Nr. 254. Abonnements- Bedingungen: S Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mr., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags mummer mit illuftrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Big. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 23. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 50 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Versammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 20 Bfg., jedes weitere Wort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlaf stellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Rummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Mittwoch, den 31. Oftober 1906. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1984. nubbar machen und auch dies müssen wir offen eingestehen Seite gezogen hat, so wird die sozialdemokratische Partei auch an erster Stelle materiell nußbar machen." ferner die Verfflabungsbemühungen bekämpfen, wo sie sich Der Verfasser leistet sich dann aber doch wieder den hervorwagen und welche Maske sie vorbinden mögen, Scherz, Der Teger als Ausbeutungsobjekt. er auch dieſem offenen Bekenntnis zu den Profitzweden Der deutsche Kolonialfrach, in dessen Anfangsstadien wir uns befinden, hat nur die Wirkung gehabt, die Fadenscheinig. keit der vorgeschützten ethischen Motive für die Kolonialpolitit aller Welt klar zu machen. Die Sozialdemokratie hat zwar von Anfang an nachzuweisen gesucht, daß die deutsche Kolonialwirtschaft genau wie die anderer Länder auf die brutalſte und schamloseste Ausbeutung fremdrassiger Menschen hinauskommt, die auf ihrer vorkapitalistischen Kulturstufe noch widerstandsunfähiger als europäische Arbeiter gegen das raffinierte Ausbeutungsverfahren des modernen Kapitalismus sind. Das hinderte aber die Schaumschläger, die in der Presse und im Parlament das kapitalistische Interesse vertreten, nicht im geringsten, mit verzücktem Augenaufschlag von der hehren Mission der deutschen Kolonialpatrioten, den Negern Christentum und Kultur zu bringen, dem Publikum vorzufaseln. Die Früchte dieser Sorte von Kulturverbreitung stinken aber allgemach derart zum Himmel, das, was die Nilpferd peitsche, die Schnapsflasche und die Kleinkalibrigen angerichtet haben, tritt in so grauenhaften Erscheinungen zu tage, daß die Kolonialschwärmer daran verzweifeln, für das alte Märchen von ihrer Kulturmission noch Gläubige zu finden. Selbst dem denffaulsten Philister, der sich vor etlichen Jahren noch an dem phantastischen Geschwät der Kolonialfere von den Errungenschaften der Weltpolitik berauschte, hat die unheimlich anschwellende Kostenfrage die Augen geöffnet. Der Geldbeutel ist die Stelle, wo er am empfindlichsten ist. Wird dieses sein wertvollstes Organ angetastet, steigt ihm Die Size zu Kopf. Weil bei der bisherigen Kolonialpolitik nichts herausgekommen ist an Vorteilen für ihn, sondern nur Schaden, glaubt er nicht mehr an den Hokuspokus von der Kulturträgerei. der Kolonialerwerbung ein sittliches Mäntelchen umzuhängen, indem er es für ein sittliches Verdienst erklärt, wenn zu m Nu ben des Vaterlandes fremde Gebiete erschlossen werden". Worin er aber den eigentlichen Wert dieser Erschließung fremder Gebiete erblickt, das spricht er gleich darauf aus mit den Worten: Wozu sollen wir den Neger erziehen? Meine furze und bündige Antwort lautet: 3ur Arbeit für uns. Tun wir das, so haben wir den materiellen Nutzen auf unserer und eine Veredelung der Eingeborenen auf der anderen Seite, denn Arbeit hat noch nie einen anderen als veredelnden Einfluß ausgeübt." Die russische Revolution. Der 30. Oktober. Nach den bisher vorliegenden Meldungen ist es am ersten Jahrestage der Konstitution" nirgends in Rußland zu Blutbergießen gekommen. Aber man tut gut, noch abzuwarten; denn die echt russischen Leute" und ihre Komplicen haben für den großen Tag" zu umfassende Vorbereitungen getroffen, als daß man glauben darf, es sei ihnen nirgends gelungen, durch ihre berüchtigte Provokateurtaktit Zusammenstöße herbei. zuführen. vermutet. Diejenigen, auf welche die Regierung in den letten des Herrn B. G. und der Redaktion jener Zeitschrift zugute, haben sich entschlossen, den Bluthunden des Zaren am Wir halten es der absoluten historischen Unwissenheit Tagen am meisten achtete, die Arbeiter und die Studenten, wenn sie die Behauptung aufstellen oder widerspruchslos durch- 30. Dktober keine Arbeit zu machen. Sie wollen es auch gehen lassen, daß Arbeit noch nie einen anderen als ver- weiterhin mit dem guten revolutionären Brauch halten, ihre edelnden Einfluß ausgeübt hat. Die Sklavenarbeit der Neger, die in Amerifa von den christlichen Unternehmern auf fieben Schläge dann zu führen, wenn es der Feind am wenigsten Jahre für die Person bemessen war, da es profitabler war, in Universität eine Versammlung von etwa 4000 Studenten Am Montag noch fand in der Petersburger dieser Frist einen fräftigen Stlaven sich bis zur völligen Er- statt, die durch Abfingen der Marseillaise eingeleitet wurde. schöpfung seiner Kräfte zu Tode arbeiten zu lassen und dann Es gelangte eine in scharfen Ausdrücken verfaßte, von einen neuen zu kaufen, als ihn nur so viel arbeiten zu lassen, der sozialdemokratischen Gruppe in Vorschlag gebrachte daß er seine Lebenskraft nicht frühzeitig aufzuzehren brauchte, Resolution zur Annahme, in der es heißt, die selbsthat wie alle Zwangsarbeit sicher nicht beredelnd" gewirkt. Herrliche Regierung unterdrücke durch Pogrome, JeldEbenso erzielt selbst bei dem freien" Arbeiter Europas alle gerichte und andere grausame Maßregeln die Freiheit. Das diejenige Arbeit das Gegenteil von einer Veredelung, die durch letzte Jahr habe die Hoffnung auf einen friedlichen Ausgang übermäßige Anspannung seiner Kräfte ihn bei ständiger Er- genommen; das Proletariat und die Bauern müßten mit schöpfung zu Stimulentien greifen läßt. Arbeit wirkt mur bereinten Sträften die tonftituierende Versammlung anstreben; veredelnd, wenn sie willig durchgeführt und nicht bis zur bei der revolutionären Studentenschaft würden sie Unterlebensverzehrenden Erschöpfung getrieben wird. Doch die ftüßung finden. Bezüglich des folgenden Tages( 30. Oktober) Veredelungstheorie des Herrn B. G. ist ja auch nur eine wurde beschlossen, sich aller Rundgebungen zu enthalten, um heuchlerische Verbeugung, die dem Bedürfnis des Philisters nicht den Schergen in die Hand zu arbeiten. nach konventionellen Sittlichkeitsphrasen gemacht wird. Der hohe Universitätsrat beeilte sich, die Universität bis Worauf es ihm bei der Erziehung des Negers ur auf weitere Anordnung" zu schließen! Viele Studenten, die Arbeit und für uns" ankommt, darüber läßt er feinen am Meeting teilnahmen, wurden verhaftet!! Zweifel, indem er den 3 mang zur Arbeit" fordert. So hat denn der 30. Dktober als größtes„ Ereignis" bis Dieser begeisterte Verehrer der Arbeit für uns" weiß iegt nur einen neuen Zarenutas gebracht, einen Köder, der recht wohl, daß der Neger zur Arbeit an sich gar nicht erst auf die Settierer", das heißt: die nicht gerade griechisch. erzogen zu werden braucht, dieweil er ständig die zu seinem katholischen Katholiken berechnet ist. Der Utas gestattet auskömmlichen Lebensunterhalt erforderlichen Arbeiten ver- gütigft den Altgläubigen und anderen Sekten der orthodoren richtet. Herr B. G. schreibt nämlich selbst: Stirche, sofern ihre Lehren nicht gegen das Strafgesetz berstoßen, die Bildung von Kirchengemeinden, den Bau von Kirchen und die Wahl von Geistlichen. " Das Arbeitenkönnen wird man den Togonegern nie absprechen. Braucht man doch nur zuzusehen, wie er ohne Murren seine schweren Lasten Tag aus Tag ein auf dem Rücken, auf dem Ropfe trägt, oft aber gar trabend dabei die heiße, staubige Straße zieht, wie er die Brandungsboote unermüdlich durch die hohe Gee steuert, wie er seine Farmen bestellt usw." " Aus Odessa erhalten wir folgendes Telegramm bom 30. Dttober: In Erwartung großer Unruhen am heutigen Tage sind außerordentliche Maßnahmen getroffen: Sämtliche Polizeirebiere besetzt, die Truppen auf den öffentlichen Blägen postiert. am Sonntag und Montag wurden über 800 Personen ausgewiesen! Der Tag verlief indessen ruhig. Die gestern begonnene Rekrutenaushebung brachte aber überraschende Resultate: Statt der 250 Einberufenen erschienen im ersten Bezirke nur 87! Die militärischen Obrigkeiten sind sehr aufgeregt; denn sie befürchten, daß dieselbe Erscheinung sich im ganzen Reiche zeigen und so der Wyborger Aufruf doch Beachtung gefunden haben könnte! -> Da müssen dann die Kolonialinteressenten nach anderen Mitteln suchen, um den Philister nationalliberaler, fonfer vativer, antisemitischer oder flerikaler Richtung für ihre Politit zu födern. So wird denn jetzt ungeniert zugegeben, daß das materielle Interesse, d. h. die Gewinnsucht, das ausschlaggebende Motiv für die Kolonialwirtschaft ist. Bei seiner Gewinnfucht hofft man den deutschen Philister zu packen. Nun hat allerdings nicht nur die christliche Kulturträgerei in Afrika schmählich Bankrott gemacht, sondern es haben auch die bisher angewandten Methoden der Profitjägerei enorme Geldsummen gekostet. Denn der Handel mit unseren Kolonien ist im allgemeinen so geringfügig, faum 4 Prozent unseres gesamten Außenhandels, daß er für unseren gesamten Wirtschaftsbetrieb völlig belanglos bleibt. Große Profite sind dabei nur von den Lieferanten für Heer, Marine und Verwaltung und von den Transporteuren für diese Lieferungen Man möchte verwundert fragen, wo bei so arbeitsfrohen gemacht worden. Was Wörmann, Tippelsfirch und Kon- Menschen noch Erziehung zur Arbeit nötig ist. Selbst zur forten verdienten, ist nicht aus der Kolonialbevölkerung Ausquetschung von Mehrwert für die Europäer gibt er sich herausgepreßt, sondern den deutschen Steuerzahlern abgezapft willig her, indem er ihre Lasten trägt, ihre Boote durch die worden. Damit kann man also den Steuerzahlern nicht Brandung rudert und auch sonst alle Arbeit gegen Entgelt imponieren. Aber wenn man durch Handelsgeschäfte mit für sie leistet. Aber das ist zu seiner„ Veredelung" noch nicht dem Neger auch keinen nennenswerten Profit erzielen kann, genug. Die Arbeit für uns", die er leisten soll, das ist die so läßt sich der schwarze Menschenbruder doch als direktes Aus- Arbeit, zu der er gezwungen werden muß, damit einzelne beutungsobjekt für den Deutschen nukbar machen. Kann weiße Kapitalisten durch Ausnutzung dieser Negerarbeit man die gewohnten Methoden der Mehrwertausquetschung nabobartige Profite schlucken können. nicht aus Europa nach Afrika berpflanzen und dort obendrein Nun brauchen wir hier nicht eine Untersuchung darüber mit noch größerer Rücksichtslosigkeit und mit Aussicht auf noch anzustellen, ob die Verhältnisse in Togo, in Kamerun, in größeren Kapitalprofit anwenden? Diesen Gedanken hat die Südwestafrika, in Ostafrika wirklich derartige find, daß auch Aus Warschau erhält die Vossische Zeitung" folgende Kolonialpreffe aufgegriffen und sucht ihn den zahlungs- nur zum kleinen Teil die Hoffnungen auf Stapitalistenprofit Privatdepesche vom 30. Oftober: fähigen Bourgeois schmackhaft zu machen. Die Furcht, die ihn fich bewahrheiten könnten, die Herr B. G. und andere stolonial. Dktobermanifestes polizeilich geschlossen, die Häuser auf Alle öffentlichen, Gärten sind heute am Jahrestage des vor weiteren Ausquetschungen seines Geldbeutels ergriffen intereffenten von der erzwungenen Regerarbeit sich erhoffen. Polizeibefehl beflaggt! hat, suchen die Kolonialinteressenten zu betäuben durch die Es sprechen gewichtige Gründe gegen diese Auffassung; aber ziehen zahlreiche starke Patrouillen, die Militärposten sind verDurch die Straßen Auffigelung seiner profitlüfternen Hoffnung auf die Aus- angenommen, die Plantagenbefizer und Spekulanten könnten ziehen zahlreiche starke Patrouillen, die Militärposten sind verquetschung der Neger. Die Befürwortung der direkten Aus- tatsächlich den erhofften Mehrwert aus der Zwangsarbeit vielfacht, boch ist der Straßenverkehr normal und die Ruhe quetschung der Neger verträgt sich allerdings nicht mehr mit höriger Neger herauspressen, so würde sie doch alle die Schäden bisher ungestört. der Versicherung, daß man nach Afrika gezogen sei, um dem zur Folge haben, die noch überall und jederzeit aus der armen umnachteten Menschenbruder die angeblich so befeligen- Sflaberei für die Herren wie für die Sklaven erwachsen find. Während die Genossen Deutsch und Parvus aus der nördlichen den Heilswahrheiten des Christentums einzutrichtern. So Das deutsche Volk, weit entfernt davon, aus dieser Arbeit Eiswüste Sibiriens glücklich die Flucht ergriffen haben, ist es einem wirft denn auch in der neuesten Nummer der Monatsschrift für uns" Nuzen ziehen zu können, würde nur neue Kosten polnischen Genossen gelungen, der Verbannung nach der südlichen " Die deutschen Kolonien" ein gewisser Herr B. G. in einem zur militärischen Aufrechterhaltung der Sklaverei und zur Wüste Rußlands am Kaspischen Meer zu entrinnen. Genoffe Jan " Die Erziehung des Negers" überschriebenen Artikel die Niederwerfung von Aufständen auf sich laden, ganz abgesehen zitauens und einer ihrer tüchtigsten Agitatoren, war nach einer Tennenbaum, ein Mitglied der Sozialdemokratie Bolens und Christianisierungsmär einfach über Bord, indem er schreibt: bon all den Greueln, die es als Nebenerscheinung dieser Ver- achtmonatlichen Haft in Warschau nach dem Astrachaner Gouvernement Weshalb haben wir überhaupt Kolonien erworben? Ant. edelungspraktiken mit in den Kauf nehmen müsse. für umbestimmte Zeit,„ bis zur Aufhebung des Belagerungszustands", wort: Getrieben vom Kampf ums Dasein, vom Expansionstrieb Wir Sozialdemokraten haben deshalb allen Grund, den verschickt. Die Fahrt bon Warschau nach Astrachan dauert mit mehreren Erholungspausen" in diversen der Rasse, welcher der heimische Boden zu eng wird, getrieben Kolonialinteressenten wegen ihrer neuen Methode zur Röde- fieben Wochen, mit mehreren von dem Willen, dem Mutterlande neue Quellen zuzuführen rung des deutschen Philistertums sorgfältig auf die Finger verschiedene Gefangenentransporte zusammentrafen und der Zug auf Gefängnissen unterwegs; auf der Station Grjasi, wo neue Absatzgebiete zu verschaffen. Alle anderen zu passen. Und das um so mehr, als die Auslaffung des einen Anschluß wartete, mußte der infolge langer Haft ertranfte Ge Motive find post festum hineingetragen Herrn B. G. feine vereinzelte Stimme in der Wüste ist. Ganz noffe mit seinen Reisegefährten 48 Stunden unbeweglich im Eisenworden, um dem nadten Kinde ein Mäntel chen ähnlich, nur etwas nationalliberal- diplomatischer hat sich eine bahnwagen verbringen. umauhängen. Haben wir sie etwa an erster Stelle er- so bewährte Stütze unserer Kolonialwirtschaft wie Herr Pro- Aber auch diese Bequemlichkeiten" der Reise hören bei garizin, worben, um das Christentum dort auszubreiten, haben wir sie feffor Paasche bereits im Reichstag ausgelaffen. Gegen„ e in der Endstation des Schienenwegs, auf, und von hier wird der Weg in Besitz genommen, um sittliche Tendenzen unter den Ein- bißchen 3wang" hatte auch dieser Apostel kapitalistischer bis Astrachan geborenen zu verfolgen? Wollen wir doch aufrichtig sein und Christlichkeit nichts einzuwenden. Obendrein ist ja die neueste und Frauen zu Fuß zurückgelegt, was 22 Tage dauert. Der uns eingestehen, daß die wahrsten, reinsten, materiellen Inter- Politik der Kolonialverwaltung in Südwestafrika die Vor- Ziel zu verlassen, und er ist in bester Laune„ heimgekehrt", um sich Genosse Tennenbaum hat es vorgezogen, den Weg furz vor dem effen uns dazu gebracht haben, mögen sie sich nun in die Formeln: arbeit dazu, die Neger zur Arbeit für uns" zu zwingen. wieder in Neih' und Glied zu stellen! „ Schutz der deutschen Handelsinteressen"," Schaffung neuer Die unselige Landkonfiskation macht aus den Negern Objekte überseeischer Absatzgebiete", oder irgend welche anderen Worte für unbegrenzte Ausbeutung. Wie unsere Fraktion dagegen fleiden. Wir wollen also unsere Kolonien dem Mutterlande Front gemacht und den Reichstag in dieser Frage auf unsere und " Wieder einer glücklich entkommen! 500 23 er st! von den Verbannten, Männern Politische Uebersicht. Berlin, den 30. Dttober. ,, Quousque tandem?" zwar glaubt man, daß diese allmähliche Eroberung mindestens gehalten werden, daß sie teinen Rotstand für die Wie der Staat 10 Jahre in Anspruch nehmen und bis dahin weitere 300 Mil- großen Volksmassen hervorrufen. lionen Mark kosten wird. die Landwirtschaft vor so niedrigen Preisen ihrer Produkte schützen Bis zum Jahre 1916 dürfte uns also die Kolonie rund muß, bei welchen sie nicht mehr bestehen kann, so muß er auch die Unter dieser Ueberschrift( ,, Wie lange noch?") bringt die 900 Millionen Mark gekostet haben! Eine Kolonie, deren übrigen Volksklassen vor so hohen Lebensmittelpreisen schützen, bei ölnische Zeitung" einen sehr entschiedenen an die ganze Aus- und Einfuhr sich jährlich auf insgesamt 11 Mil- denen ihre Einnahmen zur gefunden Ernährung Regierung gerichteten Artikel, wie man ihn sonst in einem Teil auf die für die Schutz truppe und die Beamten Regierung wie die Landwirtschaft ein Odium der großen Volksmaffen Regierung gerichteten Artikel, wie man ihn sonst in einem lionen beziffert hat, wobei bei der Einfuhr noch der größte nicht mehr ausreichen. Geschieht das nicht, so ladet die Blatte, das Wert auf gute Beziehungen nach oben legt, nicht notwendigen Einfuhrartikel entfiel. Die Zukunft der Kolonie auf sich, welches beide ohne großen Schaden nicht tragen können. zu finden pflegt. Das nationalliberale Blatt weist hin auf aber, für die nun überhaupt erst neue Biehherden beschafft Geschieht jetzt nichts, um dem Notſtand ein Ende zu machen, so die von allen Seiten erhobenen Klagen und Forderungen zur werden müssen, liegt in der Wünschelrute des neuen wird man bei den nächsten Reichstagswahlen den Fleiſchnot; es stellt der Regierung in Aussicht, daß sie sich, wenn sie die einseitige Interessenpolitik, zu deren Moses, der aus den Felsen Wüstwests Wasser sprudeln Schaden besehen können." Lassen soll! lation vor der öffentlichen Meinung! Das scheint wieder einmal die Staatsmarime zu sein, nach der unsere Machthaber die Teuerung und die Not im Volte beurteilen." um einen Dienerin sie sich gemacht hat, einige Jahre fortsett, Zentrums- Toleranz. In Lindlar im rheinischen Wahlkreise Eine a berwibigere Geldverschleuderung ist selbst Mülheim- Wipperfürth- Gummersbach, einem stockkatholischen Ort, noch ganz anderen Forderungen gegenüber sehen wird als den heurigen, und daß ihr alsdann Kund- für koloniale Zwecke niemals und von keinem Lande getrieben haben sich die Linksliberalen zusammengetan, um vereint für ihre gebungen zufliegen werden, die nicht mit worden! Dabei bemerkt das Berliner Tageblatt" zu einer politischen Anschauungen zu wirken. Sie haben für den dortigen Rosenwasser getauft sind.... Nur keine Kapitu- feuilletonistischen Festrede, die Herr Dernburg dieser Tage in Bezirk eine Halbmonatsschrift herausgegeben und den„ Oberbergischen Halle gehalten hat, daß Herr Dernburg anscheinend am Volksverein" gegründet. Diese Tätigkeit ist den Zentrumsleuten ein Werke sei, aus dem kolonialen Spielzeug eine für das Deutsche Dorn im Auge, und sie suchen, der Pfarrer an der Spize, bei Reich brauchbare Grundlage wirtschaftlichen Aufschwungs zu Blatt und den Verein zu vernichten. sagt, er von Köln aus nach eigens Lindlar gesetzt worden, dort nach dem Rechten zu sehen". Er gründete machen"! fatholischen Männerverein, und wer diesem nicht beitrat, galt ohne weiteres als„ ungläubig“ und„ gottlos". Wie die Könische 3tg." berichtet, ließen sich auch„ liberale Männer" eintragen, um nicht ihre geschäftliche Existenz zu verlieren. Dem genannten Halbmonatsblatt trieb man die Botenfrau ab, und eine andere war nicht zum Herumtragen zu bewegen. Mit Rot bestrichene Exemplare fand man auf den Straßen. Vor dem Besuch des Geschäftes der Herausgeber wurde von geistlicher Seite gewarnt. Lehrer und ehrerin bestellten das Blatt mit Bedauern ab. Abends wagen sich die Herausgeber nicht mehr auf die Straße. Ihre Frauen und Verwandten werden auf den Straßen beschimpft. Das ist die Einleitung zu einer Abrechnung mit der Regierung, deren Ton abgestimmt ist auf jene Stritit, wie sie in der von uns erwähnten Zuschrift an die„ Kölnische Zeitung" gefordert wurde:„ eine Kritik, die vom Volke gehört und bom Bolte verstanden wird, nicht jene feine staatsmännische schreibt das Blatt: Deutsches Reich. Selbstverspottung. Der Bergbauliche Verein hat bekanntlich abgelehnt, mit der Kritik, die in den Wind gesprochen ist". In diesem Sinne Siebenerkommission der Ruhrbergleute über deren Lohnforderungen Es ist eine eigene Sache um die Beziehungen zwischen zu verhandeln und die Bergarbeiter aufgefordert, durch die ArbeiterRegierung und Bolt in Preußen und im Reich. Monatelang, ausschüsse den Zechenverwaltungen ihre Forderungen vorlegen zu wenn der Reichstag und der Landtag ihre Tore geschlossen haben, lassen. Zu diesem taktischen, lediglich auf eine Verzögerung der Anhat die Regierung freies Feld zur Erfüllung ihrer Aufgaben, und gelegenheit hinauslaufenden Schachzug schreibt der Abg. Gothein in mehr und mehr bildet sich bei ihr die Gepflogenheit heraus, der„ Lib. Korrefp.": während dieser Zeit in stiller Zurückgezogenheit ihres öffentlichen Amtes zu walten. Was auch die Bevölkerung bewegt, eine maßgebende Aeußerung der leitenden Minister ist nicht zu erwirken. Die Regierung weicht aus, sie braucht nicht Rede zu stehen, weil die Volksvertretung nicht versammelt ist, und die öffentliche Meinung ist ihr Hetuba." Der Landwirtschaftsminister, so meint das Blatt weiter, sei in der Fleischfrage selber Interessent und hätte daher, als diese Frage kritisch wurde, sein Amt niederlegen müssen. Es handele sich auch jetzt wieder um eine einseitige Begünstigung des Großgrundbesizes, denn unter den überspannten Fleischpreisen leide der Kleinbesig ebenso wie die städtische Bevölkerung. Diese Empfindung herrsche seit Monaten, ja seit Jahren in den weitesten Kreisen der deutschen Bürgerschaft und immer wieder dränge sich die Frage auf: wo ist die Regierung, werden wir überhaupt regiert? Das Blatt schließt seinen Klageartikel: noch Ausland. Desterreich. Die Sache ist nicht ohne Humor, wenn man sich erinnert, wie Die Kölnische Zeitung" droht dem Zentrum, daß dieses bei der die Vertreter der Arbeitgeber im Abgeordnetenhause die Arbeiter- Wahl 1908 die Früchte der Saat des Haffes ernten werde, und das ausschüsse bekämpft haben. Sie lassen sich jetzt von ihrer Presse Blatt spielt an auf die Wahlkreise Köln und Düsseldorf, wo die wegen ihrer loyalen Haltung diesen gegenüber loben, aber Liberalen die Entscheidung zwischen Zentrum und Sozialdemokratie fie verschweigen, daß dank dank ihrer Haltung im haben. Das Zentrum fennt jedoch seine Nationalliberalen zur GeAbgeordnetenhause die Arbeiterausschüsse gar nüge, um zu wissen, daß es solche Drohungen nicht ernst zu nehmen nicht befugt sind, die Belegschaft bei Lohn- braucht. Die Klerifalen wissen, sie dürfen den liberalen Mannesfämpfen zu vertreten; sie dürfen ja nur Anträge, seelen ungestraft solche Fußtritte versezen, wie im rheinischen Wünsche und Beschwerden der Belegschaft zur Kenntnis der Städtchen Lindlar, Bergwerksbesitzer bringen und sich darüber gutachtlich äußern". Mein im Reichstage angenommener, vom Abgeordneten Wolff- Lissa im Abgeordnetenhause aufgenommener Antrag wollte den Bergarbeiterausschüssen die Befugnis beilegen, Der Wahlreformausschuß arbeitet immer noch. Weder am Sonn für die Belegschaft über Lohnfragen zu ver handeln; er wurde dort aber mit hohn abgelehnt, da abend noch am Montag ist er mit allen Refolutionen zu Rande geer nicht dem Frieden, sondern dem Krieg diene, da er den kommen. Wir werden seine Arbeit rekapitulieren, wenn sie endgültig Arbeiterausschuß zu einer Kampforganisation mache". Und jetzt erledigt iſt. Wien, 30. Oftober.( Abgeordnetenhaus.) Eingelaufen ist ein weist der Bergbauliche Verein den Arbeiterausschüssen die Funktionen zu, die sie ihm vor eineinhalb Jahren verweigerten, Dringlichkeitsantrag Geßmann betreffend die sofortige Vornahme der und die ihnen nun gesetzlich gar nicht zustehen; ja sie müßten zweiten Lesung der Wahlreformvorlage. von Rechts wegen aufgelöst werden, wenn sie ihre Befugnisse überschreiten. " 9 Vom polnischen Schulkriege. Ungarn. Rakoczi. " In anderen Ländern, wo es kabinette gibt und die rechte hand weiß, was die linte tut, pflegt während der parlamentarischen Ferien der eine oder andere Dieses Selbstdesaveu des Bergbaulichen Vereins nach so Minister sich über die Stellung des Kabinetts öffentlich zu äußern und furzer Zeit hat etwas Erheiterndes, aber auch etwas Erfreuliches, Die ungarische Regierung ließ die Asche Franz Rakoczis die Erörterung der Tagesfragen, die nie ruben kann, geht dann denn es zeugt von wachsendem sozialen Verständnis. ihren Gang in flar erkennbarem Gleiſe weiter. Wer vermag von Rodosto( Türkei) nach Ungarn überführen, und die UeberAuch die„ Nordd. Allgem. 3tg." hat den Beschluß des Berg- reste des" Rebellen" wurden am Sonntag in Budapest mit indes bei uns zu sagen, ob und wann den Städten auf ihre dringenden Eingaben ein Bescheid und ob ihnen je ein Bescheid baulichen Vereins", nicht mit der Siebenerkommission zu verhandeln, orientalischer Prachtentfaltung empfangen, wobei die Niederwerden wird? Deshalb ist es die höchste Zeit, daß der Reichs- sondern die Bergarbeiter auf die Vermittelung der Arbeiteraus- tracht pfäffischer und adeliger Heuchelei schreiend zum Austag wieder zusammentritt, um mit diesen Zuständen schüsse zu verweisen, in ihrem letzten Artikel über die Bergarbeiter- druckt gelangte. Was hat's nun mit dem Rakoczi- Rummel einmal gründlich abzurechnen. Wer es ernst meint bewegung als einen Weg zum Ausgleich der Gegen auf sich? mit unserem deutschen Baterlande, der kann und darf nicht länger fäße" gepriesen. Daß die Benutzung dieses Weges eigentlich In den ersten Jahren des achtzehnten Jahrhunderts war ruhig zusehen, wie eine Regierung, die Führer sein sollte im gesetzlich verboten ist, ahnte das Regierungsorgan in seiner Einfalt die Lage der ungarischen Leibeigenen unerträglich geworden. Rampfe gegen die staatsfeindlichen, die bestehende Ordnung zersezenden Mächte, durch ihre Tatenlosigkeit, Schlaffheit und Nicht- nicht. Es hieße auch zu große Anforderungen an die Sachkenntnis Die erbarmungslose Ausbeutung durch den weltlichen und achtsg aller Volksregungen immer größere Bruchteile des Blattes stellen, von ihm zu verlangen, daß es das, was es firchlichen Adel sog dem Volte das Mark aus den Knochen, der des Bürgertums in die Reihen der Sozialdemo- preift, fennt. Es kommt bei der Herstellung des von ihm gebotenen kaiserliche Fiskus aber nahm, was die Grundherren übrig tratie treibt. Quousque tandem!" offiziösen Lesestoffes weniger auf Verstand an, als auf gewandte ließen. Der kleine Adel verarmte und sank mit der Auflösung Es ist allerdings auffallend genug, daß ein Blatt vom Anpassung an höchste und allerhöchste Intentionen. der Grenzarmeen und des nugbringenden Waffenhandwerks Schlage der Kölnischen Zeitung" Sehnsucht empfindet nach zum Proletariat herab. Brotloser Kleinadel, gepeinigte Leib,, anderen Ländern, wo es Kabinette gibt und die rechte Hand weiß, was die linke tut". Wenn sich das Blatt einige Mühe Die Antikaninchenpolitit hat einen neuen Erfolg zu verzeichnen. eigene, stellenlose Soldaten und landlaufende Leute aller Art geben wollte, darüber nachzudenken, aus welchen Gründen Nicht weniger als 45 000 Stinder find in eine Art Schulstreit ein- erhoben zuerst die Fahne der Revolution und boten dem Deutschland auf diesem wie auf so manchem anderen Gebiete getreten. Sie weigern sich auf Veranlassung der Eltern am deutschen flüchtigen Rebellensohne Franz Rakoczi die Führung an. Religionsunterricht teilzunehmen. Sie werden dafür unnachsichtlich Rakoczi trat an die Spitze der Revolutionsarmee, die das in der Welt nicht voran ist, so würde es finden, daß hier mit Arrest bestraft. Zwei polnische Reichstagsabgeordnete haben im Klasseninteresse des Proletariats berfocht, indem sie für die zum guten Teil der Liberalismus schuld ist, der jede Gelegen Auftrage der Familienväter Protest gegen diese Bestrafung eingelegt Befreiung vom Drucke des ungarischen Adels und der kaiserheit verpaẞt hat, die Rechte des Volkes gegenüber der Re- und erklärt, daß diese Eltern selbst die volle Verantwortung für ihr lichen Steuerverwaltung fämpfte. Der bedrängte ungarische gierung zu wahren und zu sichern. Die Nationalliberalen Verbot zu übernehmen bereit seien. Der Kultusminister v. Studt Adel suchte in Wien Schutz gegen den drohenden Bauerninsbesondere haben bisher immer mehr Wert darauf gelegt, bat darauf geantwortet, daß er eine Aufhebung der Arreststrafen ab aufstand. Aber in Desterreichs Hauptstadt sah man der ihre Stellung nach unten, der Arbeiterschaft gegenüber, als lehne. Der Krieg geht einstweilen weiter. Wit dem Erfolge, daß Bedrängnis der widerspenstigen Herren Ungarns schadenfroh nach oben zu wahren, und so lange das Bürgertum seine die polnische Bevölkerung in immer wütenderem Haß gegen die Adel, Rakoczis junkerliches Klassenvorurteil auszunügen, sich Hauptaufgabe um mit der„ Kölnischen Zeitung" zu reden: deutsche Regierung entbrennt und die polnische Geistlichkeit entgegen. In dieser höchsten Not verstand es der ungarische im Kampfe gegen die staatsfeindlichen, die bestehende ich schmunzelnd die Hände reibt. Der preußischen Regierung böte sich eine vortreffliche Gelegen- ihm zu nähern und langsam die Führung der RevolutionsDrdnung zersetzenden Mächte" erblickt, um dafür nach oben beit, aus dem Dilemma herauszukommen. Sie brauchte nur den armee an sich zu reißen! Der Kampf wurde nun mit aller desto nachgiebiger und waschlappiger zu sein, so lange find Religionsunterricht aus dem Unterrichtsplan der Volksschule zu ent- Entschiedenheit gegen die österreichische kaiserliche Zentralmacht Jeremiaden wie obige für die Regierung in den Wind ge fernen, um den Polen jede Möglichkeit der Obstruktion zu nehmen. gerichtet, der Klassenkampf des ungarischen Proletariats in sprochen, auch wenn sie mit einem drohenden„ Wie lange noch Aber das Schulverpfaffungsgesetz dient ja bekanntlich dem wede, einen nationalen Aufstand verfälscht! Die Folgen, die der die Voltsschüler noch mehr mit Religion, d. h. knechtseliger Adel erwartete, blieben nicht aus: Das Proletariat verließ schließzen.Untertangesinnung, vollzustopfen! unzufrieden und verwirrt die aufständische Armee, und die anfangs siegreichen Fahnen der Revolution fielen jämmerlich Nene koloniale Pläne. !" ist Ein Kaiserwort. - Die Dortmunder Zeitung" veröffentlicht über die an- In einer Broschüre„ Kaiser Wilhelm II. und die Byzantiner", zu Boden. Vergebens erkannte Rafocsi nun seinen Irrtum, geblichen Pläne der neuen Kolonialerzellen 3 die der bekannte Marineschriftsteller Graf E. Reventlow in bergebens versuchte er durch eine Reform der Leibeigenschaft Dernburg allerhand interessante Mitteilungen. Dern- dem Verlage von Lehmann in München herausgegeben hat, wird das revolutionäre Proletariat wieder zu begeistern es war burgs Plan gehe dahin, zu beiden Seiten der Eisenbahnlinien aus einer Ansprache, die der Kaiser im Jahre 1898 an die Mitglieder zu spät, und der Schurke Alexander Starolyi, der sich die je 100 Kilometer Farmland" militärisch zu besetzen und der des Schauspielhauses gehalten hat, folgende interessante Stelle Führerschaft in der Revolutionsarmee erschlichen hatte, konnte zitiert: zur Freude des Adels bald die ganze Revolution verartig zu sichern, daß den innerhalb dieses Radius sitzenden Ich war der Ueberzeugung nnd hatte mir fest vorgenommen, raten und die Waffen vor der kaiserlichen Armee strecken! Ansiedlern vom Reiche Leben und Besis garantiert werden daß das fönigliche Theater ein Werkzeug des Monarchen sein Rakoczi wurde geächtet, für„, infam" erklärt, feine Güter könne. Auf diese Weise sollten gesichert werden die Linien sollte, gleich der Schule und Universität. Das Theater ist auch Swakopmund Windhuk, Karibib- Otawi, Windhuk- Keet- eine meiner Waffen... Ich bitte Sie mun, daß Sie mir ferner wurden tonfisziert. Alerander Starolyi aber samt Klerus und mannshoop und Keetmannshoop- Lüderiz- Bucht. Für die hin beistehen... den Kampf gegen den Materialismus und das Hochadel teilten sich redlich das konfiszierte Gut des ,, Rebellen" Sicherung der Viehzüchter nördlich des Oranjeflusses soll der undeutsche Wesen fortzuführen, dem schon leider manche deutsche Rakoczi. Bühne verfallen ist." Das Amtsblatt der ungarischen Regierung publizierte Ort Warmbad eine größere Garnison erhalten. Alle Farmer Im Kampfe gegen den Materialismus und das undeutsche Wesen heute vor acht Tagen ein Gesetz, das die Achterklärung und Händler, die sich außerhalb dieser 100 Kilometer- inzwischen dem föniglichen Schauspielhause ein trefflicher Ver- Rakoczis aufhebt. Das Gesetz besagt jedoch, daß diese Schuhlinie ansiedelten und bewegten, täten dieses auf eigene bündeter erstanden: Herr Ferdinand Bonn! Rehabilitierung ,, feine privatrechtlichen Folgen nach sich zieht"! Gefahr. Allmählich solle das Schutzgebiet ständig vergrößert werden. Von den Besprechungen, die der KolonialDie unzulängliche Kaiserehrung. Franz Rakoczi wird also eine drei Quadratmeter große Grube Sirektor mit dem Gouverneur von Lindequist abhalten werde, Ein Kriegerverein zu Neufließ in der Neumark hatte beim teuren Vaterlande" befizen, wo er einst eine Million werde es abhängen, wieviel Truppen für diesen 3wed not- ichloffen, am Kriegerdenkmal zu Neufließ noch nachträglich ein und zweimal hunderttausend Morgen Landes besaß. Die wendig seien. Für die nächsten 10 Jahre scheine man auf Reliefbildnis wilhelm I. anbringen zu lassen, wozu eine Grafen Karolyi, Erdödy, Esterhazi und Genossen aber folgten Grund diefes Planes in der Kolonialabteilung mit einem Summe von 360 M. bereits zusammengebracht war. Vor der Aus- gerührt dem Sarge, bleibt ihnen doch noch genug vom Gute dauernden jährlichen Zuschuß von etwa 30 Millionen zu führung mußte jedoch die behördliche Genehmigung eingeholt werden. des immerhin charakterfesten Mannes, der an zweihundert rechnen. Unberührt davon blieben die außerordentlichen Diefe nun wurde versagt mit der Motivierung, daß der Kaiser Jahre im Eril begraben liegen mußte wegen der privat. Aufwendungen, die durch die Wiedereinbringung der Bahn von seinem Großvater und von seinem Vater als Denkmäler rechtlichen Folgen" seiner nun so geschickt" inszenierten nur Standbilder oder Büsten, aber keine Relief- Heimkehr. vorlage Kubub- Reetmannshoop und die porträts wünsche. Der Kriegerverein nahm darauf Abstand von Frankreich. weitere Entschädigung der Ansiedler in An- einem Plane und will nun die gespendeten Gelder an die Zeichner Die Kirchenpolitische Tattit des Ministeriums Clémenceau, spruch genommen werde! wieder zurückzahlen. Aus diesem Projekt des Herrn Dernburg ist ersichtlich, Paris, 28. Oktober.