Nr. 273. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzbarb: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Gingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pig., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fe Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefitagen bis 9 Uhr Bor: mittags geöffnet. Seenfpred- Ansching Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Ueber den Sonntag, den 20. November 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Entwurf des neuen prenßischen teiten, da alle diese Roften auf die Konsumenten, d. h. die Kommunalabgaben- Gesetzes hindert das fezt übliche spekulative Zurückhalten von unEbenso zu tadeln ist die Zulassung der Gebühren für dem Eigenthümer zu tragen. Eine energische Rentensteuer Beaufsichtigung von Bauten, Messen, Märkten und Luftbar zwingt aber zur festen Ausnutzung des Grundstücks, sie breite Volksmasse, abgewälzt werden. oder schlechtbebauten Terrains; sie wirkt deshalb auf ErDagegen muß man sich mit dem Prinzip des§ 7 ein höhung der Bauthätigkeit und muß eine bessere und billigere bielt neulich Genosse Rechtsanwalt Landé im Elberfelder verstanden erklären, der die Kosten für Anstalten und Ein Befriedigung des Wohnungsbedürfnisses zur Folge haben. Sozialdemokratischen Volksverein einen Vortrag, den wir richtungen, die z. B. den Grundeigenthümern, Gewerbe- Jede Gebäudesteuer wird die entgegengesetzte Wirkung Da sie alle Gebäude gleichmäßig trifft, wird sie nach dem Bericht unferes dortigen Bruderorgans hier wieder treibenden besonders von Vortheil find, auch durch besondere üben. einzuziehen gestattet. Ob aber auf die Miether abgewälzt werden; da sie das Baugeben, weil das Thema der Kommunalbesteuerung jedenfalls Steuern von diesen ernfte Beachtung seitens der Parteigenossen verdient. Ge- Grundeigenthümern zusammengesezten Stadtverwaltungen die Bauthätigkeit hemmen. Also nur die Rentensteuer kann ernste Beachtung seitens der Parteigenossen verdient. Ge- von dieser Bestimmung in unseren großentheils aus fapital gegenüber jedem anderen Kapital belästigt, wird sie aoffe Landé führte aus: der nöthige Gebrauch gemacht werden wird, erscheint aller von hier ans gebilligt, diese aber muß sogar aufs entschie Die sozialdemokratische Partei hat ein wesentliches dings mehr als zweifelhaft. denste empfohlen werden. Einer energischen Durchführung Interesse, sich lebhaft mit diesem Gesetzentwurf zu beschäftigen. Er wird zwar im Landtage berathen werden, wo die Ar- Schließlich ist hier die Bestimmung zu erwähnen(§ 8), einer solchen stehen aber die Bestimmungen des Entwurfes beiterklasse infolge des Wahlsystems nicht zu Worte kommen baß Schlachthausgebühren insoweit zugelassen werden sollen, über das Verhältniß der einzelnen Steuerarten zu einander fann; seinen praktischen Inhalt kann er aber erst durch die daß außer Deckung der Betriebskosten eine achtprozentige und das überwiegende Interesse der besitzenden Klassen Steuerordnungen der einzelnen Kommunen erhalten. Und Berzinsung des Anlagefapitals herauskommt. Das heißt im Wege. Was schließlich die noch übrig bleibende direkte Eingerade der Nachweis, wie sehr diese Steuerordnungen auf nichts anderes, als eine indirekte Besteuerung des Fleisches, kommensteuer betrifft, die nie 100 Prozent der Staats die Lebenshaltung der Arbeiterklasse und jedes einzelnen die nur eine weitere Einschränkung des so schon allzuArbeiters einzuwirken vermögen, wird der beste Sporn für geringen Fleischkonsums der Arbeiterklasse herbeiführen kann. Steuer übersteigen soll, so ist zu tadeln, daß die HeranSoweit die Einkünfte aus den erwähnten Gebühren und ziehung der Einkommen unter 900 Mart zugelassen wird. jeden Arbeiter sein, mit allen Kräften für die Eroberung Beiträgen nicht zureichen, werden zunächst indirekte Steuern Wenn die Steuerbeträge auch geringe find, bis 4. Mark, so der Kommunalverwaltungen einzutreten. Der vorliegende Gesetzentwurf ist von dem Bestreben zugelassen, sofern teine reichsgefeßlichen Bestimmungen im entbehren diese Kategorien doch jeden Groschen schwer, auch hat die Praxis bisher stets gezeigt, daß die Einnahmen aus getragen, den Fammer der bejizenden Klassen über die neue Wege stehen. Mehrbelastung durch das Einkommensteuer- Gesetz vom Ausgenommen von der indirekten Besteuerung sind diesen Steuern fast durch die Kosten der Einziehung aufAusgenommen von der indirekten Besteuerung sind gewogen werden. Wenn aber weiter gestattet ist, die Einvorigen Jahre und die gleichzeitig vorgeschlagene Ber- allein Fleisch, Getreide, Mehl, Backwerk, Kartoffeln und kommensteuer durch Aufwandstenern, Miethstener 2c. zu ersehen, mögenssteuer dadurch zu stillen, daß hier der Weg geöffnet Brennmaterial". Diese Ausnahmen sind sehr löblich nur so würde das eine wesentliche Benachtheiligung der Befizlosen wird, auf welchem die städtischen Lasten großentheils von hat sich vorhin(§ 8) gezeigt, daß auf einem Umwege die in zur Folge haben, die überall einen erheblich größeren Prozent den besitzenden Klassen auf die besitzlosen übergewälzt werden direkte Fleischsteuer doch zugelassen ist. Ueberhaupt müßten von faß ihres Einkommens für Miethe ausgeben müssen als die der indirekten Steuer im Interesse des Proletariats alle Besitzenden und deshalb durch eine solche Steuer verhältnißDer Entwurf bestimmt, daß die Ausgaben bestritten Massenkoufum- Artikel, z. B. Bier, Gemüse zc. ausgeschlossen werden sollen, soweit die Ueberweisungen und Einkünfte aus sein. Praktisch werden indirekte Steuern nur auf solche mäßig härter betroffen werden, wie durch eine Einkommendem städtischen Vermögen nicht zureichen, durch Gebühren gelegt und somit allein die Arbeiter belastet, während von und Beiträge, indirekte und direkte Steuern und Natural- unserem Standpunkte aus als einzige zulässige indirekte dienste. Steuern sollen nur subsidiär erhoben werden und Steuer die Besteuerung von wirklichen Luxusartikeln zu direkte mur, soweit die indirekten nicht zureichen. Gewerbliche Unternehmungen sollen rein kapitalistisch An letter Stelle treten schließlich die direkten Steuern Daß endlich bestehende Vorrechte der Beamten und verwaltet werden; sie sollen mindestens die Ausgaben eins ein und Realsteuern auf Grundbesitz und Realsteuern auf Grundbesiz und Gewerbe- Militärs und sogenannte erworbene Rechte, Grundsteuerschließlich der Verzinsung und Tilgung des Anlagekapitals betrieb und Einkommensteuer. Die Realsteuern dürfen freiheiten aus besonderem Titel, nicht angetastet werden, tecken. Schon diese Bestimmung verdient von unserem ganz neu geregelt werden. Wenn bei dieser Regelung Standpunkt herben Tadel. Bei städtischen Unternehmungen die Interessen der besiglosen Klassen maßgebend wären, versteht sich bei diesem Gesetz von selbst. sollte mehr auf angemessene Entlohnung der Arbeiter, als auf müßte sie so erfolgen, daß einmal eine Abwälzung der tönnen. nennen wäre. ftener. Schließlich ist gegen die Einführung von Naturaldiensten insoweit energisch Front zu machen, als sie befonders für die etwa freigelassenen Einkommensstufen unter 900 W. zugelassen werden sollen. Alles in Allem: Während wir von einem gerechten Verzinsung des Anlagekapitals gesehen werden; und Betriebe Steuer auf die breiten Massen ausgeschlossen und zweitens Steuersystem verlangen würden, daß es nur den Mehrwerth wie z. B. unser Wasserwerk und die Badeanstalt müßten die Befriedigung des Wohnungsbedürfnisses nicht gehemmt, trifft und deshalb neben der progressiven Besteuerung der ihre Leistungen wenigstens den Besitlosen gratis zur Ber- sondern wenigstens angespornt würde. Dies ist aber nur Einkommen von etwa 1200 M. an nur noch die Grundfügung stellen. möglich, wenn von jeder Gebäudestener abgesehen und die rente und Lugusartikel besteuert, läßt der Entwurf an allen Grundsteuer nach Maßgabe der Rente, d. h. des Verkaufs- Ecken und Enden die direkte und noch mehr die indirekte werthes der Grundstücke bemessen wird. Die Höhe der Rente Heranziehung des Arbeitslohnes der breiten Arbeitermasse eines Grundstücks ist zu bestimmter Zeit eine feste, fie wird be- zur Tragung der Kommunallasten zu. Deshalb auf, überall stimmt durch die Differenz zwischen der Ertragsfähigkeit des zur Betheiligung an den Kommunalwahlen! betreffenden Grundstücks und der Ertragsfähigkeit eines gleichen Grundstücks an der Grenze des Anbaus. Eine Steuer auf die Rente kann deshalb nie abgewälzt werden, ist vielmehr von Der Entwurf gestattet weiter für Benutzung von Anlagen, Anstalten und Einrichtungen im öffentlichen Interesse, fogar von Schulen, Krankenhäusern, Heil- und Pflegeanstalten Gebühren zu erheben, welche in den letterwähnten Fällen allerdings unter den Selbstkosten bleiben dürfen. Bon unserem Standpunkt aus müßte in diesen Fällen aber Unentgeltlichkeit gesetzlich vorgeschrieben werden. Feuilleton. Nachdrud verboten.] Bel- Ami. [ 18 Roman von Guy de Maupassant. Vorschuß bei der Kasse zu nehmen, war ein sehr einfacher Vorgang, aber er hatte ihn sehr bald abgenugt. Er batte sein Gehalt auf vier Monate im voraus erhalten, außerdem noch sechshundert Franks auf seine Zeilenbeiträge. Forestier war er weiter hundert Franks, Jacques Rival, der eine offene Tasche hatte, dreihundert Franks schuldig; ferner quälte ihn noch ein Haufen kleiner, unmerklicher Schulden von hundert Sous bis zwanzig Franks. Er fragte Saint- Botin, auf welche Methode er noch hundert Franks auftreiben könnte, aber selbst dieser erfindungsreiche Kopf wußte fein Mittel mehr. Duroy ergrimmte über seine Noth, die noch fühlbarer als früher war, weil er mehr Bedürfnisse hatte. Ein dumpfer Zorn gegen alle Welt stieg in ihm auf, eine wachsende Erbitterung, die in jedem Augen blick, bei jedem Anlaß, aus den nichtigsten Gründen ausbrach. unmerklich unter derHaud fortglitten, und 30 Franks waren voll. Dreißig Frauts täglich ergab aber eine Monatsausgabe von neunhundert Franks. Die Ausgaben für Kleider, Schuhe, Kragen, Hemden, Wäsche hatte er dabei noch gar nicht einmal mitgezählt. Am 14. Dezember hatte er keinen Pfennig mehr in der Tasche und konnte auch fein Mittel entdecken, sich irgend woher Geld zu verschaffen. Er wachte es so, wie er es früher oft gemacht hatte; er aß nicht zu Mittag und saß dann am Nachmittag in voller Wuth in der Redaktion, um die Zeit mit Arbeit todt zu schlagen. Um vier Uhr erhielt er ein Telegramm von seiner Geliebten; es lautete:" Wollen wir zusammen diniren und dann einen Ausflug machen?" " Kann heute nicht diniren," erwiderte er sofort. Dann aber überlegte er und fügte noch hinzu:„ Aber um neun Uhr erwarte ich Dich in unserer Wohnung." Er schickte einen Hedaktionsdiener mit dem Billet fort, um das Telegramm zu sparen, und saunn dann nach, wie er sich heute Abendbrot verschaffen könne. Um fieben Uhr war er noch immer rathlos und fühlte dabei eine schwere Leere im Magent. Da entschloß er sich, zu einer verzweifelten Kriegslist Zuflucht zu nehmen. Er ließ alle seine Kollegen nach einander fortgehen, und als er allein war, klingelte er heftig. Der Diener des Direktors, der dablieb, um die Bureauräume zu hüten, stellte sich ein. Hören Sie Foucart," sagte Duroy mit eiliger Stimme Nein, das genügt. Danke sehr." Sobald er die Silberstücke in der Hand hatte, lief er rasch die Treppe hinunter und speiste in einer Kneipe, wo er in Tagen der Noth zu verkehren pflegte.. Um neun Uhr saß er vor dem Kamin, wärmte sich die Füße und wartete auf seine Geliebte. Gie tam, die falte Straßenluft hatte sie erregt und in eine lebhafte, heitere Stimmung versetzt. Wenn es Dir recht ist," sagte sie, machen wir jezt gleich einen Ausflug. Das Wetter lockt ins Freie." " Warum erst fortgehen," brummte er verdrießlich,„ hier sind wir ja auch gut aufgehoben." Du kannst Dir garnicht vorstellen, was für pracht voller Mondschein draußen ist", fuhr sie fort, ohne ihren Hut abzulegen. „ Schon möglich, aber ich mag heute nicht spazieren gehen." Er sagte das mit wüthendem Gesicht. Sie war das von betroffen und fragte beleidigt: Was hast Du denn? Warum nimmst Du denn solches Benehmen au? Ich äußere den Wunsch einen Spaziergang zu machen, und da weiß ich wahrhaftig nicht, weshalb Du darüber böse wirft." Ich bin nicht böse" erwiderte er aufgebracht und erhob sich. Es ist mir blos langweilig fpazieren zu gehen." Sie gehörte zu den Frauen, die Widerstand ärgert und Unhöflichkeit außer fich bringt. Mit faltem Zorn erwiderte sie verächtlich: So redet man nicht mit mir, das bin ich nicht ges Buweilen legte er sich die Frage vor, wie er es blos angefangen hätte, in jedem Monat tausend Franks durchschnittlich ohne jede besondere Verschwendung, ohne jeden und tramte dabei nervös in den Taschen, ich habe mein wöhnt. Ich geh' allein. Adieu!" besonderen Einfall zu verbrauchen. Zählte er dann acht Portemonnaie zu Haus gelassen und muß zu einem Diner Franks für ein Dejeuner und zwölf Franks für ein Diner, im Luxembourg Restaurant. Leihen Sie mir doch fünfzig das er in irgend einem Boulevard- Restaurant verzehrt hatte, Sous, damit ich die Droschke bezahlen kann." Der Mann zog drei Frants aus seiner Westentasche aufammen, so war sofort ein Louisdor; ausgegeben; dazu lamen dann noch zehn Franks Silbergeld, die ihm so täglich und fragte: Brauchen Sie nicht mehr, Herr Duroy?" Er merkte, daß es ihr ernst damit war, eilte rasch auf sie zu, erfaßte ihre Hände, tüßte fie und stammelte: " Verzeih, mein Herz, verzeih. Ich bin heut Abend so reizbar, so nervös. Ich hatte Verdrießlichkeiten, Merger in der Redaktion, verstehst Du." Politische Ueberlicht, Aus diesem Bericht des offiziösen Bureau's ist nur ersichtlich, daß unsere Pariser Genossen, wie nicht anders zu erwarten, so einsichtsvoll waren, keinen Beschluß zu faffen über Dinge, von denen sie nur aus gegnerischen Entftellungen Kenntniß hatten. Was den letzten Saß der Depesche aubetrifft, so wird er schon durch den ersten wider legt. " daß die abstoßende Wahrheit hindurchblickt, so braucht man gliedern der Anwalts- und Aerztekammery, den studirten Autoritäten, welche den Patriotismus, den Ruhm und Lehrern der Staatsschulen, höheren Beamten 2c. und 25 pon Berlin, den 19. November. die Größe des Säfularmenschen bezeugen. Und da, nachdem den Grundeigenthümern gewählten Abgeordneten. So hofft Er, der gewaltige, ein Bierteljahrhundert lang angebetete man in Hamburg eine Reform" zu schaffen, die das Hist Aus Paris bringt das„ Wolff'sche Telegraphen Blut- und Gisengöße, sich selbst geschändet hat vor allem in den Händen des Gelöprozenthums läßt. Bureau" folgende Meldung: " Su einer Bersammlung der zur Zeit hier anwesenden Boll, die lebenden Autoritäten keine Autorität mehr Verhaftungen von Anarchisten" wurden in den fozialistischen Führer wurde auf Antrag der Maryisten haben, so müssen die Zobten herhalten, und so ist beschlossen, die Berichte von dem Berliner Sozialistenkongreß man denn in der Noth auf einen einst vielgenannten letzten Tagen aus vielen Städten, u. a. auch aus Hamburg abzuwarten, bevor man weitere Entschließungen fasse. Gleich Todten verfallen, der freilich zur Zeit, da er für den Fälscher und Altona gemeldet. Zu den Verhaftungen an den ge zeitig gab die Versammlung ihrer Unzufriedenheit mit den der Emfer Depesche Beugniß ablegte, bereits seit 10 Jahren nannten Orten bemerkt unser Bruderorgan, bas" Hamburger letzten Refolutionen Ausdruck, man habe darin die sozialistischen und mehr ein tobter Mann war nämlich auf Arnold Echo": Ruge, weiland vor 1848 Redakteur der Salle'schen Prinzipien aufgegeben." Jahrbücher und später, mit Marr, Herausgeber der Bariser Jahrbücher seit dem 1849er Revolutions- Kladderadatsch, erst platonischer Revolutionsmacher in London, dann mißvergnügter Revolutionszweifler, und schließlich teutschthümelnder Patriot- das berühmte Urbild des Atta Troll von Heinrich Heine, dem er die Unsterblichkeit verdankt. Und Atta Troll wir wollten sagen: Arnold Ruge - der Entlastungszeuge für Bismarck, hat das Zeugniß, Der Bundesrath genehmigte in der gestern unter bem Borfiz des Königlich bayerischen Staatsministers Dr. auf welches die Vertheidiger Bismarck's sich jetzt berufen, Freiherrn v. Riedel abgehaltenen Plenarsitzung die Entwürfe ausgestellt am 12. Juli 1870, einen Tag vor dem zum Reichshaushalts- Etat für 1893/94 über den allgemeinen Datum der Emser Depesche. Also daß kein Verbrechen vorliegt, soll bewiesen Pensionsfonds, für die Verwaltung des Reichsheeres, der Marine- Berwaltung und der Reichsschuld und ertheilte den werben durch ein Zeugniß, das am Tage vor Ver Gefeßentwürfen, betreffend die Gewährung von Bollbegün- übung des Verbrechens abgegeben worden ist! Das Geständniß des Fürsten Bismarck, daß er die ftigungen an nicht meistbegünstigte Staaten, wegen Abänderung Weltgeschichte burch ein Verbrechen„ redigirt" hat, und daß des Gesetzes vom 23. Mai 1873 über die Gründung und Berer waltung des Reichs Invalidenfonds, betreffend die Feststellung er durch eine Fälschung Säkularmensch geworden ist, scheint des Reichshaushalts Etats für 1893/94, wegen Aufnahme einen Bewunderern den letzten Nest ihres Verstandes geeiner Anleihe für Zwecke der Verwaltungen des Reichs- nommen zu haben. heeres, der Marine 2c., sowie betreffend die Feststellung des Haushaltsetats für die Schutzgebiete Kamerun, Togo und das füdwestafrikanische Schußgebiet für 1893/94, ferner dem Entwurf von Vorschriften über die steuerfreie Verwendung von undenaturietem Branntwein zu Heil, wissenschaftlichen und gewerblichen Zwecken die Zustimmung. Mit dem Antrage des Reichskanzlers wegen Wieder besetzung der erledigten Stelle eines ständigen Mitgliedes des Reichs- Versicherungsamts erklärte sich die Versammlung einverstanden. # Sente traten die vereinigten Ausschüsse des Bund es raths für Handel und Verkehr und für Justizwesen zu einer Sigung zusammen. Das preußische Abgeordnetenhaus sehte heute die Generaldebatte über die Steuervorlagen fort. Der frei tonservative Abg. Graf Behr sprach gegen, ber konfer vative Abg, v. Jagow für die Vorlagen. In längerer Rede bekämpfte der Abg. Eugen Richter dieselben. Nach ihm nahmen der Ministerpräsident Graf Eulenburg und der Finanzminister Miquel das Wort zur Vertheidigung der Vorlagen. Hierauf wurde die Sigung vertagt. Die Vermögenssteuer erfüllt die Bourgeois>> mit Schrecken. Die Angst, die sie haben, daß der Staat einen Einblick in ihren Geldschrank thue, tönnte nicht größer sein, wenn sie eine Einbrecherbande mit Stemmeifen und Dietrich an ihrem Geldschranke entdeckten. Die Kölnische Beitung", die eifrigfte Parteigängerin Baare's, die es ganz gerechtfertigt fand, daß er die Lohnliste der Arbeiter der Steuerbehörde überlieferte, damit nur fein Pfennig der Steuer entzogen werde, während er selbst und seine Genossen dem Staat und der Gemeinde Tausende hinterzogen, steht natürlich in ihrer Entrüstung in vorderster Steihe. Sie schreibt: 4 Das Einschätzungsgeschäft, wie es uns die neue Gine tominensteuer mitgebracht hat, wäre das reine Kinderspiel gegen die unerträglichen Belästigungen, die wir der Vermögenssteuer ju verdanken hätten. Jeder Staufmann, jeder Gewerbetreibende, jeder Landwirth müßte es fich gefalleu laffen, daß die Gina fchägungskommission mit peinlichster Gewissenhaftigkeit sein Geschäft bis auf den Speicher durchstöberte und die intimisten Geschäftsgeheimnisse, die er vielleicht selbst vor Freunden sorgfam hütet, zum Gegenstand fritischer Gr örterungen machte. Ja, nicht blos Gefchäftsleute, sondern jeder Privatmann, dem das Schicksal mindestens 6001 M. in den Schooß geworfen hat, müßte sich dieselben Unannehmlichkeiten gefallen laffen, so daß ihm am Ende fein Bischen ganz und gar verleidet würde. Wir sind überzeugt, daß manche Fälle vortämen, wo die Pflichtigen lieber etwas mehr Steuern zahlen wollten, wenn sie sich dadurch der Einschätzungsquel entziehen tönnten. Also nicht die Steuer an fich ist das Drückende und Läftige, sondern ihre Beranlagung, die etwas an die Segnungen des Bolizeiaates gemahnt, die über bies auch die Gefahr wirthschaftlicher Schädigung mit fich brächte, da vor der Geschwäßigkeit unbedachter Indiskretionen doch niemand gang ficher ist, mögen noch so gute Bürgfchaften dagegen angeboten werden. Und alle diese läftigen Widerwärtigkeiten würden sich von Jahr zu Jahr mit schaus dernder Regelmäßigkeit wiederholen! Kein Wunder also, daß große und fleine Kapitalisten, große und fleine Kaufleute, große und fleine Fabrikanten, große und kleine Landwirthe sich gegen die Zumuthung sträuben, die ihnen der Finanzminister mit den Scherereien der Vermögenssteuer auferlegen will." Das Geständniß Bismarck's, daß er die Emser Depesche gefälscht habe, um aus der Chamade" eine " Fanfare" zu machen, d. h. das unvorbereitete Frankreich zu einer Kriegserklärung an das vorbereitete Deutschland zu zwingen, hat auf alle Kreise der Bevölkerung, einzig die fozialdemokratischen ausgenommen, geradezu verblüffend gewirkt. Daß die glorreichste Periode der deutschen Geschichte" von dem Hauptatteur als das Ergebniß eines unerhörten Bubenstüds hingestellt wird wird, das ist freilich auch danach angethan, jeden, der noch das kleinste Restchen von Achtung vor der offiziellen Geschichts m a cherei und Geschichts schreiberei in sich hatte, wie ein Keulenschlag zu treffen. Am gründlichsten zerschmettert sind die National liberalen, die den Urheber des Bubenstücks zum National heiligen und das Bubenstück sammt dessen würdigen Folgen zur allerallergrößten nationalen Großthat gestempelt hatten. In Wie die Kölnische Mezze doch die Segnungen bes ihrer Berzweiflung quälen sie sich, Entschuldigungen zu finden Polizeistaates" verabscheut, wenn sie dem Geldbeutel des für die furchtbare Schuld, und der Fälschung den Charakter Bourgeois zu theil werden, während sie doch dem arbeiteneiner vielleicht nicht gerade hochmoralischen, aber jedenfalls den Volke nicht genug von diesen Segningen zuwenden hochstaatsmännischen Handlung zu verleihen. Mit Ach und kann! Krach hatten es einige Wortlauber schon fertig gebracht, : Soweit unsere Informationen reichen, befindet sich unter den Gefangenen nicht ein einziger Anarchist. Alle sind sie das Opfer eines nichtswürdigen Bubenstreiches geworden, den irgend ein Hallunke von der Gesellschaft der Londoner„ Autonomie" ausgeheckt hat. Schon vor geraumer Zeit wurde uns von verschiedenen Personen( nicht den jetzt Verhafteten) mitgetheilt, daß sie unverlangt und gegen ihren Willen aus London 2c. anarchistische Schriften, die Autonomie", Flug blätter ze. zugefandt erhielten. Wir gaben den betreffenden Personen stets den Rath, ungefäumt die Zusendungen zu ver nichten und unter femen Umständen ein Blatt weiter au geben, da alles Spigelmache sei und sie sich die größten Unannehmlichkeiten zuziehen könnten. Unser Rath fand glücklicherweise Beachtung und die Spigel erreichten diesmal ihren Zweck nicht. Nachher aber fanden fie einen anderen Weg, ihr Sündengeld zu verdienen. Ueberall, und auch in Hamburg- Altona, giebt es einzelne Personen glücklicherweise nur wenige welche infolge ihres Tempera ments, mitunter auch aus anderen, persönlichen Reibereien 2c. entstammenden Gründen, die große sozialdemokratische Partei verfaffen, weil sie ihrer Meinung nach nicht entschieden genug vorgeht. Das sind hier wenigstens die Elemente, aus welchen sich hauptsächlich die sogenannten ,, Unabhängigen" refratiren. Dazu kommen noch harmlose junge Leute, welche, ohne daß sie die fozialdemokratische Partei verlassen, sich doch gerne an den Kraftphrasen des Sozialist" berauschen. Nun aber ist es ein sehr merkwürdiger Zufall, daß überall da, wo zwei oder drei Unabhängige auftauchen, die Autonomie" und Blätter ähnlichen Schlages in den Besitz der Adressen kommen. Bald erhalten die Leute, die alles andere nur feine Anarchisten find, Zusendungen von Schriften blutrünstigen Inhalts aus London und anderen Orten. Zwei, drei Mal geht alles gut; plöglich aber, wenn so eine unverlangte Sendung eben eingetroffen ist, erscheint auch die Polizei, findet natürlich das gefährliche" Material, der Adresfat wird verhaftet und sist hinter Eifengittern, mit der troftreichen Aussicht auf einen Hochverrathsprozeß und feine schlimmen Folgen. Und dabei find die Leute vollkommen schuldlos; ihr einziges Vergehen ist durchweg die Unbesonnenheit, anarchistische Schriften aufsta bewahren, anstatt sie zu beseitigen. Darf man aber einen Menschen bestrafen( und gegen sogenannte Anarchisten ist schon mehrmals auf 3uchthaus erkannt worden!), well er eine Unbesonnenheit, die niemand den geringsten Schaden bringt, begangen hat? Darf man ihn ins Zuchthaus fchicken, weil ihm die Klarheit des Geistes fehlt, weil er vielleicht Geschmack an hochtönenden Phrasen findet? Nein! Wir protestiren dagegen, daß man einige harmlose Leute, die niemand etwas zu Leide gethan haben, ins Gefängniß stedt. Wir erklären offen, daß wir die ganze Angelegenheit für die Mache einiger in London und Berlin befindlichen Spigel halten, bie um nicht überflüssig zu erscheinen, Anarchistenprozeß" hervorrufen wollen. Geheime Ver bindungen" von Sozialdemokraten aufzuspüren( richtiger zu er finden), geht nach dem Fall des Sozialistengefeßes nicht mehr an; also her mit den Anarchisten"!