97 Mr. 275. Gefcheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: BiertelNibeltch 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pig. Bost- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 wt., für das übrige Ausland 3 mt. pr.Monat. Eingetr. in der Boft- geitungs- Preistifte für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg: Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfa Inferate für die nächste Mummter mrüffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochens tagen bis 7 1hr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Ror: mittags geöffnet. Sernfred- Aufchlug amt 1, Mr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bum Parteikag. I. Mittwoch, den 23. November 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " Bartei. Scharfe, rücksichtslose Kritik nach außen, scharfe, und kein Groll entstehen kann und die Feinde, die wir rücksichtslose Kritik nach innen. in alle Falten, in das innerste Wesen und Treiben der Die Sozialdemokratie hat die Kritik nicht zu fürchten, Partei hineinblicken lassen, und unter deren Augen unser Der Parteitag ist gestern, Montag, den 21. November, wie alle unsere Gegner, welche für eine verlierende, für Arbeiterparlament tagt, sie werden sich überzeugen, daß die geschlossen worden, nachdem er Montag, den 14. November, eine verlorene Sache kämpfen und zu Mitteln gezwungen Partei keine Geheimnisse hat, und nichts zu verhüllen oder zufammengetreten war. Er hat also volle acht Tage ge- sind, welche das Licht der Deffentlichkeit zu scheuen haben. zu beschönigen. Nein, wir haben keine Geheimnisse, dauert so lang wie der längste, und länger als die wir haben nichts zu verbergen. Frei und und gerade das ist das Geheimniß unseres Erfolgs. Wir meiften aller früheren Kongresse unserer Partei. Charakter war ein wesentlich praktischer Sein fühn lassen wir unsere Fahnen fliegen im Licht Sozialdemokraten verkünden was wir wollen, verschleiern es war der Sonne; frei und kühn bekennen und verfechten nichts und geben uns wie wir sind. Wo ist die an ein Geschäftskongreß - so weit man von einem poli- wir gegen jedermann, was wir sind und was wir bere Partei, die Gleiches von sich sagen tischen Kongreß diesen Ausdruck gebrauchen tann. wollen als einzige Partei, die das gemeine Beste, das kann? Wo die andere Partet, die wie Nachdem die Partei sich in Halle ihre neue Drga- Gemeinwohl erstrebt und den Widerspruch zwischen Handeln wir es thun- im Angesicht ihrer Gegner nisation, in in Erfurt unter Abstoßung der faulen und Ideal, wie er durch die verlogene, heuchlerische, bis ins ta gen, ihre gesammte Parteithätigteit in Glemente, ihr neues Programm gegeben hatte, fiel dem Mark faule Welt des Kapitalismus sich klaffend hindurch das Tageslicht ziehen und der freiesten, Parteitag in Berlin naturgemäß die Aufgabe zu, das zieht, als unsittlich verdammt. Unser Handeln soll unserer rückhaltlosesten Kritik überliefern tann?" praktische Wirken der neuen Organisation uno des neuen Lehre entsprechen. Jeder Sozialist hat den Sozialismus zu Ja, wo ist die andere Partei, die all' ihre Verhältnisse Programms zu prüfen, Besserungsbedürftiges zu beffern Leben, durch sein Leben zu beweisen, daß er anders und all' ihre Angelegenheiten so öffentlich, unter den Augen und nach allen Seiten hin Regelung und Klarheit zu bringen als jene Brediger des Christenthums, die nach dem Sprich- aller anderen Parteien, die ihr allesammt feindlich sind, bein die Angelegenheiten der Partei. Auf der Tagesordnung wort, gleich den Straßenwegweisern den Weg zwar zeigen sprechen und verhandeln könnte? Angesichts dieser einen standen deshalb mit Fug und Recht nur praktische Fragen, die aber nicht gehn den Sozialismus nicht blos im Mund Thatsache: der unbeschränkten Deffentlichkeit unseres Parteijedoch selbst die Berwaltungsfragen mit eingeschlossen hat, sondern auch im Herzen, und daß er das erhabene tages, erscheint das Mäkeln und Spötteln der Gegner gar sämmtlich auch der prinzipiellen Bedeutung nicht ermangelten. Es Menschheitsideal des Sozialismus in seiner Person nach jammervoll kleinlich. Mit dem boshaften Behagen von war eine ungewöhnlich reiche Tagesordnung, und mit alleiniger Möglichkeit zu verwirklichen strebt. Propaganda ist unsere Hämmlingen weisen sie höhnend auf die Fehler und Mängel Ausnahme der Referate über die wirthschaftliche Lage und den Haupt waffe. Und die Propaganda des Beispiels ist so hin, die wir selber gezeigt. In ihrer Impotenz be Antisemitismus ist die Tagesordnung vollständig erschöpft, nothwendig wie die Propaganda des Wortes und der greifen sie nicht, daß nur die Stärke und das Bewußtsein und überdies noch ein weiterer Puntt:" Die Stellung der Schrift- ja sie ist noch unentbehrlicher, da ohne sie der Stärke solche rückhaltlose, ja solche rücksichtslose Kritik Bartei zum Staatssozialismus" erledigt worden. Die jede andere ihre Wirkung verliert. Eine Partei, deren und Selbstkritik üben und vertragen können, wie wir ste Nichtung, in der die beiden abgesetzten Referate sich bewegt Mitglieder das Gegentheil deffen thun, was sie befürworten, allezeit geübt haben, und wie sie im ausgedehntesten hätten, ist in ausführlichen Resolutionen angezeigt, denen schlägt durch die Praris ihre Theorie todt und begeht Maße auf dem letzten Parteitag geübt worden ist. der Kongreß seine einhellige Zustimmung gegeben hat. Die Selbstmord. " ehr Daß eine junge, so wunderbar schnell wachsende Partei Debatten find in eingehendster Weise und fast durchweg Scharfe, rückhaltlose Kritik übt Ihr; wie die unsrige nicht über Nacht fir und fertig sein fann fachlich geführt, und teine Frage ist übers Knie gebrochen scharfe Worte fliegen hinüber und herüber scharfe mit ihren Einrichtungen, das liegt in der Natur der Menschen worden. Der bethlehemitische Kindermord", der sonst den Worte und spitz wie Pfeile aber nicht vergiftet und Dinge. Wie einer der Delegirten sagte: Schlußatt der Tagung von Kongressen( wie von gesetzgebenden liche Kritik, Freundeskritik. Unsere Partei ist so rasch gewachsen und so groß geBarlamenten) zu bilden pflegt, blieb uns diesmal erspart. Die scharfe Kritif, die wir Sozialdemokraten unter worden, daß wir für sie noch nicht die erforderliche Summe Kein Delegirter ist nach Hause zurückgekehrt mit dem uns," an einander und gegen uns selbst üben, ist unseren von geschulten Kräften haben. Wir sind in ähnlicher Lage, bitteren Gefühl, daß irgend ein Antrag, der ihm und Feinden etwas ganz Unverständliches; in ihrer Beschränkt wie das Volk der Vereinigten Staaten die neue Welt seinen Wählern wichtig erschien, vom Parteitage nicht heit schieben sie ihr eigenes Wesen uns unter, und können ist so groß, daß die Bewohner sie noch nicht ausfüllen, und mit genügender Achtung oder Aufmerksamkeit behandelt sich aus ihrer stickigen Atmosphäre der Uuwahrheit, des für die Kultur nur das Nothwendigste thun können. So worden sei. Trugs und des falschen Scheins nicht herausversehen in die müssen wir, weil es uns noch an geschulten Kräften fehlt, Die Debatten waren mitunter lebhaft, ja leidenschaft frische kräftige Luft der Natur, der Wahrheit und der, jede vieles ungethan lassen und auf die Hauptsache unser Augenlich verschiedene Wolken und Wölfchen standen am Schminke verachtenden Manneskraft. Wenn wir im Aus- mert und unsere Thätigkeit richten." Rongreßhimmel oder zogen im Laufe der Verhandlungen tausch der Gedanken und Gefühle frei heraussprechen aus Die neue Welt jenseits des Atlantischen Ozeans ist trog auf, aber als der Rongreß auseinander ging, waren alle voller Brust, die Worte nicht auf der Goldwaage wägend alle dem und alledem größer und mächtiger, als die alte Welt, Wolken und Wölkchen zerstreutes herrschte Eintracht im Widerstreit der Meinungen, und die Klingen aufein- die überlegen die Nase rümpft, weil sie chinesisch aus und Harmonie unter den Delegirten, und die Geschäfte der ander sausen lassen, daß die Funken sprühen, dann jubeln gearbeiteter ist im Einzelnen. Partei waren wohlgeordnet. diese Eunuchen:" Seht, sie zerfleischen sich unter sich Und so steckt in der neuen Welt der Sozialdemokratie In der Fest- Zeitung" für den Kommers, der am selbst, wie die Saat des Kadmus, sie sind ge- tausendmal mehr gesunde moralische, geistige und materielle borigen Mittwoch die Delegirten des Parteitages mit spalten", die Partei löst sich auf!" Und wir, wir lachen Kraft, als in der greisenhaften, übertünchten und ge den Berliner Cenoffen vereinigte, heißt es in dem Will- wir erfreuen uns an diesen Kampfspielen, an diesen Tur- schminkten alten, abgelebten Welt der kapitalistischen tommgruß( Willkommen in Berlin"): nieren des Geistes, wir stählen unsern Arm, üben unsere Parteien mit ihrer glatten Hohlheit und ihrer byzantinischScharfe, rücksichtslose Kritik habt Ihr zu üben. Das Kraftstärken uns und die Partei. raffinirten, äußerlich gleißenden, innerlich verrotteten Kultur. eid Ihr der Partei schuldig. Denn die Kritik ist unser So ist es auch auf diesem Parteitage. Jeder sagt, Lebenselement, ohne Kritik die Bersumpfung, der Tod der was er auf dem Herzen hat, so daß kein Groll zurückbleibt Feuilleton. Nagbrua verboten.) Bel- Ami. [ 20 10 Roman von Guy de Maupassant. Eine große Brünettte beobachtet uns fortwährend", fagte sie plöglich zu Duroy. Eben dachte ich schon, Sie wollte uns anreden. Ist sie Dir nicht aufgefallen?" " Nein," erwiderte er, Du mußt Dich täuschen." Er hatte sie aber schon lange bemerkt. Rachel war es, die mit zornigen Augen und heftigen Worten auf den Lippen um fie herumftrich. " Er drehte sich nicht um. " Nun, bist Du denn seit Donnerstag taub geworden?" fuhr sie fort. Er erwiderte nichts und machte ein Gesicht, als hindere ihn seine Verachtung, mit einem solchen Geschöpf auch nur ein Wort zu wechseln. Sie begann zu lachen, wüthend zu lachen und sagte: " Du bist also wirklich ganz stumm? Madame erlaubt Dir wohl das Reden nicht?" Er machte eine zornige Bewegung und rief auf gebracht: Was fällt Ihnen eigentlich ein? Wie kommen Sie dazu mich anzureden? Scheeren Sie sich, oder ich laffe Sie verhaften." zuhalten. Doch Duroy, der sie endlich erreicht hatte, entriß fie ihnen gewaltsam und zog sie auf die Straße. Sie sprang in eine leere Droschke, die vor dem Theater hielt. Er sprang ihr nach, und als der Kutscher fragte: " Wohin soll es gehen, Herr?" rief er:" Fahren Sie nur zu. Ganz gleich wohin!" Der Wagen setzte sich langsam in Bewegung und rumpelte über das Pflaster. Clotilde war die Beute einer Art von Nervenanfall, hatte die Hände vor das Gesicht gepreßt und schluchzte und rang nach Athem. Duroy wußte nicht, was er thun und sagen sollte. Als er sie weinen hörte, stammelte er schließlich:„ Clo, geliebte Glo, so hör' doch, so laß Dir doch erklären! Ich bin ja nicht Schuld daran. Früher... vor langer Zeit hab' ich das Frauenzimmer kennen gelernt." ,, Was!" heulte sie mit flammenden Augen und zorngeschwellter Brust, so willst Du mir kommen. Lass' Dich Sie wies ihm plöglich das Gesicht, und mit der Wuth Duroy war dicht an ihr vorübergekommen, als er sich doch begraben, Du Affe! Grüßen kannst Du mich wenigstens eines liebenden und verrathenen Weibes, einer wilden durch die Menge wand, und sie hatte mit einem Augen Weil Du mit einer andern da bist, brauchst Du noch lange Wuth, die ihr Worte verlieh, stammelte sie in athemlosen, winkern, das so viel wie: ich verstehe schon" hieß, nicht so zu thun, als kenntest Du mich nicht. Hättest Du abgebrochenen, fliegenden Säßen: Oh!.. Du Wicht... ganz leise Guten Tag" zu ihm gesagt. Doch er mir blos ein Zeichen gemacht, als ich eben bei Dir vorbei- Du Schuft, der Du bist.. Ist es möglich?.. Die batte aus Furcht, seine Geliebte könnte es bemerken, tam, so hätte ich Tich in Ruh' gelassen. Du wolltest aber Schande!... Oh mein Gott!.. Oh mein Gott!... Die Schande... Du thren höflichen Gruß unerwidert gelaffen und war stolz und den Stolzen herausbeißen, das will ich Dir anstreichen! Schuft... Du Schuft!... frostig mit verächtlich gekräufelten Lippen an ihr vorüber- Du sollst mich noch kennen lernen! Was! Nicht einmal Sie fand kein anderes Wort und wiederholte fortgeschritten. Von unbewußter Eifersucht angeftachelt, war Guten Tag" willst Du zu mich sagen, wenn ich Dich während: Schuft!... Schuft!..." das Mädchen noch einmal an ihm vorübergeglitten und treffe hatte wieder, diesmal aber lauter Guten Tag, Georges" Sie hätte noch lange fortgeschrieen, doch Fran von Jut ihm gesagt. Marelle hatte die Logenthüre geöffnet, floh durch die Menge und suchte verwirrt nach dem Ausgang. Wieder hatte er nicht geantwortet. Nun legte sie es erst recht darauf an, von ihm erkannt und gegrüßt zu werden, tam unaufhörlich an ihre Loge heran und spähte hach einem günstigen Augenblid. Als sie fah, daß Frau von Marelle sie mustere, berührte e Duroy's Schulter mit der Fingerspize. Guten Tag," lagte fie, wie geht's denn?" Duroy stürzte ihr nach und suchte sie einzuholen. Als Rachel fie fliehen sah, stieß sie ein Triumphgeheul aus: ,, haltet sie! Haltet sie! Sie hat mir meinen Liebsten gestohlen!" Das Publikum lachte. Zwei Herren faßten aus Spaß die Fliehende an den Schultern und suchten sie zurück " 1 Plötzlich bog fie sich zum Wagen heraus, zog den Kutscher am Aermel und rief:„ Halten Sie!" Danu öffnete sie den Schlag und sprang auf die Straße. Georges wollte ihr folgen, sie aber schrie so laut, daß sich Leute um sie herum sammelten: Du bleibst im Wagen!" Aus Furcht vor Skandal blieb Duroy unbeweglich sitzen. " Jun zog sie ihre Börse aus der Tasche und suchte beim Schein der Laterne nach Geld. Als sie zwei Frauts fünfzig, zusammen hatte, drückte sie sie dem Kutscher in die Hand Politische teberlicht. Berlin, den 22. November. Tage ein nicht wie sie ausdrücklich zum Amte des Warners| letzten Sonntag eine von mindestens 4000 Personen und Mahners bestellter deutscher Gelehrter im Drange besuchte Volksversammlung und stellte eine besondere patriotischen Pflichtgefühls öffentlich bezeugt hat: die Wahr Kandidatenliste auf, in welcher die Mehrheit der heit, daß unser herrliches Deutsches Reich sich im Nieder- Kandidaten der Sozialdemokratie, und Der Reichstag steht unter dem Zeichen des Mar 3. die Uebrigen gang befindet. Wie aus der Thronrede erhellt, wird die Session sich fast den freisinnigen bürgerlichen Parteien angehören, aber Ganz richtig, die nationalliberale Partei ist im Nieder- nicht auf der gegnerischen Kandidatenlifte stehen. ausschließlich um die neue Militärvorlage nebst Rubehör gang, folglich ist auch das Reich im Niedergang, denn das Die Volksversammlung erklärte sich auch, auf Antrag hes drehen. Mehr Soldaten, mehr Ausgaben, mehr Steuern! Reich das sind wir denken die Nationalliberalen. Wir Genossen Joest, für Aufhebung des städtischen Ottrois, des Außer der neuen Militärvorlage und den damit in Ver- wollen da nicht widersprechen. Und fügen nachstehend Bolls auf die in die Stadt eingeführten Lebensmittel. bindung stehenden Steuer- Gesezentwürfen sollen„ dem noch einige hübsche Tiraden aus dem fraglichen Wasch- Gegen diese Steuer, welche die Bevölkerung nicht nach dem Reichstag nur noch solche Vorlagen zugehen, deren Erzettel an: ledigung besonders dringlich erscheint". Und auch diese Einkommen, sondern nach der Kopfzahl belaste, also ihr Haupt Im übrigen erwartet die Nation bei der ersten Lesung gewicht auf die arbeitende Bevölkerung lege, hob er auch besonders dringlichen" Borlagen dürften den Reichstag des Reichshaushaltes ein Gewitter, das die Atmosphäre viel kaum viel beschäftigen. Denn neben dem Kriegsgott steht leicht nicht reinigen, aber den Machthabern zeigen wird, wie die großen Erhebungskosten hervor. Das Ottroi ergebe schon der Senseumann, der seine Hippe schon geschwungen furchtbar schwül und geladen die Luft in den Thälern ist, wo eine Einnahme von 552 000 Mart, von denen die Ers hat, um dem Reichstag, falls er nicht Ja und Amen sagt, das Voll athmet und grollend Stein auf Stein von dem stolzen hebungskosten allein 158 000 Mart, also 28,6 pt. ver den Lebensfaden abzuschneiden. und starken nationalen Bau der Väter abtragen sieht. Es schlingen. sind die besten Theile der Nation, die treuesten Anhänger des Kaisers, die am tiefsten von Besorgnissen wegen der Zukunft, In Abgeordnetenfreisen glaubt man ziemlich allgemein an die Auflösung. ,, Die freundlichen Beziehungen, in welchen wir zu allen Mächten stehen", welche die kaiserliche Thronrede hervorhebt, stimmen nicht sehr zu der gebieterischen Pflicht", mit durchgreifenden Mitteln die Wertheidigungsfähigkeit des Reiches fortzubilden. Es mag für den Haushalt der einzelnen Bundesstaaten", d. h. der einzelnen Regierungen eine Beruhigung gewähren, daß das Reich seinen Mehr bedarf für den Militarismus durch besondere Reichssteuern aufbringt, für die große Voltsmenge aber dürfte es nicht gleichgiltig sein, daß das Hauptgewicht der Last wieder auf ein Hauptgenußmittel des Bolts, das Bier, gelegt wird. " 1 und Die Arbeitskraft der Reichstags- Abgeordneten soll geschout werden, verheißt die Thronrede. Für diese Schonung" wird das Volk wenig dankbar sein ebenso wenig der Theil der Reichstags- Abgeordneten, die fich als wirkliche Bolts vertreter betrachten. Hunderte Bedürfnisse auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens harren der gesetzgeberischen Befriedigung, und für diese hätte das Bolt gern auf die Militärvorlage wie auf die neue Steuervorlage verzichtet. Der Hamburgische Etat für 1893 schließt ab mit ja von Born ergriffen sind über das herrschende Regiment der 77 853 839,87 M. Ausgaben und 73 574 953,53 M. Ein Schwäche, das fich und Anderen einzureden fucht, es sei von nahmen, so daß sich, wie bereits mitgetheilt, ein Defizit von unbesiegbarer Stärke und werde dies bei einer früheren oder 4 278 886,34 M. ergiebt. späteren Gelegenheit beweisen. Es wird Aufgabe nationaler Abgeordneter fein, die Gelegenheiten namhaft zu machen, wo von es nicht der Riefenstärke, sondern nur einer normal festen Hand die orthodox- chriftliche Kreuz- Zeitung" und die protestantens Eine neue Art Spihbubenvertheidigung kultiviren bedurft hätte, das Rechte zu thun und das Verkehrte zu vermeiden, und darzulegen, wie arg diese Gelegenheiten versäumt freundliche National- Zeitung". Der handgreiflich er worden sind. Die Gegner der Kolonialpolitik mögen von dem wiesenen Thatsache gegenüber, daß Bismard den Zugrunderichten unserer Kolonien und den neuesten Leistungen Krieg von 1870 durch eine ihm offen ein in bezug auf Damaraland entzückt sein; wollen sie aber der gestandene Fälschung hervorgerufen hat, häufen die ge Wahrheit die Ehre geben, so werden sie im Reichstage und nannten Blätter Schmähungen auf Frankreich, weil dieses zwar ausdrücklich denen beitreten missen, die darthun werden, wahrscheinlich später den Krieg heraufbeschworen haben daß die Kolonialpolitik des neuen Kurses nur ein verkleinertes, wir be. aber getreues Abbild seiner Berkehrtheiten in Deutschland und Europa darbietet. Vor allem aber ist jener Originalitätssucht entgegenzutreten, welche jede politische Aufgabe darauf ansieht, die nationalliberalen Blätter, obenan die„ Kölnische Zeitung". Schreckliche Tage stehen Stuttgart bevor, jammern wie sie in einer von der der Vorgänger abweichenden Weise Die Stuttgarter ließen bei ber Oberbürgermeister- Wabl gelöst werden könne.. Der neue Kurs ist von Natur hinreichend den nationalliberalen Dr. Göz, besoldeten Gemeinderath, mit dem Unvermögen ausgestattet, Bismarck'sche Wege zu wandeln, er braucht sie nicht auch noch gefliffentlich zu ver Landtags- Abgeordneten für Böblingen und Vizepräsidenten der Zweiten Kammer, mit 3933 Stimmen gegen 5411, bie lehteren fielen die Stimmen der Volkspartei und der Sozial auf den Obersteuerrath Rümelin fielen, durchfallen. Auf demokraten, soweit fie wahlberechtigt waren. Dieses Resultat zeigt jedenfalls, wie verhaßt der Nationalliberalis mus in Stuttgart ist. meiden. Herr von Caprivi fich noch nicht zur Millionenzüchterei, Ja das ist allerdings ein sehr großes Verbrechen, daß zur Schienenflickerwirthschaft und zur Depeschenfälschung hat verstehen wollen, wie ein gewisser Jemand, der, zum Staunen der Welt, noch nicht auf der Anklagebank fist. Der Reichshaushalts- Etat für 1893/94, der heute im Reichstage zur Vertheilung kam, schließt in Einnahme und Ausgabe ab mit 1273 950 575 M. Bon den AusReligion ist Unternehmersache. Der westfälische gaben entfallen 1 006 300 468 M. auf die fortdauernden, 82 250 267 W. auf die einmaligen Ausgaben des ordent- Friede, der den 30jährigen Krieg in Deutschland beendete, lichen Etats und 185 399 836 M. auf die einmaligen Aus- proklamirte die Religionsfreiheit der Regierenden, nach gaben des außerordentlichen Etats. Die Ausgaben des dem Grundsatz: Cajus regio, ejus religio, weffen das Land Stats für 1893/94 übersteigen die des Vorjahres um ist, dessen auch die Religion, nämlich seiner Unterthanen. 