Nr. 4. Abonnements- Bedingungen: S Abonnements Preis pranumerando: Bierteljährl. 8,30 M., monatl. 1,10 M., wöchentlich 23 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg. Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweig Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 24. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel. geile oder deren Raum 50 Big., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Versammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ,, Kleine Anzeigen", das erfie( fett. gedruckte) Wort 20 Big., jedes weitere Wort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlaf. stellen- Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte, Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Der„ Liberalismus" Sonnabend, den 5. Januar 1907. oder weniger im Reichstage sigen, darauf kommt es schließlich auch nicht mehr an. Als 1878 der zweite Sozialistengesehentwurf beraten wurde, mußte sich die Freisinnige Volkspartei- DeutschFreisinnige hießen sie damals zwar anstandshalber dagegen der Partei einen Vorschlag, der wenn er angenommen wurde, noch slimmer als das Sozialistengeset gewesen wäre. Er machte den Vorschlag, den§ 130 des Strafgesetzbuches dahin abzuändern, daß jeder Angriff mit Gefängnis bestraft werden solle. Ein ganz ungeheuerlicher Vorschlag, der jede wissenschaftliche Kritik an den bestehenden sozialen Einrichtungen möglich gemacht hätte. des Liberalismus! erklären, ihr Wortführer Prof. Hänel- Stiel aber machte namens Der deutsche Liberalismus ist allezeit ein trauriges politi. sches Gewächs gewesen. Er war allezeit Halbheit und Feigheit. Von mutvollen Kämpfen, wie sie der englische, der franzöfifche, italienische und belgische Liberalismus in seiner Jugendzeit auf die Institute des Privateigentums, der Ehe und Familie führte, weiß die Geschichte des deutschen Liberalismus und speziell des preußischen nichts zu erzählen. Den jammervollen Verkauf der deutschen Revolution von 1848 und 49, obgleich diese Revolution die Wirkung seiner Lehren war, hat in erster Linie die feige und charakterlose Haltung des Liberalismus verschuldet. 17 Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. die beiden freisinnigen Mitglieder der Kommission stimmten jedoch mit den Junkern dagegen und brachten die Reform dadurch zu Fall! Ja sogar das Eintreten für die Bestrafung des Kontraktbruches ländlicher Arbeiter erachtete der Freifinn für vereinbar mit den freisinnigen Prinzipien". Als im anhaltischen Landtag der freisinig- voltsparteiliche Abgeordnete Frmer für ein Gesetz eingetreten war, das die Bestrafung des Kontrattbruches forderte, und als er deshalb Angriffe erfuhr, wandte er sich um Rat an die offizielle Parteileitung in Berlin. Der Geschäftsleiter schrieb ihm darauf wörtlich wie folgt: " „ Sehr geehrter Herr! Für die Zugehörigkeit zur Frei sinnigen Volkspartei ist die Anerkennung des Nürnberger Parteiprogramms von 1897 maßgebend. Ueber die Frage der Bestrafung des Kontraktbruches ist in diesem Programm nichts enthalten, die Stellungnahme bei dieser Frage also nicht maßgebend für die Zugehörigkeit zur Partei. Ergebenst Dr. MüllerSagan." So sieht der Freisiun aus, wenn man ihm das zerschliffene Mäntelchen wohlfeiler demagogischer Nedensarten von den Schultern reißt! " worden. Scheinbar war der vorgeschrittene Liberalismus Gegner des Sozialistengesetzes. Als aber im März 1884 die Ber längerung des Sozialistengesetzes auf der Tagesordnung des Die iraurige Rolle, die speziell der preußische Liberalismus Reichstages stand und Aussicht vorhanden war, daß dasselbe auch in den Budgetfämpfen der Jahre 1861 bis 1866 spielte, feine Mehrheit finde, stimniten von den über 90 Mitglieder Auch der Name Mug dan sagt genug. Wie speziell der ist in Lassalles berühmt gewordenen Vorträgen über jene starken Deutsch freisinnigen- der damalige Name Verfassungsfämpfe und in seinem Antwortschreiben an das der Fraktion- 27 für das Gesez und ein großer Berliner Freifinn sich in allen sozialreformerischen Fragen, die Leipziger Arbeiterkomitee in drastischster Weise geschildert. Teil fehlte, weil der Vorstand der Fraktion die Stadt betreffen, benommen hat, brauchen wir den Lesern. Doch war die Rolle, die in jener Zeit der vorgeschrittene ihn brieflich hatte wissen lassen, seine An- des Vorwärts" nicht erst auseinanderzusetzen. Aber auch die Gesamtinteressen der Gemeinde hat er aufs Liberalismus spielte, gegen heute eine Heldenrolle zu nennen. wesenheit sei nicht erforderlich. Seine Epigonen reichen ihren Vorgängern nicht das Wasser. Da damals die Verlängerung des Gesetzes nur mit 189 schwerste geschädigt. Die Eingemeindungsfrage, d. h. die Der Tiefstand des Liberalismus sette ein mit der gegen 157 Stimmen angenommen worden war, hatten die Gründung eines Groß- Berlin, ist nur durch sein furzsichtiges, Gründung des Deutschen Reiches. 1867 hatte die sogenannte Deutschfreisinnigen es in der Hand, das Gesetz zu Fall zu engherziges Verhalten ein für alle Mal unmöglich gemacht Fortschrittspartei noch in dem konstituierenden Norddeutschen bringen. Die Straßenbahnen wären seit nahezu zehn Jahren Reichstage gegen die Bundesverfassung gestimmt und zwar, Der Freifinn will auch Gegner des Wuchertarifes und wie damals das führende Organ der preußischen Fortschritts- der Lebensmittelverteuerung sein. Als aber im Sommer 1902 Eigentum der Stadt, hätte nicht die freisinnige Mehrheit in partei, die Berliner Volkszeitung", ausführte, weil diese Ver- die Sozialdemokraten in der Tarifkommission des Reichstages der Stadtvertretung im Interesse privater kapitalistischer Ausfaffung ein elendes zusammengestoppeltes Ding sei, das seines- alles aufboten um die Beratung hinzuziehen, wurden sie dabei beutung gegen die Verstadtlichung gestimmt. gleichen in keinem Lande der Welt habe. von den Vertretern der Freisinnigen Volkspartei im Stich ge- Dieselbe furzsichtige und zugleich arbeiterfeindliche Haltung Aber als es sich im November 1870 darum handelte, lassen. Und als im Herbst 1902 die Sozialdemokratie im nimmt der Freifinn im Reichstage bei allen ernsten sozialBis vor wenig Jahren stand er dieses elende zusammengestoppelte Ding zur Reichsverfassung Reichstage bei Beratung des Zolltarifs Obstruktion machte, reformerischen Fragen ein. au machen, stimmte nunmehr die ganze Fortschrittspartei um zu verhindern, daß der Zolltarif vor den Wahlen von noch gänzlich auf dem Manchesterstandpunkte, bis die Furcht, dafür. 1903 Gesetz werde, ist damals die Freifinnige Volkspartei auch den letzten Arbeiter aus seinen Reihen zu verlieren, ihn Im Jahre 1874 wurde das gegenwärtig noch bestehende unter Führung Eugen Richters ihr in den Arm gefallen und nötigte, fich etwas freundlicher zu verhalten. Wer nach alledem noch für den Freisinn stimmt, sei ez Preßgesetz beraten. Die Unzufriedenheit mit dem Entwurf hat die Obstruktion, die er z. B. bei der Lex Heinze ſelbſt war allgemein, denn erlangte derfelbe Gesetzeskraft, so ver- mitmachte, bekämpft. Damals rief Bebel Richter zu: er fei Arbeiter oder Kleiner Mann, der ist mit unheilbarer geistiger tauschten die meisten deutschen Staaten Bayern, Sachsen, ein Verräter der Minorität, ein Wort was sich be- Blindheit geschlagen. Württemberg, Baden, Heffen, die gesamten thüringischen wahrheitete. Die Freisinnige Voltspartei wollte Staaten ufm. ihre viel freifinnigeren Landespreßgefeße um jeden Preis die Durchberatung des Zollmit einem schlechteren Reichspreßgesetz. Dem entsprechend tarifes vor den Wahlen im Juni 1903, weil hatte die Fortschrittspartei beschlossen, gegen den Gesetz- sie sonst bei den engeren Wahlen nicht auf die entwurf zu stimmen. Darauf erklärten die Nationalliberalen Unterstützung des Zentrums und der übrigen durch den Mund von Lasker: wenn die Fortschrittspartei 3 ollwucherparteien rechnen konnte. nicht für den Preßgefeßentwurf stimme, würden auch sie da- Zweideutig wie in allen den erwähnten Fragen ist auch gegen stimmen, denn sie hätten nicht Lust zu dulden, daß der Freifinn in bezug auf das allgemeine, gleiche, direkte und man ihnen später ihre Abstimmung zum Vorwurf mache. geheime Wahlrecht. Deffentlich scheint er dafür zu sein, heimUnd jetzt troch die gesamte Fortschrittspartei zu Kreuze lich ist er dagegen und zweifellos nur ein sehr lauer Freund. und stimmte wider ihre bessere Ueber- Stäme es auf den Liberalismus an, wäre das bestehende Das zeigt schon zeugung für den Gesezentwurf. So ward der Reichstagswahlrecht nie eingeführt worden. sein lauer und flauer Stampf für dasselbe in Preußen. selbe Gesetz. DaWahlkampf. Wahlkreisgeometrie. gewählt 13,6 abgegeben gültige Stimmen Abgeordnete Bahl 948 448 in Proz. aller Stimmen Zahl in Proz. aller Abgeordneten • 10,0 54 833 404 3,5 21 5,3 1 317 401 13,9 51 12,8 872 653 9,2 36 9,1 19,7 100 25,2 31,7 81 20,4 12,0 54 13,6 . Zum deutschen Reichstage besteht zwar bekanntlich das all. gemeine gleiche, direkte und geheime Wahlrecht, leider aber nur auf dem Papier. Besonders die Gleichheit des Wahlrechts ist völlig illusorisch. Die Regierung hat sich ihrer verfassungsmäßigen Pflicht, die Einteilung der Wahlkreise so vorzunehmen, daß auf einen Wahlfreis 100 000 Einwohner kommen, im offenen Widerspruch zur Ver fassung fortgefeßt entzogen und widersetzt. Die Folge davon ist die immer schreiender werdende ungerechtigkeit der Wahlkreiseinteilung; die Stimmenzahlen der Parteien treten immer mehr in In demselben Jahre( 1874) brachte die Fortschrittspartei gegen haben Angehörige der Freifinnigen Volkspartei sich sehr Disharmonie zu den Mandaten. Das wird am besten klar aus der im Reichstag einen Entwurf für ein Reichsvereins- und Ver- eifrig für die Verschlechterung bestehender a hi- folgenden fleinen Zusammenstellung. Es wurden 1903 bei der fammlungsgesetz ein. Als der Entwurf bekannt wurde, ent- gesege ins Zeug geworfen. So hat in Hamburg ersten ordentlichen Wahl stand in den vorgeschritteneren Kreisen ein Sturm der Ent- der größte Teil der Freisinnigen sich für die WahlJn Bayern waren sie rüftung; er war eine wenig verbesserte Auflage des bestehenden berschlechterung erklärt. preußischen Vereins- und Versammlungsgesetzes und würde, jahrelang offene Gegner einer Wahlreform auf Grund des wurde er Gesetz, abermals den bestehenden Zustand in einer allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts, bis Konservative Reichspartei Reihe deutscher Staaten verschlechtert haben. Zum die Furcht allen Kredit im Volfe zu verlieren sie nötigte für Nationalliberale. Glück wurde er nicht durchberaten. Der Freiheitsbegriff der die Wahlreform einzutreten. Die Verschlechterung der preußischen Liberalen findet seine Grenze an dem, was eine Staats- und Gemeindewahlrechte in Lübec, Kiel, Neumünster, Freifinnige und Bremen, Nürnberg usw. bezw. die Aufrechterhaltung der Demokraten mäßig liberale Polizei noch für erlaubt erachtet. reaktionären Gesetze ist ist mit ihr Werk. Zentrum 1875 273 - der bestehenden Bekanntermaßen ist die Freijinnige Voltspartei Sozialdemokraten 8010 771 Nachfolger der alten Fortschrittspartei- von jeher bei den Gegen das allgemeine, gleiche, direkte und Andere 1 137 638 Stichwahlen zum Reichstag der Sozialdemokratie gegenüber geheime Stimmrecht in der Gemeinde ist der Freisinn Wie man sieht, fommen nur die Freisinnigen und Demokraten ein sehr unsicherer Geselle gewesen. Wäre die genannte wie ein Mann. Partei, was sie fein will, eine wirklich liberale Partei, so Der Umfall in der Kolonialpolitit, den er am gerecht weg bei der Mandatsverteilung, die Nationalliberalen haben müßte fie bei allen Stichwahlen, wo ein Sozialdemokrat und 13. Dezember 1906 vollzog, wobei er durch seinen Antrag die schon einen Verlust an Abgeordneten und die Sozialdemokraten verlieren am meisten Size durch die Wahlkreiseinteilimg. Zentrum und der standidat einer weiter rechtsstehenden Partei in Frage eigentliche Regierungspartei wurde, ist noch in aller Gedächt Sonservative gewinnen dagegen start. Eine gerechte Verteilung der kommt, für den Sozialdemokraten stimmen. Denn die Sozial- nis. Früher entschiedener Gegner der Kolonialpolitik, die er Reichstagsfige unter die Barteien nach den Anteilen ihrer Stimmendemokratie stimmt stets für wirklich liberale Anträge im mit ähnlichen Gründen wie die Sozialdemokratie bekämpfte, zahlen ergebe für die 1903er Wahr ein ganz anderes Bild; dann hätten erhalten: die Konservativen 40( statt 54) Mandate, die Parlament, wenn ihre eigenen Anträge abgelehnt werden. ist er jegt ihr Anhänger und Verteidiger geworden. Und dieselbe Wandlung vollzieht sich in der Partei in Reichspartei 14( statt 21), die Nationalliberalen 55( statt 51), die Auch hat die Sozialdemokratie an einer liberalen Gestaltung des Staatswesens das größte Interesse, denn diese muß ihr bezug auf die Flottenpolitik. Auch hierfür gibt es bereits in Freisimmigen und Demofraten 36( wie sie wirklich hatten), das lieber sein, als eine agrarisch- reaktionäre. seiner Mitte starte Enthusiasten, und es fehlte bei der letzten Sentrum 78( statt 100), die Sozialdemokraten aber 126( statt 81) Aber aus Haß und Furcht vor der Sozialdemokratie Flottenvorlage nicht viel und die Partei stimmte dafür. Seit- und die anderen Parteien 48( ſtatt 54). Die jetzige Wahlkreiseinteilung bringt allein diese Ungerechtig stimmt die Freifinnige Voltspartei unter zehnmal mindestens dem Richter tot ist, schwankt die Partei wie ein Schiff auf start teiten zuwege; fie ließ 1903 zivar 40 663 Berliner fonservative neunmal für den Gegner und sei er der größte Feind des bewegter See. Stimmen im Reichstage unvertreten. verschaffte den Konservativen Die Freifinnige Boltspartei hat stets eine Anzahl Etats- aber dennoch 14 Mandate zu viel. Von den 55 782 Berliner freibestehenden Reichstagswahlrechts, ein in der Wolle gefärbter Reaktionär, Brot- und Fleischwucherer und agrarischer Liebes- pofitionen bekämpft, aber wenn es zur Endabstimmung fam, finnigen Stimmen waren im Reichstage nur 4266, allerdings zu stimmte sie stets für den Etat, d. h. sie sprach damit hoch, vertreten, und dennoch glich die Wahlkreisgeometrie für das gabenraffer. Das tam bereits drastisch im Jahre 1878 zur Erscheinung der Regierung ihr Vertrauen aus und be- Reich diesen enormen Verlust der Freisimmigen durch andere Unals im Erfurter Wahlkreis der Sozialdemokrat Stapell mit willigte ihr die Mittel zum Regieren, ob gerechtigkeiten wieder aus. Andererseits galt aber der Vertreter von dem freikonservativen Lucius in die Stichwahl fam. Als die gleich sie angeblich Gegnerin des agrarisch- Berlin VI mit 79 478 sozialdemokratischen Stimmen nur ebensoviel Freisinnigen des Erfurter Wahlkreises bei Eugen Richter an- mud erisch- konservativen Regierungssystems wie der in Schaumburg- Lippe mit 4552 Stimmen gewählte nationalliberale Abgeordnete, obwohl er nur etwa den zwanzigsten Teil der frugen: für wen sie stimmen sollten, antwortete dieser per ist. So herrscht bei dem Freifinn überall die Heuchelei. Stimmenzahl jenes auf sich vereinigte! Am 6. November 1906 schrieb der Vorwärts" über einige Telegramm: Lieber Lucius als Rapell! Und so andere Fragen: wurde ersterer gewählt. Bekanntlich ist dieses die Taktik der freisinnigen Voltsparteiler bis heute. Die Herren Freisinnigen werden sich also nicht wundern dürfen, wenn die Sozialdemokratie dieses elende Spiel endlich satt bekommt und bei den nächsten Stichwahlen alle Freisinnigen durchkrachen läßt, wo sie dazu die Macht jat. Ob ein halb Dußend oder ein Dugend Freifinnige mehr 0 Da seit der legten Wahl die Bevölkerung in den industriellen Gegenden und den Großstädten weiter start zugenommen hat, viel stärker als in den ländlichen Distrikten, so wird das Unrecht, das die veraltete Wahlkreiseinteilung schafft, immer größer! Im Regierungsbezirk Merseburg Bei der Beratung des Bürgerlichen Gesetzbuchs war eine Gelegenheit gegeben, der Gesindesklaverei ein Ende zu machen. Mit den Sozialdemokraten waren damals Zentrum und Polen in der der Kommission bereit, das Ausnahmegesez aufzuheben. Bei der entscheidenden Abstimmung der Kommission im März 1896 find unfere Genossen in allen Streisen fräftig an der Arbeit. Auch stimmten von 19 Mitgliedern 6 Ultramontane, 1 Pole und in dem reichstreuen Eislebener und Mansfelder Kreise, 2 Sozialdemokraten für die Beseitigung der Gefindeordnungen, dem früherer Königreich Leuschner", werden die Bergleute durch in Flugschriften aufgerüttelt. Natürlich arbeiten die Gegner dort mit 1- haben bis bato weber eine Versammlung, noch ein Flugblatt verteilen Der Wahlkampf in der Provinz Brandenburg. Hochdruck, weil es ihnen zu sehr in die Knochen gefahren ist, daß lassen. Während die Konservativen darauf verzichten, in Stolp öffentlich Wie in den anderen Wahlfreisen der Provinz Brandenburg, fo unsere Stimmenzahl sich bei der vorigen Reichstagswahl enorm hervorzutreten zu ihren Versammlungen ergehen Einladungen an hat auch im Wahlkreise Ost und West- Sternberg die Wahlbermehrte. Sie arbeiten mit den Waffen der Saalabtreibung und die, die gewünscht werden, haben die Freijimuigen noch vor, ganz bewegung eingesetzt. Der Wahlkreis, der von 1871-1903 un Verleumdung. Unsere Agitationsschriften werden aber bon ubedingt öffentliche Versammlungen abzuhalten. Da wird man ausgesetzt durch die Konservativen vertreten war, ist in den letzten der Stadt und Landbevölkerung mit Begeisterung angenommen. wohl das Bergnügen haben, Herrn Dr. Witte tennen zu lernen. In den Kreisen Naumburg, Weißenfels- Beiß und Delitzsch- Bitterfeld In Dammen, Kreis Stolp, find am dritten Weihnachtsfeiertage drei Jahren durch den Zwillingsbruder der Konservativen, den Antifinden täglich Maffenversammlungen statt. Die Gegner gestatten unseren Genossen die Flugblätter bont Gemeindevorsteher femiten Froehlich aus Potsdam vertreten worden. Für unsere Parteikeine freie Diskussion und laden zu ihren Versammlungen nur alle unter Assistenz des Gendarmen rechtswidrig und ohne genossen ist die Arbeit eine ungeheuer schwierige, steht ihnen doch im ganzen Kreise nur in der Stadt Sonnenburg ein Saal zu Was braucht sich ein Versammlungen zur Verfügung. Ursache beschlagnahmt worden. Der Kandidat des Kreises, In Halle a. S. wollen die Mischmaschparteien am 7. Januar fonfervativer hinterpommerscher Gemeindevorsteher auch an die Genosse Freiwaldt Bankow, ist gezwungen, den Antisemiten die erste Wählerversammlung abhalten, der der der frei- Gesetze zu halten, wenn die Sozialdemokratie in Betracht kommt! im eigenen Lager aufzusuchen, um überhaupt Gelegenheit zu haben, finnige Landtagsabgeordnete Schmidt, der von Antisemiten, Hoffentlich erteilen die Genoffen des Kreises am 25. 