Nr. 269. Erfcheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit Illuftr. Sonntags: Beilage Neue Seft" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft- Seitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins: und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfa Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Gonn und gefttagen bis 9 Uhr Vor: mittags geöffnet. Bernsprem- Anschlus Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die amerikanische Mittwoch, den 16. November 1892. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Dräsidentenwahl. Induſtriekrisis kann Amerika mur entgehen, indem es sich bewerb aufzunehmen mit der jugendkräftigften Nation der martt. Die deutsche Bourgeoisie hat vielleicht zum letzten Male die Gelegenheit, endlich eine große That zu thun. Hundert gegen eins, sie ist zu beschränkt und zu feig, sie zu etwas anderem zu benutzen, als zum Beweis, daß sie endgiltig ausgespielt hat. Friedrich Engels. Politische Uebersicht. konsumirende Nation zur Ausbeutung zu überliefern. Dieser Deutschlands durch neue, unerschwingliche Militärlasten zu durch den Schußzoll verursachten permanenten inneren erdrücken, wo es sich darum handelt, den industriellen Wettden Weltmarkt öffnet, und dazu muß es sich vom Schutzzoll, Welt, die in wenig Jahren ihre kolossale Kriegsschuld Die alte Welt stand unter der Herrschaft des Fatums, wenigstens in seiner jetzigen widerfinnigen Form, emangipiren. spielend abgezahlt hat, und deren Regierung nicht weiß, der heimarmene, des unabwendbaren geheimnißvollen Daß es dies zu thun entschlossen, zeigt der in der Wahl zu was sie mit den Stenererträgen anfangen soll? Schicksals. So bezeichneten Griechen und Römer jene un- Tage tretende totale Umschwung der öffentlichen Meinung. faßbare Allgewalt, die alles menschliche Wollen und Streben zu Einmal auf dem Weltmarkt etablirt, wird Amerika- wie aichte machte, alle menschliche That zu ganz anderen Resultaten England, und durch England unaufhaltsam auf der als den beabsichtigten führen ließ; jene unwiderstehliche Bahn des Freihandels weiter getrieben. Gewalt, die man seitdem Vorsehung, Gnadenwahl 2c. ge Und dann werden wir einen Industriekampf erleben, nannt hat. Diese mysteriöse Gewalt hat allmälig eine faß wie teinen bisher. Auf allen Märkten werden englische barere Form angenommen, und das verdanken wir der Produkte, namentlich Textil und Eisenwaaren mit ameriHerrschaft der Bourgeoisie und des Kapitals, der ersten tanischen zu kämpfen haben und schließlich unterliegen. Klassenherrschaft, die sich über ihre eigenen Daseinsursachen Schon jetzt schlagen amerikanische Baumwoll- und Leinenund Bedingungen klar zu werden suchte, und damit auch gewebe die englischen aus dem Felde. Wollt ihr wissen, die Thür öffnete zur Erkenntniß der Unabwendbarkeit ihres wer das Wunder bewirkt hat, die Baumwollarbeiter von eigenen bevorstehenden Unterganges. Das Schicksal, die Lancashire in einem furzen Jahr aus wüthenden Gegnern Berlin, den 15. November. Vorsehung - das wissen wir jetzt sind die wirthschaft zu begeisterten Anhängern des geseßlichen Achtstundentages lichen Bedingungen, unter denen produzirt und ausgetauscht zu machen? Schlagt die Neue Zeit" nach, Nr. 2 vom OkDie preußische Vermögensstener bringt in der Die wird, und diese fassen sich heute zusammen im Welt- tober d. J. S. 56, wo ihr sehen könnt, wie die amerikani- Bourgeoisie die größten Beklemmungen hervor. schen Baumwoll- und Leinenzeuge die englischen Schritt für tonservativen Agrarier fühlen dieselben weniger; die VorUnd darin liegt die Bedeutung der amerikanischen Schritt aus dem heimischen Markt verdrängen, wie die theile, welche ihnen die Steuergeseze bringen, sind zu handPräsidentenwahl, daß sie ein Weltmarktsereigniß ersten englische Einfuhr seit 1881 nie mehr die amerikanische ergreiflich, als daß die geringe Vermögensstener und die Hanges ist. reicht hat und 1891 nur noch ungefähr ein Drittel der Konsequenzen, welche die Bourgeoisie fürchtet, sie schrecken Bor vier Jahren ließ ich in Boston englisch, und in letzteren betung. Und China ist, neben Indien, weitaus der follten. Sie fühlen sich zu sicher im Besitze der Regierung Stuttgart deutsch einen Auffah über Schutzzoll und Frei- Hauptmarkt für diese Gewebe. und wissen, daß diese alles eher thun würde, als ihnen ins handel drucken. Ich wies darin nach, daß das industrielle Das ist wieder ein Beweis, wie mit der Wende des Fleisch schneiden. Die liberale Bourgeoispresse hat desto Monopol Englands mit der ökonomischen Entwickelung der Jahrhunderts alle Verhältnisse sich verschieben. Legt den größere Schen vor der Vermögenssteuer. So schreibt die Boffische Reitung": übrigen Kulturländer unverträglich sei: daß der feit dem Schwerpunkt der Terik and Siteuluduitrie nou Eneland Bürgerkrieg in Amerika eingeführte Schutzzoll den Willen uach Amerika, und England wird entweder ein zweites HolDer Amerikaner bezeuge, das Joch dieses Monopols ab- land, ein Land, dessen Bourgeoisie vou vergangener Größe zehrt, zuschütteln; daß dank den ungeheuren natürlichen Hilfs- und dessen Proletariat eintrocknet, oder es reorganisirt quellen und der intellektuellen und moralischen Begabung der sich sozialistisch. Das erstere ist nicht möglich, das läßt sich amerikanischen Rasse dies Ziel jetzt schon erreicht, und der das englische Proletariat nicht gefallen, dazu ist es viel zu Bollschutz in Amerika nicht minder als in Deutschland eine zahlreich und zu entwickelt. Bleibt also nur das zweite. Feffel der Industrie geworden sei. Und dann sagte ich: Der Sturz des Schutzo113 in Amerika be Wenn Amerika Freihandel einführt, so schlägt es in zehn deutet den schließlichen Sieg des SozialisJahren England auf dem Weltmarkt. mus in England. Nun gut. Die Präsidentenwahl vom 8. November 1892 Und Deutschland? Wird es, das schon 1878 sich eine hat die Bahn zum Freihandel eröffnet. Der Zollschutz in der Stellung auf dem Weltmarkt erobert, die es, dank seiner Mac Kinley'schen Form ist zur unerträglichen Fessel geworden; thörichten Schutzzollpolitik, jezt Schritt um Schritt verliert, die widersinnige Bertheuerung aller eingeführten Rohstoffe wird es dabei beharren, sich durch Besteuerung von Rohund Lebensmittel, die auch auf den Preis vieler inländischen stoffen und Lebensmitteln den Weg zum Weltmarkt auch zurückwirkte, hat der amerikanischen Juduſtrie den Welt- fernerhin halsstarrig selbst zu verschließen, auch gegenüber markt großentheils verschlossen, während der heimische Markt der amerikanischen Konkurrenz, die noch ganz anders ins bereits an Ueberfüllung durch amerikanische Industrieprodukte Beug gehen wird als bisher schon die englische? litt. Und in der That, in den letzten Jahren diente der wird die deutsche Bourgeoisie den Verstand und schon das freisinnige" Blatt. Hat man doch Jahre lang Schutzzoll nur noch dazu, die kleineren Produzenten zu den Muth haben, dem Doll Amerita gegebenen den Sozialdemokraten den unsinnigen Vorwurf gemacht, daß ruiniren durch den Druck der großen, zu Kartellen und Beispiel zu folgen, oder wird sie, schlapp wie bis sie" theilen" wollen, und nachzuweisen versucht, daß für Trusts vereinigten Großproduzenten, und diesen letzteren, her, abwarten, bis die übermächtig gewordene amerikanische den Einzelnen dabei verflucht wenig herauskäme. Den also dem organisirten Monopol, den Markt und damit die Industrie das Schutzzoll- Kartell zwischen Junker und Kleinbauer und Kleinbürger hat man besonders mit dem Großfabrikant gewaltsam sprengt? Und wird Regierung Gespenst des Theilens" in Schrecken versetzt. Nach der Neue Zeit, 1888, Juli:„ Schutzzoll und Freihandel" von und Bourgeoisie endlich einsehen, wie prachtvoll ungeschickt amtlichen Berechnung des Privatvermögens verliert der Fr. Engels. der Moment gewählt ist, gerade jetzt die ökonomischen Kräfte Gedanke des" Theilens", der geradezu im GegenFeuillefont. Mabrud verboten.) Bel- Ami 14 Roman von Guy de Maupassant. Als großen hellgrünen Fleck sah man die Blätter der Bäume draußen im Freien schimmern. Aus den Zimmern des Restaurants strahlte helles Licht auf fie. Duroy setzte sich auf einen niedrigen Divan von der selben rothen Farbe wie die Wandbehänge. Er hatte den Eindruck, als finke er in ein Loch, so gaben die abgesessenen Federn unter ihm nach. Ein unbestimmtes Brausen drang aus dem großen Hause zu ihm hinein, der verworrene Lärm eines Weltrestaurants: da flapperte Porzellan- und Silbergeschirr beim Zusammensetzen; das Geräusch eiliger Kellner schritte erstickten die Teppiche der Korridore; Thüren klappten und ließen, wenn sie einen Angenblick offen blieben, Stimmengewirr aus den kleinen Zimmern tönen, in denen Speisende Gäste eingeengt saßen. Forestier trat ein und schüttelte ihm mit einer herzlichen Vertraulichkeit, wie er sie in den Redaktionsräumen der Bie Française" niemals zeigte, die Hand. Die beiden Damen kommen zusammen," sagte er. Die Diners hier sind immer sehr hübsch." 2511 ging es recht gut, aber seit einigen Tagen ist es wieder schlechter. Ich muß mich am Dienstag beim Verlassen des Theaters erfältet haben." Die Thür öffnete sich und gefolgt von einem Oberkellner erschienen die beiden jungen Frauen. Sie waren dicht verschleiert und in ihrem ganzen Benehmen lag jene Zurückhaltung, jener Reiz des Geheimnißvollen, wie ihn Orte verleihen, wo Zusammensein und Begegnung Verdacht erregen fönnen. Man nahm Plat, und der Oberkellner bot Forestier die Weinkarte. Frau von Marelle aber rief:" Die Herren können wählen, was sie wollen; uns aber bringen Sie Champagner in Eis, vom besten, süßen natürlich und nichts anderes." Als der Kellner verschwunden war, lachte sie übermüthig: Heut Abend wollen wir aber luftig sein; ich will mich' mal beschickern!" " Forestier schien nicht darauf zu hören und fragte: Würden Sie etwas dagegen haben, wenn wir den anderen Flügel auch noch schlössen? Seit ein paar Tagen ist meine Brust etwas angegriffen." " Nicht im Geringsten." Er stand auf, schloß den halbgeöffneten Flügel und fehrte mit beruhigter, zufriedener Miene auf seinen Platz zurück. Seine Frau sagte nichts: sie hatte die Augen auf den Tisch geheftet und sah mit ihrem unbestimmten Lächeln, das stets etwas zu versprechen und nie zu halten schien, auf die Gläser. Ostender Austern wurden gebracht. Klein und fett Tann sah er den Tisch an, drehte eine dunkelbrennende Gasflamme sofort aus und schloß aus Angst vor Zug den saßen sie wie Dehrchen in ihren Schalen und schmolzen wie einen Fensterflügel. Er setzte sich in eine geschützte Ecke falzige Bonbons zwischen Gaumen und Zunge. und meinte:" Ich muß sehr aufpassen; einen Monat lang Nach der Suppe famen Forellen, so zart und rosig, Keine Partei ist über die Vermögensstener in ähnlichem Maße erfreut wie die Sozialdemokratie. Und sie hat Grund zu der Freude. Denn das ist Geist von ihrem Geist. Sie barf frohlocken, daß der Staat der Bourgeoiste" ihr durch Aufstellung des Vermögenskatasters vorarbeitet. Wenn in Zukunft Mehrforderungen an die Wolfsvertretung ergehen, so wird nichts natürlicher als das Verlangen sein, die nöthigen Summen durch Erhöhung Erhöhung der Vermögenssteuer aufzu bringen. Heute kann man leicht die Achsel zucken und meinen, von 6000 Mark Vermögen zwei Mart jährlich oder von 100 000 M. Vermögen 50 M. jährlich Vermögenssteuer zu zahlen, das sei nicht des Aufhebens werth. Aber, hätte ein Finanzminister nicht sowohl eine Vermögenssteuer von einem halben pro Mille, sondern vielleicht von 5 pro Mille oder auch von 1 pct. oder mehr im Auge, so müßte er ein schlechter Diplomat sein, wenn er eine solche Forderung alsbald stellte oder eine solche Absicht zugäbe. Nur der erste Schritt kostet Mühe; alles übrige folgt von selbst." Die Aufstellung des Vermögenskatasters allein schreckt wie die Haut eines jungen Mädchens, auf den Tisch. Nun begann die Gesellschaft zu plaudern. Zuerst sprach man von einem Gerücht, das herumlief: eine Frau aus der feinen Gesellschaft war beim Souper mit cinem auswärtigen Prinzen in einem Kabinet von einem Freunde ihres Gatten überrascht worden. Forestier lachte sehr über die Geschichte. Die beiden Frauen aber erklärten, daß der unbedachte Schwäter ein Trottel oder ein Feigling sein müsse. Duroy war ihrer Meinung und vertrat eifrig die Ansicht, daß ein Mann die Pflicht habe, bei solchen Geschichten gleichviel ob als Theilnehmer, Bertrauter oder einfacher Zeuge, wie das Grab verschwiegen zu sein. Er setzte hinzu: Wie würde das Leben voller Reiz sein, wenn wir auf völlige Verschwiegenheit unter einander rechnen könnten. Oft, sehr oft, ja fast immer hält die Frauen nur die Angst vor der Entdeckung zurück." Lächelnd fuhr er fort: Stimmt das nicht? Wie viele würden sich nicht einem rasch in ihnen erwachten Verlangen, der plöglichen, wilden Laune einer Stunde, einer Liebesphantasie hingeben, wenn sie nicht fürchteten, ein kurzes, taum genossenes Glück mit der unrettbaren Vernichtung ihres Rufs und schmerzlichen Thränen bezahlen zu müssen!" Er sprach mit so überzeugender Beredtsamkeit, als wenn er feine eigene Sache vertheidigen, als wenn er sagen wollte: Bei mir hätte man solche Gefahren nicht zu befürchten. Versuchen Sie es nur einmal!" " Die beiden Frauen sahen ihn an, und ihre Blicke sagten, daß sie feine Meinung billigten. Sie fanden seine Worte angemessen und richtig, und bewiesen durch ihr freundschaftliches Schweigen, daß ihre biegsame Motal, die Moral der Pariserin, nicht lange Stand halten würde, wenn sie des Geheimnisses sicher wären. satz zu der sozialdemokratischen Vergesellschaftung des Kapitals steht, gerade beim Kleinbürger und Kleinbauer seine Schrecken. Er erfährt jest amtlich, daß, wenn das gesammte Privatvermögen getheilt würde, ohne daß man die Vermögen unter 6000 Mt. antaftet, auf den Kopf der Bevölkerung 2500 M. fallen, so daß der Kleinbürger oder Kleinbauer, der mur eine Frau und zwei Kinder hat, bei dieser Theilung" noch 10 000 m. erhalten würde. Bei einer größeren Familie natürlich noch weit mehr. Und dabei behält er noch sein bischen Kram oder seine paar Morgen Land. Aber nehme man nun gar erst das gesammte Privatvermögen in genossenschaftliches Vermögen umgewandelt. Nach der Berechnung der Regierung wirft das Aktienkapital einen Gewinn von 13 pet. ab. Welch netter Bufchuß wäre das zu dem Arbeitslohn des Arbeiters! Sein heutiges Einkommen müßte sich danach durchschnittlich verdreifachen. So weit versteigen sich die Gedanken der Tante Boß nicht. Aber sie sieht andere Gespenster innerhalb des gegenwärtigen Staates vor sich aufsteigen. Die Vermögenssteuer, fagt fie, trägt wie keine andere alle Voraussetzungen in ficy, die eigentliche Kriegssteuer zu werden. Wenn der Kredit des Staates stocken, wenn Anleihen nicht hinreichend Unterkommen finden sollten, wenn in furzer Frist außerordentlich große Summen aufgebracht werden müssen, dann wird der Finanzminister einfach nach dem Vermögensfataster greifen und die Steuern ausschreiben, nicht mit einem halben pro Mille, sondern mit erflecklichen Prozenten." Welche Möglichkeiten doch die alte Tante schon vor Augen ficht! Sie illustrirt deutlich den Bismarck'schen Spruch: Wir Deutschen fürchten Gott und sonst nichts auf der Welt, in Verbindung mit dem kapitalistischen Grundsaz: Mag der ganze Staat zusammenstürzen, wenn nur unser Privatvermögen unangetastet bleibt. Samburg, Altona und Stettin cholerafrei erklärt. Die im kaiserlichen Gesundheitsamt gebildete Cholera Rommission hat am 14. d. M. folgende Beschlüsse gefaßt: # durch die Veröffentlichung der Depesche darauf hingewirkt hat, 1größte Schandblatt ber deutschen die Franzosen bis zur vollen Uebernahme der Initiative und schichte. Um die Einigung Deutschlands auf volls der Schuld am Kriege zu reizen, fo glauben wir, daß der da thümlicher Basis zu hindern, tauchte er es in ein Meer von malige Leiter der Politik sich damit um Deutschland wohl ver Blut und schuf einen Sumpf der Korruption, in dem er dient gemacht hat. Wäre die französische Kriegserklärung damals nicht erfolgt, wäre der ganze Krieg unterblieben, so Chre, Freiheit, Wahrheit und Recht zu ersticken suchte. blieb die Thatsache bestehen, daß Deutschland in einer spani Deutsche Gaftlichkeit. Wohnt ba in Braun schen Angelegenheit von Frankreich grundlos bedroht, in öffent.chweig felt 18 Jahren ein Tischler aus dem freund lichen französischen Verhandlungen beschimpft und 13 gefordert war und sich vor diesen Drohungen und Beschimpfungen nachbarlichen Desterreich. Nichts Böses liegt gegen ihn vor. von seiner eingenommenen Stellung zurückgezogen hatte. Es Am politischen Leben hat er sich nie öffentlich betheiligt. wäre in eine ähnliche Lage gekommen, wie sie 1850 den In den 13 Jahren war er in ein und derselben Fabrik in nationalen und liberalen Politikern als das Ergebniß von Braunschweig und in der Filiale derfelben in Müningen Dlmüz erschien. Thatsächlich wäre die Lage 1870 aber beschäftigt. Von hier aus hatte er sich einmal bei der Ober demüthigender gewefen als die der Olmüher Zeit, weil Bosidirektion wegen unregelmäßiger Lieferung des„ Volks in Olmüh Desterreich im Bunde mit Rußland auf freundes" beschwert und diese Beschwerde in einer Braun trat und der österreichischen Politik wirkliche österreichische heraushält 群 Interessen zu Grunde lagen, während die französischen Heraus- schweiger Volksversammlung wiederholt. Kurz darauf erforderungen 1870 rein muthwillig und händelssüchtig waren. hält er, wie der Braunschweiger Boltsfreund" mittheilt, Nur durch den gemeinsamen Krieg war die deutsche Einheit zu folgende Eröffnung der Polizei: vollenden. Erfolgte der Kampf nicht, so hatte Norddeutschland Der österreichische Staatsangehörige, Tischler Julius Kerl eine schwere Schädigung seiner nationalen Ehre und feiner aus Joachimsthal in Böhmen, zur Zeit hier aufhaltsam, wird, nationalen Aufgaben weg und konnte fich aus der ehrverlegten da er hier durch seine politischen Treibereien zur Lage, in die es gerathen war, nur durch Neuschaffung vielleicht Last fällt, des herzogl. Braunschweigischen Landes ver ungefchickter Kriegsfragen retten, die nicht blos im Auslande wiesen und hat binnen 8 Tagen bei Vermeidung der zwangs unverstanden geblieben oder unliebsam aufgenommen worden weisen Wegschaffung die hiesige Stadt und das Herzogthum zu wären. Nicht um den Krieg noch heißer zu entflammen", verlassen. wie fich ein nationalliberales Blatt ausdrückt, sondern um demüthigende Friedenssituationen und die Lahmlegung der nationalen Entwickelung zu hindern, und um diese nationale Entwickelung in den günstigen Weg gemeinsamer Kämpfe aller Deutschen gegen erneute französische Üebergriffe zu leiten, war der Krieg nothwendig. Wäre er unterblieben und an seine Stelle ein fauler Friede mit Beibehaltung der Maingrenze getreten, fo wäre damit die junge Blüthe des Norddeutschen Bundes wahrscheinlich geknickt gewesen, ohne die Frucht der Reichseinigung zu bringen." Braunschweig, den 24. Oktober 1892. Herzogl. Polizei- Direktion. Prözel. Vergebens ersucht Kerl bei der Polizei um Auskunft, worin feine politischen Treibereien" bestanden hätten. Die Luther'sche Maschinenfabrik stellte dem Ausgewiesenen folgendes Beuguiß aus: Auf Wunsch bescheinige dem Tischler Julius Kerl aus Salzburg, daß derselbe seit 10. März 1880 als Vorarbeiter in meiner Mühlenbau- Tischlerei beschäftigt ist und ich mit Fleiß, Leistungen und Betragen desselben in jeder Beziehung zu frieden bin." Der Fälscher hätte beffer gethan, zu schweigen. Um Aerztliche und pharmazeutische Staatsprüfungen. die Fälschung zu beschönigen, ligt er, daß Deutschland Im Prüfungsjahre 1891/92 bestanden bei den königlichen oder Preußen gedemüthigt gewesen sei, wenn die Depesche Und dieser Mann wird jetzt durch einen Federftrich medizinischen und pharmazeutischen Prüfungskommissionen von nicht gefälscht und Frankreich zum Krieg getrieben worden mit seiner Familie ins Elend gestürzt. Wo findet er jetzt, 822 Doktoren und Kandidaten der Medizin 571, von 304 wäre. Auch wenn das wahr wäre, wäre es Schinder in der Winterszeit, wo Tausende arbeitslos umherirren, ein Kandidaten der Pharmazie 265 die Prüfungen. hannes- Moral. Das Gegentheil ist aber wahr. Frant Unterkommen? Warum trit nicht Desterreich für seinen An reich, d. h. Napoleon, war in Ems gedemüthigt, Benedetti hatte sich mit der entschieden ablehnenden Antein. Aber Reel ist nur ein Arbeiter wie er in seiner wort des Königs Wilhelm zufrieden gegeben", wie es in Geimath rechtlos, so entbehrt er auch im Auslande jeden Schutzes. Der Arbeiter hat eben kein Vaterland. der e chten Emser Depesche ausdrücklich heißt. Der Polizeidirektor Brözel ist ein sehr christlicher Der Fälscher fühlt auch, daß diese faustdicke Lüge von Mann, wie überhaupt in Braunschweig die" Chriftlichkeit" 1. In Anbetracht der Thatsache, daß im Hamburger niemand geglaubt wird. Und da läßt er benn, um das eine sehr hohe Rolle spielt und die Polizei alles aufbietet, Hafen feit dem 13. Oktober eine Erkrankung an Cholera nicht mehr vorgekommen ist, daß ferner seit dem 23. Oktober Urtheil zu blenden, die Glorie des heiligen Krieges" mit den christlichen Geist vor jeder Entweihung zu schüßen. nur noch drei vereinzelte Cholera- Erkrankungen in der Stadt seinen vielen Siegen und den Juwelen des neuen deutschen Mit der politischen Polizei hat es eine eigene Beschaffen Hamburg sich ereignet haben, mit Rücksicht endlich auf die Raiserreichs vor den Augen des Publikums blinken und heit in Braunschweig. Seit dem Jahre 1886 liegt sie in fortlaufende gesundheitliche Ueberwachung der im Hamburger funkeln. Hafen verkehrenden Schiffe erscheint es zulässig, von An- Das ist das Vertheidigungssystem jener hochstapelnden wendung der Maßregeln gegen Serkünfte von Hamburg auf Buhlbirne, die dem Gerichtshof als letztes Argument zuGrund der Bereinbarung vom Jahre 1888 in deutschen Häfen rief: Ja hätte ich nicht betrogen und geschwindelt, so hätte ich diese Diamanten und Prachtkleider nicht. nunmehr abzusehen. Aus gleichen Erwägungen ist es zulässig, die Herkünfte von Altona und Stettin in ähnlicher Weise zu behandeln. Die Hochstaplerin ward in's Buchthaus geschickt. Und der Fälscher der Emser Depesche? den Händen eines einzelnen Polizeisergeanten, der erst in ben legten paar Jahren auch äußerlich, feinen hohen Funktionen entsprechend, zum Polizei Wachtmeister und vor einigen Monaten zum Polizei Inspektor befördert wurde. Herr Bussenius verkörpert in Braunschweig die politische Bolizei, er unterrichtet die höheren Behörden, er überwacht die Versammlungen, er verbietet und löst sie auf, 2. Jn Anbetracht der Thatsache, daß auch während der Daß der chriftliche Reichsbote" die Biser gilt in allen diesen Dingen als maßgebende Instanz in diesjährigen Cholera- Epidemie irgend welche Fälle von Ver schleppung der Seuche durch den Waarenverkehr im Inlande marc'schen Fälschungen vertheidigt, wundert uns nicht. In Braunschweig. Doch über Herrn Bussenius wollen wir nicht nicht bekannt geworden sind, trotzdem in eine große Bahl von majorem Dei gloriam", zur größeren Verherrlichung Gottes, reden; ihm ist die Sozialdemokratie zu höchstem Dant per Ortschaften solche Sendungen von Hamburg aus gelangt sind, lautet der Wahlspruch der Jesuiten. Der Reichsbote" pflichtet; er hat selbst die Arbeiterkreise, welche ihr fern erscheint es nicht erechtfertigt, im Auslande Waarensendungen sucht die Bismarc'sche Fälschung durch andere" Fälschungen standen, uns in die Arme getrieben. Wir haben es hier aus pamburg toezienungsweise aus u ge- ou enter and wird du dermania" baxar aber mit dem Polizeirektor Prözel und dem braun fundheitlich auf Grund der Choleragefahr zu beanstanden, berb abgeführt. Sie schreibt: schweigischen Polizeiminister Hartwig zu thun; beide find zumal solche Sendungen bis zu ihrer Ankunft im ausländischen Bestimmungsort erheblich längere Zeit nach dem Verlassen von Hamburg( bezw. Altona und Stettin) unterwegs gewesen find, als die in inländischen Orten eintreffenden Sendungen. 