Nr. 259. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis bränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 R., möchentlich 28 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Big. Boste Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- Beitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz, Erideint täglich außer montags. Horwärts Berliner Volksblaff. 23. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Geträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Naum 50 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen", das erste( fett gedruckte) Wort 20 Bfg., jedes weitere Wort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlaf stellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Bort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte, Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Protestiert durch die Cat! Dienstag, den 6. November 1906. " " " " folgende Auslassungen: Wir möchten doch wissen, ob es nicht auch eine un geheuerliche Frivolität ist, wenn in der sozialSemokratischen Presse seit Monaten ein künstliches Revolutions fieber erzeugt wird?... Darum ist es eine Frivolität sonder gleichen, so zu schreiben, wie es die sozialdemo fratische Presse getan hat." Die freisinnig- boltsparteiliche Presse betrachtete es also Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Die russische Revolution. Die Regierungsbande. , Wer keinerlei Steuern zahlt, kann auch nicht beanspruchen, Jeder Arbeiter, jeder Kleinhandwerker, jeder kleine Geein Wahlrecht auszuüben." schäftsmann, der wirklich seine Wahlentrechtung in Preußen So betätigte der Freisinn, so die freifinnig- volksparteiliche als brennende Schmach empfindet, muß hiernach wissen, für Presse ihre angeblich demokratischen Prinzipien! Soll man wen er heute seine Stimme abzugeben hat! nach derartigen Taten den schönen Worten des Freisinns Der Freifinn hat diesen Protest durch die Tat ja selbst Im dritten Berliner Landtagswahlkreise noch Glauben schenken? Wer trok alledem den Phrasen der ausdrücklich gewünscht! Er hat nicht genug des Hohnes finden heute Dienstag die Wahlmänner- Erfahwahlen statt. freifinnigen Flugblätter und Versammlungsredner noch Glauben und geringschäßiger Klugschwägerei über die Proletariermassen Das Berliner Proletariat und darüber hinaus alle wirklich zu schenken geneigt sein sollte, der vergegenwärtige sich die ausgießen können, die am 21. Januar, am 18. März und am demokratisch denkenden Wähler haben heute die Möglichkeit, Haltung, die der Freifinn, und gerade die Freifinnige 1. Mat d. J. durch Massen demonstrationen der Dreiihrem Protest gegen das elendeste aller Wahlsysteme durch die Bolkspartei, während der Wahlrechtskämpfe im Anfang klassenschmach den Krieg ansagten. Soll dem Freisinn diese Tat Ausdrud zu geben. Sie haben nicht nur das Recht, dieses Jahres eingenommen hat. Als das Proletariat zu Geringfchäzung der Willenstundgebungen der Entrechteten sondern die unweigerliche Pflicht, ihre Stimme zugunsten seiner gewaltigen Demonstration am 21. Januar rüstete, er- ausgetrieben werden, so kann dies nur dadurch geschehen, derjenigen Partei abzugeben, die es mit der Erkämpfung flärte die freifinnig- volksparteiliche Bossische Zeitung", daß ihn selbst die Entrechteten ihren Willen nachdrücklich des allgemeinen gleichen und direkten Wahlrechts für den daß solche Stundgebungen„ völlig verfehlt feien" fühlen lassen. Nur dann, wenn die entrechteten Wähler für Landtag ernst meint. Der Kampf wird geführt zwischen dem Freisinn und Solche Massenkundgebungen seien den Scharfmachern nur die Sozialdemokratie ihre Stimme abgeben, werden sie aud Der Kampf wird geführt zwischen dem Freisinn und willkommen", sie würden mindestens nuklos" sein. Die den Freifinn zwingen können, endlich sich der Wahlrechtsder Sozialdemokratie. Der Freifinn, der bei den Wahlrechtsreform", schrieb das Blatt, wird das Werk der bewegung anzuschließen und gemeinsam gegen die Dreiklassenallgemeinen Landtagswahlen im Jahre 1903 verhinderte, daß bürgerlichen Parteien sein oder sie wird nicht sein". schmach Sturm zu laufen! die Millionen Sozialdemokraten in Preußen wenigstens ein Die freisinnig- boltsparteiliche Breslauer Zeitung" Viele tausende Berliner Wähler haben heute zu bekunden, oder zwei Vertreter im Junterparlament erhielten, macht unterstützte gar die scharfmacherischen Aufreizungen und De- ob sie politisch reife und mündige Männer sind, oder ob sie auch diesmal die gewaltigsten Anstrengungen, um zu nunziationen der Post" und der Täglichen Rundschau" durch sich noch immer durch bürgerliche Windbeuteleien täuschen verhindern, daß die Sozialdemokratie auch nur durch einen Lassen. Nicht nur die Reaktion, sondern auch der Freisinn hat einzigen Abgeordneten vertreten ist. 3war find die Versammlungskundgebungen der entrechteten Massen in im dritten Berliner Landtagswahlkreis im Jahre 1903 den Wind geschlagen. Wohlan! Für die Heloten der Ber53 538 sozialdemokratische Urwählerstimmen abgegeben worden, liner Proletarierquartiere gibt es heute nur die Parole: gegenüber 4968 freisinnigen Urwählerstimmen- allein auch Protestiert durch die Tat! diesmal hofft der Freisinn mit Hülfe des schmachvollen Dreitlassenwahlsystems und der Unterstügung der Konservativen den Sozialdemokraten aus dem Felde zu schlagen. Die Parteigenossen müssen deshalb bis zum letzten Manne an- als ihre Aufgabe, nicht etwa die proletarische Wahlrechtstreten, um durch die schmähliche freisinnige Rechnung einen bewegung zu unterstützen, sondern als eine zur Revolution Strich zu machen. aufreizende oder doch mindestens überflüssige und das JunkerDie Russische Korrespondenz" erhält aus Petersburg Auch der Freifinn behauptet freilich, für die Rechte tum nur provozierende Aktion zu denunzieren! Und das geentschieden den Kampf gegen das Dreiklaffenwahlrecht zu Freisinns, Dr. Barth, in der Nation" schrieb, daß die durch russischen Leute einzusehen. Es ergibt sich aus ihnen unter Es gelang mir, Originalprotokolle des Verbandes der der nichtbesibenden Klassen einzutreten, auch er behauptet, schah zu derselben Zeit, als der bekannte weiße Rabe des bom 5. November folgendes Telegramm: das Klassenwahlrecht entrechteten Boltsteile geradezu führen. Die Tatsachen jedoch beweisen, daß der Freisinn anderem, daß Goremykin vor der Dumaeröffnung regen ſtets die Rechte des Voltes verraten, seine Interessen die staatsbürgerliche Pflicht hätten, gegen die Pribilegien Anteil an der Tätigkeit des Verbandes nahm! Er bestritt migachtet hat! herrschaft mit allem Nachdruck zu Felde zu ziehen. Keine Schon die Geschichte des Berliner Kommunal- Partei sei zu diesem Kampfe besser legitimiert, als die aus eigenen Mitteln die Gründung einer Filiale des Verfreisinns strafen die freisinnige Ruhmredigkeit unbarm- Sozialdemokratie". Für den Liberalismus wäre es geradezu bandes in der Kreisstadt Borowitschi, wo seine Güter liegen. herzig Zügen. Stläglich hat der Berliner Kommunalfreifinn eine Schande, wenn er bei diesem Kampfe teilnahmslos tioneller" Ministerpräsident wurde, der„ Regierungsanzeiger" zur Es ist daher kein Wunder, daß, als Goremykin konstituSo urteilte ein Freisinniger über die das Recht der kommunalen Selbstverwaltung, das vor einem Seite stehen wollte. halben Jahrhundert noch sogar von nationalliberalen schmachvolle Haltung, die der Freifinn, ganz besonders aber überfüllt war von Depeschen der Verbandsfilialen, in denen Stadtverordneten nachdrücklich verfochten wurde, preis- die Freisinnige Voltspartei, in einer Situation ein- die Duma in schärfften Ausdrücken geschmäht und die Wiedergegeben. Aber auch ihre sozialpolitischen Pflichten nahm, wo sie endlich einmal hätte zeigen können, daß ihr herstellung des Selbstherrschertums gefordert wurde. Ein Briefwechsel mit hochgestellten Bersönlichkeiten, deren hat die freisinnige Stadtverordnetenmehrheit nur in fehr un- Stampf gegen die Dreitlassenschmach nicht eine leere dema Namen noch unbekannt sind, nimmt auf ein untertänigstes zulänglichem Grade erfüllt. Obendrein sind alle die Zu- gogische Phrase, sondern eine ernste politische Aufgabe sei! geständnisse, die beispielsweise den städtischen Arbeitern geAls dann die ersten Nachrichten über die jämmerliche Gesuch des Verbandes Bezug: die an Judenpogromen Bemacht worden sind, nur dem unaufhörlichen Drängen Wahlkreisflickerei durchsickerten, die von der Regierung als teiligten zu amnestieren. Aus diesem Schreiben ergibt sich der sozialdemokratischen Stadtverordnetenfraktion zu sogenannte Wahlreform geplant seien, ließ Herr Müller- folgende Ansicht hochgestellter Kreise: Da an den Pogromen Sagan in feiner damals noch Freie Deutsche Presse" außer Patrioten auch einfache Hooligans teilgenommen Wie reaktionär der Berliner Kommunalfreifinn ist, beweist benamseten Greifinnigen Zeitung" schreiben: So bewährt haben, wäre es beffer, bei dem Gnadengesuche diese aus. die unerhörte Tatsache, daß der Freifinn bei der vor zirka fich die Sozialdemokratie immer wieder als die beste Stüße auscheiden. Auf einer Vorstellung mehrerer Mitglieder: der Verband 14 Tagen vollzogenen Wahl im 8. Berliner Kommunalbezirk und Selfershelferin der Reaktion." Selbst der fich nicht nur die angelegentlichste Unterstützung des Reichs- Mosseschen Volkszeitung" ging damals diese politische müsse energischer arbeiten, findet sich der Vermerk: Die verbandes zur Berleumdung der Sozialdemokratie hat ge- Selbstentmannung des Müller Saganschen Freisinns über die Kampfesgruppe ist bereits organisiert und arbeitet erfolgreich fallen lassen, sondern daß er sie, wie der Agitator des Hutschnur. Sie erklärte, für die Wirksamkeit der Agitation unter Führung des Herrn Juskewitsch Krassewski. Im Verwaltungsrat des Verbandes saßen neben Du Reichsverbandes Dr. Bovenschen öffentlich festgestellt hat, gegen die Dreiklassenschmach sei es vorteilhafter, das fogar erbeten hat! Der Berliner Freifinn hielt also so wenig System bleibe in der ganzen erschreckenden Trost- browin und mehreren Halbalphabeten vornehme Herren, wie auf politische Reinlichkeit, daß er die von den schlimmsten osigkeit" bestehen, als daß durch eine nichtssagende Graf Siebers, ein Beamter der Trepowschen Kanzlei. Im Reformpfuscherei" der Anschein erweckt werde, als Verbande herrscht oft großer Unwille wegen eigenmächtigen Reaktionären und Wahlrechtsfeinden ausgehaltene Schuh fönne aus dieser gesetzgeberischen Mißgeburt überhaupt noch Handelns Dubrowins, der über Geldausgaben keine Rechentruppe unt Hülfe anbettelte, mit denen ſelbſt christliche Gewerkschaftsführer öffentlich nicht zu pattieren wagen, ein gesundes Wesen gedeichselt werden"." Durch das famose: Nun schaft ablegt. Ich habe die Unterschriften des Verwaltungsrates photoderen schmachvolle Verleumdungstaktit selbst von einem So- gerade nicht! der Reaktion werde dem Ansturm gegen das bolfszialistentöter vom Schlage des May Lorenz gebrandmarkt feindliche Dreiklassenwahlrecht ein neuer Anstoß von größter Kraft graphiert. gegeben." So applizierte selbst die wild- freisinnige„ VolksDie Konstitution" in Zahlen. Während die ruffische reaktionäre Presse ganz nach Wunsch und im Der Freifinn spielt sich als einen entschiedenen Gegner des Zeitung" dem Blatte des Herrn Müller- Sagan eine schallende Ohrfeige! Sinne der Regierung den Jahrestag der Konstitution" ignorierte, preußischen Dreitlassenwahlsystems auf. In Wirklichkeit hat er niemals einen Finger gerührt, um da, wo Zum Schluß noch eine soziale Ruhmestat der freisinnigen widmet die liberale Oppofitionspresse demselben fast ihre ganze Nummer er wirklich über die Macht verfügte, an die Stelle eines die Volkspartei und speziell des Herrn Müller- Sagan, des vom 30. Oftober. DieBeurteilung der Oktobertage ist dabei recht verBefizenden privilegierenden Wahlrechts ein allgemeines und freisinnigen Kandidaten für die gegenwärtige Landtagswahl. schieden und zuweilen sogar recht romantisch". Der„ Nowij Buti" weist gleiches Wahlrecht zu sehen. Ueberall, wo er in Stommunen Bei der Beratung des Bürgerlichen Gesetzbuches war eine Ge- 8. B. darauf hin, daß das berfloffene Revolutionsjahr so unendlich viele tommt zu dem Schlusse, daß die romantische Periode der russischen das Heft in den Händen hatte, leistete er den schändlichsten legenheit gegeben, der Gesindesklaverei ein Ende zu machen. Mit Leiden mit einem unbeschreiblichen Heldenmut vereint" habe, und Wahlrechtsverschlechterungen bereitwilligste Beihülfe. In Lübeck, den Sozialdemokraten waren damals Zentrum und Polen in Revolution" schon überlebt sei. Der„ Towarischtsch" faßt die Sache in Bremen, in Nürnberg, in Stiel, Neumünster usw. war es der Kommission bereit, das Ausnahmegesez aufzuheben. Bei ernster auf und hebt mit Recht in einem Leitartikel hervor, daß die der Freisinn, war es speziell auch die Freisinnige Volks- der entscheidenden Abstimmung der Kommission im März 1896 Bedeutung des Sieges vom 30. Oftober in der Geschichte Nußlands partei, die den nicht besigenden Stlassen das Wahlrecht stimmten von 19 Mitgliedern 6 Ultramontane, 1 Pole und noch nicht genügend gewürdigt werden kann, weil erst ein Jahr verestamotieren half. Aber nicht nur prattisch, durch die Sozialdemokraten für die Beseitigung der Gesindeordnungen, gangen fei; die ganze Bedeutung werde aber erst nach Jahren Eat, sondern auch theoretisch, im Prinzip erklärte sich die beiden freifinnigen Mitglieder der Kommission stimmten tar fein". Das Drgan Marim Kowalewskys, die„ Strana", schreibt u. a.: der greifinn gegen das gleiche Wahlrecht in den Kommunen. jedoch mit den Junkern dagegen und brachten die Reform„ Aus den eben vorgenommenen Wahlbeschränkungen läßt sich So erklärte am 19. April 1900 der freisinnige Führer dadurch zu Fall! Ja jogar das Eintreten für die Bestrafung des Kontrakt- ersehen, wie wenig die Regierung noch die Bedeutung der Cassel in der Berliner Stadtverordneten Versammlung, Boltsvertretung erfaßt hat." Sehr interessant ist das Zahlendaß unter seinen Freunden kein einziger sei, der das gleiche bruches ländlicher Arbeiter erachtete der Freifinn für verein- material aus der Zeit der Realisierung der Konstitution", „ Strana" gesammelt hat: Auf und geheime Wahlrecht jedem Beliebigen ohne Rücksicht auf bar mit den freisinnigen Prinzipien". As im Anhaltischen bie ein Mitarbeiter Beitrag zu den städtischen Lasten und auf Seßhaftigkeit" Landtag der freifinnig- voltsparteiliche Abgeordnete Irmer bie, Unantastbarkeit" der Person antworteten, wie bekannt, die jetzigen erteilen wolle. Der der Freisinnigen Volkspartei angehörige für ein Gesetz eingetreten war, das die Bestrafung des Freunde Stolypins, die Herren Struschetann, Dubrowin u. Comp. Herr Jacobi erklärte im Dezember desselben Jahres, Stontrattbruches forderte, und als er deshalb Angriffe er- mit einer Reihe organisierter Bogroms gegen die Juden und die daß die Seßhaftigkeit eine Vorbedingung des Wahl- fuhr, wandte er sich um Rat an die offizielle Partei- Intelligenz. Im Laufe des ersten Jahres der„ Konstitution" find oder verwundet worden, davon entfallen auf die erste rechts sein müsse! Aber auch die Presse der Frei- Leitung in Berlin. Der Geschäftsleiter schrieb ihm darauf in Rußland aus politischen Gründen" 16 992 Berfonen getötet Hälfte des November 1905, die Zeit der 84 Pogroms, finnigen Volkspartei stimmte diesem Wahlrechtsfeinde wörtlich wie folgt: Sehr geehrter Herr! Für die Zugehörigkeit zur Freifinnigen 4083 Tote oder Verwundete! Die nächsten vier Wochen die durchaus bei. Die Vossische Zeitung" erklärte, man Volkspartei ist die Anerkennung des Nürnberger Parteiprogramms Beit, in der die Arbeiter mehr oder weniger für Ruhe und Ordnung könne die Finanzverwaltung der Stadt nicht in die Hände bon 1897 maßgebend. Ueber die Frage der Bestrafung des forgten haben nur" 774 Tote und Verwundete aufzuweisen. derer legen, die nichts zahlen". Und die Freisinnige Kontrattbruches ist in diesem Programm nichts enthalten, die im nächsten Monat beginnt die Tätigkeit der Straferpeditionen", Zeitung", damals das Drgan Eugen Richters, jetzt das Stellungnahme bei dieser Frage also nicht maßgebend für die Zu- und die Zahl der Konstitutionsopfer" steigt plöglich wieder auf Organ des Herrn Müller Sagan, des freisinnigen gehörigkeit zur Partei. Ergebenst Dr. Müller- Sagan." 4721 Ende Januar und Anfang Februar find schon die KriegsKandidaten im dritten Berliner Landtagswahlkreis, des So sieht der Freifinn aus, wenn man ihm das zer- und Feldgerichte an der Arbeit. Von den in diesen Monaten hingemordeten Gegners des Genossen Ledebour, schrieb damals den lapi- schliffene Mäntelchen wohlfeiler demagogischer Redensarten 995 Personen find 279 laut Urteilsspruch" getötet worden. Ende daren Satz: Ivon den Schultern reißt! März wurden die Feldgerichte aufgehoben und die Tätigkeit der„ Strof danken. worden ist! " " 0 " # expeditionen" eingeschränkt— die Zahl der Opfer fiel auf 209 im Monate März-Apnl. Im. weiteren Verlaufe der„BeruhigungS arbeit" steigt die Zahl der Opfer von Monat zu Monat. Im, Juli ist wieder die Zahl lOOO erreicht. Im September proklamiert Herr Stolypin seine„Todesgxfetze", und laut„Urteil" der Feldgerichte büficn 147 Menschen ihr Leben ein, die Gesamtzahl der Opfer ist 038. In den letzten sechzehn Tagen(bis zum 30. Oktober) wurden 810 Hinrichtungen registriert, Von den 10 992„KoiistitutionZopfern" kommen 13 381 auf die »Untertanen" Väterchens, die übrigen 3011 wurden den Reihen der zarentrcuen Truppen, der Schwarzen Hunderte, des Polizei- und Geiidarmcriestabcs entnommen. Interessant ist auch die Verteilung der Opfer nach den„Vo ruhigungsgebieten": Am meisten hat der Süden gelitten(hier wurde» die meisten Pogroms gezählt; es ist dieses das Haupt- arbcitSfeld der Schivarzen Hunderte, des Verbandes echt russischer Leute usw.)— 4308 Menschenleben; darauf folgen die Hauptstädte mit 2309(der gröszte Teil entfällt auf Moskau), Polen mit 2010, die Ostsecprovinzen mit 1010, Kaukasusgebiet mit 1S30 und Sibirien mit 1080 Toten und Verwundeten. Dieses sind Zählen, die natürlich keineswegs die Zahl der Opfer erreichen, aber schon der Finch der Angehörigen jener 10 000 Opfer imch die RegierungSbestien erzittern' lassen I politifche Oebcrlicbt Berlin, den 5. November. Zwischen Furcht und Hoffnung. Die allgemeine Ministerkrise ruft in der Presse die seit sanisten Aeusserungen hervor. Während vor einigen Tagen anscheinend niemand wußte, was da werden würde, scheint die Situation sich gegenwärtig einigermaßen aufzuklären. So erleben wir das schnurrige Schauspiel, daß Blätter vom Schlage der„Post" und der„Deutschen Tages- zeitung" auf einmal bedenkliche Klagen über den— Ab solutismus zu stöhnen � beginnen. So schreibt die„Post": „Wenn eine Lehre mit voller Sicherheit aus dem Zusammen- bruche des preußischen Staates vor jetzt 100 Jahren gezogen werden kayn, so ist eS der gänzliche Niederbruch des auf die Person des großen Königs zugeschnittenen friherizianischen zentralistischen Absolutismus. Nur dadurch, daß die lebendigen Kräfte der Volksseele wieder in den Dienst des Vaterlandes gestellt� und zur Mitarbeit berufen wurden, konnte der preußische Staat wieder aufgerichtet und znr Durchführung seiner deutschen Mission befähigt werden. Auch das heutige Preußen wie das Deutsche Reich können sich nur als V e r f a s s u n'g s st a a t e n im vollen Sinne des Wortes gedeihlich Iveiter entwickeln. Dazu kommt, daß bei den, Reichtum und der Vielgestaltigkeit des öffentlichen Lebens in unserer Zeit der Versuch eines deutschen Kaisers, sein eigen er Kanzler zu sein, not- wendig zu einem gefährlichen Dilettantismus in der Politik führen müßte." Lluch in der„ D e u t s ch e n Tageszeitung". den: Organ kknuten- Ocrtels, begegnen>vir ähnlichen Klagen. Es heißt da: „Wir dürfen nnS niemals von dem Verfassung?- mäßigen Standpunkte abbringen lassen, auch nicht durch sogenannte absolutistische Neigungen. Im Gegenteil, u m s o f e st e r müssen wir uns in diesen Standpunkt ein- wurzeln, um so weniger dürfen wir dulden, daß er durch die öffentlichen Erörterungen verschoben wird. Das ist der Grundsatz, an dem wir immer festgehalten haben und den wir nicht, aufzilgcben gedenken. Andererseits ist es freilich mit dem ersten Kanzler des Reichs dringend zu wünschen, daß der Träger der Krone möglichst selten ohne ministerielle V e k l e i d u n g s st ü ck e in der Oeffentlichkeit erscheint; sonst wird die Aufrechterhaltung dieses eigentlich selbstverständlichen Grund- satzes erheblich erschwert." Auch die„Kreuzzeitung" mahnt den Monarchen, daß er mit den Neigungen des Volkes zur Kritik r e ch n e n m ü s s e. Andererseits freilich müsse das Volk die Persönlichkeit des Monarchen als gegeben hinnehmen. Diese Auslassungen konservativer und agrarischer Blätter, diese Warnungen vor einem allzu ausgeprägten Absolutismus könnten wundernehmen, wenn man sich nicht des alten Junker- sprüchleins erinnerte: Und der König absolut, wenn er uns den Willen tut! Offenbar befürchtet man in kon- servativen Kreisen, daß die absolutistischen Neigungen der Krone, die man im übrigen so gern hätschelte, im gegen- wärtigen Angenblicke zum Nachteil des gerade während der Periode des Fleischwuchers besonders rafflustigen Kraut- junkertuins ausschlagen könnten! Zweifellos ist die Position P o d ch e n s er- schüttert. Das verrät eine Notiz des„Verl. Ta g e b l a t t e s", in der beruhigend versichert wird, daß von einer Kanzlerkrise keine Rede sein könne. Podbielskis Zustand sei gesundheitlich allerdings ein derartiger, daß er seinem Posten' auf die Dauer nicht gewachsen sein dürfte. Deutlicher noch- werden die„Münchener Neuesten Nachrichten", die in einer Polemik gegen die„Deutsche Tageszeitung" der- sichern, daß es in der Tat beschlossene Sache sei, daß Maßnahmen zur Linderung der Fleischnot getroffen würden. Diesen optimistischen Versicherungen werden im Müuchcner Blatt dann noch allerhand Drohungen gesellt: Es sei zu. erwarten, daß, wenn es nötig sei, kundige Leute von der Linken des Hauses ihr Wissen über Herrn v. Pod- bielskis geschäftliche Talente und Taten auspacken würden: die verkrachte Transvaal- ausstellung, die Beteiligung am Offizier- und Bcamtcnvercin, die Zusammenhänge mit der ebenfalls verkrachten Vermögens- Verwaltungsstelle, gewisse Taxen für Güterhypothekcn, Ver- bindungen mit bekannten Geldleuten, seine Milch- und Vieh- lieferungcn und endlich die Tippclskirchaffäre. Aus alledem gewinnt es den Anschein, als ob sich in dem Duell Bülow kontra Podbielski die Wagschale zugunsten Bülows neigen wolle. Verkündet doch auch die„T ä g l. Rundschau",' daß L u kanus Podchen am Sonn- t a g s e i n e n B e s u ch abgestattet habe und daß die Podbielski-offiziöse Erklärung, dieser Besuch habe keinerlei Bedeutung, mit einem großen Fragezeichen zu ver- sehen sei. So raufen sich liberale, freikonservative Schlotjunker und ostelbische Krautjunker ingrimmig um ihre Lieblinge. Und die ganze Rauferei gipfelt schließlich in flehenden oder auch d r o h e n d e n B e s ch w ö r u n g e n der„a l l e r- h ö ch st e n" St e l l e, doch ja nicht die selbstherrlichen An- Wandlungen zu überspannen, sondern die„konstitutionellen" Institutionen zu respektieren� Im Grunde aber handelt es sich für jeden der Beteiligten nur darum, den Träger der Krone für fi ch z u gewinnen! � Uns kann es vollständig gleichgültig fein, wer bei diesen Intrigen obsiegt. Denn mag auch bei dem kleinlichen Zank um die momentane Beute die Krone für denAu genblick den Ausschlag geben, so wäre es doch ein Köhlerglaube, zu wähnen, daß die w i r k l i ch ausschlaggebenden politischen und sozialen Faktoren sich auf die Dauer nickit duröb. zusetzen vermöchten. Podbielski würde trotz alledem ein neuer Podbielski folgen, ebenso wie der verantwort lich Zeichnende unserer Politik jederzeit einen Nachfolger finden würde, der zwar eine andere Nummer, aber das gleiche System repräsentiert. Nichtsdestoweniger verlohnt es schon, von diesen Katzbalgereien um die Gunst der Krone Notiz zu nehmen, um die ganze Kläglichkeit des Systems, wie heute unter den Herrschenden die Beute ver teilt wird, zu charakterisieren!— Ter Freisinn in Slengsten. Die Furcht, das Mandat im dritten Berliner Landtags Wahlkreise könnte der Sozialdemokratie zufallen, hat bei dem leitenden Blatt der freisinnigen Volkspartei, der von Herrn Dr. Müller inspirierten„Freien Deutschen Presse" einen Tob suchtsanfall ausgelöst. Unser Artikel vom Sonnabend, worin den Freisikinigen ein Teil ihrer Sünden vorgehalten wird, hat Herrn Dr. Müller nicht gefallen, und so überhäuft er denn— getreu der von jeher in der Zimmerstraße geübten Tradition— den„Vorwärts" mit pöbelhaften Schimpf Worten. Der„Vorwärts" soll„einen ganzen Sack voll Lügen" über die freisinnige Volkspartei ausgeschüttet haben; er be Haupte„mit einer wirklich staunenswerten Unverfrorenheit", die Freisinnigen hätten in Wirklichkeit noch niemals die Interessen der Arbeiter wahrgenommen. Weiter wird es als vollends lächerlich bezeichnet, wenn der„Vorwärts" behauptet, die Freisinnigen hätten nichts zur Beseitigung des Drei- klafsenwahlsysteins in Preußen getan. So leid es uns tut, wir müssen unsere Behauptungen vollinhaltlich aufrecht erhalten, selbst auf die Gefahr hin, daß Herr Dr. Müller uns mit noch angenehmeren Schimpfereien besudelt. Der erste Vorwurf gegen die Freisinnigen richtete sich dagegen, daß sie seit dem Tode von Max Hirsch nicht mehr für einen einigermaßen vernünftigen Arbeiterschutz in Preußen eingetreten sind. Damit sollte nicht etwa Herrn Dr. Hirsch Anerkennung für sein Wirken gezollt werden, wie die„Freie Deutsche Presse" ihren Lesern glauben machen will. Mit der Art und Weise, wie Max Hirsch die Interessen der Arbeiter wahrgenommen hat, können wir uns durchaus nicht einverstanden erklären, aber er hat doch wenigstens den chwachen Versuch gemacht, etwas zu erreichen. Er hat u. a. die Hinzuziehung von Aerzten, Arbeitern und Frauen— aller» Vings nur als Assistenten— zur Gewerbeinspektion beantragt. Seit seinem Tode ist ein ähnlicher Antrag von der frei- innigen Landtagsfraktion nicht wieder eingebracht worden, und auch bei anderen Gelegenheiten war von einem Eintreten der Freisinnigen für die Arbeiter nichts zu merken. Wir sind auf die angekündigte Aufzählung der Verdienste des Frei- inns um die Sache der Arbeiter gespannt. Warum rückt die „Freie Deutsche Presse" aber nicht sofort mit der Sprache heraus? Aus dem einfachen Grunde, weil sie gar nicht m st a n d e i st, unsere Behauptungen durch Tatsachen zu widerlegen. Was nun die Stellung des Freisinns zum Wahlrecht be- trifft, so ist es eine grobe Fälschung, wenn die„Freie Deutsche Presse" behauptet, der Programmforderung auf Ausdehnung des Reichstagswahlrechtes auf die Landtagswahlen fei zu jeder passenden Zeit im Abgeordnetenhause kräftig Ausdruck gegeben worden. Sollten Herrn Dr. Müller wirklich die parlamentarischen Vorgänge aus dem Jahre 1873 unbekannt 'ein? Wir können das um so wenigdr annehmen, als noch in der letzten Session der Zentrumsführer Dr. Porsch an diese Vorgänge erinnert hat. Versuchen wir also, dem altersschwachen Gedächtnis des Freisinns etwas nachzuhelfen! Im Jahre 1873, wo die drei konservativen Parteien nur 65 Mandate im Abgeordnetenhause hatten, während das liberale Zentruni über 3, die Nationallibcralen über 174, die Fortschrittspartei über 68, das Zentrum über 88 und die Polen über 18 Sitze verfügten, beantragte Abg. Windthorst die Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Landtagswahl- rechts. Aber das Liberale Abgeordnetenhaus hat diesem An- trag nicht einmal die Ehre eines anständigen Begräbnisses, einer Kommissionsberatnng, erwiesen, es hat vielmehr die zweite Lesung auf sechs Monate vertagt. Zu den Mitgliedern, die in n a in e n t l i ch e r Abstimmung für die Vertagung gestimmt haben,, gehörten u. a. die Abgeordneten Dr. Hänel, Klob-Berlin, Dr. Mommse», Parisius, Eugen Richter, Rickert, Virchow, Zelle— lauter waschechte Freisinnige. Der Antrag st nicht wieder auf die Tagesordnung' gekommen. Das Ver- 'chleppungsmanövcr erreichte seinen Zweck. Und demgegen- über behauptet die„Freie Deutsche Presse", der Freisinn habe zu jeder passenden Zeit im Abgeordnetenhause der Forderung der Apsdehnung des Reichstagswahlrechts auf die Landtags- Wahlen kräftig Ausdruck gegeben. Damals erschien ihm offenbar die Zeit nicht passend, weil er dem Dreiklasscnwahl- 'ysteni.Vorteile erhoffte. Erst 26 Jahre später haben die Freisinnigen die Bs- itigung des Dreiklassenwahlsystems verlangt, aber ihr Ein- fluß war bereits gebrochen, sie waren zu einer völlig bc- dcutunaslosen Partei herabgesunken. Wir glauben nicht, daß Herr Dr. Müller den traurigen Mut haben wird, unsere Angaben zu bestreiten. Wenn er wünscht, sind wir gern bereit, ihm mit weiterem Material zu dienen, wodurch der Inhalt unseres Artikels vom Sonnabend voll bestätigt wird!