Mr. 268. Brideint täglich außer Montags. Brets pränumerando: BiertelJährlich 3,30 Mart, monatlich 10 Mr, wöchentlich 28 Bfg fret m's Haus. Einzelne Nummer 6fg. Sonntags- Nummer mit luftr. Sonntags- Beilage Neue belt" 10 Pig. Post- Abonnement: 130 Mt.pro Quartal. Unter KreuzBand: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 r., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr, A der Post Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pig., für Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprem- Anschlug 3mt 1, v. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Willkommen sum Parteitag. Zum dritten Male seit der Aufhebung des Sozialistengefeges treten die Genossen zum Parteitag zusammen. Der legte Parteitag gab den Zielen der Partei ein der prak tischen und wissenschaftlichen Entwickelung unserer Ideen angemessenes Programm. In diesen Zielen herrscht kein miespalt und fein Kampf unter den Genossen. Aber der Wege zu dem gemeinsamen Biele giebt es gar viele, und über die Fragen der Taktik entscheiden mannigfaltige Umftände und Erwägungen. Dienstag, den 15. November 1892. entgegen. Möge nur nie auf demselben vergessen werden, was das Gemeinsame für alle Parteigenossen sein muß, der Geift der Brüderlichkeit, der seinen Ausdruck in den Worten des Arbeiterliedes findet: Uns bindet die Liebe, uns bindet die Noth, Bu fämpfen für Freiheit und Brot. Und somit Glückauf zum Parteitage! Die„ Denkschrift" zur Miquel'schen Stenerreform. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. gleichmäßigen und regelmäßigen Ausnutzung der Güterquellen, welche die Annahme annähernd gleicher Durchschnitts erträge ermöglicht, ist gegenwärtig eine... verschiedenartige, von der Intelligenz, der Kapitalkraft, den Verkehrs- und Absazverhältnissen u. s. w. abhängige produttive Verwerthung der Güterquellen getreten..." So die Miquel'sche Dentschrift. Aus diesen Sägen zieht sie mit den Schluß, daß sich die persönliche Leistungsfähigkeit" des Bürgers als Steuerzahlers im Einkommen ausdrückt, daß also in erster Linie die bereits reformirte Einkommensteuer, welche den Haupttheil der Steuern von der breiten Maffe des Volkes einzieht, das Geld für den Staat zu schaffen habe, und daß erst in zweiter Linie eine mäßige" Vermögens. steuer das Fehlende für den Staat, sowie Grund- und Gebäudest euern das Nöthige für die Gemeinden zu Damit aber Grund- und Gebäude beschaffen hätten. " " bisher verfolgten Weg und auf die Fortschritte, welche die Bewegung gemacht hat. Er wird entscheiden, ob dieser Weg In diesen Tagen müßte man sich jedes Mitglied des beizubehalten, er wird prüfen, ob und welche Fehler die Preußischen Abgeordnetenhauses eigentlich folgendermaßen besiger auch in den Gemeinden beileibe nicht zu schwer Partei oder deren Organe zu vermeiden haben, ob vorstellen: eingeschlossen in die Studirstube, nicht zu haben belastet" werden, trotzdem ihnen eingestandenermaßen fast die Organisation und die Kampfesweise einer Aen- für Familie und Freunde, bis spät in die Nacht bei der alle Vortheile der Gemeindeverwaltung allein als baarer derung bedürfen. Je stärker unsere Partei ist, stillen Lampe Schein" lesend und arbeitend an einem Riesen- Profit in den Schooß fallen, bleiben selbst in den GeDefto mannigfaltiger werden auch die aufeinander plagenden werk, das in mächtigen Bänden auf dem Studirtische liegt meinden die Zuschläge zur Einkommensteuer, sowie indirekte Gedanken, Anschauungen, Empfindungen und Stimmungen den neuen Miquel'schen Steuervorlagen, die in Großfolio Abgaben auf Nahrungs- und Genußmittel in breitem Ausfein. Wir sind eine Rampfespartei, eine revolutionäre, wir zusammen ungefähr 700, schreibe fiebenhundert Seiten um- maße erhalten. Das ist die Riesen- Steuerreform, zu deren find grundsägliche Gegner der bestehenden Gesellschaft. Ener- fassen. So mußte man sich die hochwohlweisen Bourgeois allgemeiner Aupreisung Herr Miquel eine Dentfchrift" als gische Kraft und furchtloser Wille müssen sich vereinen mit des Preußischen Abgeordnetenhauses eigentlich vorstellen Vorrede zu den speziellen Gesetzentwürfen allein braucht! flarer ungetrübter Ueberlegung. Eins geht nicht ohne das und daneben befürchten, daß beim Beginn der Steuer- Die sozialpolitische Weisheit dieses Schröpfsystems wird andere. Wo ist aber das richtige Maß zu finden, daß der debatten am 18. November das halbe Haus blaue denn auch in der Denkschrift" so gepriesen, daß man ruhig entschlossene Wille ohne Ueberlegung sich nicht dem Ver- Brillen trüge vor seinen angegriffenen Augen wenn sagen kann der begabteste Byzantiner vermag nichts derben preisgiebt, oder daß die vorsichtige, weitblickende die Mitglieder des Preußischen Abgeordnetenhauses nicht mehr hinzuzufügen. Heberlegung nicht die Thatkraft und den Kampfesmuth lähmt? so kluge Männer wären und die Geschichte mit den 700 Folio- Und was ist des Pudels Kern? Ja, mit einigen MißBeides find gleich große Gefahren, und je nach Temperament feiten nicht sofort richtig begriffen hätten. Mit der Ver- bräuchen des elendeſten aller Steuersysteme, wie wir es find die einzelnen Genossen der einen mehr als der anderen theilung dieses Riesenwerkes an die Abgeordneten hat Herr früher in Preußen hatten, räumte Herr Miquel auf und ausgesetzt. Auch die Stimmung der Genossen wird Miquel gewartet bis zum 9. November; das bringt so die wird noch aufräumen. Die Einschäzung zur Einkommenur Geltung kommen, Wir sind nicht nur eine um die bureaukratische Geheimnißkrämerei mit sich. Und nun steuer hat er, freilich nicht der Gerechtigkeit, sondern dem höchsten Ziele kämpfende Partei, wir sind auch die warten die Herren Abgeordneten verständnißinnig ebenfalls, bis Fistus zu Liebe, weniger unvollkommen gestaltet, und NehnBartei der Nothleidenden. Wir sind die Verkörperung der die Sache an sie herankommt. Es fällt der Mehrzahl von liches wird er auch bei den anderen Steuerarten durchMillionen Proletarier, die Tag für Tag, und Stunde für ihnen gar nicht ein, sich die Augen zu verderben, und Herr führen. Nach der 1. Aulage zur vorliegenden Denkschrift Stunde allen Entbehrungen, allem Glend, aller Aus- Miquel erwartet es gar nicht von ihnen. Beide wissen: rühren 31,1 Millionen Steuermehr von der„ besseren" Einbeutung, aller Verfolgung, aller Berachtung ausgesetzt sind. im Hauptpunkte, in der Wahrung des bürgerlichen Geld- schäßung der preußischen Steuerzahler durch das schon Rann es da Wunder nehmen, wenn in der Brust so manches interesses verstehen wir uns ja doch". Die 700 Folio- reformirte Einkommensteuer- Gesetz hier. Aber die sozialpoli Genossen ein Grimm sich ansammelt, der sich sofort Luft seiten sind Sand in die Augen der Welt Welt und tische Weisheit seiner Steuerreform sollte doch Herr Miquel zu arg in eigenen Denkschriften", wie machen und blindlings seine Dränger von sich abwälzen Futter für ein paar Quertreiber, wie Eugen Richter; nicht gar zu arg in möchte? das übrige macht sich im parlamentarischen Tausch- die vorliegende eine ist, herausstreichen. Die wenigen Worte, " Bu viel des Hohns, zu viel der Schmach wird täglich handel. Uebrigens versäumen die Herren auch wirklich nicht die oben zitirt wurden, geben einen rührenden Begriff von uns geboten." viel. Der Text ftrott von einer trostlosen Gedankenöde, der anscheinenden Kindlichkeit dieser Sozialpolitik, die in Auch dieser angesammelte Grimm hat seine Berech und die Gemeinpläße sind in ihm bis zur Unendlichkeit Wahrheit schlaue Berechnung ist. Da marschiren„ Intelligenz" tigung, auch ihn hat die ruhige Ueberlegung in seine Bes breit getreten. Es gehört ein gutes Stück Ueberwindung und Kapitalkraft" als gleichwerthige Faktoren im heutigen technung zu ziehen, wenn sie sich auch nicht von ihm fort bazu, dem endlosen Gehaspel zu folgen. Das soll heute an dem Juhalt des ersten Bandes, der„ Denkschrift" über Nicht der Haß gegen die Gegner allein darf das die gesammte Steuerreform Miquel'scher Mache nachge das hohe Biel, das wir anstreben, die Befreiung der Bindemittel fein, sondern vor allem die Begeisterung für wiesen werden. ,, Ein den Anforderungen der Gerechtigkeit und Billig Menschheit. feit entsprechendes System der direkten Staatssteuern läßt Welchen Gang auch die Berathungen des Parteitages sich nur auf der Grundlage der persönlichen Leistungsnehmen mögen, wir sehen ihnen mit Hoffnung und Vertrauen fähigkeit aufbauen... An die Stelle der früheren einfachen, reißen läßt. Feuilleton. Rachorua verboten.) Bel- Ami. Roman von Guy de Maupassant. V. [ 13 ob man in den Alleen des Bois als Kutscher oder als Herr die Zügel in der Hand hat. 41 Wirthschaftsverkehr auf, da wird das augenblickliche Einfommen als Maßstab der steuerlichen Leistungsfähigkeit" genommen und mit diesen, der sozialen Wirklichkeit Hohn sprechenden Begriffen wird dann so operirt, daß die schöne, für die Besitzenden so schöne Steuervertheilung herausfommt, die oben erwähnt wurde. Seit wann bestimmt das augenblickliche Einkommen, ob der Einzelne leistungsfähig" innerhalb der kapitalistischen Geldwirthschaft ist oder nicht? Seit Duron trat ein. Das Zimmer war recht groß, aber es befanden sich nur wenig Möbel darin, und es sah unordentlich Besonders demüthigte es ihn, daß ihm die Thüren der in ihm aus. An den Wänden ftanden alte, abgenutzte vornehmen Welt verschlossen blieben, daß es ihm an Be- Sessel, so wie sie das Dienstmädchen nach seinem Geschmack ziehungen fehlte, um als Gbenbürtiger behandelt zu werden, hingestellt hatte. Die sorgliche Hand der Hausfrau fehlte. und daß er mit Damen nicht vertraut wurde. Nur einige bekannte An den Wänden hingen an ungleichen Schnüren vier Schauspielerinnen hatten ihn schon ein paar Mal mit theil- armselige Gemälde; sie stellten ein Boot auf einem Fluß, nehmender Vertraulichkeit aufgenommen. ein Schiff auf dem Meere, eine Mühle in der Ebene und Uebrigens wußte er aus Erfahrung, daß sich die Weiber, einen Holzhauer im Walde vor; und alle vier hingen schief. mochten es nun Damen oder Komödiantinnen sein, auffällig Man ahnte, daß nachlässige oder gleichgiltige Angen sie schon zu ihm hingezogen fühlten und ihm augenblicklich ihre lange so hängen ließen. Sympathie schenkten. Weil er aber die Frauen noch nicht tennen gelernt hatte, voit denen sein Schicksal hätte beeinflußt werden können, so empfand er die Ungeduld eines geZwei Monate waren verflossen, der September nahte, und das Glück, das Duroy so rasch erhofft hatte, schien ihm feine in jeder Hinsicht mittelmäßige Stellung unbequem, fesselten Renners. techt langsam zu kommen. Vor allen Dingen war ihm aber er sah feinen Weg, um jene Höhen zu erklimmen, wo Ansehen, Macht und Geld zu finden ist. Duroy fezte sich und wartete. Er wartete lange. Endlich ging eine Thür auf, und Frau von Marelle trat rasch ein. Sie trug ein Morgenkleid aus japanischer. RosaSeide, worauf goldene Landschaften, blaue Blumen und Er hatte sehr oft daran gedacht, Frau Forestier einmal Silber- Vögel gestickt waren. aufzusuchen, aber der Gedanke an ihre letzte Begegnung Denken Sie nur", rief sie, ich war noch nicht aufEr fühlte sich in den unbedeutenden Beruf eines Re- fchreckte ihn immer wieder ab und erniedrigte ihn. gestanden. Das ist aber hübsch von Ihnen, einmal zu mir porters eingeschlossen, wie eingemanert war er darin und So wollte, er wollte er denn lieber, und sei es noch so zu kommen. Ich war schon überzeugt, Sie hätten mich ganz lonnte nicht heraus. Man schäßte ihn ja, aber man lange, warten, bis ihr Gatte ihn einlud. Aber dabei war vergessen." schätzte ihn nach seiner Stellung. Selbst Forestier, dem er ihm Frau von Marelle in den Sinn gekommen, und Bergnügt reichte sie ihm beide Hände hin und Duroy, Besuch der sich in diesem Zimmer nicht erdrückt fühlte und ergriff ihn wie einen Freund duzte. ein und behandelte ihn ganz als Untergebenen, obwohl er gebeten hatte. Als er an einem Nachmittag nichts zu thun sie und füißte die eine, so, wie er es Norbert von Varenne hatte, ging er zu ihr. finden und brachte einen furzen Artikel von sich unter. Er gesagt. Buweilen wußte Duroy freilich eine Gelegenheit zu hatte sich durch seine Notizen eine gewisse Federgewandtheit e IT und einen Taft angeeignet, der ihm damals, als er seinen C. weiten Artikel über Algier geschrieben, noch gefehlt hatte erinnerte sich, daß sie ihn um " Ich bin immer bis drei Uhr zu Hause", hatte sie ihm Um zweieinhalb klingelte er an ihrer Thür. Sie wohnte in der Rue de Verneuil im vierten Stock. Auf das Klingeln machte ein kleines, ungekämmtes hatte machen sehen. " Sie bat ihn, Platz zu nehmen; dann musterte sie ihn von oben bis unten. Wie Sie sich verändert haben!" sagte fie.„ Sie " Sie sehen nach etwas aus. Paris scheint Ihnen doch gut zu bekommen. Nun, was giebt es denn Neues?" Und sofort begannen sie mit einander zu plaudern, als lich von einander sympathisch berührt und merkten, wie fie das Band des Vertrauens, der Freundschaft und der Zus So lief er jetzt nicht mehr Gefahr, feine neuesten Nach- Dienstmädchen auf, das sich die Haube zuband, während es richten zurückgewiesen zu sehen. Aber zwischen diesen Ar- erwiderte, Ja, die Frau ist zu Haus, aber ich weiß nicht, wenn fie alte Bekannte wären. Sie fühlten sich augenblick beiten und selbständigen Plaudereien oder politischen Leit- ob sie schon aufgestanden ist." artiteln bestand ein so großer Unterschied, wie der etwa, Sie stieß die Thür des unverschlossenen Salons auf. größten Eifer und die größte Mühe angewendet hat, um Seren Annahme im Zentrum durchzufegen. it fürchten deshalb sehr, daß das neueste gräfliche Orakel bedeuten wird: Die Militärvorlage ist zwar eine Kalamität, aber genehmigen werde ich sie doch." wann steht die Jutelligenz als gleichberechtigter Faktor neben sangehöre, da andernfalls nicht zu vermeiden ist, daß aus ber Kapitalfraft in der bürgerlichen Wirthschaftsordnung? der Spaltung des Volkes in ein bewaffnetes und ein unNicht diese Gegensäge, sondern der Unterschied zwischen Besitz bewaffnetes Volk die größten Unzuträglichkeiten entstehen. and Nichtbesig entscheidet über den Antheil an Lebensgenuß, Diese allgemeine Wehrhaftigkeit vermag aber der den sich der Einzelne heute verschaffen kann, über die ma Militarismus mit seiner langen Dienstzeit nicht durchterielle Leistungsfähigkeit", die bei einem sozialpolitisch zuführen nicht einmal bei einjähriger, geschweige denn Es ist dieses die alte Stellung der Nationalliberalen, gerecht geregelten Steuersystem in Betracht kommen müßte. zwei- und dreijähriger Dienstzeit. Es wäre der Bankrott des in deren Fußstapfen das Zentrum, seitdem es sich als Re Mit anderen Worten: Befigsteuern wären die Reformsteuern, Staates und des Volkes. Das Milizsystem aber vermag gierungspartei fühlt, mehr und mehr einzulenken scheint. welche eine gerechte Politit in erster Linie zu pflegen hätte, dies. Indem es auf den überflüssigen militärischen Drill Steuern auf Kapital, Grund- und Gebäudebefit. Erft weit verzichtet, faun es jeden Wehrfähigen zur Wehrhaftigkeit Unseren Bemerkungen über die Vermögenssteuer hinter diesen Besitzsteuern hätten die mechanischen Ergänzungs- ansbilden, ohne daß der Einzelne oder das Gemeinwesen gegenüber hebt Herr Eugen Richter zur Bekämpfung der steuern vom Einkommen, wenn sie wirklich nothwendig wirthschaftlich zu Grunde gerichtet wird. Das Ziel, für felben hervor, daß die Vermögenssteuer derart die Steuer wären, zu kommen. Von der Schweiz, von Bayern und dessen Erreichung der Militarismus jährlich 1000 Millionen fähigen aus den Gemeinden in Anspruch nehme, daß diese Baden weiß die Denkschrift" manches zu berichten, was braucht, wird von dem Milizsystem, wie wir neulich nach weit mehr als bisher auf Verbrauchsabgaben der Un sich dieser bürgerlichen Steuergerechtigkeit wenigstens nähert, Analogie der schweizer Eidgenossenschaft berechneten, für bemittelten angewiesen werden. Wir haben selbst schon Systeme, bei denen erst das Vermögen, erst das Kapital, 340 Wiillionen geleistet, d. h. für etwa ein Drittel der hervorgehoben, daß die in der Bourgeoisverwaltung stehenden der Grund und Boden zur Besteuerung herangezogen wird, Summe- und wird beffer geleistet, und ohne alle jene Gemeinden nicht verfehlen werden, die Gemeinde- Abgaben und nur in zweiter Linie das Einkommen als rein äußer schlimmen politischen und wirthschaftlichen Folgen, die den auf die Unbemittelten abzuwälzen, nicht weil sie darauf an liches Merkmal. Aber Herr Miquel reformirt eben in Militarismus zum Fluch der Menschheit gemacht haben. gewiesen sind, sondern weil es ihrem Bourgeoisinteresse ents Preußen, und da ist es etivas ganz Anderes. Da würde er Bei der ungünstigen, über alles Erwarten der Urheber spricht. Aber wäre die Belastung der Unbemittelten für bei den Agrariern schön mit einer Hauptsteuer auf ungünstigen Aufnahme, welche die neue Militärvorlage in den Herrn Richter bei Bekämpfung der Vermögenssteuer der den Grund- und Bodenbesitz ankommen, da muß er seme breiten Volksfreifen gefunden hat, und die einen Schacher mit maßgebende Grund, dann würde ihn nichts hindern, die Vermögenssteuer ganz zahm als„ Ergänzungssteuer" nach den Herren Geschäftspolitikern sehr erschwert, ist es wahrschein Vermögenssteuer für die Gemeinden zu beanspruchen und der Einkommensteuer aufmarschiren lassen und noch extra von lich, daß die Forderungen der Militärvorlage herabgemindert beispielsweise der Berliner Kommune Gelegenheit zu gebent, ihr versichern, daß er nicht im entferntesten beabsichtige, und beschwichtigende Erklärungen in bezug auf die Zukunft die Miethssteuer durch eine Vermögenssteuer zu ersehen. die Begehrlichkeit der unteren Boltsschichten mit ihr zu abgegeben werden. Durch derartige Konzessionen darf man Wir verargen Herrn Richter von seinem Bourgeoisstandpunkt wecken";" bei dem mäßigen Fuße von einhalb vom Tausend sich nicht irre führen lassen: der Noth des Augenblicks ent- durchaus nicht, daß er die Vermögenssteuer bekämpft; wit liegt eine solche Gefahr nicht vor". Da muß unter dem sprungen, haben sie nur für den Augenblick Werth. Sobald würden ihn schlecht kennen, wenn wir anderes Scheine der sozialen Gerechtigkeit" diejenige Abgabe als der Militarismus sich wieder regen kann, kommt er auf die Aber er soll seine Abneigung gegen die Hauptstaatssteuer beibehalten werden, welche den Arbeits- alten Pläne zurück. Das liegt in seiner Natur und in der Vermögenssteuer nicht decken mit der angeblichen Fürsorge Lohn und die Einkassirung von Koupons als ein im Wesen Logik der Thatsachen. Der Militarismus muß sich stets für die Gemeinde. gleiches Einkommen betrachtet, da muß diese Abgabe auch vergrößern und verschärfen, das ist seine Lebensbedingung, den Gemeinden nochmals zur Ausnutzung belassen bleiben, und das Endziel ist und bleibt mit eherner Nothwendigkeit Friedrichsruhe zu rechtfertigen gesucht, und er findet hierin Die Emser Depesche wird von dem Fälscher in und erst wenn gar nichts mehr herous will, darf in dritter die Hereinziehung aller wehrfähigen Staats- einen Helfershelfer in der National- Zeitung". Der Krieg und vierter Linie mit mäßigem Fuße" ein kleiner Tribut bürger in in den Rahmen des stehenden wäre so wie so nothwendig gewesen, ohne den Krieg hätten vom Besitz gefordert werden und das alles unter dem Heeres. Und das kostet 1000 Millionen das Jahr eine wir kein Deutsches Reich, der Zweck heiligt die Wittel, also Drommetenschall einer angeblichen Steuerreform! auch Fälschung und Lüge. Wir werden uns dies Mehr als diese kurze Kennzeichnung braucht der Jeder Schritt vorwärts auf der Bahn des Militaris- auch gegenüber der National- Zeitung" merken, und wenn Miquel'schen Denkschrift nicht entgegengesetzt zu werden. Die mus bringt uns diesem Ziel näher: der Militärbudget- fie uns wieder mit" patriotischen" oder„ moralischen" Sonstigen Bourgeoiseigenthümlichkeiten der Reform" lassen Milliarde und dem Bankrott. Je eher mit dem Militarismus Phrasen kommt, werden wir mit Recht vermuthen, daß sie, sich am besten an der Hand der beiden Spezialgesetentwürfe gebrochen wird, desto leichter ist es, ihn abzuschaffen. Also wenn auch nur zu verdienstvollem Zwecke, lügt und fälscht. über Bermögenssteuer und Kommunalabgaben nachweisen, feinen Moment verloren. Die Gelegenheit ist günstig. Der Und das bekämpft die Jesuiten! zu denen wir in weiteren Artikeln gelangen. Militarismus in seinem Heißhunger hat sich zu weit vorgewagt jetzt ist die Zeit, ihm eine entscheidende Niederlage beizubringen. Fort mit dem Militarismus! Politische Ueberlicht. Milliarde. warteten. br C fe 0 h 21 01 力 fa Bi Ii δι b δι Σ 16 to be th ez re [ e li A F ta Die Einnahme an Wechselstempel- Steuer im Deut schen Reiche betrug in der Zeit vom 1. April bis zum Schluß des Monats Ottober 4 608 355,80 m. gegen 4 803 016,10. in demselben Zeitraum des vorigen Jahres. Das Privatvermögen in Preußen, soweit es der Vermögenssteuer nach der Regierungsvorlage unterliegt, wird in der zu derselben gegebenen Begründung auf Berlin, den 14. November 1892. 