5. M. ben öffentlich aufzutreten. Von den Konservativen ist der RittergutsJuden, Linksliberalen, Agrariern und Konservativen gewählt Junkern die richtige Antwort! befizer von Staphengst- Kahlow, und von den liberalen Parteien in werden soll, fein Programm" entwickeln will. Von unserer letter Stunde der Lehrer Sparfeld- Schöneberg- Berlin aufgestellt. Partei fanden am Sonntag in zwei großen Sälen zwei überfüllte Den Kampf gegen zwei Fronten Wenn auch die Agitation nur unter den schwierigsten Verhältnissen Versammlungen statt, in denen die Genossen Kunert und proffamiert das Zentrum wie im übrigen Deutschland so auch möglich ist, so berechtigt die Situation doch zu den besten ErMoltenbuhr Berlin referierten. Von den zahlreich anwesenden in Hessen. Wie uns von dort geschrieben wird, hat sich furz vor wartungen, find doch ungefähr 2000 Schnitter und Bauhandwerker, Gegnern meldete sich trotz Aufforderung zur Diskussion niemand Jahresschluß in Maing das Landeskomitee der Heffifchen Bentrums- die im Sommer auswärts beschäftigt sind, zurzeit im Kreise. zum Wort. In gemeiner Weise fällt die bürgerliche partei nach stundenlangen Debatten endlich zu einer einigermaßen Breffe über unsere Partei her. Auch die Saale- Beitung", flaren Stellung im jezigen Wahlkampf durchgerungen. Schwer Pod ist abgehalftert! die fich früher einmal demokratisch geberdete, schreckt vor persönlichen genug ist's den schwarzen Herren geworden, galt es doch Die Bedenklichkeit der Kandidatur des diden SchwemeBerunglimpfungen unseres Standidaten nicht zuriid. So schrieb sie in der Hauptfache, sich zu entscheiden gegen diejenigen, mit denen ministers a. D. ist seinen guten Freunden nun doch noch zum Beauch jüngst, die Sozialdemokratie sorge dafür, daß man noch 1903 durch dick und dünn als vereinigte Ordnungsbrüder die Wahrheit nicht an die Wähler gelange. Das gegangen war. Die maßgebenden Führer der jest von den früheren wußtsein gekommen. Die bürgerliche Presse meldet, daß in der fozialdemokratische Wahlkomitee hat daraufhin den Kuddelmuddel- Bundesgenossen zu Reichsfeinden gestempelten Bentrumsgarde re- Dftprignitz statt des Tippelministers der Sohn des bisherigen kandidaten Schmidt in einem höflichen Anschreiben eingeladen, in folvierten sich dann schließlich dahin, daß man völlig einig fei in Mandatsinhabers, des kürzlich verstorbenen konservativen Rittergutseiner Versammlung mit dem Kandidaten der Sozialdemokratie, Kunert, der unveränderten Stellungnahme und Gegnerschaft zur Sozialdemo- besizers v. Dallwig, kandidieren wird. über die Reichstagswahl zu diskutieren, damit die Wahrheit an den Tag fratie, die diesmal feine Stimme vom Zentrum erhalten dürfe. Dieselbe Jammerschade! Unsere Genossen in der Ostprignitz freuten sich tomme. Obwohl es Herrn Schmidt, der von sich behauptet, er sei demo Ginmütigkeit beseelte aber auch die streitbaren Herren wenigstens schon so sehr darauf, dem Husarengeneral einen kräftigen Marsch zu tratis bis auf die Knochen, überlassen wurde, das Lokol nach dem in die Deffentlichkeit gelangten Versammlungsegtraft- gegen blasen, und nun ist ihnen die hat sich diesmal ausnahmsweise zu hänger feiner Partei mitzubringen wie es ihm beliebe, lehnte der Verhinderung einer Blockmehrheit auf das bringendste geboten der Herr die Einladung ab. Das ist die Tapferkeit der und es dürfe diesmal unter feinen Umständen ein Nationalliberaler früh mit der„ Lausekandidatur" vor den Bauch stoßen lassen". Nationalen". unterstügt werden, weder bei der Haupt noch bei der Stichwahl. Das S Im jüngeren Reuß Zentrum fönne nicht eine Partei unterstützen, die ausgezogen sei, das Bentrum zu vernichten. Es soll bei dieser Sigung frische Stimming Reichtum und Armut. und feste Bubersicht geherrscht haben, daß die Wahltoften von den Man hofft den ehemaligen Bundesgenossen die Lust, das Sentrum zu töten, für eine Nationalliberalen zu bezahlen sein würben. gute Weile gründlich auszutreiben. Die nächste Beit wird ja lehren, wie lange diefe Kampfesstimmung bei den Schwazen vorhalten wird. Man wird dabei immer an das bekannte Wort erinnert vom Pack, das sich schlägt und wieder verträgt. zu bestimmen und obwohl ihm freigestellt wurde, sich soviel An- die Nationalliberalen. Der Kampf gegen diese Partei sei im Interesse immer zu spät„ verdufteterende verdorben. Pod, der sonst find die Mischmaschparteien mit einem de- und wehmütigen Wahlaufrufe an die Deffentlichkeit getreten, der die ganze Waschlappigkeit und Ohnmacht der bürgerlichen Parteien grell beleuchtet. Rat- und Mitbürger! Lange genug haben wir es ertragen, daß der Vertreter unseres Fürstentums im Reichstage auf den Bänken der Singer, Bebel und Mehring saß. haltlos jammern sie also: Lange genug haben wir im fleinen ein Schauspiel geboten, wie es der Reichstag im großen bot! Haben sich viele unter uns nicht überwinden können, persönliche Bedenken, engherzige Erwägungen, Kleinliche Verstimmungen hintanzuseßen. Der Jammer der eblen Seelen ist wirklich rührend. Nur ist es umerfindlich, wie gerade Genoffe Mehring auf Sie Bänke des Reichstages neben Singer und Bebel gekommen ist! 1 B Buben- Sommer. $ Auz Baden Die Zahl der Erwerbstätigen in Preußen und ihrer Angehörigen, die ein Jahreseinkommen von weniger als 900 Mark hatten, beträgt zirka 65 Proz. Von je hundert Personen in Preußen besigen also 65 ein Einkommen von weniger als 900 Mark. Nehmen wir jedoch diejenigen Erwerbstätigen und ihre Angehörigen hinzu, welche ein Einkommen von 900-1500 M. pro Jahr besaßen, so ergibt sich, daß 88 Prozent, Sieben Achtel der Gesamtbevölkerung gehören also dem Proletariate an! Demgegenüber gab es in Preußen nach der amtlichen Statistik vom Jahre 1905 85 596 Benfiten, die pro Kopf ein Jahreseinkommen von zirka 7500 M. besaßen. Ferner 70 943 Benfiten, die pro Kopf ein Jahreseinkommen von zirka von rund 15 500 m. 50 000 M. 250 000 M. pro Kopf! Die 88 000 reichsten Leute in Preußen besaßen zufammen 2500 Millionen Mark Jahreseinkommen, Im Wahlkreise Offenbach- Dieburg ist jest endlich die Situation völlig geflärt. Steuerboftor Beder Sprendlingen hatte aus Gesundheitsrücksichten" auf eine nochmalige Aufstellung als Kandidat der vereinigten Bürgerparteien berzichtet. ( Er hat es aber doch fertig gebracht, in diesen Tagen in Oppenheim Stundenlang unseren Genossen gegenüberzutreten und dabei die Noblesse zu befunden, die Redezeit so zu mißbrauchen, daß es von je 100 also mehr als 88 ein Einkommen besaßen, das Der Mischmaschkandidat im Zeiz- Weißenfels Raum unseren Genossen zur Unmöglichkeit wurde, ihm gebührend zu ant- 1500 M. nicht überſtieg! burger Wahlkreise hat bereits feinen Namen erhalten: worten und sie sich deshalb kurzerhand zum Schluß der Versammlung Buben Sommer. In einer Wählerversammlung in Naumburg, genötigt saben.) An die Stelle des im Offenbacher Kreise so ent wobei nebenbei bemerkt unser Kandidat des Kreises, Genosse agungsvollen Dr. Becker ist nun als Kandidat der vereinigten Thiele, trog langwieriger Verhandlungen nicht zu Worte lam, Bürgerparteien diesmal unter Ausschling des ZentrumsSein bisheriges Auftreten bezeichnete Herr Sommer die Abgeordneten der Sozialdemokratie Lehrer Dern in Jfenburg getreten. wegen ihrer Stellungnahme in der Kolonialdebatte als Buben. gegen die Sozialdemokratie ganz im Stile Beckers, sowie seine Fähig Flugs hat die Wählerschaft des Kreises den Ausdruck des Herrn feiten als Organisator der in den Landorten zur Beckerschen SchußzRektors der feine Mann ist nämlich Jugendbildner auf- truppe gebildeten Bürgervereine haben ihn wohl vornehmlich zum Streiter genommen und„ Buben Sommer" ist bereits zum geflügelten Wort gegen die rote Rotte qualifiziert. Auch das Zentrum hat diesmal einen Personalwechsel vorgenommen, indem es an Stelle des Stadt geworden. rechners Uehel- Dieburg den Arbeiterfekretär Becker- Frankfurt a. M. In der Provinz Posen aufstellte. Uebel fandidiert im Kreise Worms. Die Situation ist jetzt ist von unseren Genoffen für alle Streife der Aufmarsch vollzogen. flar zum Gefecht und unsere Genossen haben bisher schon in der Ab- besaßen. Weiter 14 374 Bensiten mit einem Jahreseinkommen Ohne Ausnahme find sozialdemokratische Kandidaten nominiert. Fast haltung von Versammlungen und dem Ausbau der Organisation alles von rund in allen Teilen der Proving sind unsere Genossen mit dem Verteilen Mögliche getan, so daß fie mit den besten Hoffnungen dem Ausgang von Flugblättern beschäftigt. Soweit Lotale zur Verfügung stehen, bes Rampfes entgegensehen. Auch ist die Stimmung überall eine wird der Kampf durch mündliche Propaganda berschärft. Gie wirb folche, daß mit einer Entscheidung im ersten Wahlgang ficher pro Kopf. Endlich 2859 Zenfiten mit einem Jahreseinkommen jedoch durch die ständige Lokalabtreibung fast unmöglich gemacht. gerechnet wird. Um die Scharte von 1908 glänzend auszuwegen, In Bromberg und Posen sind die Gastwirte durch den Druck der dazu werden auch die folgenden Wochen von den Genossen in an Polizei und Militärbehörden derart eingeschüchtert, daß den Sozial- gestrengtester Tätigkeit ausgenügt werden. demokraten kein Lotal zu Versammlungen gegeben wird. In Bromberg haben außerdem die Gegner das einzige den Sozialdemokraten zur schreibt man uns: Verfügung stehende Lokal angetauft. Nun wiegen sie sich in der sicheren Hoffnung, der Sozialdemokratie im Wahlkreise damit Die nächsten Tage bringen wahrscheinlich den Abschluß der während das Gesamt- Jahreseinkommen der 2 134 000 Benfiten den Todesstoß versetzt au haben. Hinzugelogen wurde, daß die bürgerlichen Kandidatenlisten zustande. Das Bentrum fchloß am mit 900-1200 m. nur Ohnmacht die Sozi zwinge, von der Aufstellung einer eigenen Kan- Sonntag ab. Wieweit dabei das konservative Element als stiller didatur abzusehen und gleich bei der Hauptwahl für den polnischen Geschäftsteilhaber in Betracht kommt, wird sich bald zeigen. Kandidaten einzutreten. Diese Lüge gab dem Liberalismus und Zweifellos gehen die Konservativen Badens dem liberalen Block Die Zahl der mehrfachen Millionäre, also derer, die mehr Freisinn der im Kreise nicht unbeträchtlich vertreten ist Grund durch und in die Zentrumsarmee, wo es sich um den Bund zur Befürchtung, daß beim Zusammengehen der Polen und der Landivirte handelt. Die Triumvirn des badischen Blocks ließen als 100 000 M. Jahreseinkommen besaßen, betrug Sozialdemokraten die reaktionäre Vertretung im kommenden nun wiederholt ihre endgültig hergestellte Harmonie verkünden und Reichstage gefährdet set. Die Angst machte den Edelfreifinn bekämpfen sich im Landtagswahlkreise Lörrach- Land nur noch zum und Liberalismus so einmütig, daß sie durch ihre Führer Beweise, daß Freifinn und Nationalliberalismus unverträgliche Block Propaganda für die Kandidatur des freitonservativen Hakatisten naturen sind. Herr Dr. Friedr. WeilI übernimmt es, den freib. Tiedemann machten. Diefer, so meinten die Edlen, habe sich am finnigen Anteil der badischen Bloddividende am 25. Januar ein besten in der Bekämpfung der Polen und Sozialdemokraten bewährt zuheimfen als definitiver Standidat im 10. Wahlfreife, Sarlsruhe und könne allein auch für dieses Mal den Sieg garantieren. Ein Bruchsal. Wenn es ihm gelänge, mit dem Sozialdemokraten Ged Urreaktionär und Polenfresser als würdiger Kandidat für Freifinn in die Stichwahl zu kommen, so würden sich zivei Sozialdemokraten und Liberalismus! Weiter auf den Hund kann dieses würdige aus den achtziger Jahren der schandgesetzlichen Zeit gegenüber stehen. Schwesterpaar sicherlich nicht mehr kommen. Die Konfervativen Im Zentrumslager ist neben der Mannheimer noch die Pforz dachten nüchterner von ihrem bisherigen Vertreter. Sie ließen heimer Arbeiterkandidatur aufgetaucht durch die Erwähnung des Tiedemann einfach fallen und stellten den Landgerichtsrat Schulz Landtagsparadearbeiters Belzer gegen den Genossen Eichhorn. auf, der das Versprechen abgab, im Falle der Wahl Man erwartet aber dort eine gemeinsame Kandidatur des Zentrums sich der Reichspartei anzuschließen. Die Führer der deutsch- und der Konservativen in der Person des Conservativen Landtags fonfeffionellen Vereine wurden um ihre Zustimmung zu der Kan- abgeordneten Gierich. Der Block zwingt den mandatsmüden didatur ersucht, und nicht vergebens. Triumphierend konnten die Landtagsabgeordneten Wittum, feine ablehnende Haltung auf Reaktionäre berichten, daß auch die deutschen christlichen Arbeiter zugeben. Der Bien muß. Für den verstorbenen Pfarrer Schuler bereine mit der Kandidatur Schulz einverstanden sind. wird der Landgerichtsdirektor Birkenmayer( Zentrumsfraktion des Unsere Genossen werden bis zum 25. eifrig zu arbeiten haben, Landtages) den dritten Wahlfreis im Sturm nehmen; die nicht so auf daß die Polenfresser, Fleischverteuerer und Brotwucherer ihre sichere Bentrumskandidatur im fünften Kreis( Freiburg) wurde bewohlverdiente Strafe erhalten. hufs Rettung des Mittelstandes dem Bäckermeister Hauser in Freiburg übertragen. Ginen respektvollen Gegner findet der bis herige Zentrumsvertreter Duffner auf dem Schwarzwalde in der Berson des Posthalters Weiß haar Bonndorf, der der Geschäftsnachfolger des früheren Abg. Faller ist. 0 Lokale stattfand, waren in Lauenburg nur zirka 200 Personen er,, Geistige Waffen" des Zentrums. betrug! 2200 Millionen Mark 1892 1659 1905 2859 Die Zahl der Multimillionäre mit einem Jahreseinkommen von mehr als einer Million wuchs in Preußen von 31 im Jahre 1892 auf 57 im Jahre 1905! Jeder Wähler sollte auch diese Zahlen überdenken! Herr Matthias Erzberger und die Wirtschaftspolitik des Zentrums. In der gestrigen Nummer des Vorwärts" haben wir die Ver logenheit des vom Reichsverband gegen die Sozialdemokratie herausgegebenen Handbuchs für nichtiozialdemokratische Wähler gekennzeichnet. Genau auf gleicher Stufe der Leistungsfähigkeit steht das von dem bisherigen jüngsten Abgeordneten der Sentrumsfrattion des Reichstages, Herrn Matthias Erz. berger, herausgegebene Wahlhandbuch Die Zentrums An innerer Unwahrhaftigkeit politit im Reichstage". übertrifft vielleicht das Erzbergersche Handbuch das Geschreibsel der schriftstellerischen Größen des Reichsverbandes noch um eint beAus dem Wahlkreise Stolp- Lauenburg. Die Aufstellung der Kandidaten des Kreises ist vollzogen. Es fandidieren: für die Konservativen, Bund der Landwirte und Antifemiten der bisherige Abgeordnete des Kreises Bauernhofsbefizer Will Schweslin, für die Freisinnigen und Liberalen aller Schattierungen der Fabrikant Dr. Witte Rostock und für Die Rheinische Zeitung"( Köln) meldet aus Bonn: trächtliches, wenn es auch im ganzen jene allzu durchsichtigen unsere Partei Genosse Hermann Flatow Stolp. Unsere Partei Bei der am Sonntag im Kreis Rheinbach vorgenommenen Fälschungstrids des reichsverbändlerischen Machwerks bermeidet und eröffnete zuerst den Wahlkampf burch Flugblätterverteilung Flugblattverbreitung wurde eine Anzahl unserer Gentoffen in beweist, daß sein Verfasser mit Erfolg in Freiburg jesuitische und zwei öffentliche Wählerversammlungen am 30. De Dberdrees bei Rheinbach in gang brutaler Weise überfallen. Es Rafuiftik studiert hat. Wer nach Material für die Beurteilung der zember. Stadtv. Genosse Kopke Berlin und unser Kandidat wurden ihnen unter Anführung des Ortsvorstehers die Flug- jesuitischen Argumentationsweise sucht, dem kann das Erzbergersche sprachen an diesem Tage nachmittags 3 1hr in Stolp und abends blätter gewaltsamentrissen; dem Bezirskassierer unserer Wahlhandbuch als Lektüre empfohlen werden. 8 Uhr in Lauenburg. Während die erste Versammlung vor überfülltem Bartei wurde das Kassierbuch und die Marten abgenommen und Ein Musterbeispiel für das Gefagte liefert der erste Abschnitt schienen. Es rührt dieses daher, daß Lauenburg noch niemals eine bor dem Hause des Ortsvorstehers verbrannt. bes Kapitels über die Tätigkeit des Zentrums auf volkswirtfozialdemokratische Versammlung erlebt hat und das amtliche Streis- ußerdem wurden unsere Genossen mig bandelt. fchaftlichem Gebiet, in welchem Herr Erzberger die Wirkung des blatt schon der erschreckten Bevölkerung von dem Unglüid, den die Es ist sofort Strafantrag wegen Raub und Mißhandlung gegen die neuen Solltarifes auf die Preisbewegung der Lebensmittel beBerfammlungseinladungen dort angerichtet haben, Witteilung ge- feigen Wegelagerer gestellt worden. macht hat. Dem amtlichen Kreis- und Lokalblatte zufolge sind die Handzettel Ursache blutiger Messerstechereien und Krawalle gewesen. Trotzdem verlief diese erste Bersammlung nichtsdestoweniger une macht sich, wie die Kölnische Zeitung" berichtet, im Wahlkreise und, soweit sie politisch zu denken vermögen, auf die Agrar- und Zollblutig und für die Anwesenden so anregend und belehrend, daß Saarburg Merzig Saarlouis, ben er bisher im Reichs politit des Zentrums nicht gut zu sprechen find, galt es, ihnen um nach der Versammlung mehrere Anwesende den beiden Referenten tage bertreten hat, eine lebhafte Bewegung geltend. Eine große jeben Breis durch statistische Rechenfünfteleien zu beweisen, daß die ihren Dank abstatteten für die belehrenden Vorträge. Anzahl angesehener Katholiken und bisherige Bentrumswähler trugen vom 8entrum gemeinsam mit den konservativen -Die lonservative Bartei arbeitet mit Hochdruck. In den Dörfern die Kandidatur dem Geh. Kommerziemrat René b. Boch aus Mettlach betriebene wirtschaftspolitik bisher durchaus spricht der im Reichstag stumme Kandidat Will- Schweslin. Freibier an, der sich in einer am 30. Dezember in Villingen entwickelten foll in Maffe verteilt werden. Die konservative Beitung für Hinter Programmrede zur Annahme derselben bereit erklärte. Herr v. Boch nicht die Getreide und Fleischpreise gesteigert Herr Matthias Erzberger liefert diese Betveisführung in pommern in Stolp tämpft jetzt für Volksrechte. Sie schreit Wehe! steht als überzeugungstreuer Katholit in firchlichen Fragen auf dem hat. über den Versuch der rechtsstehenden Barteien, am Reichstagswahl- Boden des gentrums, erklärte jedoch, für berechtigte und folgenden Beilen: recht zu rüttchi. Der Kandidat und bisherige Abgeordnete will besonnene Regierungsforderungen rüdhaltlos zwar gerne den Staatsstreich, aber das eigene sich nicht für die auf eintreten zu wollen." geklärten Wähler und deshalb leitartikelt die Zeitung auf eigene Weise. Will Herr v. Boch noch bewilligungsluftiger als das Zentrum iberalen, die partout den Kreis gelirnen wollen wie gewöhnlich sein? So was gibts ja gar nicht! Gegen Herrn Roeren handelt. Da auch die fatholischen Arbeiter, die in naiver Selbsttäuschung noch immer eine Vertretung ihrer Interessen bei der Zentrums fraktion zu finden glauben, die Lebensmittelverteuerung verspüren „ Die Befürchtungen der Freihändler und Sozialdemokraten über die Wirkungen der neuen Handelsverträge sind allesamt nicht eingetreten; die Industrie hat derzeit eine Hochtonjur tur wie nie zuvor! Die Phrafe vom Brotwucher" ist schmählich zu schanden geworden; trotz der Erhöhung der Getreide« und Mehlzöve ist das Brot nicht teurer geworden. Was aber die Vieh- und Fleisch» zölle betrifft, so ist die derzeitige Fleischteuerung nicht auf diese zurückzuführen. England hat keinen Zoll: aber anfangs Oktober kostete in London das Schweinefleisch 90 M. pro 60 Kilo- gramm; in Berlin notierte zu derselben Zeit das Schweinefleisch mit nur 70 M. I Und England ist zollfrei; von allen Ländern kann es Zufuhr erhalten I Paris notierte am 24. September für 100 Kilogramm Schweinefleisch 138 M., Berlin 113 M. Die Zollbelastung pro Kopf betreffend Fleisch betrug im Jahre IVOS bei uns nur 14 Pf.; betreffend.Vieh nur 6 Pf. Die gesamte Zollbelastung also pro Kopf 20 Pf. im Jahre I Die indirekte Be- lastung an Zöllen und Verbrauchssteuern anderer Artikel ist weit erheblicher, z. B. für Salz 80 Pf., für Tabak 1,17 M., für Bier 1,30 M.. für Zucker 2,02 M.. für Branntwein 2.34 M. Nur 20 Pf. Zoll für Aleischkonsunr hat bis 1. März 1000 da? Deutsche Reich vom Kopfe der Bevölkerung im Jahre erhoben? da ist es jeder- mann einleuchtend, das; eine Aufhebung der Zölle keinen Einfluß auf den Fleischpreis ausgeübt hatte!" Sehen wir uns diese Beweisführung des Zentrumshandbuches etwas näher an. Herr Erzberger behauptet, trotz der Getreide- und Mehlzölle sei das Brot nicht teurer geworden. DaS ist insofern nicht unrichtig, als das Zehnpfennigbrot noch immer 10 Pfennige, das Füufzigpfennigbrot noch immer 50 Pfennige kostet. Anders aber stellt sich die Sache, wenn man' untersucht, ob das Fünfzig- Pfennigbrot noch das gleiche Gewicht hat wie vor Jahren und ob das Mehl von gleicher Güte ist. Tatsächlich sind die