30 Mit Rücksicht auf den Beschluß unter Nr. 1 sind die Regierungen der Bundesstaaten von dem Reichskanzler ersucht worden, von einer gesundheitspolizeilichen Kontrolle der aus Hamburg, Altona und Stettin kommenden Seeschiffe fortan Abstand zu nehmen. Die Emfer Depesche. Der Fälscher fühlt das Bedürfniß, sich zu vertheidigen- oder zu entschuldigen. Er schreibt in seinen Hamburger Nachrichten":" 924 " Daß es damals in Frankreich Kriegsheher gab, und sie Männer von ausgesprochener christlicher und aristo zwar in verschiedenen sozialen Regionen, ist ficher. Ob sie fratischer Gesinnung. Mögen sie doch mit ihrer Person aber durchgedrungen wären, wenn die beruhigenden für das einstehen, was unter ihrer Verantwortlichkeit ges Nachrichten Benedetti's von Ems her zur Geltung hätten schieht. Warum ist der Tischler Kerl ausgewiesen? Gebt tommen tönnen, während in der Bismarc'schen Re- Antwort! daktion" der Emfer Depesche Frankreich durch die brüste Abweisung seines Botschafters vor ganz Europa als be= Eine Einschränkung der Agitationsfreiheit be leidigt daftand, ist eine andere Frage. Wir wiffen ja nun- züglich der Reichstagswahlen wünscht die" Norddeutsche mehr, daß Bismarck den Krieg für seine Zwecke wollte, ihn Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf die Freisinnspresse. vielleicht auch auf früher oder später für unvermeidlich hielt und deshalb damals die militärisch unfertigen Franzosen reizte". Wenn Bismarck das selbst fagt, wie fann der Reichsbote" es ignoriren und thun, als wenn nichts Neues vorläge?" Die Vorgänge bei der Publikation der Emser Depesche find aus bekanntem Anlaffe in der Presse auf's neue diskutirt Das Christenthum" hat den Reichsboten" nicht geworden; dabei hat man das Verhalten des Grafen Bismarck häufig als eine bedenkliche und tadelnswerthe Sache dargestellt. hindert, den Stöckereid zu vertheidigen, warum sollte Logisch wäre daraus zu schließen, daß alle diejenigen, die so es nicht auch die Bismarck'schen Fälschungen in Schutz fprechen, es lieber sehen würden, wenn der Krieg überhaupt nehmen. nicht geführt worden wäre. Wenn Graf Bismarck damals Die Ruhmesthat" Bismard's ist das Forestier, der das eine Bein über das andere gelegt Frau Forestier bemerkte in ihrer Art die Dinge nur und die Serviette zum Schuß gegen Flecke in die Weste anzudeuten: Rein Glück läßt sich mit dem ersten Händegesteckt auf dem Divan halb lag, meinte plöglich mit über bruck, kein Glück mit dem Augenblick vergleichen, wo er zeugtem, steptischem Lachen:" Man würde verdammt viel fragt: Liebst Du mich? und sie antwortet: Ja, ich liebe darum geben, wenn man des Schweigens sicher wäre. Aber Dich!" der Teufel auch, die armen Ehemänner! Was würden denn die dazu sagen!" 11 Sie schreibt: Mit Recht beschwert sich die Freisinnspresse über einen Unfug, der feines gleichen fucht. Im Wahlkreise Arns walde Friedeberg wird von antisemitischer Seite Gunsten der Kandidatur Aylwardt mit den politischen Rechten des Voltes ein Spott betrieben, welcher jeden ent rüften muß, der es mit Wahlrecht, Wahlagitation 2c. ernst nimmt." Vielleicht thut der freisinnige" Abg. Alexander Meyer, der bereits so schöne Vorschläge zur Beschränkung der Preßfreiheit gethan, der Norddeutschen Allgemeinen" den Ges fallen, geeignete Vorschläge zu machen. Der Daher Die vaterländische" Preispolitik der Kartell despoten wüthet so rabiat gegen den Volkswohlstand, daß fich im eigenen Lager bereits Stimmen gegen die Todten gräberarbeit der Kartell- Egoisten erheben. Frau von Marelle, die eben ein Champagnerglas in In der Generalversammlung des Wiffener Bergwerks einem Zuge geleert hatte, stellte den Reich hin und sagte wurde seitens der Direktion gewifferinaßen als Ent Nun begannen sie von der Liebe zu sprechen. Duroy luftig: So platonisch bin ich nicht." schuldigung für die magere Ausbeute mitgetheilt, daß Alle lächelten und ihre Augen funkelten. Sie waren bas westfälische Koakssyndikat nach Belgien, Luxemburg hielt die Liebe, ohne sie gerade ewig zu nennen, doch für bauerhaft; fie fchaffe ein Band, schaffe Freundschaft und mit Frau von Marelle einverstanden. und Frankreich enorme Roatsmengen zu 7 bis 6/2 Mart, Forestier lehnte sich in dem Divan zurück, breitete seine wahrscheinlich aber noch billiger, verkaufe, während die Vertrauen! Die Vereinigung der Sinne wäre nur das Siegel einer Bereinigung der Herzen. Aber er entrüftete Arme aus und stützte sich auf die Kissen. Im ernsten Inlandskonsumenten noch 12 M. zahlen müßten. sich über die Dualen der Eifersucht, über die häßlichen Auf- Tone meinte er: Dies offene Geständniß ehrt Sie und Preisunterschied von 5 bis 6 m. auf die Tonne Koats M. tritte und Trauerspiele, über den Jammer, der einen Bruch beweift, was für eine praktische Frau Sie sind, Aber darf gegen den im Julande bezahlten Preis mache aber eben man vielleicht fragen, was Herr von Marelle dazu sagt?" soviel Mart auf die Tonne Roheisen aus. fast immer begleite. Sie zuckte in unendlicher, tiefer Berachtung leicht mit fönnen ausländische Hüttenwerke, welche den deutschen Als er schwieg, feufzte Frau von Marelle:" Ja, die Liebe ist das einzige Gute am Leben, und wir verscherzen den Achseln und sagte dann kurz: Herr von Marelle hat Roats 5 bis 6 Mart billiger als deutsche Hochojen fie oft durch unerfüllbare Forderungen." darüber nichts zu sagen." werke beziehen, auch Roheisen um 5 bis 6 M. billiger Nun war der Augenblick gekommen, wo das Gespräch liefern, und daher kauft z. B. Krupp fein Roheisen Frau Forestier, die mit einem Messer spielte, fügte hinzu:„ Ja ja. es ist schön, geliebt zu werden." abirrte und sich in leisen Zweideutigkeiten erging. In ver nicht in Deutschland, sondern in Frankreich, wo er es um Und sie schien in eine lange Träumerei zu versinken, deckten Ausdrücken entrollten die Worte Bilder dessen, was 6 m. billiger erhalten kann. Da sich nun die Herstellungs schien an Dinge zu denken, die sie nicht auszusprechen man offen in guter Gesellschaft" nicht sagen darf. Die fosten für Roats auf 8 bis 9 M. belaufen, so geschieht dem " gute Gesellschaft" liebt diese Art unreiner Gedanken- nach der Verkauf nach dem Inland mit 3-4 M. Gewinn, wagte. Es dauerte eine Weile, bis der folgende Gang fam. berührung. hingegen der nach dem Ausland mit 2 M. Verlust und Der Braten, Rebhühner und Wachteln mit Schoten, wahrscheinlich noch darüber hinaus. Auf diese Weise schädige Inzwischen tranfen fie einen Schluck Champagner und Inabberten die Krufte der kleinen Brötchen ab. Langsam, war aufgetragen worden, eine Gänseleberpastete mit Salat das Koakssyndikat nicht nur die Konsumenten im Inlande, aber allmächtig nahm der Gedanke an Liebe von ihnen war gefolgt, deffen zackige Blätter wie grüner Gischt eine sondern auch die Hochofenbefizer, indem es ihnen die fremde Besitz, und entnervte allmälig ihre Seele, so wie der helle große, schalenförmige Schüssel füllten, und sie hatten Konkurrenz auf den Hals schickt. allem gegessen, ohne auf den Geschmack zu Wein, der Tropfen um Tropfen in ihre Kehle rann, ihr von achten, ohne recht zu wissen, was sie aßen, so ausschließlich Blut erhizte und ihren Geist verwirrte. waren sie mit dem beschäftigt, was sie sagten, so eifrig plätscherten ste in dem Liebesbabe herum. Man trug zarte, saftige Lammfotellets auf, die auf einem breiten Bett von Spargelköpfen lagen. Donnerwetter! Das ist was gutes!" rief Forestier. Und sie aßen langsam und genossen das zarte Fleisch und das fette Gemüſe. Duroy sagte:„ Wenn ich eine Frau liebe, ist mir alles andere gleichgiltig." Das sagte er mit Ueberzeugung, und während er die Freuden der Tafel genoß, dachte er an die Freuden der Liebe. Um des letzteren Umstandes willen natürlich hat der Direktor des Wissener Bergwerks diese Praktik vor der Aktionärversammlung enthüllt. interessant, von Zeit zu Zeit authentische Ziffern von be So bekannt diese Dinge auch sind, so ist es dennoch rufener Seite zu erfahren, damit man jederzeit in der Lage ist, den Bochumer Dunkelmännern die patriotische Maste vom Gesicht reißen zu können. Die beiden Damen wurden immer deutlicher in ihren Anspielungen; Frau von Marelle brachte ihre Scherze mit einer natürlichen Dreiftigkeit an den Mann, die provozirend wirfte, Frau Forestier hingegen mit einer reizenden Burlid haltung, einer Scham in Ton, Stimme, Lächeln, Haltung, Wir aber begrüßen die sittsamen, tugendhaften Tänzer die, statt Kühnheiten ihrer Ausdrücke zu mildern, wie es in dem tosmopolitischen Millionentang kollegialisch wackere Mitstreiter in dem Kampf um die Expropriation den Anschein hatte, sie erst recht unterstrich. ( Fortfehung folgt.) der Expropriateure und empfehlen ihnen als Wahlspruch als die Devise weiland Raiser Karl V.:„ Plus, ultra", auf zu dem Geschäftsbericht des Parteivorstandes zur Kenntniß der ber unerhörten Ausbelitung gegenüber, der gerade wir ausgefeht Deutsch: Mehr, weiter." Leser des Vorwärts" zu bringen. Wir kommen diesem Wunsche sind, uns wehren können. hiermit nach, obwohl wir auch jetzt noch der Ueberzeugung sind, Indem wir die Kollegen auf das heutige Inserat verweisen, daß die Erflärung des Verlags der Urb.- Chronit nur eine fordern wir nochmals dazu auf, diese Versammlung zahlreich zu breitgezogene Wiederholung der in dem Vorstandsbericht ge- besuchen. gebenen Darstellung ist. Die erwähnte Erklärung lautet: Die Lehrer in der Ferienkolonie". Der Preußischen Lehrerzeitung" wird aus Düsseldorf geschrieben: " Es ist allgemein bekannt, daß die Lehrer beim Mit Gruß Militär nicht wohl gelitten find; daß fie aber in solcher Der provisorische Vorstand Weise mit Ausbriicken, ja Mißhandlungen bedacht werden, wie In eigener Sache. Der Parteivorstand führt in seinem bes Allgemeinen Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen- Vereins Berlins es hier in Düsseldorf geschehen ist, hätte ich mir niemals Geschäftsbericht unter den Provinzial- Parteiblättern, welche Unterund Umgegend. träumen laffen. Zum Beweise folgen hier einige Beispiele: ftübungen aus der Parteitasse erhalten haben, auch die ArJ. A.: W. Arndt. Ginige Tage hatten wir das Leben in der Garnison geloftet. beiter Ghronit"-Nürnberg mit 2000 Mart auf. ErAn einem Nachmittage fragte mich Lieutenant Sch. I nachläuternd ist beigefügt, daß das Blatt früher seine Ueberschüsse an Die Arbeiter Stuttgarts verhingen über die Dindeladermeinem Stand in Zivil. Auf meine Antwort, ich fei Lehrer, die Partei abgeliefert hat und daß infolge dessen diefelbe fich Brauerei ben Boytott, weil diefe von den dortigen forschte er nach meinen Einkommen, danach nach dessen Ver- auch der Verpflichtung nicht entziehen konnte, einen Brauereien den Organisationsbestrebungen der Brauergehilfen wendung. Nachher gab er mir den Rath, doch lieber mein Theil des schließlich entstandenen Defizits zu decken. Gegen am rücksichtslosesten entgegentritt. " # Geld zu verfaufen. Ebenso erging es anderen Kollegen. Mit diese Art der Darstellung legen wir entschieden Verwahrung ein. Um die Arbeitslosen zu beschäftigen, bewilligten, wie den Worten:" Ich werde Guch die Eier schleifen, verdammte Die Arbeiter- Chronit ging furz nach ihrer Gründung in das der Telegraph meldet, die Stadtverordneten Salle's a. d. S. Bucht!" entfernte fich Lieutenant Sch. I. Bu unserem rechten Eigenthum der Gesammtpartei über und stand des 40 000 M. für Wegeverbesserungen. Der Magistrat bereitet die Flügelmann, Lehrer W., fagte Lieutenant Sch. I:„ Ich schlage halb zum Parteivorstand genau in demselben Verhältniß, wie Dich gleich in die Fresse, ob Lehrer oder nicht, meinetwegen 8. 3. der„ Borwärts". Sie hatte daher selbstverständlich Ausführung weiterer umfangreicher Arbeiten vor. faun es nachher auch in der Beitung stehen." Kollege Sch. ihre Ueberschüsse abzuliefern, dagegen aber auch im Falle nicht Die in der Seidenbandbranche beschäftigten Arbeiter wurde eines Morgens vom Lieutenant Sch. I aus dem Glied genügender Einnahmen die Deckung der Herstellungskosten durch werden von thren organisirten Kollegen in Basel auf die herausgerufen und erhielt darauf von diesem in Gegenwart den Borstand zu beanspruchen. Als nun nach dem Fall des Prattiken der dortigen Fabrikanten aufinertfam gemacht, welch letztere fämmtlicher Unteroffiziere und Mannschaften einen Schlag ins Sozialistengefehes die vielfach topf- und planlose Gründerei von nach bekannter Manier Arbeitskräfte aus Deutschland heranlocken, Gesicht. Als ich( F.) nach 9 Zagen aus dem Lazareth Lotalblättern in vielen Gegenden Deutschlands begann, wurden um mit Hilfe derselben die Organisation am Ort vernichten und entlassen wurde und mich beim Lieutenant Sch. I die vorhandenen Wochenblätter, darunter auch die Arbeiter die Löhne noch mehr herabdrücken zu können. Die Arbeiter der meldete, schnauzte er mich an mit den Worten: Bist Du Chronit", mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt und Seidenbranche thun daher gut, etwaigen Stellenangeboten aus wieder da, alter Lazarethbock?" Nicht vergessen will ich die es arbeitete infolge deffen die Arbeiter Chronit" mehrere der Schweiz teine Folge zu geben. " " Behandlung, die ein Kollege W. erfahren hat auf dem Scheiben- Quartale hindurch mit Defizit, zu deffen Deckung der " stand. M. stand hier in strammer Haltung im Anschlag, hatte Gigenthümer des Blattes, die Partei, selbstredend vers Ju Wien nahm eine Arbeitslosen Bersammaber wohl nicht das Gewehr richtig auf den Bielpfahl gelegt. pflichtet war. Es tann also nicht davon die Rede sein, daß Iung, an welcher nach der Angabe des Wolff'schen TelegraphenLieutenant Sch. I trat ihm hierauf mit voller Wucht in die wie man aus der erläuternden Note des Vorstandes leicht ent- bureaus 2000 Personen, darunter viele Frauen und Mädchen ftramm gespannte Kniekehle. Hierauf nahm. vom Schießen nehmen könnte gewiffermaßen aus Wohlwollen und in An- theilnahmen, einstimmig eine Resolution an, in welcher es heißt, W. Abstand und wartete, bis der folgende Mann geschossen. ertennung früherer Leistungen die Arb.- Chronit" einen Zuschuß eine Besserung der sozialen Verhältnisse sei nur von der Um Darouf nahm W. wieder die Schießstellung ein. Auch diesmal erhalten habe. Der Parteivorstand war einfach verpflichtet, gestaltung der Produktionsweise und der Gesellschaftsordnung zu gefiel dem Herrn Lieutenant etwas nicht, und er schlug ben die Drudkosten des ihm gehörenden Blattes zu erwarten. Kollegen mehrere Male mit dem Säbel. Die Spuren waren zahlen, so weit dieselben durch die eigenen Einnahmen nicht In Geywood( England) streiken die Weber. Zahlnoch nach mehreren Tagen sichtbar. Die Anrede" Du", wie ja mehr gedeckt wurden. Die erwähnten 2000 m. stellen einen aus den Beispielen ersichtlich, war bei Lieutenant" Sch. I etwas heil dieser Druckkostenschuld dar, auf einen reiche Fabriten sind geschlossen. Druckerei. Selbstverständliches. Die Unteroffiziere verriethen in dieser erheblichen Refst verzichtete die Beziehung noch mehr Tattgefühl. In seinen Instruktions- Jedenfalls tangirt also diese Bahlung nicht unter die an Lokalstunden brauchte Lieutenant Sch. I Ausdrücke, die uns häufig das Blut in's Gesicht trieben. Derartiges darf sich ein preußischer Offizier erlauben, der Anspruch auf Bildung macht. Was ich hier niedergeschrieben, beruht auf Wahrheit, und beTräftigt wird diese sowohl durch meine Unterschrift, als auch die meiner Kollegen." Diese Erlebnisse können den Lehrern von großem Nuken fein. Sie können diefelben beim„ vaterländischen Geschichtsunterricht" verwerthen. Da bekämen die Schüler neben der legendenhaften Dichtung doch auch ein Stück nackter Wahrheit zu hören. oder Provinzialblätter, welche sich im Besitze von einzelnen Genossen oder parteigenössischen Gruppen befinden, gegebenen Unterftüßungen. Seitdem ist der Herstellungsmodus der„ Arb.Chronit" ein anderer geworden, so daß dieselbe weiter existiren fann, bis irgend eine neue Gründung thr Bestehen in Frage stellen wird. Versammlungen. Nachdem der Magistrat in Berlin die Errichtung erlag und Redaktion der Arbeiter- Chronit". einer Ortstrantentaffe für die im Geschäftsbetriebe ber Anwälte, Notare und Gerichtsvollzieher, Gegen die Militärvorlage erklärten sich ferner Versamm der Krankenkassen, der Berufsgenossenschaften und Versicherungsfungen in Calbe a. S.( Referent Gerisch), Kleinmöblau anstalten gegen Gehalt und Lohn beschäftigten Personen bebei Raguhn( Referent Schöps- Dessau), Stuttgart( Referent schloffen hatte, waren diese sowie die Arbeitgeber dieser Personen Blos), Ludwigshafen( Referent Ehrhart), Flensburg zu einer am Freitag Abend 7 Uhr stattfindenden Versammlung ( Referent Emil Fischer- Hamburg), Osterwiec am Harz eingeladen, in welcher zur Erklärung über das vom Kommissarius Attentatspolitik. Herr Arthur Meyer, getaufter( Ref. Wilte- Berlin), Schleswig( Ref. Klüß- Elmshorn). entworfene Kassenstatut Vertreter gewählt werden sollten. Pünktfranzösischer Jude und darum wüthender Chauvinist und lich um 7 Uhr wurde die Versammlung eröffnet und wenige Reaktionär, veröffentlicht in dem von ihm redigirten Von der Agitation. Hattische Parteigenossen vertheilten Minuten später nach vollzogener Wahl geschlossen. Die Bureaus Gaulois" folgenden Wunschzettel der Attentatspolitiker: am Sonntag in Dörfern des Bitterfelder Streifes mit gutem Er der Rechtsanwälte, Notare und Gerichtsvollzieher werden frühestens um 7 Uhr geschlossen. Daher ist den sämmtWir müssen einen Aderlaß haben. Behntausend folge ein Flugblatt. lichen Beamten derselben( ca. 8000) die Ausübung ihrer Rechte Anarchisten, Sozialisten, Revolutionäre und andere Störer Die Parteigenoffen in Halle a. S. befchloffen am 18. Mo- in dieser Versammlung unmöglich gewesen. Biele mußten under öffentlichen Ruhe müssen nach Neu- Kaledonien geschafft vember in zahlreich besuchter Versammlung die Aufhebung verrichteter Sache umkehren. Seitens der Herren Rechtsanwälte Man muß den Zeitungen eine Raution von des über die dortigen Brauereien vor etwa Jahresfrist ver- sind die Herren Justizrath Levy und Rechtsanwalt Wreschner I 100 000 Frants auflegen, jeden Angriff auf die Familie, hängten Boykotts, nachdem sich die Brauerei- Inhaber ver- gewählt worden. das Eigenthum, die Religion, die Gesellschaft und die guten pflichtet haben, überall da, wo ihnen ein Verfügungsrecht über Sitten scharf unterdrücken." Säle zusteht, ihre Bächter ze. veranlassen zu wollen, daß, wenn diefelben überhaupt ihre Lokale zu politischen Bersammlungen hergeben, fie alle politischen Parteien ohne Ansehen ihrer Richtung aufzunehmen haben." " werden. Also Massenmetelei, trockene Guillotine und Knebelafte nichts fehlt. Herr Arthur Meyer ist beiläufig ein Berehrer des Herrn Constans. Unsere deutschen Genossen werden finden, Entgegen den Beschlüffen der Parteigenossen Neustadt daß die französischen Chauvinisten und Reaktionäre genau Magdeburgs, welch' legtere von der Betheiligung an der Stadt so denken wie ihre deutschen Kollegen. Nur daß wir leider verordnetenwahl Abstand nahmen, um Maßregelungen der Arfein Neu- Kaledonien haben. Dafür könnte man den beiter zu vermeiden, haben sich die Parteigenossen im Stadt Aderlaß etwas gründlicher machen. Dann sparte man auch bezirk Su benburg für die Theilnahme an der Wahl erklärt. die Transportkosten. Und an Achtmillimetern fehlt's uns als Kandidaten stellten sie den Genoffen 2ange auf.- Dieser ja nicht. Entschluß ist auch uns sympathischer. Der Pariser Munisipalrath beschloß in seiner Sigung Dom 14. November mit 43 gegen 4 Stimmen eine Resolution, in welcher gegen den Versuch der Reaktion, aus dem letzten Dynamitanschlage für sich Kapital zu schlagen, protestirt, bie Unterstellung der Polizei unter die Gemeinde verlangt and das Parlament aufgefordert wird, die Versammlungs und Preßfreiheit zu vertheidigen. Für die Wittwen und Waisen der Opfer der Explosion wurden jährliche Unterftügungen bewilligt. Die hiesige Filiale 1 des Zentralverbandes der Maurer hatte am 6. November eine Bersammlung. In derfelben hielt Herr Ballmuß einen Vortrag über seine Erlebnisse in Ostafrika. Die nach Beendigung des mit Beifall aufgenommenen Referats verlesene und von den Revisoren bestätigte Abrechnung vom 1. Quartal wies einen Bestand von 503,47 M. auf. Sierauf wurde Roloff seines prinzipwidrigen Verhaltens dem Berband gegenüber ausgeschlossen. Kersten machte sodann die Mittheilung, daß die in Neu- Belle lokalorganisirten Kollegen ihre geäußerte Absicht, sich dem Berbande anzuschließen, infolge verschiedener Differenzen noch nicht ausgeführt haben. Nachdem dem erkrankten Kollegen Fischer 25 M. Unterstützung bewilligt worden waren, fand Schluß der Versammlung statt. Kandidaten der Arbeiterpartei mit 282-819 Stimmen gewählt. 16. November, Abends 8% ihr, im Vereinslotale, Annenstraße 14, BereinsBei der Gemeinderathswahl in Pößneck wurden die Tanzlehrer- und Cangmaitre- Verein Solidarität". Mittwood), ben Die Kandidaten des Freisinns, welcher nicht weniger als drei fiyung. Mandate einbüßte, erhielten 77-98, die Kandidaten der National- den 16. November, Abends 8% Uhr, Bersammlung mit Damen in den liberalen gar nur 32-68 Stimmen.- Jn Breslau, wo unsere arminhallen, Kommandantenstr. 20. Die hier anwesenden Delegirten aus Partei zum ersten Male und nur ungenügend vorbereitet an den Schleswig- Holstein sind hiermit eingeladen. Stadtverordnetenwahlen theilnahm, haben die Gegner gefiegt.berg Schweinit, Torgau und Liebenwerba. Heute, Mittwoch, ben zur Stadtverordnetenwahl in Frankfurt a. D. sind seitens 16. November, Abends 8 Uhr, bet Lehmann, Neue Grünstraße 14, Berder Sozialdemokratie 6 Kandidaten aufgestellt, in Crimmitschau fammlung. 9 Kandidaten. Polizeiliches, Gerichtliches zc. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, Sozialdemokratifdjer Agitationsverein für die reife WittenVerein ehemaliger Sad- Schmiedeberger und Umgegend. Abends 8% Uhr, in Restaurant Carl Boigt, Kaiserstr. 11, Sof 1 Tr. Landsleute willDie französische Deputirtenkammer hat tommen. Kranken- und Sterbe- Unterstützungskaffe der Berliner Baueden Antrag des Abg. Turrel, betreffend die Aufhebung des Privilegs der Rohbranntwein- Brenner mit 318 gegen expedienten der Bielefelder„ Volkswacht" sämmtliche Schriften In Münster wurden am Sonntage dem Filial- biener. Kaffenlofal: Neue Friedrichstr. 