Nr. 249. Abonnements- Bedingungen: abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pig. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Bost Zeitungs. Breisliste. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Marl, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Bumänien, Schweben und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 23. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Pig. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgebruďte) Wort 20 Bfg., jedes weitere Wort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., jebes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 11hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Zelegramm Adresse: Sozialdemokrat Berila Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsbrecher: Amt IV. Nr. 1983. Arbeiter als Schutztruppe der Reaktion. Donnerstag, den 25. Oktober 1906. - Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. 9r. 1984. rückt heran. Es herrscht allgemeine Dürre auf fozial- Boltsvereins in den Versammlungen zu bepolitischem Gebiete; die Lebensmittelteuerung drückt das Volk; fprechen, seine Flugblätter zu verteilen die politischen Sünden häufen sich das Zentrum, das an b. h. im Dienste des Zentrums tätig zu sein. alledem hervorragend beteiligt ist, weiß, was ihm bevorsteht: Die christlichen Gewerkschafter verpflichten, auch Mitglieder eine gewaltige Abrechnung, die namentlich im industriellen der Arbeitervereine zu werden, heißt nichts mehr und nichts Westen Deutschlands, wo die Sozialdemokratie in den großen weniger, als sie auf das Zentrum( und das ihm verwandte Vor drei Jahren fand in Frankfurt am Main der städtischen Wahlkreisen ihm bedenklich nahegerückt ist, übel für Stöckertum) verpflichten. erste deutsche Arbeitertongreß" statt. Unter die Partei des Boltsbetruges und Voltsverrates ausfallen Die Unterordnung der christlichen Gewerkschaften unter diesem anmaßlichen Namen tagte dort eine Versammlung von wird. Da gilt es noch einmal die äußersten Kräfte anspannen die Herrschaft des Zentrums ist damit offenkundig. Wir Leuten, die sich als die Vertreter der„ religiös und national und sich der Arbeiterschaft, soweit sie noch nicht der Sozial- wissen, daß, wenn wir dergleichen feststellen, von der Gegengesinnten Arbeiterschaft Deutschlands" bezeichneten. Die Dr- demokratie verfallen ist, zu versichern. feite auf das Verhältnis der Gewerkschaften zur Sozialganisationen, die hinter ihnen standen( christliche Gewerk- Diesem Zwecke dient offenbar der Aufruf an die christlich- demokratie hingewiesen wird. Als ob sich damit das Verschaften, katholische und evangelische Arbeitervereine, anti- nationale" Arbeiterschaft Deutschlands, der dieser Tage durch hältnis der christlichen Gewerkschaften zum Zentrum vergleichen semitische Kaufmannsvereine usw.) umfaßten angeblich die Presse ging. Darin wird hingewiesen auf die Stultur ließe! Was ist die Sozialdemokratie? Eine Arbeiterpartei. 600 000 Mitglieder, und ihre Frankfurter Tagung sollte er- mission" der christlichnationalen" Arbeiterbewegung, die hin und was find unsere Gewerkschaften? Arbeiterorganisationen. weisen, daß die deutsche Arbeiterschaft doch noch nicht ganz der strebt einerseits auf die Vertiefung des religiösen Gedankens Was ist natürlicher, als daß die politische mit der wirtschaftSozialdemokratie verfallen sei und daß auch die„ christliche und und sittlichen Strebens" im Arbeiter, die allgemein soziale lichen Organisation der Arbeiter Hand in Hand geht, nationale" Arbeiterschaft die Interessen ihrer Klasse und speziell sozialpolitische Schulung"-durch die konfessionellen damit sie sich gegenseitig ergänzen, sich ftüßen und wahrzunehmen wisse. Ferner sollte die Frankfurter Arbeitervereine; andererseits auf die Wahrung berufswirtschaft- fördern. Was aber ist das Zentrum? Eine Partei Zagung dazu dienen, die nichtsozialdemokratischen Arbeiter- licher Interessen in den christlichen Gewerkschaften. mit agrarisch tapitalistisch zünftlerischen treise einander näher zu bringen. Vor allen Dingen ver- Konfessionelle( katholische und evangelische) Arbeiter- Interessen. Eine Arbeiterorganisation, die sich dieser hießen sich die Hintermänner des Unternehmens eine günstige bereine und christliche Gewerkschaften feien wei Partei unterordnet, ihr zu Macht verhilft, um selber das Einwirkung auf die Regierung im Sinne der bürgerlichen Armen zu bergleichen, die der christliche Arbeiter fünfte Rad am Wagen zu spielen, verrät die ArbeiterSozialreform. Wenn hier nichtsozialdemokratische Arbeiter zur Hebung seiner Standeslage gleicherweise gebrauchen intereffen, macht die ihr folgende Arbeiterschaft dienstbar den bon tadellos guter Gesinnung" Forderungen( Regelung des muß." Dann wird darauf hingewiesen, daß ein eigenen Feinden. die " Die russische Revolution. Roalitionsrechtes, Reichsvereins- und Versammlungsrechts, großer Teil der christlichnationalen" Arbeiterschaft Deutsch- Was das Zentrum den Arbeitern zu geben vermag, ist Arbeitskammern, gesetzliche Anerkennung der Arbeiterberufs- lands fich der Notwendigkeit beider Standesorganisationen mur ein winziger Teil dessen, worauf die Arbeiterklasse bereine usw.) stellten, so würden sich, dachte man, Regierung bis heute nicht bewußt geworden" set. Es gebe Tausende Anspruch hat, ist nur ein Weniges im Verhältnis und Parteien beeilen, diese Forderungen zu erfüllen, womit von Arbeitervereinlern, die nicht den christlichen Gewert zu dem Bielen, was das Zentrum den Arbeitern man zugleich die Behauptung, daß die Sozialreform nur vereinen, und Tausende von Gewerkvereinlern, die nicht den durch seine Zoll- und Steuerpolitik, durch seine Beder Furcht vor der Sozialdemokratie und damit eigentlich Arbeitervereinen angehörten ein Zustand, der von beiden willigungsluft für Heer, Marine und Weltpolitik nur diese Partei zu danken sei, zu widerlegen hoffte. Seiten als mißlich, als Schwächung der Stoßkraft der Be- nimmt. Und angenommen, die sozialpolitischen Forderungen Besonders glaubte das Zentrum, das sich mit großem wegung" angesehen werden müsse. Bum Schluß heißt es: der ,, Christlichnationalen" würden erfüllt, was bedeutete es Elfer für die Frankfurter Veranstaltung ins Zeug legte, seinem" Diesem Zustand abzuhelfen, haben sich die unterzeichneten gegenüber der Fülle sozialer Not und politischen Druces, Ansehen als sozial gesinnte Partei aufzuhelfen und seinen Verbände der fonfeffionellen Arbeitervereine beider Konfeffionen worunter die Arbeiterklasse seufzt, was bedeuten Dinge wie Schüßlingen, den christlichen Gewerkschaften und katholischen und der chriftlichen Gewerkschaften zu einem gemeinsamen Vor- Arbeitskammern und Rechtsfähigkeit der Berufsvereine gegenArbeitervereinen, vermehrten Anhang zu berschaffen. Aber gehen geeinigt. Sie wenden sich im vorliegenden Aufruf an die über einer Frage wie dem preußischen Dreitlassendieser Hoffnungen und Berechnungen haben sich nicht erfüllt. chriftlichnationale Arbeiterschaft ihres Verbreitungsgebietes, fie mahlunrecht, zu dessen Beseitigung das Zentrum feinen „ Von den Forderungen des Frankfurter Kongresses," schreibt wollen diefelbe, fußend auf der hier gegebenen Begründung unter Finger rührt! Für die Arbeiterklasse in Preußen- Deutschland Kölnische Boltszeitung" in einer ihrer letzten Nummern, Hinweis auf das gewaltige Anwachsen der fozial- fommt es wahrhaftig nicht auf ein bißchen mehr oder weniger ist zwar bis jetzt teine einzige auch nur teil. bemokratischen Bewegung und der die Arbeiterbewegung, Sozialpolitik im christlich- nationalen Sinne, sondern auf die weise erfüllt worden, wie überhaupt die sozial- die soziale Reformarbeit wie bas Boltswohl schädigenden Ten- Frage an: wie und wann wird diesem System von Willfür politische Gesezgebungsmaschine in den letzten denzen der heutigen Sozialdemokratie auffordern: Mitglieder der und Rechtlosigkeit, von Beschränktheit und Unfähigkeit, das Jahren äußerst wenig produttiv gearbeitet hat. In christlichen Bewerkschaften, tretet ein in die tonfeffionellen von Preußen aus sich unheilvoll über das gesamte Reich erAussicht steht nur die Verleihung von Korporationsrechten an die Arbeitervereine eurer Stonfeffion! Mitglieder der fonfessionellen streckt, ein Ende gemacht und damit die Grundlage geschaffen, Berufsorganisationen. Was aber diesbezüglich von den Plänen Arbeitervereine, tretet den christlichen Gewerkschaften bei! Chriftlich von der aus erst die Bestrebungen der Arbeiterklasse mit Ausder Regierungen durchgefickert ist, hat die Arbeiterschaft nicht nationale better! Durch die Bugehörigkeit zu den beiden ficht auf Erfolg weitergeführt werden können. gerade mit großen Hoffnungen erfüllt, eher mit Mißtrauen. Trop Organisationen verbrüdert euer fulturelles Streben, im eigenen, Dieses System zu erhalten, ist aber im Bunde mit den der Audienz, welche der Reichstanzler im Dezember 1908 wie im Interesse des Standes und der nationalen Wohlfahrt 1" reaktionären Parteien vor allen Dingen das Zentrum beeiner Deputation des Frankfurter Kongresses gewährt hat, ist Unterschrieben ist der Aufruf von dem Verband der müht. Wer als Arbeiter dieser Partei dient, verlegt seiner Staffe das praktische Ergebnis der Bemühungen der christlichnationalen tatholischen Arbeitervereine Westdeutsch damit den Weg zum höheren Aufstieg und zur endlichen BeArbeiterschaft um eine Befferstellung ihres Standes, um Gleichlands, dem Verband tatholischer Arbeiter freiung. Das Zentrum weiß, weshalb es die christliche Gewerkschaftsberechtigung mit anderen Ständen also geradezu tläglich bereine Süddeutschlands, dem Gesamtverband bewegung und jetzt die christlichnationale Arbeiterbewegung mager." evangelischer Arbeitervereine, dem Gesamt- ins Wert sett. Es gedenkt sich eine gefügige Schutztruppe zu Es ist eben ein Unsinn zu glauben, die Regierung werde verbande der christlichen Gewertschaften. Das schaffen, durch die es seiner reaktionären, volts- und arbeiterfreudigst die Forderungen der Arbeiter erfüllen, wenn sie nur tleritale Element überwiegt, wie man sieht, in einem Maße, feindlichen Politik nach unten zu eine Stütze zu geben und mit geziemender Bescheidenheit und mit der Versicherung daß man geroft von einem ultramontanen Unternehmen bem sozialdemokratischen Ansturm im Jahre 1908 begegnen religiöser und nationaler Gesinnung erhoben würden. Die reden tann, das sich des neutralen Aussehens oder auch der zu können meint. Regierung denkt in diesen Dingen nicht anders als das Unter- inneren Verwandtschaft wegen die Stöckerleute von der nehmertum über die Gewerkschaftsbewegung: auch diesem ist evangelischen Seite angegliedert hat. Wie die Kölnische es einerlei, ob eine Forderung auf Lohnerhöhung oder Voltszeitung" mitteilen tann, ist bereits für die nächste Zeit Massenausweisungen. Arbeitszeitverkürzung von christlicher oder sozialdemokratischer feitens der at dem Aufruf beteiligten Organisationen eine Die B. 8." erhielt folgende Privatdepesche: Seite erhoben wird. Die Regierung ist das Werkzeug der gemeinsame gegenseitige Agitation auf der ganzen Linie geplant: herrschenden Gesellschaftsordnung, in deren Sinne und deren gegenseitiger Austausch der Mitgliederlisten, Petersburg, 24. Oftober. Die russische Regierung fündigte Interesse sie tätig ist, und wenn sie etwas für die Arbeiter gemeinsame Propagandaversammlungen, intensive, planmäßig wiederholt den Erlaß von Gesetzen an, die das Los des flaffe tut, so geschieht das nicht, weil sie von gutgesinnten durchzuführende Hausagitation sollen zur Anwendung kommen. Judentums verbessern sollen. Die Taten der Regierung Arbeitern bescheiden darum gebeten, sondern weil sie durch Auch wenn der Hinweis auf das gewaltige Anwachsen freilich stehen in krassem Widerspruch zu ihren Versprechungen. die Rücksicht auf die Macht des Klassenbewußten Proletariats der Sozialdemokratie nicht in dem Aufruf enthalten wäre, Den Regierungsbehörden der Hauptstädte wurde befohlen, eine dazu gezwungen wird. wüßte man auf dem Uebrigen, wozu die christlichnationale" neue Registrierung der wohnberechtigten Juden vorzunehmen Der Jammer des fleritalen Blattes über die Gleichgültig. Arbeiterbewegung dienen soll. Kennzeichnend ist in dieser und alle nicht wohnberechtigten erbarmungslos auszuweisen. feit und Widerwilligkeit der Regierung gegenüber den Beziehung das Bestreben, die christlichen Gemert- Da in den letzten Jahren die Kontrolle sehr mangelhaft Forderungen der christlichnationalen" Arbeiterschaft verrätschaften, die sich bisher auf ihre Selbständigkeit" und geführt wurde, hatten zahlreiche Personen unangefochten also ein beträchtliches Maß von Naivität. Vielleicht aber auch Neutralität" s viel zugute taten, in möglichst enge und Wohnsitz in den Hauptstädten genommen, die nun alle auswas Schlimmeres. Man darf wohl fragen: Was ist von dauernde Beziehung mit den tonfeffionellen Argewiesen werden. Bei den Ausweisungen, die schonungsseiten der bürgerlichen Parteien, was ist namentlich vom beitervereinen zu bringen. Nach der Versicherung des los vor sich gehen, spielen sich herzzerreißende Szenen ab. Herrn Stolypin, dem Jutimus der„ echt russischen Leute", Bentrum geschehen, um den Forderungen des ersten deutschen Aufrufes diener diese Arbeitervereine der Vertiefung des Arbeiterfongresses" im Reichstage den gebührenden Nachdruck religiösen Gedarkens und des sittlichen Strebens, der sozialen ist nachgerade alles zuzutrauen. Erzählte doch das bekannte zu verleihen? Das Zentrum ist regierende Partei; ohne die Schulung des Arbeiters. In Wirklichkeit sind die Arbeiter Mitglied des Verbandes des russischen Voltes", Rechtsanwalt Ultramontanen kann die Regierung keine Vorlage durchbringen; vereine politische Organisationen, die evangelischen Bulazel, dieser Tage folgendes: Vor einem Monat seien die die ganze Militär-, Flotten- und Steuerpolitif im Reiche ist im Dienste der christlich- sozialen und nationalliberalen, die Sektionspräsidenten des Verbandes von Stolypin im Winterabhängig vom Zentrum. Dußendfach hätte diese Partei Ge- fatholischen im Lienste der ultramontanen Partei. Die oberste palais empfangen worden, wobei er nach Anhörung ihres legenheit gehabt, für ihre Bereitwilligkeit in der Genehmigung Leitung der katholischen Arbeitervereine Best Deutschlands politischen Glaubensbekenntnisses mit Entschiedenheit jeber von Regierungsforderungen die Erfüllung von Arbeiterforde- z. B. liegt in der Händen der Männer vom katholischen Volks- Sympathie für den Parlamentarismus entfagte!! Die Worte rungen zu verlangen. Aber das Zentrum hat in diefer Be- verein, der befanten Zentrumsorganisation, die örtliche Leitung Stolypins seien sofort aufgezeichnet worden und könnten von ziehung nichts getan; es hat von seiner Macht gegenüber der besorgen die hocwürdigen Herren im Priesterrock, die allzeit allen damals anwesenden Seftionspräsidenten eidlich erhärtet werden. Stolypin habe damals gebeten, feine Worte nicht zu Regierung nicht den geringsten Gebrauch zugunsten der getreuen Knechte der Zentrumspartei. Arbeiter gemacht. Wenn daher die ultramontanen Blätter Auf dem letzen Bertretertag dieser Arbeitervereine( Essen, veröffentlichen. Die Mitglieder des Verbandes hätten ihr die Regierung der Untätigkeit anflagen, wenn sie sich erstaunt 14. Dttober) wies Dr. Müller- M.- Gladbach darauf hin, daß Versprechen bis jetzt gehalten, jetzt aber, wo Stolypin mit und entrüstet stellen, daß die Forderungen der„ christlich- die christlicher Gewerkschaften unter allen Umständen verschiedenen Journalisten geredet habe, hielten sie sich nicht nationalen" Arbeiterschaft nicht erfüllt feien, fo follte sich diese ihre Neutralität zu wahren hätten, zugleich aber für ihre mehr für verpflichtet, zu schweigen. Keinerlei Sympathie mehr für den Parlamentarismus, Klage und Entrüftung gegen die eigene Partei richten: Die Mitglieder die Pficht bestände, sich den konfessionellen Regierung will nicht, weil das Zentrum nicht will! Arbeiterberginen anzuschließen. Ein anderer Judenplackerei alles echt Stolypinsch. Und die interAus dem weiteren Verlauf der christlichnationalen" Redner meinte, auch die katholischen Arbeitervereine hätten nationale jüdische Finanz gibts Geld dazu! Arbeiterbewegung gewinnt man überhaupt den Eindruck, daß die„ parteipolitisce Neutralität" zu wahren, zugleich aber erDer Militärverband. es dabei nicht auf die Entfaltung einer wirtjamen Sozial- flärte er es für e Pflicht der Arbeitervereine, bei der HausEshita, 24. Oftober. Beim Revisionsverfahren im Prozeß politik, sondern vor allen Dingen auf ein Wahlmanöver zu agitation die katholische( lies Zentrums-) Presse zugegen Mitglieder des Militärverbandes verurteilte das Militärunsten der Zentrumspartei abgefehen ist. Das Jahr 1908 empfehlen, die Schriften des katholischen gericht von zwei Beutnants einen zum Verlust der Standesrechte und " vervammng und den anderen zu Rangverlust und Ausschließung auS dem Dienste. Die übrigen Angeklagten wurden mit Aus- schließung aus dem Dienste und zweijähriger Festungshaft verurteilt. Beide Leutnants und ein dritter Angeklagter wurden nach Fällung des Urteils flüchtig. Post- und Telegrapheuverband. Die Petersburger Telegraphen-Agentur meldet: Am Montag fanden in Moskau viele Haussuchungen und Ver- baftungen statt, welche das Bestehen eines neue» Bundes der Post- und Telegraphenbeamten aufdeckten. Der Bund bestand aus einer Gruppe junger Leute, hauptsächlich aus Post- und Telegraphen- beamten, die wegen des letzten Streiks ans dem Dienst entlassen worden waren. Nach den erfolgten Verhaftungen können die An- gelegenheiten des Verbandes als lequidiert angesehen werden. Erst wenn der Zarismus über kurz oder lang wieder mit dem russischen Volk zu tun bekommt, dürste sich zeigen, ob die offiziöse Agentur mit ihrer schönfärberischen Auffassung recht hat, daß der Verband der Regierung nicht mehr gefährlich lverden kann.— politilcbe Qcberlicbt. Berlin, den 24. Oktober. Die Wahl in Stade-Blumenthal. Ms Gesamtergebnis der Wahl im 18. hannoverschen Wahl- kreise meldet das offiziöse Depeschenbureau folgende Zahlen: Reese(natl.) 6594, K l a e v e m a n n(V. d. L.) 3425, Otto lFrs. Vp.) 3198, v. M e d i n g(Welfe) 1624, E b e r t(Soz.) 6211 St. Somit ist Stichwahl zwischen Reese und E b e r t erforderlich. Nach der Meldung einer Korrespondenz hat außerdem der polnische Zählkandidat 193 Stimmen er- halten.— In der Hanptwahl im Jahre 1903 wurden für Sattler(natl.) 6466 Stimmen abgegeben, E b e r t(Soz.) erhielt 5964, Lehrer Otto(Frs. Vp.) 3524, Gutspächter M e d i n g(Welfe) 2138 und Hofbesitzer Klaevemann (B. d. L.) 1918 Stimmen. Bei" der gestrigen Wahl der- l o r e n demnach der Freisinnige 326, der Welfe 514 Stimmen, während der Bund der Landwirte 1507, die Sozialdemokratie 247 mid der Nationalliberale 128 Stimmen gewannen. Der Wahlkreis ist alter nationalliberaler Besitz: er wurde früher von Bennigsen vertreten. Nur einmal ist er den Nationalliberalen genommen worden und zwar im Jahre 1884 von den Freisinnigen. Seit 1890 steht die Sozialdemokratie an zweiter Stelle und hat den Nationalliberalen das Mandat in steigendem Maße streitig gemacht. Bezeichnenderweise wurde diesmal von der Freisinnigen Volkspartei in aufdringlicher Weise eine Verständigung mit den Nationalliberalen versucht. Sie waren bereit, gleich in der Hauptwahl für den Nationalliberalen einzutreten, wenn das Reichstagsmandat alternierend ausgeübt werden sollte, oder dem Freisinn ein Landtagsmandat überlassen würde. Die Nationalliberalen lehnten ab, weil ihr Kandidat auf dem „linken Flügel" stehe, der„einen genieinschaftlichen Kampf gegen Sozialdemokratie, Bündler und eventuell Freisinnige Vereinigung ermögliche". Als dieser versuchte Wahlschacher bekannt wurde und die Freisinnigen von unseren Genossen verhöhnt wurden, gerieten sie in Harnisch und fuhren nicht allein gegen uns, sondern auch gegen die Nationalliberalen schweres Geschütz auf. Seit Mitte September reiste der freisinnige Kandidat im Kreise von Ort zu Ort und hatte den Parteisekretär Schumann und die Abgeordneten Kopsch, Mertens, Wiemer und Goldschmidt zur Hülfe geholt. Die Wähler haben indes diese Politik durchschaut, so daß der Freisinn trotz enormer Anstrengungen eunen Verlust an Stimmen erlitt, der zweifellos auf die Niationalliberalen überging. Andererseits haben die Vündler die Erklärung der National- li&eralen, ihr Kandidat stehe auf dem„linken Flügel", als Kriegserklärung betrachtet und unter dem Deckmantel der Mittelstandsrctterei nun sehr rührige Tätigkeit ent- faltet. Die erhebliche Zunahme ihrer Stinimenzahl rekrutiert sich in der Hauptsache aus früherem nationalliberalen Besitz und den welfisch gesinnten Großbauern. Älenn der Nationalliberale trotzdem noch eine geringe Stinnnenzunahme gegen 1903 aufzuweisen hat. so ist dies auf lokalpatriotische Gründe zurückzuführen. Reese ist in Stade Senator(Stadtrat) und dort ziemlich populär. Unsere Genossen im Kreise, deren Organisaston etwa 700 Mitglieder zählt, führten den Wahlkampf mit großer Energie. Unser Kandidat Ebert-Berlin sprach in mehr als zwanzig Versammlungen, auch sind die Abgeordneten Molkenbuhr, Schmalfeldt, Richard Fischer und Singer im Kreise tätig gewesen. Am schäbigsten haben wieder die Frei- sinnigen den Kampf gegen uns geführt; ihr Waffen- arsenal war der Zitatensack des Reichsverbandes. Mit der Kandidatur der polnischen Gewerkschaften hat man leider eine Zersplitterung der proletarischen Stimmen erreicht. Berücksichttgt man auch. daß infolge des hefstgen Wahl- kampfes eine Stichwahl diesmal ganz sicher zu er- warten war, und infolgedessen nicht wenige Arbeiter sich von dem mit Ausübung des Wahlrechtes ver- bundenen Zeitopfer abschrecken ließen, dann dürfen wir mit dem erzielten Resultat sehr wohl zufrieden sein. Wie sich der Freisinn zur Stichwahl verhält, muß ab- gewartet werden. Bei der Stichwahl im Jahre 1903 ist er offiziell für den Nattonalliberalen eingetreten. Rheinische Zentrumstaktik. Ein Teil der Zentrumspresse gibt sich seit einigen Monaten wnter Führung der„Köln. Volksztg." krampfhafte Mühe, der nicht- katholischen Welt zu beweisen, daß das Zentrum keine konfessionelle, sondern eine rein politische Partei sei. In seiner heutigen Morgen- nummer leistet sich das Bachemsche Organ wiederum einen langen „Zwielicht oder Klarheit" betitelten Leitartikel, in welchem es. anknüpfend an den dem Abgeordneten Roeren von der„Köln. Zeitung" zugeschriebenen Ausspruch:„Es ist einerlei, ob man uns als konfessionelle Partei betrachtet, oder nicht", mit großem Wortaufwand darzulegen sucht, daß es unter den heutigen Lerhälwissen als gefährliche„Verwirrung" gelten müsse, wenn in den eigenen Reihen der Zcntrumspartei der Frage, ob das Zentrum eine«katholische" oder eine rein Po- litische Partei sei, so wenig Bedeutung beigemefien werde. Nicht für die politische Herrschast des Katholizismus in Deutschland kämpfe das Zentrum und habe es im sogen. Kulturkampf gestritten, sondern als politische Partei habe es lediglich für die religiöse Freiheit und Gleichberechtigung des„katholischen Volksteils" gekämpft, wie eS in gleicher Weise auch für die Freiheit der Rcligionsübung „anderer Religionsgemeinschaften" einzutreten be- reit sei. Woher diese heißen Bemühungen, da« Zentrum als konfessionelle, als„katholische" Partei erscheinen zu lassen? Es gehört wahrlich nicht viel dazu, um dies zu erkennen. Die liberalen Zentrums- gegner v-raten es ja deutlich genug: dem Zentrum solle» dadurch Ziele zugeschrieben werden, die sich mit den Grundlagen deS heutigen Staatswesens schlechterdings nicht vertragen: das Zentrum soll als Werkzeug„hierarchisiherMachtbestrebungen" hingestellt werden, als eine Partei, der das Gesamtwohl des deutschen Volkes, die Förderung aller modernen Kulwrbestrebnngen nichts oder gar etwas Hassenswertes, die Ausbreitung der Macht des Katholizismus aber alles bedeute. Gegen eine solche Partei würden und müßten sich natürlich alle anderen zusammenschließen, und dies— der A n t i z e n t r u m s b l o ck— ist eben das Ziel aller dieser Be- müdungen, das Zentrum als eine konfessionelle„klestkale" Partei hinzustellen. Angesichts solcher Bestrebungen zu schweigen, den polittschen Charakter der Partei nicht immer und immer wieder energisch zu betonen, wäre auch dann ein Ding der Unmöglichkeit, wenn wir darüber beruhigt sein dürsten, daß wenig st ens im eigenen Lager keinerlei Unklarheit über die nichtkonfessionelle, politische Grundlage der Partei vorhanden wäre. Tatsächlich ist aber nicht zu leugnen, daß auch an manchen Stellen innerhalb der Zentrums- Partei der alte Zentrumsge danke nicht mehr mit voller Klarheit festgehalten wird, daß nicht selten konfessionelle und politische Gesichtspunkte in einer mit der Grundlage der Zentrumsparlei nicht vereinbaren Weise durcheinander gemengt werden. Vielfach spielt dabei eine gewisse Bequemlichkeit mit; der eine oder andere glaubt sich damit die Agitastonsarbeit zu vereinfachen und zu erleichtern, und so entsteht ein gewisses Zivielicht, in dem es immer schwerer hält, polistsche und kirchliche Bestrebungen zu unterscheiden. Das mag bequem sein, aber es kann nur einem verderblichen Schlendrian zugute kommen. Die politische Zentrumspartei muß darunter auf die Dauer ebenso zu Schaden kommen, wie eS andererseits den kirchlichen Interessen nur nachteilig sein kann, wenn überzeugte Katholiken den Gegnern Anlaß geben, von einem Mißbrauch der Kirche zu politischen Zwecken zu reden. Solcher Verwirrung entgegenzutreten, ist sicherlich eine der ernstesten Aufgaben aller berufenen Organe der Zentrunispartei, insbesondere auch der Presse. Wir können uns daher der Auf- fassung des Abg. Roeren, es solle nicht immer und immer wieder der politische Charatter der Zentrumspartei betont werden, durch- aus nicht anschließen.... Die Feststellung, daß solche Bestrebungen(nämlich katholisch- hierarchische) dem Zentrum fernliegen, war daher gewiß nicht überflüssig: solche Mißdeutungen find ja das beliebteste Mittel, um a l l e N i ch t k a t h o l i k e n in dieHürde der Block- Politik nach französischem Muster zu treiben.... Mögen die Katholiken auch ferner so geschloffen wie nur möglich in der Zentrunispartei politisch organisiert bleiben; das wird und kann sie nicht hindern, stets zur loyalen Zu- sammenarbeit auch mit Andersgläubigen bereit zu sein, die für religiöse Freiheit und Gleich- heit, für die Erhaltung d er p o litis che n G r un d- lagen des Deutschen Reiches und für das Pro- gramm des wirtschaftlichen Ausgleichs und der sozialen Gerechtigkeit ebenso eintreten wie die katholischen An- Hänger der Zentrunispartei. Hier und nur hier liegt die Zukunft des deutschen Volkes, wenn anders sie nicht von der Sozialdemokratie beherrscht sein soll. Und wer da nicht mitgeht, über den wird die EntwickeUng zur Tagesordnung übergehen. Es ist nicht unsere Absicht, der Behauptung, die Zentrumspartei sei keine„katholische Partei" und verfolge keine speziell katholischen Zwecke, Aeußerungen hervorragender Politiker und katlolischer Kirchen- fürsten entgegenzustellen, oder nochmals die Frage zr erörtern, wie- weit die Zentrumspartei als Nackifolgerin der älterm„katholischen Fraktion" des preußischen Abgeordnetenhauses zu bedachten sei und deren Erbschaft übernoinmen hat. Uns interessieren weit mehr die Motive, die seit einiger Zeit die rhemische Zentrumftiresse zu ihren auffälligen Ableugnungsversuchen bestimmen. Einen Fingerzeig geben weiter, wie schon in früheren Auzlassungen des Bachemsche» Blattes, die Bemerkungen, laß die Be- tonung des spezifisch katholischen Charakters, die Nicht- katholiken in die„Hürde der Blockpolitik treiben müsse, und daß nur in der„loyalen Zusammenarbeit' mit „Andersgläubigen" die Zukunft des deutschen Volkes vor der Herrschaft der Sozialdemokratie bewahrt werden könne. Die Zentrumspolitiker sehen, daß trotz deS Acholischen Volksvereins, trotz der Agitation der in M-Gladbach jeßlilisch dressierten „christlichen Agitatoren" die Sozialdemokratie untel den katholischen Arbeitern der rheinischen und westfälischen Jndustrineviere an Boden gewinnt; um nun die dortigen Wahlkreise zu halten und wo- möglich in halbkatholischen Gegenden neue Wandate hinzu- zugelvinnen, möchten die schlauen Herren gerne einen Teil deS protestantischen Kleinbürgertums jener Kreise zu sich herüberziehen. Doch an der Ausführung dieses P'anes fühlen sie sich durch die in diesem Bürgertum bestehenden protestantischen bezw. anti-ultramontanen Bedenken und KulturkampftraSilionen gehindert. Deshalb soll der protestantischen Kleinbourgeoise die Meinung beigebracht werden, daß das Zentrum eine rein politische Partei ist bezw. geworden ist, dem auch doS protestantische Bürgertum seine Unterstützung im Kampfe gegen die„Vaterlands- lose" Sozialdemokratie ohne Begünstigung kathelisch- hierarchischer Bestrebungen zu leihen vermöge. Und tatsächlich haben mit dieser jesuitischen Taktik die Zentrumspolitiker ä la Bachem bereits innerhalb gewisser nationalliberaler Kreise, wie vcrsh ebene auf de», Goslarer nationalliberalen Parteitage gefallene Aeußerungen zeigen, einen gewisse» Erfolg errungen. Die Epigonen der Kulmrkämpfer sind schon teilweise bereit, sich unter die Obhut deS Zentrums und seiner klerikalen Hintennäuner zu stellen und unlec dieser Führung die Wahlschlacht des Jahres 1908 zu schlafen.— Deutfcbeo Reich. Onkel Chlodwigs„Denkwürdigkeit»". Zu dem Streit, ob Prinz Alexander ton Hohenlohe mit der Herausgabe der Denkwürdigkeiten seine, Vaters im gegen- wärtigen Augenblick eine bestimmte politische Tendenz verfolg: hat, bringt die in H e i l b r o n n erscheinende„Neckar- Zeitung" einen Beitrag, der beachtet wcnen muß. Sie be- hauptet: „Daß bei der Veröffentlichung des vielumtrittenen Hohenlohe- " Werkes allerdings die bösesten Stellen weggebliÄen sind, aber nicht auf Veranlassung des Prinzen Alexander von Hohenlohe, auch nicht durch Prof. Dr. Curtius, den Präsidenten del Ev. ngelischc».Nim- sistoriums in Straßburg, sondern durch die VrlagSredaktiou'"bst. Mit anderen Worten: Prinz und Professor haben veröffentlichen wollen, was die Verlagsanstalt selbst im letzt« Augenblick, obwohl eS schon gesetzt war, noch zurückgehalten dt, iveil diese Pfeile aus dem Köcher gegen den Kaiser ihr doch zi gefährlich erschienen sind. Was wir hiermit feststellen, ist eine Titsache. die wir ver- bürgen können. Prinz Hohenlohe hat* einem Gemisch von Gleichgültigkeit und von Frondeurgesinnung zehandelt." Die nationalliberal schillernde„Neckar-.eitung" würde eine solche Behauptung kaum mit so verblüffender Sicherheit aussprechen können, wenn sie nicht glaubte, sie beweisen zu können. Danach wäre also anzunehmen, daß der„rote Prinz", trotz aller bisherigen entgegengesetzten Versicherungen, einen politchen Coup mit der augenblicklichen Herausgabe der Tagebuchblättr seines Vaters aus- führen wollte. Befremden muß aber das von der„Necka-Zeitung" geschilderte Verhalten der„Deutschen LerlaaSanstalt". iä ist gar kein an- nehmbarer Grund einzusehen, warum dieser Verlag durchaus päpst- licher zu sein bestrebt war als der Papst, warum der Aufi'ichtsrat und die Aktionäre dieses Unternehmens hätten hohenzollernfreund- licher erscheinen wollen als der im Staatsdienst stehende Sohn des dritten Reichskanzlers? Indessen kann man die Beantwortung dieser Frage ja getrost den Beteiligten überlassen, die nach der Veröffentlichung der obigen Notiz dazu nicht länger werden schweigen können.