56 728 606 M. Die Matrikularbeiträge der einzelnen Dieser Satz hat sich bei der kapitalistischen Entwickelung Staaten find um 34 859 064 M. erhöht. Trotzdem schließt etwas geändert; nicht der Landesherr, sondern der Unterder Etat mit einem toloffalen Defizit ab, das durch An- nehmer maßt sich an, à la Krupp und König Stumm die leihen gedeckt werden muß. Von den nach dem Etats- Gesinnung seiner Unterthanen, d. 1. feiner Arbeitssklaven zu entwurfe durch Aufnahme einer Anleihe zu deckenden Bes regeln. Und warum sollte nicht der Fabrikant auch die trägen von 168 153 207 M. entfallen für die außerordent Religion feiner Arbeiter reguliren? Es hat daher auch lichen Bedürfnisse des Reichsheeres, der Marine, der folgende Writtheilung des Neuen Görlizer Anzeigers" nichts Reichseisenbahnen und der allgemeinen Finanzverwaltung Wunderliches an sich: 146 153 207 907. Mit der Vermehrung der Reichsschuld wachsen auch die zu zahlenden Zinsen, die in diesem Stat fich gegen das Vorjahr bereits um über 5 Millionen erhöht haben, um im nächsten Jahre noch eine bedeutend größere Steigerung zu erfahren. Die Kosten der neuen Militärvorlage sind in diesem Etat noch nicht miteinbegriffen. Und dabei wächst und wächst der Moloch Militarismus und feines Appetits ist kein Ende zu sehen. Beschlußfähig ist der Reichstag. Die Bureauwahl fann also morgen( Mittwoch) erfolgen. Vor Anfang der nächsten Woche wird man jedoch kaum in die Etatberathung eintreten können. ( Siegel.)" Der konservative Parteitag soll endlich stattfinden, und zwar im ersten Drittel des Dezembers in Berlin. Als stimmberechtigt zu demselben zugelassen sind: 1. Die Mitglieder des Vorstandes des Wahlvereins der Deutschen Konservativen. Telegramm meldet, der Abgeordnete Woeste, Führer der Betrachte dieses Bild und jeues. Ein Brüsseler belgischen Reaktionäre, habe einen anonymen Drohbrief er halten des Juhalts, daß sein Haus mit Dynamit in die Luft gesprengt werden solle, und infolge dessen werde er Luft gesprengt werden solle, und infolge dessen werde er und seine Wohnung von der Polizei sorgsamst überwacht. und seine Wohnung von der Polizei sorgsamft überwacht. Als gestern dem Parteitag der deutschen Sozialdemo fraten ein Drohbrief mitgetheilt ward, nach welchem ber Redakteur des Vorwärts" eine Kugel durch den Kopf bekommen und das Redaktionsgebäude des„ Borwärts" in die Luft gesprengt werden sollte, da war die Antwort bes Kongreffes ein Ausbruch homerischen Gelächter 3. Die Sozialdemokraten haben keine Angst, weil sie kein schlechtes Gewissen haben. Um Unterstützung sprach heute ein um feinen Broterwerb gekommener Arbeiter vor, welcher folgendes Entlaffungszeugniß präfentirte: Der Thonzurichter Stanislaus Lewedt, welcher bei Nichts Neues unter der Sonne. Das französ mir vom 1. Oktober 1889 gearbeitet hat, wird heute von mir sische Abgeordnetenhaus hat eine Untersuchungs wegen seiner Religionentlaffen, was ich hiermit fommission ernannt, welche die Moral der Abgeordneten bescheinige. August Briße, Töpfermeister. Freiwaldau, 15. No- und sonstigen politischen Personen in Sachen des Panamas vember 1892, Beglaubigt: Der Umtsvorsteher Winkler. Schwindels prüfen und feststellen soll, ob und in wie weit die Anschuldigungen begründet find oder nicht. Wir wissen nicht, welches Material vorliegt; aber das wiffen wir, bas die Untersuchungskommission nichts ermitteln wird. Gine Sand wäscht die andere; wer selber Schmutz am Stecken hat, hütet sich, schmutzige Dinge aufzurühren. Die Parifer Untersuchungskommission wird genau das nämliche Resultat haben, wie weiland die Berliner Untersuchungskommission welche der Laster'sche Tugendanfall im Jahre 1873 nad fich gezogen: tein 3. Die einzelnen Thatsachen, welche der boulangistische Abgeordnete Delahaye hervorhob, können In der bevorstehenden Reichstagsfession wird und muß war nicht auf Zuverlässigkeit Anspruch machen, feine Mits zum ersten Male bas bittere Geständniß gemacht und der theilungen aber entsprechen im allgemeinen den Verhält niffen, welche ein öffentliches Geheimniß der Gine harte Borwurf erhoben werden, daß die leitenden Männer Gegen das Mainzer Kartell, zu welchem sich brüder geweihten find. von heute die Früchte ungeheuerer Anstrengungen und unverlich Bei Einführung der Panama Loose gleichlicher Thaten gemindert haben und weiter zu mindern im lich die bürgerlichen Parteien: volksparteiliche Demo- feien 3 Millionen an 150 Wiitglieder des Parlaments ver Begriffe sind. Die Vertretung des deutschen Volkes hat nicht traten, Nationalliberale, Ultramontane und Konserva- theilt worden. Die Administratoren der Banamafanal das Recht, aus diplomatischer Rücjichtnahme oder nationaler tive, zusammengethan haben, um die Wahl sozialdemo- Gesellschaft feten von Soldschreibern und geldbedürftigen Gitelkeit die Wahrheit unausgesprochen zu lassen, welche dieser fratischer Stadtverordneter zu verhindern, erhob sich am Parlamentariern förmlich belagert worden. Der Niedergang des Deutschen Reichs wird von der nationalliberalen Bresse( s. 3. B. Leipziger Tageblatt vom 22. b. M.) in einen Waschzettel über die Eröffnung des Reichstags wie folgt bescheinigt: 2. Die Bandes- und Kreisdelegirten dieses Vereins. 3. Die Mitglieder der deutschkonservativen Fraktion des Reichstages. 4. Die Mitglieder der tonfervativen Fraktionen der Landtage und der deutschen Einzelstaaten. 5. Die feitens der Landes- und Kreisdelegirten angemeldeten Parteigenossen im Reiche. 9 100 000 Fr und rief zitternd: Da haben Sie... für eine Stunde... Dir mit zwanzig Franks gedient ist, so stehen sie zu Deiner seines Planes. Er machte Frau Forestier einen Besuch, um Jch bezahle! Ünd setzen Sie den Kerl da in Batignolles Verfügung; mehr aber nicht." in der Rue Bourfault ab." I Duroy nahm das Goldstück. Heiterkeit entstand in der sie umringenden Gruppe. Dann flapperte er alle seine Bekannten ab, und als es Bravo Kleine!" fagte ein Herr, und ein Straßenjunge, fünf Uhr Abends war, hatte er glücklich achtzig Franks zu Der zwischen den Droichtenrädern hockte, steckte seinen Kopf fammengebracht. in die offene Wagenthür und schrie mit quietender Stimme: " Guten Abend, Bibi!" Dann setzte sich der Wagen in Bewegung, und Gelächter folgte ihm nach. VI. Georges Duron wachte am nächsten Morgen in sehr schlechter Stimmung auf. Er kleidete sich langsam an, setzte sich ans Fenster und grübelte. Er fühlte sich am ganzen Körper wie zerschlagen, ihm war zu Muthe als wenn er gestern Abend eine Tracht Brügel bekommen hätte. Schließlich riß ihn der Gedanke an die Nothwendigkeit, Geld aufzutreiben, aus seinem Brüten, und er begab sich stracts zu Forestier. Sein Freund saß in seinem Zimmer und wärmte sich die Füße am Feuer. # " Was hat Dich so zeitig aus den Federn getrieben?" Eine sehr peinliche Geschichte. Ich habe Ehren fchulden." Spielschulden?" Duroy stockte, bevor er erwiderte:„ Ja, Spielschulden." „ Sind sie hoch?" Fünfhundert Franks." Er brauchte in Wirklichkeit nur zweihundertachtzig. Forestier fragte skeptisch: Wem bist Du sie denn schuldig?" Duroy fand nicht sofort die Antwort. Es fehlten ihm also gerade zweihundert Franks, und darnach richtete er seinen Entschluß ein. Er behielt, was er zusammengebracht hatte, und brummte vor sich hin:" Ich werd' ein Narr sein und mich wegen des Frauenzimmers ärgern. Wenn ich's habe, gebe ich ihr's zurück." bas Terrain zu rekognosziren. Sie lag auf einem Ruhebett und las ein Buch. Ohne ihre Stellung zu ändern, wandte sie ihm iht Gesicht zu und reichte ihm die Hand mit den Worten: Guten Tag, Bel- Amii!" Ihm war zu Muthe, als hätte et eine Ohrfeige bekommen, und er fragte:„ Weshalb nennen Sie mich so?" Lächelnd erwiderte fie:„ Ich sah Frau von Marelle vor acht Tagen, und da hörte ich, wie man sie dort ges tauft hat." Der Ausdruck ihres Gefichts war so liebenswürdig, daß Fünfzehn Tage lang lebte er sparsam und ordentlich und faßte die besten Vorsäge. Dann aber war es damit er sich beruhigte. Wie konnte er auch nur annehmen, daß zu Ende. jedes Sie fuhr fort: Sie verwöhnen sie! Zu mir kommt Monats, nicht?" Eines Abends ging er wieder in die Folies- Bergère. Er hoffte Rachel dort zu treffen. Er fand sie auch gleich beim Eintritt, denn sie verkehrte gewöhnlich in diesem Lokal. Lächelnd schritt er auf sie zu und streckte ihr die and trachtete sie mit der Neugierde, mit der man ein Spielzeug Er hatte sich in ihrer Nähe niedergelassen und be entgegen. Sie aber sah ihn von oben bis unten verächtlich betrachtet. Sie sah reizend aus, diese sanfte und doch an und sagte:„ Was wollen Sie eigentlich von mir?" feurige Blondine, die wie geschaffen zum Liebkosen war. Gr Er versuchte zu lachen:„ Aber Kind, mach doch keinen dachte:" Sie ist doch besser, wie die andere." Er zweifelte brauche er nur die Hände auszustrecken, um sie wie eine feinen Augenblick an seinem Erfolg, es schien ihm, als reife Frucht abzupflücken. Unfinn." „ Mit Sie aber drehte ihm den Rücken zu und erklärte: solchen Menschen will ich nichts zu schaffen haben." Das Blut schoß ihm ins Gesicht, und er ging allein nach Hause. Er sagte entschlossen:„ Ich kam nur.shalb nicht häufiger, weil es so besser ist. Sie verstand ihn nicht und fragte:" Wie? Weshalb nicht?" Weshalb? Ahnen Sie denn nicht?" Nein. Was?" " In der Redaktion verbitterte ihm Forestier, der immer tränker und schwächer wurde und beständig huftete, das Leben. Er schien es ordentlich darauf anzulegen, ihm die ödesten Arbeiten aufzubürden. Ja, als Duroy ihm eines Tages eine Auskunft nicht besorgt hatte, schnauzte er ihn in" Meine Liebe zu Ihnen.... Oh! sie ist noch nicht nervöser Ueberreizung nach einem langen, peinigenden groß, noch nicht zwingend, aber weil ich nicht will, baß fie Sustenanfall an: ,, Du bist noch viel dümmer, als ich je ge- es werde.. „ Je nun.. einem, einem... einem Herrn von dacht habe." Carleville." Ach! Und wo wohnt er?" In der... in der... in der... Forestier brach in Lachen cus: In der Giebtsnicht straße, nicht? Den Herrn tenn ich, lieber Sohn. Wenn " Duroy's Hand zuckte, aber er bezwang sich und murmelte nur beim Fortgehen: Das werde ich Dir austreichen." Ein Gedanke durchzuckt ihn. Er dachte an Frau Foreftier. Und er rieb sich die Hände. Schon am nächsten Tage ging er an die Ausführung Sie schien weder erstaunt, noch erzürnt, noch ge schmeichelt zu fein; fie lächelte so gleichgiltig weiter, wie vorher und erwiderte gelassen: „ Oh! Sie können troydem ruhig kommen. Man ist niemals lange in mich verliebt." Er war überrascht, mehr noch von dem Tone, in dem hätten für ein Journal, weitere 100 000 für ein anderes Natürlich habe ich das nicht gesagt, sondern das ge- Ungeachtet der nicht unerheblichen, im allgemeinen innerhalb und nochmals 100 000 zur Bestreitung von Wahlfoften auf- rade Gegentheil: erstens, daß unsere Partei niemals der planmäßigen Grenzen sich haltenden oder auf rechtlichen gewendet werden müssen. Delahaye führte sodam ver- Kompromisse mit anderen Parteien eingehen könne; und Verpflichtungen beruhenden Mehrausgaben, welche der Reichsschiedene Gerüchte an, wonach ein gegenwärtig bereits ver zweitens, daß wir uns an den Landtagswahlen in haushalis- Stat für das nächste Jahr in Aussicht nimmt, werden storbener ehemaliger Minister 400 000 Fr. gefordert habe, ein Preußen deshalb nicht betheiligen fönnen, weil ein eine mehr als ausreichende Deckung für die allen gemeinsamen die Bundesstaaten in den ihnen gebührenden Ueberweisungen gänzlich werthloses politisches Blatt für 400 000 Fr. angetanft Erfolg nur durch einen Kompromiß möglich wäre, während Matrikularbeiträge vom Reich empfangen. worden sei und ein Mitglied der zur Prüfung des Projektes in Sachsen z. B. Landtags- Wahlsiege möglich seien ohne eingesetzten Kommission, dessen Stimme zu Gunsten des Kompromis. Projektes den Ausschlag gegeben, 200 000 Fr. erhalten habe. Ucbertreiben dürfte Delahaye kaum, aber gerade die Menge der Schuldigen und die Größe der Betrügereien bürgt für ihre Straflosigkeit. Berlir, den 22. November 1892. 2. Liebknecht. Parlamentsberichte. Der Reichstag wurde gestern Mittag 12 Uhr im Ritter faale des föniglichen Schlosses durch den Kaiser mit der Verlesung folgender Thronrede eröffnet: Geehrte Herren! Mit Rücksicht auf die Ansprüche, welche die zur Fortbildung unserer Heereseinrichtungen bestimmte Vorlage und die damit in Verbindung teen Steuergesetzentwürfe an Ihre Arbeitsfraft stellen, werden Ihnen, außer dem Etat, von den verbündeten Regierungen nur solche Vorlagen zur Beschlußfassung zugehen, deren Erledigung besonders dringlich erscheint. Meine Herren! Indem ich Sie einlade, in Ihre Geschäfte einzutreten, weiß ich, baß es der besonderen Aufforderung, die Berathungen in vaterländischem Geifte zu pflegen, nicht bedarf. Der feste Wille der Nation, das Erbe der Väter zu wahren, den Frieden zu sichern und dem geliebten Vaterlande seine theuersten Güter zu erhalten, wird das ist meine Zuversicht zu einer Ginigung über den von mir und meinen hohen Verbündeten Ihnen vorgeschlagenen Weg führen. Geschieht dies, so wird das Reich im Vertrauen auf Gott und auf die eigene Kraft der Zuunft ohne Sorge entgegengehen dürfen! # Die englische Regierung will dem Parlament eine Reform bill vorlegen. Sie denkt aber nicht daran, das allgemeine Stimmrecht und eine gleichmäßige WahlkreisEintheilung zu gewähren, sondern will mit der bekannten liberalen Halbheit blos das Wahlrecht etwas ausdehnen, an die jezige Wahlkreis- Eintheilung jedoch nicht rühren! Und diese ist gerade der Hauptkrebsschaden, denn sie paßt sich nicht dem Kopfzahl- Berhältniß an, und bietet haarsträubende Beim Eintritt in Ihre Berathungen heiße ich Sie zugleich Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten. Wahlkreisen mit im Namen meiner hohen Verbündeten willkommen. hunderttausenden von Einwohnern stehen solche mit Der Rückblick auf den seit Ihrer letzten Tagung verflossenen 1. Sigung vom 22. November 1892, 21 Uhr. Am Tische des Bundesrathes: v. Bötticher, v. Mars ein paar tausend gegenüber; kleine Städte haben zwei Ab- Zeitraum gewährt ein nicht ungünstiges, wenn auch nicht in allen geordnete, große nur einen oder gar keinen das städtische Beziehungen erfreuliches Bild. Auf dem Gebiete des wirthschaft- fchall, Graf Hohenthal, v. Malzahn. lichen Lebens sind berechtigte Erwartungen vielfach nicht in Er- Präsident v. Levezzow: Nach der Geschäftsordnung liegt Wahlrecht ist ein anderes als das ländliche, ein und der füllung gegangen. Der Absah der Erzeugnisse der valerländischen es mir als dem bisherigen Präsidenten ob, die Berhandlungen felbe Wähler kann zugleich das ländliche und das Arbeit hat sich in seinem Umfange und in seinem Ertrage nicht des Reichstages bis nach vollzogener Präsidentenwahl zu leiten. städtische Wahlrecht haben und was ähnlicher Ungeheuerlich durchweg auf der Stufe befunden, welche unserem wirthschaft: Ich eröffne demnach die Sigung, indem ich die Herren Kollegen keiten mehr find. Eine Reformbill, die hier nicht auflichen Interesse entspricht. Daneben hat die in einzelnen Theilen begrüße. Nach der Geschäftsordnung habe ich zunächst die proräumt, ist eine bloße Scheinreform. Herr Gladstone freilich des Reichs aufgetretene, nun aber, dank der kräftigen Abwehr, visorischen Schriftführer zu berufen. Ich bitte demnach die will keine andere. als getilgt zu betrachtende Seuche dem inneren Verkehr empfind- Herren Abgg. Porsch, Graf v. Kleist- Schmenzin, Bürklin und liche Schranken auferlegt und dem Wohlstande unserer ersten Schmidt- Elberfeld, die Funktionen als Schriftführer zu überSeehandelsstadt beklagenswerthe Wunden geschlagen, welche das nehmen und hier Plaz zu nehmen. Zur Nichtigstellung betreffend die Resolution aufrichtige Mitgefühl der Nation finden. Neu gewählt sind seit der letzten Session: Wilbrandt über Staatssozialismus. Die gegnerische Presse, Im Hinblick jedoch auf die im allgemeinen gefegnete Ernte( Mecklenburg- Strelis), Stephan( Gr. Strehlitz- Kosel), v. Hammerfür welche wir diese Zeilen nicht schreiben, da sie uns und auf die bisher von Erfolg begleiteten Bemühungen der ver- lein( Herford- Halle), Müller( Sagan- Sprottau), v. Holleufer gegenüber das Lügen zum Syftem hat und grundsäßlich Absaßwege zu verschaffen, gebe ich mich der Erwartung hin, daß der Abtheilungen zu erfolgen haben. Der Präsident schlägt vor, bündeten Regierungen, der deutschen Arbeit neue und erleichterte( Löwenberg), Rauchenecker( Kelheim). Nach der Geschäftsordnung würde nunmehr die Verlosung der Wahrheit sich verschließt und die Wahrheit entweder wir zu einem fräftigeren Aufschwunge der wirthschaftlichen fälscht oder verschweigt ruft unisono in die Welt hinaus, Thätigkeit gelangen werden, sofern uns der Friede, dessen Pflege die Kontroverse über den Staatssozialismus, die unsere mir und meinen hohen Verbündeten am Herzen liegt, erhalten Partei monatelang in Athem erhalten habe, sei auf dem bleibt. Kongreß ausgelaufen wie das Hornberger Schießen; die Bei den freundlichen Beziehungen. in welchen wir zu allen Parteileitung habe sich gescheut, gegen Vollmar vorzugehen Mächten stehen, und in dem Bewußtsein, daß wir bei der Ver- An Vorlagen sind eingegangen: die Gesetzentwürfe betreffend und fich darum zu einem Kompromiß entschlossen, der in folgung des gemeinfamen Bieles auch ferner der bankens 1. die Feststellung des Reichshaushalts- Etats für das Etatsjahr der Besolution Liebknecht Vollmar" zum Ausdruck werthen und wirksamen Unterstügung der mit uns verbündeten 1893/94; 2. die Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Ber gekommen sei. Der lange, hißige Streit habe mit einer begen, daß Deutschland in dem friedlichen Bestreben, seine sowie zur Erhöhung der Betriebsfonds der Reichstaffe; 3. bie Staaten uns zu erfreuen haben werden, darf ich die Hoffnung waltung des Reichsheeres, der Marine und der Reichseifenbahnen, Bersöhnungskomödie geendigt, die Resolution sei langer idealen und wirthschaftlichen Interessen zu fördern, nicht werde Feststellung des Haushaltsetats für die Schußgebiete Kamerun, Hand vorbereitet gewesen u. s. 10. Logo und das südwestafrikanische Schuhgebiet für das Etatsjahr = 48 gestört werden. Dieses Geschäft, wie in früheren Jahren, dem provisorischen Bureau zu überlaffen. Das Resultat wird demnächst mitgetheilt werden. Die Konstituirung der Abtheilungen bleibt vorbehalten, bis der Namensaufruf erfolgt ist. Dem gegenüber haben wir zu erklären, daß Liebknecht, Gleichwohl macht es uns die Entwicklung der Wehrkraft 1893/94; 4. bie Uebersicht der Reichs- Ausgaben und Ginehe er die Resolution niedergeschrieben, weder schriftlich anderer europäischer Staaten zur ernsten, ja gebieterischen Pflicht, nahmen für das Etatsjahr 1891/92; 5. fünf allgemeine noch mündlich, weder direkt noch indirett mit Bollmar ver- auch unsererseits auf die Fortbildung der Bertheidigungsfähigkeit Rechnungen für die Etatsjahre 1884/ 85-1888/ 89. 6. Der Ge tehrt hat. Die Resolution wurde von ihm, unter Benutzung des Reichs mit durchgreifenden Mitteln Bedacht zu nehmen. fezentwurf betreffend die Kontrolle des Reichshaushalts. 7. Der tehrt hat. Die Resolution wurde von ihm, unter Benutzung Jener Entwickelung gegenüber dürfen wir nur bei Durchführung Invalidenfonds. 8. Der Gesetzentwurf betreffend die unter Aus Gefeßentwurf wegen Abänderung des Gefeyes über den Reichseines Entwurfs von Bebel, niedergeschrieben; sodann des bewährten Grundsages der allgemeinen Wehrpflicht erwarten, Invalidenfonds. 8. Der Gesezentwurf betreffend die unter AugBollmar auf deffen Wunsch mitgetheilt und von ihm ge- daß diejenigen Eigenschaften unseres Heeres, auf welchent seine schluß der Deffentlichkeit stattfindenden Gerichtsverhandlungen. billigt. Vollmar wünschte blos eine kleine Aenderung im Kraft und sein Ruhm beruht, Deutschland die bis dahin unter 9. Der Gesezentwurf betreffend die Anwendung der für die Ein zweiten Theil, die jedoch rein redaktioneller Natur war und den Mächten eingenommene achtunggebietende Stellung auch für fuhr nach Deutschland vertragsmäßig bestehenden Zollbefreiungen in keiner Weise den Sinn abschwächte( Einfügung des die Zukunft sichern werden. und Zollermäßigungen gegenüber den nicht meistbegünstigsten Wortes sogenannt" vor dem Wort„ Staatssozialismus" im dritten Absatz). Daß dieser Ausgang den Feinden, die schon die Spaltung" der Partei als vollendete Thatsache estomptirt hatten, nicht behagt, das ist ebenso selbstverständlich, wie daß wir Sozialdemokraten keine Luft haben, den Gegnern eine Freude zu machen. Bereits zu Anfang des Streits über Staatssozialismus in der zweiten Notiz des Vorwärts"- wiesen wir auf die Nothwendigkeit eines bindenden Kongreßbeschlusses hin, und derselbe Vorschlag ward später von der Neuen Beit" befürwortet. Dies ist geschehen, und Vollmar hat, statt sich außerhalb der Partei zu stellen, den Beschluß mit unterzeichnet. Eine befriedigendere Lösung können wir uns nicht denken. Wir streiten, wo Meinungsverschiedenheiten find, aber wir zanken uns nicht. Jt der Streit erledigt, fo reichen wir uns die Hand. Und ein Parteitag ist tein Rezergericht. Wahlkompromisse. Dem Leipziger Wähler" ist fol gende Erklärung zugegangen: haben. Parteinachrichten. Von der Agitation. Aus Schwarzburg Sonders. Von dieser Ueberzeugung einmüthig durchbrungen, schlagen Staaten. 