44 bet Mollig, Styung jeden Mittwoch Abend 8% thr. 211 St. angenommen. polizeilich beschlagnahmt. Der Protest der Arbeiter von Carmang gegen das Pariser Dynamit- Attentat lautet wie folgt: Die in ihrer Generalversammlung vereinigten Grubenarbeiter von Carmaux wollen nicht die geprellten Opfer ( dupes) eines Attentats sein, das nur dem Kapitalismus und der Neaktion dienen kann, und sie weisen daher nach drücklichst die Pariser Explosion von sich. Sie erklären, daß dieselbe mit dein Streik in keinem Busammenhang steht. Sie bekennen sich als revolutionäre Sozialisten und sprechen als solche aus, daß die soziale Revolution nicht das Werk des Dynamits, sondern der Organisation des Proletariats sein wird." Vereinsversammlung des Frauen- Bildungsvereins für Bertin und Umgegend am Donnerstag, ben 17. November, Abends 8 Uhr, in ben Arminhallen, Kommandantenftr. 20( Gartenfaal). Statutenberathung und Borstandswahl. Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% thr: Süd= - Gleich= Emanzipation, Nord, Bigarrenmacher Bierwirth zu 5 M. Geldstrafe, eventuell Das Schöffengericht zu Osterburg verurtheilte den Tag Haft, weil dieser bei einem öffentlichen Ball des Arbeiter dute, Sageisbergerftr. 43: Unterricht in Geschichte( alte); Sub- Ofvereins, dessen Vorsitzender er ist, im Saale rothe Fahnen„ öffent- hule, Reichenbergerfir. 133: Unterricht in Deutsch( oberes), Logit, Rec..en lich sichtbar" angebracht und dadurch gegen eine Verordnung bes( unferes). Of Schule, Martustraße 31: Unterricht in Deutsch( mittel); Nord- Schule, Müllerstraße 179 a: Unterricht in Deutsch( mittleres), Regierungspräsidenten verstoßen haben soll. Weiter hat derselbe mathematit und mathematische Geographie. In alle Lehrfächer tönnen noch Genosse 20 M. zu zahlen oder auf 5 Tage hinter Schloß und Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Riegel zu wandern, weil er es unterlassen haben soll, der Polizisy uhr, bei stein, Schönleinstraße 6. Lese- und Diskutirklubs.( Mittwody. Vereinte raft, Abend Johann Jacoby, bei Friz einige Abänderungen des Vereinsstatuts anzuzeigen. Bie wir hiepte, Schwedterfir. 53. Seine, jeden Mittwoch vor dem 1, und 15. erklärte, er sei dieser Pflicht nachgekommen, habe aber von der feb. wtonats, Ab. 8½ Uhr, im Reſtaur. Grube, Mariendorferftr. 10. Gefund Polizei teine Bescheinigung erhalten; es sei in Osterburg Siegel, bett, Abends 8 Uhr bet Stramm, Ritterstraße 123. brunnen, abends s uhr, bet Saferland, Bellermannftr. 87. daß solche Bescheinigungen erst in 5-10 Zagen zurückfämen, und abends 8 Uhr, bei Wagner, Alte Schüßenstr. 6. Heine, Rigdorf, in diesem Falle wäre die Bescheinigung über die Anmeldung ganz Abends subr, bei Beiler, Knesebeck- und Herrmannstraßen- Ece. ausgeblieben, auch könne er Zeugen dafür beibringen, daß ahne jeden Mittwoch 8½ Uhr, bei Bernh. Raabe, Ruppiners und Schönholzerstraßenahn- de.-Otto Reimer jeden Mittwoch bei A. Brosch, Wilhelinshavnerliches anderen ebenfalls schon passirt sei; das Gericht erwiderte firaße 28. aber, daß es sich darauf nicht einlaffen fönne; wenn Bier- Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umggegend. Alle Aenderungen " Free Russia" Frei- Rusland". Die Re- wirth keine Bescheinigung erhalten habe, so hätte er sich darum im Bereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. daktion der Monatsschrift Free Russia", welche von bemühen müffen. Die Straffammer zu Halle a. S. verurtheilte nach einer Freunden Rußlands" herausgegeben wird und auch in einer deutschen Ausgabe( Frei- Rußland") erscheint, theilt des dortigen Bolksblatts", Richard J11ge, zu einem Monat Meldung des Herold'schen Telegraphen- Bureau's den Redakteur uns mit, daß ein Artikel der deutschen Ausgabe, der hef- Gefängniß wegen" Presvergehen und öffentlicher Beleidigung" tige Angriffe auf eine Gruppe ruffischer Sozialisten ent- des Geheimraths Leuschner, des Direktors der Mansfelder Gehielt, in Deutschland ohne Wissen der Redaktion erschienen wertschaft. ist und von der Redaktion nicht gebilligt wird. Es soll in bezug auf die Veröffentlichung der deutschen Ausgabe eine lenderung getroffen werden, durch welche ähnlichen Vorfommnissen für die Zukunft vorgebeugt wird. Bor Januar fann jegt aber feine neue Nummer der deutschen Ausgabe erscheinen, den Abonnenten werden dafür die zwei ersten Monatsnummern des nächsten Jahres unentgeltlich geliefert. Wir können nur wünschen, daß der häßliche Zwischenfall dem trefflichen Blatt nicht nachgetragen wiro, deffen Abonnement wir hiermit auf's lebhafteste empfehlen. " Soziale Leberlicht. An sämmtliche Hilfearbeiter und Hilfearbeiterinnen Berlins und Umgegend. Kollegen und Kolleginnen! Wir haben die Vorarbeiten zur Gründung einer neuen Organisation soweit fertig gestellt, daß wir im stande sind, die legte provisorische Versammlung heute, Donnerstag, Abends 8 Uhr, bei Deigmüller, Alte Jafobitr. 48a, stattfinden zu laffen. Aufgabe dieser Versammlung soll sein, den definitiven Vorstand zu wählen, sowie so zahlreich als möglich der Organisation Mitglieder zuzuführen. Erscheint daher, Kollegen und Kolleginnen, allesammt in dieser Versammlung und Zum Vorstandsbericht. Von dem Berlag der Arbeiter agitirt mit ganzer Kraft dafür, daß der Verein die Aufgabe, Chronit" in Nürnberg werden wir wiederholt ersucht, die in der welche er sich stellt, auch ausführen fam, agitirt dafür, daß wir esten Nummer des genannten Blattes veröffentlichte Erklärung bald, Schulter an Schulter, dem Kapital entgegentreten und Parteinachrichten. Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwory. Nebungsstunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Piedesfreiheit 1, Hilaritas, Hochstraße 32 a, bet Andreasstr. 26, bet Schiamacher. Freya,( Gem. Chor), Alte Schönhauserautow, Echulzefir. 27. ere, Bernauerstr. 72, Restaurant sun, Seit fraße 22-23, Bözow's Braueret. Wilfe. Deutsche Gich e, Blumenstraße 46, bet Went. sel Gefangverein der Steinmeßen, Johannisstr. 20, bei Müller. Friedrichstraße 44, bet Röllg. Steinnette, Rösttnerstraße 17, bei Männer- Gesangverein der Kürschner, D. 2. D. Br. Berlin, Neue Wendt. yra 1, Staupach fir. 6, bei Stachel.- Euphonia, bei Hermann, Elifabethstr. 30. Sand insan b1, Mariannenjtr. 31-82, bei Doberstein. Schneeglödchen 2, Boisdam, Brandenburger Kommunitation 16, bet Glaser. Unverbroffen, Abends 8 Uhr, bet Sachs, Sindowerstr. 26. Flöter scher Gesangverein, Roppenstraße 48e, bet Lorenz. Sütli, Friedenau int Kurhaus. orwärts 5, Friedrichshagen, Sundtheil, bei Lerche. Freundest reue( Gemischter Chor), Grenadierftr. 33, bet Seefelbt.-Lorbeertranz, Lichtenbergerftr. 21 bet Hetfe. Südost, 1. Kipnickerstr. 191, Restaurant. Hoffnung 1, Friedrichsberg, Friedrich Karlstraße 34, bei Schulze. Stothe Melte, Schöneberg, Gortz ftraße 43, bei Siegeler. Freiheit, Moabit, Stronenbraue et, Alt- Moabit 47-49. Gesangverein der Kupferschmiede, Win ftraße 11 bet Feind. Bergismein nicht, Schulstraße 29, Webbing Rafino. Concordia", Dieffenbachstraße 53 Deutscher Männersang", Belforterstraße Nr. 15, ben Sols. Schneider. Gesangverein 2otos blume, Alte Jakobfir. 96-97, bet tab towsty. Gefangverein Freiheitstlänge, Stallschreiberstr. 29 zun Gichenen Stab.-Wlänner- Gefangverein Siberiee 1, Guornftr. 24, bet Tielsch unverzagt Langeftr. 65 bei Tempel.- Gefangverein orbeertrang 2 Gefangverein£ iedeslust in Fürstenwalde " tim be Drantenstraße 190 bet Katsch. bei Haupt, Müncheberger Chauffee. Sängerchor der Maler, Alte Satobftraße 88. Felsenfest( Gemischter Chor), Badftr. 16, Raftantenwäldchen.- Freiheits- Gruß, Schönhauser Allee 46 bet Buffe.- Gefang Gefang verein" offnung 3", Brandenburg a. S. bei Weidner. Berein, itania", Görligerstr. 40.- Männer- Gefangverein, Si ed er tuft", Fichteftr. 29 bei strösche. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, 16. November. Opernhaus. Boabdil, der letzte Maurenkönig. Schauspielhaus. WohlthätigeFrauen. Große öffentliche Versammlung Der Schmiede Berlins und Umgeg. am Donnerstag, 17. Nov., Ab. 8 Uhr, im Lofal Königsbank, Gr. Frankfurterstr. 117. Zages Ordnung: = D 1. Vortrag des Kollegen Theis Hamburg. 2. Bericht der Kommission. über ihre Verhandlungen mit dem Innungsvorstand. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen der Kollegen ist nothwendig. 280/1 Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung Leffing- Theater. Die Drientreife. aller Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend Berliner Wallner- Theater. Die GroßstadtIuft. Deutsches Theater. Die Räuber. Kroll's Theater. a santa Lucia. Reßdenz- Theater. Im Pavillon. ( Le Parfum). Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Pariser Leben. Thomas- Theater. Der Einsam. Adolph Eruk- Theater. Die wilde Adolph Ernk- Theater. Die wilde Alexanderplak- Theater. SportMadonna. Mädel. National Theater. Fauft. Apollo Theater. Vorstellung. am Donnerstag, 17. d. M., Abends 82 Uhr, bei Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Tages Drdnung: F 1. Vortrag des Genossen Otta Mittag( Giebichenstein). 2. Diskussion. 3. Verlesung des Statuts und Aufnahme von Mitgliedern. 4. Wahl des neuen Vorstandes und einer Liquidationskommission. 5. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Zellersammlung ftatt. Alle Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen, gleichviel in welcher Branche dieselben arbeiten, werden gebeten, in der Versammlung zu erscheinen. Die Kollegen, welche dem alten Verein der gewerblichen Hilfsarbeiter angehörten, haben die Mitgliedstarten mitzubringen, damit diese in Bücher umgewechselt werden. Um zahlreiches Erscheinen aller Kollegen und Kolleginnen ersucht Der Einberufer. J. A. des provisorischen Vorstandes. Spezialitäten Verein zur Wahrung der Interessen der Gast- u. Schankwirthe Theater der Reichshallen. SpeziaBerlins und Umgegend. Versammlung Winter- Garten. Spezialitäten- Boram Freitag, 18. November, Nachm. 5 Uhr, in Schneider's Gesellschaftshaus, ftellung. Banfmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Proskauerstr. 87/38. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Dr. Schöps und Diskussion. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Vereinsangelegenheiten und Berschiedenes. 162/2 Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Die neuen Mitgliederlisten werden in dieser Versammlung ausgegeben. Die wilde Madonna. Arbeiter- Bildungsschule Gesangspoffe in 3 Atten von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Deforationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefeht von Adolph Ernst. NF Anfang 7%, Uhr. D Morgen: Dieselbe Borstellung. Mlexander- Plaz- Theater. Sport- Mädel. Heute Abend 71/2 Uhr: zum 4. Male: Große Posse mit Gesang, Tanz und Tableaug in 4 Bildern von J. Krenn 1. A. Schönfeld. Mufit von Max Lustig. Mit vollständig neuer Ausstattung. Rasseneröffn. 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Sport- Mädel. American- Theater. Neu! Die Trockenwohner, = oder„ Das Kind in der Kommode", parodistisch realistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hof aus, von Oskar Wagner. Hauptrolle: Der urkomische Bendir. Jeden Abend jubelnder Beifall. Der feine Reisner. Berliner Lokalposse von D. Wagner. Neu! Die Wiener OriginalSoubrette Clotilde Kowala. Anfang 7 Uhr. Entree 75 Pf. Sonntags 6 Uhr. ( Süd- und Ostbezirk). Große Versammlung am Donnerstag, 17. Nov., b. 81/2 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c. Vortrag des Schriftstellers Herrn Karl Weigt, über: Weltanfang und 103/15 Mitglieder haben unentgeltlich Zutritt. Gäste zahlen 10 Bf. Weltende". Der Vorstand. Verlag des Vorwärts" Berliner Bolfsblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien: Heft 30 der Reden und Schriften Ferd. Lassalle's ( Vollständig in ca. 50 Heften à 20 Pf.) Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Kolporteure entgegen. Circus Renz. ( Karlstraße.) Mittwoch, den 16. November 1892, Abends 71/4 Uhr: Gr. außerordentl. Vorstellung. Auftreten sämmtlicher Künstlerspezialitäten I. Ranges. Außerdem: 6 Springpferde vorgef. vom Dir. Fr. Renz. Mr. Fillis, der hervorragendste Schulreiter der Gegenwart mit dem Vollblutpferde Mme. la Baronne de Bellefol mit dem Schulpferde„ Feu". PassagePanopticum. Germinal" 9 Fu!! Die berühmte Arabertruppe" Hadje ein Abdullah. Zum Schluß: Auf Helgoland, mit neuen Tanzeinlagen, u. a. 1. Garde- Regiment in Parade- Uniform, 82 Damen. Riesen- eibgarde der Kaiserin. Ballet von Kind!!! Morgen und folgende Tage Abends Ohne Extra- Entrée. von 11-1 und 4-9 Uhr. Castan's Panoptikum. Sensationell! Prinzeß Topase. Borstellungen 11-1 und 4-91 Uhr stündlich. Ohne Ertra- Entree. Entree 50 Pf., Binder 25 Pf. Gratweil's Bierhallen Rommandantenstraße 77-79. Täglich: Borussia- Konzert- und Kouplet- Sänger. Wochentags frei. Sonntags 30 Pfennig. Kinder 10 Pf. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Bwei Säle 99 71/4 Uhr: Vorstellung mit neuem Programm und Auf Helgoland". BilletBorverkauf durch den Invalidendant", Markgrafenstr. 51a. Fr. Renz, Direktor. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Das großartigste Spezialitäten- Programm der Residenz. Familie Lars- Larsen, Elite- Parforce- Gymnaftit.- Truppe. Brooks& Duncan, Original- Kongo- Neger. Charles Liffton, Athlet auf dem Drahtseil. Brothers Barett, The two Fanneg Gentlemen. The Original- Satours, Anatomisches Wunder. Jeden Abend stürmischer Erfolg. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße. Mittwoch, den 16. November: Abends 71/2 Uhr: Außerordentl. Vorstellung. 1. A.: 1. Auftr. d. phänom. Stelzen fünstlers Mr. Harry. Hippol. Potpourri m. 14 Hengsten, vorgef. v. Dir. Althoff. Stephan u. Nandroux, Turnerfönige. Mr. Hubert, Saltomortalereiter. Pas de deux 3. Pf. v. d. Geschw. Rossi. Mlle. Vidal, Schulreit. Mr. Hubert Cooke, Joden. The Hanlons, Luftgymnastiker. 55 Hengste, vorgeführt v. Dir. Althoff. BlumenQuadrille. Donnerstag 71/2 Uhr: Große Vorstellung. Derlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. Denjenigeu Genoffen, welche sich über die Geschichte unserer Partei orientiren wollen, empfehlen wir für den bevorstehenden Parteitag die älteren Rongreßprotokolle: des Rongresses der Deutschen Sozialdemokratie, Protokoll Abgehalten auf Schloß Wyden in ber Schweiz vom 20.- 23. Auguft 1880. 51 S. Preis 20 Pf. Protokoll über den Kongreß der Deutschen Sozialdemo fratie in Kopenhagen. Abgehalten vom 29. März bis 2. April 1883. 38 Seiten. Preis 20 Pf. bes Parteitags der Deutschen SozialVerhandlungen bemokratie in St. Gallen. Abgehalten vom 2.- 6. Oftober 1887. 50 Seiten. Preis 25 Pf. über die Berhandlungen des Parteitags der Protokoll Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu alle a. S. vom 12.- 18. Ottober 1890. 318 Seiten. Preis 50 Pf. über die Verhandlungen bes Parteitags der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu Erfurt vom 14.- 20. Oftober 1891. 868 Seiten. Preis 50 Pf. Protokoll Protokoll des Internationalen Arbeiter- Rongresses zu Paris. Abgehalten vom 14.- 20. Juli 1889. Deutsche Uebersehung. Mit einem Vorwort von Wilhelm Liebfnecht. 133 Seiten. Preis 25 Pf. der Verhandlungen des ersten Kongresses der Halberstadt vom 14.- 18. März 1892. 96 Seiten. Preis 20 Pf. Protokoll Gewerkschaften Deutschlands. Abgehalten zu Verhandlungen Sozialdemokratie in Hainfeld vom des Parteitags der Desterreichischen 30. Dezember 1888 bis 1. Januar 1889. 112 Geiten. Preis 20 Pf. des zweiten öfterreichischen sozialVerhandlungen demokratischen Barteitags. Abgehalten zu Wien vom 28.- 30. Juni 1891. 184 Seiten. Preis 30 Pf. des britten österreichischen sozialVerhandlungen bemokratischen Barteitags. Abgehalten zu Wien vom 5.- 9. Juni 1892. 176 Seiten. Preis 30 Pf. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von auswärts bitten wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). Drts- Krankenkasse ber Tischler u. PianoforteArbeiter. General- Versammlung der Vertreter der Rassenmitglieder und der Arbeitgeber am Donnerstag, den 24. Nov., Abends 8 Uhr, Alte Jakobstraße 75( oberer Saal). Tagesordnung: 1. Wahl von 4 Vorstandsmitgliedern seitens der Vertreter der Kaffenmitglieder. 2. Wahl von 2 Vorstandsmitgliedern seitens der Vertreter der Arbeitgeber. 8. Besprechung über die Wahl des Rendanten und eines Kassirers, ev. Wahl derfelben. 4. Wahl von 3 Revisoren zur Prüfung der Jahresrechnung. 72b] Der Vorstand. Drts- Krankenkasse der Verband d. Bauarbeiter a. Serufsgenossen Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Mitglieder- Bersammlung mittwoch, den 16. November, Abends 8/2 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Tagesordnung: Delegirtenwahl, Statutenänderung. Der Vorstand. 404/3 Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler ut. ( E. H. Nr. 3). Oertl. Verwaltung Berlin D( Moabit). Mitglieder- Versammlung am Sonntag, 20. Nov., Vorm. 101/2 Uhr, im Victoria Saal, Perlebergerstr. 13. Tagesordnung: 1. Wahl eines stellvertretenden Bes vollmächtigten und Rassirers, fowie eines Beitragssammlers. schiedenes. Seidenwirker u. Weber Mitgliedsbuch legitimirt. zu Bernau. Sonnabend, d. 26. November, Abends 8 Uhr, im Saale des ,, Elysium": 303/1 2. Ver Der Ausschuß. Zigarren Feen- Palast General- Versammlung. Calitat, zu beben in det Burgstraße, neben der Börse. Welt- Lokal Berlins, 5000 Perf. faffend. Täglich Tages- Ordnung: 625 nur aus amerikanischen Tabaken befter Verkaufsstelle d. Hamburger Moabit, Stromstr. 5. 1. Wahl von Vertretern, 10 Arbeit Tabatarbeiter- Genossenschaft. geber, 45 Kaffenmitglieder. 2. Wahl von 3 Vorstandsmitgliedern. 3. Wahl Gr. Spezialitäten Vorstellung 4. Definitive Genehmigung des mit dem = der Rechnungs- Prüfungskommission. Entwurfs. mit abwechselndem Programm. Rassenarzt abgeschlossenen Vertrags. Anf. Wochent. 72 Uhr, Sonnt. 5. Vorlegung des neuen Statuten6 Uhr. Entree 50 f. Jeden Mittwoch und Sonntag Nachm. Grosses Familien- und Kinderfest mit Gratis- Verloosungen und Spezialitäten- Vorstellung. Anfang Mittwochs 4 Uh, Sonntags 31 Uhr. Entree für Kinder wie Erwachsene 1. Platz 50 Pf., II. Platz 25 Pf. Um zahlreiches Erscheinen der Arbeit. geber und Raffenmitglieder erfucht 329/2 Der Vorstand. Ortskrankenkasse der Korbmacher. Montag, den 28. November, Abends 8 Uhr, findet die 695 Generalversammlung Adalbertstr 21 statt. Tagesordnung: Konzertpark Victoria Gramahl. 2. Wahl für ausFrankfurter Allee 72. ( Inhaber Frit Rofde.) scheidende Vorstandsmitglieder. 3. Wahl der Prüfungskommission. 4. Vorlage der neuen Statuten. 5. Antrag wegen einer Vergütigung für das 6. fchiedenes. Quittungsbuch legitimirt. Der Vorstand. G. Reincke Arbeitsmarkt. Goldleisten. Züchtige Belegerinnen finden bei hohem Verdienst dauernde Beschäftigung 75b Röpnickerstr. 109a. Ein tüchtiger Vergoldergehilfe, welcher auf bessere Arbeit in Farbigmachen gut bewandert ist, findet dauernde Be 776 schäftigung. Albert Spiesicke, Dresdenerstr. 38. Redaktent. Nen! Große Sale! Neu! Schreiben der Statuten. Ber- blatt wird ein tüchtiger rebegewandter Vereinszimmer. Zu Versammlungen und Feltlichkeiten auch Sonntags.[ 8176L Für ein täglich erscheinendes Parteis Genoffe gesucht. Off. unter Angabe der Gehaltsansprüche werden bis spätestens Gonnabend unter Chiffre Andreasstr.23.5.p. Schlesischer Bahnhof erbeten. zu Bersammlungen und Verguügungen, Vereinszimmer mit neuem Pianino fowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen. ist zu vergeben. J. Geier, PalisadenF. Sodtke. straße 66/67, Ecke Koppenstraße. 386 Vereinstimmer, Wollinerstr. 27a Kinderwagen. Größtes lager Berlins V. 1892 poftlagernd, Boftamt Berantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 32872 Hierzu zwei Beilagen t ST 3 De 6 le 81 to Dr De in de Do fto A 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 269. Parteikag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Erster Situngstag. Berlin, 15. November. Mittwoch, den 16. November 1892. 9. Jahrg. Ein Vorurtheil in unseren Reihen ist es, daß, wenn Agitatoren vorgekommen sein sollten, stets der beste Wille vorhanden war, gewünscht werden, immer nur eine fleine Zahl bestimmter das Wohl der Partei zu fördern.. Personen verlangt wird. Von den Viel- und Zählkandidaturen Kaden Dresden erstattet im Namen der Kontrolleure Behaben wir uns glücklich befreit, und seit wir uns von ihnen richt. Nach einigen allgemeinen Bemerkungen theilt er mit, daß befreit haben, ist die Zahl der Stimmen in den einzelnen fleinen vielfach beim Parteivorstande eingereichte Beschwerden durch ZuDrten bedeutend für uns gestiegen. Berlin selber ist so arm rücknahme ihre Erledigung fanden. Eine Beschwerde aus Köln an Agitatoren, daß es nöthig wäre, Kräfte aus der Proving war vom Parteivorstande abgewiesen worden, wohl mit Unrecht, Ginger eröffnet kurz nach 94 Uhr die Verhandlungen. heranzuziehen. Immer sind es bestimmte Personen, die verlangt wie die Kontrolleure meinten. Ferner wurde nach den Er begrüßt zunächst die Vertreter der auswärtigen Bruderparteien, werden: Bebel, Singer, Auer, Liebknecht 2c. Entweder wir be- ftatutarischen Bestimmungen 14 Tage vor Eröffnung des Parteiheißt sie herzlich willkommen und dankt ihnen für ihr Erscheinen. theiligen uns am Parlamentarismus oder wir geben es tages alles geprüft, die Kontrollkommission begab sich nach dem Einige Punkte der Tagesordnung liefern den Beweis der inter- ganz auf. Wenn wir in den Reichtsag wählen, müssen Hause des Kassirers, Bücher, Gelder, alles wurde in bester Ordnationalen Solidarität, deren sich die deutsche Sozialdemokratie unsere Genossen dort ihre volle Schuldigkeit thun. nung befunden. Auffallend allerdings waren die hohen Ausgaben nach wie vor bewußt ift. So die Maifeier und der internationale Die Agitation muß aus den Orten heraus organisirt werden. für Bresse, indes sei dies schon durch Fischer in seinem Bericht Arbeiterkongres in Zürich. Erschienen sind aus dem Auslande Der Vorstand kann nur die Geldmittel zur Verfügung stellen, er erledigt. Er bittet Decharge zu ertheilen. bisher: Dr. Adler und Popp- Wien, Danielson- Schweden, kann nicht die Vorsehung für die ganze Partei spielen. 36 Ge- Hierauf ergreift das Wort Bebel, um den Raffenbericht und van Kol- Holland. Begrüßungen sind eingetroffen von der noffen sißen im Reichstag. Gind sie denn alle zugleich die ge- des" Vorwärts" ausführlich zu erläutern. Bahlreiche Gerüchte holländischen Partei, der Gasarbeiter Union in London, der eigneten Agitationskräfte? Man kann ein sehr guter Genosse, seien ganz gewöhnliche Verdächtigungen, in dieser Hinsicht schieße spanischen Partei, der Labour- League in London, dem internatio- ein tüchtiger Reichstagsabgeordneter und doch nicht recht für besonders der Sozialist" den Bogel ab. Daß der„ Borwärts" nalen revolutionären Studentenverein zu Paris, den rumänischen die Agitation geeignet sein. Alle die Abgeordneten, die monate- teine größeren Ueberschüsse abwerfe, resp. daß die Kosten der GeStudenten ebendaselbst, den Herausgebern und Redakteuren russi- lang im Reichstage sind, werden von ihren Geschäften fern- fchäftsführung so hoch erscheinen, komme hauptsächlich daher, daß scher sozialistischer Schriften in der Schweiz, dem Verein dent- gehalten. Was sind denn unsere Leute, die im Reichstage figen? man sich gesagt habe, alle am" Borwärts" Angestellten seien fo scher Sozialisten in Zürich, den revolutionären Genossen des Es sind kleine Geschäftsleute, Redakteure, Verwaltungsbeamte der zu bezahlen, wie es sich gehöre. Der Buchdruckertarif fei feit 9. Wiener Bezirks. Partei. Sollen sie, nachdem sie monatelang im Reichstag thätig Gründung des Blattes und auch schon früher streng eingehalten Außerdem aus dem Inland: Aus Bremerhaven, Tilsit, waren, wieder monatelang auf Agitation gehen? Was würde worden, und als im Vorjahre die Buchdruckerbewegung einen Mylau, Metz, Kalk, Grüneberg, Arustadt, Erfurt, Crefeld, aus ihrem Beruf werden? besseren Tarif zu erreichen strebte, habe man feinen AugenEmden, Remscheid, Leipzig, und vom sozialdemokratischen Verein Wieder taucht die Redensart vom Personenkultus auf. Aber blick gezögert, den berechtigten Forderungen der Drucker nachDas Wort erhält zunächst Dr. Adler- Wien: Werthe dieselben Genossen als Redner verlangt werden?