Nr. 49. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Wierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwirts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 8 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Bur Kritik der preußischen SteuerDer tarif- Debaffen. 11 II. Advokat des Mittelstandes" Die Stellung der Deutschfreisinnigen zum Steuertarif giebt besser Aufschluß über die Ziele und Aufgaben dieser Partei, als die eindringlichsten Reichstags- WahlFreitag, den 27. Februar 1891. Mart 4200-4500. 4500-5000 5000-5500 Mart 72( 104) 80( 118) 88( 132) 5500-6000 96( 146) 6000-6500 106( 160) 6500-7000 116( 176) 7000-7500 126( 192) 7500-8000 138( 212) 8000-8500 150( 232) 8500-9000 162( 252) 9000-9500 180( 276) 9500-10500 Mart 32 000 68 000( 78 000) " 200( 300) 0000 folgenden Alinea des Rom Einkommen zu ändern: in Stufen um je von Mart Mart 2000 80 2000 100 Mart Expedition: Beuth- Straße 3. also eine Ermäßigung um mehr als ein Drittel; daß die unteren Stufen beginnen mit 900 Mark und mit einer Besteuerung von zwei Dritteln des Einkommens, daß hier aber schon bei 2400 M. Einkommen der Prozentsaz auf 13/4 steigt und mit 3000 Mart gleich auf 2 pCt. Meine Herren, wenn auf die Gewerbesteuer von den Herren Vorrednern hingewiesen ist, so mache ich darauf aufmerksam, daß die Erlasse bei der Gewerbesteuer ja auch fast ausschließlich die Klassen mit weniger als 1500 M. Gewerbe- Einkommen treffen, also diese Erleichterung auch den unteren Klassen fast ausschließlich zu Gute kommt. Nun ist das ja sehr schön, daß man diese Rücksicht nimmt und die Steuerlast ermäßigt, aber wenn man in diese Ermäßigung die Mitteltlassen nicht entsprechend einbegreift, dann kann dieses Verhältniß zuleht zu einer Ungerechtigkeit führen gegenüber den den unteren Klassen zunächst stehenden Mittelklassen. reden des Herrn Eugen Richter. Sie ist die politische und im Verfolg hiervon in dem Organisation der Mittelklasse, die parlamentarische Ver- missionsbeschlusses über die höheren Man hat für die Ermäßigung der unteren Klassen an: treterin des mobilen Kapitals, und trotz aller Proteste geführt, daß die Geldverhältnisse seit 1851 doch wesentzeigt es sich immer und so auch diesmal wieder, daß die lich anders geworden sind. Ja, das ist vollständig richtig, Interessen der Bourgeoisie der Grund- und Eckstein des bis 68 000( 78 000) aber es trifft dies auch auf die mittleren Klassen durchaus 100 000 zu, ja vielleicht in noch stärkerem Maße. Ich behaupte, Liberalismus find. Der Wortführer des deutschen Freifinns präludirte bereits in der Sitzung vom 14. Februar Charakteristisch für die Rücksichtslosigkeit, mit welcher daß heute Jemand mit 2000 Thalern Einkommen nicht der kapitalistischen Symphonie, die er im Bunde mit Richter in diesem Parlament die Sache der Besitzenden so weit tommt als er bei Emanation des EinkommensteuerGefeßes mit 1000 Thalern fam. Die Lage dieser mittleren Rickert, Steffens und den verbissensten Geschäftsführern verfocht, ist die Begründung seines Antrages. Ich wende Klassen und der unteren ist überhaupt der Steuerpflicht gegender rheinisch- westfälischen Fabrikfeudalität, einige Tage mich", so erklärte er zunächst, ausschließlich gegen die zu über gar nicht eine so durchaus verschiedene, daß später aufgeführt hat. Emphatisch erklärte damals Herr hohe Besteuerung der Mittelklassen.. worunter ich in sie eine solche Verschiedenheit der Tarife rechtfertigt. Wenn man Richter( Sten. Ber. S. 849): meinem Antrage die Klassen von 2400 bis 10 000 m. die Einkommensteuer so total umgestaltet, wie es hier geschieht, dann dürfte man bei der Ermäßigung der Steuersätze nicht, wie. Die Gesetzgebung hat bei uns sehr viel Rücksicht genommen verstehe."( Sten. Ber. S. 871.) Es wäre ein unverzeih- bisher, bei den unteren Klaffen stehen bleiben, sondern es müßten in der letzten Zeit auf die Männer der körperlichen Arbeit; ich licher Verstoß gegen die einfachsten Regeln der politischen die Mittelklassen in diese Ermäßigung einbegriffen werden, und ollte meinen, es wäre jetzt auch an der Zeit, daß man sich mehr Logik, wollten wir etwa nur den Gedankengang der ich verstehe unter Mittelklassen die Einkommen bis 9000 und die Verhältnisse vergegenwärtigt, unter denen die Männer leben, 10 000 m. Bei den oberen Klassen darüber hinaus liegt für die eine geistige Arbeit verrichten, und daß man auch ihre be Richter'schen Ausführungen kurz zusammenfassen. Für mich die Frage ganz anders, denn da ist der Steuersatz weniger sonderen Verhältnisse in der Gesetzgebung etwas schärfer ins Alle, die es angeht, für Alle, die den Kampf gegen den eine Einschränkung des persönlichen Lebensgenusses als eine EinAuge faßt, denn im Grunde genommen sollen wir uns doch vor Deutschfreifinn auszufechten haben, für die Arbeiter, welche schränkung der Kapitalbildung, und dieser Frage gegenüber kann einer Ueberschägung wie sie in manchen Kreisen jetzt anfängt, der förperlichen Arbeit hüten. Die förperliche Arbeit erlangt noch im Schlepptau der Richter'schen Fraktion sich befinden, man sich ganz anders stellen als bei der ersten. Es ist ja richtig, ihren wirthschaftlichen Werth in der Regel erst durch die leitende ist es von größter Wichtigkeit, daß sie den„ großen Volks- daß ein Einkommen von 3000, 6000, 7000, 8000 m. viel größer als ein Einkommen von 2000, 1500 M. Aber man Ropfarbeit." mann", den„ unermüdlichen Vorkämpfer der bürgerlichen muß sich doch auch vergegenwärtigen und das wird Freiheit", und wie sonst ihn seine Byzantiner heißen, selbst in einer Eingabe, die uns der Privatbeamten- Verein zureden hören. Herr Richter sagte also( Sten. Bericht, gesandt hat, die Sie vielleicht auch gelesen haben, sehr gut ausgeführt, daß, um dieses höhere Einkommen der mittleren Klassen S. 872/73): zu erwerben, man ein gewisses Rapital schon aufgewandt haben " Was nun zunächst die Besteuerung für den Staat betrifft, muß in der größeren Vorbildung. In diesen jetzt mit Steuero halte ich den Tarif, wie er hier in Vorschlag gebracht wird, ermäßigung einzig und allein bedachten Klassen wird der junge für ein Unrecht gegenüber dem niedrigen Tarif der niedrigen Mann vielleicht schon mit 18 Jahren selbständig, und kurz darauf Einkommensklassen. Meine Herren, seit dem Jahre 1873 sind die erlangt er ein solches Einkommen als Arbeiter und Gehilfe, wie niedrigen Einkommentlassen, um einfach diesen er es in seinem späteren Leben auch oft nicht höher erreicht. Ausdruck der Kürze wegen zu gebrauchen, fortgesetzt ermäßigt; Ganz anders liegt die Sache bei diesen Mittelklassen. Viele Söhne im Jahre 1873 zuerst, dann hat man 1883 diese Thätigkeit fort werden erst selbständig in ihrem Einkommen 10 Jahre später, mit gefeßt, jezt werden diese niedrigen Klaffen wieder weiter er- 28 Jahren, ja erst nach dem 30. Jahre erlangen sie ein Einmäßigt. Dadurch ist ein Unterschied in der Vertheilung entstanden kommen, das zu ihrem Unterhalt ausreicht. verglichen mit der Vertheilung der Einkommen- und Klaffensteuer Meine Herren, die unentgeltlichkeit der Volksvon 1851, der ein außerordentlich großer ist. Vergegenwärtigen Sie sich, daß bis zum Jahre 1873 die Einkommen unter 900 m. schule ist jetzt ja durchgeführt. Das ist auch eine Er Die mittleren bis 12 M. Klassensteuer bezahlt haben, und daß diese Einkommen leichterung der unteren Klassen. jezt vom Staat ganz freigelassen werden, daß die Einkommen Klassen über 3000, 6000 M. haben davon gar keinen Vortheil; von 1200 M. nach dem preußischen Klassensteuer Gesetz 30 M. im Gegentheil, die Schulgelder der höheren Anstalten, auf die Steuer bezahlten und jetzt auf 12 M. ermäßigt werden, also im Verhältniß von 5 zu 2, eine Ermäßigung um mehr als die Hälfte; daß damals ein Einkommen von 1500 M. mit 36 M. besteuert wurde, nach dem jetzigen Tarif mit 21 Mart, Herr Richter wäre nicht der fanatische Bourgeois gewesen, als den er sich bei entscheidenden Fragen immer und allerwegen zeigt, wenn ihm der Steuertarif der Kommission trotz dessen erheblichen Zugeständnissen an die mittlere Bourgeoisie hätte Genüge leisten sollen. Kratze den Fortschrittler Richter und du wirst den Agenten des Kapitalismus sehen! So geschah es, daß er einen Antrag einbrachte, welcher das Bischen Steuerreform, das mit Hängen und Würgen zu Stande gekommen war, völlig zu berflüchtigen bestimmt war. Er beantragte: Die mittleren Einkommen, wie folgt niedriger zu tarifiren ( die eingeklammerten Ziffern bedeuten die von der Kommission vorgeschlagenen Säße): Mart Mark 2400-2700 41( 44) 2700-3000 46( 52) 3000-3300 51( 60) ( 3300-3600 3600-3900 3900-4200 56( 70) 61( 80) 66( 92) Feuillefont. Nachbruc verboten.] Bei Mama. Roman von Arne Garborg. [ 49 fie angewiesen sind, hat man erhöht. In Berlin beträgt das Schulgeld an diesen Anstalten 100 m. Jeder der KommunalSchüler kostet der Stadt Berlin 46 M.; es ist das ein Sag, der schon für ein einziges Kind mehr als den Klassensteuerbetrag " Plötzlich „ Sie waren also überhaupt fie glaubt, daß Sie gegenwärtig mit dem Unterzeichneten in um fich auszuweinen. nicht sehr vorsichtig?" fragte er." Eine Dame in Ihrer freier Ehe leben." Gott, wie er ligt! ligt!!" Stellung muß dafür sorgen, daß die Leute wissen, wie" Uf, schreien Sie nicht so... Aber Sie sehen, daß ich mich fie lebt. Sagen Sie, ist es wahr, daß Sie im Monat rücksichtlich Ihrer nicht an sehr viel halten kann!" nicht mehr hatten als vierzig Kronen?" Sie verstummte völlig. Armes Mädchen, hatte sie ein " Ich bekam in der letzten Zeit sechzig; anfangs friegte ich nur fünf sehr hohes Spiel gespielt und merkte sie, daß sie verlor? undzwanzig. Ja, aber davon konnten Sie ja doch Sie näherten sich ihrem Hausthor; er begann davon zu Sie erstickte ihr Schluchzen. reden, daß sie heirathen solle. Werden Sie keine alte nicht existieren? „ Nein." Er hielt inne. Mehr zu fragen ging einfach Jungfer; suchen Sie sich einen braven Mann, der Sie So, und was sagte er? Das heißt, er nicht an. Bald begann er wieder: Sie haben überhaupt kennt und auf den Sie sich verlassen können" erzählte nichts; er ist der geschickteste Berläumber, dem nicht Luft, von sich zu erzählen, Fräulein?"- Der Ton eilte sie an ihm vorbei und verschwand; es tam ihm vor, ich jemals begegnet bin; er sagte mur, es fenne sie eigent- war ironisch; ihr wurde eiskalt. Ich glaube nicht, daß als höre er unterdrücktes Schluchzen von der finsteren Treppe lich niemand; fein Einziger wisse z. B., in welchem Ver- es Sie interessiren könnte", antwortete sie furz. Na... herab. Fanny hatte um eine Stelle an der Volksschule hältniß Sie zu Uchermann gestanden seien; ebenso wenig bei dem mildest gesprochen- sonderbaren Verhältniß, wisse jemand, wie Sie mit vierzig Kronen im Monat haben in das wir zu einander gerathen sind-; man muß sich angesucht; sie erhielt dieselbe nicht. Dagegen supplirte sie leben können, Gie, die Sie obendrein eine Mutter zu ver- doch bis zu einem gewissen Grade kennen begreifen Sie!" ein paar Monate lang einer anderen Lehrerin, welche ein forgen hatten; Mir scheint, ich kenne Sie recht gut!"" Das thun Stipendium bekommen hatte, um in Stockholm die schwedische ferner sei es unbekannt, in wie weit die Erklärung dafür vielleicht bei einem gewissen jungen Sie nicht, Fräulein; und in jedem Falle kenne ich Sie„ Folkeskola" zu stubiren. „ Nein!" Kennt Sie überhaupt Jemand, Zum Glück erhielt sie eine Knabenklasse; die kleinen Springinsfeld, einem Herrn Houen, dem Sohne ihres nicht." Buben waren weniger bösartig als die Mödchen. Und früheren Chefs gesucht werden könne...." Was?!" Fräulein?"" Ich hoffe doch." Zum Beispiel?" durch den Na, Helga Markussen." Nein, Fran Mar- wie herrlich, wieder etwas zu thun zu haben; es wurde auch wäre nur dieser Rücken, hinab in die Beine, die Knie.. Sie traf gewiß eine ganz angenehme Arbeit, An das braucht fussen fennt Sie nicht."- Wie mei...?"_ man sich absolut nicht zu fehren", sagte Gram; der Sie eines Religionsunterricht nicht gewesen. Es ließ sich auskommen mit dem Christenthum, solang Mensch erklärte selbst, er wisse nichts; er zog blos seiue Handlungsbeslissenen; der Handlungsbeslissene verschwand Das man es sich in einer gewissen Ferne halten, an das WesentSchlüsse aus dem, was er vernommen; unter seinen Quellen und sein Nachfolger wurde dieser Uchermann..." nannte er einen gewissen Flsnaes fagt sie nicht!!" Ra, wenn auch nicht gerade in dieser liche glauben und den Rest dahin stehen lassen durfte. Aber " So etwas hat Flsnaes nie gefagt," erklärte Fanny. Form... Lassen Sie mich hören: war jener Handlungs- hier, wo alles vorgebracht und erklärt werden sollte, hier Nein, das sagte er ja selbst auch.... ein aus- befliffene vielleicht identisch mit dem jungen Springinsfeld, war es schlimmer. Die Fragen blieben ihr manchesmal im Halse stecken. gesuchter Verläumder; Sie sollten mit ihm nicht mehr von welchem Opthun erzählte?" Nein." Nach einer Es' war in der Freischule; und den bläulich- blaffen zerumgehen, nicht einmal ihn grüßen!" Das finde ich Pause fuhr sie fort: Uebrigens kennt Ebba mich besser." gingen eine Zeitlang stumm einher; er" Fräulein Lehmann weiß nichts anderes als Gutes von lumpten Kleinen auseinanderzusetzen, daß sie Gott lieben auch." Sie " • " " schien zu erwarten, daß sie etwas sage. Sie fühlte sich Ihnen", sprach er, aber nach dem, was Opthun er sollten, weil er ihnen Speise und Kleider gab... vir elend; ihr einziger Gedanke war, nach Hause zu kommen, zählt, will sie sich nächstens von Ihnen zurückziehen, weil bekommen weder Speise noch Kleider!" hätte ihnen ja ein 9 einer Familie erreicht, der ein Einkommen von 2400 M. auf I Die naive Ungenirtheit, mit welcher in dieser Rede der Sozialdemokraten.( Meineid" wirft er ihnen mert erlegt wird. Allerdings kostet der Schüler einer höheren Klasse die arbeitenden Klassen traktivt werden, verdient lebhafte würdiger Weise nicht vor), er haßt das Bebel'sche Buch 70 M. Im Verhältniß zu dem Einkommen der die höheren Anerkennung: hier nämlich, im preußischen Abgeordneten- über die Frau" und meint, Jemand, der das geschrieben, Schulen durchweg frequentirenden Klassen ist der Zuschuß der Stadt ein verhältnißmäßig viel geringerer, als bei den Volks hause, spricht Richter ohne Scheu für seine Auftraggeber. dürfe nicht über Familie reden. Und diese Stöckerweisheit schulen. Ich führe das hier nur an, um nicht die unentgeltlich- Es genügt, um seine Darstellung der Steuerbefreiung der im Stöckerstil. Der Sozialdemokrat Heine leuchtete dem feit der Volksschule, für die ich auch in allen Stadien eingetreten niederen Einkommenklaffen in ihrer ganzen Schönheit zu lichen Fortbildungsschul- Verhältnisse, namentlich auf dem Lande. protestantischen Hezpfaffen heim, und schilderte die erbärmendlich daran denken muß, den nächstfolgenden Klassen gerecht zu würdigen, der Hinweis auf unsere Angaben über die Dann sprach ein katholischer Kirchenmann, nicht polnischer werden, die bisher etwas stiefmütterlich behandelt wurden. In Sachlage, die geschöpft worden sind aus der 1872er Dent- Nationalität der sonst ganz gescheidte und mitunter diese Mittelklaffen fallen hauptsächlich diejenigen, welche ein per schrift der preußischen Staatsregierung. sogar liberale Professor Orterer, der die protestantischen sönlich größeres Einkommen haben. Wenn in den Klassen, in Die banaufische Reckheit, mit welcher der Verfasser Pfaffenphrasen des Stöcker etwas manierlicher machte und denen der Sohn wieder den Beruf des Vaters als Beamter, Rechtsanwalt, Arzt, Geistlicher, Lehrer ergreift, so felten Ver: der Irrlehren" das arbeitende Volk verhöhnt, dasselbe ins Katholische übersetzte. Der nämliche Haß gegen die mögen aufgefammelt wird oder auch nur erhalten wird, so rührt arbeitende Volk, das er während der Reichstags- Wahl- Schule, sofern sie nicht Anhängsel der Kirche ist. es her von den großen Kapitalaufwendungen, die die größere fämpfe umischmeichelt und kajolirt, ist in ihrer Art un- Das war überhaupt das Leitmotiv der heutigen Reichs Borbildung der Kinder mit sich bringt, und wenn in diesen übertrefflich. Mit einer graziösen Handbewegung wird tags- Debatte- der gemeinsame Haß aller Pfaffen und Noth oft eine viel größere, wie in den durch diesen hier zu Nutz und Frommen der besitzenden Klassen die sonstigen Reaktionäre gegen die freie Schule. Um die Schule wurde thatsächlich gekämpft. Die Tarif berücksichtigten niedrigen Klassen, weil die Wittwe viel weniger Lage der breiten Massen in rosigen Farben geschildert. Arbeiter in die Kirche zu schleppen, statt sie in die Schule im Stande ist, sich selbständig zu ernähren, als es bei den niederen Der Führer der bürgerlichen Opposition, der den furcht zu schicken- das war das Ziel sämmtlicher Anträge und Klaffen der Fall ist. Die Steuer wirkt hier auch sehr hart, und baren Druck der indirekten Besteuerung, die verhängniß- Reden der Vertreter sämmtlicher reaktionärer Parteien. Sie können glauben, daß mancher selbst in diesen Klassen von Und sie sind in der Majorität. Bei der Abstimmung 6000 bis 9000 M. Einkommen dem Zahlungstermin oft bange volle Wirkung der Schutzölle auf den Lebensmaßstab der entgegensieht. Wenn hier nicht so viele Auspfändungen und der großen Menge nicht eindringlich und scharf genug zu wurde der Paragraph in der Kommissionsfaffung ange gleichen vorkommen, wie in den niederen Klassen, so kommt es fennzeichnen wußte, findet bei der Steuertarif Debatte nommen, nebst einem Verschlechterungs- Antrag, der die baher, weil nach der ganzen sozialen Stellung sich die Betreffenden plötzlich, daß ein geschüttelt volles Maß Erleichterungen Schule zu Gunsten der Kirche noch mehr in die Ecke drückt, dem viel weniger aussehen können. Eine solche Maßnahme wirkt vernichtend für ihre ganze soziale Existenz, und sie müssen den kleinen Leuten zu Theil geworden sind. Der Ultra- als dies selbst von der Kommission beabsichtigt war. Da die nachfolgenden Paragraphen( Fabrikinspektion 2c.) deshalb alles aufbringen, um die letzte Mark Steuer zu bezahlen. montane Bachem hob treffend die überwiegende Bedeutung sehr wichtig sind und nicht von einander getrennt werden „ Sehen wir uns nun die Klassen an in diesem Mittelstand, der indirekten Steuern im Volks und Einzel- Haushalt tönnen, und da demnach keine Aussicht ist, die Debatte die dem Erwerb nachgehen, die also nicht zu den sogenannten hervor, der Fortschrittler Richter ignorirt dieselben und heute noch zu Ende zu führen, so vertagt sich das Haus gelehrten Berufstlaffen gehören. Ja, das sind noch nicht in fann die Herrlichkeit der Steuerbefreiung und Steuer- gegen 5 Uhr. Handel und Industrie die sogenannten gesättigten Existenzen, die Für die morgige Sigung, die schon um 12 Uhr betreibende, Anfänger, die sich erst gegenüber einer sehr großen Aehnlich liegt die Sache bei der Gewerbesteuer, die ginnen soll, ist der Militäretat zweiter Lesung Konkurrenz emporarbeiten müssen, und die daher große Mühe Herr Richter ins Feld führt. Und er hat ferner die auf die Tagesordnung gesetzt. haben, vorwärts zu tommen. Und auch unter den Landwirthen: Stirn, die Verhältnisse von Leuten, die 2400 bis Vor Ostern muß der Etat fertig gestellt sein; das diejenigen, die die Selbstbewirthschaftung der Landwirthschaft im 10 500 M. Einkommen haben, mir nichts dir nichts Arbeiterschutzgesetz muß also bis nach den Osterferien engsten Sinne des Wortes betreiben, die also nicht in der Lage gleichzusetzen denjenigen von Proletariern und kleinen sind, durch Inspektoren wirthschaften zu lassen und sich auf Jago Leuten, die bis 900 oder von 900 bis 2400 m. jähr- Taschen zu! heißt es jetzt wieder für den deutschen als Zweig der Landwirthschaft zu beschränken, sondern die überall liches Einkommen haben. selbst mit Hand anlegen müssen. Meine Herren, erwägen Sie Diese unerhörte Sophistit Michel. In der Budgetkommission des Reichstags auch eins, daß in den Einkommenklassen der Mittelstände eine richtet sich selbst; ihr Widersinn muß Jedem, der die hat ein Vertreter der Regierung mit Bezug auf die Flotte sehr große Risikoprämie enthalten ist. Das Einkommen, Richter'schen Sätze lieft, in die Augen springen. Mit ebenso gefährliche Erklärungen abgegeben, wie weiland vori was hier besteuert wird, ist durchaus nicht so Hilfe solcher Rabulistereien kann man dann leicht be- ges Frühjahr der verflossene Kriegsminister mit ständig, wie das Einkommen in den einfachen Bezug auf Deutschland solle eine haupten, daß die Noth bei den Mittelklassen nach dem Marine ersten Ranges haben nicht zweiten Arbeiter Klassen. E3 tommen Verlustjahre, in denen der Steuerfistus nicht zuschießt; die Verlustjahre müssen Tode des Ernährers oft eine viel größere" sei, als bei oder dritten. Nun, es giebt nur eine Marine ersten durch die höheren Einkommen einzelner Jahre übertragen werden. den unteren Einkommenklaffen. Man kann trotz der Rangs, und das ist die englisch e. Um ihr binnen zehn Der dreijährige Durchschnitt, der der Veranlagung zu Grunde überwältigenden Fülle von Thatsachen, wie sie die moderne Jahren gleich zu kommen, müßten wir- wenn die Eng gelegt wird, trägt diesem Unistand durchaus nicht volle Rechnung. Wirthschaftsgeschichte aufzeigt, trotz Krisen und Vaga- länder so freundlich wären, auf ihrer jetzigen Höhe hübsch Ich meine, das Unrecht, das überhaupt darin liegt, daß man ein aiffermäßig gleiches Einkommen ohne Rücksicht auf die Natur bundenthum, trotz Arbeitslosigkeit und Massenelend, trotz stehen zu bleiben alljährlich die Kleinigkeit von feiner Entstehung mit einem gleichen Tariffaz trifft, tritt gerade industrieller Reserve- Armee und akuten Nothständen schlank- ungefähr 1000 in Buchstaben: von tausend Mil bei den mittleren Klaſſen viel schärfer in Geltung, als bei den weg erklären, daß das Einkommen der Mittelstände" lionen ausgeben; und wenn dann die Engländer sich unteren Klassen. Und nun kommt die Wirkung der Deklaration hinzu. Die unteren Klassen bis 3000 m. find von der nicht so ständig sei, wie in den einfachen Arbeiterklassen." wieder vergrößern wollten, hernach das Doppelte und Deklarationspflicht ausgeschloffen; ich beantrage auch nicht die Die Verlustjahre" dieser Gesellschaftsschichten, die ihr Und für jeden Groschen, den wir ausgeben, können Ausdehnung auf sie. Es sind in erster Reihe technische Gründe, Geld in Hypotheken und Aktien legen, werden dem die Engländer bei ihrem riesigen Neichthum einen Thaler die es in hohem Maße erschweren, in einem Staate wie Preußen idyllischen Dahinleben der arbeitenden Klasse entgegen ausgeben. die Deklarationspflicht bei diesen geringeren Einkommen beginnen Auf dieses Kirchthurm- Wettrennen uns einlassen, wäre zu diesen Klassen gehören, sondern das sind Kaufleute, Gewerbermäßigung nicht genug loben. das sind nicht die großen Fideikommißbefizer, sondern das sind 11 warten. mehr! die Armee. -zu lassen. Aber an und für sich liegt darin, daß die Deklarations- gestellt, welche natürlich von Verlusten und Perioden des pflicht nicht allgemein eingeführt wird, auch ein gewisses Miß- frassesten Hungerdaseins nichts weiß. Ei, diese Arbeiter der helle Wahnsinn. Also nochmals Taschen zu! verhältniß, es liegt darin auch schon eine höhere Belastung der tragen sogar Geld auf die Sparkassen, und der SteuerMittelklassen gegenüber den niederen Klassen, und die Wirkung fiskus darf es nicht packen. Die alte Fabel