Nr. 299. Abonnements- Bedingungen: bonnements Preis pranumerando: Bierteljährl, 8,30 t, monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags. nummer mit Wustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. Bosto Elbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Bost Zeitungs Breislifte. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Cricheint täglich außer Montags. Vorwärts a ter schon Berliner Volksblatt. 23. Jahrg. Die Infertions- Gebühr. beträgt für die sechsgespaltene Rolonel. geile oder deren Raum 50 ẞfg., für bolitische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 80@fg. Kleine Anzeigen", das erste( fett. gebrudte) Wort 20 Bfg., jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Bort 6 Bfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Egbedition abgegeben werden. Die Expedition tst bis 7 Uhr abends geöffnet, Telegramm Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin" Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernivrecher: Amt IV. Nr. 1983. Sonntag, den 23. Dezember 1906. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. mit über 3000 M. Einkommen eine Gesamteintommen 3- vorlagen dementiert worden, die dann jedesmal binnen Jahres1988 Millionen Mark Die Verteilung des Tationaldes Tational- zunahme von vermögens. Höchst lehrreiche Ziffern! entfiel! Aber es kommt noch besser! frist dem Reichstage zugingen! Und wer regiert denn heute? Etwa die ministeriellen Handlanger, diese vorübergehenden Erscheinungen? Regieren nicht vielmehr die Junker und großindustriellen Scharfmacher, Die vorläufige Uebersicht für das Jahr 1906 gibt nicht um das persönliche Regiment ganz aus dem Spiele an, wieviel Zensiten sich denn nun innerhalb der beiden zu lassen?! Die paar Ziffern, die wir dieser Tage aus den in der Hauptgruppen auf die verschiedenen Untergruppen des Ein- Ein amtliches Dementi ist also nichts als ein Wisch Statistischen Storrespondenz" mitgeteilten Hauptergebnissen fommens verteilen. tommens verteilen. Um das zu ermitteln, müssen wir die Papier, ein dubioser Wechsel, den kein einsichtiger Politiker der Einkommensteuer- Veranlagung in Preußen 1906" ver- amtliche Einkommensteuerstatistik für das Jahr 1905 zu Rate honorieren wird! öffentlicht haben, sowie die paar daran geknüpften Gloffen ziehen. Wohl aber gäbe es ein Mittel für den Freifinn, den sind der Kapitolshüterin unseres Kapitalismus, der Frei- Im Jahre 1905 zählte die Gruppe mit 900-3000 M. Staatsstreichshetern das Handwerk zu legen, das nämlich, sinnigen Zeitung", mächtig in die Krone gefahren. Einkommen 3 989 171 physische Zenfiten. Davon entfielen nun den Wahlkampf gegen das Scharfmachergesindel und die FleischDas edle Mugdaneſenblatt entrüstet sich also: wucherer mit aller Entschiedenheit aufzunehmen, statt um deren Gunst zu betteln! " 17 auf die Gruppe mit 900-1050 M. Einkommen " " 1050-1200 1200-1350 1350-1500 " 19 " " " " 900-1500 " " Diese 2 943 000 3ensiten Den Sozialdemokraten müssen alle Dinge zu Verhegungszwecken dienen, und passen die Tatsachen nicht recht, nun, dann werden sie so lange hin und her gedreht, bis sie für die Agitation verwendbar erscheinen. So hat der Vorwärts" auch jetzt wieder die socben veröffentlichte Statistik über die Einkommensteuerberanlagung im Jahre 1906 mit heißem Bemühen durchstudiert, ob sich dort nicht irgend ein Anhalt findet, der es möglich macht, sie gegen die bestehende Staats- besaßen nun ein Gesamteinkommen von und Gesellschaftsordnung auszunuzen. Und richtig! Obwohl gerade die amtlichen Zahlen zeigen, daß die Einkommens= berhältnisse sich im letzten Jahre so günstig gestaltet haben wie faum jemals zuvor, bekommt es der„ Vorwärts" doch fertig, diese selbe Statistik zum Beweise dafür anzuführen, daß die„ Verelendung der Massen" immer weiter fortschreitet." Marristen". " " 3302 Millionen Mark. Demgegenüber besaßen 88 176 Zenfiten Zenfiten Proz. 29,3 1 289 000 845 000 485 000 19,2 334 000 11,0 7,6 2 943 000 67,1 1 Da der Freisinn aber Arm in Arm mit den Kardorff und Arendt in den Wahlkampf zieht, leistet er, wie dem Kolonialaberwit, den Flottenplänen und dem Fleischwucher, so auch den Staatsstreichsgelüften schamlose Helfersdienste! Wanzentaktik. Wir hatten die„ Freis. 3tg." richtig eingeschäßt. Statt nunmehr einzugestehen, daß sie unser Leipziger Bruderorgan zu Unrecht wegen des angeblich gefälschten" Wahlaufrufs der Fraktion angerempelt und nicht minder leichtfertig und töricht die Fraktion selbst der Prinzipienvertuschung bezichtigt hatte, fährt sie fort, zu kneifen und der Einkommensgruppe mit 9500 bis über 100 000 m. ein aufs neue zu fälschen. Sie schreibt: 2505 Millionen Mark! Man sieht, wie wunderbar gerecht in unserem Staate der Gottesfurcht und frommen Sitte die Einkommen verDoch weiter: Wenn wir wiederum das Jahr 1906 zugrunde legen, ergibt sich das folgende: Es besaßen: Einkommen Zenfiten 4146 000 mit 900-3000 Mart übe 3000 526 000 " 0 5551 Millionen Mark 4780 " „ Der Vorwärts" insbesondere meint uns einen Vorwurf daraus machen zu können, daß wir behauptet hätten, die ganze sozialdemokratische Reichstagsfraktion hätte den ersten Entwurf angefertigt, während er doch von einem Einzigen herrühre. Es ist aber vollständig gleichgültig, ob eine Person oder mehrere Dußend für das Machwerk verantwortlich sind. Der springende Punkt bleibt die durch kein Geschrei aus der Welt zu schaffende Tatsache, daß die verschämte Erwähnung des sozialdemokratischen Zukunftsstaates erst nachträglich in das Dokument hineinprattiziert worden ist." Diese bodenlose Unehrlichkeit sucht das Blatt des Herrn MüllerSagan dann noch dadurch zu beschönigen, daß es einige„ Schimpfereien" des„ Vorwärts" zitiert. Auch diese geistreiche Taftit ist man ja bei der Freis. 8tg." gewöhnt. Es ist die Tattit aller Stroh töpfe, die mit ihrem Latein zu Ende sind und nun an die Sentimentalität der Mitmenschheit appellieren. Wir akzeptieren dies Wehmoralischen Prügel! geheul mit Vergnügen als die Quittung für unsere wohlapplizierten Die Freifinnige Zeitung" führt dann des weiteren aus, Gesamteinkommen von daß die von uns mitgeteilte Tatsache, daß sich das Durchschnittseinkommen der Zensiten der Steuerstufe 900-3000 m. gegenüber 1892 im Jahre 1906 von 1374 auf 1339 M. bermindert hat, gar nichts zu bedeuten habe. Diese teilt sind! Senkung des Durchschnittseinkommens sei einfach auf die Zunahme der Zahl der Zenfiten, die die Einkommensgrenze von 900 m. eben überschritten hatten, zurückzuführen, sie beweise so also nichts anderes als die Hebung der Lage der niedersten Schichten des Proletariats, nichts weiter. Und angesichts einer solch erfreulichen Tatsache räfonniere der Vorwärts" noch über eine Verelendung" des Voltes. Ein Achtel der Zenfiten befitt also annähernd ein Folgen dann noch allerhand abgeschmackte Bemerkungen über ebenso hohes Einkommen, wie die übrigen sieben Achtel die preisgegebene" Verelendungstheorie der orthodoxen zusammengenommen! Diese Geistreichigkeit über die Berelen dungstheorie" der Zenjitengruppe mit 900-1500 M. Einkommen die Gruppe Das Bild wird aber womöglich noch schöner, wenn wir wollen wir der Freis. 8tg." schenken. Sie versteht ja von mit mehr als 1500 m. Einkommen gegenüberstellen. Es ergibt theoretischen Dingen soviel wie der Esel vom Lautenschlagen. sich dann folgende Tabelle: Nur soviel: Daß der Geldlohn des Proletariats wäch st ist von sozialdemokratischer Seite niemals bestritten worden. Bestritten wurde nur, daß er in gleichem Schritte mit der Einkommens- und Vermögenszunahme der besitzenden Klasse wächst. Zudem sollte aber selbst ein journalistischer Man sieht, die sozialdemokratische Theorie von den zwei aufrüttelnden Artikel, der folgendermaßen schließt: Stuli der Freis. 3tg." wissen, daß gerade in den letzten Jahren Klassen, der besitzenden und der nichtbesitzenden Klasse ist eite! die Lohnerhöhung des Proletariats durch den Lebensmittel- Schwindel! wucher mehr als wett gemacht worden ist. Wurde doch gerade Vielmehr hat die Freis. 8tg." recht, wenn sie behauptet, von bürgerlicher Seite die Mehrbelastung pro Kopf der Be- daß die preußische Einkommensteuerstatistik das Proletariat völkerung allein durch den Fleischwucher auf 20 m. jährlich mit eitel Wohlbehagen und Zufriedenheit erfüllen müsse! berechnet, was pro fünfköpfige Familie 100 m. jährlich ausmacht! " " Doch das nur im Vorbeigehen. Was wir heute der " Freis. 3tg." zeigen wollen, ist, wie wunderhübsch sich die preußische Einkommensteuerſtatiſtik zu dem verwenden läßt, was die Freis. 8tg." in ihrem freisinnigen Denunziantenjargon Verhegungszwecke" nennt. " Nach der amtlichen Statistik betrug die Gesamtzahl der physischen Zensiten in Preußen, also aller derer, deren Einkommen 900 m. jährlich überstieg, im Jahre 1906 4 672 429 gegenüber 2435 585 im Jahre 1892. Die Zahl der Zensiten mit einem Einkommen von 900-3000 m. ist in demselben Zeitraume bon 2118 969 auf 4 145 945 gewachsen. Die Zahl der Personen, deren Einkommen oberhalb der Grenze von 900 m. bis zu 3000m. Lag, ist also in den 14 Jahren um 2026976 gestiegen, wobei freilich das Durchschnittseintommen der Gruppe mit über 900 bis 3000 M. Einkommen von 1374 M. auf 1339 M. herabgegangen ist, wohingegen sich das Durchschnittseinkommen der Gruppe mit über 3000 m. Einkommen von 8812 M. auf 9081 erhöht hat, trotzdem sich auch die Zahl der zu dieser Gruppe Gehörigen um 209 586 vermehrt hat, indem sie von 316 889 im Jahre 1892 auf 526 475 im Jahre 1906 stieg! Ein unumstößlicher Beweis dafür, daß das Einkommen der Personen mit über 3000 m. rajcher gewachsen ist als das der Zensiten mit weniger als 3000 m.! Doch weiter: Es betrug das Gesamteinkommen der Zensiten mit 900-3000 m. Zenfiten mit über 3000 m. Einkommen Einkommen 2912 Mill. M. 2792 Mill. M. 5551 4780 1905 also mehr 2639 Mill. M. Das heißt: 1892 1905 Auf eine Zunahme von " " mehr als 2 Millionen " 1988 Will. M. Benfiten Einkommen 2 943 000 befizen 1729 000 • 3302 Millionen Mart 7029 " " Proletarier, merkt Euch diese Zahlen! Wahlkampf. Freifinn und Staatsstreichgelüfte. Wir lesen in der Freis. 3tg.": " " Staatsstreich gelüste werden auf Grund von einigen Artikeln unverantwortlicher Redaktionen vom Zentrum und der Sozialdemokratie der Regierung untergeschoben. Wie der Berliner Korrespondent der Münchn. Neuest. Nachr." schreibt, bestehen„ triftigste Gründe für die Annahme, daß an den ma ßgebenden Stellen im Reiche und in den Bundesstaaten jedermann derartige Absichten mit Entrüstung von fich weist." Aber es genüge nicht, daß die Regierungen fich im Stillen zur strengsten Innehaltung der verfassungsmäßigen Voltsrechte bekennen. Es erscheint uns dringend nötig, daß diese Verfassungstreue auch laut und nachdrücklich bor der Deffentlichkeit bekannt wird. Den Einwand, selbstverständliche Dinge beredet man überhaupt nicht, Lassen wir nicht gelten. Es fehlt schon jetzt nicht an Verdächtigungen, zu denen der Uebereifer wie die Opposition Material liefert. Sucht doch das Zentrum die Auflösung des Reichstages und die Wahlkampagne als ein Attentat auf das Budgetrecht des Reichstages, das der Kommandogewalt des Kaisers sich unterordnen solle, hinzustellen, Sozialdemokratie stellt die Wahlfämpfe ganz in das Zeichen des Streites für die Voltsrechte wider das persönliche Regiment." Beide Parteien verschwiegen in ihren Aufrufen völlig ihre eigenen Programme, um sich als Hüter der Boltsrechte auf zuspielen, die niemand bedrohe. Aus diesem Grunde fordert der Korrespondent eine autoritative undgebung, die den Insinuationen der Sozialdemokraten und Ultramontanen den Garaus macht aber auch den unerbetenen, höchst törichten und gefährlichen Ratschlägen sogenannter guter Freunde." die Wiederum also bettelt der Liberalismus einschließlich des Linksfreisinns die Regierung um eine Erklärung, eine Bensiten der Klasse mit 900 bis 3000 M. Einkommen entfiel nur befreiende Parole" an. Als ob die Gefahr eines Staatseine Gesamteinkommenszunahme von 2639 Millionen Mark; vährend auf 209 000 Benfiten Der Reichstagswahlkampf und die Gewerkschaften. Unter dieser Ueberschrift bringt die neueste Nummer des Korrespondenzblatt der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands" einen trefflichen, Selbstverständlich können die Gewerkschaften ihre Mitglieder weder durch Statut, noch durch Kongreß oder Versammlungsbeschluß verpflichten, nur Sozialdemokraten zu wählen, noch fönnen sie einen Druck auf die Mitglieder nach dieser Richtung hin ausüben. Es bedarf dessen auch gar nicht, da gewerkschaftlich organisierte Arbeiter in der Aera der Klassengesetzgebung, der Klassenherrschaft und Klassenjustiz gelernt haben, sich als Klassengenossen zu fühlen und den guten Nat, den wir ihnen geben, auch ohne den mindesten politischen Zwang zu beherzigen wissen. Und so erwarten wir von der organisierten Arbeiterschaft Deutschlands, daß sie am Wahltage ihre Wahlpflicht erfüllt, wie es jedem politisch mündigen Staatsbürger geziemt. Keine Stimmie darf verschenkt, tein Stimmrecht unbenutzt gelassen werden. Niemand wähle einen Gegner des Koalitions- oder Reichstagswahlrechts, niemand gebe seine Stimme einem Gegner der Selbstverwaltung der Arbeiter oder einem Lebensmittelberteuerer. Dagegen möge jeder Arbeiter dahin wirken, daß alle Arbeiterstimmen sich auf die Wahl von Vertretern der Sozialdemokratie bereinen. Das ist der beste Dienst, den er sich selbst, seiner Gewerkschaft und seinen Arbeits- und Klassengenossen leisten kann. Wer aber als Staatsbürger fich politisch betätigen, feinem Stimmzettel politischen Einfluß sichern will, der muß auch einer politischen Organisation beitreten. Ohne Organisation kein Erfolg, ohne Vereinigung keine Macht. Das weiß jeder Gewerkschafter. Deshalb genügt es nicht, am Wahltage für die Sozialdemokratie zu stimmen, sondern die Arbeiter haben auch die Pflicht, in die sozialdemokratischen Wahlvereine einzutreten und für deren Ausbreitung zu wirken. Mögen die herrschenden Klassen empfinden, daß man nicht ungestraft mit den Rechten der Arbeiterklasse spielt, daß es gefährlich ist, den Armen das tägliche Brot zu verteuern und das Fleisch hinwegzunehmen. Am Wahltage wird das arbeitende Bolt die Antwort darauf geben, und wir hoffen, daß diese Antwort die Pläne der Arbeiterfeinde für immer zunichte macht! Für den Wahlfonds. Die Beiträge von Gewerkschaftszahlstellen und Gewerkschaftskartellen zu den Wahlfonds der einzelnen Kreise mehren sich in erhebender Weise. Wir verzeichnen folgende Spenden: metallarbeiter 1000, Schuhmacher 200, Handels- und Transport Bremen: Maurer 3000, Bauarbeiter 1. Rate 200, Mufiler 20, streiches durch ein armseliges Dementi der Regierung be- arbeiter 50, Fensterpuber 25, Fabritarbeiter 500, Schneider 200 M. seitigt wäre! Auch der Freifinn weiß, daß auf amtliche Dementis nicht ein Pfifferling zu geben ist! Wie oft sind z. B. nicht Flotten. Bremerhaven: Seeleute 500 m. Leipzig: Maurer 3000, Zimmerer 200, Bauhülfsarbeiter 200, Töpfer, 1. Rate 100 m. Kiel: Zimmerer, 1. State 200 M. Köln: Metallarbeiter 500, Verein freier Gast- und Schankwirte 1 500 m. Breslau: Maurer 300 M. Flensburg: Gewerkschaftskartell 1700 M. Bur Nachahmung empfohlen! Aus den Wahlkreisen. Am Freitag beschäftigten sich die Genossen des 12. und 18. fächsischen Wahlkreises, Leipzig- Stadt und Leipzig Land in zwei getrennten Parteibersammlungen mit der Aufstellung der Kandidaten. Die bisherigen Vertreter dieser Kreise, die Genossen Geyer und Motteler referierten über die Auflösung des Reichstages. Unter großer Begeisterung und lautem Beifall wurden beide Genossen, Geher sowohl wie Motteler einstimmig nominiert. In Elberfeld Barmen ist die Einigung auf eine Mischmaschkandidatur nicht gelungen; Freisinnige und Konservative gönnen einander das Fell des noch nicht erlegten sozialdemokra tischen Bären nicht. Sie freikonservative Partei in Elberfeld stellte den Oberlehrer Linz in Barmen auf, der von den Deutschkonservativen bereits akzeptiert ist. Ein Vorschlag wurde abgelehnt, schon im ersten Wahlgange für den gemeinsamen Kandidaten der liberalen Partei einzutreten. Weit gefehlt! Sein führendes Organ, die„ Germania", teilt| 18000 Stüd abgenommen, während die Pferbeschlach seinen Lefern nicht einmal mit, inwieweit sie durch die neuen mari- tungen eine folossale Zunahme erfahren haben. Dieſe nistischen Forderungen geschröpft werden sollen! Seine Entgegnung traurige Tatsache glaubte der Magistrat benützen zu können, um die beschränkt sich auf folgende Notiz: Schlachthaussteuer für Pferde bedeutend zu erhöhen. Die Der Reichsbote", der auch die Flottenverstärkung als Wahl- Regierung fegte jedoch auf erhobene Beschwerde hin den Beschluß außer Kraft. parole ausgeben möchte, schreibt: ,, Am Schlusse eines Artikels über Wistuba und die Enthüller" " " in Nr. 242 des Reichsboten" schrieben wir:„ llebrigens werden ja Die verbündeten Regierungen verweigern jede wirksame Maß bereits Enthüllungen aus dem Reichsmarineamt vorbereitet. Dar- regel gegen die Fleischnot. Die Konservativen, Sie Nationalliberalen, auf hat die sonst den„ Reichsboten" so gern widerlegende Zentrums- das Zentrum, die Antisemiten bestärken sie in dieser Haltung und presse bisher nichts zu sagen gewußt; es fann ja auch gar nicht die Freisinnigen halten dieser Brot- und Fleischwucherergemeinschaft Der deutsche Arbeiter, der deutsche Kleinbürger, von den Zentrumsdemokraten bestritten werden, daß es ihr Ziel den Steigbügel. ist, der Flottenpolitik des Reiches ebenso den ultramontanen Kapp der dieser Gesellschaft am 25. Januar die Stimme gibt, stimmt für zaum anzulegen wie der Kolonialpolitik und der Finanzpolitik." feine eigene Aushungerung, stimmt für die Unter ernährung, für die Berelendung seiner Kinder! Wir gestehen, daß wir die sensationelle Mitteilung des Reichsboten" gar nicht gelesen hatten, und sie schon deshalb nicht widerlegen konnten. Es ist uns auch von den vorbereiteten„ Enthüllungen" gar nichts bekannt. Der übrigen Zentrumspresie geht es vermutlich ebenso. Es ist also nicht zu verwundern, wenn sie „ nichts zu sagen wußte". Das aber fönnen wir sagen, daß die dem Zentrum zugeschriebene Absicht, der Flottenpolitik den ultramontanen Kappzaum anzulegen", eine, dazu nicht einmal geschickt erfundene Wahllüge ist.' " க Reichsverbändlerisches. Der Reichsverband gegen die Sozialdemokratie arbeitet mit hysterischer Nervosität. Sein Plan ist allem Anschein nach, das deutsche Volk in einem Wust von Flugblättern zu erstiden. Er hat Das heißt also: Das Zentrum denkt gar nicht daran, sich gegen in der letzten Woche fast jeden Tag ein Flugbtatt drucken lassen und Der bisherige Neichstagsabgeordnete des Wahlkreises Dst- die neuen Flottenpläne und die daraus notwendig resultierenden gedenkt diese aufreibende Tätigkeit im Dienste des Vaterlandes noch priegnig, der auch für die jetzige Wahl wieder kandidieren sollte, Mehrbelastungen des Boltes wenden zu wollen! Das Zentrum will zu steigern, denn da er qualifizierte Arbeit nicht zu leiſten vermag, der Konservative v. Dallwig, ist geftorben. Für die Sozial- die Marinefrage im Wahlkampfe gar nicht auschneiden! Es wird muß die Quantität die Qualität ersetzen. Teilweise sollen, um den demokratie kandidiert bekanntlich Genosse Benno Maaß. feinen Wählern das neue marinistische Attentat auf die Taschen des oft nicht gerade klaren Text durch die bildliche Anschauung dem Volkes fogar nach möglichkeit borenthalten So sieht die kleritale Boltspartei" aus! So wahrt fie Verständnis der Leser näher zu bringen, die Flugblätter die Interessen der nichen Büding ins Regierungslager zu verlegen, Bilderbogen geziert werden. nichtbefizenden Klassen! mit Jllustrationen nach der Art der früheren Neu- Ruppiner Eines dieser schönen Produkte Um sich ja nicht übt das Zentrum eine noch schmachvollere Vollstäuschungs- und der Buchdruckerfunst ist uns bereits eingeliefert. Es zeigt, wie Volksausplünderungspolitik als je zuvor! In einige Hottentotten eine Farmerwohnung überfallen und deren Bewohner grausam abschlachten. Mischmaschkandidaturen. ad olios Der Kandidat der Freifinnigen Volkspartei für Königsberg. Stadt, Justizrat Gybling, wird auch von den Nationalliberalen und der Freifinnigen Vereinigung unterſtügt. Die Kon servativen find auch bereit, ihn im ersten Wahlgange zu wählen, wenn die Freisimmigen dafür im Wahlkreise Königsberg- Land- Fischhausen Gegendienste für den Fürsten zu Dohna- Schlobitten leisten wollen. " Die sozialdemokratische Agitation wird Sorge dafür tragen, daß diese Politit schimpflichen Voltsbetruges den bisherigen Anhängern des Zentrums drastisch vor Augen geführt wird! Vorwärts gegen die gesamte Reaktion 1 Borwärts gegen die blauen wie die schwarzen Weltpolitiker! Doch ist damit die aufopfernde Tätigkeit des Reichsverbandes Das Misch maschkartell ist auch in Nürnberg für das Vollswohl noch nicht erschöpft. In einigen Tagen läßt er ein Handbuch für nichtsozialdemokratische Wähler erscheinen, in dem glücklich zustande gekommen. Der Freifinn war sehr in Sorge, daß die Nationalliberalen wieder wegen der Kandidatenfrage Schwierig. wissenschaftlich nachgewiesen werden soll, daß, wenn es in Deutsch teiten, machen würden und hatte daher vorher vorsichtig fondiert, land keine Sozialdemokraten gäbe, den Hereros nie eingefallen wäre, toie sie sich zu einer Kandidatur des Landtagsabgeordneten sich die Disziplinwidrigkeit zu gestatten und sich gegen das humane Säberlein stellen würden. Die Antwort lautete befriedigend, und so konnte der Freisinn die Aufstellung des Herrn Häberlein Ferner gedenkt der Reichsverband die zum Teil von Herrn E. v. Liebert, vollziehen. Der Mann ist ein politischer Sonfusionsrat. Die Die preußische Regierung hat bekanntlich vor einigen Tagen Generalleutnant a. D., höchst eigenhändig verfaßten, im Verlage des übrigen Blodparteien, Nationalsoziale und Demokraten, wurden eine jener großen" Maßregeln gegen die Fleischnot durchgeführt, Reichsverbandes erschienenen geistvollen Pamphlete und Luftspiele zur vorher nicht befragt, ihnen wurde einfach die bollendete Tatsache die der Staatssekretär des Junern Graf Posadowsky bei der Fleisch- Welehrung einfältiger Gemüter in Masse verbreiten zu lassen, dann notifiziert. Das Bentrum tritt felbständig in die Wahl ein und notdebatte im Reichstage ankündigte. Sie hat die Einfuhr soll die Auflage des zur Gehirnberkleisterung bestimmten„ reichstreuen stellt den Chefredakteur Held vom Regensburger Anzeiger" auf. frischen Schweinefleisches aus Dänemark, Schweden und Arbeiters" vergrößert und schließlich die bisherige BeitungsDie Konservativen haben sich noch nicht gerührt. Vom Block wurde Norwegen, die feit zehn Jahren verboten war, wieder erlaubt! die Wahlbewegung mit einer Versammlung eingeleitet, in der der berüchtigte Bielschwäßer Dr. Müller- Meiningen das Hohelied von der kommenden Glanzzeit des Liberalismus jang und dazwischen fürchterlich auf die Sozialdemokratie schimpfte. Die Herren haben nichts geringeres vor, als diesmal ganz bestimmt den Wahlkreis Nürnberg zu nehmen, indem fie die" Partei der Richtwähler" in den Block einschließen. Sie faltulieren: bei der letzten Wahl haben in Nürnberg 14.000 Wähler nicht abgestimmt, bas sind natürlich lauter Blockleute; sie werden einfach zur Urne geschleppt, und die Sache ist in Richtigkeit: die Sozialdemokratie liegt am Boden. Im Maulaufreißen sind die Nürnberger Liberalen immer groß gewesen. Wahlen im Zeichen des Hungers! foniatregiment der Deutschen in Südwestafrila aufzulehnen. Für Kassel haben Stationalliberale, Ronfervative, Freifinnige, Mittelständler und einige andere Parteisplitter einen Kommerzientat H. Hauswaldt nominiert; einen für indirekte Steuern schwärmenden Nationalliberalen. In Magdeburg soll ein Fleischermeister Rolbe, eine politische Null, als Bannerträger der einen reaktionären Maffe den Durchfall auf sich nehmen. Die einigen Brot- und Fleischwucherer. Für alle se ch& pfälzischen Wahltreise ist ein Bündnis zwischen den Nationalliberalen und dem Bunde der Landwirte abgeschlossen worden. Was die Maßregel nüßen fann, das zeigt folgende nüchterne torrespondenz in eine Wahlforrespondenz umgewandelt werden. Rechnung, die die Schleswig- Holsteinische Boltszeitung" aufmacht: Die Mittel dazu hat der Reichsverband. Er kann sich's leisten, Frisches Schweinefleisch ist in Dänemark pro da ihm in letzter Zeit beträchtliche Spenden aus den Kreisen der fund mit 47 Pfennig zu haben. Wird das Fleisch nach notleidenden Agrarier" denen die Viehteuerung ja jezt derartige Stiel eingeführt, so muß man alle entstehenden Kosten und Lasten Opfer für des Vaterlandes Wohl gestattet zugeflossen sind. In der darauf schlagen. Das sind 1. der Steuerbetrag, 2. die Fracht, 3. die legten Nummer feiner„ Storrespondenz" prahlt er denn auch gewaltig Untersuchungsgebühren, 4. der berechtigte Verdienst des Zwischen- legten Nummer seiner„ Korrespondenz" prahlt er denn auch gewaltig händlers. Die Rechnung stellt sich dann: mit seiner Kampfbereitschaft: Das Pfund Fleisch foftet in Dänemark dazu Zollgebühr. " Frachtuntosten " " Unterfuchungsgebühren. Gewinn des Zwischenhändlers zusammen 47 f. ele Pf. 1312 " • 21/ 18 4 85 . Pf. Ein Pfund frischen Schweinefleisches fostet in Stiel 75 bis 80 f. Ein Pfund frischen dänischen Schweinefleisches foftet also, nachdem es die deutsche Grenze passiert, nachdem 8oll und Beschaugebühren darauf geschlagen find, mehr, als frisches deutsches Schweinefleisch! fo Einigermaßen überraschend ist die gegebene Situation auch dem Reichsverbande gegen die Sozialdemokratie gekommen. Sein Organisationsplan war großzügig angelegt, war auf eine Entscheidung für das Jahr 1908 zugeschnitten. Nichtsdestoweniger werden ihn die Feinde auch zu rascher Tat gerüstet finden. Wie er noch stets seine Pflicht erfüllt hat, auch wenn unvorhergesehene Aufgaben ihm begegneten, so wird er auch in den Kämpfen dieser Tage auf dem Plan zu finden sein. Und der Gegner fennt ihn! Schon macht der sozialdemokratische Wahlaufruf gegen ihn scharf, so zwar, daß ein Scharfmacher" feine helle Freude daran haben tönnte." Interessant ist, daß die Korrespondenz" des Reichsverbandes jest nach eigenen Angaben von 1275 Beitungen benutzt wird. In Berlin werden vornehmlich folgende Beitungen aus dem Reptilien Presbureau des Reichs. " " D. H., die Aufhebung des Verbots der Einfuhr frischen aus Schweinefleisches den drei nordischen Staaten ist wertlos, lange völlig fo lange nicht der Die verbandes gespeist:„ Die Post"," Das Reich", Boll auf das Fleisch aufgehoben wird! Ein neueres Telegramm aus Saiserslautern meldet: Die Erlaubnis, die die preußische Regierung dem Volke gnädigst Staatsbürger- Beitung"," Deutsche Tageszeitung", Verhandlungen zwischen den Vorsitzenden der Nationalliberalen der gibt, billigeres Fleisch aus dem Norden zu treffen, ist eitel Norddeutsche Allgemeine 8tg."," Deutsche Arbeit Pfalz und den dem Bunde der Landwirte der Pfalz haben sich ger Blendwerk, fo lange der 8oll nicht aufgehoben wird. geberzeitung"," Deutsche Industrie- 8eitung", Ge schlagen. Der Bund verlangte von den Nationalliberalen zwei Den Fleischzoll aber wollen die berbündeten Regierungen, wie neral- Anzeiger" und die Reichs- und StaatsReichstagskandidaturen, während für den Landtag die Verhand- Posadowsty feierlich erklärt hat, auf keinen Fall aufheben, beamtenzeitung". lungen in der Schwebe bleiben sollen. Die Nationalliberalen ja nicht einmal ermäßigen! Komisch