73,8 Milliarden berechnet. Es find hierbei nicht mitgerechnet Die Wünsche der Junker und Zünftler find in Der Militarismus am Ende seines Lateins. die Vermögen bis höchstens 6000 M., sowie auch nicht das ihren reaktionären reaktionären und selbstsüchtigen Bielen so alls Das Jdeal des Militarismus, zu dessen Verwirklichung die Vermögen derjenigen, deren Emkommen nicht über 420 M. maßend, daß nicht einmal die reaktionärste Regierung fie neue Militärvorlage eine Etappe ein soll, ist: alle Waffen- beträgt, sowie der weiblichen Personen, welche minderjährige befriedigen kann. Wie die Junker der preußischen Ot fähigen des Landes zu Soldaten im Sinne des Militarismus Familienangehörige zu unterhalten haben, und der vater provinzen möchten auch die sächsischen Konservativen die zu machen. Um dies zu erreichen die Frage blos vom losen Waisen und Erwerbsunfähigen, deren Jahreseinkommen Arbeiter am liebsten an die Scholle" fesseln, wie sie es in wirthschaftlichen Standpunkt aus betrachtet würde das nicht den Betrag von 900 M. übersteigt. Jene 73,8 Mil- zarter Umschreibung ihres Wunsches nach Einführung der Deutsche Reich ungefähr das Doppelte dessen, was es liarden, welche einem Vermögen von mehr als 2400 M. Leibeigenschaft ausdrücken. Der landwirthschaftliche Kreis jetzt zu zahlen hat unter Hinzurechnung des in pro Kopf der Bevölkerung entsprechen, befinden sich in dem verein in Leipzig stellte an die sächsische Regierung das der neuen Militärvorlage geforderten Mehrbetrages- all- Besiß einer sehr kleinen Minorität. Das Anlagekapital der Ersuchen, dahin zu wirken, daß der" Vagabondage" durch jährlich zu zahlen haben, nämlich in runder Summe 1000 1434 Aftiengesellschaften wird allein auf 3 380 000 000 M. Beschränkung der Freizügigkeit und Abänderung des Ge - tausend Millionen Mart! berechnet, die sich mit 12 pet. verzinsen. Ein schöner setzes über den Unterstüßungswohnsitz entgegengetreten werde. Wir rechnen die 65 Millionen Mehr Mindestbetrag Entbehrungslohn" für die armen Aktionäre, die, ohne einen Die Regierung erklärte darauf, daß sie es ablehnen müſſe, - der neuen Militärvorlage zu dem jezigen Militär- Finger zu rühren diesen Gewinn einheimsen. im Bundesrath nach dieser Richtung hin die Initiative zu Budget von 427, weil die neue Militärvorlage die Zahl der Soldaten auf ungefähr die Hälfte der Wehr über der Militärvorlage, von der wir schon öfter stotis Wünschen so wenig wie jest geneigt seien. Die zweifelhafte Stellung des Zentrums gegen ergreifen, so lange die gefeßgebenden Faktoren derartigen fähigen zu bringen bezweckt. Hierzu sind noch nicht mitnahmen, offenbart sich überall in ihrer Presse und noch gerechnet die Ausgaben für die Marine, der außerordent- mehr in den Reden ihrer Abgeordneten. Auf der General- so wilkommenen Attentats wird eifrigst fortgefeßt. Frankreich. Die Fruktifizirung des den Reaktionären liche, aber alljährlich wiederkehrende Etat, die Pensionen, versammlung der deutschen Katholiken in Aachen hüllte der unserer Korrespondenz aus Paris wird gezeigt, wie man die Berzinsung der für Militärzwecke aufgenommenen An Abg. Lieber seine Stellungnahme in tiefes Dunkel. Grafschon den Arbeitsbörsen zu Leib gehen will. Gleichzeitig lehen. Mit diesen Summen würde sich der Militäretat auf Konrad Preyfing äußerte sich jüngst über die Militärvor mit der Korrespondenz erhielten wir den Brief eines fran lage und den Militarismus als über eine„ Kalamität, anzösischen Genossen, der auf den Ursprung und die politische das ist einfach unmöglich. Ebenso leicht läßt sich eine gesichts deren sich dem Nährstande die Frage auf die Lippe Verwerthung des Attentats näher eingeht. Jules Guesde Eisenbahn über das Weltmeer bauen, als ein solches Militär- dränge: wohin treiben wir?" Treffend bemerkt hierzu Dr. hatte unmittelbar nach Bekanntwerden des Attentats einem Reporter erklärt: Das hat Constans Uns drängt sich zunächst eine andere Frage auf die gemacht! In dem Brief unseres französischen Ge Lippe": wie gebenten der Herr Graf in den Fraktionssigungen noffen wird dies des Zentrums von der Militärvorlage zu reben und im des näheren ausgeführt. That Reichstag zu stimmen? Darüber hat nämlich der Herr Graf sache ist, daß Constans seinerzeit mit derartigen arbeiten pflegte, daß das Spigel- und in feiner orakelhaften Auslaffung sich mit keiner Silbe geäußert. Mitteln zu arbeiten pflegte, Diese Frage ist aber um so mehr am Platz, als Herr Graf Lockspielthum von ihm in bis dahin unerhörter Weise ge Preyfing gegenüber den Militärforderungen von 1890 den pflegt wurde, und daß seine Polizei 680 Millionen stellen. Tausend Millionen Mark jährlich für die Armee budget dem deutschen Volk auflegen. So lange der Kapitalismits herrscht, und infolge deffen die Staaten wie die Menschen in barbarischem Kriegszustand leben, ist allerdings eine bewaffnete Macht nicht zu ent behren, und hat man einmal eine bewaffnete Macht, dann liegt es auch im öffentlichen Interesse, daß jeder Wehrfähige dem Wehrverband, jetzt Acmee oder Heer genannt, Sigl in seinem Vaterland": Er erwiderte: Oh, es ist weiter nichts. Ich habe her, wobei fte nur viel zu thun. Hoffentlich treffen wir uns in den nächsten Tagen dort." neigung vereinte, das zwei Wesen von gleichem Charakter und gleicher Race in fünf Minuten zu Freunden macht. Plöglich unterbrach sich die junge Frau und meinte verwundert: Ist es nicht komisch, wie wir zu einander find? Wir kommt es vor, als fenne ich Sie schon er sagen fonnte, weshalb. seit zehn Jahren. Wir werden gewiß gute Kameraden werden. Ist es Ihnen recht?" Er erwiderte:" Dh gewiß!", und sein Lächeln sagte noch mehr. Er fand sie entzückend in ihrem zarten, leuchtenden Gewande, zwar nicht so fein, zierlich und fagenartig, wie die andere, in ihrem weißen Morgenkleide, aber reizender, gepfefferter, so zu sagen. Sie sprach immerzu, und jedes Wort von ihr athmete ihren beweglichen Geist. Das war ihr zur Gewohnheit geworden, wie dem Arbeiter der Handgriff, den er zur Vollendung einer als schwierig geltenden Arbeit braucht und worüber sich die Unkundigen wundern. Er hörte ihr zu und dachte:„ Das müßte man sich merken. Wenn man so schreiben würde, wie sie über die Tagesereignisse zu reden weiß, würde eine vortreffliche Pariser Plauderei zu stande tommen." C おへ ge D da S di fic ΟΙ A St. ge de nc be be 6 be ar B R nu fict ata th De ge श. ga at 8 all 55 al To fü ct BE fte 6 eir ni mit pa ein De Ga -wie das übrigens noch immer in einer Art höflicher Nachgiebigkeit lächelte, streckte wohl auch mal die Hand aus, um ihn zu fassen, vergaß sich aber Er ging, und sein Herz war voller Hoffnung, ohne daß nicht so weit, daß sie etwa gelaufen wäre. Er blieb stehen, duckte sich nieder, und als sie Forestier erzählte er von diesem Besuche nichts. kleinen, zögernden Schritten herankam, sprang er plöglich Aber die Erinnerung an ihn bewahrte er, ja noch mehr wie der Teufel aus der Schachtel in die Luft, und lief an als bloße Erinnerung. Das Bild jener Frau war beständig andere Ende des Salons. Sie fand das spaßig, lachte an seiner Seite, als habe er einen Theil von ihr in seinem schließlich, wurde lebhafter und begann hinter ihm herzu Besize, als sei ihm die Gestalt ihres Körpers in den Augen trotten. Dabei schrie sie halb froh, halb furchtsam leise und die süße Art ihres Wesens im Herzen geblieben. auf, wenn fie glaubte ihn gefaßt zu haben. Er stellte ihr und, es zuweilen geschieht, mit Stühle als Hindernisse in den Weg, zwang sie, eine Mi jemandem eine glückliche Stunde erlebt hat, der Eindruck nute lang darum herumzulaufen und wiederholte dann das dieses Bildes verwischte sich nicht. Man kann dann glauben, Spiel beim folgenden Stuhl. Laurine lief jetzt und gab. eine fremde, innere Macht habe von Einem Besitz ergriffen, sich ganz dem neuen Vergnügen hin. die eben so verwirrt, wie verwirrend, so beglückend wie ge- Im vollen Eifer, wie ein ausgelassenes Kind, stürzte heimnißvoll ist. fie bei allen Schwenkungen, Kniffen und Finten ihres Spiel kameraden mit rosigem Gesichtchen ihm nach. Da, als sie ihn gerade zu haben glaubte, nahm er sie in seine Arme, hob sie hoch bis zur Decke und rief: Die Kat' ist gefangen!" wie wenn man Nach einigen Tagen machte er einen zweiten Besuch. Das Dienstmädchen führte ihn in den Salon, und Laurine erschien sofort. Sie bot ihm diesmal nicht die Hand, sondern reichte ihm die Stirn zum Kusse und sagte: " Ich soll Sie im Auftrag Mamas bitten, ein wenig zu warten. Es kann eine Viertelstunde dauern. Sie ist noch nicht fertig angezogen. So lange leiste ich Ihnen Ges Da flopfte es leise, ganz leise an der Thür, durch die er getreten war. Frau von Marelle rief:" Du fannst hereinkommen, Herz. Das fleine Mädchen erschien auf ſellschaft." Der Schwelle, ging stracs zu Duroy hin und reichte ihm die Hand. Die erstaunte Mutter flüsterte:„ Sie haben sie richtig erobert. Ich kenne sie nicht wieder." Der junge Mann hatte das Kind an sich gezogen, ließ es sich an seine Seite setzen und fragte die Kleine mit ernster Miene und im höflichen Tone, wie es ihr gegangen wäre, feit fie fich nicht gesehen hätten. Und sie erwiderte mit ihrer leisen Flötenstimme und in der Art einer Er wachsenen. Die Uhr schlug drei. Der Journalist erhob sich. Kommen Sie nur häufig", bat ihn Frau v. Marelle. Sie sind wir immer angenehm. Wir plaudern dann so, wie heute. Aber weshalb sieht man Sie gar nicht mehr bei den Forestier's?" Tas zeremonielle Wesen der Kleinen machte Duroy Spaß, und er erwiderte:„ Vortrefflich, gnädiges Fräulein. Ich bin entzückt, mit Ihnen ein Viertel ündchen verbringen zu dürfen. Aber ich bin leider nicht so ernst wie Sie. Ich spiele den garzen Tag. Und deshalb schlage ich Ihnen vor, jetzt mit mir ein bischen Fang die Katz zu spielen". Das Wiäochen war erst betroffen, dann lächelte mit einem Frauenlächeln über den Vorschlag, der es ein wenig verdroß und zugleich auch verwunderte. Es flüsterte: Die Zimmer find nicht zum spielen da." Vergnügt strampelte sie mit den Beinen, um herunter zukommen und lachte aus vollem Halse. Frau von Marelle trat ein und rief überrascht:„ Aber Laurine!. ... Laurine spielt!.... Sie sind ein Herens meister, Herr Duroy!" Er stellte das Kind wieder auf den Boden, küste die Hand der Mutter und sie setzten sich, die Kleine in ihrer Mitte. Sie wollten plaudern, aber die sonst so stumme Laurine war wie berauscht und sprach fortwährend. Sie mußte schließlich in ihr Zimmer geschickt werden. Sie gehorchte ohne ein Wort des Widerspruchs, aber die Thränen standen ihr in den Augen. Sobald sie allein waren, senfte Frau von Marelle bie Stimme:" Denten Sie sich, ich habe einen großen Blan Er erwiderte:" Mir ist das gleich. Ich spiele überall. ich esse doch einmal in der Woche bei den Forestier's; und habe Sabei auch an Sie gedacht. Hören Sie also: dafür lade ich sie dann von Zeit zu Zeit in ein Also, fangen Sie mich!" Er begann um den Tisch herumzugehen und reizte Restaurant Gesellschaften bei mir im Hause ihn zu verfolgen. Sie ging hinter ihm liebe ich nicht, ich bin dazu nicht geschaffen. Uebrigens ve Laurine, ihn ein. де 841 fin un tle & flo be ihr QIT 60 e fei We ben ein de fü De ec Li ge 888 m it 20 t e 1 allgemeiner, ganz besonders aber französischer Polizeis gewiffenlosen Bombenwerfer an die Rockschöße zu hängen, und Janlassung der Polizei gestört. Der Befizer des Lokals ersuchte brauch ist mit den Verbrechern von der Ravachol- man braud f sich nicht zu wundern, wenn das jebige Lofungs- nämlich, nachdem einer der Redner gesprochen, den Borsigenden, Sorte im innigften Verhältniß stand. stand. Thatsache ist mort der Kapitalisten:" Unterdrückung der Rechte der Arbeits- die Versammlung zu schließen, da er sonst Trubel" mit der ferner, daß Constaus auch jetzt noch zu der französischen börsen" sich bald zu dem allgemeinen erweitert: Ausnahmegefeße Bolizei bekommen würde, die sich vor dem Lokale eingefunden. Geheimpolizei in innigsten Beziehungen steht und Einfluß Bourgeoisie reichlich vorhanden; aber gegenüber der mächtigen darauf gemeldet, daß sich vor dem Lokal auch ein Haufen junger gegen die Arbeiterbewegung." Der gute Wille hierzu ist bei der Der Vorsitzende ließ sich nicht darauf ein, doch wurde bald hat. Thatsache ist weiter, daß er eine geheime Nebenregie- demokratischen Strömung in Frankreich wird sie bald ihre Ohn Burschen eingefunden habe, die es wahrscheinlich unter dem rung bildet, und Thatsache ist endlich, daß Constans wieder macht erkennen, falls sie einen solchen Verfuch wagen wollte. Schuse der Polizei auf einen Radau abgesehen hätten. Um an die Spize der Regierung zu gelangen strebt, und daß dies zu verhindern, fand dann Schluß der Versammlung statt. die starke Regierung", welche jetzt von allen Reaktionären Elysée Reclus, der berühmte Geograph und schlechte Vor dem Lokal wurde der aus New- Yort gekommene sozialistische in Frankreich und wohl auch in anderen Ländern ge- politische Musikant, das Paradepferd der Anarchisten, hat Redner Feigenbaum ohne irgend welchen Grund verhaftet und fordert wird ein Ministerium Constans ist. anläßlich des letzten Pariser Attentats an einen Freund ge- andern Zags wegen" thätlichen Angriffs" da er das Trottoir Aus diesen Thatsachen kann jeder selbst seine Schlüsse schrieben: versperrt habe und auf erfolgte Aufforderung nicht weggegangen ziehen. Das Attentat ist feig und niederträchtig. Wenn man messen hinzu, der Verhaftete habe eine aufrührerische Rede" gefei dem Richter vorgeführt. Dieser fügte aus eigenem Ergegen jemand etwas hat, dann sucht man ihn auf und setzt halten, und stellte ihn unter 500 Dollars Bürgschaft für sein Grfich mit ihm auseinander, aber man läßt das Gewicht feines fcheinen zu der später stattfindenden Gerichtsverhandlung. Sasses nicht Unschuldige empfinden. Die Anarchie ist das macht sich also langsam! meint unser Korrespondent. Wenn wir höchste Ziel der Humanität. Wer sich Anarchist neunt, nur erft einmal so weit wären, daß die amerikanischen Arbeiter mus gut und mild sein( bon et doux). Alle Attentate wie zur Erkenntniß tämen, was es mit ihrer gepriesenen" Freiheit" dieses letzte sind in den Augen der wahren Kameraden ge- auf sich hat! meine Verbrechen. Wenn die Urheber derartiger VerGewiß ist, daß in Frankreich nicht blos alle Sozialisten, sondern auch alle bürgerlich Radikalen Constans als den moralischen Urheber dieses Attentats, wie der früheren, betrachten. Natürlich denkt niemand, daß Constans den Tod der Polizei- Agenten beabsichtigt habe. Allein das war ja auch nur die Folge eines bösen Bufalls. Ob Conftans seinen Zweck erreichen wird? Die nächsten Tage schon werden die Entscheidung bringen. # archiften mehr. 民 am legten Sonntag meldet das„ Wolff'sche Telegraphen Ueber die Versammlungen auf Trafalgar Square Bureau": DOWS * * Es brechen durch sie die Sache der Anarchie zu fördern ver- nachdem die Choleragefahr vorüber, nunmehr am 6., 7. und Der Parteitag der Sozialdemokratie Ungarns findet, meinen, so täuschen sie sich gründlich. Man wird zu einem 8. Januar 1898 in Budapest statt. Zur Attentatspolitik wird uns aus Paris, den solchen Ekel, zu einem solchen Abschen vor den Anarchisten 10. November 1892 geschrieben: gelangen, daß niemand mehr mit ihnen wird verkehren Todtenliste der Partei. Gestorben in Budapest die Die Scharte von Carmaux, welche die Vertreter des Kapi wollen. Die Idee des Anarchismus ist groß, ist schön. Achte Barteigenossen Josef Till und Josef Swahula; in Thurn talismus dank der unbefugsamen Energie der sozialistischen Ar man fie. Die Leute, die mit schlechten und gemeinen Mitteln bei Mülheim a. Rh. Genosse Be heng. beiterschaft und dank der thatkräftigen Unterstügung der Ber arbeiten, beflecken unsere Lehre. Unglücklicherweise giebt es theidiger des allgemeinen Stimmrechts durch alle wahrhaft beren viele unter uns." Polizeiliches, Gerichtliches ze, republikanischen Glemente erlitten haben, soll jetzt mit Hilfe des Jm Januar 1891 berichteten wir über mehrere gegen den Herr Elysée Reclus wird von den„ Entschiedenen" seiner als Sozialistenvertheidiger im Königreich Sachfen bei unseren legten Attentats ausgewegt werden. Man benugt eine öffent liche Versammlung, welche die Pariser Arbeitsbörse kurz vor Be- Mit- Anarchisten" nun sicher in Acht und Bann gethan wer- Gegnern wenig beliebten Rechtsanwalt Gustav Hofmann in endigung des Streits von Carmaux zu Gunsten der ausländischen den. Uebrigens schmilzt das Häuflein der ehrlichen, d. h. nicht Leipzig ergangene Strafurtheile, durch weiche derfelbe, theilArbeiter einberufen hatte, und in der es von seiten einiger un- direkt oder indirekt aus der Polizeikrippe gespeißen Anweise in geheimen Verhandlungen, von Leipziger Gerichten zweifelhaft dazn angestellter und bezahlter" Anarchisten" an archisten" immer mehr zusammen. In merita, wo zu Gefängniß- und Geldstrafe verurtheilt worden war. Seine Ruhejtörungen fam, kam, dazu, m einen neuen heftigen sie noch den zahlreichsten und lautesten Chorus hatten, drückt Rechtsmittel hiergegen waren erfolglos, die Strafen hat er verFeldzug gegen die Arbeitsbörsen im allgemeinen, dieſe fich namentlich seit Hans Most in der Heilsarmee sein büßt. Wir glaubten, die Sache wäre damit abgethan, da die Herde der Revolution", สิน beginnen. tapitalistischen Blätter, Die großen Beil gesucht hat Einer nach dem Anderen. Aus der Unterlage für diese Berurtheilungen nur in der schriftlichen wie der Temps" und bas Berufsthätigkeit Hofmann's bestanden hatten, die er unseren " Journal des Debats" gaben tas Signal zum Angriff, und die leien Nummer des People's Paper" von New York ergegen die Arbeitsbörsen geschleuderten Unschuldigungen und fahren wir zum Beispiel, daß Herr N. Lewis, Redakteur Genossen sowie Naturheilkundigen geleistet hatte, um sie vor nach Sofmann's Meinung ungefeßlichen Maßregeln politischer BeDrohungen erfolgen von allenthalben mit einer solchen Seftigkeit, der Jüdischen Arbeiterzeitung", und bisher rabiater ,, n- hörden zu schützen. Hierbei hatte Rechtsanwalt Hofmann mehrDaß man glauben sollte, die Tage der Einweihung der Pariser archist", reumüthig seinen Irrthum eingesteht, und sich für fach das Verfahren der betheiligten Verwaltungsbehörden, lediglich Arbeitsbörse seien wieder da, jene Tage, an denen die Syndikate die politische Aktion und gegen die sog.„ revolutionäre vom Standpunkte der bestehenden Gefeße aus, scharf fritifirt und durch die öffentliche Erklärung ihrer sozialistischen, revolutionären Propaganda der That", das heißt des Nichtsthuns, erklärt. Sie mit russisch- sibirischen" Buständen in Parallele gebracht. Es und internationalen Gesinnungen einen wahren Höllensturm gegen In Chicago, ehemals ihrem Hauptsib, giebt es feine Anfich entjeffelten. Die Stadt Paris hat bekanntlich den Arbeiter organisationen die prächtig gebaute Bentralbörse unentgeltlich sur Berfügung gestellt und den Geneitschaften die vollständig frete Selbst erwaltung überlassen, was sich auch vortrefflich bewährt hat Diefes Recht, das der Bourgeoisie schon längst ein Dorn im Auge war, soll den Gewerkschaften zunächst genommen werden, d. h. die Arbeiter sollen da, wo sie sich zu ihren Kämpfen gegen den Rapitalismus vereinigen wollen, unter obrigkeitliche Stontrolle gestellt werden. Der größte Theil der radikalen Presse, um von den Sozialisten nicht zu sprechen, macht hiergegen energisch Front, namentlich die Zeitung" La petite république française", an der Millerand, Goblet, sowie Malon und Fourniere mitarbeiten, tritt mit aller Thatkraft für die Rechte der Arbeiter ein. Als der Pariser Stadtrath Baul Strauß, der einen ziemlich großen Einfluß in der Stadtvertretung befigt, in einem Blatte mit der Zurückziehung der den Gewerkschaften eingeräumten Rechte drohte, falls die Arbeiter von denselben einen schlechten Gebrauch" machten, ihm das genannte radikale Organ, daß die Bariser Stadträthe fich nicht einbilden sollten, den ArbeiterOrganisationen durch die Verleihung der betreffenden Rechte eine Wohlthat erwiesen zu haben sie hätten damit nur den Willen der Bürgerschaft vollstreckt; überhaupt möchten fich die öffentlichen Körperschaften den Gedanken abgewöhnen, als feien sie Wer heiler von Gnadenbezeigungen und Wohlthaten; ihre ganze Aufgabe bestände in der gewissenhaften Ausführung des vom Bolte Gewollten. Diese Sprache wird ihre Wirkung nicht verfehlen, zumal da die Pariser Stadtrathewahlen vor der Thür stehen; so wird die jetzige Stadtvertretung nicht wagen, gegen die Arbeitsbörse verzugehen. Bemerkt sei noch, daß die Anschuldigungen, die man gegen die Börse richtet, auch formell ganz ungerechtfertigt sind; die Arbeitsbörse von Paris organisirt and fördert die gewerlschaftliche Bewegung, wie dies ihre Bestimmung war und ist; die leitenden Persönlichkeiten, die fast alle zu den Vorkämpfern der französischen Sozialdemokratie gehören, befassen sich selbstverständlich mit der Politit, wozu fie als Staatsbürger volles Recht haben; aber die Arbeitsbörse als folche treibt feine Politif. Aus der jüngsten Explosion, welche fünf Menschenleben fostete, wird wieder nach Kräften Kapital gefchlagen, speziell gegen die Arbeiterbewegung, die jetzt in den Börsen einen Mittelpunkt findet. Wie es einst Bismard mit Gödel und Nobiling machte, so sucht man jetzt in Frankreich der Sozialdemokratie und den bürgerlichen Radikalen die feigen und antwortete stehe ich auch vom Hauswesen und von der Küche nicht das Geringfte. Da empfange ich sie lieber von Zeit zu Zeit in einem Restaurant; aber wenn wir nur dret sind, ist es nicht besonders luftig, und meine sonstigen Bekanntschaften passen nicht zu ihnen. Das erzähl ich Ihnen alles, um hatte woht Rechtsanwalt Hofmann mit diesem Bergleich insofern nicht ganz Unrecht, als in Sachfen für Berwaltungsstreitfachen nicht blos teine Verwaltungsgerichte eingeführt sind, sondern auch zu werden pflegen; ja einzelne Behörden, z. B. die Amtshauptweder den Parteien noch ihren Rechtsanwälten die Unterlage der ergehenden Entscheidungen grundsäglich nicht bekannt gegeben mannschaft( Landrath) zu Dresden, geben weder Parteien noch Seute Nachmittag fand auf dem Trafalgar deren Anwälten ihre und ihrer vorgesetzten Behörden Entschei Square zur Erinnerung an die Vorfälle vom 18. November bungen schriftlich, auch wenn man die Abschriften bezahlen will; 1887 eine große sozialistische Manifestation statt, das sei ihnen vom( sächsischen) Gesez nicht vorgeschrieben, mündan welcher sich gegen 50000 größtentheils dem Arbeiterftande fiche Mittheilung"( zu der der Betroffene nöthigenfalls zwangs angehörige Personen betheiligten. Die deutschen und österweise vorgeführt wird) genüge", fagt man zur Recht reichischen Sozialisten hatten zu derselben Vertreter entfendet. fertigung. Infolge des Streits um die gefeßliche Bulässigkeit Bahlreiche rothe Fahnen wurden entfaltet Mehrere Mujit einer solchen zwangsweisen Vorführung mit der Leipziger Polizeiforps spielten die Marseillaise. Unter den Rednern befanden behörde erhielt der den Betroffenen vertheidigende Rechtsanwalt fich Frau Dr. Aveling und die Arbeiterdeputirten John Burns, Homann für einen diesbezüglichen geharnischten Protestbrief zwei Reir Hardie und Conybeare. In den Ausprachen, die sämmt Monate Gefängniß! lich einen gemäßigten Charakter trugen, wurden die Manis Nunmehr hat aber Genannter auch noch von dem Anwalts. festanten ermahnt, sich jeder Gewaltthätigkeit zu enthalten. In Ehrengerichtshof in Dresden disziplinelle Strafe erhalten den mit Einstimmigkeit angenomineuen Refolutionen werden für sein unerschrockenes Eintreten als Anwalt: Herr Ho mann die Bürger beglückwünscht, das Recht, Meetings auf erhielt Verweis und 3000 M. Geldstrafe; die Staatsanwaltschaft ihrem historischen Forum abzuhalten, theilweise wieder hatte sogar die Ausschließung von der Rechtsanwaltschaft be erlangt zu haben. Ferner wird gegen jede Einschrän- antragt. fung des öffentlichen Bersammlungsrechts Berwahrung Es müssen hiernach die politischen Machthaber im„ blühenden" eingelegt und verlangt, daß die Polizei unter die Auf- Industriestaat Sachsen eine noch weit größere Furcht vor freificht des Grafschaftsrathes von London gestellt werde. Inheitlichen Neußerurgen haben, als anderwärts. Freilich giebt der einer anderen Resolution wird an die Regierung die Auf Umstand eine gewisse Erklärung, daß Hofmann nicht nur für forderung gerichtet, im Interesse der Arbeitslosen öffentliche eine Art Vertrauensmann unserer Leipziger Genoffen bei der Arbeiten in Angriff nehinen zu lassen. Störungen der Drd- dortigen Polizei gilt, sondern daß ihm in einer der mehreren nung farben nicht statt." Die National- Zeitung", die Helfershelferin des Depeschen fälschers Bismarck, begleitet diese Nachricht mit folgender Bemerkung: gegen ihn erhobenen Disziplinaranklagen auch zur Laft gelegt wird, bei der Wertheidigung des Genossen Rohrlack vor dem Landgericht Freiberg wegen gotteslästerlicher Berneinung des Dafeins eines persönlichen Gottes sich ebenfalls als Gottesleugner „ Die Veranstalter der Kundgebungen scheinen durch der bekannt zu haben, insofern er behauptet haben soll, die Geartige Resolutionen, deren Erfüllung, wenigstens in vollem bildeten hätten doch bereits ebenfalls den Glauben an einen per Umfange, taum wahrscheinlich ist, den Boden für handgreif- fönlichen dreieinigen Gott im Stillen fallen gelassen. licheres Auftreten forgfam vorbereiten zu wollen. Zugleich Der Ehren Gerichtshof am Reichsgericht wird über diese hoffen sie wohl, die augenblickliche Wachsamkeit der Behörden merkwürdige Berurtheilung eines Rechtsanwalts in letter Justanz einzuschläfern." zu entscheiden haben. Selbstverständlich glaubt dieses die National- Zeitung" Auf Antrag des Staatsanwalts wurde in Magde. selbst nicht; aber der gute Zweck", der Sozialdemokratie burg ein Genoffe ohne gerichtliche Verhandlung zu 3 Wochen was am Zeug zu flicken, heiligt bei ihr, nach eigenem Ge- Gefängniß verurtheilt, weil er durch angeblich unerlaubte Ber ständniß, auch das Mittel der lügenhaften Verdächtigung. Parteinachrichten. breitung der Boltsstimme" und anderer Parteischriften sich gegen die Gewerbe Ordnung vergangen haben sollte. Jufolge seiner Berufung wurde die Strafe vom Schöffengericht auf eine Woche herabgefeßt; das Landgericht jedoch, an welches er sich schließlich wandte, erkannte auf Freisprechung. -Der Bürgerineister in Wald hatte das Singen der Marseillaise auf dem Stiftungsfeste des Allgemeinen Arbeiter vereins verboten, weil diese ein Programinlied der sozialdemokratischen Partei sei und durch den Gefang dieses Liedes Zur Militärvorlage. Die Parteigen offen in Frant dem Feste der Charakter einer politischen Vereinsversammlung eine nicht ganz formgemäße Einladung zu erklären. Sie furt a. M. verbreiteten am Sonntag 40 000 Exemplare eines aufgedrückt würde. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde von verstehen mich wohl, und ich darf Sie also bitten, am Flugblatts, in dem unter Hinweis auf die ungeheuren Landrathsamt als unbegründet" zurückgewiesen. Der RegierungsSonnabend um sieben einhalb mit uns im Café Riche" Opfer, welche das Bolt dem Militarismus bringen muß, die präsident war nicht diefer Meinung, sondern erklärte die Bezufammenzutreffen. Sie kennen doch das Restaurant?" Einwohner Frankfurts aufgefordert werden, gegen die neue Mili- fchwerde für begründet, indem er ausführte, daß nach§ 1 des Er nahm mit Bergnügen an. Sie fuhr fort: Wirtärvorlage entschieden zu protestiren. Heute, Dienstag, finden, Vereinsgefeßes die Behörde nur eine Bescheinigung der Anzeige find dann im Gauzen nur vier, die richtige Partie." Für wie schon gemeldet, in Frankfurt a. M. und Umgebung zehn des Festes zu ertheilen hatte. Insofern die Behörde statt dessen uns Frauen, die wir nicht daran gewöhnt sind, sind diese Protestversammlungen statt. die Genehmigung der Feier, welche sich als Versammlung eines Von Orten, in welchen Versammlungen gegen die Militär- politischen Vereins im Sinne des§ 8 des Vereinsgefezes leinen Feste dort das Lustigste, was man sich denken kann." vorlage sich erklärten, sind ferner zu nennen: Friedrichs- charakterisirte, aussprach und diese nur unter bestimmten, von Sie tung ein bunkelbraunes Kleid, das ihre volle ha gen bei Berlin( Referent Bebel), Kröllwig bei Halle ihr ausdrücklich hervorgehobenen Bedingungen gewährte, handelte Gestalt tokett hervortreten ließ, und Duron fühlte ein un-( Referent Mitta g), Celle( Referent Meister), Röpenid sie außerhalb der ihr gefeßlich zustehenden Befugnisse." flares Erstaunen, ja beinahe ein inneres unerklärliches Un-( Referent runs). behagen über den Mangel an Uebereinstimmung zwischen ihrer sorgfältig gewählten, ja raffinirten Toilette und der augenscheinlichen Bernachlässigung ihrer Wohnung. Alles was sie unmittelbar am Körper trug, was ihre Saut berührte, war zart und fein, ihre weitere Umgebung aber war ihr gleichgiltig. * Von der Agitation. Am vergangenen Sonntag, vertheilten mehrere Stralsunder Parteigen offen auf der Insel Rügen eine Anzahl Exemplare des Stettiner Boltsboten" und Broschüren unter den Arbeitern. Die Schriften wurden mit großer Begier angenommen. B * Literarisches. Die Zeitschwingen", Monatsschrift für Volksbildung, Er nahm Abschieb, und wieder hatte er, wie nach dem In Koblenz sind die Partei und fämmtliche Gewerkschaften Reichenberg, Böhmen, Friedländerstr. 11. Preis pro Hest Aufklärung und Unterhaltung. Verlag von J. Beranet, ersten Besuch, die Empfindung, als sei sie beſtändig in feit einigen Tagen obdachlos, weil der Wirth, bei den sie ihr 20 Kr. 40 Pig. Probehefte stehen zur Verfügung. 20 en feiner Nähe. Es war eine Art Sinnestäuschung. Mit Quartier aufgeschlagen hatten, von den Parteigenossen, zu wenig durch Zuspruch unterstützt wurde und deshalb um Aufhebung Dr. W. Ellenbogen. Die historische Entwickelung der mensch Das 11. Heft des 3. Jahrgangs enthält: Die Cholera. Von wachsender Ungeduld wartete er auf den Sonnabend. des über sein Lokal verhängt gewefenen Militärboykotts einlichen denn seine Mittel hatten ihm immer noch nicht erlaubt, sich sein Zotal nun nicht mehr zu Arbeiterversammlungen her. Bum zweiten Male lieb er sich einen Gesellschaftsanzug, gekommen war, was auch von Erfolg war. Der Wirth giebt lichen Gesellschaft. Bon A. Behr. III.- Die Wissenschaft und die gesellschaftliche Entwickelung. die gesellschaftliche Entwickelung. Von Paul Breitum. IX. einen Frack anzuschaffen. Er langte einige Minuten vor Weitere Pflichten der gegenwärtigen Gesellschaft. Erfindungen der verabredeten Stunde als Erster im Restaurant an. Betheiligung an den Gemeinderathe Wahlen beschloß und ihre sozialen Beziehungen. Sozialpolitische Plaudereien von Otto und Erfinder. Von Dito Lichtmann. IV. Deutsche Sprichwörter Die Parteis Stolten.( Schluß.) Feuilleton: Die Noth. auch der sozialdemokratische Verein zu Rall Gedicht von genossen, verkannten nicht das Schwierige der Angelegenheit, Fr. Bodenstedt. Das Patent. Novelle von A. Otto Walster. zumal die Wahlen bereits am 17. November stattfinden und jener Schluß.)- Arbeitslos oder arbeitsschen. Aus allen Ges Beschluß erit am 5. November gefaßt wurde, so daß zur Agitation nur wenig Zeit übrig bleibt; man meinte aber, baß auch einmal bieten der Wissenschaft- Literatur. ein Anfang in dieser Beziehung gemacht werden müsse, da es der Arbeiterschaft durch die Wahl eigener Vertreter ermöglicht wird, sich Einblick in die örtlichen Verhältnisse zu verschaffen. Man ließ ihn in den zweiten Stock emporfieigen und führte ihn in einen kleinen roth ausgeschlagenen, Salon, deffen einziges Feufter auf den Boulevard hinausging. Wie lackist leuchtete daß weiße Tafeltuch auf dem vier edigen Tische. Vier Gedecke standen darauf und fröhlich glänzten Gläser, Silberzeug und Schüffelwärmer unter dem Licht der zwölf Kerzen, die von zwei hohen Kandelabern getragen wurden. ( Fortsetzung folgt.) B Bei der Redaktion eingegangene Bücher: 31/2 Monate Fabrikarbeiteriu. Von Frau Dr. Minna Wettstein Adelt. Berlin, Verlag von 2. J. Leifer, Links straße 31. Ju Philadelphia wurde schreibt man uns eine von Die Sozialdemokraten kommen! Von Adolf Hoffs den jüdischen Sozialisten arrangirte Wahlversammlung auf Ver- Imann. Verlag des Voltsbeten". Brit. Breis 10 Pj. Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, 15. November. Opernhaus. Genesius. Schauspielhaus. Die Braut von Messina, oder: Die feindlichen Brüder. Lening- Theater. Die Orientreise. Berliner Theater. Die Jungfrau von Orleans. Wallner- Theater. Sodom's Ende. Deutsches Theater. Solo's Vater. Kroll's Theater. Geschlossen. Rendenz Theater. Im Pavillon. ( Le Parfum). Friedrich- Wilhelmälädt. Theater. Pariser Leben. Thomas- Theater. Der Einfam. Grosse öffentliche Böttcher und Brauer- Versammlung am Donnerstag, den 17. Nov., Abends 8 Uhr, in den Arminhallen( gr. Saal), Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: 67b 1. Allgemeine wirthschaftliche Lage und die letzten Rämpfe des Verbandes. Referent Genosse Schmidt aus Nürnberg. 2. Vortrag des Genossen Hilpert über die letzte Vorstandssigung in Hannover und seine Agitationsreise durch Süddeutschland. 3. Wie hat sich die Gewerkschaftskommission zu den Indifferenten zu verhalten und wie nehmen die Böttcher Stellung zu dem Beschluß der Streif- Kontrollkommission von der Berliner Bockbrauerei. 4. Freie Diskussion. Der Einberufer. Verein d. Lithographen, Steindrucker u. Berufsgen. Deutschlands.( Filiale Berlin). General- Versammlung am Donnerstag, 17. Nov., Ab. 81/2 Uhr, bei Herrn Philipp, Rosenthalerstr. 38. Zages Ordnung: 208/6 1. Die Mißstände in unserem Gewerbe. Referent Kollege R. Schöpfe. Adolph Ernst- Theater. Die wilde 2. Distuffton. 3. Kaffenbericht. 4. Verschiedenes. Quittungsbuch legitimirt. Um rege Betheiligung ersucht Madonna. Alexanderplat- Theater. SportMädel. National Theater. Der Verschwender. Achtung! Apollo Theater. Spezialitäten Die Verwaltung. Achtung! Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW, Beuthstrasse 2. Als zeitgemäße Agitationsbroschüre empfehlen wir den Parteigenossen zum Studium und zur Verbreitung: Die Emser Depesche oder: Wie Kriege gemacht werden. Von W. Liebknecht. 2. vermehrte Auflage. 56 Seiten elegant broschirt. Preis 25 Pig. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Rolporteure und Beitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei den Bestellungen von außerhalb bitten wir den Betrag ( Porto extra) gleich beizufügen. Borstellung. 1. Vereins- Versammlung Theater der Reichshallen. Spezia- des Frauen- Bildungsvereins für Berlin n. Umg. litäten- Vorstellung. Ortsfraufenfasse Winter- Garten. Spezialitäten- Bor- ant Donnerstag, 17. Nov., Abds. 8 Uhr, in den Arminhallen( Garten- Saal), D. Zimmerergewerbes. stellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Statutenberathung. 2. Definitive Vorstandswahl. 3. Besprechung Gebrüder Richter's Variété. Spe- der Vereinsthätigkeit. 4. Aufnahme von Mitgliedern. Alle Frauen und Mädchen, welche den Verein beitreten wollen, sind zialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Gesangsposse in 3 Aften von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen und hiermit eingeladen. Der provisorische Vorstand. J. A.: Ottilie Post. Schöneberg. Oeffentliche Versammlung der 156/1 Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Zimmerleute Schönebergs und Umg. am Mittwoch, 16. Nov., Ab. 8 Uhr, bei Herrn Jakob, Grunewaldstr. 110. Tages Ordnung: In Scene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 7 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alexander- Play- Theater. Sport- Mädel. Heute Abend 7/2 Uhr: zum 4. Male: Große Posse mit Gesang, Tanz und Tableaux in 4 Bildern von J. Krenn u. A. Schönfeld. Mufit von Max Lustig. Mit vollständig neuer Ausstattung. Raffeneröffn. 61/2 Uhr. Auf 7 Uhr. Morgen: Sport- Mädel. American- Theater. Neu! Die Trockenwohner, = oder„ Das Kind in der Kommode", parodistisch realistischer Borgang im Keller, beobachtet vom Hof aus, von Dstar Wagner. Hauptrolle: Der urkomische Bendir. Jeden Abend jubelnder Beifall. Der feine Reisner. Berliner Lokalposse von O. Wagner. Neu! Die Wiener OriginalSoubrette Clotilde Kowala. Anfang 72 Uhr. Entree 75 Pf. Sonntags 6 Uhr. PassagePanopticum. Fuh!! 9 1 1. Zweck und Ziele der Organisationen. Deferent Kamerad Bringmann aus Hamburg. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. J. R. Bauer, Neue Königstr. 56, I. 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Dies zeigen tiefs betrübt an die trauernden Hinter Luise Halle, geb. Halle und Kinder Alfred und Gertrud Halle. Danksagung. bliebenen 3. Wahl des Prüfungs- Ausschusses. 4. Antrag des Vorstandes, betreffs Strafgelder, ſoweit dies_durch die meiner lieben Frau und guten Wutter, Festsetzung der Mahngebühren und Allen Bekannten und Genossen, welche Novelle zum Krankenversicherungs- Auguste Gast, die legte Ghre et Gesetz zulässig ist. 5. Verschiedenes. Sonntag, den 27. November, Vormittags 91/2 Uhr, findet im Lokale Weberstr. 17 bei Nieft eine Versamm lung der Arbeitgeber, welche Bei träge zur Raffe aus eigenen Mitteln leisten, statt. Tagesordnung: wiefen haben, und für die vielen Kranz fpenden, fagen wir unseren tiefst gefühlten Dant. 546] Die betrübten Hinterbliebenen Karl Gast u. Tochter. Danksagung. Für die vielen Beweise der Theil nahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes sage ich allen Ber Wahl von 46 Vertretern zur General- wandten, Bekannten, sowie den ver versammlung pro 1898. ehrten Kollegen und Mitarbeitern In demselben Lokale und zu der meines Mannes meinen herzlichsten felben Zeit( doch in getrennten Räumen) findet eine Versammlung der Kaffenmitglieder( Arbeitnehmer) statt. Tagesordnung: Dank. Frau Fieh Empfehle mein Geschäft in friscдen 538 L Blumen und Kränzen. Wahl von 92 Vertretern zur General Robert Meyer, versammlung pro 1893. Quittungsbuch legitimirt und ist dasfelbe am Eingange den Kontrolleuren vorzuzeigen. Der Vorstand. Pisz, Landsbergerstraße 8. 61b Fachv.d. Stellmacher. Mittwoch, den 16. d. M., Abends 81/2 Uhr: Versammlung Rosenthaler- Strasse No. 38. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen 0. Völkel. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu ver meiden, bitte ich meine Freunde und Genossen, genau auf meine Adresse zu achten. 1832 L Sophabezüge! Rete in Rips, Damast, Granit, Plüsch u. bunt. Stoff, spottbillig. Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Proben franko! Vergnügungskomitee. 3. Wahl eines RF. Daubitz Vergnügungskomitees. 4. Gewerkschaft liches und Verschiedenes. 55b] Der Vorstand. Magenbitter Preisgekrönt mit der goldenen Der Zentral- Arbeitsnachweis des Medaille auf dem 1. Internationalen Verbandes aller in der Metall- Beinmarkt zu Berlin 1892. Industrie beschäft. Arbeiter Berlins und Umgegend befindet sich Wallstraße 7-8," ( Fernsprecher Amt I Nr. 2636.) Derselbe ist täglich geöffnet von 7 bis 12 Uhr Vorm. und von 3-6 Uhr Nachm. Die Arbeitsvermittelung geschieht für sämmtliche Branchen der Metallindustrie, und zwar für Arbeitgeber wie für Arbeitnehmer unentgelt lich. Die Ausgabe der offenen Stellen findet statt für Klempner, Rohrleger und Gehilfen Vorm. von 8-9, Nachm. von 3-4 Uhr, für Schlosser, Dreher, Mechaniker und Schmiede Vorm. von 9-10, Nachm. von 4-5 Uhr, für Gürtler, Drücker, Former, Schleifer. fowie für sämmtliche Hilfsarbeiter Vormittags von 10-11, Nachm. von 5 bis 6 Uhr. Arbeitgebern wie Arbeitneh mern zur Benugung bestens empfohlen. Der Vorstand. Hiermit fordere ich meinen Mann, den Puter 479/8 Julius Neumann auf, sich seine Sachen von Wolliner straße 12 abzuholen, da ich die Woh56b nung verlassen habe. Frau C. Neumanu. 2848 b Dr. med. Böhm, praft. Arzt, Spezialarit für Naturheilverfahren und Massage Kochstr. 37, 2 r. 8-10 und 4-5. Dr. Hoesch, homöopoth. Arzt, Linien str. 149. 8-10, 5-7, Gount. 8-10. 66b Vereinszimmer, Wollinerstr. 27a. Verantwortlicher Rebatteur: August Enders in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beutostraße 2, und Freitag an Vereine zu vergeben Demminerstr. 60. F. Sodtke. Die Beleidigung gegen den Milchhändler E. Schröder nehme ich zurück. 2. Deftereich. 576 Wer 2595b einen guten und billigen Teppich faufen will, wende sich an die Teppich fabrik von J. Adler Söhne, Spandauerstr.30 Ferner offeriren wir eine große Bartie, ca. 2000 Fenster #. englifde Tüllgardinen und Stores in weiß u. crême sowie einen Posten schwerer Portièren, 31/2 Mtr. Tang, 120 Ctm. breit, von Mark 2,50 an.. Ferner alle Arten Möbelstoffe u. Plüsche sowie Tischdecken, Stepp decken, Läuferstoffe u. ReiseDecken 4M sehr billig! Cices aves Dritores 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 268. Parteifan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Dienstag, den 15. November 1892. und Schlachtruf: die die 9. Jahrg. diesem Sinne bitte ich Sie, in die Verhandlungen einzutreten. event. die Vormittagssigung am Donnerstag länger ausdehne Laffen Sie uns dies thun, indem wir einstimmen in unseren alten resp. am Freitag noch eine Nachtsizung anberaume. Nachdem dann noch bekannt gegeben worden, daß die Bereinladen, wird die Sigung geschlossen. Anwesend waren etwa 250 Delegirte. Rationale Gozialpemotratie, Doch das Broletariat aller Länder liner Genoffen die Delegirten für Wittwoch Abend zum Kommers ( Die Delegirten erheben sich von den Sizen; ihr enthusiastisches och braust dreimal durch den Saal.) 3 Berlin, 14. November. In den herrlichen Konfordia Feſisälen, den schönsten Sälen Berlins, traten, die Delegirten zwifchen 6 und 7 Uhr zusammen. Die Berliner Genossen hatten Es wird hierauf zur Wahl des Bureaus geschritten. Zu für die würdige Ausschmückung des Saales mit beftem Gelingen Bremen und Singer Berlin. Zu Schriftführern schlägt HugVorsitzenden wählt der Parteitag einstimmig Gottlieb Gorge getragen. Rechts und links flantiren die mit rothen Schärpen gezierten Büsten Mary' und Lassalle's die mächtige berg. Hoch- Frankfurt, Feldmann- Langenbielau, Hülle Bant vor: Gradnauer- Dresden, Löwenstein- Nürn Bähne, unter der sich das Rednerpult befindet. Ein breites Erfurt, Emmel- Saarbrüden, Geiger Stuttgart, SchmidtTothes Banner bildet den Hintergrund für Lassalle's scharf Berlin, Legien- Hamburg. Dieselben werden nahezu einstimmig geschnittenen Heroentopf. Freiheit! Gleichheit! Brüderlichkeit! in gewählt. Hierauf geht der Parteitag daran, als Grundlage für Goldbuchstaben auf dem herniederwallenden Banner. An der Hinterwand der Bühne erhebt sich auf rothent Poſtament seine weiteren Verhandlungen sich eine Geschäftsordnung zu Die Statue der Freiheit, die Lichtfackel in der Rechten, die Linke auf den Knauf des Schwertes gestützt. ProSinger schlägt vor, nach der von Halle und Erfurt her letarier aller Länder vereinigt Euch! steht auf den rothen bekannten Geschäftsordnung zu verfahren. Banner, das hier den Hintergrund bildet. Schilder mit der InSchrift: Halle 1890 und Erfurt 1891 an den Wänden der offenen Bühne, die noch durch die überlebensgroßen Brustbilder Lassalle's und Mary' geschmückt ist. Der Saal selber ist durch eine Tischreihe in zwei Theile getheilt; vorn haben die Delegirten an langen Längstischen Platz genommen; hinten figen die Zuhörer, die auch den breiten Balkon dichtgedrängt füllen. Um 71/2 Uhr eröffnet Paul Singer die Verhandlungen des Kongresses mit folgender Ansprache:" geben. Dies wird angenommen. Tokales: Seitens der ,, Unabhängigen" wird gegenwärtig das altgewohnte Handwerk der persönlichen Verunglumpfung und Ehrfeit gepflogen. Soweit sich darin blos die Wuth über die eigene Ohnmacht und Nichtigkeit äußert, können wir darüber hinwegsehen. Da es aber gerade Herr Wilhelm Werner ist, der. Tagesordnung entsteht eine größere Debatte über den Antrag den Vogel abschießt, so wollen wir uns einige seiner in den Beim Eintritt in die Berathung über die Fortsetzung der in seiner auf diesem Gebiete unbestrittenen Meisterschaft wieder der Solinger Genossen, als Bunft 6 in die Tagesordnung auf letzten Bersammlungen zum Besten gegebenen Redensarten etwas aunehmen: Staatssozialismus und revolutionäre Sozialdemo- näher anſehen. Da sind es vor allem die Abrechnung des Vorwärts" und die an die Lokalpresse aus der Parteikasse entrichteten Sommer bitte ich den Parteitag, zu dem beregt en Punkt bereiten. Wenn Gewohnheitstrinker im Stadium des Deliriums Meist Köln: In Anbetracht der Vorkommnisse vom Unterstützungen, die diesem unbestechlichen Cato Bauchschmerzen Stellung Bu in einer Resolution flipp und klar zum Ausdruck zu bringen. nehmen, und Diese feine Stellungnahme sich befinden, so sehen sie bekanntlich immer die sog.„ schwarzen Männchen" vor sich tanzen. Was sie beginnen, was sie in die Schließlich gelangt der Solinger Antrag mit großer Majorität Hand nehmen, am Arbeitstisch wie Nachts im Bette, Im Auftrage des Vorstandes der sozialdemokratischen Partei zur Annahme. Die hierauf vorgenommene Wahl eines Referenten immer tanzt das schwarze Teufelchen" vor ihrer Nase. Deutschlands erkläre ich den Parteitag hiermit für eröffnet und über Staatssozialismus und revolutionäre Sozialdemokratie trifft unter ähnlichem Banne ſteht Herr Wilhelm Wernerheiße die so zahlreich aus allen Gauen Deutschlands eingetroffe einstimmig Liebknecht. In seinem Verleumdungs- Delirium sieht er das schwarze nen Delegirten im Namen des Vorstandes herzlich willkommen. Singer erklärt es auf Anregung eines Münchener Dele- Männchen" immer in Gestalt des Druckerprofits vor seinen 2 Jahre find verflossen, seit hier in Berlin zum ersten Male ein girten hin für selbstverständlich, daß Vollmar das Korreferat Augen tanzen, und das wirkt auf ihn um so aufregender, als Arbeitertag zusammentrát. Es war die Generalversammlung des hierzu mit derselben Redezeit ergalte. allgemeinen deutschen Arbeitervereins. Im September 1867 jand fich damit der Schmerz verbindet um vergangenes Glück". Der Antrag Frohme- Hamburg auf die Tagesordnung an Herr Werner war es ja, der den von ihm theoretisch mit so fe statt. 20 Delegirte waren erschienen, die 3102 Mitglieder ver- geeigneter Stelle zu jezen: Die Sozialdemokratie und der wuchtigem Pathos bekämpften„ Geschäftssozialismus“ praktisch in traten. Der Kassenbericht wies 520 Thaler 20 Silbergroschen Meineid" ruft gleichfalls eine" lebhaftere Debatte hervor. In unbefangenster Rücksichtslosigkeit zu betreiben verstand. Er und 9 jennig auf. Ein Blick auf diese Versammlung be- feiner Begründung meint Frohme, es handle sich um Sympto- phantafirte zwar z. B. so lange das" Volksblatt" für weist, welche Fortschritte die Partei seit diesen Tagen gemacht matisches, daher müsse der Parteitag einen scharjen Protest Teltow- Beeskow- Charlottenburg oppositionell gewesen sei, habe hat, ein Blick in den Bericht des Vorstandes, der über gegen das Vorgehen der Hamburger Staatsanwaltschaft zc. ein- es aus der Parteikasse weder Zuschüsse empfangen noch ge= Einnahme und Ausgaben in Höhe von faft einer viertel Million legen. braucht. Ersteres stimmt; letzteres ist aus freier Hand geAuskunft ertheilt, er zeigt, zu welcher Bedeutung wir uns im Grünwoldt Hamburg meint, die Sache sei zu unbe logen. Das Boltsblatt" arbeitete von der ersten Stunde feines harten Kampfe emporgerungen haben. Der Parteitag tritt etwas dentend, man dürfe nicht auf jede Aeußerung dieses oder jenes Daseins mit Defizit und zwar wesentlich verursacht verspätet in diesem Jahre zusammen der furchtbaren Krankheit Beliebigen reagiren. durch die hohen Druckerpreise, die Wilhelm Werner wegen, die in einem Theile Deutschlands verheerend auftrat. Es Bebel: Nachdem der Bericht des Parteivorstandes sich den mit den einschlägigen Verhältnissen völlig unverschien dem Borstand richtig, den Kongreß zu verschieben, damit die genügend mit der Angelegenheit befaßt hat, bitte ich davon ab- trauten Genossen aufgeschwägt hatte. Zahlen beweisen: Barteigenossen in Nordwestdeutschland Bersammlungen zur Wahl zusehen, das Thema speziell auf die Tagesordnung zu sehen. Es Werner verlangte und erhielt pro Nummer für eine don Delegirten abhalten könnten. Ich bin davon überzeugt, daß wird sich Gelegenheit finden, bei Berathung des Berichts des bestimmte Anzahl Exemplare 132 Mark, während die die Partei und Sie, ihre Vertreter, mit tagung Der Ver Parteivorstandes die Sache zur Besprechung zu bringen. Die Genossen Sillier, Janiszewski u. Komp. dieselbe des Kongresses einverstanden waren. wadere Genoffen, Theuere, Sache zu einer Haupt- und Staatsaktion aufzubauschen, hat der Arbeit für 108 M. zu liefern sich bereit erklärten. Nach dem die im Kampf mit uns Schulter an Parteitag indeß keine Veranlassung. Ausscheiden Werner's wurde der Preis von 132 M. seitens Schulter gestanden haben, sind in Hamburg der Seuche Hierauf zieht Frohme seinen Antrag zurück. Maurer und Dimmick selber auf 120 M. reduzirt und gegenerlegen. Ich glaube in Ihrem Sinne zu handeln, wenn ich Sie Die Tagesordnung lautet hiernach: bitte, das Andenken dieser wackeren Streiter für unsere Sache über der Proposition Janiszewski's offerirte später Maurer sogar durch Erheben von den Sigen zu ehren.