Getreide- wie die Mehlpreise infolge der Zoll- erhöhungen beträchtlich gestiegen. Zwar nicht, wenn man den Preisstand des Dezember 1905 mit dem des letzten Monats vcr- gleicht, denn im Winter 1905/06 stand das Getreide infolge be- soliderer Ernte- und Marktverhältnisse ausnahmsweise hoch im Preise; vergleicht man aber den Preis des letzten Monats mit dem Durchschnittspreis derJahre 1900 b i§ 1904, dann ergibt sich, daß der Weizen etwa pro Tonne 15 M., der Roggen 24 M. Häher steht. Zudem aber verschiebt Herr Erzberger, um seine Leser zu täuschen, die ganze Streitfrage. Es ist von der Sozialdemokratie gar nicht behauptet worden, daß nach dem Inkrafttreten der Zollerhöhung der Preis zu jeder Zeit höher stehen mutz als vor der Zollerhöhung, denn selbstverständlich hängt der Preis nicht nur von der Zollhohe ab, sondern auch von den in-und ausländischen Ernteergebnissen. DieSozial- demokratie hat lediglich behauptet, datz der Getreidepreis durch die Zollerhöhungen auf dem deutschen Markt um so viel über den Weltmarktpreis gesteigert wird, als d e r Vje r tr a g S- Zollsatz beträgt, und diese Voraussage ist, wie wir erst kürzlich(Leitartikel der Nummer vom 28. Dezember) nachgewiesen haben, völlig eingetroffen. Die Weizenpreise auf den zoll- freien Getreidemärkten Liverpool, London, Antiverpen, Amsterdam stehen heute um zirka 45 bis. KV Mark, daS heißt um 35 bis 45 Proz. niedriger, als auf den Gelrcidemärktcu Westdeutschlands. Die Steigerung der Flcischpreise kann Herr Matthias Erzberger nicht so ohne weiteres ableugnen, denn jede Hausfrau weitz, datz sie heute mehr bezahlen mutz als früher. Er hilft sich des- halb mit der Ausrede, die Fleischteuerung sei auf andere Ursachen zurückzuführen, und verweist auf Londoner und Pariser Preise. Diese Preise sind jedoch, wie wir hiermit ronstatirren, teils erfunden, teils gefälscht. Im Oktober, behauptet Herr Erzberger, hätte das Schweinefleisch in London 90 Pf. pro Pfund ge- kostet. Das ist schamlos geflunkert. Wir haben die amtlichen Notierungen des für London matzgebenden Zentralfleischmarktes von Smithfield vor uns und konstatieren danach, daß im Oktober allerbestes englisches Schweinefleisch in London 6% bis T1/« Pcncc pro englisches Pfund kostete, d. h. pro deutsches Pfund 65 bis 70 Pf. Schweinefleisch 2. Qualität kostete 55 bis 60 Pf. und holländisches Schweinefleisch gar nur 50 bis 55 Pf. pro deutsches Pfund. Ebenso ist es frivol erfunden, datz in Berlin Schiveineflcisch im Oktober nur 70 M. pro Zentner gekostet haben soll. Herr Erzberger leistet sich als gewandter Zentrumsmaun den Schwindel, die Schweine« preise auf dem städtischen Schlachtviehmarkt in Berlin, d.h. die Preise für lebendes Vieh(unter Abzug von 20 Proz. Tarajj mit den FleischpreiscnZ.deS Kleinhandels gleichzustellen. Von gleichem Wert ist die Angabe, in Paris hätten am 24. Scp- tember 100 Kilogramm Schiveinefleisch 133 M., in Berlin nur 133 M. gekostet. Entweder schwatzt Herr Erzberger ohne jegliche Kenntnis der Materie blindlings darauf los, oder er hält nach jesuiti- schem Grundsatz im Interesse seiner„guten Sache" jede Täuschung seiner Leser für erlaubt. Der genannte Preis in Paris ver« steht sich nämlich für reines Flcischgcwicht, und zwar für Fleisch erster Qualität, der Berliner Preis dagegen für Lebend- gewicht mit Tara, und zwar für Schweine dritter Qualität; die Mittelware kostete 139 Mark. Außerdem aber kommt hinzu, datz Schweinefleisch in Paris um jene Zeit zienflich hoch im Preise stand, dagegen war während, des ganzen Sommers und Herbstes in Paris Siiudfleisch durchschnittlich um 3V bis 35 Proz. billiger zu haben als in Berlin. Das llnverschämteste leistet sich Herr Matthias Erzberger aber, indem er die Zollbclastung des Fleisches auf jährlich 20 Pf. pro Kopf berechnet und damit die Verbrauchssteuererträge für Salz. Tabaks Bier usw. vergleicht. Sicherlich, wenn man den Ertrag. den das Deutsche öteich aus den Vieh- und Flcischzöllen einnimmt, auf den Kopf der Bevölkerung verteilt, dann stimmt ungefähr Herrn Er.zbergers schön« Rechnung. Die Sache ist nur, datz der deutsche Fleischkonsument nicht nur diesen Betrag zu zahlen hat, sondern daß auch das im Inland produzierte Fleisch um den Zollsatz verteuert wird; und dieser Zollsatz beträgt IZ�i Pf. pro Pfund. Doch selbst dieser Satz drückt nicht die ganze Verteuerung des Fleisches durch die„arbeiter- feindliche" Agrarpolitik des Zentrums aus. Denn außer dem Zoll übt natürlich auch die stündige Arbeitszeit aufrechterhalten und berufen sich dabei auf die Brauer, die sich mit 9(4 Stunden pro Tag zu- frieden erklärt haben. Siering tadelte scharf das Verhalten der Brauer, in dieser wichtigen Frage, und machte sie verantwortlich für die Schäden, die den Mitarbeitern in den Brauereien daraus erwachsen. In der Loh»frage wurde nach langen Unterhand- lungen folgende Tabelle aufgestellt, welche die Arbeiter unbefriedigt ließ, weil die geringen Lohnerhöhungen teils schon in Geltung sind und nur Wenigen zugute kommen würden: Der Mindcstlohn soll betragen pro Woche für Anstreicher Mk. 28. bisher Mk. 24; Gärtner Mk. 28, bisher Mk. 24; Sattler Mk. 30. bisher Mk. 27; Maler und Lackierer Mk. 30, bisher Ml. 27; Elektro. Monteure Mk. 32, bisher Mk. 28; Schlosser Mk. 32, bisher Mk. 29; Stellmacher Mk. 32. bisher Mk. 29; Schmiede Mk. 32. bisher Mk. 29; Tischler Mk. 83, bisher?Nk. 30- Klempner Mk. 34, bisher Mk. 30; Rohrleger Mk. 34, bisher Mk. 30; Dreher Mk. 34, biövcr Mk. 30; Maurer Mk. 33, bisher Mk. 30; Zimmerer Mk. 33, bisher Mk. 30; Dachdecker Mk. 33, bisher 30; Kupferschmiede Mk. 84, bis- her Mk. 31. In der Bierfrage soll alles beim alten bleiben. Die Ar- beiter wünschen das Freibier nicht, sondern wollen es bezahlen, wenn sie einen anständigen Lohn erhalten. Die Unternehmer denken anders darüber und ihre Ansicht ist die maßgebende. Tie Arbeiter verlangten u. a. auch den ersten Mai als Feier- tag. Dies wurde abgelehnt, aber das Zugeständnis gemacht, daß kein Grund zu einem Tarifbruch daraus abgeleitet werden dürfe, wenn die Arbeiter einer Brauerei den 1. Mai feiern. Die Unter- nchmer verlangten den Abschluß des Tarifs auf drei Jahre und mit den Braucrgesellen haben sie tatsächlich einen Tarif auf 8(4 Jahre abgeschlossen. Sch m i tta u, Vertreter der Machinisten und Heizer, berich- tele dann über die Verhandlungen seiner Organisation mit den Unternehmern, nach welchen der Achtstundentag teilweise zuge- billigt worden ist, und eine kleine Lohnaufbesserung stattfinden sollte. Auch die Maschinisten und Heizer sind unzufrieden mit den geringen Zugeständnissen. I» der Diskussion wurde die Haltung der Unternehmer von allen Seiten angegriffen und nachdem ein Berichterstatter von der Vcrtraucnsmänncrversammlung. die vorher zusammengetreten war, erklärte, daß die Vertrauensmänner die Ablehnung der Vor. läge empfehlen, lvurde eine dementsprechende Resolution ange» nommen. ES heißt darin, daß die Vorschläge der Unternehmer bahnen. tischen Wahlfonds überwiesen. Deutfches Reich. To geringe Zugeständnisse enthalten, daß sie unannehmbar feien.| kommensteuer im Steuerjahr 1905/06 um 46 Prog. Höher für fie Belohnungen dafür aus, daß sie den Haus. Die Kommission wird beauftragt, neue Verhandlungen anzu- als drei Jahre vorher, während in denselben drei Jahren die wirt Hermann auf der Straße, wo fie ihn treffen, Zahl der Steuerpflichtigen dieser Einkommenstufen nur um beripotten und verhöhnen. Die Jungens tamen dieser Die Tellersammlung von 24 Mt. wurde dem sozialdemokra= 33 Proz. gestiegen ist. Im letzten Steuerjahr entfielen näm- Aufforderung gern nach. Sobald Herr Hermann sich auf ber lich auf diese Einkommenstufen 70 115 Berufungen, im ihm her, die ihm alle möglichen Schimpfworte zuriefen. Auch Straße sehen ließ, zog eine Schar johlender Straßenjungens hinter Steuerjahr 1902/03 aber wurden dort nur 47 871 Bewurden ihm allerlei Schabernads gespielt, sein Name mit be Der Gastwirtsgehilfe", das Organ des Verbandes rufungen gezählt. Die Zahl der Steuerpflichtigen dieser leidigenden Bemerkungen an die Wände geschrieben; einmal wurde deutscher Gastwirtsgehilfen, erscheint mit der ersten Stufen stellte sich im Steuerjahr 1905/06 auf 505 241, drei ihm eine frisch gestrichene Wand in böswilliger Weise mit schwarzem Nummer d. Js. in einem neuen Gewande, d. h. das Format ist so Jahre vorher waren es 378 484. Doch vielleicht waren die Lack ruiniert. bergrößert worden, daß es jetzt dem des Vorwärts" entspricht. Das Eines Tages beobachtete Hermann, wie der An Blatt erscheint wöchentlich 2 Bogen stark und hat eine regelmäßige Steuerpflichtigen, die zu dem Mittel der Berufung ihre Zu- geklagte wiederum eine Anzahl Knaben instruierte und Auflage von 7400 erreicht. Die Organisation selbst hat einen flucht nahmen, größtenteils nur Drüdeberger, deren ihnen 3ehnpfennigstüde aushändigte. Durch eine Mitgliederbestand von über 6000. Wer die großen Schwierigkeiten Einspruch bei genauerer Prüfung sich als unbegründet erwies? fleine Bist hatte er es bald herausbekommen, daß Aron die Jungen bedenkt, welche sich der Organisierung der gastwirtschaftlichen An- Belehren soll uns hierüber das Ergebnis dieser Prüfung, das gest stellte er gegen Aron Strafantrag. Vor Gericht gestand aufgestachelt hatte, ihn wegen seines Augenleidens zu verspotten. geftellten entgegenstellen, wird dies immerhin als ein erfreuliches alljährlich in den Berichten der Steuerverwaltung mitgeteilt ber mitangeklagte Schüler Steingräber ein, daß er von Resultat bezeichnen müssen. Die Organisation hat namentlich im wird. Von den oben erwähnten 70 115 Berufungen des A. für das Verspotten des Hermann Geldgeschenke erhalten hatte. lezten Jahre ganz erfreuliche Fortschritte gemacht. Der Mitglieder- legten Steuerjahres rührten 69 929 von Steuerpflichtigen Der Staatsanwalt bezeichnete die Handlungsweise des Aron bestand ist in demselben von 3908 auf 6000 gestiegen. Hierunter her und nur 186 von Vorsitzenden der Veranlagungs- als eine so überaus gemeine und niederträchtige, daß sie nur mit befinden sich auch 2 Ortsverwaltungen für weibliche Angestellte in München und Nürnberg, wovon die erstere gegen 800 Mitglieder kommissionen. Aus der Gesamtzahl wurden 69 854 noch im einer empfindlichen Freiheitsstrafe gefühnt werden könne. Der zählt. Der„ Gastwirtsgehilfe" teilt weiter noch mit, daß mit dem Laufe des Jahres erledigt, und zwar mußten 63 212 berück- Antrag gegen Aron lautete deshalb auf 14 Tage Ge. 1. Januar auch ein Verein der Berliner Bierabzieher sichtigt werden und nur 6642 wurden abgewiesen. Im Gericht nahm mit Rücksicht auf die bisherige Unbescholtenheit fängnis, gegen den Schüler auf einen Verweis. Das als besondere Sektion zum Verband übergetreten ist. Schließlich Steuerjahr 1902/03 waren unter den 47 871 Berufungen des A. von einer Freiheitsstrafe Abstand und erkannte auf eine fteht, wie uns noch mitgeteilt wird, der Verband der Gastwirts- 47 760 von Steuerpflichtigen und 111 von Kommissions- Geldstrafe von 75 M. Der Schüler Steingräber wurde gehilfen mit dem Verband der Hoteldiener zieds Ver- vorsitzenden. Aus der Gesamtzahl wurden damals 47 543 mit einem erweise bestraft. schmelzung beider in Unterhandlung. Es wäre im höchsten Grade noch im Laufe des Jahres erledigt, 42 656 durch Berücksichtiwünschenswert, daß die gastwirtschaftlichen Angestellten aller gung und 4887 durch Abweisung.( Hierbei ist in den BeBranchen sich zu einer starken Organisation zusammenschließen, Ein russischer Industrieritter, und großen Mißstände mit größerem Nachdruck geführt werdenie Berufungen von Vorsitzenden, selbst wenn fie alle berüd- in der Person des Zeichners Edgar v. Grünberg bor der ersten fönnte. Streitbruchs. Husland. damit endlich auch in diesem Berufe der Kampf gegen die vielerlei richten nicht unterschieden zwischen Berufungen der Steuer- der es verstanden hat, mehrere weibliche Kapitäne und Offiziere und sichtigt worden wären, bei der Winzigkeit ihrer Zahl nicht Straffammer des Landgerichts I. Der Angeklagte ist der Sohn Der schweizerische Buchdruckertarif. Der schweizerische Buch- ins Gewicht fallen.) Abgewiesen wurden in 1905/06 nur nischen Studien obgelegen, ist aber mit der Zeit total verbummelt cines russischen Staatsrats, hat in Rußland und Deutschland tech bruder- Prinzipalsverein sette den Gehülfen vor Neujahr wegen 104 Proz. der Berufungen, in 1902/03 konnten nur und moralisch heruntergekommen. Im Jahre 1900 ging er nach des Tarifs noch rasch die Pistole auf die Brust. Er erklärte nämlich, 1912 Proz. abgewiesen werden. Also nur bei etwa einem Brasilien, weilte dort bis Ende 1902 und fehrte dann nach Deutsch dem neuen Tarif nur dann seine Zustimmung zu geben, wenn 3ehntel der Berufungen aus den Einkommenstufen 900 M. land zurück, wo er bald die verschiedensten Betrügereien verübte feine Gültigkeitsdauer auf 6 statt auf 5 Jahre gesetzt wird. Der bis 3000 m. war Abweisung möglich und der Anteil und mehrfach bestraft wurde. Eine Spezialität von ihm waren Typographenbund mußte deswegen als über Kopf noch eine der Abweisungen ist in den letzten Jahren nicht größer, sondern Betrügereien gegen die Heilsarmee, derentwegen er zuletzt zu einem Delegiertenversammlung abhalten, um zu dieser neuen Situation eher noch geringer geworden. Der finanzielle Effekt der Be- Jahr und sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden ist. Nach Stellung zu nehmen. Es wurde mit allen gegen die Stimmen rücksichtigungen bezw. Abweisungen war übrigens im letzten dem er im Auguſt aus dem Gefängnis entlassen worden war, bat jedoch die Frage der Dauer offen zu lassen und erneut hierüber Steuerjahr ein Steuerausfall von 579 405 M. und anderer- sich zunächst an die Heilsarmee und erhielt auf sein Ersuchen Nachter feine Betrügereien sofort wieder aufgenommen. Er wandte in Unterhandlung zu treten. Des weiteren beschloß die Ver- seits eine Steuererhöhung um nur 5380 M., vor drei Jahren quartier und etwas Behrgeld. Dann kam er fast täglich in die Verfammlung, die Statuten des Einigungsamtes für das schweizerische ein Steuerausfall von 406 003 M. und eine Steuererhöhung sammlungen der Heilsarmee und prellte unter den mannigfaltigsten Buchdruckergewerbe zu fündigen, um eine Revision derselben her- um nur 3446 M. beizuführen. schwindelhaften Angaben eine Beutnantin" und eine Rapitänin" Wie steht es denn nun aber mit den höheren Ein- um Beträge in Höhe von ungefähr 60 M. Bald gab er an, er sei Kopenhagen ohne Straßenbahn und Omnibus. In den kommen, die über 3000 M. liegen? Auch hierüber geben als Zeichner bei Borsig beschäftigt und bedürfe eines Reißzeuges, Straßen der dänischen Hauptstadt herrschen seit dem 2. Januar uns die Berichte der Steuerverwaltung Aufschluß. Die Be- bald behauptete er unter Vorzeigung einer von ihm angefertigten fonderbare Zustände. Das gewohnte Klingeln und Rasseln der rufungen sind hier sehr viel weniger zahlreich; es famen 3. B. angeblichen Depesche, daß seine Mutter mehrere hundert Rubel an Straßenbahnen ist gänzlich verstummt und der Omnibusverkehr, im letzten Jahr auf je 100 Steuerpflichtige der Stufen über ihn abgesandt habe, die ihm auf der russischen Botschaft ausgezahlt der ja von denselben Gesellschaften betrieben wird, liegt ebenfalls 3000 m. nur etwa 5 Berufungen Steuerpflichtiger, aber auf den Schriftsteller Larsen tennen, dem gegenüber er behauptete, werden würden. Dann lernte er in einer Gesellschaft von Russen gänzlich still. Am Morgen des ersten Streiftages trat starter je 100 Steuerpflichtige der Stufen unter 3000 M. etwa russischer Deserteur zu sein. Mit Hülfe einer Visitenkarte des Schneefall ein und später Tauwetter. Die tausenden Arbeiter und Geschäftsleute, die sonst mit Straßenbahn oder Omnibus 14 Berufungen Steuerpflichtiger. Die Zahl der Berufungen Herrn 2., die ihm dieser gelegentlich überlassen hatte, versuchte er fahren, mußten ihre weiten Wege durch den Straßenschmutz waten, zeigt in der Gruppe dieser höheren Einkommen auch von cinen kleinen Schwindel zu inszenieren, der ihm aber nicht gelang. und selbst jene, denen es auf eine Krone nicht ankommt, fonnten einem Jahr zum anderen mancherlei Schwankungen nach oben In einem anderen Falle prellte er eine Offizierin" der Heilsnur mit vieler Mühe und nur zu einem kleinen Teil Fahr- oder unten, während in der der kleineren Einkommen eine armee unter dem Vorgeben, er müsse nach Rußland zurück, um gelegenheit finden, denn die Droschken konnten selbstverständlich ständige und sehr erhebliche Vermehrung der Berufungen zu dort Soldat zu werden. Einem russischen Studenten der Musik hen Berkehr lange nicht bewältigen. Auf der Eisenbahn nach erkennen ist. Das Steuerjahr 1905/06 brachte bei 57 006 chpindelte er vor, sein Vater habe für ihn 300 Rubel nach HamHellerup und Klampenborg war der Verkehr so start, wie sonst nur Steuerpflichtigen der Einkommenstufen über 3000 M. nur habe er feinen Vater ersucht, das Geld an die Adresse des Stuburg geschickt, da er aber kein Geld zur Reise nach Hamburg besitze, an schönen Sommersonntagen. Die Kopenhagener Gesellschaft, die sonst über 400 Wagen im 2993 Berufungen, 2628 von Steuerpflichtigen und 365 von denten zu senden. Der Student war leichtgläubig genug, ihm Betrieb hat, rechnet, wie es scheint, damit, daß sie mit ihren Kommissionsvorsitzenden. Im Steuerjahr 1902/03 waren varaufhin Vorschüsse in Höhe von 58 M. zu geben. Einem anderen 50 höheren Beamten als Wagenführer und Kondukteure vielleicht hier bei 53 899 Steuerpflichtigen 2979 Berufungen gezählt russischen Studenten der Musit hat er 11 M. abgenommen. Dessen 20 Wagen in Gang sehen kann, die Frederiksborger Gesellschaft worden, 2530 der Steuerpflichtigen und 449 der Vorsitzenden. Bijitenkarte benutzte er dazu, um sich in den Besitz der wertvollen in derselben Weise von ihren sonst 50 Wagen vielleicht 6. Ob aber Man sieht, daß hier verhältnismäßig oft auch von den Kom- Geige desselben zu sehen. In der Abwesenheit seines Wohltäters diese Beamten sich zu Streitbrecherdiensten hergeben werden, ist missionsvorsitzenden zu dem Mittel der Berufung gegriffen erschien er bei der Wirtin desselben, überreichte die Visitenkarte, noch fraglich, denn das Klaſſenbewußtsein und-Gewissen beschränkt wurde. Aus der Gesamtzahl der Berufungen wurden im auf welche er das Ersuchen um Ueberlassung der Geige an den fich in Dänemart, und namentlich in seiner Hauptstadt, nicht letzten Jahr 2882 erledigt, 2163 durch Berücksichtigung, 719 einen Wert von zirka 700 m. hatte, in Empfang. Der Schaden, Ueberbringer geschrieben hatte und nahm das Instrument, welches allein auf die Arbeiter und unteren Angestellten. Auch besser durch Abweisung. Vor drei Jahren waren von 2911 er- den er in diesem Falle angerichtet hat, ist tein allzu großer gebefoldete und höher gestellte Leute schämen und scheuen sich des ledigten Berufungen 2274 berücksichtigt und 637 abgewiesen wesen: er hatte die Geige für 12 M. berfest, und der Eigentümer Am lezten Tage vor Ausbruch des Streife lag den Barteien worden. Hier beträgt der Anteil der Abweisungen hat sie für diesen Preis wieder zurückaufen fönnen. In ähnlicher noch ein Bermittelungsvorschlag des Stadtverordnetenvorsißenden rund ein Viertel der Berufungen; es stellt sich also bei Weise hat der Angeklagte noch mehrere Personen beschwindelt. Trier vor, wonach die Streitfragen durch ein, aus einem den größeren Steuerzahlern sehr viel öfter als bei den„ fleinen Das Gericht verurteilte ihn zu zwei Jahren Zuchthaus Bürgermeister und drei Stadtverordneten zu bildendes Schieds- Leuten" heraus, daß ohne Grund Einspruch erhoben worden und 300 m. Geldstrafe eventuell noch 