wirkt es, daß der Verlag des Reichsverbandes sich als So arbeitet die Regierung des Reiches gegen die Fleischnot! Konturrent Scherls betrachtet und dessen unparteiische" stimmten dem zu, und bestimmten zwei Wahlkreise, der Bund lehnte aber ab. Beide Parteien stellten nunmehr eigene Kandidaten auf. So müht sie sich, dem deutschen Proletariat billigeres Fleisch zu Blätter mit Vorliebe anzapft. In der letzten Nummer bes„ reichsDer Kuhhandel ist also lediglich am Streit um die Beute in schaffen! die Brüche gegangen. Prinzipielle Gegensätze haben ihn nicht ver- Es ist, als hätte man am grünen Tische sorgsam abgewogen, welches Einfuhrverbot man aufheben könne, ohne eine Vermehrung der Fleischeinfuhr herbeizuführen. hindert. Die Seelenverwandtschaft. Als hätte man sorgsam abgewogen, welche Scheinmaßregel Das einigende Band, das die Barteien des Brot- und Fleischman dem Volke, dem darbenden Proletariat, dem schwer belasteten wuchers umschlingt, eriveist sich als stärker, denn alle pomphaft von Mittelstand bieten könne, ohne die Wucherprofite der Agrarier zu oben herab berkündeten Wahlparolen. Wo sie gemeinsam vor beschädigen! treuen Arbeiters" heißt es z. B.: Mit dem Niedergang der Preffe ist der Name Scherl auf das engste verknüpft. August Scherl fann für sich das Verdienst in Anspruch nehmen, das Geheimnis der Doppelzüngigkeit der modernen Bresse gelöst zu haben. Er hat es verstanden, den redaktionellen Teil feiner Blätter derart abzustimmen, daß er weder nach der einen noch nach der anderen Seite Anstoß erregt. Ihm fällt aber noch ein anderes, ebenso fragliches Verdienst zu: nämlich mit der Tradition der Presse als Aufflärungs- und Bildungsfaktor gründlich gebrochen zu haben. Der Berliner Lokal- Anzeiger", die " Woche" und der Tag" bilden das letzte Glied in der Ent widelungsreihe der Presse vom Erhabenen zum Lächerlichen. Ein tieferes Sinten der Presse ist nicht mehr denkbar... " der Sozialdemokratie zittern, da werfen Zentrum und National- Wie mögen die Agrarier schmunzeln, wenn sie sehen, wie die liberale einander heute schon verstohlene Liebesblicke zu, worin die Regierung dem deutschen Michel Einfuhrerleichterungen zum WeihZufage zum Rendezvous bei den Stichwahlen sich ankündet. In nachtsfest beschert, die ihm nicht ein Pfund ausländischen Fleisches Elberfeld hat aber die Zentrumsparteileitung der national- nachtsfest einbringen! liberalen Parteileitung schon für die Hauptwahlen ein Aufreizender denn je tritt uns hier die Schädlichkeit der agrariBündnis gegen die Sozialdemokraten angetragen. Stimmt prächtig zu der Parole, die die„ Köln. Wolfsztg." ausgab: hat zur Bedingung nicht nur Fall der Grenzsperren und Einfuhr- Wir sind sicher keine Bewunderer Scherls; aber der letzte Satz fchen Zollpolitik vor Augen! Billiges Fleisch in Deutschland, das Bei den Stichwahlen keine Stimme den Nationalliberalen 1" Wie verbote, sondern auch die 8erschmetterung der Politik ehrlich diese Parole gemeint ist! der Lebensmittelsölle! enthält doch nach unserer Ansicht eine Ueberschätzung der journa liftischen Fähigkeiten der vom Reichsverbande beschäftigten Schmods. Wie tief auch das Niveau des Lokal- Anzeiger" und der Woche" sein mag, im Vergleich zu den Breßerzeugnissen des Reichsverbandes find sie wahre Geistesriesen. Politische Uebersicht. Von denen, die nicht wiederkehren. Selbst das Pferdefleisch wird dem deutschen Arbeiter nicht Herr Eidhoff von der Freisinnigen Boltspartei, der 1903 mit 211 Stimmen Majorität im Wahltreise ühlhausen Langen mehr unverteuert gegönnt! Seit dem 1. April haben die Pferdefalz a siegte, wird dort bei der bevorstehenden Wahl nicht einmal fchlachtungen abgenommen, trop der Teuerung besserer Fleischin die Stichwahl kommen, da das Zentrum, das bei früheren Wahlen sorten. Der Grund ist, daß die Einfuhr von Pferden noch mehrere tausend Stimmen auf sich vereinigte, 1908 aber fofort filr Schlachtzwede fast ganz nachgelaffen hat. Von im ersten Wahlgange für Eickhoff eintrat, diesmal wieder einen März bis September sind nur vier Pferde zur Schlach aus dem Auslande nach Deutschland gebracht worden. eigenen Bähltanbibaten aufstellt. Herr Eidhoff hat sich deshalb tung Berlin, den 22. Dezember. neue Bolltarif.. Er fetzt für jezt noch im Streife Lennep Mettmann Remscheid auf- Seit März besteht der ftellen lassen, wo sein Durchfall gegen unseren Kandidaten nicht Schlachtpferde einen Boll von 50 Mart pro Stück fest( gegen 20 m. Der antisemitisch- konservativ- liberale Block. des alten Tarifs). Da der Wert der Tiere durchschnittlich 120 W. Die patriotische Mahnung einiger nationalliberaler Blätter, minder zweifellos ist. beträgt, so ist leicht einzusehen, daß ein solcher Boll die nationalen Parteien des deutschen Reichstages möchten sich zu einfach die Einfuhr töten muß! einer großen, von Liebermann von Sonnenberg bis zu Herrn 0 F Sozialdemokratische Kandidaturen. Danzig: Gewerkschaftssekretär Trilse( bisheriger Mommsen, frs. Wg.). Lüneburg: E. Fischer Hamburg( bisher. Dr. Jänede, natl.). Sangerhausen Eckartsberga: Bergarbeiterverbandsbeamter E. Graf ( bisher Scherre, freilons.). 4 Freiberg Deberan( 9. fächs.): G. Schulze Cossebaude( bisheriger Bertreter). Dresden- Neustadt( 4. fächf.): A. Kaden( bisheriger Vertreter). Plauen: A. Gerifch( bisheriger Vertreter). Das marinefromme Zentrum. m. d In Chemnitz hat der Nat unterm 14. Dezember eine Saußmann und Blumenthal reichenden Wahl- Batriotenliga gue Bekanntmachung erlassen müssen, die Bestimmungen über Ber- fammenfchließen, findet bei den beteiligten Parteien wenig Ber lauf des Fleisches von Pferden, Eseln und Hunden beziehen. Beständnis. Der große Moment", von dem die Liberalen gleich nach sonders wird darauf hingewiesen, daß Gaste, Schant- und Speise- der Reichstagsauflösung fafelten, findet wieder nicht das so oft wirte für die Verwendung der genannten Fleischforten der Ge- gitierte große Geschlecht". Nicht nur die antisemitisch- konser nehmigung der Polizeibehörde bedürfen. Pferdes, Efels- und Hundefleisch ist unter der armen Bevölkerung des Chemnitzer Bezirks eine so häufige Nahrung geworden, daß sich das Bedürfnis nach einer behörblichen Regelung des Verkaufs herausgestellt hat. Der Reichsbote fündigte gestern weittragende Flotten- In der Kreishauptmannschaft Chemnitz wurden im pläne an, die bem Wolfe neue enorme Raften auferlegen würde. Er britten Vierteljahr 1906 nach der Statistik der amtlichen Schlachtviehplagte mit dieser Enthüllung in diesen Wahlkampf hinein, weil er und Fleischbeschau 235 Hunde geschlachtet, im ganzen Königreich befürchtete, daß sonst das 3entrum die marinistischen Pläne, die Sachsen 499 Hunde. ihm nach dem Reichsboten" bereits bekannt geworden sein sollten, vativen und die freisinnigen Flügel des nationalen Blods einigen fich immer weiter auseinander, auch die einzelnen noch verwandten Gruppen wiffen nicht, welche Strategie sie bei den bevorstehenden Wahlen verfolgen follen. Bevor noch der Wahlfeldzug richtig begonnen hat, herrscht schon im„ nationalen" Lager, eine ähnliche Stopflosigkeit, wie beim glorreichen preußischen Heere in den Schlachten von Jena und Auerstedt. Jede der verschiedenen nationalen" Parteien möchte oben gerne maßgebende Regierungspartei werden und den Mitverbündeten von der Sonne der faiser, lichen Huld" ausschließen. Die Agrarkonservativen wollen fich in ihrer Großmut zwar gerne gefallen lassen, daß die Freisinnigen für sie bei den Stichwahlen stimmen, doch müssen die Liberalen zuvor darauf berzichten, ihre besonderen Interessen geltend zu machen und nicht etwa Anspruch darauf erheben, daß bei einer Die Schweineschlachtungen haben in Bamberg laut Bericht Stichwahl zwischen einem Zentrumskandidaten und einem Frei des Schlachthofdirektors im Jahre 1905 gegen das Vorjahr um sinnigen die Konservativen für letzteren stimmen sollen, denn höher 號 aufbecken werde. Der„ Reichsbote" forderte zum umso energischeren In der Provinz Hannover sind die Schweinepreise Kampf gegen das schwarz- rote Startell" auf, als zu erwarten stehe, daß diesmal auch das Zentrum sich dem uferlosen Flottenrüsten in der legteit Woche wieder un 6-7. M. pro 100 Bfb. Lebend gelvicht gestiegen! widersehen werde. Und was tut demgegenüber das Zentrum. Nimmt es die neue Barole seiner Wahlgegner auf, erklärt es dem uferlosen Marinismus die Fehde? Bti dlle Weltpolitik stcyt vö'ch die Heim'alZMitik. d'äs �eihk die Bereicherung der Agrarier auf Volkskostcn. Die Reichsparteilcr schwärmen aufrichtig für einen großen..reichstreuen" Block, doch unter der Bedingung, daß die Freisinnigen die zollpolitischcn Kreise der Rechten nicht stören und sich auf das platonische Schwärmen für den Freihandel beschränken. Die Nationalliberalen predigen gleichfalls:„Einigen wir uns", verlangen aber, daß sie als die goldene Mittelstrahe betrachtet werden, deren Kandidaten in allen Fällen von rechts und links gleichmäßig zu unterstützen sind; während die Freisinnigen fordern, daß die Nationalliberalcn nach links rücken und sich ihnen gewissermaßen als rechter Flügel angliedern sollen, damit die große liberale Regierungspartei der Zukunft"zustande kommt. Doch selbst in den Reihen der Freisinnigen klafft der Zwic> spalt. Der größte Teil der freisinnigen Volksparteiler will den großen liberalen Block ohne die Sozialdemokratie bilden und lieber mit den Konservativen kompromisseln; die um Naumann und� Barth hingegen möchten zur Stärkung der schwächlichen Konstitution ihres„Blocks der Linken" gerne in diesen die Sozial demokratie einbeziehen. So schrieb z. B. gestern die„Voss. Ztg." „Unter diesen Umständen ist es schwer zu verstehen, wie immer noch nationalsoziale Führer, die sich der Freisinnigen Vereinigung angeschlossen haben, einen solchen„Block der Linken' befürworten können. Das geschieht in einem Augenblick, wo die Sozialdemokratie allenthalben den schärfsten Kampf gegen die bürgerliche Linke vorbereitet oder schon aufgenommen hat. Auch wo das Bündnis zwischen den liberalen Gruppen und der Sozialdemokratie etwa nur für die Stichwahlen gewünscht wird, muß die Empfehlung dieses„Blocks" als verfehlt erscheinen, schon deshalb, weil sich heute die Stichwahlverhältnisse noch gar nicht übersehen lassen und durch die vorzeitige Erörterung die Stoß- kraft des bürgerlichen Liberalismus gegen die Sozialdemokratie im ersten Wahlgang geschwächt werden kann." Dagegen meint heute Herr Barth in der Nation: „ES ist ein durch und durch verlogenes Spiel, wenn man dem Volke vorzuspiegeln sucht, man könne mit reaktionären Karten gegen das Zenlrum Stiche machen. Im Kampfe gegen daS Zentrum wiegt jeder Sieg über einen Reaktionär, der bisher mit dem Zentrum Geschäfte ge- in acht hat. genau soviel wie die unmittelbare Niederwerfung eines Zentrumskandidaten. Wer einen pommerschen Konservativen im Wahlkampfe zur Strecke bringt, hat sich im Kampfe gegen das Zentrum genau s o verdient gemacht wie der Streiter, der cmen badischen oder wüntcmbcrgischeu Zentrumskaplan überwindet, und wer dazu beiträgt, daß irgend ein Mitglied der konservativen Partei den Sieg erlangt, einerlei gegen wen. der unter- stützt indirekt den Ullramontanismus. DaS hat in Baden auch die nationalliberale Partei begriffen. Durch politische Wucher- geschäste irgendwo auf Kosten der Ueberzeugung ein paar Mandate zu ergattern, kann nicht die Aufgabe einer anständigen liberalen Partei sein. Die jetzige ReichStagSauflösung bezeichnet den Beginn einer Periode konstitutioneller Krisen, die viele Jahre umfassen und entweder in einem tiefen reaktionären Sumpf»der in einem wirklich modernen KonftitutionaliSmuS enden wird. In dieser großen geschichtlichen Auseinandersetzung bedeuten die nächsten Wahlen nur ein Zwischenspiel. Für den Liberalismus ist dabei nicht entscheidend, ob er ein paar Mandate mehr oder weniger bekommt, sondern ob er sich als Vorkämpfer in der Niederwerfung der gesamten Reaktion, einerlei ob klerikaler oder konservativer Reaktion, durchsetzen kann. Dieser Kampf wird von uns mit Zähigkeit und Energie ge- führt wdrden. Wer aber glaubt, daß wir dumm genug sein würden, unter dem Schlachtrufe„Gegen das schwarz-rote Kartell I" den konservativ-nationalliberale n Reaktiv- u ä t e n die Kastanien ans dem Feuer zu holen, damit sie bei ihren späteren reaktionären Abmachungen mit dem Zentrum für sich noch ein paar Extravorteile herausschlagen können, der hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Unsere Wahlparole heißt: „Gegen Heilige und Rrtter!" Der Kuddelmuddel wird immer größer. Statt des großen Blocks neue Spaltungen. Die Situation kann nicht besser gekennzeichnet werden als durch folgendes ironische«„Stoßgebet" des»Tag": - Sollen kämpfen wir und siegen Gegen Schwarze, Rote, Polen, Herr, so laß die Banner fliegen, Gib uns gute Wahlparolen! Gerne woll'n wir uns entflammen, UnS entrüsten, uns begeistern: Doch dann müßt du uns zusammen Wenn nicht schweißen, so doch kleistern, Die uns gestern Feinde waren. Nennst du heut uns Waffenbrüder; Die befreundet uns seit Jahren. Heut befiehlst du: Werft sie nieder! Daß dein Heer sich nie verwirre, Herr, laß deine Banner fliegen l Denn sonst geht es in die Irre Und wird fallen, statt' zu siegen.-» Tie exmittierte Kirche. Paris, 19. Dezember.(Eig. Ber.) Die neue kirchenpolitische Vorlage wird voraussichtlich ohne erheblichen Widerstand angenommen werden, nachdem sich Briaird bereit erklärt hat, das von den radikalen Freidenkern unter- stützte Amendement Allard, das dem Gesetz eine bis zum II. Dezember 1900 rückwirkende Kraft gibt, zu akzeptieren. Diesem Amendement zufolge wird die der Kirche vom Staatsrat gewährte Gnadenfrist, die ihr erlaubte, noch ein Jahr lang Kultusastoziationen anzumelden und die Kirchengüter zu beanspruchen, aufgehoben. Das bedeutet, daß in ganz Frankreich die Bischofspaläste, Pfarrhäuser, Seminarien usw. an ihre ursprünglichen Eigentümer— Staat, Ge- meinde und Departement— zur sofortigen freien Verwendung übergehen, also nicht unter Sequester gestellt werden. Die Kirchen- lassen werden sofort an die kommunalen Wohlfahrtsinstitute aus- gefolgt. So stellt sich die lirchenpolitische Aktion der Republik nunmehr als eine Säkularisation im größten Stile dar. Das merkwürdigste daran ist aber, daß sie gar nicht � als solche gedacht war. Der verbohrte Widerstand des Vatikans erst hat dazu geführt. daß die für Ausnahmefälle vorgesehenen Bestimmungen des Trennungsgesetzes über die Verwendimg des nicht reklamierten kirchlichen Besitzes zur allgemeinen Anwendung kommen. DÄei gibt die vom Staate der Kirche nun gesetzlich ver- bürgte Freiheit, sich auf Grund des Vereins« und Bersammlungsgesetzes eine Organisation des Gottesdienstes und der Gläubigen zn schaffen, den Klerikalen nicht die Möglichkeit. die Märthrerkomödie weiterzuführen, die ohnehin schon an der geradezu überraschenden Gleichgültigkeit der Bevölkerung ge- scheitert ist. Wenn bei einem Ereignis von so augenscheinlicher und zugleich symbolischer Bedeutung, wie es der Auszug de« Pariser Erzbischofs war. trotz aller Bemühungen der Nerikalen Demagogen nichts mehr zusammenzubringen war als eine weinerliche Prozession, die friedlich anSeiiiander lief, weil sich die Polizei klugerweise nicht eingemischt hatte— eine Zuvor- ■ kommenheit übrigens, die Herr Lepine bei Arbeiterdemonstratioiien noch immer vermissen läßt— so bedeutet das, daß hie Kirche bei den städtischen Massen ausgespielt hat. Steht die Sache nun auf dem Lande anders? Die Kirche wird auch da noch Ueberraschungen erleben, sobald sich die Vorteile der neuen Ordnung für die kommunalen Budgets geltend machen werden. Bei dem Mißvergnügen, mit dem die Bauern Armen- steuern zahlen, wird die Zuweisung der kirchlichen Fonds für diese Zwecke ihren Eindruck nicht verfehlen. *•* _ Wie der 21. Dezember 1000 ein historischer Tag für Oester- reich bleiben wird— das Herrenhaus gab endlich sein Ja und Amen zur Wahlrechtsborlage— so wird dieser Tag auch in Frank- reichs Geschichte eine Rolle spielen. Bezeichnet er doch den Tag, an welchen! die überwiegende Mehrheit der Kammer sich auf die Seite der Regierung stellte, um sie zu schützen vor den Anmaßungen der römischen Kirche, die von Recht und Gesetz nichts wissen mag, wenn eö sich gegen ihre Uebcrmacht, gegen ihre Uebergriffe wendet. In einer Rede voller Wucht und überzeugender Gewalt legte der Kultusminister Briand noch einmal die Grundzüge„seines" Trennungsgesetzes dar.— Die Gegenausführungen des Deputierten Piou konnten nichts mehr verschlagen. Als die General- diskussion geschlossen war, wurde die Regierungsvorlage für dringlich erklärt und das Trennungsgesetz mit 338 gegen 146 Stimmen angenommen! Die Mehrheit umfaßt die Sozialisten, die Sozialistisch-Radikalen, die Radikalen und die demo- kratische Vereinigung. Die Minorität setzt sich aus der Rechten, den Nationalisten und einigen gemäßigten Republikanern zusammen. 36 Deputierte, darunter ein großer Teil der republikanischen Ber- einigung und mehrere protestantische Radikale, enthielten sich der Ab- stimmung. Die Kammer vertagte sich bis zum 28. Dezember. Die bourgeoise Regierung Frankreichs hat einen Schritt getan, für den ihr die Anerkennung nicht versagt bleiben kann. Daß aber ein Volk— welches es sei— im kapitalistischen. Glsckc. Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlag«antzalt Hhmans' Rede lvar voll Mut und Feuer— ein juristisches und redneristisches Meisterstück. Die scharfe, pointierte Rede des ehe- maligen Ministers Beernaert wird beim König eine spezielle Wir- kung haben. Es bleibt nun abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln werden. Wie Vandervelde neulick schrieb:„Es wird noch viel Wasser vor Boma vorüberfließen, ehe die Stunde der entscheidenden Entschlüsse schlägt. Bis dahin bleibt Leopold Herr im Kongo, zu tun, was ihm beliebt.— Er kann eine Situation schaffen, die alle Konzessionen, die er eben dem Parlament gewähren mußte, voll- kommen illusorisch macht...."— Und wessen man sich von dem geriebenen Handelsmann Leopold zu versehen hat, das zeigte sein Vorgehen kurz vor der Kammereröffnung, wo er wieder an vier große Gesellschaften ungeheure Monopole, darunter solche für lmndert Jahre, vergab. Die Krondomäne in Privateigentum ver» wandelt, die Nationaldomäne in festen Händen der Konzessions- gesellschaften, die Kautschucklianen durch Raubbau verwüstet, die Neger ausgepreßt— man muß schon ein sehr exaltierter Anhänger der Kolonialpolitik sein, um in der Kongoanncxion viel anderes als die Aussicht auf sichere materielle Lasten und Sorgen für da? Land zu sehen.— England. Das Parlament ist am Freitag mit einer Thronrede des Königs geschlossen worden. Die Sitzungen si-'d bis Mitte Februar vertagt, Verlarrnnlungen. Die Arbeiter der Gips- und Zementbranche(Maurerverdand)> beschäftigten sich am Freilag in ihrer Sektions-Generalversammlung mit dem bevorstehenden Verbandstage. Im Vordergrunde der Diskussion stand ein vom Scktionsvorstand gestellter Antrag, welcher den Verbandstag zu einer Statutenänderung veranlassen will in dem Sinne, daß die in der Branche beschäftigten Hülfsarbeiter als Verbandsmitglieder aufgenommen werden können. Gegenwärtig ist der Verband der Bauhulfsarbciter für dieselben die zuständige Or- ganisation. Die Redner waren alle der Meinung, daß es ein un- haltbarer, die gewerkschaftlichen Interessen schädigender Zustand sei. wenn die Arbeiter einer Branche, die gemeinsam und unter gleichen Verhältnissen beschäftigt sind, in gelernte und ungelernte getrennt und zwei verschiedenen Organisationen zugeteilt werden. Die .Hülfsarbeiter der Gips- und Zementbranche gehörten ftüher dem Maurervcrband an, mußten dann aber aus Grund eines zwischen den Verbänden der Maurer. Zimmerer und Hülfsarbeiter abge» schlossenen Kartellvertrages dem Hülfsarbeiterverband beitreten. Der vorliegende Antrag will also den früheren Zustand, welcher von der Sektion als der einzig ztveckmäßigste angesehen wird, wieder herstellen. Obgleich alle Redner für diesen Antrag eintraten und die Versammlung denselben auch annahm, wurden doch Bedenken geäußert, daß der Kartellvertrag den Verbandstag zur Ablehnung des Antrages bestimmen werde. Die beste Lösung der Hülfs- arbeitersrage sei die Gründung eines Jndustrieverbandrs für alle Baubranchen.— Weiter nahm die Versammlung noch einige dem Verbandstage einzureichende Anträge an. des Inhalts, daß die Be- zugszeit für Krankenunterstützung von 13 auf 29 Wochen verlängert und für die Karenzwochc ein Beitrag von 2b Pf. bezahlt wird. Einem Antrage, die Streikunterstützung um 1 M. zu erhöhen. stimmte die Versammlung gleichfalls zu. Für den Erweiterungs- bau des Gewcrkschaftshauses wurden 19 999 M. als Hypothek und 599 M. als Anteil bewilligt. eingegangene Dnichfcbrifteii. » Plutus. Kritische Wochenschrist sür Volkswirtschaft und Finanzwesen (Herausgeber: Georg Bernhard.) 51. Hest. MonnementZ einschließlich der Plutus-Merltasel vierteljährlich per Post und Buchhandel 3,50 M., direkt: vom Verlag 4 M. Verlag: Berlw-Charloltenburg, Goethestr.«9. Das Achnlzimmer. Viertcljahresschau über die Fortschritte aus dem Gebiete der Slusslatwng und Einrichtung der Schulräume, sowie des Lehr- mittelwesens und der Hygiene. Von P. Jobs. Müller. Jährlich 4 Hefte. Jahrgang 4 M. Verlag von P. I. Müller, Charlottenburg. Letzte J�achnchten und Depefeben» BergarbeiterloS. Köln, 22. Dezember.(W. T. B.) Wie die„Kölnische Volks- zeitung" ans Hörde meldet, ist Heute auf der Zeche«Freie Vogel und Unverhofft" ein Sprengschuß zu früh losgegangen. Ein Schieß- meister wurde getötet, fünf Bergleute wurden verwundet. Beendigung des passiven Widerstandes. Wien, 22. Dezember.(W. T. B.) Auf Beschluß der Ver- traucnsmänner der Postbedicnsteten ist die passive Resistenz der Postbedienstetrn beendet. Pfaffenstreik. Paris, 22. Dezember.(W. T. B.) Gleich dem Kardinal- Erzbischof von Paris haben auch mehrere Bischöfe in der Provinz verfügt, daß im Hinblick auf die durch das Trennungsgesetz ge- schnfsenc Lage diesmal keine Wcihnachtsmeffen zelebriert w.erdc« sollen._ Blaue Bohnen statt Land. Rom, 22. Dezember.(B. H.) In Rocca di Papa veranstalteten 290 Bauern eine Kundgebung: sie drangen auf das Gebiet des Her- zogs von Sforza-Cäsarine und suchten sich dort anzusiedeln. Truppen trieben die Bauern auseinander, wobei 10 Bauern vrrwundet und 40 verhaftet wurden._ Weihnachtsferien. Rom, 22. Dezember.(W. T. B.) Die Dcputiertenkammer vertagte sich heute bis zum 39. Januar 1997. Das Ende eines Gewaltmenschen. Twer, 22. Dezember.(W. T. B.) DaS Mitglied deS Reichs- rateS Graf Alexis Jgnatiew, früher Gcncralgouvernenr von Kiew, Wolhynien und Podolirn,' ist heute im Büffettzimmer der Adels- Versammlung von einem Unbekannten durch sechs Rcvolverschüsse ge- tötet worden. Der Attentäter versuchte sich darauf selbst zu erschießen, es gelang jedoch, ihn lebend zu verhaften. Twer, 22. Dezember.(W. T. B.) DaS Attentat auf den Grafen Jgnatjew. der im vorigen Jahre an den besonderen Kon- ferenzen über die Ansnahmrmaßnahmen und über die Glaubens- frrihcit teilgenommen hat, wurde in dem Augenblick verübt, als er mit einigen anderen Semstwodeputiertcn am Büfett in den Räumen der Adelsversammlung saß, in denen der Semstwo tagt. Ein rnnger Mann, der abseits gesessen hatte, trat auf den Grafen zu und feuerte mehrere Revolverschüsse ab. die den Grafen in das Herz und den Unterleib trafen. Wenige Minuten darauf verschied der Graf. Der Attentäter eilte, von einem Semstwodeputiertcn verfolgt, in das angrenzende Zimmer und feuerte auf sich zwei Schüsse gegen die Brust ab. Ter erste ging fehl, der zweite ver- wundete seine Schulter. In der Tasche des Mörders fand sich eine aus den Namen Kulikow lautende Eintrittskarte für die Semstwo» sitzung. Dem Aussehen nach scheint der Mann dem Arbeiterstande anzugehören._ Paus Singer& Co.. Berlin SW, Hierzu 5 Beilage», Nr. 299. 23. Illhrgavg. 1 Ktilme des, Amiirls" Knlim DsiiMit. Sonntag. 23. DeiemberlM. Die russische Revolutio«. Gerüchte. Petersburg, 20. Dezember.(Eig. Per.) Trotz«r Versicherungen des französischen Finanzministers in der Kammer, daß gegenwärtig von einer russischen Anleihe in Frankreick nicht die Diode sein Linne, ist man hier mehr als je von einer bevorstehenden FinmZoperation der französischen Kapitalmaller zugunsten der russischen Staatskasse überzeugt. In welcher Form diese abgewickelt werden wird, ist noch sehr unklar und dürfte wohl bis zur letzten Stunde ein Geheimnis der beteiligten Börsenjobber bleiben. DaS in solchen Dingen gut informierte Kadettenblatt „Rjetsch" erfährt aus Paris, daß dort tatsächlich bereits ein Bank- konsortium unter der Flagge einer internationalen Gesellschaft zur Beschaffung von rollendem Material für ausländische Eisenbahnen der russischen Regierung auf Umwegen größere Summen zufließen lassen wolle, und zwar in der Weise, daß ine Gesellschaft, an deren Spitze Rouvier und der Direktor der Petersburger internationalen Bank, Wischnegradski, steht, die Zahlungen für die gelieferten Eisenbahnausrüstungen in russischen Wertpapieren erhalten würde, natürlich zu weit niedrigeren Preisen als den Marktnotierungen. Die Gesellschaft würde aber die Bestellungen nicht selbst ausführen, sondern sie an russische Fabrikem weitergeben und diese bar be- zahlen. Wie man sieht, ist der Zweck des Apparates ein sehr ein- fächert Da das rollende Material der russischen Eisenbahnen sich nn denkbar schlechtesten Zustand befindet und die Diegierung das nötige Geld zu Neuanschaffungen nicht hat, so soll eben eine aus- ländische indirekte Eisenbahnanleihe aufgenommen werden, damit das Budget für die innere Kriegsführung gegen das Volk frei wird. Das Konsortium, das schon allein durch die Beteiligung Wischnegvadskis, eines bekannten Bureaukraten und Höflings, ziemlich deutlich charakterisiert ist, würde, wie das Witte nahe- stehende Blatt..Slowo"mitteilt. seine Tätigkeit mit einem Kapital von etwa 30 Millionen Rubel beginnen und somit ein reines Kam- missionsgeschäft bezw. Emissionsgeschäft bleiben, das danach trachten wird, die ihm an Zahlungsstatt übergebenen Rententitel oder Schatz- scheine dem ftanzosischon� Publikum aufzuschwindeln.— Aus einem Zirkular Stolhpins an die Gouverneure des euro- päischen Rußlands schließen die Blätter heute, daß die Wahlmänner- tvahlen um den 12.(25.) Januar stattfinden werden, die Wahl der Duniamitglicder den 5.(18.) Februar. Die neue Duma soll am 20. Februar(5. März) zusammentreten.