- Gin eigenthümliches Bicht aber wirft es auf das Treiben der" Unabhängigen", daß fie es find, welche die zukünftigen Opfer der Spigel auerit unter ihre Fahne sammeln und daß dann einige Strolche in die Lage kommen, den Auserforenen Fallen zu stellen und sie ins Unglück zu stürzen. Wie gesagt, i und von der Unschuld sämmtlicher hier Verhafteten antandig überzeugt; wir möchten behaupten, daß feiner von ihnen eine Ahnung hatte davon, daß er Anarchist" fein soll, ferner, daß fie an alles andere eher gedacht haben, als sich zum Verbreiter anarchistischer Ideen zu machen oder gar die Propaganda der That" ju fördern. Alle sind sie die Opfer eines von langer Hand her vorbereiteten Schurkenstreiches geworden. Wir hoffen und erwarten, daß die Berhafteten wieder auf freien Fuß ge feyt werden. So unsympathisch uns die" Unabhängigen" find fo verwerflich und niederträchtig ihre Rampfesweise gegen die fozialdemokratifche Partei ist wir müssen im Interesse der Gerechtigkeit unsere Stimme erheben auch für diejenigen, welche uns angefeindet haben. Die Leute sind unserer festen Ueberzeugung nach keines Bergebens fchuldig, am allerwenigften aber eines Berbrechens, wie es in den Anarchistenprozeffen gewöhnlich Gegenstand der Verhandlungen ist. Die Gerechtig feit gebietet aber, unschuldig Verhaftete wieder in Freiheit zu feien." einen die Chamade" und" Fanfare" in ganz harmlose Begriffe Samburgische Verfassungsreform. Der Hamburger umzulügen ba verdarb ihnen Bismarck selber das Senat plant wirklich eine Reform. Wie wir aus dem„ HamKonzept, indem er in seinem Hamburger Blatt burger Korrespondent" erfahren, schwebt dem. Senat als das Geständniß ausführlicher wiederholte.-Nun Ideal einer Staatsverfassung eine Uebersehung der mecklene Der Vorstand des deutschen Kriegerbundes erhebt bleibt nichts anderes übrig, als dem bluttriefenden Ber- burgischen ins hamburgische vor. Die Bürgerschaft soll be- Namens einer halben Million after Soldaten" einen Protest brechen den glitzernden, strahlenden, blendenden Mantel stehen aus 60 aus allgemeinen Wahlen hervorgehenden Ab- gegen die Berunglimpfungen der Landwehr seitens des patriotischer Grie umzuwerfen, der schon so viele Ver- geordneten, 25 vom börsenfähigen Sandelsstand gewählten" Militär- Wochenblattes", noch mehr aber proteftivt derselbe brechen, so viele Schmach, so vielen Schmutz hat zudecken Kaulfeuten, 25 von den Gewerbetreibenden im Anschluß an gegen die demokratischen"( was gleichbedeutend mit frei müssen. Da dieser Mantel aber sehr viele Löcher hat, so die Berufsgenossenschaften, 25 von den Notabelu, den Mit Ein wenig fanfter, aber noch nicht besänftigt er widerte fie: Das geht mich nichts an. Ich will aber nicht der Günbenbod Deiner schlechten Laune sein." So hör dach, mein Schat," sagte er und zog sie an den Händen nach dem Sopha hin, ich wollte Dich ja nicht beleidigen, ich überlegte meine Worte gar nicht." Er hatte sie zum Sigen gezwungen und niete vor ihr nieder: Hast Du mir auch verziehen? Sag, daß Du nicht mehr böse auf mich bist." Sie muerte mit talter Stimme: Mag les denn gut sein, aber mach' so etwas nicht noch einmal." Dann era Siehst Du wohl, wie Du lügst, Du schlechter Mensch," fagte sie empört. Und mit einer wüthenden Bewegung riß sie sich weinend von ihm los. Er hielt sie noch einmal an den Schultern zurück und bereit alles zu gestehen, um einen Bruch mit ihr zu ver hüten, sagte er mit trostloser, verzweifelter Stimme: Ich habe teinen Pfennig Geld in der Tasche. Nun weißt Du den Grund." sinnig" gebraucht wird) Segereien, welche aus den Artikelu des Militär- Wochenblattes" Kapital gegen Katser und Reich" zu schlagen suchen. Aus dem ganzen Wortlaut diefes Protestes sieht man, daß er sich vornehmlich gegen Herrn Nichter und Genoffen wendet. Der Vorstand des Krieger bundes besteht eben nur aus Landwehr- Offizieren, die an Schneidigkeit" den Linien- Offizieren nicht nachstehen wollen und bei denen, welche bürgerliche Stellung fie auch ein nehmen mögen, jeder Hauch freisinniger" Gesinnung so verpönt ist, daß es schon einen besonderen Wuth verräth, wenn ein Reserve- oder Landwehr Offizier sie im stillen Kämmerchen verräth. Sie blieb auf der Stelle stehen und fah ihm scharf in bie Augen, um dort die Wahrheit zu lesen. Was sagst Du?" Aus Frankreich. In der französischen Des Er war bis über die Ohren roth geworden. Ja, ich putirtentammer ist die Generalbisfuffton über den hob sie sich und fügte hinzu:" So, jetzt wollen wir aus habe keinen Pfennig in der Tasche. Keinen Pfennig, be- Preßgefeß- Entwurf beendet. Die Radikalen bekämpfen ihn geben." greifft Du? Nicht zwanzig Sous, nicht zehn Sous, nicht prinzipiell, die Rechte will ihn zum Sturze des Ministeriums Er lag noch immer auf den Knien vor ihr und flehte: soviet, um einen Likör zu bezahlen, wenn wir in ein Café Boubet benutzen. Die Beendigung der Generaldiskussion Bitte, bitte, bleiben wir doch hier. Thu' mir doch den einkehren. Du zwingft mich Dir diese Schande zu gestehen. wird als ein Sieg der Regierung, welche sie befürwortete, Gefallen. Sag ja", ich bitte Dich, sag„ ja"." Ich konnte heut wahrhaftig nicht mit Dir ausgehen, ich gepriesen. Der Antrag hierauf und der Uebergang z Nein," erwiderte sie hart und bestimmt. Ich will hätte es nicht fiber's Herz gebracht Dir, wenn wir vor Berathung der einzelnen Artikel des Gesetzentwurfs wurde spazieren gehen. Deinen Launen geb' ich nicht nach." unferen Getränken gesessen hätten, in aller Ruhe zu erzählen, mit 329 gegen 228 Stimmen angenommen. Die Majoritat Er flehte noch dringender: Bitte, bitte, ich habe ja daß ich sie nicht bezahlen kain..." bestand aus den Opportunisten, einem Theil der radikalen einen Grund, einen sehr ernsthaften Grund Linken und einem Theil der konstitutionellen Rechten. " Nein," fagte sie von neuem. Wenn Du nicht mit mir ausgehen willst, geh' ich allein. Adieu!" Sie hatte ihn mit einem Stoß von sich abgeschüttelt und ging auf die Thür zu. Er eilte ihr nach und schloß fie in seine Arme: Sie sah ihm noch immer gerade ins Gesicht: Ist das auch wirklich wahr?" In einem Augenblick hatte er all seine Taschen um gekehrt, Hosen, Westen- und Rocktaschen und flüsterte B un bist Du nun... zufrieden?" Floquet wird von sämmtlichen Blättern einstimmig aufgefordert, sich sofort gegen die Anklage zu vertheidigen, das er im Dezember 1888 der Panama- Gesellschaft zwangsweise 300 000 Frants zur Wahlagitation geget So hör' doch, liebste, befte Clo, so hör doch, thu' mix fiel ihm um den Hals und stammelte:" D, Du armes Herz, gegen die Verwaltung der Banama- Gesellschaft ergehen Blöglich breitete fie leidenschaftlich ihre Arme aus, Boulanger abgenommen habe.- Die Vorladungen doch den Gefallen..." Sie schüttelte statt aller Antwort Du Du armes Herz... Das hätte ich ahnen sollen... in der nächsten Woche. Nach der ersten Gerichtssigung nur den Kopf und suchte sich aus seinen Armen los zu Wie ist es denn nur gekommen?" werden die Verhandlungen um 2 Monate vertagt. machen. melte er. Liebste, füße Clo, ich hab' ja einen Grund," stam Sie blieb stehen und sah ihm gerade ins Gesicht:„ Du lügft ja... Welchen denn?" Er wurde roth und wußte nicht, was er sagen sollte. Vater, der sich in Verlegenheit befand, unterstützen müssen. Er erfand eine rührende Geschichte. Er hätte feinen Er hätte ihm nicht nur all seine Ersparnisse gegeben, son dern auch noch große Schulden seinetwegen gemacht. ( Fortsetzung folgt.) erit Anarchisten, Namens Juschel, der jedoch jede Auskunft über Die Polizei verhaftete einen deutschen angeblichen seine Heimath verweigert. Derfelbe ist turz vor dem Attentat in der rue des bons enfants in Paris einge troffen und gilt als Mitthäter. 21 1 d d fr i b tl ei 11 0 b D I fr 221 Le fa do De A CAL bo ftr De re 87 In London kam es gestern, nachdem ein Meeting im Tower infolge aufrührerischer" Neben aufgelöst war, zu einem Handgemenge zwischen Arbeitslosen und der Polizei. Als die Polizei den die City durchziehenden Manifestantens zug aufzulösen versuchte, wurden mehrere verivundet. Parteinachrichten. # Gegen die Militärvorlage und den Militarismus erklärten fich weiter Versammlungen in Aten( Ref. Martens Staß furt), Nieder und Oberlangenbielau( Ref. Kühn). Im 11. badischen Wahlkreis finden heute vier Protest verfammlungen statt; in der Rheinpfalz wurden gestern bezi. werden heute insgesammt acht Protestversammlungen abgehalten. 11 11 * # Boziale teberlicht. laffen würden; die Stedaktion lehnte diefes Ansuchen felbstverständlich ab und schrieb dem Fabrikanten, daß sie Achtung, Vergolder und Vergolderiunen! ben Namen des Einsenders nicht nennen dürfe, selbst auf die Bei den Delegirtenwahlen, welche unsere Orta- Krantentaffe Gefahr hin, daß er seine Drohung wahrmache. Der Fabrikant in der am Montag, den 21, November, Abends 8 Uhr, Armin- schrieb dann der Redaktion u. a. Sind die drei Leute Ihrer hallen, Kommandantenstraße, stattfindenden Versammlung vorzu- der Entlassung aus der Arbeit bewahren, so handeln Sie lediglich Meinung nach wirklich unschuldig, und wollen Sie dieselben vor nehmen hat, werden, wie wir bestimmt erfahren haben, einige reaftionäre Elemente versuchen, durch Ueberrumpelung bas eft im Interesse derselben, sowie im Interesse des sozialen Friedens, in die Hände zu bekommen. Es ist daher Ehrenpflicht eines jeden Redaktion versicherte in einem Antwortschreiben abermals, daß wenn Sie mir den wirklich Schuldigen namhaft machen." Die Mitgliedes, welchem an der weiteren gedeihlichen Entwickelung unserer Staffe gelegen ist, in dieser Versammlung zu erscheinen, feiner der drei Arbeiter die Angelegenheit in die Oeffentlichkeit damit das Borhaben der Gegner, uns zu bevormunden, energisch gebracht habe. Der Name des Gewährsmannes werde nicht gezurückgewiesen werden kann. Seid daher fämintlich am Play, nannt werden. Trotzdem entließ der Fabrikant die brei Arbeiter. Die Arbeiter Wurzens haben gegen diesen unerhörten Uebergriff Kollegen, dann wird der Sieg unfer fein! Mit follegialem Gruß des Unternehmers gebührend Stellung genommen. Ernst Liste. G. Stein, Friedenstraße 80. Der Delegirtentag der fächsischen Zeptilarbeiter worden war, findet, wie die Sächsische Arbeiter- Zeitung" be und Arbeiterinnen, der wegen der Cholera verschoben richtet, nunmehr am 27. Dezember in Glauchau statt. " 1 Von der Agitation. Aus Martens wird der Rhein. träger, der Ristenmacher, der in Holzbearbeitungs- Fabriken und Die Getverbegerichts- Beifiher- Kandidaten der Bretter Weftf. Urb.- 3ta. gefchrieben: Annähernd 30 Parteigenoffen auf Solzplägen beschäftigten Arbeiter werden hierdurch aufgeaus dem westlichen Bezirk des Landkreises Dortmund unter- fordert, am Montag, den 21. November, Abends 8 Uhr, bet nahmen am Sonntag Morgen in aller Frühe einen Ausflug, um Gehlhoff, Mariannenufer 4, zu erscheinen. Zur Frage der Entschädigung für unverschuldet er die Arbeiter Zeitung" zu verbreiten. Als Sammelpunkt war Mit follegialem Gruß littene Haft theilt die Mannheimer Boltsstimme" folgenden Beche Schwerin" bei Castrop, die Domäne der Zentrumspartei, Fall mit: Am 6. November traf ein Handwerksbursche, namens bestimmt. Von hier aus ging ein jeder, mehrere Hundert Johann Lang aus Oberwuhlern in der Schweiz in Mannheim Beitungen unter dem Arm, von Haus zu Haus, zuerst den einen Landsmann, der ihn mitnahm und in zwei Wirthshäusern oberen Stock, sodann den unteren mit dem sozialistischen" Gift" An die Mitglieder der Orts- Krankenkaffe der Möbel mit Getränken regalirte. Des vielen Trinkens ungewohnt, verbelegend. Von Schwerin" aus ging's dann nach Zeche Viktor", polirer Berlins. Kollegen! Heute, Sonntag, Nachmittags wechselte Lang, als er in seine Herberge zum Schiff" zurückum von hier aus über Naugel, Dingen, Destrich, Bodelschwingh, Uhr, findet die Generalversammlung obiger Kasse im Lotale tehrte, feinen Hut. Kaum war er dort, als der Besizer des Westerfilde, Frohlinde, Merklinde den Rüdweg anzutreten. An- Andreasstr. 26 ftatt, in welcher u. A. das neue Statut zur Vor- vertauschten Sutes tam und denselben abholte und Lang befangs glaubten die Genoffen auf Widerstand zu stoßen, wurden lage und Berathung gelangt. Hier ist es nun Pflicht aller Mit- merkte, er follte sich seinen Hut nut in dem betreffenden anderen aber bald eines Besseren belehrt. Abgesehen von der durchweg glieder, die Delegirten zum Besuch der Generalversammlung zu Wirthshause holen. Lang that dies und wurde nun von den freundlichen Aufnahme, die sie fanden, konnten sie die Wahr veranlassen, da sich bei der Neuberathung des Statuts noch Vor- Gästen mit dem Rosenamen Dieb" empfangen. nach nehmung machen, daß es in den Köpfen der dortigen Arbeiter theile für die Mitglieder erzielen lassen. Gs läßt sich z. B. er- turzem veinem Schuhmann verhaftet und in das Amtsauch zu dämmern beginnt. Das bewiefen nicht nur die Neuße- möglichen der Wegfall der 3 Karenztage, die Bahlung der Kranten gefängniß abgeführt, woselbst er bis zum 16. November rungen über die gegenwärtigen Berhältnisse, sondern auch die unterstügung auch für Sonn- und Festtage, sowie die Zahlung faß und mit Zabakrippen beschäftigt wurde. Der Konsul zahlreichen Abonnements auf die Arbeiter- Zeitung"." der vollen Unterstübung für länger als 13 Wochen u. f. w. der Schweiz, an den Lang sich brieflich wandte, tröstete den Ge Kollegen! Wir haben gesehen, daß, als es galt, die freie Aerzte- fangenen: er werde genau so behandelt werden, wie die Gefangenen Sum Ausfall der Stadtverordneten- Wahlen in Breslau wahl auch für unsere Kaffe einzuführen, Delegirte und Mitglieder deutscher Nationalität, im übrigen könne er ihm nicht helfen. bemerkt die dortige Boltswacht":" Es hat sich gezeigt, daß ber sehr fäumig waren; ist dieses bei der heutigen Versammlung Wenn er ja verurtheilt werden sollte, so fei jedenfalls die Strafe aller, allergrößte Theil der Arbeiter Breslaus nicht im ftande wieder der Fall, dann haben wir uns nicht zu durch die Untersuchungshaft verbüßt. Am 16. November nun ist, eine jährliche Steuer von 12,60 m. aufzubringen. Gewiß beklagen, wenn für uns Nachtheiliges ins neue Statut Aufnahme wurde Lang vom Schöffengericht freigesprochen, da die Zeugender beste Beweis dafür, wie niedrig die Lohnfäge, wie schlecht findet. Jetzt ist es noch an der Zeit, Vortheile für die Mit aussagen seine Unschuld so evident erwiesen, daß der Amtsanwalt der Verdienst in der königl. Haupt- und Residensstadt Schlesiens glieber zu erreichen, für später fürchten wir, daß die Behörde für nicht einmal einen Strafanteag stellte. Sang war gerechtfertigt, fein muß. Bezeichnend genug allerdings ist es, wenn man, ob uns günstige Statutenänderungen so leicht nicht genehmigen aber die paar Pfennige, die er sein nannte, hatte er in der Unterwohl man weiß, daß die Verdienste gering find, die Steuersätze wird. Mögen daher die Mitglieder nicht verfäumen, die Dele- fuchungshaft zugesetzt. Der Ersatz für die verlorene Beit und noch so hoch läßt, bezeichnend genug für die freisinnige girten an ihre Pflicht zu mahnen. Statutenentwürfe sind beim die unschuldig erlittene Haft bestand in folgender BescheiStadtverwaltung. Den legten Stuhl, den lehten Schrank möchte Borsitzenden Reuter, Friedenste. 52( alte Nummer) und beim nigung: pit der Steueregetutor aus der Etube des Arbeiters bolen, der Rendanten Lederhofe, Dranienste, 169, zu haben. Nach Schluß der Dem Johann Lang von Obermuhlen wird bescheinigt, daß sich nur für die Steuern schinden und plagen muß." Troßdem Krankenkassen- Versammlung findet Abends 1/27 Uhr eine Ver- er in der Zeit vom 6. d. M. bis heute sich dahier wegen Diebaber hat er nicht die Berechtigung, jemand zu wählen, der seine fammlung der Möbelpoliver mit Damen statt, in welcher Kollege stahls in Untersuchungshaft befand, heute jedoch rechtskräftig freiInteressen beffer wahren würde, als die Herren vom Freisinn, Paul Pfundt( Delegirter zum Parteitag aus Coßmannsdorf) über gesprochen wurde. die auch Arbetterfreunde." Erwerbsverhältniffe in Sachfen speziell in unserer Branche und Mannheim, den 16. November 1892, Kollege Reuter über Aberglauben sprechen wird. Nachher folgt Großh. Bad. Amtsgericht. Beisammensein mit Tanz, Alle Kollegen nochmals au recht zahlGerichtsschreiberei. Fuchs." reichem Erscheinen ersuchend, zeichnet mit follegialem Gruß Wovon der Handwerksbursche, der sein Geld in der Unter fuchungshaft zugelegt hatte, nun leben soll, ehe er wieder Arbeit findet, darüber zerbrechen sich die Richter nicht den Kopf. Falls er aber fechten" geht, so verstößt er gegen das Gesez desselben Staats," ber ihn im Wege Rechtens" unfchuldig. im Gefängniß fizen ließ, und er wird, wenn der Gendarm ihn beim Fechten ertappt, beftraft und zwar wiederum im Wege Rechtens" gewählt. # Robert Weber, NO., Fliederstr. G. " " Die Brünner Rovnost" veröffentlicht folgendes Dem Herrn t. t. Bezirkshauptmann in Senftenberg. Bei den Stadtverordneten Wahlen in Chemnis wurden für die sozialdemokratischen Kandidaten in der Klasse der Anfäffigen 1960-1990 Stimmen und in der Klasse der Unanfäffigen 1958-2000 Stimmen abgegeben. Bei der vorigen Wahl erhielt unsere Partei taum 1800 Stimmen. Demnach ist das Resultat der Wahl für uns ein gutes, wenn uns der Sieg auch noch nicht Sämmtliche Barbiergeschäfte Sarburgs werden auf Anaufiel. Die Kandidaten der zu einem Kartell vereinigten Gegner regung der Gehilfen vom 4. Dezember ab Sonntags Nach wurden in der Klasse der Anfässigen mit 2523-4960 Stimmen uttag3 4 Uhr gefchloffen. Die Prinzipale haben sich und in der Klasse der Unansässigen mit 2626-4974 Stimmen untereinander verpflichtet, bei Nichtinnehaltung ber Bereinbarung 10 M. an die Armentasse zu zahlen. Als Erfaz soll von dem In Stettin wurden bei den Stadtverordneten- Wahlen im bezeichneten Tage ab an Sonnabenden, Abends von 6 Uhr, bis erften Bezirk( Laftadie) von unseren Kandidaten der Mentier Sonntags Nachmittags 4 Uhr das Haarschneiden für die Person für den bürgerlichen Klaffenstaat charakteristische Gingesandt: 3. Petermann mit 811( bei 898 insgesammt abgegebenen) von 25 Bf. auf 40 Pf. erhöht werden. Man denkt hierdurch das Stimmen gewählt, während Buchdruckereibefizer Frig Herbert Publikum daran zu gewöhnen, daß es das Haarschneiden an den Wir fordern Sie, Herr Bezirkshauptmann, hiermit auf, 106 Stimmen erhielt und mit dem gegnerischen Kan- Wochentagen vornehmen läßt. didaten, Restaurateur Krause, für welchen 194 Stimmen ab fünftighin den Fabritarbeitern nicht zu drehen und die ArbeiterDie Ober- Postdirektion zu Magdeburg veröffentlicht in fchaft, wenn sie ihre Beschwerden vorbringen will, ruhig angegeben wurden, sich einer Stichwahl zu unterziehen hat. In der Magdeburger Volksstimme" eine Berichtigung, die zuhören. Es ist Ihre Pflicht, als politischer Beamter, einen ge ben übrigen Bezirken unterlagen unsere Kandidaten. Die Sozialwir nachfolgend zum Abdruck bringen, da die betreffende Notis rechten Standpunkt einzunehmen und nicht immer auf Seite des demokratie betheiligte sich in Stettin zum ersten Male an den Dieses Blattes unter Angabe der Quelle im Vorwärts" reproduzirt Kapitals zu stehen. Ihre Thaten werden wir nächstens verGemeindewahlen, das Ergebnis derselben ist demnach be- wurde: öffentlichen. Die gefegeskundigen Arbeiter. friedigend. In Nr. 266 der Boltsstimme" vom 12. d. M. ist unter In Grabow bei Stettin wurden brei Sozialdemokraten der Ueberschrift Wie Militärinvaliden behandelt werben" ein Beendet ist der Streit der Talesweber in Rolomea. in die Gemeindevertretung gewählt. Bei den Stadtverordneten- Wahlen in Lüdenscheid erhielten Fall zur Sprache gebracht, monach ein Juvalide N. aus .. I bei der Bostanstalt in M 202 I als Laudbrief= In der Maschinenfabrik der Firma Leberer u die drei Kandidaten der Sozialdemokratie 150-169 Stimmen, die 7 Gegner 72-233 Stimmen. Zwei unserer Genossen kommen träger gegen den Bezug von 1 Mart täglich angestellt gewefen Borges in Königsfeld Brünn ist ein Streit ausund nach einer Postdienstzeit von 11 Jahren und 29 Zagen mit gebrochen. mit den gegnerischen Kandidaten in Stichwahl. Auch hier be- einer Pension von monatlich 50 Pf. in den Ruhestand versezt theiligte sich unsere Partei zum ersten Male an der Gefein foll. meindewahl. Zur Richtigstellung dieser Angaben, wetche sich nur auf den In Gera haben bei der Gemeinderaths Wahl die verim 45. Lebensjahre stehenden Militäriuvaliben, Landbriefträger a. D. einigten Gegner gefiegt; dagegen ist, wie die Reußische Tribüne" Nahrstedt in Wahlwinkel beziehen können, bemerke ich mittheilt, die Zahl ibrer Stimmen gegen das Vorjahr zurück ergebenst folgendes: gegangen, während unsere Stimmenzahl bedeutend stieg. Der genannte Invalide, welcher als solcher vor seiner Auf- Berliner Volkstribüne," Sozialpolitisches Wochenblatt. In Ludenwalde erhielt der sozialdemokratische Kannahme in den Postdienst an Einnahmen aus Militärfonds Vierteljahr 1,50 M., monatlich 50 Pfg. Inhalt der Nr. 47 bibat die meisten Stimmen, jedoch nicht die abfolute Mehrheit, 540 W. jährlich bezogen hat, ist am 1. September 1885 mit Aus der Woche. Sozialreform- Sozialismus.- Aus weshalb er sich einer Stichwahl zu unterziehen hat. Bei der Stadtverordneten- Wahl in Dessau bekamen wir einem Anfangsgehalt von 510 m. und dem Wohnungsgeld- Frankreich. Gebicht. Novelle. Die Juraföderation und Bei der Stadtverordneten- Wahl in Dessau bekamen wir m. im Maximum 285 Stimmen, während die höchste Stimmenzahl Bufchuß von 60 M. jährlich als Landbriefträger etatsmäßig an- Michael Bafunin. X. Gin Brief Friedrich Engels'.- Der ber Gegner 1776 betrug. Das Boltsblatt für Anbalt" meint gestellt worden und hat unmittelbar vor seiner, auf seinen Antrag Kampf uns Dasein in berMenschenwelt. III. Parteitag hierzu:„ Bei der erstmaligen Betheiligung an den hiesigen städti- wegen andauernder Krankheit, nach einer Postdienstzeit von der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. 7 Jahren 4 Monaten erfolgten Berfeßung in den Ruhestand ein fchen Wahlen und unter Berücksichtigung des hier bestehenden Von der Nenen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diey' Wahlzenfus von 1000 mart fomiten wir eigentlich feine läbliches Gehalt von 850 M. und den tarifinäßigen Wohnungs- Verlag) ist soeben das 8. Heft des 11. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Der Bank um den größeren Hoffnungen hegen, wenn wir sehen, daß nur 8546 wahl geldzuschüß bezogen. Bei feinem Uebertritt in den Ruhestand ist ihm das gefeh- Philister. Buffalo und Tenessee. Von F. A. Sorge. Arberechtigte Bürger vorhanden sind neben über 4500 städtischen liche Huhegehalt von 258 M. jährlich gewährt worden, von belterzustände in Australien. Von Max Schippel.