( Eig. Ber.) Späte Erkenntnis. Selbst konservativen Blättern scheint all- Die Grundzüge der Politik, die die Regierung nach dem kritischen daß die drei Jahre südwestafrikanischen Krieges bis jetzt im Grunde vollständig ergebnislos gewesen sind. Die mählich in Anbetracht der Tatsache, daß im Jahre 1908 neue 11. Dezember der Kirche gegenüber befolgen will, sind nunmehr 400 Millionen, die uns der Krieg gekostet hat, sind absolut Reichstagswahlen stattzufinden haben, die Erkenntnis aufzudämmern, bekannt gegeben. Sie entsprechen den Auffassungen, die von den nußlos Aus- Fleisch- bleiben geöffnet und stehen bis zum 11. Dezember des nächsten muslos verpulvert worden, es sei denn, daß man die Au 3- die Regierung hätte die Pflicht, Maßnahmen gegen die Fleisch meisten Sozialisten in dieser Frage geäußert wurden: Die Kirchen bleiben geöffnet und stehen bis zum 11. Dezember des nächsten rottung der Eingeborenen als eine hinlängliche teuerung zu treffen und wenigstens zeitweilig die Vieheinfuhr Jahres, sofern die Kultusassoziation nach den Bestimmungen des Entschädigung für diese Aufwendung ansehen wollte. Nach aus dem Auslande zu erleichtern. Der Schutz der Landwirtschaft". Gesetzes nicht konstituiert ist, den Prieſtern und Gläubigen zur dreijährigem Krieg muß nun die ganze mit Menschen und schreibt das konservative Blatt, ist absolut nötig. Aber ebenso Verfügung, die dort Gottesdienste auf Grund des allgemeinen VerViehgebieten bejähte Einöde von neuem erobert werden. Und wichtig ist er onere Befichtspunkt, daß die Lebensmittelpreise so fammlungsgesetzes veranstalten fönnen. Doch wird für die Kultus" Hus der Partei. " " bersammlungen sowohl die Anmeldepflicht vereinfacht, indem nicht p Australien. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. jeder Gottesdienst besonders angezeigt werden muß, sondern der Staat wird auch diesen Gottesdiensten den Schutz in polizeilicher zum Bundesparlament. Watson, der Führer der Partei, sprach Post" war durch einen verleumderisch beleidigenden Artikel der Die Arbeiterpartei rüstet überall zu den kommenden Wahlen Genosse Landtagsabgeordneter Ad. Müller von der Münchener Hinsicht gewähren, der dem Kultus der gesetzlichen Assoziationen legten Montag vor einer großen Wählerversammlung in Sydney. M. N. N." gezwungen worden, gegen deren verantwortlichen Re zugesagt ist. Die Kosten für die Erhaltung der Kirchengebäude Er erklärte, daß die Partei aus den Wahlen sehr gestärkt hervor- dakteur Dr. Baul Busching Privatklage zu erheben. In dem am werden während dieses Friſtjahres aus den Erträgnissen der fequeftrierten Kirchengüter bestritten. Erst nach dem 11. Dezember 1907 gehen werde; denn die Leute lassen sich nicht mehr bange machen Mittwoch vor dem Schöffengericht München I verhandelten Prozeß werden die Kirchengebäude, wenn keine Assoziation besteht, den vor dem Sozialismus. ist der Beklagte zu 150 Mart Geldstrafe verurteilt worden. Dem Eigentümern: Gemeinden, Departements usw. zur freien Verfügung Kläger wurde Veröffentlichungsbefugnis in drei Zeitungen zu überlassen. gesprochen. Aus der Begründung des Urteils heben wir die FestUeber die Zwangsmaßregeln, die die Regierung gegen Geistliche, stellung hervor, daß der Artikel der„ M. N. N." den Vorwurf des die sich gegen das Gesetz auflehnen, anwenden will( u. a. ist die Mangels an Ueberzeugungstreue und Gesinnungswahrheit, der BösAberkennung der französischen Staatsbürgerschaft und damit das Turati über den italienischen Parteitag. willigkeit und über die berechtigten Grenzen hinausgehenden Streberei Recht zur Ausweisung zur Sprache gebracht worden), wird noch nichts Rom, 25. Oktober.( Eig. Ber.) In der soeben erschienenen zum Nachteil von Parteigenossen enthalten habe. Bestimmtes bekannt gegeben. Ungewiß ist auch noch das Schicksal zweiten Oktober- Nummer der Critica sociale" beschäftigt Straftonto der Presse. der Presse. Genosse Hoffmann bon der der gegen den Willen der Bischöfe geschaffenen Kultusaffoziationen, fich Turati mit den Ergebnissen des Parteitages. Er rechtfertigt Elberfelder Freien Presse" wurde wegen Beleidigung die in der letzten Zeit unter Mitwirkung radikaler Bürgermeister und das Botum der Reformisten für die integralistische Tagesordnung der Elberfelder Stadtverwaltung von der Strafkammer zu 300?. Parteiorganisationen ziemlich zahlreich ins Leben gerufen worden mit der Bemerkung, daß in der Periode der Vorbereitung oder der Geldstrafe verurteilt. find. Jedenfalls ist die Regierung der politischen Schwierigkeiten Propaganda jede Partei oder Gruppe mit der größten Klarder Situation noch nicht Herr geworden und sie schwimmt vorläufig noch zwischen Schlla und Charybdis. Das Dekret über das Arbeitsministerium. Man schreibt uns aus Paris: " " " " " Gewerkschaftliches. Eine Nuß für die Zentrumspresse. " heit und Schärfe ihre Gedanken und Ansichten bertreten müsse, während sie in der Periode der praktischen Aktion unter Preisgebung eines Teils ihrer Wesenheit gemeinsam mit anderen vorzugehen habe. Die erste Phase würde pädagogisch, die zweite taktisch. Der Kompromiß in dieser zweiten Phase berühre Zu unserer Mitteilung in Nr. 250 des Vorwärts"," Der Das„ Journal Officiel" veröffentlichte am Freitag das Dekret nicht die Ideen, sondern die Tatsachen, denen man gehorchen müsse, Streifbrecherbischof vor Gericht", erhalten wir noch über die Errichtung des Ministeriums der Arbeit und um sie zu besiegen. folgende Ergänzung: der sozialen Vorsorge". Gleichzeitig wird der MotivenDie Hauptaufgabe des Parteitages wäre es gewesen, den sozia- Der Ausgang des Prozesses gegen den Redakteur vom bericht abgedruckt, den der Ministerpräsident dem Präsidenten der listisch- syndikalistischen Block zu stellen, der, gegen jede Logit und aus„ Avvenire del Lavoratore" in Lugano hat für die deutsche Republit eingereicht hat. In der Einleitung wird kurz darauf hin- rein persönlichen Nützlichkeitsgründen in Bologna gebildet worden Arbeiterschaft insofern besonderes Interesse, als dieser Prozeß gewiesen, daß der Gedanke eines Arbeitsministeriums, der in Belgien war, und aus dem theoretischen und praktischen Bestand der Partei ein Vorspiel in Deutschland hatte. Wie wir in Nr. 161 und Neuseeland zuerst verwirklicht worden ist, zum erstenmal in der die revolutionäre syndikalistische Fraktion auszuschließen. Gegenüber französischen Republik von 1848 von Louis Blanc zur Aus- dieser Aufgabe hätte jede andere Verschiedenheit in zweite Linie des" Vorwärts" vom 14. Juli 1906 berichteten, hatte der führung vorgeschlagen worden ist. 1886 hat ihn Camille Raspail treten müssen. Bischof gegen den Redakteur des von der Zentralkommission aufgenommen und seit 1894 beantragte Vaillant dreimal die ErWas wäre die Folge gewesen, wenn die Reformisten auf ihre herausgegebenen italienischen Blattes L'Operaio Italiano", richtung eines solchen Ministeriums. eigene Tagesordnung bestanden hätten: 1. Die Desavonierung der den Genossen Legien, Privatflage wegen Beleidigung erhoben, Das Arbeitsministerium, so heißt es weiter, soll folgende Ver- Revolutionäre bäre weniger vollständig gewesen. Man hätte wieder weil er im L'Operaio Italiano" den Artikel, in welchem waltungszweige vereinigen: nach Ferrischem Stil von den zwei Flügeln in der Partei ge- die Bonomelli", die von dem Bischof ins Leben gerufene a) Die Regelung der Arbeit.( Arbeitszeit, Ruhezeit, sprochen als von zwei gleicherweise geduldeten Fraktionen. Die aus Organisation zur Unterstützung der italienischen Auswanderer, Hygiene und Sicherheit.) Rüglichkeitsgründen geschaffene Legende des Ultrareformismus hätte b) Die Beziehungen zwischen Unternehmern durch unser Tun eine scheinbare Bestätigung erfahren, 2. Die die sich als Streifbrecherorganisation erwies, angegriffen und Angestellten.( Arbeitsvertrag, Berufsvereinigungen, Stellung der autonomen Gruppen, die jetzt durch die wurde, nachgedruckt hatte. Der Redakteur vom Operaio tollektive Differenzen und Einigungen usw.) Entscheidung über die politische Attion gelöſt ist Italiano" erklärte sich bereit, dem Bischof, der als Person c) Die Eristenzbedingungen der Arbeiter in wäre auf neue Einheits" spisfindigkeiten gestoßen. 3. Jm nicht angegriffen war, eine Ehrenerklärung zu geben, nicht den Fällen von Krankheit, Arbeitslosigkeit, Unfall, Invalidität, Kampfe und in der inneren Propaganda wären die Reformisten in aber der von ihm geleiteten Bonomelli" oder gar deren Alter sowie im allgemeinen die Spar- und Vorsorge- Institute, die ungünstigerer Stellung und das gerade heute, wo der Inte- Blatt, der in Freiburg i. B. erscheinenden Patria". Der fie speziell angehen. gralismus, wenn auch in schamhafter Verschleierung alle ihre vor Gericht geschlossene Vergleich war am Blaze, weil, wie wir d) Die Statistik und die auf die angeführten Gegen- ezereien annahm und ihren Sieg bezeugte." stände bezüglichen Untersuchungen. Turati führt dann aus, daß der Integralismus, mehr als der berichteten, der Nachweis, daß die" Bonomelli" Schließlich wird ausgeführt: Das Ministerium soll sich mit Ausdruck eines Gemütsbedürfniffes, die Spekulation auf dies Gewissentlich Betrüger und Fälscher in ihren Dienst geallem befassen, was die Arbeiter als solche betrifft, d. h. als Per- mütsbedürfnis darstellt. Er wäre ein verdünnter, dem trägen nommen habe, hier am Orte nur unter Schwierigkeiten und fonen, die durch einen Arbeitsvertrag an andere Personen gebunden tonfuſen Geiste der Maffen angepaßter Reformismus. Aber er Opfern zu erbringen wäre, die in keinem Verhältnis zu dem find Da diese Definition nicht die Industriearbeiter allein ein- enthielte alles Wesentliches. Die Autonomie der Taktik, die Kolla- Werte des Objektes stehen". Der Beklagte gab dem Verschließt, find auch die Beamten der Industrie und des Handels baration der Klassen, die eventuelle Unterſtügung bürgerlicher treter des Bischofs aber den Rat, die Klage an dem Orte zu einbegriffen, endlich auch die Arbeiter der Landwirtschaft, die Regierungen. Wenn die Reformisten sich energisch und kampftüchtig erheben, an welchem der Nachweis für die Richtigkeit der aufnachdem sie sich lange Zeit von der gewerkschaftlichen Bewegung erhielten, so würden sie, die versteckten Sieger des jetzigen Partei- gestellten Behauptungen geführt werden könne, nämlich in ferngehalten haben, immer mehr Neigung zeigen, die Möglichkeiten, die tages, die offenen Sieger des nächsten sein. ihnen das Gesetz von 1884 zur Verteidigung ihrer beruflichen InterDie wichtigste Beschlußfassung des Parteitags von Nom sei die Lugano, und der Vorsitzende des Gerichts erklärte, daß dies effen bietet, zu benutzen. Dagegen bleiben außerhalb des Wirkungs- Annäherung der Partei an die Gewerkschaften, als der erste Schritt zu jedenfalls geraten und am Blake ſei. Der Ausgang des Prozesses hat nun erwiesen, daß der kreises des Ministeriums die wirtschaftlichen Bedingungen der Produktion ihrer Verschmelzung. Gemeinsam müßten beide jezt eine Reformund des Austausches, der Handel, die Industrie und die Landwirt- politik vertreten. Die Gewerkschaften müßten ihre eigenen Vertreter Bonomelli" und ihren Helfershelfern nicht Unrecht geschehen Landwirt- ins Barlament senden, sich immer mehr intellettualisieren:„ Und ist. Zu bemerken ist, daß die Situation für den angeklagten schaft im eigentlichen Sinne." Man sieht, daß das neue Ministerium ein Ministerium für daraus folgt, nicht als Ausfluß abstrakter Philosopheme, aber unter Redakteur vom" L'Avvenire del Lavoratore" feineswegs Sozialpolitit ist. Seine Errichtung ist ohne Zweifel ein wichtiger dem unmittelbaren Druck der zum Bewußtsein ihrer selbst gelangten günstig war. Die ganze Bevölkerung des Kantons Tessin, verwaltungstechnischer Fortschritt. Im übrigen muß man feine Intereffen, eine praktische Arbeiterpolitik, national und international, einschließlich der Richter, steht unter klerikalem Einfluß, so Leistungen abwarten. Für den sozialpolitischen Fortschritt selbst will jeden Formelkrams ledig, eine Politik sozialer Reformen, Abgaben daß nur notgedrungen diese Richter sich zu einem Urteil die Eristenz eines solchen Ministeriums noch nicht viel besagen, wie und Schulpolitik, rationeller Antimilitarismus und Antiflerifalismus, der Blick auf das in sozialpolitischer Hinsicht sicher reichlich rück mit einem ort, die ganze Arbeit des revolutionären Sozialismus, berstehen, das gegen ein Unternehmen der Klerikalen gerichtet ständige Belgien beweist. In der Hand eines energischen, die der von Stufe zu Stufe verwirklicht wird durch eine ist. Weiter fommt in Betracht, daß der Angeklagte in seinem fozialen Notwendigkeiten erkennenden Mannes und unter dem Anfagen wir es, das in den Bannfluch getane Wort durch eine Blatte heftige Angriffe gegen die Schweiz wegen der Austrieb einer mächtigen Arbeiterorganisation fann es ein nügliches Regierungspartei der Arbeiter"( partito operaio di Governo). weisung italienischer Arbeiter gerichtet hatte. Dies suchten Werkzeug der sozialen Reform werden. Dann würden auch die Tendenzen verschwinden und man ge- die Vertreter der„ Bonomelli" auszunuben, indem sie in der wahr werden,„ daß der unverstandene und verleumdete Reformismus Gerichtsverhandlung diese Angriffe zitierten, um die schweizenichts anderes war als der ganze Sozialismus, antikapitalistisch und rischen Richter gegen den Angeklagten scharf zu machen. Und antianarchistisch, der Sozialismus der Arbeiter und der der Geschichte: troballedem ein so vernichtendes Urteil gegen die„ Bonomelli". der Sozialismus ohne Beiworte". 5 Uhr nachmittags bis 2 Uhr nachts, the sie den Urteilsspruch Die Geschworenen berieten nicht weniger als 9 Stunden, von England. Das Unterrichtsgesetz im Oberhaus. Am Montag wurde vom Oberhaus im Laufe der Beratung über das Unterrichtsgesetz ein Amendement zu Artikel 1, nach dem in unterricht stattfinden soll, gegen den Widerspruch der Regierung auf Befürwortung seitens des Erzbischofs von Canterbury und Lord Lansdownes mit 256 gegen 56 Stimmen angenommen. Die Herren Oberhäusler treiben den schon lange Zeit vorhergesehenen Konflikt wegen des Unterrichtsgesetzes auf die Spitze. Recht gut so! Dürfte doch die Lektion, die ihnen das englische Volt erteilen wird, um so gründlicher und fühlbarer ausfallen. Schweden. Die barbarische Klassenjustiz. im Block geblieben sind, mag dieser Artikel einen Vorgeschmack davon Denjenigen Integralisten, die nur des lieben Friedens willen" geben, wie der„ liebe Frieden" beschaffen sein wird. Der 50. Geburtstag Keir Hardies. " " fällten, ein Beweis, wie schwer ihren die Entscheidung geworden ist. In dem Urteil wird fe gestellt, daß die Vertreter der Bonomelli" wußten, daß der Tagliacarno ein Betrüger und Fälscher war, den sie troßdem in ihren Dienst London, 26. Oftober.( Eig. Ber.) In einer zahlreich besuchten Versammlung von Mitgliedern der nahmen. Als nicht vollständig erwiesen wurde die BeUnabhängigen Arbeiterpartei und der Sozialdemokratischen Föderation hauptung angesehen, nach der die Vertreter der„ Bonomelli" wurde gestern der 50. Geburtstag Hardies gefeiert. Den aus- Anteil an der Beute des Tagliacarno gehabt haben. Erwiesen ländischen Genoffen könnte eine solche Feier als Heldenanbetung er ist, daß die Vertreter der ,, Bonomelli" an den Tagliacarno scheinen. In England dagegen, wo die Gegenstände der parlamen- bon veranstalteten Gastmählern teilgetarischen Kämpfe fich seit jeher in Persönlichkeiten verkörpern, ist die nommen haben, doch konnte nicht nachgewiesen werden, Das Rathausgericht von Helsingborg berurteilte am Freitag Anhänglichkeit an politische Führer etwas ganz gewöhnliches. Hierzu daß die Kosten dieser Gastmähler aus dem aus dem bom fieben Teilnehmer der antimilitaristischen Demonstration vom tommt noch, daß Hardie vielfach von der Presse beschimpft und ber- Tagliagarno erschwindelten und geraubten Gelde gedeckt 29. September wegen Aufruhrs zur Strafarbeit von 13 Monaten leumdet wurde und bis jetzt sehr wenig Anerkennung für seine Ausbis 3 Jahren. Der Vertreter der Anklage hatte 6 Jahre Strafarbeit dauer und seine sozialistische agitation gefunden hatte. Es sprachen worden sind. Nur wegen dieser nicht erweisbaren beantragt. Seiner Auffassung nach hat also das Gericht noch recht Snowden, Glasier, der Arbeiterabgeordnete Stevenson und lepteren Behauptung wurde der Angeklagte zu 50 Frank milde geurteilt. Fräulein Ford, denen Hardie antwortete: Was ich Geldstrafe verurteilt, die er aber nur dann zu zahlen hat, Unsere schwedischen Parteigenossen billigen zwar die Art, wie tat, war nichts mehr, als was ich eben tun mußte. Ich konnte nicht wenn er in der gleichen Sache in nächster Zeit wieder verjene Demoration der Jungsozialisten veranstaltet wurde, durchaus anders. Mein einziger Wunsch ist, meine Klasse zur Herrschenden urteilt werden sollte. Das Urteil kommt somit nahezu einer nicht, verurteilen aber natürlich diese furchtbare Klaffenjustiz aufs Klasse zu machen. Und dies fann nur durch selbständigen Kampf völligen Freisprechung des Angeklagten gleich. Auch die Kosten schärfste, die sieben junge Leute wegen einer Unbesonnenheit, die geschehen. Es gibt kein besseres Mittel, Unterdrückte zu heben und des Verfahrens hat der Angeklagte nur zur Hälfte zu tragen, feinerlei Schaden an Personen oder Sachen verursacht hat, auf zur Herrschaft zu erziehen, als Kampf. Die Arbeiterpartei ist selb die andere Hälfte hat die" Bonomelli" zu decken, die nicht Jahre ins Zuchthaus schickt." Social- Demokrateu" bemerkt, der ständig und muß selbständig bleiben. Gibt sie die Selbständigkeit artige Urteile feien die vollkommenste Barbarei und überall in der auf, so gibt sie ihre eigene Existenz auf. Die Arbeiterpartei ist nur eine Verurteilung des Angeklagten, sondern auch noch Welt unmöglich, außer in Rußland und Deutschland! demokratisch, und Demokratie ohne Sozialismus ist eine Fittion. einen Schadenersatz von 400 Frant gefordert hatte. Die Arbeiterpartei muß sozialdemokratisch sein. Es bleibt sich ganz Die flerifale Presse, voran die Märkische Volkszeitung", gleich, wer an ihrer Spize steht. Will sie ihrem Namen treu fuchte es seinerzeit darzustellen, als sei mit dem Vergleich, den bleiben, so muß sie sozialistische Geseze machen. Ich bin kein der Redakteur vom' Operaio Italiano" im Juli d. J. vor Denter. Die stärkste Seite meines Wesens ist Instinkt und Intuition. dem Amtsgericht in Berlin schloß, die Reinheit der BonoFolge ich ihnen, so gehe ich selten fehl. Sie führen mich fast immer melli" und ihrer Vertreter erwiefen. Sie konnte sich nicht zum Sozialismus und zum wahren Interesse der Arbeitersache, genug darin tun, den Vorwärts" der falschen Berichtderen Sieg absolut sicher ist." Diese Rede ist wichtig. Sie enthält das ganze Wesen Keir erstattung zu bezichtigen. Nunmehr ist die Bonomelli" in dem Urteil des Gerichts in Lugano als das dargestellt, was Hardies. sie tatsächlich ist, aber die klerikale Presse hütete sich wohl, ihren Lesern hiervon Kenntnis zu geben. Das ist die christliche Wahrheitsliebe", die wir in Nr. 161 des Vorwärts" bereits gebührend gebrandmarkt haben. Unter" Anrufung Gottes lügen die Herren sich durchs Leben, denn sagten sie ihren gläubigen Schäfchen die Wahrheit, so würden sie bald als einsame Hirten dastehen, die kein geduldiges Objekt mehr finden, das sie scheren könnten. Bulgarien. -Krieg mit der Türkei? Am 28. Oftober wurde die bulgarische aaonalversammlung eröffnet, die angesichts der unruhigen Situation auf dem Ballan die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zieht. M Ein Arbeitersekretariat ist am 1. Oftober zu Braunschweig, Schloßstraßen- und Oelschlägern- Ecke, I. Etage, eröffnet worden. Als Sekretär ist der Genoffe Rud. Vogler, bisher im Gelsenkirchener Arbeitersekretariat, berufen worden. Seit Dezennien datieren die immer und immer stärkeren bulgarischen Rüstungen, die besonders durch die heutige Regierung der fogenannten liberalen" forciert wurden. Dem Wunsche des Fürsten Ferdinand gemäß ist aus dem kleinen Balkanstaate eine Art Klein Preußen geworden, d. h. ein Militärstaat par excellence. Das Budget für 1907 wird der Kammer mit einer Erhöhung um 25 Millionen Franken gegen das Vorjahr präsentiert werden, und mehr als die Hälfte davon soll wieder dem Kriegsministerium zu fallen. Will man doch gar die Präsenzstärke des Heeres durch zwölf Vorbildliche Organisationsarbeit. In Bremen ist im neue Regimenter vergrößern! Schon die großen Manöver, die anfangs September an der September eine Agitation zur Abonnentengewinnung für die türkischen Grenze stattfanden, ferner die Demission der bulgarischen Sozialdemokratischen Berein Bremer Bürgerzeitung" und für den Beitritt zum von den Gewerk Gesandten in Konstantinopel. Grigor Natschewitsch, der als Freundschaften und den Parteidistritten unternommen worden. einer Politik der Annäherung Bulgariens an die Türkei bekannt ist. Der Erfolg beläuft sich auf 1057 Parteiblattabonnenten und 742 Verdesgleichen die von der Türkei betriebenen raschen und heftigen einsmitglieder, so daß das Verhältnis des Abonnentenstandes( 14 907) Rüstungen lassen das Eintreten der Baltanfrage in eine gefährliche Phase vermuten. Wohl dürfte Bulgarien die Verantwortung für Stimmen 60 Broz. und das der organisierten Genossen( 6524) Phase vermuten. Wohl dürfte Bulgarien die Verantwortung für zu den bei der Reichstagswahl abgegebenen sozialdemokratischen einen Krieg mit der Türkei, der ganz Europa berühren würde, kaum 26 Proz. beträgt. übernehmen, wäre es nicht von dieser oder jener Großmacht unter" Berlin und Umgegend. Gestern haben abermals mehrere Abteilungen die Arbeit niederDer Streit in den Siemenswerken gewinnt an Ausdehnung. gelegt, weil sie Streifarbeit verrichten oder lleberstunden leiſten Gestern haben abermals mehrere Abteilungen die Arbeit niedersollten. Andere Abteilungen dürften in den nächsten Tagen folgen. Die Direktion gibt sich nach wie vor die erdenklichste Mühe, Arbeitsstützt und angespornt. Der erwartete nahe Tod des Sultans, von Bom Fortschritt der Presse. Der Voltsfreund" zu willige in den Betrieb hineinzuziehen, wobei sie bekanntlich durch die dem man annimmt, daß er heftige Kämpfe am Hofe wegen der Braunschweig hat vom 15. September bis Ende Oktober 575 Polizei in mehr wie weitgehendster Weise unterstützt wird. Im BeThronfolgerschaft im Gefolge haben wird, ist an sich doch noch keine neue Abonnenten gewonnen. Hausagitation brachte der Elbertriebe selbst berjuder jest die Meister und Werkführer mit allen genügende Ermutigung. Es scheint aber wirklich, daß England und felder Freien Preffe" an einem Tage 884, der Mitteln der Ueberredung und des„ sanften" Drucks die Arbeiter und Frankreich die Liquidierung der makedonischen Frage für angezeigt Solinger„ Bergischen Arbeiterstimme" 400, der Arbeiterinnen zu bewegen, der Organisation zu entsagen und dafür halten und trotz des deutschen Kaisers, der als der treueste Freund Mainzer, Volkszeitung" 200 neue Leser. der„ gelben" Werksgarde beizutreten, bisher allerdings mit wenig des Sultans gilt, dem fleinen Bulgarien ihre Unterstügung zuzu Erfolg. Da noch gar nicht abzusehen ist, welche wenden geneigt sind. Von den Organisationen. Der Ortsverein Gera des Dimensionen der Ausstand noch annehmen kann, So ist die Situation, die die Geister in Bulgarien in angst fozialdemokratischen Vereins für Reuß i. 2., der fo werden die Arbeiter aller Branchen nochmals dringend darauf aufvoller Erregung hält und die dem heutigen Ministerium der mon am Sonntag fein zehnjähriges Stiftungsfest feierte, hat jetzt über merksam gemacht, daß die gesamten Berliner Werke der Firmen archischen Konzentration im Trüben zu fischen gestattet. 1000 Mitglieder. Siemens- udert und Sienens- Halste bis auf weiteres gesperrt sind. Auch die Geestemünder Hochseefischer haben sich dem Ausstande der Fischdampfermannschaften angeschlossen. Die Stahlformer der Firma Wittmann Nachf. in Haspe bei Hagen sind in den Ausstand getreten. Zuzug ist fernzuhalten. Der Generalrat des Gewerkvereins der Deutschen Maschinenbau- und Metallarbeiter sendet uns folgende Berichtigung: Es ist unwahr, daß der Generalrat beschlossen hat, den Kampf abzubrechen. Die Schloffer( Metallarbeiterberband) hielten am Montag im meistertreuen Gesellen in auffallender Weise den Verbandsmit. 1 ferner auch diesen Weg nicht unversucht laffen wollen, um die Gewerkschaftshaus eine zahlreich besuchte Branchenversammlung gliedern bevorzugt. Ferner wird dem Arbeitsvermittler zum Vor- Sympathien der Deffentlichkeit nicht zu verscherzen, erklären wir ab. Nach einem sehr beifällig aufgenommenen Vortrag des Ge- wurf gemacht, daß er auf Wunsch von Meistern Gesellen unter der Versammelten uns mit den Beschlüssen der Vorständesizung am nossen Warnst über das Krankenfaffengesetz erstattete Lubatsch Bedingung, daß ihnen Kost und Logis gewährt wird, in Arbeit 26. d. Mts. einverstanden. Wenn die Ausschüsse ihren Bericht über Bericht über die Verhandlungen der Tarif- Schlichtungs bringt, während dies nach dem Tarif nur auf Wunsch des Gefellen das Ergebnis der Verhandlungen an die Organisationen gesandt fommission. Aus Anlaß mehrerer konkreter Vorfälle hat die geschehen darf. Die Gesellenvertreter in der Schlichtungs- haben, müssen aber die Verbandsvorstände die nötigen weiteren zu gleichen Teilen aus Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu- fommission haben in dieser Körperschaft eine Reihe von Forde- Schritte wieder in die Hand nehmen und durch die Organisationsfammengefeßte Kommiffion fürzlich einen Schiedsspruch gefällt, der rungen aufgestellt, deren Wortlaut ebenfalls im Vorwärts" bereits vertretungen regeln. Die Versammlung spricht den vereinigten Vorfür die Schlosser von weittragender Bedeutung ist. Mehrere Firmen mitgeteilt worden sind. Durch Annahme dieser Forderungen soll ständen ihr volles Vertrauen aus; sie gelobt, Disziplin zu halten hatten nämlich die bei ihnen bestehenden Arbeitsverhältnisse, die den tarifwidrigen Machenschaften bei der Arbeitsvermittelung ein und nur nach den Beschlüssen der Vorstände zu handeln. hinsichtlich der Arbeitszeit und Ueberstundenbezahlung bereits Ende gemacht werden. bessere waren, als sie der im Frühjahr abgeschlossene Schlosser. Hezschold, der über diese Angelegenheit referierte, fenntarif vorsicht, in letter Zeit willkürlich verschlechtert. Da zeichnete das Veralten der Meister hinsichtlich der Arbeitsvermitteder Tarifvertrag nun feine Bestimmung darüber enthält, daß hung als Tarifbruch, der nur zu dem Zwed ins Werk gesetzt werde, eventuelle bessere Verhältnisse nicht verschlechtert werden dürfen, um eine genügende Zahl von Streitbrechern zur Verfügung zu so entschied die Schlichtungskommission, daß überall dort, haben für den Kampf, der von den Meistern vorbereitet werde. wo bereits bessere als im Tarif vorgesehene Der Referent empfahl folgende Resolution: Arbeitsbedingungen üblich waren, dieselben bestehen bleiben müssen und nicht reduziert werden dürfen. Dieser Spruch hatte nun ein heiteres Nachspiel bei der Firma Opib in Tempelhof. Die Firma erklärte sich ebenso wie eine andere anfangs mit dem Schiedsspruch einverstanden, versuchte hinterher jedoch den Spruch dadurch zu um= gehen, daß sie den Namen der Firma plötzlich in Opih u. Co. umändern ließ. Sie deduzierte dabei etwa folgendermaßen: Der Spruch der Schlichtungskommission beziehe sich nur auf die alte Firma; für die neue aber könne er keine Gültigkeit haben. Und wirklich stellten sich die Arbeitgeber der Kommission später auf den gleichen knifflichen Standpunkt, um so mehr, als die alte Firma eines guten Sonnabends nicht nur sämtliche Arbeiter, sondern auch das Kontorpersonal„ ordnungsmäßig" entlassen und so jede Verbindung mit ihnen gelöst" hatte. Daß die Leute aber trot dieser„ Entlassung" am folgenden Montag bei demselben Arbeitgeber wenn auch mit veränderter Firma wieder neu" eingestellt werden, das heißt, in der alten oder vielmehr etwas verschlechterten Weise getrost weiterarbeiten sollten, das genierte weiter nicht. Natürlich merkten die Arbeiter sogleich den Braten und zogen der schlauen Firma denn auch rasch einen dicken Strich durch ihre Rechnung, indem sie einfach in den Streit traten. Das half. Nach furzer Zeit schon erfolgte eine Verständigung mit der neuen" Firma. Gegen Schluß der Versammlung wurden dann noch die tekten Listen zwecks Aufstellung der Delegierten zur Ortstrankenkaffe der Schlosser ausgegeben. Tarifstreitigkeiten im Buchbindergewerbe. „ Die Versammlung schließt sich den Ausführungen des Referenten voll und ganz an. Sie spricht ihren Vertretern in der Schlichtungskommission ihr vollstes Vertrauen aus und macht die Forderungen derselben, deren Erfüllung erst eine Garantie für ftritte Durchführung des Tarifs bietet, zu ihren eigenen und verlangt dringend von den Innungen die ehrliche Einhaltung der von ihnen eingegangenen Verpflichtungen. Der Vorwurf des Tarifbruchs, der seitens der Meisterschaft der Gesellenschaft gemacht wird, wirkt so ungemein lächerlich, daß es sich nicht lohnt, denselben ernsthaft zu diskutieren. Wohl aber bilden die fortwährenden Durchlöcherungen des Tarifs, die versteckte und offene Unterstüßung und das Nichtzurverantwortungs ziehen der Tarifbrecher und Heber gegen den Tarif eine ganze Kette von Tarifbrüchen seitens der Innungen und zugleich einen wenig aufrichtigen aber krassen Verstoß gegen Treu und Glauben dem Tariffontrahenten gegenüber. Die Gesellenschaft ist ge= zwungen, diese Angelegenheit der Oeffentlichkeit zu unterbreiten und macht die Innungen für die Folgen ihres Doppelspiels verantwortlich." Zu der Versammlung waren auch die Vorstände der Innungen, die Arbeitgebervertreter in der Schlichtungskommission, sowie Herr Wischnowski, der Führer der meistertreuen " gelben" Organisation eingeladen. Erschienen war von den Eingeladenen jedoch niemand. In der Diskussion herrschte vollkommenes Einverständnis darüber, daß die vom Referenten gekennzeichnete Handlungsweise der Meister nicht geduldet werden darf, auch wurde betont, daß, wenn die an die Schlichtungskommission gerichteten Forderungen abgelehnt werden sollten, den Meistern andere Forderungen vorgelegt und durchgesetzt werden würden. Die Resolution des Referenten fand einstimmige Annahme, ebenso eine andere Resolution, welche die Tarifwidrigkeiten bei der Arbeitsvermittelung scharf verurteilt und Vorbereitungen für den Fall empfiehlt, daß die Tarifdurchbrechungen der Meister den Tarif überhaupt hinfällig machen und es aus diesem Grunde zum Kampf kommen sollte. Nach dem Tarifvertrage für das Buchbindergewerbe, der am 27. Juli in Leipzig abgeschlossen wurde, sollen bekanntlich die Minimalſtundenlöhne der Gehülfen, die mindestens 6 Jahre im Berufe tätig sind, und der Arbeiterinnen, die ein Jahr im Berufe tätig sind, um 2 Pf. am 1. November 1906, und dann am 1. Januar 1908 die der Gehülfen wiederum um 2 Pf., die der Arbeiterinnen um 1 Pf. erhöht werden. So wurde es seinerzeit in den Versammlungen der Ausgesperrten berichtet und so steht es auch in dem in der Buchbinderzeitung" beröffentlichten Tarifvertrage. Merkwürdig ist es nun, daß in dem Vertrage, wie ihn der Leosche„ An- Die Schuhmacher( Schoßarbeiter) der Friedrichstadt hatten am zeiger für Buchbindereien" veröffentlicht hat, bei der ersten Er- Montag eine Branchenversammlung, wo die Tariffrage besprochen höhung der Arbeiterinnenlöhne statt des 1. November 1906 wurde. Nach den von verschiedenen Rednern gemachten Ausder 1. Januar 1907 zu lesen ist. Leider stimmt diese Fassung führungen handelt es sich darum, daß der Tarif, welcher für die mit dem von den Vertretern beider Parteien unterzeichneten erstklassigen Maßgeschäfte am 1. April 1904 mit den Vertretern Originalvertrag überein, und doch ist die Auffassung der Ge- des Verbandes der Schuhmacher abgeschlossen worden ist, in vielen hülfenvertreter die richtige. Die erste Erhöhung der Ar- Fällen nicht mehr beachtet wird, ja ein Teil der in der Branche besteht. Da nun in letter Zeit gerade in bezug auf die bekanntesten Firmen der feinen Maßbranche über zu geringe Entlohnung und Nichtbeachtung des Tarifs geklagt worden ist, so sollten derartige Mißstände in der Versammlung im einzelnen festgestellt werden. Dies fonnte aber nicht in ausreichender Weise geschehen, weil die betreffenden Arbeiter entweder nicht erschienen waren, oder sich nicht trauten, über ihre Verhältnisse zu sprechen. Es sollen nunmehr Konferenzen für die einzelnen Werkstellen abgehalten und dort die Lohnverhältnisse festgestellt werden. Wahr ist vielmehr, daß der Generalrat noch vor der Abstimmung der Ausgesperrten" über Wiederaufnahme der Arbeit in einem Telegramm an Gleichauf weitere Mittel für Aufrechterhaltung des Streits zur Verfügung gestellt hat. Es ist ferner unwahr, daß der Gewerkverein seine Mitglieder nur mit ganz geringen Untertübungen abspeiste. Wahr ist vielmehr, daß die Unterstützungen über das Statut hinaus nach folgenden Säßen gezahlt worden sind: Nach einjähriger Mitgliedschaft pro Woche: 1. Verheirate 17 M. und pro Kind 50 Pf. 2. Unverheiratete 11,50 M. Nach 26wöchiger Mitgliedschaft pro Woche: 1. Verheirate 15 M. und pro Kind 50 Pf. 2. Unverheiratete 10,50 M. Nach 6wöchiger Mitgliedschaft pro Woche: 1. Verheiratete 10 M. und pro Kind 50 Pf. 2. Unverheiratete 6 M. Unter 6wöchiger Mitgliedschaft pro Woche: 1. Verheiratete bis zu 9 M. pro Woche. 