— Die Reichstagswahlen und die deutsch-russische Allianz. Der Kampf der internationalen Reaktion gegen die intcr- nationalen Mächte der Freiheit und des Fortschritts ist mit dem Beginn der russischen Revolution in ein neues Stadium getreten. Die heilige Allianz ist nicht tot, sie hat vielmehr bloß neue Formen angenommen, sie hat sich den gegenwärtigen Produktionsverhält- nisten Europas angepaßt, sie hat einen Pakt mit den Wirtschaft- lichen Menschen der neuen Jndustricepoche abgeschlossen. Der von Alexander I. am Grabe Friedrichs des Zweiten feierlich geleistete Eid schallt weiter in Potsdam wie in Zarskoje-Selo. Das Herrscherrecht kämpft mit bewunderungswürdiger Zähigkeit gegen das Volksrecht. In Rußland wie in Deutschland wird die Schlacht geschlagen: Dort die Revolution, hier die Rcichstagswahlen, der Kampf um die Macht der Volksvertretung. Obgleich in Deutschland keine Feldkriegsgerichte funktionieren, sind zwischen der historischen Statur Rußlands und der Deutschlands zahlreiche Berührungspunkte vorhanden: Hier wie dort ein von romantischen Erinnerungen an die Vergangenheit umwehter alt- nationaler kaiserlicher Hof, der in einer mittelalterlichen An- schauungswelt weiterlebt. Hier wie dort eine mit der Staatsmacht und der Staatsverwaltung eng verwachsene feudale Großgrund- bejitzerklasse, die sich allein als zum Herrschen geboren betrachtet, die gleichzeitig in der Gestalt eines festgefügten Offizierkorps auf- tritt und der Volksbewegung die Rcpetiergewehre entgegenstellt. Hier wie dort eine feige, bornierte Klasse von Großindustriellen und Großtapitalisten, die nur danach trachtet, um jeden Preis „Regierungspartei" zu werden. Und hier wie dort das Helden- mütige Proletariat, das seine hohe geschichtliche Mission unter zahllosen Leiden vollführt und als die einzige durch und durch freiheitlich gesinnte und zielbewußt revolutionäre Klasse erscheint. Die Erbärmlichkeit des bürgerlichen Liberalismus ist schließlich hier wie dort die Grunderscheinung des politischen Lebens, die es Aus der Petersburger Arbeiter- bewegnng der 7ver Jahre. i. Die Epoche der"TOer Jahre der russischen revolutionären Gc- schichte steht im Zeichen des„Narodnitschestwo", d. h. jenes frühesten russischen Sozialismus, der seine Hoffnungen auf das Bauerntum setzte, welches für ihn gleichbedeutend war mit„Volk"(Rarod). Jener Sozialismus glaubte, es genüge, dem Bauerntum in wenigen Worten das Wesen des Sozialismus auseinanderzusetzen. um es zur sozialen Revolution zu bewegen. Die Arbeiter waren in den Augen der„Diarodniki" nur eine Hülfstruppe, welche die Bauern beim Ausbruch der sozialen Revolution unterstützen könnte — eine Reserve, dazu bestimmt, volkstümliche Agitatoren für das platte Land zu liefern. Diese Ansichten finden ihre Erklärung in der gesamten sozialen Struktur des damaligen Rußlands; denn in noch viel höherem Maße als jetzt bildete das Bauerntum den überwiegenden Teil der Bevölkerung, und die Arbeiterklasse war im Vergleich mit der millionenköpfigen Bauernmasse nur ein winziges Körnchen. So bescheiden aber der Platz war, den die Arbeiterschaft im Programm der Narodniki zugewiesen erhalten hatte, so groß war der Aufwand an Kraft und Energie der Diarodniki bezüglich ihrer Tätigkeit in der Arbeiterschaft, und zwar spielte diese Tätigkeit in der Praxis eine viel größere Rolle, als sie der Theorie nach eigentlich hätte beanspruchen dürfen. Die Gründe dafür liegen in dem Umstand, daß die Diarodniki, meist aus der Intelligenz hervorgegangene Männer und Frauen, als Städter viel leichter mit den Arbeitern als mit den Bauern in Berührung kamen; selbst diejenigen Diarodniki, die, als Handwerker, Wander- arbeitcr, fahrende Kaufleute verkleidet, die Städte verließen und „ins Volk", unter die Bauern gingen, waren oftmals gezwungen, sei es um den Verfolgungen der Regierung zu entrinnen, sei es um ihren Vorrat an Geheimschriften zu erneuern oder sich mit ihren Genossen zu verständigen, für kürzere oder längere Zeit in den Städten zu verweilen, und sie wurden dann, damit sie nicht müßig dasäßen, zur Propaganda unter den Arbeitern verwandt. Besonders hat sich in dieser Hinsicht die geheime Gesellschaft der „Tschaikowzy"(benannt nach ihrem Gründer N. Tschaikowsky, der gegenwärtig als Emigrant in London lebt) verdient gemacht, die hauptsächlich in der Petersburger Arbeiterschaft tätig war. Durch Verbreitung verbotener und legaler sozialistischer Schriften, durch geheime Zusammenkünfte und Vorträge waren ihre Mitglieder bemüht, die Arbeiter, mit denen sie Bekanntschaft geschlossen hatten, den Mächten der Vergangenheit ermöglicht, weiter zu leben. Das vereinte deutsche und russische Proletariat steht unmittelbar dem vereinten deutschen und russischen Absolutismus gegenüber. llnd der Absolutismus weiß das!„Tua res agitur!"„Um deine Sache handelt es sich!" hat Schönstedt ausgerufen, indem er auf die steigende Flut der russischen Freiheitsbewegung hinwies. Mit dem allmählichen Anwachsen dieser Bewegung ist nun die Politik des deutschen Absolutismus immer mehr zu einer aktiven Kampfespolitik geworden. Als Plehwe in Rußland Minister wurde, da kam zwischen beiden Regierungen wieder einmal ein festes Einverständnis- zustande— die deutsche Regierung wurde zum Handlanger des Zarismus. Es begannen die massenhaften Russenausweisungen, die nie zuvor in solchem Umfange vor sich gegangen waren. Es begannen die als„Ausweisungen über die russische Grenze" verkappten schändlichen Auslieferungen. Ballins Agenten entfalteten ihr Netz, um den zahllosen fliehenden Opfern des Zarismus— und auch ganz harmlosen russischen Reisenden — Geld abzupressen oder sie den Krallen des zarischen Un- geheuers zurückzubringen. Dieses organisierte Erprcssertum aber wird noch immer von dem deutschen behördlichen Apparat unter- stützt. Die Russen sind in Deutschland vogelfrei, und nie zuvor sind sie so massenhaften und grausamen Verfolgungen und Repressivmaßnahmen ausgesetzt gewesen: Ihre Wohnungen, ihr Hab und Gut werden von russischen Spionen durchsucht, die Schlösser erbrochen, die Türen ihrer Wohnungen in Abwesenheit der Mieter gewaltsam geöffnet, ihre Korrespondenz geraubt, ihre Wirte bestochen. Auf Schritt und Tritt werden sie belauscht, be- obachtet, bespitzelt; ohne Grund werden sie aufs Polizeirevier geschleppt und Verhören unterworfen. Der Russe ist nie sicher in Deutschland: uniformierte Polizisten oder Kriminalschutzmänner „interessieren" sich für ihn, zwingen ihn, über alle Einzelheiten seines Lebens zu berichten, fragen ihn über alle seine Be- schäftigungen, seinen Umgang, sogar über seine Anschauungen aus! In jedem Russen wittern die Vertreter des deutschen Absolutismus einen Feind. Während Plehwes Ministerzeit ward diesem System auch die Krone aufgesetzt: der Königsberger Prozeß, in welchem Deutsche verurteilt wurden, weil sie bei der Versendung russischer sozial- demokratischer Literatur behülflich gewesen waren, deren Erzeugung, Druck und Verbreitung in Deutschland selber keiner Strafe unter- liegt. Als dann die russische Revolution ausbrach, wurden die Bande zwischen den beiden Regierungen noch fester, noch inniger geknüpft. . Björkö" heißt das große Geheimnis, das auf dem internationalen politischen Leben lastet.„Russische Trauer ist deutsche Trauer"— das heißt: Die Trauer der russischen Regierung ist die der deutschen Regierung!— Wie weit sich die gehesinen Ab- machungcn zwischen beiden Regierungen erstrecken, wissen wir nicht. Tatsache ist, daß die Verbindungen zwischen Zarskoje-Selo und Berlin durch Depeschen, drahtlose Telegraphie, durch Entsendung von Torpedobooten und dergleichen ständig in reger Weise unter- halten werden. Daß die Dumaauflösung unter dem Eindruck eines mit Berlin geführten Depeschenwechsels erfolgte, ist fest verbürgt. „Tua res agitur!" Der deutsche Absolutismus weiß sehr gut, daß er nicht weiter bestehen kann, wenn in Rußland die Demo- kratie gesiegt hat. Das Ende des russischen ist auch das Ende deS deutschen Absolutismus. Der Zarismus aber kann nicht weiter be- stehen, wenn seine Widerstandskraft nicht durch neue Anleihen ge- speist wird. Sein deutscher Bundesgenosse sowie auch die ver- kcmmene französische Bourgeoisie liefern ihm die Mittel, um seine Existenz weiter zu fristen und sich weiter im Volksblute zu baden. Im Jahre 1905 hat er immer wieder und wieder aus Deutschland Geld bezogen, zuerst in der Form einer Anleihe, dann in kurz- fristigcn Scheinen. Im Jähre 1996 hat sich ihm der französische Geldmarkt von neuem geöffnet, nur mußte er diese Wohltat mit seinem unwürdigen Auftreten auf der Marokko-Konferenz erkaufen. Jetzt ist es wieder einmal das deutsche Kapital, das energisch sür die Zareninteressen auftritt. Mendelssohn bemüht sich, die französischen Bankiers zu verlocken, die neue finanzielle Kombi- nation zugunsten Rußlands zustande zu bringen. Die„höheren Kreise" Teutschlands beteiligen sich an dieser finanziellen Kampagne. und die deutsche Regierung wünscht dem Unternehmen volles Ge- lingen. Wieder also soll sich der Zarismus dank deutscher Hülfe imstande sehen, weiter zu vegetieren, weiter für seine und seines deutschen Bundesgenossen Existenz zu kämpfen! zu überzeugten Sozialisten zu machen. Diese unermüdliche Arbeit der Diarodniki ist nicht spurlos vorübergegangen. In Petersburg bildete sich allmählich eine Kerntruppe sozialistischer Arbeiter aus. die— wie Plechanow in seinen Erinnerungen aus den 79er Jahren erzählt— an revolutionärem Geist, an regem Interesse für die schwierigsten sozialen, philosophischen und naturwissenschaftlichen Fragen ihren Lehrern aus der Intelligenz nicht nachstanden. Und trotzdem konnten die Narodniki mit den Ergebnissen ihrer Arbeit nicht ganz zufrieden sein; denn oft waren diese Diesultate den von ihnen beabsichtigten direkt entgegengesetzt. Die Diarodniki gingen an die Propaganda unter den Proletariern mit dem Ziele, die zu Sozialisten und Diarodniki herangebildeten Arbeiter zur Propaganda unter den Bauern zu bewegen, in der Erwägung, daß sie diesen letzteren näher ständen und daß infolgedessen ihre Tätigkeit eine erfolgreichere sein würde als die der Intelligenten. die den Bauern fern standen. Jedoch dieses Ziel wurde nur in den allerwenigsten Fällen erreicht; meist mußten cs die Diarodniti schweren Herzens erleben, daß ihre Schüler, sobald sie überzeugte Sozialisten und gebildete Menschen geworden waren, mit größtem Abscheu vom Torflcben sprachen und für die Bauern, ja selbst für niedrigere Schichten der Arbeiter nur das Wort„Sserij"(etwa „Dummer",„Ungebildeter") übrig hatten. Die Erklärung dieser beim ersten Blick sonderbar erscheinenden Tatsache ist leicht, wenn man bedenkt, daß die Diarodniki meist mit denjenigen Schichten der gelernten Arbeiterschaft Petersburgs in Berührung kamen, die auf sogen.„Sawoden", d. h. Maschinen- bauereien, Waffcnfabrikcn, Schiffs- und Eisenbahnwerkstätten usw. arbeitet. Dies sind aber eingesessene städtische Einwohner, denen das Großstadtleben nicht nur höhere Ansprüche an Kleidung. Wohnung usw.. sondern einen ganz anderen Geist als den des Bauerntums beigebracht hat. Wirtschaftlich waren diese Arbeiter- kategorien relativ ziemlich gut gestellt(ihr Tagelohn betrug durch- schnittlich 2 bis 4 M.), und in geistiger Hinsicht waren sie durch einen wahren Abgrund vom platten Lande getrennt. Die meisten hatten mindestens eine elementare Voltsschuke besucht, sie bildeten das Hauptkontingent in Sonntagsschulen, bei populären Vorträgen und so weiter. Diicht zu vergessen ist endlich die allgemeine Gewecktheit des Städters und der Geist der Solidarität, der im Arbeiter durch die unmittelbare Zugehörigkeit zu einem großen Organismus wachgerufen wird. Ein größerer Gegensatz, als zwischen einem solchen Arbeiter, dessen Ansprüche an Leben und Menschen infolge seiner sozialistischen Weltanschauung noch ge- stiegen sind, und dem damaligen bettelarmen, unwissenden Bauern, der, kaum von persönlicher Sklaverei befreit, schon im Doppeljoch der unmenschlichen ökonomischen Ausbeutung durch den Gutsbesitzer und der Steuerlast des Staates stöhnte, ohne zu verstehen, warum die so heiß ersehnte»Woltz," förMeit) ihm keine Erleichterung Ein Schlachtfeld umfaßt Deutschland und Rußland. Die Trauer der russischen Regierung ist die Trauer der deutschen Re- gierung. Der Sieg des russischen Volkes wird der Sieg des deutschen Volkes sein. Das deutsche Volk hat jetzt— während der Wahlschlacht— nicht bloß gegen die inländische Reaktion zu kämpfen, sondern gegen das ganze System, das international ist, gegen den innigen Bund mit dem Zarismus, gegen die schwach- vollen Russendienste, gegen die nie zuvor so schändlich betriebene Kriecherei vor Rußlands Regierung. Keine materielle Hülfe dem Zarismus! Keine Kriecherei vor der russischen Regierung! Diieder mit dem internationalen System der Reaktion! So mutz die Parole der deutschen Kolonne des internationalen Proletariats lauten.— Tim der Partei. Vom Fortschritt der Presse., Der„Volksfreund" zu Karlsruhe hat seit dem 1. November um 699 Abonnenten zu- genominen, so daß er jetzt eine Auflage von 14 999 hat. Der„Volksfreund" zu Braunschweig, da? älteste Organ unserer Partei, desien Gründung noch in die Zeit fällt, da Braunschweig noch der Vorort der Eisenacher war, wird vom 1. Januar ab täglich mindestens sechs Seiten stark erscheinen und in eigener Druckerei gedruckr werden. Die Redaktion des„Lübecker Volksbote" befindet sich jetzt JohanniSstr, 46, Hinterhaus, 1. Etage. Ländliche Wahlsiege der dänischen Sozialdemokratie. Die Behauptung, die Sozialdemokratie sei nichts anderes als eine Partei der stadtischen Arbeiter und vermöge nie und nimmer unter der Landbevölkerung festen Fuß zu fassen, ist in Dänemark schon lange durch Tatsachen widerlegt. Von neuem zeigen dies die Wahlen zu den Kirchspielräten, den ländlichen Gemeinde- Vertretungen, die gegenwärrig stattfinden. Tag für Tag kommen aus den verschiedensten Teilen des Landes Nachrichten von Wahlsiegen der Sozialdemokratie. In manchen Kirchspielen halten es die Gegner gar nicht mehr für angebracht, eigene Kandidaten der allgemeinen Wählerklasse aufzustellen, so daß die sozialdemo- kratische Liste ohne weiteres siegt, was z. B. in Dromingborg bei Randers der Fall war. Auf eine eigentümliche Weise kamen in dem jütländischen Kirch- spiel Randlev-Bjergager zwei Sozialdemokraten als Vertreter der höchstbesteuerten Wähler in die Gemeindevertretung. Hier hatte man vor der Wahl eine Versammlung aller Wahlberechtigten des Kirchspiels einberufen, und sie beschloß, daß die Mandate der Stärke der Parteien entsprechend vcrtellt werden sollten. Danach richteten sich die Höchstbesteuerten und wählten zwei Sostaldemo- traten, einen Radikalen und zwei Liberale.— Daß die höchst- besteuerten Wähler sich fteiwillig nach dem Proportionalsystem richten, ist schon früher in einzelnen Kommunen vorgekommen, aber bisher immer mir dort, wo die wohlhabenden Bauern sicher waren, daß doch nur ihre Leute gewählt wurden. Die Sozialdemokratie und die Jungsozialisten in Schweden. Die vom schwe-dischen Parteivorstand angeordnete Urabstimmung über die Suspension der Parteimitgliedschaft der Jungsozialisten Bergcgren und Schröder ist, soweit sie bis jetzt stattgefunden hat, größtenteils mit starker Majorität im Sinne des Partcivorstandes ausgefallen. In Stockholm stimmten 4558 Mitglieder für die Sus- Pension und 2993 dagegen. Da die Arbeiterkommune Stockholm 23 999 Mitglieder zählt, ließ die Beteiligung an der Abstimmung freilich viel zu wünschen übrig. In Helsingborg, Schröders Wohnort. stimmten 931 Mitglieder für und 524 gegen die Suspension. (Wiederholt, weil nur in einein Teil der Auflage.) Genosse Defuisseaux, früher sozialistischer Deputierter zur belgischen Kammer, ist in Möns am 21. Dezember gestorben. poUeeilicbes, Oerichtilches uftv. Abgeblitzte Staatsanwälte. Die Brelauer„Bolkswacht" teilt mit: Im Februar dieses Jahres waren in der»BolkSwacht" und im„Proletarier aus dem Eulengebirge" Inserate erschienen, in denen der fteireligiöse Prediger Herr T s ch i r n, als Borsitzender des Bundes fteier religiöser Gemeinden Deutschlands und als Präsident des deutschen Freidenlcrbundes zum Austritt aus der Kirche ausforderte. Zunächst hatte die Schweidnitzer Staatsanwaltschaft gegen T s ch i r n und den Genossen Feld mann-Langenbielau als Verantwortlichen des „Proletarier" Anklage wegen Dieligionsbeschimpfuna er« hoben. Die Schweidnitzer Strafkammer lehnte indes die Eröffnung gebracht hatte—. ein größerer Gegensatz ist kaum denkbar; und diejenigen Arbeiter, die, von den Beweisen der Narodniki über» zeugt, zur Propaganda aufs Land hinauszogen, kehrten bald ent- täuscht wieder zurück— sie waren dem Bauerntum, das mit jedem Gedanken an der Scholle klebt, für immer entfremdet; denn ihre Interessen lagen in der Stadt, in ihren Werkstätten. Außer den„Sawod"-Arbcitern gab cs in Petersburg die eigentlichen Fabrikarbeiter, deren wichtigsten Bestandteil die Textil» arbeitcr bildeten. Diese waren keine Städter, sondern sie kamen vom Lande; sie wurden schlechter bezahlt(1 bis 2 M. täglich), da ihre Arbeit leicht zu erlernen ivar und vor den Toren der Fabrik stets andere, ebenso hungrige Bauern bereit standen, sie zu ersetzen. Sie mußten länger arbeiten, oft 14 bis 15 Stunden, aber sie klagten nicht über lange Arbeitszeit und kargen Lohn, sondern sie lebten in Gedanken noch in ihren Heimatdörfern und seufzten über den Bodenmangel und die schweren Steuern. Ihre geistigen Ansprüche waren erst recht geringer, das Stadtlcben zog sie nicht an. Aber je länger solch ein Halb-Baucr-Halb-Arbeiter in der Stadt blieb, desto mehr entfremdete er sich seinem Dorfe, und wenn er sich in dieser Zeit der revolutionären Bewegung an- geschloffen hatte, so ging eS ihm genau so wie seinem Genossen aus dem„Sawod". Es ist jetzt klar, weshalb die sozialistischen Arbeiter sich nicht zur Propaganda auf dem Lande eigneten: Mit ihrer ganzen Psychologie wurzelten sie in der Stadt, in ihrer Werkstätte, und hier war das Feld, auf dem sie ihre Tätigkeit entfalteten. Gegen Mitte der 79er Jahre gab cs in Petersburg eine ziemlich weit verzweigte Organisation sozialistischer Arbeiter, die unter dem un- mittelbaren Einfluß der Partei der Narodniki„Scmlja i Wolja" („Land und Freiheit") stand. Den Kern der Organisation bildeten „alte" revolutionäre Arbeiter, die bereits einige Jahre in der Bewegung standen. Diese Zentralgruppe leitete die Arbeit der lokalen Arbcitergruppen, die in den verschiedenen Rayons von Petersburg entstanden. Die Intelligenz mischte sich nicht in die inneren Angelegenheiten der lokalen Gruppen; sie beschränkte sich auf technische Hülfeleistuiigcn. wie z. B. Beschaffung von Büchern, Ratschläge und Beistand bei Einrichtung von Geheim- stätten für Versammlungen usw. Jede lokale Gruppe mußte aus eigener Kraft neue Mitglieder werben, denen zwar gesagt wurde, daß ähnliche Gruppen in Petersburg existieren, aber keine näheren Angaben gemacht wurden. Nur die Zentralgruppe hatte Kenntnis von der gesamten Organisation. Hauptzweck dieser Organisation war die Propaganda der sozialistischen Ideen, und an diesem Zweig der Arbeit nahmen vielfach auch die Revolutionäre aus der Intelligenz regen Anteil, und als im Jahre 1378 in Petersburg zahlreiche Streiks ausbrachen, beeilten sich die Mitglieder dieser Arbeiterorganisationen, die Bewegung zu benutzen, um ihren Sin, ScS Hauptbcrfakjrens ab; das Bre-Zlancr Oberkandes�ertcht ordnete jedoch auf Beschwerde der Staatsanwaltschaft die Eröffnung an. In der Verhandlung vom 21. August b. I. beantragte der Staatsanwalt gegen Prediger Tschirn und Redakteur Feld mann je einen Monat Gefängnis nach 8 166 N.-Str..G..B. Die Straf. kannner sprach sie frei, indem sie den Angeklagten sogar den Ersatz der gehabten Unkosten �»billigte. Gegen dieses Erkenntnis hat die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt, so daß nunmehr das Reichs- gericht in Leipzig über den Tschirnschen Aufruf entscheiden wird. Termin ist auf den 19. Februar 1907 angesetzt. In der Zwischenzeit hatte sich auch die Breslauer Staats- anwaltschaft die Sache überlegt und sowohl abermals gegen Herrn Tschirn, als auch gegen unseren Verantiv ortlichen, de» Genossen Albert, Anklage wegen Vergehens gegen§ 166 erhoben. Wie nunmehr die beschließende Strafkammer mitteilt, hat sie die Er- öffnung des Hauptverfahrens abgelehnt, weil die unter Anklage gestellte Bekanntmachung eine Beschimpfung, das heißt eine in be- sonders roher und verletzender Weise geübte Kritik der Einrichtungen und Gebräuche, n ich t enthält. Wird nun die Sache endlich zur Ruhe kommen? Die Breslauer Staatsanwaltschaft ist ziemlich hart. näckig. Vielleicht aber wird ihr die Entscheidung des obersten Ge- richtshofes die Möglichkeit nehmen, die beiden„Neligionssünder" doch noch auf die Anklagebank zu bringen. Strafkonto der Presse. Das Reichsgericht verwarf die Revision de« Genossen Albert von der„BreslauerVolkswacht" gegen ein Urteil des Landgcriästs Breslau vom 29. Mai, daS ihn wegen Beleidigung eines overschlesischen Nacht-Polizistcn und eineS Wahlvorstehers mit 120 MarkGeld strafe belegt hatte. Huö Induftrie und Handel., Berggesehnovellc. Die Berggesetznovelle liegt jetzt, wie die „Köln. Ztg." bestätigt, dem Staarsministerium zur Verhandlung vor. und es ist anzunehmen, daß sie dem Abgeordnetenhause gleich nach seinem Zusammentritt vorgelegt wird. Ter Entwurf beschäftigt sich im wesentlichen mit dem Kali- und Kohlenbergbau und geht von dem Grundgedanken, der seinerzeit auch zum Erlasse der lex Gamp führte, aus, daß die noch bergfreien Kali- und Kohlenvorkommen für den Staat erhalten bleiben und der Schürffreiheit entzogen werden. Er läßt jedoch die provinziellen und standesherrlichen Sonderrechte, die bisher gegenüber der allgemeinen Bergbaufreiheit schon bestanden, unberührt. Natürlich, die Regalrechte werden nicht aufgehoben, nur der Staat als Bergherr erhebt die Steuer nicht. Die ehemaligen Reichs- unmittelbaren, wie der Herzog von Urenberg und von Tiele« Winkler, lassen sich den Beutel füllen, ja selbst der FiskuS muß als Bergbautreibender den Regalherren die Steuer entrichten, diese selbst aber zahlen an den Fiskus kein Regale. Da sage noch einer. eS sei M Preußen nicht schon eingerichtet— für einige Leute. Der Milch- und Biervcrbrauch einer Großstadt. Auf Grund von Ergebnissen anitlicher Ermittelungen wird hierüber in der«Sozialkorrespondenz", dem Organ des Zentral- Vereins für das Wohl der arbeitenden Klaffen ausgeführt: «In gewisser Beziehung kann man den Verbrauch von Milch als einen Maßstab für die Gesundheit einer Bevölkerung betrachten. Wer viel Milch trinkt, der dankt für regelmäßigen Biergcnuß und umgekehrt. Der Alkohol ist der Vater vieler und schwerer Krank- hciten, die Milch dagegen ein ideales Nahrungsmittel von der Wiege bis zur Bahre. Man sollte nun annehmen, unsere so ungemein ge- steigerte Kenntnis von dem Werte der Nahrungsmittel und den schlrmmen Eigenschaften des Alkohols habe wenigstens die Wirkung gehabt, der Milch auch als Vollsgenußmittel eine überlegene Stellung gegenüber dem Alkohol anzuwesien. Das ist leider noch immer nicht der Fall, in der Großstadt sicher nicht. Als ein typisches Beispiel kann man in dieser Beziehung Dresden ansehen. Die sächsische Residenz ist keine Alkoholstadt etwa in dem Sinne wie München, sie ist seit einer langen Reihe von Jahren der Mittelpunkt einer erfolgreichen Mäßigkeitsbewegung in Sachsen und besitzt aus- gezeichnete VerkchrSvcrbindungen, die der Milchverforanng, allerdings auch der Alkoholeinfuhr zugute kommen. Troßdem ist der Verbrauch von� Milch im Vergleich mit dem von Bier ein durchaus un- befriedigender. Nach amtlichen Ermittelungen betrug der Verbrauch an frischer Milch in Dresden: insgesamt auf den Kopf Liter Liter 1898.... 88 134 000 106,0 1901.... 45475000 113,5 1902.... 68 640 000 120,0 Bon diesem Verbrauch sind etwa 6 Proz. abzuziehen, die zu kondensierter Milch verarbeitet und meistens wieder ausgeführt wurden. Auch find von dem Dresdener Verbrauch jene in den letzten Jahren immer größer gewordenen Pengen abzuziehen, die zur regelmäßigen Milchversorgung einer Anzahl Dörfer im Umkreise der Stadt dienen und nach diesen täglich aus dem städtischen Milch« Vorrat hinausgeschafft werden. Zahlen über den Umfang dieser Ausfuhr sind nicht bekannt. Aber trotz dieser notwendigen Einschränkung der Ziffern ist ein verhältnismäßig starkes Ansteigen des Milchverbrauchs festzustellen. im Jahre fluß auf breitere, der Propaganda bisher fernstehende Arbeiter. Massen auszudehnen. Das Jahr 1878 war für die russische Industrie ein Jahr der Krifis. Obwohl kaum 20 Jahre alt, wies der russische Kapitalismus bereits alle Merkmale seiner älteren europäischen Brüder auf. Die Jahre 1868 bis 1874 waren eine Periode der Blüte gewesen. Tie Produktion entfaltete sich rasch, die Fabriken lockten immer neue Scharen von Bauern in die Städte, die Regierung erteilte infolge neuer Eifenbnhnbauten bedeutende Austräge,— bis schließlich die ganze Herrlichkeit ins Stocken geriet. Die Produktion wurde ein- geschränkt, Arbeiter entlassen, die Arbeitsbedingungen verschlechtert. Infolgedessen bemächtigte sich der Arbeiterschaft eine gewaltige Aus- rcguna, die sich in der Provinz und in Petersburg in einer Reihe von Ausständen kundgab. Der erste Streik fand in der Neuen Baumwollspinnerei statt, deren zweitausendköpfige Arbeiterschaft infolge einer abgeänderten ArbeiiSordnung, die verschiedene Verschlechterungen brachte, ein- mutig die Arbeit niederlegte. Diese noch bis über die Ohren in ländlichen Vorurteilen steckende Masse von Halb-Bauern-Halb- Arbeitern schaute noch vertrauensselig nach oben, zum ,,Nat- schalstwo" lBehörden) und war davon überzeugt, daß sie von dort ihr Heil zu erwarten hätte. Dem kleinen Häuflein sozialistischer Arbeiter, die damals in der Fabrik tätig wären, gelang es nicht, sie von ihrem Vorhaben, beim„Natsckalstwo" Schutz und Hülfe gegen den Fabritherrn zu suchen, abzubringen. Die Arbeiter gingen zum nächsten Potizeikommissar und klagten ihm ihre Not, natürlich ohne jeden Erfolg. Auch eine nach langem Hin- und Herrcden beschlossene Petition an den Thronfolger fruchtete ebenso- wenig: dafür aber begann die Polizei zu„arbeiten": Ver« Haftungen, Verschickungen, Mißhandlungen mehyten sich, und den Streikenden wurde auf diese Weise aufs klarste bewiesen, daß das „Natschalstwo" bis an seine obersten Spitzen mit dem Unternehmer- tum unter einer Decke steckt. Schließlich mußten die Arbeiter der polizeilichen Uebermacht weichen und sich mit einigen kleinen Zu- geständnijsen zufriedengeben. Trotzdem war die Bedeutung dieses Streiks für die rückständigen Schichten der Petersburger Arbeiter- sckaft enorm. Ihr Glaube an daö„Natschaistwo" begann ganz bedenklich zu Wanken, dafür aber war das Vertrauen zu den Revolutionären geweckt, und es blieb von nun an ständig im Wachsen, so daß die darauffolgenden zahlreichen Lohnbewegungen und Streiks in den verschiedensten Fabriken Petersburgs von ihrem Anfang an unter der Führung der sozialistischen Arbeiter und Intelligenten vor sich gingen. Andererseits aber bereitete das er- wachende politische und Klassenbewußtsein der Arbeiterschaft un- mittelbar den Boden für die Entstehung des Nordrussischen ArbeiterverbandeS vor, der in vielen Stücken als Porläufer der russischen Sozialdemokratie gelten kann- Man kann annehmen, daß er sich, wenn man die in jüngster Zeit be- sonders erfolgreiche Antialkoholbewegimg entsprechend würdigt, auf 125 Liter im Jahre für den Kopf erhöhl hat. Genaue Ziffern aus den letzten Jahren sind nicht vorhanden. Dieser gestiegene Milch- verbrauch bleibt jedoch noch weit hinler dem Verbrauch von Bier zurück, obgleich dieser seit zwanzig Jahren fast ununterbrochen ge- funken ist. Als in Dresden auf den Kopf der Bevölkerung 106 Lirer Milch kamen, entfielen auf ihn— Säuglinge und Abstinenten mit- gerechnet— 234 Liter Bier: als 113,8 Liter Milch verzehrt wurden, betrug der Bierverbrauch 205 Liter, und im Jahre 1902 wurden 120 Liter Milch und 189 Liter Bier verbraucht. Bon diesem Verbrauch sind aber, wie gesagt, noch Abzüge für kondensierte und wieder aus- geführte Milch zu mache». Immerhin sieht man aus diesen Zahlen, daß sie einander näher rücken. Der Bierverbrauch sinkt— er war auf den Kopf 1993 aber- mals um 8 Liter gefallen—, und der Milchkousum steigt. Die Zahlen haben allerdings noch einen weiten Weg, um zufammen- zukommen. Daß dieser in möglichst kurzer Zeil zurückgelegt wird und die Milch dem Bier vorauskomnü, ist eine der dankbarsten Auf- gaben für Volkserziehimg und Volksbildung, die sich natürlich auch auf Ernährungsfragen erstrecken soll. Die Lösung dieser Aufgabe ist überall in daS Auge zu fassen: denn man kann wohl sogen, daß in allen größeren Slädten der Verbrauch von Bier und Milch ein gleiches, wenn nicht noch ärgeres Mißverhältnis zueinander aufweist als in Dresden." Ganz recht, die Aufgabe ist«überall" inS Auge zu fassen. Nun sind es gerade die Zöllner, welche dem stärkeren Milchkonsum Hiudernisse bereiten. Mit der Berleucrung von Fleisch, Gemüse, Getreide usw. treiben auch die Milchpreise in die Höhe. In einzelnen Städten hat man den Preis bereits auf 22 Pf. pro Liter hinauf- getrieben. Am 26. Januar haben die Wähler dafür zu sorgen, daß en Lebensmittelverteurern da» Handwerk gelegt wird. SetverKseKaMicKey. „Neutrale" Politik. Die Hirsch-Dunckerschen Gewerkvereine betonen bekanntlich bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit ihre politische Neutralität als etwas, das sie von anderen Arbeiterorgani- sationen unterscheide. Die Reichstagswahl hat sie nun in einige Verlegenheit gebracht, wie sie ihren Anhängern klar machen sollen, daß sie trotz dieser„Neutralität" freisinnig zu wählen haben. Ter Zentralrat der Deutschen Gewerkvereine beschloß deswegen„einmütig" folgende gequälte Resolution: „Der Zentralrat der Deutschen Gewerkvereine ändert. Die Ausständigen sind der Meinung, daß auch über Weih- nachten und Neujahr keine tvosentliche Veränderung eintreten dürste. Auf welche Art aber die Finna von auswärts Arbeitskräfte heran- zuziehen sucht, das wird recht drastisch an folgendem Vorfall illu- stricrt.' Bekanntlich streikt auch ein Teil der Gummiarbeiter im Kabelwerk am Nonnendamm. Diese geübten Arbeiter so bald wie möglich zu ersetzen, gab sich die Werksleitung die erdenkluhste Mühe. Kosten spielt«,: dabei keine Rolle. Jedoch wurde den sich meldenden Arbeitern verschwiegen, daß bei der Finna dieser Streik aus» gebrochen war. Unter geflissentlicher Verdrehung der Tatsachen erhielten die Arbeiter auf ihre Anfrage vielmehr den recht salomo- n-ischen Bescheid, eS handele sich um„Parteidifferenzen" im Werk, weshalb gegenwärtig Arbeitskräfte gesucht wurden. Zweien solcher Arbeiter, die nun auf diese Weise m Rath bei Düffcldorf angeworben waren, schickte die Firma da» Reisegeld in der Höhe von 25 und 50 M. Als nun der erste dieser Angeworbenen in Berlin ankam, erfuhr er sofort, daß hier gestreikt wurde. Da er nicht die mindest« Neigung hatte, Streikbrecher zu werden, so verlangte er seine Papiere von der Firma unter Beriufung darauf, daß ihm trotz seiner ausdrücklichen Anfrage von dem Streik nichts mitgeteilt sei und dampfte wieder« b. Der zweite Arbeiter, ein verheirateter Mann, kam ebenfalls in Berlin an. Die Streik» posten unterrichteten ihn von dem Stand der Dinge und auch er fuhr wieder nach Hause. Bald darauf erhielt er von der Firma folgenden Brief: Wir nehmen Bezug aus unser Schreibim vom 28. er. und ersuchen Sie, uns umgehend mitzuteilen, ob und wann Sie bei uns eintreten werden. Wir werden zu dieser Anfrage durch den Um- stand veranlaßt, daß Ihr Kollege P., nachdem derselbe hier war, die Arbeit in unserem Werk nicht aufgenommen hat. Sie müßten uns nun also sagen, ob und wann Sie bei uns eintreten, oder ob Sie auf oie Einstellung bei uns ebenfalls Verzicht leisten. Sollte dies letztere zutreffen, so ersuöhen wir Sie, uns die Ihnen üoerfandten Reife» kosten in Höhe von 50 Mark sofort zurückzu- schicken.'