( Schluß.) Steuerzahlern, die von der Betheiligung an den städtischen welchem Betrage 252 M. auf die Militärtaffe und 6 M. auf die Der Streit von Carmaux. Bon Paul Lafargue. Notizen. Bahlen überhaupt ausgeschlossen sind, da ste nicht genügend Feuilleton: Kunde von Nirgendwo. Einige Kapitel aus einem Steuern zahlen, ohne derjenigen zu gebenken, die überhaupt keine Bottasse entfallen. utopischen Roman von William Morris.( Fortsetzung.) Steuern zahlen, da fle ein geringeres Einkommen als 600 M. jährlich haben, und deren Zahl hier auch nicht gering ist." Bei der Gewerbegerichtswahl in Welbert siegte in der Klasse der Arbeitervertreter die sozialdemokratische Liste. In der Unternehunerklasse wurde ebenfalls ein Kandidat unserer Partei gewählt. Außerdem bezieht Nahrstedt eine Kriegs- refp. Berstümmelungszulage von 288 m. jährlich; seine Bezüge aus Militärfonds und aus der Postkasse stellen sich demnach jetzt auf insgesammt 546 M. fährlich. Die Redaktion der Boltsstimme" ersuche ich ergebenft, mit bezug auf die vorstehenden Ausführungen eine entsprechende Berichtigung in Ihr Blatt gefälligit aufzunehmen. Der taiserliche Ober- Postdirektor: Stehbock." Danach zahlt also das" bankbare Baterland" dem im Kriege Aus Frankenhausen, meldet das Saalfelder Boltsblatt", daß bei der Landtags nach wahl im 11. Kreise der sozialverstümmelten Mann täglich rund 1 M. 50 Pf. Nobel! demokratische Kandidat 208 Stimmen erhielt, während der Gegner mit 898 Stimmen den Sieg davontrug. Bei der letzten Wahl im Jahre 1890 befamen wir nur 62 Stimmen. Die Sozialdemotratie hat also auch in diesem Kreise gewaltige Fortschritte gemacht. . Polizeiliches, Gerichtliches: c. Literarisches. Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Ar beiterinnen( Stuttgart, J. H. WB. Dieß' Berlag) ist uns fbeben die Nr. 25 des 2. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalt diefer Nummer heben wir hervor: Heuchler und Otterngezücht. Anträge fozialdemokratischer Frauen zum Parteitag. Dottor Dorothea Schlöger.-Feuilleton: Am Nordpol, Nach dem Eng lifchen von B. Oliverio.( Fortsetzung.) Arbeiterinnen- Be wegung. Seleine Notizen. Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspoft- Beitungsliste für 1892 unter Str. 2564 a) vierteljährlich ohne Bestellgeld 35 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inseratenpreis die swetgespaltene Petitzeile 20 Pf. Bet der Redaktion eingegangene Schriften: Wie tödtet man Bazillen und wie heilt man die Schwindsucht? Von Ferdinand König, Halberstadt. Die Legende vom heiligen ungenähten Rock in Trier und das Verbot der 4. Lateranfynode. Von Dr. G. Kauf Streiftstr. 16-17. ann. Berlag Walter u. Apolant's Buchhandlung, Berlin W., Späte Erkenntuis. Einer der ehemals wärnisten Vertheidiger des Befähigungsnachweises, der konservative Reichstags- Abgeordnete Oberstaatsanwalt Dr. Hartmann in Blauen hat, wie das Sachs. Voltsblatt" berichtet, in einer Versammlung zu Eibenstock den Innungsmeistern erklärt, daß es mit dem Befähigungsnachweis doch seinen Saten habe; er hätte fich inzwischen mehr über die" Befähigung" der Innungen - Die Schweidniger Straftammer verwarf die Be- orientirt und obwohl er f. 3. mit seinem Freunde Ackermann rufung des Genossen 2ur, welcher wegen Beleidigung einer für den Befähigungsnachweis eingetreten fei, so wisse er heute Lehrerin, vom Reichenbacher Schöffengericht zu 3 Monaten Gedoch nicht, ob er noch einmal dafür stimmen würde. fängniß verurtheilt worden war. Wenn die Meldung richtig, dann wird das Umfatteln des von ihm in der„ Wurzener Zeitung" veröffentlichte Notis das Ursache haben, welche die Reichsregierung jest gegenüber -Genoffe Adolf Thiele in Wurzen sollte durch eine Beren Hartmann wohl in der veränderten Frontstellung seine dortige Garnison- Kommando beleidigt haben und laut Urtheil den begehrlichen Innungsaposteln einnimmt. des Schöffengerichts hierfür 30 wit. Strafe zahlen. Das Leip iger Landgericht, bei welchem er Berufung einlegte, sprach Muternehmer Willkür. Die Wurzener Zeitung" hatte ign frei. über die Mißhandlung eines Lehrlings durch dessen Vorgesetzten -Wegen Beleidigung eines Maurerineifters wurde Genosse berichtet. Der Besiger der betreffenden Fabrit, G. A. Schütz, Rarl Thiel, Bedakteur der Breslauer Boltswacht", vom welcher übrigens in der Notis gar nicht genannt worden war, bortigen Schöffengericht zu 30. M. Geld- und den üblichen Nebens griff sich nun aus seinem Personal die Arbeiter heraus, die er ftrafen verurtheilt. in Verdacht hatte, der Wurzener Zeitung" die Mittheilung ge-In Braunschweig wurde eine Vereinsverfammlung macht zu haben, und drohte ihnen mit Entlassung, wenn sie ber 3immerer polizeilich aufgelöst, weil ein Maurer ihm den Namen des Thäters nicht nennen würden. Die Redaktion referirie. Er sprach über das Baugewerbe, zu welchen die ienes Blattes schrieb hierauf dem Fabrikanten, daß fein Ver Saorlouis: 500 in Bildstock versammelte Bergleute protestirten Bimmerer bekanntlich auch gehören. Jene polizeiliche Maßregel bacht irrig fei, indem ihr die drei Arbeiter die Mittheilung Harakterisirt drastischer, als die schärffte Stritit es fönnte, bie nicht gemacht hätten. Nun erschienen die Arbeiter auf der gegen die neue Arbeitsordnung und verlangten Abänderung der Marimen, nach welchen in Braunschweig die Arbeiter von der Redaktion und verlangten im Auftrage des Fabrikanten die Namensnennung des Einsenders, da sie sonst entBehörde behandelt werden. " # " Hausschatz des Wissens. Von Wilhelm Bölsch e. 6. Seft. à 80 Pfennige. Verlag W. Pauli's Nachfolger ( H. Jerosch), Berlin. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Kölu, 19. Nov. Die Köln. Bolts- Zeitung" meldet aus Brauerei„ Friedrichshain" Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum Am Friedrichshain. Pferdebahn- Verbindung. gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, 20. November. Opernhaus. Lohengrin. Montag: Die Hochzeit des Figaro. Schauspielhaus. Die Jungfrau von Orleans.. Montag: Das Buch Hiob. Leffing Theater. Ralfen wider Ralfen. Montag: Die Cameliendame. Berliner Theater. Montag: Dora. Julius Cäsar. Wallner- Thenter. Die Ehre. Montag: Diefelbe Vorstellung. Deutsches Theater. Der Misanthrop. Montag: Kollege Grampton. Die Neuvermählten. Kroll's Theater. Fidelio. Montag: Der Freischütz. Rendenz- Theater. PrinzessinGeorges. Jm Parfum). Königsthor. Am Sonntag, den 20. November 1892 ( Todten- Sonntag): Gr.Gesang- und Instrumentalfonzert, veranstaltet von den Gesangvereinen Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 22. November, Abends 8½ Uhr, im Lokale ,, Königsbank," Große Frankfurterstraße 117: Versammlung Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Lütgenau. 2. Diskussion. 3. Ver schiedenes. Neue Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. Bruderherz, Steinnelke, Morgenroth II, Weiße Rose, Gleichheit, um zahlreiches Erscheinen ersucht und Gesundbrunner Männerchor( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes), 376/4 unter Leitung ihres Dirigenten Herrn A. Miesch. Anfang 41/2 Uhr. Kasseneröffnung 3% Uhr. Entree 30 Pfg. Der volle Reinertrag wird der Arbeiter Bildungsschule überwiesen. Alle Sanges und Parteigenossen sind höflichst eingeladen. J. A.: Das Komitee. 3298L = Buss' Salon, Große Frankfurterstraße 85. Sonntag, den 20. November 1892( Todtenfeft): Grokes Gelangs- Concert von den Vereinen: 110b Buchbinder Männerchor, Hand in Hand I u. Hoffnung( Wilmersdorf) Mitgl. d. Arb.-S.-B. Dirigent Carl Malmène. Anfang 6 Uhr. Programm 30 Pf. ( Der genüthliche Abend des Buchbinder Männerchors bleibt aus.) Montag: Sin Bavillon.( Le Parti Gesangverein„ Männer- Chor St. Urban". Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Pariser Leben. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Der Einsam'. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Berlin, wie es meint und lacht. Montag: Die wilde Madonna. Alexanderplat Theater. Der Müller und sein Kind. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Romeo und Julia. Montag: Der Trompeter von Sätfingen. Bellealliance- Theater. Am Altar. SpezialitätenApollo Theater. Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor. ftellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. ( M. d. A.-S.-B. Chormeister 0. Gutau). Der Vorstand. Vereins- Versammlung der Stuckateure u. Berufsg. am Dienstag, den 22. November 1892, Abends 7 Nhr, Alte Jakobstr. 48a. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom II. Quartal. 2. Gewerkschaft: liches. 3. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Restirende Beiträge bitte zu begleichen. 271/5 Der Vorstand. Möbelpolirer! Heute, Sonntag, Abends 17 Uhr, im Lokale Andreasstraße 26: Versammlung mit Damen. Tagesordnung: 103b Heute, Sonntag, den 20. November( Todtensonntag), findet in Rein- verhältnisse in Sachsen speziell in unserm Beruf." 2. Vortrag des Koll. Reuter hard's Neuem Gesellschaftshaus, Hasenhaide 5-7, ein Großer Lieder- Abend, verbunden mit Instrumental- Konzert, statt. Nachdem Tanzkränzchen. Anfang 5 hr.- Programm 30 Pfennig. Freunde und Gönner des Vereins einen genußreichen Abend versprechend, ladet bestens ein Das Komitee. Circus Renz. ( Karlstraße.) Sonntag, den 20. November 1892, ( Todtenfeft) Abends 71 Uhr: Große Sportvorstellung. Austr. sämmtlicher neu engagirter Kunstspezialitäten I. Ranges. U. a.: Sechs Springpferde, in Freiheit dress. und vorgef. vom Direktor Fr. Renz. Mr. James Fillis, der beste Schulreiter der Welt, mit d. Schulpferde Markir. Konkurrenz- Schule, ger. v. d. Damen Frl. Clot. Hager und Oceana Renz. Ad olph Ernst- Theater. Quadrille aus der Zeit Friedrichs des Einmalige Aufführung: Berlin Großen. Gebr. Martinetti, weltberühmte Afrobaten. Mr. Leopold Renz, her vorragendster Jockeyreiter der Gegenwart. Die aus 14 Personen bestehende wie es weint und lacht. Arabertruppe Hadje Abdullah. Volksstück mit Gesang in 3 Aften von F. Berg und D. Kalisch. Mufit von A. Conradi. In Scene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 72 Uhr. Montag: Zum 76. Male: Die wilde Madonna. Alexander- Plaz- Theater. Heute Abend 7% Uhr: zum 1. Male: Der Müller und sein Kind. Volksdrama in 5 Aften v. E. Raupach. Morgen, Montag, Abends 714 Uhr: Gr. Vorstellung mit neuem Programm und Auf Helgoland. Billet- Vorverkauf beim Invalidendant", Markgrafenftraße 51a. Fr. Renz, Direktor. Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. Welt- Lokal Berlins, 5000 Pers. faffend. Täglich Montag und die folgenden Tage: Gr. Spezialitäten= Vorstellung Sport- Mädel. American- Theater. Nen! Die Trockenwohner, oder ,, Das Kind in der Kommode", parodistisch realistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hof aus, von Ostar Wagner. Hauptrolle: Der urkomische Bendix. Jeden Abend jubelnder Beifall. Der feine Reisner. Berliner Lokalpoffe von O. Wagner. Neu! Die Wiener OriginalSoubrette Clotilde Kowala. Anfang 72 Uhr. Entree 75 Pf. Sonntags 6 Uhr. PassagePanopticum. Fuß!! 9 ein Riesenmit abwechselndem Programm. Anf. Wochent. 71/2 Uhr, Sonnt. 6 Uhr. Entree 50 Pf. Jeden Mittwoch und Sonntag Nachm. Grosses Familien- und Kinderfest mit Gratis- Verloosungen und Spezialitäten- Vorstellung. 157/10 Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße. Sonntag, 20. Novbr.( Todtenfest), Abends 71/2 Uhr: Neu! Extra- Vorstellung. Neu! Der Rapphengt Osman Pascha als Luftschiffer. Außerd. Auftr. sämmtl. Künstlerspezialitäten, sowie Reifen und Vorf. bestdress. Schul- und Freiheitspferde. Montag 71/2 Uhr: Gr. Vorst. Dsian Bascha als Luftschiffer 2c. Näheres die Platate. Concordia- Festsäle C. Säger Andreasstr. 64 und Krautsstr. 38. Jeden Sonntag: Grosses Konzert. Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. Nach dem Konzert: Großer Ball ausgeführt von 2 stark besetzten Orchestern. Meine auf das komfortabelste eingerichteten großen und kleinen Säle, sowie 5 neue Regelbahnen, Billard und Vereinszimmer, stehen den geehrten Vereinen zur gefl. Benugung unter toulantesten Be dingungen. 49/8 Anfang Mittwochs 4 Uhr, Sonntags Berliner Bod- Brauerei. Kreuz31% Uhr. Entree für Kinder wie Erwachsene 1. Platz 50 Pf., II. Platz 25 Pf. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Das großartigste Spezialitäten- Programm der Residenz. Familie Lars- Larsen, Elite- Parforce- Gymnastik.- Truppe. Brooks& Duncan, Original- Kongo- Neger. Charles Liffton, Athlet auf dem Drahtseil. Brothers Barett, The two Fanneg Gentlemen. The Original- Satours, Anatomisches Wunder. Kind!!! Jeden Abend stürmischer Erfolg. Ohne Extra- Entrée. von 11-1 und 4-9 Uhr. Castan's Panoptikum. Sensationell! Brinzeß Topase. Vorstellungen 11-1 und 4-9 Uhr Stündlich. Gratweil's Bierhallen Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Heute Sonntag: berg. 1136 Gr. Künstler- Spezialitäten- Vorstellung. Näheres Platate. Anfang 8 Uhr. Charlottenburg. Bismarck's Höhe. Jeden Sonntag, 104 b Orchester: Grosser all befeßtem Es ladet freundlichst ein H. Franke. 1. Vortrag des Kollegen Paul Pfund aus Sachsen über:„ Die Erwerbs über Aberglauben". Nach der Versammlung Beisammensein mit Tanz. Bur Deckung der Unkosten werden 20 Pf. erhoben.- Montag, den 21. d. M., Abends 8 Uhr in obigem Lofale ausserordenti. Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Vorlegung des revidirten Statuts. 2. Antrag Reuter Arbeitsnachweis betreffend. 3. Gewerkschaftliches. Ausgabe von Proben Don Dr. Sauermann's Nachpolitur. Daß alle Kollegen am Sonntag mit ihren Damen und alle Mitglieder am Montag erscheinen, erwartet Der Vorstand. NB. Die Generalversammlung der Krankentasse ist heut Nachmittag 2 Uhr in obigem Lokale. Unser Arbeitsnachweis Blumenftr. 38 in Hente's Bierhaus und Oranienstr. 197 in Mohn's Restaurant ist hiermit zur unentgeltlichen Benußung empfohlen. D. D. 252/6 Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend. Montag, den 21. November, Abends 8/2 Uhr, im Lokale des Herrn Bolt( früher Feuerstein), Alte Jakobstrake 75: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Bruns: Aus Deutschlands historischer Vergangenheit. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Der Vorstand. Der Unterricht in der Fachschule findet jeden Freitag, Abends 81/2 Uhr, 311/4 bei Freygang, Schüßenstr. 18-19, statt. Deffentliche Versammlung 259/2 der polnischen Arbeiter Charlottenburgs und Umgegend. Sonntag, 20. November 1892, Nachm. 4 Uhr, im fl. Saal in Bismarckshöhe, Charlottenburg, Bismarckstr. 80 und Wilmersdorferstr. 39. üm zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57. Sonntag, den 20. November( Todtenfeier): Gr. Vokal- u. Jnstrumental- Konzert, ausgeführt vom Männer- Gesangverein ,, Liederlust", " ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes), Dirigent Herr Hoppe, sowie unter Mitwirkung des Gesangshumoristen Herrn Hugo Herzog. Musik von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker". Nach 12 Uhr: Tanz- Kränzchen. Billets sind bei den Mitgliedern, sowie in allen mit Plakaten belegter Handlungen à 30 Pf. zu haben. Eröffnung 5 Uhr. Anfang 6 Uhr. Freunde und Genossen ladet hiermit freundlichst ein Fortuna- Säle Jeden Straußbergerstr. 3. Jeden Sonntag: Großer Ball. Donnerstag. Gesellschaftstunde. *) Dieselben sind zu allen Privatfestlichkeiten unter foulanten Bedingungen zu vergeben. Philipp's Festsälestein) Hochachtend 3173L Der Vorstand. 157/9 Wedding- Casino, Schulfſtr. 29. Vereinszimmer zu 20 bis 50 Per fonen, sowie ein grosser Saal, 320 Per sonen fassend, zu Versammlungen und Festlichkeiten, auch Sonntags zu Berbette Kegelbahnen find zu vergeben. 2961b Empfehle mein Weiß- u. Bairisch Bierlokal. Kl. Vereinszimmer, auch 157b als Bahlstelle zu vergeben. H. Birk. F. Damerow, Magdeburger Platz 6. Rosenthalerstr. 38. Fernspr. A. 3, Nr. 130 Großer Saal u. Vereinszimmer) empf. feine Säle e für eleganten allen Festlichkeiten te ochenabende und einige Sonn- Empfehle all. Freunden u. Genofſſen mein abende zu vergeben. Herzog's Salon, Weiß- u. Bairisch- Bierlokal. 1416 ( Hochzeit, Ball, Kommers 2c.) mit u. ohne Inhaber: C. Albrecht, Memeler Bühne. Gleichzeitig empfehle meinen straße 67. vorzügl. Mittagtisch zu kleinen Preisen Vorzügliche Abendkarte. Fest- Säle zur bevorstehenden Saison empfiehlt gratis 26032 Weberstr. 17. B. Nieft, Weberstr. 17, Kleiner Saal für 150 Personen( auch als Vereinszimmer) sowie 2 Kegelbahnen Pommersche Küche, find noch einige Tage in der Woche zu Büschingstr. 15, am Blag, vergeben. Dafelbft Bahlstellen des soz empf. ihren anerkannt vor- Wahlvereins für den 2. Berl. Reichstags züglich. Mittagstisch, Port. Wahlkreis, Verband der Metallarbeiter, 40 Pf. mit Bier: Suppe Deutscher Tischler- Verband, Arbeiter mit Braten und Kartoffeln, Bildungsschule, Genossenschaftsbäckerei. oder Gemüse mit Fleisch. Otto Klein, Schönleinstr. 6. Sonnabend, Sonntag und Besonderer Umstände halber find Kaiser Friedrichs- Garten gebraten à 60 Pf. Abend- meine Festsäte am 2. und 3. WeihRixdorf. Knesebeckstr. 77. Herrmannſtr. 87. Jeden Sonntag von 4 Uhr ab: farte von 30 Pf. an, bis 12 Uhr. 2940b] W. Runge, Büschingstr. 15. Parteigenossen empfehle mein schön nachtsfeiertage an Vereine und Gesell fchaften zu vergeben. 132b D Hoffmann, Oranienstr. 180. eingerichtetes Lokal zum gefälligen Be- Allen Freunden und Parteigenenoff Borussia- Konzert- und Großer Ball. fuch. Bereinszimmer als gablftelle für empfehle mein Weiß- und BairischDie Kaffeeküche steht den geehrten 40 Personen. Jeden Dienstag Schlacht: Bier- Lokal. Vereinszimmer m. Pianino Damen zu jeder Tageszeit zur Verfügung. feft; Abends Würste- Ausspielen auf zu vergeben. 2 renovirte verdeckte Kegelbahnen. Hierzu ladet ergebenst ein Kouplet- Sänger. Wochentags frei. Sonntags 30 Pfennig. Kinder 10 Pf. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Zwei Säle E Eduard Wiersing. Empfehle allen Freunden und GeWeiss- und zu Bersammlungen und Berguügungen, nossen mein Ohne Extra- Entree. fowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen. dem Billard. 32442 Edmund Reuter, Swinemünderstr. 45. Bestes Weißbier ohne Wasserzusatz, F. Sodtke. Bairisch- Bierlokal, 16 Große oder 32 Kleine für 3 Mart Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. Allen Freunden u. Genossen empf. mein Bahlstelle der Zentral- Kaffe der Tischler, liefert Emil Böhl, Allen Freunden und Parteigenossen empfehle mein Weiß- und Bairisch- Bier- Weiß- und Bairisch- Bierlokal. Der Töpfer, des Verbands der MetallIotal. arbeiter und des Sanitätsvereins. 19872 Frankfurter Allee 74. G. Schönick, Cuvristr. 46. 187b] A. Rielicke, Pappel- Allee 1. Wilhelm Schmidt, Adalbertstr. 16. Fernsprech- Anschluß Amt VII 1511 Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2, 26239 Frik Fröhlich, Naunynstr. 43. Bum gemüthlichen Diden" Görlitzerstr. 63, Ecke Lübbenerstraße. Für dürft. Seelen b. 1 Uhr Nachts geöff Wehel. 2875b Achtung! Südwest! Empfehle allen Freunden und Ge nossen meine Kranzbinderei und Blumengeschäft. C. Maetzing, Yorkstr. 65, Ece Hagelsberger- Straße Hierzu zwei Beilagen. h 2 88 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 273. Parteikag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Fünfter Verhandlungstag. Berlin, 19. November. Sonntag, den 20. November 1892. Der Vorsitzende Gottlieb Bremen eröffnet die Sigung um 91/2 Uhr. Begrüßungen sind eingetroffen vom Kommunistischen Arbeiter- Bildungsverein in London und aus Mühltroff im Voigtland. Zur Geschäftsordnung beantragt Bebel die Absetzung der beiden Punkte:„ Antisemitismus und Sozialdemokratie" und die Wirthschaftlichen Krisen und ihre Folgen" in Rücksicht auf die beschränkte Beit des Parteitages. Die Anträge aus der Mitte des Parteitages seien wichtiger als die theoretischen Auseinandersetzungen. Singer empfiehlt den Antrag ebenfalls: Ueber diese beiden Fragen sind die Delegirten vollkommen einverstanden, so daß, nachdem die Delegirten von den zu diesen beiden Punkten vorliegenden RefoTutionen Kenntniß genommen, im Laufe der Sigung über sie abgestimmt werden kann. Der Parteitag beschließt mit großer Mehrheit die Absetzung der beiden Punkte von der Tagesordnung. Es wird in die Tagesordnung eingetreten. Zur Berathung steht Punkt 11: Berathung derjenigen Anträge aus den Reihen der Parteigenoffen, die bei den vorauf gehenden Punkten der Tagesordnung nicht ihre Erledigung gefunden haben. Die Anträge der Genossen in Hamburg III, die eine Abänderung des zweiten Theils des Programms Absatz 1 und des zweiten Theils Ziffer 2 dahin vorschlagen, daß 1. betreffs des Wahlrechtsstatt das 20. Jahr" 811 ſehen ist die Großjährigkeit" und das erforderliche Alter für die Großjährigkeit festgesezt wird, und 2. daß der Parteitag eine Deklaration darüber geben möge, wie der Passus im Brogramm zu verstehen sei, der von der Selbstbestimmung und Selbstverwaltung im Reich, Staat, Provinz und Gemeinde handelt, finden nicht die nöthige Unterstüßung und gelangen deshalb nicht zur Verhandlung. = Megger Hamburg bedauert das tief. Die Anträge feien für die Hamburger gerade bei ihrem Kampf gegen das Patrizierthum von Bedeutung. Es feien Streitigkeiten über die angeregten Punkte in den Kreisen der Genossen entstanden. Die Genossen des Kreises Naumburg, Zeiz- Weißenfels haben beantragt: 11. Theil, Ziffer 6 den Punkt Religion ist Privatfache" zu streichen und dafür zu setzen:" Die Religionen und deren Lehrer find überall dort zu bekämpfen, wo dieselben dem Fortschritt der Wissenschaft entgegentreten, oder die nach Erlösung aus wirthschaftlicher und politischer Knechtschaft ringende Menschheit an der Erreichung dieses Zieles zu hindern suchen." Vorwärts" mangelhaft sei, habe der Chefredakteur selber zu gegeben. Redner tadelt die verspätete Berichterstattung über die Prügelszenen bei den letzten Stadtverordneten- Ersatzwahlen und weiter, daß der Vorwärts" nicht auf die Angriffe des„ Sozialist" gegen das Liebknecht'sche Gehalt erwidert und die Höhe des Gehalts nicht mitgetheilt habe. 9. Jahrg. Genossen. Für diese sei ein Blatt wie der Vorwärts" zu theuer, er wünsche einen Ersatz für den Sozialdemokrat", dessen Eingehen sehr bedauert worden sei. # Schmidt- Berlin bittet um Annahme des Wiesbadener Antrages, der da lautet:„ Neben dem Vorwärts" ein wöchentlich einmal erscheinendes Zentralorgan herauszugeben, welches die wichtigsten Partei- Angelegenheiten veröffentlicht und pro Nummer zum Preise von 5 Pfg. abgegeben wird." Singer: Daß jeder einzelne den Wunsch hegt, daß das Zentralorgan von allen thatsächlichen Vorgängen Notiz nimmt, ist selbstverständlich. Ich fürchte nur, daß auch nach der An- Den Preis brauche der Parteitag nicht festzustellen. nahme des Bielefelder Antrages alles fo bleiben wird, wie es Frohme Altona bittet die ganze Serie von Anträgen, ift. Die unpräzise Berichterstattung liegt ja nicht am bösen die jetzt zur Debatte stehen, abzulehnen. Wenn es sich darum Willen der Redaktion, sondern an den Verhältnissen. Gegen die handle, beffer, als es der„ Vorwärts" gethan, die Parteigenossen Slomfe'sche Begründung wendet sich Redner auf das entschiedenste. zu informiren, so sei hierzu nur eine veränderte redaktionelle Auf jedes Geschwät der Gegner zu antworten, komme dem Taktik nothwendig; der Erfolg, den das neue offizielle Wochen3entralorgan nicht zu. Was Liebknecht's Gehalt betreffe, so organ im besten Falle haben würde, sei, eine gefährliche Konhätte jeder Genosse, der sich dafür interesfirt, durch eine Anfrage furrenz für die lokale Presse zu entfalten. Es fönne alles er an die Parteileitung das nöthige erfahren tönnen. Unwahre reicht werden, wenn die Uebersicht über unsere ParteiGerüchte sollten nicht zum Gaudium der Gegner breitgetreten bewegung im„ Vorwärts" eine regelmäßigere und systematischere werden. Schulze Bernburg wünscht, daß der Vorwärts" auf die namenlosen Angriffe des Sozialift" reagire, da man in der Proving, wo mancher Genoffe zur Unterrichtung noch den Sozialist" lese, sonst Gefahr laufe, dupirt zu werden. Liebknecht betont, daß er schon neulich erklärt habe, es sei manches am Vorwärts" zu bemängeln und er habe auch die Gründe offen gelegt. Er habe selbst vielleicht im Leben nie so gearbeitet als feit er am Vorwärts" sei, und oft schon sei er mit dem Gedanken umgegangen, entweder sein Mandat und die Agitation aufzugeben oder die Redaktion niederzulegen. Jeden Gegner, den er achte, suche er zu widerlegen. Ersteres sei aber beim„ Sozialist" nicht der Fall. Derselbe habe in der ganzen Beit seines Bestehens nichts anders zu thun gewußt, als der Sozialdemokratie in niederträchtigster Weise in den Rücken zu fallen, obgleich er doch eigentlich, wenn er auch getrennt von der Sozialdemofratie marschiere, den gemeinsamen Gegner, die Bourgeoisie, befämpfen sollte. Das Blatt habe aber nur der Bourgeoisie in die Hände gearbeitet, es fönne nicht als ein Vertreter des Proletariats gelten. Er habe seit einem halben Jahr das Blatt nicht mehr gelesen, und werde es auch nicht mehr thun. Alle Angriffe auf ihn von solch schmutziger Seite prallten wie Erbfen an einem Stahlpanzer von ihm ab. Er mäste sich nicht vom Schweiß der Arbeiter, er stehe ganz im Dienste der Partei, die Partei verdiene durch ihn. Für mich stehen Leute, die solche Gemeinheiten aussprengen, unter aller Kritit.