Nr. 262. Abonnements- Bedingungen: B Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 M., möchentlich 23 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. Post. bonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericcial täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 23. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Geträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder deren Naum 50 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ..Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 20 Big., jedes weitere Wort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlaf. stellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Zelegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1983. Freitag, den 9. November 1906. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. r. 1984. Das Bürgerrecht auf der Probe. feine im von Gott gegebene geſchäftskundige Frau dorthin fändigen und ihnen durch die Fabrikinspektoren in geeigneter Weife Judenhak. sumpfes gesessen und sich dort Pfeifen geschnitten. Doch waltenden Verhältnisse verschiedene Forderungen der Arbeiter bePardon! er hat vielmehr während seiner Ministerlaufbahn willigen, forderte soeben Minister Stolypin die Gouverneure in einem Zirkularschreiben auf, die Fabrik- und Werkstattbesitzer dahin zu vergesetzt und sich von ihr Pfeifen schneiden lassen. Die Sozial- tlar zu machen, daß, falls sie auch nur die geringste Forderung der Wenn das deutsche Bürgertum noch fähig wäre einer demokratie hat zwar sofort geltend gemacht, ein Minister Arbeiter bewilligen werden, sie sofort mit einer hohen Geld- bezw. selbstbewußten, aus eigener Macht und Erkenntnis sich die dürfe nicht als direkter oder indirekter Teilhaber eines Ge- Gefängnisstrafe belegt werden. Ziele sezenden Politik, jetzt müßte sich das zeigen. Der schäftshauses sich aus Monopolverträgen mit dem Staate Entspricht diese Meldung den Tatsachen, so darf man Uebermut und die Unfähigkeit der regierenden Streise, des Profite zusammentippeln. Den bürgerlichen Parteien ist diese Herrn Stolypin- ohne ihm Unrecht zu tun- als einen Hochadels, des Junkertums und der Bureaukratie, hat Erkenntnis erst später und allgemach gekommen, und zwar ausgemachten Schurken bezeichnen. Die Arbeiter sollen so sich niemals so breit gemacht wie jetzt. Niemals so gleichzeitig mit der völligen Ernüchterung vom Kolonialrausch, scheint's in Verzweiflung gehegt, zu Streiks provoziert und schamlos wie jetzt haben sie die Ausbeutung des in dem heute nur noch eine winzige Anzahl von Tropen- dann mit aller Brutalität niedergeknüppelt werden. Volkes zugunsten ihrer elenden Winkelinteressen getrieben. phantasten, wohl unheilbar, umhertaumeln. In ihrem Niemals zuvor ist aber auch die Schädigung des Kolonialjammer erheben jetzt auch bürgerliche Politiker den Volkes und Staates durch die Treibereien der junkerlichen Ruf: Der Fleischnot- Pod, der Tippels- Pod muß fort von Großausbeuterclique so offen zutage getreten wie jetzt in den seinem Plazze! Die Südruff. Telegr.- Agentur meldet: Zeiten der Fleischnot, in den Zeiten der unaufhörlichen Re- Ja sogar der Reichskanzler Fürst Bülow teilt diesen Hotel- und Hausdurchsuchungen en masse zum Zwecke der Kiew, 8. November. Seit fünf Tagen finden hier täglich gierungsblamage in der inneren Landespolitik wie in der dringenden Wunsch. Er hat es deutlich genug die Deffentlich Ausweisung nicht wohnberechtigter Juden statt. äußeren Politik des Reiches. Das alles wirkt zusammen, um feit, sogar durch offiziöse Kundgebungen wissen lassen. Selbst wurden 20, letzte Woche 800 ausgewiesen, darunter zirka Heute das Bürgertum auf die Probe zu stellen, ob es noch die poli- gegen solche Stöße aber ist Pods Bauch durch eine offenbar 100 Schüler der zahnärztlichen Schule. tischen Funktionen einer maßgebenden Klasse ausüben kann. den höchsten staatsmännischen Anforderungen entsprechende Rapota, der wegen seiner erfolgreichen Verfolgung von Bezirksauffeher Als eine besondere Gunst des Schicksals tönnten die Rhinozeroshaut geschützt. Pod hat erklärt, daß er nicht gehen Anarchisten und Sozialisten bisher der Liebling der Behörden Freunde des Bürgertums es preisen, daß es durch so kräftige werde, so lange er nicht das Vertrauen der für ihn allein war, wurde seines Amtes enthoben, weil in seinem PolizeiRippenstöße aus seiner schlafmütigen Untertänigkeit aufgerüttelt maßgebenden Stelle verloren habe. Diese maßgebende Stelle revier etwa 50 nicht wohnberechtigte Juden ermittelt wurden. wird, damit es den Stampf um die Leitung der Staatsgeschäfte aber ist Staiser Wilhelm II. Wie der über die Sache denkt, Rund 500 politische Gefangene befinden sich gegenwärtig aufnehme und durchführe, den noch jede im Aufstieg begriffene wissen wir heute noch nicht. Pod ist geblieben, aber auch in Haft. Klasse unternommen hat. Das Bürgertum hat vordem, im Jahre Bülow ist geblieben. Seit Wochen unterhält sich der deutsche 1848, diesen Kampf begonnen; es ist elend zusammengebrochen Michel mit dem anmutigen Nätselspiel: Geht Podchen, geht nach halberrungenem Siege. Es verspürte noch einmal ein er nicht? zur Einkommensteuer Petersburg, 8. November. Der Ministerrat hat den vom Finanzminister vorgelegten Einkommensteuergeseßentwurf angenommen. Der Ertrag der Steuer wird auf 25 bis 40 Millionen Rubel geschätzt. ein Jahr in Rußland wohnen und dort irgend ein Gewerbe beBesteuert werden russische Untertanen und Ausländer, die länger als treiben. Russische Untertanen, die länger als zwei Jahre im Auslande leben, sind von der Steuer befreit. Der Besteuerung unterliegen sämtliche Einkünfte mit Ausnahme von Wohltätigkeitsstiftungen und dergleichen. Nicht als Einkommen werden angesehen Erbschaften, Geschenke und Versicherungsprämien! Steuerfrei sind alle Einfommen unter 1000 Rubel. Die Steuer beträgt für 1000 Rubel von 30 000 bis 100 000 steigt die Steuer in einem geringeren 1 Proz., für jedes weitere Tausend 0,1 Proz. mehr bis zu 30000 Rubel. Prozentjaße bis zu dem Höchstsaße von 5 Proz. Die Veranlagung der Steuer beruht auf Selbsteinschäßung. verspätetes Frühlingswehen in der preußischen Konfliktszeit; Das ist ihm denn doch auf die Nerven gefallen, dem deutschen nach langem Gerede gab es klein bei, ohne überhaupt einen Michel nämlich, nicht dem Pod. Da dämmern ihm denn ernstlichen Kampf zu wagen. Seitdem schien das Bürgertum allerhand Erinnerungen auf, wie früher schon Minister gemehr und mehr in frühzeitiger Greisenhaftigkeit zu ver- stürzt wurden. Die Hohenloheschen Memoiren haben seinen fümmern, ohne daß es je die Blütezeit der männlichen Reife Blick geschärft für das elende Intrigenspiel an den Höfen, gekannt hat. Noch einmal gestaltet jetzt die geschichtliche die unausbleibliche Begleiterscheinung des persönlichen NeEntwickelung ihm günstige Umstände zur Entfaltung giments. Da ist der Groll in ihm aufgestiegen über diesen feiner Kräfte, zur Erweckung seines Selbstbewußtseins, zur Zustand in Preußen und im Deutschen Reiche. Die bürgerEroberung der Macht,- noch einmal und wohl zum lichen Parteien merken endlich, wie unwürdig es ist auch für Legtenmal. sie, daß nicht das Volt, nicht seine Vertreter darüber zu ent Es sind ja auch allerhand Symptome zutage getreten, scheiden haben, wer die Staatsgeschäfte leitet. Die Forderung, daß in bürgerlichen Kreisen Gelüfte zur Geltendmachung einer daß das anders werden müsse, hallt wider aus den Blättern eigenen Politit verspürt werden. Die Lebensmittel aller bürgerlichen Parteien; sogar in der Kreuz- Zeitung" findet verteuerung macht sich fühlbar bis tief in die Schichten sie ein verschämtes Echo. des Mittelstandes hinein. Selbst wohlhabendere Bürger Eine Neuauflage des„ Verbandes der Verbände". Eine so allgemeine Nörgelei ist seit der Konfliktszeit der rümpfen ärgerlich die Nase, wenn sie 20, 30 Pfennig mehr 60er Jahre noch niemals laut geworden in Deutschland. Wenn„ Komitees der Vereinten Verbände" statt; die Anreger zu dieser Am 1. November fand die konstituierende Versammlung des für das Pfund Fleisch zahlen sollen; an den Stammtischen es auf Stimmung allein anfäme, dann könnte man hoffen, Neubildung sind frühere Mitglieder des Zentralbureaus des Verder Honoratiorenzimmer wird mit der Faust auf den Tisch daß nunmehr endlich das deutsche Bürgertum gewillt sei, die bandes der Verbände( Sojus Sojusow"). Folgende Punkte waren geschlagen, und himmelanstürmende Worte drängen fich weltgeschichtliche Probe auf seine Fähigkeit, seinen Willen zur den einzelnen Verbänden zur Erörterung überwiesen worden: dröhnend durch das Gehege patriotischer Zähne. Selbstregierung zu bestehen. Db aber die Stimmung die Tat 1. Jns Komitee treten profeffionelle( gewerkschaftliche) und Dies bürgerliche Unbehagen wird mächtig gesteigert durch gebären wird? Ist es den bürgerlichen Schwarzsehern und professionell- politische Verbände ein. 2. Jeder Verband entsendet die unverkennbare Tatsache, daß die wachsende Lebensmittel- Nörglern denn überhaupt klar, was geschehen muß, um das drei Vertreter ins Komitee. 3. Die neue Drganisation nimmt berteuerung auf Umwegen noch stärker als auf dem Wege des persönliche Regiment unmöglich zu machen? fein allgemeines politisches Programm an. 4. Ihre Aufgaben sind: direkten Konsums die Unternehmerprofite zu beeinträchtigen droht. Information und Erleichterung des Verkehrs zwischen den Verbänden, Die Arbeiter, denen die Lebensmittelteuerung einen weit gegenseitige Unterstützung, Koordinierung der Tätigkeit der einzelnen Verbände. 5. Das Komitee hat nicht das Recht, den Verbänden höheren Prozentsatz ihres Einkommens entreißt als den Direktiven zu geben." Unternehmern, müssen suchen, der Niederdrückung ihrer Lebenshaltung durch Lohnaufbesserungen entgegenzuwirken. Ste müssen vom Unternehmerprofit wenigstens so viel ab- Der Gehülfe des Ministers des Inneren, Krysha- 3. Ingenieurverband; 4. Verband der Eisenbahnangestellten; 5. Berzwacken, daß sie damit annähernd die Beeinträchtigung no tosti, versandte an alle Gouverneure und Stadthauptihrer Lebenshaltung wett machen können. Das Gelingen leute folgendes Zirkular: Die russische Revolution. Der Wahlrechtsraub. Folgende Verbände haben sich bis jetzt dem Komitee angeschlossen: 1. Berband der Mittelschullehrer; 2. Verband der Volksschullehrer; band der Gleichberechtigung der Frauen. Stöffel! Der„ Russ. Kur." schreibt:" Da das Gnadengeschent des Baren an seinen Generaladjutanten General Stöffel in Höhe von 125 Rubel pro Monat diesem als nicht genügend erschien, wandte er sich an das Komitee für verStomitee ersuchte jedoch den General Stöffel, erst von einem der wundete Krieger mit der Bitte um eine Dienstboten- Beihilfe"; das Militärverwaltung zur Verfügung stehenden Mediziner den Nachweis zu erbringen, daß er, Stöffel, sich ohne einen Diener nicht fortbewegen kann. Der Petersburger Deputiertenrat. IV. Dmitrius Swertstoff, dieser berechtigten Versuche käme, ganz abgesehen von den ,, Aus den im Ministerium des Inneren eingelaufenen sonstigen Nachteilen der Lohnkämpfe, den Unternehmern jeden- Meldungen ist zu ersehen, daß einige Behörden bei der Ausfalls noch weit teurer zu stehen, als der direkte Aufschlag auf fertigung der Wählerlisten die Fabritarbeiter, welche besondere ihr privates Haushaltungsbudget, den die agrarische Interessen- Wohnungen mieten, befragen, ob sie ihr Wahlrecht auf Grund politik herbeigeführt hat. Eine solche Nachwirkung haben die des Allerhöchsten Utas vom 24. Dezember 1905 auf die bürgerlichen Mannesfeelen der nationalliberalen oder Zentrums- Weise ausüben wollen, daß sie sich an der Wahl der Fabrit partei nicht in Rechnung gestellt, als sie im angeblich ge- vertreter beteiligen, oder ob sie wünschen, an den Wahlen als meinsamen Interesse aller Ausbeutergruppen den Agrariern Wohnungsmieter in der Eigenschaft von städtischen Wählern gestatteten, sich aus der Haut des arbeitenden Volkes Riemen teilzunehmen, auf der Versammlung der städtischen Wähler oder zu schneiden. Die verspätete Erkenntnis macht sich jetzt in in den städtischen Wahlkreisen; auf diese Weise überlassen es Wenn die Not gar zu groß wird, könnte Stössel vielleicht noch tobendem Unwillen Luft. In den städtischen Behörden, in Ver- diese Behörden den Fabritarbeitern, den einen oder den auf die Idee verfallen, seinen„ pour le mérite" zu Geld zu sammlungen und in der Presse der Parteien, die dem Zolltarif Ge- anderen Weg in der Ausübung ihres Wahlrechts einzuschlagen. machen burtshelferdienste geleistet und Podchens Fleischnotära begünstigt Indessen, gemäß dem Sinne der Gesekeserläuterung des haben, wird über die Not des Volkes gezetert. Ein förmlicher Wetts Regierungs- Senats vom 20. Oftober, Nr. 275, sollen die kampf entspinnt sich zwischen Zentrumsleuten und National- Arbeiter der Fabriken, Industriewerke und Eisenbahnwerk- geboren 1882, studierte an der Petersburger Universität, aus der er liberalen, wer am lautesten schreien kann. In Köln hat der Wett- stätten, für die der Weg der Ausübung des Wahlrechts in dem wegen Teilnahme an Studentenunruhen ausgewiesen wurde. Zum ftreit begonnen zwischen der nationalliberalen Stöln. 3tg." und Allerhöchsten Utas vom 24. Dezember 1905 vorgezeichnet ist, ersten Male wurde er am 3. März 1902 als Teilnehmer an einer der zentrumlichen Köln. Volfszeitung". Herr Trimborn, einer garnicht in die Wählerlisten eingetragen werden, sogar in dem regierungsfeindlichen Demonstration arretiert. Im Nate der Arbeiterder Hauptmacher des Zolltarifs, hat förmlich geschäumt vor Wut Falle, wenn sie einen genügenden Wahlzensus besitzen, unter anderm deputierten war er Delegierter des Kontoristenverbandes und Mitdarüber, daß dem armen Volte das Brot und Fleisch so als Wohnungsmieter. Infolgedessen ersuche ich Eure Erzellenz, glied des Grekutivkomitees des Rates. Am 27. November wurde er teuer geworden ist, und flugs hat auch der Kollege von der in dieser Frage den Behörden, welche die Listen der Präsidium gewählt, welches von neuem aus drei Mitgliedern benach der Verhaftung des Präsidenten des Rates in das neue anderen Brotwucherfraktion, Herr Bassermann, den gleichen städtischen Wähler anfertigen, die nötigen Weisungen stand. Am 3. Dezember wurde er arretiert. Genosse Swertschloff Groll markiert. zu geben und auch Ihrerseits Maßregeln zu treffen, ist Mitglied der russischen sozialdemokratischen Partei. Das hört sich alles ganz schön an. Die Herren werden um aus den städtischen Wählerlisten diejenigen durch aber erst noch durch die Taten zu beweisen haben, ob diese den Allerh. Utas vom 24. Dezember 1905 vorhergesehenen reuige Sünderstimmung nur ein Demagogentrick ist, oder ob Arbeiter zu streichen, welche etwa im Widerspruch zu der 25 Jahre alt. Feinarbeiter( chirurgische Instrumente). Seit 1901 fie ernstlich daran mitarbeiten wollen, daß die schwere Gesegeserläuterung des Senats in die Listen cingetragen Sozialdemokrat. Zum ersten Male im Jahre 1903 arretiert. Dann Schädigung des Volkes durch Lebensmittelverteuerung wenigstens worden sind und dies sogar in dem Falle zu tun, wenn die noch zweimal verhaftet und das dritte Mal am 3. Dezember einigermaßen gutgemacht wird. Arbeiter erklären, daß sie auf die Beteiligung an den Wahlen als Mitglied des Rates der Arbeiterpartei arretiert. Gin fathoDer bürgerlichen Mißstimmung über die Fleischnot gesellt der Vertreter in den Fabriken verzichten." lifcher Pfarrer hatte ihn zum Examen für ein katholisches Seminar vorbereitet! sich das kaum minder weitverbreitete Unbehagen über den Die Infamie der russischen Regierung wird von Tag zu Kolonialfrach und die unabsehbaren Kosten, die er dem deutschen Tag deutlicher. Die Antwort des Proletariats dürfte zur Volte auf den Hals geladen hat. Fleischnot und Kolonial- rechten Zeit an Deutlichkeit auch nichts zu wünschen übrig frach find ja obendrein auch durch eine Art Personalunion lassen. verbunden, denn der nämliche preußische Landwirtschaftsminister, dem als Groß- Schweinezüchter infolge der künstlichen Steigerung der Fleischpreise andauernd erhebliche Privat- Nachdem das russische Ministerium des Innern erfahren hat, daß profite zuwachsen, hat auch jahrelang im Röhricht des Kolonial- viele Fabrikanten beim Herannahen des Winters und infolge der ob Ehren- Stolypin. Jm„ Russ. Kur." lesen wir: V. Sómar( Pole): VI. Theodor Seliwestrow, geboren im Jahre 1887 im Dorfe Belowatow des NischnijNowgorodschen Gouvernements. Nur den Winter besuchte er eine Dorfschule. Im Jahre 1905 trat er in die russische sozialdemofratische Partei ein und wurde von den Eisenbahnwerkstätten, wo er einfacher Arbeiter war, als Delegierter an den Rat der Arbeiterklasse geschickt. Seliwestrow soll eine viel versprechende poetische Anlage befizen. Es gilt also auch für das Proletariat, auf der Wacht " VII. Bogdan Rutonjana, Mag schließlich die ganze glorreiche Reichsherrlichkeit zum Die von oben inszenierte Massenhypnose ist überhaupt, gleich auf geboren 1878 in Schuscha( Kaukasus). 1895 immatrikulierte er sich Teufel gehen, wenn es nur den Junkern und Junkergenossen welchem Wege sie zustande kommt, für die Freiheit ungeheuer gefähr an dem Petersburger technologischen Institute, in dem er mit Unter- gelingt, die frondenden Massen des Volkes auszuhungern lich. Den herrschenden Klassen ist dies wohlbekannt und darum brechungen bis 1901 studierte. Am 7. März 1897 wurde er zum und ihnen möglicherwetse die kümmerlichen Reste ihrer Volts- suchen sie ab und zu ein Feuer der nationalen Begeisterung" zu ersten Male in Petersburg als Teilnehmer einer Demonstration aus rechte zu entreißen! Anlaß der Folterung der jungen politischen Verbrecherin" Wegona, entfachen, damit sie darin unversehens wichtige Volksrechte ver die sich schließlich aus Verzweifling verbrannte, verhaftet. 1899 trat brennen fönnen. Daß die Sozialdemokratie diesen Trid burcher in die Reihen der ruffifchen Sozialdemokratie als Propagandist. an fein! schaut und ihn durch kalte Kopfgüsse durchkreuzt, wird ihr natürlich Er wurde aus Petersburg auf ein ganzes Jahr ausgewiesen. Im schwer verlibelt. Gewöhnlich wird sie bafür als vaterlandslos geMärz 1901 ward er als Teilnehmer ant einer politischen Die Landtagswahl im Britten Berliner Wahlkreise. brandmarkt. Demonstration wieder arretiert. Nach dreiwöchiger Haft wurde er Die freisinnige Presse jubelt um die Wette mit der reaktionären Wie sehr sie aber im Rechte ist, beweist die Indiskretion der auf 2 Jahre nach Batu ausgewiesen und dort unter polizeiliche Preffe barilber, daß es allem Anschein nach der Sozialdemokratle Hamburger Nachrichten". Weiß der Himmel, was aus dem MaroltoAufficht gestellt. Jm April 1902 ward er schon wieder verhaftet, nicht gelungen sei, den Freifinn im dritten Berliner Landtags- rummet entstanden wäre, wenn die Sozialdemokratie den deutschen weil er in Baku am 1. Mai eine Arbeiterdemonstration organisierte. wahlkreise aus seiner Position zu verdrängen. Die Sozialdemokratie Staatsmännern" das Konzept nicht so gründlich korrigiert und dafür Nach kurzer Zeit wurde er aus dem Gefängnisse entlassen und im sei wieder einmal um ihre Hoffnungen betrogen worden. März 1903 wieder verhaftet- diesmal als Mitglied des sozialgesorgt hätte, daß das Feuer der nationalen Begeisterung" nicht demokratischen Komitees in Baku. Er ward auf 4 Jahre nach DitWir wollen diesen Blättern verraten, daß unsere Erwartungen brennen wollte. Auch beim Chinafeldzug hat sie sich das nämliche fibirien verfchickt, floh aber und kehrte unter einem falschen Namen auf einen Erfolg bei der diesmaligen Erfahwahl wirklich keine allzu Verdienst erworben, wobei ihr der Statimarschall die Arbeit in nach Moskau zurück, wo er Mitglied des sozialdemokratischen Komitees hochgespannten waren. Da bei der diesmaligen Wahl nur ein Bruchteil dankenswerter Weise erleichterte. und noch im gleichen Jahre wieder verhaftet wurde. Nachdem der Wahlmänner von neuem gewählt werden mußte, waren die Chancen Im übrigen weiß jetzt das deutsche Volk, was es im Kriegsfalle er 14 Monate in Einzelhaft gesessen hatte und dann zu 4 Monaten der Sozialdemokratie von vornherein sehr ungünstige. An die zu gewärtigen hat. Entweder alle Leiden, die eine Niederlage mit Festung verurteilt war, ging er nach Petersburg. Am 3. Dezember Stelle der ausscheidenden wurde er hier als Mitglied des Rates der Arbeiterdeputierten, in männer hätten 512 fozialdemokratischen Wahl- sich bringt, oder im Falle eines Sieges politische Ent dem er die russische sozialdemokratische Partei vertrat, verhaftet. mindestens 726 gewählt werden rechtung! Rutonjanz ist ein temperamentvoller Südländer und ein guter müffen, wenn, unter Voraussetzung der gleichen Beteiligung der Redner. Er arbeitete für alle ruffifchen sozialdemokratischen Zei- ahlmänner an der Wahl des Abgeordneten, der sozialdemokratische tungen, und seiner Feder entstammt auch die erste Geschichte des Kandidat hätte gewählt werden sollen. Ein solcher Erfolg aber war Arbeiterdeputiertenrates. Politifche Ueberlicht. Berlin, den 8. November. Hochverräterische Zettelungen. diesmal " 1 " Gegen die Fleischnot. Leipzig, den 7. November. schon deshalb ausgeschlossen, weil nur etwa die Hälfte der neu dem blödesten Spießer flar. Das hatte sich auch heute abend im Die Unhaltbarkeit der deutschen Reichszollpolitik wird jetzt selbst zu wählenden Wahlmänner auf die dritte Klasse entfiel, die Beipziger Stadtparlament gezeigt, als der Verfassungsausschuß andere Hälfte auf die zweite und erste Klaffe. Nach unseren über das Schicksal des sozialdemokratischen Antrages die Fleisch Feststellungen sind diesmal in sämtlichen drei Klaffen 563 Wahl not betreffend berichtete. Zur Beurteilung der Frage hatte der männer gewählt worden d. h. 51 mehr als bei der Hauptwahl im Rat dem Ausschuß folgendes Material mitgeteilt: Im Jahre 1906 Jahre 1903. Mit einem berartigen Erfolge kann die Sozial wurden 1040 Kinder und 12.000 Schweine weniger als im demokratie durch aus zufrieden sein. Das weitere wird sich Jahre 1905 aufgetrieben. im Jahre 1908 finden. Und er wurde doch gegangen! Das„ Berliner Tageblatt" bringt heute unter dem Titel Dynastie Moltke" einen sensationellen Leitartikel. Es behauptet, daß der Name des kommenden Reichskanzlers aller Voraussicht nach Helmut v. Moltke sein werde. Das Moffeblatt stellt die Lage des Reichskanzlers als derartig gerichten folgende eigentümliche Meldung: fährdet dar, daß es ihm den Rat geben zu sollen glaubt, in der Erkenntnis seiner unhaltbar gewordenen Stellung das Präbeniere zu spielen" und schon jegt die Entscheidung herbeizuführen. Gehe er nicht freiwillig, so würde er bermutlich in zwei Monaten dazu gezwungen werden. Der Berliner„ Lokal- Anzeiger" bringt heute unter letzten Nach Nach hier verbreiteten Gerüchten ist, wie uns am späten Nachmittag mitgeteilt wird, die En the bung des Landwirtschaftsministers v. Podbielski auf seinen Antrag erfolgt. Der Verfassungsausschuß stimmte den sozialdemokratischen Anirägen eine Petition an die sächsische Landesregierung sowohl als auch an die deutsche Reichsregierung zu richten, zu; hingegen lehnte einen gemischten Ausschuß einsetzen sollten, um Mittel ausfindig zu er den Antrag ab, der verlangte, daß der Nat und das Kollegium machen, der Nahrungsmittelteuerung von der Stadt aus zu steuern. Im Sinne des Ausschusses entschied das Stollegium ein st immig. In der Petition soll hervorgehoben werden, daß namentlich die Es spricht vieles dafür, daß das Leibblatt Podbielstis mehr Steigerung der Fleischpreise zu einer für die Bevölkerung unerträgweiß, als es sich hier den Anschein gibt, daß es lediglich deshalb lichen Kalamität geführt hätte und die Lebenslage, besonders der mit der bestimmten Meldung von der Entlassung des Landwirtschafts- nährung rufe lebhafte Beunruhigung hervor, und es sei dringend notweniger befigenden Klasse herabdrüdte. Die andauernd schlechte ErWahrscheinlich werde die allerhöchste Entscheidung über ministers zögert, um sich erst die gewünschte Form der Bekanntgabe wendig, daß hier Wandel geschaffen werde. Burückzuführen seien die die Regierungskrise in Liebenberg fallen, wohin sich der foufflieren zu laffen. Offenbar ist Pod zu den Toten zu zählen. Kaiser dieser Tage begeben werde. Der Chef des großen hohen Fleischpreise auf den Mangel an Schlachtvich, das, wie fich gezeigt Bülow hat also nach langem Ningen geftegt, er ist den fom- habe, die deutsche Landwirtschaft nicht in genügendem Maße pro Generalstabes der Armee, Generalleutnant v. WoItte werde promittierlichen Mitarbeiter losgeworden, noch ehe der Reichstag wieder duzieren fönne, weshalb als hauptsächliches Mittel zur Linderung ihn dorthin begleiten. Es sei zu erwarten, daß am zusammentritt. Er braucht in die bevorstehende Fleischnot- und Kolonial der Fleischnot die Deffnung der Grenzen gefordert werden müßte. Tage der Rückkehr des Kaisers nicht bloß der Rücktritt standaldebatte ber Volksvertretung nicht Seite an Seite mit dem Interessant war auch das Geständnis eines bürgerlichen Abdes Landwirtschaftsministers offiziell zur Tatsache werde, Schweinezüchter von Dallmin und dem Mann der Mitinhaberin der Firma geordneten, der da wünschte, daß der Rat auch über die Steigerung sondern daß dann noch andere wichtige Personalveränderungen Tippelskirch u. Co.. zu gehen. Dem Parlamente ist das äußerste er- Material dem Ausschusse und den Kollegien zur Verfügung gestellt der Vieh- und Fleischpreise Erhebungen veranstaltet und das vollzogen würden. So werde voraussichtlich der Stultusminister spart geblieben, daß ihn zugemutet wird, b. Studt zurücktreten und durch den bisherigen Polizeiminister Manne zu diskutieren, beffen Privataffären in bebentlichster Weise benutzte sie bei seinen Ausführungen. wird, mit einem hätte. Er hatte sich selbst eine solche Statistik verschafft und v. Bethmann- Hollweg ersetzt werden. Auch Posadowsky werde mit seinen Staatsdienerpflichten kollidierten. Daraus ging hervor, daß die Leipziger Bevölkerung fegt 6 Millionen Mart pro Jahr nicht länger bleiben können. Vielleicht werde dann auch bereits mehr für Fleisch ausgeben muß als noch im Jahre 1900. über das Entlassungsgesuch( 1) des Reichskanzlers die Entscheidung fallen. Wie man sieht, spricht das Mosseblatt bereits von einem Entlassungsgesuch des Reichskanzlers! Sollte es sich dabei auf mehr als bloße Mutmaßungen stützen? Da der Vater des neuen Kolonialdirektors Redaktionsmitglied des„ Berliner Tageblatt" ist, wäre es ja nicht ausgeschlossen, daß das Mosseblatt besonders rasch bedient würde. Das ist aber auch alles! Den Podbielski find wir los die Politik Podbielski, die Politik der Lebensmittelberteuerung, der Grenzsperre bleibt. Eine Person ist der öffentlichen Meinung geopfert worden, um das Systemt zu halten. Ob Bülow feines Sieges lange froh werden wird, ist nach den Enthüllungen des„ Berliner Tageblatts", die wir oben behandelt haben, fraglich. Die„ Nordd. Allg. 3tg." bringt zivar heute abend ein Dementi der Behauptungen, daß die Stellung