- An Gesuchen Bading durchaus mäßig bezahlt werde. Bading erhalte pro Bogen werden ihm nicht gerade die Wege dadurch geebnet, daß immer zukommen. Daraus allein refultire eine Mehrausgabe von 9000 M. Was den Verleger Bading anlangt, so könne er nur sagen, daß Parteigenoffen! Ich bin beauftragt, im Namen der öfter- um Unterstützung hat es nicht gefehlt. Wenn wir allen An-( Sat) 80 M., das sei normal. Der Vorstand hat stets darauf gesehen, reichischen Sozialdemokratie Euch hier zu begrüßen. forderungen hätten zu Altona. # wir " Sie wiffen alle, wie auch die Sozialdemokratie Desterreichs in diesem Jahre rund eine halbe Million bergeben müssen. Das Bartei- Intereſſe nach Kräften zu wahren, andererseits dürfe die ton je mit Eurer Partei verknüpft war. Dies Bündniß ist viel Redner bespricht die Lokalfrage. Wo Lokale fehlen, entsteht der Partei sich nicht den Vorwurf der Filzigkeit machen lassen. Per tiefer und inniger, als das, was Gure Diplomaten abgeschloffen Bunsch, eigene Gebäude für die Bartelversammlungen zu er 1000 Druck werde an Bading gezahlt 3 Mark, für das Einfalzen haben. Es liegen nicht Ströme Bluts dazwischen. Wenn ich werben. Der Wunsch ist aus Ostpreußen, vom Niederrhein, aus besonderer Beilagen 1 M. pro Tausend, das Kilo Papier foste doch sagen, daß unsere Partei gerüstet dasteht. Die Arbeiter lehnen zu müssen, da die Parteimittel nicht in Hypotheken anzu wird von gewisser Seite in böswilliger Absicht aufgeworfen. auch nicht weiß, wie unsere Armee gerüstet ist, so kann ich Ihnen Schlesien an uns gerichtet worden. Wir glaubten aber, ihn ab: 251 Pf., das seien doch alles mäßige Säße. Wer ist nun Eigenthümer des Vorwärts"? diese Frage Desterreichs find nicht zu verwechseln mit dem Spießer und legen find, sondern zu jeder Stunde zur Verfügung stehen müssen. Niemand anders als die Partei. Alle anderen Behauptungen Bhäatenthum, sie leben unter ungemüthlichen Verhältnissen und Rein äußerliche Mittel sind überhaupt nicht geeignet, die Bemüssen zuweilen ungemüthlich sein. Die jeßige Krise bewirkt, wegung zu fördern. daß die Erregung in den Massen eine so große ist, daß man sich wieder sind Klagen über mangelnde Agitation laut geworden. eabr in ganz anderer Weise, als man vielleicht glaube. Er war Nur die Agitation ist hierzu dienlich sind Lügen und Verleumdungen. Allerdings habe Singer früher dem Blatte nahe gestanden, oben davon gar keine Vorstellung macht. Unsere Partei wird ein Parteitag geht ja vorüber, wo nicht Anträge auf Her bei der Gründung des Blattes behilflich und hat in früheren fie fich dienstbar zu machen wissen. stellung einer Programmbroschüre laut werden, um unsere Unsere internationalen Beziehungen werden ja alle Jahre Forderungen den breiten Massen verständlich zu machen. Jahren 16 000 M. und mehr zur Deckung des Defizits bezahlt, erneuert am 1. Mai. Für uns in Desterreich hat der 1. Mai Im vorigen Jahre wurde in Erfurt derselbe Wunsch laut und von denen er feinen Pfennig zurück erhalten habe und auch ine besondere Bedeutung, da wir so ziemlich aller politischen daraufhin nahm der Parteivorstand Veranlassung, Rautêty und niemals zurück verlangte Rechte bar sind. Wir sind hier, um von Euch zu lernen, Ihr Schönlant mit der Arbeit zu betrauen. Die Arbeit liegt vor, Gegenwärtig seien im Borwärts" 5 Redakteure. Ihr Gewerdet uns immer auf Gurer Seite finden.( Bravo!) Wissen und außerdem hat stautsty eine ausgezeichnete längere Erhalt bewege sich zwischen" 7200-2400 m. jährlich. Außerdem wir doch, daß was bei Euch vorgeht, auch von unserer Regierung läuterung des theoretischen Theiles des Brogrammn3 in besonde erhalte noch ein gelegentlicher Mitarbeiter 25 M. pro Woche. angewandt wird. Wir haben ja auch unseren Streit mit den rem Werte geliefert. Dennoch liegt diesem Kongreß wieder ein Man habe vielfach Aussetzungen an Liebknechts Gehalt gemacht. Jungen gehabt, aber der Ausgang war der gleiche wie bei Euch, Antrag aus Graffunt vore populare Programmbroschüre Wenn man aber vergleiche, wie große bürgerliche Blätter ihre eine giebt teine Spaltung mehr, wir stehen vollständig einig da mit geschichtlichen Erläuterungen versehen, herauszugeben. Chefredakteure bezahlten, dann werde man zu der Einsicht wie Ihr( Bravo!) und wünschen Euren Verhandlungen besten Warum schreiben aber die Genossen Hoch oder Schmidt in Frankfurt fommen, daß Liebknecht's Gehalt ein sehr bescheidenes sei. Man Erfolg. Ich schließe, indem ich Sie bitte, mit mir in ein brei- nicht ſelbſt die Broschüre, wenn die Skauts In- und Schönlant ſche nicht möge doch auch nicht außer Acht lassen, daß Liebknecht seit mehr faches Hoch einzustimmen: die deutsche, die internationale revo- ihren Bünschen entspricht? Mit einer fogen. populären Broschüre als 40 Jahren der Partei diene, daß er eine zahlreiche Familie lutionäre Sozialdemokratie fie lebe hoch, hoch und abermals hat es überhaupt feine Chwierigteiten. Eine neue Weltanschauung, habe und darauf sehen müsse, seine Kinder in gesicherte Stellung hoch.( Der Parteitag stimmt begeistert ein.) wie die unfere, hat eine gewiffe politische und wirthschaftliche zu bringen. Ein tonservatives Blatt zahle seinem Chefredakteur Das Wort erhält hierauf van kol, der seine Rede ver- Einsicht zur Voraussetzung. Der Sozialismus kann den Massen 24 000 M., liberale Blätter 18 000-15 000 M., jedenfalls werden lieft: Mit gemischten Gefühlen stehe ich vor Ihnen. Der Auf- folange sucht mit Grfolg gepredigt werden, als biefe selbst von nirgends unter 10000m. gezahlt. Der einfache Arbeiter könne fich keinen trag, den ich zu erfüllen habe, ist vielleicht der unangenehmste ber wirthschaftlichen Entwidtung noch nicht ergriffen sind. Was Begriff machen, daß 7200 Mark burchaus nicht zu viel feien. meines Lebens. Gewohnt, ohne Rückhalt meine Hand herzlich in dem Industriearbeiter 3. B. faßlich erscheint, ist dem Landdie Hand des Freundes zu legen, oder meinem Feinde die Fauſt arbeiter eine neue zselt. Sozialbentofraten fann man eben nicht fentation allein koste. Halte man sich alles dies gegenwärtig, so zeigen, darf ich hier teins von beiden thun. Der Zentralrath machen, fie müssen werden! Hollands hat mir strenge Neutralität befohlen und jedes öffent-| liche Urtheil untersagt. Ich werde pünktlich gehorchen. Klagen find auch über die Landagitation laut geworden. mich es geschehe zu wenig, heißt es. Aber um die Landagitation mit burchaus keine Meinung aussprechen lassen, weder über die Un- Erfolg betreiben zu können, müssen erst die nothwendigen wirth- wenig, wenn man bedenke, daß besagter Genoffe früher an einem einigteit, welche in Guren Reihen entstanden ist, noch über schaftlichen Voraussetzungen vorhanden sein. Wie wir die In- Wochenblatt dasselbe Gehalt gehabt habe, trok viel geringere Unschaftlichen be scharfen Auseinanderſegungen zwischen hervorragenden Männern duſtriearbeiter zunächst bei ihrem gewerkschaftlichen Intereſſen och welche doch nur verschiedene Regimenter bilden in der Welt die Landagitation in den verschiedenen Provinzen verschieden sechs, sie hätten ein Monatssalär von 25-150 Mart. wer der deutschen und holländischen Partei. Dieſe Barteien, packen mußten, so handelt es sich auch beim Landarbeiter darum, den richtigen Lon zu treffen. Zudem muß Und dann solle man doch nicht vergessen, was die Repräs tönne für niemand ein Zweifel sein, daß der gestellte Antrag, annehmbar set. ein Redakteurgehalt- Maximum von 2500 Mart festzusetzen, un Der zweite Redakteur erhalte 5000 Mart. Auch das sei Die Zahl der ständigen auswärtigen Mitarbeiter betrage armee des Proletariats, sollen alles umgehen, was Veran- betrieben werden; in Ostpreußen anders als in Rheinland und ihr Gehalt betrage 150-160 mark. Die Arbeit dränge sich in laffung geben tönnte, persönliche Streitigkeiten auf das gemeinWestfalen. Auch bei der Landagitation wird sich derselbe Gnt- foloffaler Weise auf ein paar Stunden Nachts zusammen, ein Mann Beit kommen wird, da alle persönlichen Fehden aufhören werden, wicklungsgang vollziehen, wie bei der Agitation unter den In- tönne die Arbeit unmöglich bewältigen. In der Expedition find zwei denn die große und gewaltige Zeit, in der wir leben, heischt das duftriearbeitern, Solange der Sozialismus nur von den Theo- Beamte mit einem Gehalte von 150 M. monatlich. Die Buchall unserer Beit, die Hingabe all unserer Kräfte handlungsangestellten ständen sich auf 120-200 Mt. Rampfe gegen den gemeinschaftlichen Feind. Unsere Parteien bewegung. Erst als aus der Masse heraus die nothwendigen unfere heilige Sache. Genoffen nehmen, Agitationskräfte herauswuchsen, wurde es anders. So wird es sollen sich über persönliche Streitigkeiten erheben und sich einigen, alle persönlichen Fragen steht das Interesse der Partei, steht unsere Agitation auch auf dem Lande Erfolg haben, während fäßen anderer Buchhandlungen. Allein- hier handle es sich inn auch mit der Landagitation stehen. Erst wenn aus dem Land- Buchhandlung des„ Vorwärts" genommen. Ihr Umsatz habe sich steht das Intereſſe der Partei, teht proletariat felbft die Agitationskräfte herausgewachsen find, wird nahezu verdoppelt und betrage fiber 120 000 wt. 3war fei dieſe Summe niedrig, wenn man sie in Vergleich stelle zu den UmGern möchten die holländischen jetzt noch ihre Aussichten gering find. ein wahres Urtheil über den Geist ver doch vor allem um kleine Broschüren, die nur selten den Preis in dem Redner geht nun zum Kapitel„ die Parteipresse" über. von 50 Pf. übersteigen, und behalte man dies im Auge, so stehe Ihr Eure Eure Verhandlungen führt. Eure Beschlüsse werden ja einen Wiederhall finden durch die 66 000 W. hätten zugeschoffen werden müssen. Das sei deshalb man staunend der Thatsache eines derartig gesteigerten Umfazes ganze Welt. Ich werde mit Aufmerksamkeit und Intereffe folgen. nicht so schlimm, weil im grunde diese Geldausgabe nur eine gegenüber. In anderen Buchhandlungen gehören Broschüren Seit Jahren habe ich die deutsche Literatur( den Katechismus andere Form des Agitationsbeitrages sei. Die Redakteure feien zu 50 Pf. und weniger zu den Ausnahmen. die unabhängige" Literatur verfolge ich genau. bis Sozialismus) und alle Eure Protokolle eifrig studirt. Auch genoffen der einzelnen Kreise den literarischen Rückhalt nicht ent- es als wünschenswerth bezeichnet, daß alle Druckaufträge nach in der Regel ja auch Agitatoren. Zudem können die Partei- Noch einen anderen Punkt möchte ich hervorheben. Man hat Bon jeder ich trachten, behren. Gern hat der Parteivorstand diese Unterstüßungen für Möglichkeit ben Parteibruckereien überwiesen werden. Das ist das Wesen vom Schein an unterscheiden. Klipp und flar werde die Presse ja gerade nicht gewährt, aber er fonnte nicht anders selbsiredend, daß der Parteivorstand diesem Grundsak nach Mögmeine Meinung sagen ebensowohl im Zentralrath von handeln. Man tritt an den Vorstand immer erst dann heran, lichkeit Rechnung trägt. Allein es sei durchaus nicht immer Holland, wie bei meinen vlämischen Freunden von Gent. Wie wenn die lokalen und provinziellen Kräfte vollkommen für das Blatt angängig, diese Arbeiten nach Hamburg zu vergeben, da das immer das Resultat sein möge, ich werde es aussprechen, was aufgebraucht sind. Können wir es da verantworten, daß durch unsere dortige Geschäft einen derartigen Ilmfang erreicht habe, daß man ich als richtig erfannte. Berfonen habe ich nie gefürchtet, Weigerung zu helfen, tausende verloren gehen, daß das Unter- einer weiteren Ausdehnung nicht das Wort reden dürfe. Die Popularität begehre ich nicht, nach Wahrheit ist mein nehmen zerstört wird, auf dem die Agitation einer ganzen Provinz Hamburger Druckerei sei durch Ankauf zweier neuer Häuser erStreben. Nicht kleine Fehler, wohl aber das ganze Auftreten der ruht? Immerfort wird vor leichtsinnigen Blattgründungen ge- weitert worden, mehrfache Umbauten haben stattgefunden, Bartei soll man beurtheilen. Wenn man dem Endziel der Besitz warnt, das Bedürfniß nach der Presse ist aber zu stark, als daß Maschinen wurden neu eingeführt, desgleichen elektrisches Licht. ergreifung der Arbeitsmittel durch die Gesellschaft immer austrebt, diese Warnungen bisher genügt hätten. Und auch das ist zu Das habe einen Kostenaufwand von mehr als 400 000 m. verden Klassen arbeitet, dann ist man Revolutionär. Ob dabei bedeutet, daß die Agitation außerordentlich gelähmt wird, wenn in den der Zerstörung des Kapitalismus und der sich auf ihn stützen bedenken, daß es den Ruin für eine Reihe tüchtiger Genossen ursacht. Aus diesem Grunde habe das Geschäft auch den früheren Jahren feine Neberschüsse geliefert, Gewalt gebraucht wird oder nicht, thut nichts zur Sache. Das ein Blatt eingeht. Häufig diesmal zum ersten Mal habe man einen erflecklichen Biel macht revolutionär, nicht die Mittel. Blattes dadurch verschuldet, daß es von vornherein Gewinn gemacht. Auch über die Neue Welt" seien an Eine Riefenarmee breitet ihre Reihen aus über die ganze ausreichenden Betriebskapitalien fehlt. Gine Welt, nur noch der Unterschied der Sprachen besteht zwischen stüßung aus Parteimitteln ist dann so gut wie eine gesagt worden, die Redaktion der Neuen Welt" stände in der Unter- vielfach falsche Ansichten im Umlauf. So sei von einer Seite Geburtsstätte liegen möge, Lothringen'sche Bolts- Zeitung". So lange es dem Blatte an dem sei kein Wort wahr. Was im Bericht des Parteivorstandes über letariats. Die kleinen Länder können freilich nur kleine Re- nöthigen Betriebskapital fehlte, erforderte es Monat für Monat den Vorwärts" für die Neue Welt" figurirt, das ist der Preis, Zuschüsse. Jetzt aber vermag es bereits aus eigenen Mitteln zu der für die Neue Welt" an Hamburg gezahlt wird. Das Darum, Kampfgenoffen, einträchtig vorwärts in den ge- existiren, feitdem die tägliche Noth und Sorge beseitigt ist. Blatt muß jetzt hier gedruckt werden, eben aus dem vorher anwaltigen Krieg zweier Welten. Möchte jeder Rongreß ein Schritt Bedentlich ist die voreilige Umwandlung eines einmal oder geführten Grunde, weil eine abermalige Erweiterung des Hamvorwärts sein auf unserem Wege, welcher führt zur Befreiung dreimal wöchentlich erscheinenden Blattes in ein tägliches. Das burger Geschäfts sich aus verschiedenen Gründen verbietet. Ich bin internationale Sozialdemokratie. Sie lebe, fie lebe!( Stürmischer büßen, besonders bei der gegenwärtig herrschenden Kalamität. Den Eigenthum belaste. Eine Katastrophe tann plöhlich hereinbrechen Wochenblättern ist anzurathen, lieber ihren Juhalt zu erweitern, den und unsere Gegner nehmen uns einfach das Parteis Es wird in die Tagesordnung eingetreten. Erster Punkt Kreis ihrer Mitarbeiter auszudehnen, statt sich in Tageblätter zu ver- Eigenthum derselben ist der Bericht des Parteivorstandes. Er wird erstattet wandeln. Eine Zeitung wird häufig auf überschwengliche Hoffnungen die sich im gegenwärtigen Moment der Partei bieten, weg. Troh der ungemein günstigen Chancen, von Richard Fischer. hin gegründet, und bei der Festsetzung des Abonnementspreises eine ist doch Vorsicht dringend nöthig. Wir sind noch nicht über den Der Bericht des Vorstandes liegt gedruckt vor, nur einige Abonnentenzahl in Anschlag gebracht, von der hernach nicht der Berg hinweg, wie wohl mancher annimmt, nein, wir kommen Erläuterungen find nothwendig. Der Vorstand hat drei bis vier dritte Theil erreicht wird. Die Folge ist dann eine ständige erst an den Berg heran. Sigungen in der Woche, wenn es nöthig war, abgehalten. Unterbilanz. Redner verweist noch auf die Verfolgungen durch Noch einen Augenblick möchte ich bei dem Einwande ver Sigungen mit den Kontrolleuren fanden zwei im Laufe des Jahres Staatsanwalt und Gerichte, denen die Parteipresse ausgefeht sei, weilen, daß durch Uebertragung großer Aufträge einzelne Leute ftatt. In Verbindung mit dem Parteisekretariat wird das Partet- und die hohe Anforderungen an die Opferwilligkeit der Genoffen reich gemacht werden würden. Zugegeben, daß dies bis zu für sind Vorkehrungen getroffen. Was die Agitation betrifft, so Provinzpreffe zu kämpfen. Archiv den Genoffen demnächst zugänglich gemacht werden. Da stellen. Auch mit der Schwierigkeit der Berbreitung hätte unfere einem gewissen Grade richtig sei. Unbedingt zutreffend ist es gimenter stellen. Beifall.) ist Soldaten des kämpfenden Pro" " " " Daran nicht. Mögen auch ein paar tausend Mark- durch Eigenbetrieb Im Uebrigen verweist Redner auf den gedruckt vorliegenden beim Vorwärts" gespart werden. Die Gefahren, die uns aus ift alles, was gethan werden konnte. Die Zahl derjenigen Genossen, ausführlichen Bericht des Parteivorstandes und versichert dem anderen Verfahren erwachsen würden, sind größer.( Sehr bie zur Agitation überhaupt zur Verfügung stehen, ist sehr beschränkt. Inamens des Borstandes, daß, wenn hier und da auch Irrthümer I richtig!) = In Berliner Boltsversammlungen Man gelange dahin, ist häufig angeregt in den Vorwärts" gekommen wären, die besser unterblieben auch Repräsentationsgelder verlangt. bie auch für unsere Agitatoren, sich mit gegnerischen worden, den Preis des Vorwärts" DON 3,30. wären. auf 3 M. pro Quartal herabzusehen. Das würde ein großer Beims Goslar: Das Parteisekretariat schreibe zuweilen Agitatoren zu Repräsentationsgelder zu messen haben, Fehler sein, derselbe Fehler, an dem zum Theil die Provinz Briefe in einem Tone, der sich von dem eines Unteroffiziers fordern, damit sie wie diese auftreten fönnten. Redner meint preffe nur zu sehr frankt. Wir können es uns nicht zum Prinzip wenig unterscheide. Auch sei die Behandlung der Gesuche zu noch, daß der Mensch, wenn er alt wird, zur Rechthaberei neige, inachen, mit den billigsten gegnerischen Blättern unter allen Um- weilen schablonenhaft. Die Frage des Liebknecht'schen Gehaltes daß aber alles seine Grenzen haben müsse. Was das Maifest ständen zu konkurriren. Das würde, wie gesagt, ein großer habe man bisher zu geheimnißvoll behandelt, dadurch seien manche zeichen betrifft, fo habe noch niemand behauptet, daß es nicht Fehler sein. Gegnerische Blätter existiren vornehmlich durch Genossen mißtrauisch geworden. Blech gewesen sei. Zum Schluß bespricht Redner die Agitation Annoncen, und je mehr Annoncen sie bringen, um so billiger Hoffmann Zeit: Bei unwichtigen Reichstags- Berhand in Ost- und Westpreußen, für die nicht genug gethan werde. Riefop tönnen sie ihren Preis machen. Der Vorwärts" hat einen lungen fönnten die meisten unserer Abgeordneten ruhig fehlen und aus Berlin sei z. B. nicht zur Maifeier als Redner gekommen, Ueberschuß von 39 000. erzielt, und hat 65 000 m. an lieber Agitation im Lande treiben. Der Wunsch nach hervorragenden dennoch seien 51 M. Ueberschuß erzielt worden.( Heiterkeit.) Annoncen eingenommen. Sie sehen hieraus, eine wie wichtige Rednern- sogenannten Primadonnen- sei sehr erklärlich. Die Namen J. Auer verwahrt sich dagegen, daß man ihn mit dem Einnahmequelle die Annoncen find. Freilich herrscht in der rüttelten die indifferente Masse auf, die sonst nicht in die Ver- Genossen Niesop verwechsele. Ju jener Versammlung ist Riesop Partei vielfach ein großer Rigorismus gegenüber dem Annoncen- fammlungen Tomme. Mit Berfonenfultus habe das nichts zu allerdings von mir verpflichtet worden, allein ungünstige Ber wefen. So sollen die Parteiblätter feine Lotterie- Annoncen auf- thun. Wenn die Redakteurgehälter, die am Vorwärts" gezahlt hältnisse trafen zusammen, und hinderten Riesop daran, seinem nehmen, das hat uns einen Ausfall von 8-10 000 9. jährlich beim würden, Aufsehen erregt hätten, so sei das sehr erklärlich, wenn Bersprechen nachzukommen. Nun, das Fest ist ja nach der AnBorwärts" allein gemacht. Freilich, die Lotterielisten möchten man weiß, womit ein Provinzredakteur zufrieden sein müsse. gabe meines geehrten Vorredners aufs angenehmste verlaufen, nur wenig Leser missen, ein Beweis, daß doch ziemlich start ge- Vergleiche man die Gehälter, so sei es angenehmer, Sausknecht wer weiß, ob dies der Fall gewesen sein würde, wenn die Ver spielt wird. Gin derartiger Widerspruch löst sich dadurch, daß am Vorwärts" zu sein, als Chefredakteur cines Provinzial- fammlung auch noch eine Festrede hätte verdauen müssen man die sozialistischen Grundsäge auf tapitalistische Einrich blattes der Partei( Bustimmung). Das Maifest Beichen habe( Heiterkeit). Redner wendet sich nunmehr gegen den seit 25 Jahren tungen pfropfen möchte, wodurch man sich nur schadet. Das wohl nirgends Beifall gefunden; die einzige Entschuldigung sei, regelmäßig gehörten Vorwurf über mangelhafte Agitation. geht nicht an. In der bürgerlichen Gesellschaft haben wir uns daß es aus Nürnberg, der Stadt der Spielwaaren, stamine. bürgerlicher Geschäftsgrundsäge zu bedienen, wenn wir daraus Redner bespricht noch die Landagitation. Darüber lönne man verschiedene Ansichten haben. Der Bour Vortheil zu ziehen vermögen. Und das können wir, wie ich Storch Nandow- Greifenhagen bespricht die Landagitation geoisie und der Polizei sei es jedenfalls schon zu viel Agitation. Ihnen gezeigt habe. Wir müssen auch in der Hinsicht aus den und hebt hervor, daß er sich diesmal nicht, wie im Vorjahre Man verlange eben thatsächlich Unmögliches vom Parteivorstand, Schwächen der bürgerlichen Gesellschaft Stapital schlagen, das über eine Vernachlässigung Pommerns seitens des Parteivorstandes möge man doch Vorschläge machen, statt zu nörgeln und wir ja doch nur wieder gegenüber dieser bürgerlichen Gesellschaft zu beflagen habe. Sie feien mit Agitationsmaterial reichlich ver- ewig dieselben Anträge zu stellen. Man erbringe den Nachweis, verwenden.( Bravo!) sehen worden. In der Annoncenfrage bittet Redner einen ob unsere großen Redner nicht ihre volle Schuldigkeit gethan prinzipiellen Beschluß darüber herbeizuführen, ob Inferate von haben. Den kann man aber nicht erbringen. Der einzige Aus geboykotteten Lofalen in der Parteipreffe aufgenommen werden veg sei, man möge sich daran machen, ein halbes Dugend dürften. In Stettin fei dies zum Schaden der Partei gefchehen. Bebet oder Liebknecht herzustellen( Heiterkeit). Nur fürchte ich, Redner stellt noch fest, daß die Bewegung auch in Hinterpommern daß dies nicht so leicht ist.