepp auf Trepp ab gegangen wird, konstruieren sollte, so Hausfriedensbruchs gehört doch das Bewußtsein rechtswidrigen wäre die unabweisliche Konsequenz, daß künftighin sämtliche Leute, Das geheimnisvolle Verschwinden des Arbeiters Domle, der, wie die von Kneipe zu Kneipe, alle Personen, die von Laden zu Laden, Zentral- Kranken- und Begräbniskaffe für Frauen und Mädchen wir berichteten, bermißt wurde, hat jetzt seine Aufklärung gefunden. und sämtliche besseren Hälften der Staatsanwälte und Richter unter Deutschlands( E. H. 26.) Offenbach a. M. Berwaltungsstelle Berlin I. D. ist in der Nähe seines Wohnortes als Leiche aus der Spree ge- Anklage gestellt werden, wenn sie sich beifallen ließen, am Sonntag Soonntag, den 21. Ottober 1906, abends 7 Uhr: Hauptversammlung im landet worden. Die Gerichtsfommission stellte jedoch durch einen Besuche abzustatten oder gar so zu fochen, daß der Rauch öffentlich Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 3. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht Lokaltermin am Tatort fest, daß der Verschwundene nicht das Opfer bemerkbar wird. Dann überträfe freilich die moderne Judikatur vom 2. und 3. Quarttal 1906. 2. Vortrag des Herrn Stadtverordneten eines Verbrechens, sondern eines verhängnisvollen Unglücksfalles ge- die rabulistischen Auslegungen jüdischer Sabbatheiligung. Prächtige Dr. 3. Zadel über Frauenleiden". 3. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Achtung! Heimarbeiterinnen der Wäsche, Krawatten, worden ist. D. hatte in dem Restaurant Spreeterraffe eine Ver- Aufgabe für eine halbe Wandel gelehrter Richter, festzustellen, ob Schürzen, Korsett und Blusenbranche. Am Dienstag, den 28. d. M., abends 8, Uhr, findet bei Punzel, Stralsunderstr. 26, eine Mitgliederfammlung des Turnvereins besucht und war abends auf dem Heim eine Beschäftigung, die keine Arbeit ist, eine Arbeit sei? versammlung statt. Mitglieder werden aufgenommen. Die Sektionsleitung. wege in der Dunkelbeit von dem neben der Spree entlang laufenden " Ein gefahrbrohender Brand entstand gestern nachmittag zwischen 2 und 3 Uhr vor dem Hause Rahnsdorferstr. 9. Dort war ein großer Verschlußmöbelwagen in Brand geraten und wurde bis auf Bas eiserne Gestell ein Raub der Flammen. Durch fräftiges Wassergeben der freiwilligen Feuerwehr konnte ein Umsichgreifen des Feuers auf die nahestehenden Gebäude verhindert werden. Hangelsberg. " Millionenerbschaftsschwindel. nur das Gehen von Haus zu Haus und das Deffnen der Haustüren diesen Schwindel gewinnen und sie zum Teil hafte Beträge schädigen konnte. Die Mitangeklagten Rossels " Darin aber könne Justiz gegen Ausübung des Koalitionsrechts. offene Baustelle und fragte einen dort stehenden Bekannten nach dem In einem Vorort Augsburgs betrat ein streifender Maurer eine Ramen eines neuen Streifbrechers, um zu verhüten, daß der Mann Handelns. 群 - Total- Auflösung. Vollständig reeller Ausverkauf der Firma M. SCHNEIDER& Cie. Spittel- Markt 11 Blusen SPEZIAL- KAUFHAUS für schwarze und farbige Kleiderstoffe, Seidenstoffe, Leinen- und Baumwollwaren, fertige Wäsche, Trikotagen, Unterröcke, Schürzen, Korsetts, Gardinen, Portieren, Teppiche, Läufer, Tisch-, Stepp-, Schlaf- und Bettdecken. Ecke Kurstraße. Kostümröcke ANANANANANANANINININANANANANA SEX COMURC UND WERKENWING TORRAGEND SISTUNGAN ALUSTONG VERDIENST HOLLE AUSSTELLUNG Staatspreise. Goldene Medaillen. LEIPZIG 1901 Ehrenpreise. SA ТРУДОЛЮБІВ ИСКУССТВО оть и ECTEPCTBL ANCOB BERLIN SO. Köpenickerstr. 121, Eckhaus. BERLIN SO. 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Sonntag, den 28. Oktober: Mignon.