Nr. 251. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pranumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus, Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. Poſt. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Post- Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mark pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich außer Montags. für Vorwärts Berliner Volksblaff. 23. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 50 Pfg., für bolitische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ..Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 20 Bfg., jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte, Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernivredier: Amt IV. Nr. 1983. Єin Jubiläum. II. Sonnabend, den 27. Oktober 1906. und in unserer Macht liegen, sondern von dem Willen und der Macht unserer bisherigen Gegner abhängig seien! Mit dieser Antwort reisten unsere Parteigenossen nach Berlin zurück. Das Wahlresultat ist bekannt. Dresden, den 16. November 1881. A. Bebel. W. Liebknecht." Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernivrecher: Amt IV. Mr. 1984. eiteln sucht. fie borhält. In der Tat eine angenehme Lage- so weit Es ist nicht nötig, hervorzuheben, daß diejenige staatsmännische Auffassung, die von der Regierung erwartet werden darf, sich nicht mit diesem Genusse der augenblicklich sicher gestellten Gegenwart genügen lassen kann, und daß dieselbe un= ablässig beachten muß, durch Befriedigung der gerechten Forderungen der Arbeiter den ge. sunden Kern der sozialistischen Ideen zu ber= wirklichen und dadurch der revolutionären Richtung der Sozialdemokratie den Boden zu entziehen. Wenn diese Reformen durchgeführt sein werden, dann wird auch das Gesetz vom 21. Oftober 1878 unnötig geworden sein." Politische Ueberlicht. wie Die Wahlen des Jahres 1881 lassen es aber geboten erDas Wahlresultat war, daß Bebel mit 18979 gegen scheinen, noch einen Vorfall zu erörtern, der für die damalige 19 030 und Hasencleber mit 17378 gegen 17 947 Stimmen Situation von besonderer Bedeutung war und zu einem Ver- unterlagen. Scheinbar war Bebel mit 51 Stimmen in der gleich mit der gegenwärtigen herausfordert. Unter den 22 Wahl- Minderheit geblieben. Es erging ihm aber hier wie Stolle bei der freifen, in denen die Kandidaten der Partei zur engeren Wahl Hauptwahl. Man hatte ihm soviel gültige Stimmen weggezählt, standen, befanden sich auch der vierte Berliner( Kandidat Bebel) daß aus einer kleinen Mehrheit eine Minderheit wurde. Als infolge und der sechste( Kandidat Hafenclever). In beiden Wahlkreisen eines Wahlprotestes es sich in der Wahlprüfungskommission bei standen sie mit fortschrittlichen Kandidaten in der Stichwahl, Prüfung der Aften herausstellte, daß nicht Träger, sondern Der Artifel verrät, daß Bismarck die Situation sehr wohl die Konservativen bezw. Antisemiten hatten den Ausschlag zu Bebel gewählt war, waren, als es zur entscheidenden Ver- begriff und die Zweiſchneidigkeit des Sozialistengeſetzes für geben. Die sogenannte Berliner Bewegung unter Ad. Wagner, handlung und Abstimmung kommen sollte, die Wahlatten seine Stellung den Liberalen gegenüber erkannte. Doch seine Stöcker und Genossen hatte damals ihren Höhepunkt erreicht. verschwunden. Befürchtungen waren unnüt. Vismard hatte schon in der waren gestohlen worden. Wer hatte auch in jenen Kreisen überrascht, und da man erkannte, mutlich hat man sich darüber im Bureau auch nicht den Kopf feits mit der Revolution drohte, so ergab sich auch jetzt, daß Der Ausfall der Wahlen für die sozialistischen Kandidaten der oder die Diebe waren, ist nie bekannt geworden, ver- Konfliftszeit einmal ausgesprochen:" Mehr als die Fortschrittler mich hassen, fürchten sie die Revolution." Als man liberalerdaß die Sozialdemokratie mit Gewaltmitteln nicht unter- zerbrochen. zufriegen war, wollte man versuchen, sie zu födern. Zu diesem feine bürgerliche Partei ein Interesse. An dem Wahlfieg der Sozialdemokratie hatte vor die Alternative gestellt: für Bismarck mit den KonserZweck knüpften die Führer der genannten Parteien mit unseren Wohl aber haben die Vorgänge bei den engeren Wahlen bativen oder gegen Bismard mit den Sozialdemokraten, sie Berliner Genossen Unterhandlungen an, in denen sie sich bereit in Berlin im Jahre 1881 insofern ein besonderes Interesse, einschwenkten wie die Unteroffiziere. erklärten, ihre Stimmen bei den engeren Wahlen zugunsten als sie uns zeigen, welches Gewicht damals in den konser: der Sozialdemokratie, um sie an sich zu fesseln. Aehnliche Bismard benutte alle Zeit die Angst der Liberalen vor von Bebel und Hasenclever mobil zu machen und vativen und, wir setzen hinzu, auch den Regierungskreisen auf Töne, wie in jenem Artifel der Nordd. Allg. 3tg.", hatte er ihrerseits auch für die Aufhebung des die Gewinnung der Sozialdemokratie gelegt wurde. Sozialistengesezes zu wirken, wenn Bebel, Bismarck war allezeit ein strupelloser Politiker; brachte auch bei der Beratung der ersten Unfallversicherungsvorlage Hasenclever und Liebknecht, die man als die Führer ansah, es ihm Vorteil, so war er bereit, sich mit dem Teufel und angeschlagen und solche in deren Motivierung anschlagen sich zu bestimmten Erflärungen herbeiließen. Da damals feiner Großmutter zu verbinden, auch wenn er sie vorher als lassen und damit in der Tat die Liberalen Bebel und Liebknecht sich in Dresden im sächsischen Landtage Todfeinde behandelt hatte. In jener Zeit befand sich nun namentlich Bambergers Reden aus jener Zeit zeigen befanden, erschienen dort am 10. November, wenige Tage vor Bismard mit den Liberalen und besonders den National- faiserliche Botschaft erschienen, in der versprochen wurde, die erschreckt. Im November war auch die berühmte der engeren Wahl, zwei unserer Berliner Genossen, um ihnen liberalen in scharfer Fehde. Sie waren heftige Gegner die Bedingungen der konservativen Parteien für ihre Hülfe zu seiner Zollpolitik gewesen, sie hatten sich dem ersten Entwurf Heilung der sozialen Schäden durch positive Förderung des unterbreiten. Der Inhalt und Verlauf der Verhandlungen eines Sozialistengesetzes nach dem Hödel- Attentat widersetzt; Wohles der Arbeiter herbeizuführen. Er suchte also auch wird am deutlichsten durch Abdruck der Erklärung, die Lieb- speziell war es Herr von Bennigsen, der damals in einer jetzt wieder den Acheron gegen die oberen Klassen in Beknecht und Bebel kurz darauf veröffentlichten. Diese lautete: von seinem Standpunkte ausgezeichneten Rede das Gesetz bewegung zu sehen, um sie sich gefügig zu erhalten. Aber er Unterhandlungen, welche anläßlich der Stichwahlen im vierten später, nach dem Nobiling- Attentat, für den zweiten Ausnahme- jegen. Dennoch war er ein Politiker, der seine Epigonen um " Die Mitteilungen des Reichsboten" in bezug auf die fämpfte. Das hielt ihn allerdings nicht ab, wenige Monate unterschätzte den Acheron. Das Proletariat durchschaute seine Politik und ließ sich für seine Interessen nicht in Bewegung und sechsten Berliner Wahlkreis zwischen den Führern der gefeßentwurf zu stimmen. Konservativen und Sozialreformer( den Herren Professor Wagner, Hofprediger Stöcker, Distelkamp usw.) einerseits und Diese Haltung der Nationalliberalen, die Bismarck nicht mehr als Haupteslänge überragte. Angehörigen der sozialdemokratischen Partei andererseits statt- vergaß und die Differenzen, die auch über die innere Politit gehabt haben, veranlassen uns zu folgender Darlegung: zwischen den Nationalliberalen und ihm bestanden, hatten bei Dresden zwei unserer Berliner Parteigenossen und teilten uns ihm, der keinen Widerspruch vertrug, offenbar die Befürchtung Donnerstag mittag, den 10. November, erschienen hier in geweckt, daß es später wieder einmal den Liberalen nebst den mit, daß zwischen ihnen und den Führern der Konservativen und Sozialdemokraten gelingen könnte, eine Mehrheit im ReichsBerlin, den 26. Oftober. Sozialreformer Unterhandlungen wegen der bevorstehenden tage zu erlangen und daß dann die Kämpfe der sechziger Jahre Der Zuchthäusler als Hauptmann. engeren Wahlen in Berlin stattgefunden und zu folgendem im preußischen Abgeordnetenhaus sich im Reichstag erneuten. Der Held von Köpenick, dessen genialer Handstreich beide Resultat geführt hätten: Wir, die Unterzeichneten nebst Hasenclever, sollten folgende Eine Befürchtung, die ihn lange Jahre nicht verließ. Eine Hemisphären mit unauslöschlicher Heiterkeit erfüllt hatte, ist Wir, die Unterzeichneten nebst Hasenclever, sollten folgende solche Möglichkeit mußte hintertrieben werden. Zwar hatte er heute verhaftet worden. Es war nicht das Verdienst der schon bei den Attentatswahlen im Jahre 1878 es fertig gebracht, Polizei, daß sie des seit 10 Tagen Gesuchten nun endlich habdie Nationalliberalen an die Wand zu drücken, aber wer garantierte, haft geworden. Ein alter Verbrecher war es, der durch seine daß es später nicht wieder anders käme, und Mißtrauen ist die Demunziation die ratlose Polizei auf die Spuren des Köpenicker Mutter der Vorsicht. Welcher Art die Gefühle Bismarcks in jener Hauptmannes brachte. Die Polizei pirschte auf allen möglichen Zeit für die Nationalliberalen waren, dafür liefern die Hohenlohe- anderen Fährten, sie vermutete hinter dem Pseudohauptmann schen Enthüllungen wieder den Beweis. Unter dem 26. Mai wenn nicht einen ehemaligen Offizier, so doch wenigstens einen 1880 berichtet Fürst Hohenlohe, daß ihm Bennigsen einen Tag ehemaligen Zahlmeister, Feldwebel oder Verwaltungsbeamten. zuvor erzählt habe, er und Miquel seien mit Bismard hart an- Nun hat sich aber herausgestellt, daß der Köpenicker Hauptmann am einander geraten. Und als Hohenlohe nächsten Tages zu Tage seines Streiches wohl zum erstenmal Bismard kam, bestätigte dieser das und fügte hinzu, sie uniform getragen hat! Der Köpenicker Held hat seien mit Drohungen auseinandergegangen. Und er setzte niemals die Gefreitenknöpfe getragen, ja er ist niemals Soldat hinzu:" Wit solchen unfähigen Politikern wie Bennigsen und gewesen, er ist überhaupt kein Deklassierter, sondern seines Miquel, die auf die Winfe der öffentlichen Meinung horchten, Beichens ein simpler Schuster, der schon früh auf die Vermit solchen Karlchen Mießnick- Tertianern und Kindern könne brecherlaufbahn geriet und von den 57 Jahren seines Lebens nicht weniger als 27 Jahre im Zuchthaus zuDie Selbständigkeitsgelüfte der Nationalliberalen waren gebracht hat! Als die Polizeibeamten heute den gefähr" Dagegen erklären wir, daß wir, wenn die deutschen ihm eben zuwider. Wer sein Bundesgenosse sein wollte, lichen Verbrecher festnahmen, sollen sie in stürmische Heiterkeit Sozialisten auf gesetzlichem Wege innerhalb der bestehenden Staatsordnung die Reform erftreben, wir für die mußte sich ihm unterordnen, wenn nicht freiwillig, so durch ausgebrochen sein ob der Jammergestalt, als die sich Aufhebung des Sozialistengesetzes im gegebenen Falle entsprechenden Druck. Das versuchte er offenbar auch jetzt wieder. ihnen der Hauptmann von Stöpenick präsentierte. In der stimmen werden." In den sechziger Jahren hatte er versucht, die Sozialdemokratie Tat, wenn die Photographien, die ein Berliner Blatt Weiter wurde uns mündlich mitgeteilt: auf seine Seite zu bringen, um sie gegen die liberale Bourgeoisie heute reproduziert, einige Aehnlichkeit haben, so hatte Weigerten wir uns, auf diesen Vertrag einzugehen, so auszuspielen und sie einzuschüchtern. Nach diesem Napoleon- fener Gastwirt nicht unrecht, der da behauptete, daß würden die erwähnten Führer die Losung ausgeben: Stimm- schen Rezept verfuhr er auch jetzt. Die Stöcker, Wagner und der am Morgen der Tat bei ihm eingekehrte Hauptmann eine enthaltung, und dann sei unsere Niederlage in Berlin gewiß. Genossen handelten wohl im Einverständnis mit Bismard, richtige Verbrecherphysiognomie" besessen und einen überaus Wir haben darauf entschieden und bestimmt mündlich als sie uns das Wahlkompromiß in Berlin anboten. Dafür armseligen Eindruck gemacht habe. Die Züge des Haupt1. daß wir jeden Schacher und Stimmenkauf von uns wiesen; spricht ein Artikel der Nordd. Allgem. Ztg.", der in jenen mannes, der den Namen Wilhelm Voigt trägt, sind daß wir lieber 3000 ehrlich gewonnene Stimmen, als Tagen erschien und dessen bemerkenswerteste Stellen lauten: grob und hager, und das nichts weniger als üppige Zucht30 000 erkaufte haben wollten; daß wir nicht in der Lage feien, die mit Erlaß des Sozialistengefeßes inaugurierte Wirtschaftspolitik der Reichsregierung: Bermehrung und Erhöhung der direkten Steuern und Zölle auf notwendige Lebensbedürfnisse, Vermehrung der Militärlasten, Innungsgesetz und dergleichen als arbeiterfreundlich anzuerkennen; Wir erklären: Erklärung unterschreiben: 1. daß wir die arbeiterfreundliche Absicht der deutschen Reichsregierung in ihrer Reformpolitik anerkennen; 2. daß wir ernstlich gewillt sind, gemeinsam mit den sozialreformerischen Barteien in Frieden an der Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse zu arbeiten; 3. daß wir hoffen, nach dem Worte eines unserer Reichstagsabgeordneten(?), durch energische soziale Reformen die Revolution zu überwinden." Als Preis für die Unterzeichnung dieser drei Punkte wurde uns geboten: 1. Die obenerwähnten Führer der Konservativen und Sozialreformer wollten dafür eintreten, daß ihre Barteigenossen im vierten und sechsten Berliner Wahlkreis bei der Stich wahl am 12. November für uns stimmten; 2. erboten sie sich, alsdann folgende Gegenerklärung zu er nichts machen." unterzeichnen: erklärt: 2. daß wir nie abgelehnt, wie unsere Haltung und unsere Erklärungen noch zuletzt gegenüber dem Unfallgefeß ges zeigt Reformvorschläge der Reichsregierung ernsthaft zu prüfen, zu versuchen, sie unseren Wünschen entsprechend umzugestalten und, wenn sie unserem Standpunkt entsprächen, zu akzeptieren, daß wir es aber ablehnen müßten, mit Parteien gemeinsame Sache zu machen, die in ihren Bestrebungen reaktionär und darum arbeiterfeindlich feien; 3. daß, wenn mit Punkt 3 die Annahme ausgesprochen sein follte, als wollten wir eine gewaltsame Revolution, dies eine ganz willkürliche Annahme sei: Wir hätten stets erklärt, daß planmäßige, gründliche und ganze Reformen der gewaltsamen sozialen Revolution, die anderenfalls eine notwendige Folge unserer politischen und ökonomischen Entwidelung sei, vorbeugen tönnten und wir nicht verantwortlich seien für Dinge, die nicht in unserem Willen nen „ Es ist in der Tat leicht ersichtlich, daß, soweit die liberale hausleben hat dieser Physiognomie jenes stumpfe und Weitleid Partei fich an dem Genusse der Gegenwart genügen läßt und einflößende Gepräge aufgedrückt, das alte Zuchthäusler als die Sorge für die Zukunft ihren Enteln überweist, ihr aus dem den Stempel der unerbittlich fühnenden bürgerlichen durch jene Repressivmaßregeln( dem Sozialistengesetz) geschaffe- ,, Gerechtigkeit" zu tragen pflegen. Freilich, Kleider machen Zustande mannigfache Vorteile erwachsen. Leute. Und wenn man von der krankhaften Hagerkeit und Einmal ist die Furcht des Liberalen in bezug Fahlheit der Züge absieht, lag weiter fein Grund vor, den auf die Sicherheit seines Eigentums und Zalmihauptmann nicht für echt, sondern für einen Schwindeler seiner Person durch das Bestehen jener Re= zu halten. Aber daß ein alter Zuchthäusler, pressivmaßregeln zurzeit befeitigt; anderer der von militärischen Dingen nur ganz oberflächliche Begriffe seits sind diejenigen Boltatlassen, aus deren inzufriedenheit die Agitation Nahrung 30g, haben konnte, überall für einen waschechten Offizier gehalten auraeit weniger fähig, als es ohne dieses Aus- wurde, ist allerdings nur dazu geeignet, die Blamage nahmegeses der Fall wäre, die wohlwollenden unseres Militarismus ins maßlose zu verAbsichten der Regierung zur Hebung ihrer größern! Lage zu würdigen und diese zu unterstüben; So hat sich die Polizei, so hat sich auch unsere sensationsvielmehr werden einige Elemente dieser Volksklassen aus Wider- listerne Bourgeoispresse schwerlich den Helden von Köpenick willen gegen jene Repressivmaßregeln geneigt sein, der fortschritt- vorgestellt. Sie glaubten an einen Schwindler von chevaleresken lichen Bekämpfung der Regierung ihre Unterſtüßung zu leihen. Zügen, an einen geriebenen Hochstapler- und nun stellt sich Die liberale Bourgeoisie hat also dank dem Sozialistengeses politische Verbündete in der heraus, daß ein ausgemergelter, fümmerlicher Klasse ihrer wirtschaftlichen Erbfeinde, der Buchthäusler, ein Bild des Jammers, unserem MiliArbeiter! lasse, gefunden, deren unbequeme tarismus ein so beispielloses Schnippchen geschlagen hat. Ansprüche auf ökonomischem Gebiet dieselbe Die Lächerlichkeit des Kults der Uniform liberale Partet gleichwohl nach wie vor au ber. fonnte nicht beißender satirisiert werden, als dadurch, daß dieser kümmerliche Lumpenproletarier, dieser ausgepichte Verbrecher" nur in Hauptmannsuniform zu schlüpfen, brauchte, obendrein in eine sehr vorschriftswidrige Hauptmannsuniform, um sofort zwölf Gardegrenadiere in den Bann des Kadavergehorsams zu schlagen und eine ganze Stadt samt Bürger meister, Polizeiinspektor und Gendarmerie zu terrorisieren! Fr. A. Sorge+ Ueber Wiesbaden erhalten wir eine schmerzliche Nachricht. Genosse Eugen Dietgen telegraphiert uns: " Fr. A. Sorge, der Nestor der amerikanischen Sozialdemokratie, ist heute zu New York sanft entschlafen, nicht ganz 79 Jahre alt." hm die tog nale Feder aus der Hand werteste an dem Prozeß ist die Erklärung des Angeklagten, daß er die Leute eines Gutes wie eine Familie betrachte; die geringen Züchtigungen, zu denen er sich berechtigt hielt, seien nur erfolgt, wenn die Leute das Vieh schlecht behandelten." Der Mann fand sehr milde Richter. Daß er mit seinen Anschauungen über das Recht zu Züchtigungen nicht allein steht in den Kreisen der Junker und Junkergehülfen, ist bekannt. Wer will es aber den Landarbeitern verdenken, wenn ihnen solche familiäre" Behandlung nicht gefällt und sie sich ihr durch Fortzug vom Lande zu entziehen suchen? " Aber nicht nur unser Militarismus ist durch dies geniale Satirspiel an den Pranger gestellt, sondern auch unsere Strafjustiz und unsere ho ch wohllöbliche Polizei. Einem erst vor wenigen Monaten entlassenen Zuchthäusler, Es ist ein Verlust der internationalen Sozialdemokratie, den der unter Polizeiaufsicht stand, gelang es, einen solchen diese Worte melden. Was Sorge für die Arbeiterbewegung zweier Die Junker denken indessen nicht daran, ihr Brügelrecht" auf Coup auszuführen! Aber noch mehr. Es ist sehr wahr- Welten bedeutet, das hat uns eben erst das Werk gezeigt, das er zugeben. Wenn sich deutsche und russische Arbeiter die Knute nicht scheinlich, daß der alte Verbrecher gerade durch das Vorgehen uns kurz vor seinem Abscheiden geschenkt hat und das nun sein mehr gefallen laffen wollen, so jammern die Agrarier über Leute der Polizei zu seiner Tat getrieben worden ist. Die Recherchen Vermächtnis geworden ist, sein Briefwechsel, das wertvolle Buch, not und rufen nach der Einfuhr von Kulis! Wie die über die Personalien und die Vergangenheit Voigts werden wohl das eben die Presse verlassen hat. Gin Werk, von dem Genoss Berliner Bolts- Beitung" mitteilt, beabsichtigen die landwirtschaftnoch ergeben, durch welche Umstände dieser zweifellos ungewöhn- Mehring in der Neuen Zeit" schrieb, daß es dazu bestimmt sei. lichen Vereine Westpreußens, im Hinblick auf die Leutenot auf lich begabte Mann zum Verbrecher geworden ist. Bei der Ver- ein dauerndes Denkmal in der Literatur nicht nur der deutschen, dem Lande" an die westpreußische Landwirtschaftskammer die Bitte haftung erklärte Voigt, daß es ihm seine„ Grundsäge" verboten sondern auch der internationalen Sozialdemokratie zu werden zu richten, gemeinsam mit anderen Landivirtschaftskammern Preußens haben würden, einen Privatmann auch nur um einen Pfennig Die Arbeit daran hat die letzten Monde des greisen Kämpfers bei der Staatsregierung in dringender Weise" dahin vorzu prellen. Daß diese Aeußerung feine leere Ruhmredigkeit ausgefüllt. Der Tod hat ihm die noch nasse Feber aus der Hand stellig zu werden, auf bestimmte Zeiträume die Einführung von Der Tod hat ihm die n war, beweist der Umstand, daß Voigt bei seinen Kardinal- genommen. Chinesen zweds Verwendung bei landwirtschaftlichen Arbeiten zu vergehen niemals Privatpersonen erleichtert hat, Ein alter Achtundvierziger ist in Sorge gestorben. Gleich veranlassen. Die Herren Agrarier Westpreußens versprechen sich von sondern stets öffentliche Rassen. So ist er ber- anderen, die später ihren Namen in die Geschichte der Arbeiter einer Rede des Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen in Königsberg, urteilt worden wegen Fälschung von Posturkunden, so bewegung unverlöschlich eingetragen haben, hat Sorge im badischen der die Landflucht als„ ganz fürchterlich" bezeichnete, die beste Unterhat er seine letzten fünfzehn Jahre Zuchthaus zubiftiert Revolutionsheere mitgekämpft, gleich ihnen mußte er die Heimat stützung für diese Bestrebungen und hoffen auf geneigtes Ohr bei erhalten wegen der Beraubung einer Gerichtskasse. fliehen, wo er zum Tode verurteilt war. Aus der Schweiz, aus der Regierung. Er blieb also nur seinem alten System treu, indem er seinen Belgien ward er von der Reaktion hinausgehetzt. In Amerika fand verblüffend genialen Handstreich gegen die Köpenicker Stadt er schließlich eine bleibende Statt. Die Not, die bittere Not des tasse ausführte. Der Mann hat sich also offenbar sein eigenes Flüchtlings, das Elend des Erils hat er freilich mit über das große System zurechtgelegt und feine eigene Rechtsphilosophie ge- Waffer genommen. Aber es hat ihn nicht gebrochen, er blieb, der schaffen. Als er anfangs dieses Jahres seine Strafe verbüßt er war, und bald finden wir ihn wieder in der jungen Arbeiter hatte, scheint er den ernstlichen Versuch gemacht zu bewegung der Union. Sorge war es, der die ersten amerikanischen haben, fich für den Rest seines Lebens in ehrlicher Arbeiter zur internationalen Arbeiterassociation führte. Und als Arbeit durchzuschlagen. Er hatte denn auch in im Jahre 1872 der Zwang der Verhältnisse die Verlegung des Wismar Arbeit gefunden und sich offenbar durch Generalrats der Internationale nach New York bedangen, da ward Fleiß und Anstelligkeit das Butrauen seines Arbeitgebers Sorge sein hervorragendstes Mitglied. Bis zu ihrem letzten Augenerworben. Aber die Polizei machte ihm durch blick hat Sorge sein Bestes für die große Organisation des Prole. die Ausweisung aus Mecklenburg aus Mecklenburg einen tariats getan. Strich durch alle seine 8utunftsrechnungen. Welch großes Vertrauen er bei den Größten der proletarischen Und noch einmal brachte ihn die Polizei um seine Arbeits- Bewegung genoß, das zeigen die zahlreichen Briefe, die Marg, stelle. Voigt hatte als Maschinist in einer Pantoffelfabrik in Engels und andere vor, in und nach dieser Zeit an ihn gerichtet Berlin von neuem Arbeit gefunden, als er abermals durch haben. die Polizei aus Nixdorf wegen seiner Vor- Sorges Name wird eingetragen werden in die Tafel, darauf strafen ausgewiesen wurde. Derartig gehetzt und all die Treuen verzeichnet stehen, die bis zum letzten Atemzuge geumhergestoßen, geriet der als vogelfrei Behandelte wiederum fämpft und gearbeitet haben für die Befreiung des Proletariats. auf die Verbrecherlaufbahn. Voigt ist aber nur ein Aus berufener Feder hoffen wir in Kürze dem Toten eine Musterbeispiel für viele andere Verbrecher, denen würdigere Nachschrift widmen zu können, als sie uns heute die durch die gleichen unbegreiflichen, aber allgemein späte Stunde zu schreiben erlaubt. geübten polizeilichen Ausweisungsmaßregeln jede Möglichteit genommen wird, sich wieder zu rehabilitieren und durch der Hände Arbeit den Lebensunterhalt zu verdienen, Nicht nur unser Militarismus wird durch die Köpenicker Affäre in bengalische Beleuchtung gerückt, sondern auch unsere famose Strafiustiz und unsere wundersame Polizeipraris! 魚 Deutfches Reich. Verseuchtes preußisches Vieh. Zuzutrauen wäre das dem Kabinett Pod- Bülow schon. Indes, die deutsche Arbeiterbewegung ist auch noch da und sie würde den Herren auf den turulischen Seffeln und unter den geflickten Strohdächern zu solchem Tanze ganz gehörig aufzuspielen wissen. Zur fünstlichen Lebensmittelteuerung noch die Kulieinfuhr, das wäre eine gar zu familiäre Behandlung", die die deutsche Arbeiterschaft sicherlich nicht ruhig hinnehmen würde! Die Folter der Untersuchungshaft. Zu dem Prozeß des Kaiserdeputierten Hirsch in Breslau ist ein Nachtrag zu schreiben, der recht bezeichnend für die Humanität" unseres viel gepriesenen Zeitalters ist. Es wird uns aus Breslau berichtet: Hirsch saß seit dem 2. Mai in Untersuchungshaft. Er ist verheiratet und hatte außerdem für seinen 82 jährigen Vater zu sorgen. Obwohl nun von Anfang an nicht die geringsten Anzeichen dafür vorlagen, daß der Untersuchungsrichter Firle den am Krawall völlig unbeteiligten Hirsch mit einem Schein von Necht als den Rädelsführer" hätte betrachten tönnen, so wurden doch seine Anträge auf Haftentlassung brüst abgelehnt. Der Hinweis des Verhafteten, daß sein Vater die Schmach nicht überleben werde, wurde ebenso ignoriert wie der, daß er schon wegen feines alten Vaters, der sein Stolz und seine Freude sei, nicht fliehen würde. Jm Gefängnis selbst versäumte Hirsch nicht, sich so oft wie möglich, auch bei seinem Berteidiger, nach dem Befinden feines Vaters zu 20 erkundigen. Nun war der Hauptbelastungszeuge gegen Hirsch jener famose Nicht nur die ausländischen Landwirte halten den Vieh- Arbeitswillige Runge, ein Mensch, der, wie ja die Be bestand Ostelbiens für gefährlich verseucht, auch das sächsische weisaufnahme ergeben hat, von seinem eigenen Vater jedes VerMinisterium scheint derselben Ansicht zu sein, denn es warnt gehens für fähig gehalten wurde. Hirsch kannte diese Qualitäten vor der Einfuhr preußischen Viehs. In einer Bekanntmachung des Runge und es war sein Stolz, dem Untersuchungsrichter Firle im amtlichen Dresdener Journal" wird gesagt: madeinmal ins Gesicht sagen zu können:" Dieser Runge denunziert ja Mit Rücksicht auf die in letzter Zeit wiederholt vorgekommene feinen eigenen Vater, während ich keine größere Freude kenne als Einschleppung der Maul- und Klauenfeuche aus Norddeutschland die, für meinen alten Water zu sorgen". nach Sachsen ist die Seuchengefahr für die Klauen Er sollte diese Freude nicht wieder erleben. Sein Vater überviehbestände des Landes eine größere geworden. Die Viehbesizer werden auf die erhöhte Gefahr auf Die Viehbesitzer werden auf die erhöhte Gefahr auf- stand den Schmerz ob der( wie er wußte) zu Unrecht erfolgten BerEine zeitlang in Haft befand. Der Sohn erfuhr es nicht. Besuche durfte merksam gemacht und sollen zu besonderer Aufmerksamkeit haftung seines Schnes nicht und starb, nachdem Hirsch sich 4 Wochen angehalten werden. Helden einer unerhörten Satire verherrlichen, dann wird Gras er nicht empfangen, wochenlang saß er in seiner Zelle, ohne seinen über die Geschichte wachsen, und unsere deutsche Stultur- durch die Einfuhr ausländischer Tiere der Gefahr der noch sein Regiment, das jest glüdlicherweise gebrochen ist.") Hirschs Das agrarische Gerede, daß die deutschen Viehbestände verteidiger sprechen zu dürfen! Herr Firle führte damals herrlichkeit mit ihrem ſtupiden militärischen Kadaver- Verseuchung ausgesetzt seien, wird durch diese offizielle Be- noch sein Regiment, das jetzt glücklicherweise gebrochen ist.") Hirschs gehorsam, ihren polizeilichen Unbegreiflichkeiten und Barbareien kanntmachung der fächsischen Regierung gründlich wiederlegt. Verteidiger wagte nicht, dem Aermsten mitzuteilen, welch harter und ihrer mittelalterlichen Strafjustiz wird ebenso unverändert Die Viehbestände in Sachsen sind danach durch die Einfuhr liebe genügend, um zu wissen, daß er sofort zusammengebrochen, Er kannte seinen Klienten und seine Baterfortvegetieren wie bisher. Niemand wird mehr des Helden aus den Gefilden der preußischen Agrarier viel mehr daß er einfach verhandlungsunfähig geworden wäre. von Köpenick gedenken, und erst wenn der Lebendbegrabene gefährdet als durch das Vieh, das aus dem Auslande in die daß er einfach verhandlungsunfähig geworden wäre. hinter den Zuchthausmauern seinen legten Atemzug ausfächsischen Schlachthäuser gebracht wird. So kam es, daß der„ Rädelsführer" während der Verhandlung unausgefezt im Zuhörerraum seinen alten Vater suchte, der bereits gehaucht hat, wird man sich vielleicht noch einmal flüchtig des fächsischen Schlachthäuser gebracht wird. grotesten Ereignisses aus dem Jahre 1906 erinnern! seit 3 Monaten unter der Erde ruht... Der Hauptmann von Stöpenick wird vermutlich den Nest feines Lebens als zum Rückfall getriebener Verbrecher im Zuchthause zubringen. Ein Mann, der durch den Köpenicker Ueberfall bewiesen hat, daß er seinen Fähigkeiten nach nicht nur die subalterne Stelle eines Hauptmanns, sondern eines viel höheren Offiziersgrades zu bekleiden berechtigt wäre, wird als gemeiner, rückfälliger Verbrecher im Zuchthaus lebendig begraben werden. noch wird ihn die Presse, werden ihn die Bossenbühnen als Das Arbeitsministerium. Paris, 25. Oktober.