— e• # DeutfcheG Rekb. Ein SchreckenSurteil. Eine furchtbare Strafe hat am Freitag die 3. Strafkammer des Landgerichts Dresden über ein Mitglied einer freien Gewerkschaft, gegen den Maurer Karl Max H ä h n e l auS König st ein verhängt. Zu zwei Jahre» sechs Monaten Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust wurde der Unglückliche verurteilt. Versuchte Verleitung zum Meineide wird ihm zur Last gelegt. Eine S t r e i k a f f ä r e ist der Ausgangspunkt der Sache— ein Zusammenstoß mit Arbeitswilligen bildet den Hintergnuid des furchtbaren Dramas. Am Neubau einer Gasanstalt bei Schandau kam es zum Streik. Die organisierten.Arbeiter legten die Arbeit nieder. Das kam der Freien Vereinigung der Streikbrecher zu Dresden gerade gelegen, und eine ganze Kolonne siedelte sofort nach Schandau über, um tatkräftig Railsreißerdienste zu leisten. Es ist verständlich, daß sich der für bessere Lohn- und Arbeits- Verhältnisse kämpfenden Arbeiter eine große Erregung bemächtigte. Am 17. April kam es schließlich auf der Gleststraße in Schandau zu einem Zusammenstoß zwischen Streikenden und Streikbrechern. Mehrere Gewerkschaftsmitglieder sind deshalb zu harten Strafen ver- urteilt. worden. Sic hatten sich gegen Arbeitswillige ver- gangen! Der Maurer Hähncl befand sich auch unter den damaligen Angeklagten, er war aber noch wegen schlverer Körververletzuna augellagt worden,- weil er bei der Zu- sammenrottung mit einem Stock auf den Maurer Müller eingeschlagen haben soll. Hähnel hat das von Anfang an bestritten. Es wurde jedoch die Anklage wegen schwerer Körperver- letzung gegen ihn erhoben. Er schrieb nun an einige Arbeiter, die bei dem Vorfall zugegen gewesen waren Briefe, in denen, er ihnen nahelegte, daß sie sich doch des Vorganges näher erinnern und durch gegenseitige Aussprache ihr Gedächtnis auffrischen möchten. Außerdem schrieb er noch:„Es müßte doch mit dem Teufel zugehen, wenn wir mit unseren Zeugen gegen die Gesellen nicht aufkommen könnten." Diese Briefschreiberei sollte für Hähnel zum Verhängnis werden. Ein Adressat, der Arbeiter Pommel, fand in einem solchen Briefe etwas Unerlaubtes; er lief damit zur Staatsanwaltschaft. Und der Tatbestand zur Erhebung einer Anklage lvegen ver- suchter Verleitung zum Meineid war gegeben, und Hähnel hatte sich nun deshalb vor dem Landgericht Dresden zu ver- antworten. Nach umfangreicher Beweisaufnahme wurde er für schuldig be- funden und verurteilt. Nach Neichsgerichtsentscheidungen und Kommentatoren wie Stenglein u. a. muß bei einer Bestrafung nach'ß 159 in der Straf- tat, hier also in dem Briefe, zu erkennen sein,„daß der Täter die Verleitung bezweckte, der andere soll eine falsche Aussage machen mit dem Bewußtsein, er werde vereidigt werden". Wir können nach dem, was über den Wortlaut der Briefe HähnelS gemeldet wird, nicht zugeben, daß daraus der Wille hervorgehe, die Adressaten zum zum Meineid zu verleiten. Es fehlt alles, was die verbreckerische Absicht beweisen könnte. Solche Sätze, wie die oben zitierten, können allenfalls Meineidsverleitung bezwecken, m ü s s e n es aber durchaus nicht. So wie Hähnel schrieb, kann auch ein Mann schreiben, der die Ermittelung der Wahrheit will. Arbeiter sind keine Kasuisten und nicht solche Meister der deutschen Sprache, daß sie in solchem Falle stets treffsicher eine Ausdrucksweise wählen köimten, die jeglichen Verdacht ausschließen würde. Das Gericht hat geglaubt, daß Hähnel zum Meineid verleiten wollte und hat nach dieser seiner subjettiven Ueberzeugung daZ Urteil gefällt. Es ist in der Strafzumessung weit über das Mindest- maß— ein Jahr Zuchthaus— hinausgegangen— das Maximum md 5 Jahre Zuchthaus. Streiksünder haben im allgemeinen in Deutschland nicht auf Milde zu rechnen. Ein Streik bildet den Hintergrund des Dramas, die Taten Arbeitsioilliger haben den Anstoß auch zum Urteil gegen Hähnel gegeben. Und bei den vielen Justtzirrtümern. die schon in Streikprozessen begangen worden, bei dem Unvermögen so vieler Richter.' sich von den Vorurteilen ihrer Klasse gegen den Streikenden,«der andere an freiwilliger Arbeit hindert". reizumachen, werden wir auch in diesem Falle die Be- ürchtung nicht los, daß hier ein Justizirrtum vorliegen könne, daß der Schatten des Klassenkampfes, der in den Prozeß Hähnel hinein- iel, den Richter die Briefe HähnelS dunkler und schlimmer hat er- 'cheinen lasten, als sie wirklich sind. Die furchtbare Gefahr, in die die Verräter ihrer eigenen Klasse, die Arbeitswilligen, den klassenbewußten Arbeiter bringen können, zeigt der Prozeß Hähncl wieder einmal in erbitternder Deutlichkeit! Es wird Zeit, daß dieser Sumpf der Knechtseligkeit und des Schmarotzertums, den das Acbeitswilligentum dastellt, trocken gelegt wird. Die Propaganda des Klassenbewußtseins, die Erweckung deS SelbstgefiihlS im Lohnsklaven ist der Weg dahin.— DreikaiscrbündniS? Die„V o s s. Ztg." philosophiert über das Gerücht, daß ein Dreilaiserbüüdnis im Werke sei. Ein solches Dreikaiscrbündnis habe zur Zeit der heiligen Alliance bestanden. Heute jedoch sei es aussichtslos, denn Rußland sei der intime Freund Frankreichs. Frankreich sei aber nicht nur gleichzeitig der Freund Englands. sondern auch Italiens. Irgend welche Bedeutung könne also ein Treikaiserbündnis nicht erlangen. Die auswärtige Politik sei gegenwärtig„nicht allenthalben durchsichtig". Sie werde vielleicht in einiger Zeit„noch dunkler" werden. Die„Folgen aller diplomatischen Züge auf dem europäi- schen Schachbrett ließen sich nicht ohne weiteres voraussagen". Nur das leuchte ein, daß der heutige Augenblick so ungeeignet wie mög- lich sei.„einen Plan wie das Dreikaiserbündnis plausibel und durch- führbar zu machen". Statt sich in derartigen Gemeinplätzen zu bewegen, sollte die freisinnige Preffe vielmehr ein positives Programm für unsere„hohe" Politik ausstellen. Dieses Programm iväre einfach dahin zu formulieren, daß Deutschland einstweilen alles aufzubieten hätte, um weiteres Mißtrauen bei seinen Nachbarn zu verhindern. In erster Linie wäre also dem Flottenrüsten Einhalt zu tun, das uns das Mißtrauen und die Feindschaft der impcria- listischen Kreise Englands zugezogen hat. Weiterhin wäre mit aller Energie zu verhindern, daß durch irgend eine augenblickliche Laune ähnliche Situationen geschaffen würden, wie sie die Tanger-Reise und der ganze Marokko- Handel heraufbeschworen haben. Endlich wäre durch eine systematische Bekämpfung unserer törichten Kolonialpolitik zu verhindern, daß man sich im Ausland der Befürchtung hingäbe, daß die gegenwärtige Kolonialpolitik nur den Vorwand bildete, um sich auf spätere große koloniale Er- obcrungcn vorzubereiten. Eine solche Politik würde die inter. nationale Lage, die nach der„Voss. Ztg." angeblich so„dunkel" sein soll, in wenigen Jahren vollständig klären. Von dem Freisinn ist freilich nicht zu erwarten, daß er derart auf eine„Sanierung" unserer auswärtigen Politik dringen wird!— Tie Bcrmindcrnng der siidwcstafrikanischcn Bcsabungstruppen. � Tas anscheinend Dcrnburg-osfiziöse„Berk. Tageblatt" meldet» das; im Laufe des Winters 1907 die südwcstafrikanische Truppcnzahl auf 5500 Mann herabgesetzt werden soll. Rund 5000 Mann sollen im Winter allmählich zurückgezogen werden. Der Kolonialdirektor Dernburg werde mit dem am 11. November in Deutschland ein, treffenden Gouverneur v. Lindequist dahingehende Be, sprcchungen abhalten, und man glaube, daß Lindequist diesen In, tcntionen zustimmen werde. Nach der Verminderung der Schutz» truppe dürfte auch im April 1907— vorausgesetzt, daß keine neuen Schwierigkeiten eintreten— der Kriegszustand aufgehoben und die Truppen als Friedensbcsatzung gelten. Diese Mitteilungen decken sich im großen und ganzen mit denen, was bereits die„Dortmunder Zeitung" angekündigt hat. Nur dürfte durch die Zurückziehung von 5000 Maun die südwcstafri» kanische Truppcnzahl erst auf einige 10 000, nicht aber auf 5500 Mann reduziert werden. An den Kosten würde die Erklärung des Friedenszustaiides wenig ändern. Zirka 39 Millionen Mark pro Jahr würde uns Siidtvestafrika auch nach Eintritt des Friedens kosten!—_ Ucbcr die Aufgaben der bevorstehenden Reichstagsscssion lcitartikelt die„Kölnische Volkszeitung". �Das Blatt meint. außer dem, was ans der vorigen Session noch rückständig seß würden der Etat und die Finanzlage, dann noch Kolonialstagen einen großen Teil der Arbeit des Reichstages in Anspruch nehmen. Das sei keine besonders angenehme Tagesordnung für den Reichstag. Und auch die gcrüchttveise angekündigte Militärvorlage und im Steuervorlage für den Reichstag. im Zu« zähle zu den Dann fragt sammcnhange damit die neue minder angenehmen Aussichten das Blatt: „Soll wirklich nichts anderes borgelegt werden? Der Reichs- tag hat seinerseits doch bekanntlich auch gewisse Wünsche, und diese zum Teil schon mehrfach in Resolutionen zum Ausdruck gebracht, welche mit großer Mehrheit beschlossen wurden. Soll 6 England. Die englischen Munizipalwahlen. London, 3. November.( Eig. Ber.) Gudews Aus der Partei. durch den Eintritt bon diesen Wünschen nichts befriedigt werden? Ist es nicht mit lebhaftem Beifall aufgenommen und die Sigung sodann übergehen zu lassen, bei welcher Gelegenheit endlich an der Zeit, sich zu erinnern, daß auch noch dringende, geschlossen. zugleich das stambulowistische Element im Kabinett sehr dringende Wünsche der arbeitenden Klassen gestärkt wurde. Amerika. zu erfüllen sind? Es ist in der Tat im höchsten Maße erstaunlich, daß man von den hierhin gehörenden sozialen Die Wahl in New York hat in den letzten Tagen noch Vorlagen gar nichts mehr hört. Man hört von neuen Kolonialforderungen, von 30 Millionen, welche der neue Kolonial Die am 1., November vorgenommenen Gemeindewahlen haben einige Sensationen gebracht: Staatssekretär Elihu Root hielt direktor als dauernden jährlichen Zuschuß für die Kolonien plant, den fortschrittlichen und sozialistischen Elementen eine Niederlage im Auftrage des Präsidenten Roosevelt eine große Rede, bon großen neuen militärischen Forderungen im Etat und von gebracht. Genaue Angaben über die Ergebnisse und die Stimmen- um, die Bürger des Staates vor W. R. Hearst zu warnen. allerhand minder wichtigen Geheimratsvorlagen, aber nichts zahl der Arbeiterkandidaturen fehlen noch. Diese werden wir erst Root ging so weit, daß er Hearst verantwortlich machte für von Erfüllung der großen sozialen Aufgaben in einigen Tagen, wenn die sozialistischen Wochenblätter erschienen das Attentat auf Mc Kinley! Das ist ein Trick, um das rote unserer Zeit." - Die Republikaner tun sehr find, mitteilen können. Aber was bis jetzt bekannt geworden ist, Gespenst heraufzubeschwören. Das Blatt erinnert an die Erwartungen und Versprechungen genügt, um festzustellen, daß die Arbeiter und Sozialisten nicht gut siegesgewiß; viele sehr große Wahlwetten stehen drei, vier bezüglich der Rechtsfähigkeit der Berufsvereine und der Arbeitskammern. In der vorigen Tagung seien diese abgeschnitten haben. In London wählten die Gemeinden fast durch- und fünf zu eins zugunsten des republikanischen Kandidaten. beiden Vorlagen trotz der Ankündigung in der Thronrede aus- weg Gegner des Munizipalsozialismus. Die Munizipalsozialisten Trotzdem hielten die Republikaner es noch für nötig, den großen beiden Vorlagen trotz der Ankündigung in der Thronrede ausgeblieben, aber man werde nicht darum herumkommen, über diese verloren: Camberwell, Deptford, Finsbury, Fulham, Hackney, Einfluß Roosevelts in die Wagschale zu werfen. Lewisham, Poplar, Southwark, St. Pancras, Woolwich. Von den Man versucht nun auch, Hearsts Verbündeten, Tammany Frage dem Reichstage baldigst volle Klarheit zu geben. „ Man darf, so schließt der Artikel, mit voller Bestimmtheit Man darf, so schließt der Artikel, mit voller Bestimmtheit 28 Gemeinden Londons waren im Jahre 1903: munizipalsozialistisch Hall, gegen ihn aufzubieten, und es wurden in den legten behaupten: ohne das Gefeß über die Rechtsfähigkeit der Berufs- 13, gemäßigt 12, unparteiisch 3; jetzt gibt es: munizipalsozialistische Tagen einflußreiche Stimmen von Tammany gegen Hearst laut, Hearst aber behauptet, daß er troß alledem mit 200 000 bereine und das Gesetz über die Arbeitskammern ist ein 3, gemäßigte 23, unparteiische 2. glatter Verlauf der Session undenkbar. Darüber In der Provinz zeigt sich eine ähnliche, wenn auch nicht so Stimmen Majorität siegen werde. Der Staat New York wird man sich in den Kreisen der Reichsregierung auch keinerlei ausgesprochene Verschiebung der Parteien. Gemeindewahlen bieten hat 1 600 000 Wähler. Heute( 6. November) ist der EntTäuschung hingeben, und darum sind wir überzeugt, daß beide zwar keinen zuverlässigen Maßstab für die allgemeine Stimmung scheidungstag. Nachrichten aus vielen Staaten laffen erVorlagen rechtzeitig vorgelegt werden." im Lande, aber die Tendenz zeigen sie wohl an. Wir haben kennen, daß die Republikaner einen schweren Stand haben Wir lassen es dahingestellt, ob die Arbeiter nicht dringlichere es mit einem Rückschlag zu tun, der neulich in der Londoner Kor- werden. Wünsche haben als Arbeitskammern und Rechtsfähigkeit der Berufs- respondenz über" Liberalismus und Sozialismus" vorausgesagt vereine; wir sind sicher, daß ihnen der Ausbau des Koalitions- wurde. Es liegt indes kein Grund vor, die Ohren hängen zu lassen. rechtes, vor allen Dingen aber die gesetzliche Festlegung der täglichen Wir können nur wiederholen, was wir an dieser Stelle mehrfach Zu Differenzen zwischen Parteiorganisation und GewerkschaftsArbeitszeit viel mehr am Herzen liegt, und wir glauben, daß das bemerkt haben: der sozialpolitische Fortschritt und die sozialistische fartell ist es in alle a. G. gefommen. Im Gewerkschaftskartell ist es in alle a. G. gekommen. Im Gewerkschaftskartell Zentrum deshalb so besorgt ist um die Arbeitskammern und die Arbeiterbewegung nehmen nie einen geraden direkten Lauf. Rückwurde folgende Resolution mit allen gegen zwei Stimmen anRechtsfähigkeit der Berufsvereine, um sich an den wichtigeren schläge sind unvermeidlich. Fragen, vor allem der Verkürzung der Arbeitszeit, vorbeizudrücken. Die nichtsozialistischen Arbeiterabgeordneten nußen diese Aber gleichviel: Das Zentrum hat sozialpolitische Wünsche und be- Niederlage gegen die selbständige Arbeiterpartei aus, indem sie den flagt sich, daß die Wünsche von der Regierung nicht berücksichtigt mißerfolg den Sozialisten in die Schuhe schieben. Auch die libe= werden. Nun, um das zu ändern gibt es ein sehr einfaches und wirkralen Blätter leitartikeln heute in diesem Sinne. Der Gang der fames Mittel. Niemand rechnet mehr damit, daß das Zentrum aus Gegner- englischen Arbeiterbewegung wird indes im gegenwärtigen Momente schaft zum Militarismus, wie ehedem, eine Heeres- oder Flotten- nicht so von den Sozialisten als vom Schicksal der GewerkschaftsDer Vorstand des Sozialdemokratischen Vereins forderung ablehnt. Aber das Zentrum hat es durch seine ausschlag vorlage beeinflußt. Erst nach Annahme dieser Vorlage wird die und die Breklommission des„ Voltsblatt" erklären gebende Stellung im Reichstage wenigstens in der Hand, die Re- Arbeiterpartei ihre entscheidende Prüfung zu bestehen haben. Be- dazu, daß ihrer Meinung nach das Gewerkschaftskartell von irrigen gierung zur Erfüllung seiner sozialpolitischen Wünsche zu zwingen; steht sie sie, dann wird die Reihe an die Sozialisten kommen, die Voraussetzungen ausgegangen ist. Sie überlassen die Entscheidung es braucht einfach nur die Zustimmung zur nächsten Militär- oder Verantwortlichkeit für die Politik der Arbeiterpartei zu übernehmen. in dieser Frage der nächsten Generalversammlung. Flottenvorlage abhängig zu machen von der Erfüllung dieser Wünsche Die Bestimmung der Statuten, auf die sich das Gewerkschaftsdurch die Regierung. So lange das nicht geschieht, haben wir allen Nach einem Wolff- Telegramm aus Edinburg vom 5. November fartell beruft, besagt, daß die Parteiinstanzen sich bei wichtigeren Grund, die in Leitartikeln und Reden und Resolutionen bewiesene stellte Steir Hardie in einer Rede, die er am Sonntag in einer Ver- Angelegenheiten mit den gewerkschaftlichen Organisationen ins Be Arbeiterfreundlichkeit des Zentrums für Schwindel zu halten. partei durch den Ausfall der Stadtratswahlen einen Rückschlag er- Redakteurs eine solche wichtige Angelegenheit iſt. Auch die„ Germania" beschäftigt sich mit der Lässigkeit der ſammlung hielt, in Abrede, daß der Sozialismus oder die Arbeiter- mehmen feßen follen. Strittig ist, ob die Entlassung des leitenden Wir meinen, daß die Gewerkschaftler, die Parteigenossen sind, Regierung gegenüber der Verleihung der Rechtsfähigkeit an die halten habe. Die Niederlage der Fortschrittpartei in London bedeute durch die Parteiinstanzen auf die Entscheidung der Frage Einfluß Berufsvereine." Hat denn", so fragt das Blatt,„ die Regierung fein einen Triumph des Elektrizitäts- und anderer Trusts, die 50.000 haben und daß daher der Anspruch des Gewerkschaftskartells und Empfinden dafür, daß ein solches Hinauszögern einer Angelegenheit, Pfund Sterling für den Wahlkampf aufgewandt hätten. der Gewerkschaftsvorstände in diesem Falle unberechtigt ist. Die die feit langem spruchreif ist, die christlichen Arbeiter geradezu vor erwähnte Bestimmung des Statuts fann sich unseres Erachtens nur den Kopf stoßen muß? Auf diese Weise erhält man die der Sozialauf Angelegenheiten beziehen, bei denen den gewerkschaftlichen demokratie noch nicht verfallenen Arbeiter doch nicht dem monarchischen Organisationen Aufgaben erwachsen, wie zum Beispiel die Maifeier. Daß die Kontrolle und die Verwaltung des Organs der politischen Partei nicht Aufgabe der Gewerkschaftsorganisationen ist, liegt auf ... Gedanken und der heutigen Gesellschaftsordnung. Unseres Erachtens muß es auch das Zentrum einmal leib bekommen, immer bettelnd vor der Regierung zu erscheinen. An den Herrn Staatssekretär Grafen Posadowsky möchten wir aber in bezug auf die Berufsvereine die Frage richten: Brutus, schläfst Du?!" Dem Zentrumsblatt ist es natürlich ebenso genau bekannt, wie uns, daß Graf Posadowsky nicht die Sozialpolitik in Deutschland macht, daß die Einsicht und der gute Wille des Einzelnen erstickt wird unter dem System, das aus Unfähigkeit und Böswilligkeit zuſammengesetzt ist. Aber an diesem System ist das Zentrum zu einem reichlichen Teile mitschuldig. Die„ Germania" gesteht es ja selber zu, daß das Zentrum bisher nur bettelnd vor der Regierung erſchienen iſt, anstatt fordernd und gebietend seine Ansprüche geltend zu machen. Die Regierung will nicht auf die Forderungen der Arbeiter eingehen, weil das Zentrum nicht will, weil sie weiß, daß sie von dieser Partei nichts zu fürchten hat, daß sie im Gegenteil im Sinne des Zentrums handelt, wenn sie auf die Sozialpolitik pfeift. Ob ein Staatssekretär schläft oder wacht, ist von keiner Bedeutung gegenüber der Tatsache, daß das Zentrum, die ausschlaggebende Partei, zwar der Regierung in allem zu Willen ist, aber bon * * Spanien. genommen: Die... Sigung des Gewerkschaftskartells und der Gewerkschaftsvorstände erklärt den Beschluß der Parteiinstanzen, der die Entlassung des Genossen Adolf Thiele betrifft, als nicht bestehend, da er nicht statutengemäß gefaßt worden ist. Die Sigung beschließt, diesen Beschluß in unserem Parteiorgan zu veröffentlichen." Klassenjustiz. Der republikanische Abgeordnete Junoh tadelte letzter Tage in der Kammer die Regierung wegen ihres parteiischen und ungerechten Vorgehens bei Erlaß der jüngsten Amnestie. Während schwere Kriminalverbrecher in Freiheit gesetzt wurden, der Hand. 3. B. Acevedo weiter im müssen Arbeiter und Sozialisten Kerter schmachten. Selbst bürgerliche Blätter wie Heraldo de Madrid" und die republikanische Zeitung„ El Pais" tadeln die dem Proletariat gegenüber angewandte Härte. Sie verlangen eine Amnestie für politische Vergehen. " 31. Mai d. J. verübten Attentats.) Norwegen. Ueberwundene Ministerkrise. Totenliste. In Höchst starb ein Veteran der Partei, der Genosse Kobeld. Er hat namentlich unter dem Sozialistengeset gewirkt. In legter Zeit mußte er sich wegen seines Alters und Leidens von der öffentlichen Tätigkeit zurückziehen, im stillen aber hat er weitergearbeitet. feiner Macht nicht den mindesten Gebrauch macht, wenn es der 76 Abgeordnete zählenden Linfenfraktion leicht möglich gewesen gehalten werden. Wenn die Grundzüge des Regierungsvorschlages darum handelt, dem politischen und sozialen Fortschritt zugunsten des Volkes, zum Besten der Arbeiter zu dienen. Nicht die Regierung, sondern das Zentrum ist anzuflagen! Das Jubiläum eines nicht gelöften Versprechens will die nationale Arbeiter und Gehülfenschaft"; d. h. wollen die Berliner Ortsgruppen der christlichen Gewerkschaften der konfessionellen Arbeitervereine und des Deutschnationalen Handlungsgehülfenverbandes begehen. Am 18. November wollen fie im Zirkus Busch in schlichter eindrucksvoller Weise" die vor 25 Jahren, am 17 November 1881 erfolgte Verkündung jener kaiserlichen Botschaft feiern, die den deutschen Arbeitern eine Sozialreform versprach. In der Zeit, da man die freien Hülfskaffen der klassenbewußten Arbeiter der Willkür der Behörden ausliefern, da man die Selbstverwaltung der Kranfenfassen strangulieren möchte, wird sich diese Jubiläumsfeier besonders stilvoll machen. Ein Manifest der schwedischen Sozialdemokratie. Der ParteiDie Ausweisung des Genossen Bouman von der Social Democratic Federation wird uns in einem Briefe aus Madrid jetzt vorstand der schwedischen Sozialdemokratie hat am 1. November ein folgendermaßen dargestellt: Bouman war nach Barcelona ge- Manifest an Schwedens organisierte Arbeiterschaft" gerichtet, worin kommen, um Erhebungen wegen des Prozesses Ferrer anzustellen. darauf hingewiesen wird, daß die Wahlrechtsreform, die, um die ( Ferrer ist einer der Angeklagten in Sachen des von Morral am Herrenmacht der Ersten Klammer zu brechen, zu einer VerfassungsNun hatte Tarrida del revision erweitert werden müsse, außerordentliche Kraftproben der Das gleiche fann der Fall Mármol, ein spanischer Journalist, der in London wohnt und in Arbeiterschaft notwendig machen kann. Spanien als Anarchist bekannt ist, dem Genossen Bouman sein, wenn die konservative Regierung andere Interessen der Empfehlungsbriefe an verschiedene spanische Personen mitgegeben. Arbeiterschaft in Frage stellen sollte, z. B. durch neue Zwangsgefeße Grund genug für die spanischen Behörden, den„ lästigen Eng- gegen die Gewerkschaftsbewegung. Aus diesen Gründen fordert der Parteivorstand zur Stärkung des im Jahre 1902 gegründeten länder" des Landes zu verweisen. Massenstreitfonds auf. Die Beiträge zu diesem Fonds sollen möglichst die Höhe eines Tagelohnes betragen. Die Einsammlung, die Sache der Arbeiterkommunen ist, soll bis zum 1. Februar bollDas Storthing hat eine viertägige Debatte hinter sich, bei der es 80gen sein. Das Ergebnis der Sammlungen foll vorläufig geheim wäre, das Ministerium Michelsen zu stürzen. Das zu tun, war ihre rahlrechtsreform vorliegen, wird eine allgemeine Ur politische Pflicht, wollte sie dem bisher in Norwegen anerkannten abstimmung der Parteigenossen über die Anwendung außer Grundsah, daß die parlamentarische Mehrheit über die Regierung ordentlicher Kampfmittel gegen Verpfuschung der Wahlreform und des Landes zu entscheiden hat, getreu bleiben. Dem entsprach ein gegen Klassengefeßgebung stattfinden. Außerdem wird auf den schon Vorschlag des Abgeordneten Snow, wonach das Storthing er- im Manifest vom Juni dieses Jahres erwähnten außerordentlichen Parteiklären sollte, daß das Programm der Linten die parlamentarische tag hingewiesen, der einberufen werden soll, sobald es die allgemeine Grundlage für das Zusammenarbeiten zwischen Regierung und Lage der Wahlrechtsreform erfordert. Storthing sein müsse. Dieser Vorschlag, der dem Ministerium unannehmbar war, wurde gegen nur sechs Stimmen abgelehnt, obwohl doch die ganze Linke verpflichtet gewesen wäre, dafür zu stimmen. Statt dessen wurde gegen 18 Stimmen ein Vorschlag des Rinkenparteivorsißenden und Storthingpräsidenten Berner ange nominen, wodurch das Storthing sich bereit erklärt, mit der Regierung zusammenzuarbeiten, unter Hinweis auf die Aeußerungen des Staatsministers im Storthing am 27. Oftober, betreffend das Verhältnis zwischen dem Regierungs- und dem Linfenprogramm, welche Aeußerungen Bedingungen für ein parlamentarisches Zu fammenarbeiten bieten." Polizeiliches, Gerichtliches ufw. 25 Worte drei Grabreden. Ein eigenartiges Urteil fällte die Hallesche Straflammer in der Sache gegen die Parteigenoffen Gastwirt Menzel bon Bitterfeld und die Arbeiter Pahl und Selleng von Greppin. Alle drei sollen bei der Beerdigung des Arbeiters Karl Pahl auf dem Friedhof in Greppin am Sonntag, den 10. Juni ohne Genehmigung des Ortsgeistlichen Reden gehalten haben. Menzel hatte gesagt:" Du hast getämpft, wir fämpfen weiter"; Pahl soll gesagt haben:" Adieu, Vom Krieg gegen die Polen. Nicht weniger als vierzig Prozesse wegen Aufforderung zum Schulstreit Ganz so gewunden wie hier, war Berners Vorschlag ursprüng- lieber Bruder, Du bist dahingegangen, wo Du sind bis jetzt beim Landgericht Posen allein anhängig gemacht lich nicht; Berner hatte, ohne erst mit seinen Fraktionskollegen zu nun die Freiheit hast; da unten ist Ruhe", und worden. Am Sonnabend sollte die erste dieser Staatsaktionen beraten, eine, wie er sagte, redaktionelle" Aenderung vorgenommen, ellengs Rede" wurde darin erblickt, daß er dem Verstorbenen vor sich gehen. Angeklagte waren die Redakteure Spontansti vom um den Vorschlag Michelsen annehmbar zu machen und die berühmte die Worte nachrief:" Du hast getämpft". Der AmtsvorGonice Wielkopolski" und Switala von der„ Praca". Auf Antrag Regierung der Unionsauflösung vor dem Fall zu bewahren. Im ſteher verhängte Strafen von je 15 M. Geldstrafe event. 3 Tagen der Berteidiger wurde trop des Widerspruchs des Anklagevertreters Berlauf der langen Debatte, wie in der Abstimmung, zeigte sich Haft; das Schöffengericht von Bitterfeld sprach die Andie Bertagung beider Sachen ausgesprochen, da festgestellt werden diese Linkenpartei, die nicht den Mut fand, die Zügel der Regierung geklagten aber frei, da es jene paar Worte, die gesprochen waren, follte, ob die Schul verordnung des Oberpräsidenten zu ergreifen, in ihrer ganzen Grbärmlichkeit. Die Sozialdemokratie nicht als Reden ansah. Außerdem bezweifelte es, daß der Friedbrauchte sich über das ganze Treiben nicht viel aufzuregen. Wußten hof der Kirchengemeinde gehöre, sodaß also der Ortsgeistliche nichts rechtsgültig ist. unsere Genossen doch, daß der mächtige Fortschritt ihrer Partei zu zu genehmigen hatte. Auf die Berufung des Amtsanwalts führte einem Zusammenschluß der bürgerlichen Barteien führen mußte. der Staatsanwalt aus, daß vom höchsten Gerichtshof in dieser Genosse Eriksen erklärte in der Debatte, daß nach seiner und Frage ein einziger am Grabe gesprochener Satz als seiner Barteigenossen Ansicht nicht viel damit gewonnen wäre, wenn Rede angesehen worden sei. Beantragt wurden je 15 M. Geldbas Ministerium Michelsen gestürzt werde und man statt dessen strafe. Die Angeklagten bestritten, Reden gehalten zu haben und eine Regierung aus der innerlich schwachen Linkenpartei erhalte. Pahl sagte, die ihm zur Last gelegte Aeußerung sei nur ein Gleichwohl müsse er Michelsens Sturz wünschen, damit man endlich Ausbruch seines Schmerzes um den Bruder gewesen. frei werde von all den hohlen Redensarten.Ausland. Frankreich. Die neue Regierung. Bulgarien. Das Berufungsgericht erblickte aber in den Aeußerungen, auch in den Worten:" Du hast gekämpft" drei Reden und bestrafte die Angeklagten mit je 15 M. Geldstrafe event. 3 Tagen Haft. ( Wiederholt, weil nur in einem Teil der Auflage.)] Gewerkschaftliches. Aus der gestern( Montag) im französischen Parlament bor dicht befettem Hause vom Ministerpräsidenten Clémenceau verlesenen Regierungserklärung ist vor allen Dingen erwähnenswert das Bekenntnis zu dem Bestreben, den euroSofia, 5. November. Ministerpräsident Betrow überreichte päischen Frieden aufrecht zu erhalten aufrecht zu erhalten gestern abend dem Fürsten Ferdinand die Demission des gesamten nicht zuletzt durch Stärkung der Heeresmacht! Kabinetts. Der Fürst nahm die Demission an und betraute gleich Im Innern soll die Demokratie befestigt werden. Aus zeitig den Minister des Innern Betkom mit der Neubildung des Sem Regierungsprogramm ist hervorzuheben: Aufhebung der Kabinetts. Die Krise dürfte durch Rekonstruktion des bisherigen Kriegsgerichte und Abschaffung der Todesstrafe. Nach dem Kabinetts in der Weise gelöst werden, daß Petrow als Minister des Das Pulver trocken und das Schwert geschliffen! betreffenden Gesetzentwurfe wird die Todesstrafe in lebens- Aeußern wahrscheinlich durch den bulgarischen Agenten in PetersAm Nonnendamm sind mit der Rettung des Kapitals außer der fängliche Haftstrafe umgewandelt. Jeder zu lebenslänglichem burg, Stancion, ersetzt wird, und daß das bisher unbefekt gewesen Charlottenburger Polizei ständig sechs Gendarmen beschäftigt. Handelsportefeuille ein hervorragender Stambulowist, vermutlich Gefängnis Verurteilte darf nur sechs Jahre in Einzelhaft der bisherige Präsident der Kammer Gudew, erwalten wird. Einer dieser Herren hat nun jüngst im Laboratorium der Fabrik gehalten werden, falls er sich nicht während dieser Zeit eines seinen Säbel geschliffen. Bei der Disziplin der Arbeiter neuen Verbrechens, z. B. durch einen Angriff auf Gefängnis- Die„ Voff. Zeitung" erhält aus Sofia( 5. Nov.); folgenden würde die Oeffentlichkeit vielleicht nie von diesem geschliffenen Säbel beamte usw. schuldig macht. eigenen Drahtbericht: erfahren. Da er aber nun einmal zweifellos für die OeffentlichDie Tagesordnung, durch welche die Erklärungen der Das neue Kabinett ist sehr rasch dadurch zustande gekommen, teit bestimmt ist, möchten wir diese wenigstens mit ihm bekannt Regierung gebilligt werden, gelangte mit 395 gegen 96 daß Dr. Stanción das Portefouille des Aeußern und Sobranje- machen. Eine solche Bekanntschaft mit dem geschliffenen Gendarmenpräsident Gudem das Bautenministerium übernimmt, das bisher fäbel hat den Vorzug, daß sie nicht tragisch, sondern erheiternd zeitweilig von Bettow geleitet wurde. Kammerpräsident an Stelle Gudews wird voraussichtlich der bisherige Vizepräsident. Halatschow. wirkt, so erheiternd, wie die Schußmanns- Revolver vom 21. Januar, Somit hat es sich bei dem Kabinettswechsel in erster Linie darum bei derem Anblick bekanntlich auch jedem. Normalmenschen das gehandelt, das Ministerium des Auswärtigen in andere Hände 3werchfell in eine gesunde hüpfende Bewegung gerät. Stimmen zur Annahme. Paris, 5. November. Senat. Die vom Justizminister Guyot Dessaigne berlesene Erklärung der Regierung wird % * * Die Tarifftreitigkeiten im Buchbindergewerbe. Die durch die jrungen beraten wird. Die Bersammlung beschloß ferner, den Beis die bevorstehende Nachwahl zum Landtage wieder Gelegenheit bieten, Leipziger Tarifverhandlungen festgelegten Lohnerhöhungen find, trag vom 1. Januar ab bon 60 auf 70 f. zu erhöhen. Außerdem unsere Anhänger zu sammeln und durch unsere Abstimmung zu soweit sich die Angelegenheit bis jetzt übersehen läßt, den Gehülfen lag die Abrechnung vom dritten Quartal bor; sie wurde jedoch den zeigen, daß wir nicht eher ruhen werden, als bis die Herrschaft des überall ohne weiteres gezahlt worden, den Arbeiterinnen der Groß- Revisoren zur nochmaligen Revision überwiesen, weil in den hefto- preußischen Junkertums, bis die Macht des Bureaukratismus und buchbindereien jedoch nicht. Einige Berliner Großbuchbinderci- graphierten Abzüger ein die Anzahl der vom Hauptvorstand be- Absolutismus gebrochen ist. Die Ausführung des Vortragenden befizer haben jedoch erklärt, daß ihrer Ansicht nach auch den zogenen Marken betreffender Fehler enthalten war. fanden lebhaften Beifall und allseitige Zustimmung. Arbeiterinnen die Lohnerhöhung vom 1. No= Die Dachbederei- Hülfsarbeiter, die jeßt nur tarifliche Ab- Im Riefcasaal des Moabiter Gesellschaftshauses bember ab zu teil werden müffe; fie fönnten fie aber machungen mit Einzelunternehmern haben, beabsichtigen für das in der Wiclefstraße lauschte eine dichtgedrängte Menge den Worten mit Rücksicht auf die Stellung des Prinzipalverbandes Frühjahr 1907 gemeinsam mit den Dachdeckern vorzugehen, um des Reichste sabgeordneten Moltenbuhr, der hier das Referat nicht zahlen. Der Vorsitzende dieses Verbandes, Kommissionsrat auch ihrerseits einen Vertrag von Organisation zu Organisation übernommen hatte und damit begann, die Aleuterungen einer ängstFritsche, hat auf eine Zuschrift des Buchbinderverbandes geant- zu erringen. Auf seiten der Unternehmer fommt in Betracht die lichen„ naticaalparteilichen" Seele, die einem gegnerischen Flugwortet, daß die Prinzipale sich streng an den von den Parteien Dachdeckerinnung, deren Vertrag mit den organisierten Dachblatt anvertraut sind, kritisch zu beleuchten. Der Schreiber des unterzeichneten Tarif hielten, also, entgegen den protokollierten bedern am 1. April 1907 abläuft. Die Sektion des Bau- Blattes empfindet den Gedanken, daß der dritte Landtagswahlkreis Abmachungen, die Lohnerhöhung der Arbeiterinnen erst vom 1. Ja arbeiterverbandes, in der die Dachdeckerei- Hülfsarbeiter organi als erster der Sozialdemokratie anheimfallen sollte, als eine nuar 1907 zahlen wollen. Dies Verhalten der Prinsipale wirkt fiert sind, hielt am Sonntag eine Versammlung ab, um die grund- Schmach.