( Anfang 7 Uhr.) Lessing- Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Rosenmontag. Abends: Das Blumenboot. Montag: Das Blumenboot. Dienstag: Hedda Gabler. Mittwoch und Donnerstag: Das Blumenboot. Freitag: Hedda Gabler. Sonnabend: Das Blumenboot. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die berfunkene Glode. Abends: Das Blumenboot. Montag: Das Blumenboot. Deutsches Theater. Sonntag: Der Liebestönig. Montag und Dienstag: Das Wintermärchen. Mittwoch: Der Kaufmann von Venedig. Donnerstag: Das Wintermärchen. Freitag: Ein Sommernachtstraum. Sonnabend, Sonntag und Montag: Das Wintermärchen. Neues Theater. Sonntag und Montag: Die Hochzeit von Poël. Dienstag: Der bürgerliche Edelmann. Der Stammgast. Mittwoch, Donnerstag und Freitag: Die Hochzeit von Boël. Sonnabend: Die Condottieri.( Anfang 72 Uhr.) Sonntag: Die Condottieri.( Anj. 8 Uhr.) Theater des Westens. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Undine. Abends: Das Schüßenliefel. Montag: Der Zigeunerbaron. Dienstag: Die Zauberflöte. Mittwoch: Das Schüßenliesel. Donnerstag: Die Fledermaus. Freitag: Die Zauberflöte. Sonnabend nachmittag 3 Uhr: Othello. Abends: Die drei Rolandsknappen. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Bauberflöte. Abends: Die drei Rolandsknappen. Montag: Die drei Rolandsknappen. Schiller Theater O. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Maria Stuart. Abends: Die Kinder der Erzellenz. Montag: Der Herrgottsmarter. Zum Einsiedler. Dienstag: Die Hoffnung auf Segen. Mittwoch: Der Herrgottstarter. Zum Einsiedler. Donnerstag: Hasemanns Töchter. Freitag: Die Hoffnung auf Segen. Sonnabend: Der Herrgottswarter. Zum Einsiedler. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Hoffnung auf Segen. Abends: Die rote Robe. Montag: Hasemanns Töchter. Sonnabend: Die rote Robe. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Weh' dem, der lügt. Abends: Hasemanns Töchter. Montag: Die rote Robe. Berliner Theater. Sonntag und die folgenden Tage: Sherlod Holmes. Lustspielhaus. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Familientag. Abends: Verwehte Spuren. Montag bis Sonnabend: Verwehte Spuren. Sonntag nachmittag 3 1hr: Der Familientag. Montag: Verwehte Spuren. Lorking Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Freischük. Abends: Der Barbier von Sevilla. Montag: Der Troubadour. Dienstag: Undine.( Anfang 7 Uhr.) Mittwoch: Bar und Zimmermann. Donnerstag: Undine. Freitag: Der Wildschüß. Sonnabend: Fra Diavolo. Sonntag Abends: Undine. nachmittag 3 Uhr: Der Waffenschmied. Montag: Der Wildschütz. Abends: Kasino Theater. Sonntag nachmittag 4 Uhr: Hotel Klingebusch. Täglich abends 8 Uhr: Alexander der Große. Nächsten Sonntag nachmittag 4 Uhr: Madame Bonivard. Balast Theater. Die Loreley. Spezialitäten. Walhalla Theater. Spezialitäten. Reichshallen: Theater. Stettiner Sänger. Metropol Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Auf ins Metropol. Abends und die folgenden Tage: Der Teufel lacht dazu. Spezialitäten. Apollo Theater. Sonntag nachmittag 3, Uhr: Familienvorstellung. Abends 8 Uhr und die folgenden Tage: Berlin im Omnibus. Spezialitäten Passage Theater. Allabendlich: Spezialitäten. Wintergarten. Spezialitäten. Karl Haverland- Theater. Spezialitäten. Komische Oper. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Carmen. Folies Caprice. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Soll und Haben. Lakmé. Montag: Hoffmanns Erzählungen. Dienstag: Carmen. Mittwoch: Nach dem Zapfenstreich. Abends täglich: Serenissimus August XXVI. Lakmé. Donnerstag: Hoffmanns Erzählungen. Freitag: Lalmé. Sonn- Das Modell und Das Provinzmädel. Nächsten Sonntag nachmittag abend: Carmen. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Carmen. Abends: Lakmé. 