( Eig. Ber.) 17 Schlag ihn getroffen. Eine ganz einfache Sache? Abends um 10 Uhr wurde das Urteil gesprochen. Die GeAuf die vom Berliner Korrespondenten der Münchener schworenen erklärten all den Wust von Material, das Firle und Neuesten Nachrichten" bestätigte frühere Meldung, daß der Erbpring Staatsanwalt im Verein mit Arbeitswilligen und Scharfmachern Die„ Betite République", die das offiziöse Blatt der neuen Re- bon Hohenlohe- Langenburg bereits als Kolonialdirektor das Gehalt wider ihn zusammengetragen, für elenden Plunder und ließen es erteilt die nationalliberale Magdeburger Beitung" als gelegentlich erfaßten. Sofort wurde Hirsch aus der Haft entlassen. Jubelnd eines Staatssekretärs von 44 000 m. auf Vorschuß" erhalten habe, gezwungenermaßen nur noch zu, daß ihn die Schlingen des§ 153 offiziöses Organ folgende Auskunft: gierung zu werden scheint, macht heute einige Mitteilungen über das neue Arbeitsministerium, die in einigen Punkten von den ersten Nachrichten abweichen. In einer Konferenz. der die Minister Viviani, Doumergue, Barthou und Caillaug beiwohnten, wurde gestern die Drganisation und der Wirkungskreis des Arbeitsministeriums bestimmt. Der Ministerrát nahm die Vorschläge mit einigen Aenderungen an. Danach wird von einer Zuweisung der dem Ministerium des Innern unterstehenden Direktion der Armenpflege und der öffentlichen Hygiene an das neue Ministerium Abstand genommen. Das Gesundheitsamt hat eigentlich nur mit der Seuchenbekämpfung und der Kontrolle der Seehäfen zu tun. Von sehr großer Bedeutung ist die Zuweisung eines Teils der Bergwerksverwal tung. Hier kann ein energischer und sozialpolitisch fortgeschrittener Minister Gelegenheit zu nugbringender Betätigung finden. Der Arbeitsminister wird die Regelung der Arbeitsbedingungen in den Bergwerken und das Bruderladenwesen überwachen. Ganz besonders wichtig aber find folgende Bunfte: Der Minister der öffentlichen Arbeiten wird fünftig teine Bergwerkstonzession ohne die Zustimmung des Ministers der Arbeit erteilen können! Auch werden die Arbeiterdelegierten ihre Berichte über die Sicherheitsverhältnisse in den Gruben dirett dem Minister der Arbeit einsenden. Auf diese Art soll die Abhängigkeit der Delegierten von den Ingenieuren aufgehoben werden. " Im Reichsschazamt gibt es zwei Dispositionsfonds, den og er seiner Mutter in die Arme und nie werden wir, die wir fog. kaiserlichen Dispositionsfonds für Gnadenbewilligungen aller der Szene beiwohnten, vergessen, wie er seine Mutter fragte: Art und den zur Verfügung des Reichskanzlers stehenden für Wo ist der Vater?..." unvorhergesehene Ausgaben bestimmten Dispositionsfonds, über Welche Feder soll den Schmerz des, Sohnes schildern, als er die dessen Verwendung dem Reichstag Rechenschaft abgelegt wird. Der entsetzliche Wahrheit erfuhr, den Schmerz der Mutter, die sie ihm erstere Fonds ist vollständig mit Beschlag belegt durch Benfions zu enthüllen gezwungen war! Die Tatsache aber, daß sein Vater. zuschüsse für Militärpersonen und ähnliche Zwede; für Bu- vor Schmerz gestorben, und daß er, weil in den Klauen der Breswendungen an den Erbprinzen konnte also nur der zweite lauer Justiz, ihn nicht noch einmal hatte sprechen, ihm nicht noch Fonds in Betracht kommen. Aus diesem mußte überhaupt das einmal hatte seine völlige Unschuld beteuern können, diese Tatsache Gehalt in der etatsmäßigen Höhe für den Erbprinzen wird ihn und Millionen andere veranlassen, den heutigen Rechts" bezogen werden, da der beurlaubte Kolonialdirektor Dr. Stübel das im Etat 1906 vorgesehene Gehalt noch bis zum 1. April d. J. zuständen ewig zu fluchen und für ihre Beseitigung zu kämpfen! bezogen hat. Aber nur in der etatsmäßigen Höhe durfte auch aus diesem Fonds das Gehalt für den Erbprinzen entnommen Zur Fleischnot. werden, weil der Rechnungshof darüber hinausgehende Zahlungen In der legten Sigung der Stadtverordnetenversammlung in beanstandet haben würde. Für diesen Fall hätte der zahlende Düsseldorf gab der Oberbürgermeister den Verwaltungsbericht Kassenborstand sogar haftbar gemacht werden können. Der Mangel und die Uebersicht über den Haushaltsplan. Er schloß seine Ausunzureichender Beläge für die Zahlungen an den Erbprinzen führungen: So ist das Gesamtbild des Etatentwurfs 1907 und das hat dann erst auf den Gedanken geführt, die überschüssigen Zahlungen zunächst als Vorschuß zu buchen. Das ist der einfache Sachverhalt. " ganze Wirtschaftsbild unserer Stadt günstig. Bedauerlich bleibt die andauernde Steigerung der gesamten Lebens. haltung und zu beklagen ist, daß diese Steigerung ganz besonders trifft die unentbehrlichsten Lebensbedürfnisse, unser wichtigstes Nahrungsmittel" Fleischnot zu sprechen; sein Antrag, die Frage auf die Tagesordnung In der Diskussion tam auch der Redner der Liberalen auf die der nächsten Sigung au fezen, wurde angenommen. In dem soeben erschienenen Jahresbericht der Düsseldorfer Handelstammer heißt es: Die Geschäftslage der Metzger und speziell der Schweinemegger ist einfach trostlos. Infolge der andauernd und außergewöhnlich hohen Viehpreise sind fehr viele nicht gut fundierte Existenzen zugrunde gegangen. Andere haben durch Aufnahmen von Kapitalien, welche geschäftlich eingeschossen werden mußten, ihr Anwesen bedeutend höher belastet und günstiger Gestellte haben schwere Einbuße an Betriebskapital erlitten. Die Grenzen müssen unbedingt geöffnet werden, Das ehrsame Blatt verschiebt die Frage. Es teilt mit, daß der Erbprinz sein Gehalt aus dem Dispofitionsfonds, der dem Reichs Schließlich seien noch einige von der Petite République" tangler zur Verfügung steht, erhalten hat. Darum handelt es sich mitgeteilte Aeußerungen Vivianis wiedergegeben. Der neue jedoch gar nicht. Die Frage ist vielmehr, ob der Erbpring, obgleich Minister fagte ihrem Redakteur:„ Indem ich die mir er als Kolonialdirektor nur auf ein Gehalt bon 20 000 M. Anspruch bon Herrn Clémenceau angebotene Mitarbeiterschaft an hatte, dennoch das Gehalt eines Staatssekretärs von 44 000 M. benahm, habe ich meine politische Vergangenheit nicht im zogen hat, wenn auch vielleicht nur auf Borschuß", ob also ein geringsten verleugnen wollen. Ich bin Sozialist. Ich bleibe Verstoß gegen das Budgetrecht vorliegt, oder nicht. Das Schweigen, meinen Ideen, meinen sozialistischen Freunden treu. Wie Millerand in welches sich die ganz- und halboffiziöse Bresse auf diese Frage im Ministerium Waldeck- Rousseau, wie Briand im Kabinett Sarrien, hüllt, läßt als sicher annehmen, daß die Meldung der Münchener so bewahre ich meine Freiheit der Aktion und der Propaganda.(?) Im N. Nachr." richtig ist. Arbeitsministerium werde ich mich bemühen, die Reformen zit verwirklichen, die ich als Deputierter auf der Tribüne der Kammer vertreten habe. Ich werde aus dem Ministerium der Arbeit ein Ministerium Die Straffammer zu Glogau hat dieser Tage einen Gutsder Arbeiter, für die Arbeiter machen! Die Durchführung der Alters- inspektor Rindfleisch vom Gute Georgendorf bei Steinau a. d. Oder versicherung wird eine meiner nächsten Aufgaben sein. Ich zu 600 M. Geldstrafe verurteilt, weil er in 11 Fällen der Miß der Art, wie er die Untersuchung im 3 ander und Krawallzähle auf eine Mitwirkung meines Kollegen von den Finanzen, handlung von Arbeitern, u. a. auch einer gali- prozeß geführt, auch nicht etwa infolge der an 20 gegen ihn von um eine Organisation zu schaffen, die sofort wirksam werden kann. zischen Arbeiterin schuldig war, die bor einigen Rechtsanwälten eingereichten Beschwerden wurde er durch VerFür ebenso notwendig halte ich eine baldige Lösung Monaten plöglich starb, allerdings nach Ansicht der medi- fügung des Landgerichtspräsidenten Vierhaus in der 8ivil. abteilung taltgestellt. Firle hatte nämlich einen wegen angeblichen der Frage der Schiedsgerichte bei Streits. Desgleichen ist eine Erzinischen Sachverständigen nicht an den Folgen der Miß- Diebstahls verhafteten Lehrling zwei volle Monate figen lassen, ohne weiterung der gewerkschaftlichen Freiheiten notwendig. Das Problem handlungen, da sie krant gewesen sei. Der Staatsanwalt hatte ihn zu verhören, obwohl das Gesetz vorschreibt, daß des kollektiven Arbeitsvertrages muß aufgeworfen und gelöst werden." drei Monate Gefängnis gegen den prügellustigen Inspektor be- je der Verhaftete spätestens 24 Stunden nach Die Vorsätze Vivianis find ja recht lobenswert. Warten wir ab, antragt, der sechsmal mit geringen Geldstrafen vorbestraft ist, feiner Einlieferung vom Richter vernommen wie er sie berwirklicht. darunter dreimal wegen Körperverlegung. Das Bemerkens werden mu?! Familiäre" Behandlung. V *) Infolge einer Enthüllung der„ Volkswacht", nicht etwa wegen Weitere Verlustliste aus Wüst- West. Gin Telegramm aus Windhuk meldet: Gefreiter Friedrich Killinger, geboren am 10. 7. 1882 zu Backnang, am 18. Oktober d. J. in Uhabis an Ruhr gestorben. Reiter Ernst Schön, geboren am 30. 10. 1883 zu Münster, am 21. Oktober d. J. im Lazarett Windhuk an Entkräftung nach Operation wegen Darmverschlingung gestorben. Reiter Otto Schulz, geboren am 29. 5. 1884 zu Stöllen, bei Hanapan leicht verwundet, Fleischschuß Rüden. Ausland. Desterreich- Ungarn. Zwei neue Männer. Soziales. Bässe der engagierten Mädchen an sich nimmt. Diese werden so seine Gflavinnen in des Wortes voller Bedeutung. Sie müssen das Geschirr waschen, am Abend singen und nachher allen Gelüsten der Gäste dienen, ohne daß ihnen eine Kopeke bliebe. Sie sind so lange in der Gewalt des Ausbeuters, als dieser ein Interesse daran hat. Der Stongreß hat sich in einer Refolution für die Ünterdrückung dieser Mißbräuche ausgesprochen. Eine Reihe von Bürgermeistern französischer Provinzstädte hat längst den Verkehr der Künstlerinnen mit den Gästen der Tingeltangel untersagt. Auszurotten ist die 1. die Beseitigung der Bleigefahren bei der Förderung und Aufbereitung von Bleierzen und bleihaltigen Grzen; 2. die Beseitigung der Bleigefahren in Bleihütten; 3. Die Beseitigung der Bleigefahren bei der chemischen Ber wendung von Blei in Bleifarbenwerten, Aftumula. torenfabriken und dergleichen; da die deutsche Landwirtschaft nicht in der Lage ist, den Konsum in haltigen Getränken und brittens eine sorgfam abgestufte ErbschaftsDeutschland zu decken.steuer einführt, deren Höhe zwischen 1 bis 15 Prozent der Erbschaft Schwankt. Amtliches Wahlergebnis in Döbeln- Roßwein. Bei der am 22. Oktober im Wahlkreise 10 Sachsen( Döbeln- Nossen- Roßwein) land Thron und Altar zusammenkrachen lassen. Bei 15 Prozent Erbschaftssteuer würden die Agrarier in Deutsch abgehaltenen Reichstags- Ersakwahl wurden abgegeben insgesamt 24 044 Stimmen. Davon entfielen auf den sozialdemokratischen Kandidaten Karl Pinkau, Photograph und Stadtverordneter in Leipzig, 12 207 Stimmen, auf den Kandidaten der Kartellparteien, Prof. Dr. Ernst Hasse in Leipzig, Stadtverordneter, 8322 Stimmen Der internationale Kongres zur Bekämpfung des Mädchenhandels Prostitution des Brettels auch auf diese Art nicht, aber immerhin und auf den Kandidaten der Freisinnigen Volkspartei, Lehrer Heinrich Beck in Dresden, 3511 Stimmen. Binfau ist somit ge- wurde vorgestern geschlossen. Der Kongreß stimmte dem Vorschlage fönnen die Mädchen davor geschüßt werden, daß ein schuftiger wählt. zu, einen internationalen telegraphischen Code zu schaffen und be- Ausbeuter den Ertrag ihres traurigen Berufes einsackt und die Landtagserfahwahl. Bei der heutigen Landtagserfahwahl im auftragte das französische Nationalfomitee mit der Ginsehung einer Unglücklichen zu wehrlosen Stlavinnen macht. Bei der heutigen Landtagserfahwahl im Wahlkreise 7 Potsdam( Westhavelland, Brandenburg, Bauch- Belzig) Rommission zur Ausarbeitung dieses Codes( Buch für verabredete wurde Kommerzienrat Mebenthin in Brandenburg a..( tons.) mit Beichen zweds telegraphischer oder sonstiger Berständigung). Eine Ergebnisse der Preisausschreiben zur Bekämpfung der Bleigefahr. allen abgegebenen 348 Stimmen gewählt. Resolution fordert die Postverwaltungen auf, Maßnahmen gegen Die Internationale Vereinigung für gesetzlichen Arbeiterschutz die Aushändigung von postlagernden Sendungen an Kinder zu hatte am 10. Januar für fünf Themata über Bekämpfung der Blei treffen, die von ihren Eltern nicht begleitet oder beauftragt sind. gefahr Preise ausgesetzt. Auf Grund dieses Ausschreibens sind, wie Ferner nahm der Kongreß einen Antrag an, die nationalen Stomitees das Internationale Arbeitsamt au Basel jest veröffentlicht, aufzufordern, die Mittel zu prüfen, wie der Mädchenhandel vom 63 Arbeiten eingegangen. Von diesen find 36 Arbeiten preisgekrönt Ausland her verhindert werden könne und wie die Befreiung seiner oder zum Ankauf empfohlen oder belobt worden. Die Preisfrágen Opfer zu erleichtern sei. In einer Reihe weiterer Resolutionen betrafen: wird die Ueberwachung und Unterdrückung der unsauberen Machenschaften solcher Theater- und Konzertagenturen und solcher Lokale berlangt, die unter dem Vorwande, künstlerische 8wede zu verfolgen, nur unsittlichen Zweden dienen. Der nächste Kongreß soll in Madrid abgehalten werden. Hoffentlich wird er mehr leisten, wie der eben geschlossene. Wie 4. die Vermeidung der Bleigefahr im Getverbe der An. wenig der eben geschlossene Kongreß den Ursachen des Mädchenstreicher, Maler und Lackierer und dergleichen; handels nachforscht, betonten wir vorgestern. Wie zaghaft er aber 5. die Beseitigung der Bleigefahr in Gewerben, in denen Blei selbst auf dem ihm möglichen Gebiet zur Steuerung des schandbaren und Bleifabritate in großem Maße zum Verbrauch gelangen, Wie bereits mitgeteilt, wurde zum Nachfolger des Grafen Mädchenhandels vorgeht, das Gewissen der Regierungen zu schärfen, wie in Schriftgießereien und Buchdrudereien. Goluchowsky Freiherr v. Aehrenthal ernannt, der gewesene dürfte der Umstand beweisen, daß, soweit die telegraphischen Mel- Zu dem ersten Punkte sind zwei Arbeiten eingegangen, von Botschafter zu Petersburg! Es ist charakteristisch für die dungen reichen, von keiner einzigen Seite eine Aenderung des denen die Arbeit des Professors Dr. Th. Sommerfeld- Berlin Monarchie, daß bei der Besetzung dieses hochwichtigen Amtes Pariser Abkommens über Verwaltungsmaßregeln zur Gewährung zum Antauf empfohlen wird. Ein Preis ist bei dieser Frage nicht weder der Rat des österreichischen noch der des ungarischen wirksamen Schutzes gegen den Mädchenhandel wenigstens nach der zuerkannt. Richtung angeregt ist, daß auch für alle Kolonien der Für die zweite Frage ist der Preis von 10 000 Mart zu Ministerpräsidenten eingeholt wurde, sondern vielmehr einfach Mädchenhandel streng verfolgt wird. Das Pariser Abkommen vom gleichen Teilen zwei Arbeiten zuerkannt. Diese sind vom Ingenieur der Entschluß des Herrschers zur Geltung gelangte. 18. Mai 1904 ist zwischen Deutschland, Belgien, Dänemark, Spanien, Richard Müller in Ems a. d. Lahn und vom Inspekteur Divisionaire Die Ernennung Nehrenthals zum Ministern des Aeußern Frankreich, Großbritannien, Italien, Rußland, Schweden, Nor- du Travail( Bezirksarbeitsinspektor) P. Boulin verfertigt. Ferner bedeutet einen Sieg der reaktionären Politik; denn eine wegen, Desterreich- Ungarn, den Niederlanden und Portugal ge- ist eine Arbeit des Prof. Dr. Th. Sommerfeld- Berlin und charakteristische Rolle hat Aehrenthal bereits im politischen schloffen. Es verpflichtet die vertragschließenden Regierungen, eine eine des Sanitätsrates Dr. Joseph Rambouset in Triest zum AnLeben Ungarns gespielt. Im Jahre 1894, als Weferle das Behörde zu bestellen, der die Sammlung aller Nachrichten über An- kauf vorgeschlagen. Drei Arbeiten( eine von Dr. Imre Toth, neue Kirchengesetz und die Rezeption der Juden durchführte, werbung von Frauen und Mädchen zu Zwecken der Unzucht im Aus- same Arbeit des Oberbergrats Dr. Richard Canaval in Klagenfurt Distriktsphysikus in Gelmeebanya in Ungarn, ferner eine gemein hat Freiherr v. Nehrenthal die Beschlüsse der klerikalen Volts lande obliegt. Ebenso ist in jedem Abkommen seitens der Re- und des Privatdozenten Dr. Ignaz Staup, Bezirksarzt in Wien, und partei und der ungarischen konservativen Elemente mit dem gierungen die Verpflichtung übernommen, Ueberwachung ausüben eine Schrift des Oberkommissärs im österreichischen HandelsMinisterium des Aeußeren vermittelt! Zudem ist der neue au lassen, um insbesondere auf den Bahnhöfen, in den Einschiffungs- ministerium Georg Pirc) werden als solche bezeichnet, die be Minister des Aeußeren ein entschiedener Freund Rußlands, Mädchen, welche der Unzucht zugeführt werden sollen, ausfindig zu häfen und während der Fahrt die Begleiter von Frauen und merkenswerte Materialien und Anregungen enthalten. der am liebsten eine neue heilige Allianz" zuwege bringen machen. Jenes Abkommen verpflichtete ferner die Regierungen, hat keiner den Preis erhalten. Es sind aber zum Ankauf Schriften Bon den zwölf zum dritten Buntt eingelaufenen Arbeiten möchte. nach Möglichkeit eine Ueberwachung der Bureaus und Agenturen des Dr. P. E in Köln- Deutz, sowie des Dr. Cafimiro Guidelli in Nicht weniger überraschend ist die Abdankung des ge- auszuüben, die sich damit befassen, Frauen und Mädchen Stellen im Laveno am Lago Magiore zum Ankauf vorgeschlagen. Als Bemeinsamen Kriegsministers Pitreich. Sein Nachfolger wird Auslande zu vermitteln. Ebenso sollte die Heimschaffung ent- arbeitungen, die bemerkenswerte Anregungen and Materialien zu der österreichische Landesverteidigungsminister v. Schönaich. führter Mädchen erleichtert werden. Dieses Abkommen dieser Preisfrage enthalten, bezeichnen die Preisrichter sechs Bitreich soll hauptsächlich deshalb demissioniert haben, weil findetjedoch nicht ohne weiteres aufbie Kolonien Arbeiten: von Siegfried Schmet- Wien, Prof. Tr. Th. Sommere die ungarische Regierung nicht gewillt ist, die enormen Forde- Soweit uns erinnerlich, hat lediglich die französische Regierung Fyvie( Schottland), Dr. José Ubeda y Gorreal- Madrid, von einem ber bertragschließenden Staaten Anwendung. feld- Berlin, Kenneth- Weldon Goadly- London, Dr. Theodor Oggrungen für den Moloch Militarismus zu gewähren.(?) und die niederländische Regierung erklärt, daß dies Abkommen auch ungenannt sein wollenden in der Schweiz ansässigen Arbeiter, sowie Schweiz. auf allen ihren Kolonien Anwendung finden soll. Die deutsche von William Helze- Jeanettien( Bennsylvanien). Von den zum vierten Punkt eingelaufenen Arbeiten sind Regierung beispielsweise hat sich bei dem Unterzeichnungsvorbehalten! Bis heute ist Deutschland dem Abkommen hin- Gewerbeinspektor Karl Haud in Tetschen verfaßte. Zum protokoll ausdrücklich ihre Entschließung wegen ihrer Schutzgebiete zwei Arbeiten mit je 750 Mark preisgekrönt worden: eine von Prof. Dr. Th. Sommerfeld- Berlin und eine vom österreichischen sichtlich seiner Schutzgebiete nicht beigetreten. Seine Kolonial Antauf ist eine Arbeit des Wiener Lackfabrikanten Luois Edgar skandale sollten ihm das eigentlich gebieten. Ein Kongreß, der sich Andés und eine des Berliner Richard Halfter bei diesem stolz als Kongreß zur Bekämpfung des Mädchenhandels bezeichnet, Bunfte vorgeschlagen. Arbeiten von Rudolf Otte- Mülheim a. Mh., selbst wenn er sich auf polizeiliche und strafrechtliche Maßregeln Willi Busch- Altenheim( Schleswig- Holstein), Wilhelm Gesler- Stalbe gegen Entführungsversuchen und Verlockungen von Mädchen be- a. d. Saale, Chas. E. Koops- St. Louis, John Doig, Hausmaler in schränken will, hätte die Pflicht in allererster Reihe, die Regierungen, Stirlingshere( Schottland), sowie des Charles H. Clatee in South die für einen Teil ihrer Länder den Mädchenhandel gestatten oder Norwalt werden von den Preisrichtern als solche bezeichnet, die beerklären, ihn dort nicht unterdrücken zu wollen, zur Scham zu merkenswerte Materialien und Anregungen enthalten. rufen. 21 885 Scharfmacher im Kanton Zürich haben sich durch UnterArbeiter erklärt. Das an der Spike stehende Komitee zählt 85 Mitschrift für die Zuchthaus- Initiative gegen das Streifrecht der glieder, zum großen Teil Dorfmatadore," Junter" in Westentaschenausgabe, aber ihrer reaktionären Gesinnung nach vollwertige Genossen der oftelbischen Junker in Deutschland. Ein Teil der Unterschriften ist giveifellos gefälscht, denn ein Unterzeichner", der Gemeindepräsident Hofstetter in Rüti, hat bereits im Volksr." öffentlich erklärt, daß er die Antistreitinitiative nicht unterzeichnet habe und daß das leitende Scharfmacherkomitee ihm gänzlich uns bekannt sei. Die Zuchthausvorlage kommt nun vorerst vor den Kantonsrat und sodann zur Voltsabstimmung, in der sie wahrscheinlich an= genommen wird. England. " Von den 12 zur fünften Preisfrage eingereichten Arbeiten sind drei preisgekrönt: eine von Adre Dücrot- Paris mit 1000 Mart, eine andere von Prof. Dr. Th. Sommerfeld- Berlin und eine dritte von dem Baumeister Schulz in Stiel mit je 750 Mart. Drei Schriften( Verfasser: Schriftsezer Heinrich Rizel- Wiesbaden, William J. Manning- Washington und Ingenieur Lebraffeur in vorgeschlagen. Die Preisrichter bezeichnen fernere drei Arbeiten als solche, die bemerkenswerte Materialien und Anregungen entunfe- Berlin, Karl Girtowsti- Wien und Obermaschinenmeister halten. Die Verfasser dieser drei Arbeiten sind: Buchdrucker Otto Bunte Berlin, Start Girłowsti- Wien und Obermaschinenmeister ilhelm Ehlert- Berlin. Daß unser aus den telegraphischen Mitteilungen geschöpftea Urteil über den Kongreß kein zu scharfes ist, zeigt folgender eigene Bericht eines Ohrenzeugen über den Kongreß: Eine neue englische Flotteuverschiebung. Paris, 25. Oktober. Jm Saale des Hotel Continental fißt seit London, 24. Oktober. Die Gerüchte über eine Herabsetzung schwarzen Salonröden, zumeist mit Rosetten im Sinopfloch und Gemeinschaft mit Baul Razous, beide in Paris) find zum Anlauf London, 24. Oktober. Die Gerüchte über eine Herabsehung vier Tagen eine feierliche Gesellschaft beisammen: Herren in des Flottenetats erweisen sich als grundlos. Nach einer Weit- häufig in den Beinen etwas zitterig und etwa ebensoviel Damen, teilung des Marineministeriums kann vorläufig von einer teils in distreter Toiletteneleganz und mit schiden Süten, teils Herabsetzung nicht die Rede sein! Es handelt sich nur um in einer vorgerückteren Jahren entsprechenden resignierten Schlichteine Verschiebung der Flottenstärke nach der Nordsee. Heit. Auf der Tribüne steht immer irgend ein Herr oder eine Danie In den letzten zwei Jahren waren die in west und süd- und verliest mit mehr oder minder gegiertem französischen Akzent Das Internationale Arbeitsamt will mit den Verfassern ber europäischen Gewässern sich befindenden britischen Flotten in ein Referat. Ab und zu ertönt ein bornehm durch Handschuhe ab- zum Antauf empfohlenen und der lobend erwähnten Arbeiten Verdrei Gruppen geteilt. Es bestand eine Kanal, eine Mittel- gedämpfter Applaus, und sogar Abstimmungen werden mit lässig handlungen einleiten, um die Veröffentlichung der Arbeiten herbeimeer- und Atlantische Flotte, sowie ein besonderes Kreuzer erhobenen Armen markiert. Im Vorsaale liegen Druckschriften zuführen. Die Internationale Vereinigung hofft bald die Grgeschwader. Jetzt kommt noch hinzu eine Heimflotte mit in unheimlicher Menge auf, und Komiteemitglieder diskutieren gebnisse dieser Arbeiten der öffentlichen Distusfion zugänglich der Station Sheerneß, unweit der Mündung der Themse. aufgeregt über Fragen, wie z. B. ob man eine anwesende Hoheit machen zu können. Die Kanal- und Heimflotte können als die Nordseeflotte be- aber nennt sich: III. Internationaler Kongreß zur Bekämpfung bloß Altesse" oder„ Altesse Royale" titulieren solle. Das Ganze trachtet werden. Die Bedeutung dieser Stonzentration ist klar: des Mädchenhandels". Der englisch- deutsche Gegensatz hat offenbar keine Abschwächung erfahren. Der irische Briefwechsel. Londor 24. Oktober. In unserem Artikel über die Herbsttagung erwähnten wir auch, daß Gerüchte im Umlaufe sind, wonach der frühere Premierminister Balfour in Briefen an den irischen Unterstaatssekretär Macdonnell gewissen Homeruleplänen zugestimmt haben soll. Balfour sprach vorgestern in Manchester und erklärte diese Gerüchte für eine Legende: Solche Briefe gibt es nicht. Die Beschuldigung ist falsch von Anfang bis zu Ende." Der Redner machte dann seine Zuhörer darauf aufmerksam, daß das Land vor einem Kampfe um die Homerulefrage stehe. Dänemark. Ein Zolltarif. Der Zehnstundentag in der Textilindustrie. Die zwei großen Tegtilfirmen( Spinnerei und NähseidenSicherlich, teine Aufgabe wäre der allgemeinen Anerkennung fabrik) im Elztal, die Baumwollspinnerei an der Fels und die so gewiß, wie diejenige, die sich in dem Namen dieser Versammlung Baumwollspinnerei U. Gminden in Reutlingen, lettere die größte ausdrückt. Den Handel mit Mädchenleibern, den Weltmarkt der Firma der Branche in Württemberg, haben sämtlich den Standpunkt Prostitution aufheben, kein menschlich Fühlender wird solchen Be- aufgegeben, daß durch die Verkürzung der Arbeitszeit um eine strebungen die Sympathie, den lebhaftesten Glückwunsch versagen. Stunde die Textilindustrie zugrunde gehe; sie haben nun den Zehn Wir laffen ganz das Bedenken beiseite, daß es am Ende noch etwas stundentag freiwillig" eingeführt. Schmachvolleres gibt, als diesen infamen Handel: namentlich die Die Textilindustriellen des bayerischen Schwabens dagegen foziale Ordnung, die ihn möglich macht, die die Prostitution not- haben neuerdings teilweise den Versuch gemacht, wiederum den wendig hervorbringt. Die Gesellschaftsordnung zu bekämpfen, ist Elfftundentag einzuführen, und einigen Fabrikanten ist es gelungen, ja wirklich nicht die Sache der Leute, die da beisammensitzen, und weil die Arbeiter den unverzeihlichen Fehler gemacht haben, nach man möchte sich begnügen, wenn sie nur wirklich auf ihrem engen errungener Verkürzung der Arbeitszeit wieder aus der OrGebiet, der Verhütung der Verschleppung von Mädchen unter ganisation, durch welche den Unternehmern das Zugeständnis abs lügnerischen Versprechungen und betrügerischen Vorspiegelungen gerungen wurde, auszutreten. Das hat sich nun bitter gerächt. etwas ausrichten könnten. Leider macht der ganze Rongreß feinen sehr ernsten Eindruck, troßdem die Drei Millionen Merkblätter. Regierungen ihre Vertreter hingeschickt haben, und in vertrauterem Gine Attion großen Stils hat neuerdings die Deutsche In vorteilhafter Weise unterscheidet sich der neue dänische Boll bestätigt hören. Schließlich haben ja alle Staaten die empfohlenen frant heifen ausgeführt. Durch die widerspruchsvolle Rechts Gespräch kann man diese Meinung gerade von diesen Sachkundigen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechts. tarif von dem deutschen Zollmonstrum. Bei den Massengebrauchsmitteln, z. B. Kaffee, Reis, Sago, raffiniertes Salz, find wesentliche Mittel gegen den Mädchenhandel längst in der Hand: eine versprechung, welche den Krantenfaffen Ausgaben zu hygienischen und Bollermäßigungen vorgesehen. Die bisher schon minimalen Zölle schärfte Polizei und eine Verschärfung der strafgeschlichen Be prophylaktischen Zweden hier gestattete, dort versagte, und durch das auf Kohle, Petroleum und Steinsalz sind ganz aufgehoben. Auch stimmungen gegen betrügerischen Mädchenhandel. Die private rigorose Vorgehen einzelner Verwaltungsbehörden sind bei den die bisher noch mit Zoll belasteten Roh- und Hülfsstoffe find davon Initiative, die man auf dem Stongreß tennen gelernt hat, läuft im Staffenvorständen vielfach Bedenken über die Zulässigkeit derartiger befreit. Es tommen hier außer Kohle noch in Betracht: Melasse- ganzen auf Klerikale Vereinlerei und dilettantisch wichtigtuende Ausgaben, wie sie früher von den Behörden nicht nur nicht be= futter, Chemikalien, Gummi, Harze, Teere, Band- und Stangen- Wohltätigkeitsmeierei hinaus. In den unterschiedlichen National anstandet, sondern sogar ausdrücklich gutgeheißen wurden, ente eisen, Draht, Bleche, Röhren. Erhebliche Ermäßigungen treten ein fomitees" scheint die snobistische Eitelkeit eine große Stolle zu standen. Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtsfür Farbwaren, Benzin, Maschinenöle, Bau- und Nußholz, spielen. Was wird aus den ganzen Beschlüssen des Kongresses frankheiten hat nun nach Uebereinkunft mit der Zentrale für das Reder uſw., ferner für Woll und Baumwollwaren, Kleiber, Hüte, herauskommen? Vermutlich über kurz oder lang ein neuer brei Millionen Mitgliedern angeschlossen sind, diefer zur Verteilung deutsche Krankenkassenwesen, welcher zurzeit 1450 Stassen mit über Maschinen, Nägel, Stacheldraht, Schrauben, Ketten, Anfer und Kongreß. andere Eisenwaren, weiter für Glaswaren, Tonwaren und Porzellan- Die offizielle Langeweile des Kongreffes gegen den Mädchen- an ihre Mitglieder ebensoviele Gremplare des Merkblattes" und des" Frauenmerkblattes" unentgeltlich zur Berwaren, für Papierwaren sowie für Erzeugnisse der Metall-, Holz- und handel wurde in der Schlußverhandlung unterbrochen, als ein Stüd fügung gestellt. Selbstverständlich kann es nicht Aufgabe einer mit Leben in die gespreizte Richtigkeit schrecklich hineintrat. Der bescheidenen Mitteln arbeitenden Gesellschaft sein, eine solche Allerdings enthält der Tarif auch einige Zollerhöhungen, jedoch Sekretär der Gewerkschaft der Artisten meldete sich Massenverbreitung, die einen Kostenaufwand von zirka 8000 Mark fast ausschließlich auf Artikel von einem gewissen Luruscharakter, wie zum Wort, um den schmachvollen Mädchenhandel darzustellen, der erfordert, zu einer dauernden Institution zu machen. Doch wird beispielsweise Weine und andere Getränke, Spezereien, Eßwaren in sich unter dem Deckmantel von Lingeltangelunternehmungen voll einstweilen ein momentanes dringendes Bedürfnis befriedigt, deffen hermetisch verschlossenen Gefäßen, Seiden- und Galanteriewaren, zieht. Die Sängerinnen", die eine Gage von 1 bis 5 Frank täglich Erfüllung im allgemeinen Interesse liegt, durch engbrüstige BureauBarfümerien u. dgl., höherwertige Glaswaren, künstliche Blumen, erhalten, find kontraktlich gezwungen, Wohnung und Kost beim traten aber gehindert wird. Schmuckfedern, feine Lederarbeiten, feine Holzwaren ufw. Unternehmer gegen einen von diesem willkürlich festgefeßten Preis Und auch die Finanzreform steht in Dänemark auf anderer zu nehmen. Dazu kommt aber die Verpflichtung, mit den Besuchern Grundlage wie in Deutschland, to nach dem Grundsatz: Schutz den auf Wunsch selbst auf ihrem Rimmer zu soupieren, bei Strafe starken Schultern, reformiert wird. Der Handelsvertragsverein fofortiger Entlassung ohne Entschädigung. In manchen Etabliffeschreibt dazu: ments sind die Sängerinnen verpflichtet, den Besuchern bis zwei, Der Finanzminister schätzt das finanzielle Ergebnis der Tarif- ia felbft bis sechs Uhr morgens zur Verfügung zu stehen. In vielen reform auf eine Verminderung der Staatseinnahmen um 81/2 Millionen Provinzorten ist es fogar üblich, daß eine Tombola veranstaltet Kronen. Zum Ausgleich soll die akzessorische Steuerreform dienen, wird, bei der die Schlafzimmerschlüssel der Künstlerinnen die erstens eine Umgestaltung der inländischen Abgaben auf Roh berloft werden! Bei Engagements in das Ausland find sie noch fabrikantenverbandes in Bamberg hat an seine Mitglieder auder und Raffinabe, zweitens eine Stempelabgabe von alfohola lärger baran. In Rußland gibt es einen Unternehmer, der die lein Rundschreiben folgenden Inhalts erlassen: Gummiindustrie. Gewerkschaftliches. Die Hnngerpeitsche der Schuhfabrikanten. Der Vorsitzende des Deutschen Schuh- und Schäfte Berband deutscher Schnh- und Schäftefabrikanten. Bamberg, 18. Oftober 1906. An unsere Mitglieder! Unser Zweigverband, der Berband der Berliner Schuhfabrikanten, teilt uns mit, daß er infolge Streits der Ballschuharbeiter die allgemeine Aussperrung in sämtlichen Verbandsfabriken verfügen mußte. Wir ersuchen unsere Mitglieder, keine Arbeiter aus den Berliner Betrieben einstellen zu wollen. Gleichzeitig geben wir bekannt, daß die Differenzen bei Firma R. J. Mayer, Schwäbisch- Gmünd beigelegt sind. Hochachtend! Berband der deutschen Schuh- und SchäfteFabrikanten. der Manz. Vorsitzender. Das ist natürlich kein Terrorismus. Es sind ja keine Arbeiter, die sich solcher Mittel bedienen! Berlin und Umgegend. Der Streit der Werkzeugmacher hat gegenwärtig schärfere Formen angenommen. Bis vor kurzem schien es, als könne eine Berständigung mit den Arbeitgebern erzielt werden. Es fanden wiederholt Verhandlungen statt, die hoffen ließen, daß die Arbeitgeber den schnellen Frieden einem längeren Streit vorziehen würden, indem sie die berechtigten Forderungen der Arbeiter wenigstens zur Hauptsache bewilligten. Die Herren verstanden sich jedoch nur zu so minimalen Zugeständnissen, daß von einer Annahme derselben durch die Streifenden einfach keine Rede sein konnte. Infolgedeffen sind die Verhandlungen jetzt abgebrochen worden, wobei die Arbeitgeber gleichzeitig die Zurückziehung ihrer bisherigen Zugeständnisse aussprachen. Der Streit wird daher jest mit verschärfter Energie solange weitergeführt, bis die Arbeitgeber zu einer besseren Einsicht kommen und unter dem Druck der Verhältnisse der Bewilligung geneigter geworden sind. Achtung, Metallarbeiter! Die Sperre bei der Firma Schöning, Maschinenfabrik, Uferstr. 5, ist hierdurch aufgehoben. Deutscher Metallarbeiterverband, Ortsverwaltung Berlin. Zwischen Himmel und Erde. Auf das Wohlwollen der Oberpostdirektion haben die Telegraphenarbeiter Hoffnungen gesetzt, die arg enttäuscht worden sind. Vor kurzem taten sich die Telegraphenarbeiter zu einem Verein zusammen, um gemeinsam für die Aufbesserung ihrer Löhne zu wirken, die in der Tat jämmerlich niedrig waren. Die Arbeiter erhielten einen Anfangslohn von täglich 3 M. bei zehnstündiger Arbeitszeit. Derselbe stieg nach einem Jahre auf 3,25 M., nach zwei Jahren auf 3,50 m., nach vier Jahren auf 3,75 M., nach sechs Jahren auf 4 M. und nach acht Jahren auf 4,25 M. Nichts ist verständlicher, als daß die so fümmerlich entlohnten Arbeiter eine Aufbesserung ihrer Löhne erstrebten. Ist doch die Beschäftigung der Telegraphenarbeiter eine so schwere und gefährliche, daß man schon mit Rücksicht auf diesen Umstand eine bessere Bezahlung erwarten sollte. In schwindelnder Höhe über dem Häusermeer der Stadt an ben Telephonleitungen beschäftigt, wo ein Fehltritt den tödlichen Sturz in die Tiefe zur Folge haben kann, müssen die Telegraphenarbeiter sowohl im glühenden Sonnenbrande, wie bei Regen, Schnee und eisiger Kälte ihr schweres Tagewerk verrichten, und das für einen Lohn, mit dem eine Familie unmöglich auskommen kann. So bleibt denn auch diesen Staatsarbeitern nichts übrig, als ihre Frauen in Fabrit- oder Heimarbeit für den Unterhalt der Familie fronden zu lassen. Die folgfame Regierung. Redlinghausen, 24. Ottober. ein Tarif festgesekt, der aber sehr schwer einzuführen war. Der] lette Tarif wurde 1902 aufgestellt. Der Redner machte keine Vor- Nachdem der Bergbauliche Verein für die ihm angeschlossenen schläge für den neuen Tarif, sondern forderte die Anwesenden auf, Werke genau die Formalitäten festgesetzt hat, unter denen die ihre Wünsche vorzutragen. Die Diskussion wurde lebhaft geführt. Forderungen der Bergarbeiter zurückgewiesen werden sollen, Die Chancen des„ eisernen" Kollegen, des Fahrstuhls, wurden viel hat sich auch die Regierung für ihre Betriebe dem Kommando des fach erörtert, und einige Redner machten es sich auch zur Aufgabe, Bergbaulichen Vereins als treue Dienerin des Privatkapitals unterdie Notwendigkeit einer Verkürzung der Arbeitszeit stellt. Aus Recklinghausen wird gemeldet: nachdrücklich zu betonen; man wies auf die Maurer hin, die jetzt Die königliche Bergwerksdirektion hat auf die Eingabe der den Achtstundentag erstreben. Die Muldenträger arbeiten jest 10, Bergarbeiterverbände folgendes geantwortet: 11 und 11% Stunden pro Tag, aber es schien nicht viel Neigung zu bestehen, eine Verkürzung der Arbeitszeit zu fordern. Es wurde schließlich ein Antrag angenommen, nach welchem ein neuer Tarif aufgestellt werden soll, der die bisherigen Preise zum großen Teil um 50 Pf. erhöht. So sollen für tausend Steine nach dem Keller zu tragen jest 3 M. festgesetzt werden, nach dem Parterre 4 M., nach der ersten Etage 5 M., nach der zweiten 6 M., der dritten 7 M., der vierten 8 M. Für Dachgeschoß und über Dachgleiche find 1,75 M. Zuschlag zu zahlen. Diese Preise sind für gewöhnliche Bauten; in anderen Fällen werden entsprechende Zulagen gewährt. Bei Durchschnittsberechnungen nach dem Gewicht der Steine werden Bulagen von 50 Bf. gewährt bei einem Gewicht von 5% bis 7 Pfund pro Stein, bei mehr als 7 Pfund soll die Zulage 1 M. betragen. Für das Heranschaffen von Kalkstein und Mörtel für 1 Kubikmeter fertiges Mauerwerk 1,50 M., wenn nur Mörtel zu Kalksteinen besorgt wird 75 Pf. pro Stubikmeter; für das Tragen der Verblendsteine 1 M. Zulage. Die Bauarbeiterversammlung am Sonntag wird auch über diese Vorschläge der Muldenträger entscheiden. Böttcher machte zum Schluß darauf aufmerksam, daß die Bauarbeiter schweren Kämpfen entgegensehen, denn die Unternehmer rüsten allerorten. Im nächsten Jahre laufen in 27 Städten die Verträge mit 19 000 Verbandsmitgliedern ab, im Jahre 1908 sogar in 54 Städten mit 44 000 Mitgliedern. Es scheint, als wollten die Unternehmer gemeinsam losschlagen, um die Organisationen zu sprengen. Darum müßten die Verbände auch gerüstet sein. Zur Lohnbewegung der Perlmutt- und Knopfarbeiter ist mite zuteilen, daß bis jetzt zwölf Firmen mit 131 Arbeitern die Forderungen bewilligt haben, darunter sind zehn Betriebe, wo es nicht erst zu einer Arbeitsniederlegung fam, während die beiden anderen nach einem fiebentägigen Streit bewilligten. 58 Arbeiter in fünf Betrieben befinden sich noch im Streif. Die Streifleitung ersucht, den Zuzug fernzuhalten. Die Kammacher, organisiert im Holzarbeiter- Verband, befinden sich seit Montag im Streit. Sie fordern hauptsächlich die Durch führung der 52stündigen wöchentlichen Arbeitszeit sowie Erhöhung der Atfordlöhne um 10-15 Prozent und Entschädigung für gewisse Werkzeuge, welche die Arbeiter selbst herstellen. Sieben Werkstätten mit 90 Arbeitern haben die Forderungen bewilligt, während in 19 Werkstätten mit 284 Arbeitern gestreift wird. Der Kenner der Herrn B. Hammacher, Oberhausen( Rheinland). Auf die von verschiedenen Bergarbeiterverbänden eint gereichte Eingabe vom 10. d. M. erwidern wir ergebenst, daß gemäß§ 80f des Allgemeinen Berggesezes und§ 13 Absah 1 Nr. 5 der für die königlichen Steinkohlenbergwerke in Westfalen erlassenen Sahungen für die Wahl und Tätigkeit des Arbeiter ausschusses Anträge, Wünsche und Beschwerden der Belegschaft, die sich auf die Betriebs- und Arbeitsverhältnisse des Bergwerts beziehen, durch den Arbeiterausschuß zur Kenntnis des Werkdirektors zu bringen sind. Von vorstehendem Bescheide haben die uns unterstellten königlichen Berginspektionen Mitteilung erhalten. Königliche Bergwerksdirektion gez.: Scharf. Interessanter wäre wohl getpesen, zu erfahren, welche An weisungen die Berginspektionen von der Direktion erhalten haben. Auch dieselben, wie die Werkleitungen vom Bergbaulichen Verein? Die Mannheimer Schlächter haben nach einem uns zugehenden Privattelegramm einen Sieg über die Scharfmacher davongetragen. In einer Verhandlung, die gestern vormittag vor dem Gewerbegericht stattfand, hat der Obermeister die Organisation der Ges hülfen anerkannt. Die Aussperrung wurde rüdgängig gemacht; infolgedessen wird auch der Boykott aufgehoben werden. Husland. Ungarische Lohnkämpfe. Die Bediensteten der Budapester Straßenbahnen wie auch der Bizinalbahnen, die im Betriebe obiger Gesellschaften stehen, sind in den Ausstand getreten. Der Verkehr ist demnach eingestellt. Die Zahl der Streifenden beträgt zirka 6000, deren größter Teil unorganisiert ist, denn sie gehören dem patriotischen Landesverband der Eisenbahner an. Die organisierten Gasarbeiter von Szeged sind in den Ausstand getreten, da die Gesellschaft kontraktbrüchig wurde. Die zweitgrößte Stadt Ungarns steht fast ohne Beleuchtung da, denn die wenigen Streifbrecher können den Betrieb nicht aufrechterhalten. Die streifenden Militärsattler der Firma Wunderlich Nachfolger Bad haus waren am Donnerstagvormittag vollzählig im Vittoriagarten versammelt. Schulze erstattete Bericht über die Entstehung und den bisherigen Verlauf dieses Streits. Er wies zuLetzte Nachrichten und Depeschen. nächst darauf hin, daß in der Oeffentlichkeit wohl allgemein die AnEinmütiger Protest der Bergarbeiterorganisationen. nahme vorherrschend sei, daß die Lage der Militärsattler im Gegenfag zu anderen Berufen sich ziemlich günstig gestalte, weil ja die Effen a. N., 26. Oktober.( Privattelegramm des Militärsattler indirekt Staatsarbeiter feien. Verhältnisse aber, besonders die Militärsattler selbst wissen ein Vorwärts".) Die Konferenz der 5 Bergarbeiterverbandsden Beschluß, gegen die Nichtander Lied über ihre Lage zu fingen. Fast unglaublich dürfte es vorstände faßte Also die Telegraphenarbeiter wollten etwas tun, um eine Lohn. erscheinen, daß besonders bei der preußischen Arbeit das Gros der anerkennung der Siebenerfommission zu proerhöhung zu erreichen und ihre wahrhaft elende Lage ein wenig Arbeiter mit Wochenlöhnen von 15-24 M. zufrieden sein muß, wo- te stieren. Die Prinzipalforderung sei und bleibe die zu verbessern. Sie setten ihre Hoffnung auf das Wohlwollen der von dann noch die Zutaten wie Faden und Wachs bezahlt werden. Verhandlung von Organisation zu Organisa Oberpostdirektion, und um sich des Wohlwollens würdig zu erweisen, Für die Arbeitgeber ist es ein sehr billiger Patriotismus, als tion. Die Arbeiterausschüsse könnten nur als Organ der vermieden fie bei ihrem Vorgehen alles, was sie in den Verdacht Lieferanten des Staates hübsche Summen einstecken zu können, Gewerkschaften eine Bedeutung haben. Die Arbeiterausschüsse hätte bringen können, als ständen sie in Beziehungen zu der gewerk während sich die Arbeiter die notwendigsten Bedürfnisse versagen sollten jest überall ihr Glück versuchen und bis zum 8. Noschaftlichen Arbeiterbewegung oder gar zur Sozialdemokratie. Als müssen. Als ganz besonders rigoros muß das Vorgehen des die Telegraphenarbeiter im August dieses Jahres eine Versammlung Herrn Backhaus bezeichnet werden, in dessen Betrieb seit vember über den Verlauf der Verhandlung Bericht erstatten. abhielten, verweigerten sie einem Berichterstatter des Vorwärts" mehreren Wochen ausländische Arbeit angefertigt wird. Mit Am 9. November solle dann eine Sigung der Verbandsvorden Zutritt, denn sie fürchteten, schon die Anwesenheit desselben Hochdruck wurde die Fertigstellung dieser Arbeit betrieben, stände zur Beschlußfassung über weiter zu unternehmende tönne ihnen in den Augen der Postbehörde schaden. Die Arbeiter Ueberstunden mußten gemacht werden, bis vor furzem Schritte stattfinden. Es herrschte unter den 5 Vorständen volle gründeten einen Verein. Doch wagten sie nicht, von dem jedem den Arbeitern gesagt wurde, daß der Zuschlag für Ueber- Einigkeit. Beschlossen wurde ferner die Anrufung des„ GeStaatsbürger zustehenden Vereinigungsrecht so ohne weiteres Ge- stunden nicht mehr gezahlt werde. Um dieses den Arbeitern recht sundheitsbeirats" gegen das Ueberschichtenunwesen brauch zu machen. Ghe die Telegraphenarbeiter zur Gründung des nachdrücklich bemerkbar zu machen, wurde sogar der bis dahin fällige und eine Eingabe an die Landesbehörden, an die ReichsVereins schritten, hatten sie sich die Gewißheit verschafft, daß die Zuschlag nicht mehr ausbezahlt, den steckte vielmehr die Firma großOberpostdirektion nichts dagegen habe. Der Verein reichte feine mütig felbst in die Tasche. Selbstverständlich wurden von diesem regierung gegen die von den Zechenverwaltungen zugegebene Statuten der Oberpostdirektion ein und änderte dieselben bereit- Tage an feine Ueberstunden mehr gemacht. Die Affordlöhne Sperre. willigst nach deren Wunsch. So kam ein Verein zustande, den man für diese Arbeiten waren bon der Geschäftsleitung den Des weiteren fand eine längere Debatte statt über die als würdigen Bruder des bekannten Aschervereins bei der Großen Arbeitern selbst angesezt worden, was jedenfalls dafür von der„ Nordd. Allgem. 3tg." veröffent. Berliner Straßenbahn ansehen kann. Nachdem die Telegraphenzeugt, daß die Firma mindestens diese Löhne, wenn lichten zwei einander widersprechenden arbeiter auf solche Weise gezeigt hatten, daß sie in gutem Einvernehmen mit ihrem Arbeitgeber, der Oberpostdirektion, leben wollen, nicht gar höhere, bei ihrer Kalkulation in Betracht gezogen Artikel. Alle Redner ohne Ausnahme der Organisation hat. Bei diesen Akkordlöhnen war es den Arbeitern mögglaubten sie, daß ihre Wünsche, die jämmerlich niedrigen Löhne zu erhöhen, nun auch wohlwollende Berücksichtigung finden würden, lich, das bisherige Lohnminimum um ein kleines zu erhöhen. Das und Partei sprachen sich in der schärfsten Weise gegen das nachdem sie ein dahingehendes Gesuch an die Oberpostdirektion brachte die Firma offenbar auf die Vermutung, daß es den Ar- preußische Handelsministerium ans, dem auch die christlichen beitern zu gut gehen könnte, und da auch die Sache mit dem Zu- Gewerfvereinler ihr volles Mißtrauen aussprachen. Eine gerichtet hatten. Berücksichtigung haben die Wünsche der Arbeiter allerdings ge- schlag für Ueberstunden ohne Folgen für die Firma abgelaufen war, von Sachse vorgeschlagene Resolution, welche die Unterfunden, aber wie. Vom 1. November ab wird den Telegraphen- 30g man furzerhand am Sonnabend 20 Proz. von den Altord- stüßung der Scharfmacher durch den preußischen Das war denn selbst den geduldigen Militär- Minister Delbrüd entschieden verurteilte, arbeitern eine Rohnerhöhung gewährt werden, aber das Maß der- preisen ab. Da die Kommission, welche vorstellig wurde, fand einstimmige Annahme. Kein Mißton störte die mehr. selben hat diese so vertrauensseligen Arbeiter nicht nur enttäuscht, fattlern zubiel. Resultat erzielte, legten die Sattler einsondern geradezu erbittert. Die Arbeiter hatten um eine Zulage ein negatives An einzelne von ihnen richtete die stündige Konferenz, die die volle Einmütigkeit der Bergvon 50 Pf. in jeder Lohnklasse gebeten. Gewiß eine bescheidene mütig die Arbeit nieder. Forderung. Statt dessen ist ihnen gewährt worden eine Erhöhung Firma nun Briefe, worin zur Wiederaufnahme der Arbeit auf- arbeitervertreter dokumentierte. des Anfangslohnes von 3 M. auf 3,30 M., der zweiten Klaffe von gefordert wurde und gleichzeitig angedroht war, daß im Weigerungs3,25 M. auf 3,40 M., der dritten Klasse von 3,50 M. auf 3,60 m., falle Klage wegen Kontraktbruch angestrengt werde, und dieses nach der vierten Klasse von 3,75 M. auf 3,80 M. Die beiden oberen so eklatanten Vertragsbrüchen der Firma. Von verschiedenen Rednern Klassen, nämlich 4 M., die man nach 6jähriger, und 4,25 M., die wurde unter Zustimmung der Versammlung betont, daß, bevor die man nach 8jähriger Tätigkeit als Telegraphenarbeiter erhält, haben Abzüge nicht rückgängig gemacht werden, von einer Wiederaufnahme feine Erhöhung erfahren. Neu hinzugekommen ist eine Lohnstufe der Arbeit nicht die Rede sein könne. Eine entsprechende Resolution bon 4,50 M., die nach elfjähriger Tätigkeit im Betriebe der Ober- fand einstimmige Annahme. postdirektion gezahlt werden soll. Die sonstigen Wünsche der Arbeiter sind abschlägig beschieden worden. Billige Versprechungen. Effen( Ruhr), 26. Oktober.( W. T. B.) Im Ruhrrevier fanden in den letzten Tagen zahlreiche Arbeiterausschußsizungen statt, in denen Vertreter der Zechenverwaltungen die Wünsche der Bergarbeiter nach Lohnerhöhung entgegennahmen und den Ausschußmitgliedern Mitteilungen über die Entwickelung der Lohns verhältnisse auf ihren Zechen machten. Es wurde, soweit bisher Nachrichten über diese Sibungen eingegangen sind, den Ausschüssen auch erklärt, daß bei weiter ansteigender Konjunktur die Löhne eine weitere Erhöhung erfahren würden. Beweis dafür sei die Tata sache, daß die Löhne auch in den letzten Wochen wieder allgemein und beträchtlich in die Höhe gegangen seien. Eine Ehrung Muromzews. Tula, 26. Oftober.( W. T. B.) Die Adelsversammlung der Achtung, Textilarbeiter! Der Streik der Teppichweber und Das also sind die Früchte des loyalen Verhaltens der Tele- sämtlicher Arbeiterinnen der Firma M. Proben u. Sohn in graphenarbeiter. Wer 5 bis 6 Jahre unter steter Lebensgefahr bei Stralau dauert unverändert fort. Wenn es zu einer Verständigung der Oberpostdirektion gearbeitet hat, erhält eine Lohnzulage von bis jetzt leider noch nicht gekommen ist, so liegt das an der Hart fünf Pfennigen pro Tag, und diejenigen, welche noch länger in nädigkeit des Unternehmers; die Streifenden waren zum Frieden Arbeit stehen, gehen ganz leer aus. Ein Tagelohn bon 4-4.25 m. bereit. Vorher war den Vertretern der Streifenden stets erklärt für Arbeiter, deren Zuverlässigkeit und Tüchtigkeit in langjähriger worden, sobald die Arbeit wieder aufgenommen, würde man bereit Beschäftigung erprobt ist, erscheint der Oberpostdirektion so hoch, sein, mit einem neu zu wählenden Ausschuß über die gestellten daß eine Erhöhung ausgeschlossen ist. Die Arbeiter wissen dagegen, Forderungen zu verhandeln. Jezt, nachdem die Streitenden selbst daß man bei solchen Löhnen eine Familie nicht ernähren fanm und sie sind deshalb mit den Zulagen, die ihnen gewährt wurden, im darauf eingehen wollten, sagte man ihnen: Wir lassen uns auf höchsten Grade unzufrieden. Die Arbeiter wollen es noch einmal nicht ein; wer arbeiten will, soll kommen und sich im Kontor versuchen, durch Vorstellungen bei der Oberpostdirektion eine Lohn- melden, er tritt dann als neu in die Fabrik ein. Daß irgend- Provinz beschloß mit 123 gegen 4 Stimmen, ihr Mitglied, den ehe= erhöhung zu erlangen, die man als eine leidliche Verbesserung be- welche Zugeständnisse gemacht werden, daran sei nicht zu denken. maligen Präsidenten der Duma Muromzew von der Teilnahme zeichnen kann. Eine Erhöhung von 50 Pf. in jeder Lohnklasse er- Weiter wurde erklärt: Die Maschinen sind durch das monatelange an den Wahlen und anderen Akten der Adelsversammlung ausscheint ihnen angemessen. Ob sie noch etwas erreichen werden, das Stillstehen so verdreckt, daß das Reinigen derselben einige Tage scheint uns nach den bisherigen Erfahrungen der Arbeiter sehr in Anspruch nehmen wird. Auch dafür fei auf eine Vergütigung zuschließen, weil er durch Unterzeichnung des Wiborger Manifestes eine unehrenhafte Handlung begangen habe. aweifelhaft. Durch demütiges Bitten und untertäniges Sichfügen nicht zu rechnen. Alles das müsse umsonst gemacht werden. Nur haben Arbeiter noch niemals nennenswerte Verbesserungen erreicht. Streitbrecher erhalten diese Arbeit bezahlt. Als Nur dann können Arbeiter auf Anerkennung ihrer berechtigten Antwort auf dieses brüske Verhalten beschlossen die Streifenden, Forderungen rechnen, wenn sie geschlossen zusammenstehen und den Kampf fortzusehen. Das Lokal des früheren Meisters Hermann willens sind, durch die Mittel der modernen Gewerkschaftsbewegung Morr, Rummelsburg, Neue Bahnhofstraße 28, ist der Tummelihren Forderungen Nachdrud zu verleihen. plab für Streifbrecher und Streitbrecheragenten. Der Mann steht heute noch im Dienste der Firma. Die Streifleitung. Zur Lohnbewegung im Baugewerbe. Der Verband der baugewerblichen Hülfsarbeiter hatte am Donnerstag eine Versammlung der Affordträger, speziell der Muldenträger, nach dem Gewerkschaftshause einberufen. Die nächstjährigen Forderungen, welche die Muldenträger aufstellen, sollten beraten werden. Der Referent Ostar Böttcher sprach zuerst über die Lohnverhältnisse, wie sie seit den letzten 25 Jahren sich für die baugewerblichen Hülfsarbeiter gestalteten. Es sah mit der Organisation damals noch sehr traurig aus. Erst im Jahre 1885 wurde in Berlin ein Fachberein der Steinträger" gegründet und Berantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Inferatenteil verantw.; Deutfches Reich. An die Wäsche- Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Seit Montag, den 22. Oktober, befinden sich die Wäsche- Arbeiter und Arbeiterinnen der Firma Leopold Landeis, Wien XII, Schönbrunnerstraße, im Streit. Da die Firma versucht, Arbeitswillige aus Deutschland anzuwerben, so ist Zuzug nach Wien fernzuhalten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Verband der Wäsche- und Krawattenarbeiter Deutschlands. Neue Verhaftungen. Wilna, 26. Oktober.( W. T. B.) Die Sicherheitspolizei verhaftete in der letzten Nacht 26 der Kampfliga angehörige Sozialisten, Revolutionäre und Anarchisten und beschlagnahmten deren Waffen und Briefschaften. Los von den Pfaffen. Paris, 26. Oftober.( W. T. B.) Es ist bekannt geworden, daß die Regierung in ihrer Erklärung vor dem Parlament am 5. November den festen Willen bekunden wird, das Trennungsgeseh anzuwenden und von dem Parlament verlangen wird, neue Auss führungsbestimmungen zum Gesek, falls solche sich als notwendig erweisen sollten, zu genehmigen. .Glode. Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 251. 23. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 27. Oktober 1906. Die russische Revolution. An die dem Internationalen Sozialistischen Bureau angeschlossenen Parteien. In einem Anhang veröffentlicht das Internationale regeln der Partei, solche Personen aus der Partei zu entfernen, von Bureau dann noch die 219, Namen aller Deputierten der auf denen bewiesen wird, daß fie an derartigen verbrecherischen und gelösten Duma, die beinahe die Totalität der Regierungs- gewalttätigen Unternehmungen teilgenommen haben. bezirke Rußlands repräsentieren und die der Wiborger Deklaration, daß die ohne Zustimmung der Duma abgeschlossenen Anleihen nicht gezahlt werden, beigestimmt haben." Entlarvt! Tag für Tag bringen die zarenfreundlichen Organe Rußlands und ebenso die Zeitungen anderer Länder Nachrichten über die Pläne der in Notlage geratenen Regierung Petersburg, 26. Oktober.