30 Tagen Zuchthaus. gericht entschieden werden sollten. Dieser Vorschlag wurde von war. Das kommt auch zum Ausdruck in dem finanziellen Effekt. Den Angestellten in geheimer Abstimmung mit 949 gegen Aus den Berücksichtigungen bezw. Abweisungen ergab sich in der Schuffinderstreik zieht immer mehr Berurteilungen nach fich. 296 Stimmen verworfen. Das hatte jedoch wenig zu bedeuten, 1905/06 ein Steuerausfall von 186 050 M., aber andererdenn schon vordem hatten die Gesellschaften den Vorschlag abDie zweite Straffammer in Posen verurteilte am Donnerstag bahnerorganisation wie der Ausschuß des Gewerkschaftsverbandes trag von 32 044 m., in 1902/03 ein Steuerausfall von den§ 110 des Strafgesetzbuchs( Aufforderung zum Ungehorsam gelehnt. Im übrigen haben sich sowohl der Vorstand der Straßen. feits auch eine Steuererhöhung um den ganz hübschen Be- ben verantwortlichen Redakteur der national- polnisch- demokratischen Wochenschrift Praca", Egidius Switala, wegen Bergehens gegen alle mögliche Mühe gegeben, und noch bis zum letzten Augenblid 204 324 M., andererseits eine Steuererhöhung um fogar gegen rechtsgültige Verordnungen von Berwaltungsbehörden) in versucht, einen annehmbaren Vergleich zustande zu bringen. Die 54 999 M. Gesellschaften könnten wohl die bescheidenen Forderungen bezwei Fällen zu je 200 m. Geldstrafe, den Redakteur des polnischwilligen ohne großen Schaden für ihre Aftionäre. Die Stopen- daß die Steuerscheu der Wohlhabenden im wegen desselben Bergehens zu 100 m. In einem zweiten Falle Solche Zahlen bestätigen aufs neue die alte Erfahrung, gemäßigt- liberalen Blattes" Dziennik poznansti", Krolifowsti, hagener Straßenbahnen haben im letzten Jahre 5 830 193 Kronen, das find 500 859 Kronen mehr als im Jahre 1905, eingenommen allgemeinen noch größer ist als die der Un- wurde dieser Angeklagte freigesprochen. und ihr Reingewinn war um 116 000 Stronen höher als 1905. bemittelten. Durch die indirekten Steuern, die dem Derartige Berfolgungen und Verurteilungen wegen WahrDurch den Streik büßt diese Gesellschaft täglich eine Einnahme Unbemittelten die Lebensmittel und Gebrauchsmittel ver- nehmung der Elternrechte gegen Ansichten der Behörden sind recht von 16 445, oder, die Unkosten abgerechnet, von 5759 Kronen ein. teuern, wird die befizende Klasse verhältnismäßig sehr wenig bezeichnend für die Auffassung, welche Aufgaben nach Ansicht der belastet. Auch die direkten Steuern haben für sie nicht an- gegen die herrschenden Zustände aufreizender wirken als der aufherrschenden Klassen der Justiz zufallen. Die Urteile selbst müssen nähernd die Bedeutung, wie für die besiglose Maffe. Aber der reizendste Artikel. Wohlhabende sett sofort Himmel und Hölle in Bewegung, Widerstand gegen die Stenerschraube. wenn er sich mal zu hoch besteuert glaubt. Die Steuerscheu Ein tödlicher Unfall beim Bau. führt dann auch dazu, daß in den Gemeinden, z. B. in Zu der Gerichtsverhandlung gegen den Bauunternehmer Eine immer schärfere Heranziehung zur Einkommen- Berlin, möglichst mit dem Gemeindezuschlag zur Staats- Bornemann und den Schornsteinbauer Bachmann wird uns mitsteuer gekommene Arbeiter nicht Wöllner, sondern Otto Molter das war eines der Mittel, mit denen man in der einkommensteuer nicht über 100 Pro 3. hinausgegangen geteilt, daß der bei der Reparatur des Schornsteins ums Leben Berliner Stadtverwaltung sich zu helfen suchte, wird. Reiche Leute schreien, wenn sie noch mehr Steuern hieß. Bei der Reparaturarbeit beschäftigt waren außer dem tödlich ale in den letzten Jahren das Geldbedürfnis der Gemeinde zahlen sollen. Lieber soll man, so mahnen sie, den kleinen Berunglückten nur der freigesprochene Schornsteinbauer Bachmann. stärker als ihre Einnahme wuchs, so daß dem sonst so vollen Mann" noch strammer herannehmen und höher einschäzen. Stadtfäckel Ebbe zu drohen schien. Hierbei hat man aber nicht so sehr die großen Steuerzahler aufs Korn genommen, als vielmehr die Leute mitgeringem Einkommen, Blutus. Kritische Wochenschrift für Volkswirtschaft und Finanzwejez über die im Rathause ja so oft von freisinniger Seite be( Herausgeber: Georg Bernhard.) Heft 1. Abonnements einschließlich der Plutus- Merttafel vierteljährlich per Bost und Buchhandel 3,50 M., dirett hauptet worden ist, daß sie ohnedies bei der Einkommenvom Berlag 4 M. Berlag: Berlin- Charlottenburg, Boethestr. 69. abschätzung und Steuerveranlagung viel zu glimpflich be" Der Arbeitsmart", Nr. 7. Halbmonatsschrift der Zentralstelle für handelt würden. war der Kaufmann Adolf Aron angeklagt. Neben ihm nahm auf Arbeitsmarktberichte( Herausgeber Prof. Dr. J. Jastrow.„ Gewerbe: Die zunehmende Strenge gegenüber den kleinen der Anklagebank in der gestrigen Verhandlung vor dem Schöffen- und Kaufmannsgericht" Nr. 4, Monatsschrift des Verbandes Deutscher Herausgeber: Dr. J. Jastrow und Leuten" hat nun die Folge gehabt, daß in den unteren Ein- gericht der 12jährige Schüler Willi Steingräber wegen Be- Gewerbe- und Staufmannsgerichte. kommenstufen die Zahl der Berufungen gegen das in der Waldstr. 41. Mit dem Eigentümer des Hauses, Kaufmann zum Selbstunterricht in der gesamten Metallverarbeitung für den Praktiker. Dr. St. Flesch. Verlag von Georg Reimer in Berlin W. 35. leidigung Plah. Aron ist Inhaber eines Herrengarderobengeschäfts Hand und Hülfsbuch für den praktischen Metallarbeiter. Lehrbuch Veranlagungsergebnis ganz außerordentlich ge- ermann war er aus Anlaß von Prozessen verfeindet. Diese Nebst den zugehörigen Hülfswissenschaften. Mit 30 Tafeln und etwa 800 25stiegen ist. In den Einkommenstufen 900 M. bis 3000 M. Feindschaft veranlaßte Aron zu einem recht niedrigen Racheaft. bildungen. Bon H. Schuberth. Das Bert erscheint in 30 Hesten zu 50 Pf. waren die Berufungen gegen die Veranlagung zur Ein- Er sammelte eine Anzahl halbwüchsiger Knaben um sich und setzte(. Hartlebens Berlag in Wien und Leipzig.) Gerichts- Zeitung. Niedriger Anstiftung zu Beleidigungen Bhi Borse L " Eingegangene Druckschriften. Bahnhof Alexanderplatz burgez Charlotten Bahnhof Wilmersdorferstrasse 111 Teleph.: Charlottenburg 6718 000 Hoher Nährgehalt Teures Fleisch Billige Seefische Bester FleischErsatz Potsdamerstrasse 112a, Telephon: Amt VI, 7190 Hoch Bahnh Bülow Str Seefisch- Kochbücher gratis 000 Hauptgeschäft Bahnhof Börse, Bogen 8-10 000 Deutsche DampfFischereiGesellschaft Nordsee Fernsprecher: Amt III, 8804 Prinzenstrasse 30 Hosh Bahnhof Prinzen Str. Seefisch- Kochbücher gratis 000 Wir empfehlen besonders: Seelachs Cabliau mit Großer 20 Pfg. Kopf pr. Pfd., Pfg. ohne 28 Pig Kopf pr. Pfd., Landsbergerstrasse 52 im An- 25 schnitt im An- 30 schnitt Pfg. pr. Pfd. Pfg. pr. 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Wahlkreise richtig erkannte, so habe sie alle Wahlen für ungültig zu erklären, wo das Flugblatt mit der Unterschrift„ Der Reichskanzler Bülow" verbreitet und ein Freisimmiger, Nationalliberaler oder Konservativer gewählt worden sei.( Sehr richtig!) Die Antwort auf diese selbst in Deutschland bisher unbekannte durch den höchsten Reichsbeamten geübte Wahlbeeinflussung werde das Volk am 25. Januar geben. Donnernder Beifall zeigte, daß die überfüllte Versammlung der Meinung des Redners war. Am Schlusse der Versammlung Wahl ihre Pflicht zu tun. forderte Frau Wulff auch die Frauen auf, bei der kommenden " Genofie Lint das Referat. Eingehend legte der Redner die Ursache Im Artushof" in der Perlebergerstraße hielt der Reichstagsauflösung dar, um dann in großen Bügen die wirt schaftliche und politische Lage zu kennzeichnen. Redner streifte die foziale Gesetzgebung und gloffierte den Silvesterbrief des Reichsfanglers Fürsten Bülow an den Reichsverband. Zum Schluß er mahnte Redner die gutbesuchte Versammlung, dafür einzutreten, daß am Wahltage jeder Wähler seinen Stimmzettel für den fozialdemokratischen Kandidaten in die Wahlurne werfe. In der Disfussion appellierte Genossin Frau Jordan an die Frauen, in den späteren Versammlungen zahlreicher wie heute zu erscheinen, auch mögen die anwesenden Männer ihre Frauen mitbringen. Der Vorsigende, Genosse Vieth, forderte die Anwesenden auf, sich der gewerk schaftlichen und politischen Organisation anzuschließen, sowie die Blätter„ Deutsches Blatt" und" Morgenpost" aus ihrem Hause zu verbannen und den„ Vorwärts" zu abonnieren. zerfeßt nun unbarmherzig den Brief des Reichskanzlers, diefe von waren zu Donnerstag acht öffentliche Versammlungen anberaumt, den Liberalen lang ersehnte Wahlparole". Man brauche überhaupt die fich sämtlich eines überaus starken Besuchs erfreuten. tein Material weiter zu haben, dieser Brief allein genüge vollständig, Jm Moabiter Gesellschaftshaus sprach an Stelle um dem Freifinn das Grab zu graben. An der mitgeteilten histo- des verhinderten Genossen Ritter Genosse Paul John vor hatten unsere Genossen am Donnerstag eine Volksversammlung rischen Gegenüberstellung von Napoleon Bonaparte und Robespierre 1500 Personen. Er geißelte in scharf satirischen Ausfällen den in Kliems Festfälen veranstaltet. Der auf 1100 Personen berech sehe man schon, daß Fürst Bülow eines der so erbärmlichen Gym Silvestereinfall des Fürsten Bülow, dem schneller, als der Kalender nete Saal war gedrängt voll, so daß viele sich mit Stehpläzen najien in Mecklenburg besucht haben müsse, sonst würde er doch es vorschreibe, die Aschermittwochstimmung folgen werde. Gegen begnügen mußten. Zunächst gab der den Vorsitz führende Genosse wenigstens die einfachsten historischen Tatsachen fennen und wissen, über dem Bülowschen Lapidarsas„ Niemand in Deutschland will ein Werner denen, die es noch nicht wissen sollten, bekannt, daß die daß Bonaparte den Jakobinern mindestens sehr nahe gestanden hat. persönliches Regiment", führte er aus: An einem Kaiserwort solle man Generalversammlung des Wahlvereins den bisherigen Reichstags- Aber auch die neudeutsche Sozialpolitik der Aera Bülow unter- nicht drehen und deuteln, erst recht nicht als Reichskanzler und selbst abgeordneten des Kreises, Genossen Fischer, wiederum zum zieht der Redner einer vernichtenden Kritik und zeigt, wie z. B. die nicht in der Silvesternacht voll des füßen Bunsches. Es gibt aber Kandidaten erwählt hat. Dann erhielt der Kandidat das Wort. Bahl der Rentengewährungen von Jahr zu Jahr zurückgeht und ein Kaiserwort, das kein Bülow- Lächeln und keine Silvesterlaune In einem fast zweistündigen Vortrage schilderte er die Partei- der Reichszuschuß dementsprechend fintt. Man brauche dies Geld aus der Welt zu schaffen vermag; dieses Wort lautet:„ Einer nur verhältnisse im Kreise, um dann die politische Lage im Reiche einer eben zur Hebung des deutschen Ansehens in der Welt." Redner ist Herr im Lande, und der bin ich!"( Bewegung.), Redner ging eingehenden Darlegung zu unterziehen. Von Anfang bis Ende erläutert sodann noch kurz die grundsätzlichen Forderungen dann noch auf die ernste Seite der Angelegenheit ein. In einem fesselten seine Ausführungen die Aufmerksamkeit der so zahlreich der Sozialdemokratie und spricht die Hoffnung aus, daß wir auf wirklich parlamentarisch regierten Lande habe das Ministerium bersammelten Männer und Frauen und weckten eine Begeisterung dem Wege zu unserem Endziele auch diesmal einen gewaltigen zu gehen, das sich mit der Mehrheit des Parlaments nicht im Einfür den Wahlkampf, die sich in manchen Zwischenrufen und Wahlfieg erringen werden. Beifallskundgebungen unmittelbar äußerte. Wir treten heute in flange befände, nicht das Parlament.( Lebhaftes Sehr richtig!) Minutenlanger, lebhafter Beifall dankte dem Redner für seine weiter tadelte Redner den Silvesterbrief, wenn man nach seiner diesem Kreise, so begann der Redner, formell ein in den Wahl- Ausführungen. kampf, der einer der lebhaftesten und. schwierigsten werden wird. ursprünglich erheiternden Wirkung die rechtliche Seite betrachte, Wie sehr diese Wahlen im Zeichen des Reichs als eine Ein Menschenalter haben wir um den Wahlkreis gefämpft; wir verbandes stehen, zeigte ein Vorfall während der Diskussion. habe unerhörte Wahlbeeinflussung. Der Reichskanzler das selbstverständliche haben ihn vor 13 Jahren gewonnen, haben ihn wieder verloren, Recht, feine Meinung สิน Ein Herr Dunker stellte sich als Mitglied des Reichsverbandes einer Sache flarzulegen, dürfe aber so wenig in den Kampf ihn aber bald darauf von neuem gewonnen. Wir wollen uns nicht zur Bekämpfung der Sozialdemokratie" vor und leierte einige der Parteien eingreifen wie der letzte Dorfbürgermeister. Handele auf unsere gewaltige Mehrheit vom Jahre 1903 verlassen, sondern Phrasen her, daß wir wegen der starken Bevölkerungsvermehrung die Wahlprüfungskommission nach den Normen, die sie bisher als an das warnende Beispiel von 1898 denken, sowie an die 45 Broz.| auch Kolonien haben müßten, und daß wir den mit Neid auf uns der Wahlberechtigten, die bei der letzten Wahl zu Hause blieben; sehenden Völkern mur imponieren fönnten, wenn wir eine es muß dafür gesorgt werden, daß auch der letzte Mann an die eiserne Fauft haben, die wir den Keris zur ge Wahlurne gebracht werde. Die vereinigten Gegner haben einen gebenen Beit in die Schnauze schlagen können" Mann aufgestellt, der ein Amt hat, den Bürgermeister Reide. Sic Als ein Genosse, empört darüber, daß der Herr es wagte, wollen nicht, daß ein simpler Schriftseter" den Wahlkreis ver- Berliner Arbeitern gegenüber sich mit seiner Mitgliedschaft des trete, wenn er auch nicht mehr am Sepkasten tätig ist. Sie er„ Reichsverbandes" zu brüsten, das als eine Frechheit bezeichnete, verwarten, daß tausende für den Bürgermeister" stimmen, die für langte der überwachende Leutnant die Entfernung des Betreffenden einen Parteimann von noch so schwächlichem politischen Charakter und drohte mit Auflösung der Versammlung. nicht zu haben sind. Wir haben nichts gegen den Mann, kämpfen Genosse Gehrmann fertigte den Herrn treffend ab und bat nicht um Personen. Alle Wahlen sind in unseren Augen nichts die Genossen, allen Gegnern in unseren Versammlungen das Wort als Interessentämpfe. Wir streiten darum, die politische Macht der zu geben und fie ruhig sprechen zu laffen, obgleich der berüchtigte Arbeiterklaffe zu stärken und zu befestigen, in der Ueberzeugung, Verband beschlossen habe, in den von ihm einberufenen Versamm dadurch die Klassenherrschaft zu beseitigen. Die Gegner aber lungen teine Sozialdemokraten sprechen zu lassen. Auch in seinem suchen die Gegensätze zu verschleiern. Sie und die Regierung Schlußwort beleuchtete Genoffe Moltenbuhr die Kampfesweise reden nun wieder einmal davon, die Wahlen„ idealen" Zwecken diefer 50 Mart- Aposteln des Reichsverbandes für berufsmäßige Ehrunterzuordnen, und wenn die Regierung schon davon spricht, abschneiderei". Jetzt glaube man die Sozialdemokratie im Schmuße fann man gewiß sein, daß ein ganz besonderer Raubzug geplant ersticken zu können, nachdem alle anderen Mittel wie Sozialisten wird. Der Redner kritisierte dann gründlich die Wahlpolitik gesetz usw. nichts genügt haben. Ein Sturm der Empörung müsse der Regierung, die Kolonialschmach und geißelte die Erbärmlichkeit aber diese Schmutzwelle von der Bildfläche verschwinden lassen. der„ liberalen" Parteien. Im weiteren ging er auch auf das Manifest des Reichskanzlers ein, das gerichtet ist an den„ Reichsberband", den der Redner als einen Verein der äußersten politischen Charakterlosigkeit und des organisierten politischen Betruges tennFür das Viertel der sogenannten äußeren Königstadt wurde zeichnete. Der Prahlerei mit dem, was das Reich alles für die am Donnerstag im Schweizergarten" eine Volksversamm. materiellen und geistigen Bedürfnisse der Arbeiter geleistet haben Iung abgehalten. Der Andrang des Publikums war ein derartig soll, hielt der Redner entgegen, daß, während in 20 Jahren aus starker, daß der Saal schon frühzeitig polizeilich abgesperrt wurde, ben zum allergrößten Teil von der Arbeiterschaft aufgebrachten ein beredtes Zeichen für das rege Interesse, welches die Bevölkerung Reichsmitteln 339 Millionen für die Arbeiterversicherungen aus auch dieser Stadtgegend dem gegenwärtigen Wahlkampf entgeger gegeben wurden, aus denselben Steuerquellen den Junkern all- bringt. Hunderte von Besuchern mußten jedoch unbefriedigt jährlich 1000 Millionen zufließen. Der Redner verfehlte auch wieder umkehren, sie fanden keinen Einlaß mehr in dem überfüllten nicht, auf die Arbeiterfreundlichkeit der ganzen Regierungspolitik Saal. Das Referat hielt der bisherige Abgeordnete und jetziger Weihnachtsgeschenk für unsere Partei. Er wies darauf hin, in welch' hinzuweisen, wie sie besonders in dem Gesetzentwurf gegen die Kandidat des Kreises, Genosse Robert Schmidt. Von Gewerkschaften hervorgetreten ist. Er bemerkte zum Schluß: Wenn wiederholtem stürmischen Beifall unterbrochen, übte der Redner ein Wort der Regierung wahr ist, so ist es das, daß es ihr un- eine ebenso fachliche wie scharfe Kritik an den verschiedensten erträglich ist, mit 79 Sozialdemokraten zu regieren. Wir wollen inner- und außerpolitischen Maßnahmen der Regierung und der mit aller Kraft dafür sorgen, daß noch mehr hineinkommen. Wenn ihr ergebenen bürgerlichen Parteien. Besonders interessant sei wir alles tun, was notwendig ist, dann wird der Wahltag ein die Feststellung, daß sich die Regierung mitsamt dem großen Siegestag werden, mindestens so glänzend wie der 16. Juni 1903. Generalstab in der Beurteilung der kriegerischen Vorgänge in Reichsverbändler oder andere Gegner, obwohl dringend auf- Südwestafrika wieder einmal glänzend hineingeritten habe. Dem Interessengruppen koloffalle Vorteile auf Kosten der Steuerzahler des gefordert, meldeten sich nicht zum Wort. Unsere Genossen aber Reichstage gegenüber habe sich die Regierung ftets auf die verzichteten nach dem inhaltreichen Vortrag auf eine Distuffion. Autorität des Generalstabs berufen, der besser wissen müsse, was Nachdem Genosse Werner noch einige Mitteilungen gemacht und der Waffenehre gut tue, als wie die Abgeordneten, die von besonders zu reger Beteiligung an der Flugblattverbreitung am militärischen Dingen angeblich nichts verständen. Jetzt aber bei Nachdem Koblenzer die Winzigkeit und das Schneckentempo Sonntag aufgefordert hatte, wurde die Versammlung mit Hoch- der Kapitulation der lekten 300 Hottentotten habe es sich, wie unserer sozialpolitischen Gesetzgebung flargelegt, wandte er sich der rufen auf die Sozialdemokratie geschlossen. schon öfter, gezeigt, daß es mit der Autorität des großen General- Kritik des gegen die Gewerkschaften gerichteten Gesetzes und den stabs nicht gerade besonders weit her ist. Große Heiterkeit erregte Bestrebungen zu, die auf eine ne belung der Krankenkassen sodann die humorvolle Würdigung des karnevalistischen Reichs- hinauslaufen. Häufig von Beifall unterbrochen, schloß der Nedner Die nach dem Dresdener Kasino" einberufene Bersammlung kanzler- Aufrufes an den Generalissimus des Reichsverbandes zur mit einem Appell an die Versammelten, am 25. Januar der Nedes dritten Berliner Reichstagswahlfreises war sehr gut besucht. Berleumdung der Sozialdemokratie. In diesem lendenlahmen gierung die Quittung auszustellen, indem sie unserem Kandidaten Lange vor Beginn mußten sämtliche Tische aus dem Saal entfernt Erguß habe sich der Fürst Bülow sozusagen in der komischen Rolle ihre Stimmen geben. Nach einer Ermahnung des Vorsitzenden, dem werden, um nur einigermaßen für die immer neu Zuströmenden eines Karnevalsfürsten präsentiert. Aeußerst wirkungsvoll Wahlverein beizutreten, schloß derselbe die Versammlung mit einem Platz zu schaffen. Ehe noch die Versammlung eröffnet wurde, be- war ferner die Kritik der bürgerlichen