(Unterschrift.) Hierauf sandte der Arbeiter nachstehende Antwort an die Firma: Löbliche Direktion! Bezugnehmend auf Ihr Schreiben teile ich Ihnen mit. daß ich bereits vom 15. bis 18. Dezember in Berlin war, i ch m i ch jedoch davon überführen mußte, daß die an die Stellung geknüpften Voraussetzungen nicht zu. trafen. Streikbrecher kann ich nicht werden. Ich eilte also am 18. d. M. wieder nach Rath zurück, um meine Familie noch vor einem größeren Unglück zu schützen, und kam noch gerade zu rechter Zeit, denn meine Familie war eben im Begriff, alles nach Berlin abzuschicken. Arbeit und Wohnung ist nun verloren. Was ich ansangen soll, weiß ich nicht. Ihnen habe ich eS zu verdanken, das) meine arme Familie zu Weihnachten Hunger» mutz. Ich habe bei Ihnen deutlich genug ange» fragt, inwiefern Sie Arbekker suchen'; Ba Eke mich atet in Unkenntnis ließen, so kann ich da? Unglück, da? über mein« Familie gekommen ist, nur Ihnen zum Vorwurf machen. Vielleicht kann ich noch die Wohnung retten, wenn sie nicht schon vergeben ist, daß ich wenigstens noch Unterstand habe, wenn ich durch Sie schon zum Hungerlerden verurteilkbin. Die Unkosten, die ich dabei noch habe, werde ich einklagen, sollte ich nicht bald Arbeit finden. In Rath finde ich für meinen Beruf keine. Johann Sch. und Frau nebst Kindern. So firupelloS verfährt also die Firma bei der Anwerbung von Arbeitskräften. Sie verschweigt, daß bei ihr gestrelkt wird. verspricht„hohen Lohn", schickt Reisegeld und lockt da. durch aus der Arbeit. Wenn dann solche Arbeiter ihoe Be- schäftigung und ihre Wohnung aufgegeben haben, um in das „sibirische" Eldorado zu Siemen? nach Berlin zu wandern, dann erfahren sie hier, daß sie bei der von Humanität triefenden Firma ehrlose Slreikbrecherdienste verrichten sollen. Ver- weigern sie diese Dienste aus Solidarität und Ehrgefühl, dann ver- langt die Firma auch noch obendrein daS Reisegeld zurück und kümmert sich wicht im mindesten, daji sie durch Vorspiege- lung falscher Tatsachen jene betörten Leute dem Hunger und Eleno überantwortet. DaS ist dre ge- rühmte Arbeiterfreundlichkeit der Firma Siemens I Achtung i Hiermit zur Kenntnisnahme, daß die BureauS der Berliner GeiverkschaftSkommisston und deS Arbeiter- sekretariats am Montag, den 24.. Donnerstag. den 27. und Montag. den31. Dezembercr. für den öffentlichen Verkehr geschlossen bleiben. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. Die Differenzen im Bäckcrgewerbr. Die.Berliner Volkszeitung" macht sich zum Sprachrohr der Bäckerinnungen und veröffenilicht folgende Darstellung derselben: «Der verband der Bäcker läßt durch den„Vorwärts" mitteilen, daß er dem Angebot der Bäckerinnungen, die entstandenen Streitigkeiten durch das Einigungsamt des JnnungsschiedSgerichteS entscheiden zn lassen, nicht zustimmen werde. Das Gewerbegericht hingegegen wird seitens der Jimuiigen nicht angerufen werden, da für diese kein Anlaß vorliegt, die bei ihren Streitigkeiten mit den Gehülfen zuständige Stelle, das Jnnungsschiedsgericht, in dieser Frage zu ubergehen. Offenbar arbeitet der Verband der Bäcker auf einen Streik hin, und zwar nicht wegen irgendwelcher Lohn- difserenzen. sondern ausschließlich um der Machtfrage willen. Gelegentlich der Lohnbewegung in diesem Frühjahr ist bei den Verhandlungen seitens der Meister wiederholt erklärt worden, daß man es lieber zum Scheitern der Verhandlungen kommen lasse, ehe man den Arbeitsnachweis als Einrichtung der Innungen preisgeben würde. Nur unter der Voraussetzung, daß der Arbeitsnachweis auch nach seiner Um- estaltung in den Händen der Innungen bliebe, oben diese seinerzeit den abgeschlossenen Vereinbarungen zugestimmt. Auch die Führer des Verbandes der Bäcker haben mehrfach ausdrücklich zugegeben, daß der Arbeits- nachweitS eine Jnnuugseinrichtung sein solle. Wenn fie nun jetzt Forderungen aufstellen, die sich absolut nicht mit einer JnnungSinstitution vereinbaren lassen, so beweist das deutlich, daß sie nichts anderes wollen, als den Arbeits« Nachweis in ihre eigenen Hände zu bekommen. DaS werden die Innungen allerdings nicht zulassen, selbst auf die Gefahr hin. daß der Verband der Bäcker versuchen sollte, seine Machtgelüste durch einen Streik durchzusetzen." DaS ZugcständinS, daß die Innungen dem paritätischen(!) Arbeitsnachweis nur unter der Voraussetzung zustimmten, daß derselbe in de» Händen der Innungen bliebe, muß man festhalten. Natürlich versteht kein Mensch sonst die Parität so. Das wissen auch die Herren und darum soll ein.unparteiisches" Jnnungs- schiedsgericht entscheiden, daß die Innung recht habe! Daß die Gesellen darauf nicht eingehen, wird ihnen lein Mensch ver- denken._ Achtung! Wäschearbeiter und Arbeiterinnen! Die Firma I. u. W. Hanser. Berlin, Greifswalderstr. 13, schloß am 17. Oktober 1905, um nicht in die Lohnbewegung hinein- gezogen zu werden, mit uns nur einen Scheintarif ab, der lewer nie m Kraft trat. Da dlese» jetzt von uns festgestellt ist, ersuchen wir sämtliche Kollegen und Kolleginnen Deutschlands und Oesterreichs, bei dieser Firma keine Arbeit cmzunehmen. Die Firma ist wegen Tarifbruch gesperrt. Alle Arbeiterblätter werden freund- Uchst um Abdruck gebeten. Verband der Wäsche- und Krawattenarbeiter und Arbeiternmen Deutschlands. Deutfehes Reich. Die Aufgabe der„Gelben". Der Pinnasenser Streikbrecherverein. genannt Arbeitenmter- stlltzungsvcrein Pirmasens(Bersicherungsveretn auf Gegenseitigkeit), der im Jahre 1903 von den Schuhjabrikanten, die ihre über 6000 Ar- beiter und Arbeiterinnen ausgesperrt hatten, ins Leben gerufen wurde, hielt kürzlich, nach dem„Schuhmacher-Fachblatt" eine General- Versammlung ab mit äußerst wichtiger Tagesordnung, die aber erst im Lokale bekannt gegeben wurde. Die Tagesordnung lautete: 1. Stellungnahme gegen die geplante Aufstellung der Lohnstatistik de« neutralen Verbandes der Schuhmacher Deutschlands. 2. Wie können wir einer eventuellen Lohnforde- rung und Arbeitszeitverkürzung wirkungsvoll entgegenarbeiten, um unsere Herren Fabrikanten vor Schaden zu bewahren. 3. Verschiedenes. Da die Präsenzliste nur die Anwesenheit von 15 Mitgliedern ergab, ist die Gemeinaefährlichkeit dieser aelben Gründung glück- licherweise nur eine begrenzte. Der Vorsitzende C h r i st m a n n hielt sogar diese Anzahl von Anwesenden für eine außergewöhnlich gute. Die Herren sind also nicht nur in bezug auf die Lohn- und Arbeitsbedingungen bescheiden._ „Wo» braucht mer auf an Dorf?" In der»Allgemeinen Deutschen Gärtner-Zeitung" lesen wir: In einer Versammlung zu Hohenberg- bei Stodtsteinach in Ober- fianken sollte Genosse Rau au« Hof über den Heimarbeiterschutz- Gesetzentwurf sprechen. Der Kuratus kommandierte jedoch seine Garde in da» Lokal, liest-sie den Saal besetzen und da» Bureau an sich reißen. Als die anwesenden Heimarbeiter über da» Auftreten des«Bureau»" gegen Genossen Rau unwillig wurden, gab der Pjarrer seinen Scbäflein ein Signal und das schöne Lied wurde angestimmt:«Schenkt mer a mal a bayrisch ein." Ein Lied loste das andere ab. eins immer geistreicher als da« andere. Da« schonst« aber war ein Wechselgesang, von dem wir hier die erste Strophe folgen lassen wollen. Ein Bauernbursche singt vor:»Wa» braucht mer auf an Bauemdorf?" Darauf der Pfarrer« An Pfarrer, der schö singt, A Glockn, die schö klingt, An Mehner, der schö läutn kah, An Pfleger, der an braver Mah. Dann läßt die Gemeinde im ChoruS folgen: DöS braucht mer auf an Bauerndorf, DöS braucht mßc auf an Dorf. Jedesmal, wenn derEhor sein«DöS braucht mehr auf an Dorf" heruntergeschmettert hat, ruft der Pfarrer mit Stentorstimme: «Aber ka Gewerkschaft!" Die Versammlung war natür- lich dadurch unmögllch gemacht.— Fürwahr, ein herrliche» Bild von dem veredelnden, kulturfördernden Einflüsse der Zentrum»- geistlichkeit. Buotand. Der Ausstand der Setzer in Belgrad ist beendet. Di» Zeitungen erscheinen wieder. Selten Kaufgelegenheit günstige für Weihnachten. Eine Partie echte reichgestickte PlüschTischdecken ca. 33% unter Preis! mit Webfehlern kleinen Größe 140x140 cm 8.75 M. Wert 130X160 cm 10.50 M. 15.00 Wert 145X175 cm 13.50 M. 18.00 Wert 22.50 Pass. Kommodendecken 3,75 4,50. Nach außerhalb per Nachnahme. Teppich- Spezial- Haus Emil Lefèvre Berlin Süd. Seit 1882 nur Oranienstraße 158. Habe nirgends Filialen! WeihnachtsExtraliste und Katalog enorm billiger Geschenkartikel ( 600 Abbild.) gratis und franko. Extra billig! div. Teppiche mit kleinen DO An UM- tte puploids GD Passende Geschenke zu Weihnachten! Schlafröcke, Morgenröcke, 12.50-69,- M. Leder- u. Wollwesten mit und ohne Aermel. 8.50-48,- M. Knaben- Konfektion. 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Br. 299. 23. Jahrgang 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 23. Dezember 1906. Soziales. Gehören Handlungsgehülfen zu den„ Arbeitern" im Sinne des§ der Gewerbeordnung? 105c Wir wollen auf Erden glücklich sein, Und wollen nicht mehr barben; Verschlemmen foll nicht der faule Bauch, Was fleißige Hände erwarben. Es wächst hinieden Brot genug Für alle Menschenkinder." Die Veranstaltung solcher Listen ist ein arger Mißbrauch der wirt- hunderten wird versucht, durch die Lüge vom Frieden auf Erden" schaftlichen lebermacht des Arbeitgebers, eine freche Auflehmung und unter Hinweis auf die himmlische Seligkeit die Wünsche und gegen die Grundlage der bestehenden Gesellschaftsordnung, die auf Forderungen des Enterbten niederzuhalten. Widerlich ist so ein wenden sich gegen das Recht der Arbeiter, Arbeitsgelegenheit zu Bergänglichkeit alles Jrdifchen erzählt, und selbst schwelgen sie im der Arbeit rechtlich Freier bernht. Die Veranstalter solcher Listen Christentum der heutigen Gesellschaft. Den Armen wird von der § 105c der Gewerbeordnung bestimmt unter Ziffer 2, daß die Beteiligung an dem System schwarzer Listen verstößt auch nach Ansuchen und ihre Kräfte nach Möglichkeit zu verwenden. Eine Ueberfluß und denken:" Rack, uns die Sintflut"." Bestimmungen des§ 105b über die Sonntagsruhe keine Anwendung ficht des Reichsgerichts gegen die guten Sitten und ist ein gemein finden: für einen Sonntag auf Arbeiten zur Durchführung einer gefährlicherer Diebstahl als die Entwendung beweglichen Eigentums, gefeglich vorgeschriebenen Inventur. Nach Absatz 2 des§ 105c weil er sich aus Herrschsucht und Egoismus gegen die wertvollste haben Gewerbetreibende, welche Arbeiter an Sonn- und Fest- Ware, gegen die Arbeitskraft, oft das einzige Eigentum des tagen mit Arbeiten der unter Ziffer 1 bis 5 erwähnten Art be- Arbeiters, richtet. Dieser Diebstahl wird zurzeit als straflos erfchäftigen, ein Verzeichnis anzulegen, in welches für jeden einzelnen achtet, weil die Arbeitskraft feine Sache" im Sinne des bürgerSonntag und Festtag die Zahl der beschäftigten Arbeiter, die Dauer lichen Rechtes ist. Als die elektrische Straft nicht als bewegliche ihrer Beschäftigung sowie die Art der vorgenommenen Arbeiten Sache erachtet wurde und daher Diebstahl an elektrischer Straft straf Das Verzeichnis ist auf Erfordern der los blieb, schuf man schleunigst ein besonderes Strafgesetz gegen die Drtspolizeibehörde sowie dem im§ 139b bezeichneten Beamten Entwendung von Elektrizität. Es wäre gerechtfertigt, den durch jederzeit zur Einsicht vorzulegen. Diese Vorschriften sollte Herr schwarze Listen versuchten oder vollendeten Diebstahl fremder hinsichtlich seiner, an einem Sonntag bei der Inventuraufnahme bes wäre kein Ausnahmegefeß, wie bürgerliche Parteien bei Gelegenheit Bergamenter dadurch übertreten haben, daß er ein solches Verzeichnis Arbeitskraft auch durch ein Strafgefez ausdrücklich zu treffen. Das fchäftigten Handlungsgehülfen nicht angelegt hatte. Das eines dabin gerichteten Antrages der sozialdemokratischen Fraktion im Landgericht sprach ihn frei, weil Absak II des§ 105c mit Jahre 1899 behaupteten, sondern eine gerechte Konsequenz des heute Arbeitern keine Handlungsgehülfen meine. geltenden Systems eines Schuges des Eigentums durch das Strafgesetz. " Das Kammergericht hob jedoch das Urteil auf und verwies die Sache zu anderweiter Entscheidung an das Landgericht zurück. Es führte im Gegensatz zum Landgericht zutreffend aus daß Handlungsgehülfen zu den Arbeitern" im Sinne hos § 105c Abjazz II der Gewerbeordnung gehörten. Das folge aus der Ueberschrift des Titels VII der Gewerbeordnung und aus§ 154 Absatz 1, wo Ausnahmen für Gehülfen und Lehrlinge in Handelsgeschäften festgesezt sind, die die Regel bestätigen. Aus der Frauenbewegung. tisda Reue Botschaft. Die Diener der Kirche und ihre Auftraggeber reden vom Frieden und sagen stets zur Anschaffung neuer Mordwerkzeuge da und Amen. Pfui Teufel ob so einer elenden Heuchelei! Bir Sozialdemokraten haben keinen Teil an dieser christlichen Augen ist der Schleier gefallen und eine neue Botschaft von Freiheit Seuchelei, die durch Gebete und Glockentöne besonders geweiht wird, uns fehlt der Glaube an die alte Botschaft. Bon Millionen und Recht hat lebendigen Widerball in den Herzen der Enterbten und Rechtlosen gefunden. Wir glauben nicht an die Wunder der Bibel, aber wir glauben an die mächtig vorwärtsschreitende Entwickelung, mit der die Sozialdemokratie innig verwachsen und die die heutige göttliche" Weltordnung in eine stvar weltliche, boch bessere ummodeln wird. Ein Drängen und Sehnen nach Glück und Friede, nach Freiheit und Recht zwingt die Männer und Frauen der Arbeit zur Teilnahme am Befreiungskampfe des Proletariats. Die geächtete proletarische Rotte" will nicht mehr des Erlösers harren, sondern ist erwacht und will ihr eigener Erlöser sein. Für diese Selbsterlösung fämpfen alle, die sich um die Sturmfahne der Sozialdemokratie geschart habent. So wie die alten Germanen am Sonnivend- oder Julfest ihre Freude über das Nahen des Frühlings durch Freudenfeuer fundgaben, sollen auch wir beim Lichterglanz uns des nahenden Völkerfrühlings, der Glück, Wohlstand, Freiheit und Recht für alle Menschen bringt, erinnern. Und in diesem Sinne wollen wir das Weihnachtsfest feiern. Witterungsüberitht vom 22. Dezember 1906, morgens 8 1hr. Die Botschaft hör' ich wohl, Allein, mir fehlt der Glaube. Schadenersatzanspruch wegen Maßregelung durch schwarze Listen". Nur noch wenige Tage, und feierlicher Orgelton und GlodenBor zwei Jahren war ein Bergmann an einem Bergerbeiter- flang verkünden, wie alljährlich die alte Botschaft von der Geburt streit auf der Grube„ La Hoube" in Kreuzwald( Lothringen) be- des Erlösers, des Gottessohnes, der in die Welt kam, um die teiligt. Nach Beendigung des Streifs, der für die Arbeiter resultats Menschheit zu erlösen. los verlief, war der Kläger nicht mehr eingestellt worden und man Der als Gottessohn verherrlichte Nazarener enthüllte in feinen hatte außerdem seinen Namen auf die schwarze Liste gesetzt, so daß Lehren und vor allem in seinem Gebote: Du sollst deinen Nächsten er in den Kohlenbergwerken in der ganzen Umgebung feine Arbeit lieben wie dich selbst, ein soziales Programm. Durch seine Lehre mehr bekam. Der auf diese Art gemaßregelte Bergmann hat nun zieht sich wie ein roter Faden die Verachtung des Besizes. Nie hat die Grubengesellschaft auf Schadenersatz verklagt. Das Landgericht und Rechtlosen gehalten und sie mit verheißenden Worten mit neuer er die Partei der Reichen ergriffen, sondern stets zu den Armen in Mey, vor welchem die Klage in erster Instanz zur Verhandlung kam, erachtete die Tatsache der schwarzen Liste allein zur Begründung Hoffnung belebt. Auch seine Nachfolger haben einige Jahrhunderte eines Entschädigungsanspruches als nicht ausreichend, verlangte viel- tum gewettert. So schrieb z. B. der heilige Basilius:" Der Reiche Stationen lang in Zornestoorten gegen die Reichen und gegen das Privateigenmehr den Nachweis, daß die Grube außer den schwarzen Listen noch ist ein Dieb." Der heilige Hieronymus jagte:" Der Ueberfluß des tweitere Maßnahmen getroffen hatte, um den Kläger brottos zu Ginzelnen ist steta das Ergebnis des Diebstahls." Der heilige machen! Der in erster Instanz abgewiesene Bergmann legte gegen Clemens fagte:„ Nach Fug und Recht soll alles allen gehören. Wir diesen Entscheid Berufung an das Oberlandesgericht in find ja alle Kinder eines Baters. Die Ungerechtigkeit ist es, die bas Colmar ein und hatte den Erfolg, daß das Oberlandesgericht Sondereigentum eingeführt hat." Und der heilige Ambrofius fagte: die beklagte Grubenverwaltung zum Schadenersaz ber- Die Natur hat die Gemeinschaftlichkeit eingeführt. Die widerrecht Damit hat sich das Oberlandesgericht auf einen durchaus liche Besizergreifung ist das Sondereigentum." richtigen Standpunkt gestellt, daß die schwarze Liste allein fchon den Schadenersatz desjenigen begründet, der durch fie geschädigt wurde. Daß die Veranstalter schwarzer Listen schadenerfaßpflichtig sind, hat auch das Reichsgericht in dem feinerzeit mit geteilten Urteil vom 17. März 1903 und später anerkannt. Die schwarzen Listen werden von Leuten geführt, die über angebliche Terrorisierung Arbeitswilliger durch Arbeiter nicht oft genug getern können. Und doch sollen gerade die schwarzen Listen Arbeitswillige hindern, in Arbeit zu treten. urteilte. Diese verkündete Religion wurde von Millionen in Gflaberei und Erniedrigung versuntener Menschen wie ein Evangelium der Erlösung mit jauchzender Freude und Hoffnung begrüßt. Doch vergeblich! Die Hoffnungen haben sich im Laufe der Jahrhunderte nicht erfüllt, und ärger als je schmachtet die Mehrzahl der Menschheit unter dem Joch der Minderheit. Stinembe Hamburg Berlin Franfi.a.. München Bien Barometer. ( tand mm Q 781 GC cigung Bindstärke Belter 2bebeďt 780 DSD 4 Rebel 781 DSD 26chnee 775 ND 5 woltenl 3 heiter Temp. n. 6. 5.4° R. Stationen Barometer. fland mm BBind cltung -9 Haparanda 767 -8 Petersburg 771 -10 Scilly Bellet 2'wollent Teunp. n. 97039 3 Regen 1 Mebel 773 ND -7 Aberdeen 777 66 -13 Baris 772 ND -13 4 wolfig 6 1 Dunst 2wollen!-6 776 SO 781 Still Wetter- Prognofe für Sonntag, den 23. Dezember 1906. Beitweise nebelig, sonst trocken und vielfach heiter bei noch etwas ftrengerem Frost und mäßigen östlichen Binben. Berliner Betterbureau Meter, Bei Unstrut bei Wasserstand am 22. Dezember. Ibe bei Ausfig Dresden 1,50 Meter, bei Magdeburg+ 1,42 Meter. Dber bei atibor+0,97 Meter. Neiße Dder bei Brieg+1,80 Meter. Dber 1,40 Meter.( Großschiffahrt geschlossen.) Der Klassenstaat und die Diener der Kirche haben aus der Religion der Mühseligen und Beladenen, aus der Lehre vom Freien Straußfurt Meter. und Gleichen eine Stüße der Ausbeutung gemacht. Die Religion münbung+ 1,15 Meter. ist zur dierenden Mago des Stapitals geworden, und seit Jahr- bei Breslau Unterpegel Praktische Weihnachts- Geschenke. 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Heute 4 Uhr nachmittags: Frühlingstage an der Riviera. Berliner Aquarium Unter den Linden 68a Eingang Schadow- Straße No. 14. Heute Sonntag: Eintrittspreis 50 Pf. Reichhaltigste Ausstellung der Seetieren, im Deutschen Theater: Ge- Welt an Ipenfter. Nachm. 3 Uhr: Ertra- Borstellung lebenden Reptilien etc. im Reuen Theater: Die Homzeit Theater des Westens auf Mittwoch, den 26. Dezember. Rachm. 2%, Uhr: 6. Abteilung im Deutschen Theater: Gespenster. Nahm. 3 Uhr: Extra- Borstellung im Neuen Theater: Der Jubi läumsbrunnen. Gonntag, den 23. Dezember. Anfang 7 Uhr. Kgl. Opernhans. Hänsel ut. Gretel. Preisen: Station Zoolog. Garten, Stantstr. 12. Nachm. 3 Uhr bei kleinen Kindestreue and Weihnachtssegen. Abends 7%, Uhr: Der Schmetterling. Frig Werner a. G. Freitag: Gefchloffen. Die Buppenter.( inf. 7 Uhr.) Neues Schauspielhaus Montag: Gefchloffen. Kgl. Schauspielhaus. Die Ber fchwörung des Fiesco zu Genua. Montag: Gefchloffen. Neues Operntheater. Die weiße Dame. Montag: Gefchloffen. Deutsches. Ringelspiel. Montag: Gefchlofien. Weften. Schüzenliesel. Nachmittags 3 Uhr: Rindestreue und Beihnachtsfegent. Montag: Geschlossen. Lorning. Fra Diavolo. Nachmittags 3 Uhr: Der Waffenfhmied. Montag: Geschlossen. Zentral. Künstlerblut. Nachmittags 3 Uhr: Der Zigeuner baron. Montag: Geschlossen. Anfang 8 Uhr. Schiller 0.( Ballner Theater.) Zapfenstreich. Abends 8 Uhr: Der Sturm. Montag: Geschlossen. Neues Theater. Abends 8 Uhr: Kinder. Dienstag und folgende Tage: Kinder. Kleines Theater. Nachm. 3 1. a. 590. R. Nachtasyl Abends 8 Uhr: Bum 147. Male: MSchiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- Theater)| Schiller- Theater N.( Friedr. Wilh. Th.) Sonntag, nach m. 3 1 br: Minna von Barnhelm. Lustspiel in 5 Aufzügen von Leffing. Sonntag, abends 8 Uhr: Zapfenstreich. Drama in 4 Aufzügen von Franz Adam Beyerlein. Montag: Geschlossen. C Sonntag, nach m. 3 Uhr: Die rote Robe. Schauspiel in vier Aften von Eugen Brieur. Deutsch von Anne St. Cére. Sonntag, abends 8 Uhr: Hasemanns Töchter. Boltsstud in 4 Aften v. A. L'Arronge. Montag: Geschlossen. astans Panopticum Friedrichstraße 165 Der Räuberhauptmann v. Köpenick. Die zusammengewachsenen Schwestern. Abends 6%, Uhr: familien- Bier- Kabarett. Palast- Theater. Prater- Theater. Burgstraße 24. Kastanien- Allee 7/9. Nur noch bis 31. Dezember: Große Spezialitäten- Vorstellungen arrangiert von der Internationalen Artisten- Loge. E. V. Berlin. Anfang der Vorstellungen: Sonntags 7%, Uhr, wochent. 8 Uhr. Die Süd- Eisbahn Urbanstraße vis- a- vis der Kaiser Franz Kaserne ist eröffnet. Zirkus Schumann| Zirkus Busch. Heute Sonntag, den 23. d. Mts., naom. 3, Uhr u. abends 7, Ubr: 2 vardu 190/5 Sonntag, den 23. Dezember 1906: Nachm. 4 Uhr. Abends 7%, Uhr. 22 gr. Gala- Vorstellungen grabe Gala- Vorstellungen Nachmittags auf allen ein Kind frei. Blähen ohne Ausnahme Jedes weitere Stind unter 10 Jahren halbe Preise( außer Galerie). In beiden Vorstellungen, nachmittags und abends: Gleich reichhaltiges abwechselnd. Programm, fämtliche Spezialitäten, Clowns, Auguste sowie Dir. Albert Naghm. 3 Uhr: Minna von Barn- Ein idealer Gatte. Schumanns neue u. morderne Dreſſuren helm. Montag: Gefchloffen. Schiller N.( Friedrich Wilhelm. städtisches Theater). Hasemanns Töchter. Nachmittags 3 Uhr: Die rote Robe. Montag: Geschlossen. Leffing. Der heimliche König. Nachmittags 3 Uhr: Hedda Gabler. Montag: Gefchloffen. Neues Schauspielhaus. Der Sturm. Montag: Geschlossen. Kleines. Ein idealer Gatte. Nachm. 3 Uhr: Nachtasyl. Montag: Geschlossen. Berliner. Liselotte. Montag: Geschlossen. Neues. Kinder. Montag: Geschlossen. Komische Oper. Pariser Leben. Rachmittags 3 Uhr: Carmen. Montag: Gefchloffen. Montag: Geschlossen. Dienstag( 1. Beibnachtsfeiertag), nachm. 3 Uhr: Nachtasyl. Abends 8 Uhr: Ein idealer Gatte. Komische Oper. Nachm. 3 Uhr: Carmen. Abends 8 Uhr: Pariser Leben. Montag: Geschlossen. 1. Feiertag nachm. 3 Uhr: Figaros Abends zum 4. Male: Die große Schumannsche Aus. stattungspantomime St. Hubertus. Demedlen Waidwerk entnommen und in 6 Bildern arrangiert vom Direttor Albert Schumann. Montag: Keine Vorstellung. Metropol- Theater Hochzeit. Abends 8 Uhr: Pariser Nachmittags 3 Uhr: Leben. Lortzing Theater Auf in's Metropol! Bellealliancestr. 7/8. Nachmittags 3 Uhr: Abends 8 Uhr: Reben im Watapon. Der Waffenschmied. Der Teufel lacht dazu. Residenz. Florette und Montag: Gefchloffen. Lustspielhaus. Husarenfieber. Nachm. 3 Uhr: Die von Hochsattel. Montag: Geschlossen. Deutsch Amerikanisches. $ Sorgenbrecher. Der Rachmittags 3 Uhr: Ueber'n großen Teich. Montag: Gefchloffen. Zhalia. Eine lustige Doppelehe. Nachmittags 3 Uhr: Bis früh am Fünfe. Montag: Gefchloffen. Luisen. Bergnügte Fetertage. Nachmittags 3 ühr: Othello. Montag: Geschlossen. Bernhard Rose. vögel. Berliner Staub, Nachmittags 3 Uhr: Leonore: Montag: Geschlossen. Trianon. Wo ist der Papa? Vorher: Die Schloßfellerei. Montag: Geschlossen. Metropol. Der Teufel lacht dazu. Rachmittags 3 Uhr: Auf ins Metropol! Wintergarten. Saharet. Spezia litäten. Montag: Gefchloffen. vollo. Spezialitäten. Abends 74, Uhr: Fra Diavolo. Abonnements ungültig. Montag: Geschlossen. Luisen- Theater Reichenbergerstr. 