3 Uhr: Soll und haben. Nach dem Zapfenstreich. Montag: Unbestimmt. Deutsch- Amerikanisches Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Er und Jch. Abends 8 Uhr und die folgenden Tage: Im wilden Westen. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Er und ich. Kleines Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Nachtasht. Abends: Man kann nie wissen. Montag: Ein idealer Gatte. Dienstag: Man kann nie wissen. Mittwoch und Donnerstag: Ein idealer Gatte. Freitag: Uranta Theater. Taubenstraße 48/49. Sonntag, Montag, DiensMan kann nie wissen. Sonnabend: Ein idealer Gatte. Sonntag nach: tag und Mittwoch: Die Mosellande und ihr Weinbau. Von Donnerstag, mittag 3 Uhr: Nachtasyl. Abends: Ein idealer Gatte. Montag: Man ab allabendlich: Sizilien. Im Hörsaal: Dienstag: Der Stickstoff und fann nie wissen. seine Verbindungen. Mittwoch: Das photographische Objektiv. Donnerstag Trianon- Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Loulou. Alabendlich um 6 Uhr: Die Organe des tierischen Körpers; um 8 Uhr: Von den allDer Hausfreund. gemeinen Lebenserscheinungen. Sonnabend: Die chemischen StromLuisen- Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Elfe vom Erlenhof. wirkungen. Im Hörsaal der Sternwarte in der Invalidenstraße: Abends: Ein Wintermärchen, Montag: Ein Wintermärchen. Dienstag Dienstag: Die Schwere der Erde. und Mittwoch: Ein Voltsfeind. Donnerstag: Ein Kind des Glücks. Freitag: Ein Wintermärchen. Sonnabend nachmittag 4 Uhr: Hänsel und Gretel. Abends: Ein Wintermärchen. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Ein Wintermärchen. Abends: Ein Volksfeind. Montag: Die Jungfrau von Drleans. Zentral Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Fledermaus. Allabendlich: 1001 Nacht. Nächsten Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Bett elstudent. Bernhard Rose- Theater( früher Carl Weiß- Theater). Sonntag nachAbends 8 Uhr: Berliner Kinder. mittag 3 Uhr: Die Bluthochzeit. Montag und Dienstag: Berliner Kinder. Von Mittwoch ab: Ausgewiesen. Sonnabend nachmittag 4 Uhr: Aschenbrödel. Thalia- Theater. Sonntag nachmittag 3, Uhr: Charleys Tante. Allabendlich: Wenn die Bombe plagt. Sonnabend nachmittag 22 Uhr: Wilhelm Tell. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Bis früh um Fünfe. Residenz Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Eine Hochzeitsnacht. Allabendlich: Triplepatte. Nächsten Sonntag nachmittag 3 Uhr: Schiller- Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag nachmittag 3 Uhr: Weh dem, der lügt. Abends: Die rote Robe. Montag: Donna Diana. Dienstag: Die rote Robe. Mittwoch: Donna Diana. Donnerstag: Die rote Robe. Freitag: Frau Inger von Destrot. Eine Hochzeitsnacht. Gr. FrankfurterStraße 126. Eingegangene Druckfchriften. Tierschukkalender für das Jahr 1907. Portofret Preis 10 Pf. Verlag Berliner Tierschutzverein. Berlin SW. 11. Dr. Th. Barth und D. Fr. Naumann. Die Erneuerung des Liberalismus. Preis 40 Pf. Buchverlag der Hilfe". Berlin Schöneberg. Statistik der volkstümlichen Universitätsfurse in Wien in den Jahren 1901/ 1902-1904/ 1905. Bericht über die volkstümlichen Universitätsvorträge der Wiener Universität im Studienjahre 1905/1906. Jm Selbstverlage der t. t. Universität Wien. 1906. Achim von Arnims ausgewählte Werke in vier Bänden. Heraus: gegeben und mit Einleitungen versehen von Mar Morris. Mit des Dichters Bildnis und einem Briefe als Handschriftenprobe. XXXVIII, 941 G. Broschiert 1,50 M., in Leinenband 2 M., feine Ausgabe 3 M., Luxusausgabe 4 M. S.Weissenberg Eckhaus Koppen- Straße. Größtes Spezial- Geschäft für Kleiderstoffe u. Seidenwaren. 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