10. Der Gesetzentwurf betreffend die Einführung einer Ihnen die verbündeten Regierungen die Annahme eines Gefeh- einheitlichen Zeitbestimmung. 11. Der Gefeßentwurf betreffend entwurfs vor, welcher, indem er die Friedenspräsenzstärke des das Auswanderungswesen. Und ferner vier verschiedene DentHeeres anderweit regelt, die volle Ausnutzung unserer Wehr schriften und Uebersichten. fraft ermöglicht. Sie verkennen dabei nicht die Größe des Der Namensaufruf ergiebt die Anwesenheit von 222 titvon der Nation zu bringenden Opfers. Allein sie vertrauen mitgliedern. Der Reichstag ist also beschlußfähig. Die Wahl der mir, daß mehr und mehr die Nothwendigkeit dieses Opfers Präsidenten und Schriftführer wird Mittwoch Nachmittag 1 ühe anerkannt werden und daß der patriotische Sinn des Volfes stattfinden. bereit sein wird, diejenigen Lasten zu übernehmen, welche für Schluß 3 Uhr. Ehre und Sicherheit des Vaterlandes getragen werden müffen. In dem Bestreben, diese Lasten thunlichst zu erleichtern, wird die Dienstpflicht im Heere bis zu der militärisch als zulässig erdurch die erweiterte Ausbildung und Verwendbarkeit der jüngeren fannten Grenze thatsächlich eingeschränkt werden. Daneben wird Kräfte für den Heeresdienst nicht allein eine empfindliche UngleichGegen die Militärvorlage protestirten ferner Versamm heit in der Erfüllung der Wehrpflicht, sondern auch der wirth- lungen in Würzburg( Ref. Derte D, Halberstadt schaftliche und militärische Nachtheil abgemindert, welchen die( Ref. Landtags- Abge ordneter Dr. Rüdt- Heidelberg), GifenBeranziehung der älteren Jahrgänge mit sich bringt. Bugleich berg( Ref. even. Gera), Magdeburg( Ref. Reichstags. wird diesen Fahrgängen eine Schonung zu theil werden, deren Abgeordneter v. Vollmar München), Sonneberg( Ref. fie sich bei den gegenwärtigen Einrichtungen nicht zu erfreuen Reichstags- Abgeordneter Grillenberger Nürnberg) Bilbel ( Ref. Reichstags- Abgeordneter W. Schmidt), Bleckede( Ref. Um den Haushalt der einzelnen Bundesstaaten mit der Auf-& ischer Hamburg). bringung der für die Verstärkung der Armee erforderlichen Mittel nicht zu beschweren, besteht die Absicht, diese Mittel Das„ Leipziger Tageblatt" von heute sagt in seinem durch die Erschließung, neuer Ginnahmequellen, für das Reich baufen wird uns geschrieben: In der Zeit vom 18.- 14. NoBericht über den Parteitag: zu beschaffen. Demzufolge unterliegen gegenwärtig der Beschlußvember vertheilten wir in unserem Wahlkreise das vom thüringischen " Liebknecht bemerkte, es wäre in Sachsen nahme des Bundesraths Gesetzentwürfe, welche auf eine ander- Parteitag zu Apolba beschlossene Flugblatt. Ich muß gestehen, nothwendig gewesen, Kompromisse abweite Besteuerung des Biers, des Branntweins und gewisser daß ich bisher an der Richtigkeit der Berichte im Vorwärts", zuschließen." Börsengeschäfte abzielen. wonach die Landbevölkerung vieler Distrikte Deutschlands unsere Schriftenfreudig" aufnimmt, etwas gezweifelt habe. Ich bin aber durch meine Agitationsreise, welche ich in das ihr schwärzeste Biertel unferes Fürstenthums unternahm, eines Bessern belehrt worden. Wir fanden thatsächlich überall freudige Aufnahme und auch Verständniß. Die Leute ahnten fofort, was wir wo die armen Leute wohnen, denn bei den Reichen hätte es keinen bezwecken, und zum öftern würden wir angewiesen dort hinzugehen, 3wed". Ja es ist uns passirt, daß uns Knechte noch eine 4 Stunde, weit nachgelaufen tamen und sich Schriften holten. Es ist uns auch gelungen, fast an jedem Drte einige Genoffen aufzutreiben, welche es übernahmen, Schriften u. f. w. in ihrem Dete zu verbreiten. Natürlich wollten einige Ortsschulzen uns war leicht überwunden. Schwierigkeiten machen, aber das Schwieriger war es, jeden Ort mit Schriften zu belegen, denn die Fahrverbindung ist hier eine sehr schlechte. Wir mußten 8. B. schon am Sonnabend abfahren, um am Sonntag früh von Mühlhausen, Sondershausen, Greußen u. a. D.„ loszugehen". Und es ist geschehen. Rein Ort blieb unberücksichtigt, und Montag Nacht fehrten wir zurück mit der wohlbegründeten Ueberzeugung, daß durch unsere Agitationstour die Sozialdemokratie wieder einen tüchtigen Schritt vorwärts gekommen ist. fie das sagte, als von den Worten selbst und fragte: Weshalb?" " Weil es muglos ist, und weil ich es sofort merken Taffe. Wenn Sie mir Ihre Befürchtungen früher mitgetheilt hätten, hätte ich Sie längst beruhigt und im Gegentheil gebeten, so oft wie möglich zu kommen." Gr rief pathetisch:„ Wer will seinen Leidenschaften gebieten!" " Sie wandte sich ihm zu. Lieber Freund", sagte sie, ein Verliebter ist für mich aus der Zahl der vernünftigen Menschen gestrichen. solche Verbündete im Leben zu haben, und er reichte beide Hände. Ich bin der Ihrige, für immer der Ihrige!" Aus seinem Tone sprach die Ernsthaftigkeit seines Ent schlusses, und sie gab ihm ihre Hände. Er füßte fie nacheinander und sagte dann, während er sich wieder aufrichtete, einfach und schlicht:„ Wenn ich eine Frau wie Sie getroffen hätte, wie glücklich würde mich eine Che mit ihr machen." Seine Worte ließen sie diesmal nicht unberührt; die Er ist ein Narr, ja Frau in ihr fühlte sich geschmeichelt, wie es stets ber Fall noch mehr, ein gefährlicher Narr. Mit Leuten, die ist, wenn artige Reden ihr Herz treffen, und sie warf ihm fich wirklich in mich verlieben, oder es wenigstens einen jener raschen, dankbaren Blicke zu, die uns zu Sklaven behaupten breche ich jeden vertrauten Verkehr ab, machen.. weil sie mich erstens langweilen, und weil sie mir zweitens Dann aber sagte sie, da er keinen Uebergang fand, verdächtig sind, wie tolle Hunde vor Ausbruch der Wuth. um die Unterhaltung fortzusehen, mit faufter Stimme, Ich halte sie also solange in moralischer Quarantäne, bis während sie einen Finger auf seinen Arm legte: Die Strankheit vorüber ist. Vergessen Sie das nicht. Bei" Ich will mein Handwerk als Freundin gleich beIhnen ist die Liebe nur eine Art Appetit... leugnen Sie ginnen. Sie sind doch recht ungeschickt, lieber nicht!... bei mir würde sie dagegen eine Art... Art :.. Art Seelenkommunion sein, und von dieser Kommunion fteht in der Religion der Männer fein Wort. Sie halten fich an den Buchstaben, ich an den Geist. Aber... sehen Sie mir einmal ins Geficht..." Sie lächelte nicht mehr. Ihr Gesicht war ruhig und lalt, und sie betonte jedes Wort, als sie sagte: Sie stockte; dann fuhr fie fort: Darf ich frei reden?" " Ja." „ Ganz frei?" „ Ganz fret." " Zum Bericht über den Parteitag schreibt uns Gentoffe = E. Vogtherr Berlin: Aus dem lehten Parteitags- Bericht ist zu entnehmen, als hätte ich mich hauptsächlich deshalb gegen Lütgenau's damaligen Vorschlag erklärt, weil die bürgerlichen Parteien den Achtstundentag unbedingt nicht bewilligen fönnten. Ich habe vielmehr betont, daß sowohl große Kreise Wohlan! Besuchen Sie doch Frau Walter, die viel von Großindustriellen, als auch der Militärstaat unter von Ihnen hält, und suchen Sie ihr zu gefallen. Dort gewissen Umständen an der Einführung des Achtstundentages können Sie Ihre Artigkeiten anbringen, obwohl sie eine eigenes Interesse haben, und aus diesem Grunde so wie anständige Frau ist, hören Sie wohl, eine durchaus an- so dafür stimmen." ständige Frau. Sie brauchen sich also keine Hoffnung zu " 1 Das Militärverbot wurde über die Gastwirthschaft But Nie, nie werde ich Ihre Geliebte sein, hören Sie wohl! Beharren Sie bei Ihrem Verlangen, so wäre machen, daß sie je auf... auf Abwege zu führen ist. Weintraube in Leipzig Goblis verhängt. Jn Mag de bas nicht nur völlig nublos, sondern auch Aber Sie können Besseres erreichen, wenn Sie dort gernburg zog der Wirth der Flora im legten Augenblick feinest Schädlich für Sie... So und nun, da die gesehen sind. Gegenwärtig haben Sie, wie ich wohl weiß, Snal zurück, welcher von unfern Genoffen zu einer ProtestOperation vorüber ist, so wollen wir, wenn Sie eine bescheidene Stellung am Blatte. Doch feien Sie un versammlung gegen die Militärvorlage gemiethet worden war. einverstanden sind, Freundschaft mit einander schließen, besorgt, sie nehmen den Besuch aller Mitarbeiter der Der Wirth, Herr Bauermeister, fürchtete die Militärmuſt einwahre, aufrichtige, gute Freundschaft, Freundschaft ohne Beitung mit gleicher Liebenswürdigkeit an. Gehorchen Sie subüßen, und soll nun für den ca. 500 m. betragenden positiven Hintergedanken!" mir und gehen Sie hin." Er hatte begriffen, daß jeder weitere Versuch, diesen Spruch umzustoßen, fruchtlos fein müsse, daß es gegen ihn teine Berufung gab. V darnach beschloß er sofort freimüthig zu handeln. fonnte es nur lieb sein, eine Er erwiderte lächelnd:„ Danke schön! Sie sind ein wahrer Engel, ein Schußengel. Darauf plauderten sie von dem und jenem. ( Fortsetzung folgt.) Schaden, den er durch seine Absage unserer Partei bereitet hat, zivilrechtlich haftbar gemacht werden. Außerdem hat eine von 11/2 tausend Berfonen besuchte Versammlung, die im Choreum tagte, den Boytott über die Flora verhängt. Wegen Saalverweigerung ist in Magdeburg auch Bremer's Ronzert. haus Inhaber G. Fichtler) geboykottet. Danksagung an die Einwohner Berlins und Umgegend! Hunderttausende von Kleidungsstücken find bis jetzt bei uns gekauft und Tausende von Maass- Aufträgen find bis jetzt von uns ausgeführt worden. Diese glänzenden Erfolge liefern den treffendsten Beweis unserer von keiner Konkurrenz übertroffenen Leistungsfähigkeit und des Wohlwollens unserer Kunden. Sie beweisen ferner, daß unsere Prinzipien der streng festen, sehr billigen, an allen Waaren in Zahlen gezeichneten Preise die volle Anerkennung und die Zufriedenheit der weitesten Kreise gefunden haben. Indem wir hiermit öffentlich unsern Dank aussprechen, werden wir unentwegt in unserem Bestreben, die Gunst des geehrten Publikums zu erhalten und zu vergrößern, fortfahren, mit der Bitte, uns in diesem Unternehmen zu unterstützen. Winter empfehlen wir untenstehende Artikel: Für den Geschäftshäuser BAER SOHN Herren- und Knaben- Bekleidung. 1. Geschäftshaus 2. Geschäftshaus 3. Geschäftshaus 24a. Chausseestr. 24a. 8. Brückenstr. 8. 16. Gr. Frankfurterstr. 16. Baarverkauf zu streng festen, sehr bill. Preis. Willkürlich hohe Preise täuschen den Käufer über den Werth der Waaren. Elegante Hosen Each Maass 21.- 18.- 15.12 Mk. Winter- Paletots nach Maass 60.- 55.- 45.40 Mk. Tadellose Maass- Anfertigung unter Leitung eigener, erster Meister, aus nur reellen Stoffen. Herren- Anzüge nach Maass 60.- 50.- 40.36 Mk. Pelerinen- Ulster nach Maass 45.- 40.- 35.30 Mk. Winter- Valetot. Double mit Sammet- Kragen 10 Mt. und Futter. Werktags- Anzug. in ftrapazirfähig. 10 Mr. und Gezwirnter Bustin. 14 Mt. 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Die Frau traute tommt davon, wie man's treibt, fo geht's! Und was hatten ihren Augen nicht, als ihr Seliger leibhaftig wieder vor ihr gerade die Bismarckbeleidigungen für Urtheilsfprüche gezeitigt... stand. R., der kurz vor seinem Begräbniß" mit einer Kellnerin Die„ Staatsbürger- Zeitung" machte ihre devoteste Berbeugung nach Amerika durchgegangen war, hatte Reue empfunden, die vor der„ teutschen" Gründlichkeit, mit welcher diese Sentenzen Sebe jenseits des Ozeans sitzen lassen und war in die Arme ausgearbeitet waren. feiner Wittwe" zurückgekehrt. Er ließ seinen Grabhügel von Und heute, da es dem Rektor aller Deutschen an die Nieren allem Schmucke entkleiden, und es ergab sich denn, daß statt geht, da ertönt ein klagelied aus den Reihen der Antisemiten. feiner ein Schuhmacher begraben worden war. Am lezten Sonnund gerade sie rufen am lautesten nach Strafverschärfung, fie abend bewegte sich aus dem Südosten ein Trauerzug nach Rigfinden es ganz in der Ordnung, wenn ein Sozialdemokrat ins dorf. Diesmal war R. wirklich gestorben. Gefängniß geschickt wird. Die Person des Schwägers Ahlwardt Bei der Gemeinderathswahl in Cainsdorf( 3wickaner Kreishauptmannschaft) wurde in der Klasse der Unansässigen ( Nicht- Grundbesizer) Genosse Paul Horn mit 176 Stimmen gewählt. Der Kandidat der Gegner unterlag mit 92 Stimmen. In Crimmitschau erzielte unsere Partei bei der Stadt- ist uns gleichgiltig, uns wäre es auch recht, wenn er während Swei ganz gleichartig verlaufene Selbstmordversuche verordnetenwahl die erfleckliche Zahl von 587-649 Stimmen. Der abzubrummenden vier Monat in den Glasschrank gesetzt werden vom vorgestrigen Tage gemeldet. Der Lactirer Eduard Die Gegner erhielten 738-810 Stimmen, haben also feine Ur- würde. Den Antisemiten aber geben wir den Rath, in künstigen Opiß, der mit seiner Familie Boyenstr. 43 wohnt, versuchte sich hier fache, sich mit ihrem Sieg zu brüsten. Unsere Stimmenzahl Fällen mit ihrer Schadenfreude etwas zurückhaltender zu sein, Nachmittags durch einen Revolverschuß in den Kopf zu tödten. wuchs um 58, obwohl die Zahl der Wähler sich um 12 ver- man weiß nicht, was ihnen noch passiren kann. Sei es nun, daß er schlecht gezielt hat, sei es, daß die Waffe ringerte. nichts taugte, der ersehnte Tod tam nicht. Wenige Stunden Schifffahrt auf der Spree und Savel störende Folgen gehabt, unverheirathete Wertführer Alfred Tepel den Revolver gegen sich, Das plötzlich eingetretene Frostwetter hat für die vorher richtete in derselben Absicht der Ohmgasse 3b wohnende da fich auf beiden Flüssen starte Gisbildungen zeigen. Um viele ohne den beabsichtigten Zweck zu erreichen. Beide Personen Kähne, welche in den letzten Tagen beladen wurden, haben sich wurden der Charitee zugeführt. derartig starke Gistrusten gebildet, daß die Fahrzeuge erst los selbst innerhalb der Stadt, wie am Humboldts- und Nordhafen, geeist werden müssen, um den Quai verlassen zu können.- Bei Köpenick haben schon an hundert Schiffer Winterquartier be Bei der Gemeinderathswahl in 3 schippern( Reuß j. 2.) fielen die nationalliberalen Bauernkandidaten gründlich durch. Die intelligente Wählerschaft wählte zwei Sozialdemokraten. * Aus Apolda wird uns geschrieben: Nicht nur in den Reihen ber gegnerischen Beitungen, sondern auch in denen der Parteiblätter sind von Zeit zu Zeit Nachrichten enthalten, welche darin sipfeln, daß unsere Parteigenossen die Mehrzahl un hiesigen Gemeinderath bildeten; infolge dessen entstehen oftmals falsche Schlüffe. Deshalb sei bemerkt, daß im hiesigen Gemeinderath unter 24 Mitgliedern nur 5 Parteigen offen fich befinden( C. A. Reichelt, A. Baudert, P. Leutert, 2. Pofern und A. Becher). Zu diesen Fünf halten bei den meisten( jedoch nicht allen) Abstimmungen noch 12 Mitglieder, welche sich als zu teiner Partei gehörig rechnen. Zum ersten Mal wird sich die Partei am 26. November selbständig an den Gemeinderathswahlen betheiligen. Hoffentlich wird durch vorfehende Wittheilungen über manche in der Arbeiterstadt Apolda gefaßte Beschlüsse Klarheit geschaffen. . zogen. der Ein toloffales Schadenfeuer ist gestern Nachmittag 5 Minuten nach 3 Uhr in dem großen Geschäftsgebäude Hausvoigteiplay 5, Ecke Taubenstraße, herausgekommen. In einem im Keller des Hinterhauses befindlichen Backraum ist das Feuer ausgebrochen, worauf die mächtigen Flammen durch den AufzugWien vor Jahren viel die Rede gewesen ist, hat die Kriminal- mit außerordentlicher Schnelligkeit um sich griffen, so daß, al Von einem Juwelenschwindler, von dem in Berlin und schacht gleich bis ans Dach hinaufzüngelten und in allen Etagen polizei wieder etwas zu hören bekommen. G3 ist anscheinend ein der erste Zug der Feuerwache in der Lindenstraße faum fünf Engländer, der sich bekannte hochklingende englische Namen bei Minuten später eintraf, zunächst an die Rettung der in größter legte und hier den bekannten Zug im Geschäft von Friedemann Gefahr befindlichen Leute gedacht werden mußte. Zwei machte, indem er für 25 000 M. Juwelen auswählte, in eine mit Leute wurden Denen herausgeholt, gebrachte Schachtel packen ließ, und dann bat, daß ein Geschäfts- diener Buffe Haus leider erhebliche Brandwunden aufwies. bediensteter mit ihm nach dem Zentral- Hotel kommen möchte, um zwei Kürschner, die auf dem in der fünften Etage befindlichen dort das Geld zu empfangen. Ein Kommis begleitete Boden arbeiteten, wurden auf das Dach des Nachbarihn. Im Speisesaal holte der Fremde sein Checkbuch hervor, hauses in der Taubenstraße gerettet. Bon allen Seiten rasselten fertigte einen Check in Höhe von 25 000 M. aus und gab diesen die Feuerwehrzüge herbei, die auf dem Hausvoigteiplab, in der In Elsah- Lothringen errichten unsere Parteigenossen be dem Geschäftsgehilfen. Bugleich nahm er die Schachtel mit Tauben- und Mohrenstraße Aufstellung nahmen. Zahlreiche fanntlich Vereine mit weniger als 21 Mitgliedern, weil derartige Juwelen. Der Kommis sollte diese aber nur gegen Baar aus- Bassanten halfen sofort bei der Bedienung der Handdrucksprizen, Rorporationen der polizeilichen Genehmigung nicht bedürfen. Die händigen, und als er den Check verweigerte, wurde der Eng überall ertönten die Pfiffe der Signalpfeifen und Dampffpritzen. Gegner suchen sich der sozialdemokratischen Bewegung nun da- länder unwillig und holte die Schachtel mit Juwelen aus einer Oben aus den Dach schlug die helle Lohe mächtig entpor. In burch zu erwehren, daß sie die Vorstandsmitglieder der oben- Ledertasche heraus, um sie zurückzugeben. Dieser merkte gleich, der Taubenstraße wurde die große Leiter aufgestellt, um auch erwähnten Vereine aus Lohn und Brot bringen und die Wirthe daß die Schachtel leichter war und holte die richtige aus der von außen her den Feuerherd angreifen zu können, gegen den beeinflussen, unsern Genossen ihre Säle zu verweigern. Aus Ledertasche, ließ aber den Schwindler entkommen. Er ist später sich von allen nahen Dächern die Wasserstrahlen richteten. BeHegenheim und Thann wird bereits über derartiges Vor- in Simbach festgenommen und in Berlin zu drei Jahren Gefäng- fonders beschädigt dürften die Damenmäntel- Fabrit von Flatow gehen der Ordnungs" parteien berichtet. Die Gegner sollten niß verurtheilt worden. Hier nannte er sich Mafler Frederic u. Comp. und das große Teppichgeschäft von Baat sein. war an den politischen Verhältnissen Altdeutschlands sehen, daß Jvans. Nach Verbüßung der Strafe wurde er nach Wien geibre fleinlichen Ränte unsere Bewegung nicht eindämmen, aber bracht, wo er bei dem Juwelier Kranichstetten einen ähnlichen Das Leben eines Kindes war bei einem Braude kat die Angst, ihre Vorrechte durch das Proletariat zu verlieren, läßt Schwindel vollführt hatte. Dort scheint er nicht bestraft zu sein; Gefahr, der am Montag in der Mittagsstunde Philippstr. 