Parteien, wobei besonders Hoch auf die internationale, völlerbefreiende Sozialdemokratie, in tamen die Anwesenden schon einen fleinen Vorgeschmack von der die Freifinnigen in ihrer ganzen Würdelosigkeit und Jämmerlichkeit das die Versammlung begeistert einstimmte. polizeilichen Bevormundung in Preußen, da aus abfolut unbegreif- bon dem Redner charakterisiert wurden. Gerade auf den fünften lichen Gründen der hinter der Bühne befindliche Teil des Saales Kreis hat es der sogenannte Freifinn diesmal abgesehen, obwohl nicht freigegeben wurde, was freilich der Stimmung nicht die Trauben für ihn sehr hoch hängen. Nun ist aber in der im geringsten geschadet hat. Allerwärts fah man tampfesfrohe Person des Justizrats Cassel ein Kandidat aufgestellt worden, Mienen, und freudige Erwartung der Dinge, die da kommen sollten. Der ja unlängst bei der Besprechung der Fürstenempfänge im Der Referent Genosse Moltenbuhr schildert die Ursache der Stadtverordnetenkollegium den höchsten Befähigungsnachweis volljebigen Reichstagsauflösung, um dann einen turzen historischen endeter Rückgratlosigkeit hinsichtlich des vielgerühmten freisinnigen Ueberblick auf die vier bis jetzt erfolgten Reichstagsauflösungen zu Männerstolzes vor Königsthronen" zur Genüge erbracht hat. Es werfen und deren wirtschaftliche Ursachen aufzudecken. Trotz der stehe mithin zu hoffen, daß selbst in den Kreisen des Honetten Steigerung der Steuern scheine es, als ob mit Gewalt auf einen Bürgertums, soweit es sich nicht völlig von Eugen Richters Irr Finanzruin hingearbeitet werden sollte. Man könne auch auf das lehren über den sozialdemokratischen Bukunftsstaat habe graulich Deutsche Reich den Wallensteinschen Vers anwenden: machen lassen, die Sympathie mit den politischen Weich tieren des Freisinns diesmal erheblich zurückgehen werde und jeder denkende Bürger und Handwerker seine Stimme der Sozialdemokratie geben dürfte." Den Zukunftsstaat machen wir Oft von lebhaftem Beifall unterbrochen geißelt Redner unsere jedenfalls nicht im Reichstag, sondern sehr wahrscheinlich auf Für den Gesundbrunnen waren zwei Versammlungen veranstaltet. ganze Kolonialpolitik und überschüttet die Phantasien unserer anderem Boden." Heute heiße es: Fort mit dem halb Bei Ballschmieder sprach Genosse Ledebour vor ungefähr Kolonialenthusiasten über die wirtschaftlichen Aussichten von Wüst- absolutistischen Regiment, fort mit der poli- 1200 Personen, der in schärfster Weise die Kolonialpolitik der Re Westafrifa mit äßendem Spott. Die angeblichen Kupferschätze seien tischen Lotterwirtschaft sowohl innen wie gierung als eine unheilvolle und das deutsche Volt erheblich bes bis heute noch nicht gehoben, von dem Golde, das vorhanden sein außen. Das Volk selbst muß über seine Rechte wachen, und laftende kennzeichnete. Die bürgerlichen Parteien könnten in ihrer soll, wisse noch kein Mensch, too es sich befinde. Von den Diamant- das tut es am besten, wenn es am 25. Januar nicht dem Auf- Hülflosigkeit auch mit dem Silvesterbriefe Bülows an den scharfLagern habe man bis jetzt nur den blauen Grund" entdeckt, aber rufe des Reichskanzlers, sondern dem Aufrufe des sozialdemokra- macherischen Reichsverband nicht viel anfangen. Der Sinn des noch feine Diamanten. Um so mehr sei aber Sand vorhanden, tischen Parteivorstandes folgt.( Lebhafter Beifall.) Silvesterbriefes sei die Zumutung, dem Absolutismus noch mehr die wenn auch kein goldhaltiger wie in Kalifornien, freilich sei daran Gegner meldeten sich nicht zum Wort, obgleich sowohl Frei. Wege zu ebnen, und das in dem Augenblick, wo der russische auch in Deutschland kein Mangel. finnige wie auch katholische Geistliche anwesend waren. In der Absolutismus zusammenbricht. Wir haben die Pflicht, so schloß Der Redner beschäftigt sich sodann eingehend mit dem Reichs- Diskussion sprach nur der Genosse Martin Meyer. Nach einem Redner, als Sozialdemokraten den Kampf gegen sämtliche anderen berband zur Bekämpfung der Sozialdemokratie. Wie der Reichs- anfeuernden Schlußwort des Vorsitzenden Wels, der die Genossen Parteien mit aller Energie zu führen. Redner forderte zu strenger berband die Arbeiter einschäße, das sähe man daran, daß in einem zur regsten Pflichterfüllung ermahnte, wurde die vom besten Geiste Pflichterfüllung auf. Unsere Stimmenzahl müsse gewaltig gesteigert Flugblatt erklärt werde, dem Holzarbeiter- Verband gehörten nur beseelte Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie werden. Stürmischer Beifall wurde den Ausführungen Ledebours Säufer und legel an. Einer derartigen Drganisation ist das geschlossen, gezollt. Dritter Kreis. " Das römische Reich, das Gott erbarm, Jst jezt geworden arm." In der Versammlung in der Norddeutschen Brauerei, die bis auf den letzten Platz gefüllt war, rückte Genosse Koblenzer das Verhalten der bürgerlichen Parteien, speziell des Zentrums, ins rechte Licht und erklärte die Reichstagsauflösung als das beste enormer Weise durch unsere eigenartige Auslandspolitit, besonders durch unsere Kolonialpolitik die Reichsschulden gewachsen sind; er geißelte ferner das System der indirekten Steuern, durch die die oberen Zehntausend so sehr geschont und die ärmeren Klaffen bis aufs äußerste belastet werden. Genosse Koblenzer wies ferner die Wertlosigkeit unserer Kolonien nach und beleuchtete im weiteren die Kolonialstandale der letzten Zeit; er zeigte, daß nur bestimmte kleine Deutschen Reiches genießen und vergaß auch nicht das Verhältnis unseres Erlandwirtschaftsministers Podbielsti zu der Firma Tippelskirch gehörig festzunageln. " In der Gartenstraße tagte in Schmidts Festsälen eine Versammlung für die Oranienburger Vorstadt. Hier sprach Genoffe Des Königs öffel. Er ging aus von des Kaisers Aeußerung Wille ist das höchste Gesetz" und stellte die gegenwärtige Situation in Parallele hierzu; er ging schließlich über zu einer Schilderung der volksfeindlichen Zoll- und Wirtschaftspolitik, die die große Masse dem Hungertyphus und dem Maffenelend entgegentreibe, alles mur einer Hand voll Junker zuliebe. Auch Genosse Röffel ließ es in einen weiteren Ausführungen an der nötigen Kritik unserer KolonialSchandwirtschaft wie unserer gesamten politischen Verhältnisse nicht fehlen. Mit einem warmen Appell an die Versammelten, mit aller Macht für die sozialdemokratische Partei und deren Kandidaten zu wirken, schloß der Vorsitzende Genosse Eugen Ernst die vom guten Geiste beseelte Versammlung. " Die zweite Versammlung für den Gesundbrunnen tagte in I falls bie Bolizeiftunde gewaltsam in ihre Rechte einzulegen. J Friedenau. Sonntag früh Flugblattverteilung. Die Genossen Marienbad, wo Genoffe Freiwaldt die Kulturschädlichkeit unserer Gendarmen, Schußleute und Nachtwächter garnierten den jenseitigen find verpflichtet, vollzählig anzutreten, damit die Arbeit schnell und Kolonialpolitik wie die reaktionäre innere Politit einer scharfen Bürgersteig vom Kaiserhof" und boten in ihren verschiedenen gut erledigt wird. Kritit unterzog. In welcher ungebeuren Weise die arbeitenden Equipierungen einen Anblick so bunt wie eine Malerpalette. Bu Am Mittwoch, den 9. Januar, ist in allen Bezirken Zahlabend. Klaffen belastet würden, zeige ein Blick auf unser indirektes Steuer- tun hatten fie indes nichts. Auch da darf keiner fehlen. system. Nicht genug, daß das Proletariat als Produzent vom Kapis Die nächste Wählerversammlung findet heute Sonntaliften ausgebeutet wird, so wird es auch als Stonsument durch a bend, den 5. Januar, abends 8 Uhr, im, Raiser ein raffiniertes indirektes Steuersystem ausgesaugt. Der Referent hof" statt. erfuchte die Anwesenden, am 25. Januar durch rege Beteiligung an Es ist zu hoffen, daß die Arbeiter auch diesmal in Massen der Wahl der Regierung die Quittung auszustellen, erscheinen werden. Nieder- Barnim. Der Henselsche Saal in der Invalidenstraße war überfüllt. Hier hatte Genosse Dr. Weyl die Aufgabe übernommen, eine kritische Würdigung unserer politischen und wirtschaftlichen Lage zu geben. Wie er sie löfte, bewies der stürmische Beifall, der seinen instruktiven Darlegungen gezollt wurde. Zum Schluß wurde auch hier auf die Notwendigkeit der politischen Organisation und das Halten der Arbeiterpresse hingewiesen. Bei Sachon in der Müllerstraße beleuchtete Genosse Dittmer die gegenwärtige Situation, wie sie durch die Reichstagsauflösung geschaffen ist und wie sich die Lage der proletarischen Bevölkerung im allgemeinen infolge der heutigen Handelspolitik immer schlechter gestaltet hat. er Das Zentrum, immer nur " Der Vorstand. findet im Restaurant Wirtshaus Schmargendorf" eine anger Schmargendorf. Am heutigen Sonnabend, abends 8 Uhr, über die bevorstehende Reichstagswahl referieren wird. Pünktliches ordentliche Mitgliederversammlung statt, in welcher Genosse Noth Erjajeinen jedes Genossen ist erforderlich. Gäste willkommen. Der Vorstand. Mariendorf- Marienfelde. Sonntag, den 6. d. M., vormittags Uhr: Flugblattverbreitung. Die Genossen werden ersucht, sich recht pünktlich in ihren Bezirkslokalen einzufinden. Treptow- Baumschulenweg. Am morgigen Sonntag, früh 8 Uhr, findet von den Bezirkslokalen Flugblattverbreitung statt. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen aller Genossen ist Pflicht. Eine start besuchte öffentliche Wählerversammlung tagte am Donnerstag im Schwarzen Adler" zu Nieder- Schönhausen. Genosse Albert Cohn referierte über die bevorstehende Meichs8 tagswahl. In fachlichen, fesselnden Worten erledigte sich der Redner, der von der Neichstagsauflösung am 13. Dezember ausging, das Verhalten der einzelnen Parteien einer scharfen Kritik unterzog und die Sünden der Regierung ins rechte Licht setzte, seiner Aufgabe. Sein Vortrag tlang in einen warmen Appell an die Genossen des Ortes aus, unermüdlich bis zum legten Augenblick ihre volle Pflicht zu tun. In der Diskussion, der noch ein Schlußwort des Referenten folgte, sprachen die Genossen Beyer, Hellrich und Schünemann. Gegner hatten fich nicht zum Wort gemeldet. Mit einer Aufforderung zum Eintritt in die Organisation und zur regen Mitarbeit jedes einzelnen im Wahlkampfe schloß der Borfizende, nachdem er zuvor noch auf die Versammlung am 16. Januar, in der Stadthagen sprechen wird, hingewiesen, die Versammlung. Eine ganze Anzahl neuer Mitglieder ließen sich in den Wahlverein Lichtenberg. Wir machen unsere Genossen darauf aufmerksam, daß am Sonntag eine Flugblattverbreitung vorgenommen wird. Wir Der Vorstand. erwarten zahlreiche Beteiligung. Friedrichsfelde. Sonntag, den 6. Januar 1907, morgens 8 Uhr, Flugblattverbreitung vom Lokal J. Losse, Luisenstr. 20, aus; die Genossen werden ersucht, sich zahlreich und pünktlich einzufinden. Der Vorstand. Männer und das in Berlin keinen Resonanzboden hat, hat bekanntlich in Herrn Erzberger einen Zähltandidaten aufgestellt. Herr Erzberger hat am Donnerstag in der„ Neuen Welt" in der Hafenheide das Bentrumsprogramm, wenn man beim Zentrum überhaupt von einem Programm reden kann, entwickelt. Er meinte, er sei nicht der Meinung, Stralan. Am Sonntag, den 6. Januar, nachmittags 2 1hr, in einem Kreise durchzukommen. Dafür werde er aber um so aufnehmen. findet im Lokale Witwe Schröder, Alte Taverne, Alt- Stralau 26, ficherer in seinem bisherigen Wahlkreise wieder durchkommen. Die eine öffentliche Wählerversammlung statt, in welcher der Genosse Wahlfreudigkeit in der deutschen Zentrumspartei sei eine große. Im in den Kurfürstensälen statt. Pankow, Eine überfüllte Wählerversammlung fand Donnerstag Albert Störmer über die Auflösung des deutschen Reichstages und Rheinlande habe Genosse Emil Kloth- Berlin referierte die bevorstehende Reichstagswahl sprechen wird. vor Wahlversammlungen bon 7000 bis 8000 Bersonen gesprochen. Auch Herr Erzberger über die Reichstagsauflösung und die Kolonialpolitit. Seine Frauen, besucht in Massen unsere Bersammlung. Der Einberufer. tritifierte den Brief des Reichstanzlers, der sich an den Scharfe packenden Ausführungen über das Verhalten der Kolonialhelden in Leb= Woltersdorf. Sonntag, den 6. Januar 1907, nachmittags 2 Uhr, üstwest wurden öfter von Rufen der Entrüstung begleitet. macherverband" wendet. Der Erfolg sei, daß er bereits von einigen hafter Beifall folgte bem trefflichen Vortrage, burch den auch dem im Lokale des Herrn Prawitz( Bellevue) große Voltsversammlung. Stammtischen Danktelegramme erhalten. Das Zentrum dafür auch zu Dank verpflichtet. Man tönnte beinahe so boshaft Indifferenten die Augen geöffnet sein dürften. Da von den ziemlich Tagesordnung: 1. Die Auflösung des Reichstages und die bürgerfein, dem Herrn Reichskanzler von einer großen Zentrumswähler zahlreich vertretenen Gegnern sich trotz wiederholter Aufforderung lichen Parteien. Referent Genosse Stubig. 2. Diskussion. Der Einberufer. verfammlung ein Danktelegramm senden zu lassen.( Stürmischer des Borsigenden niemand zum Wort meldete, unterblieb die Dis Beifall.) Ein Danttelegramm von Tausenden müßte doch einen fussion. Der Vorsigende ermahnte die Versammelten, eifrig zu Grünau. Die Mitglieder des Wahlvereins werden auf die am größeren Eindruck machen als von drei bis vier Stammtischen. agitieren und die am 15. Januar stattfindenden beiden Ber Sonntag, den 6. Januar, stattfindende Flugblattverteilung aufBesonders scharf wandte sich Herr Erzberger gegen den Saß in dem sammlungen in Bankow ebenso zahlreich zu besuchen. merksam gemacht. Treffpunkt: 8 Uhr„ Grüne Ecke", Köpenickerstr. 88. Briefe des Reichskanzlers:" Ich arbeite mit jeder Partei, die Der Vorstand. Saalabtreibungen im Nieder- Barnimer Kreise. die großen nationalen Gesichtspunkte achtet." Erinnere man Daß unseren Genossen im Kreise Nieder- Barnim immer noch Trebbin. Sonntag, den 6. Januar, nachmittags 4 Uhr, im fich, führte Redner aus, daß der Reichskanzler in der Sitzung am die Sale abgetrieben werden, mußte ein Bantower Genoffe erfahren. Gesellschaftshaus: Boltsversammlung. Der bisherige Vertreter des 18. Dezember v. J., wenige Minuten vor der Reichstagsauflösung Derselbe hatte in Groß- Schönebeck eine öffentliche Versammlung an- Kreises, Genosse ris 8ubeil, referiert über Die Bedeutung tem Reichstage zurief: Die Parteien tragen teine Berantwortung!" gemeldet. An Stelle der Anmeldebescheinigung erhielt er vom des fommenden Wahlkampfes." Morgens 8 Uhr ist Flugblattso bedeutet der Saz:„ Ich arbeite mit jeder Partei, die sich mir als bortigen Amtsvorsteher den Bescheid, daß das angegebene Lofal für verbreitung in der Stadt. Bu beiden Veranstaltungen ist zahl Lalai sofort zur Verfügung stellt." Für einen solchen Reichstag von größere öffentliche Versammlungen nicht geeignet sei und demzufolge reiches Erscheinen der Genossen erforderlich. Der Vorstand. Hampelmännern und Diätenempfängern würde das deutsche Bolt sich die Anmeldebescheinigung nicht überfandt werden könne. Auf eine wohl bedanken. Kaiferrecht und Reichstagswahlrecht seien Zwillinge, fofort beim Landrat eingelegte Beschwerde erhielt der Genosse die Flugblattverbreitung, alle Genoffen müssen zur Stelle sein. Nach Königs- Wusterhausen. Sonntag, den 6. d. M., früh 28 Uhr, an einem Tage geboren, und jeder habe das Recht des anderen zu telegraphische Antwort, daß der Amtsvorsteher von Groß- Schönebeck mittags 3 Uhr findet in Wildau im Schuhmannschen Lokale eine achten. Man könne nicht sagen, daß der Reichstag Rechte zuungunsten angewiesen worden fei, fofort die Anmeldebefcheinigung auszu Boltsversammlung statt, zu der auch die Frauen zahlreich erscheinen des Kaiferrechtes sich angemaßt habe, ob das Ümgekehrte der Fall fertigen. Letterer kam dieser Aufforderung zwar nach, er bestellte möchten. Die Handzettel zu dieser Versammlung werden gleich sei, wolle er nicht untersuchen. sich aber gleichzeitig den Juhaber des Versammlungslotals Herrn mit verteilt. Jung auf sein Bureau und hatte mit ihm dortfelbst eine Unterre dung. Das Resultat derselben war, daß Herr Jung dem Ein- Reinickendorf(-Dst, West) und Wilhelmsruh. Morgen Sonntag, berufer noch an demselben Nachmittage mitteilte, daß sein Lokal den 6. Januar, findet in Zehlendorf bei Liebenwalde anderweitig vergeben wäre. Am 30. Dezember, dem Tage der an eine öffentliche Wählerberfammlung statt, in welcher beraumten Versammlung, hat sich aber der Einberufer mit zirfa 80 Genoffe Stadthagen über: Die tommende Reichszur Versammlung Erschienenen davon überzeugt, daß das Lofal tagswahl und die Parteien" sprechen wird. Die Genoffen weder anderweitig vergeben, noch für eine solche Versammlung un- aus Reinickendorf und Wilhelmsruh, welche sich an der Versammlung geeignet war. Es wurden sogar neue Mitglieder für den sozial- beteiligen, treffen sich am Sonntag früh 8 Uhr auf den Bahndemokratischen Wahlverein aufgenommen. Die drei extra requirierten höfen Schönholz, Reinickendorf- Rosenthal und Wittenau. Abfahrt des Gendarmen machten gute Wiene zum bösen Spiel, wahrscheinlich Buges von Schönholz 80s, von Reinickendorf 800, von Wittenau 814, war der Gemeindevorsteher von Groß- Schönebeck selbst davon über- 3m agitatorischen Interesse ist rege Beteiligung dringend erforderlich. zeugt, daß sich das Lokal zum Abhalten von öffentlichen Ver Das Bezirkswahlfomitee. fanimlungen ganz gut eignet. Herr Erzberger nimmt den Mund immer etwas voll. Die Taten des Bentrums beweisen, daß es genau wie jede andere bürgerliche Partei ben Wolfsverrat zum Prinzip erhebt. Gegnerische Kandidaten. Der Eigentlimer und städtische Beamte Frig Wege ist Donnerstag abend von den bereinigten Vereinen der Bürger partei( fonfervativ) in den Germania- Sälen als Kandidat für die bevorstehende Reichstagswahl im vierten Berliner Reichs tagswahltreife aufgestellt worden und hat heute diese Kandidatur angenommen. Von liberaler Seite ist für diesen Wahlkreis der Stadtverordnete 2iebenow in Aussicht genommen worden. J Partei- Angelegenheiten. Achtung, 1. Wahlkreis! " Reinickendorf( Oft)-Schönholz. Heute abend 8 Uhr findet bei Namlow, Schönholz 14, die erste öffentliche Wählerversammlung Die Reichstagswahl im Kreise Niederbarnim beschäftigte am statt, in welcher Genosse Stadthagen fiber: Die bevor Donnerstagnachmittag in den Germaniasälen zu Berlin eine von stehende Reichstagswahl sprechen wird. Genossen! Sorgt über 1000 Wählern aller bürgerlich- nationalen Parteien des Kreises für zahlreichen Besuch der Versammlung. Niederbarnim besuchte Versammlung. Die Nede für die Kandidatur hielt Bürgermeister Dstar 8iethen Lichtenberg. Er entwidelte Tegel. Montag, den 7. Januar, abends 8 1hr, findet in tein Wahlprogramm, Seiner Stellung nach gehöre er zur freiDie Parteigenossen des 1. Kreises und die Hülfskräfte des Trapps Festfälen eine Voltsversammlung statt. Tagesordnung: tonservativen Partei. Der Stebner beschränkte sich darauf, zu er 6. Kreises werden ersucht, sich morgen, Sonntag, den 1. Vortrag des Reichstagstandidaten Genossen Artur Stadthagen. örtern, welche Gründe zum Stampfe gegen Zentrum und Sozial- 6. Januar, morgens 8 1hr zur Recherche der Hauslisten ein- 2. Diskussion. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht demokraten bestimmt hätten. Heute gelte es, alles zu bekämpfen, was zufinden bet Radtke, Flensburgerstr. 24, Ellermann, CurDer Einberufer. antinational handle und fühle, und zwar im festen Zusammenwirten havenerstraße 9, Burghardt, Klopstockstr. 48, Luiſenzelt, Fischer. Gehlhaar, Berlinerstr. 92 aus, Handzettelverteilung. Jeder Genosse Parteigenoffen! Sonntagmorgen 8 Uhr, vom Genossen ohne Aufgabe der Parteigrundsäße. Die Wahl müffe unter Eiergasse 2, Hahn, Stralauerstr. 48, Höhnow, Parochialftr. 36, mus vertreten fein. der Parole stehen: lleber den Parteien das Vaterland."