102 Mr. 276. Grscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntage Nummer mit illuire. Sonntags= Beilage Neue Welt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland s Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Snfertione- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzelle ober deren Raum 40 Pig., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 spf Inferate für die nächste Mummer nüffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen: tagen bis 7 Uor Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vor: mittags geöffnet. fernfprem Anschluß Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 24. November 1892. In die Parteigenossen! " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. geprägtem Ruhebedürfniß die Massen sind enttäuscht, sie Kampf kämpft, und auf dem Felsen unerschütterlicher Thathaben ihre Rechnung nicht gefunden, und die Folge wird sachen den Hebel ansetzt, mit welchem die Welt des KapiAus den Kreisen der Delegirten auf dem Parteitag ist sein, daß die meisten sich ganz aus der politischen Be- talismus aus den Angeln gehoben wird das nennt die mehrfach der Wunsch geäußert und auch ein diesbezüglicher Bewegung zurückziehen oder in anderen( bürgerlichen) Barteien impotente Flachheit dieser kapitalistischen Presse: Verspießschluß gefaßt worden, den dem Parteitage unterbreiteten Bericht aufgeben, und der Rest mit um so intensiverem, wilderem bürgerung der Sozialdemokratie. über die parlamentarische Thätigkeit der Reichstags- Fraktion" in fich stürzen und, mit dem Muthe der Konsequenz, welcher Sozialdemokratie vor wirft, fie sei verspießbürgert, iſt Fanatismus in die anarchistisch- ,, unabhängige" Sturmfluth Das deutsche Spießbürgerthum, das der deutschen Separatabzügen herstellen zu lassen und den Parteigenossen zur den alten Führern abhanden gekommen ist, zur Taktik übrigens ein Bild von so überwältigender Romit, daß wir Agitation zur Verfügung zu stellen. Ravachol greifen wird. um der Erheiterung willen den Blödsinn gerne verzeihen. Um diesen Beschluß zur Ausführung zu bringen, richten wir an die Genossen das Ersuchen, sich darüber schlüssig zu machen, ob und in welcher Zahl sie den Parlamentarischen Bericht zur Verbreitung bringen wollen. Sobald die Genossen ihren Beschluß gefaßt haben, bitten wir umgehend Nachricht darüber an das Parteibureau Berlin SW., Rahbachstraße 9, gelangen zu lassen. Der Selbstkostenpreis des Berichtes beträgt 4 M. pro Tausend Exemplare. Für die Kreise, welche über die nothwendigen Mittel nicht verfügen, wird die Broschüre unentgeltlich geliefert. Der Bericht ist in einer Reihe von Parteiblättern bereits zum Abdrack gelangt und wird auch in das Protokoll des Parteitages aufgenommen werden. In Kreisen, wo diese Verbreitung genügt, werden die Genossen wohl von selbst auf die Verbreitung des Extra- Abzuges verzichten. Mit sozialdemokratischem Gruß Berlin, den 23. November 1892. Der Parteivorstand. Bum Parteitag. II. Das ist ungefähr der Gedankengang, wenn man das Bemerkt sei nur noch, daß der nämliche spaßhafte BorWort Gedanken auf solch gedankenlose Salbaderei auwen- wurf, der uns heute, als einer von ihrer Vergangenheit den kann. Unausgesprochen bleibt der Hintergedanke, daß abgefallenen Partei in den Organen der Kapitalistenklasse es eine Kleinigkeit ist, den Navachol und die Ravachols um gemacht wird, bereits- und zwar in fast wörtlich den nämeinen Kopf fürzer zu machen, daß aber Millionen und lichen Ausdrücken uns schon einmal, und zwar zur Zeit Millionen stets nachwachsender Köpfe abgeschlagen werden unserer heißesten teidenschaftlichsten Jugend, Ende der sechsmüßten, um der Sozialdemokratie das Lebenslicht auszuziger und Anfangs der siebziger Jahre gemacht wurde blajen. von dem königlich preußischen Staats- und RegierungsWorauf gründet nun die kapitalistische Presse ihre sozialisten Herrn von Schweizer. Auch er bezeichnete Legende von der verspießbürgerten, harmlos gewordenen uns als eine Partei von Spießbürgern" weil wir Sozialdemokratie? Auf die ruhige, geschäftsmäßige, praf die revolutionäre Demokratie nicht auf dem Altar tische Haltung des Kongresses. des Polizeisozialismus opfern wollten. Sinn. Daß Ruhe der Haltung ein Beweis von Stärke und Und, abgesehen davon, daß der Parteitag sich nicht in Gesundheit und daß die geschäftsmäßige und praktische Be- blutrünftigen Phrasen berauschte wodurch insbesondere handlung konkreter Fragen ein Zeichen der Reise ist, das soll er seine unrevolutionäre Gesinnung" verrathen haben? kommt diesen knieschlotternden Eunuchen nicht in den Hauptsächlich durch den„ spießbürgerlichen, ängstlichen Beschluß" in Sachen der Maifeier. Man läßt sogar Was sie tadeln, ist gerade das, was zum höchsten die französischen Sozialdemokraten gegen uns aufmarschiren Lobe gereicht: die Emanzipation von der Phrase. Hätten und durch sie uns des Abfalls von dem internationalen die Haus Müller, Hans Wioste, und sonstigen Hansivürste revolutionären Programm" anklagen. Daß legteres auf unserem Parteitag das große Wort geführt, so hätte gelogen, ward schon erklärt. Die französischen Sozial die Bourgeoisie freilich alle Ursache gehabt, sich ins Fäustchen demokraten kennen sehr wohl die Verschiedenheit der zu lachen. Die Wichtigkeit der Rolle, welche die Phrase in deutschen und der französischen Verhältnisse und sie wurden einer Partei spielt, steht genau im umgefehrten Ber- auf ihrem letzten Stongreß in Marseille- durch den hältniß zur Macht und Tüchtigkeit der Partei. Eine Partei, die Delegirten der deutschen Sozialdemokratie überzeugend belehrt, in der Luft steht, sucht naturgemäß ihre Obumacht hinter tönenden daß unter den obwaltenden wirthschaftlichen Verhältnissen ein Die greisenhafte Denkschwäche und rückgratlose Er Phrasen zu verbergen und die Luft ist so geduldig, wie der Bourgeoisie abgetroytes allgemeines Feiern der Arbeit in bärmlichkeit unserer Bourgeoisie offenbart sich in wahrhaft das Papier. Eine Partei, die gleich der unseren mit Deutschland unmöglich ist, und einen Konflikt schaffen würde, lassischer Weise bei der Beurtheilung unseres Parteitages. Millionen von Wurzelfasern im Boden der Wirklichkeit, in der nur mit einer schweren Niederlage und Schädigung der Im niederschmetternden Bewußtsein ihrer Unfähigkeit, die den realen Elementen des Staats und der Gesellschaft haftet Partei endigen könnte. Sozialdemokratie erfolgreich zu bekämpfen, setzt die und aus ihnen ihre Kraft saugt, hat zu arbeiten, nicht" Ja, da gebt Ihr es ja zu, daß Ihr den Kampf Bourgeoisie ihre lette Hoffnung auf die Sozialdemokratie zu schwadroniren; und je größer die Arbeit, desto geringer fürchtet, und daß Ihr aus Augst vor der Bourgeoisie selbst, die ihr den Gefallen thun werde, sich mit eigener die Zeit und die Lust zu Phrasen. Wer Kraft bethätigt, von der Arbeitsfeier absteht!" Hand, durch innerlichen Zwist und Krieg, ums Leben zu hat nicht zu betheuern, daß er Kraft hat. Und wer die Gesell- Aber wann hätten wir denn jemals die wirthschaftliche bringen wie unsere Bourgeoisie seiner Beit, während des schaft" in Wahrheit umgestalten will, und die Umgestaltung Uebermacht der Kapitalistent lasse bezweifelt? Ist nicht großen Konflikts", von dem Fürsten Bismarck erwartete, vorbereitet, wird nicht in der geschwäßigen Henne diese erdrückende Uebermacht eben der vornehmste Daß er vor ihrer sittlichen Entrüftung" das Feld räumen sein Jdeal sehen, die gackert und gackert, so oft sie ein Ei legt, und Grund, warum wir den Kapitalismus be= und sich„ moralisch vernichten" würde. wäre es auch nur ein Windei. Die Phrase ist unmännlich, täm pfen? Nicht das Bramarbasiren der Herrn Bourgeois, Der Berliner Parteitag, so jubelt jetzt zähneklappernd und sie ist verwirrend. Denn jede Phrase ist elastisch die sich da vorlügen, ihre" tapfere Haltung" vor dem die Bourgeoispresse -oder sagen wir lieber die Preffe alles Mögliche läßt sich in sie hineinpressen. Eine Partei 1. Mai 1890 hätte den internationalen Feiertag der Arbeiter der fapitalistischen Parteien, von der„ Kreuz- Zeitung" und der Aktion, des klaren, bestimmten, zielbewußten Handelns verhindert und unterdrückt" hat den Kongreß zu seinem Germania" bis herunter zur Freijnnigen Beitung" taun unmöglich eine Partei der Phrase sein eins schließt Beschluß veranlaßt; es fonnte uns blos ein mitleidiges der Berliner Parteitag hat den Beweis geliefert, daß die das andere aus. Lächeln abgewinnen. Nein, einzig die Rücksicht auf die fozialdemokratische Partei aufgehört hat, revolutionär zu wirthschaftliche Lage. fein; sie ist verspießbürgert; die Führer sind„ Revolutionäre Schlafrock und Pantoffeln"," satte Existenzen" mit ausin Feuilleton. Nachbruc verboten.) Bel- Ami. 21 223 Roman von Guy de Maupassant. Er blieb lange, da er zeigen wollte, welches Vergnügen ihm ihre Nähe bereite, und als er schied, fragte er noch einmal: ,, Es gilt also: wir sind Freunde?" Ja, es gilt." Da er den Eindrick wohl bemerkt hatte, den sein Rompliment vorhin bei ihr gemacht hatte, so sezte er zur Verstärkung hinzu: " Und wenn Sie jemals Wittwe werden sollten... so schreite ich mich em." Zann ging er eilig fort, um ihr nicht erst die Wahl 3u lassen, darüber böse zu werden. Und daß die deutsche Sozialdemokratie dem Knaben alter der Phrase entwachsen ist und, statt in der Luft zu schweben, die keinen Hebelpunkt bietet, auf der Erde den Deshalb eine Schlacht annehmen, weil die, hinter den Rockschößen der Polizei und im Schatten der Bayonnette und gab sie beim Portier des Walter'schen Hauses ab. Er um und erblickte endlich in einem Spiegel Leute, die sehr fügte seine Karte bei, worauf er geschrieben hatte: Georges Duroy Bittet Frau Walter ergebenst, einige Früchte nehmen, die er heute Morgen aus der Normandie erhalten hat. entfernt davon zu fizen schienen. Er irrte sich zunächst in der Richtung, der Spiegel hatte sein Auge verwirrt, dann anzufchritt er noch durch zwei leere Salons und gelangte endlich in eine Art kleines Boudoir, das mit blauer Seide mit goldenen Knöpfen ausgeschlagen war. Dort saßen vier Damen um einen runden Tisch, auf dem Theetassen standen und plauderten mit halblauter Stimme. Am nächsten Morgen fand er in seinem Briefkasten auf der Redaktion ein Kouvert, worin als Erwiderung die Karte der Frau Walter steckte, die Herrn Georges Duron herzlich danke und jeden Sonnabend zu Hans sei". Duroy fühlte sich troh seiner Sicherheit, die ihm sein Aufenthalt in Baris und besonders sein Reporterberuf ver fchafft hatte, der ihn beständig mit hervorragenden Persönlichkeiten in Berührung brachte, durch die Art des Empfanges und den Gang durch die leeren Salons ein wenig eingeschüchtert. Sehr liebenswürdig von Ihnen mich zu besuchen," lud sie ihn mit einer Handbewegung ein, Play zu nehmen. Er wollte sich setzen, aber er fiel fast in den Sessel hinein, den er für höher gehalten hatte. Am folgenden Sonnabend gehorchte er dieser Einladung. Herr Walter bewohnte ein eigenes Haus auf dem Boulevard Malesherbes, ein sogenanntes Doppelhaus, von dem er als praktischer und sparsamer Mann Er stotterte:„ Ich habe mir erlaubt, gnädige Frau..." den einen Theil vermiethet hatte. Nur ein Portier während sein Auge die Herrin des Hauses suchte. war vorhanden, der in seiner Loge zwischen den Sie reichte ihm die Hand, die er mit einer Verbeugung beiden Portalen haufte und Wirth und Miether die nahm, und während sie sagte: Thür öffnete. Aber dieser Portier verlieh mit seiner würdigen Haltung, die an die eines Kirchendieners erinnerte, seinen dicken Waden, die in weißen Strümpfen steckten und Ein Besuch bei Frau Walter war Duron ein wenig seiner Livree mit goldnen Knöpfen und scharlachrothen Aufpeinlich, denn er war noch nicht zu ihr eingeladen worden, schlägen jedem der beiden Thore ein palaisartiges, vor- So lange hatte Schweigen geherrscht. Jetzt begann und er wolite feine Unschicklichkeit begehen. Der Herausnehmes Aussehen. eine der Damen zu reden. Sie sprach vom Frost, der geber behandelte ihn aber mit Wohlwollen, erkannte seine Die Empfangszimmer lagen im ersten Stock. Man ge- strenger geworden war, aber doch nicht streng genug, um Leistungen an und verwendete ihn mit Vorliebe zu schwierigen langte zu ihnen durch ein Borzimmer, das mit Wand- der Typhusepidemie ein Ende zu machen und die SchlittAufgaben; weshalb sollte er also nicht im Vertrauen auf teppichen ausgeschlagen und durch Portieren abgetheilt war. schuhbahnen zu eröffnen. Die eingetretene Kälte wurde nun dieje Gunft einen Versuch wagen? Zivei Diener nickten auf Stühlen. Der eine nahin Duroy zum allgemeinen Gesprächsthema. Dann kamen die Vorzüge den Ueberrock ab, der andere bemächtigte sich seines Stockes, der einzelnen Jahreszeiten an die Reihe, und all die platten öffnete eine Thür, ging dem Gast einige Schritte voraus, Redensarten wurden gewechselt, die wie der Staub durch trat zur Seite, ließ ihn vorbeischreiten und rief dabei seinen die Zimmer durch das Gehirn ziehen. Namen in ein leeres Zimmer hinein. Ein leichtes Thürgeräusch veranlaßte Duroy, den Kopf Er stand deshalb eines Tages zeitig auf und ging in die Markthalle, als sie eben eröffnet wurde. Er wandte zehn Frants an und versorgte sich mit zwei Dußend ausgezeichneter Birnen. Sorgfältig verpackte er sie, um den Glauben zu erweden, als tamen sie weit her, in einen Korb Verwirrt sah sich der junge Maun nach allen Seiten zu wenden, und er sah durch zwei Spiegelgläser eine dicke meidlich. demokratie. " anseres herrlichen Kriegs heeres fich sicher fühlende| Vorgänger am kritischen Tage 13. Juli 1870- Wahl des Präsidiums die Gelegenheit wahrnehmen und gelegent Bourgeoisie, uns durch ihr provokatorisches Prahlen in mehrere Depeschen aus Ems erhalten habe, die von dem lich der Einbringung der Militärvorlage diefelbe zweistündige einen Hinterhalt, in eine Falle zu locken sucht deshalb selben nicht gefälscht worden seien. Und die französische Rede wiederholen werde, welche er im Bundesrathe gehalten hat eine Schlacht annehmen, das wäre verbrecherische Thorheit. Regierung habe Deutschland um jeden Preis demüthigen wollen. als dort der gleiche Gegenstand auf der Tagesordnung stand, hat die feltene Wirkung gehabt, die Plätze der Abgeordneten voll Wir schlagen unsere Schlachten, wann es uns beliebt, und Schade nur, daß gewisse unzweifelhaft feststehende Thatsachen besetzt zu zeigen. Auch die Galerien waren start befeht und be nicht, wann den Feinden. Jedenfalls nehmen wir keine hiermit nicht stimmen. Erstens die Thatsache, daß auch die sonders die Hof- und Diplomatenlogen zeigten sich überfüllt. Schlacht an, die nur dem Feinde den Sieg bringen kann. bisher bekannte echte Depesche, der Radziwill'sche Bericht, Nachdem die Wahl des Präsidiums fich glatt abgespielt hatte, In Desterreich und Frankreich liegen die Verhältnisse einen amtlichen Charakter hat, und aus dem Kabinet des erhob fich Caprivi zu der angekündigten langen Rede. Lang anders. Dort find am 1. Mai Manifestationen wöglich Königs von Preußen kam. Und zweitens die Thatsache, daß war sie wirklich, über zwei Stunden, und der Redner zeigte fid ohne die Gefahr einer allgemeinen Aussperrung. In nach dieser echten Depesche der französische Gesandte Bene- gegen Schluß derselben etwas erschöpft, so daß er durch den auf Deutschland nicht. In Deutschland wäre die allgemeine, detti die Erklärung abgegeben hatte, er werde sich bei der der Linken laut gewordenen Widerspruch vollständig aus dem Konzept oder wenigstens weit umfassende Aussperrung unver- erhaltenen Antwort beruhigen. Der Zwischenfall" der Theil ins Wasser fiel. Daß die Rede lang war, so lang, daß uns eine Hohenzollern- Kandidatur war also erledigt, als Fürst gleich umfängliche Auslaffung des Kanzlers nicht bekannt ist, ist, Und unter den obwaltenden Umständen und angesichts Bismarck seinem eigenen Geständniß nach aus der Chamade" abgesehen von den Mittheilungen über die wirkliche Emfer einer wahrscheinlichen Reichstagsauflösung eine Fanfare" machte, Das Wort Fälschen" ist ja ein Depesche und deren durch Bismarck redigirten" feinerzeit der im Frühjahr eine allgemeine Aussperrung herbeiführen hartes, grobes Wort- Fürst Bismarck milderte es, indem Deffentlichkeit unterbreiteten Wortlaut, das einzig Bemerkens das wäre Tollheit, das wäre Verrath an der Partei. er ein anderes Wort fälschte, und die Fälschung" werthe an diefer parlamentarischen That. Sie enthielt nicht einen einzigen Gedanken, den die militärfromme Presse nicht seit Der Parteitag hat seinen internationalen Verpflich- Redaktion" nannte. tungen vollauf genügt, indem er am 1. Mai festhielt, er Was Herr von Caprivi über die neue Vorlage Monaten fchon ausgeframt hätte. Wir wollen feinen Krieg, unsere Nachbarn wollen auch keinen, speziell Rußland hat einen hat die Interessen der Partei gewahrt, indem er sich gegen mittheilte, war nicht neu wir hatten das Alles Kaiser, der die Friedensliebe selbst ist, und außerdem befinden das erzwungene allgemeine Feiern der Arbeit aussprach, schon vorher gehört und gelesen. Und es war so sich dessen militärische Vorbereitungen weit im Rückstande, Aber und er hat denjenigen Genossen, welche in der Lage sind, ziemlich das Schlimmste, was wir über die Militär- gerade weil niemand den Krieg will, deshalb müssen wir uns den ersten Mai in weiterem Maße, als durch Versamm vorlage gehört und gelesen hatten. Dieses Schlimmste ist auf denselben gleich nach zwei Fronten vorbereiten und zwar in der Weise, daß wir den letzten Mann und den letzten Groschen Iungen am Abend, zu feiern, oder auch einen Theil der jetzt eingestandene Wahrheit. Feier am ersten Sonntag des Mai zu begehen, von vorn- Auch die Geringschägung, die der Berufsmilitär für die dran sehen. herein seine Zustimmung gegeben. Diese Vorbereitungen auf den nicht in Aussicht Landwehr