Bülows er schüttert sei, indes ist der Wert solcher Aeußerungen des offiziösen Blattes längst biel zu sehr bekannt, als daß burch sie irgend etwas entkräftet werden könnte. Ueberflüssig wäre es, auch nur ein Wort noch zu der üblichen unwahrheit zu sagen, daß Pod der Hartnäckige auf eigenes Ansuchen entlassen worden sei. Deutfches Reich. Auch Scherl dementiert! Die Stellungnahme des Kollegiums in dieser Frage mag nicht zuletzt vom nahen Termin der Stadtverordnetenwahlen( 20. November) unbeeinflußt gewesen sein. Vor der Behandlung dieses Punktes gab es erst noch eine große Sensation, wozu die ganze neugierige Spießerschaft herbeigeeilt war, faffe. Daß bei der ganzen amtlichen und nichtamtlichen Heulmeierei nämlich die neueste Unterschlagung von 138 000 M. in der Stadt über den Fall nichts herauskommen würde, versteht sich von selbst.Die Fleischwucherer wehren sich! Sannover hat in einer erneuten Eingabe an das königliche Die Landwirtschaftskammer für die Provinz Staatsministerium gegen irgend welche Maßregeln zur Linderung des Fleischwuchers protestiert. Sie hat die Neckheit besessen, zu erklären, daß die Bestrebungen zur Deffnung der Grenzen noch nie so sehr der Berechtigung entbehrt hätten, wie gerade jett. Die Landwirtschaftskammer hat daher die bestimmte Hoffnung" ausgesprochen, daß die Regierung dem Drängen auf Deffnung der Grenzen keine Folge geben werde. Der Besuch des Kaisers in Liebenberg, auf den das„ Berl. Tageblatt" anspielt, hat allerdings seine eigene Bewandtnis. Der Schloßherr v. Liebenberg ist fein anderer als der frühere Botschafter Philipp Eulenburg, von dem bekanntlich der Text des berühmten Sanges an Aegir stammen soll. Phili Eulenburg gehört zu den Vertrauten oes Raisers, ihm wird von eingeweihten Kreisen ein nicht unerheblicher politischer Einfluß zugeschrieben. Auf ihn ist auch die Anspielung von dem hochgeborenen Barden" der„ Neuen Gesellschaftl. Storr." gemünzt. In Liebenberg wurde, woran die„ Berliner Auch das Scherlblatt erklärt heute abend, daß von dem VeNeuesten Nachrichten" erinnern, einst demt Saifer der Artikel stehen einer Stanglertrife an den maßgebenden Stellen" nichts beder Kölnischen Zeitung" zugestellt, der den äußeren Anlaß tannt sei. Allerdings scheine von gewiffen Seiten mit Auch der unvermeidliche Herr Arendt hat sich zu den zum Sturz des Grafen Caprivi bot. Der sensa- mehr oder weniger einwandsfreien Mitteln Verteidigern der agrarischen Volksaushungerung gefellt. Im tionelle Artikel des Mosseblattes ist also offenbar aus den- daran gearbeitet au werden, toto zu stürzen. Um felben Motiven bittiert, wie der gestrige Artikel der neuen So berufe man fich darauf, daß der Stangler feit seiner Amtsführung Landwirtschaftlichen Verein für Hettstedt, Mansfeld und umGesellsch. Korresp.": von der Furcht vor den Lieben sehr selten sein Arbeitszimmer verlasse, was beweise, daß seine Ge- gegend hat er am letzten Sonntag in einer Rede erklärt, daß bergschen Einflüssen, in denen die Intrigen der Kanzler fast täglich im Tiergarten, auch mache er stundenlange müßten. Das einzige Mittel gegen die Fleischnot sei die sundheit noch immer erschüttert sei. Gerade jetzt aber reite der die Grenzen aus fanitären Gründen geschlossen bleiben bekannten Kamarilla zu fulminieren scheinen! Spaziergänge usiv. Steigerung der einheimischen Viehzucht. " Nicht uninteressant ist die Charakteristik, die das Berl. Tageblatt" von dem Generalstabschef und vermutlichen fünftigen Reichskanzler gibt. Es schreibt: " " Man schreibt ums: Lorbeer und Knute. Die Aus dieser Notiz läßt sich nicht recht erkennen, ob sie von den Hauptaufgabe der Regierung liege deshalb in dem anFreunden Bülows oder Pods ausgeht, da fich ja auch die agrarische dauernden Schuh der heimischen Produktion. Die Kamarilla neuerdings mit perfider Scheinheiligkeit des angefeindeten Regierung werde alles Hemmende vermeiden und weder Helmut v. Moltke gilt für einen ausgesprochenen Reichskanzlers annimmt. Beachtenswert ist nur das Zugeständnis, Realtionär, temperiert burch eine gewisse soldatische Offen- daß zurzeit etwas gegen Bülow im Gange ist. Das Dementi felbft ie noch der Reichstag würden zu so berberbherzigkeit und Lebensfreudigkeit, dem freilich auch spiritistische ist belanglos, da bie wirklich maßgebenden Stellen" das Scherlichen Mitteln, wie der Grenzöffnung bie Neigungen nachgesagt werden. Ein Mann der Theorie ist er blatt schwerlich inspiriert haben dürften. Sand bieten. ganz und gar nicht, viel eher ein Draufgänger, der auch den Der freche Hohn der Junker und Junkergenossen überMut der Kaltblütigteit" besist, mit dem hauenden steigt nachgerade alle Grenzen! Säbel und der schießenden Flinte Politit zu treiben. Daß seine Berufung als ein Trumpf auf die in jüngster Zeit in der Presse aller Parteien laut gewordenen Angriffe gegen das persönliche Die„ Hamburger Nachrichten" haben, wie schon in Nr. 258 des Auch ein antifozialistisches Argument. Regime und die absolutistischen Belleitäten im Reiche gedacht wäre, Vorwärts" mitgeteilt, berichtet, daß eine offenbar Hochstehende Vorwärts" mitgeteilt, berichtet, daß eine offenbar hochstehende vom 6. November b. J. einen Auszug einer vom Zahnarzt Dr. T. Die Deutsche Tageszeitung" bringt in ihrer Nr. 520 darüber besteht wohl nirgends ein gweifel." Bersönlichkeit einmal geäußert habe, der Reichstag müsse gänzlich Röfe in Dresden unter dem Titel„ Beiträge zur europäischen d. Daß Helmut v. Moltke in der Tat die Eigenschaften befäße, beseitigt werden. Die beste Gelegenheit dazu fei nach der Rassenkunde" im„ Archiv für Rassen- und Gesellschafts- Biologie" um sowohl den Ansprüchen der agrarisch scharfmacherischen Rückkehr eines siegreichen Heeres gegeben. Wer auch nur etwas in veröffentlichten Arbeit, in welcher hauptsächlich die durchschnittliche Kamarilla, als auch den Wünschen und Neigungen Wilhelms II. der Weltgeschichte Bescheid weiß, steht hier eigentlich vor feiner geistige Ueberlegenheit der Langföpfe über die Kurzköpfe auf Grund zu entsprechen, ergibt sich ja aus der angeblich be- Neuigkeit, denn es ist eine alte Gepflogenheit der Regierungen, angestellter Untersuchungen innerhalb der Dresdener Bevölkerung glaubigten Erzählung, daß Moltke minor sich gegen ihren" Bölfern errungene Siege mit Knechtung und behauptet wird. So fanden sich beispielsweise unter den fast 1000 feine Ernennung zum Generalstabschef gesträubt, sein en ebelung zu danken! Auf die Freiheitskriege" folgte Angestellten der Dresdener Straßenbahn über 20 Zentimeter lange Sträuben aber aufgegeben habe, als ihm der Staiser erklärt die heilige Allianz", und auf die Stege bort 1870 Stöpfe bei 25 Broz. der leitenden Beamten, 11,4 Proz. der Kontrolhabe:" In einem etwaigen Kriege werde er sein eigener fam zuerst eine große Statholitenheze, dann ging es über die Sozial- leure, 5,2 Proz. der Schaffner und 3,5 Proz. der Fahrer; ferner Generalstabschef sein." Ein solcher Mann wird in der demokratie her. Und heute ist das Deutsche Reich für die vor schule. Röse folgert daraus, daß im allgemeinen ererbte größere bei 28,6 Proz. der ordentlichen Professoren der technischen Hochs Tat einen noch bequemeren Verantwortlichen unserer Politik geschrittenen Nationen das Abbild der Reattion, bie giel Röpfe die Grundbedingung find für das Aufsteigen tüchtiger Leute abgeben, als der zwar sehr geschmeidige, aber doch immerhin scheibe bes jauchzenden Hohnes und des verächtin höhere Gesellschaftsschichten. Was der einzelne Mensch übernicht aller intellektuellen Strupeln bare Fürst Bülow. Itchen Spottes. haupt ift," fährt er dann fort, und was er noch werden kann, das Trotzdem nun heute abend die Nordd. Allg. 3tg." in Gewiß find kriegerische Niederlagen ein großes nationales Unglück. ist er schon bei seiner Geburt. Aus eigener Machtvollkommenheit einer Siebenzeilennotiz erklärt, daß an„ keiner naßgebenden nur zu häufig bedeutet aber auch ein friegerischer Erfolg für die fönnen wir auch nicht um Haaresbreite über die uns von der Natur Stelle" von Plänen zur Entlassung des Reichskanzlers die Nationen in unserer kapitalistischen Aera geradezu einen Fluch. durch Vererbungsanlage festgesteckten Grenzen hinaus. Die GrundRede" fei, hat es doch den Anschein, als ob in Liebenberg Das Volt gibt für die Regierenden Gut und Blut hin und erntet lage jeder guten Erziehung ist die gute Beugung." irgend welche Entscheidungen fallen würden. meist für fich und seine Nachkommen Stetten! Nicht umsonst ist legungen die Bemerkung zuzufügen:" Diese goldenen Worte Röſes Die Deutsche Tageszeitung" sieht sich veranlaßt, diesen DarInteressanter aber fast noch als dies ganze Intrigenspiel in barbarischen Ländern die Zusammenstellung von Knute und fönnen nicht eindringlich genug dem Bewußtsein unseres Boltes find die Motive, von der sich nach der Neuen gesellschaft Säbel fehr beliebt. eingeprägt werden. Sie ergeben auf Grund eingehendster lichen Korrespondenz" die scharfmacherische Kamarilla leiten Die Ursache der Leichtigkeit, mit der siegreichen Völkern ihre wissenschaftlicher Forschungen ein läßt. Ste will einen möglichst geschäftsuntundigen Rechte estamotiert werden können, ift teilweise in der durch die sozialistisches Argument bon niederschmetternd. charakterschwachen Reichskanzler, um dem im- triegerischen Erfolge hervorgerufenen Maffenhypnose zu suchen. iter Gewichtigteit." pulsiven Kaiser derartig in Schwierigkeiten der Das Bolt wird durch das ewige Hurrageschrei, das Viktoriageschieße, Wenn diese Schlußbemerkung für irgend etwas ein„ Argument auswärtigen Politik zu verwickeln, daß er in der das ununterbrochene Triumphgeheul der chauvinistischen Presse so von niederschmetternoster Gewichtigkeit" ergibt, so für die inneren Bolttit den Fleischwucherern und Staats- fehr in Anspruch genommen, daß es ihm entgeht, wie man ihm rettungslose Beschränktheit der kurgföpfigen Herren der Deutschen streichlern und ihren Werkzeugen freie Sand lassen die Hände bindet und den Maultorb umlegt. Es geht hier ähnlich Tageszeitung". Daß es in der Welt dumme Menschen gibt, unje einen hochverräterischen Plan wie bei den Taschendiebstählen, die am besten bei großen Festlich Maße sehr dumme, daran zweifelt wohl fein Mensch, geschweige abhängig von der Wirtschaftsordnung, ja sogar in nicht zu geringem gegeben hat, so diesen! Man scheut sich nicht vor den ver- feiten glücken. Außerdem wird dem Volte täglich die Efelei vor- denn ein kritischer Leser der Deutschen Tageszeitung". Daß der hängnisvollsten internationalen Berwickelungen, um nur in der geplärrt, daß eine Regierung, die einen Strieg gewonnen habe, ein Grad der Intelligenz in einem gewissen Busammenhang mit erb. inneren Politit nach Herzenslust im Trüben fischen zu können! befonderes Vertrauen berbiene. lichen Faktoren ethnologischer Natur stehen tann, ist so gemein. und müßte. Wenn " " anti. Denkmalsschmerzen. " tv ir be die Die blamierte Koalitionsregierung. " pläglich richtig, le bie Untersuchung des Dr. Röse oberflächlich ber Neichsverband einen unerfahrenen Werfttischter zum Arbeiter-| der Landarbeiterorganisation zu befestigen, und es steht nicht zu und jeglicher wissenschaftlichen Basis entbehrend. Seine übrigens fekretär breffieren. Der Mann müßte ein noch nie da- erwarten, daß die liberale Opposition sich dieser Niedertracht entnicht neue Ausmeffung eines äußerlichen Kennzeichens und die gewesenes Genie sein, wenn er sich in sechs Wochen die gegenstemmen wird. Agracier und Merkantilisten verden sich also schablonenhafte Uebertragung der gewonnenen Resultate auf die notwendigen Kenntnisse aneignen könnte. Er erhält beiläufig vom in diesem Werke einig finden, wie sie jahrzehntelang innig verStellung, die die einzelnen einnehmen, ohne Berücksichtigung der Reichsverband 6 M. täglich und feine Familie bezieht den vollen Lohn schlungen die Verelendung des ungarischen Volkes betrieben haben. vielen förperlichen, sozialen und anderen Faktoren, die für den Er- weiter. Der Mann meinte übrigens selbst, wenn er auch dem Posten Die ungarische Arbeiterschaft wird also den Kampf gegen diese werb der Stellung, in der sich die„ Lang" oder" Kurz"-Köpfe be- nicht gewachsen sei, so hätte er doch die Berliner Zeit nicht verloren. Helden der Korruption, der Lüge und Heuchelei allein auffinden, maßgebend waren, ist ebenso wertlos, wie eine„ wissenschaft- Ferner fagte er wörtlich zu feinen Stollegen, er glaube selbst nicht, nehmen müssen, will sie die innerlich angefaulten Stüben der liche Untersuchung", ob die in beffer bezahlten Stellungen Befind- daß der Reichsverband lebensfähig sei, weil er mit viel zu ber- magyarischen Nationalforruption zerbrechen. lichen Bartanlage, Hühneraugen, starte Augenbrauen haben u. bergl. worrenen Ansichten arbeite". Aber mag man mit der Deutschen Tageszeitung" und Dr. Röse die Kopfform oder die Kopflänge als ein wesentliches Merkmal für Wie seinerzeit berichtet wurde, ließ der damalige Bordellanwalk die Intelligenz des Kopfbesizers halten was in aller Welt Polonyi, der inzwischen zum Juftigminister vorgerilekt ist, das Organ hat das mit dem Sozialismus zu tun? Daß unter Arg in die Klemme geraten find in Mülheim a. d. Muhr der ungarischen Feldarbeiter Világszabadság" vom 7. Jult mit fonst gleichen Verhältnissen der Intelligentere leichter in eine höhere einige Heberpatrioten aus Kriegervereinstreifen, die sich durch die Beschlag belegen, da es angeblich aufreizende Artikel" enthielt. Stellung aufrückt, als der minder Befähigte, ist ein von niemand Errichtung eines Kaiser Friedrich Denkmals" foeben als Dieses gefezwidrige Vorgehen der Regierung der nationalen bestrittener Gemeinplay. Wohl aber verhindert unsere heutige Ge„ Bauchrutscher" produzieren wollten und im Geiste den ersehnten Demokratie" hat damals im ganzen Lande großes Aufsehen erregt, sellschaftsordnung Hunderttausenden der befähigsten Köpfe, die- Piepmas schon im Stnopfloch wähnten. Den allzu aufdringlichen zumal der in Frage kommende Justisminister noch als Abgeordneter, jenige geistige und technische Ausbildung zu genießen, die für höhere blide ein fleines Malheur pafffert, obwohl alles wie am Schnürchen Rede Bolónyis konfisziert wurde, dieses infame Vorgehen der Staats Machern des Denkmalsrummets ist nämlich noch im lebten Augen- als ein bürgerliches Blatt wegen der Veröffentlichung einer Leistungen unerläßlich ist. Das beweist niederschmetternd" gerade die von Dr. Röse aufgemachte Statistik. Denn aus dieser geht fannten„ freiwilligen" Drucke und durch Veranstaltung von allerhand zu gehen schien. Die erforderlichen Moneten waren unter dem be anwaltschaft" wie folgt brandmarkte: hervor, daß der Prozentsak langer Stöpfe( über 20 Zentimeter) bei Klimbimarrangements größtenteils zusammengebracht oder doch gesichert, Das ist der richtige Verfassungsbruch. Der Angriff eines den ordentlichen Professoren der Hochschule, die sich doch gemeinhin die Stadt hatte( burch die bürgerliche Klassenvertretung natürlich) den feigen und böstvilligen Gefindels auf die hehre Idee. Im für die feinste Blüte der Intelligenz erachten, kaum größer war, Blaz gratis zur Verfügung gestellt und noch ein schönes Simmchen 20. Jahrhundert gegen Gedanken mit Präventivmaßregeln au als bei den leitenden Beamten der Straßenbahn und daß sogar von in bar dazu bewilligt, Gesangvereine, Militärkapelle und die fämpfen, das ist blöd und schuftig. Der Gedanke verkündet entden aus dem Schaffnerberuf hervorgegangenen Kontrolleuren ein obligaten weißen Jungfrauen harrten des Anfangs der Vorstellung. weder Wahrheit, bann ist jeder Unterbriiclintgsversuch vergeblich, Neuntel, nämlich 112 Mann, dieselbe Kopfgröße aufwiefen. Nun die Grundsteinlegung konnte beginnen. Doch, o teh! Eben biefe oder er lügt, bann gibt es eine andere Art der Retorsion. Wenn ist männiglich bekannt, daß in unserer segensreichen Wirtschafts- Grundsteinlegung die Fejervarysche Regierung nur diese eine Sünde begangen verboten(!), weil ordnung Hochschulprofessor mit verschwindenden Ausnahmen nur hätte, verdiente sie schon aus der Welt geschafft zu werden!" hierzu erforderliche, allerhöchste Genehmigung." derjenige werden kann, der in der Wahl seiner Eltern und GlücksDie so rasch eingetretene Meinungsänderung überraschte fehlte! Troß umstände nicht unvorsichtig war. Die Rösesche Statistik beweist bin Briefe und Telegramme nur nur so niemand. Bolonhis Rechtfertigung" im Parlamente fand bei der und und hergeflogen waren, trogdem die also aufs schlagendfte, daß, wenn eine sozialistische Wirtschafts- Batrioten zweimal telegraphisch während der Anwesenheit des Advokatenkammern gegen die Breßinebelung entschieden Stellung braben Koalitionsbande großen Beifall. Daß mehrere Munizipien und ordnung allen Geborenen die äußerlich gleichen Entwickelungs- Staisers in Bonn um eine Audienz nachgefucht hatten, wurde nahmen, ließ die„ nationale" Regierung, obwohl es ihr nicht gemöglichkeiten gewährte, nicht weniger als 112 Straßenbahn ihnen ebensowenig die erbetene Audienz bewilligt noch die Genehm war, ganz falt. schaffner, die heute bestenfalls zu Kontrolleuren aufsteigen, nehmigung zu der Grundsteinlegung des Denkmals erteilt. Und nun hätten ordentliche Professoren ander technischen Hochzu all den Umständen hat man noch obendrein den Spott! Wie dieser wortbrüchigen Regierung jetzt zu Mute ist, da der schule zu Dresden werden müssen. Dagegen erscheint es noch und die Ursache der Verfagung der Genehmigung? Wie verlautet, vom Schwurgerichte zu Budapest glänzend freigesprochen Autor des inkriminierten Artikel des Világszabadság" kürzlich recht zweifelhaft, ob die 71,4 Proz. der Hochschulprofessoren, die foll das Denkmal nicht den Beifall der hierfür maßgebenden Stellen wurde, das ist allerdings eine andere Frage. Denn noch niemals eine fleinere Stopfgröße aufweisen, dann auch nur Kontrolleure gefunden haben, da nur Reiterstatuen gewünscht werben. war im flaffischen Lanbe der Korruption ein Gerichtsurteil von hätten werden können und nicht im ehrfamen Stande der Schaffner Ob das stimmt? verbleiben müßten. Jedenfalls ist auch das ein beachtenswertes folcher Bedeutung wie eben bleses. Man bebenke nur, daß das Die Sache hat aber insofern auch eine ernste Seite, als sie das guftigivefen in den Händen des Herrn Polonyi liegt und daß in Symptom für den Wert unserer Wirtschaftsordnung, daß beinahe Selbstverwaltungsrecht der Kommunen wieder mal trefflich folchen Prozessen stets die der Sozialdemokratie gebässigsten Richter drei Viertel der untersuchten Hochschulprofessoren nicht zu der illustriert. Man verschenkt städtischen Grund und Boden feitens der präfibieren. Gruppe gehörten, welche die Oberflaffe der Intelligens dar Stadtverwaltung, man greift bazu noch in den Stadtfäckel, man Schwurgericht- lauter tapitalistische Elemente eine bewährte Da ist es denn geradezu ein Wunder, wenn das stellt, wenigstens nach Herrn Dr. Röfe und der Deutschen Lages- veranstaltet besondere Luftbarkeiten, alles, um sein patriotisches Herz Straft der ungarischen Sozialdemokratie von der Anklage der Aufzeitung". zu zeigen, und schließlich genügt ein Wort, um alle Vor wiegelung freispricht, zumal da doch bas Klaffenparlament die bereitungen und Arrangements über den Haufen zu werfen. Das Wertschätzung und Wohlwollen ist den preußischen Boltsist bie bebentliche Stehrseite, an dem sonst zum Gaudium der Wil Infamie des Juſtiziministers jubelnb sanktionierte. schullehrern wieder einmal von der Regierung versichert Heimer Arbeiterschaft verlaufenen Denkmalsrummel. worden. Von dem Beauftragten des Ministers gegen die Voltsschule, der jüngst den Städten verboten hat, in der Festsetzung der Lehrergehälter wesentlich über die Säge der ländlichen Gemeinden fchloffen, über die Wahl des Klerikalen Dr. Saegy zum Bezirtstag Geiftliche Wahlmache. Der Bezirksrat des Ober- Elsaß hatte be hinauszugehen, damit in Dstelbien die Landflucht der Lehrer nicht im Kanton Hirfingen Erhebungen zu veranstalten, ba gegen diese zu groß werde. Diefer famose Erlaß des Herrn Stubt be Wahl von liberaler Seite Einspruch erhoben worden war. In feiner unruhigt natürlich die Lehrerschaft und der Preußische Sigung vom Dienstag hat nun der Bezirksrat die Wahl Haegys Lehrerverein entsandte zivet Herren ins Kultusministerium, für gültig erklärt, weil die in Abrechnung gebrachten Stimmen für um dort ihre Beschwerden vorzutragen. Herr Studt würdigte aegy tein anderes Resultat herbeigeführt haben würden. Gegen die Herren nicht seiner Gegenwart, fondern fie mußten sich diese Entscheidung ist Returs beim taiserlichen Rat eingelegt worden. mit dem Ministerialdirektor Schwartkopff begnügen. Der Herr hat Brinzipiell wichtig ist, daß der Begirtsrat seine frühere Entscheidung, sie dann in wohlwollende Worte förmlich eingewickelt. Der Erlaß daß jede Agitation während der Ausübung des des Ministers ist natürlich nicht verstanden" worden. Es liegt ihm geistlichen Amtes geeignet ist, eine Wahl un- Ataffe gehegt, was jedoch nicht wahr ist." völlig fern, die Erhöhung der Lehrergehälter zu unterbinden. Der gültig zu machen, aufrecht erhalten hat. Dadurch Minister steht im Gegenteil auf dem Standpunkt, daß die Lehrer- ist dem Klerus bei fünftigen Wahlen ein bisher oft angewandtes besoldung eine beffere werden müsse und sei bemüht, fie so günstig beliebtes Mittel der ungesetzlichen Wahlbeeinflussung entzogen weise aus den an uns gerichteten Briefen." wie möglich zu gestalten. Die Lehrerschaft könne betreffs der Neuregelung der Besoldung volles Vertrauen zur Unterrichtsverwaltung haben, die diese An- Die Vorboten von Kaisertagen werden die Münchener jetzt" Ich habe auf der Bahnstation von Csaba gesehen, daß, als einer gelegenheit nicht aus den Augen laffe und tunlichst bald" in die gewahr. Etwa hundert preußische Kriminaler" sind in die jener technischen Arbeiter, die als Streifbrecher befördert wurden, Wege leiten werde. Bestimmte Mitteilungen darüber, wann die bayerische Hauptstadt eingerückt. Leidlichen Menschentennern find aus der Menge austreten wollte, ihn ein Gendarm mit einer Peitsche Revision des Besoldungsgefeges erfolgen und wie fie fich im einzelnen fie, so meint unsere bayerische Parteipreffe, schon auf preußische zurücktrieb und auf ihn losschlug.... Auf der Station von Ujverbaß gestalten werde, tönnten selbstverständlich noch nicht gemacht werden. Schußweite erkennbar, obgleich sie in der verschiedensten Gewandung wurde während der Weiterbeförderung ein ruthenischer Streitbrecher Festzuhalten sei, daß die preußische Boltsschule als ein Gesamt- erscheinen. Die Münchener Bost" ermahnt die mitteilsamen baye gleichfalls von einem Gendarmen mit einer Rute gehauen. In Töröktanisza wurde das Streiflager der Feldarbeiter vom Stuhl organismus aufzufaffen und zu behandeln fet, und es müsse daher rischen Hauptstädter zur Borficht beim Biertischgespräch. dafür gesorgt werden, daß kein klaffender Gegensatz zwischen Wert richter aufgelöst. Als die Gendarmerie die Menge verjagen wollte, und Leistung der Stadt- und Landschulen entstehe, der bei dem warf sich diese zur Erde, worauf die Gendarment mit dem Gewehrkolben und mit dem Bajonett borgingen." Weiterbestehen der gegenwärtigen Besoldungsverhältnisse sich herauszubilden drohe. Der letzte Satz enthält das ganze Programm der Studtschen Lehrerbesoldungspolitik. Es heißt: Die Lehrergehälter in den Städten dürfen nicht wesentlich höher werden als auf dem Lande, damit Dftelbien allzeit billige Lehrer hat. worden. Ausland. Oesterreich. " Was für Zustände in Ungarn herrschen und wie man unter bem Regime der nationalen Demokratie" in Ungarn verhandelt, freffer, zum Angeklagten: Was waren Sie frither?" barfiber gibt der Verlauf der Gerichtssigung Klarsten Aufschlußs: Gerichtspräsident Leo Biitvag, ein notorischer Sozialisten " auch Senecht beim Grafen Karolyi." Angel.: Tagelöhner in Eisenwerken und Mühlen. Ich war Saben Sie die inkriminierten Artikel geschrieben?" " Beide schrieb ich." " Fühlen Sie sich schuldig?" " Rein 1" Wissen Sie, weshalb sie angeklagt wurden?" " Ich weiß es, der Anklage zufolge hätte ich gegen die Herrschende Woher entnahmen Sie den Stoff zur Bearbeitung?" " Teilweise aus eigener Erfahrung auf der großen Ebene, teilNun, was haben Sie gesehen?" Auch dies haben Sie gesehen?" " Nein, dies lettere erfuhr ich von einem glaubwürdigen Manne. Später suchte ich die Stelle persönlich auf und überzeugte selbst, benn die Blutfpuren waren noch zu sehen." Und was wollten Sie denn bezwecken?" mich " Bloß die Tatsachen feststellen. Erntezeit getan?" Weshalb haben Sie dies gerade im Sommer, während der Was während der Erntezeit geschieht, darüber kann ich doch wohl nicht im Dezember berichten. Die Wahlreformvorlagen wurden vom Abgeordnetenhause gestern( Donnerstag) in zweiter Lesung weiter beraten. Breiter bekennt sich als Anhänger des allgemeinen und gleichen Wahlrechts und bekämpft aufs entschiedenste die dem Die beiden Vertreter des Preußischen Lehrervereins nahmen, fo Bolenklub gemachten Konzessionen. Adler erklärt, die heißt es in dem Bericht der Magdeburger Beitung", dem wir folgen, abireform bedeute einerseits ein Stompromiß zwischen den aus der Unterredung den Eindruck mit, daß unfere oberste Unterrichts- Wölfern, andererseits sei fie nicht frei von Spuren der Berverwaltung dem Lehrerstande Wertschäßung und Wohlwollen" entgegenbringt und beides auch, soweit es die berfügbaren Staats- gewaltigung, insbesondere hinsichtlich der Behandlung der mittel gestatten", betätigen wird. Ruthenen. Es wäre jedoch der größte politische Fehler, deswegen die Reform zu verwerfen. Redner verweist ferner auf die die Sozialdemokraten schädigende Wahlkreiseinteilung. Die Sozialdemokraten würden selbstverständlich trotz der der Vorlage anhaftenden Mängel, für die sie nicht die Verant- zu guten Gehältern gelangten?" wortung übernehmen, mit Berbesserungsvorschlägen möglichst Derlei kleinliche Gesichtspunkte werden bei uns gar nicht in zurückhalten, aber unter keinen Umständen eine Ber- Betracht gezogen." ich I echterung der Vorlagen, insbesondere die Ein- gräsidenten so aus dem Häuschen, daß er teine weiteren Fragen Diese treffende Erwidering des Genossen Jocfat brachte den führung des Pluralitätswahlrechtes zulassen. stellte. Der Glaube dieser beiden Vertreter der preußischen Lehrerschaft ist groß, größeren wird man in Israel niemals finden. Wir find aber überzeugt, daß diese Gläubigen nicht viele Jünger finden werden, weder in der preußischen Lehrerschaft noch sonst in der preußischen Bevölkerung. Einer im nobelsten Rock". Die„ Mannheimer Volksstimme" meldet, daß bei einer Kontrollversammlung zu Mannheim ein Hauptmann sich erTaubte, den Reservisten folgende Ansprache zu halten: Ungarn. Die Koalition an der Arbeit. " " Lassen wir das also", brummte der gut abgeführte Präsident. Sie schrieben 3. B.: Der Grundbefizer und der Arbeiter find wie mußten Sie diese armen Leute aufheben? Doch nicht etwa darum, Weshalb Feuer und Wasser; sie werden sich niemals