2. Unverheiratete 4 M. Der Generalrat des Gewerkvereins der deutschen Maschinenbau und Metallarbeiter. Wilh. Gleichauf, Borsigender. Guast. Hartmann, Generalsekretär. H. Baldt, Schatzmeister. Wir müssen es unserem Berichterstatter überlassen, zu dieser Zuschrift des Generalrats Stellung zu nehmen, da wir von hier aus natürlich nicht ohne weiteres in der Lage sind, die Richtigkeit der einen oder der anderen Behauptung nachzuprüfen. Husland. Die Weberaussperrung in Bervièrs ist aufgehoben worden, nachdem die Delegierten der Arbeitervereinigung und der Vereinigung ber Arbeitgeber ein Abkommen unterzeichnet haben, das die Grundsäge für die Beziehungen der Arbeitgeber zu den Arbeitern festsetzt. Die Arbeit wird am 5. November wieder aufgenommen werden. beiterinnenlöhne iſt tatsächlich, wie die der Gehülfenlöhne, vom beschäftigten Arbeiter wußte nicht einmal, baß ein Zarif et Letzte Nachrichten und Depefchen. 1. November dieses Jahres, und nicht vom 1. Januar 1907 ab bewilligt worden. Das beweist das Protokoll der Leipziger Verhandlungen, das von einem bom Prinzipalsverband angestellten Stenographen aufgenommen wurde. Danach hat der Vorsitzende, Kommissionsrat Frische ausdrücklich erflärt:" Den 2. Buntt, Berlegung der Termine für die Minimallöhne vom 1. Januar 1907 auf den 1. November 1906 wollen wir bewilligen und weiter: " Statt des 1. Januar 1907 tommt der 1. November 1906 in§ 3-". Dies ist der Paragraph, der von der Erhöhung der Arbeiterinnen löhne handelt. Es tann also kein Zweifel obwalten, daß die Erhöhung von diesem Tage an beschlossen worden ist. Der Originalvertrag enthält also einen argen Fehler. Das sucht nun der Prinzipalsverband auszunuzen, obwohl seinerseits nicht ernsthaft bestritten wird, noch bestritten werden kann, daß die Erhöhung der Arbeiterinnenlöhne wirklich vom 1. November ab bewilligt worden ist. Die Prinzipale scheinen tatsächlich gewillt zu sein, sind in den Ausstand getreten. Zuzug ist fernzuhalten. den Arbeiterinnen erst vom 1. Januar ab die höheren Löhne zu zahlen. Daß darüber unter den Arbeiterinnen eine starke Erregung herrscht, ist leicht begreiflich, zumal ja das nach dem 15wöchigen Kampf Erreichte selbst sehr gering ist. Achtung, Schuhmacher! In der Schuhfabrit M. Klug, Neue Königstr. 4, find Differenzen ausgebrochen. Zentralverband der Schuhmacher. Die Steindrucker der Firma A. Ebmeyer, Andreasstr. 32, Die Verwaltung Berlin I( Steinbruder) des Deutschen Senefelder- Bundes. -Weil sie Hennig laufen ließen. Leipzig, 30. Dktober.( B. S.) Das Reichsgericht verwarf die Revisionen der Schuyleute Petschack und Woll gegen das Urteil des Berliner Landgerichts vom 30. Mai wegen Entweichenlassens des Raubmörders Hennig. Schiffsuntergang. Oftende, 30. Oktober.( W. T. B.) Der der Bremer Dampfschiffahrtsgesellschaft Argo" gehörige Dampfer, Hermann", der am 28. d. M. von Antwerpen abgegangen war, wurde am Abend dieses Tages in der Nähe von East Goewin von einem unbekannten Biermaster angerannt und fant. 23 Mann der Besakung sind ertrunken; ein Heizer, der sich an Bradteilen festgehalten hatte, wurde von einem Oftender Fischerboot gerettet und heute hierhergebracht. Fälscherprozeß Schapira. Eisenbahnunfälle. Wien, 30. Oktober.( W. T. B.) Nach fast zweiwöchiger Dauer Achtung, Textilarbeiter! In der Nr. 253 des„ Vorwärts" verAm Montag beschäftigte sich mit dieser Angelegenheit eine öffentlicht der Gastwirt Hermann Morr, Rummelsburg, Neue wurde der Prozeß gegen die Bantnotenfälscher Schapira und Geöffentliche Versammlung der Buchbinderei- Bahnhofftr. 28, eine Zufchrift, nach der er sich beschwert fühlt durch nossen heute beendet. Schapira wurde wegen Verausgabung und arbeiterinnen, die in Voigts Ritterfälen" tagte. Hier er- zwei Säge eines Berichts in Str. 251 dieses Blattes. Den ersten Verbreitung falscher Banknoten zu fünfzehn Jahren schweren flärten sowohl der Referent Bruds wie der Verbandsvorsißende Saz des damaligen Berichts bestätigt Herr Morr in seiner Bu- Kerkers verurteilt, Fisch zu acht, Biepes zu vier, Schwalbe zu drei Sloth und der Zahlstellenbevollmächtigte Iar übereinstimmend, schrift vollständig, während er die Richtigkeit des zweiten bestreitet. Jahren und Ausweisung; Baumgarten und Butterweich wurden fie wüßten ganz bestimmt, daß der 1. November für die Lohn- Wir wurden zu dieser Notiz veranlaßt durch folgende Borgänge: freigesprochen. erhöhung bewilligt worden sei, was ja auch das Protokoll beweise. Zwei Stammgäste und gute Freunde des Gastwirts Morr wurden Wenn fie gleichwohl den fehlerhaften Tarifvertrag unterzeichnet zu Arbeitswilligen. Diese, beiden, der Arbeiter Hermann Röple Petersburg, 30. Oftober.( W. T. B.) Jn Rußland haben sich hätten, so sei das auf die ungeheure Haft zurückzuführen, mit der und der Weber Reinhardt Kämpfert, haben bei ihm gewisse die Verhandlungen seitens der Prinzipale geführt worden seien. Zusammenfünfte gehabt. Als die bestreifte Firma fich in größter heute mehrere Eisenbahnunfälle zugetragen. Bei der Station Die Redner sprachen die Erwartung aus, daß doch noch durch Ver- Berlegenheit befand, weil sie in ihrem Betriebe feinen Kettenmacher Tichanowa Pustyn der Eisenbahnlienie Kiew- Moskau stieß ein ein Bersonenzug mit einem Güterzug zusammen, bei dem fünf Waggons handlungen auf gütlichem Wege die Erhöhung der Arbeiterinnen hatte, wurde sie daraus befreit, indem der p. Köpfe löhne rechtzeitig, wie sie bewilligt worden ist, zu erreichen sein perfekter Kettenmacher plöglich arbeitswillig wurde. Gleich zertrümmert, ein Beamter getötet und zwei andere verlegt wurden. werde, zumal ja der Prinzipalsverband selbst einen Bassus in den zu Beginn des Streits wurden die im Betriebe Zurückgebliebenen Auf der Strecke Mostau- Brijanst fuhr bei der Station DumiVertrag hineingebracht habe, wonach die beiden Verbände ver- von Morr veranlaßt, wegen der freiwilligen Fabrikstrantentasse nitschi, 268 Werft von Moskau, ein Schnellzug auf einen GüterBor furzer Zeit hielt er zug; dabei kamen mehrere Bersonen zu Schaden. Die Strecke trauensvoll zusammenarbeiten sollen. Es sind denn auch bereits gegen die Streifenden flagbar zu werden. Schritte getan, um Verhandlungen einzuleiten. Nach dem Tarif- fich zirka drei Stunden im Betrieb der Firma M. Progenu. Sohn ist gesperrt. Bei Berditschew entgleifte ein von Warschau kommender vertrage sollen jährlich mindestens 4 gemeinsame Sißungen von auf, um dem Meister Heese das Kartenschlagen zu lehren, welche Bug. Vier Passagiere wurden schwer, zehn leicht verletzt. Vertretern der beiden Verbände stattfinden. Damit den Anfang Arbeit bis zum Ausbruch des Streits von einer Kollegin geleistet Die Ar- wurde. zu machen, wäre ja hier die beste Gelegenheit geboten. Die jetzt im Betrieb tätigen Meister verstehen von dieser beiterinnen, die in der Versammlung das Wort nahmen, gaben Arbeit nichts, nur Herr Morr, der frühere Obermeister, ist firm ihrer Entrüstung über das Verhalten der Prinzipale lebhaften darin. Er gab sich dazu her, seine Kenntnisse der Firma zur VerAusdruck. Man sprach sich dafür aus, jest in der guten Geschäfts- fügung zu stellen, obgleich dort Streif ist. Wenn diese Tätigkeit Wenn diese Tätigkeit zeit, wo die Prinzipale die Arbeiterinnen nicht entbehren fönnen, die Streifenden nicht schädigt, dann verstehen wir nichts davon. Die Streilleitung. mit allem Nachdruck zu fordern, daß das Bewilligte auch gezahlt wird. Man verlangt, daß, falls die Prinzipale sich dessen weigern, schärfere. Maßnahmen ergriffen werden. Es wurde folgende Rejolution angenommen: Die Vertreter der Organisation gaben den Versammelten den Rat, zunächst am Sonnabend die erhöhten Löhne für die Nobembertage einzuschreiben und zu verlangen, und dann, wo sie nicht gezahlt werden, beim Arbeitgeber vorstellig zu werden. Deutfches Reich. Eine Anzahl von Bergarbeiterversammlungen, Zurücknahme der Maßregelungen. Paris, 30. Oktober.( W. T. B.) Der Ministerrat erklärte sich heute mit der Absicht des Unterstaatssekretärs des Postivesens, Gerard, einverstanden, die wegen des Beamtenausstandes ent laffenen Bostunterbeamten wieder in ihre Stellungen einzusehen. Neue Erderschütterungen. Palermo, 30. Oftober.( W. T. B.) Die Erdbebenerschütterungen, welche in der Provinz während der lezten Wochen andauerten, nahmen während der letzten 24 Stunden an Stärke zu. Mehrere Stöße wurden aus Trabia, Termini und Altavilla gemeldet. Gestern abend um 6 Uhr erfolgte ein stärkeres Erdbeben, welches auch aus Bagheria und Palermo gemeldet wird. In Trabia richtete das Erdbeben einigen Schaden an; in Termini verließ die Bevölkerung erschreďt ihre Wohnungen. Der importierte Professor. „ Die zahlreich versammelten Buchbindereiarbeiterinnen sind die am Sonntag im Ruhrrevier tagten, nahmen einstimmig nach Entgegennahme des Berichtes und darauf erfolgter Be- folgende Resolution an: ratung zu der Ansicht gelangt, daß die Auffassung des Prinzipal- Die heutige Bergarbeiterverfammlung protestiert auf's entverbandes über den§ 3 des Vertrages bom 27. Juli nicht zu- schiedenste gegen den proßenhaften Standpunkt der Werksverwaltreffend ist. Der Vorstand des Buchbinderverbandes wird daher tungen, die trop des Koalitionsrechts der Arbeiter die Borstände der beauftragt, dem Brinzipalsverband mitzuteilen, daß, wenn die Bergarbeiterberbände nicht anerkennen und nicht mit ihnen verhandeln Arbeiterinnen ihre Lohnzulage am 1. November nicht erhalten, wollen. Dadurch wird nicht nur seitens der Werksherren Gesetz und scharfe Mittel zu ergreifen sind, um die Arbeitgeber an ihr ge- Recht mit Füßen getreten, sondern auch der wirtschaftliche Friede unmög lich gemacht. Wir Arbeiter tönnen und dürfen nicht eher ruhen, bis unsere New York, 30. Oftober.( B. H.) Nach allgemeinem Dafürhalten gebenes Versprechen zu erinnern." Drganisationen anerkannt und seitens aller Grubenverwaltungen und deutschfreundlicher Kreise hat Professor Burgeß durch das Anschneiden ihrer Drganisationen mit den Vertretern der Arbeiterorganisationen der Monroedoktrin und der deutschen Kolonisation in Südamerika weder Man erachtet über alle wichtigen Fragen und Differenzen im Arbeitsverhältnis Deutschland noch der Union einen Dienst geleistet. verhandelt und Tarifverträge abgefchloffen werden. Die Arbeiter die Diskussion über diese Frage für durchaus unfruchtbar, da sie Sun" erklärt an leitender Stelle, Burges ausschüsse können das nicht erledigen. Sie sollen, sofern sie von nur böses Blut machen kann. organisierten Bergarbeitern gewählt find, nicht ausgefchaltet werden, habe durchaus nicht die Anschauungen des amerikanischen Bolles wiedersondern sollen mitwirken und namentlich die Beschlüsse der Arbeiter gegeben; jene Diskussion der Monroedoktrin sei unmöglich, da sie durch Gegen den Tarifbruch der Bädermeister organisationen ausführen, ferner die Unterſtügungstaffen und Straf Clevelands Botschaft betreffs Großbritanniens und Venezuelas res nahm am Dienstagnachmittag eine vom Verband der Bäder ein- gelder verwalten und überwachen sowie die Mißstände beseitigen und judicatur geworden sei. Die europäische Kolonisation in Amerika „ Tribune" weist auf die geringe berufene öffentliche Versammlung Stellung, die unter zahlreicher gute Behandlung der Arbeiter seitens der Beamten herbeiführen helfen. tönne feinesfalls geduldet werden. Beteiligung in Kellers Saal tagte. Die Angelegenheit, welche den Da die Werksverwaltungen sich jetzt anders besonnen haben und deutsche Bevölkerung Brafiliens hin und meint, Deuschland selbst habe Anlaß zur Bersammlung bot, ist fürzlich in ausführlicher Weise auf einmal auch über die Lohnfrage mit den Ausschüssen ver- keine Absicht, dort zu kolonisieren. Sie fonstatiert, daß Burgeß die im Vorwärts" mitgeteilt worden. Es handelt sich darum, daß handeln wollen, und da sich hierbei gleich eine Probe aufs Stimmung Amerikas vollständig falsch auffaßt. der Arbeitsnachweis der Germania- Innung, entgegen dem be- Erempel machen läßt, wobei sich die völlige Machtlosigkeit und Unstehenden Tarif, bei der Besetzung der Stellen die sogenannten zulänglichkeit der Ausschüsse beim Lohnkampf erweisen wird, da wir Berantw, Rebatteur: Hans Webes, Berlin. Jajeratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblats Ar. 254. 28. Jahrgang. 1. KtilM des Jotrairts" fitrllntt ilolliülilntt. Mittwoch, 81. Oktober 1906. ProvinDl-parteitag für das westliche Westfalen. Bocholt. 27. und 28. Oktober 190«. bl Delegierte find zur Togung erschienen. Die TageS- « r d n u n g»mfcißt folgende Hauptpunkte: Bericht und Kassen- abrechuung des Landesverirauensmaiiiies. Organisation und Agitation. die Frauenagitation im Agitationsgebiete, der internationale Kongreb 1907, die Landtags- und Reickstagswahlen 1908. Den gedruckt vorliegenden Geschäftsbericht erläutert der L a n d e S« Vertrauensmann. Das Barteileben war ein recht reges. lieber die Organisation ist zu bemerken, daß die Umwandlung der Organisation in Bildung von Kreisvereinen ein tüchtiges Stück Arbeit war. was innerhalb sehr kurzer Zeit geleistet werden mußte. ES ist den vereinten K rasten gelungen, die Vorarbeiten so zu fördern, daß in jedem Wahl- kreise mit Beginn des Jahres der Kreisverein in Funktion trat. Durch die neugeschaffene Organisation ist endlich der Anfang gemacht „n einer strafferen Organisation, die jeden klassenbewußten Arbeiter moralisch zwingt, sich seiner Kreisorganisation anzuschließen. ES bat sich die Zahl der politisch organilierten Ge- nassen in sechs Monaten verdoppelt Im Wahlkreise Dortmund bestehen 40, in Bochum 51, in Hamm-Soest 15 und in R eck li ng h n uscn- B o r ken 44 Ortsgruppen, die insgesamt 8030 Mit- nlieder zählen. Dazu kommen noch 294 Genossen, die ans verschiedenen Gründen der losen Organisation angehören. Im Verhältnis zu oen abgegebenen Stimmen gehören ll4/ii Proz. der Organisation an. Der Kassenbericht zeigt eine Verdoppelung der Einnahmen gegen das Vorjahr. Der durch das Organisationsstatut festgesetzte Einheitsbetrag beträgt monatlich 30 Pf. An AgitationSverfammlungen haben im Bezirke 201 Volks- und 292 Vereinsversammlungen statt- gefunden. Mit wenigen Ausnahmen waren in allen Versammlungen Redner aus dem Bezirke, einschließlich der Reichstagsabgeordneten, tätig. Die vorhandenen Kräfte reichten aber noch nicht aus, um die Nachfrage zu befriedigen. Um die Fahl der Redner zu vermehren und um sie vorzubilden, damit sie den an fie gestellten Erwartungen und gesteigerten Ansprüchen auch gerecht werden können, hat der Gedanke von Errichtung von Diskutierklubs, Rednerschulen, Unter- richtskursen immer greifbarere Gestalt bekommen.- In einer Reihe von Ortschaften sind solche Einrichtungen in Funktion oder stehen solche Gründungen bevor. Reben der mündlichen Agitation ist auch der schriftlichen Rechnung getragen. An Flugschriften kamen 450000 Broschüren betreffend die„Borussia'-Debatte im Reichstage. 600 000 Wahlrechtsflugblätter, 800 000 Flugblätter gegen die neuen Steuern. 50 000 Broschüren betitelt:„Zentrum und Arbeiter, Kanonen und Steuerzettel", 40 000 Rommunalflugblätter, 85 000 Exemplare der Monatsschrift„Wahrheit-, 7000 Protokolle des Wittener Parteitages zur Verteilung. Auch die Partelpreffe hat im Bezirk an Abonnenten gewonnen. Trotz alledem könnte hier »och mehr geschehen, insbesondere von Gewerkschastsgenossen. Gerade die durch Gewerkschaftskartelle selbst aufgenommenen Statistiken in b-zug aus das Lesen politischer Zeitungen haben ein geradezu über- laschendes Resultat gezeitigt. Die Maifeier gestaltete sich in diesem Jahre zu einer imposanten Kundgebung des klassenbewußten Proletariats. Selbst die Gegner schätzen die Zahl der Maifeierdemonstranten im Dortmunder Wahlkreis auf 15 000 bi» 18000, im Bochumer Kreis auf 10000. Im ganzen AgitationS- gebiet mögen wohl 50000 Personen durch ArbeitSruhe die Maifeier begangen haben. Auf einigen Zechen in der Umgegend Dortmunds feierte» am 1. Mai bis drei viertel der Belegschaften; Maß- regelungcn find fast gar nicht vorgekommen. Die Frauen- b e w e g u n g hat im Berichtsjahre keine wesentlichen Fortschritte gemach»; cS ist daher Aufgabe deS Provinzial-ParteitageS, Mittel und Wege zu finden, um sie der Parteiorganisation deS Bezirks ebenbürtig zu machen. Die Kommunalwahlen im Bezirk brachten bei zirka»0 Wahlbeteiligungen elf Mandate, im AgilationSgebiet wirken 50 sozialdemokratische Gemeindevertreter. S a a l a b t r e i- Hungen und polizeiliche Schikanen habe» auch im Berichts- jähr reichlich stattgefunden. 80 ausländische Genossen wurden wegen politischer Umtriebe ausgewiesen; außerdem wurden Geld- und Freiheitsstrafen über viele tätige Ge- nassen verhängt. Die Debatte zeitigte manche neue Anregung. Zur Annahme gelangten folgende Anträge: Jeder Kreis hat mindestens 15 Proz. der Einnahnie an den Kreisvertrauensmaim abzuliefern. Ferner soll ein Leitfaden für Flugblattverteiler heraus. gegeben werden. An den Parteivorstand soll das Ersuchen gerichtet werden, die.Partei-Korrespondenz* weiteren Genossen zugängig zu machen. Ueber die Frauenorganisation im Agitationsgebiet referiert Genosse König. Zurzeit find im AgitationSbezirl in fünf Orten Frauenbildungövereme und in zirka 15 Orten sind die Frauen in loser Fonn durch die„Gleichheit- ver- einigt. Da die industrielle Frauenarbeit im Bezirk fehlt und die politische Stellung der Frau in Preußcn-Deutschland eine rechtlose fft, so ist die Fonn einer Organisation schwer zu finden. Unter dem Zwange der Verhältnisse haben die Frauenorganisationen sich nicht wie wünschenswert entwickeln können. An dem allgemeinen Auf- jchwuug, den die Frauenbewegung genommen, hat leider da» Ruhr- decken keinen«»teil. Als Sozialdemokraten sind wir aber verpflichtet, für die Aufklärung und Gewinnung der Frau in plan- vollerer Art und Weise zu arbeiten.— Die Debatte gestaltet sich äußerst lebhaft; ein Redner spricht in krauser verworrener Wei,e über„da« Verkehrte- der Frauenbewegung. Beschlossen wird, daß in Zukunft nach den Beschlüssen der Frauenkonferenzen und des Jena« Parteitage« in apen Orlen weibliche Vertrauensperfonen ge- wählt werden tollen. Ferner soll jeder Kreis zu den künstigen Pr.>vinz,alparteitagen eine Dclegiertin entsenden, und wo möglich sollen FrauenbildungSvereine ins Leben gerufen werden. Den Ge- Nossen, die in leitender Stellung stehen, wird es zur Pfl'cht gemacht. diese Bewegung zu unterstützen und zu fördern. �. Der nächste internationale Kongreß soll durch drei Delegierte beschickt werden. Dem internationalen Komitee soll ein Borschlag untei breitel werden, der einen anderen Abstimmungsmodus fordert: eS soll nicht mehr noch Nationalitäten sondern nach der Stärke der Organisationen abgestimmt werden. Den Punkt Reichs- und LandtagSwahlen im Jahre 1V08 behandelte Reichstagsabgeordneter Genosse Sachse. Er ifl der Meinung, daß allem Anschein nach der Wahlkampf ein sehr heißer wird schon jetzt rüsten die Gegner. So sind im Wahlkreise Bochum allein sieben Parteisekretäre von den Nottonal- liberalen angestellt worden, um der Sozialdemokratie Mandate abzujagen. In derselben Form arbeitet die Zentrums- partei, die sich auch der christlichen Gewerkschaftsbewegung zu diesem Zwecke bedient. DaS Bestreben der Zenlrumöpartei gehe dahin. daS Konfessionelle abzustreifen. damit andere reaktionäre Parteien sich ihr anschließen können, um bei Haupt- und Stichwahlen. namentlich in Rheinland und Westfalen die Sozialdemokratie z» verdränge». Redner gibt etliche Bei- spiele, wie diese Parteien un Reichstag und Landtag durch ihre Zustimmung zum Schaden der minderbemittelten BevölkennigS- klaffe gehandelt haben und oerade die Bergleute haben in allererster Linie Ursache, sich mit der Arbeiterfreundlichkeit dieser Herren zu be- schäftigeu, denn die Verböserung des Berggesetzes sowie die Recht- losigkeit der Knappschaftsinvaliden sei ebenfalls auf Konto dieser Parteien zu setzen. Auch jetzt habe man den Plan, das Unfall- gesetz zu reformieren, verschlechtern sei richtiger, da in Zu- kunft für Unfälle, wofür bisher 25 Proz. bezahlt wurden, keine Rente mehr gewährt werden soll. Redner ist der Meinung, daß auch für die nächsten Reichs- und Landtagswahlen so viel Material vorhanden ist, daß, wenn die Genossen ihre Pflicht erfüllen, auch weitere Siege zu verzeichnen sein werden. Die weiteren Punkte entbehren des allgemeinen Interesses, nur ist zu bemerken, daß es infolge Polizeiverbots in der Sonntags- Vormittagssitzung den nichtdelegiertcn Genossen unmöglich war. an den Verhandlungen teilzunehmen. Am Nachmittag erst durste die Sitzung wieder öffentlich sein. Der neue Tarif der Buchdrucker. „Neuen Zeit- nehmen Karl Stellung zu den prinzipiellen ber den neuen Buchdruckertarif In der gestrigen Nummer der K a u t S k y und Rosa Luxembur Fragen, welche durch die Diskussion aktuell geworden sind. K a u t s k y sagt u. a.: „Nehmen ivir also an. die Behauptung des„Korrespondent- sei richtig: ein Streik führe heute für die Buchdrucker zu einer sicheren Niederlage, und darum bedeute der Tarif, so unzureichend und un- befriedigend er auch sei, eine„Errungenschaft-; ja, wie der„Kor- respondent" am 16. Oktober ausführte, eine Ablehnung des Tarifs bringe die Gefahr mit sich,„vielleicht noch das zu verlieren. was sie besitzen-, ein Streik sei also nicht nur nicht imstande, vcn Arbeitern neue Zugeständnisse zu erringen, er vermöge vielleicht nicht einmal das Errungene festzuhalten. Was bedeutet das? Sicher bis zu einem gewissen Grade eine Rechtfertigung der Be- stimmungen des Tarifs und der Gehülfenvertreter, die ihn zustande brachten. Aber diese Rechtfertigung wird erkaust durch die Bankrotterklärung der bisherigen Taktik des Buchdrucker- Verbandes. Die Buchdrucker sind getverkschastlich weitaus relativ der stärkste Beruf. 87 Prozent der Berufsangehörigen sind gewerkschaftlich organisiert, nur die Bildhauer kommen ihnen einigermaßen nahe, mit 66 Prozent, die anderen Berufe bleiben weit dahinter zurück. Sie bilden auch die reichste Gewerkschaft:.von dem Gesamtkassen- bestand der Verbände im Betrage von 16 109 903 M. befinden sich in der Kasse des Buchdruckerverbandes 4 374 013 M., des Maurerverbandes 2 091 681 M.. des Metallarbeiterverbandes 1 543 353 M. und des Holzarbeiterverbandes 1452 215 M."(Zweiter internationaler Bericht über die Gewerkschaftsbewegung 1904, S. 58). Andererseits gibt es kein Jahr, das an wirtschaftlichem Auf- schwunge das jetzige übertreffen könnte. Das war auch im Buch- druckgewerbc fühlbar. Die Zahl der Arbeitslosen hat in den letzten Sahren merklich abgenommen. So zählte inan im Buchdruckerver and zum Beispiel Arbeitslose pro Tausend: 1904 1905 190« Im März... 18 18 10 Im Juli.... 71 55 43 Der März weist von den sieben ersten Monaten des JahreS die geringste, der Juli die größte Ziffer der Arbeitslosen auf. Wenn für den Buchdruckerverband der Streik die sicher« Nieder- läge bedeutet, welche Gewerkschaft soll dann noch kampffähig sein? Und wenn heute, in der Zeit der Hochkonjunktur, der Streit aus- sichtslos ist, wann soll er dann Aussichten bieten? Wer aber den rein gewerkschaftlichen Kampf in dieser Weise als hoffnungslos betrachtet, was bleibt dem übrig? Zwei Weg« stehen ihm offen: Einmal die Leugnung der Rot- wendigkeit des Kampfes, die Verbreitung der frohen Zuversicht, daß die sozialpolittiche Einsicht der Kapitalisten wachsen und kampflos den Arbeitern bescheren werde, wofür diese zu kämpfen nicht mehr die Kraft haben sollen. Und zu dieser Anschauung bekennt sich allep dings der„Korrespondent-...- Ueber den anderen Weg sagt K a u t s k h: „Die Auffassung des„Korrespondent- von der Kampfunfähigkeit deS Buchdruckerverbandes ist wohl zu pessimistisch. Aber sicher ist es, daß die Kggrefsivkraft der isolierten Gewerkschaften immer mehr verloren geht und sie insofern ein immer größere« Ruhebedürfnis empfinden. Will man trotzdem nicht der Selbsttäuschung einer Jnteresienharmonie von Kapital und Arbeit versallen, dann muß man, und zwar um so mehr, je schwächer man die augenblickliche KampseSfähigkeit seines Verbandes auffaßt, sich nach neuen Methoden des Kampfes umsehen. Nicht die Gewerkschaften werden überflüssig oder auch nur bedeutungslos, wenn die Streikfähigkeit von Gewerkschaften, die sich von der allgemeinen Arbeiterbewegung isolieren, in nornialen Zeiten abnimmt, sondern nur bestimmte Methoden des Kampfes. Je mehr die Unternehmerorganisationen erstarken, desto enger muß sich die gesamte Arbeiterklasse zusammenschließen, desto inehr müssen sich die Gewerkschaften zentralisieren, desto mehr müssen die Unterschiede zwischen den gelernten und ungelernten Arbeitern überwunden werden, desto eifriger muß man die Aufwühlung und Schulung der unorganisierten Massen innerhalb wie außerhalb des eigenen Be« ruf» betreiben, desto weiter muß der Rahmen der internationalen Zusammenhänge ausgedehnt, desto enger endlich muß das Verhältnis zwischen den Gewerkschaften und der Sozialdemokratie werden. Können pur die Gewerkschaften die größten Massenorganisationen de« Proletariats bilden, so vermag nur die Sozialdemokratie die gesamte Kraft der Lohnarbeiterschaft samt allen ihr benachbarten Volksschichten in Bewegung zu versetzen. Immer notwendiger wird die vereinte Aktion von Sozialdemokratte und Gewerkschaften. Endlich aber, je mehr die bisherigen Methoden des Kampfe? versagen, desto ungenügender werden auch die sofortigen Ergebnisse der Kleinarbeit, desto schwieriger wird es, in normalen Zeiten erhebliche Fortschritte zu erzielen, desto größer die Spannung zwischen Kapital und Arbeit, desto mehr muß die Art der Errungenschaften des Proletariats eine ruckweise werden. ES kommt in gewöhn- lichen Zeiten fast gar nicht vom Flecke, um sich dann bei günstigen Gelegenheiten umsomehr in ganzer Masse zu erheben und dann um so rapidere Fortschritte in allen Zweigen zu machen. DaS ist die Me- thode, wie sie jetzt in Rußland geübt wird. Ihr haben die Schrift- setzer in den großen Städten den Achtstundentag, in vielen anderen den Achteinhalb st undentag zu verdanken zur gleichen Zeit, wo der„Korrespondent- den Gewinn einer halben Stunde am Sonnabend als gewaltige Errungenschaft für Deutschland preist, wo doch„die Kultur alle Glieder der Gesellschaft viel höher bespült-. Damit wird die Kleinarbeit nicht überflüssig, aber sie führt immer weniger dazu, sofortige praktische Erfolge zu erzielen, sie ge» staltet sich immer mehr zur Borbereitung großer Ereignisse. So wird es gerade in Industriezweigen, in denen die isolierten Gewerkschaften an Kampffähigkeit gegenüber den Unternehmer- organisationen verlieren, immer wichttger, den Mitgliedern politischen Weitblick sowie Interesse für die Bewegungen anderer Proletarierschichten beizubringen und die innigste Geineinschaft mit der Sozial- demokratie zu pflegen, denn das werden namentlich in den er- wähnten Industriezweigen immer mehr die unentbehrlichen Vor- bedingungen fruchtbarer gewerkschaftlicher Arbeit. Bei alledem kommt e» aber' hauptsächlich aus die Haltung der Gewerkschafts» presse an. Würde die Enttäuschung über den neuen Tarifvertrag dahin führe», bei den Buchdruckern in dieser Beziehung Wandel zu schaffen, dann bedeutete er allerdings eine große„Errungenschaft-. Fährt der„Korrespondent- dagegen fort, die Hanptwucht seiner Angriffe gegen die Sozialdemolratie, ja gegen alle zu richten, die seine Anschauungen von der Jnteressenharnionie zwischen Kapital und Arbeit nicht teilen, dann muß er zur Isolierung des Buchdruckerverbandes von der allgemeine» gewerkschaftlichen und politischen Arbeiter- bcwegung führen, Kurzfichtigkeit und Jnteresselofigkett bei seinen Mitgliedern großziehen und dadurch die heute von ihm übertriebene Kampfesunfähigkeit des BerbandeS zu einer wirklichen und totalen machen.- » Rosa Luxemburg führt unter dem Titel:„Die zwei Methoden der Gewerkschaftspolitik- weiter aus, was K a u t s k h mit seinem Hinweis auf die Erfolge der russischen Buchdrucker nur an- beutete. Zunächst spricht fie über die Taktik der deutschen Buchdrucker und ihre Erfolge: „Die neue Tarifvereinbarung deS Buchdruckerverbandes scheint äußerlich in gar keinem Zusammenhang mit den Verhandlungen deS Mannheimer Parteitages zu stehen, ist ihm aber als ein denkbar drastischer Kommentar auf dem Fuße gefolgt. Die Gewerkschaft der Buchdrucker gilt ja seit langer Zeit in Deutschland als ein Muster- beispiel der Macht und der Erfolge auf wirtschaftlichem Gebiet, die eine proletarische Organisatton erreichen könne, wenn sie nur auf dem„positiven Boden- der ausschließlichen Gegenwartsinteressen der Arbeiter stehe und alle».revolutionsromantischen- Lockungen sorgfältig das Gehör verschließe. Der deutsche Buchdruckerverband ist auch tn seiner ganzer. Geschichte— von der Anerkennung zener bewußten Klausel, die ihm unter dem Sozialistengesetz von der Reaktion anfoktropiert ward, bis zu der jüngsten Tarifabmachung— die klassische Verkörperung jener Methode der Gcwertschafts- Politik, die Ruhe dem Kampf, Abmachung mit dem Kapital dem Konflikt, politische Neutralität einer offenen Bekennung zur sozialdemokratischen Partei vorzieht und voller Verachtung für revolutionäre„Schwärmerei- ihr Ideal in dem eng- lischen Typus der Trade Umons erblickt. ES währte lange. bis sich die Früchte einer solchen Politik auch für daS blödeste Auge sinnensällig gezeigt haben. Jahrzehntelang schienen der glänzende Kassenstand, die gesicherten Existenzbedingungen, die verhältnismäßig günstigen Arbeitsbedingungen sowie die langdauernde Ruhe im Gewerbe der Methode der Buchdrucker das beste Zeugnis zu geben. Heut« erscheint, in der neuen Tarisvereinvarung, mit einem Male die ganze Herrlichkeit zertrümmert. Statt außerordentliche wirtschaftliche Erfolge zu erreichen, haben sich die Buchdrucker bei all ihrer Zähigkeit, Alls- dauer, Besonnenheit. Mäßigung, bei all dem glänzenden Stande der Organisation und der Kassen schließlich so unwürdige Bedingungen vom Kapital diktteren lassen, daß ein allgemeiner Entrüswngssturm durch die Reihen der sonst so kaltblütigen Gesellenschast geht. Will mau aber das Fiasko der. sagen wir. englischen Methode der Gcwerk- schaftspolitik in seiner wirklichen Tragweite richtig einschätzen, so muß man die neueste Tarifvereinbarung der deutschen Buchdrucker mit den jüngsten Errungenschaften der— russischen Buchdrucker vergleichen, die Früchte der jahrzehntelangen friedlichen Organi- sationöarbcit mir den Ergebnissen eines einzigen JahreS des RevolutionssturmeS.