18 a sie selbst vor Mitteln nicht zurückschrecken, die ihrer Sache erst denn die Londoner Polizei hat hierher mitgetheilt, daß bort eini statt and. Dort bewohnt im 4. Stockwerk des linten Seitenrecht schaden müssen. Mann, der sich Jvans nenne, als ein Herzog von Teck die eng- flügels ein Ghepaar eine Wohnung, in welcher es ein 4 Monate lisch- australische Bank geschädigt habe. Bei ihm fand man ein altes Pflegekind allein zurückgelassen hatte. Die Nachbarn hörten Schreiben an den Gefängnißdirektor in Plößensee, worin er um gegen 12 Uhr ein jämmerliches Geschrei aus der verschlossenen feine Papiere bat. Hierdurch ist man dazu gekommen, über ihn Küche und sahen auch gleichzeitig Rauch hervorquellen. Man Auskunft zu erbitten. * Polizeiliches, Gerichtliches ze. Uus Agram wird uns berichtet, daß Wilhelm Brade' 3 Broschüre" Nieder mit den Sozialdemokraten" zu Weihnachten in froatischer Sprache herausgegeben werden wird, nacherbrach die Thür und erblickte nun mitten in Flammen und dem ihr Abdruck in der in Agram erscheinenden Zeitschrift Qualm das Kind in seiner Wiege. Muthig drang man in den " Eloboda" dieser Tage beendet worden ist. Die sozialdemokra Eine eigenthümliche Entführungsgeschichte. Es er- Raum und 3 gelang, das Kind noch lebend aus dem Flammen ische Bewegung geht auch in Kroatien vorwärts; auf dem dies- schien am 19. d. M. in einer hiesigen Gemeindeschule eine Frau meer zu retten. Leider hat das arme Kleine Wesen Brandwunden jährigen Parteitage der Sozialdemokratie Ungarn3 werden die und fragte den Lehrer nach der Anwesenheit des Knaben Sonn- am Kopf und der linken Schulter erlitten, die im Beisein eines Genossen jenes verhältnißmäßig noch wenig bekannten Landes tag, sie sei die in Ziegnitz wohnende Mutter und wolle den Sohn, Arztes durch die Samariter verbunden wurden. Das Feuer in bereits durch zwei Delegirte vertreten sein. der bisher in Berlin in Pflege gewesen sei, nach Hause mit der Küche, das Gardinen, Betten und Möbel ergriffen hatte, nehmen. Der Knabe wurde gerufen und gefragt, ob er mit der wurde schnell gelöscht. Mutter gehen wolle. Da er sich der Frau gegenüber fremd beZu vier Wochen Gefängniß verurtheilte die Mülhäuser nahm, fragte man ihn, ob ee die Mutter erkenne, was der neun- alte Mutter von dem„ Indier" in barbarischer Weise behandelt In Sachen Goolam Kader's veröffentlicht ein geser, deffen Straffammer den Redakteur Jean Martin, weil er in jährige Knabe verneinte. Die Frau erklärte dies damit, daß der worden war, einen Bericht, aus welchem das schwindelhafte Nr. 104 der Elsaß Lothringischen Volkszeitung" Knabe sie seit drei Jahren nicht gesehen habe. Schließlich nahm durch einen Artikel sich der Beleidigung schuldig gemacht haben sie ihn mit. Auf den Hinweis auf die erforderliche Ausschulung Treiben des angeblichen Augenarztes enthüllt wird. Der Bericht soll, welcher gegen die vom Militärgeistlichen Bußler am Jahres- bemerkte fie, daß dies von Liegnig aus geschehen werde, se habe schließt:„ Ich habe schon am 4. November an das Polizeipräsidium tage der Schlacht von Gravelotte abgehaltene Gedächtnißfeier große Gile. An diesem Tage kam der Sohn des Grünframe einen ausführlichen Bericht abgesandt und anheim gegeben, ob gerichtet war. Gegen das Urtheil ist Berufung eingelegt. händlers Sonntag nicht nach Hause, und die Mutter erhielt in es nicht möglich sei, einem so gemeingefährlichen Menschen die Der Regierungspräsident zu Frankfurt a. D. erklärte der Schule den Bescheid, der Knabe sei am Vormittage feiner einen Bericht über den Befund des Auges beilegte. Ich bin aber Operationen zu untersagen, indem der behandelnde Augenarzt für ungerechtfertigt, daß in einer Boltsversammlung zu Mutter mitgegeben. Es hat sich nun herausgestellt, daß zwei Sommer eld der überwachende Beamte die Frauen aus dem Knaben gleichen Namens dieselbe Schule besuchen, deren einer ein noch heute ohne Nachricht auf mein Schreiben. Auf unsere vorSaale wies. Die dortige Polizeiverwaltung hatte die dagegen Sohn des Schneidermeisters Sonntag ist, der von der Frau ge dem Augenarzt und mir anheim gegeben, der Staatsanwaltschaft ge- berige persönliche Vorstellung auf dem Polizeipräsidium wurde erhobene Beschwerde abgewiesen und sogar behauptet, die Ver- trennt lebt, und dem auch bei der Chefcheidung das Erziehungs- den Fall anzuzeigen; um aber dem öffentlichen Verfahren und sammlung wäre aufzulösen genesen, wenn man dem Verlangen recht zugesprochen wurde. Die geschiedene Frau ist von Siegniß den vielen entstehenden Laufereien nach Gericht zc. aus dem des überwachenden Beamten nicht willfahrt hätte. Die Polizei- gekommen, um das Kind zu entführen, hat aber aus Versehen Wege zu gehen, haben wir dies unterlassen, sondern nur den verwaltung hat sich nun eine entsprechende Verständigung" ge- einen falschen Knaben mitgenommen. Die Verwechselung war fallen lassen müssen, die hoffentlich den Erfolg haben wird, daß um so eher möglich, als der richtige Knabe zufällig in der Schule obigen Bericht in ausführlicher Weise an das Polizeipräsidium man in Sommerfeld fünftig die Frauen nicht wieder aus Bolts- fehlte. Der Grünframhändler verlangt seinen Sohn zurück; doch gemacht." verfammlungen hinausweist. Tokales. muß erst festgestellt werden, ob er in Liegnig ift. Vermikt wird seit dem 6. November der Tischler Kart Ein persischer Kaufmann, der sich Korthon Bey nennt, Maroßte, Brunnenstr. 121, rechter Seitenflügel 4 Treppen wohntraf am Sonnabend Abend in Berlin ein und nahm in einem haft. M. ist 38 Jahre alt, von mittelgroßer Figur, trägt dunklen Gasthause in der Landsbergerstraße Wohnung. Hier erkrankte Bollbart und hat dunkelblondes Haar. Er verließ am genannten der Fremde in der Nacht zum Sonntag derartig, daß ein Tage, einem Sonntage, gegen 2 Uhr seine Wohnung, ohne bisher Arzt hinzugezogen werden mußte. Da der Perser der deut- dorthin zurückzukehren. Bekleidet war er mit einem Arbeitsschen Sprache nicht mächtig ist und auch kein Geld bei sich anzuge und führte seine Militärpapiere bei fich. Da die Frau Die Ahlwardtianer erheben ein großes Jammergeſchrei hatte, wurde die persische Gesandtschaft in der Moltkestraße mit fünf Kindern zurückgelassen wurde, wird dringend ersucht, baltes im Strafgefängniß Blößensee feine Extrawurst gebraten, gefchickten Legationssekretär machte Korthon Bey, welcher aus zu laffen. barüber, daß ihrem Herrn und Meister während seines Aufent- verständigt und dem von derselben sofort zu dem Stranden Mittheilungen über den Verschwundenen an die Frau gelangen fondern er genau so behandelt wird, wie jeder andere Sträfling Teheran stammt, folgende Mitthe.lungen: Er sei, so erzählte eben auch. Er muß Gefangenentoft effen, früh um 6 aufstehen, der persische Kaufmann, vor etwa 8 Jahren in Kissingen ver- lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von Marktpreise in Berlin am 21. November, nach Ermitte das Bett machen und seine Zelle reinigen und erhält dann Brot haftet worden, weil er dort angeblich einen Diamantendiebstahl 16,20-15,70 m., mittlerer von 15,60-15,10 M., geringer von und Wasser zum Frühstück. Ab und zu giebt es falten schwarzen begangen und darum auch zu einer langjährigen Gefängnißstrafe 15,10-14,70 M. Roggen per 100 Kg. guter von 13,80-13,60* M., Raffee. Bum Mittag giebt es Linsen oder Erbfen mit trockenem verurtheilt worden. Jezt, nachdem er diese lange Zeit hindurch mittlerer von 13,50-13,30 m., geringer von 13,20-13,00 m. Brot, hin und wieder ein Stückchen Fleisch. Rauchen durfte er im Gefängniß gefeffen, fet er entlassen worden und obwohl er Gerste per 100 kg. gute von 17,00-16,00* M., mittlere von in der ersten Zeit gar nicht, so lange er über Arbeitsverdienst an dem Diebstahl vollkommen unschuldig sei, hätte man ihn des 15,90-15,00 M., geringe von 14,90-14,00 nicht verfügte. Um ihn vom Wollespinnen zu bewahren, hat Landes verwiesen. Gelegentlich seiner damaligen Verhaftung 100 Kg. guter von 16,20-15,50 M., mittlerer von 15,40-14,80., Hafer per sein Bertheidiger seine Arbeitskraft für 1,50 M. pro Tag ge- habe die Gerichtsbehörde ihm sein Baarvermögen, das er mit sich geringer von 14,70-14,00 m., Stroh, Richt- per 100 kg. von miethet und beschäftigt ihn mit nationalökonomischen Arbeiten. geführt, in der Höhe von etwa 5000 m., abgenommen und dies 5,00-4,00 M. Heu per 100 kg. von 8,10-5,00 M. Erbsen Von dem Verdienst erhält 1,30 m. die Gefängnißverwaltung; fei ihm bei seiner Entlassung nicht wieder gegeben worden. restlichen 20 Pf. bleiben dem Gefangenen, der 10 davon zum feine Ausweisungsroute über Berlin führe, so sei er nach hier 100 Kg. von 50,00-20,00 M. Zinsen per 100 Kg. von 60,00 Da per 100 Kg. von 40,00-25,00 M. Speisebohnen, weiße per Ankauf von Speck und Zigarren verwenden darf, die anderen 10 gekommen, um die Hilfe der persischen Gesandtschaft in Anspruch bis 50,00 M. Kartoffeln per 100 kg. von 6,00-4,00 M. Rindaber sparen muß. Ahlwardt ist in strenger Isolirhait, Zeitungen zu nehmen. Wie weit die Angaben des Mannes auf Wahrheit fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,10 M. Bauchfleisch . dgl. werden ihm überhaupt nicht verabfolgt. Seiner Gattin hat beruhen, war bis jetzt noch nicht festzustellen. man bis auf weiteres die Besuchserlaubniß entzogen, da sie ihm einen fandtschaft nimmt sich jedenfalls ihres Landsmannes an und will 1,50-1,10 m. Stalofleisch per 1 Kg. von 1,60-1,00 M. HammelDie persische Ge- per 1 Kg. von 1,40 0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von Thaler zuzustecken versuchte und der den Unterredungen stets bei- feine angeblichen Rechte vertreten. R. ist gestern Morgen, wie- fleisch per 1 kg. von 1,50-0,90 M. Butter per 1 Kg. von 2,80 wohnende Wärter dies sofort gemeldet hatte. wohl er sehr leidend ist, durch einen Kriminalbeamten nach dem bis 2,00 m. Gier per 60 Stück von 5,00-2,60 M. Fische per Polizeipräsidium gebracht worden, um hier seine Aussagen vor der Behörde zu machen. die " 1 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 M. Hale von 2,80-1,20. Bander von 2,40-0,80. Sechte von 1,80-1,00 m. Barsche von 1,60-0,70 M. Schleie von 2,40-1,20 M. Bleie von 1,40 bis 0,70 m. Krebse per 60 Stück von 12,00-2,00. Polizeibericht. Am 21. d. M., Morgens, wurde eine Frau Das ist die Tagesordnung für alle Sträflinge in Plößensee und es war von dem Aufseher durchaus instruktionsgemäß ge handelt, als er die Durchstecherei der Frau Ahlwardt zur Anleige Zweimal beerdigt. Im Sommer 1878 wurde hinter dem ie für das gleiche Recht für alle" schwärmten. Die Staats- Schlosse Bellevue die Leiche eines unbekannten Mannes aus der bürger- Zeitung" namentlich fällt sofort in den Bruſtton der fitt- Spree gelandet. Schon sollte der Unbekannte der Erde überlichen Entrüstung, wenn fie irgendwo eine Ungerechtigkeit wittert. geben werden, da erschien bei dem damaligen Leichenkommissar, in ihrer Wohnung in der Laufigerstraße erhängt vorgefunden. So ist sie denn aber geblieben, als der Depeschenfälscher von Polizeilieutenant di Dio, die Frau des Tischlermeisters R. und Vor dem Grundstück Alt Moabit 91/92 gerieth Vormittags ein Friedrichsruh gegen sozialdemokratische und liberale Redakteure erkannte mit aller Bestimmtheit in dem Todten ihren ver- Pferdehändler beim Abspringen von seinem in der Fahrt befind geradezu wüthete? Wo war sie denn, als der seltene Mann täg- schwundenen Gatten. Der Beerdigungsschein wurde ertheilt und lichen Wagen unter die Räder eines unmittelbar folgenden Arlich eine halbe Stunde seiner kostbaren Zeit dazu verwandte, R. erhielt feine letzte Ruhestätte auf dem Petritirchhofe. Das beitswagens und erlitt außer einem Bruch des Schlüsselbeins so bettographirte Strafanträge zu unterzeichnen und jedes Köpnicer Gigenthümliche bei der Sache war, daß der Verstorbene mit bedeutende Verlegungen am Kopfe und am Oberkörper, daß seine Wäschermädel vor Gericht zitirte, das ihn nicht als den Kleidern angethan war, die ihm nicht gehört hatten. Es fand Ueberführung nach dem Krankenhause Moabit erforderlich wurde. dem anderen der Angeklagten ins Gefängniß wandern mußte, durch ein Verbrechen um das Leben gekommen sei. größten Staatsmann aller Zeiten anerkannte? Als einer nach daher eine langwierige Untersuchung darüber statt, ob etwa St. In der Wohnung der Wittwe Fiedler, Philippstr, 18a, ge Die riethen die Gardinen, mehrere Kleidungsstücke und auch ein in weil sie ihre Ueberzeugung vertreten hatten, als sie trauernde Wittwe schmückte Jahre lang das Grab ihres Dahin- der Nähe des Fensters stehender Waschforb in Brand, in dem Bolle zupfen und sich durch blauen Heinrich" den Magen geschiedenen, das mit einem Denkstein versehen war, und weilte ein acht Monate altes Pflegekind schlief. Das Kind erlitt be= ruiniren mußten, da stand die brave„ Staatsbürger- Zeitung" loft in Trauer an dem Hügel. So kam das Jahr 1882 heran deutende Brandwunden im Gesicht und an der Schulter und blos mußte nach der Charitee gebracht werden. Unter der Ueber- 1 Achtung, Korbmacher! fernzuhalten? Wir sind überzeugt, daß er diesen Winter kommen muß, führung beim Bahnhof Alexanderplatz wurde Mittags ein Wegen Maßregelung zweier Kollegen haben die in der Werk- und wer es nicht glaubt, der soll die Verhältnisse untersuchen; Handelsmann durch einen Milchwagen überfahren und erlitt stätte von D. On ding, Berlin, Wilhelmstr. 124, arbeitenden Kord- er wird unsere Angaben bestätigt finden. Lebensmittel sind genug einen Bruch des Unterschenkels. Er wurde nach dem Kranken- macher sämmtlich die Arbeit niedergelegt. Nachdem der Versuch, vorhanden, trotzdem aber erwarten wir nicht einmal, daß die hause am Friedrichshain gebracht. In seiner Wohnung in mit der Firma zu unterhandeln, ohne Erfolg geblieben war, hat Regierung, welche zu minder wichtigen Zweden Geld genug hat, der Boyenstraße versuchte Nachmittags ein Lacirer, sich mittelst die unterzeichnete Kommission den Beschluß gefaßt, über dieselbe Anstalten treffen wird, sich von dem Nothstande in den vers eines mit Playpatronen geladenen Revolvers zu erschießen. Er die Sperre zu verhängen. 23ir warnen die Kollegen schiedenen Ländern und Bezirken zu überzeugen, viel weniger, verletzte sich anscheinend nur unbedeutend am Kopfe, mußte aber daher dringend vor 8uzug. Weitere Beschlüsse werden daß sie hilfreiche Hand zur Abschaffung desselben anlegt. Soziale nach der Charitee gebracht werden. Abends fanden zwei in der heute( Mittwoch) Abend bei Roll, Adalbertstr. 21, statt Reformen werden genug in Desterreich durchgeführt, aber ob sie Brände statt. findenden Versammlung gefaßt werden. bem Volfe etwas nügen? Der knurrende Magen des öfter Die Lohnkommission. reichischen Michels giebt die beste Antwort darauf!" Gerichts- Beitung. Ferner wird die Der Entwicklungsgang der kapitalistischen Gesellschaft wird dafür sorgen, daß auch die czechischen Handlungsgehilfen er fennen, wie unumgänglich nöthig es für die arbeitende Bevölke rung aller Stultucländer ist, sich dem internationalen Kapital gegenüber zu einer gefchloffenen, international fühlenden Masse zu vereinigen. J. A.: C. Fu ch 3, Landsberger Allee 136. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck ersucht. In einer Versammlung der czechischen Handlungs. gehilfen Prags wurde festgestellt, daß die in Spezerei- und Die streifenden Weber der Firma Wiehagen in Rolonialwaaren Geschäften arbeitenden Gehilfen bei täglich 16Hückeswagen hatten infolge des erhaltenen Versprechens, daß bis 17- stündiger Arbeitszeit 6 bis 8 fl. Monatsgehalt bekommen. die alten Löhne weiter gezahlt werden würden, am Freitag die E3 gebe in Prag gewiß feine Köchin und fein Stubenmädchen, Ein Schwindler, welcher den Namen des Grafen von Arbeit wieder aufgenommen. Es tam jedoch zu neuen Diffe das einen so geringen Lohn hätte; oft müsse sich der Gehilfe die Hochberg zu seinen Betrügereien gebraucht hat, stand gestern renzen, welche sämmtliche 34 Weber der genannten Firma ver- Gunst der Köchin erwerben, wenn er mit dem Prinzipal aus. in der Person des Schriftstellers" Müller- Lindenberg wegen aulaßten, am Sonnabend ihr Arbeitsverhältniß zu tündigen. fommen will. Die Versammlung nahm eine Resolution an, in Urkundenfälschung und Betruges vor der IV. Straffammer hiesigen Sie bitten nun die auswärtigen Kollegen, den Buzug strengstens welcher die Regierung aufgefordert wird, u. a. ohne Verzug die Landgerichts I. Der in gesucht bescheidener Weise auftretende fernzuhalten. Sonntagsruhe und die Arbeitszeit, sowie die Lehrlingsfrage im und in salbungsvollen Redensarten fich gefallende Angeklagte hat Sinne der wiederholt von den Handlungsgehilfen angenominenen augenscheinlich einen Hang zu abenteuerlichem Leben. Als er in Die Sperre, welche über die Heitmann'sche Rorbesolutionen zu regeln; die Errichtung von Anstalten zut demfelben einmal Schiffbruch gelitten, hat er in Wien f. 8. einen macherei in Hamburg verhängt war, ist aufgehoben, da Stellenbesorgung der Handlungsgehilfen nicht mehr zu bewilligen und die Zahl derselben einzuschränken. Selbstmordversuch gemacht, bei welchem er ein Auge einbüßte. sämmtliche Gehilfenforderungen bewilligt wurden. Der Graf Hochberg hat demselben wiederholt Wohlthaten erhalterei Eine Arbeitslofen- Versammlung in Saalfeld beschloßrager Gewerbe- Behörde aufgefordert, die von der Stattwiesen. Ob es wahr ist, wie der Angeklagte behauptet, daß der die Absendung einer Petition an den dortigen Gemeinderath und angeordneten Erhebungen 81 beschleunigen. Graf sowohl, als auch der Herzog von Ujest sich für das an das meiningensche Ministerium, in welcher um baldige In wegs Sozialdemokraten, sondern in der Wolle gefärbte Wenzels Die Handlungsgehilfen, welche das beschlossen, waren feines poetische" talent desselben besonders interessirte und ihm angriffnahme der Arbeiten zur Saaleregulirung gebeten wird. föhne, was daraus hervorgehen dürfte, daß sie die böhmischen finanziell beisprang, um ihn in den Stand zu setzen, fein Da in demselben Herzogthum Meiningen im vorigen Winter Abgeordneten aufforderten, sich im Prinzipe gegen die nene erstes größeres poetisches Wert zu vollenben, mag bahin besondere Anstalten getroffen wurden, um das Wild vor dem Steuerreform auszusprechen," weil mit der Durchführung dieser gestellt bleiben. Soviel ist sicher, daß der Angeklagte sich in Berhungern zu bewahren, darf man wohl erwarten, daß auch für Gesetzesvorlage der böhmische Handel und die böhmische Induſtrie Birschtowitz aufgehalten hat und in der Kanzlei bes Rentamtes die Arbeitslosen Meiningens ausreichend gesorgt wird und die durch Erbverträge, sowie durch Reſtripte Sr. Majestät beschäftigt worden ist, bis er wie er fagt wegen seines und zwar im Wege der Beschaffung von Arbeit, nicht im Wege anerkannte Selbständigkeit dieses Königreiches bedroht werde." Augenleidens entlassen wurde. Mit ganz geringer Baarschaft der dem Arbeiter verhaßten, weil ihn entwürdigenden Armentam er hierher nach) Berlin und verstand es, in der Rolle eines unterstützung. Privatsekretärs des Grafen Hochberg" mehrere Monate hindurch auf anderer Leute Kosten ganz gemächlich zu leben. Er miethete Die Stuttgarter Briefträger der württembergischen fich hier bei armen Leuten ein und brachte denselben durch Vor Staats post sollen nach einem in der„ Schwäbischen Tagwacht" weisung von Briefen des Grafen Hochberg die Ueberzeugung bei, veröffentlichten Gingesandt täglich 10-151/ 2 Stunden Dienst daß fie es thatsächlich mit dem Privatsekretär des General haben. Es heißt in der Mittheilung: Der Dienst dauert von intendanten zu thun hätten. Daraufhin gelang es ihm fehr morgens 5, Uhr bis Abends 8-82 Uhr mit so turzen ZwischenUeber den Ausstand der Baumwollindustrie- Arbeiter schnell, sich Kredit zu verschaffen, ja er bewog fogar die Leute, pausen, daß einige 30, andere vielleicht bis zu 45 Minuten zum in Lancashire berichtet der„ Reichs- Anzeiger" nach der Londoner ihm eine Art fortlaufender Rente zu zahlen. Und das ging Mittageffen haben; dies erreichen sie jedoch blos durch äußerste Allg. Korr.": Zwei Wochen" dauert der große Streit der Spinner so zu. Die Sehnsucht seiner Wirthsleute, sich einmal per Anstrengung. Daß dies zu frühzeitiger Arbeitsunfähigkeit( bei von Lancashire bereits, und noch immer macht sich kein Anzeichen fönlich mit dem Grafen Hochberg über seinen Privatsekretär und vielen) führt, liegt auf der Sand, da von der oben erwähnten bemerklich, daß das Ende näher ist. Alles, was sich letzte Woche deffen Kreditwürdigkeit zu unterhalten, wußte der Angeklagte Dienstzeit 8-9 Stunden auf beständiges Treppensteigen entfallen zugetragen hat, deutet vielmehr auf einen langwierigen immer geschickt zu vereiteln, und als die vertrauensseligen und die übrige Dienstzeit im Postbureau einer Seajagd gleicht, und eroitterten Kampf hin. Der Exekutiv- Ausschuß des Menschen diesem schließlich einen Brief an den Grafen mitgaben, um baldmöglichst fortzukommen, damit man doch so viel Zeit Gewerkvereins der Spinner tagte am Sonnabend in Mancheſter, da sollten sie nicht lange auf Antwort warten. Der Angeklagte gewinnen fann, tagsüber etwas genießen zu können. Daß die цит einen Beschluß darüber zu fassen, ob man eine hatte sich Briefbogen mit den Initialen des Grafen und Kouverts oben angegebenen Thatsachen richtig sind, fann so ziemlich jeder Konferenz mit den Fabrikanten von Nord- und Nordost- Lancashire mit einer Krone anfertigen lassen, und in dem Briese schrieb der hiesige Geschäftsmann bezeugen, welcher nur noch das geringste über Die vorgeschlagene 5prozentige Lohnverkürzung ab Angeklagte als Graf Hochberg etwa folgendes: E3 thut mir Mitgefühl hat. Bemerkt wird noch, daß die jezige Dienstein- halten wolle. Sinstimmig wurde beschlossen, daß die Kon außerordentlich leid, Sie auch morgen nicht empfangen theilung mil täglich je 4 und 5 Touren( Gängen) erst seit dem ferenz am nächsten Freitag in Manchester stattfinden solle. zu können, da ich geschäftlich verreisen muß. Was meinen 1. Juli besteht, während es vorher 3 und 4 Touren waren, so Die Fabrikanten von Heywood beschlossen am SonnBrivatfekretär betrifft, so können Sie über denselben ganz beruhigt daß der Mann an dem Tage mit 3 Touren von 9-12 Uhr frei abend, in ihren Fabriken diese Woche furze Zeit arbeiten zu fein. Ich ersuche sie, demselben nicht mehr wie 3 wt. täglich vor hatte. Alle 11 Tage foll ein halber Tag frei sein, doch auch laffen, um dem Bunde der Fabrikanten zu helfen, eine Lohn zuschießen, mit größeren Summen würden wir nur seinem Eigen- dies wird nicht eingehalten, da es immer 12-18 Tage und länger herabsetzung durchzusetzen. In Heywood find so schon Tausende finn und seiner Genußsucht Vorschub leisten. Bis zu einer dauert." von Arbeitern beschäftigungslos. Der