von der ,, Eine neue Feudalität ersteht uns an Stelle der alten, der Deklaration trifft wieder besonders scharf gerade die Mittelbeziehen, ist dieses Einkommen wesentlich Geldeinkommen, und Munde eines Volkswirthes" vom Schlage des Herrn nach dem Bastillensturm Camille Desmouling in tlassen. Bei denjenigen, die wesentlich persönliche Einkommen" Sparthätigkeit" der Arbeiterklasse als solcher ist im die wir zerschmettert haben: bie Feudalität ber Geldleute, des Kapitals"-fo rief kaum ein Jahr das Geldeinkommen wird durch die Deklaration immer schärfer Richter allerdings selbstverständlich. Das gehört zum seinem Revolutionsblatte aus. Er hat sich als heller Seher gefaßt werden als ein Einkommen, das erst umständlich berechnet Geschäft. werden muß und das vielleicht wesentlich in Naturalleistungen besteht. Dann, meine Herren, die Geschäftsleute in diesen Mitteltlassen können viel weniger das Eindringen des Fiskus in ihre Brivatverhältniffe ertragen, als obere Klaſſen, aus dem Grunde, Politische Uebersicht. mächtiger geworden ist als die Feudalität des Mittelalters weil sie in ihren Kreditverhältnissen, in ihrer ganzen bürgerlichen Existenz noch nicht so gesichert dastehen, wie die reicheren Leute. Sie werden unter Umständen viel lieber etwas mehr bezahlen, Berlin, den 26. Februar. und guter Prophet erwiesen. Und wir Männer von heute wissen, daß die neue Feudalität, welche der scharfblickende Prokurator der Laterne vor 100 Jahren ankündigte, weit und daß sie die Ausbeutung und Knechtung der Massen weit gründlicher und systematischer betreibt. Die Debatte über§ 120 des Arbeiterschutz- Gesetzes Wenn man diese modernen Schlotfunker und Industries als wozu sie wirklich verpflichtet sind, wenn sie nur vermeiden wurde in der heutigen Sizung des Reichstags vom Abg. magnaten im Reichstage reden hört, dann thun sie, als ob tönnen, daß man tief in alle ihre Verhältnisse hineindringt. Bebel wieder aufgenommen, der die sozialdemokratischen fie fein Wässerchen früben tönnten sie sind engel Wenn die unteren Klassen in die Sparkassen etwas zurücklegen, so find die Sparkassen in diesem Gesetze ja vor Nachforschungen Anträge gegen alle gestern gemachten Ausstellungen und An- rein und engelgeduldig und haben keine andere Sorge des Steuerfistus gesichert. Wenn aber jemand in den Mittel- griffe vertheidigte und für eine wirksame Fortbildungs- die warmherzigen Wohlthäter! als das Beste ihrer" tlassen etwas erspart und es teispielsweise in einer Hypothek schule eintrat. Der Pole Szmula eiferte als guter Arbeiter, für die sie sich in Wahrheit aufopfern, von denen anlegt, so werden durch dieses Gesetz alle Sypothekenbücher den fatholischer Kirchenmann gegen die Fortbildung 3- fie aber nur Undankbarkeit ernten. Sie haben kein höheres Veranlagungsbehörden zur Verfügung gestellt. Kauft der beschule, die der Religion Abbruch thue und brachte einige Biel, als„ ibre" Arbeiter zu beglücken, und wer das Gegens treffende fich Attien oder dergleichen, so erfährt er sogar für Klagen vor über Bedrängnisse der katholischen Kirche in theil behauptet, der ist ein schnöder Verleumder. Und gegen Diese Anlage eine Doppelbesteuerung; denn darin hat der Herr Polen. Dies hatte natürlich eine Berichtigung seitens fie will man den Arbeiter schüßen"? Gegen seinen besten Abgeordnete Windthorst ganz Recht: das Auskunftsmittel des eines Regierungs- Bevollmächtigten § 16, bas hier getroffen ist, kommt diesen Mittelklassen gar nicht zur Folge. Der Freund? Sie sollen den Arbeiter unterdrücken, ver zu Gute; das Verfahren ist zu umständlich, steht in gar feinem polnisch- katholische Kirchenmann fand in dem Stöcker gew altigen? Unerhörtes auf- den- Kopf- Stellen der Wahrheit! Berhältnisse zu dem Nutzen und wird wesentlich nur den reichen einen Helfer Gides helfer darf man nicht Wenn Einer unterdrückt und vergewaltigt wird, so ist es Leuten zu statten kommen." fagen, nach dem Sprichwort, daß im Haus des der arme aufopferungsbrünstige Kapitalist, dessen edle, fallen fönnen zu sagen. Oder die Knaben zu lehren, daß sie ihre schweinischen, versoffenen Eltern lieben und ehren mußten; oder ihnen zu erzählen, daß Jesus sie erlöst habe von der Sünde und Noth, obwohl sie weder von Sünde noch von Noth erlöst waren... das wurde so ganz besonders unmöglich. mein, Gehenkten nicht von Stricken gesprochen werden darf. Der nicht so viel Energie besaß, um sich so eine kleine Stöcker haßt die Schule, der Stöcker haßt die Unjittlichkeit." Rugel vor den Kopf zu jagen; es endete wohl es nützte nicht länger, es vor sich zu verleugnen: es war schließlich damit, daß er eines Tages verrückt wurde; Liebe. Ganz gewöhnliche, verzweifelte Liebe. Und sie, die er hatte ja auch einen Onkel, der verrückt war. genügsam sein wollte. So unendlich genügsam. Nur ihn Seine Stimmung wurde nach und nach heller, hie und da sehen, an seiner Seite gehen, ein wenig mit ihm weicher; endlich war er" normal", und da begleitete er fie Sie fühlte sich täglich mehr als eine große Schelmin. reden, seine Hand drücken... Allein nicht einmal das heim. Sie band da den vertrauensseligen Kindern eine ganze follte sie dürfen. Es war vorbei. Es blieb vorbei. Sie Menge Dinge auf, die sie nicht glaubte und die tein ver- fonnte nie mehr ihn aufsuchen. Am Thor fühlte sie plötzlich seine Arme um ihren - Es verflossen Tage und nünftiger Mensch glaubte; hie und da empfand sie die Wochen; ihr ganzes Wesen war nichts als zehrende Sehn- Leib; er preßte fie dicht an sich und ein nervöses Beben Versuchung, aufrichtig zu sein und zu sagen: tönnen müßt sucht;- ihn, ihn, ihn, nur ihn; jedoch er kam nicht. ging durch seinen ganzen Körper: Ach, wenn Sie doch Ihr das, Jungen, sonst kommt Ihr beim Pastor nicht und sie... sie war abgewiesen. Sie wendete ihre Tage alle Rücksicht bei Seite setzten und mein würden, ganz durch; aber es ist lauter Unsinn, das merkt Ihr ja selbst!" und ihre Mächte an, auf Auswege zu denken, Mittel und Kamerad! Busammenhalten, so lang wir's fönnten; ganz. Ganz unwillkürlich schielte sie nach dem Guckloch; an Maßregeln auszufinnen, durch welche sie seiner habhaft alles theilen!" Es war, als saugte es sie hinab in einen genommen, es stand Jemand dort und paßte auf! Und werden konnte, ohne daß der Schatten eines Verdachtes taumelnden Wirbel. Ihr Haupt sank zurück, die Augen so unterdrückte sie rasch das verwegene Gelüste. möglich war, daß sie an der Intrigue Antheil habe; aber schlossen sich; fie tam zu sich, als sie seine Lippen die ihrigen Tag für Tag wurde es ihr flarer, daß sie nicht könne ach, solche Mittel gab es nicht. Plöglich traf sie ihn den- suchen fühlte... Lehrerin sein, wenn sie in Religion unterweisen müsse. Gott noch. Und es war wirklich Zufall. Es schwindelte ihr das Alles, was in ihr von Anständigkeit vorhanden war gebe, daß die Schulkommission Ebba's Gesuch bewilligte. Herz vor Glück; er mußte sie gesucht haben. Sie fam ge- wachte auf, erhob sich, fam herangewälzt, überfluthend gleich Für die Religion wäre es ja auch am besten, wenn nur radewegs aus der Schule. einer Meereswoge, riß sie aus seinen Armen und schleuderte diejenigen fie lehrten, welche daran glaubten; dies mußten die Priester doch begreifen. Ach ja, die Schulkommission fragte er; sie antwortete:" Und Sie desgleichen?" Aber um alles in der Welt, warum sieht man sie nie?" fie in wilder Haft über alle Stufen hinauf, bis sie bebend und entsetzt in Mama's Ofenecke saß. würde wohl vernünftig sein. Und dann würde auch sie um Gr lub sie zu einem Spaziergang ein; nachher wollten sie Die gewöhnliche Gardinenpredigt ließ nicht auf sich Mama lehnte in ihrem Schaukelstuhl und strickte. Befreiung einkommen. bei Gravesen ein vernünftiges Mittagessen verzehren; Allein da war noch ein anderes Kümmernis: die Be- fie vergaß ihren Hunger und begleitete thu.„ Es steht warten; wozu Fanny nur so herumflog; die Kleibe zahlung. Das Anfangsgehalt einer Lehrerin betrug sechszig Kronen; davon gingen fünf Kronen in die Sup- schlecht um mich, wie gewöhnlich", sprach er; daß höllische abnüßen und das Geld hinanswerfen; mit allerlei Gefindel Sunggesellentreiben, die verdammte Schreinerei... warum umherrennen und die eigene Mutter daheimſizen und sich plenten- und in die Begräbnißkasse; fünfundfünfzig Kronen also für den Monat; und nun hatte sie Schulden! verschwinden Sie so auf einmal; Sie sehen doch, daß Sie langweilen lassen; kam ein ordentlicher Freier, so hieß es Das war schrecklich traurig. Ihr ganzes Lebelang sollten ein guter Engel sind; bummle ich mit Ihnen herum, so Nein; gabelte sie jedoch im Arbeiterverein irgend einen bin ich ganz einfach ein Heiliger..." zerlumpten Gesellen auf, so lief sie ihm nach, als wäre sie diese Schulden auf ihr lasten, sie tam niemals hinaus um Einen verlegen... Es schien Fanny in dieser Stunde aus ihnen, wurde niemals ein freier Mensch; Sie speisten bei Gravesen, gingen dann in ein Kaffee- eine wahre Erleichterung, Mama schelten zu hören. genommen der einzige Fall, daß Mama stürbe... ah, haus und tranken Kaffee. Er nahm außerdem ein paar ( Schluß folgt.) pfui doch! Ja, ja, es verhielt sich, wie man im Gläser Pjolter), um sich normal zu trinken, wie er sagte. Morgenbladet" schrieb: nun hatte man so viel für die Uf, dies hoffnungslose Dasein; abscheulich, daß man Frau gethan, als sie billigerweise nur verlangen konnte. aus Und noch obendrein diese hoffnungslose Liebe... denn*) Eine Mischung von Rognak und Selterswasser. menschenfreundliche Absichten von bösen Leuten. so schnöde verkannt werden! So steht der Schlotjunker und Industriemagnat im Reichstag aus, wenn er die Lächerlichkeit eines Arbeiterschutz- Gesetzes beweisen will. Nicht ein Arbeiterschutz- Gesetz ist nöthig, nein ein Arbeit geber schutz- Gesetzer ist der Vergewaltigte, der Mißhandelte, er, der lammfromme Schlotjunker und Inbuftriemagnat! Wie steht er aber daheim aus, bei sich zu Haus, in seiner Fabrik oder Werkstatt? Greifen wir einmal hinein ins volle Leben! Da ein Strafbefehl gewiß eine harte That sache" von unbestreitbarer, nicht wegzudisputirender Wirklichkeit: " 1 im Rathe, anstatt daß ihre Ernennung in das frete Belieben der Regierung gestellt ist, aus der freien Wahl der organisirten Berufsverbände hervorgehen. Auf dieser Grundlage der freien Wahl find in Belgien bie Industrie- und Arbeitsräthe eingerichtet und man darf unsere Arbeiterklasse wahrlich nicht unbescheiden nennen, wenn sie das von der Republit verlangt, was von der Monarchie gewährt werden konnte. Die Kommission des französischen höheren Arbeitsraths nahm den Vorschlag an, den Arbeiter- Syndikatskammern, welche im Einvernehmen mit den Syndikatskammern der Arbeitgeber Dienstvermittelungs- Bureaus organisiren, Subventionen seitens des Staates zuzuwenden. Verbrecher freiwillig begleiteten. Die Verschickung hat mit der Beit ganz außerordentlich zugenommen: in den fünf Jahren 1807/11 wurden 10 175 verschickt, 1857/61 36 881, 1877/89 86 336. In den 13 Jahren 1867-1879 waren 51,8 pt. der 210 000 Verschickten auf administrativem Wege, d. h. ohne Richterspruch, auf Verfügung der Regierung oder der Gemeinde verbannt worden; von den übrigen 48,2 pt. waren 12,3 pet. zu Zwangsarbeit verurtheilt, 20,1 pet. zur Internirung in sibirischen Ortschaften, 2,4 pct. auf Lebenszeit verbannt, endlich 13 pet. zur zwangs weisen Kolonisation verurtheilt. 15,1 pSt. ber von 1823-79 Verschickten waren Frauen. Die Zahl derer, die freiwill ihre Verwandten begleiteten, hat absolut und relativ fortwährend zugenommen; sie betrug im Dezennium 1823-34 4 pt. ber Verschickten, 1870-79 aber an 33 pGt., unter diesen überwiegen Die englische Regierung hat in dem Kabinetsrath die Frauen. Die Reiseroute der Verbannten geht von Moskau über Nischny, Rasan, Perm, Jekatherinenburg nach Tjumen, ,, Auf den Antrag der Staatsanwaltschaft wird gegen des vorigen Sonnabend die Niedersehung einer Tomst, Atschinsk und Irkutsk. Die Etappengefängnisse müssen Sie wegen der Beschuldigung, am Abend des 16. d. M. beim öniglichen Kommission zur Untersuchung oft das Drei und Vierfa che von dem beherbergen, was Transport einer Leiche nach dem hiesigen Friedhof die Feier- der Beziehungen zwischen Unternehmern sie eigentlich können. Dadurch werden die großen Sterb= lichkeit der Handlung durch laute Ausrufe gestört und damit und Arbeitern beschlossen. Die großen Streiks der lichkeitsziffern verständlich. Im Etappengefängnisse zu groben Unfug verübt zu haben. Uebertretung gegen letzten Zeit haben den öffentlichen Verkehr derartig gestört, Tjumen erkrankten 1869 bis 1875 10,3 pt. der Arrestanten, §360 Nr. 11 des Strafgesetzbuchseine der Staatskaffe und der gegenwärtige Konflikt zwischen dem Schiffsrheder. von denen ein Fünftel star b. Aehnlich ist es in Tomst. gebührende Geldstrafe von 9 M., und im Falle diefelbe nicht Ring und dem Dockarbeiterbund berührt die Interessen des 1880 und 1881 erkrankten auf dem Wege von Moskau nach beigetrieben werden kann, eine Haftstrafe von 3 Tagen fest- ganzen Landes dergestalt, daß die Regierung genöthigt war, Atschinsk( Gouvernement Jenisseist) 69,6 bez. 68,2 pet. aller gefeßt. U. s. w." Verbannten, und die Sterblichkeit betrug 7,2 bez. 8,5 pt. Grober Unfug" 9 Mark Geldstrafe- wie kann irgend etwas zur Beruhigung der Gemüther zu thun. Die Nahezu ein Zehntel der Verbannten stirbt man von einem so alltäglichen Ding und einer so hand- fönigliche Kommission, deren Einsetzung durch das Parlaauf der Reise. Die Mehrzahl der Verbannten bleibt in ment sicher ist, wird zwar in ihrer Zusammensetzung viel greiflichen Lappalie groß Wesens machen? Und was hat Westsibirien( 1870-1881: 113 375), die kleinere Hälfte kommt in das weit größere Ostsibirien( 1870-1881: 88 818). das mit dem Schlotjunker- und Industrie- Magnatenthum zu wünschen übrig lassen, allein, wie jeder Leser des Mary'schen Kapital" weiß, derartige Untersuchungszu thun? Wenn auch über die Zahl der aus politischen Gründen kommissionen find in England keine bloßen Komödien, Werbannten nichts mitgetheilt wird, so genügen doch schon Der grobe Unfug" hat eine sehr interessante und wie in anderen Ländern, und, da in dem vorliegenden Fall diese Angaben, das barbarische Verfahren der russischen die Vertreter der Arbeiterorganisationen Gelegenheit haben Machthaber vollkommen zu verurtheilen. pitante Vorgeschichte. Er wurde verübt von einem Ar- werden, ihren Standpunkt vollständig zur Geltung zu bringen, beiter gegen feinen" Arbeitgeber und bestand darin, und den Vertretern des Kapitalismus nicht blos Rede und In Kolumbus( Ohio) tagt, wie wir einem Berichte daß der Arbeiter dem Arbeitgeber, dem er bei einem Leichen Antwort zu stehen, sondern ihnen auch Fragen vorzulegen, unseres amerikanischen Korrespondenten entnehmen, in der begängniß auf der Straße begegnete, laut vorwarf, sich so wird jedenfalls werthvolles Material zu Tage gefördert, ersten Hälfte des Februar der Kongreß der United an seiner, des Arbeiters, Frau unfittlich vergangen zu und das englische Volk, sowie die übrigen Völker der Erde Mine Workers"( Vereinigten Bergarbeiter der Verhaben. Das unfittliche Attentat hat auch wirklich stattgefunden, lernen. in Stand gesetzt werden, die Wahrheit kennen zu einigten Staaten von Nordamerika), nachdem die Delegaten der geheimen Vereine, welche zum Verbande gehören, eine wie durch ein uns vorliegendes Aktenstück der Staatsan- Gewiß ist und diese Ueberzeugung drängt sich separate Sigung abgehalten hatten. Der Zahl der Delewaltschaft erwiesen ist. daß die Klaffen- girten nach ist es der stärkste Kongreß, welcher je von Dieses Aftenstück ſtellt fest, daß der Herr Arbeitgeber rämpfe zwischen Bourgeoisie und Proletariat nach Minenarbeitern in den Vereinigten Staaten abgehalten ſich zwar an der Frau des betreffenden Arbeiters vergangen gerade einen Umfang angenommen haben, der die wurde. Es waren 70 000 Arbeiter dort vertreten.- Ueber habe, daß er aber nicht strafbar sei, weil die Frau wirthschaftliche Existenz der Gesellschaft bedroht. Die dem Eingang zur City Hall( Stadthaus), in welcher der nicht geschrieen, nicht Hilfe herbeigerufen habe! Und die Frau erklärte, sie habe nicht gewagt Herbeiführung des gesellschaftlichen Friedens wird zu einer Kongreß stattfindet, prangte in fußhohen, aus Immergrüngesellschaftlichen Nothwendigkeit. Und wir nähern uns Blättern gebildeten Buchstaben die Inschrift: Nur acht zu schreien und um Silfe zu rufen, weil sie offenbar raschen Schrittes der Zeit, wo der Kapitalis. Stunden per Tag!" Die Frage der achtstündigen Arbeitsgefürchtet hätte, dann ihre Arbeit zu vermus sich mit dem Fortbestand der menschzeit ist diejenige, welche der Konvention ihre besondere lieren. Wichtigkeit verleiht, wenn ihre Behandlung auch weniger Der Born über diese Vorkommnisse trieb den Arbeiter lichen Gesellschaft nicht mehr verträgt. Zeit in Anspruch genommen, als die übrigen Angelegen zum groben Unfug". Die von den radikalen Abgeordneten Cunningham heiten erfordern werden. Am 12. Februar wurde diese Graham, Randell, Abraham, Dr. Clark und Conybeare im Sache entschieden und beschlossen, am 1. Mai die Forderung englischen Parlament eingebrachte Achtstunden- Bill lautet: der achtstündigen Arbeitszeit zu stellen und sie eventuell 1. Nach dem 1. Januar 1892 soll Niemand arbeiten oder mittelst Streikes durchzusetzen. einen Anderen arbeiten lassen, zur See oder zu Lande, in will. Gemach. immer weiteren Kreisen auf Und nun weiß Jeder, der dies gelesen hat, wie jener grobe Unfug mit dem modernen Feudalismus zusammenhängt. Eine brave Arbeiterfrau, welche die schmutzigsten Angriffe ihres Arbeitgebers dulden muß, weil sie irgend einer Eigenschaft, unter irgend einem Vertrag oder Ein vorgestern aus Brasilien eingetroffenes Telegramm fürchtet, sonst brotlos zu werden haben wir Abkommen oder einer Bestimmung über Arbeitsmiethe oder meldete, daß in Rio de Janeiro die Arbeiterausstände da nicht die ganzen Greuel des mittelalterlichen Feudalismus zu persönlichem Dienste auf See oder Land( außer bei einen bedrohlichen Charakter angenommen haben und viele mit seinem jus primae noctis*) mit der Leibeigenschaft einem Unglück) länger als 8 Stunden während eines Tages Geschäftsleute einen völligen Stillstand des gewerblichen in ihrer schmachvollsten Form: Der Leibeigenschaft von 24 Stunden oder mehr als 48 Stunden in einer Lebens befürchten. Zur Erklärung dieser Meldung seien des Weibes, das seinen Leib dem modernen Feudal- Woche. 2. Jeder Arbeitgeber, Direktor oder Jeder, welcher folgende Thatsachen erwähnt: Eine selbständige sozialistische herrn preisgeben muß, wenn es nicht Hungers sterben wissentlich Jemanden, der seiner Autorität oder seinen Arbeiterpartei bildete sich in den wichtigsten Städten des Befehlen unterworfen ist oder sich in seiner oder ihrer südlichen Brasilien im vorigen Jahre bei Eintritt in die Endlich erbarmen sich die Ultramontanen unserer, wir Beschäftigung befindet, zur See oder zu Lande, in irgend Wahlkampagne, worüber seiner Beit im Berliner Volksbl." einer Eigenschaft nach irgend welchem Vertrag oder berichtet wurde. Die darauf in Rio de Janeiro, Sao Paulo gestehen es, etwas naiven Frage nach dem katholischen Abkommen, oder einer Bestimmung bezüglich Arbeitsmiethe, und Porto Alegre aufgestellten Kandidaten der Partei erZukunftsstaat". Nach einer Meldung der Kölnischen oder zu persönlichem Dienste( außer im Falle eines un hielten jedoch dank der unerhörten Wahlbeeinflussungen der Bolkszeitung" wird nächstens Herr Dr. Oberdörffer in Köln glücks) länger als 8 Stunden während eines Tages von Regierung nur wenige Hundert Stimmen, obgleich erüber dies Thema sprechen. Ein Tropfen Wermuth fällt 24 Stunden, oder länger als 48 Stunden in einer Woche wiesenermaßen etwa die dreifache Anzahl von Arbeitern für jedoch in unseren Freudenbecher, denn vorher wird der au arbeiten veranlaßt oder gestattet, soll, wenn er dessen diese Kandidaten gestimmt hatte. Aber die oppositionellen Herr Reichs- und Landtags- Abgeordneter Dr. Lieber die Sozialdemokratie in einem Vortrage über„ den sozialistischen überführt wird, eine Strafe von nicht weniger als 200 M., Stimmzettel waren fast in allen bestrittenen Wahlkreisen des noch mehr als 2000 m. für jede dreimalige Uebertretung Lanbes zum größten Theil auf unerklärliche Weise" verZukunftsstaat" vernichten. zahlen. 3. Alle Uebertretungen dieser Afte und alle von dieser Atte einzutreibenden Geldbußen sollen vor einem summarischen Gerichtshofe nach der summarischen Juris bittionsatte verfolgt werden. 4. Summarische Gerichtsbefehle können auf Beschwerde vor einem summarifchen Gerichtshofe in der Weise, wie sie die summarische JurisDiktionsatte vorschreibt, erlangt werden. 