- Rosa Luxemburg schildert dann die Entstehung der Gewerk- schaftsbewegung in Rußland die mitten im politischen Kampf, mitten unter Straßenschlachte», unter einem unaufhörlichen Platzregen von Verhaftungen, Gefängnisstrafen, Prozessen. Maßregelungen usw. vor sich ging.„In St. Petersburg trat die Gewerkschaft der Buch- drucker am 2. Juli 1905, in Moskau am 31. Oktober, in anderen Städten meistens im Sommer und im Herbst des gleichen Jahres in« Leben. Die Gewerkschaft trug, wie alle anderen in Rußland, den Stempel ihrer revolutionären Herkunft deutlich an der Stirne. In ihren, ganzen Wesen und in ihrer Tätigkeit blieb sie ihrer engen geistigen Verwandtschaft mit der Revolution und ihren politischen Aufgaben, der Sozialdemokratie und dem allgemeinen proletarischen Klassencharakter treu. In Moskau war der Generalstreik der Buchdrucker im Oktober 1905 der Ausgangspunkt jenes allgeineinen gewaltigen Massenstreiks, der von Moskau aus über das ganze Zarenreich ging, die Bulhginsche Dumakomödie weggeschlocmmt und daS Zarenlnanifest vom 30, Oktober erzwungen hat. In Petersburg war es die Buchdcuckergewerkschast alsdann, die auf ihren Schultern die eigentlichen Kosten der Durchführung der Preßfteiheit trug, als es nach dem Oktober-Manisest galt, die auf dem Papier zugesagten VerfasiiingSfreiheiten gewaltsam, auf revolutionärem Wege iiis Leben durchzusetzen. Es war eigentlich der Buchdruckerverband, der im Zarenreich die Zensur aus eigener Machtvollkommenheit in der Praxis abgeschafft und sich damit ein unsterbliches Blatt in der Geschichte der Revolution erworben hat.- Dann stellt die Verfasserin des Artikels die Ergebnisse beider Kampfesmethoden einander gegenüber: „Die gewerkschaftliche Politik der russischen Buchdrucker stellt also so ziemlich das direkte Gegenteil derjenigen des deutschen Verbandes dar. Jene ist genau so ein klassisches Stück der verwegensten „RevolutionSromantik-, wie diese ein Typus der englischen sozialen Friedensschwärmerei ist. Wie steht es min»in diewirt>chaftlichen Interessen, um die rein gewerkschaftlichen Errungenschaften der revolutionsromantischen russischen Buchdrucker? Bereits im Sommer und im Herbste des Jahres 1905, nach einem halben Jahre stürmischer gewerkschaftlicher Kämpfe, errangen die Buchdrucker einen allgemeinen neunstündigen Arbeitstag— an Stelle des früher üblichen zwölf-, ja dreizehnstiindige» Arbeitstages. Allein damit nicht zu- frieden, setzten sie den Kampf unter der sozialdemokratischen Pro- grammparole fort und kämpften unr den A ch t st u n d e n t a g. Be- reitS in mehreren Fällen ist ihnen voller Sieg geworden. Und zwar nicht bloß ohne materielle Verluste an Lohnbedingungen, sondern umgelehrt, unter gleichzeitigen starken Lohnerhöhungen. Greifen wir nur einige Beispiele heraus. In der Stadt Samara haben die Buchdrucker in sämtlichen Privat- druckereien den Achtstundentag durchgesetzt, zugleich damit die Abschaffung der Geldstrafen, eine bedeutende Erhöhung der Stück- löhne, Verbesserung der Arbeitsräuine. regelmäßige Lohnauszahlung, Zusicherung der Hälfte des üblichen Lohnes im Krankheitsfall bis zur Dauer von vier Monaten, endlich volle LohnauSzahlung für die Streik- tage, die zu dieser Abmachung geführt hatten. In der Stadt Orel errangen die Buchdrucker den A ch t st u n d e n t a g, einen Lohnzuschlag von 20 Proz.. Erhöhung der Akkordlöhne um 100 Proz. und die Schaffung emes paritätischen Einigungsamtes. In Odessa im Mai-Jnni 1906 setzten die Buchdrucker nach einem Generalstreik den Achtstundentag durch, daneben Lohnerhöhungen von 10—40 Proz. und Abschaffung der Ueberstunden. In Jekaterinoslaw beschloß die Gewerkschaft der Buchdrucker außer dem Achtstundentag für die nächste Aufgabe der Lohnkämpfe die völlige Neuorganisierung der ärztlichen Hülse für die Gesellen, und zwar so. daß die Verwaltung der Krankenkassen ausschließlich den Arbeitern zugesichert, die Rosten aber ausschließlich dem Unternehmertum auferlegt werden. Im Sommer des laufenden Jahres war in den mersten Städten des Zarenreiches von dem Buchdruckerverband ein neuer kräftiger Vorstoß gemacht worden, um auf dem Wege der Generalstreiks den Acht- stundentag und daneben speziell die Sonntagsruhe auch in den Zeitungsdruckereien durchzusetzen. Die meiste» dieser Generalstreiks verliefen ganz oder teilweise siegreich, so daß heute die Sonntags- ruhe im Gewerbe so ziemlich vorherrschend und der Achtstundentag zweifellos auf scinein Triumphzug begriffen ist. Rosa Luxemburg schließt ihren Artikel: „Wer hat eine größere„wirtschaftliche Macht- erreicht: die Sturmkolonne der russischen„RevolutionSromantiker- oder der deutsche Heerbann der Rcxhäuserschcil Fahne de« sozialen Friedens? Revolutionen und Revolutionstäinpfe lassen sich freilich nicht durch„guten Willeil- künstlich in ein Land verpflanzen. Aber die Beispiele und Lehren eines revolutionären Nachbarlandes können doch wenigstens den Glauben an die alleinseligmachende Methode der Leisetreterei erschüttern. Und das sollen stet- Soziales. Holdedlo Gesinderecht. Landtags Gelangten liegt. " 5 Pf. für verdorbenen Senf, 10 für verdorbene Mohrrüben, " 50 für einen fehlenden Besen, " 20 für verdorbenen Salat, " 10 für eine zerschlagene Flasche, " Gine billig denkende Herr- soll und viele Frauen in ihren Reihen zählt. Der Kongreß, der am schaft schämt sich von diesem ihr gegen Dienstboten ein- 14. und 15. Oktober in Helsingfors tagte, fann wohl als der erste geräumten Ausnahmerecht Gebrauch zu machen. Anders liegt große Songreß politisch wahlberechtigter und wählbarer Frauen, 1. Die 20 Jahre alte Dienstmagd Anna Graf mußte bei ihrem es mit böswilligen Herrschaften. Die Görliger Boltszeitung" nicht nur in Finnland, sondern in ganz Europa bezeichnet werden. veröffentlicht beröffentlicht eine Abzugsrechnung, die in Görlitz einem Den Frauen Finnlands ist das allgemeine gleiche Wahlrecht Dienstherrn in Döpshofen( Schwaben) Arbeiten verrichten( Kies Dienstmädchen ausgestellt ist. Diese Rechnung enthält unter anderem durch die Wahlrechtsreform in diesem Frühjahr unverhofft schnell aufladen, Bäume verladen usw.), die eine gesunde weibliche Person folgende Beträge: zuteil geworden und ohne daß sie selbst mehr als die Frauen nicht verrichten kann, viel weniger das äußerst schwache Mädchen. anderer Länder dafür gekämpft haben. Fräulein Helene Als sie infolgedessen krank wurde und von einem Besuch bei ihren Westermark, eine der bekanntesten Persönlichkeiten in der Eltern nicht mehr zu dem groben Dienstherrn zurückkehrte, wurde schwedisch- finnländischen Frauenbewegung, sagte auf dem Stongreß. sie( tro ärztlichen Gutachtens zu ihren Gunsten) vom Schöffengericht daß der jetzt lebenden Generation die Erreichung vollen Staatsin Augsburg wegen Dienstentlaufens zu sechs Mark Geldstrafe verbürgerrechts für die Frau kaum anders als ein großes wunderurteilt. bares Zukunftsideal vorgeschwebt habe. Die Frauen seien auch im allgemeinen noch nicht vorbereitet und reif genug, um den Anfprüchen zu genügen, die das Wahlrecht an sie stelle. Das aber könne nicht als Grund gegen das Frauenwahlrecht gelten, denn nur durch die Ausübung der Staatsbürgerrechte lerne man nach und nach ihre Bedeutung kennen und schäßen. Auf dem Kongreß wurde denn auch stark betont, daß eine gründliche Aufklärungsarbeit notwendig fei, namentlich in sozialer Hinsicht und besonders unter den schwedisch sprechenden Frauen. Die schwedische Bevölkerung Finnlands sei weniger sozial erwacht, meinte man; die finnische dagegen sei ihrer ganzen Zusammensetzung entsprechend mehr radikal, werde weniger von Klassenansichten geleitet. 2. Das 17jährige Dienstmädchen Pauline K. in Breslau sollte ohne ausreichenden Grund" ihre Stellung bei dem Milchhändler Geßler verlassen haben. Nach fünftägiger Abwesenheit war es von der Polizei der„ Herrschaft" wieder zugeführt worden und außerdem war es mit einem Strafmandat über 6 M. bedacht. Das Schöffengericht hatte sich mit dem erhobenen Einspruch zu beschäftigen. Dabei fam folgender Sachverhalt zur Sprache. Das Mädchen hatte dreiviertel Jahre lang bei Geßler gedient und schließlich gekündigt. Vor der Kündigung war das Dienstverhältnis erträglich gewesen, nachher aber wurde es anders. Das Mädchen gibt an, die Dienstherrin habe ihm gesagt: So lange Du noch da bist, wirst Du es nicht mehr gut haben." Eines Tages war ein Kind der Herrschaft an Röteln erkrankt und dem Mädchen war verboten worden, das Zimmer, in dem das Kind lag, zu betreten. Das Kind rief aber nach dem Mädchen, und aus Mitleid ging dieses zu ihm, um das Bett aufzuschütteln. Die Frau kam dazu, und regnete es häßliche Schimpfworte. Daraufhin wollte das Mädchen den Dienst verlassen. Doch fam gerade der„ Herr" und verlangte, daß es mit auf den Markt fahren folle. Das Mädchen weigerte sich und wurde darauf vom " Herrn" mit den Fäusten gegen das Kinn gestoßen, daß es zurüdtaumelte. Auf dem Kommissariat wurde der also Mißhandelten die Auskunft, sie tönne den Dienst verlassen, als dann aber die„ Herrschaft" den Kommissar über den Fall auf geklärt hatte, wurde das Mädchen, wie oben erwähnt, wieder in den Dienst zurückgebracht. Das Gericht war der Ansicht, die Behandlung sei im Sinne der Gesindeordnung gewesen. Auch eine Gefahr für Leben und Gesundheit habe nicht vorgelegen. Mithin habe ein Grund zur sofortigen Aufhebung des Gesindevertrages nicht vorgelegen. Es wurde deshalb auf eine Strafe von drei Mark erkannt. 60 für ein Waschseil, " 50 für einen Klosettschlüssel. " Ob die angesetzten Beträge mit Recht angesetzt sind, mag billig bezweifelt werden, da schwerlich für 5 Pf. Senf usw. durch Schulb des Dienstboten verdorben ist. Aber auch die widerrechtlich vorenthaltenen Lohnbeträge vermag ja ein Dienstmädchen schon wegen des kostspieligen und umständlichen Klageweges kaum zu erstreiten. Gegen Aufrechnungen kann sich der Dienstbote nur dadurch schützen, daß er einen schriftlichen Dienstvertrag eingeht und in diesem das Aufrechnungsrecht ausdrücklich aufhebt. Aus Induftrie und Handel. Der Kongreß stellte dann vier Kandidatinnen der Schwedischen Volkspartei auf, die selbst, ihrer Stärke nach, auf ungefähr 25 Mandate Anspruch macht. 4,67 Prozent Lohnerhöhung, 13,18 Prozent Gewinnsteigerung! Schließlich wurden noch besondere Forderungen der Frauen Die Preissteigerungen sollen durch Lohnerhöhungen absorbiert worden sein. Das ist in den letzten Wochen Dutzende Male in den hervorgehoben, unter anderem die Beseitigung des Vormund. schaftsrechts der Männer über ihre Ehefrauen, dann das Werksorganen behauptet worden. Solche Behauptungen werden aber allgemeine aktive und passive kommunale Frauenwahlrecht. Bis durch die Geschäftsberichte der großen Unternehmen widerlegt. Der jetzt können nur unverheiratete Frauen zu den Gemeindever= Bochumer Verein gibt für das letzte Geschäftsjahr Durchschnitts- tretungen wählen, können aber auch nicht gewählt werden. Der Helsingforser Korrespondent von" Göteborgs Handelslöhne von 1323,86 M. an, gegen 1264,85 M. im Vorjahre. Das ist stellt dem Kongreß ein sehr gutes Zeugnis aus und eine Zunahme von 59 M. oder 4,67 Prozent. Dieser Steigerung tidning" steht aber eine Erhöhung des Reingewinnes von 13,18 Prozent schreibt: " Das viele unnötige Geschwäß, das man sonst zu hören gegegenüber. Der Reingewinn stellt sich nämlich auf 3541 553 M. im Jahre 1904/05 und auf 4 375 951 im Jahre 1905/06. Pro Kopf wöhnt ist auf solchen Kongressen, die hauptsächlich nur von Männern der Beschäftigten beträgt der Reingewinn zusammengesetzt sind, fehlte hier fast vollständig. Die hervortretenden Frauen zeichneten sich im allgemeinen durch bestimmte, 1905/06 klare und ernste Redewendungen aus. Man legte eine Selbstbeherrschung und einen parlamentarischen Takt an den Tag, der sehr gut vielen Männerkongressen als Vorbild dienen könnte." 1904/05 402,6 m. 455,3 m. Mit solchen bescheidenen Gewinnen sind die Unternehmer natür Die gegen das Gesinde in der Stadt und auf dem Lande lich nicht zufrieden, und sie wettern über die Begehrlichkeit der gerichteten Ausnahmegesetze, welche für unbefugtes Verlassen des Arbeiter, die sich erdreisten, höheren Lohn zu fordern, weil die Dienstes Strafe androhen, vermögen Dienstboten durch Abschluß Lebensmittelpreise gestiegen sind. Uebrigens haben die Arbeiter für eines freien Arbeitsvertrages illusorisch zu machen, in dem sie sich die höheren Löhne auch mehr leisten müssen. Die Zahl der Bedas Recht des jederzeitigen Dienstverlassens vorbehalten. Geschieht schäftigten stieg um nur 9,28 Proz., von 8769 auf 9610, dagegen das allgemein, so wird den Herrschaften vielleicht selbst bald flar nahm die Gesamtversandmenge um 42 066 Tonnen, gleich 19½ Proz. werden, daß die ausnahmerechtliche Stellung des Gesindes und der Landarbeiter lediglich die Leutenot" zu vermehren geeignet ist. u. as aber haben die Aktionäre für die erhöhten Gewinne geDen bürgerlichen Parteien wird dann vielleicht auch flar, daß eine leistet? Beseitigung der dem Rechtsempfinden ins Gesicht schlagenden Folgen der Gesindeordnung am Blaze ist. Erhöhte Tabellenpreise. Der Stahlwerksverband erhöhte für das erste, zweite und dritte Quartal 1906/07 den Aufschlag auf die Eltern und Vormünder sollten unter feinen Tabellenpreise. Früher betrug der Aufschlag für das erste Halbjahr Umständen ihren Kindern und Pflegebefohlenen gestatten, ohne 4 M., für das zweite Halbjahr 6 M., nun aber für die drei Quareinen schriftlichen Dienstvertrag, wie ihn die Gesindevereinigungen vereinbart haben, in Dienst zu treten. tale 8 M. Gerichts- Zeitung. Dr. Bolle und die Milchzentrale. Eine Episode aus dem Kriege zwischen der Milchzentrale und Herrn Dr. med. Bolle, Inhaber der bekannten Bolleschen Meierei, fam am Dienstag vor dem Schöffengericht Berlin- Mitte zur Sprache. Dr. Bolle trat als Privalkläger auf, angeklagt waren der Landesökonomierat Ring und der Schullehrer Borchardt aus Neuholland. Herr Ring ist vor einigen Tagen gestorben, so daß nur Herr erschien. Zu einer völligen AufBorchardt noch als Kläger rollung des Untergrundes der Klage kam es nicht, weil die Parteien sich vor Eintritt in die Verhandlungen verglichen. Aus den Vergleichsverhandlungen, die, mit scharfen und spigen Berliner Elektrizitätswerke. Der Aufsichtsrat beschloß, die Ver- Bemerkungen der beiderseitigen Anwälte reichlich durchsetzt, vor teilung einer Dividende von 10 Proz. in Vorschlag zu bringen. dem Schöffengericht geführt wurden, ging nur so viel hervor, daß Bon einem freiwilligen Mitglied irrtümlich gezahlte Krankenkassen- Für das letzte Geschäftsjahr wurden in Berlin und den Vororten Borchardt auf einer Generalversammlung der Milchzentrale am beiträge sind zurückzuerstatten? 128 103 848 Stilowattstunden abgegeben, gegen 111 572 782 Kilowatt 21. Dezember 1905, wo er als Vertreter von Genossenschaftern an Im Januar 1885 trat bei der Firma Richter in stunden im Vorjahre. Die Abgabe an die Stadt Berlin erhöhte sich wesend war, Ausführungen gegen Dr. Bolle gemacht und dabei ein Döbeln i. S. der Metallschleifer Walter in Arbeit, wo- von 3 210 130.28. auf 3710 006,17. Die Leistungsfähigkeit sammergerichtsurteil zitiert hat, worin gesagt wird, durch er Zwangsmitglied der Betriebskrankenkasse wurde. Er der Anlagen ist auf das äußerste angespannt, viele Anschlußanträge Dr. Bolle habe sich eines Verhaltens schuldig gemacht, welches eines gab im Jahre 1889 die Arbeit bei der genannten Firma mußten unberücksichtigt bleiben, bis mit der Stadt Berlin neue Ver- akademischen Bürgers unwürdig sei. Obgleich dieser Saz tatsächlich auf, verblieb aber freiwilliges Mitglied der Betriebskranken- träge abgeschlossen sind. Die Gesellschaft hat gewissermaßen die in einem, dem Schöffengericht vorliegenden Urteil des Kammerkasse. Er nahm anderweitige Beschäftigung an und wurde somit im Stadt in der Hand, sie liefert nicht, wenn ihr das Monopol nicht gerichts enthalten ist, fühlte sich der Meierei und Rittergutsbesizer Daß der Ausschluß der Kon- Bolle in seiner Würde als Arzt durch die Erwähnung dieses Jannar 1891 Zwangsmitglied der Ortskrankenkasse in Döbeln, wo- auf längere Zeit zugestanden wird. Der Beklagte Borchardt erhob Widerklage, weil von die Betriebskrankenkasse der Firma Richter erst im Jahre 1905 furrenz für die Konsumenten vorteilhaft ist, davon hat noch niemand Urteils beleidigt. Kenntnis erhielt. Es wurde nun Walter im Juni 1905 eröffnet, etwas gespürt. in der von Dr. Bolle bezw. seinem Anwalt eingereichten Klageschrift daß seine erworbenen Rechte an der Kasse erloschen seien. Walter Terrorismus des Kohlenkontors. Aus Mannheim wird der behauptet wird, Borchardt werde für die Tätigkeit, welche er im hatte aber bis zu diesem Zeitpunkte Mitgliedsbeiträge Köln. 8tg." geschrieben, dort bestehe schon ein scharf fühlbarer Interesse der Milchzentrale ausübt, von der Milchzentrale bezahlt. gezahlt und forderte nun die sämtlichen gezahlten Kohlenmangel. Für den kleinen Händler oder Fabrikanten sei es Borchardt meint, diese Behauptung sei völlig unwahr und setze sein Beiträge im Betrage von 155,04 M. zurück, wovon selbst für Geld und gute Worte schwer, einen Wagen Kohlen zu be- Ansehen als Lehrer herab. Ferner gibt er an, er sei von dem 48,75 M. für erhaltene Krantenunterstützung abzuziehen seien. Walter kommen. Den Händlern des Kohlenkontors seien die Ansprüche auf lägerischen Anwalt der das allerdings bestreitet behauptete, daß die Kasse um die übrigen 106,29 m. bereichert die zu erhaltenden Mengen arg beschnitten worden. Von außen- Agitator der Milchzentrale bei seiner vorgesetzten Behörde angezeigt. sei. Auf eine Beschwerde Walters bei dem Stadtrat wurde die stehenden Händlern sei noch weniger zu haben. Das Kohlenkontor Dafür, daß eine solche Anzeige von intereſſierter Rasse zur Zurückzahlung verurteilt. In gleichem sei zur vollständigen Versorgung des Marktes nicht in der Lage, Seite eingegangen ist, spricht, daß der Lehrer Borchardt Sinne entschieden alle Instanzen, vergangenen Mittwoch auch das trotzdem versuche es den fremden Wettbewerb mit allen Mitteln fern- von seiner borgesezten Behörde aufgefordert ist, Die getroffene Entscheidung ent- zuhalten. Das Kohlenfontor habe in seinen Verkaufsverträgen Be- ihr über den Ausgang dieses Prozesses Bericht au spricht den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs über ungerecht- dingungen vorgesehen, die den Abnehmern bei Konventionalstrafe erstatten. Nach längerem Hin und Her einigten sich die fertigte Bereicherung. und Lieferungsentziehung den Bezug fremder Kohlen verbieten. Von Parteien dahin, daß Borchardt erklärt, die Absicht, Herrn Dr. Bolle diesen Bedingungen habe das Kohlenkontor noch in der letzten Zeit zu beleidigen, habe ihm fern gelegen. Anderseits erklärt Dr. Bolle, Gebrauch gemacht, als es schon längst feststand, daß das Kohlen- er wolle die Behauptung, Herr Borchardt erhalte für seine Tätig fontor selbst nicht in der Lage sein werde, den Markt zur Genüge feit irgendwelche Entschädigung von der Milchzentrale, nicht aufrechterhalten. zu bedienen. Zum Kampf gegen den Kost- und Logiszwang. Nach der amtlichen Streifstatistik streiften im Jahre 1905 2215 Arbeiter um die Beseitigung dieses Systems. Diese Streits hatten für 1438 Arbeiter einen vollen oder teilweisen, für 777 feinen Erfolg. Die„ Korrespondenz zur Beseitigung des Kost- und Logiszwanges" hebt hervor, daß diese Zahlen trotz ihrer Höhe kaum Anspruch auf Vollständigkeit haben, weil sich diese Kämpfe über eine Unzahl von kleinen Betrieben erstrecken und somit eine genaue Feststellung sich schwer ermöglichen wird. Immerhin sieht man, daß diese Frage an Bedeutung gewinnt und daß der Fortschritt, den diese Bewegung genommen hat, nicht mehr zu leugnen ist. Je mehr fich in der öffentlichen Meinung die Ansichten von der Kulturfeindlichkeit des Koft- und Logiszwanges Raum verschaffen, je leichter werden sich die Kämpfe gegen diesen unwürdigen gwang gestalten. Wie es in der Praxis aussieht, beleuchtet die erwähnte Korrespondenz an einer Reihe von Fällen. Unter anderen führt sie aus Wiesbaden einen Fall an, in dem der Wurstkücheneimer als Waschbecken der Gesellen dienen mußte. Ju Wiesbaden kamen bei Besprechung der Verhältnisse in einem dortigen Großbetriebe in einer Versammlung erbauliche Dinge ans Licht. 3 wölf Gehülfen müssen sich in einer Waschschüssel waschen. Der Ladengeselle kaufte sich selbst ein Waschbecken. Der überwachende Beamte der betreffenden mit den Worten, об Ein Schwindler von Haus zu Haus. als bezahlter Also hier Kohlenmangel, aber der Erport wird forciert, und dabei wird den Abnehmern noch untersagt, sich anderweitig einDas ist Schutz der„ nationalen Arbeit". zudecken. Auf die Pumpsucht von Herrschaften und die Leichtgläubigkeit vieler Dienstmädchen pochte der gemeingefährliche Schwindler, Beschwichtigung. Die Rh.- Westf. 8tg." veröffentlicht eine Zu- der gestern in der Person des vorbestraften Artur Rath vor der schrift, die zweifellos einer pessimistischen Stimmung entgegenwirten 9. Straffammer des Landgerichts I stand. Der junge Mann hat sich einen besonderen Schwindeltrick zurechtgelegt, den er mit ersoll. Es heißt darin: Obgleich die Vorgänge der letzten Zeit geeignet waren, der staunlichem Erfolge zur Ausführung bringt. Er geht in Hauszuversichtlichen Stimmung auf dem Markte Abbruch zu tun, kann haltungen herum, von denen er ausgefundschaftet hat, daß die Herrdie allgemeine Lage doch als fest bezeichnet werden. Die enorme schaften nicht zu Hause find. Wenn ihm auf sein Klingeln vom Kauflust, wie sie im Inlande in den letzten Wochen zutage trat, Dienstmädchen geöffnet wird, stellt er sich als den angeblichen Haushat allerdings nachgelassen, was in Anbetracht der teueren Geld- diener einer von ihm namhaft gemachten Firma in der Leipzigerverhältnisse und der Lohnbewegung der Arbeiter nicht wunder- straße vor, der beauftragt sei, den Betrag von 6,75 M. einzufassieren. nehmen kann. Da der erhaltene Auftragsbestand bei den Werken Die gnädige Frau" habe bei der Firma ein Necessaire für 26,75 M. aber bis weit in das dritte Quartal nächsten Jahres hineinreicht, gefauft, aber nur 20 m. bei sich gehabt und den Auftrag können die Werke ruhig abwarten, wie sich die Verhältnisse ent- gegeben, die reftierenden 6,75 M. in ihrer Wohnung einzufassieren. Das sichere Auftreten des Angeklagten, der eine Schirmmüße zu wickeln werden.. Auch im Jahre 1900 hatten die Werke große Aufträge auf dem tragen pflegt und den Eindruck eines Hausdieners macht, hat schon Papier, das hat aber den Hereinbruch der Krise nicht gehindert. im Jahre 1904 zahlreiche Dienstmädchen in sein Garn Versammlung unterbrach den diese Dinge vorbringenden Arbeiter Preiserhöhung. Die maßgebenden Firmen in der Herstellung gelodt; er hat schmunzelnd die Beträge, über die er eine schöne es auch wahr sei, daß die elektrischer Schwachstromapparate haben sich zu einem gemeinsamen Quittung ausstellte, eingestrichen und es den Mädchen überlassen, fich Wascheimer auch in der Wurstküche verwendet Borgehen in der Preisfrage zusammengefunden. Ein Rundschreiben, wegen ihrer allzu großen Vertrauensseligkeit mit ihren Dienstherrwürden. Treffend wurde dem Beamten die Antwort zuteil, daß in dem ein Aufschlag von 10 bis 20 Proz. angekündigt wird, gab schaften auseinanderzusetzen. Er ist zulegt mit zwei Jahren es eigentlich umgekehrt der Fall sei. Die Entlassung einiger Ge- den Konsumenten die Verbindung bekannt. Glückwünsche aus diesen Gefängnis bestraft worden. Nach Verbüßung dieser Strafe hat er hülfen sowie das freiwillige Aufhören einiger anderer Gehülfen war Streifen werden faum eingehen. im Frühjahr d. J. das alte Schwindelgewerbe sofort mit dem alten die Folge. Nach der Versammlung wurden die gröbsten Mißstände Erfolge wieder aufgenommen und zwar mit einem Eifer, daß gestern beseitigt. Einige Waschschüsseln, etliche Stühle, wovon auch nur ein Wesentlich höherer Gewinn. Die Aftionäre der Eschweiler- Köln nicht weniger als 23 Fälle, die sich in Berlin, Charlottenburg, einziger für alle Mann vorhanden war, sind angeschafft worden. Eisenwerke, die für das letzte Geschäftsjahr 8 Proz. Dividende er- Friedenau, Spandau und Potsdam abspielten, gegen ihn zur AnDieje Zustände beweisen, daß ein öffentliches Interesse vorliegt, halten, genehmigten die Erhöhung des Aktienkapitals um 14 Mill. lage standen. Er hat in allen diesen Fällen, die zumeist geglückt wenn die Arbeiter die Abschaffung des Kost- und Logiszwanges Mark. In der Bersammlung wurde mitgeteilt, daß das Unternehmen sind, nach der alten Methode operiert; traf er bei seinen Raubzügen fordern. Das fonsumierende Publikum ist gleichfalls an den Er- in den ersten drei Quartalen dieses Jahres wesentlich höhere Ge- einmal irgendwo die Hausfrau selbst an der Wohnungstür, dann bat folgen, die die Arbeiterschaft auf diesem Gebiete erzielt, in höchstem winne erbracht habe. Das ist wohl eine Wirkung der ruinös" er als armer Reisender um eine fleine Gabe. In einzelnen Fällen Maße beteiligt, daher wäre es auch verpflichtet, die betreffende hohen Arbeiterlöhne. brachten die Dienstmädchen nur mit Hülfe anderer Mädchen aus dem tämpfende Gehülfenschaft tatkräftig zu unterstützen. Ein Syndikat der Nadelfabriken wurde in Iserlohn gegründet. Hause die 6,75 Mark zusammen, in anderen Fällen konnten sie nur Zweck des Synditats:" Um die Preise halten zu fönnen." mit einem Zehnmarkstück dienen. Der Angeklagte nahm dann das Goldstück mit dem Bemerken, daß er es sofort wechseln lassen und Auch die Uhrketten werden teurer. Die Uhrkettenindustrie in den Rest wieder bringen werde, er entfernte sich dann aber auf Als ein dringendes Gebot der Gerechtigkeit bezeichnete der GesetzNimmerwiedersehen. Das Gericht versagte dem Angeklagten geber mit Recht das im§ 394 Bürgerlichen Gesetzbuches enthaltene Oberstein hat eine Preiserhöhung von 5 Proz. eintreten lassen. mit Rücksicht auf die Gemeingefährlichkeit seines Treibens die Ge Verbot, gegen Lohnforderungen( bis zur Höhe von 1500 M.) andere währung mildernder Umstände und verurteilte ihn zu zwei Forderungen aufzurechnen. Das preußische Abgeordnetenbaus und Jahren sechs Monaten Zuchthaus, 150 M. Geldstrafe die preußische Negierung haben aber ausdrücklich im Ausführungseventuell noch zehn Tagen Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust. gefeß zum Bürgerlichen Gesezbuch bestimmt, daß für das Gesindes Ein Landtagswählerinnen- Kongreß in Finnland. verhältnis die Aufrechnung von Entschädigungsansprüchen wegen Verletzung der dem Gesinde aus dem Dienstverhältnis obliegenden Die Notwendigkeit genügender Beleuchtung der Flurtreppen Obwohl die Wahlen zum finnischen Landtag jedenfalls nicht Verpflichtungen gegen dessen Lohnforderung zulässig sein soll. Diese vor Mitte März nächsten Jahres stattfinden werden, haben finn- wird den Hauswirten durch eine Entscheidung in mahnende Erunbillige und ungerechte Ausnahme von der vom Reich als not- ländische Frauen bereits Vorbereitungen dazu getroffen und Kan- innerung gebracht, die vorgestern von einer Zivilkammer des Landwendig erachteten Regel war möglich, weil die rechtliche Regelung didatinnen aufgestellt. Diesem Zwecke diente ein Kongreß der weib- gerichts I gefällt wurde. Ein Glasermeister war im Januar d. J. des Gesinderechts den Einzelstaaten vorbehalten ist und die lichen Mitglieder der im Mai dieses Jahres gegründeten Schive- um 5 Uhr nachmittags auf der dunklen Flurtreppe mit dem WerkzeugBedrückung der Arbeitenden im Interesse der durch Geburt dischen Volkspartei" Finnlands, die im Gegensatz zu der alten fasten ausgeglitten und hatte im Falle durch die Glassplitter ciner oder von Geldfacs Gnaden in eines der beiden Häuser des Schwedischen Partei einen mehr demokratischen Charakter tragen tieinen Scheibe, die er zur Ablieferung bei sich hatte, schwere Ver Aufrechnung gegen Lohn im Gesindevertrage. Hus der Frauenbewegung. Tehungen an den Händen sowie im Gesicht davongetragen. Der auf Roniarsti und Jaßlaud auf Erhebung eines Rofalzuschlages| der Kollege 3immerling von der Zahlstelle vorgeschlagen. Dera Schadenersatz verklagte Hauswirt wandte ein, daß der Kläger den Unfall von 5 Pf. pro Woche zur Beratung. Nach längerer Debatte, in der selbe verzichtete zugunsten des Vorsißenden Dittmann. Dadurc selbst verschuldet habe, indem er nicht die beim Transport von Glas sich alle Redner für den Antrag aussprachen, wurde derselbe mit entstand eine Zersplitterung, weil gegen Dittmann aus Anlaß nötige Vorsicht übte. Außerdem betonte er, daß noch nicht die dem Zusatz, daß er vom 1. November, also der 44. Woche, an er- des Ausstandes bei der Firma Gärtner eine Antipathie vorherrschte. Straßenlaternen brannten, und daß an dem fraglichen Nachmittag hoben wird, angenommen. Mögen die Leser aus Vorstehendem sich ein Urbeil bilden, wo nun die Unanständigkeit oder auch Anständigkeit zu suchen ist. Der Vorstand des Verbandes der Kürschner Berlins und Umgegend. J. A.: A. Regge. Berichtigung. In einer Versammlung der Zimmerer gab der Genosse Kapizki ein Privatgespräch mit mir wieder, das er mindestens sehr misverstanden haben muß. Um es fura zu machen, fonstatiere ich, daß dem Genossen Witt weder vom Vorstand noch von E. Ernst. Eine zahlreich besuchte öffentliche Stuffateurversammlung tagte der Schiedskommission eine Rüge erteilt ist. am Montag in den Mufifersälen. Zunächst wurden, nach dem Tarif Sozialdemokratischer Lese- und Diskutierklub" Motteler" tagt unter imparteiischer Leitung, die ein Beamter des Berliner Gewerbe- heute abend 9 Uhr bei Unbehaun, Stolpischestr. 61. gerichts übernahm, Erfaßwahlen zur Schlichtungskommission vor- Mittwoch, den 31. Oktober, abends 8%, Uhr, bei Hallwaß, Stralauer Sozialdemokratischer Lese- und Diskutierklub„ Eintracht". genommen. Gewählt wurden Max Giebler und Wengels. Allee 17E: Gigung. Nach dem Tarif gilt die Wahl auch zugleich für den paritätischen Arbeitsnachweis. die Häuser in der Umgegend erst um 126 Uhr beleuchtet wurden. Als erster Schriftführer wurde einstimmig Koniarski geDas Landgericht verurteilte den Hauswirt zum wählt, als Mitglied der Agitationskommission Arndt. Den Bevollen Erfaz der Kur- und Heilmitteltoften sowie richt der Fünferkommission gab Schoenfeldt. Aus demselben zur Entschädigung für entgangenen Verdienst. war zu ersehen, daß irgend welche Unregelmäßigkeiten nicht nachDie Beweisaufnahme habe ergeben, daß die Flurtreppe zuweifen sind; doch sei die Buchführung von früher eine sehr zur Zeit des Unfalls von trübem Dämmerlicht nur wenig mangelhafte gewesen. Eine Benachteiligung der Mitglieder ist Beleuchtet war, das Verschulden liege also auf feiten des jedoch hierdurch nicht entstanden. Beklagten. Je nach der Beschaffenheit des Hofes der Lage des Flurs werde ein Hausflur eher in Dunkel gehüllt als Ser andere. Jeder Hausflur müsse beleuchtet werden, sobald das natürliche Licht nicht mehr zur gefahrlosen Benuzung der Treppe genüge. Die Versuche des beklagten Wirts, die Schuld auf den Portier abzuwälzen, mißlangen, da dieser als Zeuge aussagte, daß er vom Hauswirt zur sparsamsten Benutzung der Treppenbeleuchtung angehalten worden sei. Arme Postboten und reiche Kassenbetrüger. Das Haus mit zweierlei Recht. und Räume durch Türen und Fenster nach außen verschlossen find. In Bildschweine 0,40. IIa 0,00. Rotwild Ia 0,40-0,50, IIa 0,38. Damwild 0,40-0,55. Die Fensterfrage auf Grund des Tarifs und der BaupolizeiBerliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen verordnung vom 1. Oktober 1901 betraf der nächste Punkt der Markthallen- Diveftion.( Großhandel.) Rindfleisch Ia 69-74 pr. 100 ẞid., Die geringe Besoldung hatte den Post boten Bleichert in Tagesordnung. Krebs referierte. Nach der genannten Polizei- la 63 68. IIIa 57-62, IVa 52-56. Stalbfleisch, Doppelländer 105-115, Düsseldorf auf Abwege und auf die Anklagebank gebracht. Bleichert verordnung dürfen vom 1. November bis zum 1. April Stuffateur, la 88-95, IIa 76-86, IIIa 62-74. fol. 54-60. Hammelfleisch Ia 72-80, war seit dem Jahre 1899 im Postdienste tätig und wurde ihm von Buz- und Töpferarbeiten nur vorgenommen werden, wenn die a 56-69. Schweinefleisch 65-73. Rehböcke Ia per Pfd. 0,86-0,95, seiner vorgesetzten Behörde ein gutes Zeugnis ausgestellt. An Gehalt bezog Bleichert, der verheiratet und Vater mehrerer Kinder ist, täglich Räumen, wo offene Kotskörbe brennen, darf nicht gearbeitet werden. 