empfindet, tam in der Rede des ReichsDer 1. Mai 1898 wird gefeiert werden, und die Zahl kanzlers zu vollstem und kräftigstem Ausdruck. Die Land- stehenden Krieg müßten sofort und in weitestem Umfange getroffen der Theilnehmer wird massenhafter sein, als in den drei wehr als wackelnde Spitze unseres Heerwesens" war sicher folge haben könnte, da Deutschlands Bukunit davon abhänge und sicher- werden, weil deren Unterlassung ernste Gefahren für uns im Ge letzten Jahren- entsprechend dem Wachsthum der Sozial- lich keine Schmeichelei, und wird in den weitesten Kreisen der jeßige Zustand nicht länger andauern dürfe. Für eine Ber böses Blut setzen. Herr von Caprivi fühlte offenbar, daß tagung der Vorlagen müßten die Regierungen die Verantwortung Und unsere Bourgeoisie wird nächstes Jahr beim er die Nothwendigkeit der neuen Militärvorlage nicht nach- ablehnen. Jedes Jahr, das unter den bisherigen MilitärNahen des 1. Mai das Bitterfieber noch ärger haben, als gewiesen habe, und dieses Bewußtsein verleitete ihn einer einrichtungen verstreiche, sei ein uneinbringlicher Verlust. So in den drei Jahren vorher. Diese bankrotte Gesellschaft hat feits unsere gegenwärtige Heeresorganisation so zu ver- häufte der Redner Behauptung auf Behauptung über die Noth den Glauben an sich verloren. kleinern, daß die Franzosen und Russen, wenn sie den wendigkeit der ungeheueren Neubelastungen des Boltes, aber Be Krieg wollten, uns sofort angreifen müßtenweise für diese Nothwendigkeit wird man in der langen Rede andererseits die Folgen einer etwaigen Niederlage so ent- vergeblich suchen, Oder sollte es etwa ein Beweis sein, wenn der Kanzler von den 32 Jahre alten Landwehrmännern als von setzlich hinzustellen, daß den Philistern in Stadt und Land alten Männern" spricht, deren Kriegstüchtigkeit flöten geht, fo die Haare fich fträuben müssen ganz wie Anno 1887, balb die Kommisstiefel ihre Hühneraugen drücken und wo die Angst den" Nörgler": Verstand todtschlug und das Kommisbrot ihren Magen beschwert? Daß Landwehr Wunder that. männer sich um ihnen fern liegender Interessen willen Wer kennt nicht die Wunder jener berüchtigten Faschings- nicht gerne in den Krieg schicken lassen, versteht sich am Rande Der letzte der vielen Schleier, mit denen die Militär- wahl? Jeder wurde an jene Orgien des Bitter- Patriotismus und daß Machenschaften, wie sie durch Bismarc's Plauderei Vorlage gefliffentlich umhüllt war, ist gefallen wegerinnert; und jeder sagte sich: Herr von Caprivi spricht über die" Redigirung" der Emser Depesche aufgedeckt wurden, nicht dazu beitragen, die Begeisterung für ein System zu ver gezogen von dem Herrn Reichskanzler selbst, heute in der zum Fenster hinaus er denkt an die Auf mehren, welches einer oder ein paar Personen in die Hand giebt ersten Sigung des für die Session konstituirten Reichstags. Lösung und hält eine Wahlrede! große Nationen gegen deren Willen in den Krieg zu heben, das Das Unglück verfolgte den Herrn Reichskanzler auch Da hatten wir auf einmal den alten Kurs leib- liegt auch auf der Hand. Aber diese Abneigung gegen das Zoot bei dieser Gelegenheit. The er zu der feierlich angekündigten haftig vor uns, und wer die Augen schloß und die Ver- geschoffenwerden um fremder Interessen und Machenschaften Rede das Wort ergriff, brachte der nationalliberale Elsässer schiedenheit der Stimme nicht beachtete der fand sich willen, hegt nicht nur die Landwehr, sie ist auch den Söhnen Abgeordneter Petri eine Interpellation einbezüge ganz und gar in die gute alte Zeit versezt, wo der alte des Volkes eigen, welche in der Linie dienen müssen. Wenn deshalb der Kanzler meinte, der Mobilmachungsbefehl lich der jüngsten Soldatenschießerei in Straßburg. Das Reichskanzler solche Reden ins Land schleuderte, um den errege in der Truppe eine fortreißende Freude", so Schlaglicht, welches durch den Inhalt der Juterpellation widerspenstigen Reichstag zu beugen oder zu zeravancementslüfternen Berufs Offiziere auf den Militarismus und den militärischen Geist geworfen schmettern. War es Caprivi oder war es Bismarck, mag das für die und vielleicht auch für jene Unteroffiziere zutreffen, ward, brachte das zu entschleiernde Bild von Sais in eine der da oben am bekannten Kanzlerplay stand und die welche in besonderen Schulen zu nichts als Soldaten möglichst ungünstige Beleuchtung. Für ein System, das widerstrebende Reichstagsmehrheit seinem Willen zu unter- erzogen worden sind, für die ungeheure Mehrzahl der Söhne solche Früchte trägt, eintreten und ungeheuere Nenopfer werfen suchte? Doch nein. Eine Verwechslung war nicht des Boltes aber muß die Freude an der Aussicht, zur Zielscheibe fordern das war feine leichte Aufgabe, das war ein möglich. Es war Herr von Caprivi. Das Zeug fehlte für die neuen Mordwaffen zu werden, auf daß entschiedenste ab gewaltiges Erschwerniß der ohnehin erdrückend schweren ihm für die Rolle, die er hier spielte. Dazu muß man ein gelehnt werden. So wie der Kanzler von den Wirkungen einer Aufgabe. Demagog sein. Und Herr von Caprivi ist feiner, während Mobilmachung sprach, tann nur jemand reden, der selbst sein Leben lang nur Berufssoldat war und von dem bürgerlichen Und Herr von Caprivi hat die Aufgabe nicht gelöst Fürst Bismarck der vollendetste Demagoge der Neuzeit war Beben und Empfinden nur nebelhafte Vorstellungen hat. Gewiß das wird er selber fich sagen nach der eisigen und wohl auch noch ist. ist das Bestreben anzuerkennen, wenn einmal das Kriegsunglüc Stimmung des Reichstags, dem selbst Kraftworte, wie. Nicht einmal ein Achtungserfolg krönte die Be- nicht mehr abzuwenden ist, dann so weit es angeht, die älteren, Benicht „ daß es die höchste Ehre des deutschen Mannes ist, mühungen des Reichskanzlers; der Appell an die Furcht meist aus Familienvätern bestehenden Jahrgänge zu schonen. fürs Vaterland die Waffen zu tragen," feinen Ausbruch entlockte blos der Rechten vereinzelte Bravos, die gegen die wird aber dieser Zweck durch die neue Vermehrung unsere patriotischer Sympathie zu entlocken vermochten. Mißfallensbezeigungen der Linken nicht auftamen, und Heeres erreicht? Das würde nur geschehen, wenn das Ausland durch das kühle Schweigen der Mitte vollends zur Bedeutungsloftgteit verurtheilt wurden. Vie nene Militärvorlage. Berlin, den 23. November. Der Grundwiderspruch, an welchem die rednerische Anstrengung des Herrn von Caprivi scheiterte und scheitern mußte, war, daß er in einem Athem die Friedlichkeit und Löst Herr von Caprivi auf, dann hat das Fiasko die Gefährlichkeit der Weltlage zu betonen genöthigt war. feiner heutigen Rede ihm sein Schicksal gezeigt. Die Deutschen wollen den Frieden, die Franzosen wollen Bielleicht denkt er aber: mit dem Reichstag ist besser den Frieden, der russische Bardem ein wahrer Dithy- fertig werden, als mit dem deutschen Volk. Und hier liegt rambus gewidmet ward will den Frieden. Und wir die Gefahr. haben den Dreibund. Aber es find unwägbare Elemente Der Reichstagsmajorität ist nicht zu trauen. Möge in der Luft", die uns bedrohen und unsere militärische das Volk zusehen, daß dem Volke kein Schade geschieht. Machtstellung unzureichend erscheinen lassen. Auf diese unwägbaren Elemente in der Luft" stützt sich die Militärvorlage eine Stüße, die auch keinem Herenmeiſter genügen würde und Herr von Caprivi ist Politische Leberlicht. tein Hegenmeister. Bei Betrachtung der auswärtigen Verhältnisse kam der Reichskanzler auch auf die gefälschte Emser Depesche zu sprechen. Er suchte den Nachweis zu liefern, daß sein Dame herankommen. Sobald sie ins Boudoir getreten war, erhob sich eine der Besucherinnen, verabschiedete sich und ging. Der junge Mann sah ihrem schwarzen Rücken, auf dem Jetperlen funkelten, durch die Zimmerflucht nach. Als sich die Bewegung, die dieser Personenwechsel ver anlaßt, wieder gelegt hatte, tam man ohne Uebergang ganz von selber auf die marokkanische Frage, den orientalischen Krieg und die Schwierigkeiten Englands am Cap zu sprechen. hatten. Berlin, den 23. November. Aus dem Reichstage. Die schon gestern in der Presse erfolgte Ankündigung, daß der Reichskanzler heute nach erfolgter und gemäßigt zu sein, und jenen Frauen zu gleichen, deren Gemüth einem sorgfältig beschnittenen, französischen Garten entspricht. Man hat da beim Umherwandeln feine Ueberraschungen zu erwarten, und doch findet man einen gewissen Reiz darin. Sie besaß Verstand, feinen, zuverlässigen, sicheren Verstand, der bei ihr die Stelle von Phantasie, Güte, Hingebung vertrat, und ein ruhiges Wohlwollen, daß alles und alle umfaßte. W die deutsche Heeresvermehrung unbeachtet ließe. Das wird aber nicht der Fall sein. Rußland und Frankreich werden ebenfalls er neute Anstrengungen machen, und das Ende vom Liede ist, daß trotz der vollen Ausnügung unserer jungen Jahrgänge aud Landwehr und Landſturm beim nächsten Krieg ins Feld müssen. Glücklicher als in der Vertheidigung der Vorlage war der Kanzler bei dem Nachweis, daß auch unter seinem Vorgänger ganz gleiche Pläne schon gehegt und angestrebt wurden. Für uns brachten diese Enthüllungen nichts Neues, für die alte Ra fetentiste in Barzin werden sie aber die Folge haben, daß, wenn der begründete Verdacht namenloser Feigheit nicht aufkommen soll, der Herr seinen Platz unter den Heichsboten einnehmen und von da aus Rede und Antwort stehen muß. Schon die Art, wie Caprivi die Schwahbase von Barzin in bezug auf die Emser Tepefche in Schuh nahm und so glühende Kohlen auf das Haupt des ingrimmigen Gegners sammelte, macht es diesem einfach zur Pflicht, sich jetzt im Reichstage zu stellen. Mar Caprivi in feiner Bolemit gegen seinen Vorgänger in Amte zweifellos glücklich und zeigte er sich bei der Gelegenheit vor allem wieder als der vornehme Charakter, der den poltern den, schimpfenden Gegner mit einer Handbewegung bei Seite fchob und auf die Poltereien mit Thatsachen antwortet, so zeigte er sich bei Besprechung der Windthorn'schen Resolutionen auch als ein Sophist erster Güte. Nur gegen die unerschwinglichen aften soll sich jene Resolution richten, dieser Vorbehalt sei aber gefallen, da nicht mehr 170 Millionen, wie seinerzeit, sondern blos mehr 57 Millionen zur Durchführung der Militärrefort, gefordert würden. Die persönlichen und wirthschaftlichen Opfer, welche die Vorlage für die Nation im Gefolge haben würde, scheint der Kanzler für nichts anzuschlagen. " Vorwärts" uns gegen un dem daß der Soil bas Es fiel ihr auf, daß Duroy schwieg. Er war nicht ins Zum Schlusse seiner Ausführungen polemifirte Caprivi gegen Die Damen wußten alle auswendig, was fie darüber Gespräch gezogen worden und fühlte sich wohl ein wenig ge- ein Blatt der äußersten Linken, welches behaupte, der Moloch Militarismus fresse, wenn ihm nicht Einhalt gethan werde, zu sagen hatten. Es war, als spielten sie eine vornehme, zwungen. Die Damen Sprachen noch immer von der Diese Worte waren gegen den feine Komödie herunter, die sie schon sehr oft wiederholi Akademie und hatten den bevorzugten Gegenstand noch die ganze gerichtet, Was der wußte Ranzler immer nicht fallen lassen. Deshalb fragte sie: Und wen fagen? eine Daß Niederlage Wieder kam neuer Besuch, diesmal eine kleine elegante würden Sie den Vorzug geben, Herr Duroy? Sie müssen Bolte noch größere Opfer auferlege und Blondine. Eine große dürre Person von unbestimmtem Alter ja am besten Bescheid wissen." ins Land tommende Feind auch den Aermisten noch zu schröpfen räumte ihr ihren Platz ein. Er zögerte nicht mit der Antwort. wissen werde; das aber sind Gemeinpläge, die uns mit jeder Nun sprach man von den Aussichten des Herrn Linet„ Bei dieser Frage sehe ich niemals, gnädige Frau, auf neuen Militärvorlage schon ausgetischt worden sind. Mitglied der Akademie zu werden. Die Blondine, die eben die ja immer strittigen Verdienste der Kandidaten, wohl deutsche Volt, weil die Möglichkeit vorhanden ist, im Falle einer gekommen, war der festen Meinung, daß er von Herrn aber auf ihr Alter und ihre Gesundheit. Ich frage nicht diese Schröpferei schon jetzt an sich vollziehen lassen und zwar Cabanon- Lebas, dem Verfasser der schönen Don Quichotte nach ihren Titeln, sondern nach ihren Krankheiten. Ich dauernd und für unabsehbare Zeiten, blos damit ein etwa später Bearbeitung in Versen für die Bühne, ausgestochen werden forsche nicht nach), ob sie eine gereimte Uebersehung des tommender Feind nichts mehr zu schröpfen findet? Wir sind " Lope de Vega" verfaßt haben, aber ich erkundige mich Ueberzeugung, daß ein wirthschaftlich erschöpftes Volt am un Wissen Sie schon, daß das Stück im nächsten Winter sorgfältig nach dem Zustand ihrer Leber, ihres Herzens, fähigsten zum Widerstande ist. Der Kanzler schloß seine Rede im Odeon gegeben werden wird?" ihrer Nieren und ihres Rückenmarkes. Gine hübsche unter steigendem Widerspruch der Linken mit der Behauptung, " Ach, nicht möglich? Ich sehe es mir bestimmt au. Serzverfettung, ein schöner Diabetes oder gar ein bischen daß es sich mit der Vorlage für die deutsche Nation um einer, Literarisch genommen ein sehr interessanter Versuch." Frau Walter betheiligte fich in liebenswürdiger, ruhiger werthvoller als vierzig dickleibige Bände über die Joee des daß uns alle das Bewußtsein tragen müſſe: Lieb' Baterland Rückenmarkschwindsucht sind in meinen Augen hundertmal Kampf ums Dasein handle, daß dem Reichstage die Pflicht obliege, Sorge dafür zu tragen, daß uns Deutschland erhalten bleibe und und sicherer Weise an dem Gespräch. Sie war um eine Baterlandes in den Gesängen der Berber." magft ruhig sein! Antwort nie verlegen und hatte sofort eine Ansicht bereit. würde. Aber sie merkte, daß es dunkel wurde, und während sie auf die Unterhaltung lauschte, die wie Jungfernleder " Ein erstauntes Stillschweigen folgte dieser Meinungs Caprivi damit auch ein schüchternes Bravo von den Lippen Das sind alles recht schöne Worte, und hie und da lockte äußerung. " Wieso denn?" fragte Frau Walter lächelnd. irgend eines militärfrommen Abgeordneten. Im ganzen aber wurde die lange Rede sehr fühl aufgenommen; das Zentrum und " Weil ich immer nur an das Vergnügen denke," er und auseinandergezogen wurde, und baran dachte, daß sie die widerte er, das die Damen von irgend einer Sache haben. Sozialdemokraten gaben ihre abweichenden Ansichten stellenw Einladungen für ihr nächstes Diner beim Lithographen zu Um die Akademie durch sehr energischen Widerspruch zu erkennen, und selbst der bestellen vergessen hätte, flingelte sie nach den Lampen. Sie ist es nicht wahr, gnädige Frau? neigte ein wenig zur Korpulenz, war aber immer noch fummern Sie sich nur, wenn ein Akademiker stirbt. Je Chor der allezeit getreuen Rechten war sehr herabgestimmt. Und schien, als ob dem ganzen Hauje das Sprüchlein vorschwebte: schön. Toch stand fie in dem gefährlichen Alter, wo der öfter einer stirbt, desto vergnügter müssen Sie sein. Mit unserem ewigen Rüsten, Berfall naht. Allein sie verstand ihn durch sorgfältige Kranken in die Akademie wählen." damit bald einer stirbt, muß man eben die Alten und Da wird es bald so steh'n: Ein Theil des Bolts wird fechten, Körperpflege, Borsicht, hygienische Maßnahmen und etwas Schminke aufzuhalten. Sie schien in allem verständig, klug Ein anderer fechten geh'n. ( Fortsetzung folgt.) E3 103 Im Reichstag wird indessen morgender Sigung die Interpellation Petri betreffs des Schießens der Wachtposten zur Verhandlung kommen. Der Reichstag macht dann eine Pause bis Mittwoch, den 30. d., an welchem Tage die erste Lesung des Reichshaushalts- Etats beginnt. Dieser wird die erste Lesung der Militärvorlage folgen. Der Reichshaushalts- Etat für 1893/94, dessen Abschluß und Hauptziffern wir bereits mittheilten, gestaltet fich in den einzelnen Kapiteln, die wir hier übersichtlich mit theilen, wie folgt. Die fortdauernden Ausgaben vertheilen sich in folgender Weise: Reichetag Reichskanzler und Reichs tanglei • Auswärtiges Amt Reichsamt des Innern. Verwaltung des Reichsheeres • Berwaltung der Marine Reichs- Justizverwaltung Reichs- Schazamt. Reichs- Eisenbahnamt Reichsschuld Rechnungshof · 428 218 907. 153 460 M.(+ • 10 105 505 M.(+ 25 841 515 M.(+ 428 172 899 9.(+ 48 896 249.(+ 9 2 054 978 m.(+ • 854 258 840 M.( 332 820 M.(+ 65 966 000.(+ 629 883 9.(+ Allgemeiner Pensionsfonds 44 798 028 2.(+ Reichs- Invalidenfonds. 24 672 078.( B 3100 M. gegen den Etat des laufenden Jahres) 204 300 m.) 5 944 763.) 