34. Nachmittags 3 Uhr: Othello. Abends 8 Uhr: Vergnügte Feiertage. Bollsstüd in 3 Akten( 6 Bildern) bon 2. Dttomeyer. Montag: Geschlossen. Residenz- Theater. Direftion Richard Alexander. Heute und folgende Lage Anfang 8 Uhr: Florette und Patapon. Rachmittags 3%, Uhr: Familien Schwant in 3 Alten v. M. Hennequin Borstellung. Montag: Geschlossen. Rafino. Die beiden Champignol. Spezialitäten. Montag: Geschlossen. Folies Caprice. Debüt Fleischmann. Montag: Geschlossen. Baffage. Berlin pag auf gialitäten. Montag: Gefchloffen. Walhalla. Spezialitäten. SpeMontag: Geschlossen. Resshallen. Stettiner Gånger. Montag: Gefchloffen. Irania. Taubenstrofe 48/49. 3m Theater abends 8 Uhr Sternwarte, Zuvalibenstr. 67/62. Frühlingstage an der Riviera. Ferdinand Bonns Berliner Theater. Gastspiel Lucie Vierna. Liselott. Anfang 8 Uhr. Montag: Geschlossen. Lustspielhaus. Rahm. 8 Uhr: Die von Hochsattel. Abends 8 Uhr: Husarenfieber. Zentral- Theater. ( Operette.) 8 Uhr fleine Preise: Zigeunerbaron. Abends 7%, Uhr: Künstlerblut. Montag: Geschlossen. und Pierre Beber. Dienstag, 25. Dez., nachm. 3 Uhr: Frou- Fron. Mittwoth, den 26. und Sonntag, den 30. Des., nachm. 3 Uhr: Cine Hochzeitsnacht. Deutsch- Amerikanisches THEATER, Köpnickerstr. 67/68. Heute sowie an allen drei Feiertagen nachm. 3 Uhr halbe Preise: Ueber'n großen Teich. Jeden Abend 8 Uhr: Gastspiel Ad. Philipp. Der Sorgenbrecher. Kasino- Theater Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr: Bis zum 24. b. Mis. inkl. gefchloffen. An allen Feiertagen: Große Jahresrevue in 7 Bildern 2 Nachm. 4 Uhr zahlen Kinder unter 10 Jahren auf allen Sipplägen halbe Preise. In beiden Vorstellungen: Die größte Tiger- und Löwengruppe. dreffiert und vorgeführt vom Dompteur Herrn Willy Peters. In beiden Vorstellungen: Miß Dianda, dressierte Hunde, Affen und Kakadus. In beiden Vorstellungen: Geschw. Singer, Equilibriften. In beiden Vorstellungen: Auftreten sämtl. Clowns mit ihren neuesten Wiken und Späßen. In beiden Vorstellungen: Vorführen u. Vorreiten der besten Schul, Freiheits- u. Springpferde. Nachmittags 4 Uhr: Clown François mit dem Dadelpferd. Aus der Puẞta. Orig. Pantomime d. Zirkus Busch. Abends 7, Uhr: ROM. Gr. Drig.- Pantomime des Birkus Busch in 7 Bildern. Montag: Geschlossen. W. Noacks Theater. von Julius Freund. Musik von Direktion: Rob. Dill. Brunnenftr. 16, Viktor Hollaender. Dirigent Max Roth. In Szene gesetzt Von Direktor Richard Schultz. Wolff. Bender. Massary, Wolff. Bender. Giampietro. Josephi. Rauchen überall gestattet. Der Rattenfänger von Hameln Schauspiel mit Gefang in 4 Aften. Hunold Singuff: Dir. Rob. Dill. Anfang ausnahmsweise 8 Uhr. Nach der Vorstellung: Ball. Montag: Geschloffen. 1., 2. und 8. Weihnachts- Feiertag Trianon- Theater. nachmittags 3 Uhr: s Folies Caprice Linienstr. 132 Ecke Friedrichstraße. Dir. 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Beinen Eintritt 30 Pf., Kinder 10 f. Nach der Vorstellung: Gr. Ball. Otto Pritzkow, Münzstr. 16. Dienstag, 25. Dez.( 1. Feiertag), nachm. 3 Uhr: Am Altar. Abends 8 Uhr: Almenrausch und Edelweiss. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Zum Schluß: Neu! Christmarkt. Anfang Bochentags 8, Sonntags 7 Uhr. WalhallaW Variete- Theater Weinbergsweg 19/20 Am Rosenthaler Tor. Heute abend 8 Uhr: Die glänzenden Spezialitäten. 60 internationale Künstler 60. Ein Programm seltener Güte. Die 12 Akrobaten Lorch. Ztarische Spiele mit 3 Bonys und Efeln, sowie die übrigen 15 Attraktionen. Staffe von 10 bis 2 und von 6 Uhr an geöffnet. Rauchen überall gestattet. O Jm Konzert Zunnel: Großer Weihnachtstrubel. Stonzerte. Wies ner Schrammeln ust. Theaterbesucher haben freien Eintritt. Fröbels Allerlei- Theater Schönhauser Allee 148. Jeden Sonntag und Donnerstag: Konzert, Theater, Spezialitäten, Konzert, Theater, Spezialitäten, Stets erstklassige Riesenspielfolge. Nach der Vorstellung: Gr. Tanz. 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Feiertag): >>> Winter- Fest eeeee Hofjäger- Palast, Hasenheide 52/53.- Viktoria- Brauerei, Lützowstr. 111/112. Konzert Gesang Rezitationen BALL. Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Pfennig nach. Mitwirkende: Berliner Sinfonie- Orchester( Dirigent Maximilian Fischer). Gesangverein Freiheit- W."( Dirigent Herr Stempel). Rezitationen: Frau Margarete Walkotte und Herr Emil Walkotte; am Klavier Herr Professor Schfermann. 239/ 11* Programme am Eingang gratis. ::: Garderobe 10 Pf.::: Anfang 6 Uhr. Um zahlreichen Besuch bittet Das Rauchen ist nicht gestattet. ::: Eintritt 30 Pf.::: Das Komitee. NB. Billetts sind bei den Abteilungs- und Bezirksführern sowie in den Parteispeditionen zu haben. III. Wahlkreis! Mittwoch, den 26. Dezember( 2. Weihnachts- Feiertag), im großen. Saale pon Buggenhagen, Morigplaz: Große Matinee ausgeführt von den Willy Walde- Sängern. Anfang präzise 12 Uhr. Rege Beteiligung erwartet Programm an der Kaffe. 241/ 9* Entree 30 Pf. Das Komitee. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstagswahlkreis. Am Mittwoch, den 26. Dezember 1906( 2. Beihnachtsfeiertag): Große Matineen in folgenden Lokalen: ,, Konzerthaus Sanssouci", Kottbuserstr. 4a;„, Kellers Festsälen"( Inh.: Freyer), Köppenstrasse 29; ,, Elysium", Landsberger Allee 40 bestehend aus Konzert, Rezitationen, Gesang und Vorträgen ernsten und heiteren Inhalts. Eröffnung 11 Uhr. Anfang pünktlich 12 Uhr. Billett 30 Pfennig. 263/8 Bir bitten die Mitglieder, fich rechtzeitig mit Billetts zu versehen, weil offene Staffe nicht stattfindet. Das Komitee. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Donnerstag, den 27. Dezember( 3. Weihnachts- Feiertag) bei Keller, Koppenstraße 29: 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis Mittwoch, den 26. Dezember 1906 Große Matineen tall@ sildo in folgenden Lokalen: Moabit( 7. und 8. Abtellung) ,, Brauerei Patzenhofer" Turmstr. 25/26 Unter Mitwirkung der Volkssänger- Gesellschaft Strzelewicz, des Gesangvereins ,, Vereinte Sangesbrüder Moabit" Turnerische Aufführungen. ,, Kronen- Brauerei" Alt- Moabit 47-49 Mitwirkende: Bernhard Rose- Theater und Gesangverein ,, Liedeslust II". Kassenverkauf findet nicht statt. Wedding( 9. und 10. Abteilung) Cranz' Festsale, Cöslinerstraße 8 KONZERT Auftreten der Max Eichlerschen Quartettsänger und Humoristen 2- nell Herren: Elchler, Vollmar, Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen ( 4., 5. und 11. Abteilung) Ballschmieders Etablissement, Badstraße 16 Bernhard Rose- Theater, Badstr. 58 Schirms Festsäle, Badstr. 19 Mitwirkende: Norder Norddeutsche Sänger Jade adzal Nega- Stechert s Volkssänger- Gesellschaft Lewandowsky Berliner Ulk- Trio Elite- Streich- Orchester des Musik- Direktors Herrn Fritz Blume. Kassenverkauf findet nicht statt. Schönhauser Vorstadt ( 1., 2. und 3. Abteilung) Rose, Chaste und Beslé Did in den Gesamträumen der Brauerei sowie Mitwirkung des Gesangvereins ,, Freiheit Nord". Oranienburger Vorstadt ( 6. Abteilung) :::: Germania- Säle( großer Saal):::: Chausseestr. 103 Unter Mitwirkung des Gesangvereins Nordwacht und der Wilhelm Wolff's Hamburger Sänger. Eröffnung 11 Uhr. 226/11 ,, Königstadt", Schönhauser Allee 10 und des Berliner Prater- Theater", Kastanien- Allee 7-9 Unter Mitwirkung der Hamburger Sänger::: Direktion: Otto Steldel und der Volkssänger- Gesellschaft Hugo Anke. Kassenverkauf findet nicht statt. Entree 25 Pf. Anfang Punkt 12 Uhr. Tische und Stühle dürfen nicht reserviert werden. Großes Weihnachts- Vergnügen Schwarzer Adler, bestehend in Konzert des Tonkünstler- Orchesters, Kapellmeister Maximilian Fischer, Kinematograph- Vorführungen, Gesellschaft Lewandowsky, Kasperle- Theater. Doppel- Orchester. GROSSER BALL. Doppel-Orchester.in Billett 50 Pf. Anfang 4 Uhr. Am dritten Feiertag sind Billetts von 2 Uhr ab bei Lorenz, Koppenstr. 28, zu haben. [ 99/2] Ruder- Verein ,, Vorwärts" Berlin Dienstag, 25. Dezember( 1. Weihnachts- Feiertag), im Gewerkschaftshaus, gr. Saal, Engel- Ufer 15: Großes Künstler- Konzert. Mitwirkende: Berliner Sinfonie- Orchester, Dir. Maximilian Fischer, Hr. Konzertsänger Otto Kowalsky( Tenor) und Hr. Fritz Grosse( Cello). Nach dem Konzert: Tanz. 445b Anfang 6%, Uhr. Karte a 50 Pf. Kliem's Festsäle Hasenheide 13-15. Hasenheide 13-15, Dienstag, 25. Dezember 1906 ( 1. Weihnachtsfeiertag): Große Weihnachtsfeier** veranstaltet vom Gesangverein„ Norddeutsche Schleife" M. d. A.-S.-B. Direktion: Herr H. Bosch bestehend aus: Konzert( Kammermusik), Gesang und dem Feste entsprechenden Aufführungen. Anfang präz. 6 Uhr abends. Billetts a 50 Pfennig. Billetts zu haben bei den Mitgliedern; Restaurants M. Richter, Adalbert straße 5, N. Schaller, Gräfeftr. 4, D. Road, Manteuffelstr. 20; Bigarren C. Wolff, Gubenerstr. 29. Das Komitee. Armin- Hallen" Kommandantenstr. 20. Großer und kleiner Saal und Sonnabende Gebrüder Das Komitee. Lichtenberg. Arnhold. Dienstag, den 25. Dezember( 1. Weihnachtsfeiertag): Weihnachts- Feier= des Männer Turn- Vereins Friedrichsberg. Mittwoch, den 26., und Donnerstag, den 27. Dezember ( 2. und 3. Weihnachtsfeiertag): □□□□ Großer Fest- Ball 0000 unter Leitung des Herrn 0. Bürger. Montag, den 31. Dezember 1906: Große Silvester- Feier. Silvefter u. Sonntage im Januar Kassenbäder job. Birt, Auguſta Bab:„ Gewerkschaftshaus", Engel- Ufer 15. und Februar frei. 33852* Ropeniderstr. 60.[ 1196* Männerchor ,, Georginia 1879" ( M. d. A.-S.-B.) Chormeister: Herr Paul Weinrich. Dienstag, den 25. Dezember( 1. Weihnachtsfeiertag), im ,, Deutschen Hof", Luckauerstr. 15: KONZERT unter Mitwirkung des Berliner Sinfonie- Orchesters Dirigent: Maximilian Fischer. Nach dem Konzert: Ball. Anfang präzise 7 Uhr. Entree inkl. Tanz 50 Pf. Rauchen verboten. Liedertexte gratis. 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Aehnlich bequem hat es sich der Verfasser souverän mit den Gestalten spielenden Jronie bedurft. mit der Bestreitung der geistigen Kosten in den ernsten Partien Walter hat sich von Bodo, dem Bruder seiner Primanerflamme, des Stückes gemacht. Am Schluß weht mild versöhnend Garten- cinem aufgeblafenen, verlogenen, dummen Aristokratensöhnchen, lauben"-Luft. Die Rechnung, welche die schöpferischen Tätigkeiten beschwaßen lassen, aus dem Zimmer eines Lehrers für ihn die vermutlich in Bewegnug gesetzt, dürfte sich indessen schwerlich realis Prüfungsaufgaben zu entwenden. Der Mathematikdozent, der den sieren. Der Versuch war ein Versuch mit untauglichen Mitteln, gutmütigen und darum von der ganzen Klasse verulften Geschichtsund der obligate Premierenbeifall, der auch diesmal nicht ausblieb, professor auf dem Katheder ablöst, erwischt bei Bodo die Abschrift; verbürgt noch ganz und gar nicht langes Leben. und Walter, der sich als der Schuldige meldet, wird aus der Schule Neues Theater. Kinder. Gymnasiastenkomödie in vier Aften von Robert Misch. Eine ganze Reihe moderner Stücke verdanken ihre Kassenerfolge großenteils der stofflichen Anziehung, die die äußere bühnenmäßige Veranschaulichung eines bekannten, aber durch die ungewohnte Einpassung in den Theaterrahmen neu- Es ist vieles in der Geschichte, was ungefähr so auch wirklich gejagt. Sein Vater, ein armer Subalterner, will den begabten artig wirkenden Milieus auf das zahlungsfähige Publikum aus- hätte passieren können. Aber dem Scherze wie dem Ernste fehlten Burschen, der seine Primanerweisheit durch Lesefrüchte aus Nietsche übte. Die detaillierte Ausmalung des Kasernen- und Kasino- Jn- die eigenartig intimeren, über das Geläufige, worauf ein jeder und Schopenhauer ergänzt und sich schon wunder wie bedeutend terieurs bildete für Hartlebens Rosenmontag" und Beyerleins wohl verfallen könnte, hinausgehenden Züge. Daß Schüler durch vorkommt, als Lehrling in eine Kolonialwarenhandlung stecken, Zapfenstreich", die des feudalen Korpsstudententums für Försters Schülerschmerzen, die dem Erwachsenen flein erscheinen, bis zum woraufhin der liebenswürdige Bodo ihm sogleich die Freundschaft Alt- Heidelberg" eine Hauptattraktion. Auch die populäre Zugkraft Selbstmord getrieben werden, ist eine mehr als hinreichend durch kündigt. Gebrochen von der Tragit, mit blauer Schürze hinterm des Holzschen Traumulus" wurde durch die eingeflochtene Schilde- tägliche Zeitungsnotizen konstatierte traurige Wahrheit. Indessen Ladentisch stehen zu müssen, nie um die Hand des heiß verehrten cung des Gymnasiastentreibens ganz wesentlich erhöht. Herr dies Motiv, das in Wedekinds Frühlings- Erwachen" so packt und Badfisches anhalten zu dürfen, verschafft der Junge sich ein Pistol Misch hat offenbar gedacht, daß derlei Sachen doch unmöglich schwer tief erschüttert, vermag in der Art, wie Misch es in dem dritten und setzt dem Mädchen zu, fie möge ihn auf dem Weg zur Ewigkeit zu machen sind, und ist dann wohlgemut an die Abfassung seiner Atte antlingen läßt, faum auch nur flüchtige Anteilnahme zu er- gefälligst begleiten. Natürlich schreitet rechtzeitig das Schicksal ein. Komödie" gegangen. Kinder als Hauptpersonen, das war jedenfalls wecken. Wir kennen den Jungen dazu viel zu wenig. Und gar Es sendet einen idealen Assessor, der dem Jungen gehörig den Kopf etwas Neues. Man brauchte nur unter ungezogenen Schüler- daß Walter seinen Tanzstundenschatz überreden möchte, mit ihm wäscht, die Schulfosten für seinen Unterricht in einer fremden streichen, die jedermann aus eigener Erinnerung und Dubenden zusammengebunden, wie die„ Lebensmüden" Neides, den Todes- Stadt bestreiten und obendrein noch Walters Schwester hiraten wird. bon Anekdoten fennt, die Auswahl zu treffen, ein Klassenzimmer sprung ins nasse Grab zu unternehmen, bleibt völlig ohne Eindruck. Mehr läßt sich nicht verlangen. Die dilettantischen Szenen wurden auf die Bühne zu bringen, den Klassenkampf der Schüler und der Um die burlest- verstiegene tragikomische Dummejungen- Romantit flott herunter gespielt. Recht gut war Josef b. Fielik in der dt. Lehrer darzustellen in den Formen dramatischer Aktion, um ein für das Gefühl des Zuschauers lebendig zu machen, dazu hätte es Rolle des Walter. 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" 8,50 97 SCHROEDER- CO S4 PAUL S Deutscher Metallarbeiter- Verband Deutscher Holzarbeiter- Verband. We Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin. Hauptbureau: Zimmer 34, Amt 4, 3353. Engel- Ufer 15. Zimmer 1-5, Amt 4, 9679. Der Weihnachtsfeiertage wegen bleibt das Bureau an folgenden Tagen geschlossen: Montag, den 24. Dezember, nachm. von 1 Uhr an geschlossen. Dienstag, den 25. Dezember, den ganzen Tag geschlossen. Mittwoch, den 26. Dezember, den ganzen Tag geschlossen. Donnerstag, den 27. Dezember, nachm. von 1 Uhr an geschlossen. Un all diesen Tagen bleibt der Arbeitsnachweis gänzlich gefchloffen. Des weiteren geben wir hiermit bekannt, daß das in den nenen Mitgliedsbüchern vorgesehene 53. Beitragsfeld nicht beklebt wird. 166/6 Die Ortsverwaltung. 166/5 Verband der Sattler. Ortsverwaltung Berlín. Allen Mitgliedern zur Nachricht, daß die allgemeine Mitglieder- Versammlung ber Weihnachtsfeiertage wegen ausfällt. Des weiteren, daß am Montag, den 24. Dezember, und am Montag, den 31. Dezember, das Bureau der Ortsverwaltung nur vormittags bis 1 Uhr geöffnet ist. Die Ortsverwaltung. 158/7 Telephon 4, 3578. 2 Zahlstelle Berlín. Telephon 4, 3578. Das Verbands- Bureau ist am Montag, den 24. d. Mts., von Uhr ab und am 27.( 3. Feiertag) ganz geschlossen. Die Bezirks- Vertrauensmänner- Versammlungen am 2. Januar 1907 fallen aus. Am 3. Januar: Zentrums- Vertrauensmänner- Verfammlung bei Keller, Koppenstr. 29. In dieser Versammlung gilt die blaue Starte als Legitimation für die Bezirke, in welchen die gelbe Karte noch nicht ausgegeben ist. Die Ortsverwaltung. 99/3 Achtung! Stellmacher. Achtung! versammlung füllt wegen der Feiertage aus. Dafür findet am Die für Donnerstag, den 27. Dezember bestimmte regelmäßige Branchen. Donnerstag, den 10. Jaunar 1907, cine statt. öffentliche Stellmacher- Versammlung Die Kommission. Gastwirt- Oekonom. Für die Bewirtschaftung des Berliner Verbandshauses der Gastwirtsgehülfen, bestehend aus großen Räumen zu Restaurations, Vereins- und Logirzwecken, Garten usw. wird per 1. 4. 07 tapitalfräftiger Fachmann als Bächter gesucht. Bewerber, welche ihre Qualifikation nachzuweisen imftande sind, wollen gefl. schriftliche Offerte bis 31. 12 06 dem Unterzeichneten einreichen. 299/ 2* Im Auftr.: Gustav Staake, Berlin 0. 112, Frankfurter Allee 27. Achtung! Achtung! Arbeiter, Parteigenossen! Berliner Sozialdemokrat. Wahlverein 1.d.4. Berl. Reichstagswahlkreis Görlitzer Viertel. Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß unser Genosse, der Gastwirt August Rinza, wohnhaft Naunynstr. 69, Stadt bezirk 84, gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute nachmittag 22 Uhr von der Leichenhalle des alten ThomasKirchhofes in Nigdorf aus statt. 263/9 Der Voritand. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. ( Sektion der Putzer.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied August Brux am 20. Dezember 1906 ber storben ist. Die Beerdigung findet Sonn tag, den 23. d. Mits., nachmittags Uhr, von der Reichenhalle des Friedhofes der Sebastian Ge meinde( Reinickendorf, Humboldtstraße) aus statt. Die örtliche Verwaltung. J. B.: A. Kelpin. Achtung! Werkzeugmacher. Schneiderei- Genossenschaft Areller- Raucher- Bund Heute! Sonntag, den 23. Dezember, abends 8%, Uhr, im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Große Weihnachtsfeier für unsere an den Streiks bei S.& H. und den Spezialwerkzeugbetrieben beteiligten Kollegen und ihren Famifien. Die Feier besteht in Weihnachtsbescherung, Konzert, Rezitationen, musikalischen u. humoristischen Vorträgen, turnerischen u. athletischen Aufführungen von Mitgliedern des Arbeiter- Atletenbundes. Festrede und gemütliches Beisammensein. Alle Kollegen, Freunde und Gönner mit Familie sind hiermit freundlichst eingeladen. 5085 G. m. b. H. Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, ( Gegr. von organisierten Schneidergehülfen Berlins) daß die Ehefrau des Mitgliedes Brunnenstr. 185, im Laden, zwischen Rosenthaler Tor und Juvalidenstraße, empfiehlt sich den werten Arbeitern und Parteigenossen zur Anfertigung von feinerer Herren- Garderobe. Die Branchenkommission der Werkzeugmacher. J. A.: 5. Petersdorf Großes Lager fertiger Herren- und Knaben- Anzüge, Stehel aus Klub Alter Huffit" verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 23. d. Mts., nach mittags 22 Uhr, auf dem Elisabeth- Kirchhofe in der PrinzenAllee statt. 299/3 Der Vorstand. M. verschied Zentralverband d.Schuhmacher Deutschlands. Winter- Paletots, Joppen und Arbeiter- Berufskleidung. St. besidad aufer Zahlstelle Berlin. nur Die Herstellung unserer Fabrikate erfolgt in Bureau: Baßmannftr. 32 a, Hof part. Telephon: Amt VII, Nr. 6920. eigenen Werkstätten unter den von der Organisation Dienstag, den 25. Dezember( 1. Weihnachtsfeiertag): Großes Vokal- und Juftrumental- Konzert in ben Industrie- Festsälen, Beuthstr. 19-20 unter Mitwirkung des Gesangvereins der Schuhmacher u. der Theater- Gesellschaft Strzelewicz Billetts find bei den Vertrauensleuten und im Bureau zu haben. Montag, den 24. Dezember, und am 3. Feiertage ist das Bureau von 9-1 Uhr geöffnet. 171/4 Die Ortsverwaltung. festgesetzten Lohnbedingungen. Um geneigten Zuspruch bittend, zeichnet Achtungsvoll „ Hoffnung" W 207/ 1* Berliner Schneiderei- Genossenschaft Lieferant des Berliner Konsum- Vereins, der KonsumGenossenschaft Berlins u. Umgegend sowie des Charlottenburger Konsum- Vereins. Weihnachts- Karpfen offeriert zu den bill. Markthallenpreisen Fischhandlung Mendelsohnstr. 1, Ede Linienstraße. * Allen Genossen, Freunden und Betannten hiermit zur Nachricht, daß ich bas Lotal von Max Zabel übernommen habe. 4005* Otto Böhm, fiefenffr. 12. Deutscher Textilarbeiter- Verband. Kronleuchter Eine Mark Filiale Berlin. Dienstag, den 25. Dezember( 1. Weihnachtsfeiertag): Großes Weihnachts- Vergnügen im Lokal ,, Königsbank"( Inhaber C. Breuer), Große Frankfurterstraße 117. 197/11 Großes Konzert u. Theater- Vorstellung, Nach der Borstellung: ausgeführt von der Volkssänger- Gesellschaft ,, Anke". Tanzkränzchen. Anfang der Vorstellung 6 Uhr. Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang des Konzerts 5 Uhr. Garderobe 10 Pf. Hiezu ladet ergebenst ein PrinzenDr. Simmel, Str. 41, 165 Spezialarzt für laut. and Harnlelden. 10-2,5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Leihhaus H. Graff Berlin S.W., Beuthstraße 5. J.B Brillanten Uhren Goldwaren. 25-50%, unt. Ladenpr. J. Baer Ballstr.26, Ecke , Prinz.- Allee Herren- und KnabenModen.Berufskleidung. Elegante Paletots und Joppen. Großes Lager in- und ausländischer Stoffe zur Anfertigung nach Maß. Allerbilligste, strong feste Preise. ArbeiterBerufs- Kleidung. Trikotagen Winter- Artikel Brunnenstraße 158, gweiles Haus von d. Anflamerstr. Gelber Laden. 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Dezember, nachmittags 1 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes aus statt. Der Vorstand des Sparvereins Fester Wille", Stalizerstraße 69 bei Graßmann. 208/13 Allen Berwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, Tochter, Schwiegertochter, Schwester und Schwägerin Minna Köppen geb. Bree am 21. Dezember nach langen schweren Leiden im Alter von 26 Jahren sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 25. Dezember, nachmittags 2 Uhr, bon der Leichenhalle des Heilands- Kirchhofes in Plößensee aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. G. Köppen, Rostoderstr. 36. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und zahlreichen Kranz Spenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, des Restaurateurs Wilhelm Kleinschmager fagen wir allen Freunden und Betannten, besonders dem Sozialdemo fratischen Wahlverein Treptow- Baumschulenweg, dem Charlottenburger Wahlverein, den Mitgliedern der Metallarbeiter- Kranken- und Sterbe kaffe, dem Statklub Bindige Ede" und den Mietern unseres Hauses Baumschulenstraße 67 unseren auf richtigsten Dant. Witwe Mathilde Kleinschmager geb. Sydow nebst Kindern. Verlag Mar Richter Berlin W. 30 Speyererstr. 27. Über 3000 Exempl. verkauft Die Harnleiden thre Gefahren, Verhütung und Beseitigung von Dr. med. Schaper, BERLIN Preis 1 Mark. Tellus- Zigaretten garantiert Handarbeit 371L* Mit peinlichster Sorgfalt von bestbezahlten Zigaretten- Arbeitern hergestellt. M. Butze, Orientalische Zigaretten- Fabrik„ Tellus", Berlin N. 54. 0000000 Sozialdemokratisch. Wahlverein des 6. Berliner Wahlkreises. Todes- Anzeige. Am 18. d. Mts. verstarb durch Unglüdsfall unser Mitglied, der Dachdecker Wilhelm Siebert Lychenerstr. 22. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachmittags 1 Uhr, vom Leichenschaubause aus nach dem Gethsemane- Kirchhof in Niederschönhausen statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 226/20 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein des 6. Berliner Wahlkreises. Todes- Anzeige. Am 20. d. m. verstarb unser Mitglied, der Uhrmacher Paul Fischer Bankstr. 46b. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, nachmittags 22 Uhr, von der Halle des Städtischen Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 227/1 Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Sohn, Bruder und Schwiegersohn, der Uhrmacher Paul Fischer im Alter von 26 Jahren nach furzem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Die trauernde Witwe Anna Fischer geb. Puttkamer nebst Eltern und Geschwistern. Die Beerdigung findet am Montag, den 24. d. Mts., nach mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. 4805 Gefangverein Nordwacht. M. d. A.-S.-B. Todes- Anzeige. Am 20. d. m. verstarb nach furzem Strantenlager unser Sangesbruder Paul Fischer Banfftr. 46b. Sein Anbenken werden tvir stets in Ehren halten. Die Beerdigung findet am Montag, den 24., nachmittags präzise 2 Uhr, auf dem Städtischen Friedhofe in Friedrichs. felde statt. Die Sangesbrüder treffen fich bis spätestens 2 Uhr bei Ad. Heckert, Frankfurter Chauffee 90 ( Haltestelle der elektrischen Bahn). 191/8 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Uhr macher 166/7 Paul Fischer am 20. Dezember gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 24. Dezember, nach mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Kirchhofes in Friedrichsfelde aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metallarbeiter August Jäger gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. Zentralverband der Dachdecker Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin. Durch Absturz vom Dache töd. lich verunglückt ist am 18. Dezember unser Mitglied, der Kollege Wilhelm Siebert, Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Sonntag, nachmittags 1 Uhr, vom Leichenschauhaufe, Hannoversche straße 6, aus ftatt, Bahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand. 58/6 Teilzahlung monatlich 10 m. liefere Herren- Garderobe nach Maß( billigste Preise). J. Tomporowski, inbenftr. 110, 2. Etage. Nähe Belleallianceplay. Staffe 10% billiger. 84022 Total- Ansicht I. fn 30 Meter langer Auslage finden Sie Tausende Schmuckgegenstände mit deutlicher Preisnotierung ausgestellt. Lagerbesuch ohne KaufSchmelzen des Goldes. Walzen des Goldes. 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B. 299. 23. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sontag, 23. Dezember 1906. Der Wahlkampf in Groß- Berlin. Bon einer öffentlichen Betätigung unserer Gegner im Wahlkampf ift noch nichts zu merken. Sie kommen in fleinen Konventikeln zu fammen und schmieden dort ihre Pläne, wie die Arbeiterschaft am besten für ihre Zwede einzufangen ist und wie sie ihre Stimmen erhalten können. Von einer Vertretung der Interessen der Arbeiter kann bei diesen Leuten natürlich keine Rede sein, weil sie der Arbeiterklasse ganz entgegengesezte Interessen haben. Borlänfig laffen sich unsere Gegner daran genügen, sich Trost zu spenden über laffen sich unsere Gegner daran genügen, sich Trost zu spenden über unsere Wahlaussichten, denen sie kein günstiges Prognostikum stellen. Wir lachen ob dieser Selbsttäuschung und verfolgen mit größter Gelassenheit ihre in der Presse gegen uns niedergelegten Elaborate. Eins gaben wir gestern unter dem obigen Titel wieder. Heute erheitert uns das Folgende: Man schreibt der Schles. 