1,00-2,90. Kaninchen per Stud 0,40-0,83. Wildenten per Stüd 1,25-1,50, Frischlinge 0,00. Hafen per Stüd 3,00-3,50, flein 2 M. 70 Pf. Da er von einem solchen Gehalt nicht existieren konnte, Und der Stuffateurtarif besagt dazu, die Arbeit bei offenem Kofs Stridenten 0,60. Bekassinen 0,00. Rebhühner, junge Ia 1,10-1,25, so geriet er in Schulden. Um seine Gläubiger zu befriedigen, ver- feuer fei nicht gestattet und die Räume seien vom 1. November junge IIa 0,00, alte 0,80, junge fleine 0,00. Hübner, griff er sich dann später an den von ihm einfassierten Zeitungs- und möglich zugficher und frostfrei zu halten. Wie im ver- alte per Stüd 1,40-2,25, alte II a 0,75-1,20, junge per Stüd 0,60-1,60. Telephongebühren. Als die Unterschlagungen, die mittlerweile die gangenen Jahre, sind auch diesmal die Gehülfen ber= Tauben per Stüd 0,30-0,59, alte 0,00. Enten, junge per Stück Höhe von 1500 m. erreicht hatten, entdeckt wurden, flüchtete Bleichert pflichtet, streng auf die Durchführung der Bestimmungen 1,00-2,10, alte per Stite 0,00, Hamburger, junge per Stüd 3,10. Gänie, nach Holland, doch wurde er ausgeliefert. Die Straffammer in zu achten. Die Schlichtungskommission hat sich auch mit derbrucher, per Pid. 0,45-0,55, do. Hamburger, junge 0,00, Ia per Stüd Düsseldorf verurteilte ihn zu vier Monaten Gefängnis. der Sache beschäftigt. Man 3,00-3,50, Ila 1,25-2,00. echte per 100 f. 65-72, matt 64, groß 60, ist sich dort dahin einig flein 0,00. Aland 0,00. Bleie In der nämlichen Sigung der Straffammer wurde gegen einen geworden, daß beide Teile, Arbeitgeber und Stuffateure, für die 0,00. tale. groß 110, mittel 89-105, flein 0,00, unfortiert.0,00. Blögen, matt Schleie 114, große 0,00, flcine 0,00. Bauunternehmer, der 400 M., von ihm einbehaltene Durchführung der fraglichen Bestimmung des§ 13 des Tarifs ein 0,00. Starpfen, unfort. 0,00, do. 25er Laufizer 0,00. do. 15-100er 0,00, Krankenkassenbeiträge, unterschlagen hatte, verhandelt. Eine Notlage war zutreten hätten, daß die Auslegung aber eine loyale sein soll. Jm do. 40er Schlesische 0,00. Barje 55-62, matt 0,00. Starauschen 71. nicht anzuerkennen, das Gericht billigte dem Bauunternehmer aber vorigen Jahre ist es vorgekommen, daß Bolizeibeamte ein Einschreiten Bleifische 14-27. Wels 0,00. Bunte Fische 42-57. Amerit. Lachs Ia mildernde Umstände zu und verurteilte ihn zu 30 M. Geld auf Grund der zitierten Polizeiverordnung ablehnten, mit dem Be- neuer per 100 Bfd. 110-130, do. Ila neuer 90-100, bo. IIIa neuer 75. strafe. merken, es ginge sie nichts an. Solche Fälle sollen, wenn sie sich jetzt 0,50-0,70. Flundern, pommiersche Ia, per Schock 8-6, do. pommersche Seelachs 20-25. Sprotten, Kieler, Wall 0,75-1,30, Danziger, Wall wiederholen, nach einem Vorschlage des Vorsitzenden der Schlichtungs- IIa 2-4, Stieler, Stiege Ia 4-6, do. mittel der Stifte 2-3, Hamb. kommission dem Gewerbegericht gemeldet werden, damit das Ge- Stiege 4-5, halbe Stifte 1,50-2. Büdlinge, per Wall Mieler 3,50-5,10, Eine eigenartige Grenzstreitigkeit beschäftigt zurzeit das Schöffenwerbegericht beim Polizeipräsidium Beschwerde führen kann. Hinsicht Stralsunder 4,00-5,00. Aale, groß per Bid. 1,10-1,30, mittelgroß 0,80-1,00, gericht in Lichtenberg. Die Gastwirtin Schonert in Stralau ist lich der Auslegung des Tarifs stellt sich der Vorsitzende der Schlichtungs- flein 0,50-0,60. Heringe per Schock 4-5. Schellfische Kiste 4-5, do. Besitzerin des bekannten Restaurants„ Neu- Seeland", dessen Gebäude fommission auf den Standpunkt: Wenn ein Raum am 1. November Stifte 2-3. Stabliau, p. 100 Bfd. 20-25. Heilbutt 0,00. Sardellen, 1902er zum größten Teil auf Stralauer, zum Teil aber auch auf Rummels- nicht verglast ist, kann der Stuffateur, der Anspruch auf eine Kün- per Anfer 95, 1904er 95, 1905er 90, 1906er 70.. Schottische Vollheringe burger Gebiet liegen. Frau Schonert hat infolgedessen an beide digungsfrist hat, die Arbeit ruhen lassen und eine Entschädigung 1905 0,00, large 40-44, full. 36-38, med. 35-42, deutsche 37-44. Heringe, neue Matjes, per 2 To. 60-120. Sardinen, rusf., Faß Drtschaften Steuern zu bezahlen. Sie wird nun beschuldigt, sich beanspruchen. Wenn jemand, dem keine Kündigungsfrist zusteht, 1,50-1,60. Bratheringe, Büchse( 4 Liter) 1,50-1,75. Neunaugen, gegen das Brau- und Mahlsteuergesetz dadurch vergangen zu haben, am 1. November in offenen Räumen arbeiten soll, so sagt er, daß Schodfaß 11, fleine 5-6, Riesen- 14. Hummern, fleine, per Bjd. 0,00. daß sie auf einem Teile ihres Grundstückes, welches zu Rummels- er das nicht tue und bis zur Erfüllung des Tarifes sich dem Arbeit- Streble, per Schock, große 0,00, mittel 6-6,50, fleine 0,00, uniort. 0,00. burg gehört und einige Meter von der Stralauer Grenzlinie ent- geber auf dessen Kosten zur Verfügung stelle. Der Arbeitgeber Galizier, groß 0,00, mittel 0,00. Eier, Land-, per Schod 4,00-4,60. Butter fernt liegt, Bier verkauft hatte, welches dort auch getrunken wurde, werde dann allerdings sagen, er könne aufhören. Nach der Praxis per 100 Bio. Ta 125--128, Ila 118-124, Ila 113-118, abfallende 102-110. ohne daß es der Steuerbehörde zur Versteuerung angemeldet war. des Gewerbegerichts, wonach der Tag als Arbeitseinheit zu betrachten Sauve Surfen Schock 3,50-4,00, Bieffergiefen 3,50-4,00. Startoffeln Die Angeschuldigte, die sich vorgestern vor dem Lichten- fei, könne auch in diesem Falle für den einen Tag wenigstens per 100 Bib. 0,00, magnum bonum 1,90-2.10, Daberfche 1,90-2,10, Rosen 0,00, weiße 1,60-1,80, Salatfartoffeln 4.00-5,00. Spinat berger Schöffengericht zu verantworten hatte, machte geltend, daß durch Klage beim Gewerbegericht eine Entschädigung eritritten per 100 Blund 3,00-5,00. Karotten per Schodbund 3,00. sie unmöglich wissen könne, ob das von den Kellnern geholte Bier Es sei aber, meint Redner weiter, nicht zu verkennen, Sellerie, biefige, per Schock 4,00-6,00, do. pommersche 4,00-5,00. 3wiebeln an Gäste verabfolgt werde, die auf Stralaner oder auf Nummels daß die Stuffateure auch eigene Wege zu gehen hätten, dem Tarif große, per 100 Pfd. 3,00-3,50. do. Kleine 2,50-3,00 do. hiesige( Berl) burger Seite figen. Es sei doch auch unmöglich, daß jedes einzelne Geltung zu verschaffen, wenn man auch obiges im Auge behalten 0,00. Charlotten 50-60. Peterfilie, grün, Schodbund 1,25. Stohlrabi per Rettig, bayr, per Schod 2,40-4.80. Radieschen per Glas Bier, das vielleicht auf Rummelsburger Seite getrunken werde. Da gebe eine Direktive die in der Generalversammlung der Schock 0,50-0,80. werden solle, zur Einführungssteuer angemeldet werde. Der Amts. Filiale des Verbandes am 15. Oktober einstimmig angenommene per 100 Bfund 0,00. Wachsbohnen 0,00. Pfefferlinge per 100 Pid. Schock- Bd. 0,60-0,80. Salat, per Schock 1.80-2,00. Bohnen, grüne, anwalt war jedoch anderer Ansicht. Er meinte, daß die Gastwirtin Resolution Rösner:„ Ueberall auf Bauten, welche unverglast 10-15. Mohrrüben per 100 Pfd. 2-3. Teltower Rüben p. 100 Bfd. 10-12. auch noch auf der Rummelsburger Seite ihres Grundstücks einen und nicht zugsicher sind, ist die Arbeit am 1. No- Weiße Rüben, große 2-7, fleine 6-10. Blumenkohl per Wandel 1,00-2,50. besonderen Ausschant anlegen müsse. Das Gericht beschloß, die vember ruhen zu lassen, bis die in der Polizeiverordnung do., Erfurter, Stopf 0,12-0,16. Wirfingfohl per Schod 4,00-10,00. Rotkohl Verhandlung zu vertagen und zu dem neuen Termine das in Frage die schon vor dem 1. November auf offenen Bauten gearbeitet 15-20. bestehenden Vorschriften erfüllt find. Diejenigen Kollegen, p. Schock 5,00-9,00. Weißtohl p. Schod 2,00-6,00. Rosenkohl p. 100 Bfd. tommende Steuergesetz vorlegen zu lassen. Grünkohl per 100 Pfd. 3-5. Steinpilze p. 100 Bid. 10-20. Kohls haben und daher arbeitslos werden, erhalten vom dritten Tage rüben Schod 2,50-3,00. Stirbis 2-3,00. Birnen, per 100 Bfd. hiesige 5-20, die statutenmäßige Streitunterstügung, d. H. nur für diese liegen ge- 8-20, Tiroler in Fässern 20-30, do. lofe 0,00, Amert. 17-30. Breißel böhmische 6-25. Alepfel, per 100 Bfd., biefige 4-20, Gravensteiner laffene Arbeit. Sämtliche nach dem 1. November anzufangende beeren, schwedische 0,00, Wegen fahrlässiger Tötung ist am 9. Juni vom Landgericht offene Bauten gelten als gesperrt und die daselbst arbeitenden do. Kleine 0,30. Pflaumen, per 100 Bfb., hiesige 7-10, Böhmische 0,00, do. große Gebirgs 30-37. Wallnüsse per Schock 0,75, Saarbrücken die Hebamme Luise Pees zu 14 Tagen Ge- Stuffateure als Streitbrecher. Ueber etwelche Formalitäten entscheidet 0,00. Zitronen, Messina 300 Stüd 14,00-18,00, 360 Std 8,00-16,00, fängnis verurteilt worden. Sie war bei einer Wöchnerin beschäftigt, die Kommission." für welche ein Arzt gerufen werden mußte. Darin, daß die An- dem zu. Auch war fie der Meinung, daß die VerhaltungsNach lebhafter Debatte stimmte die Versammlung 200 Stud 10-14, 420 Stüd, flein 5-8, 500 Stüd, llein 5-8. geklagte, obwohl sie sehen mußte, daß Gefahr im Verzuge war, nicht maßregeln mit bom vorigen Jahr inzwischen selbst die erforderliche Operation vornahm, ist ihre Fahr- daß" Etage" ersetzt wird der einen Aenderung, durch Räume", auch dies= Lässigkeit erblickt worden. Die Wöchnerin, die von dem später er- mal beachten zu schienenen Arzte sachgemäß behandelt worden ist, starb an Verblutung. Nichterfüllung der Position 13 des Tarifvertrages am 1. November Diejenigen, welche wegen Die Revision der Angeklagten wurde am Montag vom Reichs- die Arbeit ruhen lassen, haben sich früh 8 Uhr bei Franke, Sebastiangericht verworfen. straße 39, zu melden. Verantwortliche Berufspflicht der Hebammen. Versammlungen. Die Zahlstelle Berlin des Portefeuillerverbandes hielt ihre Generalversammlung am Mittwoch ab. Den Bericht der Ortsverwaltung gab Hofmann. Der Mitgliederbestand betrug am Schluß des Quartals 629 männliche und 27 weibliche Mitglieder. Hauptmann gab den Kassenbericht. Die Einnahmen resp. Ausgaben für die Zentralfasse bilanzieren mit 2700,50 M. Die Lokalfasse hatte eine Einnahme von 1549,76 M. und eine Ausgabe von 1493,84 M., sodaß ein Ueberschuß von 55,92 m. verbleibt. Den Bericht der Agitationskommission gab Gründler, den Kassenbericht derselben Ehrhard. Die Einnahmen inklusive Bestand bom 3. Quartal betrugen 160,89 M., die Ausgaben 81,45 M., es bleibt somit ein Ueberschuß von 79,24 M. Von der Agitationstommission wurden folgende Anträge gestellt: werden. wären. " Man erörterte dann noch eingehend die Frage der Ueberstunden und des Schichtwechsels, um aus bestimmten Erfahrungen Lehren für die Zukunft zu ziehen. Erklärung. In Nummer 249 des„ Vorwärts" wird in dem Versammlungsbericht der Zahlstelle Berlin des Deutschen Kürschnerverbandes, das Verhalten des Berliner Kürschnerverbandes bei der Delegiertenwahl zur Krankenkasse, sowie bei der Vorstandswahl in der darauffolgenden Generalversammlung als nicht besonders anständig bezeichnet. Wenn je die Worte: Blinder Eifer schadet" zutreffend sind, dann hier. Der Sachverhalt ist folgender: Als der Vorsitzende der Zahlstelle ersucht wurde, die Liste einzureichen, sagten wir, daß die Liste zur Wahl den Mitgliedern gebrudt eingehändigt wurde. Es dauerte aber doch zirka 14 Tage, bis wir die Liste der Zahlstelle erhielten; dieselbe ging uns am Sonnabend, den 22. August, zu. Die Liste sollte doch auch korrekt auf1. Die Generalversammlung wolle beschließen, wird in einer gestellt werden, damit sie nicht anfechtbar ist. Beim Durchsehen der Werkstattjigung von den anwesenden Kominissionsvertretern feftiste auf der Stasse ließ sich von etlichen Mitgliedern nicht feststellen, gestellt, daß nicht anwesende organisierte Kollegen gegen Verbands- ob sie gemeldet sind, weil nicht bemerkt war, wo dieselben beschäftigt prinzipien verstoßen, wodurch die Agitation, besonders erschwert seien. Ebenso waren Kollegen von der Bahlstelle aufgestellt, die in Unter anderen die Kollegen wird, so ist die Agitationskommission befugt, folche Kollegen vor Antol und Munt au von der Firma Bär u. Salomon, in anderen Kassen gemeldet waren. diesem Forum zur Rechenschaft zu ziehen. Nach längerer Dis- der Kaufmannstaffe, Kollege Neubauer von der Firma kussion wurde dieser Antrag abgelehnt. 2. Die Generalverfamm- Maaßen, in der Schneidertasse, Schmidt war am 5. Juli bei lung wolle beschließen, den Vorsißenden der Agitationskommission unserer Kaffe abgemeldet. und nicht wieder gemeldet. Ein Gust a b für seine Tätigkeit eine Entschädigung von 5 M. pro Monat, zu Müller fonnte deshalb nicht herausgefunden werden, weil acht gewähren; die Kosten trägt die Lokaltasse. Die Beschlußfassung gleichen Namens gemeldet sind, usw. Daher fam es, daß von 55 nur erhält rückwirkende Kraft und ist mit dem 1. August 1906 gültig. 42 als gemeldet herausgefunden wurden. Die Zeit war zu kurz, Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. 3. Die General- um nochmals Rüdsprache zu nehmen. Wie da unser Verhalten als versammlung wolle ferner beschließen, die Delegationsgelder der nicht anständig bezeichnet werden kann, das verstehen wir einfach Agitationskommission auf 50 Pf. zu erhöhen. Auch dieser Antrag nicht. Nun zur Vorstandswahl. Auch dabei bestand die Absicht, wurde einstimmig angenommen. Es kam dann der Antrag ein Mitglied der Zahlstelle zu wählen und wurde von unserer Seite Unserem Sangesbruder Verein Berliner Hausdiener Guftau Reichert nebft frau gegründet 1883. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Stollege Paul Räthel ( Mühlenstr. 46) verstorben ist. Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 31. Oftober, nachmittags 3, Uhr, auf dem Andreas- Kirchhofe in Wilhelmsberg ftatt. Um rege Beteiligung wird ge Der Vorstand. beten. 2430b Deutscher zu ihrer heutigen silbernen Hochzeit die besten Wünsche und ein donnerndesHoch Männerchor der Freidenker. Danksagung. Für die innige Teilnahme und zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines geliebten Mannes, unseres guten Vaters, des Pußers Ferdinand Häusler fagen wir allen Freunden und Befannten, insbesondere dem Gesangs berein Gemütlichkeit" sowie dem Zentralverband der Maurer, dessen Gefangverein und dem Sozialdemo tratischen Wahlverein Rigdorf tiefempfundenen Dank. 24336 Wwe. A. Häusler nebst Kindern. Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung Holzarbeiter- Verband meines lieben Mannes, unseres guten Den Mitgliedern zur Nachricht. daß der Kollege, Maschinenarbeiter Friedrich Metzner am 27. Oftober verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 31. Oktober, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Gethsemane- Stirchhofes in Nordend aus statt. Rege Beteiligung erwartet 95/18 Die Ortsverwaltung. Sunlight- Seife bietet die beste Garantie gegen vorzeitige Abnützung der Wäsche. Sie ist vollständig frei von scharfen Bestandteilen und- infolge ibrer Herstellung aus den besten Grundstoffen nach dem vollkommensten Verfahren unübertroffen an milde und Reinigungskraft. Abgesehen davon, dass die Sunlicht Seife als erste Qualitätsmarke in ihrer Wirkung geradezu unerreicht ist, kann sie auch auf Grund ihrer Ausgiebigkeit als sehr billig bezeichnet werden. Machen Sie bitte einen Versuch und achten Sie beim Einkauf genau auf den gesetzlich geschützten Damen und die Originalpackung. Vaters sagen wir allen Freunden und Bekannten sowie dem Verein Moabiter Gast- und Schankwirte, dem Deutschen Raucherbund, dem Rauchklub Waldfanaster" und dem Statklub Neu Sorge" unseren innigsten Danf. " Witwe Ernestine Rudloff 2438b nebst Stindern. Verreist 298/18 Dr. med. Ad. Schlesinger Magnetopath Belle- Alliancestraße 5. Wirtschafts Artikel Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Sonnabend soweit Vorrat Glas- Porzellan- Steingut Wei laubWassergläser glatt 4, gerippt 6 Pr. Sturzflaschen15, 20, dekoriert 45 PL. Käseglocken 42 Muster 35 Pf. Butterdosen gepresst, 20 Pf. Kompotschalen gepresst, Satz 8 St. 48 Pf. ca. Pfund Inhalt Gambrinustulpen Teebecher mit Bordüre Zuckerschalen auf Fuss mit | mit Unterweiss, gerippt Kaffeetassen tassen, weiss 9, dekoriert 15 Pr. Speiseteller nach oder lief 20 Pt. Desseriteller diverse Formen, weiss 8Pf. Saucièren weiss, verschied. Formen 42 Pt. Salatschüsseln gerippt 9,15,23,30 Pt. Kaffeebecher dekoriert 9 P. Butterdosen mit Schrift 48PL. 33 Pf. Kompotsatz 7teilig, dekoriert 95PL. 33P. 10 Pt. erstklass. Fabrikat in elegant. Decoren 4 teilig weiss tief weiss mit Speiseteller Het oder flach 8 Pf. Dessertteller weiss 7 PL Salatschüsseln Tell 98, Fond 1.55 Salz- od Mehlmesten zwiebelmuster 48 PL. Vorratstonnen Schrift 23, Zwiebelm. 33 Pt. Satznäpfe weiss, gerippt, 4 teilig 38Pt. Satztöpfe blau Zwiebelmuster, 6 teilig 1.65 Wassereimer mit Einlage P a 2.95 2.25, 2.95, 3.60, 4.75, 5.50, 6.75, 7.25 5 teilig Olivenschliff 1200 Waschgarnituren Emaille Schmortöpfe ohne Ring Schmortöpfe mit Ring Casserollen ohne Ring Casserollen mit Ring Bratpfannen rund Gänse- Bratpfannen Wasserkessel mit Sack Wasserkessel für Gas Maschinentöpfe Trinkbecher Kaffeekannen weiss Kaffeeservice 35, 45, 55, 65, 75P. Tafelservice 55, 68, 80, 90, 98 Pf. für 6 Personen, elegant dekoriert, 9 teilig, Wert 6 Mk. für 6 Personen, Veilchendecor, 23 teilig 12.75 Rosendecor 3.95 13.75 15, 18, 28, 38 Majolika- Blumenkübel 15, 45, 58, 75, 1.75, 2.10 Pf. 55, 65, 75, 85 Pf. 15, 20, 25, 30PL. 75, 85, 98Pf. 1.15, 1.35 48, 60, 75 PL. 8, 10, 12 PL. Ofenvorsetzer Ascheimer Wirtschafts- Artikel 1.45, 1.75, 1.95, 2.95 42, 75, 95Pf. 85, 1.05, 1.25 1.10, 1.25, 1.45 6, 8, 10 Pf. 35, 42, 60 PL 95, 1.35, 1.75 1.95 Ascheimer schwere Qualitat Kohlenkasten Kohlenkasten schwere Qualität 85, 1.05, 1.25 45, 55, 65, 75 PL. Feuerhaken Waschschüsseln mit Seifnapf 48, 60 PL Ringständer Kaffeekannen dekoriert Brotdosen neublau, weiss, marmoriert Wasserkannen Kohlenlöffel 12, 18, 25Pt. 10, 12, 15 Pl. Geschmiedete Pfannen 2 Gasplätten mit Erhitzer Plättbretter 30, 48, 60Pf. 4.75 95PL 1.95, 2.45, 2.75 PL 85 PL 42, 55, 65PL Schock 10, 20 Plättbretter bezogen Wäschetrockner mit 10 Staben Waschbretter Klammern 28, 48Pf. Leitern Gemüseschüsseln Kummen Terrinen mit Deckel Petroleumkannen Müllschaufeln Waschgarnituren dekoriert, 3 teilig Schüsseln nach Küchenschüsseln tiet 20, 30, 35, 38 PL. 58Pt. 28, 45 Pf. 8, 10, 12, 15 PL. 48, 85 PL 48,85,1.35 Heizrohre Wärmflaschen Petroleumkannen Laternen 85 Pt. 1.25 45, 60 Pf. Küchenbretter Garnwinden Gewürzetageren mit 6 Tönnchen Stufe 40 P Stück 38PL 12, 18, 28, 38PL 75 PL 35, 45, 60Pt. Frühstücksbrettchen 10, 12, 18PC Broddosen oval 95Pt. Quirlgarnituren komplet 48PL. Briefkasten 28Pf. Messerputzbretter 15, 20, 28PM. 38Pt. Deckelhalter Lackiert 35 Pf. Messerputzschmirgel grosse Büchse 22 PL. 2.95, 3.25 Eimer Grau 70P neublan 80Pf. Wannen marmoriert 85 Pf. 1.65, 1.95, 2.45 Honiggläser mit Schraubverschluss 8, 10, 12, 15 PL. Vorratsbüchsen Delft- Muster Tabietts mit Glaseinlage 95Pt 18, 23 Pf Verdichtungsstränge Bund 42 PL Wirtschaftswagen mit Emaille- Zifferbatt 1.95 Spülbürstengarnitur mit Brett 95PL WYST HARV BERLIN Emaille- Garnitur, Sand, Seife, Soda 95 Pf. Ein Posten emaill. Wassermaasse ca. 1 Liter Stück 15 PL Emaille- Waschgarnitur dekoriert, Porzellan- Form, 5 teilig 4.95 Ein Posten emaill. Wasserkessel mit Sack Stück 45 PL 65 P. Ein Posten gusseis. Kochgeschirr 2000 Emaille- Schmortöpfe mit Deckel ca. 24 cm Mignon- Album enthält eine Sammlung von 68 verschiedenen klassischen, humoristischen, modernen Kompositionen Fach, Beethoven, Haydn, Loewe, Mozart, im hocheleg. LeinenMendelssohn, Schubert, Schumann, band, m. reich. ReliefWeber, Aletter, Bizet, Ellenberg, Einöds- Pressung, 200 Seiten hofer, Holländer, Leoncavallo, Lincke, Morena, Nelson, Strauss, Translateur, stark, mit Bildnissen Wanda, Ziehrer, Tschaikowsky u. a. m. der Componisten 3.00 Mark neublau, grau, braun bedeutend unter Preis! nur Leih- Bibliothek Kottbuser Damm 1-2 Abonnement auf pro Monat pro Vierteljahr pro Halbjahr pro Jahr Die Abonnements können mit jedem Tage begonnen werden. Der Leser hat die Berechtigung, die Bücher jeden Tag zu wechseln. Lese- Bedingungen 1 Band 2 Bände| 3 Bände| 4 Bände Als besonderes Entgegenommen für diejenigen Lese, welche ein Abonnement Zetmangels wegen folgen wir Lesek rien mit unbenicht ausnutzen können, verabschränkter Gültigkeit für einzelne Bände. Die Lesekarten bestehen au 10 Marken à 15Pf. und berechtigt jede Marke zur Entnahme eines 1.20 1.60 2.00 2.40 2.40 3.20 4.00 4.80 3.75 4.80 6.00 7.20 5.00 6.50 8.00 9.60 Bandes für die Dauer einer Woche. A. JANDORF& Co Spittelmarkt Belle Alliancestrasse Grosse Frankfurterstrasse Brunnenstrasse Kottbuser Damm Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Gløde, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. St. 254. 23. 2. IfilMC ütö Jwärts" Krlim AllisdlM Mittwoch. 3t. Oktober l9W. Partei- Angelegenheiten. Im dritten LandtagSmahlkrcise sind bei den am 6. November stattftiidenden Wahlmänner-Ersatz- Wahlen auch diejenigen wahlberechtigt, die am 1. Oltober aus dein Bezirk weggezogen sind. Es ist deshalb dringend erforderlich, daß diese Verzogenen sich darum kümmern, ob in dem UrWahlbezirk, in dem fie bisher wohnten, eine Wahlmänner-Ersaywahl stattfindet. Auch werden alle Genossen, die mit aus dem dritten Landtagswahlkreise Verzogenen zusammenarbeiten, gebeten, die letzteren aus ihre Wahl- Pflicht hinzuweisen. Die Ausübung des Wahlrechts seitens der auö dem Bezirk bezw. aus dem Kreise kürzlich Verzogenen ist um so not- wendiger, als gerade die Arbeiterschaft vielmehr fluktuiert als die Bevölkerungsklasse, die für das Bürgertum in Frage kommt. Es kommen für unsere Partei zahlreiche Arbeiterftimmen in Betracht, und da das Wahlrecht zum Landtage ohnehin ein äuherst ttimmer- iches ist, muß mit aller Anstrengung dafür gesorgt werden, daß uns keine Stimme verloren gehe. Dazu kommt, daß der Protest gegen das elende Dreiklassenwahlrecht um so intensiver sein wird, je größer die Zahl der abgegebenen Stimmen ist. Lerliner j�acbncbten. Aus der Armenpflege der Stadt Berlin. Der von der Armendirektion erstattete Bericht über das Etatsjahr 1905/0? mird jetzt vom Magistrat ver- össentlicht. Die Armendirektion hat im letzten Edatsjahr 10 930-130 M. ausgeben müssen, aber nur 827 148 M. ein- genommen, so daß der aus dem Stadtsäckel zu leistende Z u- schuß sich an! 10103282 M. stellte. Da gegenüber dem vorletzten Etatsjahr die Ausgaben um 287 692 M., die Ein- nahmen nur um 26 694 M. gestiegen sind, so hat der Zuschuß sich um 260 998 M. erhöht. Das vorletzte Etatsjahr hatte seit einer langen Reihe von Jahren zum erstenmal eine Minderung der Ausgaben gegenüber dem vorhergehenden Jahre gebracht, und somit war auch der Zuschuß zum ersten- mal nicht weiter gestiegen, sondern heruntergegangen. Groß war ja der Betrag nicht, um den der Zuschuß sich ermäßigte; das Minus stellte sich aus nur 94 053 M. Aber die frei- sinnigen Stadtväter, die so viele Jahre hindurch so laut darüber gejammert hatten, daß die Armenkasse alljährlich Millionen über Millionen verschlang, gaben sich der frohen Hoffnung hin, daß der nun endlich wieder bemerkbar gewordene Rückgang der Aus- gaben wie des Zuschusses auch in die nächsten Jahre hinein andauern werde. Doch es hatsich nicht machen lasse n. Im Bericht über 1904/05 hatte die Armendirektion gesagt, die Minderung ihrer Ausgaben sei zu erklären zum Teil aus der„Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse", zum anderen Teil aus einer„gründlichen Prüfung und Beurteilung der einzelnen Fäll e". Eine wesentliche Steigerung der„Gründlichkeit" scheint im Etatsjahr 1905/06 nicht mehr möglich gewesen zu sein, so daß auch der erhoffte weitere Rückgang der Ausgaben nicht erreicht werden konnte. Jetzt bittet die Armendirektion in ihrem Be- richt sozusagen um Entschuldigung dafür, daß die Hoffnung zunichte geworden ist. Sie erzählt, die Erhöhung des Zu- schusses für 1905/06 um 260 998 M. erscheine ungünstig, weil eben im Vorjahr 1904/05 eine Ennäßigung um 94 053 M. eingetreten war. Für beide Jahre zusammen mache das nur 166 945 M. mehr. Dieser Betrag entspreche einer Erhöhung um nur 1� Proz., während in denselben zwei Jahren die Bevölkerungszahl Berlins um zirka 5 Proz. gestiegen sei. Mit anderen Worten: die Organe der Armenver- w a l t u n g haben keineswegs, wie es nach der im letzten Jahre erneut eingetretenen Ausgabesteigerung scheinen könnte, sich in ihrem Bewilligungseifer„über- n o m m e n"._ Die zukünftige EntWickelung Berlins. Schwere Sorgen um die Zukunft Berlins und seiner Be- wohner macht sich der Regierungs- und Baurat a. D. O e h m k e- Lichterfelde in einer im„Technischen Gemeinde- blatt" veröffentlichten Abhandlung, die auch als Broschüre unter dein Titel„Bauordnung für Großstadterweiterungen und Weiträumigkeit. Mit besonderer Berücksichtigung Berlins" im Verlage von Karl Heymann erschienen ist. Oehmte erblickt in dem Anwachsen Groß-Berlins, für das er im Jahre 1930 mit annähernd sieben Millionen Einwohnern rechnet, eine große Gefahr, die von der Allgemeinheit einmal als so drohend anerkannt werden könnte, daß man dadurch veranlaßt würde, dazu überzugehen. Mittel gegen ein schäd- liches Wciterwachsen zu ergreifen. Welcher Art diese Mittel sind, wie die Allgemeinheit gegen die natürliche Entlvickelung ankämpfen soll, darüber schweigt der Verfasser, er rechnet mit der Möglichkeit, daß die ungenannten Mittel von Erfolg gekrönt sind. Als größte Gefahr schwebt ihm das Sinken der Tauglichkeitszisier der männlichen Jugend in den deutschen Großstädten, insbesondere in Berlin, für den Heeresersatz vor Augen. Wir verkennen nicht, daß ein solches Sinken das Anzeichen einer Degeneration der männlichen Jugend ist, aber um dem vorzubeugen, dazu bedarf es der Beseitigung aller der schädlichen Einflüsse, die heutzutage die Gesundheit des Volkes untergraben. Man sorge dafür, daß die Arbeiter in ihren Ääirüffen um bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen nicht gehindert, daß die Wohnungen besser, daß die Frauen- arbeit auf ein vernünftiges Maß beschränkt, daß die Heim- arbeit beseitigt wird, kurz und gut. daß die gesamte Lebenshaltung des Proletariats sich hebt, und die Herrn Dehmke als so ungeheuer erscheinende Gefahr, daß die Groß- städte eines Tages nicht mehr genug Kanonenfutter liefern können, tvird mit einem Schlage beseitigt werden. Was bezweckt der Verfaffer eigentlich mit seiner Schrift? Er will im wesentlichen das System des Masscnmietshauses, die Mietskaserne, bekämpfen, er will nachweisen, daß ein eigentlicher Mangel an verftigbarem Baugelände in dem Vorortgebiete von Berlin nicht besteht und daß ein solcher Mangel nicht als Grund angeführt werden kann, daß da- selbst nicht an einem solchen Grade der Wciträmigkeit der Bauweise festgehalten werden könne, der für eine gesundheitsgemäße Lust- und Lichtzuführung zu den Wohnungen und Ortsteilen sichere Gewähr biete. An und für sich gewiß ein löbliches Unternehmen, dem wir unsere Unterstützung nicht versagen können, aber im einzelnen fordern doch die Argumente zu scharfer Kritik heraus. Gewiß, es bedarf keines Hinweises darauf, wie sehr die Gesundheit von der Beschaffenheit der Wohnung abhängt und wie ausschlag- gebend die Art der Wohnung in allen Bevölkerungsschichten für den Lebenszuschnitt ist. Ebenso richtig ist es, daß die Art, in großen Mietshäusern zu wohnen, in unseren größeren und Großstädten die fast allein herrschende geworden ist, daß nahezu die ganze Bevölkerung d£r Großstädte aus das Wohnen zur Miete angewiesen und daß es dem einzelnen versagt ist, unmittelbar auf die Gestaltung seiner Wohnung irgend einen Einfluß auszuüben. Aber es zeugt doch von sehr reaktionären Ansichlen, wenn Dehmke eine der schädlichsten Wirkungen des Massenmietshauses darin sieht, daß seine Herrschaft eine aus- gedehnte Beteiligung des Mittelstandes am Hausbesitz nn- möglich niacht und damit in weitem Umfange den Bestand des Mittelstandes schädigt. Was in aller Welt haben denn die Mttelstandsrettereien mit der Wohnungsfrage— und ein Beitrag zur Lösung dieser Frage soll die Abhandlung sein— zu tun? Was haben z. B. folgende Auslassungen mit der Wohnungsfrage zu tun:„Dadurch, daß dem Handwerker, dem kleinen Gewerbetreibenden, dem gelernten Arbeiter durch den Mangel an kleinen, für sie zum Erwerbe geeigneten Häusern die Aussicht verschlossen bleibt, durch Fleiß jemals in den Besitz eines eigenen Häuschens zu gelangen, fällt für die Mitglieder dieser breite Massen bildenden Stände ein Haupt- anreiz zum Vorwärtsstreben und ein wesentlicher Antrieb zur Sparsamkeit aus. Diese Wirkungen wird man bedauern müssen, wenn man eine Ausbreitung des Besitzes in tunlichst weite Volksschichten zur Förderung des sozialen Friedens für geboten hält und wenn man von der grundlegenden Be- deuiung des Privatbesitzes für unsere Gesellschaftsordnung überzeugt ist." Also Schaffung von eigenen Häusern zur Bildung eines neuen Mittelstandes und zur Förderung des sozialen Friedens' Glaubt Herr Oehrnke wirklich, damit sein Ideal erreichen zu können? Ganz abgesehen davon, daß für den Handwerker und Arbeiter der Besitz eines eigenen Hauses oft nur ein Danaer- schenk ist, das ihn an die Scholl? fesselt und ihn an dem Aufsuchen besserer Arbeitsgelegenheit hindert, ist es unter den heuttgen wirtschaftlichen Verhältnissen, unter der Entwickelung des Kapitalismus, einfach unmöglich, den Mittelstand vor dem Herabsinken ins P'-oletariat zu bewahren, geschweige denn künstlich einen neuen Mittelstand zu züchten. Lossen wir diese Abschweifungk-n außer Betracht, so bleibt als Kern der Oehmkeschen Vorsckläae seine Anregung au Aenderung der Bauordnungen nach der Richtung hm übrig daß eine weiträumige Bebauung platzgreifen tann. Run gib! aber der Verfasser selbst zu. daß die Ausbreitung des Massen- miethauses in dem Ertvciterungsgebtct der Städte auch in dem Außengebiete, die Bodenpreise meist derart verteuert,' daß der Bau des zu fördernden Bürgerhauses dort schon mehr oder weniger unmöglich gemacht wird. Speziell in der Umgebung von Berlin ist der Grund und Boden infolge der fortwährend darin betriebenen Spekulation bereits so gesttegen, daß die Preise Wucherpreisen gleichen. Ob hier durch Aenderungen der Bauordnungen, die an und für sich zweifellos auf die Bodenpreise Einfluß haben, noch Wandel geschaffen werden kann, bleibe dahingestellt. Will Herr Dehmke wirklich den Mietskasernen den Garaus machen, dann wird ihm nichts weiter übrig bleiben, als für die Beseitigung des Privat- besitzes an Grund und Boden einzutreten. Daran aber hindert ihn seine Ueberzeugung von der„grundlegenden Be- deutung des Privatbesitzes für unsere Gesellschaftsordnung." Die Stroßenboho ist genötigt, zwei ihrer Linien wegen Bau- arbeiten in den nächsten Tagen abzulenken. Die Gesellscbaft sür den Bau von Untergrundbahnen will beim Bau der elektrischen Untergrundbahn auf dem Spittelmarkt in der Nacht vom Mttwoch den St. Oktober zum Donnerstag den 1. November auf dem Platze mit dem Einrammen von eisernen Pfählen beginnen. Es wird des halb notwendig, den über den Spittelmarkt führenden Betrieb der Linien 74 KömgStor— Schöneberg und 78 Frankfurter Allee— Wilmers dorf von 2 Uhr nachts bis 4 Uhr öK Minuten früh abzulenken. Es geschieht dies in den Nächten vom 31. Oktober bis zum 3. November. Die Wagen der beiden Linien gehen dann vom Dönhoffplay über die Jeru'ialemer- und Oberwallstratze, die Schleusenbrllcke, den Schloßplatz, die Breitestrahe, den Köllnischen Fischmarkt und zurück. In den folgenden Nächten vom 2. zum 3.. vom 5. zum 6.. vom 6. zum 7., vom 9. zum 10. und vom 12. zum 13. November wird die Straßenbahn selbst in der Spandauerstratze, an der Ecke der König- stratze die Gleiskreuzungen auswechseln. Die Wagen der genannten Linie 74 müssen deshalb in diesen Nächten von 2 Uhr durch die Jüdenstraße abgelenkt werden. Gesprächszählungen finden allmonatlich einmal auf den Fern- sprechämtern in Berlin statt, und zwar an bestimmten Terminen, die von der Oberpostdirektion festgesetzt werden. Diese Zählungen erstrecken ffich hauptsächlich auf jene Anschlüsse, für die Bausch- gebühren bezahlt werden, und bezwecken, den ständig steigenden Betrieb zu kontrollieren und die Zunahme der täglich herzustellenden Verbindungen zahlenmäßig festzustellen. Bei diesen Gesprächs- Zählungen ist auch die Belastung der einzelnen Aemter zu er- Mitteln und besemders aufzuklären, nach welchen Aemtern vor- wiegend Verbindungen gefordert werden.— Zwischen den einzelnen Aemtern des Berliner Fernsprechnetzes sind, je nach der Stärke des Verkehrs, 199 bis 299 Verbindungsleitungen vorhanden, die jedoch, wie gerade in neuerer Zeit bei dem Publikum unangenehm empfunden worden ist, bei weitem nicht mehr genügen. Zu den Sauptgesprächszeiten zwischen 11 und 1 Uhr mittags und 9 bis 7 Uhr abends sind besonders die Verbindungsleitungen nach den Aemtern I, IV und VI! derartig in Anspruch genomnien, daß zeit» weise sämtliche Leitungen besetzt sind und Fernsprechteilnehmer ver- geblich Verbindungen verlangen. Die Oberpostdirektion hat an- geordnet, daß sofort die Zahl der Vcrbindungsleitungen zu ver- mehren ist. Die erforderliche Verlegung der Kabeln ist bereits in Angriff genommen und dürften daher die unliebsamen Störungen bei der Herstellung von Verbindungen bald beseitigt sein. Die Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung am Donnerstag, den 1. November d. I., nachmittags 9 Uhr, enthält unter anderem folgende Beralungsgegenstände: Be- richterstattung über die Vorlage, betr. die Festsetzung neuer Bau- fluchtliuien behuss Verbreiterung der Juden- und der Stralauer« straße.