Gewerkverein der Schuh Summe von 300. sage ich für denselben gut." Da es nach diesem Briefe den Wirthsleuten gar nicht fehlen konnte, so hat" Zur Bekämpfung des Vertragsbruchs der Arbeit macher hat die Fabrikanten von Northampton auf der Angeklagte mehrere Monate auf ihre Kosten gelebt, bis der nehmer" hat sich, wie die Kölnische 3tg." berichtet, ein ganz gefordert, innerhalb dreier Monate für passende Arbeitsräume in Schwindel ans Tageslicht kam. In ähnlicher Weise ist ein Schlesien umfassender Werband der landlichen Arbeit ben Fabriken zu sorgen. Geschicht dies nicht, so wollen die Ar beiter die Arbeit niederlegen. Die Kohlengruben Ars Bigarrenhändler um Zigarren im Werthe von 72 m. betrogen geber" gebildet. Es wäre nun das einfachste, wenn die Landbeiter und Maschinisten von Northumberland worden. Weil es sich hier um einen von langer Hand vor- arbeiter Schlesiens eine Organisation sich zum Schuß errichten beschlossen am Sonnabend in Newcastle, den Vorschlag der bereiteten Schwindel handelte und arme Beute geschädigt worden würden gegenüber den Anmaßungen der Gutsbesitzer unternehmer, die Löhne um 6½ pet. beraszufezen, einer nament find, verurtheilte der Gerichtshof den Angeklagten zu einem Ueber ihnen waltet aber noch das Gesetz der Gesinde= Jahre Gefängniß. Dieser atteftirte dem Gerichtshofe selbst, Ordnung, was die Organisationsbildung aufs äußerste erlichen Abstimmung der Arbeiter zu unterbreiten. daß das Urtheil nur gerecht sei". schwert. Ein größeres Hinderniß aber als selbst die Gefinde Ordnung ist die Ununterrichtetheit der Landarbeiter über ihre Interessen. Fortgejezte Agitaton auf dem platten Lande muß deshalb angelegentlichste Sorge der städtischen Arbeiter sein. worden. " " Versammlungen. Eine unverbefferliche Taschendiebin stand gestern in der Person der Wittwe Dorothea Fiedler vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts I. Die im Zuchthause ergraute Verbrecherin ist bereits zwölf Mal wegen Taschendiebstahls vor= Unterstellung der Handweber unter das Gesetz über die bestraft und war jetzt wiederum dieser Etrasthat beschuldigt. Alters- und Invalidenversicherung forderte vom Der allgemeine Arbeiterinnen- Verein sämmtlicher Ve Sie hatte in der Markthalle einer Damne das Portemonnaie ge- Bundesrath eine Versammlung in Glauchau, in der zahlreiche rufszweige Berlins und Umgegend hielt am 15. November stohlen, in zwei anderen Fällen war es bei dem Versuche ge- fächsische Weberinnungen und auch diejenigen von seine Generalversammlung ab. Zum 1. Punkt der Tagesordnung blieben. Das Urtheil lautete auf vier Jahre Zuchthaus Berlin und Nowa wes vertreten waren. Dem Bundesrath brachte die Kassirerin den Jahresbericht, welcher eine Einwird das Gesuch in einer Eingabe unterbreitet werden. Die nahine von 889,06 m. und eine Ausgabe von 324,10 m., mithin Wegen eines gemeingefährlichen schwindelhaften Trei- Betenten erklären sich bereit, die Beiträge zur Alters- und In- einen Bestand von 64,96 M. aufwies. Nachdem Frau Fahren bens waren im Juni d. J. der Wiehhändler August Greil und validenversicherung zur Hälfte aufbringen zu wollen, während die wald den Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes im vers der Schlächtermeister Gramm, ersterer zu anderthalb Arbeiter die andere Hälfte zahlen sollen. floffenen Vereinsjahr gebracht hatte, wurde zu Wahl geschritten. und legterer zu 2 Jahren Gefängniß von der ersten Als erste Vorsitzende wurde Frau Fahrenwald, als zweite Frau Straftammer bes Landgerichts I. verurtheilt Bom ,, Koalitionsrecht" des deutschen Arbeiters. Auf Frohmann, als erste Saffirerin Frl. Janz, als zweite Frau Gestern wurden noch zwei unerlebigt gebliebene Fälle, acht Tage sollen die Tischler Friese und Müller in Berbs Deutschmann, als erste Schriftführerin Frl. Jahreis, als zweite welche sich mit den früheren deckten, gegen die Angeklagten ver- ins Gefängniß wandern, weil sie wie das Bollsblatt für Frl. Hieger, als Beisitzende Frau Gerlach, Frau Klotsch und handelt. Sie hatten sich zusammengethan, um die Molkereibejizer Anhalt" berichtet- trog Berbots der herzogl." Regierung eine Frl. Söhn, als Ersaydamen Frau Salomon, Frau Lorenz und zu beschwindeln. Von diesen kauften fie fette Schlachttühe und Bahlstelle des Deutschen Tischlerverbandes geführt haben und Fel. Hoffmann, als Revisoren Frau Hildebrandt, Frau Swend erboten sich, frischmilchende dafür zu beschaffen. Wenn die An- ersterer sie noch führt". und Frau Läfer gewählt. Das Vergnügungs- Komitee wurde aus getlagten eine abgemoffene Ruh für einen billigen Preis gekauft, den Damen Frau Frohmann, Frau Hildebrandt, Frau Hahn, Wohin das Sparsamkeitsprinzip der Eisenbahn Ver- grau Schubert, Frau Gerlach und Fri. Köhn zusammengefeßt. oder eingetauscht hatten, so wußten sie dieselbe durch äußerst waltung, das bei den untersten Beamten einfest, in Einzelfällen Frau Fahrenwald bemerkte noch, daß bie neugewählten Wor raffinirte Betrugsmanöver wieder als eine frifchmeltende an den führt, ergab mit überzeugender Deutlichkeit fürzlich eine Sigung landsmitglieder sich als auf ein Jahr gewählt betrachteten und Mann zu bringen und selbst erfahrene Moffereibesiger zu täuschen. bes Schwurgerichts zu Effen. Die Rheinisch- Westfälische teine Ergänzungswahl erforderlich sei. Sie ließen zunächst die Kuh einige Tage stehen, ohne sie zu melten. Arbeiter- Beitung" berichtet darüber folgendes: Es handelte sich In dem Guter sammelte sich dadurch sehr viel Milch und dasselbe un einen Hilfsbremser, der für eine Arbeitszeit von Morgens nahm auch einen größeren Umfang an. Ein Kaufluftiger er 4 Uhr bis Nachmittage 4 lbr täglich ganze 2 M. ausbezahlt stattfand, wurde, weil der Referent Riesop nicht erschienen war, Ju der Versammlung der Lackiver, welche am 14. d. 02. zielte beim Probemelten ein sehr gutes Resultat; auf erhielt. Hierzu tamen angeblich noch Fahrgelder, und zwar für aus Stirner's Buch„ Der Einzige und fein Eigenthum" vo Befragen versicherten die Angeklagten fiets, daß die Kuh regel die Stunde 6 Big. Die Fahrstunden fielen aber außerhalb der gelesen. Sodann mäßig alle 24 Stunden gemollen worden fei. Kam der Handel zwölffündigen Arbeitszeit und traten überdies nicht regelmäßig. d mibt als Erfagmann in den Arbeitsnachweis. Hierauf wählte die Versammlung den Kollegen zu stande, so war der Käufer betrogen, denn am folgenden Tage ein. Natürlich konnte der Mann auf die Dauer bei dem an- wurde das Berhalten eines Kollegen, welcher zu niedrigeren als gab die Rub gar keine Milch mehr. Um in noch höherem Grade strengenden Dienst, der seine Kräfte vollständig absorbirte, mit seiner den üblichen Löhnen gearbeitet hat, ciner scharfen Kritik unter ben Glauben zu erweden, als handle es sich um eine frisch- Fraut und zwei Kindern bei den heutigen Lebensmittelpreisen von zogen. Zum Schluß erging an die Anwesenden die Aufforderung meltende Kuh, banden die Angeklagten neben diefelbe ein nur den färglichen Ginnahmen nicht leben und so ließ er sich in für die in 14 Tagen stattfindende öffentliche Versammlung rege wenige Tage altes Kalb. Da beide Angeklagte mittellos find, so cinem unbewachten Augenblid, wo die Noth ihn besonders hart zu agitiren. Forian werden die Mitgliederversammlungen bei verliesen die Verfuche, Schadenersatz, zu verlangen, vergeblich. Gs padte, bazu verleiten, in fein Fahrbuch eine falsche Eintragung Wienecke, Alte Jakobftr. 83, abgehalten. wurde auf eine Zufahstrafe von je drei Monaten Ge- über eine Fahrt nach Mühlheim und zurück zu machen, fängniß erkannt. G durch die ihm ganze 18 Pfg. mehr ausgezahlt werden mußten. Die Freie Vereinigung der Getreideträger und Ein feltsames Jubiläumt, das seiner 150. Bestrafung, Die Fälschung wurde aber entdeckt, der Arme sofort aus dem Speicherarbeiter hatte am 13. November eine Versammlung. wird voaaussichtlich in den nächsten Tagen ein hiesiger Zeitungs- Eisenbahndienst entlassen und hatte sich vor den Geschworenen In derselben wurde u. a. zur Sprache gebracht, daß zwet händler B. feiern tönnen. B. betreibt seinen Handel seit wegen Urkundenfälschung zu verantworten. Mit thränenerstickter Kollegen von ihren resp. Unternehmern derart mißhandelt wurden, 15 Jahren in der Gegend der Königskolonnaden am Alexander Stimme erzählte der Angeklagte die Geschichte seiner Noth. Er daß einer diefer Arbeiter, der zum Unglück noch eine verkrüppelte plate. Wolle 11 Jahre fam er mit der Polizei nicht in Konflikt. wurde zur gefeglich niedrigsten Strafe, su 4 Wochen Gefängniß, Frau hat, Aufnahme im Krantenbaus juchen mußte. In einer scharfgefaßten Rejolution verurtheilte die Bersammlung diefe Bor etwa zwei Jahren erfolgte wegen Einnahme einer festen verurtheilt. Handelsstelle die erste Anzeige. Nun folgte Strafe auf Strafe, Handlungsweise. Der Vorstand wurde beauftragt, über die vor Geldstrafen von 3 bis 10 2. und schließlich auch Hast. Troß Solidarität" aus Gablonz a. D. geschrieben: Die Lage der Ergebniß derselben der Versammlung demnächst Bericht zu e Zur Lage der Glasarbeiter in Böhmen wird der gebrachten Fälle eine Untersuchung zu veranstalten und über das allebem will der Händler feinen Stand nicht aufgeben, weil sein Glasarbeiter hat sich wieder einmal nach einer sehr winzigen statten. N. ers Geschäft mit dieser Gegend eng verknüpft ist. Er hat hier, wie Dauer des regeren Geschäftsganges im Sommer des Vorjahres er fagt, feine Stammkundschaft, die ihm 10 Jahre und länger und im Frühjahr dieses Jahres berart gestaltet, daß man bereits Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf treu geblieben ist. Vorgestern wurde der Standhafte wieder ein wieder einen Nothstand feststellen kann. Die Perlenbläser, deren Holzplähen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinner mal notirt, und wenn er, was wohl kaunt ausbleiben kann, göhne ben Winter fiber berart gesunken waren, daß es nicht deutschlands, Filiale Berlin I., Nord. In der gut be wieder bestraft wird. so wäre das gerade das 150. Mal. mehr möglich war, zu existiren, was sie zum Streit veranlaßte, fuchten Monatsversammlung am 15. November gab der Ver welcher islang, stehen so schlecht, daß sie bei voller Arbeit igende, Kollege Liebe, zunächst das Ableben des Kollegen hungern müssen. Der tägliche Verdienst beträgt 20-30 fr. Die Preiß bekannt. Die Bersammlung ehrte ben Berstorbenen in der Lieferanten unterbieten einander jedoch immer noch fleißig im Preise üblichen Weise. Sodann sprach Fel. Ottilie Baader über: und es ist gar nicht ausgeschloffen, daß der Preis noch mehr zurückgeht. Die Frau in der heutigen Gesellschaft". Die Referentin erntete Mit den Glasschleifern, Glasbruckern, Glasmalern u. s. 10. ist namentlich bei den Frauen für ihren ausgezeichneten Vortrag es nicht viel beffer. Trogdem es den ganzen Sommer über an reichen Beifall. In der Diskussion ergänzten Kollege Alb. Fischer, Wasser mangelte, ist ein großer Theil der Glasschleifer be- sowie Frl. Baader diesen Vortrag noch besonders dadurch, daß Achtung! Präger nud Prägerinuen Deutschlands! schäftigungslos. Bon einem festen Preise ist bei den meisten sie es als Pflicht der Männer hinstellten, die Frauen in unfre Ter wegen Lohnabzugs ausgebrochene Streit der Präger in der Artikeln keine Rede mehr; jeder zahlt andere Preise, und so gehen Bewegung hineinzuziehen. Unter" Gewerkschaftliches" berichtete Zuguspapierfabrik von G. Hellriegel, Berlin, Stochstr. 35, diefelben im allgemeinen ebenfalls derart zurück, daß bei voll- Slopp einen erneuten Unglücksfall, von welchem tauert fort. Bisher hat die Firma eine Unterhandlung mit der ständiger Arbeit an fein Auskommen zu benken ist. In den Familien ein nicht zum Verband gehöriger Kollege betroffen wurde. Streif- Kommiffion abgelehnt. Der Zuzug ist fireng fern zu wüthet thatfächlich das Elend und in jeder Süite wird sonst von Kollege Biebs wies auf die Nothwendigkeit hin, die indifferenten halten. nichts mehr gesprochen als von dem Ausbruche des allgemeinen Noth- Kollegen zum Beitritte zu bewegen, da den Verbandsmitgliedern Die Streit Kommission. standes im Winter, vor dem man zittert. Soll angesichts dieser That bei derartigen Unglücksfällen stets unfre Rechtsschuh- Kommission fache nichts geschehen, um den Hungertyphus von den Glasarbeitern zur Seite steht. Sodann empfahl derfelbe ben arbeitslosen J. A.: Schöpfe, Wollinerstraße 23. Soziale Llebericht. Rob 100 Ahmer, Gräfestr. 82. Rauchklub Goldene Quaste", bends 9 Uhr Rauchtlub gutgesinnter Freunde, Abends Rauchtlub Schmores- Werte, Köpenickerstraße 121a bei Schöbel. Rauchflub Borwärts GO.", Abends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Genoffen W. Salzwedel. Humoristische Pfeifenbrüder Stattlub Treff, Abends 8% Uhr, bet Otto Babel, Frankfurter Allee 90. traße 101. Bühnenverband Othello Abends 9 Uhr, Restaurant Lothringer GMYS Legen, die Fragebogen der Agitationskommission gewissenhaft| Bericht über die Verhandlungen der Kommission. In demselben| Späth, Weinfr. 28. Rauchflub Grüne Quaste, Abenbs 9 Uhr, bet auszufüllen und machte gleichzeitig bekannt, daß in den Zahl- machte er besonders aufmerksam auf den Beschluß, eine Schlüter, leine Markusſir. 10 Rauchflub Bultan, Abends 9 Uhr bei ftellen Mariannen- Ufer 4 und Veteranenstr. 22, Abends 8 Uhr. Arbeitslosen- Statistik aufzunehmen und forderte zur gewissen bei Muß, Josiyfir. 8. Beiträge entgegen- und neue Mitglieder aufgenommen werden. haften Ausfüllung der Mitte Januar nächsten Jahres zur 8 Uhr bei Neumann, Höchſteſtr. 28. Jin weiteren wies Kollege Liebs darauf hin, daß für wandernde Ausgabe gelangenden Fragebogen auf. Rack wit legte sodann Waldemarstraße 74 bei George. Kollegen vom Verbande aus Reise- Unterstügung gewährt wird. sein Amt als Delegirter zur Streit- Kontrollkommission nieder. Zum Schluß entspann sich noch eine längere Debatte über die An seine Stelle wurde Kollege Ferd. Rack wit gewählt. Mit Bahltage. Die nächste Versammlung findet am 20. Dezember der Ablieferung der gesammelten Gelder für die Gewerbegerichtsstatt. Wahlen an die gewählte Kommission der Gruppe 3 wurde Kollege Söppner betraut. Beschlossen wurde, Drucksachen nicht mehr, wie bis jetzt geschehen, von Wilhelm Werner ausführen zu laffen. nieder. In weiterer Folge wurde die ganze Lohntoinmission für Rad wi legte auch sein Amt in der Lohnkommission aufgelöst erflärt. Bestand ist nicht vorhanden. Mit der Revision des Generalfonds wurden Bunke und ist betraut. Da sich gegen die Wahl F. Rackwitz zum Delegirten zur Streif- Kontrollkommission Widerspruch erhob, legte derselbe sein Amt nieder und wurde für ihn Kollege Beau gewählt. In einer Bersammlung des Fachvereins der Uhr macher, welche fürzlich stattfand, wurde, nachdem Th. Meyner über die neue Militärvorlage gesprochen hatte, eine Resolution angenommen, welche sich in scharfer Weise gegen das Wesen des Militarismus mendete. Die Versammlung wählte sodann noch Asmus als Erfagmann in die Arbeitsnachweis- Kommission und beschloß ferner, daß nächstens im Berein ein Vortrag über die Barifer Kommune gehalten werden soll. Die nächste Bersammlung find et am 10. Dezember im Vereinslokale statt. B Die Arbeiter Bildungsschule( Nordbezirk) hielt am 13. November eine gut besuchte Bersammlung ab, in welcher Dr. Jo el einen mit Beifall aufgenommenen Bortrag hielt. In der Diskussion forderte Frau Ludwig die Franen zu zahlreichem Beitritt auf. Nach Schluß der Versammlung folgte ein gemüth liches Beisammenfein. Der fozialdemokratische Agitationsklub für den Often hielt am 13. November eine Versammlung für Frauen und Männer ab. Nach einem von Dr. Bütgenau unter großem Beifall gehaltenen Vortrage über„ Die Freiheit und der Sozia: lismus" fand eine Resolution Annahme, welche die Behandlung, die der Genossin Wabniß zu Theil geworden, entschieden verurtheilte. Vermischkes. Ueber den Ausbruch eines gefährlichen Verbrechers aus dem Zuchthause zu Graubenz wird uns geschrieben: Der frühere Besitzer Anton Schulz aus Friedrichsbruch, welcher wegen Todtschlags zu 12 Jahren Zuchthaus verurtheilt worden ist, ist aus dem hiesigen Buchthause entwichen. Derfelbe hatte eine Die Blech- und Lampenlackierer hielten am 21. d. Mts. Kellerzelle in einem abseits stehenden Gebäude inne. Auf irgend eine Versammlung ab, in welcher die Organisationsfrage be- eine Weise hat er sich eine Schaufel herzustellen gewußt. Mit rathen wurde. Nachdem die selbständige Organisation der in feinen Werkzeugen( er war als Drechsler beschäftigt) durchschnitt dieser Branche beschäftigten Arbeiter durch Annahme einer Re- ler in der Nacht die Dielen des Fußbodens und grub fich dann solution beschlossen worden war, wählte die Bersammlung in den wie ein Maulwurf in die Erde ein. Unter dem Fundament provisorischen Borstand Haberstroh zum 1. Vorsitzenden, Linde machte er einen etwa 4 Meter langen Gang und gelangte durch zu dessen Stellvertreter, Polis zum Schriftführer und Madler diesen erst auf den Gefängnißhof. Die Gefängnißmauer erkletterte Lukas, Beberlin, P. Schulz, Nöbring, Hegener und Stegemann mit Haten versehenen Strickleiter. Der Verbrecher war bei der zum Kassirer. Außerdem wurden die Kollegen Franz Müller, er mit Hilfe einer aus Bindfaden und Holzstücken gefertigten und in die Statutenberathungs- Kommission gewählt. Flucht nur mit Heide, Strümpfen und Pantoffeln bekleidet. Arbeiter. Mittwoch, den 23. November, Sigung bet Ww. Preußer( Arndt), aber im Zwielicht für eine Rage gehalten. Es ist dies bereits Sozialdemokratischer Klub der im Buchdruckgewerbe beschäftigten Ein Poften hat ihn bemerkt, wegen der sonderbaren Kleidung Seydelstr. 15: Bortrag. Tanzlehrer- und Tanzmaitee- Berein Solidarität". Mittwoch, den das zweite Mal, daß Schulz einen Ausbruch mit Erfolg unter23. November, Abends 8% Uhr, im Vereinslotale Annenstraße 14: Bereins- nommen hat. fizung. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, leber ein kaum glaubliches Vorkommnik wird dem Am 17. d. M. hielt der Frauen- Bildungsverein von den 23. November, Abends 8½ Uhr, Versammlung der Landsleute mit Damen Sächs. Voltsbl." aus Elsterberg geschrieben:" Als am Sonntag, Berlin und Umgegend seine konstituirende Bersammlung ab. in den Armitn- Hallen, Kommandantenſtr. 20. Branken-, Sterbe- und Ruterßügungshalle der Berliner Hausden 6. November, Mitglieder des hiesigen Arbeitervereins nebst Zunächst hielt die Genoffin Klara Bettin aus Stuttgart eine diener. Mittwoch, den 23. November, Abends 8 Uhr, im kaffenlofal Neue ihren Frauen und mitgebrachten Gästen zu gemüthlichem Beizündende Ansprache an die versammelten Proletarierinnen, welche Friedrichr. 44, bet Röllig: Sigung. sammensein vereinigt waren, und, weil ca. 80 Bersonen start, mit begeistertem Beifall aufgenommen wurde. Frau Ihrer sprach mittwoch, Abends 9 Uhr, bet S. Schulz, Friedrichsberg, Friedrich Karl Gendarm Heydel unter den Fröhlichen, die ab und zu ein Lied Arbeiter- Sildungsverein Friedrichsberg.( Gesangsgruppe.) Jeben ein großes Zimmer eines Gasthauses füllten, erschien plötzlich der im Einne aller Anwesenden Frau Zetkin jür die warmen Worte traße 34. den herzlichsten Dank aus. Dann wurde zur Statutenberathung Achtung Schuhmacher. Große öffentliche Bersammlung aller in der fangen oder einer Deflamation lauschten um Ruhe zu ge übergegangen; dieselben wurden nach Aenderung einiger Para Schuhindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Mittwoch, den bieten. Da nun des Sonntags überall Lieder gesungen werden 23. November, Abends 8 Uhr, in Gratwell's Bierhallen, Kommandanten und anderwärts sich kein Gendarm um ein gemüthliches Beigraphen angenommen; ferner wurde beschlossen, die Vereins- straße 77-79. Tagesordnung: Der Streit in der Schuhfabrik von Mauf, sammensein von Vereinsmitgliedern scheert, auch in unserem Falle versammlung jeden Mittwoch nach dem 1. und 15. im Monat, Oranienste. 18.( Siehe Platate.) Abends S/ 2 Uhr, in den Arminhallen abzuhalten. In den Vorschule, sagelsbergerir. 43: Unterricht in Geschichte( alte); Süd- Ost arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% Uhr: Süd nicht etwa eine programmartige Feier statt hatte, so begnügte stand wurden gewählt Frau Leuschner und Frau Balm als Vor- uie, Meichenbergerstr. 