( Die Versammlung er105 M. Die Differenz zwischen den Preisen Werner's und Janiszewski's betrug in den 7 Monaten von April bis Nohebt sich.) Hieran habe ich den Dank der Partei anzuschließen vember 1891, von Gründung des Boltsblatts" bis zum Ausan unfere Hamburger Genossen, die mit muthiger und tapferer scheiden Werner's aus der Firma, unter Anrechnung des UmAusdauer Der Seuche Stand gehalten, die ihre Menschenpflicht standes, daß Janiszewski noch mit den durch den Buchdruckergetreu erfüllt und sich zu Trägern derjenigen Maßregeln gemacht ftreit um 10 pCt. erhöhten Herstellungspreisen zu rechnen hatte, haben, die zur Abwehr der Epidemie erforderlich erschienen. Ein 2450 M., das Defizit des Boltsblatts" betrug im gleichen Zeitum so erhebenderes Bild des Muthes und der Treue boten sie, als wir gesehen haben, wie die Hamburger Bourgeois, deren raum 5033 M., so daß also 50 pet. hiervon als„ Entbehrungss lohn" in die weiten Taschen des Herrn Werner flofsen. Geschlechterwirthschaft das Unglück mitverschuldet, feige ausSollen wir nach dieser Probe noch auf den Versuch der unriffen, als ihrem Leben Gefahr drohte. Unsere Hamburger verschämten Uebervortheilung der Berliner Genossen mit dem Genossen haben nur ihre Menschenpflicht erfüllt, aber daß und Wegweiser" hinweisen, auf die Uebervortheilung derselben beim wie sie es gethan, verdient Dank und Anerkennung auch hier. Druck der Hunderttausende von Wahl 2c. Flugblätteru, die Sie haben Leben und Gesundheit in die Schanze geschlagen, um Hamburg vor noch größerem Ünheil zu bewahren. Werner mit 3,50 M. pro Tausend sich bezahlent ließ, während jeder Konkurrent( und jetzt auch seine Nachfolger) 2,50 M. als einen die der diesmalige Parteitag vorfindet, ist reichlich. Zunächst follen Sie ihr Urtheil über die bisherige Thätigkeit der Parteis sehr anständigen und wünschenswerthen Preis betrachten? Die Plakate leitung abgeben und dann die Marschroute beſtimmen, die für die Freie Volfsbühne“, die Werner früher mit 85 M. fich bezahlen ließ und dann, als Janiszewsti u. Cie. in Konkurrenz für die Zukunft einzuschlagen hat. Viel trat, für 62 M. lieferte, sind für die geschäftliche Solidität und gestaltige Fragen treten an Sie heran. Nicht immer werden alle parteigenöffifche Ehrlichkeit dieses durch und durch unehr Delegirten einer Meinung sein, und das wäre auch nicht gut. Grade lichen Burschen als jüngster Beweis noch in Aller Gedächtniß. im Austausch aller Meinungen liegt die Gewähr, daß das wirflich Alle diese Dinge wurden natürlich offenbar und unmöglich, Richtige für die Partei schließlich gefunden wird. Wie aber auch Es erfolgt die Wahl der Mandats- Prüfungskommission. als der Schleier des Sozialistengesetzes fiel. Man fann daher die die Meinungen in manchen Dingen auseinandergehen mögen, in Diese wird zufammengefeßt aus: Klees Magdeburg, Wuth des monopol- und profitseligen Parteidruckers Werner schon dem einen Punkte sind wir alle einig, daß für jeden Partei- e ander, Reißhaus- Erfurt, Antrid- Berlin, Bambegreifen, womit er vor und seit dem Haller Parteitag die Parteigenossen das Wohl der Partei das oberste Gesetz sein muß. In berger Berlin, heiß Hamburg, Me i st- Köln. leitung begeiferte. Mußte er doch mit allem Rechte von ihr diesem Geiste werden sich die Verhandlungen hier vollziehen, in Ferner wird einstimmig beschlossen, die Verhandlungszeit, annehmen, daß sie sich durch den frommen Augenaufschlag eines und auf die Stunden von 9 bis geriebenen Demagogen nicht bethören lasse, sondern dieser Art diesem Geiste wird sie ihn fortführen und nicht eher ruhen und 1 Uhr und 3 bis 7 Uhr zu verlegen. Geschäftssozialismus einen Riegel vorschieben werde. Und so Tasten, bis das legte, bis das ganze Ziel erreicht ist, bis die Singer theilt hieran anknüpfend mit, daß Donnerstag Nach fam es. Herr Werner hatte zwar in den zwei Jahren seines mittag der Parteitag nicht tagen tönne. Die verloren gehende Geschäftsbetriebes ein kleines Schäfchen schon in's Trockene geder Stlaverei der Lohnarbeit geschlagen hat. In Zeit werde indeß dadurch wieder eingebracht werden, daß man bracht. Während dieser ganzen Zeit arbeitete er gar feinen Strich die Partei Don Die Waffen nieder! Die Arbeit, [ 78 1. Geschäftsbericht des Partei- Vorstandes. Berichterstatter: Rich. Fischer. 2. Bericht der Kontrolleure. Referent: Aug. Kaden. 3. Bericht über die parlamentarische Thätigkeit der Reichstags Fraktion. Referent: Paul Singer. 4. Anträge zur Organisation. 5. Die Maifeier 1893. Referent: Albin Gerisch. 6. Zer internationale Arbeiter- Kongreß zu Zürich. Referent: Ferdinand Ewald. 7. Staats sozialismus und revolutionäre Sozialdemokratie. Referent: Wilh. Liebknecht. 8. Das Genoffenschaftswesen, der Boykott und die KontrollSchuhmarke. Referent: J. Auer. 9. Die wirthschaftliche Krise und ihre Folge: der allgemeine Nothstand. Referent: Wilh. Liebknecht. 10. Der Antisemitismus und die Sozialdemokratie. Referent: Aug. Bebel. 11. Berathung derjenigen Anträge aus den Neihen der Genossen, welche bei den voraufgehenden Punkten der Tagesoronung nicht ihre Erledigung gefunden haben. 12. Wahl der Parteileitung und Bestimmung des Ortes, wo fie ihren Sit zu nehmen hat. # N Zeitungen die Besignahme von Elsaß Lothringen befür freich hinaus; man hatte überall Gefechtsgebiete zu passiren, wortet. Man will das ehemals deutsche Land sich der Eisenbahnverkehr war für Privatreisende häufig verwieder einverleiben. Das historische Argument für den schlossen; unseren Neubau im Stiche laffen, war auch nicht Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. Anspruch auf diese Provinzen zeigt sich nur theilweise angenehm, aber gleichviel: unseres Bleibens war nicht mehr. Die Luft war mit wildem Groll und heißer Rach haltbar, daneben wird das strategische Argument vor- Eigentlich waren wir schon viel zu lange dageblieben; gier geladen. Groll gegen den Feind und beinahe gebracht: als Bollwerk bei voraussichtlichen, zukünftigen die Erregungen, die ich in letzter Zeit durchgemacht, hatten ebenso gegen die gestürzte Dynastie. Die Schmäh Kriegen unentbehrlich". Und bekanntlich sind ja die strategischen mich so start erschüttert, daß meine Nerven darunter litten. reden, die Pamphlete, die jetzt auf Kaiser und Kaiserin Gründe die hochwichtigsten, die unumstößlichsten- daneben Ich wurde häufig von Schüttelfrost und ein paarmal auch und auf die unglücklichen Feldherren regneten, die Ver- darf sich ein ethischer Grund erst in zweiter Linie geltend von Weinkrämpfen befallen. dächtigungen und Verleumdungen, der Schimpf, der machen. Andererseits die Kriegspartie war von FrankSpott M Schon waren unsere Koffer gepackt und alles zur Abauszusehen. Jch lag lange, lange Wochen darnieder. Nur eine sehr ist ganzen ge- es war ekelerregend. Damit glaubte die rohe reich verloren worden; war es nicht billig, daß dem Gefahrt bereit, als ich wieder einen Anfall bekam, diesmal Menge die ganze Niederlage vom Lande auf ein paar winner ein Preis zufiel? Hätten im Falle ihres Erfolges so heftig, daß ich ins Bett gebracht werden mußte. Der Menschen abzuwälzen; und nun diese Menschen zu Boden die Franzosen nicht die Rheinprovinzen sich aneignen wollen? herbeigeholte Arzt erklärte, daß ein Nervensieber oder gar lagen, bewarf man sie mit Roth und Steinen und jetzt Wenn der Ausgang eines Krieges nicht für den einen oder eine Gehirnentzündung im Anzug sei und man vorläufig erst würde das Land es zeigen, daß es unüberwindlich sei. den anderen Theil Gebietserweiterung zur Folge haben soll, nicht darau denken dürfe, mich den Strapazen einer Reise Die Vorbereitungen zur Verschanzung von Paris werden wozu wird dann überhaupt Krieg geführt? eifrig fortgesetzt. Die Gebäude in dem Gefechtsbereich der Unterdessen läßt das siegreiche Heer im Vormarsche Umgebung wird zur Einöde. Trupps von Menschen ziehen Thoren von Paris. Die Abtretung Elsaß Lothringens blieben. Und sonderbar: eine süße Erinnerung. Ich war don draußen mit ihrem Haushalt in die Stadt. D diese wird offiziell verlangt. Dagegen erhebt sich der bekannte doch schwer krank, und Trauriges und Schauriges trug in dem traurigen Züge von Wagen und Backpferden und beladenen Ausspruch:" Keinen Zoll unseres Territoriums- feinen Orte meines Aufenthaltes eine belagerte Staat 1111 Menschen, die da die Trümmer ihrer aufgestörten Herde Stein unserer Festungen" pas un pouce pas une aufhörlich sich zu, und dennoch, wenn ich daran zurückdenke; durch die Straßen wälzen! Tas hatte ich schon einmal in pierre.) es war eine eigenthümlich freudenvolle Zeit. Freuden, ja, so Böhmen gesehen, wo das arme Landvolk vor dem siegenden Ja, ja tausend Lebent nur keinen Zoll Erde recht intensive Freuden, wie Kinder sie zu empfinden pflegen. Feinde floh, und nun mußte ich in der fröhlichen, glänzenden Das ist der Grundgedanke des patriotischen Geistes. Die Gehirnkrankheit, die ich durchgemacht, die fast immerWeltstadt das gleiche Jammerbild erschauen will währende Abwesenheit oder doch nur halbe Anwesenheit des und Haft, dasselbe Weh. Mühseligkeit eher wird sich das erbitterte Paris unter seinen Trümmern Bewußtseins machte, daß alles Denken und Urtheilen, alles Erwägen und Ueberlegen aus meinem Kopf geschwunden Durch englische Vermittelung angeregt, wird in Ferrières wendigkeit in einer belagerten Endlich, Gottlob, wieder einmal eine gute Nachricht:| Fort, fort! entscheiden wir jetzt. Wozu ohue Noth- war und nur ein vager Daseinsgenuß zurückblieb, wie einer belagerten fremden Stadt ver solcher- wie gesagt von Kindern, namentlich von zärteine Zusammenkunft zwischen Jules Favre und Bismarck bleiben, wozu unter Leuten leben, die Au zärtveranstaltet. Da würde man doch zu einer Einigung, zu anderen als Haß- und Rachegedanken erfüllt sind, die uns licher Wartung fehlte es mir nicht. Der Gatte, besorgt einem Friedensschluß gelangen! mit scheelen Blicken und oft mit geballten Fäusten betrachten, und liebend, unermüdlich, war Tag und Nacht um mich. wenn sie uns deutsch reden hören? Freilich, ohne Schwierig Auch die Kinder brachte er häufig an mein Lager. Was keiten konnten wir jetzt nicht mehr aus Paris, aus Frank- mein Rudolph mir alles vorerzählte! Ich verstand es meist bor. Im Gegentheil! Die Kluft wird jetzt erst recht offen Schon seit einiger Zeit wird von den deutschen begraben." " Man ondern trieb prinzipielle Opposition" am Biertische, jammerte der Friedrichstraße stattliche Equipagen halten und auch zu Fuß stellten sich bei der Unvorsichtigen die heftigsten Schmerzen ein, über den schlechten Geschäftsgang und den elenden Parteivorstand, strömen Augenkranke herbei, die von dem Mann aus fernem und die Bedauernswerthe verfiel infolge dessen in anhaltende der ihm keine Arbeiten zukommen laffe, dafür bezog er aber Indierland ihr Augenlicht zurückzuerhalten hoffen. Golam Rader, Krämpfe. Ein sofort herbeigerufener Arzt ordnete die Uebers Außer der Extravergütung der„ Repräsentationstoften" für diese so heißt der Würdige, hat auch in der städtischen Blindenanstalt führung des Mädchens nach dem nächstbelegenen Krankenhause aufreibende Thätigkeit aus dem Geschäft toöchentlich 45 M. in der Alten Jakobstraße große Aufregung hervorgerufen; er er- an, woselbst an der Eingelieferten höchstwahrscheinlich eine Arbeitslohn" und hatte bei seinem Austritt aus dem Geschäfte schien dieser Tage in derselben und bat die Direktion, ihm die Operation wird vorgenommen werden müſſen. noch das angenehme Gefühl, den dritten Theil des in den zwei Blinden vorzustellen. Die Weigerung des Direktors mußte dem Fahren ihres Bestehens seitens der Firma erzielten buchmäßigen Ansturm der Kranken, die von der Anwesenheit ihres Retters" Ein Einbruch ist in der Nacht zum Sonnabend im Ge Gewinnes von 21 000 M., also 7000 M., nach seinem eigenen Kenntniß erlangt hatten, weichen. Die Unglücklichen wurden dem schäftslokal des Kaufmanns W. in der Königstraße vom Hose Ausdruck als„ Entbehrungslohn" in die Tasche stecken zu können.„ Herrn Doktor" vorgeführt und allen 120 Blinden gab er durch einen aus verübt worden, indem eine Eisenstange durchfägt und eine Auch hierbei zeigte sich der ehrliche Biedermann als der ge- Dolmetscher die Zusicherung der Heilung durch die Worte:„ Ich mache Fensterscheibe, nachdem sie mit Seife beschmiert worden war, riebenste Macher: er ließ sich den buchmäßigen Gewinn heraus- Sie sehend!" Seit diesem Augenblick herrscht in der Blindenan alt eingedrückt wurde. Die Einbrecher haben die elektrische Flamme zahlen, schüttelte den Staub von den Pantoffeln und ging, feinen eitel Freude: fast alle lassen sich zu dem„ indischen Wunder- aufgedreht und zunächst die Kasse erbrochen, daraus aber nur Rompagnons aber fiberließ er die Sorge, die buchmäßig als Gut- doktor" führen, um dort jedesmal die Trostesworte zu vernehmen: 20 m. erbeutet. Dann haben sie außer mehreren Flaschen Rheins haben figurirenden Rückstände auch einzutreiben. Es dauert freilich lange, aber Sie werden fehen." Einem wein und zwei Invaliditätstarten viele Messer, Gabeln und Soviel ist bei den„ Unabhängigen" vor der Hand freilich nicht Berichterstatter wurde gestattet, einen der Blinden, einen Herrn Löffel im Gesammtwerth von 2000 m. mitgenommen, hierbei zu verdienen, der Schmerz und die Sehnsucht Werner's nach diesen D., der durch Selbstmordverfuch seines Augenlichts fast gänzlich aber eine bei Einbrechern seltene Unkenntniß des Werthes be Fleischtöpfen ist daher begreiflich; und bei dem edlen Charakter beraubt worden ist, zu dem Heilkünstler zu führen. D. vermochte wiesen: denn alles Witgenommene bestand aus Aljenide. Das Werner's ist es auch selbstverständlich, daß diefer Schmerz in den Umriß greller Gegenstände, wie z. B. eines rothen Kleides gegen sind die zum Theil sehr werthvollen Silversachen zurückpersönlichen Beschimpfungen und ehrlosen Verdächtigungen sich auf dreizehn Schritte zu erkennen, von schwarzer Schrift auf gelassen worden. äußert. weißem Grunde aber selbst aus nächster Nähe nichts zu sehen. Das Charakterbild Werner's durch diese paar Striche nicht zu ergänzen, wäre eine Unterlassungsfünde gewesen, die wir vor unferen Zefern nicht verantworten zu können glauben. Auf das Geschimpf im„ Sozialist" einzugehen, verbietet sich aber von felbst. Mit literarischen Bravos vom Schlage eines Teist I er oder Liefländer diskutirt man nicht. Wer wegen Betruges wiederholt gerichtlich abgeurtheilt oder von wem der Staatsanwalt in öffentlicher Gerichtssigung fonstatiren muß, daß seine friminalistische Vergangenheit ihn davon zurückhalten sollte, eine politische Rolle spielen zu wollen, solche Elemente sind gewiß die berufensten Repräsentanten der unabhängigen" Moral, aber jeder anständige Mensch hat für solches Lumpengesindel nur eine Antwort: einen Fußtritt! Die Prozentpatrioten wehren sich verzweifelt gegen die zahme Miquel'sche Vermögenssteuer, welche bekanntlich auf den bescheidenen Satz von 1½ vom Tausend, anfangend erst mit 6000 M. Vermögen, festgefeßt ift. Unter anderem läuft jetzt ein Waschzettel durch die Presse Der Gesellschaftsstüßen, welcher mit echt nationalliberaler Logit den Beweis zu erbringen versucht, daß ein Bankgeschäft, welches mit 5 Millionen Mart Rapital arbeitet, 98 200 Mt. Steuern zahlt Um diese gequälte Rechnung herauszufünfteln, ist es nämlich nöthig, diejenige Art bankgeschäftlicher Jobberei unterzulegen, welche den größten Umfaß bedingt, die sogen. Arbitrage. Daß Diese Art der Jobberei die müheloseste und am wenigsten riskante ift, wird verschwiegen, und so gelangt unser Steuerjongleur zu einer Börsensteuer von 65 000 M., woran sich die restlichen 88 200 M. mit Leichtigkeit anschließen lassen. Zu diesem equilibristischen Elaborat heulmeiert die„ Berl. und dabei nur 300 000 m. verdient. Börs. 8tg." wie folgt: Europa hinübers Golam Kader's Wohnung war von Hilfesuchenden überfüllt; In dem zum Torfe Warthe gehörigen sogenannten„ Seckenhaus Ein Doppelmors wird aus dem Kreise Templin gemeldet. ein Diener theilte dem Berichterstatter mit, daß am Sonnabend find am Freitag Abend die Frau des Heckenwärters" Richter und ein Blinder fein Augenlicht wieder erlangt habe. Der Judier, beren fünfjährige Entelin ermordet aufgefunden worden. Der dessen Hände von Brillantringen überfät waren, strich, in der Mörder hat, wohl um den Verdacht der Thäterschaft von sich abs Linken ein Fläschchen, in der Rechten einen Pinsel haltend, fchnell zulenfen, nach vollbrachter That in dem Haufe Feuer angelegt, über das rechte Auge des Herrn D.( das linke fehlt vollständig). um den Anschein zu erwecken, daß die beiden Personen ver Der Dolmetscher schob dann D. und seinen Begleiter in ein brannt feien; das Feuer ist jedoch nicht zum Ausbruch ges bunfeles Gemach, das durch eine kleine Lampe schwach erleuchtet kommen. Als der That verdächtig ist der Gatte der Ermordeten wurde. Als ich mich, so erzählt der Berichterstatter weiter, an das verhaftet worden. Bwielicht gewöhnt hatte, fab ich auf den zwölf Stühlen Blinde igen, die sich vor Schmerz frümmiten; auch mein Begleiter litt rasende Schmerzen. Trotzdem meinte er, daß er, sobald er an ein Berliner Chepaar. Bei der Diamantengraber de Beers In Kapstadt verhaftet wurde wegen Diamantendiebstahlz das Tageslicht käme, werde beffer sehen können, als vorher. Wir gingen nach einigen Minuten auf der Straße vor ein Schau: Gesellschaft in Beaconsfield- Kimberley( Südafrika) war feit mehreren Jahren ein Berliner, namens Müller, als Aufseher be fenster. Ich stellte fest, daß keine Spur von Sehvermögen vor schäftigt. Die Ehefrau desselben, Henriette Müller, aus Bernau handen war: denn selbst grelle Farben wurden mir als dunkel gebürtig, wollte zum Besuche ihrer Verwandten nach Berlin bezeichnet. Trozdem blieb der arme Kranke bei der Einbildung, reisen, und von Kapstadt aus mit dem englischen Dampfer daß er besser sehen könne. Mexican" die Reise nach Europa antreten. Gine Stunde vor In Amsterdam hat Golam Kader vorher, wie die Freis.bfahrt des Dampiers erschien an Bord der englische Detektive Beitung" berichtet, etwa zwei Monate prattizirt, massenhaft Brandt mit dem weiblichen Detektive Frau Wolf. beide aus drängten sich die Menschen, die meist den ärmeren Klassen an- Kapstadt und geborene Deutsche, und forderten die Frau Müller gehörten, vor seiner Wohnung, in den Blättern erschienen An- auf, sich einer förperlichen Untersuchung zu unterziehen, weil fie zeigen, in den Blättern erschienen Anzeigen, in denen verschiedene im Berdacht stehe, eine große Anzahl von ihrem Ehemann der von ihm Geheilte" ihren Dank aussprachen, und ein paar Stu- Gesellschaft entwendeter Diamanten nach denten, die sich einige höhnische Bemerkungen erlaubten, wurden schmuggeln zu wollen. Nach furzer Untersuchung besörderte denn durchgeprügelt und wären beinahe ins Wasser geworfen worden. auch Frau Wolff sieben besonders werthvolle Diamanten Endlich gelang es aber doch, den Indier oder Araber vor Gericht zu aus den Kleidern der Frau Müler, wo sie eingenäht waren, an ziehen, und hier wurde zunächst nachgewiesen, daß er seinen Patienten das Tageslicht. Frau Müller wurde nun sofort verhaftet eine äßende Flüssigkeit in die Augen träufelte, daß er aber nicht troh ihres Protestes, daß sie deutsche Unterthanin sei, ins Ge im stande war, einen einzigen Geheilten als Entlastungszeugen auftreten zu laffen. Es wurde sogar festgestellt, daß er bei agen fängniß abge, ührt. Noch an demselben Tage wurde auch ihr Shemann festgenommen. Patienten sich eines und desselben Pinsels bediente. Er wurde Also 98 200 M. Steuern, um mit Fleiß, Risiko und Sorgen zu 1000 Gulden Strafe verurtheilt, und der Staatsanwalt drückte Marktpreise in Berlin am 12. November, nach Ermitte 150 000 W.( neben der üblichen 3prozent. Verzinsung des Geldes) babei sein Vedauern aus, daß das Gesetz es nicht zulaffe, den lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von zu verdienen. Glaubt man wirklich, daß das so weiter gehen Verurtheilten alsbald zu verhaften. Herr Golam Kader legte 16,20-15,70., mittlerer von 15,60-15,10 m., geringer von fann? Man sollte meinen, die Grenze der Steuerkraft sei längst Berufung gegen das Urtheil ein, prattizirte indeffen, da die 15,00-14,50 M. Roggen per 100 kg. guter von 14,20-18,40 7. Dummen bekanntlich nicht alle werden, ruhig weiter, füllte seine mittlerer von 13,80-13,60 m., geringer von 13,50-13,30. Mir gestatten uns die Gegenfrage: Wen glauben die national Taschen und war eines Tages verschwunden, ohne die ihm auf Gerste per 100 kg. gute von 17,80-18,50 m., mittlere von liberalen Stempelhinterzieher mit solchem Hokuspokus dumm gelegte Strafe zu bezahlen. Wie sich nachher herausstellte, hat 16,10-15,10 m., geringe von 15,00-14,00 zu machen?" Den Finanzminister sicher nicht. Der weiß aus er in Belgien ebenfalls eine Zeit lang feine Kunst mit den be- 100 Kg. guter von 16,50-15,00 m., mittlerer von 15,70-15,10 9. feiner Thätigkeit in der Diskonto- Gesellschaft her, daß der Bantier fannten marktschreierischen Mitteln ausgeübt und aus demselben geringer von 15,00-14,00 in. Stroh, Richt per 100 kg. vo mit 5 Millionen Mark Vermögen nicht nöthig hat, mit einem Grunde wie in Holland den Staub von den Füßen geschüttelt. 4,70-4,00 M. Heu per 100 kg. von 7,90-5,00 M. Erbsen Entbehrungslohn von 300 000 Mart sich zurieden zu geben. In Zuschriften an Berliner Zeitungen beruft sich Golam per 100 kg. von 40,00-25,00. Speisebohnen, weiße per Wenn das Bankgeschäft mit 5 Millionen Fonds nicht mehr als Kader darauf, er sei diplomirter Augenarzt, habe studirt und sein 100 kg. von 50,00-20,00 m. Linsen per 100 kg. von 80,00 fumpige 6 pet. Berzinsung bringen soll, den Teufel auch, dann Diplom auf der Universität Singapore erhalten. Nur schade, bis 30,00 M. Startoffeln per 100 Kg. von 6,00-4,00 W. Rinds braucht man ja kein Bankgeschäft. Dann betheiligt man sich ein- daß es eine Universität in Singapore nicht giebt. fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 M. Bauchfleisch fach mit einigen Millionen an der Deutsch- Amerikanischen per 1 Kg. von 1,40 0,90 W. Schweinefleisch per 1 Kg. von Petroleum- Gesellschaft, die 22 pt. Berzinsung abwirft, oder man Vier Grad Kälte brachte die Nacht zum Montag in und 1,60-1,10 M. Kalbfleisch per i Kg. von 1,60-0,80 m. Hammel tauft sich Arenberger Bergwerts- Aftien, welche 80 pet. Dividende um Berlin. Alle stehenden Gewässer im Freien waren mit einer fleisch per 1 Sig. von 1,50-0,80. Butter per 1 Kg. von 2,80 geben, oder Bagenhofer Brauerei- Attien mit 40 pet. Dividende, Gisdecke versehen, und auf Wiese und Feld, auf Baum und bis 2,00 M. Gier per 60 Stück von 4,80-2,40 m. Fische p oder Maschinen- Aktien wie Halle'sche Maschinen mit 35 pet. Strauch lag so starter Reif, daß man beim ersten Anblick glaubte, 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 m. ale von 2,80-1,00 2 oder König Wilhelm- Aktien mit 22 pet. Verzinsung. Auc es sei Schnee gefallen. Die Bäume ſtanden ihrer legten Blätter Bander von 2,40-1,00 m. echte von 1,80-1,00 m. Barsche Pferdebahn- und Omnibus- Aktien sollen nicht schlecht sem. Gin beraubt da, Froſt und Wind hatten alles abgefegt. Wie an von 1,60-0,70 M. Schleie von 2,40-1,20 M. Bleie von 1,40 so gemischtes BVermögen in Aftien und zwar in den ficherfien einem klaren echten Wintermorgen fab es am Montag früh aus. bis 0,70 M. Krebse per 60 Stück von 12,00-2,00 m. ihrer Gattung wird unter voller Berücksichtigung Gluthroth ging die Sonne auf, aber der Reif; hielt lange ihren des hierfür zu zahlenden Aufgeldes eine Rente von ca. 15 pet. wärmenden Strahlen Stand, und erst in der zehnten Polizeibericht. Am 12. d. M. Mittags wurde vor dem oder 750 000 m. auf 5 Millionen Mart Kapital abwerfen. Das Vormittagsstunde verschwanden die letzten Refte der winterlichen Hause Urvanstr. 