— Zum Wahlsieg in Döbeln schreibt unser Chemnitzer Bruderorgan: «Der freisinnige A n st u r m galt vor allen Dingen der Sozialdemokratie. Unsere Reiben zu sprengen, war ihre Aufgabe. Ihre Flugblätter und Wahlaufrufe strotzten von Ver- leu in düngen und Verdächtigungen gegen die Sozial- demokratte. Der Zukunftsstaat hatte es ihnen angetan. Fürchterlich wetterten und zeterten sie gegen eine Gesellschaftsordnung, deren Werdegang und Vorbedingungen sie nicht zu fassen vermögen. Manchem kleinbürgerlichen Wähler, der sich dem politischen Getriebe fernhält, wird öfter als einmal die Gänsehaut überlaufen sein, wenn er den Rektor aller Denlschen, Kopsch aus Berlin, zetern hörte, was die Sozialdemokratie doch für eine fürchterliche Gesell- schast sei. Das Banner des Liberalismus wird wieder leuchten, sagte Herr Beck triumphierend, und nun? Es haben sich zwar die Summen vermehrt, aber es ist eine Zufällig- keitserscheinung, die hauptsächlich in der Kandidatur des Reaktionärs Hasse begründet ist. Diese Wahl hat wieder bewiesen, daß der „Freisinn" in Sachsen keinen stuchtbaren Boden findet. Es ist nur ein Aufflackern, kein neues Leben. Diese Wahl lehrt aufs neue, daß das Volk nur in der sozialdemokratischen Partei ihre rechte und wahre Vertteterin sieht. Auch Hasses furchtbare Anstrengungen wurden vergeblich ge- macht. Die KuliS des Verbandes zur Verleumdung der Sozialdemokratie haben es an nichts fehlen lassen. Man fand sie, ein politisches Ungeziefer, überall. Da sie in fast allen Versammlungen ausgelacht und von niemand mehr ernst ge- nommen wurden, verlegten sie sich auf die Amtsblätter. Hier fanden sie willige Aufnahme ihrer Lügen." Die„Sächsische Arbeiter-Zlg." würdigt den Wahl- auSfall in folgender Weise: „Gewiß fit unser Sieg kein allzu überschwenglicher, aber unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse im Wahl- kreise Döbeln ist er ein sehr erfreulicher. Vergleicht man lediglich das Stimmenverhältnis der gestrigen Wahl mit der Haupt- wähl 1903. so zeigt sich ein Rückgang aus sozialdemokratischer Seite, ein kleiner Fortschritt bei den anderen Parleien. Aber es wäre noch mehr verfehlt, wollte man die besonderen Gründe über- sehen, deren Beachtung das Resultat doch zu einem sehr günstigen machen. Sicherlich ist die allgemeine politische Situation für unsere Partei gegenwärtig voll Gunst. Die Wirren der Kolonialpolitik, die Wirkungen des Zollwuchers, die Teuerung fast aller Lebens- mittel, die unsinnige Reichssteuerpolitik,— das alles mußte für die Gegner dieser reaktionären Gesetzgebung im Wahlkampfe von Bor- teil sein. Tatsächlich hat auch die wilde Wirtschaft, die in der letzten Zeit im Reiche besonders wild betrieben wurde,„Wasser auf die Mühlen" der Sozialdemokratte getrieben. Es gab aber auch ungünstige Momente für uns, deren Ueberwindung unseren tüchtigen Genossen in dem weitgedehnten, vielfach ländlichen Wahlkreise große Mühe verursachte. Zunächst be- deutete der Kandidatenwechsel eine Schwierigkeit. Karl Grünberg war in dem Kreise aufgewachsen und mit seiner politischen Eutwickelung völlig verwachsen. Er war in jedem Dorfe persönlich bekannt und beliebt, er wurde auch von manchem Manne gewählt, der nicht fest in den Anschauungen der Sozialdemokratie war, der aber diesen tüchtigen Vertreter der Sozialdemokratte achtete und schätzte. Karl P i n k a u war umgekehrt der Bevölkerimg des Kreises bisher nicht unmittelbar nahegetrelen, er mußte sich erst in der kurzen Frist der Wahlperiode das Berttauen gewinnen, was ihm ja in so ersteulichem Maße gelang. Dazu kam ein anderer Umstand von besonderer Wichttgkeit: das Eintteten der Freisinnigen Volkspartei in den Wahlkanipf. Seit 1890 ist der Freisinn in diese,» Wahlkreise aus der Reihe der känrpfenden Parteien ausgeschieden. Konservative und Nationalliberale, dazu Antt- semiten, waren unsere Gegner. Ein Teil der Wähler, der diese reaklionären Parteien nicht gewählt wissen mochte, gab die Stimme für die Sozial- demokratte. Die Aufstellung einer freisinnig vollsparteilichen Kandidatur verschob die früheren Berhälmiffe. In einer Reihe gerade jetzt aktueller politischer Fragen steht auch die Freisinnige Volkspartei in Opposition gegen die Politik der Regierung und der weiter rechts stehenden Parteien. Dadurch gelang eS dem Freisinn, immerhin eine nicht ge- ringfügige Sttmmenziffcr zu erreichen. Will man den Wahlausgang unter dem Gesichtspunkte betrachten, wie die deutsche Bevölkerung über den gegenwärttg herrschenden Kurs denkt, dann bedeutet diese Wahl eine vernichtende Niederlage der Reaktion. Die„Ordnungsparteien"— Nationalliberale, Konservattve, Anti- semiten, die sich zu holdem Bunde zusammenfanden— erhielten nur 8320 gegen zirka IS 500 Stimmen der Opposition 1*— Die Ersatzwahl in Haderslrben-Sonderburg. Bei der gestrigen Wahl wurden gezählt für Hahn(denstch- national) 5110, Ha nßen(Däne) 10325 und für Michelsen(Soz.) 739 Stimmen. Hanßen ist somit gewählt. Im ersten schleswig-holsteinischen Wahlkreise konnte die sozial- demokratische Partei selbstverständlich auf einen erheblichen Zuwachs ihrer Sttmmenzahl nicht rechnen. Die soziale Struktur dieses Wahlkreises— von den 90 000 Einwohnern entiallen auf die beiden Städtchen des Kreises knapp 16 000 Einwohner— macht für lange Zeit jeden sozialdemokratischen Wahlerfolg uuinöglich. Interessant war der Wahlausfall insofern, als diesmal an die Stelle des durchaus reaktionären däiiischen Protestlers, der bisher den Wabltteis vertrat, des verstorbene» Redakteurs Jessen, der Landtagsabgeordnete Hanßen aufgestellt worden war, der im Gegensatz zu Jessen in seinem Blatte politisch und wirt- schafrlich einen entschieden liberalen Standpunkt ein- genommen hatte. Hätte also die Regierung durch ihren törichten Köllerkurs nicht seit Jahrzehnten den dänischen Bauern den Preußenhaß förmlich eingeimpft, so wäre es diesinal keineswegs ausgeschlossen gewesen, daß der Rcichsparteiler. der ja wirtschaftlich-potinsch genau an demselben Strange zieht, an dem der verstorbene Jessen ebenfalls gezogen hat, eine erhebliche Stimmenziinahme zu verzeichnen gehabt hätte. Bei der törichten Gernianisierungspolitik gelang es aber auch diesmal nicht, den Dänen Abbruch zu tun. Hanben erhielt im Gegenteil 50 Summen mehr als 1903 sein Vorgänger Jesien. Die Stimmenzahl des Reichsparteilers wuchs um 205, die Sozialdemokratie endlich erhielt ebenfalls zirka 30 Stimmen mehr als bei der vorigen Wahl.— Ein Sozialistentöter über den Reichsverband. Mar Lorenz, der Herausgeber der„Anttsozial- demokratischen Korrespondenz", fällt unter der Stichmarke „Eine beklagenswerte Niederlage" ein geradezu vernichteudes Urteil über die Tätigkeit des berüchtigten Reichsverbandes zur Verleumdung der Sozial- demokratte. In Döbeln, so führt er aus. hätten die„Ordnungs- Parteien" eine„schwere Niederlage" erlitten. llnd„noch kläglicher" wäre das Ergebnis für die bürgerlichen Parteien gelvesen, wenn nicht die freisinnige Sonder- kandidatur bestanden hätte. Dabei müffc man sich vor Augen halten, daß„für die Kandidatur Hasse geradezu ungeheure Mittel an Geld und agitatorischen Kräften Monate hin» durch verpulvert" worden seien. Dann fährt Max Lorenz fort: .Der„Vorwärts" macht zu dem sozialdemokratischen Wahl- sieg die Bemerkung:„Erleichtert wurde ihnen(den„Genossen") die Agitation durch daZ wüste Austreten des Reichsverbandes". Das ist leider nicht nur Malice, sondern Wahrheit. Die Agitation des„Reichsverbandes gegen die Sozialdemokratie' be- wegt sich auf einem in jeder Hinficht so niedrigen Niveau, dafi sie zu schweren sittlichen und politischen Schädigungen der Wählcrmasse und des deutschen Volkes führen muß. Sie bietet der Sozial- demokratie' geradezu ein Sprungbrett für weitere Erfolge. Die Tätigkeit des Reichsverbandes zeugt von so krasser Ignoranz und so blutigem Dilettantismus in der Beurteilung und Behandlung sozialdeniokratischer Angelegenheiten, daß es geradezu GewissenSpflicht ist und auch dringend vom Interesse einer zielbewußten und sachverständigen antisozialdemokratischen Politik erfordert wird, das endlich offen auszusprechen. Selbst- verständlich halten wir es nicht für zureichend, nur ein so all- gemeines Urteil in die Oeffentlichkeit zu werfen. Wir halten uns vielmehr für verpflichtet, deinnächst unser Urteil an der Hand von Tatsachen detailliert zu begründen." Es kann ja immerhin zugegeben tverden, daß das Urteil des Herrn Max Lorenz nicht ganz unbefangen, sondern ein wenig von persönlicher Rivalität beeinflußt ist. Andererseits dürfte gerade dieser Standpunkt sozialistenfresserischer Kon- kurrenz den Blick dieses Zlritikers geschärft haben. Döbeln gibt jedenfalls Herrn Lorenz nicht unrecht.— Nun aber weiter! Eine interessante Preßpolemik ist zwischen der„Frei- sinnigen Z t g." und der„T ä g l. Rundschau" entstanden. Die„Freis. Ztg." hat ihrer Verwunderung darüber Ausdruck ge- geben, daß der Kaiser an den Provinzialvcrband Schlesien des Deutschen Flottenvereins ein huldvolles Antwort- tclegramm gesandt hatte. Sie bemerkte dazu, daß danach bisher dem Kaiser niemand davon Kenntnis gegeben zu haben scheine, daß der Deutsche Flottenverein sich in der s ch ä r f st e n Opposition gegen das Reichsmarineamt und die von dieser Behörde gc- triebene Flottenpolitik befinde. Die„Tägl. Rundschau" bemerkte demgegenüber ironisch, daß der Kaiser ja doch wohl von den Be° strebungen des Flottenvereins unterrichtet gewesen sein müsse, habe es doch in dem beantworteten Begrützungstelcgramm des Flottenvereins geheißen: „Ew. kaiserlichen und königlichen Majestät dürfen wir aus voller Ucberzcugung alleruntertänigst versichern, daß es unser ernstes Bestreben sein wird, den auf schleunig st e Schaffung einer mächtigen leistungsfähigen deutschen Flotte gerichteten Bestrebungen Ew. Majestät auch in unserer Provinz Verständnis und tat- kräftige Unterstützung zu sichern." Die„Freisinnige Ztg.", so bemerkt die„Tägl. Rundschau", könne voraus erseheM daß der Flottenverein mit seinen Bestrebungen durchaus nicht hinterm Berge halte. Die„schleunigste Schaffung einer mächtigen, leistungsfähigen deutschen Flotte" sei die H a m» burger Resolution, die nach der Meinung der Freisinnigen in schärfster Opposition zum Reichsmarineamt stehe. Der Kaiser müsse aber wohl die Bestrebungen des Flottenvereins anders einschätzen, sonst hätte er sicher nicht so a u S- führlich geantwortet und eigenhändig unterzeichnet. Die„Freisinnige Zeitung" sollte allerdings auch ohne diese Belehrung der„Tägl. Rundschau" schon längst begriffen haben, daß die Opposition des Flottcnvereins gegen das ReichSmarine- amt noch keineswegs eine Opposition gegen Wilhelm II. bedeutet!— Dernburg, der Tausendkünstler. Nach Meldungen der bürgerlichen Presse soll der neue Kolonial- Sirektor Dernburg nickits Geringeres beabsichtigen, als eine Bilanz unserer Koloninlpolitik auszustellen, aus der hervorgehen soll, daß die Vorteile der deutschen Kolonialpolitik auch bisher schon die Aus- gaben für dieselbe reichlich aufgewogen hätten. Auch die frei- sinnigen Freunde de? Herrn Dernburg vermögen sich nicht auszu« denken, wie der Nachfolger des Kolonialprinzen dies Kunststück fertig zu bringen vermöchte. Da die Ausgaben für unsere Kolonien bisher daS Mehrfache der Gcsointausfuhr der deutschen Erzeugnisse nach unseren Kolonien betragen haben, dürfte eS selbst dem Finanzgcnie des Herrn Dern- bürg unmöglich sein, eine aktive Kolonialbilanz hernuszurechnen. Vielleicht aber hat ja Dernburg Gelegenheit gehabt, einen intimeren Blick in die GcschältSbiicher gewisser Firmen, der Wör- mann-TiPpelskirch-Podbielski und Konsorten zu werfen. Auf Grund der Bilanz dieser Firmen dürste Herr Dernburg in der Tat ohne Schwierigkeiten einen günstigen Abschluß unserer Kolonialpolitil herauszurechnen imstande sein!'— Der Kolonialsekretär auf Barschuß. Der Berliner Korrespondent der.Münchener Neuesten Nach- richten bestätigt die schon vor Monaten verbreitete Nachricht, daß der inzwischen ausgeschiedene Kolonialprinz Hohenlohe-Langen- bürg in seiner Eigenschaft als Kolonialdirektor bereits das Gehalt eines Staatssekretärs bezogen habe. Nnr habe der Erbprinz dieses etatswidrige Mehr von 24 000 M. pro Jahr in Gestalt eines Vorschusses auf das künftige Gehalt des Staatssekretärs erhalten. Als sich dann herausgestellt habe, daß die Bewilligung des selbständigen Kolonialaintes zweifelhaft sei, sei der Vorschuß sofort an die Reichskasse zurückgezahlt worden. Die„Freisinnige Zeitung" ergänzt diese Mitteilungen noch durch die Frage, ob von diesem Zeitpunkt der Zurückzahlung ab nicht nun« mehr dem Erbprinzen zu Hohenlohe die an dem Gehalt eines Staatssekretärs fehlende Differenz aus dem kaiserlichen Dispositionsfonds bezahlt worden sei I Der UnterstaatS- sekretär T w e l e müsse hierüber genaue Auskunft geben können. Diese Vorschubgeschichte beweist jedenfalls zur Evidenz die Be- rcchtigung proletarischer Lohnforderungen. Denn wenn ein Kolonialdirektor mit 2l)0 M Gehalt nicht auszukommen vermag. sondern sich vorschußweise das Plus an Gehalt auszahlen läßt, das ein er st zu schaffender Staatssekretär des Äolonialamts er- hallen würde, so kann man bei Proletariern, die kaum den zwanzigsten Teil des Gehaltes eines Kolonial d i r e k t o r s beziehen, die Bemühungen um Lohnaufbesserungen erst recht ver- stehen I Herr Dernburg, der ja nach der„Vossischen Ztg." mehrfacher Millionär sein soll, besitzt vor dein geschiedenen Kolonialprinzen ent- schieden den Vorzug, nicht auf einen derartigen etatswidrigen Vor- schuß angewiesen zu sein.—_ Eine sogenannte Berichtigung sendet uns Herr Dr. Jüngst. Sie lautet: „Es ist u n w a h r, daß ich in einer Artikelserie der Fachzeitschrift „Glückauf" beweise oder auch nur beweisen wollte, daß„die Ruhr- grubenleute ein beneidenslvertes Dasein führen, die Kohlen. Magnaten aber sich entsetzlich guälen müssen". Ich habe lediglich bewiesen, daß die Löhne der Ruhrbergarbeiter in dem zwanzig- jährigen Zeitraum 1886 bis 1905 viel stärker gestiegen sind als der Lebensmittelaufwand, wie er sich nach der Entwickelnng der Preise in den Städten Tortmund, Bochum. Witten und Essen für diese Gemeinden und im Durchschnitt des Ruhrbezirks errechnet, und habe aus dieser Tatsache eine wesentliche Verbesserung der Lebenshaltung der Belegschaften des Ruhrbergbaues. soweit ihr Aufwand für Lebensmittel in Betracht kommt, abgeleitet und' ferner festgestellt, daß gleichzeitig auch die Ausgaben für andere Bedarfszwecke meist nur eine geringe, in keinem Fall aber, im Durchschnitt genommen, eine der Lohnsteigerung gleichkommende Erhöhung erfahren haben. Dabei ist die Frage nach der absoluten Höhe der Lebenshaltung der Ruhrbergleute völlig unberührt ge- blieben und in keiner Weise darüber ein Urteil gefällt worden, ob ihr Lunckrck of like in irgend einem Jahre des genannten Zeit- raumes die Bezeichnung dürstig, bescheiden oder behaglich verdient. Es ist unwahr, daß ich darum das Jahr 1886 zur Grund- läge meiner Berechnungen genommen habe, weil es das Jahr des allertiefsten Lohnstandes gewesen ist. Das ist nur deshalb ge- schehen, weil die amtlichen Lohnnachweisungen des königlichen Oberbergamtes zu Dortmund nur bis zum Jahre 1886 zurück ver- gleichbare Angaben liefern. Es ist u n w a h r, daß ich den niedrigsten Lohn herausgegriffen und daran die glänzende EntWickelung der Arbeitereinkommen ge- zeigt habe. Meine Tabellen und graphischen Darstellungen ge- statten einen Vergleich nicht nur deL Jahres 1886 mit den späteren Jahren, sondern einen Vergleich aller Jahre von 1886 bis 1905 untereinander. Es ist unwahr, daß ich unberücksichtigt gelassen habe, daß sich bei den wichtigsten Lebensmitteln im Ruhrrevier die Preise sehr zuungunsten der Konsumenten entwickelt haben. Ich habe vielmehr bei meiner Berechnung des Lebensmittelaufwandes für die einzelnen Jahre 1886 bis 1905 in den Städten Dortmund, Bochum, Witten und Essen und im Durchschnitt des Ruhrbezirks unter Annahme eines sich gleichbleibenden Jahresverbrauchs die von Jahr zu Jahr wechselnden Lebensmittelpreise in keinem Falle unberücksichtigt gelassen. ES ist unwahr, daß ich im Interesse meiner Gönner etwas be- weisen wollte. Ich besitze keine Gönner und habe mich bei meinen Darlegungen, die übrigens bis auf einige Zusätze schon im Juni in Druck gegeben worden sind, aber infolge längerer Abwesenheit des Verfassers nicht früher veröffentlicht werden konnten, nur meinem wissenschaftlichen Gewissen verantwortlich gefühlt. Glückauf! Dr. Jüngst. Herr Jüngst scheint in komischer Selbsttäuschung zu glauben, etwas„Tatsächliches" berichtigt zu haben. Daß mit seiner Methode, den niedrigsten Lohnstand zum Ausgangspunkt der Berechnungen zu machen, seine ganze Beweisführung den Charakter der Tendenz- mache erhalten hat und tendenziös ist, kann er nicht bestreiten; nur leugnet er, solche Absicht gehabt zu haben. Sein wissenschaftliches Gewissen hat ihn aber nicht abgehalten, bei der Darstellung der Lohnentwickelungen nach Perioden die Jahre so zu wählen, wie sie für seine Beweisführung gerade am besten patzten. Es stimmt übrigens auch nicht, daß hinter 1886 zurückliegende Lohnnachweise fehlen. Er hat in der Hauptsache mit den Ergebnissen der Gelsen- kirchener Bergwcrksgesellschaft operiert. Für diese bringt aber Simmersbach in seiner Schrift über die Ent- Wickelung von Gelsenkirchen detailierte Lohn- angaben bis zurück zum Jahre 187 0. Daß Dr. Jüngst selbst davon überzeugt ist, er habe bewiesen, was er beweisen wollte, mag schon sein; aber damit sind die Tat- fachen, die das Gegenteil nachweisen, nicht widerlegt. Neue Blutopfer für Wüst-Wrst. Ein Telegramm aus W i n d h u k meldet: Am 12. Oktober d. I. bei S a n d p ü y: Gefallen: Gefreiter Karl Petzold, geboren am 22. 10. 82 zu Kunzendorf, Kopfschuß. Reiter Franz USzko» reit, geboren am 24. 1. 85 zu Petroschken, Kopfschuß. Verwundet: Vizefeldwebel A u g u st Rohr, geboren am 27. 2. 82 zu Unnatt, leicht, Streifschuß rechten Oberarm. Gefreiter Richard Bohne, geboren am 12. 3. 82 zu Leipzig-Aeudnitz. leicht. Streifschuß Stirn. Ferner Reiter Karl Fidder, geboren 21. 3. 84 zu Groß- Lonschken, am 10. Oktober d. I. im Lazarett Grootfontein an Ruhr gestorben.—_ Wir erhalten bei Redaktionsschluß telegraphisch aus Halle den Wortlaut der Erklärung übermittelt, die das„Hallesche Volks- blatt" heute im Anschluß an die Differenz veröffentlicht, die zwischen der dortigen Preßkommission und dem Redakteur Genossen Thiele ausgebrochen war. Die Erklärung lautet: Auf die Mitteilung der gegnerischen Presse, daß der Genosse Adolf Thiel« wegen vorgekommener Differenzen von seinem Posten als Redakteur des„Volksblattes" entbunden worden ist, ist zu erklären, daß wohl sachliche Differenzen mit der Preßkommission bestehen, da Genosse Thiele in seiner Eigenschaft als Reichstags- abgeordneter nicht mehr voll feine redaktionelle Tätigkeit entfalten kann. Genosse Thiele scheidet deshalb aus der Redaltion ans unh bleibt weiter Mitarbeiter unseres BlattcS. Halle a. S., 23. Oktober 1906. Die Preßkommission und die Parteileitung. /iu&land. Oesterreich. Freiherr v. Aehrenthal hat das ihm angebotene Porte- feuille des Ministers des Aeußern angenommen.— Frankreich. Das Kabinett ist jetzt komplett, da Millies-La- c r o i x das Portefeuille der Kolonien übernommen hat. Dem neuen Ministerium gehören an: sechs Radikale bezw. Sozia- listisch-Radikale: die Senatoren Cl6menceau, Pichon und Millies-Lacroix, die Deputierten Gnyot-Desseigne, Doumer- gue und Ruau, ferner der gleichfalls zu den Radikalen ge- hörende General Picguart, zwei„unabhängige Sozialisten": Briand und Biviani, ferner zwei Mitglieder der demokratischen Linken: die Deputierten Thomson und Barthou und schließlich das Mitglied der demokratischen Vereinigung Caillaux. Der„Temps" behält sich das endgültige Urteil über das Kabinett vor, bis sein Programm bekannt sein werde. Das Blatt bemerkt einstweilen nur, daß die Wahl Picquarts zum Kricgsmi nister zweifellos sehr lebhaft erörtert werden wird. Diejenigen, welche glauben, daß Picguart als Kriegs- minister die Dreyfus-Angelegenheit wieder aufrollen und irgend welche Vergeltungsgelüste befriedigen werde, dürften sich aber einem Irrtum hingeben. .,R6publique franc'aise" schreibt, Clsmenceau habe K o m m i s und nicht Minister gewählt. Eine Diktatur Cl�menceau wäre gefährlich, besonders wenn sie lange dauern sollte: nach der Aufnahme aber, die sie gefunden, und nach den Enttäuschungen, welche sie hervorgerufen habe, dürfte ihre Laufbahn keine lange, ihre Zukunft keine glänzende sein. In der„Hilmamts" schreibt Jaurds:„Was das Mini- sterium des Aeußern anlangt, so ist es zweifellos bedenklich. daß das durch den Abgang Bourgeois' hervorgerufene Un- behagen nicht beseitigt wurde. Cl�menceau übernimmt unter dem Namen Pichons die direkte Verantwortung für die Diplo- matie Frankreichs. Er wird zweifellos erkennen, daß eine revublikanische Regierung internationale Angelegenheiten nicht mit Mitteln führen kann, wie sie bei journalistischen Polemiken üblich sind. Im wesentlichen ist jedoch ein Mißverständnis nicht möglich: Cl�menceau will den Frieden, wie ihn ganz Frankreich will, und niemand darf annehmen, daß er die unvorsichtige, verworrene Politik Delcass6s. welche er selbst verurteilt hat, nunmehr sür seine eigene Rechnung wieder ausnehmen werde."-- HSchststrafe! Paris, 24. Oktober. Wegen der antimilitaristischen Kund« gedungen während des am 30. September zu Ehren der zum Militärdienst Einberufenen im Trocadero veranstalteten Festes wurden heute Gustave Herve und elf Mitangeklagte zur höchsten zulässigen Strafe von je'fünf Frank Geldbuße verurteilt.— Spanien. Madrid, 23. Oktober. Arbeitsprogramm. In der heutigen Eröffnungssitzung der Kammer machte Ministerpräsident Lopez Dominguez Mitteilung von den Gefetzesvorlagen, die in der kommenden Sitzungsperiode der Kammer unterbreitet werden sollen. Dieselben betreffen die Aufhebung des Oktroi, die Alkoholfrage, die Handelswechsel sowie besonders die religiöse Frage.— England. London, 24. Oktober. Die Wahl von 28 Stadträten in ver- schiedenen Bezirken Londons am 1. November d. I. hat Keir Hardie veranlaßt, eine Kundgebung zu veröffentlichen, in der allen Wahlern dringend ans Herz gelegt wivd, für die Arbeiterkandidaten zu stimmen. Da die Gemäßigten sich ebenfalls alle«erdenkliche Mühe geben, ihre Kandidaten durchzubringen, so werden die Wahlen beinahe das Bild eines sich über ganz London erstreckenden politischen Kampfes abgeben.— Dänemark. Preußischer Geist. Im Juli 1904 brachte„Social-Demokraten" einen Artikel über „Soldatenschindereicn in Aarhus", der zu einer Anklage gegen den Folkethingsmann P. Knudsen, welcher damals vorübergehend den Posten des verantwortlichen Redakteurs bekleidete, führte. Das Urteil wurde erst im Mai 1906 gesprochen und lautete auf 200 Kronen Geldstrafe. Die Tatsachen, die in dem Artikel mitgeteilt -worden waren, wurden durch Zeugenaussagen vollauf bestätigt, ja, die reglemcntswidrigen Schindereien waren noch schlimmer, als sie der Artikel dargestellt hatte! Es handelte sich darum, daß ein Leutnant mit dem langen, halb deutsch klingenden Namen von der Heide-Christensen Laufübungen hatte vornehmen lassen, die sich in einer Tour über%— 1 Meile erstreckten, sowie daß er einen Wcttlauf zweier Abteilungen einer Kompagnie über V2 Meile Wegs veranstaltet hatte! Dabei waren zwei Soldaten bewußtlos zu Boden gestürzt, drei andere, die wegen Uebermüdung aus dem Gliede traten, wurden zu einer Extralauftour ver- urteilt! Bei einer dieser Lauftouren wurden 10 Mann so an- gegriffen, daß sie zurückbleiben mußten. Genosse Knudsen wurde nun nicht verurteilt, weil etwas U n- richtiges in dem Artikel behauptet worden wäre, sondern weil die Kritik nach Meinung der Richter zu weit ging. Er wandte sich sofort nach seiner Verurteilung an den Kriegsminister Christensen und verlangte, daß Anklage gegen den Leutnant er- hoben oder mindestens eine neue Untersuchung eingeleitet wurde. Dieser Tage ist endlich die Antwort des Ministers eingelaufen, und sie lautet, daß keine Veranlassung vorliege, gegen den Leutnant einzuschreiten. „Social-Demokraten" bemerkt dazu: „Minister Christensen tritt, wie es scheint, nicht nur als Agitator für die Festung, den Militarismus und erhöhte Militär- ausgaben in Bahnsons(des ehemaligen konservativen Kriegsministers) Fußspur, sondern auch in seiner militär-buleau- kratischen Auffassung des Verhältnisses zwischen gemeinen Sol- daten und Vorgesetzten. Der Linken-Minister Madsen zeigte auf letzterem Gebiete einige schivache Neigungen; der Linken-Minister Ehristensen hat die Verhältnisse in den echt Bahnson- preußischen Geist zurückgeführt."— Norwegen. Auch eine„Linkenpartei". Im Storthing hat sich eine neue„Linkeupartei" gebildet, der 76 von den 123 Abgeordneten des Parlaments beigetreten sind. Da von den übrigen Abgeordneten 11 Sozialdemokraten sind, würden also noch 36 Mann als eigentliche Regierungspartei übrig bleiben, der die Regierungspresse den schönen Namen der„Unabhängigen" beilegt. Die neue Linkenpartci ist aus so verschiedenartigen Ele- menten zusammengestoppelt, daß sie kaum bei irgendwelchen wich- tigen politischen Entscheidungen zusammenhalten wird. Sie um- faßt Abgeordnete, die der Regierung so nahe stehen wie B e r n e r. der nun wieder zum Präsidenten des Storthings gewählt ist, dann den zum Vizepräsidenten gewählten früheren Minister G u n n a r 51 n u d s e n, der seinerzeit wegen der„Königswahl" seinen Ministerpostcn niederlegte, endlich als äußersten Linkenmann den Radikalen Kastberg— Leute, die einander bei den Storthings- Wahlen heftig bekämpften! „Social-Demokraten" nennt die neue Linke„Zusammen- geleimte Mosaik" und schreibt:„Der Linken-Name, die verbleichten Traditionen und der Bernersche Firnis taugen nur, wenn es sich um Personenfragen handelt: wer Präsident und wer Sekretär im Thing und dessen Abteilungen sein soll. Aber wenn es sich um andere Dinge handelt, wird der Mosailtopf zerbrechen."— Amerika. Mie Wahlkämpfe werden in allen Staaten in heftiger Weise geführt, und die Demokraten hoffen auf eine starke Zunahme ihrer Stimmenzahl. Das größte Interesse nimmt der Staat New Dork in Anspruch, wo Hearst mit allen Kräften für seinen Erfolg tätig ist, der ihm die Chancen für das Präsidentenamt bieten würde, auf das sein ganzer Ehrgeiz gerichtet ist. Die Republikaner er- klären, daß an Hearsts Erwählung gar nicht zu denken sei, aber Präsident Roosevelt hat der Partei eine Warnung zugehen lassen, daß Hearsts Stärke nicht zu unterschätzen sei und alle Kräfte an- gestrengt werden müßten, wenn der Republikaner Hughes zum Gouverneur von New Aork gewählt werden soll. Bei der Bürger- meisterwahl erzielte nämlich Jvins(Republikaner) nur 137 000 Stimmen in der Stadt New Jllort, während auf demokratischer Seite für Mc Clcllan und Hearst 453 000 Stimmen fielen! An der Börse aber sind große Wahlwctten zugunsten von Hughes im Verhältnis von zwei zu eins abgeschlossen worden! Hearst hat eine jüdische Zeitung gegründet, um die zahlreichen jüdischen Stimmgeber in New Dork zu gewinnen; nach den kleinen Orten im Staate hat er Phonographen geschickt, die in Versamm- lungcn seine Reden wiedergeben! Viele Hunderte von Agitatoren bereisen den Staat, um für Hearst Stimmen zu werben. Er selbst fährt in einem Automobil täglich umher und hält Ansprachen an die Bürger auf Straßen, Plätzen und in Hallen, vor denen Musik- korps spielen und Feuerwerk abgebrannt wird, um die Massen an- zulocken. An großen Plakaten und Fahnen mit Hearsts Namen fehlt es nirgends. Die Republikaner sind natürlich auch nicht müßig und hetzen gegen Hearst, so viel sie können; sie suchen dabei besonders auf die Arbeiter einzuwirken. So behaupteten sie z. B., daß Hearst auf seinen Gütern in Kalifornien Chinesen beschäftige und weiße Ar- beiter fortgejagt habe. Hearst bot sofort 1000 Dollar Belohnung aus, wenn der Beweis für diese Behauptung erbracht würde. Die republikanische Partei hat ihre angesehensten Männer in den Kampf geführt, um den wichtigsten Staat, New Dork, zu gewinnen. Tie Spannung über den Ausgang des Kampfes ist jetzt schon hoch gestiegen. Tammany Hall arbeitet mit seiner Macht für Hearst, und Tammanys Macht und Einfluß ist groß. In diesem Riesenkampf der alten Parteien verschwinden fast die Anstrengungen unserer Genossen, die nicht über genügend große Geldmittel verfügen, um sich mehr in den Vordergrund drängen zu können. Trotzdem sind sie nach besten Kräften tätig in New Uork wie anderwärts. Vom Hauptquartier in Chikago aus sind Agita- toren fast nach allen Staaten gesandt worden. Uebcrall werden Versammlungen abgehalten, viele Taufende von Flugblättern kommen zur Verteilung. Einige finanzielle Unterstützung kommt von den Gewerkschaften. So hat der Verband der Brauereiarbettcr auf seiner Jahresversammlung in Toronto(5sanadai der Partei 500 Dollar zur Wahlagitation überwiesen. Aufklärungsarbeit über die Ziele des Sozialismus wird wieder viel geleistet, und die Partei hofft ncugestärlt auch aus dieflm Kampfe hervorzugehen.