Nr. 21. Abonnements- Bedingungen: bonnements- Breis pranumerando: Bierteljährl. 8,80 M., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags. nummer mit ilustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Belt" 10 Big. Post. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Bost- Seitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mark pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Cricbeint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 24. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Geträgt für die fechsgespaltene Rolonet geile oder beren Raum 50 Big., für bolitische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ., Kleine Anzeigen", das erste( fett. gebruďte) Bort 20 Bfg., jedes weitere Bort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlaf. stellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg., jebes weitere Wort& Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für groei Borte, Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Freitag, den 25. Januar 1907. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernivrecher: Amt IV. Nr. 1984. Der Tag des Volksgerichts! Der Tag des Voltsgerichts ist gekommen. Das Bolt hat heute fein Urteil über das politische Programm abzugeben, unter dem die Regierung und der konservativ- liberale Regierungsblock den Wahlkampf geführt haben. Aber das Wahlmanifest des Kanzlers verherrlichte auch das agrarische System des Zoll- und Fleischwuchers! Der Reichstag wurde aufgelöst, die„ Bande" nach Hause geschickt, weil die Mehrheit Auf zehn Jahre sei diese Politik festgelegt! Und trotzdem sagte sich der Freifinn nicht der Regierung nicht die Kolonialarmee bewilligen wollte. Die Regierung beging dabei eine los von diesem Regierungsblod, vielmehr kämpfte er gemeinsam mit Fleischwucherern grobe Täuschung. Sie tat als ob die Kriegslage in Südwestafrika eine Verminderung der und Reichsverbändlern mit allen Mitteln der Verleumdung und der Niedertracht gegen das Truppenzahl für absehbare Zeit nicht zulasse. Sie ließ sogar noch am 13. Dezember erklären, deutsche Proletariat und alle Nichtbesitzenden! daß die Zahl der kämpfenden Hottentotten gerade jekt größer sei als vorher! Dabei Gelingt es dem konservativ- freisinnigen Regierungsblod, eine Mehrheit im Reichstage mußte die Regierung wissen, daß die Hottentotten sich bereits Ende Oktober gestellt hatten zu erlangen, so steht dem Volke eine und die letzten Formalien des Friedensabkommens unmittelbar vor dem Abschluß standen! Man wollte eben den Krieg mit der Volksmehrheit! Man provozierte die Auflösung, um den Freisinn durch das Irrlicht der Regierungs. fähigkeit noch tiefer in den Sumpf politischer Korruption hineinzuloden und endgültig für eine uferlose und skrupellose Weltpolitik einzufangen! Die Regierung jagte die Bande nach Haufe, weil nur die Regierung, nicht aber die Bolfsvertretung eine politische Verantwortlichkeit trage! Also nicht das Volk und seine Vertreter, sondern die Regierung trägt die Verantwortung! Wer aber ist diese Regierung? Hat das Bolt die Minister an ihre Stelle gerufen? Sind sie dem Volfe Rechenschaft schuldig?! Nein! Eine einzige Person beruft und verabschiedet die Minister völlig nach Gutdünken! Die Minister können, wie Podbielski, bleiben trok des Entrüstungssturmes des ganzen Volkes; sie können über Nacht stürzen, ohne daß das Volt je den Grund erfährt! Das ist die allein verantwortliche" Regierung! bevor! Aera beispielloser Ausplünderung und Knechtung Die Heeres, Flotten- und Kolonialausgaben werden dann ins ungeheuerliche anwachsen! Zu den Hunderten von Millionen für unsere Rolonien werden dann neue Milliarden für die Flotte treten! Zu dem Brot- und Fleischwucher werden dann nene unerträgliche Verbrauchsabgaben und Steuern kommen: eine neue Bierstener, eine Wehrstener usw. Damit aber das wolf gegen diese Politik der Massenausplünderung nicht aufbegehren kann, wird man ihm auch noch seine Iegten fümmerlichen politischen Rechte zu nehmen versuchen. Der