887 741 m.) Geld ist da. Die Zahl der Millionäre wächst, und Noth Linken, 9 der Rechten und einem Boulangisten zusammen| leidet eigentlich nur der arme Großgrundbesizer, den man nicht gesetzt. genitg mit Kornzöllen, Zuckerprämien, Schnapsprivilegien und ähnlichen Vortheilen füttern kann, während man ihn Aus Spanien wird wieder ein Attentat gemeldet. gleichzeitig möglichst entlastet. Während die Königin- Regentin die Historische Ausstellung besuchte, explodirten 5 Kapseln einer Bombe dicht vor derEin Gefehentwurf betreffend die Einführung selben. Ein General aus der Begleitung der Regentin einer einheitlichen Zeitbestimmung ist dem Reichstage wurde verwundet, diese bewahrte die Faffung und setzte den vorgelegt. Derselbe enthält folgende Bestimmung: Die Besuch der Ausstellung fort. Die Besuch der Ausstellung fort. Die sofort angestellte Untergesegliche Zeit in Deutschland ist die mittlere Sonnenzeit suchung ist bisher ohne Resultat geblieben; 2 Verhaftungen des fünfzehnten Längengrades östlich von Greenwich." Das wurden wieder aufgehoben. Gerüchtweise verlautet, der Gesez soll vom Beginn des 1. April 1893 nach der neuen Explosion liege ein anarchistisches Attentat zu Grunde, Beitbestimmung in Kraft treten. offiziell wird jedoch versichert, daß lediglich ein unglücklicher Zufall an der Sache schuld sei. Doch ob Bufall, ob Attentat, ob Spigelmache, die auf dem letzten Loche pfeifende Regierung wird die Bombe auszunüßen suchen. „ Die im allgemeinen gefegnete Erute" wird in der Thronrede hervorgehoben. Nun, nach unserer vorwiegend agrarischen Wirthschaftspolitik zu urtheilen, welche solche Fürsorge für den armen Großgrundbesiger trägt, sollte man faft glauben, eine gute Ernte wäre ein Rothstand, weil sie die Breise drückt, und niedrige Getreidepreise seien ein Fluch für ein Land. Hat man trotz des hohen Standes der 3 597 410 m.) Getreidepreise es für angemessen gehalten, durch hohe Korn2 146 497 m.) 492 476 M.) Parlamentarischres. Die sozialdemokratische Fraktion des Reichstags tagte 6 152 M.) zölle denselben noch zu erhöhen, so werden die agrarischen gestern Abend. Bunächst wurden die Vertreter der Fraktion für 1 800 900 M.) Forderungen gegenwärtig erst recht anschwellen, und die die diversen Kommissionen gewählt und zwar für die Petitions 24 580 M.) nothleidenden Großgrundbesiger werden den Erlaß der tommiffion die Abgg. Kunert, Schwarz und Geyer; Ge5 100 200 M.) Grundsteuer als eine wohlverdiente Entschädigung betrachten schäftsordnungs- Kommission Singer: Kommission für den 4 235 M. und sich wohl hüten, sich selbst dieselbe freiwillig auf Kosten Reichshaushalts- Stat Singer und Meister; Rechnungsder Gemeinden aufzuerlegen. Die neuen Reichssteuern Wahlprüfungen Auer. Als Redner der Partei wurden für tommission Stadthagen und Förster; Kommission für bringen eine weitere Belastung der großen Volksmassen, die Etatberathung Liebknecht und zur Militärvorlage Bebel Summe 1006 300 468 m.(+15 625 604 M.). und der preußische Gemeindeſtener- Gesehentwurf giebt den bestimmt. Sollte sich an die Interpellation Petri heute eine Die einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats von den Besigenden regierten Gemeinden volle Gelegenheit, Diskussion knüpfen, so wird singer den Standpunkt der Partei vertheilen sich wie folgt: auch ihre Steuerlasten auf die großen Voltsmassen ab- in dieser Frage darlegen. In Ausführung eines auf dem Hallenser Auswärtiges Amt. 3 888 600 M.(+ Reichsamt res Innern. 856 300 M.) zuwälzen. Die gesegnete Ernte" tommt den großen Volts. Parteitag gefaßten Beschlusses wird der Abg. Schwarz( Lübeck) 2 397 900 m: ± 2 317 066.) maffen wenig zu gute; der wirthschaftliche Druck lastet einen Antrag auf Abänderung der Seemannsordnung einbringen. Post- und Telegraphenverschwer auf der arbeitenden Bevölkerung und noch schwerer Auf Anregung aus der Fraktion wurde einstimmig beschlossen, waltung M.) Reichsdruckerei 2 909 400 W. die Sorge vor der bevorstehenden harten Winterszeit und daß feitens der Mitglieder der Fraktion Mittheilungen aus Kom19 700 M.) der Hunderttausenden drohenden Arbeitslosigkeit. missionen oder sonstigen Verhandlungen im Reichstag an Berichterstatter von Bourgeoisblättern nicht gegeben werden dürfen. Verwaltung des Reichsheeres. . • Verwaltung der Marine. Reichs- Justizverwaltung Reichs- Schazamt. Reichs- Eisenbahnamt 21 567 250 10 151 203 2.( 219 700.(+ 48 103 014..(+ .(+ • 1 200 000 M.(+ 218 600 M.( 4000 M.(+ 4 686 022 M.) 4 454 550 M.) 129 000 m M.) 112 800 m.) 4 000 m) Summe 82 250 267 M.(+10 120 161 M.) Die einmaligen Ausgaben des außerordent: lichen Etats vertheilen sich in folgender Weise: Reichsamt des Innern Verw. des Reichsbeeres 35 600 000 9.(+ 114 023 026 M.(+ Verw, der Marine . 18 890 000 m.( Reichs- Schazamt. 9 18 886 810.( 9 4 000 000 m.(+ Eisenbahnverwaltung 29 600 000 M.) 6 947 331 947,331 M.) 4 607 800 4 000 000. 961 690 M.) 4 000 000 m.) Summe 185 399 836 M.(+ 30 977 841 M.) 602 919 840 M. Reichs Stempelabgaben 36 514 000 m.( Post und Telegraphenverwaltung Reichsdruckerei Eisenbahnverwaltung Bankwesen Versch. Verwaltungseinnahmen . • 21 292 277 90.(+ 1 392 220 R.(+ 20 745 100 9.(+ O 7 117 500.(+ 13 375 055 M.(+ " D Parteinachrichten. Die Fälschung der Emser Depesche. Nachdem der deutsche Reichskanzler genöthigt worden ist, die Verwandlung der Chamade" in eine" Fanfare" im Reichstag zur Sprache zu bringen und einen, nichts weniger als gelungenen Rechtfertigungsversuch zu machen, ist für den Fürsten Bismard, falls er seinen Charakter nicht freiwillig preisgiebt, die gebieterische Nothwendigkeit er fammlungen in Steintunzendorf( Referent FeldmannGegen die neue Militärvorlage protestirten ferner Berwachsen, seinen Plazim Reichstage einzunehmen Langenbielau), Heidelberg, Kreis Waldenburg in Schlesien und wenigstens in der kommenden Budget- und Militär-( Referent Rühn- Langenbielau), Uetersen, Sorst( Referent Debatte betreffs seiner Redaktion" der Emser Depesche Reichstags- Abgeordneter Molkenbuhr), Offenburg, Rede und Antwort zu stehen. Gengenbach und Eigersweier( Referent Th. Buy aus Also heraus aus dem Busch und vor die Klinge, Baden Baden), Diersburg( Referent Bielowsti. OffenBetriebsfonds. Herr Abgeordneter für Geestemünde- Neuhaus a. d. D.!- burg), Nedarau, Ladenburg, Sedenheim, Rheingönnheim( Referent Körner), Delmenhorst( Referent Die Gesammtsumme der einmaligen( or hat jetzt endlich auch die Aufmerksamkeit der Tante Voß Brinzen von Preußen" eine start besuchte Boltsversammlung Die Haltung des Wolff'schen Telegraphenbureaus Alwin Kerr, Augsburg( Referent Breder). In Aschersleben fand am 20. November im Saale des dentlichen und außerordentlichen) Ausgaben erregt. Sie beschwert sich entrüstet darüber, daß der Ver- tatt, in welcher Genosse Gerisch aus Berlin über die neue ( 82 250 267 M.+ 185 399 836 9.) beträgt also 267 650 103 treter des Bureaus an der Börse den ersten und maß- Militärvorlage referiren sollte. Sollte! Denn leider kam es Mark(+41 098 002 M.), die Gesammtsumme gebenden Finanzleuten den Juhalt der Eröffnungs Thron nicht dazu. Ehe in die Tagesordnung eingetreten wurde, veraller Ausgaben( fortdauernden, einmaligen ordent- rede zum Reichstage zugesteckt habe, bevor die allgemeine langte der überwachende Polizei- Inspektor Becker die Entfernung lichen und außerordentlichen Ausgaben) 1273 950 571 M. Bertheilung an die Abonnenten von Statten ging. der im Saale anwesenden Frauen. Genosse Gerisch, der zu (+56 723 606 M.). Der Vorgang ist so ungewöhnlich, daß man auf die dieser Angelegenheit sprechen wollte, wurde vom überwachenden Diesen Ausgaben gegenüber sind die Einnahmen Erwiderung des Angeschuldigten gespannt sein wird. Beamten am Reden verhindert, so daß er, um überhaupt die im Entwurf wie folgt veranschlagt: Ist doch den vom Wolff'schen Bureau bevorzugten Saal zu verlassen, sich jedoch zum Wiederkommen bereit zu halten. Verhandlungen zu ermöglichen, die Frauen bat, vorläufig den Zölle und Verbrauchs Banthäusern dadurch die Möglichkeit gegeben worden, ihre Nachdem dieser Wunsch erfüllt war, Steuern 914 120 M.) 595 000 m. vorzeitige Kenntniß der Throurede spekulativ zum gefähr Folgendes aus: Mit großem Erstaunen habe ich bereits 595 000 M.) Schaden der Allgemeinheit auszunußen, was in dem vor Beginn der Versammlung vernommen, daß in Aschersleben 69 339 M.) vorliegenden Falle gleichbedeutend gewesen sein mußte mit Frauen an Boltsversammlungen nicht theilnehmen dürfen. Ist 139 010 m.) der Realifirung großer Kursgewinne. Denn während die diese Thatsache schon an sich befremdlich, weil sie im Wider920 300 M.) allgemeine Meinung dahin ging, daß die Thronrede das spruch steht mit dem preußischen Vereinsgesetz, so wird 2 844 800 M.) Säbelgeraffel der Offiziösen vertheidigen würde, rückte sie Ascherslebener Behörde es als feststehende Thatsache betrachtet, sie es noch weit mehr durch den Umstand, daß die bekanntlich die friedlichen Zeitdenzen der europäischen daß die öffentlichen Bersammlungen überhaupt keine solchen, 1311 087.) Kulturnationen in den Vordergrund, was der Börse so sondern in Wahrheit geschloffene Mitgliederversammlungen der 492 476 m.) unerwartet kam, daß sie daraufhin eine starke Kurstreiberei fozialdemokratischen Partei, also Vereinsversammlungen seien, als ins Werk sezte. deren geheimer Vorsitzender und Leiter der hiesige Vertrauens Daß das Wolff'sche Telegraphen- Bureau fich nicht der mann der sozialdemokratischen Partei gelte. Beruhte diese Anjenigen Enthaltsamkeit und Vornehmheit befleißigt, welche man nahme auf Wahrheit, so hätte nicht nur der Vertrauensmann sich von dem offiziösen Nachrichtendienst unbedingt verlangen doppelt und dreifach strafbar gemacht, sondern auch die ganze muß, das haben wir bei früheren ähnlichen Vorgängen Partei- Organisation käme in die größte Gefahr, da das Beispiel 588 270 M.) wir erinnern nur an die schmähliche Tendenzmacherei des Die Annahme der Ascherslebener Behörde ist jedoch grundfalsch der Ascherslebener Behörde sehr bald Nachahmung finden würde. Büreaus in der Baare Affäre bereits mit Thatsachen Weber fennt die Organisation der sozialdemokratischen Partei 11 160 969 M.) 84 859 064 M.) belegt. geschlossene Mitgliederversammlungen, noch tann man eine öffentliche Boltsversammlung, die von Anhängern verschiedener Bar25 745 765 M.) teien besucht wird, und die sich nach Belieben ein Bureau wählt, zu einer Bereinsversammlung stempeln. Ich beantrage daher die 80 977 841 sofortige Wiedereinführung der Frauen. Aus der Mitte der Summe aller Versammlung wurde hierauf der Wunsch geäußert, sich für diesEinnahmen 1273 950 571 m.(+ 56 723 606 M.) mal noch der Behörde zu fügen, um Stellung zur Militärvorlage nehmen zu können. Genosse Gerisch erwiderte darauf, daß er Der Etat für 1893/94 übersteigt hiernach den Etat des kein Wort rede, bevor nicht die- Frauen im Saale feien, Unter laufenden Jahres in Einnahme und Ausgabe um stürmischem Beifall der Versammlung nahmen darauf die Frauen 56 723 606.; im einzelnen übersteigen die fortdauernden wieder ihre Pläge ein. Der überwachende Beamte forderte nun Ausgaben die diesjährigen um 15 625 604 M., die ein= auf's neue die Entfernung der Frauen, und als diesem Ansinnen Richterliche Weisheit in Sachsen. Der Redakteur nicht Folge gegeben wurde, trat er vor die Rampe und erklärte maligen Ausgaben des ordentlichen und außerordentlichen Etats um 41 098 002 W., dagegen die ordentlichen Ein- der Wurzener Zeitung", P. Breuer, ist vom Amtsgericht die Versammlung im Namen des Gesetzes" für aufgelöst.- Be nahmen die diesjährigen um 25 745 765, die außerordent- wegen Beleidigung des Staatsanwalts Maizier vom Wurschwerde wird eingereicht. Ein Kommentar hierzu ist um so lichen Einnahmen die diesjährigen um 30 977 841 m.- zener Amtsgericht zu einer Gefängnißstrafe verurtheilt überflüssiger, als der Erfolg der Beschwerde außer Frage steht, worden. In der schriftlichen Begründung des Urtheils sofern nicht das bischen Versammlungsfreiheit, was selbst das preußische Vereinsgesetz gewährt, vom Belieben der VerwaltungsVon freifinniger Seite werden im Reichstag Inifindet sich folgender Say: tiativanträge eingebracht: ein solcher über die Berufs„ Sein( nämlich Breuer's) in der Hauptverhandlung wieder- behörden abhängig gemacht werden soll. vereine, über das Wahlgesetz( Wahlkouvert zc.), über die holt vorgebrachter Einwand aber, daß er über die vom Staatsanwalt aizier aufgestellte Behauptung, es habe Nobiling der in Erfurt erhielten von 1389 insgesammt abgegebenen Stimmen Bei den Stadtverordneten Wahlen zur dritten Abtheilung Entschädigung unschuldig Verurtheilter. und Verhafteter, über die Berufung in Straffachen. sozialdemokratischen Partei angehört, in große Aufregung ge rathen sei, ist um so weniger beachtlich, als er selbst zur Beit unsere Genossen Reißhaus 429, Friz 425, Hülle 405, Dunter 375, des am 2. Juni 1878 verübten Attentats erst 11 Jahre Güldenberg 370 Stimmen; die Gegner 919-1009. Die Zahl der alt war, also fein Urtheil darüber, ob die fragliche Behaup- Wahlberechtigten betrug 8629, an der Wahl betheiligten sich demtung des Staatsanwalts Maizier historisch begründet sei, oder nach nur ca. 16 pt. nicht, nur auf dasjenige, was er von älteren Parteigenossen darüber gehört oder was er in Schristen seiner Partei darüber gelesen hat, stüßen kann." . . Aus dem Reichs- Inva lidenfonds Zinsen aus belegten Reichsgeldern Aus der Veräußerung von Barzellen des ehemaligen Stettiner Festungsterrains. Ueberschüsse aus früheren Jahren • 24 672 078 9.( 148 000 m.( 508 636.( 4 147 232 M.( Matrikularbeiträge. 355 718 797.(+ Summe 1088 550 735.(+ Außerordentliche Dedungsmittel.. 185 399 836 9.(+ 147 000 m.) ) Nach der Fraktionsliste des Reichstags haben gegenwärtig die einzelnen Fraktionen folgende Mitgliederzahl: Deutsch- Konservative 66, Reichspartei 18, Zentrum. 107, Polen 16, Nationalliberale 42, Freifinnige 67, Bolts partei 10, Sozialdemokraten 36, bei feiner Frattion 30. Erledigt sind 5 Mandate, nämlich 8. Düsseldorf, 4. Köln, 1. Marienwerder, 1. Frankfurt, 5. Schwaben.Bisher paßte es den Bourgeois in den Kram, wenn das offiziöse Institut sich parteiisch zeigte. Jezt, wo der rollenwidrige Seitensprung desselben den Geldbeutel der Schüßlinge der Bossischen Zeitung" trifft, erinnert sich diese erst des Charakters des Wolff'schen Büreaus. Db das Denunziatiönchen nüßen wird? Wir sehen uns die Herren an, denen das Büreau durch ihren Eifer Dienste geleistet hat, und- enthalten uns des Urtheils. " " Recht finden" nannten unsere Vorfahren die Thätig feit des Richters; mit der Logit des Wurzener Amtsrichters tann er lange das Recht suchen, ohne es zu finden. * * In Lüdenscheid bekamen wir 262-330, die Gegner 432-991 Stimmen. Bei der Stichwahl in Stettin, Bezirk Laftadie, ist unser Krause unterlegen; letzterer bekam 234 Stimmen. Bei der ersten Genosse Herbert mit 105 Stimmen dem Gegner Restaurateur Wahl erhielt Krause 195, Herbert 106 Stimmen. An den patriotischen Sinn des Volkes appellirt die In Uetersen erschienen von ca. 600 Wahlberechtigten nur 192 Wähler. Unsere beiden Kandidaten erhielten 21-24, die Throurede bei ihrer Empfehlung der neuen Militärvorlage. Ganz wie bei uns. Culine, der begnadigte" vier Gegner 21-143 Stimmen. Die Nordd. Volksztg." meint Der patriotische Sinn der großen Masse des Volkes ver- Sozialist von Fourmies, wollte vor einigen Tagen im zu diesem Ergebniß: Ein Sieg der Sozialdemokratie war, da langt und erwartet vom Reichstage die Ablehnung der Bogesen- Departement eine Rede halten. Er wurde verhaftet dieselbe das erste Mal in die Stadtverordneten- Wahl eintrat, von selben. Das Volk verlangt, daß mit dem System deswegen Baunbruchs! Im freien, republikanischen Frank vornherein bei dem hohen Wahlzenfus es tommen für die Militarismus gebrochen wird und die Steuerlasten auf die reich, das angeblich alle Aufenthaltsbeschränkungen des Wahl lediglich die Hausbesizer in Betracht- und bei der DeffentEchultern derer gelegt werden, die sie nicht durch Abdarben ancien regime( der vorrevolutionären Monarchie) aufgehoben lichkeit der Wahl ausgeschlossen. Ein großer Theil der Arbeiter an den nothwendigsten Lebensbedürfnissen aufzubringen bat, besteht nämlich noch ein Recht der Ausweisung_wagte wegen etwaiger zu erwartender Maßregelung nicht, ihre Stimmen abzugeben." brauchen. Hoffentlich wird dieser patriotische Sinn im gerade wie in unserem lieben Polizeiparadies Deutschland. Bei den Stadtverordnetenwahlen in Köpenick erhielten Reichstage zum Ausdruck fommen! Und Guline ist wegen Bannbruchs auch wirklich zu brei unsere Kandidaten nach Angabe gegnerischer Blätter ca. 25 pt. Wochen Gefängniß verurtheilt worden! Die bürgerliche der abgegebenen Stimmen. Die Wahlbetheiligung war schwach. Freiheit, so lange die Klaffenherrschaft dauert, ist eben ein Bon rund 980 Wahlberechtigten stimmten nur 377. Wiesser ohne Stil und Klinge. In Mainz errang unsere Partei bei den StadtverordnetenWahlen einen glänzenden Sieg. Das Kartell der DemoDie Panama- Kommission, die vom französischen Ab- traten, Nationalliberalen und Ultramontanen unterlag mit geordnetenhause gewählt wurde, ist aus 25 Mitgliedern der seiner Liste. Die„ nerschwinglichkeit der Militärlaft ruft den Spott und Hohn der offiziösen und theilweise auch der fonservativen und nationalliberalen Presse hervor. Was machen auch lumpige 70 oder 100 Millionen mehr für den Militarismus aus? Ein kleiner Steuerzuschuß, und das Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Coldeno Medaille Halle 1891. Theater. Donnerstag, 24. November. Opernhaus. Carmen. Schauspielhans. Der neue Herr. Lessing Theater. Ralsen wider Ralsen. Berliner Theater. Dora. Wallner- Theater. Iuft. Die GroßstadtDeutsches Theater. Der Pfarrer von Kirchfeld. Neues Theater. Die LiebeshändTerin. Kroll's Theater. A Santa Lucia. Rehdenz- Theater. Im Pavillon.( Le Parfum). Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Pariser Leben. 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Kaufmann's Variété am Stadtbahnhof Alexanderplay". Direktion: F. Jaenicke. Gr. Sonntag, den 27. November 1892, Mittags 12 Uhr: Wohlthätigkeits- Matinée. Vorstellung und Konzert. Auftreten des gesammten Künstler- Personals von Kaufmann's Variété. Veranstaltet von dem Verband der Deutschen Gold- u. Silberarbeiter. 163/4 Zum Besten der Unterstützung hilfsbedürftiger, kranker Kollegen und deren Familien. Billets sind zu haben in den mit Plakaten belegten Handlungen. Das Komitee. Freie Vereinigung d. Graveure u. Ciseleure u. verw. Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Sonnabend, d. 26. Nov., im Konzerthaus Sanssouci, Rottbuserstraße 4a:. Großes Winter- Fest. Humoristische Unterhaltung der Stettiner Quartett- u. Couplet- Sänger. Nachher Tanz mit Neberraschung für Damen. Billets find zu beziehen durch die Komiteemitglieder Kollegen Barth, Simeonstr. 2; Abt, Fürstenstr. 4; Kleist, Waldemarstr. 48; Uhrbach, Ebers walderstraße 16; 3wirz, Staligerstr. 125. 167/6 Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Sonntag, d. 27. Nov., 10 Uhr Vormittags: Außerordentliche General- Versammlung bei Brochnow, Sebastianstraße 39. Tages Ordnung: 1. Neuwahl des Rendanten und Arbeitsvermittlers. 