5. Diese Akte kann für alle Zwecke als Achtstunden- Akte 1891 zitirt werden. Graf Nangau, der Schwiegersohn Bismarcks und bis nun Gesandter in München ist nach dem Haag als Gesandter für Holland versetzt worden. Das kommt bei der großen Bedeutung des Münchener Gesandtenpostens und der geringen des holländischen einer Strafversehung gleich. " loren gegangen, so daß sich die Regierung einen gewaltigen Steg" zu sichern wußte. Ueber ein derartiges Wahlergebniß" waren die Arbeiter im höchsten Grade empört, und da sie auf dem Wege der Wahlbetheiligung ihre Wünsche nicht zur Geltung bringen konnten, so versuchten sie es mit anderen Mitteln, wobei selbstverständlich der Streit in erster Linie stand. Anlaß hierzu war genügend vorhanden. Eine Anzahl von der Regierung gedungener Personen hatte im November die Redaktions- und Druckereiräume eines In den Minendistrikten Englands sind 12 In oppofitionellen Blattes überfallen, und dabei einen Schriftpettoren zerstreut, die sich an Autorität und Ver- feyzer derart mißhandelt, daß er wenige Tage darauf starb. antwortung gleich ſtehen und welchen 18-20 Aſſiſtenten Die sozialdemokratische Partei sprang hier sofort ein, zugetheilt sind. Diese Inspektion besigt in praxi feine oberste organisirte alle Schriftsezer Leitung, und unter solchen Umständen ist es zu verwundern, und rief durch die Androhung Androhung eines allgemeinen daß dieser Verwaltungszweig blos mit geringen Störungen Segerstreits thatsächlich eine Ministerkrisis hervor. funktionirt. Es scheint daher der Verdacht nicht unbe- Sodann hatte die Regierung ein neues Straf gründet, daß die ganze Inspektion lässig gehandhabt wurde. Gesetzbuch ausarbeiten zu lassen, worin hohe Strafen gegen In einem Eingesandt des Braunschweiger Volksfreund" Das englische Finanzblatt, der„ Economist" empfiehlt die den Kontraktbruch angesetzt waren. Die Arbeiterpartei berief vom 25. Februar heißt es, der Pariser Kongreßbeschluß Vereinigung der Minen- und Fabriksinspektoren unter eine sogleich mehrere Massenversammlungen und veranlaßte die In Bezug auf den Mary'schen Programmbrief sei, um Mißverständnissen vorzubeugen, ein für alle Mal erklärt, daß die Veröffentlichung der Kritik, welche Mary in jenem Briefe an dem Entwurf des Einigungsprogramms geübt, in der sozialdemokratischen Partei keinem Widerspruch begegnet sein würde. Der schweizer Bundesrath soll beabsichtigen, wegen ungefeglicher Verhaftung des Ingenieurs Hangarten bei der deutschen Regierung vorstellig zu werden. betreffs der Maifeier sei ,, allgemein" so aufgefaßt worden, als folle am 1. Mai die Arbeit ruhen. Das ist ein Frrthum. Der Pariser Kongreß hat sich über die Art der Feier gar nicht ausgesprochen, und wir können die positive Versicherung geben, daß, wäre in Paris eine Arbeitsruhe vorgeschlagen worden, dieser Vorschlag auf Widerspruch gestoßen sein würde..Ueber die Stellung der Arbeiter zum ,, höheren Arbeitsrath" in Frankreich schreibt uns unser Pariser Korrespondent: Wenn er auch Lebenszeichen von sich giebt, so ist er nichts destoweniger moralisch todt, seit sich die Arbeiterorganisationen, selbst die poffibilistischen, von ihm abgewandt haben. von Rio de Janeiro Entsendung einer Beschwerdekommission an den Chef der Ruiz Zorilla, der Führer der spanischen Republi- provisorischen Regierung, welcher den betreffenden Paras kaner, hat den Madrider Zeitungen folgendes Telegramm graphen dahin umändern ließ, daß die gleichen Strafen auch für die Arbeitgeber festgesetzt werden. Ein anderer gesendet: Dementiren Sie kategorisch alle Gerüchte, wonach ich das Paragraph dieses Gesetzbuches behandelte die Haftpflicht bei Kortesmandat ausüben und eine Amnestie annehmen werde, Unglücksfällen und erklärte, daß auch alle Besizer und Zeiter welche den emigrirten Militärpersonen ihre Grade in der Armee von öffentlichen Fuhrwerken wegen fahrlässiger Tödtung zu nicht wieder giebt. Ich werde nie in den Kortes der Restau- bestrafen seien, sobald ein Mensch in irgend einer Weise ration sitzen, und bin erstaunt, daß man Gerüchten Glauben durch einen Wagen verunglücken würde. Die Pferdebahnschenkt, die offenbar von den Monarchisten verbreitet werden." und andere Kutscher Rios erklärten jedoch, daß bei den Daraufhin hat die Regierung erklärt, daß sie die Frage der Amnestie nicht weiter erwägen werde. mangelhaften Verkehrsverhältnissen der hauptstädtischen Straßen eine solche Strafbestimmung ungerecht sei, und da die Forderung, diesen Paragraphen abzuschwächen, von der Das portugiesische Kriegsgericht hat 98 Soldaten Regierung abgewiesen wurde, kam es im Dezember zu einem Den Anfang machte der Bergarbeiter- Bund von der Loire, und 49 Zivilisten zur Deportation, 32 Soldaten und allgemeinen Kutscherstreik, der mit einem völligen Siege der indem er einen energifchen Protest gegen die Ernennung des 17 Bivilisten zu verschiedenen Gefängnißstrafen verurtheilt. Kutscher endigte. Diese Erfolge hatten das Selbstbewußtsein Herrn Rondet erhob, dem nachgewiesen wurde, daß er sich den Alle republikanischen Vereine sind geschlossen worden. und die Kraft der Arbeiter wesentlich gehoben, so daß sie Titel eines Generalsekretärs des Bundes angemaßt habe, ohne Diese Maßregeln werden die Regierung kaum populärer zu Anfang dieses Jahres zu neuen Plänen schreiten zu ber Gewerkschaft überhaupt noch anzugehören. Dann tam die Arbeiterbörse von Paris, die ihren machen und ihre Stellung nicht befestigen. fönnen glaubten. In mehreren größeren Versammlungen Generalsekretär Ribanier mit 52 von 62 Stimmen zwang, Der unermüdliche Erforscher und Förderer Sibiriens, wurde der Beschluß gefaßt, die Arbeiter sollten der Verſeine Entlassung zu nehmen und alle Gewerkschaftskammern N. Jadrinzeff, hat mit großer Mühe in fünfzehnjähriger geudung von Staatseigenthum zu Gunsten einzelner Untereinlädt, in gleicher Weise diejenigen von ihren Mitgliedern zum Abtreten zu nöthigen, die von dem Minister des Handels und Sammelarbeit alles vorhandene statistische Material über nehmer dadurch Einhalt thun, daß über alle der Industrie berufen worden wären. die Verschickung nach Sibirien, das in Archiven, Ge Fabriken die Sperre verhängt würde, Der Zweck, den die Arbeiterverbände mit dieser neuen Art fängnißregister u. s. w. zerstreut war, zusammengetragen, welche aus dem Staatsfädel unterstüßungen von Streif und mit Recht verfolgen, ist nicht die Ver- diskutirt und in 42 Tabellen am Schlusse seiner ebenso be 3 ögen. Derartige Fabriken find während des letzten drängung des unternehmerischen und parlamentarischen Gle- interessanten wie werthvollen Abhandlungen unter dem Titel Jahres von Anhängern der Regierung zu Hunderten bementes, fondern einzig, daß in einem Rathe, der sich Arbeits- Statistische Materialien zur Geschichte der Verschickung nach gründet worden, wodurch eine den argentinischen Verhältrath nennt, der Arbeiterschaft eine mehr entsprechende Be- Sibirien" zusammengestellt. Supans Literaturbericht in nissen ähnliche Gründerperiode großgezogen werden mußte. theiligung eingeräumt werde. Nach heute eingetroffenen Depeschen ist der Streik der Sie wollen jest bollen, daß die Vertreter der Arbeiter Petermanns Mittheilungen"( Februar d. I.) enthält einen Stauer nunmehr beigelegt. vor furzen Bericht über diese Arbeit, dem deutsche Zeitungen folgende Angaben entnommen haben: das die Adligen der guten alten Zeit ihren weiblichen Leibeigenen gegenüber beanspruchten. Dem Recht der ersten Nacht dem bekannten„ Recht", Die Aufständigen in Chile haben große Fortschritte zu Bon 1807 bis 1881 sind im Ganzen 642 000 Menfchen in verzeichnen. Ein Telegramm des Bureau Neuter aus die Verbannung gegangen, unter ihnen über 100 000, welche die Buenos- Ayres meldet hierüber: „ Nach aus Chile eingetroffenen Nachrichten bombardirte die aufständische chilenische Flotte Iquique und schiffte Truppen aus, die sich in den Besitz des Zollamts setzten. Sechs der größten Pläge der Stadt sollen durch das Bombardement zerstört, an 200 Frauen und Kinder sollen in den Häusern getödtet worden sein. Die Insurgenten hätten, wie es heißt, die vornehmsten Häuser der Stadt geplündert. Auf Intervention des englischen Admirals sei das Bombardement sodann eingeftellt worden. Der Kommandant der Regierungstruppen habe kapitulirt und die Stadt den Insurgenten übergeben, welche Truppen ausgeschifft hätten, um die Regierungstruppen im Lande anzugreifen. Depeschen aus Chile melden ferner: Theater. Freitag, den 27. Februar. Opernhaus. Marie, oder: Die Tochter des Regiments. Schauspielhaus. Der neue Herr. Lessing- Theater. Nora. Frauen. Deutsches Theater. Das alte Lied. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Wallner- Theater. Miß Helyett. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. den sind. Wie verlautet, bestellte Balmaceda bei Krupp 20 Feldbatterien, 120 große Kanonen und einen großen Borrath rauchlosen Schießpulvers, deren Bezahlung aus dem Ertrage der chilenischen Eisenbahn- Anleihe erfolgen soll. Der Generaldirektor des chilenischen Staatsschazes erklärte, daß alle Zahlungsbefehle des Präsidenten seit Anfang Januar ungeset lich seien. Der Präsident der chilenischen Republit Balmaceda erließ ein Defret, durch welches die Konfiskation sämmtlichen Eigenthums der Mitglieder der Kongreßpartei verfügt und den Verwandten der Deputirten und Senatoren mit Erschießung gedroht wird. Die dem Präsidenten feindlich gesinnten Glieder des Kongresses rüsteten jedoch Schiffe ans, auf welche sie Balmaceda's Freunde brachten, wodurch die Aufständischen in die Lage versetzt werden, falls der Präsident thatsächlich seine Absicht, ihm feindlich gesinnte Personen zu erschießen, ausführen sollte, sich an den in ihrer Gewalt befindlichen Freunden Bal- Briefkaffen der Redaktion. macedas zu rächen. Der Bischof von Serena, der zu den Freunden Balmacedas gehört, kündigte zum 1. März die Neuwahl des Präst- Schloffer 101, Noftizstraße. Manche Krankenkassen thun denten an, obwohl das Land sich in Kriegszustand befindet, es, aber nicht alle. Sehen Sie doch einmal Ihre Statuten genau und die Glieder der Kammer zur Deportation verurtheilt wor- nach und erkundigen Sie sich bei dem Vorstand. Circus Schumann. Herzlichen Dank Deffentt. Versamml. d. Bau- Arbeiter Berlins Friedrich- Karl- Ufer. Freitag, den 27. Februar: Abends 71/2 Uhr: Berliner Theater. Ein Freund der Große Vorstellung Besonders hervorzuheben: 8 Rapphengste, in Freiheit dressirt und vorgef. von Herrn May Schumann. Familie Brown auf Reisen, komisch. Intermezzo. Miß Tailor. Mr. Loyal als Jockey. Adonis, Fuchshengst, in d. hohen Schule geritten von Herrn Ernst. Athleten zu Pferde, Herr May und Melas. Galopp Voltige, Frl. Bonnet. Fauft u. Gretchen, in Freiheit vorgef. v. Hrn. Ernst Neumann. Komische Entrees aller Klowns. Zum Schluß der Vorstellung: Viktoria Theater. Die fieben Raben. Bellealliance- Theater. Pension Schöller. Oftend- Theater. Die Ahnfrau. am Sonntag, den 1. März, Vorm. 11 Uhr, E in ,, Zemter's Lokal", Münzstraße Nr. 11. Zages Ordnung: für alle mir zu meinem Geburtstage übersandten brieflichen und telegraphischen Glückwünsche und für das greffes, welcher vom 6. bis 9. April in alle stattfindet? 2. Wie sollen die 1. Wie stellen sich die Bau- Arbeiter Berlins zur Beschickung des Kon mir dargebrachte Ständchen. Den ausgedrückten Wünschen und Unkosten für die Delegirten beftritten werden? 3. Wahl der Delegirten. Hoffnungen werde ich nach Kräften ge- 4. Diskussion. 5. Verschiedenes( Stellungnahme zur Bauhandwerker- Konferenz). recht zu werden suchen. HF Säulenanschlag findet nicht statt. 688b Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Berlin, den 24. Februar 1891. Um zahlr. und pünktl. Erscheinen ersucht A. Bebel. い Unserm Pfropfen Wirth Adolph Engel zu feinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch. 693b Der Pfropfen- Verein Wedding. Ortskrankenkasse d. Steindrucker und Lithographen. Am 23. Februar cr. verstarb unser Thomas- Theater. Der Registrator Circus unter Wasser. Mitglied, der Steindrucker auf Reisen. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Kanfmann's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Borstellung. Concordia. Große Spezialitäten Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Margarethe Steinow, Liederfängerin. Paul Jülich, Gesangshumorist. Mr. Goswin, Musik. Neger- Clown. Fri. Bonné, Kostüm- Soubrette. Gebr. Corradini, Tanz- Duettisten. Mons. Bernard, Schnellzeichner. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 51/2 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. 50 ¥ f. und 75 Bf., im Borvertau 20 und 30 Pf. Gtablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15. Pf. 641: F. Müller. Bratweilige Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, Die Marionetten. oder: Täuschungen in ein. Damen- Pensionat. Sensationelle Walferpantomime. Spezialität: Die Wassernymphen. Morgen: Große Galavorstellung. Die Marionetten. Sonntag 2 Vorstellungen. Nachm. 31/2 und Abends 71/2 Uhr. In beiden Vorstellungen: Zirkus unter Wasser. Spandauer Berg. Täglich in beiden Etabliſſements: Bock- BierAusschank. 224L Butter- Handlung von Herr Albert Frick. Der Einberufer. 126/1 Achtung, Putzer! Große öffentliche Versammlung der Putzer Berlins u. Umgeg. am Sonntag, den 1. März, Vorm. 10% Uhr, Die Beerdigung findet ſtatt: Am in der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee. Freitag, den 27. Febr, Nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause Badftr. 63 nach dem Elisabeth- Kirchhof, Prinzen- Allee. Um zahlreiche Betheiligung bittet 684b Der Vorstand. Berichtigung. In der Bekanntmachung des Vorstandes der Invaliditäts- und Alters246/6 Zages Ordnung: V 1. Fortsetzung der Statutenberathung über den in der vorigen Versammlung angenommenen Verband der Maurer Deutschlands. 2. Diskussion über die in der Berliner Bauhandwerker- Konferenz gestellte Resolution. 3. Wahl zweier Revisoren zum Generalfonds und Verschiedenes. Es in Pflicht eines jeden Kollegen, pünktlich zu erscheinen. Der Einberufer. Sozialdemokratische Versammlung versicherungs- Anstalt zu Berlin in des Wahlvereins für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis " Nr. 45 des Vorwärts" muß es unter II. heißen: Als Jahresarbeitsverdienst gilt mitam Montag, den 2. März, Abends 8½ Uhr, im großen Sanle von Schlegelsberg, Hafenhaide 21. hin für die erwachsenen männlichen Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Regierungs- Baumeister Kessler. Personen 300 Mal 2,40 gleich 720 M., 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragen. für die erwachsenen weiblichen Per Die neuen Mitgliedsbücher werden verabfolgt.- Gäste haben Zutritt. fonen 300 Mal 1,50 gleich 450 M. Um recht zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Es gehören also die erwachsenen männlichen Versicherten, welche feiner der unter 1. genannten Kassen angehören, z. B. Handlungs- Gehilfen, männlichen Dienstboten Mitglieder Eingeschriebener Hilfskassen in die 3. Lohnklasse, erwachsene weibliche Per1 fonen, 3. B. weibliche Dienstboten, Näherinnen, Wäscherinnen, Verkäuferinnen in die 2. Lohnklasse. Bernh. Bernh. Müller, Neue Roßstraße 1 1. empfiehlt: ff. Tischbutter fund 1 Mk. Bratenjgmalz Bid. 55 i. Deffentliche Versammlung d. Hausdiener Prima Sardellen Pfd. 80 Pf. am Sonnabend, den 28. d., Abbs. 81/2 Uhr, Frische Eier billigt. O- Ullersdorfer Sahnenkäse Stück 20 Pf. ( weich und gelb). bei Norbert( fr. Heydrich), Beuthstr. 22. Tagesordnung: Sozialdemokratie".( Ref.: Hr. B. Bruhns. 2. Statutenberathung des Bildungs357 klubs und Vorstandswahl. 3. Geschäftliches. 1. Vortrag über:" Hausdiener und ausgeführt von dem Mujit- Direktor Thüringer Kümmeltäse H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 3 Regelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Versammlungen. 703 F. Sodtke. PassagePanopticum. Unter d. Linden 22/23. Knabe 3 Stück 25 Pf. Möbel, Spiegel and Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. 171 Zur Deckung der Unkosten 10 Pfg. Entree. Der Einberufer. Verband deutscher Mechaniker und verw. Berufsgen. ( Bahlselle Berlin). Sonntag, ben 1. März, Borm. 10 uhr, im Louisenstädtischen Klubhaus, Annenstraße 16: 237/5 Versammlung der Delegirten sämmtlicher Vereinigung d. Schmiede Deutschlands ( Filiale Berlin). Grosser Wiener Maskenball fe jim de 10 ja Sc di fir fie 2111 ftc 337/4 De an th G fic Ar ha ma Ab Am dar fchi ma 1110 da schi fich es Re 279/3 rut bef stin dai wa Fo bie am Sonnabend, den 28. Februar, im Elysium, Landsberger Allee 39-41, wozu Freunde und Kollegen freundlichst einladet Das Komitee. Billets à 50 f. sind zu haben bei den Herren Hoffmann, Kaisers ftraße 4; Tempel, Breslauerstr. 27; Lettmann, Invalidenstr. 9, H. 3£ r.; und bei sämmtlichen Mitgliedern der Ortsverwaltung. Volksgarten in Wilmersdorf. Sonntag, den 1. März: unter Mitwirkung des Dramatischen Klubs u. des Gesangvereins Dorfglöcklein Große theatralische Unterhaltung, verbunden mit Vokal- und Instrumental- Konzert. Zur Aufführung kommt: Der Bucklige, oder: Die Macht der Arbeit. Bürgerliches Schauspiel in 4 Akten von C. A. Paul. Anfang des Konzorts 5 Uhr, des Theaters 7 Uhr. Eintritt: 15 Pfennige. Zu zahlreichem Besuch labet freundlichst ein F. Riehd. Achtung! Charlottenburg u. Umgegend! Große Mitglieder- Versammlung des Allgemeinen Arbeiterinnenvereins Berlins u. Umgeg. am Freitag, den 27. d., Abds. 8 Uhr, in ,, Bismarckhöhe", Wilmersdorferstr. 39. L.- D.: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Beiträge in der Versammlung entrichten. Die neuen Statutenbücher werden ausgegeben. Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Bu zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. ma fur au we Mi 335/9 Di übi ein tap ern hat Zw mu schi geh daß par lief ftin die 101/9 hat fud ind Sd Gd die bis wi fan ihn füt nic mit 2 Köpfen. Nur 1 Mark. mechan. Werkstätten Berlins.& Berschiedenes. Herren, als Gäſte, ſind eingeladen. Mitglieder können ihre Amerikanerin 9069 Klagen, Eingaben, Reklamationen, Rath im Zivil- und Strafprozeß. Ein m. 25 cm langem ziehung von Forderungen. Pollak, Vollbart. jetzt Raupachr. 7, I. Auch Sonntags. 11-1 Uhr. 5-9 Uhr. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165. J Neu: Azteken. Prof. Dr. R. Koch im Laboratorium. Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Berl. Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Täglich: Sophabezüge! Reste in Rips, Damast, Granit, Plüsch und banten Stoffen spottbillig. Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Proben franko! [ 84 J Mehl- Handlung L. Brachvogel, Manteuffelstr. 75. Gebr. Kaffee's, vorzügl. im Geschmack, Alt- Berlin auf d. Bock. tägt frisch, à pfd. 1,40 und 1,60 m. Humoristisch historischer Rückblick zur Feier der Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Neuwahl der Gehilfenvertreter der Ortskommission. 2. Aufstellung der Kandidatenliste. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Thüringer Verein Schneekopf. Sonntag, den 1. März, von Nachm. 4 Uhr ab, findet bei Tessel, Alexandrinenstraße 15, ein 638b geselliges Zusammensein für Herren statt, wozu alle Thüringer einladet. Der Vorstand. Der Streik bei der Firma[ 191b Otto Grund& Co., C., Fischerbrücke 25, ift auf gütlichem Wege beigelegt. Der Vorstand des Fachvereins. Kaffee von Zung fel. Wwe. 1,70 w Rohtabat Spandauerbrücke 6, m. Rohkaffee's in sehr preiswerthen Qualitäten à Pfd. 1,20, 1,30 und 1,35 m. Bock- Saison 1891, auch empfehle ich eine stets frische, hochverbunden mit gr. Militär- Konzert. feine Tafelbutter à Pfd. 1,20 m. 694b Anfang: N Wochentags 5 Uhr, Sonntags 4 Uhr. Kinderwagen. Das gr. Sager Berlins Berl. 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Gerade jetzt dürfte diese Schrift Liebknechts zur weitesten Verbreitung geeignet sein, wo die Gegner mit allen ihren geistigen Waffen die Sozialdemokratie befämpfen wollen.„ Wissen ist Macht" zeigt, mit welcher Art Bildung die Bourgeoisie die Proletarier abspeist, während sie für sich und ihre Söhne alle Schleusen des Wissens offen hält. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 49. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Freitag, den 27. Februar 1891. 8. Jahrg. gebracht. Wenn es zugleich auch das deutsche Element stärken Abg. Orterer( 3entr.): Die Sozialdemokraten meinen, es follte, so war das doch nicht der Hauptzweck. Wenn bewiesen werde nicht mehr lange dauern, dann werde die Wissenschaft die werden kann, daß die Meister den Lehrlingen nicht die Erlaubniß Kirche todtschlagen. Die Kirche ist aber doch wohl älter, als die zum Schulbesuch geben, werden sie bestraft; andererseits haben Bestrebungen der Herren Sozialdemokraten. Die Behauptung, 75. Sigung vom 26. Februar. 1 Uhr. Die ergangenen gerichtlichen Entscheidungen, welche die Polizei- daß die Sozialdemokratie die arbeiterfreundliche und Arbeiter Am Tische des Bundesraths: v. Boetticher, v. Ber- verordnungen betreffend den Zwang zum Besuch der Schulen für schutz- Gesetzgebung erst angeregt habe, ist tausendfach als falsch Yepsch, Lohmann. ungiltig erklärten, viele Unzuträglichkeiten erzeugt. Es ist also erwiesen. Das Bildungsniveau der Massen wird künstlich niedrig Die Verhandlung über§ 120 des Arbeiterschutz- Gesetzes dringend wünschenswerth, die Zwangsbestimmungen in das Gesetz gehalten, um der Kirche die Herrschaft zu bewahren, sagt Seine. Fortbildungsschulen) wird fortgesetzt. aufzunehmen, sie aber auf die männlichen Arbeiter zu be- Wer das von Preußen behauptet, kennt das neue Schulgesetz Abg. Bebel: Die Fortbildungsschulen verdanken ihre Ent Schränken. Im Uebrigen empfehle ich die Annahme des Antrages nicht.( Sehr richtig!) In Bayern und Württemberg wirken die tehung der Erwägung, daß die Volksschulen nicht genügen, den Hartmann. Fortbildungs- Schulen sehr erfreulich, trotzdem alles das nicht jungen Leuten das für ihr Leben nöthige Wissen beizubringen, Abg. Gntfleisch: In der Kommission war nur eine Ansicht vorhanden ist, was Herr v. Berlepsch gestern zu meiner Betrübniß und wurden, nachdem sie erst fakultativ eingerichtet waren und darüber, daß, wenn man die jungen Leute neben dem Uebermaß als unumgänglich gefordert hat. An dem Zuvielwissen find sich bewährt hatten in einzelnen Staaten, so z. B. im Königreich täglicher Arbeit auch noch mit der Arbeit der Fortbildungsschule schon sehr viele zu Grunde gegangen.( Sehr richtig! rechts.) Sachsen und in Württemberg, obligatorisch gemacht. Bei der belastet, das ein schwerer Mißstand sei. Der Antrag Bebel aber Das Programm derjenigen Landes Schulverwaltungen trifft Entscheidung der Frage, ob man den Unterricht auf den Sonntag hilft den Uebelſtänden auch nicht ab, und deshalb werden wir das Richtige, welche in der Fortbildungs- Schule die Kenntnisse oder auf die Wochentage verlegen soll, um ihn möglichst frucht dagegen stimmen. Sein Wunsch könnte befriedigt werden, wenn der Volksschule befestigen und einen praktischen Unterricht hinzubringend zu machen, sprechen häufig lokale Verhältnisse mit. bei Berathung über die Marimalarbeitszeit für jugendliche Arbeiter fügen wollen. Jedenfalls hat nach der großen Mehrheit der VerWo der Unterricht an Wochentagen stattfindet, muß er, auch die Dauer des Schulunterrichts eingerechnet würde. Die tretung des deutschen Volkes im Reichstage die Religion nicht wenn er einen Zweck haben soll, auf die durch unseren Antrag obligatorischen Fortbildungsschulen sind ja bestehendes Recht, wir nach der Schule, nicht nach dem Wissen zu kommen. Den Antrag festgesette Zeit gelegt werden. Unserem Antrage wurde von sollten also die Frage des Zwanges nicht weiter vertiefen, sondern es Auer können wir wegen der Bedenken gegen seine Durchführbarallen Seiten Sympathie ausgesprochen, doch wurde er zur bei der Einführung der Strafandrohung bewenden lassen. Bezüglich feit nicht annehmen. Der Unterricht innerhalb der Arbeitszeit in Zeit für undurchführbar erklärt. In der Kommission des Sonntagsunterrichts ist unser Antrag, nach welchem die Arbeiter der Woche ist einstweilen nicht durchzusetzen. Mit dem Zwang hat man fich in der ersten Lesung nach eingehender zum Besuch der Schule in der Zeit des Hauptgottesdienstes nicht zum Besuch der Haushaltungs- und Handarbeitsschulen, sowie Prüfung für ihn ausgesprochen, aber nachdem die Fünf- Männer- verpflichtet werden können, der einzig richtige. Der Antrag Hart Fortbildungsschulen für die Mädchen würden wir viel weniger als fich auf dem Wege der Freiwilligkeit era tommiffion zusammengetreten war, fiel auch dieser Antrag auf mann läßt den Fortbildungs- Schulunterricht nicht zu seinem erreichen, Herr Bebel unternahm sogar, es so dar dem Altar des Kompromisses.( Heiterkeit.) Nun sind aber die Rechte kommen. Auch für die Innungs- und Fachschulen gilt reichen läßt. jungen Leute den Tag über so angestrengt, daß sie am Abend unmöglich nicht die Verpflichtung, den Sonntag vom Unterricht freizuhalten. zustellen, daß die Leute, welche die obligatorische Fortbildungsdem Unterricht mit der genügenden Aufmerksamkeit folgen können, Für das Verbot des Unterrichts am Sonntag liegt aber über- schule für Mädchen nicht wollen, es mit der Heiligkeit der Che was alle Lehrer an den Schulen zugeben. In Fabrifen dürfen haupt eine Zuständigkeit des Reichs nicht vor. Wir können des nicht ganz ernst meinen. Das war die größte Üeberraschung von welche uns Herr Bebel bescheert ja die jungen Leute über sechzehn Jahren nur zehn Stunden be- halb der Kommissionsfassung nicht zustimmen. Uebrigens muß allen Ueberraschungen, schäftigt werden, aber unser Antrag, dasselbe auch auf die In- das Drtsstatut ja von der höheren Verwaltungsbehörde geneh- hat: Herr Bebel als Vertreter der Heiligkeit der Ehe, Herr dustrie und das fleine Gewerbe auszudehnen, wird wohl, das migt werden, und man darf zu dieser wohl das Vertrauen haben, Bebel, der Verfasser des Buches" Die Frau"! Ich empfehle Schicksal aller unserer Anträge theilend, abgelehnt werden. Nun daß sie nichts genehmigt, was hinter den berechtigten Rücksichten die Annahme der Anträge Hartmann und Schädler, welche find z. B. in der Bäckerei die Lehrlinge nicht nur wie in anderen auf die religiösen Bedürfnisse zurückbleibt. Grade bei Verhütung die Frage für uns befriedigend lösen.