— Gewerkschaftliches. Eine wertvolle Arbeit gebern nicht anerkannt wird, die nötigen Vorkehrungen zu treffen, daß auch dort die Kollegen zu den tariflichen Bereinbarungen resp. Verbesserungen fernerhin arbeiten. der Profitsucht des Unternehmers. Drganisierte Diener haben diese Firma bis auf weiteres zu meiden. Zentralverband der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter, Verein Berliner Hausdiener. Hat der Genosse Sassenbach im Auftrage der GeneralDie vom Unternehmerdünkel diktierten Beschlüsse der HolzDie Angestellten der Wach- und Schließ- Institute von Berlin kommission der Gewerkschaften Deutschlands durch das Ver- industriellen in ihrer Versammlung vom Montag können die Berliner hielten am Mittwoch mittag eine Versammlung im„ Englischen Ber- Solzarbeiter weder entrüsten noch einschüchtern. zeichnis der in deutscher Sprache vorhandenen bäume der Herren Stahardt und Blathen wie Vertrag oder verband. Die Ausführungen von Franke und Bernhard über: An solche Purzel- Garten" ab, einberufen vom Handels- und Transportarbeitergewertschaftlichen Literatur" geliefert. In diesem teine Arbeit sind die Holzarbeiter Berlins schon gewöhnt. " Wert und Bedeutung der gewerkschaftlichen Organisation" mit Be 32 Seiten umfassenden Schriftchen sind mit einem wahren Die Mehrheit der Tischlermeister hat den Ausführungen ihrer rücksichtigung der Verhältnijse unter den Wächtern fanden lebhaften Bienenfleiß die Veröffentlichungen zusammengestellt, die auf Wortführer geglaubt und ihrer Resolution zugestimmt. Beifall. Es sind sehr verbesserungsbedürftige Verhältnisse, unter die Gewerkschaftsbewegung Bezug haben; auch solche sind in Herr Rahardt als Obermeister der Innung mußte schon, um welchen die Wächter zu leiden haben. Ihr Monatslohn ist nicht das Verzeichnis mit aufgenommen, die den Standpunkt der fich das nötige Prestige als folcher zu bewahren, im Interesse der höher als 75-81,50. Davon werden 3,50 W. für die Uniforut christlichen und Hirsch- Dunderschen Gewerkschaften vertreten. Großunternehmertums in der Holzindustrie, der bereits fräftig dabei Monat haben fönnen. Bernhard machte darauf aufmertfam, daß es Kleinmeister" reden. Und Herr Blatben, als Vertreter des abgezogen, ferner 1,50 M. für die eine freie Nacht, die sie jeden Der Inhalt der kleinen Schrift ist gegliedert in folgende ift, feinen Plan- Errichtung einer Fabrit in Lichtenberg mit zirka dem Zentralverband in Frankfurt a. M. gelungen ist, mit der TachHauptabteilungen: 1. Geschichte, 2. Abhandlungen einzelner 1000 Bänken zur Ausführung zu bringen, redete im wohlverstandenen und Schließgesellschaft einen Vertrag an schließen, der den Wächtern Gewerkschaften, 3. Gewerkschaftliche Fragen, 4. Vorgewerk- eigenen Intereffe. Freilich wird er mit der Errichtung der Fabrit einen Anfangslohn von 85 M., dann 90 M. und weitere Zulagen schaftliche Zeit und 5. Verwandtes und Allgemeines. Davon den Kleinmeistern die Wohltat erweisen wollen, fie der Sorge zu von je 5 M. sichert. Weitere Erfolge wurden noch errungen durch find wieder die ersten drei Abschnitte in Unterabteilungen entheben, für ihr Geschäft nach neuen Aufträgen zu suchen, da fie die gute Organisation unter den Angestellten, die den Berliner zerlegt, so die Geschichte der Gewerkschaften in mit einem solchen Großbetrieb nicht fonfurrenzfähig find. Wächtern zum Muster dienen könnte. In Berlin kommen etwa Allgemeine Geschichte, Geschichte der einzelnen Verbände, 500 Mann in Frage; davon gehören sehr viele noch nicht der dann die einzelner Orte und in die Geschichte ausländischer Organisation an. Gewerkschaften. Wie die Herren Scharfmacher mit der Wahrheit umzugehen belieben, dafür dient als drastischer Beweis Punkt 2 der von ihnen gestellten Resolution, die event. Erhöhung der Löhne betreffend. Es Die Lohnbewegung der Rigdorfer Friseurgehülfen seht jetzt heißt dort: In Erwägung, daß der Durchschnittslohn unserer etwas energisch ein. Bekanntlich hat die dortige Zwangsinnung Die Abhandlungen einzelner Gewert Solzarbeiter nach der eigenen Statistit des Deutschen Holzarbeiter beschlossen, jeden mit 20 M. Strafe zu belegen, der die vom Verschaften bringen uns die Zusammenstellung von Publi- verbandes 35,10 bis 36,63 2. und der Wochenverdienst tüchtiger band der Friseurgehülfen( zentral) herausgegebene Kontrollfarte fationen, die teils einzelne Verbände selbst veranlaßten, teils Arbeiter 50-60 m. und darüber beträgt usw. in seinem Geschäfte duldet. Die Kontrollkarte dient als Ausweis aber auch von außerhalb der Gewerkschaften Stehenden verfaßt Wir haben die Statistik des Holzarbeiter- Verbandes nochmals dafür, daß der Gehülfe organisiert ist und zu den aufgestellten sind. Unter dem Kapitel„ Gewerkschaftliche Fragen" sind eine durchgefehen, suchen aber vergebens nach dem in der Resolution an- Arbeitsbedingungen arbeitet. Der Beschluß der Innung bedeutet große Zahl Erscheinungen aufgeführt, die schon etwas loser gegebenen Höhe des Durchschnittsverdienstes und nach Löhnen von nichts weiter, als einen Angriff auf das Koalitionsrecht. Mit Arsmit der Gewerkschaftsbewegung zusammenhängen, aber immer- 50-60 9. für tüchtige Arbeiter. Der Durchschnittsverdienst erreicht nahme von sechs Geschäften, welche zur Benutzung freigegeben selbst bei den Bodenlegern, die übrigens bei dem Vertrag nicht sind, sind im Einverständnis mit den maßgebenden Körperschaften hin in das Verzeichnis gehören, so Literatur über den Arin Frage kommen und bei den Einfegern nicht die angegebene alle Geschäfte gesperrt. beiterschutz, die zweifellos jederzeit erweitert werden kann, Höhe, obgleich beide Branchen ausschließlich auf dem Bau bes Das Lokal Prachtsäle des Westens", Wilmersdorf, Spichernsolche über die Arbeitslosigkeit, Arbeitsnachweise, Arbeitszeit, fchäftigt find, und da die Bauten in der Regel weit ab von den straße 8, ist für organisierte Gastwirtsgehülfen gesperrt, da der Generalstreik, Genossenschaften, Heimarbeit, Kinderarbeit, Wohnungen der Arbeiter liegen, sie ihr Mittagsbrot in der Wirt- Inhaber, Herr Stechert, fein organisiertes Personal beKoalitionsrecht, Zarifverträge u. a. m. schaft einnehmen müssen. Es erwachsen den Arbeitern dieser schäftigen will und die von der Organisation gestellten Forderungen Der Verfasser ist sich der Unvollkommenheit des Ver- Branchen dadurch noch besondere Ausgaben. Der Durchschnitts- nicht anerkennt. zeichnisses bewußt, die aber mit darauf zurückgeführt wird, verdienst der Einfeger beträgt nach der Statistik 81 m., der Verband deutscher Gastwirtsgehürfen. daß die meisten Verbandsvorstände und Verlagsbuchhand- ber nach Beichnung 29,25 M., der Schlafzimmerbranche 26,27 M., Bautischler 30,55 M., der Arbeiter der Innenbranche 30,81 M., Ortsverwaltung Charlottenburg. lungen es nicht für nötig hielten, den übersandten Korrektur- und so geht es herunter bis 23,30 M., bon den übrigen Branchen Deutfches Reich. bogen zurückzusenden. Betrachtet man die mühevolle Arbeit des Holzarbeiter- Berbandes abgesehen, bei denen der DurchschnittsDie Bewegung in der Binnenschiffahrt. von dem Standpunkte des Verfassers, daß sie nur ein An verdienst noch bedeutend niedriger ist, die jedoch dem Vertrage nicht In einer am Dienstagabend zu Hamburg abgehaltenen Ver fang, eine Unterlage sein soll, um später Vollkommeneres unterstehen. Und diese Durchschnittsverdienfte find festgestellt auf fammlung der ausständigen Schiffer wurde ein Telegramm des zu leisten, so tann man nur sagen, daß hier eine sehr ver- 83 Prozent der in Berlin beschäftigten Tischler, und wie in der Gauleiters Deder berlesen, nach welchem die in Dresden dienstliche Aufgabe zu lösen versucht wurde. Statistit ausgeführt ist, sind dies die organisierten Arbeiter, die doch gegenwärtig stattfindenden Verhandlungen über Zweifellos bedeutet das Verzeichnis ein wertvolles Nach auf richtige Bezahlung ihrer Arbeitstraft achten und somit als die Beilegung des Ausstandes noch nicht abgeschlossen feien. Für gestern schlageheftchen für den, den Pflicht oder Interesse veranlassen, beffer bezahlten Arbeiter zu betrachten sind. Bieht man diefe Tat- abend wurde eine neue Versammlung der Streifenden einberufen, fich über die Publikationen auf gewerkschaftlichem Gebiete zu gefamten fache in Berücksichtigung, so wird bei der Beteiligung der in welcher das Resultat der Dresdener Verhandlungen mitgeteilt Arbeiter der Holzindustrie an der statistischen werden soll. orientieren und so leichter die Quellen zu finden, um sich über ufnahme der Durchschnittsverdienst noch start nach den traffen Scharfmacherstandpunkt gestellt und beschlossen, sich Die Hamburger Binnenschiffahrtsunternehmer haben sich auf die Wirksamkeit und die kulturelle Bedeutung der gewerkschaft unten gravitieren. Diese Tatsachen müssen den Herren Scharf feinesfalls mit der Ausstandsleitung bezw. der Geftion des Binnen lichen Bewegung zu unterrichten. machern bekannt sein, wenn sie die Statistit, die fie als Beweis schiffer- und Hafenarbeiterverbandes in irgendwelche Verhandlungen ihrer Behauptungen heranziehen, auch wirklich gelesen haben. einzulassen, sondern nur von ihren Arbeitern Forderungen und Wünsche entgegenzunehmen unter der Bedingung, daß die Arbeit von ihnen sofort bedingungslos wieder aufgenommen wird. Berlin und Umgegend. 9 Achtung, Metallarbeiter! Wir machen wiederholt darauf aufmerksam, daß die gesamten Betriebe der Firma Siemens Schuckert und Siemens u. alste gesperrt sind. Die Kollegen werden ersucht, auch die Arbeitsnachweise in der Garten- und Dresdenerstraße zu meiden, denn von dort werden die Kollegen nach den Siemenswerten geschickt. Was die Firma alles aufbietet, um Arbeitswillige zu bekommen, ist geradezu unglaublich. Daß eine Anzahl Droschten und Autos ständig unterwegs sind, ist jetzt am Nonnendamm und in der Franklinstraße das alltägliche Bild. Große Inserate in verschiedenen bürgerlichen Zeitungen sollen Arbeitswillige heranlocken, und niemand im Werk denkt daran, daß das gleiche innegehalten wird, wie bislang, daß nämlich jeder, der eingestellt werden will, schriftlich darum einkommen muß. Daß bie Polizei in ausreichendem Maße ihre Schuldigkeit fut und sich bemüht, die Zufriedenheit der Firma zu erwerben, ist weiter nicht verwunderlich. Der Polizeileutnant erklärt: Der Platz vor dem Bahnhof sowie 100 Meter links und rechts vom Eingang des Werks sind für Streitposten verboten. Unser Vorhalt, daß dies doch ungesetzlich sei, beantwortet der Polizeileutnant damit, daß der gute Mann fagt: „ Das ist egal, ich habe das eben angeordnet und dabei bleibt es." Die Arbeiter haben allerdings feine 3000 M. zu verschenken, wie die Kühnemänner 1890; aber trotzdem können sie doch wohl Anspruch darauf erheben, daß ihre Rechte als Staatsbürger und Steuerzahler nicht verlegt werden. Alle diese Drangfalierungen haben aber bislang nicht ber. mocht, die Stimmung der Streifenden und Ausgesperrten herab. zudrücken. Im Gegenteil, nach dem Naturgefeß" Drud erzeugt Gegendrud", sagen die Kollegen:„ Nun erst recht!" Wir ersuchen alle Metallarbeiter, die Sperre über diese Werke zu beachten und uns den Kampf nicht zu erschweren. Durchführung der Metallarbeiterverband von den Arbeitern dieſer Aber lägen die Lohnverhältnisse auch so, wie die Herren im Punkt 2 ihren Kollegen glauben machen wollen, warum dann die Ablehnung einer Abschlagszahlung von 27 M. pro Woche im Bunkt 5 ihrer Resolution. Wenn so ungeheuere Verdienste bei den bestehenden Attordlöhnen erzielt werden, dann ist es doch nur recht und billig, daß dem Verdienst entsprechend auch Abschlagszahlungen geleistet werden. Die Ablehnung dieser Abschlagzahlung beweist, daß die Wortführer ihre gemachten Angaben über die Höhe der Durchschnittslöhne selbst nicht glauben. Der Streit der Fliesenleger in Röln ist nach dreiwöchiger Dauer mit einem bedeutenden Erfolge der Arbeiter beendet worden. Gemäß dem jetzt vereinbarten Tarif wird der bisher 70 Pf. be. tragende Stundenlohn sofort auf 75 Pf. und vom 1. Mai an auf 80 Pf. erhöht. Die Arbeitszeit wird von 9 auf 8½ Stunden berfürzt. Für Ueberarbeit werden 20, für Nachtarbeit 40 Pf. und Für die Notwendigkeit der Verkürzung der Arbeitszeit gibt für Sonntagsarbeit 100 Prozent Aufschlag bezahlt. Die AkkordPunti 1 der Resolution selbst die Begründung, indem auf die fort- fäge werden erhöht und der Stundenlohn garantiert. schreitende Zunahme der Anwendung der Maschinen selbst in Klein betrieben hingewiesen wird. Bei zunehmender Anwendung von Bur erzgebirgischen Wirkerlohnbewegung. Maschinen werden neben der verstärkten Ausnugung der ArbeitsNachdem am vergangenen Lohntage die Arbeiterschaft der Firma fraft die gleichen Schritt mit der Vervollkommnung der Maschine Neukirchner in Thalheim die Kündigung eingereicht hat, da die hält- Arbeitskräfte brach gelegt, denen Arbeit und Verdienst ge- Inhaber zu Bewilligungen auf die eingereichten Forderungen fich schafft werden muß, was nur durch Verfürzung der Arbeitszeit noch nicht verstehen konnten, haben am Montag Verhandlungen statt möglich ist. gefunden zwischen der Geschäftsleitung und dem Fabrikausschuß, die Die Ablehnung der obligatorischen Benutzung des paritätischen allerdings nur von furzer Dauer waren. Weil ein Vertreter des Tertil Arbeitsnachweises ohne Prüfung der Gründe, die den Holzarbeiter- Industriellenverbandes den Verhandlungen mit beiwohnte, stellte der Verband bewogen, diese Forderung zu stellen, belehrt auch einen Arbeiterausschuß zunächst die prinzipielle Forderung, daß auch von Blinden, daß den Arbeitgebern in der Holzindustrie jedes Ver- ihrer Organisation ein Vertreter mit an den Berhandlungen teilständnis für die Bestrebungen der Arbeiter, Regelung und Ordnung nehmen soll. Das wurde nicht gewährt. Deshalb wurden die Verder Verhältnisse im Gewerbe der Holzindustrie zu schaffen, abgeht. handlungen furzer Hand abgebrochen. Die organisierten Holzarbeiter werden sich jedoch troß dieser Rück- Die Geschäftsleitung der Firma Neukirchner in Thalheim gefällt ständigkeit der Arbeitgeber nicht abschrecken lassen, dieses Ziel be- sich in dem Stampfe der erzgebirgischen Wirker um bessere Lohn- und harrlich zu verfolgen und selbst ohne Withülfe der Arbeitgeber zu arbeitsbedingungen als Scharfmacher. Jetzt wird sie zuerst spüren, berwirklichen suchen. daß es den Arbeitern Ernst ist mit ihrem Stampfe. Scharfmacherpraktiken im Berein Berliner Leberhändler. Im Laufe dieses Jahres hatten sich die Hausdiener aus den Berliner Leder- Engros- und Kommissionsgeschäften dem Verein Berliner Hausbiener sowie dem Zentralverband der Handels- und Transportarbeiter angeschlossen, um mit Hülfe dieser beiden Organisationen eine Aenderung ihrer an Erbärmlichkeit wohl einzig in Berlin dastehenden Arbeitsverhältnisse, sowie eine Beseitigung weist, zu erreichen. Ausland. Eisenbahnerbewegung in Amerika. Die Frankfurter Beitung" meldet aus New York: Das Fahrpersonal der Rod Jsland Companh verlangt Lohnerhöhung. Die Weichenſteller von zweiundzwanzig westlichen Bahnen verlangen den achtstündigen Arbeitstag. eines Lohnſyſtems, das sie zum größten Teil auf Trintgelder verletzte Nachrichten und Depefchen. Deutscher Metallarbeiterverband, Ortsverwaltung Berlin. Die Lohnbewegung der Gold- und Silberarbeiter, mit deren Branche vor etwa 14 Tagen beauftragt wurde, hat bisher einen Das Ende der Sielowski- Affäre. In einer Aussprache, welche von seiten des Zentralverbandes leidlich befriedigenden Erfolg gezeitigt. Gestern abend berichtete Frankfurt a. M., 24. Oftober.( B. H.) Die Straftammer hat in einer bei Buggenhagen abgehaltenen, stark besuchten Versamm der Handels- und Transportarbeiter mit dem Vorsitzenden des Ver- die Gröffnung des Hauptverfahrens in Sachen des Stadtverordneten eins Berliner Lederhändler, Herrn David, in Firma Joseph lung der Gold- und Silberarbeiter der Verbandsbevollmächtigte Neue, Friedrichstr. 37, gepflogen wurde, wurde von dem lekteren Bielowski abgelehnt. Bekanntlich hat der Staatsanwalt gegen den Sandtke darüber, daß kürzlich Verhandlungen mit einer von das feste Versprechen abgegeben, daß eine Verständigung zwischen sozialistischen Redakteur und Stadtverordneten Bielows Anlage der hiesigen Innung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede ge beiden Organisationen herbeigeführt werden wird, und gab der Herr wegen Beleidigung erhoben. Es sollte damit dem Stadtverordneten wählten Stommission stattgefunden haben, die folgendes Ergebnis gewissermaßen fein Ehrenwort für das von ihm Bersprochene ab. Bielowsti die Möglichkeit gegeben werden, das Beweismaterial für hatten: Bugestanden wurden die neunstündige Arbeits- Run, auch hier zeigt es sich, wie das Wort eines Unternehmers be- feine Beschuldigungen, das er dem Seniorenkonvent der Stadtseit einschließlich einer viertelstündigen Frühstückspause. Bewertet werden fann. Unter dem heutigen Tage ging dem Zentral- verordnetenversammlung angeblich vorenthielt. einer richterlichen willigung eines Minimallohnes bon 21 M. pro Woche für verbande der Handels und Transportarbeiter folgendes Behörde vorzulegen. Eisenbahn- Unfall. Der Hannover, 24. Oktober.( B. H.) Ein schwerer Eisenbahnunfall ereignete sich heute mittag 1 Uhr auf dem hiesigen Bahnhofe. Als ein Güterzug nach Braunschweig die Halle verlassen wollte, rangierte eine Maschine einen Bostwagen hinter den Bremer Personenzug. Der Güterzug hatte taum die Halle berlaffen, als er von der Maschine bei einer Kreuzung angefahren wurde. Anprall war so heftig, daß die Maschine zur Seite flog. zehn Wagen sind beschädigt. Der im Bostwagen diensttuende Schaffner Hitemann wurde schwer verletzt; anscheinend erlitt er einen Bruch des Rückgrats. Ein Bremser des Güterzugs ist leichter verlegt. Die Gleise blieben etwa eine Ste Etwa Ausgelernte. Bei außergewöhnlich schwachen Arbeitern sollen je Schreiben zu: doch Ausnahmen zulässig sein. Zusicherung einer all- An den Zentralverband der Handels-, Transport- und Verkehrsgemeinen ohnerhöhung von zehn Prozent. Bearbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Bezugnehmend auf Ihr Schreiben vom 14. ds. teile Ihnen zahlung der Ueberstunden mit 25 refp. 50 Bros., Nacht- und Sonntagsarbeit mit 75 Broz. Aufschlag. Ferner erklärten sich die Verhierdurch mit, daß in unserer Vereinssibung am 17. b. 2. betreter der Arbeitgeber mit dem Abschluß eines Tarifvertrages bis schlossen worden ist, unter Ablehnung jeglicher Verhandlung mit zum 1. Oftober 1908 einverstanden. Von einer Anzahl Firmen dem Zentralverbande über die Forderungen zur Tagesordnung der Silberwarenfabrikanten war ein gemeinsames Schreiben bei überzugehen, mit der Motivierung, daß die Verschiedenheit der der Ortsverwaltung des Metallarbeiterverbandes eingegangen, Betriebe eine einheitliche Behandlung der Sache nicht zuläßt. Hochachtungsvoll worin fie zwar mehrere ähnliche Zugeständnisse zu machen geJulius David, denken, jedoch im Verhandlungswege noch verschiedene Puntte, die als Spezialangelegenheiten dieser Branche betrachtet werben Vorsitzender des Vereins Berliner Lederhändler. Tönnen, anderweitig erledigt zu wissen wünschen. In Anbetracht Kurz und drakonisch geht man über die Forderungen derjenigen dessen, daß dies die erste Lohnbewegung der Berliner Gold- und Arbeiter hinweg, die durch ihre schavere, jahrelang ausgeübte Tätig dessen, daß dies die erste Lohnbewegung der Berliner Gold- und Silberarbeiter ist, und auch die Organisationszugehörigkeit noch feit ihren Arbeitgebern den Geldsad in ausreichendem Maße geHalle, 24. Ottober.( Privattelegramm des Vorwärts".) Am manches zu wünschen übrig läßt, erklärte sich die gestrige Ber- füllt haben. Nun, das leßte Wort ist noch nicht gesprochen in dieser sammlung mit den Bugeständnissen der Arbeitgeber für diesmal angelegenheit und die Berliner Roll- und Speditionstutscher werden Bau des Boltshauses verunglückten durch den Bruch eines Gerüstes ein wachjames Auge bei einem ebent. Stampfe der Hausdiener der sieben Bauhandwerker. Einer, namens Ebeling, starb. einverstanden. Es wurde auch der Erwartung Ausdruck gegeben, Leberbranche haben, daß sich jeder Unternehmer mal selbst das Leder daß bei den noch weiter stattfindenden Berhandlungen mit den in seine Räumlichkeiten schafft und somit mal felbst am eigenen Ministerwechsel. erwähnten Gilberwarenfabrikanten ebenfalls annehmbare Ab- Leibe die Arbeit durchtoftet, die sie glauben auch noch in Zukunft Bittreich hat dem Kaifer feine Demiffion überreicht, die diefer antmachungen zustande kommen möchten. Zur Annahme gelangte mit Schundlöhnen bezahlen zu können. schließlich folgende Resolution: Bauunglück. Günstige Aussichten. Wien, 24. Oftober.( B. H.) Der gemeinsame Kriegsminister genommen hat. Als Nachfolger Bittreichs wird in erster Reihe der Die am 24. Dftober 1906 tagende Versammlung der Gold- Jm Kaufhaus Herm. Engel, Landsbergerstr. 87/88, fand eine Landesverteidigungsminister Feldzeugmeister v. Schönaich oenannt. und Silberarbeiter erklärt sich mit den Vereinbarungen, welche Entlassung eines Teils der Diener statt, weil dieselben sich weigerten, die Kommission mit den Arbeitgebern borbehaltlich abgeschlossen einen Revers zu unterschreiben, wonach sie die Verpflichtung überbat, einverstanden und beauftragt die Ortsverwaltung des nehmen sollten, wenn sie Sonntags oder Feiertags außer der erBrüssel, 24. Oktober.( B. H.) Die nun nahezu vier Wochen Deutschen Metallarbeiter Verbandes, einen Tarif mit den Arbeit- laubten Zeit durch Unachtsamkeit beim Pakettragen" oder wegen ähn dauernde Aussperrung der Webereiarbeiter von Verviers hat begebern der Gold- und Silberbranche nach der Fassung der ge- licher Beschäftigung Polizeiftrafen erhalten, fie allein dafür verantwortlich reits einen Lohnverlust von mehr als 1½ Millionen verursacht. Die troffenen Vereinbarungen abzuschließen; mit dem Vermerke, daß sind. Das Prämiensystem für die faufmännischen Angestellten scheint Glasarbeiter von Charleroi haben den Ausständigen 50 000 Frank die tariflichen Abmachungen von Montag, den 29. Oftober, in den dafür zu forgen, daß den Dienern Sonntags übermäßige Touren Unterstützungsgelder gesandt. Es scheint sich nunmehr eine VerGeschäften resp. Betrieben eingeführt werden. nach Wilmersdorf, Zehlendorf und in der Weichbildgrenze Berlins söhnung anzubahnen. Die Webereibefizer haben eine versöhnliche Die Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes aufgehalst werden und eine regelmäßige Junehaltung des garantierten Erklärung erlassen, in der sie die Gewerkschaften anerkennen. zu Berlin resp. die Agitationstommission der Gold- und Silber dritten freien Sonntags nicht eintritt. Wiederholte Verhandlungen Weitere Streitpunkte sollen durch einen gemischten Ausschuß entarbeiter wird beauftragt, dort, wo der Tarif von den Arbeit- um Gewährung eines freien Sonntags alle 14 Tage scheiterten an schieden werden.( Frtf. 3tg.") Berantw, Rebatt.: Carl Wermuth, Berlin- Nigdorf. Inferate verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdr. u. Berlagsanstalt Raul Ginger& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagenu.- terhaltunasblatt Dr. 249. 23. Jahrgang 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Doerstag, 25. Oktober 1900. Buchdruckerbewegung. Wir find angegangen worden, den Leitartikel des„ Korrespondent" vom Dienstag unseren Lesern im Wortlaut zu bringen. Im Nachfolgenden kommen wir diesem Wunsche nach: Abgelehnt! Für den Parteivorstand dürfte die Frage über die Zulassung Der autonomen Zirkel eine recht gefährliche Slippe werden. Es ist nicht ausgeschlossen, daß sich bei vollzähligem Borstand$ 35 vom Parteitag gewählte Mitglieder, ferner der Chefredakteur des„ Avanti" und ein Vertreter der Barlamentsfraktion eine Mehrheit zugunsten doch nicht verbreitet seien, also auch die Buchdrucker nicht aufheben föhnungsversuche hervorheben soll, die die Parteisektion gemacht hat tönnten. Mit dieser Taftit wolle die Korrespondent"-Redaktion und die an dem Widerstande der Reformisten gescheitert find. die beinahe verräterische Haltung der Gehülfenbertreter vertuschen. Gleichzeitig haben sich auch die außerhalb der Partei stehenden Der Redner weist darauf hin, daß ein Prinzipalsvertreter gesagt Reformisten versammelt und den Bericht Turatis über den Parteitag habe, daß die Gehülfen den Tarif niemals anerfännten, wenn sie entgegengenommen und gutgeheißen. Sie beschlossen dann, vom von ihm vorher in seinem ganzen Umfange Kenntnis hätten. Das Parteivorstande ihre Anerkennung als Parteiorganisation zu fordern tennzeichne den Wert des Erreichten. Der Redner empfahl eine und den Beweis zu erbringen, daß die autonome und nicht die Resolution, wonach ein außerordentlicher Verbandstag einberufen Gad, Gadgadgadgad! tönt es von allen Seiten. Das Schnattern werden soll, um die Tarifabmachungen umzustoßen und neue Ge- offizielle Organisation sich im Einklange mit dem Votum des letzten Parteitages befindet. ist ja so viel leichter als Denken, verantwortlich denken und hülfenvertreter zu neuen Tarifabmachungen zu bestimmen. Ge handeln. Es braucht nur irgendein Kollege sich hinzustellen und zu müsse endlich einmal ein frischer Zug in die Organisation kommen. rufen: Es wird nur noch acht Stunden gearbeitet, dafür erhalten Zwei weitere Redner sowie der Gauleiter Grafmann ber wir pro Nase 50 Em die Woche, für jedes Kind 20 Wt. und mehr teidigten die Gehülfenvertreter und den Vorstand; man habe nicht ( außereheliche der erhöhten Umstände halber 25 M.), Kontrolle über mehr erreichen fönnen. Quantität und Qualität der Arbeit wird als menschenunwürdig Bei der Abstimmung wurde die Resolution Römer gegen abgeschafft! Sic volo, sic jubeo! Bums! und die soziale Frage 61 Stimmen abgelehnt, dagegen eine Resolution angenommen, der Zulassung findet. Dadurch würde sich aber der Parteivorstand ist gelöst, und all die Entlein noch unter dem Einflusse der worin die Mitgliedschaft Köln ihr Bedauern ausspricht, daß die in Widerspruch segen zum Organisationsstatut und auch zum ProEin großer Teil der VerMannheimer Fuchspredigt gadern Beifall. Solchen Beifall zu Tarifabmachungen teine zufriedenstellenden sind", sich aber mit der gramm des integralistischen Blocks. erhalten nichts leichter als bas! Der große Kenner der Volts Resolution des Leipziger Gauvorstandes einverstanden erklärt, antwortung für diese Situation trifft freilich dem Parteitag, der seele Bebel wußte wohl, was er meinte, als er vom Herdentriebe der wonach man den Tarifabmachungen mit den bekannten Einwänden dem Parteivorstand diese Frage überwiesen hat. Massen sprach. und Voraussetzungen zustimmte. Das Ende der Avanguardia". Stom, 22. Oftober.( Eig. Ber.) Was scheren uns die wirtschaftlichen Geseze? Auch im Zu- Die Buchdruder im Bezirk Jena, zu dem die Druck- In ihrer Nummer vom 20. Oktober verabschiedet sich die Mailänder funftsstaate regeln ja nicht Angebot und Nachfrage die Magenfrage. orte Kahla, Rudolstadt und Saalfeld gehören, nahmen am Sonntag, Avanguardia" von ihren Lesern und erklärt, daß sie nach Auch da gibt es teine menschenunwürdige Kontrolle. Bewahre in einer außerordentlichen, in Jena abgehaltenen Bezirksverfammlung nunmehr vierjährigem Erscheinen ihre Veröffentlichung einstellt, um dann leistet jeder so viel, wie er will. Wie? Nicht? Na, dann sind zum neuen Tarif Stellung. Das Referat hielt Kollege Eichler mit dem„ Sindacato operaio" zu einer neuen Wochenalle Menschen aus sich selbst so edel, und Notabene so tiug, aus Leipzig. Eine volle Befriedigung tam bei keinem der zahlreichen zeitung, der Lotta di Claffe"( Selaffenkampf) zu verschmelzen. daß sie nach Quantität und Qualität ihre Leistungen dem Durch Redner zum Ausdruck. Zwei Saalfelder sprachen sich für Ablehnung. schnittsbedürfnisse anpassen. Berräter" gibt's dann nicht die des Tarifes aus. Trozdem stimmte die stark besuchte Bersammlung sind beseitigt radikal, und sollte ja einer so aussehen, dann dem Tarif mit allen gegen 8 Stimmen zu. schleunigst an die Laterne mit ihm und ihn dort so sicher befestigen, daß er nicht wieder herunterfallen und dieser schönen Erde einen Fled machen fann! Etwas rot in rot gemalt! Allerdings. Aber kann einem die Welt anders als rosa erscheinen, wenn man sie durch cine Rosa"-Brille betrachtet? 21 Aus der Partei. Arbeitersekretariate. Das flingt wie Hohn! Beider aber ist es das nicht, sondern Tediglich der Galgenhumor eines Laternenkandidaten. Aber was Nachstehend veröffentlichen wir die Adressen der zurzeit in tönnte man anders als hohnlachen angesichts der Wiedergeburt Deutschland errichteten Arbeiterfekretariate. Die Veröffentlichung von 1896? Da hat man sich so schön sicher gefühlt in dem Bewußt- foll periodisch erfolgen, jedesmal bei Beginn eines neuen Quartals. fein, daß die bon teiner anderen Arbeiterfategorie erreichten materiellen und moralischen Erfolge der Tarifgemeinschaft, daß Wir ersuchen die Interessenten, uns in der Vervollständigung des die durch sie geschaffene Stabilität im Gewerbe ihren erzieherischen Verzeichnisses zu unterstützen und von einer Adressenänderung uns Einfluß geübt haben! Die Disziplin vor der Tarifberatung man rechtzeitig Kenntnis geben zu wollen. mochte die eingeschlagene Tattit für richtig oder für falsch halten hatte etwas Grhebendes. Da tam das Ergebnis der Beratungen. Hat denn überhaupt einer geglaubt, daß unsere sämtlichen Forde rungen voll und ganz durchgehen würden? Heraus mit ihm aufs Bodium; er tann sich sehen lassen! Jst andererseits auch nur ein einziger von uns zufrieden mit dem Erreichten? Das wäre ein Jammer, denn es würde jeden Fortschritt hemmen! Aber: abgelehnt!! Glatt abgelehnt das ganze Resultat? Man traut seinen Augen nicht, wenn man das liest! Man greift fich an den Stopf, ob es denn wirklich möglich ist, daß ganze Kollegenschaften das ganze Resultat glatt ablehnen. Arbeiterfekretariate bestehen in: Aachen, Mauerstr. 46. Altenburg( S.-A.), Wallstr. 39 p. Altona- Hamburg, Gänsemarkt 35 II. Augsburg, Jefuitengaffe F 406 II. Bant- Wilhelmshaven, Gewerkschaftshaus. Barmen, Oberdörnerstr. 104. Berlin SO., Engel- Ufer 15. Bielefeld, Turnerstr. 45. Bochum, Wiemelhauferstr. 38-42. Brandenburg a. H., Neustädtischer Markt 2. Bremen, Ostertorstr. 26 I. Bremerhaven, Am Hafen 49. Breslau, Nifolaistraße 18/19 I. Bromberg, Jakobstr. 17. Caffel, Wildemannsgasse 30 I. Chemnitz- Kappel, Zwickauerstr. 152. Coburg, Mauer 26. Colmar, Logelbachstr. 5. Cottbus, Burgstr. 29p. Crefeld, Klosterstr. 43. Darmstadt, Elisabethstr. 31. Dessau, Askanischestr. 107. Dortmund, 1. Rampftr. 73 I. Dresden, Voltshaus, Rizenbergstr. Duisburg, Friedrich Wilhelmstr. 76. Düsseldorf, Kasernenstr. 67 a. Elberfeld, Hombückel 6 1. Essen, Stirchstr. 18. Frankfurt a. M., Am Schwimm Forst i. L., Promenade 5. bad 8/10. Fürth, Theaterstr. 19. Gera, Hospitalstr. 21 I. Gelsenkirchen, Karlstr. 19. Göppingen, Gasth. zu den 3 Königen. Gotha, Erfurterstraße( altes Gerichtsgebäude). Halle a. S., Harz 42/48. Hamburg, Gänsemarft 35 II. Hamm i. W., Ritterstraße. Hanau, Mühlenstr. 2. Hannover, Artillerieſtr. 18. Harburg a. Elbe, Deichstr. 12. Hildesheim, Schuhstr. 4. Iserlohn, Mühlengang 15. Jena, Saalbahnstr. 3. Karlsruhe, Kurvenſtr. 19. Rattowis, Rathausstr. 6. Kiel, Gasstr. 24 parterre. Köln a. Rh., Severinstr. 201. Kronach, Kirchenplag 74. Landeshut i. Schl., Waldenburgerstraße 37 II. Seipzig, Härtelstr. 12, part. Luckenwalde, Neue Friedrichstr. 42. Lübeck, Johannisstr. 46, part. Lüdenscheid, Friedrichstr. 80. Magdeburg, Fürsten- Ufer 6 I. Mannheim, S. 3, 10. Meißen, Poststr. 4. Mühlheim( Hessen), Offenbacherstraße 7. München, Baaderstr. 1 I. Nen- Ruppin, Klosterstr. 23. Nordhausen, Barfüßlerstr. 12. Nürnberg, Egydienplatz 22. Oberhausen, Marktstr. 5. Osnabrück, Klusstr. 11 I. Pforzheim, Waisenhausplatz 3. Bofen, Breitenstr. 21. Recklinghausen, Hernerstr. 66. Remscheid, Kölnerstr. 11a. Rostock, Doberanerstr. 6. Die„ Avanguardia" blickt auf eine lange Reihe von Kämpfen zurüd. Sie war wenige Monate vor dem Barteitag von Imola ins Leben getreten, um die Jdeen der revolutionären Fraktion zu bertreten, zu einer Zeit, in der der„ Avanti" in Händen der Reformisten war und nur einige kleine Wochenzeitungen den revolutionären Gedanken wiedergaben. Sie konnte es nicht verhindern, daß auf dem Parteitag von Jmola die revolutionäre Fraktion noch schwach und zersplittert war. In Bologna dagegen hat sich die Vorbereitung der Avanguardia" sehr deutlich fühlbar gemacht und die Entscheidungen des Kongresses wesentlich beeinflußt. Ohne die Pressionen der Revolutionäre hätte fich schon damals Ferri nicht entschlossen, eine antiministerielle Tagesordnung einzubringen. denn auch einer Koalition der Fraktion, Avanguardia" mit dem linken Bentrum( Ferrianer) zu. In der Folge entwickelte sich die„ Avanguardia" vom revolutionären Sozialismus zum Syndikalismus, ohne jedoch aufzuhören, ein vorwiegend theoretisches Drgan zu sein. Ihr Einfluß auf die Partei scheint seit dieser Umwandlung im Südgange, wie ja auch die Stimmenzahl der Syndikalisten in Rom geringer war als die der Revolutionäre in Bologna. Jetzt wird die Avanguardia" einem rein syndikalistischen Organe Platz machen, redigiert von Leone, Mocchi, Labriola, Mantica und Olivetti. " Der Sieg fiel Maßregelung eines Genossen? Rom, 22. Ottober.