( Großer Beifall.) Die Vertreter der konservativen, nationalliberalen, frei- Hoffmann, Klosterstr. 62, Lehmann, Neue Friedrichstraße 1, finnigen und Reformpartei erklärten namens ihrer Parteien ihr Ein- Boß, Klosterstr. 101, Kirschner, Heiligegeiſtſtr. 40, Bollin, verständnis mit der Kandidatur Biethen. Ein Freifinniger meinte am Französischestr. 6, und Glaue, Krausenstr. 18. Schlusse seiner Stede: Möge es in bezug auf Stadthagen am 25. Januar # Kreis Teltow. Die zweite Auflösung einer Reichstagswähler- Versammlung in Groß- Lichterfelde. D. D. mittags 4 Uhr, findet für unseren Begirl die Mitgliederversammlung Bezirk Waidmannsluft. Am Sonntag, den 6. Januar, nach in Hermsdorf, Restaurant Forsthaus statt. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Genossen Fendel über„ Reichstagsauflösung". heißen: Werfe das Scheusal in die Wolfsschlucht".( Großer Bei- Achtung! Zweiter Wahlkreis! Sonntag, den 6. Januar, Da dies unsere erste Versammlung nach Auflösung des Reichstages fall.) Nach furzer zustimmender Debatte wurde Bürgermeister Ostar früh 8 Uhr: Flugblattverbreitung von den bekannten ist, so ist es Pflicht aller Genossen zu erscheinen, um unsere weitere Biethen Lichtenberg einstimmig zum Kandidaten der bürgerliche Stellen aus. Agitation beraten zu helfen. Der Vorstand. nationalen Parteien im Kreise Niederbarnim" gewählt. Alle Genossen müssen zur Stelle sein. Mühlenbeck( Bezirk Nieder Schönhausen), Am Sonn Der Vorstand. tag, den 6. b. M., nachmittags 6 Uhr, findet im Restaurant zur Dritter Wahlkreis. Am Sonntag früh 8 Uhr findet Sonne" eine öffentliche Wählerberfammlung statt. von den bekannten Bezirkslokalen aus eine Flugblatt. Der sozialdemokratische Kandidat des Niederbarnimer Kreises Der Andrang zur Versammlung im Kaiferhof" am Donners- verbreitung statt. Die Genossen des Streises werden ersucht. Artur Stadthagen spricht über die Reichstagswahl". tag, die als Fortsetzung der ersten aufgelösten einberufen wurde, war ich zahlreich und pünktlich in ihren Bezirken einzufinden. Die Parteigenossen, sorgt dafür, daß die Versammlung bis auf den letzten Play gefüllt ist! Die Nieder- Schönhausener Genossen, die an ein bedeutender. Der Vorsigende Genosse Wenzel unterzog das un- Sülfskräfte bom vierten Wahlkreis( Südosten) dieser Bersammlung teilnehmen wollen, versammeln sich bei Düder, gefeßliche Verfahren der Polizeibehörde, Wählerversammlungen wegen werden ersucht, sich in den Lokalen einzufinden, wo sie bei der Eichenstr. 70; Abmarsch 1/24 Uhr. Eintritte der sogenannten Bolizeistunde aufzulösen und auf ersten Flugblattverbreitung tätig waren. Diese Weise die auch den sozialdemokratischen Staatsbürgern durch Das Wahlbureau des 3. Kreises 3. Kreises befindet sich in die Verfaffung gewährleistete Bersammlungsfreiheit hinten herum Dietrichs Festsälen( Inh. D. Pusch), Dresdener einfach aufzuheben oder zu beschränken, einer scharfen Stritit. Er forderte die Wähler auf, am 25. Januar ihre Antwort auf Straße 116( Telephon Amt IV. 4174) und ist geöffnet wochen diese Polizeimaßregeln zu geben. Alsdann nahm Genosse Gisner tags bon nachmittags 4 bis 8 Uhr und Sonntags von 8 bis Der Vorstand. das Wort, um feinen am Sonnabend zwangsweise unterbrochenen 10 Uhr vormittags. Vortrag fortzulegen, Einleitend ging derselbe ebenfalls auf die Achtung! Vierter Wahlfreis! Sonntag, den 6. Januar: FlugAuflösung jener Bersammlung ein ein und feine mit feinen blattverbreitung. Alle Genoffen müffen aur Stelle fein. Pointen gespickten Ausfälle gegen den heutigen Bolizeiftaat Auch für die Bezirke, welche zu Niederbarnim wählen, mit seinen seinen aus der Feubalzeit stammenden Allüren lösten findet am Sonntag eine Flugblattverbreitung statt. Die Genossen zuweilen wahre Beifalls und Seiterkeitsstürme aus. Dann werden ersucht, sich Mann für Mann zu beteiligen. ging er auf das neueste Greignis im Wahlkampf: das BülowDer Vorstand. manifeft ein. Es war eine derbe Lektion, die dem genialen Leiter Sechster Kreis. Sonntag, den 6. Januar, findet der politischen Geschide des Deutschen Meiches durch den Redner zu von den bekannten Stellen aus eine Flugblatt. teil wurde und nicht minder fräftig war der Hohn und Spott, ber berbrettung statt. Der Vorstand. " Der Borstand, fich in Verbindung mit dieser Wahlparole" über die gefoppten Frei- Nigborf. Wir machen die Parteigenossen darauf aufmerksam, finnsmänner ergoß. Die Exkursionen des Reichskanzlers in das Gebaß am morgigen Sonntag, den 6. Januar, eine Flug biet der Politik und Geschichtsphilofophie, wie feine Anspielung auf blattverbreitung stattfindet. Die Parteigenoffen sammeln sich um ben Degen Bonapartes" boten bem Redner willkommene Gelegent 8 1hr morgens in den bekannten Lokalen. Von allen heit zu einer weit ausgreifenden und vernichtenden Kritik Bülowscher Wahlvereinsmitgliedern erwarten wir, daß fie im Interesse der Staatstunst und Geschichtsklitterung. Ats Genoffe Eisner eben im Begriff war, auch noch die Be Wahlbewegung pünftlich zur Stelle find. hauptung des Manifestes, daß es teinen Staat gibt, der mehr für Charlottenburg. Morgen Sonntag früh 8 Uhr pünktlich: FlugGegenwart und Zukunft der Arbeiter, für ihre materiellen und blattverbreitung. Treffpunkt für den 1. Bezirk Metzdorf, Potsdamer geistigen Bedürfnisse getan hätte, als das Deutsche Reich," an der Straße 44, 2a Bade, Nehringstr. 25, 2b Erhardt, Snobelsdorfstr. 60, Hand amtlicher Lohnstatistiken republikanischer Staaten, spezien 2e Müller, Kantstr. 93, 3a Müller, Rosinenſtr. 3, 3b Strull, Dena Emeritas, Lügen zu strafen, erhob sich der überwachende Beamte brückerstr. 30, 8c Felsmann, Reuchlinstr. 6, 4a Dörre, Wallstr. 90, mit der Anfrage an den Borsigenden, ob er die Versammlung 4b Bäpte, Kaiser Friedrichstr. 91, 5. Bartsch, Sesenheimerstr. 11, 6. Mertens, Krummeftr. 48, 7. Grafunder, Wielandstr. 4, 8. Czam schließen wolle, Dies wurde ebenso höflich wie entschieden abgelehnt. Darauf- powsti, Kleiststr. 15. Ferner verweisen wir die Genoffen auf die am Dienstag statt Hin erfolgte bie Auflösung der Versammlung. Aber lein Teilnehmer der Versammlung regte fid). Alles blieb findenden Boltsversammlungen im Boltshause, Rosinenſtr. 3 und in figen. Eine gewiffe Berblüffung malte fich auf den Gefichtern Schulz' Festfälen, Kaiser Friedrichstr. 24. Desgleichen erwarten wir, unserer Gendarmen. Erst als der Borsigende die mit Beifall be- daß fich die Parteigenossen am Mittwoch, dem 9. Januar zum Zahl grüßte Erklärung, daß die Fortsetzung der Bersanimlung in den abend in den oben genannten Zahlstellen einfinden. Der Vorstand, allernächsten Tagen stattfinden werde, abgegeben und ersucht hatte, Zehlendorf. Die Parteigenossen werden auf die am Sonntag ruhig ben Saat zu verlassen, begann sich derfelbe all früh 7 Uhr stattfindende Flugblattverbreitung vom Mickleyschen mählich zu leeren. Draußen aber hatte inzwischen der Botale aus aufmertjam gemacht und ersucht, vollzählig zu erscheinen, Polizeiat seine Schuztruppen zusammengezogen, um nötigenDer Vorstand. Oranienburg. Am Sonntag, den 6. Junuar, nachmittags 4 Uhr, findet im Lokale„ Waldhaus Sandhausen" eine Volksversammlung statt, in welcher der Redakteur Genosse Hans Weber- Berlin über die bevorstehende Reichstagswahl sprechen wird. Genossen, wähler, erscheint in Massen und vergeßt nicht, Gure Frauen mitzubringen, Der Einberufer. Spandan. Die Barteigenossen werden ersucht, zu der am Sonntag früh stattfindenden Flugblattverbreitung vollzählig aur Stelle zu sein. Berliner Nachrichten. Kein Tag ohne Verkehrsstörung. Es vergeht jetzt tein Tag, ohne daß über eine mehr oder minder große Verkehrsstörung berichtet werden muß. Am Donnerstagabend entstand, wie wir bereits berichteten, auf der Hochbahn eine größere Störung. Diese ist seit gestern früh wieder behoben. Der Betrieb wurde in bollent. Umfange wieder aufgenommen. Nach mehr als neunstündiger Arbeit ist es gestern nacht gegen 2 Uhr erst möglich gewesen, die Ursache der Betriebsstörung zu entdecken. Das Zuleitungstabel zur Blockstation des Gleisdreieds war durchgebrannt, und die große Arbeit bestand darin, unter den etwa dreißig Kabeln das beschädigte herauszufinden. Die Kabel liegen fämtlich unter der das beschädigte herauszufinden. Die Kabel liegen sämtlich unter der Erde, und es mußte das Erdreich ausgehoben werden, um die Leitungen freizulegen. Es stellte sich heraus, daß infolge der Nässe Grbschluß eingetreten war. Der Schaden wurde noch in der Nacht ausgebessert, so daß bie ersten Frühzüge fahrplanmäßig verkehren fonnten. Donnerstag nachmittag erfuhr der Unterleitungsbetrieb am Brandenburger Tor wiederum eine Stromstörung. Von dem Wagen 284 der Charlottenburger Straßenbahnlinie hatte der Stromabnehmer Erdschluß, wodurch der Betrieb der Unterleitung für die Dauer von einer Viertelstunde gestört war. Die Ursachen der bedeutenden Störungen in der Unterleitung der Straßenbahn sollen, wie wir in der Täglichen Rundschau lesen, auf technische Mängel zurückzuführen sein. Gine Haupt. urfache liege darin, daß die Stromauführung in einem Kanal unter Straßenniveau untergebracht werden muß. Es ist notwendig, beide JRoIe, die 500 Volt TpannungSdifferenz 5a5cn, in den Kanal zu legen. Bei feuchtem Wetter treten dort Kurzschlüsse ein, und de- JonbeiS ist dies der Fall, wenn auf dem Grunde des Kanals Wasser steht, was bei Regengüssen und Tauwetter unfehlbar gejchieht, da die Berliner Entwässerungsanlagen nicht ausreichen, das Wasser ab» zuführen. Auch die Zuführungskabel werden an den Anschlußstellen an den Stromzuführnngsschienen häufig feucht, so daß ihre Jso- latwn leidet. Kabelbrände, hervorgerufen durch Kurzschlüsse und Erdschlüsse, sind die Folge. Reparaturen sind bei der Enge und geringen Zugänglichkeit des Kanals schwierig. Auch die Strom- abnehmerpflüge verursachen viele Störungen. Beim Hineinlassen oder Herausziehen durch den engen Schlitz klemmen sie und per- biegen sich. Werden sie feucht, so aeben auch sie zu Kurzschlüssen Veranlagung. Eine weitere Schwierigkeit liegt m den Weichen. Es müssen nicht nur die Fahrschienen, sondern auch die Strom- zuführungsschienen unten im engen Kanal gestellt werden. Die gleichzeitige Bewegung beider durch Menschenkraft ist schwierig, man muß daher maschinelle(elektrische) Betätigung vorsehen, die ihrerseits wieder häufig versagt. Alle diese llebelstände treten besonders bei nassem Wetter, bei Schnee und Frost hervor. Dabei «st es nicht möglich, die Schienen der Unterleitung durch Salzstreuen frei zu machen, da das Salz im Kanal die Kurzschlußgefahr vergrößert. Dies sind die Gründe, warum gerade in den letzten Tagen an allen Stellen, wo Unterleitung verlegt ist, bald diese. bald eine Störungsquclle auftrat, deren Folgen sich dem Publikum in der lästigsten Weise bemerkbar machten. Die Unterlcltungsstöruna an der Ueberführung über den Opernplatz und die„Linden beschäftigt« übrigens gestern die zu- ständigen Dezernenten der Aussichtsbehörden in einer Konferenz, die unter Vorsitz des Polizeipräsidenten im Polizei- Präsidium stattfand. Es wurden vorwiegend technische Maßnahmen erörtert, durch die der Wiederholung einer so umfangreichen Ver- kehrsstörung in Zukunft vorgebeugt werden könne. Ii, Hofkreisen soll tiefe Abneigung gegen eine, wenn auch noch so cachierte Ober- keitung über die„Linden" herrschsn, man ist dort der Ansicht, daß die Unterleitung bisher gut funktioniert habe, und daher nach ihrer Instandsetzung auch beibehalten werden könne, bis nach An- läge des„Linden"-Tunncls die Straßenbahnwagen überhaupt vom Straßenniveau verschwinden würden. Das Tolle bei der Verkehrsstörung der Großen Berliner ist, daß die Fahrgäste nach ihrem Umsteigen ein zweites Billett lösen müssen, ein Znstand, gegen den entschieden Protest eingelegt werde» muß._ Eine Stunde banger Todesangst verbrachten vier Personen auf dem Eise, welche, wie uns nachträglich mitgeteilt wird, am Neujahrs- tage eiufn Ausflug nach der Bismarckioarte unternommen hatten. Der Kaufmann Hilbert aus Tempelhof hatte gemeinsam mit zwei Freunden und der Schwester eines der Teilnehmer, Fräulein Tscheschne, eine Partie nach dem Müggelsee ausgeführt. Die vier Personen begaben sich dann nach der Bismarckwarte und traten bei Beginn der Dunkelheit deirRiiktweg an..Bevor sie jedoch einen sicheren Weg erreichten, war es völlig dunkel geworden, und so gerieten die Ausflügler statt nach der Miiggelhenner Chaussee nach dem Ufer des Teufelssees. Auf der von Schnee überdeckten Eisfläche ver- mochten die vier Personen die gefährliche Situation nicht zu er- kennen, und da sie in einiger Entfernung ei» Licht bemerkten, gingen sie quer über die Fläche hinweg, welche die Männer wohl für ein« Waldwiese hielten. So gerieten die Verirrten an eine Buhne, di« leicht überfroren und mit Schnee bedeckt war, und Hilbert. Frl. Tscheschne und deren Bruder stürzten in das Wasser. Der andere Herr, der etwas zurückgeblieben war, bemühte sich ver- geblich, die Verunglückten zu retten. Seine Hülferufe wurden jedoch von dem Ggstwirt Metzer gehört, der mit mehreren Kellnern der Unfall- stelle zueilte. ES gelang, die beiden Männer schon nach wenigen Minuten aus ihrer gefährlichen Lage zu befreien, während Fräulein T. bereits unter der Eisdecke verschimmden war. Dennoch gelang es nach längerem Bemühen, die schon besinnungslose Dame auf- zufinden und ebenfall« dem Wellentode zu entreiße». Die drei Personen wurden nach dem städtischen Krankenhause in Köpenick übergeführt, wo H. und T. sich soweit erholten, daß. sie gestern entlassen werden konnten. Fräulein Tscheschne ist zwar nicht unbedenklich erkrankt, doch hoffen die Aerzte, auch sie am Leben zu erhalten. Selbstmordversuch eines WaisenmädchenS. Gestern nachmittag beobachtete der Kaufmann B. in der Restdenzstraße in Reinickendorf ein junges, kaum 10 jähriges Mädchen, welches, von Berlin kommend, durch sein auffülliges Benehmen sein« Aufigerksamkeit erregte. 83. verfolgte die Unbekannte, die sich nach einer am Grünen Weg belegenen Laubenkolonie begab und dort ans einer Flasche zu trinken versuchte. Der Kaufmann entriß der Lebensmüden das Fläschchen, von dessen Inhalt sie bereits eine Kleinigkeit verschluckt hatte und brachte die in heftigen Krämpfen sich Windende zu einem Arzt. Wie der letztere feststellte, befand sich in der Flasche verdünnte Blausäure. Dem Arzte gelang es durch Auspumpen des Magens die Lebensgefahr zu beseitigen. DaS Dtädchen wnrde dann nach dem Lazarus-Krankenhaufe übergeführt. Wie die Lebensmüde angab, sei sie elternlos und Hube den Selbstmord ans gekränktem Ehrgefühl ausführen wollen. Sie sei in einem Paplergeschäft tätig und dort ungerechtfertigterweise de? Diebstahls beschuldigt worden. Verschwundenes Brautpaar. Eine Tragödie liegt allem Anschein nach dem Verschwinden eines Brautpaares zugrunde. Seit dem ersten des Monats wird der am 24. Februar 1884 zu Klein-Bliy geborene Karl Rehfeld ans der Kaiser Friedrichstr. 12 vermißt. Mit ihm verschwunden ist seine 20 Jahre alte Braut Gertrud Heimesch, Naunynstr. 12, ES wird befürchtet, daß das Brautpaar gemeinsam in den Tod gegangen ist. Sowohl R. als auch die H. hatten vor ihrem Verschwinden Bekannten gegenüber geäußert, sie würden sich das Leben nehmen. Bisher konnte von den beiden noch keine Spur entdeckt werden. R. war bei seinem Weggange mit schwarzem Geh- rockanzng, schwarz-weitzem Filzhnt und Paletot bekleidet. Der Ver- mißte ist 1.72 Meter rwß, hat dunkelblaue Auge», volles Gesicht uuh dunklen Schnurrbart. Die Braut ist ebenfalls dunkel gekleidet. Da» Ende des Almoseneuchfängers. Tot aufgefunden wurde gestern auf dem Dreppenflnr des Hauses Amalienstr. 17 der 31jährige Almoseneinpfänger Hermann Weridt. Auf welche Weise W. den Tod gesunden hat, konnte noch nicht festgestellt werden, Es wird an- genommen, daß er von der Treppe abgestürzt und an iiiiierer Ber- blutuug gestorben ist. Die Leiche wurde polizeilich beschlagnahmt und zur Obduktion dem Schanhanse überwiesen. Im Hotel erschossen hat sich gestern nachmittag der LOjährige Handlnnasgehülfe Gustav T. aus Ptzritz. Der junge Mann hatte im Hotel Germania in der Jägerstr. 68 ein Zimmer genommen, um darin»»gestört seinem Leben ein Ende bereiten zu können. Er jagte sich eine Kugel in die Schläfe und war aus der Stelle tot. In dem Besitz des Selbstmörders fand man nur noch 30 Pf. Bar- aeld. Das Motiv zur Tat ist angeblich in unglücklicher Lieh? zu suchen. Die RcichStagswählerliste Rr. 10 546 ist verloren gegangen. Abzugeben ist dieselbe bei W. Baumann. Bergstr. 70. DaS Walhalla-Bariöts-Thcater am WeinbergSweg ist gleich den Unternehmungen ähnlicher Art darauf bedacht, auch im neuen Jahre mit einem neue» Programm aufzuwarten, Di« verblüffendste Pro- dultion ist die des Schlangenmenschen Kosta. Der Man» bringt es fertig, seine» Kopf vollständig umzudrehen, und so, vorwärts gehend, seinen Blick nach hinten zu richten. Die Borführiing gewährt keinen gerade ästhetischen Anblick. Bewundernswertes leisten auch drei Radfahrer, daS T r i o I a k o w i e w. Als elegante Ver- vandlungstänzerin zeigt sich L u c t e R a v e l l o, während sich die Grebniefss als russische Sänger und Tänzer hervortun. Die lbrigen Nummer» bringen neben einem kunstschützen einen Humoristen, Soubretten, auch ein Spektakelstiick!»Im Panoptikum", as viel belacht wurde, wozu»och«ine drollig? akrobatisch? Pantvmime Der Yett�lonklrb»» i?«öt,»? kommt Auf ber Treptom-Sternwarte spricht Direktor Archenhold am Sonnabend, mittags 12 Uhr, über:„Die Sonne und ihre Planeten"; am Sonntag, nachmittags 6 Uhr, über:„Das Aussuchen der Stern- bjlder mit praktischen Uebungen" l um 7 Uhr über:„Ein Ausflug in die Sternentvelten". Das Thema für den Vortrag am Montag. abends 9 Uhr, lautet:„Unser Planetensystem". Sämtliche Vorträge sind mit zahlreichen Lichtbildern ausgestattet.'— Mit dem großen Fernrohr wird während der ganzen Woche am Tage die Sonne, abend»„Saturn" bezw.„Jupiter" beobachtet. Vermißt. Am 3. November 1906 hqt sich die verehelichte Ida Wrzesinski geb. Kwiatkowski, 28 Jahre alt, aus ihrer Wohmmg Paljsadenstr. 104a entfernt und ist seit dieser Zeit nicht wieder zurückgekehrt. Dieselbe ist nervenkrank, sie hat Selbstmordgedanken geäußert und hat auch schon vor zirka einem Jahre einen Selbst- Mordversuch begangen. Die Vermißte ist von mittlerer Gestalt, hat rotes Haar, braune Augen, rundes, blasses Gesicht, Zahnlücken und auffällige Ballen an den Füßen. Sie war bekleidet mit blauem Filzhut, schwarzem Rock, weißer Wäsche, schwarzen Strümpfen und hoben Schnürsttefeln. Zweckdienliche Angaben über den Verbleib der Vermißten werden in jedem Polizeibureau oder im Polizeipräsidium, Zimmer 324 zu 7987 IV. 37. 06 entgegen genommen. Zweimal vorsätzlich in Brand gesteckt wurden in der letzten Nacht Bureaumöbel, Fußböden. Papier u. a. am Clisabeth-Ufer 5/6. Der erste Alarm erfolgte dorthin um Mitternacht. Als die Feuerwehr dort ankam, brannten Möbel usw. und konnte die Ursache des Brandes nicht festgestellt werden. Um 4 Uhr erfolgte der zweite Alarm. Diesmal brannten an verschiedenen Stellen Papier, der Fußboden u. a. Der Befund ergab, daß vorsätzliche Brandstiftung vorlag. Die Ermittelungen nach dem Täter sind von der Kriminal- Polizei eingeleitet und bereits mehrere Personen vernommen worden. Gleichzeitig wurde die Feuerwehr nach der Möckernstr. 9ö und Chausseestr. 2va gerufen, wo Kleider u. a. brannten. Wegen eines Wasserrohrbrnches und Ueberschwenmmg des Hauses erfolgte ein Alarm nach der Französischenstr. 52 um 13 Uhr nachts. Die Wasser- leitung mußte abgesperrt werden. Außerdem wurde die Wehr nach der Potsdamerstr. 76a, Sehdelstr. 32, Kaiserstr. 25a, Dessauerstr. 