138: Unterricht in Deutsch( obeago bat sich der mitanwesende Vorstand des Vereins, die Aufforderung fizende, Fran Luz als Kassirerin, Klara Bien als Schriftführerin,( unteres). Otule, Marfusfiraße 31; Unterricht in Deutsch( mittel); des Gendarmen zu ignoriren. Hierauf meinte der lettere: Frau Rohrlack als Beisigerin; als Revisorinnen wurden ferner Mathematit und mathematische Geographie. In alle Lehrfächer tönnen noch ein jeder öffentlich eintreten könne, und befahl dem Wirth, die Nord Schule, Müllerstraße 179 a: Unterricht in Deutsch( mittileres), Es sei Kirmes und die Kirmes sei ein Boltsfest, zu dem Frau Zeidler und Frl. Blum gewählt. Nachdem noch eine er- Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. freuliche Anzahl unserer Genossinnen in den Verein aufgenommen war, schloß die Vorsitzende die Versammlung. Die Posamentiese hielten am 16. November ihre regel mäßige Mitgliederversammlung ab, in der mit allen gegen vier Stimmen beschlossen wurde, zum 1. Januar dem Textilarbeiter Berband beizutreten. Ein Antrag des Kollegen Alschner, eine Statistik über Lohuverhältnisse, Dauer der Arbeitszeit, Bahl der Beschäftigten 2c., aufzunehmen, fand Annahme; es wurde zur Ausarbeitung dieser Statistik eine aus den Kollegen Alschner, G. Müller, Kilt, Klau, Mahly, Frl. Müller, E. Beute, Cohu zufammengesetzte Kommission gewählt. Unter Berschiedenem" wurden die Kollegen ermahnt, die Beiträge pünktlicher zu enttichten. in genommen, Abends 8 Uhr, bei Beiler, Knesebeck- und Herrmannstraßen- ce. ei Gleich Norb, " Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Lese- und Diskutirklubo. Mittwody. Bereinte raft, Abend Thüre auszuhängen. Als späterhin die Thüre dennoch wieder 8% Uhr, bet Alein, Schönleinstraße 6. Johann Jacoby, bet Fris eingehängt wurde, verlangte der Beamte etwas Neues: Es solle Lieyte, Schwebtersir. 33. Seine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15. ein Mann an die Thüre postirt werden, der Unberufenen den brunnen, abends 8 Uhr, bei Saferland, Bellermannftr. 87. jed. Wionats, Ab. 8% Uhr, im Rejiaur. Grube, Mariendorferstr. 10. Gesund Eintritt untersage. Der Beamte war, wie man hieraus erfieht, geit, Abenos s uhr bet Stramm, Ritterfiraße 123. Gmansipation, jetzt gerade der entgegengesetzten Ansicht. Noch später verlangte Abends 8% Uhr, bet Wagner, Alte Schüßenſir. 6. Seine, Rigborf, er die Wegreißung eines fleinen Bodiums, auf das die jeweilig jeden Mittwoch 8 Uhr, bei Bernh. Raabe, Ruppiner- und Schönholzerstraßen: Vortragenden sich stellten. Natürlich ward auch diesem Anfinnen Ede.-Otto Reimer leben Mittwoch bei A. Brosch, Wilhelmshavner nicht Folge gegeben. Da verlangte der Gendarm nunmehr die ftraße 33. im Bereinstalender find zu richten an Friedrich Korfum, Manteuffelste, 70. Vereinsversammlung zu schließen. Da es keine Vereinsversamm Arbeiter- Sängerbund Berlins and Huggegend. Alle Wenderungen lung war, so rief man ihm dies zu; aber der Beamte hatte sich Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch. Uebungs- nun offenbar eingeredet, daß hier irgend etwas geschehen müsse, flunde Abends& Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Siebesfreiheit 1, ftraße 22-23, Bögow's Braueret. Andreasstr. 26, bet Schiamacher. Freya,( Gem. Chor), Alte Schönhauser: gleichviel was, und so verlangte er den gemüthlichen Abend zu Silaritas Hochstraße 32 a, bet schließen. Die Berfammlung tam aus dem Lachen und der VerWilfe. Deutsche Eich e, Blumenstraße 46, bei Went. choi wunderung gar nicht heraus. Da der Gendarm sah, daß sich Pantow, Schulzefir. 27. Lerche, Bernauerstr. 72, Restaurant zum Beit Der Arbeiter- Bildungsverein von Friedrichsberg hielt Gefangverein der Steinmegen, Sohannisstr. 20, bei Muller. Don seinen Forderungen auch nicht eine erfüllte, so ging er endlich anter reger Betheiligung am 15. d. Mis. seine regelmäßige Friedrichstraße 44, bet Möllig. Männer- Gefangverein der Kürschner, D. V. D. Br. Berlin, Neue feiner Wege, die vergnügte Gesellschaft sich selbst überlassend. Ist Steinnelte, Röstinerstraße 17, bet es bei uns nicht fidel in Elsterberg?" Monatsversammlung ab, in welcher Genoffe Störsten über: Wendt.-& yra 1, Raupach fir. 6, bet Stachel. Euphonia, bei Glhaus, Die Errungenschaften der Astronomie und die Religion" einen Brückenftr. 2.- and in Sandi, Mariannenftr. 81-82, bei Doberstein. Vortrag hielt. Schneeglodden 5, Potsdam, Brandenburger Kommunitation 16, bei In fesselnder und doch leicht verständlicher Glafer. Unverbroffen, bends 8% 1hr, bet Sachs, Lindowerstr. 36. Weise schilderte der Referent die Entstehung des Weltalls, und Flöter'scher Gesangverein, Koppenstraße 48c, bei Lorenz. Mütli, brachte die Lehren der Aftronomie mit den Lehren der Theologie Friedenau im Kurhaus. Borwärts 5, Friedrichshagen, Sundtheil, bei Lerche. Freundest reue( Gemischter Chor), Grenadierftr. 33, bei See Vergleich. Für seinen Bortrag erntete Genoffe feldt. Lorbeertrana, Lichtenbergerstr. 21 bet Heife. Südost, 1. Rörften großen Beifall. Von einer Diskussion wurde 3pniderstr. 191, Restaurant. Soffnung 1, Friedrichsberg, Friebrich Abstand dafür Brüffel, 22. November. Die Internationale Münzkonferens Rothe Nette, Schöneberg, Gortz beantwortete der Referent startfiraße 34, bet Sajulze. einige an ihn gestellte Fragen und betonte im Schlußraße 11 bei Feind. fraße 43, bet Siegefer. Gefangverein der Kupferschmiede, Wein ist heute Nachmittag 2 Uhr im Akademie- Palast durch den Bergißmeinnicht, Schulstraße 29, wort noch besonders, daß es sich die Genossen aller Orts Wedding Kajino. im Ministerpräsidenten Beernaert mit einer längeren Rebe eröffnet Concordia". Dieffenbachstraße 58 bei doch angelegen sein lassen möchten, unsere Parteipresse unter Sols." Deutscher Männerfang", Belforterstraße Nr. 15, bei worden, in welcher er die Delegirten willkommen hieß und einen allen Umständen zu unterstützen, die gegnerischen sowie auch die schneider.efangverein& otos blume Alte Jakobftr. 96-97, bet tal geschichtlichen Ueberblick über die Münzfrage gab. towsky. Gesangverein Freiheitstlänge, Stallschreiberstr. 29 zum fogenannten unparteiischen Blätter müssen verschwinden. Unter Gichenen Stab.- Männer- Gefangverein Siberiee 1, Cuvryfir. 24, bei Ttelsch, Stockholm, 22. November. Der Reichstag hat die ArmeeVerschiedenem wurden die Paragraphen der Sängergruppe des Dranienstraße 190 bet statfch.- Gefangverein Siebeslut in Fürstenwalde fitzung wird das Geset betreffend die Wehrpflicht berathen unverzagt Langeftr. 65 bei Tempel.- Gefangverein 2orbeertranz 2. Reorganisationsvorlage genehmigt. In der heutigen Abend Arbeiter- Bildungsvereins verlesen und einstimmig angenommen. bet Saupt, Müncheberger Chauffee. Sängerchor der maler, Alte werden. Ferner wurde vom Genossen F. Schulz der Antrag gestellt, Satobstraße 88. Felsenfest( Gemischter Chor), Babstr. 16, KastanienDem Parteitage ein Begrüßungsschreiben zu unterbreiten, auch veretnoffnung s", Brandenburg a. 5. bet Weidner. wäldchen. Fretheits- Gruß, Schönhauser Allee 46 bei Buffe.- Gefang( Depeschen des Bureau Herold.) diefer Antrag wurde angenommen. Gefang Gera( Reuß), 22. November. Aufsehen erregt die Ber Verein, itania", Görligerstr. 40. Männer- Gesangverein, Sieber Iuft", Fichteftr. 29 bei strösche. haftung des Kassirers Glier vom städtischen Sethhause. Der Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bu felbe foll sich bedeutender Unterschlagungen schuldig gemacht schriften find zu richten an G. Schröder, Noſtizstraße 29, a Treppen.) haben. Mittwoch: Rauchklub Hellblau bei Flict, Simeonftr. 23. Eiserne feife, bet Hoffmann, Triftstraße 1.- Rauchtlub Bien, 21. November. Die entlassenen Arbeiter der Steyrer Broletariat bet föhn, Naunynstr. 83. Theater Verein Jugend- Waffenfabrit, ca. 70 Familien, wandern nach Brasilien aus. fraft 2 bet Werner, Heimstr. 2.- Tourt stentlub Nachtfalter, bei Bur- Die dortige Regierung gewährt denselben freie Seefahrt mann, Frankfurter Allee 66. Stattlub Puschelgrün, bet Fürstenau, Reichenberger und Manteuffelstraßen Ecke. Pollack Klub Lustige Brüffel, 22. November. Die Föderation der Bergarbeiter rider, bei Lucwald, Manteuffelstr. 46. Vergnügungs- Verein des Borinage forderte schriftlich 25 pet. Lohnerhöhung. Fridolin, bel Wolff, Brunnenstr. 36. Vergnügungsverein, aldes= Kopenhagen, 22. November. Das Folkething beschäftigte sich 8rün", Brautstr. 6( Reſtaurant). Bergnügungsverein Durch Nacht zum Bicht, bei Gründel, Dresdenerstr. 116. iptfar, bei frösche, Fichteftraße Nr. 29. Sumoristischer Berein gestern mit der ersten Lesung des Gefeßentwurfes betr. die Ordnung Zambourverein orwärts der Seevertheidigung. Abg. Bluhme meint, daß die Forderungen bet ko ber, Hermann- und Wanzlichstraßen- Ecke( Stirborf.) Bergnügungs- für die Marine den Heerausschuß bestimmen müßten, von den Berein International 2 bei Pape( fr. Knebel) Babstr. 68. Ver gnügungs- Berein Iimbim" bet Brodlow, Bülowſtr. 65. Forderungen des Kriegsministers für die Armee bedeutende nospe, abends subr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- liancestraße. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. Gefangverein Abstriche zu machen. Der Marineminister sucht in längerem Mufitverein Vorwärts, Abends 8 bis 10% Uhr, Sangefirabe 108 bet Mebelin. Männer- Gesangverein Waldkapelle 2, Abends 9 Uhr, Restaurant Kayser, Staligerstr. 22. Der Verein der oft und westpreußischen Sozialisten beschloß in seiner Versammlung vom 15. d. M.. sich allmonatlich einmal zu versammeln. Außerdem wurde in der Versammlung, nachdem der Kassenbericht entgegengenommen was, Genosse Lojnace zum Schriftführer gewählt. In der Versammlung, welche bie Filiale Norden des allgemeinen Arbeiterinnenvereins fürzlich abhielt, sprach Dr. en über die Naturheilkunde. Nach Schluß des Vortrags blieben die Anwesenden noch längere Beit in gemüthlicher Weise beiſammen. Der Fachverein der Stellmacher Berlins nahm in der Berjainnilung vom 16. November die Abrechnung vom letzten Bergnügen entgegen, welche ein Defizit von 1,40 Mt. ergab. Unter Verschiedenem wurde noch bekannt gegeben, daß die beiden Stollegen, welche sich bei Jordan, Mohstraße, für 15 M. wöchentlich angeboten haben, teine Vereinsmitglieder sind. In einer Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der in der Sutfabritation be schäftigten Arbeiterinnen Berlins und Umgegend hielt am 16. d. M. Herr Zahnarzt Wolff einen vortrefflichen und mit Beifall aufgenommenen Vortrag über Soziale Streif lichter". Nach Schluß desselben wurde bekannt gemacht, daß sich der Verein nunmehr im Besitz einer Bibliothek befindet, zugleich wurde zum eifrigen Lesen derselben aufgefordert. Sodann wurde noch auf die im nächsten Monat stattfindende außerordentliche Generalversammlung hingewiesen. 1 Theater Berein zuthun; die Befestigung von Kogenhagen sei nöthig gewesen, um Vortrage die Nothwendigkeit der Erweiterung der Flotte dareinen Stüßpunkt für die Flotte zu haben. Abg. Bajer wünscht, Turnverein offnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Man- daß die Regierung für die Neutralitätserklärung Dänemarks teuffelstr. 9.- Krafturnverein Jugendfraft, jeden Mittwoch und Sonn- fei; die Flottenstation dürfe nach seiner Ansicht nicht in dem abend 9-11 Uhr Abends bei Labe, Beughofstr. 8. Surnverein.Gefund brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung furnt heute von 8%-10% uhr abends befestigten Kopenhagen sein. Der Gesetzentwurf wurde mit 40 in der Turnhalle, Freienwalderstraße 30. Kraftturnverein Berolina, gegen 14 Stimmen zur zweiten Lesung und dann dem HeeresAbends 9 Uhr Uebungsfiunde bei Faustmann, Steichenbergerstraße 78a. athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, uebungsunde, Universum, ausschusse überwiesen. Brunnenste. 119. Bergstr. 12, Restaurant Rehliz. Theaterverein Bultanta 2", Abends 9% ube, " Theater- und Vergnügungs- Verein Humanitas Abends 9 Uhr bei Reed, Lothringerstr. 94. Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Restaurant Lothringerstr. 101. Briefkasten der Redaktion. Gefelliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restauran Sommer, Grünfraße 21. Lauge, Dresden. Nein;„ Herrmann" war nur das Garten, Dresdenerstraße 45. Kreuafibel, bei Bumlich, Steichenberger- Pseudonym, unter welchem der Polizeibeamte mit Hamm verHumoristischer Verein Arminia, Dresdener straße 149.- Fidele Brüder, bei 6. Mrose, Lachmannftr. 5.- Touristen- lehrte. Deshalb auch die verein rei Weg", Abend 9 the bet Stedlutad, Manteuffelstr. 86. A. Schwandt. Uns ist nur der in Nr. 269 enthaltene BeEine öffentliche Versammlung der Dachdecker und orangering Froh, Mittwoch Uhr, Märkischer Hofricht zugegangen, den wir allerdings entsprechend türzten, weil Abniiralstr. 18e. Sigung. Berufsgenoffen beschäftigte sich am 20. d. Mts. mit dent Ge Rauchtlub Roo ch loch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralstr. 38. die einleitende Resolution bereits früher veröffentlicht wurde. werbegericht und wählte als Ersaykandidaten für die Beisiger zum Rauchtlub& afsalle, Abends, bei Lock, Friebrichsbergerstr. 11. Rauchttub Gine fpätere Einsendung haben wir nicht erhalten. Gewerbegericht den Kollegen Altbaut 3. Nachdem erstattete der othe Ne Ite, bei Steuer, Weinstr. 22. Sumoristischer Rauch= tlub, Abends 9 Uhr, bei A. Niemann, Görligerftr. 42. Rauchtlub Sans: Sapit, Budapest. Geldsendung erhalten. Ihr Abonnement Delegirte zur Streit Kontrollkommission, Kollege Radwis, liouci, Boechstraße 51. Rauchklub Ohne 8wang, Abends 9 uhr bet geht bis 20. Januar 1893. Um den vielfachen an mich gerich Allen Freunden und Parteigenossen Nähmaschinen verk. bei fleiner Unteten Fragen zu genügen, theile ich mit, daß die mir übertragen geweſenen Rechts Angelegenheiten von Herrn M Rechtsanwalt Morris fortgeführt werden, falls nicht ein ausdrücklicher empfehle mein Schuhwaaren- Lager. zahlung, H. Abzahl. Jed. Käuf. w. d. Gute, solide Arbeit, mäßige Preise. Nähen von Knaben: Garderobe unent1 Echter Langensalza'er Rautabak H. Muller, SO., Schlesischestr. 3. geltlich gelehrt Morigplay 59, 3 r. r. 31068 Achtung! Kein Laden. für die Juvaliditäts- u. Altersvon Gebrüder Adler. gegentheiliger Wunsch mir funbgegeben tur eigene Fabritation, 25 Bigarren Anwalt versicherung, Jüdenstr. 31, L. Cigarren- Engroslager in den Breislagen von M. 25,- bis wt. 100, wird. Berlin, den 21. November 1892. 2126 Arthur Stadthagen. Anstreicher! 1 Mark. Garantie rein ameritanische Zabate. Rippentabat 2 3fd. 60 Big 1785 L 6. E. 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Zurückgekehrt vom Grabe meiner guten, theuren Mutter, Henriette Weinstein geb. Ambos, drängt es mich, allen unfern Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die sich aus fämmtlichen Zweigen unserer Fabrikation so zahlreich eingefun den hatten, um der selig Entschla fenen die legte Ehre zu erweisen, für die überaus große Theilnahme an meinem herben Verluste, meinen innigften, tiefgefühltesten Dank abzustatten. 3315L Herzlichen Dank auch für die prachtvollen Kranzspenden, die von Seiten der Herren und Damen aus allen Abtheilungen des Ge schäfts dargeboten wurden. Meinen herzlichsten Dank drücke ich auch dem Rabbiner, Herrn Dr. Stiehr, für die am Grabe gesprochenen Trostesworte aus. Berlin- Reinickendorf, 22. Nov. Alexander Weinstein in Firma Lebach& Co. Dantjagung. Für die vielen Beweise der Theil und Donnerstag Für Berlin Muster bei E. Sparfeld, nahme bei der Beerdigung meiner lieben 1-2. Naturheilbad Reform, Defauerstr. 31. Resterhandlung. Eisenbahnstr. 38, Hof 1 Tr. 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Karle, Waldemarstrasse 66. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Enders in Berlin Druck und Berlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthisraße 2. 101 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 275. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. Mittwoch, den 23. November 1892. A M 9. Jahrg. er hat auch reklamirt und ( Große Heiterrathung und erste Lesung des Vermögenssteuer- Gesetzes.) Nächste Sigung Mittwoch 11 Uhr( Fortsehung der Bes Versammlungen: Eine Konferenz zwischen Rigdorfer Webermeistern und Berliner Exporteuren und Fabrikanten fand am Donnerstag bei Włosolf statt. Der Zweck derselben war, eine Agitation für die Festsetzung bestimmter Löhne und Abschaffung der Schmuskonkurrenz ins Bert zu setzen. Ginberufen war diese Konferenz von Rigdorfer Kleinmeistern, welche einem Gebote der die läftigen Eingriffe in die Privatverhältnisse der Verpflichteten rechts), und dann muß eine Depression auch hier plaßgreifen. mit sich bringt, wie die Vermögenssteuer. Die Erfahrung Ferner sind erhebliche Bedenken in bezug auf die Ermittelung anderer Länder und auch der deutschen Hanfastädte können zu des Vermögens geltend zu machen, zumal beim Grundbesitz. biefem Schritte nur ermuthigen. Sehr sympathisch muß ich das Solche Schwierigkeit wird jede Steuerreform haben, aber man 6. Sigung vom 22. November, 12 Uhr. Kommunalsteuer Gesetz begrüßen, es bringt eine wirkliche soll doch die Schönheit des Vorgeschlagenen deshalb nicht überAm Ministertische: Graf zu Eulenburg, Dr. Miquel. Besserung auf dem Gebiete dem Gebiete der Gemeindefinanzgebarung. treiben. Auch über die Veranlagung wird in der Kommission In der Fortsetzung der Generaldebatte der Vorlage, betreffend Hoffentlich wird die Kommissionsberathung das Reformwerk für sehr eingehend zu sprechen sein, denn die Vorschläge der Vorlage die Aufhebung direkter Staatssteuern in Verbindung mit der alle Theile des Hauses annehmbar gestalten. find durchaus unzulässig. Es ist eine weit verbreitete MißDentschrift über die Steuerreform ergreift heute zuerst das Wort General- Steuerdirektor Burghart: In der Hauptsache will ſtimmung über die Art und Weise vorhanden, wie die StaatsStaatsminister Miquel: Es scheint mir erforderlich, etwas doch, wie es scheint, der Vorredner die Hauptfragen in Ueber- fommissare ihrer Aufgabe der Einschätzung der Menschheit ge= Staatsminister Miquel: Es scheint mir erforderlich, etwas einstimmung mit den Vorlagen lösen; nur gegen die Vermögens- waltet haben( 3uftimmung und Heiterkeit), namentlich darüber, näher auf einige Fragen einzugehen, welche ich gestern nur oben- steuer mit der Deklaration wendet er sich mit aller Ent- wie man die Gründe der Reklamationen brüst ignorirt hat. hin berühren konnte, und zwee zuerst auf die Frage, welche fchiedenheit. Was das Kommunalsteuer- Gesez betrifft, so möchte( Bustimmung.) Herr von Schalscha hat Ihnen das schon im Klaffen der Bevölkerung durch die Reform höher belastet, welche ich hier noch allgemein bemerken, daß Steuern auf den Verbrauch vorigen Jahre vorausgefagt; Klaffen mehr entlastet werden. Unter dem neuen Einkommen von nöthigen Lebensmitteln nach§ 10 desselben nicht eingeführt bis heute noch keine Antwort erhalten. Steuer- Geseze stehen sich ohne Zweifel die Arbeiter besser, als werden dürfen, die Kommunen werden also auf Besteuerung feit.) Gerade gegenüber diesem Theile des Vermögenssteuervordem; sie werden außerdem von der Vermögenssteuer garnicht nothwendiger Lebensmittel nicht hingedrängt. Die industriellen Gesetzes hat sich daher im Publikum ein ganz besonderes Ungetroffen werden. Die Handwerker werden ebenfalls ganz an Stände brauchen die Befürchtungen nicht zu haben, die der Vor- behagen verbreitet. Von den Gegenvorschlägen ist der der Erbfehnlich entlastet, denn sie fallen auch nicht unter die Vermögens redner hegt. Die Vorlagen schreiben ein allgemeines Schema für schaftssteuer wohl abgethan; sie trifft zu ungleich, um ernsthaft Steuer, ihnen wird aber die Gewerbesteuer erlassen. Auch die eine begrenzte Höhe der Einkommensteuer- Buschläge gar nicht in Betracht zu kommen. Wenn dem Finanzminister die großen leinbauerlichen Besizer werden nicht mehr belastet. Der Großgrundbesitzer wird, je verschuldeter er ist, desto weniger von der lichen Lage sind, solche Zuschläge zu erheben, zu beschränken; wir abwerfen, unangenehmt find, so soll er sie, wenn die Reform grundbesizer wird, je verschuldeter er ist, desto weniger von der por; wir suchen nur die Zahl derer, welche in dieser unglück Zandterrains, die feinen Grirag bringen und auch keine Steuer Bermögenssteuer getroffen; entlastet wird der weniger Steuer- wollen diesen Zustand als eine Ausnahme hinstellen und stigma- durch weiter nichts gehemmt würde, ruhig liegen lassen: Minima fräftige, herangezogen der Steuerkräftigere. Ist das Plutokratie? tifiren. Die Regierung soll die Befugniß bekommen, zu unter non curat praetor. Für die großen Ausgaben, die so ein BeAuf die Kommunalbesteuerung wirkt die Vermögenssteuer fuchen, ob diese Nothwendigkeit unabweislich oder nur die Folge figer macht, ließe fich ja die im vorigen Jahre abgelehnte zweifellos entlastend ein. Wer bezahlt denn aber die Ver- bisheriger finanzieller Mißwirthschaft. Es wird über diese Frage Aufwandssteuer einführen.