( Rufe der Empörung und des Spotts.) Gegenüber dem um so mehr empörend, als ihre Vertreter bei den Verhandlungen legenden Borderungen für die fünftige Tarifbewegung festzulegen. Bersprechen der bereinigten nationalen Parteien". im Interesse in Leipzig wiederholt erilätten, daß fie bei Auslegung des Tarif- Nach einem Referat Gräbers und einer lebhaften Debatte wurde des Mittelstandes dem Kohlenwucher entgegentreten zu wollen, verbertrages" fair" handeln wollten. Uebrigens werden die Arbeite- beschlossen, gemeinsam mit den Dachdeckern borzugehen und als weist Redner unter lebhafter Zustimmung darauf, daß die rinnen diese schofle Ausnutung eines bei der Unterzeichnung des Hauptforderungen aufzustellen: die Verkürzung der Arbeitszeit um Konserbatiben des Landtags geschwiegen hatten, als im KohlenTarifes unterlaufenen Fehlers nicht ruhig hinnehmen. Man wird eine Stunde( Achtstundentag) und die Erhöhung der Lohnpofitionen wucherjahr 1900 der preußische Fiskus das rheinisch- westBrinzipalssigung abwarten, um dann weitere Beschlüsse in der An- lohn erhalten follen: die Hülfsarbeiter bei Dachdeckern und Asphal- und so das Treiben des Syndikate geradezu unterstütte. Schärfte gelegenheit zu faffen. teuren 60 Pf., die Arbeiter beim Aufstellen von Hänge- und Kritit übte Moltenbuhr ant Leitergerüsten fowie beim Streichen 65 Pf., die als Pappdachdecker den Gipfel der Ungerechtigkeit Dreitlassenwahlrecht, das man beschäftigten Arbeiter 67% Pf., die Pappdachdecker( Vorarbeiter) weil es an sich das elendeste sei, sondern auch, weil es noch nennen müsse, nicht bloß, und Asphalteure( Spachtler) 70 Pf., die ausschließlich Dachsteine feinen Augenblick zu Recht bestanden habe. Das weist Redner in tragenden Arbeiter 80 Pf. Die übrigen Forderungen( Ueberstundenbezahlung, Fahrgets usw.) sollen sich dem anpassen, was einzelnen nach und hebt hervor, daß jede bei der Wahl für einen die Dachdecker fordern werden. Um eine genaue Feststellung zu er- Sozialdemokraten abgegebene Stimme einen Protest gegen das möglichen, wählte man eine Kommission, die sich mit den Dach bestehende Unrecht darstelle. Dann geißelte Redner die Arbeiterbedern, beziehungsweise ihrer Kommission, in Verbindung segen politit des preußischen Staats als Arbeitgeber. Inzwischen er. soll. Außer dem Sektionsleiter Solemann gehören der Kom- scheint Reichstagsabgeordneter Ledebour, der Kandidat, von der mission Weißfalt, Mann, Macholski, Krause und Hübner an. An- Becsammlung stürmisch begrüßt. Der Referent unterbricht sich und geregt wurde, daß auf die Beseitigung der Affordarbeit hingewirkt Genosse Bedebour ergreift das Wort zu einer flammenden Anwerden möge. Die Versammlung erklärte sich noch mit der Er- lage gegen den Junker- und Bureaukratenstaat, die ihm wiederhöhung des Beitrags um 10 Pf. einverstanden und beschloß ferner, holt brausenden Beifall eintrug. Genosse Moltenbuhr be daß der Zweigvereinsvorstand nicht nur mit dem Dachdeckerverband, endete darauf seine Darlegungen unter anhaltendem Beifall. fondern auch mit dem Verband der Asphalteure und Pappdach= beder" gemeinsam vorgehen soll. Die Fahrstuhlarbeiter versammelten sich am Sonntagmorgen, um über ihre nächstjährigen Lohnforderungen Beratung zu pflegen. Der Referent Ostar Böttcher machte darauf aufmerksam, daß bei allen neuen Forderungen die Verkürzung der Arbeitszeit mit in der ersten Linie stehen müsse. Eine Erhöhung der Löhne rechtfertige sich schon durch die steigende Lebensmittelberteuerung. Notwendig sei ein geschlossenes Borgehen aller Bauarbeiter. Da durch das schlechte Wetter der Besuch der Verfammlung nicht sehr zahlreich war, wurde vorgeschlagen, bestimmte Beschlüsse erst in der nächsten Versammlung zu fassen. Den von der Sektionsleitung vorgelegten Forderungen über die Erhöhung des Tarifs wurde im allgemeinen zugestimmt. Danach soll bezahlt werden: Für Keller 2,75 M., Parterre 3,75 M. und 1. Gtage 4,75 M. Bei Motorenbetrieb nach 1. Etage 3,25 M., 2. Gtage 3,75 M., 3. Etage 4,25 M., 4. Etage 4,75 M., Dachgeschoß 5,50 Bei Fahrstühlen mit Handbetrieb 1. Stage 4 M., 2. Stage 4,50 M., 3. Etage 5,- M., 4. Etage 5,50 M., 5. Etage 6,25 M. Die allgemeinen Forderungen stehen in lebereinstimmung mit den Forderungen der Bauarbeiter überhaupt. Es wurde vielfach darauf hingewiesen, wie notwendig es fei, die vielen nichtorganisierten Kollegen zu gewinnen. Eine großartige Tätigkeit hat der Verband in den letzten Jahren entfaltet, um die Organisation zu stärken, wie Böttcher berichtete. Der Achtung! Metallarbeiter! ist wegen Streits der Dreher und Maschinenarbeiter gesperrt. Die Firma Cyclop, Pantstraße, Die Ortsverwaltung Benz, Rigdorf, Weserstr. 205. Achtung! Friseurgehülfen! Beigelgt sind die Differenzen bei Deutfches Reich. Zum Streit der Binnenschiffer. Unter den Kohlentarrern des Auffiger Umschlagsplates fowie westbahn in Laube wird eifrig agitiert, daß diefelben behufs Untertübung der ftreifenden Elbeschiffer ebenfalls die Arbeit niederlegen. Falls der Sterit zustande kommen sollte, dürfte der Kohlen transport nach Deutschland gänzlich unterbunden werden. 27 000, der 1904 auf 39 000 und 1905 auf 57 000 stieg. Gegen unter den Arbeitern des Umschlagsplatzes der österreichischen Nord- Hinweis auf die Schulverhältnisse die kulturelle Rüdständigkeit wärtig find 70 000 Tage des Organs ist 90 000. Troßdem bleibt noch viel zu tun, denn die Organisationen der Unternehmer wachsen ebenfalls. In Berlin waren am Schluß des Jahres 1905 organisiert 8000 Bauarbeiter, jebt find es 11 966. Die Einmütigkeit unter den Bauarbeitern ist stetig gewachsen und zur strikten Notwendigkeit geworden, um Erfolge zu erzielen, daran müßte auch jeder Fahrstuhlarbeiter denken. Jeder fleine Zwiespalt unter den Bauarbeitern sollte nach Möglich feit vermieden werden. Der große Germaniasa al in der Chausseestraße war fchon um 8 Uhr vollständig gefüllt und bald nachher herrschte eine derartige Ueberfüllung, daß die später Rommenden keinen Einlag mehr fanden. Als Genosse Bebel, der hier das Referat übernommen hatte, den Saal durchschritt, begrüßte ihn allseitiger Beifall der Versammelten. Bebel begann feinen Vortrag mit einer Kennzeichnung der Schwierigkeiten, mit denen unsere Partei genossen bei der Landtagswahl unter der Herrschaft des ungerechten, widerfinnigen Dreitlassenwahlsystems zu kämpfen haben. Dann besprach der Redner die Gegenstände, welche der Gesetzgebung des preußischen Landtags unterstehen, er schilderte insbesondere unter Breußens und zeigte, welche Stellung unsere Partei, gemäß ihren altbewährten Grundsätzen zu den im Landtage zu behandelnden Fragen einnimmt. Am Schlusse seines zweistündigen, mit großem Beifall aufgenommenen Vortrages bemerkte Genoffe Bebel, daß die dem preußischen Landtage zugeteilten Aufgaben an Wichtigkeit und Von einem Angestellten der Kahntschen Reederei und Schiffs. Bedeutung nicht zurüdstehen hinter dem Tätigkeitsfelde des Reichstages. Wer mit den in Preußen herrschenden Verhältnissen nicht werft in Stralau erhalten wir eine Buschrift, in der es heißt: In der Nummer des Vorwärts" vom 2. November stehen zufrieden ist, der muß, soweit er bei dieser Wahl als Wähler in unter den Passagierdampfern, welche jetzt zum Schleppen benutt Frage tommt, feine Stimme für die Sozialdemokratie abgeben, um werden, auch unsere beiden Dampfer" Boruffia" und Broteft einzulegen gegen das Unrecht, welches dem Volke durch die Sagonia" verzeichnet. Dies ist ein Irrtum. Unsere bier Regierung und die herrschenden Klassen angetan wird. Bersonendampfer:" Borussia", Sagonia", Germania" Zur Diskussion meldete sich niemand. Der Vorsitzende, Ge und 3 y dia" werden nur zu Bassagierfahrten benutzt und werden noffe Ernst, ersuchte un rege Mitarbeit bei der Wahl und schloß nach Beendigung dieser Fahrten, was in der Regel Anfang Sep- die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie. tember jeden Jahres stattfindet, außer Dienst gestellt, wovon jederzeit Kenntnis genommen werden kann, da die Dampfer in Stralau an der Werft liegen. % P Wir nehmen davon gern Notiz. Im übrigen sei hier angefügt, daß im Gegensatz zu einer neulichen Zuschrift, die wir brachten, uns jekt aus Fachkreisen bestätigt wird, daß die Berliner Dampfer eine große Rolle in diesem Streit spielen. Sie schleppen die Kleinschiffer, die jest für die großen Reedereien Streifbrecherdienste leisten und Waren befördern, welche diese liegen lassen müssen. In Betracht kommen namentlich die Fahrzeuge, welche im Sommer für die Reederei Tismer in Niederschöne Die ftreifenden Ballschuhmacher und die Ausgesperrten der mechanischen Schuhindustrie hatten in ihrer am Montag bormittag abgehaltenen Versammlung die Frage zu entscheiden, ob und unter welchen Bedingungen fie einer Beendigung des Stampfes zustimmen wollen. Samacher, der über die jüngsten Verhandlungen mit den Fabrikanten der Ballschuhbranche berichtete, führte im wesentlichen folgendes aus: Nachdem die Arbeiterausschüsse der einzelnen Fabriken mit den Unternehmern über die Tarife verhandelt hatten, fanden an den letzten drei Tagen der vorigen Woche die endgültigen Verhandlungen der beiderseitigen Kommissionen statt. Das Resultat dieser Verhandlungen ist die Aufstellung von Tarifen für jede einzelne Fabrit. Die Tarife enthalten Lohnerhöhungen bon 6-8 Proz. Eine volle Gleichmäßigkeit aller Tarife fonnte nicht erzielt werden, jedoch sind die Differenzen, welche früher in den von den verschiedenen Fabrikanten gezahlten Löhnen bestanden, so ziemlich ausgeglichen, so daß man einer Gleichmäßigkeit der Löhne erheblich näher gekommen ist. Ueber die Frage der Entschädigung weide( Kyffhäuser- Linie) fahren. der Furnituren fonnte fein Einverständnis erzielt werden. Die Fabrikanten weigerten sich ganz entschieden, die Furnituren zu Die Maler, Ladierer und Anstreicher in Chemniß bebezahlen, sie meinen, das sei ihnen nicht möglich, nachdem sie die schloffen in geheimer Abstimmung die Kündigung des mit der genannten Lohnerhöhungen bewilligt haben. Die Fabrikanten Malerinnung im Jahre 1904 abgeschlossenen Tarifvertrages, der wollten in dem Tarif die ausdrüdliche Bemerkung aufgenommen infolgedeffen im Mai 1907 abläuft. In dem neu abzuschließenden wissen, daß die Lohnjähe des Tarifs einschließlich der Furnituren Vertrag sollen insbesondere höhere Löhne und eine weitere Bergelten. Die Arbeiter verlangten jedoch, daß dieser Bassus gestrichen fürzung der Arbeitszeit festgelegt werden. Da die Gehülfenschaft werde, denn wenn man auch für diesmal auf die Entschädigung der in Chemniß zu 80 Broz. organisiert ist, hofft man ohne Streit sum Furnituren verzichte, so könnten sie diese prinzipielle Forderung neuen Abschluß zu kommen. nicht ein für allemal fallen lassen. Schließlich erklärten sich auch die Fabrikanten bereit, den betreffenden Bassus zu streichen unter der Bedingung, daß der Tarif auf drei Jahre abgeschlossen werde. Nachdem die Verhandlungen der beiderseitigen Kommissionen so weit gebiehen waren, hat eine Konferenz der streifenden Ballschuhmacher beschlossen, die Forderung der Furniturenbezahlung fallen zu laffen, jedoch soll der Bassus, wonach der Tarif einschließlich der Furnituren gilt, gestrichen werden, ohne daß den Fabrikanten ein weiteres Zugeständnis gemacht wird. Da die gegenwärtige Konjunktur in der Ballschuhbranche nahezu beendet ist und dann eine schuhmacher willens, den Tarif anzuerkennen und den Streit zu beenden. Weit der Aufhebung des Streits der Ballschuhmacher würde natürlich auch der Revers in der mechanischen Industrie zurüdgezogen werden. Der Referent bemerkte zum Schluß, er wolle feine eigene Meinung über die Frage der Beendigung des Streits ben Versammelten nicht aufdrängen, er überlaffe es vielmehr den Streifenden und Ausgesperrten, reiflich zu überlegen, ob sie unter den gegebenen Verhältnissen den Kampf beenden wollen und unter dem Bewußtsein der eigenen Verantwortung ihre Entscheidung zu Die Zeichner und Ausschneider der Glasgrabplattenfabrik O. Medwig in Radebeul bei Dresden wurden sämtlich entlaffen, weil sie fich einen 40 Proz. durchschnittlich betragenden Sohnabzug nicht gefallen lassen wollten. Wir bitten, Zuzug streng fern zu halten. Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abbrud gebeten. Husland. 3m Swinemünder Gesellschaftshaus" hatten fich die Genossen der Rosenthaler Borstadt und vom Gesundbrunnen gestern abend zahlreich eingefunden, um am Vorabend der Wahl noch die letzte öffentliche Agitation zugunsten der sozialdemokrati schen Wahlmänner in den nördlichen Bezirken des 3. Berliner Landtagswahlkreises vorzunehmen. Das Lotal mußte wegen des starken Andranges bereits bor 8 Uhr polizeilich abgesperrt werden, so daß Hunderte keinen Einlaß mehr fanden. Es hielt zunächst der Kandidat unserer Partei, Reichstagsabgeordneter Ledebour, eine kurze zündende Ansprache an die Versammlung, worin er unter dem wiederholten lebhaftesten Beifall der Anwesenden mit treffender Satire das ganze bureaukratische Regierungs- und Verwaltungssystem im preußischen Staate einer tritischen Würdigung unterzog und auf das weite Betätigungsfeld hinwies, welches der parlamentarischen Kritik eines sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten gerade auf diesem Gebiete erwachse, falls unsere Bartei diesmal den Wahlfieg erringen sollte. Genosse Pfannkuch behandelte darauf in seinem Referat die Entstehungsgeschichte des preußischen Dreiflaffenparlaments und würdigte den durch und burch reaftionären Charakter desselben in treffender Weise. Er schloß seine Ausführungen mit einem wuchtigen Appell an die An wesenden, in gewohnter Pflichterfüllung das Ihrige zu tun, damit wenn möglich, diesmal der erste Sozialdemokrat in das preußische Abgeordnetenhaus gewählt werde. Einige freisinnige Bezirksbereinsgrößen waren zwar ebenfalls in der Versammlung, zunt Worte meldeten fie sich jedoch nicht. Zur Distuffion sprach nur der Genoffe Marg. Mit einem Hoch auf die Partei fand die vont besten Geifte beseelte Versammlung darauf ihr Ende. bis Ende Januar anhaltende stille Zeit eintritt, so find die Ball Gestalt angenommen. Da biefer Verband tatsächlich fast alle Are Letzte Nachrichten und Depefchen. treffen. Die Lage im englischen Schiffbauerstreit hat durch das Eingreifen des Verbandes der schiffbaulichen Gewerbe eine ernstere beitgeber in der Schiffbauindustrie Großbritanniens umfaßt, und die Arbeitgeber jedem Kompromiß gänzlich abgeneigt sind, fo' tann nunmehr die ganze Schiffbauirdustrie in den Streit hineingezogen werden. Am letzten Sonnabend find von den Elhdewerften noch mehr Leute entlassen worden, und die Werften werden bald ganz Bum Stillstand kommen. Ein Sieg bes Organisationsgedankens. Rhondda und Pontypridd gibt sich auf seiten der Bergleute große In dem Ausstand der englischen Ber leute in der Gegend von Neigung fund, zur Arbeit zurückzukehren. 5000 Ausständige werden voraussichtlich heute die Arbeit wieder aufnehmen, nachdem ein großer Teil der nicht organisierten Arbeiter dem Bergarbeiterberbande beigetreten ist. Die rege und ausgedehnte Diskussion bot im wesentlichen folgendes Bild: Die Redner aus den Reihen der Ballschuhmacher er flärten sich für die Beendigung des Streife, während mehrere Redner aus der mechanischen Branche den Standpunkt vertraten, daß die Ausgesperrten nicht ohne weiteres die Arbeit aufnehmen Die organisierten Handlungsgehülfen Petersburgs. Tönnten. Sie hatten die Aussperrung bekanntlich damit beant wortet, daß sie die Forderungen erhoben: Bezahlung der Furni- gehülfen angestellten Berechnung gibt es zurzeit airla 35 000 organi Nach der von der Vereinten Delegiertenkommission der Handlungs. turen, Erhöhung der Löhne um 10 Broz. und Errichtung eines pari- fierte Sandlungsgehülfen. Der Geldfonds, der zur Führung des tätischen Arbeitsnachweises. Die Redner der mechanischen Induftrie meinten, fie müßten an diesen Forderungen festhalten, Stampfes um die Kürzung des Arbeitstages bestimmt ist, hat die allenfalls fönnten fie in Uebereinstimmung mit der Stellung der Summe von zirka 20 000 Mark erreicht. Ballschuhmacher auf die Bezahlung der Furnituren verzichten. Die Versammlung nahm schließlich gegen wenige Stimmen Ein letztes Wort an die Wähler! Gegen die Fleischnot. Baden, 5. November.( B..) Die unter Vorsiz des Obers bürgermeisters Gonner heute hier abgehaltene Oberbürgermeister konferenz faßte in Sachen der Fleischnot folgenden Beschluß: Es werden noch im Laufe dieser Woche durch gemeinschaftliche Betis tionen sämtlicher Städte an die badische Landes- an und die Reichss gebrungen wird. Im gleichen Sinne foll eine Kommission der Städte Lage nochmals geschildert und mit Nachdruck auf baldige Abhülfe regierung Borstellungen gemacht werden, in denen der Ernst der auch persönliche Schritte beim badischen Staatsministerium unters nehmen. Landtagswahlen in Württemberg. Stuttgart, 5. November.( W. T. B.) Die Wahlen zum Lands tage find auf den 5. Dezember anberaumt worden. Abschiebung von Juden. Petersburg. 5. November.( B. H.) Der Petersburger Stadts hauptmann gibt bekannt, daß den jüdischen außerordentlichen Hörern der Universität keine Aufenthaltsscheine mehr berabfolgt werden, Deren Ausweisung stehe bevor, die Kollegiengelder würden ihnen aurüdgezahlt. Borlängerter Ausnahmezustand. Petersburg, 5. November.( 2. T. B.) Der verstärkte Schuß eine Resolution an, welche besagt: Mit Rüdficht auf die den Ballschuhmachern gemachten Bugeständnisse und in anbetracht deffen, In vier großen, gutbesuchten Versammlungen für die Wähler baß die Ballschuhmacher die Forderung der Furniturenbezahlung des dritten Berliner Landtagswahlkreises sprachen am Sonntag und zurückgezogen haben, beschließen die Arbeiter der mechanischen Montag noch einmal die Genossen Bebel, Ledebour. im Gouvernement Saratom ist um ein Jahr verlängert worden. Filz- und Lederbranche, diese Forderung ebenfalls zurückzuziehen, Moltenbuhr und Pfannkuch, um zum letzten Male vor der die Forderung einer Lohnerhöhung von 10 Broz. folie Einrichtung Wahl die Massen zur Teilnahme an derfelben zu begeistern. eines paritätischen Arbeitsnachweises aber aufrecht zu erhalten und mit aller Macht durchzuführen. Am Sonntag hatten unsere Parteigenossen in der Schönhauser Vorstadt eine Versammlung nach Fröbels Allerlei- Theater berufen. Haussuchungen und Verhaftungen. Mostau, 5. November. Gestern fanden hier zahlreiche Hauss Kündigung des Steinhauertarifa. Die Filiale Berlin I des Sie war äußerst zahlreich besucht. Mit lebhaftem Intereffe folgten fuchungen und Verhaftungen, besonders von Mitgliedern der sozialSteinarbeiterverbandes hielt am Sonntag im großen Gaal des die Versammelten dem Vortrage des Genossen Ledebour, der in demokratischen Organisationen statt; 25 Komiteemitglieder wurden Englischen Gartens eine Mitgliederversammlung ab, die sich mit großen Zügen die historischen Tatsachen besprach, welche dazu ge- verhaftet. Bei Haussuchungen in der Dolgorutowstraße wurden der Frage befaßte: Stündigen wir den Tarif oder nicht?" Gine führt haben, daß ein durch die Junterclique beeinflußtes bureau- Adressen und Liften der sozialistischen Organisation in der Provin Blabbertreterfibung hatte einstimmig beschlossen, der Versammlung fratisches Regiment auf der Bevölkerung Preußens lastet. Weiter gefunden. die Kündigung, die am 1. Dezember zu erfolgen hat, zu empfehlen, Beigte der Redner, daß das Bürgertum sich schon in der Vergangenda der Tarif sonst auf zwei bolle Jahre weiter gelten würde. Die heit unfähig erwiesen hat und auch jest sowie für die Zukunft un Bukarest, 5. November.( B. S.) Zwischen den Stationen Braila Versammlung beschloß die Kündigung des Tarifs nach furzer De- fähig ist, das bureaukratische Regierungssystem abzuschütteln. Nur batte, in der abweichende Meinungen nicht geäußert wurden. Der die Sozialdemokratie ist es, welche diesem System in Preußen- und Buczen stießen nachts zwei Güterzüge zusammen. Beide LokoBorsigende gab darauf bekannt, daß noch vor dem 1. Dezember eine Deutschland den Krieg erklärt hat, nur sie allein ist entschlossen, dem motiven wurden zertrümmert, ebenso 15 Wagen. Drei Beamte Bersammlung stattfinden soll, wo über bie au stellenden Forde. verkappten Absolutismus ein Ende zu bereiten. So soll uns auch wurden getötet, sechs erlitten schwere Berlegungen. Berantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Inseratenteil verantw.: Eisenbahnunglüd. Glede, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Berlaasanftals Baul Singer& Co., Berlin SW. Sierau 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt tr. 259. 23. Jahrgang 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Der Parteitag der Franzosen. Erster Tag. Limoges, 1: November.( Eig. Ber.) Dienstag, 6. November 1906. Baillant erstattet den Bericht über die Tätigkeit Anarchismus start ist, ist es auch die Bourgeoisie. Haben wir doch des internationalen Bureaus und im besonderen seiner einmal den Mut, diese Dinge zu sagen! französischen Mitglieder. Eine bessere, der wirklichen Roland( Faßbinder): Die Frage ist von praktischer Bes Stärte der nationalen Parteien entsprechende deutung. Wie sollen wir sozialistischen Gewerkschaftler uns bei den Konstituierung der internationalen Kongresse Wahlen in der Arbeitsbörse verhalten? Wir sind nicht nur ist besonders notwendig. Die bevorstehende Brüsseler Konferenz Broduzenten, sondern auch denkende Menschen in den Gewerkschaften. wird dazu Beschlüsse fassen. 3weiter Tag. Limoges, 2. Nov.( Eig. Ber.) So " Noch einmal Nerhäuser. Jm Saale der sozialistischen Genossenschaft, Union" hat hier Heute der dritte Nationalkongreß der geeinigten Partei begonnen. Geben Sie uns eine Nichtschnur, sonst schaffen Sie die Kon Die Feindseligkeit der jetzigen Gemeindevertretung hat den Genossen fufion, statt sie zu beseitigen. Marius André: Die meisten die Benutzung der kommunalen Gebäude versagt. So mußte man Gewerkschaftler sind Sozialisten. Für die Konföderation aber sich in dem bescheidenen Heime der Kooperative so gut einrichten, ist der Sozialismus nur eine Meinung" wie andere auch. An die als es gehen mochte. Der Eifer des Lokalkomitees ist nicht ohne In der Vormittagsfizung, der Willm präsidiert, kommen die sozialistischen Abgeordneten wendet man sich, wenn es sich um kleine Erfolg geblieben. In dem recht kahlen Raum, der eben noch die Anträge auf Aenderung des Parteistatuts zur Ver- Geschäftchen handelt ebenso wie an die Nadikalen. Wir müssen Delegierten, aber nur schwer die Menge der am heutigen Feiertag handlung. Der wichtigste ist der von der Föderation Nord ein- erklären: Die sozialistische Partei ist der Kopf der prolezufammengeströmten Gäste aufnimmt, bringt eine rote Draperie an gebrachte, der die Zulassung der Abgeordneten in die tarischen Bewegung. Gewerkschaft und Kooperative find Glieder. der Rückwand einen lebhafteren und feierlicheren Ton. Rechts und permanente Kommission zum Gegenstand hat. Es kommt wir wollen nicht von der Konföderation zurücktreten, sondern dort links neben ihr rufen die Fahnen mehrerer Parteisektionen die zu einer sehr lebhaften Debatte und die Versammlung wird manchmal erren werden. Erinnerung an die ruhm und opferreiche Kampfesgeschichte der recht stürmisch. Renaudel bekämpft jede Aenderung der Statuten. Lafont, ein junger, rednerisch äußerst gewandter RechtsArbeiterschaft dieser Gegend wach. Diese bilden einen Teil des mit großer Sorgfalt formulierten anwalt, ehemals Redakteur der eingegangenen syndikalistischen„ AvantDer Vormittagssigung präsidiert Genosse BertoulI8, der Einigungspakts. Wir dürfen die trotz der Einigung noch vorhandenen garde", erklärt in einer mit boshaften Ausfällen gespickten Rede, neue Abgeordnete von Limoges. Delegierte der ausländischen Reibungen nicht vergrößern. Ueberlassen wir es dem Nationalrat, nicht die Gewerkschaft, sondern die Partei sei ein reformistischer Körper. Parteien begrüßen den Kongreß. Für das internationale Bureau fünftig die von den Föderationen eingebrachten Anträge anf Neben die zivei alten Mittel der Partei: Stimmzettel und Inist Anseele anwesend, die belgische Arbeiterpartei wird durch Ge- Statutenänderung auf die Tagesordnung der Parteitage zu fezzen furrektion setze sie ein neues: den Generalstreit. Wir müssen nosse Baek( Metallarbeiter) vertreten. Für die englische sozial- oder abzuweisen. Guesde erwidert: Renaudel übertreibt die Ge- die Unabhängigkeit der Gewerkschaft in ihrer auf diesen gerichteten demokratische Föderation ist Genosse Bowman erschienen. Genoffin fährlichkeit der Diskussion über diese Dinge. Nach seiner Aftion anerkennen. Rubanowitsch begrüßt den Kongreß im Namen der russischen Darstellung wäre die Partei für das Reglement da, nicht umgekehrt. Die heutigen Statuten entfernen die Deputierten von der Partei. fozialrevolutionären Partei.. Die formellen Geschäfte, vor allem die Mandatsprüfung wickeln Wenn die Abgeordneten so gefährlich wären, täten wir am besten, fich rasch ab. Es sind 69 Föderationen vertreten, deren Delegierte sie nicht zu wählen. Ich leugne nicht, daß Vorsichtsmaßregeln gegen das leberwuchern der parlamentarischen Interessen notwendig sind. 289 Mandate vereinigen. In seiner Antwort auf die Erklärung der Geschäftsleitung Die Verhandlung über die Parteiberichte wird erst in der Aber wir brauchen die Bedeutung der Abgeordneten nicht zu über der Vorwärts- Buchdruckerei in Nr. 251 des„ Vorivärts" wird Nachmittagssigung, der Delory präsidiert, lebhafter. Nachdem treiben. Der bestehende Zustand bedeutet, daß die Partei zwei Stöpfe Rerhäuser geradezu wißig; er überschreibt sic: Ein Blick in Camélinats Finanzbericht, der einen Kassenbestand von hat, von denen der eine von ihrem Organismus losgelöst ist. 11 615 Frank anzeigt, genehmigt worden ist, kommt es beim und die der sozialistischen Wähler, auf welch letztere sich die Ab- tobt nun in zehn Spalten des Korrespondent" und überhaben wir eigentlich zwei Parteien, die der organisierten Sozialisten den Zukunftsstaat". Damit ist sein Wit aber erschöpft und er haben wir eigentlich zwei Parteien, die der organisierten Sozialisten Bericht der Fraktion zu einer längeren Diskussion. Was wird geschehen, wenn wir in acht schlägt sich in persönlichen Beschimpfungen und Verleumdungen Mistral( fère) bedauert, daß in Grenoble während des geordneten berufen. bei einer Partei gegen den Unterzeichneten, als wollte er nochmals den Beweis Generalstreiks kein Abgeordneter erschienen sei. Durch solche Jahren vielleicht drei Millionen Wähler Vorfälle werde der Gegensatz zwischen Partei und Gewerton Zehntausenden haben. Ist da keine Gefahr? Die Einig- erbringen für die Richtigkeit der Kennzeichnung seiner Person schaft verschärft. Faure( Dordogne) beklagt die mangelnde Dis- feit der Partei beruht nicht auf dem Statut. Der Artikel 28 und seines Charakters. Auf solche Flutielle persönlicher Beziplin und Geschlossenheit der Fraktion. Es werden Anträge ein disqualifiziert die Partei. Man mute einer großen Partei wie schimpfung muß man bei Rerhäuser gefaßt sein; da liegt gebracht, die nur von einigen Deputierten gezeichnet sind, bei der etwa der deutschen die Ausschließung der Abgeordneten aus dem Partei- feine Größe und Stärke, da ist er Simson und Goliath, Abstimmung herrscht oft uneinigkeit. Bra df è sprach in demselben vorstand zu! Sie wählt gerade Abgeordnete hinein, um die Fraktion aber bei der allgemeinen Achtung, deren sich Rerhäuser Brace seine Größe und Stärke, da ist er Simson und Goliath, Sinne. Er vermißt im Fraktionsbericht eine Erklärung dieser Tat- vorwärts zu treiben. Lauche findet, daß es der Partei auch unter dem Artifel 28 bis in seine Sollegenkreise hinein erfreut, braucht man sich fachen und eine Darlegung der allgemeinen Richtlinien der Abgut gehe. Wozu ihn ändern? Wenn Sie die Bedeutung der dagegen nicht zu wehren. Die eine Tatsache, daß das Achtgeordneten. Constans stellt fest, daß Dubreuilh nach Grenoble Administrativkommission verstärken, machen Sie aus dieser ver- groschenjungen organ, die Herrn Rerhäuser so Selegiert, aber plöglich in Montluçon durch wichtige Parteigeschäfte waltenden Störperschaft eine Parteileitung, was wir nicht charakterverwandte Stummische Post", ihm durch den Abdruck zurückgehalten worden sei. Rappoport sprach über die Taktik der Fraktion gegenüber der wollen. Die Teilung der Arbeit zwischen Kommission und Fraktion feiner neuesten Schimpfergüsse vor aller Welt den Bruder Bourgeoispolitik. Er befürchtet eine Aenderung im Sinne einer ab- ist ganz nüßlich. schwächung des Klaſſenkampfes und greift Jaurès an, der in Tours ein blogger modus vivendi fei. Es sei ein Stück der Partei selbst. häuser seinen Verleumdungsfeldzug gegen die Vorwärts. Rebelin glaubt nicht wie Guesde, daß das Barteireglement Schmak gibt, zeigt ja, in wessen Interesse Herr NerClémenceau im Namen der Partei ein förmliches Vertrauensvotum wir haben gleichzeitig den zentralisierenden und den dezentralistischen Buchdruckerei führt. ausgestellt habe. Die parlamentarische auf Reformen gerichtete Wenn Herr Nerhäuser also bloß schimpfte und tobte, dann Attion sei sicher notwendig, aber sie müsse mit der allgemeinen sondern einen, den songreß und in seiner Vertretung den ließ ich ihn in dem wohltuenden Gefühle, sein Porträt geTendenzen Rechnung getragen. Die Partei hat nicht zwei Stöpfe, Aktion der Partei im Einklang stehen und einen Klassencharakter Nationalrat. Die Frattion und die Kommission sind troffen zu haben, laufen, aber er tritt auch den Wahrheitshaben. Der Redner faßt diese Grundsätze in einer Resolution beide untergeordnete Organe. Ich glaube auch gegenüber beweis an. Wie der bei Nerhäuser, dem der liebe Herrzufammen. Der Berichterstatter Genosse Groussier erklärt, warum fich Guesde, daß die bewußte, organische Minderheit die Massen der gott den Sinn für Wahrheit versagt hat, ausfällt, liegt auf die Abgeordneten bei den meisten Streits ferngehalten hätten. Es wähler dirigieren soll, selbst wenn diese 3 Millionen sind.