2. Wahl eines Bibliothek Kommissionsmitgliedes. 3. Erledigung von Vorstandsanträgen. 4. Wie agitiren wir in Zukunft am besten für den Verband? Der überaus wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen sämmt licher Kollegen erwünscht. Die Bertrauensmänner- Konferenz fält dieser Verfammlung wegen aus. Mitgliedstarte legitimirt. 227/19 Der Vorstand. Fachverein der Tischler. Sonntag, den 27. November, Vorm. 10 Uhr, in Bolt' Feßfälen( fr. Fenerstein), Alte Jakobitr. 75( oberer Saal): Außerordentliche General- Versammlung Zages Ordnung: 1. Stellungnahme zum Anschluß an den Verband. 2. Anträge. 3. Eventuelle Statutenänderung. 4. Vereinsangelegenheiten. 808/13 Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, in dieser Versammlung zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Hausdiener und Berufsgenossen. Donnerstag, den 24. November, Abends 9 Uhr, im großen Saale der„ Armin- Hallen", Rommandantenstr 20. Tages Drdnung: " 1. Vortrag des Genossen Türk. 2. Abrechnung der Preskommission ber Zeitung Einigkeit". 3. Berichterstattung von der Konferenz. 4. Abrechnung vom Vertrauensmann, des Delegirten der Streit- Kontrollfommission und Neus wahl deffelben. Der Vertrauensmann. 2195 Achtung! Friedrichsberg! Achtung! Große öffentliche Sozialdemokratische Versammlung Sonntag, den 27. November, Vorm. 11 1hr, im Lokale des Herrn Spitzig, Frankfurter Allee 193: Tages Ordnung: 1. Bericht über den Parteitag. 2. Diskussion. trauensmannes. 4. Wahl eines Vertrauensmannes. Lassallefeier. 6. Verschiedenes. 836/4 Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht I 3. Bericht des Ver 5. Abrechnung der S D Б 11 Ü Der Vertrauensmann. Gegen die Militärvorlage! Soeben erschien: Dritte Auflage! 100 000 Soldaten mehr! Ein Wort zur Militärvorlage von Emil Rosenow. Verlag von E. G. Ludwig, Chemniz i. S. Der große Absatz innerhalb ganz kurzer Zeit ist ein Beweis für die Gediegenheit und Zweckmäßigkeit des Inhalts der Schrift. Unentbehrlich in allen Landestheilen, wo die Genossen gegen die neuen Militärforderungen kämpfen. Preis 10 Pig. 3u beziehen durch alle Buchhandlungen und Kolporteure. Wiederverk äufern höchster Rabatt. 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Die Franzosen wußten Deutschland wird niemals ein solcher Präventivkrieg geführt also selbst noch nicht, wie die Sachen eigentlich liegen. Aber zwei werden. Ich komme auf eine Bewegung, welche die Gemüther Liebende zünden alle Augenblick Freudenfeuer an, deren Funken vielfach erregt hat. 2. Sigung, vom 23. November, 1 Uhr. Man hat die Behauptung aufgestellt, in unsere Höfe fliegen. Dagegen müssen wir uns schützen. Gs Deutschland und in erster Linie Fürst Bismarck habe durch ge- liegt darin, wie in der ganzen Weltlage, nichts Afutes, aber Am Bundesrathstische: Graf von Caprivi, von wisse Manipulationen, ja Fälschungen, welche an Depeschen vor- wir müssen uns immer die Frage vorlegen: ist unsere WehrBötticher, von Marschall, von Kaltenborn, genommen sein sollen, Frankreich in den Verdacht gebracht, zum kraft der Lage noch gewachsen oder nicht? Wenn wir von Schelling, Hollmann, von Malzahn. Kriege provozirt zu haben, während im Gegentheil wir zum Kriege bei der Verstärkung unserer Wehrkraft auch an Rußland Auf der Tagesordnung steht die Wahl der Präsidenten und reizten. Ich bin in der Lage, attenmäßig den Beweis anzutreten, daß denken, so liegt darin nichts Bedrohliches für Rußland. Schriftführer. Deutschland den Krieg nicht provozirt, daß Fürst Bismarck Als wir 1859 nach einer Kampagne mit Rußland zusammen Abg. v. Marquardsen beantragt die Wahl durch Zuruf und Depeschen nicht gefälscht, und drittens, daß der alte Kaiser zurückkehrten, haben wir unsere Heeresverstärkung vorgenommen schlägt vor Herrn von Levehow zum ersten Präsidenten, Herrn Wilhelm zu versöhnlich gewesen sei oder vielleicht im Verkehr und unser Eisenbahnnez ausgebaut. Wir wollen in Frieden Grajen Ballestrem zum ersten und Herrn Baumbach zum zweiten mit dem Franzosen den Accent nicht getroffen habe, der dem bleiben mit Rußland und mit Frankreich, aber wir wollen auch Vizepräsidenten zu wählen. berechtigten Bewußtsein der deutschen Nation entsprach. Ich rufe start sein zum Striege mit zwei Fronten, nicht als Ausnahme, Ein Widerspruch dagegen wird nicht erhoben; die drei ge- ins Gedächtniß zurück, daß Kaiser Wilhelm sich am 18. Juli 1870 fondern als das Wahrscheinliche. Es liegt auf der flachen Hand, nannten Herren werden gewählt und nehmen die Wahl in Ems befand, daß er vom Grajen Benedetti angeredet wurde, daß, wenn Rußland die Neigung haben sollte, uns mit Krieg zu dankend an. daß der König eine ausweichende Antwort gab und ihm durch überziehen, das Bündniß mit Frankreich ihm jederzeit zur VerZu Schriftführern werden ebenfalls durch Zuruf auf Vor- seinen Flügeladjutanten fagen ließ, wenn er eine Audienz nach- fügung steht. Ob Rußland, wenn Frankreich anfängt, eben so schlag des Abg. v. Marquardsen gewählt die Abgg. Graf fuche in einer erledigten Sache, so könne ihm dieselbe nicht ge- geneigt zum Bündniß ist, will ich dahingestelit sein lassen; das Kleist- Schmenzin, Wichmann, Merbach, Hermes- Jauer, Schneider- währt werden. Diese Dinge find niedergelegt in einem Pro- Vorhandensein Rußlands aber würde uns Opfer auferlegen. Hamm, Schmidt- Elberfeld, Porsch und v. Buol. memoria des Fürsten Anton Radziwill, welches dem Auswärtigen Die Männer von 1813 würden ihren heiligen Zorn über uns Der Präsident ernennt zu Quastoren die Abgg. Böttcher und Amte nicht telegraphisch zugegangen ist. Die erste Depesche trägt ergießen, wenn sie hörten, daß wir, weil wir nicht stark genug Rintelen. die Aktennummer A 2301, fie rührt von dem Geheimen Rath sein können, auf jede Rüstung verzichten wollten. Unsere MachtDamit ist der Reichstag konstituirt; dem Kaiser wird die Abeken her; es heißt darin, daß Seine Majestät der König und Weltstellung hängt von der militärischen Rüstungsfähigkeit vorgeschriebene Anzeige erstattet werden. schrieb, Benedetti habe ihn auf der Promenade in Ems zuletzt ab. Auch das größte politische Geschick wird in seinen letzten Der Präsident gedenkt darauf der seit der legten Session sehr dringlich angesprochen wegen der Kandidatur der Handlungen gebunden durch die Frege: welche militärische verstorbenen Mitglieder des Reichstages: von Kleist Rezow, Hohenzollern. Der König habe ihn zuletzt sehr ernst Konsequenzen fann ich meinen Entschließungen geben. Je v. Forckenbeck, Friedländer, Kirchammer, v. Meyer- Arnswalde, zurückgewiesen und zuletzt beschlossen, ihn nicht mehr zu stärker wir sind, desto mehr tönnen wir auf Bundesgenossen v. Kossowsky. Das Haus ehrt das Andenken der Verstorbenen empfangen, nachdem er die Nachricht von der Zurückziehung rechnen. Wir können heute schon auf Bundesgenossen rechnen. in der üblichen Weise. der Kandidatur der Hohenzollern in Spanien erhalten habe. Der Dreibund ist popular wie feiner. Wir halten an dem DreiGingegangen ist eine Interpellation des Abg. Petri bezüglich Der König stellte dem Kanzler anheim, die neue Forderung bund fest, und unsere Verbündeten werden ebenso festhalten. der Straßburger Schießaffäre. Dieselbe wird auf die Tages: Benedetti's und die Antwort des Königs sofort den Gesandten Aber das hindert nicht, daß wir mit uns zu Rathe gehen müssen, ordnung einer der nächsten Sigungen gestellt werden. und der Presse mitzutheilen. Darauf formulirte der Kanzler ob wir stark genug sind und ob der Dreibund als Ganzes start Darauf nimmt das Wort Graf Bismarck eine solche Depesche, welche sich lediglich als eine genug ist. Der Dreibund ist nicht im stande, die Truppenzahl Reichskanzler Graf v. Caprivi: Ich habe dem Reichstage Ausführung des Königlichen Auftrags darstellt. Die Depesche aufzubringen, welche einem mit Frankreich verbündeten Rußland zwei Vorlagen vorzulegen, welche untereinander im Zusammen- ging noch am Abend des 13. Juli an alle Gesandtschaften ab. gegenüber nothwendig ist. Jeder Koalitionsfrieg hat seine bang stehen. Ich bin mir bewußt, daß es ungewöhnlich ist, wenn um der Meinung entgegenzutreten, als sei der hochfelige König Schwierigkeiten, wie ein einfacher Blick auf den Atlas lehrt. in diesem Hause Vorlagen redend eingeführt werden. Ich habe nicht seiner eigenen Anficht gefolgt, verweise ich auf Vorgänge Das Gouvernement Warschau springt in unsere Ostgrenze sehr es aber nichtsdestoweniger für meine Pflicht gehalten, um das desselben Tages; es findet sich ein Billet des Königs an Abeten stark ein und auch auf der anderen Seite ist die Schweiz mit Wort zu bitten, einmal um der Bedeutung der Sache willen, in den Atten, worin er ausspricht, daß er über die neue Zu- ihrer international garantirten Neutralität ein Hinderniß. Man und dann weil die Militärvorlage die öffentliche Meinung be- muthung Grammont Olliviers indignirt sei. Daraus geht her- hat gesagt: Warum soll denn Deutschland immer weiter rüsten, schäftigt hat, und weil die öffentliche Meinung sich in falschen vor, daß der König nicht der schwache Mann war, wie er dar- laßt doch die Italiener und die Desterreicher rüsten. Das wäre Bahnen bewegt hat, weil sie die Vorlage und ihre Motive nicht gestellt wird, und Europa war damals derselben Meinung wie das Verkehrteite, was wir verlangen könnten. Die deutsche Refannte. Ich will vers chen, die öffentliche Meinung davon zu über der König. Das beweisen damals bekannt gewordene Erklärungen gierung hat sich von jeher gescheut, in die inneren Angelegen zeugen, daß es sich nicht um einzelne Fragen, um etwas unbedeu- anderer Regierungen, so der englischen und der russischen, deren heiten anderer Staaten einzugreisen; sie hat diese Scheu auch tences handelt, sondern um Fragen, die nicht vom Parteistandpunkt Wortlaut der Reduer verliest. Damals war die Ansicht allgemein noch. Wir würden durch solche Maßregeln nur unsere Verzu erledigen find, von denen die Zukunft Deutschlands abhängen wird. Die herrschende, daß nach Zurückziehung der Kandidatur Hohen- bündeten verstummen. Wir thun besser, wenn wir uns auf sie Der Regierung ist es nicht leicht geworden, der Nation neue zollern Frankreich nichts mehr verlangen könne. Wenn das verlassen, wie sie sich auf uns verlassen. Uebrigens lassen sich Opfer zuzumuthen. Drei Jahre sind vergangen seit der letzten trotzdem geschah, so konnte Frankreich nur den Krieg oder eine solche Bündnisse in bezug auf die Truppenzahl garnicht Aenderung unserer Militärverhältnisse. Die Regierungen sind zu Demüthigung Deutschlands wollen. Deutschland hätte aber eine fontingentiren. Wenn Preußen und Desterreich in Schleswigder Ueberzeugung gekommen, daß der bestehende Zustand nicht solche Demüthigung nicht binnehmen können.( Beifall.) Holstein eine Kampagne zusammenführen, so tann man fortdauern fann. Sie haben die Vorlage gemacht troß der Un- Diese Dinge hängen mit der Militärvorlage zusammen. Wenn sagen: der eine stellt so viel, der andere so viel Truppen. ruhe, welche daraus hervorgehen wird und trotz der ernsten Ge- wir solche Mehrausgaben fordern, so fann es nicht gleichgiltig Für den Zukunftsfrieg ist so etwas nicht möglich. fahr, welche durch eine Ablehnung der Vorlage für Deutschland sein, wenn von anderer Seite der Verdacht erregt wird, als Immer wird das bestehen bleiben, wenn es zum Kriege kommt, entstehen kann. Ich brauche diese Gefahr nicht näher zu erörtern. hätten wir zu anderer Zeit provokatorische Absichten gehabt. werden wir die Hauptlast auf unsere Schultern nehmen müss.n. Die verbündeten Regierungen glauben diese Vorlage nicht hinaus- Deswegen habe ich diese Depeschen mitgetheilt. Diese Depeschen Das ist keine Unbilligkeit, weil wir von drei Staaten die Einschieben zu können. Der erste Oftober 1893 wird der früheste sind nach anderer Hinsicht werthvoll, weil sie beweisen, daß wir zigen sein werden, welche genöthigt sein werden, nach zwei Termin sein, an welchem mit der Durchführung angefangen von Frankreich, nachdem wir in jeder Weise entgegengekommen Fronten zu schlagen. Wenn man sich die Sache so ansieht, entwerden kann; erst im Jahre 1894 wird die Wirkung der ersten waren, dennoch mit Krieg überzogen sind. Was geschehen ist, neht die Frage, wie tam Deutschland in die Lage, daß es die Erfazeinstellungen eintreten. Die volle Wirkung wird aber erst fann wieder geschehen; deshalb müssen wir uns dagegen schützen. militärische Suprematie über Europa, die es 1871 hatte, verloren nach 20 Jahren eintreten. Man hat eingewendet und mit Recht: Es ist leichter, von diesen Dingen nicht zu sprechen, aber es läßt hat? Das ist gekommen ohne jede Schuld Deutschlands und der Kann man denn die Einbringung nicht verschieben? Wir leben sich nicht vermeiden. Ich kann Ihnen nichts Neues erzählen, ich deutschen Verwaltung. Das deutsche Heer hat seit der Zeit unin einer Zeit, in welcher erhebliche Zweige der Volkswirthschaft kann Ihnen nur die Lage, wie sie sich gestaltet hat, in das ermüdlich gearbeitet; auch von seiten des Reichstages ist das mehr oder weniger zu leiden haben, wir stehen vor vermehrten Gedächtniß zurückrufen. Wir haben Elsaß- Lothringen einverleibt Mögliche geschehen, um die nöthigen Mittel für die Armee zu Ausgaben infolge der sozialen Gesetzgebung und wir befinden Die deutschen Fürsten haben das einmüthig als eine endliche beschaffen. Ist es denn aber nicht natürlich, daß nach einem uns in einem Momente, wo der größte Staat Deutsch- Beendigung der Jahrhunderte, langen Grenzhändel angesehen. großen Kriege, dem furz zwei andere Kriege folgten, der Sieger lands im Begriff ist, ist, seine Finanzen zu reformiren. Unsere westlichen Nachbarn lieben in dem Kriege den Ruhm, weniger bereit zu steuern ist, als der Besiegte? Deutschland stand Die verbündeten Regierungen haben die Bedeutung während wir nur dann Krieg zu führen pflegen, wenn wir reale außerdem unter dem Eindruck des freudigen Gefühls, daß es gedieser Umstände nicht verkannt, aver trotzdem nicht oder ideale Vortheile erreichen wollen. Wenn die Revanche ge- einigt war. Es ist natürlich, daß der Sieger die Frage stellt, für die Aufschiebung der Vorlage fich erklären können. fordert wird, wenn die zwei Töchter, welche von der Mutter mit welchem Minimum von Leistungen kann ich die Früchte Jedes Jahr, das wir verlieren, ist unwiderbringlich verloren, gerissen sind, zurückgefordert werden sollen, so ist das meines Gieges erhalten der Besiegte fragt, welche jedes Jahr, in welchem wir Anstand nehmen, die Rekruten- ein ganz hübsches Bild. Die französische Nation hat seit 1870 Opter muß ich bringen, um das Verlorene wieder einstellung zu vermehren, ist nicht wieder zu bringen. Es würde fein Opfer gescheut, um ihre Rüstungen zu vervollständigen. zu erlangen. Unsere Nachbarn haben ihre Wehrkraft unverantwortlich gewesen sein, die Vorlage jegt nicht einzubringen, Auf die militärischen Einzelheiten will ich nicht eingehen; das in einer Weise geneigert, die wir nicht vorhersehen tonnten. wenn sie überhaupt eingebracht werden soll. Eine Vorlage von wird der militärische Vertreter der verbündeten Regierungen bei Wir nahmen Rücksicht, berechtigte Rücksicht auf die wirthschaftfolcher Natur kann nicht mit fleinen Dingen motivirt werden. geeigneter Gelegenheit thun. Wenn Frankreich heutzutage ein lichen und indunriellen Verhältnisse und machten allmälig einen Wtan wird jagen: warum wartet die Regierung nicht bis zu Bündniß schließt, so kann es sich nur von den Gedanken leiten Schritt vorwärts, bald mit Augen rechts, bald mit Augen links. einer bequemen Gelegenheit. Die Vorlage kann nur mit der lassen, eine Revision der europäischen Karte vorzunehmen. Unsere Ran machte in einzelnen Fällen, wo man vor einem nahen vollen Wahrheit motivirt werden und sie muß die Zustimmung Bündnisse sind auf anderer Basis geschlossen, wir wollen den Kriege zu stehen glaubte, außerordentliche Anstrengungen. Jezt der Nation finden. Es muß der seit langer Zeit bestehende Bus Frieden sichern. Es giebt nicht den mindesten realen Streitpunkt gla ben wir nicht vor einem nahen Kriege zu stehen, aber wir stand der Nation offen gelegt werden. Ich kann nicht mit Krieg zwischen Rußland und Preußen, wir bedürfen nichts von Ruß- wollen doch einen tüchtigen Schritt vorwärts machen. In früheren in Sicht antreten, ich werde nicht mit dem Säbel rasseln, sondern land und Rußland nichts von uns. Wenn schon darin eine Jahren vermehrte man die Zahl der Dispositionsurlauber und nur die reine Wah.heit vor Ihnen entrollen.( Beifall rechts.) Bürgschaft liegt, daß wir in guten Beziehungen mit Rußland fam dabei zu einem System, mit dem es länger nicht mehr weiter Die deutsche Regierung lebt in normalen und freundschaftlichen leben, so liegt eine weitere Sicherheit in der Person des Kaisers geht. Ein weiteres Astunstsmittel war die Erfindung der ErBerhältnissen mit allen anderen Regierungen; es ist uns von von Rußland. Er ist wegen seiner hochherzigen und friedlichen fagreserve und ihre zehnwöchentliche Ausbildung. Der Grund teiner Seite schwer gemacht worden, die Würde Deutschlands Gesinnung einer der stärksten Faktoren für die Erhaltung des der Heorganisation von 1861 lag darin, daß man bei der Mobilund seine Ehre zu repräsentiren. Es ist schon früher gesagt Friedens in Europa. Ich weiß auf grund sicherer Autoritäten, machung von 1859 erkannt hatte, daß man Linie und Landwehr worden: Die deutsche Nation ist fatt, sie hat nichts zu ver- daß der Kaiser von Rußland die politit, die ich auf Befehl seiner nicht in dieselben Formationen zusammenziehen kann. Die Auslangen. Es ist ein treffendes Wort seiner Majestät des Kaisers, Majestät des Kaisers führe, zu würdigen weiß. Ich bedauere, daß bildung der Erfahreserve in so furzer Zeit war bedenklich für das er bei der Besißnahme Helgolands aussprach, daß dies diese Hochachtung vor der Person des Kaisers von Rußland in der die Truppen, weil jedermann, der drei Jahre dienen mußte, fich das leyte Stück Land sei, wonach Deutschland Verlangen trage. Preise nicht getheilt wird, daß unser Preßgesetz uns nicht die fragte, weshalb er nicht auch mit 10 Wochen fertig werden Es ist in verschiedenen Beitungen, auch von patriotischen Möglichkeit gab, gegen Ausschreitungen nach dieser Richtung hin tönnte. Aus dem Sytem folgte, daß man alte Leute einziehen Männern gesagt worden: Die schweren Rüstungen könnten nicht zu wirken( w.derspruch bei den Sozialdemokraten), aber es ist müßte, während die jungen zu Hause blieben. 