( W. T. B.) In dem Prozeß gegen Nikolaus' II., eine neue Anleihe aufzunehmen. Die Staats- den Arbeiterdeputiertenrat erklärte in der gestrigen Verhandlung der tasse der russischen Regierung ist leer, und man rechnet wohl- Verteidiger Rechtsanwalt Grusenberg, er besitze die Kopie eines wollend auf das Geld des Auslandes, um die Gegenrevolution Schreibens des früheren Direktors des Polizeidepartements und am Leben zu erhalten, um die schwarzen Banden zu besolden, um die Vertilgung der Juden herbeizuführen, um ein ganzes Volf zu martern. Sollte der Plan des Herrn Stolypin seine Absicht erreichen, so würde das Ausland nicht allein wiederum der unversöhnlichsten Unterdrückungsherrschaft und der verächtlichsten Tyrannei beigestimmt haben, es würde sich auch zum Mitschuldigen einer Ilegalität gemacht haben; denn die Du ma soll über die Opportunität einer Anleihe entscheiden. Das Ausland würde dann vor der Tatsache stehen, die durch das Wiborger Manifest, dem eine überwiegende Majorität der Vertreter der Bourgeoisie beigestimmt hat, in folgender Weise formuliert wurde: Wenn nun die Regierung, um Geldmittel aufzutreiben, Anleihen aufnehmen sollte, so sind diese Anleihen, die ohne Zustimmung der Volksvertretung abgeschlossen werden, von nun ab ungültig, und das russische Volk wird sie zu keiner Zeit anerkennen und sie auch daher niemals zahlen." Der Finanzminister Rofoffzeff und eine große Anzahl Teiner Agenten bearbeiten seit längerer Zeit den westeuropäischen und den amerikanischen Kapitalmarkt. Herr Witte, der während der letzten Jahre bei allen Geldraffereien des Barismus in tätiger und entscheidender Weise mitgewirkt Barismus in tätiger und entscheidender Weise mitgewirkt hat, weilt nun in Paris und führt Unterhandlungen. daß 3. v. Kaarlo Zurto und K. G. S. Nyman, die irgend einmal Zur Bermeidung aller Mißverständnisse erklärt die Konferenz, in der Partei tätig waren, nicht als Parteimitglieder betrachtet werden dürfen, da sie in Wort und Tat bewiesen haben, daß sie gegen die Grundsätze und die Taktik der Partei handeln, und was den Parteidelegierten bekannt ist in den legten Zeiten auch teiner Parteiorganisation angehört haben." späteren Gouverneurs von Eftland Lopuchin vom 27. Juni 1906, Vom Treiklassensystem des Landtags französische Presse beinahe ganz und gar erkauft und womög- Nischednjeprowst und die Brjanster Werke. mittags streiften die wahlrechtes. worin dieser dem Ministerpräsidenten Stolypin Mitteilungen über die Organisation eines Pogroms gegen die Juden und Intelligenz von Petersburg im Oktober 1905 durch die Obrigkeit mit Hülfe des schwarzen Hunderts macht.- Auf Ersuchen des Präsidenten unterläßt der Verteidiger Wie war es möglich, daß im Landtagswahlkreis die Berlesung des Briefes, beschränkt sich auf furze Mitteilungen und Berlin III bei der Abgeordnetenwahl von 1903 die Sozialbeantragt die Vorladung Lopuchins als Zeugen. Er könne vor Ge- demokratie sofort mit reichlich 42 Broz. aller abgegebenen richt bestätigen, der Direktor des Polizeidepartements Ratschkowski Wahlmännerstimmen als achtunggebietender Gegner des habe im Departement gedruckte Proklamationen in Petersburg durch Liberalismus auftreten konnte? den bekannten Führer des Verbandes russischer Leute Dubrowin, in Das Dreiklassensystem des Landtagswahlrechtes ist das Moskau durch den Redakteur der Rußtija Wjedomosti", Gringmut, elendeste aller Wahlsysteme! Die Liberalen haben dieses in Orel durch einen Beamten des Generalgouverneurs, in Wilna durch Wort am überzeugtesten da nachgesprochen, wo das„ elendeste" den Polizeimeister verbreiten lassen. Er habe die Bolizei des Reiches Wahlsystem ihnen selber unbequem war und den Junkern geleitet, nachdem er längst durch kaiserlichen Befehl seines Postens den Sieg sicherte. Wie, elend" es ist, das hat aber das liberale enthoben war. Bürgertum doch erst in dem Augenblick voll erkannt, als die Der Post- und Telegraphenverband. wunderlich- widerspruchsvollen Eigentümlichkeiten dieses Systems Der„ Russ. Kur." schreibt: Soeben ist allen Chefs der Post- und Telegraphenämter des dazu führten, daß in einigen Landtagswahlkreisen mit zahleuropäischen Rußlands und Sibiriens ein Geheimzirkular zugestellt reicher Arbeiterbevölkerung die Sozialdemokratie die Mehrheit der Wahlmännerworden, in dem u. a. hervorgehoben wird, daß das Zentralkomitee nahezu des Boft- und Telegraphenverbandes demnächst in größerem Um- mandate gewann, so daß bei den Abgeordnetenwahlen fange chiffrierte Depeschen über den Stand der in Borbereitung be- nur mit knapper Not, dank dem„ staatsmännischen Blick" des Briffenen Streits sowie der Propaganda beim Militär übermitteln großen" Eugen Richter, vom Bürgertum die Gefahr eines wird. Ein vom russischen Polizeidepartement ermittelter Depeschen- Sieges der Sozialdemokratie abgewendet werden konnte. code ist im Zirkular angegeben. Unter dem Dreiklassensystem des Gemeindewahlrechts, das Ihr Vornehmen durchzusehen, ist die russische Regierung Legter Lage erklärte die Petersburger Telegraphen- Agentur den in Berlin den Liberalen die Zweidrittelmehrheit der Stadtbemüht, ihr Lieblingsverfahren anzuwenden, um die öffent- Post- und Telegraphenverband schon als tot und abgetan! berordnetenversammlung sichert, wird die Wählerschaft der liche Meinung irre zu führen. Sie spiegelt die Möglichkeit Politischer Streik. einer Einführung liberaler Reformen vor in demselben ganzen Gemeinde nach Maßgabe des Steuerauftommens auf Augenblicke, wo wo fie Straferpeditionen und Feldgerichte Petersburg, 26. Ottober. Oppositionsblätter veröffent- drei Klassen verteilt und dann für jede Klasse die Berlegung organisiert, die Hunderte schuldloser Menschen hinrichten. Sie lichen einen Rapport des Kommandierenden des Odessaer des Gemeindegebietes in Wahlbezirke vorgenommen. Unter veröffentlicht heute Ukase, die morgen durch andere Ukase ver- Militärbezirks, Baron Kaulbars, an den Minister des Innern, dem Dreitlassensystem des Landtagswahlnichtet sein werden. Sie verspricht Reformen, deren Ver- wonach im Süden ein politischer Streit in den Eisenbahn- rechts wird jeder Wahlkreis in Urwahlbezirke zerlegt und wirklichung sie selbst verhindert. Außerdem hat sie sich die werkstätten und Fabriken begonnen hat! Bis zum 24. Oftober dann die Wählerschaft jedes Urwahlbezirks nach Maßgabe Werkstätten in Jekaterinoslaw, feines Steueraufkommens in drei Klassen geschieden. Das mag Nischednjeprowst und die Brjansker Werke. Die Zahl der als sehr pfiffig gegolten haben, als man es einführte. Aber lich auch die bürgerliche Presse anderer Länder, in denen ftreifenden Arbeiter soll mehrere zehntausend betragen. Die als ein zweischneidiges Schwert hat es sich erwiesen in den sie die russischen Papiere zu plazieren hofft. Industriezentren, wo im Laufe der Zeit die örtliche Sonderung Die sozialdemokratische Presse hat neulich auf zwei Pro- Streifenden steckten an die Gebäude schwarze Flaggen an. von reich und arm immer weiter fortgeschritten ist, immer jekte der russischen Regierung hingewiesen, auf den wohl Blutige Statistik. mehr die große Masse der werktätigen Beschon zum Teil ausgeführten Plan, die Rentenbriefe der Die„ Beruhigungsarbeit" in den Ostseeprovinzen gestaltet sich bölterung in Arbeiterviertel zusammenrussischen Landbanken systematisch auf dem ausländischen mit jedem Tage blutiger. Die Blutgier der junkerlichen Streis- gedrängt worden ist und die wohlhabende Minderheit Markt zu plazieren und auf das große Projekt, die wirt polizeichefs, ihrer Gehülfen und der Ehrenpolizisten" fennt schaftlichen Entwickelungskräfte Rußlands im voraus an ein feine Grenzen mehr. Die Kriegs- und Feldgerichte wetteifern sich in vornehmere" Stadtteile zurückgezogen hat. Wo vormit einander um die Gunst des baltischen Adels. Dieser ist wiegend reiche Leute wohnen, da kann selbst ein schon ganz amerikanisches Konsortium zu vertrusten. Es gebührt dem internationalen Proletariat, diesen Ver- in den Ditfeeprovinzen allmächtig: Auf seinen Wunsch werden hübsch bemittelter Mann in die dritte Abteilung seines Wahl Richter, Militärpersonen, Gouverneure und sogar Generalgouverneure bezirkes hineingeraten. Wo dagegen das Gros der Bevölkerung suchen entgegenzuwirken; denn es darf feinen Augenblick ver- verseßt, und die Gunst des augenblicklich allmächtigen Adels läßt sich unbemittelt ist, da kann selbst in der ersten Klasse die gessen, daß die Revolution in dem Maße gelingen oder nicht nur durch Blut erwerben. Allgemeines Aufsehen erregte in russischen Arbeiterschaft die Mehrheit erlangen und bei der Wahlgelingen wird, in welchem dem Zarismus alle Hülfsquellen und lettischen Kreisen die letzte Kampagne des örtlichen Adels gegen mannswahl den Ausschlag geben. entzogen oder Geldzuflüsse gewährt werden. Und es ist für den Generalgouverneur follohub, der nunmehr nach der In Berlin ist es vorgekommen, daß sogar Minister, weil das Gelingen der Revolution noch wichtiger, dem Zarismus Düna- Zeitung" endlich einmal" weg ist. Also auch dieser fie in einer noblen" Gegend wohnten, bei der Landtagswahl jeglichen Kapitalzufluß aus dem Auslande zu verstopfen, als Oberhenter war den Junkern noch zu„ liberal"! selbst unseren russischen Genossen Geld zu senden. Ueber die schauderhaften Resultate der blutigen„ Beruhigungs- trotz ihres enormen Gehaltes doch noch zur dritten Klasse Taher haben die dem Internationalen Sozialistischen arbeit" im Lettischen Teile der Ostseeprovinzen bringt die ihres Bezirkes gehörten und dort zusammen mit ihrer Diener" Latvija" in ihrer Nummer 193 folgende Zusammenstellung, die sich schaft wählten, während vielleicht ihr mit noch sehr viel mehr Bureau angeschlossenen Parteien die Pflicht, überall energisch auf den Zeitraum vom 6. September bis zum 6. Oftober erstrect: Einkommen gesegneter Hosenlieferant, der zufällig in demalle Mittel gegen diese Pläne der russischen Regierung und auf Urteile der Kriegs- und Feldgerichte hin wurden erschossen oder selben Bezirk wohnte, sich zur zweiten oder gar ersten Klasse seiner Finanzverbündeten in Bewegung zu setzen. Unter den gehängt 27 Berionen, von den Strafexpeditionen" 82 Personen. zählen durfte. Ein schrecklicher Gedanke! Noch schrecklicher Mitteln, die schon in unseren früheren Aufrufen oder in den Davon:„ auf der Flucht" 15 Personen, auf Verdacht hin" sechs aber für einen Minister samt seinem schwerreichen HosenSizungen des Internationalen Sozialistischen Bureaus und Personen, zufällig" zwei Personen und aus unbekannten der Interparlamentarischen Sozialistischen und Arbeitskom- Gründen"" neun Personen! Also im ganzen wurden im Laufe lieferanten ist der andere Gedanke, daß z. B. im Landtagsmission angeführt wurden, heben wir folgende hervor, die je eines Monats nur im lettischen Zeile der Ditfeeprovinzen Wahlkreis Berlin III in vielen Wahlbezirken sogar nach den Besonderheiten der einzelnen Länder auszuwählen fonen. Wie hätten sich die Junter auch damit zufrieden geben Selaffe gehören und dort sozialdemokratische Wahl59 Personten erschossen. Auf Kurland entfallen hiervon 35 Per- Arbeiter in Masse zur zweiten oder ersten sein würden. Der Magistrat hat soeben für 1. Die parlamentarischen sozialistischen Vertretungen werden können, daß Ssollohub in Livland, das stärker bevölkert ist, mur männer durchbringen. 24 Hingerichtete aufweisen fonnte! diejenigen Wahlbezirke des dritten Landtagswahlkreises, ersucht, in ihren respettiven Parlamenten Interpellationen einDem Oberhenter von Sturland, General v. Böd mann, stellt in denen Wahlmännerersatzwahlen notwendig sind, durch zubringen über die Frage der finanziellen Unterstübung des ver- die" Düna- Zeitung" in einer ihrer legten Nummern folgende Note das„ Gemeindeblatt" die Klassenbegrenzung veröffentlicht. Da fassungsbrüchigen russischen Despotismus. Diese Interpellationen aus:" Die energischen Schritte, die v. Böckmann in allerlegter Beit finden wir zahlreiche Bezirke, in denen man mit einem Steuerdürfen von den Regierungen ein sofortiges Einschreiten bergetan langen, um die Anleihe zu verbieten und jegliche indirekte Art getan hat, finden Anerkennung in Petersburg, und seine Stellung ist finden wir zahlreiche Bezirke, in denen man mit einem Steuergesichert". Zur Charakteristit dieses Banditen soll mur ein Sazz aus betrag von 24 M. oder auch schon von 18 M. noch zur zweiten der Geldunterstützung des Zarismus zu verhindern. Auch dort, einer von ihm am 23. Oftober erlassenen obligatorischen Verordnung Klasse gehört. In zwei Bezirken darf man sogar schon mit wo die Parlamente zurzeit nicht versammelt sind, sind diese an die Polizei angeführt werden: Geht dreister vor, denn dieses 12 M. in der zweiten Klasse wählen; der eine liegt in der Interpellationen schon jetzt zu beschließen und womöglich ein Lumpengefindel ist nur start, sofern Ihr feige seid!" Das ist die Rosenthaler Vorstadt, der andere auf dem Gesundbrunnen. zubringen, jedenfalls aber in der Preffe zu veröffentlichen. Auch Sprache, die den Junkern gefällt! Diese beiden Bezirke weisen auch für die erste Klasse die sonst ist in den Parlamenten systematisch jede Gelegenheit zu benutzen, um Besprechungen der russischen Finanzlage und geringsten Steuerbeträge auf; in dem einen wird man schon Finanzpläne herbeizuführen, um diese Pläne und diese Lage zu mit 32 M., in dem anderen sogar schon mit 24 M. noch diskreditieren. Wähler erster Klasse. 2. Der gesamten politischen, gewerkschaftlichen und genossen schaftlichen Parteipresse wird es zur Pflicht gemacht, nicht nur in diesem Sinne zu wirken, sondern auch alle Nachrichten, die die russische Finanzlage und jene finanziellen Pläne betreffen, in die Oeffentlichkeit zu tragen und sie mit besonderer Aufmerksamkeit zu beleuchten, zu verbreiten und nach Kräften agitatorisch auszunuzen. 8. In besonders fritischen Momenten überall und besonders dort, wo die Presse durch die russischen Finanzinteressenten angetauft und mundtot gemacht ist, vor allem in Frankreich und wo eine regelmäßige und verbreitete Breffe nicht vorhanden ist, find Flugblattverteilungen, Demonstrationszüge, Agitationsbersammlungen sowie das Plakatieren von Affichen größten Stils über das ganze Land hinaus zu inszenieren, wobei besonderes Gewicht darauf zu legen ist, daß diese Propaganda in die für die Anleihe in Frage kommenden Kreise, z. B. die der Kleinbourgeoisie, gelangt. " Aus dem Parteileben. " er Das Zentralfomitee der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Nuß lands hat beichloffen, in nächster Zeit eine Konferenz einzuberufen, der folgende Fragen zur Erwägung vorgelegt werden sollen: Ein- Nun wäre es aber ein Irrtum, zu glauben, daß es nicht berufung eines außerordentlichen Parteitages, Durchführung der auch im Landtagswahltreis Berlin III noch Retrutenverweigerungstampagne, Dumawahlen und Verhältnis zu Wahlbezirke gibt, in denen selbst ein Minister sich zur bürgerlichen Parteien, Bekämpfung der Agitation der Schwarzen dritten Abteilung hinabschieben lassen müßte, wenn Banden" und der Judenmezeleien. zufällig dort wohnte. Es genügt fchon, daß da irgendwo An dieser Konferenz werden zum erstenmal die angeschlossenen noch ein„ Krösus" sigt, der den Zug nach dem Westen nationalen fozialdemokratischen Organisationen teilnehmen: der Bund", die polnische und die lettische Sozialdemokratie. Der nicht mitmachen wollte. Sofort wird all das minder zahlungs" Bund" mit seinen 33 000 Mitgliedern entsendet 7 Vertreter, die fähige Pack", das um ihn herum wohnt, um ein oder zwei polnische Sozialdemokratie 5 Vertreter( 28 000 Mitglieder), die Klaffen degradiert. Das tollste Beispiel ist Wahllettische 3 Vertreter( 13 000 Mitglieder); auf die russische Sozial- bezirk 799, in dem ein paar Mitglieder der Familie Bözow demokratie enifallen 19 Vertreter. Da ein Vertreter auf je 5000 der Brauereibefizer und der Gutsbesitzer zu Hause sind. organisierte Mitglieder berechnet wird, ergibt die Mitgliederzahl der Das ist der südlichste Abschnitt der Prenzlauer Allee mit Gesamtpartei über 150 000. Teilen von Nachbarstraßen. Wer dort Wähler zweiter Klasse Eine Erklärung der finnischen Sozialdemokraten. fein will, müßte mehr als 88 000 M. Steuern zahlen können, Der fürzlich in Stockholm entdeckte Plan fich revolutionär wer seinen Ehrgeiz bis zur ersten Klasse schweifen läßt, müßte Genoffen! Es handelt sich nicht um eine bloß für den nennender Finnländer, Banten zu berauben und dabei Bomben als in der Lage sein, mehr als 165 000 m. Steuern zu zahlen. Schreckmittel zu benutzen, sowie ähnliche Pläne und Verbrechen in In dieser glücklichen Lage sind dort nur die beiden Bögow. Augenblick berechnete Agitation. Der Kampf muß mit zäher Finnland selbst, werden von den herrschenden Klassen eifrig zur Daher hat denn im 799. Bezirk die erste Stlasse als ihren Energie auf lange Zeit hinaus und selbst dann nicht minder Berleumdung der Sozialdemokratie ausgenutzt, die selbstverständlich einzigen Wähler den einen Bötzow und die zweite nachdrücklich geführt werden, wenn auch in der Deffentlichkeit nichts damit zu tun hat. Weiche Stellung unsere finnischen Partei- Stlasse als gleichfalls einzigen Wähler den anderen von Finanzplänen aeschilderter Art zeitweilig nichts verlautet, genossen zu diesen angeblich revolutionären Gewalttaten einnehmen, Bößow, während die gesamte übrige Wählerschaft des Bezirks, wenn auch die Agenten des Rarismus die Order erhielten, zeigt folgende Resolution, die von einer am 14. Oktober in Helsing- 571 Mann, die dritte Klasse bildet. die öffentliche Meinung für eine Anleihe nicht mehr bor- fors abgehaltenen Parteikonferenz angenommen wurde: zubereiten und lettere scheinbar verta gt werden soll. Lassen wir uns nicht durch List überrumpeln! Die zarische Regierung befindet sich in Geldnöten. Sie dürstet nach dem Gelde anderer Völker. Wenn lettere ihre Pflicht tun, wird die Willkürherrschaft in kläglichster Weise zusammenbrechen. Das Erekutivkomitee des Internationalen Sozialistischen Bureaus. Edouard Anseele. Emile Vandervelde. Camille Huysmans, Sekretär. " Da man allgemein erkannt hat, daß die in unserem Lande in Dieses Beispiel zeigt übrigens recht drastisch, um wieviel Tegzter Zeit verübten mysteriösen Stäubereien und Mordversuche, in mancher Beziehung das Wahlrecht der WohlDiebstähle und Bombenattentate von hierorts gegründeten, von habenden größer ist als das der Unmoralisch verkommenen Individuen geleiteten Verbrecherbanden an- bemittelten; denn die beiden Bökow zusammen dürfen gestiftet wurden, unter denen offenbar auch Elemente aus der doppelt so viel Wahlmänner wählen" wie die 571 Mann Schwarzen Bande sind; der dritten Klasse. Bezirke, in denen zur ersten Klasse ein und da einige Leute behaupten, daß in unserer Partei sich Mit einziger Wähler und zur dritten Klasse vielleicht hundert glieder befinden. welche- abweichend von dem Klassenkampf, wie Wähler gehören, gibt es noch mehr im dritten Landtagswahler den Grundsägen der Partei entsprechend geführt wird freis. Es gibt dort aber auch Bezirke, wo der plutokratische genommen haben an solchen Verbrechen und für die Sache der Partei verderblichen Unternehmen, fordert die Konferenz sämtliche Charakter der Dreiflasseneinteilung nur wenig" hervortritt der Partei angehörenden Organisationen auf, genau auf Ordnung und die dritte Klasse nur" fünfmal soviel Wähler enthält in ihren Reihen zu achten und. übereinstimmend mit den Ordnunas wie die erſte. teil eventuell von würde, fönne Der Landtagswahlkreis Berlin III ist eben[ rechnung ist, nur erklärlich aus völliger politischer Verlotterung Polizeiliches, Gerichtliches ufw. das Land der unbegrenzten Möglichkeiten". Er ist auch das und Verwahrlosung! Die boykottierte russische Freiheitsbewegung. Auch in Kiel ist Land der Möglichkeit, daß in ihm die sozialdemo Herr Rerhäuser weiß auch, daß in der Vorwärts- der Lichtbildervortrag des Genossen Grempe von der Polizei verfratischen Wahlmänner zur Mehrheit werden, Buchdruckerei wie in fast allen Parteibuchdruckereien die boten bezw. verhindert worden. Dem Einberufer der öffentlichen wenn bei den Wahlmännererfagwahlen die sozialdemokratischen achtstündige Arbeitszeit herrscht, der Lohn aber selbstverständ- Bersammlung wurde vom Bolizeipräsidenten höchsteigenpersönlich am Urwähler auf dem Posten sind. lich höher ist, als der Tarif ihn für die neunstündige Arbeits- Tag vor dem Stattfinden der Versammlung eröffnet, daß Grempe zeit vorschreibt; Herr Rerhäuser weiß, daß im Vorwärts- bis 3 Uhr am Nachmittag des Versammlungstages der Behörde den Am Donnerstag eröffneten unsere Parteigenoffen im dritten Betrieb für alle breiviertel Jahr lang Beschäftigten acht Tage ert und die Lichtbilder feines Vortrages unterbreiten müsse, Landtagswahlkreise die Bewegung für die bevorstehende Nachwahl. Ferien bei vollem Lohnbezug gewährt wird, ohne daß der widrigenfalls die Beranstaltung nicht stattfinden dürfe und In den Germaniasälen tagte eine Versammlung von Mitgliedern Tarif auch nur einen dahingehenden Wunsch enthält; Herr werden würde. der Wahlvereine des sechsten und desjenigen Teiles des fünften Rerhäuser weiß, daß bei uns auf Grund des§ 616 des Grempe fein Material rechtzeitig vorlegen, Aber auch wenn diese Bedingung erfüllt und Reichstagswahlkreises, der mit dem fechften zusammen den dritten Bürgerlichen Gesetzbuches bei Militärübungen bis zu 14 Tagen der Präsident noch keine Zusicherung geben, daß der Vortrag Landtagswahlkreis bildet. Genosse Ledebour sprach über die bevorstehende Nachwahl. Er erörterte die Aufgaben, welche dem an Verheiratete oder Familienernährer der Lohn bis zu zwei gestattet würde, denn es sei bekannt, daß die Darbietungen preußischen Landtage zufallen, und zeigte, daß verschiedene Gegen- Dritteln, bei Kontrollversammlungen oder sonstigen Arbeits- Grempes äußerst aufreizender Natur seien. Aus den Erklärungen stände der Kompetenz desselben unterstehen, an denen die Arbeiter versäumnissen zur Erfüllung staatsbürgerlicher oder kommunaler bes Bolizeipräsidenten ging hervor, daß ein genereller Boykott bes flaffe ein erhebliches Interesse hat. Aus diesem Grunde ist es von Verpflichtungen der volle Lohn, bei schweren Erkrankungen fibent bielt sich bei feinen Ausführungen an den Tert eines amtlichen Grempeschen Vortrages von höherer Stelle" borlag, denn der Prä großer Bedeutung, daß auch die Sozialdemokratie im Abgeordneten oder Todesfällen in der Familie bis zu drei Tagen bezahlt Schriftstücke, das offensichtlich von der Regierung ausging. Auf die Hause vertreten ist, um die Interessen der Arbeiterklasse wahrzu- wird, während der Tarif auf Grund von§ 616 im höchsten öffentliche Veranstaltung wurde unter diesen Umständen, da die nehmen gegenüber den Vertretern der Bourgeoisie und des Junker- Falle nur für drei Stunden die Weiterzahlung des Lohnes ohnehin febr problematische Bedingung des Polizeipräsidenten wegen tums, die bis jetzt allein die preußische Politit beherrschen, wozu fordert. Herr Reghäuser weiß, daß in Erfrankungsfällen die der Kürze der Zeit nicht zu erfüllen war, verzichtet und statt dessen ihnen das ungerechtefte Wahlsystem die Möglichkeit gibt. Bei der Angestellten bis zu 14 Tagen die Differenz zwischen Ortstassen zu demselben Abend vom Sozialdemokratischen Berein eine ge bevorstehenden Nachwahl im dritten Landtagswahlkreise sind zunächst etwa 1000 Wahlmänner neu zu wählen. Es ist möglich, wenn franfengeld und unseren Anfangslohnfäßen für die einzelnen fchloffene Mitgliederversammlung einberufen, die dank der Nellame auch nicht wahrscheinlich, daß wir die Mehrheit der Wahlmänner Abteilungen( ohne Rücksicht, in wieviel Stassen der Strante verber Bolizei außerordentlich gut besucht war und, ohne von der bewegung. Es kommt uns vielmehr, hier wie bei jeder Wahl, Differenz zwischen dem vollen Lohn und dem Ortsfassen aus Döbeln und Weida gemeldet. bekommen. Aber das ist nicht die Hauptsache bei dieser Wahl- sichert ist) ausbezahlt erhalten und daß bei Unfällen die Polizei gestört zu werden, den Grempeschen Vortrag entgegennahm. Weitere Verbote des Grempefchen Lichtbilder Vortrages werden darauf an, das Proletariat um unsere Fahne zu sammeln. Wenn frankengelde für die ganze Dauer der Arbeitsunfähigkeit vom wir auch bei dieser Wahl keinen Abgeordneten durchbringen, so ist Geschäfte bezahlt wird, während der Zarif nach dieser Richtung Breslauer Volkswacht": Behördliche Lofalabtreibung. Aus Altwasser meldet die diese Wahlbewegung doch eine mußbringende Vorarbeit für die all- überhaupt keine Forderung enthält. Alles das weiß Herr gemeinen Landtagswahlen im Jahre 1908, wo eine neue Einteilung Nerhäuser, und wenn er troydem seit Jahr und Tag mit heißem Bersammlungen mehr zur Verfügung stellen, glaubt man, die Nachdem... sämtliche Wirte den Arbeitern keine Näume zu der Berliner Wahlkreise Plab greift und uns die Möglichkeit gibt, Bemühen seinen Stampf wider besseres Wissen fast ausschließlich arbeiterbewegung maufetot zu haben. in Berlin einige Genossen in den Landtag zu wählen. Aber wie gesagt, die Hauptsache für die Wahlbeteiligung ist für uns, daß wir gegen die Parteidruckereien führt, statt dafür zu kämpfen, daß Genossen sich eine Wohnung in St. Bartelfee( Borort) gemietet das Proletariat zu einer großen geschlossenen Masse einen. Darauf diese Vorteile auch in dem Tarif für alle Buchdruckereien zur und halten hier Besprechungen und Vorstandssigungen ab. Die hinzuarbeiten mit aller Kraft, das muß unsere Aufgabe sein. Die Einführung gelangen, so erklärt sich das nur aus dem Natur- Polizei erscheint dann stets und löst die Sigungen auf, patrouilliert Ausführungen des Redners fanden lebhaften Beifall. Genosse Freythaler schlug nun namens der Bezirksführer Gewissen zu betäuben, weil er weiß, in welchem Grad von wurde am 20. Oftober auf das Diftriftskommissariat geladen und trieb des Rene gaten, durch solches Geschimpfe das eigene ſtundenlang vor der Türe auf und ab und bringt die ehrsamen Dorfbewohner auf die Beine. Aber nicht genug damit. Der Wirt den Genossen Ledebour als Kandidaten für die Landtagswahl Achtung er bei allen objektiv Denkenden steht.