( Guesde der Hand. Als erster Streich fällt folgende im Gegenteil.) Die Erfahrung sei die Taktik der Arbeitskonföderation, die Deputierten bei wirt ruft: Das habe ich nicht bestritten schaftlichen Konflikten auszuscheiden. Man täte besser, auf diesem hat uns bewiesen, daß in den Fällen, wo die Kommission und die Gebiete feine Kämpfe zu beginnen. Die Abgeordneten sollen nur Fraktion zusammenwirken mußten, die Ausschließung der Fraktion fein Hindernis war. kommen, wenn man sie ruft. Was die Uneinigkeit innerhalb der Fraftion betreffe, so fei sie bei allgemeinen Fragen gar nicht vor handen. Bei Fragen regionalen und lokalen Charakters aber sei die Meinungsverschiedenheit nicht zu vermeiden und sie sei auch weiter nicht vom Uebel. -Nach einer scharfen Auseinandersegung wird ein Kompromißantrag, ber die Vertagung des Antrags der Nord- Föderation bestimmt, einstimmig angenommen. In der unter Groussiers Vorsitz tagenden Nachmittagsfitung beginnt die Diskussion über den Antrag der Nord- Föderation auf eine Kooperation der politischen Partei mit den Gewerkschaften. In den Schlußsäßen der vom Föderationskongreß beschlossenen Resolution heißt es: " Erklärung. Ju Nummer 251 des Vorwärts" befindet sich ein Artikel der Geschäftsleitung der Vorwärts Druckerei, überschrieben: Wieder einmal Neghäuser". In diesem Artikel wird an mehreren Stellen versucht, u. a. auch meine Person derjenigen des verant wortlichen Korr".- Redakteurs Rerhäuser zu dessen Ungunsten gegenüberzustellen. Ich erkläre, die Stellungnahme Reghäusers bei der Verteidigung unserer Tarifab machungen in Rücksicht auf die maßlosen Angriffe auf die Funktionäre unseres Verbandes und deren pflichtgemäße Tätigkeit seitens eines Teiles der Parteipresse in vollem Umfange zu billigen, insbesondere auch dem Vorwärts" gegenüber. Berlin, 29. Oktober 1906. Emil Döblin." Die allgemeine Arbeitskonföderation wird eingeladen, sich mit dem Nationalrat der sozialistischen Partei ins Einvernehmen In der Erklärung der Geschäftsleitung hieß es, daß über zu setzen, sei es unter der Form einer permanenten Delegation, ben verleumderischen Vorwurf raffinierter Kontrolle über die sei es vermittelst spezieller Delegationen. Falls sich die Konföderation weigert, ist dieses notwendige Einbernehmen Iotal oder Arbeit der Maschinenseger", die in jedem bürgerlichen Gedepartemental, zwischen den Gewerkschaften der einzelnen schäfte mit dem Streit beantwortet worden wäre", Gemeinden und der Parteisektion oder den Departementsgewerkschaften und der Föderation anzustreben." ,, eine Drudereibersammlung stattgefunden hat, in welcher der Berbandsvorsitzende Döblin und der Gauvorsteher Massini teilgenommen haben und in der diese Frage eingehend erörtert worden ist; Nerhäuser weiß aber auch, daß weder Massini no ch Döblin auch nur mit einem Worte sich gegen folche angeblich raffinierte Kontrolle über die Arbeit der Maschinenseger" auszusprechen beranlaßt jahen." " Ferner wurde in der Erklärung der Geschäftsleitung der Vortvärts- Buchdruckerei gesagt: ... aber all das Geschimpfe und Verleumden ändert an der Tatsache nichts: In der Vorwärts- Buchdruckerei herrschen solche Zustände in Lohn und Arbeit, daß wenn ein Mann von politischem Charakter und Ehrgefühl anstelle Reghäusers in der Redaktion des Korr." säße, er nicht so sprechen und schreiben würde wie Reghäuser, sondern sagen wir: wie Döblin und Massinil Jaurès: Der Text der Rappoportschen Resolution ist zugleich zu allgemein und zu kleinlich. Nicht ein einziger Abgeordneter denkt daran, die Prinzipien und die Einigkeit der Partei zu verlegen. Rappoport betont die Notwendigkeit der Unabhängigkeit und der oppofitionellen Stellung der Partei gegenwärtig den Politikern der anderen Klassen, gleichzeitig aber auch die Notwendigkeit der Reformen. Nun, unsere Unabhängigkeit und oppofitionelle Stellung bezeugen wir damit, daß wir an feiner Regierung teilnehmen, daß wir uns von der Delegation der Linken zurückgezogen haben, daß wir grundsäßlich das Budget des bürgerlichen Staates ablehnen. Wir sind entschlossen, niemals einer parlamentarischen Kombination zuliebe proIetarische Interessen zu verlegen. Woher schöpft Rappoport seine Anklagen? Ich bin weit entfernt davon, Da der Gewerkschaftstongreß von Amiens das Einvernehmen dem Ministerium Clemenceau ein Vertrauensvotum zu abgelehnt hat, ist der letzte Saz der Resolution aktuell geworden. geben. Das wäre der ärgste Fehler. Wir müssen uns aber an ihn fnüpfen die meisten Redner an, doch gewinnt die Debatte wegen der jetzigen politischen Kombination beglückwünschen, weil einen allgemeinen Charakter und schließt das ganze Thema der Bedies es dem bürgerlichen Radikalismus unmöglich macht, sich der ziehungen zwischen Partei und Gewerkschaft und der Methoden des Verantwortung für die Durchführung eines Programms zu entziehen. proletarischen Befreiungskampfes ein. Jezt ist der Chef des Radikalsozialismus an der Herrschaft, er hat Nachdem ein vom Departement Somme gestellter Antrag auf fich ein Ministerium ganz nach seinem Wunsch geschaffen. Der Uebergang zur Tagesordnung mit ungeheuerer Mehrheit abNaditalismus muß jetzt zeigen, was er kann und will. Dies und gelehnt worden ist, begründet Delory kurz die Resolution nichts anderes habe ich gesagt. Ich habe indes auch hinzugefügt, der Nord- Föderation. Die heutige Situation fann unmöglich fortdaß wir uns nicht den Zutrigen der Linken anschließen werden, die dauern. Wir im Norden haben gezeigt, wie eine lokale und regiodie Reformen zu Fall bringen wollen. Wir haben in dem nale Verbindung möglich ist. Besambes erwidert: Was im Kampf gegen das Sonntagsruhegesetz ein Beispiel davon. Aber wir Norden möglich ist, ist es anderswo nicht. Aber ein Kampf zwischen wissen noch nicht, wie sich die Regierung gegenüber dieser Agitation beiden Organisationen besteht nicht mehr. Die Beschlüsse von verhalten wird. Wir können auch über das Reformprogramm der Amiens zeigen einen bedeutenden Fortschritt. Die gewerkschaftliche Regierung, das wir noch nicht kennen, fein Urteil fällen. Man hat Bewegung war immer am stärksten, wenn sie von der Partei hier von Briand und Viviani gesprochen und von dem Ein- getrennt war. Wo ein Zusammenwirken notwendig ist, braucht man druck, den die Handlungsweise dieser Männer auf die Massen ge- nicht erst besondere Versammlungen dazu.( Widerspruch.) Die macht hat. Aber diese Dinge haben sich außerhalb der Abgeordneten haben nicht erst die Konföderation fragen Partei ereignet. Sie berühren nicht ihre Berantwortlichkeit. Nun müssen, um für den Achtstundentag einzutreten. Die aber fann es wohl geschehen, daß die Unabhängigen nügliche Re- Konföderation ist nicht so libertär, wie Sie glauben. Hätten formen beantragen Reformen, die die Deputierten der Partei wir uns der Arbeitsbörsen bemächtigt, wäre die heutige Situation durch! Wenn die Sprache den Diplomaten dazu dient, ihre selbst schon durchzusehen versucht haben. Sollen wir Opposition nicht nötig. Etellen wir die Autonomie der Gewerkschaften fest. Gedanken zu verbergen, dann ist Döblin ein Meister der gegen diese Reformen machen? Wenn es schon bei der Sredit- Die Konföderation durch lokale Gewerkschaften zu belämpfen, haben Diplomatie! bewilligung für das Arbeitsministerium zur wir nicht das Recht. Wenn die Verstimmung, die gegen die Partei Jst Döblin auch nur mit einer Silbe auf die Stellung der Vertrauensfráge fommen sollte, fönnen wir der Re- noch vorhanden ist, angesichts der Erfolge der Einigung weichen Streitfrage eingegangen? Hat er auch nur mit gierung da das Vertrauen verweigern? Sie haben volles Recht wird, dann wird die Notwendigkeit einer gemeinsamen Altion allen einem Worte die Darlegung der Geschäfts. darauf, daß wir den Prinzipien der Partei treu bleiben, aber binden zum Bewußtsein kommen. leitung bestritten? Oder hat er auch nur mit einem Sie uns nicht die Hände!( Lebhafter Beifall.) Maurice beantragt eine Prinzipienerklärung im autono- Buchstaben die Verleumdungen Rerhäusers beGuesde: Ich habe Jaurès' Rede mit außerordentlicher Freude mistischen Sinne. Wozu sollen wir hier Beschlüsse fassen, die nicht stätigt? gehört. Aber wir haben auch nichts anderes von ihm er durchzusehen wären? Der Einfluß der Libertären geht sichtlich wartet. Doch meine ich, daß wir nicht um die Fraktion ein- zurüd. In Amiens haben sie nicht mehr den Mut gehabt, ihren von den dagegen erhobenen maßlosen Angriffen und gibt ReyNein! Döblin spricht von den Tarifabmachungen, zuschränken, sondern um dem Lande unsere Meinung als versammelte Antiparlamentarismus zu bekennen. Sie agitieren für das SonntagsBartei fund zu tun angesichts des Ministerwechsels eine Er rubegesetz. Lassen Sie der Konföderation die freie Entwickelung häuser, der ihm wohl arg auf dem Magen gelegen hat, die flärung beschließen sollen. In bezug auf das Vertrauensvotum bei und vermeiden Sie Zwiste, die beiden Parteien schädlich wären! Versicherung, daß er seine Verteidigung gegen diese einer Abstimmung über das Arbeitsministerium bin ich mit Jaurès Nicht ein Beschluß, sondern die Aktion selbst wird die Lösung herbei- maßlosen Angriffe auf die Tarifabmachungen, ins nicht einverstanden. Wir sind da die Gefangenen einer fomplizierten führen. Auch Baillant erklärt sich durch die Resolution von besondere auch dem Vorwärts" gegenüber, billigt. Frage, aber mir müssen die Interessen der gesamten Parteibewegung Amiens befriedigt. Sie hat den inneren Kämpfen in den Gewerk- Stein Wort von oder über die Vorwärts Buchdruderet! ins Auge fassen und dürfen in der Arbeiterklasse feine Illusion über schaften ein Ende gemacht. Unsere Ziele sind die gleichen. Beschließen Die Bedeutung dieser Erklärung liegt also in dem, was den Wert solcher Institutionen aufkommen lassen. Die Fraktion hat wir eine parallele Resolution, worin wir die Konföderation als sie nicht sagt, was sie aber sagen so II! Und so gestaltet ihre Pflicht vollauf getan. Aber in Rappoports Resolution sehe ich Drganisation des Proletariats anerkennen und erklären, in allen sich diese Erklärung Döblins zu einer schallenden Ohrfeige für Aktionen mit ihr zu marschieren. fein Mißtrauensvotum.( Beifall.) Diese beiden werden sicherlich unseren Darlegungen über die Verhältnisse in unserem Betrieb widersprechen, wenn diese nicht der Wahrheit entsprechen!" Und nun lese man die Erklärung Döblins nochmals D Jaurès: Der herzliche Ton dieser Diskussion zeigt, wie fest Rappoport führt aus, man müsse zwischen der syndikalen erhäuser! Woher auf einmal die Bescheidenheit Reydie Einigkeit der Partei geworden ist. Auch ich bin gar nicht das und der syndikalistischen Bewegung unterscheiden. Diese ist häusers? Und für wie dumm hält Rerhäuser seine Freunde, gegen, daß der Parteitag eine prinzipielle Erklärung abgibt. Biel eine neue Erscheinung und in ihrem Wesen antifozialistisch. daß er ihnen diese Erklärung als einen Beweis zu mehr habe ich selbst eine Resolution ausgearbeitet, die die oppo- Die syndikalistische Metaphyfit nebenbei das Wert der so an feinen Gunsten zu bieten wagt! -Wäre die enge fitionelle Stellung der Partei, die Jdee des Klaffenlampfes und die gefeindeten Intellektuellen" stellt die Gewerkschaft als Belle Der edle Nerhäuser sucht stimmungshalber mich nun auch Unverbrüchlichkeit des sozialistischen Ideals sowie die Notwendigkeit der fünftigen Gesellschaft hin und beruft sich sogar auf Martin Beziehung zu dem Streite über die neue Tarifabmachung der Reformarbeit ausspricht. Der Redner verliest diese Resolution Aber nicht die Gewerkschaft allein ist die Zelle, sondern die und die früheren und jetzigen Angriffe der Parteipresse auf unter allgemeinem Beifall und beantragt dann, daß eine Kommission ganze moderne revolutionierte Gesellschaft. die zu diesem Punkt vorgelegten Erklärungen beraten und eine Deutung der Syndikalisten richtig, müßten wir gemischte ihn zu bringen, er nennt mich den Champion der BuchdruckerFormulierung fuchen soll, die einmütige Annahme finden und als Gewerkschaften mit Ingenieuren zusammen fresser usw. - auf alle die Dinge habe ich nicht einzugehen; Meinung der ganzen Partei gelten fann. Der Antrag gründen, denn auch diese wird die Zukunftsgesellschaft brauchen. ich habe ihn als systematischen Verleumder der Vorwärts wird angenommen. Die direkte Aktion" ist ein großer Schwindel. Wo der Buchdruckerei gestellt, auf dem Boden will ich ihn halten; und Direktoren die Drucksachen der letzteren von denen anderer Drudereien unvorteilhaft auszeichnen." Diese gewundene Ausdrucksweise kennzeichnet den Burschen will er auf das allgemeine Gebiet kneifen, gut, dahin laß' ich ihre Ramen auf die gelieferten Sagfpalten zup ihn laufen. Went aber er und der Verbandsvorsigende schreiben." Döblin glauben machen wollen, ich hätte Döblin und Massini Nun frage ich: Hat das Tarifamt das Verlangen der Gezu meiner Unterstützung angerufen, so ist das billige schäftsleitung für berechtigt erklärt? Ja oder Nein! Herr und seinen Schutzpatron, dem jeder Lump gut genug ist, wenn Naivität. Ich brauche wirklich feine Unterstützung: Entweder Schliebs! er ihm nur Verleumdungsmaterial gegen die Vorwärtssind die Zustände in der Vorwärts- Buch- Wie faul muß eine Sache stehen, wenn sogar der Sekretär| Buchdruckerei liefert. Beide wissen sehr gut, daß wir alle Ge druckerei so standalös, wie Nerhäuser sie des Tarifamtes an dieser klaren Antwort auf eine ebenso flare hülfen nehmen müssen, die der Arbeitsnachweis uns schickt, schildert, dann ist es verdammte Pflicht und Fragestellung herumdeuteln muß, um seinem Freunde Rerhäuser von dem wir bisher nicht erfahren haben, daß er uns die Schuldigkeit des Verbandsvorsitzenden und Freilich, das Tarifamt hat unmittelbar anschließend an besten auslieft! Und von Ehren- Rerhäuser weiß ich, wie er des Berliner Gauvorstehers, dagegen einzu- obigen Satz uns weiter geschrieben: fich sittlich entrüsten würde, wenn die Vorwärts- Buchdruckerei schreiten; und da dies nicht geschehen ist und Döblin auch „ Um aber die wirkliche Leistung eines Maschinensezers fest- jeden schwachen oder unaufmerksamen Setzer einfach hinausin seiner Erklärung zur Unterstützung Rerhäusers tein Wort stellen zu können, muß ganz selbstverständlich auf alle diejenigen ſpedierte! Erschwernisse des Sazes Rücksicht genommen werden, die auch beim sagt, so liegt die Schlußfolgerung nahe: Rer häuser bleibt Handsatz einer besonderen Entschädigung unterliegen." der Verleumder! Sogar die ältesten und wiederholt schon widerDie Geschäftsleitung war natürlich für diese weitere Mit legten Berleumdungen gegen die Vorwärts- Buchdruckerei fegt teilung dankbar, nötig war sie nicht, weil wir selber auch dieser Ehrenmann in seinen 10 Spalten wiederum zusammen Als zweites Beweisstück produziert Rerhäuser schon so gescheit waren, und in Frage wäre sie nur gekommen, und dann stellt er sich noch verwundert und heult darüber, einen Brief des Sekretärs im Buchdrucker- Tarifa mt. wenn wir die bestimmte Leistung eines Setzers bemängelt daß ich ihm ins Gesicht sage, was für ein politisch verUnd dieser, Herr Paul Schliebs, macht den zweiten hätten. lotterter und verwahrloster Bursche er ist. Bei diesem alten Wih in den zehn Spalten; er schreibt an Nerhäuser:„ Du Das hatte die Geschäftsleitung aber noch gar nicht Miste kann er sich nicht mal auf seine würdigen Hintermänner wirst als anständiger Mensch auf diese Böbeleien zu getan solch raffinierte Kontrolle" hatte sie geübt ob- hinausspielen, denn die Entlassung Hellmanns und Bielefelds, antworten wissen". Herr Schliebs hat das Wort anständig im wohl ihr erklärt worden war, im Vorwärts- Betriebe die Versetzung Heines und Dreschers usw. usw. sind alles so Druck hervorgehoben, so daß es zweifelhaft ist, ob er Ner- dürften die Maschinenseher nicht so biel allgemein als Verleumdungen anerkannte Geschichten, daß sogar häuser ein Leumundszeugnis auszustellen für nötig hielt oder leisten, einmal mit Rücksicht auf die Handsetzer in der Zeitung, die" Post" und die„ Germania" sie nicht mehr zu bringen wagen, ob er es für nötig hielt, Nerhäuser zu sagen: Du mußt aus- und zweitens, weil man sonst in anderen Buchdruckereien noch nur Rerhäuser hat die eiserne Stirne, sogar darüber nicht mehr nahmsweise diesmal als diesmal als anständiger Mensch höhere Leistungen verlangen würde. In Bezug auf die zu erröten, obgleich er so und so oft gelesen hat, daß der ArbeiterLöhne vertrat das Personal freilich den entgegen- ausschuß der Vorwärts- Buchdruckerei sich mit all' diesen Dingen antworten. * * Beide Versuche waren erfolglos, weil sie am untauglichen gesetzten Standpunkt. Objekt unternommen. Zur Sache schreibt Herr Schliebs: ultra einer Kontrolle bezeichnet wurde und von feiner zweiten " Die von uns Maschinensegern abgegebene Erklärung wird beeinträchtigt durch die nicht zu umgehende Parteidisziplin. Die Gegenerklärung Fischers ist ein Ver legenheitsprodukt, direkt unwahr." " befaßt hat und nicht in der Lage war, die Stellungnahme der Geschäftsleitung zu desavouieren. Heute bringt er sogar Als der Tarifausschuß 1904 zu einer Beratung zusammens Und nun zurück zu Reghäuser und seinen famosen die Briefe Bielefelds zum Abdruck, die dieser ihm vor Jahren Vorwärts- Betriebe. trat, nahm die Maschinensetzer- Vereinigung Veranlassung, durch Gewährsmännern aus dem Jener geschrieben hat; damals konnte sie Rerhäuser nicht abden Mund der Gehülfenvertreter ihrem allgemeinen Unwillen Maschinensezer- Gewährsmann, den wir oben tennen drucken, weil damals sogar im Korrespondent" selber zu darüber Ausdruck zu geben, daß sich in den Segmaschinen- lernten, ist überhaupt eine prachtvolle Heldenfigur. Man lesen war, daß die eigenen Kollegen Bielefelds es Betrieben eine Kontrolle breit gemacht habe, die nicht mehr höre nur: Nachdem er gegen den Verleumdungsartikel abgelehnt hatten, mit diesem Biedermann zu ertragen sei. Dies geschah seitens der Maschinensezer unter der" Post" freiwillig, aus eigenem Antriebe*) eine offene Erweiter zu arbeiten; Ehrenmann Reghäuser schließt Berufung auf ein von der Vorwärts- Druderei flärung im„ Vorwärts" erlassen und der„ Geschäftsleitung" diese Briefe ruhig in sein Bult hinein und nach Jahren, wenn eingeführtes Rontrollbuch, das als das non plus ebenjo erklärt hatte, daß die in der" Post" erwähnten Be- er darauf rechnen kann, daß außer den Beteiligten niemand Buchdruckerei in seiner fein ausgeflügelten Manier übertroffen sein schimpfungen des Geschäftes weder von ihm noch einem mehr den Sachverhalt fennt, da bringt er dann schwarz follte.., aber auch die Prinzipalsvertreter er- anderen gefallen seien, geht er hin und schreibt heimlich an auf weiß seine Beweise". Dwie schade, daß Rerhäuser ein paar Jahrhunderte zu. tlärten einmütig ein solches Kontrollsystem für seinen Kumpanen Rerhäuser: ganz ungehörig!" spät auf die Welt gekommen ist: als Eides helfer hätte er Wenn diese Behauptung richtig ist und wir haben keinen Weltruf erlangt. Grund, in diesem Punkte Herrn Schliebs nicht zu glauben So aber müht er sich vergebens ab, mich in einem Meer so hat sein Gewährsmann aus der Vorwärts- Buchvon Schimpfworten zu ersäufen; aber er ahnt, daß diese KotUnd Ehrenmann Rerhäuser weiß nicht, was er einem wellen nicht zu mir heraufreichen, und deshalb verlegt er sich druckerei einfach treulos gehandelt. In jener Druckereiversammlung wurde klar und unzweideutig konstatiert, daß solchen traurigen, oberfaulen, zweiseitigen Ehrenmanne zu auf die sentimentale Seite und jammert und beschwört die das gerügte Kontrollbuch unter Zustimmung und mit antworten hat, sondern er schließt das„ Papierchen" fein Verbandsmitglieder, doch daran zu denken, wieviel Unrecht Hülfe des Vertrauensmannes der Maschinensetzer fäuberlich ein, um gleich einem literarischen Bravo es eines er von der Partei habe dulden müssen! Ja, sogar zu dem eingeführt worden ist, weil es eben nicht den 3 we dages feinem Gegner wie einen vergifteten Dolch in den Bekenntnis versteht er sich, zuzugestehen: hatte, eine raffinierte Kontrolle über die Arbeit der Maschinen- Rücken zu stoßen! In der Tat zwei Ehrenmänner! Deshalb verfeger" auszuüben, sondern weil es mit Hülfe des Persichert Ehrenmann Rerhäuser seinem Bafilio Amtsverschwiegenjonals eine Kontrolle schaffen sollte über die beste heit, um den Kollegen nicht der Rachsucht des Unternehmers Verwendbarkeit der Maschinen für die verschiedenen Arbeiten Ehren- Rerhäusers zeigt sich hier im schönsten Strahlenglanze! felben Atemzug die ganzen nichtswürdigen Berleumdungen Fischer auszuliefern!" Pfui Teufel! Die Charakterlosigkeit der Druckerei, die ihrer Art nach einen ungemein häufigen Selbst wenn ich der traurige Sterl wäre, einen Angestellten vorzubringen, was beweist, daß man mit Rerhäuser nicht Format- und Magazinwechsel forderten. Wie wenig eine Kontrolle der Einzelleistung beabsichtigt war, geht aus deshalb maßregeln oder schifanieren zu wollen, weil er Klagen, polemisieren kann. Ihn kann man nur züchtigen, wenn er der von dieser Kontrolle unabhängigen gleichmäßigen Be- Beschwerden oder Forderungen erhoben, so weiß jedermann, gar zu frech wird, was ich mir zu tun gestattete. Im übrigen wegung der Löhne aus, die unsere Sehmaschinenabteilung daß eine solche niedrige Absicht in einem Geschäfte wie die teile ich seine Meinung: Vorwärts- Buchdruckerei an dem Widerstande der AufsichtsRerhäuser bleibt gerichtet als gewissen. aufweist. instanz und der Firmenträger scheitern würde. Auch Rer- und strupelloser Ehrabschneider, der wider häuser weiß das, aber er muß doch so tun, sonst könnte er besseres Wissen die unwahrheit sagt. R. Fischer. seine Anwürfe gegen die sozialdemokratischen Geschäfte nicht los werden! Es erhielten demnach Löhne die Sezer: Eintritt IV.03 X. 03 X. 04 XI.04 V. 05 X. 05 M. Mr. M. M. M. M. M. X. 02 37,50 42,- 43,50 46, 87,50 42, 43,50 44,50 * N. * D. " 37,50 42, Sch. 40, 42, 43,50 44,50 K. X. 03 42, 43,50 Sch. I VI. 04 48, 49,-51, * Sch. II VIII. 04 38, 40, 42, 43,50 X. 05 I. 06 VII. 05 37, * 93. IV. 06 38,- 40,- 42, 37,- 38, 40, 42, VII. 06 38, * " 38, Die mit bezeichneten Setzer find als eben auf Kosten des Geschäfts ausgebildete Seger eingestellt worden, deren Tariflohn für die ersten drei Monate, die als Lehrzeit gelten können, 28,15 M., dann 35,20 m. betragen hätte. Wenn Herr Schliebs nun aber in einem Privatbriefe an feinen Freund Rerhäuser aus obigem Sachverhalt, ohne auch nur eine Rücäußerung der Vorwärts- Buchdruckerei darüber zu haben, ja, ohne diese je davon in Kenntnis gesetzt zu haben, feine persönliche Schlußfolgerung: Was Du Rerhäuser behauptest, entspricht der vollen Wahrheit", als Urteil mitteilt, so hat er damit zum mindesten eine leichtfertige Verleumdung verbrochen. Aber Ehrenmänner vom Schlage jenes Maschinensezers find überhaupt die Gewährsmänner des Ehrenmannes Nerhäuser. Von einem anderen Kollegen" wurde ihm„ dieser Tage geschrieben": " „ daß die Arbeitsverhältnisse im Vorwärts" besser sind als in den meisten bürgerlichen Betrieben, ist. unbestritten. Das ist aber doch selbstverständlich." Diese Selbstverständlichkeit hindert ihn aber nicht, im Hus der Frauenbewegung. Das Wahlrecht für weibliche Versicherte. Der Bund deutscher Frauenvereine hat an Reichstag und Lassen Sie sich durch den Vorwärts"-Artikel nicht stören. Bundesrat eine eingehend begründete Betition gesandt, die in§ 88 Die Maschinen- Absatz 1 des Invalidengesetzes enthaltenen Beschränkungen aufzü Theorie und Praris ist da zweierlei. meister erhalten schlechtes Papier und X. y. 1000 m. heben, durch welche den 4% Millionen weiblichen Versicherten das für guten Papierabschluß extra. Ja, Bauer, das ista hlrecht zu den Verwaltungsposten und Beifiberstellen beim Schiedsgericht der Invaliditäts- und Altersversicherung vorentganz was anderes." Es liegt auf der Hand, welche infame Verdächtigung hier halten ist. In der Petition wird darauf hingewiesen, daß die Frauen im Krankenkassengeset den Männern hinsichtlich des Wahlhingeworfen werden soll, aber ich stehe nicht an zu erklären, rechts gleichgestellt sind und daß bei der Invaliditäts- und Altersdaß noch verächtlicher als der anonyme Schuft mir hier der versicherung der Fall ganz ähnlich liegt, d. h. daß die Interessen literarische Bravo vorkommt, der das Mittel zur Verbreitung der weiblichen Mitglieder auch durch weibliche Vertreter gewahrt liefert! Und da stellt sich dieser Ehrenmann hin und flennt werden müssen. Eine ähnliche Petition ist an das Reichsamt des im Storrespondent" zehn Spalten lang die Verbandsmitglieder Innern gefar.it, trolds dic Borarbeiten zu der in Aussicht ge= an, ich wolle ihn von seinem Posteu vertreiben, und Herr stellten Bereinheitlichung der deutschen Arbeiterversicherung zu be Paul Schliebs versichert ihm als unparteiischer Gewährsmann, treiben hat. Das Reichsamt des Innern wird ersucht, bei dem neuen Gefebentwurf zur Vereinheitlichung das Wahlrecht der daß„ man" ebenso gern Döblin und Massini weggefegt sehen Frauen für Verwaltung im Schiedsgericht vorzusehen. möchte. Eine solche sentimentale Spekulation auf die Tränendrüsen ist eigentlich doch Verschwendung! Einer vom crüten Tishe über die Frauenarbeit. Gleichartige Ehrenmänner wie jener Maschinenseher haben Lor dem Schöffengericht in Chemnitz hatte sich ein Kartonihm auch ein halbes Dugend angeblicher Ausdrücke von mir fabrikant R., der fast ausschließlich Frauen beschäftigt, wegen Vermitgeteilt, wie 3. B.:,,Ach was, persönliche Ehre des gehens egen die Getzerbeordrung zu verantworten. R. Hatte die Arbeiters!", die nun als Dokumente für meine Unternehmer- rbeiterinnen über die gesetzliche Zeit hinaus beschäftigt und wurde brutalität der aufhorchenden Mitwelt mitteilt. mit 20 M. in Strafe genommen. Auf die Verteidigung R.'s, er würde doch gern mehr Arheiterinnen einstellen, um die Ueberarbeit vermeiden zu können, aber die weiblichen Arbeitskräfte seien sehr Darauf habe ich nur eines zu sagen: Hätte Nerhäuser nicht wie ein toller Stier alle Besinnung rar, ließ der Vorsitzende sein Licht leuchten und antwortete:„ Lassen Was Herr Schliebs weiter über die Tarifentscheidung vom verloren, dann müßte er sich am Ende sagen: Wenn in Sie doch die Frauen überhaupt aus dem Spiele, die Frau gehört 16. Oftober schreibt, ist private Gefälligkeitsschwägerei, direkte einem Geschäfte wie der Vorwärts Buch ins Haus!" Wir bezweifeln, daß sich der Herr Vorsitzende auch Flunterei aber ist es, wenn er schreibt: druckerei ein Angestellter sich vom Geschäfts- nur fünf Minuten in seinem Leben mit der Frage der FrauenKontrolle nach den Kommentar zum Zarife als berechtigt an Abgeordneter ist, solche Aeußerungen gelöhne zu zahlen, dann wird es ihnen auch nicht an Arbeiterinnen " Das Tarifamt hat deshalb auch nur entschieden, welche führer, der auch noch sozialdemokratischer arbeit beschäftigt hat, denn sonst würde er sich solche Ratschläge er sparen. Wir können den Unternehmern nur raten, angemessene zusehen ist". mangeln. Mit dem ihm eigenen Mangel an Fähigkeit, die Wahr- fallen ließe, dann verdiente ein solcher Feigheit zu sagen, übersetzt Nerhäuser das in die Worte:" Daß ling eigentlich noch Fußtritte dazu! Und vielleicht noch eine Frage stieße ihm auf: Wenn die das Tarifamt das Verlangen der Geschäftsleitung für berechtigt erklärt hat das ist eine fomplette Un Vorwärts- Buchdruckerei wirklich so ein" Zuchthaus" ist, wie erklärt er es sich, daß so viel in dieses Buchthaus" hinein und Natürlich ist die Behauptung der Geschäftsleitung der feiner heraus will, und wenn wirklich einer einmal heraus Vorwärts- Buchdruckerei bis auf das Zipfelchen über muß, daß dieser dann Himmel und Hölle und den edlen demi wahr. Am 14. Auguſt 1905 schrieb die Geschäfts- Rerhäuser dazu in Bewegung setzt, um nur ja wiederum in leitung der Vorwärts- Buchdruckerei an das Tarifamt: dieses Buchthaus" hineinzukommen? wahrheit." " Wir haben von unseren Maschinensegern verlangt, daß jeder Freilich, zwei Kollegen sind auch schon gerne ausgeschieden, auf die Storrekturfahne des von ihm gelieferten Satzes feinen aber nicht wegen raffinierter Stontrolle ihrer Arbeiten" Namen schreibe. Die Herren lehnen die Erfüllung dieser Forderung feitens der Geschäftsleitung, sondern weil sie die Vorals tarifwidrig ab," weil. würfe ihrer Kollegen nicht länger anhören wollten darüber, ( Und nun folgen die Gründe.) daß sie zu viel arbeiteten! Wir bitten diese grundsägliche Frage, ob auch der MaschinenDie Fürsorge Reghäusers und seiner mut- und charakterſeßer verpflichtet sei, auf seine Korrekturfahne den Namen zu vollen Hintermänner für die Vorwärts- Buchdruckerei geht schreiben, der nächsten Sitzung des Tarifamtes zur geft. Entscheidung sogar bis auf die Makulatur. zu unterbreiten." " Ein anderer Gehülfe schreibt Versammlungen " Beranstaltungen. Friedenan. Dienstag, 6. b. M., 8, 1hr, bei Grube. Bortrag. Fr. Dr. Sußmann: Die Erziehung der Kinder von zwei bis sechs Jahren". Borsigwalde- Tegel. Mittwoch, 7. d. M., abends 8%, Uhr, in Borfigwalde bei Kube. Vortrag:„ Die Unfallrente". Rigdorf. Mittwoch, 7. d. M., bei Thiel, Bergstr. 