( Eig. Ver.) Das Unterrichtsministerium hat ein Disziplinarverfahren gegen den Genossen P. Drano eingeleitet, der als Gymnasiallehrer Staatsangestellter ist. Drano, der auf dem Parteitag als Nebner der syndikalistischen Fraktion, antimilitaristische Erklärungen abgegeben und unter anderm gesagt hatte, daß nur der Sozialist ist, der sich von jedem Rest patriotischen Gefühls freigemacht hat, soll auf dem Disziplinarwege bestraft werden. Nach deutschen Begriffen mag das selbstverständlich erscheinen. In Italien erregt es sogar den Tadel ber bürgerlichen Preise. Auf alle Fälle ist die Maßnahme ungefezlich. Die Lehrer der staatlichen Mittelschulen fönnen nur wegen ehrenrührigen Verhaltens entlassen werden. Uebrigens hat Drano durch seine Haltung während des Parteitags auch seine Stellung als Redakteur des Avanti" eingebüßt, die er seit zirka 15 Monaten inne hatte. Der Dichter Upton Sinclair, der Verfasser des„ Sumpf", ist, wie wir schon mitteilten, von der sozialistischen Partei des Staates New Versey als Kongreßkandidat aufgestellt worden. In seinem „ öffentlichen Schreiben", worin er seinen Wählern mitteilt, daß er die Kandidatur annimmt, sagt er über den Beeftrustskandal: Die Backer gehen ihren alten Weg der Volksvergiftung und der Llige. St. Johann b. Saarbrücken, Hafen Verteidigung führen und das Land mit betrügerischen und unwahren Sie haben sich literarische Prostituierte gemietet, die für sie die Büchern und Zeitschriften überschwemmen. straße 7/9. Solingen, Kaiserstr. 25. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Stettin, Birken- Allee 34. Striegau, Biganstraße. Straftonto der Presse. Das Stuttgarter Schöffengericht ver Stuttgart, Eßlingerstr. 17/19. urteilte den Genossen Sauerbeck von der Schwäbischen Waldenburg i. Schles., Freiburger- agwacht" zu einer Woche Gefängnis wegen Beleidigung ftraße 16. Wiesbaden, Wörthstr. 11, I. Wolgast, Maarbrückerstr. 17 I. Worms, Maingerstr. 19. Wunsiedel( Oberfrant.), StoppetnerWürzburg, Oberthürstr. 11. Sekretariat der Zentralfommission für Bauarbeiterschutz( G. Heinte), Hamburg 7, Besenbinderhof 56. tor. eines Geistlichen, der in einer Predigt die freiorganisierten Arbeiter ehre lose und charakterlose Menschen genannt hatte. Außerdem wat kritisiert worden, daß der Herr eine 77jährige Greifin zu fünf Wochen Gefängnis hatte berurteilen lassen, weil sie ein Gerücht weitererzählt hatte, wonach der Pfarrer mit seiner Köchin geschlechtlich verkehrt habe. Der Pfarrer hat das unter Eid bestritten, er hat aber auch die Beleidigung der Arbeiter bestritten. Hinterher erklärte, indes der Redakteur des Göppinger Hohenstaufen", eines bürgerlichen Blattes, daß er jederzeit beschwören könne, die betreffende Aeußerung in der Predigt des Pfarrers gehört zu haben. Bierzehn Tage Gefängnis wurden dem Genoffen Staufer von der Bremer Bürgerzeitung" zudiftiert wegen Beleidigung eines Straßenbahnkontrolleurs. " Ablehnen unter den obwaltenden Umständen heißt rund und nett: Streit! Und Streit der angesichts der Zugeständnisse der Brinzipale und angesichts des Bruchteils, was an Materiellem nicht zugestanden wurde, wirklich frivol wäre Streit unter dieser Boraussehung heißt nichts mehr und nichts weniger als Berlust Rückwärtsrevidierung des Tarifes oder gar Aufhören der tariflichen Ordnung! Leßteres wäre ja freilich das, was den Genossen von der Einigkeit" usw. am liebsten wäre. Aber daß Buchdruder, ganze Mitgliedschaften, aus 1891, 1896 und der seitherigen Entwickelung so abfolut nichts gelernt haben, das erscheint einem zunächst unglaublich. Fast möchte man verärgert ausrufen: J, dann meinetwegen! Wenn ihr denn die Mauern nicht seht, mit denen uns die wirtschaftlichen Gefeße umgeben, und wenn ihr durchaus nicht seht, wie did diefe Mauern find mun, so rennt doch dagegen mit eueren werten Schädeln! Vielleicht sind diese wirklich härter als sie schienen! Aber nein so tragisch liegen die Verhältnisse ja nicht. Bu nächst' mal ist die Zahl derer, die schon vor 1891 und seitdem in Reih und Glied gefochten haben und wissen, wie Bulber riecht, nicht gering. Diefe Kollegen werden jetzt sehen, daß sie die Pflicht der Erfahrenen haben, dem Nachwuchse, der bisher nur die Bettwärme der Tarifgemeinschaft tennt, als Be rater voranzugehen. Also hervor mit euch hinter dem Ofen! Und die anderen Kollegen sie sind ja Buchdrucker werden nach einiger Ueberlegung zu einer besonneneren Würdigung der Tate fachen kommen. Welche tatsächlichen und bedeutenden materiellen und moralischen Erfolge das Resultat der diesmaligen Tarifrevision bedeutet, ift widerholt und hinreichend dargelegt worden. Auch darüber, daß wir mit dem Erreichten nicht zufrieden sind, besteht wunderbare Einigkeit. Sollen deshalb einige Karnidel bluten, wohlan: Döblin, Giesede und Genossen an die Laterne! Rerhäuser hinunter das Scheusal in die Wolfsschlucht! Diese Kollegen werden im Bewußtsein treuer Pflichterfüllung opferwillig zur Schlachtbant folgen. Nur den Verband als solchen berschone man! Denn er ist es, er allein, dem wir alles Erreichte verdanten und der uns auch hoffnungsfreudig in die Zukunft bliden läßt. Und diese Zukunft birgt ja noch so unendlich viel Aufgaben, an deren Bewältigung sich die Tatkraft aller ausarbeiten kann. Werden wir uns flar, ganz flar über diese Aufgaben der Zukunft! UeberTegen wir besonnen, ob unsere Kampfmittel immer die rechten Von der schweizerischen Sozialdemokratie. In Zürich waven, ob nicht in einer oder der anderen Frage die Klugheit uns Außersihl wurden am Sonntag bei Ersatzwahlen unsere eine neue Taftit oder eine Neubewaffnung empfiehlt. Und was Genossen Manz, Dr. med. Wehrlin, Morant und Zuppinger in uns die Einführung des jebigen Tarifes an Straft überläßt, das verwenden wir auf die Borbereitung und Durchdrückung unserer Thalmeil mit 4503 bis 4560 Stimmen in den Kantonsrat gewählt; neuen Forderungen. Das alles aber in dem Bewußtsein, daß wir die Kandidaten des scharfmacherischen reaktionären Bürgerohne unsere Organisation nichts sind, daß wir also alles vermeiden, verbandes brachten es auf 2125 bis 2169 Stimmen. In den was diese und ihren Zusammenhalt gefährden kann. Alles durch den Kreisen III und V der Stadt Zürich wurden ferner die Genossen Berband alles für den Verband. Denn der Verband, das sind Scheuermeier und Rutschmann in den Großen Stadtrat gewählt. wvir! Und soll unsere Zukunft nicht auf dem Wasser liegen, sondern Bei allen sechs Wahlen handelte es sich um den Ersatz von Sozial- Lederhändler B. für den Fall der Invalidität( gänzlicher und teilfest gegründet sein, dann achten wir vor allem sorgfältig darauf, daß demokraten. Fundament und Mauerwert des Verbandsgebäudes intatt bleiben, In Weinfelden beschloß am Sonntag die Delegiertenverfamm- weiser) versichert. Im März 1901 paffierte dem B. ein Unfall, der aber auch darauf, daß es durch das Tarifgemeinschaftsdach nicht lung der thurgauischen Grütli- und Arbeitervereine die Um- ihm einen Wadenbein- und Knöchelbruch zutrug. Er suchte infolgeDurchregnet. Radi. wandlung des Verbandes in die Thurgauische sozial. dessen die Versicherungsgesellschaft wegen dauernder Verminderung Der Artikel, der an der Spitze des Korrespondent erschienen des Kantons Thurgau derjenigen der meisten anderen Kantone. 10 Mart pro Tag gänzlicher Invalidität, in Anspruch zu nehmen. Der Artikel, der an der Spitze des Korrespondent" erschienen de motratische Partei". Damit folgt die Arbeiterschaft feiner Erwerbsfähigkeit zu 25 Broz., bei einer Berechnung von ist, wurde tie offensichtlich nicht in der Redaktion selbst ver- Der Schritt bedeutet die Befreiung von dem bürgerlichen GängelLandgericht und Kammergericht Berlin wiesen den Kläger faßt, gibt aber zweifellos die Meinung derselben wieder, da er an band der Demokraten, die trotz aller Arbeiterfreundlichkeit eine mit seinem Anspruche ab, gestüt auf ein Gutachten des Dr. P., hervorragender Stelle und ohne Kommentar erschien. Offenbar war welches besagt, daß die Beschränkung der Erwerbsfähigkeit bes die Redaktion des Korrefpondent" mit uns der Meinung, daß der fapitalistische Partei mit kapitalistischer Politik find. Die sozialdemokratische Partei des Kantons lägers voraussichtlich in ganz furzer Zeit beseitigt sein wird. In Artikel durch sich selbst wirkt. Buzern beschloß auf ihrem am Sonntag in Reiden abgehaltenen der Berufungsinstanz hatte der Kläger beantragt, ein neues GutWir geben noch folgende Berichte, die teilweise wegen Raum- Parteitag, die Regierung zur baldigen Schaffung eines fantonalen achten zu erheben, da fich sein Fuß verschlimmert babe. Wir geben noch folgende Berichte, die teilweise wegen Raum- Fabrikinspektorats anzuspornen und auf die Erleichterung der Ein- Kammergericht hielt das aber nicht für nötig, indem es aussprach, mangel veripätet erscheinen: Die Kölner Buchbrudergehülfen, die sich schon bürgerung hinzuwirken, ferner die Unterstüßung der Initiative be. daß nicht zu ersehen sei, weshalb die einmalige Untersuchung durch einen Gerichtsarzt nicht genügen solle. Auf die Revision des Klägers bor 14 Tagen mit der Tariffrage befaßt hatten, setzten gestern die treffend Werbot des Absinths. Diskussion in einer wieder von 600 Personen befuchten Bersammteiten In vorübergehende finanzielle Schwierig. wurde das Vorderurteil vom Reichsgericht aufgehoben und die Lung fort. Ranjenberg sprach den Gehülfenvertretern und dem feiten ist der Peuple Suisse", das Organ der Sozial. Sache zur anderweitigen Entscheidung an das Kammergericht zurückZentralvorstand feine Mißbilligung aus, daß der Tarif ohne weiteres demokraten Gen fs, jezt auch von Wallis, Neuenburg und FreiIn der neuen Verhandlung hörte das Kammergericht den rechtsgültig geworden jei; vorher habe man Stillschweigen burg geraten. In einem der letzten Prozesse ist das Blatt vom indessen an die Stelle des ersten Gutachters getretenen Dr. St. beobachten müssen, und jetzt solle man überhaupt nichts mehr zu Schweizer Bundesgericht zur Zahlung von mehreren tausend sagen haben. Es sei ein unerhörter Vorgang in der Arbeiter- Frank verurteilt worden, und da es selbst die Summe nicht be. Dieser führte in eingehender Begründung aus, daß eine Verbenegung, daß die Beitung einer Gewerkschaft ihre 40 000 Mitglieder zahlen konnte, wurde die Druckerei vom Bundesgericht für haft schiebung der Knöchel stattgefunden habe und bei dem Kläger desauf viele Jahre binde, ohne diese vorher barum zu fragen. Der bar erklärt. Der Verlag sieht sich, um den Schlag ertragen zu halb eine dauernde Verminderung der Erwerbsfähigkeit fortbestehen würde. Er bemaß die Höhe der Erwerbs Redner geißelte die Taktik der Verbandsleitung, die sich mit ein können, dazu beranlaßt, eine Sammlung zu eröffnen. beschränkung zu 25 Prozent. Die Versicherungsgesellschaft erzelnen Parteiblättern auseinanderseße, um die Aufmerksamkeit der Die Mailänder Organisation nach dem Parteitag. Nom, den hob dagegen unter anderem die Einrede, daß Kläger gegen Mitglieder von dem Kern der Sache, den zum Teil noch unDenn er bekannten Bestimmungen des Tarifs abzulenten. Er forderte 22. Oftober.( Gig. Ber.) Die Genossen der Parteifettion Mai-§ 10 Abia 2 der Bedingungen verstoßen habe. die Anwesenden auf, den Tarif abzulehnen. Stovinski ist I and haben sich in ihrer Versammlung vom 20. Oktober mit dem habe einer Aufforderung der Gesellschaft, sich einer neuen Vertrauensarztes zu unterwerfen, nicht ebenfalls mit dem Tarifabschluß nicht einverstanden, empfiehlt aber Parteitagsergebnis beschäftigt und beschlossen, den Entscheid der Untersuchung ihres angesichts des Streits, dessen Gefahren er an die Wand malt, Mehrheit zur Kenntnis zu nehmen und in dem durch ihn gezogenen Folge geleistet, tropdem der genannte Paragraph den Versicherungsdennoch zuzustimmen. Römer wendet sich gegen den Korresp.", Rahmen für die Vertretung ihrer Ansichten in der Partei zu wirken. nehmer beim Verlust aller Ansprüche verpflichtet, sich jeder vers der die Unzufriedenheit der Mitglieder fälschlich auf das Konto des Sie haben ferner beschlossen, dem Barteivorstand ein Memoriale langten Untersuchung seitens des Vertrauensarztes der GeVorwärts" und der Leipziger Boltszeitung" setzen wolle, während vorzulegen, das die Geschichte der Parteifektion seit der Gezeifion fellschaft zu unterziehen. Nach§ 11 der Versicherungsbedingungen im Rheinland, wo die Unzufriedenheit sehr groß sei, diese Blätter der Autonomisten behandeln und besonders die zahlreichen Ver- habe der Kläger somit alle Ansprüche verwirkt. Das Rammergericht Soziales. Rentenquetschmethode für private Versicherungsverträge vom Reichsgericht für unanwendbar erklärt. Die Frankfurter Transport- Versicherungsgesellschaft hatte den berwiesen. Das suchung näher zu begründen, durfte Kläger dies zu verfolgen. Hinausschiebung des Heimarbeiterschutes! durch " Wie im hörte mun nochmals Dr. St., welcher bei seinem Gutachten blieb, 1 führte dieser Kongreß nicht. In den folgenden Jahren glomm die Bei den Gruben mit feiner oder nur geringer Nebenproduktion und verurteilte die Beklagte sodann dem Grunde nach zur Renten- Unzufriedenheit weiter, bis sie im Jahre 1896 und 1897 zu stieg auch die Tonnenleistung pro Kopf der Gesamtbelegschaft um zahlung. Was den Verstoß der§§ 10 und 11 der Versicherungs- Bauernaufständen führte, die die offizielle Welt in hellen Schrecken 2 bis 8 Tonnen. Und die Zunahme der Koksproduktion stellte sich bedingungen betreffe, so liege teine rechtliche Zuwider versetzten. Nachdem die besonders im Comitat Zemplén aus auch über 3 Proz. Die eingetretene Lohnsteigerung von 9 Pf. pro handlung vor. gebrochene Aufregung zu gewaltsamen Tätlichkeiten geführt hatte, Schicht stellt nicht einmal einen Gegenwert dar für die ProduktionsWenn die Beklagte das Verlangen stellte, daß Kläger, der schon schuf die Regierung die berüchtigte lex Darányi, die das für Ungarn vermehrung, den Vorteil aus der Preissteigerung stecken die Untermehrfach untersucht war, sich aufs neue von ihrem Vertrauensarzte neue ausnahmerechtliche Prinzip, das bekanntlich für Ostelbien in nehmer allein in den Sack. untersuchen lasse, ohne die Notwendigkeit dieser Unter- Geltung ist, zur Geltung brachte, zivilrechtliche Delifte strafrechtlich Geschäftsergebnisse. Die Gewerkschaft Blankenburg brachte es Verlangen zurüdweisen. Gegen das zweite fammer- Das sogenannte Sflavengesetz bestimmt, daß fontraftbrüchige im dritten Quartal auf einen Ueberschuß von 70 313 m. gegen gerichtliche Urteil hatte die Beklagte Revision eingelegt. Der landwirtschaftliche Arbeiter bis zu 60 Tagen Gefängnis und 55 174 M. im zweiten Quartal. Von 4 Proz. im Jahre 1904/05 achte Zivilsenat erkannte aber auf Zurückweisung der Revision, indem 600 Kronen Geldstrafe zu verurteilen sind, und zwar ohne Gerichts- stieg die Dividende der Zellstoffindustrie A.-G. für das letzte Jahr verfahren, bloß durch das Stuhlrichteramt. Auf die bloße Anzeige auf 6 Proz. 22 Proz. Dividende schüttet diesmal die Deutsche er die Entscheidung des Oberlandesgerichtes billigte. Es wäre zu wünschen, daß auch das Reichsversicherungs- des Arbeitgebers wird geurteilt und der Strafvollzug ohne Gasglühlicht A.-G. aus, 20 Proz. im Vorjahre. Die Aktionäre Roß u. Co. amt für die Fälle der Versicherungen auf Grund der Appellation begonnen. Dem Arbeitgeber fällt das Majestätsrecht der Schultheiß- Brauerei erhalten wiederum 18 Proz. Auf 10 Proz. ist die dies. Versicherungspflicht gegen das schikanöse Verlangen, der Begnadigung zu, von dem er natürlich dann Gebrauch macht, A.-G. Bierbrauerei stößt 9 Proz. ab. jährige Dividende der Schloßbrauerei in Kiel festgesetzt. Untersuchungen sich zu unterwerfen, in ähnlichem Sinne entschiede. wenn die Arbeiter zu Kreuze friechen und die Arbeit aufnehmen. Diesem Gefez gaben die Gewehrkolben der Gendarmerie und Vorjahre 8 Proz. bringt die Brauerei Kempf A.-G. Frankfurt a. M. des Militärs gehörigen Nachdruck, so daß es gelang, die ohnehin heraus. Nach einer Mitteilung der„ Augsburger Abendzeitung" ist man unorganisierte Bewegung auf Jahre hinaus zu unterdrücken. Er st m Reichsamt des Innern mit der Sichtung des Materials beschäftigt, in den lezten zwei Jahren hebt sie nun wieder Deutschlands Außenhandel in den Monaten März bis September 1906. Nach dem vom faiserl. Statistischen Amte soeben herausdas die amtlichen Erhebungen über die Heimarbeit gefördert haben. den Kopf. Das Material sei so umfangreich, daß die Einbringung eines HeimJm Winter 1905 gab der Minister des Innern, Josef Kristoffy, gegebenen Septemberhefte der Monatlichen Nachweise über den ausdie Statutengenehmigung landwirtschaftlicher Arbeiter wärtigen Handel betrug: arbeiterschutz- Gefeßentwurfes nicht bald zu erwarten sei. Die 1. Die Einfuhr im September: 5 362 401 Tonnen, 2 307 880 seitens der Arbeiter seit Jahren vorgenommenen Erhebungen, ins- organisationen der Organisationsbewegung einen unerwarteten Ruck Stück, 132 415 Faß, 180 Stock; in den sieben Monaten März bis besondere die Heimarbeiter- Ausstellungen, haben das furchtbare Elend, nach vorwärts. unter dem der größte Teil der Heimarbeiter leidet, so sinnenfällig Die behördlich anerkannte Gründung des unter sozialdemo- September: 31 304 429 Tonnen, 8400 807 Stüd, 441 629 Faß, 5976 Stock. gezeigt, der Gesundheit und Lebensglück untergrabende Charakter fratischer Leitung stehenden Feldarbeiterbundes" und des zur 2. Die Ausfuhr im September: 3 993 640 Tonnen, 533 095 Stück, der Heimarbeit ist in einer Reihe Abhandlungen so unwider- nationalsozialistischen Bauernpartei gehörigen„ Arbeiterschutz- Bundes" Teglich dargelegt, dargelegt, daß diese Verzögerung der Erledigung erregte eine panifartige Furcht unter den Arbeitgebern, die nach dem 264 Faß, 110 Stock, 56 875 hektoliter und 85 448 Flaschen; in den einer so brennenden Frage aufs entschiedenste verurteilt werden bald erfolgten Sturz des Ministers Kristoffy die Feldarbeiter- sieben Monaten März bis September: 24 711 191 Tonnen, 3415 322 muß, zumal der sehr maßvolle von der sozialdemokratischen Fraktion Organisationen mit Stumpf und Stiel auszurotten sich be- Stück, 1379 Faß, 471 Stod, 347 077 Hektoliter und 697 292 Flaschen. Da sich dazu aber durchaus keine gefeßliche Hand- Abgenommen hat die Einfuhr bei den Erzeugnissen der Land- und feit langer Zeit eingebrachte Gefeßentwurf durchaus erfüllbare und mühten. notwendige Vorschläge enthält. Das im Reichsamt des Innern habe bot, begnügt man sich mit der schifanösen, stets auflösungs- Forstwirtschaft je um rund 60 000 Tonnen, unter den ersteren insbeliebte System der Erhebungen, Sichtungen, Vorbereiten, Ver- bereiten Kontrolle, die nicht verhindern fann, daß die Organisationen besondere die Einfuhr von Tieren und tierischen Erzeugnissen und Der sozialdemokratische Feld- den Erzeugnissen landwirtschaftlicher Nebengewerbe. sprechen und Auf- die- lange- Bank- schieben entspricht dem von dem fich mächtig entfalten. Nach Ablauf des Vierteljahres sind dem Septemberheft wieder Scharfmachertum verlangten Stillstehen und Zurückdrehen der Reichs- arbeiterbund zählt nach kaum halbjährigem Bestand 300 Orts. gesetzgebung auf sozialpolitischem Gebiete. Die Arbeiterklasse ver- gruppen mit 55 000 Mitgliedern, der andere Bund die vorläufigen Werte der Ein- und Ausfuhr im Spezialhandel angehängt. Sie betragen danach für die Einfuhr der drei ersten langt in ihrem und im Interesse des Allgemeinwohls schleunige 500 Ortsgruppen mit 50 000 Mitgliedern. für die Ausfuhr Schritte zur Beseitigung der wachsenden Verelendung, der Scharen wirtschaftliche Arbeiterschaft hat, zeigt die Statiſtit dieser Klaffe. 4512 977 000 M. und für die Einfuhr des abgelaufenen dritten Welche Bedeutung die Organisation für die ungarische land- Viertel dieses Jahres 6 107 945 000 m., von Heimarbeitern anheimfallen. Von den 19 254 559 Einwohnern des ungarischen Reiches sind Vierteljahres 828 676 000 m., für die Ausfuhr dieses Vierteljahres 4232 004 Männer und 1819 517 Frauen, zusammen 6051521 Personen 1599 712 000 M. Sie zeigen gegenüber dem gleichen Zeitraum von Internationaler Kongreß zur Unterdrückung des Mädchenhandels. ( 68,5 Proz. der erwerbenden Bevölkerung) landwirtschaftliche 1905 ein Mehr in der Einfuhr von 1077 710 000 m., in der AusSeit Montag tagt in Paris der internationale Kongreß zur Arbeiter. Diese 6 051 521 erwerbenden Arbeiter erhalten fuhr von 398 984 000 m., gegen 1904 ein Mehr in der Einfuhr von Unterdrückung des Mädchenhandels. An diesem nahmen 17 Re- 2 374 589 Männer und 4 743 502 Frauen, zusammen 7118 091 1 285 936 000 m., in der Ausfuhr von 651 700 000 m. gierungen teil. Die Redner sprachen sich nach den bislang bor Familienmitglieder, so daß insgesamt 13 169 612 Personen, also Liegenden telegraphischen Berichten gegen den schmachvollen inter- 68,4 Proz. der Gesamtbevölkerung Ungarns vom Ertrag landwirt- Zollkonflikte. Von deutscher Seite werden, wie der Madrider nationalen Mädchenhandel mit Lebhaftigkeit aus. Ueber Anregungen schaftlicher Arbeit lebten. " Times"-Korrespondent hört, Einwendungen gegen etwa 100 Artikel auf polizeilichem und strafrechtlichem Gebiet hinaus tamen sie nicht. Nach der Statistik des landwirtschaftlichen Ministeriums haben des neuen spanischen Zolltarifs erhoben. Deutschland verlangt von In mehreren Beschlüssen wurde die Nützlichkeit des männliche Arbeiter im Landes durchschnitt 207 Arbeitstage im Spanien ein ähnliches Versprechen wie das von Amerika gegebene, Einvernehmens zwischen den verschiedenen internationalen Ko- Jahre, weibliche 156 und Kinder 112. In vielen Gegenden muß daß der deutschen Einfuhr alle zukünftigen Vorteile zugute kommen, mitees zum Bwed der gegenseitigen Mitteilung über die aber nach derselben Statistit eine faum zwei bis vier Monate die Spanien anderen Mächten gewährt. Spanien andererseits beeingeleiteten Strafverfahren und die erfolgten Verurteilungen währende Arbeit den Jahresbedarf decken. steht auf Bollermäßigungen unter die deutschen Mindestsäße hinab wegen Mädchenhandels und die Notwendigkeit betont, Beziehungen für seine Mineralien, Früchte und Weine. Der spanische Minister zwischen den nationalen Komitees und denjenigen Behörden ihres des Auswärtigen berief fünf technische Kommissare zu seiner UnterLandes herzustellen, die damit beauftragt find, die eingehenden Ausstützung bei den Handelsvertragsverhandlungen. fünfte bezüglich des Mädchenhandels zu zentralisieren. Vom Abgeordneten v. Dirksen wurde der Wunsch ausgesprochen, daß die Gesellschaften, welche die Bahnhöfe überwachen, daselbst einen ständigen Dienst einrichten, daß die Eisenbahngesellschaften ihren Beamten Instruktionen erteilen, die Bezug auf die Bekämpfung des Mädchenhandels haben, und daß ferner die Regierungen strenge Maßnahmen bezüglich Unterbringung minderjähriger Personen ergreifen. oder gar M In erschreckend hohem Maß wird Kinderarbeit bei der barten Landarbeit verwendet. Einige Bezirke weisen 200 bis 293 Arbeitstage für Kinder auf. Der Jahresverdienst der im Taglohne beschäftigten Arbeiter be Milchpreiserhöhung in der Schweiz. Die Folgen des trägt durchschnittlich für Männer 149, für Frauen 105, für Kinder Bucherzolltarifes beginnen sich nach und nach mit aller 71 Kronen( eine Krone ist gleich 85 Pfennige), während der Durch Schärfe einzustellen. Zu der bereits erfolgten Fleischpreisschnitt für die dauernd angestellten landwirtschaftlichen Arbeiter bei erhöhung treten nun fast überall im Lande auch MilchpreisMännern auf 353 und bei Frauen auf 117 Kronen steigt. erhöhungen, wie überhaupt solche aller landwirtschaftlichen Die nächsten Jahre dürften endlich diesen unhaltbaren Zustand Produkte( Käse, Butter, Obst, Gemüse usw.). In einer Reihe von verändern. Wenn auch der einheitlichen Organisation die größten Städten und Ortschaften wurde der Milchpreis in letzter Zeit von Schwierigkeiten in den Weg gelegt werden was sicherlich 20 auf 22 Cts. pro Liter erhöht. Nur in La Chaux- de- Fonds geder Fall sein wird die landwirtschaftliche Arbeiter lang es einem schneidig durchgeführten Milchstreit, den Preis wieder schaft ist aus ihrem Stumpfsinn erwacht und wird sich, wenn die auf die alte Höhe von 20 Cts. herabzusetzen. In Genf haben die Schranken ihrer Bewegung behördlich zu eng gezogen werden, fraft Milchhändler eine weitere Preiserhöhung angedroht; sie wollen vom ihrer Riesenzahl unter dem bewußt empfundenen Druck ihrer Lage 15. November an 25 Gts. pro Liter fordern! In Bern ust. regen sich Geltung verschaffen. ebenfalls solche Gelüste. Und dies trotz des reich gefegneten Jahres, dessen die Bauern sich zu erfreuen haben! In Bern hat die Milchpreiserhöhung bereits dazu geführt, daß der Verwaltungsrat der Konsumgenossenschaft beschloffen hat, eine eigene Molterei zu erstehen mit Betriebseröffnung auf Frühjahr 1907. Die eigene Inhandnahme der Produktion ist da die einzig richtige, dauernd Remedur schaffende Abwehr der Konsumenten. Die Ernte tam noch ohne besondere Aus der Frauenbewegung. Etwa So notwendig Maßregeln zur Vorbeugung gegen den infamen Menschenhandel sind und so lebhaft die Notwendigkeit den Mädchenhandel zu unterdrücken ist, so läßt sich diesem Kongreß gegenüber doch das Empfinden nicht unterdrücken, daß er zu einem ernst haften Kampf gegen das Uebel in seiner Mehrheit nicht entschlossen ist. In den übermeisten Fällen der Verschleppung, Verschacherung. Prostituierung und Freiheitsberaubung der Mädchen bietet die Obwohl die jungen Organisationen bestrebt waren, in diesem Jahre traurige wirtschaftliche Lage der Verkuppelten die Möglichkeit zu allgemeinen Arbeiterstreits vorzubeugen, da die Leiter der Unzulänglichkeit der Ausbeutung durch die teuflischen Machinationen der Hallunken, ihrer Machtmittel bewußt waren, züngelten partielle Streits an allen deren Bestrafung erst nach der vollendeten oder versuchten Ecken und Enden hervor. Behördlich gestellte Streit Verschleppung eintreten kann. Die Mehrzahl der Kongreßteilnehmer brecher, Erntemaschinen, Gendarmerie und Militär fördert aber die wirtschaftliche Notlage der arbeitenden Bevölkerung halfen den Grundbesigern über die drohende Ge ihres Landes durch Anstreben und Durchführung zum Beispiel fahr hinweg, doch führten selbst diese gepläntelKünstlicher Erhöhung der Lebensmittelpreise durch Zölle, Fleisch- artigen fleinen Streits zu erheblichen Lohn einfuhrverbote usw. sowie durch Opposition gegen Schußmaß verbesserungen. regeln zugunsten der arbeitenden Bevölkerung. Wenn ein frei Schwierigkeiten unter Dach. Es ist aber, betont der Artikel, keine Konservativer Abgeordneter für so selbstverständliche Maßregeln aus der Luft gegriffene Prophezeiung, sondern eine aus den Tatsachen Im Interesse der Kochkunst erklärte sich der Stadtrat Garrould eintritt wie die ist, daß die Verschleppungsarbeit nicht gar noch durch sich ergebende Behauptung, daß die fünftigen Ernten das Schauspiel in einer öffentlichen Versammlung in London gegen das Frauendie Organe des Staates unbewußt unterstützt wird und daß die großer und schwerwiegender Kämpfe bieten werden, die mehr zur stimmrecht. Er meinte, daß viele Frauen heutzutage nicht mal ein Verfolgung der Verführer einen internationalen Charakter haben Industrialisierung Ungarns beitragen werden, als alle bisherigen Rotelette braten können, von einem" Pudding" wollte er gar nicht vermag er dadurch keineswegs die Sünde zu Industriebeförderungspläne der Regierung. erst reden. Das war die Antwort auf eine ausführliche Begründung berdeden bermag er zu tilgen, die seine Parteifreunde in Das Beispiel der ungarischen Feldarbeiter zeigt, wie wir der Forderung der Frauen in einem Vortrage von Frl. Billington. allen Ländern durch die künstliche Erschwerung der Lebenslage der wiederholt betont haben, daß die Organisation der Landarbeiter Diese Antwort fand ihre gebührende Würdigung. Opfer der Mädchenhändler begehen. Was auf seine Parteifreunde auch in unseren ostelbischen Gefilden feineswegs eine unerreichbare zutrifft, gilt nicht minder von den Regierungen, die im Fahrwasser Aufgabe ist. Gehen auf diesem Gebiete die politischen und gewerk der Scharfmacher schwimmen. Noch stärker tritt der Gegensatz schaftlichen Organisationen Hand in Hand entschlossen vor, fo zwischen der geschäftigen Lebhaftigkeit, mit der nach selbstverständ- dürfte sich trotz aller ausnahmerechtlicher Bestimmungen noch weit lichen administrativen, polizeilichen oder strafrechtlichen Maßregeln mehr erreichen als heut bereits erreicht ist. gegen Mädchenhändler auf dem Kongreß gerufen wird, und der tatsächlichen Begünstigung einer der Hauptursachen des Mädchenhandels zutage, wenn man das kolonialfreundliche Verhalten der Mehrheit der Kongreßteilnehmer in Betracht zieht. Ist der schmachvolle internationale Mädchen- und Menschenhandel, der in den Kolonien getrieben wird, minder verwerflich als der anderwärts betriebene? Hat es doch in Deutschland erst der Aufdeckung dieser Kolonialgräuel durch die Sozialdemokraten bedurft, um den Sklavenhandel in deutschen Kolonien als unzweifelhaft strafbar zu erachten. Und sind es doch gerade fonservative Abgeordnete, die Die Schändung wehrloser Mädchen und Frauen in den afrikanischen Kolonien und in China zu beschönigen suchten. mag auch daran werden, daß lediglich sozialdemokratische Intervention die Reichssubventionierung einer Gesellschaft hinderte, die durch„ Dienstverträge" Mädchen nach Afrika zu locken suchte, ohne Blei die geringste Garantie für Rückschaffung zu übernehmen. Bei der Silber Bekämpfung des internationalen Mädchenhandels darf man nicht an Robzint. der Oberfläche der tieftraurigen Erscheinung stehen bleiben, sondern Zintblech muß ihren Wurzeln nachspüren. Soweit bislang die VerBintgrau aber Handlungen des Kongresses erkennen lassen, weicht er einer tieferen Erfassung der Aufgabe aus. So lange er Die Bleierzeugung ist im letzten Jahre gegen die ErzeugungsDiestut, kann aber sein Bemühen zur Unterdrückung des Mädchen- menge 1903 noch zurückgeblieben, einen erheblichen Rückgang sehen handels, dieser fluchwürdigen Folgeerscheinung unseres Gesellschafts- wir bei Binkblech, eine Produktionszunahme ist nur bei Silber und lebens, nur geringen Erfolg haben, so lebhaft und aufrichtig die Kongreßteilnehmer die Schmach des Mädchenhandels verurteilen. Zusammenschluß der ungarischen Landarbeiter. " Erinnert In der Gegenwart" veröffentlicht Rosita Schwimmer aus Budapest eine zusammenfassende Darstellung der Entwickelung der ungarischen Landarbeiterorganisationen. Dem Artikel entnehmen wir die nachstehenden Darlegungen: Aus Induftrie und Dandel. Weniger Arbeiter- gesteigerte Produktion. " Die Steigerung der Metallpreise hat den Werken der in Betracht kommenden Industrien für das letzte Jahr schon erhebliche Mehrerträge gebracht. Dem Bericht über die Lage der im Verein für die berg- und Hüttenmännischen Interessen im Aachener Bezirk vertretenen Industriezweige", entnehmen wir folgende Angaben. Die Vereinswerte produzierten: · • • • • 1903 • 72 524 1904 in Tonnen 52 503 49 502 75428 31 579 33 073 6 700 2111 5323 2074 1905 51 652 77 390 35 181 4715 2102 Rohzink zu konstatieren. Und die Zahl der beschäftigten Arbeiter ist gegen das Vorjahr wohl um 111 gestiegen, aber gegen 1903 noch um 102 zurüdgeblieben. Die Erträge aus der Metallproduktion find trotzdem gegen das Vorjahr um über 5, Mill. Mark und gegenüber 1903 um fast 8 Millionen Mark gestiegen. Pro Kopf der beschäftigten Arbeiter ergeben sich folgende Beträge: Jahr 1903 Mark 4105 1904 4510 1905 5192 Eine Frauenkonferenz des nationalen Bundes von Frauenvereinen ist am Dienstag in London eröffnet worden. 