( bermalige Heiterkeit.) Also ders große Fortschritte gemacht habe. artige Erörterungen find in die Luft gefprochen. Genau so ver halte es sich mit dem Jahr für Jahr gestellten Antrag, Broschüren zur Landagitation, Jugendliteratur 2c. herauszugeben. Mögen fich doch auch hier die Antragsteller daran machen, brauchbare Schriften zu verfassen, der Parteivorstand wird sie mit Dant annehmen. Eine Resolution anzunehmen sei zwecklos. Der Partei vorstand thue, was möglich sei. In gleichem Sinne müsse er auch gegen den Antrag der Düsseldorfer Genossen Front machen, es möchten nur zehn Abgeordnete im Reichstag wesend sein, die übrigen möchten der Agitation obliegen. Nun braucht man blos zu sagen, welche im Reichstag sein sollen, und her!( Seiterkeit.) der Streit ist da. Gs spitzt sich also immer so zu: Mehr Bebel Die Debatte wird eröffnet. Emmel- Saarbrücken tadelt die, Politische Rundschau" des Borwärts". Es fehle an der nöthigen Abwechselung, was wohl Daran liege, daß immer eine Person sie schreibe. Auch mit dem Roman Die Mittagsgöttin" in der Neuen Welt" ist Redner nicht zufrieden. Was haben die Arbeiter, die einfachen Arbeiter, die nicht auf der Höhe der Zeit stehen, von der Erörterung solcher Fragen? Die Neue Welt" ist doch nicht für Literaten und Gelehrte gegründet. Sie soll für die einfachste Arbeiterfrau verständlich sein. Romane müßten gebracht werden, wie Otto Walster's Um Webstuhl der Zeit". Die Bilder feien jaminer voll, so daß man häufig erst aus der Erklärung ersehe, was sie darstellen sollten. Wären die Bilder besser, so wären die Bilder texte überflüssig, und es würde Platz für belehrende Artifel über die Haushaltung oder zu Rathschlägen in Krankheitsfällen gewonnen. Redner hofft, daß in dieser Beziehung Wandel geschafft werde. finden " Damit schließt die Vormittagssigung. Nachmittagssigung. Um 34 Uhr werden die Verhandlungen wieder eröffnet. Danielson überbringt den Gruß der jungen schwedischen Sozialdemokratie an die mächtige deutsche Partei, welche die schwedischen Genoffen als ihre Mutterpartei betrachten. Wir sind überzeugt, daß die Verhandlungen des Parteitages die Sache der Sozialdemokratie in der ganzen Welt, besonders aber die der germanischen Bruderparteien fördern werden.( Beifall.) der Bereinigung junger Kaufleute Berlins, aus Bramsche, von Begrüßungen sind eingetroffen von der Turnerschaft Apoldas, den Genossen des 5. und 6. Reichstags- Wahltreises. Thierbach für Prenzlau- Angermünde. Es ist von den Vertrauensleuten ausgestellt, weil angeblich keine Versammlung im Kreise möglich war. Die Kommission hat sich von der Nichtigkeit dieser Angabe nicht überzeugen tönnen, weil in Schwedt eine Berfammlung möglich war. ans Jin weiteren Verlaufe auf die persönlichen Angriffe, die er erfahren, eingehend, bittet Redner, doch die Vorwürfe tonkret ju formuliren, dann werde er sich zu vertheidigen wissen. Er wisse ja, daß er ein bischen grob sei.( Seiterkeit.) An der Angelegen heit mit Prezitulsti sei Folgendes wahr. Im Vorjahr, zur Zeit als der Brüsseler Kongreß zusammengetreten sei, habe er in seinem Bureau den Besuch eines Mannes empfangen, der ih mitgetheilt habe, daß 14 Tage vor dem Brüsseler Kongre ein hoher Polizeibeamter sich in Brüssel aufgehalten habe dort häufig mit Prezitulati verkehrt hat. Der Mann habe schon und Danach habe er sich verpflichtet gehalten, den polnischen Ge noffen Vorsicht zu empfehlen, er habe sie nur gewarnt. Er babe aber extra hinzugefügt, die Sache nicht in die Deffentlichkeit bringen zu lassen. Die Sache sei aber doch der Deffentlichleit überantwortet worden, und nun werde ihm die Verantwortlich feit zugeschoben. Er hätte gern' geschwiegen, nun mußte er aber reden. Er bittet um Entscheidung, ob er anders habe handeln Hoch- Frankfurt a. M. wendet sich gegen die Art und Weise, wie Genosse Fischer den Frankfurter Antrag behandelt Vor Gintritt in die Tagesordnung erstattet Meift- Köln für habe. Wenn ein Antrag aus Frankfurt a. M. gestellt werde, so die Mandats- Prüfungskommission Bericht: Anwesend sind 232 Dehabe die Majorität darüber entschieden. Was hätten die beiden legirte. 3 Mandate wurden beanstandet, 1 für ungiftig erklärt. Personen, Hoch und Schmidt, damit zu thun? Die beiden Ge- Es bleiben hiernach 223 Delegirte. Dazu tommen die Abgeordnossen haben als Redakteure des Blattes genug zu thun. Es neten der Fraktion und die Beamten des Parteivorstandes. fehle ihnen an Zeit. Die Rautsty Schoenlaut'sche Broschüre 199 Delegirte haben 1, 16-2, 4-3, 3-4, 1-5 Mandate. sei zu wenig verständlich. Deshalb hätten die Frankfurter den Für ungiltig zu erklären bittet die Kommission das Mandat Wunsch nach einer kürzeren und verständlicheren ausgesprochen. des Genossen Gresse für Wittenberg, Torgau, Liebenwerda. Das Das sei ihr gutes Recht und ihre Pflicht.- Redner hält es, Mandat ist in einer Versammlung sogenannter Landsmann was die Agitation betrifft, für gut, einen Mittelweg schaften in Berlin zu stande gekommen. Es dürfe tein Prä- früher durchaus richtige Mittheilungen gemacht, es sei also foin zwischen den beiden von Fischer bezeichneten Gegen judig geschaffen werden, sonst tönnten in Berlin Delegirte Anlaß gewesen, an dem über Brezitulsli mitgetheilten zu zweifeln. fäßen zwischen bem Entweder": wir für ganz Deutschland gewählt werden.( 3ustimmung.) schicken unsere Abgeordneten auf Agitation, und dem Oder: wir Weiter beanstandet wird das Mandat des Genossen Otto schicken sie in den Reichstag. Nebner beantragt:" Der Parteitag wolle beschließen: In dem Bericht des Parteivorstandes ist für die Zukunft anzugeben: eine genaue und nach Wahlkreisen geordnete Tabelle der auf Veranlassung des Parteivorstandes abgehaltenen Versammlungen nebst den Namen der Referenten und Der gratis verschickten Schriften. Außerdem ist die Zahl derjenigen Wahlkreise mit Namen anzuführen, deren Anforderungen nicht erfüllt werden konnten, nebst den Gründen hierfür." Johannes- Leipzig wünscht, daß der Vorstand mehr auf die Wünsche der Vertrauensleute bei den Flugblättern Rücksicht Grünwald- Samburg bringt den Fall Auer- Brezitutati zur Sprache. Auer habe in einem Privatbriefe vor Pr. gewarnt; er habe in Brüssel mit Spigeln verkehrt. Den Beweis für seine Behauptung habe er aber noch nicht geliefert. Das sei wohl nöthig, und so beantrage er die Wahl einer Fünfer- Kommission zur Prüfung der Angelegenheit. Was die Gehaltsfrage betrifft, to vertritt Redner die Anficht, daß nach oben erniedrigt und nach unten erhöht werde.( Zustimmung.) Uilenbaum- Glberfeld hätte gewünscht, wenn Genosse Fischer auch die Maifeier berührt hätte. Maifestzeichen, das Schund gewesen sei und feine Ueberschüsse ergeben habe. Die„ Neue Welt" sei nicht in dem Sinne redigirt worden, wie die alte Neue Welt" in den Jahren 76, 77 und 78. Für die Jugendliteratur müsse etwas gethan werden. nehme. Mahlte Flensburg bespricht die Landagitation. In des Beanstandet werden weiter die Mandate von Schumacher tönnen.( Bravo!) und Wahlen- Solingen. Nach der Organisation hat jeder Kreis nur das Recht, drei Delegirte zu wählen. Aus dem Solinger Redners Wahlkreis herrscht zum Theil noch die dänische Sprache Kreise sind aber fünf Delegirte erschienen, von denen die ersten Die Genossen haben sich an die dänische Partei mit der Bitte Wir haben sie be drei in einer ordnungsmäßig angekündigten Versammlung um dänische Agitationsbroschüren gewandt. in Ohligs gewählt worden sind. Schumacher und Wahlen reitwillig erhalten und gefunden, daß die dänischen Broschüren viel verständlicher seien als die deutschen; die deutschen Broschüren seien auch zu theuer. Ein Schlußantrag wird, nachdem Mittag Halle dafür, Theiß- Hamburg dagegen gesprochen, abgelehnt. Meist Köln erörtert die Aufgaben, die die Bokalfomitee für die Agitation zu lösen hätten. B Was die Frage der Gehälter der Redakteure des„ Borwärts" betrifft, so ist Reoner der Meinung, daß unsere Partei ibre Charafter als proletarische Partei nicht verlieren dürfe. Freili fonnten in dieser Bersammlung erscheinen, statt dessen ließen sie sich in einer nachträglichen Bersammlung in Solingen wählen. Außerdem liegt noch ein Proteft aus Offenbach- Dieburg gegen den in Offenbach gewählten Genossen Baffle vor. Auf einer Versammlung des Kreises wurde beschlossen, nur einen Delegirten zu wählen. Dennoch wählte Offenbach noch einen Delegirten Delg empfohlen, baran festzuhalten, daß die Weinorität sich der Falles Majorität unterzuordnen hat. Das Mandat für ungiltig zu erRedner tabelt das klären, erschien deshalb nicht angängig, weil aus dem Kreise nicht seien die Akademiker, die ihre Feder in den Dienst der Partei tellen, an eine andere Lebenshaltung gewöhnt als die Proletarier mehr als zwei Delegirte erschienen sind.( Bustimmung.) Nach kurzer Debatte werden die Mandate Gresse und Thier Wohl foll von ihnen und unseren Beamten überhaupt des Lebens bach für ungiltig erklärt. Gorge fern gehalten werden, aber nothwendig sei es, daß die Gine längere Auseinandersehung rufen die Solinger Mandate Gehälter vom Parteitag feitgesetzt würden. Den Inhalt der Neuen Welt" wünscht Redner etwas allgemeinverständlicher. Die Schaffung einer Jugendliteratur sei endlich dringend ge boten; der Parteitag müsse die Mittel hierzu zur Verfügung Schmidt- Friedberg tritt für folgenden Antrag ein: Der hervor. Auer beantragt im Hinblick auf die Differenzen im Kreise Parteitag möge beschließen, daß der Parteivorstand aufgefordert Solingen in diesem Falle eine einmalige Ausnahme zu machen wird, für die Agitation im Wahlkreis Friedberg- Büdingen einige und das Mandat Wahlens anzuerkennen. tüchtige Agitatoren zur Verfügung zu stellen. stellen. Hengsbach: Köln: Die Genossen in Köln find der Bebel: Daß das Maifestzeichen hier zur Sprache gebracht Meinung, daß vom Parteivorstand mehr für die Agitation tämpft und von Auer auf Anregung von Hoffmann- Zeih dahin werden würde, wußte ich. Ich bin der Anreger des Unter gethan werden konnte. Seit 8 Jahren habe Bebel nicht in Köln modifizirt, daß das Wahlen'sche Mandat zwar für ungiltig er- nehmens und trage die moralische Verantwortlichkeit daft gesprochen. Trotz aller Briefe, troßdem der Gürzenich zur Verlärt, er aber ersucht wird, auf dem Barteitag zu bleiben, um Was war aber der Grund, der mich zu dem Borschlag fügung ftand, fei er nicht gekommen. Der Thurm des Zentrums fich bei der Besprechung des Solinger Streites an der Debatte veranlaßte? Wollten wir feststellen, wer von den Feiernden eigentlich zu müsse ins Wackeln gebracht werden. Redner bezweifelt, daß in Die Versammlung schließt sich, nachdem fie die Mandate gehörte, so war ein äußeres Beichen erforderlich. Ich regte Berlin Rednermangel herrsche. Paul Bfundt beflagt sich darüber, daß Bebel wohl in Schumachers und Wahlens prinzipiell für ungiltig erklärt hat, Sache im Vorstand an, und nicht nur bort, sondern auch in de diesem Wunsche an.. Frattion war die große Majorität für meinen Vorschlag. Dresden war, aber nicht in den Landkreis gekommen sei. dort, wo er Zuschüsse leiste, auch zu kontrolliren. 31 zu betheiligen. uns bie Die Es wird in die Tagesordnung eingetreten, nachdem beschlossen Zeit war inzwischen schon sehr vorgerückt, und so mußten wir mehr entlastet und mehr Werth auf die Selbständigkeit der Beworden, zur Erledigung des Solinger Falles eine Kommission mit dem, was in der Kürze der Zeit noch zu ftande gebracht noffen gelegt werden, dann lasse sich etwas erzielen. Was die zu ernennen und mit der Prüfung des Materials zu betrauen. werden konnte, zufrieden sein. Erbaut waren wir alle nicht da Presse betrifft, so müsse dem Vorstand das Recht ertheilt werden, Die Kommission soll aus 7 Delegirten gebildet und morgen früh von. Uebrigens zeichnete sich das Londoner Maifestzeichen au vor Beginn der Sigung gewählt werden. nicht durch besonderen Geschmack aus. Der Verkauf der Mais Die Diskussion zu Punkt 1 und 2 der Tagesordnung wird festzeichen hat einen Ueberschuß von 5000, nicht 500. ergeben. Wartmann Friedrichshagen: Die mündliche Agitation fortgefent. fei die beste und wirkjamste; fie müsse deshalb besonders gepflegt werden. Redner bringt eine Beschwerde gegen den Vorwärts" wird zu Ausstellungen nicht Veranlassung geben, Hülle Erfurt: Die Gesammthaltung des Vorwärts" Parteitag es nicht ausdrücklich beschließt, so thun wir's diesmal Redner erörtert noch einmal die vor, die sich auf die veränderte und verstümmelte Aufnahme einer aber manche Einzelheiten. Einsendung, den Arbeiter- Bildungsverein in Friedrichshagen betr., Vorwärts" zu den Frühjahrstumulten in weiten Parteifreifen ordentlich unangenehm, über diese Frage hier zu So hat die Haltung des Frage der Redakteurgehälter beim Vorwärts". Es sei außer bezieht. Solche Mißstände müßten vermieden werden. " wohl nicht wieder.( Heiterkeit.) ver ent Auch mit der Art, wie Auer die Genossen zu behandeln pflegt, ist fern, aber noch heute haben mir Genossen versichert, daß unter nur mit außerordentlichem Widerstreben nach Berlin gegangen Riesel Berlin: Redner meint, daß der Gehalt Liebknecht's alle in einen Zopf geworfen und sie als Ballonmühen und Lumpen- auf die wir angewiesen sind, sich dafür bedankt, für uns nod am Vorwärts" zu hoch sei im Vergleich zu den unteren Gehältern. proletarier bezeichnet. Ich selber stehe den Berliner Verhältniffen weiter thätig zu sein. Der gegenwärtige Chef der Redaktion i Redner nicht einverstanden. Der Wahlkreis, den Redner vertritt, den Tumultuanten sich viele ehrliche, brave Parteigenoffen be- G3 mußte aber fein. Wir haben bei der Festsehung des ist mit der Herausgabe der Mai- Feftzeichen nicht einverstanden. funden haben, die nur die Noth auf die Straße getrieben hat. haltes weiter nichts gethan, als daß wir es in einer Höhe no Schumann- Herford bedauert, daß der Abg. Schuh Ebensowenig ist Redner mit der Art und Weise einverstanden, mirten, die nicht einmal der in der Journalistik üblichen Anzuge gewesen sei. macher sich von der Agitation gedrückt habe, als die Cholera im wie der Vorwärts" die Polemit mit den Unabhängigen führt. fprach. Sind wir mit vollem Recht dazu verpflichtet, den in Diefe Polemit ist ja an und für sich überhaupt nicht unseren Parteigeschäften thätigen Handarbeitern die höchften der auf Reinlichtfeit ortsüblichen Löhne zu zahlen, so sollten wir die Konsequenz Alees- Magdeburg: Magdeburg sei der Spudnapf der sehr angenehm für jeden Menschen, Berliner Unabhängigen. Ein besonders wirksames Kampfmittel hält und nun den Schmutz der Unabhängigen anfaffen soll. Das für die geistigen Arbeiter ziehen. Wir leben nun der bürgerlichen Welt. Die Partei fei der Hinweis auf Liebknecht's hohes Einkommen. Das habe erfordert eine gewisse Ueberwindung. Jedenfalls sollte aber der in ihre Kräfte so zu bezahlen, daß auch zum Theil gewirkt, die Mittel flöfsen spärlicher. Redner will Vorwärts", wenn er antwortet, nicht in der gleichen Art Stande sein, ihre Kräfte so zu die Höhe des Gehalts nicht bemängeln, wünscht aber die Fest- reagiren. Redner tadelt des weiteren die Taktik des Todtschweigens, bietet uns die Partei auch. Ich fürchte, die Aeußerungen, fich fagen, was die bürgerliche Gesellschaft uns biete sehung durch den Parteitag. Was die Neue Welt" betrifft, so wünscht Magdeburg beffere Anpassung Anpassung des Blattes an die der Vorwärts" bei den tumultuarischen Vorgängen bei den hier über die hohen Gehälter gefallen sind, sie werden der Partei die Bedürfnisse der Agitation und bessere Ausstattung des letzten Berliner Stadtverordneten Erfahwahlen eingeschlagen nicht sehr nützlich sein. Ist es nicht ein beliebter Vorwurf unferet Die Anstellung besoldeter habe. Die Provinzpresse war in der unangenehmen Lage, die Gegner, wir wollten die ganze Kultur herabdrücken und alle Agitatoren fann Redner nach seinen Erfahrungen nicht besonders Berichte der gegnerischen Bresse darüber benußen zu müfjen. proletarisiren? In Wirklichkeit ist das Gegentheil der all, abe empfehlen. Ginge es aber nicht anders, so sei besondere Vorsicht Ebenso hat der Vorwärts" tagelang geschwiegen, als es zum manche der hier gehaltenen Reden könnten diesen Glauben nach Volksbühne" außen hin erwecken. Haben wir nicht dieselben Unterschiede Blattes hinsichtlich der Bilder. bei der Auswahl der Personen geboten. Zur Charatteriftit Auer's Streit in der Bersammlung der meint Redner, daß der ein Engel sei im Vergleich zum verstorin Anspruch genommen werde. Franzen München- Gladbach findet, daß zur Bekämpfung des Zentrums, die in Halle von Bebel offiziell angekündigt worden fei, viel zu wenig gefchehen wäre. fam. „ Freien aud einmal muß itzt dieje Als endlich ein Bericht erschien, war er absolut Arbeitereinkommen auch? Ein gut bezahlter Schriftfeber bre im Dev benen Jort.( Heiterkeit.) Man müsse bedenken, wie sehr Auer unbrauchbar. Redner erwähnt noch zwei Polemiten des Vorm." dient 40 bis 50 M. in der Woche, ein fchlecht gelohnter Hand gegen die Unabhängigen, die gelinde gesagt ungeschickt gewefen arbeiter 10 M. Ich bin dagegen, daß der Parteitag die Gehaltsfrage feien und dadurch unfere gute Sache Tompromittirt hätten. Bobsien- Bromberg ist gleichfalls mit dem Borw." nicht beim zweiten Rebatteur des Vorwärts" augenblicklich 5000 definitiv regelt. Jedes Jahr kann sie sich ändern. So zahlen wir einverstanden. Er betone zu sehr die besonderen lokalen Inter um feine ausgezeichnete Kraft im Dienst der Partei " stand die Unterstüßungen an Gemaßregelte vertheilt habe, ein au sein. Mit Bebel's Hinweis auf die Repräsentationstoften er, was wir alle tief bedauern würden, nicht wieder hergestell Drescher Berlin ist mit der Art und Weise, wie der Bor effen und schade damit seiner Aufgabe, Bentralorgan der Partei werthen. Er ist erkrankt, und es ist nicht gesagt, daß wir, wen verstanden. Zu dem Berichte Bebel's bemerkt Redner, daß Annoncen Liebknecht's tann Redner sich nicht befreunden. Schweißer habe wird, seinem Nachfolger dasselbe Gehalt zahlen. Ein gewiffe in, en zit int ge. its ht op 11, m עט er zut 11: 11, en ent 11. 11. ' Qu 10 is, nd ch, ers C en en re ei ffe ont and bel ffe en eit in nd cin In. Je be Feit Feit Ser el Des he. tte bes ren ren fein " würden, da der Angeklagte lei: Verbrecher, sondern ein be dauernswerther Kranter sei. Es folgte noch eine längere Replit und Duplik des Staatsanwalts und des Vertheidigas. Spielraum muß uns dann gelassen werden, höchstens ließe sich| Beyersbergen u. Ro." mit Hilfe der Polizei ermittelt habe und das Maximalgehalt vom Barteitag feftfegen. Gegen die Hal es notorische Schwindler feien, die zur Schwarzen Bande" getung des Borwärts" haben verschiedene Redner fich gewendet. hören. Diese Nachricht fand ihre Ergänzung durch ein ausführ Ich bin auch mit manchem nicht zufrieden, besonders damit nicht, fiches Schreiben des Amsterdamer Vertreters, in welchem er die daß gewichtige Vorgänge, die von größtem Intereffe für die Partei Berhältnisse der ehrsamen Firma Beyersbergen u. Ko." genau Der Angeklagte hielt hann noch selbst eine kurze Ansprache, ind, zu spät oder gar nicht mitgetheilt werden. Besonders Itegt schilderte. Danach wurden die Briefe für diese von der Post in worin er betonte, daß er nicht der abgefemte Berbrecher, die Berichterstattung im Argen. Auch über ungenügende Agita- der Wagenaarstraat 100 abgegeben. Diese Straße sei schon an fich als welchen ihn der Staatsanwalt geschildert, fondern ein tion ist wieber einmal geflagt worden. Hierzu die persönliche verdächtig, noch mehr aber das Haus Nr. 100. Dort wohne ein unglücklicher, bedauernswerther Kranter sei. hoffe, daß die Bemerkung, daß ich im Jahre, wenn ich allen Anforderungen, gewiffer Winters, ein Rohrstuhlflechter, der die Briefe Geschworenen auch diesen Eindruck von ihm gewonnen hätten die an mich herantreten, genügen wollte, nicht 300, fondern ber fraglichen Firma in Empfang nehme. Mitglieder und sehe mit Bericauen ihrem Spruche entgegen. 600 Arbeitstage zur Verfügung haben müßte. Da ist der Reichs- der Firma find: J. van den Bergh, H. van den Bergh, Es war Mitternacht, als die Geschworenen nach ertag, find die Kommissionen, sind die persönlichen Anfragen, die Cornelis van den Bergh, Gempfes, Jan Quack und haltener Rechtsbelehrung fich zur Berathung zurückzogen. ungeheuere Rorrespondenz, die täglich zu erledigen sind. Bu Bartoen, welche sämmtlich in der Wagenaarstrat und deren Gegen hilb givei Uhr fehrten dieselben zurück. Ihr Spruch meinen Arbeiten muß ich häufig die späte Nacht in Anspruch Nebenstraßen wohnen. Die Leute sind vor ungefähr einem lautete auf Schuldig in betreff der Urkundenfälschung in nehmen. Meinem Berleger habe ich eine größere Arbeit ver- Monat von 3 Gravenhage nach Amsterdam gekommen, und ihr zwei Fällen, die aber als eine einzige selbständige Handlung ansprochen, beren Beendigung ich im Jahre 1891 in Aussicht stellte. Beck ift nur, vom Auslande, besonders aber aus Deutsch zusehen seien, auf nicht schuldig in betreff der Unterschlagung. Ich werde froh fein, wenn ich 1894 damit fertig werde. Ich bin so land, Waaren und Maschinen auf Kredit zu taufen, so schnell Mildernde Umstände rourden dem Angeklagten zugebilligt. Der überlastet, daß ich unter feinen Umständen, wie ich jetzt schon wie möglich zu verkaufen und die Lieferanten um den Kauf Staatsanwalt beantragte darauf gegen den geklagten eine Ge erklären will, die Kassirerschaft der Partei weiter führe.