119 ein Arbeiter, als er seinen mit Ziegelsteinen wird der Bankier der nationalliberalen Heulmeier, wenn er nicht Anzeichen, und der freundliche Sonnenschein gemahute, daß wir beladenen Wagen während der Fahrt besteigen wolte, überfahren gerade apokryph ist, besser wissen, wie die Redaktion einer sosial noch im Herbst stehen. Ein früher Winter würde dem Bau- und auf der Stelle getödtet.- Am 18. d. Wi. Nachmittags sprang Demokratischen Zeitung. Vermuthlich wird er sein Vermögen so- handwerk großen Schaden zufügen, benn überall in Stadt und ein Schlosser gegenüber dem Hause kottbuser Uier 44 in de gar noch einträglicher anlegen tönnen, wie wir das hier ange- Land wird noch emsig an Neubauten gearbeitet, ja man fängt Landwehrkanal; er wurde noch lebend aus dem Waffer gezogen Seutet. Der elegifche An guß der gekennzeichneten Bresse wird sogar noch jezt mit neuen Häusern von Grund auf an, in der und nach dem Krankenhause Bethanien gebracht. Auf dem daher niemand Thränen des Mitleids entlocken, sicher aber nicht Soffnung, sie noch vor Eintritt des dauernden Frojies richten zu Hamburger Rangir- Bahnhofe gerieth ein Bahnarbeiter beim 20 dem ehemaligen Kompagnon des Herrn von Hansemann, an tönnen. toppeln eines G.terwagens unter die Räder und wurde auf der Stelle getöotet. deffen Adresse der Waschzettel wohl vornehmlich gerichtet ist. An der Ecke der Köpnicker- und Eisenbahn Straße fiel Abends ein Tischler in der Trunkenheit zur Erde und erlitt einen Bruch des Fußgelenks, so daß seine Ueberjührung nach dem Krankenhause Bethanien erforderlich wurde. Nacht zum 14. d. M. stürzte ein Kurschner im Quergebäude Hauses Große Frankfurterstr. 77 die Stellertreppe hinab und ver überschritten." Ein Kollege des Wunderdoktors Sequah, ein indischer Augenarzt, hat sich in Berlin niedergelaffen und übt jetzt auf die große Zahl derer, die nie alle werden, eine unglaubliche Anziehungstraft aus. Man sieht des Nachmittags vor dem Hause Eine Nähnadel verschluckt. Die 16 jährige Auguste St., Barnimstraße, nahm gestern Vormittag an der Nähmaschine arbeitend die Nadel heraus und steckte dieselbe, während sie einen neuen Faden befestigte, in den Mund. In demselben Augenblick mußte die St. huften, und dabei verschluckte sie die Nadel. Bald Straßburg ist genommen. Hafer per In der des Soll Paris nur ausgehungert werden, oder auch be nicht, aber seine liebe Stimme erflang mir wie Musik; und das Zwitschern unserer fleinen Sylvia, unserer Herzenspuppe,- Das Land geräth in wilde Verzweiflung jene schoffen? wie süß belustigte mich erst das. Da gab es hundert kleine Verzweiflung, welche in Raserei und Wahnsinn ausartet. Gegen lettere Annahme sträubt sich das Kulturgewiffen, Scherze und Einverständnisse zwischen Friedrich und Man schlägt im Nostradamus nach, um barin Prophe- Diese„ ville- lumière", dieser Anziehungspunkt aller Wörter, mir über das Gebahren unserer Tochter... Morin diese zeiungen der jetzigen Ereignisse zu finden, und neue Seher diese glänzende Stätte der Künfte mit ihren unersch Scherze bestanden, daß weiß ich auch nicht mehr; aber ich laffen sich mit Weissagungen vernehmen. Werger noch: lichen Reichthümern und Schäßen bombardiren wie die erste weiß, daß ich lachte und mich freute- ganz unbändig. Besessene treten auf: es ist wie ein Rückfall in mittel- beste Zitadelle? Nicht denkbar; die gauze neutrale Breffe Jeder der gewohnten Späße schien mit der Gipfel der alterliche, höllenfeuer- durchzuckte Geistesnacht ( so erfuhr ich später) protestirt' dagegen. Die Presse der Wizigkeit und je öfter wiederholt, desto witziger und köft-„ Könnte ich zu den Beduinen!" rief Gustav Flaubert. Striegspartei in Berlin hingegen ermuntert dazu: das sei licher. Und mit welcher Wonne ich die gereichten Tränk Könnte ich in das halbbewußte Traumland meiner Krank- das einzige Mittel, den Krieg zu Ende zu führen und die Seine chen schlürfte: da bekam ich täglich zur bestimmten Stunde eine beit zurück!" so flagte ich. Jetzt war ich wieder gesund stadt erobern Limonade so etwas Göttertrunzähnliches habe ich während und mußte all das erfahren und erfassen, was Grauenvolles gens find es gerade, welche gewisse Kreise in Versailles be welcher Ruhm! Die Proteste übri meines ganzen gesunden Lebens nicht gekostet und all- um uns vorging. Da begannen wieder die Eintragungen stimmen, diese strategische Wiaßregel abendlich eine opiumhaltige Arznei, deren sanfteinschläfernde, in die rothen Hefte und ich finde folgende Notizen vor: Beschießung doch nichts zu ergreifen. Und so geschah in bewußten Schlummer wiegende Wirkung mich mit einem 1. Dezember. Trochu setzt sich auf den Höhen es, daß ich unterm 28. Dezember mit zitternden Zügent Gefühle seliger Ruhe durchrieselte. Dabei wußte ich, daß von Champigny feft. der geliebte Mann alt meiner Seite war, mich 2. Dezember. Hartnäckiges Gefecht um Brie und Es ist da... Wieder ein dumpfer Schlag. hütend und wahrend als seines Herzens theuersten Schatz. Champigny. Pause und wieder Der Krieg, der draußen vor den Thoren wüthete, von dem wußte ich beinahe nichts mehr; und wenn mir doch zu der Empfindungen jenes Tages. In dem„ Es ist da" lag Weiter schrieb ich nicht. Aber ich erinnere mich genau weilen eine Erinnerung davon aufblikte, so betrachtete ich neben dem Schrecken eine gewisse Befreiung, eine Erleichte das Ding als etwas so Fernliegendes, so mich durchaus rung, ein Nachlassen der beinah schon unerträglich 5. Dezember. Die Kälte wird immer strenger. Ach, die zitternden, blutenden, armen Wichte, die draußen im Schnee gebettet sterben. Auch hier in der Stadt wird furchtbar an Kälte gelitten. Der Verdienst ist auf Null gesunken. niederschrieb: weiter ist ja eine Eine nicht Berührendes, als spielte es sich in China oder auf Kein Feuerungsmaterial zu beschaffen. Was gäbe mancher wordenen Nervenanspannung. Was man so lange theils erwartet und befürchtet, theils für menschenunmöglich ge halten es war nun da. einem anderen Planeten ab. Meine Welt war hier in drum, wenn er nur ein paar Stückchen Holz da hätte biefem Krankenzimmer in diesem Metonvaleszenten und wäre es der gewisse Thron von Spanien... zimmer vielmehr, denn ich fühlte mich genesen dem Glück 21. Dezember. Ausfall aus Baris. entgegen. 25. Dezember. Eine kleine Abtheilung preußischer Brot und Käse die Lebensmittel waren schon targ), Wir saßen beim Gabelfrühstück( das heißt wir aßen Dem Glücke? Nein. Mit der Genesung kam auch Kavallerie wird aus den Häusern der Ortschaften Troo und Friedrich, Rudolf, der Hofmeister und ich, als der erste das Verständniß wieder und die Auffassung des Gräß- General Kraag befiehlt die Züchtigung dieser Ortschaften und wechselten Blicke. Sollte dies?... lichen, das uns umgab. Wir waren in einer belagerten,( bas ist Kommandantenpflicht) und läßt brennen. Anhungernden, frierenden, jammererfüllten Stadt. Der Krieg zünden" lautet das Kommandowort, und die Leute Aber neines war vielleicht ein zugefallenes Hau wüthete noch fort. muthlich fanfte, gutmüthige Bursche Inzwischen war der Winter hereingebrochen, eisigkalt. Soldatenpflicht) und legen den Brand an. Die Flammen das vorhin unterbrochene Gespräch pieder auf, ohne n gehorchen( das ist thor oder sonst etwas. Nun war ja alles still. Wir nahmen Jezt erfuhr ich erst, was während meiner langen Bewußt schlagen zum Simmel und die armen Heimstätten stürzen des Gedankens zu erwähnen, welchen jener Ton in uns e losigkeit alles vorgefallen. Die Hauptstadt des Bruder trachend ein über Mann und Weib und Kind über weckt hatte. Danach drei bis vier Minutenlandes", Straßburg, die wunderschöne", die echt deutsche", fliehende, weinende, brüllende und brennende Menschen und wieder. Friedrich sprang auf: die kerndeutsche" Stadt ist beschossen worden; ihre Biblio- Thieve. thef zerstört; im ganzen fielen 193 722 Schüsse fünf in der Minute. ver vier oder O du fröhliche, o du selige, o du heilige Weihnachtszeit! Fenster. fam „ Das ist die Beschießung," sagte er, und eilte an ( Fortfegung folgt.) 1248 awao Theater. Gerichts- Beifung. ftarb bald darauf. Auf dem Hofe des Hauses Blumenftr. 51b der Gegenvormund Paffarge habe dieses besondere Berhältniß be gute bekannt war, volles Vertrauen geschenkt. Von den Manis wurde ein Arbeiter mit bedeutenden Verlegungen aufgefunden rücksichtigt. Richtig sei es, daß er dem Gegenvormund von den pulationen, die der Angeklagte mit den Papieren des Mappes und nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Seiner Manipulationen, die er mit dem Vermögen des Mündels ge- vorgeno. men, ist dem Zeugen nichts bekannt gewefen. Der Ans Angabe zufolge hat er auf der Treppe des Hauses nächtigen macht, nichts gesagt habe. Er habe sich zu diesen Manipulationen geklagte yabe wohl einmal über Korfschmerzen geklagt, aber einen wollen und ist von zwei unbekannten Personen hinuntergeworfen für berechtigt gehalten, da er täglich erwartete, daß die Ent- Anlaß, an eine etwaige Geiftesstörung zu denken, hätten diese worden. Am 12. und 18. d. M. fanden zehn Brände statt. mündigung des Mappes aufgehoben werden würde. Einen Dolus Klagen nicht gegeben. Nach Bernehmung einiger Bankiers, bei habe er bei der hypothekarischen Eintragung der 19 000 M. nicht denen der Angeklagte zw. feine Schwiegermutter Geschäfte gehabt, da sowohl sein Mündel als auch seine gesammten Ber- gemacht, wird Rechtsanwalt Silbergieit darüber vernommen, wandten, die ein lebhaftes Interesse an der Vermögensverwaltung ob es wahr ist, wenn der Angeklagte behauptet, daß er im Jahre hatten, völlig mit ihm einverstanden waren. Er habe schließlich 1888 mit dem Zeugen über die Besorgung einer Hypothet für seinem Mündel, dem er das Vermögen erst mühsam zusammen sein Mündel gesprochen habe. Der Zeuge weiß nur, daß er im geholt, dasselbe in weit befferer Anlage, nämlich in später von Jahre 1887- nicht 1888 einmal dem Angeklagten eine Alexanderplay- Theater. ihm angekauften sicheren Hypothefen à 5 pet. zurückgegeben. Hypothet angeboten habe. Ueber die angebliche Geistesstörung Nächst der Wurstfabrikation dürfte die darstellende Kunst, im engeren Sinne genommen, noch seinen verschiedenen Bernehmungen über die Verwendung der mehrfach aufgeregt gewesen und habe einmal eine Flasche Liqueur Der Vorsigende hält dem Angeklagten vor, daß er bei des Angeflagten weiß der Zeuge nichts anzugeben. Derselbe sei am meisten von dem Distanzritt beschämenden Angedentens pro- von der Reichsbank abgehobenen Gelder die verschiedensten An- auf einmal ausgetrunken. fitirt haben. Auch für die im Alexanderplay- Theater aufgeführte gaben gemacht und bei den jährlichen Abrechnungen mit dem ftätigt, daß der Angeklagte zu jener Beit fehr aufgeregt war. Rechtsanwalt Kleinholz bes Novitát„ Sportmädel" mußte die Reigensteinerei weiblich her- Bormundschaftsgericht stets noch die Depotscheine als vorhanden Sowohl dieser Zeuge, als auch sein Bureauvorsteher könne mit halten und der jubelnde Beifall, mit dem das tolle Stück auf aufgeführt habe. genommen wurde, bewies, daß der Autor mit diesem Treffer Jabre 1891 auf die Vorgänge des Jahres 1887 sich unmöglich Bürgermeisters Mappes infolge einer persönlichen Refognition des Der Angeklagte erklärt, daß er im Bestimmtheit nicht sagen, ob die Beglaubigung der Unterschrift des feine Aufgabe dem Geschmack des Publikums entsprechend gelöst mehr mit Sicherheit besinnen fönne. Jetzt müsse er erflaren, eingeflagten oder eines Herrn aus seinem Bureau oder bat. Das Sujet, ausgereifte höhere Töchter, die der Pension ent- daß er damals die Papiere des Mappes nur vorübergehend ein- aber nur durch eine Bisitenkarte erfolgt fei. Letzteres fei uns springen, nach ihrem Gusto sich in Emanzipation" und Sport mal für sich verbraucht, aber sofort wieder andere Papiere dafür wahrscheinlich. Rechtsanwalt Reinholz weiß auch, daß der benebeln und im Zustande ihrer Unzurechnungsfähigkeit von der gekauft habe, die bis zum Jahre 1888 bei ihm gelagert hätten. Angeklagte schon im Jahre 1887 in mancherlei Prozeffe braven Polizei schließlich zu der Einsicht gebracht werden, daß Der Borsigende weist auf die Unwahrscheinlichkeit diefer finanzieller Natur verwickelt war. Frau Faltenberg, die Extravaganzen nur ihren respektiven, wie immer, im letzten Att Behauptung hin, da der Angeklagte bei seinen ernen Berneh- Vorbesitzerin der Häuser Auguststr. 37/38 befundet, daß der Ansich aufindenden Herzenserwählten zustehen, dieses Eujet, wie ge- mungen zugegeben habe, im Jahre 1887 in sehr mißlicher Ver- geklagte ihr die Hypothekenzinsen nur sehr unpünktlich zahlte. fagt, kann allerdings feinen Anspruch auf Originalitat machen; mögenslage jich befunden zu haben. Der Angeklagte be- Sie hat von demselben nun noch 500 m. zu verlangen. Beuge. wenn es aber, wie im Alexanderplay- Theater, geschickt behauptet, daß er sich in dieser Beziehung im Irrthum befunden Rechtsanwalt Pintu 3 I meiß zu befunden, daß gegen den Anarbeitet wird, sichert es sich, wie die Aufführung bewies, dennoch habe, da seine mißliche Finanzlage erit in die Jahre 1858 gefiagten in den Jahren 1887 und 88 viele Wechseltlagen, zum immer ein dankbares Publikum. Zu dem glänzenden Erfolg der und 1889 falle. Der Vorsigende findet es unbegreiflich, Theil von beträchtlicher Höhe schwebten, derfelbe habe sich in jener Boffe trug allerdings die splendide Aus tattung sowohl als auch daß der Angeklagte feiner Beit zuerst davon gesprochen, daß er Beit häufig in hochgradiger Erregung befunden.- Zeuge Rechts das flotte Spiel sämmtlicher Darsteller in wesentlichem Maße die Papiere an einen Unbekannten und dann, daß er die Papiere anwalt Wreschner fennt den Angeklagten von der Studien bei. Vor allem zu loben ist Frau Direktor Streitmann als Trude, an seine Schwägerin Fräulein Kegel verkauft habe. Erst nach zeit her. Der Leytere sei damals ein tüchtiger Becher gewesen.. fowie Herr Grünfeld, wel her den Wupplich mit großer dem bei vielen Bantiers herumgefragt war, habe sich schließlich Daß der Angeklagte sich damals so benommen, daß man Zweifel Elastizität darstellte. Alles in allem dürfte der neuen Aus- herausgestellt, daß die Papiere damals sofort an den Bautier an seinem gefunden Geisteszustand hegen konnte, vermag der ftattungsposse ein langes Leben gesichert sein. Lehmann verkauft worden waren. Der Angeflagte giebt Beuge nicht zu sagen. Der Vorsitzende stellt aus den Personal zu, daß er seiner Zeit einen Theil der versilberten Bapiere vorüber: aften des Angeklagten fest, daß gegen ihn im Jahre 1888 eine gehend dazu benutzt habe, um die Anzahlung für die Häuser zu Menge Klagen, theils aus Wechseln, theils aus HypothekenLeiften. Er hat die Häuser für 500 000 m. erworben. Der zinfen oder anderen Verbindlichkeiten herrührend, anhängig ges: Vorsitzende stellt fest, daß darauf 470 000 M. Hypotheken macht waren. R- A. Bonk, der folgende Zeuge, ist von dem standen, dann 20 000 Mt. Rejitaufgeld eingetragen waren und Angeklagten in der jegt verhandelten Sache mehrfach um daß dahinter dann erst die 19 000 M. für Mappes famen. Rath gefragt worden.& 3 ist dem Beugen auffällig Der Kaufstempel fei nicht bezahlt und eingetragen worden und gewesen, daß Dr. Stein nie zu überzeugen war, daß Ein polizeilich abgelegtes Geständniß ist nicht unter später feien die Häufer in Zwangsverwaltung gekommen. Schließ seine Handlungsweise für ihn üble Folgen haben fönne, trozden allen Umständen ein Ueberführungsmittel. Der Haus lich hat der Angeklagte jedes der beiden Häuser für 248 000 W., Der Beuge ihn mündlich und schriftlich auseinanderseßte, daß er diener Max Hermann war am 19. Mai er. unter einem also mit Vortheil, verkauft. Der Angeklagte weist noch inkorrekt und gesezwidrig gehandelt habe. Der Angeklagte habe schweren Berdacht, der indeß eine Unterstüßung nicht gefunden darauf hin, daß das Vormundschaftsgericht ihn wegen Inregel allen diesen Ausführungen nur ein ungläubiges Lächeln entgegenbat, vor den Polizeilieutenant Da ble geführt und von dem mäßigkeiten in der Vermögensverwaltung zu 20 pet. von gefegt, das ganze Material selbst bei Gericht eingeliefert, als er felben visitirt worden. Dabei wurde eine Sammellifte zu einem 19 000. als Strafe verurtheilt habe; er habe aber damals bei sich über den Vormundschaftsrichter beschwerte und aus diesem, fozialdemokratischen Zweck mit zahlreichen Unterschriften von ge- Recht bekommen. Der Angeklagte bleibt dabei, daß er friminaliter fchließen müffen, daß es mit deffen Geisteszustand nicht ganz der 13. Zivilkammer Beschwerde darüber geführt und habe dort für einen Juristen unbegreiflichen Verhalten habe der Beuge Jeichneten Beiträgen gefunden. Auf die Frage des Polizeibeamten räumte der p. Hermann ein, die Sammlung in einer Strafbares nicht begangen habe. Richtig sei es, daß sein Onkel richtig fei. Der Hausarzt der Familie des Angeklagten, Dr. am 9. Mai cr. in der Kommandantenstraße stattgehabten Ver- appes sich den Rechtsanwalt und Notar Kleinholz gegenüber Grabower, hat bei dem Angeklagten in mehreren Fällen fammlung von Berliner Hausdienern bewirkt zu haben. Er stellte als dispositionsfähig vorgestellt habe; er selbst habe aber dabei nervöse Erregtheit Blutandrang nach bent Ropf aber in Abrede, daß die gefammelten Geloteträge an ihn ab nur in der Form mitgewirkt, daß er dem Mappes feine Visiten beobachtet. Dr. med. Afchenborn hat den Angeklagten int geführt worden seien. Auf Grund dieses Geständnisses wurde karten mitgegeben habe. Er halte auch das nicht für strajbar. Juli 1888 acht Tage lang an einer sehr intensiven akuten Ges gegen Hermann ein Strafbefehl wegen unbefugten Kollektivens Er habe schliesslich die beiden für Mappes eingetragenen Hypo- hirnaffektion behandelt und glaubt, daß damals eine tranthafte in Höhe von 15 M. event. 3 Tagen Haft erlaffen, gegen welchen thefen los werden wollen, weil er glaubte, die Häufer verkaufen Störung der Geifteskräfte vorgelegen habe. Der Zeuge er mit der Behauptung Einspruch erhob, daß er nicht felbft ge- su tönen. Die Sypotheten feien 1889 an feine Schwägerin Rohling, ein Bekannter des Angeklagten, befundete gleichfalls sammelt habe, sondern daß ihm die Liste nur zweck's Kontrolle cedir: worden, welcher er inzwischen bei seiner inzwischen eins einige Vorgänge aus dem Juli 1888, in welchen sich der Aueingehändigt worden sei. Das Schöffengericht gelangte aber zur getretenen Vermögensverschlechterung viel Geld schuldig geworden geklagte nicht wie ein normaler Mensch betragen habe und einen Berurtheilung des Angeklagten, da das vor dem Polizeilieutenant fei. Der Borsigende erwähnt bei dieser Gelegenheit, daß eigenthümlichen Eindruck auf ihn gemacht habe. Der Bureauabgelegte Geständniß ihn des unbefugten Kollektiren hinreichend der Angeklagte angeblich wiederholt davon gesprochen habe: er vorsteher des Angeklagten, Flemming, hat im Jahre 1888 überführe. Auf die von dem Augeklagten einge este Berufung werde schon tafür sorgen, daß die Grundstücke bis über die bemerkt, daß der Angeklagte oft Stunden lang finster vor fich stand gestern vor der achten Straftanmer Landgerichts I Ber Puppen belastet werden. Der Vorsitzende illustrirt die Be hinbrütend und auf seine Umgebung nicht achtend, vor seinem handlungstermin an, von welcher 11 Unterzeichner der Sammel- auptung der Anklage, daß sich der Angeklagte schon 1887 in Bulte gesessen habe. liste als Zeugen vernommen wurden. Acht davon wußten nicht ganz zerrütteter Vermögenslage befunden, durch folgende That- In gleicher Weise bezeugt der Zeuge Haier, welcher in mehr, wer gesammelt hat, drei bekundeten aber bestimmt, daß es lachen: Der Angeklagie hatte sich damals mit einem Ingenieur den Jahren 1883-1887 Bureauvorsteher des Angeklagten war, der Angeklagte nicht war. Darauf erfaunte die Berufungs- Merkel in Verbindung gefeßt, der einen Klappruder- Apparat er- daß derselbe im Jahre 1887, wo er viele tonservative BoltsStraflammer auf Freisprechung des Angeklagten, dessen funden batte und fich und dem Angeklagten davon goldene Berge versammlungen abhielt, oft sehr ermüdet, abgespannt, nervös er Geständnis nach dem Beweisresultat wohl auf einem Weiß- versprochen. Der Angeklagte hatte dafür Geldaufwendungen gebracht regt und zerstreut war. Diefelben Beobachtungen haben noch verständniß beruhe. uno u. a. ihut 12 000. zur Verfügung gestellt, die er von mehrere andere Hausstands- und Familienglieder des Angeklagten w. einem Fräulem Trautwein von Belle sich geborgt hatte. Dieses gemacht. Aus ihren Mittheilungen geht hervor, daß der Ans Prozeß Stein. Vor dem Schwurgericht des hiesigen Land- Fräulein von Belle hatte eine Erbschaft angetreten, der An- geflagte im Jahre 1887 auch einmal einen Selbstmordverfuch durch gerichts 1 begannen gestern die Verhandlungen in der Straffache geklagte war mit der Nachlaßregulirung betraut und Fräulein Deffnen der Pulsadern gemacht habe. Von den medizinischen wider den Rechtsanwalt Dr. Albrecht Stein wegen Unterschlagung von Belle ist bald darauf für geiftestrant erklärt worden. Er Sachverständigen gab Sanitätsrath Dr. Mittenzweig zuerst und wiederholter Urkundenfälschung. Den Borsiz führt Landit dann durch den Rechtsanwalt Meßner wiederholt zur Rückgabe fein Gutachten ab. Er erklärte, daß er mit gerichts Direktor Funde, die Anflage vertritt Staatsanwalt des Geldes aufgefordert und auf dem Klagewege zu derfelben ge- gewissen Weißtrauen an die ihm gestellte Aufgabe herangetreten Großpietsch, die Bertheidigung führt Rechtsanwalt Dr. Sello. zwungen worden. Diese Sache kam vor dem Ehrengerichte der fet, den Angeklagten auf feinen Geisteszustand zu untersuchen. Als ärztliche Sachverständige find Geheimer Rath Lewin und hiesigen Rechtsanwälte und dasselbe erkannte auf Ausschließung Er sei aber bald zu der Ansicht gelangt, daß keine Simulation Sanitätsrath Dr. Mittenzweig anwesend. Der Angeklagte, welcher aus dem Rechtsanwaltsstande, weil der Angeklagte die Geistes vorliege. Leider sei sein Antrag, den Angeklagten zwecks eindom Ehrengericht der Anwälte disziplinarisch mit einem Ber geitörtheit des Fräulein von Belle hätte merken müssen. Der gehender Beobachtung auf sechs Wochen in der Charitee unterweise und 500 m. vorbestraft ist, wird beschuldigt, durch drei Ehrengerichtshof in Leipzig war nicht derfelben Meinung und zubringen, abgelehnt worden. Der Angeklagte leide nicht an felbständige Sandlungen eine falsche Beurkundung veranlaßt, von änderte das Urtheil in einen Berweis und 500 M. Geldbuße um, ausgesprochener Geiftestranfheit, aber solche Beute, welche eine der falschen Urkunde zu selbstfüchtigen Zwecken Gebrauch gemacht weil er es für einen groben Verstoß des Angeklagten erachtete, so schwere Kopfverlegung erlitten, wie der Angeklagte, und eine Summe von 19 000 W., welche dem entmündigten sich von einer