3tg." aus Berlin: Der foziale demokratische Terrorismus macht sich auch bei der Agitation für die Reichstagswahlen in standalöser Weise breit. Die sozialdemokratischen Wahlvereinsvorstände haben die Genossen" an= gewiesen, namentlich auch die Geschäftstreibenden zu Beiträgen für den Wahlfonds heranzuziehen. Zwei bis drei Mann hoc erfcheinen dann die„ Genossen" bei dem betreffenden Fleischer, Bäder, Kneipwirt, Bigarrenhändler oder Barbier und ersuchen um Bulver" für den Wahlkampf. Es kommt natürlich sehr häufig vor, daß der betreffende Geschäftsmann der sozialdemokratischen Partei nicht angehört. Aber da er Arbeiterkundschaft hat, gebraucht man das alte Mittel, um ihn gefügig zu machen. Man erklärt ihm einfach, daß, wenn er nicht einen Beitrag herausrücke, die Arbeiter fein Geschäft meiden müßten. Man läßt noch allerlei andere Drohungen einfließen, man redet von öffentlicher Bekannt gabe des sozialistenfresserischen Geschäftsmannes. Schließlich bleibt ihm nichts anderes übrig, als in die Tasche zu greifen und einen Beitrag herzugeben. Ist der Beitrag nicht hoch genug, so beginnen neue Breffionen. Man hat hier einen Vorgeschmack davon, wie es im sozialdemokratischen Zukunftsstaate aussehen wird." fie. " Es ist das alte Lied, das da vom sozialdemokratischen Terrorismus zum wer weiß wievielten Male wiederholt wird. Bir können es bei jeder Wahl, bei jedem Kampf, den die Arbeiter zu führen gezwungen werden, in derselben Melodie hören. Wenn die Arbeiterschaft von ihrem Koalitionsrecht Gebrauch macht, übt sie Terrorismus aus. Wenn die Partei für ihre Zwecke Gelder sammelt, terrorisiert So sagen und schreiben unsere Gegner. In Wirklichkeit ist es umgekehrt. Wenn die Arbeiter an die Unternehmer Forde rungen stellen, droht man ihnen mit Aussperrung und vollzieht fie auch, natürlich nur zu dem Zweck, die Arbeiter zur Zurücknahme ihrer Forderungen zu bewegen. Das ist kein Terrorismus; beileibe nicht, er wird ja von Arbeitgebern ausgeübt. Wenn Parteigenossen für ihre Sache Propaganda treiben, so können sie's machen, wie sie's wollen, fie können sicher sein, des Terrorismus geziehen zu werden. Wir können es unsern Gegnern niemals recht machen. Welcher Mittel sich aber unsere Gegner bedienen, selbst wenn fie unter sich find, lehrt ein Hinweis auf die kürzlich in Berlin stattgefundenen Kirchenwahlen, an denen unsere Partei bekanntlich unbeteiligt ist. Anläßlich dieser Wahlen schrieb die National- Zeitung in einem Th. A. gezeichneten Leitartikel am 16. November d. J.: „ Es ist selbstverständlich, daß auch sonst jeder erlaubte Zwang ausgeübt wird, um Stimmen für die eigene Richtung einzufangen. Ich hörte die schöne Wendung im Wahlbureau: Also endlich hat mein Schlächter gewählt, das ist sein Glück; ich habe dem Sterl noch heute morgen gefagt, daß wir nichts mehr von ihm nehmen, wenn er nicht für uns ftimmt. Ein anderer hat dieselbe Deshung seinem Friseur zugedonnert, der ihn für den feierlichen Gang schön machte. Vielleicht sogar dem Zahnarzt, dem Schuster, dem Möbeltischler... Natürlich ist das fein Terrorismus, allerdings nur, weil es „ Staatserhaltende" waren, die in dieser Beise agitierten. Würden Sozialdemokraten solche Mittel anwenden, wie würde uns da die reaftionäre Meute anbellen! Im ersten Berliner Wahlkreise beabsichtigen die Bodenreformer Damaschte aufzustellen. . Aus dem zweiten Kreise. Eine überfüllte öffentliche Wahlvereinsversammlung für den Beften fand am Freitag bei Zühlke, Dennewigstraße, statt. Genosse aufforderte, das Wahlfomitee bei allen Aftionen tatkräftig zu unterstützen, wurde die Versammlung mit einem begeisternden Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. Niederbarnim. Berliner Nachrichten. Winterwetter Weihnachtsstimmung! Die Rummelsburger Genossen hatten am Freitagabend nach dem Lokale der Witwe Weigel eine öffentliche Wählerversammlung ein nachtsstimmung auffommen soll." Das ist die alte ErfahrungsFrieren muß es und schneien, wenn die rechte Weih berufen. Der Anbrang zu dem Versammlungslokal war so gewaltig, nachtsstimmung aufkommen soll." Das ist die alte Erfahrungsweisheit, die man noch immer in den Wochen vor Weihnachten daß troß der Entfernung der Tische und Stühle viele Einlaß weisheit, die man noch immer in den Wochen vor Weihnachten Standidat des Streifes, Genosse Stadthagen, übernommen, der mit für die der Winter nur Freuden in seinem Gabensack hat. begehrenden wieder umkehren mußten. Das Referat hatte der bortragen hört. Sie steht in Ansehen besonders bei denen, beißender Ironie das volksfeindliche Treiben der bürgerlichen Parteien Andere, denen er der Freuden wenig, aber desto mehr der des aufgelösten Reichstages charakterisierte. Seine Anflagen gegen Leiden beschert, verzichten gern auf ihn. Und für diese anderen Die Kolonialpolitik, gegen die in den Kolonien verübten Greueltaten bedarf es auch zu Weihnachten nicht des Frierens und der sogenannten„ Kulturträger" und gegen die steigende Volks- Schneiens, damit die rechte Weihnachtsstimmung" über sie auspowering riefen in der Versammlung grelle Empörung tvach. tomme. Nicht unerwähnt ließ der Redner, daß die herrschenden Klassen sich bereits mit der Absicht trügen, das Bolt weiter zu entrechten. Die Den Weihnachtsschnee" haben wir schon vor acht Tagen einzige und beste Antwort hierfür wäre, daß am 25. Januar gehabt. In Berlin hat er sich rasch in den üblichen Schmuk alt der lezte Mann die Urne gebracht würde, um verwandelt, so daß er nicht mal den Arbeitslosen für feine Stimme ffir die Sozialdemokratie in die Wagschale ein paar Tage wieder Beschäftigung und Brot schaffen konnte. Der werfen. die Regierung müsse Luft vergehen, Der Weihnachtsfrost" hat diesmal ganz falendermäßig mit ein zweites Mal ein Voltsurteil über ihr Handeln herauszufordern. Wintersanfang eingesetzt. Durch diesen Witterungsumschlag Dem mit stürmischem Beifall aufgenommenen Vortrage folgte eine ist die Zahl der Arbeitslosen noch vermehrt worden, vor allem turze Diskussion, an der sich Genosse Ritter beteiligte. Jus Wahl im Baugewerbe, in dem nun alle Tätigkeit bis auf weiteres fomitee wurden die Genossen John, Schirmer, König, Brüschte, Stein, aufhören mußte. Wie lange diese erste Frostperiode dauern Berger und Trinks gewählt. rechnen müssen, daß sie vielleicht bald wieder nichts mehr zu wird, wer weiß es! Bei denen, die mit der Möglichkeit beißen haben werden, dürfte der Eintritt des Winterwetters eine eigenartige Weihnachtsstimmung" erzeugt haben. auch Bu im Wahlkampfe zu erfüllen und dem alten Kampfesrufe wurde die Mit einem flammenden Appell an die Versammelten, ihre Pflicht impofamte Versammlung gefchloffen. " Die Reichstagswählerlisten für die beiden Landkreise Indes, des einen Not ist", wie das Sprichwort sagt, liegen bekanntlich vom 28. Dezbr. 1906 bis einschließlich 4. Januar 1907 ,, des anderen Brot". Für das Weihnachtsgeschäft des zu jedermanns Einsicht öffentlich aus. Soweit uns Bekanntmachungen aus den einzelnen Orten Teltow- Beeskows vorliegen, geben wir sie" goldenen Sonntags", den wir heute haben, ist klares hiermit bekannt und ersuchen zugleich die Genossen, denen es nicht und trockenes Better so günstig wie möglich. Wenigstens den möglich ist, selbst Einsicht zu nehmen, einen auf öffentlichen Plakaten Geschäftslenten, die von dem heutigen Tage ihre Haupternte angegebenen Genossen mit dieser Aufgabe zu betrauen. erwarten, wird dieses Winterwetter die rechte WeihnachtsFür Schöneberg fönnen die Listen eingesehen werden im Rat- stimmung" bringen. baufe, Zimmer 2, Quergebäude Hof parterre an den Werktagen von 8-3 Uhr, am Sonntag, den 30. d. M., und am Neujahrstage von 8-10 Uhr vormittags. Treptow, in den Werktagen von 8 1hr vormittags bis 3 Uhr nachmittags, dagegen am Sonntag, den 30. Dezember 1906 und am Dienstag, den 1. Januar 1907, während der Zeit von 8-9 Uhr vormittags und von 11 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags im Gemeindebureau, Neue Krug- Allee 5, Zimmer 15, Wannsee, im Rathaus, Zimmer 8, während der Dienststunden, werktäglich von 8-8 Uhr( Sonn- und Feiertage von 10-11 Uhr vormittags). Nieder- Saôneweide im Gemeindeamt während der Dienststunden von 9 bis 1 Uhr vormittags und von 3 bis 5 Uhr nachmittags. Schmödwit im Gemeindeamt während der Dienststimden. Grünan im Gemeindehause, Mittelstr. 10, Zimmer 2. Marienfelde im Geschäftszimmer der Gemeindeverwaltung, Berlinerstr. 70b, werktäglich von 9-3 Uhr und Sonn- und Feiertage bon 8-9 Uhr morgens. Brik am 28., 29., 31. Dezember 1906 und 2., 3., 4., 5., 7. Januar 1907 im Rathaus, Chauffeeftr. 48, im Zimmer Nr. 9, während der Zeit von 8 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags. Grunewald im Amtshause Wernerſtr. 3, Zimmer Nr. 6, während der Dienststunden, werktäglich von 8 Uhr vormittags bis 8 Uhr nachmittags, Sonn- und Feiertags von 11 bis 12 Uhr vormittags. Mariendorf im Rathause Zimmer Nr. 5. Zenthen im Gemeindeamte während der Stunden von 9-3 Uhr ( Sonn- und Feiertags von 9-10 1hr vormittage). Schmargendorf im Rathause. Formulare zur Reklamation für diejenigen, die nicht in der Liste stehen, sind im Restaurant Sans souci, Ruhlaerstr. 20/21, und im Wirtshaus Schmargendorf, Warnemünderstr. 6, gratis zu haben. Kreis Niederbarnim: Pankow im Rathause. Bernan im Magistratsbureau Zimmer 2. Eichwalde im Gemeindeamt, Grünauerstraße 49, in den Werttagen während der Dienſtſtunden von 9 Uhr vormittags bis 1 1hr nachmittags, dagegen am Sonntag, den 30. Dezember 1906, und am Dienstag, den 1. Jamuar 1907, während der Zeit von 10 bis 11 Uhr vormittags. Partei- Angelegenheiten. Sozialdemokratischer Zentral- Wahlverein für Teltow- Beeskow Sterkow- Charlottenburg. Schneider legte die Ursachen der Reichstagsauflösung dar und nach des Boltshauses zu Charlottenburg bie General Seute, Sonntag, nachmittags 2 Uhr findet im großen Saale bem er unsere Stellung den Gegnern gegenüber gefemtzeichnet hatte, appellierte er an die Anwesenden, fräftig für unsere Sache erfammlung bes Streifes ftatt. Tagesordnung: 1. Die Aufzu wirken. Die Diskussionsrebner sprachen sich in demselben Lösung des Reichstages und die bevorstehenden Wahlen. Referent: Sinne aus. Man war sich einig, daß, wenn jeder feineris 8ubeit. 2. Disfuffion. 3. Aufstellung des Kandidaten zur volle Schuldigkeit tut, wir wiederum den Sieg davon tragen und Reichstagswahl. Jeder örtliche Wahlverein ist berechtigt, drei Delegierte zu ente dem deutschen Kaiser ein schönes Geburtstagsgeschent präsentiert Gäste haben Zutritt. Der Zentralvorstand. werden kann. Eine Resolution, die besagt, das sich jeder der An- fenden. wesenden verpflichtet, mitzuarbeiten, wurde einstimmig angenommen. Der Theaterverein Ophelia 1901 hält am Mittwoch, den Unter dem Hinweis, die Wählerlisten einzusehen, wurde die Ver- 26. Dezember 1906, in Stellers Rener Philharmonie, Köpenider fammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. straße 96/97, ein Bergnügen ab. Da genannter Verein Billetts unter 25 neue Mitglieder wurden aufgenominen. In der Versammlung der Arbeiterschaft abzusetzen sucht, genanntes Lokal uns zu Berherrschte eine vorzügliche Kampfesstimmung. fammlungen aber nicht zur Verfügung steht, wird gebeten, biefelben zurüdgutveifen. Die Lokalfommission des 5. Kreises. Charlottenburg. Heute, Sonntag, früh 8 11hr: FlugblattDie Parteigenossen Rigdorfs traten in einer außerordentlich start besuchten Versammlung nach einem Referat des Genossen verbreitung. Gleichzeitig weisen wir hiermit auf die heute nach Müller in die Wahlbewegung ein. Redner verstand es, in treffen mittag 2 Uhr im Bollshause stattfindende Generalversammlung des den Worten die ins uferlose führende Kolonial- und Flottenpolitit Kreiſes hin und erwarten zahlreiches Erscheinen der Charlottenburger der Regierung sowie der regierungsfreundlichen Parteien zu fenn- Barteigenoffen als Gäfte. Teltow- Beeskow. Der Vorstand. mns Gericht, demt man als ernste politische Partei nicht mehr Botal Benno Mickley, Potsdamerstr. 25, eine Flugblattberbreitung zeichnen. Besonders ging er hierbei mit dem sogenannten Freifinn Zehlendorf. Am heutigen Sonntag, morgens 7 Uhr, findet vom betrachten tönne. Diskussion über den mit lebhaftem Beifall auf- ftatt. Genoffen! Dringend notwendig ist, daß sich im Hinblid auf genommenen Vortrag wurde nicht beliebt. Der Borschlag des bie bevorstehenden Reichstagswahlen jeder einzelne Genoffe zu diefer Genoffen Heinrichs, der Kreis- Generalversammlung, zu der die Arbeit einfindet. Bebenit, je größer die Anzahl der Teilnehmer, Genoffen Heinrichs, Dr. Silberstein und Schmidt belegiert wurden, desto schneller ist die Arbeif getan! Mjo nochmals: Jeder einzelne Das Wahlkomitee. ben Genoffen Zubeil als Kandidaten für den Kreis zu empfehlen, ist zum, Selfen verpflichtet! Borfizenden, worin er die Genossen ermahnte, für den kommenden fand allseitigen Beifall. Nach einem marfigen Schlußwort bes Steglit. Die Barteigenoffen wollen zu der am zweiten FeierWahlkampf ihre ganze Kraft einzufezen, überall zu agitieren und tage früh 8 Uhr stattfindenden Flugblattverbreitung von allen Bezu organisieren, damit unser Sieg am 25. Januar ein glänzenderilen aus recht zahlreich und pünktlich erscheinen. Freitag abends fei, erfolgte mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die Uhr: Versammlung im Birkenwäldchen. Bartei Schluß der Versammlung. 8 Die Kälte. " Ist das heute talt," fonnte man gestern früh die zur Arbeit Glenden sich gegenseitig zurufen hören. Das Thermometer. zeigte 10 Grad Kälte bei Ostwind. Unter dieser Temperatur haben diejenigen am meisten zu leiden, die im Freien ihrer Beschäftigung nachgehen müssen. Da sind vor allem die Kutscher der Speditionswagen, die gestern ganz besonders viel zu tun hatten und mit er frorenen Händen die schweren Kisten und Kollis transportieren mußten. Auch die Droschkenkutscher und Straßenbahnführer haben nichts zu lachen. Das Straßenpublikum ging schneller als sonst und die kleinen Händler in den Geschäftsstraßen machten mit ihrem " Hauptmann von Köpenick" schlechte Geschäfte. Es war überhaupt zum Erbarmen, die kleinen Geschäftsleute" an der Straßenfront übrigens eine grelle Bczitternd ihre Ware" anbieten zu sehen leuchtung unserer so gepriesenen herrlichen" Gesellschaftsordnumg, diese Weihnachtshändler in Kinderschuhen. n Außer den Menschen haben auch die Tiere unter der Kälte zu Teiden. Es ereignen sich jetzt infolge der großen Glätte und weil die Hufeisen der Pferde nicht genügend geschärft werden, eine Menge Unfälle. Gestern früh sind eine Menge Pferde gefallen, besonders vor den Toren von Berlin. In einigen Fällen mußten die armen vor Stälte zitternden Tiere längere Zeit liegen bleiben, bevor es gelang, fie aufzurichten oder fortzuschaffen. Das Wild, besonders Safen und Nehe, fann man jetzt oft in der Nähe menschlicher Wohnungen beobachten, wo sie Alesung und Schutz suchen. Die Dberspree ist seit der verflossenen Nacht mit einer Eisdecke überzogen, die jedoch noch nicht start genug ist, un bie Schiffahrt zu hindern. Eisbrecher waren bereits gestern früh in Tätigkeit, um der Mitte des Flußlaufes eine Fahrrinne für die Lokalschiffahrt frei zu halten. Auch die Spreekanäle in Berlin find teilweise zugefroren. Die Eisfläche auf dem Müggelfee hatte gestern morgen bereits eine Stärfe von einem Zoll aufzuweisen. Das Bes treten des Eifes ist jedoch vorläufig streng untersagt und die Gendarmerie ist angewiesen, auf die strikte Durchführung dieser Sicherheitsvorschrift zu achten, und bei Uebertretung derselben ermittelte Personen zweds Bestrafung zur Anzeige zu bringen." Sülflos und erftarrt wurde gestern morgen auf der Köpnider Landstraße der 23jährige Kutscher Hübsch aufgefunden. H. war mit einer Strohladung auf der Fahrt nach Berlin begriffen bon seinem is hermitergestürzt und von den Rädern des eigenen agens überfahren worden. Der Kutscher hatte Verstauchung beider Beine erlitten und vermochte fich nicht zu erheben, während die Pferde des Fuhrwerks weiter gingen. Das Gespann wurde in Treptow angehalten und nach dem Führer desselben gesucht. Man fand ihn auf der Chaussee, infolge der Kälte fast völlig erstarrt und in besinnungslosem Zustande. Hübsch wurde nach einem Berliner Strankenhause gebracht. Filzschuhe für Pferde. Eine auch für Berlin empfehlens werte Einrichtung ist für die Stadt Kottbus getroffen worden. Der dortige Tierschutzverein hat der Kottbuser Bolizeidirektion einen Boften Pferdefilaschuhe überwiesen, durch welche gestürzten Pferden besonders bei der winterlichen Glätte das Aufstehen bedeuters leichtert wird. Die Polizei hat diese Fußbekleidung für Pferde an verschiedenen Stellen verteilt, wo sie im Bedarfsfalle jebem. Kutscher gratis zur Verfügung stehen. Bei den häufigen Verkehrsstörungen, die gerade in Berlin durch gestürzte Pferde herbeigeführt werden und Filzschuhen für die Reichshauptstadt, die auf sämtlichen Polizeiwachen oft stundenlang dauern, erscheint auch die Beschaffung von Pferdes lagern tönnten, angebracht. Die öffentlichen Einrichtungen von Verlin sind zu Weihnachten und Neujahr mit folgenden Beschränkungen zugänglich, was auch für auswärtige Besucher von Interesse ist. Die königlichen Museen, die unter der Generalverwaltung stehen, find an zweiten Feiertage von fchlossen. Zu diesen Museen gehören das Alte und das Neue Museum, 10 bis 3 1hr geöffnet, am ersten Feiertag und Neujahrstag gedas Kaiser Friedrich- Museum, das Pergamon- Museum, die National Reinickendorf. Heute findet keine Flugblattverbreitung statt. galerie, das Kunstgewerbe- Museum und das Museum für VölkerDer Vorstand. kunde. Auch das Museum für Naturkunde hat an den Feiertagen Auch in Nowawes- Neuendorf ist die Sozialdemokratie bereits in Reinickendorf- West. Parteigen offen! Seute, Sonntag, dieselben Besuchszeiten. Das Hohenzollern- Museum ist am zweiten die Agitation für die Reichstagswahlen eingetreten. Donnerstag fand eine Boltsversammlung statt, deren zahlreicher Besuch bewies, daß abends 6% Uhr findet im Lokale von Franke, Eichbornstr. 18, eine Feiertage von 11 bis 2 Uhr geöffnet, das Reichpost- Museum von man auch dort gewillt ist, alles daran zu setzen, diefe Wahl zu Bolfsversammlung statt. Genosse Redakteur Wermuth spricht über 12 bis 2 Uhr, das Zeughaus von 12 bis 3 hr. Das fönigliche einem Jena für die herrschenden Klassen zu gestalten. Der Referent. Die Auflösung des Reichstages". Zahlreiches und pünktliches Er- Schloß ist zugänglich am zweiten Feiertage bon 11 bis 1% Uhr. Der Vorstand. Genosse Eisner, geigte in anderthalbstündiger Rede, wie weit wir fcheinen ist unbedingt notwendig. Bei der Post find alle Paketausgabestellen am 23. und 25. Dezember es mit der jegigen Politit gebracht haben, und löste die Auf- Nieder- Schönhaufen. In Anbetracht der bevorstehenden Reichss wie an Werktagen geöffnet. Bestellt werden Pakete am Sonntag fowie an beiden Weihnachtsfeiertagen. Eine ein forderung Eisners, zur Wahrung der nationalen Ehre unsere Stimmen- tagswahl findet am dritten Weihnachtstage( Donnerstag) eine ben 23., zahl am 25. Januar bedeutend zu vermehren, stürmischen Beifali aus. Wahlvereinsberiammlung( im Restaurant Wilhelmshof, malige Geldbestellung findet am ersten Weihnachtsfeiertage und Brieffendungen werden zu Neujahr In der Diskussion forderte Genoffe Gruhl zur Stärkung der Staiser Wilhelmstraße, Ecke Eichenstraße, abends 81 Uhr) statt. Die am Neujahrstage statt. Die großen BostOrganisation und zum Abonnement auf die Bresse auf und ersuchte, Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben werden. natürlich während des ganzen Tages bestellt. feine gegnerischen Versammlungen zu besuchen, bei denen nicht von Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. anstalten find an den Sonn- und Feiertagen von 8-9 Uhr früh und bornherein feststeht, daß uns volle Redefreiheit gewährt wird. Ferner Eine Fingblattverbreitung im teife 12-1 mittags geöffnet, die Zweigstellen zum Teil geschlossen. wurde vom Vorstande bekanntgegeben, daß uns das Restaurant Starlsgarten" nicht mehr zur Verfügung steht, woraus hoffentlich Barnim findet am Sonntag, den 30. Dezember statt. Die Die Arbeiter die Konsequenzen ziehen werden. Nach einem kräftigen Genossen werden ersucht, sich hierfür bereit zu halten und tat Schlußwort des Borfigenden Gomoll, in welchem er die Anivefenden fräftig mitzuhelfen. NiederDie Läden find am goldenen Sonntag, den 23. von 8-10 und 12-8 Uhr geöffnet. In Schöneberg bauert die Kirchenpause bon 9-11 Uhr. Lebensmittel können schon von 5 Uhr früh an verfauft werden, Bremmaterialien von 5-10 Uhr. Am ersten Feiertag wird Milch von 5-10 und 12-2, Bad- und Fleischwaren von 5 bis| Herr, der einen Augenblick am Schalter gewartet hatte, wurde plög- Junter besonderer Berücksichtigung von Bach, Beethoven und 10 Uhr, Rolonialwaren, Borfoftwaren, Bier, Wein, Tabat und lich von einem Tobsuchtsanfall heimgesucht und wie ein Rasender Liszt, mit musikalischen Erläuterungen am Flügel. Eintritt Zigarren von 8-10 Uhr, Roheis von 6-10 Uhr verkauft. In sprang der Unglückliche in dem Postraum umher. Er bedrohte die 20 Pf., Garderobe frei. Nur für Mitglieder und deren AnSchöneberg ist die Stirchenpause eine halbe Stunde früher. Blumen- anwesenden Bersonen und versuchte auch, ihnen zu Leibe zu gehen. gehörige. Sonntag, den 20. Januar 1907, in Kellers Festbindereien und Blumenhandlungen dürfen nach einer neuen Polizei- Entsett flüchteten die Bedrohten auf die Straße und auf telephonische berordnung am ersten Feiertag von 9-10 Uhr und 12-2 Uhr ge- Meldung hin erschienen furz darauf von der Unfallstation in der fälen, Stoppenstr. 29: 16. Stiftungsfest, unter Mitwirkung öffnet sein. Am zweiten Feiertag gelten die Bestimmungen für die Kronenstraße der Arzt und ein Heilgehülfe und unter Anwendung des Leipziger Philharmonischen Drchesters und der OpernSonntage. beruhigender Mittel gelang es ihnen, den Tobsüchtigen so lange in sängerin Frl. Lissi Kurz. Schach zu halten, bis ein Krantenwagen erschien und ihn in ein Krankenhaus brachte. Mangelnder Schuh für Bauarbeiter. Wie notwendig die Uebertragung des Schußes auf Bauten an die Arbeiter ist und in welch durchaus ungenügender Weise speziell die Nordöstliche Baugewerks- Berufsgenossenschaft sich den Echutz der Bauarbeiter in Berlin und Umgegend angelegen sein läßt, haben wir häufig hervorheben müssen. Heute mögen zwei Fälle Erwähnung finden, die Wildau und Buch betreffen. Der Buch betreffende Fall kennzeichnet zugleich wieder einmal, wie wenig die Kommune Berlin ihre sozialen Aufgaben erfüllt. schreiten findet? Todessturz von der Treppe. Bei einem verhängnisvollen Unglidsfall hat gestern nachmittag der Arbeiter Schulz, Pantstr. 46, fein Leben eingebüßt. Sch. war die Treppe zu seiner Wohnung hinaufgestiegen, trat auf einer Stufe fehl und stürzte rüdlings ab. Er zog sich schwere innere Berreißungen zu und starb kurz darauf an deren Folgen. Der Gesangverein Norddeutsche Schleife"( M. d. A.-S.-B.) vers anftaltet am ersten Weihnachtsfeiertag abends eine Weihnachtsfeier, bestehend in Konzert und dem Feste entsprechenden Aufführungen. Kammermusik ausgeführt von den Herren Karl Rockstroh, Klavier; Herr Dekar Löblich, Bioline; Herr Rich. Callier, Cello. Der Besuch diefer Feier wird Kunstliebhabern bestens empfohlen. Näheres siehe Inserat. " Am 25. Dezember( 1. Weihnachtsfeiertag) gibt der Männerchor Der Wagenverkehr bei den Borstellungen im Deutschen Theater Georginia 1879"( M. d. A.-S.-B.), Chormeister Herr Baul Auf dem Neubau der Schwarzkopfffchen Familienhäuser sowie in den Kammerspielen des Deutschen Theaters foll nach einer Weinrich, im großen Saale des Deutschen Hofes ein Stonzert unter in Wildau mußten Dachdecker und Klempner ohne jegliche Schuß- Bekanntmachung des Polizeipräsidenten folgendermaßen geregelt Mitwirkung des Berliner Sinfonie- Orchesters, Dirigent Maximilian vorrichtung ihre gefahrvolle Arbeit verrichten. Am 7. Dezember werden: Die Wagen dürfen nur im Schritt vorfahren und zwar Fischer. Nach dem Konzert Ball. Anfang präzise 7 Uhr. Entree tourde vom Vorstand des Zentralverbandes der durch das Portal des Hauses Schumannstr. 12 über den Vorplatz inkl. Tanz 50 Pf. Dachdecker eine Beschwerde an die Berufsgenossenschaft gerichtet, vor Schumannstr. 14 und nach der Luisenstraße ab. Nach Schluß worin gebeten wurde, doch dafür sorgen zu wollen, daß die not- der Vorstellung haben die Wagen den entgegengesezten Weg zu 1., 2. und 3. Weihnachtsfeiertage von nachmittags 4 Uhr bis abends Im Zoologischen Garten findet an diesem Sonntag fowie am wendigste Schußvorrichtung hergestellt wird. Leider ist bis auf nehmen, die Abfahrt nach der Luisenstraße ist verboten. Königliche ben heutigen Tag von einer Schußrüstung auch noch nicht das Wagen nehmen zwischen den Türen zum Theater und dem Bühnen- 10 Uhr Militärtonzert statt. Der Eintritt foftet an diefen Tagen geringste zu ſehen, trotzdem am 10. Dezember ein Klempner eingang Aufstellung, Privatwagen und bestellte Droschten an der 50 Pf. pro Person, Kinder unter 10 Jahren zahlen die Hälfte. abstürzte und nach wenigen Stunden an den Folgen des Ab. Saferne gegenüber dem Hause Schumannstr. 14b. Unbestellte Die Treptow- Sternwarte wird am zweiten Weihnachtsfeiertag sturzes berst arb. Allerdings ruhen augenblidlich die Dach- Droschten stehen vor den Häusern Schumannstr. 18-19 und in der Mittwoch, den 26., nachmitags 2 Uhr wieder eröffnet. Nachmittag arbeiten gänzlich. Aber hier drängt sich wiederum von neuem die Luisenstraße. um 5 Uhr spricht Direktor Achenhold über:„ Die Bewohnbarkeit Frage auf: Bedarf es tatsächlich erst eines tödlich verlaufenen Unglüdsfalles, um die Berufsgenossenschaft zum Einschreiten zu vier Personen den Tod fanden und zwar drei nach dem Er- Am dritten Weihuachtsfeiertag, den 27. Dezember, findet ma Ueber das Brandunglück in der Reinickendorferstraße, bei dem der Welten", abends 7 Uhr über: Altes und Neues vom Mond". beranlassen? Wäre das von der Organisation dringend erbetene ich einen per seuerwehr hat sich nun auch der Polizei- mittags um 5 Uhr ein Vortrag über die:„ Eroberung des Stosmos" Schutzgerüst vorhanden gewesen, so hätte der Absturz nicht erfolgen präfident geäußert. In dieser Darstellung heißt es: statt. Alle drei Vorträge sind mit zahlreichen Lichtbildern ausfönnen. Mußte erst ein blühendes Menschenleben vernichtet werden, ehe die Berufsgenossenschaft Beranlassung zum Ein- tragbaren Eimersprize noch mit dem großen Schlauch einer Dampf- nachmittags bis 10 Uhr abends der Mond beobachtet. Eine Stichflamme kann sich die Feuerwehr weder mit der feinen gestattet. Mit dem großen Fernrohr wird täglich von 4 Uhr fprize vom Leibe halten, weil Wasserstrahlen gegen brennende Gase Noch böser sieht es mit der Handhabung der Schuß machtlos find. Stichflammen entstehen lediglich, wenn sich größere ausnahmsweise eine Nachmittagsvorstellung zu kleinen Breifen statt Im wissenschaftlichen Theater der Urania findet heute Sonntag bestimmungen in Buch aus. Einige Beispiele mögen das er läutern. Auf dem Bau des Wirtschaftsgebäudes bauten sich die Mengen unverbrannter, bei längerem Schwelprozesse gebildeter Gafe und zwar wird der Vortrag Frühlingstage an der Riviera" noch Die Einrichtung, eine fleine Eimers einmal wiederholt. Am Abend und am Montag bleibt das Institut Zimmerleute zur Anbringung des Holzgefimses aus der obersten plöglich entzünden. Etage Böcke heraus. Auf diese Böcke werden ein paar Bretter sprige mit in die Brandstelle zu nehmen, hat sich sehr geschlossen. Am ersten Feiertag und den folgenden Tagen gelangt Die Feuers gelegt und die Rüstung ist fertig. Von einem Geländer gut bewährt; mit einer solchen Sprize find in zahlreichen der neue dekorativ und szenisch ausgestattete Vortrag ist nicht die geringste Spur vorhanden, so daß, wenn die Fällen Brände im Entstehen unterdrückt worden, die sonst bis gewalten der Erde" zur Darstellung, während am Freitag und Bimmerleute hier arbeiten und achtlos einen Schritt zurück zum Waffergeben mit einem großen Schlauche an Umfang bedeutend Sonnabend auch noch Nachmittagsvorstellungen zu fleinen Preisen treten, die Gefahr vorhanden ist, daß sie rücklings herunterstürzen. gewonnen hätten. Ein„ System der kleinen Mittel" besteht bei der stattfinden und zwar wird an diesen beiden Tagen der Vortrag Unter ähnlich gefahrbollen Zuständen arbeiteten auch die Berliner Feuerwehr nicht; sie paßt die einzusezenden Mittel dem" Sizilien, Lebens- und Naturbilder aus klassischen Stätten" Selempner. Die Arbeit der Klempner besteht hier in der An- in der Schwedenstraße z. B. wurden neun Rohre größten Kalibers jeweiligen Brandfalle an. Bei dem letzten großen Holzplagbrande wiederholt. bringung von vorgehängten Rinnen. Um diese Arbeiten bewerkFeuerwehrbericht. Infolge der Stälte haben sich die Brände in ftelligen zu können, werden von den Klempnern in den Ueberstano von Dampfsprizen vorgenommen. Aber selbst die größten Macht Berlin und den Vororten erheblich vermehrt. In der Freitagnacht der Dachsparren Hölzer eingehängt. Auf diese Hölzer wird dann mittel", zu deren Inbetriebsezen immerhin einige Zeit erforderlich entstand im Keller des Hauses Linienstr. 