vereinen." damit diese auf das„ Vilagfababsay" abonnierten und Sie dadurch Wir übergehen das Plaidoyer des Staatsanwalts und die interessante Rede des Verteidigers. Die Geschworenen verneinten die Schuldfrage, und so mußte der Präsident betrübten Herzens den Freispruch verkünden. Schweiz. „ Es ist da ein Jugendverein gegründet worden von einem gewissen Frank, der sich zur Aufgabe macht, jungen Beuten von 14 bis 15 Jahren den Haß gegen Kaiser und Reich Nachdem die ungarische Regierung vor einigen Tagen den einzupflanzen. Ich ersuche Euch im eigensten Interesse der jungen Streit der Straßenbahnangestellten, der letzten national- patrioLeute, wenn jemand einen Bruder oder Verwandten bei dieser tischen Arbeiterorganisation, mit Sufarensäbeln niedergeschlagen Gesellschaft hat, denselben zu ermahnen, solchen Verkehr zu hat, glaubt sie nun, die Zeit für ihre arbeiterfeindlichen Aktionen Die Regierung felber hat nun die moralische Hinrichtung der Scharfmeiden, da er sich sonst für sein ganzes Leben unglücklich macht. fei gekommen. Die Feudalen der Koalition stehen der Idee des macher im Stanton Zürich übernommen. Nachdem ein halbes Duyend Der Frank ist von Beruf Rechtsanwalt hier, fibt da oben bei felbständigen Zollgebietes feindlich gegenüber und wollen eher durch Männer öffentlich erklärten, daß sie die Zuchthausinitiative gegen die Gericht, hat bei jeder Verhandlung ein großes, freches Maul und eine weitgehende Ausbeutungsmöglichkeit der Arbeitskraft die Nonmeint er fei etwas; aber schließlich find diese Leute doch nichts furrensfähigkeit der ungarischen Industrie trop Beibehaltung des Arbeiter nicht unterschrieben haben und ihre Namen daher nur burch als Lumpen. Dieser Mensch verdient den Rechtsanwaltstitel gemeinsamen Bollgebietes heben. Auf diese Weise würden die Fälschung darunter gekommen sind, hat die Direktion( Ministerium) nicht, er ist nicht einmal wert, daß man ihn anspuckt." Merkantilisten der alten liberalen Partei befriedigt und die Inter des Jnnern in Zürich an alle 86 Mitglieder des Scharfinacherund zwar auf Kosten der fomitees eine direkte Anfrage gerichtet: wie es sich mit ihrer UnterDer Herr Hauptmann fann zivar unseren Genossen Frant, effen der Agrarier geschütt feinschrift verhält und ob sie eventuell mit dem Rückzug der Initiative Arbeitermassen! den das Vertrauen der badischen Genossen ins badische Landes- In der Sigung des ungarischen Abgeordnetenhauses vom 3. No- einverstanden wären. Jest erfährt man auch, daß der persönliche parlament gesandt hat und der in uneigennüßigster Weise sich die bember gab Justizminister Polonyi die Erklärung ab, daß er auf Urheber und Oberscharfmacher dieser Kampagne der Sekretär des Förderung der Jugendorganisation angelegen sein läßt, nicht be- dem Wege der Strafgesetreform„ die organisierte Propaganda" Züricher Gewerbeverbandes, Herr Boos Ingher, ist, der leidigen. Indes wird es doch nötig sein, ihm begreiflich zu machen, der Sozialdemokratie, der„ geschäftsmäßigen Ruhejtörer", vereiteln die Gege gegen die Arbeiter und ihre Entrechtung planmäßig bedaß der nobelste Rock nicht das Privilegium gibt, Zivilisten un- werde. Ministerpräsident Weferle gab eine gleichlautende Gr- treibt. Es ist nicht unmöglich, daß die Buchthausinitiative bas gestraft zu beschimpfen. flärung ab! Die gemeinsten Anwürfe wurden von ministerieller Schicksal der deutschen Buchthausvorlage teilt und auf dem SchindSeite gegen die Sozialdemokratie und ihre Führer geschleudert, und anger verscharrt wird. notorische Lumpen, wie die Abgeordneten Hódi und Martos, gaben Jn Bant besteht seit dem 1. Oftober b. 3. ein sehr start den Ton an für die Musik des ihnen ebenbürtigen Polónhi. Geza frequentiertes Arbeitersekretariat, und das mit Bant zu einem Stadt- Bolónyi, der Agent in- und ausländischer Bordelle, der Ausganzen berwachsene Wilhelmshaven hat eine städtische Rechts- wandererköderer für die Hamburg- Amerika- Linie des Norddeutschen austunftsstelle für Unbemittelte. Es ist also in dieser Be- Lloyd, wagt es, öffentlich die Sozialdemokratie der Geschäftspolitik ziehung für unentgeltlichen Rechtsschutz reichlich gesorgt, da zu zeiben!! Das ungarische Koalitionskabinett, dessen Mitglieder der, dem das Banter Arbeiterfekretariat in sozialdemokratischem fündet einen Kampf gegen alle international gesinnten" Elemente bis an den Hals im Schmuße der nationalen Korruption steden, Geruche steht, sich an der Wilhelmshavener blauen" Aus der Arbeiterschaft an und als Biel dieses Stampfes, erklärt es die fumftsstelle Rat Holen kann. Nichtsdestoweniger hat die Bant Einführung eines Ausnahmegesebes, bas geeignet wäre, die Wilhelmshavener Ortsgruppe des Reichsverbandes befchloffen, in ungestörte Wirksamkeit des Gesetzes der Nachfrage und des AnBant toch ein„ nationales" Arbeiterfefretariat zu gründen mit dem gebotes als Regulator des Arbeitslohnes herzustellen. Wie ehrlich ausgesprochenen gwede, das Arbeiterfekretariat des Gewerkschafts- es die Regierung meint, möge durch folgende Betrachtung illustriert fartells talt zu stellen. Räumlichkeiten sind bereits gemietet und werden: In Ungarn ist seit acht Jahren ein Landarbeitergefeb auch der fünftige nationale" Arbeiterfekretär ist bereits ausgesucht. wirksam, welches den Streit der Landarbeiter mit Arrest belegt. Es ist ein christlich organisierter Werfttischler, der in seinem Fache So wurden z. B. im vergangenen Jahre im Békéser Komitat ganz iiichtig sein mag, aber keine Spur von den für einen Arbeiter 873 Landarbeiter zu insgesamt 13 668 Tagen Arreft verurteilt. Im fekretär unentbehrlichen Kenntnissen besitzt. Er soll nun in Berlin selben Jahre wurden im ganzen Lande zirka 5000 Landarbeiter zu auf Reichsverbandstoften ausgebildet werden und ist am Sonntag, insgesamt 300 Jahren Arrest berurteilt! Diefe freie" den 4. November, bereits dorthin abgereist. Die Dauer der Aus- Wirksamkeit des Gefeßes der Nachfrage und des Angebotes gebildung beläuft sich auf sechs Wochen. In sechs Wochen will also denkt das Kabinett Wekerle nun noch durch eine Zertrümmerung Neues vom Reichsverband. Frankreich. Sozialistische Gefehentwürfe. Paris, 8. November.( B. H.) Der sozialistische Abgeordnete Contant hat namens der geeinigten Sozialisten mehrere Gefeßentwürfe in der Kammer eingebracht. Einer derfelben geht dahin, größere Garantien für Stautionen und noch ein anderer die den Advokatenstand abzuschaffen. Ein anderer Antrag verlangt Bildung von Hülfskaffen zur Verteilung von Unterstützungen an Kinderreiche Familien. England. Die Neuen Hebriden. Der Tert der Konvention zwischen Frankreich und England betreffend die Neuen Hebriden, welche das Protokoll vom 27. März bestätigt, ist veröffentlicht worden. In der Konvention wird festgestellt, daß die Neuen Hebriden ein Gebiet einer gemeinsamen Einflußsphäre bilden. Frankreich und England ernennen je einen Oberkommiffar. Den Oberkommiffaren find zwei stellvertretende Stommiffare beigegeben, die erstere bei deren Abwesenheit vera treten, Norwegen. Ihre Entlassung genommen haben der Finanzminister Hagerup Bull und der Ackerbauminister Binje. An ihrer Stelle sind Abraham Berge zum Finanzminister und Svend Aarrestad zum Acerbauminister ernannt worden. fraten. Amerika. Die Wahlen. Bei den Wahlen in Pennsylvanien haben die Vereinigten Bergarbeiter von Amerika" einen bemerkenswerten Erfolg errungen; zwei ihrer Führer sind in den Kongreß und sechs ihrer Mitglieder in die gesetzgebende Versammlung des Staates Pennsylvanien gewählt worden; alle acht sind DemoIn Nevada ist eine starke demokratische Strömung herborgetreten, obgleich die gesetzgebende Körperschaft republitanisch geblieben ist. In Nord- Dakota und Idaho scheinen die Republikaner gefiegt zu haben. " Nach einem Privattelegramm des B. T." soll in Illinois Ser erste sozialistische Kongreßmann seit Bestehen der Republik gewählt sein. Hoffentlich bestätigt sich diese MelDung. Druckfehler- Berichtigung: In dem Artikel Eine Antwort" muß es in der ersten Spalte, neunter Absatz, Beile acht heißen statt: „ Die Hinrichtung der Jagodjo war auch in ihrer Weise berechtigt", war in ihrer Weise unberechtigt. In der dritten Spalte, zweitleiter Absatz, britte Beile von unten mnß es heißen statt:„ angenommen war"," wie angenommen werden Statt Jagodja ist überall zu lesen Jagodjo. muß". Gewerkschaftliches. Der Reichsverband zur Bekämpfung der Arbeiterschaft und die " gelben Gewerkschaften". In Augsburg, wo die neue Seuche, das gelbe Gewerkschaftsfieber, zuerst ernstlich in die Erscheinung trat, wird zur Ausbreitung der Strankheit das Mögliche getan. Bisher war es nur gelungen, in der großen Waschinenfabrik einen nennenswerten Erfolg mit dieser neuen Art der Bekämpfung der Arbeiterklasse durch die Arbeiter selbst zu erzielen. Jetzt, wo es nachgewiesenermaßen in den Reihen der gelben Gewerkschaftler zu rumoren beginnt, jetzt versucht man sein Glück auch in anderen Fabriken. 8. Der gegenwärtige Organisationsstand muß gegenseitig respet tiert werden und ist eine Agitation, die darauf abzielt, sich gegena seitig Mitglieder abzutreiben, zu verurteilen. ihre Vertrauensleute und Mitglieder. Von diesem Uebereinkommen verständigen beide Organisationen feine Mitglieder nicht in der Sand. In den Betrieben sagen die Gesellen: Gestreift wird unter allen Umständen, wie der Bertrag auch ausfallen möge. Man wolle eben streiken, weil seit zwei Das Vertragsverhältnis habe doch keinen Sinn, wenn die Arbeit Jahren nicht mehr gestreift wurde.- Hierauf erwiderte Glocke: geber die Verhältnisse nicht berücksichtigen wollen, die sich derart ge= Der Beschluß hat Gültigkeit für ganz Württemberg. ändert haben, daß eine Verbesserung des Vertrages notwendig ist. Eine Notzüchtigung des§ 153 bedeutet folgender Fall. Während Ge sei nicht wahr, daß der Verband die Absicht habe, unter allen des Maurerstreifs in Augsburg fing ein auf Ernteurlaub Umständen zu streiken. In den Versammlungen des Verbandes sei stets betont worden, daß die Arbeiter Wert auf das Vertragsentlaffener Soldat bei einem Bauunternehmer als Streit berhältnis legen. Was aber schließlich geschehen werde, wenn die brecher zu arbeiten ant. Da sagte ein früherer ArbeitsArbeitgeber auf eine Verbesserung des Vertrages nicht eingehen, follege, der nicht streifte, sondern bereits zu den neuen zu dem Streifbrecher, er solle doch das sei abzuwarten. Wenn es wahr sei, daß in den Werkstellen Bedingungen arbeitete, schuldet, denn in ihrer Fachzeitung" hätten sie so geschrieben, heraus, er soll sich schämen, später werde er dann darum angeschaut. vom Streit gesprochen werde, dann hätten die Meister dies ver- feinen Streifbrecher machen, er komme doch wieder vom Militär Wegen dieser Worte erhielt der Maurer einen Strafbefehl. Bei Gericht bag bie Arbeiter glauben müssen, die Meister wollen den E. cit. Die weiteren Verhandlungen mußten hier abgebrochen werden, stellte sich heraus, daß der Beschuldigte den Urlauber nicht zur weil die Kommission noch eine Differenz zu verhandeln hatte, Teilnahme am Streit veranlassen wollte, sondern es wurde ein deren Erledigung nur deswillen sehr lange Zeit erforderte, weil wandsfrei nachgewiesen, daß der Maurer von seinem Meister bereits der betreffende Arbeitgeber sich hartnädig und anhaltend weigerte, vor den unter Anklage gestellten Worten die Zusicherung erhalten den Spruch der Kommission anzuerkennen. hatte, daß er den Ernteurlauber auch noch einstelle, und mit dieser Zusicherung ging der Maurer erst hin und wollte seinen Freund und Kollegen holen zur gut bezahlten Arbeit, nicht zum Streit! Dessen ungeachtet verurteilte das Schöffengericht den Maurer daß In der nächsten Sizung wird die Tarifberatung fortgesetzt. Es soll über Lohn und Abschlagszahlung in Verbindung mit der Frage der Arbeitszeit gesprochen werden. auf Grund des§ 153 der G.-D. zu fünf Tagen Gefängnis! Husland. gramm aus Paris haben dort infolge von Meinungsverschieden Aussperrung in der Textilbranche zu Paris. Nach einem Teleheiten mit ihren Arbeitern die Besizer von 22 Fabriken der Tuchs branche, die etwa 8000 Arbeiter beschäftigen, ihren Arbeitern gefündigt. Berunglückte Bergleute. Ueber den Streik der Kammacher ist zu berichten, daß noch 14 Betriebe mit 186 Arbeitern sich im Ausstande befinden; 12 Betriebe mit 184 Arbeitern haben bewilligt. Die Fabrikanten, bei denen noch gestreift wird, gehören der Freien Vereinigung der Saarschmudfabrikanten" an. Der Vorstand dieser Vereinigung hat in einem Rundschreiben an ihre Arbeiter die Forderung abgelehnt mit der Begründung, daß sie der auswärtigen Konkurrenz halber die Forderungen nicht bewilligen fönnen. Demgegenüber sei bemerkt, daß, wenn die auswärtigen Kollegen Lohnforderungen stellten, Pontypridd, die seit dem 1. November die Arbeit eingestellt hatten, Gefiegt. 2600 Arbeiter der Great Western- Kohlengruben in immer auf die Konkurrenz von Berlin hingewiesen worden ist. Um Arbeitswillige zu bekommen, suchen die Fabrikanten in um dadurch gegen die Beschäftigung nichtorganisierter Bergarbeiter den bürgerlichen Blättern Leute, die gar nicht in der Kammbranche Protest zu erheben, haben gestern beschlossen, die Arbeit wieder Bescheid wissen, z. B. Mechaniker, Uhrmacher, Drechsler, Graveure aufzunehmen, da 300 nichtorganisierte Arbeiter versprochen haben, usw. und versprechen diesen hohe Löhne. Jedoch währt die dem Bergarbeiterverbande beizutreten. Freude nicht lange, denn die so Angeworbenen lösen das Arbeitsverhältnis, sobald sie erst mehr Einblick in die Verhältnisse der Kammbranche bekommen. Die Arbeit ist sehr ungesund und man muß bei den gezahlten Löhnen äußerst intensiv arbeiten. Um die Letzte Nachrichten und Depefchen. bei ben Arbeitswilligen mit den Streifenden nicht in Berührung kommen au laffen, werden in einer Fabrik die Arbeitswilligen per Kahn nach der Jannowißbrücke transportiert. Mit dem Streikpostenstehen haben die Arbeiter einen schweren Stand, denn bei einzelnen Fabriten werden die Streikposten des Tags über mehrmals arretiert und ihnen mit Strafantrag gedroht. Troß dieser Maß nahmen und der unwahren Behauptung der Unternehmer, daß bei Firmen, die bewilligt haben, die Arbeiter die Arbeit bedingungsIn der bekannten Fabrik 2. A. Riedinger, sowie los aufgenommen hätten, bliden die Streifenden ruhig der Zukunft in den Vereinigten landwirtschaftlichen Maschinenfabriken entgegen, denn das alles sind nur Schreckschüsse, um Uneinigkeit vorm. Epple u. Burbaum, auch in der Ha indischen Berlin fernzuhalten.- Arbeiterfreundliche Blätter werden um Haind unter den Arbeitern zu stiften. Zuzug von Kammachern ist von Papierfabrit sind in den letzten Wochen derartige Gründungen Abdrud gebeten. bersucht worden. Die Veranstaltungen zu den Gründungen sind sicher direkt oder indirekt auf den bekannten Direktor verſanımlung des Verbandes der Berliner Schuhfabrikanten be Die Forderungen der Fabrikschuhmacher abgelehnt! Gine General- sohnes der Ermordeten, Rechtsanwalts Karl Hau aus Bernkastel. Buz, der Ausschußmitglied Troppau, 3. November.( W. T. V.) Heute früh blieb der berbandes ist, zurückzuführen. Wenn auch im allgemeinen schäftigte sich gestern abend im„ Altstädter Hof" mit den Forderungen größte Teil der Belegschaft im Hauptschacht in Orlau und heute nachnur Hofarbeiter und solche Leute für die Prätorianergarde Resolution zur Annahme, in der erklärt wird, daß die Forderung in Domtrau und in der Sophien- Zeche in Boremba aus. Der Grund der Fabrikschuhmacher. Nach längerer Beratung gelangte eine mittag die Belegschaften des Bettina und des Eleonoren- Schachtes gewonnen wurden, welche wegen Alters oder Invalidität wo des paritätischen Arbeitsnachweises für die Fabrikanten überhaupt des Ausstandes liegt in Lohnstreitigkeiten. anders keine Arbeit zu bekommen glaubten, so bedarf es doch undiskutabel sei und daß auch die geforderte zehnprozentige Lohus der größten Aufmerksamkeit und der intensivsten Aufklärungs- erhöhung unter feinen Umständen bewilligt werden könne, weil dies arbeit, um dieser neuesten Kampfesmethode der Mannen des angesichts der Lage des Gewerbes unmöglich sei. Die Beschluß soll Reichsverbandes mit Erfolg entgegenzutreten. Und daran, den Arbeitnehmern sofort mitgeteilt werden. Die Herren Unter dessen sind wir überzeugt, werden es die Organisationen in die Lage der Schuhmachergehülfen gestattet ihnen nämlich nicht, bei nehmer werden sich die Sache hoffentlich noch einmal überlegen Augsburg nicht fehlen lassen. den bisherigen Löhnen auszukommen. Berlin und Umgegend. Achtung, Metallarbeiter! des ReichsDer„ Regulator", das Organ der unentwegten Hirsch- Dunderschen Streitbrecher, bringt in seiner Nr. 45 einen längeren Artikel über die Differenz bei Siemens. Auf das Geschwafel einzugehen lohnt sich nicht. Es ist nichts weiter als das krampfhafte Bemühen, unter den unglaublichsten Verrenkungen sich wegen des Streifbruchs bei Siemens zu rechtfertigen. Was uns bloß noch fehlte! Für Berlin und die Mark Brandenburg wird vom Berliner politischen Polenkomitee ein polnischer Gewerkschaftsverband gebildet. Deutfches Reich. Zum Streif der Binnenschiffer. Zu welchen Mitteln die Schiffahrtsgesellschaften schon Zuflucht In Köln haben die Christlichen die Hirsch- Dunderschen ber- nehmen, um ihre brachliegenden Fahrzeuge zu bemannen, zeigt hauen. In Berlin unter den Mitglieder der freien Gewerkschaften sind die Hirsch- Dunderschen trotz aller Sünden ja vor solchen Aus- folgender drastische Vorfall: Ein Bootsmann, welcher in der Hamburger Strafanstalt" Fuhlsbüttel" eine dreimonatige Freiheitsfällen geschützt. Wir Wilden sind eben bessere Menschen. Wir ersuchen alle Arbeiter, trok des Hirsch- Dunderschen Ränke- trafe verbüßte, erhielt kurz vor seiner Entlassung( 1) den Besuch des Herrn Gefängnisinspettors, welcher in Begleitung spiels die Siemens- Betriebe streng zu meiden. eines Herrn erschien, der sich als Vertreter einer Elb schiffahrtsgesellschaft entpuppte. Der Inspektor teilte dem Gefangenen nun mit, daß der ihn begleitende Herr tüchtige Bootsleute suche und er bei demselben sofort nach seiner Entlassung in Dienſt treten könne. Auf die Frage des Inhaftierten, wie das tomme und bei welcher Gesellschaft die Arbeit zu vergeben sei, wurde ihm erklärt, daß die Bootsleute auf der Elbe streiften und es deshalb an Mannschaften mangele. Nunmehr verwahrte sich der Gefangene, welcher, nebenbei bemerkt, sich kein entehrendes Verbrechen hat zuschulden kommen lassen, energisch gegen eine solche 3umutung, worauf der Herr Inspektor ihm bedeutete, wenn er sich noch lange so frech benehmen würde, könnte er noch drei Tage Extrabergütigung erhalten. Wie weit muß es doch schon mit der Moral der Herren Scharfmacher vom Arbeitgeberberband gekommen sein, daß sie schon versuchen, ihre kostbare Ware aus den Gefängnissen zu beziehen. Deutscher Metallarbeiterverband. Ortsverwaltung Berlin. Die Tarifverhandlungen der Holzarbeiter. Die Schlichtungsfommission beschäftigte sich in ihrer Sizung am Mittwoch wieder mit der Frage der Arbeitszeitverkürzung. Zum Beweise, daß die immer intensiver werdende Arbeit ihre schädliche Wirkung auf den Arbeiter ausübt, führte Glode die Krankenziffern der Tischler- Innungstrantentasse an. Während im Jahre 1898 27 Proz. aller Kassenmitglieder frant waren, stieg die Zahl bis zum Jahre 1905 auf 34 Proz. Die Lungenkrankheiten vermehrten sich in derselben Zeit von 12 auf 15 Proz. und die NerventrantObermeister Ra hardt bestritt heiten von 1,90 auf 5,7 Prog. die Beweiskraft dieser Zahlen und meinte, sie sprächen durchaus nicht dafür, daß die Arbeitszeit verkürzt werden müsse. Ferner machte iode diejenigen Betriebe namhaft, welche heut schon weniger ale 52 Stunden in der Woche arbeiten. Es sind deren 161 mit 3141 Tischlergesellen. Die Arbeitszeit betwegt sich von 51% Stunden bis herab zu 48 Stunden, welche in einem Betriebe mit 9 Gesellen die herrschende Arbeitszeit iſt. Seitens der Arbeitgeber wurde die Richtigkeit dieser Liste angezweifelt. Sie fagten, auch sie hätten eine Liste der Betriebe mit kürzerer Arbeits zeit aufgestellt, aber nur halb so viele Betriebe herausgefunden wie die Vertreter der Arbeiter. Die Differenz scheint sich dadurch zu erklären, daß die Arbeitgeber die Genossenschaften nicht als bollwertige Arbeitgeber ansehen und auch, daß sie die Betriebe mit 51% stündiger Arbeitszeit gar nicht mitgerechnet hatten. Die halbe Stunde, meinten die Arbeitgeber, käme ja gar nicht in Betracht. Darauf bemerkte Glode, wenn die halbe Stunde für die Arbeitgeber gar keine Rolle spiele, dann würden wohl weitere 1½ Stunden auch nicht von so erheblicher Bedeutung sein, daß sie nicht bewilligt werden fönnten. Das wollten die Arbeitgeber jedoch nicht zu geben. Obermeister Ra hardt sagte, wenn die Arbeitszeit berfürzt werde, was ja nur bei gleichzeitiger Lohnerhöhung durch geführt werden könne, dann würden 500-700 Kleinmeister die Bude zumachen müssen. Herr Bry stellte sogar die eigentümliche Behauptung auf, die Verkürzung der Arbeitszeit würde das Heer der Arbeitslosen vermehren. Bon Pontius zu Pilatus geschickt. Auf die von den Bergarbeiterorganisationen im Ruhrgebiet an den Minister für Handel und Gewerbe gerichtete Eingabe betreffend das Ueberschichtenwesen im Bergbau und die Sperrmaß regel der Bechen ist jetzt bei dem Mitgliede der Siebenerkommission, Gewerkschaftssekretär Hammacher, eine Antwort eingelaufen. Es wird darin mitgeteilt, daß der Handelsminister die Eingabe zur„ ressortmäßigen Erledigung" dem fgl. Oberbergamte in Dortmund überwiesen habe. Das Oberbergamt stelle sich auf den Standpunkt, daß es in der Frage der 8echensperre unzuständig" sei und deshalb ein Eingreifen in dieser Richtung ablehnen müsse. In bezug auf das Ueberschichten weien bemerke das Oberbergamt, es feien Erhebungen im Gange", um festzustellen, ob tatsächlich leberschichten im Uebermaß verfahren werden. Die von den Drganifationen geforderte Einberufung des im neuen Berggesetz vorgesehenen Gesundheitsbeirats folle in die Wege geleitet werden. Für die Zechensperre ist vermutlich der Bergbauliche Verein zuständig", dem sich auch die Regierung unterordnen muß! Breslau, 8. November.( W. T. B.) Die Schlesische Zeitung" meldet aus Königshütte: Heute mittag verunglückten auf dem Ostfelde der Königsgrube" beim Abbau drei Berglente, von denen einer sofort tot war, während ein anderer auf dem Transport zum Krankenhause verstarb. Der dritte Bergmann wurde schwerverletzt ins Knappschaftslagarett gebracht. Berhafteter Mörder. Baden- Baden, 8. November.( W. T. B.) Bei der hiesigen PolizeiMolitor in London verhaftet worden ist in der Person des Schwiegerbehörde ist die Nachricht eingetroffen, daß der Mörder der Frau ArbeitsDas Arbeitsministerium vor dem Parlament. Paris, 8. November.( W. T. B.) Deputiertenkammer. Zur Beratung steht die Kreditforderung für das neue bor, er habe mit der Schaffung dieses Ministeriums als Anarchist ministerium. Mehrere Redner werfen dem Ministerpräsidenten gehandelt. Arbeitsminister. Viviani führt aus, das Arbeitsministerium sei gebildet worden, um die Gesetzgebung betreffend die Arbeiter zusammenhängender zu gestalten und um einen sozialen Aft, ein leuchtendes Symbol der Politik zu vollenden. Der Minister fügt hinzu, daß er durch Taten das Vertrauen der Arbeiter gewinnen werde.( Beifall links.) Seine Pflicht sei es, die Bedürfnisse der Arbeiter vorauszusehen, und ihnen die Freiheit zu erhalten. Er werde den Wirkungskreis der Fachvereine erweitern. Auf jeden Fall sollten die Arbeiter wissen, daß ihre Emanzipation nicht durch Katastrophen, sondern durch ständiges Bemühen erreicht werde.( Beifall.) Er werde vor dem Senat die Forderung der Arbeiter betreffend Einführung des Zehnstundentages befürworten. Er glaube, daß das Kollektivrecht das individuelle Recht nicht aufRedner fährt fort: Der lösen müsse.( Anhaltender Beifall.) Kampf zwischen den vom Glücke Begünstigten und denen, die ihr Glück schauen. wird weniger durch menschliches Handeln, als durch die latente Macht der Dinge geschlichtet werden. Wir haben durch unser antiklerikales Werk die Lichter am Himmel, dessen Nichtigkeit wir zeigten, ausgelöscht. Doch das Werk ist damit noch nicht vollendet, wir stehen erst an seinem Anfang.( Lebhafter Beifall.) Viviani schließt seine Ausführungen mit der Aufforderung an die Sozialisten und Republikaner, mitzuarbeiten an den sozialen Reformen. Der Rede folgte ein Beifallssturm. Der Minister wurde lebhaft beglückwünscht, besonders von Clemenceau. Die Linke be= antragte den öffentlichen Anschlag der Rede. Der Antrag wurde mit 368 gegen 129 Stimmen angenommen. Nach weiterer kurzer Debatte gelangten die Forderungen für das Arbeitsministerium mit 512 gegen 20 Stimmen zur Annahme. Beendigung des Weberstreifs. Verviers, 8. November.( W. T. B.) Die Syndikate der Webereiarbeiter haben mit großer Mehrheit die Wiederaufnahme der Arbeit beschlossen. Von 1085 Ausständigen stimmten 727 für den Beschluß. Die Wiederaufnahme der Arbeit soll am Montag erfolgen. Dammbruch. Riva, 8. November.( B. H.) Ein Teil der Stadt ist infolge eines heute morgen stattgehabten Dammbruches überschwemmt. Die Kirchen, Kasernen und viele Billen stehen unter Waffer, mehrere Häufer mußten wegen drohenden Einsturzes geräumt werden. Eine Million Rubel geraubt. Warschau, 8. November.( Meldung der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Bei der Station Rogow der Warschau- Wiener Eisenbahn wurde heute auf einen Boftzug eine Bombe geworfen. Aus dem Zuge wurde annähernd eine Million Rubel geraubt. f Biele Personen sollen getötet oder verwundet worden sein. Attentat auf Polizeibeamte. Tiflis, 8. November.( W. T. B.) Auf dem Golovinsky Prospekt wurde heute eine Bombe geworfen, durch deren Explosion ein Polizeikommissar, zwei Schuhleute und eine vorübergehende Dame tödliche Verlegungen erlitten. Ein Riesenbrand. Grenzstreitigkeiten zwischen dem Deutschen MetallNachdem jo längere Zeit debattiert worden war und der Wunsch arbeiter Verband und dem Verband der Fabrik, nach Schluß der Debatte über die Arbeitszeit geäußert wurde, Land- und Hülfsarbeiter gaben Veranlassung zu einer stellte Glode an die Arbeitgeber die bestimmte Frage, ob sie denn überhaupt bereit seien, eine Verkürzung der Arbeitszeit zu- Konferenz, die im Stuttgarter Gewerkschaftshause tagte. An der zugestehen. Ueber das Maß der Verkürzung fönne man sich ja selben nahmen teil die Ortsverwaltungsmitglieder der Stuttgarter später einigen, notwendig wäre es jedoch, daß sich die Arbeitgeber Verwaltungsstellen beider Verbände, ferner die Bezirksleiter Vorjetzt erklären, ob sie im Brinzip für oder gegen die Verkürzung der hölzer vom Metallarbeiter- Verband und Wörner vom FabritarbeiterHongkong, 8. November.