21, Hafenplatz 4, Falckenstemstr. 13 u. a. Stellen gerufen. Vorort- l�ackrickten. Rixdorf. Die Stadtverordnetenversammlung hielt am Donnerstagabend in der Aula des Kaiser Friedvich-Gymnasiu-rns die erste Sitzung im neuen Jahre cck. Die Körperschaft ist um 12 Mitglieder verstärkt worden, besteht jetzt also ans 60 Mitgliedern. Die neugewählten und die als Ersatz des am Schlüsse vorigen Jahre» ausgeschiedenen Drittels gewählten Stadtverordneten werden durch den Oberbürgermeister eingeführt und verpflichtet. Die unbesoldeten Maglstratsmttglieder sind üm zwei vermehrt worden, Di« seinerzeit für diese Eltze von der Versammlung er- wählten Herren Fisch« und Schmidt treten in ihr Amt ein und werden vom Oberbürgermeister vereidigt. Hierauf erfolgte die Wahl des? Vorstandes für das laufende Jahr. Zum Vorsteher wird durch Zuruf Stchdw. Sander wieder- gctwählt. Als Stellvertreter wird von der sozialdemokratischen Fraktion Genosse Jden vorgeschlagen. Stadtv. Conrad(Soz.) führt hierzu ans,. daß die bürgerliche Mehrheit bisher immer ihre Macht mißbraucht habe, indem sie hie selbstverständliche Vertretung der 3. Abteilung im Bureau vereitelte. Es sei hohe Zeit, daß man enldlich toleranter werde.— Des Redners Müh' war umsonst. Gegen die Stimmen der Sozialdemokraten wurde der bisherige Stellvertreter Vögelke wiedergewählt. Zu Schriftführern ernannte die Versammlung einstimmig die bisher amtierenden Magistrats- beamten Buroaudirektor Mier und Rechnungsrevisor Merker. Der Vorsteher teilt mit, daß im verflossenen Jahre 13(1995 16) Sitzungen stattfanden, in denen 274(216) Beschlüsse gefaßt Wurden. Eine AnweseuhejtSliste über die einzelnen Stadtverord- netzen liegt zur Einsicht auf. Des weiteren gibt der Borsitzende Einzelheiten über den Kohlenbrand in der Gasanstalt bekannt, auS denen hervorgeht, daß zur Hülfeleistung Militär herangezogen Worden est. Hieran knüpft sich eine lange Debatte. Strtdw. W u tz k y(Soz.) protestiert gegen die Verwendung von Militär. Es ist doch sonderbar, daß man zu diesem Mittel greife, wo bei einigem Bemühen sicher genügend Arbeiter zu bekommen gewesen wären. Der städtische ArbeitsnackMis hätzte hier gewiß helfen können. Statt dessen schalte man die Rixdorfer Steuerzahler und arbeitslosen Familienväter aus die gerne arbeiten wurden. Natürlich müßten st» anständig bezahlt werden.— Stadtv. G röp le r(Mitglied der Gasdeputation) erklärt: Er habe erst jetzt, nachdem schon wochenlang der Brand wüte, von diesem Kenntnis erhalten und glaube auch, daß man die Sache zu lässig behandelt habe. Jetzt sei aber schnelle Hülfe doppelte Hülfe. Der Arbeits- nachweis hat aber keine Arbeiter gehabt, so daß zum Militär ge- griffe» werden mußt?. Die Sokdaten sind auch jüngere und daher brauchbarere Kräfte.— Stadtv. Ada in: Mitteilpng über dsn Brand ist schon vor drei Wochen der Deputation gemacht worden, doch habe die Direktion diesen als unerheblich bezeichnet.— Stadtv, Rahmig macht der Verwaltung den Bonvurf der Nachlässigkeit. Die von der Freiwilligen Feuerwehr angebotene Hülse ist zurück- gewiesen worden; auch eine Anfrage der Berliner Wehr beantz- «vortete man mit der lakonischen Antwort:„In Rixdorf brennt's nichtl" Erst auf Befehl des Polizeipräsidenten ist die Rixdorfer Feuerwehr ausgerückt, nachdem schon wochenlang der Brand wütete. Daß dieser sich so ausbreitete, lag an der mangelnden Sachkenntnis der Leitung.. Die Kohlen waren fast doppelt sso hoch gelagert, als zulässig. Die getroffenen Maßnahmen waren unzureichend. Der entstandene Schaden dürfte eine Million betragen. Redner stimmt dem Stadtv. Wutzkh darin zu. daß bei früherem energischen Eingreifen die Feuerwehr in Gemeinschaft mit einer entsprechenden Anzahl Arbeiter den Brand, sehr bald erstickt hätte ohne Hülfe von Militär.— Stadtv. Pars cht?(Soz.) ist gesckstiftlich fast täglich am der Anstalt und hat dabei ebenfalls festgestellt, daß die ein. gestellten Arbeitskräfte an Zahl viel zu gering waren. Wenn man nicht genügend Arbeiter bekommen hal«, so erkläre sich das aus den denselben gebotenen Löhnen von 38 Pf. pro Stunde. Daß sei bei der gcsundheitsckstidlichen Arbeit unerhört wenig.— Oberbürger- meister 93 od bin und der Dezernent Stadtrat Z t eg ra mühten sich vergeblich, die Sünden der Verwaltung zu entkräften. Letzterer meinte, man habe dem Brande zunächst nicht so große Bedeutung beigelegt, schließlich aber alles mögliche getan. Der erster« führte aus: Erst ein oder zwei Tage vor Weihnachten hat der Magistrat Kenntnis von ,der Katastrophe erhallen,(Bewegung und Hört! hört! links.) Wen die Schuld treffe, könne noch nicht festgestellt werden, da der leitende Direktor erkrankt ist. Ich war auf die Akten angewiesen, tpelcki« den Brand harmlos darstellten. Nachdem das Gegenteil festgestellt worden ist, war die Hinzuziehung von Militär die einzig richtig? Maßnahme. Der Schaden wird nicht so groß sein, wie angegeben: meiner Schätzung»ach dürfte eine halbe Million nicht erreicht werden. Beim Bau der Anstalt dürfte insofern ein Fehler gemacht worden sein, als der Lagerplatz zu klein bemessen wurde. Jedenfalls wird jetzt der Magistrat bemüht sei», den Brand einzudämmen. Stadtv. W n tz k h(Soz.) erwiderte �WWMWW Verwaltung k rastet worden. Im Gegenteil! Ter Bürgermeister hat das wunderliche Eingeständnis gemacht, baß obwohl die Bürgerschaft schon seit Wochen von dem Brand« spreche und auch der Poltzii- Präsident sich mit demselben beschäftigte— der Magistrat erst zwischen Weihnacht?» und Neujahr offiziell davon Nachricht er- halten habe. Das sieht ja so aus, als ob das Rathaus vom Gas- werke meilenweit enefernt liege und nicht per Telephon oder sonstwie zu erreichen wäre. Es bleibt dabei: llnfähigckeit und Nachlässigkeit der verantwortlichen Personen haben Wofür di« Rixdorfer Steuerzahler Von diesem Borwurf tst tved« i_ noch Magistrat winzuwaschen.— Der Obevbürgermeister verspricht, nachdem er sich nochmal» erregt gegen dt?.««zapfungen' de» letzten Redner? wendet, im übrigen diese aber nur bestätigt, eine streng» Untersuchung, über deren Resultat der Versammlung Auskunft ge» geben werden wird. Damit schließt diese für dm Magistrat wenig ruhmvolle Debatte. Als Publikationsorgane der Versammlung werden wieder die beiden Lokalblätter bestimmt. Der Antrag des Stadtv, Ostermann (Soz,), auch d?» 9000 Abonnenten des in Rixdorf zählenden„Por» wärts" zu wählen, Wird von ber Mehrheit abgelehnt, Die Hebung ber Kirchensteuer soll künftig mit de» anderen Stauern gemeinsam vierteljährlich erfolgen und zwar wiederum durch die städtischen Beamten. Stadtv. Thurow(Soz.) bekämpft diese letztere Absicht, indem er eS als unzulässig kennzeichnet. städtische Angestellte für diese privaten Kirchenangelegenheuen zur Verfügung zu stellen. Die Bemühungen des Redners hatten aber keinen Erfolg, Die Vorlage wurde unverändert angenommen. Die. Anstellungsbedingungen für die Direktoren der höheren Mädchenschule und der Realschule, welch letztere beiden am 1. Ok« tober d. I. eröffnet werden sollen, werden einstimmig genehmigt. (Anfangsgehalt 5100 M., steigend bis 6600 M.) Dem Beschlüsse des Magistrats, Giroverkehr Mit der Reiche- bank einzurichten, tritt die Versammlung bei. Es folgt die Besetzung der Verwaltungsdeputationen und AuS» schüsse. Bei der Schuldeputation, in welcher der Sitz des auöge« schi ebenen Stadtrats Schmidt zu besetzen ist, schlägt der Stadiv. Dr. S, lb e r st e i n(Soz.) den Genossen Jden als Kandibaten vor, Trotzdem— so führt Redner aus— anzunehmen ist, daß der Genannte nicht bestätigt wird, erwarte ich, daß auch Sie(zur Rechten), meine Herren, diesen Wählen als wirksame» Protest gegen die im Volksschulwesen überhandnehmenden Verpsaffungsvestrebungen. Dies« können nicht besser bekämpft werden, als daß die Städte all- jährlich durch solche Protestwablen der reaktionären preußisch«, Regierung zeigen, wie sehr das preußische Schulgesetz dem Volks- willen zuwiderläuft.— Di« immer da. wo es mehr oder weniger unangebracht ist, von ber Selbstverwaltung' bromarbasterend« bürgerliche Mehrheit fand aber nicht den Mut, den sozialdemokra« tischen Kandidaten zu wählen. Als Charakteristikum mag hier auch hinzugefügt Werden, daß die vor kurzem bei den Wahlen sich so un- geheuer oppositionell gebärdende Beamten-, Mittelstands» und Mieterpartei schon mit den Hausagrariern den Bruderschmatz aus- getauscht hat und mit diesen letzteren hier wie in den vorhergehenden Abstimmungen Arm in Arm marschierte. Der Magistrat beantragt, zur Bekämpfung der Säuglings« sterblichkeit eine Fürsorgestelle für stillende Mütter zu errichten und zu diesem Zweck 4000 M. in den Etat einzustellen. Stadiv. Dr. Silberstein(Sog.): Man sagt zwar immer; was lange währt, wird gut. Das kann von dieser Vorlage nicht be- hauptet werden. Nur das darin enthaltene Prinzip ist gut und an sich zu begrüßen. Sonst ist sie mangelhaft und läßt iede nahers Angabe über den Umfang der Säuglingssterblichkeit in Rixdorf vermissen. Nur g«iz verschämt wird angedeutet, daß„auch in Rixdorf dies voffswirtschaftliche Hebel„stark" auftritt. Demgegenüber muß ausgesprochen werben, daß wir in dieser Hinsicht mit 289 Sterbenden von 1000 Säuglingen in Preußen.an fünfter Stesse rangieren. Alle anderen Berliner Vororte, ja selbst rheinische Industrie- u,U, Arbeitrrstädte, wie Gelsenkirchen und Elberfeld(147 pro Mille), haben viel günstigere Verhältnisse auszuweisen. Und da will man mit der jämmerlichen Summe von 4000 M. etwas ausvichten, von denen noch 3000 M. für die Einrichtung abgehen und nur ganze 1000 M. zur Beihülfe für stillende Mütter verwandt Werben sollen. Es genügt keineswegs, nur diesen Müttexn beizusprtngen. Wenn Erfolge erzielt werden sollen. Auch während der Uebergatigspeckodo von der Mutternahrung zur anderen ist Lieferung keimfreier Milch unerläßlich. Ferner muß auch an die Mütter gedacht Werden. Welche infolge mangelnder Gesundheit oder Wirtschaftlicher Verhältnisse zur künstlichen Ernährung ihrer Kinder gezwungen sind. Dazu gehört aber eine andere als die beantragt? Summ?, mit der Wir uns mir lächerlich machen, NamenS meiner Freund? schlage ich daher vor, 10 000 M. auszuwerfen.— Die Stadtvv. Kotze und Rahmig halten an der Vorloge fest. Der letztere sagt, daß man sparsam sein müsse in der Stadt sowie als Hausvater. Die Ar- beitcr sollen'selbst für Ernährung, ihrer Kinder sorgen. Wer Kinder in die Welt setzt, mag auch für diese arbeiten. Ihm(Redner)' wäre es"pei'nlich"wenn er zum Zwecke der Ernährung seiner Kinder sich beschenken lassen sollte. Er berufe �sich auf Dr. Neumann (der bekannte Führer im Kampfe gegen die Säuglingssterblichkeit) selbst. der ihm in seinem Sporbestreben zugestimmt habe. Stadtrat W e i n r e i ch: Statistisches Material ist nicht nötig. E» ist selbst- verständlich, daß die Arbciterstadt Rixdorf am meisten von dieser Seuche heimgesucht wird. Wir können froh sein, uberimupt Mittet dafür zu haben; der Etat läßt ein« höhere Summ« nicht zu.— Stadtv. Se l t m.a n n bestreitet einer Aeußerung Silberstein gegen. über daß von sozialdemokratisckzer Seite erst die Säuglingsfürsorge angeregt worden sei.— Stadtv. Beiß lehnt die Vorlage ganz ab. Die Kindererzeuger sollen auch für deren Ernährung sorgen. Stadtv. Dr. Silberstein.(Soz.) weist nach, daß erst auf Drängen seiner Freunde der Sache näher getreten worden s-t. Herrn Stadtrat Weinreich wolle Redner bemerken, daß dt« Hohe de« Rixdorfer SterblichkeitSziffer gar nicht so selbstverständlich sei. dmin die der hiesigen Polizei miterstellten Kinder weisen eine erheblich niedriger? Ziffer auf. Als der Redner die miserable wirtschaftlich« Lage der weiblichen Prolekarteriu bespricht, ruft ihm Stadtv. Rahmig zu:„Sie sollen dienen gehen!"— Nachdem nock, Stadtv. B 5 s k e(Soz.) die rückständigen Auffassungen der Serren Beiß und Genossen gegeißelt, wurde der sozialdemokratist� Antrag (10 000 M.) abgelehnt. Die Vorlage des Magistrats(4000 SH.)i gelangte hierauf einstimmig zur Annahme.— Charlottendurg. Freie BvlkSbühne Charlottenbnrg. Morgen Sonntag, den 6. Ja« nnar, nachmittag« 3 Uhr. findet die erste Vorstellung des Vereins in dem neuen Charlottenburger Schiller-Tbeater statt. Geipielt wird Schillers„Räuber". Die Mitglieds- marken müssen heute spätestens gellebt sein. Vermischtes. Der Rhein steigt. Die Rheinhöbe betrug nach Kölner Meldung gestern früh 3.5s Meter, der Strom ist feit gestern früh um 1.17 Meter gestiegen. Neue Schneestürme werden aus Westdeutschland gemeldet. Di« Kölner Pegelhähe steigt stündlich um 10 Zentimeter. Mosel, Saar. Neckar und Ruhr führen Hochwasser. Im Nnhrgebiet werden erneute Stockungen der soeben eröffneten Schiffahrt befürchtet. Im unteren Laufe der Wupper sind wiederum zahlreich? Schleifereien und Betriebs- Werkstätten gezwungen, die Arbeit einzustellen. Der Brand in den P o r t s m o u t h e r Militärmagazinen hat nach amtlicher Schätzung einen Schade» von einer Viertelmillion Mark verursacht. In Montreal winden durch eine am Donnerstag im Geschäfts» piertel auSgebrochene Feliershninft eine Anzahl Gebänd» zerstört; zwei Personen komm in den Flammen um. Der angerichtet« Schaden Wird auf 20 Millionen geschätzt. Oesientliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be, »nhniig für jedermann, 8W.. Al"midnmiistr. LS. Geöffnet täglich von 5'/,.— 10 Ubr abends, an Sonn- und ffeiertggen V?N»nd 3-�» Uhr. In den Lesesälen liegen zurzei» 515 Zeitungen und Zettschristen jeder Art »nd Richtnng au«. Freireligiös? Geineinde. Sonntag, de« 0, Januar, vormittags 8'/, Uhr, im Rathaus?(Eingang Jüdenstrah?). Saal 106! Vcilammlung. Freireligiöse Poileluiig.— Varmsitags tCf/, Uhr in der Schulaula. Kleine Franktnrierftr, 6; Vortrag des Herrn Pros. Dr. A. Gehxke; Da« Wunder ist des Glaubens liebstes Kind.— Herren und Damen als Gäste I-hx will- kommen, Sozialdemokratische« Wahlverei» für den ReichstaaS» «»aftlkreis Briea-Siainslau.(Ortsvereln Berlin.) Sonnlag. den ö. Ja. nuar. abend« ü Uhr, Sitzung bei«-».Ii, Grünauerstt. ö Erscheinen jämt- sicher Milglieder unbedingt erlorderltch. gar den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publitum gegenüber teinerlei Berantwortung. Theater. Sonnabend, den 5. Januar. Anfang 7, Uhr. Rgl. Opernhaus. Siegfried Anfang 7 Uhr. Kgl. Schauspielhans. Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Deutsches. Das Wintermärchen. Weften. Cousin Bobby. Nachmittags 3, Uhr: Stindestreue und Weihnachtsfegen. Lorning. Der Freischüz. Leffing. Die Wildente. Anfang 8 Uhr. Schiller 0.( 28allner Theater.) Mathias Gollinger. Schiller Theater Charlottenburg. Minna von Barnhelm. Schiller N.( Friedrich Wilhelm. städtisches Theater). Der Familien. tag. Nenes Schauspielhaus. Der Helfer. Nachmittags 3 Uhr: Aschenbrödel. Kleines. Eine triviale Stomödie, Berliner. Sherlod Holmes. Komische Oper. Hoffmanns Er zählungen. Neues. Kinder. Zentral. Künstlerblut. Nachmittags 312 Uhr: Schneewittchen und die sieben Zwerge. Mesidenz. Florette und Patapon. Lustspielhaus. Husarenfieber. Deutsch Amerikanisches. $ Sorgenbrecher. Thalia. Eine lustige Doppelehe. Der Nachm. 4 Uhr: Hänsel und Gretel. Luisen. Die schöne Ungarin. Nachm. 4 Uhr: Dornröschen. Bernhard Rose. Berliner Raubvögel. Nachm. 4 Uhr: 1001 Nacht. Urania. Wissenschaftliches Theater. Im Theater nachm. 4 Uhr zu kleinen Sizilien. Preisen: 8 Uhr: Die Feuergewalten der Erde. Schiller- Theater N. Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Täglich 8 Uhr: Der Familientag. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Ballner- Theater). Sonnabend, abends 8 Uhr: Mathias Gollinger. Luftspiel in 4 Aufzügen von Dstar Blumenthal und May Bernstein. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Die rote Robe. Sonntag, abends& Uhr: Mathias Gollinger. Montag, abends 8 Uhr: Doppelselbstmord. Schiller- Theater, Charlottenburg, Bismardstraße, Ede der Grolmanstr. Sonnabend, abends 8 Uhr: Minna von Barnhelm. Luftspiel in 5 Aufzügen v. Gotthold Ephraim Leffing. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Die Räuber. Sonntag, abends 8 Uhr: Minna v. Barnhelm. Montag, abends 8 Uhr: Die Räuber. Refidenz- Theater. ZirkusSchumann Direktion Richard Alexander. Heute und folgende Tage Anfang 8 Uhr: Florette und Patapon. Schwant in 3 Aften v. M. Hennequin und Pierre Beber. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Eine Hochzeitsnacht. Luisen- Theater Reichenbergerstr. 34. Abends 8 Uhr: Die schöne Ungarin. Metropol- Theater Heute: gr.Metropol- Theater- Ball Beginn 11 Uhr. Morgen, Sonntag, den 6. Januar, Trianon. Bo ist der Bapa? Bor- nachmittags 3 Uhr: her: Die Schloßtellerei. Meirovol. Der Teufel lacht dazu. Gebr. Herrnfeld. Familientag im Hause Prellstein. Wintergarten. Saharet. Spezia litäten. Apollo. Die schöne Beftalin. Spe zialitäten. Kasino. Ledige Leute. Spezialität. Folies Caprice. Das Modell. Sereniffimus August XXVI. Josef Fleischmann. Prater Theater. Bertram. Baffage. Spezialitäten. Robert und Figaro. Der Kavalier. Die Klaue. Chikagoer Landwirt. Unterm Bett. Karl Haverland. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Walhalla. Spezialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Auf in's Metropol! Abends 8 Uhr: Der Tenfel lacht dazn. a Wizard Stone. Heute Sonnabend, den 5. Januar, abends präzise 7, Uhr: U. a.: Bum 2. Male: Die größte Sensation direkt aus Amerika Gine abfolute? Globe of Life? Mis Irene u. Mr. Novität! Berner Nea: 3 Frères Willé und die neuengagierten Spezialitäten. Um 9 Uhr: Die größte Bracht St. Hubertus. Die berühmten Ausstattungspantomime Sonntag 2 Gala- Borstellungen, nachm. 3, Uhr( ein Kind frei) und abends 7, Uhr. In beiden Vorstellungen: Globe of Life. astans Panopticum C Abends Friedrichstraße 165 Partei- Speditionen: Zentrum I: Fri 8inte, Mauerstr. 89. Zentrum II: Albert Hahnisch, Auguftstr. 50, Eingang Joachimstraße. 2. Wahlkreis, Süden und Südwesten: Hermann Werner, 2. Wahlkreis, Best en: Gustav Schmidt, Bülowstr. 52, Hof. Mittenwalderstr. 30. 3. Wahlkreis: St. Frib, Prinzenstr. 31, Hof rechts part. 4. Wahlkreis, Diten: Robert Wengels, Rüdersdorferstr. 3, am Küftrinerplaz. Wilhelm Mann, Petersburgerplaz 4( Laden). 4. Wahlkreis, Südosten: Paul Böhm, Laufigerplaz 14/15 ( Laden). 5. Wahlkreis: Leo 8ucht, Seibelstr. 42( Laden). 6. Wahlkrels( Moabit' und Hansaviertel): Karl Anders, Salzwedelerstr. 8, im Laden. Wedding: Karl Weiße, Wiesenstraße 41/42. Rosenthaler und Oranienburger Vorstadt: Hermann Raschte, Aderstr. 36, Eingang Anflamerstraße. Goethestraße, born I. Lichtenberg, Gesundbrunnen:. Trapp, Rügenerstr. 24, vorn part. links. Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, Lychenerstr. 123. Alt- Glienicke: Reinhold Schulz, Rudowerstr. 83. Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Seſenheimerstraße 1, Ede Wilmersdorf- Halensee: Georg Feese, Berlinerstr. 46, Laden. Friedrichsfelde, Wilhelmsberg: Otto Seitel, Kronprinzenstraße 50, I. Grünau: Otto Schröder, Wilhelmstr. 21. Rummelsburg, Boxhagen: A. Rofentranz, Mt- Borhagen 56. Rixdorf: M. Heinrich, Neckarstraße 2, im Laden. Schmargendorf: Gustav Staminsky, Cunostraße 2. Schöneberg: Wilhelm Baumler, Martin Lutherstr. 51, im Laden. Tempelhof: M. Müller, Berlinerstr. 41/42 Ober- Schöneweide: Julius Gru no w, Edisonstr. 10, I. Nieder- Schöneweide: Bonatowsky, Hasselwerderstr. 1 d. Der Räuberhauptmann v. Köpenick. Johannisthal: Franz Hünold, Bismardstr. 7. Letzte Die zusammengewachsenen Schwestern. Woche! 6 Uhr: Familien- Bier- Kabarett. Wochentags ohne Zirkus Busch. Heute abend 7%, Uhr. ( 36r. Brockmanns Radfahrt. i. Todes- Reifen. Ferner: Miß Dianda, dress. Affen, Hunde, Kakadus. 