( Bravo- Hände flatschen.) " Stabernack: Berlin billigt es, daß der„ Vorwärts" auf die Artikel des Sozialist" nicht eingeht. Dadurch würde der Sozialist" nur noch mehr Stoff zu seinen Schmußereien erhalten. Rienäcker Guben bedauert, daß Schulze- Bernburg sich auf den„ Sozialist" beruft, in welchem doch nur Verleumdungen der gemeinsten Art enthalten wären. Börner Berlin: Die Mängel, welche im Vorwärts" vor herrschen, sollten durch eine Preßkommission abgestellt werden, doch hat diese ihre Aufgabe nicht immer erfüllt, die Berichte vom Wintergarten und anderen Tingeltangeln gehören nicht in den Vorwärts" hinein und müßten fortbleiben. " würde. Hug vertritt denselben Standpunkt. 31 Bebel: Es hat mich gefreut, daß der Antrag auf Gründung eines derartigen Wochenblattes von verschiedenen Seiten ein gebracht worden ist. Der Antrag war schon in Erfurt zur Dis fussion gebracht, wurde aber leider abgelehnt, da der Parteivorstand wegen der Arbeiten in der Programmkommission verhindert war, seine sympathische Meinung zum Ausdruck zu bringen. Der Parteivorstand hätte auch dies Jahr wieder den Antrag gestellt, aber die Anträge aus der Partei machten es überflüssig. Die Tribüne" wird eingehen, und damit fällt mancher Einwand weg. Nennenswerthe Konkurrenz wird ein derartiges Blatt den Lokalblättern nicht machen. Gine besondere Ausgabe des Vorwärts" fann das Blatt aber ähnlich wie nicht werden, vielmehr denke ich es mir den Sozialdemokrat", den„ Voltsstaat" zc. Das Blatt muß enthalten zwei Leitartikel, einen politischen und ökonomischen, eine gute politische Nebersicht und einen ausführlichen Bericht über die Bewegung. Die geeignete Persönlichkeit für die Redaktion wird sich finden lassen. Im Auslande ist vor allem das Bedürfniß äußerst lebhaft; von den ausländischen Genossen befonders in Desterreich, dann aber auch in Frankreich, Schweiz, Belgien, England und Nordamerika werden gewiß manche auf das Blatt abonniren. Subvention werde das Blatt wohl nicht erheischen, nöthigenfalls fönne man im Hinblick auf den Zweck das fleine Opfer bringen. Unter allen Subventionen sei indeß noch feine eigentlich für ein Wochenblatt gewesen. Das Blatt wird offizielles ParteiOrgan neben dem Vorwärts" sein. Ich bitte um Annahme des prinzipiellen Theils der Frankfurter Anträge. " Fleischmann spricht für den von Wiesbaden aus gestellten Antrag. Er ist der Ueberzeugung, daß ein solches Wochenblatt in Kreise dringen würde, in die man bisher nicht dringen konnte. Die Befürchtungen Frohme's fann er durchaus nicht theilen. Klees Magdeburg ist gegen die Gründung eines Wochenblattes, weil die Gefahr der Konkurrenz zu groß sei. Auch Vollmar spricht sich gegen ein derartiges Unternehmen aus und bittet, man solle sich durch die Sympathien des Bueb- Mülhausen will den„ Borwärts" gegen weitere Vor- Auslandes nicht hierzu verführen lassen. Bebel verlangt ein gutes würfe geschützt wissen; die Anklagen gehören vor eine Preß- originales Blatt, aber hier liege ja gerade der Hase im Pfeffer. tommiffion, aber nicht vor den Parteitag. Mittag Halle spricht dagegen. Da der Anuag die nöthige Unterstützung findet, erhält Hoffmann Zeit das Wort zur Begründung: Es sei nöthig, die dunkeln Gegenden zu erhellen, dort, wo das Dogma noch herrsche, dies dies zu bekämpfen. Wer noch fest im Banne des Dogmas stehe, mer glaube, daß ohne Gottes Wille fein Spah vom Dache fällt, der sei auch nicht für wirthschaftliche Fragen zu interessiren. Er habe vielleicht die größte Erfahrung in der Landagitation, und es sei ihm zur Ueberzeugung geworden, daß es nicht nur nicht schade, sondern nüge, wenn man gegen die Religion anfämpfe. Dann könnten Ein Antrag auf Schluß der Diskussion wird angenommen auch die Gegner nicht mehr mit der Behauptung kommen, wir und bei der Abstimmung dem Antrag Bielefeld zugestimmt. trieben Heuchelei. Zur Berathung stehen die Anträge der Inzwischen ist von Bollmar der Antrag eingelaufen, über alle zum Programm gestellten Anträge zur Tagesordnung überzugehen, da es inopportun sei, jetzt schon wieder eine Programmänderung vorzunehmen. Dieser Antrag gelangt zur Annahme. Da die Anträge zur Organisation bereits ihre Erledigung gefunden haben, kommen diejenigen zur Presse zur Berathung. Es beantragen Parteigenossen in Stuttgart: Um einen Mangel, welcher dem Zentralorgan der Sozialdemokratie anhaftet, zu beseitigen, wäre es wünschenswerth, daß die Redaktion des Vorwärts" veranlaßt würde, in den einzelnen Ländern( ProDingen) geeignete Parteigenossen zu beauftragen, von Zeit zu Zeit orientirende Berichte einzusenden, damit der Vorwärts" ein getreueres Bild von den thatsächlichen Verhältnissen giebt, als dies durch kleine redaktionelle Notizen und Auszüge möglich ist. Geiger Stuttgart giebt die Begründung. Die Vortheile, die aus dem Verbesserungsvorschlag hervorgehen würden, seien gering, die Kosten flein. Der Antrag wird abgelehnt. " Es beantragen Genossen in Bielefeld: Den Borwärts" zu veranlaffen, fich einer präziseren Berichterstattung zu befleißigen. GIomte Bielefeld: Daß manches in der Redaktion des und meinte. tündet." Die Waffen nieder![ 76 " 1 Er erinnere an die vielen Vorwürfe, welche der Redaktion des Vorwärts" gemacht worden sind und denen er sich nur deshalb nicht angeschlossen habe, um nicht in Berdacht zu kommen, als wolle er dem Genossen Liebknecht eins auswischen. Liebknecht sagt selbst, daß ausreichende Kräfte fehlen, um das Blatt so herzustellen, Genossen Frankfurts a. M.: Zum offiziellen Partei- Organ wie es von den Genossen verlangt wird. Und jetzt soll gar noch wird ein neu zu begründendes Blatt bestimmt, das wöchentlich ein neues originales Blatt gegründet werden! Dort fehlen die einmal zu einem möglichst billigen Preis herausgegeben wird, Kräfte, wo aber will man sie für das neue Unternehmen herund das zum Inhalt hat: a) die Partei- Bekanntmachungen, bekommen? Dann wäre er doch der Meinung: lieber ein gutes b) einen Leitartikel über die sozialdemokratischen Grundsätze, c) eine als zwei schlechte Blätter. Er sieht in dem Verlangen nach der Uebersicht über die sozialdemokratische Bewegung; und der Sozial- Gründung eines Wochenblattes nur die alte zentralistische Tendenz, demokraten deutscher Zunge in Brüssel: Der Parteitag möge welche uns schon so viel Schaden verursacht hat, und bittet daher beschließen, eine Wochenausgabe des Vorwärts" herausgeben zu um Ablehnung. wollen mit dem Titel„ Der Sozialdemokrat." " Hoch- Frankfurt begründet den Frankfurter Antrag damit, daß die meisten Genossen in der Provinz den Vorwärts" nicht lefen könnten, weil er zu theuer und zu groß sei. Ein Wochenblatt zu billigem Preise werde einem langgefühlten Bedürfnisse abhelfen; ein derartiges Blatt werde sich auf alle Fälle rentiren, den Lokalblättern werde es keinerlei Konkurrenz machen. Die Tribüne" tönne eventuell zu einem derartigen Blatt umgestaltet werden, es fomme eben vor allem auf den Inhalt an: die Partei- Bekanntmachungen, einen Leitartikel über die sozialdemokratischen Grundsäße, eine lebersicht über die sozialdemofratische Bewegung. Der Vorstand der Partei werde eine Person als Redakteur finden, die diesen Ansprüchen genügen kann. Arndt- Paris spricht im Namen der im Auslande lebenden Theiß Hamburg meint, Frohme habe sich aus dem Grunde wohl gegen die Neugründung gewandt, weil dadurch das Schneiden" für die Redakteure beschränkt werde. Im übrigen empfiehlt Redner Bebel's Ausführung zuzustimmen. Schulz Königsberg schließt sich gleichfalls Bebel's Rede an. Ein Schlußantrag wird angenommen. In namentlicher Abstimmung werden 110 Stimmen für, 118 Stimmen gegen die Anträge auf Schaffung eines Wochenblattes abgegeben. Das Wochenblatt ist abgelehnt.( Bravo.) Der Antrag der Königsberger:" Bur Förderung der Agitation in den östlichen Provinzen, besonders Ost- und Westpreußen, wird ein Organ auf Kosten der Partei begründet;" sowie der Artrag von Hengsbach- Köln, der Rheinischen Zeitung" Unterstügung zu geben, daß sie sechs Mal wöchentlich erscheinen kann, " Minister oder so etwas" unterbrach ich lächelnd. trägt sie ewige Trauer. Im Gegentheile: diesmal ist sie Im Gegentheile: diesmal ist sie... Sie verlangt es sich übrigens auch nicht: Schwiegermit granatrothem Brocat und brillantenem Geschmeide an mutter im Haus, das thut nicht gut; denn man will gethan. Sie ist gerade so oberflächlich geblieben, wie sie doch im Hause die Herrin sein... Zwar ärgert man Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. es in ihrer Jugend war. Toilettenfragen, ein paar fran- fich mit den Dienstboten, das ist schon wahr; aber „ Fürchtest Du nicht eins? Man merkt die Abficht zösische und englische Moderomane, Gesellschaftsklatsch das wenigstens kann man über sie befehlen. Du darfst genügt noch immer, ihren Horizont zu füllen. Selbst das es mir glauben: ich wäre gar nicht abgeneigt, noch einmal Verstimmt wird man doch nur durch eine durch- Kokettiren hat sie nicht ganz gelassen. Auf junge Leute zu heirathen. Natürlich eine Vernunftheirath mit irgend schaute Absicht, die der Urheber schlau zu verbergen hat sie es zivar nicht mehr abgesehen, aber ältere, hohen einem gesetzten" Die Meinige aber legt unverhohlen zu Tage- Rang oder hohes Amt bekleidende Persönlichkeiten sind ist sie doch mit drei Worten schon auf dem Titelblatt verscheint mir, hat sie Minister Allerdings auf's Korn Duschau dorthin: bemerkst Du denn nicht, wie der ihren Eroberungsgelüften nicht sicher. Gegenwärtig," O Du Schlau Du durchblickst mich schon wieder! genommen. Dieser hat übrigens seinen Namen ge- Toni Delnitzky in Deine Sylvia hineinredet? Das ist ja Die Taufe hat nun gestern stattgefunden. Diese Feier wechselt: wir nennen ihn jetzt, eines neu angenommenen fompromettant." Laß gut sein. Die Beiden sind auf dem Wege von gestaltete sich zu einer doppelt glückverheißenden, denn Ausdruckes halber„ Minister Andererseits." meine Tochter Sylvia und ihres kleinen Neffen Taufpate" Ich muß Dir ein Geständniß machen," sagte mir der Kirche hierher einig geworden. Sylvia hat es mir an den wir schon lange heimlich im Herzen trugen Lori, nachdem ich mit ihr auf des Täuflings Gesundheit vertraut morgen wird der junge Mann bei mir um ihre Graf Anton Delnikky haben sich bei dieser Gelegenheit angestoßen. Bei dieser feierlichen Gelegenheit, da wir Hand anhalten." verlobt. unseren beiderseitigen Entel getauft haben, muß ich Dir So bin ich durch meine Kinder rings von glücklichen gegenüber mein Gewissen entlassen. Ich war ganz rustliche Verhältnissen umgeben. Rudolf, seit sechs Jahren in den in Deinen Mann verliebt." Besitz des Dogty'schen Majorats gelangt und seit vier Jahren mit der ihm von Kindheit an bestimmt gewesenen Beatrix, geborenen Griesbach- dem wunderlieblichsten Geschöpf, das man sich vorstellen kann- verheirathet, sieht nun durch die Geburt eines Erben seinen sehnlichsten Wunsch erfüllt. Kurz: beneidenswerthe, glänzende Loose. " Das hast Du mir schon öfters gestanden, liebe Lori." " Er blieb aber ftets ganz gleichgiltig." Auch das ist mir bekannt." # 1 -Was Du nicht sagst? Nun, dann kann man ja gratuliren! Soll zwar mitunter ein leichter Bogel gewesen sein, der schöne Toni... aber das sind sie ja alle das geht schon nicht anders und wenn man bedenkt, welche prächtige Partie er ist..." die ,, Das hat meine Sylvia nicht bedacht: fie liebt ihn." " Nun, desto besser- das ist eine schöne Zugabe in Ehe." Zugabe? Es ist das Um und Auf." Da hattest doch einen goldtreuen Mann, Martha! Dasselbe tam ich von dem meinigen nicht behaupten. Aber nichtsdestoweniger: es hat mir sehr leid gethan um Gries Ein im Gartenfaal eingenommenes Diner versammelte bach. Nun er starb eines glorreichen Todes, das ist Einer der Gäste, ein t. u. t. Oberst a. D., klopfte an die Taufgäfte. Die Glasthüren standen offen und die mein Trost.. Freilich ist das eine langweilige Existenz sein Glas und: oh weh ein Toast!" dachten wohl die Luft des herrlichen Sommernachmittags strömte rosenduftend als Wittive. Besonders, wenn man älter wird... so meisten, indem sie ihre Sondergespräche unterbrachen und herein. lange man Freier und Kourmacher hat, ist die Wittwen sich feufzend anschickten, dem Redner zu lauschen. Es war Neben mir, an unserer Tafelrunde, faß Gräfin Lori schaft nicht ohne... aber jetzt, ich versichere Dich, es wird aber auch zum seufzen; dreimal blieb der Unglückliche stecken Griesbach, Beatrixens Mutter. Dieselbe ist nunmehr Mittwe. einem in der Einsamkeit ganz melancholisch... Bei Dir und die Wahl seiner vorgebrachten Wünsche war nicht Ihr Mann fiel in der bosnischen Expedition. Sie hat sich ist das etwas anderes: Du lebst bei Deinem Sohn... minder unglücklich. Der Täufling wurde gepriesen, in einer den Berluft nicht stark zu Herzen genommen. Reinesfalls aber ich verlange mir gar nicht, bei der Beatrix zu bleiben Zeit geboren worden zu sein, in der das Vaterland bald und der Antrag Meister- Sug, der Parteivorstand Das Budget sei sehr beschränkt. Eigentliche sozialistische Romane mit indirekten Parteisteuern und Privatprofit belegt werden dürfen. möge über die Nothwendigkeit neuer Blätter egistiren nur in geringer Anzahl und die, welchen wirklich eine Auch müssen in fürzester Beit einige für die Landbevölkerung bes entscheiden, solche Tendenz innewohne, seien den älteren Parteigenoffen aus rechneten Agitationsschriften, woran bis jetzt immer noch ein liegen weiter vor. der alten Neuen Welt" und dem Gesellschafter" bekannt. Diese fühlbarer Mangel ist, verausgabt werden. Romane von neuem abzudrucken, ginge doch nicht an. Die Aus Genoffen in Elberfeld und dem 1. Anhaltischen wahl der Romane sei eine um so schwierigere, als er sowohl mit Wahlfreis: In Anbetracht, daß den Genossen besonders auf den großen Ansprüchen der vorgeschrittensten geistig freiesten Genoffen dem Lande und in den kleineren Städten die mündliche Agitation zu rechnen als auch die Wünsche derjenigen Genossen zu erfüllen habe, durch Lokalabtreiberei 2c. sehr erschwert wird, dieselben daher welche der Aufklärung noch bedürfen. Hier fomme neben der ver- zur Förderung der Agitation mehr auf die Verbreitung unserer fchiedenen Bildungshöhe der Geschmack in Betracht, der ja in Literatur angewiesen find; in fernerer Erwägung, daß die Mehr der Literatur eine große Rolle spiele. In der politischen Bewe- zahl unserer Parteibroschüren zum Gratisvertheilen zu theuer gung hätten wir in dem Programın eine bestimmte Marfchroute, find, wird der Parteivorstand beauftragt, fleine populär abge in der Literatur gebe es eine solche für uns nicht. Was die faßte Schriften( Flugblätter) in größeren Mengen herstellen zu Illustrationen anlange, fo versichere er, daß das Möglichste lassen und dieselben den Vertrauensmännern und Genossen gratis gethan worden sei. Das Budget, welches dafür ausgeworfen sei, zur Verfügung zu stellen. fei aber ein so geringes, daß damit absolut nicht mehr zu schaffen fei. Man solle bedenken, daß z. B. Schorers Familienblatt" innerhalb eines Jahres 80 000 Mart für Illustrationen ausgegeben habe; mit einer solchen Summe laffe sich freilich Besseres machen. Lorenz Königsberg weist auf den Mangel hin, unter welchem der Often bez. der Presse leidet, Jochem Danzig empfiehlt Gründung eines Wochenblattes. Zäterow- Berlin räth, ein Kopfblatt zu gründen, das in Berlin gedruckt wird. Meister Hannover legt die humoristische Beilage der ,, Magdeburger Volksstimme" vor, die nur faules Gewäsch enthalte und unsere Bestrebungen beschmuhe. Das Magdeburger Blatt muß vom Parteivorstand unterstützt werden, wir müssen daher Gin spruch erheben können. Auer: Der Antrag Meister ist praktisch undurchführbar, er würde die Aktionsfähigkeit der Genossen in der Provinz lähmen. Redner wendet sich gegen den Kölner Antrag. Den Königsberger Antrag bittet er, bem Parteivorstand zur Erwägung zu überweisen. Glomte Bielefeld empfiehlt den Königsberger Antrag. Der Boden dort sei gut für ein Wochenblatt, bisher habe es nur an brauchbaren Berwaltungsbeamten gefehlt. Sierauf wird ein Schlußantrag angenommen; der Antrag Rönigsberg gelangt zur Annahme, der Antrag Hengsbach- Köln, fowie der von Meister- Hug wird abgelehnt. Die Verhandlungen werden hierauf durch eine längere Geschäftsordnungsdebatte unterbrochen, die sich um die Frage dreht, ob der Parteitag in der Lage ist, seine Verhandlungen bis um 6 Uhr vollkommen zu beendigen, oder ob eine Schlußfizung am Montag erforderlich ist. Das Lokal ist für heute nur bis 6 Uhr zu haben. Einige 30 Delegirte erflären, heute abreifen zu müssen. Dennoch beschließt der Parteitag, um die aus der Mitte der Partei gestellten Anträge gründlich zu berathen, am Montag Morgen weiter zu tagen und jetzt nur eine einstündige Mittagspause eintreten zu laffen. Dies geschieht. Schluß 14 Uhr. Nachmittagssigung. Der Vorsitzende eröffnete die Sigung um 214 Uhr mit der Verlesung einer Reihe von Begrüßungstelegrammen, die aus der Schweiz, von den russischen sozialistischen Studenten, aus Nürnberg u. f. w. zahlreich eingetroffen find. " Den Genossen Antrick mache er nur darauf aufmerksam, daß „ Die Mittagsgöttin" auf eine Verherrlichung des Spiritismus durchaus nicht hinauslaufe, im Gegentheil verde im Roman der Nachweis dafür erbracht, daß nicht allein der grobe, sondern auch der sich als böchste Blüthe der Kultur auffpielende feine, philosophische auf Schwindel und Selbsttäuschung beruhen. Der Roman fei antispiritistisch, rationalistisch, noch einige Nummern weiter und jedem Leser werde dies flar sein. Es besteht die Absicht, an Stelle der langen populären Abhandlungen die furze Notiz fünftig zu pflegen, um so mehr Abwechselung auf dem beschränkten Raum zu bereiten. Wir ftreben auch hier stetig nach Besserung, so gut die äußeren Bedingungen es irgend gestatten. nur gerade. Die Kosten der Herstellung trägt die Parteikasse. Genossen in Frankfurt a. M.: Das Parteiprogramm foll mit einem furzen parteigefchichtlichen Ueberblick, sowie mit allgemein verständlichen Erläuterungen des Programms versehen, gedruckt und zum Zwecke der Massenverbreitung als Agitationsschrift zum Betrage der Herstellungskosten abgegeben werden. Zunächst erhält das Wort 28 ur m- Hannover, welcher die Broschüre von Bracke Nieder mit den Sozialdemokraten" für die beste Agitations. fchrift hält, und eine starke Neuauflage wünscht, die so billig wie möglich abgegeben werden müsse. In Hannover habe man jest den Plan gefaßt, alle vier Wochen ein fleines Blatt heraus zugeben, das für die Provinz Hannover berechnet sei. Man wolle dieses Blättchen hauptsächlich für die Landbevölkerung haben, es sei beijer, ein regelmäßig erscheinendes Flugblatt für eine bestimmte Provinz zu haben, als unregelmäßig erscheinende Flugblätter, die für ganz Deutschland berechnet sind. Der Vorsitzende fordert hierauf die Delegirten auf, Listen für die Vorstandswahl einzureichen. Die Debatte wird fortgesetzt. = Sittig Hannover beantragt, die Broschüre Bracke,„ Nieder. mit den Sozialdemokraten" zeitgemäß umzuarbeiten, da sie wegen ihres populären Tones große Wirkung erziele. Bérard Hamburg will, da der Vorredner bereits einen Theil der Einwände entkräftet habe, nur die technische Frage etwas näher berühren. So Antrick's Bemängelung des Papiers. Das Blatt hätte fein Defizit bringen sollen, und es feien die verschiedensten Berechnungen angestellt worden, wie viel man für das Papier auswerfen könne. Das Ergebniß fei gewesen, Heinrich Altona wendet sich gegen den Antrag der Elber daß die Nummer per 1000 nur 11 M. fojten solle, und für felder Genossen, da man derartige Broschüren nicht für ganz diesen Preis sei es schlechterdings unmöglich, ein besseres Papier Deutschland verfassen könne. Diese Frage müsse jede Proving zu verwenden. Wenn man einen höheren Preis anlegen wolle, felbst regeln. dann wolle er gern besseres Papier verwenden. Ueberschüsse Gegen den Antrag der Meher Genossen bemerkt Redner, Die Berathung der zum Kapitel„ Preffe" eingebrachten An- würden nicht gemacht, troh der hohen Auflage deckt sich das Blatt daß es ihm zweifelhaft erscheint, ob eine Auflage von Brade's träge wird fortgesetzt. Schrift Rieder mit den Sozialdemokraten" sich rentire. Er bittet Was Antricks weiteren Vorwurf über die Mangelhaftigkeit der diesen, sowie die folgenden Anträge dem Parteivorstand zur ErGenossen in Elberfeld beantragen: Der Parteivorstand wird beauftragt, dafür Gorge zu tragen, daß die in der Verlagsanstalt Bilder betreffe, so gelte bier derfelbe Grund. Man könne nur wägung zu überweisen, von Auer u. Komp. in Hamburg erscheinende„ Neue Welt" sowohl 60-70 m. für jedes Cliché ausgeben, müsse also nothwendig auf Kayser- Mey befürwortet den Antrag der Meßzer Ges an Inhalt( Text und Illustration) als auch äußerer Ausstattung alte Clichés zurückgreifen; er wisse wohl, daß eine ganze Reihe mehr wie bisher ihrem Zweck als Beilage fozialdemokratischer von Parteigenossen fünstlerisch werthvolle Leistungen hervorbringe, man hätte aber, wie gesagt, feine größeren Mittel zur Verfügung Blätter entspricht. Parteigenossen des 6. Wahlkreises beantragen: 1. Für die gehabt, und ohne größere Aufwendung sei es unmöglich, mehr Sonntagsbeilage des Vorwärts"( die Neue Welt") ein anderes zu leisten. Grünberg- Hartha meint, es gebe doch gute, für uns Blatt zu befchaffen, da felbiges nicht den Anforderungen genügt, die an ein prinzipiell und wissenschaftlich zu haltendes sozial- geeignete Romane, so Bertha von Suttner's" Die Waffen nieder!" der jetzt im Vorwärts" erscheine. demokratisches Blatt gestellt werden müssen. " Uilenbaum Elberfeld findet zu geringe Abwechselung in Bebel: Der Parteivorstand hat zu verschiedenen Malen Statt der zwei langen Romane sollten belehrende fich mit der Neuen Welt" beschäftigt und dabei auch die und unterhaltende Artikel aus dem Gebiete der Weltgeschichte finanzielle Seite der Frage erwogen. Es ist überlegt worden, ob und der Wissenschaft gebracht werden. Alte Clichés würden be- der Preis nicht weiter herabgesezt werden könne. Das Budget nutt; einmal fei ein Bild der Neuen Welt" 8 Tage vorher in für Beiträge und Bilder solle erhöht werden, selbst auf die Geeinem fächsischen Blatte erschienen. Für den Preis tönne ein fahr hin, daß ein Defigit entsteht. Gehr schwer sei es, einen befferes Papier geliefert werden. Dem Elberfelder Blatte fei guten und durchschlagenden Roman zu finden, wie den Suttner eine Unterhaltungsbeilage von einem Privatunternehmer für fchen. Der Vorwärts" habe dafür vorher eben auch mehrere schlechte 8 M. für das Tausend angeboten worden, während die Neue Romane gebracht. Für einen Roman fönnten wir höchstens Welt" 11 M. foste. Man solle davon absehen, aus der„ Neuen 8-900 M. ausgeben, wo bürgerliche Blatter 8-9000 M. aus Welt" Ueberschüsse herauszuschlagen. gäben. So schön Antrid's Jdee fei, so erfordere sie doch ein ganz anderes Budget, als hierzu in der Neuen Welt" vorhanden sei. Redner empfiehlt den Elberfelder Antrag und bittet den von Berlin VI damit für erledigt zu erklären. M 21 Antrid Berlin: ,, Was thun?" fei ein fehr guter Roman gewesen, aber daß er immer in fleinen Abschnitten habe