150/151. Vortrag. Herr Mar Groger:„ Die Religion im Lichte der proletarischen Weltanschauung". Rummelsburg. Mittwoch, 7. d. M., 8%, Uhr, bei Wive. Weil: Deffent liche Versammlung. Vortrag. Genosse Düwell:„ Die Frau und der Klaffentampf". Reinickendorf- Oft. Mittwoch, 7. d. M., abends 8 1hr, bei Gründer, Hoppestr. 24. Vortrag. Herr Dr. Levenstein:" Prostitution". ttterungsübersicht vom 5. November 1906, morgens 8 Uhr. Wenigstens follen sich nach Buschriften, die die Ge- Stationen schäftsleitung der Vorwärts- Buchdruckerei erhalten haben sollBarometer stand mm Wind richtung Windstarke Better 4 bedeckt Temp. n. T. 5º G. 4° N. Stationen Barometer stand mm 8 Haparanda 769 23ind גן Bump Windstärke Better 2Schnee 1 wolfen! Xemp. n. C. Do 1587 Darauf hat das Tarifamt bereits am 16. August geant- ihm soeben" u. a.: wortet, daß auch die Maschinenseger seine Entscheidung angerufen, und führt deren Befürchtung an, daß keine richtige Kontrolle stattfinde, weil man das schlechte Manuskript und *) Die„ Post" freilich, in charaktervoller Uebereinstimmung mit dergleichen doch auch in Betracht ziehen müsse, aber das zu dem Rerhäuserschen Gedankengange, schreibt:„ Der Oberipizel Swinemde 758 GD untersuchen sei nicht seine Sache, doch hielte es sich für ver- Richard Fischer ließ sogleich die Maschinenfeteran- amburg 754 D Berlin 757 GD treten und sie eine Erklärung unterzeichnen" pflichtet uns das mitzuteilen und fährt dann fort: Frants.a. M. 757 SSW 2 halb bd. 761 Wir erklären aber entsprechend Ihrer Fragestellung auch Damit der Ehrenmann Reghäuser später nicht mit dieser Ber- München 1 wollig 755 SS 3 wollen! 7 gleichzeitig, daß nach Note 98 Abj. 7 des Tarifkommentars die leumdung haufieren gehen kann, will ich zu allem Ueberfluß hier Bien 762 Still- bedeckt Setzer also auch die Maschinenseger verpflichtet sind, fonstatieren, daß selbstverständlich ich von dieser Erklärung vor Wetter- Prognose für Dienstag, den 6. November 1906. ihrem Erscheinen im Vorwärts" feinerlei Kenntnis hatte, fie also Etwas wärmer, vielfach heiter, aber veränderlich mit leichten Regent **) Ausgeschieden. weder direft noch indirekt veranlaßt oder beeinflußt habe. fällen und ziemlich lebhaften südlichen Winden. " 3 halb bd. 2woltig 7 Petersburg 7720 7 Scilly 9 lberdeen 5 Baris 6 749 750 NND 1 mollig 8 4 bedeckt 7 Deutscher Holzarbeiter- Verband Deutscher Metallarbeiter- Verband. Morgen, Mittwoch, abends 8% Uhr: Verwaltungsstelle Berlin. 110 Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV 9679 Arbeitsnachweis Zimmer 34. Amt IV 3353. Mittwoch, den 7. November 1906, abends 812 Uhr: Vertrauensmännerversammlungen. Allgemeine Klempner- Verſammlung In diesen Versammlungen werden die Fragebogen im„ Gewerkschaftshause“, Engel- Ufer Nr. 15( großer Saal). Tages- Ordnung: der vom Verband aufzunehmenden Statistik ausgegeben. 1. Bericht der Agitationskommission. 2. Bericht der SchlichtungsEs ist deshalb das Erscheinen sämtlicher Werkstatt- Vertrauens- kommission. 3. Neuwahl der Kommissionen. 4. Verbandsangelegenheiten. männer erforderlich. NB. Wir erwarten in Anbetracht dessen, daß beim zweiten Punkte wichtige Angelegenheiten zu erörtern sind, das Erscheinen aller Kollegen. Mittwoch, den 7. November 1906, abends 8½ Uhr: Rosenthaler u. Schönhauser Vorstadt: bei Wernan, Schwedterstr. 24. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Verbands- und Werkstattangelegenheiten. Brauchen- Verſammlung Wedding, Gesundbrunnen, Moabit: brodt, der Drahtarbeiter Berlins und Umgegend Tagesordnung: Müllerstr. 7. 1. Bericht der Kommission und Vertrauensleute. 2. Werstatt und Verbandsangelegenheiten. 3. Berschiedenes. Die Adresse des Obmanus ist: Welland, Bremerstr. 46, III. Süd- Westen: bei Habel, Bergmannstr. 5-7. Tagesordnung: 1. Bericht der Kontrollkommission. 2. Bericht der Vertrauensleute. 3. Berbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Süden: bei Gliesing, Waffertorftr. 68. im„ Gewerkschaftshause", Engel- llfer Nr. 15( Saal 7). Tages Ordnung: 159/13 1. Vortrag des Kollegen Mahle. 2. Diskussion. 3. Branchenangelegenheiten und Berschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Verband der Tapezierer. Kleber Sektion. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Verbands- und Werkstatt- Mittwoch, den 7. November 1906, abends 8%, Uhr, bei Augustin, angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Folgende Werkstätten haben zu erscheinen: Stritzke, Röpenider ftraße 56, Völker, Admiralstr. 18, und Fechner, Brigerstr. 39. Südosten: bei Mohs, Manteuffelstr. 95. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Werkstattangelegenheiten 3. Verschiedenes. Nordosten: bet Mann, Strausbergerstr. 3. Osten I, Osten II: bei Litain, Memelerstr. 67. Tagesordnung: 1. Bericht der Obleute. 2. Berbandsangelegenheiten. 3. Werkstattangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Adressen der Obleute: Nordosten: Paul Michaltseck, Borndorferstr. 39, b. IV. Osten I: Benno Hauser, Mühlenstr. 64. Osten II: Paul Schwarzer, Bödikerstr. 8 part. Bezirk Oestliche Vororte: bei Wildner, Friedrich Karlstr. 11, Friedrichsberg. Tagesordnung: 1. Bericht des Obmannes. 2. Werkstatt- und Verbandsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Die Wertstätten müssen sämtlich vertreten sein. Möbelpolierer. Bezirk 0. bei Buchwald, Große Frankfurterstr. 133. Bezirk SO. bei Krumbein, Staligerstr. 22. Bezirk N. bei Maß, Brunnenstr. 96. Oranienstraße Nr. 103: Versammlung. Tages- Ordnung: arbeit". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 1. Vortrag des Stollegen O. Pönicke über: Lohn: oder Afford Das Erscheinen aller Kleber ist unbedingt notwendig. Die Verbandsleitung. 179/6 Beste Betten- Füllung Eeht chinesische Monopoldannen ( gesetzl. geschützt) Pfund M. 2.85. Erste Bettfedernfabrik mit elektrischem Betriebe Gustav Lustig Berlin S., Prinzenstr. 45 und 46. Grösstes Spezialgeschäft Deutschlands für Freie Vereinigung der Maurer Deutschlands. Betten, Bettfedern Ortsverein Berlin. Bureau: C. 54, Steinſtr. 38, 1. Etage. Fernsprecher: Amt III, 3100. Mittwoch, den 7. November, abends 8 Uhr, bei Wilke, Brunnenstraße Nr. 188: Versammlung der Putzer- Abteilung. Tages Drdnung: 130/12 1. Vortrag des Kollegen Otto Imhoff. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Verstand. Hierzu find sämtliche Kollegen, welche sich mit Buzarbeiten be schäftigen, eingeladen. D. D. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Der Obmann des Bezirks N., Stollege M. Knoll, wohnt fett Sektion der Gips- und Zementbranche. Gruppe Rabitzspanner. Hochstraße 32. Bautischler. Bezirk I bet Möhring, Admiralftr. 18c. Bezirk II: bei Zietz, Warschauerstr. 61. Bezirk III: bei Hube, Ropenhagenerftr. 74. Bezirk IV: bei Fortanier, Tegelerstr. 56. Tagesordnung: 1. Bericht der Dbleute und Vertrauensmänner. 2. Verbands- und Werkstattangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, aus jeder Werkstatt einen Vertrauens. mann zu entsenden. Drechsler und Treppengeländer- Branche. Osten: bei Schneider, Friedenstraße 67. Südosten u. Südwesten: bei Stramm, Ritterstraße 123. Norden: bei Bergmann, Brunnenstr. 79. Mittwoch, den 7. November 1906, abends 8 Uhr, bei Jannaschk, Inselstraße 10: Mitglieder Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Arbeitersekretärs Genoffen Eugen Brückner über: " Die Zentralisation der Krankenkassen von Groß- Berlin." 2 Disfussion. 3. Verschiedenes. Der sehr wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht der Kollegen, recht pünktlich und zahlreich zu erscheinen. 148/8 Der Gruppenvorstand. Spandau. Achtung! Kollegen und Kolleginnen! Dienstag, 6. November, abends 8 Uhr, bei Kumke, Schönwalderstraße: Oeffentliche Verfammlung. Zages Drdnung: 296/10 Der Streik in den Siemens- Werken und die bevorstehende Aussperrung. Kollegen und Kolleginnen! Es ist Pflicht, daß ein jeder in der Berfammlung erscheint, um das Verhalten der gelben Gewerkschaft tennen zu lernen. 296/10 PrinzenTagesordnung: Ausgabe der statistischen Bogen. Bericht der Stommission Dr. Simmel, an und der Vertrauensmänner. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Die in Tischlereien beschäftigten Drechsler haben auch einen Delegierten zu entsenden. Von den Treppengeländer- Werkstellen muß jede Branche bertreten sein. Die Kommission. Brauche der Maschinenarbeiter im Englischen Garten, Alleganderstr. 27 c. In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung muß jede Werkstatt vertreten sein. Branche der Kistenmacher bei Baudach, Breslauerstr. 28. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Der Obmann. Bilderrahmenmacher abends 6, Uhr bei G. Nagler, Alexandrinenstr. 103. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Obmann. Jalousie- Arbeiter bei Friedrich, Prinzenstraße 9. Stock- u. Zelluloidarbeiter abends 6 1hr bei Bareinz, Brandenburger Ufer 6. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Obmann. Brande der Mufikinftrumentenarbeiter abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal 5). Tagesordnung: 1. Streits und Differenzen in unserem Berufe. 2. Bericht der Kommission. 3. Berbandsangelegenheiten und Berschiedenes. Um pünktliches Erscheinen ersucht Die Branchenkommission. Jeder Betrieb muß vertreten sein. Einsetzer abends 8 1hr, im Gewerkschaftshause, Engel- fer 15, Saal 8. Der Obmann. 96/5 Str. 41, 165 Spezialarzt für Hant- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. lief. frco. stiel u.staubschneeweiß, nenreich, p.Pfd.1,40 Dieselben ueu, ff. geschliffen 2,40.( Muster gratis.) Schneier, Myslowitz DS. Nr. 3, Gänsefedern frei, neemel, bauDie schönste Zierde für Christbaum Ehresei Gott in der Höhe den % ist einzig und allein unser neues, gesetzlich geschüttes Christ: banm Glockengelänt mit fliegenden, läutenden Engeln und mit Krippe z. Bethlehem. Die in wundervoller fünstle rischer Farbenpracht angebrachten Figuren, Maria mit Jesus. findlein, Josef, Hirte und Engel stellen die Krippe zu Bethlehem dar. Sobald nun die Kerzen angezündet sind, drehen sich die Engel im Streise um die Spike des Christbaumes, wodurch ein filberbelles, feierliches Geläute hervorgerufen wird, eine schöne eser Gett in der Höher Illusion hervorzaubernd, als Ehre wenn die Engelein aus den Himmelshöhen die Geburt Jesu Christi verkünden. Märchenhaft wirkt dieses entzückende Schmuckstück als Christbaumspite oder Tischdekoration. Ganze Höhe 29 Zentimeter. Garantie für gutes Funktionieren. Preis 1,25 M. und 20 Pf. für Porto bei Vorhereinsendung ( auch Briefmarken). Nachnahme 20 Bf. mehr. Bei 2 bis 10 Stüd find für Porto nur 50 Bf. mit einzusenden. Wenn nicht gefällt, Geld retour. Nur bei uns zu haben! Weihnachts- Pracht- Katalog über Christbaumschmud, Spielwaren, Luppen, Solinger Stahlwaren, Haushaltungsartikel, Waffen, Gold, Silber, Leder-, Joptische und Mufitwaren, Rauchutenfuien, Schirme, Stöde usw. gratis und franto. 212/6 Kirberg& Comp., Foche b. Solingen, Stahlwar fabrik. Aeltestes Versandhaus des Solinger Industriebezirks. Aufarbeiten von Betten und Bettfedern. und andere Bettartikel, Metallbettstelle mit Zugfeder- Matratzen 200X90 cm mit 83 mm starken Pfosten, oberen Messingstangen, Messingglocken, Messingkugeln, und Messingverzierungen über den Fussrollen zum Ausnahmepreise von M. 36 Grosses Lager anderer Metallbettstellen, Matratzen, Bett- und Steppdecken, Schlafdecken. Bettwäsche ausserordentlich preiswert: Dimitibezüge Oberbett 130 × 200 cm 2 Kissen 82x 84 cm } zum Schnüren und Knöpfen. M. 5.80 Damastbezüge Oberbett 130 × 200 cm 2 Kissen 82X 84 cm } M. 6.50 Zum Schnüren oder Knöpfen. Inlette fertig und vom Stück zu gleichen Preisen. Jahres- Umsatz nachweislich Ueber 2000 Centner Bettfedern u. Daunen, von keinem zweiten Detailgeschäft auch nur annähernd erreicht. Man lasse sich durch anderweitige, ähnliche Angaben nicht täuschen. Proben und Preislisten nth sonst. A.WERTHEIM Gemüse- Konserven Junge Schoten IV Dose 38 PL Junge Schoten III Dose 48 Pf. Junge Schoten I Dose 45 Pf., Dose 80 Pf. Kaiserschoten extra Dose 1.25 Gemischtes Gemüse extra fein 68 Pf., Dose 1.25 Gemischt. Gemüse I 1/2 Dose Dose 53 Pf., Dose 95 Pf. Gemischt. Gemüse II Dose 38 Pf., Dose 65 Pf. Gemischt. Gemüse III Dose 45 Pf. Schoten u. Karotten Dose 60 Pf. Bruchspargel II 1/2 Dose 40 Pf., Dose 70 Pf. Bruchspargel ohne Köpfe Dose 34 Pf., Dose 58 Pf. Abschnitt- Spargel Dose 24 Pf., Dose 38 Pf Stangenspargel I Dose 1.35 Stangenspargel II Dose 65 Pt., 1, Dose 1.20 Stangenspargel III Dose 45 Pf., Dose 80 Pf. Schneide- u. Brechbohnen 1/ Dose 25 Pf, Wachsbohnen 1 Dose 42 Pr. Stangen- Perlbohnen Früchte- Konserven Saure Kirschen ohne Steine Steinen Dose 53 ,, Dose 95 Pf. Saure Kirschen mit Dose 38, Dose 65 Pf. Reineclauden Dose 48, Dose 85 Pf. Erdbeeren Dose 55, Dose 98 Pf. Aprikosen halbe Frucht 1/2 Dose 65 Pf., Dose 1.20 Pfirsiche Frucht, geschält 1/2 Dose 70 Pf., Dose 1.30 Johannisbeeren rot Dose 40, 1, Dose 68 Pf. Stachelbeeren Dose 38, Dose 65 Pf. Fisch- Konserven Ostsee- Bratheringe| Sardinen in Öl: Dose 47 Pf. Bismarck- Heringe Dose 47 Pf. Heringe in Aspic Dose 40 Pf. Delikatessheringe Saucen D. 83, Dose 52 Pf. in verschied. Russ. Sardinen und Anchovis Glas 25 Pf. Appetit- Sild 35 Pf. Special- Marke Dose 70 Pf. Marke Martell 2 Dose 1.25 Franz. Sardinen: MarkeAmieux Frères Dose 1 Mk., 12 Dose 1.60 Corned Beef( Deutsches Marke Martell Fabrikat) Dose 1.60 Dose 45 Pf. 1 Dose 45 Pf. Heidelbeeren Dose 35, Dose 58 Pf. Birnen weiss und rot halbe Früchte. Dose 40, Dose 70 Pf. Pflaumen ganze Frucht Dose 45 Pf. Preisselbeeren ca. 3.30, 1.70, kg 70 Pf. 5 212 kg Dose 25 Pf. 12 Dose 28 Pf. Dose 45 Pf. Kohlrabi Spinat Spinat Pfefferlinge Karotten I Dose 50 Pf. Gebrannter Kaffee Mischung II Mischung III Mischung IV Mischung V Tee Pfd. Pfd. 95 PL 1.10 Pfd. 1.35 Pfd. 1.50 1 Dose 68 Pf. Karotten II 1 Dose 48 Pf. Karotten in Streifen Dose 30 PE Souchong Melange I, Pid. 1.20 Souchong Melange II, Pfd. 1.80 Souchong Melange III, Pfd. 2.40 Dunstfrüchte in Gläsern Stachelbeeren, Heidelbeeren, Birnen, Johannisbeeren, Kirschen, Pflaumen 55 Pf. Dunstfrüchte in Zucker Kirschen ohne Steine Glas 72 Pf. Himbeeren Glas 90 Pf. Pflaumen Glas 50 Pf. Kirschen ohne Steine Glas 40 Pf. Kolonial- Waren Victoria- Erbsen Pfd. 16 Pf. KleineErbsen Pfd. 15 Pf. Pa. glasierte Erbsen Pfd. 19 Pf. Spalt- Erbsen gelb Pfd. 16 Pf. Grüne Erbsen Pfd. 15 Pf. Grosse Linsen Mittel- Bohnen 20 Pf. Kleine Bohnen Pfd. 16 Pf. Java- Reis Pid. 25, 30, 38 Pf. Rangoon- Reis Pfd. 16, 20 Pf. Türkische Pflaumen Pid. 22, 26 Pf. Souchong Melange IV, Pfd. 3.20 Souchong Melange V, Pfd. 4 Mk. Kongo- Tee I Kongo- Tee II Kongo- Tee III Pecco- Melange Ceylon- Melange Pfd, 3 Mk. Kakao Pfd. 2.20 Pfd. 2.80 Pfd. 4 Mk. Pfd. 4.80 Deutscher Kakao lose Pfd. 80 P., 1,10 Holländisch. Kakao Paketen 1 Pfd. 1.75, 2.10 Holländisch. Kakao Paketen in % Pfd. 90 Pf ,, 1.05 Holländisch. Kakao Paketen in ¼ Pfd. 45, 55 Pf. BlockPfd. 45 Pr. Französ. Pflaumen Schokolade Mittel- Linsen Pfd.38 Pf. Grosse Bohnen Pfd. 24 Pf. Cervelatwurst in Rind- 1.30 Mk. darm Salamiwurst in RindRotwurst Moselwein darm Pfd. 1.30 Mk. Pfd. 55 Pf. Rheinwein Pid. 35, 40, 50, 60 Pf. Gemischt. Backobst Pfd. 30, 52, 70 Pf. Zwiebelwurst Gänsebrust Pfund 70 Pf. Pfd. 55 Pf. geräuchert Pfd. 1.50 Kassel. Rippespeer Pfd.85 Pf. Bordeauxwein Ober- Moseler %, F1.55 PL 1903 er Alsheimer F1. 70 Pf. 1903 er Chât. Montagne F1. 85 Pf. 1904 er Mahringer 70 Pf. 1904 er Bretzenheimer 90 Pf. 1900 er St. Vivien 95 Pf. 99 " 99 1905 er Burger 70 Pf. 1902 er Lorcher 95 Pf. 1902 er Beautiran 1 Mk. " " " 1904 er Ernster Mark 1904 er] Ellenzer 75 Pf. 1904 er Laubenheimer 1 Mk. 99 " 80 Pl. 1901 er Niersteiner 1.10 Mk. " دو 1904 er Wormeldinger 90 Pf. 1901 er Rüdesheimer " " 1904 er Senheimer 13 1 MK. 1900 er Deidesheimer 1.20 Mk. 1.40 Mk. 1900 er Chât. Larrivau Cissac 1.10 1901 er Chât. La Tour Carnet 1.20 MK. 1.40 Mk. 1900 er Cru Corneillan 99 go 1904 er Zeltinger 1.20 Mk. " 1904 er Trabener 99 1.60 MK. 1900 er Bing. Rochusberg 1.40 Mk. 1903 er Rüdesh. Rottland 1.70 Mk. 1900 er Chât. d'Agassac 1900 er Chât. Citran " 1.50 Mk. 1.90 Mk. 27 1898 er Margaux Médoc 1900 er Chât. Durfort 2.30 Mk. 99 2.75 Mk. 33 1904 er Enk. Steffansberg 2 MK. Alleinverkauf der Schokoladenfabrikate von Tobler& Co., Bern. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glede, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Br. 250. 23. Jahrgang 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Wahlmänner- Ersatzwahlen im 3. Berliner Landtagswahlkreise finden heute, Dienstag, den 6. November, von vormittags 11 Uhr bis abends 7 Uhr statt. Versäume kein Urwähler, in dessen Bezirk eine Ersatzwahl vollzogen wird, feine Stimme abzugeben; insbesondere wollen die Wähler, die aus einem jezt zur Wahl stehenden Bezirk verzogen sind, ihrer Wahlpflicht genügen. Die Wahl ist eine indirette. Der Wähler wählt nicht den Abgeordneten, sondern den Wahlmann und erst die Wahlmänner werden zur Wahl des Abgeordneten berufen, Auch die Stimmabgabe ist öffentI ich. Der Wähler tritt an den Tisch des Wahlvorstandes heran und nennt auf die Frage des Wahlvorstehers:" Wen wählen Sie?" den Namen des zu wählenden Wahlmannes. Die vor den Wahllokalen ausgegebenen Stimmzettel dienen nur zur Information der Wähler. Als Wahllegitimation gilt: Steuerquittung, Invaliditätskarte, Militärpapiere, Mietskontrakt usw. oder die den Urwählern der bei den Ersatzwahlen in Betracht kommenden Abteilungen bom Magistrat für diese Wahl zugesandten Wahlkarten. Lettere enthalten die Nummer des Urwahlbezirks, die Wahlabteilung und die Nummer, unter welcher der Urwähler in der Abteilungsliste berzeichnet steht, sowie Tag der Wahl nebst Wahlzeit und das Wahllokal. Geht zeitig zur Wahl! Dienstag, 6. November 1906. Pankow. Am Donnerstag, den 8. November, abends 8%, Uhr, Ausbildung der Torfschicht läßt darauf schließen, daß hier, mitten findet im Feldschlößchen des Herrn Großfurt eine öffentliche Ver- auf dem Leipziger Plaz, sich früher ein Teich befunden hat, und sammlung statt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- das scheint auch der Fund einer Kanonenkugel von zirka abgeordneten Alwin Kör sten über: Der Wert der Gewerbegerichte 25 Zentimeter Durchmesser zu bestätigen, auf welche man kürzlich für den Industriearbeiter. 2. Aufstellung der Kandidaten. Angesichts in einer Tiefe von etwa zwei Meter stieß. Anscheinend ist das Geder am 12. November cr. bevorstehenden Beisigerwahlen für das schoß, das bei der Beschießung Berlins vielleicht dem Schloßviertel hiesige Gewerbegericht fordern wir insbesondere sämtliche örtliche gegolten hat, abgeirrt und in diesen Teich( oder durch Sumpfwasser und Werkstattvertrauensleute der verschiedenen Gewerkschaften auf, erweichten Boden) eingeschlagen. für zahlreichen Besuch dieser Versammlung Sorge zu tragen. Der Vorstand des Wahlvereins. Berliner Nachrichten. Das Berliner Gewerbegericht Automobile für die Berliner Feuerwehr. Der Magistrat von Berlin hat im März d. J. 50 000 M. zur Vornahme von Versuchen mit Automobilfahrzeugen für die Feuerwehr bewilligt. Eine aus Fachmännern und Offizieren der Berliner Feuerwehr bestehende Kommission entschied sich dafür, ein Dampf- und ein ElektroAutomobil zu Versuchs zwecken zu bauen und von sogenannten Explosionsmotoren( Benzin usw.) tegen nicht genügender Betriebsficherheit, die eine dauernde Betriebsbereitschaft in Frage stellen, hat im Jahre 1905/06, über das jetzt der Jahresbericht vor- abzusehen. Die beiden Typen befinden sich in der Automobil liegt, eine bedeutende 3 unahme der Prozesse gehabt. Ausstellung. Nach Schluß der Ausstellung sollen die Versuche mit Diesmal gingen 13 582 Klagen( im Vorjahre 12 693) ein. den Fahrzeugen, die bequem 35 Kilometer in der Stunde Da 755 vor Abhaltung des ersten Termins erledigt wurden, zurüdlegen tönnen, beginnen. Um zu erproben, welcher Thp sich so blieben für die Rechtsprechung 12 827 Klagen. Hiervon für die Berliner Verhältnisse am besten eignet, follen 10 000- stilowurden erledigt: 5790 durch Vergleich, 70 durch Verzicht, dem Ausfall dieser Probefahrten und Versuche wird es sich ent meter mit beiden Fahrzeugen zurückgelegt werden. Erst nach 2574 durch Klagezurücknahme bezw. Rubenlassen, 701 durch scheiden, ob für die im Bau begriffene Wache in der Olivaerstraße Abgabe ans Innungsschiedsgericht, 61 durch Anerkennungs-( Friedrichshain) ein neuer kompletter Automobil- Löschzug( 4) beschafft urteil, 1740 durch Versäumnisurteil, 1115 durch kontra- werden wird. Bewährt sich dieser Zug, der voraussichtlich im nächsten diftorisches Urteil( und zwar 549 mit Beweisaufnahme, 540 Jahre gebildet werden muß, dann kann der Frage der allmählichen ohne Beweisaufnahme, 26 nach Eidesleistung durch eine Umwandlung der bestehenden 19 Dampfsprißenzüge in AutomobilPartei). 743 Klagen wurden unerledigt in das folgende Löschzüge näher getreten werden. Jahr hinübergenommen. Nur 3598 Klagen wurden durch die Kammern, d. h. Jeder Wähler, welcher es ermöglichen kann, übe sein Wahl- in Verhandlungen mit Beisitzern, erledigt. An der Gesamtrecht zeitig aus. zahl der 12 827 Klagen waren die einzelnen Kammern Da bei der Fristwahl die Abstimmung pünktlich zur fest- folgendermaßen beteiligt: I. Schneiderei, Näherei mit 2460; gesetzten Stunde für geschlossen erklärt wird, auch wenn sich noch 11. Textil-, Leder-, Buzindustrie mit 831; III. Baugewerbe Wähler im Wahlraume befinden, welche ihre Stimme noch nicht ab- mit 2006; IV. Holzindustrie mit 815; V. Metallindustrie verkehrenden Linien folgendermaßen abzulenten: bei Linie 11 gegeben haben, so wird dringend empfohlen, möglichst frühzeitig, spätestens aber eine Stunde vor Schluß zur Wahl zu erscheinen. F der Wahlzeit Die aus ihrem bisherigen Bezirke oder aus dem Kreise Berzogenen werden dringend aufgefordert, heute ihrer Wahlpflicht zu genügen. Gerade auf die Saumseligkeit dieser Wähler bauen unsere Gegner ihre Siegeshoffnungen. Sie wissen, daß gerade unsere Partei durch die Umzüge von einem Bezirk in den anderen ober von einem Stadtteil nach dem anderen am meisten betroffen wird und uns dadurch viele Wähler entzogen werden. Da ist es doppelt Pflicht, daß diese Genoffen, die in einem zur Wahl stehenden mit 1590; VI. Nahrung, Beherbergung, Erquicung mit 2568; VII. Handel, Verkehr mit 1492; VIII. Allgemein mit 1065. Gegenüber dem Vorjahre ist nur bei Kammer I eine Verminderung der Klagen, bei allen anderen Kammern eine Bermehrung eingetreten. Rammer III( Bau) hat im letzten Jahrfünft eine ununterbrochene und sehr bedeutende Vermehrung gehabt, nachdem ihr das vorletzte Jahrfünft eine ebenso bedeutende Verminderung gebracht hatte. Sie hatte ieht im Jahre 1905/06 bereits über doppelt soviel Klagen wie in 1901/02, aber immer noch nicht wieder soviel wie in 1896/97. In diesem Auf und Ab spiegelt sich das wechselnde mehr oder Minder der Berliner Bautätigkeit. Linienverlegung bei der Straßenbahn. Die Straßenbahn be= absichtigt die Gleiskreuzungen in der Straße An der Jannowitzbrücke, der Holzmarkt- und Alexanderstraße auszuwechseln. In der Nacht vom Freitag, den 9., zum Sonnabend, den 10. November, sollen die Kreuzungen verlegt werden, während die Auswechselung in der Nacht vom Donnerstag, den 15. zum 16. November, erfolgen foll. Es wird deshalb notwendig, in den beiden Nächten die dort gegen die Wagen 1 Uhr 42 Min. und 2 Uhr ab Görlizer Bahnhof und 1 Uhr 4 Min., 1 Uhr 30 Min. und 2 Uhr ab Moabit in beiden Richtungen nicht durch die Brückenstraße, sondern durch die Köpeniderstraße, über das Engelufer, über die Schillingbrüde, durch die Andreasstraße, die Große und Kleine Frankfurterstraße und die Landsbergerstraße; bei Linie 35 geht der Wagen 1 Uhr 19 Min. ab Kreuzberg wie bei Linie 11. Panik im Zirkus. Große Aufregung herrschte in der Sonntag Nachmittagsvorstellung im Zirkus Busch, als der Dompteur Willh Peters seine zehn Tiger und sechs Löwen vorführte. der Ein Löwe, von Anfang an sich ungeduldig zeigte und öfter nachbrücklich auf seinen Platz verwiesen werden mußte, stürzte sich auf Herrn Peters, als er zwei sich balgende Tiger zur Ruhe bringen Dabei kam der Dompteur zu Fall. Sofort gingen auch Der Streitgegenstand war 8483mal Lohn-, wollte. Bezirk gewohnt haben, die Hoffnungen der Gegner auf ihre Saum- 4532mal Lohn- oder Entschädigungsanspruch aus bor die beiden Tiger auf ihn los, und der Dompteur erhielt einen feligkeit zunichte machen durch Ausübung ihres Wahlrechts. Das zeitiger Entlassung ohne Kündigung, 1337mal Schaden- so träftigen Prankenschlag ins Gesicht, daß er stark blutete. 1129mal Herausgabe bon Wahlrecht zum preußischen Landtag ist ohnehin ein solch fümmer- erjab, Arbeitspapieren, Das rechte Augenlid wurde ihm ganz aufgerissen und der linke Arm so weiter, liches, daß es nicht noch durch Nachlässigkeit geopfert werden darf. Handwerkszeug und 545mal Ausstellung vollständig zerfleischt. Auch an den Beinen wurde Herr Peters durch eines Arbeitszeugnisses usw. usw. usw. Vielfach wurden einige Bisse verwundet. Die Verlegungen sind so schwerer Natur, Genossen, die helfen wollen, mit einer Klage gleichzeitig mehrere Ansprüche geltend ge- daß der Tierbändiger in den nächsten Wochen kaum wird auftreten werden heute notwendig gebraucht. An solchen hat es zwar macht, z. B. rückständiger Lohn, Lohnentschädigung, Heraus- tönnen. Blinde Revolverschüsse und Eisenstangen brachten die Tiere noch nicht gefehlt, allein wünschenswert ist es, daß recht gabe von Papieren usw. In 5960 Fällen blieb das Objekt wieder zur Ruhe, die Dressurnummer mußte natürlich abgebrochen zahlreiche Genossen sich an dieser Hülfsarbeit be- unter 20 M., in 5679 Fällen lag es zwischen 20 M. und 100 werden. Panifartig verließen die Inhaber der Parkettsize, überwiegend teiligen. Die diesmalige Landtagswahl vollzieht sich insofern in Mart, nur in 943 Fällen ging es über 100 m. hinaus. Der Kinder, ihre Plätze, doch konnten sie durch die Umsichtigkeit der Ananderer Form als bisher, als die Wähler nicht alle zu Anfang der höchste Betrag war diesmal 33 129 m., der niedrigste gestellten wieder beruhigt werden, worauf die Vorstellung ihren FortWahlhandlung im Wahllokal anwesend zu sein brauchen, sondern im 20 93f. gang nehmen konnte. Laufe der Wahlstunden ihr Wahlrecht ausüben fönnen. Dieser UmVon Arbeitgebern wurden nur 784 Klagen anstand wird zweifellos unseren Gegnern Veranlassung geben, die gestrengt, von Arbeitnehmern 12798. Unter diesen faumseligen Wähler zur Wahl heranzuholen. Das muß auch waren 2640 Klagen von Frauen und Mädchen, 411 von von unserer Seite geschehen, und diese Arbeit kann um so intensiver Seimarbeitern, 130 von Lehrlingen, 185 von Lauf- und getan werden, wenn zahlreiche Hülfskräfte sich an der Wahlarbeit Arbeitsburschen. Stark vermehrt haben sich besonders die lauer Allee zurückfahren. Auf dem Bahnhof wurde er plöblich von beteiligen. Aus diesem Grunde ergeht an diejenigen Genoffen, die von Heimarbeitern ausgehenden Klagen, deren Zahl im Vornicht im 3. 2andtagswahltreise wohnen und sonst abtömmlich sind, die Bitte, sich heute den Wahlfomitees jahre nicht halb so groß war. zur Verfügung zu stellen. Die Wahlbureaus befinden sich an folgenden Stellen: Die städtische Stiftungsdeputation( Boftstr. 16) macht bekannt: Am 24. November 1906 und 23. Februar 1907 fommen aus Mitteln der Elias und Friederike Meyer- Stiftung- Vermächtnis der Für die Tage der Wahlmännerwahlen( 6. und 7. November) ist unterstügungen von je 1000 Stüd Preßfohlen an Juden und NichtFrau Mathilde Weigert geb. Meyer- eine Anzahl Kohlendas Zentral- Wahlbureau juden zur Verteilung. bei Karl Fahrow, Ravenéstr. 6. Amt III, 2137, aufgeschlagen. Das Bureau für die 1. Abteilung ist bei Julius Wernau, Schwedterstr. 23. Amt III, 33. Für die 2. Abteilung bei Heimann, Dunderstr. 79. Amt III, 5304. Für die 3. Abteilung bei Friedr. Gaule, Schönhauser Allee 57. Amt III, 3754. Für die 4. Abteilung bei Fritz Wilfe, Brunnenstr. 188. Amt III, 6325. Für die 5. Abteilung bei Fritz Bergmann, Brunnenstr. 79. Amt III, 2572. Für die 6. Abteilung bei Agthen, Pflugstr. 5. Amt III, 2271. Für die 7. Abteilung bei Karl Bachstein, Salzwedelerstr. 16. Amt II, 2791. Amt II, 729. Für die 8. Abteilung bei Otto Petri, Zwinglistraße 15c. Für die 9. Abteilung bei Friz Ziez, Wiesenstr. 29, Amt II, 1238. Für die 10. Abteilung bei Heinrich Sauerweier, Marstr. 16. Für die 11. Abteilung a) bei Bachgänger, Prinzen- Allee 82. Für die 11. Abteilung b) bei Hoffmann, Swinemünderstr. 47. Im fünften Kreise befindet sich das Bureau bei Ernst Wittchow, Elsasserstr. 68, Ede Kleine Hamburgerstr. 27. Amt III, 8965( Neben anschluß). Die Wahl der 2. und 1. Abteilung findet am Mittwoch statt und zwar wählt die zweite Abteilung von 11 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags und die erste Abteilung von 5 Uhr nachmittags bis 7 Uhr nachmittags. Gesuche müssen enthalten: 1. Vor-, Zuname, eventuell Geburtsname. 