4 Springpferde Konkurrenz. Hrn. Ernst Schumann Neudreſsuren. Um 10 Uhr: ROM. Gr. Drigin. Ausft. Pantom. in 7 Bild. Die großen Kampfspiele imBirkus Caligula. Ring- u. Faustfämpfer, Bärentämpfe, Fechtergruppen 2c. pollo Brunnen- Theater Theater Abends 92 Uhr: Gesundbrunnen. Badstraße 58. Direktion: Bernhard Rose. Die schöne Vestalin. Morgen Sonntag nachmittags 3 Uhr, Operette. Mufit von Viktor Holländer. Vorher 8 Uhr: Im Theater nachmittags 4 Ur au Die neuen Spezialitäten. tleinen Preifen: Sizilien. Abends 8 Uhr: Die Feuergewalten der Erde. Sternwarte, Invalidenstr. 57/62. Ferdinand Bonns Sonntag, den 6. Januar: Nachu. 3 Uhr. Halbe Breise! Doppelvorstellung. Variété u. Operette Venus auf Erden von Baul Lincke. Berliner Theater. DERNHARD ROSE THEATER Heute und folgende Tage: Anfang 8 Uhr: Sherlock Holmes Theater des Westens Station Zoolog. Garten, Kantstr. 12. Abends 8 Uhr: Coulin Bobby. Frizz Werner a. G. Neues Schauspielhaus Seute nachmittag Aldenbrödel. 3 Uhr Abends 8 Uhr: Der Helfer. Sonntag 8 Uhr: Der Helfer. Neues Theater. Anfang 8 Uhr. Kinder. Sonntag: Kinder. Montag: Die Condottieri. Kleines Theater. Anfang 8 Uhr. Eine triviale Komödie für seriöse Leute. Sonntag uachm. 3 Uhr: Nachtasyl, Abends 8 Uhr: Eine triviale Romödie für seriöse Leute. Komische Oper. Abends 8 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Sonntag nachm. 3 Uhr: Carmen. Abends 8 Uhr: Lakmé. Montag: Pariser Leben. Große Frankfurterstr. 132 Nachmittag 4 Uhr bei einen Breifen: Gr. Kindervorstellung Abends 8 Uhr: bei boltstüftlichen 11 Extra- Entree. WINTER CARTEN SAHARET. Otto Reutter Kaufmann- Truppe, weibl. Radfahrer. Ein Ballabend in Paris, Ballet, ausgef. von der Tiller- Truppe, London. Johnson und Dean, Mulatten- Gigerln. Die 3 Schwestern Kloess, Gymnastische Produktionen. Howard und Harris, Amerikanische Excentrics. Adlershof: Erich Steuer, Roonftr. 8, I. Königs- Wusterhausen: Friedrich Baumann, Ludentvalderstraße 4b. Köpenick: Friedrich Woid, Grünftr. 4. Friedenau- Steglitz- Südende: H. Bernfee, Schloßftr. 115, Gartenhaus I, in Steglig. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. Mohr, Düppelstr. 32, und Fr. Schell hase, Ahornstr. 15 a. Mariendorf: Paul Müller, Bergstr. 35, Hof I. Baumschulenweg: Stod, Ernststr. 2, II. Treptow: Rob. Gramenz, Kiefholzstraße 412, Laden. Neu- Weißensee: Kurt Fuhrmann, Sedanstr. 105, parterre. Reinickendorf Ost, Wilhelmsruh und P. Gursch, Provinzstraße 108, II. Schönholz: Tegel, Borsigwalde, Wittenau, Waidmannslust, Hermsdorf und Reinickendorf- West: Paul Stienast, Borsigwalde, Schubartstraße 43. Pankow- Niederschönhausen: G. Freito al dt, Mühlenstr. 73. Bernau: Heinrich Brose, Hohesteinstr. 74, part. Eichwalde, Zeuthen, Miersdorf und Hankels Ablage: Alfons Graz, Eichwalde, Kronprinzenstr. 82, I. Teltow: Wilhelm e bler, Hobersteinweg 7. Nowawes: Wilhelm Jappe, Friedrichstraße 1. Spandan: Roppen, Jagowstr. 9. Außerdem ist sämtliche Parteiliteratur sowie alle wissenschaftlichen Ancilotti und gedankenlesender Berte dort zu haben. Auch werden Inserate für den ,, Vorwärts" entgegengenommen. Hund Pilu. Paul Cinquevalli, Jongleur. Floretta's Luftballet. Der Biograph. Ende 11 Uhr Die Cameliendame. Dramaties( Semälde in 5 Atten. Der Löwe des Tages. Die Cameliendame. WalhallaAbends 7 Uhr: Gesangsposse in 3 Aften. Passage- Theater. Abends 8 Uhr: Berlin Tausend und eine Nacht. Tausend und eine Nacht.paß auf! Berliner Raubvögel. Bitte ausschneiden. Kasino- Theater Berliner Prater- Theater Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr. Ledige Leute. Varieté- Theater Stomödie in 3 aften v. Felig Dörmann. Borher das bunte Januarprogramm. Bella, Schwant in 1 Aft v. M. Kramer. Sonntag 4 Uhr: Die beiden Champignol. Weinbergsweg 19/20 Am Rosenthaler Tor. Heute abend 8 Uhr: Die erste Sensation von 1907! Kosta Der Mann mit dem drehbaren Kopf. 14 gänzlich neue 14 Karneval- Spezialitäten Fröbels Allerlel- Theater Schönhauser Allee 148. Jeden Sonntag und Donnerstag: Berliner Raubvögel. Burleste in 2 Atten v. Leop. Gly. Konzert, Theater, Spezialitäten, Morgen nachm.: Die Schule d. Lebens. Gebr. Herrnfeldnig. Theater inla 8 Uhr. 7 Uhr Kommandantenstr. 57 Stallschreiberstr. 42-44. Familientag im Hause Prellstein Stomödie in 3 Aften mit den Autoren Anton und Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. Borverkauf 11-2 Uhr an den Theaterkassen bei A. Wertheim und Invalidendant. Rauchen in allen Räumen gestattet. Morgen: Dieselbe Vorstellung. W. Noacks Theater. Direttion: Rob. Dill. Brunnenftr. 16. Große Extra- Vorstellung. Erster Klassiker- Abend. Zum 1. Male: König Lear. Tragödie in 5 Aften v. W. Shakespeare. Anfang 8 Uhr Entree 30 Pf. Deutsch- Amerikanisches THEATER, Köpnickerstr. 67/68. Heute und jeden Abend 8 Uhr: Gastsp. Ad. Philipp. Der große Lacherfolg: Der Sorgenbrecher. Sonntagnachm. 3 Uhr halbe Preise: Lortzing Theater Ueber'n großen Teich." Bellealliancestr. 7/8. Abends 7, Uhr: Der Freischütz. Abonnements gültig. Sonntag nachm. 3 Uhr: Der Waffenschmied. Abends 8 Uhr: Der Wildschütz. Zentral- Theater. ( Oberette.) 3, Uhr halbe Preise: Schneewittchen. Abends 8 Uhr: Künstlerblut. Folies Caprice Linienstr. 132 Ecke Friedrichstraße. Dir. Felix Berg. Das Modell. Serenissimus August XXVI. Josef Fleischmann. Anfang 8 Uhr. Vorverk. 10-2 a. d. Theaterk. u. b. Wertheim. Musik von Rudolf Nelson. In den Hauptrollen: Josefine Dora, Paulette van Roy, Albert Kühne, Martin Bendix. Außerdem: Die glänzenden Stets erstklassige Riesenspielfolge. Nach der Vorstellung: Gr. Tanz. Tanzleitung: B. Sachse. Anf. Sonntag 5, Donnerstag 8 Uhr. neuen Spezialitäten f. Januar.Trianon- Theater. Abends 8 Uhr: Palast- Theater. 200 ist der Papa? Wo Vorher: Die Schloßtellerei. Burgstr. 24, 2 Min. v. Bahnhof Börse Sonntag nachm. 3 Uhr: Der Haus. Täglich 8 Uhr. Entree 50 Pf. Der Riesen- Januar- Spielplan. U. a.: The Romeos, japan. Aft. 4 Silbersterne, afrobatisches Potpourri. Geschieden. Schwant in 1 Att. 12 erstklassige Nummern! Familienkarten, zum halben Kaffenpreise gültig, in allen Barbier, Friseur u. Bigarrengeschäften gratis. I freund. Kottbuser 4a. Sanssouci, Strea Direktion Wilhelm Reimer. Sonnt, Montg., Donnerst.: Hoffmanns Nordd. Sänger Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Zum Schluß: Neu! Christmarkt. Anfang Bochentags 8, Sonntags 7 Uhr. Polosseum Dresdenerstr. 97. 12 erittlaffige Schlager 12 und Tanz- Kränzchen. Sonntag und Montag: Große Elite- Soireen 8 ( Durchweg neues Progr.) Sonnt. Bg. 5, Wochent. 8 U. Nächsten Mittwoch: Theater- Abend. & Konzertsaal: Wiener Schrammeln. Kastanien- Allee 7-9. Sonnabend, den 5. Januar 1907, nachm. 4 Uhr, Kinder Vorstellung: a Hänsel u. Gretel. Otto Pritzkow, Münzstr. 16, Welt- AusstellungsBiograph-( St. Louis) Theater lebender Photographien mit abwechselndem Abnormitäten- Progr. Verbindung mit größter FilmsFabrik Frankreichs, daher täglich neueste Bilder. Den ganzen Tag Vorstellung. Dr. Schünemann 35112 Spezial- Arzt für Hant- und Harnleiden, Frauenkrankheiten. Friedrichstr. 203, Ecke Schüßenftr. 10-2, 5-7, Sonnt. 10-12 Uhr. Schankgeschäft 1. April 2000 m. stehen bleiben. 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Konkurrenz und Erhöhung der Frachtraten durch Abschaffung der Rabatte. Witterungsübersicht vom 4. Januar 1907, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer. fland mm Wind. richtung Windstärke Better 6 bedeckt Zemp. n.. 6° G.= 4° Я. Stationen Barometer. tand mm Wind. richtung Windstärke Beller 2 Haparanda 760 DSD 2 wolkig 4 bedcdt 3 bedeckt 5 Schnee 1 Petersburg 754 D 3 Scilly 3 Aberdeen 2 Paris Kraftfahrzeug A.-G. Die Verwaltung legt den ersten Geschäftsbericht vor. Es heißt darin:„ Der Zeitraum, über den der Vorstand Der Stahlwerksverband ist augenblicklich ernstlich mit feiner zu berichten hat, umfaßt die Zeit vom 2. Mai 1906, dem Datum Neubildung beschäftigt. Troß erheblicher Differenzen rechnet man der Eintragung unserer Gesellschaft, bis zum 30. September 1906... in eingeweihten Streifen mit einem vollen Erfolge der schwebenden Es ist uns gelungen, durch günstige Abmachungen das gesamte Verhandlungen. Es ist bemerkenswert, daß der Jahresbericht der Stammkapital der Firma Loeb u. Co. G. m. b. H. in Höhe von Düsseldorfer Börse gerade den jezigen Zeitpunkt benüßt, um die 54 000 m. zu pari, also zum Preise von 54 000 m. zu erwerben. Geschäftsführung des Verbandes ziemlich scharf zu tadeln. Die Nachdem die Firma Loeb u. Co. G. m. b. H. ihrerseits den Gewinnfragliche Stelle des Jahresberichts lautet:„ Obwohl die weiter anteil eines Gesellschafters in Höhe von zwei Drittel des Rein- Swinemde. 746 SW verarbeitende Industrie die Vorteile des Stahlwverksverbandes willig gewinns durch eine einmalige Barzahlung von 65 000 M. zur Ab- Hamburg 751 SW 5 Schnee anerkennt und auch die höheren ihr diftierten Preise in den Kauflösung gebracht hat, fließt nunmehr der gesamte Reingewinn der Berlin 751 nimmt, hört man doch auch Klagen aus diesen Kreisen darüber, daß Firma Loeb u. Co. G. m. b. H. unserer Gesellschaft zu. Die er- Frantj.a.M. 756 S die Lieferungsverpflichtungen in ungenügender Weise erfüllt werden wähnte einmalige Abfindung in Höhe von 65000 m. gelangte bereits München 758 S2 und die größeren Hüttenwerte ihren Lieferanten, insbesondere den in der diesjährigen Bilanz der Firma Loeb u. Co. G. m. b. H. voll Maschinenfabriken, ein zu geringes Entgegenkommen zeigen." Die zur Abschreibung." Abnehmer müssen sich die Preise diftieren lassen, werden womöglich schlecht bedient und nachher wieder als Lieferanten mehr oder weniger gedrückt. Das sind Vorwürfe, die auf einen Mißbrauch der Ueber macht des Stahltverksverbandes hindeuten. Hier heißt es, Gegen maßregeln zu ergreifen, namentlich Gegenorganisationen der Abnehmer zu bilden, damit dem foalierten Angebot auch eine vers einigte Nachfrage gegenübersteht. Vorher werden die Klagen über den Mißbrauch der Uebermacht der Kartelle ihren Abnehmern gegen über nicht verstummen. Das Gewinn und Berlustkonto schließt mit einem Nettogewinn von 120 196,21 M., der auf Vorschlag der Verwaltung wie folgt verwendet werden soll: 10 Prog.( 12 000 m.) Reservefonds, 5 Proz. ( 30 000 M.) Dividende, 17 496 M. Tantieme- Rückstellung für den Aufsichtsrat, 10500 M. Tantieme für den Vorstand, 7 Broz.( 42000 m.) Superdibidende, 8200,21 m. Vortrag. haben sich fämtliche Eisenbahngesellschaften in England zu einem Eisenbahntrust in England. Nach der Zeitung Western Daly" VI. Wahlkreis. 6 öffentliche Wähler- Versammlungen. Montag, den 7. Januar, abends 8 Uhr: Fröbels Allerlet- Theater, Schönhauser Allee 148. Brauerei Groterjahn, Schönhauser Alle 130. Dienstag, den 8. Januar, abends 8 Uhr: Swinemünder Gesellschaftshaus, Kösliner Hof, Köslinerstr. 8. Swinemünderftraße 42. Artushof, Perlebergerstr. 26. Kronen- Braueret, Alt- Moabit 47-49. Tages- Ordnung: Der Reichstags- Wahlkampf. Referenten sind die Genossen: Jul. Borchard, Bernh. Bruns, Dupont, Paul Hirsch, Ledebour, Ströbel. Zu zahlreichem Besuch ladet ein 246/4 Das sozialdemokratische Wahlkomitee. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Telephon 4, 3578. Zahlstelle Berlin. Telephon 4, 3587. Vergolder! Sonntag, den 6. Januar, vormittags 10 Uhr, bei Merkowski, Andreasstraße Nr. 26: Sitzung der Branchenkommission und der Vertrauenslente Zages Ordnung: 1. Bericht der Branchenkommission. 2. Ausgabe der Karten für das Jahr 1907. 77/3 Pflicht der betreffenden Kollegen ist es, pünktlich zu erscheinen! Der Branchenleiter. Emil Dehlert, Berlin O. 17, Rangefir. 38, II. Möbelpolierer! Montag, den 7. Januar, abends 8, Uhr, in den„ Andreas. Festfälen, Andreasstraße 21: Branchen- Verfammlung Zages Ordnung: 1. Bericht der Branchenleitung. 2. Diskussion. 3. Branchenangelegenheit: Wahl der gesamten Branchenleitung. 4. Berschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden organisierten Kollegen, in dieser Versammlung, ber Wichtigkeit wegen, zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Obmann. Die Frauen und die Politik Bon Lily Brauu. Preis 60 Bfg. Agitations Ausgabe 20 Bfg. In warmen, zu Herzen bringenden Worten fordert bie Berfasserin die profetarischen Frauen auf gu tätiger Mitarbeit bei den Organisations. bestrebungen der Arbeiter. Die Rebolution der Maschine hat die Frau der Ausbeutung des Rapitalismus überantwortet; die Maschine ebnet aber auch den Weg zur Befreiung der Frau aus den ökonomischen, rechtlichen und fittlichen Feffeln, in die vergangene Zei ten sie geschlagen haben. Die Berfasserin zeigt, wie dieses Biel erreicht werden kann. Buchhandlung Vorwärts Berlin SW. 68, Lindenstr. 69 Sozialdemokratischer Verein für den 5. Berliner Reichstagswahlkreis. Unser treues Mitglied, der Gasttvirt Gustay Kürbis ( VII. Abteilung.) ist am Donnerstag verschieden. Die Beerdigung findet Sonntag, den 6. d. M., nachmitt. 14 1hr, von der Leichenhalle der Philippus Apostel- Kirche, Müllerstraße, aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 215/2 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Berivaltungsstelle Berlin. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unjer Mitglied, der Mechaniker Bruno Lehmann gestorben ist. Ehre seinem Andenken! 110/5 Die Ortsverwaltung. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tapezierer ( Filiale 2). Am 2. Januar verstarb unser langjähriges Mitglied, der Kollege 0. Schultz am Haidestr. 54. 7116 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 6. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Zeichenhalle des Gnaden Kirchhofes, Barfusstraße, aus statt. 0 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Stranz spenden bei dem Hinscheiben meiner unvergeßlichen, lieben Frau und unferer Herzensguten Mutter Auguste Müller 717b sprechen wir an dieser Stelle unseren verbindlichsten Dank aus. Heinrich Müller, Buber, nebst Kindern, Putbuserstraße 18. Wien Temp. n. 6. Bot of 92812 2 Schnee-12 769 WNW 5 bedeckt 763 WNW 4 heiter 765 WNW 3 wolten! 757 WSW 1Nebel Wetter Prognose für Sonnabend, den 5. Januar 1907. Etwas tälter, bei mäßigen nordwestlichen Winden und veränderlicher Bewöllung ohne erhebliche Niederschläge. Berliner Betterbureau. Wafferstand am 4. Januar. Elbe bei Auffig-Meter, bei Unstrut bei Dresden 1,48 Meter, bei Magdeburg+1,04 Meter. Straußfurt- Meter. Dder bei Ratibor+1,29 Meter. bei Breslau Unterbegel Neiße mündung+ 2,14 Meter. Dder bei Brieg+1,88 Meter. Dder 1,44 Meter.( Großschiffahrt geschlossen.) Arbeiter- Raucher- Bund Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied Franz Weimann aus Klub Lustige Sieben" am 1. d. M. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 5. d. M., nachmittags 2, Uhr, von der Leichenhalle des neuen Rigdorfer Kirch hofes am Mariendorfer Weg aus statt. Am 2. d. M. verstarb das Mit glied Adolf Simon aus Klub„ Columbus". am Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet Sonnabend, den 5. d. M., von der Leichenhalle des Heil. KreuzKirchhofes in Mariendorf aus statt. 2/3 Der Vorstand. Nach kurzem, aber schwerem Leiden verschied sanft am 3. d. M., bormittags 10 Uhr, meine innig geliebte Frau, unsere liebe gute Mutter, Schwieger und Groß mutter, Schwester und Schwägerin Karoline Göricke geb. Hahn im 69. Lebensjahre. Dies zeigt im Namen aller Hinterbliebenen tiefbetrübt an Karl Göricke. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 6. Januar, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Rigdorf, Ringbahnstraße 31, aus nach dem Neuen Jakobi- Kirchhof, Hermannstraße, statt. Danksagung. 35742 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Baters Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Baters, des Puters Wilhelm Zacharias fagen wir allen Berwandten, Betannten sowie Kollegen, insbesondere dem Gesangverein der Buzer, unferen herzlichsten Dant. 7185 Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meiner guten Frau Anna Schulz sage hiermit meinen Stollegen und Bekannten sowie den Mitgliedern des 6. Wahlkreises und des Arbeiter. Schwimmvereins" Nord" meinen herzlichsten Dank. 719b Karl Schulz. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die außergewöhnlich prächtigen Kranzspenden, die uns an läßlich des Ablebens meiner geliebten Frau, Mutter und Schwiegermutter durch Verwandte, Freunde, Kollegen und Genossen, insbesondere dem Ge nossen Walded Manasse für seine zuz Herzen gehenden Worte am Grabe der Entschlafenen erwiesen worden find, sprechen wir auf diesem Wege unseren tiefempfundenen Dant aus. Albert Knapp, Gastwirt, Paul Knapp u. Schwiegertochter, 7165 Grünthalerstr. 5. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Vaters, Schwieger- und Großbaters fagen wir allen besten Dank. Insbesondere danken wir dem Ge7206 fangverein Männer- Chor". Alfred Fischer und Frau nebst Kindern. Elisabeth u. Anna Fischer. Danksagung. 110/6 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung des Kollegen Adolf Schaewe jagen wir allen unseren besten Dant. Albert Draeger. Paul Pawlowitsch. Karl Lisczynski Verlag G. Birk& Co. fagen wir allen Verwandten, Kollegen und Bekannten, sowie den Mitgliedern des Zentralverbandes der Schuhmacher Deutschlands, Filiale Berlin, unseren herzlichen Dank. Witwe Liszcynski nebst Kind. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zablitelle Rixdorf. München. In den nächsten Tagen er7095 scheint Sonntag, den 6. Jannar, vormittags 11%, Uhr, bei Hoppe, Hermannstraße 49: Das 3546L* persönliche Regiment. Reden und sonstige öffentliche Aeußerungen Wilhelm II. Zusammengestellt von Wilhelm Schröder. Preis M. 1.-. 208 Seiten. Außerordentliche General- Versammlung. Bestellungen werden schon jetzt Zages Drdnung: Bericht über die Verhandlung von der entgegengenommen. Bahlstellen- Konferenz. Möbelpolierer Rixdorfs! Donnerstag, den 10. Januar, abends 8%, Uhr, bei 29 ilke. Hermannstraße 213: Branchen Versammlung. 77/6 Tages Drdnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Neuwahl des Obmannes. 4. Berschiedenes. Es ist Ehrenpflicht sämtlicher Stollegen, in beiden Bersammlungen zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Verband der haugewerblichen Hülfsarbeiter Deutschlands. XX Zweigverein Berlin u. Umgegend. Achtung! Achtung! Allen Gruppen wie Sektionsmitgliedern zur besonderen Kenntnis, daß die Aufstellung der Kandidaten zum Verbandstage stattfindet, dieses jedoch nur in den Bezirksversammlungen laut Wahlreglement erfolgt. Aus diesem Grunde ist es daher notwendig, daß die Mitglieder der Wer Stoff hat, fert. HerrenAnzug 20 M., ohne Konkurr., 2 Anpr., beste Zutat. Für guten Siz gold. Medaille. Ludw. Engel, Prenzlauer Str. 23, II. Alleganderpl. Gegr. 1892. Gustav Behrens Theater, Berlin O., Frankfurter Allee 85. Das einzig dastehende Gruppen und Sektionen die Versammlung ihres Bezirkes Elite Jannar Programm. besuchen. Alles Nähere wird in den betreffenden Bezirksbersammlungen bekanntgegeben. Der Zweigvereinsvorstand. 24 Nummern. Anfang 7%, Uhr. Sonntags 4 Uhr. T Warenhaus Hermann Tietz LEIPZIGERSTRASSE Wegen Inventur- Aufnahme bleiben unsere Warenhäuser ALEXANDERPLATZ heute Sonnabend geschlossen. Beadlen Montag den 7. Januar beginnt der Inventur- Verkauf. In allen Abteilungen enorm ermässigte Preise Sie unser SonntagsInserat! uggenhagen Moritzplatz H. Greifenhagen Nachf. Bockbier Fest Brunnenstr. 17| 18. Alpen. ASS Tigl.: Doppel- Konzert. Veteranenstr. 12. 罐 Der diesjährige Inventur- Räumungs- Verkauf beginnt heute Sonnabend, den 5. Januar. Um zur kommenden Saison mit vollständig neuen Waren zu beginnen, haben wir uns dieses Mal zu Opfern entschlossen, wie wir es bisher noch nicht getan haben, und bringen unsere sämtlichen Winterwaren zu ganz hervorragend billigen Preisen zum Verkauf. 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