( Die preis zu betrügen. In der holländischen Sprache heißt man solche fängnißstrafe von 2 Jahren 6 M naten und dreiRedezeit ist abgelaufen.) Redner bespricht noch kurz den An- Leute Oplichter". Der eine der Inhaber der Firma, oder vielmehr jährigen Gheverlust. trag Hoch, den er unter allen Umständen abzulehnen bittet. der Bande, namens Jan Quad war, Deurwaarder"( Gerichtsvoll Das Urtheil lautete auf zwei Jahre Gefängniß, Opificius wünscht, daß diejenigen Wirthe, denen Schwierig zieher) bei der Amsterdamer„ Arrondissemente- Nechtbank"( Bezirks- wovon 6 Monate durch die erlittene Untersuchungshaft in Abfeiten geme t werden, unterstützt werden. gericht), hatte dienstlich ihm anvertraute Gelder unterschlagen und rechnung zu bringen sind und auf zweijährigen Ghrverlust. Sierat theilt der Borsigende mit, daß der Wirth das Lofal war zu mehreren Jahren Zuchthaus verurtheilt worden. Gleich nach am Abend anderweitig versprochen habe, und um vorzeitige abgefeffener Strafe begann Quack den Schwindel, indem er sich Schließung ersuche. Daraufhin wird die Sigung um 6 Uhr auf aus Sachfen ein Pianino für 1000 M. fommen ließ, das ihm aber Morgen vertagt, nachdem der Vorsitzende noch von einer Reihe unter Nachnahme zugefandt wurde. Quack schrieb nun dem Begrüßungszufchriften Kenntniß gegeben hat. Absender einen sehr gediegenen Brief, worin er feine höchste Entrüstung über die Handlungsweise und das gezeigte Mißtrauen aussprach, infolge dessen der Absender sich breitschlagen ließ, die Amsterdamer Abfertigungsstelle zu beauftragen, das Pianino ohne Nachnahme an Quack auszuliefern. Der Fabrikant hat natürlich niemals einen Pfennig bekommen. Tokales. Der Reutuer Guhraner, von dem im vorigen Jahre i folge des Mordanschlages seines Dienstmädchens auf ihn viel die Rede war, ist in letzter Nacht an Altersschwäche gestorben. Er hat durch Geldgeschäfte mancherlei Urt ein Vermögen zu sammeln gewußt, das nach Millionen geschäst wird. Der Austrag einer finnlosen Wette hat dem Wäschereibesiger Wilhelm Paul aus Köpenick eine Anklage wegen fahrlässiger Gefährdung eines Eisenbahn- Transports eingetragen, welche am Dienstag vor der ersten Straftammer am Landgericht II zur Berhandlung fam. Am 25. Juni d. J. fuhr der Angeklagte mit mehreren Geschäftsfreunden auf der linten Spreefeite nach Berlin. Kurz vor einem Uebergange über die Geleise der Zwergbahn Johannisthal- Spindlersfelde fah die Gesellschaft einen Perfovenzug heranbrausen, Er proponirte feine Kumpanen eine Bette, daß er mit seinem flotten Renner noch vor dem Zuge glücklich über die Geletse kommen werde. Die Wette wurde ge halten, das Kunststück wurde gewagt und gelang, wenn auch die Lokomotive um ein Haar das eine Hinterrad des Fuhrwerts geftreift hätte. Der Gerichtshof war der Meinung, daß eine solche " Bravour", die Menschenleben in Gefahr jeze, gebührend be fängniß. Diese 25 Jahre im Dienst! Unter diesem Titel schreibt hie Bert. Pr.": Keine schöne, aber eine schwere Beit, wenn man fie so verbracht hat, wie der alte setscher". Go heißt nämlich der filberhaarige Greis, der" tro feiner 72 Jahre gleich dem Jüngsten pünktlich um 6 Uhr Morgens im Depot antritt, um es eine Stunde vor Mitternacht wieder zu verlassen. Die ganzen 17 Stunden hindurch hat er hinten auf dem Trittbrett feines Friedrich- Waisenhause ein kleines Mädchen in Alter von un Seit nahezu vierzehn Tagen befindet sich im großen lohnt" werden müsse und erkannte auf eine Woche GeAntes gewaltet, und so bat er es gethan, Tag ein, Tag ausgefähr 3/2 Jahren, das am 2. November Nachmittags 6 Uhr in ob die Sonne glühenden Brand entfandte oder der Schnee unter der Beuthstraße umberirrend angetroffen worden ist. Das Kind Augen geführt, welche gestern vor der siebenten Straftammer Ein gauzer Roman wurde in einer Verhandlung vor den Rädern und Hufen der Pferde tnirschte. Das Trittbrett wurde nach dem 28. Polizeirevier und von dort nach dem des Landgerichts I. stattfand. Der versuchten Grpreffung waren war feine Welt geworden. Was tümmerte es den wackren Waisenhaus gebracht. Die Kleine behauptet Lieschen Friedrich vier Personen angeklagt, der Kaufmann Wilhelm UhlenHetscher, ob an schönen Sommertagen ganz Berlin hinaus vor die Thore strömte glühenden Straßen. Was ging es ihn an, wenn überall der eine weiß und schwarz gestreifte Schürze, dunkelblaue Strümpfe Baul pig, sämmtlich aus Berlin, und der zu Hamburg wohner durchfuhr weiter die staubigen, heiß. Bu heißen, trägt ein blaues Plüschteid, rothe Unterbeinkleider, broich, die Hebeamme Dorothea Lindner, der Kaufmann Weihnachtsbaum aufflammte für solche Sentimentalitäten und graue Filzschuhe. hafte Kaufmann May Jenisch. Der Letztere war nicht erhatte er feine Beit. Mochte Berlin an froben Tagen himmelhoch Der in einem Buttergeschäft in der Georgenkirchstraße fchienen; es wurde die Verhandlung gegen ihn ausgesetzt. Der jauchzen oder an Tagen allgemeinen Leids zu Tode betrübt angestellte Hausbiener G., der in einem hinter dem Geschäfts- Anklage lag folgender Sachverhalt zu Grunde: In einem kleinen, Der Alte fuhr, wie er schon gefahren war, als total befindlichen Gelaß seine Schlafstelle hat, wurde in der im Westen Deutschlands belegenen Luftkurorte lebte das Doktor δας Berliner Pflaster noch ein Schrecken war für Nacht zum 14. b. M. gegen 1 Uhr durch ein Geräusch an der H.'sche Ehepaar. Die Ehefrau war früher mit einem Hauptalles, was zwei oder vierbeinig darüber hinweg mußte, Thür gewedt. Er stand auf, nahm einen Revolver und begab mann. verheirathet gewesen. Sie galt als sehr vermögend. Schon wie er gefahren war, δα das 2% Groschenstück noch sich nach dem Korridor. Dort bemerkte er, daß die Füllung aus während der ersten The der Frau Dr. H. ging der Angeklagte existirte und die Saltepunkte der. Omnibusse( auch die End- der Thür vom Flur aus herausgeriffen war, er hörte flüstern Jenifch als Freund ihres Gatten in ihrem Hause ein und aus. der königlich preußischen Haupt- und Residenzfstadt und say, wie eine Hand durch das Loch in der Thür gesteckt Jenifch, der inzwischen in Vermögensverfall gerathen war, fetzte bildeten. So treue Beharrlichkeit, solche Rechtlichkeit im Dienst, wurde und sich bemühte, den auf der inneren Seite in dem seine Besuche auch fort, nachdem die Wittwe B. eine zweite The die einem gestrengen Direktorio im Verlauf eines Viertelfätulums Schlosse steckenden Schlüssel herum zu drehen. S. feuerte zwei eingegangen war. Er soll nun Kenntniß von irgend einem Vornicht einmal Gelegenheit geboten, des zum Greise gewordenen Schüsse auf das Loch in der Thür und hörte, wie die Diebe die falle aus der Vergangenheit der Frau Dr. H. gehabt haben, woMannes so bequem und dabei so von Rechtswegen" fich zu Flucht ergriffen. Das Haus wurde durchsucht, die Diebe aber burch derfelben Ünannehmlichkeiten erwachsen fonnten. entledigen, furzum eine solche tadellose Führung, die mußte doch blieben unentdeckt. Da die Hausthür verschlossen war, muß an Kenntniß soll Jenisch dazu benutzt haben, die Frau in der schamam Jubiläumstage ihren Lohn finden so meinte wenigstens Die lettere wurde fortgesetzt genommen werden, daß die Thäter auf ihrer eiligen Flucht selbst losesten Weise zu brandfchatzen. der Alte. Und wehmuths- und doch dabei fo freudig und er die Thür hinter sich verschlossen haben. Obgleich man feine mit Bitten um Geld von ihm bestürmt, fie gab fortwährend, wartungsvoll eilte er an dem großen Morgen zum Depot. Dort Blutspuren im Hausflur hat entdecken fönnen, erscheint es doch und wenn fie fein baares Geld hatte, gab sie Wechsel. Jenisch aber war's wie alle Tage. Wie immer gab der Inspektor ihm wahrscheinlich, daß einer von den Dieben getroffen worden ist, machte Schulden und verwies feine Gläubiger in dringenden Fällen die Instruktionen, wie immer schwang er sich dann auf das denn obgleich zwei Schüsse von E. abgegeben worden sind, hat an die Frau Dr. H., die er als feine Tante bezeichnete. Im Juli v. J. Brett, und fang- und klanglos begann er feine Tour, die er man in dem Flur des Hauses nur eine Stelle gefunden, wo eine hielt Jenisch sich wieder in der Nähe seines Opfers auf. Er verlangte gerade so abbaspelte, wie an jenem Novembertage des Jahres Kugel eingeschlagen ist, von der zweiten Kugel indeß hat man wiederum Geld. Außerdem flehte er aber die Frau Dr. H. an, 1867, da er zum ersten Male Schaffner gespielt. Wohlfeine Spur entdecken können. ihm zum Schein einen Brief zu schreiber, worin sie ihn bat, ging ein Schrei der Entrüstung durch die Meihen der Rollegen, noch einige Wochen zu gedulden, sie werde ihm dann die als der einzige Glanz, der auf den Ehrentag des Alten fiel, in Bur Ergreifung eines gemeingefährlichen Schwindlers| 30 000 Mart fchicken." Mit diesem Briefe woute er angeblich der Abwesenheit des Direktoriums bestand. Aber weil das finden gegenwärtig zahlreiche friminalpolizeiliche Streifzüge durch seine Gläubiger vertrösten und versprach auf Ehrenwort, den lettere so gar teinen Wink zu irgend einer Beranstaltung oder die der Behörde als Schlupfwinkel bekannten Lokale statt. In Brief der Frau Dr. H. zurückzuschicken. Das Letztere that Jenisch Sammlung gegeben, darum hatten sie vermeint, das Direktorium der letzten Zeit erschien vielfach bei solchen Leuten, die durch nicht, er übergab vielmehr den Brief seinem Hauptgläubiger, dem habe sich alles vorbehalten. Ja! Es hatte dem greifen Beamten Beitungen Stellen fuchten, ein junger Mann, der sie sofort zum Angeklagten Opig, welcher eine Forderung von 10 000 M. an alles vorbehalten, die tönenden wie die klingenden Worte bes antreten des Postens mitnahm, unterwegs aber burch allerlei ihn hatte und zedirte demselben alle feine angeblichen Rechte Dantes und der Anerkennung, aber was half die Ent- Vorspiegelungen zu entfernen wußte, um dann mit den ganzen aus dem Briefe. Bald darauf erhielt Frau Dr. H. aus rüftung! Bunächst wenigstens war es nun einmal zu spät, in bei ihm zurückgelaffenen Habseligkeiten zu verschwinden. Die dem Nachbarstädtchen ihres Wohnorts einen Brief ohne würdiger Form des feltenen Tages zu gebenten. Des feltenen Beschreibung des Betrügers durch die Geschädigten geht auf Unterschrift, worin ihr mit schwerer Unbill gedroht Tages! Hierin erblicken wir die einzige Entschuldigung und Er- einen den Strasbehörden wohlbekannten früheren Kaufmann May wurde, wenn fte nicht unter angegebener Adresse tlärung für das sonst unentschuldbare und unerklärliche Gebahren. Basskowsky, der 30 Jahre alt ist, aus Ostpreußen stammt und 4000 m. opfere. Die geängstigte Frau war rathlos. Am Das Außerordentliche des Ereignisses, bei dieser Gesellschaft es unter verschiedenen Namen feine Schwindeleien verübt. Troß folgenden Tage erhielt auch der Ghemann der Frau Dr. H. einen 25 Jahre ausgehalten zu haben, war so groß, daß sie es selbst dieser falschen Benennungen erkennt die Polizei den Gesuchten Brief überraschenden Inhalts. Der Angeklagte Uhlenbroich nicht zu faffen vermochte und rathlos vor dieser schier unglaub- ftets an der Eigenthümlichkeit, daß er den richtigen Geburtstag theilte ihm mit, daß seine Ehefrau in den Schlingen eines äußerst lichen Thatsache stand. Zusammengeschaart aber haben sich jetzt und meistens auch eine in der Nähe seiner Heimath belegene gefährlichen Menschen liege. Er wolle das Geinige thun, um die Kollegen! Sie werden dem Alten ein Ehrengeschent machen Stelle als Geburtsort in den Pennen angiebt. Diesmal scheint den Vampyr unschädlich zu machen und frage bei Dr. H. an, ob und wollen damit gleichzeitig ein Denkmal sehen der ganzen Baszkowsky von der Sehnsucht der Polizei nach ihm Zampe" derfelbe ihn empfangen wolle, um gemeinsame Schritte zu be Gesellschaft. bekommen zu haben; denn die wiederholten Versuche, seiner hab- rathen. Zwischen den H.'schen Eheleuten hatte eine gegenseitige Aussprache stattgefunden, Dr. H. erklärte sich Arbeiter Rifits. Gestern früh zwifchen 8 und 9 Uhr ver- baft zu werden, sind bisher erfolglos verlaufen. zun Empfange des Angeklagten Uhlenbroich bereit. unglückten in der hiesigen Buchdruckerei von Bürenstein in der Bolizeibericht. Am 14. d. Mts. Morgens wurde ein Dieser erklärte bei feinem Besuche, daß auch er und Simmerstr. 40/41 zwei Arbeiter infolge Berreißens des Drahtseils, Schlächtermeister im Keller des Hauses Christburgerstraße 6 er feine zukünftige Schwägerin, die Hebamme Lindner, durch womit der Fahrstuhl befestigt ist. Derselbe stürzte faft drei Etagen hängt vorgefunden.-Im Hofe der Schultheiß- Brauerei, Jenisch schwer geschädigt worden feien. Er wisse nun, daß durch bis zum Keller. Beide Arbeiter erlitten schwerge Ber- Lichterfelberstraße 11, fand Nachmittags beim Auspechen großer Jenisch auf den Namen seiner Mutter verschiedene Wechsel gelegungen, der eine, Namens Döring, der noch nicht lange in der Lagerfäffer eine Explosion eines solchen Faffes statt, durch welche fälscht habe und schlage vor, daß er nach Hamburg reise, einen betreffenden Druckerei beschäftigt ist, brach beide Füße, Arm und einzelne Theile desselben bis auf das Tempelhofer Feld ge- dieser Wechsel austaufe und den Fälscher der Staatsanwaltschaft Rinnlade, der andere Namens Megner, ein Familienvater, wurde schleudert wurden. Dort wurde eine Frau von einem Holzstück übeegebe, dann sei man den Beiniger los. Dr. H. war damit innerlich schwer verlegt. Die Bedauernswerthen wurden nach getroffen und erlitt einen Arm- und Beinbruch, während ihr einverstanden, erklärte sich bereit, sämmtliche Unfoſten zu er angelegten Nothverbänden ins Krankenhaus gebracht. Men die fünfjähriger Sohn nur leichte Verlegungen davontrug. Die beiden statten und fragte nach dem Preise für die Thätigkeit des AnSchuld an dem schrecklichen Unglück trifft, wird hoffentlich die beim Faffe beschäftigten Böttcher erlitten nur leichte Brand- geklagten Uhlenbroich. Dieser erwiderte, daß eine Hand die fofort eingeleitete polizeiliche Untersuchung feststellen. wunden. Vor dem Hause Friedrichstr. 143 fiel ein Bautechniker andere wasche, er habe eine Maschine erfunden und zur Ausbeim Besteigen eines in der Fahrt befindlichen Omnibus zur beutung dieser Erfindung benöthige er ein Kapital von etwa Erde und erlitt eine Verrenkung des Armes. Er wurde nach 75 000 Mart. Die Höhe dieser Forderung machte den Dr. H. der Charitee gebracht. Abends entstand in einer Wohnung in stußig, er verhielt sich rund ablehnend, gab aber dem Bea der Genthinerstraße Feuer, wobei der Inhaber derfelben be- fucher, der vorläufig 300 Mart forderte, doch 150 Mark.. beutende Brandwunden am Kopfe erlitt, die feine Ueberführung Uhlenbroich begab sich noch zur Frau Dr. H. und erhielt von derfelben nach dem Elisabeth- Krantenhause erforderlich machten. Außer auch 100 M. Er reiste nach Hamburg und erwarb auch einen dem fanden im Laufe des Tages und in der darauffolgenden Wechsel, der von Jenisch gefälscht sein soll. Als die Dr. G'schen Nacht fünf Brände statt. wees 16" ren Tich artet Ter ens Die ber Jer. ge: ing cht ter Lag cag bie ber Die vir djt Das uch Rais Dell. ber nal bie Ser pet fte od ift gen Be ents ften udh iefe etet, Peret ber лаф im vers and age wir tell affes Berhaftet wurde gestern früh 6 Uhr in seiner Wohnung abermals der Herausgebe. der in voriger Woche vor ihrem Erscheinen tonfiszirten anarchistischen Zeitung, Vergolder er mann Leimert, der vor einigen Tagen schon verhaftet aber wieder freigelassen worden war. Am 31. Oktober starb das wenige Monate alte Söhnchen einer Arbeiterfrau in der Rheinsbergerstraße. Nach drei Tagen wurde das Kind, das der ärztlichen Bescheinigung zufolge am Darmtatarrh gestorben war, begraben. Seitdem hat jedoch die Mutter des Kindes den Verdacht ausgesprochen, daß der Kleine von der Aufwartefrau P. mit leefalz vergiftet worden sei und biefer Berdacht hat soweit seine Begründung gefunden, daß die P. wegen Berbrechens gegen§ 229 des Strafgesetzbuches festgenommen worden ist. Der Sachverhalt scheint jedoch noch nicht ganz aufgeklärt, so daß jedenfalls die Ausgrabung der Leiche weds gerichtsärztlicher Untersuchung erfolgen wird. Gerichts- Beitung. Prozeß Stein. ( Schluß.) Eheleute sich weigerten, weitere Opfer zu bringen, erwirfte Uhlenbroich gegen diefelben einen Zahlungsbefehl über 701,40 m., indem er in spezifizirter Rechnung seine Auslagen und Bersäumnisse in dieser Höhe bemaß. Auch die Ehefrau Lindner war inzwischen nach dem Wohnorte der Dr. H.'schen Eheleute gereist, um über Jenisch Erkundigungen einzuziehen. Frau Dr. H. gab ihr freiwillig einen Schadenersah von 100 m., bat fie aber von einer Anzeige gegen Jenisch abzustehen, um einen Skandal zu vermeiden. Frau Lindner richtete dann noch Die Verhandlung gegen den Rechtsanwalt Dr. Stein vor ein Schreiben von Frau Dr. H., worin sie die Adresfatin dem Schwurgericht des hiesigen Landgerichts I wurde am unter Androhung von Rache aufforderte, die dem Uhlenbroich Eine ,, Schwarze Baude" neuer Art ist seit einiger Zeit Montag erst Nachts 2 Uhr beendet. Staatsanwalt gemachten Versprechungen zu halten. Die strafbare Handlung aufgetaucht. Da diese Gesellschaft holländischer Schwindler viel Großpietsch pläbirte auf Schuldig im Sinne der Antiage, des Angeklagten Opisz wurde schließlich darin gefunden, daß der leicht den Versuch machen wird, auch hier in Berlin Fabrikanten zc. empfahl aber nur eine selbständige Handlung anzunehmen und selbe versuchte, auf Grund des ihm von Jenisch gegebenen Briefes zur Lieferung von Gegenständen und Waaren zu verleiten, fo gab die Beantwortung der Frage nach mildernden Umständen für seine Forderung an diesen von Dr. H. den Betrag von theilt die„ Staatsbg. 3tg." folgenden Fall zur Warnung mit den Geschworenen anheim. Der Vertheidiger Rechtsanwalt 4000 M. zu erhalten. Der Vertheidiger des Angeklagten Opih, Ein Geschäftshaus in Hannover erhielt fürzlich von einer Firma Dr. Sello fuchte die dem Angeklagten zur Last fallenden Hand- Rechtsanwalt Holz, hatte eine Anzahl angesehener Leute geBeyersbergen u. Co. in Amsterdam" Auftrag auf eine Lieferung lungen und die dabei zu Tage getretenen Rechtsanschauungen laden, die dem Opitz das beste Zeugniß ausstellten. Der Staatsim Werthe von mehreren Tausend Mart. Als dasselbe nun erft des Angeklagten, die bei einen Juristen ganz unbegreiflich anwalt hielt durch die umfangreiche Beweisaufnahme doch nicht feinem Amsterdamer Vertreter unmittelbar vor Absendung der erscheinen, nicht auf einem verbrecherischen Willen, fon- für hinreichend erwiesen, daß die Angeklagten Uhlenbroich und Waare die Rechnung zur Weitergabe an Beyersbergen u. Co. dern auf einen Mangel an Intellett, gänzliche Berfahren Frau Lindner von den Dr. H.'schen Eheleuten mehr erlangen einschichte, erwiderte der lettere, daß es eine Firma Beyers beit und Berworrenheit und beispiellose Gedächtnißschwäche wollten, als fie berechtigt zu sein glaubten, eine versuchte Erpressung bergen u. Go. in Amsterdam nicht giebt; ich vermuthe daher, zurückzuführen. Der achtbare Stand der Rechtsanwälte fei durch liege fomit nicht vor. Dagegen sei das Verhalten des daß entweder bei Ihnen ein Fehler gemacht worden oder ben Angeklagten schwer geschädigt worden, ihm sei es aber Angell. Opitz als diese Strafthat zu kennzeichnen und beantrage daß Sie Schwindlern in die Hände gefallen find. Jeden zweifellos, daß der Angeklagte in der fraglichen Zeit nicht im er gegen denselben 2 Monate Gefängniß. Die Bertheidiger be falls ist die größte Vorsicht zu empfehlen, und ich rathe, die Aus- Wollbesige seiner Geistesträfte gewefen ist. In eingehendster dauerten lebhaft, daß der Angeklagte Jenisch, der sich in Englieferung der Waare zu verhindern". Dieser Rath wurde sofort Weise erörterte der Wertheidiger die für diese Annahme sprechen- land befinden solle, nicht zur Stelle sei, es würde sich sonst erbefolgt, und schon am folgenden Tag traf eine Drahtnachricht des den Momente und sprach zum Schluß die Hoffnung aus, daß geben haben, daß dieser notorische Schwindler nicht nur die Dr. Bertreters an sein Geschäftshaus ein, daß er die faubere Firma die Geschworenen zu einem freisprechenden Erkenntniß tommen' schen Eheleute, sondern auch die drei Mitangeklagten betrogen " habe. Der Vertheidiger des angell. Opitz trat auch für dessen Freisprechung ein, Das Urtheil lautete auf dreisprechung sämmtlicher Drei Angeklagten, ba auch in betref des Angell. Upis nicht erwiesen fei, daß derselbe seine Forderung zu Unrecht geltend gemacht habe. Der Verfasser des Brufes ohne Unterschrift sei nicht zu ermitteln gewesen. Sprechtsaal. Intereffes, zur Verfügung; fie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem " = Fälschung der zur Kontrolle bienenden Bücher zu verantworten. Dott ist ein Greis von 78 Jahren und war seit 50 Jahren Stadt fämmerer und 45 Jahre Rendant der Sparkasse. Die Anflage legt ihm zur Laft, von 1847 bis 1891 amtliche Gelder durch ein fortgesettes Handeln im Gesammtbetrage von 40 200 M. unter schlagen und die Kontrollregister seit dieser Zeit gefälscht zu haben. Da die Geschworenen mildernde Umstände annahmen, so wurde er zu 4 Jahren Gefängniß verurtheilt. 27 -O ( Der Wien, 15. November. Die Rebatteure des hiesigen rabi Die Zukunft", Valenci, angeblich falen sozialistischen Blattes ein Reichsdeutscher, sowie Friedländer und Werner, wurden nach einer Meldung des Wiener Tageblatt" verhaftet. " Boff. 3tg." meldet eine Wiener Depesche: Die Polizei verhaftete zwei Sozialisten, Kajetan Valenci und S. D. Friedländer, ersterer Herausgeber, letterer verantwortlicher Redakteur des fozialistischen Blattes Zukunft". Die Zukunft" gilt als Organ München, 12. November. Der Bankier Schweißheimer wurde der radikalen Sozialistenpartei und erschien bis jetzt in sechs heute wegen wiederholten Betruges zu 6 Monaten Gefängniß Nummern, die insgesammt beschlagnahmt wurden, weil in den 1800 M. Geldstrafe und 8 Jahren Ehrverlust verurtheilt. Der selben zur Propaganda der That aufgefordert, der Jahrestag der Staatsanwalt hatte 1/2 Jahre Gefängniß und 5 Jahre Ehr- Hinrichtung der Chicagoer Anarchisten, sowie das jüngste Barifee Bombenattentat gefeiert wurde. Das Blatt unterhielt verlust beantragt, die Vertheidiger waren für Freisprechung. Gle Redaktion stellt die Benugung des Sprechfaals, soweit des Raum dafür Explosion. 3ittau, 14. November. In der Droguen. Berbindungen mit dem Klub der unabhängigen Sozialisten in abzugeben ift, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen handlung von Hugo Hoffmann fand eine entsetzliche Benzin- Berlin, mit den kommunistischen und anarchistischen Klubs in Inhalt desselben identifizirt zu werden. Explosion statt. Hoffmann und seine Frau wurden lebensgefähr Paris, London, New- York und Chicago. Balenci traf in Wien erst am Beginn des Jahres aus Berlin ein und gründete im Erklärung. lich verlegt. Der Schaden ist sehr bedeutend. Nach dem in Nr. 257 des Vorwärts" über die Versamm- Eisenbahn Unfall. Das Berl. Tagebl." schreibt.: Sommer. die Zukunft".) Kopenhagen, 15. November. Im Follething begann gestern Tung, welche zum 30. Oktober von der Frauen- Agitations- Diedenhofen, 13. November. Der hiesige Bahnhof war gestern Tommission einberufen war, veröffentlichten Bericht, gab Frau Fahren- Nachmittag der Schauplatz eines schweren Eisenbahn- Unfalls. Die Nachmittag die erste Lesung des vorläufigen Finanzgefezes für Ein heftiger Zusammenstoß wald an, daß fie in der Versammlung des 2. Wahlkreises mit beiden Eisenbahn- Arbeiter Matheis und Keippe waren an der das gegenwärtige Finanzjahr. unangemessenen Redensarten traktirt worden sei, und ein Antrag Drehscheibe damit beschäftigt, eine Lokomotive zu wenden, als zwischen der radikalen und der gemäßigten Linken bildete die auf Abänderung des Organisationsplans seitens der Frauen troß der Mezer- Güterzug einfuhr. Ein im Zuge fahrender breiter Einleitung zu der Verhandlung. Abg. A. Nielsen bezeichnete die der Majorität für abgelehnt erklärt werden wäre. Demgegenüber Wagen erfaßte die Maschine und schleuderte sie mit der Dreh- Vorlage des Gesetzes durch den Konfeilpräsidenten, nachdem es stellen wir fest: 1. Es ist uns nichts davon bekannt, daß Frau scheibe mehrmals herum. Matheis gerieth unter die Maschine schon auf dem Wege der privaten Initiative verworfen worden eine Verachtung des verfassungsmäßigen Rechtes, Fahrenwald mit unangemessenen Redensarten trattirt worden und wurde auf der Stelle getödtet, während Keippe, schwer an fei, als eine raffinirte Berhöhnung des Thinges und des allwäre; 2. daß der von zwei Frauen und den Genossen Greifen- der Brust verlegt, weggetragen werden mußte. gemeinen Wahlrechts. Das Thing müffe ben Ueber berg gestellte Antrag auf Abänderung des Organisadenn zweiten Lesung verweigern, gang zur die Vor tionsplans Don legterem zurückgezogen wurde, nachdem Streitigkeiten lage fei verfassungswidrig. Redner richtete gegen die Regies über bie entstanden Majoritat rung einen heftigen Angriff wegen der beständig wiederkehrenden und zwar geschah die Zurücknahme mit der Motiviruq, daß der Antrag dem Parteitag doch unterbreitet werden würde. provisorischen Finanzgesetze und deren späte Borlage. Abg. Larsen ( gemäßigte Linfe) bittet das Thing, von der bisherigen Regel Ein weiterer Antrag auf Wiederausnahme des Antrags ver der Verweisung der provisorischen Finanzgefeße zur zweiten Lefung Frauen war aus diesem Grunde nicht eingebracht. nicht abzugehen. Abg. Dr. Brandes ertlärt sich unter großer Unruhe der gemäßigten Linken für die Ansicht des Abg. Nielsen; zu dieser seiner veränderten Stellung hätten die lehten Wahlen Anlaß gegeben, wo die verhandelnde Linke mit der Rechten ge gangen fei. Abg. Thomsen( Rechte) erklärt, daß er mit Gemüth ruhe zusehen werde, was das Thing mit dem Finanzgesetze an fangen wolle. Hermann Werner. Franz Kizing. Paul Jsad. " * waren, Depescheit. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Wien, 15. November. Mit Rücksicht auf die Abnahme der Choira in Belgien, den Niederlanden und Frankreich hebt eine Ministerialverordnung im Einvernehmen mit der ungarischen Regierung das Ein- und Durchfuhrverbot für Waaren aus diesen Ländern aus, ausgenommen für Hadern sowie gebrauchte ungereinigte Kleidungsstücke, Leib- und Bettwäsche. Stockholm, 15. November. Die Arbeitslosigkeit nimmt in Die sozialdemo allen Gewerben in bedenklichem Grade zu. fratische Partei hat deshalb ihr statistisches Romitee beauftragt, eine Statistit über die hiesigen Arbeitslosen anzufertigen, die den Stadtbevollmächtigten zugestellt werden soll, wenn dem nächst die jährlich wiederkehrende Frage wegen Bewilligungen zu Nothstandsarbeiten zur Verhandlung fommt. In Nr. 254 des„ Borwärts", 2. Beilage, erläßt ein Herr Wolff als Vertreter der Zentral- Fleischerzeitung" eine ErfläParis, 15. November. Die gerichtliche Voruntersuchung in rung, welche offenbar den Zweck haben soll, die in unserer Oftoberversammlung bezw. die in dem vom Vorwärts" ge- Sachen der Panama- Gesellschaft ist nunmehr geschlossen. Entbrachten Versammlungsberichte angeführten Thatsachen bezüglich gegen den bisherigen gegentheiligen Meldungen hat der Generaldes von dem Verlage der Zentral- Fleischerzeitung" uns ge- profureur beschlossen, die gerichtliche Verfolgung eintreten zu stelllen niedrigen Preises für die Verbreitung derselben als un- laffen. wahr hinzustellen! Demgegenüber bemerte ich, daß Thatsachen Paris, 15. November. Der Ministerrath beschloß in seiner beweisen. Herr Wolff wird nicht bestreiten können, daß heutigen Sigung bei dem Gefeßentwurf betreffend die Preffe au er für Spedirung über ganz Berlin und die Vor orte einschließlich der Gesammtvorlage die Vertrauensfrage zu stellen. Die Zollkommission hat heute bei der Vorberathung des Brüffel, 15. November. Alle Manifestationen werden wegen der Zentralifirung nur 30 Pf. pro Quartal und Exemplar zahlen wollte, und zwar bei wöchentlich zweimaliger Zustellung pünktlich französisch- schweizerischen Handelsabkommens alle Zolltarif- Herab- des heutigen Rönigsfestes abgesagt. Trogdem wurden die Polizei, die Gendarmerie und die Feuerwehr tonfignirt. Die den Feft des Abends. Der Herr Vertreter gebrauchte dabei noch die fehungen abgelehnt. Worte, daß wir doch ein so junges Unternehmen unterstützen Baris, 15. November. In die gerichtliche Verfolgung gegen zug begleitenden Militärabtheilungen werden verdoppelt. Am müßten; wir lehnten aber eine solche Zumuthung nicht nur in die Panama- Gesellschaft soll der gesammte Verwaltungsrath Abend finden mehrere große Versammlungen und Umzüge durch Rücksicht auf uns selbst, sondern auch in Rücksicht auf unsere einbezogen werden. Lesseps, als Großoffizier der Ehrenlegion, die Straßen statt. Mitarbeiter ab. Nachdem hat der Verlag einem Herrn Reuk wird vor dem Appellgericht erscheinen, da die Untersuchung Brüssel, 15. November. Die Föderation der Arbeiterpartei die Verbreitung für 30 Pfg. übertragen. Derfelbe war aber gegen denselben bereits vor der Annahme des am Sonnabend beschloß die Organisation der Propaganda zu Gunsten eines nicht im stande, auch Generalstreits aller Arbeiter Belgiens zwecks Erzwingung des nur annähernd diese Aufgabe von der Kammer votirten Antrags Bontois eingeleitet war. Paris, 15. November. Die Deputirtenkammer genehmigte allgemeinen Stimmrechts im ganzen Lande, die Einberufung auszuführen, was daraus hervorgeht, daß, obgleich er nicht unser Mitglied ist, mich dennoch ersuchte, ihm mit unserer Vereinigung den Absatz des Amendements Turrel, in welchem die Erhöhung eines Kongresses der Arbeiterpartei im Dezember, sowie die zu Hilfe zu eilen. Selbstverständlich mußte ich ein solches An- der Altoholsteuer auf 245 Franks vorgeschlagen wird, mit 354 Organisation der Propaganda unter dem stehenden Heere. Ferner finnen ablehnen. Herr Reuk mußte daher die sehr einträgliche gegen 160 Stimmen. Der letzte Absatz desselben Amendements wurde beschloffen, die Bürgergarden, welche gelegentlich der Arbeit wieder fahren lassen. betreffend die Erhöhung der Schanktonzessions- Gebühren wurde Kammereröffnung zu Gunsten des allgemeinen Stimmrechts manifeftirten, zu beglückwünschen. ebenfalls angenommen. Wenn nun Herr Wolff jezt behauptet, daß 50 Pf. gezahlt würden, so beweist das eben, daß man uns gegenüber den angeführten Thatsachen öffentlich der Unwahrheit zeihen will, was ich hiermit entschieden zurückweise. Sollten jedoch in Zukunft 50 Pf. gezahlt werden, so würde dies doch lediglich als eine Folge unseres tonsequenten Verhaltens anzusehen sein. Die Freie Vereinigung der Berliner Zeitungsspediteure u. Verkäufer. こう pet, Morrisonham: Vermischtes. London, 15. November. Die Regierung empfiehlt den ZokalLöwen, 15. November. Trotz des Verbotes und des starten behörden die Ausführung öffentlicher Arbeiten, damit den ver- Aufgebotes der bewaffneten Macht fand eine Bersammlung unter schämten Armen dadurch Gelegenheit zur Beschäftigung gegeben freiem Himmel statt zwecks Manifestation für das allgemeine werde. Stimmrecht. Es wurden heftige Reden gehalten. 6000 Manis Rom, 15. November. Nach dem„ Popolo Romano" find feftanten zogen durch die Straßen inmitten dicht gedrängter Bols von den 60 Stichwahlen am Sonntag 43 zu gunsten ministerieller massen. Die Polizei griff den Zug wiederholt mit der blanken Deputirter ausgefallen. Waffe an; sie wurde aber zurückgedrängt. Nach dem Schluß Washington, 15. November. Der Schabfekretär hat fiber Demonstration fand eine neue Bersammlung statt. Die dahin ausgesprochen, daß der Wiederausbruch der Cholera im Polizei wurde ausgezischt und mit Steinen geworfen, griff aber nächsten Frühjahre möglich, und daß deshalb die 20tägige nicht ein. Quarantäne aufrecht zu erhalten sei. ( Depeschen des Bureau Herold.) Freifing, 15. November. Dr. Daller, der Führer der Kaffel, 11. November. Der frühere Stadttämmerer und bayerischen Zentrumspartei, erklärte in einer Kasinoversammlung, Sparkassen- Rendant Joh. Dott zu Gudensberg, einem Städtchen die Militärvorlage fei für das Zentrum absolut unannehmbar, unweit Raffel, hatte sich gestern vor dem Schwurgericht wegen da dasselbe durch die Annahme bei seinen Wählern geschädigt schweren Amtsverbrechens, Unterschlagung von Geldern und werde. Straße 41. 3094L Salentein Clubhaus ,, Süd- Ost" atdensteinStraße 41. Weiß- Bairisch- Bier- Lokal.C. Trittelwitz. 11. Geöffnet bis 12 Uhr Nachts. Empfehle all. Freunden u. Genossen mein Weiß- u. Bairisch- Bierlokal. 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Aus der Schweiz wird uns geschrieben: Um die sozialen und wirthschaftlichen Verhältnisse der ver schiedenen Bevölkerungsklassen, namentlich aber der Arbeiterklasse, fennen zu lernen, hat man in den letzten Jahren einen neuen Weg der Erforschung betreten, nämlich die Gewinnung von Haushaltungs- Budgets. Bei der Seltenheit, daß Arbeiter über ihre Hauswirthschaft Buch führen, mußte erst die Bedeutung und der große Werth solcher Aufzeichnungen erläutert werden, was auch in der Schweiz vielfach und auch mit Erfolg geschehen ist. So hat im vorigen Jahre der Basler Journalist Bandolt in der Zeitschrift für schweizerische Statistit" die genau geführten Haushaltungs- Budgets von zehn Basler Arbeiterfamilien veröffentlicht, welche fleißige und umfangreiche Zusammenstellung volle Anerkennung fand und besonders den organisirten Arbeitern in Bafel bei ihrer Agitation recht schätzbare Dienste leistet. In dem zweiten Hefte des diesjährigen Jahrganges der " Zeitschrift für schweizerische Statistik" veröffentlicht Pfarrer Dr. Hoffmann zwei Haushaltungsbudgets aus dem Kanton Thurgau. Das eine ist von einem afademisch gebildeten Beamten und das andere von einem Fabrikarbeiter. Beide sind seit ca. 2 Jahren verheirathet und die Zahl der Familienangehörigen ist in beiden Haushaltungen die gleiche. Die Familie des Beamten besteht aus Mann( geb. 1860), der Frau( 1867), einem Knaben( 1891) und einem Dienstmädchen. Der Mann ist bei der Lebensversicherung für 5000 Fr. und bei der Feuerversicherung mit dem Mobiliar für 11 000 Fr. verfichert. Das Haushaltungs- Budget des Beamten weist folgende Zahlen in Einnahme und Ausgabe auf: Einnahmen: Gehalt des Mannes Zins von 40 000 Fr. Kapital à 33/4 pt. Das Haushaltungsbudget weist folgende Zahlen auf: Einnahmen: Fr. 9. Jahrg. eines gauische Verhältnisse hoben Besoldung und der günstigen Ver- wendigkeit zu Einschränkungen auf dem Gebiete der Ernährung mögenslage des Haushaltungsvorstandes." Derselbe gestand Herrn zwingen, Einschränkungen, die in ihrer Form schon oft genug Hoffmann, daß er ohne das Haushaltungsbuch nie begriffen hätte, aufgezeigt worden. Natürlich wird dann die mit ihrem Urtheil wie es einer so fleinen Familie bei sparsamem und zurück- bald fertige Menge während dieser Periode im Leben unserer gezogenem Leben möglich sei, eine so große Summe auszugeben. Haushaltung die alte bekannte Frage aufwerfen:" Was haben Die Familie des Arbeiters besteht aus ihm( geb. 1856), feiner eigentlich diese Leute in den ersten Jahren ihrer Ghe mit ihrem Frau( 1860), feiner Tochter( 1891) und einer Haushälterin. Der schönen Verdienne angefangen?" Unnöthige und unmotivirte Mann ist für 500 Fr. bei einer Lebensversicherung versichert und Frage für denjenigen, der nur einmal sich die Muße genommen, auf die eindringliche und verständliche Sprache beide Ghegatten gehören einer Fabrits- Krankenkasse an. Arbeiterhaushaltungsbudgets zu hören. Das Rechnungsbuch der in Frage stehenden Familie erschien mir wie ein ehrwürdiges Dokument zur Beurtheilung der sozialen Frage überhaupt, als auch besonders zur Erkenntniß der thurgauischen Arbeiterverhältnisse. Es erzählt von redlichem Ringen und Streben der Ehegatten, sich ehrlich und anständig durch die Welt zu bringen. Die ungefügigen Schriftzeichen und die eckigen Zahlen spiegeln gleichfam des Hausvaters Freude über einen schönen Zahltag", über ein Geschenk oder einen vortheilhaften Ankauf. Aus den jeweiligen Abschlüssen am Ende der einzelnen Monate blidt uns die düstere Frage entgegen, wie werden sich wohl im künftigen Jahre die Ausgaben und die Einnahmen zu einander verhalten? Ueber dem ganzen Buch aber lagert, wie ein dunkler Schatten, die Angst vor der Zukunft." Verdienst des Mannes in 305 Arbeitstagen. Verdienst der Frau in 255 Arbeitstagen. Dazu Zinsen von 200 Fr. Kapitalien Verschiedene Einnahmen Nehrung. Getränke Wohnung • Summe der Einnahmen Ausgaben: Mobiliar und Hausgeräth Heizung und Beleuchtung Kleidung. Geistige Bedürfnisse 991,25 . 605,50 1596,75 8, 49, 1658,75 Fr. 708,80 69,50 185,40 . 9 Bergnügungen. Reinlichkeit und Körperpflege 85,40 68,45 149,87 43,27 104,10 24,55 Krankenpflege 30,90 a Versicherung 30,95 24,15 Persönliche Dienstleistungen Verschiedenes 72, 27,50 Steuern Summe der Ausgaben 1624,84 Ein Vergleich der Ausgaben beider Haushaltungsbudgets zeigt bei den einzelnen Posten folgendes Prozentverhältniß: . Nahrung Getränke Hauswesen Fr. 3500 1500 Summe der Einnahmen: 5000 Ausgaben: Fr. Nahrung 1344,06 . Getränke 407, Wohnung 403,80 Beamter Arbeiter pet. 28,2 p& t. 48,6 • • Mobiliar und Hausgeräth 223,95 8,6 44 Heizung und Beleuchtung 221,15 17,8 20,9 Kleidung 348,70 Kleidung 7,2 9,2 Geistige Bedürfnisse 208,13 Geistige Bedürfnisse 4,4 2,7 Vergnügungen 345,25 Vergnügungen 7,2 6,4 Reinlichkeit und Körperpflege 55,43 Reinlichkeit und Körperpflege 1,2 1,5 Krankenpflege 442,70 Krankenpflege 9,3 1,9 • Versicherung 97,40 Versicherung 2,1 1,9 Steuern 250,87 Steuern 5,3 1,4 Persönliche Dienstleistungen 221,07 195,22 Persönliche Dienstleistungen Verschiedenes 4,6 4,4 1,7 ° • " Dieser thurgauische Pfarrer Hofmann ist mit seinen ruhigen und vernünftigen Betrachtungen über das Leben eines Arbeiters unter feinen Berufsgenossen jedenfalls ein weißer Rabe, oder doch denken günstigstenfalls nur wenige seiner Kollegen so wie er. Aber wie bimmelweit verschieden sind diese Ausführungen von dem zelotischen Eifern eines Stöcker und Konsorten gegen die Genußsucht der Arbeiterklaffe, gegen die Jagd nach Verguügungen" und die Verdorbenheit" des arbeitenden Volkes. Es bekundet sich in solcher erforschenden Thätigkeit der sozialen und wirthschaftlichen Verhältnisse der Arbeiter ein tiefer Ernst, dieselben fennen zu lernen, Verständniß für die soziale Frage zu erla gen und behagliches Familienleben wie die Nothlage unab hängig von überirdischen Bestimmungen und Einflüssen irgend eines vorgeblichen Gottes zurückzuführen auf die sehr realen Ur fachen die in den Einkommens wie Austommensverhältnissen der Einzelnen liegen. 3 t Verschiedenes Summe der Ausgaben 4759,78 4,1 Versammlungen. Die Militärschneider hielten am 5. d. M. eine gut befuchte Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung stand: Rechenschaftsbericht des Borstandes und welche Stellung gedenkt der Verein einzunehmen zu der öffentlichen Versammlung vom 21. September, in welcher die bekannte Resolution angenommen wurde? Der ziemlich umfangreiche Rechenschaftsbericht wurde mit Befriedigung entgegengenommen, ferner wurde das vom Vorstand an den Offizierverein zu richtende Schreiben in der vorgelegten Fassung gegen eine Stimme gutgeheißen, ebenso das Schreiben an alle Firmen, welche die Lieferungs- Uniformschneiderei für die Beamten betreiben. Zu dem zweiten Punkt der Tagesordnung, die Resolution betreffend, wurde gegen 8 Stimmen Uebergang zur Tagesordnung beschlossen. Unter Berschiedenem legte der 2. Borsigende Danzig sein Amt nieder. Dieser Vergleich bestätigt, was derartige Untersuchungen bis her stets ziffermäßig ergeben haben, daß nämlich, je kleiner das Dazu bemerkt Pfarrer Hoffmann:" Der vorliegende Fall Einkommen, desto weniger zur Befriedigung idealer Bedürfnisse übrig zeigt uns Besoldungs- und Lebensverhältnisse, wie wir fie bei bleibt, während bei höheren Einkommen die Ausgabe für die wichtigsten einer arohen Kategorie von Beamten und Angestellten in der törperlichen Bedürfnisse eine prozentual immer geringere wird. Echweiz antreffen. Allerdings ist die Zahl derjenigen, die eine Für die wichtigsten Bosten: Nahrung, Hauswesen und Kleidung Besoldung von 3500 Fr. beziehen, in unserem Stanton eine ziem- verausgabt der Beamte 52 pCt., der Arbeiter aber 72 pet., jenem Bekannt wurde noch gegeben, daß sich die Firma Noé und lich beschränkte. So bewegt sich, um einige Beispiele anzuführen, bleiben für alle übrigen Bedürfnisse noch 48 pct., diesem aber Schulze, Mauerstr. 26( Hauptgeschäft: Potsdam, Hohewegstr. 4) die Besoldung der Kantons- Schullehrer zwischen 2200-3500 Fr. nur noch 28 pt. in die Fußstapfen des deutschen Offiziervereins begeben hat, inDie Zahl der Geistlichen, deren Jahrese inkommen 3500 Fr. überZum zweiten Fall bemerkt Herr Hofmann:„ Der vorliegende dem sie am Sonnabend, den 5. d. M., Lohnreduzirungen gegen fteigt, ist eine fleine. Das durchschnittliche Jahreseinkommen der Fall ist von hoher Bedeutung, weil er zeigt, welcher Summe eine ihre Arbeiter vornahm. Der Vorstand wird diese Angelegenheit evangelischen Pfarrer im Thurgau erreicht die Besoldung des fleine Familie im Thurgau unter den glücklichsten Umständen in feiner nächsten Sigung berathen und die nöthigen Stritte vorliegenden Falles nicht. Auch das Einkommen unserer jüngeren bedarf, um ihren Bedürfnissen in bescheidenstem Umfange zu ge- dazu thun. Juristen wird sich gewiß höchstens um die Summe von 8500 Fr., nügen. Obwohl der Haushaltungsvorstand zu den verhältniß- Das an den Offizierverein zu richtende Schreiben lautet als Mittel bewegen, während der größte Theil der kantonalen mäßig gut bezahlten Arbeitern zählt, so wäre er doch ohne regel wie folgt: Beamten eine niedrigere Besoldung bezicht." mäßiges Arbeitseinkommen seiner Frau nicht im ftande, feine Der Vorstand des Vereins der Uniformschneider Berlins Die Bilanz der Ausgaben mit den Einnahmen ergiebt Familie in erwähnter Weise zu erhalten. Schon dieses Jahr gestattet sich, dem Direktorium des deutschen O fizier- Vereins mit einen Jahresüberschuß von 240 Frie., Ersparnisse wurden wird der Zuwachs, den die Familie Ende Januar durch die volgendem zu nähern. Durch Bereinsmitglieder Beschluß und nicht auf die Seite gelegt und gerade das tadelt der Ver- Geburt eines Knaben erfahren, die Auskommens- Verhältnisse im Einverständniß mit den Arbeitern Ihrer werthen Firma, find faffer, indem er meint, daß im vorliegenden Falle wesentlich beeinflussen. Sollte sich die Zahl der Kinder noch wir beauftragt worden, dem Direktorium Folgendes zur geneigten eine jährliche Ersparniß vom Arbeitseinkommen möglich sein weiter vermehren, so wird die Familie bald in bedrängte Ver- Erwägung und Beschlußfaffung zu unterbreiten. Das Direktorium hat es für nothwendig und recht gefunden, müßte, damit die Eltern später in der Lage wären, ihre Kinder hältnisse gerathen. Der Puntte im Budget, an welchen Erspar standesgemäß erziehen und ausbilden zu können. Ebenso würden nisje ohne Beeinträchtigung irgend eines Lebenszweckes möglich, am 1. Juli d. J. für einzelne Uniformstücke die Löhne zu kürzen. die Kosten der Erhaltung des Lebens während der Altersperiode find äußerst wenige. Zuerst werden wohl bei den Charakter: Die Vorstellung, doch diese Maßregel wieder zurückzunehmen, die Ersparung eines Theils des Arbeitserträgniffes erfordern. eigenschaften der Chegatten die Ausgaben für Vergnügungen und hat nur wenig Grfolg gehabt, barum müssen wir dem Direktorium Es sind also feine glänzenden Auskommensverhältnisse, welche geistige Bedürfnisse wesentlich beschränkt werden, obwohl dieselben die Grklärung abgeben, daß auf den gleichen Lohntarif, nach uns in diesem Haushalt entgegengetreten, trog der für thur- eigentlich gar nicht zu hoch find. Dann wird die eherne Moth- welchem alle Berliner Firmen zahlen, welche die UniformDie Waffen nieder! [ 74 Gine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. Ich folgte ihm. Von der Straße drang ein Gemurmel herauf, Gruppen hatten sich gebildet: die Leute standen und horchten oder wechselten erregte Worte. Jezt kam unser Kammerdiener in das Bimmer gestürzt zugleich erklang eine neue Salve. " fich zutrugen: außer Rand und Band gekommene Soldaten warfen Verwundete aus den bereitstehenden Eisenbahnwaggons, um an deren Stelle Platz zu nehmen. ein Geschoß auf die Straße und plagte, aber wie selten Belagerer im Rücken herfällt, um ihnen den Rückzug abkam Giner dazu, zufällig in der Nähe zu sein. Zwar fielen zuschneiden und sie bis auf den letzten Wann zu vernichten. manche tödtliche Bomben herab, aber in der Millionen- Neben den falschen Nachrichten gelangen auch einige stadt hörte man von diesen Fällen nur so vereinzelt, wahre deren Richtigkeit sich später bestätigte- bis zu wie man auch sonst gewohnt ist, unter den Lokalnachrichten uns. So von einer auf der Straße von Grand Luce dicht seiner Zeitung verschiedene Unglücksfälle zu vernehmen, ohne an Le Mans ausgebrochenen Panik, wobei Greuelthaten daß es einem besonders nahe ginge: Ein Maurer von einem vierstockhohen Gerüst gefallen" oder eine anständig gekleidete Frauensperson sich über das Brückengeländer in den Fluß Von Tag zu Tag wird es schwerer, Lebensmittel zu gestürzt u. dergl. m. Der eigentliche Kummer, der eigent liche Schrecken der Bevölkerung, das war nicht das Boms beschaffen. Die Fleischvorräthe sind erschöpft; es giebt schon bardement: das waren der Hunger, die Kälte, die Noth, längst feine Rinder und Schafe mehr in den angelegten Aber eine solche Nachricht von einem unheilbringenden Biehparts; bald sind auch alle Pferde verzehrt, und es be Geschoß hat mich tief erschüttert. Dieselbe fam in Form ginnt die Periode, wo die Hunde und Katzen, die Ratten und Mäuse, schließlich auch die Thiere des jardin des plantes, einer schwarzumrandeten Traueranzeige in's Haus: da laufen alle Bedrohten zusammen. Viel mehr " Herr und Frau N. geben Nachricht von dem Tode selbst der so beliebte, arme Elephant als Speise dienen „ Herr und Frau N. geben Nachricht von dem Tode dis vor dem Gesetze, mehr noch als vor dem Tode ihrer" zwei Kinder François( 8 Jahre alt) und Amélie( müſſen. Brot ist beinah nicht mehr zu erlangen. Stunden( 4 und stundenlang müssen die Leute vor den Bäckerladen der in seinen ment!" Oh monsieur et madame c'est le bombardeZu der offenen Thür herein drängten nunmehr sämmtliche anderen Diener und Dienerinnen bis herab zum Küchenjungen. Bei solchen Katastrophen Kriegs, Feuer- oder da fallen alle gesellschaftlichen Schranken, d Waffernoth 1. LE 5. 337 菲 Bs 3, L ch C. 3. t bt als tennt - fühlen sich alle gleich vor der Gefahr. C'est Jahre) welche eine durch das Fenster fliegende Bombe er in der Reihe harren, um ihre kleine Ration zu bekommen, schlagen hat. Um stille Theilnahme wird gebeten." le bombardement- c'est le bombardement! Jeder, der zu uns in das Zimmer herbeigeeilt kam, stieß diesen selben Ruf aus. Es war entsetzlich " doch die meisten gehen leer aus. aus. Erschöpfung und machen reiche Todeserute. Während Stille" Theilnahme! Ich stieß einen lauten Schrei Krankheiten aus, nachdem ich das Blatt überflogen. Ein Gedanke, ein gewöhnlich in der Woche 1100 Menschen starben, weisen die und dennoch, ich erinnere mich mit Bligesschnelle vor meinem inneren Auge erscheinendes Pariser Sterbelisten jetzt wöchentlich 4-5000 auf. Täglich also - das heißt also genau meiner Empfindung: ein gewisses bewunderndes Er- Bild zeigte mir den ganzen Jammer, der in dieser schlichten ungefähr 400 unnatürliche Todesfälle schauern, eine Art Genugthuung, etwas so Gewaltiges zu Traueranzeige lag. ich sah unfere beiden Kinder, Morde. Wenn auch der Mörder kein Einzelner war, nein, es war nicht auszudenken! sondern ein unpersönliches Ding, nämlich der Krieg, so erleben, mitten drin zu sein in dieser schicksalsschweren Rudolf und Sylvia Begebenheit und vor der eigenen Lebensgefahr dabei nicht Die Nachrichten, die man erhält, sind spärlich; alle sind es darum nicht minder Worde. Wen traf die VerantEtwa jene parlamentarischen Großsprecher, zu erbeben. Die Pulse schlugen mir, ich fühlte etwas wie Postkommunikation natürlich unterbrochen; nur durch Brief wortung? wie soll ich's nennen?- Stolz des Muthes. fauben und Luftballons wird mit der Außenweit verkehrt. welche in ihren Hezreden mit stolzem Pathos erklärten Die Gerüchte, die allenthalben auftauchen, sind der wie dies Girardin in der Sitzung vom 15. Juli gethan Man meldet stegreiche Ausfälle, daß sie die Verantwortung eines Krieges vor der Das Ding war übrigens weniger schauervoll, als es im widersprechendsten Art. Man meldet siegreiche Ausfälle, daß sie Können denn eines ersten Augenblick geschienen. Keine brennenden Gebäude, oder man verbreitet die Kunde, daß der Feind schon im Geschichte auf sich nähmen"? teine augstschreienden Menschenhaufen, keinen unaufhörlich Begriffe sei, Baris zu erstürmen, um es an allen Ecken an- Menschen Schultern start genug sein, solche VerbrechenEs fällt auch Nies sondern immer zuzünden und dem Erdboden gleich zu machen; oder man last zu tragen? Gewiß nicht. nur dieses dumpfe, ferne, von langen und längeren Zwischen versichert, daß, ehe man einen einzigen Deutschen in die mandem ein, die Prahler nachträglich beim Wort zu nehmen. Eines Tages, es war um den 20. Januar herum, tam räumen getrennte Rollen. Man fing nach einiger Zeit Mauern bringen ließe, die Kommandanten der Forts fich beinahe an, sich daran zu gewöhnen. Pariser und Friedrich, von einem Gang durch die Stadt heimgekehrt, welchen aus man wird erzählt, daß die sämmtliche Bevölkerung des Landes, mit erregter Miene in mein Zimmer. Nimm Dein Eintragebuch zur Hand, meine eifvige Hier und da fiel namentlich aus dem Süden( le midi se lève) über die die Luft durchschwirrenden Bombenhagel cts 16 als Spaziergangsziel solche Punkte, von bie Ranonenmusik beffer hören konnte. werden kann. und feinen Groschen. " " Um die Schneiderei für die Herren Offiziere betreiben, nicht verzichtet| Wolfswehr und bewilligen für Militärgwede feinen Mann| forbfrage angefirebt; die Zentralverbände wollten eine Dent Dem beifällig aufgenommenen schrift ausarbeiten lassen und diese dem Bundesrath übermitteln. Dem einheitlichen Lohntarif, welcher im Jahre 1878 verein- Vortrage folgte eine lebhafte Diskussion, in welcher Genosse 3 sprachen zur Sache außerdem die Herren Schulz, Rösner, bart wurde, sind bei Berechnung der Stücklöhne 35-40 Pf. für Kla u zunächst das Wort ergriff, um sich zu der Behauptung zu hieme, Sugo Grüneberg und Fris Grüneberg. die Stunde zu Grunde gelegt; vor zwei Jahren ist von allen versteigen, wir hätten gar keine Ursache, gegen die Militär- Das Resultat der langen Debatte war folgender Beschluß: " In Erwägung, daß die offene Koaksfeuerheizung in Firmen, welche auf dem beigefügten Lohntarif verzeichnet sind, vorlage zu stimmen, weil das Proletariat nichts mehr zu vereine Aufbesserung der Löhne bis zu 50 Pf. die Stunde zugestanden lieren habe. Auch gegen eine Volkswehr sei er, weil durch Be- Räumen, wo gearbeitet wird, ungemein schädlich auf die Gesund worden. Der Rock, ob Waffen- oder Ueberrock, verlangt zu feitigung des Militärs die industrielle Reserve- Armee noch heit des Arbeiters wirkt, erklärt sich die Versammlung ganz ent feiner Fertigstellung 35 bis 40 Stunden; man nahm dann nach vergrößert würde. Genosse Glode, wie auch die weiteren schieden gegen eine derartige Heizung. Die Anwesenden verpflichten längerer Auseinandersetzung mit den Fachmännern der ersten Redner, welche sämmtlich im Sinne des Referenten sprachen, be- fich, solche Bauten unter Angabe der Straße und des Namens des Firmen, z. B. Winter, Robrecht u. s. w., den Tarif an. Der leichteten treffend das Unsinnige der von Klau gemachten Aus Unternehmers dem zuständigen Polizeibureau oder aber dem VerArbeiter, welcher flink arbeitet, kann den Rock in 34 Stunden führungen. trauensmann Kleinert, Kulmftr. 3, auf schnellstem Wege anzu machen, daher 17 M. als Arbeitslohn festgesetzt wurde; bei der Nach Annahme endstehender Resolution, Wahl einer Lokal zeigen, damit derselbe die geeigneten Schritte zur Abschaffung Berechnung der anderen Stücke wurde ebenso verfahren. tommission und Erledigung einiger interner Angelegenheiten diefes von gewiffenlosen Unternehmern heraufbeschworenen Uebels Die Arbeiter Ihrer werthen Firma gaben jetzt die Erschloß die zahlreich von Frauen und Männern besuchte Versamm veranlassen kann. Ferner beschloß die Versammlung: flärung ab, daß die Arbeit, obgleich die Löhne gefürzt find, lung. Die Resolution lautet: bei den Versuchen zur Beseitigung der offenen Roatsseuer event. ebenso fauber ausgeführt sein soll wie vordem, und die Stoffe, Die im Lokal des Herrn Müller zu Rummelsburg tagende gemaßregelten Kollegen unterstüßen zu fönnen, verpflichten sich wie z. B. für Rocpofition, fich cher schlechter verarbeiten lassen, öffentliche Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des die Anwesenden, dahin zu wirken, daß vom nächsten Sonnabend als die besseren weicheren Stoffe. Im Anschluß an diese That Referenten einverstanden. Sie ist mit ihm der Meinung, daß ab alle arbeitenden Kollegen Berlins und Umgegend einen Mindest sache müssen wir die volle Zahlung für die Mühe und Zeit der moderne Kapitalismus und sein politischer Schützer, der beitrag von 25 Pf. an den Unterstützungsfonds abliefern. Das fordern, welche wir verwenden müssen, um ein solches Kleid her Staat, des Militarismus bedürfen zur Sicherung des ersteren, Geld ist auf Listen, welche von den Vertrauensmännern und den zustellen. Wir glauben, daß der einzelne Konsument eher in der daß die Klasse der wirthschaftlich schon maßlos ausgebenteten Hilfskaffirern auszugeben sind, zu sammeln." Als Hilfskassirer wählte man dann die Herren Kusche, Lage ist, für den Rock 3 M. mehr zu zahlen, als daß der einzelne Proletarier wohl zur Tragung des größten Theils seiner Kosten Arbeiter jede Woche 6 M. von seinem nicht zu hoch bemessenen verpflichtet wird, daß sie aber durchaus fein Interesse am Bestehen Schiemann, Lichte, Dietmann, E. Preuß, Franz Arbeitslohn opfern kann. Wir müssen daher die Zumuthung, desselben hat. Im Gegentheil hält die Versammlung den Mili- Meier, Hübner, Göze, Krebs und Schünemann. billiger zu arbeiten, entschieden zurückweisen, und erlauben uns, tarismus für das größte Hinderniß einer friedlichen Kulturent- Dieselben haben alle vier Wochen mit dem Vertrauensmann an das Direktorium die Bitte zu richten, den beigefügten Lohn- wicklung und verwirst ihn deshalb. Sie hält es für selbstver- Meier abzurechnen. Zum Schluß beschloß man noch, daß in tarif anzuerkennen und in Krast zu setzen. Schon der ständlich und für der Erörterung nicht mehr nöthig, daß die der nächsten Versammlung die Abrechnung sowohl über die Konsequenz halber müssen wir diese Forderung stellen, denn Vertretung der Sozialdemokratie im Heichstage auch der neuen Sammlung vermittelst sogenannter Unterstüßungsmarken, wie welche mit dem Offizierverein in Militärvorlage gegenüber die bekannte absolut verneinende auch über die Sammlung für die streifenden Töpfer zu geben Ronkurrenz stehen, ein Recht, uns zu sagen, wenn der Offizier Stellung einnimmt." sei. Als Revisoren für die Abrechnung wurden die Herren Rüstow, Daste und Krebs gewählt. Mit einem Hoch auf Berein den Arbeitslohn nicht zahlt, dann wollen wir auch diese Verpflichtung betreffs Zahlung eines einheitlichen Lohntarifes Die Kistenmacher tagten am Sonntag Vormittag bei ver- die Arbeiterbewegung schloß die Versammlung. nicht aufrecht erhalten u. f. w. Die Firma Berger und Golani hältnißmäßig zahlreicher Betheiligung im Dresdener Garten". Eine öffentliche Versammlung aller in der Schuh motivirt ihre Maßregel betreffs Kürzung der Arbeitslöhne schon Die Abrechnung des Vertrauensmannes ergab einen Baarbestand mit diefem Argument. Der wilde Kampf, welcher sich unter dem von 56,39 M., welcher Betrag fast ausschließlich zu den Ge- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbei Gesetz der freien Konkurrenz vollzieht, würde sodann zur Folge werbegerichts- Wahlen auf Sammellisten zusammengebracht worden terinnen nahm am 14. d. M. einen Vortrag des Kollegen haben, daß die Löhne im allgemeinen heruntergedrückt würden. ist. Auch in agitatorischer Hinsicht ergab die Thätigkeit des Klü ß- Elmshorn über politische und gewerkschaftliche Bes Bei der Vereinbarung mit den geehrten Firmen- Inhabern ist Vertrauensmannes, ein befriedigendes Resultat. Bum zweiten strebungen mit Beifall entgegen. Der Vortragende wies in seinem dieser Lohntarif mit der Bedingung angenommen, daß alle Firmen Punkt der Tagesordnung:„ Wie stellen sich die Ristenmacher zu Referat besonders die Existenzberechtigung der gewerkschaftlichen diesen Lohn zahlen und zwar der Konkurrenz halter. Andern- einer nächstjährigen Lohnbewegung resp. zur Ansammlung eines Bewegung hinsichtlich der ihr zufallenden Aufgabe, den Arbeitern falls soll es gemäß dieser Vereinbarung jeder Firma freistehen, Fonds zu derselben?" entspann fich eine lebhafte Debatte, in eine beffere Lebenslage zu verschaffen, wie auch hinsichtlich ihres ihren Preiskourant aufzustellen wie es ihr beliebt. welcher auf die traurigen, Lohnverhältnisse in diesem Gewerbe agitatorischen Werthes als Vorschule zur politischen Beweging Kann also der Offizierverein bei seinem Preiskourant nicht hingewiesen und eine Lohnbewegung, als eine Nothwendigkeit nach, betonte das in der Gewerkschaftsbewegung ruhende mora bestehen, so mögen die Herren denselben abändern; wir sind bezeichnet wurde. Um diese zu ermöglichen, wurde beschlossen, lische und sittliche Moment und folgerte, daß die Gewerkschafts nicht gewillt, diefen etwaigen Ausfall dadurch zu decken, daß wir zur Ansammlung eines Fonds 5 Pfennig- Marken durch den Ver- bewegung die berufenste Vertreterin des Proletariats und mit uns unseren nicht zu hoch bemessenen Arbeitslohn fürzen lassen. trauensmann, dem eine Kommission zur Seite stehen soll, aus allen Mitteln zu unterstützen sei. Mit der politischen Bewegung Ein Lohn von 40-50 Pf. pro Stunde, von dem wir noch den zugeben. Kollege Tschernig empfahl den Anschluß an die Zentral- allein wäre es nicht gethan, ohne Gewerkschaftsbewegung würde Bei Be Arbeitsraum, Licht, Feuerung für Bügeleisen, Zwirn, Seide zc. organisation, welche er als äußerst vortheilhaft schilderte. Seine ihr eine gewaltige agitatorische Straft ermangeln. zahlen müssen, ist wahrlich nicht zu hoch, umfomehr, wenn man Ausführungen fanden jedoch in der Versammlung keinen Anklang. Sprechung der politischen Bestrebungen legte der Vortragende, veranlaßt durch einen Widerspruch, mit besonderem Nachdrucke bedenkt, daß uns nur sechs Monate im Jahre volle Beschäftigung gegeben werden fann. Ebenso ist es mit den Zivilkleidern, auch In Köpenick( Tabbert's Hirschgarten) fand am Sonntag den propagandistischen, Werth, des Parlamentarismus flar diese Sachen werden durchweg sehr schlecht beglichen. Der Salon Machinittag eine öffentliche Boltsversammlung statt, in welcher und veranschaulichte ebenso die, Nothwendigkeit der Bethätigung rock aus seinem Tuch oder Kammgarn z. B. erfordert, je nachdem Genosse Bruns( Berlin) über die neue Militärvorlage referirte. in der politischen Bewegung. Nicht möglich sei es, die Gewerk Der Stoff, die Kante des Rockes und das Knopfloch behandelt Der Behauptung, daß diefelbe unbedingt nothwendig sei, um den schaftsbewegung von der politischen Bewegung zu trennen. Beide werden kann, 40-60 Stunden zu seiner Fertigstellung. Frieden dauernd zu erhalten, trat Redner auf das Schärfste ent- feien beraten, Hand in Hand zu wirken, um die heutige GesellDer Arbeiter erhält schreibe und fage 12 M. als Arbeitslohn gegen, gleichzeitig flar vor Augen, führend, wie schädlich ein schaft abzulösen. Der Vortragende ermahute zur Einigkeit, zum für Fertigstellung eines solchen Kleides; jeder andere Gewerbe- folcher Wettlauf der Völler, zur Erhaltung des Friedens auf die Kampfe Schulter an Schulter und zum Fallenlassen aller pers treibende, welcher die gleiche Arbeit fordert, zahlt 18 bis 21 m. Kulturentwickelung der gesammten Menschheit einwirte und wie fönlichen Streitigkeiten. In der Diskussion famen fast nur Ber für eine folche Arbeit; bei allen anderen Kleidungsstücken ist das dadurch die ohnedies schon ungeheuren Lasten, welche das Bolt treter der unabhängigen" Strömung zum Worte. Die Debatte Die Be Berhältniß daffelbe. zu tragen habe, immer mehr vergrößert werden. An der gestaltete sich demzufolge sehr lebhaft und langwierig. worauf schlußfassung einer beantragten, dem Referenten zustimmenden Diskussion betheiligte sich nur Genosse Buchholz, eine Resolution, welche sich gegen den Militarismus aussprach, Resolution wurde für überflüssig erachtet. Wegen vorgerückter zur einstimmigen Annahme fam. Zum dritten Punkt der Tages: Beit mußte die Besprechung der schwarzen Listen hiesiger Schuh ordnung wurden als Kandidaten für die demnächstigen Stadt- fabrikanten ausgesetzt werden und wird diese Angelegenheit eine verordnetenivahlen zur dritten Abtheilung die Genossen G. Hoff spätere öffentliche Versammlung beschäftigen. mann, A. Ginfinger, M. Schwan und Fr. Richter in Vorschlag gebracht und von der Versammlung als solche einstimmig an Das Direktorium ist also höflichst gebeten, seine Maßregel nochmals zu prüfen und den beigefügten Lohntarif anzuerkennen. Es sei gleich bemerkt, daß, wenn diese Aufforderung unbeachtet bleibt, wir gewillt sind, mit Hilfe des Gewerbegesetzes gegen die Firma vorzugehen. In einer Flugschrift soll den Herren Offizieren Der ganzen Armee das Verhalten des Direktoriums, sowie unsere Maßregel motivirt werden. Diese Flugschrift soll in einer solchen Muflage hergestellt werden, daß wir au jeden Offizier und an die gefanmite Preffe Deutschlands je ein Exemplar fenden können. Wir bitten das Direktorium nochmals höflichst, uns seinen Entschluß binnen 14 Tagen zukommen zu laffen. Der Vorstand. Die Preffe ohne Unterschied der Parteistellung ist höflichst gebeten, diesen Bericht mit dem beigefügten Brief aufzunehmen; besonders bitten wir die Norddeutsche Allgemeine" und" StreuzZeitung" darum, damit den hohen Herren Gelegenheit gegeben wird, uns wenigstens einmal zu hören. Wir wissen nämlich genau, daß die Maßregeln des Direktoriums nicht von allen Mit gliedern des Offiziervereins gebilligt werden." erfannt. Nachdem noch Genoffe Ginfinger zu reger Betheiligung an den Wahlen aufgefordert hatte und die Genossen Hoffmann ( Tischler), Reuschow und Waldner zu Revisoren gewählt worden waren, schloß die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie. V Der Fachverein der Musikinstrumenten Arbeiter hielt am 7. November eine Mitgliederversammlung ab, in der Robert Schmidt zunächst einige Aufklärungen über die physikalischen Apparate in der Urania gav. Sodann verlas der stairer die Abrechnung vom Sommerfeste: Dieselbe ergab eine Einnahme von 664,90 M., eine Ausgabe von 698,30 M., sodaß ein Defizit von 34,20 m. verbleibt. An Billets stehen noch 302 Stück aus. Nach erfolgter Bestätigung der Abrechnung wurde der Kassirer In einer Stuckateurverfammlung referirte am 14. No- entlastet. Nachdem hierauf, bekannt gegeben war, daß Winuer vember Herr Dr. Christeller über die Schädlichkeit der das ihm übertragene 2mt in der Werkstatt- Kontrollkommiſſion offenen Roatsförbe in den Arbeitsräumen auf den Neubauten. nicht annehme, wurde beschlossen, diese Kommission mit vier Neu aufgenommen wurden An den Vortrag schloß sich eine sehr lebhafte Debatte über die Mitgliedern bestehen zu lassen. 11 Kollegen. beste Art und Weise, der Polizeiverordnung Geltung zu verschaffen, welche die Anwendung der offenen Koatsfeuerung ver- Die Schleifer hielten kürzlich eine Branchenversammlung In Rummelsburg nahm am Sonnabend eine öffentliche bietet. Der Vertrauensmann kleinert theilte mit, daß ihm ab, in welcher Koopmann über die Kämpfe der ArbeiterVersammlung Stellung zu der neuen Militärvorlage. Genoffe auf eine Anfrage vom Königlichen Polizeipräsidium die Antwort Th. Glocke fritisirte diefelbe, hierbei den Anwesenden das Wesen geworden, die bezügliche Polizeiverordnung gelte nur für Berlin Organisationen einen mit großem Interesse verfolgten Vortrag hielt. An denselben knüpfte sich eine rege Debatte. Unter Ber und den Charakter des Militarismus flar legend, welcher für die und Charlottenburg, welche beiden Städte dem hiesigen Polizei- fchiedenem wurde zur fleißigen Benuzung der Bibliothek auf heutige bürgerliche Gesellschaft, wie er an der Entwicklung der präsidium unterständen. Sache der Ortsverivaltungen der gefordert, welche jeden Montag und Donnerstag Abend für den selben treffend nachweist, zu einer Nothwendigkeit geworden ist sonstigen Vororte von Berlin sei es demnach, felb- Norden bei Schayer, Brunnenstr. 40, und für den Süden bei und mit dieser steht und fällt. Weiter zeigte der Vortragende, ständig gegen die gesundheitsschädlichen Koafskörbe, fo Schmidt, Adalbertstr. 16, geöffnet ist. Nachdem Jerschel zum wie die Bourgeoisie den Militarismus für sich ausnüßt, welche fern fie in Arbeitsräumen Anwendung finden, Ber: Mitglied der Fachkommission gewählt worden war, fand Schluß Lasten derselbe dem Volke aufbürdet und wie er hemmend ordnungen ergehen zu lassen. Auf ein Schreiben an der Versammlung statt. auf die Kulturentwicklung einwirkt. Wir verlangen, so den Oberpräsidenten von Achenbach habe er noch keine Antwort führte Redner aus, an Stelle des stehenden Heeres eine erhalten. Uebrigens werde eine nationale Regelung der KoatsGeschichtsschreiberin!" rief er mir zu. Heute giebt es einen wichtigen Bosten." Und er warf sich in einen Sessel. Welches meiner Bücher? fragte ich. Das Friedens protofoll?" Friedrich schüttelte den Kopf: O, mit dem ist's wohl für lange Zeit vorbei. Der Krieg, der jetzt gefochten wird, ist zu gewaltiger Natur, um nicht triegerisch fortzuwirken. Auf der Seite der Besiegten hat er einen solchen Vorrath von Haß- und Rachesaaten ausgestreut, daß daraus eine künftige Kampfernte hervorwachsen muß; und andererseits hat er für den Sieger solche großartige umwälzende Erfolge zu stande gebracht, daß dort eine gleich große Saat von kriegerischem Stolze aufgehen wird." 12 " 10= Krieg nicht einseitig- von der deutschen Seite zu bedenen man so gern, so gern das drohende Leid ersparen trachten. Nicht nur als Menschen, sogar nach engerem, wollte Aber sie wollen nicht." und jedes nationalem Begriffe hätten wir das Recht, die Erfolge Nein, mein Friedrich- so umfassend ist mein Herz unserer Feinde und Unterwerfer von 1866 zu beklagen. doch nicht. Die Hafsenden alle kann ich nicht lieben." Und dennoch, ich gebe mit Dir zu, daß die erreichte Ber- Aber doch beniitleiden?" einigung des zerstückelten Deutschlands eine schöne Sache In dieser Weise plauderten wir lange weiter. Ich ist; daß diese Bereitwilligkeit der übrigen deutschen Fürsten, weiß es noch heute so genau, weil ich damals öfters dem greisen Sieger der Kaiserkrone zu reichen, etwas Be- neben den friegerischen Ereignissen auch Bruch geifturndes, Bewundernswerthes hat. Es ist nur schade, daß stücke unserer daran geknüpften Gespräche in die rothen eine solche Vereinigung nicht aus friedlichem, sondern aus tric- Hefte eintrug. An jenem Tage haben wir auch wieder gerischem Werke hervorgegangen ist. Wie also, wennNapoleon Ill. einmal von der Zukunft gesprochen: jetzt würde Paris die Herausforderung des 19. Juli nicht abgesendet hätte, fapituliren müssen, der Krieg hatte ein Ende wäre da in den Deutschen nicht genug Vaterlandsliebe, dann konnten wir wieder mit gutem Gewissen glücklich nicht genug Volkskraft, nicht genug Einigkeit gelegen, um sein. Da überschanten wir die Gewährleistungen unseres Was ist denn so Bedeutendes geschehen?" aus sich heraus dasjenige zu bilden, worauf sie jetzt ihren Glücks. In den acht Jahren unserer Ehe nicht ein hartes, „ König Wilhelm wurde in Versailles zum deutschen Nationalstolz setzen werden:„ Ein einig Volk von Brüdern?" nicht ein unfreundliches Wort so viel mit einander Raiser ausgerufen. Es giebt jetzt ein Deutschland ein Jezt werden sie jubelndes Dichters Wunsch ist er durchgelitten und durchgenossen so war unsere Liebe, einiges Reich- und ein mächtiges Reich. Das giebt einen füllt. Daß sie vor kurzen vier Jahren einander in den unser Einssein derart befestigt, daß eine Abnahme nicht neuen Abschnitt in der sogenannten Weltgeschichte. Und Saaren gelegen, daß es für Hannoveraner, Sachsen, Frank mehr zu fürchten war. Im Gegentheile:- unr stets Du kannst Dir denken, wie aus dem neuen, aus Waffen- furter, Nassauer und so weiter keinen ärgeren Haßbegriff inniger würden wir uns aneinander schließen arbeit hervorgegangenen Reiche diese Arbeit hoch in Ehren gab als Preußen" das wird zum Glück vergessen sein. neue gemeinschaftliche Erlebniß gäbe zugleich ein nenes gehalten sein wird. Die beiden vorgeschrittenften Kultur- Dafür aber der Deutschenhaß, hier zu Lande, wie wird der Band ab. Wenn wir erst ein paar weißhaarige alte Leut länder des Festlandes sind es also hinfort, welche den nunmehr gedeihen!" chen geworden mit welcher Freude konnten wir da auf Kriegsgeist pflegen werden das eine, um den erhaltenen die ungetrükte Vergangenheit zurückblicken, welch' goldig Schlag zurückzugeben; das andere, um die errungene Macht-„ Das bloße Wort Haß-" begann ich Dieses milder Lebensabend lag dann noch vor uns!... " Ist Dir verhaßt? Du hast recht. So lange dieses Bild von dem glücklichen alten Bärchen, das wir einst ab stellung zu bewahren; hier aus Haß, dort aus Liebe; hier aus Bergeltungssucht, dort aus Dankbarkeit gleichviel: Gefühl nicht recht und ehrlos gemacht wird, so lange giebt geben sollten, hatte ich mir so oft und lebhaft vorgestellt, daß Der Religionshaß ist es sich mir ganz deutlich eingeprägt und sogar im Traum sich flappe Dein Friedensprotokoll nur zu auf lange Zeit es feine menschliche Menschheit. hinaus stehen wir unter dem blutigen und eisernen Zeichen überwunden, aber der Völkerhaß bildet noch einen Theil wiederholte, wie etwas wirklich Geschehenes. Mit verschie der bürgerlichen Erziehung. Und doch giebt es nur ein ver- denen Einzelheiten: Friedrich mit einem Sammtkäppchen „ Deutscher Kaiser!" rief ich„ das ist wahrlich groß- edeludes, ein beglückendes Gefühl hienieden das ist die und einer Gartenfcheere. ich weiß selber nicht warun artig." Und ich ließ mir die Einzelheiten dieses Ereignisses Liebe. Nicht wahr, Martha, davon wissen wir etwas zu denn niemals hatte er Lust zur Gärtnerei gezeigt, und von einem Hauskäppchen war schon gar nie die Rede gewesen; Ich kann doch nicht umhin, Friedrich", sagte ich, Ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter und blickte ich mit einem sehr fofett gesteckten schwarzen Spiken mich über diese Diachricht zu freuen. So ist die ganze zu ihm auf, während er mir zärtlich das Haar aus der tuche auf dem silber weißen Haar, und als Umgebung cine von der untergehenden Sommersonne warm crleuchtete Schlachtarbeit doch nicht verloren gewesen, wenn daraus Stirne strich. ein neues großes Reich hervorgegangen." " Wir wissen," fuhr er fort, wie süß es ist, wenn im Parkpartie; dazu lächelnd getauschte freundliche Blicke und für einander, für unsere Worte wie: Weißt Du noch?... Erinnerst Du Dich Bom französischen Standpunkt aber doppelt ver- Herzen so viel Liebe wohnt loren... Und wir beide hätten wohl das Recht, diesen Kleinen, für alle Brüder der großen Menschenfamilie, damals als ( Fortsegung folgt.) Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. des Mars." erzählen. か Mir schauderte. erzählen?" "