500 Delegierte waren anwesend; darunter find vertreten der Mutterbund, der Verein für Mäßigkeit, die Verbände der Ladengehülfinnen, der Lehrererinnen, die Heilsarmee und viele andere noch. Ein Empfang beim Bürgermeister und zwei öffentliche Ver sammlungen gingen der Konferenz voraus. Wahlrechts- Demonstrantinnen. Aus London wird berichtet: Zehn Frauen, welche wegen der Ruhestörungen im Unterhause verhaftet worden waren, erschienen heute vor dem Polizeigericht. Es wurde ihnen auferlegt, je 5 Pfd. Sterl. als Sicherheit für ihr Wohlverhalten zu hinterlegen, anderenfalls sie mit zwei Monaten Gefängnis bestraft würden. Alle lehnten die Hinterlegung der Sicherheit ab und zogen die zweimonatliche Gefängnishaft vor. Amerikanische Kultur. Im Staate Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, herrschen noch manche Zustände, die aller Kultur Hohn sprechen. So besteht auch noch die Prügelstrafe, die mit Vorliebe über Neger verhängt wird. So wurde jüngst ein Neger wegen Notzuchtsvergehen zu 50 Jahren Zuchthaus und 30 Peitschenhieben verurteilt. Am Tage der Erekution begehrten 2000 Menschen Einlaß in den Gefängnishof, um der Auspeitschung beizuwohnen. Es gab ein furchtbares Gedränge, denn nicht mehr wie 500 Personen konnten im Gefängnishof Plak finden. Conley, so hieß der Neger, zudte nicht mit einer Wimper, als er an den Pfahl gefesselt wurde. Boll Aufregung warteten die ZuErst beim schauer wie lange er die Hiebe aushalten würde. 16. Schlag begann er furchtbar zu stöhnen. Ein Schlag fiel neben dem anderen und am Schluß bot der ganze Rücken von den Schultern bis zu den Hüften eine einzige blutunterlaufene Fläche. Als Conley von seinen Fesseln befreit wurde, kehrte er wankenden Schrittes, aber ohne Hülfe, zu seiner Belle zurück. Die Zuschauer waren nicht ganz befriedigt, sie hätten sich wahrscheinlich mehr ergößt, wenn nur noch eine blutige Fleischmasse von dem Neger übrig geblieben wäre, die man hätte forttragen müssen. Vor Jahresfrist hat übrigens Präsident Roosevelt selbst für Sehr günstige Ergebnisse erzielte auch der Steinkohlenbergbau. den Distrift Columbia, in dem die Bundeshauptstadt Washington Seit dreißig Jahren, führt der Artikel aus, lebt der ungarische Landwirtschaftliche Arbeiter von einem Jahresertrag, der ein menschen- Die Förderung stellte sich um 3448 2. geringer als im Jahre 1904, liegt, die Prügelstrafe( für solche Männer, die ihre Frauen schlagen) Die unglaublich schlechte aber auch die Arbeiterzahl ging um 20 Mann zurück, dagegen verlangt. Der Bundessenat, die gefeßgebende Körperschaft für den würdiges Dasein geradezu ausschließt. Lage der landwirtschaftlichen Arbeiter, alfo jener, deren Leistung brachten die Brikettfabriken und Stokereien größere Mengen heraus. Distrikt Columbia, berücksichtigte aber diesen Wunsch des Präsi= dem Agrarstaat den größten Nugen abwirft, führte vor einigen Nach dem üblichen Schema gerechnet, nämlich die Gesamtbelegschaft benten nicht. Einige Zeitungen sagten dem Präsidenten derbe Jahrzehnten zu Ansätzen einer Bauernrevolte, die aber bald gewalt in die Fördermenge dividiert, ergibt sich beim Eschweiler Bergwerks. Wahrheiten über seine mittelalterlichen Anschauungen von Ververein eine Abnahme der Kopfleistung von 291 auf 278 Tonnen. brechen und Strafen. tätig unterdrückt wurde. Das erwachende Selbstbewußtsein der landwirtschaftlichen Stellt man aber nur die unterirdisch Beschäftigten in die Rechnung Arbeiter äußerte sich im Jahre 1890, als in den Domänen der ein, dann ergeben sich folgende Resultate: Jahresleiftung pro Stopf größten Grundbefizer, in Békés, Csanád und Csongrád auf Lohnin Tonnen berbesserung hinzielende Unruhen die Aufmerksamkeit weiterer Kreise auf die elende Lage der Landbevölkerung lenkten. Die spontan hervorgebrochenen Unruhen veranlaßten die sozialdemokratische Partei im Jahre 1892, einen Stongreß landwirtschafts licher Arbeiter einzuberufen. Zu einer einheitlichen Organisation Eschweiler Bergwerksverein Grube Nordstern. Gruben der Vereinigungsgesellschaft 324 1901 345 • 244 1905 358 250 329 Briefkaften der Expedition. Patienten in Beelik, Buch usw. Diejenigen unserer Abonnenten, die noch während des ganzen nächsten Monats in der Heilstätte bleiben, wollen uns wegen der Ueberweisung von Freieremplaren sofort ihre Adresse einsenden, da bei verspäteter Bestellung die ersten Nummern des neuen Monats von der Post nicht geliefert werden. Alle Adressen müssen jeden Monat neu eingesandt werden. Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 25. Oktober. Anfang 7 Uhr. Opernhaus. Carmen. Schauspielhaus. Hamlet, Prinz von Dänemark.( Anfang 7 Uhr.) Neues Operntheater. Geschlossen. Deutsches. Das Wintermärchen. Westen. Die Fledermaus. Anfang 8 Uhr. Leffing. Das Blumenboot. Lorking. Undine. Berliner. Sherlock Holmes. Schiller 0. Waliner Theater.) Hasemanns Töchter. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Robe. Die rote Neues. Die Hochzeit von Boel. Romische Oper. Hoffmanns Er zählungen. Residenz. Triplepatte. Lustspielhaus. Verwehte Spuren. Schiller- Theater Sozialdemokrat. Wahlverein Berlin VI. LandtagsSchiller- Theater 0.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilh. Th.) Donnerstag, abends 8 Uhr: Donnerstag, abends8 Uhr: Hasemanns Töchter. Die rote Robe. Voltsstück in 4 Aften v. A. L'Arronge. Schauspiel in vier Aften von Eugen Freitag, abends 8 Ulbr: Brieur. Deutsch von Anne St. Cére. Die Hoffnung auf Segen. Freitag, abends 8 11hr: Sonnabend, abends 8 l br: Frau Inger von Oestrot. Der Herrgottswarter. Sonnabend, abends 8 Uhr: Hierauf: Zum Einsiedler. Die rote Robe. Urania. Zirkus Schumann Wissenschaftliches Theater. Sizilien. Leben und Naturbilder aus klassischen Stätten. Im Hörsaal 6 Uhr: Die Organe des tierischen Körpers. Heute abend präzise 72 Uhr: Elite- Abend. Gala- Programm. 1. a.: enricksens größte Tiger- Gruppe, Im Hörsaal 8 Uhr: Von den all- worunter Tamany, der kämpfende gemeinen Lebenserscheinungen. Löwen- Baron, der Urtomische, DOLOGISCHER Löwen Baron, ZCARTEN Die fliegenden Menschen Täglich ab nachmittags 4 Uhr: Großes Zentral. Taufend und eine Racht. Militär- Doppel- Konzert. idealer Gatte. Deutsch: Amerikanisches. Im wilden Westen. Der Hauptmann von Köpenick. Thalia. Wenn die Bombe platt! Luisen. Ein Kind des Glücks. Bernhard Rose früher Sarl Weiß. Ausgewiesen. Trianon. Der Hausfreund. Walhalla. Spezialitäten. mit seiner dressierten Menagerie. Les Rixfords. Auf der Pußta borgert Schumann. vom Dir. Militär- Doppel- Konzert.ßerdem fämtliche neu engagierten Eintritt 1 M., v. 5 Uhr ab 50 ẞj. Winder unter 10 Jahren die Hälfte. Lustspielhaus. Allabendlich 8 Uhr: Unsere Käthe. Apollo. Berlin im Omnibus. Spe- Zentral- Theater. zialitäten. Metropol. Der Teufel lacht dazu. Kasino. Merander der Große. ( Operette). Täglich 8 Uhr: Spezialitäten. Um 10 Uhr: Ein Zum 13. Male: Tag in Monte Carlo. Große Ausstattungspantomime. Zirkus Busch. Abends 72 Uhr: Neudreffuren des Herrn Ernst Schumann. Folies Caprice. Serenissimus Tausend und eine Nacht. Jumbo, der Wunder- Elefant. August XXVI.- Das Modell. Das Provinzmädel. Wintergarten. Spezialitäten. Vassage. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Theater 8 Uhr: Sizilien. Leben und Naturbilder aus klassischen Stätten. Im Hörsaal 6 Uhr: Die Organe des tierischen Körpers. Im Hörsaal 8 Uhr: Von den allgemeinen Lebenserscheinungen. Sternwarte, Jupalidenftt. 57/62. Ferdinand Bonns Berliner Theater. Heute und folgende Tage: Sherlock Holmes. Anfang 8 Uhr. Luisen- Theater Reichenbergerstr. 34. 4 Springpferde- Konkurrenz. Herr Burkhardt- Foottit, Schulr. Ferner: Monfieur Romeo's Staunen erregende Automobil- Experimente. Ueberfahren mit einem 70 PS. Fiat- Automobil Ein Kind des Glücks. Gen. 30 Zentner ut. 4 Inſaſſen.) Anfang 8 Uhr. Freitag: Ein Wintermärchen. Sonnabend 4 Uhr: Kindervorstellung: Hänsel und Gretel. Abends: Ein Wintermärchen. Sonntag nachm.: Ein Wintermärchen. Abends: Ein Volksfeind. Montag: Die Jungfrau von Drleans. Deutsch- Amerikanisches Theater. Jeden Abend 8 Uhr Wiederauftreten von Adolf Philipp: Im wilden Westen und Theater des Westens Herr Hauptmann von Köpenick Die größte Tiger- und Löwengruppe. Aus der Pußta. Bantom. 5., 6.1.7. Abt. d. Wahlvereins Berlin V Wahlkreis. Donnerstag, den 25. Oktober cr., abends 8% Uhr: Geschlossene Mitglieder- Versammlung in den Germania- Prachtsälen"( unterer Saal), Chausseestr. 103. Zages Ordnung: 1. Die Nachwahl zum preußischen Landtage. Referent: Reichstags- Abgeordneter Genosse Georg Ledebour. 2. Diskussion. 3. Aufstellung eines Kandidaten für die Wahl zum Haus der Abgeordneten. Gintritt nur nach Vorzeigung der Mitgliedsbuches. 264/11 Die Vorstände. Gewerkschaftskartell Berlins und Umgegend Bureau: 0. 54, Steinstraße 38. Telephon: Amt III 8574. Freitag, den 26. Oktober, abends 8 Uhr, bei Boeker, Weberstr. 17: Oeffentliche Versammlung aller sozialdemokratischen Wahlvereinsmitglieder der Organisationen, die dem Gewerkschaftskartell angeschlossen sind. Tages- Ordnung:„ Der Mannheimer Parteitag und wir". Zu dieser Versammlung hat nur Zutritt, wer sich als Wahlvereins- und Gewerkschaftsmitglied des Kartells legitimiert Partei: und Gewerkschaftsgenossen! Diese Versammlung ist im Einverständnis der Organisations vertreter unserer Richtung einberufen, um den Parteiangehörigen, in derem Auftrage diese Versammlung stattfindet, Gelegenheit zu geben, zu den Vorgängen in Mannheim Stellung zu nehmen. Wir sehen voraus, daß die Genossen es als eine Ehrenpflicht erachten, diese Versammlung zu besuchen. J. 2. Der Ausschuß des Berliner Gewerkschaftskartells. 295/ 14* Holzbildhauer! Montag, den 29. Oktober, abends 8 Uhr, im Märkischen Hof", Admiralstr. 18 c: 21/ 7* Branchenabend. Tagesordnung siehe Beilage der Bildhauer- Zeitung" Nr. 43. Jeder Kollege ist zum Erscheinen verpflichtet. Die Agitationskommiffion. Bernhard Rose- Theater Verein Berliner Hansdiener. früher Carl Weiß- Theater. ( Broße Frankfurterftr. 132. Abends 8 Uhr: Ausgewiesen. von Carl Böttcher. Soziales Boltsstud in vier Auszügen Morgen u. folg. Tage: Dies. Borstel Aschenbrödel. Contag 3 Uhr( Heine Sonntag nachm. 3 Uhr, halbe Breije): Berliner Kinder. Station Zoolog. Garten, Kantstr. 12. Preise: Ueber'n großen Teich. Heute abend 712 Uhr: Die Fledermaus. Freitag: Die Zauberflöte. Sonnabend zum 1. Male: Drei Rolandsknappen. Residenz- Theater. Direttion Richard Alerander. Heute und folgende Tage Anf. 8 Uhr: Triplepatte. Neues Theater. Schwant in 5 Atten v. Triſtan Bernard Anfang 8 Uhr. Die Hochzeit von Poël. Freitag: Die Hochzeit von Poël. Sonnabend zum ersten Male: Die Condottieri. Anfang 28 Uhr. Sonntag: Die Condottieri. und André Godfernaux. Vicomte Robert de Houdan: Richard Alerander. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Eine Hochzeitsnacht. Metropol- Theater Kleines Theater. Dop Zum 103. Male: Täglich 8 Uhr: Der Teufel lacht dazu. Ein idealer Gatte. Große Jahresrevue in 9 Bildern Anfang 8 Uhr. Freitag: Man kann nie wissen. Sonnabend zum 104. Male: Ein idealer Gatte. von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Dirigent M. Roth. In Szene gesetzt von Direktor Richard Schultz. Sonntag nachm. 3 Uhr: Nachtasyl. Abends 8 Uhr zum 105. Male: H. Bender. Ein idealer Gatte. Neues Schauspielhaus Freitag, den 26. Oktober, 8 Uhr: Eröffnungs- Vorstellung. Der Sturm. Sonnabend und folgende Tage: Der Sturm. Komische Oper. Anfang 8 Uhr. Hoffmanns Erzählungen. Hierauf: ,, Eine indische Szene", ausgeführt bon Ruth St. Denis. Freitag: Lakmé. Jm 2. Aft: ,, Cobra", ausgef. von Ruth St. Denis. J. Giampietro. J. Josephi. Fritzi Massary. Phila Wolff. Rauchen überall gestattet. Sonntag, den 28. Oktober 1906, nachmittags 3 Uhr: Ermäßigte Preise! Auf in's Metropol! Apollo- Theater. Täglich: Liane d'Eve Sonnabend 3 Uhr: Ruth St. Denis- d. Original- Matschiche Tänzerin. Matinee. Abends 8 Uhr: Carmen. Lortzing- Theater Bellealliancestr. 7/8. Heute abend 7%, Uhr: Undine. Abonnements gültig. Freitag: Der Wildschütz. Sonntag nachm.: Vorstellung des Vereins f. Volksunterhaltung: Der Waffenschmied. Rixdorfer Theater Bergstraße 147. Sonntag, den 28. Oktober 1906: Dofgunft. Lustspiel in 4 Att. von Thilo v. Trotha. Breise wie gewöhnlich. Anf. 72 Uhr. Trianon- Theater. Hente und folgende Tage: Der Hausfreund. Anfang 8 Uhr. 765 ( Gegr. 1883.) Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß die für Donnerstag den 25. Oftober und den 8. November in den Industrie- Festsälen, Beuthstraße 20, angekündigten außerordentlichen General- Versammlungen nicht stattfinden. Der Vorstand. Passage- Theater. Nur noch bis Ende des Monats Josefine Dora mit dem in der Rieke Schlager Komödie ,, Emil, du bist eene Pflanze" und das glänzende OktoberProgramm. Am 1. November: ( 22756) W. Noacks Theater. Fröbels Allerlei- Theater Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Große Extra- Vorstellung. Schuldig. Schauspiel in 3 Aufz. von R. Boß. Anj. 8 Uhr. Entree 30 Pf. Ball. Ebren- und Vorzugskarten gültig. Schönhauser Allee 148. Jeden Sonntag und Donnerstag: Konzert, Theater, Spezialitäten. Stets erstklassige Riefenspielfolge. Nach der Vorstellung: Gr. Tanz. Tanzleitung: B. Sachse. Freitag: Die Rose von Bacharach. Anf. Sonntag 5, Donnerstag 8 Uhr. Stadt- Theater Moabit Alt- Moabit 47/49. Letzte Vorstellungen Sherlock Holmes Gastope Bernard se Theatre des glänzenden und amüsanten Oktober- Programms. ValhallaWa in Köpenick. Gelegenheitsschwank in 1 Akt von Hans Groß. Josefine Dora Rose- Theater. Mutterliebe. Boltsstüd in 4 Atten. Kaffeneröffnung 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Billettvorverkauf bei Krüger& OberGeorg Kaiserbeck, Surm- u. Beuſſelſtraßen- Ede in den Hauptrollen. Billetts im Vorverkauf zu haben an der Kasse des Theaters, Unter den Linden, und bei A. Wertheim. Variete Theater Palast- Theater. Weinbergsweg 19/20. Am Rosenthaler Tor. Nur noch wenige Tage! Abends 8 Uhr: Die lustigen Oktober- Spezialitäten Emmi Kröchert, Willy Prager, d. Unverwüstliche. I sens. Schlager. Royal Mitsutas, die tollfühnen japanischen LeiterBalanceure, usw. usw. Rauchen überall gestattet. Kasino- Theater Lothringerstr. 37. Zäglich 8 Uhr Nur noch bis 31. Oktober! Burgstr. 24, 2 Min. v. Bahnhof Börse. Heute 8 Uhr. Entree 50 Pf. 12 Attraktionen 12 11. a.: John Jiket and Miß Jenny, sens. equil. Att. Robert und Bertram die Urkomischen. Die Loreley. Boffe von D. Klein. Familientarten, zum halben Kaffenpreise gültig, in allen Barbier, euru. Bigarrengeschäften gratis. und bei Ww. Tupel im Theatergebäude. Prachtsäle des Westens Kinematograph Spichernstr. 3. Carl Stechert. Heute Theater- Aufführung des Pariser„ Taugenichts". Luftfpiel v. Carl Töpfer. Anf. 8 Uhr. Entree 40 Pf. Nach der Vorstellung: Familien Kränzchen. Die Stärke des Einsamen. Heute jährt sich Max Stirners Geburtstag zum 100. Mal. Der große Denter des 19. Jahrhunderts, für den seine Zeit noch nicht reif war, ist heute für Tausende ein Führer zu vertiefter Lebens- und Weltanschauung. Die beiden Berke für den Gebildeten, der aus Zeitmangel nicht die umfangreichen und schwerfälligen Werke Stirners lesen kann, find 1. Stirner- Brebier: Die Stärke des Einsamen. Stirner Individualism. u. Egoism. m. f. eigenen Worten gesch. ca. 300 Seiten start, Breis nur 1 M. 2. May Stirner. Sein Leben, seine Weltanschauung, f. Vermächtnis von forscher u. Tage. Preis brosch. 2 M., Dr. A. Rueft, den besten StirnerBerlin im Omnibus Alexander der Große. Theater Folies Caprice. gebunden 3 mit dem Omnibus- Trick 1. November: Premierenabend. und das große Spezialit.- Progr. Sonntag 4 Uhr: Madame Bonivard. Sonntag, den 28. Oftober, nachm. 31 Uhr: Große Familienvorstellung. Halbe Preise! Halbe Preise! Kottbuser Sanssouci.Straße 4a. Direktion Wilhelm Reimer Sonnt., Mont., Donnerst.: Hoffmanns Nordd. Sänger Der Hausschlüssel. Schwant in zwei Aften. ( Durchschlag. 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Wir haben aber auch gelernt, dass milder Geschmack ohne Einbusse an Aroma nur erreicht werden kann durch sachkundige Mischungen der sorgfältigst gewählten reifen Blätter türkischen Tabaks, zusammengestellt in genau harmonischem Verhältnis. Wir sind sicher, dass jeder 20 Kenner welcher ischem Verhältnis. W JOSETTI CIGARETTEN problert, zu der Ueberzeugung gelangen wird, dass wir in unseren Mischungen es erreicht haben, feinen, milden Geschmack mit köstlichstem, qualitätvollem Aroma zu verbinden. Josetti- Cigaretten sind deswegen aussergewöhnliche Cigaretten nach jeder Richtung hin. Sie repräsentieren nicht allein den besten türkischen Tabak, welchen wir zu kaufen wissen, und nicht nur die sachverständigste Fürsorge in der Behandlung desselben, die man obwalten lassen kann, sondern auch sachkundig zusammengestellte und daher vollkommene Mischungen, die nur durch unermüdliche Aufmerksamkeit verbunden mit kritischer Beurteilung erreicht werden können. Es sind die Mischungen, welche den Josetti- Cigaretten ihren eigentümlichen, hochfeinen, qualitätvollen Geschmack geben. Josetti Juno 10 St. 20 Pfg. Josetti Griseldis 10 St. 30 Pfg. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Hochwald Modelltischler. und Landparzellen, Quadratrute von 12 M. an, in Hohen- Neuendorf( Nordbahn). Dajelbst unser Kontor Schönfließer Donnerstag, den 25. Oktober cr., abends 8%, Uhr, in Schmid 3 straße 13. Gesellschaftshaus, Gartenstr. 6: Branchen- Versammlung Nieschalke& Nitsche Landsbergerstr. 66. Haben Sie Stoff? der Modell- u. Fabriktischler sowie Modelldrechsler.hertige davon Anzug od. Paletot Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Nitschke: Bohin führt die wirtschaftliche Entwickelung? 2. Branchenangelegenheiten. 3. Ber schiedenes. Die Kommission. 95/7 Verband der baugewerbl. Hülfsarbeiter Deutschl. Zweigverein Berlin und Umgegend. Donnerstag, den 25. Oktober, abends 8 Uhr, im Gewerkschafts: hause. Engel- Ufer 15, Saal 5: Mitglieder- Versammlung fämtlicher Affordarbeiter speziell Muldenträger. 47/3 Tages Drdnung: 1. Unsere nächstjährige Lohnforderung und welche Stellung nehmen wir dazu? Referent: Stollege Oskar Böttcher. 2. Distuffion. Achtung! Oeffentliche Achtung! Volks- Versammlung am Donnerstag, den 25. Oktober, abends 8% Uhr, bei Thiel, Berg- Straße Nr. 151/152. Tages Ordnung: 1. Der Kampf gegen das Koalitionsrecht durch die Zwangsinnung der Barbiere Rixdorfs. o. Wermke. 2. Diskussion. Pflicht eines jeden Parteigenossen ist es, diese Versammlung zu 95/15 besuchen. Der Einberufer: Das Gewerkschaftskartell. nach Mass, schick, danerh. Zutaten, von 20 Mark an. Moritz Laband, Oranienburger Strasse 4, 1. G 2736L* bruchi.Mühlhausen Josetti Wishmay 00 Zug mit für Josetti- Cigaretten bestimmteg Tabak beladener Packtiere. PrinzenDr. Simmel, Str. 41, 165 Spezialarzt für Haut- and Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. + Hygienische Bedarisartikel. Neuest. Katalog m. Empfehl.viel Aerzte u.Prof, grat. u.f H. Unger, Gummiwarenfabrik Berlin NW.. Friedrichstrasse 91/92, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dak am 23. Ditober unsere einzig geliebte Tochter und Schwester Frieda Logan im Alter von 19 Jahren nach furzem schwerem Leiden ber storben ist. Die trauernden Hinterbliebenen Gustav Logan nebst Frau und Sohn. am Die Beerdigung findet Freitag, den 26. Oftober, nachmittags 4 Uhr, auf dem neuen raumanns Festsälei- Rino Nigbort, Dere Bühne! Naunynstr. 27 3 Kegelbahnen Sonnabende u. Sonntage im Dezember, zu Weihnachtsbescherungen, desgl. auch Silvester und Neujahr noch frei. G. Graumann. Amt 4 No. 7324. Fabrik von Hugo Carl Hagenin Thüringen. BAMKRUDER'S Speise fem Mühlhäuser Kautabak bon Hugo Carl Hagenbruch, Mühlhausen i. Th. nur echt, wenn die Röllchen den beigedruckten Bettel enthalten, worauf gefäll. genau zu achten bitten. Vertreter für Berlin und Umgegend: August Kleinert, Berlin SW., Großbeerenstraße 39. Amt Vla, 10560. 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Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für bie vielen Kranzfpenden bei der Beerdigung meines lieben Sohnes Sozialdemokratisch. Wahlverein des 6. Berliner Wahlkreises. Todes- Anzeige. Am 18. d. Mts. verstarb unser Mitglied, der Gastwirt Hermann Koch, Grünthalerstraße 46. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Donnerstag, nachmittags 4%, Uhr, von der Halle des neuen BaulKirchhofes in derseestraße aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Nachruf. Am 17. b. Mts. starb unser Mitglied der Töpfer Heinrich Fischer, Prinzen- Allee 33. Derselbe wurde am Sonntag, dan 21., auf dem Gemeinde Friedhof in Nieder- Schönhausen beerdigt. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. Am Dienstag, den 23., starb unjer liebe Sollege, der Schriftfeger Oskar Schulz nach kurzem Leiden im Alter von 56 Jahren. Ein eherndes Andenken wird wird ihm bewahren Das Personal der königlichen Hofbuchdruckerei von E. S. Mittler& Sohn. Die Beerdigung findet Freitag, den 26., nachmittags 4 Uhr, auf dem Sebastian- Kirch hofe in Reinickendorf, Humboldt straße statt. am 22905 Verein der Töpfer Berlins und Umgegend. Am 23. Dktober starb nach breizehnwöchentlichem, schwerem Krantenlager im 41. Lebensjahre unser Kollege Stanislaus Kostinsky. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Freitag, den 26. Oftober, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des St. Hedwigs Kirchhofes in Reinidendorf- West, Berlinerstraße, aus statt. 295/16 Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, baß der Kollege, Bolierer Karl Neumeister am 21. Dktober gestorben ist und am 24. Ditober zur letzten Ruhe gebettet wurde. Ehre seinem Andenken! 95/10 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Hermann Klimpel gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 25. d. M., nach mittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Nazareth Kirchhofes in Reinickendorf, Berlinerstraße aus statt. 10 Rege Beteiligung erwartet 159/2 Die Ortsverwaltung. Zahnärztliche Klinik Belle- Alliancestr. 106 I. Schmerzl Zahnziehen unentgeltlich. Bei künstl. Zähnen, Plomben etc. werden nur die Auslagen ver. gütet. Geöffnet v. 9-6 Uhr. Sonntags 10-12 Uhr.* gibt es wieder Blut- u. Morgen Freitag Frischer Wurst in bekannter, tadelloser Qualität. Heinrich Fischer Rich. Augustin Oranienstr. 103 fage ich allen Freunden, Verwandten und Bekannten, somie den Mitgliedern des 117, Bezirks des sozialdemokr. Wahlbereins Berlin VI und dem Gesangverein Lied hoch" meinen herzlichsten Frühstücks- und Mittagstisch. Säle und Vereinszimmer noch mehrere Wochentage frei. Telephon: Amt IV, 5652. Engros- Lager: Berlin SO., Skalitzerstraße 105. Dant. 28. Fischer nebit slindern. Verantwortl. Redakteur: Carl Wermuth, Berlin- Rigdorf. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co.. Perlin SV Br. 249. 23. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. ouerstag, 25. Oktober 1906. werden. Berliner Nachrichten. Die städtische Verkehrsdeputation die das Gebaren gewisser Wahlvorsteher illustriert aus der ersten Klasse besorgen lassen. Wir wissen wird. nicht, ob das geschehen ist. Kann jemand aus unserem Leserkreise Im Wahllokal foll bekanntlich über die kämpfenden Parteien uns hierüber Näheres mitteilen? oder über ihre Wahlkandidaten nicht diskutiert und nicht für fte im Zur Herabminderung der Säuglingssterblichkeit will, so meldet Stelt gestern wieder eine Sigung ab und beriet gunächst über einen agitiert werden. Am allerwenigsten darf der Wahlvorsteher selber eine Beitungsnachricht, die Verwaltung der städtischen Krankensolche Diskussionen herbeiführen. Wird man es für möglich häuser in der Säuglingsabteilung des Urban- KrantenAntrag, welchen die Große Straßenbahngesellschaft an den Polizei halten, daß ungeachtet dieser Bestimmungen ein Wahl- haufes auf Antrag des Prof. Frankel Ammen für magen. präsidenten betr. Einrichtung einer neuen Betriebslinie ( 68) von der Frankfurter Chauffee( Hubertusstraße) über Alexanderplatz borsteher im Wahllotal das Flugblatt der und darmtrante Säuglinge anftellen. Es würde dies," bis Stettiner Bahnhof nach der Seestraße bis Rudolf Virchow- Kranten Gegenpartei bespricht? In dem Wahllotal bei Thiem in der so sagt die Notiz, der erste Versuch auf diesem Gebiete sein, der Haus gestellt und der Verkehrsdeputation zur Kenntnisnahme Blücherstraße ist das tatsächlich geschehen. Wahlvorsteher war hier voraussichtlich bei dem zu erwartenden günstigen Ergebnis zu weiteren Maßnahmen führen dürfte." sibermittelt hatte. Vom Referenten wurde mitgeteilt, daß diese Linie ein Herr Suff, nicht der Durchfallskandidat felber, sondern ein Der erste Versuch auf diesem Gebiete" ist das nun allerdings sich bereits seit dem 18. Oftober in Betrieb befindet. Nach den§§ 1, Bruder von ihm. Als dieser Herr Wahlvorsteher um 10 Uhr morgens nicht. Im Kinderasht an der Kürassierstraße, das von der 2 und 33 des Vertrages unterliegt die Errichtung neuer Linien und die Wahlhandlung zu eröffnen hatte, nahm er das Flugblatt zur der Stadt gehörenden Schmidt- Gallisch- Stiftung errichtet wurde, ist der Fahrplan der Zustimmung des Magistrats. Das Vorgehen der Geſellſchaft, eine neue Linie ohne vorher eingeholte Zustimmung der Hand, das von unseren Genossen im 8. Wahlbezirt noch am Abend es schon seit mehreren Jahren üblich, einzelne uneheliche Verkehrsdeputation zu errichten und zu betreiben und der Deputation vorher verbreitet worden war, um die Verbrüderung des Freisinns Mütter mit ihren Kindern aufzunehmen und diese Mütter nicht nur von der vollendeten Tatsache Kenntnis zu geben, stellt sich mit dem„ Reichsverband" zu brandmarken. Mit erhobener Stimme nur ihre eigenen Kinder, sondern bei reichlicher Nahrung auch noch andere in der Anstalt befindliche Kinder stillen zu lassen. Bu daher als eine so frasse Vertragsverletzung dar, wie sie fraffer nicht erklärte der Herr Wahlvorsteher, dieses Flugblatt enthalte Beginn des Etatsjahres 1904/05 waren 9 Mütter als Ammen im gedacht werden kann. Von allen Seiten wurde der Entriiftung über Unrichtigteiten. Von dem als verantwortlich unterzeichneten Dienst der Anstalt, im Laufe des Jahres tamen 39 hinzu und folches Vorgehen Ausdruck gegeben und einstimmig beschlossen, die. Werner erwarte er, daß er die Unrichtigkeiten widerrufe. Er drohte, schieden 34 aus, am Schlusse des Etatsjahres blieben mithin noch Kenntnisnahme des Antrages abzulehnen, den weiter baß er, der Herr Wahlborsteher, die zur Wahltontrolle 14 dieser Ammen in der Anstalt Im Urban- Krankenhause würde betrieb der neuen ginie zu unterfagen, eventuell anwesenden Vertreter der Sozialbemotratie aus natürlich die Stellung der Ammen eine etwas andere fein ali ber an das im Vertrage vorgesehene Schiedsgericht zu appellieren. Dem dem Wahllotal- so verstanden ihn unsere Genoffen- hinaus als Ammen fungieren und sozusagen nur im Nebenamte auch andere Kinderafhl, wo eben die Mütter hauptsächlich für ihre eigenen Kinder Polizeipräsidenten soll Mitteilung von diesem Beschluß gemacht weisen werde. Kinder stillen. Aber im Prinzip ist der Verfuch, den das UrbanBezeichnend für die Förderung, welche die Pläne der großen Nicht wahr, das ist eine Wahlborsteherleistung, die denn doch alles Krankenhaus jest plant, nichts anderes als das, was im KinderStraßenbahn finden, war dann ferner dié Mitteilung des Stadt- bisher Dagewesene übersteigt! Und welche Unrichtigkeiten waren es, asyl längst geschieht. Die Idee ist indes auch nicht erst im Kinderbaurats, es wäre ihm zur Kenntnis gekommen, daß die Hochbahn die diesen Herrn so aufregten, daß er sich zu solcher finnlofen asyl entstanden, sie ist schon viel älteren Datums. Nur in Berlin geſellſchaft beranlaßt sei, bet den Bauarbeiten auf dem Leipziger- Drohung hinreißen ließ? In dem Flugblatt war über Herrn Suff, wird so etwas für neu ausgegeben, obwohl sogar schon in play Arbeiten auszuführen, die mit ihrem eigenen, ihr von der den Durchfallskandidaten, gesagt worden, er fei- of- dem städtischen Wöchnerinnenheim, mit beffen Errichtung Anfang Stadt lonzessionierten Unternehmen in teinem Zusammenhang stehen, Lieferant. Das treffe nicht zu, das sei unwahr, so zeterte gemacht wurde, einzelne der dort untergebrachten Mütter von dem der 90er Jahre in der jetzigen Heimstätte Blankenfelde ein Versuch) sondern lediglich dazu dienen, für die große Straßenbahngesellschaft die der Wahlvorsteher bon dieser Gesellschaft geplante Untertunnelung des Leipziger Plages nehmen. Ja, das war nun freilich sehr verdrießlich; denn Mutter mit als Amme au fungieren. und Herr H. Werner müsse das zurüd- Arzt für den Gedanken gewonnen wurden, für Kinder milcharmer durch Einrammung von Spundwänden und eifernen Trägern vor Wir erinnern uns übrigens noch, wie in der ersten Hälfte der zubereiten, obschon in dem Vertrag zwischen ber Stadt und der Herr Huff, der Durchfallskandidat, ist in der Tat nicht HofHochbahngesellschaft die ausdrückliche Bedingung enthalten ist, lieferant. Er ist es noch nicht! Aber er tann es noch werden, 90er Jahre in der Stadtverordnetenversammlung ein Дав sozialdemokratischer Stadtverordneter auf die im Auslande benur Arbeiten ausgeführt werden dürfen, welche die wie es seine beiden Brüder er hat deren zwei bereits sind. stehenden, bereits sehr weit entwickelten Einrichtungen dieser Art Genehmigung der Stadt erhalten haben. Nach furzer Beratung Unser Genosse. Werner Hatte irrtümlich auch ihn schon hinwtes und für Berlin Aehnliches forderte. Die freifinnige tourde einstimmig beschlossen, die Hochbahngesellschaft auf diefe jetzt, als Hoflieferanten tagiert und ihn in dieser Würde den Mehrheit antwortete ihm mit einem Sohngelächter. InVertragsbestimmung hinzuweisen und ihr mitzuteilen, daß derartige Wählern vorgestellt. Hält Herr Huff, der Wahlvorsteher, ber doch zwischen sind zehn Jahre dahingegangen, und heute erleben wir's Arbeiten ohne die ausdrückliche Zustimmung des Magiftrats nicht felber Hoflieferant ist, diesen Titel für eine Beschimpfung? Oder daß aus dem Rathause gemeldet wird, dieser erste Versuch auf ausgeführt werden dürfen. H. Eine wahre Leidensgefchichte bildete auch der Vortrag, welchen wurmt es ihn nur, daß der S. Werner dieser schlechte Mensch 1- biefem Gebiete" werde boraussichtlich bei dem zu erwartenden günftigen Ergebnis zu weiteren Maßnahmen führen." So ändern der Stadtbaurat auf Wunsch mehrerer Mitglieder der Deputation dem noch unbetitelten Huff den Mund wässerig fich die Zeiten! Hier haben wir wieder einmal einen Beweis ilber den Fortgang der Vorarbeiten für die städtische Untergrund gemacht