154a ein Brand, wobei ein eine Bohle gelegt und die Rüstung ist fertig. Von einem Geist, hätten die hier in Frage stehende Katastrophe nicht zu verhindern Faß mit Ruß in Vrand geriet und ein Mann Verlegungen an den länder oder dergleichen war auf dem inneren Hof auch nicht vermocht. Die Einrichtung, daß bei Kleinfeuer auf die erste Meldung Händen erlitt, die ihm auf der nahen Feuerwache verbunden wurden. die geringste Spur vorhanden. Der Beamte der Berufshin nur ein Löschzug ausrückt, wurde im Jahre 1903 im Intereſſe Etwas später fam auf einem Abbruch in der Lothringerstr. 109 genossenschaft, der zweds Revision am 5. Dezember auf der Schonung von Personal, Pferden und Material vom ver- Feuer aus, bei Ankunft des ersten Löschzuges brannten dort Aether, der Baustelle anwesend war, fand in feiner Weise Verstorbenen Branddirektor Giersberg getroffen, nachdem die Lösch- Fußböden, Schaldecken, Türen, Fenster und anderes. Durch sofortiges anlaffung zum Einschreiten. Noch böser beleuchtet züge durch Einstellen von Dampfsprizen und mechanischen folgender Unfall die dortigen Mißstände. Vor ungefähr 6 Wochen Leitern bedeutend leistungsfähiger gemacht worden waren, und Emgreifen gelang es, die Gefahr bald zu beseitigen. war. einem Klosett Feuer ausgekommen erschien derselbe Beamte in Buch zur Revision. Den Dachdeckern zwar leistungsfähiger als in der früheren Zusammensetzung zweier Beitig hatte die Feuerwehr in der Baßmannstr. 15 zu tun, gegenüber ordnete er an, daß an dem legten Bau Büge. Die Löschzüge sind derart ausgerüstet und besetzt, daß Erdgeschoß des zweiten Quergebäudes Große Frankfurterein vorschriftsmäßiges Schußgerüst hergestellt sie ohne Hülfe des Publikums ein Rettungs- und Löschmanöver straße 86 bei Törmer u. Scharlau brannten Spiritus, Papier, Werkwerden müsse, veil auch er gegen die dort verwendete Schutz- gleichzeitig auszuführen vermögen. In dem vorliegenden Falle tische, Fensterbant, Rahmen u. a. und im Keller des Hauses Schönes vorrichtung gewisse Bedenken hatte. Dieser Anordnung hätte der zweite Löschzug nicht vor Ablauf von 10-15 Minuten bergerstr. 5 Säde u. a. Wegen eines Wohnungsbrandes wurde die ist feine Folge geleistet. Warum? Weil die Unter- auf der Brandstelle eintreffen können; die Katastrophe selbst aber Feuerwehr nach der Strelitzerstr. 52 und wegen eines Balken- und nehmer für die Anbringung der Schuhrüstung selbst Sorge au hat sich in faum zwei Minuten nach Eintreffen des ersten Zuges Fußbodenbrandes nach der Bülowstr. 37 gerufen. Schaufensterbrände tragen haben. Da der Beamte die Schuhrüstung damals so abgespielt. Der zur Brandstelle geeilte, aus vier Fahrzeugen be- beschäftigten die Wehr in der Christburgerstr. 55, Birkenstr. 29 und energisch gefordert hatte, hätte man glauben sollen, daß er auch stehende Löschzug genügte vollkommen zur Durchführung der in dem an anderen Stellen. Küchenbrände wurden aus der Steinmetzstr. 49, diesmal, namentlich, wo es sich um eine Arbeit handelt, welche vorliegenden Falle anzuordnenden Maßnahmen, insbesondere konnten Gerichtstr. 56, Admiralstr. 7 und anderen Orten gemeldet. crft angefangen worden ist, wiederum die Schußrüstung anordnen bei der Rettung der gefährdeten Personen nur ganz wenige Feuerwürde. Aber weit gefehlt. Diesmal erklärte der Herr, wehrleute in Tätigkeit treten und feine großen Geräte benutzen." ein Schuhgerüst sei überhaupt nicht notwendig. Diese Darlegungen entfräften in feiner Weise den von einer Dies schrieben die Unfallverhütungsvorschriften nicht vor, sondern Anzahl Beitungen erhobenen Vorwurf, daß in dem in Rede stehenden der Dachdecker sei verpflichtet, an Gurt und Leine zu arbeiten. Falle bei einem anderen Vorgehen der Feuerwehr oder besser gesagt Es scheinen die Herren von der Berufsgenossenschaft gar nicht zu durch eine andere Anordnung des Leiters derselben das Unglück wissen, daß das ein Ding der Unmöglichkeit ist. Woher nur hätte vermieden werden können. Es wird nicht einmal in Aussicht der plöbliche Umschwung in den Anordnungen? gestellt, daß in Zukunft Vorsorge getroffen ist, die eine Wiederholung Der Arbeitgeber, Herr Hohmuth, hat an die Berufsgenossenschaft eines solchen schweren Unglüds soweit dies möglich ist un ein Schreiben gerichtet und gebeten, die Arbeiten in derselben möglich machen. Weise wie bisher, also bei einer Schußvorrichtung, welche die Ge Die Firma Altmann berichtigt wieder. Rechtsanwalt Hahn fellenschaft nie als genügende Schutzvorrichtung anerkannt hat, schickt uns folgendes Schreiben:„ Namens der Firma Vereinigte ausführen zu dürfen. Und die Berufsgenossenschaft Gerüst- Bau- und Leihanstalten 2. Altmann zu Charlottenburg, hat sofort bereitwilligst den Wunsch des Unter. Spandauerstraße 20, ersuche ich Sie ergebenst, auch die in der nehmertums erfüllt! Mögen fich ein paar Arbeiter die 2. Beilage des Vorwärts" vom 18. Dezember cr. über meine Knochen brechen, was schert es das Unternehmertum, was schert Mandantin gebrachte Notiz wie folgt zu berichtigen: es die Berufsgenossenschaft? Die Kommune Leiter ist Herr Bau- 1. Es ist unwahr, daß der Firma 2. Altmann allein feit inspektor Knopf- sieht diesem Mangel hinreichender Schußvorrich- einigen Jahren 10 Einstürze nachweisbar seien. tungen mit verschränkten Armen zu. Von seiner Seite wird auch nicht das geringste getan, um die Unternehmer zu veranlassen, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Diese Verpflichtungen bestehen feineswegs darin, nur die in den Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaft aufgestellten Forderungen zu erfüllen, sondern nach jeder Richtung hin den Betrieb so zu regeln, daß die Arbeiter gegen Gefahren für Leben und Gesundheit soweit geschützt sind, wie es die Natur des Betriebes gestattet". Dem Herrn Oberbürgermeister ist ja eine Wohnung in Buch eingerichtet, vielleicht überzeugt er sich einmal von der Richtigkeit unserer Mitteilungen. " 2. Es ist unwahr, daß unter der Firma Vereinigte Gerüste Bau- und Leihanstalten 2. Altmann drei Unterfirmen figurieren, die bei einer Bewerbung ihre Offerten und zwar etwas ver. schieden von einander einreichen und so andere Fabrikanten aus dem Felde schlagen. 3. Es ist unwahr, daß die Firma Altmann die Zahlung des üblichen Lohnes von 75 Pf. dadurch zu durchbrechen versucht, daß sie immer neue Leute einstellt und diesen neuen Leuten während einer sechswöchentlichen Karenzzeit nur 50 Pf. und dann 60 Pf. Stundenlohn zahlt." Nach dem Preßgefeb ist eine Redaktion bekanntlich verpflichtet, Berichtigungen aufzunehmen, auch wenn sie unwahrheiten enthalten, aber in der Form dem Gesetz entsprechen. Durch das stereotype:" Es ist unwahr" wird natürlich an den von uns bes haupteten Tatsachen nichts geändert. 100 auf Gleich Im Arbeiter- Samariter- Kolonne. Am 3. Januar: Mitglieder- Vers sammlung. Vortrag des Nervenarztes Dr. Pleßner über: Die Arbeiterschaft und die Nervosität unserer Zeit". Danach: Geschäft liches. Vorort- Nachrichten. Ober- Schöneweide. Ein Kutscher samt dem Fuhrwerk verschwunden. Seit dem 19. d. Mts. ist der 20 jährige Kutscher Paul Leffing, der bei dem Restaurateur Krause in Ober- Schöneweide angestellt war, mitsamt dem ihm anvertrauten Fuhrwerk verschwunden. 2. fuhr am Mittwoch morgen nach Berlin, doch ist noch nicht festgestellt, ob er mit seinem Gefährt die Reichshauptstadt erreicht hat. Es konnte auch nicht ermittelt werden, ob der junge Mann einem Unglücksfall oder einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist, oder ob er sich absichtlich ver steckt hält. Da es sich um einen ordentlichen, unbestraften Menschen handelt, so ist legteres nicht anzunehmen. Das Fuhrwert war mit einem frischgeschorenen Fuchs bespannt und ist in Form eines Schlächterwagens gebaut. Es hat blauen Anstrich mit gelben Streifen. Friedenau. Ein räuberischer Ueberfall ist gestern in der Wilhelmstraße berübt worden. Ein Austragemädchen der Milchzentrale, das sich auf dem Kundengang befand, wurde in dem Augenblic, als es mit den Milchfannen beladen ein Haus betreten wollte, von einem unbekannten Manne überfallen, niedergefchlagen und blutig verlegt. Das Mädchen versuchte sich von dem Täter zu befreien und rief um Hülfe. Der dreiste Bursche hatte seinem Opfer jedoch bereits eine der Kannen entrissen und war damit entflohen. Seine Festnahme ist bisher Die Feuergewalten der Erde lautet der neueste Vortrag im noch nicht erfolgt. Der Unbekannte war etwa 30 Jahre und trug wissenschaftlichen Theater der Urania in der Taubenstraße, der uns braunes Sammetjackett, dunkle Hose und Ballonmüge. mit den Geheimnissen unserer Mutter Erde vertraut machen will. Köpenick. weiß man auch über das Erdinnere nicht viel Positives, so kann Die erste vollständige Automobil- Omnibuslinie ohne gleichzeitigen Pferdebetrieb wird am nächsten Montag, den 24. Dezember, von der Allgemeinen Omnibusgesellschaft eingerichtet. Es geschieht dies mit der Linie 19 Alexanderplay- Moabit, auf der alle Pferdewagen zurüdgezogen werden. Die Linie wird vollständig mit Automobil Omnibussen ausgestattet. Es werden vorläufig 10 Wagen eingestellt. Mit diesen ist es möglich, eine Wagenfolge von 6 Minuten während des ganzen Tages aufrecht zu erhalten. Die ganze Fahrt von einem Endpunkt zum anderen dauert Werktags 30 Minuten. Sonntags doch aus verschiedenen äußeren Erscheinungen in der Veränderung für Köpenid und Ungegend im Lofale des Herrn Moll, GrünauerAm 2. Feiertag, abends 6, 11hr, hält die Freie Gemeinde" wird die Fahrzeit wie bei anderen Verkehrsmitteln verkürzt und der Erdoberfläche geschlossen werden, daß im Innern der Erde eine und Schönerlinderstraßen- Ede, eine Versammlung ab, in welcher Herr beträgt nur 28 Minuten. ungeheuere Wärme und Glutmasse aufgespeichert ist, die aber eine all- ad. Stern einen Vortrag über Friede auf Erden" halten wird. Falsche Zweimarkstäde werden gegenwärtig in größeren Mengen mähliche Abfühlung erfährt. In welcher Weise sich die Feuergewalten der Die Mitglieder Adlershofs und Grünaus sind aufgefordert zu erscheinen, in Berlin verbreitet. Die Falschmünzer benutzen den durch das Erde äußerlich bemerkbar machen, wird uns in dem von Prof. Dr. Haas und auch Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Weihnachtsgeschäft hervorgerufenen Trubel, um die Fabrikate, die Dr. P. Schwahn szenisch ausgestatteten Vortrag recht anschaulich jest weniger genau geprüft werden können, unterzubringen. In den demonstriert. Der Vortrag schildert uns die verschiedensten Formen, Reinickendorf. lezten Tagen sind mehrfach derartige Falsifikate in den Markthallen in welcher die Feuermassen der Erde an der Oberfläche derselben Die Gründung eines nationalliberalen Ortsvereins ist am angehalten worden. Die Fälschungen, deren Klang von dem echter ihre Wirkung ausüben. Zu diesem Zwecke werden wir nach dem Mittwoch in Reinickendorf beschlossen worden. Die Gründung foll Münzen nur wenig abweicht, sind jedoch leichter als diese, haben flaffischen Lande des Erdbebens, nach Japan, versetzt und uns das jedoch unter sehr schwacher Beteiligung vor sich gegangen sein. Mit eine etwas bläuliche Färbung und sind besonders kenntlich durch die Erdbeben von Nudori( 20. Ottober 1891) veranschaulicht. Einem vul- der Leitung wurden der Schöffe eich helm und Maschinenmangelhafte Prägung, die weniger scharf ausgeführt ist als bei den fanischen Beben fiel Casamicciola zum Opfer. Wir sehen einen fabrikant Beder betraut. Mitte Januar foll nun eine große echten Zweimarlſüüden. Die Inschrift, sowie die Randlinien des Feuerberg in Tätigkeit und gelangen später nach dem Vefuv, öffentliche Versammlung stattfinden. In Reinidendorf dürften die Bildnisses und des Ablers find auffällig stumpf und ebenso ist die ber mit seinem Aschenregen ungeheure Verwüstungen anrichtet. Herren wenig Boden für ihre Bestrebungen vorfinden. Im zweiten Teile des Vortrages wird ein Lavavulkan, der Feuerfee Randpunktierung schlecht ausgeführt. des Kilauea, geschildert, um uns dann die furchtbare Katastrophe Spandau. von Martinique durch den Ausbruch des Mont Pelé au bergegen Zwei schwere Automobilunfälle haben sich gestern abend zugetragen. In der Lindenstraße wurde der Kaufmann Georg Mellmann wärtigen, wodurch die Stadt St. Pierre in einen Trümmerhaufen herrschen, denn zu der Sizung am Donnerstag hatten sich mit Ach Feststimmung scheint schon bei unseren Stadtvätern zu aus der Swineminderstr. 111 beim lleberschreiten des Fahrdammes verwandelt wurde; schließlich werden wir noch mit den heißen und Krach 27 Stadtverordnete von 42 zusammengefunden. Von von einem vorübereilenben Automobil überfahren. Er zog sich eine Springquellen des yellowstone Parkes bekanntgemacht. Zum Schluffe der sozialdemokratischen Fraktion war nur der Genoffe Bied anschwere Gehirnerschütterung zu und fand in der Charité Aufnahme. wird auch der guten Seiten des Wirkens der Feuergluten gedacht: wesend. Hier wird man aber als Entschuldigungsgrund wohl Der zweite Unfall ereignete fich in der Königgrägerstraße. In der der Faltengebirge, einer Schöpfung der Feuergewalten. Der Vor- nicht die Feststimmung, sondern die ungeheure Agitationsarbeit zur Nähe der Dessauerstraße wurde der Sattler Franz Mürsch in dem trag, der in streng wissenschaftlichem, aber auch zugleich populärem bevorstehenden Reichstagswahl annehmen müssen. Nachdem die Augenblid, als er einer Droschte ausweichen wollte, von einem Sinne gehalten und von prachtvollen Dioramen und Wandelbildern Bersammlung ein Gesuch um Gewährung einer Gnadenpension ere Automobil erfaßt und mit solcher Gewalt auf den Fahrdamm ge ergänzt wurde, wurde beifällig aufgenommen. ledigt und eine dringliche Vorlage betreffend Landankauf in die schleudert, daß er befimmungslos liegen blieb. Ein Schußmann brachte den Berunglüdten nach der Unfallstation in der Kronenstraße, geheime Sigung verlegt, wünschte der Oberbürgermeister, daß zuwo eine Gehirnerschütterung, ein Nasenbeinbruch und erhebliche nächst die 16 auf der Tagesordnung stehenden Spezialetats beraten Kopfverlegungen festgestellt wurden. Nach Anlegung von Not würden. Da aber die Berichterstatter dieser Etats meist nicht anwesend sind, wird davon Abstand genommen. Die erste Vorlage verbänden wurde M. in das Krankenhaus am Friedrichshain einder Tagesordnung betrifft die Neuschaffung einer befoldeten Stadtgeliefert. ratsstelle. Diese Vorlage zeitigt eine etwa zweiftündige Debatte. Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Der Unterricht ist mit dem gestrigen Abend für dieses Vierteljahr beendet. Wieder beginn 11. Februar. Der Reichstagswahl wegen findet im Januar tein Unterricht statt. Donnerstag, den 27. Dezember( dritter Feiertag), abends Große Aufregung wurde Freitag abend auf dem Bostamt in der 7 Uhr, in den Urminhallen, Stommandantenstr. 20: Vortrag Der Streit drehte sich in der Hauptsache darum, ob der neue StadtBehrenstraße durch einen Zobsüchtigen hervorgerufen. Ein älterer des Herrn Leo Kestenberg: Aus der Geschichte der Musik", rat Jurist oder Techniker sein soll. Zur Entlastung der juristischen und Startoffeln Schweinefleisch 56-65. Rehvild Ta per Bib. 0,60-0,75. Verwaltungsbeamten hatte man alljährlich einen Magistratsaffeffor 12%, Uhr: Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Abends: Das Glashaus. IIa 54-67. als Hülfsarbeiter bewilligt. Da diese aber meist schon immer Donnerstag: Göz von Berlichingen.( Anfang 7 Uhr.) Freitag: Goldfische. Ila 0,40-0,60. Rotwild Ia 0,40-0,48, IIa 0,00, bo. Stälber 0,40-0,55. wieder abgingen, ehe sie sich mal eingearbeitet hatten, so wurde die Sonnabend: König Heinrich IV. I. Teil. Sonntag: Klein Dorrit. Damwild 0,40-0,55, do. Stalber 0,60-0,75. Bildschweine 0,40-0,50. Frischlinge 0,48-0,70. Hafen per Stüd 3,00-3,25, do. Klein gewünschte Entlastung nicht erzielt. Auch das Bauamt und nament. Montag: Das Glashaus. Neues fönigl. Opern Theater. Sonntag: Die weiße Dame. IIa 2,00-2,75. Staninchen pr. Stüd 0,70-0,95. Bildenten pr. Stüd 1,60-1,75. lich der Stadtbaurat ist schon seit längerer Zeit überbürdet. 3u Montag: Geschlossen. Dienstag: Wie die Alten fungen. Mittwoch: Hühner, alte per Stüd 1,50-2,40, alte II a 1,00-1,40, junge per seiner Entlastung sind schon verschiedentlich neue Beamte angestellt, Egmont.( Anfang 7 Uhr.) Donnerstag: Mignon. Freitag und Sonn- Stüd 0,60-1,40. Zauben per Stüd 0,35-0,65, junge fleine 0,00. jo u. a. in neuerer Zeit der Kgl. Regierungsbaumeister Stubbe für abend: Geschlossen. Sonntag: Faust.( Anfang 7 Uhr.) Montag: Ge- ital. 0,80. Enten, junge per Stüd 1,50-3,00, Samburger, junge den Hafenbau. Dieser Beamte sollte die Hafenbauarbeiten ganz fchloffen. pr. Stüd 3,35. Gänse, Dderbrucher, per Bsd. 0,50-0,70, do. Ia per Stud selbständig leiten und im Magistrat vertreten. In dieser Ver- Lessing- Theater. Sonntag: Der heimliche König. Nachmittag 3 1hr: 3.00-4,00, IIa 1,80-2,90. Hechte per 100 Bib. 65-75, matt 0,00. Bander 0,00. Blele 41. heimliche König. groß 0,00. Schleie uns. 70-72, mittel 0,00, fleine 0,00, fammlung tam es aber zur Sprache, daß der Baurat sich gar nicht Hedda Gabler. Montag: Geschlossen. Dienstag: Der groß 0,00, mittel 0,00, flein 0,00, uns. 0,00. Plöken entlasten lassen will. Er bulde keinen selbständigen gleichberechtig- Rachmittag 3 Uhr: Die versunkene Glode. Mittwoch: Das Blumenboot. Hale, ten Beamten neben sich und verfüge über den Kopf des Kgl. Re- Rachmittag 3 Uhr: Die Weber. Donnerstag: Hedda Gabler. Freitag: 30-51. Starpfen, 25-30er 69-70, bo. 50-70er 63-68, bo. 70 er 0,00, Der heimliche König. Sonnabend: Rosmersholm( Anfang 7, Uhr.) Lauf. 60-70 er 68-78, Schles. 60-65. Barje 0,00. Starauschen 0,00. Blei gierungsbaumeisters hinweg, so daß dieser bis jetzt an dem Hafen Sonntag: Der heimliche König. Nachmittag 3 Uhr: Die Weber. Montag: fiſche 0,00. Bels 0,00. Bunte Fische 0,00. Amerikan. Lachs Ia bau noch gar nicht selbständig hat arbeiten können. Wahrscheinlich Der beimliche König. neuer per 100 fb. 110-130, do. IIa neuer 90-100, bo. IIIa neuer 75. befißt der Regierungsbaumeister ettvas Rüdgrat. Es wurde dem Deutsches Theater. Sonntag: Ringelspiel. Montag: Geschlossen. Seelachs 20-25. Sprotten, Kieler, Wall 0,75-1,25, Danziger, Wall Baurat ziemlich deutlich zu verstehen gegeben, daß er der kolossalen Dienstag: Das Wintermärchen. Mittwoch: Ringelfpiel. Donnerstag: 0,60-0,80. Flundern, pommersche Ia, per Schod 0,00, do. pommerfche Mehrarbeit nicht mehr gewachsen ist und die Versammlung stellte Das Wintermärchen. Freitag: Der Kaufmann von Benedig. Sonnabend: IIa 0,00, Stieler, Stiege Ia 4-6, do. mittel der Stifte 2-3, Hamb. Stiege 4-5, balbe Seiste 1,50-2. Büdlinge, per Wall Kieler 3,50-5,00, fich in ihrer Mehrheit auf den Standpunkt, daß es zweckmäßiger ist, Ringelspiel. Sonntag: Das Wintermärchen. Montag: Bunbury. einen zweiten Stadtbaurat als einen juristischen Stadtrat anzu- tag bis Montag: Kinder. Neues Theater. Sonntag: Kinder. Montag: Geschlossen. Diens. Stralsunder 0,00. Male, groß per Pfd. 1,10-1,30, mittelgroß 0,80-1,00, flein 0,50-0,60. Heringe per Schod 4-5. Schellfische Niste 4,00, do. stellen. Es wurde folgender, vom Stadtv. Lüdide gestellter Antrag Neues Schauspielhaus. Sonntag: Der Sturm. Montag: Ge-, Stifte 2,00. Stabliau, p. 100 Bfb. 20-25. Heilbutt 0,00. Sardellen. 1902er angenommen: 1. Der Magistrat wird um einen besoldeten Stadt- schlossen. Dienstag: Der Helfer. Nachmittag 3 Uhr: Aschenbrödel. per Anfer 95, 1904er 95, 1905er 93, 1906er 73-75. Schottische Vollheringe rat mit technischer Vorbildung vermehrt. 2. Die Stelle des Mittwoch: Die Hochzeitsfadel. Nachmittag 3 Uhr: Der Sturm. Donners- 1905 0,00, large 40-44, full. 36-38, med. 35-42, deutsche 37-44. Sardinen, ruff., Faß Magistratsassessors wird zunächst beibehalten; die Mittel für diese tag und Freitag: Der Helfer. Sonnabend: Die Hochzeitsjadel. Nach Heringe, neue Matjes, per 2 To. 60-120. Neunaugen, Bratheringe, Büchse( 4 Liter) 1,50-1,75. Stelle mit 3000 m. werden für das Jahr 1907/08 bewilligt. mittag 3 Uhr: Aschenbrödel. Sonntag: Der Helfer. Montag: Die 1,50-1,60. Schodfaß 11, fleine 5-6, Niesen- 14. Summern, fleine, per Pfd. 0,00. 3. Die Stadtverordnetenversammlung faßt folgende Entschließung: Hochzeitsfadel. Theater des Weftens. Sonntag: Schüzenlifel. Nachmittag 3 Uhr: Streble, per Schod, große 0,00, mittel 0,00, fleine 0,00, unfort. 0,00. Die teilweise Ueberlastung der besoldeten Magistratsmitglieder Kindestreue und Weihnachtssegen. Montag: Geschlossen. Dienstag: Der Galizier, groß 0,00, mittel 0,00. Gier, Lands, per Schod 4,00-5,00. Butter fann durch anderweite Verteilung der Dezernate beseitigt werden, Zigeunerbaron: Nachmittag 3 Uhr: Der Trompeter von Säffingen. per 100 Bfd. Ia 126--130, IIa 120-124, IIIa 115-118, abjallende 95-105. insbesondere ist die Stadtverordnetenversammlung der Ansicht, daß Mittwoch: Schmetterling. Nachmittag 3 Uhr: Der Freischüß. Donners- Saure Gurlen Schod 3,50-4,00, Bieffergurten 3,50-4,00. ohne fachlichen Nachteil der Vorsiz in der Gas-, in der Schlachthof- tag: Der Bettelstudent. Nachmittag 3 Uhr: Die Bauberflöte. Freitag: ber 100 Bib. 0,00, magnum bonum 2,00-2,10, Daberiche 2,00-2,10, weiße 1,75-2,00, Salatfartoffeln 4,00-6,00. Spinat und in der Krankenhausdeputation unbesoldeten Stadträten über Geschlossen. Nachmittag 3% Uhr: Kindestreue und Weihnachtsfegen. Somn Rosen 0,00, 100 Pfund 20,00. Starotten per Schockbund 3,00-4,00. tragen werden kann. Ferner ist die Stadtverordnetenversammlung abend: Cousin Bobby. Nachmittag 3, Uhr: Stindestreue und Weihnachts- per der Ansicht, daß die Grundeigentumssachen, die zu ihrer Bearbeitung legen. Sonntag: Cousin Bobby. Nachmittag 3 Uhr: Der Freischüz. Sellerie, biefige, per Schod 4,00-5,00, do. pommersche 4,00-5,00. Swiebeln große, per 100 Bfd. 3,00-3,50. bo. fleine 2,00-2,25. do. hiesige( Berl) bielfach eine genaue Vertrautheit mit den örtlichen Verhältnissen Montag: Cousin Bobby. boraussehen, besser von einem befoldeten Stadtrat bearbeitet werden minna von Barnheim. Montag: Geschloffen. Dienstag: Rabale und Liebe. per Schod 0,00. Schiller Theater O. Sonntag: Zapfenstreich. Rachmittag 3 Uhr: 0,00. Charlotten 60-70. Petersilie, grün, Schodbund 1,50-1,75. Sobirabi Rettig, bayr., per Schock 2,40-4,80. Radieschen als von einem weniger sach- und ortskundigen Assessor." Durch Nachmittag 3 Uhr: Die Hoffnung auf Segen. Mittwoch: Weh dem der lügt. per Schockbund 1,00-1,50. Salat, per Schock 0,00. do. Escarole, Annahme dieses Antrages, den auch Genoffe Bied befürwortete, Nachmittag 3 Uhr: Die rote Robe. Donnerstag: Der Hochtourist. Nach per Mandel 1,50-1,75, ist dem Magistrat und namentlich dem Stadtbaurat eine empfind- mittag 3 Uhr: Fiesto. Freitag: Doppelfelbstmord. Sonnabend: Doppeljelbft 100 Bid. 2,50-3,00. Teltower Rüben per 100 Bfb. 8-10. Weiße Rüben, große liche Niederlage bereitet worden. Ferner war bei dieser Angelegen- mord. Sonntag: Hafemanns Töchter. Rachmittag 3 Uhr: Die rote Nobe. 2-2,50, fleine 5-6. Rote Rüben 1,50-2. Blumenkohl holl. per Stopf 0,00. ital. per Stopf 0,15-0,28. Wirsingfohl ber Schod 3,00-6,00. Rotfohl heit durch den Stadtb. Dr. Baumert der Antrag eingebracht, Montag: Der Hochtourist. Rosenkohl p. 100 Bfd. bas Ortsstatut betr. die Anzahl der Stadtverordneten aufzuheben. Schiller Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag: p. Schod 3,00-8,00. Beißlohl Schod 2,00-3,00. Auch diesem Antrag stimmt die Versammlung zu und ist dadurch Hasemanns Töchter. Nachmittag 3 Uhr: Die rote Robe. Montag: Gee 18-20. Grünkohl per 100 Bid. 4-6. Schnittlauch 12 Töpfe 4-4,50. StohlKürbis 5-8. Birnen, per 100 fd. hiesige 7-16, Schloffen. Dienstag: Donna Diana. Nachmittag 3 Uhr: Mathias Gollinger. rüben, Schod 2-3. erreicht, daß die Anzahl der Stadtverordneten um 6 und nach der Mittwoch: Das Lumpengefindel. Nachmittag 3 Uhr: Doppelselbstmord. böhmische 8-20. Alepfel, per 100 Bfd., biefige 3-20, Gravensteiner nächsten Volkszählung um weitere 6 Mitglieder vermehrt wird. Donnerstag: Mathias Gollinger. Nachmittag 3 Uhr: Minna von Barnhelm. 0,00, Tiroler in Fässern 17-30, Stifte 32-80, Amerit. 15-30. Wallnüsse Bei der weiteren Vorlage betreffend Zustimmung dazu, daß den Freitag: Donna Diana. Sonnabend: Mathias Gollinger. Sonntag: per 100 Bfd. 16-20, do. rumänische 20-25, do. franz. Cornes 24-30. Zitronen, Gewerbesteuerzahlenden der 3. und 4. Klasse die Gewerbesteuer Heimat. Nachmittag 3 Uhr: Das Lumpengesindel. Montag: Mathias Baranüffe 62-72. Haselnüsse lange 43-45, runde 33-35. Messina, 300 Stüd 7,00-10,00, 360 Stüd 7,00-9,00, 200 Std 7-11. für das 4. Quartal 1906 erlaffen wird, da diese Steuer durch die Gollinger. Barenhaussteuer beinahe gedeckt wird, weist Genosse Pied in etwas Apfelsinen, Jaffa, per Stifte 8-14, Murcia 200 er per Stifte 7-12, do. 300 er ironischer Weise darauf hin, wie weit die Erträgnisse der Waren. 9-11, Balencia 420 er per Stifte 13-20, do. 714 er 18-23. Gr= haussteuer hinter den Erwartungen zurüdgeblieben feien. wartet hatte man zirka 80 000. und eingekommen find rund 18 000 M. Die Vorlage wird genehmigt. Es wird vom Magistrat beabsichtigt, eine Schankkonzessionssteuer einzuführen und soll die Angelegenheit in einer zu wählenden gemischten Kommission vor. beraten werden. Die Stadtverordneten 3fchalig und Genosse Bied weisen darauf hin, daß die Schankwirte doch schon start genug belastet sind, man möge doch, so meint Genoffe Pied, lieber eine Wertzuwachssteuer einführen, die werde beffere Erträgnisse liefern. In bie Kommission wird u. a. auch der Genosse Köpnid gewählt. Für die Vorarbeiten zur Reichstagswahl bewilligte die Versamm Lung 600 M. Es werden dann noch 4 fleinere Borlagen erledigt. Bei einer derselben wird der Stadtverordnete Malermeister Rupte von dem Genossen Bied hübsch abgeführt. Die Beratung der Etats wird vertagt. Berliner Theater. Sonntag: Liselott. Montag: Geschlossen. Dienstag: Sherlock Holmes. Nachmittag 3 Uhr: Sherlod Holmes. Mittwoch: Sherlod Holmes. Nachmittag 2 Uhr: Fauft. Donnerstag: Sherlod Holmes. Nachmittag 3 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Freitag: Sherlod Holmes. Sonnabend: Sherlod Holmes. Nachmittag 3 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Sonntag und Montag: Sherlock Holmes. = do. Endivien 1,75-2,00. Mohrrüben per Briefkaften der Redaktion. Wenn Sie G. R. 1. Gewißheit. Luftspielhaus. Sonntag: Husarenfieber. Nachmittag 3 Uhr: Die bon Hochfattel. Montag: Husarenfieber. Dienstag: Husarenfieber. Nachmittag 3 Uhr: Der Familientag. Mittwoch: Husarenfieber. Nachmittag 3 Uhr: 3. 6. 