( Lebhafter Beifall im Gewerben von früh Morgens um fünf Uhr an beschäftigt, sondern eines Konflikts zwischen den bürgerlichen und religiösen Pflichten Zentrum.) Abg. Eberth( fr.): Die Debatte beweist, daß uns für die fie müffen einen großen Theil der Nacht hindurch arbeiten, und müssen Sie unseren Antrag annehmen. wenn sie dann einige Stunden geschlafen haben, können sie un- Abg. Stöcker( dk.): Das bloße Wissen genügt nicht ohne Regelung des Gegenstandes in der von dem Vorredner empfohlenen möglich frisch genug für den Unterricht sein. Man sagt, der den Faktor der Erziehung. Für die Stellung der Fortbildungs- Weise jede Kompetenz fehlt. Infolge der von der Kommission Abendunterricht gebe Anlaß zum Unfug, um so eher sollte man schule zum Sonntag, zu den religiösen Faktoren, sind ganz an- vorgenommenen Veränderung kommen wir der Möglichkeit einer unferen Antrag annehmen. Der Antrag Hartmann, wonach der dere Gesichtspunkte maßgebend, als die des Herrn Bebel. Für Debatte über Glaubenssachen immer näher. Hier handelt es sich Fortbildungsschulunterricht nicht zur Zeit des Hauptgottesdienstes den Sonntag hat er ja wohl überhaupt fein Verständniß. um Staatsgefeße, um äußere Ordnungen.( Unruhe und Gelächter stattfinden soll, enthält einen indirekten Zwang zum Besuch des( Unruhe links.) Den obligatorischen Charakter der Fortbildungs- rechts.) Ohne den Sonntag Vormittag geht es mit dem FortGottesdienstes; derselbe würde den Lehrlingen dadurch vollständig schulen fordere auch ich; aber ihre Gründung nur da, wo sie bildungs- Schulunterricht nicht; der Rücksicht auf den Gottesdienst verleidet. Außerdem würden die Lehrer häufig nicht bereit sein, nothwendig sind. Bebel benugt diese Gelegenheit, den Innungen tommt unser Antrag hinreichend entgegen, wie auch Minister am Sonntag Nachmittag solchen Fortbildungsunterricht zu er eins auszuwischen, weil sie seinen unterwühlenden Bestrebungen von Berlepsch betont hat. Auch der Zwang für die weiblichen theilen. Annehmbar erscheint der Antrag Schädler, wonach der noch einigen Widerstand entgegensezen. Lassen Sie sie nur erst Arbeiter ist unentbehrlich. Zur Regelung von Unterrichtsfragen Gottesdienst für die Lehrlinge so eingerichtet werden soll, daß er erftarfen und Träger des Handwerks werden, dann werden auch haben wir hier keine Kompetenz, nicht ein Wort davon steht im Es kann also fich nach dem Fortbildungsunterricht richtet. Gegen unseren ihre Leistungen umfassender sein. Den Zwang für die weiblichen Artikel 4 der deutschen Reichsverfassung. nichts beschlossen Antrag, auch für Arbeiterinnen den Unterricht in der Haus- Arbeiter kann ich nicht annehmen. Das Mädchen darf nicht von über den Sonntagsunterricht von uns haltung und in Handarbeiten obligatorisch zu machen, wendet der Mutter aus dem Hause fortgenommen und in Schulen ge- werden. Selbst Herr Orterer hat zugegeben, daß das Geman ein, daß hier die Mutter am besten den Unterricht ertheile. zwungen werden, von denen es sehr zweifelhaft ist ob man über- biet mehr der Spezial, der Sandesgesetzgebung angehöre. Es Aber häufig sind die Mütter selbst durch industrielle Arbeit so in haupt darin etwas lernt. Viele diefer Haushaltungs- Schulen wäre sehr zu beklagen, wenn die blühenden Fortbildungsschulen Anspruch genommen, daß fie feine Zeit dazu haben, abgesehen wirken sehr segensreich, wenn praktisch unterwiesen wird; bloßer durch Gelegenheitsanträgen wie die der Kommission und des Abg. davon, daß sie selbst in ihrer Jugend schon in Fabriken be- theoretischer Unterricht nüßt nichts. Wenn man in die Hartmann geschädigt würden. Nachdem noch Abg. Hartmann( dt.) für den Kompromißfchäftigt waren, und diese Fertigkeiten nicht erlernt haben. Wenn Zeit des Gottesdienstes Schulunterricht legt, so heißt das: man Fortbildungsschulen einrichtet, muß man sie obligatorisch Wissen ist mehr als Religion!( Abg. Bebel: Sehr antrag eingetreten, schließt die Debatte. In der Abstimmung werden die Anträge Harts machen, sonst tönnen sie nicht bestehen bleiben. Das zeigt schon richtig!) Der Kommissionsantrag wäre mir deshalb der liebste; Bermittelungsantrag nur dann, wenn er das Beispiel der Innungen, die, wenn sie eine Fortbildungs- der befagen mann- Schädler wegen des Sonntagsunterrichts und Gut schule einrichten, sie zu einer obligatorischen machen. Wenn es soll, daß während des Gottesdienstes Schule nicht gehalten fleisch und Gen. betreffs die Innungs-, Fach- und Fortfich um Phrasen handelt, dann sind Sie möglichst liberal, wenn werden darf. Würde das Reich so beschließen, dann müßten bildungsschulen, im Uebrigen die Kommissionsvorschläge es sich aber um Thaten handelt, dann sind Sie stets die ärgsten sich die Einzelstaaten nach meiner Meinung einfach fügen. Es angenommen. Der Antrag auf Ausdehnung des obligaReaktionäre. Das Zentrum spricht mit Vorliebe von Sonntags- handelt sich hier darum: foll die Kirche oder die Schule am torischen Schulbesuchs auf jugendliche Arbeiterinnen wird gegen ruhe und von der Heiligkeit der Familie, mit Ausnahme- Sonntag den Vorrang haben? Die Schule hat sechs Tage, die die Sozialdemokraten, Volkspartei, Freifinngen und Nationalbestimmungen ist es aber am Ersten auf dem Plan. Die Be- Kirche nur einen, laffen Sie der Kirche in einer Zeit, die an liberalen, der Antrag Cegielsti gegen Zentrum Polen und stimmung, daß die jungen Leute die Gemeinde- Fortbildungsschule nur Gottlosigkeit zu Grunde zu gehen droht, ihren einen Tag, Sozialdemokraten abgelehnt, desgleichen sämmtliche übrigen dann zu besuchen gehalten sind, wenn sie keine von der höheren Ver- wenigstens aber die Zeit des Hauptgottesdienstes.( Beifall Amendements. waltungsbehörde anerkannte Innungs- oder andere Fach- oder rechts.) Fortbildungsschule besuchen, bitte ich zu streichen. Man will mit Abg. Heine( Soz.): Hat Jemand von Ihnen eine FortDieser Begünstigung der Innungen den vergeblichen Versuch bildungsschule besucht? Ich habe dort ebensowenig etwas gemachen, das Kleingewerbe gegenüber der kapitalistischen Kon- lernt, wie meine Kollegen. Kein Wunder, wenn man matt furrenz zu retten durch Privilegien. Zu diesen Privilegien gehört und müde ist. Herr Stöcker will in den Fortbildungsschulen die auch die Ausbildung der Lehrlinge, welche auf Grund der Ge- jungen Leute möglichst unter Zucht halten. Man hört ja auch 43. Sigung vom 26. Februar. 10 Uhr. werbe- Ordnung den Innungen eingeräumt ist, ohne daß den bereits, daß in Schulen der Kampf gegen die„ umstürzlerischen An Ministertische: Miquel, Herrfurth und KomMißbräuchen im Lehrlingswesen im Geringsten abgeholfen ist. Tendenzen der Sozialdemokratie" geführt wird. Mit welchem Die Innungsmeister nüßen ihre Lehrlinge so aus, wie die Erfolge wissen Sie. Wir haben keinen Sinn für den Sonntag? miffarien. Die gestern begonnene Berathung über den das Wahlübrigen Meister. Fach- und Fortbildungsschulen sind lediglich Wir waren es, die Sie, die christlich- soziale Partei, dazu gedrängt Einkommensteuereine Dekoration. Bei dem Konkurrenzkampf mit dem Groß haben die Sonntagsfeier auf Ihre Fahne zu schreiben. recht betreffenden kapitalisten sind die Meister darauf angewiesen, statt geschulter mit den Innungen wird es schließlich so gehen, wie mit gesetzes wird fortgefeßt. Abg. Enneccerus( natl.) erklärt sich für die Annahme der erwachsener und bezahlter Gesellen Lehrlinge zu halten. Mehrfach den Kriegervereinen; wir fürchten beide nicht, denn in vielen haben die Innungen solche Fortbildungsschulen nur zu dem wird schon jetzt unser Geist gepredigt. Nicht wir zerstören das Kommissionsbeschlüsse, aber mit Ausnahme des Sages, der die Zweck ins Leben gerufen, um damit die hemmenden Bestim- häusliche Leben, sondern die unendlich lange Arbeitszeit, welche Bildung der Abtheilungen innerhalb der Ur- Wahlbezirke vormungen, die die am Ort bestehenden allgemeinen Fortbildungs- auch Herr Stöcker nicht abgeschafft wissen will. Herr Stöcker schreibt. Eine Verschiebung des Wahlrechts entstehe allerdings schulen für bestimmte Klassen von Handwerkern hatten, zu um meint, daß das unreligiöse Wissen es dahin bringen werde, das durch die neue Einkommensteuer, aber sie ist nicht schlimmer, als die gehen, und dem können wir nicht zustimmen. Ich bedauere sehr, christliche Wissen todt zu machen. Ich bin allerdings der Mei- Verschiedenheit des Wahlrechts, welche jetzt schon bestehe. Jeht daß die Regierungen jetzt unter dem Druck der Majoritäts- nung, daß die Wissenschaft es soweit bringen wird, die christliche wähle Jemand in einem Dorfe mit einem niedrigeren Ginparteien im fapitalistischen Unternehmerinteresse sich herbei- Kirche und deren Lehren todt zu machen.( Lachen rechts.) Wer kommen in der ersten Klasse, welcher in der Stadt in der dritten ließen, ihren entschiedenen Widerspruch gegen diese Be- ist denn daran Schuld, daß unsere Volksschule und Fortbildungs- Klasse wählen würde. Die Verfassung widerspricht dem auf timmung aufzugeben. Während gestern der Handelsminister schule so niedrig steht? Wer anders als Diejenigen, welche die Antrag des Herrn von Huene angenommenen Kommiffions! diese seine Zustimmung ziemlich unverblümt zum Ausdruck brachte, christliche Kirche vertreten und die nicht wollen, daß das Volk vorschlage. Nach Artikel 71 kann die Bildung der drei Avganzen Gemeinde erfolgen, hat der Vertreter der bayerischen Regierung den schwachen Ver- irgend eine Bildung erhalten soll, weil damit die Herrschaft der theilungen nur innerhalb der des Ur- Wahlbezirks. Die gestern schon fuch gemacht, eine Opposition gegen diese Bestimmung zu machen, christlichen Kirche in Gefahr geräth.( Erneutes Lachen rechts.) nicht innerhalb Abgeordneten France vorgebrachten Verhandlungen indem er es als eine Art Glück ansah, daß mit dem Antrag Unfere Schulen stehen heute auf einem viel niedrigeren Stand- vom Abgeordneten Sorgen Sie beider Häuser des Landtags beweisen das ganz deutlich. Es Schädler die Möglichkeit geboten sei, einen Ausweg für den punkte als die franzöfifchen, schweizerischen u. a. Schüler- Gottesdienst zu schaffen. Wir müssen uns gegen alle für eine beffere törperliche Entwickelung der Arbeiter, damit wir liegt gar teine Veranlassung vor, jezt das Wahlrecht für den diese Bestimmungen, welche wir nur für eine Verschlechterung der etwas weniger frummbeinige Bäcker und weniger Schloffer mit Landtag abzuändern; in den nächsten Jahren werden nur einige bisherigen ansehen, erklären. Mit dem Antrage der Polen find runden Rücken haben. Die jetzigen Fortbildungsschulen sind gar Nachwahlen vorzunehmen sein; an eine Auflösung denkt wobl wir im Prinzip vollkommen einverstanden. Selbstverständlich nicht dazu angethan, die Kraft der Arbeiter im Kampfe ums Niemand. Der einzige Grund für die Annahme des Antrags fann der Schüler mit Nußen nur solchen Unterricht genießen, der Dasein zu stärken. Wir stehen vor der Frage: Ist der jugendliche Huene ist der Umstand, daß dadurch die Stimmen des Zentrums ihm verständlich ist. Ich halte aber den Antrag für undurch- Arbeiter ein Objekt der Ausbeutung für den Meister, oder ist er für das Gesetz gewonnen werden; aber deswegen kann man doch führbar in Gegenden mit gemischter Bevölkerung. Es wird doch der Träger der Zivilisation? Ist das letztere der Fall, dann werden nicht etwas Verfassungswidriges annehmen, zumal die Mehrheit nicht möglich sein, dort Fortbildungsschulen für die Deutschen Sie mit diesem kleinen Mittelchen Ihrer Fortbildungsschulen nicht viel für dieses Gesetz gesichert ist. Herr v. Huene hat in der Rom. und solche für die Polen, Dänen oder Franzosen einzuführen. ausrichten. Frankreich hat keine obligatorische Fortbildungsschule, mission erklärt, daß uns für die Revision des Wahlrechtes die dafür hat es aber Prämien eingeführt. In Deutschland haben nöthigen Grundlagen fehlen; dann hätte er auch die weitere ( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Kommissar Geheimer Rath Lüders tritt dem sozialdemo- wir die Prämien nur für die Zuckerfabrikanten, die Brenner. Konsequenz ziehen und diesen seinen Antrag nicht einbringen fratischen Antrage entgegen. Würden die Regierungen dazu Für den Arbeiter haben wir nur den Zwang. In Paris und in sollen, für welchen ebenfalls die nöthigen Grundlagen fehlen. übergehen, einen Zwang auf die Ertheilung des Unterrichts anderen großen französischen Städten wird in den Fortbildungs. Der Antrag Ridert will scheinbar die Verfassungsbestimmung an Wochentagen Nachmittags auszuüben, so würden die schulen praktischer und theoretischer Unterricht ertheilt. Die über das Wahlrecht ausführen; er widerspricht derselben aber Kommunen einfach ihre Zuschüsse zur Erhaltung der Schulen Schüler zahlen nicht nur kein Schulgeld, sondern sie erhalten direkt; denn die Verfassung kennt nur das Dreiklassen- Wahlrecht, zurückziehen und sich einen solchen Eingriff nicht gefallen lassen. theilweise noch eine monatliche Unterstützung bis 50 Franks welches Herr Ridert durch das allgemeine Wahlrecht ersetzen Deswegen ist der Antrag Rickert zu verwerfen. respektive Mittag- oder Abendbrot. Für alle möglichen Gewerbe will. Die Erhaltung vieler Schulen wäre damit in Frage gestellt. Schluß nach 41/2 Uhr. Nächste Sigung: Freitag 12 Uhr.( Militär- Etat.) Abgeordnetenhaus. 79 Der Abg. Szmula( 3.): Die traurigen Ergebnisse einer Fort- giebt es Fachschulen. Die Schüler können die von ihnen ver- Antrag Richter, welcher das Gemeindewahlrecht von der Gin= bildungsschule in Oberschlesien sind nur durch den Mangel der fertigten Sachen an sich nehmen resp. der Erlös derselben kommt fommensteuer abhängig machen will, würde gerade den Einflus Borschrift des obligatorischen Besuches und durch den Unterricht ihnen zu Gute. Ebenso giebt es Fachschulen für Arbeiterinnen. der Grund- und Hausbefizer vermindern, auf welche später durch in deutscher Sprache zu erklären. Das Zentrum wird mit der Warum fönnen wir im Kunstgewerbe und in der Mode mit die Ueberweisung der Realsteuern an die Gemeinden die HauptKommission dafür stimmen, daß der Unterricht nicht vor Be- Frankreich nicht fonfurriren? Steht der deutsche Arbeiter wirk- gemeindelaften fallen würden. Deshalb ist auch der Antrag endigung des Haupt- Gottesdienstes beginnen darf. lich hinter dem französischen zurück? Gewiß nicht, aber der Richter zu verwerfen. Abg. v. Huene( 3.): Der von mir beantragte von der Geh. Rath Lüders fann die angeführten Ausnahmen nicht französische Arbeiter wird als Lehrling nicht so ausgebeutet wie als Regel gelten lassen. In den polnischen Landestheilen müsse der deutsche. Sorgen Sie dafür, daß auch bei uns solche Kommission angenommene Satz, daß die drei Abtheilungen in auch in der Fortbildungsschule deutsch unterrichtet werden, weil Ginrichtungen getroffen werden, und es wird auch bei uns besser den Urwahlbezirken gebildet werden sollen, widerspricht dem Wortlaute der Verfassung nicht, wohl aber der Wahlverordnung. die jungen Leute die deutsche Sprache für ihr späteres Leben werden. nicht entbehren tönnten. Abg. v. Dziembowski Bomian spricht den Dank der pol- Wenn das Haus anerkennen sollte, daß eine Verfassungsänderung Abg. v. Unruhe Bomst( Rp.): Viele Fortbildungsschulen nischen Vertreter für die sympathische Aufnahme aus, welche ihr vorliegt, dann werden wir die Berathung in der Form einzus in den östlichen polnischen Landestheilen waren bisher nur sehr Antrag wegen der Unterrichtssprache im ganzen Hause richten haben, wie es für eine Verfassungsänderung vorgeschrieben mangelhaft, weil die fleinen Städte namentlich in Bosen arm gefunden hat. Prinzipielle Einwendungen feien gegen den Antrag ist. Die Verschiebung des Wahlrechts ist vorhanden und sie find. Das Gesetz von 1886 hat aber eine große, auch von Stadt- nicht erhoben worden, nur formelle, deren Tragweite aber nicht muß unter allen Umständen zu verhüten gesucht werden. Die Beispiele, die Herr France gestern anführte, daß Minister in verwaltungen und Handwerkern, dankbar anerkannte Besserung| ausreiche, die Ablehnung zu motiviren. = Die eingegangenen Petitionen werden für erledigt erklärt. Damit ist die zweite Berathung des Gesezes erledigt. Schluß 123/4 Uhr. der dritten Abtheilung wählen und Leute mit weniger Steuern| mungen über die Klassen und Einkommensteuer aufhebt, wird in einem anderen Bezirke in der ersten Abtheilung, schrecken ohne Debatte angenommen. mich nicht; sie beweisen nur, daß mein Antrag wirksam ist. Ein besserer Antrag ist bis jetzt nicht gestellt und wenn auch vielleicht eine Auflösung des Abgeordnetenhauses nicht bevorsteht man kann das nicht genau wissen so müssen wir die Verschiebung des Wahlrechts zu vermindern suchen, sonst würde dieser Umstand sehr leicht ausgebeutet werden können zur Erregung von Unzufriedenheit. Für meine Freunde ist die Annahme meines Antrages von großer Bedeutung. Stadtv. Meyer I beantragt Vorberathung durch einen Ausschuß von 15 Personen. Stadtkämmerer Maaß: Der Etat bietet ein Bild unserer günstigen Finanzlage. Wir schwimmen zwar nicht im Gelde, aber wir haben soviel, daß wir gut auskommen können. Der Nächste Sigung Freitag 11 Uhr.( Antrag Korsch wegen Erhebungssatz der Gemeinde- Einkommensteuer wird mit 100 pet. Verkaufs der Lotterieloose und Antrag Brömet wegen der derfelbe bleiben können. Wir sind in der Lage, die Miethssteuer Eisenbahntarife. 1036 pn1/ 97biet 8 742 000 mt. Durch den völligen Erlaß der Miethssteuer bedeutend herabzusetzen. Der Steuererlaß beträgt im Ganzen hier 3 M. des Parlamentarisches. für Wohnungen bis zu 200 M. werden 64 122 Wohnungen von der Steuer befreit, die einen Nuzwerth von 10 Millionen haben. Abg. Höppner: Nach der Verfassung soll das Wahlrecht der Steuerleiftung entsprechen. Nur wer dieses Prinzip als ungerecht Der Redner geht die Hauptpofitionen des Etats kurz durch und bezeichnet, was wir nicht thun, kann folgern, daß unser Wahlrecht erörtert die Gründe für die Zu- oder Abnahme der Ausgaben geändert werden muß. Wir werden solchen Bestrebungen immer Der Bericht der Wahlprüfungs- Kommission über und Einnahmen. Von nennenswerth gestiegenen Einnahmen seien Widerstand entgegenseßen( Zustimmung rechts), weil nur durch die Wahl des Abg, Lucius 4. Erfurt ist erschienen. Die Wahl die aus den Elektrizitätswerken, sie sind um 50 000 m. gestiegen, ein solches Wahlsystem die ruhige Entwickelung des Staates ge- ist beanstandet. Es liegen gegen dieselbe zwei Proteste vor, ein erwähnt. Höhere Erträge werden im Etat erwartet aus Einsichert ist. Die praktischen Erfolge des Kommissionsantrages von freifinniger und ein von sozialdemokratischer Seite ausnahmen von den Pferde- Eisenbahnen und dem öffentlichen AnBezw. des Antrages des Herrn v. Huene werden sehr unbedeutend gegangener. Von allgemeinem Interesse für die Beschwerdepunkte, schlagwefen. Die städtische Gasanstalt hat infolge der hohen sein, ja fogar dazu führen, daß steuerlich gar nicht wonach sowohl in Erfurt wie in Suhl das Ersuchen des deutsch- Roatspreise rund 11/2 Millionen mehr ergeben, als im Etat vorgleichstehende Personen dadurch zusammengebracht werden. freisinnigen Wahlvereins, ihm auf seine Kosten eine Abschrift der gesehen war. Aus der lex Huene sind der Stadt 3 165 000. Die Verfassungsfrage will ich jetzt nicht berühren; fie Wählerlisten anzufertigen oder eine Abschrift derfelben zu ge- zugeflossen, ungefähr 1 200 000 m. als im Vorjahr. Für die kann wohl erst bei der dritten Lesung entschieden werden. Wenn statten, von der Behörde abgelehnt wurde, während die Kartell- höheren Schulen sind etwa 216 000 M., für die Gemeindeschulen man die Wahlverordnung nicht für einen integrirenden Theil der parteien im Besitz dieser Liste waren, welche sie selbstredend nur 495 000 M. mehr in Ausgabe gesezt worden. Redner bittet um Verfassung hält, dann kann man auch wohl ohne Verfassungs- durch Bermittlung eben jener Behörde erhalten haben konnten. wohlwollende Prüfung in dem Ausschuß. änderung diese Frage erledigen. Die Aenderungen bezüglich des Da diese Listen für die Parteiagitation von ganz hervorragender Stadtv. Meyer I hält es für wünschenswerth, wenn der Wahlzenfus können wir annehmen, obgleich sie eigentlich nicht in Wichtigkeit sind, so ist der Beschluß der Wahlprüfungs- Kommission Etat, wie in den früheren Jahren, in einer ausführlicheren Gedieses Gesetz gehören, weil das Zentrum einen so großen Werth beachtenswerth. Die Kommission sieht in dem Verjahren Partei- stalt der Versammlung vorgelegt werde. Der Etat sei zwar darauf legt. Der Antrag Richter, welcher das Wahlrecht allein lichkeit und hält dafür, daß es ungweifelhaft das Recht günstig, aber das Wort des Kämmerers, wir schwimmen nicht nach der Einkommensteuer bemessen will, ist unannehmbar, weil einer jeden Partei ist, Abschriften von Listen im Gelde, müsse doppelt unterstrichen werden. Das gelte besonders er das Wahlrecht in den Gemeinden ganz umstürzen würde.( Bei- erhalten zu können, ein Verweigern derselben ohne Grund denen gegenüber, welche Angesichts der günstigen Finanzlage der fall rechts.) gebe Anlaß zu Bedenken. Sie beschloß daher mit Stimmenmehrheit, Stadt glaubten, sie tönnien wer weiß was für Anträge stellen, Abg. Plek( 3) wird für die Anträge der Kommission diese Beschwerden für erheblich zu erachten und durch amtliche die Stadt zu wer weiß was für Leistungen verpflichten. Die ftimmen, welche geeignet sind, einigermaßen die Verschiebung des Auskunft der fraglichen Magistrate den Sachverhalt feststellen zu Privatinitiative darf aber nicht unterbunden werden. Falsch sei Wahlrechts zu verhüten. Aber für die Staatsregierung erwachse lassen. aber auch, wenn von anderer Seite nun eine Herabsetzung des aus der Annahme der Einkommensteuer die Aufgabe, möglichst bald städtischen Einkommensteuerzuschlages verlangt werde. Wer eine Neugestaltung des Wahlrechts herbeizuführen. Alle Abwisse, ob die lex Huene, die auf den das Volk belastenden Gegeordnete haben die Verpflichtung, ihren Wählern das heutige treid ezöllen beruhe, von Dauer sei. Dann würden die Millionen, Wahlrecht zu erhalten. die aus diesem Gesetz der Stadt zufielen, in Wegfall fommen. Bei der Reform der Miethssteuer begrüßt Redner besonders die Erleichterung der Lasten der Mittelklasse. Die Frage Unentgeltigkeit der Lehrmittel habe hier zu leb Abg. v. d. Recke( fons.): Wenn bisher die Einschätzung eine solche war, daß das Einkommen nicht vollständig getroffen war, so ist das Wahlrecht der Eingeschätzten früher geschmälert gewesen. müssen. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Berlin. Soeben erschien Nr. 9 der Gazeta Robotnicza". der Es Wenn wir jetzt eine stärkere Heranziehung zur Steuer einführen, Dieselbe enthält einen Leitartikel:„ Die Aufgabe der arbeitenden haften Debatten geführt. Es sei angekündigt worden, so muß auch das Wahlrecht der Steuerzahler vermehrt werden. Klasse". Die Rubrik:„ Wie geht es unseren Arbeitern?" enthält daß das Volk sein Urtheil sprechen werde. Die letzte KommunalWir entsprechen also dadurch einfach der Verfassung. Daß durch eine Notiz über die Arbeiterverhältnisse beim Bau des Nord- wahl habe nun gar nichts davon gezeigt. Der Magistrat sei volldie andere Gestaltung des Tarifs eine Schmälerung des Wahl- Ostseekanals, Korrespondenzen aus Oberschlesien und Zaborze, Beschlusse derselben gemäß eine Summe dafür eingesezt, die allen tommen einig mit der Majorität der Versammlung und habe dem rechts der unteren Klassen stattfindet, sei anzuerkennen. Man sowie eine Warnung gegen den Eintritt von Lehrlingen in das werde bei einer Revision des Wahlrechts darauf Rücksicht nehmen Bäckergewerbe. Ferner enthält die Nummer eine politische Ueber berechtigten Ansprüchen genügen werde. Wozu solle die Stadt sicht, in welcher unter anderem die Reichstagsverhandlungen über Hunderttausende zur Beschaffung von Lehrmitteln fortwerfen für Abg. v. Eynern( natl.): Die Angriffe Bachem's begründen die Arbeiterschutz- Gesetze besprochen werden und Notizen über die Leute, die es nicht nöthig haben, welche die paar Groschen ganz sich einzig und allein darauf, daß in Köln ein Zensus von 18 M. Arbeiterbewegung. Im Feuilleton ist„ Ein Brief an den Redakteur" gut selbst zahlen tönnten. Redner weist den Vorwurf zurück, als besteht; 69 rheinische Städte haben keinen Zensus und 59 einen abgedruckt. würden die Hausbesitzer von der Stadt besonders bevorzugt, weil solchen von 12 M., welcher durchaus nichts ungewöhnliches ist. die Kanalisationssteuer nur 1 pSt. betrage. Sei es denn überDer Antrag Bachem ist durchaus nicht geeignet, die Ver- Freienwalde a.. Unter Worfis des Herrn$. Günther haupt gerecht, diese Steuer von den Hausbesitzern aufbringen schiebung des Wahlrechts zu verhüten. Die Bestimmung wird tagte wiederum eine öffentliche Arbeiterversammlung für Freien- au lassen, während die Kanalisation doch Allen zu Gute tomme. Was die Erhöhung der Gehälter betreffe, durchaus keine provisorische sein, wie man allgemein annimmt, walde a. D. und Umgegend, in welcher Herr Türk aus Berlin die im Etat vorgesehen seien, so möge man nur nicht glauben, denn es wird sehr lange dauern, bis ein Kommunal- Wahl- einen oft durch Beifall unterbrochenen Vortrag über die länd- die im Etat vorgesehen seien, so möge man nur nicht glauben, gefez zu Stande kommt. Der Antrag der Kommission, welcher liche Arbeiterfrage hielt. In der Diskussion meldete sich einer daß dadurch größere Zufriedenheit werde erzeugt werden. Hem Antrag des Herrn von Huene entspricht, ist mit der Ver- der hiesigen Arbeiter und meinte, daß es durchaus nicht fo, we liegt einmal im Zuge der Zeit: Je mehr Wohlwollen erwiesen faffung nicht vereinbar. Die Verfassung schreibt vor, daß die der Referent gesagt habe, mit der Sonntagsruhe der ländlichen wird, desto mehr Unzufriedenheit wird hervorgerufen." Redner schließt mit einem Lobe der liberalen Stadtverwaltung, der das brei Abtheilungen innerhalb der Gemeinden gebildet werden Arbeiter bei den Großgrundbesitzern stehe. Es stände vielmehr schließt mit einem Lobe der liberalen Stadtverwaltung, der das sollen, nicht innerhalb der Urwahlbezirke. Daß die Behandlung in dem Belieben der Arbeiter, ob sie Sonntags arbeiten wollten Wohl aller Klaſſen der Bevölkerung am Herzen liege. des§ 79 als Verfaffungsänderung eine Verzögerung mit sich oder nicht? Es würde ihnen durchaus kein Zwang damit aufStadtv. Wie ct glaubt durch Verminderung der Ausgaben bringt, ist richtig. Aber darauf darf es nicht ankommen. Die erlegt. Dem widersprachen jedoch sehr energisch ein zweiter und fäße und höhere Anfeßung der Einnahmen zu erreichen, daß die bedauern; aber da behauptet wird, daß das Gesetz immer mehr Gutsherrschaft gearbeitet hatten. Sie behaupteten, daß es nicht Einkommensteuer- Zuschlag unbedingt festhalten, weil die MiethsHerren, welche das Gesetz bald fertigstellen wollen, werden das dritter Redner, welches Leute waren, die lediglich unter der Steuerfäße( Ginkommensteuer) herabgesezt werden. Stadtv. Bailleu: Wir müssen an den 100 prozentigen Freunde finde, so wird die Hinausschiebung der Fertigstellung in dem Willen der Arbeiter liege, Sonntags zu arbeiten, sondern steuer noch weiter herabgesetzt werden muß. Für die vor des Gesetzes demselben nur mehr Freunde sichern. vielmehr nur in dem Willen des Inspektors. Nach geschlagene Reform sind wir dankbar; doch ist sie hervorgerufen wurde die Diskussion geschlossen, der ArbeiterAbg. Bachem( 8.): Ich freue mich, daß Herr von Eynern dem dem Namen es heute anerkennt, daß die Einführung eines Zensus von 1 M. Bildungsverein unter Bukunft" konstituirt. durch den Druck der öffentlichen Meinung. Stadt. Stadthagen: Ich würde das Wort in der ersten in Köln eine Uebertreibung war. Meine Absicht, welche ich von Aber nun war das friedlich- idyllische Freienvalde in solcher Ge- Berathung nicht ergriffen haben, wenn mich nicht verschiedene Anfang an verfolgt habe, wird allerdings nur mangelhaft erfahr, daß man schon am nächsten Tage aus dem hiesigen Käse- Bemerkungen der Vorredner dazu veranlaßt hätten. So ist die reicht; aber ich sehe die Hauptsache in der Zukunft; die Neu- blättchen ersehen konnte, wie der Wirth von Königshöhe dem Bemerkung des Stadtverordneten Meyer 1, daß größeres Wohl regulirung wird sich später leichter machen, wenn wir jetzt schon Blatte gegenüber erklärt habe, sein Lokal nicht mehr hergeben zu wollen und weitere Gehaltserhöhungen noch mehr unzufriedenheit durch einen Antrag vorarbeiten. wollen. Wir haben uns auch schon am selben Abend von der für Poſen ein Zweifel bestand, ob nicht der Artikel 12 der Ver- Wirthe lediglich auf die Berliner Ausflügler im Sommer ihre Stat nicht zum Ausdruck gelangen. Abg. Rickert( fr.): Als bei dem Lehreranstellungs- Gesetz Wahrheit dessen überzeugen fönnen. Da die hiesigen Herren hervorrufen würde, total falsch. Ein solcher Gedanke darf im faffung verletzt würde, hat das Haus die Form der Verfassungs- Rechnung feßen, so werden die Berliner Arbeiter schon ihr Ver: Sie freilich nicht schaffen können. Ich bedauere es, daß die Löhne änderung gewählt. So sollte man auch hier es sich nicht nehmen halten danach einzurichten wissen. Die hiesigen Spießbürger mit von Kommunalbeamten und Arbeitern nicht noch mehr erhöht laffen, lieber ein paar Wochen länger mit der Fertigstellung zu ihren Anführern mag es nun sein, wer es wolle kommen worden sind. Sollte Herr Kollege Meyer 1. meinen, daß die Bezögern, als einen Zweifel über die Verfassungsmäßigkeit unbe- einen ganzen Posttag zu spät mit ihrer Lokalabtreiberei. Wir dürfnisse diefer Leute befriedigt seien, so muß Herr Meyer ein rücksichtigt zu laffen. Die Verschiebung des Wahlrechtes muß auf werden zunächt die beiden Lokale Schüßenhaus und Restaurant außerordentlich niedriges Niveau der Bedürfnisse eines Arbeiters annehmen. Bezüglich der Schule ist bedeutend zu wenig angesetzt. jede Weise beseitigt werden; dazu kommen wir leichter, wenn Königshöhe so lange nicht besuchen, bis dieselben erklären werden, wir die fingirte Steuer für die nicht eingeschätzten Personen statt auch zu sozialdemokratischen Versammlungen ihre Lokale herzu Ich wünsche, daß der Magistrat endlich dazu komme, die Miethsauf 3 M. auf 4 M. feststellen. Die Wirkung des Antrages von geben. Die Berliner Genossen werden uns gewiß ihre Unter- Steuer völlig abzuschaffen, die jetzige Ermäßigung genügt nicht. Der Satz von 100 pet. Ginkommensteuer braucht meines ErHuene tönnen wir gar nicht übersehen. Die aus Berlin ange- tüßung nicht versagen. achtens nicht festgehalten werden. Würde mehr gespart werden, führten Beispiele sind allerdings nicht sehr verlockend, Wenn nicht bei dieser Gelegenheit das Wahlrecht geordnet werden soll, Luckenwalde, den 24. Februar. Die nach Wittenberg a. G. würde z. B. nicht für Ausschmückung einer Straße die Summe von 150 000 m. ausgegeben, so tönnte eine Herabsehung des dann weiß ich nicht, bei welcher es geschehen soll. Es stehen einberufene Generalversammlung des Verbandes der deutschen Prozentsages ganz gut erfolgen.( Ruf! Das ist ja alt!) Nun Teider eine ganze Reihe von Verfassungsartikeln lediglich Korbmacher tagt seit gestern in hiesiger Stadt, da in Wittenberg wenn die Ausgabe der 150 000 m. alt ist, so rechnen auf dem Papier. Aufgefallen ist mir, daß der Minister in letzter Stunde das in Aussicht genommene Lokal zurückgezogen also noch die Zinsen mit.( Heiterkeit.) Schließlich des Innern mit einem gewissen Spott über meinen An- wurde und ein anderes nicht zu bekommen war. Anwesend sind drückt Redner den Wunsch aus, an Stelle des Stadt trag gesprochen hat. verordneten den Zuhauer Es ist wohl nicht richtig, daß ein 30 Delegirte. in den Kollegen Singer preußischer Minister, der auch Bundesraths- Mitglied ist, Statausschuß zu wählen, da letterer mehr in der Lage ist, an allen Sizungen des Ausschusses theilzunehmen. Die Versammlung beschließt, sämmtliche Titel des Etats dem vom Stadtv. Meyer I beantragten Ausschusse zur Vor. berathung zu überweisen. Die Aufstellung einer Buste Heinrich Schliemanns und einer Büste Leopold von Rantes im Rathhause wird beund einer Büste Leopold von Rantes im Rathhause wird be schlossen. Die Vorlage, betreffend die Erwerbung des Rechtes auf Bes so spöttisch über die staatsrechtliche Grundlage des Reiches Döbeln i. S. Eine impofante Versammlung war es, welche spricht. Beide Wahlrechte neben einander können nicht bestehen am Sonntag, den 22. Februar, Nachmittags 3 Uhr, hier stattfand. bleiben. Entweder muß das allgemeine oder das Dreitlassen- Besonders waren viele Leute vom Lande erschienen und hörten wahlrecht beseitigt werden. Weshalb soll denn allein die Leistung mit gespannter Aufmerksamkeit den zweistündigen Vortrag des an direkten Steuern maßgebend sein; man hat doch die indirekten Genossen Peus aus Berlin über die Frage:" Muß es immer Steuern erhöht, die garnicht berücksichtigt werden. Deshalb ist Reiche und Arme geben?" Referent gab eine geschichtliche Gntder Maßstab der Steuerleistung nicht mehr haltbar für das Wahl wicklung der Klaffengegensäge, schilderte die verderblichen Wirkungen recht. Das elendeste aller Wahlsysteme nannte Fürst Bismarck der Spaltung der Gesellschaft in Reich und Arm und wies dann das bestehende Wahlrecht.( Unruhe rechts.) Fürst Bismarck aufs Eingehendste nach, wie unsere Gesellschaft in den Sozialismus erklärte 1867, er fenne fein besseres Wahlrecht, als das direkte; unausbleiblich einmünden werde. Stürmischer Beifall lohnte den das indirekte Wahlrecht verhindere die Berührung der höchsten Redner. Von einer Diskussion wurde abgesehen. Dagegen Gewalt mit den fernigen Massen des Volkes. Man kann nicht wurden etwaige Gegner aufgefordert, das Wort zu ergreifen. sagen, daß man es dem Reichstage anmerkt, daß er aus einem Aber obwohl manche anwesend zu sein schienen, wagte sich keiner schlechteren Wahlrecht hervorgegangen ist. Wenn einmal eine so hervor. Danach ward noch durch eine Resolution ein Glüd große Anzahl von Bürgern der sozialdemokratischen An- wunschtelegramin an Bebel, unseren altbewährten Vorkämpfer für schauung huldigt, dann ist es nur ein Sicherheitsventil, daß die Sache der Arbeiter beschlossen. Unter dreifachem Hoch auf Diese Anschauung auch hier Vertreter finde.( Sehr richtig!). Das die völlerbefreiende Sozialdemokratie schloß die musterhaft vermischter Deputation mit dem Magistrat darüber zu berathen. indirekte Wahlsystem sichert der Intelligenz durchaus fein laufene Versammlung. Borrecht bei der Wahl; es giebt intelligente Leute, welche arm sind und deshalb in der dritten Abtheilung wählen. Es wäre ganz gesund, wenn auch einmal die Minister als Wähler der britten Abtheilung erscheinen. Daß das indirekte Wahlrecht nichts taugt, beweist die Theilnahmslosigkeit der Bevölkerung bei den Wahlen. Unser Antrag ist eine Probe; er wird heute abgelehnt werden; wir sind aber begierig zu erfahren, wieviel Stimmen denselben ablehnen werden. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. nugung einer zum Ausbau der Dammmühlengebäude erforder lichen Spreefläche wird an einen Ausschuß verwiesen. Stadtv. Prezel und Genoffen beantragen ein verändertes Berfahren bei dem Erwerb von Grundstücken für die Stadt herbeizuführen. Der Antragsteller fucht nachzuweisen, daß das jetzige Vers Er schlägt vor, in ge fahren für die Stadt Nachtheile habe. Stadtv. Gerstenberg glaubt, daß bei diesen Berathungen nichts Rechtes herauskommen kann. Der Antrag Pregel wird abgelehnt. Die Vorlage, betreffend die Errichtung einer Heimstätte für Genesende auf dem Riefelgute Malchow zur Aufnahme refon valeszenter, nach Koch'scher Methode an Tuberkulose behandelter Personen giebt zu einer längeren Debatte Anlaß. ES Sigung vom Donnerstag, den 26. Februar. Stadtv. Stadthagen empfiehlt den Antrag des Magistrats Der Vorsteher, Stadtv. Dr. Stryd, eröffnet die Sigung zur Annahme. Es sei überflüssig, Beit zu verlieren dadurch, daß furz vor 5/4 Uhr mit einer Reihe geschäftlicher Mittheilungen. die Vorlage, wie von einer Seite gewünscht werde, erst an die Minister Herrfurth: Ich muß Verwahrung einlegen gegen Erster Gegenstand der Tagesordnung ist die Wahl von Gesundheits- und Baudeputation geht. Redner erklärt, einer die Behauptung des Abg. Ridert, daß ich spöttisch von dem direkten 6 Stadtverordneten in die gemischte Deputation für die von Denen zu sein, bei denen die Koch'sche Heilmethode die Wahlrecht des Reichstags gesprochen habe. Ich habe mich auch städtische Feuersozietät. Die Wahl geschieht durch Acclamation. günstigsten Wirkungen gehabt habe. Er hege den Wunsch, daß über seinen Antrag nicht spöttisch geäußert. Der Vorredner geht Es folgt die Berichterstattung betreffend die Ver- allen Leidensgenossen möglichst rasch geholfen werde. von der falschen Anschauung aus, daß seine Anträge dieselbe breiterung der Gertraudtenstraße, der Straße„ Am Stadtv. Vir chow hätte gewünscht, der Anfang, der mit Autorität beanspruchen dürfen, wie Verfassungsbestimmungen. Spittelmarkt", der Breitestraße und der Scharrenstraße. Der der Anstalt gemacht werde, wäre nennenswerther gewesen. In Preußen ist das Dreitlassenwahlrecht verfassungsmäßig. Ich Ausschuß hat die Nothwendigkeit der Verbreiterung einstimmig sei nur Plag für 96 Refonvaleszenten vorgesehen. Troydem habe mich über seinen Antrag nicht geäußert, weil nicht ein anerkannt. Als Straßenbreite sind 22 Meter vorgesehen. Alle solle man das Kleine nehmen, das geboten werde. Gegenwärtig sei das einziger Redner sich für denselben ausgesprochen hatte. weiteren Fragen follen erst verhandelt werden, wenn der Magistrat Wertrauen in das Koch'sche Berfahren etwas erschüttert. Die viel In der Abstimmung wird§ 79 und§ 79 a nach den An- entsprechende Vorlagen macht. fachen Mißerfolge seien nicht zu übersehen. Zudem leifte das trägen der Kommission angenommen; der als Antrag von Huene Stadtv. Vortmann bittet, die Frage der Verbreiterung gestern vorgeführte Liebreich'sche Mittel in Fällen der Kehlkopf bezeichnete Theil des§ 79( Bildung der Abtheilungen in den der Scharrenstraße zu vertagen. Urwahlbezirken) gegen die Stimmen der Freifinnigen und NationalDer Ausschußantrag wird mit dem Antrage Vortmann würde aber ebenso falsch sein, nun gerade für das Liebreich'sche schwindsucht vielleicht noch mehr, als das Koch'sche Mittel. E liberalen. Es folgt die erste Berathung des Stadthaushalts Etats pro zu bauen, wie man für das Koch'sche Verfahren heute beantrage Verfahren ausschließlich eine Retonvaleszenten Heimftätte des direkten Wahlrechts wird gegen die Stimmen der Freisinnigen 1. April 1891/92. Der Etat balanzirt in Einnahme und Aus- Morgen könne vielleicht noch ein anderes Verfahren bekannt und des Zentrums abgelehnt. § 86, welcher die diesem Gesetz entgegenstehenden Bestim angenommen. gabe mit 75 695 776 M. werden, das vielleicht noch besser wirke. 4 Es handle fich für ihn bei der ganzen Angelegenheit hauptsächlich um Entlastung ber Rrankenhäuser. Redner beantragt Neberweifung der Vorlage an einen Ausschuß. Stadtrath Straßmann theilt mit, daß in den drei städtischen Krankenhäusern seit dem 23. November v. J. bis heute 623 tuberkulose Kranke nach Roch behandelt worden seien. Davon feien 36 geheilt, 237 gebessert und 69 weniger gebeffert. Zur Erzielung weiterer Erfolge bei beiden letzteren Kategorien sei unbedingt der Aufenthalt in einem Rekonvaleszenten Heim nöthig. Der Antrag Virchow auf Vorberathung der Vorlage durch einen Ausschuß wird angenommen. Es folgt die Berathung über einen dringlichen Antrag Stadtv. Kalisch: des Die Stadtverordneten- Bersammlung wolle beschließen: Die Versammlung ersucht den Magistrat, bei den JustizverwaltungsBehörden die nöthigen Schritte zu thun, daß die ZivilprozeßAbtheilungen des Berliner Amtsgerichts 1 in den bisherigen Gebäuden der Jüdenstraße verbleiben. Stadtv. Ralisch begründet seinen Antrag als im Interesse des Publikums liegend und bittet um möglichst einstimmige Annahme desselben. Stadtv. Horwitz spricht sich im Sinne der Antragstellers aus, hofft auch auf Erfolg, da der gegenwärtige Justizminister allen solchen Fragen sehr objektiv gegenüber stehe. nur In der geftrigen Signng der Berliner medizinischen| ärztliches Gutachten festgestellt wurde, enthielt das Stegept Mutter) Gesellschaft hielt Professor Oscar Liebreich seinen angekündigten die irgend welche besondere Wirkung überhaupt nicht hatten, ge Vortrag über ein neues Verfahren zur Behand- schweige denn zu den Zwecken dienen konnten, welche die lung ber Tuberkulose. Reflettantinnen davon erwarteten und deren Anwendung des Der Veröffentlichung des neuen Mittels sah die Aerztewelt Gesez mit Strafe belegt. Für dieses werthlose Schriftstück ließ der mit um so größerer Spannung entgegen, als in letzter Zeit die Angeklagte sich je nach dem Stande der Kundinnen 2 bis 20 m. anfängliche Begeisterung für die Koch'sche Methode einem wie zahlen. Vor Gericht entschuldigte der Angeklagte sich damit, daß er uns scheint durchaus unberechtigten Mißtrauen Platz ge- felbst mit dem Rezept hineingefallen" sei. Wenn das Schöffengericht зи seinen macht hat. Gunsten auch annahm, daß eine fortgesetzte strafbare Handlung vorliege, so wurde bei der Gemeingefährlichkeit des Treibens des Angeklagten doch auf eine Gefängnißstrafe von sechs Monaten; wovon zwei Monate durch die erlittene Untersuchungshaft abgerechnet wurden. Gegen dieses Urtheil ließ der Angeklagte durch seinen Bertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Gotthelf, Berufung einlegen. Die zweite Instanz be stätigte gestern das erste Urtheil mit der Abänderung, daß anstatt zwei Monate deren vier durch die erlittene Untersuchungshaft abzurechnen seien. Immerhin hat dieses Mißtrauen das gute, daß man dem neuen Mittel gleich von Anfang an kühler, fritischer gegenüber tritt, ein Standpunkt, dessen Nothwendigkeit Liebreich selbst immer und immer wieder hervorhob. So betonte er gleich in der Ein leitung, daß die seiner Entdeckung zu Grunde liegenden Versuche durchaus noch nicht als abgefchloffen zu betrachten wären, daß im Gegentheil lange fortgesetzte, genaueste Beobachtungen allein zu einem abschließenden Urtheil über den Werth des Mittels führen tönnten. Das Mittel nun find die in der Medizin schon lange bekannten Canthariden oder spanischen Fliegen, respektive ein aus denselben hergestelltes Präparat. ,, Es paffirt etwas, wenn die Arbeit nicht unterbleibt! ( Unter Canthariden versteht man den in Mittel- und Süd- In diesen Worten, welche der Maurer Dahms zit einem MitEuropa besonders auf Delbäumen lebenden Blasentäfer in arbeiter Namens Schulze gefagt haben fo II, liegt nach Ansicht des Gerichtshofes der 2. Straftammer des Landgetrocknetem Bustande.), Während dasselbe in früheren Jahrhunderten, vor allem im gerichts II eine Bedrohung mit einem Vergehen. Dahms war Mittelalter, ausgedehnte Anwendung fand, besonders zur Her- vor längerer Zeit vom Schöffengericht zu Charlottenburg wegen Die übrigen Gegenstände wurden von der Tagesordnung ab. ftellung sogenannter Liebestränke, ist es in neuerer Zeit infolge Uebertretung des§ 153 der Reichs- Gewerbe- Ordnung zu fie ben gefeßt. Der Antrag Kalisch wird angenommen. Schluß der Sigung 9 Uhr. Lokales. Lohn- und Arbeitsbedingungen genöthigt haben soll. Es war dies bei Gelegenheit des Charlottenburger Maurerfireis geschehen, und hatte Dahms versucht, auf einige Streitbrecher einzuwirken. Das damals ihn verurtheilende Erkenntniß des Charlottenburger Schöffengerichts, welches auf Grund der Denunziation einiger Kollegen" erlangt war, zeigte Dahms feinen anderen Kollegen, etwa 30 an der Bahl, eines Tages beim Frühstück auf dem Bauplatz der Trabrennbahn zu Charlottenburg, und war es doch nur zu natürlich, daß keiner der rechtlich denkenden Maurer mehr mit jenen Denunzianten zusammen arbeiten wollte. Es wurde also eine Vereinbarung getroffen, daß entweder die Deoder aber alle die Arbeit nunzianten entlassen werden niederlegen sollten. seiner großen Giftigkeit fast ganz außer Gebrauch gekommen. Tagen Gefängniß verurtheilt worden, Diefer Uebertretung Erst in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts sind zuerst in soll er sich dadurch schuldig gemacht haben, daß er einen Maurer Frankreich genaue chemische Untersuchungen über die Ver- bei Gelegenheit der Einsammlung von Beiträgen zum Berliner wendbarkeit des Mittels gemacht worden, die bisher zu praktisch Maurerstreit resp. zum Generalfonds der Maurer zum Rücktritt verwerthbaren Resultaten nicht führten, weil sich immer ergab, von einer Vereinigung" zum Zweck der Erlangung besserer daß auch kleine Mengen des Mittels bereits Vergiftungserscheinungen hervorriesen und besonders die Nieren schädlich beeinflußten. Von Die Volks- Unterhaltungsabende für Arbeiter, die wir diesen Erfahrungen ausgehend begann Liebreich, nachdem es ihm geschon erwähnt haben, finden eine herbe, aber zutreffende lungen war, ein reines, unveränderliches chemisch genau bestimmtes Beurtheilung in der Kreuz- Zeitung"." Aus den Angaben der Präparat, das cantharidinfaure Kali, herzustellen, Kreuz- Beitung" geht hervor, daß die Unterhaltung am zweiten feine Versuche mit allerkleinsten Gaben, nämlich mit 1/50 Milli Abend zum Theil aus Tingeltangel- Vorträgen bestanden hat. gramm gleich 0,00002 Gramm. Im Fortgang seiner Untersuchungen Das ist allerdings etwas noch Stärkeres, als wir von den arbeiter stellte er schließlich fest, daß 6/10 Milligramm gleich 0,0006 Gramm freundlichen" und sozialreformerischen" Machern erwartet die höchste Gabe wäre, die man daeichen könnte, ohne eine schädhatten. Die Kreuz- Beitung" bezeichnet das Unternehmen deshalb liche Wirkung zu verursachen; als Durchschnittsgabe stellte er als ein liberales". Unserethalben mag man es auch ein fonfer- 2/10 Milligramm auf. vatives und antisemitisches nennen. Wir haben wenigstens schon Die Wirkung des cantharidinfauren Kali besteht darin, daß oft gehört, daß die Tingeltangel- Lokale in den Vorträgen, wie in es den Austritt von Blutwaffer( Serum) aus den kleinften BlutDer Zeuge Schultz bekundet unter Eid, daß Dahms jene der Zusammensetzung der Besucher einen start antisemitischen Zug gefäßen( Capillaren) veranlaßt, und zwar in den zur Anwen trügen, wie ja andererseits die Antisemiten Versammlungen dung kommenden fleinen Mengen nur aus den weniger wider Aeußerung gethan habe. Dahms bestreitet dies. Er sei an manchmal einen tingeltangelmäßigen Anstrich haben. Was den