( W. T. B.) Ein Telegramm aus Arbeitszeit seien. Die Arbeitgeber antworteten, fie tönnten sich Verband sowie die Genossen Näther und Lehmann als Vertreter des Vorin dieser Hinsicht nicht festlegen, es müsse erst über die Frage der standes der Vereinigten Gewerkschaften. Nach eingehender gegenseitiger Kanton berichtet, daß dort eine verheerende Feuersbrunst gegenLohnerhöhung und Abschlagszahlung gesprochen werden, die ja so Aussprache wurde folgende Resolution einstimmig zum Beschluß erhoben: über der Borstadt Schamien wütet, durch die bereits über fünfeng mit der Arbeitszeitverkürzung zusammenhänge, daß die leztere 1. Bei etwa zu stellenden Lohnforderungen oder bei Abwehr- hundert Häuser zerstört worden sind. Es wehe ein starker Wind, die nicht für sich allein entschieden werden tönne. Was die Löhne be- bewegungen, fei es in einem oder in mehreren Betrieben der Metall- Niederlassung der Europäer sei bedroht gewesen, aber jetzt außer trifft, so meinte Herr Rahardt, er werde beweisen, daß die- industrie hat die eine Organisation die andere davon in Kenntnis Gefahr. Verluste an Menschenleben werden nicht gemeldet. jelben jetzt schon so hoch seien, daß eine Erhöhung nicht angängig zu setzen und eine Verständigung über die einzuschlagende Tattit fei. Herr Brh sagte, die Betriebe der Bautischlerei würden unter herbeizuführen. feinen Umständen eine Vertürzung der Arbeitszeit bewilligen, in anderen Branchen wäre es vielleicht möglich. Es werde ja übrigens doch zum Streit fommen, der Holzarbeiterverband habe Verantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Invergenteil verantw.: 2. Der Fabritarbeiter- Verband unterläßt fünftig in der Metallindustrie das Abhalten von Versammlungen und die Kleinagitation zum Zwecke der Gewinnung neuer Mitglieder. Nach weiteren Nachrichten aus Kanton wütet dort die Feuersbrunst in unverminderter Heftigkeit weiter; alle Restaurants und Spielhäuser seien vernichtet. Von den ausländischen Schiffen gelandete Mannschaften beteiligen sich heldenmütig an der Bekämpfung des Brandes. E. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hieran 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 262. 23. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Statistik der gewerkschaftlichen Zentralverbände bilden werden. Stelle in Italien. Rom, den 5. November. Freitag, 9. November 1906. Nach Jahren der Not und Entbehrung zog Balm 1885 nach dagegen für gültig. Jetzt hat der Präsident des Rammergerichts Stockholm, wo er mit Hjalmar Branting und Arel Danielson zu- gegen den Genossen Mardwald als verantwortlichen Redakteur sammentraf. Hier wurde im selben Jahre Social- Demokraten" der Königsberger Volkszeitung" Strafantrag gestellt, weil er durch mit einem„ Aktienkapital" von 108 Kronen gegründet. Danielson seine Kritik die Richter des Kammergerichts beleidigt haben soll. reiste zwei Jahre später nach Malmö, wo er Arbetet" gründete. Da der Wahrheitsbeweis angetreten wird, so dürfte der Prozeß Er wurde dort wegen eines Angriffes auf die Rechtspflege zu interessant werden. 18 Monaten Strafarbeit verurteilt, und diese Strafe führte seinen frühen Tod herbei. wickelt hat. " Soziales. -U Auf die Statistik der Landarbeiter- Gewerkschaften und der Arbeitskammern läßt das italienische Arbeitsamt in der letzten Nummer ſeines Bollettino"( Nr. 3 Bd. VI) die der gewerkschaftlichen Zentralverbände folgen. Die dritte sozialdemokratische Zeitung, die in jenen Jahren Die Organisationen der Beamten ( Postpersonal, Volksschullehrer, Mittelschullehrer usw.) sind nicht Frederik Starky, weilt auch nicht mehr unter den Lebenden, ins Leben trat, war die Ny Tid" in Göteborg. Ihr Begründer, einbezogen worden, da sie Gegenstand einer besonderen Statistik während bekanntlich Balm und Branting noch mit voller Kraft in " Sigen bleiben" ein Vergehen gegen§ 153 der Gewerbeordnung. Im ganzen bestanden Anfang dieses Jahres 25 gewerkschaftliche der Partei tätig sind, die sich im Laufe der Jahre mächtig ent- Dieser den Charakter eines Ausnahmegefeßes gegen die Arbeiter Zentralverbände mit 2642 Abteilungen und 157 289 Mitgliedern. schaft tragende Paragraph hat vom hanseatischen Oberlandesgericht Im Vergleich zur letzten offiziellen Statistik( 2. Halbjahr 1904) ist Schwedens nur 7000 Mitglieder, 1900 war ihre Mitgliederzahl aber haben dürfte. Es handelt sich um folgendes: Auf einem Bau Noch im Jahre 1894 zählte die sozialdemokratische Partei eine Anwendung gefunden, an die der Gesetzgeber wohl nicht gedacht eine Zunahme der Abteilungen- damals 2280 der Mitgliederzahl- damals 178 333- zu verzeichnen. An dieſem 70 000. Die Bresse der Partei besteht aus vier Tageszeitungen und Lüthte beschäftigt, der seinen Kollegen vorspiegelte und ein Rückgang schon auf 40 000 angewachsen und im Frühling 1906 waren es über in Hamburg war Anfang dieses Jahres ein Zimmermann Rüdgang find zehn Zentralverbände beteiligt und zwar an erster einer großen Zahl weniger häufig erscheinender Blätter. Sie hat dem Zimmererverbande an, während dies früher der Fall gewesen er gehöre die beiden Eisenbahnergewerkschaften, von denen der über 100 000 feste Abonnenten. Die Ortsorganisationen der Partei, ist. Als man dahinter kam, wurde er aufgefordert, dem Verbande Riscatto feine Mitgliederzahl von 32 770 auf 12 000, die die Arbeiterkommunen", haben große Bibliotheken gegründet, von gegenüber seinen Verpflichtungen nachzukommen, was 2. unbeachtet Sindacati ferroviari bon 21 550 auf 12 750 zurückgehen denen die in Stockholm, die jetzt städtische Unterstützung erhält, ließ. Gines Morgens, während der Frühstückspause, foll die Parole fahen, dann die Arbeiter in Staatsbetrieben( von 11 000 auf 8000) über 16 000 Bände besigt. Das„ Archiv der Arbeiterbewegung" ausgegeben worden sein: und in wesentlich geringerem Maße die Bergleute, Marmorarbeiter, das von Partei und Gewerkschaften gemeinsam erhalten wird, wird geber ,, Sißen bleiben!" Als der ArbeitDrucker, Lithographen, Steingutarbeiter, Textilarbeiter und Hut- mit jedem Tage wertvoller. hiervon erfuhr, entließ er den 2.. Dies der macher. Einen bedeutenden Zuwachs weisen auf: die Metallarbeiter Auf sozialdemokratischem Boden at bestand, der zur Erhebung der Anklage ( bon 13 000 auf 23 000), die Seeleute( bon 16 000 auf 20 000), bie arbeitet auch der Nüchternheitsorden„ Berdandi", der 14 000 Mit- aus§ 153 der Gewerbeordnung führte, indem eine Hafenarbeiter( von 5900 auf 6500), die Bäder( bon 3600 auf 3800) glieder in 300 Logen hat. Bedrohung zwecks Beitritt zum Verbande angenommen wurde. Das und die Krankenwärter der Hospitäler( von 1700 auf 3200). Hand in Hand mit der politischen Bewegung entwickelte sich die Schöffengericht sprach die neun Angeklagten frei, weil Die folgende Tabelle gibt die Mitgliederzahl der einzelnen gewerkschaftliche, die im Jahre 1880 ihren Anfang nahm. Die MitZentralverbände und die Jahreseinnahme des legten Geschäftsjahres schaften, die im Jahre 1902 38 743 betrug, ist jetzt auf gegen 120 000 gliederzahl der der Landesorganisation angeschlossenen Gewerkwieder, soweit diese Einnahme mitgeteilt wurde: angewachsen. Drganisierte Lire Einnahme Bergarbeiter. Marmorarbeiter • 3590 2065 1735 Metallarbeiter 23175 Chemische Industrie 652 Steingutarbeiter. 911 Flaschenarbeiter. 980 2000 430152 Fensterglasarbeiter. 147 8771 Glasschleifer, Bläser usw. 1010 Bauarbeiter 26653 66227 Gasarbeiter 3847 3163 5750 8737 770 5566 45000 10064 2143 1453 4095 3590 4669 5472 32480 3783 621 Eisenbahner( Riscatto) 3246 12000 2500 102724 ( Sindacato) . 12750 Hafenarbeiter. 6580 Seeleute 20462 8412 10000 19073 Holzarbeiter Buchdrucker Lithographen Tertilarbeiter. Gerber Schuhmacher Hutmacher. Bäcker Friseure Strantenwärter Arbeiter in Staatsbetrieben Was die hohen Einnahmen der Flaschenarbeiter betrifft Bei nahe 1 Million auf taum 1000 Arbeiter so erklärt sie sich daraus, daß diese Gewerkschaft durch den dreijährigen Boykott, den sie über bie Unternehmerfartelle verhängt hatte, gezwungen wurde, Arbeiter genoffenschaften zu gründen, in denen heute etwa% aller Drganifterten beschäftigt find. Social- Demokraten" feiert das Jubiläum der Partei in einer großen Extrabeilage, die mit dem Bilde Palms und anderer Pioniere der schwedischen Arbeiterbewegung geschmückt ist. Gemeindewahlen. " weder eine Bedrohung noch Verrufserklärung vorliege. Die AnDas Berufungsgericht war anderer Meinung, denn es vergeklagten hätten äußerst geschickt operiert, seien aber nicht zu fassen. urteilte drei der Angeflagten zu je drei Tagen Gefängnis. Die Angeklagten hätten den 2. zum Beitritt zum Verbande zwingen wollen. In den Worten figen bleiben" sei die Androhung mit einem Uebel, der Arbeitseinstellung, enthalten, weil die Angeklagten gewußt hätten, daß der Arbeitgeber sich in einer Zwangslage befand und in eine Konventionalstrafe genommen Bei der Stadtverordnetenwahl in Kahla worden wäre, wenn er den Bau nicht zu der kontraktlich festgesezten ( Sachsen- Altenburg) wurden am Mittwoch in der dritten Abteilung Beit fertiggestellt hätte. Hiermit hätten die Angeklagten gerechnet die Genossen Buchhändler B. Horn und als Stellvertreter Lager- entlassen würde. Durch das Verhalten der Angeklagten dem Arbeitund vorausgesetzt, daß durch ihr Verhalten der Arbeitgeber den 2. halter Guido Müller mit einer Mehrheit von 50 Stimmen gewählt. Es zieht somit der erste Sozialdemokrat in das Stadt- geber gegenüber sollte 2. gezwungen werden, parlament ein. Bei der vorjähigen Wahl war Stimmengleichheit einigung zum Zwecke besserer Lohn- und Arbeitsbedingungen beizwischen dem Sozialdemokraten und dem Bürgerlichen. Da aber zutreten. Gegen dieses Urteil legten die drei Angeklagten Revision der sozialdemokratische Kandidat noch nicht so lange Bürger war, Gewerbeordnung rügt, denn es hätte sich nicht um Erringung ein, welche die unrechtmäßige Anwendung der§§ 152 und 153 der wie der bürgerliche Kandidat, so mußte er damals zurücktreten. Bei den Stadtverordnetenwahlen in Burg( Prob. als die Arbeitgeber schwarze Listen ausgeben, könnten sich die besserer Lohn- und Arbeitsbedingungen gehandelt. Mit mehr Recht Sachsen) siegten die vier sozialdemokratischen Kandidaten mit Arbeiter ihre Arbeitskollegen auswählen. An den„ tatsächlichen Fest810 Stimmen gegen 540 Stimmen des Ordnungsbreis. stellungen" der Borinstanz, daß L. mittels Zwanges bezw. Drohung bedingungen zugeführt werden sollte, scheiterte die Revision, und ein einem Verbande zur Erringung besserer Lohn- und ArbeitsVerstoß gegen Normen des materiellen Rechts fei nirgends zu er blicken. Gar verschlungen sind die Pfade, die die Dame Juftitia Bei der letzten Wahl im Dezember 1905 erhielten unsere Genossen 495 Stimmen, die bürgerlichen Kandidaten 465. Die Stimmenzahl hat sich also für die sozialdemokratische Liste ganz bedeutend erhöht. Nach jahrelangen Kämpfen können die Sozialdemokraten in das Stadtparlament einziehen. Habt Acht vor Stellenvermittlern! einer VerBei den Stadtverordnetenwahlen der dritten Ab- wandelt. teilung in Düsseldorf fiegten die bisherigen Zentrumsvertreter mit 8000 Stimmen über die Sozialdemokratie, weldje 4000 Stimmen erhielt. Die fozialdemokratischen Stimmen zeigen ein starkes ihm das„ Landwirtschaftliche Bureau Hermann Conrad, HamburgerEin Bekannter übermittelt uus folgende gedruckte Postkarte, die Anwachsen. Bei den Stadtverordnetenwahlen der dritten Ab- straße 17" zugesandt hat: teilung in Bochum wurden die Kompromißkandidaten der Liberalen und des Zentrums mit 4887 von 6000 abgegebenen Stimmen gewählt. Die Sozialdemokraten brachten es auf 852 Stimmen. Unsere Genoffen beteiligten sich zum erstenmal an den Stadtverordnetenwahlen. Nur fünf Zentralverbände haben Arbeitsvermittelung, fieben Bei den Stadtverordnetenwahlen in Nordhausen zahlen Arbeitslosenunterstützung( Glasschleifer, Lithographen. Buch- erhielten die sozialdemokratischen Kandidaten 467-476 Stimmen, bruder, Gerber, Hutmacher, Riscatto und Seeleute), acht zahlen die Gegner an 900 Stimmen. Die Stimmenzahl der SozialReiseunterstützung, eine einzige Strankengelder. Gelegentlich zahlen demokratie stieg gegen die Wahl vor zwei Jahren um 830 Stimmen. die Zweigvereine auf Grund ihres besonderen Statuts Ünterberbände. ftigungsgelder. Ein eigenes Gewerkschaftsblatt haben 18 Bentral- Die Differenzen in Halle a. S. Der Vorsitzende des Gewerkschaftstartells halle a. S. ersucht uns um AbFaffen wir die Ergebnisse der drei offiziellen Statistiken über brud der folgenden beiden Paragraphen aus dem Statut der die in den Gewerkschaften und Arbeitstammern organisierten Arbeiter Sallenser Parteiorganisation. Sie lauten: auf, so ergibt sich: Landarbeitergewerkschaften 982, Mitglieder 221 913 Zentralverbände. Arbeitskammern • 25, 82, 157 289 318 446 Natürlich ist die Summe der Mitglieder dieser drei Verbände größer als die Summe der Organisierten überhaupt, da die Mehrzahl der Mitglieder der Arbeitskammern auch den Zentralverbänden oder Landarbeitergewerkschaften angehören. Immerhin find bei den Arbeitskammern auch viele Tausende von Arbeitern organisiert, für deren Beruf kein Zentralverband besteht. Aus der Partei. Ein Jubiläum der schwedischen Sozialdemokratie. § 15. Der Vorstand des sozialdemokratischen Vereins hat bei besonderen Anlässen die Pflicht, sich zu ergänzen und zwar, je nach dem Beratungsstoff vorliegt, mit den Distriktsführern, den Bezirkskaffterern, den Revisoren, den Mitgliedern der Redaktion und des Verlages des„ Boltsblattes", der Breß- und Agitationskommission sowie mit Vertretern der in der modernen Arbeiterbewegung stehenden Organisationen. ,, Berlin, Datum des Poststempels. P. P. In bezug auf Beschaffung von tüchtigen Arbeitern für Ihre w. Zuderfabrik teile Ihnen ergebenst mit, daß Sie zu jeder Zeit durch mein Bureau jede Anzahl kräftiger, ordentlicher und arbeitsliebender Leute, als: Hof, Fabrikarbeiter usw. streng reell und billiger als jede andere konkurrenz ere halten können. Die Arbeiter werden durch mich laut Kontrakt fest auf die Dauer der Kampagne engagiert und wird im Kontralt vermerkt, daß das Reise- und 3ehrgeld den Leuten vom Lohne in Abzug gebracht wird. Für richtiges Eintreffen leiste Garantie, sonst tostenfreier Ersay. Indem Ihnen prompte und torrekte Bedienung zusichere, bitte ich, bei etwa eintreten dem Bedarf mich gütigst mit Ihrem w. Auftrag beehren zu wollen. Mit vorzüglicher Hochachtung Hermann Conrad, Stellenvermittler, Tel.: Amt III, 5743. Ferner aus Delegierten der Distrikte, die in Berlin N., Große Hamburgerstr. 17." dem Maßstabe gewählt werden, daß auf je Wir möchten wiederholt dringend vor der Eingchung von Ber fünfzig Mitglieder ein Delegierter tommt. Diese trägen warnen, die wie die bei Conrad und anderen gewerbsfind zu allen Beratungen zuzuziehen, bei denen es sich um wichtige Formularen der Landwirtschaftskammern für die Arbeiter außer mäßigen Stellenbermittlern gebräuchliche ebenso steht es mit den Parteifragen oder Aktionen handelt. § 16. Der Parteivorstand in dieser erweiterten Form hat ordentlich ungünstige Bedingungen enthalten. Ein gesetzlicher das Recht der Anstellung qualifizierter Angestellten, wie Partei- Schutz gegen diesen Handel mit der wertvollsten Ware, der Arbeitssekretäre, Redakteure usw. sowie die Regelung der Gehalts- kraft, tut not. verhältnisse. " Am 6. November d. J. waren 25 Jahre verflossen, seitdem zum erstenmal auf schwedischem Boden für die Sozialdemokratie öffentlich bei den Beschlüssen über das Ausscheiden des Genossen Thiele für Diese Paragraphen halten die Gewerkschaftsvorstände zu Salle Schutlosigkeit und Rechtlosigkeit des Gesindes und Landarbeiters. Das 26jährige Dienstmädchen Sebenance wurde bekanntlich bePropaganda gemacht wurde. Der Mann, der dies Wagnis unter- verlegt, da nur der Kartellvorstand, nicht aber die Vorstände der straft, weil es in einem beschmußten Bett nicht schlafen wollte nahm, war der Schneider August Palm, ein Schwede von Gewerkschaftszahlstellen und ferner nicht die von den Distrikten zu und deshalb die Stelle verließ, dann in den Dienst zurückgeführt Geburt, der aber nach 14jährigem Aufenthalt in Schleswig- Holstein entfendenden Delegierten zu der betreffenden Vorstandssigung ge- und 9 Tage in die Dorfflufe eingesperrt, ihr Vater, der Glödner und Dänemark selbst empfand, daß er seine Muttersprache schlecht laden worden seien. Deshalb seien die Bemerkungen, die der war, wurde des Dienstes als Glöckner entlassen, weil er es abspreche. Balm war mit den sozialdemokratischen Ideen in Hadersleben berechtigt. ,, Vorwärts" zu der Erklärung des Vorwärts" gemacht habe, un- lehnte, selbst seine Tochter in die Dorfflufe zu sperren.( Vergl. ,, Bortvärts" vom 14. August, 9. September, 4. d. M.) Auf ihre vom bekannt geworden, wohin Anfang der siebziger Jahre ein sozial- Wir können das nicht anerkennen. Der§ 15 sagt lediglich, 28. August datierte Beschwerde an den Minister des Innern hat sie demokratischer Agitator tam, ein deutscher Zigarrenmacher, der in daß bei besonderen Anläffen der Vorstand auf die eine oder am 30. Oftober, also nach 63 Tagen, folgenden ablehnenden Be dieser Stadt den ersten sozialdemokratischen Vortrag hielt. Balm die andere Weise ergänzt werden solle und zwar wird die Art scheid des Ministers des Innern erhalten: konnte dann noch 6 Jahre in Hadersleben bleiben, studierte eifrig der Ergänzung von dem Beratungsstoff abhängig gemacht. Der die Presse und Literatur der Partei und agitierte für den Sozia- Vorstand hat sich in jener Sigung ergänzt, vor allem durch lismus. An einem Wintertage des Jahres 1877 wurde er aus die Preßkommission und Kartellvorstand gewiesen und mußte als lästiger Ausländer innerhalb 24 Stunden nach der Art des Beratungsstoffs wohl annehmen, daß diese ErDeutschland verlassen. Er lebte dann einige Jahre in Dänemark, gänzung vollauf genüge. Der Vorwurf, daß er das Statut verlegt bevor er nach seiner Vaterstadt Malmö zurückkehrte. Hier war es, habe, ist deshalb durchaus hinfällig. Ob der Gegenstand der Bewo er am 6. November 1881 die erste sozialdemokratische Ber- ratungen derartig war, daß auch die Vorstände der Gewerkschaften ſammlung abhielt und über die Frage sprach: Was wollen die und die Distriktsdelegierten hätten zugezogen werden müssen, das Sozialdemokraten?" Ueber die Versammlung, die im Hotel Stock- ist die strittige Frage, die der Vorstand des sozialdemokratischen holm" stattfand, schreibt er selbst in seinem Buche ,, Ur en agitators Vereins verneint und dafür kann er gute Gründe anführen. liv"( Aus dem Leben eines Agitators"): und den durfte Das Lokal war voll besetzt von einem offenbar interessierten Zum zweitenmale nicht bestätigt wurde der Genosse Christ, der Bublifum, aber es war überwiegend die Bürgerklasse, die vertreten in Waltershaufen( Herzogtum Koburg- Gotha) erneut zum war, und Lohnarbeiter waren nur wenige anwesend. Die Ver- städtischen Senator gewählt worden war. sammlung verlief gut, und die meisten Zeitungen brachten gute Be" " Ihre Beschwerde vom 28. August d. J. wird hierdurch zurückgewiesen, da die Angaben über die Beschaffenheit des Polizeigefängnisses in Gr.- Schwansfeld sich bei Prüfung der Verhältnisse als unzutreffend herausgestellt haben." Der Leidensfelch des bedauernswerten Mädchens ist am 11. November geleert: mit diesem Tage hört das" Dienstverhältnis" endlich auf. Das Vorkommnis selbst hat in Gr.- Schwansfeld und weit darüber hinaus über den Klassencharakter unserer Gefeße aufklärend gewirkt. Wer sich selbst, sein Kind oder sein Mündel bor ähnlichen Ungeheuerlichkeiten bewahren will, schließe, feinen Dienstvertrag ohne die in dem neulich veröffentlichten Formular enthaltene Klausel ab, daß das Dienstmädchen( oder der länd liche Arbeiter) jederzeit den Dienst verlassen darf, aber bei Verlaffen des Dienstes ohne Vorliegen eines zum sofortigen Verlassen zahlen hat. berechtigenden besonderen Grundes 3 M. Schadenersatz zu borstehers ein Bandarbeiter gegen obengenanntes Geset dadurch richte. Aber wie lange war Adam im Paradiese? Ein paar Wochen bringt eine dringende Aufforderung des Genossen Melia, die Ein eingegangenes Parteiorgan. Der Madrider Socialista" später lud ich zu einer neuen Versammlung ein, aber nun wurde Abonnementsbeiträge und ausstehenden Gelder an die Redaktion der mir das Lotal im„ Hotel Stockholm" verweigert. Ganz gegen den" Revista Socialista"( wissenschaftliche Monatsschrift der spanischen Das Urteil eines preußischen Amtsrichters über Handhabung Wunsch meiner Widersacher wurde diese Lokalverweigerung zum Sozialdemokratie) zu bezahlen, die, weil die Parteigenossen in der des Ausnahmegefehes für Landarbeiter und das Gesinde vom Ausgang einer gewaltigen Agitation. Die Versammlung, die im Erfüllung ihrer petuniären Verpflichtungen allzu lässig waren, ihr 24. April 1854. Hotel Phönig“ stattfand, zählte 800 Teilnehmer, und hier wurde Erscheinen bis auf weiteres einstellen muß. Den wenigen, die ihre Auf einem ostpreußischen Gut hatte nach Ansicht des Amtsfolgende Resolution angenommen: Da die Versammlung erkennt, daß die Stellung der Arbeiter Beiträge schon bezahlt haben, wird der Betrag zur Verfügung gestellt. gesündigt, daß er eines Abends, als der Besiber ihn nach seiner nur durch Organisation verbessert werden kann, beschließt sie, einen Stube zu einem Verhör bestellte, diesem Befehl nicht nachtam, allgemeinen Arbeiterverein zur Wahrnehmung der politischen Inter- Ein interessanter politischer Prozeß ist gegen die Königs- meil, wie er vor Gericht behauptete, der Besizer als gewalttätig essen der Arbeiter zu gründen." berger Boltszeitung" angestrengt worden. Sie kritisierte bekannt war, und schon öfter Leute unter vier Augen in seiner Das war der erste schwache Anfang der sozialdemokratischen am 6. Oktober das Urteil des Kammergerichts gegen den bekannten Stube verprügelt hatte. Er erhielt vom Amtsvorsteher prompt Partei Schwedens. Jm März 1882 gründete Balm die erste si zial- militärischen Schriftsteller und Mitarbeiter des Berl. Tagebl." einen Strafbefehl über 10 Mark wegen„ Ungehorsams". demokratische Zeitung in Malmö, die jedoch nach einem halben Jahr Oberst a. D. Gädte. Dem Oberst wurde bekanntlich durch Hiergegen legte der Bandarbeiter Berufung ein. Dieser Tage wieder eingehen mußte. Der Redakteur des Blattes war H. Me- ein Ehrengericht der Obersttitel entzogen. Schöffen- und Landgericht fand in Rastenburg vor dem Schöffengericht die Verhandlung statt. nander, der jegt als Mitarbeiter von Arbetet" in Malmö erklärten die Kabinettsorder von 1874, die die Grundlage dieser Dem Angeklagten, der keinen Verteidiger hatte, gelang es tätig ist. militärischen Ehrengerichte bildet, für ungültig, das Rammergericht nicht, zu beweisen, daß der Besizer in seiner Stube jemand bere Polizeiliches, Gerichtliches ufw. " prügelt hatte. Es wollte diefes immer einer vom anderen gehört| wird flar, daß das Urteil des Schöffengerichts der Zustimmung Juni ein ablehnender Bescheid. Redner fritisiert die Begründung, haben. Außerdem sagte der Befizer unter seinem Gide aus, daß pflichteifriger Staatsanwälte gewiß sein kann. Der Antlage lag daß die verwaltungstechnischen Schwierigkeiten zu groß feien. Er er zu ber fraglichen Zeit frant und hinfällig war und schon des- folgender Tatbestand zugrunde: halb feinen verprügeln fonnte, was der Angeklagte auch gewußt erklärt, daß die Gewerkschaftskommission im Verein mit der ZentralAm 21. Juni fand in Gräfrath die konstituierende Ber- tommission der Krankenkassen dem Oberpräsidenten einen neuen Plan haben sollte. Das Gericht hielt daher die Strafe von 10 M. auf- fammlung des Frauenbildungsvereins statt, welch' letterer nach dem vorgelegt habe, nach welchem für Berlin 8 Gruppen von Drtstrantentassen recht. Und der Amtsrichter begründete das Urteil sehr ausführ Statut die Mitglieder des Vereins belehren und ferner der geselligen gebildet werden sollten. Vor acht Tagen kam der Bescheid, daß auch lich etwa folgendermaßen: Unterhaltung dienen soll, während aber angeblich in dieser ersten dieser Vorschlag abgelehnt sei. Jezt sei es Sache der organisierten Der Angeklagte habe leichtfertigerweise die Berufungsinstanz Bersammlung über politische Fragen gesprochen worden sein soll. Arbeiter, selbst dafür zu wirken, wenn sie die Zentralisation beschäftigt, dem Staate Kosten verursacht und die bisher stets geübte Nachdem die Vorstandsmitglieder gewählt worden waren, foll Frau wünschen. In den Generalversammlungen der Krankenkassen sollten liberale Auffassung und Beurteilung des Gerichts zum Schaden Kaspers aus Solingen über die Ziele der Sozialdemokratie, von dahinzielende Vorschläge gemacht werden. anderer Angeklagten gefährdet. Denn das Gericht könnte vielleicht Streit und Aussperrung, von Hungerzöllen, indirekten Steuern, vom in ähnlichen Fällen nun später etwas vorsichtiger mit Gestattung Frauenwahlrecht usw. gesprochen haben. Das Gericht erachtete ein führungen des Redners vollständig einverstanden waren. Die Diskussion zeigte, daß die Versammelten mit den Ausbon Beweisantritten der Angeklagten sein. Wenn das Gericht Bergehen gegen das Vereinsgesetz für vorliegend und verurteilte bier trotzdem über das vom Amtsvorsteher festgesetzte Strafmaß nicht Angeflagte zu je 15 M. Geldstrafe oder drei Tagen Gefängnis und hinausgegangen sei, so nur deshalb, weil im Laufe des Sommers erkannte ferner auf Schließung des Vereins. dieses Jahres eine Menge Freisprechungen gegen erlassene Straf- Nun: Lieb Baterland magst ruhig sein! befehle der Amtsvorsteher erfolgen mußten, weil zum größten Teil unberechtigte und ungerechte Strafen auf Grund des Gesetzes vom Versammlungen Veranstaltungen. 24. April 1854 erlassen und gewissermaßen Mißbrauch mit diesem Berlin. Montag, 12. November, 8% Uhr im Neuen Klubhaufe, Gesetz getrieben worden sei. " Wenn schon ein Richter, der die Nichtbefolgung des Befehls aum Berhör" als strafbaren Ungehorsam im Sinne des Gesetzes bon 1854 erachtet, ein solches Urteil über die Handhabung des Ausnahmegefeßes von 1854 fällt wie muß dies erst sonst gehand habt sein. Die Aufhebung der gegen Landarbeiter bestehenden Ausnahmegefehe ist eine der bringlichsten Aufgaben des Gesetzgebers. Aus Induftrie und Handel. 250 Millionen Mark. " Kommandantenstr. 72, Vortrag Frau Henriette Roland- Golft: Bürgerliche und proletarische Ethit". Weißenfee. Montag, 12. November, 81%, Uhr bei Ulrich. Rölfestr. 20, Generalversammlung. Vortrag Gen. M. Jakobson:" Der Haushalt des Körpers". Berichte. Ersazwahlen. Charlottenburg. Mittwoch, 14. November, 8 Uhr, Bolfshaus, Rosinenstr. 3, Vortrag Gen. J. Borchardt:„ Moderne Erziehungsprobleme". Ersaywählen. Verfammlungen. Die Zentralisation der Berliner Krankenkassen Das Kohlensyndikat hat ab 1. April 1907 die Richtpreise für Kohlen um 1 M. bis 1,50 M. und für Stoks um 1,50 m. bis 2 M. erhöht. Bei einer Jahresproduktion von 140 Millionen bildet gegenwärtig das Thema in einer ganzen Reihe von ArbeiterTonnen Kohlen und 20 Millionen Tonnen Kots würde das versammlungen. eine Mehrbelastung des Konsums von zirka 175 Millionen diese Frage in einer Am Mittwoch sprach u. a. Arbeiterfekretär Bauer über Mart für Kohlen und von zirka 25 Millionen Mark für Stofs Bahlstelle des Buchbinderverbandes. Er schilderte einer Mitgliederversammlung der hiesigen bedeuten, mithin eine Gesamtbelastung von 200 Millionen die vielen Schäden, die mit der jetzt im KrankenkassenMark. Natürlich werden nun auch die Braunkohlenkönige wesen Berlins herrschenden Zersplitterung verbunden sind; zum mit Preissteigerung nachfolgen, so daß sich eine Verteuerung Beispiel der Mangel einzelnen der Brennmaterialien um zirka 250 Millionen Mark ergeben dürfte. 