( Heiterkeit.) Wenn nur Grundmögenssteuer? Je größer die Vermögen sind, desto weniger bem Hause baldmöglichst ein ausführliches Material zugehen. und Gebäudesteuer aufgehoben, Gewerbe- und Bergwerksfind sie mit Schulden belastet, desto stärker also werden sie heran- Wir wissen noch nicht, wie die Grund- und Gebäudesteuer sich steuer erhalten würden, gezogen werden, sowohl in der Stadt wie auf dem Lande. Die gestalten wird, beide werden erst in ein beziehungsweise zwei mögenssteuer, brauchen wir feine Wer und doch wird das Steuerreform bewirkt also genau dasselbe wie das erste Gin- Jahren zu übersehen sei. Die Ausführungen des Abgeordneten Steuer Reform damit durchgeführt werden können. Wesentliche der tommensteuer- Gefet, verhältnißmäßige Entlastung der weniger von Eynern wurden Steuerfräftigen und verhältnißmäßige Mehrbelastung der vom echt kapitalistischen Standpunkt Rückwirkung dieser Einschränkungen des Planes auf das Leistungsfähigeren. Die Städte sollen freie Selbstverwaltung tommensteuer- Gesetz die Verheimlichung des Einkommens und des zur kontingentirten Gewerbesteuer Garantien getroffen werden gemacht, den wir annageln müssen, nachdem das Ein- Kommunalsteuer- Gesez würde darin bestehen, daß gegen Zuschläge haben; aber wenn Berlin zehn Millionen mehr bekommt, hat es Besitzes mit Glück bekämpft hat. und dergleichen. ernstlich die Frage zu erörtern, ob es nicht verpflichtet sei, die Wie weit die Gemeinden in dieser Beziehung Miethssteuer abzuschaffen oder im Interesse der kleineren Miether das Wort, dem lebhaften Ruf nach Vertagung setze er den vorzubehalten sein. Kurz vor 4 Uhr giebt der Präsident dem Abg. v. Huene Direktiven erhalten müssen, das wird der Kommissionserörterung verständig zu reformiren( Sehr richtig!). Wenn der Abgeordnete Hinweis darauf entgegen, daß das Haus erst zwei Stunden ge- gedeutete Weg würde noch den Vorzug haben, einer weiteren Dieser von mir als ultima ratio anHerr Herrfurth recht hätte, daß diese Steuer nicht zu einer Mehr- sessen habe. heranziehung der Begüterten führte, sondern zu einer stärkeren Aenderung der Steuerverhältnisse Preußens nicht zu präjudiziren; Belaftung der Minderbegüterten, so fiände doch dies mit seiner vierten Tage der Debatte, in später Nachmittagsstunde zum nommen, die Vermögenssteuer vorgeschlagen werden u. f. w. Den Abg. v. Huene( Bentr.): Das Zentrum, welches heute, am im Gegentheil könnte jeden Tag diese Aenderung in Angriff geBehauptung, daß das Wahlgesetz sich plutokratisch verschieben Wort kommt, muß wie die konservative Partei vetlanaen, daß Vorwurf, daß die Beschränkung auf Grund- und Gebäudesteuer würde, in Widerspruch. Es ist ja vollkommen zutreffend, daß das Zustandekommen der Reform nur gleichzeitig mit der Wahl- agrarisch sei, weise ich als unrichtig zurück. Ich hoffe, daß auf auch Besigende entlastet werden; sie werden entlastet werden, wo sie reform erfolgt. Mit der Ueberweisung der Realsteuern ist das grund dieser Vorschläge fich etwas Brauchbares wird zu stande bisher mit Unrecht belastet waren. Das ist kein Vorwurf für meine Bentrum in dem Sinne einverstanden, daß die Grund- und Ge- bringen lassen zum Wohle des Vaterlandes!( Beifall rechts und Reform, denn wir wollen tonfequent das Prinzip der Leistungs- bäudesteuern abgeschafft werden müssen, weil sie zu den un im Zentrum.) fähigkeit durchführen; wir wollen brechen mit veralteten gerechtesten Steuern geworden, die überhaupt existiren. Insofern Steuerformen. Jedes Einkommen foll gleich besteuert werden, ist die Vorlage die Erfüllung lange gehegter Wünsche. Nun ist Hiernach wird die Debatte vertagt. cus welchen Quellen es auch fließt, ob aus Grundbesitz, aus ftatt der Ueberweisung die Aufhebung vorgeschlagen. Die Mög Schluß 5 Uhr. Rapitals, aus Gewerbebetrieb. Nur den Unterschied machen wir, lichkeit des letzteren Schrittes hängt von den Umständen ab. Der daß das steuerkräftigere, fundirte Ginkommen stärker herangezogen Unterschied, den der Herr Abg. Herrfurth zwischen Ueberweisung und wird, und zwar jedes fundirte Einkommen.( Beifall rechts.) Erlaß gemacht hat, ist nur theoretisch vorhanden; praktisch liegt Abg. von Eynern( natl.) tommt zunächst auf eine Aeuße- er darin, daß den Gemeinden bei allen Ausgaben, die sie machen, rung des Ministers Miquel im Mai dieses Jahres zurück, wo- und bei allen Steuern, die sie bereitstellen müssen, immer klar nach die im„ Staats- Anzeiger" am 9. Mai entwickelten Umriffe des bleiben muß, daß sie eine Steuer erheben, und aus dieser ErReformplanes gewissermaßen eine Frage an das Land sei, welchen wägung heraus gebe ich dem Erlaß den Vorzug. Die Gemeinden Weg es mit derfelben zu gehen beabsichtige, ob ganze Arbeit haben allerdings die Befugniß, aber was nügt den Gemeinden gemacht oder schrittweise vorgegangen werden solle. Bald darauf ein ausgeschöpfter Brunnen? Jegt wird ihnen eine Quelle geift aber die Entscheidung für die ganze Arbeit gefallen und in boten. Herr Herrfurth sagte, auf dem Lande bestehe unter den taum 4 Monaten ist diese ganze gewaltige Gesetzesausarbeitung, besigenden Klaffen die Wohlhabenheit. Das ist ein gefährlicher Die umfanareichfte feit 20 Jahren bewältigt worden. In der Ausspruch; wenn wir das behaupten könnten von den Angeseffenen, Bresse fanden sich Lobeserhebungen über Lobeserhebungen für den dann wären wir schön heraus( Heiterkeit). Dann wäre keine neuen Reformplan, ohne daß man die Einzelheiten zu erfahren Noth, fein Steuerdruck vorhanden. Es ist das aber eben nicht betam; jeber Gegner, jeder, der sich nicht entschließen fonnte, der Fall. Daß der Grlaß den Verschuldeten zu gute fommt, ist Nothwendigkeit folgend vor einiger Zeit sich mit den Nixdorfer die Segnungen dieses Planes zu erkennen, wurde als ein solcher richtig; wir sind eben in einer sehr starken Berschuldung des Webergesellen dahin verständigt hatten, diese in ihrem Vorgehen bezeichnet, der nur über ein imposantes Nein verfüge( Heiterkeit). Grundbesizes begriffen. Es ist sozialpolitisch ein heilloser Aus- gegen das Herunterdrücken der Arbeitslöhne zu unterstützen. Nach Niemals ist in der preußischen Steuerpolitik ein größerer Bruch spruch, daß diese Verschuldeten zugrunde gehen mögen, weil dann dem Rixdorfer Weberstreit hatteu die dortigen Kleinmeister es versucht worden als jetzt. Die Konservativen stimmen dem andere kommen würden, die ihr Geld an anderer Stelle erworben haben eingesehen, daß durch das Bestreben vieler ihrer Kollegen, Plane nur deswegen zu, weil sie dabei sehr gut fahren.( Wider- und dann ihrerseits Grundbesitzer werden würden( sehr gut! rechts). vom Großfabrikanten um jeden Preis Arbeit zu er spruch rechts.) Herr v. Bedliß hat sich im Deutschen Wochen- Die Personalsteuer beruht doch auf einer gewiffen Leistungs- halten, die Arbeitslöhne auf das ungeheuerlichste gedrückt blatte" große Mühe gegeben, die Reform schmackhaft zu machen. fähigkeit, was von der Grundsteuer nicht gilt. Die Grundsteuer worden sind, daß eine Schund- und Schmutzkonkurrenz sich entDas Biel der Reform, Entlastung des Grundbesises, billige ich. belajtet das Bruttoeinkommen bis zu 4-5 pet. Die besonderen wickelt hat, welche den einigermaßen anständige Löhne zahlenden Daß dabei auch Geschenke gemacht werden, will ich nicht weiter Einkommensteuer- Buschläge rührten andererseits von zu niedrigen Kleinmeister in arger Weise bedrückte, so daß derselbe, um ebenberühren; der Hauptmißstand ist, daß die Verhältnisse im Osten Einschätzungen her. Die Berufung auf§ 82 seitens des Finanz- falls Arbeit vom Fabrikanten zu erhalten, auch zu niedrigen und Westen in ganz verschiedener Weise von den Wirkungen der ministers trifft nur zu auf die Beseitigung der Grund- und Preisen sich dem Unternehmer anbieten mußte; in letter Linie Reform betroffen werden. Auch für die Aufhebung der lex Gebäudesteuer als Staatssteuer Was den neuen Verwendungs- hatten dann natürlich die Arbeiter den Schaden zu tragen. Die Suene werde ich stimmen; nach meiner festen Ueberzeugung zweck angeht, den man mit der angekündigten Vorlage wegen Folge war, daß die Webergesellen sich gegen diejenigen Kleinwerden dann auch die Kornzölle fallen.( Widerspruch im der thesaurirten Ueberschüsse beabsichtigt, so werden wir abzu meister kehrten, welche sich zu niedrigeren Löhnen angeboten hatten, Bentrum.) Der Reichstag wird die Aufhebung dieser Zölle be- warten haben, was uns vorgeschlagen wird; jedenfalls muß als es manchem dieser Fabrikanten selber lieb war. Meifter chließen und ich würde damit meinerseits durchaus nicht unzu- jeder andere Verwendungszweck zurücktreten gegenüber dem Rahmig führte diese Gesichtspunkte den Fabrikanten, welche frieden sein; denn wenn die lex Suene gefallen ist, muß das Sauptziel der Ueberweisung, resp. des Erlasses der genannten auch zum größten Thell erschienen waren, vor Augen und betommen, über furz oder lang. Mit 24 Millionen ist allerdings Realsteuern. Die lex Huene ist auch in meinen Augen tonte, daß es nicht im Interesse der Meister läge, zu niedrigen die lex Huene zu niedrig in Rechnung gestellt; auch bei dem er nur ein vorübergehender Nothbehelf, der seine Schuldigkeit ge- Löhnen zu arbeiten, und im Interesse der Gefellen noch viel mäßigten Kornzolle von 8,50 m. würden sich aus den Durchschnitten than hat; ich habe dasselbe schon bei der Berathung deffelben weniger. Der Berliner Export wäre in Händen von 25 der letzten 4 Jahre immer noch 32 Millionen ergeben, das möchte ich selbst ausgeführt. Daß die Verwendung hier und da nicht ganz Fabrikanten, von denen die meisten einem bestimmten Tarife selbst der Autorität des Geh. Reg.- Rathes Thiel gegenüber geltend glücklich war, gebe ich au, obwohl diese Mißstände doch im ihre Unterschrift gegeben hätten, welche auch zum Theil gehalten machen. Wenn man den Ertrag mit 35 Millionen annimmt, dazu nicht Ganzen unbedeutend waren; es ist mir untlar, wie die Land- worden wäre. Die größte Konkurrenz werde jedoch von Treuen 40, sondern wie sie in Wirklichkeit vorhanden sind, 45 Millionen räthe und Kreisausschüsse, die das Geld bekommen haben, es ein- im Vogtland und Oberbayern ausgeübt; es wäre nun Ueberschuß aus der Einkommensteuer hinzurechnet, so ergeben fach in den Kasten legen fonnten, denn sie ließen das Gesetz ein- Stellung zu nehmen, um die dortigen Arbeiter zu veranlassen, fich 80 Millionen und es blieben nur noch wenig über 21 Mill. fach unausgeführt, welches die Verwendung nach ganz bestimmten nicht zu so niedrigen Preisen zu arbeiten; eine gitation Mark zu decken. Was übrigens die Verwendung der bis 1895 zu Richtungen vorschreibt. In der überwiegenden Mehrheit der in diefem werde bereits ausgeübt und wenn thefaurirenden Ueberschüsse der Einkommensteuer im Betrage von Kreise hat es ganz außerordentlich fegensreich gewirkt und ich die Fabrikanten, welche versicherten, gar fein Interesse an dem 150 Millionen betrifft, so ist diese Verwendung durch das Ein- freue mich, es eingebracht zu haben. Ob man das System:„ Die Untergang der Branche zu haben, diese Agitation der Meister tommensteuer Gesetz zum Zweck der Ueberweisung der Real- Personalsteuern dem Staat, die Realsteuern den Gemeinden" und Gesellen derart unterstüßten, daß in Treuen und Oberbayern steuern festgelegt. Wenn demgegenüber die Thronrede jetzt eine so glatt durchführen kann, weiß ich nicht; muß doch keine minderen Löhne gezahlt würden als in Rixdorf resp. die Berwendung dieser Gelder für Schulzwecke in Aussicht nimmt, der Finanzminister selbst die Bermögenssteuer, eine Arbeit zu diesen Preisen nach dorthin abgeben, so wäre auf eine so muß das abgelehnt werden, denn eine solche Abweichung von reine Objektsteuer, dem Staate vorbehalten. Die un Sebung der Löhne zu rechnen. Leider seien die Nixdorfer Fabridem durch die Regierung publisirten und jest in Kraft befind- gerechte Staatsgrundsteuer fann als Gemeindesteuer eine fanten troß ergangener Einladung nicht zugegen, und ein Herr lichen Gefeß muß das Vertrauen in die Gesetzgebung und in die gerechte Steuer werden. Für die einfache Beseitigung der Berg Bär Sohn wolle sogar in Schlesien bei den dortigen Webern Regierung erschüttern. Wenn nun wirklich eine eigene neue wertsabgabe besteht bei einem großen Theile meiner Freunde arbeiten lassen bezw. die betreffende Branche der Weberei dort Steuer, eine Ergänzungssteuer nöthig ist, so ist die feine Neigung, zumal nicht gesagt wird, in welcher Weise die einführen, zu welchem Zwecke er Staatshilfe von der Regierung Form der Vermögenssteuer jedenfalls bie unglücklichste, Gemeinden mit ihr verfahren sollen( Ruf: Gewerbeftener!) In verlange. Die großen englischen Einkäufer würden sich zu besseren welche überhaupt gefunden werden könnte. ( Bustimmung.) der Vorlage ist darüber garnichts gesagt. Die Unterscheidung Preisen schon verstehen, an Stelle der jetzigen niedrigen; was Herr Herrfurth hat diese Steuer für außerordentlich entwicklungs- zwischen verschuldetem und unverschuldetem Grundbesitz bei der mache es für sie aus, wenn sie 10-15 pet. Aufschlag per Kilo fähig erklärt, und wir wissen also, welches Geschick unsere Finanz- Aufhebung der Grundsteuer ist vollständig unberechtigt; die Ver- mehr zahlen müßten! Redner hofft, daß die Fabrikanten das Beverwaltung in der Entwicklung von Steuern befizt.( Heiterkeit.) schuldung drückt den großen wie den kleinen Grundbefit gleich- streben der Arbeiter, die Löhne heraufzubringen und die SchmutzDas Löseste in Verbindung mit der Deklarationspflicht ist ihr mäßig. Wenn nun seinerzeit eine neue Last aufgelegt und dafür konkurrenz zu beseitigen, unterſtügen werden. Fabrikant veratorischer Charakter.( Bustimmung.) Die Verpflichtung zur volle Entschädigung gewährt wurde, so soll jetzt die Entschädi Wiesner meint, es müßten zuerst die Forderungen aufgestellt Dffenlegung jedes, auch des fleinsten Stückchens Besitzung ist eine gung zurückgefordert werden. Das erscheint nicht ganz gerecht, werden. Die Konkurrenz in Treuen und Oberbayern verurtheile ungemein brückende; mit diesem Verlangen arbeitet die Regierung ba ja jetzt die Grundsteuer nicht generell aufgehoben, sondern er selbst, und er würde jede Agitation gegen die Schundkonkurrenz einfach an der Entfremdung der Bürger vom Staate. Soll nun vielmehr den Gemeinden die Freiheit, sie neu aufzuerlegen unterstüßen. Wenn das Herunterdrücken der Löhne so weiter gar, wie gesagt worden ist, die Vermögenssteuer in Kriegszeiten gegeben wird. Nun schlägt die Regierung ein vollständiges gehe, würde es schließlich dahin kommen, daß sich keine Arbeiter besonders nugbar gemacht werden, so wird im allgemeinen Ber- Novum vor, nämlich neue Steuern 31t erheben, um mehr zur Weberei finden würden; ja zum größten Theil wendeten rüttung des Besizes die Folge sein.( Sehr richtig! im Zentrum.) andere Steuern zu erlassen. Bei der Vermögenssteuer ganz be- sich die Arbeiter schon jetzt anderen Berufen zu; er hoffe, daß Man hat oben von den unendlichen Mühen, Sorgen und Qualen sonders muß man sich fragen: trau, schaut, wem? Diefes Gefühl die übrigen Fabrikanten diese Sache ebenfalls in jeder Weise gesprochen, mit denen das Leben der Gewerbetreibenden so reich ist von vielen Seiten bereits betont worden und auch viele meiner unterstützen werden. Fabrikant Fürstenthal bemerkt, nur becacht ist( sehr richtig!); diese Vermögenssteuer kann seinen Freunde wollen grundsäglich eine Vermögenssteuer zurückweisen, wenn die Arbeiter einig feien und nicht unter einem bestimmten völligen Ruin bedeuten. Schon die Einkommensteuer mit ihrer sie wollen die Henne nicht todt schlagen, die die goldenen Gier Preise arbeiten wollten, sei etwas zu erreichen. Die ganze Sache Loppelbesteuerung lastet auf diesem Stande ganz besonders legt. Auffallend ist uns allen die Skala, die Leute trifft, die von lasse sich nur von den Arbeitern durchführen. Kleinmeister schwer, wie sie überhaupt viel unzufriedenheit im Lande hervor- der Ginkommensteuer nicht getroffen werden, für die also hier Rahmig führt an, daß in Nixdorf die Inhaber von gerufen und viele Rapitalisten aus Preußen vertrieben eine ganz neue Steuer in Betracht kommt. Die Einkommensteuer zirka 200 Stühlen für die Sache sich schon erklärt hätten. Ein ( Widerspruch und Lachen rechts.) von diesen hat eine Depression, bei der Bermögenssteuer trifft derselbe Pro- Rigdorfer Fabrikant Sander habe sich jedoch, um noch billiger noch den Wunsch hegen sollte, nach Deutschland zurückzukehren, zentsatz die kleinen Bermögen von 6000 m. wie die Millionen. arbeiten zu können, in Treuen eine Fabrik errichtet, dort seien wird es jegt, wo ihm die Vermögenssteuer in Aussicht steht, Die mittleren und unteren Klassen müssen also in dieser Steuer die Arbeitslöhne so niedrig und die Lebensverhältnisse so billig, gewiß unterlassen. Mit der Deklaration verwerfe ich die Ver- ganz unbedingt eine neue Belastung finden, die wir nach daß der Herr dabei seinen Vortheil noch zu vergrößern gedente. mögenssteuer ganz unbedingt. Ueber den Begriff des fundirten der bisherigen Gesetzgebung nicht auferlegen konnten. Es Auf Umfrage hätten die Treuener Kleinmeister sich indeß ebenEinkommens steht so gut wie garnichts fest. Vielmehr empfiehlt darf erst bei einem Satze begonnen werden, 100 man falls für die Erhöhung der Löhne ausgesprochen. Man müsse hat. 14 Wer lich die Einführung einer Erbschaftssteuer, die auch nicht entfernt überhaupt von einem Vermögen sprechen kann( sehr richtig! die Geschäfte, welche ihren Arbeitern einen einigermaßen aus = 6 Tömmlichen Zohn zahlen, unterstützen und kräftigen. Redner Hofft den zentralistischen Standpunkt. Wenn die Errungenschaften I tag durch die Debatte über die Kontroll- und Schuhmarte. Dies von den Großunternehmern dasselbe. Meister Lucas äußert der lofal vereinigten Maurer von vor einigen Jahren hervor find Kampfesmittel der Gewerkschaften, die als solche mit der fich im Sinne Rahmig's und meint, wenn in Berlin die Fabri- gehoben würden, so sei zu bedenken, daß, als diese Bereinigungen politischen Arbeiterbewegung nichts zu thun haben. Nach dem tanten erst diese Sache öffentlich unterstützen, so würden die entuanden, die Konjunktur für Bauhandwerker eine radezu Fall des Sozialistengefeges trat die Frage auf, ob die Gewerk Treuener Fabrikanten auch auch bald nachkommen. Fabrikant glänzende war und daß sie den Siegen als Unterlage diente. schaftsbewegung. welche während der Dauer des Gesetzes Freund erklärt, eine Vereinigung von Fabrikanten zu Im Laufe der Zeit fei jedoch eingesehen worden, daß diese Ver- die Trägerin der politischen Bewegung war, überhaupt noch diesem Zwecke fei garnicht nothwendig und könne auch einigungen sich nicht halten ließen. Es entstand daher die nothwendig sei? Die Thatsache, daß Streits durch gut organi nicht erreicht werden; denn die Fabrikanten bissen sich um die Bentralisation, welche mit viel schlechteren Verhältnissen zu sirte Gewerkschaften verloren gegangen sind, haben Einzelne in Aufträge oftmals wie die Hunde herum; es werde eine Ab- fämpfen habe. Sie müsse man ausgestalten. Wilke zieht dann der Meinung bestärkt, als fonnte durch die gewerkschaftlichen Stellung dieser Mißstände nur möglich sein, wenn die Arbeiter eine von ihm gestellte, im lokalistischen Sinne gehaltene Resolution Rümpfe nie mehr etwas erreicht werden. Diese Ansicht ist eine nicht billiger arbeiteten. Fabrikant Wiesner legt dar, selbst zurück, nachdem sich Genosse Gröschte bereit erklärt hatte, eine entschieden irrige und bei dem geringsten Aufschwung in der in Treuen würden die Arbeiter nicht zu geringern Preisen arim gegentheiligen Sinne gehaltene Resolution ebenfalls zurückzu Geschäftskonjunktur wird der Beweis erbracht werden, daß beiten, wenn sie wüßten, daß sie vom Fabrikanten bei dem Be- ziehen. Es geschieht dies auf Wunsch eines der Reduer. Nach- Streits und Arbeitseinstellungen von Wichtigkeit sind. Die Ge ftreben, ihre Lage zu verbessern, unterstützt würden; es müsse dem Genosse Meist im Schlußwort einige Mißverständnisse be- werkschaften sind ein nothwendiges Produkt der bürgerlichen doch ein Anfang gemacht werden, der eben nur von Berlin resp. richtigt hatte, sprach Genosse Dähne, der als Vorsitzender Gesellschaft, und es ist noch sehr fraglich, ob dieselben in Rigdorf ausgehen könne, wo die Arbeiter dazu schon im letzten fungirte, die Grwartung aus, die Versammlung möge den Zweck der sozialistischen Gesellschaft nicht auch nothwendig fein werden Streit die Anregung gaben. Fabrikant Schulze: Ein großer erreicht haben, zur zukünftigen Einigung der Maurer Berlins bei- und zwar als Träger der Produktion. Die gewerkschaftliche Theil der Fabrikanten sei selbst Schuld an den niedrigen Löhnen; zutragen. Genosse Dempwolf hatte vorher nochmals die Thätigkeit wie die parlamentarische laufen darauf hinaus, inner fie hätten es in England dahin gebracht, daß kein Einkäufer Zentralvereinigung der Maurer empfohlen. halb der heutigen Gesellschaft für die Arbeiter Verbesserungen mehr ohne Waage Einkäufe mache. Den Engroshäusern dort auf wirthschaftlichem Gebiete zu schaffen; sie wollen also beide wäre es garnicht angenehm, daß die Waare so herunter gebracht Eine öffentliche Versammlung, welche am 17. November dasselbe, sie wirken nebeneinander, aber nicht miteinander. Die sei. Es wäre deshalb unter allen Umständen nothwendig, daß im Giskeller stattfand, hatte sich in der Hauptsache mit der Honig gewerkschaftliche Organisation muß die Schule für das politische die Treuener Fabrikanten mit