Klientin Geld zu leihen. Der Angeklagte be- tönnten leicht durch Gemüthsbewegungen und andere Bürgermeister außer Dienst Mappes gehörte, unterschlagen zu hauptet, daß er damals die 12 000 Wi. an Fräulein von Belle seelische Erregungen in einen baben. Der Angeklagte war Vormund des wegen Geisteskrankheit fofort hätte zurückzahlen können, wenn er sich an seine Schwieger- ihnen die gesunde Vernunft raube. Bustand gerathen, der Дб nun der Anentmündigten Bürgermeisters, der ein Ontel seiner Frau, der Bruder mutter oder seine Schwägerin gewandt hätte. feiner Schwiegermutter war. Derselbe war 1885 entmündigt und in getlagte sich zur Zeit der von ihm begangenen Strafthaten in Im Verlaufe der weiteren Vernehmung des Angeklagten be- einem Zustande von Geistesstörung befunden habe, wodurch feine eine Anstalt gebracht worden. Er ist alsdann von Breslau hauptet derfelbe, daß er in dem Jahre 1888 eine lebhafte politische freie Willensbestimmung ausgeschlossen werde, darüber erlaube nach Berlin übergesiedelt und der Angeklagte ist ihm als Vor- Thätigkeit entwickelt und besonders viel als öffentlicher Redner der Sachverständige sich nicht, ein bestimmtes Urtheil zu fällen, mund bestellt worden. Derselbe betrieb zunächst beim Lantgericht aufgetreten sei. Dadurch sei sein Nervensystem in hohem Grade fondern müsse es den Geschworenen überlassen. Gr feinerseits in Breslau die Aufhebung der Entmündigung, da er bei M. angegriffen worden. Die Frage des Vorfigenden, ob er sich denn halte den Angeklagten noch nicht für geinesgesund. teinerlei Wahnideen wahrnahm. Das Breslauer Gericht erklärte zu jener Beit in einem gelitesfranken Bustande befunden habe, fich für unzuständig und verwies den Antragsteller nach Berlin. beantwortet der Angeklagte bejahend und bestreitet, daß seine gleichfalls für zweifellos, daß der Angeklagte an den Folgen Der zweite Sachverständige, Geh. Rath Lewin, hielt es Ate das hiesige Gericht den Antrag ablehnte, firengte der An- Grregung eine Folge des bösen Gewissens gewesen sei. Im Sep- einer Gehirnerschütterung leide, dagegen habe der Sachverständige getlagte die Klage auf Aufhebung der Entnüündigung an und tember 1888 habe die Vorbesigerin seiner Hauser eine Klage wegen aus der stattgehabten Berhandlung nichts entnehmen können, stützte sich dabei auf Gutachten des Sanitätsraths Dr. Witten Auszahlung des gesammten Westkaufgelees gegen ihn angejrengt, woraus sich der Schluß ziehen lasse, daß der Angeklagte zur fragzweig und des praktischen Arztes Dr. Grabower. Bei der er habe die Gefahr vor Augen gehabt, daß seine Verwandten ihr lichen Zeit nicht zurechnungfähig war. Er halte den Angeklagten Berhandlung vor dem Gericht fem es schließlich auf Grund von ganzes ihm anvertrautes Bermögen verlieren würden. Dies Ge zur Zeit für gesund. Auseinandersehungen diefer Sachverständigen mit den Sach- fühl habe ihn vollständig gelähmt, er sei nicht im stande gewesen, Bei der widersprechenden Ansicht der beiden Sachverständigen, Derſtändigen Dr. 23 o Iff und Dr. Falf, in welchen eine Ueber eine Berufspflichten zu erfüllen, sondern habe sich monatelang ob der Angeflagte zur Beit gefund sei oder nicht, erflärte einstimmung der Ansichten herbeigeführt wurde, zu einer Ab- durch seine Kollegen durchschleppen laffen müssen. Er müsse noch Staatsanwalt Großpietsch, daß er zu seinem Bedauern den Anweisung der Klage. Die Aufhebung der Entmündigung wurde erwähnen, daß er im Jahre 1869 bei einer Gebirgstour einen trag stellen müffe, den Angeklagten zweds weiterer Untersuchung infolge deffen abgelehnt und im Jahre 1889 legte der Angeklagte Sturz von über 100 Fuß Höhe gethan, und damals infolge feines Geisteszustandes der Charitee zu überweisen, denn über feine Vormundschaft nieder. Zu dem Vermögen des Bürgers schwerer Kopfverlegungen sechs Tage besinnungslos gelegen have; diefen Puntt müsse völlige Klarheit herrschen. Der Vorsitzende meisters a. D. Mappes gehörte auch eine Summe von 19000 M., Die Folgen machten sich durch zeitweises Auftreten von Blut richtete an den Sanitätsrath Dr. Mittenzweig die Frage, ob er theils in Berliner, theils in landschaftlichen 3%, prozentigen Pfand- andrang nach dem Kopfe so bemerkbar, daß er manchmal nicht den augenblicklichen Zustand des Angeklagten für einen derbriefen. Dieselben waren bei der Reichsbank deponirt und es waren Serr seiner Sinne sei. Er müsse annehmen, daß er in einem artigen halte, daß derselbe die Folgen seiner Handlungsweise bei Depotscheine darüber ausgestellt worden, der eine über solchen Zustande gewesen sei, als er die geradezu blödsinnige überfchen fönne und da der Sachverständige diese Frage bejahte, 9000 m., der andere über 10000 M. Der Angeklagte hat am Sandlung mit der Visitenkarte beging. Auf weiteres Befragen wurde beschlossen, die Verhandlung zu Ende zu führen. 28. März 1887 von diesem Bermögen 6000 M. und den ganzen erklärt der Angeklagte, daß sein Großvater mütterlicherseits im flage, für sich verbraucht. Am 30. November kaufte der An- fahren have, auch sein Bruder, der Journalist Stein in Nixdorf,| Rest alsdann am 30. November 1887 erhoben und, nach der An- Irrenhause verorben sei und wie er während seiner haft ergetlagte zwei Grundstücke in der Auguststraße 37/88. Er ließ aur Zeit auch an Anfällen von Geistesstörung leiden solle. Der auf jedes Grundstück von dieser Summie 9500 M. eintragen. Borsigende weist darauf hin, daß die mißliche Lage des AngeDiefelben blieben eingetragen bis zum Oftober 1888. Am flagten, das gegen ihn schwebende Disziplinarverfahren u. f. w. 19. Oftober 1888 ließ er durch den entmündigten Mappe3 bei doch viel eher als Gründe feiner geiftigen Gedrücktheit anzusehen Den Notar Kleinholz zwei löschungsfähige Quittungen beglaubigen seien, der Angeklagte blieb aber dabei, daß er seine Lage noch und auf Grund dieser Quittungen gedirte der Angeklagte die feineswegs für so fehr mißlich gehalten habe und allen BerlegenHypotheken weiter. Der Notar hat auf Grund der ihm ge- beiten mit einem Schlage ein Ende hätte machen können, wenn befuchte öffentliche Bersammlung im Norden der Stadt ab. GeDie Möbelpolirer hielten am 13. November eine nur schwach ordenen Mittheilungen beurkundet, daß Mappes verfügungs- er feine Verwandten noch weiter hätte in Anspruch nehmen noffe Thierbach geißelte in einem intereffanten Vortrage die fähig fei. Der Angeklagte hat acht Tage später von diefer wollen. Den Stempel für den Häuserkauf, der 5000 M. betrug, Schäden der kapitalistischen Gesellschaft. Der Redner erntete Artunde Gebrauch gemacht, indem er zum Grundbuchrichter ging habe er vorfäßlich nicht bezahlt, denn ein bequemeres zinfenfreies lebhaften Beifall. An der Diskussion betheiligten sich die Geund über die Hypotheken weiter verfügte. Darlehen konnte er gar nicht erhalten. Das Disziplinarverfahren noffen Kurt und Reuter. Beide wünschten, daß sich die und betont, daß habe ihn auch keineswegs erregt, denn es habe im nicht viel Kollegen des Nordens mehr wie sur Beit um die Vereinigung bei feiner Schlußabrechnung das Vermögen feines Mündels unver: baran gelegen, Rechtsanwalt zu bleiben, er tönne jederzeit sein bekümmern möchten, der sie doch früher in größerer Zahl anfehrt vorhanden war. Er fei 1884 hier Anwalt geworden und Brot als Journalist verdienen. Der Borfizende macht dem An gehört hätten. Folgende Resolution fand Annahme:„ Die Veref um die fragliche Beit feineswegs in bedrängter Lage gewesen, geklagten bemerkbar, daß ihm wohl bewußt war, daß ihm noch sammlung erkennt die Ausführungen des Genossen Thierbach als sondern habe eine Brutto- Einnahme von 20-22 000. gehabt. anderes in Aussicht stände, als die Ausschließung aus seinem vollständig richtig an, und ist mit ihm der Ansicht, daß das ganze Landwehr- Offizier fet. Es beginnt sodann tonzentrirte Kapital nur zum Schaden des größten Theils der blödsinnig, fondern für ganz gefund gehalten und der Ontel die Beweisaufnahme. habe ihm für seine Verwaltung in allen Theilen feine Bu Bevölkerung, der Arbeiterflasje, und nut Regierungsrath Passarge, der Gegenvormund des Bürger einiger Wenigen wirkt. stimmung gegeben. Er habe sein Vormundschaftsverhältniß auch meisters a. D. Mappes, befundet, daß er zuletzt im Jahre 1888 eine Konzentration der die Werthe schaffenden Kräfte hin Die Versammlung erklärt, auf nicht in dem gewöhnlichen Sinne aufgefaßt, sondern als das eines die Rechnungslegung des Angeklagten geprüft und gegengezeichnet wirken zu wollen. Die Anwesenden verpflichten fich ferner, für Reffen zum Onkel, der mit seiner Familie aufammenlebte. Auch habe. Er habe demselben, dessen Vermögenslage ihm als eine die Stärkung der Organisation der Möbelpolirer speziell unter U ( Schluß in nächster Nummer.) Versammlungen. einem zum Vortheil Der ben Kollegen aus dem Norden eintreten und mit er Energie durch aufklärende Agitation in den Werkstätten für ei e Befferung anserer Lohn- und Arbeitsbedingungen wirken zu wollen. Genosse Franke berichtete darauf über die Thätigkeit der Streit- Kontrollkommission. Genosse Weber forderte die Verfammelten auf, fich fofern es toch nicht geschehen Fragebogen für die Statistit über die wirthschaftlichen und fani tären Berhältnisse der Möbelpolirer Berlins ausgiebig zu bedienen. Jn 14 Tagen spätestens müßten dieselben jedoch abgeliefert sein. Eine lange Debatte entspann sich dann noch über die Frage der Arbeitslosen- Statistit, welche für das nächste Frühjahr von der Streif- Kontrollfommission in Aussicht genommen ist. Einige Redner traten für, andere gegen dieselbe ein. Ein Beschluß wurde nicht gefaßt. Arbeiter- Bildungsschule. Am Donnerstag sprach Herr Weigt im Anschluß an seinen Vortrag„ Die deutschen Kolonien" über: Afrikanische Sitten und Gebräuche". Ju verständlicher Weise machte der Vortragende seine Zuhörer mit den Gepflogenheiten und Lebensgewohnheiten der verschiedensten Völkerstämme des schwarzen Erdtheils" bekannt und erntete reichen Beifall. Am nächsten Donnerstag wird Herr Weigt wiederum im Botale„ Märkischer Hof", Admiralstr. 18c, einen Vortrag über Weltanfang und Weltende" halten. Der Besuch der Urania" am Sonntag hatte für die Theilnehmer ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis. Mit Interesse verfolgten die Zuhörer den glänzenden Vortrag, der in der an schaulichsten Weise durch die Vorstellungen auf der Bühne unterstützt wurde. Mit regem Jnteresse wurden auch die ausgestellten Instrumente, die Sternwarte und Phonograph in Augenschein genommen. Dem Wunsche vieler, Theilnehmer eine baldige Wiederholung dieser Vorstellung stattfinden zu lassen, wird der Vorstand entsprechen und hat sich derselbe dieserhalb schon mit dem Direktorium Der Urania" in Verbindung gesezt. Band der geselligen Arbeitervereine Berlins und Amgegend.| Genossenschaftsanwalt Schenck( freif.) schielt 208 Stimmen und Alle zuschriften, den Bund betreffend, ſind zu richten an. röder ist somit gewählt. Der Gegentandidat. Reichenau( natt.) er Berlin SW., Nostizftr. 29, 3 Zr. Dienstag. Stattlub Kreuz- Solo bei Straße 105.Mühle, Krautstr. 2. Theaterverein Blumenlesebet Ninge, Dresdener- hielt 88 Stimmen. Theaterverein ,, Bultania" bet Zäger, Gartenstr. 13-14.- Biedenkopf, 14. November. Bei der heutigen Landtag Gefelliger Verein offnung bei Nemis, Rebuferfir. 5.- Rauchtlub Graue Erfahwahl im Wahlbezirk 1. Wiesbaden( Biedenkopf) wurde nach Wolfe bei Ratte, Krautstr. 48. Rauchtlub Ambalema bei Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. berperftr. 24( Uebungsstunde). Tambour- Verein Boruffia bei Zeichnis, Königs amtlicher Feststellung Landgerichtsrath Seyberth( nationalliberal) Zambourverein Ruf bei Sperling, Infel mit 126 Stimmen einstimmig gewählt. ftraße 1( nebungsstunde). Zambourverein Wirbel, bet MüllerWien, 14. November. Niederschuh, Fürbringerstr. 7( Uebungsstunde). Eine gestern veranstaltete Ber Lichtenbergerfir. 31, bei Seife Gesangverein Einig", sammlung des Arbeitervereins Zukunft", des radikalen Flügels natreon, Abends 9-11 Uhr, bet Keßner, Annenstraße 16. der Wiener Arbeiterschaft, sprach sich einstimmig gegen das lezte Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gesangverein Bombenattentat in Paris, sowie gegen alle derartigen in letter Nord 8-11 Uhr, Wriezenerfir. 6, bei Sendte. Zeit daselbst verübten Verbrechen aus. Gartenfir.( Uebungsstunde). Tambourverein Deutsche Eiche bet " Musikverein Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von Wien, 14. November. In einer Versammlung Arbeitslofer, 8-10 Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantsirabe 9-10.Berliner Turngen offenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden an welcher etwa 2000 Personen, darunter zahlreiche Frauen und Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenstr. 63 a. Mädchen, theilnahmen, wurde einstimmig eine Resolution ans Theater- Berein Othello 2 Abends 9 Uhr, bet Tägers, Gartenstr. 13-14. genommen, in welcher es heißt, eine Besserung sei nur von der Brivat- Theater- Gesellschaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, Köpnicer: umgestaltung der Produktionsweise und der Gesellschaftsordnung Nicolan, Elisabethkirchstr. 14. ftraße 158 bei Buchs. Privattheaterverein Crescendo. Abends, bei Theaterverein Bultania bei Täger, zu erwarten. Die Ordnung wurde nicht gestört. Gartenstraße 13-14. Theaterverein Bultania 2 Abends 9½ Uhr AckerParis, 14. November. In den Wandelgängen der Rammer ftraße 144 Borstädtisches Kasino. Bergnügungsverein Amicitia, 8% Uhr, bei Schönnagel, Barnimsir. 47. beschäftigte man sich heute eifrig mit der angekündigten Berathung Vergnügungsverein Reichstrone, Abends 9 Uhr, in Reichert's Fest: des Preßgefezes und der Panamakanal- Angelegenheit. Es vers sälen, Müllerfir. 7. Geselliger Verein Brüberfchaft, im Restaurant lautet von einem Antrage auf Einleitung einer parlamentarischen Deutscher Reichsadler, Beuffelfir. 9. Bergnügungsverein Saturnalia, Dienstag Abends 9 Uhr Sigung mit Damen bei Seifert, Dranienstraße 21. heute Abend 9 Uhr, Raupachstr. 6. Vergnügungsverein Fidetto. Aué Enquete betreffs der Panamakanal- Angelegenheit, der gestellt. werden soll. Bergnügungsverein Berolina, Abends 9 Uhr, im Restaurant Proy, Annen- New- York, 14. November. Aus Homestead wird gemeldet traße 9. Geselliger Verein Mehr Licht" Abends 9 Uhr, Große Touristentlub Frankfurterstr. 133 bet Golds. wanderluft", Abends Gestern Nachmittag griffen streifende Arbeiter der hiesigen Fabrit 9 Uhr, Fransectifir. und Schönhauser- Allee- Ecke. Geselliger Arbeiterverein von Carnegie die weiterarbeitenden schwarzen Arbeiter der Fabrik offnung. Bereinslokal bet Herrn Fr. Fröhlich, Naunynstr. 43. Jeden mit Schußwaffen an. Durch Revolverschüsse wurden mehrere Dienstag, alle 14 Tage, Abends 8 Uhr.- Geselliger Verein Stegina Gizung schwarze Arbeiter schwer verwundet. Die angegriffenen Arbeiter Mufit Dilettantenverein, Breziosa", jeden Dienstag, Abends 8% uhr, wehrten sich aufs tapferste, mußten sich jedoch vor den Anuebungsstunde in Scheffler's Restaurant, Reinickendorferstr. 25. Aufnahme. Bithertlub Freiheitstiänge" jeben Dienstag Abend bet G. Brante, greifern zurückziehen und durch Polizei vor Mißhandlungen ge Apostelfirche 7 b. schüßt werden. ( Depeschen des Bureau Herold.) Hirschberg, 14. November. Der Bote aus dem Niesens gebirge" meldet die Verhaftung des fatholischen Pfarrers Thiel aus Trautliebersdorf wegen Majestätsbeleidigung, Meineids und wissentlich falscher Anschuldigung. 11 mit Damen Oranienstr. 153 bet Schönwalder. Böckhftr. 51. " " Orientalischer Rauchflub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, Reichenbergerstr. 24, bei Schröder.- Rauchtiub Eldorado, Abends 8% Uhr, im Hestaurant W. Schulze, Ofbahnhof 7. Rauchtlub Dämmermolte, Rauchrlub Bruderbund. Abends 9 Uhr, Laufigerftr. 50, bet Grande. Bauchflub 8eitgeist, Abends 9 Uhr bei Kaspar, Restaurant zum Zeitgetft, Bernauerstr. 72. Rauchllub unverzagt bet müller, Fruchtstraße Nr. 1-2. Rauchklub Portorico, Abends 9 Uhr, bei Rohn, Wrangelstraße Nr. 136. Stauchtlub Gemüthlichteit 2, Abends 9 Uhr bei Bredlow, Bülowstr. 65. Abends 9 Uhr bei Achsel, Köpenickerstraße 161. Rauchtlub Blaue Luft, bei Nawrot, Martusstr. 23. Rauchtlub Abguß, 8% uhr, Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe. Dienstag, bet Thiele, Brandenburgstr. 56.- Tambourverein Bittoria, Uebungsstunde Tambourverein Rothe Nelte, Dienstag und Freitag, Abends 9 Uhr, den 15. November, Abends 8 Uhr, im Restaurant Bodenburg, Kominan: Dienstag und Freitag, Aufnahme nur geübter Mitglieder. Stümte's RestauDantenstr. 10-11. Vorstandssigung. Regelklub Fidelio 1, Klubhaus Süd- Ost, FaldensteinDas Nähere wird rechtzeitig bekannt gegeben. Zentralverein der Bildhauer Deutschlands( Gauverein Berlin). Dienstag, den 15. November, Abends 8% Uhr, Versammlung, Annenstr. 16. Tagesordnung: Geschäftliche Mittheilungen. rant. Acerfir. 123. Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzpläkenstraße 41, jeden Dienstag 8% Uhr. beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands( Filiale Berlin 2 Nord). Versammlung am Dienstag, den 15. November, Abends 8 Uhr, bei Rehlin, Bergstr. 12. Tagesordnung: Vortrag von Frf. Ottilie Baader über Die Frau in der heutigen Gesellschaft". Allgemeiner Arbeiterinnen- Berein. Große Generalversammlung am Dienstag, den 15. November, Abends pünktlich 8% Uhr, bet Seeger, Grüner Weg 29. Tagesordnung: 1. Rassenbericht. 2. Neuwahl. Achtung! Schneider und Schneiderinnen. Dienstag, den 15. November, Abends 8 Uhr, in Feuerstein's großem Saal, Alte Jatobftr. 75: Große öffentliche Berfammlung. Bortrag des Kollegen Baul Reißhaus- Erfurt. Adhiung! Maurer and Puber! Große öffentliche Generalversammlung Mariusfiraße 31: Unterricht in Deutsch( unteres); Nord- Schule, Müller " Vermischtes. Leipzig, 14. November. Das Reichsgericht hat heute in der Jäger'schen Prozeßfache( Millionendiebstahl) die von den An getlagten Josephine Kloz, Hensel und Müngersdorf eingelegte Revision verworfen. Briefkasten der Redaktion. O. S., Arkonaplay. Sie müssen das Gewerbe dem Magistrat zum Zwecke der Besteuerung anzeigen. C. G., Zigarrenarbeiter. Ihr Arbeitgeber ist im Recht. Sie sind versicherungspflichtig. Frohsinn. Lohnarrest ist wegen der Alimente für uneheliche Kinder nicht zulässig. Basel, 14. November. Die Wahlen zum Genfer Großrath ergaben nach dem Proportionalsystem folgendes Resultat: Rechtes User: 11 Radikale, 8 oder 9 Demokraten, 3 Inde pendenten, 2 Nationalradikale, 1 oder 2 Arbeiter; linkes User: 13 oder 14 Radikalliberale, 12 oder 18 Demokraten, 10 Inde pendenten, 2 Nationalradifale, 2 Arbeiter; das Gesammtresultat, einschließlich der Stadt, beträgt 37 Radikalliberale, 35 Demo fraten, 15 Independenten, 7 Nationalradikale, 6 Arbeiter. London, 14. November. Gestern im ganzen Lande ab Ein Wächter der Sittlichkeit. Göppingen, 11. No- gehaltene zahlreiche Ackerbaumeetings forderten einstimmig die am Sonntag, den 20. November, Borm. 10% Uhr, im Feen- Balan, Burg- und vember. Nachdem man sich hier bereits seit vierzehn Tagen Abschaffung der Differentialzölle zur Beschwörung der Acker St. Wolfgangfiraßen- Ede. Tagesordnung und Referent wird in der Freitags allerhand pitante Geschichten über den Polizeikommissar baukrisis. nummer diefes Blattes bekannt gemacht. Arbeiter- Bildungsserein für Friedrichsberg. Deffentliche Bersammi pp erzählte, ist derselbe endlich am Mittwoch verhaftet Tung am Dienstag, den 15: November, Abends 8% Uhr, im Restaurant Thater, und in das Gefängniß nach Ulm abgeführt worden. Der Herr Lichtenberg, Dorfstr. 47. Tagesordnung: Vortrag des Herrn R. Köfter über Polizeikommissar, welcher verheirathet und Vater zweier Kinder ist, Die Errungenschaften der Astronomie und die Religion". Arbeiter- Bildungsschule. Dienfiag Abend 8-10% Uhr: Südschule soll auf seinem Amtszimmer im Rathhaus(!) der Sagelsbergerfir. 43: Unterricht in Deutsch( mittleies); Südost- Schule freien Liebe" allzusehr gefröhnt haben, indem er Reichenbergerfir. 133: Unterricht in Deutsch( mittleres): techule Frauenspersonen, welche von ihm auf sein Amtszimmer zitirt Straße 179a: Unterricht in Geschichte( neuc). In alle Fächer tönnen wurden, unfittliche Anträge gemacht und sogar Geld geboten noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Gemesters, eintreten. haben soll, um sie seinen Wünschen gefügig zu machen. Die Sache Sefe- und Diskutirhlubs. Bienias. Agitationsverein aifalle, macht hier ein ungemeines Aussehen, umfomehr, als gerade am Abends 8% Uhr, bei Echayer, Reichenbergerstr. 54. Lese- u. Diskutirklub Spinoza, Abends 8% Uhr, bei Tripfe, Reichenbergerstr. 47. Empor", hiesigen Orte in letzter Zeit in öffentlicher Versammlung wie im Abends 8% Uhr, bei C. Behrend, Blumenthalstr. 5. Sesellub Gleich heit Gerichtssaal nur die Sozialdemokraten der freien Liebe" beschuldigt jeden Dienstag 8% Uhr, Restaurant Reyer, Naunynstr. 74. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Untgegend, Dienstag, Abends worden sind. Lipp war aber ganz gewiß kein Sozialdemokrat, im 9 Uhr, Uebungsunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Freundschaft 1, bei Gegentheil. Daß nun gerade er, der sich so gern als„ Wächter" Oswald Berliner, Brunnenstraße 114. Harmonia, Flottwell der Sittlichkeit und des Christenthums aufspielte, es ist, der ftraße 5 bei Bartels.-Dlympia, Alte Jakobfir. 68 bei Nichter.- Sch is de ber freien Liebe" sogar von„ Amtswegen" hul digte, ist für die horn, Usedomfir. 33 bei Miefe. Fidelitas, Bergfir.68 bei steller.- II e Mucker allerdings fatal. gro, Wrangelfir. 141, bei Echmidt. Alpenglocke, Grüner Weg 29, bei Saeger. Berliner Buch bruder, Alte Jakobfir. 83 bei Wienecke. Hamburg, 14. November. Der englische Dampfer Fawn" Bruderherz, Manteuffelfir. 9 bei Nowack.-Jhn'scher Humor, Strauß- wurde von dem norwegischen Dampfer Grna" in der Sonntag Bergersiraße 3 bei Birt. Unverzagt 2, Moabit, Kronen- Brauerei. Hoffnung 2, Deutsch Wilmersdorf, Brandenburgstraße bei Gräz. nacht bei Finkenwärder angerannt, bis auf die Wasserlinie durch Waldkapelle 1, Stallschreiberstr. 29 8. eichenen Stab.. Arbeiter- at- schnitten und in den Grund gebohrt. Auch der Dampfer Grna" bund, Nowawes, Walitraße bei Gärtner.-Sängertette, Schönleinfir. 6 hat schwere Beschädigungen erlitten. Zwei andere Schiffe sind bei D. Klein. Kreuzberg, Lichterfelderstraße 7-8 bei Winter.- Alte Lind e, Mariannenstr. 31-32 bei Toberstein. Borwärts 4, Rathenow, an derselben Stelle bald darauf festgerathen und sperren das Restaurant Walhalla" Einigteit 2, Landsbergerstraße 31 bei Fahrwasser der Elbe. Musehold. Gorgenlos, Röslinerstraße 17 bei Wendt. Gefangverein der Böttcher Steineiche, Jüdenstr. 55 bet Zrieschmann. Vorwärts 8, Warwig, bei Wilhelm Nölte. Hilaria, Blumenstraße 46 bei Went Gänger Chor der Töpfer, Neue Friedrichstraße 44, bei Röllig.- Wiederhall, Eisenbahnstraße 20 bet Siegmund. Zufriedenheit, Gneisenaunraße 88 bei Kärger. Sängerfrei heit, 9 Uhr, b. Fröhlich, Naunynstraße 44 Gesangverein Genefelder, bet Althoff, Brüderstr. 26. Johanni, Rüdersdorferftraße 45 Gesellschaftshaus Ditend. Vorwärts 3, Friedrichsfelde, Wilhelmstr. 10 bet omber.- Gefangverein Rothe Nelfe 2, bei Raabe, Ruppiner und Schönholzerstraßen- Ecke. Schneeglöckchen 1, JahnStraße 1 bei Schulz. Gefangverein Eintracht, Nieder- Schönweide, Restaurant Sing. Mohr'sches Doppelquartett, Friedrichsbergerstr. 