9 Das Wirtschaftsjahr 1905/06. Die Sektion der Puter des Zentralverbandes der Manrer hielt am Sonntag ihre Mitgliederversammlung ab. Vom Kassierer Kelpin wurde folgende Abrechnung vom britten Quartal gegeben: weiten Quartal in Höhe von 85 812,17 9. Die Zweigvereinsfasse schließt mit einer Einnahme und Ausgabe bon 22 655,25 M. ab. Die Lokaltasse übernahm einen Bestand vom Die Einnahme betrug 11 669,95 M. Ihr stand eine Ausgabe von 6689,09 m. gegenüber; demnach bleibt ein Bestand von 90 343,03 M. Die Mitgliederzahl betrug am Schluffe des Quartals 2627. Prof. Dr. Th. Sommerfeld hielt dann einen Vortrag über: Die Berufsfrankheiten der Puzer". An den mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag fchloß sich noch eine furze Disfuffion. Verein Berliner Buchdruck- Maschinenmeister. Am 5, November verstarb unser langjähriges Mitglied, der Buchdrucker- Invalide Karl Brödler. Derselbe war uns ein lieber Sollege und werden wir sein Andenken in Ehren halten. Die Beerdigung findet heute Freitag, den 9. November, nach mittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des Mahlower Dorfkirchhofes aus statt. Abfahrt von Berlin: 2.38 Uhr, Potsdamer Vorortbahnhof. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. gegründet 1883. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß Kollege Georg Veith ( Liegnizerstr. 15) 2630b an Leistungsfähigkeit der Kassen, der Umstand, daß viele Arbeiter, wenn sie durch Wechsel der Arbeitsstätte gezwungen werden, von einer Stasse in eine andere überzutreten, der höheren Leistungen, die die Kassen bei längerer Dauer der Mitgliedschaft bieten, nicht teilhaftig Der Geschäftsbericht des Handelsvertragsvereins für das Jahr werden, ja, in gewissen Fällen sogar mit ihren Ansprüchen von der bom 1. Oftober 1905 bis 30. September 1906 beschäftigt sich ein- einen wie von der anderen Stasse abgewiesen werden können. Der leitend mit der allgemeinen Berteuerung der Lebenshaltung als Redner erwähnte besonders auch die Krankenversicherungsverhältnisse Folge der neudeutschen agrarischen Wirtschaftspolitit. Nach Hinweis der Buchbinder, und in diesem Punkte wurden feine Ausführungen auf die Fleischnot, der Exporterschwerung und der Reichsfinanz- und Angehörige der verwandten Berufe, die ihrer Beschäftigung Verein Berliner Hausdiener in der Diskussion ergänzt. Buchbinder, Buchbindereiarbeiterinnen reform mit dem reizenden Steuerbufett heißt es weiter: Troß alledem befinden sich Handel und Industrie eigentümlicher- gemäß, zur Ortsfrankenkasse der Buchbinder gehören müßten, weise zurzeit in nicht nur erträglicher, sondern großenteils fogar in find in großer Bahl in Buch- und in Steindruckereien, glänzender Lage, was denn auch von den Agrariern eifrig genug photographischen Anstalten, ferner in Fabriken verschiedener ausgebeutet wird, um urbi et orbi zu verkünden, daß unsere agrarisch- Art, wie auch in faufmännischen Geschäften tätig, und nur reaftionäre Wirtschaftspolitik nicht im geringsten eine Schädigung zu oft handelt es sich hierbei um Saisonarbeit oder Aushülfestellen, des Gemeinwohls bedeute. Ein verhängnisvoller Irrtum, beffen so daß fie gezwungen find, bald der Staffe dieses, bald der jenes Naivität sich wohl schon binnen kurzem in hellem Lichte zeigen Berufes, oder gar diefer oder jener Betriebskrankentasse anzugehören, dürfte! Denn wir tönnen uns nicht verhehlen, daß die gegen was zur Folge hat, daß fie sich in Krankheitsfällen stets mit den wärtige Blüte unseres Wirtschaftslebens, wennschon sie ohne den niedrigsten Leistungen der Kassen begnügen müssen. Dem tönnte Hochstand der Technik und der Leistungsfähigkeit von Unternehmern leicht abgeholfen werden, wenn die Krankenkaffen Berlins und der und Arbeitern in Deutschland nicht denkbar wäre, doch in erster Bororte zu einer großen Kaffe vereinigt würden, wie das in Leipzig Linie nur einer vorübergehenden Gunst der Konjunktur zu danken und anderen großen Städten geschehen ist. Dadurch fönnte aber ift. auch die Leistungsfähigkeit der Krankenversicherung erheblich geDesto ernüchternder dürfte das Erwachen aus diesem schönen steigert werden; tönnten eigene Heilstätten und Er Traume sein, wenn vielleicht nächstes Frühjahr schon der un- holungsheime für die Versicherten errichtet und ähnliche vermeidliche Absturz aus der Höhe der Hochkonjunktur erfolgt Vorteile mehr errungen werden. Bekanntlich hat der Oberund womöglich eine ernstliche Krisenzeit eintritt. Wenn dann der präsident der Provinz Brandenburg die Zentralisation der Kassen Absatz stodt und damit die Fabrikatspreise zurüdgehen, während die rundweg abgelehnt, weshalb man jezt zunächst eine Bereinigung abnorm gesteigerten Materialpreise, Löhne und Zinssätze fich in der nach Industriegruppen anstrebt, wonach die Kasse der Buchbinder mit Höhe zu erhalten bestrebt sind, wenn man dann das Sicherheits- denen der graphischen Gewerbe und der Papierindustrie verschmolzen ventil des Exportes vergeblich zu erweitern versucht und statt bessen werden foll. Die Behörden pflegen ja nun alle Bestrebungen, die konstatieren muß, daß es verengt worden ist, dann werden sich die von den von Arbeitern verwalteten Staffen ausgehen, mit schelen Folgen unserer agrarisch- reaktionären Wirtschaftspolitik in schweren Augen anzusehen und verbreiten immer wieder die Behauptung, die Nadenschlägen offenbaren, unter denen nicht nur die engeren Streife Staffen würden zu sozialdemokratischen Zweden mißbraucht, obwohl von Handel und Industrie und die Stellung Deutschlands auf dem doch dafür nicht der Schatten eines Beweises beizubringen ist. Weltmarkt, sondern auch das gemeinsame Wohl der großen Masse Darum ist es um so mehr Pflicht der Kassenmitglieder, fich um die des deutschen Voltes zu leiden haben wird. Verwaltung ihrer Kaffe zu bekümmern und eifrig teilzunehmen an den Verbesserungsbestrebungen. . wwww Auf dem Tobesbett. Eine Ueberfülle von Zahlungsschwierigs feiten von größeren und fleineren Firmen müssen wir schreibt der Konfektionär" in der heutigen Nummer melden. Aus allen Teilen des Reiches und aus den verschiedensten Branchen kommen ganz plöblich Nachrichten über Zahlungsschwierigkeiten, und die Zahl Der Konkurse sei- heißt es weiter- besonders bei kleineren Firmen überraschend groß. es In der lebhaften Distuifion, die dem Vortrage folgte, wurden irgendwelche grundsäglichen Bedenken gegen die Zentralisation nicht laut. Der Vorfizende o ft von der Ortskrankenkasse der Buchbinder machte darauf aufmerksam, daß sich die Generalversammlung dieser Kaffe am 15. November mit demselben Thema befassen wird, und forderte die Mitglieder und Delegierten der Kaffe zu zahlreichem Besuche auf. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 9. November, nach mittags 2 Uhr, von der Halle des Emmaus Kirchhofes in Nig dorf, Hermannstraße, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Der Vorstand. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Sektion der Gips- und Zementbranche. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Kollege Gustav Pieczeit durch Unfall am 2. November cr. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen, Sonnabend, den 10. Novbr., nach mittags 3 Uhr, von der Leichen halle der St. Markusgemeinde, Wilhelmsberg, Berlinerstr., aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 148/12 Zentralkranken- u. Sterbekasse der Tapezierer. Filiale III, Berlin. Am 7. November starb nach furzem schweren Leiden unser langjähriges Mitglied Friedrich Eichendorf. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 11. 6. M., mittags 1 Uhr, vom Trauerhause, Stalizerstraße 17, aus nach dem neuen Thomas- Kirchhof in Nixdorf statt. Bahlreiche Beteiligung erwartet 179/7 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben, unvergeßlichen Mannes, unseres guten Baters, des Zimmerers Wilhelm Mahlke sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, den Genossen des Sozialdemokr. Wahlvereins Weißensee und den Kollegen des Zentralberbandes der Zimmerer unseren herzlichsten Dant. 26326 Bitwe Henriette Mahlke nebst Kindern. Ungar- Wein, Rot oder Weißwein, garantiert echt, unverfälscht, mild, angenehm und wohlbekömmlich, frto. Postfäßl 4 Ltr., neuer M. 3,25, alter Ia M. 3,55. 26355 Altnen, Versecz, Ung. Aufgepaßt! Noch immer die bill. Bezugsquelle für Monats- Anzüge, Winter- Paletots u. Hosen, von Reisenden und feinsten Savalieren angetaufte, ebenso neue, sehr schid u. modern gearbeitete, in neuesten Stoffmustern vorhanden. Herren: und Knabengarderoben. Große Auswahl in Winterpaletots u.warme Winterjoppen. Ein gr. Bost. einzelne Sadetts, einzelne Westen und einzelne Hosen zu sehr billigen Preisen. Zu haben bei Moldauer Prinzenstraße 64 Ede Annenstraße, im Laden. Dividenden. Der Aufsichtsrat der Bockbrauerei, Berlin, bringt der Ortstassen aufgestellte Resolution über die Vereinigung der Kaffen Die Versammlung nahm einstimmig die von der Zentralfommission 8 Prozent in Vorschlag; bei 298 134 M. Abschreibungen, gegen nach Industriegruppen an. 248 768 M. im Vorjahre. Die Thüringische Nadel- und Stahlwarenfabrik in Jchtershausen schüttet 12 Prozent aus. Die Attionäre der Bosener Sprit A. G. sollen 18 Prozent erhalten. Zu derselben Zeit fand eine Versammlung der Gips- und 15 Prozent schlägt der Aufsichtsrat der Preßhefen- und Spiritus. Bementarbeiter statt, in der Genosse Eugen Brückner dasFabrit A.-G. in Nürnberg vor. Die Brauerei Stern A.-G., Frank- elbe Thema behandelte. Er erinnerte Eingangs feiner Rede daran, furt a. M., bringt 13 Prozent heraus. Für die Aktionäre der daß es nahezu 25 Jahre her feien, als die faiserliche Botschaft erMarienthaler Brauerei in Hamburg find 10 Prozent in Vorschlag Unfall usw. anfündigte, nämlich am 17. November 1881. Längst fchien, welche die Gesetze der Versicherung gegen Krankheit, gebracht. Die Papierinhaber der Schuhfabrit A. G., Erfurt, ge- batten die Sozialdemokraten die Regierung zu einer Sozialnehmigten sich 19 Prozent. politik aufgefordert, die bessere Gefeße bringen sollte, als die vor geschlagenen. Nur die Unzulänglichkeit der Gefeze veranlaßte die find folgende Schriften, die wir unseren Lesern beſtens empfehlen: Sozialdemokraten, dagegen zu stimmen. Die große Zerfahrenheit Briefe und Auszüge aus| Die Stadt Berlin und der Strantentassengeſetze zeigt große Fehler, die endlich auszumerzen Briefen von 3. Phil. Beder, Krankenversicherung ist seit dem 1. Oftober 1884 in Kraft.) Aufgabe der organisierten Arbeiter sein muß.( Die staatliche D Stinnes überall. Hugo Stinnes errichtet in Köln eine Verkaufsstelle für den Vertrieb der Erzeugnisse der Deutsch Lugem burgischen Bergwerks- und Hütten- Aktiengesellschaft. Deutsche Gasglühlichtgesellschaft( Auer). Die Gesellschaft will für das legte Jahr 22 Proz. Dividende zur Verteilung bringen, gegen 20 Broz. für das Vorjahr. Die Tantiemenempfänger, die im vorigen Jahre nur 69 878 M. erhielten, tönnen diesmal 118 350 m. einstreichen. Die Notleidenden. In der Generalversammlung der Union A.-G. für Bergbau, Gifen- und Stahlindustrie in Dortmund führte Generaldirektor Mathies u. a. aus: Jm vorigen Jahre habe die Union 11 000 Arbeiter beschäftigt. Die Löhne derfelben hätten in diesem Jahre eine durchschnittliche Erhöhung um über 9 Proz. erfahren, was für die Union 280 000. ausmache. Die Arbeiter hätten also von dem Gewinn verhältnismäßig mehr bekommen als die Aktionäre, unter denen doch viele feien, die gern etwas mehr gehabt hätten und dies mindestens ebenso gut brauchen könnten, wie die Arbeiter höhere Löhne. In den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres hat die Union einen Mehrverdienst von girta 250 000 m. erzielt. Damit ist das, was die Arbeiter in einem Jahre mehr erzielten durch Ueberschichten beinahe vollständig wieder eingeholt. Aus der Frauenbewegung. Geschloffen. teilweise Für die Arbeiter erwachsen mannigfache Nachteile durch die Beftimmungen des Gesetzes, die ihn bald in diese, bald in jene Kaffe brängen, und einer Reihe von Einzelfassen ist die Eristena schwer und oft unmöglich gemacht. Eine Bentralisation der Krankenkassen sei bringend zu empfehlen. Folgende Aufstellung gibt ein Bild von den verschiedenartigen Kaffen und der Zahl ihrer Mitglieder. Es gab in Deutschland im Jahre 1905: 4668 Ortsfrankenkaffen mit. 8112 Gemeindekrankenkassen mit. 7480 Betriebskrankenkassen mit 57 Baukrankenkassen mit. 618 Jnnungsfrankenkassen mit 1481 Freie Sülfstrantentassen mit 186 Stnappschaftskrantenfaffen . 4750 000 Mitgliedern 1 500 000 2 500 000 160 000 202 500 875 000 680 000 " Dazu fommen noch eine Reihe von Stassen, die mehr oder weniger Schwindellaffen sind. Vor diesen Schwindelfaffen warnte der Redner die Arbeiter besonders, und die Diskussion zeigte, daß mancher Arbeiter damit schon schlechte Erfahrungen gemacht hatte. In Berlin bestehen 55 Drtstrantentaffen mit 461 672 Mitgliedern 58 Betriebskrantentaffen 101 668 19 Jnnungsfrantenfassen 68 982 In Solingen im Rheinlande ist's geschehen. Der Frauen und Mädchenbildungsverein von Grafrath ist geschloffen worden. Im Namen des Königs! Der gefährdete Staat ist gerettet. Das der Krantentassen von Berlin zu mancher Beratung über eine Schon anfangs der neunziger Jahre haben sich die Borstände Schöffengericht in Solingen hatte die weltbewegende Frage zu lösen, Bentralisation zufammengefunden; es wurde auch einmal eine ob der Berein den Staat in Gefahr bringe. Und da wir bekanntlich Kommiffion gebildet, fich mit diesen Plänen zu beschäftigen, aber es sonst nichts fürchten als das Vereinsrecht der Frau, und die lam zu feinem Resultat. Erst in bösen Weiber" bon Gräfrath das Vereinsrecht übertreten hatten, Sache neuerer Zeit ist die wieder in Fluß gekommen. Am 80. Dezember mußte ganz selbstverständlicherweise der Verein geschlossen werden. 1905 wurde der Oberpräsident von Brandenburg um feine Wer weiß, was für Unheil sonst noch passiert wäre. Es genügt, Genehmigung สิน einem Blan ersucht, die Kassen bon das Verbrechen, dessen die Staatsgefährlichen von Gräfrath an- Berlin und den Vororten zusammenzufaffen. Es erfolgte geflagt waren, in seiner ganzen Ungeheuerlichkeit mitzuteilen, dann teine Antwort und auf nochmalige Anfrage im März d. J. tam im Neu erfchienen Jos. Dietgen, Frie drich Engels, Karl Marg u. a. an F. A. Sorge und andere. Preis brosch. 4 M., in gutem Einband 5 M., in einfachem Einband 4 M. Jena und Tilfit. Ein Kapitel oftelbischer Junker geschichte von Franz Mehring. Preis 1,00 M. Geschichte des Sozialismus in den Vereinigten Staaten bon Morris Hillquit. Autorifierte Uebersehung von Karl Müller- Wernberg. Breis brosch. 2,50 W., geb. 8,00. Geschichte der Kommune von 1871 von Lissagaray. Dritte illustrierte Auflage. Breis broich. 2,50 M., geb. 3,00 Die Leffing- Legende. Zur Geschichte und Kritik des klassischen brenhilfe iterate 8mette unveränderte Auflage mit bon Franz Mehring. einem neuen Vorwort. Preis brosch. 2,50 M., geb. 3,00 M. ihre Arbeiter. Ein Beitrag zur Sozialpolitik der größten deutschen Gemeinde bon Emil Dittmer. Breis 1,00 M. Ziele und Wege. Erläuterungen der sozialdemo tratisch. Gegenwartsforderungen unter Mitarbeit von Adolf Braun, Friedrich Stampfer, Klara Zetkin. Hugo Lindemann, Max Süßheim, Herausgegeben von Ad. Braun. Sozialdemokratie Preis 20 Pf. und Anarchismus bon Wilh. Herzberg. Preis 20 Pf. Arbeiter- Notizkalender für Breis 60 Bj. 1907. Blut und Eisen, Krieg und Kriegertum in alter und neuer Zeit. Reich illustriert. In fünfzig Lieferungen a 20 Pf. Bisher find 4 Hefte erschienen. Expedition des ,, Vorwärts" Berlin SW. 68, Lindenstraße 69, Laden. 237/ 6* Für den Inhalt der Jnierate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 9. November. Anfang 7 Uhr. Opernhaus. 2. Sinfoniekonzert der fönigl. Stapelle. Mittags 12 Uhr: Sinfoniematinee. Schauspielhaus. Merlin. Neues Operntheater.( Eleonora Duse als Gaft.) L'abadessa Urania. Wissenschaftliches Theater. Abends Sizilien. 8 Uhr: 8 Uhr: Dr. B. Donath: Physikalischer Kursus. ( Stiftungsfonds der Berliner Gewerbe- Ausstellung 1879.) Luisen- Theater Reichenbergerstr. 34. Abends 8 Uhr: di Jouarre. La Locandiera. Else vom Erlenhof. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilh. Th.) Freitag, abends 8 Ubr: Hasemanns Töchter. Bolksstück in 4 Akten v. A. L'Arronge. Sonnabend, abends 8 Ubr: Bur Feier von Schillers Geburtstag: Bum 1. Male: Fiesko. Sonntag, nach m. 3 lbr: Die Hoffnung auf Segen. Sonntag, abends 8 Uhr: Fiesko. Freitag, abends 8 Uhr: Weh' dem der lügt. Lustspiel in 5 Aufz. v. F. Grillparzer. Sonnabend, abends 8 Uhr: Bur Feier von Schillers Geburtstag: Maria Stuart. Sonntag, nach m. 3 Ut Weh' dem der lügt. Sonntag, abends 8 Uhr: Der Hochtourist. Zirkus Schumann Zirkus Busch. Heute Freitag, den 9. November, abends 72 Uhr: Das wirkliche Sensations- Programm. Deutsches. Ein Sommernachtstraum. Sonnabend 4 Uhr Kindervorstellung: U. a.: Noch nie gesehene wilde Weften. Schüßenliesel. Lorking. Undine. Anfang 8 Uhr. Neues Schauspielhaus. Der Sturm. Leffing. Das Blumenboot. Berliner. Sherlock Holmes. Schiller 0.( Walner Theater.) Hafemanns Töchter. Schiller N.( Friedrich Wilhelmftädtisches Theater). Beh' dem, der lügt. Neues. Die Condottieri. Romische Oper. Hoffmanns Er. zählungen und Ruth St. Denis. Residenz. Triplepatte. Lustspielhaus. Husarenfieber. Rübezahl. Abends: Else vom Erlenhof. Dressur: Sonntag nachm.: Romeo und Julia. Mr. Henricksens unerreicht dastehende Abends: Sherlock Holmes. Montag: Romeo und Julia. Bernhard Rose- Theater früher Carl Weiß- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Täglich 8 Uhr: Ein Mann aus dem Volke. Sonnabend 4 Uhr: Frau Holle. St. Preise. Sonntag 3 Uhr: Mutterliebe. Kleine Preise. Zeutral. Taufend und eine Macht. Deutsch- Amerikanisches Theater. Kleines. Ein idealer Gatte. Deutsch Amerikanisches. F Sm wilden Westen. Der Hauptmann bon Stöpenid. Thalia. Wenn die Bombe plakt! Luisen. Else vom Erlenhof. Bernhard Rose früher Sarl Weiß. Ein Mann aus dem Volke. Trianon. Der Hausfreund. Walhalla. Spezialitäten. Apollo. Spezialitäten. Metropol. Der Teufel lacht dazu. Rafino. Die beiden Champignol. Folies Caprice. Serenissimus August XXVI.- Das Modell. Das Provinzmädel. Passage. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Wintergarten. Spezialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Im wissenschaftlichen Theater: 8 Abends 8 Uhr: Gastp. Ad. Philipp. Im wilden Westen und Herr Hauptmann" von Köpenick. Sonntag nachm.: Ueber'n großen Teich. Residenz- Theater. Direktion Richard Alerander. Heute und folgende Tage Anf. 8 Uhr: Triplepatte. Schwank in 5 Aften v. Tristan Bernard und André Godfernaug. Vicomte Robert de Houdan: Richard Alexander. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Stellvertreter. 8 Uhr: Dr. D. Donath: Phyſikaliſher Rixdorfer Theater Kursus. Sternwarte, Invalidenftr. 57/62. Ferdinand Bonns Bergstraße 147. Sonntag, den 11. November 1906: größte Tigergruppe Die Könige der Luft. Les 5 Alex Les 5 Piroscoffis Sämtl. Spezialitäten, Clowns u. Auguste Ferner: Um 10 Uhr: Die große Ausstattungs- Pantomime: Ein Tag in Monte Carlo. Sonntag: 2 Galavorft., nachm. 3%, Uhr Abends 7, Uhr: Monsieur Romeo's Staunen erregende Automobilexperimente. Ueberfahren mit einem 70 PS. Fiat- Automobil ( Gew. 30 Zentner u. 4 Insassen.) Außerdem: Herr E. Schumann mit seinem Sportakt. Aus der Puẞta. Drig.- Pantomime d. Zirk. Busch. Sonntag: 2 große Borstel., nachm. 4 Uhr, abends 7, Uhr. In beiden Vorstellungen: Aus der Pukta. WINGEST CARTEN ( ein seind frei) und abends 7%, 5. Interessante neue Darbietungen. W. Noacks Theater. Bros, Permanė, Exzentriks. Angelos lebende Kunstwerke. Direktion: Rob. Dill. Brummenftr. 16, La Vilma, Sandmalerin. Schuldig. Soziales Schauspiel in 3 Atten. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Ehren- und Borzugskarten gültig. Sonnabend: Keine Vorstellung. Sonntag: Trompeter v. Säkkingen. Das Millmann- Trio, Drahtseilakt. Staleys Verwandlungsakt: Die musikalische Schmiede. ,, Im sonnigen Spanien". 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Sounabend nachm. 3 Uhr Schülerborstellung, fleine Preise: Othello, der Schwant in 4 Aften von Schönthan. Anfang 72 Uhr: Montag: Zapfenstreich. Dittmod: Tell. Metropol- Theater Täglich 8 Uhr: Der Teufel lacht dazu. Große Jahresrevue in 9 Bildern von Julius Freund. Roth. Musik von Viktor Hollaender. Varieté- Theater Jeden Sonntag und Donnerstag: Konzert, Theater, Spezialitäten. Weinbergsweg 19/20. Am Rosenthaler Tor. Heute abend 8 Uhr: Die vierzehn effektvollen November- Spezialitäten. Das schwarze Udel- Quartett ( The Orig. Block Troubadours). Die kluge Rosa Hollands bester Violin- Virtuose Otto Richard. Bouwmeester, der orig. Humorist. Die bildschöne Monocyclistin Nelly French. Rauchen überall gestattet. -Stets erstklassige Riesenspielfolge. ge, Grfat f. Włak", 20,00 " P b. 9,50 M. 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November, im Lokal ,, Neue Welt", Hafenheide 108-112: Außerordentliche General- Versammlung aller zum Zweigverein Berlin gehörigen Zahlstellen u. Bezirke der Maurer. Zages Drdnung: Beratung und Beschlußfassung der Forderungen für das Jahr 1907. 148/ 13* In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht jedes Kollegen, zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert, ohne dasselbe kein Eintritt. Die Verbandsleitung. NB. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Mitgliedsbücher aller Kollegen nach Beendigung der Beitragszahlung, im Dezember, zweds Abstempelung derselben eingezogen werden, und ist es darum notwendig, Sonnabend, den 24. November, in der ,, Neuen Welt", daß kein Stollege mit seinem Beitrage im Rüdftande ist. An alle ortsfremden Kollegen stellen wir im Interesse einer regelrechten Abwickelung der Bureaugeschäfte das Verlangen, gemäß den statutarischen Bestimmungen bei der Abreise sich ordnungsmäßig abzumelden. D. O. 158/2 Hasenheide 108-114: familien- Abend veranstaltet von den & 158/3 Verbänden der Sattler, Portefeuiller und Vergolder. Cheater lebender Photographien. Ball. Anfang 82 Uhr. Eintritt 20 Pf. Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Bahlreiche Beteiligung erwartet Das Komitee. Billetts sind bei den Werkstattvertrauensleuten sowie im Bureau zu haben. Zentral- Krankenkasse der Maurer ,, Grundstein zur Einigkeit". Sonntag, den 11. November, vorm. 10 Uhr, im Gewerkschaftshause: Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 1. Kaffen- und Revisionsbericht. 2. Verschiedenes. 149/18 Mitgliedsbuch legitimiert. Achtung! Die örtliche Verwaltung. Achtung! Interessenverein der Produktenhändler und-händlerinnen Berlins und Umgegend. Sonntag, den 11. November 1906, abends 6 Uhr: Oeffentliche Versammlung aller Produktenhändler u.-händlerinnen in Wilkes Festjälen, Brunnenstraße 188. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Pauli über Feuerbestattung, mit Vorführung eines 296/ 13* modernen Krematoriums. 2. Diskussion. Bur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Nach der Versammlung gemütliches Beisammensein mit Tanz. Der Vorstand. Verband der haugewerblichen Hülfsarbeiter Deutschl. Zweigverein Berlin und Umgegend. Achtung! Sektion der Fahrstuhlarbeiter! Achtung! Sonntag, den 11. November 1906, vormittags 10 Uhr, bei Jannascht, Inselstraße 10: Sektionsversammlung. Zages- Ordnung: 1. lufere nächstjährige Lohnforderung und unsere Stellung dazu". Referent: Kollege Oskar Böttcher. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Kollegen! Da diese Tagesordnung für uns eine so wichtige ist, so hoffen wir, daß sämtliche Kollegen anwesend find. Achtung! Maurer! ..Berliner ArbeiterRadfahrer- Verein" Mitglied des Arbeiter Radfahrer- Bundes " Solidarität“. Touren zum Sonntag, den 11. November. 1. Abt. früh 8 Uhr nach Biesenthal, nachmittags 12 Uhr nach Buch. Starts: Bülowstr. 59. 2. Abt. früh 7 Uhr nach Fürsten walde, nachmittags 12 Uhr nach Hirschgarten( Waldburg). Starts: Urbanstraße 7. 3. Abt. nachmittags 22 Uhr nach Johannisthal( Krüger). Start: Ma riannenplay. 4. Abt. nachmittags 1 Uhr nach Hermsdorf( Forsthaus). Start: Rüstrinerplaz 5. Abt. nachmittags 14, Uhr nach Franz.- Buchholz. Start:" Elysium". 6. Abt. nachmittags 1 Uhr nach Mt- Landsberg. Start: Oderbergerstraße 30( Genossenschaft). 7. Abt. nachmittags 1, Uhr nach Saatwinfel. Start: Kösliner Hof. 8. Abt. nachmittags 2 Uhr nach Schmargendorf( Sanssouci). Start: Waldstraße 8. 9. Abt. nachmittags 1 Uhr: Bohin wird am Start: Schillingstraße 22, bekannt gegeben. 28/8 Montag, den 12. November: Vorstands- Sitzung. Bollzähliges Erscheinen ist not. wendig. Voran II" Einkaufsgenossenschaft des ,, Berliner Arbeiter- Radfahrer- Vereins"( Arbeit.Radfahrer- Bund ,, Solidarität"). Heute Freitag, abends 9 Uhr, bei Fritz Wilke, Brunnenstraße 188: Achtung! General- Versammlung. Freie Vereinigung der Maurer Deutschlands. Ortsverein Berlin. Bureau: Berlin C. 54, Steinstraße 38. Fernsprecher Amt 3, 3100. Montag, den 12. November 1906, abends 8 Uhr: Außerordentliche Generalversammlung in Kellers großem Festsaal, Inh. A. Freyer, Koppenstraße 29. Tages- Ordnung: Beratung und Beschlußfaffung der zu stellenden forderungen im Jahre 1907. Kollegen, zu dieser Versammlung sind außer den Mitgliedern des Ortsvereins Berlin alle geladen mit der Bitte, bestimmt und pünktlich zu erscheinen. Mitglieder der Freien Vereinigung der Maurer Deutschlands, welche im Lohngebiet arbeiten ein Mitgliedsbuch legitimiert. 130/ 13* Der Vorstand. J. A.: Heinrich Mette. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Ortskrankenkasse Ortskrankenkasse des Maurergewerbes Heute Freitag, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- User Nr. 15: Sitzung der Ortsverwaltung. Einsetzer! zu Berlin. Hierdurch wird auf Grund des§ 67 des Statuts bekannt gemacht, daß die Kaffe zurzeit 19 528 Mitglieder hat und nach§ 50 des Statuts daher 1. aus der Zahl der Kaffenmitglieder 195 Vertreter, 2. Arbeitgeber " " 98 Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Bericht des Kassierers. 3. Bericht des Geschäftsführers. 4. Geschäftliches. Es ist Pflicht eines jeden Mita gliedes, pünktlich zu erscheinen. Mitgliedsbücher sind mitzubringen. Der Vorstand. Ordentliche 207/17 General- Versammlung der Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer der Orts- Krankenkasse der Maschinenbau- Arbeiter am und verwandten Gewerbe zu Berlis Freitag, den 23. November 1906, abends 8, Uhr, im Fr. Wilkesen Lokal, Brunnenstraße 188. Tages Ordnung: 1. Wahl von 3 Revisoren zur Prü fung der Jahresrechnung für das Jahr 1906. 2. Antrag des Vorstandes auf Abänderung des Statuts(§§ 10 u. 12). 