herangezogen würden. In Berlin fuchen- Fabrikation der Firma Theodor Hildebrandt Verständniß des Arbeiters bilden, damit der Gang der Entwicke werde für das Kilo Waare noch 1,50 m. gezahlt, während es und Sohn zu beschäftigen. Die Versammlung war auf 9 Uhr lung beschleunigt werde. Redner hält es durchaus nicht für noth heute schon in Treuen für 1 M. hergestellt wurde; solche Löhne einberufen, aber um 10 Uhr noch nicht eröffnet; ein Theil der wendig, daß die Gewerkschaftsorganisationen eine bestimmte feien ganz erbärmlich. Redner befürchtet jedoch, daß in Treuen Anwesenden begann sich allmälig die Zeit mit Trampeln zu politische Tendenz haben. Darum betrachte er auch die gewerk tein Interesse für diese Sache vorhanden sei. Fabrikant Freund vertreiben. Die betreffenden Herren waren indeß selbst erst nach schaftlichen Lokalorganisationen als ein Konkurrenzunternehmen ist der Meinung, daß Meister und Arbeiter absolut kein Mitleid 9 Uhr gekominen; vie sich später zeigte, waren es sämmtl.ch gegenüber der politischen Arbeiterorganisation. In der den mit dem Fabrikanten haben sollen, der nicht auf Preis hält; er würde Arbeiter, welche in der Honigkuchen- Fabrik, der oben genannten Ausführungen des Referenten folgenden Diskussion spricht zu dann von selbst gezwungen sein, mehr zu zahlen, wenn er Waare Firma beschäftigt sind. Diese Herren hatten die Majorität, als nächst Kollege Holzmann seine Verwunderung darüber aus, fertig gestellt haben wolle. Fabrikant Schulze will den Boykott die Versammlung begann. Zum Vorsitzenden wählten sie einen daß so häufig die Behauptung aufgestellt werde:„ Die Gewerkschafts über diejenigen verhängt wissen, welche Arbeit zu niedrigeren für dieses Amt vollständig ungeeigneten Herrn Schäper, den Sohn bewegung nügt uns ja doch nichts." Kollege Tschenig meint, Preisen annehmen, als tarifmäßig festgestellt ist. Meister des in der Hildebrandtschen Fabrik beschäftigten Werfführers die wirthschaftlichen Verhältnisse feien soweit entwickelt, daß es Lucas führt an, daß bei einem etwa eintretenden Streif jetzt Schäper, der die Versammlung mit einem Hoch auf den Kaiser dem Arbeiter bald nicht mehr möglich sein wird, sich an der Ges die Produzenten( Meister und Arbeiter) zusammenstehen würden. eröffnete. Zum ersten Punkt der Tagesordnung hielt der Referent werkschaftsorganisation zu betheiligen, weil durch dieselbe nichts Die Meister in Rigdorf seien dem„ Deutschen Textilarbeiter-. Bi einen Vortrag über Kapital und Arbeit". Nach dem mehr erreicht werden könne. Er bezweifle, daß jemals eine Berband" beigetreten und könnten nun auf die Hilfe der Arbeiter Referat nahm Konditor Koch das Wort, um furz auf die bekannten nennenswerthe Ausbesserung der wirthschaftlichen Lage des Arrechnen, wenn es heiße, die Söhne aufzubessern. Nachdem noch Vorwürfe hinzuweisen, welche der Firma Theodor Hildebrandt beiters eintreten werde. Kollege Beyersdorf glaubt, die die Musterfrage diskutirt und von sämmtlichen anwesenden Groß- u. Sohn gemacht worden sind. Zugleich mit den Ausführungen gewerkschaftlichen Organisationen müßten in fürzester Zeit schlafen unternehmern die Unterstüßung den Meistern in jeder Weise zu- Koch's begannen die nunmehr bis zum Schluß der Versammlung gehen, schon jezt sei es dem Arbeiter nicht mehr möglich, die gefagt worden war, erfolgte Schluß der Sizung. von den Freunden Schäper's immer aufs neue hervorgerufenen großen Opfer, welche von den Gewerkschaften verlangt werden, Störungen der Verhandlung durch Gefchrei und sonstigen Tumult, zu bringen. Kollege Freythaler ist der Ansicht, daß die Die Maurer hielten am legten Sonntag eine von etwa Störungen, die es wiederholt nöthig machten, daß die Ver- gewerkschaftliche Bewegung nur unter Buhilfenahme der poli 350 Personen besuchte Versammlung ab, in welcher Genosse sammlung auf ein paar Minuten verlagt werden mußte. Koch tischen etwas erreichen könne. Er, Redner, ziehe die politische Meist Köln über Gewerkschafts- und politische Bewegung stellte in feinen Ausführungen noch den hohen Gewinn, Bewegung vor, aumal noch taum ein Unterschied referirte. Der Referent legte dar, wie mit dem Entstehen der welchen die Firma erziele, dem geringen Zohn gegen zwischen gewerkschaftlichen und politischen Forderungen. modernen fapitalistischen Produktionsweise und dem von ihr uns über, den sie den Gehilfen und Arbeiterinnen zahle, Kollege Raseron bestreitet, daß die Lokalorganisationen trennbaren modernen Proletariat dieses gedrängt wurde, sich in erwähnend, daß diese Firma die erste gewesen sei, welche ein Konfurrenz- Unternehmen der politischen Partei seien, fie Kampfvereinigungen zusammen zu schließen, um der Ausbeutungs- die Arbeitszeit der Mädchen verlängert habe. Redner ermahnte entspräche vielmehr einem thatsächlich vorhandenen Bedürfniß. lust des Unternehmerthums entgegen zu treten. In England, schließlich die Kollegen, wenn sie ihre Lage verbessern wollten, Kollege Lewin erklärt, er wäre bis jetzt stets politisch dem industriell entwickeltsten Lande, sei dies zuerst geschehen. fich zu organisiren. Er hatte übrigens behauptet, daß der Werk- organisirt gewesen, habe dies aber gewerkschaftlich nicht thun Begünstigend für die Entwickelung der englischen Gewerkschaften meister Schäper, der Vater des Vorsitzenden der Versammlung, fönnen, weil ihm dies seine pekuniäre Lage nicht erlaubt habe. habe gewirkt, daß England schon 1825 ein freies Vereins und denjenigen, welche mit dem Fußmehl nicht arbeiten wollten, die Kollege Do ft ist der Unsicht, daß gewisse Forderungen der Ger Bersammlungsrecht gehabt. Hier in Deutschland sei ein Auf- Thüre weise. Der Sohn Schäper versuchte hierauf seinen Vater werkschafter 3. B. die des Normal- Arbeitstages, nur mit Hilfe schwung, wie ihn die Gewerkschaften in England genommen, und die Firma zu rechifertigen, mußte aber zugeben, daß er von der politischen Partei durch die Gesetzgebung verwirklicht werden laum zu erwarten und wenn, so nur, sofern sich die einzelnen der Honigkuchen- Bäckerei( bei der das Fußmehl verwendet worden können, hält aber im übrigen die Zentralorganisation bei den. Branchen in Zentralverbänden und diese sich dann sein soll) nichts verstehe. Er meinte noch, daß der Arbeiter, welchen Gewerkschaften für vortheilhafter, was Redner des längeren nach wieder git Industrieverbänden vereinigen. Gine Verein Vater entlassen und der 20 Jahre für die Firma gearbeitet zuweisen sucht. Hierauf tritt 2egien Hamburg der Ansicht ent flachung, wie sie sich in der englischen Gewerkschaftsbewegung hätte, wenn er ehrlich war, mit der Beschuldigung der Unter- gegen, als könnten die Gewerkschaften unter den heutigen Ber zeige, wäre für die deutsche nicht zu befürchten, weil in Deutsch nehmer nicht bis zu seiner Entlassung hätte warten sollen, sondern hältnissen nichts mehr erreichen. Trotzdem die Geschäftskrisen land die moderne Gewerkschaftsbewegung sich als Grundlage der die Pflicht hatte, von der Verwendung des Fußmehls sofort dem immer öfter wiederkehren und immer länger anhalten werden, politischen Klassenbewegung betrachte. Die meisten fozial: Staatsanwalt Anzeige zu machen. Aus der Versammlung wurde wird es doch möglich sein, bei Eintritt einer günstigen Geschäfts demokratischen Politiker seien durch die Schule der Gewerk- ihm hier zugerufen:" Dann kommt er auf die schwarze Lifte", konjunktur für die organisirte Arbeiterschaft etwas zu erreichen, schaften gegangen. Die in denselben betriebene eingehende Er- worauf Herr Schäper nichts erwiderte. Der folgende Redner natürlich nur dann, wenn unter der Arbeiterschaft eine gewiffe örterung wirthschaftlicher Vorgänge eigene sich gerade dazu, wandte sich gegen Koch persönlich, machte diesem Vorwürfe, ging Opferfreudigkeit vorherrschend sein wird. Die Gewerkschafts tlaffenbewußte Genossen zu erziehen. Es komme auch in Betracht, aber nicht auf die zur Berhandlung stehende Sache ein. Ein organisationen mit politischer Tendenz, das erkläre er ganz auss daß die Gewerkschaftspresse auf der Höhe der Zeit stehe, und in anderer Konditorei- Arbeiter bestritt, jemals gefunden zu haben, brücklich, seien unter den heutigen Verhältnissen nicht nur überihr vorgebracht werden könne, was in den sentralen Ver- daß Fußmehl zum Backen oder auch nur zum Betreuen der Bleche flüssig, sondern im Hinblick auf die politische Partei sogar bindungen mit Rücksicht auf die Bereinsgesetze nicht diskutirt verwendet wurde. Der Sohn des Werkmeist ers Schäper meinte dann, schädlich. Hierauf wird die Debatte geschlossen. Der Vorsitzende werden dürfe. Bei uns seien die Gewerkschaften auch nicht daß die Anwesenden von den Einberufern dieser Versammlung wohl machte dann bekannt, daß Erhebungen über eine Arbeitslosen- Statistit Selbstzweck, tönnten es nicht sein, sondern sie feien nur Mittel dupirt worden seien. Ein selbständiger Konditor gab feiner Wer für Berlin in Angriff genommen werden sollen und fordert bie zu dem Zweck, das Klaffenbewußtsein zu wecken. Falsch sei die wunderung darüber Ausdruck, daß hier ein Bureau zu Gunsten Kollegen auf, sich an der Vertheilung der Fragebogen lebhaft zu öfters gehörte Behauptung, je schlechter die Lage der Arbeiter, je der Firma Hildebrandt gewählt worden sei, sowie darüber, daß betheiligen. Näheres über diese Angelegenheit wird in einer laffenbewußter und revolutionärer würden diese sein. Im hier Konditoren, die doch feine" Männer sein wollten, solchen demnächstigen Versammlung der Drechsler bekannt gegeben Gegentheil lehre die Erfahrung, daß je niedriger die Lebens- Standal machten. Gegenüber der vom Vorredner erfolgten Abhaltung, je größer die Knechtseligkeit ist. Hier treten die Gewerk- leugnung erzählte er einige Erfahrungen, die er in bezug auf schaften ein; ihre Aufgabe sei, den Arbeitern eine möglichst gute Verwendung fauler Gier 2c. in der Zeit, wo er noch nicht selb Die Klempner hatten fürzlich eine öffentliche Versammlung Position in der heutigen Gesellschaft zu erringen. Ein wirth- ständig war, gemacht habe. Sonderbar findet er es, daß der Werk- in welcher Genosse Tür einen Vortrag über Sibirien hielt, schaftlicher Kampf, wie etwa ein Streit um Verkürzung der Ar- meister, der hier angegriffen und auch in der Versammlung zu- Nach Beendigung desselben wurden einige Arbeitsordnungen und beitszeit, dürfe natürlich nur in den Zeiten guter Geschäfts- gegen ist, sich nicht selbst vertheidige, sondern seinen Sohn vor Fragebogen entgegengenommen, worauf Kollege Drange be tonjunktur begonnen werden, wenn er siegreich enden solle. geschoben hätte. Redner fragt die anwesenden Gehilfen, ob sie fannt gab, daß die Bibliotheken des Verbandes sich im Norden Redner begründet hierauf die Nothwendigkeit zentralistischer bei ihrem Lohne im stande sind, eine Frau mit zwei Kindern bei Schayer, Brunnenstr. 40, und im Süden bei Schmidt, Bereinigungen hauptsächlich damit, daß die Berufsgenossen zu ernähren; er habe, um das zu können, selbständig werden müssen. Adalbertfir. 16, befinden. Dieselben sind Montags und Donners fleinerer Orte sich in ihnen Eins fühlten mit dem großen Ganzen, Von den folgenden Rednern erklären die einen, daß bisher nichts tags Abends von 8-9 Uhr geöffnet. In den Versammlungen wodurch ihr Selbst- und Machtbewußtsein mächtig gehoben werde. von den gegen die Firma Theodor Hildebrandt und Sohn vor- des Verbandes, sowie in folgenden Zahlstellen werden Beiträge A13 gutes Mittel zum Zweck hebt Redner die Reise- Unterstützung, gebrachten Behauptungen widerlegt sei. Ein anderer macht dem entgegengenommen und Aufnahmen vollzogen: Westen: Bartelt, welche die Zentralisationen gewähren, hervor. Vor allem sei Borjizenden, der gesagt hatte, er gehöre feiner politischen Partei Flottwellstr. 5; Schiefel, Gozlowskyftr. 8; Bieck, Embener- und aber, meinte er, eine Marschroute den Genossen der verschiedensten an, den Vorschlag, wenn er, wie sich auch aus seiner Vorsiz- Siemensstraßen- Ecke; Schulz, Göben- und Kulmstraßen- Ecke; Noh, Berufe dadurch gegeben, daß sich die Mehrheit derfelben für jührung ergebe, nichts vom Vereins- und Versammlungswesen Rathenower- und Dreyfestraßen- Ecke; Schermer, Charlottenburg, Vereinigungen auf zentralistischer Basis ausgesprochen habe. verstehe, hätte er dem Herrn Hildebrandt fagen sollen: Ich Schloßitr. 25. Norden bei Gleinert, Müllerstr. 174( Eingang Dann geht der Redner auf das Verhältniß der politischen Be- verstehe feine Versammlung zu leiten, schicken Sie einen Fennstraße); Schayer, Brunnenstr. 40; Fischer, Anklamerstr. 34, wegung zur Gewerkschaftsbewegung ein. Die letztere sei ohne die Anderen!" Nachdem hierauf ein Kriminalbeamter auf Veran- Dieß, Reinickendorferstr. 54; Kleinau, Gartenstr. 171; Kreife politische Bewegung fein Faktor, der allein helfen könne. Jede laffung einiger Versammlungsbesucher aus dem Lokale meyer, Gartenstr. 78; Tauschel, Grenzstr. 4: Engel, Antonitr. 1; minderberechtete Klasse habe gestrebt, die politische Macht gewiesen worden war, wurden einige Refolutionen Jungnick, Bernauerstr. 103; Brückner, Lothringertr. 67; Herzog, in die Hand zu bekommen; man brauche blos an den Kampf der eingebracht, darunter eine, wonach die Versammlung auf einen Pantstr. 32h; Schröder, Wiesenstr. 39; Knapp, Schönhauser Allee 69; aufstrebenden Bourgeoisie gegen die Feudalgesellschaft zu denken. späteren Abend vertagt werden sollte. Als dem Werkmeister Bahr, Gerichtsstr. 19; Berndt, Schönhauserstr. 18; Germer, LandsNun biete das allgemeine Wahlrecht der Sozialdemokratie eine Schäper vorgehalten wurde, daß, wenn er sich schon nicht verant- bergeritr. 105; Pöhle, Stralsunderstr. 31; Müller, früher Nicolei, Handhabe, sich in politischer Beziehung Geltung zu verschaffen. worten wolle, er sich auch nicht durch Zwischenrufe bemerkbar Gartenstr. 32. Süden bei D. Klein, Schönleinftr. 6; Gottfried Daß im Parlament die foziale Frage gelöst werde, daß allerdings machen solle, und als ein Konditor die Verwendung von Fuß- Schulz, a. Kottbuser Play; B. Stabernad, Wrangelstr. 85; Schwarz glaube kein Sozialdemokrat, es spreche dies aber durchaus nicht mehl in der Honig- Kuchenbäckerei bestätigte, machten die Freunde topf, Staligerstr. 11; Schönemann, Staligerstr. 7; Sense, Ecke gegen die Wahlbetheiligung. Redner geht auf die Ungerechtigder Firma Hildebrandt wieder solchen Standal, daß der Polizei Prinzen- und Gitschinerstraße; Zubeil, Naunynstr 86; Herschleb, feiten des Klaffenstaats ein und meint, sie müßten dem Proletariat lieutenant die Versammlung- es war 1 Uhr Nachts für auf- Adalbertstraße 4; Hugo Gimede, Röpnickerstraße 123; Grande, zum Bewußtsein gebracht werden, damit diefes die bestehende gelöst erklärte. Heinrichsplay; Schröder, Reichenbergerstr 24; Biemer Nachfolger, Gesellschaftsordnung dereinst in eine bessere umwandele, in der nicht die Autorität Weniger, sondern die demokratische ab, in welcher der Hebafteur des„ Bruder Schmied", Genosse Adalbertstr. 16; Schnieber, Admiralftr. 21. Often bei Ungering, Die Schmiede hielten am 17. November eine Versammlung Cuvrystraße 25( 17); Petit- Jean, Wrangelstraße 4; Benscheck, Autorität, die Souveränität des Volkes herrsche, Der sich jeder Einzelwille unterzuordnen habe. Die Zeit, in heiß- Hamburg, einen interessanten, die Lage der Arbeiter Breslauerstr. 27; Henke, Blumenstr. 88; Weinberg, Elisabeth Der sich die Arbeiter untereinander bekämpfen, behandelnden Vortrag hielt, zu dessen Schluß er den Eintritt in traße 10; 3dbel, Frankfurter Allee 90'; Bippfe, Destillation, verloren für den großen Kampf, der auf wirthschaftlichem Gebiete die Bereinigung der in der Schmiederei beschäftigten Personen Markusstr 14; Jäger, Blumenstr. 74; Heise, Lichtenbergerſtr. 21; gegen bestimmte Unternehmerkreise, auf politischem gegen die empfahl. Die Ausführungen des Referenten fanden großen Bei- Trittelvis, Falkensteinſtr. 41; Rummelsburg: Goll, Haupt gesammte Klasse der Unternehmer und gegen die gesellschaftliche fall. Aus der kurzen Disfuffton ging hervor, daß die Lage der Straße 17. Im Zentrum: Arbeitsnachweis, Wallitr. 7-8. Organisation, in welcher ihr Weizen blüht, von den Arbeitern Berliner Schmiede aufs äußerste gedrückt ist. Nach der Dis- Stümpfer theilte mit, daß die nächste Vertrauensmänner geführt wird. Darum hätten auch die Maurer ihre Organisation affion fand eine Pause statt, in welcher 30 Mitglieder in die Sitzung für den Norden am 4. Dezember bei Diegge, Reiniden Dorferstraße 58, tagt. Die Werkstatt- Vertrauensleute haben sich Organisation aufgenommen wurden. Genoffe Tempel er auf der Basis Einigkeit auszubauen. Nur starke Gewerkschafts- tattete dann Bericht über die Verhandlungen, welche mit dem daselbst zu melden. Die dritte Bibliothek wird nächstens bet organisationen flößten den Kapitalisten Furcht ein. Vor allem gelten für die Versammelten die Worte: Seid einig, einig, einig! Innungsvorstand über die Mißstände im Herbergswesen statt- Noh, Ecke der Rathenower- und Dreyfestraße, eröffnet werden. ( Großer Beifall.) In der Diskussion sprach zunächst Genosse gefunden haben. Der Vorstand der Vereinigung habe an die Der Verein deutscher Schuhmacher hielt am 21. Noein Schreiben erlassen, in dem um mündliche vember eine zahlreich besuchte Versammlung ab, welche sich haupt Hedner erklärte sich mit den allgemeinen unterhandlungen Junung Friz Wilte. Ausführungen des Borrebners einverstanden, pflichtete aber habe aber nicht für nöthig gehalten, darauf zu antworten. Es Aus der lebhaften Diskussion ging hervor, daß Herr Mauff erfucht wurde. Der Innungsvorstand sächlich mit dem Streik in der Mauff'schen Schubfabrit befaßte. nicht seiner Meinung über den Werth der Zentralorganisation werde nun von Seiten der Vereinigung ein neues Schreiben an troßdem er schon sehr niedrige Löhne zahlte, die letzte Woche bei. Er trete im Gegentheil für lokale Vereinigungen und für den Innungsvorstand gehen, in welchem ihm Mittheilungen über wieder einen erheblichen Abzug vornehmen wollte. die Vertrauensmänner- Zentralisation ein; der Vorwurf, die Ver- die unmenschliche Behandlung in gewissen Fällen gemacht und beiter mit Herrn Mauff in dieser Angelegenheit unterhandeln treter der lokalen Richtung wirkten trennend auf die Kollegen die Abschaffung des sog. Bummel- Ein- und Ausstandes gefordert wollten, wies er sie schroff ab und gab einen derselben sofort freise, müsse energisch zurückgewiesen werden. Blauroc werde ic. Sollte man dann noch keine Schritte zur Abhilfe seine Entlassung, worauf sämmtliche Zwicker am Freitag vertritt denselben Standpuntt wie Wilke, während der Nachredner, Heng 3 bach Köln für Zentralisationen plä- thun, fo werde bei der Aufsichtsbehörde der Junung Beschwerde trib Arbeit niederlegten. Da die Verhandlung dirt. Derselbe verweist auf die Kongresse, welche sich geführt werden. Nachdem noch verschiedene in der Herberge zu feinem Resultat führte, so legten auch die übrigen Arbeiter verübte Mißhandlungen zur Kenntniß gebracht worden waren, und Arbeiterinnen, außer den Zuschneidern und Stanzern, die für diese Form der Vereinigungen von Fachgenossen ausgesprochen haben und bezeichnet es als Ghrenpflicht schloß der Vorsitzende die Versammlung mit der Aufforderung Arbeit nieder. Im Ganzen sind 35 Personen, darunter drei jeden Arbeiters, sich diesen Majoritätsbeschlüffen zu fügen. Dann augner, Wöhlertstr. 4, Hof 3 Tr.; Seehaus, Roppenstimmig angenommen: zum Anschluß an die Vereinigung. Die Zahlstellen sind: Arbeiterinnen im Ausstand. Folgende Resolution wurde ein spricht Dem pwolf- Mannheim unter lebhaftem Beifall im felben Sinne wie Hengsbach. Kandt- Rostock wünscht, nachdem straße 15; Tempel, Langestr. 65, und Hahn, Boppstr. 1. gehe werden. so früh die Als die Ar Die Versammlung erklärt sich mit dem Verbalten der Kol er einiges über die Neberbleibsel feudaler Wirthschaft in Medlen- In einer öffentlichen Versammlung sämmtlicher im legen und Kolleginnen der Mauff'schen Fabrit in Betreff des burg gesagt, daß man nicht die Form der Organisation in den Drechslergewerbe beschäftigten Arbeiter bielt Streits einverstanden und verspricht, dieselben nach besten Kräften Bordergrund stelle. Zentralisirt seien die Arbeiter auf jeden Genosse Legien aus Hamburg einen Vortrag über Politische zu unterstützen." Fall, ob formell fest oder lose, darauf komme es nicht und gewerkschaftliche Arbeiterbewegung". Die gewerkschaftliche Ferner ging bei der Agitationskommission ein Antrag ein, in an. Der gemeinsame ille fei im letzteren Falle das Organisation, so führte der Referent aus, ist neuerdings wiederum nächster Zeit eine öffentliche Versammlung einzuberufen, welche zentralisirende Band. Genosse Stüven Altona vertritt in den Vordergrund getreten. So auf dem diesjährigen Partei- sich mit dieser Angelegenheit zu befassen hat. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW.. Beuthstraße 2. p 8 2 d di de 9