veröffentlicht werden müssen, habe seine Wirkung beeinträchtigt. Die Illustrationen taugten nichts; es sollten Originalbilder gebracht werden, nicht alte Clichés. So viele junge Künstler feien vorhanden, die so gewonnen werden könnten. Riesel Berlin schließt sich diesen Ausführungen an. Was thun?" sei schwer verständlich gewesen. Auf besonderen Beschluß des Parteitages erhalten das Wort der Redakteur der Neuen Welt", Baake, und der Geschäftsführer der Hamburger Druckerei, Bérard. Hülle Erfurt hält es für nothwendig, das Budget zu er höhen und einen Theil der Ueberschüsse des Hamburger Geschäfts hierfür zu verwenden. Die Debatte wird geschlossen. Bei der Abstimmung wird der Elberfelder Antrag angenommen und der Antrag von Berlin VI damit für er ledigt erklärt. Bufammen zur Berathung gestellt werden vom Vorsitzenden folgende Anträge: noffen. Bebel: Im Sommer feien eine ganze Anzahl Flugblätter gedruckt und umsonst abgegeben worden, und auch die zukünftige Barteileitung werde diesem Grundsatz huldigen. Der Frant furter Antrag sei indessen unzweckmäßig, weil eine Schrift über das Parteiprogramm exiftive; wolle man dem noch eine Parteigeschichte anschließen, so werde das ein ziemlich dickes Buch werden, und der Preis müsse auch höher werden. Mit dem Wunsch Heinrich's Altona, alle Anträge, dem Parteivorstande zur Erwägung zu überweisen, sei er einver standen. Eine Reihe weiterer Anträge seien undurchführbar. Eine Schrift über die Lage der Landarbeiter fönne leider deshalb vorerst noch nicht herausgegeben werden, da der Partei vorstand von einer ganzen Reihe von Schriftstellern, die darüber genaue Schilderungen zu geben befähigt waren, im Stich gelaffen worden sei. 4 August in Berlin befürwortet den Antrag, daß die Broschüre von W. Bracke:„ Nieder mit den Sozialdemokraten" zeits gemäß umgearbeitet werde." Diederich Dortmund wünscht, daß vor allem die Proto folle von den früheren Kongressen, so vor allem vom Rongres von Gotha, neu aufgelegt werden. Flöther- Büdeburg meint, es müsse den einzelnen Kreiſen refp. Provinzial- Parteitagen überlassen bleiben, über die besonders geeigneten Broschüren zu beschließen. In den folgenden Abstimmungen wird der Antrag ein rich, die Anträge der Elberfelder Genossen dem Parteivorstand zur Erwägung zu überweisen, angenommen. Der Antrag der Meter Genossen wird gleichfalls dem Parteis vorstand zur Erwägung überwiesen. Der Antrag, die Broschüre von W. Bracke neu aufzulegen, nebst dem Amendement, diese Broschüre zeitgemäß umzugestalten, wird angenommen. Die weiteren Anträge werden abgelehnt. Der Antrag des Genossen Meist- Köln, ein Flugblatt über den Militarismus herauszugeben, wird angenommen. " Baate erklärt, er könne für sich als Redakteur der Neuen Welt" ungefähr daffelbe geltend machen, was Liebknecht für sich als Die Broschüre von W. Bracke Nieder mit den SozialChefredakteur des„ Vorwärts" gesagt habe. Ihm selber gefalle das demokraten" wird, nachdem die Zahlenangaben in derselben aus Blatt auch nicht besonders, eine Schuld aber treffe ihn nicht. dem Jahre 1874 durch die entsprechenden des Jahres 1890 ersetzt Als er die Redaktion der Neuen Welt" übernahm, habe er, find, in Massenauflage gedruckt und den Genossen für die Agitation weil er eine viermonatliche Gefängnißstrafe zu verbüßen hatte, zum Selbstkostenpreise oder gratis zur Verfügung gestellt. das Material für die ersten 26 Nummern im voraus redigiren Parteigen offen in Mey: Die Broschüre Nieder mit den Die Genoffen in Solingen stellen folgende Resolution: Der müssen; unter dieser Kalamität habe das Blatt begreiflicherweise Sozialdemokraten" von W. Bracke auch in französischer Sprache sehr zu leiden gehabt. Wenn man sich immer auf die alte, Neue neu erscheinen zu lassen, die Zahlenangaben aus dem Jahre 1874 Parteitag 1892 hat mit größtem Unwillen davon Kenntniß ge Welt" berufe, fo folle man doch auch bedenken, daß diese fast aber durch die entsprechenden des Jahres 1890 zu ersetzen. nommen, daß die Beschlüsse des Halleschen Parteitages, wonach zehn mal so theuer war, wie die jetzige. Hiervon abgesehen, fei Parteigenoffen in Düsseldorf und dem V. Sächsischen Reflamen und Lotterie- Anzeigen die Spalten der sozialistischen die jetzige Neue Welt" nur Beilage für die Parteiblätter, Wahlfreife: Broschüren, welche zu Waffenverbreitungen benügt Parteipreffe verschlossen bleiben sollen, von Parteiblättern, nament welche den Unterhaltungsbeilagen bürgerlicher Blätter die Waage werden sollen, find nur zum Preise der Herstellungskosten an die lich dem Vorwärts" und dem Hamburger Echo", in gröblicher zu halten habe, während die ehemalige„ Neue Welt" ein abge Genoffen zu verabfolgen, und wo es angängig ist, auch alle Weise verletzt werden. Desgleichen mißbilligt der Parteitag, daß schlossenes, selbständiges belletristisches Blatt war. Daß die Romane Schriften, welche von verstorbenen Parteigenossen herstammen. Die Mainzer Volkszeitung" die von dem Kommandanten und so wenig Beifall gefunden haben, bedauere er, doch folle man auch Ferner soll auch darauf geachtet werden, daß die befferen Bücher, dem Oberbürgermeister von Mainz unterzeichnete Aufforderung hier die Schwierigkeiten bebenfen, die dabei zu überwinden feien. welche das mangelnde Wissen der Genoffen ergänzen sollen, nicht zu einem Kaiser- Geburtstags- Festessen in ihrem Inseratentheile Söhne brauchen werde... Möge er einft ruhmreich wie tigen Politifern zugegebene, durch die Wehrhaftigkeits- wirklich nur als das betrachtet würden, wofür man sie aus sein mütterlicher Urgroßvater, wie sein väterlicher Groß- Entfaltung der Nachbarstaaten und durch die politische giebt: als Vogelscheuchen? Also, damit man sie niemals vater das Schwert führen... möge er selbst viele Söhne Situation bedingte Nothwendigkeit, alle anderen Rücksichten brauche, der ganze Kostenaufwand ihrer Herstellung! Die zeugen, die ihrerseits bem Vater und den Bätern Ehre dem eisernen Zwang der militärischen Kräftigung unter- Böller müssen ihr ganzes Geld hergeben, um an den Grenzen machen, und wie so viele der auf den Feldern der Ehre geBefestigungen zu machen, in der Abficht, sich über die Grenzen bliebenen Bäter... für die Ehre des Landes ihrer Väter Der leibhaftige Leitartikel!" bemerkte jemand halblaut. hin Kußhändchen zuzuwerfen? Zu einer bloßen Friedens ihrer Väter und Vatersväter fiegen oder furz:" Andererseits" fuhr aber fort: Aufrechtserhaltungs- Gendarmerie läßt sich das Militär nicht Friedrich Dotzky lebe hoch!" " Umsomehr, als dadurch ja eine Bürgschaft geschaffen herabdrücken der oberste Kriegsherr wird doch nicht einem Die Gläser klirrten, aber die Rede hatte nicht gezündet. wird für die Erhaltung des Friedens. Denn, indem wir Heer von ewigen Kriegsvermeidern vorstehen sollen? Sinter Daß diefes kaum ins Dasein getretene Leben jezt schon auf in traditionellem Patriotismus zur Sicherung der Grenzen diefer Maste- der ,, si vis pacem" Maske- blingeln die einvers die Todtenliste kommender Schlachten gesetzt wurde, machte es der unausgesetzten Steigerung der Wehrkraft unserer ständlichen Blicke, und die jedes Kriegsbudget bewilligenden b feinen freundlichen Eindruck. Nachbarstaaten gleichthun, erfüllen wir eine erhabene Pflicht geordneten blinzeln mit." crmon zuordnen." # E lebe 1 Deines Um dieses düstere Bild zu verscheuchen, fühlte sich einer und hoffen, etwa drohende Gefahren auch fernerhin zu Die Volksvertreter?" unterbrach der Minister. Man der Anwesenden veranlaßt, die tröstliche Bemerkung vorzu- bannen. So erhebe ich denn dieses Glas auf dasjenige tann den Opfermuth doch nur loben, dessen diese in ernsten bringen, baß die gegenwärtigen Konjunkturen einen längeren Prinzip, welches, wie ich weiß, unserer Baronin Martha so Beiten niemals ermangeln und welcher in der einhelligen fehr am Herzen liegt- ein Prinzip, das auch die Signatar- Botirung der entsprechenden Gesetze erhebenden Ausdruck Frieden verbürgten, daß der Dreibund Damit war das allgemeine Gespräch wieder glücklich mächte der mitteleuropäischen Friedensliga hochhalten, und findet." auf das politische Gebiet gebracht und Minister Andererseits ich fordere Sie auf, mit mir anzustoßen: der Frieden! Möge seine Wohlthat uns noch recht lange abgebern wollte ich einen nach dem andern zurufen: Deit Verzeihen Sie, Exzellenz, diesen einhelligen Stimms ergriff das Wort. Ja wird jener Mutter ihr einziges Kind rauben; " In der That( Lori Griesbach hing an seinem Munde), erhalten bleiben!" Darauf trinke ich nicht," sagte ich. Der bewaffnete bohrt jenem armen Wicht die Augen aus;- deines schicht es liegt zu Tage: die Wehrtüchtigkeit, welche wir erreicht haben, ist etwas Großartiges und dürfte alle Friedensbrecher Friede ist eine Wohlthat... und nicht lange soll eine unerschliche Bücherei in Brand; beines zerftampft abschrecken. Das Landsturm Gesetz, welches alle tauglichen uns der Krieg verhütet bleiben, sondern immer. Wenn das Hirn eines Dichters, der deines Landes Ruhm ge Staatsbürger vom 19. bis 42., die einstigen Offiziere jogar man sich auf die Meerfahrt macht, foll die Bnsicherung wesen wäre... Aber ihr habt dieses„ Ja“ votivt, un bis zum 60. Lebensjahre zum Kriegsdienst verpflichtet, nicht genügen, daß recht lange das Schiff an feiner Klippe nur ja nicht feige zu scheinen- als ob man gerabe 1.1 erlaubt uns, beim ersten Aufgebot allein 4 800 000 Golzerschelle. Daß die ganze Fahrt glücklich überstanden für sich die Affentierung fürchten müßte. Seid ihr den nicht da, um des Volkes Willen zur Geltung zu bringen? daten aufzustellen. Andererseits läßt sich nicht leugnen, werde, danach wird der ehrliche Kapitän trachten." Doktor Bresser, noch immer unser bester Hausfreund, und das Bolt will die produktive Arbeit, will die Ent daß das wachsende Mehrerforderniß, welches von der Heereslastung, will den Frieden..." verwaltung in Anspruch genommen wird, schwer auf der tam mir zu Hilfe: Bevölkerung lastet, und daß die zur ausgiebigen Schlag In der That, Exzellenz, können Sie an den ehrlichen, " Ich hoffe, lieber Doktor," bemerkte der Oberst bitter, fertigkeit des Reiches erforderlichen Maßnahmen im um aufrichtigen Friedenswillen jener glauben, die mit Leiden:„ daß Sie niemals Abgeordneter werden; das ganze Haus - Soldaten find? Die alles, würde Sie auspfeifen." gefehrten Berhältniß zur Frage der Regelung der Finanz- schaft, mit Begeisterung lage stehen; es ist aber andererseits erhebend, mit welchem was den Krieg gefährdet nämlich Abrüftung, opferfreudigen Patriotismus die Boltsvertreter stets und Staatenbund, Schiedsgericht nicht nennen hören wollen nicht allerorts die von dem Kriegsministerium geforderte Mehr Könnte denn die Freude an Arsenalen und Festungen und die stählerne Kraft." belastung bewilligen; sie erkennen die von allen einfich: Manövern und dergleichen bestehen, wenn diese Dinge tich dem auszusehen, würde schon beweisen, daß ich (( Schluß folgt.) Thiele Wurzen bespricht den Antrag von Hülle, Feldmann und Genossen, der lautet:" Der Parteitag möge beschließen: Den Expeditionen unserer Presse ist nicht gestattet, Annoncer in der Parteipreffe aufzunehmen, die zum Besuch geboykotteter Lokale auffordern." Konrad vertheidigt das Mainzer Barteiblatt, das zur Aufnahme der Annoncen verpflichtet gewesen sei auf Grund eines Bertrages mit dem Bürgermeisteramt. Die Anträge werden angenommen, Schluß 6 Uhr. Nächste Sizung: Montag 9 Uhr. $ veröffentlicht. Der Parteitag verlangt ausdrücklich, daß sowohl wunderung der schönen Augen der Dame Gerechtigkeit. Es gilt, die allerfeinsten Einzelheiten schilderte. Wenn wir uns damals die Lotterie- Anzeigen wie die Veröffentlichung von Gewinnliften, die Reihen der Sozialdemokratie zu verstärken durch die Ar gestatteten, trotz der lichtvollen Schilderungen des graphologischen ferner Reklamen und Heirathsgesuche in den Barteiblättern keine beiterinnen, was wichtiger ist als die Gewinnung der Kleinbürger, Kenners die Geistes- und Charaktereigenschaften des uns persön Stätte finden, und erwartet überhaupt, daß die Parteipreffe eine und den Sieg des internationalen Sozialismus über das interlich sehr bekannten Herrn als einigermaßen von der grapholopafsendere, würdigere Haltung beobachte." nationale Kapital zu beschleunigen. gischen Darstellung abweichend darzustellen, so muß es doch einleuchten, daß die Gerichte nunmehr die unzweifelhafteste Gewähr für eine absolut sichere Schriftenbegutachtung gefunden haben. Berlin scheint auf die Aussicht verzichten zu müssen, in Berichtigung. In dem Bericht des Vorwärts" absehbarer Zeit den Grünewald als städtischen Bart sein eigen über die Kontrollmarte heißt es, daß Schmidt- Friedberg sich gegen nennen zu können. Von authentischer Seite erfährt der„ Börf.die Kontrollmarke wendet, auf Grund jahrelanger trüber Gr- Kur." über die Verhandlungen wegen Verkaufs des Grunewaldes fahrungen. Das ist nicht der Fall. Im Gegentheil habe ich an die Stadt: Der Magistrat hatte beim Finanzministerium ausgeführt, daß ich die Kontrollmarke warm begrüßt und für sie angefragt, welche Bedingungen der Stadtgemeinde Berlin für agitirt habe, aber entschieden dagegen bin, daß die sozialdemo- den Erwerb des Grunewaldes gestellt werden würden. Finanzfratische Partei fie zur Prinzipienfrage machen soll, sie vielmehr minister Miquel war der Veräußerung nicht abgeneigt und hatte den Gewerkschaften als Stampfmittel überlassen müsse. bereits in der Person des Geheimen Raths Grandte einen Rom Friz Schmidt- Friedberg. missar für die Angelegenheit ernannt, der sich mit dem landwirthschaftlichen Ministerium in Verbindung setzen sollte. Minister von Heyden glaubte jedoch auf keinerlei Verhandlungen eingehen zu dürfen und erklärte, daß von seiner Seite die Zustimmung zum Verkauf des Grunewalds an die Stadt Berlin, sowie überhaupt nur irgend eines Theiles desselben, nicht ertheilt werden fönne. In der legten Sihung des landwirthschaftlichen Ministeriums ist diese Frage zur Erörterung gekommen und man hat sich einstimmig gegen den Verkauf ausgesprochen. Dr. Diederich empfiehlt den Antrag der Solinger. Die Fränt. Tagespost" habe quer über das ganze Blatt eine Reklame zum Besten einer Lotterie zu Gunsten der Chriftuskirche gebracht. " R. Fischer Berlin hebt hervor, daß im Vorwärts" feit zwei Jahren feine Lotterie- Annonce erschienen sei. Er bittet den Solinger Antrag abzulehnen. RIB- Elmshorn: Ein Juferat, wie es die Mainzer Bolts- Zeitung" gebracht, hätte unter feinen Umständen in einem Parteiblatt erscheinen dürfen. Der Antrag von Hülle, Feldmann und Gen, wird angenommen. Die Resolution der Genoffen in Solingen wird bis auf den Sah die Mainzer Bolts& tg." betreffend abgelehnt. Lokales: Die fozialdemokratischen Verguügungsvereine sind auch nicht unthätig, wenn es gilt, fich' mal in die Agitation zu stürzen. So unternahmen am legten Sonntag die Mitglieder des Rauchflubs Rothe Nelke" und des Skatklubs Der Parteitag spricht flubs Rothe Nelte" und des Statklubs„ Kreuz- Bube" eine Agitationstour nach Belzig- Miesenberg. Gine Anzahl Parteigenossen aus dem ersten Berliner Wahlkreis hatten sich an geschlossen. Einer der Theilnehmer schreibt uns über den Verlauf Schumann- Bielefeld beantragt: Der Parteitag spricht feinen Tadel über einen Bericht des Halberstädter Sonntag: blattes" über den Parteitag aus. Redner verliest unter der Heiterkeit des Parteitages einen Theil des Artifels. Frohme stellt den Antrag, zur Tagesordnung überzu gehen. Das geschieht. Es wird zur Wahl des Parteivorstandes geschritten. Siz des Parteivorstandes bleibt Berlin. Das Wahlresultat wird später bekannt gemacht. Es liegt zur Berathung eine Resolution von Wartmann Friedrichshagen vor, welche die Haltung des„ Vorwärts" zu den Februarkrawallen mißbilligt, besonders den für die Zumultuanten gebrauchten Ausdruck Lumpenproletariat." artmann begründet seinen Antrag damit, daß man die Beute, wenn sie auch moralisch unter uns ständen, doch als Produkt der heutigen Gesellschaft betrachte und sie nicht derartig beschimpfen dürfe, fie gehörten doch schließlich auch zu den Broletariern, wenn man sich auch nicht mit ihnen zu befreunden brauche. Liebknecht erwidert, der Gedankengang des angegriffenen Artikels des Vorwärts" fei ein vollständig richtiger gewesen. Die Februartrawalle feien teine revolutionäre Erhebung gewesen; vor der Februarrevolution, vor der Märzrevolution 1848 hat es ganz anders ausgesehen. Da habe der Gedanke gleichsam in der Suft gelegen. Nicht so sei es im vorigen Februar in Berlin gewefen. Da seien Szenen vorgekommen, für die kein ehrlicher Proletarier die Berantwortung auf sich nehmen wolle. Ein Putsch, und der war von gewissen Leuten beabsichtigt, wäre der höchste Nonsens gewesen; derartige Narrheiten könnten Sozialdemokraten nicht begehen, das würde uns den Gegnern ans Messer liefern. Der Tour: " C Mutter war Die Kurpfuschereien des indischen Gauklers Goolam Kador beschäftigen wie bereits furz gemeldet bereits die fönigliche Staatsanwaltschaft. Wie wir erfahren, ist der„ Wundermann" von mehreren Geschädigten wegen Körperverlegung und wegen Betruges angezeigt worden. Einer der zur Anzeige gebrachten Fälle betrifft eine 65jährige Greifin, die auf dem linken An Munition waren große Mengen Maifest Zeitungen, Auge den grauen Staar hatte, deffen Beschaffenheit alle Vorwahrer Jakob". Borwärts" und etwa 3000 Flugblätter mit bedingungen für den besten Erfolg einer Operation zeigte. Durchh genommen worden. Die Abfahrt erfolgte früh 5 Uhr 13 Minuten den operativen Eingriff des Wundermannes" ist die alte Frau vom Bahnhof Alexanderplatz direkt nach Belzig. Ein Theil der um alle Hoffnung betrogen worden, auf dem franken Auge die Genossen wurde nach Lübnih vorausgefchickt, die übrigen be- Sehkraft wieder zu erlangen. Ein Berichterstatter begab sich zu Gin Antrag, fernerhin 3 statt 2 Sekretäre zu wählen, findet gannen ihre Arbeit in Belzig. In Lübnik regte sich ein der in seiner Nachbarschaft wohnhaften Frau Sch. und erhielt nicht die nöthige Unterſtügung. Herr v. Sochow gar mächtiglich über die Geschichte auf. von derfelben folgende Auskunft über ihre Begegnung mit Er fam in voller Haft nach dem Gasthose und stellte Goolam Kador: Die Frau hat zwei Söhne, die dem KaufmannsWenn er geglaubt ftande angehören. Der eine ift verheirathet, der jüngere sich als altmärkischer Edelmann" vor. bei der Mutter. Der Gatte und Bater hatte, uns damit imponiren zu können, so war er mächtig schief wohnt noch Eine Operation des erblindeten Auges gewickelt. Er tam mit einigen antisemitischen Redensarten, es ist längst todt. wurde ihm aber bald so heimgeleuchtet, daß er ebenso schnell der von den Söhnen längst beabsichtigt, wieder verschwand, wie er aufgetaucht war. Die Ortschaften Eich bisher aber unterblieben, weil die Familie erfahren haben wollte, holz, Benken, Arneft und Schlemmen wurden hierauf mit Material daß die Operation mindestens 300 m. koste, und diese Summe belegt. In Arnest legte sich der Herr Förster ins Mittel. Er vermochten die Söhne nicht kurzerhand aufzubringen. Als nun schimpfte eine mächtige Naht herunter und trieb seine Höflichkeit der Wundermann in Berlin auftauchte und seine Reklame in fo weit, einem der Flugblätter Bertheilenden zuzurufen: Du das Publikum drang, da hoffte auch Frau Sch., daß sie mit Lümmel, willst Du machen, daß Du aus dem Gehöft heraus Hilfe desselben ihr Augenlicht wieder erlangen fönne, ohne den tommst, sonst bringe ich Dich auf die Straße. Der Genosse lachte Söhnen ein allzu großes Opfer zumuthen zu müssen. Ohne dieses höfliche Exemplar von Waldläufer gehörig aus, duzte Wissen der letzteren machte sie sich Montag, den 31. Oktober, ihn wieder und ging ruhig seines Weges. Nachdem noch auf die Wallfahrt nach der Friedrichstraße. Im Wartezimmer Neuhütte gründlich belegt worden war, wurde der gemeinsame fand sie eine dichtgedrängte Menge von hoffnungsfreudigen, beWeitermarsch nach Wiefenburg angetreten, das Nachmittags um geisterten Menschen, die alle daß edelste Gut des Menschen, das 4 Uhr erreicht wurde. Hier tauchte auch ein Gendarm auf, der Augenlicht, von dem Manne erwarteten, dessen Lob in allen sofort den Namen eines der Flugblattvertheiler in sein Notizbuch Tönen erflang. Nach langem, langem Warten gelangte auch eintrug. Die Wiesenburger Genossen hatten uns schon erwartet Frau Sch. in das Sprechzimmer. Hier befand sich der Arzt mit und dafür Sorge getragen, daß uns in einem Gasthof ein be seinem Dolmetscher und zwei Damen, die ihm zur Hand gingen. Der Gendarm, der" In zwei Minuten werden Sie sehen! Was tönnen Sie zahlen?" sonderes Zimmer refervirt worden war. Amtsdiener und eine andere Person nahmen auch mit in meinte Goolam Kador. Ich weiß ja nicht, was Sie fordern!" dem Zimmer Plaz. Der Gendarm lief vor lauter Liebens versezte die Frau. Der Arzt verlangte 100 M., da die Patientin Wir haben nur das Proletariat geschützt, als wir uns in würdigkeit beinahe über. Er hegte den innigsten Wunsch, mal aber diese Summe nicht aufbringen zu können vermeinte, jenem Artikel gegen das Zumpenproletariat wandten. Der Aus- beobachten zu können, wie eine sozialdemokratische Versammlung ging er auf 90, 80, 70, 60 und endlich bis auf 50 M. Herab, bruck ist ein historischer; Karl Mary war es, der ihn auf- aussehe. Wir erklärten ihm, daß wir eine solche in 2 Stunden aber billiger fönne er es nicht machen. Die Frau verpflichtete Gewiß ist das Lumpenproletariat ein Produkt der arrangiren würden, wenn wir die polizeiliche Genehmigung dazu sich auch zu 50 M., erklärte aber, sie müsse sich das Geld erst heutigen Gesellschaft und zu beklagen. Das wiffen wir auch. bätten. Erft als wir dem Gendarm den Vorschlag machten, von ihren Söhnen als Weihnachtsgeschenk geben lassen. Der Arzt Die Lumpenproletarier sind die aus der regelmäßigen Arbeit felbst die polizeiliche Ueberwachung der Versammlung zu über- und der Dolmetscher, sowie die beiden Damen redeten ihr aber Ausgestoßenen. Das sind die sogenannten Ballonmüßen, die nehmen, kam er auf die Idee, daß dahinter wohl eine Uebertretung zu, die Operation fogleich vornehmen zu lassen, da der Arzt Diebe, Die Verbrecher, der ganze Janhagel, der gesammte Abfall des Vereinsgesetzes stecken könnte. Gegen 8 Uhr wurde die Rück- nicht auf fofortige Bezahlung bestand und da er versicherte, daß die Operation ganz schmerzlos fei, so ließ sich die Frau bereden. der bürgerlichen Gesellschaft. Diese Lumpenproletarier sind nichts fahrt nach Berlin angetreten, das wir um 10 erreichten, Wie es mit den Bohnverhältnissen auf dem Lande beschaffen Der Arzt machte, nachdem das sehende rechte Auge verbunden weniger als revolutionär, die stehen der bürgerlichen Gesellschaft nicht gegenüber, sie wollen im Gegentheile innerhalb der ist, geht daraus hervor, daß männliche Arbeiter bei 11stündiger worden war, einen senkrechten Einschnitt in die linke Schläfe, felben leben. Arbeitszeit 90 Pf. täglich, weibliche dagegen nur 40 Bf. ver- dann einen Querschnitt über die Hornhaut des Auges, was der Frau ganz unerträgliche Schmerzen machte. Is er die HornIn der fozialistischen Gesellschaft wird es kein Zumpen- dienen. Schließlich muß konstatirt werden, daß die Landbewohner haut halb vom Augapfel weggezogen hatte, hielt er der Frau proletariat geben können, dort fehlen die Lebensbedingungen. Wenn diejenigen, die gegen den Vorwärts" polemisirt haben, uns jetzt nicht mehr als Räuber, Diebe und Bagabunden be- feine Finger vor das Auge und frug, ob sie die Finger sehe. in der Geschichte bewandert wären, dann hätten sie alle aus der Sie fah nur einen ganz leichten Lichtschimmer und bat, der Geschichte gelernt, daß als in der Junischlacht im Jahre 1848 die Schmerzen halber die Operation zu beenden. Als dies geschehen, Bourgeoisie sich in höchster Noth befunden habe, das Lumpen fiel sie vor Schmerz in Ohnmacht. In einer Droschke wurde sie nach Haus befördert. Jetzt erfuhren erst die Söhne von dem Vorgange. proletariat von ihr organisirt worden sei, als garde mobile", Der Weltere holte sofort den Oberstabsarzt Dr. D. herbei und und diese habe nach 6 Tagen heißen Rampfes das revolutionäre Der Winter nimmt kalendermäßig zwar erst am dieser konstatirte, daß durch die verfehlte Operation die Sehkraft Broletariat geworfen. Wer aber, wie es im vergangenen Februar 21. Dezember feinen Anfang, doch fragt der rauhe Gefelle des franken Auges höchstwahrscheinlich definitiv vernichtet worden Proletarier, sondern ein Lumpenproletarier, vielleicht in schlimmerem lange vor der festgesetzten Beit seinen Einzug in Berlin gehalten. traft ist keine Spur, der einzige Vortheil der ganzen Operation Ginne, als Karl Marx es gemeint habe.