standsfähigen Gefäßen bereits erfrankter Gebiete, so daß also ge- ienem Tage der legte gewesen, der von der Arbeit fortgegangen sei, und mindestens 100 Meter hinter Schulh gewesen. Der VerBesuch der Volks- Unterhaltungsabende" betrifft, so sagen die funde Gewebstheile garnicht beeinflußt werden. dem Unternehmen freundlich gehaltenen Blätter darüber, daß er Dies aus den Gefäßen ausgetretene und sich im umgebenden theidiger, Herr Rechtsanwalt Stadthagen, führt aus: daß der ein guter fei, nur seitens der Arbeiter fönnte er beffer fein. Gewebe ausbreitende Blutwasser hat zwei sehr wichtige Eigen- Beuge Schuly, welcher schon wegen Bedrohung und Körpermit denen sich die Heilwirkung des Mittels verlegung mit zwei Jahren Gefängniß bestraft sei, Dieses Zeugniß ist ehrend für die Arbeiterklasse, aber die Freunde schaften, mit des Unternehmens stellen sich damit selbst als recht komische ergiebt: 1. eine zellſtärkende, d. h. die von ihm durch- mithin als ein roher Mensch erscheinen müsse, sich doch von dent Leute hin. tränkten und damit reichlichere Nahrungszufuhr erhaltenden fimplen Angeklagten eine Drohung nicht gefallen lassen würde, Zellen werden fräftiger, fähiger die Krankheit zu überwinden; zumal Dahms außer jener Uebertretung völlig unbescholten sei. 2) eine antibakterielle, d. h. die lebendigen Krankheitserreger Durch die erlittenen Borstrafen würde aber auch die Glaub( Bakterien) werden von ihm vernichtet; das von ihnen befallene würdigkeit des Zeugen zu bezweifeln sein, im Uebrigen enthalte der Wortlaut keine Drohung im Sinne des Straf- Gesetzbuches. Organ wird desinfizirt.Der Gerichtshof hält trotzdem Dahms für schuldig und ver urtheilt ihn abermals zu 7 Tagen Gefängniß. Es dürfte, da Dahms für seine Behauptung etwa 20 3eugen bringen kann, noch ein Nachspiel in Form eines Meineidsprozesses gegen Schulz folgen. Aus dem letzteren Umstande ergiebt sich schon, daß das neue Mittel kein Spezifikum gegen Tuberkulose ist wie etwa das Koch'sche Mittel sondern anwendbar gegen alle bakteriellen ansteckenden Krankheiten. Arbeiterbewegung. Die Lage unserer Postbeamten ist trotz der im vorigen Jahre erfolgten, allerdings recht mäßigen Gehaltserhöhung immer noch eine recht verbesserungsbedürftige. Außer einer weiteren allgemeinen Gehaltserhöhung, der Gewährung eines höheren Wohnungsgeld- Zuschusses in den Großstädten und Industriezentren und einer entsprechenden Ortszulage macht sich in den Kreisen der Unterbeamten besonders eine Bewegung für Erlangung einer genügenden Anzahl von Ruhetagen und freien Die Beobachtungen, die bisher bei der Behandlung von Sonntagen bemerkbar. Und in der That sind gerade diejenigen Kranken mit dem Mittel gemacht worden sind, gestatten bei der Beamten, welche die anstrengendsten Arbeiten zu verrichten haben, Kürze der Zeit noch keine endgiltigen Schlüffe. Doch ist soviel die Briefträger und Postschaffner, am übelsten in dieser Be- bereits sicher festgestellt, daß das Mittel in den zur Verwenziehung daran; sie haben am wenigsten Ruhetage. Während die dung gelangenden Gaben durchaus ungefährlich ist, Postgehilfen wöchentlich zwei bis drei ganze Ruhetage haben, er daß in fast sämmtlichen behandelten Fällen auch sehr schweren halten die Unterbeamten nur 15 bis 26 Tage im ganzen Jahre von Kehlkopf- und Lungenschwindsucht eine erhebliche Besserung über den Beschluß des bergbaulichen Vereins, die bergmännischen Bochum, 26. Februar. Die Führer der Bergleute halten frei; ja es tommt vor, daß sich bei manchen Beamten diefe des Allgemeinbefindens und der örtlichen Beschwerden niedrige Zahl durch besondere Umstände noch bedeutend ver- feit, Athembeschwerden, Auswurf, Husten, Nachtschweiße, Schlaf, Forderungen abzulehnen, in den nächsten Tagen eine Berathung. ringert. Die Regelung der Sonntagsruhe ist durchaus keine ein Appetit stattgefunden hat, und daß einige Male eine Abnahme Schröder, Vorsitzender, und Meyer, Kassirer des alten Verheitliche bei den verschiedenen Postanstalten. Bei einigen der Tuberkelbazillen nach Zahl und Stücke festgestellt werden bandes, find wegen Aufreizung gegen die öffentliche Ordnung in Alenitern haben die Briefträger allerdings jeden zweiten fonnte. Dagegen ist noch kein Fall von definitiver Heilung vor- Anklagezustand versetzt worden. Sonntag frei, bei anderen Aemtern fommt faum alle handen, noch in keinem Fall sind die Bazillen völlig verMonate einmal für den Beamten ein freier Sonntag. Das schwunden. Wunderbare ist, daß die Beamten auf dem Lande oft viel Immerhin ermuthigen die bisher gewonnenen Erfolge dazu, schlechter in dieser Hinsicht gestellt sind, als ihre Kollegen in der auf dem beschrittenen Wege weiterzugehen, um auf ihm hoffent Stadt; und auf dem Lande, bei dem verhältnißmäßig geringen lich zu dem Ziele der endgiltigen Heilung der Tuberkulose zu geVerkehr, sollte man meinen, wäre eine Regelung des Sonntags- langen. dienstes um Vieles leichter, als in der Stadt. In den meisten Heiser Die Glasfabrikanten weigern sich entschieden, die Forderungen der Arbeiter zu erfüllen und sind entschlossen, die Fabritation in Lyon ganz aufzugeben. Wie es heißt, würden sie in diesem Falle für den hierdurch entstehenden Schaden von etwa 2 Millionen Franks vom Syndikat der französischen Glasfabrikanten entschädigt werden. Die Zahl der Streifenden beträgt gegenwärtig etwa 2000. Soziale Uebersicht. Industrieorten ist das Einkommen eines jeden Arbeiters höher, Polizeibericht. Am 25. d. M. Vormittage stürzte sich ein als dasjenige eines Unterbeamten; eine den theuren Mann aus dem Fenster seines im dritten Stock des Hauses Lebensbedingungen entsprechende Ortszulage und ein für Stegligerstraße 60 belegenen Wohnzimmers auf den Hof hinab die hohen Miethspreise angemessener Wohnungsgeld- Buschuß und erlitt dabei so schwere innere Verletzungen, daß er nach dem ist also dringendes Bedürfniß. Auch in Bezug auf die Beit bis Elisabeth- Krankenhause gebracht werden mußte, wo er bald darauf zur etatsmäßigen Anstellung sind die Postbeamten schlechter wie verstarb. Bu derselben Zeit erschien eine Frauensperson in der die Beamten bei anderen Verwaltungen gestellt. Während z. B. Wohnung des fie behandelnden Arztes und theilte demselben mit, Zum Ausschluß der Tabakarbeiter in Hamburg. Die bei der Bahn diese Zeit nur etwa fünf Jahre beträgt, beläuft daß fie die ihr zum äußerlichen Gebrauch verordnete Medizin, Lohntommission der Zabalarbeiter sendet uns folgende Erklärung: sie sich bei der Post auf 8-10 Jahre. Gine Gleichstellung hierin um sich damit zu vergiften, absichtlich eingenommen habe. Nach- Der Zigarrenfabrikanten- Verein in Hamburg giebt in den hiesigen mit den Beamten der Bahnverwaltung liegt natürlich ebenfalls dem ihr der Arzt Gegenmittel gegeben hatte, wurde sie nach dem Zeitungen bekannt, daß in seiner lezten Mitglieder- Versammlung lebhaft in den Wünschen der Post- Unterbeamten. Schließlich sei Strankenhause am Urban gebracht. Mittags wurden am einstimmig beschlossen wurde, zu erklären, daß derselbe an feiner rin Uebelstand hervorgehoben, welcher allerdings nur die preußi- Schöneberger Ufer unter der Ueberführung der Potsdamer Eisen- Forderung, die Tabatarbeiter zur Verzichtleistung auf ihr Koaschen Briefträger und Landbriefträger betrifft. Es ist die That bahn durch das von einem Zuge hervorgerufene Geräusch die litionsrecht zu zwingen, festhalte. Nach mit ziemlicher Bestimmtsache, daß diese Leute, welche die vielen Treppen steigen und die Pferde eines Möbelwagens scheu, gingen durch und schleuderten heit auftretenden Gerüchten sollen auch einige der übrigen hiesigen oft recht weiten Wege zu Fuß zurücklegen müssen, auch im den Wagen an der Einfahrt des Potsdamer Güter- Bahnhofes Fubritannten gesonnen sein, die am hiesigen Ort noch arbeitenSommer bei der drückendsten Hize in ihrem blauen, mit Watte gegen einen Prellſtein. Hierbei stürzte der Kutscher von feinem den Tabatarbeiter am nächsten Dienstag zu maßregeln. Dieser gefütterten Uniformrock herumlausen müssen. In Süddeutschland Siz herab, gerieth unter die Räder des Wagens und wurde so letzte Verzweiflungsschritt der Fabrikanten läßt uns vollständig hat man bereits die Sommerblousen eingeführt; dort tragen die schwer verletzt, daß er nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht talt, wir wissen, daß die Fabrikanten durch die Arbeitseins Briefträger auch leichte Sommermützen. Warum gewährt man werden mußte. Nachmittags wurde ein unbekannter, etwa stellung in ihren Filialen in Deutschland vollständig aufs den preußischen Beamten nicht auch diese wesentliche Erleichte- 60 Jahre alter Mann auf dem Plaze vor dem Brandenburger Trockene gesetzt sind, und es kann uns nur angenehm sein, Thor von einem Steinwagen überfahren und erlitt dabei so wenn auch Diejenigen von den bis jetzt noch nicht streikenden schwere Verlegungen, daß seine Ueberführung nach der Charitee Fabrikanten, welche bisher in versteckter Weise gegen uns operirt erforderlich wurde. Zu derfelben Zeit vergiftete sich ein Mann haben, sich jetzt als unsere offenen Feinde bekennen. einem Arbeitszimmer der photographischen Gesellschaft, Wir erklären hierdurch Namens der ausgeschlossenen Tabakin einem Arbeitszimmer der Spittelmarkt Nr. 2, anscheinend in einem Anfall von Schwer- arbeiter, daß diefelben sich auch dadurch nicht beirren lassen, und muth.- Im Laufe des Tages fanden drei kleinere Brände statt. nach wie vor feststehen werden im Kampfe zur Wahrung ihres gefeßlichen Vereinigungsrechtes. Alle arbeiterfreundlichen Zeitungen werden um Abdruck gebeten. rung? Theater. Fünfundzwanzigjähriges Geschäftsjubiläum und keine neue Hofe. Ein großer und wohlbekannter Geschäftsmann feiert über turz den fünfundzwanzigjährigen Besitz seines Geschäfts. Wir wollen den großen Mann vorläufig nicht nennen; am oder auch vor dem Tage des Jubiläums wird es schon das Publifum aus den Beitungen und besonders aus einer gewissen Zeitung erfahren. Die alte, bekannte Sache, daß die Angestellten an folchen Tagen zu Spenden, Beiträgen zu einem Geschenk u. dergl. Die Glaceehandschuhmacher in Arnstadt befinden sich seit fanft oder unsanft gepreßt werden, wiederholt sich auch in diesem Deutsches Theater. Die Première, die am Mittwoch über 3 Wochen im Streif. Da die Fabrikanten alles anwenden, NichtFalle. Personen, die dem großen Geschäftsmanne sehr nahe fiehen, betreiben bie Sammlung der Beiträge schon jetzt eifrig. bie Bretter ging, das Alte Lied" von Felix Philippi, hat feinen vereinsmitglieder nach hier zu bekommen, ersuchen wir, jeden Sie sollen einen Tarif aufgestelt haben, nach welchem jeder im literarischen Werth. Es ist ein ganz nach französischem Muster Buzug nach hier zu vermeiden. Arbeiterfreundliche Blätter bitten Dienst der großen Firma Stehende beizutragen ersucht wird, und verfertigtes Ehebruchs- Drama, dem einige Szenen aus dem wir um Abdruck. Die Handschuhmacher Arnstadts. nicht einmal die Lehrlinge sollen dabei verschont werden. Der Eine Sudermann'schen Hinterhause" beigefügt sind. Die Gestalt des hat drei Mark, der Andere fünf Mark, der Dritte zwanzig Mark zu bürgerlichen Othello ist gerade so unmöglich, wie die der treusteuern, und wer sich ausschließt- Nun, sich auszuschließen, losen Frau; man trifft überall nur auf die bekanntesten Theaterwagt überhaupt keiner, es will auch keiner etwas von der ganzen puppen, nicht auf Menschen. Das Stück, das vorzüglich gespielt wurde, fand lebhaften Gerichts- Beitung. gen Versammlungen. Zu unserem Bericht über die Versammlung in dem Saale der Brauerei Tivoli( Die Sonntagsruhe der Kaufleute) wird uns geschrieben, daß unserem Berichterstatter einige Mißverständnisse unterlaufen sein müssen. Es fehlt in dem Bericht jeder Hinweis auf die energische Forderung des Abg. Singer, daß an den Sonntagen, an welchen wegen lebhafter Geschäftszeit eine sehnstündige Arbeitszeit gestattet ist, die Verkaufsstellen spätestens um 6 Uhr Abends geschlossen werden müssen. Sache ausgeplaubert haben, und das verräth genug. Uns geht aber ein Schreiben von einem Knäblein zu, das über die An- Beifall. Der Verfasser, ein Bankierssohn, hatte viele Freunde im gelegenheit daheim hat sprechen hören und unseren" Redaktör" Theater. für ben geeignetsten Mann hält, der die Sache rügen und möglicherweise noch hintertreiben tönnte. Das Knäblein be gründet seine Meinung zwar etwas sonderbar und kindlich, aber gar nicht unlogisch. Der Onkel des Knäbleins ist in dem großen Geschäst des großen Mannes, der nächstens sein großes Jubiläum feiern wird, angestellt; und des Knäbleins Vater ist Schneider. ,, Damen finden Rath und sichere Hilfe in allen Fällen. Der Onkel braucht eine neue Hose, aber die zwanzig Mark, die Adr. unter Dr. W., Postamt 35, Berlin." Im vorigen Herbst er für den Erwerb der neuen Hose bestimmt hatte, soll er zu der erschien die Annonze wiederholt in hiesigen Zeitungen, bis der Spende für ein Geschenk an den großen Geschäftsmann beitragen. Einsender derfelben als Schwindler entlarvt und eingezogen wurde. Singer ganz besonders darauf hingewiesen hat, daß der Antrag, Darüber hat der Onkel räfonnirt und das Knäblein, das es ge- Es war der Schuhmacher und Handelsmann Gottfr. Wilborn wonach am ersten Weihnachts-, am ersten Oster- und ersten hört hat, meint nun: Der„ Redaktör" möge ein Wort über die zu Magdeburg- Sudenburg, gegen den derzeit folgendes vor dem Pfingsttage zwei Stunden gearbeitet werden soll, von dem Kartell, Geschichte schreiben, dann würde der große Geschäftsmann es Schöffengericht festgestellt wurde. Es waren viele Briefe an den an dessen Spitze der Abg. Dr. Gutfleisch steht, ausgegangen ist, lesen und sich vielleicht- schämen, so daß er die Spende ein Angeklagten eingegangen, worin sein Rath und seine Hilfe und daß der Abg. Singer gerade in diesem Theile seiner Austellen ließe und Dnfel am Ende boch noch zu einer neuen Hose in Anspruch genommen wurde. Der Angeklagte fandte führungen die freisinnigen Kaufleute und Angestellten aufforderte, täme. Wir erzählen's und wollen abwarten, ob die kindliche den sich Meldenden dann die Abschrift eines Rezeptes ein, auf ihre Vertreter im Reichstage einzuwirken, damit dieser Antrag Erwartung sich vielleicht bestätigt. teffen Bufammenfetura er felbft nicht faunte; nie frater durch nicht wiederkehre. Außerdem vergißt der Berichterstatter mitzutheilen, daß 425,65 M. Die Fragen: Wie stellt sich der Fachverein zur Maifeier, und wie zur Zentralisation? wurden vertagt, event. sind dieselben auf die nächste Tagesordnung zu segen. -H Krüger, Frankfurter Bierhallen. Gesangverein Jugendfreuden" bet Lülow. Gäste willkommen. " " " willkommen. Rauchklub„ Ohne 3wang", Abends 8% Uhr, bei W. Spaeth, Weinstraße 28. Theater- und Bergnügunasverein Vulcania", in Roth's Restaurant, Linienſtr. 73. Gäste willkommen. Damen und Herren, welche ge= Stattlub neigt sind, beim Theater mitzuwirken, find freundlichst eingeladen. Tournee", Abends 8% Uhr, beim Genossen Karl Ulrich, Wrangelstr. 84. Gäste durch Mitglieder eingeführt willkommen. Depeschen. ( Wolffs Telegraphen- Bureau.) Hamburg, 26. Februar. Die streifenden Heizer und Trimmer von Hamburg und Umgebung hielten gestern Abend eine Versammlung ab, in welcher die Fortsetzung des Ausstandes be schlossen wurde. Außerdem beschloß die Versammlung, die Direktion der Packetfahrt- Gesellschaft zu ersuchen, bei Anmuste rungen von Feuerleuten Befahrene" zu bevorzugen. Falls auf dieses Ersuchen binnen drei Tagen keine Antwort erfolgen würde, solle der frühere allgemeine Ausstand an die Stelle der partiellen Arbeitseinstellung treten. Dann verkehrt der Berichterstatter einen Ausspruch des Ab-| Auch die Drohung, wegen Kontraktbruchs würde gegen die Aus-| Tolksdorf. Rarthanfcher" Gefangverein, Große Franrrurterftr. 90 De geordneten Singer in das Gegentheil; der Bericht sagt, Singer gesperrten vorgegangen werden, wird jett umgekehrt werden; Keller, Bergstr. 68. habe ausgeführt, daß die Sozialdemokratie„ troß religiöser To- denn nicht die Arbeiter haben einen Kontrattbruch begangen, Gefang-, Turn- und gesellige Vereine.„ Männnerchor Waldes Terang keineswegs gewillt sei, auf irgend welche Sonntagsheiligung sondern die Firma, indem sie über Nacht ohne Wissen der Ar- rauschen", Martgrafenſtr. 87 bei Weigt.— Männer- Gesang- Verein„ Union" Rücksicht zu nehmen". beiter die Produktionsmittel veränderte. Die Arbeiter werden Abends 9 Uhr, in der Berliner Bock- Brauerei. Vergnügungsverein Glück auf", Abends 8% Uhr, Sigung bei Mörves, VergnügungsGerade umgekehrt hat der Redner nachgewiesen, daß die deshalb ihr Recht auf den Klageweg suchen und auch finden Fichtestr. 29. Nach der Gigung Tanz. Gäste willkommen. Sozialdemokratie, weil sie, ihrer religiösen Toleranz wegen die müssen. Leider sei noch gesagt, daß die Streitbrecher nicht nur verein Beilchen". Sigung mit Damen von 9 Uhr ab, Admiralstr. 38 bei Geselliger Verein Immergrün Frage des Besuches des Gottesdienstes aus dem Spiele lasse, zu aus den Provinzen kommen, sondern auch aus Berlin selbst. Abends 9 Uhr, im Restaurant Heinide, Oranienſtr. 36. Verein ehem. der Forderung einer Mittags beendeten dreistündigen Sonntags- Kollege Simmar führte an, daß einer von den Streifenden schon Schüler der 38. Gemeinde- Schule, Gigung, Abends 9 Uhr, im arbeit gelangt sei. Der Sonntag Nachmittag müsse unter allen Arbeit erhalten hat und daß ein Schriftstück zirkulirte, worin Grand Restaurant Kornblume"( Inh. Oito Noll), Andreasstr. 3. Gäfte Umständen geschäftsfrei fein; bei fünfftündiger Sonntagsarbeit angegeben wird, daß der Streit beendet sei. Dies ist falsch; der und Geschäftsschluß während des Vormittags- Gottesdienstes sei Streit dauert weiter. Es sprachen hierzu noch die Kollegen Mescha dies nicht möglich, deshalb fordern die Sozialdemokraten im und Preuß. Die Abrechnung vom Herrenabend resp. Stiftungsfest Gegensatz zu den übrigen Parteien dreistündige Sonntagsarbeit gab Kollege Sillier. Die Einnahme betrug 175,80 M., die Ausin Verkaufsstellen und Schluß derselben um 12 Uhr Mittags. gabe 254,50 M., bleibt ein Defizit von 78,70 M. Unter Verschiedenem und Fragekasten gab Kollege 3äte bekannt, daß 18 Eine öffentliche Versammlung der Militär- und Lieferungshilfsbedürftige Kollegen insgesammt mit 188 M. unterstützt Schneider mit Frauen worden sind. Dann führte Kollege Neumann an, daß die Einfand am 25. Februar unter dem Vorsitz des Herrn Roloff nahme beim Stiftungsfest des Gejangverein Senefelder 771,90 M. statt. Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag des Genossen betrug. Die Ausgabe 346,25 M. Bleibt ein Ueberschuß von Börner über die Lage der ausgesperrten Arbeiter Deutsch lands, speziell der Tabatarbeiter Hamburgs." Nachdem der Redner die Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung einer näheren Betrachtung unterzogen, ging derselbe ausführlich auf die den Lesern des Vorwärts" schon bekannten Ursachen und den Verlauf der Aussperrung der Hamburger Tabatarbeiter ein, zu Sozialdemokratischer Parteitag. Für die Reichstags: Wahltreise recht reger Betheiligung an den Sammlungen für die aus Prenzlau- Angermünde, Königsberg( Nni.) und Ober- Barnim findet im großen gesperrten Arbeiter Deutschlands im Allgemeinen und die aus- Saale des„ Schüßenhauſes" in Wriezer: a. D. am Sonntag, den 1. März, ein gesperrten Tabakarbeiter im Besonderen auffordernd. Redner be- Parteitag ftatt. Oeffentliche Volksversammlung am Freitag, den 27. Februar, Abends dauert, daß die große Stadt Berlin weniger bisher für die ausgesperrten Hamburger aufgebracht hat, wie das kleine Städtchen Brandenburg. Unbedingt müsse von nun ab Berlin mehr aufbringen. An die beifällig ausgenommenen Ausführungen des Referenten schloß sich eine äußerst lebhafte Diskussion, an welcher fich die Herren Kroll, Schulze, Faforte, Wiesemann und Roloff betheiligten. Alle Redner waren sich darin einig, daß mehr wie bisher an die Unterstützung der Ausgesperrten gedacht werden müsse. Nach dem Schlußwort des Referenten wurde folgende Resolution einstimmig angenommen:" Die Versammlung erklärt sich in allen Punkten mit dem Referenten einverstanden und verpflichtet sich, die Ausgesperrten mit allen Kräften zu unterstützen; ferner: Da die Nothlage der ausgesperrten Genossen eine sehr große ist und die Fabrikanten sie durch Hunger zwingen wollen, sich ihnen zu fügen, so verpflichten sich die Militärschneider Berlins, dafür zu sorgen, daß jeder einzelne Kollege wöchentlich 20 Pfennig für die Ausgesperrten zahlt, Damit ihnen der Sieg wird." Hierauf entspann sich eine lebhafte Diskussion über Lohnabzüge, welche von der Firma Robrecht ( Hoflieferant) gemacht worden sind, sowie über Verhältnisse, welche in den Geschäften der Gebrüder Dahms und des Herrn Eduard Sachs herrschen. Nach vielem Hin- und Widerreden wurde beschlossen, die Angelegenheit Robrecht- Dahms der öffent lichen Agitations- Kommission der Schneider zu überweisen. Der Ueberschuß der Tellersammlung wurde den Ausgesperrten Deutschlands überwiesen und hierauf die Versammlung mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie geschlossen. Der Fachverein der Steindrucker und Lithographen hielt am 19. 5. M. eine gut besuchte Vereinsversammlung ab. Zunächst hielt Herr Th. Meyner einen Vortrag über Zentralisation und erntete lebhaften Beifall. Eine Diskussion fand nicht statt. Zum Streit bei der Firma Destreich und Hartmann führte Kollege Obier an, daß sich einige Herren, 4 oder 5 an der Zahl, gefunden hätten, die den Muth besitzen, dort zu arbeiten. Er er mahnte die Anwesenden, für die Streifenden resp. Ausgesperrten so lange zu sorgen, bis der legte Mann untergebracht ist. Kollege Sillierfführte noch aus, daß die Firma ihren Willen, die Produktivität der Arbeit zu erhöhen, nicht durchgesezt hat. Denn die paar Streitbrecher, welche jetzt dort arbeiten, arbeiten unter ganz anderen Verhältnissen. So wurde vorher mit zwei Motoren und voller Riemenscheibe gearbeitet, hingegen jetzt nur mit einem Motor und halber Riemenscheibe, so daß wenn vergleichsweise früher eine Maschine 15 000 Druck per Woche fertigstellte, jetzt Die Firma will höchstens die Hälfte davon hergestellt wird. aber nur zeigen, daß sie nicht nachzugeben braucht in der süßen Hoffnung: geht es jetzt nicht, nun so gehts vielleicht später. s uhr, in Sanssouci, Kottbuſerſtr. 4a. Oeffentliche allgemeine Brauer Versammlung und deren BerufsJakobstr. 75. genoffen am Freitag, den 27. Februar, Abends 8 Uhr, bet Feuerstein, Alte Freie Volksbühne. Bersammlung der Mitglieder der ersten und zweiten Abtheilung am Freitag, den 27. Februar, Abends 8% Uhr, im großen Tivoli- Saale. Vercin Berliner Portiers und Berufsgenossen. Mitglieder- Berfammlung am Montag, den 2. März, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Markgrafenftraße 89. Puker Serlins und Umgegend. Große öffentliche Bersammlung am Sonntag, den 1. März, Vormittags 10% Uhr, in der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee. Saal). Große öffentliche Volksversammlung am Freitag, den 27. Februar, abends 8 Uhr, im Etabliſſement Gisteller, Chauffeestraße 88( hintereŕ Fachverein der Stellmacher Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 28. Februar, Abends 8 Uhr, in Bögow's Brauerei, Prenzlauer Allee. Musikalisch- deklamatorische Abend- Unterhaltung, verbunden mit Tanzfränzchen. Berliner Kranken- und Segräbnißkaffe für Frauen und Mädchen ( G. 5. Nr. 97). Sonntag, den 8. März, Nachm. 