hat? Wie fich der Herr Wahlvorsteher ben verlangten bafür, daß die Anregungen der sozialdemokratischen Stadtbahn Nord- Süd und für den Bau des Dft- und Westhafens hielt. Widerruf dachte, das blieb unklar. Am Ende wird Genoffe Werner verordneten schließlich doch zur Geltung kommen, wenn sie auch Mit vielfach geradezu fleinlichen Einwendungen wird die Genehmi noch ein Nachtragsflugblatt Herausgeben müffen, das die„ Be- zunächst niedergebrüllt werden. Der Freifinn braucht nur ein gung der städtischen Projette nicht nur seitens der Polizei, sondern von richtigung" bringt, der im 8. Wahlbezirk durchgefallene Freisinns. bißchen viel Zeit, ehe er tapiert. allen in Betracht fommenden Behörden, Eisenbahn-, Boll-, Boftbehörden zc. fandidat Huff sei noch nicht Hoflieferant, aber nach der Opfer- Ein unentgeltlicher Kurfus für Mütter usw. in der Säuglingshintangehalten. Ist ein Einwand glücklich beseitigt, tommt eine andere Behörde mit einem neuen. Auf Schritt und Tritt wird die Stadt freudigkeit, mit der er diese Rolle übernommen hat, verbiene er, fürsorgestelle der Schmidt- Gallisch- Stiftung, Luifen- Ufer 50, beginnt am 26. Oftober. Der Kursus dauert drei Wochen mit je gehindert voranzukommen, und so sehr man prinzipiell das Be- es nun recht bald zu werden. streben der Verkehrsdeputation tadeln mag, die großen Verkehrs. Als übrigens Genosse Werner furz nach diesem die Wable 1 Stunden, zweimal wöchentlich. Der erste Kurfus beginnt am 26. Oftober, nachmittags 6 Uhr. unternehmungen bem Privattapital zuzuweisen, das muß immer handlung einleitenden Auftritte das Wahllokal betrat, gelang es ihm, den wieder betont werden: ber so oft in der Deffentlichkeit erhobene aufgeregten Bruder einstweilen zu beruhigen. Werner fegte ihm Der Stadtverordneten- Ausschuß zur nochmaligen Beratung Borwurf, die Stadt tue nichts für bie Regelung der Verkehrs auseinander, daß diese Diskussion an dieser Stelle überhaupt under Bestimmungen im Testament des Stadtältesten Krug hat mit verhältnisse, trifft nicht die städtischen, sondern lediglich die Staats zulässig sei. Und er fündigte ihm an, daß bei dem geringsten Verzuschlagen, es bei dem Beschluß der gemischten Deputation zu bebehörden, die der Kommune die Wege nicht nur nicht ebnen, sondern such, die zur Wahllontrolle anwesenden Vertreter der Sozialdemo- lassen, wonach der Ertrag des gesamten Nachlaffes ungeſchmälert im Hinderniffe über Hindernisse vor ihr auftürmen. Soweit die städtischen Organe in Frage kommen, konnte der tratte in ihrer Tätigkeit zu behindern, dem Wahlbureau des Sinne der Erblaffer zu wohltätigen Zweden verwandt werden soll Stabtbaurat nachweisen, daß er zur Förderung der genannten drei a giftrats Weldung gemacht werde. Wir tönnen nur und von dem 28 uniche" des ersten Erblaffers nach Einrichtung großen Unternehmungen alles getan habe, was zu tun ihm möglich wünschen, daß der Magistrat ben Herrn Hoflieferanten Huff, den einer Amtswohnung für den Oberbürgermeister nur Kenntnis gefei. Auch der Wunsch der Stadtverordnetenversammlung, für richtigen, noch nachträglich darüber belehrt, was ein wahrnommen wird. die geplante Unterpflasterbahn eventuell eine andere Trace borsteher zu tun hat und was nicht. und zwar unter der Friedrichstraße zu wählen, und genaue Projefte und Pläne für diese Trace ausarbeiten zu laffen, fet erfüllt. Die Deputation nahm von den gemachten Mitteilungen Kenntnis und beschloß, die Projekte ber geänderten Trace durch einen Ausschuß vorprüfen zu laffen. Stellenbermittelung burch die Schule? D Todessturz in den Fahrstuhlschacht. Von einem traurigen Geschid wurde gestern nachmittag der 19 jährige Hausdiener Paul Brochlow, der in der Pfaffichen Möbelfabrik in der Französischenstraße 37 angestellt war, ereilt. P. wollte von der dritten Etage nach dem Barterregeschoß und beabsichtigte den Fahrstuhl zu benußen. Während der Trageforb in der vierten Etage anbielt, war der junge Mann der Meinung, er befinde sich im dritten Stockwert, öffnete die Fahrstuhltür und trat nach vorn. Er stürzte infolgedessen in den Schacht hinab und brach beim Aufschlagen auf den Erdboden das Genick, fo daß der Tod auf der Stelle eintrat. Die Leiche wurde polizeilich beschlagnahmt und in das Schauhaus gebracht. leber ben Zeitpunkt für die Aufhebung der Sperre auf dem Berliner Zentralviehhof für die Ausfuhr lebenden Biehes ist man fich an zuständiger Stelle noch nicht schlüssig, obgleich die Desinfizierung die das vierzehnte Lebensjahr vollendet und ihre Schulpflicht erfüllt leberstände vom heutigen Wittwochmarkte konnten, wie bie angem Allemal, wenn die Entlassung derjenigen Schulkinder bevorsteht, des Viehhofes heute bestimmt beendet sein wird. Die Rinderhaben, wird von einigen Vereinen, die die Unterbringung der schul- Fleischer- ẞtg." mitteilt, wieder in die Ställe des Viehhofes geDie Kontinentale Geſellſchaft für elektrische Unternehmungen entlassenen und namentlich der verwaisten Kinder in Lehr- oder nommen werden, während etwaige Schweine Ueberſtände zur hat, wie bekannt, vor einigen Wochen im Rathausfaale fehr hübiche Dienststellen betreiben, die Lehrerschaft um ihre Mitwirkung ersucht. iofortigen Abschlachtung nach dem Seuchen- Schlachthof übergeführt Modelle der von ihr projeftierten Schwebebahn ausgestellt. Unter Siergegen wird man im Prinzip nichts einwenden können. Die werden müſſen. Bezugnahme auf diese Modelle ersucht die Gesellschaft nunmehr, Lehrerschaft zeigt meist sich sehr bereit, diesen Wunsch zu erfüllen, die von der Deputation verlangte Probeftrede in natürlicher Größe indem sie die zur Entlassung fommenden tinder auf die Vereine und richtigem Material nicht, wie aufgegeben, in der verfehrsreichen aufmerksam macht oder wohl auch den Vereinen die Adressen der und stellenweise schmalen Brunnenstraße, sondern in der stillen Dirdfen betreffenden Kinder mitteilt und das ist an sich durchaus un straße errichten zu dürfen. Die Deputation beschloß, diesem Gesuch nicht bedenklich. Was aber soll man dazu sagen, wenn die Schule auch die stattzugeben, da die Errichtung einer Schwebebahn in der Brunnen- Vermittelung erwerbender Nebenbeschäftigung Straße ganz andere Schwierigkeiten biete als zum Beispiel in der an noch schulpflichtige Kinder unterstützt? Dirdienstraße und der Erfolg einer Probeftrede dort noch lange feine Aus der 236. Gemeindeschule für Mädchen, die in der Gewähr für eine erfolgreiche Lösung des Problems in der Brunnen- Bergmannstraße liegt und von Herrn Rettor Schlichting geftraße gebe. leitet wird, geht uns die Meldung zu, daß dort in einer dritten Der vorgerüidten Stunde wegen mußten die übrigen Nummern Klaffe die Lehrerin Rellstab einer Vermittelung solcher Art ibre ber umfangreichen Tagesordnung abgefegt werden. Unterstützung gewährt hat. Kürzlich bekam die Klasse den Besuch einer Dame, die mit Erlaubnis des Frl. Rellftab während des Bei einem Absturz vom Gerüft hat gestern nachmittag der Unterrichtes das Zimmer betrat und an die Mädchen die Frage 36jährige Anstreicher Andreas Lies aus der Elbingerstr. 79 den Tod Der Stadtverordnetenausschuß zur Borberatung der Realsteuer- richtete, ob nicht eine von ihnen eine Nachmittagsstelle zum gefunden. Lies hatte an dem Hause Joachimsthalerstr. 43 auf einem vorlagen tagte gestern zum drittenmal und begann die General Geschirr abtrodnen übernehmen wolle. Ein Kind, das fich Gerüst gestrichen und verlor beim Heben eines Brettes das Gleich diskussion ber Steinterordnung II. A. Umsatzsteuer, B. Wertzuwachs meldete, erhielt von der Dame die Adresse einer Frau Wehnelt gewicht. Kopfüber stürzte er in die Tiefe hinab und starb bald steuer. In diefer Diskussion, die von den sozialdemokratischen Mit( Sieboldstr. 5) und trat dann auch die Stellung an. Man sagt, daß Sarauf an den Folgen eines erlittenen Schädelbruches. gliedern des Ausschusses im Hinblick auf die ausführliche General- jene Dame, die vor versammelter Klaffe die Stelle ausbot, früher debatte im Plenum als überflüssig bekämpft worden war, traten selber Lehrerin an der 236. Gemeindeschule gewesen sei. Wenn das Ueber den Untergang des russischen Dampfers Warjagin", ber denn auch neue Gefichtspunkte nicht zu Tage. Von den Freunden wahr ist, so wird dadurch nichts an der Tatsache geändert, daß hier am 21. Oftober auf eine Mine geriet, wird berichtet, daß der und Gegnern der Wertzuwachssteuer wurden die belannten, auch während des Unterrichtes das Klassenzimmer von einer Person Kapitän das Schiff vorsichtigerweise etwa vier Meilen nördlich der in unserem Blatte wiederholt erörterten Gründe und Gegengründe betreten worden ist, die hierzu nicht so ohne weiteres befugt war Torpedolinie führte. Troydem geriet der Dampfer beim Mandschuriſchen borgebracht. Neu war nur die fast naiv zu nennende Offenheit, und die noch weniger das Recht hatte, während des Unter- Stap mit seinem Sed auf eine Mine. Anderthalb Minuten nach der mit der einer der Hauptinteressenten in mehr als einstündigen richtes die Kinder zu befragen, wer die verfügerplosion fant das Schiff. Von den Passagieren, deren Zahl 200 Ausführungen gegen die Vorlage zu gelde zog, weil sie fein bare Stellung übernehmen wolle. Man weiß, wie betrug, wurden 47, von den 28 Mann der Befagung 18 durch Gewerbe" zu beeinträchtigen geeignet sei. Die Grundbesiger im ängstlich von den Klassenzimmern und überhaupt von den Schul- Chinesen gerettet. Die Namen der Umgekommenen sind noch nicht Berliner Stadtparlament haben ihren agrarischen Vettern das Rezept, häusern jede unbefugte Person ferngehalten wird und wie streng bekannt. den Mund stets recht voll zu nehmen, gut abgeguckt, und man namentlich darüber gewacht wird, daß solche Personen während des In den Armen des Geliebten erschossen hat sich gestern die fonnte erwarten, daß bei der Bekämpfung der Wertzuwachssteuer Unterrichtes den Klassenzimmern fernbleiben. Die Eltern 3. 28. die eigenfüchtigen hausagrarischen Interessen mit allem Nachbrud in werden durch amtliche Betanntmachungen, die in den Schulhäusern 21 jährige Klara&., die einen 24 jährigen gwider Baul R., Landsden Vordergrund gestellt werden würden. Ausführungen von solcher aushängen, auf die darüber erlassenen Bestimmungen aufmerksam bergerstraße 28, zum Bräutigam hatte. Zwischen beiden herrschte herzerfrischenden Ünverfrorenbeit find aber selbst im Berliner Nat gemacht und für den Uebertretungsfall mit gerichtlicher Strafe be- ein harmonisches Verhältnis, das auch zur Ehe führen sollte. Das hause bisher nur selten gehört worden. Aus der Mitte des Aus- droht. Wenn dessenungeachtet jene Dame das Zimmer der britten Mädchen verfiel in letzter Zeit in einen deprimierenden GemütsKlasse während des Unterrichtes betreten und der versammelten zustand, weil es glaubte, ihr Bräutigam tönnte ihr abspenstig geschusses die Magistratsvertreter büllten sich in Schweigen wurde von mehreren Seiten diesen Darlegungen mit Schärfe ent- Mädchen die Stelle angeboten hat, so bleibt uns nur die Annahme, macht werden und sie faßte den Entschluß, lieber in den Tod zu gegengetreten. Insbesondere wiesen unsere Genossen daß dergleichen erlaubt ist und mit Bustimmung der gehen, als mit den furchtbaren feelifchen Qualen an der Seite des darauf Schuldeputation geschicht. Denn die andere Annahme, daß Geliebten zu leben. Aber sie wollte in feinen Armen sterben. hin, daß das ganze Kartenhaus der sorgfältig zufammengetragenen Scheingründe und Berechnungen in sich zusammen. el. Rellstab da etwas ungehöriges geduldet haben fönnte, muß Gestern begab sich die F. nach der Landsbergerstr. 28 und traf getragenen Scheingründe und Berechnungen in sich zusammen- undentbar erscheinen. Die Angelegenheit hat bei Eltern, deren auch den Angebeteten daheim an. Nach einer Stunde glücklichen brechen müsse, wenn die Frage gestellt werde, ob denn die Grund Kinder der betreffenden Klasse angehören, verwundertes Kopf Bufammeseins umarmte plöglich das Mädchen den Geliebten besiger mit all ihrer so viel gerühmten Intelligenz und dem großen schütteln hervorgerufen. Eine private Anfrage bei dem Rektor oder fürmisch und rief tränenden Auges: Baul, ich Arbeitsaufwand, den fte, wie behauptet, bei der Ausübung ihres bei der Schulbeputation, worauf dann im günstigsten Falle vielleicht Dich wahnsinnig!" Hierauf griff sie haftig in ihre Rodtasche, zog Gewerbes zu betätigen hätten, und der sie daher auch zum umein- der Bescheid kommen würde, daß das Erforderliche veranlagt einen Revolver hervor und jagte sich eine Kugel in die Schlafe. geschränkten Bezug der erzielten großen Gewinne berechtigte, in worden" sei, erscheint uns wenig geeignet, die wünschenswerte Auf Das alles war das Wert eines Augenblids gewesen. Der Vorgang der Lage wären, folche Gewinne auch in zurückbleibenden Gemeinden flärung herbeizuführen. Wir veröffentlichen das Vorkommnis, weil hatte sich so schnell abgespielt, daß weder R. noch auch die Wirts mit finfender Bevölkerungsziffer zu erzielen. Miffe zugegeben wir es für nötig halten, daß die Schuldeputation sich öffentlich frau, die zufällig anwesend war, hindernd eingreifen konnten. Die werden, daß die ungeheuere Preissteigerung des Grund und Bodens, äußert. wie sie speziell in Berlin von Jahr zu Jahr stattfindet, lediglich Erwähnung verdient noch der Nebenumstand daß die„ Nach. Unglückliche schleuderte den Revolver unters Bett und brach dann durch die Allgemeinheit herbeigeführt werde, so sei damit erwiesen, mittagsstelle zum Geschirrabtrocknen" sich für das fch to a ch geblich rief 9. die Geliebte beint Namen; sie war tot. Hätte die schwach leblos zusammen. Die Stugel hatte nur au gut getroffen. Berdaß die Allgemeinheit auch ein Anrecht auf solche Gewinne habe. entwidelte sind zu schwer erwies. Schon am ersten Nach Lebensmüde in der Erregung daneben geschossen, so wäre der Der Schluß der Generaldiskussion soll in der für nächste Woche mittag mußte eine tüchtige Portion Geschirr nicht nur abgetrocknet, Tragödie vielleicht noch ein zweites Menschenleben zum Opfer geanberaumten Sigung erfolgen. sondern von dem Kinde selber auch abgewaschen werden, und hinterher mußte auch noch die Küche aufgewischt werden. Für den alle fallen. Eine Ehrenrettung für den Durchfallskandidaten Huff? wöchentlichen Bußtag, den Sonnabend, wurden noch besondere Von einem Automobil überfahren und schwerberfekt wurde am Herr Emil Huff, mit dem der Berliner Stadtfreifinn den 8. Kom Arbeiten in Aussicht gestellt. Als die Mutter am Abend erfuhr, Dienstag nachmittag der 10jährige Sohn Heinrich des in der welcher Art diese mit 5 Mart pro Monat bezahlte Stellung war, Suarezstr. 46 wohnenden Lokomotivführers Hasse. Der Knabe munalwahlbezirt zurückerobern zu können meinte, ist am verbot sie die Fortsetzung der Arbeit. Am anderen Tage ging das wollte hinter einem vorüberfahrenden Straßenbahnwagen über den Dienstag fläglich durchgefallen. Der Freifinn ist mit ihm unterlegen sind zu Frau Wehnelt und teilte ihr das mit. Da erklärte ihr Fahrdamm der Suarezstraße laufen, überfah dabei aber das heran. iroz aller Hülfe, die er sich vom„ Reichsverband" hat leisten lassen. Frau W., sie habe es selber sofort gemeldet, daß das Mädchen zu nahen einer Automobildroschte. Er wurde von dem Kraftwagen Tus dem ampf wollen wir noch eine Episode mitteilen, durch schwach sei. Sie fügte hinzu, nun werde sie sich ein Mädchen umgestoßen, dessen Räder ihm über die Beine hinwegginger, c liebe Baffagier der Motorbroschte, Kreisarat Dr. Rebiger aus Babel schwerdt, nahm sich des Verletzten an und schaffte ihn nach der Rettungswache in der Wilmersdorferstraße. Hier wurde ein Bruch des rechten Oberschenkels festgestellt, und der Kleine, nachdem er einen Notverband erhalten, nach dem Krankenhause Westend übergeführt. Feuerwehrbericht. In der letzten Nacht wurde der 20. Bug nach dem Werderschen Markt gerufen, kam dort aber nicht in Tätig feit; grober Unfug war die Ursache. Der Täter ist leider unerkannt entfommen. Gestern früh um 7 Uhr tam in der Wohnung von Gozdowsky, im Erdgeschoß des dritten Seitenflügels, Liezmannstraße 3, Feuer aus. Der 1. Bug mußte träftig Wasser geben, um die Flammen zu löschen. Die Wohnung ist fast ausgebrannt. Ein zweiter Wohnungsbrand, der durch eine Lampenerplosion in der Alten Schönhauserstr. 35 austam, fonnte schnell gelöscht werden. Längere Zeit hatte die Feuerwehr in der Niederwallste. 10 zu tun, wo Koffer, Bekleidungsstücke u. a. brannten, und die Wehr mehrere Schlauchleitungen vornehmen mußte. Ein gefährlicher Kellerbrand beschäftigte den 3. Zug in der Stargarderstr. 69/70. Eine Menge Hausrat der Mieter wurden dort ein Raub der Flammen. Die Entstehung dieses Brandes, der viel Beunruhigung verursachte, ist nicht ermittelt. Durch die Entzündung von Belluloidabfällen tam in der Müllerstr. 40a Feuer aus. Außerdem liefen noch Feuermeldungen aus der Schönleinstr. 7, Seeftr. 68c und anderen Stellen ein. Vorort- Nachrichten. Charlottenburg. Lebhafte Beschwerden gehen uns über das Postamt 5 in CharIettenburg zu. So wird namentlich über allzu anstrengenden Dienst der dortigen Beamten Klage geführt. Dieselben behaupten, daß die Erstens ist es nicht wahr, und zweitens war es anders 11°• nach Un= über den weiteres nach ohne Weißenfee. deir ist geheim und findet mittels Stimmzettel ftatt. Die Stimmzettel Friedrichsfelde. werden vor dem Kassenlokal verabfolgt. Die von der Gewerkschafts- Grell beleuchtet wird unsere herrliche Weltordnung durch kommission aufgestellte Lifte fängt mit dem Namen Franz Geist, folgendes Vorkommnis: Eine Witwe, welche sich mit ihrem Sohn Seiler, an und endigt mit dem Namen Hermann Fandrey, Tischler. fümmerlich ernährt, wurde im vorigen Winter plößlich frank und Die Gewerkschaftskommission. beantragte, ihr eine Armenunterstützung zu gewähren. Sie erhielt Daß der Vater berechtigt ist, für seine minderjährigen Kinder auch 9 M. monatlich. Nun verlangte mit einmal der zum Ersatz den Austritt aus der Landeskirche zu erklären, hat fürzlich das verpflichtete Ortsarmenverband F. die Einstellung der Unterstützung fönigliche Landgericht II im Falle des Kassierers Wilhelm Böhm und, da ſelbiges nicht angängig war, gemäß§ 32 des Reichsentschieden. Böhm hatte im Mai d. J. für seine zwei Kinder gesetzes Unterstügungswohnsitz die die Ueberführung den Austritt aus der Kirche angemeldet. Am 18. Juni erklärte der Frau nach F. Die Frau ist jedoch nicht gc= er dann zu gerichtlichem Protokoll den Austritt derselben, worüber willt, dem Drt zurückzukehren, ihm auch die übliche Bescheinigung ausgefertigt wurde. Hiergegen fie verlassen hatte, weil sie sich nicht ernähren konnte. erhob der Gemeindekirchenrat zu Schöneberg beim Gericht Be- Sie bat deshalb die Behörde in F., ihr doch Auskunft schwerde. Er besiritt die Gültigkeit der erfolgten Austrittserfalls die flärung des Vaters für seine Kinder, indem er betonte, die Aus- u erteilen, womit sie sich ernähren sollte, und, lebersiedelung nach F. stattfände, wer die Umzugskosten trägt. Auf trittserklärung fönne nur persönlich, nicht aber durch einen diese Anfrage erhielt sie von der Behörde folgenden Bescheid:„ Auf gesetzlichen Vertreter erfolgen. Dieser Beschwerde des Mirchenrates wurde vom Amtsgericht Folge gegeben; Böhm wurde durch Ihre Anfrage vom 23. d. M. erwidern wir Ihnen, daß, falls Sie Verfügung vom 4. Juli aufgefordert, die wirkungslos gewordenen hier noch ortsangehörig sein sollten, Ihnen ein Unterkommen in Bescheinigungen über den Austritt feiner Kinder zurückzureichen. einem hiesigen Armenhause angewiesen wird, daß wir Ihnen dagegen Gegen diese Verfügung des Amtsgerichts Berlin- Schöneberg erhob passende Arbeit nicht verschaffen können, da dies lediglich Ihre Sache nunmehr Böhm beim königlichen Landgericht II Beschwerde, und ist. Ihre Ueberführung nach hier ist nicht unsere, sondern Pflicht des zwar mit Erfolg. Die Verfügung des Amtsgerichts wurde vom dortigen Armenverbandes; wenn Sie daher nicht genügend Mittel Landgericht II aufgehoben. In der Begründung dieses Beschlusses befizen, die Reise nach hier bestreiten zu können, so müssen Sie sich den dortigen Gemeindevorstand wenden, der Ihnen heißt es zum Schluß:„ Es kann also nicht der Sinn jenes Gesezes an Der hiesige sein, die Austrittserklärung für seine Kinder dem Vater unmöglich eventuell das erforderliche Reisegeld zahlen wird." zu machen, und das Erfordernis des Gesezes, daß der Austritt in Gemeindevorstand stellte nun der bedauernswerten Frau den AusPerson erklärt werden müsse, richtet sich gegen die Möglichkeit weisungsbefehl zu, nach welchem sie innerhalb 2 Wochen das hiesige rechtsgeschäftlicher Vertretung, nicht aber gegen die das Vaters. Gemeindegebiet zu verlassen und sich nach F., ihrem UnterstügungsDie Begründung weist auch hin auf die Entscheidung des Kammer- wohnfig, zu begeben hat. Am Schluß stehen die üblichen polizeilichen Zwangsmaßregeln, die angewendet werden, wenn die Frau gerichts vom 14. Dezember 1905. der Ausweisung nicht Folge leistet. Was wird die Frau nun machen, Steglit. wenn man ihr jegliche Umzugsunterstüßung verweigert? Daß es Beamten keines anderen Postamtes mit so großen Bestellungs- diesem berühmten offiziösen Berichtigungsmuster„ dementiert" jetzt sich hier um eine Frau handelt, die nur in der größten Not Unterrevieren zu rechnen haben wie die Briefträger des Postamtes 5. endlich die hiesige Lokalpresse die vom„ Vorwärts" am 19. September zung verlangt hat und froh ist, wenn sie ihrer nicht mehr bedarf, Auf ein Revier entfallen 14 Häuser, und diese sind mit 30, 40, 50 unter der Spizmarke„ Appetitliches von der Freibant" sollte doch der Behörde von F. einleuchtend sein. Nach dem Armenhaus hat die Frau sicherlich kein Verlangen. Die Worte, daß für bis 58 Aufgängen versehen. So kommt es denn oft vor, daß der veröffentlichte Notiz. Die anscheinend aus dem Rathause stammende den Arbeiter gesorgt ist bis ins hohe Alter, werden nur allzu oft ein so großes Revier bestellende Briefträger selbst bei großer An- Antwort lautet: strengung die Dienstzeit überschreiten muß, denn der Herr Direktor Die Schilderung des Vorganges ist in so lebendiger durch die rauhe Wirklichkeit widerlegt. ficht es nicht gern und soll es, wie man uns mitteilt, sogar schon Weise erfolgt, daß der Leser einen schredlichen Mißstand aufgedeckt Mahlsdorf. den Briefträgern verboten haben, unbestellte Postfachen wieder zu sehen glaubt. In Wirklichkeit liegen der ganzen Erzählung Bolle Einstimmigkeit mit den Beschlüssen des Parteitages herrschte zurückzubringen. Die Folge davon ist natürlich, daß die Dienstzeit folgende Tatsachen zugrunde: in der letzten Wahlvereinsversammlung, nachdem Genosse Wartig oft überschritten werden muß. Als sich Briefträger einmal beim Eine bei der Fleischbeschau beanstandete Stub war zum über die Verhandlungen in Mannheim referiert hatte. Zu der Direktor beschwerten, daß die Bestellreviere fast gar nicht zu schaffen Verkaufe auf der Freibant bestimmt worden; der Verkauf bevorstehenden Gemeindevertreter- Ersatzwahl in der dritten Abteilung seien, wurden Assistenten mitgefchickt, um sich davon zu überzeugen; follte am 6. September, vormittags 10 Uhr, erfolgen. wurde der Genosse Hugo Weiß einstimmig als Kandidat trotz dieser Kontrolle wurde die festgesetzte Austragezeit über- mittelbar vor Beginn des Verkaufes wird alles der Freibank gewählt. schritten. Seitdem ist den Beamten noch keinerlei Bescheid ge- überwiesene Fleisch zur Feststellung, об es inzwischen nicht worden, ob man die Abstellung dieses Zustandes beabsichtigt. Daß feine Genußtauglichkeit verloren hat, nochmals von dem zu cine so große Anstrengung, ein so hastiges Treppauf und Treppab ständigen Tierarzt untersucht. Das ist auch in dem vorliegenden Den Bericht vom Mannheimer Parteitag sowie von der Frauenvon schädlicher Wirkung auf den Gesundheitszustand der' Angestellten alle geschehen. Es ergab sich dabei, daß sich der Zustand fonferenz nahm eine am Dienstag nach dem Lokal von Ttscheutschler ist, geht daraus hervor, daß schon verschiedene derselben längere des Fleisches über Nacht derartig verändert hatte, daß es nicht mehr einberufene öffentliche Versammlung entgegen. Genosse Wartig als Zeit in der Lungenheilanstalt Unterkunft suchen mußten. Einem als zum menschlichen Genusse geeignet bezeichnet werden konnte; Referent behandelte eingehend die Verhandlungen des Parteitages Angestellten soll der Direktor, als derselbe sich bei ihm wegen zu der Verkauf mußte daher unterbleiben. Der Eingang zur Freibank und sprach seine Genugtuung über die Resultate desselben aus. Zu schweren Dienstes beschwerte, gesagt haben, er solle nur die Beine war nun aber, bevor dies festgestellt worden war, bereits geöffnet begrüßen sei es, daß der Konflikt zwischen Partei und Gewerkschaft etwas straff ziehen! Ein Angestellter ist einmal früh morgens kurze worden, so daß das Fleisch von einigen der anwesenden Frauen ge- ohne Hader zum Wohle der Arbeiterbetvegung beseitigt sei. Hierauf Zeit darauf als er den Dienst antrat, umgefallen; der von ihn sehen werden konnte. Die wohl von diesen Frauen ausgegangene berichtete die Genofsin Neumann über die Frauenkonferenz. Nach fonsultierte Arzt hat den Vorfall auf Ueberanstrengung im Dienst Mitteilung über die Beschaffenheit des Fleisches ist in dem Zeitungs- eingehender Behandlung der dort gepflogenen Beratungen gab sie zurückgeführt. Der betreffende Beamte erhielt hierauf vier Wochen artifel aber wesentlich übertrieben; einen„ Efel" erregenden Anblick dem Wunsche Ausdruck, daß sich die Proletarierfrauen mehr als bisErholungsurlaub. Wie uns weiter mitgeteilt wird, haben seit dem hat das Fleisch keineswegs geboten. her der Organisation anschließen mögen. Sommer 2 Mann ständig gefehlt; es wurde den Angestellten immer Im übrigen ist jetzt, damit für die Folge sich derartige Fälle Sämtliche Diskussionsredner erklärten sich mit den ParteitagsBeim Schlußwort des gesagt, dies komme durch den Sommerurlaub. Die Arbeit mußte nicht wiederholen, ein für allemal dahin Anordnung getroffen, daß verhandlungen im Prinzip einverstanden. selbstverständlich von anderen mitgemacht werden. Eine Stelle ist die Freibant für den öffentlichen Verkehr erst dann eröffnet wird, Genossen Wartig wurde die Versammlung wegen eingetretener feit wenigen Tagen wieder besetzt, während für einen nicht vor- wenn der Polizeitierarzt das Fleisch unmittelbar vor dem Verkaufe Bolizeiftunde polizeilich aufgelöst. Vor Eintritt in die Tagesordnung handenen Briefträger die Arbeit immer noch mitgemacht werden nochmals gesehen und für verkaufsfähig, erklärt hat." hatte die Versammlung das Andenken des verstorbenen Genossen muß. Besonders wird Klage geführt über den Assistenten N., der Damit ist zunächst alles das zugegeben, was der Vorwärts" Adolf Herrmann, Stolpe- Hohen- Neuendorf, geehrt. die Briefträger auf ihren Touren ganz besonders beobachten und berichtet hat; aber durch die Worte:„ in Wirklichkeit liegen der Nachforschungen anstellen soll. Treffen die Zustände in den hier ganzen Erzählung folgende Tatsachen zugrunde" soll der Anschein Pankow. geschilderten Einzelheiten zu, so wäre es allerdings an der Zeit, daß der Vorwärts" ganz anders ge= Die Situng der Gemeindevertretung beschäftigte sich mit der daß an Abhülfe gedacht würde. Staatsanstalten und Betriebe schrieben hätte. Was jedoch speziell die Beschaffenheit des Anstellung eines zweiten befoldeten Schöffen. Hierzu nahm zunächst sollen Musterbetriebe sein, und als solchen erwächst ihnen zunächst Fleisches betrifft, so halten wir nicht nur aufrecht, daß Bürgermeister Kuhr das Wort; er führte aus, daß die Aufgaben die Aufgabe, dafür zu sorgen, daß die Angestellten unter einiger es in allen Regenbogenfarben schillerte und von zahllosen Lebewesen der Gemeinde rapid wachsen und er selbst aus der Kleinarbeit nicht maßen guten Bedingungen ihren Dienst verrichten können. bevölkert war, sondern fügen noch hinzu, daß es auch einen sehr herauskomme, während die großen Arbeiten ihrer Erledigung harrten. unangenehmen Geruch verbreitete, wie uns von verschiedenen Frauen Auch die sozialen Einrichtungen wie Krankenkassenwesen, GewerbeRixdorf. glaubwürdig versichert wird. Wenn im übrigen jetzt dafür gesorgt und Kaufmannsgerichte fönnten eines juristischen Verwaltungsbeamten ,, Ein Triumph des Katholikenhaffes in Rigdorf." ist, daß sich derartige Fälle nicht wiederholen, dann nicht entbehren. Von unseren Genossen wurde der Antrag bekämpft Unter dieser vielversprechenden Stichmarke bespricht die hat unsere Veröffentlichung ihren Zwed erreicht, was wir dankend mit der Motivierung, daß der Beamtenstab in letzter Zeit bedeutend bergrößert worden ist. Ferner sei vor taum einem halben Jahre Märk. Volts- 3tg." die letzte Stadtverordnetensizung, in der be- quittieren. tanntlich die vom Magistrat beantragte Honorarerhöhung an tatho- Zehlendorf. erst ein besoldeter Schöffe gewählt, ein Tiefbauamt ist errichtet worden, desgleichen wird jetzt das Hochbauamt eingerichtet; beide lische Geistliche für Erteilung des Religionsunterrichts in der Fürstenhofboykott. Diejenigen Berliner Genossen Bauämter unterstehen dem befoldeten Schöffen und find losgelöſt Realschule abgelehnt wurde. Ganz besonders hat es dem Blatt( drei Herren und vier Damen), die am zweiten von der allgemeinen Verwaltung. Auch prinzipiell müſſe man den unser Genosse Wutty angetan, der als Sprecher der sozialdemokra- fingitfeiertag, früh 8 Uhr, am Bahnhof Zehlendorf von Antrag sich näher betrachten. Der Amtsvorsteher wolle sich ein tischen Fraktion selbstverständlich im Sinne unseres Programm- einem Behlendorfer Genossen auf den Boylott des Fürstenhofs auf- Magistratskollegium schaffen, um, ohne Gemeinde, Schöffen und Verfates: Religion ist Privatsache" für Ablehnung der Vorlage merksam und darauf im Lokal selbst von einem Gendarmen treter zu fragen, mit Berufsbeamten zu arbeiten. Nach einer plädierte. Doch diese klare Stellungnahme paßte dem Zentrums in Zivil angeredet worden sind, werden gebeten, ihre Namen um- verlesenen Tabelle der Vororte hatte nur Wilmersdorf zwei besoldete ſchmock gar zu schlecht in den Kram. Obwohl er sicher weiß, daß gehend an den Vorsitzenden des Zehlendorfer Wahlvereins, Genossen Schöffen, einzelne Vororte, welche bedeutend größer sind wie Pankow, die sozialdemokratische Fraktion stets, besonders aber bei jeder Eduard Scheler, Zehlendorf( Wannseebahn), Schillerstraße 1, tommen mit einem befoldeten Schöffen aus. Nachdem noch eine Etatsberatung gegen alle derartigen Ausgaben, gleichbiel für welche anzugeben. Sie sollen als Zeugen in einem der fast zahllosen Reihe bürgerlicher Vertreter teils für, teils gegen die Vorlage geder diversen Religionen sie gefordert werden, energisch Einspruch Prozesse gegen htefige Genossen fungieren. Die Angelegensprochen, wird die Vorlage an die Finanz- und Beamtenkommission erhebt, stellt er es so dar, als ob unsere Genossen dies nur den heit ist sehr wichtig. verwiesen. Nach Festsetzung der Gehälter der anzustellenden Katholiken gegenüber tun. Er schreibt nämlich: Direktoren für das Realgymnasium und der höheren Töchterschule " Sozialdemokraten und Bürgerliche Arm in Arm, wenn es wird in die Debatte für die