( Lebhafter Beifall, Der Winter ist nicht nur ein Schrecken des nothleidenden beruht in unerträglichen Kopf- und Augenschmerzen. Am Tage Sandeklatschen.) Hierauf wird nach einigen kurzen Bemerkungen Stadt einen gewissen Schrecken für die bürgerliche Gesellschaft in sich, der Frau Sch., um sich nach deren Besinden zu erkundigen. Ihm bagens die Resolution Wartmann zurückgezogen. und trifft oder hat dieselbe bereits ihre Vorbereitungen getroffen, wurde gesagt, daß nunmehr ärztliche" Hilfe angerufen worden Die Frauen und Mädchen von Mannheim und Partei- um der Schrecknisse des Winters gedachter Art Herr zu werden. fei. Am zweiten Tage kam Goolam Kader selbst in Begleitung genossen von Sagan beantragen: A13 fleiner Ventilator sind die Wärmehallen zu betrachten, welche bes Dolmetschers; er wollte die Kranke sehen. Der anwesende ber Zentralverein für Arbeitsnachweis eingerichtet hat und deren gaftliche Hallen bereits eröffnet sind, frierenden Proletariern jüngere Sohn verwehrte ihm den Zutritt und bedeutete ihm, wegen des Honorars folle er sich an seinen Bruder wenden. wenigstens bei Tage etwas Warmes" bietend. Für die Nacht Will nix Geld, will nig, will nur Neklame for Zeitung!" rief bietet das Asyl für Obdachlose angenehmen Aufenthalt, wenigstens stader. Diese hat er freilich nicht erhalten, wenn er die erhoffte den Glücklichen, denen es gelingt, Aufnahme zu finden. In Reklame nicht durch diese sachgemäße Darstellung erhält, bann welcher Weise die herrschenden Gewalten ihre Vorbereitung für wird sie ihm vielleicht durch das beantragte Gerichtsverfahren den Winter getroffen haben, wird ersichtlich aus folgender Notiz, gemacht, dann aber wohl in unerwünschtem Maße. die wir in bürgerlichen Blättern finden: brachte. lich Der Parteitag wolle beschließen: 1. daß seitens der sozialdemokratischen Bartei eine rege Agitation entfaltet werde zum Zweck der Einbeziehung der Proletarierinnen in die gewerkschaftlichen und wo dies mög politischen Organisationen der Arbeiter und ihrer bewußten, zielflaren Betheiligung an dem Befreiungskampf threr Alajje; 2. daß die sozialdemokratische Partei kräftig dafür agitire, trachten, sondern sich schon daran gewöhnt haben, in einem Sozialdemokraten einen Menschen zu sehen, der es mit den Repräsentanten der„ bürgerlichen" Gesellschaft getrost aufnehmen „ Das alte Stadtvoigtei Gefängniß am Moltenmarkt wird Die Charlottenburger Fabrik der Aktiengesellschaft Ludwig des Bereins- und Koalitionsrechts gewährleistet werde; trete, daß ben Arbeiterinnen der freie, unbeschränkte Gebrauch gegenwärtig erweitert, un neue Räume für die von Jahr zu Löwe u. Co. ist gestern Abend in der elften Stunde von einem Jahr wachsende Zahl der Gefangenen zu gewinnen. Bahlreiche Feuer heimgesucht worden, das vom Werkzeug- Baubureau ausZeiten Maurer und Zimmerer sind beschäftigt, dem Hauptgebäude, das ging und sich über Fußboden, Wände, Fenster, Regale, Kästen bisher nur zwei Stockwerke hatte, ein drittes aufzusehen; die. bgl. verbreitete. Die herbeigerufene Berliner Feuerwehr beArbeiten sollen so gefördert werden, daß die neue Stage bereits seitigte die Gefahr, die Charlottenburger Feuerwehr, die erst nach am 1. Dezember bezogen werden kann. Die Etage enthält drei der Berliner eintraf, trat nicht in Thätigkeit. große Säle, die Blatz bieten für 165 Sträflinge." . der Mahlagitation Bersammlungen veranstaltet werden mit dem Doppelzwed, gegen die politische Rechtlosigkeit des weiblichen Geschlechts zu proteſtiven und Aufklärung über politische Fragen iu die Reihen der Proletarierinnen zu tragen. Also am 1. Dezember fönnen bereits 165 Sträflinge" bas ihnen bereitete Heim" beziehen"! Daß dasselbe nicht lange leer stehen wird, läßt sich mit Gewißheit annehmen, denn die angezogene Notiz befagt weiter: Verschwunden ist seit Donnerstag der 19 Jahre alte Jbiot Siegmund Erdten, Mohrenstr. 6/7 bei dem Water in Wohnung gewesen. Der junge Mensch, der infolge von Krankheiten geistig gelitten hat, scheint sich ein Leides angethan zu haben. Die Leiche ist bis jetzt noch nicht aufgefunden worden. Er trug bei seiner Entfernung ein rothgestreiftes Parchendhemb und einen Sommerüberzieher. Frau Clara Bettin Stuttgart begründet den Antrag der Mannheimer Frauen in einer zündenden Rede. Man kann, so führt der Inhalt des fie aus, einwenden, daß Untrags felbstverständlich sei, daß damit offene Thüren eingerannt wurden. " Zur Zeit macht sich in der Stadtvoigtei der Winter schon Dennoch sei es wahr, daß bisher bie fozialdemokratische Partei zur Gewinnung der weiblichen recht geltend. Der Bestand des Gefängnisses und feiner Filialen Proletarier nicht blos nicht alles gethan habe, was sie thun fonnte, ist schon auf 1419 gestiegen. Auch Blößensee ist schon jest mehr ondern auch nicht, was sie im Intereffe des Kampfes, der Bes benn überfüllt; 1872 Gefangene waren gestern dort internirt, fege, die ja freilich Fußangeln übergenug darbieten, sollen die Ein schwerer Verdacht ist gegen eine Frau R. von Seiten freiung des Proletariates thun mußte. Nach Maßgabe der Ge- 272 mehr, als eigentlich Play vorhanden ist." Und der Winter fängt erst an! Bei einigem Nachdenken der Polizei erhoben worden. In einem Haufe der Wallstraße Frauen sich sowohl politisch wie gewerkschaftlich bethätigen, dürften diese Thatsachen doch wohl geeignet sein, den besitzenden betrieb seit längerer Zeit der Kaufmann Rudolf K. einen Verlernend, ausflärend, agitirend, propagat.oirend. Wir müssen den Klaffen die lebhafte Freude über die stattgehabte Gröffnung der lauf von Bigarren. Am 16. b. M. starb er plöglich, und der Rampf der Frau gegen den Mann fallen lassen; wohl enthält ersten Gisbahn in diesem Winter etwas zu trüben. Vielleicht Arzt stellte als Todesursache Rückenmarksdarre fest. Die Vordie Gesellschaft auch diesen Gegensah, aber wenn wir ihn hervor machen die Wohlthätigkeitsbazare" in diesent Winter beffere Ge- bereitungen für die Beerdigung waren bereits getroffen, da er heben wollten, wo es sich um den Kampf beider gegen das fchäfte, als sonst! schien vorgestern die Revierpoiizei, belegte die Leiche mit Beschlag und ließ sie dem Schauhause zuführen. Ueber die Veranlassung Wege zum Siege. Es gilt das Wort: Der Mann hat Sapital handelt, so wäre das Zeitvergeudung, Aufhaltung auf dem Der bekannte Graphologe von Schorers Familienblatt", hierzu meldet eine Lokalforrespondenz folgendes: Der Dienstuns mit Peitschen gezüchtigt, aber nun züchtigt Redakteur W. Langenbruch, wurde, wie verschiedene Blätter mann V., der mit dem Verstorbenen gut bekannt war, hörte von uns der Unternehmer mit Storpionen. Die melden, als gerichtlicher Schreibsachverständiger ein für alle Mal dem plöglichen Todesfall und begab sich auf das Polizeirevier, kämpfenden vereidigt. Mit dieser Bestallung hat man zum ersten Male die wo er ausfagte, daß K. ihm vor einer Woche mitgetheilt habe, Gostaldemokratie verstärken würden, und sie bemüht sich, uns auf alte Ueberlieferung durchbrochen, wonach nur Schönſchreiber" daß seine Ehefrau, die früher Sängerin oder Kellnerin geivefen ihre Seite zu ziehen, damit wir unseren Einfluß auf die Männer aus der Schule oder aus dem Bureau als tauglich zur Schriften sein soll, ihm in eine mit Schnaps gefüllte Flasche eine FlüssigEr habe dies an dem widerlichen zu Gunsten der Erhaltung der heutigen Zustände geltend machen, begutachtung befunden wurden, sehr zu Unrecht, wie bekanntlich feit gemischt haben müsse. In England haben während der jüngsten Wahlbewegung vor zahlreiche Frrthümer dargethan haben, die der nunmehr ernannte Geschmacke bemerkt und die Flasche vor Schrecken fallen lassen, so daß sie zerbrochen sei. Von dem Inhalte habe er daher behme Tamen die Arbeiterfrauen besucht, die Näslein der Ar- Gutachter häufig vor Gericht nachgewiesen hat. beitertinder gepußt, damit der Mann für die bürgerlichen Wir begrüßen diese Neuerung mit aufrichtiger Freude, denn zwecks Untersuchung nichts mehr übrig behalten. Der Zeuge Barteien wähle. Nicht als Frau befürworte ich den hoffentlich ist der Herr Langenbruch derfelbe bahnbrechende Gras sprach im Anschluß hieran die Möglichkeit aus, daß K. durch Antrag, sondern Und nicht aus phologe, der vor einigen Jahren in Schorers Familienblatt" Gift aus dem Leben geschieden sei. Der Hausverwalter J. und Parteigenossin. Gerechtigkeit sollen Sie den Antrag annehmen: feine aus der Handschrift unseres Profuriften Jakob Bamberger den seine Frau lieferten weiteres Belastungsmaterial gegen die Frau Partei, die die Macht erobern will, tann aufgehen in der Be Charakter des Reichstagsabgeordneten Ludwig Bamberger bis in R. Hiernach hat diese eines Tages ihnen gegenüber eine Aeuße " ihrem Verdacht| Vom Schwurgericht des Landgerichts I wurde gestern der wahrgenommen, Botschaffner Hermann Rosenberg, welcher beschuldigt ist, ihres Mannes feine Ehefrau vorfäglich getödtet zu haben, zu 10 Jahren getragen und 1 Monat Zuchthaus verurtheilt, wovon 1 Monat als verbüßt Antwort ertheilt erachtet wurde. rung fallen laffen, die Frau J. in bestärkt. Frau J. hat auch noch daß Frau K. Frau R. furz furz nach dem Tode eine auffallende Gleichmuth zur Schau auf die Frage nach der Todesursache die talte habe. Sie wissen ja, daß er stets trant war; er ist eben eingeschlafen". Der in demselben Hause wohnende Destillateur N, Bekundet ferner, daß K. einige Tage vor seinem Ende ihm die Schnapsflasche zum Füllen durch einen noch nicht ermittelten Mann mit der Weisung übersandt habe, sie gehörig zu reinigen, da seine Ehefrau ihm schon wieder etwas dort hinein geschütter habe. Das Geschäft R.'s ist vorläufig geschlossen worden. Den schwerwiegenden Anschuldigungen steht nicht nur der Inhalt des Todtenscheins, sondern auch die Thatsache gegenüber, daß Frau K. einen nicht zu verkennenden Hang zur Frömmigkeit gezeigt hat, und daß auch niemand gegen ihren jezigen Lebenswandel Einspruch erheben kann. Arbeiter- Sanitätskommission. Die nächste Sihung findet Dienstag, den 22. November, Abends 8½½ Uhr, Lindenstraße 106 bei Poppe statt. Tagesordnung: 1. Referate über Werkstatt- und Fabrikhygiene. 2. Diskussion. 3. Diskussion über die Erweiterung des Arbeitsgebiets der Kommission. 4. Verschiedenes. Wir fordern alle Genossen, welche sich an den Arbeiten der Kommission betheiligen wollen, namentlich aus dem Süden, auf, an der Berathung theilzunehmen. Marktpreise in Berlin am 18. November, nach ErmitteTungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Rg. guter von 16,00-15,50., mittlerer von 15,40-15,00 m., geringer von 14,90-14,40 M. Roggen per 100 kg. guter von 13,70-13,50 M., mittlerer von 13,40-13,30., geringer von 13,20-13,00 M. Gerste per 100 Kg. gute von 17,00-16,00 M., mittlere von 15,90-15,00 M., geringe von 14,90-14,00. Hafer per 100 Rg. guter von 16,20-15,50 M., mittlerer von 15,40-14,80 M., geringer von 14,70-14,00 M., Stroh, Richt- per 100 Kg. von 4,50 4,00 M. Heu per 100 kg. von 7,10-5,00 m. Erbsen per 100 Rg. von 40,00-25,00. Speisebohnen, weiße per 100 Rg. von 50,00-20,00 m. Linsen per 100 Kg. von 80,00 bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 Rg. von 6,00-4,00 M. Rind fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,10 M. Bauchfleisch per 1 Kg. von 1,40-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von 1,50-1,10 M. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,80 M. Hammelfleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90. Butter per 1 Kg. von 2,80 bis 2,00 M. Eier per 60 Stück von 5,00-2,60 m. Fische per 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 m. Nale von 2,80-1,20 m. Zander von 2,40-0,80 M. Hechte von 1,80-1,00 M. Barsche von 1,60-0,70 M. Schleie von 2,40-1,20. Bleie von 1,40 bis 0,70 M. Krebse per 60 Stück von 12,00-2,00 m. Polizeibericht. Am 18. d3. Mts. Vormittags lief auf dem Spittelmarkt ein etwa 50 Jahre alter unbekannter Mann in der Trunkenheit gegen einen Omnibus- Schaffner und fiel, von diesem zurückgestoßen, zur Erde. Er erlitt hierbei eine so bedeutende Verlegung am Hinterkopfe, daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. Abends versuchte ein Arbeiter in seiner Wohnung in der Pallisadenstraße sich zu vergiften und mußte nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden. In der Nacht zum 19. da. Mts. fiel vor dem Hause Taubenstraße 7 ein Rutscher in der Trunkenheit zur Erde und erlitt eine bedeutende Verletzung am Kopfe, die seine Ueberführung nach der Charitee erforderlich machte. Im Hause Neue Friedrichstraße 50 ftürzte ein Arbeiter in der Trunkenheit von der Treppe, erlitt eine bedeutende Verlegung am Kopfe und blieb bewußtlos liegen. Er wurde nach der Charitee gebracht.- Am 18. d. M. Vormittags fanden zwei kleine Brände statt. Gerichts- Beifung. Auch was der Teufel sagt, darf man nicht nach Sprechen. In Eichstädt in Bayern stand, wie gestern er wähnt, der Pater Aurelian unter Anklage der fortgesetzten verleumderischen Beleidigung der Frau Herz. Pater Aurelian ist durch die Austreibung des Teufels aus dem von diesem beseffenen Knaben Bilt bekannt. Er erzwang von dem Teufel das Bekenntniß, daß Frau Herz den besessenen Knaben verflucht habe, daß er durch den Genuß von Hutzeln der Herz. besessen worden und deshalb der Teufel in ihn gefahren fei. Frau Herz hatte unter dieser Anschuldigung viel zu leiben, fie wurde im ganzen Ort als Here in Verruf gethan. Pater Aurelian trat den Beweis der Wahrheit an. Der Domprobst Priner und der Philosophie- Professor Regens Schneidt gaben ihre Sachverständigen- Gutachten für den Teufel ab. Leider konnte dieser selbst nicht vorgeladen werden. Pater Aurelian tam noch gut weg, da ihn der Gerichtshof nur dem Antrage des Staatsanwalts gemäß zu 50 M. Geldstrafe verurtheilte. Versammlungen. dreher, der Arbeiter in Gas, Waffers und Dampf- Armaturen, Ju einer Brauchenversammlung der Eisen- und Metallsowie der Bohrer, Hobler und Stoßer hielt am 12. November Herr Dr. Borchardt einen interessanten Vortrag über die Sehenswürdigkeiten der„ Urania". Nach Schluß desselben wurden einige Verbandsangelegenheiten geregelt, worauf Hansen die Kollegen darauf aufmerksam machte, daß die noch ausstehenden Fragebogen bis spätestens den 22. d. M. in seiner Wohnung, Schönhauser Allee 55, abzuliefern seien. Hierauf erfolgte Schluß der Versammlung. Köpenick. Sozialdemokratischer Arbeiterverein für Köpenick und amgegend. Wegen der Lokalfrage findet diesen Monat teine MitgliederBersammlung statt. Achtung! Schäftebrandje. Heute, Sonntag, den 20. November, Nachmittags 4 Uhr, Alte Jakobstr. 83: Deffentliche Versammlung. Tagesordnnug: Erzgebirge. Werth und Ziele der Organisation. Referent: Genoffe Kart Demmler vom Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen. Sonntag, den 20. November, Abends 8 Uhr, in Paster's Salon, Neue Königſtr. 7: über Frauenbewegung. Diskussion. Nachdem: Geselliges Betsammenfein. Bersammlung mit Damen. Tagesordnung: Vortrag des Fräulein Baader Bergnügungsverein Boruffia". Sonntag, den 20. November, Nachmittags 5 Uhr, bei Wollschläger, Blumenstr. 78: Sigung mit Damen. Nachher: Gemüthliches Beisammensein. Vorträge. Freier Diskutirverein. Sonntag, den 20. November, Nachm. 4 Uhr, bei Leopold, Markgrafenftr. 88: Jahresfeier. Festrede, gehalten vom Mitglieb D. Räder. Nachher: Kommers. Beugboffir. 8.- Theater- und Bergnügungsverein Imen horft bet Herrn Serrath, Boechstraße 7.- Freundschaftlicher Bartverein bet Herrn Krischte, Nostizstraße 12. berg. Zurnverein Fichte in Schölzel's Seeschlöschen in Sichten: Zambourverein Ruf bei Sperling, Inselstr. 1. Geselliger Berein Statia bei Rohrsdorf, Pantstraße 4. Zurnverein Fichte", Lichtenberg, Schölzel's Seeschlößchen. Tambourverein Ruf" bei Sperling, Inselstr. 1. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Montag: Theaterverein 2o uisenstädtischer Sumor, Manteuffelfir. bei Schröder.- Rauchflub Blaue Qua ste, bei Mücke, Wöhlertstr. 2. Rauchtlub Frisch auf" bet Schulze, Fürstenwalderstr. 12.- Bergnügungs Berein Alpenveilchen, Straußbergerstr. 3 bet Birts. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Privat- Theaters gesellschaft Walhalla, jeden Sonntag Nachmittag 5 Uhr Restaurant Lautenbach, Cuornstraße 77. Privat- Theatergesellschaft Preciosa jeben Sonntag 4 Uhr bei Foge, Köpeniderstr. 191. Theater- und Bergnügung verein Harlekin, heute Nachmittag 5 Uhr bei Bade, Beughofstraße 8. Theaterverein Concordia Beughofstraße 8 bei Koch. Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Versammlung intens Tambour- und Bergnügungsverein Gut Heil, alle 14 Tage bet Senffert, Oranienstr. 121. Bon 4 Uhr an. Bergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bei Krüger. Straße 150. Bergnügungsverein Einigteit 1890. Jeben Montag Sigung bei soll, Adalbertstr. 21, Abends 9 Uhr. Alle 14 Tage Tanz. Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Beretn 8wiebelfische, Rigdorf, Abends% 9 Uhr in Barta's Lotal, Berliner fraße 120. Bergnügungsverein Freundestreue, jeben Montag bet Möring, Admiralstr. 18c.- Gefelliger Klub Namenlos, jeden Montag im Nestaurant zum Zukunftsstaat, Kastanien- Allee 35. Bergnügungsverein Auf Selgoland Sizung jeden Montag» Uhr bei infe, Bergstr. 54, Fidelitas. Bergnügungsverein" Eulatta" bei Herrn Reggentin, Barnimstr. 4-5 Sigung 6 Uhr. Pfeifentlub Felsen fest, Abends 9 Uhr, Königsbergerstr. 20 bei Schabrodt. Rauchflub Weiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerstr. 14. Rauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bei Lehmann, Friedrichsfelder ftraße 27. Kartentlub, ustige Brüder" Krautstr. 48, Abends 8% Uhr bei Ernst Radtke. Sprechtsaal. gie Redaktion stellt die Benugung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Bublitum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; ste wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit bent Inhalt desselben identifizirt zu werden. Gemischter Ghor. Blumen- und Pubfedern- Branche. Sonntag, den 20. November, Abende s uhr, int Dresdener Garten, Dresdenerftr. 45: Zweiter 3ytlus- Bortrag bes Genossen Dr. Pinn über: Die Religionen des Alterthums." Nachdem: Gefelliges Beisanimenfein mit Tanz. Einem vielfach geäußerten Wunsche entsprechend, beabsichtige vember, Nachmittags 5 Uhr, in Schultheiß' Braueret- Ausschant, Neue Jakob- daher an stimmbegabte Damen und Herren aus der Arbeiterschaft Verein der Maschinißten und Heizer Berlins. Sonntag, den 20. No- ich, für Moabit einen gemischten Chor zu begründen. Ich richte straße 24/25: Bersammlung. Allgemeiner Arbeiterinnenverein Berlins und Umgegend. Gonn Moabits die Einladung, sich am Montag Abend zahlreich im a 20. stovember, abends e Uhr, im Sokale des Herrn Dito klein, Restaurant des Genossen Fischer, Alt- Moabit 37, einzufinden, Schönleinstraße 6: Große Bersammlung. Tagesordnung: Bortrag des Herrn Dr. Bent über:„ Die sanitären Zustände Berlins und die Aufgabe der Arbeiter- damit alsdann die Gründung eines gemischten Chors erfolgen Sanitätstommiffion." Mit Sängergruß J. A.: E. Günther. Wir können derartige Zusendungen fünftig nicht mehr in den redaktionellen Theil aufnehmen. Ned. d. Vorw." den 20. November( Todtenfest), Nachmittags 4 Uhr, in der neuen Welt", Riedorf. Freie Gemeinde für Risdorf und Umgegend. Sonntag, Safenhaide: Vortrag unsere Todten". Referent: Genoffe Theodor Megner. Diskutirklub Reimer". Sonntag, den 20. November, Nachmittags 2% Uhr, in Pape's Salon( früher Knebel), Badstraße: Deffentliche VersammPfund. lung für Männer und Frauen. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Mar Montag, fann. # Vermischkes: Unglücksfälle zur See. Fiume, 18. November. Der Freie Vereinigung der Graveure und Ciseleure. Montag, den 21. November. Dresdenerstraße 45: Versammlung. Zagesordnung: Kunstgerverblicher Vortrag des Kollegen Bernhard über Metallotechnit. Nr. 29, Samburg.) Filiale Berlin 3. Montag, den 21. November, Abends Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter.( E. S. 8 Uhr, Manteuffelstr. 90: Bersammlung. Tagesordnung: Kaffenbericht. Die Dampfer der Adriagesellschaft Stephanie" stieß heute in der umwandlung zur Zuschußtaffe. macher Berlins und Umgegend. Montag, den 21. November, Abends fant. Der Kapitän und 19 Matrosen retteten sich auf dem Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure u. Peerücken- Nähe von Molfetta mit dem Dampfer Arigo" zusammen und 10 Uhr, bet Röllig. Neue Friedrichstraße 44: Monats- Versammlung. Das Er Arigo". 5 Matrosen werden vermißt.- 2 bed, 19. No scheinen aller ist flicht. due, pagelsbergerſtr. 4s: Unterricht in: Rechnen( unt.); Dit- Schule, Antwerpen unterwegs, ist auf der Insel Vlieland an der NordArbeiter- Bildungsschule. Sonntag Vormittag 10-12 Uhr: Süd- vember. Der Lübecker Dampfer Alpha" von Hernoesand nach martusftr. 31: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. Arminhallen, tüste von Holland gestrandet. Sommandantenstr. 20: Unterricht in der Nationalökonomie. Schiff und Ladung find physiologie. Süd- D fischule, Reichenbergerftr. 133: Unterricht in Buch- Riel, 19. November. Heute morgen wurde ein deutsches Ges Abends 10% Uhr: Süd- Schule, Sagelsbergerstr. 43, Unterricht in voraussichtlich verloren. Die Mannschaft ist gerettet. führung und oberes Rechnen. Oft- Schule, Markusstr. 81: Deutsch( oberes) treideschiff auf der Außenfährde von dem dänischen Postdampfer Logit. Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Rechnen( unt.); Deutsch( oberes). In alle Lehrfächern, mit Ausnahme der Buchführung, tönnen noch Stirner" angerannt. Das Getreideschiff ist gesunken, der Kapitän Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. fand den Tod in den Wellen. Sozialdemokratische Hefe- und Diskutieklubs. Sonntags. Mar Arbeiterrifiko. Aschersleben, 19. November. Ju Kayser, Vormittags 10% Uhr im Restaurant Schömann, Heimstr. 16. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, abends einem Seitenstollen der Kaliwerte sind im Schachte Ill zwei Berg 9 Uhr: Ueb ungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Norbbeutsche leute von den niedergehenden Salzmassen verschüttet und getödtet Schleife, Naunynftr. 86 bei Zubeil. Siebertafel der Maler werden. moabiter Siebertafel, Arminiushallen verwandten Berufsgenossen Annenstraße 14 bei Ehrenberg. Sarmente 2 Rande bergerstraße 31 bet Musehold. Zonblüthe, Görligerstraße 59 bei ZoltsDorf. Blüthe, Prenzlauer- Allee 26 bei Riebel. Sängerchor berj Chirurgischen Branche, Alte Schönhauserstr. 42 bei Reimann. Froh Soffnung der Zimmerer Berlin West, Kulmftr. 36 bei Raumann. Gleichheit. Pappel- Allee 3-4 bet rufe. Sängerhain, Reichenbergerstr. 24 bei Pathold.- tebesfreiheit II, Straußberg, im Restaurant Felsenburg, Roppenstraße 43c.Krüger. Myrthenblätter, Belforterstraße 15, bei Schneider. Brüderschaft( Sausdiener), Stallfchreiberstraße 29, zum Eichenen Stab. Süd- Ost 2, Naunynstr. 