„ Man liebt bor. Die Versammlung nahm den Vorschlag beifällig auf und wohl den Verrat, doch niemals den Verräter!" dort vom Polizeirat Kleinfeld zur Rede gestellt. stimmte ihm einhellig zu. Wenn die Bekundungen des Wirtes über das von diesem BeFreythaler wandte sich hierauf an die Anwesenden mit Wir führen all das an, nicht um uns zu rühmen; wir amten ihm Gefagte zutreffen, so hat die Polizei eine merkwürdige dem Ersuchen, es möge jeder, nachdem wir nunmehr in die Wahl- halten alle diese Einrichtungen für unsere verdammte Pflicht Auffassung seiner amilichen Pflichten und Rechte dargetan. Er foll bewegung eingetreten sind, feine Gelegenheit versäumen, um in und Schuldigkeit und halten es weiter für unsere Pflicht, auf gesagt haben, daß der Wirt mit 150 Wart Strafe belegt werden den Kreisen, die ihm zugängig sind, für die Wahl zu agitieren. Diesem Wege immer weiter zu schreiten, soweit die Verhält- würde, weil er an diefe Leute" vermietet habe, daß er vor den Wenn es sich auch nicht um die Erlangung eines Mandats handelt. nisse uns das gestatten; aber gegen die systematische Ver- Staatsanwalt tomme, usw. Auch werde er die Polizei auf dem so muß doch die Arbeiterschaft zeigen, daß sie willens ist, auch bei leumdung des Nerhäuser müssen wir das hervorheben, weil der Salie haben und bei der geringsten Kleinigkeit Strafe zahlen dieser Gelegenheit ihre Staatsbürgerrechte auszuüben. Deshalb selbe Rexhäuser in anderen Fällen es ablehnt, offene Miz müssen. Denn„ diefe Leute" heßten und wiegelten die Menschen auf. hat jeder Genosse die Pflicht, mit aller Kraft für die bevorstehende stände, z. B. in der Reichsdruckerei, zu rügen, weil empfehlen. Die Polizei darf in Deutschland doch noch nicht alles Eine energische Beschwerde über dieses Borgehen wäre sehr zu Wahl zu agitieren. sonst die dort tätigen Kollegen dadurch geschädigt werden tun, was ihr gefällt. könnten" oder weil der Zentralvorstand es als nicht richtig erachtete, daß die Entlassenen nachträglich in gehässiger Weise mittwoch vom Schöffengericht Langenfelbold im Kreise Hanau die Wegen Beleidigung eines Gendarmeriewachtmeister wurde am vorgehen". Aber gegen die sozialdemokratischen Geschäfte darf Genossin Biey- Hamburg zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt. Rerhäuser losgelassen werden. Sie foll in einer Versammlungsrede zu Langendiebach gefagt haben: Wieder einmal Reghäuser. " In seiner Polemik gegen den„ Borwärts" wegen des neuen Buchdruckertarifs hat der„ Korrespondent" u. a. folgendes behauptet: Sei's drum! Mag der Korrespondent" seinen feit Diese Toren glauben unsere Bewegung durch Nadelstiche aufKeine Druckerei in Deutschland hat jemals eine so raffinierte Jahren inszenierten Verleumdungsfeldzug gegen die Vorwärts- halten zu tönnen." Kontrolle über die Arbeit der Maschinenseger ausgeübt, als gerade Buchdruckerei weiter führen, so viel er will, der Buchdrucker- Das wurde als auf den Beamten gemünzt angesehen, weil die Druckerei des„ Vorwärts"! es muß gesagt werden, verband muß ja wissen, welche Aufgaben Nerhäuser im„ Stor- Genossin Zietz bei diesen Worten auf ihn gedeutet haben soll. daß in jedem bürgerlichen Geschäft eine Kontrolle über die respondent" erfüllen foll; aber all' das Geschimpfe und Ver- Straffonto der Presse. Genoffe Größsch von der„ Sächsi Leistungen, wie sie im Vorwärts" geübt wurde, mit dem Streit leumben ändert an der Tatsache nichts: In der Vorwärts- fchen Arbeiter Beitung" wurde im Privatllageverfahren zu beantwortet worden wäre." Buchdruckerei herrschen solche Zustände in Lohn und Arbeit, 100 Mart Geldstrafe wegen Beleidigung eines Birnaer Obwohl Herr Rerhäuser zu den Kläffern gehört, die in daß, wenn ein Mann von politischem Charakter und Ehrgefühl Bäckermeisters verurteilt. In einem Versammlungsbericht aus der Regel nur bellen, wenn sie der obrigkeitlichen Bewilligung an Stelle Nerhäusers in der Redaktion des„ Korrespondent" Birna war mitgeteilt, daß ein Bäckergeselle über Unreinlichkeit bei sicher sind, glaubten wir doch diese neueste Verleumdung des fäße, er nicht so sprechen würde wie Rerhäuser, sondern sagen Birnaer Bäckerinnung wollte darauf den Namen des Arbeiters einem Birnaer Meister berichtet hatte. Der Obermeister der Renegaten, solange sie auf den ,, orrespondent" und die ihm wir: wie Döblin und Massini! wiffen. Als er ihm nicht genannt wurde. er war der„ S. A.- 8." charakterverwandte Post- Redaktion beschränkt blieb, nur mit Diese Beiden werden sicherlich unseren Darlegungen über natürlich gar nicht bekannt flagte er, weil er beleidigt fei. Und dem Schweigen der Verachtung beantworten zu sollen. Aber die Verhältnisse in unserem Betriebe widersprechen, wenn diese das Schöffengericht zu Birna eignete fich biefe fonderbare Logik an Rerhäusers Berechnung, daß die dreckigsten Blätter der der Wahrheit nicht entsprechen! und ebenso die Berufungskammer zu Dresden, der der bekannte fozialistenfresserischen Presse jeden seiner Verleumdungskübel Die gegnerische Preffe aber, die mit so schmatendem Be- Landgerichtsdirektor Beder präfibiert. In der Begründung hieß es, mit Behagen weiterreichen werden, hat sich auch diesmal wieder hagen die Reghäuserschen Berleumdungen weiterverbreitet, durch den Bericht fönne fich ein ganzer ehrenwerter Stand" beals richtig erwiesen. Seine neueste Verleumdung der Vor- fordern wir auf, uns auch nur einen ihrer Betriebe zu nennen, leidigt fühlen. Der Antrag, den Bädergesellen zu laden, der den wärts- Buchdruckerei geht jetzt wieder durch die Zentrums- und in denen ihre Arbeiter unter besseren Arbeitsbedingungen Borgang erzählt hatte und deſſen Adreſſe Genoſſe Größsch erst kurz vor dem Termin erfahren fonnte, wurde kurzerhand abgelehnt. Freisinnspresse. Wegen Beleidigung des Verlegers des Feierabends", eines wertlosen Blättchens, das vornehmlich Arbeiter durch Versicherungsversprechungen zu fangen fucht, wurde der Genosse Baulid vom Boltsblatt für Anhalt" zu 40 M. Geldstrafe verurteilt. Wir müssen daher uns leider mit Rerhäuser befassen und erklären obige Behauptung des Korrespondent" für eine der ausgewachseusten Rexhäuserschen Lügen. Rerhäuser spekuliert auf die Gedächtnisschwäche seiner Lefer. Am 1. Oftober 1905 brachte das berüchtigte Achtgroschenjungen- Drgan, die" Post", aus der Feder eines Rerhäuserschen Kollegen" einen angeblichen Bericht über eine Buchdruckerversammlung mit den schwersten Vorwürfen gegen die Vorwärts- Buchdruckerei, die wegen ihres Aufpassersystems" von einem ihrer Maschinenseger als" Buchthaus ersten Ranges" bezeichnet worden fei. Sofort am 2. Oftober 1905 erließen die Maschinenseger selber im Vorwärts" eine Erdie Maschinenseger selber im Vorwärts" eine Erflärung, worin sie die" Post" Lügen straften, am 3. Dttober 1905 erließ die Geschäftsleitung des Vorwärts" eine Erklärung, worin sie den Tatbestand feststellte: 1. daß sie nämlich nichts weiter verlangt habe, als daß die Sezer auf die Korrekturfahnen ihre Namen schreiben sollten; 2. daß einzelne Seger das erst zugesagt, später aber alle es abgelehnt hätten; 3. daß die Geschäftsleitung den Gehülfen die Entscheidung der Streitfrage durch das Tarifamt vorgeschlagen habe, und 4. daß das Tarifamt das Berlangen der Geschäftsleitung für berechtigt erklärt hat. Das alles weiß der Ehrenmann Rerhäuser; er weiß auch, daß dann noch eine Druckereiversammlung stattgefunden hat, an welcher der Verbandsvorsitzende Döblin und der Gauvorsteher Massini teilgenommen haben und in der diese Frage eingehend erörtert worden ist; er weiß aber auch, daß weder Döblin noch Massini and nur mit einem Worte sich gegen solche angeblich raffinierte Kontrolle über die Arbeit der Maschinensetzer" auszusprechen veranlaßt fahen. Das alles weiß also der Ehrenmann Reghäuser! Ist da noch eine Charakterisierung dieses Burschen notwendig, der seit Jahren die deutsche Gewerkschaftspresse schändet und zum Gaudium der Gegner mit allen Mitteln systematisch auf eine Trennung der Buchdrucker von der übrigen Arbeiter bewegung hinarbeitet! " arbeiten wie bei uns. Berlin, 26. Oftober 1906. Die Geschäftsleitung der Vorwärts- Buchdruckerei. Aus der Partei. Bildungsbestrebungen. Die Parteivertretung des 2. olbenburgischen und des 2. hannöverschen Reichstagswahltreifes und das Gewerkschaftskartell von Bant- Wilhelmshaven haben behufs systematischer Arbeit auf diesem Gebiete gemeinsam einen aus fünf Personen bestehenden Bildungsausschuß ins Leben gerufen, der schon in diesem Winterhalbjahr seine Tätigkeit entfalten wird. Das Gewerkschaftstartell zu bemnig veranstaltet Arbeiter vorstellungen im Thalia- Theater. Die erste Aufführung bringt Björnsons Wert Gin Fallissement". Totenliste. In Stuttgart starb im Alter von 50 Jahren ber Genosse Gustav Dummert. Er gehörte schon unter dem Sozialistengesetz der Partei an und trug schon in den 80er Jahren zu Leipzig Freiheitsstrafen davon. " " Aus der Frauenbewegung. Der Kampf um das Wahlrecht. Frauen benutten am Dienstag die Eröffnung der Herbstfeffion zu Aus London wird uns noch gefchrieben: Die sozialistischen einer Demonstration für das Frauenwahlrecht. Etwa dreißig von ihnen erschienen in ben Wandelgängen des Unterhauses, um da die eintreffenden Barlamentsmitglieder aufzufordern, für das Frauenwahlrecht zu wirken. Als sie aber in den Versammlungsfaal des Unterhauses eindringen wollten, wurden sie von der Polizei zurückgedrängt. Fräulein Gawthorpe mit Frau Montefiore stiegen sodann auf eine der Seitenbänke und begannen Reben zu halten. Die übrigen Frauen hielten Wache, so daß die Polizei nicht so leicht an die Rednerinnen heran konnte. Schließlich wurden sie aus den Wandelgängen bertrieben. Zehn Frauen wurden wegen Verbalinjurien und Drohungen vor den Bolizeirichter geführt. Unter den Personalien. Die Leipziger Boltszeitung" teilt mit: Angeflagten befinden fich: Frau Cobden- Saunderson( die Tochter der„ Leipziger Boltszeitung" ausgefchieden der er ein Jahr angehörte, Montefiore( Witive eines füdischen Staufmannes aus der bekannten Genosse Hänisch ist mit dem gestrigen Tage aus der Redaktion Richard Cobdens, den berühmten Vorkämpfer für Freihandel), Frau und die er verläßt, um den dringenden Wünschen der Dortmunder Familie Montefiore), Fräulein Kennet( eine frühere Textilarbeiterin), Genoffen nachzukommen. Er wird wiederum die Leitung ihres Fräulein Liellington( Lehrerin). Parteiblattes übernehmen. Wir wünschen unserem Kollegen, den wir nur mit Bedauern scheiden sehen, viel Erfolg in seinem Wirkungs- Gefindeordnung oder freier Arbeitsvertrag. Ueber dieses Thema freise, der ja für ihn fein neuer mehr ist. referiert Abgeordneter Artur Stadthagen am Sonntag, den In den nächsten Tagen wird Genosse Wendel als zweiter 28. Oftober cr., nachmittags 6 Uhr, in einer vom Verein für die politischer Redakteur in bie Leipziger Boltezeitung" eintreten, der Intereffen der Hausangestellten nach Beders Festfälen"( oberer bisher dem Rebaktionsverbande der„ Chemnizer Bolts- Saal), Kommandantenstraße 62, einberufenen Bersammlung. Gäste it imme" angehörte. Der Redaktionsstab der, Mannheimer Boltsstimme" ist durch den Genossen Emil Hanth verstärkt worden. Bum Parteisetretär für Anhalt I wurde Genosse Albin Schädlich- Bochum gewählt. Von der Schweizer Sozialdemokratie. Die„ Berner Tagwacht" wird vom 1. Dezember ab täglich erscheinen und es werden auf diesen Termin hin zwei Redakteure gesucht. Gine fozialdemokratische Ständerats- Kandidatur ist im Kanton Schaffhausen in der Person unseres Genoffen Hermann Schlatter, Redakteur des Echo vom Rheinfall", aufgestellt worden. " willkommen. Berichtigung. In dem Bericht über die Berichterstattung von der Frauenkonferenz läßt der Berichterstatter mich mit Bezug auf Genoffin Braun sagen, diese hätte das bewußte Manuskript an den Vorwärts- Verlag verkauft. Das kann ich schon darum nicht gesagt haben, weil mir von dem Rechtsverhältnis zwischen Genoffin Braun und dem Berlage nichts bekannt ist. Ich habe nur konstatiert, daß Genoffin Braun dem Vorwärts- Verlage ein handschriftliches Manu stript übergeben hat, ohne etwas davon verlauten zu lassen, daß es sich um eine bereits in einem bürgerlichen Blatte erschienene Arbeit handelt. Frau M. Wengels. Derselbe Ehrenmann Reghäuser hat dann weiter die Stirne, zu fragen, warum denn der Vorwärts" nicht in seinem eigenen Betriebe die Affordarbeit abschaffe? Er weiß aber Noch ein gefährdetes Parteiorgan. Die Chicagoer Inter ganz genau, daß mit Ausnahme der Zeitungsseherei im ganzen national Socialist Review" macht bekannt, daß ihre Oeffentliche Bibliothek und Leschalle zu unentgeltlicher Be. Vorwärts- Betrieb von Anfang an die Akkordarbeit Existenz ebenfalls gefährdet war. Der Verlag vereinnahmte im nukung für jedermann, SW., Alexandrinenstr. 26. Geöffnet täglich von abgeschafft ist und daß in der Zeitungssegerei das Be- Monat September für Abonnements und Verkauf der„ Review" etwa 3n den Refesälen liegen zurzeit 515 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr. rechnen bloß auf ausdrücklichen Wunsch der Zeitungsseter selber 500 m., währenddem die notwendigen monatlichen Ausgaben gegen und Richtung aus. besteht und zwar nicht der Mordarbeit" willen, sondern weil 800 m. betrugen. Der Genoffe Eugen Dießgen, der Sohn Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 28. Oftober, vormittags der Zeitungs- Spec" den Gehülfen beim Berechnen Vor- unseres alten Diepgen, hat nun dem Berlage mitgeteilt, daß er ihm 8 Uhr, im Rathause( Eingang Jüdenstraße), Saal 109: Versammlung. teile bietet, die beim Arbeiten im Wochenlohn sich sofort in für die nächsten zwei Jahre je 4000 M. zur Verfügung stellt. Sier- Freireligiöse Borlesung. Vormittags 10 Uhr in der Schulaula, Kleine Vorteile für das Geschäft verwandeln würden. von soll die Hälfte dazu verwandt werden, die besten sozialistischen Frankfurterstr. 6: Vortrag von Herrn Adolf Stern über: Die Frr Herren und Damen als Gäste sehr Troydem erhebt Ehrenmann Reghäuser eine solche Frage, foll bireft zur Dedung des Defizits Verwendung finden. Schriftsteller aller Nationen zur Mitarbeit heranzuziehen; der Nest lehren des Neuen Testaments". willkommen. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter. die nun natürlich von all' den Zentrums- und Freisinns. usw. Es ist lebhaft zu wünschen, daß die Schwierigkeiten auf diese( E. S. 29, Hamburg.) Filiale Baumschulenweg, Heute abend 8% Uhr: Blättern mit Behagen nachgeplappert wird, ohne zu ahmen, Weise überwunden werden, da die Rebue" die einzige fozialistische Mitgliederversammlung im Restaurant von W. Keinschmager, Baumsulendaß, was bei ihnen Dummheit, bei Rexhäuser abgefeimte Be- Monatsschrift der Union ist. Straße 67. " Unsere berühmten Serien- Tage walsd 1.25 x 2.25 x 3.25 M. M. M. Durch Massenankäufe sind wir in der Lage, dem kaufenden Publikum diesmal etwas ganz Besonderes zu bieten. Diese grossen Warenposten haben wir in 3 Serien eingeteilt. Jeder Käufer wird staunen, dass wir so streng reelle Waren u. die neuest. Wintersachen so billig zum Verkauf bringen. Der Serienverkauf findet nur kurze Zeit statt, und bitten wir das kauf. Publikum, um grosse Andränge zu vermeiden, auch die Vormittagsstunden zum Einkauf gefl. zu benutzen. Wir bringen ausser den aufgeführten Artikeln noch eine Menge anderer Waren in den Serien- Verkauf, die wir wegen Platzmangel nicht aufführen können. Serie 1: 1.25 1 garnierter Damenhut.. 1 Pelz- Collier, Kanin. • tür Herren, 9 9 • • M. Serie II: 2.25 1.25 M. 1 elegant garnierter Damenhut 1.25 M. 1 Mtr. Spachtel- Stoff la Qualität 1.25 M. 1 Muff Schwarz Kanin 1 Ballfächer. Strausstedern od. Gaze, m. Malerei 1 Eleganter Kragen, Madeira- Stickerei mit Schleite 1.25 M. 1 Reinseidenes Cachenez weiss and farbig 1.25 M. 1 Herren- Normal- Hemd u. 1 Paar Socken 1.25 M, 1 Knaben- Sweater und 1 Paar Knaben- Handschuhe 1.25 x 2 Paar Winier- Damen- Strümpfe u. 2 Korsettscio er 1 Wirtschafts- od. Reformschürze u 1 1 ändelscaürza 1 Kinder- Flausch- Jäckchen und 1 Kindermütze 3 Kinder- Vigogne- Tricots . • M. Serie III: 3.25 M. 2.25 M. 1 Damenhut, hochelegant garniert.. 3.25 M. .. 2.25 M. 1 Brautschieler, 2 Mtr. lang u. 1 Brautkranz 3.25 M. 225 M. 1 Nutria- Collier, la. Qualität.... 3.25 M. 2.25 M. 5 Mtr. Kostümstoff, Homespunartig. 2.25 M. 1 Knaben- Pelz- Garnitur, Mütze u. Kragen 1 elegantes Fantasie- Hemd mit Stickerei 1 eleg. Fantasie- einkleid mit Sticker 1 weisser Anstandsrock 1.25 M. 1.25 M. 12 Stück Linon- Taschentücher. 1 Deckbettbezu], Hemdentuch 1.25 M. 1.25 M. 3 Paar Damen- und 2 Paar Kinder- Handschuhe 1 Damen- Zuaven- Jacke • ... el . 3.25 M. 6 Mtr. melierter Hauskleiderstoff, moderne Farben 3.25 M. 2.25 M 1 Garn tur, Hemd, Beinkleid mit Valencienne- Spitze 3.25 M. 2.25 M 1 Anstandsrock, rosa oder hellblau, mit Valencienne- 3.25 M. ..2.25 M. 1 Damen- Nachthemd mit Languatten 6 Erstlingshemden und 1 Wickeltuch. 4 Erstlingsjäckchen und 1 Badetuch 9 4 Spitze B 3.25 M. 2.25 M. 1 Deckbett- Bezug u. 2 Kopfkissen.. 3.25 M. 2.25 M 1 Herren- Nachthemd mit buntem Besatz 3.25 M. 2.25 M. 1 eleg. Damen Unterrock mit breiter Stickerei 3.25 M. 1.25 M. 6 Stück la Drell- Stubenhandtücher.. 2.25 M. 1 Frisier Jacke mit Stickerei oder Spitze 3.25 M. 1.25 M. 6 Stück la Gerstenkornhandtücher. 2.25 M. 1 weisses Tautkleidchen mit Stickerei 3.25 M. 1 Herren- Weste, einreihig geknöpft. 1.25 M. 1 Jacquard- Tischtuch, rein Leinen 2.25 M. 1 elegante Herren- Weste 1 Satin- Damen- Unterrock 1.25 M. 6 Stück Jacquard- Servietten... 225 M. 1 schwarze Tricot- Taille . Spitze weiss bunt, 1 Damen- Achselschluss od. Prisenhemd size 1 Damen Barchend- Nachtjacke, mit Spitze 1 Damen- Knie- Beinkleid mit Stickerei 1 Damen Unterrock, weiss Barchend 1 Herren- oder Damen- Barchend- Hemd 1 Bettlaken, volle Breite. • 4 • • 1 Waffel- Bettdecke, weiss and tarbig. 2.25 M. 1 Herren- Sweater, verschied Farben schwere Qualität, . • 3.25 M. 9 3.25 M. 3.25 M. 1.25 M. 1.25 M. 1 la Herren- Weste gestr 2 reihig geknöptt 2.25 M. 3 Paar woll. geringelte Herren- Socken 3.25 M. 1.25 M. 1 Paar Herren- Normal- Hosen u. 1 Winter Chemisett 2.25 M. 4 Mtr. Louisiana- Tuch, Deckbettbreite 3.25 M. 1 Velour- Damen- Unterrock und Damen- Kleider- Reform: 2.25 M. 4 Mtr. Bett- Damast, Deckbettbreite 3.25 M. 1 Paar Damen- Reform- Beinkle der u 2 Paar Strümpfe 2.25 M. Schürze. Otzd. Damast- Handtücher, gesäumte, gebändert 3.25 M. • . 2 weisse oder bunte Kopfkissen. . • • . 1.25 M. 1.25 x. 1.25 M. 1 Normal- Damen- Hemd und 1 wollener Korsett: 1.25 M. 1 Damen- Frack- Korsett und Paar Strumpf 1.25 M. 3 Mtr.Engl. 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Oktober, vormittags 10 Uhr: General- Versammlung A im Palast- Theater( früher Feenpalaft), Burgs u. Wolfgangstr.- Ecke, Eing. Wolfgangstr. Zages Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Stellungnahme zur nächstjährigen Lohnforderung. Referent: Kollege Gustav Behrendt- Hamburg. 3. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. SpezialGeschäft 47/ 4* Kollegen! Da diese Tagesordnung eine so wichtige für uns ist, hoffen wir, dak sämtliche Mitglieder anwesend sein werden, es darf feiner fehlen. Mitgliedsbuch legitimiert, ohne dasselbe keinen Eintritt. Der Zweigvereinsvorstand. des Nordens. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der deutschen Drechsler Max Rosenthal, Kürschnermeister, 179, Brunnenstr. 179 gegenüber Noacks Theater. Anton Boekers Ball- Salon, Habe noch Sonnabends und Sonntags Säle zu vergeben, auch sind Vereinszimmer in der Woche frei. Anton Boeker, Weberstr. 17, und deren Berufsgenossen( E. H. 86, Hamburg.) Mitglieder- Versammlungen finden ſtatt: Bezirk A. am Sonntag, den 28. Oktober, vormittags 10%, 1hr, im Gewerkschaftshause. B. am Sonntag, den 28. Oktober, vormittags 10 Uhr, im Restaurant„ Zur " Hütte", Sfalitzerstr. 30/31. C. am Sonntag, den 28. Oktober, vormittags 10 Uhr, bei Schulz, Alte Jafobitr. 18-19. D. am Sonntag, den 28. Oktober, vorm. 10% Uhr, bei Hummel, Sophienstr. 5. Tages- Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vierteljährlicher Kassenbericht pro 3. Quartal 1906. 3. Ergänzungswahl 2.A.: VII. Nr. 13414. 27252* des Vorstandes. 4. Verschiedenes. Die Ortsverwaltungen. 295/20 Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler Deutscher Metallarbeiter- Verband. E. H. III, Hamburg. Mitglieder- Versammlungen der örtlichen Verwaltungsftellen. Berlin A: Am Montag, den 29. Oktober, abends 82 Uhr, bei Woll schläger, Adalbertstr. 21. Arbeitsnachweis: Bimmer 34, Amt 4, 3353. Verwaltungsstelle Berlin Hauptbureau: Engel- Ufer 15. Zimmer 1-5, Amt 4, 9679. Schlosser!= Berlin B: 2m Contag, den 28. Oktober, vormittags 9%, Uhr, bei Montag, den 29. Oktober 1906, abends 8 Uhr: Möhring, Admiralstr. 18c. Berlin C: Am Montag, den 29. Oktober, abends 8 Uhr, bei Schmidt, Belle- Alliancestr. 74a. Berlin D: Am Sonntag, den 28. Oktober, vormittags 10 Uhr, in der Brauerei Friedrichshöhe, Turmstr. 25/26( Il. Saal). Berlin E: Am Sonntag, den 28. Oktober, vormittags 10 Uhr, bei Raabe, Kolbergerstr. 23. Berlin F: Am Sonntag, den 28. Oftober, vormittags 10 Uhr, bei Reinfarth, Swinemünderstr. 42. Berlin G: Am Montag, den 5. November, abends 8 Uhr, in Flechs Festsälen, Fruchtstr. 36a. Berlin H: Am Sonntag, den 28. Oktober, vormittags 10 Uhr, bei Tolksdorf, Görligerstr. 58. Rixdorf: Am Montag, den 29. Oktober, abends 8, Uhr, bei Herrn Alb. Schmidt, Berlinerstr. 14. Tages- Ordnung: Allgemeine Versammlung der Schlosser Berlins u. Umgegend im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- llfer 15. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Eduard Warn st über: Das Krankenkassengesetz, und was beabsichtigt die Regierung bei der Umgestaltung desselben? 2. Bericht der Schlichtungskommission nnd die letten Differenzen in der Branche. 3. Aufstellung der Delegierten zur Ortskrankenkasse der Schlosser. 159/5 Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. 1. Staffenbericht vom dritten Quartal 1906. 2. Rassenangelegenheiten. 4. Verschiedenes." 3. Verschiedenes. Außerdem in B Familienversicherung, in C Wahl eines Schriftführers und Beitragsammlers, in G Antrag der Drtsverwaltung auf Teilung der Berwaltungsstelle. Mitgliedsbuch legitimiert. 184/18 Um zahlreiches Erscheinen ersuchen Die Ortsverwaltungen. Das beste u. billigste Fachschul- Reißzeug ist meine Nr. 800 a M. 7.00. Zentralverband der Handels-, Transport- und VerkehrsArbeiter Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin L " Gewerkschaftshaus", Engel Ufer Mr. 15 II, 8immer 13-17. Bureau: Telephon Amt 4, Nr. 4747. Am Donnerstag, den 25. Ot tober, starb nach langem qual vollen Leiden in Neuendorf bei Potsdam unser lieber Kollege, derSeberinvalide Hugo Kölber geb. am 7. 2. 37 zu Berlin. Wir betrauern in dem Verstorbenen einen aufrichtigen, braven Kollegen, dessen Andenken stets in Ehren halten wird 23096 Das Personal der Norddeutschen Buchdruckerei. Die Beerdigung findet statt am Sonntagnachmittag 3, Uhr auf dem Kirchhof in NeuendorfNowawes, Großbeerenstraße. Für die Berliner Kollegen emp fiehlt es sich, mit der Wannseebahn um 22 Uhr bis Neuendorf zu fahren, von wo aus der Kirchhof in 15 Minuten zu erreichen ist. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, der Buyer Ferdinand Häusler im Alter von 48 Jahren nach langen, schweren Leiden sanft entschlafen ist. 23216 Um stilles Beileid bitten Auguste Häusler geb. Wegener nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 28. Oftober, nachmittags 3 Uhr, von der Leichen halle des neuen Jakobikirchhofes ( Hermannstraße) aus statt. Rauchklub ,, Freundschaft". Todes- Anzeige. Am Mittwoch früh verschied lieber Freund Werkmeister Borgender, der und un Adolf Mühlberg im 57. Lebensjahre. Wir verlieren an ihm einen guten, treuen Freund, der seine Kraft und Zeit der Partei und seinen Freunden bis zur letzten Stunde widmete. Wir werden dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren. 23235 Der Vorstand. Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle der Thomasgemeinde in Rigdorf, Hermannstraße, aus ſtatt. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Kesselschmied Bierfahrer, Mitfahrer, Reservefahrer August Schibat aus und Stallleute sämtlichen Brauereien u. Bierniederlagen Berlins u. Umg. A. Grün, Optiker, Brunnenstraße 4. Sonntag, den 28. Oktober 1906, vormittags 9½ Uhr: Jeder Herr!! ist verpflichtet, mein Angebot zu prüfen! S. Littmann Zentrale für Herren- u. Knaben- Moden Versammlung bei Buggenhagen, am Morikplak. Tages- Ordnung: 1. Wie stellen sich die Kollegen zur Einführung eines einheitlichen Lohntarifes für das Fahrpersonal? Referent: Kollege Bender aus Magdeburg. 2. Diskussion. 3. Beschlußfassung. Kollegen! In Anbetracht der hochmichtigen Tagesordnung darf kein einziger Fahrer, Mitfahrer, Reservefahrer oder Stallmann in dieser Verjammlung fehlen! Erscheint alle Mann für Mann! Wir bitten die Parteigenossen, wenn sie in Berührung mit den Bierfahrern kommen, diese auf die Versammlung hinzuweisen! 72/2 Die Ortsverwaltung I. nur No. 2 Granienstraße nur No. 2 Deutscher Holzarbeiter- Verband. nahe Station Hochbahn Oranienstraße. Ohne Kaufzwang Hochfeine Eskimo- Paletots 27662 བྱཱ ང ཋ offeriere ich: Elegante Winter- Paletots. 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Die Beerdigung findet am Sonntag, den 28. Oftober, nach: mittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Kirchhofes in Königswusterhausen aus statt. 159/6 Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes sage allen Verwandten und Bekannten sowie dem MetallArbeiter Verband und dem Wahlberein meinen herzlichsten Dank. Frau Anna Hayn, 23176 Balisadenstr. 95. Danklagung. Für die vielen Beweise der Teilnahme und der zahlreichen Kranzspende bei der Beerdigung meines lieben Mannes und unseres Vaters fagen wir allen unsern herzlichsten Dant, besonders den Genossen des 711. Bezirks des sozialdemokratischen Wahlvereins und dem Gesangverein Bündholz. 23126 Witwe Pauline Koch und Töchter, Grünthalerstr. 46. Montag, den 29. Oktober er., abends 8, br, in A. Boekers Dr. Simmel, PrinzenFestsälen, Weberstr. 17: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Arbeiterorganisationen und Unternehmerverbände. Referent: Kollege H. Späthe. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bahlreiches Erscheinen unbedingt notwendig. Der Obmann. Sonntag, den 28. Oktober cr., vormittags 10 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c: Branchen- Versammlung 165 Svezialarzt für Haut- und Harnleiden. 10-2.5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Dr. Schünemann 21032* Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden, Frauenkrankheiten. Friedrichstr. 203, Ecke Schüßenstr. 10-2, 5-7, Sonnt. 10-12 Uhr. aller auf kieferne und weiße Arbeiten befchäft. Kollegen Eine Mark für Berlin und Vororte. Tages Ordnung: wöchentliche Teilzahlung liefere Wie verbeffern wir unsere Lage, ebenfalls wünschen wir, daß elegante fertige Herrenmoden eine Regelung unserer Berhältnisse unterm neuen Vertrage Plat greift. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen sämtlicher Beschäftigten erwartet P. Michaltseck, Borndorferstr. 39. 95/14 Werte Genossen4 Empfehle meinen 2765 Rasier- u. Frisier- Salon. Det Ergebenst Bestellungen nach Maß, tadellose Ausführung i.eigenerWerkstatt. 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Mts. verstarb an den durch Verbrennen erlittenen Verletzungen unser Mitglied, der Bäcker Joseph Hohlbaum Cremmenerstraße 6. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 28. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Hedwigs- Kirchhofes in Reinidendorf- West, Berlinerstraße, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 264/13 Der Vorstand. Deutscher Bäcker- Verband Mitgliedschaft Berlin. Todes- Anzeige. Unseren Kollegen zur Nachricht, daß das Mitglied Joseph Hohlbaum verstorben ist. 40/2 am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 28. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des St. Hedwig- Kirchhofes in Reinickendorf, Berlinerstraße 26 aus statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Sozialdemokratischer Wahlverein Charlottenburg. Todes- Anzeige. Allen Parteigenossen hiermit zur Nachricht, daß unser Genosse, der Gastwirt Wilhelm Rudloff Nürnbergerstraße 16 verstorben ist. Ehre seinem Andenken! am Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 4, Uhr, von der Leichenhalle des Kirchhofes in Wilmersdorf( Berlinerstraße) aus statt. 251/4 Der Vorstand. Sezialdemokratisch. Wahlverein Rixdorf. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied, der Dreher Gustav Röhl ( 8. Bezirk) verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntagnachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des neuen LuisenStirchhofes( Hermannstr.) aus statt. Rege Beteiligung erwartet 235/11 Der Voritand. Zentral- Verband der Töpfer Deutschlands. Filiale Berlin. Todes- Anzeige. Am Donnerstag, den 25. Oktober, verstarb unser Mitglied, der Kollege Ernst Hahn im Alter von 29 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 28. Oftober, nachmittags 31, Uhr, von der Leichen halle des neuen Thomas Kirch hofes, Rigdorf, Hermannstraße, aus statt. Um rege Beteiligung bittet 211/8 Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Stranzspenden bei der Beerdigung meines lieben, unvergeßlichen Mannes, unseres guten Vaters, des Tischlers Karl Westphal sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, besonders den Genoffen des 4. Wahlkreises und den Kollegen der Möbelfabrik Berolina" 23285 unseren herzlichen Dank. Die trauernde Witwe nebst Kindern.. Bitte genau auf Firma u. Hausnummer zu achten! Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlaasanwalt Paul Singer& Co., Berlin SW Sonnabend, Br. 251. 23. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sombra, 27. Oktober 1906. Erwischt Adlershof. Sonntag, den 28. Oktober, nachmittags 2 Uhr, findet bei 2öllstein, Bismarckstr. 24, eine öffentliche Versammlung statt, in der Genosse Schriftsteller A. Stern- Berlin, früher evangelischer Geistlicher in Heidelberg, über„ Alte und neue Weltanschauung" spricht. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht aller GeDie Kommission. noffen, pünktlich zu erscheinen. In einem Behälter lag noch der Beutel, in dem der Haupt- Pankow. Morgen, Sonntagvormittag 10 Uhr, versammelt sich mann seinen Raub davongetragen hatte. Ein Teil des Köpenicker der Wahlverein zur Besichtigung des Krankenhauses vor demselben. Siegels befindet sich noch daran. Er enthält aber nur die Buch- Alle Genossen, welche Interesse hieran haben, auch die Buchholzer, ist der Arrangeur des Köpenicker Geniestreiches. Die offizielle Mit ftaben Coep., das übrige ist abgebrochen. In dem Beutel befanden sind nebst Familienangehörigen hierzu eingeladen. Der Vorstand. teilung, die der Presse durch das Wolfffche Telegraphenbureau zugeht, fich a cht Einhundert marficheine, 500 Mart Gold in einer lautet: Rolle mit dem Siegel der Stadt Köpenick und 2350 Mart lose in Berlin, 26. Oftober. Die Berliner Kriminalpolizei nahm heute Gold- und Silbermünzen. Der durchgerissene Fünfzig früh den Köpenicker Kassenräuber in der Langestraße im Osten Berlins martschein war erst nicht zu finden. Er fand sich dann aber fest. Derselbe ist ein vielfach mit Zuchthaus vorbestrafter Schuh- doch noch in einem kleinen Nebenfach im Portemonnaie des Hauptmacher namens Boigt aus Tilfit. Voigt ist in jeder Beziehung manns. Mantel und leberrock des Hauptmanns waren nicht vorgeständig. handen. Voigt behauptet, er habe 6 Kleidungsstücke vernichtet. Eine andere Nachricht über die Person des festgenommenen Wann und wo das geschehen sein soll, ugt er aber nicht. Als man Zoffen. Am Sonntag, den 28. Oktober, nachmittags 3 Uhr, Talmihauptmann besagt: Es ist ein am 13. Februar 1849 zu Tilsit ihn fragte, ob er gedient habe, sagte er tühl: Ja, fünfzehn findet im Lokal des Herrn Schimke eine Volksversammlung statt. geborener Schuhmacher Wilhelm Voigt, ein dreimal wegen Dieb: Jahre im Zuchthaus. Referent ist Genosse Zubeil- Berlin. Die Genossen werden ersucht, stahls mit Gefängnis, einmal wegen schwerer Urkundenfälschung mit Eine wahre Jammergestalt sich an der am Sonntag früh stattfindenden Flugblattverbreitung 7 Jahren Zuchthaus und zuletzt wegen Einbruchs in die Gerichtskaffe zu Wongrowitz vom Schwurgericht in Gneien mit 15 Jahren ist der Hauptmann" von Köpenick. Soldat ist er nie gewesen. Er recht zahlreich zu beteiligen. Zerusdorf. Der Wahlverein von Bernsdorf und Umgegend Zuchthaus bestrafter Mensch. Die letzte Strafe trat er am 1. Fe- fonnte es nicht werden, weil er schon mit 18 Jahren ins Zuchthaus bruar 1891 an. Am 1. Februar d. J. wurde er aus der Straf- fam. Der„ Hauptmann" ist größer als alle, die ihn sahen, ihn hält am Sonntag, den 28. Oftober 1906 seine Mitgliederversamms auftalt entlassen und unter Polizeiaufiicht gestellt. Er hielt schäßten, und sehr dürr und hager. Sein an den Schläfen weißes lung ab. sich zuletzt in Wismar auf und fam von dort im Juli d. J. hierher. Kopfhaar ist noch ziemlich dicht bis auf eine Glaze, die nur noch Königs- Wusterhausen. Da durch die verspätete Zusendung des Gestern morgen gegen 9 Uhr nahmen ihn Kriminalkommiffare wenige Haare enthält. Seine ganze Geſtalt ist krumm und Materials der Zahlabend für Königs- Wusterhausen nicht am 23. abmit ihren Beamten in der Wohnung eines Zeitungshändlers Lange- gebückt. Die geschilderten schmalen, weißen Hände, die sich bei der gehalten werden konnte, werden die Genossen ersucht, am heutigen straße 22 fest. Dorthin war er aus Rigdorf zugezogen, wo er sich unterschreibung der Kaffenrevision gezeigt haben sollten, sind in Wirk- Sonnabend, abends 8 Uhr, im Lokal von Lange pünktlich zu ercine Zeitlang bei seiner Schwester in der Kopfstr. 27 und bei seiner lichkeit groß und ausgearbeitet. Die oberen Glieder der Finger 50 jährigen Braut in derselben Straße Nr 23 aufgehalten hatte. zeigen sogar sehr deutlich die Spuren der Arbeit. Auf die Frage, Durch Extrablätter wurde gestern früh die Meldung von der wie er auf den Gedanken gekommen sei, die Köpenicker Stadtkasse Ergreifung des Pfeudohauptmanns verbreitet, und der Ruf: Sie zu rauben, antwortete er folgendes: Er habe die Abficht gehabt, in haben ihn!" ging gestern von Mund zu Mund und pflanzte sich Wismar redlich weiter zu arbeiten und dann vielleicht einmal in durch alle Straßen fort. Jeder wußte, wer gemeint war, und in Bernau ein Zweiggeschäft des Wismarer Hoflieferanten einzurichten. die Rufe freudiger Ueberraschung mischten sich Ausdrücke des Be- Durch diese Rechnung habe ihm die mecklenburgische Landesdauerns, daß der geniale„ Hauptmann von Stöpenic" nun seinen aerwaltung mit der Ausweisung einen Strich getühnen Streich mit langjähriger Strafe wird büßen müssen. macht. Er sei nun mit guten Absichten nach Berlin gekommen, um mit Unterstützung seiner Berwandten und unter Anlehnung an sie neuen redlichen Erwerb zu suchen, es sei ihm aber nicht gelungen, festen Fuß zu faffen und da habe er dann Die Aufregung in Köpenick. " Fast größer noch als in Berlin war die Aufregung über die Inhaftnahme des Hauptmanns" in Köpenid, wo von den Blättern des Ortes gleichfalls Extrablätter ausgegeben wurden. Die Berliner Striminalpolizei hatte fofort den Wirt des Ratskellers von der Verhaftung telephonisch verständigt, weil die Bureauzeit der städtischen Beamten noch nicht begonnen hatte. Vor dem Rathaus sammelten fich große Menschenmassen an, um näheres über den Verhafteten zu hören. Empört sind die Köpenicker vor allem darüber, daß der Mann, der für einige Stunden die höchste Gewalt im Drte ausübte, ein fimpler Schuster ist, der 22 Jahre Zuchthaus und außerdem verschiedene Jahre Gefängnis auf dem Buckel hat und vor allen Dingen gar nicht Soldat gewesen ist. Die Ermittelung des Hauptmanns". gesehen. einen alten Plan, scheinen. Der Vorstand. Berliner Nachrichten. Welchen Wert Verhandlungen der Stadtverordnetenversamme lung in geheimer Sigung haben, haben wir erst kürzlich aus Anlaß der Ausschußberatungen über die Wahl des Stadtschulrates nachgewiesen. Damals war über diese Angelegenheit zunächst Geheimhaltung proklamiert worden, nichtsdestoweniger fonnte man turz nach den stattgefundenen Besprechungen in einigen hiesigen Blättern Mitteilungen lesen über die in Frage kommenden Personen. Dieselbe Angelegenheit wurde auch in der geheimen Sigung der letzten Stadtverordnetenversammlung erörtert. Die Morgenpost" kann über die Sigung folgendes melden: ich auf andere Weise Geld zu verschaffen, wieder aufgenommen. Daß eine große Sache mit Soldaten zu machen sei, daran habe er " In einer geheimen Sizung, die sich gestern an die öffentliche nie gezweifelt. Mit einer Uniform ausgerüstet und auf eine mili- Verhandlung der Stadtverordnetenversammlung anschloß, erstattete tärische Macht gestützt, mache er alles, auch noch mit ganz anderen der Vorsteherstellvertreter Michelet Bericht über die Beratungen Leuten als dem Bürgermeister und Hauptkassenrendanten von Köpenid. des zur Vorbereitung der Stadtschulratswahl eingesezten Uebrigens habe er Köpenick nie vorher in seinem Leben Ausschusses, der bekanntlich die Wahl des Stadtschulinspektors Dr. Fischer empfahl. Wie wir hören, blieb dieser Vorschlag auch Mit den Zeitungsberichten über seine Tat und Person ist der im Plenum nicht ohne Widerspruch, doch wurde ein Antrag, die Hauptmann nicht in allen Stücken einverstanden. 3. B. bezeichnet er Angelegenheit noch einmal im Ausschuß zu die Beschreibung seiner Hände mit Recht als falsch. Auch hat er prüfen, abgelehnt. Die Wahl, die in der nächsten Sibung teinen vorderen Schneidezahn verloren. Ebenso bestreitet er die erfolgen soll, wird ohne Zweifel zugunsten Fischers ausfallen." Auf der Suche nach dem Hauptmann" studierte die hiesige Darstellung des Eisenbahnbeamten vom Mittenwalder Kleinbahnhof, Der Magistrat hat gestern den Vorschlägen auf Einführung einer Kriminalpolizei alle Aften der" schweren Verbrecher. Hierbei stieß daß er sich im dunklen Wartefaal umgekleidet habe. Er habe sich neuen Droschkenordnung seine Zustimmung erteilt, nachdem der man auf mehrere Perfonen, denen die Tat wohl zuzutrauen war. vielmehr nach nur ganz kurzem Aufenthalte auf dem Bahnhofe auf neuen Droschkenordnung seine Zustimmung erteilt, nachdem der Zu diesen gehörte auch Voigt. Weil man von ihm kein Bild besaß, freiem Felde umgezogen und sei schon um 10 Uhr wieder Polizeipräsident die Zusage erteilt hat, daß mangelhaft konstruierte so bemühte man sich, feinen Aufenthalt zu ermitteln, um auf zu Hause gewesen. Letzteres wird von Starpeles bestätigt. Die Kraftdroschken( Benzindroschken) in Zukunft nicht mehr tonzeffioniert andere Weise Material zu bekommen. Unterdessen fam unter den Uniform habe er sich auf den Schießständen in der Jungfernheide werden sollen, so daß sie in nicht zu ferner Zeit aus dem Verkehr Tausenden von Anzeigen eine Mitteilung eines früheren ebenfalls unter freiem Himmel angezogen. Seinen Zivilanzug habe verschwinden. Sträflings, die mit dem Inhalt der Atten übereinstimmten er dabei opfern müssen. Deshalb sei er auch gezwungen gewesen, und die Spur noch als die richtige erscheinen ließ: Die auffallende fich gleich nach der Tat einen neuen zu kaufen. Tatsache, daß aus Berliner Verbrecherkreisen keine Anzeigen Das Berhör. Das Kuratorium der städtischen Heimstätten hat in seiner jüngsten Sigung für sämtliche in den Anstalten beschäftigten Personen Lohnaufbesserungen beschlossen. Vom 1. April 1907 ab follen erhalten die Wirtschafterinnen durchschnittlich 45 Mart, die Dienstmädchen 25 Mart den Monat mit freier eingingen, ist jetzt erflärt. Voigt hatte Berlin stets gemieden. Er Bei seiner Vernehmung blieb Voigt vollkommen ruhig. Als ein war erst fürzlich hierher gekommen, hatte hier aber mit Verbrechern hinzukommender älterer Beamter ihm seine Verwunderung darüber nichts zu tun. Nach Verbüßung seiner legten Strafe war er nach aussprach, daß er in seinem Alter und bei seinem altertümlichen Wohnung und Beköftigung, der Hauswart von Malchow 140 Mark Wismar gegangen. Dort fand er bei einem Hofschuhmachermeister Aussehen nur die Hauptmannsabzeichen angelegt und sich nicht nebst freier Dienstwohnung und Brennmaterialien; die Hausdiener Beschäftigung. Trotz der Polizeiaufsicht erwarb er sich bald eine Art mindestens als Major aufgespielt habe, antwortete er mit der ordnen sich in drei Kategorien: mit völlig freier Station Durch Bertrauensstellung, da er ein sehr geschickter Arbeiter ist. Nach seinen Frage:" Haben Sie gedient?" Nachdem diese Frage be- schnittslohn 40 Mart, ohne Wohnung und Beköstigung 100 Mart, Grundsägen brachte er es, wie er fagte, nicht über das Herz, einer jaht war, fuhr er fort:„ Das hatte ich auch überlegt! mit Familienwohnung, freiem Brenn- und Beleuchtungsmaterial, Privatperson auch mur einen Pfennig wegzunehmen. Boigt wäre aber wenn ich als Major nach Köpenick gekommen wäre, so aber ohne Beköftigung, 80 Mark. Die Beschlüsse wurden einstimmig in Wismar geblieben, wenn er es gefonnt hätte. Aber die medlen würde man dort doch vielleicht erstaunt gewesen sein, daß ich selbst gefaßt. " und burgische Landesverwaltung wies ihn aus, und so in diefer Charge die paar Männerchen kommandierte und nicht Zwei folgenschwere Zusammenstöße im Straßenbahnbetriebe tam er im Juni dieses Jahres nach Rigdorf, wo seine verheiratete wenigstens einen Leutnant bei mir hatte!" Einer der Kommissare werden uns vom vorgestrigen Tage gemeldet. Gegen 22 Uhr nachSchwester, eine Frau Menz in der Kopfstr. 27 eine kleine Seifenhandlung äußerte dann, daß er es nicht verstehe, daß man diesem Greise mittags bersuchte ein Rollwagen der Vereinigten Spediteure in der betreibt. Mit feiner Schwester zusammen ließ er sich einmal photo- gegenüber nicht sofort nach seiner Legitimation gefragt habe. Voigt Dorotheenstraße nahe der Neuen Wilhelmstraße vor dem Hause graphieren. Ein Bild fandte er, in dankbarer Verehrung" seinem früheren fiel alsbald mit der Erwiderung ein:" Mein Herr, ich kenne Sie Nr. 61 der erstgenannten Straße zwischen einem StraßenbahnArbeitgeber, dem Hofschuhmachermeister in Wismar. Von diesem er nicht! Aber wenn Sie auch mit Ihrem Oberregierungsrat wagen und einer an der Bordschwelle haltenden Taxameterdroschke hielt es im Laufe ihrer Nachforschungen die Kriminalpolizei. Diese und Ihrem Präsidenten gekommen wären meinen hindurchzufahren. Der schwere Lastwagen stieß gegen die Vorderlegte es den Hauptzeugen in Berlin vor, und alle erkannten sofort Sie, daß ich mich erst auf eine lange Auseinandersetzung plattform des Motorwaggons und prallte gleichzeitig gegen die den Hauptmann". Er trug auf dem Bilde noch den Vollbart und eingelassen hätte? Ich hätte einfach den Soldaten gesagt: Droschke mit solcher Gewalt, daß an dem letteren Fuhrwerk der denfelben Anzug, in dem er in Potsdam seine Einkäufe gemacht Packen Sie die Kerls am Genick und führen Sie sie ab!" Sigkasten zertrümmert wurde. Der Führer des Rollwagens, der hatte. Vorgestern vormittag stand fest, daß jeder Zweifel aus Sie hätten mal sehen sollen, wie schnell Sie hinausgeflogen wären!" Kutscher Julius Kühne, Baußenerstr. 7 wohnhaft, stürzte vom geschlossen war. Bei seiner weiteren Vernehmung erzählte Voigt über die Vor- Wagen herab, während die Pferde, scheu geworden, weiter jagten, Die Festnahme. gänge in Köpenick, daß er beinahe aus der Fassung geraten" wäre, und S. geriet unter die Räder seines eigenen Fuhrwerks, welche als der Polizei- Inspektor Jäckel ihn um die Erlaubnis gebeten hätte, thm über den Brustkasten hinweggingen. S. erlitt schwere innere ein Bad nehmen wolle. Da sei er Verlegungen und wurde in hoffnungslosem Zustande nach der abtreten zu dürfen, weil er ganz verblüfft gewesen und habe dem Beamten erwidert: Was? Charité übergeführt. Die Pferde des Rollwagens stürzten, eines Dann habe er seine Fassung wieder der Tiere, sowie das Droschtenpferd erlitten Verletzungen an den Baden wollen Sie gehen?" gewonnen und gesagt:„ Na, ja! Sie fönnen abtreten!" Hinterfüßen. An dem Straßenbahnwagen wurde nur eine Scheibe zertrümmert. " Als man nun wußte, wer der Hauptmanu war, handelte es sich um die Frage, wie man ihn fassen könne. Nach längerer Beratung beschlossen die Kriminalbeamten, vorgestern nichts mehr zu unternehmen, fondern den Hauptmann gestern früh zu faffen. Es wurde daher die Kopfstraße von ausgesuchten Beamten Tag und Nacht unauffällig Die Vorbereitungen zu seinem Coup hat er so vorsichtig gebeobachtet, besonders das Haus Nr. 27 und das Nebenhaus Nr. 26, in dem, wie die neuesten Ermittelungen ergaben, die Geliebte troffen, daß niemand einen Verdacht auf ihn haben konnte. Jeden Ein Zusammenstoß dreier Straßenbahnwagen fand borgestern Voigts, eine Arbeiterin wohnte. Es gelang, die Beobachtungen Morgen ließ er sich um 35 Uhr pünktlich wecken und den Staffee nachmittag gegen 46 Uhr auf dem Potsdamer Plaz statt. Dort durchzuführen, ohne daß jemand das geringste merkte. Gestern vorseßen. Er gab an, Beschäftigung in einer Schuhfabrik der nahen fuhr der Fahrer eines Motorwagens der Linie 14 in der Richtung Durchnäher zu haben. Er wäre als Vor- nach dem Marheinideplatz gegen den Vorderperron eines gleichen morgen brachen die Kriminalkommissare mit ihrem Stabe von Beamten Breslauerstraße als schon um 4 Uhr morgens auf und befeßten die Häuser Nr. 27 arbeiter tätig und müsie frühzeitig die Arbeiten für seine Untergebenen Gefährtes der Linie 80( Richtung Schlesischer Bahnhof). Durch den Sobald die Zeit fam, in der das Gesetz ihnen vorbereiten. Voigt fam die ersten 14 Tage fast regelmäßig gegen 10 Uhr Anprall wurde der letztere Straßenbahnwagen aus den Schienen und 26. Bis zum 17. d. Mts., dem Tage das Betreten erlaubte, drangen sie in die Wohnung ein, fie fanden nach seinem Quartier zurück. aber zu ihrer Ueberraschung das Nest leer. Es wurde nach dem Kassenraube, hatte er sich in der Wohnung niemals gehoben und stieß mit seinem Hinterperron gegen den Anhänge= festgestellt, daß Voigt seit viezehn Tagen nicht mehr in am Tage blicken lassen. Am Abend des 16. Oktober, wo der Raub wagen 2052 der Linie 69( Richtung Schöneberg), der gleichfalls entgleiste. Ein Malerlehrling Hermann Michaelis, Merseburgerstr. 9 Rixdorf wohnte, sondern nach Berlin gezogen war. Die Eheleute verübt wurde, war er erst in der zwölften Nachtſtunde zurückgekehrt. wohnhaft, der in dem Anhängewagen gesessen, erlitt durch herabMenz wußten nur, daß er in einem Hause der Langestraße im Stubengenosse und Wirtsleute schliefen bereits. So fiel es nicht auf, vierten Stock als Schlafbursche wohnte. Die Hausnummer wußten als er einen großen Karton auf den in der Stube befindlichen fallende Glassplitter Schnittwunden an der Stirn und erhielt die fie nicht anzugeben. Auch seine Geliebte St., die in einer Meffing- Schrant verschnürt stellte und seinen neuen, bei Hoffmann in der erste Hülfe auf der nahe belegenen Unfallstation. Der Materialfabrik am Waybachufer arbeitet, wußte nichts mehr. Eine Durch Friedrichstraße gekauften Anzug in dem Schrank aufhängte. Die schaden war troß des heftigen Zusammenstoßes ziemlich unsuchung aller Räume förderte feinen Anhalt zutage, weder für den ganze Zeit über hatte er, sowohl vor wie nach der Tat, stets seine bedeutend, die Betriebsstörung am Potsdamer Platz dauerte nur Aufenthalt Voigts noch für seine Täterschaft. Der N. hatte er auch Arbeiterkleidung getragen. Von Militärausrüstungsstücken hatte seine sehn Minuten. Ein weiterer Zusammenstoß zweier Straßen. nichts mitgeteilt. Er hatte auch nicht bei ihr gewohnt, sondern sie Umgebung bis heute nicht das geringste zu sehen bekommen. Als er am ɓahnzüge, bei welchem sieben Personen unerhebliche VerMorgen des 17. Oftober zu gewohnter früher Stunde das Frühstück Mit dem Automobil fubren nun die Beamten nach Berlin, um erhielt, lehnte er dies mit dem Bemerken ab, daß er erst später auf- legungen erlitten, ereignete fich gestern nachmittag gegen 3/3 Uhr die Wohnung Voigts zu suchen. Gemeldet war er nicht. Es wurden stehen würde, da er wegen Ausbruchs eines Streits in der Schuh- am Schönhauser Tor. Bur genannten Zeit fuhr der Führer des Motorwagens Nr. 2135 der Straßenbahnlinie 52( Richtung Schöne alle Leute festgestellt, die in der Langestraße im vierten Stock fabrit nicht zur Arbeitsstelle gehen würde. Als er endlich gegen berg) auf einen an der Haltestelle an der Ede der SchönNr. 1474 wohnen und Schlafburschen halten. Sturz vor 8 Uhr hatte man Voigt 9 Uhr in die Küche zum Frühstüc tam, nahm er Zeitungen zur in dem Hause Nr. 22 gefunden. Hier wohnen im vierten Stock rechts Hand. Die Wirtin lenkte das Gespräch unvermittelt auf die neueste hauser Allee haltenden, der Linie 47( Richtung Rigdorf) auf. Durch den die heleute Sarpeles, beide in den mittleren Jahren, die sich Beinungsmeldung über den Köpenicker Staffenraub. Voigt las die und dem Anhängewagen Nr. 2533 bestehenden Straßenbahnvon Zeitungsaustragen ernähren. Bei ihnen wohnte Voigt. Die Nachrichten aufmerksam durch, ging aber mit feinem Wort hierauf ein. ug Durch die Perfönlichkeit des Hauptmanns erscheint der Köpenicker Anprall wurde eine Scheibe des Anhängers 2538 zertrümmert die Striminalbeamten besetzten sofort jeden Ausgang und auch das Bufferstange berbogen. Der des Motorwagen Dach des Hauses, so daß es ein Entrinnen nicht gab. Dann Streich in noch viel hellerem Lichte. Gine eingehendere Würdigung angefahrenen Buges erlitt teine Beschädigungen. Die in dem Anhängewagen des Zuges der Linie 47 befindlichen Personen, Kaufmann Völker, Kopenhagenerstr. 14, Frau Steffert, Winsstr. 1, Frau Schubert, Koloniestr. 70, Frau Kunze, Seelowerstr. 9, Frau Gurke, Hagenauerstr. 10, wurden bei dem Zusammenstoß von den Sitzen geschleudert und erlitten leichte Kontusionen am Rücken. Ein Herr Kampf, Nieder- Schönhausen, Beuthstr. 12 wohnhaft, trug durch umherfliegende Glassplitter eine geringfügige Verlegung an der Nafe, eine Frau Meher aus der Mühlenstr. 1 in Banton eine fleine Wunde am Kopfe davon. Sämtliche verlegte Personen konnten ohne fremde Hülfe ihren Weg fortsetzen. nur hin und wieder besucht. Partei- Angelegenheiten. berlangten die vier Kommissare in der Karpelesschen Wohnung Ein- der Sachlage finden unsere Leser an anderer Stelle. Laß. Hier faß Voigt beim Morgentaffee. Ueberrascht sah er die Striminalbeamten an. Er wußte sofort, um was es sich handelte, und bat, nur noch seinen Kaffee zu Ende trinken zu dürfen. Voigt frühstückte nun in aller Rube. Nachdem er sich gesättigt hatte, legte er bald ein Geständnis a b. Dhne Widerstand ließ er sich dann abführen. Die Beweisstücke. Zur Lokalliste. Folgende Lokale stehen uns zu den bekannten Bedingungen zur Verfügung: Jm 3. Streis Felsenterrasse", Inh. E. Böhl, Engel- Ufer 1; in Hoppegarten bei Müncheberg, Kreis Lebus: Gasthof zum wilden Mann". Bitte aus auschneiden und der Lokalliste beizufügen. Die Lokalfommission. und aus dem Motorwagen Während einige Beamte den gefaßten Räuberhauptmann zum Berhör nach dem Polizeipräsidium brachten, durchsuchten andere feine Um ihre Kaution betrogen find viele junge Leute man spricht Wohnräume. Bald fanden sie allerlei neue Kleidungsstücke, die sich der Hauptmann gleich nach Ausführung des Handstreiches abends Sechster Wahlkreis( Schönhauser Borstadt). Morgen, Sonntag, von 25- durch einen Herrn W. Roth in Charlottenburg, Pestalozzi um 7 Uhr in dem Herrenkonfektionsgeschäft von Hoffmann in der findet in den Berolina- Sälen", Schönhauser Allee 28, eine Voltsstraße 88a. Der Schwindler hatte am 1. April d. J. in der Friedrichstraße gekauft hatte, um sie auf dem Skleinbahnhof in der versammlung statt, in welcher Genosse Albrecht Fülle Pestalozzistr. 88a ein großes Bureau eingerichtet, an dessen Spike Hermannstraße mit der Hauptmannsuniform zu vertauschen. Auch über das Thema:„ Das Jena des deutschen Liberalis ein Bureauvorsteher" und erster Buchhalter" standen. Durch ein Stavallerieoffiziersfäbel tam zum Vorschein. Ihn hatte Voigt mit 8" sprechen wird.- Nach der Versammlung findet gemütliches folgendes Inserat wurden die leichtgläubigen Opfer angelodt: zuerst getauft. Er fonnte ihn aber nicht gebrauchen, weil er zum Beisammensein mit Tanz statt. Um zahlreichen Besuch der Ver- Kassierer sofort gesucht für Berlin und Vororte. Gehalt 1200 m. jährlich; 600 Mart Provision garantiert." Bei der Vorstellung Hauptmann nicht paßte. fammlung wird gebeten V " wurden die Kassierer" von dem Bureauvorsteher" und ersten Feuerwehrbericht. Gestern früh tam in der Prinzenstr. 47 in| machenden Kadavergehorsam großziehe. Der Geist, der vor hundert Buchhalter" in Empfang genommen und für den Chef präpariert. einem Geschäftsteller Feuer aus. Das Feuer wurde erst bemerkt, Jahren zur Zeit des Zusammenbruchs Preußens im Militär geDie Herren wurden dann nach langem Hin- und Herfeilschen als es sich durch Rauch im ganzen Hause bemerkbar machte. Als herricht, sei heute noch vorhanden. Zum Beweise dafür verlas bezüglich der Höhe der Kaution, die in den meisten Fällen 400 M. die Feuerwehr erschien, standen dort Regale mit Kartons, Holz u. a., Redner die Kabinettsorder, die ausdrücklich Respekt und Achtung vor bis 1000 m. betrug( in einem Falle begnügte man sich mit 200 m.), sowie die Schaldecke schon in Flammen. Es gelang, diese auf den der Uniform verlangt. Von diesem Gesichtspunkte aus sei auch das fest angestellt. Die Kaution nahm der Herr Chef gar nicht an, sondern Keller zu beschränken. Wegen eines Ladenbrandes wurde der Verhalten des Bürgermeisters Dr. Langerhans zu entschuldigen. Selbiger wurde als Kaution für W. Roth" bei dem Bankgeschäft 13. Zug nach der Chausseestr. 1a gerufen, wo Hüte, Kartons u. a. habe sich um das Wohl der Stadt Köpenick verdient gemacht, seine Amis( Kommanditgesellschaft) von Hans Wernick in Charlottenburg, brannten. Gleichzeitig war auf dem Hofe Krautstr. 36 Feuer aus- führung sei stets eine gerechte und humane gewesen.( Lebh. Zustimmung.) Kantstr. 38a, hinterlegt. Noch an demselben Tage wurde sie von gekommen. Dort brannte ein Geschäftswagen und in der Nähe Den Vogel abgeschossen hätte die Polizei, allen voran der PolizeiSem stets geldbedürftigen Herrn Roth abgehoben. Die Tätigkeit der Blumenstr. 70 Petroleum, das zum Reinigen eines Automobils inspektor Jäckel. In dem Augenblick, als sein Chef in größter Kassierer" sollte im Kassieren von Schieß- und Knipsautomaten, benutzt wurde. Drei Wohnungsbrände wurden aus der Ramler- Gefahr war, bittet er gehorsamst beim Näuberhauptmann um die sie aber nie zu sehen bekamen, bestehen. Zunächst mußten die straße 2, Perlebergerstr. 28 und Weißenburgerstr. 12 gemeldet. Urlaub Angestellten die Schantwirtschaften abflappern, um die Erlaubnis Außerdem liefen noch Feuermeldungen aus der Fruchtstr. 2. Frank daran, daß Jädel gegen die Arbeiterschafter selbst fönne ein zum Baden.( Stürmische Pfuirufe.) Redner erinnert der Wirte zum Aufstellen der Automaten zu erhalten. Die furter Allee 93 u. a. Stellen ein. Kassierer" brachten Anträge in Hülle und Fülle, aber die AutoLied davon singen mit aller Schärfe vorgegangen ist. Eigentlich maten famen nicht an. Das Eintreffen derselben verzögerte sich müßte dieser Herr die Konsequenz ziehen und seinen Bosten vers von Woche zu Woche, von Monat zu Monat. Für den ersten Monat laffen. Die Ausführungen Zubeils fanden stürmischen Beifall. erhielten die Kassierer pünktlich Gehalt, als aber der zweite Monat Diskussion fand nicht statt; jedoch führte die eingebrachte Resolution vergangen war, war der Chef verreist und der Herr„ Bureauzu einer längeren Debatte. vorsteher" Dichte hatte keine Vollmacht zur Gehaltsauszahlung. Als die Reise des" Chefs" sich gar zu sehr in die Länge zog, wurden die Kassiererafpiranten" mißtrauisch und der Kassierer Kümmel aus der Brunnenstr. 