Festießung der Pension gegen die katholische Kirche geht. Ein herrliches Bild! Wenn Bei der gestrigen Delegiertenwahl zur Ortskaffe wurde die für den früheren Bürgermeister Gottschalt eingetreten. Auch die Erteilung des Religionsunterrichts Privatsache ist und die Liste der freien Gewerkschaften mit 72 Stimmen gewählt. Gegen hier erklärten unsere Genossen, gegen die Pension zu stimmen. Nach politische Gemeinde feine Veranlassung hat, dafür zu zahlen, kandidaten waren nicht aufgestellt. der bedingungslosen Niederlegung des Amtes sei die Festsetzung wie Stadtverordneter Wuzky meint, dann möchten wir einmal Marienfelde. einer Pension weiter nichts als ein Geschen welches die Bürger fragen, wer denn den evangelischen Religionsunterricht bezahlt? Doch wohl ganz bestimmt die politische Gemeinde, und zivar Die Frau im politischen Kampfe, lautete das Thema, über Bankows aufzubringen hätten. Auch aus den Reihen der bürgerebenfalls mit dem Gelde der katholischen Steuerzahler! Was welches die Genoffin Thiel- Tempelhof in der am Sonntag im lichen Vertreter wurde konstatiert, daß der Bürgerverein eine Protestdem einen recht, ist dem anderen billig. Weil die Katholiken in Bergerschen Lokal einberufenen, auch von Frauen gut besuchten resolution gegen die Pensionierung gefaßt habe. Nach heftigen Ausder Minderheit sind, glaubt man mit ihnen machen zu können, Volksversammlung referierte. Rednerin gab ein treffendes Bild von einanderseßungen wurde der Antrag auf" gefegliche Höhe der Penfion was man will. Es gibt aber noch höhere Instanzen, und die der traurigen Lage des weiblichen Proletariats. Die Frau sei naments mit 14 gegen 12 Stimmen und einer Stimmenthaltung angenommen. Interessant ist, daß einige werden dafür sorgen, daß die Katholiken erhalten, was ihnen lich in rechtlicher Beziehung dem Manne im Nachteil, da ihr die Die Pension beträgt jährlich 4500 9. Gesezesmaßregeln eine gleiche Beteiligung am öffentlichen Leben wie bürgerliche Vertreter erklärten, sich nicht nach ihren Wählern zu richten. Man darf gespannt sein, was die exklusiven Wähler der Also weil die Katholiken in der Minderheit sind", gehen die dem Manne unmöglich machten. Pflicht der Männer sei es, die Frau Da die bürgerlichen Sozialdemokraten mit den Bürgerlichen Arm in Arm, glaubt„ man in alle Fragen einzuweihen, damit sie die Befähigung einer richtigen zweiten Wählerklasse unternehmen werden. mit ihnen machen zu können, was man will". Ist es noch nötig, Kindererzieherin erhält. Zum Schluß forderte die Referentin die Vertreter ihre Wähler kennen, so geht man wohl nicht fehl, die ganze dieses an Verschlagenheit nichts zu wünschen übrig laffende Dema- Frauen auf, sich dem Bildungsverein anzuschließen und auf die Protestaktion als Schaumschlägerei anzusehen. gogenstückchen besonders zu tennzeichnen? An diesem Bröbchen Gleichheit" zu abonnieren. Dem mit reichem Beifall aufgenommenen Tegel. aber ist zu ermessen, wie dieser würdige Anhänger der Partei für Referat folgte eine Disfuffion, in welcher die Genoffinnen Greulich Abermals find die Tegeler Genossen von dem Tode eines " Wahrheit“ und Recht in seinem spaltenlangen Artikel unter den und Kommick sowie die Genossin Tölle, Wilmersdorf, die Aus- waderen Streiters betroffen. Karl Kohl, der stets Hülfsbereite Refern den Gimpelfang treibt. Denn das ist des Pudels Kern führungen der Referentin ergänzten. Frau Greulich wies noch auf für die zu leistende Parteiarbeit, ist den Qualen eines Nierenleidens nur darauf ist's angesichts der nicht mehr fernen Stadt, die in Marienfelde bereits bestehende Jugendorganisation hin. im Alter von 29 Jahren erlegen. Ein bleibendes Andenken ververordnetenwahlen abgesehen. Sollte dieser wunderliche Heilige Johannisthal. fichern dem Dahingeschiedenen die Tegeler Genoffen sowie feine wirklich glauben, bei diesen Wahlen im Trüben fischen zu können? Damit dürfte er bei den Rirdorfer Arbeitern wenig Glück haben. brecher über:„ Alles wird teuerer, was ist dagegen zu tun". In gegeben. Ju öffentlicher Bersammlung referierte Genosse Dr. Mauren- Arbeitskollegen. Die Beerdigung wird noch durch Annonce bekannt Charakteristisch ist im obigen Zitat übrigens auch der letzte Sab, feinen Ausführungen wies Redner auf die Notwendigkeit des Ander die Auffassung der Herren Zentrums- Demokraten" von der schlusses an die gewertschaftliche, politische und genossenschaftliche Potsdam. Selbstverwaltung im rechten Lichte zeigt. Diese Sorte" Hüter des Bewegung hin. Genosse Hildebrandt, Geschäftsführer der Konsum- Von einem schrecklichen Schicksal wurde der Oberförster SchönGemeinwohl" fonnte Rigdorf noch fehlen. Zur Erheiterung sei genossenschaft Adlershof, empfahl den Anschluß an dieselbe. Nach berger ereilt. Als er mit dem Magdeburger Schnellzug in Potsdam Nach- berger noch mitgeteilt, daß der Stadtverordnete Belß in dem Artikel zum bem noch Genosse Diesner zum Anschluß aufgefordert und auf die eintraf und am Bahnhof ausstieg, bemerkte er, daß er seinen RegenFührer der„ Liberalen" avanziert. Ganz abgesehen davon, daß diese Spezies Politiker selbst der Findigste unter den Nirdorfer geringe Zahlung von 25 Pf. wöchentlich hingewieſen bis der Anteil schirm im Wagen gelassen hatte. Er wollte in den bereits in BeStadtvätern nicht aufstöbern wird von 20 M. erreicht ist, wurde eine Kommission, bestehend aus den wegung befindlichen Zug hineinspringen, fiel und geriet unter die besagten Herrn aber als folchen anzusprechen, das kann nur die Lachmuskeln reizen. Heilige Genoffen Diesner, Hühnold, Krieg, Luban und Sauerland gewählt, Räder. Dem Unglücklichen wurden beide Beine abgefahren. In die mit der Agitation und Vorarbeit betraut wurde. Hoffnungslosem Zustande wurde er nach dem Krankenhause gebracht. Einfalt! Ober- Schöneweide. Trebbin( Kreis Teltow). zukommt." erweďt werden, Friedenau. " " Ueber den Mannheimer Parteitag referierte am Sonntag in einer Volksversammlung Genosse Heimichs Rigdorf. Mit Rücksicht darauf, daß wir bereits verschiedentlich über die Ausführungen des Genossen Heinrichs berichtet haben, dürfte sich eine nochmalige Wiedergabe des Referats erübrigen. An der Diskussion beteiligte sich nur ein Genosse, gab. Nachdem noch der Leiter der Versammlung die Anwesenden aufgefordert, im Sinne der Parteitagsbeschlüsse zu wirken, wurde eine Resolution angenommen, in welcher die Versammelten ihr Einverständnis mit der Tätigkeit der Delegierten aussprachen. Die Versammlung wies leider einen schwachen Besuch auf. was um so Schöneberg. Beim Spielen ertrunken ist vorgestern die achtjährige Tochter des Die Wahlen der Delegierten der Arbeitnehmer zur Orts- in der Wilhelminenhofstraße 42 in Oberschöneweide wohnhaften trantentasse finden am Freitag, den 26. Oktober, nachmittags von Fabrifarbeiters Brey. Das Mädchen spielte mit anderen Kindern im 4 bis 9 Uhr, im Kaffenlokal, Grunewaldstraße 42, Hof 1 Treppe, Schloßpart Wilhelminenhof an der Dampferanlegestelle. Als sich die statt. Wir weisen nochmals auf die Wichtigkeit der Delegierten Kleine über das Ufer beugte, verlor fie das Gleichgewicht und stürzte wahlen hin und hoffen, daß die weiblichen Mitglieder von ihrem in das Wasser, sofort in den Fluten verschwindend. Obwohl der der seiner Befriedigung über den Verlauf des Parteitages Ausdruck Recht, was sie bei diesen Wahlen haben, regen Gebrauch machen. Vater der Verunglückten, der sich in einem ganz in der Nähe beAls Legitimation ist die Mitgliedskarte oder eine Bescheinigung des findlichen Restaurant aufhielt, sofort herbeieilte und RettungsArbeitgebers mitzubringen. Wahlberechtigt find alle männlichen versuche unternahm, gelang es ihm nur, die Leiche seines Kindes zu und weiblichen Mitglieder, welche das 21. Lebensjahr überschritten landen. Die von zwei herbeigerufenen Aerzten angestellten Wieder haben und im Besiz der bürgerlichen Ehrenrechte sind. Die Wahl belebungsversuche blieben erfolglos. weniger zu verstehen ist, als in Trebbin etwa 500 getverffchaftlich organi Ein geheimnisvoller Stelettfund, der zweifellos auf ein schweres| Für die ersten sechs Wochen, also bis zum 24. November, fallen die Stur fierte Arbeiter vertreten find. Selbst die organisierten Genossen waren Verbrechen zurückzuführen ist, wurde gestern an der Tramper Chaussee und Verpflegungskosten der Herrschaft zur Last. Eine Klage gegen die nicht vollzählig zur Stelle. Bei solch wichtigen Versammlungen, die bei Eberswalde gemacht. Dort werden gegenwärtig durch ein Straßenbahngesellschaft wäre beim Gericht anzubringen, sie erscheint aber die Gewähr für eine theoretische Bertiefung in unseren Grundfäßen Unternehmerkonsortium mehrere Neubauten ausgeführt und mit den abgesprungen ist. 8weds Anstellung der Selage soll die Verunglückte fich wenig aussichtsvoll, weil die Verunglüdte ohne Grund während des Fahrens geben, dürfte kein Genosse fehlen. Mit dem erfreulichen Fortschreiten Ausschachtungsarbeiten ist vor einigen Tagen begonnen worden. das Armenrecht bewilligen lassen.-.. 18. Ihre Sachen haften nicht anserer Organisation, die in furzer Zeit auf 130 Mitglieder gestiegen Auf dem Terrain, auf welchem das Kasino einer akade- für die Schulden Ihres Ehemannes. Sie müssen aber Ihr Eigentum nach ist, muß auch die Klarheit über unsere Grundsätze und Ziele Einzug mischen Vereinigung erbaut werden foll, machten die weisen. Ein. Ehevertrag mit Ausschluß der Berwaltung, Nußnießung und balten. Zu diesem Zwed gedenkt, wie in der letzten Mitglieder Ausschachtungsarbeiter gestern einen rätselhaften Fund. In Anerkennung Ihres Eigentums fann noch jetzt von Ihnen geschlossen werden, bersammlung des Wahlvereins bereits mitgeteilt wurde, der Vor- einer Tiefe bon etwa einem Meter entbedten fie ein der Bertrag muß gerichtlich oder notariell geschlossen werden und ist dann stand des Wahlvereins gemeinsam mit dem Gewerkschaftskartell menschliches Gerippe, δαξ einen Sturius von zehn Abenden einzurichten, an welchen über die Durch die Lage wurde festgestellt, daß der Tote gewaltsam legt von Ihnen geklebt ist. Auf der Karte befindet sich die Adresse. Rente. Richten Sie den Antrag noch vollständig erhalten war. in das Güterrechtsregister einzutragen. auf Bewilligung der Rente an diejenige Versicherungsanstalt, bei der zuGrunsbegriffe des Sozialismus gelehrt werden soll. Die Teilnehmer zusammengedrückt und auf diese Weise eingescharrt worden ist. zahl foll vorläufig auf 25 festgesetzt werden. Dieser Umstand deutet darauf hin, daß es sich hier um ein Ver brechen handelt und daß das Opfer zur Beseitigung der Spuren eingegraben wurde. Die Polizei hat sofort die notwendigen Ermittelungen zur Aufklärung des geheimnisvollen Fundes in die Wege geleitet. Verfammlungen. und polizeilich absperren. Schließlich stellte es sich heraus, la per Stüd 2,75-3,50, a 1,00-2,50. Oderbrucher, per Pfund 0,45-0,55, dito Hamburger, junge 0,00, Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Markthallen- Direktion.( Großhandel.) Rindfleisch Ia 67-72 pr. 100 Bid., la 84-90, IIa 72-82, IIIa 62-70, holl. 54-60. Hammelfleisch Ia 73-78, lla 61-66, IIIa 56-60, IVa 52-56. Kalbfleisch, Doppelländer 105-115, IIa 62-72. Schweinefleisch 63-71. Rehböde Ia per Pfd. 0,65-0,98, Die Zahlstelle Berlin des Deutschen Kürschnerverbandes be= Schäftigte sich in ihrer Mitgliederversammlung am Mittwoch mit aus Königsberg den 24. Oftober: Heute mittag stellte sich dem Eine geehrte Talmiprinzessin. Die Königsb. Hart. 8tg." meldet la 0,55-0,60. Rotwild Ia 0,35-0,46, IIa 0,23-0,30. Damwild 0,35-0,55. Wildschweine 0,25. Frischlinge 0,55. Hasen per Stüd 2,50-3,30, Klein der Sperre bei der Firma Jadau. Kom p. Diese Firma Posten der Schloßwache eine Dame mit der Erklärung vor, sie sei Stridenten 0,60. 1,00-2,00. Kaninchen per Stüd 0,30-0,70. Wildenten per Stüd 1,25 ist seit einigen Wochen sowohl von den Hausindustriellen Belassinen 0,00. Rebhühner, junge Ia 0,85-1,35, dem die Prinzessin Charlotte von Medlenburg, die Tante junge IIa 0,00, alte Verein selbständiger Kürschner Berlins" 0,50-0,82, junge Kleine 0,00. Hübner, wie von der Verbands- des im Schlosse wohnenden Prinzen Friedrich Wilhelm, und wolle alte per Stüd 1,10-1,60, alte II a 0,50-1,00, junge per Stud 0,40-1,05. zahlstelle gesperrt; der Lokalverband der Kürschner hat die Beteili- auf ihn warten. Die Wa che erwies ihr die entsprechenden Tauben per Stüd 0,25-0,69, alte 0,00. Enten, junge per Stüd gung daran nur deswegen abgelehnt, weil seine Mitglieder nicht Ehren und der Feldwebel ließ den Schloßplaz sogar militärija 1,50-2,00, alte per Stud 0,00, Hamburger, junge per Stüd 3,10. Gänie, dabei in Frage kommen. Die Ursache der Sperre ist eine scheinbar unüberwindbare Abneigung der Firma gegen frei organisierte daß man es mit einer Geistestranten zu tun hatte. Boulets per Stüd 0,50-0,80, Hausindustrielle wie Gehülfen. Die Hausindustriellen sollen sich do. flein 0,00 Hechte per 100 Bfd. 75-78, matt 65, groß 0,00, flein 0,00. Das Wolffiche Telegraphenbureau verbreitet über diesen Vorfall Aland 0,00. durch einen Revers bei 500 m. Konventionalstrafe verpflichten, folgende Nachricht: Königsbergi. Pr., 24. Oftober. Heute mittag grog 0,00, mittel 0,00, flein 0,00, unsortiert 62. Schleie 0,00, große 0,00, fleine 0,00. Bleie, flein 0,00. Aale, nicht dem„ Verein" anzugehören. Plözen, flein 32-45. Sie können aber recht gerne berfuchte eine etwa 60 Jahre alte Frau dem im hiesigen Schlosse Karpfen, unj. 63-66, do. 30er Laufiger 0,00, do. 80-100er 0,00, Mitglied des Unternehmerverbandes sein, der die reichen Fabri- wohnenden Prinzen Friedrich Wilhelm ein Anliegen vorzubringen. do. 40er Schlesische 0,00. Barse 0,00, matt 0,00. Starauschen 0,00. tanten, die minder wohlhabenden Kürschnermeister und die ganz Sie gab sich bei dem Doppelposten vor dem Schlosse als Prinzessin Bleifische 0,00. Wels 0,00. Bunte Fische 22-31. Amerit. Lachs Ia bon den Fabrikanten abhängigen sogenannten„ Selbständigen" in von Oldenburg aus, worauf die Posten präsentierten. Die Haupt- neuer per 100 Pfd. 110-130, do. Ila neuer 90-100, do. Illa neuer 75. Holder Eintracht umschließt, oder wenigstens dazu bestimmt ist. wache trat ins Gewehr und das Spiel wurde gerührt. Der die Wache 0,50-0,70. Flundern, pommersche Ia, per Schod 3-9, do. pommersche Scelachs 20-25. Sprotten, Kieler, Wall 0,75-1,30, Danziger, Wall Ebenso hat die Firma auch gar nichts dagegen, wenn sich die Ge- tommandierende Vizefeldwebel bot der angeblichen Prinzeffin auf IIa 2-4, Sticler, Stiege Ia 4-6, do. mittel ver Stifte 2-3, Hamb. Hülfen dem gelben" Fachberein" anschließen, der bei dem Streit deren Wunsch einen Stuhl. Es entstand eine große Menschen Stiege 4-5, halbe Stifte 1,50-2. Büdlinge, per Wall Stieler 2,50-3,50, im vorigen Jahre auf Betreiben der Unternehmer und zum Schuh ansammlung. Die Dame wurde darauf polizeilich sistiert. Später Stralsunder 3,50-4,00. Aale, groß per Pfd. 1,10-1,30, mittelgroß 0,80-1,00, Der Unternehmer gegründet worden ist. Allerdings würde sie jetzt wurde fie als eine geisteskranke Witwe aus Königsberg festgestellt flein 0,50-0,60. Heringe per Schock 4-5. Schellfische Stifte 3-4, in der Saison auch gerne Verbändler einstellen, und daran ist nicht und nach dem städtischen Krankenhause gebracht. Der Prinz war do, ½ Stifte 2. Kabliau, p. 100 Bfd. 20-25. Heilbutt 0,00. Cardellen, 1902er zu zweifeln, denn der Vorsitzende der Gelben, der sich seinerzeit während des Vorganges im Schlosse nicht anwesend. per Anfer 95, 1904er 95, 1905er 90, 1906er 70. Schottische Vollberinge höflichst zur Lieferung von Arbeitskräften empfohlen hat, vermag 1905 0,00, large 40-44, full. 36-38, med. 35-42, deutsche 37-44. nun den Bedarf nicht zu decken. Aber auf Grund früherer Er- fratie zerstört," so fafeln bei jeder Gelegenheit die bürgerlichen 150-160. Die Familie und die Sittlichkeit wird von der Sozialdemo- Heringe, neue Matjes, per To. 60-120. Sardinen, ruff., Fayz fahrungen ist sicher anzunehmen, daß die Verbandsmitglieder alle Blätter. Nur fie, die sogenannten Staatserhaltenden", wirken für strebje, per Schod, große 0,00, mittel 0,00, fleine 0,00, unfort. 0,00. Bratheringe, Büchse( 4 Liter) 1,50-1,75. Neunaugen, Schocfaj 11, fleine 5-6, Riesen- 14. Summern, fleine, per Bid. 0,00. wieder entlassen werden würden, sobald die Arbeit nicht mehr die Hebung des fittlichen und geistigen Niveaus des Volkes. Zu Galizier, groß 0,00, mittel 0,00. Gier, Land-, per Schock 4,00-4,60. Butter drängt. Die Firma hat sich beim Unternehmerverband über die den Blättern dieses Schlages gehören auch die Kieler Neuesten per 100 Bio. Ia 125-128, Ila 118-122. IIIa 113-118, abjallende 102-107. Sperre beklagt und sie als eine gegen den geltenden Tarifvertrag Nachrichten", die in der Nummer 234 vom 7. Ottober folgendes Saure Gurten Schock 3,50-4,00, Pfeffergurten 3,50-1,00. berstoßende Maßregel bezeichnet. Tatsächlich aber liegt, wie aus Kartoffeln den Ausführungen des Vorsitzenden Dittmann hervorging und Inserat bringen: per 100 Bib. 0,00, magnum bonum 1,90-2,10, Dabersche 1,90-2,10, durch die Diskussion bestätigt wurde, der Vertragsbruch auf seiten Rosen 0,00, weiße 1,60-1,80, Salatkartoffeln 4,00-5,00. Spinat per 100 Bfund 5,00-8,00. Karotten 2,50. per Schockbund von Jada u. Komp., die Verbandsmitglieder eben nur als Notbehelf einstellen, sie aber außerhalb der Saison abweisen. Dafür Sellerie, hiesige, per Schock 4,00-6,00, do. pommersche 4,00-5,00. Zwiebeln große, per 100 Bfb. 3,00-3,50. do. fleine 2,75-3,00. do. hiesige( Berl) hat die Verbandsleitung Beweise genug in Händen, die bei den 0,00. Charlotten 50-60. Petersilie, grün, Schockbund 1,25. Kohlrabi per Verhandlungen, zu denen sich die Unternehmerorganisation bereit Sie handeln mit Sittlichkeit auf Holzpapier, fie sterben in Schock 0,75-0,80. Rettig. bayr, per Schod 2,40-4,80. Radieschen per erklärt hat, vorgelegt werden. Druckerschwärze für alle idealen Güter, fie reichen dem Schadchen Schock Bd. 0,60-0,80. Salat, per Schock 1,80-2,00. Bohnen, grüne, Pfefferlinge per 100 Pfd. Bebor über die Angelegenheit verhandelt wurde, hielt der Ge- die Hand und leihen dem Kuppler ihr Firmenschild. Sie handeln per 10. Bohnen 0-00. tverkschaftssekretär Eugen Brüdner einen Vortrag„ Aus der mit Bibeln und Stiefelwichse, mit Patriotismus und Revolution, 10-15. Mohrrüben per 100 fd. 2-3. Teltower Rüben p. 100 Bfd. 10-12. Weiße Rüben, große 3-7, fleine 6-10. Blumenkohl per Mandel 1,00-2,50. Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung", der allgemeinen Beifall mit stinkendem Käse und duftender Liebe nur Geld muß es do., Erfurter, Stopf 0,11-0,19. Wirsingfohl ver Schod 4,00-7,00. Rotkohl fand, was besonders auch von seinen Ausführungen gegen die Ber- bringen. Geld ist die Seele, für Geld verraten fie täglich dreimal p. Schock 5,00-9,00. Weißfohl v. Schod 2,00-6,00. Rofentohl p. 100 Pfd. splitterung und Sonderbündelei in der Gewerkschaftsbewegung gilt. ihren Herrn und Meister, für Geld find sie christlich und atheistisch, 15-20. Grünkohl per 100 Bid. 3-5. Steinpilze p. 100 Bid. 15-20. Kohl Dann wurde die Abrechnung vom 2. Vierteljahr verlesen, die mit Monarchist und Republikaner zugleich, für Geld beten sie rüben Schod 2,50-4,00. Sürbis 3-4,00. Birnen, per 100 Pfd. hiesige 5-25, der Bilanzsumme von 936,66 M. abschließt. Der Hauptkasse sind born an, was sie hinten belecken. Für Geld spannen sie böhmische 6-16. Alepfel, per 100 Pfd., hicfige 4-25, Gravensteiner 400 M. überwiesen worden, und für Streikunterstüßung wurden Mietlinge in ihren Dienst, die vor der Zirkusbude, genannt 8-20, Tiroler in Fässern 15-26, do. lose 10-11, Amert. 15-26. Breigei Gebirgs: 32-35, Walnüsse per Schock 176 M. ausgegeben. Die Versammlung erteilte dem Kassierer Dromingspresse, Grimmassen schneiden und mit geflendem Geschrei beeren, schwedische 23-24, aufmuntern: Stommen Sie' rein, meine Herrschaften, hier ist zu 6-8. Zitronen, Meffina 300 Stud 19,00-22,00, 360 Stüd 10,00-18,00, 1,00-1,50. Pflaumen, per 100 Pfd., blefige 2-4, Böhmische 2-4, do. große Dreiblatt einstimmig Decharge. sehen der Sieg aller nationalen Tugenden, hier sieht man des Volkes 200 Stud 10-14, 420 Stüd, flein 9-13, 500 Stüd, flein 10-13. Erzieher an der Arbeit, hier ist der heilige Ort, wo jeder Erbauung Pfirsiche, Tiroler 0,00, italienische 50-70. findet!" Es drängt sich und schiebt sich durch die Pforten und drinnen sieht man wirklich des Volkes Erzieher an der Arbeit": die Meze auf dem Lotterbett beim horizontalen Handwerk, Sittensprüche murmelnd und gellend patriotische Beschwörungen ausstoßend. Ein Bild zum Erbrechen! Ferner wurde über das Verhalten des Berliner Kürschnerverbandes bei den Delegiertenwahlen zur Krankenkasse und bei der Wahl des Kassenvorstandes gesprochen. Man war allgemein der Meinung, daß von jener Seite nicht besonders anständig verfahren worden ist. Erst habe man den Zentralverbandsmitgliedern 50 bis 55 von den 282 Delegierten zugestanden, dann aber nur 40 in die Kandidatenliste aufgenommen, und bei der Vorstandswahl habe man wohl ein Zentralverbandsmitglied gewählt, aber nur auf drei Monate, während der auf ein Jahr gewählte Vorstand nur aus Botalverbandsmitgliedern bestehen sollte. " Bordellwirtschaft sofort zu verkaufen. Refl. erf. näheres schriftl. u. 1337 d. Exp. der Kiel.„ Neuest. Nachr.". Leidensgefährten. Zum Köpenider Gaunerstreich ers innert der Londoner„ Daily Expreß" daran, daß eine ganze Anzahl englischer Bürgermeister in anderer Weise nicht geringer hereingefallen sind als Dr. Langerhans. Durch einen grotesten uit wurde beispielsweise der Bürgermeister von Cambridge im März vorigen Jahres genarrt. Eine Anzahl Studenten der dortigen Universität, in orientalische Gewänder gehüllt und die Gesichter dunkel geschminkt, stellten sich ihm als Onfel des Sultans von Sansibar mit Gefolge vor. Die Studenten führten ihre Rollen so glänzend durch, daß der ganze Streich ohne die geringste Störung verlief. Der Bürgermeister und die Honoratioren der Stadt bereiteten dem„ Sultan" einen feierlichen Empfang am Bahnhof und geleiteten ihn mit seinem Gefolge in pomphaftem Aufzug durch die ganze Stadt. Witterungsübersicht vom 24. Oktober 1906, morgens 8 1hr, Stationen Barometer. fland mm Wind. Bu Windstarle Better 1 Rebel Zemp. n. T. 5° C= 4° N. Stationen Barometer. fland mm Haparanda 776 S 7 Scilly Wind. Sung Windstärke Beller Zemp. n. C 5° 4° R.> 2 bedeckt 6 2wollen! 1 12 Petersburg 778 ND 1 wollen! 0 2 Regen 1 bedeckt 12 berdeen 1 bedeckt tvolkig 9 9 Baris 765 WNW 3 wollig 761 S 767 RD 13 2 heiter 1 Nebel 7 12 Swinemde 770 D Hamburg 768 DSD Berlin 768 SD Franti a M. 767 NO München 768 2 Bien 768 Still Wetter- Prognose für Donnerstag, den 25. Oktober 1906. Teils heiter, teils nebelig bei schwachen nordöstlichen Winden, etwas fälterer Nacht und langsam steigender Tagestemperatur; feine erheblichen Niederschläge.. Berliner Wetterbureau. Wafferstand am 24. Ottober. Elbe bei Ausfig Meter, bet Dresden 1,09 Meter, bei Magdeburg+1,46 Meter. 11n strut bei Dder bei Ratibor Meter. Neiße Oder bei Brieg+ 2,06 meter. Dder 1,10 Meter. Arbeiter- Sängerbund.( Ausschußsizung vom 14. Oktober.) Vor Eintritt in die Tagesordnung teilte der Vorsitzende mit, daß die Ungelegenheit„ Typographia" kontra Strausberg heute nicht zur Erledigung kommen kann, da die Vertreter der Typographia" Ivegen wichtiger Gewerkschaftsversammlung sich entschuldigt hätten. Des weiteren spricht der Vorsitzende sein Bedauern aus über das Verhalten des Beschwerdeführers von Strausberg. Obgleich dieser zur letzten Sigung geladen, aber nicht erschienen war, hat er sich nicht gemüßigt gesehen, sein Ausbleiben irgendwie zu rechtfertigen. Es sei dieses Verhalten entschieden zu mißbilligen. Diese Angelegenheit wird die nächste Ausschußfißung nochmals beschäftigen. Neber Rassenkämpfe in Amerika wird aus Philadelphia Gesangverein„ Eintracht"-Rigdorf wird laut Abstimmung in den Gin Antrag des Vereins Liedesfreiheit", bom 23. Oktober berichtet: Eine mehrere tausend Köpfe zäblende Strankfurt aufgenommen. welcher bejagt,„ bag der Borjibende bei bewegins wieder ein Regermenge, versuchte geſtern abend im Balmutteet Theater mündung+ 1,43 Meter: wirken foll:„ den seinerzeit von den Vertrauensleuten gefaßten die Einstellung der Aufführung des Schauspiels„ Der Stammes- bei Breslau Unterpegel Beschluß, nach welchem bei Parteifeftlichkeiten mitwirkende Gesang- bruder" zu erzwingen, das allgemein als die Rassenvorurteile aufvereine resp. deren Mitglieder ihre Eintrittskarten zu bezahlen reizend verurteilt wird. Unter der Zuhörerschaft brach infolge des haben", umzustoßen, wird nach längerer eingehender Debatte, in der Vorgehens der Neger eine Panik aus. In den Straßen tam es zu wiederholt auf Vorkommnisse im 4. Wahlkreise hingewiesen wird, einem Kampf, wobei tausende Fenster zertrümmert wurden. Der Eine Anzahl Neger wurden Eine längere Debatte zeitigte ein Antrag:" Die Verkehr mußte eingestellt werden. gemischten Chöre beim Stiftungsfest singen zu lassen." Der Aus- mißhandelt. Vor dem Theater traten hundert Schuyleute den schuß gab den Wunsch zu erkennen, die gemischten Chöre möchten Regern entgegen, um sie am Eindringen in das Theater zu hindern. zusammen fingen. Da noch verschiedene Vereine mit der Ab- Die Schußleute waren genötigt(?) zum Angriff vorzugehen, wobei rechnung vom Sängerfest rückständig sind, werden dieselben vom fie in die Luft feuerten. Schließlich gelang es dem Bürgermeister Ausschuß aufgefordert, unverzüglich ihre Verpflichtungen zu er mit Unterstützung von drei farbigen Geistlichen, die Neger zu füllen. angenommen. Die Herstellung von neuen Liederbüchern( die erste beruhigen. Auflage ist vergriffen) wird bis nach der Generalversammlung vertagt. Nach Erledigung interner Angelegenheiten trat um 12% Uhr Schluß der Sitzung ein. -Verband deutscher Barbiere, Frisenre und Perückenmacher. Gehülfen. Berlin. Donnerstag, den 25. d. M., abends pünktlich 10 Uhr, im Lofale Schillingstraße 36: Generalversammlung. Mitgliedsbuch legitimiert. Vermischtes. Eisenbahnunfall. In Großsachsen bei Mannheim hat sich in dem dortigen Bahnhofe gestern früh gegen 6 Uhr ein Unfall das durch zugetragen, daß der Frankfurt- Heidelberger Personenzug auf den Schluß eines über den Markierpfahl hinausstehenden Güterzuges aufstieß, der von dem Personenzug überholt werden sollte. Infolge des Anpralles entgleisten sieben wagen, die zum Teil zertrümmert und über beide Hauptgleise geworfen wurden. Verletzt wurde niemand. Bis gegen Mittag hoffte man beide Gleise freizubekommen. So lange wird der Verkehr durch Umsteigen aufrecht erhalten. Der Schaden an Material ist sehr erheblich. Eingegangene Druckschriften. „ Nene Gesellschaft", Sozialistische Wochenschrift. Herausgeber: Dr. Heinrich Braun und Lily Braun.( Verlag: Berlin- Schöneberg. Preis für Einzelheft 10 Pf., pro Monat 40 Pi, pro Vierteljahr 1,20 M.) 4. Heft erSchienen. Bayer. Die Nation der Bastards. Preis 40 Pf. Verlag von Wilhelm Süßerott, Berlin W. 30. Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet wochentäglich von 7%, bis 9½ 1hr abends statt. Geöffnet 7 Uhr. Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 hr. Jeder Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. A. G. Leider hat eine Stlage( gegen den Hausbefizer) wenig Aussicht auf Erfolg, falls nicht etwa die Eisenspizen ohne banpolizeiliche Ge nehmigung angebracht sind. Auskunft darüber erhalten Sie auf der Polizei. bei der Friedrichsberger Gemeindeverwaltung. . N. 92. Beschweren Sie sich bei der Berliner Schuldeputation und B. A. 36. Lassen Sie die Sosten durch das Gericht festseten und dann pfänden. Die Soften festfegung erfolgt ohne neue Stlage durch besonderen Beschluß. Der Ehemann baftet nicht. A. S. 100. Das Gesez fennt feine bestimmten Ein Bergrutsch. Nach einer Meldung der Schlesischen Zeitung" Säge, sondern verpflichtet den Sohn, zum Unterhalt des bedürftigen Baters aus Reichenbach hat auf der Zahnradstrecke der Eulengebirgsbahn beizutragen, soweit das ohne Beeinträchtigung der Berpflichtungen möglich zwischen Silberberg Stadt und Silberberg Festung ein erheblicher ist, die er seiner Familie gegenüber zu erfüllen hat. 21. E. 12. Falls Bergrutsch stattgefunden und wird noch ein weiteres Nachrutschen die uns nicht bekannten Statuten nicht der Ansicht der Stasse entbefürchtet. Der Personenverkehr wird durch Umsteigen aufrecht er gegenstehen wäre eine Stlage aussichtslos. Streitende 95. halten; Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. 2. Ja. 1. Beide, in der Regel Amtsanwälte. 3. Leider nein. Die Eisenbahndireftion gibt bekannt, daß die Betriebsstörung Teistung einer Quittung für das empfangene Gehalt, feineswegs aber zur G. 9. 1. Ein Handlungsgehülfe oder ein Arbeiter ist zwar zur bei der Eulengebirgsbahn noch fünf bis sechs Tage andauern unterschrift einer General quittung( etwa dahin gehend: Ich er werde. Bis dahin werde der Verkehr durch Umsteigen aufrecht er- tläre, bag ich feinerlei Ansprüche gegen die Firma mehr habe) halten. berpflichtet. 2. Zuständig ist in dem von Ihnen angeführten Falle das Ein schweres Bauunglück wird aus Halle berichtet: Gestern schadhaft war, so ist der Wirt zur Reparatur verpflichtet. Der Beweis ist C. E. K. Wenn Sie beweisen können, daß der Zustand Landgericht, nachmittag stürzte, der„ Saalezeitung" zufolge, in einem in Bau Ihnen durch§ 3 Ihres Vertrages aber sehr erschwert. A. K. Nein. befindlichen Saal des hiesigen Volksparts das Junengerüst infolge O. P. 12. Der Bolier fann den Vorschuß, falls nicht andere Abvon Ueberlastung mit Mauersteinen ein, wodurch sieben Maurer reden vorliegen, in voller Höhe auf den späteren Lohn gegenrechnen. 2. G. 100. 1. Nein. 2. Die Rechtsprechung nimmt an, daß bei einem sehr schwere Verlegungen erlitten. Die Feuerwehr nahm Bertmeister ein innerhalb der Kündigungsfrist entstehender Grund zur Entdie erste Hülfeleistung vor laffung vom Unternehmer geltend gemacht werden kann. P. Sch. 70, Freie Volksbühne. Sonntag, den 28. Oktober: Berliner Theater:| Nenes Schauspielhaus: Nachmittags 3 Uhr: Die Kreuzelschreiber. Der Sturm. 17./18. Abteilung. III. Serie: Ora et labora und Abrechnung. 10./11. Abteilung. IV. Serie: Weh dem, der lügt. 19. Kunstabend. Mittwoch, den 5. Dezember Goethe- Beethoven. Generalversammlung 18. Kunstabend Dienstag, den 5. November Anzengruber- Rosegger. Herbstfest Sonnabend, d. 24. November Freitag, den 26. Oktober, Russischer Tondichterabend. im Gewerkschaftshaus, Kapelle des Mozartsaals abends 8, Uhr. 50 Musiker. Konzertdirektion Eugen Stern. Vortrag Wilhelm Holzamer: Lieder zum Orchester Fräul. Ueber das französische Theater. Grete Steffens. Geschäfts-, Kassen-. ReviFestmarken a 60 Pf. in allen sionsbericht, Diskussion und Zahlstellen. Verschiedenes. Die Mitglieder der 8. und 9. Abteilung werden gebeten, den Termin ihrer Ersatz- Abendvorstellung im Inserat der nächsten Woche zu beachten. Freies Kunstheim. Flugblätter und Antwortkarten liegen in allen Zahlstellen aus. Die Mitglieder werden ersucht, schleunigst Gebrauch davon zu machen. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. 230/1 T Warenhaus Hermann Tietz LEIPZIGERSTRASSE Donnerstag, Freitag, Sonnabend Soweit der Vorrat reicht ALEXANDERPLATZ Grosser Verkauf Glas, Porzellan und Wirtschaftsartikel Glas und Kristall Wasserbecher Rundboden geschliffen 22 Pf. 