19. Gesangverein Frohsinn in Stralau bet Gafter. Arbeiter, Gesangverein von Briz, Briz, Werderfir., Hestaurant Schöneberg. Deutsche Liedertafel, Grüner Weg 29 bet Eäger. Sänger: Wiesbaden, 14. November. Amtliches Ergebniß der heute gruß, Friedrichshagen, Blant's Restaurant. Vorwärts 7, Rummels: stattgehabten Ersahwahl eines Landtags Abgeordneten im burg, bei Borgmann.- Ephen, Ackerstr. 123 bei Stümte. Gesangverein 9. Wiesbaden'schen Wahlkreis( Stadtfr. Wiesbaden- UntertaunusFreiheit 1", Gulmftr. 36 bei Raumann. Gesangverein ,, Echo 2" 9 Uhr Abends Uebungsstunde bei Reimann, Alte Schönhauserstr. 42. freis) an Stelle des zurückgetretenen Abgeordneten Wißmann " -Ganz bedeutende Ersparnisse an Heizmaterial erzielt man durch Verwendung inierer Bifets!! ✰ GLUCKAUF> Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) " 1 Altona, 14. November. Gestern wurden hier drei Anarchisten durch die Kriminalpolizei verhaftet. haben die höchste Heizkraft und übertreffen an Güte alle anderen Breßsteine. 1000 Stid ab Play 6,25, frei Keller 7,50, frei Boden 7,75. Probepakete auf Verlangen franko und gratis. Bestellungen auch auf alle anderen Brennmaterialien erbitten wir nach unserem Büreau, Friedrichstr. 47, 1. ,, Glückauf", Aktiengesellschaft f. Braunkohlen- Verwerthung. Jamaica- Rum, echt Berschnitt, u. Fac. Liters. 1,10, 1,60, 2,10, bei 5 Fl. 10 Pf. billiger. Tokayer, med. süßer Ungarwein, Literft. M. 2,10. Himbeer-, Kirsch, Johannisbeersaft, Liter M. 1,20. Ingber- Likör, hochfein, magenstärkend, Literil. 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Wenn nach den Statuten Ihres Klubs der Vorstand zu dessen Vertretung berechtigt, so kann ferner der Vorstand Namens des Klubs auf Zahlung der 90 Pf. beim Amtsgericht flagen. H. P., Lauban. Ist nicht zur Veröffentlichung geeignet. F. A. V., Frankfurt a. M. Besten Dant. Weitere Mit theilungen erwünscht. Berichtigung. Der Zentralverein der Bild hauer Deutschlands hat an die Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands nicht 1,50 M. sondern 150 M. abgeliefert. Für die Arbeiter- Bildungsschule empfangen: Branden burger Sängerfest durch den Kaiser'schen Männerchor 15 M. Ueberschuß von dem Arbeiter A. G. G. 44,45 M. In der letzten Quittung muß es heißen statt von Herrn Schlopper 6 M.: 6,50 M. Besten Dank. H. Gumpel, Barnimstr. 42. 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Krause, Wienerstraße 11. 65b Bei hohen Arbeitslöhnen Arbeiterinnen auf Knaben- Stoffanzüge fofort gesucht bei Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 46/15 G. Michaelis, Chausseestr. 123. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 268. U. Arbeiter- Sanitätskommission. Berliner Proletarierwohnungen. A. Ungesunde Wohnungen. Dienstag, den 15. November 1892. " Bewünschens9. Jahrg. als man fich immer noch nicht hat zu einem strengen allem vor * Familie. Die Wenn in Backen in dieses Haus gezogen sind, nach einem halben Jahre bekannt, und ist es immer noch eine schwer zu beantwortende erbarmungswürdig aussehen. Die Dienstmädchen in diesen Frage, welche Wohnung vortheilhafter oder richtiger gefagt. Häusern leiden an Kopfschmerzen, Schwere der Glieder und ähn- weniger gesundheitsschädlich ist, eine Kellerwohnung, die durch lichen von schlechter Athmungsluft herrührenden Erscheinungen. Feuchtigkeit, üblen Geruch, mangelhaftes Licht und fast gar keinen Der Aufruf des Genossen Dr. Zadek im Vorwärts" hat Wir werden aus dem uns vorliegenden reichhaltigen Material Luftwechsel auf die Gesundheit der Menschen wirkt, oder ein eine Reihe öffentlich- gesundheitlicher Mängel enthüllt. Unzweifelhaft über die Wohnungszustände bald weitere Mittheilungen machen. Dachwohnung, deren Bewohner im Sommer die Sonnengluth find diejenigen Schäden, welche eine große Zahl von Menschen geDirekt auf ihrem Haupte haben und im Winter sehr häufig durch fährden, bedenklicher und fordern eine raschere Abhilfe als diejenigen die undichte Dacheindeckung vor dem Unwetter nicht geschüßt welche nur die Inhaber einer Wohnung direkt schädigen. Dies der find. Hierzu kommt noch bei letzteren der Uebelstand, daß die Ausoornehmste Grund, weshalb wir von den zahlreich uns Die Berliner Baupolizei- Ordnung. angegangenen Beschwerden über gesundheitswidrige WohnungsWir bringen heute zunächst den zurückgestellten Bericht des dünstungen der Wohnungen in den unteren Geschossen durch die berhältnisse vorerst noch nichts publiziet haben. Leider ist es uns in der vorletzten Sizung der Arbeiter- Sanitätskommission von Ballendecken hindurch nach oben steigen und sich im Dachgeschoß aher auch aus anderen Gründen nur möglich, einen Theil des Herrn Bautechniker Reh fisch gehaltenen sehr lehrreichen Bor- ansammeln, fodaß die Bewohner des Dachgeschosses fast immer Mobningselends zu enthüllen, und zwar deshalb, weil zahlreiche trages, in der Voraussehung, daß es auch für die Leser des nur in schlechter Luft leben. Und das liegt um so näher, Miether Maßregelungen seitens ihrer Hausherren befürchten. Werje Borwärts" r Interesse sein wird, einige der grundlegenden Berbot der gesundheitsschädlichen Zwischendeck füllungen einen Berliner Miethevertrag unterschrieben hat, weiß, über Bestimmungen dieser für die Lebensbedingungen der arbeitenden entschließen können, durch welche ja die verbrauchte Luft der einzelnen welche Machtmittel die Hausdespoten gegenüber den Wiethern Klassen hochwichtigen Berordnung fennen zu lernen. verfügen. Aehnliche Gründe zwingen uns zur Zurückhaltung be verdient die Baupolizei- Ordnung Beachtung zu finden, da es sich nehmen Stadtviertel bedient man sich längst nicht mehr des Mehr wie jedes andere Gefetz, so führte der Redner aus, Etagen hindurch steigt. In den guten Wohnungen der vorzüglich der zahlreichen Beschwerden über die den Anforderungen hierbei nicht nur um Der Gesundheitslehre spottenden Verhältnissen in Fabriken und wertvollere Dinge, Teben und Gesundheit der Bevölkerung dort möglich ist, sollte sich doch anderswo auch durchführen das Besizthum, sondern um weit alten Bauschuttes zur Füllung der Zwischendecken; und was Werkstätten. Aber nicht blos zur Zurückhaltung zwingen und laffen." diese von den Einsendern uns zur Bedingung gemachten Rückhandelt. Daß diese nicht gefährdet werden, sei es Wie man sieht, läßt selbst die neue ver besserte Battfichten, fie laffen auch den Schluß zu, daß aus den gleichen durch Feuersgefahr, Wassersnoth, ungenügende Konstruktion oder Gründen zahlreiche Leser des Vorwärts" trotz ihres sonstigen Gifers grobe Fahrlässigkeit dafür zu sorgen, ist die Gesellschaft nicht polizei- Ordnung-soviel Gutes fie gebracht hat- noch eine ganze es unterlassen haben, über ihnen bekanntes Wohnungselend nur berechtigt, sondern verpflichtet; und ebenso jede Menge zu wünschen übrig; es sind noch eine große Reihe der wichtigsten gesundheitlichen Forderungen unberücksichtigt geblieben, der Arbeiter- Sanitätskommission Anzeige zu machen. Aber bauliche Ausnutzung eines Eigenthums zu verhindern, wodurch und noch immer ist es möglich, daß die den besiglosen Klaffen das Gemeindewohl geschädigt werden könnte. Schon lange war bag der Arbeiter- Sanitätskommission ungeachtet der hervores flar, baß die alte Berliner Bau- Ordnung nicht mehr den zugewiesenen Wohnungen nach der einen oder anderen Richtung gehobenen Schwierigkeiten vorliegende Material, und selbst der gesundheitsgefährlich eingerichtet werden. Gins Theil, gegen deffen Veröffentlichung von den Einsendern kein Forderungen entspräche, die ein rasches Emporwachsen einer hin fehlt dieser Baupolizei- Ordnung, das ist. Ginspruch erhoben wurde, genügt volkommen nicht nur als Be- Stadt wie Berlin an sie stellte. Fast 15 Jahre fanden Verhandmindest zulässigen stätigung unserer Ueberzeugung, daß die Arbeiter in den traurig- lungen bei den zuständigen Behörden statt, Berhandlungen, bei eine feste Borschrift für den mindest stätigung unferer Ueberzeugung, daß die Arbeiter in den traurig welchen die städtischen Behörden fast ausschließlich das Intereffe besten baupolizeilichen Anordnungen fönnen nichts nußen, Wohnraum pro Kopf der Yen, den Anforderungen der Hygiene spottenden sogenannten des Grundbeliges und feiner schrankenlosen Ausbeutung vertraten, Wohnungen hausen, sondern auch dafür, daß es sich bei den Berliner Wohnungszuständen um eine soziale Gefahr für die während das Berliner Polizeipräsidium sehr energisch gegen diese wenn die einzelnen Wohnungen vollgepfropft mit Menschen Gesundheit der Gesammtbevölkerung handelt. Schon die Beispiele, einseitigen Interessen Front machte und die Forderung der öffent- stecken, die einander gegenseitig die zum Athmen erforderliche die wir heute anführen werden, bestätigen vollkommen unsere Beim Januar 1887 trat die neue Baupolizei- Ordnung in Kraft, stellt, und so dürfte es nicht schwer halten, auch in der Praxis die wir heute anführen werden, bestätigen vollkommen unsere Be lichen Gesundheit und Sicherheit mit Nachdruck betonte. Endlich Luft durch ihre Ausathmungen und Ausdünstungen verpesten. hauptung. Die Wissenschaft hat längst hierfür Minimalforderungen aufgeWir können das eingelangte Material über die Wohnungen wodurch sämmtliche früher erlaffenen Verordnungen aufgehoben stellt, und so dürfte es nicht schwer halten, auch in der Praxis nach drei Hauptkategorien scheiden: In Proletarierwohnungen, die wurden. Der Hauptzweck der neuen Bau- Ordnung ist: durch Ein- auf der Durchführung dieser Forderung zu beſtehen. London im Durchschnitt auf einem Grundstücke 8 Personen an sich ungefund find, in solche, die durch gesundheitsschädigende schränkung der Bebauungsdichtigkeit auch die So leben, in Paris 26, in Berlin( im Jahre 1890) 71!, so beweisen Einflüsse der Nachbarschaft ohne Gefährdung der Gesundheit nicht ölterungsdichtigkeit zu hemmen. werth bewohnbar sind, und endlich in die Schlafräume der Dienstboten werth und erfolgversprechend ein solches Ziel nun auch wäre, diese Zahlen deutlicher als alles andere, daß der Raum hier in sonst sehr guten, ja tomfortabeln und luxuriösen herrschaft so ist doch zweifelhaft, ob dasselbe in dem Sinne durch die neue in der raffinirtesten Weise ausgenutzt ist und daß Maßnahmen „ herrschaft- au- Prong es lichen" und" hochherrschaftlichen Wohnungen". Für jede diefer Bau- Ordnung erreicht werden wird. Es droht vielmehr die Gezur Abhilfe getroffen werden müssen. Freilich wird es bann Rategorien feien einige Beispiele hier angeführt. fahr, daß eine Verringerung der Stockwerkshöhe, eine Ver- nöthig sein, sich nicht mit der Baupolizei- Ordnung zufrieden zu Kleinerung der Wohn- und Schlafräume eintreten und der den geben, sondern auch eine auf den Forderungen der Gesundheitseinzelnen Personen im Innern des Hauses zugemessene Raum- Pflege beruhende Wohnordnung ins Leben zu rufen, Safenhaide 45/47 wird von ca. 80 Personen bewohnt, inhalt verkleinert werden wird. Denn sehen wir den Fall, ein ein städtisches Wohnungsamt mit befoldeten denen nur 2 Klosets zur Verfügung stehen, von denen eines von Hausbefizer will auf seinem Grundstück einen Neubau Aufführen Wohnungsinspektoren einzurichten, die eine regel den Gästen einer Kellerbestille benutzt wird. Ueber die Wohnungs- laffen, so wird er das nur in dem Falle thun, wenn ihm sein mäßige wohnungsschau zu halten haben. Hierüber ein verhältnisse, speziell über die Kellerwohnungen in diesem Hause Neubau denselben Miethsertrag wiedergiebt, welchen er im alten anderes Mal ausführlicher. find meh.ere Klagen eingelaufen. Die Recherchen ergaben Hause hatte. Dem entwerfenden Architeften stellen sich aber a. folgendes: Eine von 2 Erwachsenen und infolge der neuen Baupolizei Ordnung Schwierigkeiten entgegen, Als Beitrag zu den Zwecken der freiwilligen Sanitäts 2 Kindern bewohnte Kellerwohnung befindet sich 1 Meter bei deren leberwindung er oft gegen seine Ueberzeugung handeln kommission bewilligte die Ethische Gesellschaft 10 M. und die unter dem Erdboden, der von 2 kleinen Fenstern spärlich er- muß: um der Konkurrenz feinen Vorrang zu lassen, wird er ge- Berliner Filiale des Metallarbeiter- Berbandes 30 M. leuchtete Wohnraum hat tnapp 20 Rubikmeter Luftraum. zwungen, die nöthige Anzahl der Räumlichkeiten gleichsam Un den Wänden wachsen Pilze, zwischen der Thür und den herauszuschinden". Futterbrettern fann man die Finger durchstecken, bei einem Im Gegensatz zur alten Bau- Ordnung sollen namentlich zweiten Besuche des Kontrolleurs waren diefe Fugen mit folgende Punkte hemmend auf die Bebauungsdichtigkeit wirken: Bigarrentaften- Brettchen nothdürftig vernagelt. Die Reinigungs- 1. Gin Grundstück darf nicht beliebig, sondern höchstens auf löder für den Schornsteinfeger find theils mit Papier verklebt, 3/4, und wenn es vor Beröffentlichung der Bau- Ordnung noch theils mit Lappen und einem alten Blechstück überhängt. Die nicht bebaut war, auf 2/3 seiner Grundfläche bebaut werden. Die anderen Sellerwohnungen in diesem Hause geben gleichfalls zu zwischen den einzelnen Gebäuden eines Grundstücks liegenden zahlreichen Klagen Anlaß. Höje sollen mindestens 60 Quadratmeter bei geringster Ent- das Chauffeestraße 94, Grünframteller. 3 Wohn- fernung von 6 Metern groß sein. Unter gewissen Bedingungen So mancher allerdings ehrlich wollende, aber noch politisch räume haben zusammen nur 2 fleine Fenster, von denen noch sind Ausnahmen von dieser Vorschrift zulässig. unreife Mensch berauscht sich so gern an der dröhnenden Phrase Dazu 1/ 8-1/ 4 unter dem Niveau des Straßendammes liegt. In 2. An der Straße liegende Gebäude fönnen stets 12 Meter fogenannten„ Radikalism u 3" und meint, die berechtigte einer Stube muß, da fie fensterlos ist, während des ganzen jedoch höchstens 22 Meter hoch gebaut werden; zwischen diesen Empörung über Unrecht und Niedertracht in unserer Gesellschaft Lages die Petroleumlampe brennen. Die Lust in diesen Räumen beiden Bahlen ist die Straßenbreite, zwischen den Baufluchten müsse sich in einem möglichst wilden Gebahren äußern. Aus ist dumpfig. Die Tapeten der Wände find theilweise ab- gemessen, als Höhe maßgebend. Bei Eckgrundstücken wird das einer durch weise Berechnung des Erfolges gezähmten Sprache geriffen, Wände und Decken sind von Lampenqualm geittel von beiden Straßen genommen, und daher finden wir und einer Tattit der ruhigen Besonnenheit schließen solche Men[ chwarzt. Der Deckenputz blättert überall ab. In diefen sehr häufig, daß Eckhäuser höher oder niedriger als die anderen fchen gerne auf matte Empfindungen"; fie haben keine Ahnung Bäumen wohnt eine Familie von 6 Personen schon 12 Jahre, Gebäude sind. Die Höhe der Hintergebäude fann höchstens davon, daß der gezügelte politische Affett der wahrhaft revo fie fühlt sich darin sehr wohl und ist voll des Lobes 6 Meter mehr betragen, als das Maß des vor ihnen liegenden lutionäre Effekt. Blinder Gifer ist unter Umständen Selbstmord über den Hausherrn! O diese verdammte Bedürfnißlosigkeit! Sofes. an der eigenen guten Sache; er schadet immer. Es gehört fürAndere Wohnungen in diesem Hause und vor allem der Zustand 3. Alle zum dauernden Aufenthalt von wahr zu den glänzendsten Seiten unserer Bewegung, zu deren des Hofraumes würden zu fanitätspolizeilichem Eingreifen vollauf Menschen benusten Räume müssen Licht und Trägern ja so viele wadere Männer in jugendlichem Alter ge. Beranlaffung geben. Luft direkt von Straße oder Hof haben. Wie hören, daß die radikale Phraseologie so wenig Anklang in ihr tann, daß nothwendig gerade dieser Paragraph war, zeigen uns die ein- finden Ardaß die Masse der Klassenbewußten gelaufenen Beschwerden. Wenn auch wie schon oben er beiterschaft mit den Maulrevolutionären ebenso wenig zu wähnt das Maß des einzelnen Raumes, insbesondere aber schaffen haben will, wie mit den anarchistischen Helden der des Nebengelasses, beschränkt wird, so daß z. B. das sogenannte" Propaganda der That". Blutdürftige Kraftphrafen wirken nicht Mädchenzimmer" oft nicht breiter wird als 1,80 Meter, mehr auf politisch, wirthschaftlich und sozial aufgeklärte Arbeiter. 100 Dor dem Bett taum ein Stuhl stehen fann, Die Zeit der improvisirten Barrikadentämpfe ist vorüber, die B. Wohnungen mit gesundheitsschädigendem Einflusse ist der Zustand in Hinsicht auf die sanitären Revolutionen alten Stils find zu Ende. Die große foziale Beder Nachbarschaft. Verhältnisse immer noch besser als die alten Einrichtungen: die wegung der Neuzeit" sagt unser Genosse Blos in seiner Die Klagen dieser Art find in überaus großer Anzahl der Sängeböden mit ihrer ungenügenden Höhe, oder düstere Geschichte der deutschen Revolution so wahr, fo revolutionär Arbeiter Sanitätskommiffion zugegangen. Sie beweisen, daß die Kabusen in Korridoren, die außerdem als Durchgang dienten. ihr Gedankeninhalt ist, vermeidet die ausgetretenen Pfade, welche einschlägigen Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung nicht nur un- Was von den Mädchenzimmern gift, gilt auch wie die Be- verschwundene bürgerliche Parteien beschritten haben. Sie hat genügend find, sondern daß auch denselben seitens der Behörden schwerden zeigen von Verschlägen unter der Treppe, die als fich neue Ziele gesezt und wandelt in neuen Bahnen. Sie setzt viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt an werden scheint. Anders Bortieraufenthalt dienen, und von Schlafstellen der Gehilfen und die Geister in Bewegung in dem Bewußtsein, daß Wissen Macht ist es nicht möglich, daß man Seifenfabriken, Metallgießereien, Lehrlinge. ist." Dieser Tage erst haben unsere Genossen in Garmaug und Sadernmagazine u. drgl. inmitten einer dichtbewohnten Gegend hat Ferroul in der französischen Kammer jede Gemeinschaft mit der Propaganda der That", dem anarchistischen Unfug, zurückAus diefer Kategorie seien folgende Fälle hervorgehoben: gewiesen. Nicht wahr, Jhrradikalen Phrafenhelden, wir, die Vertreter Spielhagen'sche Seifenfabrik, de Der offiziellen" Sozialdemokratie, sind Schwächlinge"," Feiglinge" Arndt- und Nost izstraße. Diese Fabrik verpestet die 4. Die Anzahl der bewohnbaren Geschosse in wohl gar? Jhr behauptet das und wir lächeln mitleidig dazu, denn ganze Umgebung. Die Nachbarn müssen oft Tage lang die Fenster geschlossen halten. Selbst am Sonntage fann man in einem Hause darf höchstens fünf fein. Nun kann man aber der von uns ist die Gegnerschaft überzeugt, daß, wenn sie die Wege der der Umgebung dieser Fabrik teine gesunde Lust einathmen. Bau- Ordnung nach in einem 16 und in einem 22 Meter hohen organischen Entwicklung verrammeln, wenn sie den Gewaltkampf Elektrische Fabrit, Ede Hause fünf bewohnbare Geschosse einrichten; die Anzahl sollte provoziren sollte, wir unseren Mann zu stehen wissen würden Suffitenstraße. Im Keller, und zwar nach der Straße zu wohl für das legte Maß, nicht aber auch für das erstere maß für die gute Sache. Das ist des Muthes höchste Probe nicht, gelegen, befindet sich eine Metallgießerei. Der bei jedesmaligem gebend sein, so daß man unwillkürlich zur Frage kommt, ob es wenn's gilt, ein leidbeherrschtes Dasein d'ran zu wagen! Wohl Ausgießen des flüssigen Metalls in die Formen entstehende Dalm nicht besser wäre, wenn die Anzahl der bewohnbaren Geschosse mehr des wahrhaft füittlichen Muthes gehört dazu, ein ganzes Biebt mit weißen Flocken verdampften Metalls vermischt durch im Verhältniß zur Höhe des Gebäudes vorgeschrieben langes Leben hindurch, nicht aus Liebe zum Leben, sondern aus Liebe zu hohen und beiligen Prinzipien, dem feindlichen Geschick die Fenster der Gießerei auf die Straße. Hierdurch wird ein 5. Kellerwohnungen dürfen nur dann angelegt su troßen, opfermuthig des Lebens Ruhm und Glück, wenn merträglicher Geftant erzeugt, die Passanten und die in den Nachbarhäusern wohnenden Personen werden durch die Dämpfe werden, wenn der Kellerfußboden höchft en 3 50 Bentinöthig, auch die Freiheit hinzugeben, um der gerechten Sache des in ihrer Gesundheit ernstlich gefährdet. meter unter Terrain, jedoch mindesten 3 40 3enti arbeitenden Boltes zu dienen. Wir wollen nicht die Gewalt, wir Gier Engros. Handlung, Louisen Ufer 18, meter über dem amtlich festgefeßten bb ch st en wollen unferer Verantwortlichkeit vor Mit- und Nachwelt genü Keller. Durch das Auspacken von mindestens 30-40 Kisten Grundwasserstand liegt. Das erstere Maß fann bis auf gend, mit allen Kräften dahin wirken, daß das Gesetz der orga Gier Tag für Tag wird schon Unreinlichkeit und Gestank er: Meter erhöht werden, wenn vor den Kellerwohnungen ein nischen Entwicklung, das die Menschengeschichte wie die Orga zeugt, der durch die faulen Gier in so hohem Maße gesteigert durchgehender Lichtgraben von 1 Meter Breite hergestellt wird, nismen beherrscht, fich erfülle im Siege des Rechtes der Arbeit, wobei für dessen Entwässerung genügend Sorge zu tragen ist. der Menschenrechte über privilegirtes Unrecht. Wenn die gegnewird, daß die im Parterre wohnenden Miether nicht wagen, An Höfen dürfen Kellerwohnungen nur dann angelegt werden, rischen Faktoren diesen unseren ehrlichen Willen nicht respektiren, bie Fenster ihrer Wohnungen zu öffnen. wenn der vorliegende Hof ebenso breit ist, als die zwischen ihm wenn sie, wie schon bemerkt, zum Gewaltkampf treiben, so find liegenden Gebäude hoch sind. Daß unter diesen Be- wir der Verantwortlichkeit dafür ledig. Reffelstr. 19, IV. Die Wände, Holzwände, mit Mörtel, ber zum Theil abgebrödelt ist, bestrichen, sind besonders nach Regen- und Schneesällen feucht. Die Zimmer find polizeiwidrig niebrig( 1,95 meter). Die Treppen find steil, schief, ausgetreten und unregelmäßig gebaut. auf die Dauer duldet. Kabusen von mehr als 1,60 Meter( geringste Bettlänge) ge stattet die Bau- Ordnung überhaupt nicht mehr. Als geringfies Höhenmaß eines Wohn-, Schlaf- oder Betriebsraumes ist 2,50 Meter der festgesetzt. der Feld. und Dienstbotenwohnungen. worden wäre. Parteinachrichten. 