178, der gleich bei der Eröffnung des Bureaus am 1. April angestellt worden war, übergab die Sache der Kriminalpolizei. Nun fam der Schwindel zutage, aber die Festnahme des 2. Roth konnte nicht erfolgen, weil er wieder„ berreist" war. Seine Helfershelfer werden der Beihülfe des Betruges bezichtigt. Der zuletzt am 13. August angestellte Kassierer Rudolph F., Wilhelmsaue 18 wohnhaft, hat 400 M. Raution gestellt. " Schöneberg. Vorort- Nachrichten. Bei der gestern stattgehabten Wahl der Delegierten zur Drtsfrankenkasse wurden die vom Gewerkschaftskartell aufgestellten Kandidaten mit 1182 Stimunen gewählt. Auf eine gegnerische Liste entfielen 152 Stimmen. Charlottenburg. " Im weiteren erklärt sich die Versammlung mit der Haltung der sozialdemokratischen Stadtverordnetenfraktion in der Angelegenheit der Hauptmannsaffäre einverstanden und spricht derselben ihr vollständiges Vertrauen aus." Die Abstimmung über den zweiten Teil ergab die Ablehnung desselben. Zum Schluß wurde mitgeteilt, daß in der nächsten Wahlvereinsversammlung diese Sache bei der Berichterstattung der Fraktion mitverhandelt wird. Mahlsdorf. Während der erste Teil derselben einstimmig angenommen wurde, wandten sich Hoffmann und Hilliges gegen den zweiten Teil derfelben mit der Begründung, man müsse zunächst die Berichterstattung der Fraktion hören. Die Resolution selbst hat folgenden Wortlaut: Die heute im Stadttheater zu Köpenid tagende Volksversammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden Die Ortsverwaltung Charlottenburg des Zentralverbandes der und ist der Meinung, daß die Ausführung des am 16. Oktober in Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter hielt am Sonntag im unserer Stadt stattgefundenen Vorkommnisses ein Auswuchs des beVolkshause die Generalversammlung ab. Der Kassenbericht des stehenden Militarismus nebst seinen Begleiterscheinungen ist. Dieses Pyramidenbündler. Der Hang zur Mystik und zum Ueber. III. Quartals weist eine Einnahme von 5870,37 M. und eine Aus- System macht die Inszenierung des ausgeführten Blanes auch natürlichen, der selbst in unserem aufgeklärten Zeitalter noch viel gabe von 5139,02 M. auf. Es gaben alsdann den Geschäftsbericht anderswo in Preußen Deutschland möglich. Die Versammlung erzu viele beseelt, wird von geriebenen Gaunern weiblich ausgebeutet. Sollege Gebert, den Bericht der Gewerkschaftskommission die Kollegen flärt, alles daran zu setzen, daß dieses System bald dem im ProVor einigen Monaten nahmen wir Veranlassung, vor einem„ Pro- Bollenthin und Weber, den Bericht vom Gewerbegericht Kollege gramm der sozialdemokratischen Partei geforderten Volksheer fessor" Marim in London zu warnen, der seine Schäfchen durch Neumann. Im allgemeinen wurde bedauert, daß die Kutscher noch weichen muß. den Vertrieb einer wundertätigen Maxim- Blanchette" schor. Das nicht in erwünschter Zahl organisiert feien, um auch ihrerseits an Schwindelgeschäft scheint so floriert zu haben, daß sich selbst auf die Verbesserung ihrer Lage heranzugehen. Auch müsse es Pflicht diesem Gebiete Konkurrenz einstellte. Der Pyramidenbund, Ver- eines jeden Kollegen sein, die bürgerliche Presse aus den Wohnungen einigung zur Erforschung und Dienstbarmachung der geheimnis- zu verdrängen und den Vorwärts" zu lesen. Desgleichen wurde bollen Mächte" ist die Flagge, unter der diesmal ein Professor" sum Beitritt in den sozialdemokratischen Wahlverein aufgefordert. Alexis Total, Direktor, 61, High Holborn, WC., auf dem Inseraten hierauf hielt Genosse Staufmann einen Vortrag über Arbeiter wege Dumme sucht, die sich gegen Einsendung von 5 Mark die Fortbildungsschulen"; er forderte die Versammelten auf, an den wahrsagende, selbstschreibende Total- Planchette" senden lassen. Ein Kursen teilzunehmen. Freund unseres Blattes, der sich an den Professor" wandte, um Einblick in den Schwindel zu erhalten, stellt uns die ihm zu gegangenen Drucksachen zur Verfügung, deren Inhalt aus dem bei diefer Sorte von Schriftstücken üblichen Schwulst und Blödsinn besteht und nur darauf ausgeht, den harmlosen Leser um 5 Mart zu erleichtern. Dies ist selbstverständlich der einzige Zweck des Pyramidenbundes, der weiter nichts als einen pyramidalen Schwindel darstellt. Man hüte sich also, dem Pyramidenprofessor Geld einzusenden. Ueber einen anderen dunklen Ehrenmann, den von uns schon sattsam gekennzeichneten Prof." G. Keith Harwey in London laufen immer noch Beschwerden bei uns ein, ein Beweis, wie gut es diesem Ohrendoktor gelungen ist, seine völlig tertlofe patentierte Ohrenbatterie" für 30 Mart in Berlin und Umgegend abzusehen. Neuerdings warnt auch die„ Nordd. Allg. Zeitung" vor ihm. Am interessantesten bei der Sache ist der Umstand, baß uns von den Geschädigten immer wieder neue Versandstationen in Berlin angegeben werden. Das Geschäft scheint also glänzend organisiert zu sein. Dem Schwindler ist leider nicht beizukommen da er bei dem Fehlen einer unserer Staatsanwaltschaft ähnlichen Behörde in England dort vor strafrechtlichen Weiterungen so gut wie sicher ist. Das deutsche Publikum kann sich vor diesen Londoner Gaunern mithin nur durch Selbstschutz sichern. lautet: Wilmersdorf. Der Obwohl schon vor längerer Zeit offiziell mitgeteilt wurde, daß Eine Hansväterversammlung unter polizeilicher Bewachung. Mit Wilmersdorf vom 1. April 1907 ab städtische Verfassung erhält, ist den Worten:„ Ich habe Befehl erhalten, die heutige Schulhausbis heute noch nicht festgestellt, wann die Stadtverordnetenwahlen vaterversammlung zu überwachen", erschien am Mittwochabend ein stattfinden und was die Hauptsache ist unter welchem Wahl- Gendarm in der Hausväterversammlung. Unsere Genossen promodus gewählt wird. In bürgerlichen Vereinen wird bereits seit testierten aufs lebhafteste dagegen und veranlaßten die Versammelten längerer Zeit eifrig diskutiert, welchem Wahlmodus man den Vorzug eine Protesterklärung gegen die polizeiliche Ueberwachung anzunehmen. geben könne. Die einen treten für Listenwahl, die anderen Der erste Punkt der Tagesordnung: Antrag der königl. Regierung für Bezirkswahl ein; jede Gruppe allerdings in der lleberzeugung, beziv. Errichtung einer fatholischen Unterrichtsstation, wurde, nachdem daß ihm sein Wahlsystem zum Vorteil gereiche. Der Haus- und Genosse Weiß in längeren Ausführungen die Ueberflüssigkeit des Grundbefizerverein hat sich erst fürzlich in einer Versammlung Religionsunterrichts in der Volksschule nachgewiesen, mit allen gegen dahin ausgesprochen, jedes Wahlsystem zu unterstützen, was ihm zwei Stimmen abgelehnt. In einer vor kurzem stattgefundenen Hausermöglicht, die größte Zahl von Hausbesitzern in die Stadtverordneten- väterversammlung wurde die Erhöhung der Lehrergehälter abgelehnt. versammlung zu bringen. Wie dem aber auch immer fei: Pflicht Die Liberalen", die hier in Betracht kommen, behaupteten damals, des Gemeindevorstandes ist, die Wähler wissen zu lassen, ob im die Sozialdemokraten hätten die Erhöhung abgelehnt, obwohl unsere November die Wahl stattfindet und unter welchem Modus gewählt Genoffen auch damals lebhaft für die Erhöhung eintraten. wird. Nach der zögernden Haltung des Gemeindevorstandes und Punkt„ Neuregelung der Lehrergehälter" gab unseren Genossen der Gemeindevertreter tönnte angenommen werden, daß die offizielle Trappe, Weiß, Bartsch und Dertel Gelegenheit, mit den Kabinettsorder über die Stadtwerdung noch auf irgend einer bureau- Verbreitern der Mär, die Mahlsdorfer Sozialdemokraten seien fratischen Station liegt. Unsere Genossen werden gut tun, sich durch bildungsfeindlich", gründlich abzurechnen. Die Gegner hatten nicht eine folche Geheimniskrämerei nicht beirren zu lassen, sondern den Mut, fich zu verantworten. Die Gehaltserhöhung von 1200 auf jeden Augenblick zur Agitation für die bevorstehenden Wahlen aus 1300 M. Grundgehalt und die Erhöhung der Mietsentschädigung von zunuzen. 300 auf 400 m. wurde mit 88 gegen 62 Stimmen angenommen. Ebenfalls angenommen wurde ein Antrag des Genoffen Dertel, für die Ausstattung neuer Lehrzimmer 1500 M. zu bewilligen. Der reichen und Errichtung von Brausebädern, wurde dem Schulvorstand Antrag unserer Genossen, den Kindern warmes Frühstück zu verab überwiesen. Tegel. Lichtenberg. in die Wege Der Extrazahlabend, der am Dienstag zur Aufnahme einer Statistik einberufen war, hat bei unseren Gegnern manches Mißbehagen ausgelöst. Dieses Mißbehagen macht sich aber auf die fonderbarste Weise Luft. So verbrach die" Post" dieser Tage einen besonderen Artikel, in dem darzulegen versucht wurde, daß dieser Extrazahlabend den Bwed habe, die Genoffen in die Gewertschaften einmal gegen den Widerspruch unserer Genossen ihre Zustimmung Die Gemeindevertretung erteilte am Donnerstag zunächst wieder zu treiben und so sich der Kassen der Gewerkschaften zu bemächtigen, außerdem aber auch greuliche Pläne zu schmieden für die Organi zur Auszahlung weiterer 1300 M. an die Hausbefizer für die Resierung des Massenstreits, des" Anfangs der sozialen Revolution". gulierung der Bürgersteige vor deren Grundstücken. Die ausnahmsWir nahmen von diesem blödsinnigen Erguß keine Notiz. Jekt läßt weise Bauerlaubnis für vier Edgrundstücke in der Müggelstraße wird auch die Erschließung dieses Straßenzuges sich auch die„ Nationalzeitung" einen Bericht schicken, der wie folgt geeignet sein, auch die Ein angeblicher Mordversuch beschäftigt zurzeit die hiesige zu leiten. Die Uebernahme der höheren Kriminalpolizei. In der Nacht zum Donnerstag vernahm ein NachtGestern hatte die Sozialdemokratie einen Extrazahlabend Töchterschule in der Kreuzigerstraße, die bisher unter dem Namen wachbeamter aus Tegel plöglich gellende Hülferufe, die vom See her veranstaltet, er war aber trotz anhaltender eifriger Agitation Krausesche Privatschule bestand, wird mit dem 1. Oktober 1907 be- famen. Der Wächter eilte an das Ufer und bemerkte nun im Waffer durch die Presse und an den Arbeitsstellen nur mäßig beschlossen. Der jeßigen Inhaberin wird eine Jahresrente im Betrage einen Mann, der sich an einem in dem See treibenden Balken an sucht und hat den Erwartungen der Parteigenossen nicht ent- von 3000 M. gezahlt. Das Lehrpersonal wird bedingt in den Dienst geflammert hatte. Es gelang, den Mann, der schon fast völlig ersprochen. Nur etwa 60 Proz. der organisierten Genoffen, im der Gemeinde übernommen. Schuldverbindlichkeiten in Höhe von itarrt war und sich nur noch mühsam über Wasser zu halten verganzen zirka 18 000 Mann, waren dem Rufe der Parteileitung in 4000 9. übernimmt die Gemeinde. Die Zahl der Schülerinnen be- mochte, zu retten. Der Gelandete, ein Arbeiter Hermann Zupe aus Berlin gefolgt und haften sich durch Ausfüllung eines Formulars trägt zurzeit 274, von denen allerdings etwa die Hälfte nicht Borsigwalde, teilte mit, daß er von mehreren Männern in den See über ihre Zugehörigkeit zur Partei ausgewiesen. Naturgemäß Lichtenberger find. werden nun auch die höheren geschleudert worden sei. Als er, auf dem Nachhausewege begriffen, trat diese geringe Zahl in dem großen Berlin gar nicht in Er- Töchter" unserer ,, besseren Familien" bon Gemeindewegen am Ufer entlang ging, feien ihm unbekannte junge Leute entgegenscheinung, zumal sie sich noch auf zirka 400 Bersammlungsstellen vor der Berührung mit den Kindern„ des Volkes" gefchüßt sein. gekommen, welche ohne weiteres einen Streit mit ihm herbeiführten berteilte. Wenn dieser Extrazahlabend eine Art von Probe- Die Anlegung eines Spielplates von größerem Umfange auf dem und ihn dann ins Wasser stießen. 3. wäre zweifellos ohne HinzuMobilmachung für einen etwaigen Demonstrationsstreit in Berlin von den Terrainspekulanten als Gegenleistung der Gemeinde auf- fommen des Wächters ertrunken, da der See an der fraglichen Stelle sein sollte, so ist das Experiment verunglückt, und das hatte die gelassenen Plage F an der Kronprinzenstraße wird endlich einem eine sehr bedeutende Tiefe hat und der Arbeiter, des Schwimmens Parteileitung auch wohl richtig borgeahnt, daher die Umkehr Bedürfnis abhelfen. Die Kosten mit zirka 20 000 M. wurden aus unfundig, sich nicht allein zu retten vermochte. Bebels in Mannheim und die von dort ausgegebene Parole auf bereiten Mitteln bewilligt. Abgelehnt wurde dagegen, an diefem Bankow. Agitation und Organisation. Ganz abgesehen davon, daß der großen Plage eine Bedürfnisanstalt, wie vorgeschlagen, auch für politischen Partei der Sozialdemokratie das Geld zur Durch Frauen zu errichten. Die Zinsen der Kosten, die auf etwa 6000 m. Am heutigen Tage wird das Pankower Krankenhaus eingeweiht, führung eines Demonstrationsstreites fehlt, fehlt ihr auch noch die berechnet waren, follen erspart" werden. Wer den Platz benutzen um am Montag der Deffentlichkeit übergeben zu werden. Das bedingungslose Gefolgschaft der Massen das hat der mit so will, tue es doch der frischen Luft wegen; Bedürfnisse zu 15 Morgen große Krankenhausterrain liegt in der Nähe des königl. viel Geschrei angekündigte Extrazahlabend deutlich bewiesen." In ihrer Verkleinerungssucht unserer Partei greift die befriedigen sei in der Wohnung Gelegenheit!! Ja, ja, unsere Schloßparks. Die Gebäude find in roten Verblendern aufgeführt und machen mit ihren Erfern, hohen Mansardendächern und zierlichen " Nationalzeitung" zu den tölpelhaftesten Mitteln. So soll es sich Dorfbäter wissen, was zur Sache gehört. Das Ersuchen der Stadt Berlin wegen der Verlegung eines Türmchen und den an den Hauptfassaden angebrachten offenen Liegebei dem Extrazablabend um eine Art Probe- Mobilmachung für einen etwaigen Demonstrationsstreit für Berlin gehandelt haben. Druckrohres durch den Gemeindebezirk rief die berufenen Vertreter ballen für die Kranken einen äußerst guten Eindruck. Von den drei Es ist zu dumm, um ernsthaft dagegen etwas zu sagen. Unsere Gemeindevorstandes sollen die Interessen der an die Berliner Kana- in welchem sich außer den Aufnahmeräumlichkeiten die Zimmer der des privilegierten Befizes" auf den Plan. Die Bedingungen des getrennten Gebäuden kommt man zunächst zum Verwaltungsgebäude, Genossen wissen, daß es sich allenthalben um eine Feststellung der Zugehörigkeit zur gewertschaftlichen Organisation gehandelt lisation angeschlossenen Grundbefizer nicht genügend wahren. Der Antrag dirigierenden Aerzte und die Registratur befinden. Im ersten Stod hat und daß die Bugehörigkeit zur Partei ohnehin durch berfiel der Vertagung. Der Ankauf eines Grundstücks zu Krankenhaus befinden sich die Wohnungen des Inspektors und der Oberim Dachgeschoß die Zimmer der Krankendie Anwesenheit der Mitglieder der Wahlvereine gegeben war. Und zwecken, der schon wiederholt zur Verhandlung stand, mußte hinter verschwestern und Das eigentliche Krankenhaus ist im Korridorsystem was den Besuch des Ertrazahlabends anbelangt, so wünschten wir, fchloffenen Türen verhandelt werden. Unsere Genossen widersprachen mit schwestern. Insgesamt daß derselbe immer so günstig wäre, wie diesmal. Die Berliner allem Nachdruck dieser Geheimniskrämerei, die obendrein ganz zweck- erbaut und sind große Krankensäle vermieden worden. Barteileitung ist damit sehr zufrieden. Wir nehmen von den los sei, vergeblich. Beschlossen wurde, zwei Parzellen im An- find an Krankensälen und Zimmern vorhanden 6 Strankensäle zu gegnerischen Auslaffungen auch nur Notiz, um unseren Genossen schluß an das in der Frankfurter Chaussee vorhandene Grundstück 6 Betten, 6 Säle zu 5 Betten, 1 Kindersaal zu 5 Betten, 1 Saal wieder einmal zu zeigen, daß unsere Gegner über unsere inneren anzulaufen. Der Krantenhausbau, über dessen Aussichten wir zu 3 Betten, 6 Strantenzimmer zweiter Slaffe zu je 2 Betten und Angelegenheiten urteilen wie der Blinde über die Farbe. demnächst berichten werden, dürfte mit diesem Beschluß auf seinem 14 Zimmer erster Klasse mit je 1 Bett. Insgesamt Raum für wenn auch kleinen Schritt 100 Betten. Von den allgemeinen Anstalten im Hauptgebäude feien recht langen Wege wieder einen vorwärts gemacht haben. erwähnt die Badeanstalt mit ihren verschiedenen medizinischen Bädern, daß mediko- mechanische Institut für Massage, Elektrizität, Köpenick. mikroskopische Untersuchungen. Im zweiten Stod liegen die beiden Operationsfäle, die mit Instrumenten allein über 80 000 m. foften. Außerdem ist ein photographisches Atelier mit Dunkelfammer und ein Röntgen- Zimmer vorhanden. Ganz besonders hervorzuheben sind die Dachterrassen, welche als Luft- und Sonnenbäder benutzt werden sollen. Bon hier ist eine herrliche Aussicht nach Norden über Buch mit seinen großen städtischen Anstalten bis nach den herrlichen Wäldern bei Lante. Das Wirtschaftsgebäude beherbergt die Küche und die Wäscherei fowie sämtliche Lager- und Wirtschaftsräume. Auch hier sind in allen Räumen die modernsten Maschinen aufgestellt. Zu erwähnen wäre noch die Infektionsbarade und die Leichenhalle; auf dem ganzen Terrain werden Parkanlagen mit asphaltierten Wegen geschaffen. Sämtliche Einrichtungen sind für einen Betrieb mit 300 Stranten eingerichtet. Das Krankenhaus dürfte gegen dreiviertel Millionen Mark tosten. Das Bankower Strankenhaus ist das erste des Kreises Nieder- Barnim und ist nur aus Gemeindemitteln geschaffen. Potsdam. Nach Sizilien führt uns der neueste Vortrag im wissenschaftlichen Theater der Urania, den der Direktor der Gesellschaft Herr Dr. Schwahn verfaßt hat und der durch zahlreiche farbige Lichtbilder ausgestattet ist. Lebens- und Naturbilder aus klassischen Stätten find Die geftrige Stadtverordnetenversammlung nahm zunächst eine es, die da an unserem geistigen Auge borüberziehen. Viele Wahr- Rede des Bürgermeisters Dr. Langerhans entgegen, in welcher ber zeichen erinnern an eine bergangene Kulturepoche, an die Zeiten der selbe seinen Dank für die Sympathiekundgebungen, die ihm von Hellenen und der alten Römer. der Bevölkerung und den städtischen Körperschaften Köpenicks entIm ersten Teil des Vortrages führt uns der Verfasser nach gegengebracht worden seien, aussprach. Alsdann gab er eine einBalermo und nach den alten Griechenstädten. Wir tun einen gehende Schilderung des bereits bekannten Vorganges und erklärte, Einblick in das bunte Straßenleben Palermos, schauen den daß er nach Lage der Sache nicht anders handeln konnte. Einen Normannendom, die deutschen Kaisergräber, die an die Zeit erinnern, berechtigten Trost sah das Oberhaupt der Stadt darin, daß nur ein als deutsche Fürsten Herrscher von Sizilien waren. Das Innere des Bufall den falschen Hauptmann Köpenid als Feld feiner Tätigkeit Königspalastes und die Capella Palatina zeigen uns die prachtvollen erwählen ließ. Wir können uns dem Bewußtsein nicht berLichtbilder und dann geht es weiter, um alte Normannenbauten, das schließen," klang die Rede des Bürgermeisters aus, daß dasselbe Kapuzinerkloster und die Katakomben zu besichtigen, schließlich auch auch allerorten anderwärts hätte gescheher können". Der lebhafte einen„ Gang" durch die neue Stadt und die öffentlichen Gärten zu Beifall, den die Stadtväter dieser Aeußerung zollten, kennzeichnete tun. Aber immer weiter dehnt sich unsere Besichtigung aus. Vor recht treffend die Situation. Ist doch diese Auffassung geboren allem find es die fizilianischen Schwefelgruben, die unsere Auf- aus dem Bewußtsein der Unterordnung unter den militaristischen merksamkeit fesseln, jène Höllengräber, aus denen zahlreiche Kinder Geist. im garten Alter unter unsäglichen Dualen die Schäße der Erbe ans Tageslicht befördern. Arme ausgebeutete Stinder! Aber nicht allzu lange verweilen wir an dieser Stätte des Elends. Ueber den Mannheimer Parteitag referierte in einer außer Syrakus gilt unser nächster Besuch und auch da interessieren uns die Einer wahren Bölferwanderung glich der am Mittwoch nach dem ordentlichen Versammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins Erinnerungen an die antife Beit. Im zweiten Teil des Vortrages Stadttheater sich bewegende Menschenstrom. Nahezu 2000 Berfonen Genosse Dr. Karl Liebknecht. Nach einer Charakterisierung der besichtigen wir den Aetna und sein Gebiet. Nachdem wir einen Gang waren erschienen, um dem Referat des Reichstagsabgeordneten Ge- Tagesordnung unseres legten Parteiparlamentes gab der Redner durch Catania unternommen haben, sehen wir Bilder aus dem nossen Fris Zubeil über: Militarismus und Nadavergehorsam" einen temperamentvollen Bericht über die Hauptereignisse. Es sei Sizilianischen Leben, um schließlich eine Tour nach dem Aetna zu zuzuhören. Redner machte sich zur Aufgabe, anläßlich des bekannten besonders erfreulich, zu fonstatieren, daß der Vorwärts"-Konflikt unternehmen und dort oben das überwältigende Schauspiel eines Vorganges in Köpenick die Schädlichkeit unseres militärischen Systems nicht mit einem Wort erwähnt wurde und daß die StampferSonnenaufganges vom Hauptfrater aus zu genießen. Der Vortrag zu enthüllen. Unbarmherzig übte er Kritik an dem militärischen Braun- Affäre an dem einnütigen Widerstande des Parteitages ges war reich an sehr interessanten Bartien und fand verdienten Beifall. Drill, der in den Soldaten einen solche Vorkommnisse möglich scheitert sei. Redner ging dann auf die Strafprozeßordnung Nachdem noch Stadtverordnetenvorsteher Andersen seiner Freude Ausbrud gegeben hatte, daß die Köpenider ihren geraubten Bürger meister endgültig wieder haben, fand die Sigung ihr Ende. Betrügereien eines Gemeindesekretärs. der E. Ja. ein, wobei er bedauerte, daß an das ausgezeichnete Referat des ohne weiteres von der Hand zu weisen sei, daß beide beabsichtigt, ursachten Schadens verlangen, dem Wirt androhen, daß Sie event. aus seine Genossen Haase sich keine Diskussion angeschlossen habe; sie hätte hatten, das junge und unerfahrene Mädchen einem schmählichen Kosten durch einen Kammerjäger die Beseitigung herbeiführen würden und Ihre Das Urteil lautete deshalb gegen Drohung ausführen. einen Massenprotest gegen die Klaffenjustiz abgegeben. Notwendig Berufe entgegenzuführen. Th. G. 24. Sie müssen den Sie betreffenden fei es, daß die Parteipreffe die Urteile derfelben mehr als bisher Meher auf drei Jahre Gefängnis und gegen Wendt auf ein Jahr Fall schildern. Die allgemeine Frage tann verschiedenartig beantwortet werden. Martha P. Der Birt ist in der Regel zum Stleben für registriere. Redner ging dann zu dem Hauptpunkte der Mannheimer sechs Monate Gefängnis. den Portier verpflichtet. Liegt ein Zweifel vor, so wenden Sie sich an die Tagung über und billigte das Verhalten des Parteitages betreffend Versicherungsanstalt, am Köllnischen Park, um Auskunft. Zu der Berdie Gewerkschaften. Er konstatierte mit großer Befriedigung den ficherung ist zu raten. Der Vorteil besteht darin, daß eventuell Invaliden. Umschwung der Ansichten seit Bremen und Jena über den Massenstreik. Der bereits neulich wegen Betrugs zu zwei Monaten Ge- oder Altersrente zu zahlen ist, auch Aufnahme in einer Heilanstalt play4 Streithähne. Nein; 15%, Millionen. 402. 70 Partei und Gewerkschaften seien erst jetzt wirklich eins. Der fängnis verurteilte frühere Gemeindesekretär in Treptow, Kuhagen, greifen kann. Maſſenſtreit täme selbstverständlich nur in Fällen höchster Not in hatte sich gestern vor der vierten Straffammer wegen weiterer Köpenid. Ohne Kenntnis des Sachverhalts und des Wortlauts des Be Frage. Aber seine Diskutierung sei ebenso notwendig wie die anti- Straftaten zu verantworten. Der Gastwirt Unger hatte für einen scheibs ist die Beantwortung, ob mit Erfolg dagegen etwas zu machen iſt, unmöglich. A. B. 43. Sie können die Rückgabe der Gegenstände militaristische Propaganda; der Militarismus sei das. stärkste Boll- Neubau eine Kahnladung Steine erworben, die er auf Treptower eventuell im Selagewege verlangen. F. S. 20. Eine Stlage hätte wenig werk des Kapitalismus, den die Masse der Arbeiter noch nicht be- Terrain abladen lassen wollte. Die hierfür zu entrichtende Gebühr, Aussicht auf Erfolg. B. 011. Die Miete tönnen Sie hinterlegen, nicht griffen habe.„ Euch deutschen Arbeitern muß man erst beweisen, das sogenannte Ufergeld, in Höhe von 20 M., ließ sich der Angeklagte aber auf Ihren Ersatzanspruch gegenrechnen, weil durch Ihren Bertrag die Saß es Euch schlecht geht!"( Baffalle.)... Darum: Organisation von U. aushändigen, mit der Angabe, er wolle es selbst an die Ge- Gegenrechnung ausgeschlossen iſt. Klagen Sie auf Zahlung 23. Kinderlos. Ein solcher Vertrag ist un und Agitation auf breiter Grundlage. Planmäßige Erziehung. meindekasse abführen, damit U. den Weg erspare. Der Betrag ist Reparaturkosten. Redner erläuterte dann die von Potsdam- Dsthavelland gegebene von dem Angeklagten dann unterschlagen worden. Von dem Stein- möglich. Es ist nur der Weg einer Adoption gangbar. 45. Der Bater des Verlegten, möglicherweise auch( falls Verlegung Anregung betreffend gemeinsame Konferenzen zwischen Partei und setzmeister W. erschwindelte sich der Angeklagte unter falschen Vor- der Aufsichtspflicht vorliegt) Ihr Schwager, nicht aber Sie sind zur Zahlung Gewerkschaften. Partei und Gewerkschaften bilden die Arbeiter- spiegelungen ein Darlehn von 500 Mark. Schließlich borgte R. verpflichtet. J. Fl. B. Ihrem. Pflaumbaum. Falls nicht der bewegung Für uns handelt es sich jetzt darum, die Gewert unter Hinweis auf sein ihm nicht mehr gehöriges Grundstück einen Wortlaut Ihres Bertrages entgegensteht das ist in Berlin die Regel schaften mit sozialistischem Geiste zu erfüllen, um zufammen rasch Bahnassistenten um den Betrag von 150 Mart an. Das Gericht er- ist der Wirt reparaturpflichtig. St. 7. 1. Sie müssen beim Amtsgericht M. N. 1. Ihre Militärvorwärts zu fommen. Deshalb feien auch die Lokalorganisationen tannte auf eine Zusatzstrafe von einem Monat Gefängnis. flagen. 2. Meuschel, Weißensee, Röllestr. 131a. papiere und die Geburtsurkunden sowie die polizeilich beglaubigte Einu bekämpfen; fie müßten sich dem Gesetz der Demokratie ügen. Schließlich der Referent noch willigung der Brautmutter gebrauchen Sie zur Anmeldung auf dem gab einem be= §§ 110 und 130 des Strafgesetzbuches. Vom Landgericht Köln Standesamt, in dessen Bezirk Sie wohnen. 2. In Berlin besteht die geisterten Bericht über die Junge Garde". Seit Bremen find am 20. März die Angeklagteu Roß und Schuhmachermeister Stonsumgenossenschaft für Berlin und Umgegend, E. 6. m. b.§.", und fei ein gewaltiger Umschwung zugunsten der Jugend Severin Breuer wegen Vergehens gegen§§ 110 und 130 zu der Berliner Konsumverein. 2.2. 7978. Legen Sie den Fall unter organisationen eingetreten. Die Resolution Schulz- Zetkin habe drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Am 21. Januar d. J. Beibringung der in Betracht kommenden Papiere in der juristischen die Notwendigkeit der Erziehung der Jugend anerkannt. flar. Die fanden Protestversammlungen gegen das Dreiklassenwahlsystem unter Sprechstunde F. K. Die Debatte war, entgegen den antimilitaristische Resolution Liebknecht sei nach seinem Referat ein- großem Andrange statt. Breuer ließ durch Roß Flugblätter ver- Erwartungen, die fie geknüpft wurden, völlig farblos. stimmig angenommen worden. Hauptzweck der Jugendorganisationen teilen, welche sich gegen die sozialdemokratische Partei richteten. fei aber nicht die Bildung, sondern ihre sozialistische Erziehung. In Diefe sei schlecht und fönne nichts ausrichten. Nach der tatsächlichen diefem Sinne treibe er(.) antimilitaristische Propaganda, nicht im Feststellung" des Gerichtes wird in dem Flugblatt als Kampfmittel Briefkaften der Expedition. anarchistischen. Zu der politischen und gewerkschaftlichen in dem Kampf der Besizlosen gegen die Besizenden der Generalstreik Patienten in Beelih, Buch usw. Diejenigen unserer Abonnenten, Organisation trete die Jugendorganisation, um den Kampf in einer zum Ungehoriam gegen die Vorschriften des Bürgerlichen die noch während des ganzen nächsten Monats in der Heilstätte bleiben, gegen den Militarismus und damit gegen den Kapitalismus auf Gesetzbuches und der Gewerbeordnung über Verträge und ferner zu wollen uns wegen der Ueberweisung von Freiexemplaren sofort ihre Adresse zunehmen. Energisch und zielbewußt müßten wir vorwärts schreiten, Gewalttätigkeiten aufgefordert. Das Reichsgericht verwarf am einsenden, da bei verspäteter Bestellung die ersten Nummern des neuen wie in Mannheim, dann werden wir auch ein gutes Ergebnis Donnerstag die von Breuer eingelegte Revision, wiewohl der Monats von der Bost nicht geliefert werden. Alle Adressen müssen jeden haben. Darum müſſe es auch in Potsdam heißen:„ An die Wortlaut des Flugblattes die„ tatsächlichen Feststellungen" keineswegs Monat neu eingesandt werden. Diesen Darlegungen wurde allgemeiner Beifall zuteil. Der vorgeschrittenen Zeit wegen wurde von einer Diskussion Abstand genommen. Folgende Resolution gelangte einstimmig zur Annahme: Arbeit!" " " Die Generalversammlung des Wahlvereins von Potsdam er ktärt sich mit den Beschlüssen des Mannheimer Parteitages und mit den Ausführungen des Genossen Liebknecht einverstanden und verspricht, für die Durchführung seiner Beschlüsse energisch Sorge zu tragen." Gerichts- Zeitung.oran Mädchenentführung. rechtfertigt. alte an Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Das bayerische Bersammlungsrecht und die Gerichte. Markthallen- Direktion.