— Die Zahlung eines Beitrages zu den Kosten der Regulierung der Saolestraße in Rixdorf und den Erwerb einer Bau- niaske an der Cannerftraßc daselbst.— Antrag von Mitgliedern der Versammlung, bett. die sich immer mehr steigernde Teuerung des Fleisches.— Vorlagen betreffend den Jahresabschluß der städtischen Wasserwerke sür das Etatsjahr 1905— und den Verkauf der im Zuge der Christianiastratze zwischen Prinzen-Allce und Koloniestraf" befindlichen Baulichkeiten zum Abbruch.— Bericht- erstatttmg über die Vorlage betreffend die Verzichtleistung auf die Rechte der Stadt, nieinde aus einer letztwilligen Verfügung.— Zwei Unterstützungssachen.— Vorlage betreffend den Ablauf der Wahlzeit eines Biirgerdeputierten bei der Gewerbedeputation. Außerdem findet in dieser Sitzung, und zwar um 9 Uhr, die Wahl eines StadtschulratS stctt. Die gestrige Sitzung der Deputation für die städtische Straßen- rcinigung erledigte die zweite Lesung des Etatsentwurfs. Das Ovdinarium weist eine Ausgabe von 9 665 000 M. gegenüber 5 563 871 M. des Borjahres auf. Das Extraordinarium ist mit 647 850 M. belastet, gegen 52 809 M. des Vorjahres. Die Höhe des Extraordinariums wird bedingt durch Aende- rungen der Betriebsweise und die damit verbundenen Neueinrich- tungen, Baulichkeiten für Unterbringung des Maschinen- und Wagenparks, die Anschaffung neuer Spülioagen und Aenderung der Sprengvorrichtung an 278 Sprengwagen. Des weiteren ist die Anschaffung von vier Schneepflügen und dreier Automobile vor- gesehen. Die Aenderungen der neuen Betriebsweise bedingen die An- stellung von 33 Aufsehern, denen gegenüber die Stellen von 4 Ober- auffehcrn und die der Tagesvorarbciter in Wegfall kommen sollen. Der nochmals gestellte Antrag, den Arbeitern eine Lohnerhöhung von täglich 30 Pf. und den Burschen eine solche von täglich 25 Pf. zu bewilligen, wurde gegen die Stimme des Antragstellers abgelehnt. Für die Fortzahlung des Lohnes für von der Direktion be- willigte Beurlaubungen von Arbeitern wurden in 12 Monaten ab- schließend am 30. September d. I. 1078 M. aufgewendet. In Bettacht kamen 291 Tage, die auk 236 Urlaubsgesuche entfallen. Um zu besser konstruierten Maschinen zu kommen, wurden vier Schruppermaschinen an die Firma HelnierS in Hamburg vergeben, die das Stück um 6V M. billiger liefert als die Berliner Firma Beermann. Der Bau des Großschiffahrtsweges Berlin— Stettin(Wasserstraße Berlin— Hohensaathens, für den die Mittel durch das Wasserstraßen- gesetz vom 1. April 1905 bereitgestellt find, wird voraussichtlich im nächsten Frühjahr an mehreren Stellen begonnen werden. Seine Linienführung ist im allgemeinen durch die dem Gesetz zugrunde liegende Denkschrift festgelegt. Abweichungen im einzelnen, die sich bei der genaueren Durcharbeitung des Entwurfes als zweckmäßig erwiesen, liegen zurzeit dem Mimster der öffenilichen Arbeiten zur Entscheidung vor. Sobald diese ergangen ist. werden die eingehenderen Entwürfe fertiggestellt und streckenweise zur landespolizeilichen Prüfung und ministeriellen Genehnngung gebracht werden. Die so geprüfien und genehmigten Pläne werden alsdann gemarkungsweise öffentlich aus- gelegt. Nach Beendigung der Auslegung ist das Verfahren der Planfeststellung nach den Vorschriften des Enteignungs- oder des Wasserstraßengesetzes durchzuführen. Alle diese Vorbereitungen müssen vor Beginn der eigentlichen Bauausführung beendet sein. Für die Herstellung des Großschiffahrtsweges ist, wie seinerzeit bekannt geworden ist. in Potsdam ein dem dortigen Regierungs- Präsidenten untergeordnetes kgl. Hauptbauamt errichtet, dessen Dirigenten ein RegicnmgS- und Baurat und ein RegierungSrat sind. Dieser Provinzialbehörde unterstehen als ausführende Behörden in Berlin, Oranienburg, Eberswalde und Oderberg vier kgl. Bauämter, denen je ein älterer Wasserbauinspektor vorsteht. Hundert Gänse gestohlen wurden in dem an der Ecke der Flora- und Wollankstraße befindlichen Wild- und Geflügelladen. Mit einem Stemmeisen erbrochen die Spitzbuben die Ladentür und machten dann sich in aller Ruhe daran, das Geschäft auszuräumen. Etwa hundert frischgeschlachtetc Gänse wurden aus dem Laden heraus- getragen und auf einen bereitstehenden Zweispänner aufgeladen. Niemand hatte etwas von dem Einbruchsdiebstahl bemerkt und UN- gehindert fuhr die Bande mit ihrer reichen Beute davon. Eine folgenschwere Katastrophe, bei der eine Person den Tod gefunden hat, eine zweite schwer er- krankt ist und bei der auch die übrigen Hausbewohner in großer Gefahr schwebten, hat sich in der vergangenen Nacht in der Kur- fürstenstt. 112 ereignet. Infolge AusströmenS von Gas erstickte das 30jährige Hausmädchen Anna Fathge, während das 28jährig: Hausmädchen Anna Lipke an einer Gasvergiftung bedenklich da- nieder liegt. Auch die übrigen Bewohner befanden sich in der Gefahr, daS gleiche Schicksal zu teilen. Als gestern in früher Morgenstunde der Verwalter des HaufeS Kurfürstenstt. 112 den Korridor betrat, schlug ihm ein starker Gas- geruch entgegen. Es hatte den Anschein, als ob das ganze Haus mit Gas angefüllt sei. Der Verwalter schlug sofort Lärm und öffnete alle Fenster. Auch in zahlreichen Zimmern war GaS eingedrungen. Die Einwohner wurden sofort auf die schwere Gefahr aufmerksam gemacht und Polizei und Feuerwehr be- nachrichfigt. Für zwei Personen war die Katasttophe bereits verhängnisvoll geworden. Als man das Hausmädchen Anna Fathge, das in dem Pensionat von B. auShülfs- weise beschäftigt war. wecken wollte, erhielt man keine Antwort. Es stellte sich dann heraus, daß das Mädchen nicht mehr lebte. ES war der Gasvergiftung bereits erlegen. Auch das Haus- mädchen Anna Lipke, das in dem Pensionat von Tsch. beschäftigt war, wurde besinnungslos im Bett angetroffen. Dem von der Unfallstation am Zoologischen Garten hinzugerufenen Arzt gelang eS nach andauernden Bemühungen, die L. wieder ins Leben zurück- zurufen. Schwer erkrankt wurde sie dann in das Elisabeth- Krankenhaus gebracht. Die Leiche der Fathge wurde Polizei- lich beschlagnahmt und in das Schauhaus eingeliefert, lieber die EntstehungSursache wird uns folgendes mitgeteilt: In einem kleinen Kellerzimmer, in dem die Fathge geschlafen hatte, befindet sich ein GaSkochherd, über dein eine Glühlampe angebracht ist. Vom Kochapparat zur Lampe führt ein Guminischlauch, durch den das Gas nach oben geführt wird. Dieser Schlauch war an der Verbindungsstelle undicht geworden und infolgedessen mit Garn und Lappen umwickelt worden. In der vergangenen Nacht löste sich nun das Flicktverk und mit ihm auch der Schlauch. Er fiel nach unten herab und jetzt konnte daS Gas in großen Mengen heraussttömen. Es drang aus dem Kellerzimmer heraus und verbreitete sich fast im ganzen Hause._ Zu den Verhandlungen zwischen der Stadt und den ElekttizitätS- werken. DaS zwischen der Stadtgemeinde Berlin und den Berliner Elekttizitätswerken geplante neue Abkommen, wie es durch die be- kannten Entscheidungen vom 8. d. M. notwendig geworden ist, unter- werden. Wie jedoch verlautet, sind die Vorvediilgungen für eine Ver- tändigung der beiden Parteien so weit erfüllt, daß binnen kurzem der neue Vertrag fertiggestellt sein wird, so daß er dann den städtischen Körperschaften zur Genehmigung vorgelegt werden kann. Ein Opfer seines Berufes wurde am Montag der 18 Jahre alte Fensterputzer Johannes Hübncr, der bei dem Internationalen Rcinigungeinstiwt„Nelken", Alte Jakobstr. 87/83, beschäftigt war. H. hatte an einem Fabrikgebäude in der Puttkamerstraße in der Höhe der dritten Etage von außen die Fenster geputzt. Hierbei verlor er plötzlich das Gleichgewicht und stürzte rücklings rn die Tiefe. Mit zerschmetterten Gliedern blieb der Verunglückte liegen; er hatte einen Schädelbruch. Armbrüche sowie schwere innere Ver- letznngen erlitten und wurde in völlig hoffnungslosem Zustande in das Kraick-nhauS am Urban gebracht. Durch einen elektrischen Schlag getötet. Von einein ver- hängnispollen Geschick wurde gestern der Mechaniker Richard Güthler aus der Stargarderstr. 3 betroffem G. war seit mehreren Jahren in dem Kabelwerk Oberschöneweide angestellt und war in Ser lebten Zeit in der Abteilung für Hochspannungsversuche tätig. Durch ein verhängnisvolles Versehen kam er gestern einem mit Starkstrom geladenen Leitungsdraht zu nahe und da er in dem felben Moment auch mit einem Eiſenteil, in Berührung kam, so übertrug sich die Elektrizität auf seinen Körper und führte den sofortigen Tod herbei. Das Bein zerschmettert. Ein bedauerlicher Unglücksfall hat sich gestern nachmittag in der Kurfürstenstraße zugetragen. Dort iverden gegenwärtig Regulierungsarbeiten ausgeführt und die Bürgersteige teilweise erneuert. Gestern war der Kutscher Martin Martiner, Berlinerstr. 52 in Wilmersdorf wohnhaft, mit dem Abladen von Bordschwellen beschäftigt. Plöblich rutschte einer der schweren Granitsteine ab und stürzte auf M. Herauf. Dem Unglücklichen wurde der rechte Unterschenkel zerschmettert. M. fand im Krankenhaus Moabit Aufnahme. Das Opfer eines schweren Automobilunfalles wurde gestern abend Frau Amtsrat Gropius, Fasanenstr. 26. Frau G. wollte an der Ecke des Kurfürstendamms und der Fasanenstraße einen Straßenbahnwagen besteigen und hatte bereits einen Fuß auf das Trittbrett gesetzt, als ein Ausstellungsautomobil, das sich auf der Probefahrt befand, dicht vorübersauste und Frau G. niederrig. Sie wurde überfahren und schwer verletzt nach der Unfallstation am Zoologischen Garten gebracht. Frau G. hatte im Gesicht und an der Stirn klaffende Wunden, eine Gehirnerschütterung und anscheinend auch innere Verlegungen erlitten. Der Führer des nicht numerierten Automobils versuchte sich seiner Feststellung durch die Flucht zu entziehen, er wurde jedoch durch einen Radfahrer berfolgt und auch eingeholt. wurden. Der Automobilführer erlitt eine Beinquetschung. tommen. Zeil ausschließlich dem künstlerischen Andenken Dorkings ge- 1 Steglik. widmet sein. Für die Ausführung des musikalischen Teiles, der Die Voltsbadeanstalt scheint nun endlich Wirklichkeit werden zu die anerkanntesten Werke des Meisters in größeren Bruchstücken sollen, da bereits die Ausschreibung der Erd- und Maurerarbeiten zum Vortrag bringt, haben sich in liebenswürdigſter Weise der erfolgt. Im Jahre 1901 wurde von unserem früheren Vertreter Direktor der Zorbingoper May Garrison und einige seiner Mit- Genossen Rapp die erste Anregung gegeben, die allerdings zunächst glieder der Volkskunstkommission zur Verfügung gestellt. Die auf unfruchtbaren Boden fiel. Die bürgerlichen Vertreter waren Preise der Plätze sind wie gewöhnlich 0,50 M., einige numerierte noch rückständig genug, um die Ausführung derartiger Projekte der 1 M.( in allen Charlottenburger Buchhandlungen, Dürerhaus, Privatinitiative zu überlassen. Einige Herren waren sogar noch Kronenstr. 18 und Verein zur Förderung der Kunst, Flensburger- rückständig genug, um ein Bedürfnis nach einer Badeanstalt für straße 28, erhältlich). Der Ertrag soll dem Lorking- Denkmalfonds Steglitz überhaupt in Abrede zu stellen; man meinte, in bezw. der Erhaltung und Ausschmückung des Denkmals zugute Berlin sei Gelegenheit, in den Volksbadeanstalten für zehn Pfennig zu baden. Die damals von unserem Vertreter aufgestellte Zeugengesuch. Personen, die am 6. Oftober Zeuge eines Ren- fozialdemokratische Forderung, nicht nur derartige Anstalten, sondern fontres zwischen einem Mörtelfutscher von Tabbert und einem Schutz- auch Verkehrsanlagen durch die Gemeinde zu bauen und zu be mann waren, das sich an der Frucht- und Palisadenstraße er- treiben, erregte bei seinen bürgerlichen Kollegen nur ein geringKontor von Tabbert, Mühlenstraße 69. eignete, werden gebeten, ihre Adressen nochmals abzugeben im schäßiges, um nicht zu sagen höhnisches Lachen. Und jetzt bauen wir nicht nur eine Badeanstalt, sondern wir haben sogar schon eine elektrische Bahn- die Grunewaldbahn- gebaut und lassen sie vorläufig auf Kosten der Gemeinde betreiben, um sie in einigen Jahren in völlig eigene Regie zu übernehmen. Erst verlacht, dann ausgeführt, zum Schluß in allen Tonarten als eine sozialpolitische Großtat gepriesen das sind die Etappen, in denen unsere Gegner, wenn auch unbewußt, sozialdemokratische Ideen verwirklichen müssen. Wilmersdorf. dort. Feuerwehrbericht. Gestern vormittag tam in einer Tischlerei Spähne und Bretter ust. brannten Pappel- Allee 25 Feuer aus. Gleich darauf mußte der 16. Zug in der Prinzen- Allee 82 Ferner hatte die Wehr in der Naunhneinen Bodenbrand löschen. Straße 3, wo in einer Arbeitsstube Feuer ausgekommen war, in der Fischerstr. 25 und Dessauerstr. 10 zu tun. Schöneberg. Vorort- Nachrichten. zur " Bürgerliche unter sich. Recht stürmisch verlief die am Donners tag im Victoriagarten" abgehaltene Mitgliederversammlung des Bezirksvereins„ Alter Ort". Wenn die bürgerliche Presse mit dem Fünf Zusammenstöße zwischen Straßenbahnwagen und anderen felben Eifer über den Verlauf von bürgerlichen Versammlungen berichten Fuhrwerken werden vom geftrigen Tage gemeldet. Auf der Char- Sigung Die Stadtverordnetenversammlung genehmigte in ihrer legten wollte wie über Arbeiterversammlungen, so hätte sie anläßlich dieser lottenburger Chaussee fuhr eine Automobildroschke mit voller Gewalt Sizung nach einer nochmaligen kurzen Debatte den Vertrag mit der Versammlung die beste Gelegenheit gehabt, die bürgerlichen Herren auf einen aus entgegengesetter Richtung kommenden Straßenbahn- attiengesellschaft Industriegelände Schöneberg" betreffend Errichtung einmal in hellster Beleuchtung zu zeigen. Die Wilmersdorfer wagen der Charlottenburger Straßenbahn. Beide Gefährte wurden von Fabriken auf dem an Tempelhof grenzenden Teile Schöne Zeitung" berichtet von einer„ dramatischen Sizung" und von einem start beschädigt, und der Insasse der Troschke, Oberarzt Dr. Barback, bergs. Der Vertrag wurde nach den Beschlüssen der Ver- ungewöhnlichen Ausgang" derselben. Danach kann man schon als durch Glassplitter im Gesicht verlegt.- An der Ede Weinbergsweg sammlung dahin abgeändert, die Gesellschaft zu verpflichten, in sicher annehmen, daß es recht„ nett" hergegangen sein muß. In den zu und Fehrbellinerstraße fuhr ein Kohlenwagen gegen die Seitenwand die errichtenden Fabriken jeweilig erfolgreichsten diesem Verein sind zwei Strömungen vorhanden, nämlich Anhänger eines Straßenbahnwagens der Linie 33 und zertrümmerte dieselbe. Vorrichtungen zur Verminderung von Rauch und Lärm anzuwenden. der jezigen Rathauspartei, unter der sich meist Grundbefizer beZwei Damen wurden durch Glassplitter verletzt. In der Frank- Beſißt die Stadt Schöneberg ein eigenes Elektrizitätswerk, so ist die finden, und Liberale. Anlaß zu den erregten Szenen gab der furter Allee fuhr ein Motorwagen der Linie 69 auf einen Rollwagen Geſellſchaft bezw. sind die späteren Eigentümer verpflichtet, den für Liberale Dr. Tubenthal, dem man den Vorwurf machte, daß er den auf. Hierbei erlitt der Führer des Straßenbahnwagens eine Brust- Beleuchtungs- und Kraftzwecke erforderlichen Strom nach dem je- Verein verraten habe; auch soll er eine falsche Berechnung der quetschung. In der Potsdamerstraße fuhr eine Droschte seitlich weiligen Tarif aus dem städtischen Werke zu entnehmen, Wilmersdorfer Schuldenlast aufgestellt haben. So suchte Geheimer nicht eine eigene Stelle vorausgesetzt, daß sie nicht gegen die Vorderplattform eines Straßenbahnwagens der Linie 74. vorausgejezt, Er- Regierungsrat Dr. Beckmann nachzuweisen, daß Wilmersdorf überDer Fahrgast der Droschte erlitt leichte Verlegungen. In der zeugung der Elektrizität anlegen. Zu den Herstellungskosten der haupt keine nennenswerten Schulden habe. In Verbindung mit der Spandauerstraße fuhr ein Privatautomobil gegen einen Straßen- Eisenbahnunterführungen soll die Gesellschaft einen Beitrag von heitlen Finanzfrage wurde auch die leidige Krankenhausfrage er100 000 m. Teisten. bahnwagen der Linie 29, wobei beide Gefährte stark beschädigt Vertrage nur zuzustimmen, wenn die Gesellschaft zu den Kosten der sozialpolitische Rückständigkeit der gegenwärtigen Gemeindevertreter Die Hausbesizerfraktion hatte beantragt, dem örtert und dabei namentlich von Dr. Klink und Lubenthal die Schulunterhaltungspflicht herangezogen wird. Der Sprecher der verurteilt, die für ihre kranken Mitbürger nicht genügend Sorge tragen. Fleischdiebstähle an der Engros- Markthalle finden noch fortgefeßt Fraftion, Stadtv. Kunze, suchte die Versammlung von der Not- Diese Aeußerungen wurden von der Rathauspartei mit dem größten statt. Gestern wurde dem Schlächtermeister Schönbrecht sein vor der wendigkeit der in dem Antrage enthaltenen Bestimmung zu über- Tumult begleitet. Der Gemeindevertreter Nach städt und sein Markthalle stehendes Pferd nebst Wagen gestohlen. Er hatte schon zeugen, indem er darauf hinwies, wie schwer Schöneberg durch den Anhang meinten, es sei noch gar kein Bedürfnis für ein Krankenverschiedene Fleischarten eingekauft und war nochmals in die Halle zu erwartenden Zuzug von Arbeitern finanziell belastet würde. Nachdem Haus vorhanden, da Wilmersdorf Anspruch auf 130 Betten im gegangen, um mit einem Geschäftsfreunde Rücksprache zu nehmen. aber vom Magistrat darauf aufmerksam gemacht wurde, daß es un Kreiskrankenhaus habe. Der Tumult erreichte den Höhepunkt, als Als Sch. nach etwa 10 Minuten wieder die Straße betrat, war sein möglich sei, diese Verpflichtung, die bei den ersten Verhandlungen die bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen besprochen wurden. Fuhrwerk, welches in einer Reihe anderer Wagen gestanden hatte, mit der Gesellschaft fallen gelassen ist, in den Vertrag Hierbei fanden die Anpöbelungen gegen den Vorsitzenden Dr. Tubenverschwunden. Nach Angabe von Augenzeugen hatte ein wie ein jezt hineinzubringen, zogen die Herren ihren Antrag zurück. thal kein Ende. Es wurde ihm zum Vorwurf gemacht, daß er die Schlächtergeselle aussehender, aus der Halle kommender Mann den Die Versammlung stimmte darauf dem Gesamtvertrage zu, Interessen des alten Ortes nicht vertrete. Im Interessenvertreten" Schlächterwagen bestiegen und war davongefahren. Sch. erleidet ebenso den sich daraus ergebenden Verträgen mit der Gemeinde meint ein Teil der bürgerlichen Clique das Eintreten für Listen durch den Diebstahl einen Schaden in Höhe von etwa 1200 m. Tempelhof und dem Eisenbahnfiskus. Nach Erledigung einiger un- wahl, durch die ihnen von vornherein der Einzug ins neue StadtLauk, daß, In eine furchtbare Lage geriet gestern auf der Station Frank- wesentlicher Punkte brachte der Schluß der öffentlichen Sigung parlament gesichert ist. So meinte ein Redner furter Allee des Stadt- Nordringes der Arbeiter D., welcher auf dem wieder persönliche Auseinandersetzungen. Der Führer der Haus- wenn nach Bezirken gewählt würde, in die III. Wählerklasse nur genannten Bahnhof einen einlaufenden, noch in der Fahrt befind- befizerfraftion, Stadtv. v. Glafenapp, der in der vorigen Sozialdemokraten hineinkämen. Bei der Abstimmung entschieden genannten Bahnhof einen einlaufenden, noch in der Fahrt befind- Sigung die Beschlußunfähigkeit herbeigeführt hatte, suchte den ihn sich denn auch 29 gegen 21 für die Liſtenwahl. Dr. Tubenthal legte lichen Nordringzug zu verlassen versuchte. D. glitt aus, stürzte zu gemachten Vorwürfen dadurch hierauf nicht nur den Vorsitz nieder, sondern verließ unter ohrenBoden und geriet unter die Trittbretter der Wagen, die über den von liberaler Seite deswegen Arbeiter hinwegrollten. Als der Train zum Stehen gebracht war entgegenzutreten, indem er erklärte, die langen Reden der liberalen betäubendem Lärm der„ Nachstädt und Genossen" mit seinen Anund D. aus seiner furchtbaren Lage befreit wurde, stellte sich heraus, Stadtverordneten, in denen nichts enthalten sei, hätten ihn zum Ver- hängern demonstrativ den Saal. daß er mit verhältnismäßig leichten Verlegungen davongekommen lassen der vorigen Versammlung Veranlassung gegeben. war. Der Arbeiter hatte einen Bruch des rechten Unterschenkels und eine nicht unerhebliche Kopfwunde erlitten. Er wurde nach dem Krankenhause Friedrichshain übergeführt. worden sei. Gegen eine ganze Reihe von Deputationswahlen war Einspruch erhoben, dessen Erledigung in nichtöffentlicher Sigung vorgenommen Rixdorf. wurde. Wir glaubten, der Wilmersdorfer Arbeiterschaft den Verlauf dieser Versammlung mitteilen zu müssen, damit sie von den Absichten derer von„ Besitz und Bildung" unterrichtet ist. Tempelhof. " Wenn ein Soldat stirbt, wird er gewöhnlich mit„ militärischen In der letzten Generalversammlung des Wahlvereins erstattete Ehren" begraben. Wie eine solche Beerdigung vor sich geht, dafür Streng an ihre Vorschrift hielten sich in der Nacht vom Sonntag zum Genosse Wollermann in eingehender Weise Bericht vom Parteiliefert ein Vorgang, der sich kürzlich auf dem Garnisonkirchhof in Montag zwei Rigdorfer Schußleute in der Nähe des Kliemschen tage. Nachdem der Vorsitzende die Anwesenden aufgefordert, im der Müllerstraße abspielte, einen charakteristischen Beitrag. Es sollte Lokals in der Hasenheide. Dort hatten etwa sechs junge Burschen Sinne der Parteitagsbeschlüsse zu wirken, wurde eine Resolution am 24. Oftober ein Soldat beerdigt werden, der am 21. Oktober in zwei ältere Herren beschimpft, worauf sich letztere dies verbaten. einstimmig angenommen, in welcher die Versammelten ihr Einder Charité verstorben war. Die Angehörigen waren vom sechsten Einer der Burschen warf den einen Herrn zu Boden und brachte verständnis mit der Tätigkeit der Delegierten sowie mit den geSüraffierregiment, bei dem der Verstorbene gedient, benachrichtigt ihm nicht unerhebliche Verlegungen bei. Als die beiden in Frage faßten Parteitagsbeschlüssen aussprachen. Den Vorstandsbericht gab worden, daß die Beerdigung auf seine Kosten erfolge. Auf dem kommenden Schußleute angegangen wurden, doch helfend ein- an Stelle des verhinderten Genossen Thiel der Genosse Schieriz. Kirchhofe äußerten die Angehörigen den Wunsch, den Verstorbenen zugreifen, erwiderten sie, das sei Berliner Gebiet und nicht ihre Stattgefunden haben im letzten Vierteljahre zwei Mitgliedernoch einmal zu sehen, dem wurde aber nicht stattgegeben. Der Aufgabe. bersammlungen, fünf Vorstandssigungen, sowie vier Vortragsabende Sarg selbst sah einem Armenfarg sehr ähnlich, ohne Schmud, nicht In diesen Worten verkörpert sich geradezu ein gefährlicher über das Erfurter Programm. Des weiteren bemängelte einmal mit Handgriffen zum Transport versehen. Eine Abordnung Formalismus, der zu allerlegt im vorliegenden Falle angebracht ist. Redner die unzulängliche Beteiligung der Mehrzahl der Parteivon drei Kürassieren unter Führung eines Unteroffiziers begleitete Schließlich wird ein Mensch an der Berliner Grenze totgeschlagen genossen an den Parteiarbeiten. Aufgenommen wurden fünf neue den toten Kameraden, acht Mann trugen" den Sarg, indem sie sich und ein Rixdorfer Schußmann sieht dem Vorgang ruhig zu mit der Mitglieder. An Stelle des Genoffen Brabandt wurde der Genosse trampfhaft abmühten, Halt für die Finger an den ganz schmalen Siz- Genugtuung, daß Hülfe zu leisten nicht seine, sondern die Obliegen- Budzinsky als stellvertretender Bezirksführer gewählt. Des weiteren Leisten zu finden. Beständig rutschten sie ab und die Leidtragenden heit eines Berliner Schußmanns ist Werden den Sicherheits- wurde beschlossen, gemeinsam mit dem Wahlverein Mariendorf einen standen eine beständige Furcht aus, der Sarg könne ihren Händen beamten solche Instruktionen erteilt, so wäre es an der Zeit, hin- Kursus über Nationalökonomie zu veranstalten, dem Genosse Grun entgleiten. Ein Militärpfarrer aber fehlte nicht. An einem Strid sichtlich solcher Vorkommnisse dieselben einer gründlichen Remedur wald als Lehrer vorstehen soll. Das Stiftungsfest des Wahlvereins wurde der Sarg in die Gruft gesenkt und die trauernden Eltern zu unterziehen. wurde am 19. Januar 1907 abzuhalten beschlossen. konnten mit dem Bewußtsein nach Hause gehen, daß hier ein hoffnungsvolles Leben der Erde mit„ militärischen Ehren“ übergeben innung der Barbiere Rirdorfs referierte in einer vom GewerkschaftsUeber den Kampf gegen das Koalitionsrecht durch die Zwangs Treptow- Baumschulenweg. Ueber Deutschlands innere und äußere Politik und sein Panama" unter dem Verdacht des Raubmordes an dem Bierkutscher Haase Barbiergewerbe beschloffenen Zwangsmaßregeln, wonach die Ge- deutsche Politit: Steuern zahlen, Maul halten und Gehorsamkeit sei Zu der Bluttat bei Fürstenwalde wird noch gemeldet: Der Wermfe. Redner erwähnte die von der Zwangsinnung für das prach Genoffe zu beil am 23. d. M. in einer von zirka 400 Personen besuchten Volksversammlung. Redner glossierte treffend die verhaftete Arbeiter ist der 28 Jahre alte, aus Zabrze gebürtige schäftsinhaber, welche die von der Organisation ausgegebenen Plakate der Grundsatz für die innere, die Nase in jeden Winkel hineinstecken, Ignaz Poledniac. Der Verhaftete bestreitet, den Bierfuticher er- oder Kontrollfarten der Gehülfen sichtbar befestigen, 20 M. Strafe Schulden machen und die gepanzerte Faust überall zeigen für die mordet und beraubt zu haben, er soll aber durch bestimmte Zeugen- bezahlen müffen. Die Zwangsinnung verfolge lediglich den Zwed, äußere Politif. Bei diesem Zidzadkurs sei es ganz natürlich, daß aussagen so schwer belastet sein, daß man ihn für nahezu als über das Koalitionsrecht der Arbeiter zu vernichten. Redner meinte, diesem Deutschland sich Freunde nicht erworben hat. Redner geißelte alsführt hält. Er war am Sonnabendabend mit Haase noch Vorhaben müßte die ganze organisierte Arbeiterschaft energisch ents dann das Verfahren der Regierung, die, ohne den Reichstag zu be in dem Lokal von Kliezz in Müncheberg, wo er sich feit gegentreten. Ein Herr Knuth nahm zur Diskussion das Wort und um 8 Uhr mit dem Kutscher fort. Ein anderer Mann, der ebenso wurde jedoch durch den Genossen Hendrischke gebührend abgeführt. Bericht. Die Einnahmen betrugen 163,15 m., die Ausgaben einem Vierteljahr als ländlicher Arbeiter aufhielt, und fuhr fuchte die Organisation der Gehülfen zu diskreditieren. Dieser Herr fragen, Ausgaben mache. Das Referat fand lebhaften Beifall. Die Genossin Meweß gab nun als Vertrauensperson ihren wie Poledniack in Eggertsdorf abstieg, kann als Täter nicht in Be- Alsdann wurde folgende Resolution einstimmig angenommen 23,80 m. Es bleibt also ein Bestand von 139,35 m. tracht kommen. Um 12 Uhr nachts wurde Poledniad in einem„ Die am 25. Oftober 1906 bei Thiel, Bergstraße 151-152, anderen Lokale in Müncheberg gesehen. Jetzt trug er unten an den tagende öffentliche Versammlung verurteilt die Maßnahmen die Genossin Kinzel als weibliche Vertrauensperson gewählt. Nachdem sie für rege Agitation der Frauen aufgefordert, wurde Beinkleidern Spangen, wie stadfahrer sie anzulegen pflegen. Aus der Zwangsinnung der Barbiere Rigdorfs, die das Koalitionsrecht Nach furzen Worten des Vorsigenden, mehr für die Ausbreitung des diesem Lokale will der Verdächtige gleich nach Hause gegangen und die Forderungen der Gehülfen illusorisch machen. Die Ber- Vorwärts" und der sozialistischen Literatur Sorge zu tragen und der sein. Seine Stubengenossen bekunden jedoch, daß er erst um 4 ühr fammlung beauftragt das Gewerkschaftskartell sowie die Parteinach Hause gekommen ist und daß er zu ihnen bereits in der instanzen Maßnahmen zu ergreifen, um dem rigorosen Vorgehen der politischen und der gewerkschaftlichen Organisation fich anzuschließen, Zeit von 4 bis 7 Uhr von einem auf der Chaussee nach Fürsten- Innung entgegentreten zu können." wurde die imposante Versammlung geschlossen. walde tot aufgefundenen Mann gesprochen habe. Dazu kommt, daß Kließ die Art, mit der dem Kutscher die tödlichen Hiebe verfekt straße festgenommen worden. Als sie das in der Schlächterei von Pferdediebe sind gestern bei dem Fuhrherrn S. in der Knesebed- Rummelsburg. worden sind, als sein Eigentum erkannt hat. Boledniack hat sich Lang, Palisadenstr. 45 gestohlene Pferd bereits bei genanntem Fuhr- Gemeindebauten im Marktviertel hatte die Ermäßigung seiner PachtGemeindevertretersitzung. Der Bächter der Baukantine für die außerdem in viele Widersprüche verwickelt, die er bisher vergeblich herrn verkauft hatten und sich nach einiger Zeit das Geld dafür summe von 2000 M. pro Jahr auf 600 M. beantragt. Dieser Ans aufzuklären versuchte. Die Mordart hat der Täter wahrscheinlich schon abends aus dem Holzschuppen von Kliez gestohlen, um damit holen wollten, wurden fie von Kriminalbeamten in Empfang ge- trag wurde abgelehnt. Ein Antrag der Oberlebrer des Gymnasiums den Kutscher zu erschlagen. Der dritte Mann hat sie auf dem nommen. Sie entpuppten sich als der Händler Grunewald, Weiden- um Erhöhung der Mietsentschädigung von 800 M. auf 900 M. wird Wagen nicht gesehen. Poledniack wird sie nach seiner Rückkehr von weg 83 und der Arbeiter Lindemann, Usedomstr. 