3. Verschiedenes. Anfragen und Beschwerden, zu welchen die Einsicht in die Kaffenbücher notwendig ist, müssen bis zum 18. d. M. mündlich oder schriftSonntag, den 11. ds. Mts., vormittags 9 Uhr, finden in den be- für die Jahre 1907 und 1908 neu zu wählen find. Wahlberechtigt und wählbar sind nur solche Personen, welche lich behuss Beantwortung derselben großjährig und im Besige der bürgerlichen Ehrenrechte find. tannten Lokalen die Bezirks- Sigungen E ftatt. Die Kollegen werden ersucht, dieselben zahlreich zu besuchen. Die Wahl der Vertreter der Kaffenmitglieder findet statt am in den Arminhallen, Rommandantenstr. 20, Sonntag, 11. November 1906, vorm. von 10-12 thr, thr. Zu den heute abend stattfindenden Werkstatt- Sitzungen der Bautischler sind die Kollegen verpflichtet vollzählig zu erscheinen, damit und die Wahl der Vertreter der Arbeitgeber ebendaselbst am die Aufnahme der Statistik eine vollständige und genaue wird. Montagabend: Kommissions- Sihung. Der Obmann. Cifchler- Verein( E. H. 89) Sonnabend, den 10. November, abends 8%, Uhr, Melchiorstraße 15: Versammlung. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Barthol über: Freidenkertum und Sozialismus. Vereinsangelegenheiten. 199/10. Der Vorstand. H. Zimmermann Juwelier Oranienstr. 206 Berlin SO. Gold- und Silberwaren- Fabrik, Uhren- Großhandlung. Eigene Werkstatt für Neuarbeit u. Reparatur. Streng reell. Billigste Preise. Billigste Bezugsquelle 2522L* für Monats- Garderoben. Die schönsten Herren- Winter- Paletots u. Anzüge in getragener, speziell Monats- Garderobe. Bon Kavalieren getragene Sachen, fast neu, für jede Figur passend, speziell Bauchanzüge, sowie Knaben- u. Burschen- Anzüge sind in großer Auswahl stets zu staunend billigen Preisen zu haben. Prinzen- Str. 33, Dienstag, 13. November 1906, abends von 8-10 Die Wahl ist geheim. Zutritt zu dem Wahllokal haben nur solche Arbeitgeber resp. deren Vertreter, welche Beiträge an die diesseitige Kaffe zahlen, und nur wahlberechtigte Mitglieder der genannten Staffe. Diese haben sich durch das bis zum legten Zahlungstermin abgestempelte Quittungsbuch sowohl bei dem Eintritt in das Wahllokal, wie zur Ausübung des Wahlrechts am Wahltisch zu legitimieren. Zu diesem Zwed werden die Herren Arbeit geber ersucht, den bei ihnen beschäftigten Kassenmitgliedern die Quittungsbücher rechtzeitig ordnungsmäßig quittiert auszuhändigen. Die Kasse ist am Wahltage geschlossen. T in der General- Versammlung dem Vorstande mitgeteilt werden. Gine außerordentliche General- Versammlung der Vertreter der Arbeitgeber findet gleichfalls am 23. November demselben Lokale statt. Tages Ordnung: Ersatzwahl für ein ausgeschie denes Vorstandsmitglied. Zahlreiches und pünktliches Er scheinen der Herren Vertreter ist sehr erwünscht. Das Mandat legitimiert. Berlin, den 9. November 1906. Der Vorstand. H. Blant. 2633b Donnerstag, den 1. November, abends von 8-10 Uhr, findet im selben Lokal für die Kaffenmitglieder Aufstellung der Kandidaten zur Wahl statt. Legitimation Innungs- Krankenkasse durch Quittungsbuch ist hierzu nicht erforderlich, jedoch ist für die aufzustellenden Kandidaten die Angabe der Nummer des Mitgliedsbuches und der Wohnung sowie der Tischler- Innung. Namen und Wohnung des derzeitigen Arbeitgebers notwendig. General- Versammlung Berlin, den 25. Ditober 1906. Der Vorstand. 277/ 2* J. A.: A. Daehne, Borsigender, Lhchenerstr. 13. A. Kelpin, Schriftführer, Lorkingstr. 23. der Bertreter der Stassenmitglieder Populärer naturwissenschaftlicher Lichtbilder- Vortrag. Darwinismus und die Kunstformen der Natur ( Urpflanzen, Urtiere, Radiolarien usw.) Nach Professor Ernst Haeckel's berühmtem Bilderwerk. Erläuternder Vortrag von Herrn E. Vogtherr. Heute Freitag, den 9. November, im großen Saal Neue Welt, Hasenheide 108-114. Abends 8%, 1hr. 0 Billetts fosten 20 Pfennig und sind zu haben: In den Zigarrengeschäften von W. Boerner, Ritterstraße 15; 5. Bobjien, Kommandantenstr. 62; G. Meng, Wilhelmshavenerstr. 61; R. Nied, Rummelsburg, Kantstr. 22; W. Schrolle, Gottomsfhstr. 29; 5. Vogel, Lorkingstr. 37; H. Ziehm, Bernauerstr. 48; M. Jitema, H. Kieferbaum, zwisch. Morigpl. u. Ritterſtr. Sumterburger. 10, und B. Sorich, Gewertschaftshaus, Engelufer 15. Bei H. Beege, Rüdersdorferitr. 48; Bitte auf die Hausnummer zu achten. 00000 M. Wendt, Greifswalderstr. 208; 2. Kranse, Pappel- Allee 15-17; P. Schrolle, Landwehrstr. 3. In den Oscar Arnold ee 47; E. Rott, Straßmannstr. 29 und C. Boigt, Koppenſtr. 34. Schantgeschäften von A. Kieburg, Adalbertstr. 86; M. Mir, Staligerstr. 59; J. Wiedemann, Frankfurter 62/ 19* Im Auftrage der Freireligiösen Gemeinde: Das Komitee. Offeriere in nur frischer Ware: Hasen große schwere für nur... M. 3,00 große wilde Kaninchen. 0,90 "" Reh -Seulen von -Rüden -Blätter 3,00 4,50 " 1,25 " " Gänse 1761 Bfb. 60 t. 65 Pf. in riesiger Auswahl. Wegner, so., Mariannenstr. 34. Hüte, Mützen und Pelzwaren Engros! Export! Dresdenerstr. 116 ( kein Laden). 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In getrennter Wahl find zu wählen 1 Innungsmitglied und 2 Kaffenmitglieder auf die Dauer von 3 Jahren. 3. Wahl von 3 Revisoren zur Prüfung der Jahresrechnung pro 1906. 4. Wahl von 2 Hülfsarbeitern eb. 1 Kassierers. 5. Die Zentralisation der Krankentassen nach Berufsgruppen. 6. Verschiedenes. 277/15 Der Vorstand. Stola, Muffen, Kolliers in allen Pelzgattungen sowie alle sonstigen Pelzwaren. Nur eig. Fabrikat aus best. Material. Kein Zwischenhändler, daher Fa brikpreise. Ferdin. Kalman Dresdenerstr. 75 vorn II, 2. Haus v.Thalia- Theater. Verkauf auch Anahme von Reparaturen Sonntags, und Wochentags von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW, Nr. 262. 23. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 9. November 1906. er steht bereits im 62. Lebensjahre kann es fraglich erscheinen, Hauptstraße, in Waidmannsluft im Schweizerhäuschen, in Hermsdorf nach Hause gebracht worden seien und daß erst dadurch die Schimpfim Forsthaus und in Hohen- Neuendorf bei Seifert, Karl Ludwigs gewohnheiten des Herrn Klaffehn zur Kenntnis der Familie gelangt straße 5. Pflicht eines jeden Parteigenossen ist es, sich an der seien. Im Hinblick auf das vorgerückte Alter des Herrn Klaffehn abends 8 Uhr, findet eine Boltsversammlung gegen die Fleisch ob es genügen wird, daß die Schulbehörde ihn verwarnt. Es dürfte teuerung in Vorsigwalde im Lotale von Woitschach, Ernststraße 1, ihm zu empfehlen sein, daß er baldigst in den Ruhestand tritt. Man statt. Rege Beteiligung erwünscht. Der Vorstand. sagt uns, er sei schon mal für längere Zeit beurlaubt gewesen, um sich zu reparieren. Dann kann ihm ja der Nachweis der Ruhe bedürftigkeit nicht schwer werden. Die Wahlmänner- Ersatzwahlen im dritten Berliner Landtagswahlkreise Flugblattverbreitung zu beteiligen. Dienstag, den 13. November, find noch nicht abgeschlossen, sondern es müssen in verschiedenen Bezirken noch Stichwahlen stattfinden. Diese Stichwahlen finden für die dritte Abteilung am 20. dieses Monats von vormittags 11 Uhr bis abends 7 Uhr und, da am 21. November Buẞtag ist, am Donnerstag, den 22., für die zweite und erste Abteilung statt. Nach Vollzug der Stichwahlen findet die Abgeordnetenwahl statt, die der Größe des Kreises und der Zahl der Wahlmänner entsprechend in fünf größeren Lokalen vollzogen werden wird. Als Termin für die Abgeordnetenwahl ist der 27. November festgesetzt. Berliner Nachrichten. Die juristische Sprechstunde wird vom nächsten Montag, 12. November, ab nicht mehr Bezüglich der Ergebnisse der bisherigen Wahlmänner- Ersatz- der Lindenstr. 69 abgehalten, sondern wahlen ist in der gestrigen Notiz richtig zu stellen, daß die Freifinnigen in der zweiten Wählerklasse nicht 64, sondern weit über 300 und nach einer Meldung einer Korrespondenz mit den Wahlmännern der ersten Abteilung zusammen 400 Wahlmänner haben. Dieselbe Korrespondenz, deren Angaben von den meisten Berliner Blättern übernommen wird, hat unsere Partei dafür eine Anzahl Wahlmänner verlieren lassen, für unsere Gegner ein Trost, aber da die Zahlen unrichtig sind, in Wirklichkeit eine Enttäuschung. Von magistratsoffiziöser Seite werden denn auch diese Zahlenangaben richtig ist. für falsch erklärt, ohne zu sagen, was denn nun eigentlich Die amtliche Feststellung des Wahlergebnisses follte im Laufe des gestrigen Tages erfolgen. Ueber ein Wahlkuriosum bei der Wahlmänner- Ersatzwahl der 3. Abteilung wird uns noch nachträglich geschrieben: 0 Es gab wohl in allen Urwahlbezirken einige Wähler, welche mit ihren amtlichen Wahlkarten, Legitimationspapieren usw. nicht recht Bescheid wußten; auch fanden sich überall Wähler, welche den Namen ihres zu wählenden Wahlmannes nicht gleich nennen tonnten, trotzdem sie den betreffenden Stimmzettel in den Händen hatten. Aber daß ein Wahlmanns kandidat, welcher selbst den mit seinem eigenen Namen bedruckten Stimmzettel zur Hand hatte, nicht wußte, wen er wählen sollte, das ist denn doch etwas sonderbar. Ein solcher fand sich im Wahllokale des 941. Uriahlbezirks in der Person cines mit seinem Ordensband geschmückten Feuerwehrmanns a. D. ein. Als er sich zu lange besann, schickte ihn der Wahlvorsteher zurück mit dem Bemerken, sich draußen zu informieren und als er dann wieder jetzt siegesbewußt vor den Wahltisch trat, erklärte er bestimmt, nunmehr einen Herrn Wilh. Kersten zu wählen. Dieser Wilh. Kersten war aber der Gegner seiner der freisinnigen -Partei, welche ihn als Kandidaten aufgestellt hatte. Als er später hörte, daß er durchgefallen sei, meinte er, daß er eigentlich nichts dafür könne, als Wahlmann der freisinnigen Boltspartei zu kandidieren, das hätte seine Frau besorgt. zu in Friedrichstr. 16, Aufgang 4, eine Treppe( Handelsstätte Bellealliance, Durchgang auch Lindenstraße 101). Wir bitten unsere Genossen, davon gefälligst Notiz nehmen wollen. Verlag und Redaktion des, Vorwärts". Vom Berliner Schulwesen. " 1 Das Kuratorium der städtischen Heimstätten hat in seiner jüngsten Sigung zu den Anträgen des Genossen Dr. Weyl hinsichtlich einer Ausgestaltung der diätetischen Ernährungs- und hydropathischen Wasserbehandlung in den Heimstätten endgültige Beschlüsse gefaßt. Es handelt sich hierbei, wie schon früher an dieser Stelle ausführlich auseinandergesetzt, darum, daß in den Anstalten, die zur Aufnahme blutarmer, magenkranker, rheumatischer Kranken dienen, Heinersdorf und Blankenburg, zur Durchführung einer gründlichen und erfolgreichen Kur den leitenden Aerzten die Möglichkeit gegeben wird, den Pfleglingen im Bedarfsfalle eine dem Ernährungszustande der Patienten angepaßte Soft und hydropathische Anwendungen wie falte Abreibungen, Fichtenmadel- und Soolbäder zu verordnen und verabfolgen zu lassen. Nachdem die Gutachten der Aerzte sich günstig zu den gegebenen Anregungen geäußert hatten, entschied sich das Kuratorium einstimmig für die vorgeschlagene Neuerung. Die ent sprechenden Summen für die Einrichtung usw. wurden in den Etat 1907 eingestellt. Aus Rücksicht auf die in Ma I chow ausgebrochene Maul. und lauenfeuche wird beschlossen, den Pfleglingen der Heimftätte Malchow nur Milch aus Buch zur Verfügung zu stellen, tropdem nach ärztlicher und tierärztlicher Auffassung durch Abkochung die Milch seuchenkranker und seuchenverdächtiger Tiere unschädlich gemacht werden kann. Man sah sich aber veranlaßt, auf diese Milch wilch einen erheblich geminderten Nährwert erhält; dann kommt völlig Verzicht zu leisten, weil zunächst durch diesen Kochprozeß die auch gerade für brustkranke Frauen und Mädchen das ästhetische und suggestive Moment in Betracht, das schließlich einen gerechtfertigten Widerwillen gegen den Genuß solcher Milch hervorruft. Für Buch find zur Versorgung der Malchower Heimstätte mit einwandsfreier Wilch 12 frischmilchende Küche angekauft worden. deputation ihren Jahresbericht erstattet hat, ist die Zahl Im Schuljahr 1905/06, über das jetzt die städtische Schulaller Schulen Berlins auf 423, die Zahl aller in ihnen sitzenden Schüler und Schülerinnen auf 270 525 gestiegen. Von diesen Schulen sind 368 öffentlich, die übrigen 55 sind Privatschulen( einschließlich 2 Schulen der jüdischen Gemeinde). Unter den öffentlichen Schulen stehen an erster Stelle die 280 Gemeindeschulen mit damals 225 237 Schülern und Schülerinnen. Daneben gab es aber für höhere Lehranstalten noch 22 Vorschulen" mit 3634 Schülern. Die 14 Realschulen hatten 6107 Schüler, die 2 Oberrealschulen 1091 Schüler, die 8 Realgymnasien 4130 Schüler, die 15 Gymnasien 6831 Schüler. Die 8 höheren Mädchenschulen wurden von 5125 Schülerinnen besucht. Dazu kamen noch mehrere Kaiser und Kaiserin Friedrich- Kinder- Krankenhaus. Die städtische Schulen von Blinden, Taubsiummen-, Waisen- und sonstigen Hochbaudeputation beschäftigte sich in ihrer letzten Sigung mit den Erziehungsanstalten sowie von Vereinen, Kirchen usw. In Entwürfen für den Erweiterungsbau des Kaiser und Kaiserin der Reihe der Privatschulen stehen obenan 38 höhere Mädchen- Friedrich- Kinder- Krankenhauses. Diese Anstalt ist seinerzeit von schulen mit damals 11 283 Schülerinnen, das sind über doppelt einem Verein durch die Architekten Schmieden u. Boethke erbaut soviel wie die Schülerinnenzahl der öffentlichen höheren worden. Die neuen Entwürfe und Kostenanschläge in Höhe von 1 Millionen Mark sind von dieser Firma ausgearbeitet worden, Mädchenschulen. Höhere Knabenschulen in Privatbesitz gab der auch die Bauausführung übertragen werden soll. Mit der Front es noch 5 mit 1708 Schülern. Die 2 jüdischen Schulen hatten tommt das erweiterte Strantenhaus an die Ererzierstraße. Links 574 Schüler und 433 Schülerinnen. Außerdem bestanden vom Verwaltungsgebäude wird die chirurgische Klinit, rechts der noch einige private Mittel- und Elementarschulen für Senaben medizinische Pavillon vor den Pavillons für Diphtherie, Scharlach, und für Mädchen. Keuchhusten, Masern und den für verschiedene Infektionsfälle zu An Vielgestaltigkeit läßt das Berliner Schulwesen nichts stehen fommen. Das Wasch- und Kesselhaus und links daran das zu wünschen übrig. Leider beginnt schon auf der aller- Reichenhaus mit dem Laboratorium sowie die Poliflinit mit der untersten Stufe eine Scheidung, so daß wir nicht einmal Süche auf der rechten Seite des Kesselhauses erhalten die Front nach der Reinickendorferstraße beztv. behalten diese. Nach der Erweiterung eine Gemeinsamteit wenigstens des Ele- wird es möglich sein, eine bedeutend größere Zahl tranter Kinder mentarunterrichtes haben. Neben den Gemeinde- mit ansteckenden Krankheiten aufzunehmen. schulen bestehen, wie schon oben gesagt, die Vorschulen" mit ihren 3634 Schülern. Aber auch in den höheren Mädchen- schädigungsklage der östlichen Vorortsgemeinden wegen Entziehung Neue Forderungen an Berlin. Die in Aussicht gestellte EntAuf zum Protest gegen den Zollwucher! schulen sind die untersten Jahrgänge als Vorschulklassen" des Brunnenwassers durch die Tiefbrunnen der Stadt Berlin hat Am Sonntag, den 11. November, 8 Uhr früh, findet mädchenschulen rund 1400 Schülerinnen, in den privaten Berlin seine großen Anstalten erbaut hat, in seiner letzten Sigung anzusehen. Diese Klassen haben in den öffentlichen höheren zur Folge gehabt, daß der Grundbesizerverein von Buch, wo für Groß- Berlin die Flugblattverbreitung statt, in welcher höheren Mädchenschulen rund 2500 Schülerinnen. Als Vor- zu dem Plane der Stadtgemeinde, auch in dem nördlichen Vorort zum Besuch der Protestversammlungen gegen schulklassen" dienen ferner auch die untersten Klassen der Tiefbrunnen anzulegen, Stellungnahm. Es wurde beschlossen, Fleischnot und Zollwucher aufgefordert wird. Wir privaten höheren Knabenschulen, ebenso die untersten Klassen Berlin darauf aufmerksam zu machen, daß bei einer Waſſerentziehung machen die Genossen schon heute hierauf der privaten Mittel- und Elementarschulen für Knaben und durch die großen Berliner Brunnen auch die Bucher Interessenten Schadenersatz beanspruchen würden. -O Partei- Angelegenheiten. aufmerksam. ( wöchentlich 2 Stunden, Dauer des Kurfus 3 Wochen) wird Einen unentgeltlichen Kursus der Säuglingspflege für Frauen Dr. Tugendreich in der städtischen Säuglingsfürsorgestelle, Berlin N., Pantstr. 7 am Montag, 12. November, 6 Uhr beginnen. Anmeldungen für Mädchen, zum Teil auch die untersten Klassen der Schulen von Kirchen und anderen Korporationen. Es ist anzunehmen, Am Dienstag, den 13. November, dem Tage der daß im ganzen etwa 9000 bis 10 000 Kinder der drei ersten Keichstagseröffnung, werden in Berlin und den. Vororten Jahreskurse in Vorschulen" bezw. in den entsprechenden zirka 80 Versammlungen abgehalten, die sich mit laffen von Privatschulen usw. unterrichtet werden. Man wochentäglich 1-4. dieser brennenden Frage beschäftigen. Wir bitten fieht, wie weit wir es in Berlin noch bis zu der gemeinsamen Partei und Gewerkschaften, am Dienstag, Elementarschule haben. Eine Ausstellung empfehlenswerter Jugendschriften findet vom Den 13. November, teinerlei andere Verschwakt von der allgemeinen Volksschule" und hauses statt. Am Sonntag, den 16. Dezember wird im großen Das liberale Bürgertum 16. bis 20. Dezember im Saale III des Gewerkschaftsanstaltungen zu treffen. sperrt die eigenen Sprößlinge vom ersten Schultage an in Saale des Gewerkschaftshauses ein auf den Zweck der Ausstellung Der Aktionsausschuß. Standesschulen oder in sonstige Sonderschulen ein, um sie vor bezüglicher Vortrag gehalten werden. Zweiter Wahlkreis. Am Sonnabend, den 10. November, der Berührung mit den Kindern des Proletariats zu beEin Wiederaufnahmeverfahren hatte der zum Tode verurteilte abends 8 Uhr, veranstalten die Genossen des Südens im Hof- wahren. Raubmörder Rudolf Hennig beantragt. Der Antrag stügte sich hauptjäger- Balast", Hasenheide 52/53, einen Unterhaltungsfächlich auf den ominöjen Franz", der nach Hennigs Behauptung abend, bestehend in Stonzert, Gefang, Vorträgen, Ball usw, Der der eigentliche Mörder des Kellyers Giernot sein soll. Dieser Antrag Eintrittspreis beträgt 30 Pf. inkl. Tanz. Billetts sind bei den Bezirksführern und in der Parteispedition zu haben. Um zahlreiche Die Schule soll nicht lediglich unterrichten", sondern vor allem ist, wie jetzt gemeldet wird, vom Potsdamer Landgericht Beteiligung auch der Genossen der anderen Stadtviertel- bittet ergieben. Sie wird aber einen erziehlichen Einfluß auf unsere als der ersten Instanz beraten und durch Beschluß vom 5. d. Mis. Kinder nur dann ausüben, tvenn sie ihnen Lehrer und gleich den früheren Wiederaufnahmeanträgen mit dem Bemerten Lehrerinnen fezt, die selber Vorbild und Muster für abgelehnt worden, daß auch das Gesuch um Aufschub der ihre 8öglinge sein können. Strafvollstreckung abgelehnt sei. Henrig, der sich im Das Komitee. Sechster Wahlkreis! Schönhauser Vorstadt! Das Komitee. tam. Der Jugend ein Vorbild! " Wer schulpflichtige Kinder hat oder der eigenen Schuljahre sich Untersuchungsgefängnis in Moabit befindet, wurde gestern von der Am Sonnabend, den 10. November, findet in den Gesamträumen erinnert, weiß nur zu gut, daß von den Lehrern und Lehrerinnen Ablehnung seines Wiederaufnahmeantrages unterrichtet. Er hat gegen ves„ Berliner Prater", Kastanien- Allee 7-9, ein von den Partei mancher und manche sehr wenig dieser Forderung entsprechen. Die den Beschluß des Potsdamer Landgerichtes das Recht der Beschwerde genoffen arrangierter Kunst a bend statt. Das vorzüglich gewählte eigenartige Unterrichtsweise solcher Herren und Damen wird bald beim Kammergericht, das innerhalb einer Woche auszuüben ist. Brogramm verspricht den Besuchern einen echten Genuß. Wir er- genug zum öffentlichen Geheimnis". Die Eltern schütteln dazu den Dieses Beschwerderecht hat jedoch keine die Strafvollstreckung aufsuchen die Genossen, sich zeitig mit Billetts zu versehen, die an den Kopf und Klagen einander ihr Leid, aber sie wenden sich felten oder schiebende Wirkung, das Todesurteil fann vielmehr schon jetzt jeden im gestrigen Inserat genannten Stellen zum Preise von 40 Pf. er- nie an die richtige Stelle, die jene Schädlinge unschädlich machen Tag vollzogen werden. Der Kaiser soll nach dem ersten Antrage hältlich sind. fönnte. Sie unterlassen das deshalb, weil sie fein Vertrauen zu der Hennigs auf Wiederaufnahme des Verfahrens" auf sein BegnadigungsMahlsdorf. Sonnabend, den 10. d. Wits., abends 81%, Uhr, Schulbehörde baben und für ihre Kinder die Rachsucht der be- recht verzichtet haben. treffenden Lehrpersonen fürchten, zum anderen Teil deshalb, weil sie Wer arbeiten will, der findet immer Arbeit, philosophieren findet im Lokale des Herrn Schliese( früher Wernecke), eine Bolts in gedankenlosem Mitleid die Lehrpersonen schonen zu sollen glauben, unsere Spießbürger, wenn sie bei vollbesetzter Tafel fizen und in bersammlung statt, in welcher der Reichstagsabgeordnete Artur troß allem Schaden, der den eigenen Kindern daraus erwachsen animierter Stimmung über Arbeiterfragen kannegießern. Stadthagen über:" Die politische Lage" referieren wird. Redensarten werden bei jeder Gelegenheit in der krassesten Weise Hente Freitagabend findet zu dieser Versammlung eine HandDer Vorwärts" hat es von jeher zu seinen Aufgaben ge- Lügen gestraft. Man lese nur folgende knappe Mitteilung: Ein zettelverbreitung statt. Die Genossen werden gebeten, sich recht zahl zählt, Mißstände des Unterrichtswesens aus dem Dunkel der Schul- großer Menschenauflauf entstand gestern nachmittag 4 Uhr in der reich zur Handzettelverbreitung im Lokale von Schliefe einzufinden. Stuben in das Licht der Deffentlichkeit hineinzurücken. Wir wissen, Ritterstraße 111, wo im Etablissement Eisenhof Eichmann G. m. 6. H. Der Vorstand. daß uns das von einem Teile der Lehrerschaft als Hege gegen ein Arbeiter gesucht wurde. Die aus über 100 Personen bestehende Trebbin( Kreis Teltow). Sonntag, den 11. d. Mts.: Flugblatt- die Schule" angetreidet wird. Aber das soll uns nicht hindern, Menschenmenge besetzte das Treppenhaus sowie die Kontorräume. verbreitung zu der am Dienstag, den 13. d. Mts., abends 8 Uhr, nach wie vor zu tun, was die Pflicht uns gebietet. Nicht um die Arbeitslosen los zu werden, wurde eine Anzahl Schußlente im„ Gesellschaftshause" stattfindenden Protestversammlung gegen den um gegen die Schule zu„ bezzen", sondern um sondern um der Schule aufgeboten. Diese zerstreuten die arbeitslose Menge. Fleischwucher. Die Parteigenossen werden ersucht, sich zahlreicher zu dienen, wollen wir heute die Aufmerksamkeit der Schulbehörde als das letzte Mal bei den Bezirksführern einzufinden. Die Ver- auf ein Mitglied des Lehrerkollegiums der 78. Knaben Das leidige Anhängen von Kindern an Wagen hat wieder einbreitung beginnt früh 8 Uhr. Die Adressen der derzeitigen Bezirks- Gemeindeschule( Wriezen erstraße) lenten, auf den mal den Tod eines Kindes herbeigeführt. Vor dem Grundstücke führer find: 1. Bezirk: Wilh. Winter, Boffenerstr. 4; 2. Bezirk: Lehrer Klaffehn. Dieser Herr amtiert bereits seit mehr als Hohenzollerndamm 8 hatte ein mit Sand beladener Lastwagen geHerm. Krüger, Röhringswinkelweg; 3. Bezirk: Rich. Knorr, zwanzig Jahren an der genannten Schule. Auf dem Gesundbrunnen, halten und während der Kutscher auf den Bau hinaufgegangen war, Schützenstraße; 4. Bezirk: Herm. Bergemann, Fischerstr. 17. ivo er allgemein bekannt ist, steht er in dem Rufe eines groben" spielten mehrere Kinder an dem Fuhrwerk herum. Der Vorstand. Lehrers. Das wäre an sich noch nicht schlimm; die groben" Kutscher wieder zurückkehrte, jagte er die Kleinen davon, Lehrer find nicht immer die schlechtesten. Aber aus den er hatte jedoch nicht bemerkt, daß born an der Deichfel Tegel. Am Sonntag, den 11. November, vormittags 11 Uhr, Streifen der Eltern. ist uns die Klage zugegangen, daß Herr fich givei Senaben angehängt hatten. Da es bereits findet im Lokal von Franke, Reinickendorf- West, Eichbornstraße, eine Klaffehn im Unterricht seine Schüler mit Schimpf- dunkel war, konnte er die Kinder nicht sehen und ahnungslos trieb. tombinierte Mitgliederversammlung der Wahlvereine Tegel, Waid- worten ärgster Art belegt. Wir haben daraufhin er die Pferde an. Natürlich wurden die unvorsichtigen Bürschchen mannslust und Reinickendorf- West statt mit der Tagesordnung eine Anzahl Kinder aufgesucht, deren Eltern sich nicht von der Deichsel heruntergeschleudert und sie stürzten unter die Fortsetzung der Versammlung bei selippenſtein. Der Wichtigkeit an uns gewandt hatten, und haben in Gegenwart der Eltern diese Pferde. Auch der nachfolgende Lastwagen fuhr über sie hinweg. wegen ist rege Beteiligung unbedingt nötig. Der Vorstand. Kinder befragt. Das Ergebnis war eine Bestätigung jener Klage. Dem 5jährigen Sohn des Portiers Metrophan, Uhlandstr. 62, gingen Bezirk Waidmannsluft. Am Sonntag, den 11. November, nach- Genannt wurden uns Ausdrücke wie: Scheusal"," Nehmt die Klauen die Näder über die Brust hinweg, so daß der Tod auf der Stelle mittags 4 Uhr, findet in Stolpe( Nordbahn) im Lokale der Witte herunter" usw. usw. Wir verzichten gern auf vollständige Auf- cintrat. Dem Spielgefährten des M., dem Gjährigen Paul Perls, Bergemann eine Volksversammlung statt. Neichstagsabgeordneter zählung. Von der Schulbehörde erwarten wir, daß sie die An- wurde die rechte Hand zermalmt. Als Frau M. kurz Genoffe Artur Stadthagen referiert über die politische Lage. Die gelegenheit untersucht; sie kann da noch mehr und noch Schlimmeres darauf zufällig hinzukam und ihr Kind als Leiche sah, brach sie Genossen werden ersucht, für den Besuch dieser Versammlung vege erfahren. betvußtlos zusammen. zu agitieren. Außerdem wird am Sonntag früh 8 Uhr ein Flug- Ein Mann mit solchen Manieren ist nicht geeignet, als Vorblatt gegen die Fleischverteuerung berbreitet. Die Genossen treffen bild für die Jugend zu dienen. Die Klage, die uns zu fich um 28 Uhr in Borsigwalde bei Reuter, in Wittenau bei Schulz, gegangen ist, hebt hervor, daß die Schimpfworte aus der Schule mit Als der Dieses schwere Unglück sollte die Eltern von neuem veranlassen, ihre Kinder auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die durch das Anhängen derselben an Wagen entstehen können. " Bon einem Radfahrer überfahren und tödlich verlegt wurde er die verschiedenen Wahlsysteme zum Landtage, zu den Gemeinde- Jabstehende Blätter in ganz anderer Ausdehnung anstößige Annoncen gestern abend der Invalide Bubriel aus Pankow. An der Chaussee- vertretungen und zum Reichstage erläutert hatte, daß unserer Partei aufnahmen, der Beklagte hingegen bestrebt fei, folche Anzeigen vom straße wurde B. von einem Radfahrer umgestoßen und mit folcher von den Gegnern nicht mit Unrecht vorgeworfen werde, daß sie an Simpliciffimus" fernzuhalten und überdies Herr Bohn durch ein Bucht auf den Fahrdamm geschleudert, daß er einen schweren undemokratischen Einrichtungen festhalte. Er führte als Beispiel die aggressives, über das Ziel hinausschießende Vorgehen die intrimiSchädelbruch erlitt und in völlig hoffnungslosem Zustande nach der Delegiertenwahlen zum Parteitage an und fand es bedenklich, daß nierte Aeußerung selbst provoziert habe. Herr Bohn betrat infolge Charité gebracht wurde. selbst die Vertretung auf den Generalversammlungen unseres Zentrals dieser Abweisung den Weg der Privattlage. Unterm Geldschrank begraben. Ein schwerer Unglücksfall er- wahlvereins keine proportionale ſet. Der Vortragende bedauerte, eignete fich gestern morgen in der Geldschrankfabrik" Panzer" in der daß die Delegierten des Brizzer Vereins gegen die Proportionalwahl Badstraße. Wehrere Arbeiter waren beim Transport eines der uden Generalversammlungen gestimmt haben. Genosse Händel in Meineid. schweren Spinde beschäftigt, dabei stürzte der Schrank plöglich um berteidigte den Standpunkt, den die Vertreter der kleinen Vereine Das Schwurgericht verurteilte gestern den Kohlenhändler und fiel auf den Schloffer Friz Hohmann aus der Buttmannſtr. 8. 3 dieser Frage eingenommen hatten, indem er anführte, daß Miezeslaw Ronischewsti zu drei Jahren Zuchthaus wegen Dem Umglücklichen wurde das Bein vollständig zerschmettert, der 111 den fleinen Orten dieselbe Arbeit geleistet werden Meineides. Angeklagter hatte, um sich vor Alimentenzahlung zu Oberschenkel dreimal gebrochen und der rechte ärm schwer verlegt. müſſe, wie in den großen und daß bei einer proportionalen drücken, bei Leistung des Offenbarungseides erhebliche VermögensH. fand im Lazarus- Krankenhause Aufnahme. Vertretung die fleineren Orte leicht majorisiert werden könnten.bestände wissentlich verschwiegen. " " nachts Schuh gegen Lärm. es das Zu der am 11. November stattfindenden Gemeindewahl wurde, Ein Leichenfund, der noch der Aufklärung bedarf, wurde in der nachdem die Genossen Händel und Kimmrig auf die Bedeutung gestrigen Nacht auf der Stettiner Bahn gemacht. Ein revidierender dieser Wahl für die Arbeiterschaft hingewiesen hatten, auf Vorschlag Beamter entdeckte zwischen den Wärterhäusern 75 und 76 etwas des Vorstandes der Genosse Behnisch einstimmig als Kandidat Für Mieter und Vermieter von Interesse ist ein eingehend beabfeits der Schienen die Leiche einer etwa 50 Jahre alten Frauens- aufgestellt. Unter Vereinsangelegenheiten gab der Vorsitzende be- gründetes Urteil des Landgerichts I, welches in den Bl. f. Rpfl. person. Anscheinend handelt es sich um eine Berlinerin, denn in der kannt, daß am Sonntag, den 11, d. M., eine Flugblattverbreitung abgedruckt ist und sich auf das Rücktrittsrecht des Mieters wegen Rocktasche der Toten wurde eine Eisenbahnfahrkarte 3. Klasse von und am Dienstag, den 18. November, abends 8 Uhr, im Unbrauchbarkeit der Wohnung infolge Eindringens van Berlin nach Stettin vorgefunden. Ein wildledernes Beutel- Nosterschen Lokale eine Protestversammlung gegen den Fleischwucher 2ärm aus der darüber befindlichen Mieterportemonnaie, das man im Besiz der Unbekannten fand, enthielt stattfindet. Auch wies derselbe darauf hin, daß verhältnismäßig wohnung bezieht. In dem Streitfalle wurde der Mieter, der 285,65 M. Ob die Frau nur durch einen verhängnisvollen Zufall wenig Vorwärts"-Abonnenten im Drte vorhanden seien, und ersucht geistigen Arbeiten obzuliegen bat, durch übermäßigen Lärm in der aus dem Zuge herausgestürzt ist, oder ob sie von dritter Hand um regere Agitation für den Vorwärts". Oberwohnung fast zur Verzweiflung gebracht. Noch nach 11 Uhr gewaltsam aus dem Wagenabteil herausgestoßen worden ist, bedarf abends tönte Getrampel und Türenschmeißen herunter, Parteigenossen! Heute nachmittag von 3-6 Uhr findet wurde viel Klavier gespielt noch der Feststellung. Der Tod ist bei der Unglücklichen durch einen die. Gemeindewahl in Briz statt. Tut Eure Schuldigkeit! auch noch nach 12 Uhr Schädelbruch herbeigeführt worden. Der Kleidung entsprechend ge- Strömt in Massen zum Wahltisch! Nur wenn jeder ohne Ausnahme wohner und beim Zubettgehen schienen sich die Oberhört die Unbekannte, eine Blondine, den besseren Ständen an seine Pflicht tut, wird dem sozialdemokratischen Kandidaten, dem mit aller Wucht auf die Erde zu werfen. Der gemarterte Mieter machen, ein Vergnügen daraus zu die Stiefel Irgend welche Papiere oder sonstige Gegenstände, die zur Aufklärung Genossen Richard Behnisch zum Siege verholfen! der Personalien dienen könnten, wurden nicht vorgefunden. Das Luisen- Theater hat zur Abwechselung zu einer Poffe ge- Laufe des Jahres aus Brip berzogen sind, denn und als er damit keinen Erfolg erzielte, fündigte er auf Grund des Dies gilt insbesondere auch für diejenigen Wähler, die im wandte sich um Abhülfe an den Hauswirt, stellte ihm gemäß§ 542 des Bürgerlichen Gesetzbuches eine Frist zur Abstellung des Uebels griffen und bringt neben der auch noch auf dem Spielplan stehenden wahlberechtigt find alle, die in der im Januar aufgestellten Wähler-§ 542 das Mietsverhältnis ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist. egtra für's Luisen- Theater zurechtgestutzten Schauer- resp. Detektiv lifte eingetragen sind. Die Wahl findet mittels Legitimationskarten dem hierüber entbrannten Rechtsstreit hat der Mieter obgefiegt. komödie" Sherlok Holms" bie Leon Treptowsche Gesangspoffe statt, welche den Wählern vom Gemeindebureau vorher zugestellt In " Flotte Weiber" zur Aufführung. Diese Posse, die vor mehr wurden. Für diejenigen Wähler, welche eine solche Karte nicht in dem Urteil des Landgerichts heißt es u. a.:„ Damit eine Wohnung als einem Dugend Jahren über Berliner Bretter ging, ist natürlich erhalten haben oder denen die Karte abhanden gekommen ist, dient welchem sie während der Mietzeit nach§ 536 vom Vermieter zu erentsprechend modernisiert, und es sind den Kalauern des Stückes die Steuerquittung als Legitimation. einige neue Couplets ohne große Wahl eingefügt. Und was heute Treptowy- Baumschulenweg. halten ist, befinde, ist auch erforderlich, daß sie von Geräuschen feiner Bühne mehr fehlt, die Hauptmannstat von Köpenick, war auch fern gehalten wird, die aus anderen Räumen in die Mietwohnung schon ins Stück" hineingearbeitet durch das Couplet:„ So was In der letzten Mitgliederversammlung des Wahlvereins in eindringen und das geistige Arbeiten in derselben sowie das Auskann doch nur in Köpenick passieren." Erst die Spieler mußten aus Treptow bei Mohlau erstattete Genosse Gramenz den Bericht aus ruhen und Schlafen darin wesentlich beeinträchtigen. Allerdings den Flotten Weibern" etwas machen, von denen Herr Hüner der Gemeindevertretung. Er erläuterte die bereits mitgeteilten Vor- fann derjenige, der eine Wohnung in einem bierals Onkel Nolte, Frau Käthe Wille Bach als Adele Alsen, kommnisse und charakterisierte den in der Gemeindevertretung vor ſtöckigen großstädtischen Hauſe mietet, in bezug auf sowie die Herren Neves und Wendt alias Herr Direktor Fischer herrschenden Geist. Insbesondere hob er hervor, daß die sozial- Fernhalten bon Geräuschen, die aus anderen Wohnungen als das Brüderpaar Paul und Peter Flieder besonders zu er- demokratische Fraftion in Anbetracht der schlechten Lohn- und desselben Hauses tommen, mur mäßige Ansprüche stellen, wähnen sind. als etwa die AnArbeitsverhältnisse der Gemeindearbeiter eine Vorlage eingereicht die erheblich geringer sein müssen, eines Mieters in einem nur zur LandhausUeber das von uns gestern gemeldete Feuer in der Teltower- anderem werden auch Sommerurlaub und Errichtung von Arbeiter- artigen Bebauung freigegebenen Bororte. In tatsächlicher Hinsicht straße 21 wird uns heute berichtet, daß die Inhaberin der Wohnung, ausschüssen gefordert. Redner glossierte die Einwände der Gegner fann daher im einzelnen Falle die Grenze, bis zu der ein Mieter in der das Feuer austam, nicht mit einer gefälligen Nachbarin hierüber, die gemeint hätten: die Arbeiter wären doch immer in der in einem vierstöckigen großstädtischen Hause sich das Eindringen von plauderte und so die Aufsicht der Wohnung vernachlässigte, sondern Luft und brauchten daher keinen Sommerurlaub. Gegen die Ein- Geräuschen in seine Wohnung gefallen lassen muß, zweifelhaft sein. daß sich dieselbe währenddessen in der Waschküche befand und erst richtung von Arbeiterausschüssen habe sich der Fabrikbefizer Gräß In rechtlicher Beziehung aber ist davon auszugehen, daß das Eingewandt, dessen Betrieb, so lange Arbeiterausschüsse vorhanden sind, dringen von Geräuschen, welche die Benutzung der Wohnräume zum Feuerwehrbericht. Grober Unfug lag wieder einmal einer Feuer- fortgesetzt von Streits heimgesucht werde. In der Diskussion geistigen Arbeiten und zum Ruben in übermäßiger Weise bemeldung zugrunde, die nachts um 8 Uhr die erste Kompagnie nach tennzeichnete Genosse Hofmann die eigentümliche Berichterstattung einträchtigen, sich als die Entziehung eines erheblichen Teiles des der Elbingerstraße am Arnswalder Platz rief. Der Täter war un des Treptower Anzeigers" über die Gemeindevertreterfizungen. ertragsmäßigen Gebrauchs der Mietwohnung im Sinne des erkannt entkommen. Der 12. Zug wurde nach der Kurfürstenstr. 46 Auch bemängelte er, daß bisher noch kein amtlicher Bericht der§ 542 B. G.-B. darstellt. gerufen, wo nachts um 1 Uhr ein Mädchen aus dem Fenster zu Schulärzte veröffentlicht worden sei; die Einwohnerschaft habe sicher stürzen drohte. Es gelang, das Mädchen von seinem Vorhaben ab- ein großes Interesse daran, etwas über die gesundheitlichen Zustände zubringen. Der 11. Zug wurde um Hülfe bei einer schwerkranken zu erfahren. Genosse Neugebauer gab den Gemeindevertretern Frau am Planufer 3 ersucht. Als Samariter der Wehr dort an- anheim, dahin zu wirken, daß in der Elsenstraße auch eine Be famen, war die Frau schon verstorben. Nach der Reinickendorfer- dürfnisanstalt für Frauen errichtet werden möge. Genoffe Blod straße 86 am Weddingplag, dem früheren Ochsenkopf", wurde am hielt alsdann einen furzen interessanten Vortrag über die OrganiMittwoch der 16. Bug innerhalb 24 Stunden zum drittenmal ge- fation. Zum Schluß machte Genosse könig noch auf die bevorrufen. Es handelte sich um vorsätzliche Brandstiftung. Stroh, ſtehenden Protestversammlungen gegen die Fleischteuerung aufmerksam Matragen und anderes war dort in Brand gesteckt worden. Von und forderte zur regen Mitarbeit für die Partei auf. dem Täter fehlt noch jede Spur. Wegen einer Gasvergiftung rückte Grünau. der 7. Zug nach der Frankfurter Allee 187b aus, konnte die Person aber nicht mehr retten. Wiederbelebungsversuche mit Sauerstoff waren erfolglos. Ferner hatte die Wehr in der Neuen Schönhauserstraße 1, Fichtestr. 30, Weinmeisterstr. 1, Gartenstr. 103, JägerStraße 65 vorn I, wo Gardinen, Möbel usw. brannten, zu tun. von Mietern geholt werden mußte. Vorort- Nachrichten. Charlottenburg. " Sein II. Stiftungsfest feiert am morgigen Sonnabend im Restaurant Duffauchour der Gesangverein„ Sangesluft". Genannter Verein hat der organisierten Arbeiterschaft bei ihren Festen stets bereitwilligst zur Verfügung gestanden; es wird deshalb auch von den Genossen erwartet, für den Besuch des Festes zu agitieren. Neuenhagen( Ostbahn). Berufung gegen ein hartes Urteil. Der Maurer Jeschke hatte im Mai d. J. die Wohnung einer Dame auszubessern. Auf ihren Wunsch ließ er jedesmal den Schutt unter besonderen Schwierigkeiten draußen am Hause herab, anstatt ihn durch ihre Zimmer zu tragen. Er fam infolgedessen verspätet zum Abendtrunk seiner Arbeitskollegen. Einer von diesen namens Gorilla hänselte ihn wegen seiner deboten Höflichkeit vor den Damen, bis Jeschke den Spötter schließlich zum Ringkampf zwang und ihn hierbei arg zerschund. Gorilla lief zum Kadi und erwirkte mit Hülfe des Staatsanwalts beim Schöffengericht eine Gefängnisstrafe von drei Monaten. In der Verhandlung vor der Berufungskammer legte der Verteidiger Rechtsanwalt Broh dar, daß ein solcher Ningkampf zweier fräftiger Männer, noch dagu im Mai, zur Zeit des Bockbieres, unmöglich mit Gefängnis zu fühnen sei, zumal der Anlaß des Streites dem Angeklagten, der sich einer Dame gegenüber besonders ritterlich beStrafe auf 30 m. Geldstrafe. nommen habe, nur zur Ehre gereiche. Das Gericht ermäßigte die Am Sonntag, den 11. November, findet im Lokal von Wünsche, Bahnhofstraße, eine vom Gewerkschaftskartell für Neuenhagen und Umgegend einberufene Versammlung statt, in welcher der Gewerk id schaftssekretär Link über Bauarbeiterschutz und Arbeiterversicherung sprechen wird. Es wird jedem Kollegen zur Pflicht gemacht, in der Versammlung zu erscheinen. Nieder- Schönhausen. ,, Verfluchte Tegeler Boftes". In der Zweigstelle des städtischen Arbeitsnachweises am WittenGroße Ungehörigkeiten von Polizeibeamten wurden gestern in berg- Platz 4( Ecke Bayreutherstr. 8) stellt es sich als notwendig einer Berhandlung vor dem Schöffengericht Wedding festgestellt. heraus, die Vermittelungszeiten zu teilen, da die Warteräume, bei Wegen Beleidigung dere geler Polizeibeamten war der dem großen Zuspruch, dessen sich diese jetzt ein Jahr bestehende EinMaurer Roggentin aus Tegel angeklagt. In einer Versammrichtung erfreut, sonst nicht mehr ausreichen. Die Vermittelungszeit Unter der Spitmarke„ Gemeindevertreter Jlnih! ys Be- lung des Maurerverbandes besprach er das ungehörige Verhalten, für Wasch- und Reinmachfrauen ist deshalb für die Ver- richtigung" bringt das Wochenblatt für Niederschönhausen, Schön- welches Polizeibeamte gegen ihn und andere Personen anläßlich mittelungsstunden von 9-12 Uhr angefeßt, außerdem wird es aber holz und Pankow" einen Bericht der Gemeindevertreterfizung vom eines kurz vorher abgehaltenen Vergnügens des Maurerverbandes den Arbeitsuchenden anheimgestellt, am Abend, furz vor Schluß der 2. November, in welcher der Gemeindevertreter Jlnisky behauptete, an den Tag gelegt hatten. Wie die Anflage ergibt, soll Noggentin Geschäftsstelle, noch einmal nach Beschäftigung anzufragen. Für daß in dem dortigen Blatte wie auch in den Berliner Zeitungen in der Versammlung gesagt haben, die Polizeibeamten hätten sich jugendliche Dienstmädchen unter 16 Jahren findet über seine Ausführung falsch berichtet worden sei. Herr Jlnizky bor dem Vergnügungslokal wie Ochsen benommen. In in Zukunft die Stellenvermittelung nachmittags von 3-5 Uhr statt. übte bei seiner Richtigstellung besondere Rücksichtnahme auf den der Gerichtsverhandlung wurde jedoch ein wesentlich alls Redakteur des dortigen Amtsblattes, dessen falsche Wiedergabe nur derer Wortlaut und Sinn der Aeußerung Roggens Friedrichsberg. dadurch möglich sei, daß die Sigungsberichte nicht stenographiert tins feftgeftelt. Nicht nur mehrere Versammlungsteil" Gasvergiftung. Ein Opfer ihrer Unachtsamkeit wurde gestern werden. Der Redakteur scheint jedoch wenig Sinn für nehmer, fondern felbst der Gendarmeriewachtmeister das vierzehnjährige Dienstmädchen Elise Schönebed, die bei solche wohlwollende Entschuldigungen zu haben, denn fast bezeugten, daß Roggentin gejagt habe, er wisse aus seiner dem Sentier Rosenthal in der Müggelstraße bedienstet war. Sie bei jedem Say, den er Herrn Jlnitly sagen läßt, repliziert Militärzeit, daß Unteroffiziere die Soldaten als Ochsen, Efel usw. hatte vergessen den Haupthahn zu schließen, ein Schlauch, der zum er, als habe er seinen Bericht genau nach Vorlage" gemacht. bezeichnen. So( nämlich wie solche Unteroffiziere) hätten sich auch Stochapparat führt, löste sich und das Gas strömte ungehindert in Die Debatte über die Ilnizkysche Berichtigungsrede ließ denn die Polizeibeamten bei dem Bergnügen benommen. Daß diese Kritik die Küche, die dem Mädchen als Schlafraum diente. Als die Herr- auch erkennen, daß der Berichterstatter den Gemeinde- von Polizeibeamten, welche sich vor dem Vergnügungslokale auf schaft gestern frith das Mädchen wecken wollte und keine Antwort vertreter Jlnisky nicht allein falsch verstanden hat. Es bleibt aber hielten, durchaus berechtigt ist, dafür trat Roggentin den Wahrerhielt, forschte Frau Rosenthal der Ursache nach und fand das trotz der Berichtigung noch die Mitteilung über Weber bestehen, daß beits beweis an. Er selbst sagte, er sei aus dem Tanzsaale Mädchen als Leiche im Bett. Die von der sofort herbeigeholten derselbe, weil ihm von Hoppe 5-6000. geliehen worden seien, auf die Straße getreten. Dort standen drei Gendarmen und ein Feuerwehr und einem Arzte angestellten Wiederbelebungsversuche für das Hoppesche Grundstück eingetreten sein soll. Der Gemeinde- Polizeisergeant. Einer der Beamten trat sogleich auf ihn, den Anhatten keinen Erfolg, das Mädchen war der Gasvergiftung bereits vorsteher machte zum Schluß die Mitteilung, daß er mit dem Land- geklagten, zu und schrie ihn an:„ Was suchen Sie hier?" Und erlegen. rat Rücksprache zu nehmen gedente, ob die Berichte der Berliner auf die Antwort: Ich erwarte meinen Freund" sagte der Gendarm: Zeitungen, welche von einem Panamaskandal sprechen, zu berichtigen.Da drinnen sind Ihre Freunde, dort scheren Sie sind oder ob in anderer Weise vorgegangen werden soll. Wilhelmsruh- Rosenthal. Wilmersdorf. Das Rathausprojekt in Rosenthal, von dem wir verschiedentlich berichteten, ist, nachdem an den Minister des Innern Gingaben auf Ablehnung des Projektes gemacht worden sind, abgelehnt, Gerichts- Zeitung. Sittlichkeitsfegerei vor Gericht. " sich hin." Als Roggentin sich nach dieser groben Aufforderung Daß auch die Wilmersdorfer Arbeiterschaft reges Interesse für nicht sogleich entfernte, schrie ihn der Gendarm an:„ Na, wollen fünstlerische Darbietungen zeigt, bewies der überaus starke Besuch Sie sich nun schleunigst entfernen oder.." und des vom Wahlverein am vergangenen Sonnabend in dem großen dabei raffette der Beamte mit dem Säbel. Saale des Luisenpark arrangierten Beethoven- Abend. Herr Ke sten Ein 8euge vervollständigte das Bild, welches der Angeklagte berg hatte sich zur Aufgabe gemacht, in einem einheitlichen Brovon dem Benehmen der Gendarmen gab, noch durch folgende Dargramm den großen Genius der Musik dem Verständnis der Verstellung: Der nicht an dem Vergnügen beteiligte Zeuge stand mit sammelten nahe zu bringen. Gingeleitet wurde der Abend durch anderen jungen Leuten vor dem Lokal, um der Musik zuzuhören. einen Vortrag des des Genossen Riefer, der einen kurzen Da padte ihn einer der Gendarmen ins Genid Lebensabriß Beethovens gab. Nach dieser Einleitung fam und schrie:„ Verfluchte Tegeler Boffes, macht, Beethoven selbst zu Wort und mit ihm das erste Tonstück; daß Ihr Ihr fortkommt. Wenn ich Euch hin. die Sonate für Violine und Klavier op, 24 mit reinen und fchmeiße, brecht Ihr Euch das Genid!" wunderbaren Adagios, von Herrn Kestenberg und Herrn Meyer Wie der Zeuge angibt, sind auch noch andere Personen, die vor einwandsfrei ausgeführt, gab der Veranstaltung die künstlerische Am 12. November kommt vor dem Amtsgericht Berlin die Bes dem Lotal standen, von den Gendarmen in derselben Weise be Weihe. Beethovensche Stompofitionen meist Goethescher Lieder, von leidigungsklage des bekannten Lizentiaten Bohn gegen den Heraus- handelt worden. Fräulein Opfer mit herrlicher Stimme und ergreifendem Ausdruck geber des„ Simplicissimus", Albert Langen, zum Austrage. Der Amtsanwalt wollte die Aeußerung des Angeklagten zu Gehör gebracht, und nach diesen die Sonate op. 110 von Herrn Bohn hatte auf dem Bremer Sittlichkeitstongreß 1905 behauptet, auch in der nunmehr festgestellten Form als Beleidigung der Polizei Kestenberg auf dem langvollen basch flügel hervorragend ge- daß der Simplicissimus" durch seine Inserate Schmus ins Land mit einer Woche Gefängnis bestraft wissen. spielt, zum Schluß noch eine Romanze für Violine und Klavier, in trüge". Albert Langen hat darauf im" Simplicissimus" eine Er- Der Verteidiger Rechtsanwalt Heine führte unter anderem der Herr Meyer als glänzender Virtuose fich zeigte, gaben diefem flärung veröffentlicht, in der er feststellte, daß der" Simpliciffimus" aus: Der Angeklagte set durchaus berechtigt gewesen, das, was Abend einen würdigen und reichen Inhalt. Der Rezitator Herr feit Jahren jedes auch nur anstößig erscheinende Inserat strenger ihm und anderen durch Polizeibeamte zugefügt worden sei, so zu Kunert trug Gedichte von Goethe, Lenau und Grillparzer, die zurückgewiefen habe, als selbst konservative Familienblätter; nicht bezeichnen, wie er es tat. Nach dem, was hier über das Verhalten eines alle mehr oder weniger innige Beziehungen zu Beethoven hatten, in etwa aus Brüderie, sondern weil er als politisches und soziales Gendarmen befundet worden sei, müsse man annehmen, der betreffende feinsinniger Weise bor. Stampfblatt verlogenen Wudern nicht ein billiges Agitationsmittel Beamte habe entweder einen Zufammenstoß herbeiführen wollen oder er Die tiefe Stille bei allen Darbietungen sowie der reiche Beifall in die Hand geben wolle". Gestützt auf diese Erklärung bezeichnete fei betrunken gewesen. Was der Angeklagte in der Versammlung gezeigten, daß der Versuch, die Arbeiter in die große Welt Beethovens Langen die Behauptung des Lizentiaten Bohn als Lüge und forderte fagt habe, das treffe auf diesen Beamten zweifellos zu. Der Anzu führen, vollauf geglückt ist. ihn auf, wegen dieser Bezeichnung Klage zu stellen. Bohn stellte geflagte habe berechtigte Interessen gewahrt als er das ungehörige bei der Stuttgarter Staatsanwaltschaft den Antrag, gegen Langen Verhalten von Polizeibeamten in der angegebenen Weise besprach. die öffentliche Klage zu erheben. Dieser Antrag wurde Der Verteidiger beantragte, den Angellagten freis In der am Dienstag stattgefundenen Wahlvereinsversammlung von der Stuttgarter Staatsanwaltschaft und Oberstaatsanwaltschaft aufprechen und auch die kosten der Verteidigung hielt Genosse Dr. Borchardt- Charlottenburg einen interessanten Bor- mit der Begründung zurüdgewiefen, weil nachgewiesener der Staatstafie aufzuerlegen, denn die Anllage hätte trag über Demokratie und Wahlrecht". Nedner bemerkte, nachdem maßen zahlreiche, nach ihrer Richtung vom Simplicissimus" weit wohl nicht erhoben werden können, wenn der Gendarmeriewachtmeister Briz- Buckow. " ble Aeußerung Roggentins von vornherein so angegeben hätte, wie Skandal bei ben Pariser Ringkämpfen. Den ersten großen|- Maffersdorf. Und nicht bekannt. Butting. Eine Klage hätte er es heut tat. Skandal gab es am Montag in den Folies- Bergère bei dem Kampfe wenig Aussicht auf Erfolg. Sie könnten sich aber an den Schöneberger Das Gericht erkannte auf Freisprechung. In der Urteils- Smeifal- Böhmen und Jimmy Esson- Schottland. Der Böhme zeigte Magistrat um Entscheidung in Ihrem Sinne wenden. 3. R. 84. 1. Begründung sagte der Vorsitzende unter anderem: Der Angeklagte sich von der rohesten Seite, ohrfeigte seinen Gegner und wandte und 2. Nein. S. 32. Die Höhe der Marken ist für die Höhe der Rente habe in Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt, ihm sei allerlei unerlaubte Griffe an. Das Publikum protestierte lebhaft mitentscheidend. 100. 3. R. 1. Ja. 2. Nein, es gibt aber Ausnahmen. auch der Wahrheitsbeweis gelungen, denn es sei er dagegen. Die ersten beiden Gänge mit je 10 Minuten endeten gezahlt haben, so können Sie die irrtümlich geleisteten Zahlungen zurüd11. Wenn Sie Katholik sind und irrtümlich an die evangelische Stirche wiesen, daß sich einer der Beamten, die vor dem Vergnügungslokal unentschieden. Gleich nach Beginn des dritten Ganges, der sich verlangen. Schöneberg. Die Herausgabe der Police könnten Sie nicht standen, ordnungswidrig benommen habe. Wenn ein Beamter die über 15 Minuten ausdehnen sollte, bekam Smeital einen förmlichen verlangen, sondern fönnten nur gegen Ihren Ehemann mit Aussicht auf jungen Leute als Boffes bezeichnete, den einen ins Genick packte und Wutanfall und hieb blindlings auf seinen Gegner los. Das Erfolg flagend vorgehen. fagte: Wenn ich Euch hinschmeiße, dann brecht Ihr das Genic, so Publikum brüllte. Aus den Logen flogen Fußbänke und Kissen sei das ein Auftreten, to e Iches man auf eine Stufe stellen auf die Bühne. Eine Bant traf den Böhmen an den Kopf und Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen fönne mit dem pflichtwidrigen Verhalten von schlug ihm ein Loch. Aber trotzdem ließ er sein Opfer nicht los. Markthallen- Direflion.( Großhandel.) Rindfleisch Ia 68-73 pr. 100 Bib Unteroffizieren, die sich in ähnlicher Weise ausdrücken. Der Nun wollte das Publikum die Bühne stürmen, doch die verstärkte IIa 62-67, IIIa 56-61, IVa 50-55. Stalbfleisch, Doppelländer 105-115, Angeklagte sei in der Vertretung seiner Interessen nicht über das Stadtwache konnte mit großer Mühe die Menge noch zurückhalten. la 88-95, IIa 76-86, IIIa 62-74, boll. 54-60. Sammelfleisch la 72-80, erlaubte Maß hinausgegangen, er müsse deshalb freigesprochen Die Schiedsrichter waren ratlos. Schließlich wurde der Vorhang IIa 0,40-0,48. Rotwild la 0,35-0,46, IIa 0,25-0,33, Damwild 0,30-0,58, IIa 56-69. Schweinefleisch 60-68. Rehwild Ta per Bid. 0,50,-0,65. werden. Die Verteidigungskosten der Staatstasse aufzuerlegen, herabgelassen und der Kampf sistiert. habe das Gericht sich nicht veranlaßt gesehen. Wildschweine 0,34. Frischlinge 0,00. flein Hajen p. Stüd 3-3,75, Offenbar hat das Schöffengericht dem Antrage auf Auferlegung auch der Ver1,00-2,90. Saninchen per Stüd 0,60-0,90. Bildenten per Stüd 1,00-1,40, Stridenten 0,60. Rebhühner, junge Ia 1,00-1,20, junge IIa 0,00, alte teidigungskosten nicht entsprochen, weil leider die Berliner Gerichte 0,70-0,80, junge fleine 0,00. Hübner, alte per Stück 1,40-2,50, alte den Grundsatz, dessen Anwendung durch die Strafprozeßordnung in IIa 0,80-1,30, junge per Stüd 0,60-1,20. Tauben per Stüd 0,30-0,45, ihr Ermessen gestellt ist, lange nicht betätigt haben: es entspricht ital. 0,00. Enten, junge per Stüd 1,80-2,60, Hamburger, der Gerechtigkeit, zum mindesten Angeklagte, deren Unschuld erwiesen ist, auch von den Verteidigungskosten zu befreien. Vielleicht mait, flein 83. Aland 53. Schleie 0,00, große 0,00, fleine 0,00. Bleie, fleine junge per Stück 3,10.( Gänse, Oderbrucher, per Pfd. 0,42-0,63, do. Ia per Stüd 3,00-3,70, IIa 2,00-2,90. echte per 100 Bfb. 66-77, mittel 78-82. Bander setzt der Angeklagte die Befolgung dieses Grundsatzes durch eine 17-22. Male, grog 0,00, mittel 0,00, flein 0,00, uns. 0,00. Blöten 35 bis Berufung durch. 43. Starpfen, unsort. 0,00, do. 25er Laufiger 0,00, bo. 40-50er 69 bis 72, do. 100er Schlesische 0,00. Barje 0,00. Karauschen 0,00. Wels 0,00. Bunte Fische 28-46. Amerit. Lachs Ia neuer per 100 Pjd. 110-130, do. IIa neuer 90-100, bo. IIIa neuer 75. Seelachs 20-25. Sprotten, Kieler, Wall 0,75-1,30, Danziger, Wall " Selbstmord eines Millionärs. Der Budapester Baumeister und vielfache Millionär Majorossy hat sich angeblich aus Lebensüberdruß erschossen. Auf dem zweiten Hochofen der Witkowizer Eisenwerke fand eine Eine Hochofen- Explosion wird aus Mährisch- Ostrau gemeldet: große Gaserplosion statt. Zwei Arbeiter wurden getötet, zahlreiche mehr oder minder schwer verletzt. Der Hochofen ist zertrümmert. Die Pest. Rio de Janeiro, 7. November. Hier ist gestern ein Bestfall festgestellt worden. Dem Erkrankten wurde Antipeft ferum injiziert. Er starb jedoch nach 24 Stunden. Die Feststellung" eines Vereins" und seines Borstehers" im artige Stürme und Regengüsse großen Schaden an. Orkan in Oberitalien. In ganz Oberitalien richteten orfan- Bleifische 0,00. Strafverfahren kommt manchmal auf eine eigenartige Weise zu- artige Stürme und Regengüsse großen Schaden an. Bahlreiche stande. Besonders bezeichnend ist folgendes Beispiel. In Kulm Flüsse sind aus den Ufern getreten und viele Ortschaften über- 0,60-0,70. Flundern, pommersche l'a, per Schod 3-6, do. pommersche fanden öfter öffentliche Versammlungen statt, um Mitglieder für schwemmt. einen polnischen Berufsverband( Gewerkschaft), der seinen Sig in Bochum hat, zu werben. Als Einberufer fungierte der Vertrauensmann des Verbandes, Herr Glowacki, dem es auch oblag, das aus Bochum erhaltene Verbandsmaterial an die Verbandsmitglieder in Kulm auszugeben, die Beiträge entgegen zu nehmen, die Marken zu kleben und überhaupt die VerbandsDünner Wein". Bei der Untersuchung eines aus Kachetien in geschäfte in Kulm wahrzunehmen, ohne daß ein besonderer festgestellt, daß 7000 Eimer Wein gestohlen und durch Waffer ersetzt iflis eingetroffenen Weintransports hat das Apanagenressort Sulmer Ortsverein bestand. Glowaci wurde wegen 5-6, Niejen- 14. Uebertretung der§§ 2 und 13 des preußischen Vereinsgesetzes in worden sind. Der Schaden beträgt 50 000 Stuber. zweiter Instanz von der Straftammer zu Thorn zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er als Vorsteher eines Vereins, der auf öffentliche Angelegenheiten einzuwirken bezwecke, der Polizei nicht binnen drei Tagen nach der Stiftung das Mitgliederverzeichnis eingereicht habe. Auf Grund des obigen Sachverhalts und der Wahl bon bier Kulmer Bezirks Vertrauenspersonen traf das Landgericht die Feststellung", daß die Kulmer Mitglieder des Berufsverbandes einen selbständigen " Verein" für sich bildeten, wobei es noch bemerkte, ohne das Vorhandensein eines solchen Vereins würde man es nicht verstehen fönnen, daß in einer der Versammlungen der Kulmer Verbands mitglieder ein allerdings abgelehnter Antrag, in Kulm eine besondere Kasse einzuführen, überhaupt habe zur Abstimmung zugelassen werden fönnen. Und Glowacki sei als Vorsteher des festgestellten" Vereins anzusehen, denn er habe die Geschäfte eines Vereinsvorstehers geübt. Ein Verzeichnis der Kulmer Verbandsmitglieder hätte sich G. vom Verbandsborstande in Bochum, der alle Verbandsmitglieder bei der Bochumer Polizei anmeldete, mit Leichtigkeit schicken lassen können, um es bei der Polizeiverwaltung in Kulm einzureichen. D Eingegangene Druckfchriften. Dr. P. Gerhard. Die Mittel zur Vorbeugung der Empfängnis 26 Seiten. Preis 1 M. Verlag B. Krüger, Stegliz- Berlin. beamten organisieren? 15 Seiten. Verlag: Bund der technisch- industriellen K. Schlich. Warum und wie müssen sich die technischen Privat Beamten. Berlin NW. 52. monatsschrift der Zentralftelle für Arbeitsmarktberichte. Prof. Dr. J. Jastrow. Der Arbeitsmarkt. 10 Jahrg. Nr. 3. Halb. Gewerbe- und Kaufmannsgericht. Monatsschrift des Verbandes deutscher Gewerbe- und Kaufmannsgerichte. Nr. 2. 12. Jahrg. Verlag G. Reimer, Berlin W., Lügonftr. 107/108. Lublinik i. Schl. 58 Seiten. Preis 1,80 m. Verlag von Start Warhold Kriminalität und Greifenalter. Bon Oberarzt Dr. Bresler, in Halle a. G. P. Langhans. Politische Karte von Rußland mit Begleitworten: Die Deutschen in Rußland. Preis 1 M. Verlag Justus Perthes in Gotha. Germanus. Die soziale Entwidelung Deutschlands im 20. Jahr Der erste Straffenat des Kammergerichts berhundert. 80 Seiten. Preis 1,20 M. Verlag H. Walther, Berlin W. 30. warf die Revision des Angeklagten mit der Begründung: Dhne Vademecum für Phantasiestrategen. Start Siwinna, Phönig- Verlag. Rechtsirrtum" sei sowohl das Bestehen eines Kulmer 8weigvereins Kattowit und Leipzig, 1,50 M. des Verbandes festgestellt, als auch, daß Angeklagter fein Vor- frankheiten durch die Krankenkassen. 15 Seiten. Dr. Reinhold Ledermann: Die Bekämpfung der GeschlechtsVerlag von Pfann steher fei. tuch u. Co., Magdeburg. Vermischtes. H. Krämer. Der Mensch und die Erde. Die Entstehung, Gewinnung und Verwertung der Schäße der Erde als Grundlage der Kultur. 120 Liefe rungen a 60 Bf. Lieferung 8-10 soeben erschienen. Deutsches Verlagshaus Bong u. Co., Berlin W. 57. Kaiser Wilhelm II. und die Byzantiner von Graf E. Reventlow. Preis 3 M. München, J. F. Lehmanns Verlag. Eisenbahnunfall. Am 7. d. M. abends 11 Uhr überfuhr der Berliner Studenten- Almanach. Semefter- Kalender. Ein Führer Güterzug 6359, von Staffel nach Halle, das Haltsignal bei 3weig- durch die Berliner Hochschulen. Winter 1906/07. Preis 20 Pf. Berlag station X auf Bahnhof Halle. Er fuhr in das tote Gleis auf den W. Süßerott, Berlin W. 30. Prellbod. Die Maschine, der Packwagen und zwei Güterwagen_ent- J. V. Bredt, Dr. jur. Der Wertzuwachs an Grundstücken und seine gleisten. Schaffner Sander ist tot, Zugführer Filter verlegt; beide Besteuerung in Preußen. Preis 1,20 M. Berlag Bruer, Berlin W. 57. find aus Halle. Der Materialschaden ist gering. Die glühenden Kohlen. Ein Dienstmädchen in der Rosenstraße in Kassel, welches abends einen Eimer mit glühenden Kohlen in die Schlafkammer mitnahm, ist infolge Einatmens der Kohlengase erstidt. Briefkaften der Redaktion. ist Die juristische Sprechstunde findet wochentäglich von 7 bis 9% Uhr abends ftatt. Geöffnet 7 Uhr. Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Werkzeichen Der lustige Hauptmannsbursche von Hamburg. Mit einer beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. H. Sch. 12. Dem Mädchen steht nach der Gesindeordnung ein Antödlichen Verlegung im Kopfe wurde vor einigen Tagen der spruch auf Mietstaler nicht zu. G. 3. 83. Ein Ehebruch ist strafbar, Musketier M., der bei einem Hauptmann von 2. vom Regiment wenn wegen des Ehebruchs die Ehe geschieden wird und der beleidigte Hamburg" als Bursche fungierte, in das Garnisonlazarett in Gatte auf Bestrafung anträgt. Die Strafe beträgt einen Tag bis 6 Monate Altona eingeliefert. Der Soldat behauptete, die Verlegung durch Gefängnis. Eine Ehe zwischen Ehebrechern ist verboten, doch kann hiervon einen Fall erlitten zu haben. Doch bald erkannte man die Natur Dispens erteilt werden. In der Regel wird Dispens abgelehnt, wenn nicht der Verletzung und der Soldat gestand ein, sich aus dem Revolver der beleidigte Ehegatte seine Zustimmung erklärt. 3. K. 50. Der feines Hauptmanns eine Kugel in den Kopf gejagt zu haben, weil Stauf und die Uebertragung, also der Weiterverkauf oder die Schenkung, er Strafe wegen Unredlichkeiten zu gewärtigen hatte. Die Kugel eines Grundstücks ist nur gültig, wenn er notariell oder gerichtlich ab. geschloffen ist. wurde aus dem Kopfe entfernt, aber der Zustand des Soldaten ist früheren Befibers und des neuen Eigentümers. Diese Erflärungen können Die Eintragung erfolgt auf Grund der Erklärung des hoffnungslos. Die Motive zu dieser Tat sind folgende: Haupt- vor Gericht ohne das Vorhandensein eines besonderen Vertrages abgegeben mann von 2. berreiste mit seiner Frau, nachdem er dem Burschen werden. 21. 23. 406. Ist die Vaterschaft in einer öffentlichen 1000 M. zur Begleichung von Rechnungen überwiesen hatte. Dieses Urkunde anerkannt, so ist nach§ 1718 des B. G.-B. die Berufung Geld berjubelte der junge Mensch in einer Nacht mit galanten darauf, daß ein anderer der Mutter innerhalb der Empfängniszeit " Damen". Dann erbrach er den Geldschrank des Hauptmanns, beigewohnt habe, aussichtslos. Der Führer durch das B. G.-B. eine selbst Tertausgabe des B. G.-B. dem er 2000 m. entnahm, die ebenfalls in turzer Zeit den Weg ชน empfehlen. A. B. C. Die Frau soll Sühneversuch beim Amtsgericht anstellen, alles Geldes gingen. dann sich das Armenrecht geben lassen und die Stlage durch einen Anwalt beim Landgericht anstellen. Die Klage hat Aussicht auf Erfolg. Das unheilstiftende Brunnenbuberl. Viele Leser werden sich Brozeß ankommen lassen, möglicherweise entscheidet der Richter, daß den R. 2., Steglit. Nein. Anna 25. Sie können es auf einen noch an den Sturm der Entrüstung erinnern, den vor einigen Birt ebensoviel Schuld trifft wie Sie; ihn, weil er unterlassen hat mit Jahren in München die Aufstellung eines kleinen Kunstbrunnens zuteilen, daß die Wasserabsperrung aufgehört hat, Sie, weil sie den Hahn auf dem Karlsplaße zu München unter den Sittlichkeitshütern aufgedreht haben. A. v. 2. 5. Das Wort wird flein und so gehervorrief. Der Brunnen, den der Urheber, Professor Gasteiger, schrieben, wie Sie es angegeben haben. M. B. 100. Ein Parteigenoffe der Stadt zum Geschenk gemacht hatte, zeigt die Figur eines hat die Verpflichtung, der politischen Organisation beizutreten. Lejen splitternackten Bübleins, auf den ein Faun einen Wasserstrahl Sie das Organisationsstatut der Partei durch. 23. M. 62. Ste Ja. herabspeit. Die Entrüstung fam daher, daß das Büblein gar nichts müßten auf Einwilligung zur Auszahlung flagen, wenn eine Aufforderung feinen Erfolg hat. 23. W. Nein. auf dem Leibe hatte. Gin zweites Exemplar des Brunnenmonu- P. F. M. Wenn kein zwangsweiser Verkauf vorliegt, hat der neue mentes war auf der bayerischen Landesausstellung zu Nürnberg Erwerber fein Recht auf vorzeitige Kündigung des Mietsvertrages. Die aufgestellt. Nach Beendigung der Ausstellung schenkte der Künstler von Ihnen angeführten mündlichen Abreden sind gültig. Ihre lezte Frage den Brunnen der Stadt Erlangen, aber das Gemeindekollegium ist ohne Einsicht in den Mietsvertrag nicht zu beantworten. R. 5. 100. verweigerte die Bewilligung der 900 M. betragenden Aufstellungs- 1. Ihr Geschäft ist nicht anmeldepflichtig, weil sie weniger als 10 Arbeiter kosten, weil der Magistrat die Fundamentierungsarbeiten vor durchschnittlich jährlich beschäftigen und feine Maschinen benußen. 2. Die nehmen ließ, ohne eine Entscheidung des Kollegiums abzuwarten. Beiträge sind abzugsfähig.. Sch., Charlottenburg, Unseres Wissens Das Brunnenbuberl, das schon einmal die bayrische Boltsseele haben Sie recht, indessen ist es möglich, daß gegenteilige Instruktion erteilt ift. so sehr ins Kochen brachte, hat also nun auch die Stadtväter Er- in den Fällen, in denen die Berufsgenossenschaft zu zahlen hat, durch R. R. 98. Eine Klage hätte leider feine Aussicht auf Erfolg, weil Langens in einen Krieg hineingetrieben. Ein richtiger Stören Gesetz dem Verletzten das Recht genommen ist, wirklichen Schadenersaz fried dieser kleine Gassenjunge! gegen den fahrlässig Handelnden zu verlangen. Schöneberg. Nein. IIa 2-4, Stieler, Stiege Ia 4-6, do, mittel ber Rifte 2-3, Hamb. Stiege 4-5, halbe Stifte 1,50-2. Büdlinge, per Wall Kieler 3,50-5,00, Stralsunder 4,00-5,00. Aale, groß per Pid. 1,10-1,30, mittelgroß 0,80-1,00, flein 0,50-0,60. Heringe per Schock 4-5. Schellfische Stifte 4-5, do. 1/2 Stifte 2-3. Stabliau, p. 100 Pfd. 20-25. Heilbutt 0,00. Sardellen, 1902er per Anter 95, 1904er 95, 1905er 93, 1906er 70. Schottische Bollheringe 1905 0,00, large 40-44, full. 36-38, med. 35-42, deutsche 37-44. Heringe, neue Matjes, per/ To. 60-120. Sardinen, russ., Faß Schodjaß 11, fleine 1,50-1,60. Bratheringe, Büchse( 4 Liter) 1,50-1,75. Neunaugen, Hummern, fleine, per Pfd. 0,00. Streble, per Schock, große 0,00, mittel 0,00, fleine 0,00, unfort. 0,00. Galizier, groß 0,00, mittel 0,00. Eier, Land-, per Schod 4,00-4,60, Butter per 100 Bfb. Ia 127--130, IIa 120-126, IIIa 110-116, abfallende 95-105. Saure Gurken Schod 3,50-4,00, Bieffergurten 3,50-4,00. Startoffeln per 100 Bid. 0,00, magnum bonum 1,90-2,10, Daberfche 1,90-2,10, Rosen 0,00, weiße 1,60-1,80, Salatkartoffeln 4,00-5,00. Spinat per 100 Pfund 5,00-8,00. Starotten per Schockbund 2-2,50. Sellerie, biefige, per Schod 3,00-4,00, bo. pommerfche 4,00-5,00. 8wiebeln große, per 100 Bfb. 3,00-3,50. do. Ileine 2,00-2,50. do. hiesige( Berl) Schod 0,50-0,80. 0,00. Charlotten 50-60. Petersilie, grün, Schockbund 1,25. Stohlrabi per Rettig, bayr., per Schod 2,40-4,80. Nadieschen per Schod- Bd. 0,60-0.80. Salat, per Schod 1,00-2,00. Bohnen, grüne, per 100 Pfund 0,00. Wachsbohnen 0,00. Pfefferlinge per 100 Pfd. 0,00. Mobrrüben per 100 Bfd. 2-2,50. Teltomer Rüben p. 100 Bfd. 10-12. Weiße Rüben, große 2-4, fleine 6-7. Blumenkohl per Mandel 1,05-2,50. bo., Erfurter, Stopf 0,18-0,26. Wirsingfohl per Schock 3,00-8.00. Notfohl p. Schod 3,00-8,00. Weißtob! 100 Bfb. 2,00-3,00. Rosenkohl p. 100- fb. rüben Schock 2,50-3,00. Stürbis 3-4,00. Birnen, per 100 Bfd. hiesige 5-20, 15-20. Grünkohl per 100 Bfd. 3-5. Steinpilze p. 100 Pfd. 0,00. Stohl böhmische 6-25. Alepfel, per 100 Bid., hiesige 4-20, Gravensteiner 8-20, Tiroler in Fässern 17-30, Stifte 32-80, mert. 17-30, Breißel beeren, schwedische 0,00, Gebirgs 34-38. Walnüffe per 100 fb. 16-20, eine 0,00, Baranüsse 60-70, Haselnüsse lange 44-45, runde 30-33. Pflaumen, per 100 Pfd., hiesige 4-5, böhmische 4-6, do. große 0,00. 200 Stüd 10-14, 420 Stüd, flein 5-8, 500 Stüd, flein 5-8. Zitronen, Messina 300 Stüd 12,00-16,00, 360 Stüd 8,00-16,00, 20itterungsübersicht vom 8. November 1906, morgens 8 1hr. Stationen Barometer. and mm Wind. richtung Windstarle Swinemde. 751D Hamburg 749 DND Berlin 749D Frantj.a.M. 745 S München Wien 748 5 Beller Zemp. n. T. 5°.= 4° N. Stationen Barometer. stand mm Bind richtung Windstarle Haparanda 764'S 9 Petersburg 768 ND Better Temp. n. C. LEE.= R. 21188 2 Dunft 3 Nebel 8 2 bebedt 2 bedeckt 8 Scilly 5 bedeckt 11 berbeen 749 NND 758 NNO 1 bedeckt 4 wollig 11 -1 4 bedeckt 12 Baris 746, 5 Regen 2 Regen 8 8 758 SSD 4 bebedt 13 Wetter- Prognose für Freitag, den 9. November 1906. Zunächst ziemlich warm, veränderlich, vorwiegend trübe mit Regenfällen und lebhaften östlichen Winden; nachher fühler. Berliner Betterbureau. Meter, bei Unstrut bei Neiße Ober Wasserstand am 8. November. Ibe bei Auffig Dresden-1,37 Meter, bei Magdeburg+1,06 Meter. Straußfurt Meter. Dder bei Ratibor+1,02 Meter. mündung+1,36 Meter. Dber bei Brieg+1,76 Meter. bei Breslau Unterpegel 1,86 Meter. Soeben erschienen: PROTOKOLL über die Verhandlungen des Parteitages der Sozialdemokratischen Partei eutschlands. Abgehalten zu Mannheim vom 23.- 29. September 1906 Mit Anhang: Bericht über die Frauenkonferenz= in Mannheim am 22. und 23. September 1906. Preis broschiert 1.- M., kart. 1.25 M., in Leinwand geb. 1.50 M. Zu beziehen durch die 237/ 8* Expedition des Vorwärts, BERLIN SW, 68, Lindenstraße 69( Laden). Charlotten Wilmersdorferstrasse 111 Teleph.: Charlottenburg 6718 Teures Fleisch Bhf. Borse Hauptgeschäft Bahnhof Börse, Bogen 8-10 In unmittelbarer Nähe dieser sechs Bahnhöfe liegen unsere Verkaufsgeschäfte. 50 eigene Fischdampfer sind jahraus, jahrein in den deutschen Gewässern für uns tätig. Eigene Waggons mit modernster Kühl- Einrichtung vermitteln die tägliche Zufuhr von Geestemünde nach Berlin. Wir sind daher in der Lage, bei jeder Witterung tadellos frische Seefische auf den Markt zu bringen und diese als Ersatz für das teure Fleisch immer beliebter werdende Volksnahrung zu konkurrenzlos billigen Preisen zu liefern. Deutsche Dampf- Fischerei- Gesellschaft ,, Nordsee" Potsdamerstrasse 112 a, Telephon: Amt VI, 7190 Hoch Bahnh Below Str. Prinzenstrasse 30 Hoch Bahnhof mainta Prinzen Str. Bahnhof Alexanderplatz Landsbergerstrasse 52 Billige Seefische Bahnhof. Schlesischer Madaistrasse 22 Niederbarnimstr. 14 2 3. Ziehung 5. Kl. 215. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 8. November 1906, vormittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) ( Nachdruck verboten.) 98 635 924[ 500] 74 1307 50 428 61 1500] 518[ 1000] 826 2008 39 142 218 311 455 536 748 13000] 908 3010 197 221[ 500] 703[ 1000] 910 4026 50 200 443 509 87 677 94 782 821 939 51 5180 470 792 6001 30 130 473 580 81 796 922 7143 487 505 31 646 92 790 8095 159 87 90 1500] 209 351 90 425 718 826 928 9010 147 76 574[ 1000] 829 10119 350[ 3000] 510 610 748 11546 604 47 12075 304 74 453 515 696 717 958 13580 776 14136 1500] 72 70 227 345 528 624[ 3000] 764 89 810 15087 401 873 16038 141 419 74 645 56 791[ 1000] 857 17043 364[ 1000] 421 68( 10001 589 722 26 41[ 500] 968 18139 2410 899 967 83 19196 669 989 20440 527 21180 218 83 638 869 901 22311[ 5001 728 820 54 989 23234 359 65 684[ 1000] 727[ 3000] 804 [ 1000] 927 24266 83 448 513 660 892 25255 60 305 767 840 49 26377 413[ 1000] 271206 355 85 94 1500] 958 28051 178 265 314 430 1500] 31 548 53 675 755 60 809 1500] 53 90[ 1000] 29209 23 87[ 500] 378 490 619 700 89 838 51 30211 417[ 3000] 582[ 1000] 618 20 48 919[ 1000] 33 31071 152 222 375 563 645 704 92 899 905 23 56 04 32217 358 425 99 515 76 99 736 55 81 33035 121 316 25[ 1000] 402 566 669 84 709 961 34149 60 244 356 613 54 895 914 1500] 35012 169 262 325 28 91 509[ 1000] 67 637 57 723 36071 120 68 257 359 690 808 955 37075 120 90 786 90 803 22 92 38031 319 40 401 17 559 71 611 36 64[ 1000] 828 39373 487 533 659 799 891 953[ 500] 59 40021 141 327 39 470 751 59 810 85 41051 211 38 47 434 91 664[ 1000] 42600 729 70 844 69 991 94 43463 [ 15 000] 514 684 733 995 44054 119 28 230 333 046 772 836 45014 72 328 690 727 79 46084 180 414 65 598 647 85 47248 55[ 3000] 429 34 905 30 48285 383 600 68 720 922 49699 739 50059 314 55 583 624 43 817 948[ 500] 51028[ 500] 456 527 52028 65 250 53[ 500] 309 58 635 736 97.53149 402 21 99 602[ 3000] 906[ 1000] 31 54004 44 71 222 32 313 63 77 434 768 934 60 66 55176 260 607[ 10001 75[ 500] 893 56051 651 722 43 961 63 57282 340 572 695 [ 3000] 814 936 59033 516 33[ 500] 693 731 86 828 60094 146 287[ 500] 384 501 730 61206[ 1000] 633 808 957 62016 50 143 225 66 467 585 723 63149 397 439 96 904[ 1000] 92 64134 307 577 691 844[ 500] 909 65341 438 41 97 889 66412 512 48 75 641 779 923 67147 432 91 501 81 747 915 68147 213 588 934 93 69028[ 1000] 56 97 121 220 879 70017[ 500] 44 430 516 620 729 78 972[ 500] 71570 72002 44 200 1500] 25 52 421 39 518[ 1000] 72 84 995[ 1000] 73146 258 76 368[ 500] 91[ 500] 435 46 67 627 721 74328 530 720 74 908 75275[ 1000] 407 505 27 742 99 983 76164 215 467 505 670 729 68 77068 240 322 557 745 74 965 78636[ 1000] 71 812 997 79178 88[ 10001 758 823 80142 505 720 936 47 81006 24 386 895 82429 750 927 31 83066 561[ 500] 64 619 23 756 84036 1500] 358 482[ 500] 568 662[ 1000] 877 95 85013 27 171 221 46 15001 636 65 721 837 85 13000] 86337[ 1000] 505 87 87061 151 237 95 532 849 60[ 500] 975 88075 217 1500] 68 70 353 706 946 89005 59[ 1000] 110 293 474 618 840 903 90114 269 318 407 13 622 63 715 68 72 88 912 99 91576 636 54 92120 416 590 676 718[ 500] 93210[ 500] 550[ 3000] 733 44 92 94331 492 583 95109 28 67 491 508 629 57 79 742 936 64 96180 414 648 55 964 91 97019 39 153[ 1000] 258 386 521 617 742 98024 1500] 52 233 502[ 5000] 64 783 993 99136 416 652 63 99 100011 108 93 252 66 581 670 88 775 81 881[ 500] 972 [ 1000] 77 101244 13000] 47 588 676 809[ 500] 54 940 102066[ 500] 93[ 500] 350 54 103069 148[ 1000] 327 840[ 3000] 45 917 104014[ 500] 36 51 306 32 78 644 84 743 105067 209 25 74 370 3000] 494 541 606 12 15 106205 56 403 19 38 538 679 107008 180 863 82 108040 58 213 51 546 87 635 762 109034 394 742 801 26 949 110141 42 249 446 71 80 502 646 98 842 111048 429 559 711 903 112511 864 113017 219 412 20 536 66 817.974 114043 144 386 416 522 72 830 54 941 115639 42 49 116140 220 208 9 405 551 83 727 874 117070 156 234[ 500] 85 386 509 43 89 806 956 118072 108 14 214[ 500] 338 99 542 679-782 93 119019 29 254 89 97[ 3000] 354 519 78 639 50 94 940 120054 118 67[ 1000] 74 296 556 121008 244 339 [ 1000] 429 562 662 763 884 947 122148 228 831 663 723 46 79 81 824 49 95 941[ 500] 54 123036 171 284 457 599 679 124012[ 500] 363[ 1000] 89 520 790 125245 77 339 480 615 724 94 895[ 3000] 959 126114 383 432 1500] 668 727 39 42 816 127078 196[ 5000] 236 370 495 1500] 705 30 [ 500] 829 128190 94 360 654 920 99 129096 272 738 [ 500] 130326 557 757 800 993[ 500] 131038[ 500] 41 800 14 515 793 132118 20 248 482 805 82 133011 504 95 858 134199 203 484 503 79 878 975 135382 421 572 741 136241 420 566 905 137048 88 140[ 1000] 253 513 82 642[ 3000] 735 138142 82 315 604 89 762 78 851 79 139059 211[ 1000] 30 690 140144 53 301 70 462 512 662 949 141037 156 447 84 508 62 75 677 779 490[ 10 000] 833 80 142065 378 602 48 761 1500] 143061 140 95 282 37 443 642[ 500] 903 32 144118 208 60 404 43[ 500] 588 883 941 145022 115 79 287[ 3000] 393 475 99 666[ 3000] 705 860 146366 918 147616 224 448 74 534 887 933 148239 66 305 29 45 601 58 68 953 149093 183 330 45 550 600 85 831 150417 41 568 652 813 151036 220 850[ 1000] 457 602 778 872 964 152147 80 243 387 47 71 497 665 820 21 153037 191 605 Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort ( fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. 1+ Gardinenhaus Große Frankfurter ftraße 9, parterre. Teppiche mit Farbenjehlern Fabrik wiederlage Große Frankfurterstraße 9, parterre. +1 802 32 73 962[ 500] 68 154218 68 460 155149 949 75t 66 970 156094 157[ 1000] 473[ 500] 514 656 799 871 157350 81[ 500] 424 532 89 676 863 921 158159 272 16 +46 468 550[ 100] 672 815 94 971[ 500] 79 159117 94 713 160096 173 305 410 531 756 807 40 916[ 500] 32[ 500] 161018 324 404 604 18 941 162288 319[ 5000] 90 653 T500] 163069 148 264 398 445 607 995[ 500] 164119 897 530 70 80[ 1000] 781 902 49 165012 16[ 3000] 38 227 46 468[ 3000] 818 166061 139 203[ 200] 45° 685 1500 236 975 167000 38 299[ 500] 652 778 79 994 168110 440 59 89 555 746 71 169156 87 201 18 71 639 1500] CO 858 63 76 942 170081 161 263 496 914 950 171951 99 143 49 [ 3000] 57 59 602 89[ 500] 737 808 76 15001 172021 11000] 99 107[ 1000] 21 458 90 505 90 842 910 173287 96 1500] 415 509( 51 791 811 50 87[ 300] 174001 101 408 15001 551[ 500] 632 90 05[ 3000] 704 53[ 3000] 802 47 950 15:00] 175030 355 76 437 62 510 71 743 1300a] 74 8: 3 942 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000, 15 à 30 300, 28 à 15 000, 72 à 10 000, 137& 5000, 1971 à 3000, 3184& 1000, 4986 à 500. Berichtigung: In der Liste vom 6. November, nachmittags lies 186 760 statt 186 716. 3. Ziehung 5. Kl. 215. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 8. November 1906, nachmittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) ( Nachdruck verboten.) 380( 500] 90 437 54 595 620 43 1001 100 555 917 2058 443 518 83 726 41 89 983 3038( 5001 559 691 4233 407 85 548 653 5051 115 88 232 408 34 613 785 852 925 6335 671 725 843 60 956 83 7034 54 Cỉ L37 959( 3001 8061 730001 89 277 613 767 900 9006 63 122 245( 5001 359 C32 751 916 10000 50 265 488 545 801 11342 53 59 422 599 657 874[ 500] 12018 21 61 106 252 317 590 637[ 500] 88 767 928 55 13166 99 213 652 51 1500] 81 705 963 64 14059 166 492 544 73 77 15019 409 74 528 45 732 957[ 10 000] 16220 29 436 776 921 44 17202 310 29[ 3000] 543 49 18085[ 500] 258 395[ 5000] 465 627 713 848 949 19074 272 406 551 663 87( 3000] 90 843 906 20388 508( 500] 28 666( 1000] 819 98 983 21038 44 341 497 590 711. 810 22056 72 236 46( 1000] 9: 369 ( 500] 76 632 882 975[ 3000] 23041 53[ 500] 83 130001 341 82 537 76 721[ 500] 816 65 994 24131 289[ 500| 338 416 37 64 67 561[ 500] 632[ 10 000] 59 801 923 25193 251 64 306 417 610 26152 220 345 626( 3000] 53 80 27063 79 112 59 253 404 24( 500] 25 514 600 2 785 843 962 28139 245 393 450 53 557 61 98 609 68 914 29359 533 30045 123 33 403 24 794 31069 144 80 269 301 99/ 1000] 411 31 600 20 95( 1000 32014 132 227 457 558 852 33057 432 533 46 601 63[ 500] 892 34399 607 53 881 35095[ 500] 353 99 544 620 39 728 56 61 87 [ 300] 851 932 45 60 36009 13 84 343 654 58 68 75 761 86 7500] 833 44 37051 159 318 575 66 723 15001 70 38132 281 920 98 626[ 3000] 39131 05 204 50 011 45 97 774 94 939 15 40004[ 500] 212 31 89 367 556 79 60G 45 41234 542 613 817 42101 431 77 644 704 823 963 82 43071 241 96 760 890[ 1000] 961 44000 30 705 838 45042 174 245 359 83 98 605 69 46266 318 512 667 722 967 47038 126 78 372 77 451 506[ 1000] 53 677 48404 512[ 500] 80 99 641 874-900 39 49083[ 1500] 171 279 376 515[ 3000] 99 758 90 1500 979 50072 150 257 393 520 22 79 018 839 51081 200 358 130001 452 [ 3000] 522 59[ 500] 711 17 863 961 52051 149 606 11000] 806 53033 1500] 107 362 490 11000] 820[ 1000] 36 60 961 54329 46 586 92 742 847 55019 53.351 61 423 542 51 81 91 652 845 909 56016 418 42 56 96 57184 247 65 533 681 802 73 972 58150 237 536 758 75 832 58 80 59090 293 300[ 3000] 490 540 605 1500] 853 60087 137 248 1500] 448 61297 13000 435 592 772 62148 83 94 214 98 489 548 736 896 630141 261 565 75 626 78 741 813 91 987 64075 130 322 718 35 800 15000] 65021 329 492 817 956 66339 440 559 691 1500] 777 839 67102 [ 500] 20 69 85 207-637-819[ 1000] 22 24 1500].68122 326 45 87 476 552 69085 156 419 822 1500] 960 70103 280 367 76.93 478[ 1000] 565 654 82 13000] 762 71058 1500] 290 413 40 523 37 812 983 72016 81 150 598 886 73157 330 413 [ 500] 746 57 951 11000] 74354 1500] 512 11000] 92 652 749. 50 75081 178 315 611 820 76086 111 82 214 18 700 77116 [ 3000] 315 98 448 530 98 993 78154 443 600 730 928 79532 643 906 83 80000 371[ 1000] 537 1500] 722 890 81306 473 765 860 [ 3000] 969 82010 169 476 523 822 83065 153 249 321 1500] 544 622 1500] 898 911 84000 25 148 85 218 97 688 767 93 874 918 41 85006 318 400 45 63 682 839 944 52 86197 87053 68 243 391 408 13000] 29 79[ 1000] 88089 88 118 352 403 89128 442 54[ 500] 529 608 816 908 90081 1500] 34 783 91205 27 350 81 442 69 54 95 738 71 825 27 42 92046 264 428 58 638 892 93059 61 30 816 768 91182 814 922 95113 62 69 230 336 819 054 99 297 16 717 SC 837 53 97 97249 599 773 95 98183 37 72 29 204 400 62 69 766 99144 211 65 511 87 782* 78 81 100874 933 94 101102[ 300] 46 76,251 811 102057 287 1500] 305( 500] 483 591( 3000] 601 288 49 103122 ( 1000 235 391 604.47 85 864 923 73( 3000] 104245 386 99 430 541 714 995 105213 93 241 400 596 682 716 212 52 925 82 106109( 2000] 79 253 448 01 736 107017 130 / 1000] 415[ 1000] 90 538 69 CIS 53( 5001 980 932 108065 J51( 1000]# 13[ 500] 109001 206 303 690 750 110083 1500] 86 570 776 827 43[ 1000] 85 917 111187 336 558 728 960 112107 305 957 113021 CS 196 15000] 203 336 [ 500] 400 633 605 779 90$ 48 114207| 1000| 387 587 714 79 869 902 66( 3000] 115205 31 703 7 36 116027 76 180 381 668 117021 30 3000] 229[ 1000] 99( 10001 575[ 3000] 99 691 784 814 118144 208 451 614 68 713 119471 559( 500] 716[ 8000] 21 120093 354 517 944 121082 265[ 500] 311 45 57 404 44 729 122201 516[ 3000] 96 619 33 44 711 882 123009 225 527 624 745 98 941 77[ 3000] 124224 110001 87( 3000] 341 411 502 952 03 125020 48( 500] 72 434 501 805 51 74 918 126151[ 500] 2017 56( 500] 509 10 612 127070 249 98 804 20[ 500] 55 412 672 982 81 128185 455 640 787 48 910[ 3000] 129159 383 561 ( 1000] 659 900[ 500] 130148 252 361 90 1500] 683 873 915 44 131275 132454 60 837 65 946 133014 48 138 65 351 515 35 85 874 933 134494 854 1500] 979 15001 135179 288/ 1000] 495 999 136075( 5001 157 442 529 623 32 34 80 919 37 137009 196 208 59 713 29 917 68 138085 406 587 607 806 79 139193 253( 500] 687 88 140145[ 5001 618 1500] 141062 488 665 97 903 142033[ 3000] 51 124 230 327 47 670 1500] 760 985 Kleine Anzeigen Steppdecken spottbillig, Fabrit Große Frankfurterstraße 60. 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