1889 erkannte mehr getragen werden; man müßte losschlagen, um die Rüstungen nicht zu leugnen, daß andere Dinge in die Waagschale fallen. Der Kriegsminister die Nothwendigkeit, eine Reform einzu los zu werden. Die deutsche Negterung und das deutsche Bolt Es ist in der rufuschen Nation eine Werstimmung gegen Deutsch führen und die Armee zu vermehren, damit sie nicht würde niemals selbst zum Schwert greifen und aggressiv vor land zu bemerken, deren Begründung nicht recht zu erkennen ist; schon im ersten Augenblick nach Ausbruch des Krieges gehen. Was würde das Ziel, der ei gespreis des Präventiv- wir müssen aber mit dieser Berstimmung rechnen, wie mit einer genöthigt war, die ältesten Leute einzuziehen. 1889 im Trieges fein 3. B. Frankreich gegenüber Wir haben nicht den elementaren Kraft. Sie wirkt mit der Sicherheit eines Natur- Sommer fanden Verhandlungen zwischen dem KriegsWunsch, von Frankreich auch nur einen Quadratkilometer uns gefeyes und wenn wir auch hoffen können, daß sie einmal rück- minister v. Verdy und dem Reichstanzler statt; der er ere forderte anzucignen. Wir würden in Verlegenheit gerathen, wenn wir läufig wird, so ist bisher doch nichts davon zu bemerfen ge- eine Umgestaltung, um die Zutunjt Deutschlands nicht zu beemuns undeutsche Völker angliedern sollten. Wir haben doch in wesen. Tie russische Regierung schreitet zielbewußt in ihren trächtigen. General v. Berdy entwickelte fein Projeit vor dem den Milliarden auch ein Haar gefunden, und wenn man sagt: Rüstungen vor; sie hat ihren Präsenzstand auf 1 pCt. dec Be preußischen Staatsministerium und bezifferte die Kosten auf nehmt französische Kolonien, so sage ich: wir haben an unseren völkerung erhöht und wird vielleicht noch weiter gehen; sie führt 117 Wiillionen Mark. Fürst Bismarck verlangte eine Vermehrung Kolonien genug.( Sehr richtig! links.) Wenn die Auficht, daß ein neues Gewehr ein, u. s. w. Nicht, daß das darauf schließen der Reichseinnahmen; am 12. März 1890 erklärte das Staatsder jetzige Zustand nicht ertragbar ist, welche Ansicht die verließe, daß wir vor einem Krieg stehen, sondern nur darauf, daß ministerium, daß die Vorlage schleunigst ausgearbeitet werden bündeten Regierungen nicht theilen, durchbrechen sollte, was Rußlano annimmt, sein nächster Krieg würde nicht nach Süden, folle. Ich stehe auf dem Standpunkte wie First Bismarck; ich würde die Folge sein? Als 1870 der Krieg ausbrach, standen sondern nach Westen zu führen sein. Danach richten sich die habe mir aber gesagt, alles Geforderte ist nicht durchführbar, die uns 8 Armeekorps gegenüber, welchen wir 17 Armeekorps gegen- islofationen der Truppen und der Ausbau der Eisenbahnen. Forderung muß eingeschränkt werden. Wir haben noch heute über stellen konnten. Heute würden wir uns gegenüber eine Allmalig formirt man neue Truppentheile und zieht sie nach einen Vorzug vor jeder Armee: unsere Generale, Offiziere, Untergleiche Anzahl von Armeekorps finden und dahinter eine große dem Westen. Ganz zielbewußt hat die russische Stegierung ihre offiziere und Mannschaften sind besser, aber es fehlt an der Heserve- Arnee. Wir würden von der russischen Regierung Grenzen nach Westen immer mehr befestigt, die Kavalleriemassen Organisation und an der Jugend. Unsere Mannschaften sind zu nicht ein freundliches Entgegenkominen erwarten dürfen, son- an die Weſtgrenze gelegt. Es liegt also ein Zustand vor, alt. Wir wollen verjängen und verstärken und verbessern. Wir dern müßten an der Grenze etwas von Truppen stehen lassen. Der heute ebenso wenig etwas Bedrohliches und Aengit- wollen den Präsensstand um 83 894 Mann erhöhen. Das sind Wir haben ferner die großen Sperrforts Frankreichs zu über- liches hat, als vor Jahren, der aber gefährlich wer erhebliche Zahlen. Ich habe selbst von der rage du nombre winden an der Mosel und Maas und dann die großen Festungen den müßte, wenn wir davor die Augen schließen. gesprochen, aber gewisse Verhältnisse kommen schließlich in Zahlen Frankreichs, von denen alle stärker armirt sind als Meh uno als unser alter Kaiser Wilhelm noch lebte, herrschte eine innige zum Ausdruck, und es wird bedenklich, wenn die Zahlen zu niedrig Straßiurg. Vor diesen Festungen müßten wir einen Theil Freundschaft zwischen den Monarchen. Ein realer Kriegsgrund sind. Wir müssen auch dabei mit dem Kriege zwischen zwei Fronten unserer Truppen stehen lassen. Schlagen wir auch die Reserve- liegt nicht vor, aber der jeßige Raiser von Rußland kann in eine rechnen. Man sagt, diese Massen können nicht bewegt werden auf einer Armee und marschiren wir auf Paris, so finden wir eine Lage verjetzt werden, wo es ihm als Souverän eines großen Stelle. Das ist richtig, wir wollen sie aber nicht auf emer Festung, wie die Welt nicht so leicht gesehen hat, mit einer Rette Staates nicht anders möglich ist, als zum Kriege zu schreiten. Stelle bewegen, und wenn uns die Menge der Truppen zu viel Don Forts in einer Ausdehnung von 130 Kilometern. Diese Wir haben den Draht, der uns mit Rußland veroand, nicht ger wird, so läßt man eben die älteren Leute zu Hause. Wir wollen Festung auszuhungern würde schwer sein. Wenn wir Herren riffen, wir wünschen nur, daß man uns die Verbindungen nicht nicht Zahlen schaffen, sondern Werthe. Der jüngere Mann, der Don Paris sind, würden wir eine Ruhe von 20 oder 30 Jahren stört, welche mit Desterreich und Italien bestehen.( Zustimmung.) unmittelbar oder nach kurzer Pause aus dem attiven Dienst in genießen. Würden wir nicht, wenn wir nach Hause lämen, von Die Haltung der russischen Presse, die nicht blos Druckerschwärze den Krieg geht, hat militärisch einen höheren Werth. Warum neuem rüsten müssen und zwar eifriger als früher? Würden ist, denn es steht ja der Regierung jede Handhabe zu Gebote, sollen wir die älteren Leute, die benahtheiligt werden, cinberufen? nicht andere Leute da sein, welche von unserer Lage Gebrauch um eine solche Aeußerung zu unterdrücken spricht dafür, daß Wir sind jezt von einer schmalen Basis, der einjährigen Rekrutenmachen wollen? Der Zustand wäre nach einem prophylaktischen eine Hinneigung zu Frankreich besteht. Ein französches Blatt einstellung ausgegangen und haben immer einen neuen Jahrgang nur Abgeordnetenhaus. Ein fonnte eine Das darauf gehäuft. Die Einheit der Jahrgänge muß größer sein, I zu besitzen. Vereinigen Sie sich mit den verbündeten Regierungen, I der Vermögenssteuer den Plan zur Durchführung zu bringen und dann wird man nicht nöthig haben, die Spize immer weiter zu um der Nation das zu geben, dessen sie bedarf, damit fie, wenn sie ein Werk zu vollenden, was zwar nicht für ewige Zeiten ist, erhöhen, die Sache tönnte sonst einmal umfallen. Es handelt wieder einmal zu den Waffen greifen muß, mit demselben Ver- aber dem Jdeal der Gerechtigkeit möglichst nahe kommt.( Beifall sich nicht um die Frage, was hat die Landwehr geleistet, sondern trauen kommen kann, mit dem sie 1870 zu den Fahnen fam, da- bei den Nationalliberalen.) was kann man ihr zumuthen. Es sind Artikel in militärischen mit wir sagen können: Lieb' Waterland, magst ruhig sein Finanzminister Miquel: In Bezug auf den Widerspruch Blättern erschienen, denen die Regierung fernsteht. Sie wurden( Lebhafter Beifall rechts.) gegen den Vorschlag des Herrn von Huene, die Gewerbe- und als Beschimpfung oder Herabwürdigung der Landwehr ausgelegt. Nach der 2/ stündigen Rede des Reichskanzlers erhält das Bergwertsteuer aus dem Rahmen der Ueberweisung auszuschließen, Ich weiß nicht wer die Artikel geschrieben hat. Es handelt sich Wort fann ich mich dem Vorredner nur anschließen, aber nicht in darum, was kann die Landwehr leisten. Ich würde schwer zu Abg. Nichter: Der Reichskanzler hat die Einbringung der bezug auf seine übrigen Ausführungen. Die Bertheidigung des einem abfälligen Urtheil über die Truppen kommen, denn Militärvorlage durch längere Ausführungen zu begründen ver- Kapitals war unnöthig, denn die Regierung beabsichtigt gar ermessen, welche Umstände auf fucht. Er hat dabei von seinem verfassungsmäßigen Rechte Ge- nicht, einseitig auf das Kapital loszuschlagen; sie will bas die Leistungsfähigkeit der Truppen eingewirkt haben. brauch gemacht, auch außerhalb der Tagesordnung das Wort zu Kapitalvermögen und das gewerbliche und landwirthschaft: Die Frage muß so geftellt werden: Ist es richtiger, junge ergreifen. Ein solches Recht des Reichsfanglers schließt aber das liche Vermögen vollständig gleichmäßig besteuern. Truppen zu verwenden oder ältere, und die Antwort wird sein, Recht der Reichstagsabgeordneten nicht aus, dem Gehörten eine Wahlgefeh soll noch in dieser Session, sobald als thunporgelegt werden. daß man die älteren Tr. ppen schonen muß. Dem Streit Linie Erwiderung zu Theil werden zu lassen. Wir wollen von diesem lich Die Regierung und Landwehr will ich teine neue Nahrung geben. Das müßte Recht heute feinen Gebrauch machen. G3 geschieht dies aber Entscheidung darüber noch nicht treffen, denn wenn das Wahleine schlechte Truppe sein, bei welcher die Mobilmachung nicht nicht, weil die Ausführungen des Herrn Reichsfanglers große recht nach der ersten Zahlung bemessen werden soll, muß die Re eine gewiffe Begeisterung erweckte. Der Liniensoldat wird das neue Momente enthalten hätten, welche die Stellungnahme zu gierung erst wissen, wie die Steuern vertheilt werden. Das Rafeinenleben los, er ist jung; des Lebens engste, er wirft fie der Vorlage ändern könnten. Gewisse Einzelheiten zur Charakte Haus hat es immer in der Hand, das Wahlgesetz mit der Reform weg; er zieht ins Feld. Der Landwehrmann ist verheirathet, ristik der Amtszeit des Fürsten Bismarck waren ja interessant zu verknüpfen. Der Vorredner vermißt ein Verwendungsgeseh. hat Kinder, hat ein Geschäft; er ist voll Patriotismus und Pflicht für die Diskussion, welche sich in der Oeffentlichkeit schon daran Wenn die Steuerreform durchgeführt wird, so werden manche gefühl; aber er fommt in andere, ihm nicht mehr gewohnte Ver- geknüpft hat. Abgefehen aber von diesen Dingen, welche mit Härten entstehen, wenigstens in der ersten Zeit. Wenn wir die hältnisse; die Mühseligkeiten der Märsche, die Klagen die ihm der Vorlage unmittelbar nicht zusammenhängen, sind dieselben 120 Millionen verwenden, um den hilflosesten Gemeinden, welche von Hause nachgesandt werden, dann kommt die Schlacht; der Ausführungen über die auswärtige Politik auch früher schon besonders belastet werden durch die Schulkosten, in diesem Ger alte Mann mit dem Tornister auf dem Buckel soll vorgehen und gemacht worden. Auch der Hinweis darauf, daß über Sieg oder biete zu Hilfe zu kommen, so wird der Vorredner dagegen wohl vielleicht noch 900 Meter laufen und Hurrah schreien( Wider- Niederlage nicht die schon vorhandenen 4 Millionen deutscher nichts einzuwenden haben.( Beifall rechts.) spruch links). Der Mann wird es thun, aber feine Opferwillig Kämpfer entschieden, sondern die hier streitigen und new ge- Abg. Graf zu Limburg- Stirum( fonf.) spricht im wesent feit ist nicht mehr so groß, als die des jungen Mannes. Ich forderten, ist bei solchen Gelegenheiten herkömmlich und üblich. lichen für die Vorlage. Im ganzen erscheine seine Partei der achte die Opfer, welche unser Beurlaubtenstand, Offiziere Die militärischen Gesichtsgunkte, welche der Reichstanzler vorgelegte Reformplan als eine geniale Schöpfung. wie Mannschaften im Kriege bringt, sehr wohl. Es ist geltend machte, sind in der Hauptsache in den letzten Wochen Abg. Hausen( frt.): Es ist mir vor allem sehr zweifelhaft, viel mehr, was diese heute Teisten, als was die und Monaten in der Regierungsvorlage bereits erörtert worden ob das Verlangen der Rückzahlung, der für die Aufhebung der Berufsfoldaten thun. Die Kriegsdenkmünze ist das höchste Es ist die alte Ueberschägung der militärischen Kräfte und die Grundsteuer- Befreiung gezahlten Entschädigungen zu rechtfertigen Ehrenzeichen, welches der Mensch tragen kann. Ich kann alte Unterschäzung der wirthschaftlichen und anderen Kräfte, ist; die Verhältnisse in den Elbherzogthümern sprechen durchaus nicht finden, daß in den Artikeln etwas stand, was zu welche durch solche Vorlagen geschädigt werden.( Zustimmung dagegen, namentlich würden die Kanon- Bauern ganz außer einer solchen Entrüstung Anlaß geben fann, wie sie entstanden ist. links). Wenn wir heute in eine weitere Diskussion nicht ein- ordentlich schwer von dieser Forderung betroffen. Ich hoffe, daß Der Name eines deutschen Landwehrmannes wird immer ein treten, so geschieht dies aus dem einfachen Grunde, weil wir die Kommission hier Gerechtigkeit walten lassen wird. Ehrenname bleiben. Die Reorganisation von 1861 sollte die schon in nächster Zeit doppelte Gelegenheit haben werden, bei Abg. Krause( ntl.) hält den Reformplan für einen großen älteren Leute davor schützen, daß sie sofort bei der Mobilmachung der ersten Berathung des Etats und der ersten Berathung dieser und guten und steht nicht auf dem ablehnenden Standpunkt des herangezogen werden. Denn Linie und Landwehr zusammen in Borlage dem Herrn Reichskanzler eine volle und ganze Antwort Herrn Herrfurth. derselben Organisation sind nicht zu verwenden. Soll das Tempo zu Theil werden zu lassen. Ich mache diese Ausführungen, um Abg. Meyer- Berlin( dir.): Die alte historische Grundsteuer sich richten nach dem schnellen Tempo der Linie oder nach dem zu verhindern, daß in Zukunft aus dem heutigen ungewöhnlichen zu beseitigen halte ich für einen überaus bedenklichen Fehler und langsameren Tempo der Landwehr? Unsere Reserve- Organisationen Borgange irgend ein Präjudiz für die Rechte der Reichstags- Die neu eingeführte ohne Entschädigung wieder aufzuheben für find durchschnittlich älter als die französischen und russischen. Abgeordneten erwachsen fönnte, daß sie nach solchen Reven nicht eine Unbegreiflichkeit. 1878-81 hat gerade die Regierung uns Die Leute sind verheirathet und dadurch moralisch etwas belastet. unmittelbar das Wort ergreifen dürfen.( Bei fall links.) entgegengehalten, daß, wenn sie aufgehoben würde, eine unhalts Das zweite Aufgebot der Landwehr hatten wir schon abgeschafft, Präsident von Levezzow: Daß ich dem Herrn Abgeordneten bare Bevorzugung der Gutsbezirke stattfinden würde. jetzt wird die Landwehr zweiten Aufgebots zu zwei Dritteln an nicht das Wort vorenthalten habe würde, wenn er gewünscht Kommunalsteuer- Gesez entspricht unseren Erwartungen nicht. bie Küste und an die Grenze geschickt werden müssen; der Rest, hätte, nicht über die uns noch nicht zugegangene Militärvorlage, Die früheren Ankündigungen im Staats- Anzeiger" hatten große der Landsturm, wird zur Besatzung dienen. Was geht direkt aus sondern auf die Worte des Reichskanzlers etwas zu erwidern, Erwartungen rege gemacht, die sich nicht erfüllt haben. Ich halte Der Friedens in die Kriegsformation über? Wir wollen die beweist schon der Umstand, daß ich den Abgeordneten nicht unter die Grundlage des ganzen Steuerreformplanes, das Kommunal Kriegsstärke auf 4 400 000 ann bringen, während der Präsenz brochen habe. steuergesetz für morsch; Sie( rechts) sehen für die Grundlage stand nur 500 000 Mann find. Also für 7/3 bestehen teinerlei Schluß 4 Uhr. Nächste Sihung: Donnerstag 2 Uhr; den Erlaß der Grundsteuer an; der gefällt Ihnen, darum stimmen Formationen; das stehende Heer muß das Material für alle( Interpellation Petri betreffend den Gebrauch von Schußwajjen Sie dem Plane zu. Die Hauptsache ist die Reform des Wahl diese neuen Formationen hergeben. Ich habe den Fall gehabt, vou feiten der Wachtposten; erste Berathung des Geseyentwurfs rechtes, welche jeht auch das Zentrum wieder verlangt. Man daß von der Friedenskompagnie auf die Kriegstompagnie betreffend die Einheitszeit und betreffend die Bollermäßigung; glaubt anscheinend das Dreiklassen- Wahlsystem nun retten au ein Unteroffizier und 19 Mann übergehen; Des- Nechnungsvorlagen), fönnen, indem man es in eine Besserungsanstalt bringt. Ich halb müssen wir unsere Friedensformationen vermehren. glaube das nicht; das Dreiklassen- Wahlsystem wird auf dem Wege Die Deckung der Militärausgaben soll, wie der„ Staats- Anzeiger" dahin verscheiden( Heiterkeit und Beifall.) befannt gegeben hat, durch Einführung indirekter Steuern erAbg. v. Kröchler( tons.): Für eine weitere Ausdehnung bes folgen. Daß der Tabak dabei ausgefallen ist, liegt daran, daß die Stimmrechtes find wir nicht zu haben. Die freisinnigen Bor militärischen Anforderungen zuerst höher waren; sie sind erwürfe gegen den verschuldeten Grundbesitz lassen mich falt; ich mäßigt worden, sodaß wir auf die Tabaksteuer verzichten konnten. 