32. Eggertsdorf aus einem Bersted geholt haben und dann mit dem Friedenau. Mordwerkzeug Haase nachgeradelt sein. Diesen einzuholen, hatte er bor. dagegen angenommen. Für die Straße 4, Eitelstraße und Immanuelstraße wird eine Aenderung des Bebauungsplanes gut Zeit genug; denn der Kutscher mußte sich unterwegs noch auf Genoffe Thiel- Tempelhof Bericht über den Mannheimer Parteitag. wird In sehr stark besuchter Wahlvereinsversammlung erstattete graben bis zum Steuerhause nördlich der Köpenicker Chaussee geheißen. Für den östlichen Teil des Gemeindebezirks vom Krazhalten und die Entfernung von Müncheberg nach Fürstenwalde be- Eingehend behandelte er in längerer Rede den Vorstandsbericht Der die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen. trägt 20 Kilometer. Haase, der außerdem die Pferde langsam gehen sowie die Debatte über den„ Massenstreit". Mit dem Resultat, industrielle Niederlassungen auch Gleisanschlüsse für den GüterEntwurf sieht in besonderer Berücksichtigung auf ließ, wurde aber erst 1600 Meter von Fürstenwalde, bei dem meinte Redner, könne man wohl zufrieden sein. Zum Schluß forderte verkehr Kilometerstein 1,6, ermordet. Erst um 7 Uhr morgens wurde, wie er die Genossen auf, sich nunmehr auch den Beschlüssen des Partei- unternehmer Schröder und als dessen Stellvertreter Lehrer Leppelt In den Steuerausschuß wird der Baubereits berichtet wurde, der Wagen mit der Leiche gefunden. Der tages gemäß zu betätigen. In der Diskussion sprach Genoffe gewählt. Auch wird die Gründung mehrerer neuer Lehrerſtellen Verhaftete ist wiederholt bestraft, auch bereits mit Buchthaus. Er Lungmus seine Unzufriedenheit über die Lösung der Gewerkschafts- beschloffen. Zur Regulierung der Bürgersteige in der Hirschbergerwurde nach Fürstenwalde gebracht, um bereiche bei der Frage aus. Er hätte gewünscht, daß man dort die Lokalisten ganz und Marktstraße wird der Betrag von 10000 M. bewilligt. Der noch vernommen werden, andere werden noch gesucht. In Münches energisch an ihre Pflicht erinnert hätte. Sonst sprachen die Redner Neueinteilung des Ortsteils Borhagen in zwölf Armenbezirke, bisher berg und Fürstenwalde herrscht über die ruchlose Tat große timmig angenommen:„ Die Mitgliederversammlung erklärt sich unterſtügungen werden von der bürgerlichen Mehrheit folgende im Sinne des Referats. Folgende Resolution wurde hierauf ein- vier, wird zugestimmt. Für die Wiedereinziehung von ArmenAufregung. mit den Beschlüssen des Mannheimer Parteitages zufrieden. Be- Grundsätze beschlossen: Ist eine Unterstützung gewährt worden, so Unsere Mark in Kunst und Leben" ist das Thema des nächsten sonders begrüßt dieselbe den Gedanken, Referate über besonders wird von einer Wiedereinziehung zunächst abgesehen. Nach JahresVolkskunstabends am Sonntag, den 4. November im Kaiser wichtige, das Bolt betreffende Fragen vor Parteitagen in Broschüren frist werden Ermittelungen über die Erwerbs- und VermögensFriedrich- Gymnasium am Savignyplat. Während im literarischen form auszugeben. Sie beschließt, im Sinne des Mannheimer verhältnisse der unterſtügten Person und ihrer unterhaltungsTeil Fontane den tünstlerischen Mittelpunkt bildet, wird der zweite Parteitages zu wirken." pflichtigen Verwand en angestellt; eraibt sich Fierhei, daß die Wer fonen nur ihr notdürftiges Auskommen haben und pfändbare Großbeeren( Kreis Teltow- Beeskow). Fälle, in denen es sich um Zahlung von Armenunterstützung politische Lage. Schuhmanns absolut unbegründet sind. Durch das scharfe An ziehen der Schuhmannskette wurde ich derart verletzt, daß ich ob der entstandenen Geschwulst und der dadurch entstandenen Schmerzen seit drei Tagen arbeitsunfähig bin. Der Transport des gemeingefährlichsten Verbrechers kann unmöglich rücksichtslofer erfolgen als meine Transportierung seitens des Wiesbadener Schußmanns. Während meiner fünfzehnjährigen Reisen in vier Erdteilen habe ich außer Rußland kein Land kennen gelernt, in welchem ein gebildeter, vollständig unschuldiger Mensch ähnlich behandelt worden wäre. Der Zuschrift ist die Abschrift einer ärztlichen Bescheinigung beigefügt, aus der sich ergibt, daß das Handgelenk, um das die Rette gelegt worden war, eine breite Schwellung und Rötung zeigte und auf eine festangelegte Fessel hinwies. Gegenstände nicht befizen, so wird eine Kosteneinziehung nicht Am letten Sonntag tagte hier im Heinze schen Lokale eine bersucht. Nach zwei Jahren sollen die Ermittelungen nach den Volksversammlung. Seit einigen Wochen steht der Arbeiterschaft Erwerbs- und Vermögensverhältnissen der fraglichen Personen das genannte Lokal wieder zur Verfügung, nachdem es Jahre lang wiederholt werden. Ist das Ergebnis das gleiche wie zwei Jahre unmöglich war, Versammlungen abzuhalten. Auch der hiesige vorher, so werden die Aften endgültig weggelegt. Ausgenommen Wahlverein war während der ganzen Zeit obdachlos. Der Genosse bon den hier festgelegten Grundsägen find diejenigen Wollermann- Schöneberg referierte über die gegenwärtige Er ging in feinen Ausführungen namentlich auf a konto einer demnächst zu gewährenden Unfall- oder Invalidenrente sie augenblicklich herrschenden Teuerungsverhältnisse ein, indem er und um Kostenvorschüsse für in Krankenhäuser untergebrachte Per- die Zoll- und Steuerpolitik des Reiches einer scharfen Kritik unterzog. fonen handelt. Unsere Vertreter, welche das bisherige strenge Zum Schluß forderte der Referent die Anwesenden zur kräftigen Vorgehen der Armenverwaltung bei Wiedereinziehung von gewährten Mitarbeit und zum Eintritt in die politische und gewerkschaftliche Armenunterstüßungen einer scharfen Stritit unterzogen, halten auch Organisation auf. diese neuen Grundsäße nicht für geeignet, bessere Verhältnisse zu schaffen. Unter Verschiedenem mußte auf eine Anfrage des 3offen. Genossen John der Gemeindevorsteher zugeben, daß vorläufig nicht In imposanter von weit über 200 Personen besuchten Versammdaran zu denken sei, daß eine elektrische Straßenbahn nach lung referierte am Sonntag Genosse 3ubeil über„ Deutschlands Rummelsburg geführt wird die Große Berliner habe bereits Politik und sein Panama". Das Referat, in welchem Redner einwieder sämtliches Material abfahren lassen, da die Stadt gehend dic wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse Deutschlands Berlin der Großen Berliner die Genehmigung zur Befahrung der kennzeichnete und zum Schluß zu lebhafter Aufklärungsarbeit auf Borhagenerſtraße nicht erteilt. Recht auffällig war hierbei, daß der forderte, wurde von den Versammelten mit großer Begeisterung Bürgermeister die Anfrage unseres Genossen erst gar nicht zulassen aufgenommen. Den Anfang der Versammlung hatte der hiesige wollte, es bedurfte erſt des dringenden Hinweises, daß es bisher Arbeitergefangverein Freie Sänger" mit dem stimmungsvollen werden, während die übrigen ertranken, ebenso der Fuhrmann immer üblich war, daß nach Schluß der ordentlichen Tagesordnung Liede„ Empor zum Licht" eingeleitet. die Anfragen der einzelnen Gemeindevertreter vom Gemeindevorsteher beantwortet resp. von der Gemeindevertretung verhandelt wurden. Nach der Erwiderung des Bürgermeisters zu urteilen, find ihm diese Anfragen immer sehr unangenehm, da dieselben meist die Mängel in der Gemeindeverwaltung vor aller Deffentlichkeit bloßHierauf wurde in nichtöffentlicher Sigung der Verkauf des Kläranlagegrundstücks in der Fischerstraße an den Kanalisationsverband Lichtenberg- Rummelsburg für den Preis von 275 000 M. beschlossen. stellen. Adlershof. Pankow. Gemeinde -Spandau. Brückeneinsturz. Ein schweres Unglück ereignete sich am Sonnabend in der Nähe von Deriedenwald bei Lauffen. Ein schwer beladenes Fuhrwerk, das die baufällige Holzbrücke des Birsflusses passierte, fiel infolge Zusammensturzes der Brücke in den Fluß. Pferd, Wagen und Fuhrmann verschwanden in dem hochgeschwollenen Wasser, ebenso sieben Fabrikarbeiter, welche die Vier von ihnen konnten gerettet Brücke gleichfalls passierten. mit seinen Pferden. werden. Briefkaften der Redaktion. Bei AusDie juristische Sprechstunde findet wochentäglich von 72 bis 9% Uhr abends statt. Geöffnet 7 Uhr. Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. P. S. Derartige Veröffentlichungen können wir nicht vornehmen. A. F. 177. Borbagen. Leider ja. Der Betreffende müßte eine Eingabe an das Polizeipräsidium machen. R. 100. Der junge Mann muß zur Zahlung der Alimente verurteilt werden, wenn er nicht beweist, daß innerhalb der kritischen Zeit auch anderen die Möglichkeit, Vater zu werden, eingeräumt war. 5. R. 104. 1. Nein. 2. Das Armenattest als solches hat nur den Wert, daß es als Grundlage für den Antrag auf Erteilung des Armenrechts dient. Wird das Armenrecht bewilligt, so bleibt die Partei, der es vom Gericht bewilligt ist, vorläufig von der Zahlung der GerichtsG.. 100. Lüßowstr. 6, Günthers Zeitungsverlag. Dortmund, 30. Oktober. Bergarbeiterlos. Die hiesige Realschule wird zum 1. April nächsten Jahres zu führung von Reparaturarbeiten auf Zeche Minister Achenbach" riz in Schacht 2 das Fahrseil des Förderkorbes. Zwei Arbeiter einer Oberrealschule umgewandelt werden. Da die Schule ihren vollständigen Ausbau erst im Jahre 1910 vollenden wird, so kommen stürzten in die Tiefe und konnten nur noch als Leichen geborgen für das nächste Etatsjahr die Mehrkosten für Anstellung von vier Oberlehrern und den Lehrmitteln in Höhe von 20 000 M. in Bes Amerikanische Millionär- Schnellheiraten haben manchen merk tracht. Laut Berechnungen wird eine Einnahme von 14 000 m. würdigen Eheprozeß im Gefolge gehabt, selten dürfte aber ein erwartet. Trotzdem die zweite Gemeindeschule in der Kaiser solcher an Sensation von dem Verfahren überboten werden, das Friedrichstraße am 1. April in Benugung genommen wird, ist bei die in Pittsburger Gesellschaftskreisen wohlbekannte Frau der rapid steigenden Bevölkerung stets eine Ueberfüllung der Schulen Frank Walker gegen den dortigen Millionär Peter Neber den Mannheimer Parteitag referierte am Dienstag in zu verzeichnen. Es ist daher in Aussicht genommen ein Schulanbau Mac Cool wegen böswilligen Verlassens angestrengt hat. Während der Generalversammlung des Wahlvereins Genosse Julius Hilde in der Grunowstraße und die Errichtung einer Doppelschule in der Herr Mac Cool bestreitet, mit Frau Walfer jemals die Ehe einbrandt. Redner erklärte im allgemeinen sein Einverständnis mit Görschstraße. Erstere soll am 1. Oftober 1907 und legtere am gegangen zu sein, und tatsächlich in Butler( Pennsylvanien) mit den in Mannheim gefaßten Beschlüssen. Insbesondere sprach er 1. April 1908 zu benutzen sein. Die Berliner Stadtfynode beab- jeiner ihm vor achtzehn Jahren angetrauten Frau in glüdlicher den Wunsch aus, daß das einmütige Verhältnis zwischen Partei und sichtigt bei Mühlenbeck einen Zentral- Friedhof anzulegen und hat Ghe lebt, behauptet Frau Walker, die seit zwei Jahren ihr Heim Gewerkschaft ein dauerndes sein möge. Die Haltung des fich Terrains von insgesamt 800 Morgen gesichert. Zur Anlage in einem vornehmen Haufe Pittsburgs aufgeschlagen hat, mit Herrn ..Korrespondent" und des„ Grundstein" in letzter Zeit rauben ihm eines Gleises von der Reinickendorf- Liebenwalder Bahn, auf welcher Mac Cool in dem Hause ihrer Schwester in New York am 19. Juni jedoch den Glauben daran. An der Diskussion beteiligten sich die die Leichen bis zum Friedhofe hinbefördert werden sollen, ist ein 1904 die Ehe eingegangen zu haben, wobei Herr Pastor John Steen Genossen Schubert, Horlik und Reichert im Sinne des Referenten. Der Bankow gehöriger Gutsgeländestreifen bon von der Ascension Memorial Kirche ordinierte. Frau Walker gibt Das Kuratorium verlangt außer Aufgenommen wurden elf Mitglieder. Der Kassenbericht vom vierten 3 Morgen nötig. den ferner an, daß Herr Mac Cool das von ihr bewohnte Haus gekauft Die und auf ihren Namen überschrieben hätte, und daß sie zwei Jahre Quartal, den Genosse Fuchs erstattete, ergab eine Einnahme von Nebenbedingungen für den Morgen Terrain 1200 Mark. 496,76 M., eine Ausgabe von 144,30 M., abgeliefert an den Zentral- Gemeindevertretung bestimmte als Verkaufspreis 2400 Mart zusammen in glücklichstem Einvernehmen gelebt haben, bis sie vor vorstand wurden 331,16 M., mithin Bestand 21,30 M. Die Mit- mit der Bedingung, daß das Kirchhofsprojekt in spätestens drei ungefähr sechs Monaten von ihm verlassen worden sei. Herr gliederzahl beträgt zurzeit 405. Der Speditionsbericht, den Genosse Jahren verwirklicht werden soll. Die Gemeinde hat vor vier Jahren Mac Cool gibt zu seiner Rechtfertigung an, daß jemand anders Steuer erstattete, wies eine Einnahme von 2006,32 M. und eine den Morgen mit 800 M. mit allem lebenden und toten Inventar Frau Walker unter seinem Namen geheiratet haben müsse, womit Ausgabe von 1863,08 m. auf, mithin Bestand 143,24 M. Auf An- gekauft. Vor einiger Zeit richtete die Gemeinde ein Gesuch an in Einklang zu stehen scheint, daß die Unterschrift in dem Kirchentrag des Vorstandes wurde gegen vier Stimmen beschloffen, gegen die Oberpostdirektion um Errichtung eines zweiten Poſtamtes. Kurzbuch Pastor Steens mit der Handschrift Herrn Mac Cools namGenossen Hopisch das Ausschlußverfahren einzuleiten. und bündig lehnte die Postverwaltung das Gesuch der über 33 000 hafte Unterschiede aufweist. Auf den Fortgang des Prozesses ist Einwohner zählenden Gemeinde ab. Es sollen nunmehr beim Friedrichsfelde. Reichspostamt und zu gleicher Zeit beim Reichstag die nötigen man in der Pittsburger Gesellschaft sehr gespannt. Die Katastrophe bei Pleasantville. Nach einer Meldung der Aus der Gemeindevertretung. Ueberraschung rief der Punkt der Schritte unternommen werden, um den unhaltbaren postalischen Bus Frantf. 3tg." aus New York sind bei dem Eisenbahnunglüd bei Pleasantville von 91 Reisenden, die sich im Zuge befanden, nur Tagesordnung Erlaß einer Beitragsordnung für die Kanalisation" ſtänden ein Ende zu bereiten. hervor. Wie in allen Angelegenheiten es der Gemeindevorsteher Tegel. 25 Personen gerettet worden; es sollen ganze Familien dabei umbeliebt, erst in der betreffenden Sigung eine zur Beratung stehende In einer von etwa 1000 Personen besuchten Volksversammlung gekommen sein. Unter den Verunglückten werden auch folgende Angelegenheit zu erläutern, so auch bei diesem Punkt. Jeder nicht referierte in Trapps Festfälen Gen. Hans Blod über den politischen Deutsche genannt: Dr. Paul Felsberg und Frau, John Zimmerinformierte Gemeindevertreter wunderte sich darüber, daß dieser Massenstreit. Der Referent behandelte dieses Thema, indem er die mann, Martha Heisch, Albert Kessel, Ella Ritterhofer und Tochter. Gegenstand zur Beratung stand, da bereits im Juli 1905 eine Unterschiede des politischen Massenstreiks und des anarchistischen Wer ist der Schuldige? Ueber den Untergang des Untersee= Beitragsordnung beraten und beschlossen wurde. Nach derfelben Generalstreits darlegte und ersteren als ein Kampfmittel zur Er- bootes Rutin" wird berichtet: Biserta, 30. Oftober. Der sollten für jedes Grundstück, das durch die Kanalisation wirtschaft: oberung politischer Rechte sowie zur Abwehr gegen Bollsentrechtung Untersuchungsausschuß hat alle Papiere an Bord des gesunkenen lich bevorteilt wird, 25 M. pro laufenden Meter Straßenfront bezeichnete. Unterseebootes" Lutin" beschlagnahmt. Aus diesen geht hervor, erhoben werden. Schon damals wurde Vertagung der Sache ver- Mit besonderem Hinweis auf Belgien, Italien, Holland und daß den Kommandanten des Schiffes keinerlei Schuld an der Yangt, weil die Angelegenheit für die Gemeinde finanziell von weit- Rußland zeigte er die Möglichkeit der siegreichen Anwendung des Katastrophe trifft. tragender Bedeutung ist. Der Gemeindevorsteher trat dem politischen Massenstreits. Die Voraussetzung, so refümierte der Bertagungsantrage mit seinen üblichen Worten:" Meine Referent, der erfolgreichen Anwendung dieses Stampfmittels feien Herren, die Angelegenheit drängt, wir müssen einen Be starte politische und gewerkschaftliche Organisationen. Dem mit leb fchluß fassen" entgegen. Gegen die Beitragsordnung legten haftem Beifall aufgenommenen Referat folgte eine zustimmende Disdie Karlshorster Villenbesitzer Protest ein, da nach ihrer fuffion. Zum Schluß ermahnte der Vorsitzende Scheidemantel die Meinung sie nicht zu derselben Höhe herangezogen werden könnten Versammelten, für eine weitere Erstarfung der Organisation und wie die Besizer von größeren Mietshäusern. Eine amtliche Ent- größere Verbreitung der sozialistischen Tagespresse Sorge tragen zu scheidung über die Berechtigung der Einsprüche ist bisher nicht er helfen. folgt, da der kürzlich zum Bürgermeister geadelte Gemeindevorsteher diese Beitragsordnung jezt, nach 1% Jahren, der Aufsichtsbehörde noch gar nicht zur Genehmigung eingereicht hatte. Nur bei„ privaten" Die Einheitlichkeit der Arbeiterversicherung behandelte am Verhandlungen sei ihm von„ einflußreichen" Persönlichkeiten mit Donnerstag an Stelle des Genossen Grunwald, der über„ Kapital geteilt, daß auf eine Genehmigung nicht zu rechnen sei. Die jetzt und Arbeit" sprechen wollte, jedoch verhindert war, zu erscheinen, vorgelegte Beitragsordnung sieht eine Klassifizierung nach Bauklassen Genoffe Adolf Ritter in einer allgemeinen Versammlung der vor dergestalt, daß für Bauklasse A 30 M., für Bauklasse B Metallarbeiter und Arbeiterinnen im Lokal von Köpnick, Pichels22,50 M. und für C 21 M. pro laufenden Meter Grundstücksfront dorferstraße. Alsdann machte der Vorsitzende, Genosse Rondte, be- tosten befreit, 3. 28. Versuchen Sie eine Klage auf Schadenerfat, indessen ist nicht erhoben werden sollen. Gegen dieſe Normierung dieser Säße fannt, daß am Dienstag, den 27. November, die Gewerbegerichts- ausgeschlossen, daß die slage abgewiesen wird, weil ein grobes Bersehen wandten sich sofort die Besizer der Mietshäuser und kündigten, falls beifißerwahlen stattfinden. Als Kandidaten wurden vorgeschlagen auf Ihrer Seite darin gefunden wird, daß Sie Originale und nicht Abso beschlossen, sofort Proteste an. Nach langer, zum Teil äußerst die Kollegen: Fallsehr, Fink und Linstädt. Des weiteren wurde schriften der Zeugnisse einsandten. 5. 33. Hat der Ehegatte innerhalb wirr durcheinandergehender Debatte wurde die neue Beitrags- darauf hingewiesen, daß der Wahlverein und das Gewerkschafts- eines balben Jahres nach Kenntnis von dem Ehebruch die Klage nicht anordnung mit 11 gegen 11 Stimmen, wobei der Gemeindevorsteher fartell gemeinsam einen Bildungsausschuß gewählt haben, der gestrengt, so ist eine spätere Stlage zwecklos. Sch. 111. Die Klage hätte J. K. in M. Mehring Jena und Tilsit. den Ausschlag gab, angenommen. Da die Befizer der Mietshäuser Mittel und Wege finden soll, um eine bessere Ausbildung der Ar- menig Aussicht auf Erfolg. Breis 1 M. Thoma Bartolini. Wenden Sie sich an eine medizinische ihren Protest einreichen, so kann dieser Streit der Hausbesizer, beiter zu ermöglichen. Die Versammlung erklärte, das Bestreben Antiquariatsbuchhandlung. 5. 5. 95. Ja. R. 25. Die Pfleger welche ja nach der Landgemeindeordnung die Majorität in der zu unterstüßen. Zum Schluß wurde noch auf den in den Siemens- müßten erst flagen. 13 B. B. Wenn eine wirkliche Verlobung Gemeindevertretung haben, unserer Gemeinde ein hübsches Stüd Schuckert- und Siemens- Halsteschen Werken ausgebrochenen Streit vorlag, so müssen beiderseits die Geschenke auf Verlangen zurüd Geld fosten, und das alles, weil es dem Gemeindevorsteher erst verwiesen und aufgefordert, den im Kampfe befindlichen Kollegen gegeben werden, soweit sie bei der Rüdforderung noch vorhanden find. nach 1 Jahren möglich war, erneut der Sache näher zu treten. J. G. 65. Benden Sie sich an die Stiftungsdeputation( Rathaus). gegenüber Solidarität zu üben. A. W. 26. Die Mutter ist zur Rückerstattung des von Ihnen BerausDurch diese Verzögerung gehen der Gemeinde die Zinsen für rund lagten verpflichtet, falls nicht etwa eine allgemeine Vereinbarung über einen eine Million Mark ab 1. April 1906 verloren. Die Aufnahme eines Bauschalsat getroffen ist, den die Mutter zu zahlen hat. Kathi 10. schwebenden Darlehns von 100 000 m. war ebenfalls Gegenstand 1. und 2. Ja. R. 2. 103. Ist Ihre Wohnung gesundheitsgefährdend, der Beratung. Da schon zwei Millionen für die Kanalisation verso können Sie auf Aufhebung des Vertrages und auf Schadenersab flagen. ausgabt find, die Erhebung der Anliegerbeiträge vor Genehmigung Ebenso können Sie auf Reparatur und Schadenersatz wegen Berzögerung der Beitragsordnung nicht möglich ist, wird diese Summe vorläufig der Reparatur flagen. Die Nichtvornahme der Reparatur ist aber kein zur Abschlagszahlung an den Bauunternehmer benötigt. Die Debatte Grund zur vorzeitigen Aufhebung des Bertrages. Zwedmäßig ist es, mit der Klage auf Aufhebung des Bertrages wegen Gesundheitsgefährlichkeit der über diese anscheinend harmlose Sache gab Veranlassung, den Ge- um Aufnahme folgender Erklärung ersucht: Wohnung einen Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung zu ver meindevorsteher aus seiner Reserve hervorzuloden. Die mit binden und die Gesundheitsgefährlichkeit durch ein Attest glaubhaft zu 2300 000 Mart veranschlagten Bautosten der Kanalisation werden machen. M. 57. um zirka 50 Prozent überschritten merden! Zur nächsten Sizung Wegen Steuerrestes ist der Lohn pfändbar. wurde auch eine Uebersicht über die voraussichtlichen Kosten des Im übrigen ist nur der 1500 W. jährlich übersteigende Arbeitslohn pfändbar. -W. D. 120. Pankow, Floraftr. 51. E. P. N. Die„ Humanité Baues sowie die Wahl einer Kanalisationskommission versprochen. Nur mit Aufbietung aller Beredjamkeit gelang es dem Gemeindeloftet im Auslande 9 Fr. pro Vierteljahr, 16,50 Fr. pro Halbjahr und 31 Fr. pro Jahr. Monatsabonnements nur in Frankreich. Jedes Postamt nimmt vorsteher, die Genehmigung der 100 000 Mart- Anleihe zu erlangen. bie Bestellung an. Die Adreffe lautet: Paris, 110 rue Richelieu. . S. 5. 1. Nein. 2. und 3. Die Entscheidung ist zweifelhaft, eine Klage Welche Hochachtung" der Gemeindevorstand vor den Gemeindehätte wenig Aussicht auf Erfolg, erscheint aber nicht ganz aussichtslos. bertretern hat, zeigte die am Schlusse der Sizung, nachdem schon die meisten Vertreter zum Aufbruch gerüstet waren, gemachte MitM. O. 18. Die von Ihnen angeführten Sachen dürften als unpfänd teilung, daß die Submission über„ Maschinenlieferung für die Diese Erklärung sagt nicht, gegen wen sich die gerichtliche bar erachtet werden. Die Garantie der Mutter ist an sich ungültig. Anders beiden Bumpftationen" als Höchstforderung 147 000 m. und als Untersuchung richten soll, ob gegen den Schuhmann oder gegen steht es, wenn die Mutter als Käuferin fich schriftlich zur Zahlung ver pflichtet hatte. Bengich. Ein Einspruch wäre erfolglos. Mindestforderung 100 000 M. ergeben haben. Borsig, Schwarzkopff, den von diesem Verhafteten. Wenn letteres der Fall ist, so haben 1. und 2. Ja. J. Sch. 100. Uns nicht bekannt. Benden Sie sich an Siemens, Cyklop sowie Bruch waren hier beteiligt. Dem Tiefbau- wir, agt das Frankfurter Blatt, wieder die eigenartige Erscheinung, den Holzarbeiter- Berband, Engel- Ufer 15. F. O. Der andere hat recht. unternehmer Bruch will oder hat der Gemeindevorstand als Mindest daß Leute, die über unangemessene Behandlung durch die Polizei B. S. 30. P. K. 30. Beantragen Sie bei der Berufsgenossenschaft, Ihnen eine 2. S. 3747. 1. Ja. 2. Ein Zwang ist nicht forderndem die Lieferung übertragen. Nachdem die letzten Arbeiten Klage führen, zu allem übrigen noch angeklagt werden, und daß Unfallrente zuzubilligen. N. Sch. 1. ft bergeben sind, kann eine Kanalisationskommission gewählt werden. dann die Beamten, deren Verhalten Gegenstand der Beschwerde möglich. Suchen Sie in Güte den Bater zu bewegen. war, als Zeugen gegen sie auftreten. Eine weitere Zuschrift von für ein Dienstmädchen wegen der Kündigungsfrist nichts vereinbart, so gilt E. M. 42. eine Sündigungsfrist von 6 Wochen zum 1. des Quartals. Herrn Böttcher deutet darauf hin, daß in der Tat dieser Weg der 1. Im Klagefall würde der Wirt voraussichtlich Recht bekommen. 2. Solch Weißensee. Leitfaden existiert nicht. G. B. 1896. 1. Ja. 2. und 3. Nein. Klarstellung das Umgekehrte dessen, was man eigentlich für das Bwedmäßige halten sollte gewählt werden wird. Die Frankf. Rummelsburg. 1. Ja. Aber nur, wenn die Voraussetzung für einen folchen vorliegt. 2. Unfallrente wird nur gezahlt, wenn die Minderung der Beitung" gibt aus dieser Zuschrift folgendes wieder: Der Schußmann hat eine Anzeige fertiggestellt. Danach soll Erwerbsfähigkeit über die 13. Woche hinausläuft. F. P. 55. Die ich zu meiner größten Ueberraschung einen ganzen Rattenkönig Führung des Meistertitels ohne den Besitz eines solchen ist verboten und strafbar. B. 6. Nach der Vorstrafe wird der Zeuge in der Regel nicht von„ Vergehen" verübt haben. Widerstand gegen die Staatsbefragt. Liegt dem Zeugen daran, daß er unter feinen Umständen danach gewalt"," groben Unfug" usw. usw. Dabei erklärt der SchutzDabei erklärt der Schuß- befragt wird, so teilt er vor dem Termin mit, wann und weswegen er mann auch, ich hätte seine„ Uniform angegriffen": seine Uniform bestraft ist, und beantragt, Fragen nach den Strafen nicht zulassen zu aber sei ihm.heilig", denn er trage" des Kaisers Rod!" wollen. Dem Wunsch wird Rechnung getragen. B. 89. Wenden Sie 2. J. 206. Ohne Einsicht in das Diese Bemerkung über seine„ Uniform" gibt vielleicht einen sich an die Fortbildungsschule. 500 5. P. Bei dem Fingerzeig zur psychologischen Erklärung. Die gerichtliche Be- Staffenstatut ist Ihre Frage nicht zu beantworten. ( ich habe sofort gegen den Schußmann von Ihnen geschilderten Sachverhalt ist die Behörde berechtigt, Strafbefehle Handlung der Sache Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft gestellt wegen Mißbrauch der und Zwangsmaßregeln ergehen zu lassen. Eine Klage im Verwaltungsstreitverfahren ist zulässig, bei der von Ihnen geschilderten Lage der Dinge Amtsgewalt, rechtswidriger Freiheitsberaubung, vorfäßlicher Miß- aber aussichtslos. Ch. A. J. Ja. C. 2. 100. Sie sind nicht vers handlung und schwerer Beleidigung meiner Person und meiner pflichtet, Ihren Keller gegen einen anderen zu vertauschen. Hein, Ehre) wird dartun, daß die Beschuldigungen seitens des Veteranenstraße. 1. 67% Proz., 2. 100 Broz.-M. 3. 99. Nein. Das Auguste- Viktoria- Krankenhaus, welches vom Vaterländischen Frauenverein unterhalten wird, will den Betrieb auf die vertraglich zu unterhaltenden 40 Betten beschränken, wenn Kreis und Gemeinde nicht dafür eintreten, das jährliche Defizit, das im letzten Berichtsjahre 31 000 m. betrug, zu decken. Zurzeit werden etwa 120 Betten unterhalten. Der Verein beabsichtigt, wenn Kreis und Gemeinde die geforderte Garantie übernehmen, das Krankenhaus bis auf 250 Betten zu vergrößern, andernfalls sei er gezwungen, die Anstalt auf die vertraglich zu unterhaltenden 40 Betten zu beschränken und den Betrieb im übrigen nach einer Gegend Berlins zu verlegen, wo das Verhältnis der Kranken erster und zweiter Klasse zur dritten Klasse nugbringender sei. Dieser Entschluß verdient nähere Beachtung und zeigt, wohin die private Wohltätigkeit führt. Die Gemeinde sollte daran denten, sich ein eigenes Krantenhaus zu errichten, was ihr dann auch gestattet, Einblick in die Verwaltung zu nehmen, während bei dem jezigen Zustand jedwede Uebersicht fehlt. Vermischtes. Arretiert. Vom Polizeipräsidenten in Wiesbaden wird die Frantf. 3tg." Im ersten Morgenblatt( Nr. 298) Ihrer Zeitung vom heutigen Lage ist unter der Ueberschrift„ Ein polizeilicher Mißgriff" eine Darstellung über eine nächtliche Arretierung des Schriftstellers Karl Böttcher von hier gebracht worden, welche völlig mit dem übereinstimmt, was Böttcher hier mündlich vorgetragen hat. Die Darstellung widerspricht jedoch der Anzeige des betreffenden Schuhmanns, welcher die Sachlage wesentlich anders darstellt. Durch gerichtliche Untersuchung, welche ohne Verzug eingeleitet werden wird, wird wohl baldigst Klarheit in der Sache geschaffen werden. -G. 23. Für den Juhalt der Juierate übernimmt die Nedaktion bem Wublitum gegenüber teinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, ben 31. DItober. Anfang 7 Uhr. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerhieg auf der Wartburg. ( Anfang 7 Uhr.) Schauspielhaus. braben Mann. Das Lied vom Deutfches. Das Bintermärchen. Weften. Dret Rolandsknappen. Lorning. Undine. Seifing. Das Blumenboot. Neues. Die Condottiert. Anfang 8 Uhr. Steues Schauspielhaus. DerSturm. Berliner. Sherlod Holmes. Bailler 0.( Walner Theater.) Der Herrgottsmarter. Urania. Wissenschaftliches Theater. Heute im Theater 8 Uhr: Sizilien. Hörsaal 8 Uhr: Die photographische Platte. OOLOGISCHER ZCARTEN Täglich ab nachmittags 4 Uhr: Großes Militär- Doppel Konzert Eintritt 1 M., v. 5 Uhr ab 50 Bi. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Schiller N.( Friedrich Wilhelm Lustspielhaus. ftädtisches Theater). Die rote Robe. Romische Oper. Lakmé. Reflbenz. Triplepatte Luftpielhaus. Unsere Stäte. Zentral. Tausend und eine Nacht. Rachmittags 3, Uhr: Prinzeßchen Neugier. Kleines. Ein idealer Gatte. Deutsch Amerikanisches. Sm wilden Westen. Der Hauptmann von Köpenid Thalia. Wenn die Bombe plagt! Luisen. Sherlof Holmes. Bernhard Rofe früher Carl Weik. Ausgewiesen. Trianon. Der Hausfreund. Walhalla. Spezialitäten. Apollo. Berlin im Dmnibus. Spe. atalitäten. Metropol. Der Teufel lacht dazu. Saftuo. Alexander der Große Folies Caprice. Sereniffimus Auguft XXVI.- Das Modell.. Das Provinzmäbel. Wafiage. Spezialitäten. Meichshallen. Stettiner Sänger. Wintergarten. Spezialitäten. Allabendlich 8 Uhr: Unsere Käthe. Zentral- Theater. ( Operette). 31, Uhr: Zum 1. Male: Prinzeßchen Neugler. Abends 8 Uhr: Tausend und eine Nacht. Luisen- Theater Reichenbergerstr. 34. Abends 8 Uhr: Sherlock Holmes. Donnerstag: Sherlod golmes. Freitag: Sherlock Holmes. Uhr Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr. With. Th.) Mittwoch, abends 8 Uhr: Der Herrgottewarter. Ein Drama in 3 Aufz. v.. Lilienfein. Hierauf: Zum Einsiedler. Luftsp. in 1 Aufz. v. Benno Jacobson. Donnerstag, abends 8 Uhr: Hasemanns Töchter. Freitag, abends 8 Uhr: Die rote Robe. C Mittmod, abends 8 Uhr: Die rote Robe. Schauspiel in vier Aften von Eugen Brieur. Deutsch von Anne St. Cére. Donnerstag, abends 8 Uhr: Frau Inger von Oestrot. Freitag, abends 8 Ubr: Die Hoffnung auf Segen. astans Panopticum Friedrichstraße 165. Der Räuberhauptmann v. Köpenick. Die zusammengewachsenen Schwestern. Abends 6, Uhr: familien- Bier- Kabarett. Schwarzer Friedrichsberg. Fernsprecher Nr. 8. Adler Frankfurter Chaussee 5. Jeden Sonntag im Königssaale: Großer Ball unter Leitung des Herrn D. Bürger. Jeden Mittwoch: 24762* Willy Walde- Sänger. 8um 1. Male: Reu! Der Säugling. Urtomisch! Gebr. Arnhold. WINYS I BARTEN Letzte Vorstellungen des glänzenden und amüsanten Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger Anfang Wochentags 8, Sonntags 7 Uhr. Colosseum Co Dresdenerstr. 97. Das brillante Oktober- Programms. Oktober- Programm. Passage- Theater. Letzter Tag des glänzenden Oktober- Programms. Josefine Dora in der Rieke mit dem Komödie Schlager ,, Emil, du bist eene Pflanze". 14 erstklass. Nummern. Kasino- Theater Lothringerftr. 37. Täglich 8 Uhr Sonnabend 4 ugr Stimberoorſtelung: Zirkus Busch. Zirkus Schumann Nur noch bis 31. Oktober! Rübezahl Abends: Else vom Erlenhof. Sonntag nachmittag: Jungfrau von Drleans. flbends: Sherlod Holmes. Montag: Elfe vom Erlenhof. Abends 7, Uhr: Monsieur Romeo's Staunen erregende Automobilexperimente. Ueberfahren Urania. Taubenitrate 48/49. Deutsch- Amerikanisches e. 30 Zentner u. 4 Infaffen Theater 8 Uhr: Sizilien. Hörsaal 8 Uhr: Die photographische Platte. Sternwarte, Invalibenstr. 57/62. Ferdinand Bonns Berliner Theater. Heute und folgende Tage: Sherlock Holmes. Anfang 8 Uhr. Theater des Westens Station Zoolog. Garten, Kantstr. 12. Abends 7, Uhr: Theater. Jeden Abend 8 Uhr Wiederauftreten von Adolf Philipp: Im wilden Westen und Herr Hauptmann" von Köpenick. Sonntag nachm. 3 Uhr, halbe Preise: Ueher'n großen Teich. Bernhard Rose- Theater früher Carl Weiß- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Täglich 8 Uhr: Ausgewiesen. Drei Rolandsknappen Soziales Boltstäd in vier Alten von Donnerstag: Der Bettelstudent. Anfang 7, Uhr. Gutscheinbeste ungültig. Carl Böttcher. Sonnabend 4 Uhr Stinder- Borft.: Frau Holle. Sonntag 3 Uhr: Mutterllebe. Kleine Breise. Neues Schauspielhaus Etablissement Neue Welt Mittwoch, den 31. Ditober: Der Sturm. Donnerstag: Der Sturm. Anfang 8 Uhr. Neues Theater. Anfang 8 Uhr. Die Condottieri. Donnerstag und folgende Tage: Die Condottieri. Kleines Theater. Sum 107. Male: Ein idealer Gatte. Anfang 8 1hr. Donnerstag zum 108. Male: Ein Idealer Gatte. Freitag: Man kann nie wissen. Hasenheide 108/114. Heute: Gastspiel Bernhard Rose- Theater. Der Glöckner von Notre- Dame. Romantisches Drama in 6 Aften. Staffeneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Billetivorverkauf von 10-1 1hr im Etablissement. Apollo- Theater. este, Liane d'Eve Woche! mit einem 70 PS. Fiat- Automobil Die größte Tiger- und Löwengruppe. Herr Burkhardt- Footitt, Schulreier. Hr. E. Schumann m. feinem Sportaft sowie 16 Fuchshengsten. Mlle. Leris Loyal, Demimonbaine- etterin Aus der Pußta. Bantom. Heute abend präzise 7%, Uhr: Alexander der Große. Grande Soirée équestre. 1, November: Premierenabend. 1. Elite Programm. 1. a.: Mon. Fernand Guichenet, Oberbereiter Seiner Maj. des Baren. Monf. Alberto in s. phänomenalen Leistungen. Mister Henricksens größte Tiger- Gruppe, worunter Tamany, Riefentiger. der kämpfende Löwen- Baron, der ur tomische, mit seiner dreffierten Menagerie. Die fliegenden Menschen Les Rixfords. W. Noacks Theater. Auf der Pußta borgeführt Schumann. Direktion: Rob. Dill. Brummenftr. 16. Bum legtenmal: Die Rose nou Bacharach. Schauspiel mit Befang in 4 Atten. Anf. 8 Uhr. Entree 30 bis 75 f. Donnerstag: Schuldig. Sonnabend zum erstenmal: Adele. Fröbels Allerlei- Theater Schönhauser Allee 148. Jeden Sonntag und Donnerstag: Konzert, Theater, Spezialitäten. Stets erstklassige Riesenspielfolge. ad der Borstellung: Gr. Tanz. inf. Sonntag 5, Donnerstag 8 Uhr. Gustav Zanzleitung: B. Sachse. vom Dir. Reiterfamilie Cardinale. Gutzow, faufafischer Parforcereiter. Agube herdem: Sämtliche neuengagierten Spezialitäten. Um 10 Uhr: Ein 8um 18. Male: Sonntag 4 Uhr: Alexander der Große. ValhallaWa Varieté- Theater Weinbergsweg 19/20. Am Rosenthaler Tor. Nur einige Tage noch! Abends 8 Uhr. Das lustige Oktober- Programm. Emmi Kröchert,| Willy Prager Royal Mitsutas. u. f. D., u. f. 1o. Rauchen überall gestattet. Spezialitäten und Volks- Kabarett Welt- AusstellungsBiograph-( St. Louis) Theater lebender Photographien mit abwechselndem Abnormitäten- Progr. Verbindung mit größter FilmsFabrik Frankreichs, daher täglich neueste Bilder. Den ganzen Tag Vorstellung. Otto Pritzkow, Münzstr. 16. Beste Bettenfüllung find die boraglich fadenben, fesz elastischen, echt dinefischen Monopoldaunen gefchütt) ( pt) fund Mr. 2,85. Pfund genügen a. gr. Oberbett. Derf. geg. Nachnahme. Berpadung fret. Gustav Lustig Berlin S. Prinzenstr. 46 Größtes Bettfedern- Spezials gefchäft Deutschlands. PelzwarenFabrik. 2783L Der Einzelverkauf findet wie alljährlich in meiner Fabrik Alexanderstr. 30, 1. Etage statt. Verkauf nur zu Fabrikpreisen. Pelz- Stolas, Kragen, Muffen, Pelzmützen. Reparaturen billigst. Herrm.Oppenheim, Kürschnermstr. Gegr. 1874. monatlich 10 M. Tag in Monte Carlo. Palast- Theater. Teilzahlungen arabe Gr. Ausstattungspantomime. Theater Folies Caprice. Burgstr. 24, 2 Min. v. Bahnhof Börse. Entree 50%. Oktober Attraktionen. Linienstr. 132, Ecke Friedrichstraße. Heute 8 Uhr. Serenissimus August XXVI. Das Modell. Das Provinzmädel. Anfang 8 Uhr. Sonntag nachmittag bei bedeutend ermäßigt. Preisen: Soll und Haben. Behrens Nach dem Zapfenstreich. Theater, Berlin O., Frankfurter Alles 85. Die Attraktionen d. Oktob- Programme. Kolossaler Erfolg Berlin im Omnibus 10 Uhr: I mit dem Omnibus- Trick. des sensationellen neuen Oktober- Programms. 22 Nummern. Sonntag, den 4. November, nachm. Anfang 7%, Uhr. Sonntags 5, Uhr. 3, Uhr: Große Familienvorstellung. Salbe Breife! Salbe Preise: Komische Oper. Metropol- Theater Abends 8 Uhr: Lakmé. 3m 2. Aft: ,, Cobra", ausgeführt von Ruth St. Denis. Donnerstag zum erstenmal: Zierpuppen. Hierauf: Ruth St. Denis. 8. Schlußs. erftenmal: Onkel Dazumal. Täglich 8 Uhr: Der Teufel lacht dazu. Große Jahresrevue in 9 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Dirigent M. Roth. Lortzing- Theater In Szene gesetzt von Direktor Bellealliancestr. 