76. Legen Sie gegen die Anordnung der Steuerbehörde Be Nachmittag 3% Uhr: schwerde ein. Das Gesez und die dazu erlassenen Ausführungsbestimmungen Der Familentag. Donnerstag: Husarenfieber. mittag 34, Uhr: Gänseliesel. Sonntag: Husarenfieber. Nachmittag 3 Uhr: cilige Fragen beantwortet haben wollen, so wenden Sie sich, wie wir wieder Sonnabend: Hufarenfieber. Nach- rechtfertigen unseres Erachtens die Anordnung nicht. Gänseliesel. Freitag: Hujavenfieber. Die von Hochfattel. Montag: Husarenfie ber. Lorking Theater. Sonntag: Fra Diavolo. Nachmittag 3 Uhr: Der bolt betont haben und täglich anführen, an die juristische Sprechstunde. G. A. 38. 1. Die Stiefmutter erbt mit. 2. Nein. Waffenschmied. Montag: Geschlossen. Dienstag: Martha. Nachmittag 1. 160 Broz einschließlich 35 Proz. Kreissteuer. 2. Das ist verschieden. 3 Uhr: Bar und Zimmermann. Mittwoch: Die Regimentstochter. Nach- m. 100. Offenbacher Strankenkasse, Brinzenstr. 66, bei Hink. 3. 21. mittag 3 Uhr: Der Wildschütz. Donnerstag: Zar und Zimmermann. Nachmittag 3 Uhr: Peter und Baul reisen ins Schlaraffenlund. Freitag: Sie find nicht verpflichtet, die Waren abzunehmen, da der frühere Bertrag wegen Ihrer damaligen Minderjährigkeit ungültig war. Die Fledermaus. Sonnabend: Martha. Nachmittag 3 Uhr: Beter und 1. Bei der Steuerabschäzung find fortan Versicherungsprämien, welche für Baul reisen ins Schlaraffenland. Sonntag: Die Regimentstochter. Nach Bersicherung des Steuerpflichtigen oder eines nicht selbständig zu ver mittag 3 Uhr: Undine. Montag: Der Wildschuh. Romische Oper. Sonntag: Pariser Leben. Nachmittag 3 Uhr: Carmen. anlagenden Haushaltungsangehörigen auf den Todes- oder Lebensfall gezahlt werden, bis zum Betrage von 600 Mart abzuziehen. Montag: Gefchloffen. Dienstag: Pariser Leben. Nachmittag 3 Uhr: 3. Nein. 4. Nein: Der Geschäftsinhaber draucht die Anfragen nicht zu Carmen. Mittwoch: Lafmé. Nachmittag 3 Uhr: Figaros Hochzeit. beantworten. 5. W. 14. Der Austritt aus der Landeskirche geschicht gingen in unserer Expedition Lindenstr. 69 folgende Beiträge ein: Donnerstag: Pariser Leben. Nachmittag 3 Uhr: Hoffmanns Grzählungen durch die Erklärung vor Gericht. Diese ist innerhalb vier bis sechs Freitag: Hoffmanns Erzählungen. Sonnabend: Lakmé. Sonntag: Hoff der Revierinspektionen 6,35. Jos. Pilar, manns Erzählungen. Nachmittag 3 Uhr: Carmen. Montag: Pariser Leben. Bochen nach dem Eingang der Anmeldung des Austritts vor dem Bremen 2,00. Zentralverband der Töpfer 500,-. Handtuchfahrer( Anfang 7 Uhr.) Gericht zu erklären. Ist die Anmeldung 2,80. Lotterieberein Jmmer Bech" 3,48. Von den organisierten Kleines Theater. Sonntag: Ein idealer Gatte. Nachmittag 3 Uhr: gegangen, so fönnen Sie noch am 29., 30. oder 31. den Austritt erklären. O. G. 23, Rigdorf. Nein, aber auf Antrag kann das Gericht Ihre Brauern, Berlin I 800,-. Verbandskollegen der Buchdruckerei Nachtafyl. Montag: Geschlossen. Dienstag: Ein idealer Gatte. Nach 2. Paul 38,70. mittag 3 Uhr: Nachfashl. Mittwoch: Ein idealer Gatte. Nachmittag 3 Uhr: Frau für großjährig erflären und das Vermögen ihr auszahlen. Stellen Sie einen dahin gerichteten Antrag. G. 40. Sie können teine Stlage Summa 858,33 M. Bereits quittiert 488,75 M. Sa. 1842,08. Nachtafyl. Donnerstag: Ein idealer Gatte. Nachmittag 3 Uhr: Nachtasy!. wegen des Vorfalls erheben. Die Sache ist erledigt, wenn eine Slage Weitere Beiträge werden in unserer Expedition entgegen- Gin idealer Gatte. Nachmittag 3 Uhr: Nachtasyl. Montag: Eine triviale... 107. Klagen Sie bei der Gewerbedeputation auf das Ihnen Freitag: Ein idealer Gatte. Sonnabend: Ein idealer Gatte. Sonntag: seitens der Frau nicht innerhalb drei Monaten angestrengt ift. Komödie. Bustehende. Ohne Einsicht in die Statuten läßt sich aber nicht beantworten, intvieweit Ihnen Ansprüche zustehen. Die Recherche wird fortgesetzt, die Beröffentlichung wird nicht unterbleiben. Nein. 2. 5. 200. Zum Wahlfonds Bertrauensleute genommen. Vermischtes. Opfer der Arbeit. In Rheinhausen( Reg.- Bez. Düssel dorf) wollten gestern auf der Friedrich Alfredhütte drei Maschinisten einen Gasmotor in Betrieb sehen und bemerkten, daß das Ventil, das sich in einer unter dem Motor gelegenen Kammer befindet, undicht geworden war. Alle drei stiegen in die Kammer hinab, famen nicht wieder zum Vorschein und wurden nach einiger Zeit als Leichen zu Tage gebracht. Stodung des Schiffsverkehrs. Nach Hamburger Meldung lamen wegen des auf dem Stromlaufe der Unterelbe lagernden dichten Rebels von allen auf der Elbe eingetroffenen Schiffen von vorgestern mittag bis gestern vormittag mur fieben Dampfer nach Hamburg. Alle übrigen liegen auf der Unterelbe vor Anter. Die von Hamburg abgegangenen Schiffe mußten ebenfalls wegen Nebels bald bor Anter gehen. Bei Schulau bezw. Blankenese gerieten zwei Dampfer auf Grund und blieben fiben. Schleppdampfer sind zur Hülfeleistung nach den Unfallstellen abgegangen. Unter der Beschuldigung, zahlreiche Sittlichkeitsverbrechen begangen zu haben, ist der Lehrer Hahn in Falkenstein i. Vogtl. verhaftet worden. Der Angeschuldigte, eine in der ganzen dortigen Gegend bekannte und angesehene Persönlichkeit, soll sich während feiner langjährigen Amtstätigkeit am Orte in vielen Fällen an feinen früheren Schülerinnen schiver vergangen haben; er steht im Alter von 59 Jahren, ist Vater von neun Kindern und bereits seit einigen Wochen vom Schuldienst suspendiert. Hahn ist schon vor etwa 30 Jahren wegen Sittlichkeitsverbrechens mit acht Monaten Gefängnis vorbestraft worden. Die ihm jezt zur Last gelegten Ver fehlungen liegen teilweise weit zurüd, es wird bei mehreren Straftaten Verjährung eingetreten fein. Es handelt sich unter anderem auch um Schülerinnen, die sich inzwischen verheiratet haben. Die Verbrechen soll er in der Schule verübt haben. Der Verhaftete bestreitet in der Hauptsache seine Schuld; er hat ein ärztliches Attest eingereicht, worin ihm bescheinigt wird, daß er geiftig und förperlich nicht ganz intaft sei. Hahn wurde dem Untersuchungsgefängnis in Plauen zugeführt. Im Schneegestöber umgekommen sind zivei in der Nähe der Stadt Remiremont( Bogefen) wohnhafte Landleute, welche Bich zu einem Metzger in Rupt an der Mosel gebracht hatten. Ein Rennen über den Ozean! Die Dampfer La Provence" und Kaiser Wilhelm II." find gestern mit drei Minuten Differenz in New York eingelaufen, nachdem sie auf der Route eine Wettfahrt veranstaltet hatten." La Provence" hatte Havre,„ Kaiser Wil helm II." Cherbourg berlassen. Der deutsche Dampfer traf 1 Uhr 20 Minuten in Sandy Hook ein, der französische Dampfer 1 Uhr 23 Minuten. Da die Entfernnug zwischen Havre und New York größer ist als die zwischen Cherbourg und New York, so ist der französische Dampfer Sieger in dem Wettkampfe, der von den Passagieren mit der größten Aufmerksamkeit verfolgt wurde, geblieben. Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. Rönigl. Opernhaus. Sonntag: Hänsel und Gretel. Die Buppenfee. ( Aujang 7 Uhr.) Montag: Geschlossen. Dienstag: Die Bauberflöte. Mitt woch: Samson und Dalila. Donnerstag: Der schwoarze Domino. Freitag: Zannhäuser.( Anfang 7 Uhr.) Sonnabend: Die lustigen Weiber von Windsor. Sonntag: Salome.( Anfang 8 Uhr.) Montag: Bar und Zimmer mann. Anfang 7 Uhr.) am 2. Rein. 1. Dezember einTrianon- Theater. Sonntag: Bo ist Papa? Die Schloßtellerei. Montag: Wo ist Bapa? Die Schloßtellerei. Dienstag: Wo ist Bapa? Die Schloßfellerei. Nachmittags 3 Uhr: Die Notbrüde. Mittwoch: Wo ist Papa?. R. 38. Sie find zur Abnahme feineswegs verpflichtet. Wer noch Die Schloßtellerei. Nachmittag 3 Uhr: Der Hausfreund. Donnerstag bis nicht 21 Jahre alt, auch nicht für großjährig erklärt ist, ist an den LieferungsSonntag: Bo ift Bapa? Die Schloßkellerei. Sonntagnachmittag 3 Uhr: vertrag nicht gebunden. Für die Zukunft ist es aber erforderlich, bor Abschluß eines Vertrages die Tragweite zu überlegen, da Der Hausfreund. Montag: Wo ist Bapa? Die Schloßtellerei. Luisen- Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Othello. Sonntag, ein nachheriger Rüdtritt unzulässig ist. 2. W. W. Nein. Dienstag und Mittwoch: Vergnügte Feiertage. Donnerstag: Biel Lärm Otto P. 36. Der Bertrag, den ihr Vater zu seinen Lebzeiten über um nichts. Freitag und Sonnabend: Bergnügte Feiertage. Sonntag: sein Eigentum gemacht hat, ist gültig. Sie können ihn auch dann nicht anFlotte Beiber. Dienstag nachmittag 3 Uhr: Des Meeres und der Liebe fedten, wenn infolge bes Bertrages nachher tein Nachlaß vorhanden ist. Bellen. Mittwoch nachmittag 3 Uhr: Sherlock Holmes. Donnerstag nach B. T. 36. Der Betreffende ist wahlberechtigt. mittag 4 Uhr: Aschenbrödel. Sonnabend nachmittag 4 Uhr: Frau Holle. Legislaturperiode beträgt fünf Jahre. Sonntag, den 30. Dezember, nachmittag 3 Uhr: Othello. Zentral Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Zigeunerbaron... 88. Wenn Ihr Vertrag auf zwei Jahre lautet und das Haus allabendlich: Künstlerblut. Dienstagnachmittag 3 Uhr: Die Fledermaus. nicht etwa inzwischen durch Subhastation weitergegangen ist, so kann die Höhe des Mietszinses nicht einseitig geändert werden.- 2. 100. 1. Wenz Mittwoch nachmittag 3 Uhr: Der Zigeunerbaron. Donnerstag nachmittag Ausschluß der Gütergemeinschaft besteht, nein. 2. Ja. Friedrichshagen, 3 Uhr: Die Geisha. Freitag, Sonnabend und Montagnachmittag 3 Uhr: Friedrichstr. 26. 1. Wiederholt beantwortet; der Reichstag tann beliebig Schneewittchen. Sonntag, den 30. Dezember, nachmittag 3 Uhr: Der oft aufgelöst werden. 2. Nach zwei Ordnungsrufen kann das Wort entzogen Bettelstudent. nachmittags 3 Uhr: Lenore. Abends Berliner Raubvögel. Anfang 8 Uhr. Bernhard Rose- Theater( früher Carl Weiß- Theater). Sonntag Dienstag und Mittwoch nachmittag 3 Uhr: Ausgewiesen. Donnerstag nachmittag 4 Uhr: Schneewittchen. Sonnabend nachmittag 4 Uhr: Dornröschen. Sonntag, den 30. Dezember, nachmittag 3 Uhr: Das Kätchen von Heilbronn. Abends: Eine lustige Doppelehe. Dienstag nachmittag 3 Uhr: Charleys Thalia Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Bis früh um fünfe. Zante. Mitwoch nachmittag 3 Uhr: Bis früh um fünje. Donnerstag und Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Rotkäppchen. Freitagnachmittag 3 Uhr: Die Jüdin von Zoledo. Sonntagnachmittag 3% Uhr: Charleys Tante. Residenz Theater. Abends: Florette und Batapon. Dienstag nachmittag 3 Uhr: Frou Frou. Mittwoch nachmittag 3 Uhr: Cine Hochzeitsnacht. Sonntag, den 30. Dezember, nachmittag 3 Uhr: Eine Hochzeitsnacht. Rasino Theater. Abends: Die beiben Champignol. Dienstag nachmittag 4 Uhr: Madame Bonivarb. Mittwoch nachmittag 4 Uhr: Hotel Slingebusch. Donnerstag nachmittag 4 Uhr: Merander der Große. Balaft- Theater. Die Loreley. Spezialitäten.debuntu Walhalla Theater. Spezialitäten. Reichshallen Theater. Stettiner Sänger. Metropol Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Auf ins Metropol. allabendlich: Der Teufel lacht dazu. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag nachmittag 3 Uhr: Auf ins Metropol. Sonntag, den 30. Dezember, nachmittags 3 Uhr: Auf ins Metropol abends& Uhr und die folgenden Tage: Spezialitäten. Dienstag und Apollo Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Familienvorstellung. Mittwoch nachmittag 3 Uhr: Familienvorstellung. Sonntag, den 30. Dezember, nachmittags 3%, Uhr: Familienvorstellung. Baffage Theater. Allabendlich: Spezialitäten. Karl Saverland Theater. Spezialitäten Wintergarten. Spezialitäten. Folies Caprice. Schnitzel. werden. Berliner RadfahrArbeiterVerein. 7. Abteilung. Mitgl. des Arb.- Radfahrerbundes ,, Solidarität". Todes- Anzeige. Am 20. d. Mts. verstarb unser Sportsgenoffe Paul Fischer, Pantstraße 46b. am Ehre seinem Audenken! Die Beerdigung findet 24. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle Friedrichsfelde aus ftatt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Abteilungsvorstand. Sonntag: Der Dorfmusikant und somiter Dr. Schünemann Ueber'n großen Teich. Täglich: Der Sorgenbrecher. Dienstag nachmittag Deutsch Amerikanisches Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: 3 Uhr: Uebern großen Teich. Mittwoch nachmittag 3 Uhr: Uebern großen Teich. Donnerstagnachmittag 3 Uhr: Uebern großen Teich. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Uebern großen Teich. Urania Theater. Taubenstraße 48/49. Sonntag: Frühlingstage an der Riviera. Ab Dienstag: Die Feuergewalten der Erde.( Anfang 8 Uhr.) $ Allgemeine Familien Sterbetasje. Heute: 8abltag Aderftr. 128 bei Wiesenthal und Mariannenstr. 48 bei Liebehenschel von 3-6 11hr. Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Markthallen- Direttion.( Großhandel.) 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Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Engros- Geschäft Neuer Markt 1-2, Laden. Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz In unserer Prozeß- Angelegenheit haben wir folgenden Beschluß erwirkt: gegen In Sachen der Firma Konfektionshaus„ Blitz zu Berlin, vertreten durch die Rechtsanwälte Weinberg und Dr. Franz Hoeniger, Berlin, Königstr. 37, den Kaufmann Heinrich Schendel zu Berlin, Rosenthalerstr. 25, wird im Wege der einstweiligen Verfügung auf Grund des Paragraph 8 des Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs angeordnet: Der Antraggegner hat bei Vermeidung einer Geldstrafe bis zu 300 Mark für jeden Tag der Zuwiderhandlung das an seinem Geschäftslokale angebrachte Schild mit der Aufschrift: ,, Blitz schnell Räumungs- Preise zu entfernen. Der Antraggegner hat sich bei Vermeidung derselben Strafe bis 300 Mark für jeden Tag der Zuwiderhandlung jeden Gebrauchs des Wortes ,, Blitz" zu enthalten, bei derselben Strafe zu unterlassen, selbst oder durch Angestellte oder angenommene Leute Personen, welche die Straße passieren, durch laute Rufe, Armbewegungen und Zusicherungen, er sei der richtige ,, Blitz" von dem Geschäft des Antragstellers hinweg und in sein eigenes Geschäft hineinlocken zu lassen. Berlin, den 10. Dezember 1906. Kgl. Landgericht 1. 19. Kammer für Handelssachen. gez. Fehmer. Dahlheim. Homeyer. Ein fröhliches Fest allen unseren Kunden wünscht das allbekannte Konfektionshaus „ Blitz"* 99 Wir bitten genau auf die Firma ,, Blitz zu achten, nur ( Ecke Auguststraße). Kommandantenstr. 43 Rosenthalerstraße 9 Chausseestraße 80. Gr. Frankfurterstr. 137 ( nahe Moritzplatz). ( zwischen Koppen- u. Fruchtstraße). Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Damentuche, schwarz u. 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Zu einer schweren Eisenbahnkatastrophe Schaden. Vom etwas zu weit gegangen seien. Uebrigens sei schon jetzt urkundlich gelegte Revision wurde vom VI. Zivilsenat des Reichsgerichts festgestellt, daß der Gerichtsvollzieher sich nicht in vorschriftsmäßiger zurückgewiesen. Ausübung seines Amtes befunden habe, weshalb die ganze Anklage Drei Instanzen waren nötig, um dem sicherlich kolonialfallen müsse. Der Vorsigende sprach auch seine Anficht dahin schwärmerischen Jagdliebhaber flarzulegen, daß auf Menschenleben hätte beinahe ein Borfall geführt, welcher gestern die 2. Straffammer aus, daß der Gerichtsvollzieher nicht vorschriftsmäßig berfahren und Rücksicht zu nehmen eine Rechtspflicht ist. Abermals drei Instanzen des Landgerichts III in einer längeren Sigung beschäftigte. Wegen bertagte, dem Antrag des Verteidigers entsprechend, die Ver- werden wohl mit der Höhe des Schadens sich befassen müssen. fahrlässiger Transportgefährdung, qualifizierter Sachbeschädigung handlung gegen den Angeklagten. Uebernimmt der Beschlagschmied bei Ausführung eines Hufbeschlags bezw. versuchter Beamtenbestechung mußten sich der Kutscher Gustav auch die Tierhalterhaftung? Milster und der Kaufmann Ernst Klähn verantworten. Am Bei Treibjagden haftet der Jagbherr für den Menschen zugefügten Diese Frage tam kürzlich vor dem vierten Zivilsenat des ReichsNeujahrstage d. J. hatte der Angeschuldigte Klähn, der Juhaber verschiedener Fleischwarengeschäfte in Berlin ist, mit seinem Bruder Die Rüdsichtslosigkeit von Großgrundbesizern und Jagd- gerichts zur Entscheidung. Jagd- gerichts zur Entscheidung. Von einzelnen Oberlandesgerichten war dem Forstverwalter K. und der Familie des Schlächtermeisters liebhabern gegenüber dem Leben und der Gesundheit ihrer Mit- früher der Standpunkt vertreten worden, daß der Hufschmied mit Stödel mit Fuhrwert einen Ausflug nach Wannsee unternommen. menschen wurde in einem türzlich vom Reichsgericht entschiedenen vertrag eingehe und somit auch die Gefahrenhaftung für alle Unfälle dem Tiereigentümer beim Beschlagen eines Pferdes einen WerkNachdem dort eine Kleine Nachfilvesterfeier stattgefunden hatte, trat Schadenersaßprozeß wieder drastisch beleuchtet. Die Weltanschauung vertrag eingehe und somit auch die Gefahrenhaftung für alle Unfälle die Gesellschaft gegen 11 Uhr nachts in vergnügter Stimmung die dieser Herren kommt bei der häufig erfolgenden Ablehnung der übernehme, welche sich während des Beschlagens ereignen. Heimfahrt an. Auf dem Wege von Beelitzhof kreuzten sie in der Forderung auf Schadenersaz zur Geltung, die aus Anlaß einer Reichsgericht ist diese Annahme in der gekennzeichneten allgemeinen Nähe der Bahnwärterbude 2 die Berlin- Weglarer Bahn. Kurz Jagd angeschossene Leute erheben. Gleichviel wie juristisch die Form verneint worden. Dagegen läßt das Reichsgericht die bevor sich das Fuhrwerk, welches von dem Angeklagten Milster Frage der Haftung zu entscheiden ist, sollte man annehmen, müßten Gefahrenübernahme für Verträge gelten, die zwischen einem Tiergelenkt wurde, dem Bahnübergang genähert hatte, waren die bie elementarsten Rücksichten auf den Wert eines Menschenlebens, halter und einem Trainer und Zureiter geschlossen worden. Der Hufschmied B. in Tönisheide bei Nowiges hatte Schranken von dem Bahnwärter Roßband heruntergelassen worden, Menschen, die die Jagdspielerei betreiben, veranlassen, ohne weiteres weil der Potsdamer Vorortzug jeden Augenblick den Ueberweg alle Schäden zu ersetzen, die durch den Jagdbetrieb verursacht sind. Beschlagen übernommen und war von dem Tiere in der Schmiede ein Pferd des Landwirts W. in Bötel bei Wülfrad zum passieren mußte. Die Wegschranken waren vorschriftsmäßig Anders steht es in der Praxis. Das Landgericht Elberfeld erklärte die init je einer Laterne erleuchtet. Als der Bahnwärter sah, daß sich Es scheint fast, als ob die Jagdprozen annehmen, ein einfacher berlegt worden. das Fuhrwerk mit großer Geschwindigkeit dem Uebergang näherte, Bürgersmann müsse sich noch geehrt fühlen, wenn Kugeln statt des Schadensersanforderung( 2000 m. jährliche Rente wegen Erwerbsbeeinträchtigung neben den Heilungskosten) des Hufschmiedes gegen rief er dem Angeklagten Milster warnend zu. Dieser hieb jedoch herrschaftlichen Wildes ihn treffen. auf die Pferde ein und jagte in vollem Galopp auf die Schranken Das Reichsgericht hat in dem ihm unterbreiteten Schaden- den Landwirt als Tierhalter für gerechtfertigt. Auch das zu, trotzdem der Vorortzug bis auf hundert Meter herangenaht war. erfahprozeß anerkannt, daß dem Jagdveranstalter auch die Rechts- Oberlandesgericht Köln sah in diesem Falle den Tiereigentümer als Tierhalter an, verurteilte ihn jedoch nur zur Hälfte der Durch die Aufmerksamkeit des Lokomotivführers, der die gefährliche pflicht zum Schadenersaz obliegt. Situation sofort erkannt hatte, wurde ein schweres Unglück ver- Der in diesem Prozeß auf Schadenersatzleistung Beklagte, deffen geforderten Schadensleistung, indem es den Anspruch des Klägers zur Hütet. Die beiden Pferde des Fuhrwerks wurden scheu und Name leider nicht genannt ist, hielt am 7. November 1902 auf dem Hälfte wegen eigenem Verschulden abwies, da dieser bei den Aufdurchbrachen die Schranken. Mitten auf dem Gleife stürzten sie von ihm zur Jagd gepachteten Terrain in der Rheingegend eine richteversuchen des Pferdes eine falsche und gefährliche Stellung dann nieder, während der Eisenbahnzug knapp zwei Meter davor Treibjagd ab, zu der er eine Reihe von Gästen geladen hatte. Das eingenommen hatte, in welcher er sich sagen mußte, daß das Pferd zum Stillstand kam, da der Führer alle ihm zu Gebote stehenden eigentliche Jagdterrain bildete eine Schlucht, in welcher getrieben bei den Versuchen, festen Halt zu bekommen, mit den Vorderfüßen Bremsmittel in Anwendung gebracht hatte. Der Vorortzug fonnte wurde. An dem ziemlich steilen Abhange waren die Schüßen auf- um sich schlagen werde und ihn somit auch leicht treffen könnte. Gegen das oberlandesgerichtliche Urteil hatte der Beklagte erst mit mehreren Minuten Verspätung die Weiterfahrt antreten, da gestellt, während sich an die obersten Abhänge das Feld schloß. Indie Pferde mit vieler Mühe von den Gleisen geschafft werden folge eines Schrotschusses wurde ein auf den nahen Aeckern Revision eingelegt, indem er sich auf die Gefahrenübernahme mußten. Nach diesem Vorfall forderte der Bahnwärter die Be- mit Kartoffelernten beschäftigter Messer beftemacher am des Hufschmiedes beim Beschlagen berief, ähnlich wie diese bei dem teiligten auf, in seine wärterbude zu kommen zweds Feststellung Auge verlegt. Nun forderte der Verlegte wegen Verlustes eines Bureiter und Trainer angenommen worden ist. Das Reichsgericht der Personalien. Bei dieser Gelegenheit soll der Angeklagte Auges eine jährliche Rente bon 1800 Mart wegen aus besonderen Umständen, Verkehrssitten usw. eine solche Gefahrenwies die Revision zurück, indem es hervorhob, daß nur Klähn sein Portemonnaie gezogen und dem Bahnwärter gänzlicher Erwerbsunfähigkeit. ein Zwanzigmartstüd angeboten haben. Hierin er Das Landgericht und das Oberlandesgericht Köln übernahme gefolgert werden könnte. blickt die Anklage eine versuchte Beamtenbestechung.- Bor erkannten den Anspruch des Klägers dem Grunde nach für Gericht bestritten beide Angeklagte, sich strafbar gemacht zu haben. gerechtfertigt an. Das Landgericht geht davon aus, daß bei Milster behauptete, er habe bei der herrschenden Dunkelheit die der Einwirkung mehrerer bei einem Schaden jeder gleichmäßig zu Schrankenlaternen erst im letzten Augenblicke bemerkt, da der Weg haften habe und somit§ 830 des Bürgerlichen Gesetzbuches Anan dieser Stelle eine Biegung mache. Das Gericht tam auf wendung finde. Diese Anschauung wird vom Oberlandesgericht Die juristische Sprechstunde findet Friedrich str. 16, Aufgang 4, Grund der Beweisaufnahme bezüglich der qualifizierten Sach- aber verworfen. Auch erklärt das Oberlandesgericht, daß der§ 831 eine Treppe( Sandelsstätte Bellealliance, Durchgang auch Lindenstr. 101), Geöffnet 7 Uhr. beschädigung zu einer Freisprechung und verurteilte den An- nicht zur Anwendung kommen könne, denn die Jagdgäste seien nicht wochentäglich von 7 bis 9½ Uhr abends statt. geklagten Milster nur wegen Transportgefährdung zu 50 Mart vom Beflagten mit der Jagd beauftragt und somit zu einer Ver- Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein Geldstrafe, Klähn wurde von der Anklage der versuchten richtung bestellt worden, sondern es sei ihnen die Jagd anheim- Buchstabe und eine Zahl als werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort Beamtenbestechung fostenlos freigesprochen, da er lediglich gestellt gewesen. Mit Recht müsse aber der§ 823 des Bürgerlichen wird nicht erteilt. Gilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. A. S. Auf fünf Jahre. Kaution für etwa angerichteten Schaden hatte hinterlegen wollen. Gefeßbuchs zur Anwendung gelangen, und zwar wegen FahrF. B. 77. Die Aufforderung an die zu lässigkeit bei der vom Betlagten übernommenen Weihnachten in die Heimat reisenden zur Agitation ist Sache der einzelnen Widerstand gegen die Staatsgewalt? Leitung der Jagd. Die Schüßen fonnten nur schießen, nach- Wahlkomitees und auch in den einzelnen Zeitungen, z. B. im Vorwärts" bom 20. d. M. enthalten. A. D. 1. Nicht mehr zu kontrollieren. 2. Ja. Ein Kampf mit dem Gerichtsvollzieher Shred zog dem dem das Wild, von unten gejagt, die Schüzenlinie passiert hatte, um P. B. 89. Die Verjährungszeit für Beleidigungen beträgt fünf Jahre. Schriftsteller Grempe und dessen Wirtin Fräulein Jonas eine die Abhänge hinauf zu laufen. Wenn nun auch die Abhänge allein Es muß aber der Antrag auf Bestrafung innerhalb drei Monaten nach Anklage wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt, als Schußbereich gelten, so war doch mit Sicherheit zu ertvarten, Kenntnis von der Beleidigung bei Gericht oder der Staatsanwaltschaft geG. 2. 1. 1. Uns nicht bekannt, das Statut müßte das Nähere Mißhandlung, Beamtenbeleidigung usiv. zu. Jm gestrigen Termin daß einzelne Schrotladungen über den sichtbaren Teil des Schuß- stellt sein. zur Hauptverhandlung war Grempe selbst nicht erschienen. Nechts- bereiches hinausfliegen und so die in der Nähe liegenden Felder be- ergeben. 2. Sie hätten sich der Hülfe des Winkeltonjulenten nicht bedienen G. 2., anwalt Dr. Broh beantragte für ihn Vertagung bis zur Erledigung streichen konnten. Der Beklagte hätte so sich darum nicht darauf ver- follen, eine nachträgliche Rückforderung ist aber nicht möglich. eines auf die Anzeige des Herrn Grempe gegen den Gerichtsvollzieher laffen dürfen, daß die Schüßen nur auf das tiefer laufende Wild Dänenstraße. Nein. Ist im Vertrage nichts vereinbart, so hat der Hausanhängig gemachten Straf- und Disziplinarverfahrens. Er ftüßte schießen würden, sondern er hätte mit der Möglichkeit rechnen wirt die Scheiben zu ersetzen; in der Regel wird das Gegenteilige im Mietsvertrage vereinbart. sich hierbei besonders auf eine Aftennotiz, wonach der Staats- müssen, daß der im Jagdeifer befindliche Schütze gegebenenanwalt das Verfahren gegen Grempe abgetrennt hatte, um falls auch höher schießen würde, und hätte er deshalb einen feine Verzögerung eintreten zu lassen. Der Verteidiger derartigen Unglücksfall durch geeignete Maßnahmen verhindern hob dem gegenüber hervor, daß es weit mehr im öffent- müssen. Das Berufungsgericht geht davon aus, daß der Beklagte lichen Interesse liege, das Strafverfahren gegen den Gerichts- die im Felde befindlichen Personen aufforden laffen konnte, sich vollzieher zu beschleunigen, da es wichtiger sei, festzustellen, ob ein während des Schießens zu entfernen. Da er dies unterließ, habe Beamter, der täglich noch zu gleichem Dienst verwendet werde, er fahrlässig gehandelt, denn er hätte mit dem Vorhandensein von bei den Vollstreckungshandlungen gefegmäßig vorgehe, als ob Feldleuten auf den angrenzenden Aeckern rechnen müssen. Privatpersonen bei ihrer Verteidigung gegen einen solchen Beamten Briefkaften der Redaktion. Briefkaften der Expedition. Patienten in Beelit, Buch usw. Diejenigen unserer Abonnenten, die noch während des ganzen nächsten Monats in der Heilstätte bleiben, wollen uns wegen der Ueberweisung von Freiexemplaren sofort thre Adreſſe einsenden, da bei verspäteter Bestellung die ersten Nummern des neuen Monats von der Post nicht geliefert werden. Alle Adressen müssen jeden Die gegen das oberlandesgerichtliche Urteil vom Beklagten ein- 1 Monat neu eingesandt werden. Preisausschreiben für die deutsche Arbeiterschaft. Wir waren überzeugt, daß unser Ende September d. Js. veröffentlichtes Preisausschreiben für die deutsche Arbeiterschaft eine große Beachtung finden würde, wir fonnten aber nicht erwarten, daß so viele, viele tausende Zuschriften eingehen würden, die den Wert von Kathreiners Malzkaffee in einer so überzeugenden Weise schildern, wie das tatsächlich der Fall gewesen ist. Es ist uns deshalb unmöglich, allen Bewerbern das Resultat des Preisausschreibens bis zum 20. d. Mts. bekannt zu geben. 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