7. Sigung vom 28. November, 11 Uhr. tin stolz darauf, der Verleger der„ Kreuz- Zeitung", nach seiner Ein großes Geschrei wird gegen die Biersteuer erhoben werden. Am Ministertische: Graf zu Eulenburg, Dr. Miquel Meinung das Organ des verschuldeten Grundbesizes, zu sein. Der Im ganzen kommt von den neuen Steuern auf den Kopf der und Kommissarien. Grundbejiz ist thatsächlich sehr verschuldet; wenn die uns Bevölkerung eine Mark und einige Pfennige; das Seidel wird Die ernie Berathung. des Geschentwurfs betreffend die verschuldeten 20 pet. aller betragen, so wäre das schon sehr noch nicht um einen halben Biennig theurer; das macht wenig Aufhebung diretter Staatssteuern und der Denk- hoch. Wenn immer fort von einer Mehrbelastung durch die Gin aus, da jährlich in Deutschland zwei Milliarden für Bier aus fchrift wird fortgesetzt. tommensteuer gesprochen wird, so ist das auch unrecht; denn die gegeben werden. Also eine unerträgliche Belastung ist das nicht. Abg. Friedberg( natl.): In einem Punkte bin ich ein Leute haben doch nicht mehr Einkommen angegeben, sondern es Das Gesetz über die Erfaßverstärkung ist eine Vorbedingung des Gegner der Vorlage. Ich will nicht, daß dafür, daß einige ent- find lediglich die Säge in den höheren Stujen höher bemessen. Gesetzes über die Erhöhung der Präsenzstärke. Der Ersay soll lastet werden, andere belastet werden, und zwar gerade in dem Was die Rückzahlung der Grundsteuerentschädigung betrifft, nach der Bevölkerungszahl gestellt werden. Daher tommt es, jetzigen Augenblicke, wo die schärfere Einschätzung der Einkommen- so müssen nach meiner Meinung entweder alle Entschädigten daß in den großen Städten, wo ein Zuzug von jungen Personen steuer die Bevölkerung erst sehr hart angefaßt hat. Außerdem zurückzahlen, oder nur diejenigen Beszer, die sich noch im Be vorherrscht, mehr funge Leute zur Stellung gehen, als nach der ist es ungünstig für eine so große Maßregel, daß wir uns in lige befinden. Das Vermögenssteuer- Gesetz muß gründlich um Boltszahl nothwendig sind, daher kommen dann viele frei von Ronkurrenz befinden mit wichtigen Steuervorlagen im Reiche. gearbeitet werden, wenn es annehmbar werden foll, namentlich Der Dienstpflicht. Wir wollen zur zweijährigen Dienstzeit über Unter den Reichssteuern findet sich eine Verdoppelung der Börsen- in den Bestimmungen, die die Schätzungen des Grundwerthes be gehen bei allen Truppen mit Ausnahme der Kavallerie und der Steuer, welche gerade die Leute belastet, welche von der Ver- treffen.( Lebhafter Beifall rechts und im Zentrum.) reitenden Artillerie, Die dreijährige Dienstzeit wäre uns mögenssteuer angefaßt werden sollen. Bezüglich der Kommunal- Abg. Bachem( 3.): Für uns ist und bleibt die Vor lieber gewesen, aber wir haben sie jetzt schon lange steuer- Gesetzgebung hätte ich erwartet, daß die Regierung an die bedingung für unsere Zustimmung zu den Vorlagen nicht mehr gehabt. Die verbündeten Regierungen haben Pforten des Reichs gepocht und eine Aenderung der Zouvereins Henderung des Wahlrechts nach der Richtung einer gründlichen sich entschlossen, die zweijährige Dienstzeit anzunehmen. verträge versucht hätte, uni den Gemeinden, namentlich den großen Einschränkung der plutokratischen Wirkungen der Steuer Allerdings wollen wir dafür diejenigen Kompensationen haben, Städten, indirekte Steuerquellen zu eröffnen. Das wird aller- reform. Der Finanzminister hat vorgestern die Zusage, daß der welche wir für nothwendig halten. Wir wollen die Reichs- dings auf der linken Seite des Hauses Anstoß erregen; aber ich betreffende Entwurf uns noch im Laufe der Session vorgelegt verfassung nicht ändern; die dreijährige Dienstzeit ist vorge- veriveise darauf, daß die freisinnige Stadtverordneten- Versammn- wird, ohne jede Klaufel abgegeben. Wir werden ihn beim Wort schrieben, obschon wir bisher schon eine fürzere Dienstzeit bis zu lung zu Breslau erst vor kurzem die Beibehaltung der Schlacht nehmen. In der Sache felo halten wir die Ueberweisung der 10 Wochen herab gehabt haben. Wir wollen aber thatsächlich steuer beschlossen hat! Die Vermögenssteuer soll eine doppelte Gewerbesteuer und der Bergwerfiteuer für lange nicht so dring dauernd, ohne Hintergedanken und ohne Einschränkung die zwei Aufgabe erfüllen: sie soll den Ausfall decken helfen, welchen der lich, als die Ueberweisung der Grund- und Gebäudesteuer. Die jährige Dienstzeit geben. Nur ausnahmsweise soll eine längere Staat erleidet, fie foll ferner eine Berbelastung des fundirten Aufhebung der lex Huene fönnen wir für einen ersten Schritt Dienstzeit eintreten, namentlich dann, wenn das Militär- Straf- Einkommens bilden. Da müßte mindestens die Steuererhöhung zur Aushebung der Kornzölle nicht ansehen, sonst würden wir gesetzbuch ein Nachdienen vorschreibt. Für die zweijährige bis auf 4 pet. bei Einkommen über 100 000 m. wieder beseitigt uns allerdings überlegen, ob wir diesen Schritt thun sollen. Die Dienstzeit unter gewiffen Vorausseyungen ist schon der Striegs- werden. Besonders sozialistisch aber ist das tiese Eindringen in Vermögenssteuer, wie sie liegt, fann unmöglich so bewilligt werden, minister von Roon eingetreten. Wir wollen für das Gesetz ein die einzelnen Verhältnisse. Die Veranlagungsgrundsätze sind darüber ist das ganze Haus einig: es muß vor allem auch hier Grundsay der Leistungsfähigkeit zur Geltung Quinquennat. Die Gründe gegen die einjährige Bewilligung auch für einfache Leute schwer verständlich. Wenn der Steuer der Die fleinen Vermögen müssen frei bleiben, bie find erkannt. Wir brauchten aus militärischen Gründen eine zahler fein Vermögen nach dem Börsenkurs berechnen soll, dann langen. längere Frist. Ich wende mich nun den Windthorst'schen müßte die Regierung ihm auch dazu Salingre's Börsenpapiere Einschätzungsmodalitäten, die lediglich zur unangenehmsten Chi Resolutionen zu. Ich bin der Meinung, daß die verbündeten zur Verfügung stellen, damit er sich darüber orientiren tann. tane führen könnten, müssen gänzlich umgearbeitet werden. Die Regierungen diefen Resolutionen soweit nahegekommen sind, als Ein weiterer Fehler ist, daß alle Vermögensobjekte gleich be- Möglichkeit, auch in den Städten wieder zur Vermehrung der es möglich war. Die erste Resolution war, daß die verbündeten handelt werden, gleichgiltig ob sie ein Einkommen direkt ergeben feßhajten Glemente zu tommen, macht für mich die Ueberweisung Regierungen Abstand nehmen werden von Plänen, welche alle oder erst dann, wenn je verkauft werden. So verschiedenartige der Gebäudesteuer aus sozialpolitischen Rücksichten zur Haupt wehrfähigen Mannschaften heranziehen wollen, weil die Kosten Objekte dürfen nicht mit denselben Zuschlägen belegt werden. sache.( Beifall im Zentrum.) Abg. Schröder( Pole) spricht sich über den Steuerreform dafür unerschwinglich würden. Auf diesen letzten Worten liegt Wenn große Vermögensobjekte feinen Grirag geben, so follten auch feine Steuer bezahlen. Liber wenn man plan im wesentlichen zustimmend aus, namentlich begrüßt er die der Ton, denn die allgemeine Wehrpflicht ist durch die Verfassung fie eine Absicht des völligen Erlasses der Grund- und Gebäudesteuer als proklamirt. Wenn wir von 117 auf 57 Millionen zurückgegangen solche Objekte treffen will, so sollte find, so ist der Ausdruck unerschwinglich nicht mehr zutreffend. Aufwandssteuer einführen, die im vorigen Jahre abgelehnt ist, eine wirklich reformatorische Maßregel. Die Debatte wird geschlossen. Es folgen persönliche Bemers Die uferlofen Pläne, wie man damals fagte, sind eingedämmt. oder man kann eine erhebliche Besizwechsel Stener einführen. Die zweite Resolution bezog sich auf die einjährige Bewilligung. Empfehlenswerth wäre die Erbschaftssteuer, die z. B. in Däne- fungen. Wir haben nicht nur nicht die Offiziere, sondern auch die Unter- mart bei Steuersägen von 1-7 pet. 11/2 Millionen Mart er- Beschluß über die geschäftliche Behandlung der Vorlage foll offiziere aus der Zahl der festgelegten Truppen herausgenommen, giebt, was für Preußen der Bevölkerungszahl nach einen Ertrag erst nach Beendigung der ersten Lesungen des Vermögens fie unterstehen also der jährlichen Bewilligung. Die dritte von 28 Millionen Mark bedeuten würde. Am besten ist aber die des Kommunalsteuer- Gesetzes gefaßt werden. Resolution verlangte die Vermehrung der Tispositionsurlauber, Heranziehung des fundirten Einkommens innerhalb der Ein- Schluß nach 4 Uhr." Nächste Sigung Donnerstag die vierte die zweijährige Dienstzeit. Diesen Resolutionen find tommensteuer, wie dies in Italien geschieht. Ich würde das 11 Uhr.( Bermögens- und Kommunalsteuergese wir nach Möglichkeit entgegengelommen. Die Vorlage ist natür Arbeitseinkommen mit dem jeßigen Sage besteuern, das ges lich unwillkommen. Aber der Krieg ist noch willkommener und mischte Einkommen aus Landwirthschaft und Gewerbe mit einem eine Niederlage würde das Alleruuvillfomn.enfte sein. Mein höheren Sage, und das reine Kapitaleinkommen mit dem höchsten Amtsvorgänger hat eine Rede über die Folgen einer solchen Saye. Dadurch erhalten wir auch die Garantie, daß zu den Niederlage gehalten, aber der Eindruck scheint nicht tief genug bohen Steuersätzen der Einkommen euer feine Buschläge mehr gewesen zu sein. Ich wünsche, daß jeder einzelne sich darüber erhoben werden, während bei der Vermögenssteuer diese Garantie flar werden möchte, was eine Niederlage bedeutet. Man spricht nicht vorliegt. Tem Reformplan fann ich niat zustimmen, wenn vom Moloch des Militarismus, der alles aufzehrt. Weshalb nicht eine Reform des Wahlsystems durchgeführt wird; ich muß werden die Ausgaben denn gemacht? Doch nur um jedem ein- protestiren gegen ein Wahlfynem, welches sich gründet auf zelnen Deutschen zu geben, was er braucht, um vor einer Nieder- fingirte oder erlassene Steuer. Es fehlt noch ein Verbindungs- Eine von den Antisemiten einberufene Voltsversammlung lage geschützt zu werden. Jeder, auch der Aermste, kann noch ge- gesetz für die 120 Millionen, welche aus den Ueberschüssen der in Sch wegingen( Baden) nahm eine Resolution an, schröpft werden; der Feind würde ihn zum anstrengendsten Einkommensteuer angejammelt werden. Denn es ist eine eigen welcher gegen die antisemitischen Konfessionsheyer protestirt und Dienste heranziehen. Deshalb müssen wir eine Niederlage von thümliche Zumuthung, daß eine Ergänzungssteuer verlangt wird nur diejenige Partei als die richtige anerkannt wird, welche die Deutschland fernhalten. Erleiben wir eine Niederlage, dann in einem Momente, wo noch 120 Millionen Mark, für diesen Religion zur Privatsache erklärt. Die antisemitischen Segapostel wäre auch von einer zweijährigen Dienstzeit nicht mehr die Bweck gefeylich festgelegt, vorhanden. Der Vorschlag des Herrn hatten sich angesichts der intelligenten Menge, welche zur Ber Rede, dann würden wir frümpern müssen, wie unsere Vorjahren. D. Huene, die Gewerbesteuer und Bergwerfftener aus dem fammlung erschienen war, mit ihrem Geschwäy gar nicht hervor Wenn wir eine Niederlage erleiden, würde es mit dem Export Rahmen der Vorlage wegzulassen, ist ein sehr agrarischer; fetne gewagt, sondern waren nach Blank, adt retirirt, wo sie dann und dem Schutz des Handels im Auslande vorüber sein; deutsche Annahme würde für uns gleichbedeutend sein mit der Ablehnung hinter verschlossenen Thüren tagten. Tenn dann wäre ein schweres Unrecht Kunst und Wissenschaft würden dann ihr Ende erreichen. Wir der ganzen Vorlage. müffen uns flar sein, daß wir den Kampf ums Dasein zu führen bestehen bleiben, die Gewerbetreibenden würden geschädigt wer haben und müssen uns flar werden, daß wir alles thun müssen, den zu Gunsten der Grund- und Gebäudebesizer. Für die großen um unsere Pflicht zu erfüllen. Zuerst gegen Gott; die Nation Städte und die industriellen Landgemeinden ist die Gewerbemuß sich erhalten, um als Werkzeug Gottes dienen zu können; stener die Hauptsteuerquelle. Bezüglich des Gemeinde- Abgabenwir müssen uns als Nation erhalten im Andenken an diejenigen, Gesezes habe ich zunächst die Empfindung gehabt, daß die Vorwelche für die deutsche Einheit geblutet haben. Sollen wir uns fchriften nicht zwingend genug sind; aber aus den Erjagen lassen: die haben ihr Blut gegeben und wir wollen unser örterungen im Kreise meiner politischen Freunde habe ich ge Geld nicht geben.( Unruhe links, Zustimmung rechts.) Wir sehen, daß bei den verschiedenartigen Verhältnissen des Landes müffen der kommenden Nation das Werkzeug zurechtstellen, mit die Vorschriften nicht so swingend sein dürfen, wie es wünschens welchem sie das Erworbene noch einmal erwerben muß, um es werty wäre. Ich hoffe, daß es gelingen wird durch Ausscheidung man Parteinachrichten. und Bei den Gewerbegerichtswahlen in Blauen i. V. errang die Sozialdemokratie einen glänzenden Sieg. in In Seckenheim( Baden) wurde nach einem Referate über die Militärvorlage die Gründung eines sozialdemokratischen Wahlvereins beschlossen, zu dem sich sofort 35 Mann als Mi glieder meldeten. Die Sozialdemokratie Südböhmens beabsichtigt zu Weihnachten eine füdböhmische Konferenz abzuhalten. Todtenliste der Partei. Gestorben in Neumünster bet Tischler Magnus Bröst. ge Die 10 105 " " „ Sie tommen Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Streit- Rontrolltommiffion J. A.: ungestraft betrieben. Polizeiliches, Gerichtliches tc. Berufe und Wohnungen ihrer Kandidaten und würde er auch sein, wenn sich darlegen läßt, daß seine an -Ueber einen Vorfall, der wohl auch den höheren Behörden Ersahkandidaten dem Unterzeichneten angeben, geblichen Heilversuche einem feiner Patienten förperlichen Anlaß zum Einschreiten gegen den Schuldigen geben dürfte, be- soweit dieses noch nicht geschehen ist. Außerdem wird mitgetheilt, Schaden gebracht haben. Ohne dies ist aber dem Olulisten nach richtet die Bergische Arbeiterstimme" aus Solingen: Gin daß am Freitag, den 25. d. Mets, Abends 8 Uhr, in den„ Armin der Lage unserer Gefeßgebung nicht beizukommen. Vor der Hand Schneidiger Beamter scheint der Gendarm Meblis zu sein. hallen", Kommandantenstr. 20, eine Zusammenkunft der Kandidaten ist das einzige Mittel, Augenleidende vor dem Schaden zu Als am Mittwoch die Genossen Kunkel und Niggemann von zum Gewerbegericht stattfindet, zu welcher diese sämmtlich er- bewahren, den Kaders Manipulationen stiften fönnen, das, einer Versammlung auf dem Heimwege begriffen waren und scheinen müssen. fie eindringlich davor zu warnen, sich in dessen Behandlung zu von der Auguftastraße auf den Mangenberg famen, fehrten fie geben. Die Augenheilkunde zählt zu den am besten ausgebildeten in der Wirthschaft von Schmidt ein. In dem Flur der WirthZweigen der Medizin. Man kann getrost sagen, daß das überschaft befanden sich obengenannter Gendarm und 4 haupt Erreichbare auf dem Gebiete der Behandlung der Augenoder 5 andere Gäste. Die beiden Genossen hielten sich Hermann Faber, SO., Grünauerstr. 4, Hof 1 Tr. franten nach menschlichem Ermessen jezt nahezu gewonnen ist. in der Wirthschaft vielleicht 2-3 Minuten auf und ver Auch das sollten Augenleidende sich gesagt sein laffen: Die ließen dann diefelbe, die Kronprinzenstraße entlang schreitend. Die Arbeitsverhältnisse der Berliner Pferdebahn- Be- Wissenschaft ist heut zu Tage international. Fortschritte, die Ungefähr 5 Minuten von Schmidt entfernt tauchte plöglich der diensteten sind der Gegenstand einer Broschüre, welche demnächst irgendwo gemacht werden, werden in absehbarer Zeit Gemeingut Gendarm Mehlis auf und richtete direkt an Kunkel die Frage: herausgegeben werden wird. der Augenärzte aller Nationen. Hätte man in Singapore, wo Wohin wollen Sie?" Derselbe gab zur Antwort:„ Nach Hause." Dieses genügte aber dem Gendarmen nicht, denn er verlangte in Allerhand Hochachtung! Der Berliner Hausfrauen- Verein Rader seine Studien gemacht haben will, Methoden zur Behandbarschem Lon die Nennung der Namen, A13 Kunkel seine Ver- bat wieder einmal ein gutes Werk gethan, indem er eine Anzahl bei den europäischen Augenärzten in Brauch sind, so würde davon Anzahlung von Augenleiden, die mehr leisten als diejenigen, die jetzt braver Dienstboten" prämiirt hat. Dieses gute Werk vollbringt berung hierüber ausdrückte und die Ursache dieſes plöglichen der Verein alle Jahre, und er ist nicht wenig, ſtols auf die auch etwas schon nach Europa gedrungen sein. Zu erwägen iſt, daß der schwere Schaden der Kurpfuscherei bei Raden nur wegen mir verdächtig vor; ich will Ihren Namen wiffen."" Hierauf gab glänzenden Resultate, welche er burch seine Wirksamkeit aus der außergewöhnlichen Umstände allgemein auffällig geworden Niggemann seine Adresse an, nannte auch den Namen Kunkel's, fozialem Gebiete erzielt zu haben glaubt. Natürlich fand die ist. Weniger merklich wird aber gleichfalls nicht unschädliche und letzterer setzte hinzu:" Und ich wohne Burgstraße Nr. 11." Prämiirung durch die unvermeidliche Frau Lina Morgenstern ist. Weniger merklich wird aber gleichfalls nicht unschädliche Trotzdem nun der Gendarm hätte befriedigt sein müssen, sollte ftatt, welche sich derartige Gelegenheiten, bei welchen sie von Kurpfuscherei alltäglich in den verschiedensten Theilen Berlins Kunkel seinen Namen selbst nennen, und da dieses nicht sogleich einer Rede entbunden werden kann, um alles in der Welt nicht erfolgte, erklärte der Gendarm denselben für arretirt. Ohne daß Alter von 22 bis 68 Jahren prämiirt, welche länger als 5 Jahre Zeitung": Seitens der hiesigen Staatsanwaltschaft ist vorgestern entgehen läßt. Im ganzen wurden 36 Mädchen und Frauen im ,, Geheimbund". Unter diesem Titel berichtet die Bolts sich untel weigerte, mitzugehen, ergriff ihn der Beamte am bei einer Herrschaft im Dienst gestanden haben. Arm und riß und schüttelte ihn Da wurde die dermaßen, daß der gegen die Anarchisten Richard Artelt, Schuhinacher, Buchbinder Ueberzieher und die Weste beschädigt wurden. Jubelgreijin von 45 Dienstjohren vorgeführt, die nächfen Karl Bickel und Grünframhändler Robert Radau, sämmtlich in Auf das Ersuchen, dieses zu unterlassen, kam die Antwort:„ Wenn Nummern hatten 30, 29 und 27 Dienstjahre auf dem Rücken. Berlin wohnhaft, Anklage wegen geheimer Verbindung( VerSie nicht ruhig sind, steche ich Sie durch und durch; wir" tennen Außerdem waren von den Prämiirten drei feit 25, zwei seit 22, geben wider§§ 128, 129 des Strafgesetzbuches) erhoben worden. Sie schon; Sie