( Großhandel.) Rindfleisch Ia 67-72 pr. 100 fd., Die Straffammer Bayreuth sprach am Mittwoch ihr Urteil la 61 66. IIIa 56-60, IVa 52 56. Stalbfleisch, Doppelländer 105-115, gegen den Vorsitzenden der Zahlstelle des Brauerverbandes in Stulm la 86-92. IIa 74-84, IIIa 62-72, boll. 54-60. Hammelfleisch la 70-76, Пa 55-68. Schweinefleisch 62-70. Rehböde Ia per Pfd. 0,65-0,97, bach, Genossen Goller. Goller war des Widerstandes gegen die IIa 0,00-0,00. Rotwild Ia 0,45-0,56, IIa 0,40-0,43. Danwild 0,40-0,58. Staatsgewalt beschuldigt, weil er in einer Mitgliederversammlung wildschweine 0,00. Frischlinge 0,43-0,57. Hasen per Stück 3,00-4,10, flein der Zahlstelle den zur Ueberwachung erschienenen Polizeibeamten 1,50-2,80. Staninchen per Stüd 0,30-0,95. Wildenten per Stück 1,40-1,50, aufgefordert hatte, das Lokal zu verlaffen, da die Versammlung Stridenten 0,50-0,65. Befassinen 0,00. Rebhühner, junge la 0,85-1,30, 0,50-0,90, fleine junge teine öffentliche sei und somit der Ueberwachung nicht unterliege. junge la 0,00, 0,00. Hübner, Die Bayreuther Richter hatten die Publikation des Urteils auf eine alte per Stüd 1,40-3,25, alte II a 0,80-1,30, junge per Stüd 0,40-1,00. Tauben Woche vertagt und haben nun nach achttägiger Ueberlegung es 1,25-3,00, alte per Stüd 0,00, Hamburger, junge per Stüd 3,10.( änse, per Stück 0,30-0,55, alte 0,00. Enten, junge per Stüd wirklich fertiggebracht, aus der höflichen Aufforderung, das Lokal zu Oderbrucher, per Bfd. 0,45-0,62, do. Hamburger, junge 0,60, Ia per Stüd verlassen, die sofort befolgt wurde und vollständig berechtigt war, 3,00-4,30, IIa 1,30-2,90. Hechte per 100 Pfd. 68-91, matt 0,00, groß 53-60, einen Widerstand zu konstruieren und Goller zu drei Tagen flein 0,00. Aland 0,00. Schleie 92, große 0,00, fleine 130. Bleie Gefängnis zu verurteilen. Das Gericht nahm an, daß der 0,00. Male, groß 96, mittel 0,00, flein 0,00, unfortiert 69-70. Blögen, Klein Beamte mit Gewalt entfernt werden sollte. 62. Karpfen, uns. 61-69, do. 25er Laufiger 67-68, do. 15-100er 59-67, do. 40er Schlesische 0,00. Barse 0,00, matt 51-61. Karauschen 0,00. Bleifische 0,00. Wels 46. Bunte Fische 22-60. Amerik. Lachs Ia neuer per 100 Bfd. 110-130, do. IIa neuer 90-100, do. IIIa neuer 75. Seelachs 20-25, Sprotten, Kieler, Wall 0,75-1,30, Danziger, Wall 0,50--0,70. Flundern, pommersche Ia, per Schock 3-6, do. pommersche IIa 2-4, Stieler, Stiege Ia 4-6, do. mittel ber Stifte 2-3, Hamb. Stiege 4-5, halbe Stifte 1,50-2. Büdlinge, per Wall Stieler 2,50-3,50, Stralsunder 3,50-4,00. Aale, groß per Bid. 1,10-1,30, mittelgroß 0,80-1,00, Heringe per Schod 4-5. Schellfische Stifte 3-4, bo Stifte 2. Stabliau, p. 100 Bib. 20-25. Heilbutt 0,00. Cardellen, 1902er Vermischtes. Wegen Entführung einer Minderjährigen und wegen Diebstahls mußten sich die 25 jährigen beziehungsweise 27 jährigen Handlungsgehülfen Alfred Meyer und Arnold Wendt gestern bor der zweiten Straffammer des Landgerichts I verantworten. Im Frühjahr d. J. mußte der Tischlermeister Heicke die Beobachtung machen, daß mit seiner 15 jährigen Tochter eine eigenartige Veränderung vorgegangen war. Das hübsche Mädchen legte Eine Schiffstatastrophe? Wie das Wetterbureau von Norfolk ein scheues und verschüchtertes Wesen an den Tag und kam auch sehr häufig spät nach Hause. Schließlich stellte der Bater fest, daß seine mitteilt, sind seit dem 19. Oftober zwischen Kap Hatteras und Tochter, die sehr streng erzogen worden war, ein Liebesverhältnis Rinnakett 400 Rettungsgürtel ans Land geschwemmt worden; einige mit dem Angeklagten Meher unterhielt. Dieser hatte es verstanden, davon trugen die Aufschrift: Caswitz Rettungsgürtel D. R. P. Nr. 108 314. Ueber einen Zyklon berichten Blätter in Buenos Aires, welcher den Distrikt von Concordia heimgesucht hat. Der Zyklon dauerte 15 Minuten; 50 Häuser wurden in Concordia zerstört. Die Zahl der Toten und Verwundeten ist noch nicht bekannt. Die Bergung der Leichen. Das Unterseeboot„ Rutin" liegt hundert Meter vom Strande entfernt in einer Tiefe von zehn Meter. wird, wie aus Biserta gemeldet wird, ins Trockendock gebracht. Die Bergung der Leichen soll morgen erfolgen. Paris, 25. Oktober. Gestern abend wurde eine Abteilung des hiesigen Feuerwehrkorps nach Biserta abgeordnet, welche dort die Bergung der Leichen der mit dem Unterseeboot" Lutin" Verunglückten vornehmen soll. Die Feuerwehrleute sind mit besonderen Apparaten ausgerüstet worden, um in die Stickluft des Unterseebootes ein bringen zu können. 4 Taschenbuch für Bauarbeiter mit Kalender für die Jahre 1907/08. Breis 70 Heller. Buchdruckerei A. G.„ Billágosság" Budapest VII, Ryár utcza 1. Ein Beitrag zu seiner Geschichte. 220 Seiten. Verlag von Friedrich Cohen, Dr. Leopold Karl Goet. Das Zentrum eine fonfessionelle Bartei Oesterreichischer Arbeiterkalender für das Jahr 1907. Preis geb. 80 Heller. Berlag Ignaz Brand, Wien VI. Bonn. Dr. H. Richter. Der Continent. Deutsch- französische Monatsschrift. Breis jährlich)( 12 Hefte) 12 M. Einzelne Hefte 1,25 M. Verlag von Wilhelm Süßerott, Berlin. flein 0,50-0,60. per nter 95, 1904er 95, 1905er 90, 1906er 70. Schottische Bollheringe 1905 0,00, large 40-44, full. 36-38, med. 35-42, deutsche 37-44. Sardinen, russ., Faß Seringe, neue Matjes, per ½ To. 60-120. 1,50-1,60. Bratheringe, Büchse( 4 Liter) 1,50-1,75. Neunaugen, Schodfab 11, fleine 5-6, Riesen- 14. Summern, fleine, per Pjd. 0,00. Strebie, per Schod, große 0,00, mittel 0,00, fleine 0,00, unfort. 0,00. Galizier, groß 0,00, mittel 0,00. Gier, Land-, per Schock 4,00-4,60. Butter 100 100 Bio. La 125--128, Ila 118-122, Illa 113–118, abfallende 102-107. Saure Gurten Schod 3,50-4,00, Bjeffergurten 3,50-4,00. Startoffeln per 100 Bib. 0,00, magnum bonum 1,90-2,10, Dabersche 1,90-2,10, Rosen 0,00, weiße 1,60-1,80, Salatkartoffeln 4,00-5,00. Spinat Starotten Pjund 5,00-8,00. per 3,00. per Schockbund Sellerie, hiesige, per Schod 4,00-6,00, do. pommeriche 4,00-5,00. Zwiebeln do. fleine 2,00-3,00. do. hiesige( Berl) große, per 100 Pjd. 3,00-3,50. 0,00. Charlotten 50-60. Beterfilie, grün, Schockbund 1,25. Stohlrabi per Schock- Bd. 0,60-0,80. Salat, per Schod 1.80-2,00. Bohnen, grüne, od 0,75-0,80. Rettig, bayr., per Schod 2,40-4.80. Radieschen per per 100 Pfund 0-00. Wachsbohnen 0-00. Pfefferlinge per 100 Pfd. 10-15. Mehrrüben per 100 Bfd. 2-3. Teltower Rüben p. 100 Bfd. 10-12. Weiße Rüben, große 3-7, fleine 6-10. Blumenkohl per Mandel 1,00-2,50. do., Erfurter, Stopf 0,12-0,18. Wirsingtohl ber Schod 4,00-7,00. Rotfohl p. Schock 5,00-9,00. Weißtohl p. Schod 2,00-6,00. Rosenkohl p. 100 Bfb. rüben Schod 2,50-3,00. Kürbis 2-3,00. Birnen, per 100 Bfd. hiesige 4-20, 15-20. Grünfohl per 100 Bid. 3-5. Steinpilze p. 100 Bid. 15-20. Stohl böhmische 6-25. Aepfel, per 100 Pfd., hiesige 4-20, Gravensteiner. 8-20, Tiroler in Fässern 15-30, do. lose 10-11, Amert. 17-30. Breißelbeeren, schwedische 23-24, Gebirgs: 27-35. Walnüsse per Schock 0,75, do. Kleine 0,30. Pflaumen, per 100 Bid., hiesige 2-5, Böhmische 2-5, do. große 6-8. Zitronen, Messina 300 Stud 14,00-18,00, 360 Stud 8,00-16,00 200 Stüd 10-14, 420 Stüd, Elein 5-8, 500 Stüd, flein 5-8. das junge Mädchen, als es noch 14 Jahre alt war, derartig an sich zu locken, daß es bald vollständig unter seinem Banne stand. Eines Tages verließ die Vierzehnjährige auf Anstiften ihres Verführers das elterliche Haus und trieb sich mit M. zusammen in Berlin umher. Zufällig traf die Mutter die jugendliche Ausreißerin einige Tage später Unter den Linden. Der Angeklagte ergriff sofort die Flucht, als er sah, daß sich die sehr reſolute Frau H. in sehr tatfräftiger Weise wieder in den Besitz ihrer Tochter setzte. Am 24. Juli d. J. war das junge Mädchen plötzlich wiederum verschwunden. Die Polizei stellte sofort umfangreiche Ermittelungen nach dem Verbleib der H. an, konnte jedoch den Aufenthaltsort der Verführten nicht eruieren. Später wurde festgestellt, daß die Fünfzehnjährige auf Anstiften des M. ihr Elternhaus verlassen hatte. Der Angeklagte hatte die unerfahrene vorläufig in einem Hotel am Schlesischen Bahnhof eingemietet, wo er ihr in Begleitung des Wendt häufig nächtliche Besuche abstattete. Wendt gab sich als Sohn eines reichen Fabrikbefibers aus und spielte in dieser Rolle den vornehmen Kavalier. Ende Juli fuhr das eigenartige Sleeblatt nach Leipzig, wo es sich mehrere Tage aufhielt. Von dort ging es nach Dresden, wo sie wie zufällig die Bekanntschaft eines sehr bermögenden alten Hausbesitzers machten, der lebhaftes Interesse für das junge Mädchen an den Tag legte. Wie die Anklage behauptet, sollen beide Angeklagten versucht haben, die H. an den alten Herrn zu verkuppeln. Das junge Mädchen mußte nun wohl erkannt haben, was man mit ihr vorhatte. Sie weigerte fich auf das schmähliche Anfinnen einzugehen. Als die Angeklagten ihren Plan mißlungen sahen, nahmen sie eine günstige Gelegenheit wahr und bestahlen jenen alten Herrn. Durch einen sonderbaren Zufall gelang es der Dresdener Polizeibehörde, die Ausreißerin, die in allen Zeitungen als vermißt gemeldet war, den beiden gewissenlosen Burschen zu entreißen. Eines Tages promenierten die beiden Angeklagten mit der H. in den Anlagen in Dresden. Im Uebermut warf Meher seinen Spazierstod auf den Rasen. Das junge Mädchen kletterte über die Hecke hinweg, um den Stock zurückzuholen. Hierbei wurde sie von einent Polizisten überrascht und wegen unbefugten Die furistische Sprechstunde findet wochentäglich von 7 bis 9% Uhr Swinemde. 772D Betretens der Rasenflächen arretiert. Auf der Polizeiwache stellte abends statt. Geöffnet 7 1hr. Sonnabends beginnt die Sprechstunde um Hamburg 773 DND 4 wolfig es sich dann heraus, daß man es mit der aus Berlin als vermißt 6 Uhr. Jeder Aufrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Werkzeichen gemeldeten H. zu tun hatte. Die Eltern des Mädchens wurden beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. R. 15. Die Frage, welche Länder wegen bestimmter Bergehen aus telegraphisch benachrichtigt, und am nächsten Tage konnte der be= sorgte Vater die Ausreißerin in Empfang nehmen. Sonderbarer- liefern, welche nicht, zu beantworten, müssen wir aus strafrechtlichen Gründen weise nahmen die Eltern der H. von einer Anzeige vorläufig Ab- ablehnen. Es steht Ihnen frei, die Auslieferungsverträge in einer öffentlichen Bibliothek durchzusehen. B. B. 34. Die Klage auf Unehelichkeitsstand. Erst als die beiden Angeklagten sich trotz des Vorgefallenen erklärung wäre beim Landgericht durch einen Anwalt anzustellen. Ihre von neuem mit dem Mädchen in Verbindung setzten, stellte der Durchführung ist aber wegen des Erfordernisses des Nachweises der UnE. 2. 38. Eine Weiter Bater Strafantrag. Die beiden Verführer, die schon Anstalten ge- möglichkeit Ihrer Vaterschaft sehr schwierig. troffen hatten, ins Ausland zu reisen, wurden nunmehr verführung der Sache ist möglich, verspricht aber wenig Erfolg. Zuständig für Wafferstand am 26. Offober. die Stonzessionserteilung ist der Kreisausschuß. So weit ersichtlich, wäre ein Elbe bei Aufsig haftet. Vor Gericht fuchten die Angeschuldigten den ganzen erneutes Gesuch erforderlich. Sch. 8. Lassen Sie sich durch einen Arzt Dresden-1,16 Meter, bei Magdeburg+1,37 Meter. 111 strut bei Vorgang als eine harmlose Bergnügungsreise hinzustellen, hatten die gesundheitsgefährdende Beschaffenheit der Wohnung atteftieren und flagen Straußjurt Oder bei Natibor+1,14 Meter. Neiße aber hiermit wenig Glück. Der Gerichtshof sah vielmehr die Ver- Sie dann auf Aufhebung des Bertrages und Erlaß einer einstweiligen Verfügung. mündung+ 1,41 Meter. Oder bei Brieg+2,04 Weter. Oder gehen der Angeklagten als sehr schwer an, da der Verdacht nicht E. B. Nein: Sie können die Beseitigung des durch Sie nicht vers bei Breslau Unterpegel 1,10 Meter. Schiller N.( Friedrich Wilhelm- Basiage. Spezialitäten. städtisches Theater). Robe. Für den Inhalt der Juierate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber teinerlei Berantwortung. Theater. Sonnabend, den 27. Oktober. Anfang 7% Uhr. Opernhaus. Don Juan. Schauspielhaus. Hamlet, Prinz von Dänemark.( Anfang 7 Uhr.) Neues Operntheater. Geschlossen. Deutsches. Das Wintermärchen. Westen. Drei Rolandsknappen. Nachmitags 3 Uhr: Othello. Anfang 8 Uhr. Neues Schauspielhaus. DerSturm. Leffing. Das Blumenboot. Lortzing. Fra Diavolo. Berliner. Sherlock Holmes. Schiller 0.( Wauner- benter.) Der Herrgottswarter. Zum Einfirst.. Die französische Revolution von Thomas Carlyle. Neue illustrierte Ausgabe in 40 Lieferungen a 50 Pf. Herausgegeben von Theodor Rehtwisch. Mit etwa 500 Jllustrationen, Porträts, Autographen und Kunstbeilagen. Lieferung 14-26( umfassend den 2. Band). bundene Band in vornehmem Einband 8,50 M. Verlag von Georg Wigand, Leipzig. Briefkaften der Redaktion. Der ge Witterungsübersicht vom 26. Oktober 1906, morgens 8 the Stationen Berlin Barometer. stand mm Wind. richtung Windstarle Weller Temp. n. G. 5º G.= 4º R Stallonen Barometer. 1 bedeckt 3 Haparanda 777 S 771 DND 2 bedeckt Franks.a M 768 N München 767 ND Bien Wind. Bump Bindstärke Welter Temp. n. C. OP= P 2 halb bd. 3 3 Petersburg 780 DND 1 wolfen!-1 3 Scilly 766 552 5 wolkig 12 6 Aberdeen 762 SSD 4 bedeckt 4 Baris 769 NND 2 bedeckt 3 bedeckt 4 Regen 770 N 1 heiter Wetter- Prognose für Sonnabend, den 27. Oftober 1906. Zunächst aufflavend, am Tage wärmer bei lebhaften südlichen Winden; päter neue Zübung und etwas Regen. Berliner Wetterbureau. Meter. Meter, bel Die rote Reichshallen. Stettiner Sanger Theater des Westens| Neues Theater.| Komische Oper. Neues. Die Condottieri.( Anfang 7 Uhr.) Komische Oper. Carmen. Residenz. Triplepatte. Lustipielhaus. Unsere Stäte. Im Zentral. Tausend und eine Nacht. Kleines. Ein idealer Gatte. Deutsch Amerikanisches. wilden von Stöpenick. Urania. 48/49. Theater 8 Uhr: Sizilien. Leben Station Zoolog. Garten, Kantstr. 12. und Naturbilder aus Klassischen Heute abend 7%, Uhr zum 1. Male: Stätten. Zum 1. Male: Die Condottieri. Hörsaal 8 Uhr: Die chemischen Drei Rolandsknappen Shauspiel in 4 Atten v. Rudolf Herzog. Stromwirkungen. Sternwarte, Juvalidenftr. 57/62. Ferdinand Bonns Sonntag nachm. 3 Uhr halbe Preise: Die Zauberflöte. Abends 7 Drei Rolandsknappen. Uhr: Anfang 28 Uhr Sonntag: Die Condottieri. Montag: Die Hochzeit von Poël. Nachmittags 3 Uhr: Ruth St. Denis- Matinee. Abends 8 Uhr: Carmen. Sonntag nachm. 3 Uhr: Carmen. Abends 8 Uhr: Lakmé. Jm 2. Aft: ,, Cobra", ausgef. von Ruth St. Denis. Montag: Hoffm. Erzähl. Hierauf: ,, Eine indische Szene" b. Ruth St. Denis. ben Betten. Der Qauptmann Berliner Theater. Lortzing- Theater Kleines Theater. Rixdorfer Theater Thalia. Benn die Bombe platzt! Nachmittags 22 Uhr: Wilhelm Tell. Luisen. Ein Wintermärchen. Nachmittags 4 Uhr: Hänsel und Gretel. Heute und folgende Tage: Sherlock Holmes. Anfang 8 Uhr. Bernhard Roſe früher Carl Weilt. Neues Schauspielhaus Ausgewiesen. Nachmittags 4 Uhr: Aschenbrödel. Trianon. Der Hausfreund. Walhalla. Spezialitäten. Apollo, Berlin im Omnibus. Spczialitäten Metropol. Der Teufel lacht dazu. Kajino. Verander der Groke. Sonnabend, den 27. Oktober: Der Sturm. Sonntag: Der Sturm. Anfang 8 Uhr. Belloalliancestr. 7/8. Heute abend 7%, Uhr: Fra Diavolo. Abonnements gültig. Sonntag nachm.: Vorstellung des Vereins f. Volksunterhaltung: Der Waffenschmied. Abends: Undine. Zentral- Theater. ( Operette). Täglich 8 Uhr: Tausend und eine Nacht. Zum 104. Male: Bergstraße 147. Ein idealer Gatte. Sonntag, den 28. Oktober 1906: Sonntag nachm. 3 Uhr: Nachtasyl. Abends 8 Uhr zum 105. Male: Ein idealer Gatte. Montag: Man kann nie wissen. Hofgunft. Luftspiel in 4 Att. von Thilo v. Trotha. Breise wie gewöhnlich. Anf. 7%, Uhr. Lustspielhaus. Berliner Allabendlich 8 Uhr: Unsere Käthe. Ik- Trio. Felix Scheuer Stralsunderstr. 1. Urania. Wissenschaftliches Theater. Heute im Theater 8 Uhr: Sizilien. Hörsaal 8 Uhr: Die chemischen Stromwirkungen. OOLOGISCHER Z CARTEN Täglich ab nachmittags 4 Uhr: Großes Militär- Doppel- Konzert. Eintritt 1 M., v. 5 Uhr ab 50 ẞf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Luisen- Theater Reichenbergerstr. 34. 4 Uhr: Kinder- Vorstellung: Hansel und Gretel. Abends 8 Uhr: Ein Wintermärchen. Sonntag nachm.: Ein Wintermärchen. Abends: Ein Volksfeind. Montag: Die Jungfrau von Drleans. Deutsch- Amerikanisches Theater. Jeden Abend 8 Uhr Wiederauftreten von Adolf Philipp: Im wilden Westen und Herr„ Hauptmann" von Köpenick. Sonntag nachm. 3 Uhr, halbe Preise: Ueber'n großen Teich. W. Noacks Theater. Direftion: Rob. Dill. Brimmenftr. 16. Stiftungsfest des Athleten Vereins„ Atlas". Anfang 82 Uhr. Ende?? Sonntag: Die schöne Ungarin. Refidenz- Theater. Direktion Richard Alexander. Heute und folgende Tage Anf. 8 Uhr: Triplepatte. Schwank in 5 Aften v. Tristan Bernard und André Godfernaux. Bicomte Robert de Houdan: Richard Alexander. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Eine Hochzeitsnacht. Schiller- Theater. Palast Theater. Reichshallen. Burgstr. 24, 2 Min. v. Bahnhof Börse. Heute 8 Uhr. Entree 50 Pf. Brieur. Deutsch von Anne St. Cére. 12 Attraktionen 12 Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilh. Th.) Sonnabend, abends 8 11 br: Sonnabend, abends 8 Uhr: Der Herrgottswarter. Die rote Robe. Ein Drama in 3 Aufz. v. H. Lilienfein. Schauspiel in vier Aften von Eugen Hierauf: Zum Einsiedler. Lustsp. in 1 Aufz. v. Benno Jacobson. Sonntag, nach m. 3 11 br: Die Hoffnung auf Segen. Sonntag, abends 8 Uhr: Die rote Robe. Montag, abends 8 Uhr: Hasemanns Töchter. C Sonntag, nach m. 3 U br: Weh' dem der lügt. Sonntag, abends 8 11 br: Hasemanns Töchter. Montag, abends 8 Uhr: Die rote Robe. astans Panopticum Friedrichstraße 165. Sensation! Lebend: Die zusammengewachsenen Schwestern 23 Jahre alt. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Sonntag, den 28. Oktober 1906, in„ Dräsels Festsälen", Neue Friedrichstraße 35: Zur Feier des 17jährigen Bestehens des Wahlvereins Vokal- u. Instrumental- Konzert MITWIRKENDE: Sinfonie- Orchester( Herr Dir. Vogel). Gesangverein Typographia. Rezitation: Hr. Karl Alb.| Stripp. Harmonium: Hr. Rich. Blobel. Festrede, gehalten vom Reichstagsabg. Gen. Paul Singer. 11. a.: John Jiket and Miẞ Jenny, sens. equil. Aft. Robert und Bertram die Urkomischen. Die Loreley. Bosse von D. Klein. Familienkarten, zum halben Stassen preise gültig, in allen Barbier, Friseurs u. Bigarrengeschäften gratis. Täglich: Stettiner Sänger Anfang Wochentags 8, Sonntags 7 Uhr. Bau- Klempnerei im Vorort Berlins geleg.( 4000 Einw.), ist anderer Unternehmung halb. unt. günstig. Bedingug zu verf. Offerten B. A. 6332, Daube u. Co., SW. 19. Total- Ausverkauf nur Kommandantenstraße 43 des von der Firma S. Böhm gekauften Warenlagers. 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Morgen Sonntag nachmittags 3 Uhr bei volkstümlichen Preisen: Große Jahresrevue in 9 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Dirigent M. Roth. In Szene gesetzt von Direktor Richard Schultz. H. Bender, J. Josephi. J. Giampietro. Fritzi Massary. Phila Wolff. Rauchen überall gestattet. Morgen, den 28. Oktober 1906, nachmittags 3 Uhr: Ermäßigte Preise! Auf in's Metropol! Zwischen zwei Herzen. Apollo- Theater. Schauspiel in 4 Aufzügen von Voß. Abends 7 Uhr: Mutterliebe. Zäglich: Liane d'Eve Große Ausstattungspantomime. ( ein Seind frei) und abends 72 Uhr. Sonntag: 2 Galavorst., nachm. 32 Uhr 11 WING PARTEN Letzte Vorstellungen 6 des glänzenden und amüsanten Oktober- Programms. Boltsstück mit Gesang in vier Aften. d. Original- Matichiche Tänzerin. Theater Folies Caprice. Billettvorverkauf an der Theatertasse. Fröbels Allerlei- Theater Schönhauser Alee 148. Jeden Sonntag und Donnerstag: Berlin im Omnibus mit dem Omnibus- Trick und das große Spezialit.- Progr. Sonntag, den 28. Oktober, nachm. Konzert, Theater, Spezialitäten. 3 by: Große Familienvorstellung, Stets erstklassige Riesenspielfolge. Nach der Borstellung: Gr. Tanz. Tanzleitung: B. Sachse. Anf. Sonntag 5, Donnerstag 8 Uhr. Kasino- Theater Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr Nur noch bis 31. Oktober! Alexander der Große. 1. November: Premierenabend. Sonntag 4 Uhr: Madame Bonivard. Colosseum Dresdenerstr. 97. Das brillante Oktober- Programm. Spezialitäten und Volks- Kabarett Sanssouci. Kottbuser -Straße 4a. Direktion Wilhelm Reimer Sonnt., Mont., Donnerst.: Halbe Preise! Halbe Preise! Passage- Theater. Nur noch bis Ende des Monats Josefine Dora in der Rieke mit dem Komödie Schlager ,, Emil, du bist eene Pflanze" und das glänzende OktoberProgramm. Am 1. November: Sherlock Holmes in Köpenick. Gelegenheitsschwank in 1 Akt von Hans Groß. Josefine Dora Georg Kaiser in den Hauptrollen. Billetts im Vorverkauf zu haben an der Kasse des Theaters, Unter den Linden, und bei A. Wertheim. Hollmanns Nordd. 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Sanierung", bei der die Macher die Haupternte halten, bereits be- wurde seitens der Verwaltung erklärt, die Preise für Erze und RohMülheimer Bergwerksverein. Die Zechen der Gesellschaft er. gonnen. In den letzten Jahren wuchsen die Kaligründungen wie eifen feien um 40-50 Proz. gestiegen. In Neustadt( Thüringen) Pilze aus der Erde. In Scharen rückten, angelockt von viel- beschäftigte sich eine Versammlung von über 350 Industriellen mit brachten im dritten Quartal 1906 einen um 14 145 M. hinter dem versprechenden Prospekten mit Vertrauen erweckenden Namen, die der durch die gestiegenen Materialpreise für die Puppen- und Spiel- Ergebnis des vorjährigen dritten Quartals zurückbleibenden UeberGimpel heran, um bei der Kaligründung schnell reich zu werden. warenindustrie geschaffenen Lage. Es wurde behauptet, die Industrie schuß; trotzdem wurden in den ersten drei Quartalen dieses Jahres Allerdings wurde heidenmäßig viel Geld verdient", aber nicht von stehe vor dem Ruin, wenn es nicht gelinge, durch Zusammenschluß 205 273 M. mehr Ueberschuß erzielt, als in der gleichen Zeit des denen, die auf den Reklamerunnnel hereinfielen und nicht wußten, die Warenpreise mit den erhöhten Auslagen für Materialien in Ein- Borjahres. daß sie nicht als Mitgenießer, sondern nur als Zahler ausersehen lang zu bringen. Dividenden. Die Maschinenbauanstalt Humboldt in Kalk schließt maren. Die Zeit der Ernte scheint für die Affeure zu beginnen. das letzte Geschäftsjahr mit einem Reingeivinn von 1 441 951 M. 18 Mark Ueberschuß pro Tonne. Die Gewerkschaft Stein- ab. Die Dividende beträgt 7½ Proz. Sie drücken die Kurse herab, einige äußere Umstände kommen einer 9 Proz. Dividende erhalten bewußten Stimmungsmache wirksam zu Hülfe. Bapiere mancher fohlenbergwerk Eintracht- Tiefbau bei Steele erzielte im dritten die Aktionäre der Aktiengesellschaft für Bürstenindustrie Striegau. Quartal bei 124 734 Tonnen Förderung( inkl. Bestand) einen Ueber- Den Aftienbesigern des Neuwalzwerks Aktiengesellschaft, Bösperde, Neugründungen sind bereits auf die Hälfte, ja auf Drittel ihres früheren Preises gesunken, in einzelnen schuß von 222 364 M. oder pro Tonne 1,782 M. Da würde bei fließen diesmal 7/2 Proz. Dividende zu. Von 6 auf 7 Proz. erFällen werden die Werte" jogar gratis abgegeben; bie einer Lohnerhöhung um 15 Proz. noch ein reichlich hoher Ueberschuß höhte sich die Dividende der Eisengießerei und Schloßfabrik Attiengesellschaft Velbert. Den Papierinhabern der Maschinen- und Aus der Elektrizitätsindustrie. Die außerordentlich günstige Armaturenfabrik in Frankenthal, die im Vorjahre O Proz. erhielten, Konjunktur im laufenden Jahre, die Ueberhäufung der großen Be- werden für das letzte Jahr 8 Proz. überwiesen. Die Berliner triebe mit Arbeit hat das Bestreben auf Ausdehnung der Leistungs- Unionsbrauerei bringt für das letzte Jahr 6 Proz. heraus. fähigkeit, Erweiterung und Verbesserung der Betriebe stark gefördert Müllertrust. In der Ostschweiz haben sich 26 große Mühlen zu und eine gesteigerte Inanspruchnahme des Kapitalmarktes veranlaßt. einem Trust vereinigt, um die Produktion und die Mehlpreise zu Allein die Kapitalien, die durch Aktien und Obligationen seit dem regeln. Das letztere dürfte nichts anderes bedeuten als eine Er1. Januar dieses Jahres neu an der Berliner Börse zugelassen höhung der Mehlpreise. Aber der Zusammenschluß großer Industriewurden, beliefen sich für zwölf Gesellschaften auf rund 108 Millionen unternehmungen bringt auf der anderen Seite doch auch noch etwas Mark, d. H. durchnittlich 9 Millionen Mark für eine. Das anderes mit sich, nämlich sie macht der Anarchie in der Produktion ist allein der Anspruch, den die großen Unternehmungen an den ein Ende und spart viel überflüssige Arbeit, welche einzig und allein Kapitalmarkt ſtellten; daneben wurden noch durch Neu- aus der Konkurrenz entsteht. So hatten die 26 Mühlen vor dem gründungen sowohl von Aktiengesellschaften als von Gesellschaften mit Zusammenschluß beinahe 40 Reisende, während die Zahl jetzt auf beschränkter Haftung und endlich von Einzelunternehmungen dem fünf bis sechs herabgesetzt wird. Für die 35 überflüssig Gewordenen Bei der Bergbaugesellschaft Massen betrug vom ersten bis Elektrizitätsgewerbe ansehnliche Kapitalsummen zugeführt. Die ist das vielleicht ein schwerer Schlag, es zeigt aber ungemein deutdritten Vierteljahr der Betriebsgewinn 979 396 M., gegen 455 889 M. Rentabilität im Elektrizitätsgewerbe während des laufenden Jahres lich, wie unvernünftig das privatwirtschaftliche System der freien in derselben Zeit des Vorjahres. Da sieht man doch, daß die hohen wird durch die Aufwärtsbewegung der Preise günstig beeinflußt. Konkurrenz mit der menschlichen Arbeitskraft umgeht. Löhne die Unternehmen zugrunde richten. Bloß 115 Prozent lleber- Wohl sind auch die Gestehungskosten, insbesondere die Rohstoffpreise schußzunahme und da wollen die Arbeiter gleich 15 Prozent Lohn- hinaufgegangen, da aber in der Elektrizitätsindustrie auch die VerBesizer sind zufrieden, wenn sie von der angenehmen Aussicht, gubuse zahlen zu müssen, durch Verschenken ihres Papiers befreit sind. Und auch die Papiere alter Werke hat die Deroute erfaßt, um 20-30 Prozent geben die Kurenpreise nach, in denselben Verhältnissen wurden die Kurse der Aktien gedrückt. Und die Macher lachen dazu. Sie ramschen für ein Butterbrod die Werte zusammen und erfreuen sich nachher eines Besizes, den andere bezahlt haben. Solche systematische, durch Schwindel mancher Art unterstützte Erleichterung des Nebenmenschen gilt natürlich als ehrlicher Erwerb, ein armer Teufel, der einen Wurstzipfel stiehlt, um auch einmal in fulinarischen Genüssen zu schwelgen, fliegt ins Gefängnis: Jm Namen des Königs!" 115 Prozent Ueberschußzunahme. Warenhaus Wilhelm Stein Berlin N. 39, Chausseestr. 65-66 5 große Lebensmittel- Tage von Sonnabend, den 27. Oktober bis Donnerstag, den 1. November cr., so lange Vorrat: Kolonialwaren Viktoria- Erbsen... Kleine Erbsen... Grüne Erbsen. Geschälte Erbsen • Spalt- Erbsen.. 15 70 9 14 65 15 70 1 Pfd. 5 Pfd. Mittel- Bohnen Lang- Bohnen Mittel- Linsen 1 Pfd. 5 Pfd. 15 70 19 90 9 36 1.75 • • a 19 85 Große Linsen 44 2.15 15 70 Graupen, mittel, fein, grob. 17 80 • 2.90 Pfd. 20 F Pf. Bruch- Reis • 9 Rangon- Reis I..... Java- Reis II.... Java- Reis I.... Karolinen- Reis Gebrannter Kaffee 1 Pfd. 5 Pfd. 14 65 17 80 21 1.00 25 1-15 33 1.60 Zucker- Honig 10 Pfd.- Eimer Zucker- Honig 5 Pfd.- Eimer..... 1.75 Gem. Marmelade 5 Pfd.- Eimer. 1.20 Rügenwald. Cervelatwurst. Pfd. 1.50 M. Holsteiner Schlackwurst... Pfd. 1.40 M. Holsteiner Salami..... Pfd. 1.40 M. Westfäl. Schinkenwurst ZUCKER 5 Pid. 95 Pt. Mischung IV 0.90 III II 1.10 1.30 I 1.50 Unsere Marken sind der vorzüglichen Qualität wegen allerseits bevorzugt. Fleischwaren Delikate Landleberwurst... Pfd. 1.10 M. Thüringer Fleischwurst. Thüringer Landleberwurst. Pfd. 0.90 M. Pfd. 0.90 M. • • Pfd. 1.25 M. Ia. Jagdwurst... . Pfd. 1.00 M. 9 Prima Kalbsleberwurst.... Pfd. 1.00 M. Thüringer Sülzwurst Pfd. 0.70 M. Rügenwalder Gänsebrüste Pfd. 1.50 M. Westfäl. Schlackwurst Fettdarm Pfd. 1.60 M. Pfd. 1.00 M. Westfälische Bratwurst Delikatess- Fleischwurst.. Pfd. 1.10 M. 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