2. Geburtstag und Geburtsort, bei verheirateten, verwitweten und geschiedenen Bittstellern, auch des Ehegatten, 3. Angabe, ob und wieviel Kinder unter 14 Jahren am Leben sind. 4. Angabe der Religion. In jedem Gesuch muß ferner vom Armenkommissionsvorsteher bescheinigt sei, daß Bittsteller und sein Ehegatte weder Almofen noch Pflegegeld erhalten. Unvollständige Gesuche bleiben Unvollständige Gesuche bleiben unberücksichtigt, ebenso alle Gesuche, die nach dem 12. November 1906 eingehen. Bahnhof Gesundbrunnen ab. Der 78jährige Hospitalist Ferdinand Ein aufregender Vorgang spielte sich gestern abend auf dent Meier hatte in der Grünthalerstraße Verwandte besucht und wollte spät abends vom Bahnhof Gesundbrunnen wieder nach der Prenzauf die Gleise hinab, wo er bewußtlos liegen blieb. In diesem Augenblick nahte ein Ringbahnzug und zweifellos wäre M. überfahren und zermalmt worden, wenn nicht im lebten Augenblick ein Bahnbeamter hinzugesprungen wäre und mit Unterstützung von Fahrgästen den Gefährdeten gerettet hätte. M. hatte sich bei dem Sturz eine große tlaffende Schädelverlegung zugezogen und wurde in besinnungslosem Zustande in ein Krankenhaus gebracht. Auch ein Bauunternehmer". Der Bauunternehmer Kurzhals aus der Brunnenstraße ist, wie berichtet, vor vierzehn Tagen mit Hinterlassung einer sehr beträchtlichen Schuldenlast spurlos vers schwunden. Obgleich die Kriminalpolizei sofort die nach Bremen deutende Spur des Flüchtlings aufnahm, ist es ihm doch gelungen, nach Amerifa zu entkommen. S. ist, wie das Amtsgericht dieser Tage den Gläubigern mitteilte, in Südamerika gelandt. Wie sich jetzt herausgestellt hat, sind nicht nur Bauhandwerker von dem Bauunternehmer hintergangen worden, sondern auch eine Berliner Bank, die St. auf gefälschte Wechsel Geld gegeben hatte. Insgesamt beträgt der Schaden der Interessenten etwa 30 000. Der wahre Mörder? Zu dem Raubmord bei Fürstenwalde wird jetzt eine neue Lesart verbreitet: Im Laufe der UnterDer Vorstand des deutschen Städtetages trat am Montagmittag suchung haben sich seit Freitag Zweifel darüber eingestellt, ob der unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Kirschner- Berlin zu Arbeiter Ignaz Polenic auch tatsächlich der wahre Mörder ist. unter dem dringenden Berdacht der Täterschaft verhaftete polnische sammen. Es lagen verschiedene Anträge von allgemeinem Interesse Eine Reihe von Zeugen, die am Sonnabend vom Untersuchungs.. bor, unter anderem ein Antrag auf baldige Einberufung des richter vernommen worden sind, konnten ihre früher gemachten deutschen Städtetages, sowie eine Anfrage von Ludwigshafen wegen Aussagen nicht aufrecht erhalten. Es hat sich jetzt auch herausEinberufung eines allgemeinen außerordentlichen Städte gestellt, daß die bei P. vorgefundenen blutbefleckten Kleidungstages anläßlich der herrschenden Fleischnot. Der ftüde fein schwerwiegendes Beweismaterial für die Schuld des Referent war der Oberbürgermeister Beutler- Dresden. Ferner lag Verhafteten sind. Die gefundene Hose gehört dem P. überhaupt ein Antrag von Stuttgart vor: Es möge der deutsche Städtetag nicht und die auf der Weste entdeckten Blutspuren befinden sich an oder eins feiner Organe( Vorstand oder Hauptausschuß) die Wünsche derselben Stelle, an der P. am Körper eine Wunde hatte. Außer des ersten deutschen Städtetages bezüglich der Fleischteuerung nach dem soll der Arbeiter die Weste am Mordtage überhaupt nicht ge= drücklich erneuern usw." Referent Oberbürgermeister Becker- Köln. tragen haben. Sein Alibi vermag P. allerdings nicht hinreichend Rach längerer eingehender Beratung, an der sich besonders lebhaft nachzuweisen. In Betracht kommt hierbei die Zeit von 1 hr die genannten Herren sowie die Oberbürgermeister Ehlert- Danzig. nachts bis 4 Uhr morgens. Da aber die Schlafgenossen des Bolen b. Borscht- München, Dr. Adides- Frankfurt a. M., Saten- Stettin, bei seiner damaligen Heimkehr nicht nach der Uhr gesehen haben, Fuß- Kiel, Stadtrat Namslau- Berlin und Stadtverordnetenvorsteher so ist eine Täuschung in der Zeit nicht ausgeschlossen. Sollte der Dr. Langerhans- Berlin beteiligten, wurde beschloffen, unverzüglich Verhaftete, der nach wie vor seine Unschuld beteuert, kein GePetitionen an den Reichstag und Reichstanzler zu richten. ständnis ablegen, so dürfte es wohl schwer halten, die Mordtat in In diesen Petitionen soll betont werden, daß die Voraussagungen, nächster Zeit vollkommen aufzuklären. wonach schon im vorigen Jahre bezw. diesen Sommer eine ErReligiosität: gut Humanität: desgleichen. Die Gattin Rigdorf. Heute, Dienstag, findet in Hoppes Festfälen die mäßigung der Fleischpreise eintreten würde, nicht eingetreten sind, Generalversammlung des Wahlvereins statt. In Anbetracht der während andererseits die Befürchtung, daß eine weitere Steigerung Wilhelms II. hat fürzlich, vor ein bis zwei Wochen, wieder wichtigen Tagesordnung- u. a Aufstellung der Kandidaten zur Stadt- der Fleischpreise zu erwarten sei, sich bewahrheitet. Der Vorstand ihren Geburtstag gefeiert, und natürlich hat sie auch wieder wird um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird unter Berufung seiner Vollmachten eine unverzügliche vor- aus der Bürgerschaft" die üblichen Glückwünsche gefriegt. ersucht. Der Vorstand. übergehende Aufhebung der Fleischzölle( nicht der Viehzölle) er in einer öffentlich ausgelegten Gratulantenliste hat sich ein bitten und darauf hinweisen, daß dies auch bei Aufrechterhaltung gezeignet, wer Lust dazu hatte, und der Magistrat hat ein offiTreptow- Baumschulenweg. Heute abend 8 Uhr findet die der fanitären Maßnahmen, wie Fleischbeschau usw., ohne die Bolts- zielles Glüdwunschschreiben übersandt. Jetzt wird die Dant. regelmäßige Mitgliederversammlung des sozialdemokratischen Wahl- gesundheit zu gefährden, im Interesse der gefährdeten Volts: agung beröffentlicht, die den Gratulanten zuteil geworden ist. Diesmal wird der Bürgerschaft der königlichen Haupt- und vereins in Treptow bei Mohlau, Stefholz str. 36, statt. ernährung usw. empfehlenswert sei. Residenzstadt Berlin" eine uneingeschränkt gute Zensur ausgestellt. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Redakteurs Hans Blod Da wird lobend geredet von den Arbeiten und Mühen", die„ von über Organisation". Diskussion. Vereinsangelegenheiten. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Genoffen, der Einwohnerschaft aufgewandt werden, um den vielen fitt Der Vorstand. in dieser Versammlung zu erscheinen. lichen und religiösen Gefahren entgegenzuwirken, die die Großstadt in sich bürgt". Anerkennend wird hervorgehoben die bolle Hingabe", mit der erfahrene Männer und Frauen zusammentraten zur Bekämpfung der leider in erschreckender Weise vorhandenen lle bel stände in der Säuglingspflege". Der Magistrat hat für seinen besonderen Schreibebrief auch eine besondere Dantjagung erhalten. Ueber die Abwehr filtlicher und Partei- Angelegenheiten. verordnetenwahl. Einen interessanten Einblick in die geologischen Verhältnisse des Leipziger Plates gewähren die jetzt an der Kreuzung der Untergrundbaugrube mit der Leipzigerstraße stattfindenden Erdarbeiten. Man sieht dort eine muldenförmig gebogene, ziemlich Lichtenberg. Heute, den 6. November, abends 81/2 Uhr, findet in starte Torfschicht, unter welcher eine breite Lage toniger Erde den Gebr. Arnholds Schwarzer Adler, Frankfurter Chauffee 5, der vierte Uebergang zu dem märkischen Sandgrund vermittelt. Der Torf ist Bortragsabend statt. Auf der Tagesordnung steht: Taktische zwar noch nicht reif", immerhin aber schon so tompakt, daß kubitBrobleme bei der Reichsgründung. Genossen, agitiert für regen metergroße Blöde beim Untergraben der Schicht losgebrochen sind. Besuch dieser recht interessanten Veranstaltung. Der Vorstand. die sich ziemlich schwer ortleinern laffen. Die muldenförmige religiöser Gefahren" wird hier geschwiegen, im übrigen aber wird fammlung, in welcher unser Kandidat aufgestellt wird, sich eines| völlig geiftestrank zu werden und sprach Bekannten gegenüber die dem Magistrat bescheinigt, daß auf dem Gebiete der Fürsorge recht starken Besuches erfreut. " Lichtenberg. " " im 9 niit der Berlin- SpandauerVermutung aus, daß man ihn noch nach einer Anstalt bringen werde. für die Armen und besonders für die Kinder Am Mittwochabend findet eine Flugblattverbreitung statt. Es n der Nacht erhängte sich der Unglückliche an einem Spiegelhaken schon bisher in Berlin durch die städtischen Behörden und durch ist dringend notwendig, daß sich alle Barteigenossen hierzu zur Vers in seinem Laden. freiwillige Mitarbeit seiner Bewohner viel geschehen" sei. fügung stellen. ,, Viel"?! In der breiten Masse der Berliner Bevölkerung denkt Spandau. man hierüber anders. Doch dem Magistrat wird es eine GenugDie Stadtverordnetenversammlung wählte eine gemischte tuung sein, sich wenigstens von dort aus gelobt zu sehen. Die Stadt- Mönchlein, Mönchlein, du gehst einen schweren Gang. Die Deputation, die sich mit der Einrichtung einer ständigen Feuerwache verordnetenversammlung hat ſelber sich dieser Möglichkeit beraubt, hiesige Boltszeitung" hat seit einiger Zeit einen neuen Redakteur. und Beschaffung einer Dampffprize und Drehleiter zu beschäftigen seit sie darauf verzichtet, der Gattin Wilhelms II. eine Geburts- Das wäre an sich nichts Besonderes, aber der neue Mann scheint hat. Mit dem Ankauf des Henkelschen Grundstückes Lindennfer und tagsgratulation zu übersenden. Zu diesem Verzicht hat die frei- der Auffassung zu sein, in der„ Volksztg." dürfe ein Redakteur feine Charlottenstraßen- Ecke zum Preise von 56 000 M. zum Umbau der finnige Mehrheit sich erst vor mehreren Jahren entschlossen damals, als sie für ihre Gratulation ein von Herrn v. Mirbach Cliqueninteressen halten. In dem Vericht über die letzte Gemeinderats- 72,500 M., das zu den Anlagen beim Haveldurchstich gebraucht wird, eigene Meinung fagen und sich abseits von der Vertretung von Charlottenbrücke und des Ehrlich ichen Wiesengrundstückes für unterzeichnetes Dankschreiben erhielt, durch das sie derb ab- fizung wagt es der Redakteur sogar, seine Verwunderung darüber erklärte sich die Versammlung einverstanden. Nach kurzer Debatte gerüffelt wurde. zum Ausdruck zu bringen, daß eine gewisse Richtung wohl wurde der vorgelegte Vertrag Keine Störung des Verkehrs wurde von der sonst so ängstlichen für Anlage von Denkmäler schwärmt, die Errichtung von neuen Terrain- Aktiengesellschaft, der die Regulierung und Pflasterung Berliner Polizei befürchtet, als sie dem Verband Evange- Bedürfnisanstalten aber für überflüssig erklärt. Das ist für einen der Straße A auf dem Stadtteil Spefte gelegene lischer Arbeitervereine für Berlin und um= Volkszeitungs"-Redakteur schon ein kühnes Stück, aber der neue Terrain vorsieht und wodurch eine eine Verbindung zwischen gegend" gestattete, am Sonntag in geschlossenem Zuge mit Fahne Mann risfiert noch mehr: er bezeichnet es als standalös, daß der Segefelderstraße nach dem städtischen Friedhof hergestellt und Musik vom Lustgarten nach dem Neuen Markt zu marschieren, unsere Plonzen" sehr gern in die geheimen Sizungen flüchten, ist, genehmigt. Die Herſtellung der Straße erfordert einen Koſtenum aus Anlaß des Reformationsfestes dort vor dem Luther- Dent- wenn Beratungsgegenstände auf der Tagesordnung stehen, bei denen punkt von 420 000 M., die jedoch die Gesellschaft trägt. Die Stadt mal einen Kranz niederzulegen. Aber unsere Polizei hegte die die Art der Erledigung für die Bürgerschaft großes Interesse als Interessent an der Fertigstellung der Straße leistet einen Beitrag Besorgnis, daß der Verkehr diesen Zug der„ Evangelischen Arbeiter- hat. In der Volkszeitung" ist aber nicht nur zu lesen von 93 300 M., dieselben sind in 30 Jahresraten a 3110 M. zu vereine" stören könnte. Um das zu verhüten, waren im Lustgarten( wenigstens indirekt), daß gewisse Leute das Licht der zahlen. Die erste Zahlung beginnt jedoch erst mit dem fünften und auf dem Neuen Markt Schußleute unter Führung von Leut- Deffentlichkeit scheuen; mit dürren Worten steht auch in dem Blatt, Jahre. Eine Interpellation des Genoffen Schmidt über den Polizeinants aufgestellt, die nötigenfalls die Ordnung aufrechterhalten" der Gemeindevertreter Grauer habe nicht nur die Interessen der triegszustand konnte, da die nach der Geschäftsordnung nötigen vier follten. Auf dem Neuen Markt ging die Gefälligkeit der Polizei fo Arbeiter, sondern die der gesamten Bürgerschaft ausschließlich unterschriften nicht vorhanden waren( von unseren Genossen waren weit, daß sie, während der Kranz niedergelegt und ein Choral gewisser Cliquen vertreten. nur drei anwesend) nicht zur Verhandlung kommen. Die geheime gesungen wurde, den Bürgersteig vor dem Dentmal absperrte und Sigung beschäftigte sich vorwiegend mit Gehaltsfragen. an dieser Stelle feinen Passanten durchließ. Nebenbei bemerkt: von einer Störung des Verkehrs durch den marschierenden Zug konnte in der Tat feine Rede sein. Das Häuflein, das sich da unter den Klängen eines Militärmarsches durch die Kaiser Wilhelmstraße bewegte, bestand ja nur aus ganzen 125 Personen, wobei auch die im Zuge befindlichen Frauen und Kinder und selbst die Musiker gewissenhaft mitgezählt find. Wie groß" mag denn der„ Verband wurde gestern in der Berufungsinstanz über die Frau Marie Evangelischer Arbeitervereine für Berlin. und Umgegend" überhaupt sein? Wäre die Polizei hübsch zu Hause geblieben, statt liebt ein etwa 20jähriger Fahrkartenverkäufer der Station Stralau- der zweiten Strafkammer des Landgerichts II verhängt. Am 8. Mai Eine seltsame Methode in der Abfertigung von Fahrgästen be- Friedel wegen Beleidigung der städtischen Lehrerin Peters von durch ihre ſehr überflüssige Mitwirkung Reklame für die Leutchen Rummelsburg. Am Sonntag, den 21. Oktober, mittags von 12 d. J. unternahm die städtische Lehrerin Elisabeth Peters mit ihrer zu machen, so hätte ihnen kaum jemand aus dem Straßenpublikum bis 1 Uhr, standen, wie uns mitgeteilt wird, etwa 10-12 Personen Klasse einen Ausflug nach dem Treptower Part, wo an beſtimmten Beachtung geschenkt. vor dem Billettschalter und harrten der Abfertigung. Da ein Karten Nachmittagen Spiele im Freien inszeniert wurden. Kellereien zu beschränken. Wir wissen nicht, wie viele Inquifitionen der fühne Herr, der solches zu schreiben sich unterfängt, ob der Tat schon zu bestehen gehabt hat, aber das ist sicher: entweder er bequemt sich bald einer anderen Ansicht oder die bekannte Interessentengruppe holt ihn von feinem Sessel herunter. In der Volksztg." sündigt man nicht ungestraft gegen gewisse Sonderströmungen". Rummelsburg. Gerichts- Zeitung. Eine harte Strafe Einer der Wegen eines großen Kellerbrandes wurde am Montagabend die berkäufer nicht zu ſehen war und inzwischen ein Bug ein- und aus- Schüler, der achtjährige Willi Adam, entfernte sich vont Spielplatz Feuerwehr nach der Dorotheenstr. 22 gerufen. Dort in dem Hause fuhr, wurde das Publikum ungeduldig. Endlich erschien ein junger und legte sich in geringer Entfernung ins Gras, um auszuruhen. des Poſtamts Nr. 7 standen die ausgedehnten Kellereien bei Ankunft bag er die Starten hingeworfen hat, als ob es guter Wille von ihm wollen, soll die Lehrerin dem Kinde sofort nachgelaufen sein. urte Mann mit der Bemerkung: ist ja alles da! Augenzeugen berichten, Wie die Angeklagte und mehrere andere Zeugen gesehen haben der ersten Löschzüge schon in großer Ausdehnung in Flammen. Diese hatten besonders an Kisten, Stroh und Flaschenhülsen reiche Nahrung war, daß er überhaupt welche verkaufte. Einen 35-40 Jahre alten der Knabe nicht sofort aufstand, habe ihn Fräulein Peters emporgefunden und bedrohten bereits das Erdgeschoß, in dem sich außer fol er geantwortet haben:„ Sie Laufejunge, Sie Lümmel, machen gegeben, so daß der Junge sofort jämmerlich schrie. Die Lehreriit Herrn, der ersuchte, doch das Werfen der Karten zu unterlassen, gerissen und ihm etwa zehn laut schallende Ohrfeigen dem Postamt noch mehrere große Geschäfte befinden. Durch kräftiges Sie, das Gie wegkommen," jonst lasse ich Sie arretieren!" Eine felbft gibt zu, dem auch sonst störrischen Knaben etwa acht Ohr. schnelles Waffergeben gelang es schließlich, den Brand auf die folche Behandlung des Publifums verdient nicht nur gerügt zu feigen gegeben zu haben. Die Angeklagte und mehrere andere Drei Personen durch Brandwunden verlegt. Gestern mittag geeignet ist, auf diesem Posten zu stehen. werden, sondern ist der beste Beweis dafür, daß der junge Mann un- Augenzeugen diefer Szene waren der Ansicht, daß Fräulein P. das ihr zustehende Züchtigungsrecht bei weitem überschritten habe und 12 Uhr wurde die Feuerwehr nach dem Hause Unter den Linden 24 Friedrichsfelde. machten ihrem Aerger hierüber in Worten, die nicht gerade gerufen, wo in der Kaffeerösterei der Firma Gerold Feuer ausSchmeichelnamen darstellten, Luft. Insbesondere soll die Angeklagte gekommen war. Wie sich herausstellte, hatte im Röstraume, und Trozdem das Anfinnen, den Vertrag mit der Kontinental- Gas- geäußert haben:„ Wenn die alte Zide selbst Kinder hätte, so wüßte zwar in der großen Rösttrommel der Kaffee wahrscheinlich durch Assoziation um 50 Jahre zu verlängern, schon einmal von der Mehr- fie wenigstens, wie man Kinder zu behandeln hat." Als Fräulein P. beigemengte Hanfteile( von Säcken) Feuer gefangen, das sich nament- heit der Gemeindevertretung zurückgewiesen wurde, hatte sich die sich daraufhin mit ihrer Klasse von dem Spielplate entfernte, folgte lich den am Boden abgelagerten Spelzhülsen mitteilte. Als die letzte Gemeindevertretung abermals mit der Angelegenheit zu be- ihr die Angeklagte mit mehreren anderen Frauen, die weidlich über mit dem Rösten beschäftigten Arbeiter die Trommel öffneten, häftigen. Es sollte eine Kommission gewählt werden, die unter die angebliche Mißhandlung der Lehrerin schimpften. Hierbei soll schlugen ihnen Stichflammen entgegen. Drei von ihnen erlitten suchen soll, ob es für die Gemeinde vorteilhafter ist, eine eigene noch die Aeußerung gefallen sein:" Scht, die haut unsere Kinder hierbei erhebliche Brandwunden im Gesicht und an den Händen. Gasanstalt zu bauen oder die Bedingungen der Kontinental- Gas- und ist selbst noch nicht trocken hinter den Ohren!" Das SchöffenEin Arzt legte ihnen Verbände an, worauf sie nach ihren Assoziation nebst Berlängerung des Vertrages um 50 Jahre an- gericht hielt in Anbetracht der bisherigen Unbescholtenheit der AnWohnungen geschafft wurden. Das entstandene Feuer war bei zunehmen. Der Gemeindevorsteher war auch gleich mit einer geklagten eine Geldstrafe für angebracht und erkannte auf eine neun Namen enthaltenden Liste zur Hand. des Genossen Pinseler, wer denn diese Liste aufgestellt beziehungs- fchaft Berufung ein. In der gestrigen Verhandlung beantragte Auf eine Anfrage Strafe von 50 Mart. Hiergegen legte jedoch die Staatsanwalt weise eingereicht habe, unschuldig, er wisse selbst nicht, woher der Bettel gekommen ist. von einem Monat, da es sich doch um sehr schwere Beleidi erflärte der Gemeindevorsteher ganz Staatsanwaltschaftsrat Dr. Pabst eine Gefängnisstrafe Daß hinter den Kulissen insbesondere für den Antrag des Gemeindevorstehers gearbeitet wird, ist offenes Geheimnis. Glücklicherweise gungen handele, die geeignet sind, die Autorität der Lehrerin gegen scheint die Mehrzahl der bürgerlichen Einwohner ebenfalls auf dem über den Schülern zu untergraben. Außerdem müßten Beamte Standpunkte zu stehen, die Gemeinde unter feinen Umständen gegen öffentliche Beleidigungen, welche sich auf die Ausübung ihres wiederum einer privatfapitalistischen Gesellschaft auszuliefern. Zu Gericht fam trotz der bisherigen Unbescholtenheit der Angeklagten Berufes beziehen, ganz energisch in Schuh genommen werden. Das dieser Angelegenheit wird auch die Deffentlichkeit noch Stellung und obwohl sie sich in offenbarer Erregung über die ihrer Ansicht nehmen, ehe es zu einem erneuten Beschluß kommt. Adlershof. Ankunft der Wehr bereits von Arbeitern abgelöscht worden. Ein gefährlicher Brand rief gestern( Montag) abend 8 Uhr die Berliner und. Rirdorfer Feuerwehr nach dem KottbuserDamm 103, Ecke Maybachufer. Dort war in dem Drogeriefeller von Wilhelm Kottke Feuer ausgekommen, das Chemikalien usw. ergriffen hatte und einen gefährlichen Charakter anzunehmen drohte. Beide Wehren gingen daher mit je einer Schlauchleitung vor. Die Löscharbeit mußte unter der größten Vorsicht erfolgen, da man mit Explosionen rechnen mußte. Glücklicherweise tam es nicht dazu. Nach einstündiger Tätigkeit war jede Gefahr beseitigt. Ueber die Entstehungsursache des Feuers ist noch nichts Bestimmtes ermittelt. Orgelfonzert. Mittwoch, den 7. November, abends 7% Uhr gang in der St. Marien- Kirche das nächste Orgelnach stattgefundene Mißhandlung des Kindes befunden hatte, zu einer Aufhebung des ersten Urteils und erkannte auf einen biz 8½ Uhr, veranstaltet der königliche Musikdirektor Bernh. Irr- mit der stanaliſierung ber verlängerten Feldherrnstraße von der unfähig ist, die Kinder zu erziehen. Uebte die Angeklagte an ber Die Gemeindevertretung beschäftigte sich in ihrer legten Sigung Monat Gefängnis! Wer Kinder schlägt, beweist, daß er tonzert unter Mitwirkung von Frau Marta Dreher- Wolff bis zum Helbigschen Grundstück. Der Antrag der Fabrik für elet- ziehungstalent Kritit, so befand sie sich durchaus in Wahrnehmung Sedanstraße bis zur Genossenschaftsstraße und der Rudower Chaussee von der Lehrerin öffentlich abgelegten Probe ihres Mangels an ErKammermusiker Herrn Paul Treff( Cello). Passacaglia von Bach, die Kanalisierung der Rudower Chauffee beschlossen. ( Sopran), Frau Hildegard Bimmer( Alt) und dem königlichen trische Drähte für die verlängerte Feldherrnstraße wurde abgelehnt, berechtigter Interessen. Für das gesunde Rechtsempfinden iſt es Mit der Er- unfaßlich, daß nicht die Lehrerin, sondern die Frau, welche einen tritt ist frei! Passacaglia über Bach von Georg Schumann u. f. f. Der Einrichtung einer Rechtsauskunftsstelle für die soziale Gesetzgebung wehrlosen Knaben in Schuß nahm, angeklagt wurde. Die Art und durch die Gemeinde war eine Kommission beauftragt worden, welche Höhe der Strafe gar ist eine unbillige und ungerechte. Das würden Feuerwehrbericht. In der Nacht zum Montag, um 2 Uhr, wurde in dieser Sigung ihren Bericht gab und beantragte, die Errichtung auch die Richter und die Staatsanwaltschaft empfinden, wenn ihnen der 16. Zug nach der städtischen Gasanstalt in der Müllerstr. 184 zum Beschluß zu erheben. Die Auskunft soll vom 1. Januar 1907 bekannt wäre, daß die Prügelpädagogif geistige und moralische Ver= ( Wedding) gerufen, wo ein großes Kohlenlager sich erhitzt hatte. an zwei Wochentagen von 7-8 Uhr abends durch einen Gemeinde- trüppelung zur Folge haben muß. Eine Ohrfeige ist nach AnUm die Gefahr zu beseitigen, muß das große Kohlenlager abgetragen beamten im Gemeindebureau erteilt werden und kostenlos fein. ficht aller verständigen Pädagogen ein robes, gesundheitsgefährdenwerden, was mehrere Tage beansprucht. Gleichzeitig brannte vor Nach einer Diskussion zwischen Dr. Ehrmann, Direktor Linden- des Mittel. In weiten Teilen Deutschlands wird je de Dohrfeige, der Feuerwache auf dem Nettelbeckplatz ein Benzin- Automobil. Der berg und unserem Genossen Hildebrandt wurde der Antrag der die ein Lehrer Kindern erteilt, als Mißbrauch der Amtsgewalt bea 16. Zug aus der Pantstraße hatte außerdem einen Dachstuhlbrand Kommission angenommen. Hoffentlich gelingt es dem Beamten, sich straft, gleichviel, ob es sich um Volksschulkinder oder andere in der Schwedenſtr. 3a( Gesundbrunnen) zu löschen. Dort standen das Vertrauen der Arbeiterschaft zu erringen und sich in die schwierige handelt. Auch in Preußen ist es verboten, Kinder höherer Schulen“ bei Ankunft des Zuges Bodenverschläge mit dem Inhalt an Haus- Materie vollständig einzuarbeiten. Für die Regenwasserleitung der zu ohrfeigen. Und da soll es der Gerechtigkeit entsprechen, eine rat der Mieter usw. mit der Dachkonstruktion in hellen Flammen. Hadenbergstraße bis zum Voltropfgraben wurde befchloffen, eine Frau zu bestrafen, die gegen die gemeingefährliche Prügelmethode Der 16. Zug, unter Leitung des Brandmeisters Hammer, mußte Anleihe von 65 000 m. aufzunehmen und soll dieser Betrag von den einer Lehrerin sich wendet, und sie gar mit harter Strafe zu bes mehrere Schlauchleitungen von Dampfsprißen vornehmen, um den eingehenden einmaligen Gebühren der Grundbefizer für die Kanali- legen. Die verurteilte Frau verdient vollste. Anerkennung. Urteile Brand zu löschen. Ferner hatte der 16. Zug in der Neuen Hoch- sationsanlagen entnommen werden. Im ganzen follen an Gebühren wie das erwähnte könnten höchstens den Erfolg haben, daß straße 26 zu tun, wo in einem Steller Feuer ausgekommen war. 340 000 M. eingehen, welche als Anleihe für die Errichtung eines Menschenfreunde bei ähnlichen Anlässen es mit wörtlicher zurechtHolz usw. brannten dort. Fußböden, Gardinen, Kohlen, Garderobe Feuerwehrgebäudes 65 000 m., Erweiterungsbau der zweiten weisung einer prügelnden Lehrerin nicht bewenden lassen. u. a. brannten in der Cantianstr. 22, am Lützow- Ufer 20, am Gemeindeschule 100'000 m., Grundstückserwerb 18 000 m., Dem Interesse der herrschenden Klasse mag es entsprechen, Tempelhofer Ufer 10, in der Flensburgerstr. 26 und an anderen Regenwasserableitung 65 000 M. und für den Gemeindebeitrag Kinder von Arbeitern dumm schlagen zu lassen. Dem Recht der Stellen. Auf dem Moabiter Güterbahnhof mußte ein brennender, zur Kanalisationsanlage 90 000 M. Verwendung finden soll. Kinder entspricht eine Ausbildung ihrer geistigen und körperlichen mit Kohlen beladener Eisenbahnwagen abgelöscht werden. Weitere Die Arbeiten für die Regenwasserleitung wurde dem Unternehmer Fähigkeiten. Gegen eine Vergewaltigung dieses Rechts durch Brände wurden aus der Weinmeisterstr. 13, Prenzlauer Allee 19, Pförtner- Adlershof als Mindestfordernden überwiesen. Die Höchst- Schutz einer Prügelpädagogik muß entschieden angekämpft werden. Rochftr. 44/45, Neuen Jakobstr. 26 und anderen Orten gemeldet. forderung betrug 75 565 M. und die niedrigste Offerte 61 221 M. Von unseren Genossen wurde auch bei dieser Gelegenheit wieder der prinzipielle Standpunkt vertreten, daß Gemeindearbeiten nur solchen Ein streikender Maurer sagte zu Streitbrechern:„ Schämt Unternehmern übertragen werden, welche sich verpflichten, die ver- Ihr Euch nicht, Ihr Streitbrecher!" Dafür erhielt der Mann vom einbarten Tarife zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern einzuhalten. Schöffengericht in Augsburg awei Wochen Gefängnis. Bei der Beschlußfassung ging die Mehrheit der Vertreter von der Voraus- Ein Arbeitswilliger überfiel rüdlings einen Streikposten setzung aus, daß bei Pförtner dieses auch ohne schriftliche Erklärung und schlug ihm ein Loch in den Kopf. Dieser Arbeitszuträfe.- Zu dem Erlaß einer Wertzuwachssteuerordnung wurde eine willige erhielt vom nämlichen Gericht drei Mark Geldstrafe! In der am 30. Oftober stattgefundenen Generalversammlung Kommission gewählt, welcher auch Genosse Hildebrandt angehört. des Wahlvereins gab Guttbier den Bericht des Vorstandes. Danach Die Wahl eines Armenvorstehers wurde vertagt, da der Wunsch bes fanden 4 Mitgliederversammlungen und eine Generalversammlung steht, in Zukunft auch Frauen zur Armenpflege heranzuziehen, und statt; zu beklagen war der durchweg schlechte Besuch der Ver- soll die Armentommission sich mit dieser Frage erst beschäftigen und fanımlingen. Guttbier ermahnte die Genossen, doch mehr Interesse der Vertretung einen Vorschlag unterbreiten. Ein Antrag von für die Partei an den Tag zu legen, sich an der Agitation, besonders Gemetudebeamten, eine Beihülfe für solche Beamten zu bewilligen, bei der Verteilung von Flugschriften, reger zu beteiligen; vor allen welche die Fachschule für Verwaltungsbeamte besuchen, wurde nach Dingen sei es Pflicht jedes Genossen, die Versammlungen zu be- längerer Diskussion, in welcher sich unsere Genossen für die Besuchen. Nach dem Bericht des Rassierers stand einer Einnahme von willigung einer Beihülfe aussprachen, abgelehnt. 121,02 m. eine Ausgabe von 104,48 m. gegenüber, es berbleibt Vorort- Nachrichten. Schmargendorf. somit ein Bestand am Drt von 16,54 m. Die vorzunehmende Pankow. Statistit fonnte nur zum Zeil erledigt werden, da nicht einmal die Hälfte der Genossen anwesend waren. Brit. Am Donnerstag, den 8. d. M., findet im Feldschlößchen" des Herrn Großfurt eine öffentliche Versammlung statt. Tagesordnung: 1. Der Wert der Gewerbegerichte für den Industriearbeiter. 2. Aufstellung der Kandidaten. Angesichts der bevorstehenden Wahlen Am Freitag, den 9. November, nachmittags von 3-6 Uhr ist das Erscheinen aller in Pankow wohnenden oder beschäftigten findet die durch den Tod unseres Parteigenossen Friedrich Arbeiter notwendig. Insbesondere werden die örtlichen und die Weniger notwendig gewordene Nachwahl zur Gemeindevertretung Werkstattvertrauensleute der Gewerkschaften zu reger Propaganda statt. Trotz der späten Bekanntgabe des Wahltermins werden die für diese Versammlung aufgefordert. Genoffen alles aufbieten, um eine etwa beabsichtigte Ueberrumpelung zu parieren. Wahlberechtigt find alle, die in der im Januar dieses Jahres aufgestellten Wählerlifte eingetragen, auch wenn sie Reinickendorf. nach dieser Beit aus Briz berzogen sind. Der Vorstand des Wahlvereins. In der Gaftstube erhängt hat sich am Sonntag der 51jährige Arbeiter Parteigenoffen! Nuzt die kurze Zeit aus, um die zum Schankwirt Marien in der Scharnweberstraße. M., der ein gutWahlsieg erforderlichen Vorbereitungen zu treffen und sorgt dafür, gehendes Geschäft besaß, war schon seit mehreren Jahren gemütsdaß die am Dienstag, den 6. November, abends 1,9 Uhr, im leidend und die Krankheit steigerte sich zeitweise derartig, daß sich Restaurant Schöneberg, Brizz, Rudowerstr. 66, stattfindende Ver- Anfälle von Geistesstörung bemerkbar machten. M. befürchtete wohl Klaffenjustiz. Vermischtes. Internationale Ballonfahrt. Aus Straßburg wird berichtet: Am Donnerstag, den 8. November, finden in den Morgenstunden internationale wissenschaftliche Ballonaufstiege statt. Es steigen Drachen, bemannte oder unbemannte Ballons in den meisten Hauptstädten Europas auf. Der Finder eines jeden unbemannten Ballons erhält eine Belohnung, wenn er der jedem Ballon beigegebenen Instruktion gemäß den Ballon und die Instrumente forgfältig birgt und an die angegebene Adresse sofort telegraphisch Nachricht sendet. 05 Drei Menschen in den Flammen umgekommen. Bei einer furchtbaren Feuersbrunst, die in der letzten Nacht in der Rumburger Ortschaft Schnauhübel wütete, haben drei Menschen den Flammentod gefunden. In einem Wohnhause war Feuer ausgebrochen, das durch den orfanartigen Sturm schnell um sich griff. Trotz berzweifelter Anstrengungen war es nicht möglich, alle Bewohner des oberen Stockwerkes in Sicherheit zu bringen. Zwei sieben- und achtjährige Kinder und die betagte Großmutter der Kleinen fanden in den Flammen ihren Tod. Ein im selben Hause wohnender alter Invalide entrann nur mit knapper Not dem gleichen Schicksal. Durch Flugfeuer geriet auch ein Nachbarhaus in Brand und die Bewohner desselben gerieten ebenfalls in Gefahr, den Flammentod zu erleiden. Sie retteten sich schließlich durch einen fühnen Sprung. Ein deutsches Schiff in Seegefahr. Die Bark„ Schiller" von Bremen hat sich Sonntag abend bei dem Sturm im Kanal von ihren Antern losgerissen und ist in der Ostbucht auf Strand getrieben. Das Schiff befindet sich in kritischer Lage; ein Rettungsboot ist zur Hülfeleistung abgegangen. Eingegangene Druckschriften. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. per 100 0,00. Male, groß 0,00, mittel 0,00, flein 0,00, unfortiert 0,00. Blöken, matt Ein Skandalprozeß hat am 2. November in Wien gegen die 22. Karpfen, unfort. 0,00, do. 25er Laufiger 0,00, do. 40-50er 0,00, Kupplerin Riehl, die Inhaberin des sogenannten Salon Riehl, beBarse, matt 0,00. Karauschen 0,00. gonnen. Die Frau ist angeklagt, junge Mädchen durch verbrecherische Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, Paul Singer) ist soeben das do. 100er Schlesische 0,00. Es hat folgenden Inhalt: Bleifische 0,00. Wels 0,00. Bunte Fische 10-30. Amerif. Lach3 Ia Mittel zur Unzucht angehalten und sie in vollkommener Sklaverei 5. Heft des 25. Jahrganges erschienen. Die österreichische Wahlrechtsbewegung und das Frauen: neuer per 100 Pfd. 110-130, do. Ila neuer 90-100, do. IIIa neiter 75. eingesperrt zu haben. In der mit Ausschluß der Oeffentlichkeit. Sorge+ stimmrecht. Bon Therese Schlesinger- Eckstein. Der Affe als Erzieher. Seelachs 20-25. Sprotten, Kieler, Wall 0,75-1,30, Danziger, Wall durchgeführten Verhandlung kommen die unglaublichsten Dinge an Von Ludwig Duessel. Die Arbeitsleistung beim Steinkohlenbergbau in 0.70-0,90. Flundern, pommersche Ia, per Schock 3-6, do. pommersche den Tag. Namentlich die Wiener Polizei, die diese Standale Breußen. Von W. Düwell. Die französische Presse in den ersten Jahren IIa 2-4, Sticler, Stiege Ia 4-6, do. mittel ver Seiste 2-3. Hamb. geduldet, ja geradezu begünstigt hat, erscheint start kompramittiert. der großen Revolution. Von Heinrich Cunow. Fortsetzung.) Zur Tattil Stiege 4-5, halbe Stifte 1,50-2. Bücklinge, per Wall Sticler 3,50-5,00, gegenüber den gewerkschaftlichen Konkurrenzorganisationen. Bon S. SI. Stralsunder 4,00-5,00. Male, groß per Pfd. 1,10-1,30, mittelgroß 0,80-1,00, Gescheitert. Das Schiff Reine des Bigornaur" ist bei der Literarische Rundschau: Arndt v. Liſt, Dr. jur., Das geltende deutsche klein 0,50-0,60. Heringe per Schod 4-5.. Schellfische Stifte 4-5, do. Insel Groir gescheitert. Fünf Mann der Besakung sind um- Arbeiterversicherungsrecht und das Problem seiner fünftigen Bereinheitlichung. Stifte 2-3. Stabliau, p. 100 Pid. 20-25. Heilbutt 0,00. Sardellen, 1902er gekommen. Von Gustav Hoch. Rud. Goldscheid, Berelendungs- oder Meliorations- per Anker 95, 1904er 95, 1905er 90, 1906er 70. Schottische Vollberinge Sardinen, russ., Faß Piraten. Wie Tribune" aus Hongkong gemeldet wird, griffen theorie? Von A. Pannekoek. Moriz Loeb, Berliner Konfektion. Von 1905 0,00, large 40-44, full. 36-38, med. 35-42, deutsche 37-44. ad. br. Heringe, neue Matjes, per 2 To. 60-120. Neunaugen, dort auf dem Westriver Seeräuber eine englische Dampfbarkasse Bratheringe, Büchse( 4 Liter) 1,50-1,75. Die Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buch- 1,50-1,60. Summern, fleine, per Pfd. 0,00. an, bemächtigten sich derfelben und beraubten die Passagiere und handlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro Schocfaiz 11, fleine 5-6, Rijen 14. die Mannschaft. Dann bemächtigten sie sich zweier chinesischer Quartal zu beziehen; jedoch kann dieselbe bei der Post nur pro Quartal Serebje, p. Schod, große 0,00, mittel 6,50-7,00, fleine 0,00, unjort. 3,50--4,00. Barkassen. Auf der Flucht gerieten sie in ein Gefecht mit Zoll- abonniert werden. Das einzelne Heft foftet 25 Pf. Galizier, groß 0,00, mittel 0,00. Eier, Lands, per Schod 4,00-4,60. Butter beamten, doch gelang es ihnen im Schuße der Dunkelheit mit ihrer per 100 Bid. Ia 127--130, IIa 120-126, IIIa 115-119, abfallende 103-110. Kartoffeln Sauve Gurken Schod 3,50-4,00, Pjeffergufen 3,50-4,00. Beute, die auf 10 000 Dollar geschätzt wird, zu entkommen. ber 100 Bid. 0,00, magnum bonum 1,90-2,10, Dabersche 1,90-2,10, weiße 1,60-1,80, Salatfartoffeln 4,00-5,00. Spinat Rosen 0,00, Schodbund 2,50-3. Starotten per Pfund 5,00-8,00. Sellerie, hiesige, per Schock 4,00-5,00, do. pommersche 4,00-6,00. Zwiebeln große, per 100 Pfd. 3,00-3,50. do. Kleine 2,00-2,50. do. hiesige( Perl-) 0,00. Charlotten 50-60. Petersilie, grün, Schockbund 1,25. Stohlrabi per Schock 0,50-0,80. Rettig, bayr., per Schock 2,40-4,80. Radieschen per Schock- Bd. 0,60-0,80. Salat, per Schod 1,00-2,00. Bohnen, grüne, per 100 Pfund 0,00. Wachsbohnen 0,00. Pfefferlinge per 100 Pid. 10-15. Mohrrüben per 100 Pfd. 2-2,50. Teltower Rüben p. 100 Pf. 12. Weiße Rüben, große 2-5, fleine 5-7. Blumenkohl per Mandel 1,05-2,50. do., Erfurter, Stopf 0,18-0,25. Wirsingfohl ver Schock 3,00-8,00. Rotfol p. Schod 3,00-8,00. Weißtobl p. Schock 2,00-5,00. Rosenfohl p. 100 Pfd. 15-16. Grünkohl per 100 Pfd. 3-5. Steinpilze p. 100 Bfd. 0,00. Stohl Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen üben Schock 2,50-3,00. Stürbis 2-3,00. Birnen, per 100 Bid. hiesige 5-20, böhmische 6-25. Markthallen- Direktion.( Großhandel.) Rindfleisch Ia 68-73 pr. 100 Pid., 8-20, Tiroler in Fässern 17-30, do. lose 0,00, Amert. 17-30. Preißel Aepfel, per 100 Pfd., hiesige 4-20, Gravensteiner IIa 62-67, IIIa 56-61, IVa 50-55. Stalbfleisch, Doppelländer 105-115, beeren, schwedische 0,00, Gebirgs: 34-38. Walnüsse per 100 pfd. 16-20, Ta 88-95, IIa 76-86, IIIa 62-74, boll. 54-60. Hammelfleisch Ta 72-80, fleine 0,00. Pflaumen, per 100 Bid., hiesige 8-11, böhmische 7-12, do. große Schweinefleisch 60-68. Rehwild Ia per Bfd. 0,50,-0,63, 0,00. Zitronen, Messina 300 Std 14,00-18,00, 360 Stüd 8,00-16,00, a 0,30-0,48. Rotwild Ia 0,35-0,43, IIa 0,25-0,30. Damwild 0,30-0,45. 200 Stud 10-14, 420 Stüd, flein 5-8, 500 Stid, flein 5-8. Wildschweine 0,00. Frischlinge 0,45-0,50. Hasen p. Stüd 3-3,50, flein 2,00-2,90. Staninchen per Stüd 0,60-0,90. Wildenten per Stid 1,50-1,60, ridenten 0,60. Rebhühner, junge Ia 1,00--1,40, junge IIa 0,00, alte 0,70-0,80, junge fleine 0,00. Hühner, alte per Stüd 1,40-2,30, alte II a 0,80-1,20, junge per Stüd 0,50-1,25. Tauben per Stüd 0,30-0,40, ital. 0,00. Enten, junge per Stüd 1,20-3,00, alte per Stid 0,00, Hamburger, junge per Stüd 3,10. Sanje, Dderbrucher, per Pid. 0,52-0,62, do. Ia per Stüd 3,00-3,50, IIa 1,60-2,80. echte per 100 Bid. 0,00, matt 0,00, groß 0,00, flein 0,00. Aland 0,00. Schleie 80, große 0,00, fleine 0,00. Bleie Im Süddeutschen Postillon" Nr. 23 besingt der eigens hierzu auf erstandene Heine die Eroberung von Köpenick. Im Tert folgt: Wie man eine Wiederholung von Köpenick vermeiden kann. Philosophien aus dem Stöpenider Ratsteller. Eine Staatsrettung.( Ged.) Himmlisches Asylrecht.( Ged.)- Was in der Welt vorgeht. Im Herbst.( Ged.) Die Adler, eine Fabel von Max Menzer. Det liebe Die Gegenwart.( Ged.). Jeld.( Ged.) Konkurrenzneid.( Ged.) Nürnberger Justiz.(( ed.) Als erstes farbiges Bild ziert die Nummer Der Alchimist und der ge10 Millionen Menschen vor dem Verhungern! Die Missionare horsame Nichtmehrschwarzscher", ferner ein teuflisch- humoristisches Vollbild berichten: Jm nördlichen Teil der Provinz Kiangsu herrscht große Böse Beispiele verderben gute Sitten" sowie das vollseitige Schlußbild Hungersnot; etwa 10 Millionen Menschen sind dem Hungertode" Aus Tegernsee" von H. B., einem vortrefflichen Meister echter Gebirgs nahe. Die Behörden verhindern die Bevölkerung an der Ab- typen. Der„ Süddeutsche Postillon" ist bei allen unseren Buchhandlungen wanderung, tun aber keine Schritte zur Beschaffung von Nahrungs- und Zeitungsträgern für 10 Pf. die Nummer zu haben. mitteln. Die Ruhestörungen, die bisher unerheblich waren, nehmen jezt zu. Sozialdemokratischer Agitationsverein für den ReichstagsWahlkreis Kalau- Luckau. Mittwoch, den 7. November, abends 82 Uhr: Versammlung bei Weihnacht, Grünstr. 21. NB. Die Versammlungen finden bon jetzt ab immer am ersten Mittwoch im Monat statt. Verein der Lehrlinge, jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Abteilung II. Mittwoch, den 7. November, abends 8 Uhr, bei Donath, Schönleinstr. 6: Versammlung.- Abteilung IVa. Mittwoch, den 7. November, abends 82 Uhr, bei Süßmuth, Barnimstr. 2: Bersammlung. Für den Inhalt der Jujerate übernimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber feine- lei Berantwortung. Theater. Dienstag, den 6. November. Anfang 7 Uhr. Opernhaus. Fra Diavolo. Schauspielhaus. Die Journalisten. Neues Operntheater.( Eleonore Duse als Gast.) Rosmers bolm. Deutsches. Das Wintermärchen. Westen. Schüßenliesel. Lorking. Der Troubadour. Neues. Die Condottieri. Anfang 8 Uhr. Lessing. Das Blumenboot. Nenes Schauspielhaus. DerSturm. Berliner. Sherlock Holmes. Schiller 0.( Wallner Theater.) Hasemanns Töchter. Neues Theater. Anfang 8 Uhr. Die Condottieri. Morgen und folgende Tage: Die Condottieri. Kleines Theater. Abends 8 1hr: Man kann nie wissen. Mittwoch, Donnerstag: " IIa 56-69. 11 Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilh. Th.) Dienstag, abends 8 Uhr: Hasemanns Töchter. Boltsstüd in 4 Aften v. A. L'Arronge. Mittwoch, abends 8 Uhr: Dienstag, abends 8 Uhr: Frau Inger von Oestrot. Schauspiel in 5 Aufzügen von Hemrit Jbsen. Deutsch von Wilhelm Lange. Mittwoch, abends 8 Ubr: Zum erstenmal: Der Hochtourist. Donnerstag, abend38 Uhr: Donnerstag, abends 8 Uhr: Die rote Robe. Die rote Robe. Der Hochtourist. Zirkus Schumann Zirkus Busch. Heute Dienstag, den 6. November, abends 7 Uhr: Ein idealer Gatte. Drei wirkliche Sensationen. Freitag: Man kann nie wissen. Lortzing Theater Die Könige der Luft. Bellealliancestr. 7/8. Abends 7, Uhr: Les 5 Alex. Schiller N.( Friedrich Wilhelm Der Troubadour. Les 5 Piroscoffis städtisches Theater). Frau Inger von Destrot. Komische Oper. Lakmé. Residenz. Triplepatte. Lustspielhaus. Unsere Käte. Zentral. Tausend und eine Nacht. Kleines. Man fann nie wissen. Deutsch: Amerikanisches. Im wilden Westen. Der Hauptmann bon Köpenid. Thalia. Wenn die Bombe plakt! Luisen. Sherlock Holmes. Bernhard Nose früher Carl Weiß. Ausgewiesen. Trianon. Der Hausfreund. Walhalla. Spezialitäten. Apollo. Spezialitäten. Abonnements gültig. Morgen Mittwoch: Der Wildschütz. Rixdorfer Theater Bergstraße 147. Mittwoch, den 7. November 1906: Der Kilometerfreffer. Schwank in 3 Alten v. Kurt Kraak. Raffeneröffnung 7 Uhr. Breise gewöhnlich. Anfang 8 Uhr. Zentral- Theater. ( Operette). 8 Uhr: Metropol. Der Teufel lacht dazu. Tausend und eine Nacht. Kasino. Die beiden Champignol. Folies Caprice. Serenissimus August XXVI. Das Modell. Das Provinzmädel. Passage. Spezialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Theater 8 Uhr: Sizilien. Hörsaal 8 Uhr: Dr. M. v. Unruh: " Bellulose und Zuder". Sternwarte, Jnvalidenstr. 57/62. Theatersaal 8 Uhr: Dr. F. Risten part: Die Bewegung der Erde um die Sonne". Ferdinand Bonns Abends 7, Uhr: Monsieur Romeo's Staunen erregende Automobilexperimente. Ueberfahren mit einem 70 PS. Fiat- Automobil ( Gew. 30 Zentner u. 4 Insassen.) Außerdem Burkhardt-Foottit, Schulreiter. Hr. E. Schumanns Neudreſsuren. Aus der Paßta. Bantom. Infolge des Unfaltes des Mr. Henricksens unerreicht dastehende Dompteurs Willy Peters erfolgt größte Tigergruppe Dazu das anerkannt vorzügliche Programm und um 10 Uhr zum 25. Male: die Borführung der Tiger- und Löwengruppe vorläufig nicht. Bernhard Rose- Theater Die große Ausstattungs- Pantomime: früher Carl Weiß- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Täglich 8 Uhr: Tag in Monte Carlo. 21 Metropol- Theater Täglich 8 Uhr: Refidens- Theater. Der Teufel lacht dazu. Direktion Richard Alexander. Heute und folgende Tage Anf. 8 Uhr: Triplepatte. Große Jahresrevue in 9 Bildern Schwank in 5 Aften v. Tristan Bernard In und André Godfernaux. Vicomte Robert de Houdan: Richard Alexander. Sonntag nachmittag. 3 Uhr: Der Stellvertreter. Berliner Theater. Luisen- Theater Heute und folgende Tage: Sherlock Holmes. Anfang 8 Uhr. Theater des Westens Station Zoolog. Garten, Kantstr. 12. Abends 7%, Uhr: Schützenliesel. Friz Bernier a. G. Gutscheinhefte ungültig. Mittwoch: Drei Rolandsknappen. Neues Schauspielhaus Dienstag, den 6. November: Der Sturm. Morgen: Der Sturm. Anfang 8 Uhr. Komische Oper. Abends Lakmé. 8 Uhr Im 2. Aft: ,, Cobra", ausgeführt von Ruth St. Denis. Mittwoch: Hoffmanns Erzählungen Hierauf: Ruth St. Denis. Donnerstag: Lakmé. 3m 2. Aft: , Cobra", ausgef. Don Ruth St. Denis. Reichenbergerstr. 34. Abends 8 Uhr: Sherlock Holmes. In Vorbereitung: Flotte Weiber. Deutsch- Amerikanisches Theater. Abends 8 Uhr: Gasp. Ad. Philipp. Im wilden Westen Herr Hauptmann" von Köpenick. und Sonntag nachm.: Ueber'n großen Teich. Apollo- Theater. Das neue gr. November- Programm. 11. a.: The Densmores und die Bulldogge in der Küche. Damen- Flugakt, ausgef. v. d TeimsTruppe. Ein Spaß in der AutomatenAusstellung. Liane d'Eve, Orig. Matschiche Tänzerin. Die Seldoms. Neue Bilder. mittag 31, Uhr Familienvorstellung. Sonntag, den 11. November, nach Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: Lustspielhaus. Der Hausfreund. Allabendlich 8 Uhr: Unsere Käthe. Anfang 8 Uhr. Sonntag nagm. 3 Uhr: Die Notbrücke. H. von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender.. Dirigent M. Roth. Szene gesetzt von Direktor Richard Schultz. Ausgewiesen. Soziales Boltsstück in vier Alten bon Carl Böttcher. Morgen und folgende Tage: Ausgewiesen. Sonnabend nachm. 4 Uhr: Robinson Crusoe. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Glöckner von Notre- Dame. Der WINGARTEN 65 Bender. J. Giampietro. Interessante neue Darbietungen. J. Josephi. Fritzi Massary. Bros. Permane, Exzentriks. Phila Wolff. Rauchen überall gestattet. Sonntag, den 11. November 1906, nachmittags 3 Uhr: Ermäßigte Preise! Auf in's Metropol! Angelos lebende Kunstwerke. La Vilma, Sandmalerin. Das Millmann- Trio, Drahtseilakt. Staleys Verwandlungsakt: Die musikalische Schmiede. ,, Im sonnigen Spanien". Englische Ballettszene, ausgef. von der John Tiller- Truppe a. London. The 3 Urma Sisters, Trapezkünstlerinnen. 0. K. Sato, komischer Jongleur. Theater Folies Caprice. Maria Vinent von der königl. Oper Linienstr. 132, Ecke Friedrichstraße. Serenissimus August XXVI. Das Modell. Das Provinzmädel. Anfang 8 Uhr. Sonntag nachmittag bei bedeutend ermäßigt. Preisen: Soll und Haben. in Madrid. Cheeberts Chinesentruppe. Clotilde Florido, spanische Tänzerin. Der Biograph: 1. Wettlaufen. 2. Die Hochzeit im Automobil. Fröbels Allerlei- Theater. Schönhauser Allee 148. Nach dem Zapfenstreich. Gastspiel Bernhard Rose- Theater Anfang 3 Uhr. Passage- Theater. Hente das glänzende November- Progr. Josefine Dora mit ganz neuen Schlagern. Ferner: 3. 1. Mal a. d. Kontinent: Das OriginalDamen- Jiu- Jitsu Gapanische Selbstverteidigung) Ensemble, 3 Herren, 4 Damen 14 neue erstklass. Nummern. Ein Mann aus dem Volke oder: Ein ehrlicher Makter. Volksstück mit Gesang in 4 Aften. Hugo Knorpel: Bernhard Rose Billettvorverkauf: Krüger& Oberbeck, Staftanienallee 1. Stond. Handwerker, Schönh. Allee 153. Meter, bei Instrut bei Neiße 11- Oder Elbe bei lusstg Wafferstand am 5. November. Dresden-1,36 Meter, bei Magdeburg+1,22 Meter. Dder bei Ratibor+1,02 Meter. Straußfurt Oder bei Brieg+1,54 Meter. 4 mündung+1,14 Meter. 1,46 Meter. bei Breslau Unterpegel Meter. Urania. Reichshallen. Wissenschaftliches Theater. Heute im Theater 8 Uhr: Sizilien. Hörsaal 8 Uhr: Dr. M. v. Unruh: Zellulose u. Zucker. Invalidenstr. 57/62, Sternwarte. Im Theatersaal: Abends 8 Uhr: Dr. F. Ristenpart: Die Bewegung der Erde um die Sonne. Kasino- Theater Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr Die beiden Champignol. Sonntag 4 Uhr: Alexander der Große. ValhallaW Varieté- Theater Weinbergsweg 19/20. Am Rosenthaler Tor. Heute abend 8 Uhr: Die vierzehn effektvollen November- Spezialitäten. Das schwarze Udel- Quartett ( The Orig. Block Troubadours). Die kluge Rosa Hollands bester Violin- Virtuose Otto Richard. Bouwmeester, der orig. Humorist. Die bildschöne Monocyclistin Nelly French. Rauchen überall gestattet. Palast- Theater. Burgstr. 24, 2 Min. v. Bahnhof Börse. Entree 50 f. Heute 8 Uhr. Der einzig dastehende November- Spielplan. 11. a. Dundee- Duo. Senor und Berad. Lorey- Trio. Hellwegh Brothers. Annetta u. Era. Lust Dazu: Eine vom Ballett. pie Familienkarten, zum halben Stassenpreise gültig, in allen Barbier, Friseur- u. Bigarrengeschäften gratis. Kottbuser Sanssouci. Straße 4a. Direttion Wilhelm Reimer. Heute Dienstag: Theater Abend. Der Weg zum Herzen. Schausp. in 6 Bildern und einem Vorspiel. Sonnt., Mont., Donnerst.: Hoffmanns Nordd. Sänger Täglich: Stettiner Sänger Anfang Bochentags 8, Sonntags 7 11hr. Gustav Behrens Theater, Berlin O., Frankfurter Allee 85. Das vollständig neue November- Programm. Neu! Der Hauptmann v Köpenick Neu! Großer Lacherfolg. 22 Nummern. Anfang 7%, Uhr. Sonntags 5%, Uhr. Leihhaus Berlin, Anklamerstr. 2 Charlottenburg, Friedrich Karlplatz 12. Hohe Beleihung von Gold-, Silber fachen u. Kleidungsstüden zc. Haben Sie Stoff? Ich fertige davon Anzug od. Paletot nach Mass, schick, dauerh. Zutaten, von 20 Mark an. Moritz Laband, Oranienburger Strasse 4,1. Der Kenner raucht N: 61 hochfeine 6 Pf. Cigarre Somt. Beg. 5, Wochent. 81. vorzüglicher würziger Geschmack. Welt- Ausstellungs- J.NEUMANN Biograph-( St. Louis) Cigarren- Fabriken- 103 Filialen. Theater lebender Photographien mit abwechselndem Abnormitäten- Progr. Verbindung mit größter FilmsFabrik Frankreichs, daher täglich neueste Bilder. Den ganzen Tag Vorstellung. Davon in Berlin: Brunnenstr. 32, Ecke Anklamerstr. Chausseestr. 16, Ecke Invalidenstr. Chausseestr. 36/37, Ecke Schwartzkopffstraße. Dresdenerstr. 5, Ecke Adalbertstr. Friedrichstr. 171, E. Französ. Str. Gertraudtenstr., Eek. Breitestr.20a. Invalidenstr. 148, Ecke Bergstr. osseum Otto Pritzkow. Münzstr. 16. Jerusalemerstr. 41, Eck. Krausenst. Colos Dresdenerstr. 97. 15 erstklassige 15 Buggenhagen Spezialitäten Giza u. Blosca! Verwandelungs- Burleske: Moritzplatz. Jeden Dienstag: Tänzerin und Waisenrat. Gustav Gottschalk- Konzert Truppe Sokolowsky. Solisten- Abend. Kaiser Wilhelmstr. 19, Eck. Münzst. Markgrafenstr. 17, Ecke Junkerstr. Oranienstr. 30, Ecke Adalbertstr. Potsdamerstr. 57/58, Eck. Bülowstr. Prinzenstr. 91, Ecke Ritterstr. Rosenthalerstr. 48, Ecke N. Schönhauserstraße. Wallstr. 14a, Ecke Neue Grünstr. Uhlandstr. 33, E. Lietzenburgerstr. Wienerstr. 22, Ecke Grünauerstr. Rixdorf: Bergstr. 146. Nathan Wand 129 Staligerstr. 129. Die schönsten 21132* Herren- Winter- Paletots in uen und Anzüge fomie( peziell Monats- Garderobe von Kavalieren getragene Sachen, fast neu, für jede Figur passend, speziell Bauch anzüge find in großer Auswahl stets zu staunend billigen Preisen zu haben. Nathan Wand 129 faliterfir. 129. Hochbahnstation Kottbuser Tor. Bitte aufHausnummer zu achten. MUSIK- WERKE gegen Monatsratenv.2Mk.an Jilustr. Katalog No. 666 gratis u.frei. Bial& Freund, Breslaul JnN eigene Konfektion Feste Preise. Raucht Sozialdemokratifcher Rixdorf. = Wahlverein Hoffmanny- Zigaretten! Dienstag, 6. November, abends 8% Uhr, in Hoppes Leftfälen, Hermannftr. 49: Feinste Handarbeit. No. 2 10 Stck. 20, No. 3.10 Stek. 30. Zu haben in allen Spezialgeschäften. 2468b* Zentral- Pfandleihe Heinrichsplatz Ecke Oranien- Straße. Täglicher Verkauf verfallener Pfänder, bestehend in: Betten, Teppichen, Uhren, Ketten, Ringen, HerrenGeneral- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Bericht des Vorstandes, Kassierers und Bibliothekars. 3. Aufstellung der Kandidaten zur Stadtverordnetenwahl. 4. Wahl von drei Delegierten zur Kreis- Generalversammlung. 5. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Der Vorstand. 235/15 Deutscher Buchbinder- Verband. Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 7. November, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal 1): und Damen- Garderoben. Mitglieder- Versammlung. Spezialität: Zages Drdnung: 1. Die Zentralisation der Ortskrankenkassen Berlins. Referent: Genoffe Bauer, Arbeiterfekretär Gute getrag. Herren- Garderoben 2. brechnung der Urania- Borstellungen. 3. Berbandsangelegenheiten und Verschiedenes. in jeder Weite.[ 26102* Berdienst nur Zinsenberechnung. M.Schulmeister Schneidermeister 4 Kolleginnen und Kollegen! Die Tages- Ordnung dieser Versammlung ist von besonderer Wichtigkeit für die Delegierten zu den Ortskrantentaffen sowie auch für die Mitglieder. Die Delegierten zur Generalversammlung der Drtskrankenkasse der Buchbinder und der Buchdruder sind hierzu besonders eingeladen. Billetts zu dem am Sonntag, den 11. d. M., stattfindenden Projektions- Vortrag find noch an der Stasse 30 Bf. 26/6 Zahlreichen Besuch erwartet Bentral Verband der Schmiede. 8ahlstelle Berlin. Bezirk Pankow. Nachruf. Am 26. Ditober verstarb unser Sollege Karl Apitz an den Folgen eines Unfalls, den er in dem Betriebe von Borsig in Tegel erlitten hat. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren! 183/2 Die Ortsverwaltung. Tedes- Anzeige. Alen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau und unsere gute Mutter Berta Dobenzig nach langem Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, nachmittags 4, Uhr, von der Leichenhalle des Gethfemane- Stirchhofes, Nordend, aus 28762 Der trauernde Gatte statt. nebst Kindern. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, Vater, Schwager und Ontel nach langem schweren Leiden sanft entschlafen ist. Dies zeigt tiefbetrübt an 28752 Die trauernde Witwe bei den Bertrauensleuten, in den Zahlstellen und auf dem Bureau zu haben. Borverkauf 2028 Elise Bojak nebit Kindern. Die Ortsverwaltung. Drei populäre naturwissenschaftliche Dresdenerst. Lichtbilder- Vorträge. Hochbahnstation Kottbuser Tor. Moderne 1. Herren- KnabenGarderobe. Winter- Paletots 18,50 b. 58 Mk. V. Jackett- Anzüge 17,50, 50 Mk. # 9 Rock- Anzüge 26,-. 54 MK. Gehrock- Anzüge 32,50, 62 Mk. 6,-25 Mk. 9 Loden- Joppen Anzige nach Maß von paletots 44 Mk. an " " 40 Mk. ,, 2489L* F. August Schmidt, Köpenickerstr. 116, Tabakfabrik Billigste Bezugsquelle für alle Sorten Schnupf, Rauch- und Kautabake Cigarren, Cigaretten. Amt IV, 7300. 2206L* KOKO Gegründet 1883. Größte Puppen- Fabrik Berlins P.R. Zierow, Berlin N. 37. Schönhauser Allee 179. Eigene Fabrikation. Gekleidete Puppen. Größtes Lager v. Kugelgelenkpuppen, Bälgen, Köpfen, Perücken, Puppenartikeln und allen Ersatzteilen. bitte schon jetzt an meine Reparaturen Firma gelangen zu lassen. Kein Laden. Auch Einzelverkauf. Reidel's echt ungarischer Wacholder- Extrakt Marko ,, Medico" ein rein natürliches u. hellfräftiges, feit Jahrhunderten glänzend bewähr. tes Hausmittel, mit wunderbarem Erfolge wirtenb, fpeztell gegen Rheumatismus. Gicht, Sämorrhoiden, Magenfchwäche, Befchwer. ben der Wechseljahre, Frauenleiden. Afthma, ift fchleimlösend auf Bruft u. Lunge und reinigt das Blut in der vollkommenften Weife. Bermöge seiner ablettenben, bie Gautausdünstung fördernden, harn treibenden u. Unreinigfeiten ausscheidenden Eigenschaften leiftet er bet Blafen- u. Nierenleiden befanntlich unschägbare Dienste und wirkt, bie Natur unterstützend, auf alle Teile des Organismus in wohltätiger Weise ein. Siemals lofe, garantiert rein u. unverfälscht nur tu lafchen mit Marte medico"& 75 pf, 1.50, u. 2.50 au beziehen durch F.- Anschlüsse 43, " Otto Reichel, Eisenbahnstr.4. IV. 4751, 4752, 4753. Bo in den Drogerien u. Apotheken nicht erhältl., Zufdg. hier frei Haus. Man verlange brücklich warte ,, Medico" und nehme teinesfalls NIEGEDACHT andere Füllungen. Zäglich von 4-8 Uhr nachm. findet Probewaschen mit den weltberühmten patentierten Waschmaschinen, Bringmaschinen und Waschpulver„ Ruhrperle" von dem größten Spezial Fabrik Geschäft der Welt Start Stampmann jr., G. m. b. S., Mülheim Ruhr" statt. Heinrich Lohbeck, Berlin N., Invalidenstraße Nr. 142, Hof, Quergebäude. 19872* Darwinismus und die Kunstformen der Natur ( Urpflanzen, Urtiere, Radiolarien usw.) Nach Profeffor Ernst Haedel's berühmtem Bilderwerk. Erläuternder Bortrag von Herrn E. Vogtherr. Die Vorträge finden statt: Am Dienstag, den 6. November, im Moabiter Gesellschaftshaus, Biclefftr. 24. Am Donnerstag, den 8. November, in Keller's großem Festsaal, Inhaber: A. Freher, Stoppenstr. 29. Am Freitag, den 9. November, im großen Saal Neue Welt, Hasenheide 108-114. Abends 8%, Uhr. Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag 3 Uhr GethsemaneKirchhof, Nieder- Schönhausen, statt. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei der Beerdigung unseres guten Sohnes fagen wir hiermit allen unferen herzlichsten Dank. Bankow, den 5. November 1906. Familie Lehmann. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und zahlreichen Blumen Spenden bei der Beerdigung unseres geliebten einzigen Sohnes Alfred Lott jagen wir allen Verwandten, Freunden, Bekannten, Herrn Neftor Billetts, zu einem beliebigen dieser Vorträge berechtigend, fosten 20 Pfennig und sind zu haben: In den William, den Herren Lehrern der Bigarrengeschäften von W. Boerner, Ritterstr. 15; H. Bobsien, Kommandantenstr. 62; G. Mens, Wilhelms 82. Gemeindeschule sowie den Mita havenerstr. 61; R. Niect, Rummelsburg, Stantstr. 22; W. Schrolle, Gokkowskystr. 29; S. Vogel, Lorking- schülern unseres lieben Sohnes unseren ftraße 37; S. Biehm, Bernauerstr. 48; M. Jftema, Insterburgerftr. 10, und P. Sorsch, Gewerkschaftshaus, herzlichsten Dank. 28742 Engelufer 15. Bei H. Peege, Rüdersdorferstr. 48; M. Wendt, Greifswalderstr. 208; 23. Krause, Pappels Hermann Lott und Frau Emma Allee 15-17; P. Schrolle, Landwehrstr. 3. In den Schantgeschäften von A. Rieburg, Adalbertstraße 86; M. Mir, Stalizerstr. 59; J. Wiedemann, Frankfurter lee 47; C. Rott, Straßmannstr. 29 und C. Boigt, Stoppenstr. 34. Außerdem in allen unseren Bersammlungen am Eingang zum Saal 62/ 19* Im Aufirage der Freireligiösen Gemeinde: Das Komitee. 2802L Besichtigen Sie unsere erprobten bewährten Spiritus- GlühlichtLampen und Brenner. Centrale für Spiritus- Verwerthung BERLIN NW. 7, Friedrichstr. 96, gegenüber dem Central- Hotel. Kein Kaufzwang! Preisliste kostenlos! Brauerei Ernst Engelhardt Nachf. Berlin- Pankow. Größte Malzbier- Brauerei in Deutschland. Caramel- Malzbier Alkoholarmes, diätetisches Spezialbräu. Aerztlich empfohlen für Nervöse, Bleichsüchtige, nährende Mütter etc. Als Tafelgetränk sehr bevorzugt. Preis pro zirka 4/10 Flasche 10 Pfennig. Ueberall käuflich. Sine Mark wöchentliche Teilzahlung liefere elegante fertige Herrenmoden Bestellungen nach Maß, tadellose Ausführung i.eigenerWerkstatt. Spezial- Geschäft für Herren- Bekleidung. Kein Waren- Kredithaus. J. Kurzberg An der Jannowitzbrücke 1, I. Bahnhof Jannowitzbrücke. + Hygienische Bedarfsartikel. Neuest. Katalog 7. Empfohl.viel. Aerzte u.Prof. grat. u.f H. Unger, Gummiwarenfabrik Berlin NW.. Friedrichstrasse 91/92. SPE 433L koftet eine Galle reine delikate Fleiſchbrühe Quaglio's Bouillonkapfeln Wo keine Verkaufsstelle, Versand franko ab Fabrik: Berlin O., 27. viela H. Pfau BERLIN BERLINER GEWERBE Klosterstr. 30 AUSSTELLUNG Tel:: Amt I, 6347. Höchste Auszeichn, 1896 Spezial- Geschäft Ehrenzeugnis der Berl. Goldene Medaille. f. Bruchbandagen Gewerbe- Ausstellung. 35 ( anatomisch, elastisch und bequem gearbeitet, jeden, auch den schwersten Bruch sicher zurückhaltend), Leib. binden, Geradehalter, Stützkorsetts, Suspensorien, orthopäd. Apparate, künstliche Glieder, chirurg. Gummiwaren, alle Artikel und Geräte zur Krankenpflege, Verbandstoffe. Eigene Werkstätten. Lager u. nach Maß. Krankenkassenlieferant. geb. Hoffmann. Die außerordentliche General- Versammlung Der Orts- Krankenkasse der Dachdecker Berlins findet am Donnerstag, den 8. Nobember 1906, abends 812 Uhr, im Saale des Herrn Lehmann, 2597b Oppelnerftr. 13, ftait. Tages Ordnung: 1. Wahl der Delegierten für die Arbeitgeber für das Jahr 1907/1908. 2. Bahl der Delegierten für die Arbeitnehmer für das Jahr 1907/08. Die Wahl findet in getrennter Weise statt: Arbeitgeber um 81%, bis 9 Uhr, Arbeitnehmer von 9 Uhr ab. Quittungsbuch legitimiert. Der Vorstand. A. Salzmann, Borsigender. Kranz- und Blumenbinderei von Robert Meyer, unr Mariannen- Straße 2. Dr. Schünemann Spezial- Arzt für 28062* Haut- und Harnleiden, Frauenkrankheiten. Friedrichstr. 203, Ecke Schüßenstr. 10-2, 5-7, Sonnt. 10-12 Uhr. Stola, Muffen, Kolliers in allen Pelzgattungen sowie alle sonstigen Pelzwaren. Nur eig. Fabrikat aus best. Material. Kein Zwischenhändler, daher Fabrikpreise. Ferdin, Kalman Dresdenerstr. 75 Anahme von vorn II, 2. Haus v.Thalia- Theater. Reparaturen Verkauf auch Sonntags, und Wochentags von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends. Eine Mark wöchentliche Teilzahlung liefere elegante fertige[ 2466L* Herren- Garderobe Ersatz für Maß. Anfertigung nach Maß. Tadellose Ausführung. Julius Fabian, Schneidermeister, Große Frankfurterstraße 37, II, Eingang Straußberger Platz. Berantwortlicher Bedalteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 259. 23. Jahrgang. Soziales. 3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 6. November 1906. Mecklenburger Eisenbahn- Sozialpolitik. Unserem Rostocker Bruderorgan ist folgende Verfügung der Eisenbahndirektion Schwerin auf den Redaktionstisch geflogen, die nächster Tage den amtlichen Stellen zugehen soll: hatte. رو Hus Induftrie und Dandel. Ein frommer Kapitalist. Stun verließ das Mädchen wiederum die Stelle. Es wurde zwar nicht wieder polizeilich zurückgeführt. Wohl aber erhielt es noch eine Strafverfügung, und zwar über dreißig Mark Geldstrafe nebst stosten, eventuell 14 Tage Haft. Bu In einem großen Bankhause in Darmstadt kam ein Coupon sammen sollte das Mädchen nunmehr 65,80 Mart zahlen oder 29 Tage Haftstrafe verbüßen. zur Einlösung, auf dessen Nückseite in kleiner Schrift zu lesen war: Die so von der Polizei Heimgesuchte trug gegen die Strafe Unser Vater im Himmel weiß, wess' wir bedürfen, ohne daß wir " Den mit Dienstvertrag eingestellten ständigen Arbeitern ihn darum bitten". gegenüber, welche ohne Junchaltung der Kündigungsfrist aus der berfügungen auf richterliche Entscheidung an. Sie machte geltend, Siesseitigen Beschäftigung ausscheiden, soll von dem im§ 273 des daß sie in dem Begießen mit dem Wasser eine Mißhandlung Es ist nur beklagenswert, daß der liebe Gott noch nicht weiß, Bürgerlichen Gesetzbuches zugelassenen Zurüdbehaltungs- erblide und somit nach der Gesindeordnung wie gern alle Menschen Coupons für sich schneiden möchten. llebrigens recht Gebrauch gemacht werden, und ist ihnen demnach einen Rechtsgrund zum Verlassen des Dienstes ist der fromme Mann beinahe ein so feiner Satiriker wie der fünftig der rückständige Lohn nicht auszuzahlen. Hauptmann von Köpenick". Er verweist ins Reich der Fabel die Das Amtsgericht Schwaan, das in seiner Besetzung Rederei von der Nüglichkeit der Stapitalisten. Sie arbeiten nicht, Ueber die Einbehaltung des Lohnes ist hierher zu berichten." Die Nichtauszahlung des rückständigen Lohnes Arbeitern gegenüber, zwei Erbpächter als Schöffen aufwies, fand in dem Begießen sie leisten nichts, aber sie sammeln die Schätze dieser Erde. gwar die weniger als 1500 W. Jahreslohn haben, ist nach§ 394 B. G.