4 Uhr, Generalversammlung, in Norbert's Lokal, Beuthstr. 22. Formstecher, Drucker, Hilfsarbeiter und verwandte Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Deffentliche Bersammlung am Sonntag, den 1. März, Vormittags 10 Uhr, in Zemter's Salon, MünzVerein Wanderlust. Sizung Sonnabend 9 Uhr, Grünauerstr. 14. Sonntag: Ausflug nach Spandau über Tegel. Abmarsch 7 Uhr Morgens vom Morigplag, Gäste willkommen. straße 11. Briefkaffen der Redaktion. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Antwort wird nicht ertheilt. C. F., Liegniterstr. Sie müssen Ihre Anfragen wieder. holen. Wahrscheinlich haben Sie die Antwort im Briefkasten übersehen. B. Bauer, Töpfer. Wir glauben Salamonski. A. A. Wir wollen Ihnen mündlich Auskunft ertheilen. Zwei Wettende. Wie kalt es in den Jahren 1870/71 in Berlin war, fönnen wir nicht feststellen. P. 3. 62. Fragen Sie doch einmal in einer Volts füche an. Wermelskirchen. Von Ihren Fragen können wir Ihnen nur die letzte beantworten. Die Adresse ist:„ Sozialdemokraten, Kopenhagen." Die Bücher können wir Ihnen nicht besorgen. Im Uebrigen scheinen Sie nach Ihrer Postkarte ein sehr höflicher Herr zu sein. 1hlich. Kommen Sie doch einmal während der Sprech stunde zu uns. Last. Wie alt Graf Waldersee ist, wissen wir nicht. Es kümmert uns auch nicht. Bleichenbach. Die Angelegenheit eignet sich besser zur Be sprechung in dem hessischen Parteiblatt. Achtung, Charlottenburg und Umgegend! Große Mitglieder- Ver: fammlung des Algemeinen Arbeiterinnen- Vereins Berlins und Umgegend, Filiale Charlottenburg, am Freitag, den 27, Februar, Abends 8 Uhr, im Zotale Bismarckhöhe, Wilmersdorferstraße 39. Tagesordnung: 1. Vortrag. Beiträge 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. können in der Versammlung entrichtet werden. Die neuen Statutenbücher werden ausgegeben. Zur Deckung der Untosten findet Tellersammlung statt. Herren als Gäste sind eingeladen. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. nächsten Gonntag, Bormittags 10 Uhr, Herr Schäfer den Vortrag über den Ihr Vater gedient hat. In der humanistischen Gemeinde, Kommandantenstraße 79, hält am Sag: Die Wahrheit trägt ein Schwert, Gerechtigkeit hat es geschmiedet. Gäste willkommen. und Diskutirklubs. Freitag. arI Marr", Abends 9 Uhr, Stockarbeiter. Streifabrechnungen tönnen wir im redaktionellen Theile wegen Playmangels nicht veröffentlichen. P. 2. 1. Wenden Sie sich an den Truppentheil, bei welchem A. N. Nur die Frau. bei Schönfeld, Mariendorferfir. 10. Gäste haben Zutritt.-Süden", Abends 8% Uhr bei Schwarzkopf, Stalizerſtr. 11. Gäste, Damen und Herren, Briefkaffen der Expedition. willtommen. Westen", Abends 8 Uhr im Restaurant Böhland, Bülowstraße 52. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. C. K., Bergmannstraße. Bitte, senden Sie 50 Pfg. In Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, Aufnahme von Mitgliedern. Männer- Gesangverein" Collegia". Marten ein. Restaurant Reichenbergerstr. 16.- Gesangverein des Fach vereins der Für die Ausgesperrten gingen ferner ein: B. 3 M. H. Bu yer Berlins und umgesen"" Bemütb liderline R., Berlin 2 M. Bartels, Vertrauensmann für Adlershof 18 wt. straße 30 bei Preußer. ,, Buchbinder: Männerchor" Alte gatobftr. 75 bei Feuerstein. Männer- Gesangverein der Berliner Schmiede", bet Tempel, Breslauerstr. 27.- Arbeiter- Gesangverein" Nord", Zur Beachtung! Der heutigen Nummer liegt für die Brunnenstr. 38 bei Gnadt.- Gefangverein orbeertrang", Restaurant einftr. 11.-aifer'scher Männerchor", Schönhauser Allee 28 bet Nürnberg. Gesangverein Wiederhall", Wrangelstr. 141 bei Schmidt.- auswärtigen Abonnenten unseres Blattes das neue Schriften. Arbeiter Gefangverein offnung", Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 34 bei Schulze. ummer'scher Gesangserein", Elisabethstr. 11 bei Rüth.- Verzeichniß unserer Verlags- Buchhandlung bei.. Gesangverein„ Esmeralda", Stoppenstraße 35 bei Keller, Abends 8 Uhr. wilhelm" Seeger'sche Ziebertafel", Abends 9 Uhr bei Trucs, Weitere Exemplare stehen auf Verlangen gratis und portofrei in etchenbergerstraße 83. Gesangverein Tonblüthe", Görligerstr. 58 bei beliebiger Zahl zur Verfügung. V " Möbel-, Spiegel-. Polsterwaaren- Magazin» New! Soeben erschienen! vont Aug. Herold, SO. 5. Reichenbergerstraße 5. SO. Böhmisches Brauhaus. Berlag des Vorwärts" Berliner Boltsblatt, Berlin SW., Beuthstraße 3. 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Markert, Bor be Stralauer Thor 22. 67 M 683b Einen Former und einen Gürtler lehrling verlangt Oscar Teucher, Prinzenstr. 99. Auf Damen- Paletots geübte tüchtige Herrenschneider finden dauernde Be Bither- Unterricht Kölln. Fischm. 1,111 Oppenheimer& Co., Jägerstr. 47. 9-10. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. $ D t e e 11 12 r h g e 2 b 11 E t 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 49. Darlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 42. Sigung vom 25. Februar. 12 Uhr. Am Ministertische: Dr. Miquel, Herrfurth und Rommissarien. Das Haus seht die zweite Lesung der Einkommensteuer- Vorlage bei den Bestimmungen über die Heranziehung zu Kommunalabgaben und über die Regelung des Wahlrechts fort.(§§ 77, 78 und 79 der Vorlage.) Hierzu liegen zunächst zwei Anträge vor; 1. von dem Abg. Richter( dfr.) auf Einschaltung eines neuen § 78a folgenden Inhalts: In denjenigen Landestheilen, in welchen für die Gemeindevertreter- Wahlen die Wähler nach Maßgabe der von ihnen zu entrichtenden direkten Steuern in Abtheilungen getheilt werden, erfolgt diese Eintheilung fortan lediglich nach Maßgabe der von ihnen für Staat und Gemeinde zu entrichtenden EinkommenSteuer. Soweit für solche Landestheile das Gemeinde- Bürgerrecht nach Gesetz oder Ortsftatut abhängig ist von einem bestimmten Mindestbetrag von Klassensteuer oder von einem bestimmten Minimaleinkommen, tritt an Stelle solcher Bestimmungen die Borschrist, daß das Gemeinde- Bürgerrecht Jedermann zusteht, der zur Einkommensteuer des Staates oder der Gemeinde veranlagt ist oder ein Einkommen von 420 M. besitzt. Freitag, den 27. Februar 1891. Denn sie würde nur Wasser auf der Mühle der Sojialdemokratie sein. nur eine Minister des Innern Herrfurth: Drei Fragen sind in diesen Paragraphen kombinirt: einmal die Frage, ob die Bestiminungen eine Verfassungsänderung bedingen, ferner wie weit Aenderungen des staatlichen und drittens des fommunalen Wahlrechts durch die Vorlage bedingt sind. Die Staatsregierung muß die Frage, ob eine Verfassungsänderung nothwendig ist, verneinen. Ein Argument dafür, daß eine Verfassungsänderung nothwendig sei, stützt sich auf den Wortlaut der Verfassung; es wäre nicht unbegründet, wenn es sich jetzt um den Erlaß eines definitiven Wahlrechts handelte, während Menderung der bestehenden Verordnungen in Aussicht steht. Es muß aber jedem Mitgliede des Hauses überlassen bleiben, ob es eine Verfassungsänderung für vorliegend hält. Bezüglich des staatlichen Wahlrechtes glaubt die Regierungen allen Anforderungen genügt zu haben, welche zur Zeit gestellt werden können, um der Berschiebung des Wahlrechts infolge der Steuererhöhung für die Die Kommission hat den oberen Klassen entgegenzuwirken. Steuerertrag, welcher abgerechnet werden soll, von 2,40 auf 3 M. erhöht, und dann auf Antrag des Herrn von Huene beschlossen, daß die Abtheilungsbildung in den Urwahlbezirken erfolgen soll. Db das letztere eine Verbesserung ist oder nicht, kann ich nicht übersehen, aber prinzipielle Bedenken kann ich dagegen nicht geltend machen. Auf die sonstigen Anträge glaube ich nicht näher eingehen zu sollen. Der Antrag Ridert wird wenig Gegenliebe im Hause finden, deshalb kann man von der Staatsregierung nicht erwarten, daß sie sich über den Antrag äußert. Die stattgehabten Ermittelungen haben ergeben, daß der Antrag Böhm nicht geeignet ist, die Verschiebungen zu beseitigen, welche im Wahlrechte ftattfinden werden. Die Verschiebungen bestehen darin, daß das Wahlrecht der ersten und zweiten Klasse gesteigert, das der dritten Klaffe vermindert wird. Für die 3. Klasse wird durch den Antrag Bachem das Wahlrecht derjenigen, welche jetzt darin sind, vermindert durch den Hinzutritt von tausenden von neuen Wählern. Der Antrag bedeutet jezt also nichts anderes als die Abänderung Unter Ablehnung des Antrages der Abgeordneten Bachem eines rheinischen Spezialgesetzes. Das gehört also nicht in dieses ( Mülheim) und Genoffen zu dem Entwurf eines Einkommensteuer- Gesetz und würde also als provinzielle Frage auch abgesondert zu Gefezes folgenden§ 79 a anzunehmen: Soweit nach den be- berathen sein. Aber wir haben 1883 bereits ähnlich verfahren, und stehenden Bestimmungen in Stadt- und Landgemeinden das ich glaube deshalb keinen Einspruch erheben zu sollen gegen die Bürgerrecht, bezw. das Stimm- und Wahlrecht in Gemeinde- Annahme des Antrages der Kommission. Daß man für die erste und Angelegenheiten an die Bedingung eines jährlichen Klaffensteuer- aveite Abtheilung der Gemeindewähler bestimmte ProzentBetrages von 6 m. getnüpft ist, tritt bis zur anderweitigen fäße feststellen sollte, ist allerdings früher schon einmal angeregt gefeßlichen Regelung des Gemeinde- Wahlrechts an die Stelle des worden; aber es ist darüber keine Uebereinstimmung erzielt wor genannten Sages der Steuerfaß von 4 M., bez. ein Ginkommen den. Die statistischen Ermittelungen darüber werden vielleicht später bei der Stegelung der Kommunalsteuer und des kommuvon mehr als 660 M. bis 900 m. nalen Wahlrechts erfolgen können. Der jetzt vorgeschlagene Kompromiß- Antrag der Kommission ist sehr glücklich; es ist zu hoffen, daß derselbe eine große Mehrheit auf sich vereinigt; denn es fann der Regierung nur daran liegen, daß dieses so wichtige Gefeß mit möglichst großer Mehrheit angenommen wird. 2. ein Antrag des Abg. Grafen Stra chwi( Bentr.): Dem§ 79 als Absatz 4 hinzuzufügen:„ Eine Abänderung der am 1. Januar 1891 vorhandenen Urwahl- Bezirke in solchen Gemeinden darf nur dann stattfinden, wenn die Einwohnerzahl eines Urwahl- Bezirkes die nach der Verordnung vom 30. Mai 1849 zuLässige Höhe übersteigt." In Verbindung mit diesen Paragraphen wird zugleich berathen der Antrag Ba chem( Mülheim) in zweiter Lesung. Die Einkommensteuer- Kommission, welche diesen Antrag vorberathen hat, schlägt vor: In denjenigen Landestheilen, in welchen für die Gemeindevertreter Wahlen die Wähler nach Maßgabe der von ihnen zu entrichtenden direkten Steuern in Abtheilungen getheilt werden, tritt an Stelle eines 6 M. Einkommensteuer übersteigenden Steuerfazes, an welchen durch Ortsstatut das Wahlrecht geknüpft wird, der Stenersatz von 6 M. Wo solche Ortsstatuten nach bestehenden Kommunalordnungen aulässig sind, kann das Wahlrecht von einem niedrigeren Steuerfaze, bez. von einem Einkommen bis 900 m. abhängig gemacht werden. Eine Erhöhung ist nicht zulässig. % Abg. v. Huene( 3.): Der Antrag der Kommission ist von feiner Seite angefochten, auch vom Minister als annehmbar bezeichnet worden. Es handelt sich ja hier nur um eine provisorische Regelung der Frage und von diesem Standpunkte aus muß man über manche Mängel der Vorschläge hinweggehen. Wir dürfen Der Abg. Bachem Mühlheim( 3.) zieht mit Rücksicht auf die Gestaltung des Wahlrechts nicht bloß nach diesem Geseze bedie Kommissionsbeschlüsse seinen Antrag zurück. urtheilen, sondern nach der ganzen Steuerreform. Wenn die Abg. Nichter( dfr.): Die Vorlage ist in allen Gebieten Grundsteuer überwiesen wird, wie wird dadurch das Wahlrecht außerhalb des Finanzressorts äußerst mangelhaft vorbereitet; es verändert! Jetzt können wir das Gemeindewahlrecht nicht nach gilt dies namentlich in Bezug auf die Kommunalsteuern und auf der Einkommensteuer allein bemessen, denn die Grund- und Gedas Gemeindewahlrecht, ein angel, der sich bei der Regierung bäudesteuer zahlenden Bürger sind Diejenigen, welche das meiste noch aus der Bismarc'schen Zeit erhalten hat. Redner erörtert Interesse an der Gemeindeverwaltung haben. Ob eine Vereine Reihe von Mängeln, die sich nach seiner Meinung bei der fassungsänderung vorliegt oder nicht, darüber muß Jeder sich seine Veranlagung der Gemeinde- Einkommensteuern auf Grund des eigene Meinung bilden. Aber einseitig wird man wohl übervorliegenden Gesetzes ergeben werden. Es würde ungerecht sein, zeugt sein, daß es so mit dem Wahlrecht nicht weiter geht. wenn man nach den Ergebnissen der Einkommensteuer- Veranlagung Daß man die Fundamente durch Stützen ersetzt, ist auf Dauer nicht durchführbar." Mit der Ueberweisung auch die Zuschläge zur Grund- und Gebäudesteuer geringer die bemessen wollte. Die Ergebnisse der Einkommensteuer sollten der Grund- und Gebäudesteuer an die Kommunen muß auch Daran muß gar feinen Einfluß haben auf die Grund- und Gebäudesteuer; das Gemeindewahlrecht anders geregelt werden. das dürfte auch den hier geäußerten Meinungen des Finanz- der Regierung. ebenso viel liegen liegen, wie jedem Mitgliede des Hauses. ministers entsprechen. Minister des Innern Herrfurth: Eine Aenderung der bisherigen Einrichtungen des Wahlrechts kann durch die Vorlage nur da stattfinden, wo das Dreitlassensystem besteht. Diese Verhältnisse tönnen aber nicht generell durch die Steuervorlage geändert werden, denn es kommen dabei vielfach ortsstatutarische Beftimmungen in Betracht, die unabhängig von dem Steuergefeßze find. Minister Dr. Miquel: Was die Zuschläge betrifft, so werden sich für die Uebergangszeit allerdings Schwierigkeiten er geben. Das Beste wird sein, die Entscheidung von den etwa vortommenden Einzelfällen abhängig zu machen. Abg. Rickert( dfr.) hält dies nicht für zweckmäßig und bittet den Minister, sich darüber schlüssig zu machen, wie die Sache generell durch einen Erlaß geregelt werden soll, vielleicht noch vor der dritten Lesung. Die Entscheidung von Einzelfällen ab hängig zu machen, sei unter allen Umständen nicht räthlich. Der§ 77 wird hierauf genehmigt. Kommunal- Wahlrecht. 8. Jahrg. Brauerei Friedrichshain( Lips). Brauerei Friedrichshöhe( Payzenhofer). Brauerei Pfefferberg. Bräuer, Gr. Frankfurterstr. 74. Buggenhagen, Morigplay. Buß Salon, Gr. Frankfurterstr. 87. Bürgerfäle, Dresdenerstr. 96. Konzertpart, Ostend, Frankfurter Allee. Deigmüller's Salon, Alte Jakobstr. 48 a. Deutsches Volkstheater, Schönhauser Allee. Eiskeller- Etablissement, Ghausseestraße. Elysium, Landsberger Allee. Feldschlößchen( Müller), Müllerstr. 142. Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75. " Freischütz", Fruchtstr. 36 a. Gaillard, Prinzenstr. 87. Gehrandt, Gerichtsstr. 10. Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 75 Gnadt, Brunnenstr. 38. Gründel, Dresdenerstr. 116. Gründer's Salon, Schwerinfir. 18. Habel's Brauerei, Bergmannstr. 5-7. Heise, Lichtenbergerstr. 21. Hensel, Brunnenstr. 129. " Herzog, Memelerstr., Deutscher Raiser". Herzog, Stromstr. 28. Heydrich's( Norbert) Säle, Beuthstr. 18-21. Friz Ilges, Wilsnackerstr. 63. Industrie- Hallen, Mariannenstr. 31-32. Joël( früher Keller), Andreasstr. 21. Keller's Hofjäger, Inh. A. Fröhlich, Hasenhaide Keller, Bergstr. 68. Königshof, Bülowstraße. Klein's Festsäle, Oranienstr. 180. Kliem, Hafenhaide. Knebel, Badstr. 58( neben Weimann's Volksgarten). Königsbank, Gr. Frankfurterstr. 117. Krüger's Bierhallen, Frankfurterstr. 102. Krieger's Salon, Wasserthorstr. 68. Kuhlmey's Gesellschaftshaus, Röslinerstr. 17. Meißner, Gartenstr. 162. Minner, Rosenthalerstraße. A. Möwes' Gesellschaftshaus, Fichteftr. 29. Müller, Johannisstr. 20. Neues Gesellschaftshaus"( Reinhardt), Hafenhaide 57. Neustädtischer Boltsgarten, Prostauerstr. 11-12. Norddeutsche Brauerei, Chausseestr. 58. Nürnberg, Schönhauser Allee 28. Drschel, Sebastianstr. 39. Barlamentshalle, Landsbergerstr. 35. Rau's Salon, Staligerstr. 125( Wolf u. Krüger). Reichert, Müllerstr. 7. W. Rehlitz, Bergstr. 12. Reng' Salon, Naunynstr. 27. Rennefahrt's Salon, Dennewigstr. 18. Reyer, Alte Jakobstr. 83. Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Roll, Adalbertstr. 21. Ruhland, Moabiter Schüßenhaus. Sachow, Müllerstr. 136. Saeger, Grüner Weg 29. Sahm's Klubhaus, Annenstr. 16. Sanssouci, Kottbuserstr. 4 a. Scheffer's Salon, Inselstr. 10. Schloßbrauerei Schöneberg. Schmiedel's Salon( Orpheum), Alte Jakobstr. 82. Schnegelsberg's Salon, Jahnstr. 8. Schneider, Belforterstr. 15. Schröder, Müllerstr. 178( Weddingpart). Schwarzmüller, Kolbergerstr. 23. C. Seefeld, Grenadierstr. 33. Silber's Salon, Schwedterstr. 24. Specht( Brauerei- Ausschant), Neue Jakobstr. 26. Süd- Ost, Waldemarstr. 75. Unionsbrauerei, Hasenhaide. Vereinsbrauerei,( Nixdorf). Viktoriabrauerei, Lüßowstraße. Viktoria- Salon, Perlebergerstr. 13 Voltsbrauerei( Moabit). Wedding- Kasino, Schulstr. 29. Weigt, Markgrafenstr. 87. Wilfe, Hochstr. 82a. Wollschläger, Blumenstr. 78. Wohlhaupt, Manteuffelstr. 9. Wuttke, Friedrichsbergerstr. 20. Zemter, Münzstr. 11. Da verschiedene Veränderungen vorgekommen, ersuchen wir die Parteigenossen, genau auf diese Liste zu achten, besonders machen wir noch darauf aufmerksam, bei Festsetzung von Bergnügungen auf diese Liste Bezug zu nehmen. Ferner geben wir bekannt, daß wir nicht in der Lage sind, Abg. France- Tondern( ntl.) weist darauf hin, daß die Be ftimmung, daß die Bildung der Abtheilungen innerhalb der UrWahlbezirke stattzufinden hat, der Verfassung nicht ganz entspreche. Dadurch würde auch keine Besserung erzielt. Redner verweist auf die Veröffentlichungen der Freis. 3tg.", welche für einen Wahlbezirk ergeben, daß Wähler der ersten Klasse nur solche find, die mehr als 12 000 m. Steuern zahlen; Wähler dritter lasje find Alle, welche weniger als 2000 m. Steuern zahlen. In dem Bezirke wohne er selbst und auch zwei Minister, welche, wenn sie nicht ein Privatvermögen besitzen, Wähler dritter Klasse sein werden. In anderen Bezirken werden schon Leute mit 50 bis 60 Mart Steuern Wähler erster Klasse sein. Die Verfassung und die Wahlordnung bestimmt, daß die Ge meinden im Ganzen in drei Klassen getheilt werden sollen; jede Klasse soll für sich wählen. Was auf Antrag des Herrn v. Huene von der Kommission beschlossen worden ist, entspricht dieser Verfassungsvorschrift nicht. Wenn es sich jest auch nicht § 78 betrifft das Beranlagungsverfahren für die Gemeinde- um Beschaffung eines neuen 28ahlgefezes handelt, so sind wir Einkommensteuer. Der Paragraph wird debattelos genehmigt. auch bei Aenderung des bestehenden Gesetzes an die Direktiven Sodann debattelos der vorerwähnte Antrag Richter, gemeinsam gebunden, welche die Verfaſſung giebt, ba wir doch ein Gesetz Jordan's Lotal, Neue Grünstr. 28, mit auf die Liste auf jegen, mit dem§ 79 und dem von der Kommission an Stelle des An- zur Regelung des Wahlrechts balb betonen werden, was it ba bie Bächter erklären, dem Fachverein der Schlächtergesellen trages Bach em- Mülheim beantragten§ 79a, betreffend das babei zu befürchten, wenn das bestehende Wahlsystem aufrecht Berlins den Saal zu Bersammlungen nicht hergeben zu können, erhalten wird?( Buruf: Aufgelöst.) Ach, wir werden nicht auf weil die Schlächter- Innung, welche Besizerin dieses Lotals ist, es Abg. Bachem- Mülheim( 3tr.) befürwortet die Borschläge der gelöst werden.( Heiterkeit.) Bis 1893, 19 das Gefez hoffentlich den Bächtern in diesen Fäulen nicht gestatten würde. Ausnahmen Kommission. Der Overpräsident der Rheinproving habe sehr zu kommen wird, werden höchstens einige Nachwahlen stattfinden können wir selbständig nicht machen. Unrecht befürchtet, daß die Bestimmung der Vorlage ein allge- nach den alten Wahlliften; wozu sollen wir dazu noch einen meines Eindringen der Sozialdemokratie in die Städtevertretungen provisorischen Zustand schaffen, der doch nicht bleiben kann. Um 4 Uhr wird die weitere Berathung bis Donnerstag der Rheinproving zur Folge haben werde. Einige Arbeiterpertreter in den Städtevertretungen, wären es auch Sozialdemo 10 Uhr vertagt. fraten, würden gar nicht schaden, wie wir ja in den östlichen Provinzen sehen. Vor allen Dingen muß darauf gehalten werden, den Mittelstand zu erhalten. Ich kann deshalb auch den Antrag Richter nicht annehmen, weil dieser den Mittelstand majorisiren würde und bitte, den Kommissionsantrag anzunehmen mit dem vom Redner gestellten Busazantrag, wonach eine Modifikation Auf mehrere Anfragen, Rauffmann's Variété Theater bestützungen auszusetzen. der Bestimmung über die Wahlbezirte gefordert wird. Abg. Frhr. v. Bedlių( frt.) protestirt gegen den Versuch, treffend, erklärt die Lokalkommission, daß sie es ablehnen muß, das allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht, das wir für das mit dem dortigen Saalinhaber noch einmal in Verbindung zu Reich unantastbar belassen wollen, in den Staat oder in die Ge- treten, da einzelnen ihrer Mitglieder bei Nachfragen und Untermeinden überführen zu wollen. In Staats- und Gemeinde handlungen eine zu unhöfliche Behandlung zu Theil wurde. Die Lokalliste ist bis auf Weiteres die folgende: wahlen soll das Vorrecht der Intelligenz aufrecht erhalten Aftienbrauerei Moabit, bleiben. In den durch die Kommission vorgeschlagenen Bestim mungen über die Aenderung des Wahlrechts sei eine Verfassungs Aenderung nicht zu erblicken. Der Antrag Richter ist unannehinbar, denn er erschwert das Zuschlagsverfahren für die Kommunalfteuer ins Unendliche. Wenn auch ein einzelner Sozialdemokrat in einer Gemeindevertretung nicht schaden mag, so darf man doch nicht den Sozialdemokraten den Eintritt in die Gemeindevertre tungen zu sehr erleichtern. Redner erklärt sich gegen alle Aende tungsanträge. Abg. Dr. Wuermeling( 3entr.). Die Frage des direkten and allgemeinen gleichen Wahlrechts bei den Gemeindewahken eine Härte, als 16 pet. aller Steuerzahler ihres Gemeinde- Wahlaufzuwerfen, heißt sie verneinen. Die Vorlage enthält infojern rechts verlustig gehen. Diese Bestimmung muß geändert werden, Lokal- Lifte. Albrecht, Schönhauser Allee 103.( Jäger- Haus.) Arminhallen, Kommandantenstr. 17. 6. Bachmann, Dresdenerstr. 45. Bergschloßbrauerei, Rigdorf. Beyer, Neue Grünftr. 14. Bielefeld, Hasenhaide( Neuer Spreewald Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Böhmisches Brauhaus. Bögow's Brauerei. Bolzmann, Andreasstr. 26. Bobert, Weinstr. 11. Brauerei Tivoli, Kreuzberg Brauerei Königstadt. Werner. Heindorf. Insinger. Arbeiterbewegung. Hamburg, 24. Februar. Der Verband deutscher Zimmerleute ( Domizil und Lokalverband Hamburg) beschloß einstimmig für die treifenden Zigarrenarbeiter und Sortirer 5000 M. zu UnterLoudon, 24. Februar. In der Nähe der Docks wurden heute Platate angeschlagen, in welchen die Frachtstauer, deren Bahl sich auf ungefähr 3000 beläuft, aufgefordert werden, die Arbeit niederzulegen. London, 25. Februar. Nach Meldungen aus New- York herrscht unter den Angestellten der Pennsylvaniabahn andauernd Unzufriedenheit, sodaß man den Ausbruch einer Arbeitseinstellung auf beiden Linien ostwärts und westwärts von Pittsburg befürchtet. Der New York. Unser Korrespondent schreibt uns: In den Cole Regionen Pennsylvaniens ist ein Streit wegen Lohndifferenzen ausgebrochen, an dem 16 000 Arbeiter betheiligt find, und zwar 10 000 Bergleute und 6000 Cokebrenner. Streit der Schuhmacher zu Rochester N.