müssen bis morgen 11 Uhr fizen." Und zu acht ſeit 14 bis 16, sechs seit 10 bis 12 Jahren und die Die drei Angeklagten waren in dem legten Hochverrathsprozeß gegen wiederholten Malen griff der Gendarm Kunkel an, bis die Kaiser übrigen zwölf seit 5 bis 10 Jahren bei derselben Familie im Gamin und Genossen mit in Untersuchung eingezogen, wurden aber straße erreicht war, von wo es dann nach dem Kantongefängniß auf Beschluß des ersten Straffenates des Reichsgerichts vom ging, wo Kunkel in eine Zelle eingesperrt wurde, aus welcher Die Prämien find aber auch danach gewesen. Man höre 2. Juni d. 3. nach 18wöchentlicher Haft freigelassen, da in dieser er Bormitttags 10 Uhr zum Verhör herausgeholt wurde. Be nur: Jede der Prämiirten ferhielt ein Diplom und eine Broche! Strafsache das Landgericht I zu Berlin zuständig fei, eine weitere merkt sei hierzu, daß der Gendarm Mehlis den Genossen Kunkel Die über 10 Jahre Dienenden wurden durch- Lina Morgen. Berbindung dieser Sache mit der zur Zuständigkeit des Reichspersönlich fennen mußte, wie aus seinen verschiedenen Aeußerungen stern's Universal- Kochbuch beglückt und durch Geldprämien, der gerichts gehörenden Straffache wider Camin und Genossen wegen während des Transports hervorging. Der Gendarm Mehlis Bahl der Diensjahre entsprechend steigend von 10 bis zu 25 Mark. Hochverraths aber nicht zweckmäßig erscheine. Auch die gegen war in der letten Ohligser Versammlung, in welcher Kunkel allerhand Hochachtung, das sind doch noch Prämien, auf die ein die drei Personen bestehende Untersuchungshaft wurde aufgehoben, den Vorsiz hatte überwachender Beamter. jeder stolz sein kann. Was giebt es Herrlicheres auf Erden, als da dieselbe nicht weiter gerechtfertigt erschien, indem Verdunke Daher die„ Berdächtigkeit". Es ist gegen den Gendarm die ein Diplom? Was Eleganteres, als eine Broche? Und wer Auflage wegen Freiheitsberaubung und Mißhandlung erhoben nun got das Universal- Kochbuch der Frau Lina Wiorgenstern auf den treuen Busen gefeßt erhält, was tönnen den noch für Fähr Au3 Warstein wird uns berichtet, daß der auf dem nisse des Lebens anfechten? Schließlich Summen von 10 bis zu Obersteiner Gruben- und Hüttenwerk( St. Wilhelmshitte) seit der schwindelnden Höhe von 25 Mart! Jedes dieser biederen Juli dieses Jahres beschäftigt gewesene Schlesser Otto Kramer Dienstmädchen wird ja rein mit Gewalt zu einer„ Spar- Agnes" aus Harlingerede( Braunschweig) vom Gericht zu 30 M. Geld gestempelt, mag es nun wollen oder nicht. strafe verurtheilt wurde, weil er den" Wahrer Jakob" an seine Kameraden zu 10 Pf. verkauft hatte, ohne sich als Kolporteur ans gemeldet zu haben. Am Tage, wo das Urtheil gesprochen wurde, erhielt er seitens des Hüttendirektors die fofortige Entlassung mit dem Bemerken, daß Leute, welche solche" Gesinnung hätten, bei ihm nicht beschäftigt würden. Da der genannte Arbeiter nach der in jener Gegend üblichen Brottit unter einem halben Jahre nicht wieder Arbeit in dortigen Fabriten erhalten würde, hat er sich zur Abreise entschließen müssen. Der in Warstein übliche Lehn schwankt zwischen 15 und 22 Pf. pro Stunde. Viel verloren hat Reamer also nicht. worden." Tokales. Nu die Gewerkschaften Berlins. Genossen! Der Magistrat giebt durch Säulenanschlag die Bestimmungen bekannt, welche jeder Arbeiter, der sich an den Gewerbegerichtswahlen betheiligen will, au erfüllen hat. Ferner hat der Magistrat den Termin zur Eintragung in die Wählerlisten angefeßt, nach welchen die Eintragung der Wähler vom Montag, den 21. November, bis zum Sonntag, den 4. Dezember, stattfindet, und zwar an Wochentagen von 5-8 Uhr Vlach mittags, an Eonntagen von 12-3 Uhr Mittags. Lie Eintragung in die Wählerliste hat an folgenden Stellen stattzufinden: 1. Im Wahlbureau Boststr. 16, 2 r. 2. In der Turnhalle Gemeindeschule Tempelhofer Ufer 2. 8. "" " 4. "" " " 5. 1." " 17 6. "" " " 7. "" " " 8. " " " 9. Schmidtstr. 88, Staligerstr. 55/56. Strausbergerstr. 9. Gipsstr. 23a. Kastanien- Allee 82, Pantstr. 7/8. Thurmstr. 86. Wir machen die" Senoffen darauf aufmerksam, daß die Zeit für die Eintragung in die Wählerlisten eine sehr beschränkte iſt. Formulare dazu sind an allen oben bezeichneten Stellen zu haben, außerdem find diefelben bei Frig Zubeil, Naunynftr. 86, für die Bertrauensmänner der Gewerkschaften und die Streit Kontrolltommiffions Delegirten zu haben. Tie Genoffen in größeren Werkstätten und Fabriken können bei Ausfüllung der Formulare in der Weise verfahren, daß fie damit den Werkstatt- Delegirten beauftragen, welcher die aus gefüllten Formulare dann zufammen vom Arbeitgeber, der Polizei oder dem Bezirkevorsteher beglaubigen läßt, und dieselben bann auf dem fürzesten Wege zum Wahlbureau oder an eine der oben bezeichneten Stellen, wo die Eintragung stattfindet, hinfchafft. Es ist noch anzuführen, daß nach der Abänderung des Ortsstatuts die Wahl nicht mehr für die Wähler in dem Bezirte stattfindet, wo sie ar beiten, sondern dort, wo sie wohnen, nur die jenigen, welche außerhalb des Gemeinde bezirkes Berlin wohnen, haben dort zu wählen, wo sie arbeiten. Dienst. lungen nicht mehr zu befürchten waren und ein Fluchtverdacht in der Höhe der zu erwartenden Strafe nicht die genügende Be gründung fand. Die Verhandlung findet am Landgericht I statt und es sind zu derselben 27 Beugen geladen worden. Einen kraffen Beitrag für die Schwerfälligkeit des behördlichen Apparates liefert folgender Vorgang: Vor etwa zehn Doch Scherz bei Seite! Wenn ein Dienstbote, der bei einer Tagen erhielt Redakteur J. Fränkel in seiner WiederaufnahmeHerrschaft alt und grau geworcen ist, dem Hausfrauen- Verein in Sache eine doppelte Ausjertigung eines fammergerichtlichen BeParade vorgeführt und von diesem mit einem Diplom und ein schlusses, welche wahrscheinlich durch ein Bersehen eines Subalternpaar Mart Geld abgespeist wird, so meinen wir, daß die beamten veranlaßt worden ist. Sein Erstaunen darüber gab moralische Wirkung dieser Prämiirung" faum übermäßig p. Fränkel u. A. auch dem Gerichtsschreiber der betr. Straffammer nachhaltig sein kann. Ueber den Nugen, den ein Worgen fund, und dieser sprach seine Ansicht dahin aus, daß das zweite Be stern'sches Kochbi ch bei einem alten Dienstmädchen etwa ane schlußexemplar wahrscheinlich für die Gerichtsaften bestimmt war. stiften könnte, befinden wir uns ebenfalls voukommen im Un- Anstatt nun vom Redakteur Fräntel das zu viel gesandte Haren. Das ist wohl mehr eine Aufmerksamkeit für die ver- Gxemplar des Beschliffes zurückzufordern, wurde dazu der denkehrte Vereinsvorsitzende", wie denn die ganze Prämiirung den bar umständlichste Weg gewählt, wie Fränkel zu seinem BeDienstboten in der Hauptsache die Rolle der Statistinnen zuweist. dauern erfahren mußte. Vorgestern um 3/48 Uhr morgens brachte ein Schuhmann eine Vorladung vor das Polizeirevier zu Ein winterliches Landschaftsbild von entzückender Bracht einer furzen Vernehmung in eigener Sache". Bergeblich sann hat die vorlegte Nacht hervorgezaubert. Um Mitteruaat fiel ein Fränkel darüber nach, was wohl den Gegenstand seiner Bernehleichter Thau bei milder Temperatur, der Felder und Wiesen, mung bilden könne. Alle möglichen Vorgänge ließ er Revue Baum und Strauch wie mit Regen benette. Bald aber änderte paffiren, nirgends fand er einen Anhalt. Auf dem Polizeibureau sich das Bild, die Regentropfen wurden in zarte Krystalle ver- angekommen, wurde er befragt, ob ihm nicht neulich zwei Grem wandelt, und als der neue Morgen anbrach, da war jeder Halm plare eines tammergerichtlichen Beschl sses zugegangen seien.( 1) auf dem Felde, jeder Zweig an den Bäumen mit einer schnee- Um diese einfache Sache zu erfahren, wurde also eine Requisition weißen, glänzenden Eistruste überzogen. Die Telegraphen- und an das Polizeipräsidium, von diesem an das Revier erlassen Telephon- Drähte waren wie mit filbernen Perlen bedeckt, die und von Reviervorsteher eine Vorladung abgesandt. Und nun ganze Landschaft glich einem großartigen Schaustück, das aus der gehen die Atten mit Bericht auf demselben Wege wieder zurück!! Werkstatt des geschichtesten Buderbäckers hervorgegangen war. Dieſem deutlichen Wirken des Frostes entsprach bie Temperatur nur wenig; trotzdem das Thermometer 2 Grad unter Null zeigte, war das Wetter bei absoluter Windstille fast milde zu nennen, und ein Wandern über Land durch dieses Zauberbilo der Natur gewährte einen unbeschreiblichen Reiz. Die Revision der Maße und Gewichte wird demnächst wohl bei den hiesigen Geschäftstreibenden Toren Anjang nehmen. Es kann daher den Interessenten nur dringend empfohlen werden, die zum Betriebe ihres Geschäfts nöthigen aichpflichtigen Gegenstände bei Zeiten einer genauen, Rontrole zu unterziehen und die schon äußerlich als unzulässig erkennbaren Stücke zu entfernen, Ein trüber Tag, der dunkelste, den Berlin in diesem Jahre zweifelhafte aoer zur Prüfung und Neustempelung dem Aichamte gesehen hat, laftete am Dienstag auf der Stadt. Bis zur neunten zu übergeben. Zu ersteren gehören Metermaße und alle anderen Stunde fah er taum grämlicher aus, als andere Novembertage, Längenmaße, welche zwar richtig geaicht sind, aber, sei es eindie nach einer falten Nacht bei zunehmender Luftwärme und geschnitten oder sonst bemerkbar gemacht, noch andere Maß schwer bedecktem Himmel Schneefall versprechen. Aber dann bezeichnungen oder Merkmale tragen, 3- und 5- Pfund- Stücke und wurde es finster und immer finfierer, obwohl fein eigentlicher ungestempelte auch mit dem alten Adlerstempel geaichte geNebel zu merken war. Bis in den Nachmittag hinein ballten fich hören dazu- oder mit teiffirtem Stempel versehene Maße, Gedie Wolfenschleier dichter und dichter, und vergebens fuchte das wichte oder Waagen. Gegenstände, bet denen der Stempel gwar Tageslicht die dicke Luftschicht zu durchdringen. So mußte das noch sichtbar, aber nur undeutlich ist, find gleichfalls zur Prüfung tünnliche Licht schon in früber Stunde in den Häusern das einzuliefern, da die Annahme nabe liegt, daß das betreffende Stüd fehlende natürliche Licht ersehen, aber der Schneefall, der auch über den zulässigen Berkehrsfehler hinaus zu leicht geworden ist. für die Felder erwünscht wäre, wollte noch immer nicht eintreten. Unter den Flüssigkeitsmaßen dürften solche aus Binn, welche zum " Das Millionendorf Schöneberg bei Berlin ist nach Sumeffen von fettigen Flüssigkeiten gebraucht werden, ganz be Ausweiß der neuesten Ausgabe des amtlichen Droschten- fondere Beachtung verdienen, da Binn und Zinnloth durch das wegemessers fast bis zur Hälfte in die Berliner Weichbild- ett derartig angegriffen wird, daß eine darauf angebrachte grenze hineingezogen worden, so daß für den gewöhnlichen Stempelung sehr bald verschwindet; diese Maße sind am besten Stadtpreis bis zum Amtehaufe an der Bahnstraße zu fahren durch solche von Glas zu ersezen. ist. Sat denn nun, so fragt die Allgemeine Fahr- Zeitung", dieses millionendorf seine Millionen gänzlich in das neue Amtsgebäude worden. Ein Kriminalfchuhmann erblickte am Schaufenster eines Eine Bande reifender Taschendiebe ist gestern verhaftet verbaut, daß es für die Instandhaltung des Straßenpflasters neu eröffneten Ladens in der Passage, vor dem der Andang des gar nichts mehr übrig behalten hat? Es ist dies eine sehr berechtigte Publifums außerordentlich start ist, einen Mann, in dem später Frage; denn in der That spottet das Pflaster Schönebergs, sumber bereits wegen Taschendiebstahls bestrafte Rorbmacher Peters wenigsten das der Hauptstraße, jeder Beschreibung. In Intereffe festgestellt wurde, wie er gerade einer Dame eine Geldbörse aus des öffentlichen Fuhrwesens erlaubt sich das Fachblatt daher an der Tasche zog. Peters entfernte sich und eilte den Linden zu, die armen Schöneberger Millionäre die bescheidene Bitte auszu wohin ihm zivci Männer folgten, die während des Diebstahls fprechen, für die eventuell noch übrig gebliebenen Milliönchen dicht hinter ihm gestanden hatten, offenbar in der Abficht, ihm doch wenigstens das Straßenpflaster einer Erneuerung zu unter den Rücken zu decken: In der Mittelpromenade der Linden ziehen, damit den Berliner Lohnfuhrwerken die Rückerinnerungen fanden sich die drei Leute wieder zufammen und dort wurde P. Außertem tönnen auch alle zur Zeit Arbeitslosen wählen, an das Verliner Knüppelpflaster erspart bleiben. beobachtet, wie er unter seine Genossen Geld vertheilte. Che fie resp. sich in die Wahlerliste eintragen lassen. Es muß zu diesem Swede jedoch der betreffende Veru.ert auf die Antragsformulare Der Direktor der hiesigen städtischen Blindenanstalt, ich wieder von einander trennen founten, wurden sie verhaftet. gemacht werden; die Arbeitslosen wählen in dem Bezirt, wo sie Herr Kult, hat von dem Direktor der Amsterdamer Blindenanstalt mit 29 Wt. 56 Pf., bei den beiden anderen Geldbörsen mit ähn In dem Besitz von Peter fand man eine schwarze Geldbörse über das Treiben Goolam Kaders in Amsterdam Nachricht er1, 2, 3, 4, 5 gekennzeichnete Absätze. Der Absatz 1 ist von jedem Goolam Rader nach Amsterdam tam und mir einen Bejuch Die Verhajteten leugnen und behaupten, am 15. d. Mis. von Auf den Antragsformularen befinden sich durch die Nummern halten und theilt aus dem Briese folgendes mit: Als Herrlichen Beträgen, darunter eine schwarze Damenbörse mit dem Firmennamen Edmund Lepin, Lindenstraße 84," in Golddruck. Wahlberechtigten auszufüllen. Absah 2 haben alle diejenigen machte, um die Böglinge zu sehen, und versprach, ihnen Rettung zc. ffen über Hannover und Hamburg nach Berlin gekommen zu auszufüllen, welche in Berlin wohnen und arbeiten. In zu bringen, ja wenigstens drei Viertel derselben innerhalb sein und sich auf einer Vergnügungsreise zu befinden, doch ist diesem Falle ist ber Absatz 3 zu durchstreichen. Absay 3 ist von weniger Wochen, fogar Tage, zu heilen, flößte uns fein Benehmen kein Zweifel daran, daß man es mit abgefeimten Verbrechern zu denen auszufüllen, welche außerhalb Berlins wohnen, in wenig Vertrauen ein. Er sagte mir, daß er die Behandlung ganz thun hat. Berlin jedoch arbeiten. Abjas 2 ist dann zu durch- und gar als Humanität" umsonst übernehme. Arme Eltern, die wohnen. " ftreichen. Die Arbeitslosen haben jedoch nur das Recht zu wählen, auf feine Locpjeife hörten, haben gewaltig zahlen müffen. Die Gegenseitige Ueberraschung. Ein seit kurzem ver wenn sie in Berlin wohnen. Sie haben die Eintragung unter Wahrheit ist, daß er aus diesem Insitut nur zwei Böglinge in Be heiratheter Gürtlermeister sollte vorgestern seinen ersten GeburtsAbsatz 2 zu bewirken, dort auch den Vermerk ihrer Arbeitslosig handlung gehabt hat, und daß bei diesen keine Genefung oder tag als Ehemann feiern. Schon am frühen Morgen wurde ihm, zu machen und Absah 8 zit durchstreichen. Bemerkt Befferung eintrat. Er ist hier aus Amsterdam mit der Nord- wie ein hiesiges Abendblatt mittheilt, eine nicht sehr freudige teit soll noch werden, daß auch diejenigen das Wahlrecht haben, fonne( wie man in Holland sagt) abgereift und hat seine Gläubiger Ueberraschung zu theil, indem ihm sein uneheliches Kind mit welche bei Junungsmeistern arbeiten, für deren Junung nicht bezahlt, so daß man sich mit sei en wenigen hinter dem Schreiben der Mutter desselben, welche vor kurzem gestorben jedoch ein Schiedsgericht nicht auf Grund der§§ 97a und 100d laffenen Wrobeln hat zufrieden stellen müssen. Es ist eine große ist, dem letzten Wunsche der Dahingeschiedenen entsprechend ins Der Reichs- Gewerbeordnung besteht. Lüge, daß der Tireftor und seine Zöglinge ihn begleitet haben, Haus gebracht wurde. Seine Gattin war ob dieser UeberFerner haben die Lelegirten zur Streit- Kontrollkommiffion, denn hätte man gewußt, daß er abreis en wollte, so hätte die raschung ganz sprachlos; dann als sie sich allem Anscheine nach Bertrauensmänner der Gewerkschaften und die Kandidaten zum Justiz ihn nicht reifen lassen. Man hat hier verbreitet, daß er gefaßt hatte, erhob sie sich, ohne ein Wort zu sagen, nahm Gewerbegericht in allen Versammlungen auf die Nothwendigkeit einen alten Mann aus der Werkinrichtung voor Blinden" ge- Mantel und Hut und verließ die Wohnung. Der um seine ganze der Eintragung in die Wählerlisten hinzuweisen, sich auch felbft heilt haben sollte, doch war das ein Fall, welchen jeder Augen- Geburtstagsfreude gebrachte Ehemann wartete Stunde auf mit Antragsformularen zu versehen, um dieselben möglichst jedem arzt hätte heilen können. Summa: Goolam Kader ist ein Stunde, jedoch seine Ehehälfte kam nicht wieder. Schon wollte Gewerk: genossen und Arbeiter fanell übermitteln zu können. Charlatan, doch ein geschliffener, einschmeichelnder Kumpan." er aus Furcht, sie könne fich ein Leid angethan haben, auf die Wenn die Beglaubigung der Antragsformulare durch die Die Boss. 3tg." veröffentlicht noch folgende Buschrist eines Polizei eilen, da erschien die Frau wieder und zwar in BePolizei oder den Bezirksvorsteher vorgenommen werden soll, 10 Arztes: Das Treiben des angeblichen indischen Augenarztes gleitung eines dreijährigen Mägdeleins, ebenfalls diskreter wird es angebracht sein, wenn die Genoen sich gleich mit den Kader zeigt, daß unsere Gefehe über Kurpfuscherei der Aendes Geb.rt. Nach der gegenseitigen, nicht sehr erfreulichen Aufnöthigen Legitimationspapieren versehen( Miethskontraft, polizer rung sehr bedürftig sind. Um dem Treiben Kaders Ginhalt flärung beschloß man, den zum Abend geladenen Gästen unter liche Wohnungsanmeldung u. f. w.). zu thun, sind, wie berichtet wurde, die Behörden jezt darauf Verschweigung des wahren Sachverhalts zu erzählen, daß man Ferner ist es unbedingt nöthig, daß die Burean 3 aus, ihm eine Unredlichkeit nachzuweifen. In diefem sich entschloffen habe, die verwvaisten Kinder eines in Hamburg der Gruppenversammlungen endlich die Namen, Falle könnte er kurzer Hand entfernt werden. Straffällig verstorbenen Freundes an diesem Freudentage zu adoptiven. " Also geschah es auch, und laut ertönte das Lob der edelmüthigen Wohlthäter. Marktpreise in Berlin am 22. November, nach ErmitteJungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von 16,20-15,70 m., mittlerer von 15,60-15,20 m., geringer von 15,10-14,60 M. Roggen per 100 kg. guter von 13,70-13,50 M., mittlerer von 13,40-13,30., geringer von 13,20-13,00 M. Gerste per 100 Kg. gute von 17,00-16,00 m., mittlere von 15,90-15,00 m., geringe von 14,90-14,00. Hafer per 100 Kg. guter von 16,10-15,40 M., Landmarkt, mittl. von 15,30-14,70 M., geringer von 14,60-13,90., Stroh, Richt- per 100 Kg. von 4,40-4,00 m. Heu per 100 kg. von 6,80-4,80 M. Erbsen per 100 Kg. von 40,00-25,00. Speisebohnen, weiße per Soziale Ltebersicht. Achinng, Korbmacher! 