43 bei Fris Fröhlich. Sangesblüthen, Koppenstraße 35, bet Keller. verein 2iederzweig, Hermsdorf, bei Gastwirth Sievert in Weidmannsluft. H. Wenther. Wir ersuchen Sie, am Montag Mittag Arbeiter Gefangverein Freiheit 2, Adlershof, bei Albrecht. Gesang uns vorzusprechen. Gesangverein Berliner Bildhauer, Ornament." Beughofstraße 8. Der Arbeiter Sanitätskommission sind, wie wir be Treu und Fest", 8-10 Uhr Weidenweg 10 bei Göldete. Gefangverein richtigend bemerken, nicht von der Filiale des Metallarbeiter oltegia 1", Manteuffelste. bet Nowaits. alle zuschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend" 30 M. überwiesen Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Verbandes, sondern vom„ Verband aller in der Metallindustrie ( richten an G. Schröder, Nositsstraße Nr. 29, 8 Treppen.) Sonntag: worden. Theatergesellschaft und Artistenttub Belle Alliance bei Herrn Lehmann, Theaterverein Borussia bei Herrn Ockert, Beughofstraße 8. Privat Blumen und Putfedern- Arbeiter. Sie haben auf dem Alexandrinenstraße 32. Theaterverein Barsantria bei Herrn Ockert, Inserat nicht angegeben, wo die Versammlung stattfindet. und Schont Eure Wäsche! Ruinirt wird Wäsche nicht durch Tragen, sondern durch das viele Reiben beim Waschen. Beim Gebrauche von Karol Weil's Seifenextract ist Reiben unnöthig und die Wäsche leidet nicht, weil es frei von ätzenden Be-. standtheilen ist. Käuflich überall. WinterValetots u. Pellerinen- Mäntel jest uur 15, 18, 20, 22, 24, 27 bis 30 M., Pracht- Exemplare 33, 36, 38 9. Hochelegante engl. Jaquet: u. Rock- Anzüge von 18, 20, 22, 24, 27, 30 bis 36 m., die hochfeinsten Pracht- Exemplare 38, 40 M. 2 Beinkleider und Westen 5, 6, 7, 8, 9, 10, 12 M. Paletots sowie Anzüge nach Maaß, i. Prima- Stoff., v. 36 M. an. Fracks werden verliehen. Goldene 110, 10. Leipzigerstr. 140. Genossen! Habe sehr schöne Winter Weberzieher billig zu verkaufen. Sauberste Schneidermstr. S. Feder, Stralauerft. 43, III. Arbeit. 1096 PelzwaarenHandlung J. 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Die in Uebereinstimmung mit der Regierung und, wie wir hoffen, in Provinzialbehörden waren seit dem Frühjahr hingewiesen auf die Uebereinstimmung mit der Mehrheit des Hauses die Vorlage zu 4. Sigung vom 19. November, 11 Uhr. Steuerreformpläne, sie hatten also Zeit ihre Gutachten vorzu- verbessern und fertig zu stellen.( Beifall rechts.) Am Ministertische: Graf zu Eulenburg, Dr. Miquel bereiten und die Regierung bat diefelben gründlich durchgearbeitet. Abg. Richter( ofr.): Wir können dem Borrebner dankbar bon Schelling und Kommissarien. Die Forderung der Ueberweisung war eine agrarische; es hieß, sein für seine offene Aussprache über die agrarischen Interessen. Die erste Berathung des Gesezentwurfes wegen weg mit den Zuschlägen der Gemeinden; dafür sollen die Ge- Die Herren wollen den Erlaß der Grundstener hinnehmen, aber Aufhebung diretter Staatssteuern und der Denk- meinden die einfachen Staatssteuern überwiesen erhalten. Wenn sie wollen ihr Wahlrecht nicht verkürzen laffen. Es sollen auch schrift wird fortgesezt. die Gemeinden die Realsteuern erhalten, dann sollen sie diefelben einige fleine Leute Entschädigungen zurückzuzahlen haben. Dies Avg. Graf Behr( frkons.): Die Vorlagen find streng logisch nicht etwa übermäßig belasten; denn jede Realsteuer, die ohne spricht umsomehr dafür, daß auch die Käufer, nicht blos die durchdacht, aber es fragt sich doch, ob eine so umfassende Um Rücksicht auf den Schuldenstand erhoben wird, hat ihre Grenze Erben von Gütern die Entschädigung zurückzahlen müssen. wälzung unseres Steuersystems nothwendig ist. Den Beweis in fich. Daß es aber mit den Zuschlägen zur Einkommensteuer Graf Behr ist zwar als fonservativer Mann von dem Herrn diefer Nothwendigkeit vermisse ich. Ich hätte gern gesehen, daß anders steht als der Vorreduer behauptet, beweisen die statistischen Vorredner exkommunizirt; aber er hat doch den Nagel auf den in der Denkschrift uns mitgetheilt worden wäre, wie die Pro- Bahlen, welche gerade für den Daten durchschnittlich höhere Bu- Stopf getroffen, wenn er sagt, die Aufhebung der Grundsteuer vinzialbehörden sich über die Reform ausgesprochen haben. Sie schläge ergeben, als für den Westen, weil die Zuschläge zu den kommt den Großgrundbefizern zu gute. sind aufgefordert worden, nicht mit der Gile eines Schnellzuges, Realsteuern nur sehr wenig angewendet worden sind. Die un- system ausbauen sollte, würde ich die Grund- und Gebäudesteuer fondern eines Blizzuges ihr Gutachten abzugeben innerhalb acht gemessenen Zuschläge zur Einkommensteuer sind der Ruin der zur Gemeindesteuer machen; aber ich würde auch die Ausgaben, Tagen, ja die unteren Behörden innerhalb vier Tagen.( Abg. Staatssteuern; denn bei 500 oder 600 pst. Zuschlag fann feine die der Staat daraus bestritten hat, den Gemeinden mit überRichter: Hört!) Die Vorlagen entsprechen durchaus nicht der richtige Einschätzung stattfinden. Bei aller Achtung vor dem weisen. Die Ueberweisung der Grund- und Gebäudesteuer ist Willensmeinung des Hauses. Es ist von der Ueberweisung der deutschen Volke muß ich doch sagen: wenn durch Deklaration der vielfach verlangt worden, aber niemals hat man daran gedacht Realsteuern, aber nien als von der Aufhebung die Rede gen esen. Steuerzahler gleich von vornherein 8 bis 16 pet. feines Ein- die Mittel zu schaffen durch eine Vermehrung der PersonalDurch die früheren Steuern ist also niemand gebunden, denn die fommens als Steuer feststellen soll, dann wird er nicht gern steuern. Die vollständige Aufhebung der Grund- und GebäudeVorlagen gehen weit darüber hinaus. Die Gemei desteuersteuer gehört in der That der allerlegten Zeit an, früher ist kein Buschläge sollen so hoch sein, daß die Gemeinden sie nicht mehr Die Staatsregierung giebt die Realsteuern nicht leichtherzig Agrarier so begehrlich gewesen. Fürst Bismard ist ein Patron fragen fönnen. Das ist doch nur für den Westen der weg, sie fordert ihren Preis dafür, die Ergänzungssteuer, welche der Agrarier gewesen, aber an den Erlaß der Grund- und Fall. Im Osten liegen die Dinge doch anders( Wider- manche Unbequemlichkeiten mit sich bringt. Die Realsteuern sind Gebäudesteuer hat er niemals gedacht. Daß der Finanzminister spruch rechts), einzelne Fälle vielleicht ausgenommen. Die ein Opfer, welches die Regierung bringt für die Durchführung solche Forderungen bewilligt, erregt natürlich helle Freude bei Beseitigung der Doppelbesteuerung soll herbeigeführt werden. eines großen Planes. den Agrariern. Und mit welcher Eleganz macht dies der Herr Die Grundste er hat fast überall den Charakter einer Rente an- Abg. von Jagow( fons.) erklärt, daß er im Namen der Finanzminister! Mit welchen schönen Reden begleitet er das genommen; sie wird bei Gutskauf und bei Pachtung immer ab- konservativen Partei spreche, welche in dieser Frage einig sei. Geschenk! Man könnte beinahe glauben, daß es sich um eine gerechnet. Die Zuschläge zur Grundsteuer haben allerdings eine Die Vorlagen enthalten die Ausführung eines Punktes des Pro- Forderung der Wissenschaft handelt, wenn die Herren nur den andere Bedeutung, aber sie sind nicht so sehr hoch, daß deswegen gramms der konservativen Partei, der auch durch den§ 82 des Steuerlaß annehmen; sie machen sich damit noch um das Vatereine völlige Umwälzung gerechtfertigt wäre. Meiner Meinung Einkommensteuergesetzes die Zustimmung beider Häuser des Land- land verdient. Einem solchen Finanzminister fann man viele nach ist es gar nicht richtig, den Einwohnern der Städte ihr tages gefunden hat. Wenn der einzelne Steuerzahler vergleicht, Sünden vergessen, die er an dem Konservativismus begangen Leben so angenehin wie möglich zu machen( Widerspruch und wie er jetzt besteuert wird und wie nach Annahme der Vorlage, hat. Zur Aufrechterhaltung des historischen Adels im Osten Heiterkeit), weil dadurch die Entvölkerung des Landes befördert wenn für eine Gemeinde ein ähnlicher Vergleich angestellt wird, Preußens hat der Minister alle möglichen Liebesgaben verwird. Mit der Umwälzung sind aber auch gar nicht so große so ergiebt sich daraus kein richtiges Material. Man muß unter theilt. Der historische oder nicht historische Adel ist nur so lange Vortheile verbunden, daß man deswegen die Vorlage annehmen| suchen, ob diejenigen, welche jezt übermäßig belastet sind, entlanet berechtigt, als er aus eigener Kraft eine Bedeutung erlangt. fönnte. Ei e Erleichterung der Steuerlast tritt nicht ein, es werden. Wer die ungerechtigkeit der Grund- und Gebäudesteuer Welche Freude wird erst im Herrenhause über die Borlage ent handelt sich nur um eine Verschiebung der Last, und diese tritt und der Bergwerkkabgaben erkannt hat, wer solche Bruttofteuern ſtehen, wo Personen fißen, welche nicht einen, sondern zehn und auch nur ein mit Hilfe einer neuen Šte er, die durchaus keinen verbessern will, der muß zur Aufhebung derfelben kommen, oder mehr Gutsbezirke besigen, so daß der Grundsteuer- Grlaß für eine angenehmen Eindruck macht. Bei der bedenklichen Finanzlage erklären, daß er dem Belasteten diese ungerechte Last gönnt und einzelne Person sich bis auf 40 000 M. beläuft. Je verschuldeter scheint es mir nicht richtig, auf die Steuern, die man sonst als sie nicht erleichtern will. Unser Staatssteuersystem ist ein Gemisch der Grundbesig ist, desto größer ist die Entlastung und deshalb bas Rückgrat der Staatsfinanzen bezeichnet hat, zu verzichten. verschiedener Steuern, die bemessen sind nach dem Realbesitz und nach ist auch der Jut el am größten in der Kreuz- Zeitung", dem Der Großgrundbesitz erhält durch diese Vorlagen ein großes Ge- der Leistungsfähigkeit; die jetzigen Vorlagen erreichen eine vollständige Organ für den alten und verschuldeten Grundbesiz.( Große schent. Die Auferlegung der Grundsteuer war ein Unrecht, die Scheidung; sie basiren die Staatssteuern allein auf die Leistungsfähig Heiterkeit.) Gine Verbesserung der Kommunalverhältnisse wird Aufhebung würde ebenso unrecht sein, weil es sich dabei um ein feit. Die lex Huené hat fast überall gut gewirkt, aber die Produktion durch die Aushebung der Realsteuern nicht herbeigeführt, denn Geschenk an die wohlhabenden Leute auf Kosten der Allgemein hat sich im Laufe der Jahre wesentlich geändert. Ginige wohl die Gutsbezirke find teine kommunalen Einheiten für sich( Widerheit handelt.( Abg. Ridert: Hört) Ferner haben die habende Klassen wissen aber gar nicht mehr, was sie mit dem spruch rechts); sie haben sich isolirt und neben ihnen stehen meist großen Städte einen Vortheil davon( Widerspruch links), Gelde anjangen sollen. Aber dauernde Einrichtungen, welche leistungsfähige Bauerngemeinden, denen nicht so viel erlassen weil sie die stetig wachsende Gebrauchssteuer erhalten. dauernde Kosten verursachen, kann eine Kreisverwaltung nur dann wird. Der Finanzminister hat sich nicht als Agrarier, sondern Sehr wenig angenehm berührt bin ich durch die Aufhebung der schaffen, wenn sie dafür dauernd die Mittel hat. Aber man weiß als Urbarier vorgestellt. Wir haben Nachweisungen nur über lex Suene.( Widerspruch rechts.) Die schwankenden Einnahmen ja nicht, wie lange die lex Huene Geld hergeben wird. Deshalb die Städte über 10 000 Einwohner. In diesen betragen die aus terselben sind ja unbequem, aber sie hat im übrigen recht stehe ich der lex Huene gegenüber sehr pessimistisch, denn ihr Be- Schullajten 52 Millionen, die Ueberweisungen 35 Millionen; in wohlthätig gewirkt. Denn es ist ein großer Unterschied, ob man stehen ist von allerlei Zufälligkeiten abhängig. Wenn das Reich den Gutsbezirken betragen die Ueberweisungen 9 Millionen, die zu gemeinnuhigen Zwecken Steuern erhebt oder den Bedarf aus die Ueberweisung einstellt, dann fällt die lex Huene. Das Un- Schullasten aber nur 3 Millionen Mart. Das ist die besondere vorhandenen iteln deckt. Sollten wirklich einige Kreise falsche wefen der hohen Zuschläge zu den Staatssteuern fönnen wir nur ürsorge des Herrn Miquel für die Städte! Wo eine kommunale Berwendung vorgenommen haben, so hat die Aufsichtsbehörde dadurch beseitigen, daß wir den Gemeinden die Realitenern zu Organisation besteht, ist es möglich, die Entlasteten stärker den größeren Fehler gemacht, sie hätte solche Verwendungen ver- gänglich machen. Die Finanzlage in keine derartige, daß der Staat ür die Gemeinde heranzuziehen, im Gutsbesirte fehlt es an hindern können, denn das Gesetz enthält die über ausreichende auf die Realsteuern einfach verzichten kann. Aber der gegen jeder Möglichkeit dazu. Die zwei Millionen Hinterfaffen der Vorschriften. Wenn die lex Huene aufgeho en wird, dann wer wärtige Zeitpunkt ist ein solcher, daß die Reform jetzt am besten Gutsbezirke haben von der Ueberweisung gar keinen Vortheil. den über kurz oder lang die landwirthschaftlichen Zölle auf- durchgeführt werden kann. Wir wollen deshalb den ganzen Plan Der Finanzminister meinte, daß früher die Ueberweisung der gehoben werden.( Widerspruch rechts. Sehr richtig! lints.) Dazu unterstüßen und uns an halber Arbeit nicht betheiligen. Man Grundsteuer an die Gutsbezirke bedenklich war, dieses Bedenken tommt die Aenderung des Wahlrechts durch die Aushebung der könnte daran denken, die staatlichen Realsteuern nicht aussi heben, fei beseitigt durch die Kreisordnung und die LandgemeindeRealsteuern. Wir werden die größten Anstrengungen machen sondern nur den Betrag derselben zu überweisen an die Bedürf Ordnung, die kommunale Stellung der Gutsbezirke ist dadurch müssen, um eine Verschlechterung des Wohlrechts nach der nisse der Gemeinden. Welcher Austurm würde alsdann an das nicht im geringsten geändert worden. Deshalb hat sich auch die demokratischen Seite hin zu verhindern. Mindestens hätte uns Abgeordnetenhaus alljährlich eintreten, denn man könnte doch Regierung bei der lex Huene geweigert, die Ueberweisung an die das Wahlgesetz zugleich mit diesen Vorlagen vorgelegt werden nicht dem Finanzminister die Verwendung dieser Fonds übertragen. Gemeinden statt an die Kreise zu vertheilen. Die Landgemeindemüssen. Die Gefahr nach dieser Richtung hin ist so groß, daß wir glauten, daß die Regierung den richtigen Weg eingeschlagen ordnung hat nur die Möglichkeit geschaffen, die kommunale ich die Geseze nicht annehmen kann, ehe wir uns nicht über ein hat. Aber ganz ohne Berenken sind meine Freunde den Vorlagen Ordnung der Gusbezirke zu ändern, aber nicht einmal in dem neues Wohlgefeß verständigt haben, welches mit diesen Vorlagen gegenf.ber nicht, namentlich vermissen sie eine Regelung des Umfange, in welchen die Regierung es verlangte; ob überhaupt zugleich in Kraft treten muß. Warum soll die Bergweiteabgabe Wahlrechts. Wir halten das allgemeine direkte Wahlrecht etwas auf diesem Gebiete geschehen wird, werden wir ja im bei dieser Geleges heit aufgehoben werden? Die Rückforderung theoretisch für falsch und praktisch für gefährlich. Das Drei- nächsten Jahre sehen. Es ist eine Ungerechtigkeit gerade gegender Grundsteuerentschädigung halte ich für ein großes Unrecht, lassen- Wahlsystem halten wir für das richtige. Die Klaffen über den Bauerngemeinden im Osten, daß die Ueberweisung an sumal im Vorschlag der Regierung kein Prinzip enthalten ist. Warum werden gebildet nach der Steuerleistung. Der Grund und Boden die Gutsbezirke erfolgt, ohne eine gleichzeitige Reform der komsoll der Eibe die Entschädigung zurückzahlen, der Käufer nicht? ist das festeste Element des staatlichen Lebens. Deshalb ist seine munalen Verhältnisse. Hätten wir ein wirkliches ReformPrivilegien find aufgehoben worden und dafür ist eine Ent- Stellung beim Wahlrecht nicht danach zu berechnen, wie viel ministerium und nicht blos ein Steuerministerium, dann würde schädigung gezahlt worden. Jetzt wird das Privileg nicht wie Steuern er an den Staat zahlt. Die Schmälerung des Wahl es diese Handhabe der Ueberweisung nicht aus der Hand geben. derhergestellt, denn früher durfte überhaupt niemand von den rechts der Grundbesitzer würde alle finanziellen Vortheile der Vor- Die ganze Organisation wird für die Zukunft erschwert. Gher Privilegirten eine Grundsteuer erheben, während das jetzt den lage aufheben. Wir wollen die Vorlage möglichst zu ftande würde es sich noch empfehlen, die Gelder an die Kreise zu geben. Gen.einden und Kommunalverbänden gestattet bleibt, aber troß- bringen, aber wir wünschen keine Verschiebung des Wahlrechts Nicht weil ich Vertrauen zu den Kreisen und zu den Kreistagen dem soll die Entschädigung zurückgegeben werden. Aus allem im plutokratischen Sinne. Wenn nicht bis zum Abschluß dieser hätte, ein solches Vertrauen hat die Einführung der lex Quene vollgeht hervor, daß auf diesem Wege ein wesentlicher Fortschritt Reform uns der Nachweis erbracht wird, daß unsere Be- ständig zerstört, aber es würden sich schon Mittel und Wege finden nicht zu erreichen ist. Um das Ziel zu erreichen, will man eine fürchtungen bezüglich der Verschiebung des Wahlrechts uns die leberweisung wirklich dem Lande zu Gute fommen zu lassen. Bermögenssteuer einführen. Warum ist der Name im legten begründet sind, wenn nicht durch ein besonderes Wahlgefeß es ist richtig, daß der Realbesig besonders zu den KommunalAugenblick geändert worden? Es ist feine Ergänzungssteuer, es Generationen geschaffen werden, würden wir schweren Herzens lasten herangezogen wird. Aber für den Grundbesitz leistet auch ist und bleibt eine Vermögenssteuer. Man erreicht mit diefer gegen die ganze Reform stimmen müssen. Ich verlange nicht, der Staat manches, indem er durch Dotationen die Wegebauten Borlage nicht einmal eine richtige Heranziehung des fundirten daß die Staatsregierung schon heute darüber eine bindende Erin den Provinzen unterstützt. Aber die Abgaben des GrundEinkommens. Wie will man den Werth eines Guts schäßen, tlärung abgiett, denn aus der Thronrede haben wir die Ueber- befizes an den Staat werden aufgehoben, daher mußten auch die dessen Werth doch abhängt von der Verwaltung? Wenn man zeugung gewonnen, daß die Regierung bemüht ist, eine Regelung Provinzialdotationen aufgehoben werden. Für laufende Kosten Das Arbeitseinkommen besser behandeln will, dann muß man in des Wahlrechts herbeizuführen, wir würden die Verhandlungen nur der Armen- und Schulverwaltung sollte der Grundbesitz innerden mittleren und unteren Einkommensteuerstufen eine Gr stören, wenn wir jetzt eine bestimmte Erklärung verlangten. halb der Kommune nicht voraus belastet werden, aber alle Aufmäßigung eintreten lassen. Nach einem unglüdlichen Kriege oder Die Zurückzahlung der Entschädigung für die aufgehobene Grund- wendung für den Grund und Boden müßte auch von diesem einer nationalen Kalamität wäre eine Vermögenssteuer am Blaze, steuerfreiheit erscheint einem Theil meiner Freunde bedenklich. allein getragen werden. Denn die Realtesiger haben allein den aber nicht da, wo es sich nur um einen Ausgleich handelt. Ich halte die Streichung jeder Rückzahlung für nicht ganz ge Vortheil davon; sie können die Steuer wieder einbringen durch Warum werden die Ueberschüsse aus der Einkommensteuer nicht rechtfertigt; aber so weit wie die Regierungsvorlage geht, glaube die Miethen, welche sie aus ihren Häusern beziehen. Durch Aufzur Deckung für diese Vorlage verwendet, warum will man dar- ich doch nicht gehen zu können. Uebrigens würde es sich, wenn bebung der Staatsrealsteuer wird der Realbesig entlastet, ohne aus die Saullehrer- Gehälter aufbessern? Für die Schulmeister die Rückzahlung erlassen würde, nicht blos um ein Geschenk an daß eine Verminderung der Zuschläge zur Einkommensteuer vor ist gen. g geschehen, mehr als für die Beamten. Wenn die Vor- die Rittergutsbesitzer handeln, wie Herr Rickert behauptet( Buruf geschrieben ist. Es sollen für 100 pet. Ginkommensteuer- Buschläge lage angenommen sein werde, werden die Realsteuern noch Nickert's: Graf Bähr auch!) Ich rechne Sie beide jest so ziem auch 100 pet. Realsteuern erhoben werden; aber das sieht mehr mehr belastet werden von seiten der Gemeinden als bisher. Der lich zusammen.( Heiterkeit.) Daran find, abgesehen von einigen aus als es in Wirklichkeit ist, denn 100 pet. Einkommensteuer Vortheil liegt hauptsächlich bei den großen Grundbesißern. Städten, auch eine große Anzahl bäuerlicher Besitzer betheiligt. waren früher 75, find jezt 115 Millionen Mark, während 100 pet. Tajur mache ich feine Gesetze. Dadurch würde die Unzufrieden- Wer sich an den Berathungen dieses Gesetzes betheiligt und Grund- und Gebäudesteuer dasselbe geblieben sind. In Berlin heit im Lande vermehrt. Der Bauer würde wahrscheinlich lieber nachher noch in agitatorischer Weise von einem Geschenk an die würde es dahin kommen, daß ein Theil der Haussteuer erlassen 10 pt. mehr bezahlen als die neue Steuer, welche so tief in Rittergutsbesiger spricht, der treibt eine bewußte falsche Agitation werden muß, über deren Erhebung selbst die Hausagracier in alle Verhältnisse eingreist. Behalten wir die lex Huene in der( Widerspruch und Lachen links). Das will ich heute schon sest Berlin noch nicht geklagt haben. Auf die Einrichtung neuer Weise, daß sie fixirt wird, wenn auch nur auf 24 oder 20 Mil stellen. Ich bin der Meinung, daß die stärkere Heranziehung des Realsteuern rechne ich nicht; die Grund- und Gebäudesteuer wird lionen. Damit wird den Gemeinden die Möglichkeit gegeben, fundirten Einkommens besser im Rahmen der Einkommensteuer in der verknöcherten Form beibehalten werden, die sie jetzt hat. die Unterneýmungen, welche sie begonnen haben, fortzusehen. als durch die Vermögenssteuer bewirkt werden kann. In der Form In den einzelnen Kommunen ist das Wissen nicht vorhanden, Ueberweisen Sie server die 40 Millionen Ueberschüsse aus der einer Erbschaftssteuer kann der fehlende Bedarf von 35 Miltonen um besondere neue Realsteuern zu schaffen. Das Wissen ist ja Einlommen.euer an die Gemeinden oder an die Provinz; ich Marf nicht beschafft werden. Wenn die Vermögenssteuer ein- nicht einmal beim Finanzministerium vorhanden, sonst wäre doch würde auch der Ueberweisung an die Gutsbezirke nicht wider geführt werden sollte, dann dürfte der Werth der Grund- eine Reform der Grund- und Gebäudesteuer ein leichtes gewesen. fprechen. Mit einer solchen Vertheilung würde jeder praktische Stücke nicht nach nicht nach dem Verkaufswerthe berechnet werden. Es müste doch wenigstens ein Rahmen gegeben sein, nach welchem Mana zufrieden sein können. Die Vorlage über die Gemeindeabgaben belajiet wohl die die Gemeinden sich richten könnten. Das Kommunalsteuer- Gesez ist Generaldirektor der direkten Steuern Burghart: Wenn Realien etwas zu start. Von einem Geschenk an die Guts äußerst interessant zu lesen; es sind viele richtige Gedanken wirklich der Vorschlag des Borredners allgemeine Zufriedenheit befizer kann nicht die Rede sein, denn es wird allen, die Steal darin enthalten. Das Gesetz ist ein Grundriß der Wissenschaft errezen würde, dann brauchten wir uns mit den Vorlagen nicht steuer zahlen, diefelbe erlaisen, also tein einzelner bevorzugt. der Kommunalfinanzen, aber es fehlt an jeder Formulirung der weiter zu befassen. Aber ich bezweifle nicht, daß sich gegen diesen Uebrigens trägt der Gutsbesitzer auch erhebliche Kommunallasten, Bestimmungsbefugnisse der Gemeinden. Diese Befugnisse sollen Borschlag noch viel mehr Widerspruch als gegen die Borlage er- er fanu dieselben nur nicht untervertheilen auf die Einwohner durch Gesez festgestellt werden. Das Gefeß. stellt alles auf die geben wird. Zudem würde es nur ein schwankendes Uebergangs- des Gutsbezirks, wie das in den Gemeinden geschieht. Wenn weisheit der Bezirks- und Provinzialausschüsse und des jeweiligen stadium sein, in welches wir hineinfommen, und eine Steuer- der Staat auf die Steuern verzichtet, dann muß er auch genau Finanzministers. Herr Miquel wird die Sache nach seinen Ge reform wäre dann mindestens auf ein Menschenalter hinaus rechnen und muß die schwankenden Ueberschüsse aus der Ein- danten zu leiten fuchen, aber daß ihm das nicht immer gelingt, ausgeschlossen. Die pärfere Heranziehung des fundirten fommensteuer und aus der lex Huene vorsichtig in Rechnung hat er wohl daran gesehen, daß die Gemeinden es verstanden Einkommens soll ein Shlagwort sein! Behrt nicht der stellen. Wenn wir Vorzüge und Nachtheile der Vorlage gegen haben, die Mehrerträge der Einkommensteuer zur Entlastung des Arbeiter seine Arbeitskraft auf, während der Hentier einander abwägen, kommen wir zu dem Ergebniß, daß die Re- Grundbesitzes zu verwenden. Das Verfahren wird also von der feine Krajt, das beißt fein Vermögen behält? Der gierung den richtigen Weg eingeschlagen hat, daß sie die Sache Meinung des jeweiligen Ministers abhängen. Das Kommunal Stetter- Gesetz ist technisch das unfertigste; man sieht, mit welcher| fundirte Einkommen stärker belastet werden soll, dann werden wir im Gelde schwammen; er wollte die Tarife der Einkommensteuer Haft und Eile Saffelbe zusammengestellt ist. Das ist be verlangen die Beseitigung der Doppelbesteuerung für die Attien so ermäßigen, daß ein Ausfall von 15 Migionen entstanden wäre. greiflich, wenn man bedenkt, daß erst erst im Juli ein gesellschaften und eine Herabfehung des Tarifs in den unteren Stufen. Dann hätte man allerdings nicht die Mittel gehabt, um die NealWechsel im Ministerium des Innern eingetreten iit. Der Finanzminister führte uns einen Arzt vor, der bei 7000 M. steuern u ermäßigen. Wir sind aber nicht mehr bei den theore Das Abgeordnetenhaus fann einen solchen Gesegentwurf Ginfommen ebenso viel Steuern sablen mafie, als ein Rentier lischen Gewägungen, fondern es liegt, ein beschlossenes Gefes vor, müsse, nicht verbessern. Besonders zeigt sich die Unfertigkeit aber bezüg- mit demselben Einkommen, der sein Vermögen vererben tönne, welches ausgeführt werden muß. Das Kommunalsteuer- Gesez hat lich der Gewerbesteuer Es ist nicht richtig, daß die Gewerbe: während der Arzt seinen Kindern nichts hinterlassen fönne. Als Serrn Richter gefallen als eine theoretische nationalökonomische treibenden von den Kommunaleinrichtungen denselben Bortheil es sich um die Besteuerung handelte, hat der Finanzminister für Broschüre. Wir wollen sehen, welche besseren Vorschläge Herr haben, wie die Grundbefizer. Deshalb haben auch die Städte diefen armen Arzt nicht gesorgt; gerade diese Bevölkerungsklaffe Richter in der Kommission machen wird.