-B. mit Wasser keine Mißhandlung, weil irgendwelche verbietet das die hl. Schrift, aber wenn der Herrgott den Dividendenunzulässig.§ 394 berbietet die Aufrechnung von Gegenforderungen anerkannte, daß die Angeklagte der Meinung gewesen sein möge, wird nur etwas anders, wenn die Arbeiter mehr Lohn verlangen, förperliche Nachteile dadurch nicht entstanden seien. Das Gericht ſegen schickt, kann man sich dagegen doch nicht wehren. Die Geschichte gegen den Lohnanspruch aus denselben sozialen Gründen, aus denen das Reich die Lohnbeschlagnahme verboten hat. Es haben dann daß die ihr zu Teil gewordene Behandlung sie zur Aufhebung des dann ist man mit dem Walten des Vaters im Himmel sehr schlecht Tifteler für rüdschrittliche Anschauungen versucht, das Verbot des Dienſtverhältnisses berechtige. Es erkannte auf sechs art zufrieden und die helmgeschmückte irdische Polizei wird zur Hülfe § 394 dadurch unwirksam zu machen, daß sie ein Zurückbehaltungsrecht" am Lohn aus§ 273 B. G.-B. zu fonstruieren suchten. Die Die Verurteilte legte Berufung ein. Die Straflammer gerufen, um dem Herrgott das Handwerk zu legen. Unhaltbarkeit dieser Konstruktion" ist u. a. von Lotmer, Prinner, 3u Rosto d verwarf aber die Berufung. Nun stellte die Berurteilte ihrerseits im Wege der PrivatNeugründungen im Oktober 1906. Sinzheimer, Fröhlich, Fuld, Krohne, v. Trachenberg, Luppe Nach den Zusammenstellungen des Intern. Volkswirt." wurden dargetan und in einer großen Anzahl von Urteilen der Tage einen Strafantrag gegen den Landwirt LichtGewerbegerichte, Amts-, Land- und Oberlandesgerichte anerkannt. Soll in der rohen Handlung ihres Dienstherrn, so im Dftober 27 neue Aktiengeseйschaften mit einem Nominalfapital Tut nichts; eine medlenburgische Staatsbehörde jucht dennoch das Gesetzes nicht liegen, so muß doch auf jeden Fall darin eine der Neugründungen auf 9 und das Nominallapital auf 6 048 000 20., Tut nichts; eine mecklenburgische Staatsbehörde sucht dennoch das folgerte die Verurteilte, eine Mißhandlung im Sinne des von 84 458 000 m. gegründet. Im Bormonat stellte sich die Zahl reichsgefeßliche Verbot des§ 394 unwirksam zu machen. Sie beantragte deshalb beim gegen 24 Neugründungen mit 40 033 000 m2. Nominalfapital im Eine strafrechtliche Anklage gegen die Eisenbahndirektion wegen Auf- Ehrenkränkung erblickt werden. forderung zum Ungehorsam gegen Reichsgefeße ist nicht möglich, Amtsgericht in Schwaan unter Berufung auf§ 185 des Strafgesetz- Ditober 1905. Die in den abgelaufenen zehn Monaten dieses Jahres weil ihre Aufforderung insgeheim ergeht. Ihrer Verurteilung durch buches und die in ihrer Straffache wegen Dienstvergehens ent- gegründeten 195 Gesellschaften weisen ein Nominalfapital von alle nicht geradezu antifozial gerichtete Kreise darf aber die mecklen- standenen Akten die Bestrafung des Dienstherrn wegen Beleidigung 384 271 000 M. auf. In derselben Zeit des Vorjahres sind 161 Neumittels einer Tätlichkeit und die Gröffnung des Hauptverfahrens vor gründungen mit 308 168 000 M. Herausgekommen. burgische Eisenbahnbehörde auch ohne Anklage sicher sein. dem Schöffengerichte in Schwaan. Die Braunschweiger Stohlentverte erklärten sich bereit, die Forderungen der Bergarbeiter zu bewilligen, nein, der Frage näher zu treten, wenn das Syndikat für 1907 höhere Breise festsegt. " Zum Gesindeunrecht. Das Dienstmädchen Elisabeth Schröder war bis zum 22. Juni ds. Js. bei dem Landwirt Lichtwardt zu Kavelstorf in Stellung. An dem genannten Tage machte Lichtwardt dem Mädchen in grober Weise Vorhaltungen, daß es nicht genug getan habe. Als das Mädchen erividerte, es habe doch seine Arbeiten wie immer gemacht, ergriff Lichtwardt eine große Stelle mit faltem Wasser und goß es dem Dienstmädchen ins Gesicht und über den Leib. Das Mädchen zog sich zunächst, da es völlig durchnäßt war, andere Kleidung an und verließ, empört über solche Behandlung, den Dienst. Drei Tage später erhielt nicht der Dienstherr, sondern das Dienstmädchen, welches bei seiner Mutter Unterkunft gesucht hatte, vom großherzoglichen Amte Schwaan eine Strafverfügung, lautend auf zehn Mark Geldstrafe nebst Kosten, eventuell fünf Tage Haft. Es sollte seinen Dienst beim Landwirte Lichtwardt, ohne Rechtsgrund" verlassen haben. Und am Tage darauf erschien bei dem Mädchen der Gendarm und führte es mittels 3wangstransportes wieder zurück nach der Dienststelle. Natürlich verließ das Mädchen sogleich wieder den Ort, to es so roh behandelt worden war. Die Folge: Es kam eine zweite Strafverfügung, lautend auf zwanzig Mark Geldstrafe nebst Kosten, eventuell zehn Eage Haft, und außerdem kam auch der Gendarm wieder und brachte das Mädchen zum zweiten Male zwangsweise in den Dienst zurüd. T Geldstrafe, eventuell zwei Tage Haft. wardt. In diesen Tagen erhielt nun das Mädchen folgenden amts richterlichen Beschluß: Gemütsmenschen. Ameritas Petroleumproduktion in 1905. In der Privatllagesache des Dienstmädchens Elisabeth Schröder zu R., Privatklägerin, gegen den Dekonom H. Lichtwardt zu Stavelstorf, Privatbeklagten, wegen Beleidigung, wird die erhobene Privatklage unter Belastung der Klägerin mit den Kosten des In dem neuesten Bulletin des geologischen Bundesbureaus wie die Verfahrens zurückgewiesen. Nach dem eigenen Vorbringen der wird, die ,, New Yorker Handels- Zeitung" mitteilt, Klägerin foll der Privatbeklagte dieselbe mit einer Stelle Zahl der im letzten Jahre in den Vereinigten Staaten Wasser begossen haben. Diese mit Handlungsweise produzierten Faß rohen Petroleums 134 717 580 Faß des Beklagten fällt unter fein Strafgefeß angegeben, für das vorhergehende Jahr auf 117 080 960 Зав In dem Begießen mit Wasser fann eine Mißhandlung Die neueste Ausbeute übertrifft die bisher größte irgend eines im Sinne des§ 223 Str.-G.-B. nicht erblickt werden, früheren Jahres um 17 626 620 Faß und ist im Vergleich mit der und ein Vergehen gegen§ 185 Str.-G.-B.( Beleidigung mittels des Jahres 1900 um 71 697 051 Faß größer. Während, der letzten einer Tätlichkeit) eischeint aus dem Grund ausgeschlossen, weil in sechs Jahre hat sich die Produktion mehr als berdoppelt, doch ents dem Begießen mit Wasser objektiv eine Ehrenkränkung nicht er- fällt die Zunahme ausschließlich auf die schwereren Delsorten, woblickt werden kann. gegen die Produktion von leichteren oder Leuchtölen etwa die gleiche geblieben ist. Daraus erklärt sich die Tatsache, daß der Wert der letztjährigen Produktion um 17 018 056 Dollar geringer war als der Sicher würde die juristische Bewertung des Gusses mit faltem bon 1904. Denn die im legtgenannten Jahre zu Tage geförderten Wasser dieselbe sein, wenn das Mädchen den Dienstherrn, den Rechts- 117 080 960 Faß Rohöl repräsentieren einen Wert von 101 175 455 anwalt oder den Richter mit einer Stelle falten Wassers übergießen Dollar, dagegen die leztjährige Produktion von 134 717 580 Faß würde! Der Fall zeigt wieder einmal die völlige Rechtlosigkeit des solchen von nur 84 157 399 Dollar. Zum Verständnis der PetroleumGefindes und die Notwendigkeit, nur Verträge abzuschließen, die das fituation genügt nicht mehr die Angabe der Zahl der dem Erdboden Recht des Berlaffens des Dienstes in der in dem bekannten Formular entnommenen Quantität von Petroleum, sondern auch die Qualität vorgeschlagenen Weise festsetzen und eine Bestrafung toie eine Zurück des gewonnenen Materials muß dabei in Betracht gezogen werden. führung in den Dienst unmöglich machen. Großherzogliches Amtsgericht. ( gez.) Seeger. Warenhaus Hermann Tietz W ofilfeile oche Kinder- Confection Knaben- Anzüge für 3-7 Jahre LEIPZIGERSTRASSE Von Montag, den 5. November bis Sonnabend, den 10. November 375 575 850 1200 dunkelblau und meliert, Blusenfaçons Knaben- Paletots Pyjacks, dunkelblau u. meliert, 3-8 Jahre 575 850 1200 45-60 cm lang Mädchen- Barchent- Kleider hell kariert 110 175 Mädchen- Paletots u. Pyjacks 575 900 1350 dunkelblau und meliert, für 3-14 Jahre Ein Posten Backfisch- Röcke dunkelblau and meliert Ein Posten 75-95 cm lang 375 Backfisch- Manchester- Röcke 750 in allen Farben, 75-95 cm lang Ein Posten Backfisch- Paletots aus englischen, gemusterten Stoffen Schürzen Batist mit 985 1475 2100 Batist 85 Pt. 55 Pf. m.Stick. Tändelschürzen bunt. Besatz Tändelschürzen organdy mit Spitzen Reformschürzen Reform- Kleiderschürzen 95 Pf. 95 Pf. 175 95 Pf. Wirtschafts- Schürzen extra welt Servierschürzen 95 Pf. garniert mit Stickerei 120 Ein Posten Haus- u. Servier- Kleider 4.50 Soweit der Vorrat reicht ALEXANDERPLATZ ährend dieser oche bringen ir aren aller Art, W Trikotagen elche sich durch besondere ohlfeilheit und vorzügliche Qualität ohl jetzt schon zum Einkauf für das eihnachtsfest eignen Normalhemden Vigogne imitiert 90 Pf. 100 110 Normalhemden 3 Grösson Vigogne, 3 Grössen 3 Grössen 155 170 185 Normalhosen Vigogne imitiert 80 90 Pf. 100 Normalhosen vigogne, 3 Grössen 130 140 150 Vigogne Damen- Beinkleider Vine 3 Grössen Corsetschoner reine Wolle 55 140 150 160 75 95 Pf. Kinder- Trikots CO ross gestrickt 70 80 90 100 cm 32 38 50 60 72 80 Pf. 55 Ein Posten Tricot Damen- Reformbeinkleider matter Strumpfwaren reine Wolle, Damenstrümpfe webt, schwarz 275 70 80 Pf. 110 roine Wolle, gew 90 Pf. 110 125 Damenstrümpfe Ringel u. Jacquard Herrensocken reine Wolle, gestrickt 58 70 90 Pf. Herren- Schweisssocken 45 60 75 Pf. meliert und schwarz gestrickt, Fuss ohne Naht Kinderstrümpfe eine Wolle, starke Qualität, gestrickt, geringelt Grösse 1 2 8 4 5 6 Handschuhe Ein Posten Damen- Glacés 2 Druckknöpfe Lammleder Damen- Glacés mit 4 Knöpfen Herren- Glacés mit Druckverschluss Kinder- Glacés 2 Druckknöpfe 95 Pf. 125 125 95 PE Lange Spitzenhandschuhe 75 95 Pf. für kurze Aermel Ein Posten Damen- Trikothandschuhe Serie I II III IV 22 38 60 95 Pf. Ein Posten Damen- Ringwoods reine Wolle Serie I II III IV 35 48 60 75 Pf. Gardinen und Teppiche 90 Pf. b. Buntgewebte Scheibengardinen Worth 58 PL Bunte Butzenscheibengardinen 24 Pf. reg. Pr. 35 Pt. Fantasie- Tischdecken Wert bls 6,50 390 Fantasie- Tischdecken Wert bis 8,00 525 Teppiche, Prima Axminster zurückgesetzte 7 8 9 10 50 55 65 75 85 95 Pt. 105 115 125 185 Muster Grösse ca. 200X300 230X325 250X350 300X400 cm 4800 5900 7150 9400 regul, Preis 60,00 73,00 89.00 116.00 Nur bei geschloss. Bezug ein. Kommiss. von 19 verschied. Waren, lief. gemäss vollstdg. risikolos. Beding. uns. Fr. u. Gratisprosp. an Jedermann mit 6 pct. Extra- Rabatt z. B. la Kochzucker Pid. 0,09 Ia Zucker Pfd. 0,13, ff. Tafelsalz Pfd. 0,05, Schweden p.Pack( 10 Schacht.) 0,05 usw. Deutsch. War.- Eink.- Ver. Berlin 47 Hofläger: Leipzigerstr. 101/102( Equitable), Chausseestr. 1a, Oranienstr.60, Kreuzbergstr. 30( ab 15/11), Schöneberg, Hauptstr.129. 52 Seit. stark. Hauptkatalog Preis 0,25 wird bei 1. Kommis.- Bezug zurückvergütet. Zahnärztliche Klinik Schmackhaft, leicht verdaulich Fertig zum Gebrauch Trokka Nahrhaft für Kinder, Kranke und Reconvaleszenten Ehren- Diplom Grand Prix Garantiert reiner Milchkakao mit Zuckerzusatz Grösste Auszeichnung Überall erhältlich Grosse Allgemeine Fach- Ausstellung für das Gastwirts- Gewerbe, Cola a. Rh.. Oktober 1906 Haupt- Bureau: Berlin SW., Belle- Alliance- Platz 7/8. Die bekannte Belle- Alliancestr. 106 1. Puppen- Fabrik... Otto Kreyssig von befindet sich jetzt: Schmerzi.Zahnziehen unentgeltlich. 83 Brunnenstraße 83 vis à vis der Allgem Bei künstl. Zähnen, Plomben etc. werden nur die Auslagen ver gütet. Geöffnet v. 9-6 Uhr. Sonntags 10-12 Uhr. Elektrizitätsgesellschaft in bedeutend vergrößerten Räumen. da sonst Reparaturen erbitte schon jetzt, Ueberfüllung. Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pig. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort ( fettgedruckt) 10 Pig. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Gar Näumungs- Ausverkauf! dinen, Stores, 10 Broz. Nabatt, Fenster 1,15, 1,65, 1,85, 2,45, 2,95, 3,85, 4,75, 5,75 ust. Weißenbergs Teppichhaus, Große Frankfurter straße 125, nahe Koppenstraße.* Tüllbettdecken 2,15, 2,25, 2,45, 2,95, 3,25, 3,85, 4,50 usw. Borzieh gardinen, weiß, creme, rot und goldfarbig in allen Preislagen 10 Broz. Rabatt. Weißenbergs Teppichhaus. Näumungs- Ausverkauf! Möbelganze Bezüge 15 Broz. Rabatt. Japaner: und Perjer- Teppiche, 2 Meter lang 3,85; 2,35 Meter lang 5,90. 2013 stoffe, Möbelplüsche und Reſte für Große Posten echte Plüschteppiche mit Fehlern, nur so lange Borrat 10 Proz. Rabatt. Weißenbergs Teppichhaus, Große Frankfurter Straße 125. 20148* Räumungs. Ausverkauf! Einen Posten Zuchtischdecken 1,65, 1,95, 2,45, 2,95, 3,50, 4,35 ustv. 20158* Plüschtischdecken, wert das Dop. pelte: jest 6,85, 7,50, 8,75, 9,75, 11,00: 10 Broz. Rabatt. 2016 Querbehang 3,85, 4,50, 5,00, 7,85, 9,50, 10,50 usw. mit 10 Broz. Nabatt. Weißenbergs Teppichhaus Große Frankfurterstraße 125, Haltestelle nahe Stoppenstraße. 2018* Gardinenhaus Große Frankfurter Straße 9, parterre. g 16, H.& P. Uder, Engel- afer 5. Fabrik- Lager sämtlicher gangbarer Kautabake. Spezialität: Nordhäuser Kautabak stets frisch zu billigsten Engros- Preisen. Amt 4, 3014. Kleine Anzeigen Steppdecken spottbillig, Große Frankfurterstraße 60. Fabrit 1842 25856 Arbeitsmarkt. Stellengesuche. 2454L* 2307L* Sofastoffe Riesenauswahl aller Qualitäten. olle- Reste! Mocquetts. PlüschSatteltaschen. Muster b. näh. Angabe franko. Emil Lefèvre, Berlin, 158. Oranienstr. Bruch- Pollmann empfiehlt sein Lager in Bruchbandagen, Leibbinden, Geradehaltern, Spritzen, Suspensorien jowie sämtliche Artikel zur Krankenpflege. Eigene Werkstatt, Liefer. f. Drts- u. Hülfs- Krankenkassen Berlin C., 24552* 30. Linien- Straße 30. Alle Bruchbänder mit elastischen Be lotten, angenehm u. weich am Körper Bau- Parzellen, selten günstig, nahe Bahnhof, von 7 Mart an. Otto Brasicke, Petershagen- Fredersdorf. 176/ 12* ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt- Expedition, Lindenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Tüchtige Stepperin auf ſeidene Blusen verlangt Bielenberg, Weserstraße 2, Hermannplay, Rigdorf. Schürzen- Näherinnen und Lehrfräulein, Sternbed, Graunstraße 18. Schirmnäherin wird verlangt auf Reparaturen und neu, liefern wie will. Rutkowski, Admiralstraße 34.* Im Arbeitsmarkt durch Parteigenoffe, verheiratet, mit besonderen Druck hervorgehobene schriftlichen Arbeiten vertraut, sucht Anzeigen kosten 50 Pf. die Zeile. Stellung als Hausdiener, Redaktionsoder Kontorbote. Offerten unter Möbelangebot. Im Anhalter Möblierte Schlafstelle, Herrn. Bahnspeicher, Mödernstraße 25, AnWitwe Greßling, Straßmannstr. 29. halter Innenbahnhof, divekt HochSchäfte und Unterleder, Spezialität Möblierte Schlafftelle, Flur bahnftation Mödernbrüde, stehen ver- Eichengerbung. Lederhandlung Rühl, eingang, Wallstraße 35, vorn III. schiedene Einrichtungen zum Ver- Schöneberg, Bahnstraße 43. + 105* moderne Schlafzimmer, Speisezimmer, tauf. Darunter befinden sich hochFeberbetten 11,00. Michel, Dres Herrenzimmer, auch einzelne Salon- denerstraße 38. 25926* garnituren, Paneelsofas, Biblio- Pianino, Schreibtisch, Lederstühle, thefen ,, Ankleideschränke, Nußbaum- Büfett, Waschtoilette, Ankleideschrank, büfette, Bronzefronen, Delgemälde, Bettstelle, Betten billig. Richter, YorkSchreibtische 28,00, Ruhebetten mit straße 73. prachtvoller Diwandede 22,50, wunderichöne Säulentrumeaus 30,00, bochelegante Salonteppiche schon 14,00 bis zu allergrößten Saalteppichen, Winterpaletots, Monatsanzüge, allerliebste Bimmerteppiche 8,00, wenig getragene, von 5 Mart an, reichgestickte Uebergardinen, Spachtelſtores, Tüllgardinen, Steppdeden, neue elegante Garderobe aus erster große Auswahl für jede Figur, auch Salonbilder, Standuhren, prachtvolle Bezugsquelle 20 Prozent billiger wie Plüschtischdecken 5,00, verschiedene im Laden, direkt vom SchneiderGelegenheiten. Uebernahme vollständiger Warenlager, Wirtschaften, Kontursmassen, Rachläffe zum schnellen Bertauf und Versteigerung. Otto Lidetes Anhalter Bahnspeichereien. Kinderwagen, Stinderbettstellen, Sportwagen, gebrauchte, zurückgesezte [ pottbillig. Schneider, Kurfürsten, straße 172. 24595* neue 27, Möbelfabrik, Dranienstraße 58: direkt Moripplag. In meinen fünf Etagen stehen komplette Wohnungs. einrichtungen in jeder Preislage vom Einfachsten bis zum Elegantesten. Besondere Gelegenheit biete ich in Steppdecken, nur so lange Borrat verliehen gewesenen, fast neuen 2,85, 3,85, 4,85, 5,85, 6,85. 2017 Möbeln, die bedeutend herabgejezt sind. Besichtigung erbeten, ohne StaufTuch- und Plüschvorhänge mit 3wang. Auffallend billig verkaufe ich Chaiselongues 17, Schlaffofa Satteltaschenfofa 45, Paneelsofa 55, hochelegante Plüsch. garnitur 75, Säulentrumeau 29, Bettstelle mit Matraze 16, Auszieh tisch 16. Muschelspind, Bertiko 27. 1+ Gefaufte Möbel fönnen drei Monate fostenfrei lagern. Teilzahlung geTeppiche mit Farbenfehlern Fabrit ftattet. Kein Laden, direkt Fabrit. niederlage Große Frankfurterstraße 9, Auch Sonntags geöffnet. Wuster +1 buch gratis. 1523K Steppdecken billigst Febrit Große Herrenfahrrad, Damenjahrrad, Frankfurterstraße 9, parterre.+1 wie neu, 45,00. Holz, Blumen Deckbett, Unterbett, Kissen mit Möbeltischlerei liefert gediegene glattrotem Inlett 10,50, Pfandleibe Andreasstraße achtunddreißig. 2005* Wohnungseinrichtungen äußerst billig. Bunte Küchen. Neelle Arbeit. BeNotrosa- gestreiftes Dedbett, Unter- fichtigung meines staunend großen Bett, zwei Stiffen 18,00, Andreas- Lagers erbeten. Auch Ratenzahlung. straße achtunddreißig. Pfandleihe. Nur Keller und Hinterräume. Harnad, Tischlermeister, Dresdenerftraße 124, zwischen Dranienplatz und Stottbuser Tor. 17688* parterre. * Bauerndeckbett, Unterbett, zwei Stiffen 27,00. Große Laten 1,00. Leihhaus Andrcasstraße achtunddreißig. Elektrische nach überall.* 268/ 14* straße 36 b. 20025* Leihhaus Prinzenstraße 28,1 Treppe, Ede Nitterstraße. Verfallene Pfänder, Gelegenheitskäufe, Goldsachen jeder Art, goldene Uhren, verkauft spottbillig. 2 Bettstellen mit Matraßen, gut erhalten, billig zu verkaufen. Lorenz, Manteuffelstraße 174. +8 meister Paul Fürstenzelt, mur Rosenthalerstraße 10. Habe feine Filialen. Gelegenheitstänfe: Baletots; Anzüge, Hofen, Stoffer, Revolver, Teschings, Uhren, Goldsachen, Kessel, spottbillig. Zude, Dranienstraße 131. Reisegläser, Dperngläser, Reißeuge, Regulatoren, Freischwinger, Teppiche, spottbillig. Rude, Oranien Harmonikaš, Geigen, Bithern, Bilder, straße 131. 25885* Monatsanzüge und Winter paletots von 5,00, Joppen von 4,50, Hosen von 1,50, Gebrodanzüge von 12,00, Frads von 2,50, sowie für forpulente Figuren. Neue Garderobe au staunend billigen Preisen, aus Blandleihen verfallene Sachen kauft man am billigsten bei Nay, Muladftraße 14. 25985* Deutscher HolzarbeiterVerband. Wegen Streit und Lohndifferenzen find gesperrt: Für Perlmutt- u. Kuopfarbeiter: Abramowsky, Röpenickerstr. Kegler, Graudenzerstr. 3. Grinot, Dresdenerstraße. Lebach& Comp., Reinicken dorf, Tegeler Weg. Für Drechsler: Sklanie, Wienerstraße. Panitsch, Brunnenstraße. 2589 Stellung als Wirt- Walter, Rüdersdorferstraße. schafterin sucht Für Kammacher: 34, Postamt 112. Blinder Stubiflechter bittet um Alle Betriebe Berlins und zurüdgeliefert. A. Gläser, Mulad alleinst. Witwe e. Il Beamten, 4 Arbeit. Stühle werden abgeholt und Bororte! Arbeitskräfte werden ftrage 27. 1468b einfach, bei einz. Person od. in fleinem nur vom Arbeitsnachweise, Engel. Haushalt. Gehaltsansp., da Suchende fer 15 vermittelt. eine fleine Bension bezieht, sehr beschei3uzug ist streng fernzuhalten. den. Erwünscht ist jedoch leicht. Bosten Die Ortsverwaltung. u. gute Behandl. Buschr. u.J.K.5413 +30 Flickschneider, spottbillig, gut fitend, schnell, geübt, enderungen, Reparaturen, Garderobenreinigung, sucht Kundschaft. Ebert, Frucht straße 31, vorn. Stellenangebote. Automobilführer! Jedermann wird schnellstens zu erstklassigem an Rudolf Mosse, Berlin Sw. exp. Faktor Achtung! Achtung! Kirschner! Der Verein selbständiger Kürschner ( Belzbranche) hat über die Firma Joka u. Co. die Sperre verhängt. Wir erfuchen die selbständigen Stürschner, sich streng an den Beschluß zu halten. Der Vorstand. Chauffeur theoretisch und praktisch der auch das Umbrechen der Zeitung ausgebildet. Glänzendste Erfolge. mit zu besorgen hat, zum 1. Dezember Lehrpläne kostenlos. Größter, bor für Parteidruderei gesucht. Gehalt 103/ 2* nehmster Stellennachweis. Stets Nach- 2000 2. Offerten an di: Exped. frage nach Chauffeuren. Auto- d. Vorwärts" erb. unter R. 4. technikum Berlin", jezt: BerlinWilmersdorf, Hildegardstraße 13. Größte, bedeutendste Chauffeurschule! Schloffer auf Schaufenster, Türen, Oekonom Fenster verlangt Blume, Charlottenburg, Schillerstraße 97. 25075 gesucht! Meister, der mit allen vorkommenden Rohrzieherei sucht einen energischen rheinischen Stadt Die Zahlstelle Berlin des Deutschen Kürschnerverbandes ersucht die Mitglieder, diese Berkstelle streng zu meiden, da selbige ebenfalls die Sperre verhängt hat über die Firma. Die Ortsverwaltung. Deutsch. Buchbinderverband ( Zahlstelle Berlin). Achtung! Buchbinder und BuchbindereiArbeiterinnen. 1 Dringend sollen aufgabehalber Für einen größeren Wirtschafts: sämtliche Möbel von fünf Bimmern, Arbeiten vertraut ist. Solche, die in betrieb, Verkehrslokal der Partei auch Küchensachen, billig verkauft der Herstellung von Kupfer- und und Gewerkschaften, in einer werden, darunter geschnigtes Büfett, Mesfingrohren Erfahrung befizen, er Ankleideschrank, Satin- Schlafzimmer, halten den Borzug. Offerten mit Stand Betten 20 Mart, Stühle, Tische, Sofas, Waschtoiletten, Bilder, Zeugnisabschriften sind zu richten an in der Nähe von Köln wird bis Gardinen, Steppdecken, Berschiedenes.schaft, Berlin W. 8, unter Nr. 12 259. Defonom gesucht. Offerten mit GeHaasenstein u. Vogler, Aktien- Gefell zum 1. Dezember ein tüchtiger In der Firma E. Bartels, Dresdenerstraße 38, born II links. Tüchtigen Barockvergolder verhaltsansprüchen sind bis zum 15. No- Buchdruckerei, Beißensee, General vember unter V. 18 an die Expedition ftraße 8, hat das Gesamtpersonal langt Kristan, Charlottenstraße 7. der ,, Rheinischen Zeitung", Köln, Geübte Gummiarbeiter auf nat- Ursulaplatz 6, zu senden.[ 269/9 wegen glatter Ablehnung des Tarifs lose Sauger werden sofort gesucht. Eigendorf, Nixdorf, Waßmannsdorfer werden nicht berücksichtigt. Offerten ohne Gehaltsansprüche einmütig die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist streng fernzuhalten! straße 54. +114 Die Ortsverwaltung. Zigaretten- Arbeiter und Arbeite. bergerstraße 46. Verschiedenes. Patentanwalt Wessel, Gitschinerstraje 94a. 9276* Nirdorf, Bruses Festjäle, Senesebeckstraße 113, Restaurant, Garten, Vereinszimmer, Parkettsaal( 600 Ber sonen). Sonntags Ball.+121 Die 26/5 rinnen werden stets eingestellt Berle Orts- Krankenkaffe Zentral- Verband der Maurer 24675 Gürtlerlehrling, hohes Koftgeld, Bronzewaren, Gipsstraße 15. 2010sé fitr Ober- Schöneweide Deutschlands, Zweigvercin verlangt zum 1. Januar 1907 einen fandleihe, Brinzenstraße 63, täglich 8-8, Sonntags bis 2.[ 1908 Wer Stoff hat, jertige Herrenanzug, ohne Stonturrenz, jeinste Zutaten, zwei 1662 Anproben. Für guten Siz bekam Ludwig Engel, goldene Medaille. Prenzlauerstraße 23 II, Alexanderplatz. Gegründet 1892. 75/ 10* Kunststopferei von Frau Sotosty, Charlottenburg, Goethestraße 84, I. Alteisen, Metallbruch kauft höchstzahlend Riedel, Martusstraße 43. Boltsfänger- Gesellschaft Gerhardy, Wrangelstraße 22. + 8* Sechs tüchtige Innenputzer auf Bementarbeit per fofort verlangt. zu melden Bau Voltastraße 20-28 im Dachgeschoß. J. Baigel, Baugeschäft. Bureaubeamten. Anfangsgehalt 1440 M. Meldungen 2587b find nur schriftlich bis zum 13. Nov. cr. abends bei Herrn Rach, Wilhelminenhofstraße 76/77, einzureichen.[ 277/11 Achtung! Achtung! Klavierarbeiter! Berlin. Sektion der Gips- u.Zementbranche. Die Firma: Rabikunternehmer Gottlieb Schulz ist wegen Nichtankemmung der Organisation für 148/ 3* fämtliche organisierte Rabikputer, Spanner und Träger gesperrt. Teppiche!( fehlerhafte) in allen Größen für die Hälfte des Wertes Im Teppichlager Brünn, Hadeicher Markt 4, Babubof Börse. Farbigmacher, Bergolderlehrling Hochvornehme Herrenhojen aus verlangt Jäger, Kastanien- Allee 34. Musikwerke, Sprechmaschinen. feinsten Maßstoffen 9-12 Mart. Polierer auf Holzleisten verlangt Teilzahlungen. Invalidenstraße 20. Bertauf Sonnabend und Sonntag. H. Tschierley, Beuthstraße 4. 2594b Staligerstraße 40. 1936 Versandhaus Germania, Unter den Chromolithographen berlangt Linden 21. Keine Filialen. 19888* Federbetten, Stand 10,50, große Martin Schlesinger, Fennstraße 49. Gasheizsparöfen! Geschlossene Die Bauten sind in Nigdorf. 16,00, Gardinen, Bäsche, Deden, Drechsler auf Stongogriffe, ZuWinterpaletots, Uhren, Goldsachen Sweilochgastocher 5,00. Gasspargeizsammenpasser, Ausrichter verlangt In der Pianofabrit von Bell& Bodeftr. 14 und Innstraße, Ede Donaustraße. Ritter Co., Andreasstr. 32, haben jämt- Kollegen, die Firma strengstens zu Wir ersuchen alle spottbillig Pfandleibhaus Stüstriners öfen! 7,00. Gasplätteisen, GasbügelSchirmstockfabrit Schülke, play 7. 1962 apparate 3,00. Gaszuglampen! 9,00, straße 59. 25865 liche Kollegen wegen Lohndifferenzen meiden. Wohlauer, Wallnertheaterstraße 32. Vortragskünstler, sozial- satirisch, die Arbeit niedergelegt. 141/ 16* Tüchtige Zusammenseter verlangt Nähmaschinen! Bergüte bis 10,00, bumoristisch oder ernst, auch Bortrags. Biano- Mechanitfabrit, Reichenberger Warschauerstr. 58, haben jämtliche Zentralverband der Steinarbeiter! In der Pianofabrif von W. Menzel, wer Teilzahlung fauft oder nachweist. soubrette, eventueli ganze Gesellstraße 63a. Sämtliche 176/15 Stollegen die Arbeit wegen LohnSysteme. Postfarte. schaft sofort frei. Strobl, Koch+ 30* ftraße 16/17 II. Barockvergolderinnen sucht differenzen niedergelegt. Brauser, Tilsiterstraße 90. A. Werkmeister, Schmidstraße 8a. Zuzug ist fernzuhalten. Blätterin verlangt Billy Lewin, Vereinigung der MusikinstrumentenKronenstraße 50/51. arbeiter. 24605* Kinderwagen, Kinderbettstellen, zurückgejezte, spottbillig Sommer, Wienerstraße 51. Möbelfabrik Dresdenerstraße 8 ( Kottbuser Tor). Wohnungs Einrichtungen, Küchenmöbel, Bolstermöbel, nachgedunkelte Mahagonimöbel, Möbeleintausch( Ratenzahlung). Tischlermeister. 2 Scheidt, 19768* Gardinen, Portieren, Neste 1 3 Fenster, enorm billig. Gar dinenhaus Jerusalemerstraße 12. Gastronen, Woche 1 Mart, Fabrifpreise. Große Frankfurterstraße 92 und Navené traße 6( Wedding). 1852 Betroleumtronen, ' Rosenberg, Rottbuserdamm 98. Damenjadetts 5,75, 7,50, 10,50; lange Damenpaletots 7,50, 8,50; warme Wintercapes 120 Zentimeter lang 5,75; Havelods 5,50, 7,50, 9,50; Bolero, Astrachan 9,50, 10,50; elegante Astrachanpaletots 15,00. Anfertigung * nach Muß, billige Preise. auswahl 25936 Vermietungen. Zimmer. 176/16 Der Sektionsvorstand. Wegen Maßregelung von 5 Stollegen find die Bauten der Zolat- Eisenbeton- Gesellschaft und ihrer Unteraffordanten 0. Schille und J. Isoliermonteure. Sauber und flott arbeitende folier- Jüngers bis auf weiteres geMöbliertes Zimmer vermietet 28352* Riesen1956 fofort Frau Jacobey, Kolberger ftraße 26 III. Rosenberg, Kottbuserdamm 98. Für Knaben und Mädchen unerreichte Auswahl, spottbillige Preise. Anzüge, Baletots, Joppen, Hosen; Mädchenjaden, Mädchencapes; einzelne Hosen, einzelne Stnabenblusen; Mädchen kleider. Kunden von weit und breit. 25106 Möbliertes Zimmer inklusive 18. 2hchenerstraße 26, Portal II, 4 Treppen lints. +60 Leeres zweifenstriges Zimmer an anständiges Mädchen oder alleinstehende Frau vermietet Hanke, Diten, Mainzerstraße 25. +129 monteure finden sofort dauernde Beschäftigung. Gesellschaft für Wärme- und Kälteschut m. b. H., Leuben bei Dresden. Verein der Berliner Buchdrucker und Schriftgießer Die Buchdruckerei 410 E. Bartels, Neu- Weißensee, Generalstr. 8, sperrt. 180/ 14* Die Bauten find Kurfürstendamm 174, Neue Wilhelmstrasse und Laudwik, Pestalozzi- Stift. Kollegen! Laffe sich niemand täuschen. Reiner darf dort Arbeit nehmen. Die Ortsverwaltung. J. A.: Fr. Starker. Achtung! Fliesenleger! Achtung! Speichermöbel, wenig gebrauchter, berliehen gewesener Möbel, Büfetts, Plüschgarnituren, Säulentrumeaus 35,00, Paneelsofas, Salonteppiche, Kleiderschränke, Bertilos, Ausziehtisch 12,00, Tajchenjoias Ruhebetten, Muschelbettstellen 25,00, bunte Sücheneinrichtung, Gardinen, Marmortoiletten, Spiegel, Spiegelspind 15,00, alles Gelegenheitstäufe. Möbelspeicher 1941st Brunnenstraße 182. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Zh. Glede, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlassanſtalt Paul Singer& Co.. Berlin SW 148/9 Die Sperre bei Körner besteht so lange fort, bis die Nosenbergs ist für Verbandsmitglieder gesperrt. Zuwiderhandlungen ziehen selbe an dieser Stelle als aufResterhandlung: Astrachan, Breitschwanz, Estimo zu Schlafstellen. die statutarischen Konsequenzen nach sich. gehoben erklärt wird. Damenjacketts, Reste zu MädchenDie Buchdrucker, Buchbinder und Hülfsarbeiterinnen haben mänteln, zu Knabenanzügen; Kostüm- Bessere möblierte Schlafstelle, stoffe, schwarze und farbige feine Tuche; 1, auch 2 Herren, Urbanstraße 65, gemeinsam wegen Nichtanerkennung des Tarifs die Arbeit niederfeine Herrenstoffe. Schnitte gratis. born, rechter Aufgang, 2 Treppen gelegt. Riesenauswahl, billige Breise. 1958 lints, 22805 43/16 Der Gauvorstand. Zentralverband der Maurer, Sektion der Fliesenleger.