21 In einer Begrüßung des Berliner Parteitags bemerkt Hamburger& cho": " Für diese Kategorie sei heute nur ein Beispiel angeführt und Stimmungen teine Hof- kellerwohnungen mehr Kampf gegen die Monopolisten der Arbeitsmittel und Are zwar aus den Häusern Mor i str. 7 und 9. Die Dienstboten angelegt werden, ist tlar, wenn man bedenkt, daß die beitsprodukte und Kampf gegen ihren Geschäftsführer Staat, müffen auf Hängeboden schlafen, die über den Klosets angebracht Sintergebäude fouft 6 Meter höber gebaut werden tönnten. Slaffenstaat. Rein Röder und fein Zuckerbrot, feine Wohlfahrtslind und von Etage zu Gtage niedriger werden; in denselben Bierbei sei noch bemerkt, daß für die Bewohner der Hinter einrichtungen und feine Raßenfreundlichkeit soll unseren Blick ist es unmöglich, aufrecht zu stehen. Zur Ventilation und häuser weniger Licht und Luft erforderlich zu sein scheint, als für trüben und unsere Kampfesenergie lähmen. Niemand soll uns Eufterneuerung dient blos je ein 16 cm hohes und 12 cm die Bewohner der Vorderhäuser, da der vor dem Hintergebäude bereden, daß der Staat" über den Parteien steht oder stehen breites Luftloch, das noch dazu nicht nach der Straße oder liegende Hof 6 Meter weniger breit zu sein braucht, tann, sich jemals über sie erheben könnte. dem Hose, sondern nach der Treppe geht. Bei jedesmaliger Be als die Straße. Der Keller muß troden angelegt Es ist in letzter Zeit viel vom Staatssozialismus Bung der Klosets werden die Hängeböden mit fäulniß- werden und gegen Erdfeuchtigkeit und aufsteigende Boden die Rede gewesen und noch neuerdings hat man sich in allerlei gefchwangerter, stinkender Luft erfüllt. Es ist nicht zu ver- luft gesichert fein. Wie viel Wohnungen trotzdem unter doktrinären Erörterungen über„ Definitionen" darüber ergangen. wundern, noenn Mädchen, die gesund und frisch, mit rothen I dumpfem Geruch und Nässe ist zu leiden haben, uns Wir meinen, die Sache ist doch sehr einfach. Der demokratische Sozialismus erwartet vom guten Willen des Staats jür das Proletariat nichts, absolut nichts; er weiß, daß alle Vortheile für die arbeitende Klasse dem Staat unter schweren Kämpfen abgerungen werden müssen. Der ehrliche- Staatssozialismus überläßt sich der Illusion, der Staat tönnte unter Umständen pontan, also ohne den Druck von unten, die Intereffen der Arbeiter gegen die der befizenden Klaffe wahrnehmen. Diese Saufion ist ebenso irrig wie gefährlich, weil sie, wenn sie zur Geltung kommen würde, das Proletariat vom Wege des Klassentampfes abziehen und seine Kampfesenergie lähmen würde. Von dieser Verirrung hat das llafenbewußte Proletariat sich ebensosehr ferngehalten, wie von der anderen; zwischen Scylla und Charybdis steuert das rothbewimpelte stattliche Schiff Der Sozialdemokratie nach dem Port der neuen Gesellschaft, wo ses feine Ausbeutung und Unterdrückung, weil keine Klaffen, mehr giebt, feine Arbeitslosigkeit und keine Noth, wo alle Arbeitsfähigen arbeiten und für alle die Tafel des Lebens trefflich beStellt ist. Möge auch der diesjährige Parteitag, wie seine Vorgänger, die Segel des Parteiſchiffes mit neuen kräftigen Impulsen fchwellen!" Die Münchener Post" widmet dem Parteitage folgende Worte: Wir stehen jetzt- wie einst seit Gründung der Partei im unausgefekten Kriege, wir sind im heutigen Staate nothwendig eine Klassen- und Kampfpartei, festgeschlossen, unentwegt haben wir die An- und Uebergriffe der gegnerischen Gewalten zu pariren, abzuweisen und zurückzuschlagen, um durch den Kampf zum Siege zu gelangen. Daß diese Taktik die einzig wahre ist, und wohl von allen Jenen festgehalten werden wird, welche im Feuer der Verfolgung abgehärtet, dem Druck des Schmach- und Schandgesetzes unter jocht, fich trotz alledem zusammenschlossen, die Fahne der Befreiung, unser Banner, unverzagt mit fester Hand vorangetragen haben, dadurch die Reihen wackerer Männer mehrend, Muth und Begeisterung für unsere Ziele weckten, zur Kampf- und Opferfreude angefeuert haben, und so von Sieg zu Sieg geschritten find, ist selbstverständlich. Wo ist der neue Kurs? Wo die Gleichberechtigung der Bürger? Es ist ein schöner Wahn, der wohl die schärfste Jauftration erfährt in dem vom Parteivorstand veröffentlichten Bericht. Soziale Lebersicht: Achtung, Töpfer! unter wir zu leisten. 1,1 fn 6 12 SE 8, fiatigefunden, diefelbe sei zu der Einsicht gekommen, daß nut dann, wenn beide Organisationen sich auflöſten, es zu etwas Erfprießlichem lommen würde. Kamerad Geffrois fprach für Fortbestehen des Verbandes und meinte, daß Auf dem Bau des Töpfermeisters Gustav Wenhet, der heutigen wirthschaftlichen Krise eine neue Organis Invalidenstr. 144, haben wegen Richtanerkennung des Lohntarifs fation ebenfalls nuglos ware; übrigens wären und vorgekommener Maßregelung die Kollegen zum Theil die verpflichtet, den Kongreßbeschlüssen Folge Arbeit niedergelegt. E3 arbeiten weiter die Kollegen: Kamerad König meinte, daß wir in erster Linie den örtlichen P. Feder, A. Fedrau, Kramer, Kretschmann und Verhältnissen Berlins Rechnung tragen müßten; weil die Mehn Saschanowsky. zahl der Zimmerer von den jezigen Organisationen nichts wiffen wolle, wären wir verpflichtet, der Allgemeinheit Rechnung zu tragen. Wolfer hob besonders hervor, daß wir die Zimmerer Deutschlands schädigen würden, wenn wir uns von der festen Zentralisation lossagten, die neue Organisation sei für Berlin allein ebenfalls nublos. Kamerad Obst äußerte sich dahin, daß Die bei der Firma Schmidt, Brunnenstr. 45, aues in Berlin Hunderte von Zimmerern gäbe, die nur der Organi gebrochene Sohndifferenz ist zu gunsten der Arbeiter geregelt fation fern blieben, um nicht immer die herrschenden Zwiftigkeiten worden, da die Firma die Mehrforderung von 15 Pf. pro Stunde mit anzuhören, die aber dann, wenn wir uns vereinigten, sofort in bewilligte. unsere Reihen treten würden; den Zimmerern Deutschlands sei dadurch durchaus kein Schaden zugefügt, wir würden alsdann erst recht unsere Der Verein zur Regelung der gewerblichen Berhältnisse der Töpfer Berlins u. Umgegend. Der Vorsitzende: Heinrich Hoffmann, Gipsstr. 3. An die Hülfsarbeiter und Arbeiterinnen der graphischen Gewerbe in Deutschland. Kollegen und Kolleginnen! Die Mechanifer hielten am 6. d. M. eine mäßig besuchte Versammlung ab, in welcher der Referent, Herr Landauer, die Broschüre des Herrn Türk: Hervorbringung und Bertheilung der Werthe 2c." einer abfälligen Kritik unterzog. Am Schluß feiner Ausführungen fand Herr Landauer es für gut, sich auch gegen die Sozialdemokratie mit der Behauptung zu wenden, fie ehe nicht mehr auf dem Boden des kommunistischen Manifestes. An den Vortrag Enüpfte sich eine lebhafte Diskussion, in deren Verlauf sich der Saal immer mehr lichtete, so daß die auf der Tagesordnung stehende Wahl eines Mitgliedes zur Fachkommission unerledigt bleiben mußte. wenn die jetzt zersplitterten Kräfte vereint wirken würden. Nach Schon seit Jahren sind die Arbeiter aller Branchen bemüht, dem noch die Kameraden Eisner, Weiß und Grufe für sich eine Organisation zu schaffen, die stark genug ist, dem immer ein Fortbestehen des Verbandes gesprochen und die Kameraden mächtiger werdenden Kapital und der damit verbundenen größeren Päfeler und Thamm( Mitglieder der Freien Vereinigung), Ausbeutung ein Paroli bieten zu können. In fast allen Ge- für einen Zusammenschluß eingetreten waren, wurde folgende werben sind Organisationen entstanden, die theils lokaler Natur Resolution angenommen: Die heutige Versammlung des Lokalverbandes Berlin be find, größtentheils sich aber, und hauptsächlich in der jüngsten schließt, von der Zentralorganisation nicht abzustehen und zwar Zeit, auf zentralistischen Boden gestellt haben. Allein, soweit auch die Arbeiter der einzelnen Berufszweige ihre Vereinigungen über in anbetracht der Beschlüsse des Zimmererkongresses an Gotha Im Verschiedenen wurde an Stelle des aus dem Verbands ganz Deutschland ausgedehnt haben, die Erfahrung lehrte, daß selbst sowie des algemeinen Gewerkschaftsfongresses zu Halberstadt." gut organisirte Gewerkschaften nicht im stande waren, dem vereinigten ausschuß ausgeschiedenen Kameraden Schmidt, Kamerad Unternehmerthum dauernden und wirkungsvollen Widerstand zu leisten. Die Nothwendigkeit einer besseren, u enigstens die Arbeiter der nüpfer gewählt und zum Auszahlen der Reiseunterstützung Kamerad 3ippfe, Markusstr. 14. verwandten Gewerbe umfassenden Organisation leuchtete daher, sobald die Frage angeregt wurde, jedem Verständigen ein. Die Folge war die Einberufung eines allgemeinen Gewerkschaftes fongresses, der wie bekannt im vergangenen Jahre in Halberſtadt stattfand. Auf diesem Kongresse, der überaus zahlreich besucht und auf welchem auch das graphische Gewerbe vertreten war, wurde als zunächst nothwendig allgemein anerkannt die Zentralisation der Arbeiter der besonderen Berufszweige, um, wenn dies geschehen, später die einzelnen Verbände in Industrieverbände oder Unionen verschmelzen zu können. Gemäß diesem Beschlusse haben, denn auch alle Gewerkschaften, soweit sie noch nicht zentralisirt waren, ihre Organisationen umgestaltet, nur die Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen der graphischen Gewerbe find Die Krankenkassen Kommiffion der Buchdruckerei noch zurück. Die erste Mitgliederversammlung des Vereins der Dit unverblümter Offenheit wird zugestanden, aus welchen im graphischen Gewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter und-Ar Silfsarbeiter nad Arbeiterinnen hatte für den 13. d. Mis. eine öffentliche Protestversammlung sämmtlicher Mitglieder der Gründen die Militärbewilligungen, Prämien u. f. w. zu beiterinnen von Hamburg und Umgegend, welche am Sonntag, allgemeinen Orts- Krantenfasse gewerblicher Hilfsarbeiter und gestanden wurden. Nicht zum geringsten Theil der inneren 23. Oktober( nach langer Pause, infolge der Cholera), stattfand, Arbeiterinnen( früher Meyer'sche) betreffs Maßnahmen des beschäftigte sich nun mit dieser Frage. Steindrucker A. Müller Kassenvorstandes gegenüber der obengenannten Rommission eins Nur mit Entschlossenheit, durch wohlgeordnete, seste Disziplin, fprach in längerem Vortrage über Zweck und Nutzen der durch ganz bestimmtes und entschiedenes Vorgehen, werden wir graphischen Union. Mit lebhaftem Interesse folgten die An- berufen. Die Kommission war gebildet worden, um Mängel des Kassenstatuts aufzudecken und sich dieserhalb mit dem Kaffen den Bann der Vorurtheile brechen, Einfluß gewinnen und dann wesenden den Ausführungen des Redners und wurde nach einigen vorstande in Verbindung zu sehen. Referent war Herr Bleich. zu Gunsten Aller unsere Ideen entwickeln und verwirklichen ermunternden Worten der Frau Bottels einstimmig der Beschluß Die Kommission erachtete für reformbedürftig die§§ 12, 20, 23, 63 gefaßt, der graphischen Union beizutreten und die zu diesem An- des Kaffenstatuts. Der Hallenser Parteitag gab der, wohl geistig schon organi- fchluß nöthige Zentralisation der bereits bestehenden Vereine in Bemängelt wurde die Karrenzzeit von 3 Tagen in Krankheits firten Masse unserer Genossen eine äußere, den verschiedenen anderen Elädten baldmöglichst herbeizuführen. Um nicht hinter fällen, die Höhe des Krankengeldes von 7,20 M. pro Woche, die Bereinsgesehen Rücksicht tragende Organisationsform, welche sich den anderen Gewerkschaften zurückzustehen und um die baldige HöhedesSterbegeldes für jugendliche Arbeiterinnen, die Institution allen an sie herantretenden Schwierigkeiten gegenüber als muster fordern wir deshalb alle in Deutschland bestehenden lokalen Ber- treffenden Wünsche wurden dem Kaffenvorstande mitgetheilt. Diefer Berwirklichung der Halberstädter Beschlüsse herbeizuführen, der Kassenärzte und die Bekanntmachungen der Kasse. Die be haft erwies. Der Erfurter Tag schuf das Programm, das unter der einigungen der graphischen Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen auf erwiderte, daß er nur mit den gesetzlichen und statutarischen Vertretern schärfften Loupe unserer Gegner von diesen selbst begeifert und unverzüglich die Frage der Zentralisation zur Diskussion zu stellen der Kaffe zu verhandeln habe und verwies die Kommission auf die beschmutzt, uns vollwerthig und wie die Erfahrung lehrt als und geeignete Vorschläge zur Verwirklichung derselben an die bevorstehende Delegirtenversammlung. Zu dieser Versammlung vollständig gelungen gelten fann. Es geht dieses schon hervor unterzeichneten Adressen gelangen zu laffen. 80 Jahre Gefängniß- über 36 Jahre Zuchthaus- 20 000 Mart Geldstrafen in einem Jahre ausgesprochen über Genossen find Ziffern, welche eine deutliche, unzweifelhafte Sprache reden. Die bestbegründeten Anträge unserer Genoffen in den Parlamenten wer den zu Gunsten egoistischer Privilegienmenschen ignorirt, mit Spott zurückgewiesen. Kämpfe wegen. Fönnen. aus den nur ganz vereinzelten und hierbei wieder größten Theils belanglosen Abänderungsanträgen, welche zum Parteitag nach Berlin eingereicht wurden. Die Einheit unserer Partei darf fein leerer Schall, nicht eitle Phrase sein, sie ist und muß die Wahrheit bleiben. 6. Glinede, Hamburg, Grabenstr. 34, Keller. Frau B. Bottels, Hamburg- Barmbet, Hamburgerstr. 153, H. 3. Tage ant breiten." int der Fabrik, sondern auch zur Die Aus erhielt die Kommission feinen Zutritt. Die Anträge der Kom mission wurden daraufhin tem Vorstande nochmals unterbreitet, jedoch erfolglos. Ein neues Statut war bereits im Druck. Herr Rückert vom Kaffenvornande erklärte die Forderungen der Kommission für sehr begreiflich, aber mit den gesetzlichen Be Die Arustädter Handschuharbeiter veröffentlichen gegen ftimmungen im Widerspruch stehend. Eine Erhöhung der Berlotterung unserer Disziplin würde zum Stillstand, wo die Behauptung des schwarzburg- sondershausener Fabrikinspektors, Leisungen fei nicht angangig. Die Krankenkasse sei schon nut möglich zum Rückschritt führen. Dieser Anschauung gemäß wurde die Einführung einer regelmäßigen Arbeitszeit in den eine Versorgungsanstalt. Jeder Arbeiter, der arbeitslos fei, auf den bisherigen Parteitagen mit Erfolg verfahren, Zweifler Arnstädter Handschuhfabriken sei wegen des Widerstandes der werde krank.( Großer Protest.) In der weiteren Diskussion müssen sich entscheiden. Unter diesem Zeichen begrüßen wir die Zusammenkunft der Arbeiter nicht möglich, folgende Erklärung:„ Durch die heutige wurde gegen die Institution der Kassenärzte sehr lebhaft Klage Produktionsweise, die immer sich steigernden Anforderungen in gejührt." Trinken Sie nicht so viel Schnaps!" Das sei die haupt Delegirten unserer Partei; in zahlreichen Versammlungen wurden der Arbeit bei geringwerthigerem Material find auch die Hard- fachlichste Weisheit der Kaffenärzte. Vielfach wurde die freie vertrauenswerthe Männer, bewährte und im Kampf erfahrene schuhmacher zu recht anhaltendem Arbeiten nicht nur Hur Aerztewahl gewünscht; auch wurde der Vorstand heftig ans Genoffen hierzu aufgestellt. Wir sind daher der festen UeberBe- gegriffen. Herr Holzmann( Borstandsmitglied) nahm den zeugung, der Parteitag in Berlin wird der Arbeiterklasse durch nüßung der Nachtstunden im Haus gezwungen und beträgt Borstand in Schuh. Das neue Kassenstatut habe der General seine Debatten und Beschlüsse, ohne Rücksicht auf die bisweilen die Arbeitszeit nachweislich bei vielen derfelben 15 bis 16 Stunden versammlung vorgelegen und auch deren Zustimmung erhalten, heftigen gegenseitigen Ausführungen, die zu Tage treten werden, täglich. Bei eintretendem flauem Geschäftsgang haben dieselben Auch er sympathifire mit den Forderungen der Kommission und mur von Nußen und der zufriedenstellenden Bedeutung sein, wie Arbeiter oft ein halbes Jahr lang nur drei Tage in der Woche halte dieselben jedoch aus gefeßlichen und praktischen Gründer die vorhergegangenen Kongreffe. vollständige Beschäftigung, und es klingt wie Hohn, wenn an- für undurchführbar. Die gegenwärtigen Kaffenverhältnisse Die Gesammtpartei wird sprechen. wo Gegensätze herrschen; gesichts solcher wiederkehrender Thatsachen von den Fabrikanten gestatteten die gewünschten Neuerungen nicht. nur das Wohl der Gesammtpartei wird die Beschlüsse reifen Ortlärungen wie oben einem Fabrifinspektor gegeben werden. nußung der Kasse durch die weiblichen Mitglieder sei unglaublich, laffen. Die Disziplin des Einzelnen erfordert aber, ohne Ein- Doch es liegt ja nur in den Händen der Fabrikanten, solche Zu( Gelächter.) Im vorigen Jahre seien 70 000 M. auf deren Bei fchränkung der eigenen Meinungsäußerung in taktischen und stände abzuschaffen und eine geregelte Produktion und Arbeits- träge zugelegt worden. Beantragt sei schon eine Trennung prinzipiellen Fragen, die Respektirung der obersten Bertretung zeit einzuführen, und sei denselben hiermit der gute Nath er- weiblichen Witglieder von der Klasse. Was der Borstand im der Partei, des Parteitages, unter unbedingter Zurückseßung theilt, den Städlohn abzuschaffen und Stundenlohn einzuführen. Interesse der Mitglieder thun könne, werde er jederzeit thun, eigen en Empfindens und persönlicher Wünsche. Herr Janz Dieses tönnen und müssen wir von allen denen fordern, die Diefelben können versichert sein, daß bei einer geregelten täglichen doch Unmögliches dürfe nicht verlangt werden. in unseren Reihen stehen, um Schulter an Schulter mit uns den Arbeitszeit mit einem Stundenlohn von 50 Pf. fich alle Arbeiter führte die herrschenden Uebelſtände auf den Un.stand zurück, daß der Handschuhbranche schnell daran gewöhnen würden. Ein die Delegirten fabrizit" worden seien. Die Delegirten müßten Kampf für soziale Gleichberechtigung zu führen. Die Einigkeit solcher Versuch wäre gar nicht aussichtslos und hätten die von den Mitgliedern thatsächlich gewählt, nicht aber ernannt in den eigenen Reihen, wohlgeplante Kanipfesweise, Schlag Herren dann keine Veranlassung mehr, solche schmeichelhajte werden. Die Mehrkosten der weiblichen Mitglieder feien wie fertigkeit und strammes Geradeausmarschiren auf das sichere Ruslaffungen über ihre Arbeiter dem Fabrikinspektor zu unter- bestreitbar, doch liege dies an den sozialen Verhältnissen. Die Ziel war bis jetzt Arbeiterinnen verdienten" vielfach weniger als 4,50 M., die die wird auch in Zukunft unsere Losung sein. Weil wir der Ueberzeugung sind, daß es entschieden so und Kaffe pro Woche Krankengeld zable. Eine Trennung der weib niemals anders gehalten werden wird, nehmen wir an, daß jeder, Zur Sonntagsruhe schreibt die Münchener Post": Dem lichen Mitglieder von der Kasse müsse eintreten. Die Karrenzzeit der es gut meint mit der Partei, sich mit den Kongreßbeschlüssen oberbayerischen Landrath ist aus der Mitte des Landrathes ein müsse fallen, troß der erwachsenden Mehrkosten. Herr Azmann einverstanden erklären wird. Der Parteitag in Berlin wird ein Antrag zugegangen, der die Regierung ersucht wissen will,( Maschinenbauer- Krankenkasse) legte besonders die Vortheile der neues Glied bilden in der Kette wichtiger Momente im Sieges- daß sie zu den auf Verlängerung der Geschäftszeit abzielenden freien Arztwahl klar. Herr Lehmann konstatirte, daß auch lauf unserer Partei." Bestrebungen, soweit thunlich und gesetzlich zulässig, eine wohl Buchdrucker sehr gute Erfahrungen mit der freien Arztwahl ge Die„ Sächsische Arbeiter Zeitung" schreibt: wollende Stellung einnehme. Das heißt mit anderen Worten: macht haben. Gegen die Kassenärzte siehe aber den Mitgliedern der Nichts in der Welt ist im ftande, die Siegeslaufbahn der Sozial- die Ausnahmebestimmungen sollen zur Regel werden, so daß von Beschwerdeweg offen. Wünschenswerth sei es auch, daß die Kaffendemokratie aufzuhalten, vorausgesetzt, daß die Arbeiterklasse ebenso der ganzen Sonntagsruhe nicht mehr viel übrig bliebe. In den mitglieder über den Stand der Kaffe und über gefaßte Beschlüsse, Uende wie bisher unentwegt an den Prinzipien des Sozialismus fest- usnahme bestimmungen liegt das Unglück des ganzen ringen zc. mehr auf dem Laufenden erhalten würden. Hr. Löble wies hält und alleweil das Wohl der Gesammtheit über persönliche Gesezes. Die Ausnahmen erregen den Brotneid und die Un- hinsichtlich der" Fabritation" von Delegirten darauf hin, daß bei 3riftigkeiten und Meinungsverschiedenheiten stellt! Daß diese zufriedenheit und passen auch gar nicht in die thatsächlichen Delegirtenwahlen nicht einmal soviel Mitglieder erscheinen, als Prinzipienfestigkeit und diese ideale Solidaritätsbegeisterung un- Handels- und Geschäftsentwickelungen. Man sollte daher nicht Delegirte erforderlich sind, trotzdem die Kasse über 7000 Mit antastbar in der deutschen Sozialdemokratie vorherrscht, wird, so auf Vermehrung der Ausnahmen, sondern auf Beseitigung aller glieder habe. Auch verwahrte er die Kaffenmitglieder gegen die find wir überzeugt, der Parteitag in Berlin von neuem beweisen." Bublifum würde sich ebenso rasch an die Sperrzeiten gewöhnen, zimmer" und" Lumpen". Herr Wolf, Mitglied des Kaffenvor Ausnahmen dringen. Dann hätte niemand Schaden, und das von einem Vorstandsmitgliede gebrauchten Ausdrucke wie„ FrauenPolizeiliches, Gerichtliches 2c. wie es in früheren Zeiten gar nicht anders gewußt hat, als daß standes, vertheidigte den Vorstand. Derselbe könne nur nach den Bestimmungen des Gesetzes sich richten. Herr Emming erklärte -Aus Straßburg i. E. wird der„ Elfaß- Lothringischen man an Sonntagen nichts kaufen kann. die Forderungen der Kommission zwar für berechtigt, aber bei Volkszeitung" unterm 8. November geschrieben: Heute Morgen Ju Leipzig wurde am 9. November nach einem Vortrage dem gegenwärtigen Stande der Kasse für vorläufig undurchführ wurden Männlein und Weiblein vor das Forum der Polizei des Genossen Pötzsch aus Berlin ein Verein für Gastwirths- bar. Tas Krankengeld für Männer sei trozdem auf 9 M. erhöht zitirt, und wegen unerlaubter Kolportage" einem worden. Ebenso sei das Sterbegeld für Männer erhöht, für peinlichen Berhör unterworfen. Sie sollten angeben, auf welche gehilfen gegründet, dem sofort 62 Mitglieder beitraten. Frauen aber, dem Gesetze entsprechend, herabgesetzt worden, da das Sterbegeld ebenso prozentual festgesetzt werden müsse, wie die Mitgliederbeiträge. Die Unterbilanz der Kasse belaufe fich in diesem Jahre auf über 100 000 m.! Lebhafte Klage wurde auch darüber geführt, daß die Bekanntmachungen seitens des Kassenvorstandes in unzureichender Weise erfolgen. Auch wurde In der Versammlung des Verbandes deutscher gewünscht, daß die Delegirtenwahlen alljährlich stattfinden, Bimmerlente( Lokalverband Berlin) stand am 9. November die ftatt alle drei Jahre. Die Neuwahlen der Delegirten finden im Organisationsfrage auf der Tagesordnung. Da der Referent Januar t. J. statt. Gewählt wurde schließlich eine Kommission nicht erschienen war, wurde zuerst die Abrechnung vom dritten von sieben Mitgliedern, welche die Wünsche der Versammlung Quartal verlesen, dieselbe wurde von den Revisoren bestätigt; weiter verwirklichen soll. Derselben gehören die Herren Bleich, dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. Alsdann nahm Kamerad Löbe, Drömer, Lehmann, sowie die Damen Fra Steht das Wort; Redner begrüßte es mit Freuden, daß endlich Gottwald, Fräulein Wittmann und Fräulein dent einmal wieder Schritte gethan würden, um die so lange in zwei an. Die Kommission der Buchdruckerei- Arbeiter erklärte sich fi Richtungen marichirenden Zimmerer zu vereinigen. 3 hätte aufgelöst. In einer angenommenen Resolution erklärte fich die fich aber bemerkbar gemacht, daß die Mehrzahl der Berliner Verjaminlung für jährliche Delegirtenwahl und für freie Arz Zimmerer mit den beiden jezigen Organisationen nicht zufrieden wahl. Die Kommission wurde beauftragt, zum 11. Dezember eine wäre. Deshalb hätte von beiden Seiten eine Zusammenkunft neue Bersammlung einzuberufen. 21 Art und Weise sie dazu kommen, die Elfaß- Lothringische Voltszeitung" auszutragen. Sie mußten auch ihre Personalien angeben, wie die Eltern geheißen, was sie bei dem Zeitungsaustragen verdienen, ob sie noch Nebenverdienst haben, was der Mann ist u. f. w. Schließlich sollten sie auch noch angeben, wo sie die Zeitungen hinbringen also die Leser denunziren. Ob sie bei den andern Zeitungsausträgern auch so vorgehen, glauben wir nicht. Das Ganze, glauben wir, soll weiter nichts sein, als eine Einschüchterung unserer Zeitungsausträger. Oder sollen die Leser unserer Zeitung alle einzeln auf der Post abonniven oder soll jeder sein Blatt selbst in Mülhausen abholen?! Die Straßburger Behörde scheint nicht einsehen zu wollen, daß, je schärfer der Wind geht, desto reiner die Luft wird, und je mehr die Behörden uns unterdrüden wollen, desto mehr gewinnen wir Anhänger und schreiten vorwärts!" Versammlungen. Berantwortlicher Rebatteur: Angaft Enders in Berlin Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. U 0 f