-Y., welcher feit Mai vorigen Jahres dauerte, ist endlich zu Gunsten der Arbeiter entschieden worden. Dagegen ist der Streit der Kohlengräber der N. y. u. Cleveland Co. zu Pittsburg I verloren gegangen; derselbe begann ebenfalls Mai vorigen Jahres. Soziale Meberlicht. In New- York haben erst die Kontrattoren im Mäntel- 1der dieselben annehmen wollte. Ferner seien von den Karten, I weil sie bei ihrem elenden Lohn auf einen Nebenverdienst anges fach( Cloakmaker) einen Lockout inszenirt, der an 2000 Arbeiter welche jeder, der beim Vermittler nach Arbeit anfrägt, mit wiesen sind, der ihnen im Heim unmöglich gemacht ist. Es bleiumfaßte; aber schon am selben Tage nahmen 25 von den 80 be- bekommt, 32 nicht zurückgesandt worden, trotzdem der Verein das ben also nur die besser Bezahlten übrig, welche allenfalls aus theiligten Kontraktoren ihre Arbeiter zurück und heute sind nur Porto bezahlt. Es ist dies, so führt der Redner an, Schuld der Unerfahrenheit oder Leichtsinn dem Laiter verfallen könnten. noch einige 30 übrig, welche ca. 400 Arbeiter beschäftigen. Die Arbeitsuchenden, und der Verein werde geschädigt, indem erstens Einen wirksamen Schuh wird man diesen Mädchen schwerlich Sweaters" konnten es nicht überwinden, daß sie bei dem das Porto unnöthig ausgegeben werde und außerdem auch die angedeihen lassen können, da sich die Kontrolle nur auf die damaligen Streit, den sie gemeinsam mit den Arbeitern gegen die Zahl der besetzten Stellen nicht genau feitzustellen sei. Schlafenszeit erstreckt, und den Tag über, wie billig, jede BeUnternehmer führten, nicht den Löwenantheil an den erhöhten Redner ermahnt dringend, derartige Mißstände nicht derartige Mißstände nicht um schränkung wegfällt. Ob die Schüßlinge in diesen Heims überPreisen erhielten. Vor einigen Tagen folgten ihnen ihre Kollegen sich greifen zu lassen, und betont die Wichtigkeit des Arbeits- haupt lange aushalten werden, erscheint auch noch sehr im Stockfache nach, welche dasselbe Verlangen wie Jene an nachweises für die Bewegung im Allgemeinen, sowie für die zweifelhaft. die Arbeiter stellten: Austritt aus der Union. Auch bei diesem Feststellung statistischer Daten im Besonderen. Speziell bittet er, Die chirurgischen Juftenmentenmacher hielten am MonLockout sind ca. 2000 Arbeiter betheiligt, von denen aber ein Theil daraufhin zu wirken, daß das Umschauen in den einzelnen Werktag Abend unter Vorsitz des Herrn Schmädicke eine öffentliche selbst die Arbeit verließ, um den Ausgeschlossenen nicht den Kampf stellen unterbleiben möge. Ein Antrag auf Decharge- Ertheilung für den Versammlung mit folgender Tagesordnung: 1. Die Lage der Hamzu erschweren, resp. den Kontraktoren zu erleichtern. Bericht wird ein st i m mig angenommen. Der Bericht weist burger Ausgesperrten. 2. Die Feier des 1. Mai und wie stellen im Vergleich zum Vorjahr eine erhebliche Steigerung der Thätigkeit wir uns dazu? 3. Verschiedenes. Zum ersten Punkt referirte des Vermittelers auf. Herr Dost schließt sich den Ausführungen Herr Wilke, Delegirter der Berliner Streit- Kontroll- Kommission, des Vorredners behufs Vermeidung des Umschauens und der Redner konstatirt mit Genugthuung die Thatsache, daß trotz der Nützlichkeit des Nachweises an. bereits 13wöchigen Dauer des Streits erst 10 Streifbrecher zu Sodann wird beschlossen einen anderen Arbeitsvermittler verzeichnen seien, was von einem anerkennenswerthen Muth und Zur Aussperrung der Schreiner in Mainz. Der Aus- zu wählen. Die Wahl fällt auf Herrn Dost, Staliger Ausdauer der Streifenden zeige. Leider haben die Berliner Arstand der hiesigen Schreiner dauert fort, und ist nicht anzunehmen, straße 7. IV. beiter noch nicht genügend petuniäre Mittel zur Unterstützung daß er bald beendet ist. Die fremden Arbeitskräfte, auf welche Es kommen hierauf die Anträge zur Generalversammlung der Streitenden aufgebracht. Nach kurzer Debatte, wird unter Dieselben betreffen Veränderung der die Fabrikanten so sehnsüchtig warten, sind bis heute fern ge- Statuten. Nach Berlesen der Kommissionsvorschläge tritt die Beiträge, folgende Resolution einstimmig angenommen: Die heute blieben, nur in einzelnen Fällen ist es ihnen gelungen, Leute Ablehnung einer erst vorgeschlagenen bestimmten Höhe der herbeizuziehen, doch sind das Kräfte fo zweifelhafter Natur, daß Versammlung in die Generaldiskussion ein und nimmt folgende in Bemters Restaurant tagende öffentliche Versammlung der denselben ein fertiges Stück Arbeit als Modell zur Verfügung Aenderungen an: Zu§ 1: Der Verein führt den Namen: chirurgischen Branche erklärt sich anläßlich der darbenden Ham Vereinigung Der Drechsler und Berufsgestellt werden muß, damit sie nur einigermaßen Begriff davon bekommen; den Weltmarkt werden die Herren also damit nicht genossen Deutschlands; es können mithin auch alle im burger Brüder mit den Ausführungen des Referenten ganz und beizusteuern. erobern. Damit aber die schweren Opfer, mit welchen die Leute Drechslergewerbe beschäftigten hilf sarbeiter als mit voll einverstanden und beschließt nach Ermessen der Einzelnen aufgenommen werden. Zu§ 2: Der herbeigezogen wurden, nicht umsonst sind, haben die Fabrikanten glieder Herr Ballmüller legt die Wichtigkeit und Nothwendigkeit der das Beispiel des Einzelnen nachgeahmt, und die leeren Werk- Passus„ Errichtung einer Fachschule" wird gestrichen 8stündigen Arbeitszeit flar, und kritijirt die Haltung der nationaldas mit Abhalten von Versammlungen stätten ebenfalls zu Schlafstuben eingerichtet. An den aus- dafür liberalen und freisinnigen Partei zu dieser Frage. Referent be und aufklärenden Vorträgen tont die Wichtigkeit der Beschlüsse des Pariser Kongresses, bewärtigen Kollegen und Berufsgenossen wird es nun liegen, wie belehrenden die Ein Zusatz, welcher bisher den Zuzug streng fern zu halten, damit der nun schon acht ausdehnung der Agitation auf die Provinz Datum betreffend, zwingen, die Stellung etwas zu verändern und Diskussionen gesetzt. merkt aber auch, daß taktische Gründe in dem einen Punkt, das Wochen dauernde Kampf mit einem Sieg endet. Die Lohnkommission der Schreiner in Mainz. den nächſtliegenden Zahlstellen zur Pflicht macht, wird eingefügt. Datum betreffend, zwingen, die Stellung etwas zu verändern und Nach längerer Diskussion wird folgende Resolution ange Unterstützungen sind zu senden an die 3entral- Streit 3u§ 4. Die obligatorische Einführung der Fachzeitung wird den 3. Mai als den Feiertag anzusehen. Kommission, Herrn Karl Kloß, Stuttgart- Heslach, Löblinger den einzelnen Bahlstellen nach Belieben anstraße 127. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden ersucht, heimgestellt, da dies für große Städte unnöthige Kosten Die öffentliche Versammlung der chirurgischen Branche und Obiges weiter zu verbreiten. verursacht, indem dieselben eine hervorragende politische Berufsgenossen beschließt am 1. Mai die Arbeit nicht ruhen zu Presse zur Verfügung haben. Ferner follen diejenigen, laffen und erklärt sich demnach mit den Beschlüssen der sozial welche das zweite Mal wegen rückständiger Beiträge ihrer bemokratischen Fraktion einverstanden. Die Versammlung beauf Mitgliedschaft verluftig werden, 1 M. Einschreibegeld tragt das heutige Bureau am 1. Mai Abends eine öffentliche Ver beider Wiederaufnahme zahlen( gegen 50 Pf. nach fammlung mit Damen einzuberufen und danach ein gemüthliches dem alten Statut). 3u§ 10. Alle Geldsendungen find an den Hauptkassirer zu richten. 3u§ 11. Der Ausschuß beteht aus 7 Personen( gegen 5 früher). Streitigkeiten zwischen Ausschuß und Hauptvorstand müssen durch Urabstimmung ent schieden werden und das Resultat in der Fachzeitung bekannt gemacht werden. Zu§ 14. Der Haupttasse fließen neben den Einschreibegeldern 2c. 30 pt. der Mitglieds- Freie Vereinigung der Zeitungsspediteure und Ver käufer. Eine Versammlung fand am Montag, den 16. d. Mts. find an den Hauptvorsitzenden zu richten. Bu§ 17. Bis 500 M. ftatt. Sum zweiten Punkt der Tagesordnung, Bekanntmachung fönnen in Händen des Hauptkassirers bleiben( gegen 200 m. des Vereins, wurde beschlossen, diese wieder im Vorwärts" und früher). 3u§ 19. Die Wahl zur Generalversammlung geschieht in der„ Berliner Zeitung" erfolgen zu lassen, und zwar sollen durch Wahlkreis- Eintheilung derart, daß 100 Mit die Annonzen am 22. März in den genannten Zeitungen stehen. glieder einen Kreis bilden und einen Delegirten zu wählen haben. Ein Antrag, daß, wer bis zum 16. März nicht den § 20e. Den Ort des Sizes der Vereinigung, des Vorstandes, Extra beitrag hierzu, von 1,50 m. entrichtet hat, solle des Ausschusses und der Generalversammlung bestimmt die General- nicht mit bekannt gegeben werden, wurde angenommen. versammlung. Versammlungen. Schlächterversammlung. und § 21. Der Ort und Tag der Generalversammlung resp. die Wahl der Delegirten und jede Urabstimmung muß 8 Wochen vorher bekannt gemacht werden.( Gegen 6 Wochen früher.) Punkt 3 der Tagesordnung: Aufstellung und Wahl der Kandidaten zur Generalversammlung, kann wegen der vorgeAufgestellt sind die rückten Zeit nicht voll erledigt werden. Kollegen Dost, Klotsch, Jonas, Thiem, Fischer und Hinze. Die Wahl ist durch Stimmzettel noch vorgenommen worden, doch die Feststellung des Resultates dem Bureau überlassen, welches das felbe im Vorwärts"( Inferatentheil) auch bereits bekannt gegeben hat. nommen: Beiſammenſein herbei zu führen. Ferner wird noch der Wunsch ausgesprochen, am 3. Mai sich ebenfalls recht zahlreich an der allgemeinen Feier zu betheiligen. zum Einsammeln der Gelder für die Hamburger wird Herr Wilke, Straße 16b Nr. 5 erwählt. Im dritten Theil führte Kollege Schönstein Klage, vom Kollegen Riet geschäftlich geschädigt worden zu sein. Hierüber wurde nach Prüfung der Sache zur Tagesordnung übergegangen. Des Ferneren wurde eine Resolution angenommen, daß die Ver sammlung aus der weiteren Verhandlung die Ueberzeugung er langt hat, daß Herr Riek versucht habe in unkollegialischer Weise eine Botenfrau des Herrn Schönstein für sich zu gewinnen. Die Versammlung spricht daher gegen Herrn Niet ihre Mißbilligung aus. Ein vierter Punkt, betreffend die Botenfrage, wurde der vorgerückten Zeit wegen auf die nächste Tagesordnung gesezt. Gine öffentliche Versammlung für Schlächter meister und Gesellen Berlins und Umgegend wurde am 24. d. M. abgehalten. Die Versamlung hatte sich eines ausgezeichneten Besuches zu erfreuen. Das Bureau bildeten die Kollegen Reßlinte, Gröbstein und assowski. Die beiträge zu( gegen 50 pet. früher). 3u§ 15. Alle Briefe vorherige öffentliche gleichartige Versammlung hatte eine Beschwerde an das Polizeipräsidium beschlossen, weil der derzeitig die Versammlung übermachende Polizeilieutenant einen NichtSchlächter unter Andre, ung der Versammlungsauflösung verhindert hatte, das Wort zu nehmen. Diese beschlossene Beschwerde ist von dem damaligen Bureau, dem ihm gewordenen Auftrage entsprechend, an den Polizeipräsidenten gerichtet worden und so brachte der Vorsitzende Keßlinke vor Eintritt in die Tagesordnug das auf besagte Beschwerde seitens des Polizeipräsidenten an ihn gelangte Antwortschreiben zur Kenntniß der Versammlung. Dasselbe ging dahin, daß die eingereichte Beschwerde für gerechtfertigt erachtet und dem betreffenden Polizeibeamten die entsprechende Weisung ertheilt worden sei. Hierauf trat die Versammlung in den ersten Punkt der Tagesordnung ein, welcher lautete: Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Earl Schulge über Arbeiterschutz- Gesetze." Unter besonderer Berücksichtigung Des Schlächtergewerbes legte der Referent in seinem eingehenden Vortrage unter dem lebhaftesten Beifalle der Versammlung die Die Klavierarbeiter und verwandten Berufsgenossen hielten Nothwendigkeit einer Arbeiterschuh- Gesetzgebung und des Einam Montag, den 23. Februar eine öffentliche Versammlung ab, tretens der Schlächter für eine solche dar, insbesondere auch der Schlächtermeister, deren Lage dadurch keineswegs verschlechtert Der Verein ,, Ingendschuh" hat in seiner Sigung vom in welcher Kollege Schmidt einen Vortrag über die Frage der Mais würde und die dadurch nur dem Gebote der Nächstenliebe Mittwoch einen ersten leisen, aber ganz leisen Hauch demokratischen feier hielt. Für dieses Jahr empfahl Redner, aus verschiedenen Rechnung tragen würden, und beleuchtete des Weiteren Geistes verspüren laffen. Die früheren Sizungen zeichneten fich taktischen Gründen, die Feier entgegen dem Prinzip von dem den gegenwärtigen Stand der Arbeiterschutz- Gesetzgebung sämmtlich durch ödeste Langeweile aus, weil die Zuhörer, Mit 1. Mai auf den ersten Sonntag im Mai zu verlegen. In der Diskussion sprachen die Kollegen Niendorf, Kröhn, and deren Unzulänglichkeit. Referent fam zu dem glieder wie Gäste, trotz der Deffentlichkeit der Sigung niemals Schlusse, daß die Schlächter, wenn sie ihre Lage verbessern aufgefordert wurden, sich zu dem gehörten Vortrage zu äußern. Meyer, Ludwig, Höflich, Schneider, Bloszies im Sinne des Rewollen, sich der allgemeinen internationalen Arbeiterbewegung Der Besuch, der von Anfang an fein besonders starter gewesen ferenten. Eine Resolution des Kollegen Niendorf, den Tag in anzuschließen und dafür Sorge zu tragen haben, daß ihre eigene war, hatte daher in der letzten Zeit immer noch mehr abge- Friedrichshain zu feiern, ohne die Familie daran Theil nehmen Organisation erstarte. Kein Baum falle auf den ersten Hieb, nommen. Am Mittwoch zählten wir 16 Anwesende, Redner und zu lassen, wurde abgelehnt und gleichzeitig beschlossen, daß die Nunmehr hat aber der Vorstand Familie unbedingt an diesem Arbeiterfeiertage theilzunehmen habe. aber je mehr Arbeit, desto mehr Früchte. Die Befreiung der Vorstand mit eingeschlossen. Arbeiter könne nur durch die Arbeiter selber herbeigeführt werden, einer von sozialdemokratischer Seite ausgegangenen privaten An- Folgende Resolution gelangte zur Annahme: Die heutige öffentliche Versammlung der Klavi erarbeiter und Darum hätten sich auch die Schlächter nicht auf andere Parteien regung stattgegeben und wenigstens Fragen aus der Mitte der zu verlassen, sondern sich der Sozialdemokratie anzuschließen und Bersammlung heraus gestattet. Zunächst schien Niemand von dieser verwandten Berufsgenossen erklärt sich mit den Ausführungen Schulter an Schulter mit den übrigen Arbeitern zu kämpfen für Neuerung, die den Meisten sichtlich überraschend fam, Gebrauch machen des Referenten einverstanden und beschließt, die Feier zu Gunsten die Verbesserung der Lage der arbeitenden Klasse. Einer für zu wollen. Als endlich eine Dame im Anschluß an den Vortrag des Achtstundentages auf den 3. Mai zu verlegen und dieselbe Alle, das sei Menschenrecht, Alle für Einen, das sei Menschen- des Rechtsanwalt Löwenfeld über die Stellung der Frau im Recht, in der Reischach'schen Brauerei zu Rummelsburg zu begehen. Zu Punkt 3 der Tagesordnung: Bericht über den Stand pflicht!( Anhaltender Beifall.) In der Diskussion sprachen die jetzt und in Zukunft" eine Frage wagte und unwillkürlich von Kollegen Schwarze, assowsti, Reßlinte im Sinne der Fragestellung zu einer Art Diskussion überzugehen begann, des Streits bei der Firma May u. Co. führte Rollege Meyer des Referenten, die Mißstände im Schlächtergewerbe beleuchtend wurde ihr das Wort mit dem Bemerken abgeschnitten, daß im aus: Der Streit steht noch auf demselben Standpunkt wie vor und zum Anschluß an die allgemeine Arbeiterbewegung und an Bürgersaale des Rathhauses eine Diskussion nicht gestattet werden einer Woche, d. h. wir dürfen erwarten, daß er für uns günstig die Fachorganisation auffordernd. Nach einem Schlußworte des dürfe. Wahrscheinlich fürchtet der Magistrat, daß man oben im ausfällt. Der Fabrikant hat einige bereits früher halb fertig ge Referenten gelangten folgende Resolutionen einstimmig zur An- Bürgerfaal gelegentlich so demokratisch werden könnte, daß den stellte Klaviere ganz fertig stellen lassen, und es tann nicht lange freifinnigen" Stadtvätern unten im Stadtverordneten- Sigungs- dauern, bis er unbedingt tüchtige Klavierarbeiter nöthig hat, nahme: 1. Die heute, Dienstag, den 24. Februar, in Norbert's Festsalon faal bange wird. Hoffentlich läßt sich der Verein durch die wenn er nicht das Geschäft vollständig ruiniren will. Als die tagende öffentliche Versammlung sämmtlicher Schlächtermeister Rücksicht darauf nicht bestimmen, die gefährliche Neuerung wieder streifenden Kollegen auf eine Aufforderung des Fabrikanten hin und Gesellen Berlins und Umgegend erklärt sich mit dem Referenten abzuschaffen. Und wenn er in Zukunft vorher und öffentlich be- ihre Werkzeuge abholten, arbeiteten neun Mann bei Maz u. Co., voll und ganz einverstanden. Sie sieht in der heutigen Pro- fannt machen lassen will, daß Fragefreiheit besteht, so erden von diesen neun Mann haben aber fechs bereits die Arbeit wieder duktionsweise das Emporblühen einzelner Großtapitalisten und sich auch Frager einfinden, und es wird sich bald herausstellen, niedergelegt. Der Streit muß demnach günstig verlaufen. Nach einer furzen Diskussion wurde der Beschluß gefaßt, sich die Vernichtung der Arbeiter, welche immer mehr und mehr zum daß ein Bedürfniß dazu vorliegt. Vielleicht geht der Verein dann Sklaven des Kapitals herabgedrückt werden, und verpflichten sich noch einen Schritt weiter und gestattet auch Redefreiheit. Zu diesem auch ferner mit den streikenden Kollegen der Firma Maz u. Co. die Anwesenden, mit aller Energie für die Verbesserung des Zwecke wird er die heiligen Hallen des Rathhauses verlassen und solidarisch zu erklären und dieselben nach Kräften zu unterArbeiterlooses einzutreten. Die Versammelten erkennen an, daß zum Volke herabsteigen", d. h. seine Sigungen in einem ganz stüßen. Hierauf wurden noch einige Angelegenheiten besprochen und nur durch die Sozialdemokratie die Lage der Arbeiter gebessert gemeinen, plebejischen Versammlungslokal abhalten müssen. Es werden kann. Es verpflichten sich die Anwesenden alle, Mann fann ohnedies nichts schaden, wenn unsere volksfreundliche" die Versammlung dann mit einem Hoch auf die Arbeiterbewegung für Mann der Sozialdemokratie sich anzuschließen. Bourgeoisie dem Volfe, das sie beglücken" will, ein wenig näher geschlossen. tritt, um es fennen zu lernen. Die„ Verpflichtungen" gegen hochmögende Gönner und Freunde brauchen den Verein von diesem Schritt nicht abzuhalten. Wenn ihm die Unterstüßung entzogen wird, so werden ihm die sogenannten Tellersammlungen, die ja im Bürgersaal ebenfalls verboten sind, ausreichenden Ersay Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechfaals, soweit Raum dafür abzu Was aber die Hauptsache ist, die leitenden Damen geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen bieten. werden dann von den Fabrikarbeiterinnen von denen sich Intereffes zur Verfügung; ste verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem In Nummer 46 des Vorwärts" empfiehlt Genosse Otto jetzt keine nach dem geheiligten Bürgerfaal wagt, darüber belehrt werden, daß es besser ist, statt der Jugend den Heindorf in seiner Eigenschaft als Mitglied der Berliner Schutz zu gewähren, dessen sie dem Leichtsinn und dem Laster Lokalkommission den Genossen, den Boykott über die 4. Die Versammlung beschließt, nur solche Hüte zu kaufen, gegenüber dringend bedarj", ihr die Hilfe zu leisten, welche sie woltsbrauerei zu Moabit aufzuheben, indem, wie Herr welche mit einer Arbeiter- Rotrollmarte versehen sind. Ebenso der Profitwuth und der Ausbeutung gegenüber bisher nur bei Heindorf schreibt, die jeßigen wie zufünftigen Inhaber dieses verpflichtet sich die Versammlung, nur solchen Kellnern Trinkgeld der Sozialdemokratie gefunden hat. Die Vorsitzende, Frau Bieber Etablissements schristlich der Lokalkommission von Bankow in zu verabfolgen, welche dem Verein Berliner Gastwirthsgehilfen Böhm, wird gut thun, das Einkommen ihrer Schüßlinge darauf Gegenwart von Zeugen erklärt haben(!), daß sie ihren Saal hin zu prüfen. fämmtlichen Arbeitern nicht vorzuenthalten gewillt find." angehören. 2. Die heutige Versammlung der Schlächtermeister und Gefellen Berlins und Umgegend protestirt abermals gegen den Vertauf finnigen, ausgekochten Fleisches auf dem Zentral- Viehhofe, weil es gerade die ärmere Bevölkerung ist, die das ekelhafte Fleisch kaufen muß, weil die Noth sie dazu drängt. 3. Die heutige Versammlung beauftragt die Delegirten der Berliner Streif- Kontroll- Kommission, in den Gewerkschaften dahin zu wirken, daß der Boykott über die Meister Kehrberg( Oderbergerstraße) und Sagert( Central- Markthalle, Stand No. 10) aufrecht erhalten wird. Der Ueberschuß der stattgehabten Zellersammlung wurde für die ausgesperrten Hamburger Tabalarbeiter bestimmt und die Versammlung wurde mit einem brausenden Hoch auf die zielbewußte unbefiegbare Sozialdemokratie geschlossen. Sprechlaal. Inhalt beffelben identifigirt zu werden. Es muß hier erklärt werden, daß Genosse Heindorf sich in Die Grenzen der Wirksamkeit des Vereins find ganz genau vorgezeichnet. Die, welche die Prostitution gewerbsmäßig be dieser Angelegenheit gröblich hat täuschen lassen, und ist es treiben, sich aber davon losmachen möchten, schließt er aus. zu bewundern, daß derselbe sich auf Grund von Zäuschung au Diejenigen, welche sich eines ersten Fehltrittes" schuldig der obigen Behauptung versteigen konnte. gemacht haben und bekanntlich der Gefahr, dem Laster zu ver Thatsächlich liegt die Angelegenheit genau so, wie sie in der Vereinigung der Drechsler Deutschlands. fallen, am meisten ausgesezt sind, zumal wenn sie von Jägerhausversammlung, in welcher ja Genosse Heindorf anwesend Am Sonntag Mittag fand eine kombinirte Mitglieder- Ber- ihren unvernünftigen Angehörigen verachtet oder verstoßen war, zur Sprache fam, daß nämlich die Unterhandlungen feit sammlung der Zahlstellen Berlin und Rirdorf statt. Zum ersten werden oder petuniär nicht besonders gut gestellt sind, Dezember v. J. in Betreff des Saales in der Kaiser Friedrich da ja Punkt der Tagesordnung erstattete Herr Hildebrandt den Bericht scheinen ebenfalls ausgeschlossen zu sein, nur straße 50-51 zu Pantom mit dem Eigenthümer desselben, dem des Arbeitsvermittlers und erklärte, fein Amt nicht weiter ver- unbescholtene" Mädchen aufgenommen werden sollen. Es ent- Direktor der Wolfsbrauerei zu Alt- Moabit 47-49, Herrn Gre sehen zu fönnen, es sei daher eine Neuwahl nothwendig. Der spricht das den Anschauungen dieses aus der Bourgeofie hervor gorovius, zu feinem Resultat geführt haben und war es daher Bericht erstreckte fich auf drei Monate und zwar vom Oktober gegangenen und vom Geiste der Bourgeoie beseelten Vereins, bis jegt noch nicht möglich, in dem betreffenden Saal eine bis Dezember 1890. Von 199 Arbeitssuchenden waren 152 Mit der sich zwar von jeder religiösen und politischen Parteifärbung Versammlung abzuhalten. Daher also die Sperre der Boltsglieder der Vereinigung. Reisegeschenk ist in 31 Fällen gewährt fernhält", aber im Bunfte der„ Sittlichkeit" hinter den konserva brauerei. Otto Ehlert, Bankow, Kommunikationsweg 1. worden. Von Arbeitsgebern wurden 120 Gehil en gesucht und tivsten Muckern nicht viel zurüictbleibt. Von den„ unbescholtenen" davon 93 Stellen besetzt. Für 17 Stellen fand sich Niemand, Mädchen werden die schlecht bezahlten wegbleiben müssen, J. B. der Lokalkommission für den Amtsbezirk Pankow. Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. e 11 a e ST 1 11 I li S