9 Uhr. Würzburg, 22. November. In der heutigen Verhandlung Lele- u. Diskutivklubs. Donnerstag. Dieygen, Abends 8% ur des Militär- Bezirks- Gerichts erklärten die Geschworenen, wie die bei Schröder, Wiesenstr. 39. Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bet Gieshoit. Süd- Ost, bei Toltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Gcfe. " Boltszeitung" mittheilt, eine Petroleumlampe als fein gefähr: Serwesh, Abends 8 Uhr, Reichenbergerſtraße 54, Gde Lauſizerſtraße, be betrunken war, schlug seinem Kameraden eine Lampe an den weg Treptow. Emanzipation, Abends 8 Uhr bei Spät, weiter, liches Werkzeug. Ein Unteroffizier des 8. Inf. Reg. in Metz, der Schayer. Aug. Geib, Donnerstag bei Zubeil, Naunynstraße 86, Abends Safenelever, Abends 8 Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulen Kopf, daß der Verletzte drei Tage frank lag. Die Geschworenen ertannten auf Schuldig mit oben angeführter Beschränkung, und Grünür. 21 Gizuna. Distutirklub der Sausdiener, Abends 9 Uhr bei Sommer, Sozialistischer Lese- und Distutirtlub, fo erhielt der Beklagte nur wegen roher Behandlung eines Abends 8% Uhr, Manteuffelſtr. 60. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. Uebungs Kameraden fünf Tage Arrest. stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. St. Urban, Annenstr. 9, bei Brog.ornblume, Blumenfix. 54, bei Wuttte.- Früh tingslust, Bülowstr. 59, bei Werner. Brezelfchluß, Annenftr. 16, bei Reßner.- Weiße Rose, Reinickendorf, Seeschlößchen bei Böttcher. Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Frieiecte.- Dorf glödlein, Wilmersdorf, Berliner- u. Auguftstr. Gce bei Schulz.- Einig teit( utmacher), Pappel- Allee 3-4, b. Krause. Harmonie, Tempelhof Dorffir. 10, bet Gerth. 8utunft 2, Nieder- Schönhausen, Buchholzerftraße bei Hempel. Ostpreußischer Männer- Gesangverein, Holzmarktstr., bet Deter Bora - Edelweiß, Melchiorstraße 15, bet Stehmann. Wieneriraße 31 bei Trügemüller. Maiglöckchen 2, Süd- off, Reichenbergerstraße 16 bei Payold. Ginigteit 2, Groß- Lichter bei Rudolf.- Bukunft 3, Velten, bei W. Grunow. felde, Amalienstraße, bei Hann. Freie Sänger, Srautstraße Nr. 6, berger Sarmonie, Lindenfiraße 106, bet oppe. Nordstern, Müllerstr. 7 bei Reichardt. Morgengrauen,( Bäder), 3 bis 5 Uhr Kastanien Allee 28 bet Maiwald. Nachmittags, Gipsitraße 3 bet Pyrted. Steinfeger Sängerchor Liedes Echo, Meichenberger- und Forsterfraßen Ecke, bei Spindler. Liedertafel Westend, Blumenthal fraße bei Berenb Borwärts 9, Charlottenburg, Schillerstr. 102 bet Stabl. Gesangverein Freundschaft 1, Brunnenstr. 114 bei Oswald Berliner.- Gesangperein Abendroth in Deutsch Wilmersdorf bei Mölter. Gefangverein der Grudateure Berlins und Umgegend, Seydelstr. 30 bei Preußer. Arbeiter- Gefangverein Spandau Mönchstraße bet Winkler. Gefangverein Borwärts 2" Schönhauser Allee 28, bei Kuhl men. A beiter- fangverein 2 yra 2. Charlottenburg, Gauritr. 23, bei Lange. Gefango rein Spandau, Städtische Bade- Anstalt, WröhmännerGesangverein Fesenfest( Gem. Cho), Badir. 32, bei Marg. Gesangverein Collegia 2( freie Bereinigung der Zivil- Berufémufiter), Neue Friedrichstr. 44, bet Röllig. 100 Kg. von 50,00-20,00 M. Linsen per 100 Kg. von 80,00 bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 Kg. von 6,00-4,00 M. Rindfleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,10 M. Bauchfleisch Wegen Maßregelung zweier Kollegen haben die in der Werkper 1 Kg. von 1,40 0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von stätte von D. Anding, Berlin, Wilhelmstraße 124, arbeitenden 1,50-1,10 M. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-1,00 M. Hammel- Korbmacher sämmtlich die Arbeit niedergelegt. Nachdem der Verfleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 m. Butter per 1 Kg. von 2,80 such, mit der Firma zu unterhandeln, ohne Erfolg geblieben war, bis 2,00 M. Gier per 60 Stück von 5,00-2,80 M. Fische per hat die unterzeichnete Kommission den Beschluß gefaßt, über die 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 M. Nale von 2,80-1,20 9. felbe die Sperre zu verhängen. Wir warnen die Kollegen Bander von 2,40-0,80 M. Hechte von 1,80-1,00 M. Barsche baher dringend vor Zuzug. Weitere Beschlüsse werden von 1,60-0,70 M. Schleie von 2,40-1,20 M. Bleie von 1,40 in der heute( Donnerstag) Abend bei Roll, Adalbertstr. 21, stattbis 0,70 M. Krebse per 60 Stück von 12,00-2,00.. findenden Versammlung gefaßt werden. Die Lohnfommission. J. A.: C. Fuchs, Landsberger Allee 186. Alle Arbeiterblätter werden um Notiznahme ersucht. Die Ziegeleiarbeiter Bostons haben den Achtstundentag errungen. Versammlungen. raße. Literarisches. Kreuz Polizeibericht. Am 21. d. M. Vormittags fiel ein Kutscher bei der Einfahrt in das Grundstück Graudenzerstr. 7 von seinem mit Mauersteinen beladenen Wagen, gerieth unter die Räder und wurde an den Beinen so bedeutend verlegt, daß seine Ueberführung nach dem Krankenhause am Friedrichshain erforderlich wurde. Am 22. d. M. Nachmittags fuhr ein Schlächter übermäßig schnell die Calvinstraße entlang, so daß der Wagen vor dem Hause Nr. 35 gegen einen Laternenpfahl geschleudert wurde) und umstürzte. Der Schlächter fiel auf den Bürgersteig und wurde so bedeutend am Rückgrat verlegt, daß er nach dem Krankenhause Moabit gebracht werden mußte. Gegenüber dem Bei der Nedaktion eingegangene Schriften. Hause Schiffbauerdamm 29 sprang Abends eine unbekannte, etwa türzlich eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen Adalbert Fischer's Verlag. Der Lese- und Diskutirklub„ Gesundbrunnen" hielt Frauen Eriverb. Von Paul Dobert. Leipzig, 25 Jahre alte Frauensperson in die Spree, wurde jedoch noch ab, in welcher Genosse G. Hoffmann über das Thema:„ Der lebend aus dem Wasser gezogen und nach der Charitee gebracht. Sozialismus als Produkt der geschichtlichen Entwicklung"," refe- Dr. jur. Rheinsberg. Bern, Verlag von K. J. W.ß. Friedrich Albert Lange als Nationalökonom. Von Im Quergebäude des Hauses Hausvoigteiplaz 5 entstand rirte. Der mehr als einstündige Vortrag wurde von der VerAbends Feuer, welches durch den Lichtschacht alsbald auf alle Gegen die Caprivi'sche Militärvorlage. Bon G. v. F. Stodiverte übertragen wurde. Aus einer Wohnung im fünften ſammlung mit rauschendem Beifall entgegengenommen. Genosse Berlin, Verlag von Herm. Walther, Kleijiftr. 16/17. Preis Stock mußten durch Feuerwehrmänner zwei Mädchen vom Dache der Bellermannstr. 87 bei Haferland tagt, beizutreten. Den gleichen taschke forderte alsdann die Anwesenden auf, unserem Klub, 30 Pfennig. des Nachbarhauses aus gerettet und eine ohnmächtige Frau über Aufruf richtete der Borsigende der Versammlung, Genosse Hennecke, Arendt. Berlin, Verlag von Herm. Walther, Kleiſtſtr. 16/17. Ein deutsch französisches Bündniß. Von Dr. Otto die Treppe in Sicherheit gebracht werden. Der Hausdiener Busse erfitt bei den ersten Löschversuchen bedeutende Brandwunden im Geficht und an den Händen und mußte nach dem St. Hedwigsfrankenhause gebracht werden. Außerdem fanden im Laufe des Tages und in der darauf folgenden Nacht acht Brände statt. Gerichts- Beitung. führte derselbe aus, habe der Klub es sich zur Aufgabe gemacht, an die Genoffen. Nach dem Prinzip Wissen ist Macht!" so das politische und soziale Wissen seiner Mitglieder in Schrift und Wort zu erweitern, das Klaffenbewußtsein zu stärken und in immer weitere Kreise zu tragen. Mit einen dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie ging die Versammlung auseinander. # Vermischkes. " Sturz in die See. London, 19. November. Ein ebenso wunderbarer wie beklagenswerther Unfall ereignete sich gesteri Der Verein der Gummi- Arbeiter batte am 19. d. wurde während eines dichten Nebels mit solcher Gewalt gegen im Belfast Lough. Der Schrauben dampfer Medway" eine Bersammlung, in welcher Thal einen beifällig auf einen Leuchtturm getrieben, daß der ganze Bau sofort um genommenen Vortrag über„ Die Religion im Lichte der heutigen fiel und der obere Theil desselben in See stürzte. In demselben Wissenschaft" hielt. Nach" Beendigung des Vortrages wurde befanden sich der Wächter mit seinen drei Söhnen, die alle Eugen Sterl zum 2. Rassirer gewählt. Ferner wurde Zu dem unfreiwilligen Humor, welcher im Gerichtssaal Boheim wegen Beleidigung des Vorstandes ausgeschlossen. vier im Bette lagen. Zwei der Kinder wurden aus ihrer auf so oft produzirt wird, leistete der alte Geldschrank- Dieb Schacht, dem Meere schwimmenden Behausung fast unverletzt herausgezogen. welcher dieser Tage aufs neue verurtheilt worden ist, folgenden 22. November Genosse J. Türk über den Kampf gegen das litten, daß er bald nachdem er an Bord der„ Medway" gebracht In einer Versammlung der Bildhauer sprach am der Vater hatte aber so starte Quetschungen am Kopie er Kleinen Beitrag: Nachdem der Vertheidiger des Angeklagten, ein Berbrechen. Der Vortrag fand großen Beifall. Darauf stellte worden war, verstarb, während der Leichnam des jüngsten, sechs ziemlich I anges Plaidoyer zu Gunsten desselben gehalten, fragte die Versammlung Herrn Neigel als Kandidaten für die jährigen Sohnes aus den Trümmern erst mehrere Stunden der Vorsitzende den Angeklagten Schacht, ob er selbst noch Gewerbegerichts- Wahlen auf; zum Ersaßmann wurde Herr später hervorgezogen werden konnte. Das Schiff war faun etwas zu sagen habe. Schacht aber erwiderte, mit wehmüthigem Blage ernannt. Hieran schloß sich die Berichterstattung der merklich beschädigt. Das Ganze wirft jedenfalls ein eigenthüm Blick auf seinen Anwalt: Wenn Sie alles das behalten fönnen, Serren G. Winkler und König über die Wirksamkeit der liches Licht auf die Bauart des umgefallenen Lichtwverjers. was der Herr gesagt hat, dann verzichte ich aufs Wort!" Streit Kontrollkommission. Der letzte Redner ging des Näheren auf die Arbeitslosenstatistik ein, welche für das nächste Frühjahr geplant ist, und hob die Schwierigkeit einer folchen hervor. Dessen ungeachtet, meinte er, müsse sie mit aller Kraft vorgenommen und gefördert werden; Pflicht der Kollegen sei es, wenn der Ruf an fte ergehe, fich zahlreich an den alsdann ererforderlichen Arbeiten zu betheiligen. Der Prozeß Oberwinder wird auch noch das Reichsgericht beschäftigen. Namens des Verurtheilten hat Rechtsanwalt Dr. Schwindt gegen das Erkenntniß der vierten Straffammer das Rechtsmittel der Revision eingelegt. Zue Beruhigung der Mitglieder der Notheuburger Sterbekaffe wollen wir mittheilen, daß der kürzlich wegen Depeschen. ( Deveichen des Bureau Herold.) Altona, 23. November. Heute wurden hier 9 Anarchisten verhaftet; die Rahl der hier verhafteten Anarchisten beträgt 23. Die Kistenmacher Versammlung betreffend, über welche den hiesigen städtischen Steuereinnehmer Lohr wegen bedentenUnterschlagungen verurtheilte Kassirer R. nicht bei der Hauptkasse wir in Nr. 269 berichteten, übersendet uns Serr Tschernig der Unterschlagungen im Amte in Verbindung mit großen Bücher Leipzig, 23. November. Das Schwurgericht verurtheilte in Görlig, sondern bei einem hiesigen Bertreter derselben be- eine Erklärung, wonach, entgegen der von uns gebrachten Mitschäftigt war. Der Verlust trifft daher den letzteren und ist von theilung, durchaus kein Widerspruch gegen seine Aufforderung, fälschungen, die derfelbe in den Jahren 1887 bis 1892 begangen diefem auch voll gedeckt worden. fich der Zentralorganisation anzuschließen, in der Versammlung hatte, unter Berfagung mildernder Umstände zu 8 Jahren Zucht erhoben worden ist. Im Gegentheil sei allgemein die Anschauung haus und 5 Jahren Ehrverluft. unter den Kollegen vertreten, daß die Lokalorganisation in einen 3entralverband aufzugehen habe. Diskutierklub der Hausdiener. Donnerstag, den 24. November, Abends 9 Uhr, bet Sommer, Geinfty. 21, part. Bort ag des Genossen uhr, bei Deignüller, Alte Jatobftr. 48a, geselliger Abend mit Damen. J. Rein über: Schwarze Kabinete." Gonnabend, ben 3. Dezember, Abends Für sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen der Glasindustrie am Sonnabend, den 26. November, Abends 8% Uhr, im Lokale DresdenerNürnberg, 23. November. Falls der angedrohte Boykott gegen die Brauerei Evora und Meyer in Fürth wegen Entlassung von Arbeitern ausgesprochen wird, wollen sämmtliche Braufirmen Nürnbergs und Fürths solidarisch vorgehen. Briefkaffen der Redaktion. Achtung! Prefpiraten! Im Gerichtsgebäude zu Moabit hufchen jest wieder tagtäglich verschiedene fragwürdige Gestalten Durch die Korridore und Gerichtssale. Sie tragen demonstrativ ein Bleistift hinter den Ohren, scheinen sich eifrig Notizen zu machen und pflegen zu verschwinden, sobald ein Verurtheilter den Gerichtssaal verläßt. Bald darauf kann man sie in eifrigiten Berhandlungen mit den Verurtheilten auf der Straße beobachten. Um das Bublifum vor Brandschahungen zu bewahren, ist des halb wieder einmal folgende Warnung am Plazze: Jeder, der unter der Maske eines Vertreters der Presse sich mit materiellen gilfe bei Unglücksfallen, Donnerstag, den 24. November, Abends präzise gebeten, Abends zwischen 7 und 8 Uhr in der Redaktion vorzu Ansprüchen an die Parteien herandrängt, ist ein ganz ge- uhr, bet Bolz, Alte Jakobstr. 75. 1. Bortrag des prakt. Arst Herrn Dottor sprechen. Ebenso der Stuckateur Nichard Schiemann aus Chriftsteller. 2. Uebungsunde. wöhnlicher Schwindler, dessen Festnahme angezeigt er- Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag abends 8-10% thr: Güdeipzig- Gutrisch, jetzt in Berlin. scheint!! Inwieweit eine solche Warnung auch bezüglich solcher Schule: Sagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( oberes), Loit; Südost= Die Vorstände eingeschriebener Hilfskassen sowie Leute am Plage ist, die unter der Maste von Rechtskonsulenten" ule, Reichenbergerfir. 183: Unterricht in Geschichte( mittel); fi- Bevollmächtigte werden freundlichst ersucht, ihre Adressen an ihre wirkungsvollen Gnadengefuche zu ganz bestimmten Tagen fraße 179a; Unterricht in Chemie. In alle Badger tonnen noch Schüler den Vorsitzenden des Sanitätsvereins, P. Hundt, Brizerstr. 35, den Angeklagten anbieten, wird noch näher zu prüfen sein. Verein der Bau- Auschläger Berlins. 181/1 Montag, den 21. November, Nachm. 5 Uhr, starb unser alter Kollege E. Stuckardt nach furzem Leiden im 51. Lebensjahre. ant Die Beerdigung findet Freitag, den 25. November, Nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Städt. Krankenhauses Friedrichshain" nach dem St. Markus Kirchhof Wilhelmsberg statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Todesanzeige. Am Dienstag, den 22. d. Mts., früh 6 Uhr, starb nach langen, schwerem " Straße 45: Große öffentliche Bersammlung. Sehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiteterinnen zur ersten Der Vorsitzende des Vereins der Lithographen zc. wird in Schülerinnen, auch jest, im Laufe des Semesters, eintreten. Orts- Krankenkasse der Klempner. T Zentral- Kranken- u. Sterbekasse sensel zu seinem heutigen Wiegenfefte der Tischler u. Am Mittwoch, den 30 November d. J., ( E. H. Nr. 3), Abends präz. 8 Uhr, findet im großen Oertl. Verwaltung Berlin A. und fleinen Saale bei Mundt, Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Köpenickerffr. 100, eine Versammlung die Zahlstelle Naunynstr.83 bei Köhn nach der großjährigen( über 21 Jahre alten Waldemarstr. 16 bei Laughert Mitglieder unserer Kaffe behuis Wahl von 100 Vertretern und eine Verfammlung der Arbeitgeber, welche Beiträge zu unserer Kasse für angemeldete Mit lieder leisten, behufs Wahl von 33 Ver: tretern statt.[ 2186] Der Vorstand. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler Gertliche Verwaltung Berlin F. Mitglieder- Versammlung Leiden im Alter von 23 Jahren der Schmiedegeselle Joseph Kuch an der Schwindsucht. Die Beerdigung findet Freitag, den 25. d. M., Nachmittags am Sonntag, 27. Nov., Borin. 10 Uhr, 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. # Hedwigs Kirchhofes, Dalldorferstraße, statt. Um stilles Beileid bitten 2296 Freunde und Bekannte. Parteigenoffen bei Keller, Bergstr. 68. Tages- Ordnung: 1. Wahl des Bevollmächtigten und eines Beitragsammlers. D verlegt ist, daselbst findet auch die Auszahlung der Kranten Unterstützung Sonnabends von 7-8 Uhr statt. 300,3 Die Ortsverwaltung. Berband deutscher Korbmacher. ( Filiale Berlin.) Außerord.Generalversammlung am Donnerstag, 24. Nov., Ab. 8 Uhr, bei Roll, Adalbertstr. 21. Tagesordnung: einzusenden. Unserem Artistenbruder Herrn Albert| ein donnerndes Hoch! Artistenverein„ Einigkeit". den 25. de. ts., von 10-4 Uhr: Freitag, 2276 Gr. TeppichAuktion. METALL VERSAL- ME PUTZ- POMADE Schutzmarke. ADALBERT VOGT& CO BERLIN FRIEDRICHSBERG goldene usilbernia Die in der ganzen Welt rühm Ich verauftionire ca. 1260 Teppide lichst bekannte im alten 56M Königl. Ostbahnhof, Halle 9, Darunter Prachtteppiche bis 6 Meter 3085L ,, Helm- Putz- Pomade" anderen Helmen und nicht mit als Eingang Rüdersdorferstrasse. ist nur unser Erzeugniss. 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