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Rot- und Rheinweinkelche 1,85 Madeirakelche 1,60 Tafelservice für Liqueurkelche 1,35 Champagnerkelche 1,85 Bierbecher 1,75 2,85 3,90 4,85 Caraffen Garnitur ,, Brooklyn" reich geschliffen Garnitur ,, Alsaha" schwer geschliffen 1,45 Bowlenkelche 1,10 Bowlenkelche Rot- und Rheinweinkelche 95 Pf. Rot- und Rheinweinkelche 1,85 Madeirakelche 75 Pf. Madeirakelche 95 Pf. 28 Pf. Liqueurkelche 55 Pf. Liqueurkelche 85 Pf. Champagnergläser, hoch u. nieder 95 Pf. Champagnergläser, hoch a. nieder 1,85 18 Pf. 20 Pf. Bierbecher 1,10 Bierbecher 85 Pf. Caraffen 2,85 3,90 4,85 Caraffen 3,25 5,50 7,50 50 Pf. 65 Pf. 90 Pf. 115 155 Compotteller Musterschliff- Elbing Compotteller Olivenschliff Ein Posten Frühstücksservice für 2 Personen echtes Porzellan, 6 teilig, mit 125 Plateaux, moderne Rokokoform Waschgarnituren dekoriert 4teilig m. Fonddekor. od. 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Gemüseschüsseln mit Deckel 48 Pr. 60 Pt. 70 Pt. Emaille 80 Pr. Maschinentöpfe 24 Pr. 26 Pt. 32 Pt. 50 Pt. 70 Pf. Kartoffeldampftöpfe 100 125 125 Suppenterrinen mit Deckel 45 Pt. 50 Pf. 75 Pf. 175 160 Kaffeeflaschen 35 Pt. 42 Pr. 50 Pf. 55 Pf. Bratenschüsseln oval und rund 25 Pf. bis 170 Teller in 3 Grössen, durchweg Petroleumkannen 1 bis 4 Liter Wasserkrüge grosse Eimer dekoriert, Edelweiss oder Delft, mit 325 Messing- Bügel Wannen oval 125 155 185 350 Schmortöpfe 35 Pt. 45 Pf. 65 Pr. 80 Pt. Casserollen 25 Pt. 28 Pt. 32 Pf. 80 Pf. 10 Pf. 100 bis 170 50 Pf. bis 100 Ein Posten Teekannen, Kaffeekannen, Zuckerdosen, Sahnegiesser, user bis zur Hälfte des Preises ermässigt Wirtschafts- Artikel Waschtische geschlossen, Pultform Wäschetrockner Beleuchtungs- Artikel Speisezimmer- Kronen 4 flammig 1650 Spiritus- Heizöfen Arminius 50 Pf. 100 Gas- Heizöfen 1500 700 725 1075 1950 Salon- Kronen 8 flammig 1250 für grosse Räume Gardinen- Spanner bewährtes System Putzkommoden mis Tür und Schubkasten 275 Teppich- Kehrmaschinen 770 1085 1500 Gasplätteisen vernickelt, 2 Plätten f. und Erhitzer 500 Petroleum- Heizöfen 950 1050 bis 2500 Bettstellen Majolika- Gasöfen mit Messing- Montierung 7500 Heizröhren Ofenvorsetzer in enesten Dessins 85 Pf. 250 bis 1500 Wringmaschinen 1a Qualität 975 1075 1250 Messerputzmaschinen Metall- Bettstellen m. Stahlangfeder- Matratze 1790 2150 2500 80x190 cm Metall- Bettstellen m. Stahlzugfeder- Matratze 90x190 cm 2300 2700 Metall- Bettstellen Bente Borax Mod 2900 3200 3600 Elegante Form m. MessingVerdierung, 90x190 om 350 und 595 Perl- Ampeln für Schlafzimmer, für Gas Perl- Ampeln für Schlafzimmer, Elektrisches Licht Zug- Ampeln Bronce, 2 teilig Zug- Ampeln in besserer Ausführung mil Perlfranzen 4950 5500 1950 2250 2600 Die Preise verstehen sich incl. Anhängen, fertig montiert. Chaiselongues Chaiselongue Moltonbezug Patent- Verarbeitung Chaiselongue Moltonbezug mit 45 Federn Chaiselongue satin- Moltonberug, Patent- Verarbeitung Matratzen 1450 2200 3500 1350 1550 1950 2550 Matratzen seagrasfüllung. Rot- ross gestreift Drellborg 50x 190 cm 750 2850 Matratzen 3175 Seegrasfüllung. Rot- ross gestreift Drellbezug 90 x 190 cm 85G Indiafaser- Füllung Matratzen Rot- rosa gestr. Drellbezug 80x190 cm goo 90x190 cm 1050 Berantwortl. Redakteur: Carl Wermuth, Berlin- Rigdorf, Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co Berlin SW Nr. 249. 23. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Borstag, 25. Oktober 1906. Sozialistische Presse Deutschlands. IV. Quartal 1906. Zentral- Organ. Lüneburg Lüneburger Boltsblatt" Schröderstr. 11. Magdeburg Bolfsstimme" Jakobsstr. 49. Redaktion: Münzftr. 3. Mainz Mainzer Boltszeitung"( Hessische Bollsstimme") Margarethengasse 13. Mannheim Bollsstimme" R 3, 14. " Borwärts" Berliner Volksblatt, SW. 68, Linden- Wülhausen i. E. ftraße 69. Täglich erscheinend. Wissenschaftliche Wochenschrift. Redaktion: tönigsstr. 37, Mülhauser Bollszeitung" DreiMünchen Münchener Boft Wittelsbacherplab 2. Nürnberg Fränkische Tagespost" Luitpoldstr. 9. Offenbach Offenbacher Abendblatt" Große Markifte. 25, Die Neue Zeit", Revue des geiftigen und öffentlichen Remicheid Remscheider Arbeiterzeitung" Neustraße 2 Lebens. Stuttgart, Furthbachstr. 12. Berlin- Friedenau, Saarstr. 19, Täglich erscheinende Zeitungen. Altenburg Altenburger Boltszeitung" Runstgaffe 12. 18 N Nostoc Medlenburgische Boltszeitung" Doberanerftr. 6. Saalfeld Boltsblatt" Rosmaringaffe 15. St. Johann Saarwacht" Hafenſtr. 7—9. Solingen Bergische Arbeiterstimme" Hohegaffe 7. Stettin Bolts- Bote" Schillerstr. 10. Augsburg Schwäbische Boltszeitung" Maximilian- Straßburg i. E. Freie Bresse für Elsaß- Lothringen" ftrage B 31. Bant Norddeutsches Voltsblatt" Peterstraße 20/22. Bayreuth Fränkische Voltstribüne" Stulmbacherstr. 20. Bielefeld Bolkswacht" Schulstr. 20. Bochum Boltsblatt" Südbellweg 1. Brandenburg Brandenburger Bettung, Martisches Volksblatt Kurstr. 78. Braunschweig Braunschweiger Bollsfreund Kleine Burg 16. Bremen Bremer Bürger- Zeitung" Hankenstr. 21-22. Bremerhaven Norddeutsche Bolfsstimme" Am Hafen 49. Breslau Bollswacht" Neue Graupenstr. 6. Caffel Volksblatt für Hessen und Walded" Töpfermarkt 6. Chemnitz Voltsstimme" Uferstr. 14. Crefeld Niederrheinische Boltstribüne Breitestr, 62. Deffau Volksblatt für Anhalt" Astanischestr. 107. Dortmund Arbeiter- Zeitung" Stielstr. 5. Dresden„ Sächsische Arbeiter- Zeitung" Swingerftr. 22. Sächsischer Volksfreund" Zwingerstr. 22. Düsseldorf Bolts- Zeitung" Benratherstr. 6. Duisburg Niederrheinische Arbeiter- Zeitung", Friedrich Arbeiter Beitung". Friebrich Wilhelmstr. 76. Elberfeld Barmen Freie Presse" Robertstr. 8 a. Erfurt Tribüne" Kleine Arche 1. Forst i. 2. Märkische Vollsstimme" Frankfurterstr. 11. Frankfurt a. M. Bolts stimme" Großer Hirschgraben 17. Fürth Fürther Bürger- Zeitung" Moftstr. 7. 44 Gera Reußische Tribüne" Alte Schloßgaffe 11. Görlin Görlizer Boltszeitung" Teichstr. 6, Greiz Reußische Boltszeitung" Untere Silberstr. 2. Finkmattstaden 2. " Stuttgart Schwäbische Tagwacht" Furthbachstr. 12. 3widau i. S., Sächsisches Voltsblatt" Richardstr. 15. Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. Langenbielau Der Proletarier aus dem Eulengebirge" Ober- Langenbielau, 2. Bezirk. Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Caffel„ Der Wegweiser" Hohenthorstr. 2. Dresden Der arme Teufel" Fallenstr. 10. Gießen Mitteldeutsche Sonntags- Beitung" Kirchenplab 11. Köln Rheinische Zeitung"( Bochenausgabe) Ursulaplag 6. Lörrach, Baden Arbeiterzeitung" Rainstraße. Stuttgart Schwäbischer Vollsfreund" Furthbachstr. 12. Aller 14 Tage erscheinend. Stuttgart Die Gleichheit Beitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen, Furthbachstr. 12. Monatlich zweimal erscheinend. Gewerkschaftspresse Deutschlands. IV. Quartal 1906. Dreimal wöchentlich erscheinend. Leipzig Storrefpondent für Deutschlands Buchbrucer und Schriftgießer", Salomonftr. 8. Wöchentlich erscheinend. Altenburg Storrespondent für die Arbeiter und Arbeiterinnen der Hut und Filzwaren Industrie", Wilhelmstr. 2, parterre. Berlin Bildhauer- Zeitung", SW, 29, Solmsftr. 33. Buchbinder Zeitung", SO. 26, Glifabeth- Ufer 40 I. Correspondenzblatt der Generalkommission der Gewert schaften Deutschlands", SO. 16, Engel- llfer 15. Die Einigkeit", Organ der freien Bereinigung deutscher Gemertschaften, SO. 16, Franzite. 2, part. Allg. Fahr- Zeitung", SW. 12, Schüßenstr. 58. " Der Gastwirtsgehilfe", O. 25, Dircksenstr. 39 I. " Die Gewerkschaft", Organ für die Intereffen der Arbeiter in Gasanstalten und sonstigen städtischen Betrieben, Berlin W. 30, Winterfeldtstr. 24. " Allg. deutsche Gärtner- Beitung", N. 37, Megerstr. 3. Der Handschuhmacher", O. 34, Tilsiterstr. 40, II. Fachzeitung für Schneider", SO. 38, Stöpeniderstr. 32. Der Tertilarbeiter", O. 27, Andreasstr. 61 II. " Der Töpfer", SO. 16, Engel- Ufer 15. Bochum Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter- Beitung", Bremen Deutsche Böttcher- Zeitung", Hankenstr. 21/22. Wiemelhauserstr. 42. Charlottenburg Die Ameise", Drgan des Borzellanarbeiter- Berbandes, Rosinenstr. 3. Gotha Schuhmacher- Fachblatt", Mohrenberg 7. Hamburg Deutsche Bäder- Beitung", Organ des Bäder Verbandes, Hamburg 23, Marstr. 27. Leipzig Monats.Blätter des Lagerhalter- Verbandes, Beigerstr. 32, II. Berlin " Aller 14 Tage erscheinend. Der Courier", Zentralorgan für die Interessen der im Handels, Transport- u. Berkehrsgewerbe beschäfe tigten Arbeiter Deutschlands, SO. 16, Engel- Ufer 15, Correspondenzblatt des Verbandes der Bergolder Deutschlands", NW. 5, Wilsnaderstr. 39. Deutscher Maschinist und Heizer", Drgan der Ma schiniften und Berufsgenossen Deutschlands, SO. 83, Bücklerstr. 45. Der frete Gastwirt", N, 54, Brunnenstr. 164. Redaktion S. 59, Schönleinstr. 6. Sattler- Beitung", SO. 16, Adalbertstr. 56. Allg. Steinfeger- Beitung", NW. 21, Bielefstr. 16. " Solidarität", Organ aller im graphischen Berufe be schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, NO. 18, Elbingerstr. 27, b. IV. Solidarität", Organ der Vereinigung der Metallarbeiter Deutschlands, CO. 54, Steinste, 88. " Der Wäsche- Bote", Drgan für alle in der Wäsche- und Krawattenbranche, Dampfwäschereien und Plättereien beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, NO. 43, Neue Königstr. 7, of part. lints. Frankfurt a. M. Neue Deutsche Dachdecker- Zeitung", Brückenftr. 31. Hamburg Die Biene", Drgan des Zentralverbandes der Konditorgehülfen zc., St. Pauli, Seilerstr. 32. Correspondenzblatt der Tapezierer", Steindamm 99. Der Hafenarbeiter", Hamburg 1, Gänsemarit 35, II. " Handlungsgehülfen- Blatt", Hamburg 6, Marktstr. 136. Der Schijfszimmerer", Gilbed, Sonnenfftr. 5. Der Kupferschmied", Hamburg 23, Gilbed, Marstr. 6, I. Der Seemann", Hamburg 1, Besenbinderhof 57 IV. Weckruf der Eisenbahner", Hamburg 27, AusschlägerAllee 32. Redattion Dresden, Allt- Löbtau 3. Der Bauhülfsarbeiter", Hamburg 7, Klostertor 8 I. Der Grundstein"( für Maurer), Hamburg 7, Besen- Hannover Der Proletarier"( für Fabrik- zc. Arbeiter binderhof 56, II. " Schmiede- Zeitung", Hamburg 21, Herberstr. 2. " Der Stuffateur", Hamburg 22, Barmbed, Am Holften tamp 39a, II. Bereins- Anzeiger für Maler zc.", Hamburg 22, Barmbed, Schmalenbederstr. 17, Der Zimmerer", Hamburg 22, Barmbed, Feßlerstr.28, I. Hannover Brauer- Zeitung" Münzstr. 5. Karlsruhe" Glafer- Zeitung", Schüßenftr. 8 a. Leipzig Der Steinarbeiter", Gr. Fleischergaffe 14. I. Königsberg„ Der Ostpreußische Landbote" Vorder- Roß- Der Tabalarbeiter"( für Bigarrenarbeiter), Tauchaer. garten 50, Monatlich einmal erscheinend. Gotha Boltsblatt für die Herzogtümer Coburg und Berlin„ Die Fadel" SO. 36 Reichenbergerstr. 128. Botha" Mohrenberg 7. Halle a. S. Bolksblatt für Halle" Harz 42/48. Hamburg Hamburger Echo", Hamburg I, Fehlandstr. 11. Harburg Bollsblatt" Großer Schippfee 4, part. Hannover Bollswille" Münafte, 5. Sof Oberfräntijge Boltszeitung" Starolinenstr. 39. Jena Weimarische Boltszeitung", Schloßgaffe 19. Karlsruhe Bollsfreund" Luisenstr, 24. " Kiel Schleswig- Holsteinische Bolts- Beitung" Bergftr. 11, Köln Rheinische Beitung" Ursulaplap 6. Königsberg i. Pr. Königsberger Bolls- Zeitung" Border Hoßgarten 50, Leipzig Leipziger Boltszeitung" Tauchaerfte, 19-21. " Boltszeitung für das Muldenthal" Tauchaer ftraße 19-21. Ludwigshafen Pfälzische Boft Marftr. 65. Lübeck Lübeder Boltsbote" Johannisstr. 50. Glberfeld Das Morgenrot" Robertstr. 8a. Stettin Der Pommer" Schillerstr. 10. Wizblätter( Erscheinen aller 14 Tage). München Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 4. Stuttgart Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12. straße 19/21. Leipzig- Schfendit Graphische Presse", Schleudik. Lobtau- Dresden" Der Fachgenosse"( für Glas-, Porzellanund Thonwaren- Arbeiter), Reisemizerstr. 34. Stuttgart Holzarbeiter Beitung", Adlerstr. 43, Metallarbeiter Zeitung" Druckerei des deutschen Metallarbeiter- Berbandes, Rötestr. 16b. Monatlich dreimal erscheinend. Altenburg Müller- Beitung, Bublitationsorgan des Verbandes deutscher Mühlenarbeiter, 8widauerfir. 12. Bertin Zeitschrift für Graveure und Giseleure", SO. 26, Mariannenplat 5, of I. „ Lederarbeiter Beitung", SO. 16, Engel- Ufer 15, IV, Samburg viseurgehülsen- Zeitung", Hamburg 19, Diterstraße 166. Illustrierte Unterhaltungsblätter. Berlin On freien Stunden" SW. 68, Lindenftr. 69. Gr fcheint in Wochenheften. Monatlich zweimal erscheinend. Samburg Die Neue Welt" Hamburg I, Fehlandstr. 11. Berlin Der Fleischer", O. 54, Dragonerstr. 15. Erscheint wöchentlich einmal. Redaktion: Berlin SW.68, Der Bureau- Angestellte", Lindenstr. 69. Redaktion: Grünau, Stopeniderstr. 109. Ein Expreffungsprozeß aus Anlaß der Maifeier vor dem Hamburger fandgericht. . " " " und Arbeiterinnen) Münzstr. 5. Leipzig- Möckern Der Lithograph", Kirschbergstr. 54. Hebattion Leipzig- Neustadt, Martiſtr. 1 b. Offenbach Bortefeuiller- Beitung", Waldftr. 8, I. Monatlich einmal erscheinend. Berlin Die arbeitende Jugend", Drgan des Vereins der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter Berlins, N. 54, Beteranenftr. 8. Nedation SO. 26, Waldemarstraße 75. Der Asphaltarbeiter", Drgan des Verbandes deutscher Alphalteure, Pappdeder und sämtlicher Hülfsarbeiter, NW. 87, Beuffelstr. 19 parterre. " Der Bäcker", Drgan für die Intereffen der Bädergesellen Berlins und Umgegend, O. 54, Gipsstr. 2. Stürschnerwacht", NO. 43, Gollnowftr. 5. " Beitschrift für Xylographen", Drgan der Xylographen des deutschen Sprachgebietes, Schöneberg- Berlin, Hauptstr. 110 I, Samburg Fachzeitung für Sivilmusiker, Hamburg. Eimsbüttel, Helftamp 33, II, Giage. Der Organisator", Schäferstr. 19. mannheim Die junge Garde", Organ des Verbandes junger Arbeiter. Q. 5. 1. Nedation C. 2. 4. * Obige Zusammenstellung veröffentlichen wir zu Beginn jedes Quartals. In der Zwischenzeit sich ergebende loreß oder sonstige Veränderungen bitten wir uns zur Bormertung mitteilen zu wollen. Berlin, den 24. Oftober 1906. Der Parteivorstand. bandes ist diesem und der Möbelindustrie im allgemeinen ein erheb bember 1901), auch das Oberlandesgericht Hamburg, hat mit licher Schaden entstanden, für welchen der Klägerische Verband und Fug und Recht erklärt: die flare Vorschrift des§ 152 Abs. 2 G.-D. Teilnehmer feine Mitglieder die Arbeiter, welche die Sperre inszeniert und alle( Jebem steht der Rücktritt von Vereinigungen diejenigen, welche zu diefem unberechtigten Schritte Beistand geleistet und Verabredungen im Sinne des§ 152 Abs. 1 frei und Während bor kurzem der mehrfach erwähnte Maifeierprozeß haben, zur Verantwortung zieht." In höchst friboler es findet aus legteren weder Klage noch Einrede ſtatt) der Hamburg Amerika Linie gegen 127 Hafenarbeiter vor dem Weise sei in dem vorliegenden Falle einer blühenden Industrie eine schließt aus, daß ein Vereinsmitglied zum Halten Gewerbegericht zum borläufigen Abschluß gelangt ist, schwebt Schädigung zugefügt worden, nicht etwa, um bessere Löhne und solchen Vertrages von seinem Verband gezwungen werden zurzeit ein anderer, ebenfalls aus der Beteiligung an der Maifeier Arbeitsbedingungen zu erzielen, sondern um eine Machtfrage tann. Vielmehr stellt sich die slage z. B. auf Zahlung von Konventionalresultierender Prozeß vor der Bibiltammer VIII des Landgerichts zum Ausdruck zu bringen. Dann wird der Klageanspruch juristisch strafen für den Fall des Rücktritts als strafbare Erpressung Hamburg. Es handelt sich um eine Schadensersatzklage, die der noch durch die Behauptungen zu rechtfertigen versucht, es habe der dar. Nicht minder ist der mit der famosen Arbeitgeberflage gemachte Arbeitgeberschutzverband der Holzindustrie von Hamburg und Beklagte Neumann den Werkstattdelegierten in bezug auf die zu Verfuch, die Arbeitnehmerorganisation verantwortlich zu machen, eine den Nachbarstädten für sich und als Bessionar von dreizehn ergreifenden Maßnahmen Instruktionen erteilt. Hieraus folge Sandlung, die sämtliche objektiven Merkmale der Erpressung an Möbelfabrikanten gegen 1. den Deutschen Holzarbeiter aber die Verantwortlichkeit dieses Beklagten. Nur wenn sich trägt. berband( Sit Stuttgart), 2. die Verwaltungsstelle diese Verantwortlichkeit angenommen werden Nachdem das Oberlandesgericht Breslau endlich gegen Hamburg- Altona des slaarheiterverbandes tann, hat es 3wed, bei den Wirtschafts- und exprefferische Arbeitgeberorganisationen bie und 3. Adam Neumann, früheren Vorsitzenden dieser Berozialpolitischen Stämpfen zwischen Arbeitgeber Einleitung des Strafverfahrens angeordnet hat, darf waltungsstelle und jebigen Gauleiter des Holzarbeiterverbandes, und Arbeitnehmer sich auf Verhandlungen und man annehmen, daß auch das Landgericht Hamburg, das früher eingereicht hat. Beantragt wird, die Beklagten folidarisch toften ertragsabschlüsse mit ben Organisationen der im Gegensatz zum Oberlandesgericht Sichtwechfel zweds Einhaltung pflichtig zu verurteilen, an den läger( Arbeitgeberschusserband) § 6500 W. nebft 4 Bros. Binfen zu zahlen. Der Klage liegt folgendes rbeiterschaft einzulassen. Durch eine derartige Ver von Verträgen im Sinne des 152 ber Gewerbeordnung für flag 6500 m. nebst 4 Proz. Binfen zu zahlen. Der Klage liegt folgendes einbarung übernehmen die Verbände nicht nur die Verpflichtung. bar erklärte, die aus verschiedenen Gründen unhaltbare Klage ohne zugrunde: Swischen der Arbeitgeberorganisation und der Ber- dafür Sorge zu tragen, daß die geschlossenen Verträge stritte inne Beweisaufnahme glatt abweifen wird. ivaltungsstelle Hamburg- Altona( gez. Adam Neumann) wurde unter dem 16. Mai 1905 ein Vertrag über Arbeitszeit, Sohn der Verbände und deren Organe, alle Differenzen fernzuhalten und darüber zu öffnen, welche Gefahren felbst vorsichtig abgeschlossene gehalten, fondern es gehört auch zu den pflichtgemäßen Verrichtungen Der Hamburger Prozeß ist geeignet, auch Arbeitern die Augen und Attorbberhältnisse der Tischler bon ame burg Altona unterzeichnet, der bis auf weiteres, minbestens die Mitglieder der Organifationen zu einem Verhalten zu veranlaffen, Tarifverträge für Arbeiter und Arbeiterorganisationen nach sich ziehen aber bis zum 1. April 1908 gelten foll. Eine Auffündigung dieses das dem Sinne und Geiste des abgefchloffenen Vertrages entspricht. fönnen. Wenn die Arbeiterorganisationen dazu dienen follen, den Bertrages ist nur zum 1. April eines jeben Jahres zulässig und Selbst wenn die über die Betriebe verhängte Sperre in erster Linie Arbeitgebern die Sicherheit dafür zu geben, daß für jedes von hat ein Vierteljahr vorher zu erfolgen. Als die Holzarbeiter sich in auf freie Entschließung der einzelnen Mitglieder des Berbandes Ihnen nicht gebilligte Borgehen der Arbeiter beren Organisationen einer Stärte von mindestens 5000 Mann an der diesjährigen zurückzuführen sein würde, so durften der Verein und feine Organe Ersatz leisten, so wäre der Wert solcher Arbeiterorganisationen ein Maifeier beteiligten, wurden in 42 Betrieben( hauptsächlich sich nicht passiv verhalten, sondern mußten die Mitglieder ver- höchst problematischer. Möbelfabriken) 951 Arbeiter auf drei Tage ausgesperrt, während anlassen, von neuen Forderungen abzusehen, und die Arbeitsbie Bautischlermeister sich an diesem Unfug nicht beteiligten, Unter einstellungen, wie sie hier vorgenommen find, inhibieren. Wenn den Aussperrungswüterichen befanden sich auch die Inhaber der aber auch ber§ 152 ber Gewerbeordnung an und für sich dreizehn lägerischen Firmen, bei denen 281 Arbeiter in Be- Koalitionen zum Behufe der Erlangung günstiger Lohn- und schäftigung standen. Diese Maßnahme beantworteten die Aus- Arbeitsbedingungen nicht verbietet, so tann doch eine mißgesperrten mit einer Lohnforderung von 5 f. pro Stunde. 6 räuchliche Benuzung dieser Freiheiten sich als Hierin erblickten die Matadore vom Arbeitgeberschußverband einen Vertragsbruch und verlangten bom Genossen Neumann, als bem Unterzeidner des Vertrages, die Zurüdnahme der Forderung, was N, wie folgt beantwortete: Unsere Mitglieder sind durch die von einem erfreulicherweise nur geringen Zeil der Arbeitgeber vorgenommenen Aussperrung sehr erbittert und bersuchen, für die infolge der Aussperrung berloren gegangene Zeit in irgend einer Form vom Arbeitgeber Entschädigung zu erhalten. Diese Stimmung In der Klagebeantwortung wird zunächst hervor- Am 27. Dezember 1908 starb der Vater der Angeklagten, nachdem und die daraus resultierenden Bestrebungen unserer Mitglieder finde ich sehr begreiflich, dagegen verstehe ich Ihre Auffassung nicht, gehoben, ba bezüglich der ersten Beklagten( Gesamtverband) das die Mutter bereits am 9. März 1901 gestorben war. Zum Zwede Sodann wird eingehend dar- der Erbschaftsregelung hatten nun die Angeklagten eine eidesstattbie dahin zu gehen scheint, daß in diefem Verhalten unserer Mit Gericht örtlich unzuständig fei. Gerichts- Zeitung. Ertvunken oder verschollen? Das Landgericht Danzig hat am 21. Oftober 1905 ben WerftBerstoß gegen die guten Sitten darstellen und es werden arbeiter Paul Botrytus und feine Schwester Therese Botrytus ohne weiteres für die im vorliegenden Falle getroffenen Maß- wegen wissentlich falscher Versicherung an Eidesstatt zu je einer nahmen, bie nicht Erlangung günstiger Lohn- und Arbeits- Woche Gefängnis verurteilt. den Bruder beider, den Seemann bedingungen zum Zmed hatten, die Veranstalter zum Ersay Johann Botrytus jedoch freigesprochen. Am 9. Mai 1899 oder 1900 des dadurch hervorgerufenen Schadens verpflichtet sein, Berstoßen ist der 1865 geborene Bruder der Angeklagten, Jofeph, diese Maßnahmen aber gegen abgeschlossene Verträge, so steht die beim Fischen in der Dftfee Ditice bei Mügenwaldermünde era Berantwortlichkeit außer aller Frage." trunken. Johann war bei diesem Borfall zugegen. glieber eine Bertragsberlegung zu erbliden fei. Durch die Aus- gelegt, daß der Vertragsbruch auf feiten der Arbeitgeber begangen liche Erklärung darüber abzugeben, wer als Erbe in Betracht tomme. Sperrung war das alte Arbeitsverhältnis gelöst und vor Erneuerung worden sei, weil diese die Aussperrung vorgenommen hätten, Gin törichter und gewissenloser Gerichtsaffiftent fagte ihnen, Sperrung war das alte Arbeitsverhältnis gelöst und vor Erneuerung obwohl die Maifeier schon in früheren Jahren stattgefunden habe. die Sache wilede fich glatter erledigen, wenn sie angeben würden, resp, bor dem Wiedereintritt in ein neues Arbeitsverhältnis seine würde Bedingungen geltend zu machen ist auch unter dem Vertrage nie- Weshalb die Aussperrung vorgenommen werden mußte, fei nirgends Johann fei verfcholten, denn eine Todeserklärung foste viel mandem mehr verwehrt." Eine Bersammlung des Holzarbeiter ersichtlich. Soweit die Aussperrungen mit Arbeitseinstellungen be- Beit. Die Angeklagten folgten gutgläubig dem Rate und gaben perbandes erklärte sich darauf mit den Ausgesperrten solidarisch antwortet tourden, haben die Kläger fich das selbst zuzuschreiben. in der eidesstattlichen Erklärung als einen der Erben an: Jofeph P., und beschloß deren finanzielle und moralische Unterstüßung. Dies Die Beklagten hätten strenge Neutralität gewahrt. Einen Schaden unbekannten Aufenthalts." Später erfuhr dann das Gericht, daß soll die flagrante Verlegung des abgeschlossenen Bertrages unter bätten bie 13 Firmen überhaupt nicht gehabt, indem sie für jeden Joseph im Beisein Johanns auf offenem Meer ins Wasser gefallen und Billigung des Solzarbeiterverbandes" sein, wie die Kläger sich nicht arbeitenden Mann 2 M. pro Tag erhalten haben. Was demnach atveifellos ertrunken ist. Baul und Therese P. haben ihre auszudrücken belieben. Den entstandenen Schaden beziffert der von Verstößen gegen die guten Sitten gefagt werde, solle Erklärung später widerrufen. Der erwähnte Gerichtssekretär iſt ſeines Schutzverband" auf mindestens 50 000 m., doch erklärt er sich dem Kläger großmütig verziehen werden. Denn irgend einen Amtes enthoben und bestraft worden. Auf die von Paul und großmütig mit 6500 M. zufrieden. Schein einer Begründung feiner selage müsse er doch geben. Gegen Therese eingelegte Revision hob am Dienstag das Reichsgericht das sie verurteilende Erkenntnis des Landgerichts Danzig auf und verwies die Sache an das Landgericht Elbing. Es wurde angenommen, daß die Angeflagten sich in einem zivilrechtlichen und deshalb entschuldbaren Irrtum über den Begriff der Verschollenheit befunden haben. Wer berichollen ist, fann nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches im Wege des Aufgebotverfahrens für" tot In der Klagebegründung wird u. a. erklärt, daß die Arbeiter über den von der Klage angezogenen Urteilen wird auf das Urteil trotz Barnung, eventuell drei Tage ausgesperrt zu werden, sich an des Reichsgerichtes vom 12. Juli 1006 hingewiesen, nach dem der Maifeier durch Ruhenlassen der Arbeit beteiligt hätten. Dann Boylott und Streil im Sohnkampfe nicht rechtswidrig sind, mit werden die bekannten Scharfmachertöne angefchlagen: Es handelt hin lein Erfaz der Verluste verlangt werden könne. Auch der zweite fich hier nicht etwa um die Lösung einzelner Arbeitsverträge, fondern Beklagte, ein Organ bes ersten, tönne nicht vertlagt werden. um ein planmäßiges Vorgehen, das beschlossen wurde, um die Arbeit geber für die von ihnen notgedrungen getroffenen Maßnahmen Die in diesem Rechtsstreit bom Arbeitgeber ( Aussperrung) zu bestrafen und die Macht der Arbeiterorganisation in fchusverbande aufgeworfene Frage felbft, ob erklärt werden. Diese Todeserklärung fann tann in ber Regel demonstrativer Weise zu zeigen." Nach Aufzählung der vom Holz wegen angeblichen Bruches abgefchloffener Tarif erst eintreten, wenn seit zehn Jahren feine Nachricht von dem Leben arbeiterverbande getroffenen Maßnahmen Sperrung des Arbeitsverträge Schadenersatzansprüche gegen Dritte nach dem des Verschollenen eingetreten ist. War der Verschoffene in eine nachweises, Aufstellung von Streitposten usw. wird weiter aus Gesetz erhoben werden dürfen, ist unbedingt zu ber- Lebensgefahr geraten und seitdem verschollen, so kann die Todesgeführt: Durch die Sperre der 13 Mitglieder des Klägerischen Ber- neinen. Dos Reichsgericht( z. B. unter dem 27. No- lerklärung erfolgen, wenn seit der Lebensgefahr drei Fabre eritrian Waren. Within entstehen Bei einer Erbregulierung gerade infolge der Verschollenheitserklärung Weiterungen. Ist jemand vor den Augen eines anderen ertrunken, so genügt dies zur sofortigen ( einige Wochen eventuell verzögerten) Ausstellung der Sterbeurkunde. Das Urteil des Reichsgerichts entspricht mithin dem billigen Empfinden, fast unerklärlich erscheint die in erster Instanz erfolgte Berurteilung. berurteilt. Eine Rabenmutter. Die Frau eines Gewerbetreibenden in Jena wurde vom dortigen Schöffengericht zu der Strafe von sech 3 Monaten Gefängnis Sie wurde überführt, ihren vierjährigen Knaben, der borehelich geboren, später aber legitimiert worden ist, in der unbarmherzigsten Weise mißhandelt zu haben. Als Züchtigungsmittel benußte fie mit Vorliebe einen Austlopfer und den hölzernen Stiel einer Möbelbürste. Der Körper des bedauernswerten Kindes war bei der Untersuchung über und über mit blauen Flecken bedeckt. In der kalten Jahreszeit mußte das arme Geschöpf wiederholt barfüßig und nur mit dem Hemd bekleidet auf dem Korridor verweilen, wenn es ein Bedürfnis zu berrichten hatte. Die Amtsanwaltschaft hatte acht Monate Gefängnis beantragt. Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort ( fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Kampf um den amerikanischen Doktortitel. Ser Angeklagte das Recht gut Führung des Doktortiters berhaupt Der amerikanische Doktortitel beschäftigt seit längerer Zeit die erworben und ob und wann er dieses Recht verloren habe; ins hiesigen Strafgerichte, da seitens der Behörden die rechtmäßige besondere sei zu prüfen, ob an der Universität, bei welcher der AnFührung dieser Titel, insbesondere feitens vieler Zahnärzte, an- geklagte den Titel erworben, Vorlesungen gehalten und die Wissengefochten wird und die Inhaber solcher amerikanischer Doktortitel schaft gepflegt wurde und ob dieser Universität nach den Gefeßen mit Strafmandaten belegt werden. Einen solchen Stampf führt seit ihres Staates das Recht zur Verleihung von Titeln zustand. In Anfang des Jahres 1905 der Zahnarzt Dr. W. Dieser erhielt einen der erneuten Verhandlung vor der Straftammer, welche gestern gerichtlichen Strafbefehl über 20 M. wegen unbefugten Führens stattfand, wurden diese Fragen auf das eingehendste geprüft. Jnsdes Titels chir. dent. bezm. Dr. sur. dent. Gegen diesen Straf- besondere machte der Verteidiger geltend, daß der Angeklagte, der befehl erhob er Einspruch und berief sich auf die königl. Verordnung bei der hiesigen Friedrich Wilhelms- Universität das Gramen als vom 7. April 1897, wonach die Führung der bei auswärtigen Bahnarzt absolviert hat, unmöglich annehmen konnte, daß es sich bei Universitäten erlangten Doktortitel im Inlande nur in solchen der Akademie Illinois um ein privates Unternehmen handelte, Fällen der ministeriellen Genehmigung bedürfen, wenn diese Titel welches gegen hohe Bezahlung Titel verlieh, da er an derselben nach dem 15. April 1897 erlangt sind. Dies treffe aber auf den vielen Vorlesungen beigewohnt und selbst mehrere wissenschaftliche vorliegenden Fall nicht zu, denn hier war das Diplom vom Februar Arbeiten über zahnärztliche Kunst eingereicht hatte. Mithin habe er 1897, aljo vor Infrafttreten der qu. Verordnung datiert und erteilt. die Wissenschaft gepflegt und nach Einreichung seiner Doktorarbeit Ferner berief sich Dr. W. auf amtliche Auskunft der Regierung der habe er erst recht der Annahme sein können, daß die Akademie Vereinigten Staaten von Amerita dafür, daß die Akademie Jülinois Illinois eine staatliche Einrichtung sei und das Recht habe, ihm den zur Erteilung bon Doktor Diplomen berechtigt war. Das Doktortitel zu verleihen. Da hiernach dem Angeklagten der gute Schöffengericht fam feinerzeit zu einer Verurteilung des An- Glaube nicht versagt werden könne, beantragte der Verteidiger die geklagten wegen unbefugter Führung des Doktortitels und belegte Freisprechung. Das Gericht schloß sich den Ausführungen ihn mit 20 Mark Geldstrafe. Die hiergegen eingelegte Be- an und sprach den Angeklagten frei. Eine grundsäbliche rufung wurde von der Straftammer verworfen. Dr. W. Entscheidung über die Berechtigung zur Führung ausländischer Titel ließ Revision einlegen. Das Rammergericht hob das Urteil erfolgte also nicht. auf und hielt zunächst die Prüfung der Fragen für notwendig, ob Sunlicht Seife ist del böchster Rel aigungskraft frel von allen schäd fichen Bestandteilen En: welche Selfe( Schmierseife) von ausserordentlicher Reinigungskraft kann man sehr billig des Pfund für nur 5-6 Plg.- auf folgende Weise berstellen. Man nimmt% Doppelstück Sunlicht Selfe, schabt es zu Schnitzeln und Röst diese in 1-1% Clter Wasser durch fleissiges Umrühren auf. En viertel Citer dieser welchen Sunlicht Selfe einem Elmer Wasser zugesetzt, ist vorzüglich zum Reinigen von Geschirr, Silberzeng. 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