( Buruf Richter's: über 10 000 Ginwohner nur 8 pet. 3usd läge zur Gewerbesteuer ist schärfer eingeschätzt worden als früher. Es wird den Arzt Militärvorlage). Wer solche Behauptungen aufstellt, muß fie erhoben. Die Regierung scheint davon ausgegangen zu sein, daß wenig trösten, daß der Rentier in Bufumit etwas mehr bezahlen auch beweisen: gefährlich sind sie schließlich nicht, denn mit bloßen die Gewerbetreibenden viele Arbeiter beschäftigen, welche der muß. Der Finanzminister glaubt beweisen zu können, daß die Behauptungen kann niemand etwas anfangen. Es wäre mir sehr Armen flege zur Last fallen. Dafür müssen aber die Unternehmer Einkommensteuer eine Entlastung mit sich gebracht habe; er intereffant, wenn Herr Richter brauchbare Borschläge über die Bertheiauch Versicherungsbeiträge zahlen, während auf dem Lande eine rechnete den Stetterbetrag für den Kopf aus, aber es sind nicht lung der Gemeindelafien zwischen Neal und Personalsteuern machen Krankenversicherung nicht besteht. Manche Gewerbe, wie z. B. mehr diefelben Köpie in den betreffenden Steuertlaffen; fie find wollte, un so mehr, als ich die Schwierigkeiten der Sache würdige. das Versicherungsgewerbe u. f. w., beschäftigen aber nur sehr in höhere Steuerklassen befördert worden und dadurch mehr be- mit einer einfachen gefeglichen Siegel läßt sich die Sache nicht wenige Arbeiter. Deshalb muß die Gewerbesteuer beffer be laftet, und das nennt der Winister dann Heiorm. Die Anhänger ordnen; dazu sind die Gemeindeverhältnisse zu verschieden. G handelt werden als die Grund- und Gebäudeitener. Das neue der neuen Einkommensteuer find wohl jeht wesentlich ernlichtert bleibt gar nichts anderes übrig, als neben den gefeßlichen Regeln Gewerbesteuergesetz ist für die kommunale Vefteuerung garnicht worden, und da muthet man uns zu, das Einkommenfieuergesetz zu individualiſiren und über die richtige Handhabung muß dann gemacht. Die Steuer für Schanfwirthschaften ist befonders be- mit allen feinen Mängeln und Gebrechen unverändert zu laffen bie Aufsichtsinftang wachen. Die Regierung wird sich bei dieser handelt; sie wird den Kreisen überwiesen, und die Gemeinden und noch ein neues Stockwerk barauf zu fegeit. Damit würden Frage nicht auf ihre Vorschläge versteifen. Herr Richter meint, weiden tadurch angezeigt, ihrerseits Buschläge dazu zu erheben. wir jede Sandhabe für eine Reform des Einkommensteuergesetzes wir geben die Realsteuer preis, aber entlasten nicht die Gin Man hat die Steuerzahler mehr belastet dadurch, daß man ihnen aus der Hand geben. Wenn die Vorlage nicht gutfiande fonimt, tommensteuerzahler, sondern steigern ihre Belastung durch die 35 Millionen Steuern mehr auferlegt. Dadurch hat man sie ge- dannt wurden die Ueberschüsse der Einfominenftener noch ein Bermögenssiener. We bleiben denn die Sundert Millionen schwächt in ihrer Fähigkeit, für die Gemeinden Steuer zu zahlen, Jahr früher, nämlich schon 1894, dem Bande sufließen. Sie können doch nicht foutlos verfchwinden? Die Steuern und auf diesem Wege schreitet man immer vorwärts, denn die Wenn man eine so große Reform durchführen will, wie fann die können nicht wieder in diefelbe Quelle zurückfließen, aus welcher Vermögenssteuer ist nur eine weitere Einkommensteuer. Das ist legierung es dann verantworten, daß sie Militärvorlage an sie gelommen find. Wo die Steuerzahlenden wohnen, ist dem nicht ein Grforderniß der Wissenschaft, sondern die Kur des den Reichstag fommt( Bewegung rechts), welche das ganze öffent- Staate gleich giltig. Taß aus den Städten mehr Steuern fließen Toftor Gifenbart, ber feine Leute auf besondere Art furirt. liche Interesse in Anspruch nimmt? Das Interesse des Landes weil dort steuerfähige enfchen in größerer Zahl figen, if Die Ueberfchliffe bee Ginkommensteuer und die Vermögensstener ivird fich der Steuerreform nicht mehr zuwenden, wenn die richtig. Aber dadurch wird die Steuertraft der betreffenden Ge tommen meist aus en Städten, die Gleichterung fließt aber mehr Militärdebatten beginnen. Schon jetzt fült ja der Minister des meinbe nicht geschwächt. Es ist möglich, daß die Entlastung der bem platten Lande zu, während in Städten die höchsten Ge- Innern seine Streisblätter mit Militärartikeln, um vor den Russen Einkommensteuer in Städten nicht so groß sein wird, als die meindezuschläge zur Einkommensteuer vorhanden sind. In den und Franzosen graulich zu machen.( Seiterfeit.) Gin Theil der Mehrbelastung einzelner Zenfiten durch die Vermögenssteuer. Städten werden 104 Millionen Einkommensteuer erhoben, über Abgeordneten gehört auch noch dem Reichstage an; auf die Mit- Wir find aber der Meinung, daß die Realsteuern bisher eine the wiesen werden blos 85 Millionen, wovon aber 20 Millionen abe wirkung derjenigen, welche bei der Militärvorlage mitwirken, große Belastung darstellten, welche erleichtert werden muß. Die gehen für die Aufhebung der lex Suene, sodas also blos eine müssen wir auch hier rechnen. Und wie denken Sie fich denn Berminderung der Realsteuer ift fein Geschent, sondern nut Grleichterung von 15 Millionen übrig bleibt. Der Stadteinwohner die Sache im Falle einer Reichstagsauflösung?( Widerspruch eine Wiedervergeltung für ein früher zugefügtes Unrecht. steht also schlechter da als vor der Stetterreformt des Finans rechts; Bluf: Das gehört nicht hierher!") Aber die Auflösung Serr Michter meint, man hätte die untere Stufe der ministers. In den dicht bevölkerten Städten giebt es nicht blos des Reichstages bezweifelt, der zweifelt an dem Genft des Ginkommensteuer entlasten sollen. Jit benn gefagt, daß diese reiche Leute, sondern auch Arme, ebenso wie es auf dem platten Reichetangfers. Denn wenn er eine solche Vorlage einbringt, Sieuerzahler ibre Ginnahmen nur vom Arbeitseinkommen haben? Lande auch reiche Majoratsbefiger giebt. Die Armen und Schul- muß er auch den Reichstag auflösen, wenn die Ablehnung erfolgt. Bofitive Borichläge hat Herr Richter nicht gemacht: er will die laften wachsen in den Städten außerordentlich; davon haben die( Buruf: Zur Sache!) Das gehört hierher, Gie sprechen auch Personalstener- Buschlage nicht, er hält von den Gebühren nichts, Grund- und Haus befizer vielleicht Vortheil, aber diese sollen immer von den Getreidezöllen. Die Trennung des Reichstanzleramts indirette Steuern will et auch nicht. Wie sollen benn die Ge gerade entlastet werden; für die anderen wächst die Steuerlaft, vom Wiinisterpräsidium zeigt jetzt ihre nachtheiligen Folgen. meinden ihre Ausgaben decken? Das ist die Kritik der Gin bhne daß sie daraus einen Zuwachs an ihrem Wohlstande er: Wenn das Ministerium noch in anderen Dingen start wäre als nahmen, die davon ausgeht, daß der Finanzminister oder Ober halten. Ter Staat ist allerdings eine Einheit; die Ginheitlichkeit in Steuerfragen, dann hätte es Widerspruch erheben inüffen gegen bürgermeister sit feinem Vergnügen Steuern vorschlägt. Die hat aufgehört, feitdem die Dotationen durchgeführt worden sind, die Einbringung der Wilitärvorlage in dem jezigen Augenblice. Steuern sind zur Deckung für nothwendige Ausgaben. In de welche zum Nachtheil der indufiriellen Bezirke vertheilt worden Wenn inan den Karren zu voll bepackt hat, bas er umiäfit, se reifinnigen Beitung" habe ich immer vortreffliche, gelfreiche find; das fing an mit den Provinzialdotationen, welche zu zwei foll es uns freuen, wenn die Militärvorlage dabei mit weg- ritifen gefunden, aber feine positiven Vorschläge. Ich habe ge Dritteln nach der Fläche vertheilt find, und hat sich fortgesetzt auch gerissen wird das wäre die beste Lösung der Frage.( Wider bacht, Herr Richter wartet amit bis zu feiner großen Rebe 3. B. bei den leberweisungen für die Lehrergehälter, die gleichmäßig sprach rechts.) ( Heiterfeit.) So lang und schön die Rede war, so war sie dech erfolgt find, trotzdem die Gehälter der Lehrer verschieden sind. Ministerpräsident Graf zu Eufenburg: Die Voraussetzungen nicht lang genug, benn das Beste fehlte.( Seiterfeit.) Sett Die indireften Steuern stellt das Gemeindeabgaben- Gefeß in den des Vorrebners find unrichtig; wir sind vom Reiche frühzeitig Richter will erst das Verhältniß der Gutsbezirke zu den Ge Border grund. Sicher ist nur, daß die Realbefiger entlastet, die befragt worden und haben unsere Meinung ausgesprochen. Da meinten anders ordnen. Tas Verhältniß ist doch erst mit Bu anderen belastet werden. Die Einführung der Gebühren wird fann man nicht von Schwäche gegenüber den Anforderungen des Stimmung des Herrn Richter und seiner Freunde geordnet worden. finanziell für die Gemeinden nicht wirffant fein. Die Steuer Reiches fprechen. Es war die falsche Nachricht verbreitet, daß Auf eine Neuregelung wird das Haus und die Mehrheit des auf Schantwirthschaften wird den Gemeinden empfohlen. Das die Militärvorlage beim Bundesrath eingebracht sei, während fie Landes nicht warten wollen. Solche Vertagungsanträge fönnen ift falsch, nachdem man den Branntwein fo sehr vertheuert hat. beim Staatsministerium eingebracht war. Die Nachricht wurde wir nicht afgeptiren. Es würde nach Herrn lichter's Wunsch Eine indirette Schlachtsteuer wird zugelassen dadurch, daß die sofort widerrufen, aber trotzdem wurde auf dieser falschen Nach- das eine erreicht werden, daß die Reform Reform bleibt und bie Gebühren in den Schlachthäusern so hoch bemessen werden richt umbergeritten, um Stimmung zu machen. Greisen Sie uns Ginfommensteuer um 40 Millionen erleichtert wird. Damit Tönnen, daß die Anlagefapitalien fich mit 8 pet. verzinsen. Der an, wenn wir unrecht thun; wir werden uns vertheidigen. Aber würden wir auf jede Reform verzichten, es fönnten die RealFinanzminister hat gefagt, die Getreidezölle gehörten nicht hier: fchieren Sie uns nicht solche unrichtige Dinge in die Schube. feuern nicht überwiesen werden sie würde in ihrer vollen Un her. Gewiß gehören sie hierber, benn Fürst Bismarck hat für Wir haben nicht nöthig, in jedem Augenblide, wo Grwägungen gerechtigkeit bestehen bleiben. Ich fürchte daher nicht, daß Herrn Die Getreidegölle iminer die Grundsteuer als Ursache angeführt, noch schweben, damit an die Oeffentlichkeit zu treten, wie treten Richters Programm die Zustimmung des Gaules finden wird. Deshalb muß bei Aufhebung der Grundsteuer auch der Getreide- mit dem Grgebnisse der Grwägungen hier oder im Reichstage ver Nach einigen persönlichen Bemerfungen der Abgg. v. Jagow, zoll fallen. In feinem größeren Gemeinwesen besteht neben der die Oeffentlichkeit.( Beifall.) Nichter und Graf Behr wird die weitere Berathung a 4 he Einkommensteuer eine Vermögensteuer; man hat immer beide Finanzminister Miquel Serr Nichter hat eine sehr fange auf Montag 11 Uhr vertagt. vereinigt. Der Werth von Vermögens fiücken wird schwer festzu- Rede gehalten und eine eingehende, zum Theil richtige Krifit stellen sein. Der Minister will die Baupläße besteuern; das geübt, aber er hat bisher immer versäumt, den Weg anzugeben, follte er lieber den kommunen überlaffen, welche durch ihre Gin- den man einschlagen muß. Herr Richter hat gesagt: Die Realrichtungen die Werthsteigerung der Baupläge herbeiführen. Mir feuern müßten Komininale nicht Staatssteuern sein. Der Reform scheint, daß man die Vermögenssteuer aufgeben will. Wenn das der Gewerbesteuer widersetzte sich herr Richter, weil wir angeblich i Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Winter- Paletots, Bestellungen nach Maah. empfiehlt wie bekannt in reelster Ausführung und allerbilligsten Breisen J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstrasse 18, Cdte der Stettinerstraße. Feste Preise. habe keine Filialen und Behe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Sitte daher genau auf firma zu achten. Uhren und Goldwaaren Max Busse 157. Invalidenstr. 157, zwischen Markthalle und Ackerstr. Gegründet 1877. 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Dinslags, Rotibuferstr. 4, Sof part 40. Weissbarth, Yorkstr. 40. 4. 10 in d Große öffentl. Versammlung rts- Krankentafe der Mauer Verein zur Wahrung der in Stoles Cost Grand Fet zu Berlin. Interessen d. Stockarbeiter. Dienstag, den 22. November, Töpfer Berlins u. Umgegend Bierdurch wird auf Grund des§ 61 Abends thr: am Mittwoch, den 23. d.., Abends 7 hr in Fey's Gesellschaftshaus, Brunnenstrasse No. 140. Tages Ordning: 1. Mas tebet uns der diesjährige Feniterstreit? 2. Wie wird die Wanderunterstützung vom 1. Dezember für Berlin geregelt? 3. Wahl eines Erfahmannes der Beisiger zum Gewerbefchiedsgericht. Die Versammlung wird Punkt 7 Uhr eröffnet. Um zahlreichen Besuch der Kollegen ersucht C. Thieme. [ 826/1] Verband der Geschäftsdiener, Bader und Berufsgenossen. des diesseitigen Kassenstatuts bekannt gemacht, daß die Staffe 3. 3. 21 205 Wit: glieder hat und nach§40 dess. Statuts 46 Daher 78b 1. aus der Zahl der Kaffenmitglieder ( Arbeitnehmer) 212 Vertreter, 81/2 Versammlung Unserem Genossent Carl gu feinem 23. Wiegenfeste ein bonnerndes Soch! Die Stammgäste des Kurz'schen Restaurants, Neue Friedrichstr. 73. Earl, finden wir Grund? 1546 Unserem Freund und Genossen beloel, Andreasstraße Nr. 21. Gustav Kling zum Geburtstage ein dreimaliges Hoch! Enges- Ordnung: über Produttivaffoziationen". 1. Bortrag des Herrn Sparfeld " 2. Disfuffion. 8. Verschiedenes. 288/4 2. aus der Zahl der Arbeitgeber 106 Vertreter und die zu 1 und 2 erforderlichen Stellvertreter für die Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Jabre 1893 1894 neu zu wählen find. Rothenburger Vereins- Sterbefaffe. Wahlberechtigt und wählbar aus den Am Dienstag, den 22. Nov, Abends Sälen Andreasstraße Nr. 64, eine bezüglichen beiden Gruppen find nur 9 Uhr, findet in den ,, BonkordiaVersammlung Bureau und Arbeitsnachweis: 0., Neue Grünstr. 10, 1. Gernfpr.: Amit 1, 810. folche Bersonen, welche großjährig und Große Versammlung mit Damen am Sonntag, den 20. November, abends 8 ye, in after Gefeardhaftsfälett, Neue Mönigstraße 7. 2ages Ding: 1. Bortrag über: Die Frauenbewegung". Referentin: Fräulein Ottilie Baador. istuman, 2. Entzichten der Belitage. 170/4 Nach der Versammlung: Gemüthlides Beifammensein. Gafte Faben Bufritt. Uin zahlreichen Besuch bittet ( Filiale Berlin), Der Vorkanb. Verein deutsch. Schuhmacher Sonntag, den 20. November, AG. 6 1hr, bei Keller, Becaftraße 68: Gemüthliches Beisammensein mit Damen. Montag, den 21. November, Abends S½ tbe, bei Heren Gründel, Dresdenerstraße Nr. 116: Versammlung. Tagesordnung: im Benige der bürgert. Ehrenrechte find der 212 Vertreter und der Stellvertreter d. Kassenmitglieder findet vorm. 10 Uhr, Andreasstraße 21, am Sonntag, den 27 November, bei Joël( Andreas Säle), statt, wozu sämmtliche wahlberechtigte Kaffen mitglieder hierdurch eingeladen werden. Zutritt zum Waallokal haben nur wahlberechtigte Mitglieder der dies feitigen Kasse, diese haben sich durch das für die Mitglieder des Ditbezirte statt. 1626 C. Stegemann, Bez.- Vorsitzender. Beutralkaffe der Tabafarbeiter, Berlin II, Tienstag, den 22. Novbr., b. 81/2 Uhr, bei Nitoley, Elisabethfirehitr. 14 Mitglieder- Versammlung Zagesordnung: bis zum letzten Zahlungstermine ab Rechnungslegung. Die Umgestaltung gestempelte Quittungsbuch, sowohl beint der Kaffenverhältnisse durch das neue Eintritt in das 28abllofal, wie zur Aus- Stranfenversicherungs Gesetz. Der ibing bes Wahlrechts am Wahltische Krantentaffen Beiband der Freien su legitimiren. Zu diesem Zweck werden Hilfetaffen. Verschiedenes. Sie beg. Arbeitgeber hierdurch er- 322/2 Die Ortsvertonftung. sucht, den bei ihnen beschäftigten Kassenmitgliedern die bez. Quittungs- Verband deutscher Korbmacher. bitcher ordnungsmäßig quittirt am ( Filiale Berlin.) 1. Bosting des Herrn Jost. 2. Disfusion. 3. Abrechnung des Sonnabend, den 26. November er. Montag, den 21. d. M., Abds. 8% Uhr, Raffirers vom legten Quartal. 4. Verschiedenes und Fragetasten. Kolleginnen tind Kollegen haben als Gäfte Zutritt. 275/8 Arbeiter- Bildungsschule DF Grosse Versammlung am Mening, den 28. Movember 1892, Abrabs 8%, gr, in Lokal Rosenthalerfraße 38. Bortrag des Schriftstellers Herrn Kart Weigt fiber: Amerita, feine Entdeckung und die ersten Anfänge feiner Stulturentwicklung. Mitglieder haben unentgeltlichen Zutritt. Gäste zahn 10 Bf Vorstand. 108/16 auszuhändigen. Die Kaffe ist an dem Wahltage ges schlossen, Die Wahl der 106 Vertreter der bei Roll, Adalbertstr. 21. Versammlung. Arbeitg ber findet am Montag, Um zahlreichen und pünktlichen Be den 28. November d. J., Abends such bittet 8 1hr, bei Boltz( früher Feuer 194/2 stein), Alte Jakobite. 75, im GartenDer Vorstand. E. K. L. K. T. K. 151b Freunden und Genossen, sowie Kollegen zur Nachricht, daß Daß ant Donnerstag, den 17. d. M., Abends, " Sozialdemokraten" entbunden wurde. meine Frau von einem gefunden kleinen Franz Haupt, Sutmacher, Gr. Frankfurterstr. 145. Todes- Anzeige. 33092 Das Mitglied der Freien Krankens und Begräbnißfaffe der Schuhmacher und Berufsgenossen Berlins( E. 5. 27) F. Prietz ist am 17. d. m. verstorben und wird am Sonntag, den 20. d. M., Mittage 1 Uhr, von der Zeichenhalle des Georgen- Kirchhofs( in Weißensee) aus beerdigt. 1406 Der Vorstand. 1 gr. 2fenstr. Bimmer vorn 4 Tr. sofort od, 3. 1. Dez., Rottbuser Danm 5, 3. verm. b. Gen. Laufer. [ 946 Mbl. Zimmer( 9 M.) b Hunner, Gr. Frankfurterstr. 84, H. 4 Tr. 1686 Mösl.Schlafft. verm.Stalizerstr.8, v.2Tr. Frol. Schliſt. Gr. Frankf.- Str.84, 1.$. 45r. Schlafstelle au verm. Langeftr. 15, Quergeb. 2 r. 1. 1446 Suche zum 1. Dezember ein möbliri. Zimmer oder Schlafstelle( SW. od. C.) Adr. unt. Th. R. Poftamt 12. 187b hierdurch eingeladen werden. faale flatt, mezu bie 2 rbeitgeber Arbeiter- Gesangverein. Frdi, Schlafft, bei Babe, LandsbergerAng. Daane, Vors., Berlin, den 10. November 1892. willt sind, einem Gesangverein( M. d. Stimmbegabte Geitoffen, welche ges firaße 65, of 8 Er., am Alexanderpl. E. Simanowski, 2.S.) beizutreten, werden ersucht, sich Demminerfir.66. Schriftf.Ackerfir.101. Montag, Abends' 9 Uhr, im Botal von mann, Reichenbergerstr. 184, v. 4 Tr. Orts- Krankenkasse zu Riedel, Prenzlauer Allee 26, zu melden. Freie Vereinigung der Staufleute. Der Schneider in Berlin. Spitzel Große Versamml.ng am Dienstag, den 22. November, Abends She, in den Sallen"( gr. Gartenjaal), Kommarauienfte. 20. Sages Ordnung: Armin 1. Die liberale Berliner Stadtverwaltung Referent Alfons Bocchardt. 2. Distuifion. 3. Berschiedenes. Gäfte willkommen. Um zahlreiches Gr geinen bittet 188/5 Der Borstand. Achtung! Bildhaner! Die Herren Vertreter der OrtsKrankenkasse der Schneider zu Berlin werden hierdurch zu der ordentl. Generalversamml. ain Montag, den 28, November 1892 Clubhaus", Rommandantenstr. 71/72 im Lofale des Herrn Gbert Neues ( im unteren großen Saal), ergebenst eingeladen. 1176 In getrennter Versammlung: Abends 8 Uhr: für die Herren Arbeitgeber. Tagesordnungs 1. Wahl von 2 Mitgliedern aur BorAm Dienstag, ben 22. NovembeAbendo 8% Uhr, im Sokale des prüfung der Jahresrechnung von 1892. Herrn Behner, Annenstraße 16: Oeffentliche Versammlung. Zage Borbaung: 2. Wahl von 3 Boritandsmitgliedern und deren Stellvertreter. Abends 8 Uhr: 116/6 für die Herren Kaffenmitglieder. 1. Bortrag über:" Der Kampf gegen das Verbrechen." Referent Genosse Julius Türk. 2. Aufstellu. eines Beisiger- Standidaten zum GewerbeSchiedsgericht. 3. Bericht des Delegirten von der Streit- Kontrollkommission. 4. Verschiedenes. Die Kommission der Silhjaner. Blumen- u. Putzfedern- Arbeiter u.-Arbeiterinnen. Sonntag, den 20. November, Abende 5½ Uhr: im Lokal, Dresdener Garten," Dresdenerstraße Nr. 45, 11. Cyklus- Vortrag E des Genossen Dr. Vinn über: Die Religionen des Alterthums" u. Distusfion. Nachdem: Gefelliges Beifammenseint. Gäfte haben Zutritt. Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 87,2 Tagesordnung: 1. Wahl von 4 Mitgliedern zur Bor prüfung der Jahresrechnung von 1892. 2. Wahl von 6 Mitgliedern in den Vorstand und deren Stellvertreter. Abends 9 Uhr: gemeinschaftl. Generalversamml. Tagesordnung: Innere Berwaltungsangelegenheiten. Der Vorstand. C. Adler. R. Schütz. Borsigender. Schriftführer. Graveure u. Ciseleure. Montag, den 21. November; Versammlung Dresdenerstr. 45( Dresdener Garten). Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Kunstgewerblicher Vortrag dea Aim Sonntag, den 27. November, Vormittags präz. 10 Uhr, Rollegen Bernhard über Metallotechnit kei Lips( Brauerei Friedrichshain): General- Versammlung. 2ages Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Jahresbericht des Borstandes. 3. Wahl des ge famusten Vorstandes. 4. Anträge auf Aenderung des Statute. Die Vereine find verpflichtet, pünktlich und vollzählig zu erfcheinen. Bundesmitgliedslarte legitimirt. 105/5 Der Vorstand. Fachverein der Tischler. Dienstag, den 22. November, Abends 8% Uhr, in Sott' eftfälen( fr. Senerstein), Alte Jakobstr. 75( oberer Saal): Außerordentliche General Versammlung. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zum Anschluß an den Verband. 2. Anträge. 3. Eventuelle Statutenänderung. 4. Vereinsangelegenheiten. Ser wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. 3012 Der Vorstand. Schöneberg! Arbeiter- Bildungsverein für Schöneberg u. Umgegend. Montag, den 21. 5.., Abends 8 Uhr: Große öffentliche Vereins- Versammlung in der Schloss- Brauerei. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen O. Kalmas über Deutsch- Dft Afrika und dessen Seltua. 2. Diskussion. 3. Weiterberathung des Statuts. 4. Bereinsangelegenheiten. 108/2 Der Vorstand. mit besonderer Rücksicht der Kleinkunst. 8. Diskussion. 4. Verschiedenes. 167/5 Der Vorstand. Verein zur Wahrung der Interessen der Zinkgiesser. Stürzer Berlins und Umgegend Ordentliche General- Versammlung auf Reisen. Gin nenes Gefellschaftsspiel. Preis 75 Pf. Verlag: Hans Baake, Berlin S., City- Bajjage. Rolporteure, auch außerhalb, gesucht. Rabatt. Muster geg. Einsend. v. 85 Pf. Geschäfts- Eröffnung. Frol. Schlafft. f. 2 Herren bei Leh2 Genossen finden frdl. Schlafft. bei Beife, Manteuffelstr. 90, 2 Tr. rechts. 2 Genossen finden frol. Schlafit. bei Bell, Reichenbergerstr. 128, vorn 1 Tr. Manteuffelstr. 44, 4 Tr. L., freundl. Schlafft. f. Herrn, sofort oder später, sep. Eingang. 131 Schlafft. f. Srn. Oranienstr. 52, Sof lints 2 Tr., bei W. Meyer. 1346 Frot. mbi, Schlafft., sep. Ging, bei Schmidt, Michaelfirchplatz 4, H. 2 Tt. Frol. Schlafit. f. 2 Herren od. 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