7/3. Heate abend 7%, Uhr: Undine. Abonnements gültig. Donnerstag: Der Wildschütz. Sonntag nachm.: Der Wildschütz. Rixdorfer Theater Bergstraße 147. Mittwoch, den 31. Oktober 1906: Der Hochzeitstag. Schwant in 3 Atten von Bolters. Gierauf: Die Notbrücke. Luftfp. i. 3 Atten v. Greffac ut. Croiffet. Residenz- Theater. Direktion Richard Alexander. Richard Schultz. H. Bender. J. Josephi. J. Giampietro. Fritzi Massary. Phila Wolff. Rauchen überall gestattet. Sonntag, den 4. November 1906, nachmittags 3 Uhr: Ermäßigte Preise! Auf in's Metropol! Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: Der Hausfreund. Anfang 8 Uhr. Sonntag nachmi. 3 Uhr: Die Nothrücke. Gente und folgende Tage inf. 8 Uhr: Prachtsäle des Westens Triplepatto. Chant in 5 Atten a. Eriftan Bernard und André Godjernaug. Bicomte Robert de houban: Richard Alegander. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Eine Hochzeitsnacht. Spichernftr. 3. Carl Stechert. Heute Theater- Aufführung. Borf und Stadt. Auf. 8%, Uhr. Entree 40 f. Nach der Vorstellung: Familien Kränzchen. Kinematograph Anfang 3 Uhr. Buggenhagen Moritzplatz. Jeden Mittwoch n. Sonnabend: Gustav Gottschalks humoristischer Abend und Freitanz. 00 Robert und Bertram John Ilket Rossette Vallieres Ki- Bello ufw. Dazu Die Loreley. Posse von D. Klein. Familienkarten, zum halben Staffenpreise gültig, in allen Barbier, Friseur- u. Bigarrengeschäften gratis. J Sanssouci. Kotser Straße4a. Direktion Wilhelm Reimer Sount., Mont., Donnerst.: Hoffmanns Hordd. Sänger Gr. Extra- Elite- Programm mit besonderen Ueberraschungen. Sonnt.Beg. 5, ochent. 81. Jeden Dienstag: Theater Abend. nach Maz. J. Herren- Garderobe a. Billigte Preiſe. Tomporowski, Schneidermeister, Berlin, Lindenstr. 110, 2. Etage. Nähe Belleallianceplay. Bruch- Pollmann empfiehlt sein Lager in Bruchbandagen, Leibbinden, Geradehaltern, Spritzen, Suspensorien fowie sämtliche Artikel zur Krankenpflege. Eigene Werkstatt. Liefer. 1. Drts. u.Hülfs- Krantenfaffen Berlin C., 24551 30. Finien- Straße 30. Alle Bruchbänder mit elastischen Belotten, angenehm u. weich am Körper tenographie Stolze Schrey! Gelegenheit 8. gründl. Erlernung ift jed. Teilnehm. geboten! Stursus beginnt Freitag, ab.7Uhr, b.Grupe, Annenftr.16. Englischen Unterricht( Ueber setzungen), französischen, deute schen Unterricht erteilt 6. Swienty- Liebknecht. Schöneberg, Sedanstr. 57 III, Schmackhaft, leicht verdaulich Fortig zum Gebranoh Trokka Nahrhaft für Kinder, Garantiert Kranke and Reconvaleszenten Baren- Diplom Grand Prix reiner Milchkakao mit Zuckerzusatz Überall erhältlich Grösste Auszeichsung Grosse Allgemeine Fach- Ausstellung für das Gastwirts- Gewerbe, Cola a. Rh.. Oktober 1906 Haupt- Bureau: Berlin SW., Belle- Alliance- Platz 7/8. Verlangen Tellus- Zigaretten garantiert Handarbeit Mit peinlichster Sorgfalt von bestbezahlten Zigaretten- Arbeitern hergestellt. 371L* M. Butze, Orientalische Zigaretten- Fabrik ,, Tellus", Berlin N. 54. Berantwortlicher Redakteur: Band Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glede, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Budbruderei u. Verlagsanstalt Baul Finrer& 00000 Br. 254. 23. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt., 31. Oktober 1906. 7 Eingegangene Druckfchriften. bom ,, Wahren Jacob ist socben die 22. Nummer des 23. Jahr. farbigen Bilder Breslau" und" Das ruffische Staiferhuhn" fomie die ganges erschienen. Aus ihrem Inhalt heben mir hervor die beiden weiteren Jllustrationen Start Moor redivivus in Stopenid"," Das AdlerHoffnung" Im Zufunftsstaat der staatsder Regierung von 1849 habe die Bestimmung enthalten, bedrohen, der sich nach der Auflösung nicht sofort entfernt. Und der Aufhebung des Vereinsrechts durch das Kammergericht. bie der Versammlung dürfe die zur Schließung Gesetzgeber habe damit auch recht. Wenn es auch bedauerlich sein der Versammlungsorte festgesezte Beit nicht überschreiten. Die Ne- tönne, daß sich die Polizei mal vergreife, so würde der Erfolg doch Jm Kammergericht geht es seit der Beseitigung des Kammer- gierung wollte also ausdrücklich die Dauer von Versammlungen an ein weit schlimmerer sein, wenn die Versammlung selbst zu prüfen gerichtsrates Havenstein, der wiederholt mit Erfolg für Aufrecht- die Polizeistunde binden und die Ueberschreitung sollte ein Auf berechtigt wäre, ob ein berechtigter Auflösungsgrund vorläge. Es erhaltung der Verfassung und ungültigkeitserklärung auch von lösungsgrund fein. Dieser Entwurf wurde gegen nur wenige würden dann gewiß Tumulte entstehen und der Fall eintreten, wo Polizeiverordnungen eintrat, die die Verfassung und das Vereins- Stimmen verworfen. Die Regierung nahm in dem Entwurf von 1850, mit Waffengewalt nach§ 6 eingefchritten werden könne. recht verletzten, immer mehr mit dem Schuß des Verfassungs- und der Gesez wurde, jene Bestimmung überhaupt nicht wieder auf. Auf eine Widerlegung der durchschlagenden Gründe des landVereinsrechtes bergab. In Widerspruch mit Vorschriften des Gesetzes Wenn also der erste Entwurf und damit die fragliche Bestimmung ausdrüde gerichtlichen Urteils und des Verteidigers ließ sich das Urteil nicht und der Verfassung fällte es am Montag eine Entscheidung, die noch lich verworfen worden sei und die Regierung in dem zweiten Gesez ein. Trotz dieser fammergerichtlichen Entscheidung über die bormärzliche Willtürschaft hinaus die gewordenen Entwurf die Bestimmung erst gar nicht aufgenommen fordern wir die Mieter von Räumen auf, dem Polizei für berechtigt erklärt, ohne Grund den Mieter eines Raumes habe, so könne man feineswegs fagen, es sei auch dann Begehr der Polizei in Fällen, die dem geaus seinen Mietsräumen zu entfernen, und den Mieter für strafbar Grund zur Auflösung gegeben, wenn die Polizeistunde über schilderten gleich gelagert sind, teine Folge zu erklärt, der in seinem Mietsraum bleibt. Dieser Entscheidung lag schritten werde. Das Gericht, das so entschiede, würde sich leisten, vielmehr ihren Hausfrieden auch der folgender Sachverhalt zugrunde: in Gegensatz zur Absicht des Gesetzgebers stellen. Um eine solche Bolizei gegenüber zu schützen. Eine öffentliche Versammlung im Lokal Wilhelmsgarten zu unzulässige Auflösung handele es sich hier. Der Verteidiger) Tempelhof bei Berlin, die am 13. Dezember 1905 fiattfand, wurde hob ferner hervor, daß der Vorderrichter sich aus der Anziehung der gleich nach 10 Uhr wegen Eintritts der Polizeistunde für das Lokal§§ 5, 6 und 8 im§ 15 mit Recht folgere, daß die Bestrafung bom überwachenden Gendarm aufgelöst, obwohl das Lotal vom nur dann eintreten solle, wenn einer diefer angezogenen Paras Einberufer und Leiter, Genossen Thiel, durch schriftlichen graphen vorliege, also einer der drei Auflösungs Wertrag bom Gastwirt bis 1 Uhr nachts gegründe des§ 5 oder der Auflösungsgrund des§ 8 mietet worden war, gemäß einer mündlichen Vereinbarung von den Anlaß zur Auflösung bilde. Stelle man sich auf den schießen", Glaube Liebe 10 Uhr ab jeder Ausschank im Versammlungsraum unterblieb entgegengesetten Standpunkt, so interpretiere man diese ausdrücklich erhaltenden Parteien"," Die Stüße von Thron und Altar in Rußland", und die Tür verschlossen wurde. Mit Rücksicht hierauf verweigerte angezogenen Baragraphen aus dem Gesez hinweg. Interpretiere Aus dem Dreillaffenstaat"," Der bayerische Löwe und die Simultanſchule", Thiel die Räumung des Saales. Erst nach einer wiederholten Auf- man den§ 6, der die fofortige Entfernung nach einer Auflösung" Softbar"," Die reife Frucht"," Beitgemäßes Werkzeug für Streitbrecher" forderung des Gendarmen veranlaßte er die Versammelten, sich zu vorschreibt, so, als stünde er nicht im Vereinsgefez selbst, und im entfernen, und ging er selbst. Thiel wurde auf Grund des§ 15 Zusammenhang mit dem vorangehenden§ 5, dann stelle man den des preußischen Vereinsgesetzes angeflagt, welcher lautet: Wer sich alten vormärzlichen Zustand wieder her, nach dem die Aufnicht sofort entfernt, nachdem der Abgeordnete der Ortspolizeibehörde löfung einer Versammlung im Belieben der Polizei lag und die die Versammlung für aufgelöst erflärt hat(§§ 5, 6, 8), wird mit Polizei aus irgend einem ihr beliebenden Grund die das VersammGeldbuße von 15 bis 150 2. oder mit Gefängnis von acht Tagen lungsrecht Ausübenden mit Gewalt auseinandertreiben konnte, ja bis zu drei Monaten bestraft.“ die folch rechtswidrigem Vorgehen der Polizei fich wider Das Landgericht II zu Berlin sprach jedoch den An- fezenden Personen außerdem noch strafbar waren. Eine Bes geflagten frei. Es führte aus: Es müsse angenommen werden, strafung vorliegenden Falle würde die Artikel 29 baß§ 15 von denen, die dem§ 6 zuwider handelten, nur und 30 der preußischen Verfassung und das diejenigen bestraft wiffen wolle, in deren Falle die Auf auf Grund derselben ergangene Vereinsgefeß aufLöfung auf die§§ 5 und 8 des Vereinsgefeges geftützt heben. Der gwed diefer Verfassungsbestimmungen und des werde. Zu den dort genannten Gründen gehöre aber Vereinsgesetzes sei es ja gerade, die unbeschränkten Befugnisse der der Eintritt der Polizeistunde nicht. Deshalb habe hier, wo der Polizei, Versammlungen zu gestatten oder aufzulösen, aufzuBeamte auf Befragen des Leiters die Polizeistunde als Grund an- heben und das Recht auf Auflösung nur auf die bestimmten, in gegeben habe, Freisprechung zu erfolgen. Wegen Verweilens in den§§ 5, 6, 8 des Gesezes festgesezten Fälle zu beschränken. einer Schantstube nach Eintritt der Polizeistunde und troz Aufforderung eines Polizeibeamten, fich zu entfernen(§ 365 Abs. 1 des Strafgefezbuchs), tönne auch keine Bestrafung eintreten, da der Saal zur fraglichen Zeit tein Schantraum mehr gewesen sei, weil jeder Ausschank von 10 Uhr ab unterblieb und die Tür von dem Saalmieter Thiel geschlossen ivar. int und Logisch". Der terliche Teil der Nummer bringt die Gedichte„ Der Junter Jahrhundertfeier"," Beterhof"," Die Enthüllungen",„ Der Hauptund außer zahlreichen fleineren Beiträgen noch die größeren Feuilletons mann von Köpenid"," Hochwürden"," Unser Reichtum"," Braunschweig" Nitroglyzerin" von Baul Enderling und„ Die Duellanten". Der Preis der 16 Seiten starken Nummer ist 10 Pfennig. „ Neue Gesellschaft". Sozialistische Wochenschrift. Herausgeber: Dr. Heinrich Braun und Lily Braun.( Berlag: Berlin- Schöneberg. Preis für das Einzelheft 10 Bf., pro Monat 40 Pf., pro Bierteljahr 1,20 M.) Soeben ist das 5. Heft erschienen. Witterungsübersicht vom 30. Oftober 1906, morgens 8 the. Stationen Wien Barometer. fland mm Mind. richtung Bindstarle Better 3 wolfig 757 DSD 761 G 2 wolfent 3 wolfig Der erste Straffenat des Kammergerichts hob jedoch Swinemde. 761 SD am Montag das freisprechende Urteil auf und ber- Damburg urteilte den Angeklagten auf Grund des§ 15 des Vereinsgefeßes zu Berlin der zulässigen niedrigsten Strafe von 15 M.: Nach der Auflösung Frants.a. M. 756 SD einer Versammlung habe sich gemäß§ 6 des Gesetzes jeder AnMünchen wesende sofort zu entfernen und nicht erst zu fragen, ob der Grund etwa berechtigt sei. Der Polizeibeamte brauche ja den Grund gar nicht zu nennen. Das Prinzip des Vereinsrechts sei: die Vereins- und Versammlungsfreiheit folle gewahrt bleiben, aber Rechtsanwalt Dr. Herzfeld vertrat den Angeklagten vor dem das Vereins- und Versammlungsleben solle sich in bestimmten ersten Straffenat des Kammergerichts. Er trat den Nachweis dafür Regeln abspielen. Der Gesetzgeber habe sich ein an, daß schon aus der Entstehungsgeschichte des Vereinsgesetzes der Staatsgewalt gedacht, daß gleichberechtigt der Ver Straußfurt die unzulässigkeit der Auflösung einer Versammlung fammlung gegenüber stehe und dessen Auflösungswille mündung+1,29 Meter. wegen Ueberschreitung der Polizeistunde. folgt. Der Entwurf entscheidend sei. Das Gesez wolle auch jeden mit Strafe bei Breslau Unterpegel Die Staatsanwaltschaft focht das Urteil durch die Revision an und verlangte die Bestrafung Thiels auf Grund des§ 15 des Vereinsgesetzes. Temp. n. E.! 8° E.= 4° N. Stationen Barometer. stand mm richtung Wind Windstärke Better Zemb. n. C. e. 4° N. 6 Haparanda 769 SSD 2mollig 4 Petersburg 775 60 6 Scilly 3bedect 3 7 berbeen -2 Baris 4 744 R23 747 751 S 6 wolfig 1 heiter 3, bebeďt 68681 1 moltig 7.60 60 3 Nebel 764 SD 2 woltig Wetter- Prognose für Mittwoch, den 31. Oktober 1906. Ziemlich heiter, nachts tälter, am Tage mild bei lebhaften südöstlichen Winden; feine erheblichen Niederschläge. Berliner Betterbureau. 28afferstand am 30. Dftober. Elbe bei Auffig Organ Dresden- 1,17 Meter, bei Magdeburg+1,24 Meter. Dder bei Ratibor Meter. Dder bei Brieg+1,94 Meter. 1,24 Meter. Portieren Spezialität!( ca. 200 Genre). Einz.Garnituren spottbill. Spezial- Katalog( ca. 600 Illustr.) gratis u. franko. Teppich Emil Lefèvre Spezialhaus Oranienstr. 158 Berlin S. Meter. Meter, bei Unstrut bei Neige Bet Husten, Heiserkeit wirten Reichels Hustentropien überraschend sohnell und sicher. Nur echt, wenn mit Marke 91 Medico" verich offen. Flaiche 50 f. In allen Drogerien und bei Otto Reichel, Berlin S0. 43, Eisenbahnstraße 4. Achtmal billiger als elektrisches Glühlicht ist das Nach unten brennende Auerlicht mit dem echten AuerGlühstrumpf DEGEA. Nur echt zu haben bei den Gasanstalten sowie allen Installations- u. einschlägigen Geschäften, welche durch unser Plakat mit dem roten Auer- Löwen kenntlich sind. Deutsche Gasglühlicht Aktiengesellschaft ( Auergesellschaft) BERLIN Große Mengen aussortierter Knaben- Mäntel und Anzüge werden zu teilweise weit unter dem Herstellungswert herabgesetzten Preisen ausverkauft und zwar, so lange Vorrat reicht. Knaben- Winter- Joppen von 2 an M. warm gefüttert 4: 9.- 7.- 6.- 5.Baer Sohn Spezial- Haus grössten Massstabes. Chausseestrasse 24/25 11 Brückenstrasse II Gr. Frankfurterstr. 20. Der Haupt- Katalog No. 30( neueste Wintermoden) wird auf Wunsch kostenlos zugesandt, M. freitag Montag Mittwoch Waschfrau Waschmaschine Schnell- Dampt 4Uhn Spandauersin 49 A.Marker Berlin C Probewaschen Konkursmassen- Ausverkauf Herrens, Damen- und Kinder- Stiefel Ober- Schöneweide, Georg Broh, Bilhelminenhofftr. 14 a. Werftäglich von 8-1 Ubr, 2-9 1hr, auch Sonntags, zu spottbill. Preisen. Feinste Fruchtmarmeladen Himbeer, Apfel- und Melange. Eigene Herstellung u. Ernte. ff. und billiger Brotaufstrich Bosteimer 10 Pfd. franto 3 m 174/ 16* Obstplantagen u. Marmeladenkocherei L. Dobbelaer, Jienbüttel. Kufeke's Kinder mehl Fluss- und Seefisch- Handing jetzt Weldenweg Rob.Richter Meln selt 6 Jahren Petersburgerstrasse 8 bestehendes Fischgeschäft babe nach Weidenweg 37 verlegt. Möbel Bürgerliche WohnungsEinrichtungen eventuell auch auf Teilzahlung Paul Burow's Möbel- Fabrik Berlin SW., Lindenstraße 105. Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei und leiden nicht an Verdauungsstörung. 56011* Hervorragend Brechdurchfall, Darmkatarrh, Diarrhoe etc. bewährt bel Arbeiter! Frauen! Mittwoch, den 31. Oktober, abends 81 Uhr: Z.- D.: Geffentliche Volks- Versammlung in Meeses Gesellschaftshaus, Schulstraße 29. Der Wert der Konsumgenossenschaften im Kampfe gegen Lebensmittelverteuerung u.- Verfälschung. Konsumenten! Arbeiter, Frauen, sowie Mitglieder von Rabatt- Sparvereinen! Es gilt, in dieser Versammlung den Weg zu zeigen gegen Ausbeutung der Konsumenten Referent: A. Stoermer. durch hohe Lebensmittelpreise und Verfälschung der Nahrungsmittel. Deshalb versäume niemand, in der Versammlung zu erscheinen. Deutschlands Steinarbeiter Zentralverband der Tönfer Deutschlands Filiale Berlin. Donnerstag, den 1. November abends 6%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- fer 15, großer Saal: General- Verfammlung. Zages- Ordnung: 1. Bericht des Gesamtvorstandes. 2. Der Stand des Fensterstreiks. 3. Abstimmung über den Antrag M. Kemniz. 4. Verschiedenes. Es ist Pflicht, daß jeder Stollege diese Versammlung besucht. 211/9 Anfang präzise. Der Vorstand. Berlin I. Die Kommission. Partei- Speditionen: -GO Sonntag, 4. November, vormittags 10 Uhr, im Englischen Garten,( gaben).- Sechster Wahlkreis( Moabit): Sarl Anders, Alexanderstr. 27c: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Duartal. 2. Beitragserhöhung. 3. Kündigen wir den Tarif, oder nicht? 4. Verschiedenes. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist vollzähliges Erscheinen erwünscht. 180/ 13* J. A. Franz Starker, Borfigender. M. Achtung! Verband der Fabrik-, Land-, Hülfsarbeiter dort: Seinrich, Nedarſtraße 2, im Laden. Schöneberg: Achtung! Fliesenleger. Sehwagen Donnerstag, den 1. November, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshause( Saal 5), Engel- llfer 15: 1 Versammlung und Arbeiterinnen Deutschlands. Zahlstelle Charlottenburg. Donnerstag, den 1. November, abends 8, Uhr, im Volkshause, Rosinenstraße 3: Berlin Zweiter Wahlkreis: Hermann Werner, Mittenwalder. straße 30, b. part. Dritter Wahlkreis: St. Friz, Prinzenstr. 31, Hof rechts part. Vierter Wahlkreis 0.: Robert Wengels, Rüdersdorferstr. 3, am Rüstrinerplatz. Wilhelm Mann, Petersburger plak 4( Laden). SO.: Paul Böhm, Laufizerplay 14/15 Fünfter Leo 8ucht, Steibelstr. 42 Salzwedelerstr. 8, im Laden.- Wedding: Karl Weiße, Wiesenstraße 41/42. Rosenthaler und Oranienburger Vorstadt: Hermann Raschte, Aderstr. 36, Eingang Anklamerstr. GesundSchönbrunnen. Trapp, Rügenerstr. 24, vorn part. links. hauser Vorstadt: Karl Mars, Lychenerstr. 123. AltGlienicke: Reinhold Schulz, Rudowerstr. 83. Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Sesenheimerstr. 1, Ede Goethestr., b. I.- Wilmersdorf- Halensee: Georg Feese, Berlinerstr. 46, Laden. Lichtenberg, Friedrichsfelde, Wilhelmsberg, Boxhagen, Stralau u. Rummelsburg: Otto Seitel, O. 112, Sronprinzen straße 50, I. Grünau: H. Bluhme, Viktoriaftr. 2. Rixdorf: Gustav Staminsky, Cunostraße 2. Wilhelm Bäumler, Martin Lutherstr. 51, im Laden. Tempelhof: M. Müller, Berlinerstr. 41/42. OberSchöneweide: Julius Gru now, Edisonstr. 10, I. NiederJohannisSchöneweide: Bonatowsky, Hasselwerderstr. 1 d. thal: Franz Hünold, Bismardstr. 7. Adlershof: Erich Steuer, Roonstr. 8, I. Königs- Wusterhausen: Friedrich Baumann, Luckenwalderstr. 4b.- Köpenick: Friedrich Boid, Grünstr. 4.Friedenau- Steglitz- Südende: H. Bernsee, Schloßstr. 115, Gartenhaus I, in Stegliz. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. Mohr, Düppelstr. 8, u. Fr. Schellhase, Ahornstr. 15 a.- Mariendorf: Baul Müller, Bergstr. 35, Hof I Baumschulenweg: Stod, Ernststr. 2, II.- Treptow: Rob. Gramenz, KiefholzNeu- Weißensee: B. Reste, Sedanstr. 105, ftraße 412, Laden. parterre. · Reinickendorf- Ost, Wilhelmsruh und Schönholz: P. Gursch, Provinzstraße 108, II. Tegel, Borsigwalde Wittenau. Waidmannslust, Hermsdorf und Reinickendorf- West: Paul Kienast, Borsigwalde, Schubart straße 43.. Pankow- Niederschönhausen: G. Freiwaldt, Mühlenstr. 73. Bernau: Heiurich Bröse, Hohesteinstr. 74, part. Eichwalde, Zeuthen, Miersdorf und Hankels Ablage: Alfons Gräz, Eichwalde, Kronprinzenstr. 82, I. Teltow: Heimann rüger, Neueftr. 2. Nowawes: Bilhelm Jappe, FriedrichSpandau: Köppen, Jagowstr. 9. straße 1. Außerdem ist sämtliche Parteiliteratur sowie alle wissenschaftlichen der Sektion der Fliesenleger des Maurer- Verbandes. General- Versammlung. udenpalberstr. 4b. Zages Drdnung: Tages Drdnung: 1. Bericht der Delegierten von der Gaukonferenz, 2. Diskussion. 1. Die Sperre über den Unternehmer Körner. 2. Gewerkschaft- 3. Abrechnung vom 3. Quartal 1906. 4. Wahl eines Stomitees zu unserem fiches. 3. Berschiedenes. Maskenball. 5. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Es ist Pflicht aller Kollegen zu erscheinen. 148/ 5* Kolleginnen und Kollegen, erscheint alle in dieser so wichtigen Versammlung. Der Sektionsvorstand. Mitgliedsbuch legitimiert, ohne dasselbe kein Zutritt. Die Ortsverwaltung. J. A.: A. Pohl. Verband der Tapezierer. Filiale Berlin. Mittwoch, 31. Oktober, abends 81% Uhr, bei Wendt, Beuthstr. 20: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Borstandsbericht( Staffenbericht). 2. Distuffion. 3. Anstellung eines fveiten Beamten. Mitgliedsbuch legitimiert. Unbedingtes Erscheinen aller Kollegen notwendig. Die Verbandsleitung.. Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort ( fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. * 188/3 teppdeden * billigst direkt in der Fabrit 72. Wallstr. 72, to auch alte Steppdecken aufgearbeitet werden. Bernhard Strohmandel, 30 Bauparzellen 24, Meilen v. Zentrum Berlins vert. Quadratrute 5 und 6 Mark Schulz, Schönebg., Gustav Müllerstr.42. Berlin Ks. Sluftr. Statalog gratis. Dr. Simmel, Prinzen- Berle dort zu haben. Auch werden Inserate für str. 4 den Vorwärts" entgegengenommen. Spezialarzt für 165 Haut- und Harnleiden. billig! Gerichtstr. 32, hochp. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. ff. Piano 80 9., bis 9 ab., ev. Teilz., Kleine Anzeigen Damenjahrrad, Nixdorf, Bruses Festsäle, Kenese Bitte ausschneiden. ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt- Expedition, Lindenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Holz. Blumen- bedſtraße 113, Reſtaurant, Garten, Bitwe Ender, Höchſteftraße 22, Hof werden für fofort gesucht. A. Bruden Achtung! Kürschner! 1842 24446* 1872 Herrenfahrrad, mie neu, 45,00. straße 36 b. 1814 Vereinszimmer, Parkettsjaal( 600 Ber+ 121* Steppdecken spottbillig, Fabrit sonen). Sonntags Ball. Deckbett, Unterbett, Kissen mit Große Frankfurterstraße 60. Pfandleihe, Brinzenstraße 63, glattrotem Inlett 10,50, Pfandleihe Teppiche, Rüdseite angeleimt, täglich 8-8, Sonntags bis 2[ 19088 Andreasstraße achtunddreißig. 1930s unter Fabrikpreis. Stoehr, Münz- Kunststopferei von Frau Kotosty, Charlottenburg, Goethestraße 84, I.* Rotrosa- gestreiftes Deckbett, Unter- straße 17. bett, zwei Stiffen 18,00, Andreas- Krautstraße 50. Braufleute kaufen Bücher tauft, beleiht Antiquariat straße achtunddreißig. Pfandleihe. Möbel, Spiegel, Bolsterwaren spott Kochstraße 56, I. Bauerndeckbett, Unterbett, zwei billig. Saalfelds Möbelspeicher. Kein Waschanstalt. Den Genoffen Riffen 27,00. Große Laten 1,00. Laden. empfehle bei Bedarf meine WaschLeihhaus Andreasstraße achtund- Milchgeschäft mit Rolle und und Plättanstalt. Wäsche wird sauber dreißig. Elektrische nach überall. Materialwaren sofort verkäuflich. und chlorfrei gewaschen, im Freien Karl Gardinenhaus Große Frankfurter Auskunft Göbenstraße 20. Schuh- getrodnet. Joch, Köpenid, ftraße 9, parterre. 1+ geschäft. +115 Grünauerstraße 21. Abholung Sonnabends. Rute 10 Mark! 500 HochwaldTeppiche mit Farbenjehlern Fabril. niederlage Große Frankfurterstraße 9, Aderparzellen, beste Pflanzzeit, im parterre. +1 schönen idyllischen Eggersdorf bei Steppdecken billigst Febrik Große Strausberg, mitten im Walde, fünf Minuten vom Bahnhof. Verkäufer Frankfurterstraße 9, parterre.+1 täglich Terrain. Nur der fulante Otto Musikwerke, Sprechmaschinen. Joers, Pankow, Elisabethweg 10. Zeilzahlungen. Invalidenstraße 20. Stalizerstraße 40. 1936 * * Entzückende Blusen, Kostümröde, Jacketts, selbstgefertigt, auffallend billig. Keine Ladenmiete. Littauer, Brunnenstraße 4, I. " * D Möblierte Schlafstelle vermietet Monteure für Trägertreppenbau lints I. 24466 müller, G. m. b. S., Schöneberg, 175/4 Der Verein selbständiger Kürschner Schlafstelle, möbliert, 11 Mark Tempelhofer Weg 46/47. Barock Bergolder auf Rahmen( Belzbranche) hat über die Firma mit Staffee vermietet Hänsch, Christ24316 sucht Königsberger, FrankfurterJoka u. Co. burgerstraße 44, born IV. +114 die Sperre verhängt. Wir ersuchen Beffere Schlafstelle, Balkon, Bade- straße 119. Klee, benugung 15,00 inklusive. Schürzen Näherinnen, Sternbed, die selbständigen Kürschner, fich ftreng an den Beschluß zu halten. 24376 Graunstraße 18. + 109* Rigaerstraße 36, vorn III. 103/ 2* Der Vorstand. Freundliche Schlafstelle Püdler- Vergolderin verlangt Weißensee, Die Zahlstelle Berlin des Deutschen +7 Weißenburgstraße 5. ftraße 11 III, Trebligar. Kürschnerverbandes ersucht die Mit. Beffere Schlafstelle, 10,00, Brangel Botenfrauen finden sofort sehr glieder, diese Werkstelle streng zu straße 115, vorn 3 Treppen rechts. lohnende Beschäftigung Prinzen meiden, da felbige ebenfalls die Schlafstelle, separat, Ritter- ftraße 41. 174/ 6* Sperre verhängt hat über die Firma. straße 124 I, Bohnsad. Botenfrauen finden sehr lohnende Die Ortsverwaltung. und dauernde Beschäftigung Schiffbauerdamm 1. Mietsgesuche. 24526 24536 19448* Saal, 100 Personen, Sonnabende Brauereiausschant Zwei Handwerker suchen zum Ersten Willner, frei. + 69* einfach möbliertes, heizbares Bimmer, Bankow, Schönhauser Allee. Umgegend vom Moriz- oder DranienVolkshumorist Mar Schmelzer, plak. Offerten unter S. F. mit Stettinerstraße 57. +109 Preisangabe an die Filialexpedition Kleiderspind, Schreibtisch kauft Vorwärts", Prinzenstraße. Verwalter Palisadenstraße 95. Mädchen sucht Schlafstelle, wo Geschäftsdreirad, äußerst stabil, Platina, alte Bahngebisse, aller: Niederkunst erwarten tann. Näheres 50,00. Holz, Blumenstraße 36 b. 24496 höchfte Breise. Linienstraße 199 II, bei Slemer, Frankfurter Allee 129, +135 Federbetten, Stand 10,50, große 24506 of IV. Dame muß verkaufen elegante Joachimstraße- Ede. 16,00, Gardinen, Wäsche, Decken, wirtschaft, Plüschgarnitur, PlüschWinterpaletots, Uhren, Goldsachen sofa 35, Schränte, Büfett, Stores, spottbillig Bjandleibhaus Rüstriner Steppdecken, Federbetten. Chausseeplay 7. straße 36/37 I, Eingang SchwarzTeppiche!( jehlerhafte) in allen topffstraße. 24456 Größen für die Hälfte des Wertes im Teppichlager Brünn, Hadescher Markt 4, Babuhos Börse. 268/14 Gelegenheitsfäufe: Baletots, An1962 1966* * Vermietungen. Zimmer. Möbliertes Zimmer 10,50. Hanke, Dresdenerstraße 96, born III. 24395 Möbliertes Zimmer, Zeilnehmer, vermietet Nicksch, Dresdenerstraße 111, born, rechter Aufgang I. 24415 des Blattes. 14685 Arbeitsmarkt. Gardinen, Portieren, Reste 1 Stellengesuche. 3 Fenster, enorm billig. 2 Gars dinenhaus Jerusalemerstraße 12. Möbliertes Borderzimmer billig. Vergoldergehülfe, mit sämtlichen Maurer! Kennen Sie Schlesingers Selautke, Carmen- Sylvastraße 7, Bahn- ins Fach schlagenden Arbeiten verzüge, Hojen, Stoffer, Revolver, Strudanzüge? hof Schönhauser Alee. +96 traut, fucht per sofort oder später Joppen, Hosen, Teschings, Uhren, Goldsachen, Kessel, Westen. Eisenfest. Biel haltbarer als Möbliertes Bimmer, allein. dauernde Beschäftigung. Gefl. Offerten ſpottbillig. Luce, Oranienstraße 131. Englischleder. Alleinverkauf: Turm- Mittenwalderstraße 25, Hof IV, links. erbeten unter N. 4 an die Eredition 24096 Reisegläser, Operngläser, Neiß- straße 58. zeuge, Regulatoren, Freischwinger, Blinder Stuhlflechter bitte um 2 Tische, 1 Sofatisch, mehrere Harmonitas, Geigen, Bithern, Bilder, Rohrstühle, 1 Bettstelle mit BretterArbeit. Stühle werden abgeholt und Teppiche, spottbillig. Luce, Oranienboden, 1 Stubenlampe, umzugshalber ftrage 27. Biträdgeliefert. A. Gläser, Mulad Straße 131. 29/ 3* zu verkaufen bei Grünberg, Reiniden Dringend sollen aufgabehalber dors- West, Eichbornstr. 78 II. 24426 sämtliche Möbel von fünf Bimmern, auch Küchensachen, billig verkauft werden, darunter geschnigtes Büfett, Ankleideschrank, Satin- Schlafzimmer, Stand Betten 20 Mart, Stühle, Tische, Sofas, Waschtoiletten, Bilder, Gardinen, Steppdecken, Verschiedenes. Dresdenerstraße 38, vorn II links. Rosenberg, Stottbuserdamm 98. Damenjadetts 5,75, 7,50, lange Damenpaletots 7,50, warme Wintercapes 120 Zentimeter lang 5,75; Havelods 5,50, 7,50, 9,50; Bolero, Astrachan 9,50, 10,50; elegante Aftrachanpaletots 15,00. Anfertigung nach Maß, billige Preise. Riesen 10,50; 8,50; Reelles Bigarrengeschäft mit Wohnung trantheitshalber billig zu vers kaufen Rirdorf, Hermannstraße 13. * Metallbetten, zwei hochelegante, 100,00, Trumeauspiegel 50,00, Batentruhebett 28,00, Taschensofa 55,00 Ritterstraße 112, II. Kanarienroller spottbillig Alleranderstraße 12. Restauration, nachweislich gui gehend, wegen Uebernahme eines größeren Geschäfts sofort zu vertaufen Dieffenbachstraße 34. 2454b 2455b Stellenangebote. Nebenverdienst. * +138+ 173/15 Achtung! Fliesenleger! Achtung! Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 50 Pf. die Zeile. Selbständig arbeitende 212/ 12* Monteure für automatische Getränke und Speiseapparate gesucht. Stellung dauernde. Offerten mit Lohnansprüchen an W. Leyhausen, Achtung! Mannheim. Bei dem Unternehmer Körner haben sämtliche Kollegen wegen Vera legung des Tarifvertrages( Lohnfürzung) die Arbeit eingestellt; die Bauten sind für organisierte Kollegen gesperrt. 148/ 4* Zentralverband der Maurer. Sektion der Fliesenleger. Annahme- Stellen für„ Kleine Anzeigen". Osten: Achtung! Mann, Petersburgerplatz 4. Wengels, Rüdersdorferstr. S. Gustav Vogel, Koppenstr. 83 Nordosten: Klavierarbeiter! In der Pianofabrit von Bell& 2. Zucht, Keibelstr. 42. Co., Andreasstr. 32, haben sämt- J. Reul, Barnimitr. 42. liche Sollegen wegen Lohndifferenzen Norden: 141/ 16* S. Raschke, Ackerstr. 36. die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fernzuhalten. F. Trapp, Rügenerstr. 24. Vereinigung der Musikinstrumenten- Karl Mars, Lychenerstr. 123. Karl Weiße, Wiesenstr. 41/42. Achtung! 2. Dechand, Ruheplaystr. 24. H. Vogel, Lorgingstr. 37. A. Tiek, Invalidenstr. 124. Nordwesten: Achtung! arbeiter. Textilarbeiter! Berlin. Sektion der Süden: Paul Böhm, Laufiger Plak 14/15. P. Horsch, Engel- Ufer 15. Charlottenburg: Möbliertes Zimmer, einen Herrn. Wassertorstraße 52, born IV, lints. Chauffeurschule. Jedermann wird Kleines, möbliertes Zimmer für schnellstens zu erstklassigem Chauffeur Herrn, Kommandantenstraße 15, of theoretisch und praktisch ausgebildet. Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Karl Anders, Salzwedelerstr. 8. rechts III, Saffe. Glänzendste Erfolge. Lehrpläne toften- Teppich Fabrik M. Proten u. W. Schrolle, Gozkowskystr. 29. Teilnehmer zum freundlich mös los. Größter Stellennachweis. Stets Sohn in Stralau bei Berlin beSüdwesten: blierten Borderzimmer. Appelt, Baffer- Nachfrage nach Chauffeuren. Auto- finden sich im Ausstand. Zuzug ist S. Werner, Mittenwalderstr. 30. 175/3 torstraße 14 III. 24516 technikum Berlin". Infolge bedeus streng fernzuhalten. 197/10. Schröder, Kreuzbergstr. 15. Filiale Stralau- Rummelsburg. Möbliertes Zimmer, zwei Herren, tender Vergrößerung jept: Berlin248/13 bei Zepper, Bosenerstraße 27 III. Wilmersdorf, Hildegardstraße 13. Größte, bedeutende Chauffeurschule Zentral- Verband der Maurer St. Grin, Brinzenstr. 31. F. Gutschmidt, Kottbuser Damm 8. Schlafstellen. Wiederverkäufer für Neuheit Deutschlands. Südosten: ebenber Deutschlands, Zweigverein gesucht. Hoher Möblierte Schlafstelle für einen H. Wolf, Zwidau, Nordstraße. Pianino, goldgraviert, 100,-( tein Parteigenoffen zu vermieten. Frau Tischler auf Bilderrahmen verlangt Tafelklavier), Turmstraße 8, I. 175/6 Rosenthal, Forsterstraße 54, Hof III. Noad, Fürstenstraße 22. 24406 auswahl. 19568* Seifengeschäft, gutgehend, um- Schlafstelle für Parteigenossen zu Knabe zum Essentragen sucht Friedrichsberg: Rosenberg, Rottbuserdamm 98. ständehalber sofort verkäuflich Raabe- vermieten. Frau Jahns, Dhm- Grimmstraße 9, III. links. Die Firma: Rabikunternehmer 24356 D. Seifel, Kronprinzenstr. 50. ist wegen Für Knaben und Mädchen unerreichte straße 16. +69 straße 10, born I. Lehrling für unsere Gravieranſtalt Nichtankennung der Organisation für Rixdorf: Auswahl, spottbillige Preise. Anzüge, Nähmaschinen! Bable bis 15,00, Bessere möblierte Schlafstelle, sofort gesucht. Streibich, Haad u. So., sämtliche organisierte 148/3 M. Heinrich, Neckarstr. 7. Baletots, Joppen, Hosen; Mädchen- wer Teilzahlung kauft oder nachweist. 1, auch 2 Herren, Urbanstraße 65, Ritterstraße 75. Conrad, Hermannstr. 50. jaden, Mädchencapes; einzelne Hosen, Sämtliche Systeme. Postkarte. vorn, rechter Aufgang, 2 Treppen Gesucht fofort Rabikputer, Spanner und Schöneberg: tüchtige einzelne Knabenblusen; Mädchen Brauser, Tilsiterstraße 90.+ 86* links. Schlosser, welche mit dem Bau von Wilh.Bäumler, Martin Lutherstr. 51. fleider. Runden von weit und breit.. Schlafftelle Luisen. User 18, Heizkörperver fleidungen vertraut find. Träger gesperrt. Weißensee: Bierente. 175/2 Nur eingearbeitete Leute finden BeDie Bauten sind in Nixdorf, 23. Neste, Sedanstr. 105. Teilnehmer besserer Schlafstelle rücksichtigung. Paul Sachse, Reiniden Bodestr. 14 und Innstraße, Ede Jul. Schillert, Stönig- Chauffee 39a. Braunsbergerstraße 8 I, Gartenhaus, dorf, Residenzstraße 72. 1990s Donaustraße. Wir ersuchen alle Reinickendorf: Rauschning. +114 Tüchtige Zusammenseter verlangt Kollegen, die Firma strengstens zu P. Gurich, Provinzstr. 108. Schlafstelle für zwei Herren Piano- Mechanitfabrik, Reichenberger- meiden. Naunynstraße 52 II. 175/ 1* 2448b ftraße 63a. Der Sektionsvorstand. Verschiedenes. Patentanwalt Wessel, Gitschiner. 9276* 23366 22806 per 1226 Gips- u.Zementbranche. G. Scharnberg, Sesenheimerstr. 1. Gottlieb Schulz Rosenberg& Resterhandlung: Astrachan, Breitschwanz, Estimo zu Damenjadetts, Reste zu Mädchenmänteln, zu Knabenanzügen; Kostümstoffe, schwarze und farbige feine Tuche; feine Herrenstoffe. Schnitte gratis. Riesenauswahl, billige Preise. 19588* ftraße 94a. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW.