Nr. 265. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. Bost. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Beitungs. Breisliste. Unter Areuzband Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. für Vorwärts Berliner Volksblatt. 23. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. geile oder deren Raum 50 Pig., für bolitische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 20 fg., jedes weitere Bort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlaf stellen- Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Dienstag, den 13. November 1906. Bum Proteft versammelt sich die Arbeiterschaft heute Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. gegen die Fleischwucher- Politik gegen die wucherische Lebensmittelvertenerung durch Zölle u. Grenzsperren gegen das System Bülow- Podbielski Dienstag, den 13. November. Arbeiter und Arbeiterinnen! Kommt in Maffen! Quittung. 3,-, Summa 1140,44. Hanau- Gelnhausen- Drb, 3. Quartal 1906 200,- 1. Dezember des vergangenen Jahres begonnene Beratung Hamburg, Ueberschuß der Maimarken von 1906 durch W. Br., ist nicht fortgesetzt. Memel, D " Sie Valentinstamp, 265, Hof i. B., Wahlkreis, 1. Quart. 1906/07 Die konstitutionelle Rückständigkeit unseres politischen 112,71. Hamburg, eingegangen in der Expedition d.„ Hamb. Echo" Jm Monat Ottober gingen bei dem Unterzeichnete.. im Monat Oftober 107,05. Jena, Kreiswahlverein v. 3. weimarich. Lebens zeigt sich darin, daß niemand weiß, welche Gesezfolgende Parteibeiträge ein: Wahlkr. 1. Juli bis 30. Sept. 06 253,- Kulmbach, Wahltr., entwürfe abgesehen vom Etat dem Reichstage noch zugehen und Aachen- Land- Eupen, sozialdemokr. Verein 40,-. Augsburg, Sektion S. 20,-. Kulmbach- Forchheim, Wahlkreis 19,89. Kiel, welchen Inhalt dieselben haben werden. Es wird von Gesetzfozialdemokr. Verein 10,-. Amberg, sozialdemokr. Verein, drittes fozialdemokr. Bentralwahlv. d. 7. fchlesw.- holst. Wahlkr. 750,- entwürfen über die Verleihung der Rechtsfähigkeit Quart. 06 3,60. Altona, 8. u. 10. schlesw. holst. Wahlkreis, erstes Lechhausen, sozialdemokratischer Verein, 3. Quartal 06 13,53. an Berufsvereine, über Errichtung bon Quartal 1906/07 1178,34. Groß- Berlin a Konto feiner acht Wahl- Leipzig, 12. fächsischer Reichstagswahlkreis 600,- Luckenwalde, Arbeitstammern, über Sicherstellung der Forderungen freise 10 000,-( darunter Tischlerei von Wolf, Waldemarstr. 27, Rufus 5,-. Ludwigshafen a. Rh., Gau Pfalz, 1. Wahlkr. 355,53; für Bauhandwerker usw. geschrieben. Indessen sind all diese König 1,-,.. 1,80, Beiträge v. B., 4. Quart. 3, Bierproz. Vau 4,44; 6. Wahltr. 60,72; Extrabeitrag des Gaues 36,67. Summa ausschüsse; we I che Gestalt sie empfangen werden und ob 22, Beiträge vom 3. u. 4. Quartal von Ph. 6,-, Beiträge von 2. Wahltr. 68,-; 3. Wahlkr. 16,35; 4. 28ahltr. 88,29; 5. Wahltr. Gefeßentwürfe noch in der Dunkelkammer der BundesratsAschinger, Königstr. 28,-, Buzerkolonne Karl Golisch 10,-, 630,-. Beitrag für 3. Quartal 1906 11,-. Tischlerei von Wolf, Waldemarstr. 27 20,-, Tischlerei A. B., Gör München, sozialdemokr. Verein 3. Quartal 1906 299,55. Mannheim, sie überhaupt das Licht der Welt erblicken, steht noch dahin. Tiger Ufer 23 50,-, Alt 20,80, Th. Herzog 10,-, Tischlerei Sieg- Kreisverein des 11. badischen Reichstagswahltr. 3. Quartal 1906 Weniger ungewiß ist, wenn nicht alle Anzeichen trügen, daß mann u. Co. 30,-, Ueberschuß vom Vergnügen im Elysium" der 550,-. Mülheim Wipperfürt- Gummersbach, Wahltr. 3. Quart. 06 der neue Etat wiederum Mehraufwendungen für Stadtbezirle 189a, b, c, f, g, h 89,55, diverse Beiträge durch Meyer 167,10. Mannheim, Beitrag der Mannheimer Aktiendruckerei 2000,- Heer, Marine und Kolonien fordern wird. 15,-, Möbelfabrik Lennig u. Jayfi 27,25, Möbelfabrit Ehrlich durch München, Waldläufer 5,-. Neuwied, sozialdemokr. Verein für den Die ungeheuere Not, in der die arbeitende BeFriedel 1 ,, Bierprozente Schacht u. Müller, Wasserkante 10,- teichstagswahlkr., 3. Quartal 06 7,36. Nürnberg, S. 3,-. Nürnberg, Bierprozente Rabizspanner und Träger Krüger u. Lauermann auf sozialdemir. Verein. 3. Quart. 06 685,23. Nordhausen, sozialdemokr. Dölkerung, die Arbeiterklasse und der Mittelstand, inBau Aschinger, Bellermann 35,50, Herrenloses Bechgeld bei Auflösung Wahlv. f. d. Wahltr. Nordh.- Grafschaft Hohenstein, 3. Quart. 06 59,16. folge der herrschenden Politik sich befindet, wächst von der Gruft 3, Neferat des Stadtverordneten Borgmann 6,-, Osternburg, 1. oldenb. Wahltr. 62,-. Offenburg, 7. badischer Tag zu Tag. Eine erneute Interpellation der Borde,„ Luna- Säle" 10,-, Uebern See gefahren, Sonnenburger Wahlkreis 27,90. Ober- Langenbielau d. d. Exped. d. Proletarier" sozialdemokratischen Fraktion wird die Restraße 10, 2,-, Bierproz. Bau Gause, Pariserplaz 6,-, Fallen- v. Gen. aus Wüstewaltersdorf 1,- Oberstein a. N., 3. Quart. 06 gierung und die bürgerlichen Parteien zwingen, auf die Frage hagener Bildüberschuß 2,-, A. B. Mister 1,-, Bleistegs Bierkasse 23,40. Potdam- Spandau- Osthavelland, sozialdemokr. Kreiswahlverein Antwort zu geben, ob sie in der Tat das System der Tribut6,50, Kranzüberschuß vom Bezirk 529 3,50, Hochzeitstelegramm durch 226,90. Rawitsch- Gostin, Wahlkr., 3. Quart. 06 3,40. Regensburg, pflicht der arbeitenden Bevölkerung zugunsten der GroßJante 1,50, Stranzüberschuß des Genossen Schäfer, Bez. 627 3,35, fozialdemokr. Verein, 3. Quart. 03 16,20. Randow- Greifenhagen, grundbefizer und einiger Großindustrieller so lange fortsetzen Ueberschuß der Sechsertasse, Fehrbellinerstraße 7,50, 28. G. B. 14 sozialdemokratischer Wahlverein 150,-. Rigdorf, amerikanische 3,-, G. Herforth 1,-, Kranzüberschuß des 706. Bezirks 1,80, ge- Auktion durch Hemann 5,90. Stünz bei Leipzig, die auf- wollen, bis das Volk zur Verzweiflung getrieben ist. Noch ist fammelt Bau Sedanstr. 28, Schöneberg 1,50, gesammelt durch Funt 1,50, gelösten Sänger 4,85. Soest, Wahltr. Hamm- Soest 8. Quart. 108,12. die Wirkung der durch die neuen Handelsverträge erhöhten Handtuch- Verleih- Inftit t, Broz. v. Müller, 2,70, Bau Gause, Pariser- Stendal- Osterburg, Wahltr. 20,40. Schweinfurt, sozialdemokr. Verein Zölle nicht durchwegs voll zur Erscheinung gelangt, die Preise plaz 2 Raten 12,-, tgl. d. I.-Dr. 5,40, Tischlerei Kalisch, Kranz 36,33. Stuttgart, G. U. 10,-. Schopfloch i. Bayern, Wahlverein für die Lebensmittel, insbesondere für das Fleisch, sind für die überschuß 1,-, Hand ach- Verleihgeschäft D. Müller, Prozente, B. Poezich 11,21. Schwabach, Wahlkr. Ansbach- Schwabach 58,23. Schönlante, weitesten Voltstreise aber unerschwingbar geworden. Die Agrarier 3,75, Bierprozente Bau Behrenstr. 8,60, von den roten Neun 9,-, Beitrag bom Wahlverein 2,80. Trier, fozialdemokr. Wahl- wissen, daß die Interessenpolitik, die sie bei der Regierung Kranzübersch. Seffler d. Tudyka 4,40.) Berlin, diverse Beiträge: verein 25,06. Thale a. H., rote Kindtaufe 2,- Vorwärts", und bei der Mehrheit des Reichstages durchgesetzt haben, von C. 2. 1, W. S., Westend, durch H. Br., April- Oktober 21, 3. Quart. 06 26 229,50. Wittlich, 3. Quart. 06 3, Wahrer Lag zu Tag verheerender auf die soziale Lage Ueberschuß der Sechserkasse der Firma Hecht, Königsbergerstr. 10 Jakob" und Gleichheit" 15 000,-. Weißwasser, sozialdemokratischer von Tausenden und Abertausenden ihrer Voltsgenossen 2,75. Von den Kollegen der Werkstatt Thomas, Adalbert- Wahlverein d. Wahlkr. Rothenburg- Hoyerswerda 49,16. Wulsdorf die wissen, daß Erkenntnis der Gestraße 59 40,-. Von den Polierern der Firma Ruß 10,-( 19. hannov. Wahltr.), fozialdemokr. Berein, 3. Quartal 1906 28,08. wirft. Krause, Pappel- Allee, 3,-. Uebersch. der Bierkasse d. Schriftgießerei Würzburg, sozialdemokr. Verein, Quartalsbeitrag 26,52. Werdau, meingefährlichkeit dieser agrarischen Interessenpolitik von Wöllmer 50,-. Nüdzahl. H. 3. Kr. 10,-. Angestellte der Drts- 18. fächs. Wahlfreis, Ortsgruppe Werdau, Halbjahresbeitrag 1906 Tag zu Tag wächst. Bei Leibe fällt ihnen aber nicht ein, von frankenkasse der Kaufleute 30,-. Machetes 5,- Prozentsatz 68,15. der freiwilligen Veiträge der Genossinnen des 6. Wahlkreises 75,-. Dr. L. A. 100,-. Albrecht" 300,-. Arbeiter d. Möbelfabrik von Kümmel 100,-. Bierprozente der Firma Markiewicz, ElisabethUfer 53 50,-. Uebersch. der Sechserkasse der Firma Spengler 8, starte Nerven" eine Umschreibung für strupellosen Egoismus, Bierprozente vom Neubau A. E.-G., Voltastraße, Nachtschicht 6,50. Die Kontobucharbeiter vom Wedding 5,-. verbrecherische Gewissenlosigkeit und abgrundtiefe Gemeinheit Dr. Siegfrida 5,-. Gesammelt in einer Automobilführer- Bersammlung 10,-. Gutensein soll. Wird die bürgerliche Reichstagsmehrheit nun endlich berg Sept.- Olt. 80,40. Bau Behrenstraße, Handelsbank 17,25. Der Reichstag nimmt heute die Arbeiten aus der am mit dem volksfeindlichen und volksverheerenden System der Gef. v. d. Spannern und Trägern der Fa. Boswau u. Knauer, Bau 28. November 1905 eröffneten und am 28. Mai vertagten indirekten Steuern und der Zölle brechen? Wir möchten es Wittenbergplatz 14,40. A. M., Oderbergerstraße 3, Bierprozente Session wieder auf. Eine Fülle Beratungsmaterial liegt ihm, start bezweifeln. Der Zweck der Zollgesetzgebung ist es ja gev. d. Zimmerern am Neuen Schauspielhaus 32,10. Aus der Groschen rein äußerlich betrachtet, vor. Von den von der Regierung wesen, die Preise für des Lebens Notdurft in die Höhe zu schnellen: tasse der Bautischlerei Lüdtke, Gitschinerstr. 106 20,-. Rauchflub " Ohne Zwang", Weinstr., d. Gehlhar 50,-. Prozentbeitrag der frei eingebrachten Gesezentwürfen harrt noch der ersten Be der Zweck ist erreicht. Um ihre Wähler zu täuschen, wird willigen Beiträge der Genossinnen des 5. Wahlfreises 9,25. Mitglieder ratung: Der Entwurf eines Gesezes über die Bemessung des hier und da ein Zentrumsmann oder ein Nationalliberaler des Verbandes deutscher Buchdrucker im Vorwärts" 150,-. Leng, Sontingentsfußes für landwirtschaftliche Brennereien. Eine vielleicht für vorübergehende Linderungsmittel eintreten, um Wanos 1,50. P. S. 50,-.. B. 50,- Munition zum Kampfe Reihe von Gefeßentwürfen sind in der Kommission erledigt, die Herabsetzung der Lebenshaltung der großen Menge etwas für Recht u. Wahrheit 4,-. Buzbach i. S., C. K. 3, Breslau, ihre 3 weite Beratung im Plenum steht bevor. Hierhin zu verlangsamen. Mag Herr v. Podbielsti, die signifikante fozialdemokr. Verein 768,- Bielefeld, Wahltr. Bielefeld- Wieden- gehört der Gesetzentwurf über die Aenderung des Figur für die mehr rücksichtslose als ehrliche Kampfesart der brück 3. Quart. 06 316,16. Bern 50,-. Bochum- GelsenkirchenHattingen, Wahlkr. 3. Quart. 06 295,38. Bamberg, sozialdemokr. 833 des Bürgerlichen Gesetzbuches( Beseitigung der Agrarier, oder ein anderer aftiver Minister sein- für die Beuthen( Oberschl.), b. d. Parteigenofien 5,- Haftpflicht der Tierhalter auf Stosten der Krüppel), Gesamtpolitik der herrschenden Klasse und ihres ausführenden Baden- Baden, J. R. 1, Charlottenburg, Kranzübersch. v. d. Be- der unzureichende Gesezentwurf über den Schutz von Organs, der Regierung, ist das herzlich gleichgültig. erdigung des Gen. W. Kurz 3, Cottbus, Preßfomm.- Diäten v. A. Vögeln, der Gefeßentwurf über den sogenannten Die bürgerlichen Parteien vertreten nicht den Willen und 3,- Caffel, aus dem Agitationsbezirk 34,30. Chemnig, Brutus 1,-. tleinen Befähigungsnachweis für das Bau- die Interessen des Volts, sondern eines kleinen Klüngels. DesCaffel, fozialdemokratischer Verein f. d. Wahltr. Cassel- Melsungen, gewerbe, der Gesezentwurf über das Urheberrecht halb werden sie nicht einmal die Forderung nach einer wirklich Düsseldorf, Wahlfreis, Juli- September an Werken der bildenden Künste und der Photographie, der fonftitutionellen Regierung erheben, sondern unter ein paar 258,06. Defiau- Berbst, sozialdemokr. Wahlverein 38, Dortmund Gesetzentwurf zur Erdrosselung der freien Hülfs- tönenden Redensarten über das eine oder andere besonders in Hörde, fozialdemokr. Wahlverein, 1. Quart. 1906/07 392,-. Delmen tassen. Stommissionsberichte sind noch nicht erstattet: über die Augen stechende Uebel nach wie vor zu allen neuen Lasten horst( 3. oldenb. Wahlkreis). sozialdemokr. Verein 24 Danzig, den Gesezentwurf betreffend den Versicherungs- und Forderungen Ja und Amen sagen. Ja sie werden auch Sozialdemokr. Wahlverein 36,60. Dresden- Land( 6. fächi. Reichstag vertrag, ferner über den einer Maß- und Gewichts- die zum Himmel stinkenden Symptome der Fäulnis unserer 3. Quartal 06 334,98. Effen a. Ruhr, sozialdemokr. Berein, ordnung, ferner über die Aenderung des Gesetzes über den heutigen Gesellschaftsordnung zu vertuschen suchen.„ Starte 3. Quartal 06 407,28. Faltenberg( Oberschl.) 3,-. Fulda, Unterstützungswohnsiz und endlich über die Haft Nerven", meint die Deutsche Tageszeitung", sind notBeitrag der Organisation 9,-. Frankfurt a. M., vom Arbeiter- pflicht von Automobilen. 14 Berichte der Wahlwendig. Notwendig, meint sie, nicht nur, um die Sängerbund f. d. Rhein- u. Maingau, Zuweisung v. Ueberprüfungstommission sind im Plenum noch nicht bestehende Ausbeutungspolitik aufrechtzuerhalten, sondern schuß d. Bundesfestes in Hanau am 24. 6.06 600,- Frankfurt a. M., erledigt. Eine große Reihe unerledigter Petitionen liegt vor allem, um der einzigen Verfechterin der Intersozialdemokr. Verein 3. Quart. 06 800,- Gera, Wahlkreis Reuß i. 2. vor. Außerdem find fast alle Initiativanträge der essen des arbeitenden Wolfes, der Sozialdemokratie, an den 3. Quart. 06 200,-. Gießen, E.. 50,- Guben- Lübben, Wahl- bor. Die jüngst enthüllten hochverein 150,- Grünberg- Freystadt i. Schl., sozialdemokr. Berein Partei noch nicht zur Beratung gelangt. Endlich ist noch die Kragen zu gehen. Verein 20,49. " wahlkreis) 2000,-. Elberfeld- Barmen, sozialdemokratischer Verein, Berlin, den 10. November 1906. Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Lindenstr. 69. Der Reichstag. ihrer gemeingefährlichen Wucherpolitik ablassen zu wollen. Ihr Hauptorgan, die Deutsche Tageszeitung", fordert starke Nerven". In der Tat gehören außerordentlich starke Nerven zur Fortsetzung der bestehenden Interessenpolitik, " Hüls, Streis Kempen 3. Quart. 3,-. Harburg, Weiterbesprechung der sozialdemokratischen verräterischen Pläne Vismards aus dem 17. hannov. Wahlkreis 1. Quart. 1906/07 707,40. Hannover, 8. hannov. Interpellation über die Höhe der Fleisch- Jahre 1890, sein Bestreben nach einem AderWahlkreis, Rest vom 1. Halbjahr 1906 140,44, Juli- August 1000,-, preise in der Schwebe: die am 30. November und llaß an der arbeitenden Klasse liegen durch. auS auf der Richtlinie der heute herrschenden Klasse. Ueberschaut man den oben aufgeführten Rest der Be- ratungsmaterialien. so ersieht man: in den Rcgierungs- vorlagen liegt auch nicht ein einziger Entwurf zugunsten der Arbeiterklasse. Der Gesetzentwurf über Aenderung des § 833, ebenso wie der über Aenderung des Gesetzes über den Unterstützungswohnsitz soll vielmehr neue AuSnahmeprivtlegton für den Großgrundbesitz auf Kosten der arbeitenden Klasse schaffen. Der Gesetzentwurf zur Erdrosselung der Hülfskassen ist direkt gegen die Arbeiterklasse, insbesondere auch gegen die Berufsvereine gerichtet. Man wird schwerlich in der Annahme fehlgehen, daß die in Aussicht gestellten Gesetzentwürfe über die Verleihung der Rechtsfähigkeit an Berufsvereine und über die Arbeitskanimern die gleiche Richtung einhalten. Was nützen die privatrechtlicheu Ge- staltungen der BerufSvcreine. so lange nicht die öffentlich rechtliche Stell u n g derselben gesichert ist, so lange nicht das Koalitionsrecht ein volles und wahres geworden ist? Den Lohn der Arbeiterklasse hat man durch die Zollgesetzgebung um namhafte Beträge gekürzt; die Verteuerung der Lebens- und Bedarfsmittel kommt einer Senkung des Arbeitslohnes durch die Gesetzgebung gleich. Weil gegen diese Senkung naturgemäß der Rest des Koalitionsrechts in Bewegung gesetzt ist. so ist durch richterliche und Polizeiliche Bravourstücke das KoalitionS- recht in Deutschland heute tatsächlich trocken gelegt. Die Urteile, welche aus Anlaß von Streiks gegen Streikposten und Streikende gefällt sind, sind fast ebenso viele Versuche einer Hinderung der Ausübung des Koalitionsrechtes durch den weißen Schrecken. Die abgehackte Hand in Breslau, der Mord in Nürnberg und die hundert und aberhundert unter dem Scheine deS Rechtes ausgeführten Bcdrängungcn des Koalitionsrechtes legen erneut der Arbeiterklasse die Ver- pflichtung auf, die volle Sicherung oder richtiger gesagt eine Schaffung des Koalitionsrechtes für sämtliche Kreise der arbeitenden Klasse zu verlangen. Der volksfeindlichen Steuerpolitik und der kulturfeindlichen Gesamtpolitik der herrschenden Klasse gegenüber ist eine kraft- volle Verfechtung der direkten Arbeiterinteressen im Parlament notwendiger, wie je. Millionen Landarbeiter leben unter partikularrechtlichen Ausnahmegesetzen, den Berg- a r b ei t c r n ist die Reichsgesetzgebung vorenthalten. Endliche Beseitigung dieser landesrechtlichen Ausnahmegesetze verlangen Initiativanträge unserer Partei. Mehr als je ist es notwendig. diesen besonders gedrückten Kreisen der Bevölkerung wie der ge- samten Arbeiterklasse wirkliche Sozia lreformen zu erringen. Eine Mehrheit wäre im Reichstage für eine wahre Sozial- reform, die die Ausnahmegesetze gegen bestimmte Kreise der Arbeiterklasse beseitigt, die ein wahres Koalitionsrecht schafft, die eine Maximalarbeit s- z e i t für alle erwachsenen Arbeiter einführt, möglich, wenn das Zentruni nicht seit Windthorsts Tode von Jahr zu Jahr in stärkerer Weise eine regierungsfreundliche und arbeiter- feindliche, auf Knebelung der ländlichen und industriellen Arbeiter gerichtete Politik verfolgen würde. Das Zentrum ist im Verein mit den Junkern vom Schlot und vom Kraut der Hauptträger der reaktionären volksfeindlichen Politik: seine in sich widerstrebenden Elemente sind einig in der Hoch- Haltung der kapitalistischen Ausbeutungsordnung. Die herrschende Klasse hetzt, weil sie weiß, daß allein die Sozialdemokratie die bestehenden Ungerechtigkeiten bekämpft. gegen die Sozialdemokratie. Die bürgerlichen Parteien suchen dem Unwillen, der sich in ihren eigenen Reihen über die schmachvollen Zustände im Deutschen Reich rege macht, zwar durch ein paar Redensarten Rechnung zu tragen, in der Tat aber verfolgen sie die reaktionäre Politik nach>vie vor. Diese reattionäre Politik werden sie hinter„patriotischen" Schnedde- rentengs und Taratabumdiäh. zu denen der„Hauptmann" von Köpenick Takt schlagen mag. und durch Hetzereien gegen die Sozialdemokratie zu verhüllen suchen. Sie empfinden die Sozialdemokratie als ihr eigenes böses Gewissen, das laut und deutlich wegen der Verbrechen, die die herrschende Klasse an der Arbeiterklasse tagaus tagein begeht. Anklage erhebt und Abhülfe verlangt. Die geistige Führung der bürgerlichen Parteien fällt jenen Leuten mit „starken Nerven" zu, die nach dem Ideal der bürgerlichen Raubpolitiker sich sehnen, nach dem Manne, der„dumm, aber stark". Unter seiner Führung hofft die bürgerliche AusbeutungS- Mehrheit das Unrecht, das der arbeitenden Klasse tagaus tagein zugefügt wird, durch neue brutale Maßregeln gegen die Arbeiterklasse wett zu machen. Sie,-- da klagen, ohne zu leiden, wünschen, daß das Volk leide, ohne auch nur klagen zu dürfen. Je schärfer sich so die Gegensätze zugespitzt haben, desto schwerer und größer, aber auch desto notwendiger sind die Aufgaben, die der Sozialdemokratie im Reichstage harren. Positive Leistimgen zugunsten der Arbeiterklasse und deS Vaterlandes würden erfüllt, wenn die von der Fraktion im Dezember vergangenen Jahres vorgelegten Initiativanträge zur Annahme gelangten. Aber die Mehrheit des Reichstages will lediglich zugunsten der Machthabenden positive Leistungen schaffen. Spätestens im Jahre 1908 finden die Reichstags« Neuwahlen statt. Mögen die Wähler bei Würdigung der Taten der bürgerlichen Mehrheit nicht versäumen, sich der Unter- drückungsmaßnahmen der herrschenden Parteien zu er- innern.___ poUtifcbc CUbcrficbt* Berlin, den 12. November. Pods Rücktritt offiziös bestätigt. PodS Rücktritt vollzieht sich in eigenartigen Formen. Statt daß eine amtliche Mitteilung klipp und klar erklärte, daß der Vater des Fleischwuchers seinen„erbetenen" Abschied erhalten hat, konnte das Scherl-Blatt diese Post bereits ein paar Tage früher verkünden, während heute das offiziöse Depeschenbureau folgende ungewöhnlich stilisierte Nachricht bringt: Berlin, 12. November. Dem Vernehmen nach hat Seine Majestät der König gestern das Abschiedsgesuch des Ministers für Landwirtschaft v. Podbielski unter Verleihung der Brillanten zum Grotzkreuz des Roten Adler« ordens genehmigt. Mit der einstweiligen Wahr- nehmung der Geschäfte des Landwirtschaftsministers ist der Minister des Innern von Bethmann-Hollweg beaustragt worden. Und die„Nordd. Allgem. Ztg.". die belanglose Dementis stets an der Spitze des Blattes zu bringen pflegt, begnügt sich damit, dies Telegramm einfach auf der dritten Seite unter seinen„Letzte Nachrichten" nachzudrucken! Gleichviel. Pod ist endlich definitiv abgetan. Und eS ist im Grunde müßig, darüber zu philosophieren, welchen Um« ständen und Einflüssen er zum Opfer gefallen ist. Er ist gerade solange gehalten worden, daß jetzt die agrarische Presse nicht ohne Fug behaupten kann, nicht seine Tippelskirch-Sünden hätten ihn zur erneuten Ein- reichung seines Entlassungsgesuches veranlaßt, sondern seine erschütterte Gesundheit. Ob Pods Rücktritt auch mit der F l e i s ch n o t in Ver- bindung steht, muß noch abgewartet werden. Daß ein Bruch mit der agrarischen Politik nicht zu erwarten ist, ist ja ganz zweifellos; es handelt sich lediglich darum, ob man nicht wenigstens für den A u g e n b l t ck die Fleischnot durch eine beschränkte Oeffnung der Grenzen für ausländisches Vieh zu lindern bereit sein wird, lieber diese Frage werden die Ver- Handlungen des Reichstages in den nächsten Tagen Aufschluß geben. Die Agrarier scheinen immerhin ihrer Sache nicht mehr ganz sicher zu sein. Schreibt doch die„Deutsche Tages- z c i t u n g": „Wer sein Nachfolger sein wird, steht noch nicht fest. Zunächst ist der Minister des Innern mit seiner Ver- lrctung betraut. Das ist wohl deswegen geschehen, weil man sich Zeit lassen wollte, einen geeigneten Nachiolger zusuchen und zu finden. So viel darf als sicher gelten, daß von den in letzter Zeit genannten Herren wohl keiner in Betracht kommt. Neuerdings werden die Namen des Herrn v. B u ch und des früheren Regierungspräsidenten v. Heydebrand genannt. Daß der Nachfolger eine andere Politik treiben werde, als Herr v. PodbiclSki im Einverständnis mit dem Reichskanzler(!) getan hat, halten wir für ausgeschlossen; im Geae ir teile, wir c r>v a r t e n und dürfen die Hoffnung hege», daß durch die Wahl des Nachfolgers die Absicht, die bis- hcriflc Politik fortzusetzen, deutlich bekundet wird. Anderen- falls würde freilich das Vertrauen der Landwirte, die genau wissen, was sie an Podoielski verloren haben, aus keine leichte Probe gestellt werde n." Pod hat als Schmerzenspflaster nicht, wie erwartet, den Schwarzen Adlerorden, sondern nur die Brillanten zum Großkreuz des Roten AdlerordcnS erhalten. Die„ V o s s. Z t g." bemerkt dazu: „... Es ist bezeichnend, daß dem Minister bei seinem Scheiden nicht einmal der Schwarze Adlerorden, ja nicht einmal der ihm zunächst stehende Verdienstorden der preußischen Krone, sondern nur ein Brillantschmuck zu einem Großkreuz, das er schon besaß, verliehen worden ist. Das ist ein Beweis, daß sein Verhallen auch von der Krone nicht als völlig einwandfrei betrachtet wird. Er hat die geringste Aus- zeichnung erhalten, die verliehen werden konnte, wenn anders überhaupt eine verliehen werden sollte, um dem Anschein vor- zubeugen, daß der einfüge Günstling deS Kaisers in voller Ungnade weggeschickt werde." Glückliche Byzantiner! Dieser biedere„Freisinn" tröstet sich für die Außerachtlassung der öffentlichen Meinung, die in dem Halten des Tippelskirch- und Fischer-Genossen bis zum heutigen Tage gelegen hat, damit, daß er nun doch noch eine geringere OrdensauSzeichnung erhalten hat. als man ver- mutete!— Eine Zentrmnsgrofie. In dem Prozesse des Kölner Zentrumsführers. Stadtverordneten, päpstlichen Ritters. Guts« und Großgrundbesitzers sowie Bankdirektors Franz Z i l k e n s ist nunmehr das Urteil verkündet worden. Zilkens hatte gegen den Kaufmann Hewel und mehrere andere Bürger wegen Herausgabe oder Verbreitung einer Broschüre geklagt. Zwar sind die Beklagten vom Schöffengericht verurteilt worden, weil ihnen nicht in allen Fällen der Beweis der Wahrhett gelang, weil das Gericht insbesondere den Beweis des Wuchers und des Meineides nicht für erbracht hielt. Die Strafen lauten bei den vier Beklagten aus 20, 100, 100 und 500 M. Auf der anderen Seite aber wird der fromme Zentrumsführer durch das Urteil in einer Weise gcbrandmarkt, die ihn für immer aus den Reihen der anständigen Menschen ausschließt. Das Gericht erachtete als festgestellt, daß Zilkens seinerzeit in Köln-Ehrenfeld den Namen„Erbschleicher" gehabt hat und daß er ohne das Dazwischentreten des holländischen Rechtsanwalts die Erben einer gestorbenen Prostituierten(!) um einen Teil des Nach« lasses gebracht haben würde, ferner daß er von einer anderen Prostituierten(!) 60 Fr. für die sofortige Beschaffung einer schwierigen Baukonzession erhalten hat, weiter daß er einer Asphaltunternehmerin, die von ihm ein Haus kaufte, st ä d t i s ch e Arbeiten zu verschaffen versprach, dies Versprechen aber nicht einlöste. Auch hielt das Gericht für erwiesen, daß Zilkens, der vielfache Millionär, zu seinen Neffen, die Eigentums- rechte ihm gegenüber geltend zu machen versuchten, gesagt hat: „Was wollt Ihr armen Würmer; Zilkens ist Zilkens� mir kann keiner was wollen; wagt es nicht, Zilkens anzufassen; s o n st mache ich Euch in Köln unmöglich". Die Behauptungen der Broschüre, daß ZilkenS feine Ziegelei« arbeiter ungesetzlich beschäftigte und daß die Be- schaffenheit ihrer Wohnungen menschenunwürdig war, hielt das Gericht durch das Zeugnis des Gewerbeinspettors und des königl. Kreisarztes ftir b e st ä t i g t. Die Behauptung, daß durch Urteile nachgewiesen sei: Zilkens habe sich der schmählichen BeWucherung seiner Mitmenschen, des hinterlistigen Hinarbeitens auf den Ruin seiner Mitmensche», des ehrlosen Wortbruchs schuldig ge- macht, hält das Gericht„für nicht einwandfrei nachgewiesen". In mehreren anderen Fällen trug das Gericht Bedenken, den WahrheitS- beweis für erbracht zu erachten; in zwei Fällen aber hielt es wiederum für e r w i e s e n. daß ZilkenS und fem Genosse Teusch Leute beschwindelt haben. Endlich hat das Gericht als feststehend erachtet. daß ZilkenS sein Ehrenamt als Stadtverordneter zur Förderung seinrr privaten Interessen mißbraucht hat, ackch daß er einmal nur mit Mühe aus einer Stadtverordnetensitzung hinaus» gebracht werden konnte, als ein Sttaßenbauvertrag be« raten wurde, an dem er persönlich interessiert war. Das Gericht nahm als strafmildernd an. daß ZilkenS und sein Mitkläger nicht wie völlig einwandfreie Personen eineS besonderen Schutzes bedürfen und daß durch die Bekanntgabe des Mißbrauches des Amtes als Stadtverordneter durch ZilkenS der Allgemeinheit ein großer Dienst erwiesen sei. AlS nach der Urteilsverkündigung die Verurteilten das Gebäude verließen, wurden sie von dem masfenhast erschienenen Publikun, durch stürmische Hoch- und Bravorufe begrüßt. Der ZentrumSführer ZilkenS aber verschwand durch einen Nebenausgang in eine bereitgehaltene Droschke. Das Kölner Zenttum wird sich mit dem„Fall Zilkens" in einer bereits einberufenen Parteiversammlung befassen. Koloniale Bertuschungspläne. Die„Germania" animiert den Fürsten Bülow sehr lebhaft dazu, sich doch dadurch einen„guten" Reichstag zu sichern, daß er darein willige, daß eine parlamentarische Untersuchungskom Mission zur Nachprüfung der kolonialen Skandale eingesetzt werde. Sie schreibt: Eine solche Maßnahme erscheint uns als sehr geeignet, das in den weitesten Kreisen— nicht immer mit Unrecht— be- stehende Mißtrauen zu beseitigen. Die unabhängige Parka- mentatische Untersuchungskommission, die durch freie Juristen, die vom Reichstag gewählt werden, verstärkt wird, ist tn der Lage, das erschüttorte Vertrauen wieder herzustellen. Wenn Fürst Bülow diesen Weg geht, wird er einen„guten" Reichstag haben, und seine Position wird erheblich gestärkt werden; dann können auch die vielen Klagen der Vergangenheit aus der sssentlichrn Erörterung vorerst ausscheide». Ma« weist so gern auf England hin, wo unliebsame Ereignisse nur spärlich erörtert werden. Abgesehen davon, daß letzteres nicht immer zutrifft, darf man doch nicht vergessen, daß England die Einrichtung der parlamentarischen Untersuchungs» kommission schon lange besitzt und darin ein Ventil gegen jedes Mißtrauen und ein Schutzmittel gegen jede Vertuschung besitzt. Anders seither bei uns. Wenn aber der Reichskanzler einen solchen Weg wandelt, wird er einmütigen Beifall im Reichstage finden, weil keine Fraktion sich einem solchen Vorschlage cnt- gegcnstellcn kann, ohne sich in den Verdacht zu bringen, daß sie die Vertuschung begünstige.(!) Wir wüßten keinen Vorschlag, der geeigneter sein würde, den viclgewünschten Strich durch die Vergangenheit zu machen, als der eben dargelegte. Das ist sehr deutlich! Tie Regierung braucht nur in die Einsetzung einer parlamentarischen Untersuchungs- kommission zu willigen— und das Zentrum wird„vorläufig" auf jede öffentliche Erörterung all der monatelang gerade von der Z e n t r u m s p r e s j e ans Demagogie breitgetretenen Kolonialskandale verzichten! Und mehr noch! Da diese Untersuchungskommisston aller Voraussicht nach mehrere Monate laust wird arbeiten müssen, bietet sich dem Zentrum und den die gleiche Taktik wählenden Parteien die Möglichkeit, ohne jede Aufrührung des stinkenden Kolonialsumpfes unentwegt für alle neuen Kolonialforderungcn stimmen zu �können, was es kaum'würde riskieren können, wenn die ofsentliche Behandlung der Kolonialkorruption seinen Wählern zeigen würde, in welch skandalöser Weise niit den Hunderten von Millionen gcwirtschaftet worden ist!.... Das Zentrum empfiehlt also die jämmerlichste Ver- tuschnng aller kolonialen Skandale, es stellt den„viel- gewünschten Strich durch die Vergangenheit" in Aussicht, wenn die Regierung sich nur auf den diplomatischen Zentrums- Vorschlag einlassen würde! Das also soll das Ende der Zentrums-,. Enthüllungen" sein, der Abschluß der zahllosen Drohungen, nun aber im Reichstag„einmal gründlich auszupacken"! Herr E r z b e r g e r bat sich so oft seines gewaltigen Belastungsmaterials gerühmt. Und nun will er kneifen, will er sich in eine Begräbniskommission flüchten?! Warum soll die doch gerade von Herrn Erzbergcr als Mitschuldige angeklagte Regierung sich nicht öffentlich verteidigen?! Ihre Verteidigung kann ja später noch immer einer Nachprüfung durch die parlamentarische Untersuchungs- kommission unterzogen werden! Nun, die Antwort ist sehr leicht. Das Zentrum darf unsere Kolonialpolitik nicht allzusehr diskredi- tieren, weil es ja sonst seine Kolonialbewilligungen nicht mehr verteidigen könnte! Darum diese erbauliche Ver- tuschungspolitik! Das M o s s e- B l a t t hat dieser kläglichen Zentrums- taktik bereits seine Billigung ausgesprochen. Natürlich — Dernburg! Ob auch die„F r e i s i n n i g c V o l k s- Partei" zusammenklappen wird?!— Deutfebes Reich* Ei« freisiniiigcs Wahlkartell. DieFreisinnigeVolksp artet, die Frei sinnige Vereinigung und die Süddeutsche V o l k s p a r t e i haben am Sonnabend und Sonntag in Frankfurt am Main unter dem Vorsitz Paycrs Verhandlungen gepflogen, bei denen sie sich auch über ein Zusammengehe» der bürgerliche» Linken bei den nächsten Wahle» geeinigt haben. Von der Freisinnigen Volkspartci und der Süddeutschen Volkspartei waren die hervorragendsten Führer vertreten; von der Frei- sinnigen Vereinigung fehlten auffallendcrweise die Herren B r ö m e l und P a ch n i ck e, die wadclstrümpflcrischen Gegen- füßler der Richtung Barth-Naumann, die in Frankfurt verttcten war. Es wurde in der Zusammenkunft beschlossen: „Die berufenen Vertreter der Freisinnige» Volkspartei, der Deutschen Volkspartei und der Freisinnigen Vereinigung be- schtießen, auf ein Z u s a m m e n g e h e n der links stehenden bürgerlichen Parteien bei den kommenden Reichstags- Wahlen unter Wahrung der politischen Selbständig- keil der einzelnen Parteien hinzuwirken, eine Ver- st ä n d i g u n g über hie Aufstellung von Kandidaturen unter Mitwirkung der Wählerschaft in den für die liberale Werbe arbeit in Betracht kommenden Wahlkreisen herbei- zuführen und ihren Einfluß dahin geltend zu machen, daß eine Befehdung der liberalen Gruppen unte reinander in Wort und Schrift unterbleibt. Zur Förderung des ZusammenlvirkenS der bürgerlichen Links» Parteien bei den Wahlen wird ein Ausschuß von Ber- trauensmännern gebildet. Der Ausschuß hat die Aufgabe, die für ein gemeinsame» Vorgehen erforderlichen Maßnahmen vor- zubereiten und auf eine Vermittelung bei etwa� entstehenden Meinungsverschiedenheiten hinzuwirken, ohne in die Selbständigkeit der einzelnen Parteien einzugreifen. Die Festsetzung der für die Bildung des Ausschusses erforderlichen Einzelbestimmungen wird den berufenen Vertretungen der Parteien(ZentratauSschuß und geschätlSsührender Ausschuß) übertragen. Die Vertreter der liberalen Parteien vereinbaren, nach er» folgter Verständigung über alle in Betracht kommenden Fragen und»ach Benehmen mit den Organisationen und parlamcnlari- scheu Vertretungen der einzelnen Gruppen in einem gemein- s a m e n Aufruf aus die Notwendigkeit des Zusammengehens aller liberalen Kreise hinzuweisen, die bereit sind, zur Durch- führung einer entschieden freiheitlichen Politik in Deutschland und zur energischen Bekämpfung der gemeinsamen Gegner zusammenzuwirken. Der zu wählende Ausschuß wird ersucht, die Berufung einer größeren Versammlung in Frankfurt a. M. in Aussicht zu nehmen." Ob zu diesem liberalen Block auch die National- liberalen hinzugezogen werden sollen, wird nicht mitgeteilt. Bekanntlich hat ja der w e i b l i ch e Freisinn in N o r d- d e u t s ch l a n d eine Art Wahlkartell mit den National- liberalen geschlossen. Auch über eine Sttchwahltaktik sind den vor- liegenden Berichten nach Beschlüsse anscheinend nicht gefaßt lvorden. ES bleibt also ungewiß, ob der Block der Linken auch künfttg bei der Stichwahl zwischen einem Reaktionär und einem Sozialdemokraten die Empfehlung des ersteren für zu- lässig halten wird. Der liberale Block selbst ist nur die Konsequenz der politischen EntWickelung. In Sachen der Flotten- und Kolonialpolitik bestehen ja irgendwelche Unterschiede zwischen männlichem und weiblichem Freisinn längst nicht mehr. Ja sogar Süddeutsche Volksparteiler haben es fertiggebracht. sich für unsere herrlichen Kolonien zu begeistern l FrcihcitSicraubiing mit Hülfe des Fürsorgeerziehiiiigsgesetzes. Cin qanz eigenartiger Fall der Bemitzung des Fiirsorgegesetzes hat sich in Rastenburg zugetragen. Auf einem dicht an der Stadt gelegenen, der Witwe Hundrieser gehörenden Gute, welches von einem kaum 520 Jahre alten Sohn der Besitzerin bewirtschaftet wird, diente ein Stell- macher. Anfangs Oktober geriet dieser mit dem jungen Menschen in Streit, dabei erhielt der Stellmacher, wie das auf oft- preußischen Güter» schon lange üblich ist. den Befehl. binnen drei Tagen die Wohnung zu räumen. Dein Stellmacher gelang es mit vieler Mühe so außer der Zichzeit in der Stadt eine wenn auch höchst mangelhafte Wohnung zu bekommen. Am IS. Oktober sollte er nun nach der Stadt ziehen. Ein ISjähriger Sohn, der bisher auch auf dein Gute gearbeitet hatte, und ein 17 Jahre' alter Sohn des Stellmachers, der bei einem Schmiede- meister in der Lehre steht und von diesem Urlaub erhalten hatte, halfen dem Vater bei dem Aufladen der Sachen. Plötzlich erschien ein Polizist aus der Stadt und forderte die beiden jungen Leute auf, mit nach dem Magistrat zu einer Ver- nehmung zu kommen. Zum Vater äußerte er aw dessen Einspruch. es dauere nicht lange, sie würden bald wiederkommen. Als jedoch viele Stunden vergingen und ihre beiden Söhne nicht zurückkamen, begaben sich die Eltern auf die Suche. In der Stadt erfuhren sie dann, daß die beiden jungen Leute gar nicht zum Verhör, sondern direkt noch der Zwangs- erziehungsanstalt Eichhof bei Rastenburg geführt und dort eingesperrt worden seien! Und weshalb? Auf wessen Veranlassung? Niemand wußte es; weder auf der Polizei, noch auf dem Gericht, noch in der Anstalt selbst, bei der vom Landratsamt angefragt wurde. Die beiden jungen Leute haben sich noch nie etwas zuschulden kommen lassen, was auch nur den geringsten Anlaß zur Zwangserziehung hätte geben können. Natürlich ist auch noch nie- rnals mit den Eltern dieserhalb verhandelt worden; kein Gc- richtsbcschluß ist den Eltern mitgeteilt worden. Beide Söhne haben gute Schulzeugnisse und dem Schmiedelchrling stellt sein Meister, der über die Fortnahme seines Lehrlings empört ist. das denkbar beste Zeugnis aus. Der Meister hat sich an verschiedene Be- Hörden, auch wiederholt an die Handwerkskammer und an seine Innung gewandt. Er will seinen Lehrling wieder haben, alles jedoch ohne Erfolg I Der Vater und auch der Meister hatten sich beschwerdeführend an den Landeshauptmann gewandt. Darauf imirde der Meister aufgefordert, ein F ü h r u n g s a t t e st seines Lehrlings einzureichen. Der Vater mußte die Schul- Zeugnisse und Konfirmationsscheine seiner Söhne der Polizei überweisen. Aber freigelassen sind die jungen Leute bis heute noch nicht. Die Eltern haben ihre Söhne einige Male in der Anstalt besucht und gesprochen. Auch ihnen ist nicht gesagt worden, weshalb sie nach der Erziehungsanstalt gebracht worden sind. Der Hausvater weiß es auch nicht. Entlassen darf er sie aber nicht. Ueber drei Wochen dnucrt diese Freiheitsberaubung nun schau. Wer hat sie veranlaßt? Leute vom Gut Hundrieser behaupten gesehen zu haben, daß der junge Hundrieser an dem Tage, als der Stellmacher mit Hülfe seiner beiden Söhne den Umzug ausführte, nach der Stadt geritten und daß bald darauf auch der Polizist erschienen sei, um die Söhne zu entführen. Der junge Hundrieser soll denn auch geäußert haben: „Na, auf ein paar Jahre sind seine Jungens jetzt verwahrt." Eine schnelle und gründliche behördliche Untersuchung dieses sonderbaren Falles tut dringend not.—_ Geistliche Schleppenträger der Reaktion. Wie aus Tarmstadt gemeldet wird, nahm heute die H e s s i s ch e Landessynode nach zweistündiger Debatte mit' 44 gegen ll Stimmen folgende Resolution an: , Synode erklärt, daß die vom großherzoglichcn Ober- koniistorium gegen Pfarrer Korell getroffene dis- ziplinaxische Entscheidung vom freien rechtlichen Gesichts- punkte aus eine verschiedenartige Beurteilung zuläßt, spricht aber der Kirche nbchorde das Vertrauen aus. daß sie auf Grund gewissenhaftester Berücksichtigung aller Umstände ihre Entscheidung getroffen hat. Die den Einzelfall Korell und dessen formelle Behandlung weitaus überragende Be- d e u t u n g erblickt sie aber in der Tatsache, daß das großherzog- liche Oberkonsistorium durch seine Stellungnahme unzweideutig kundgab, daß irgendwelche politische Förderung oder Begünstigung der heutigen Sozialdemokratie mit den Amtspflichten eines evan- gelische.n Geistlichen unvereinbar ist. Diesen Standpunkt billigt Synode ausdrücklich. Pfarrer Korell hatte das ungeheuerliche Verbrechen begangen, bei der Reichstagsersatzwahl in Darmstadt an seine freisinnige Wählerschaft die Aufforderung zu richten, bei der Stichwahl für den Sozialdemokraten zu stimmen. Die Landessynode hat diese Handlung Korells ebenso mißbilligt, wie das Großherzogliche Ober- konsistorium. Jede auch nur indirekte Begünstigung der Sozial- demokratie erklärt sie mit den Amtspflichten eines evangelischen Geistlichen für unvereinbar. Wir unsererseits haben nichts da- gegen, daß die protestantische Geistlichkeit sich dergestalt als Schleppenträger der Reaktion bekennt. Daß Geistliche den privilegierten Massenmord, den Krieg, verherrlichen, daß sie die schändlichsten Kolonialschlächtereien billigen, daß sie die Politik des verbrecherischsten Brot- und Jleischwuchers unterstütze», dagegen hat noch nie weder ein Konsistorium noch eine Synode etwas einzuwenden gehabt! Mögen die wackeren Diener der Kirche fortfahren, sich innerhalb der Volksmassen um jeden Kredit zu bringen!—_ Eine Amnestie in Hessen. Aus D a r m ft a d t wird vom 10. November gemeldet: Die„Dgrmstadter Zeitung" veröffentlicht einen aus Anlaß der Geburt des Erbgryßherzoges vom Großherzog vollzogenen Gnaden- erlaß. Hiernach werden allen Personen ihre Strafen erlassen, die im Großherzogtum durch ein bei den bürgerlichen Gerichten ergangenes Urteil oder durch StrafbefehlzuGefänguis, Festungshast oder Geldstrafe verurteiltworden sind, und zwar 1. wegen Majeftätsbeleidiguiig: 2. wegen Beleidigung einer Behörde, eines Beamten, eines Religionsdieners oder eines Mitgliedes der be- waffneten Macht in Ausübung ihres Berufes. 8) wegen Zuwiderhandlungen gegen Bestimmungen des Forst- und Feldstrafrechrs, sofern nicht wegen Rückfalles, gewerbs- oder gewohnheitsmäßiger Begehung auf Gefängnisstrafe erkannt ist. Die Amnestie unterscheidet sich zu ihrem Vorteil von der letzten preußischen, die sich nur auf Majestätsbeleidiger erstreckte.— Neue Blutopfcr für Siidwrst-Afrika. Ein Telegramm ans Windhuk meldet: Am 1. November dS. IS. bei UchanariS gefallen: Gefreiter Friedrich Haus er, geboren am 2ö. 11. 81 zu Tübingen. Schuß rechte Brust, rechte Schulter, linken Oberarm. Reiter Wilhelm Schubert, ge- boren am 4. 4. 83 zu Kl. Bresa, Knochenschuß rechten Unterschenkel. Fleischschuß linken Unterschenkel, rechten Oberschenkel, Herzschuß. Reiter Karl P eifert, geboren am 2. 3. 81 zu Bergedorf, zwei Bauchschüsse, Knochenschuß rechten Ellenbogen, linken Oberschenkel. Reiter Paul Sauermann, geboren am 24. v. 33 zu Hertwigs- Waldau, Schuß Kopf, Hals, Brust. Reiter August S ch in i d t l e. Seboren am 17. 8. 80 zu Wistschken, Kopf-, Beck?»-, zwei Brust- Hüffe. Verwundet: Gefreiter Alfred Bedürftig, geboren am 12. 0. 83 zu Breslau, schwer, Schuß linke Schulter, rechte Kniekehle, Streifschuß rechten Oberarm, rechte Seite. Reiter Wilhelm Ullrich, geboren am 27. 6. 84 zu Demmin, schwer, Knochenschuß linken Unterschenkel, Bauchdeckenschuß. Fleischschuß rechten Unterarm, linken Unterarm, linken Oberarm, Streifschuß rechte Brust, rechten Unterarm. Reiter Heinrich Winkler, geboren am 2i. 2, 84 zu Langhauken, leicht, Streifschuß rechten Oberschenkel. In Summa also S Tote und 3 Verwundete i— Husland. Oesterreich. Die Laiidtagswahle» der allgemeinen Wählerklasse, die 14 tschechische und 6 deutsche Wahlkreise unifaßt, fanden in Mähren am Sonntag(!) statt. In den tschechischen Be- zirken wurden 2 Sozialdemokraten und 3 Katholischnationale gewählt. 9 Stichwahlen sind erforderlich. In den deutschen Bezirken wurden 3 Liberale und 1 Sozialdemokrat gewählt; es werden 3 Stichwahlen stattfinden.— Der„Streik" der deutschnationalen Studenten an der Grazer Universität. Seit drei Tagen„streiken" die deutschnationalcn Hörer der philosophischen, medizinischen und juristischen Fakultät in Graz, weil es sich die klerikalen Studenten nicht nehmen ließen, bei der Rcktorsinauguration in Kappen und vollem Wichs zu erscheinen. Es kam zu Balgereien, und die Polizei mußte einschreiten. Durch den„Streik" wollen die deutschnationalen Hörer den Rektor zwingen, den klerikalen Studenten das Tragen der Farben zu ver- bieten.— Die deutschen Couleurbrüder argumentieren, daß die Klerikalen kein Recht haben, Farben zu tragen, weil diese sich nicht schlagen! Die ganze Kinderei wäre völlig belanglos, wenn sich nicht deutsche und klerikale Blätter in den Haaren lägen und sich gegenseitig anflegelten. Nichtsdestoweniger blasen die- selben Blätter an anderer Stelle die wunderschönsten Friedens- mclodeien, um den„bösen Feind" bei den Gemcinderatswahlen zu besiegen. Die Herren Buben schlagen sich halbtot— die Väter tauschen Bruderküssc! Schweiz. Zürich, 9. November.(Eig. Ber.) Ein Anarchistenprozeß Wurde an: Dienstag und Mittlvoch vor dem nach Zürich verlegten Bundesgericht, das sonst seinen Sitz in Lausanne hat, gegen den 1878 in Wien geborenen Schneider Franz Blazeck durchgeführt, während seine beiden Mitangeklagten Lazar v. Schatz ans Rußland und Rathemann aus Berlin, beide Zigarrenarbeiter, flüchtig sind und zur Verhandlung natürlich nicht erschienen waren. Blazeck sitzt seit Juni dieses Jahres in Untersuchungshaft. Die Angellagten sind be- schuldigt, die Fabrikation von Sprengstoffen beabsichtigt und sich die geeigneten Chemikalien sowie Apparate verschafft, ferner ein „Handbuch der Terroristen" als Instruktion zur Herstellung von Nytroglyzerin verfaßt und endlich am anarchistischen„Weckruf" mit- gearbeitet und anarchistische Schriften verbreitet zu haben. Die An- klage vertrat Bundeckamvalt Kronauer. den Angeklagten unser Genosse Dr. Farbstein. Die Verhandlung wurde nur gegen Blazeck durch- geführt, der zu einem Jahre Gefängnis und lebenslänglicher Landes- Verweisung verurteilt wurde.— Frankreich. Briands kirchenpolitisches Programm. Paris. 10. November.(Eig. Ber.) Die gestrige Rede Briands ist nicht nur eine oratorische, sondern auch eine politische Meisterleistung. Ohne unnütze Deklamation, polemisch scharf und juristisch klar drückt sie ziemlich genau aus. was der demokratische Staat gegen den vatikanischen Imperialismus vermag. Wie der Minister die klerikalen Proteste mit der ein- drucksvollen Feststellung abtun konnte, daß die französischen Kirchen- surften selbst im Trennungsgcsetze die garantierte religiöse Freiheit anerkannt haben, ehe sie das römische Gebot zu unaufrichtigem Widerstand zwang, so trat auch feine Ueberlegeuheit gegenüber den radikalen Logen- und Bezirkspolitikern zutage. Wenn sich die frei- denkerische Klcinkrämerei heute über die Zumutung ärgert, der Kirche noch ein Jahr Frist zur Unterwerfung unter das Gesetz zu gewähren, so mag man die Geringschätzung begreifen, die Brian d im Bewußtsein des glücklich zur Vollendung geleiteten Werkes kaum verhehlt. Daß auch die ernste politische Kritik da und dort einen Mangel entdecken kann, tut dem Gesamtwert der Reform keinen Abbruch, die tatsächlich die Unabhängigkeit des Staates und die religiöse Freiheit sichert und klug den demagogischen Anschlägen der Ultramontanen vorbeugt. Die klerikale Kampfpolitik muß den gelvaltsamcn Zusammenstoß wünschen, der die gläubigen Massen aufregt. Der Staat kann ihre Zwecke am besten vereiteln, indem er sich zu diesem Zweikampf überhaupt nicht stellt. Er tut der Kirche nicht den Gefallen, ihr die Rolle der Verfolgten darzubieten. Mag sie die Kultusassoziationen gründen oder nicht, die Kirchen. gebäude werden für den Gottesdienst geöffnet bleiben. Der Staat wird sich nicht provozieren lassen. Mißbraucht der Geistliche die Kirchenversammlung zu politischer Agitation, so hat er sich persönlich zu verantioorten, auch die Einstellung der noch laufende» staat- lichen Zuschüsse zu gewärtigen, aber die Gläubigen werden nickt betroffen. Die Kirche hat es auch zu verantworten, wenn die frommen Stiftungen nicht von de» gesetzmäßigen Assoziationen innerhalb der verlängerten Frist beansprucht werden. Es wäre widersinnig, wenn der religionslose Staat Messen lesen lassen wollte. So macht eine geschickte und gerechte Lösung die Elemente un- schädlich, die einen Religionskrieg hätten entzünden und derart die soziale Reformaktion hemmen können. Sicher bleibt die Wog- lichkeit von Konflikten auch lveiter vorhanden. So mag etwa die Neigung einzelner antiklerikaler Gemeinden, die Kirchen galli- kqnischen Priestern zur Verfügung zu stellen, zu Schwierigkeiten führen. Aber das Problem der Trennung von Kirche und Staat ist nunmehr zum erstenmal in einem europäischen Staate in großem Stil gelöst. Dies ist eine kulturelle Leistung, die das moralische Gewicht der Republik und ihren Einfluß auf den öffent- fichen Geist der zivilisierten Welt zweifellos erhöhen wird. Die Kammer hat trotz der unmittelbar zuvor ausgesprochenen Meinungsverschiedenheit der bürgerlichen Mehrheit den öffentlichen Anschlag der Rede Briands beschlossen. Die meisten Sozialisten enthielten sich der Abstimmung. Einzelne indes wie Breton— stimmten für de» Anschlag, einer, Bouvcri, dagegen. Diese neuer- liche Spaltung scheint jedoch von geringerer Bedeutung als die bei der Abstimmung über den Anschlag von Livianis Red«; denn dies- mal waren weniger parteitaktische Auffassungen in Frage als persönliche. Vielleicht hätte Briands energische und über- lcgene Rede bei der Partei besser abgeschnitten als Vivianis lyrischer Erguß, wenn man über dem ausgezeichneten Fachminister den abtrünnigen Pgrteigenossen hätte vergessen können. England. Die Gewerksihasts Vorlage. London, 11. November.(Etg. Ber.) Die dritte Lesung der Ge- Werkschaftsvorlage wurde einstimmig angenommen. Man darf sie bereits als Gesetz betrachten, da die Zustimmung der Konservativen im Unterhause gleichzeitig die Zustimmung des Oberhauses be- deutet. Der Führer der Konservativen, Mr. Balfour, hielt bei der dritten Lesung eine versöhnende Rede, in der er sagte. eS sei nunmehr unmöglich, daß die Borlage umgeändert oder verworfen werden würde. Da sich das Oberhaus in voller Uebereinstinnnung mit den Worten BalfourS befindet, so ist die Vorlage tatsächlich unter Dach und Fach gebracht.— Bulgarien. Ministerwcchscl. Sofia. 11. November.(Eig. Ber.) Am 4. d. M. meldete der Ministerpräsident Ratscho Fürsten die Demission des Kabinetts, und am selben Tag« beauftragte der Fürst den bisherigen Minister des Innern Dimiier Petkoff, den tatsächlichen Führer des Kabinetts Petroff. mit der Zusammensetzung des neuen Ministeriums. Dieses wurde denn auch sogleich durch die bisherigen Minister konstituiert mit Aus- nähme des scheidenden Petroff, der durch den bisherigen Gesandten zu Petersburg Dr. Dimiter Stantscheff ersetzt ward. Man ist im In- und im Auslände vergebens bemüht, den Sinn dieses raschen Ministerwechsels in bezug auf die äußere Politik Bulgariens— bei den im Augenblick überaus gespannten Ver- Hältnissen auf dem Balkan— zu entdecken: Ein treuer persönlicher� Diener des Fürsten ist ausgeschieden, um durch einen neuen, ebenso treuen persönlichen Diener desselben ersetzt zu werden. Beide Männer sind durch notorische Untauglichkeit für den Posten deS Ministers des Aeußeren sowie durch ihre Skrupellosigkeit in privaten Geschäften bekannt. Also nach wie vor bleibt der Fürst der eigentliche Lenker der äußeren Politik Bulgariens. Man sagt nun. die Ursachen des Ausscheidens Petroffs seien rein Person- l i ch e r Natur. Der Minister soll einem Hader mit dem russischen Gesandten in Sofia zum Opfer gefallen sein. Auf eine Anfrage des russischen Diplomaten, weshalb sogar die bulgarische o f f r- z i ö s e Presse den russischen Monarchismus heftig angreife, hatte Herr Petroff geantwortet, daß die bulgarische Presse volle Freiheit genieße! Diese kurze Antwort war das einzig Kluge, was der Herr während seiner ganzen Ministerschaft gesprochen hatte. Nun muß er diese erste und letzte Klugheit mit seiner Abdankung bezahlen. Der wirkliche tiefere Sinn des Ministerwechsels ist wo anders zu suchen, nämlich auf dem Gebiete der inneren Politik. Herr Dimiter Petkoff ist formell der Führer der herrschenden Partei, der Fürst mochte ihm aber bisher die Führung des Ministeriums nicht anvertrauen, da er Petkoffs nicht sicher genug zu sein glaubte. Jetzt— nach drei Jahren— ist das Vertrauen des Fürsten auf die Partei Petkoffs so groß, daß er sich von ihrer Hülfe etwaS versprechen darf. Petkoffs Aufstieg bedeutet also eine Erstarkung der Fürstengcwalt. Die geplante Konzentration der monarchistischen Kräfte ist vollendet. Unter dem Fürsten steht nicht»ur eine starke Bureaukratie, sondern auch eine durch die dem Volke geraubten Mittel fest organisierte Partei. Jetzt darf die monarchische Reaktion ihre Triebe voll entfalten. Es verlautet schon, daß außer dem starken Zuwachs des ordentlichen Militärbudgets auch die Auf- nähme eines außerordentlichen Kredits von etwa 30 Millionen Frank zu Militärzwecken bevorstehen. Die Tagesprcsse verbrettet auch das Gerücht, daß man eine Gesetzesvorlage vorbereite, durch welche die Versammlungsfreiheit stark geschmälert werden soll! Der Verfassung nach besteht bei uns volle Versammlungs- und Preßfreiheit. In Zukunft sollen die Leiter und die Redner der Versammlungen bestraft werden, soweit sie sich eine die„öffent- liche Ordnung" gefährdende„Ruhestörung zu schulden kommen lassen, und zwar jene mit zwei bis zu zehn Jahren, diese mit sechs Monaten bis drei Jahren Gefängnis. Da die betreffenden„Ruhe- störungen" durch die Polizei und die Rcgierungsagenten jederzeit hervorgerufen werden können, so kann kein Zwe'kel darüber obwalten, worauf die„Reform" hinzielt. Afrika. Einen Einfall in die Kapkolonie hat. wie wir schon in einem Teile der letzten Nummer meldeten, der Bur Ferreira mit einem Häuflein ihm Ergebener gemacht. Er überfiel die beiden Polizeistationen Abram und Witkop; zwei Soldaten wurden ver- wundct. von denen der eine seinen Verletzungen erlag. In Abiquassaar nahmen Ferreira und seine Genossen später einen Polizeibcamten gefangen. Ferreira wirbt, wie es in der amtlichen Meldung heißt„Rekruten" und befindet sich auf dem Marsch»ach Zwartinodder. Man sagt, daß er auf die Farmer einen Druck ausübe, sich ihm anzuschließen, indem er ihnen erklärt, daß in Transvaal ein Aufstand bevorstehe.— Außer 150 Mann, die nach Prieska abgehen, ist ein Polizei- inspektor mit fünfzehn Mann aufgebrochen, um den Eindring- lingen den Weg zu versperren. 25 Mann sind zur Aufklärung an die Grenze beordert. Die Kaprcgierung ergreift Matznahm««, um die Bewegung zu unterdrücken. Die Truppe des Inspektors White kam am Sonntagabend bis auf eine Entfernung von 5 Meilen an die Schar Ferreiras heran und setzt die Verfolgung energisch fort. Infolge des Wasser- »iaiigels gestaltet sich die Verfolgung in dem sandigen Gebiete schwierig. Der Zwischenfall wurde zuerst von der englischen Presse wie eine Art neuer Burcnkrieg behandelt; indessen hat bereits eine kühlere Beurteilung der Afsäre eingesetzt, und man sieht den Fall schon fast als erledigt an.—_ Die Konferenz des Internationalen Sozialistischen Bureaus. Im Bibliotheksaale des BolkshanseS zu Brüssel traten am Sonn- abend die folgenden Delegierten zum Jnternatioi,alen Bureau zu« sainmen: H u y s m a n s als Sekretär des Bureaus, Bebel und Singer (Deutschland). Vaillant(Frankreich), Keir Hardie und Sy n d ,n a n(England). Rubano witsch, Plechanow. erguiwersky und Frau Balabanow(Rußland). Diamond lPolen), K n u d s e n(Dänemark). N e m c c und Soucoup(Böhmen), Stanislaw KurSki uiid Berg- mann(Jüdlschcr Bund), Braun(Lettische Sozialdemokratic), Großmann und W e l t n e r(Ungarn). P r a n t i» g(Schweden). Entschuldigt waren die Genossen Ferri(Italien) und Jglesias(Spanien). Ueber den Internationalen Kongreß zn Stuttgart teilte Genosse Hnysmans mit, daß er vom 25. bis 31. August 1907 im großen Saale der Liederhalle stattfinden, wird, der mehr als 1000 Delegierte fassen könne. Für Sektionssivungeii sind zahlreiche Nebensäle vorhanden. Das internationals Selretariat wird mit den lokalen Organisationen in der äußerlichen Organisierung des Kongresses zusammenarbeiten. Das Lokalkomitee wird SnbkomiteeS für Beherbergung und Festlichkeiten bilden. Es wird einen drei- sprachigen Führer durch die Stadt und die Umgebung herausgeben und wird für die Delegierten der verschiedene» �ialioiien Führer stellen, die ihre Sprache sprechen. Das Lotalkomitee liefert das Bureaumaterial und sorgt für die nötigen Einrichtungen(Preßbureau, Post- und Telegraphenbureau usw.). In Verbindung mit dem Jiiternationalen Sekretariat wird eS eine Ausstellung sozialistischer Schriften in deutscher Sprache ver- anstaltkn. nach Möglichkeit auch eine solche der in den anderen Ländern erschienenen sozialistischen Literatur. Ebenso wird es in Verbindung mit dem Sekretariat die sozialistischen Zeitungen auslegen, die von den Verwallungen ge- schickt werden. Das Jnteriiatlonale Sekretariat wird eine tägliche Kongreß- zeitung in ftanzösischer, deutscher und englischer Sprache heraus- geben.' Zu diesem Zweck wird es in jede Sektion einen oder mehrere Genossen entsende», die den Sitzungsbericht zu machen haben, und Wird zur gegebene» Zeit Uebersetzer hinzuziehen. Das Internationale Sekrolarint wird den angeschlosseiie» Parteien drei oder vier Monate vor dem Kongreß den deutschen, französischen und englischen Text der Berichte der nationalen Sekretäre über oi« Tätigkeit ihrer Parteien seit dem Kongreß von Amsterdam zugchen lassen. Die deutsche Sozialdemokratie wird die deutsche Ausgabe veröffentlichen, die belgische Sozialdemokratie, im Einverständnis mit den anderen französisch sprechenden Parteien, die französische, die britische Sektion die englische Ausgabe. Der äußerste Termin für Einbringung von Anträgen ist auf den 1, April 1907 festgesetzt. In der Debatte über diese Vorschläge bezweifelten Singer und Bebel die Möglichkeit der täglichen dreisprachigen Kongreßzeitung; Troelstra hält ste nicht für nötig, während Hnysmans erklärt, das Internationale Sekretariat übernehme alle Verantwortung. Nach furzer Debatte stimmt indes das Bureau dem Vorschlage Bebels zu, wonach an Stelle des geplanten Kongreßjournals ein gedrängter Auszug aus den Verhandlungen erscheinen soll. Die Berichte der Parteien sollen bis zum 15. Februar geliefert werden. ( Schluß folgt.) Hus der Partei. des In der gleichen Sizung wurde gegen den Maurer genommen hat, haben die Mitglieder des Arbeitgeberverbandes für Weber verhandelt, der am 12. September abends seine Frau Binnenschiffahrt und verwandte Gewerbe, die den bei weitem und seine Tochter an einen bestimmten Platz bestellt hatte, um größten Teil der Schiffahrtsintereſſenten auf der Elbe ausmachen, einige Minuten gewartet, als er wegen- Streit posten hinderlich zu sein, folgenden Beschluß gefaßt: Es wird den Mitihnen den Wohnungsschlüssel einzuhändigen. Er hatte kaum um sich nicht dem Vorwurfe auszusehen, der vollen Wiederaufnahme Frachtschiffahrtsverkehres auf der Elbe und Havel irgendwie stehens(!) verhaftet wurde. Das Gericht verurteilte ihn gliedern anheim gegeben, den im Dienst gebliebenen Mannschaften ebenfalls zu 1 M. Geldstrafe, weil er nicht hätte stehen vom 1. November d. J. c cine Lohnerhöhung von 5 M. pro Monat bleiben dürfen. Das Gericht habe nicht zu prüfen, ob das zu bewilligen; den neu in Dienst tretenden Mannschaften wird der Verbot des Magistrats eine Härte enthalte. gleiche Lohn vom Tage des Diensteintritts gewährt. Es ist schwer, feine Satire zu schreiben! ( Wiederholt, weil nur in einem Teil der Auflage.) Berlin und Umgegend. Die Fahrstuhlarbeiter( Sektion des Bauhülfsarbeiter- VerProzent- Patriotismus. Die Ver Ein Bezirksparteitag für das östliche Westfalen und die lippeschen Fürstentümer fand in voriger Woche in Stadthagen statt. Dem Der Patriotismus ist ein gutes Geschäft. Ob ein UnterBezirk gehören an die preußischen Wahlkreise Tecklenburg- Steinfurt nehmer à la Tippelskirch Kolonialpolitik treibt, ob er à la Ahaus, Münster- Coesfeld, Lüdinghausen- Beckum- Warendorf, MindenKrupp und Ehrhardt dem Vaterland die Waffen liefert oder Lübbecke, Herford- Halle, Bielefeld- Wiedenbrück, Paderborn- Büren, Warburg- Hörter, Lippstadt- Brilon, Bentheim- Lingen- Meppen- Hümm- bandes) nahmen am Sonntag erneut Stellung zu ihren nächst gleich Ballin und anderen die Zukunft desselben auf dem Wasser ling und die Fürstentümer Schaumburg- Lippe und Lippe. Die meisten jährigen Tarifforderungen. Beschlossen wurde, die bereits im jucht: immer gestaltet sich der Patriotismus profitabel für den Unternehmer. Für die Arbeiter stehts anders. dieser Wahlkreise sind überwiegend ländlicher Struktur, die drei" Vorwärts" publizierten Forderungen den Unternehmern einzu- hältnisse der Militärsattler und schneider, die der Geschoß- Korb erften und Bentheim- Lingen bilden den größten Teil des fatholischen reichen mit der Maßgabe, daß der neue Tarif nicht mehr wie bis- macher schreien zum Himmel, die Hölle vor den Kesseln im Bauch Münsterlandes. Es ist daher verständlich, daß den meisten dieser her mit den einzelnen Firmen, sondern im Rahmen der Gesamt- der Riesendampfer harrt der Schilderung eines Dante, und daß die Streise noch die feste Organisation fehlt. Kreisorganisationen find forderungen der Bauarbeiter mit der Arbeitgeber organisa- eigentlichen Hersteller der Kanonen und Panzerplatten, die Ar gebildet worden in Bielefeld- Wiedenbrück, Herford- Halle, Minden- tion abgeschlossen wird. Für die an Lowry- und Karren- beiter, nicht zu Millionären dabei werden, ist bekannt. Das wird Lübbecke und Lippe. Der Mitgliederbestand ist in der Berichts- Bersammlung stattfinden, um für diese Gruppe noch einige Düsseldorf des Deutschen Metallarbeiterverbandes versendet. Der Mitgliederbestand ist in der Berichts- fahrstühlen tätigen Arbeiter soll demnächst noch eine besondere neu bestätigt durch eine Warnung, welche die Ortsverwaltung periode gestiegen. Es hatten die Kreisvereine Spezialforderungen zu formulieren. Den bei der Firma Wendam 1. Januar 1906 am 1. Juli 1906 Land seinerzeit aus dem Verband ausgeschlossenen Kollegen wurde anheimgestellt, sich in einer Mitgliederversammlung der Branche zur Wiederaufnahme persönlich einzufinden. Beschlossen wurde ferner, vom 1. Januar 1907 ab den Beitrag von 50 auf 60 Pf. zu erhöhen. Bielefeld- Wiedenbrück Herford- Halle Minden- Lübbecke Lippe. • • Summa 1883 99 176 76 2234 2817 256 303 385 3761 Mitglieder, so daß ein Zuwachs von 1517 zu verzeichnen ist. Die Bezirkskaffe hatte aus den Kreisen eine Einnahme von 1774,93 M., vom Parteivorstand erhielt sie 1850 M., insgesamt 3624,93 M.; die Ausgabe betrug 3853,50 M., so daß ein Defizit von 228,57 M. entstand. Die Finanzen der Kreise stellen sich folgendermaßen dar: Bielefeld Wiedenbrück: Einnahme 7149,43, Bestand 2007,53 m.; unter den Ausgaben für den Parteivorstand 557,04, an die Bezirksorganisation 222,68, für Agitation 2286,60 m. Herford Halle: Einnahme 559,05, Bestand 174,21; unter den Ausgaben für den Parteivorstand 42,68, für die Bezirksorganisation 27,65, für die Agitation 81,05 m. Minden Lübbecke: Einnahme 1086,63, Bestand 498,21; unter den Ausgaben für den Parteivorstand 63,32, für die Bezirks organisation 52,93, für Agitation 198 m. Lippe: Einnahme 797,15, Bestand 379,67, unter den Ausgaben für den Parteivorstand 61,32, für die Bezirksorganisation 23,95, für die Agitation 382,21 M. Tecklenburg- Ahaus: Einnahme 23,50, Bestand 4,92 m. Münster Coesfeld: Einnahme 300,42, Bestand 77 M. Lüdinghausen Bedum Warendorf: Einnahme 95,86, Bestand 54,66 M. 0 Paderborn Büren: Einnahme 16 M., kein Bestand. Warburg Högter: Einnahme 60,10( inklusive 50 m. Zuschuß aus der Bezirkskasse), Bestand 26,50 M. Lippstadt- Brilon: Einnahme 136,74, Bestand 101,09 m. Schaumburg- Lippe: Einnahme 267,31 M., Bestand 7,54. Der Bericht des Agitationskomitees verzeichnet ein erfreuliches Wachsen der Abonnentenzahl der Bielefelder Bolts wacht" sowie der gewertschaftlichen Organisationen. Der Bezirk gab sich ein neues Organisationsstatut. Ueber die Wahl der Delegierten heißt es im§ 4: Alle Orte des Agitationsbezirks können Delegierte zum BezirksParteitag wählen, und zwar für je 200 bei der letzten Reichstagswahl abgegebene sozialdemokratische Stimmen sowie für den überschießenden Rest einen Delegierten, so daß auf 1 bis 200 Stimmen ein Delegierter kommt, auf 201 bis 400 zwei, auf 401 bis 600 drei usw. Die Kreisleitungen find berechtigt, zwei Vertreter zu entsenden. Der Parteivorstand hat dem Antrage der Kreisleitungen zu gestimmt, einen Parteisekretär für den Bezirk anzustellen. Der Bezirkstag wählte dazu den Genossen Klingenhagen Herford. Anwesend waren 160 Delegierte, die 82 Crte vertraten, nicht vertreten waren die Kreise Paderborn- Büren, Warburg- Hörter, Bentheim- Lingen. Personalien. An Stelle des ausgeschiedenen Genoffen Heinrich Schulz hat Genosse Alfred Hente, bisher Lokalredakteur, die Leitung der Bremer Bürgerzeitung" übernommen. Für die Lokalredaktion wird daher ein Ersatz gesucht. " Dieselbe lautet: " Auf der rheinischen Maschinen- und Metallwarenfabrik( Chr. hardt) haben 75 Schloffer der Geschüßabteilung wegen Lohndifferenzen die Kündigung eingereicht. Die Arbeiter sind an der Umänderung der deutschen Geschüße in solche mit Rohrrücklauf beschäftigt. Es war ihnen bisher untersagt, in Akkord mehr als 6 M. Die ausgesperrten Fabrikschuhmacher nahmen in ihrer Ver- anzugeben, obwohl gute Arbeiter bei Krupp in Akkord in der sammlung am Montagvormittag Stellung zu der Antwort, welche gleichen Arbeit bis 7,50 m. verdienen können. Als nun die Arhaben. Bekanntlich wurden die Arbeiter der mechanischen Schuh- angeben zu dürfen, lehnte das die Firma rundweg ab, obwohl eine die Fabrikanten auf die Forderungen der Ausgesperrten erteilt beiter an die Firma das Ersuchen stellten, bis 6,50 M. pro Tag, fabriken wegen des Streits der Ballschuhmacher ausgesperrt und Erhöhung der Akkordpreise nicht gefordert wurde. Die Behandlung stellten dann als Antwort auf die Aussperrung Forderungen an seitens des Meisters in dieser Abteilung ließ ebenfalls zu wünschen die Fabrikanten. Von diesen Forderungen wurden auch noch nach übrig und reichten schließlich die Arbeiter die Kündigung ein. Beendigung des Streits der. Ballschuhmacher die auf Lohnerhöhung Buzug ist fern zu halten. und Errichtung eines paritätischen Arbeitsnachweises gerichteten Achtung, Metallbrüder! In Beierfeld im Erzgebirge bei der aufrecht erhalten. Erst am letzten Sonnabend hat die Leitung des Schuhmacherverbandes von der Fabrikantenorganisation die Ant- Firma Albert Frank sind die Metalldrücker wegen nicht be= wort erhalten, daß der Revers zurückgezogen sei, die Forderungen willigter Forderungen in den Ausstand getreten. Die Kollegen aber abgelehnt werden. Hiernach hatte sich die Versammlung der werden dringend ersucht, den Ausständigen gegenüber strengste Die Arbeiterpresse wird um Ausgesperrten darüber schlüssig zu machen, ob unter den gegebenen Solidarität zu üben. Verhältnissen der Kampf geführt werden solle. Nachdrud gebeten. Hamacher führte den Versammelten die gegenwärtige Eine Aussperrung der Elektromonteure ist in Kiel erfolgt. Wie Situation vor Augen und vertrat die Meinung, es scheine nicht an-. T. B. meldet, hat der Verband der elektrotechnischen Instalgängig, den Kampf jest weiter zu führen, da die Konjunktur zur- lationsbetriebe in allen diesen Betrieben die Elektromonteure auszeit nicht derart sei, daß die Arbeiter von der Fortführung des gesperrt, nachdem die Beilegung des bei einer hiesigen Firma ausKampfes Erfolg zu erwarten hätten. So wie die Verhältnisse gebrochenen Ausstandes bis Sonnabend abend nicht stattgefunaugenblicklich liegen, könnten sich die Ausgesperrten damit be- den hat. gnügen, daß sie durch ihr einmütiges Zusammenhalten den Ballschuhmachern zu einem Erfolge verholfen haben. Auf die Durchführung der eigenen Forderungen jetzt zu verzichten und sie bis zu einer gelegenen Zeit aufzuschieben, fei augenblicklich die richtigste Taftit. Der Redner schlug vor, daß über die Frage, ob der Kampf aufzugeben sei oder nicht, durch geheime Abstimmung in Fabrittonferenzen entschieden werde. Modernes Christentum. In den Textilbetrieben zu Emsdetten in Westfalen sind heute insgesamt 1039 christlich organisierte Arbeiter ausgesperrt worden. Husland. Die Arbeit in den Webereibetrieben zu Verviers ist gestern Nach längerer Debatte, in der das Für und Wider dieses Vorschlages eingehend erörtert wurde, nahm die Versammlung einen ohne jeden Zwischenfall wieder aufgenommen. Antrag an, der sich mit dem Vorschlage Hamachers deckt. Die Sutmacher versammelten sich am Sonntagmorgen in Letzte Nachrichten und Depefchen. Dräsels Festsälen; sie beabsichtigen in eine Lohnbewegung einzutreten, um eine Verkürzung der Arbeitszeit und eine Erhöhung der Feuer im Bergmannschen Elektrizitätswerk. Löhne durchzusehen. Die Arbeitszeit beträgt jest 9, 10, 11 und 12 Stunden und unbegrenzte Beit in der Saison. Von den 2400 dorferstraße 30/36 an der Oudenardastraße angeblich durch Unacht. Ein großes Feuer tam gestern abend um 7 Uhr in der Hennigs. Arbeitern und Arbeiterinnen sind erst 900 organisiert; unter den samkeit zum Ausbruch. Dort brannten die Werkstätten der 1500 nichtorganisierten sind sehr viele Heimarbeiter. Es wird Bergmannschen Elektrizitätsmerte, Aftien- Gesellempfohlen, in der nächsten Zeit überall Werkstattsibungen schaft. Der Brandherd lag in einem Raume der Fabrik an der abzuhalten und zahlreich zu einer Versammlung am 20. November Liebenwalderstraße 29, und als die Feuerwehr aus der Pantstraße zu erscheinen, wenn bestimmte Beschlüsse formuliert werden sollen. erschien, hatten die Flammen schon eine große Ausdehnung erlangt. Die Gründung eines polnischen Gewerkschaftsverbandes für Es mußten gleich mehrere Schlauchleitungen vorgenommen werden. ganz Preußen ist gestern in einer start besuchten Polenversammlung Brandinspektor Julius ließ fräftig Wasser geben und es gelang, beschlossen worden. Daß die neue Organisation lediglich nationalen eine weitere Ausdehnung des Feuers zu verhüten. Der Brandund keinen gewerkschaftlichen Charakter trägt, beweist schon der schaden ist durch Versicherung gedeckt. Eine Betriebsunterbrechung Umstand, daß sie Arbeitgeber und Arbeitnehmer umfaßt und jede tritt nicht ein. Fühlung mit den deutschen Gewerkschaften, auch den christlichen, ablehnt. Achtung, Töpfer! Wegen Lohndifferenzen ist hiermit über die Firma August Berndt, Wilmersdorf, Hildegardtstraße 15, die Sperre berhangen. Paris, 11. November.( Eig. Ber.) In der heutigen„ Humanité" In Betracht kommen die Bauten Jungstraße 14/15, Friedrichsberg und Schloßstraße, Steglitz. Die Reorganisation der Humanité". 100 000 Die Verbandsleitung. Deutfches Reich. Zur Buchdruckerbewegung. Wie man gute Wahlen" macht! Odessa, 12. November.( Südrussische TelegraphenAgentur.) Die Redakteure und Hauptmitarbeiter sämtlicher hiesigen Zeitungen wurden heute nachmittag vor die Behörde geladen und mußten sich durch Unterschrift verpflichten, die bevorstehenden Duma- Wahlen nicht zu diskreditieren. Sie stellt Jaurès die Fortschritte dar, die die Rettungsaktion für die dürfen die Gesellschaft nicht gegen die " Humanité" in den letzten Wochen gemacht hat. Spätestens am Regierung erregen, sondern müssen biel. 30. d. M. wird die neue Aktiengesellschaft konstituiert sein. Frank sind schon gezeichnet. Doch sollen weitere Aktien zu 25 Frank, Am Sonntag, den 7. Ottober, hatten sich im großen Stadtpart. mehr beschwichtigend auf die Geister einim Gesamtbetrage von 80 000 Frant ausgegeben werden. Jaurès faale zu Essen die Buchdrudergehülfen der Bezirke Essen, Duisburg wirken. Wenn die Zeitungen diesem Verlangen nicht appelliert an die Arbeiter und an alle diejenigen, die die Bedeutung und Bochum versammelt, um zu dem neuen Tarifabkommen nachkommen, wird jedes Redaktionsmitglied mit Geldstrafe eines unabhängigen sozialistischen Organs begreifen, das Unter- Stellung zu nehmen. Das Resultat dieser Versammlung war die bis zu 3000 Rubel bestraft resp. erhalten sie drei Monate Sämtliche nehmen durch Bezug von Aktien zu sichern. Das Eigentum an den Ablehnung des Tarifs, die mit erdrückender Mehrheit erfolgte. Arrest bei Unterdrückung der Zeitung. eingezahlten Aktien wird den sozialistischen Föderationen, der Börse Damit nicht genug, nahm der Ortsverein Duisburg nochmals Blätter unterliegen fortan einer mili. der sozialistischen Genossenschaften und den Vertretern der großen am 16. Ottober Stellung zu dem Tarif. Sämtliche Redner dieser tärischen 3ensur. Gewerkschaften der verschiedenen Richtungen übertragen werden, so Versammlung machten ihrem Unmut in den schärfsten Worten Luft. Arbeiteraussperrung. daß tatsächlich die französische Arbeiterklasse Eigentümerin des In der angenommenen Resolution wurde das Tarifabkommen mit Blattes wird. Die Aufteilung unter die Föderationen geschieht nach überwältigender Mehrheit abgelehnt. In der Folge nahm jedoch Lodz, 12. November.( W. T. B. Von einem besonderen dem Verhältnis der Abonnements und des Verschleißes, wobei auf die Angelegenheit eine überraschende Wendung. Zunächst unterließ Korrespondenten.) Mehrere Fabriken, die über tausend Arbeiter die Schwierigkeiten des Einzelkaufes in der Provinz Rücksicht ge es der Vorstand, einen Bericht an den„ Korrespondent" zu schicken, beschäftigen, sind wegen fortgesetter Lohnforderungen der Arbeiter nommen wird. Die Zahl der Abonnenten ist seit dem Hülferuf dann wurde auf Ersuchen aus Mitgliederkreisen nochmals eine Jaurès von 3600 auf 6800 gestiegen, ein in Anbetracht der französi Abstimmung mittels Stimmzettel vorgenommen, obgleich in der auf unbestimmte Zeit geschlossen worden. fchen Breßverhältnisse außerordentlicher Aufschwung. Hoffentlich Verfammlung vom 16. Oktober fast sämtliche Mitglieder anwesend werden weitere Erfolge die Bemühungen Jaurès und seiner Freunde waren und sich nur 6 Stimmen gegen die Form der Resolution, Kiew, 12 November.( W. T. B.) Trotzdem der ProfessorenLohnen. nicht gegen ihren Inhalt wendeten. Nunmehr bringt die bürgerliche Presse Duisburgs in nachstehender Notiz das Resultat der rat bestätigte, daß die Abhaltung von Versammlungen verboten fei, und trotz einer Verwarnung des Gouverneurs wurde heute nochmaligen Umfrage: in der hiesigen Universität eine Versammlung abgehalten, an der 1500 Personen teilnahmen. Der Rektor richtete an die Versammelten die Aufforderung, auseinanderzugehen, aber die Versammlung nahm trotzdem ihren Fortgang. Der Professorenrat hat den Beschluß gefaßt, die Universität bis auf weiteres zu schließen. Noch ein Eisenbahnunfall. Gewerkschaftliches. Wenn Streikbrecher schwören! Die Studenten. " Duisburg, 9. November. Der Bezirk Duisburg des Deutschen Buchdruckerverbandes sprach sich bis vor einigen Wochen gegen das neue Tarifabkommen aus. Auf Erfuchen aus Mitgliederkreisen veranstaltete der Bezirksvorstand eine Urabstimmung. Das Resultat liegt jetzt vor: 198 Mit glieder stimmten für, 95 gegen den neuen Tarif. Damit erkennt nun auch der Bezirk Duisburg das neue Tarifabkommen an." Die Arbeiterpresse ist von dem Resultat dieser letzten Abstim- Saraigoi stießen 2 Güterzüge zuammen, wobei infolge von Entmung nicht unterrichtet worden. Fast täglich werden seit Monaten in Nürnberg Arbeiter, die an den Streifbewegungen des verflossenen Sommers teilnahmen, wegen angeblicher Verfehlungen gegen die Gewerbeordnung oder gegen das berühmte Streifpostenverbot des Stadtmagistrats von den Gerichten verurteilt, und zwar meistens auf die beschworenen Aussagen von Streitbrechern hin. Was die Eide dieser„ nüßlichen Eine Aussperrung der Schuhmacher Elemente" wert sind, erfuhr man wieder in einer Verhandlung haben die Schuhfabrikanten von Fougeres vorgenommen; in des Schöffengerichts Nürnberg. 20 Fabriken sind zirka 8000 Arbeiter ausgesperrt. Die Ursache ist Der Polier Weiß und der Steinhauer& sundbrunn fura folgende: Mit dem 31. Oktober ging ein zwischen beiden Barteien abgeschloffener Vertrag zu Ende. Die Arbeiter forderten für waren beschuldigt, Streifposten gestanden zu haben. Als Zeugen einige Arbeiten eine geringe Erhöhung, die aber von den Fabriwaren drei Arbeitswillige erschienen; der eine wollte die An- fanten abgelehnt wurde. The es zum Streif kommen konnte, geflagten einige Stunden, der zweite zwei Stunden, der sperrten die Fabrikanten aus. dritte eine Stunde Posten stehen gesehen haben. Durch Die im Akkord arbeitenden Getreide- Schauerleute Hamburgs eine Reihe anderer Zeugen wurde jedoch nachgewiesen, daß die Angeklagten sich nur von ungefähr unterwegs sind heute früh in den Ausstand getreten, fie verlangen fünf getroffen und sich einige Minuten unterhalten Pfennige Akkordlohn mehr für die Tonne. Die Zahl der Aushatten. Die drei Streitbrecher, die ihre Aussage ganz be- ständigen beträgt 600 bis 700 Mann. stimmt machten, haben also falsch geschworen. Das Gericht nahm an, daß sie sich geirrt" hätten, und verurteilte die Angeflagten zu je 1 M. Geldstrafe, da sie auch nicht einige Minuten hätten stehen bleiben dürfen. Samara.( W. T. B.) Zwischen den Stationen Teris und zündung von Naphtha 16 Wagen verbrannten. Auch die Lokomotive wurde start vom Feuer beschädigt. Vom Zugpersonal haben 5 Mann Verlegungen erlitten. Schlagende Wetter. London, 12 November.( B. H.) In der Grube Chlfynyd, in der Nähe von Pontybrid erfolgte eine Explosion schlagender Wetter, 50 Arbeiter waren in dem wobei 4 Personen getötet wurden. Augenblick in dem Schachte beschäftigt, als die Explosion erfolgte. Schweres Eisenbahnunglüd. Balpartijo,( Indinai.)( W. Z. B.) Ein nach dem Nordwesten bestimmter Personenzug, in dem sich eine Anzahl jüdischer, russischer, serbischer und polnischer Auswanderer befanden, ist unweit des hiesigen Plazes mit einem von Woodville kommenden GüterDie Beendigung des Elbeschifferstreites. zuge zusammengestoßen. Bei dem durch den Zusammenstoß verNachdem die Vereinigten Elbeschiffahrts- Gesellschaften Aktien- ursachten Brand sind sechs Wagen durch Feuer zerstört. Von 167 gesellschaft in Dresden infolge Vereinbarung mit dem Hafen- Auswanderern sind nach Angabe der Eisenbahnverwaltung 40 gearbeiterverband ihrerseits den Schiffahrtsbetrieb wieder auf- tötet und 35 verlegt worden. Berantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Inseratenteil berantw.;.Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbla Nr. 265. 23. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die russische Revolution. Vor den Wahlen. Es sind kaum zwei Wochen vergangen, seitdem die Stolypinsche Regierung die Frage der Dumawahlen auf die Tagesordnung gesezt hat. Und welche Tätigkeit ist in dieser Zeit entfaltet worden! Ga ist noch gar nicht lange her, daß dieselben Kreise, die jetzt die baldige Einberufung der Duma verlangen, cine Hinausschiebung der Wahlen berlangten. Die Forderungen der echt russischen Leute", die die " Duma überhaupt a bichaffen wollten, sind von der Regierung Dienstag, 13. November 1906. Vorsitzender des Bureaus dieses Verbandes. Am 14. November in heute haben wir von einem Mißbilligungsbeschluß auch nur der den Rat gewählt, wird er am 19. Mitglied des Exekutivkomitees Beitungsseßerei, geschweige denn des Arbeiterausschusses noch kein und am 3. Dezember verhaftet. Börtchen gehört. XVII. Jwan Butanin, geboren in einer bäuerlichen Familie des Twverschen Gouvernements, Mitglied des Rates der Arbeiterdeputierten, gewählt von der Gerbereifabrit Disipoff u. Co. Arretiert am 3. Dezember 1905. Gr gehörte offiziell keiner politischen Partei an, sympathisierte aber mit der Partei der Sozialistenrevolutionäre. Wenn diese Erklärung also als eine Hülfsaktion zugunsten Nerwie von der Hülfsaktion seines Kronzeugen Schliebs. häusers aufgefaßt werden sollte, so hat er davon so wenig Gewinn Die Geschäftsleitung der Vorwärts- Buchdruckerei. Erklärung. Das in Nr. 259 des Vorwärts" erwähnte Kontrollbuch ist nicht unter Zustimmung und Hülfe des Vertrauensmannes der aller Maschinenseger. Neue Zengen für Herrn Rerhäuser. Maschinensezer eingeführt worden, sondern gegen den Willen Erklärung. In der Nr. 259 des" Borwärts" vom 6. November 1906 nimmt unser Geschäftsleiter Herr Fischer in einer Entgegnung auf einen Korrespondent"-Artifel des Kollegen Rerhäuser Veranlassung unter anderem zu sagen: fallen gelassen; dem Redakteur des„ Wetschje", der den Weisungen Stolypins nicht Folge leisten wollte, ist so- Wir erhalten bom technischen Personal unseres Geschäfts eine gar eine fleine Gefängnisstrafe zudiktiert worden. Die Reihe von Bufchriften, die wir mit Anmerkungen der Geschäftsleitung Ansichten der Regierung vertritt wieder die„ Nowoje Wremja", nachfolgend wiedergeben: die seit jeher die Abänderung der Wahlgeseze propagiert hatte. Jest drängt der alte Sjutvorin die Regierung, auf dem von ihr eingeschlagenen Wege des Wahlraubes weiter zu marschieren und ja nicht vor den Staatsgrundgesetzen zurückzuschrecken; denn ohne Verlegung dieser würde es sowieso nicht gehen"!- Außerdem müsse die Regierung schnell handeln; denn je längeren Zeitraum sie bis zu den Wahlen lasse, desto größere Agitation könnten die Linken- Parteien entfalten. Dieser Ansicht ist man wohl auch in Peterhof, und daher werden die Wahlen vermutlich kurz bor Weihnachten stattfinden. Die Veröffentlichung der Termine er tartet man täglich. daß der Arbeiterausschuß der Vorwärts Buchdruckerei sich mit all' diefen Dingen befaßt hat( gemeint sind die Angelegenheiten der Kollegen Heine, Bielefeld, Drescher und Hellmann) und nicht in der Lage war, die Stellungnahme der Geschäftsleitung zu desDie Behauptung, daß eine Kontrolle über die Einzelleistung nicht beabsichtigt war, entbehrt der Wahrheit, denn für jeden Maschinenseger war ein eigenes Kontrollbuch vorhanden; außerdem wurde ein besonderes, den Maschinensegern zwar nicht, jedoch dem Vertrauensmann derselben vorgelegtes Buch geführt, in welchem sowohl die Namen als auch die Einzelleistungen nach Buchstaben tatsächlich verzeichnet waren. Daß die Leistungen der Maschinenseger nicht bemängelt worden seien, entspricht ebenfalls nicht den Tatsachen; es ist dies vielmehr dennoch und mehrfach geschehen! Auch das Studium der veröffentlichten Lohnliste dürfte wohl niemand zugunsten der Geschäftsleitung beeinflussen. Außer der vielleicht nicht beabsichtigten nachteiligen Wirkung der Veröffentlichung einer solchen Lohnliste ist auch die Tatsache festzustellen, damaligen Ausschusses in diesen Fällen aufkommen zu laffen, wollen ohne weiteres als eben auf Stoften des Geschäfts ausgebildete Um teine falsche Auffassung über die Stellungnahme des daß die in der Lohnliste mit Stern bezeichneten N. und D. nicht wir hier feststellen, daß wir mit der Entlassung Hellmanns, fowie Seger eingestellt" wurden, sondern nach vergeblichen Unterhandlungen mit der Versetzung Heines und Dreschers durchaus nicht einverstanden mit der Geschäftsleitung sah sich das Personal aus follegialen waren, diese vielmehr entschieden gemißbilligt haben und bei der Gründen veranlaßt, die Hälfte der Soften zur Ausbildung aus Geschäftsleitung wiederholt vorstellig geworden sind, um die drei eigener Tasche zuzusteuern! Kollegen in ihrem bis dahin innegehabten Arbeits- resp. Lohntein Entgegenkommen. verhältnis zu belassen. Leider fanden wir bei der Geschäftsleitung abouieren." Stolypin arbeitet mit Hochdruck. Eben hat das Polizeiministerium eine Liste derjenigen Personen aufgestellt, die der Regierung nicht erwünscht" wären. Gegen diese sollen die Gouverneure noch im letzten Augenblick„ Maßregeln" ergreifen. Außerdem werden spezielle Organisationen aus zuverlässigen Beamten" gegründet, die gegen die regierungsfeindlichen Parteien ankämpfen sollen. Die nach den 22 Gouvernements ausgeschickten hohen Beamten des Ministeriums 3wede einberufene Versammlung des gesamten Druckereipersonals Im Falle Bielefeld wollen wir konstatieren, daß eine zu diesem der Landwirtschaft, die die Tätigkeit der Landverteilungskommissionen gegen wenige Stimmen die Wiedereinstellung desselben verlangte. fontrollieren", haben sich als Regierungsagenten erwiesen, die einen Die Arbeiterausschußmitglieder Druck auf die Landbevölkerung ausüben sollen. der Buchdruder. anderen BuchDer Sap: im Vorwärtsbetriebe dürften die Maschinenseger nicht so viel leisten, einmal mit Rücksicht auf die Handseter in der Zeitung, und zweitens, weil man sonst in Gespräch eines Kollegen vor zirka vier Jahren mit einem höheren druckereien noch höhere Leistungen verlangen würde", hat ein Angestellten der Mergenthaler Segmaschinenfabrik zur Unterlage, welches einer Aufforderung zur Rekordleistung gleichkam. Nach Ablehnung dieses Anfinnens wurde diese Unterhaltung von dem VerIm Gouvernement Kowno sind durch die letzten Senatstreter der Segmaschinenfabrik fofort der Geschäftsleitung in vollerläuterungen etwa 20 Proz. der Bevölkerung des Wahlrechts beGegen diese Erklärung der Buchdruckermitglieder des Arbeiters fommen falscher Darstellung hinterbracht, dort aber von dem beraubt worden. Aus Moskau haben die Anhänger Subatows an ausschusses haben wir vorerst zu sagen, daß sie in vielen Worten betreffenden Kollegen richtiggestellt und von Herrn Fischer selbst den Ministerpräsidenten ein Telegramm abgesandt, in welchem sogar das verschweigt, was sie sagen soll. Ist die Stellungnahme als erledigt" bezeichnet. diese Arbeitergruppen darauf hinweisen, daß die neuesten Wahl der Geschäftsleitung vom Arbeiterausschuß desavoniert worden? Ja Die von der Geschäftsleitung bersuchte Jio= beschränkungen geeignet seien, Gärung unter der Arbeiterschaft oder Nein! Nebenbei bemerkt, handelt es sich in allen diesen Fällen lierung des früheren Vertrauensmannes der Moskaus hervorzurufen! Die betreffende Arbeiterversammlung Neunerkommission und Geschäftsleitung. gemeinsame Beschlüsse der Firmenträger, Maschinenseger muß unbedingt zurückgewiesen Das werden. Die von demselben in der Kontrollbittet daher, dafür zu sorgen, daß die Senatsbestimmung auf- weiß der Arbeiterausschuß- Rumpf auch ganz genau, denn er hat ja angelegenheit unternommenen Schritte geschahen gehoben werde. selber mit den Firmeninhabern und der Neunerkommission verhandelt. unter boller Billigung und im Auftrage aller Kollegen! Zur Sache selber: Das sind die ersten Folgen des Wahlraubes; weitere und für die Regierung viel unangenehmere werden folgen. Die sozialdemoIratischen Parteien entfalten trotz der Tätigkeit der Kriegs- und Feldgerichte eine Agitation, die der Regierung nicht wenig Furcht einflößt. Daher vor allem drängen dieselben Elemente und die felben Parteien, die den Wahltermin früher recht weit hinausschieben wollten, auf baldige Vornahme der Wahlen. Aus Odessa. Die Südrussische Telegraphen- Agentur" meldet vom 11. Nobember: Die Universitätshörer wählten gestern ihr Komitee. Für die Sozialdemokraten wurden 777 Stimmen abgegeben, für die Sozialisten- Revolutionäre 712, für die Arbeiterpartei 188, für die Kadetten 167, für die Regierungsfreundlichen 317, für bie Zionisten 105. Wegen verschiedener unbedeutender Vergehen wurden heute 104 Personen verschickt! Die Meuterer. Wladiwostok, 11. November.( W. Z. B.) Das zeitweilige Kriegsgericht in Rasdolnojo hat heute das Urteil über die an der Meuterei bom 23. Oftober beteiligten Festungssoldaten gesprochen. Die Hauptangeklagten sind aus der Untersuchungshaft entflohen. Von den Disziplinarstrafen verurteilt, die übrigen wurden freigesprochen. ,, Mit Hülfe der deutschen Polizei"! Der Russ. Kur." schreibt: um " der Sämtliche Maschinenseger ,, Vorwärts" Buchdruckerei. Weder im Falle Drescher noch Heine liegt ein Beschluß oder gar ein Mißbilligungsbeschluß des Arbeiterausschusses gegen die Geschäftsleitung vor. Der Arbeiterausschuß hat am 15. März 1903 den Firmeninhabern und der Neunerkommission er- Gegen diese Erklärung sämtlicher Maschinensetzer vorerst die flärt, warum er sich mit der betreffenden Versetzung nicht ein Bemerkung, daß die Herren, die erst in den letzten beiden nämlich 8 von 12 verstanden erklären konnte". Da nun das Geschäft die Ver- Jahren an die Maschine gekommen sind sezung der beiden in andere Abteilungen bez. die gleiche Lohn- am besten geschwiegen hätten, denn sie kennen die Dinge ja zahlung für Tagesarbeit wie für Nachtarbeit nicht rüdgängig machen nur vom Hörensagen. fonnte, blieb es dabei. Und der Arbeiterausschuß hat sich damit bes schieden, niemals aber einen Mißbilligungsbeschluß gefaßt. Daß einzelne Mitglieder des Arbeiterausschusses jene Verjetzung nach wie vor mig billigt haben, ist sehr wahrscheinlich, aber ebenso belanglos, denn darauf kommt es an, ob ein Beschluß des Arbeiterausschusses vorliegt. Im Falle Bielefeld liegt ein Beschluß des Arbeiterausschusses vor; aber er mißbilligt nicht den Beschluß der Firmenträger und Neunerkommission, sondern erflärt: Zur Frage der Kontrollbücher haben wir einfach zu konstatieren: Bevor diese gedruckt wurden, hat Rahn mit dem Vertrauensmann Herrn Mussial über dieselben Rücksprache genommen. Dieselben wurden anfangs Februar 1904 eingeführt; erst im August beschwerten sich die Sezer darüber, nachdem ihnen eine Lohnerhöhung mit dem Hinweise darauf abgelehnt worden war, daß ihr Lohn ihren Leistungen entspräche. Nach der Beschwerde im August verzichtete die Geschäftsleitung auf diese Kontrollbücher". Was die Sagleistungen mit Rücksicht auf das HandsetzerDer Ausschuß tann in der Kündigung des Kollegen Bielefeld personal anbetrifft, so stützt sich die Behauptung auf folgende Tateine Maßregelung nicht erblicken, erklärt jedoch bei der fache: Geschäftsleitung vorstellig zu werden mit dem Ersuchen, die Eines Tages forderte Herr Schiller I Lohnerhöhung. Auf die Kündigung zurückzunehmeu, unter der Bedingung, daß Erklärung Fischers, er fei bereit ihm 60 und 70 M. zu zahlen, wenn eine Gewähr für ein gedeihliches Zusammenarbeiten( in der die Leistungen dem entsprächen; er brauche nur mehr zu setzen, da Stereotypie) geboten wird. er das ja könne, eripiderte Sch. I: Fischer wisse doch, daß Und darauf Oben erwähnte Druckereiversammlung hat sich aber gerade auch er( Sch.) mit Rücksicht auf die Handieper in der 107 anwesenden Angeklagten wurden 43 zu Striegsgefängnis, 44 zu gegen diesen Beschluß des Arbeiterausschusses mit gewandt; aber Beitung nicht so viel leisten fönne. fagte Fischer zu ihm: er folle nur den Mut haben auch gegen die dort gefaßte Resolution hat nachher noch der Arbeiter- und den Herren in der Zeitung sagen, wenn sie ausschuß die Berechtigung der Entlassung Bielefelds ausdrücklich 60 und manche Woche 70 m. verdienen dürfen, dann hätte er anerkannt, weil die Geschäftsleitung in einer Zwangslage sich auch das Recht dazu. Und wenn die Rücksicht auf die„ arbeitslosen" befinde, da im Falle der Wiedereinstellung B.s deſſen Kollegen ihre Kollegen für ihn entscheidend sein solle, so doch auch für die Herren Im Falle Hellmann beruht die Erklärung des Arbeiter in der Zeitung. Wenn sie auch nur 40 m. verdienen wollten, ausschuß- Rumpfes erst recht auf einem Irrtum. dann könnte sofort mehr Personal eingestellt werden. jagen wir Sier hat der Arbeiterausschuß erst recht keinen Mißbilligungsbeschluß Schiller jegt in dieser Erklärung auch die mit Fischer bestreitet, so Herr Mussial bestreitet die Unterredung mit Rahn; wenn Herr gefaßt, und deshalb haben dann die Vertrauensleute der Zeitungs steht eben Aussage gegen Aussage, und dann hat man einfach zu fegerei aus Kollegialität das Gesuch an die Geschäftsleitung gestellt, es mit Hellmann nochmals zu probieren. Wie immer in solchen fragen, wer mehr Glauben verdient! Bei den in der Lohnliste aufgeführten Gezern N.* und D.* ist Fällen berieten Firmeninhaber und Neunerkommission nochmals über uns allerdings in den vier Jahren, seitdem die Geschichte spielt, die Frage und dann wurde geantwortet, daß dieser Wunsch nicht erfüllt werden könne. Mit diesem ausführlichen, und wie wir bisher entfallen, daß damals( August September 1902) an Stelle der annahmen, überzeugenden Briefe") war die Sache erledigt, und bis früher an alle lernenden Maschinenseger vom Verband gezahlten *) Der Brief hat folgenden Wortlaut: Das russische Polizeidepartement entsandte soeben noch mehrere erfahrene Kriminalbeamten nach Deutschland, um hier einige Führer der revolutionären Bewegung in den Ostseeprovinzen zu ermitteln und dann mit Hülfe der deutschen Bolizei nach Rußland abzuschieben. Aus dem Reiche der baltischen Junker. Wir haben unaufhörlich betont, daß während des Schreckensregiments der Edelfosaken Hunderte von Menschen hingemordet wurden, die irgend welche persönlichen Zwiste mit den örtlichen Großgrundbesitzern und Pastoren gehabt hatten. So wurden im Frühjahr mehreren Bauern der Gemeinde Hofzumberge( bei Mitau) von den Straferpeditionen ihre Höfe abgebrannt, weil jene mit dem Grafen v. Pahlen im Namen der Gemeinde Prozesse ge= führt hatten. Aehnlich erging es den persönlichen Feinden des örtlichen Pastors. Und da wundern sich einige diefer Herren, daß„ Waldbrüder" ihnen Drohbriefe zuschicken! b. Berlin SW. 68, 16. Dezember 1903. An die H. H. Vertrauensleute der Zeitungssegerei Vorwärts" z. H. des Herrn A. Faber. Unserer Abrede gemäß teile ich Ihnen den Entscheid der Geschäftsleitung in der Angelegenheit Hellmann mit: Erklärung. Die Unterzeichneten weisen den Satz in der Erwiderung des Herrn Fischer( Borivärts" Nr. 259): Arbeitslosenunterstügung die Segmaschinenfabrik den Betrag übernahm; das Geschäft hat laut vorliegender Quittung an Herrn Faber für die beiden Sezer 240 Mark während ihrer Lehrzeit bezahlt. Feststeht, daß von den sämtlichen" unterzeichnenden Maschinensegern feiner auch nur einen Pfennig aus seiner Tasche" beisteuerte; nur die Zeitungsfezer bei Bading haben- soweit wir uns erinnern den beiden Kollegen während ihrer Jetzt berichtet das lettische Blatt Muhsu Laiti", daß in Don Lehrzeit aus einer von ihnen gespeisten Kasse die Differenz zwischen dangen der Militärkommandeur v. Drihsen wieder zivei völlig Die Geschäftsleitung ist zu ihrem Bedauern nicht in der Lage, dem Geschäftsbetrag und dem der Maschinenfabrik bis zur Höhe von unschuldige junge Leute hingemordet hat. Der Tatbestand ist Ihrem Wunsche: Herrn Hellmann weiter an der Dreidecker bea. 39 oder 40 m. pro Woche gezahlt. Der Sezer D.* ist übrigens kurz folgender: Zusammen mit dem Studenten Baraban wurden Zweideckermaschine zu belassen, zu entsprechen. Wenn die Geschäfts- nach einigen Monaten wieder an die Handsezerstelle zurückgetreten. im Oktober die zwei Söhne des Bauern Treilon verhaftet und von leitung auch nur irgendwie den Glauben hegen könnte, daß Herr In allen folgenden Fällen hat aber nur das Geschäft während der Windau nach Dondangen geführt. Auf dem Wege wurde B. er Hellmann bei noch längerem Zusehen vielleicht doch noch die an ihn Lehrzeit den Setzern 30 M. pro Woche Entschädigung bezahlt. schossen, die beiden Brüder T. aber nach dem Gute des Barons zu stellenden technischen Anforderungen erfüllen fönnte, würden Also auch mit dieser Erklärung dürfte Herr Nerhäuser schlechte b. Often- Saden gebracht und hier erschossen. Dieser Tage nun wir nochmals ein Vierteljahr es probieren; aber nach Geschäfte machen. teilte ber Windausche Polizeichef dem Militärkommandeur dem wir volle anderthalb Jahre mit denkbar größter Drihsen mit, daß die Gebrüder Treilon unschuldig Rücksichtnahme, wie sie faum faum ein anderes Geschäft hätte Die Geschäftsleitung der Vorwärts- Buchdruderei. feien und daher zu befreien wären. Leider konnte dieser walten lassen, zugesehen haben, und alle, die ein Urteil haben Befehl den Jünglingen nicht mehr das Leben wiedergeben. Monteure und Maschinenfabrik inbegriffen in diesem einig sind, Die Administratoren und die baltischen Junkerorgane sind mit den fehlt jede Möglichkeit zu einem solchen Glauben, und somit wäre es Resultaten noch immer nicht zufrieden. Viel Aufsehen und Entrüstung geradezu ein Stück Gewissenlosigkeit gegenüber dem Geschäfte, es in junterlichen Kreisen hat das Verschwinden zweier Landgendarmen unter Umständen erst zu ernsthaften Störungen mit weittragenden" Freilich, zwei Kollegen sind auch schon gern ausgeschieden, in Süd- Livland erzeugt. Vom Gute Sivers Römershof wurden Folgen kommen zu lassen. aber nicht wegen raffinierter Kontrolle ihrer Arbeiten seitens der nach der„ Patufiba" am 9. Oktober zwei verkleidete Landgendarmen Die Geschäftsleitung hat die Frage feit Freitag nach verschiedenen Geschäftsleitung, sondern weil sie die Vorwürfe einzelner ausgeschickt, um„ Waldbrüder" zu suchen. Da nach zehn Tagen die Richtungen hin erwogen und auch mit den Firmeninhabern Rüd ihrer Kollegen nicht länger anhören wollten darüber, daß sie beiden Ehrenmänner" noch nicht zurück waren, jo versammelte der sprache genommen, die wie wir alle mit Ihnen in dem Wunsche einig zu viel arbeiteten" örtliche Truppenkommandeur alle Gemeindemitglieder von Plahtern gehen, Herrn Hellmann( gegen dessen guten Willen wir nichts ein- als unwahr entschieden zurück. Die Stellungnahme unsererseits und Aderfaß( etwa 2000 Personen), die unter Führung des Pristavs zuwenden haben und auch nichts gegen sein Pflichtgefühl) den gegen einzelne Kollegen wurde bedingt durch die Verbandsinteressen auf die Suche geschickt wurden. Während dieser Prozedur befand sich unangenehmen Austritt zu ersparen, aber sie glaubt nicht die Ver- und fand in dem einen Falle die Billigung des Tarifamtes, im eine Abteilung Dragoner im Gute unter Waffen, um die unwilligen antwortung länger oder gar auf Dauer tragen zu können. anderen die des Gauvorstandes. Beide Fälle wurden nach stattBauern nötigenfalls zu dieser Arbeit zu zwingen. Das DurchHätte das Geschäft Arbeiten genug, um die Zwillings- gehabter Aussprache vom Geschäftsleiter Fischer als erledigt be suchen der Wälder dauert nun schon acht Tage. Immer und immer Rotationsmaschine auch nur annähernd zu beschäftigen, so würden tehren die 2000 todmüden Bauern ohne die Gesuchten zurüd. wir einfach Herrn Hellmann an diese Maschine stellen und die ganze unangenehme Geschichte wäre erledigt, da das aber leider nicht der Fall ist und auch keine Aussicht auf solche Aufträge vorhanden, muß es bei dem Herrn Hellmann am 10. Oktober Mitgeteilten bleiben. Würde es sich nur darum handeln, den Austritt des Herrn Hellmann um 2, 3 oder 4 Wochen zu verschieben, so ist gegen einen solchen Wunsch unserseits natürlich kein Widerspruch, am allerwenigsten Herrn Hellmann gegenüber. " Der Petersburger Deputiertenrat. XVI. Michael Rissilewitsch, geboren 1875. Mit 13 Jahren wurde er in einer Druderei als Lehrling aufgenommen. Bon einer Druckerei zur anderen wandernd, hat er es bis zum Wetteur gebracht. Im Januar 1905 ist er Leiter eines Segerstreifs. Jm April 1905 tvard er in eine Kommission zur Ausarbeitung der Statuten des Segerberbandes gewählt und wird Mit Gruk ( Firmenstempel.) R. Fischer. zeichnet. 21 und Wenn Herr Fischer ferner in offenbar höhnischer Weise zwar wiederholt, da derselbe Ausdruck seinerseits bereits in einer Druckereiversammlung gebraucht wurde davon spricht, daß wohl ,, jeder in das Zuchthaus hinein, feiner aber heraus will", so beweisen die Tatsachen, daß verschiedene Kollegen es vorgezogen haben, der Druckerei den Rücken zu fehren, um sich zu verbessern. Im übrigen dürfte es dem Kollegen Fischer nicht unbekannt sein, daß die gewerkschaftliche Pflicht jeden Kollegen geradezu dazu drängt, aus zuhalten, in unserem Falle deshalb umsomehr, als ein Ver Die Ansicht des Herrn Fischer, daß die Kollegen, welche vom Arbeitsnachweis geschickt werden, nicht immer die tüchtigsten find und doch behalten werden müssen, wird widerlegt durch die Maßnahmen der Geschäftsleitung, welche mit wenigen Ausnahmen jede Aushülfe, die sich als schwach erweist, nach kurzer Zeit entläßt. Die Sezer der Werkabteilung. Wir haben demgegenüber zu erwidern, daß unsere Behauptungen durch bloßes A bleugnen nicht aus der Welt zu schaffen sind. In beiden Fällen haben die Betreffenden- wie das die Setzer auch selber wissen unter der angegebenen Motivierung ihre Kündigung eingereicht; der erstere lehnte es ab, uns Namen zu nennen; ber zweite nannte Namen; und nur der Umstand, daß die Sache nicht im Geschäft, sondern im Wirtshause fich abspielte, hielt uns ab, weitere Schritte zu tun. Im übrigen hieß es ausdrücklich, daß diese Vorwürfe von einzelnen ihrer Kollegen erhoben wurden; wir nehmen aber auch Diese allgemeine Entrüstung aller" Sezer der Werkabteilung" nicht allzu tragisch. Versammlungen Veranstaltungen. " Gerichts- Zeitung. Beleidigung durch die Presse? " Tassen der Kondition in der Vorwärtsdruckerei( in größerer Die Mehrleistung beträgt 16,4 Broz. Da der Arbeiterlohn aber| starkem Maße anzog. Die Mehrzahl wenigstens folgte mit leb Anzahl) nicht nur bei den Kollegen anderer Drudereien, sondern nur zirka 55 Broz. des Erlöses ausmacht, würde erst ein Lohnmehr hafter Spannung dem Vortragenden, und wem das vielleicht auch mehr noch bei den Parteigenossen befremdlichen Anstoß erregen von zirka 30 Broz. das aus der Mehrleistung erzielte Ergebnis im einzelnen nicht gelang, der wurde doch unwillkürlich in die müßte. absorbiert haben. Wie kann man da von Erhöhung der Selbstkosten Stimmung mit hineingetaucht, die von den aufgerollten fünftreden? Die Preiserhöhung charakterisiert sich als eine durch nichts lerischen Bildern ausströmte. Vor allem aber zeigte sich das gerechtfertigte Plünderung der Konsumenten. Interesse der Hörer, als dann am Schluß des Vortragschtlus der Vorschlag gemacht wurde, einen fortlaufenden literarischen DisHüttenzechenprozeß. Die Deutsch- Luxemburgische Bergwerks- fussionsabend für eine kleine Teilnehmerzahl zu begründen, an dem gesellschaft hatte zur Zeit zwei bisher reine Zechen erworben und die empfangenen Anregungen ausgebaut und in eigener geistiger stellte sich auf den Standpunkt, daß diese Zechen damit den Charakter Weiterarbeit der Teilnehmer für diese fruchtbar gemacht werden als Hüttenzeche erhielten. Das Kohlensyndikat bestritt der Ge- fönnten. Es erfolgte eine überraschend große Zahl von Meldungen, sellschaft aber das Recht, aus den Neuerwerbungen die Sonderrechte so daß, wenn irgend möglich, versucht werden soll, den Vorschlag der Hüttenzechen in Anspruch zu nehmen. Es fam zu einem Prozeß, zu verwirklichen. dessen Erledigung vor dem Reichsgericht einen Sieg der Luxemburger Gesellschaft darstellt, das hat für den Bestand des Syndikats große Bedeutung. Die Macht der Hüttenzechen ist weiter gestärkt worden. Charlottenburg. Mittwoch, 14. November, 81, Uhr, im Voltshaus", Daß sie nun auf ihre Sondervorteile verzichten, daran ist nicht zu Rosinenstr. 3: Vortrag, Herr J. Borchard Moderne Erziehungs denken, andererseits wird bei den reinen Zechen die Neigung fehlen, probleme". Wahl der Revisoren. auf ihre eigenen Kosten den Hüttenwerken Extraborteile zu ge- Köpenick. Mittwoch, 14. November, bei Woll. Vortrag. währen. Fliegt aber das Kartell auf, dann wird die Konzentrations- Behlendorf. Mittwoch, 14. November, abends 8 Uhr, bei Mied, bewegung nicht nur nicht gehemmt, sie kommt in noch stärkeren Karlstr. 12. Vortrag. Herr Dr. Henzelt:„ Kinderkrankheiten." Fluß. Lichtenberg. Montag, 19. November, 8 Uhr, bei Gebr. Arnhold, Begründung für Preistreiberei. Der Gesamtbruttogewinn nach Frankfurter Chaussee 5/6. Vortrag: Der Wert der GenossenAuf die Sentiments einzugehen, ersparen wir uns; wir können Abzug des Rentenanteils für den Vorbesizer, der Bergschäden und schaften und die Verteuerung der Lebensmittel." Herr Schrift mur erklären, daß wir von den Seßern der Werkabteilung" nicht der sonstigen Unkosten, bei der Hohenlohe- Werke- A.- G. stellt sich für steller Simon Katzenstein. das Opfer verlangen, bei uns zu bleiben, wenn sie sich anderswo vers bessern können. Bis jetzt ist übrigens der Fall auch noch nicht da- das erste Halbjahr 1906 auf 4 709 663,39 m. gegen 4 089 049,95 M. gewesen, daß jemand ein solches Opfer gebracht hätte. im ersten Halbjahr 1905. Das erzielte Mehr für sechs Monate beUnd wenn nun gar die Herren Setzer aus der Wert- läuft sich mithin auf 620 613,44 m. 13 Proz. Wer zweifelt da abteilung" nur aus Interesse am Geschäfte bleiben trotz aller noch, daß Preissteigerungen notwendig sind, um die Werke vor dem " Buchthauszustände", so berührt uns dieses hohe Interesse sehr Ruin zu bewahren. In der letzten Sonntagsnummer berichteten wir über den Beangenehm; schade nur, daß wir von diesem hohen Interesse nichts leidigungsprozeß des Prefiers Georg Borchardt gegen den bemerkt haben, wenn wie das seit Jahren der Fall ist Redakteur der Buchbinder- Zeitung" Karl Michaelis. Das die Germania", Post" und Reghäuser systematisch ihre Die Maschinenfabrit A.-G. vorm. 2. Schwarzkopff erzielte für Gericht erachtete eine Beleidigung des Klägers, der als Leiter von Berleumdungen gegen die Vorwärtsdruckerei geschleudert haben und das letzte Geschäftsjahr einen Bruttogewinn von 4 807 584 m. gegen Nicht- Streifenden eine Rolle gespielt hatte, für vorliegend, weil der die ganze Brodwucher und Unternehmerpresse diese An- 4 036 976 M. im Vorjahre, der Reingewinn stellt sich auf Beklagte in Beziehung auf den Kläger in beleidigender Weise bewürfe mit Behagen nachgedruckt hat. Da äußerte sich ihr 1 547 237 m. refp. 1 243 275 m., die Tantieme des Aufsichtsrates hauptet hatte, dieser sei vorbestraft. Es hatte in der Verhandlung Interesse im Schweigen. Jetzt aber schreien fie alle auf 82 963 m., refp. 60 224 M. 13 Prozent Dividende gegen der Kläger erklärt, vor vielen Jahren eine geringfügige auf, weil man dieſem Ebrabschneider und Verleumder der Partei 10% Prozent im Vorjahre gelangen zur Verteilung. Aber auch die Gefängnisstrafe erlitten zu haben". An den Bericht hatten und des Vorwärtsbetriebes im besonderen einmal gründlich ins Ge- Löhne sind gestiegen; wie der Geschäftsbericht angibt, hob sich der wir die Kritik geknüpft, daß die Ansicht des Urteils fehlgreife, die ficht gesagt hat, was für ein schofler Gefelle er mit seiner gewerbs Durchschnittswochenverdienst von 28,86 M. auf 81,17 M. Die sich dahin aussprach, daß es durchaus unstatthaft set, öffentlich mäßigen Verleumdung ist! prozentuale Steigerung gestaltete sich folgendermaßen: das Vorleben eines Menschen aufzurollen und ihn zu brandmarken. Bruttogewinn Reingewinn Reingewinn Tantieme Wochenlohn Für den von uns gebrachten Bericht hatten 19,8 wir eine als 24,4 allgemein bekannte 37,3 zuverlässig 8,0 Korrespons denz benutzen müssen, weil der Beklagte uns leider von Das ist die Harmonie zwischen Kapital und Arbeit.. dem Anstehen des Termins nicht in Kenntnis gesetzt hatte, so daß wir außer Lage waren, einen besonderen Berichterstatter zu entsenden. Schultheiß- Brauerei Aktiengesellschaft. Der Bierabsatz der vier Der Beklagte teilt uns nunmehr mit, daß die geringfügige Vorstrafe" Betriebe der Gesellschaft belief sich im lezten Geschäftsjahre auf des Klägers in folgender Straffülle bestanden hat: 1 Jahr, 5 Wochen, Einnahme hob sich von 22 804 807 M. auf 24 716 357 M. Bei einem 3 Jahre Gefängnis, 3 Jahre Chrberlust, Bersezung in die 2. Klasse 1 229 810 Hektoliter gegen 1 134 462 hektoliter im Vorjahre. Die 6 Monate, 1 Woche, 6 Wochen, 1 Jahr, 1 Jahr, 5 Jahre, 9 Monate, Bruttogewinn von 15 122 294 M. 18 645 023 M. im Vorjahre des Soldatenstandes, 6 Jahre Gefängnis, Entfernung aus dem Seere, 1 Jahr und 6 Monate, 2 Jahre Gefängnis, 5 Jahre Chr verlust, demnach gegen 22 Jahre Gefängnis, acht Jahre Ehrberlust und Entfernung aus dem Heere. Das von uns am Sonntag mitgeteilte Urteil ist gegenüber dieser Leporelloliste um so unbegreiflicher. Den organisierten Arbeitern steht wie jedem anderen in ähnlichen Fällen das Recht zu, darauf hinzuweisen, wes Geistes Kind der Anführer der Nichtstreifenden ist. Die Straffülle ist im übrigen für die Art mancher Führer Arbeitswilliger äußerst interessant. " Die Geschäftsleitung der Vorwärts- Buchdruderei Soziales. Die lippeschen Ziegler. " Harmonie zwischen Kapital und Arbeit. Aus der Frauenbewegung. Mit einem Vortrag über die Moderne" in der Literatur beendete am Montag, den 29. Oktober Herr Wilhelm Holzamer im Berein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse" einen Cyklus von fünf literarischen Abenden, in denen auf den besonderen Wunsch zahlreicher Mitglieder der Versuch gemacht worden war, ein bestimmtes Wissensgebiet im Zusammenhang und in eingehenderer Weise zu beleuchten, als dies in den sonst üblichen Einzelvorträgen möglich ist. " 1 Vermischtes. Fünfzig Königsorden verschwunden. Alljährlich wandern aus dem Fürstentum Lippe auf die Dauer bon vier bis sechs Monaten die lippeschen Ziegler aus. Früher nannte man sie auch die Hollands- oder Frieslandsgänger", weil in der Anfangszeit, d. i. in den letzten Jahrzehnten des achtzehnten ergibt sich ein Reinüberschuß von 2.750 149 m. gegen 2457 829 M. Jahrhunderts, diese Wanderscharen fast ausschließlich sich nach Holland für 1904/05. Dem Aufsichtsrat fließen 136 382 M. zu, die Aktionäre wendeten und erst nach und nach sich auch nach den übrigen deutschen erhalten 18 Proz. Dividende. Ländern, nach Skandinavien, ja bis weit hinein ins russische Reich erstreckten. Ueber die gegenwärtige Bedeutung des Zieglerberufsstandes für das Fürstentum Lippe gibt eine befondere Erhebung Aufschluß, die mit der Volkszählung am 1. Dezember 1905 verbunden wurde. In einer Beilage zu Nr. 85 des in Detmold erscheinenden Amtsblattes" find die Hauptergebnisse der Erhebung mitgeteilt. Die Volkszählung für das Fürstentum Lippe hat eine ortsanwesende Bevölkerung von 145 577 Personen( 70 767 männliche und 74 810 weibliche) ergeben. Die Zählung der Ziegler hat sich auf die ortsanwesenden und auf die abwesenden erstreckt. Da im ganzen 14 397 Ziegler gezählt wurden, von denen sich am Zählungstage ( also am 1. Dezember) noch 4950( 34,38 Pro3.) auswärts befanden, Von einem umfangreichen Ordensdiebstahl, der den Einbruch so geht daraus hervor, daß die früher nur zur Sommerszeit" er in das Berliner Zeughaus weit in den Schatten stellt, meldet ein Der Referent entwarf in feinen feinsinnigen Ausführungen Telegramm aus Hannover: In der letten Nacht ist im folgten Bieglerwanderungen fich gegenwärtig teilweise auch eine anschauliche Darstellung der Entwickelung der Literatur in den Familienmuseum des Welfenhauses, das beim Schloffe Herren auf die Winterszeit ausdehnen. Es wurden ferner nicht nur lebten anderthalb Jahrhunderten. männliche, sondern auch weibliche Ziegler gezählt, und zwar 6 ortsHause gelegen ist, ein Einbruch verübt worden. Der Täter drang Der erste Abend war Goethe gewidmet. Aus den lofen Um vom Hofe aus durch das offene Fenster in die Parterreräume, anwesende und 14 ortsabwesende. Das sind vorzugsweise Ghe- rissen dieses reichsten Menschendaseins ließ Holzamer vor dem wo in einem nach der Straße zu gelegenen Zimmer des rechten frauen oder ältere Töchter von Zieglermeistern, die auf den Ziegeleien Geiste seiner Hörer langsam das gewaltige Bild von Goethes Per- Flügels die sämtlichen Orden, Ehrensäbel und wertvollen Waffen die Küche führen. Unter den 14 897 Zieglern hatten 1554 städtischen, sönlichkeit erwachsen. Er stellte dieses Bild in den Rahmen seiner des verstorbenen Königs Ernst August aufgestellt sind. Der Dieb 12 843 ländlichen Wohnsiz. Es befanden sich unter ihnen 1022 Biegler Beit und suchte auf dieser Grundlage Goethes Weltanschauung zu entwendete 40 bis 50 Orden des Königs und nahm sämtliche mit meister, von denen am 1. Dezember noch 430 auswärts waren. Auf entwickeln und so ein tiefergehendes Verständnis für die Größe Brillanten besetzten Degentnäufe an fich. 100 männliche Einwohner kommen, wenn die ortsanwesenden und und die tiefe Fortwirkung des Goetheschen Genius anzubahnen. Der Einbrecher ent ortsabwesenden Ziegler zufammengefaßt werden, 19,01 Bersonen, Außerordentlich starkes Interesse rief der zweite Abend mit Wert der geraubten Sachen ist noch nicht festgestellt; bon bem fernte sich auf dem gleichen Wege, wie er gekommen war. Der die diesem Berufe nachgehen, d. h. etwa 1 der Männer des einem Vortrag über Schiller wach. Schillers Ringen und Kämpfen, Diebe fehlt jede Spur. Das Welfenmuseum ist ein an das Busts Fürstentums sind Siegler. Daß in beruflicher Hinsicht das Biegler seine Loslösung aus den tausend beengenden Feffeln des persön- schloß Herrenhausen, wo die Sommerresidenz der ehemaligen gewerbe namentlich einzelnen Landbezirken den Charakter aufdrückt, lichen Lebens, der Emporstieg seines Genius, sein Verhältnis zur Könige von Hannover war, sich anschließender Bau. ist selbstverständlich. So tamen im Verwaltungsamt Detmold Philosophie jener Zeit, insbesondere zu dem großen Königsberger auf 100 männliche Einwohner 29,17, also fast/ 10, im Verwaltungs- Weisen, vor allem andern aber Schillers tiefes Freiheitssehnen, amt Brake 27,09, im Verwaltungsamt Schötmar 21,35 und das allen Wandlungen und Entwickelungen zum Trok als persön ba ch auf der Nordhalle verunglückten beim Laden eines Schusses Opfer ihres Berufs. In einem Steinbruch in Gummersa im Berwaltungsamt Blomberg 21,22 Biegler während im Vers lichster Grundzug seinem Wesen eingeprägt blieb: all' dem, was ba ch auf der Nordhalle verunglückten beim Laden eines Schusses waltungsamt Lipperode- Kappel fein einziger Ziegler gezählt wurde. hier der Redner gab, lauschten die Hörer in andächtigem Ernst. getötet, ein Bruchmeister wurde schwer und ein italienischer Arwas mehrere Personen. Zwei Steinbrecher, Vater und Sohn, wurden Aber auch die 8 Städte des Landes weisen zum Teil ganz beträcht- Es folgten Vorträge über die Romantiker, über die Epigonen beiter leicht verletzt. liche Prozentsäke an Zieglern auf. Unter ihnen stehen Lage mit und Heine. In Heine zeichnete der Referent neben dem un18,11, Schwalenberg mit 15,30 und Lemgo mit 12,47 Zieglern auf erreichten Lyriker, dem großen Formfünstler auch den scharfen 100 männliche Einwohner an der Spize. Die Hauptstadt Detmold Satiriker, den Geistesrevolutionär, der noch jest wie während weist nur einen Prozentsatz von etwa 2 auf. seines ganzen ruhelosen Erdenlebens von dem unerbittlichsten Haß des Spießbürgertums und der moralischen Heuchelei der Gesellschaft verfolgt wurde. Zum Schlußthema gab der Referent zunächst eine weitausgreifende Darstellung der philosophischen, naturwissenschaftlichen und sozialen Strömungen, die zur Basis jener tiefen Revolutionierung unseres tünstlerischen Gefühls, des modernen" Kunstempfindens geworden sind. Daran knüpfte er in knappen Zügen scharfgeprägte Charakterbilder der größten Dichtertypen unserer Zeit, Bolas, Tolstois, Ibsens wie der hervor. ragendsten modernen deutschen Dichter. Ueber das Alter der Zieglermeister und der Zieglergehülfen enthält die amtliche Veröffentlichung gleichfalls Mitteilungen, Bon den 1022 Zieglermeistern standen 14 im Alter von 22-25 Jahren, 80 von 26-30, 148 von 31-35, 218 von 36-40, 179 bon 41-45, 172 von 46-50, 112 von 51-55, 63 von 55-60 und 36 im Alter von über 60 Jahren. Von den Zieglergehülfen befand sich eine große Anzahl in jugendlichem Alter, schon von 14 Jahren an, woraus man folgern kann, daß die eigentliche Lehrzeit des Zieglerberufs fich noch im Kindesalter befinden muß, oder daß es eine besonders abgegrenzte Lehrlingsausbildung im Zieglerberuf gar nicht gibt. Bon ben 13 375 Zieglergehülfen waren 184 im Alter von 14 Jahren, 521 bon 15, 601 von 16, ebenfalls 601 von 17, 644 von 18, 559 bon 19, 475 von 20, 860 von 21, 1521 von 22-25, 1968 von 26-30, 1418 bon 31-35, 1292 von 36-40, 1841 von 41-50, 1060 von 51-60 und 830 im Alter von über 60 Jahren. Aus Induftrie und Handel. Plünderung der Konsumenten. So bot Holzamer in diesen fünf Abenden eine Fülle von Stoff, eine Fülle neuer Anregungen und Ideen. Er gab sie ohne jede scharfe Betonung irgend eines bestimmten sozialen oder politischen Standpunttes, rein unter dem Gesichtswinkel des vielseitig durchbildeten Literaten. Eingegangene Druckfchriften. Von der„ Neuen Zeit"( Stuttgart, Paul Singer) ist soeben das 6. Heft des 25. Jahrganges erschienen. Es hat folgenden Inhalt: Komische Tiraden. Der Parteitag von Rom. Von Oda Dlberg( Rom). Ist der neue Buchdrudertarif ein Fortschritt oder nicht? Bon H. Bad Stautsky. haus. Nochmals der neue Buchdrudertarif. Eine Entgegnung von St, lution. Die französische Presse in den ersten Jahren der großen Rebo Bon Heinrich Cunow.( Fortsetzung.) Literarische Rundschau: Heinrich Laubes ausgewählte Werke in zehn Bänden. Bon Hermann Bendel. Notizen: Nochmals die Internationale über die Gewerkschaften. Bon H. Schlüter- New York. Die„ Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buch. Duartal zu beziehen; jedoch kann dieselbe bei der Poft nur pro Duartal handlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro abonniert werden. Das einzelne Heft kostet 25 Pf. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen ganges zugegangen. ( Stuttgart, Berlag von Paul Singer), ist uns soeben Nr. 23 des 16. Jahr Sie hat folgenden Inhalt: Der Arbeiter und die Kirchen. Bon Prof. Dr. Arnold Dodel. Kinderfreunde. Von N. Einiges über Staat und Recht. Von Simon Sakenstein. Ein Beitrag zum Kapitel der Dienstbotennot. Von A. v. Berg. Die Anfänge der proletarischen Frauenbewegung in Deutschland. Von Klara Bettin.( Forts.). Die Polizei im Kampfe gegen die proletarischen Frauen. Aus der Bewegung: Bon der Agitation. Bon den Organisationen. Der nieder Politische Rundschau. Von G. L. rheinische Parteitag. Eine neue Verurteilung der Genossin Bieb. teil: Dienstbotenfrage. Gewerkschaftliche Rundschau. Notizens Mutterschaftsfürsorge. Frauenbewegung. Frauenstimmrecht. Diederich.( Gedicht) Duittung. Feuilleton: Bag's einmal. Von Franz Wandern, ach Wandern. Von A. R. Ein gutes Gin Kapitel von der Liebe. Bon Ludmilla Duessel.( Fortjehung.) Gewissen. Bost Alexander 2. Kielland.( Fortjehung.) Frauen Beilage: Größer! Von Franz Diederich.( Gedicht.) herzen. Bon Hermann Böse.( Gedicht.) Sturm seine Mutter. Bon H. Bogel. Das Recht des Kindes auf Die Mutter als Erzieherin. Für die Das Ringen des Menschengeistes um Gestaltung feiner fünftlerischen Ideale, die fortschreitende Entwickelung dieser Ideale selbst, ihre Bedingtheit und ihr Wurzeln in den allgemeinen geistigen Anschauungsformen, einer bestimmten Epoche: das war der gedankliche Inhalt seiner Vorträge, den er in großen Linien, in gedrängter Form seinen Hörern nahe zu bringen suchte. Er Die Preiserhöhung rechtfertigt sich, weil bei den jezigen Preisen Empfindungen tasten, die dem geistigen Gesichtskreis vieler mußte naturgemäß dabei oft Gedankengänge streifen und an oie Zechen für die gestiegenen Selbstkosten feinen Ausgleich finden. Proletarierinnen ziemlich fern lagen; er mußte an einzelnen Das ist die Begründung, die die Syndikatsleute dem neuen Griff in Stellen Kenntnisse voraussetzen, die nur bei den wenigsten vordie Taschen der Konsumenten mit auf den Weg zu geben den Mut handen sein konnten. Die Vorträge und das ganze geistige Niveau, fanden. Unter gestiegenen Selbstkosten sollen natürlich die waltigen Lohnsteigerungen verstanden werden. Daß für die erhöhten ein geistiges Experiment. Ein Versuch, wie weit es wertvoll sein ges von dem sie ausgingen, waren deshalb eigentlich so etwas wie Gestehungskosten die Kohlenkönige schon im voraus Ausgleich durch fann, mit der mangelnden Vorbildung und dem lüdenhaften Wissen die bisherigen Preissteigerungen gefunden haben, das erhärten ein- der Proletarierin sich tiefer in einen geistigen Stoff zu versenken, wandsfrei die Geschäftsabschlüsse und Terminberichte. Es ist aber der zunächst in gar feinem unmittelbaren Zusammenhang mit Hausfrau. auch nur eine Vorspiegelung falscher Tatsachen, wenn der An- ben proletarischen Klasseninteressen zu stehen scheint, ein Versuch Die Gleichheit" erscheint aller 14 Tage einmal. Preis der Nummer schein erweckt wird, die Einkommenssteigerungen der Bergarbeiter auch, wie weit es möglich ist, der Arbeiterschaft ernstere Kenntnisse 10 Pf., durch die Post bezogen beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich resultierten restlos aus wirklichen Lohnzulagen. Man verschweigt, ja auf allgemein wissenschaftlichen Gebieten zu erschließen, ohne- ohne Bestellgeld 55 Pf., unter Kreuzband 85 Pf. Jahresabonnement der Wahrheit zutvider leugnet man in der Werkspresie, daß den höheren wie dies in den meisten derartigen Vorträgen geschieht direkt 2,60 M. Löhnen auch gesteigerte Leistungen gegenüberstehen. Die amtlichen Nach- von diesen Klasseninteressen oder doch von dem politischen Empfinden Vom Wahren Jacob ist soeben die 23. Nummer des 23. Jahr weise zeugen anders. Danach wurden im Oberbergamtsbezirk Dort des Proletariats auszugehen. Also ein Experiment, das in gewisser farbigen Bilder" Zur Eröffnung des Reichstags" und" Agrarisches Konzert", ganges erschienen. Aus ihrem Inhalt heben wir hervor die beiden mund im 3. Quartal 1905 bon 265 798 Mann Belegschaft Weise interessant und beachtenswert sein kann, nicht nur für den sowie die weiteren Illustrationen„ Die berühmte Eisenbahnschiene"," Un18 354 493 Tonnen Kohlen gefördert, oder pro Kopf 69,05 Tonnen; Verein, sondern überhaupt für das Problem der Arbeiterbildung, lauterer Wettbewerb"." Der Herr Hauptmann"," Bum großen General für das 3. Quartal 1906 ergibt sich eine Fördermenge von das jetzt wieder mehr als je die Geister in der Sozialdemokratie ftab"," Fremde in Deutschland"," Technischer Fortschritt"," Ausgleich", 19 716 438 Tonnen bei einer Belegschaft von 275 623 Mann, mithin aufzurühren beginnt. Ein flar ausgesprochenes Resultat ließ sich Aftrologisches"," Der Weg in den Zukunftsstaat"," Aus der Berliner pro Kopf eine Menge von 71,53 Tonnen. Für die ersten drei natürlich aus diesem einen Spezialfall nicht gewinnen und zwar Garnison" ,,, Aus Braunschweig“ und„ Gedenkblatt für das deutsche Volk". Quartale zusammen ergeben sich folgende Ziffern: um so weniger, als eine Diskussion nicht stattfand und die Wünsche Ferner bringt die Nummer ein Porträt des verstorbenen Parteigenossen Zahl der Produktion und Eindrücke der Einzelnen deshalb nicht voll zum Ausdruck& A. Sorge aus New York. Der fertliche Teil der Nummer bringt die Arbeiter famen. pro Kopf Was den rein äußeren Erfolg betrifft, so darf das Deutschland über alles",„ Gaunerlied"," Sankt Stöcker"," Die Memoiren" Gedichte Die Reichstagsmehrheit!"," Die Grenzsperre", Tonnen Experiment indes wohl als gelungen betrachtet werden. Schon und außer zahlreichen fleineren Beiträgen das größere Feuilleton„ Die 179,3 der dauernd starke Besuch der Vorträge bemies, daß das Thema am Ruder stehen..." Der Preis der 16 Seiten starten Nummer ist 208,8 wie die Art der Behandlung durch den Referenten die Hörer in 10 Pfennig. Fördermenge überhaupt Tonnen 1905 1906 47 748 860 57 622 315 266 323 275 924 Eine Tat" Volks- Versammlungen am Dienstag, den 13. November, I. Kreis: = abends 8 Uhr Dräsels Festsäle, Neue Friedrichstr. 35. II. Kreis: Hofjäger- Palast, Hasenheide 52/53. Zühlke, Dennewißstr. 13. Habels Brauerei, Bergmannstr. 5-7. III. Kreis: in den Lokalen: IV. Kreis: Keller, Roppenstr. 29 Litfin, Memelerstr. 67. Elysium, Landsberger Allee 40-41. Drachenburg, Vor dem Schlesischen Tor. Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. V. Kreis: VI. Kreis: Hensels Salon, Invalidenstr. 1a. Berolina- Säle, Schönhauser Allee 28. Schulz' Festsäle, Belforterstr. 15. Wernau, Schwedterstr. 23. Kösliner Hof, Röslinerstr. 8. Schirms Salon, Badstr. 19. Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Musiker- Säle, Kaiser Wilhelmstr. 18m. Germania- Säle( t), Chauffeestr. 103. Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Schweizer- Garten, Am Königstor. Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47-49. Referenten: Grunwald, Haase- Rönigsberg, Heine, Adolf Hoffmann, Kühn- Langcubiclau, Ledebour, Link, Maurenbrecher, Molkenbuhr, Die Genossen Bebel, Bruns, Richard Fischer, Theodor Fischer, Förster- Hamburg, Geck- Offenburg, Goldstein- 3widau, Gradnauer- Dresden, Pinkau- Leipzig, Sachse- Bochum, Robert Schmidt, Singer, Wilke. Teltow- Beeskow: Adlershof: Beier, Bismarckstr. 10. Alt- Glienicke: Franz Bohn, Grünauerstr. 55. Mariendorf- Marienfelde: Pursche, Chauffeeftr. 82. Berger, Dorfstr. 30. Baumschulenweg- Treptow: Speer, Baumschulenweg 78. Nieder- Schöneweide: Hasselwerderstr. 3, Hasselwerder. Feldschlößchen, Elsenstraße. Britz: Bethges Festfäle, Chausseestr. 39. Charlottenburg: Volkshaus, Rosinenstr. 3. Schulz' Festfäle, Kaiser Friedrichstr. 24. Eichwalde: Restaurant Emil Witte. Friedenau: Gesellschaftshaus, Rheinstr. 14. Groß- Besten: Restaurant Herm. Mainiche. Groß- Lichterfelde- Lankwitz: Reisen, Chausseestr. 104, West. Kaiserhof, Kranoldplay, Ost. Grünen Kranz, Calandrellistr. 27. Grünau: Duchaufour, Köpenickerstr. 79. Johannisthal- Rudow: Ritterhaus, Festsäle. Königs- Wusterhausen- Schenkendorf: Wedhorn, Altes Schützenhaus. Köpenick: Kaiserhof, Grünstraße. Referenten: Nowawes- Neuendorf: Singers Volksgarten, Priesterstr. 30. Krüger, Karlsgarten( Neuendorf). Rixdorf: Thiels Festfäle, Bergstr. 151/152. Hoppes Festfäle, Hermannstr. 48/49. Schmargendorf: Wirtshaus, Warnemünderstr. 6. Schöneberg: Obsts Festfäle, Meiningerstr. 8. Klubhaus, Hauptstr. 5/6. Tempelhof: Wilhelmsgarten, Berlinerstr. 9. Teltow: Pickenhagen, Berlinerstr. 16. Trebbin: Gesellschaftshaus Schulze. Wannsee: Philipp, Glienickerstr. 10. Wilmersdorf: Luisenpark, Wilhelmsaue 112. Zehlendorf: bei Miek, Karlstr. 12. Die Genossen Dr. Alfred Bernstein, Berthold- Darmstadt, Dr. Heinrich Braun, Eugen Brückner, Dittmer, Dupont, Düwell, Ebert, Giebel, Groger, Gründel, Dr. Herzfeld, Paul Hirsch, Kaliski, Hedwig Kiesel, Max Kiesel, Koblenzer, Kotzke, Kunert, Benno Maaß, Meist Röln, Anna Mesch, Herm. Müller, Noske- Chemnitz, Pagels, Ritter, Schubert, Schütte, Stolle- Gesau, Ströbel, Stücklen- Limbach, Tutzauer, Zubeil. Bernau: Restaurant Elysium. Nieder- Barnim: Borsigwalde: Restaurant Woitschack. Franz- Buchholz: Restaurant Kähne, Berlinerstraße. Erkner: Degebrodts Gesellschaftshaus. Friedrichsfelde: Restaurant Bube, Prinzen- Allee 30. Karlshorst: Restaurant Gruhu, Fürstenbad. Lichtenberg: Schwarzer Adler, Frankfurter Chaussee 5. Prachtfäle des Ostens, Frankfurter Chaussee 151/152. Nieder- Schönhausen: Rest. Ulit, Blankenburgerstraße. Oranienburg: Restaurant Schumann, Schüßenstr. 34. Ober- Schöneweide: Schloßpark Wilhelminenhof. Pankow: Restaurant Ebersbach, Berlinerstr. 102. Reinickendorf: Seepark, Ost, Markstr. 2/3. Rummelsburg: Restaurant Weigel, Türrschmidtstr. 45. Weißensee: Prälaten, Lehderstraße. Wilhelmsberg- Hohen- Schönhausen: Paradiesgarten, Berlinerstraße. Die Genossen Bauer, Block, v. Elm- Hamburg, Fräßdorf- Dresden, Fälle, Haberland- Effen, Hildenbrand- Stuttgart, Küter, Lipinski- Leipzig, Referenten: Mohs, Sassenbach, Sindermann- Dresden, Sonnenburg, Stoermer, Thiele galle, Dr. Weyl. 1. Tages- Ordnung: Fleischnot und Zollwucher. Diskussion. Parteigenossen und 2. Genossinnen! Agitiert für Massenbesuch dieser Protest- Versammlungen. Der Aktions- Ausschuß. A.WERTHEIM Bücher Meisterwerke antik. Plastik 30 Reproduktionen nach antik. Bildwerken in Photographiedruck. Bildgrösse 19x25 cm, Albumgrösse 27x35 cm. Jedes Album in eleg. Geschenkeinband Bisher erschienen: 1. ROM, 2. NEAPEL. Die Sammlung wird fortgesetzt, 1.50 Kinder- Kalender 1907 mit buntem Titelbild, zahlreichen Illustrationen nebst einer Spielbeilage: Das 75 Pf. Schmetterlingespiel, elegant gebunden Romane und Novellen Quo vadis? ca. 800 Seiten, Sintflut ca. H. Sienkiewicz, 825 Seiten, Mit Feuer und Schwert 830 Seiten, Die Kreuzritter, 816 Seiten, Der kleine Ritter, 756 Seiten broschiert 90 Pf., gebunden 1.50 3 Mk. Ein Kampf, humoristiSchlicht, Freiherr von sche, militärische Erzählung aus einer kleinen Garnison, 1.50 Luxuseleganter Leinenband ausgabe Leutnantsleben. Ein Leben in Waffen, broschiert 1 Mk., eleganter Leinenband 1.50 -TOO elegant Käte u. ich. Erlebnisse aus einer jungen Ehe, M. Schnitzer, 256 Seiten, Käte, ich u, die anderen, 256 Seiten Jeder 90 Pf., gebunden 1.50 Mk., Luxusausgabe 3 Mk. Auferstehung, 90 Pf., eleg. 1.50 Graf Leo Tolstoi, 688 Seiten gebd. Band Die Hosen des Herrn von Alexis, Willibald, Bredow. Historischer Roman. 155 Seiten, elegant gebunden Der Roland von Berlin, histoelegant gebunden 1.25 Alexis, Willibald. rischer Roman. 189 Seiten, 1.50 reich in ILLUSTRIERTE KLASSIKER elegantem Einband mit Goldschnitt jetzt jeder Band Früh. Ladenpreis 4 Mk. 2 Mk. Klassischer Humor der Weltliteratur. Ausgewählt und eingeleitet von Dr. Edward Stilgebauer, 448 Seiten. Heine, Buch der Lieder. Neu revidierte Textausgabe, mit 200 Illustrationen von Friedr. Stahl, 440 Seiten Ludwigs ausgewählte Meisterwerke. Mit Illustrationen von M. Ränike, K. Storch, H. Volkert, 436 Seiten. Chamisso, Gedichte. Illustriert von Carl Storch, Otto Herrfurth, Georg Graf, Richard Mahn u. a. 416 Seit. Eine Mit Illustr. Looschen, 244 Seiten. Lustspiel, Illustr. von Karl Becker, 176 Seiten. Friedr. Hebbels ausgewählte Meister-| Goethe, Faust. Von Friedrich Stahl u. Hans Kleist, H. v., Der zerbrochene Krug. werke. Mit einem Vorwort von Dr. Edward Stilgebauer. Illustr. von M. Ränike und A. Wagner, 440 Seiten. Eichendorff, Gedichte. Illustr. von Hans Looschen, 448 S. Uhlands Gedichte und Dramen. 2 Bände. Illustriert von Otto Herrfurth und Carl Storch, 260 und 416 Seiten. Die letzten Tage von Pompeji. Roman von E. L. Bulwer, deutsch bearbeitet von A. Rothaug, 446 Seiten. von Heinrich Vollrat- Schumacher. Illustriert Meisternovellen d. 19. Jahrhunderts. Shakespeare, Der Kaufmann von 2 Bände, 444 und 428 Seiten. enthalt: Novellen Rosseger, Paul Heyse, Putlitz etc. Früh. Ladenpreis 2.50 1.50 jetzt jeder Band Venedig. Lustspiel. Uebersetzt von August Wilhelm v. Schlegel. von F. Müller- Münster, 142 Seiten. Illustriert Shakespeare, Ein SommernachtsUebersetzt von Aug.Wilh. v. Schlegel, Illustriert von F. Müller- Münster. traum. Goethe, Hermann und Dorothea. Shakespeare, Roméo und Julia. Illustriert von Hans Looschen, 124 Seiten. Trauerspiel in fünf Akten. 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Von der Gründung des brandenburgisch- preussischen Staates bis zur Gründung des deutschen Kaisertums, von Fedor von Köppen, 4 Bände, elegant gebunden, 8 Mk. mit vielen Abbildungen and Karten jetzt Sammlung v. 2000 AutoDurch ganz Italien. typien italienischer An- 18.75 sichten, Volkstypen, Kunstschätze, früh.42 Mk., jetzt 600 Photos der Haupt. früher 18 Mk., jetzt Roman von Marcel Prévost früher 4 Mk., jetzt Eine Lenzes- und Lebensgabe, mit Ein Ausflug nach Italien. Sehenswürdigkeiten 6.75 Erblich belastet. 1.50 Frühlingszeit. Buchschmuck, herausgegeben von 3.85 Berta von Suttner, eleg. Geschenkeinband Führer durch die Opern. 200 Operntexte 90 PL. ihrem Inhalt nach wiedergegeben. Leinenband Musikalien soweit der Vorrat reicht: 90 Pl. Führer durch die moderne Literatur. 300 Würdigungen der hervorragendsten Schriftsteller unserer Zeit, herausgegeben von Dr. H. H. Ewers.Leinenband 4 versch, Bände: Rosen Gedichtsammlungen. und Dornen. Maienzeit. Herzenstöne. Knospen und Blüten. Jeder Band eleg: 2.50 gebunden, mit Goldschnitt früher 8 Mk., jetzt Gesammelte Werke, 2 Bände, Gorki, Maxim. ca. 1400 Seiten stark. In 2 hoch. eleganten Leinenbänden, früherer Ladenpreis der Einzelausgabe 16 Mk., jetzt Sein Leben in seinen Liedern v. Rich. Schaukal, 448 Seiten elegant gebunden Lebenserinnerungen, Heine- Breviarium. 3.85 1.90 Im Kampf um Süd- Afrika. vom Präsidenten 3.75 Krüger. 4 Bde., eleg. gebund, früh. 28 Mk., jetzt komplett 1. Die Transvaaler im Krieg mit England. 2. Präsident Steijn und die Freistaater. 3. A. de Wet und von Doornick. 4. Die Kämpfe in der Kap- Kolonie. Herausgegeb. v. Rich. Jericke, mit 5.25 Jagd- Album. viel. Illustration., früb. 15 Mk., jetzt Klenze, Tier- und Pflanzenkunde. 700 Seiten, über 600 Illustrationen Lebende Bilder aus dem Reiche der 190 photographische Aufnahmen nach Tiere. dem lebenden Tierbestande d. Berliner Zoologischen Gartens, früher 6 Mk., jetzt Mertens, Illustrierte Weltgeschichte. 800 Seiten, über 600 Illustrationen, früher 3 Mk., jetzt Der Schlüssel zum häusKassa- und Haushaltungsbuch. 3. Auflage. Morgenstern, Lina. lichen Glück. Tage-, Victor Hollaender- Album 191 Seiten stark, 2.50 2 MK. 2.50 3 Mk. Meyers Konv.- Lexikon. Schwarz. o. Luxus: 70 MK, 95 Mk. 4.75 V. Aufl., 17 Bände, Einband, letzte komplette Ausgabe, antiquarisch, früher 170 Mk., jetzt Dasselbe in 21 Bänden früher 210 Mk., jetzt Meisterwerke d. HolzschneideModerne Kunst. kunst, nach zahlreich. farbig. und schwarzen, ganz- u. doppelseitigen Illustrationen in künstlerischer, vollendeter Ausführung. Hocheleg. gebunden, 2 verschiedene Bände, früher. Preis à Band 16 Mk., jetzt à Band Von Marokko nach Lappland. Ottmann, Viktor. Eine Reisebeschreibung mit vielen Abbildungen, eleganter Leinen- Geschenkband früher 4 Mk. jetzt Reymond, Das Weltall. 725 Seiten, über 500 Illustrationen, früher 3 Mk., jetzt Reymond, Illustrierte Länder- u.Völkerkunde. 725 Seiten, über 500 Illustrationen, früher 3 Mk., jetzt aus seiner Lyrik u. seinen Schiller- Breviarium Briefen v. Prof. G. Lachenmaier, 448 Seiten, elegant gebunden Von den ältest. 1.75 2.50 2.50 1.90 Schiller, Weltgeschichte. Zeiten bis zum 17.50 Anfang des 20. Jahrhund., 4 Bd., früher 40 Mk, jetzt Eine Auswahl der Spielbuch für Knaben. schönsten Spiele, anregender und unterhaltender Beschäftigungen und druckbildern u. 428 Original- Zeich., früher 4.50 Mk. jetzt Belustigungen im Freien und im Zimmer. Mit Farben- 2.25 Dasselbe für Mädchen, früher 4.50 MK., jetzt 2.25 Torka, Im Reich der Erfindungen. 2.50 760 Seiten, über 600 Illustrationen, früher 3 Mk., jetzt Deutsche Lieder aus alter und neuer Zeit mit Klavierbegleitung von Paul Lincke, Victor Hollaender, Julius Einödshofer, Ludolf Waldmann etc., elegant gebunden, 477 Seiten in eleg. Prachtband Klänge aus dem Metropol- Theater. INHALT. Tänze und Potpourris. Polka:' Ne feine Nummer Walzer: Strandbilder Metropolmarsch Juxmarsch: Das beschwipste Wickelkind Walzer: Traumgeister Polka- Mazurka: Pensionsmädel Walzer: Mormonenweibchen Polka: Berliner Mädel Potpourri: Neuestes! Allerneuestes! Potpourri: Im Überbrettl Ballet- Suite: Briefe, die sie erreichten Schön war's doch! Berliner Früchte In der Bildung steh'n wir einzig da| Die moderne Köchin Nord- Express Zauberlied Der Schwerenöter Prinzessin Tausendschön Neuestes! Allerneustes! Die Perle der Armee Prolog Hier oben ist es schöner! Das Glück im Himmel Linden- Lied Der Krefelder Backfisch Die Tochter des Regiments Roland und Victoria: ,, Möchste nicht, möchste nicht mit mir gehn?" Burenlied Ein tolles Jahr. Der Mann im Mond Berlin, Berlin du wunderschöne Emil Stadt Die süssen, kleinen Mägdelein Das Lied von der Steuer Ringel- Ringel- Reihe 100 Kinder- und Spiellieder für Klavier mit begleitendem Text, ausgewählt u. bearb. von Robert Klaass. 1 Mk. Die beliebtesten und bekanntesten Lieder, welche in Kinderstuben und Kindergärten gesungen und gespielt werden, sind, mit ganz leichter Klavierbegleitung versehen, in diesem Album zusammengestellt. Traumlied 3 Mk. Volkslied u. Gassenhauer( Lorelei und Rixdorfer) O, Du mein Pusselchen Der letzte Taler. ' Ne feine Nummer. Das Lied vom Schnee Ich pfeif' drauf. Die zwölf Frauen des Japhet. Die Kirschen in Nachbars Garten Lieder. Charlotte Mein Ofen und ich So es Gott gefällt Wenn Grete mein Schatz wär' Anmutiger Vertrag Piep' Piep! Hänschen und' s Gänschen Globus Tanz- Album 62 Tänze moderner Komponisten, zusammengestellt und herausgegeben von Paul Lincke. 200 Seiten stark, eleg. gebunden. Gesamtladenpreis dieser Piecen ca. 70 Mk. 3 Mk. Aus dem Inhalte heben wir hervor: Lincke: LunaWalzer, Nakiri- Walzer, Luna- Quadrille, Folies Bergère. Strauss: Wiener Praterleben. Mozart: Menuett à la cour. Herzog, W.: Im Wein ist Wahrheit. Schubert, Paul: Les Lanciers. Wagner, J. F.: Frisch, frei, froh, fromm. Hollaender, Victor: Am Manzanares. Opern- Album II früher 3 Mk., jetzt 1.90 Globus Salon- Album. 15 Potpourris aus den beliebtesten Opern, 35 Salonstücke von modernen Komponisten bearbeitet von Heinr. Mannfred. 243 Seiten stark, elegant gebunden Aus dem Inhalt heben wir hervor: Bizet: Carmen. Weber: Oberon, Preciosa. Halévy: Jüdin. Mendelssohn: Sommernachtstraum. Meyerbeer: Hugenotten. Bellini: Nachtwandlerin, Norma. Maillard: Glöckchen des Eremiten. 3M Mk. Globus Liederschatz besonders geeignet für Kommerse, Vereine und grössere Gesellschaften beim fröhlich. Beisammensein. Das Album enthält eine Auswahl von ca. 250 der beliebtesten Volks-, Studenten- und Vaterlandslieder für eine Singstimme mit Klavierbegleitung mit vollständigem Text in 240 Seiten, in elegantem Geschenk- Einband Caecilia- Album 3 Ernste und heitere Musik, herausgegeben von Victor Hollaender. Enthält: Ouverturen, Sonaten, klassische Stücke, Salonstücke, Märsche, Tänze, Arien und Lieder, von Oskar Strauss, Victor Hollaender, Erik Meyer- Hellmund, Bogumil Zepler. 238 Seiten stark, elegant gebunden. Mk. 3M Mk. Aus dem Inhalte heben wir hervor: Beethoven: G- dur- Sonate. Rubinstein: Melodie. Victor Hollaender: Strandbilder Walzer. Oskar Strauss: Die Wäscherin von der Wiese. Peter Cornelius: Veilchen. Meyer- Hellmund: Ich trinke auf dein Wohl. zusammengestellt und herausgegeben von Paul Lincke. 200 Seiten stark, eleg. gebund, Gesamtladenpreis dieser 35 Piecen ca. 50 Mk. 3 Mk. Aus dem Inhalte heben wir hervor: Lincke: Schlösser, die im Monde liegen. Es war einmal. Frau Luna, Potpourri, Lysistrata. Heins, C.: Gold'ne Myrthen. Traum der Jugend. Tourbié: Waldesrauschen. Klose, O: Mandolinato. Lindemann: Vollmondzauber. Burow: Polnisches Lied. Musik und Gesang Lust und Leid aus dem Reiche der Töne. Durchgesehen und zusammengestellt von Camillo Morena. 3Mk Mk. 320 Seiten in elegantem Prachtband Der Inhalt besteht aus Sonaten, klassischen Vortragsstücken, Ouverturen, Opernmusik, Salonstücken, Tänzen und Märschen, ferner aus Meisterliedern, Balladen und Operngesängen. Grosses Weihnachts- Album Eine Sammlung von 47 der beliebtesten Weihnachtslieder für Klavier und Gesang nebst einer Reihe musi kalischer und musikalisch- deklamatorischer Vortragsstücke zum Christfeste für Klavier zu 2 u. 4 Händen und Violine. In hochelegantem, farbenprächtigen Umschlag 1 Mk. REPRODUKTIONS- KLAVIER„ MIGNON" bringt Musikstücke unserer ersten Komponisten, gespielt von Eugen d'Albert, Alfred Grünfeld, Konrad Ansorge, Ferruccio Busoni, Teresa Carreno und Anderen, mit allen Feinheiten der individuellen Wiedergabe der Künstler zu Gehör. Vorführung für Interessenten von 12-1 Uhr im III. Stock, Photographisches Atelier. Preis des Klaviers 3000 Mk. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlao: Bortvärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Br. 265. 23. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 13. November 1906. Am Mittwoch findet für Berlin und Vororte der Zahlabend statt. Partei- Angelegenheiten. Die Einberufer der heutigen Protestversammlungen werden auch an dieser Stelle ersucht, über den Verlauf derselben sofort nach Schluß( spätestens aber um 11 Uhr) einen kurzen Bericht in die Redaktion des Vorwärts" zu schicken. " " dänischen Milch eine Parteinahme zugunsten der agrarischen Milch-| schwerverletten Oberwärters Schiller eine Besserung bisher leider verteuerer sahen, antworteten mit" Enthüllungen" über die Be- noch nicht eingetreten ist. Sch. hat zwar das Bewußtsein wieder schaffenheit der Milch, die aus den von der Gesellschaft an- erlangt, doch ist sein Zustand noch immer ein recht kritischer. Wäre gepriesenen Molkereien herrührte. der schwarze Wärter des Elefanten, der Indier Succo, nicht im Die Gesellschaft hatte die Milch bestimmter Molkereien Berlins Augenblick der höchsten Gefahr rettend hinzugesprungen, so hätte empfohlen mit der Versicherung, daß die dort gehaltenen Kühe der Niese sein Opfer zweifellos zermalmt. Das Tier hatte Sch. von ihr kontrolliert würden und die gewonnene Milch als zur Er- bereits zweimal mit den Stoßzähnen hochgehoben, ihn dann unter nährung von Säuglingen verwendbar angesehen werden dürfe. lautem Brüllen gegen das Eisengitter gedrückt, und als der BeDie Milchhändler behaupteten jetzt, die Milch der empfohlenen dauernswerte regungslos am Erdboden lag, wollte der Dickhäuter Zur Lokalliste! Das Jubiläumskomitee" der Firma Molkereien entspreche feineswegs immer den von der Gesellschaft wütend auf ihn losstampfen. In diesem Moment erhielt er von Julius Pintsch, O., Andreasstr. 72/73, veranstaltet am 24. November selber aufgestellten Vorschriften. Durch bakteriologische dem Indier einen so wuchtigen Schlag mit der Schaufel gegen den in dem der Arbeiterschaft nicht zur Verfügung stehenden Lokale untersuchungen sei festgestellt worden, daß Milch aus diesen Kopf, daß er von seinem Opfer abließ. Die Bösartigkeit des NebelConcordia", Andreasstraße, ein Winterfeit, zu welchem auch die Molkereien sogar Tuberfelbazillen enthalten habe. Dr. täters ist jedensfalls auf die Brunstzeit, die gegenwärtig bei den Firma Mittel zur Verfügung gestellt hat. Da man versucht, Billetts Engel, damals erster Schriftführer der Gesellschaft, versicherte dem- Elefanten vorliegt, zurückzuführen. zu obigem Vergnügen unter der Arbeiterschaft abzusetzen, ersuchen gegenüber, daß die Untersuchungen, von denen die Milchhändler wir die auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenden redeten, ihm selber ein Geheimnis feien. Seine eigenen UnterEine traurige Aufklärung hat jetzt das Verschwinden des BuchArbeiter, alle angebotenen Billetts entschieden zurückzuweisen. binders Albert Döring gefunden. D. wurde bereits seit einem In Charlottenburg steht uns das Lokal der Wittve Molkereien stüße, hätten keine Zuberkelbazillen ergeben. Hinterher Monat bermißt. Jezt ist er als Leiche bei Lankwik aus denz Bauer, Berlinerstr. 86a, nicht mehr zur Verfügung; desgleichen in stellte sich jedoch heraus, daß die geheimnisvollen Untersuchungen Teltowkanal gelandet worden. Zossen das Lokal Zur deutschen Eiche", Weinberge. vom Obertierarzt Bongert, dem zweiten Schriftführer derselben Ein schwerer Automobilunfall ereignete sich Sonntag an der Folgende Lokale stehen uns zur Verfügung: In Char- Gesellschaft, vorgenommen worden waren und tatsächlich jene Ergeb- Ecke der Tiergarten- und Hohenzollernstraße. Der Maler Walter lottenburg am Spandauer Schiffahrtskanal das Lokal von nisse gebracht hatten. Bongert hatte die Untersuchungen ausgeführt Berku, Schulzendorferstr. 4 wohnhaft, war auf einem Zweirade Hinz, in Neu- Dabendorf bei Bossen das Restaurant von im Laboratorium der Meierei Bolle, in deren Dienst er stand, durch die Tiergartenstraße gefahren und beim Einbiegen in die Wiese, früher Schenk, sowie das Seeschloß, jeziger Inhaber Haake. die aber zu der Gesellschaft feine freundschaftlichen Beziehungen Hohenzollernstraße geriet er fo unglücklich zwischen zwei AutoBitte auszuschneiden und der Lokalliste beizufügen. unterhielt und auch nicht von ihr empfohlen wurde. Das ungünstige mobile, daß er mit seiner Maschine umgerissen und von beiden Die Lokalkommission. Ergebnis jener bei Bolle ausgeführten Untersuchungen von Milch Kraftwagen zugleich überfahren wurde. In bewußtlosem Zustande aus den der Gesellschaft nahestehenden Molkereien war an die brachte ein Schußmann den Schwerverletzten nach der Unfallstation Milchhändler gelangt und von diesen der Oeffentlichkeit übergeben am Zoologischen Garten, wo er die ersten Notverbände erhielt. worden. In der Beleidigungsklage zwischen Engel und Bongert, Von einem verhängnisvollen Geschick wurde gestern nachmittag die hieraus entstand, erfuhr man leider nichts Sicheres darüber, gewesen waren ob die Untersuchungen wirklich nur das Privatgeheimnis Bongert's die 36jährige Ehefrau Klara Weiß aus der Berlinerstr. 69 beoder ob, wie er behauptete, Engel längst troffen. Frau W. hatte in der Borsigstr. 29 Verwandte besucht, darum gewußt hatte. Das bemerkenswerteste Ergebnis des und als sie auf dem Rückweg die Hochparterretreppe hinunterstieg, Prozesses war das Eingeständnis des Professor Ostertag, des be- stürzte sie plöblich ab und zog sich einen schweren Schädelbruch zu. deutendsten tierärztlichen Beraters der Gesellschaft, daß Engel's In fast hoffnungslosem Zustande wurde die Wermste nach der föniglichen Klinik gebracht. Untersuchungen auf die die Gesellschaft sich gestützt hatte! für die Kaz" gewesen seien. Achtung, 6. Wahlkreis! Die ordentliche Generalversammlung des Wahlvereins findet am Dienstag, den 18. Dezember, statt. Eventuelle Anträge ersuchen wir fristgemäß einzureichen. Der Vorstand. Wilmersdorf. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß am Mittwoch der Zahlabend ausfällt. Der Vorstand. Schmargendorf. Heute abend 8 Uhr findet im Wirtshaus Schmargendorf, Warnemünderstr. 6, eine öffentliche Versammlung statt. Auf der Tagesordnung steht: Der Fleisch- und Brotwucher. Jeder Genosse ist verpflichtet, für zahlreichen Besuch der Versammlung zu agitieren. Zehlendorf. Die Protestversammlung gegen Fleischteuerung und Fleischwucher findet heute nicht in Schlachtensee bei Rüter, sondern im Saale des Herrn Wilhelm Mied, Karlstr. 12, statt. Herr Rüter hat im lezten Moment seinen Saal zurückgezogen. Es wird nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß die Versammlung pünktlich 8 Uhr beginnt. Steglitz. Die zu heute abend angesetzte Protestversammlung fällt aus. Sozialdemokratischer Wahlverein Groß- Lichterfelde- Lankwik. Morgen Mittwoch, den 14. November, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Reißen, Chausseestr. 104: Mitgliederversammlung. Tagesordnung Der bevorstehende Preußentag. Diskussion. Wahl der Delegierten zur Kreis- Generalversammlung. Der Vorstand. D Nieder Schönhausen. Die Protest versammlung gegen Fleischnot und Zollwucher findet heute abend 8 Uhr im Ulizichen ist Genosse A. Störmer. Parteigenossen, sorgt dafür, daß diese Bersammlung sich zu einer imposanten Kundgebung gestaltet! Bezirk Waidmannsluft. Für den Besuch der heute abend in Borsigwalde im Lokale von Woitschach stattfindenden Protests versammlung werden die Genossen ersucht, noch rege zu agitieren. Der Vorstand. Berliner Nachrichten. " W Er Ein kostspieliges Abenteuer erlebte in der Nacht zum Sonntag Daß sie für die Katz" seien, das hatte man freilich schon ein Amerikaner, der hier in einer Querstraße zur Friedrichstraße fahren. Dr. Lydia Rabinowitsch, die früher Bakteriologin bei Bolle Friedrichstraße ein hübsches junges Mädchen, das einen sehr schüch vor jenem Prozeß aus Darlegungen von fachkundiger Seite er wohnt. Auf dem Heimwege traf er in der Nähe des Bahnhofes gewesen war, hatte sich im Sommer 1905 das Verdienst erworben, fernen Eindruck machte und scheinbar ganz ratlos dastand. durch einen in der Berliner Aerzte- Correspondenz" veröffentlichten hatte Mitleid mit dem jungen Ding und fragte, was ihm fehle. Auffah ein wenig in das Dunkel der Milch kontrolle Das Mädchen erzählte, es sei die Tochter eines Beamten aus einem der Gesellschaft hineinzuleuchten. Jener Aufsas Borort, es habe den letzten Zug versäumt und wolle in der Nähe bewirkte, daß die Oeffentlichkeit nunmehr durch Engel selber über des Bahnhofes auf den ersten Frühzug warten, um zu seinen Eltern die Tatsächlichkeit der Untersuchungen Bongerts unterrichtet wurde. zu fahren. Unter feinen Umständen wollte der Amerikaner die Nach all jenen unerquicklichen Vorkommnissen und besonders nach Ratlose die Nacht hindurch auf der Straße stehen lassen. Ohne jede dem Prozeß, der die Gesellschaft in ihrer ganzen Blöße zeigte, böse Absicht bot er ihr an, in seinem Wohnzimmer zu übernachten. hätte man erwarten können, daß sie fortan ihre Milchkontrolle Davon wollte das Mädchen zuerst durchaus nichts wissen. Endlich gründlicher betreiben und der Aerztewelt eine Nachprüfung er aber nahm es doch das Anerbieten an und begab sich mit dem möglichen werde. Ob sie heute gründlicher kontrolliert, das wissen Amerikaner nach dessen Wohnung. Als der mitleidige Amerikaner wir nicht. Aber wenn sie das tut und bessere Ergebnisse erzielt gestern morgen aufwachte, war das Mädchen verschwunden, mit hat, so ist schwer zu begreifen, warum sie nach wie vor ihre ihm aber auch der größte Teil des Geldes des Wohltäters. Das Untersuchungen mit dem Schleier des Geheim schüchterne" Kind hatte seiner Brieftasche 1200 M. in deutschen geliebt, über ihre Arbeit und deren Wert in reklamehaftem Ton Fach befanden, hatte es ihm gelaffen, sei es aus Dankbarkeit für nisses bedeckt. Die Gesellschaft hat es doch sonst so sehr Reichstassenscheinen entnommen. 600 M., die sich in einem anderen 3 berichten. Wieder ist es Dr. Lydia Rabinowitsch, die jetzt auf das Nachtlager oder weil es dieses Geld nicht gefunden hatte. Die diese Geheimnisträmerei hinweist. In der„ Medizinischen Reform" hübsche jugendliche Diebin ist untersetzt und kräftig, sie hat dunkles macht sie darauf aufmerksam, daß in dem Jahresbericht der Geſellschaft für 1905 zwar geredet wird von bafteriologischen Unter- aar und trug eine kurze Astrachanjacke und einen blaugrauen Filzhut, der vorn hochgekrempt ist. suchungen auf Tuberkelbazillen durch Tierversuche, aber nicht angegeben wird, in welchem Laboratorium und wie oft sie vorgenommen wurden und welches Ergebnis sie brachten. Ein Mitglied des jetzigen Gesellschaftsvorstandes erwidert in der„ Med. Ref.", diese Untersuchungen seien erst im Herbst 1905 begonnen worden, daher habe der Bericht pro 1905 noch nicht darüber referiert. Hierzu macht Rabinowitsch in dem genannten Blatt die ergänzende Mitteilung, daß in dem Organ des Vereins der Berliner Molkereibesiber noch im Herbst 1906 zum Anschluß an die Gesellschaft mit folgenden Worten aufgefordert wurde:„ Es brauchen nur einzelne Tiere derkontrolle unterstellt werden. Die Tierärzte haben außerdem ausdrücklich erklärt, daß es ihnen nicht einfalle, scharfe Forderungen bei der Kontrolle zu stellen, im Gegenteil sie würden so milde wie nur irgend möglich vorgehen." Rabinowitsch wahrscheinlich zusammengeschlagen haben, um sie besser verpacken fommt zu dem Schluß, daß die früheren Bedenken gegen die Gesellschaft fortbestehen, weil ihre Untersuchungen nicht einer wissenschaftlichen Kontrolle zugänglich seien. Ein großer Silberdiebstahl wurde in der Nacht zum Sonntag bei dem niederländischen Gesandtschaftsrat v. Rappard in der Königin Augustastraße 41 berübt. Herr v. Rappard reiste mit seiner Gattin vor einigen Tagen nach Holland und kehrte heute morgen nach Berlin zurück. Unterdessen drangen Einbrecher in der Nacht zum Sonntag in das Haus ein, indem sie die Haustür mit einem Nachschlüssel öffneten. In der Wohnung öffneten die Einbrecher, ohne daß jemand von der Dienerschaft etwas bemerkte, alle Behält nisse und stahlen das Tafelsilber im Werte von mehreren tausend Mart: Leuchter, Aufsäße, Schalen, Messer, Gabeln usw. Mit der Beute verließen die Diebe das Haus auf demselben Wege, auf dem fie gekommen waren. Die Silberstücke, von denen sie die großen zu können, sind mit einem Wappen gezeichnet: unten eine fünfzadige Krone, links ein Adler, rechts ein Löwe, in der Mittelfläche links oben und unten ein Pferd, rechts über das ganze Feld zwei große übereinandergelegte Schlüssel. Die Kriminalpolizei hat die Ermittelungen nach den Einbrechern und nach dem Verbleib ihrer Beute sofort aufgenommen, bis jetzt aber noch keine Spur gefunden. Die juristische Sprechstunde wird nicht mehr in der Lindenstr. 69 abgehalten, sondern Friedrichstr. 16, Aufgang 4, eine Treppe( Handelsstätte Bellealliance, Durchgang auch Lindenstraße 101). Wir bitten unsere Genossen, davon gefälligst Notiz nehmen zu wollen. Verlag und Redaktion des Vorwärts". Gegen den Fleisch- und Brotwucher Man sieht, daß die Gesellschaft heute nicht weniger rätselhaft wurde am Sonntag in Berlin und den Kreisen Nieder- ist als vor einem Jahre. Nach diesem neuesten Angriff meldet sich Barnim und Teltow- Beeskow ein Flugblatt in einer Auflage nun aber wieder Dr. Engel, der längst aus der Gesellschaft aus von 946 500 Exemplaren verbreitet. Die Verbreitung voll- geschieden ist, und kündigt an, daß er alle Rätsel lösen zog sich in der üblichen prompten Weise. In Berlin fanden werde. Es habe sich nachträglich herausgestellt, daß jene seine AbDer beim Transport eines Geldschrankes schiver verletzte sich die politisch organisierten Genossen in ihren Bezirks- leugnung der Tuberkelbazillenfunde, so lesen wir in der Med. Schlosser Fritz Hohmann ist, wie uns die Geldschrankfirma Panzer Ref.", doch berechtigt gewesen sei. Durch diese Erklärung wird in der Badstraße mitteilt, nicht in ihrem Betriebe, sondern in einem lokalen ein, um von da an die Arbeit zu gehen. In ver- die Angelegenheit einstweilen noch geheimnisvoller. Engel ver= anderen beschäftigt. hältnismäßig furzer Zeit war sie in den Bezirken getan, die spricht, durch eine Anzahl von Prozessen alles aufzuklären. Da über eine größere Wahlvereins- Mitgliederzahl verfügen, find wir nicht sehr neugierig. Denn nach den bisherigen Er- In der Notiz in unserer Sonntagsnummer, die Haftentlassung eine größere Arbeitsleistung hatten schon die Gefahrungen haben wir fein allzugroßes Vertrauen zu seiner Fähig eines Herren Wolff betreffend, ist davon die Rede, daß die Polizei nossen zu vollbringen, die das Zentrum Zentrum und den keit, die Rätsel zu lösen, die die Tätigkeit der Gesellschaft zur im September zwei Zeitungen beschlagnahmt hätte. Es muß Westen der Stadt zu besorgen hatten und welche Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit" ihm und uns auf- heißen: 3eichnungen. Gegenden zu Wahlkreisen gehören, die über eine weit gegeben hat. Neber:„ Die Resultate der jüngsten Marsforschung" spricht geringere Mitgliederzahl verfügen als der zweite, vierte Ein Wähler erster Klasse. Aus ungewöhnlichen Gründen muß Direktor Archenhold am 174. Beobachtungsabend des Vereins von und sechste Wahlkreis. Eine erhebliche Parteitätigkeit ent- eine Wahlmänner- Nachwahl im dritten Berliner Landtagswahlkreise Freunden der Treptow- Sternwarte" am Mittwoch, den 14. Novem wickelten unsere Genossen in Nieder- Barnim und Teltow- stattfinden, die jedenfalls am Tage des Stichwahltermins, am ber, abends 8 Uhr auf der Treptow- Sternwarte. Der Vortrag ist Beeskow, wo einige Genossen einen oder mehrere Landorte 22. November, vorgenommen werden wird. In einem Bezirke in mit zahlreichen Lichtbildern ausgestattet und mögen aus dem reich zu belegen hatten. Die Arbeit wurde aber gern und willig der Rosenthaler Vorstadt wurde bei den allgemeinen Nachwahlen haltigen Programme nur folgende Punkte hervorgehoben sein: in der zweiten und ersten Abteilung gewählt. Die 10 Wähler Marszeichnungen und Photographien der letzten Jahre,- Das und auch präzis erfüllt. Die Meteorologie auf dem der zweiten Abteilung waren, soweit sie erscheinen wollten, bereits Spektrum der Marsatmosphäre, Heute, Dienstag, finden in Berlin und zahlreichen Vor- um 2 Uhr nachmittags am Wahltische gewesen. Der Wahlleiter Mars, Wie erklären sich die Marstanäle und ihre Ver. orten, wie fich aus dem Inseratenteil ergibt, eine große Zahl schloß um diese Zeit den Aft und erklärte die Wahl für beendet, doppelungen? Die Polarflecken usw. Anfang pünktlich 8 Uhr vor Versammlungen statt, in denen die arbeitende Bevölkerung da auch der einzige Wähler der ersten Abteilung ihm schriftlich abends. Gäste haben Zutritt. Mit dem großen Fernrohr wird gegen den Nahrungsmittelwucher und gegen die gemein- mitgeteilt hatte, daß er von seinem Wahlrechte feinen Gebrauch vor und nach dem Vortrag beobachtet. schädliche Zollpolitik entschiedenen Brotest einlegen wird. machen werde. Von anderer Seite wurde der Vorsitzende darauf Feuerwehrbericht. In der letzten Nacht wurde die Feuerwehr Dieser Protest muß ein Massenprotest werden. Immer ver- aufmerksam gemacht, daß der Wähler es sich überlegt habe und nach dem Anhalter Güterbahnhof gerufen, wo eine Lowry Preßnehmlicher muß das durch den Kavitalismus und die Agrarier doch von seinem Wahlrechte Gebrauch machen wolle. Der Wahl- fohlen brannte, ferner erfolgte ein Alarm nach der Petersburgervorstand müsse also um 5 Uhr nochmals zusammentreten. Der straße 58, wo die Wehr aber nichts zu tun vorfand. Betten ausgebeutete Proletariat seine Stimme ertönen lassen. Arbeiter! Parteigenossen! Erscheint heute in Massen! einfach erklärte:" Machen Sie sich Ihre Wahlen allein." Nun- Thomasiusstr. 22, Schmidtstr. 12 und an anderen Stellen. Durch Arbeiter! Parteigenossen! Erscheint heute in Massen! Wahlborsteher lehnte dies jedoch ab, indem er den Antragstellern brannten in der Füsilierstr. 11, Hängeböden mit Inhalt in der mehr wird dem Herrn Wähler der ersten Abteilung am 22. d. M. Ueberkochen von Fett tam in der Boßstr. 21 Feuer aus und durch Geheimnisvolle Milchuntersuchungen. Gelegenheit gegeben werden, sein Stimmrecht auszuüben. Ueberkochen von Harz in der Michaeltirchstr. 17. Ohne Erfolg Der Milchkrieg, der zwischen den„ Milchbauern" der Mark Gläubige unter sich. Am Sonntag haben in Berlin Kirchen- wurde ein Sauerstoffapparat in der Marfiliusstr. 6 benutzt. Brandenburg und den Milchhändlern Groß- Berlins nun ein Jahr wahlen stattgefunden, und zwar im Anschluß an den Nachmittagsfünft hindurch geführt worden ist, war im vorigen Jahr durch gottesdienst. Bezeichnend für die Formen des Wahlkampfes in bis 8% Uhr, veranstaltet der königliche Musikdirektor Irrgang in Orgelfonzert. Mittwoch, den 14. November, abends 7% eine merkwürdige Episode neu belebt worden. Als damals die Milchhändler sich anschidten, dänische Milch in größeren Mengen St. Markus ist die Schlepperkarte, die noch am Sonntag an der St. Marientirche das nächste Orgelfonzert unter nach Berlin zu bringen, um nicht der märkischen Milchzentrale fäumige Wähler- hauptsächlich Gast- und Schankwirte in Massen Mitwirkung des Kirchenchors der Kaiser Friedrich- Gedächtniskirche auf Gnade und Ungnade ausgeliefert zu sein, entstand in der berteilt wurde. Die gebrudte Starte trägt die Unterschrift:" Der( Dirigent: Herr Artur Barth) und des königlichen KammerOeffentlichkeit eine sehr erregte Diskussion über die Frage der Wahlausschuß der Positiven in St. Markus"; wörtlich heißt es mufiters Herrn Walter Cavallery( Violine). Orgelvariationen Beschaffung einer möglichst einwandfreien Milch, die zur Er- darin:" Sie haben bei unserer heutigen Kirchenwahl noch nicht über das Bachsche Weinen, Klagen" und" Crucifigus" von Liszt nährung von Säuglingen verwendet werden könne. In den Streit gewählt. Gewaltig sind die Anstrengungen der Liberalen und usw. Der Eintritt ist frei! der Parteien mengte sich auch die Gesellschaft zur Be Bier und Schnaps begeistern ihre Wähler. Wir tämpfung der Säuglingssterblichkeit, die noch müssen alle Sträfte aufbieten, damit der Glauben unserer Väter jung war und noch keine bemerkbaren Erfolge aufzuweisen hatte, weiter in St. Markus gepredigt werden kann" usw. Der gesperrte aber begierig nach dieser Gelegenheit griff, die allgemeine Auf- Catz ist auch auf der Karte gesperrt gedruckt. Zu dem aufregenden Vorgang im Elefantenzwinger des 300- mündung merksamkeit auf sich au lenten. Doch ihr Eifer bekam ihr schlecht. Die Milchhändler, die in den Warnungen der Gesellschaft vor der logischen Gartens wird uns berichtet, daß in dem Befinden des bei Breslau Unterbenel 1.50 Meter. " = Wasserstand am 12. November. Elbe bei Aussig-Meter, bei Uu strut bei - 1,46 Weter, bei Magdeburg+1,02 Meter. Meter. Dder bei Ratibor-- Meter. Neiße Dder bei Brieg --Meter. --Meter Oder Dresden Straußjurt Vorort- Nachrichten. organisierte Arbeiterschaft zeigen, daß sie das bedrohte Selbst- daraufhin Angesprochene damit erklärte, daß er Nasenbluten gehabt verwaltungsrecht nicht preiszugeben gewillt ist. Weiter habe. Da er im übrigen einen durchaus ruhigen Eindruck machte aber muß der Beweis erbracht werden, Die Rigdorfer Stadtverordnetenwahlen für die dritte Wähler oft von gegnerischer Seite erhobene Vorwurf, die Arbeiter stehen ungehindert durch. Weitere Anhaltspunkt über die Person des daß ber so und nichts Verdächtiges an ihm zu bemerken war, ließ man ihn Klasse finden am morgigen Mittwoch in der Zeit von 11 Uhr vor der Sozialgesetzgebung teilnahmslos und gleichgültig gegenüber, mutmaßlichen Mörders hat man zurzeit noch nicht. Der Miniſter mittags bis 7 Uhr abends statt. Versäume niemand, sein Wahlrecht nicht stichhaltig ist. Daher ergeht hierdurch an alle Arbeiter sämtlicher der öffentlichen Arbeiten hat zur Untersuchung der Angelegenheit auszuüben. Die Kandidaten der Sozialdemokratie müssen nicht nur| Betriebe, welche der Drtskasse angehören, die dringende Aufforderung, einen Kommissar nach Altona entsandt und auf die Ergreifung des gewählt werden, sondern auch eine imposante Stimmenzahl auf sich sich mit dieser Frage zu beschäftigen und sofort die Namen der Täters eine Belohnung von 1000 M. ausgefeßt. Auch der Rebereinigen. vorgeschlagenen Personen und die Betriebe, in denen dieie be- gierungspräsident in Schleswig fekte eine Belohnung von 1000 M. Die Wahlen finden statt: schäftigt sind dem Unterzeichneten mitzuteilen und für zahlreiche auf die Grgreifung des Raubmörders aus. Beteiligung an der Wahl zu agitieren. Da wir nicht zugeben können, Im 1. Wahlbezirk, Kottbuser Damm von 73 bis 103, Lenaustraße, Maybach- Ufer von 1 bis 22, Pflügerstraße von 1 bis 12 und 67 bis 82, Schinkestraße, Straße Nr. 10, im Gensch schen Lokale, Pflügerstraße 7. umfassend: Friedelstraße von 18 bis 46, Sobrechtstraße bon 24 bis 62, frankenkasse verschlechtert werden, so hat jeder Arbeiter die Pflicht, wird, bei Knin die bosnische Reichsstraße auf weite Strecken wegdaß durch anderweitige Vertretung die Einrichtungen unserer Orts- Ein furchtbarer Wolkenbruch hat, wie aus Serajevo gemeldet am Wahltage, den 25. November, sein Wahlrecht auszuüben und geschwemmt. Die Bolandjbrücke, sowie die Mrawajbrücke sind teildafür zu sorgen, daß die Liste des Gewerkschaftskartells mit über- weise von den Fluten weggeschwemmt worden. Der Verkehr mußte großer Mehrheit den Sieg erringt. dieserhalb gänzlich eingestellt werden. Mit Parteigruß Kandidat: Aleg Bagels, Metallarbeiter, Berlinerstraße 14. Jm 4. Wahlbezirk, umfassend: Donaustraße 1-23 und 111-131, Fuldastraße, Harzerstraße bon 1-3 und 115-119, Sanjaftraße, Kaiser Friedrichstraße von 16-37 und 213-235, Stöllnisches Ufer von 66-74, Lohmühlenplay, Lohmühlenstraße, Maybach- Ufer von 46-66, Pflügerstraße von 26-51, Rütlistraße, Telstraße, Weichselplak, Weichselstraße, Weserstraße von 17-41 und 181 bis 200, Wiesen- Ufer, im Rösler schen Lokale, Pannierstraße 9a. Standidat: Emil Wutky, Gewerkschaftssekretär, Thomasstraße 4. Im 7. Wahlbezirk, umfassend: Bergstraße von 1-26 und 140-163, Stopfstraße von 1-12 und 62-72, Leffingstraße von 1-12 und 33-43, Mittelweg, Prinz Handjery straße von 1-19 und 70-87, Steinmetzstraße von 1-19 und 126-146, Straße Nr. 204, 207b, Waßmannsdorferstraße, Biethenstraße von 1-18 in Hoffmann s Festfälen, Bergstr. 151/152. Kandidat: Hermann Saffe, Eigentümer, Kopfstr. 40. Jm 10. Wahlbezirk, und 67-85, umfassend Bergstraße von 69-106, Canner Chaussee, Elsterstraße, Grenzallee, Starpfenteichstraße, Kiefholzstraße, Knesebeckstraße von 1-5 und 147 bis 150, Stopenider Landstraße, Lahnstraße, Mittelbuschweg, Naumburger ftraße, Puderstraße, Richardstraße von 54-63, Saalestraße, Straße Nr. 22a, 47, 52, 52a, 54, 55, 56, 59a, 60, 62, 65, 66, 180a, 180b, 180c, 180d, 180e, 181a, 181b, 181, 185, 185a, 187a, 187b, 188, Thüringerstraße, Walterstraße, Wipperstraße, Zeigerstraße, im Masch te schen Lokale, Thüringerstr. 42. Kandidat: Ferdinand Wilke, Restaurateur, Hermannstr. 213. Jm 11. Wahlbezirk, umfassend: Bendastraße, Bruno Bauerstraße, Delbrüdstraße, Edmundstraße, Glafotostraße, Herthastraße, Juliusstraße, Senesebecstraße von 6-24 und 120-146, Stranoldstraße, Kranoldplay, Reinholdstraße, Ringbahnstraße, Siegfriedstraße von 1-24, im Günther schen Lokale, Knesebecstr. 139. Kandidat: Ernst Tuschling, Böttchermeister, Knesebecstr. 145. Jm 13. Wahlbezirk, bon 1-37 und 107-141, Hermannstraße von 84-112 und 150-178, Ilseumfassend: Bergstraße von 43-68 und 107-125, Bodestraße, Emserstraße straße, Jonasstraße, Kirchhofstraße von 10-34, Nogatstraße, Sellestraße, Straße Nr. 202, 205, 207c, Thomasstraße, im Schröder schen Lokale, Nogatstr. 34. Kandidat: 2ilhelm Müller, Eigentümer, Wißmannstr. 14. Jm 16. Wahlbezirk, Johannisthal. Im Auftrage des Gewerkschaftskartells Rigdorf Heinr. Schult, Stopfstr. 9, II. Poftzug beraubt. Als gestern der Postzug aus Oran in Algier eintraf, wurde festgestellt, daß die Poftwagen beraubt waren und eine große Anzahl Briefjäde fehlten. In mehreren derselben befanden sich Wertpatete und Geldsendungen. Von den Räubern fehlt jede Spur. Aus der Gemeindevertretung. Von den bürgerlichen Vertretern, besonders von Herrn von Trütschler wurde bei der bor- Den Montblanc überflogen. Air- les- Bains, 11. November. liegenden Kassenrevision die Bezahlung von Ueberstunden an Der gestern vormittag 11 Uhr von der Ausstellung in Mailand aufGemeindeangestellte fritisiert. Unsere Genoffen bekämpften diese gestiegene Ballon„ Milano" ist um 2 Uhr nachmittag in Air- lesAnschauung nachdrücklichst und verlangten, soweit sich Ueberstunden Bains gelandet, nachdem er den Montblanc überflogen und eine nicht vermeiden lassen, die Bezahlung derselben. Der Stellvertreter Höhe von sechstausend Metern erreicht hat. des Gemeindevorstehers, Herr Knape, teilte mit, daß die bereits im Mai von der Gemeindevertretung beschlossene Anstellung eines Schul- Lloyddampfers Kalypso" ist im Triester Krankenhause unter peſtBestverdacht. Der 26jährige Steuermann Deprvonik des arztes jetzt zur Ausführung komme und hierfür Herr Dr. Rieh verdächtigen Erscheinungen gestorben. Die betreffende Krankenbestimmt sei. Die Anstellung des Schularztes ist in erster Linie hausabteilung wurde sofort geschlossen und alle notwendigen Vordem Drängen unserer Genossen in der Gemeindevertretung zuzuschreiben. fichtsmaßregeln getroffen. Die zur Beobachtung und Untersuchung erforderlichen Apparate wurde anzuschaffen beschlossen. Des weiteren berlas Herr Knape ein Vom Sturme überrascht. Aus Korfu wird berichtet: Fünf Gesuch der Gemeindeverwaltungen von Ober- und Niederschöneweide, mit Heringsfang beschäftigte Fischerboote wurden gestern von worin die Gemeinde ersucht wird, sich an der Gründung eines einem Sturme überrascht. Drei Boote gingen unter. Von acht Kaufmannsgerichtes zu beteiligen. Unsere Genossen wiesen bei dieser Fischern sind fünf ertrunten. Gelegenheit zugleich auf die Notwendigkeit eines Gewerbegerichts hin. Ein diesbezüglicher Antrag wurde einstimmig angenommen. Die Klage gegen den Eisenbahnfistus wegen Einziehung des Köpenicker Weges wurde mit vier Stimmen Majorität fortzusetzen be schlossen. In der nächsten Sigung soll auf einstimmigen Beschluß folgender Antrag verhandelt werden: nach Ablauf der jetzigen Amtsdauer des Gemeindevorstehers ist ein besoldeter Gemeindevorsteher anzustellen. Steglitz. Bei den gestrigen Wahlen zur Gemeindevertretung haben unsere Genossen 300 Stimmen erhalten, der Mieterverein erhielt Stichwahl zwischen unseren Genossen und dem Mieterverein ſtatt438 und der Hausbesikerverein 248 Stimmen. Es hat daher eine zufinden. Bund zur Bekämpfung der Tuberkulose. Mittwoch, den 14. Nobember, abends 8 Uhr, im Bürgersaale[ des Rathauses, Eingang Königstraße, Bersammlung. Vortrag des Herrn Prof. Dr. Moeller, Spezialarzt für Lungenkranke, über das Wesen und die Behandlung der Tuberkulose. Einumfassend: Fallstraße von 4-23, Jägerstraße von 41-64, Lessingstraße von tritt für jedermann frei. 17-28, Brinz Handjerystraße von 85-53, Biethenstr. von 19-66, im Heidemann schen Lokale, Ziethenstraße. 33. Kandidat: Dr. Raphael Silberstein, Arzt, Berlinerstr. 93. Im 17. Wahlbezirk, 1-8 und 89-98, umfassend: Berlinerstraße von 32-81, Boddinplak, Boddinstraße von 1-22 und 42-66, Erlangerstraße, Jägerstraße von 1-40 und 65-81, Sfarstraße, Münchenerstraße von 1-18 und 36-55a, Nedarstraße, Reuterstraße von im Kühne schen Lokale( Weidmannslust), Münchenerstr. 8. Kandidat: Bolly Michalowsky, Maurermeister, Donaustr. 118. Im 19. Wahlbezirk, umfassend: Berlinerstraße von 1-31 und 82-107, Mainzerstraße von 1 bis 16 und 47-60, Reuterstraße von 9-17 und 78-88, Hermannstraße von 1-27 und 233-258, im Hildebrandtschen Lokale, Berlinerstr. 105. Kandidat: Wilhelm Conrad, Kaffenbeamter, Hermannstr. 50. Jm 20. Wahlbezirk, Vermischtes. Eingegangene Druckschriften. Chr. Grotewold. Das Finanzsystem des Deutschen Reiches. 150 S. Preis geheftet 2 M. Verlag E. E. Boeschel in Leipzig. Geschäftsbericht des Handelsvertragsvereins für das Jahr vom 1. Oftober 1905 bis 30. September 1906. 16 Seiten. Selbstverlag. Berlin W., Stöthenerstr. 28/29. Markthallen- Direftion.( Großhandel.) Rindfleisch Ia 68-78 pr. 100 Bid., Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen IIa 62-67, IIIa 56-61, IVa 50-55. Stalbfleisch, Doppelländer 105-115, IIa 0,30-0,48. Rotwilb Ia 0,35-0,44, IIa 0,25, Damwild 0,35-0,50, la 88-95, IIa 76-86, IIIa 62-74, 50. 54-60. Hammelfleisch Ia 72-80, IIa 56-69. Schweinefleisch 60-68. Rehwild Ia per Pfd. 0,50,-0,70. Wildschweine 0,40. Frischlinge 0,50. Hasen per Stüd 3-3,35, flein 1,50-2,70. Staninchen per Stud 0,40-0,75. Wildenten per Stüd 1,30-1,40. Kridenten 0,50. Rebhühner, junge Ia 0,90-1,10, junge, IIa 0,00, alte IIa 0,90-1,30, junge per Stüd 0,50-1,20. Tauben per Stüd 0,30-0,45, 0,70-0,80, junge fleine 0,00. Hübner, alte per Stüd 1,50-2,05, alte ital. 0,70. Enten, junge per Stüd 1,20-2,70, Hamburger, junge per Stüd 3,10. Gänse, Oderbrucher, per Pfd. 0,40-0,58, do. Ia per Stud 3,00-4,00, IIa 2,00-2,80. echte per 100 Bfd. 72-78, groß 0,00. Bander matt, 0,00. Schleie mittel 98, große 0,00, fleine 134. Bleie, fleine 0,00. Male, groß 0,00, mittel 0,00, flein 0,00, unj. 0,00. Blögen 45 bis Ueber den Raubmord im Eisenbahnwagen wird aus Hamburg do. 100er 49. Karpfen, unsort. 0,00, do. 25er Laufiger 0,00, do. 40-50er 0,00, Schlesische 0,00. Barse 0,00 Blei Sarauschen 0,00. noch berichtet: Wie schon telegraphisch gemeldet, ist der Altonaer fische 0,00. Wels 0,00. Bunte Fische 46-51. Amerit. Lachs Ia Bahnarzt Friedrich Claußen das Opfer eines ungemein dreift neuer per 100 Pid. 110-130, do. Ila neuer 90-100, bo. IIIa neuer 75. ausgeführten Raubmordes im Eisenbahnwagen geworden. Der Seelachs 20-25. Sprotten, Kieler, Wall 0,75-1,30, Danziger, Ball Umstand, daß der Mord am hellen lichten Tage in einem Vororts- 0,60-0,70. Flundern, pommersche Ia, per Schod 3-6, do. pommersche zuge auf einer verkehrsreichen Strecke begangen wurde, und daß Ila 2-4, Stieler, Stiege Ia 4-6, bo. mittel ber Stifte 2-3, Hamb. dem Mörder zur Ausführung des Verbrechens nur wenige Minuten Stiege 4-5, halbe Stifte 1,50-2. Büdlinge, per Wall Stieler 3,50-5,00, Zeit zur Verfügung standen, macht diesen Fall besonders aufsehen- flein 0,50-0,60. Stralsunder 4,00-5,00. Male, groß per Bib. 1,10-1,30, mittelgroß 0,80-1,00, Heringe per Schod 4-5. Schellfische Nifte 4-5, do. erregend. Die Tat wurde auf der Strede zwischen Altona, Stifte 2-3. Stabliau, p. 100 Bfd. 20-25. Heilbutt 0,00. Sardellen, 1902er und Blankenese verübt. Die Fahrzeit des Zuges zwischen per Anter 95, 1904 er 95, 1905er 93, 1906er 70. Schottische Bollheringe diesen beiden Stationen beträgt nur 18 Minuten, und während 1905 0,00, large 40-44, full. 36-38, med. 35-42, deutsche 37-44. Sardinen, ruff., Faß dieser kurzen Zeit werden vier Zwischenstationen berührt. Der Heringe, neue Matjes, per/ To. 60-120. 1,50-1,60. Neunaugen, Bratheringe, Büchse( 4 Liter) 1,50-1,75. Bug hält also durchschnittlich alle 3 bis 4 Minuten, und in dieser furzen Zeit muß von einer Zwischenstation zur anderen das Ver- Streble, per Schod, große 0,00, mittel 0,00, fleine 0,00, unfort. 0,00. Schodfaß 11, fleine 5-6, Riesen 14. Hummern, fleine, per Pfd. 0,00. brechen ausgeführt worden sein. Claußen übte in Altona eine Galizier, groß 0,00, mittel 0,00. Eier, Lands, per Schock 4,00-4,60. Butter umfangreiche Praxis aus und pflegte jeden Nachmittag um 24 per 100 fb. Ia 127--128, IIa 118-125, Illa 112-116, abfallende 95-105. Uhr vom Altonaer Hauptbahnhof nach Blankenese zu fahren, wo Saure Gurten Schod 3,50-4,00, Bieffergurten 3,50-4,00. Startoffeln er eine Billa bewohnte. Diesmal hatte Claußen eine mehrtägige per 100 Bfd. 0,00, magnum bonum 1,90-2,10, Dabersche 1,90-2,25, Geschäftsreise unternommen gehabt, von der er am Sonnabend- Rosen 0,00, weiße 1,60-2,00, Salatfartoffeln 4,00-5,00. Spinat Pfund 5,00-6,00. Karotten per Schockbund vormittag zurückgekehrt war. Für die Stadtverordnetenwahlen werden diesmal sogar die Rig- begeben, ohne vorher nach Hause zurückzukehren, und fuhr erst am große, per 100 Bfb. 3,00-3,50. Er hatte sich sofort in seine Klinit Sellerie, hiesige, ber Schod 3,00-4,00, do. pommeriche 4,50-5,00. Zwiebeln bo. Ileine 2,00-2,50. do. hiesige( Berl) dorfer Katholiken mobil gemacht. Und zwar find für die dritte Ab- Nachmittag nach Beendigung seiner Sprechstunde nach Blankenese 0,00. Charlotten 50-60. Beterfilie, grün, Schodbund 1,25. Stohlrabi per teilung zur Abwehr und Bekämpfung der Sozialdemo- zurück. Das mußte dem Mörder bekannt gewesen sein, der wahr Schod 0,60-0,80. Rettig, bahr., per Schod 2,40-4,80. Radieschen per fratie" zwei Kandidaten: Herr Zimmermeister Joseph Priegel, scheinlich vermutete, daß Claußen von der Geschäftsreise eine Schod- Bd. 0,60-0,80. Salat, per Schod 1,00-2,00. Bohnen, grüne, Reuterstr. 25, und Herr Eigentümer Joseph Riedel, Delbrüd größere Summe Geldes mitgebracht. Als der Zug in Blankenese per 100 Bfund 0,00. Bachsbohnen 0,00. Pfefferlinge per 100 Pfd. ſtraße 44, aufgestellt. Im übrigen unterſtüßen die Katholiken die angelangt war und von den Beamten nachgesehen wurde, fand man 0,00. Mohrrüben per 100 fb. 2-2,50. Teltower Rüben b. 100( 1.10-10. bürgerlichen Kompromißkandidaten. Das warme Gintreten der Claußen in einer Ede eines Wagens 2. Klasse blutüberströmt Weiße Rüben, große 2-4, fleine 6-7. Blumenkohl per Mandel 1,05-2,50. katholischen Wähler für die bürgerlichen Kandidaten wird sicher für liegen. Sein Schädel war mit einem stumpfen Instrument zer- p. Schod 3,00-8,00. eigtohl 100 Bib. 2,00-3,00. Rojenkohl p. 100 Pfd. die Rigdorfer Arbeiterschaft ein Grund zu doppelter Pflichterfüllung trümmert. Seine Kleider waren in Unordnung, die Taschen waren 15-20. Grünkohl per 100 Bid. 3-5. Steinpilze p. 100 Bfd. 0,00. Stohlsowie Agitation für die Wahl der sozialdemokratischen Kandidaten sein. herausgerissen, man sah sofort, daß Claußen das Opfer eines Ver- rüben Schod 2,00-3,00. Stürbis 3-4,00. Birnen, per 100 Bfd. hiesige 5-20, Arbeiter, Parteigenossen! Am 25. November findet die Wahl brechens geworden war, und daß der Mörder sein Opfer in höchster böhmische 6-25. Alepfel, per 100 Bfd., biefige 4-20, Grabensteiner der Delegierten zur hiesigen Allgemeinen Ortskrankenkasse statt. Wir Gile ausgeraubt hatte. Der Tat verdächtig ist ein junger Mensch 8-20, Tiroler in Fässern 17-30, Stifte 32-80, Amert. 17-30. Breißel beeren, schwedische 0,00, Gebirgs 34-38. Wallnüsse per 100 Pfd. 16-20, erfuchen nun die Parteigenoffen, umgehend geeignete Personen, auch anfangs der zwanziger Jahre, der sich in Altona eine Fahrkarte fleine 0,00, Baranüsse 60-70, Baselnüſſe lange 44-45, runde 32-34. Arbeiterinnen als Kandidaten in Vorschlag zu bringen. Denn nur bis nach Gr.- Flottbed gelöst hatte, aber erst eine Station weiter Pflaumen, per 100 Bfd., hiesige 4-6, böhmische 3-5, do. große 0,00. dadurch, daß organisierte Arbeiter mit der Vertretung unserer ausstieg und die Strecke nachzahlen mußte. Dabei bemerkte der Bitronen, Messina 300 Stud 12,00-16,00, 360 Stüd 8,00-16,00, Interessen innerhalb der Krankenkasse beauftragt werden, fann die diensttuende Beamte Blutspuren an seinen Händen, was der 200 Stüd 10-14, 420 Stüd, flein 5-8, 500 Stid, flein 5-8. umfassend: Biebrichstraße, Fontanestraße von 1-20 und 25-32, Hasenbeide von 61-120, Hermannstraße von 28-34 und 228-232, Startsgartenstraße, Mainzerstraße von 17-21 mb 42-46, Münchenerstraße bon 19-35, Wißmannstraße, in der Neuen Welt, Hasenheide 108/114. Kandidat: Bolly Michalowsky, Maurermeister, Donauftr. 118. " Für den Inhalt der Inserate Trianon. Der Hausfreund. Walhalla. Spezialitäten. übernimmt die Redaktion dem Apollo. Spezialitäten. Publikum gegenüber feinerlei Metropol. Der Teufel lacht dazu. Verantwortung. Theater. Dienstag, den 13. November. Anfang 72 Uhr. Opernhaus. Rienzi, der Lekte ber Tribunen. Schauspielhaus. Merlin. Neues Operntheater. Magda. Deutsches. Das Wintermärchen. Westen. Schübenliesel. Lorking. Undine. Anfang 8 Uhr. Neues Schauspielhaus. Der Sturm. Lessing. Hedda Gabler. Berliner. Sherlock Holmes. Schiller beater.) Die Verschwörung des Fiesto Genua. zu Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Hochtourist. be heater. Der Neues. Die Condottieri. Rafino. Die beiden Champignol. Folies Caprice. Serenissimus August XXVI. Das Modell. Das Provinzmädel. Passage. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Wintergarten. Spezialitäten. Irania. Taubenstraße 48/49. Im wissenschaftlichen Theater: 8 Ubr: Sizilien. Hörsaal 8 Uhr: Dr. M. v. Unruh: Alkohol und Wein. Sternwarte, Invalidenstr. 57/62. Im Theatersaal abends 8 Uhr: Dr. F. Ristenpart: Die Bewegung der Erdachse. Ferdinand Bonns Berliner Theater. Heute und folgende Tage: Sherlock Holmes. Anfang 8 Uhr. Theater des Westens Komische Oper. Hoffmanns Gr. Station Zoolog. Garten, Staniſtr. 12. zählungen. Ruth St. Denis. Nesidenz. Triplepatte. Lustspielhaus. Husarenfieber. Kleines. Ein idealer Gatte. Zentral. Tausend und eine Nacht. Dentsch Amerikanisches. Im wilden Westen. Der Hauptmann von Köpenid. Thalia. Wenn die Bombe platzt! Luisen. Ein Wintermärchen. Bernhard Rose früher Carl Weiß. Ausgewiesen. Abends 8 Uhr: Schützenliesel. Gutscheinhefte ungültig. Mittwoch: Martha. Anf. 7 Uhr. Gutscheinheste ungültig. Neues Schauspielhaus Dienstag, den 13. November: Der Sturm. Morgen: Der Sturm. Anfang 8 Uhr. Neues Theater. Anjang 8 Uhr. Die Condottieri. Morgen und folgende Tage: Die Condottieri. Kleines Theater. Abends 8 Uhr zum 117. Male: Ein idealer Gatte. Milliood: Man kann nie wissen. Donnerstag zum 118. Male: Ein idealer Galte. Komische Oper. Dienstag u. Sonnabend abends 8 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Hierauf: Ruth St. Denis. Mittwoch, Freitag, Sonntag: Lakmé. Im 2. Aft: ,, Cobra", ausgeführt von Ruth St. Denis. Lustspielhaus. Zentral- Theater. Allabendlich 8 Uhr: Husarenfieber. ( Operette). 8 Uhr: 100 per 2-2,50. do., Erfurter, Kopf 0,18-0,25. Wirsingfohl der Schod 3,00-8,00. Rotfohl Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Bilh. Th.) Dienstag, abends 8 Uhr: Die Verschwörung des Fiesko zu Genua. Ein republikanisches Trauerspiel in 5 Auszügen von Friedrich Schiller. Mittwoch, abends 8 Uɓr: Die Verschwörung des Fiesko zu Genua, Donnerstag, abends 81 br: Die Hoffnung auf Segen. Lortzing Theater Bellealliancestr. 7/8. Heute abend 7%, Uhr: Undine. Abonnements gültig. Morgen: Der Barbier von Sevilla. Refidenz- Theater. Direktion Richard Alexander. Dienstag, abends 8 Uhr: Der Hochtourist. Schwant in 3 Aften von Kurt Kraak und Mag Neal. Mittwoch, abends 8 Uhr: Der Hochtourist. Donnerstag, abends 8 Uhr: Donna Diana. Urania Wissenschaftliches Theater. Heute im Theater 8 Uhr: Sizilien. Hörsaal 8 Uhr: Dr. M. v. Unruh: Alkohol und Wein. Invalidenstr. 57/62, Sternwarte. Im Theatersaal: Abends 8 Uhr Dr. F. Ristenpart: Die Bewegung der Erdachse. Geute und folgende Lage inf. 8 Uhr: Zirkus Busch. Triplepatte. Schwank in 5 Aften v. Tristan Bernard und André Godsernaux. Bicomte Robert de Houdan: Richard Alexander. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Eine Hochzeitsnacht. W. Noacks Theater. Direftion: Rob. Dill. Brunnenftr. 16. Adele. Abends 7, Uhr: Monsieur Romeos Staunen erregende Automobilexperimente. Ueberfahren mit einem 70 PS. Fiat- Automobil ( Gen. 30 Zentner u. 4 Infassen.) Außerdem: Herr BurkhardtFoottit, Schulreiter. 4 Springpferde- Konkurrenz, ul. Marguerite, Schulreiferin. Herr E. Schumann mit 16 Fuchshengst. Roman b. Lot. Ang" v. Hugo Buſſe. Schauspiel nach dem gleichnamigen Aus der Pußta. d. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. Causend und eine Nacht. Donnerstag: Trompeter v. Säkkingen. Orig.- Pantomime d. Zirk. Busch. Luisen- Theater Reichenbergerstr. 34. Abends 8 Uhr: Ein Wintermärchen. Mittwoch: Ein Wintermärchen. Donnerstag: Flotte Weiber. Freitag: Sherlock Holmes. Sonnabend 4 Uhr Kindervorstellung Die sieben Raben. Abends: Else von Erlenhof. Gonntag nachm.: Maria Stuart. Abends: Flotte Weiber. Montag: Cherlod Holmes. Bernhard Rose- Theater früher Carl Weiß- Theater. Große Frankfurterftr. 132. Täglich 8 Uhr: Ausgewiesen. Soziales Voltsitud in vier Aften von Starl Böttcher. Billettvorverkauf für 8 Tage vorher von 10-1 Uhr an der Theaterkasse und ber Wertheim. Sonnabend nahm.: Frau Holle. Sonntag nachm.: Die Tochter des Herrn Fabricius. Trianon- Theater. Anfang 8 Uhr. Der Hausfreund. Sonntag nachm. 3 Uhr: Ihr zweiter Mann. Zirkus Schumann Fröbels Allerlei- Theater. Heute Dienstag, den 13. November, abends präzise 742 Uhr: Extra- Gala- Vorstellung. d.a.: Berlins größte Sensation: Die Könige der Luft Les 5 Alex. Les 5 Piroscoffis in ihren ausgezeichneten Leistungen. Hier noch nie gesehene wilde Dressur Mr. Henricksens unerreicht dastehende größte Tigergruppe 1porunter Tamany, der einzig eristierende fämpfende Riesentiger. Dir. Alb. Schumanns, neue u. moderne Dreſsuren. Um 10 Uhr: Die große AusstattungsPantomime: Ein Tag in Monte Carlo. Metropol- Theater Der Teufel lacht dazu. Große Jahresrevue in 9 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Dirigent M. Roth. In Szene gesetzt von Direktor Richard Schultz. Massary. Wolff. Bender. Giampietro. Josephi. Anf. 8 Uhr., Rauchen überall gestattet. Sonntag, den 18. d., nachm. 3 Uhr: Ermäßigte Preise Auf in's Metropol. Opollo Cheater Das große neue Programm. a.a.: The Densmores und die Bulldogge in der Küche. Liane d'Eve, Orig. Matfchiche Tänzerin. Die Seldoms. Neue Bilder. Berlin im Omnibus m. d. Omnibustrick. Sonntag, den 18. November, nach mittag 3, Uhr Familienvorstellung. Halbe Preise. Theater Folies Caprice. Linienstr. 132, Ecke Friedrichstraße. Serenissimus August XXVI. Das Modell. Das Provinzmädel. Anfang 8 Uhr. Sonntag nachmittag bei bedeutend ermäßigt. Preisen: Soll und Haben. Nach dem Zapfenstreich. Anfang 3 Uhr. Deutsch- Amerikanisches Theater. Jeden Abend 8 Uhr Gastsp. A. Philipp. Im wilden Westen und der sensationelle Lacherfolg Schönhauser Allee 148. Gastspiel Bernhard Rose- Theater Die Cameliendame. WING FARTEN 65 Dram. Gemälde in 5 Uften v. Dumas. Interessante neue Darbietungen. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Billettvorverkauf: Krüger& Oberbeck, Raftanienallee 1. Rond. Handwerker, Schönh. Allee 153. Wa ValhallaVarieté- Theater Weinbergsweg 19/20. Am Rosenthaler Tor. Das effektvolle November: Programm. Das schwarze Udel- Quartett ( The Orig. Black Troubadours). Die Kluge Roſa 14 borzüglide 14 Spezialitäten Uhr. infang 8 115r. Rauchen überall gestattet. Kottbuser Sanssouci. Straße 4a. Direktion Wilhelm Reimer Heute: Versammlung. ( Kein Theaterabend.) Sonnt., Mont., Donnerst.: Hoffmanns Nordd. Sänger und Tanzkränzchen. Neu! Re: Ein Jubiläumstag Sonnt. Beg. 5, Wochent. 8. Freitag: Extra- TheaterAbend: Romeo und Julia. Colosseum Dresdenerstr. 97. Spezialitäten 15 15 erstklassige Giza u. Blosca! Verwandelungs- Burleske: Tänzerin und Waisenrat. Truppe Sokolowsky. 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Den Mitgliedern hiermit zur Kenntnis, daß unser Genosse, der Drüder Richard Lubosch wohnhaft Admiralftr. 5( Stadtbezirt 88) gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 14. Oktober, nachmittags 4 Uhr, vom Kranken hause Bethanien aus nach dem neuen Jakobi- Kirchhof, Hermann straße, statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. 263/1 Das Duittungsbuch legitimiert und Sozialdemokratisch. Wahlverein ist beim Eintritt in das Wahllokal den Kontrolleuren vorzuzeigen. Freitag, den 23. November, abends 8 Uhr, findet in dem bezeichneten Lokal und Saal 7 die Ordentliche General- Versammlung statt. 27015 Tages Ordnung: 1. Wahl von 3 Vorstandsmitgliedern ( Arbeitgeber). 2 Damen- Jiu- Jitsu- Dr. Schünemann 2 al bon& Borstandsmitgliedern ( japanische Selbstverteidigung) Ensemble, 3 Herren, 4 Damen. 14 neue erstklass. Nummern.. Spezial- Arzt für 28062* Hant- und Harnleiden, Frauenkrankheiten. Friedrichstr. 203, Ecke Schüßenstr. 10-2, 5-7, Sonnt. 10-12 Uhr. 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Sobald nun die Kerzen angezündet find, drehen sich die Engel im Streise um die Spite des Christbaumes, wodurch ein filberhelles, feierliches Geläute hervorgerufen wird, eine schöne Ehre sei Galt in der Höhe Sllusion hervorzaubernd, des Maurergewerbes zu Berlin. Dienstag, den 20. November, abds. 8 Uhr, findet in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20 Generalversammlung der Vertreter der Kaffenmitglieder und der Arbeitgeber statt. Tagesordnung: 1. Bericht über die Tätigkeit des Borstandes. 278/ 8* 2. Ergänzungswahl des Vorstandes für die Jahre 1907 und 1908 für die ausscheidenden Borstandsmitglieder a) von den Arbeitgebern, die Herren Schmidt und Gewiß; b) bon den Staffenmitgliedern, die Herren Daehne, Lehmpfuhl, Trill und Hähnel 3. Wahl des Rechnungs- Prüfungsausschusses. 4. Beratung und Beschlußfassung über event. Aenderung der Anstellungs bedingungen der Kassenbeamten nach den Beschlüssen als des Düffeldorfer Krantentaffentages. wenn die Engelein aus den Himmelshöhen die Geburt Jesu Christi verkünden. Märchenhaft wirkt dieses entzückende Schmuckstück als Christbaumspite oder Tischdekoration. Ganze Höhe 29 Zentimeter. Garantie für gutes Funktionieren. Preis 1,25 M. und 20 Pf. für Borto bei Borhereinsendung ( auch Briefmarken). Nachnahme 20 Pf. mehr. Bei 2 bis 10 Stüd find für Porto nur 50 Pf. mit einzusenden. Wenn nicht gefällt. Geld retour. Nur bei uns zu haben! Weihnachts- Pracht- Katalog über Christbaumschmuck, Spiel waren, Puppen, Solinger Stahlwaren, Haushaltungsartikel, Waffen, Gold, Silbers, Leder, optische und Mufitwaren, Rauch utenfillen, Schirme, Stöde usw. gratis und franto. 213/1 StahlwarenJ.NEUMANN Kirberg& Comp., Foche b. Solingen, fabrik Cigarren- Fabriken- 103 Filialen. Davon in Berlin: Brunnenstr. 32. Ecke Anklamerstr. Chausseestr. 16, Ecke Invalidenstr. 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Berliner Wahlkreises. Todes- Anzeige. Am 10. November verstarb unser Mitglied, der Schmied Heinrich Meinow ( Schulftr. 72.) Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Dienstag, nachmittags 3 Uhr, bon der Halle des neuen Pauls: Friedhofes in der Seestraße aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 264/00 Der Vorstand. Nach langen, schweren Leiden starb am 12. d. Mts., unser guter Sohn, unser lieber Bruder, Enkel und Neffe 29412 Walter Kluth Cubrystraße 9 im Alter von fünf Jahren. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donners. tag, den 15. November, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause aus statt. Am Freitag, den 9. d. Mts., abends 7%, Uhr, verschied sanft nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, unser herzensguter Bater, Sohn, Bruder, Schwager, Ontel und Schwiegervater, der Restaurateur Hermann Staberock im 49. Lebensjahre. Dies zeigt tiefbetrübt im Namen der Hinterbliebenen an Frau P. Staberock. Berlin N. 20, Badstr. 18. Die Beerdigung findet am Dienstag, ben 13. b. Mts., nach mittags 3 Uhr, vom Trauerhause nach dem alten St. Pauls- Kirchhof( Seestraße) statt. 29452 Allen Bekannten zur Nachricht, daß meine liebe Frau Berta Hübner geb. Schreiber am Sonntag, den 11. November, nach langen Leiden verstorben ist. Max Hübner, Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 14., nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus 29442 Kirchhofes aus ftatt. Danksagung. Allen werten Gästen, der werten Nachbarschaft und dem B. S.-E. ,, Corona" sowie dem Lotterieberein Hoffnung" sagen für die Beteiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes und Vaters unseren innigften Dant 27165 Ww. Martha Hartmann nebst Sohn. Danksagung. Muffen, Kolliers name bei dem Hinscheiben un Für die vielen Beweise herzlicher Nur eig. Fabrikat feres inniggeliebten Gatten und Ba aus best. Material. ters fagen wir allen Bekannten und Streng reell. Freunden, sowie dem Wahlverein des Kein Zwischen- 3. 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" Man achte genau auf den in jedem Stück befindlichen Zettel mit der Aufschrift: Dänischer Kapitän- Kantabak( ges. gesch. 75658). Gen. Vertr.: C. Röcker, Berlin O., Grüner Weg 112. Amt 7, 3861. Zu haben in den meisten Zigarrengeschäften. • 90 Pf. 95 Pf. la Anthrazit Cabé. 2,20 Kots, Steinkohlen usw. zu den billigsten Tagespreisen. Anlieferung frei Steller je nach Quantum pr. 8tr. 10-15 Bf. mehr. Bet Driginal Waggons und größeren Abschlüffen verlangen Sie meine Spezial- Offerte. Hofläger: Leipzigerstr. 101/102( Equitable), Chausseestr. 1a, Oranienstr.60, Kreuzbergstr. 30( ab 15/11), Schöneberg, Hauptstr.129. 52 Seit. stark. Hauptkatalog Preis 0,25 wird bei 1. Kommis.- Bezug zurückvergütet. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Achtung! Ladentischler! Achtung! Verband der Schneider und Schneiderinnen. Konsum- Verein Donnerstag, den 15. November, abends 8%, Uhr: Mitglieder der 6rtskrankenkasse der Schneider! Vertrauensmännerversammlung Donnerstag, den 15. November, abends 8%, Uhr, in den„ Arminhallen", im Englischen Garten, Alexanderftr. 27 c. Tages- Ordnung: 96/13 1. Wie regeln wir unsere Ueberstunden. Referent: Kollege Leopold. 2. Diskussion. Der Einberufer. Jalousie Arbeiter! Donnerstag, den 15. November, abends 8½ Uhr: Kommandantenstr. 20: Versammlung aller in der Ortskaffe der Schneider versicherten Kollegen und Kolleginnen. Tages Ordnung: Die Bedeutung der Vertreterwahlen zur Ortskaffe der Schneider. Referent: Arbeitersekretär Bauer. Angesichts der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht der KassenDer Einberufer. Vertrauensmänner sitzung mitgl, zahlreich zu erscheinen. bei Friedrich, Prinzenstraße 9. Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber muß jeder Vertrauensmann erscheinen. Der Obmann. Tischmacher. Donnerstag, den 15. November, abends 8%, Uhr: Pichelswerder. Wozu ganz ergebenst einladet Aktiva Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht An Waren- Konto zu Charlottenburg. Bilanz per 30. Juni 1906. 9 • Debitoren- Konto Inventar- Konto Einrichtungs- Konto Emballagen- Konto M. Passiva M. 21 416,25 Per Geschäftsanteil- Stonto. 16 498,70 Reservefonds- Konto 2 274,69 " Erweiterungsfonds- to. 215,63 399,49 Dispositionsfonds- Konto 118,76 " Kassa- Konto 2 561,34 -19 " • 1 574,82 " 164/18 6 327,91 " Personalunterstützungs" 200, fonds- Konto " ˚ " Kautions- Konto . • " Kohlen- Konto. 517,97 130, 66,08 " " Rüdvergütungs- Konto 98,21 1903/4 5,44 " Großeinkaufs= Beteili77,98 27 gungs- Konto. " Depojiten- Konto 1146,75 431,80 . 6 953,06 " 2 211,16 " " Bäderei- Anteil- Konto 1000, " " Bußtag 29362* Berliner Bau- u. SparVerein- Konto 6 677,34 152,10 M. 35 525,02 M. 35 525,02 ♦ Großes Schlachtefest! Größere Vereine bitte um Anmeldung. Der alte Freund. Versammlung sämtlicher Tischmacher Berlins und der Vororte Bäckerei- Genossenschaft Produktion. im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal 8). Tagesordnung: Wie sollen sich unsere Lohn und Arbeitsbedingungen unter dem neuen Vertrage gestalten? Die Branchenkommiſſion. Am 18. November, vormittags um 9 Uhr, und am 2. Dezember, nachmittags um 4 Uhr, finden Urania- Vorstellungen ftatt. Zur Aufführung gelangen am 18. November:" Die Mosellande" und am 2. Dezember:" Sizilien". Die Ortsverwaltung. Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht zu Charlottenburg. Bilanz pro 15. März bis 30. Juni 1906. Attiva. An Waren- Konto. " " " " " Inventar- Konto Kassa- Konto Debitoren- Konto. Emballagen- Konto. Zentralverband der Handels-, Transport- Verkehrsarbeiter Ruutione- Stonto und Arbeiterinnen Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin I. Achtung! Verbandsmitglieder aller Branchen! Achtung! Donnerstag, den 15. November, abends 8%, Uhr: Ordentliche General Versammlung in den„ Musikersälen", Kaiser Wilhelmstr. 18 m. Tages- Ordnung: Passiva. 2283,42 M. Per Anteil- Konto. • 5063,90 1158,03 " " Darlehns- Konto. Kreditoren- Konto " " 600,53 n n Inventar- Konto. 1050,- M. 1675, 3479,71 3000, " " # 35, 100, Gewinn- und Ver" " " 1 Lust- Konto 36,17 " Summa 9240,88. Summa 9240,88 M. • Verlust- und Gewinn- Konto. 1586,15 M. Per Brutto- Gewinn.. 3854,47 M. 2107,04 n " " # An Unkosten- Konto Lohn- Konto Lieferanten RabattKonto Bilanz = 125,11 36,17 " " 3854,54 M. das Anteil 12X100 M. die Haftsumme 12X100. Die Zahl der Genossen beträgt 12 3854,47. 1200,-. 1200,-. Der Vorstand: Ang. Winter. A. Sellin. Albert Schulz. Vorstehende Bilanz ist von uns geprüft und mit den Büchern in 1. Mitteilungen. 2. Vierteljahresberichte: a) Staffenberichte; b) Arbeitsnachweisbericht. 3. Eventuell eingegangene Anträge. 4. Geschäftliches. Bei der äußerst wichtigen Tagesordnung ist ein zahlreicher Besuch erforderlich. 72/4 Mitgliedsbuch ist mitzubringen und am Eingange zur Versammlung Uebereinstimmung gefunden. borzuzeigen. Wer mit seinen Beiträgen über 10 Wochen im Rest ist, hat teinen Zutritt. Die Ortsverwaltung I. 6. Ziehung 5. KI. 215. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 12. November 1006, vormittage. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Nachdruck verboten.) ( Ohne Gewähr.) 161 242 633[ 500] 833 1048[ 1000] 118 36 530 83 611 713 88 986 2081 357 90 C15[ 3000] 740 3304 48S[ 1000] 819 945[ 500] 4288 573 651 5230 571 610 43 745 96 839 6203 429 47 683 762[ 1000] 70 71[ 500] 96 857 990 7047 185 504 836 996 8300 437 561 761 9022[ 1000] 260[ 500] 327 409 71 570 622[ 500] 47 912 10240 45 93 694 11083 237 660 732 12067 247 395 429 82 566 643[ 3000] 826 943 13027 103 13000] 634 803 14119 253 382 584 667 802 15475 81 91 591 762 16278 79 347 434 17000[ 500] 111 79 1500] 252 86 89 390 573 611 979 18046 89 119 439 69 511 685[ 500] 788 [ 5000] 90 19032 260 355 498 901 20268 394 624 818 21095 141 304 470 926 22045 64 88 124 308 23095 136 292[ 1000] 392 503 53 609 14 49 52 701 24025 73 400 686[ 500] 25005 22 37[ 500] 66 82 269 347 93 498 511[ 1000] 96 626 837 906[ 1000] 26015 85 315 484[ 500] 87 672 759 808 13 27132 342 461 669 91 731 887[ 1000] 923 87[ 3000] 28185 886 904 29032[ 3000] 75 133 620 93 714 15[ 1000] 896 904 81 30043 284 300 [ 500] 406 15 19 83 783 826 31014 112 216[ 1000] 574 830 45 908 24 32001 434 540 717 33066 104 23 207[ 500] 385 475 825[ 500] 47 73 34025 628[ 500] 902 25 35059 76 240 455[ 500] 510[ 500]$ 5 711 88 955[ 500] 36093 117 364 448 548 623 719 904 8 37093 134 212 25 1500] 469 638 490 38351 537 800 39201 788 50 658 755 40187 440 52 686 799 903 41080 658 755 81 845 76 [ 3000] 906[ 1000] 42089 197 488 576 679 91 700 26 985 [ 800] 43075 417 44074 228 29 347[ 500] 451 556 667 73 134 45033 305 423 502[ 500] 730[ 500] 46299 313[ 500] 711 814[ 3000] 080 97 47004 52 88 90[ 500] 162 468.81 [ 1000] 504 708 821 915[ 500] 49[ 1000] 48139 45[ 1000] 95 438 41 738 966 49102[ 3000] 12 218 20 313 512 78. 600 762 78 934 50103 8 313 450 509 51173[ 500] 296 337 553 686[ 500] 707 57 84 86 871 912 60 52091 424 527 720 53044 75 387 747 51[ 500] 922 54105[ 3000] 245 58 317 501 857 5:09 95 166 216 324[ 1000] 45 80 445[ 500] 81 634 714 860 941[ 500] 56026 449 931 57068[ 1000] 345 419 34 774 58038 181 304 450 790 974 59212 305 37 429 553 853 63 89 96 820 917 65 60544 61272 450 615 851 62388 540[ 500] 56 64 87 [ 1000] 846 924 63020[ 500] 108 201 648 66 722 1500] 884 64093 385 403 18 73 580 625[ 1000] 36 921 49 78 88 65488 822 975 66179[ 500] 713 28 860 67178 309 48 63 85 511 811 80 952 68020 289 308 422 669-75 69090 [ 3000] 209 435[ 1000] 49 73 543[ 500] 71 657 890 77 269 805 40 417 09 89 721 77 71147[ 3000] 59 516 13 40[ 500] 857 939 72227 425 58 73 506 9 636 794 850 73013 223 320 611 943 74093 136[ 500] 309[ 500] 407 618 09 709 17 875 75020 38[ 3000] 61 142 206. 57 725 97 896 975 76191 203[ 500] 41[ 1000] 473 830 904 77168 681 954[ 500] 98 78000 45 52[ 500] 255 679 728 110001 962 79118 208 85 384 447 569 80169[ 500] 359[ 500] 792 834 982 85 81075 177 540 99 499 600 82064 73 348 792 877. 83061 261[ 1000] 477 [ 500] 674[ 1000] 732 895 84310 636 711 13 42 85120 51 294 414 43 549 56 816 55 86520[ 500] 601 737 87544 [ 3000] 93[ 500] 691 88528[ 1000] 89013 376 426[ 1000] 652 851 911[ 3000] 90139 227[ 500] 364 75 485 545 726 91031 367 80 454 510 92150 262 927 531 45 803 46 87 [ 3000] 902 9 93139 214 44 355 714 94016 175 257 306 537 67 661 788 910 95070 74 161 211 47 380 497 540 52 [ 1000] 56 64 784 96250 364 616 789 97134 218 84[ 500] 01 590 672 74 87 98003 121 350 436 75 680 787 908 99004 81 95 326 74 415 39 648 773 100125 303.90[ 15000] 433[ 1000] 727[ 1000] 54 64 995 101167 329[ 500] 754 102117 211 478 681 765 822 77 103085 179 361 679 759 841 58 99 943 85 104102 92 281 74 393 407 20 539 909 64 105099 133 87 83 384 [ 1000] 465 562 857 987 106021 77 90 214 384 482 504 609 851 54 66[ 500] 107178 203 444 554 725[ 500] 108048 428 62 77 982 109027 55 58 457 90[ 1000] 619 727 50 110045 105 27 553[ 500] 786 800 111539 798 874 112019 247 96 344 96 500 18 29 918 113355 88 15001 89 462 690 711 815 936 82 114033 276 406 701 33[ 5001 115036 407 772 830 116081 123 90 277 337 64 427 760 117037 67[ 10000] 83[ 1000] 878[ 500] 503 62 118157 200[ 3000] 5 31[ 500] 53[ 500] 343 93[ 1000] 714 884 119152 659 909 49 72 120120 213 419 511 121043 405 122451[ 3000] 81 [ 3000] 509[ 3000] 61 601 792 123092 245 893 124290 474 76[ 5000] 913 38 83[ 1000] 125122 315 425 529 644 126223 63 94 648 765 829 956 127127 484 520 663 787 804 128086 115[ 3000] 68[ 500] 206 341 493 857 927 76 96 129415 48[ 3000] 541 92 777 844 98 934 130208 81 90 504 693 955 87 131216 25[ 8000] 48[ 500] 732[ 1000] 83 882 132291 301 509 52 728 809 133059 137 303 463 78 645 709 134815 482 726 850 916 70 135000 201 51 99 312 405 18 44 672 725 390 905 136283 93 446 73 649 932 137061 130 31 268 464 604[ 500] 807 38 86 955 82 138106 232 68 306 673 765 67 69 903 30 139116: 51 457 606 32 727 52 S18[ 1000] 85 140070 317[ 500] 435 77 671 83 704 97 809[ 500] 141004 28[ 1000] 98 222 81 367 711 935[ 500] 44 47 Der Aufsichtsrat: J. A.: Paul Liebe. Franz Voigt. 142220[ 500] 53 90 529[ 500] 643 96 1500] 814 143184 294 465 569 96 902 13000] 82 144180 352 87 815 145026 87 127-89 205 54 323[ 1000] 660 146062 313 417 18 64 514 40 645[ 500] 811 962147364 524 675 781 806 40 976[ 500] 148093 195 403[ 1000] 20 733 72 801 28.67 149333 429 604 21[ 1000] 32 41 65 752 825 959 150130 63 248 63 87[ 500] 475 747 151022 104 30 978[ 500] 152105 354 402 8 130001 748 801 153004 48 58[ 500] 322 420 71 [ 3000] 588 616 154148 54 570 677 702 155051 129 46 80 257 391 428 568 89 649 925[ 500] 88 99 156021 253 534 782 87 825 15001 72 157038 164 510 797[ 5001 158073 268 365 493 676 766 832 159450 752 67 85 160083 85 193 602 43 843 161002 97 121 22 63 483 540 693 753 896 162059 85 430 163119[ 1000] 31 379 84 517 641 164026 75 272 346 591 697 958 15000] 165188 718 166398 416 84[ 1000] 711 952 167164 205 462 70[ 500] 78 168311 22 421 39 500 58 669 702 65 169521 170014 270[ 3000] 171073 166[ 500] 216 479 [ 1000] 556 743 172114 225[ 1000] 83 501 57 769 82[ 1000] 97 831 173051 111 714 861 174.089 91 179 282 356 428 60 592 611 800 175058 681 176027[ 500] 68 314 440 518 645[ 1000] 68 70[ 1000] 969 92 177170 341 612 85% 178092[ 3000] 117 282 383 94 554 687 730 874 919 93 179057 263 342[ 1000] 408 87 534 607 91[ 500] 801 901 180015 84[ 1000] 183 400[ 1000] 523 714[ 10 000] 823[ 500] 956[ 1000] 72 181414[ 1000] 93 582 628 841 59 182114 77 257[ 500] 376 523 71[ 500] 602 12 34 751 52[ 3000] 183507 833[ 1000] 184075[ 500] 227 98 594 662 802 920 185100[ 3000] 288 370 532 55 77 615 60 759 60 874 85 959 186063 334 899 187234[ 500] 303 11 [ 3000] 19 522 95 618 188041 78 326 47 487 639 764 89 [ 1000] 189483 666 77 870 915 190130 267[ 500] 82 [ 3000] 383 419 97 905[ 500] 191184 324 97 412 83 [ 1000] 58 615 29 84 192148 707 34 69 906 15 42 49[ 500] 193001 136 328 475 563 94 608 59 811 911 194121 611 38 63 79 89 779 195073 247 430 512 609 77 914 87 196010 36 136 95 419 529 720 846 197011 104 12 239 885 913[ 1000] 198016 20[ 500] 39 41 51 226 30 368 420 [ 3000] 564 744 884 85 922[ 3000] 41 199003 113 249 91 597 816 75 81 949 200018 358[ 500] 83 496 789 201052 101 377 792 893 202229 315 455 68 712[ 500] 79 203027 90 13000] 531 793 824 903[ 500] 204126 293 334 984 205104 221 34$ 55 621 206093 295 343 46[ 1000] 753[ 500] 996 99 823 207068 119[ 500] 260 320 35 78 411 73 869 753 907 42 208510 89[ 500] 672 209241 96 886 545 96 654 765 [ 10000] 210037 273 98 492 524 706 833 42[ 3000] 211005 204 13 459 595 702 854 913 77 212102 228 44[ 1000] 421 [ 3000] 34 629 792 948 213025 408 23 38 796[ 500] 840 T1000] 214203 303 11 554 72 87[ 500] 215056 191 352 607 64 748[ 1000] 942 55[ 3000] 79 216056 120 84 264 83 85 536 55 82 87 603 24 85 804 25 217226 656 745 883 964 218058 209 58 328 69 497 1500] 617 39 921 219158 467 504 731 856 955[ 1000] 220090 380 423 644 741 922 221016 37 168 225 97 361 501 896 985 222142 223117 239 402 670 760 24308 693 969 225281 412 674 736 846 226171 232 391 543 757 830 921 227104 15 33 251 419 673 699 796 [ 1000] 885 228324 83[ S000] 695 816 944 229072 158 [ 500] 84[ 3000] 204 62 90 736 230034 109 238[ 500] 40 53 89 482 523[ 3000] 674 836 68[ 1000] 231052 129 64 208 33 303[ 1000] 76 902 232007 15 150 263 70 361 426 552 98 840[ 500] 233074 260 76 457 641 795 11000 871 990 234009 90 284 391 647 721 96 950 235038 208 366 425 697 954[ 1000] 236086[ 3000] 396 546 15001 53 824 57 237066 125 340 49 592 734 84 852 92 238021 158 236 43 360 429 55 91 673[ 500] 782 857[ 1000] 239104 240019 125 270 6-47 748 49 241218 545 986 39 242231 90 564 696 818 243921 81 244031 122 259 419 98[ 500] 642 790 245077 176 258[ 500] 305 479 581 613 87 78 86 88 775 81 92 832 82 90 906 1600] 29 246150 62 342 462 72 608 18 701 817 973[ 500] 247109 310 538 49 676 700 933 71 248034 394 573 84 699 799 962 249223 361 413 49 60 548 250418 27 42 896 251347 414 708 15 83 827 252463 515 55 63 639 253025 217 [ 500] 986 980 254074 200[ 3000] 9[ 1000] 431 559 751 816[ 500] 900 255024 106 846 403 12 89 588 685 975 256007 84 151 250[ 500] 93-349 531 950 257394[ 500] 434 55 508 99.665 96 258039 65. 172 325 406 561 L[ 1000] 73 602 48[ 3000] 832 946 259001 75 77 82 165 258 69 391 438 781[ 500] 955 62 [ 500] 260074 94 151 70[ 500] 239 333[ 500] 461 618 68 745 80 86 958 15001 261111 1500] 251 414 526 262052 124 304 682 98 704 77 263114 274 82 91 751 75 813 25 59 905[ 500] 264040 246 90 457 695 714[ 3000] 887 265051 55 87[ 3000] 180 487 542 73 720 266008' 225 43 346[ 1000] 437 595 267017 295 700 268007 80 120 54 55 208 52 303 93 699 993 269081 211 63 806 622 270115 506 28 615 24 705 906 271035 98 412 757 70 828 44 272013 351[ 500] 54 89 439 612 811[ 500] 16 97 905 273022[ 500] 132 35 308 448 503 37 77 13000] 99 702-78[ 500] 889 921 87 274179 403 610 822 987 275368 543 694 716[ 3000] 276239 95 819 97 602 47 833 991 277198 99 612 54 778 838 87 989 278329 498 694 279137 208 48 815 60 901[ 500] 43 57 280062 588 689 99 815 98 281078 260 99 372 465 518 707[ 500] 282076 81 311 402 9 27 31[ 8000] 640 715 899 937 283157 206 41 426 645 988 284067 809[ 500] 529 34 608 944[ 500] 86 285219 654 958 286097 207 332 406 17[ 10 000] 592 847 902 287163 428 28 51 664 [ 500] 67[ 500] 811 69 921 Im Gewinnrade verblieben: 1 Prämie à 800 000 M., 1 Gewinn à 500 000, 1 à 150 000, 2 à 100 000, 1 à 75 000, 2 à 60 000, 5 à 50 000, 3 à 40.000, 12 à 30 000, 21 à 15000, 60 à 10 000, 12 à 5000, 1720 à 3000, 2696 à 1000, 4209 à 500, 1 207/17 Rüdvergütung 1904/5 72,54 Kreditoren- Konto Darlehns- Konto. Geminn u. VerlustKonto Gewinn- und Verlust- Konto. An Inventar- Konto " Einrichtungs- Konto. Zinsen- Konto " Unkosten- Konto Bilanz- Konto • M. 171,91 M. 703, Per Zinsen- Bank- Konto. 25, " . · 45, " Großeinkaufs- Rückver• 20 781, 197,15 6 677,34 " " Waren- Konto 26 231,34 M. 28 231,34 Lieferanten- Gewinn- to. 669, gütungs- Konto Kohlengewinn- Konto. 587,91 . 28 231,34 Mitgliederbewegung. Uebernommen am 1. Juli 1905 1124 Mitglieder " . . B Eingetreten während des Jahres 224 Im Laufe des Jahres sind ausgeschieden Verbleibt ein Mitgliederbestand am 30. Juni 1906 Die Haftsumme. Die Haftſumme betrug am 30. Juni 1905. In Abzug für 83 Ausscheidende 83 × 30. Verblieben Hierzu kommen durch Beitritt 224 × 30. Somit beträgt die Haftſumme Geschäftsanteile. Die Geschäftsanteile betrugen am 30. Juni 1905 Gingezahlt find im Laufe des Jahres. 706,73 M. Durch Zuschreibung erhöhten sich dieselb. 2407,61 Sa. Ausgezahlt wurden im Laufe des Jahres. 1469,39 Laut Statut Abf. 84 d. Reservefonds überwies. 38,59 Mithin verbleibt ein Anteil am 30. Juni 1906 Der Vorstand. Aug. Winter. A. Sellin. Joh. David. Für den Aufsichtsrat: B. Borchardt. 6. Ziehung 5. K1. 215. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 12. November 1906, nachmittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) ( Nachdruck verboten.) 157 246 374 448 58 575 769 1017 452 59 935 2077 210 843[ 500] 402 667 965 69 74 3066[ 500] 67 149 55 326 441 75 655 725 897 4082 484 541 696 5225 385 410 570[ 1000] 950 6068[ 10000] 142 91 536 75 655 94 812 35 7007 123 [ 500] 243 408 593 697 823 949 8086 381 86 88 458 77 546 [ 500] 637 880[ 3000] 9264[ 3000] 303 24 478 586 77 1500] 975 10101 818 40 565 890 906 84 85[ 500] 11037 54[ 500] 226 551 908 12 26 65 12034 115[ 1000] 71 92 204 41[ 1000] 83 591 870[ 500] 77 13143 342 78[ 3000] 415[ 500] 73 618[ 500] 14257 470 15002 62 869 16071 201 529 681 858 60 17130 210[ 500] 528 678 727 990 18226 77 425 37 512 [ 10000] 720 927[ 1000] 19238[ 1000] 81 384 430 555 70 [ 3000] 788 853 20040 398 495 542 678 21101 444 560 794 910 37 22020 77 145 231 301[ 3000] 459 829 45 83 959 23045 [ 500] 103 61 205 448 601 35 97 771 827 24011 113 14 66 [ 500] 485 500 657 78 810 964 25008 24 189 202 4 32 25 834 431 508 37 48 777 26075[ 1000] 236 45 428 75 533 722 27010[ 600] 77 294 306 680 37[ 1000] 701 62 28006 10 [ 500] 61 291[ 1000] 520 752 70 802 19 29040 267 365 442 49 500 628 30051 275[ 1000] 82 516 27[ 10000] 646 721 31032[ 500] 56 248 433 58 536 52 627 78 91 729 52 906 33039 52 392 463 64 34024 67 102 208[ 500] 625 48 58 708 45 872 35126 415 905[ 1000] 37[ 500] 36103 14 25 287 420 957 37221 769 902 38217 335[ 500] 748 54 39009 334 436 516 47[ 500] 615 41 723 70 75 40002 11 118 67 203 28[ 500] 396 402 63 788 837 91 41065 76 92 95 171 896 607[ 1000] 871 42505 625 68[ 1000] 86 88 714 970 43314 436[ 1000] 717 19 50 882 44208 15 [ 3000] 409 590 758 889 45162[ 8000] 65 236 55 589 815 947 46172 279[ 600] 439 540 772 927 47218 70[ 500] 382 514 71[ 1000] 716 86 48128 60 672 769 987 49025 202 673 [ 1000] 897 930[ 500] 50018 68 575 710 878 949 69 51088 126 225 76 302 38 438 555[ 3000] 52070 207 8 306 50 64 411 84 577 652 77[ 500] 79 84 991[ 500] 53098[ 1000] 100 45 58 221 533 59 671 793 874 959 74 54067 196 331 32 655 [ 1000] 83 708 56[ 500] 883 988[ 500] 55049 288 485 775 96 968 56089 101 387 404 19 30 593[ 500] 613[ 1000] 851 57147 261 303 67 443 682 820 942 58290 530 655 743 59220 442 584 827[ 3000] 60085 290 535 905[ 3000] 61197 209 499 503 20 655 704 59 847[ 3000] 48 975 62040 356 474 63000 15 348.456 T28 842 64092 119 20 502 628 721 865[ 30 000] 65006 [ 500] 323 904[ 8000] 99[ 5001 66019 77 177 93 94 302 642 778 67191 440 532 634 63 68019 82[ 500] 140 87 230 309 95 466 521 30 70 707 69128 329 85 600 19 49[ 3000] 763 886 70116 210 19 30 482 541 809 71381 443 553 72043 66 130 96 203 42 332 545 78 94 635 740 848 978 73084 280 544 € 94 850 91 74198 308 21[ 500] 800 912 16 78[ 30 000] 92 75019 441 77 506 66 646 55 758[ 500] 954 76120 225 397 438 881 77120 469 600[ 3000] 55 749 97 919 78500 689 796 935 75 79042 293[ 3000] 98 367[ 500] 579 618 80029 82 118 282 477[ 3000] 544 965 81189 222 57 828 447 736 49[ 500] 54 865 78 82082 86 193 352 558 686 737 853[ 30001 977 83036 200 9 37 418 41 47[ 500] 683_759 838 933 60 84048 181 405[ 500] 540 607 99 954 80 85058 77 215 80 547 743 54 836 61 921 28 86203 360 90 431 736 95 874 87130 249[ 500] 99 302 805 38 88183 95 220 351 [ 1000] 641 48 769 963 89145 53 95 328 72 686 910 87 90314[ 3000] 616 894 91058 533[ 500] 44 50 643 768 88 908[ 500] 58 92052 143 45 384 561 94 716 32[ 1000] 50 93204 325 512[ 500] 812 56[ 3000] 973 94115 264 333 41 496 585 776 827[ 500] 95263 845 881[ 500] 948 96049 255 830 35 511[ 500] 96 636[ 500] 791 969 97141 227 64 430 543 46 91 877 98038 74[ 1000] 203 581[ 500] 661 842 962 99007 48 49 272 413 635[ 500] 95 775 899[ 3000] 960 100016 62 94 97 111[ 500] 70 271 420 86 744 101162 [ 1000] 97 251 352 97 508 686 723[ 500] 833 102148[ 500] 69 309 25 85 479 577 855[ 3000] 103056 237 552 622 51 87 865 923 95 104109 365 98 C45 57 78 794 869 994 105317[ 500] 80 543 642 44[ 3000] 106004 318 690 971 [ 500] 107329 43 445 508 99 108196 297 327 37 93 529 65 805 975 109068 76 164 70 287 876 422 39 675 110647 822 111597 834 55 90 112057 95 142 321 702 21 81 894 113160 73[ 500] 829 85 939 80 114031 75 413[ 500] 609 12 911 11262 386 744 58 93 116044 113 854 65 772 809 25 916 117189 265 440 79 91[ 5000] 118128 369 87 761 [ 3000] 827 91 940 119172 293 322 474 539 71 704 1500! 23[ 1000] 841 120229 35 444 555 038 789 829 968 121166 205 06 90 307 610 37 700 88 863 94[ 500] 922 122054 418 646 54 853[ 3000] 66 975 79 123177[ 800] 411 782 124056 91 838 419 79 94 510 71 720 870 125078 1500] 193 212 73 [ 500] 498 656 126030 190 94 214 356 582 88 713 872 930 127056 71 124 40 230 37 58 382 537 673 1500] 90 791 810 128012[ 500] 428 63 516 986[ 3000] 129082 306 7 779 130080[ 500] 170 256 99[ 500] 398 402 695 97 755 131009 27[ 1000] 146 357 677 132175 296 1500] 683 810 133063 [ 500] 508 671 969 134002 109 80 288 418 536 95 785 857 135126 227[ 5001 837 409 899 933[ 1000] 56 136180 " 1348 Mitglieder 83 1265 Mitglieder 33 720 M. " 2 490 31 230. 6.720 37 950 9 " " 14 892,34 M. " 1 3114,34 18 006,68 M. " 1 507,98 16 498,70 M. A. Schönborn. H. Bade. H. Jakob. 207/18 [ 500] 847 77 453 985 87 137193 701 823 972 82 138088 193 344[ 500] 412 575 602 717 89 906 19 139022[ 500] 198 837 695 828 140112 60 87[ 500] 240 300 26 418 861 141070 78 102 310[ 3000] 470 588 614[ 3000] 760 873 955 142006 114 650 745[ 1000] 828 86.995[ 3000] 143241 70 81 813 77 497 627 796 816 144218 28 91 518 40( 5000] 49 145087 306[ 500] 556 629 710 889 146041 154 86 285 475 576 78 982 147084 125 50[ 3000] 302 18 24 95 409[ 8000] 538 88 923 149002 30 34 75 131[ 3000] 255 82 328 94 438 77 844 15005 231 492 716 23 46 e9 151009 69 80 272 498 38 85 681 961 152139 40 49 231 381 510 31 86[ 500] 82 819 153066[ 500] 98 228 871 72 722 75 154004 10 67[ 1000] 297 591 98 628 96 917[ 500] 42[ 3000] 99 155275 821 461 586 781 156565 650 54[ 3000] 157072 272 581 673 811 995 158209 447 56 512[ 500] 48 661 800 13 159111 275[ 800] 603 5[ 1000] 160072 187[ 1000] 211 365 744 805 26 69 90 966 161212 572 780 881 901 162196 312 15[ 500] 433 512 45 54 924 163031 525 71 627[ 500] 164016 329[ 1000] 403 [ 500] 818 97 966 165083 119 282 50 346[ 500] 457 72 765 166049 58-64 143 96 99 208 486 905 167020 112 684 168196[ 3000] 325[ 1000] 668 169058 487[ 500] 748 824 170281 309 15 404[ 500] 74[ 500] 518 67 171100 281 89 817 787 90 881 172014 78 226 36 68 325 76 401 588 778 173078 166 90 239 377 527 94[ 500] 722 88 852 84 174158 883 564 87 600 862 922 95 175009 270 846[ 500] 99 588 778 176548 709 92 1500] 978 177110 281 85 623 719 910 51 178247 77 366 618 35 865 179054 113[ 500 299 827 65 926 180109 409 181089 149 693[ 3000] 96 99 717 182062 84 210 45 309[ 500] 520 756 183042 145 212 377 455[ 500] 860 909 184250 605 881[ 1000] 185223[ 3000] 300 80 85 457 90 527 627 28 805[ 3000] 186305 29 53 410 574 187172 489[ 1000] 650 772 932 188248 77 549 61 736 189278 302 6 485 99 719[ 1000] 860 65 97[ 500] 90% 190050 126 84 285 88 95 652 977 191405 612 794 828 192120 78 88 312 825 193462 84 506 775 81 820 960 194134 377 410 55 639 716 892[ 500] 195114 213 32 590 721[ 500] 918 196149 554 75[ 500] 197106 229$ 36 79 595 198393[ 3000] 555 780 833 93 907 199172 733 810 956 200360 453 60 575 697 854 906 201172 289[ 3000] 376 413 558 706 36 976 202109 213 330 54 63 420 95 565 868 203242 317 413 638 40 728 915 27 204019 161 821 205313 415 582 882 36 97 206112 495 665 724 61 803 68 207217 849 540[ 500] 641 930 208053 78 295[ 500] 484 609[ 1000] 740 209068[ 1000] 413[ 3000] 34 40[ 500] 555 [ 1000] 210504 781 906 211258 405 60[ 1000] 530 748 807 924 212125 36 97 394 99 826 57 904 87 213049 360 405 13[ 3000] 22 214094 191 378 675 985 215110 72 90 859 71 778 842 905 216067 104 8 30 79[ 500] 204 398 579 843[ 500] 217059 183 235 50 370[ 1000] 596 630 862 945 59 218076 77 102 200 404 61 867 94 991 219172 844 414 48[ 1000] 523 623[ 500] 753 823[ 500] 912 220238 561 83 480[ 500] 818 979 221011 17 61 139 43 66 298 920 222015 67 83 223051[ 3000] 84 138 279 82 572 738 47[ 1000] 930 99 224017[ 3000] 219 81 332 93 581 620 774 916 225125 220 371 458 521 98 882 83[ 500] 902 226218 358 429 505 677 776 964 227040 70[ 500] 210 554 636[ 500] 814 91 228062 227 370 73 401 24 660 66 717 229045 275 886 628 39 230109 231036 41 499 515 99 871 89 232172 593[ 3000] 685 797 233077 127 206 870 449 [ 3000] 519 234014 321 43 410 76 533 603 18 792 900 45 59[ 500] 235096 194 319 750 78 1500] 851 236043 1500] 87 126 91 436 97 500[ 500] 1 687 733 987 237529 782 819 42 60[ 1000] 942 238072 79 263 323 90 434 523 799 239008 75 157 308 577 657 783[ 1000] 240158 215 637 717 241008 87 213 308 70 430 582 665 744[ 500] 65 858 242064 303 459 520 243168 300 48 652 755 810 74 917 244330 418 599[ 1000] 245089 40[ 500] 78 79 292 384 96 439 737 246124 61 251 418 580 732 247024 138[ 500] 58 326 28 448 740 60 905 248010 522 652 67[ 1000] 249095 215 86 642 743 977 250167 236 362 420 565 720 98 251273[ 3000] 828 587 608 718 811 252054 236 42 495 506 690 792 253035[ 500] 50[ 500] 53 221 401 2 33 934 254049[ 500] 814 30 997 255327 552 61 754 74 826 76 944 84 256177 570 632 40 86 257200 11 639 748 258053 273 328 568 97 712 848 90[ 15 000] 916 259355 90 947 260095 265 371 469 88 862 910261116 49 309 55 [ 500] 72 427 543 633 262241 857 446 67 606 263105 240 79 323 538 625 801 913 80 81 264526 813 265101 41 414 794 942 266257 73 387 509 658 754 91 96 811 267070 93 218 70[ 500] 725 85 268045[ 500] 132 608 35[ 500] 269364 94 852 270016 469 521[ 3000] 729 271355 571 634 771 998 272034 283 632 87 760 273355 402 706 949 274346 49 613 275006 76 87 116 261 362 450 60 632 81 899[ 500] 276139 53 396 442 797 817 977[ 3000] 277187 276 329 435 48 805 52 82 766 922 278110 283 361 505 728 862 80 [ 3000] 279077 113 55 87 247 83[ 500] 339 79 442 89 549 851 72 996 280224 59 13000] 65 300[ 1000] 459 62 648 915 281104 219 68 396 504 809 282049 290 455[ 500] 513 82 741 988 982 88( 500) 283276 365 732 1500] 816 942[ 500] 284080 282 458 586 698 285122 80 383 429 520 671 713 893 286021 115 278 287011[ 3000] 111 288 52 61 339 472[ 500] 541 49 617 80 1500] 781 824 46 48 913 Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärks Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW ta Nr. 265. 23. Jahrgang. 3. Inlaut des Jaiaiärts" Ittliatt lolliablatt. Iienstag, 13. November 1906. Gerichts-Zeitung. Eine Abrechnung mit dem altpreußischen Plakatgesetz. Von größter Bedeutung für unser öffentliches und gewerbliches Leben find� die Rechtsfragen, welche dem ersten Strafsenat des Kammcrgerichts in seiner letzten Sitzung zur Entscheidung unter- breitet wurden. Ter§ 30 Abs. 2 des Reichs-Preßgesetzcs besagt, dch; durch dieses Gesetz nicht berührt sei das Recht der Landesgesetz- g-bung, Vorschriften über das öffentliche Anschlagen, Anheften, Aus- stellen, sowie die öffentlich, unentgeltliche Verteilung von Bekannt- machungen, Plakaten und Aufrufen zu erlassen. Vom alten prcu- wichen Preßgesetz kommen nun nach der Rechtsprechung noch in Be- tracht die§z g und 10, letzterer in der durch den Wortlaut der stierten Bestimmung des Reichsgesetzcs und durch§ 43 Abs. S der ©etocrJ&eor&nuiig etwas veränderten Fassung. In dem wichtigen Rechtsfall, von dem die Rede sein wird, handelte es sich um das öffentliche Anschlagen. Anheften und Ausstellen von Bekanntmachungen. Plakaten und Aufrufen. Das soll nach§ 10 des preußischen Preßgesetzes, der allerdings in seiner alten Fassung nur die Bezeichnungen„Druck- schriften oder andere Schriften oder Bildwerke" gebraucht, auf �öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen oder cm anderen öffentlichen Orten nur dem gestattet sein, der dazu die Er- laubnis der O r t s po liz e i b ehö r d e erlangt hat, und, hm auch nur dann, wenn er den Erlaubnis- schein, in welchen sein Name ausgedrückt sein muß, bei sich führt. Die Erlaubnis kann jederzeit zurück- genommen werden. Vorher aber bestimmt der§ 0:„A n s ch l a g e- z eitel und Plakate, welche einen anderen Inhalt haben. als Ankündigungen über gesetzlich nicht verbotene Versammlungen, über öffentlich Vergnügungen, über gestohlene, verlorene oder gefundene Sachen, über Verkäufe oder andere Nachrichten für den gewerblichen Verkehr, dürfen nickst angeschlagen, angeheftet oder in sonstiger Weise öffentlich aus- gestellt werden. Auf die amtlichen Bekanntmachungen öffent- licher Behörden sind die vorstehenden Bestimmungen nicht an- wendbar." Ter Barbier Kiescwettcr aus Halbe in der Mark war nun vom Landgericht Frankfurt a. O. als der Berufungsinstanz wegen Uebertretung des{j 10 des preußischen Pretzgesetzes zu einer Geld- strafe verurteilt worden, weil er in zwei Lokalen in Halbe je ein Plakat—• Einladung zur Versammlung der Fabrik-, Land- und Hülfsarbcitcr und Arbei- terinnen— ohne polizeiliche Erlaubnis ausgehängt habe. Das Landgericht ging davon aus, daß es nicht darauf an- k o m m e, daß es sich hier um eine Ankündigung über eine gesctz- lich nicht verbotene Versammlung und somit um ein zum öffent- lichen Ausstellen, Anheften oder Anschlagen durch§ 9 zugelassenes Plakat handele. Zum Anschlagen oder Anheften(Aushängen) in einer Gastwirtschaft, d. h. einem öffentlichen Orte, hätte er trotzdem nach Z 10 er st die polizeiliche Erlaubnis haben müssen. Denn der K 9 erlaube nicht ohne weiteres, daß jemand die dort näher bezeichneten Plakate öffentlich an- schlagen, anheften oder ausstellen dürfe, sondern er verbiete generell das öffentliche Anschlagen usw. von Plakaten mit einem anderen Inhalt, als den dort aufgeführten. Gegen diese Auslegung wandte sich ausführlich Rechtsanwalt Dr. Karl Liebknecht in der Rechtfertigung der für den An- geklagten eingelegten Revision. Unter anderem führte er aus: Der § 10 könne nur in Verbindung auf§ 9 verstanden werden. Im Gegensatz zum Urteil des Landgerichts und zu anderen Ent- scheidungen wäre nun anzunehmen bei Berücksichtigung beider Paragraphen, daß§ 9 das Anschlagen von Plakaten mit einem anderen Inhalt, als er ihn nenne, nur verbieten wolle, soweit nicht eine Erlaubnis sZ 10) vorliege, und daß § 10 nur in Bezug auf die s o n st i g e n, nicht im§ 9 genannten Plakate die Bestimmung treffe, daß sie nur mit polizeilicher Genehmigung angeheftet werden dürften. Alle im§ 9 genannten Plakate sollten somit zum öffentlichen Anschlagen usw. eine Erlaubnis gemäß§ 10 nicht bedürfen. Also müßte der An- geklagte, der die„Ankündigung einer nicht verbotenen Versamm- lung"(K 9) in den Lokalen aushing, schon deshalb freigesprochen werden, weil er einer Erlaubnis dazu gar nicht bedurft hätte. Die Auffassung des Landgerichts würde zu den u n- geheuerlichsten Konsequenzen führen. Zunächst käme daS Unsinnige heraus, daß selbst„amtliche Bekannt- machungen öffentlicher Behörden"(A 0 Absatz 2) nur mit polizeilicher Genehmigung angeschlagen und angeheftet werden dürften. Und dann dürften danach andere Plakate, als§ 9 Absatz 1 nenne, auch mit polizeilicher Erlaubnis niemals angeheftet werden. Schlechterdings müßten dann z. B. die Anzeigen für allein reisende junge Mädchen, welche sich in allen Eisenbahnzügcn und auf allen Bahnhöfen befänden, verfolgt werden, denn sie wären nach diesem Standpunkt selb st mit polizeilicher Gcneh- migung niemals an öffentlichen Orten statthaft, weil sie in- haltlich nicht unter die im§ 9 aufgeführten Bekanntmachungen und Plakate gehörten. Dasselbe würde zutreffen auf alle möglichen Anzeigen, die ein Bedürfnis unserer Zeit geworden seien. Der Anwalt führte eine ganze Anzahl an und nannte auch die A n- zeigen über die Unfallstationen. Eine weitere Kon- sequenz wäre, daß alle Plakate, auch welche§ 9 nenne, nur mit polizeilicher Genehmigung angeheftet usw. werden dürften, also auch wenn sie nichts anderes enthielten, als Nachrichten für den ge- werblichen Verkehr, Vergnügungsanzeigcn. Nachrichten über gc- stohlene oder gefundene Sachen usw. Alle Plakate in Gastwirt- schaften über Bier, Maschinen, landwirtschaftliche Maschinen, Reise- gelcgcnhciten, Badcortsanzeigcn usw. usw. bedürften der Polizei- lichen Genchmigiliig, ebenso die Plakate in den Eisenbahnen, Straßenbahnen usw.. obwohl dafür niemals eine Genehmigung eingeholt werde. Unser ganzes Plakatwcsen beruhe auf einer Basis, die nach der Auffassung des Vorderrichters von Grund aus ungesetzlich wäre. Und es werde danach fortgesetzt vor den Äugen der Be- Hörde und mit Genehmigung der Polizei gegen die ZZ 9 und 10 verstoßen. Selbst die Behörden wollten also die Konsequenz en nicht ziehen, die unstrittig jener Standpunkt, den das Landgericht hier wieder vertreten habe, ergebe. Bei unbefangener Interpretation des Wortlautes der KK 9 und 10 könnten diese nur im Sinne der Auslegung des An- walts verstanden werden.— Der§ 10 spreche davon, daß das Plakatieren nur demjenigen gestattet sei, der von der Polizei die Erlaubnis dazu erhalten habe und diesen Schein bei sich führe. Wenn nun die Auffassung des Vorderrichters zuträfe, dann müßte jeder Gastwirt, wenn er in seinem Lokal ein Plakat aushängen wolle, auf die Polizei berufen und sich dort den Erlaubnisschein ausstellen lassen, und mit diesem bewaffnet, dürfte er dann erst die Arbeit ausführen. Das wäre doch eine Unsinnigkeit. Das Gesetz gehe aber offenbar davon aus, daß dieser Erlaubnis, die mit herum- zutragen sei, nur solche Personen bedürfen sollten, die es regel- mäßig wiederholt(berufsmäßig) ausführen.— Der Anwalt wies weiter nach, daß eine Episode aus der Entstehungsgeschichte des Gesetzes, die gegen ihn verwendet werden könnte, nur schein- bar. nicht aber in Wirklichkeit, gegen seine Auffassung spreche. Zum Schluß betonte er: Das gewerbliche und öffentliche Leben vertragessich nicht mit dem alten Gesetz, und wenn die Auslegung des Landgerichts vom Kammergericht aufrecht erhalten werden sollte, würde es zu einem Zweikampf kommen zwischen den Bedürfnissen des Lebens und dem Gesetz, wobei das Gesetz sicherlich unterliegen werde. Es würde dann dafiir gesorgt werden, daß nicht nur die Plakate über Versammlungen, sondern auch solche über den gewerb- lichen Verkehr usw. von der Polizei kontrolliert werden müßten. Der Oberstaatsanwalt war zwar für Verwerfung der Revision, hob aber ebenfalls hervor, daß das Gesetz zu absonder- lichen Konsequenzen führe, die eine Abänderung unbedingt nötig machten. Das Kammergericht verwarf die Revision des Angeklagten: Die große Bedeutung der Frage für den gewerblichen Verkehr sei vom Senat nicht verkannt worden. Auf Grund einer vollkommen selbständigen Prüfung des Verhältnisses von Z 9 zu 8 10 komme der Senat aber doch zu einem anderen Ergebnis wie der Verteidiger, nämlich dem:§ 10 wolle nicht den Z 9 ein- schränken oder erweitern. Er habe eine andere Bedeutung. Der § 9 bestimme, daß überhaupt nur solche Plakate zu- gelassen werden sollten, wie er sie aufführe. Und 8 10 wolle vorschreiben, daß jedermann, der Plakate irgendwelchen Inhalts öffentlich ausstellen, anschlagen, anheften wolle, dazu einer polizeilichen Erlaubnis bedürfe, die eine solche für den Einzelfall oder eine generelle seiy könne. Gewiß sei es richtig, daß § 9 einen rückständigen Standpunkt vertrete und allerlei untersage, was nach dem heute Herr- schenden Verkehr allgemein als erlaubt ange- sehen werde. Daraus folge aber nur, daß der Verkehr seit- dem gewachsen sei. Der Richter könne aber nicht ein einmal vorhandenes Gesetz nach dem Verkehr ummodeln. Es müsse bei der Vorentscheidung bleiben. Ist auch immerhin anerkennenswert, daß selbst der OberstaatS- anwalt und das Kammergericht den veralteten Charakter des Ge- sctzes von 1851 anerkennen, so ist dem öffentlichen Leben hiermit nicht gedient. Trifft die Auffassung des Kammergcrichts über die Auslegung der Plakatparagraphen zu. so m u ß g e f o r d e r t w c r- den, daß das Gesctz auch in vollem Umfange, ohne Rücksicht auf die Parteien, Anwendung finde. Welches Gesetz berechtigt die Staatsanwaltschaft z. B., die von dem Verteidiger angeführten Fälle der Plakate auf Eiscnbahnperrons usw. nicht zu verfolgen? Solche Verfolgung würde wohl zu einer endlichen Beseitigung der Plackereibestimmungen führen. Sittlichkeitsfexerei vor Gericht. Der Prozeß des bekannten Lizentiaten Bohn gegen den Herausgeber des„SimplicissimuL" Langen gelangte gestern vor dem Berliner Schöffengericht zur Aburteilung. Ueber die Vorgänge der Klage und den angeblichen Versuch des Klägers, eine öffent- l i ch e Klage anstellen zu lassen, haben wir bereits am 9. November berichtet. Bohn hatte auf dem Bremer sogenannten Sittlichkeitskongreß 1095 behauptender„SimplicissimuS" trage durch seine Inserate „Schmutz ins Land". Darauf erschien in einer Beilage zu Nr. 32 des „Simplicissimus" voin 7. November 1905 eine Erklärung des Herrn Langen„In eigener Sache", in welcher er darstellte, daß der „SimplicissimuS" seit Jahren jedes auch nur anstößig erscheinende Inserat strenger zurückgewiesen habe. als manche konservativen Fnmilienblätter, und deshalb die Erklärung dcS Liz. Bohn als „Lüge" bezeichnet. Diese Bezeichnung will der Lizentiat als Be- leidigung bestraft wissen. Beklagter legt dar. daß nach seiner Ueberzeugung Liz. Bohn sein(Langens) Bestreben, unsittliche Inserate vom„Simplicissimus" fern zu halten, sehr wohl gekannt habe.— Justizrat Heim Bach als Vertreter des Klägers gibt als durch- aus möglich zu, daß der Angeklagte Berkehrungen gegen Aufnahme von Schmutzinseraten getroffen habe, eS lasse sich jedoch nachweisen, daß trotzdem schmutzige Inserate im„SimplicissimuS" erschienen seien. Justizrat B e r n st e i n aus München führt auS: Es sei für den Angeklagten gar kein Zweifel, daß Liz. Bohn mala ficke gehandelt habe. Er habe gewußt, daß Herr Langen schon in einer Zuschrift an die„Tägl. Rundschau" des längeren seine Bestrebungen, unsttt- liche Inserate nicht zuzulassen, klargelegt habe, im Abgeordneten- hause sei dieses Bestreben öffentlich als Tatsache hingestellt ivordcn. Liz. Bohn mutzte wissen, daß auch zahlreiche andere Blätter dieselben Annoncen enthalten, die den Anstoß des Privat- klägers erregen. Er hebe aber aus allen Blättern nur zwei Blätter heraus, die ihn und seine Bestrebungen an« greifen. Daraus gehe hervor, daß Liz. Bohn an dem Blatt des Angeklagten Rache nehmen wolle für den redaktionellen Teil desselben. Der Angeklagte habe den Inseratenteil keines Blattes am 1. Oktober 1904 an Rudolf Masse ver- pachtet und wiederholt eine genaue Prüfung der Annoncen an- empfohlen. Wenn hier und da trotzdem ein Inserat uiiterlaufe. welches in sittlicher Beziehung verdächtig erscheine, so sei dies ein Uebelstand, gegen den jeder Verleger machtlos sei. Der Verteidiger verwies unter anderem auch auf den Prozeß, in welchem Ludwig Thoma wegen eines die Person des Pribatklägers behandelnden Gedickts zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt worden ist, um daraus die persönlichen Rachegefiihle des PrivatklägerS herzuleiten und erwähnte auch eine Tatsache, die er(Verteidiger) aus den Akten zu seinem Erstaunen habe feststellen können. Der Privatkläger habe nämlich in einem Prozeß gegen Thoma vom Januar 1906, in welchem dieser sich auf eine aggressive Rede des Privatklägers bezog, zu den Akten des Schwurgerichts in München den angeblichen Wortlaut seiner Rede eingereicht, aus� welchem aber seltsamerweise die gravierendsten Stellen weggelassen gewesen seien. Das Vorgehen des Klägers erweise, daß es ihm nicht darum zu tun sei, wirklich die Sittlichkeit zu fördern, sondern seine persönlichen Feinde zu treffen. Anderenfalls hätte er die gesamte Presse sorgsam auf das Vorkommen solcher Inserate prüfen müssen.— Auf Antrag deS Verteidigers wurde eine ganze Reihe von Inseraten derselben Qualität, wie die vom Privatkläger gerügten, verlesen, die in verschiedenen Bürger- lichen Blättern gestanden haben. Ebenso wurden Briefe des An- geklagten an Rudolf Masse und an Besteller von Inseraten verlesen, in denen Annoncen, die im„Simplicissimus" er- scheinen sollten, zurückgewiesen wurden. Der Verteidiger beantragte die Freisprechung des Angeklagten, da diesem der 8 193 Strafgesetzbuches zugute kommen iniisse und die Erwiderung einer Beleidigung auf der Stelle vorliege. Dem Angeklagten liege an der Feststellung, daß die Beleidigung seitens des Privatklägers ohne jeden Grund erhoben ist. Die erste Beleidigung hat sich der Privat« kläger zuschulden kommen lassen. Ihm stehe der gute Glaube nicht zur Seite, er habe absichtlich jemand gebrandmarkt, der diese Brandmarkung nicht verdiene. Charakteristisch für den Privatkläger sei auch die aus den Akten sich ergebende absichtliche Veränderung seiner eigenen Rede. Ein anständiger Mensch, der sich an die Be- Hörde lvende, sei doch vor allen Dingen zur Wahrheit verpflichtet. Diese von ihm hervorgehobene Tatsache sei ein Beweis für die mala Mes des Privatklägers und zeige, daß dieser nicht der be- rechtigte Vertreter der„Sittlichkeit" sei. Der Angeklagte habe jeden- falls glauben müssen, daß Liz. Bohn bewußt die Unwahrheit sagte.— Das Gericht hielt, wenn auch der§ 193 dem An- geklagten zur Seite stehe, eine Beleidigung für vorliegend, da die Form die Absicht der Beleidigung erkennen lasse. Der An- geklagte beherrscht die deutsche Sprache so vollkommen, daß er die Wirkung seiner Worte übersehen kann und sich bewußt sein mußte, daß er das Wort„Lüge" nicht gebrauchen durfte und andere Worte anwenden konnte, wenn er vermeintlich rein persönliche Aiigriffe ab- weisen wollte. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten zu 150 Mark Geldstrafe evcnt. 15 Tagen Gefängnis und sprach dem Privatkläger die Publikationsbefugnis zu. Daß der Kläger günstig abgeschlossen hat, wird man trotz der formellen Verurteilung des Beklagten nicht behaupten können. Liegt dem Kläger in der Tat daran, gegen den Schmutz in den Inseraten- Plantagen bürgerlicher Blätter vorzugehen, so lag kein Grund vor, allein gegen den„Simplicissimus" vorzugehen. Indes— die Art des Kampfes des Lizentiaten ist, das muß zu seiner Verteidigung gesagt werden, keineswegs eine tiefere als die bürgerlicher Sittlichkeitskämpfer im allgemeinen. Wir möchten zur Kemi- zeichnung dieser offiziellen Art der Bekämpfung der Unsittlich- keit an einen gerichtlich festgestellten Fall erinnern. Der„Vor- wärtS" hing am 14. November 1895 ein Inserat aus einem Bürger- lichen Jnseratenblatt unter der erforderlichen Kennzeichnung niedriger. In dem Inserat suchte ein Gerichtsassessor„möbliertes Zimmer, am liebsten bei einer jungen Wittve zum jeweiligen, vorübergehenden kurzen Aufenthalt". Daraus wurde nicht gegen das bürgerliche Blatt, auch nicht gegen den Assessor vorgegangen, sondern: Genosse Kunert wurde als verantwortlicher Redakteur des „Vorwärts" angeklagt und in erster Instanz gar ver- urteilt, verurteilt wegen„Erregung öffentlichen AergernisseS durch unzüchtige Handlungen", angeblich begangen durch Wiedergabe des Inserats. Das Landgericht hob freilich daS wunderbare Urteil auf. Schub gegen Schutzleute! Eine nette Suppe hat sich der nicht gerade als Sozialistenfreund bekannte Rostocker Schutzmann Grcwe durch sein Verhalten gegen- über der Arbeiterfrau H. in Rostock eingebrockt. Grcwe hatte gegen Frau H. im Wege der Privatklage Strafantrag wegeu Beleidigung gestellt. Frau H. sollte von ihm unwahrerweise andern gegenüber behauptet haben, daß er sie mit unsittlichen Anträge» verfolgt und auch in unsittlicher Art angegriffen habe. Frau H. wurde auch vom Schöffengericht in Rostock zu 50 M. Geldstrafe verurteilt. Die Strafkammer aber sprach sie frei; daS Berufungsgericht erachtete den Beweis der Wahrheit für die von der Angeklagten über den Schutzmant Grewe verbreitete Tatsache als geführt. Frau H. beziehungsweise deren Ehemann stellten daraufhjk Strafantrag gegen Grewe, einmal wegen falscher Anschul> d i g u n g, zum anderen wegen Beleidigung der FrauenclL der Frau H. Auf Grund des infolge solcher Strafanträge von der Staat»- anwaltschaft eingeleiteten Verfahrens erachtete die Anklage- b e h ö r d e nicht etwa bloße Beleidigung der Frau H. durch die unsittlichen Angriffe deS Schutzmannes Grewe fiir vorliegend, sondern erhob vielmehr Anklage gegen den letzteren wegen Verbrechens gegen ß 176, Ziffer 1 des Strafgesetz- b u ch e s(gewalttätige unzüchtige Handlungen an einer Frauens- person). Und das Landgericht Rostock hat daraufhin auch nunmehr das Hauptverfahrcn gegen Grewe eröffnet. Die Verhandlung soll vor der Rostocker Strafkammer noch im Laufe diese» Monats stattfinden._ qvittrrniiqsüderNckit«mm 12. November 1906, morgen» S UI)t. a B« S Betin »ss cS. sli S» H»4 756 WNW 12 wolle»!-18 773 D 772 WSW 774 ONO 4 bedeckt 2 wolkig 2wolkeiil— 1 Wctter.Prognoie für Dienstag, de» 13. November 1906. 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