Kanzler selbst drohte mit dem Degen Bonapartes, dem Staatsstreich! Die konservativ- liberale Reaktion lauert nur darauf, dem Volte das Reichstagswahlrecht zu rauben! Aber nicht nur die politischen Fundamentalrechte des Voltes stehen anf dem Spiele, sondern auch den Berufsorganisationen des Proletariats droht schwerste Gefahr! Man will nicht nur den Krankenkassen ihre Selbstverwaltung rauben, man will auch die freien Gewerkschaften knebeln und zertrümmern! Die Regierung selbst hat es ja erst lekter Tage Die jeweilige Regierung" ist also eine völlig verantwortungslose„ borübergehende Er- angekündigt, daß die schmachvolle scheinung"; hinter der sogenannten Regierung steht einzig das persönliche Regiment! Anti- Gewerkschaftsvorlage, dies nach russischem Rezepte verfertigte neue Zuchthausgeseh, wiederkehren wird! Der Kampf gilt also dem persönlichen Regiment! Wer nicht will, daß auch fürderhin in jeder wichtigen Frage die Volksvertretung einfach ausgeschaltet wird, wer dagegen wünscht, um daß für das Schicksal des deutschen Volkes der Wille des Volkes das oberste Gesetz fei, wie in allen anderen modernen Kulturstaaten, der muß den Regierungsbloď von den Konservativen bis zum Freisinn mit aller Energie bekämpfen, der darf nur einem sozialdemokratischen Kandidaten seine Stimme geben! Aber es gilt nicht nur den Kampf um das politische Selbstbestimmungsrecht des Boltes, es gilt diesmal mehr denn je den Kampf gegen politische Knechtung und soziale Ausbeutung! Das Silvesterpunschmanifest des Reichskanzlers beleuchtete die Situation mit dem blendenden Lichte eines Scheinwerfers. Dies Wahlmanifest Bülows war an den General Liebert gerichtet, machte ihn gewissermaßen zum obersten Leiter der Wahlkampagne für Die Regierung und den Regierungsblock! Genecal Liebert aber ist ber Generalissimus des Reichslügenverbandes! Sowohl als Offizier wie als Leiter und Organisator des Reichslügenberbandes hat er sich als Organisator und Förderer des Streifbruchs hervorgetan. Er ist bekannt als Protektor des Streikbredhjertums! Und dieser Mann, der Gönner und Schirmherr aller Gelben" ist zugleich begeisterter Anhänger der Theorie von einem„ frisch- fröhlichen Kriege", hat er doch noch 1906 erklärt, daß er nicht Offizier geworden wäre, wenn er gewußt habe, daß Deutschland 30 Jahre lang Frieden haben werde! Diesen Mann hat der Reichskanzler mit der Führung des Wahltampfes gegen das Volk betraut! Das Ausbeutertum aller Richtungen hat sich diesmal um das Banner der Regierung, die Standarte des vom Scharfmachertum ausgehaltenen Reichslügenverbandes geschart! Ob konservative Krautjunker, ob nationalliberale Schlotbarone, ob antisemitische Mittelstandsbeschwindler, ob freisinnige Schönschwäter: alles hat sich diesmal zusammengefunden zu der einen reaktionären Masse! Kein Wähler der nichtbesikenden Klasse, kein Arbeiter, kein Handwerker, tein kleiner Geschäftsmann darf anders wählen als fozialdemokratisch, wenn er sich nicht selbst die Schlinge zur Erdrosselung um den Hals legen will! Und was von Ronservativen, Nationalliberalen, Antisemiten und Freifinnigen gilt, gilt selbstverständlich auch vom Zentrum, der Schußtruppe des Brot- und Fleischwuchers, der Partei der Schulverpfaffung und Volksverdummung und des demagogischen Volksbetrnges! Alle Mann an Deck! Schmach jedem Wahlschwänzer! Vorwärts für des Volkes Wohlfahrt und Rechte! Nieder die Reichslügenverbändler! Nieder die weltpolitischen Phantasten! Nieder die Flottenfere! Nieder die Staatsstreichler und Wahlrechtsräuber! Nieder die Meuchler des Koalitionsrechts! Nieder die gesamte Recktion! Vorwärts für die menschheilbefreiende Sozialdemokratie! Sie riefen Euch. Drum drauf und dran! Das Vaterland zu retten, Schwärmt aus ,,, Elende", Mann für Mann In lofen Schützenketten! Fürwahr, wer heut das Spiel verlor, Verdient, daß man ihn knechte. Arbeiterbataillone, vor! Und kämpft für Eure Rechte! ebral Wahlschlacht. Der ganze liberale Block nur Feinde rings! Wie wohl das tut! Man kennt ja das Gelichter. Die Maske fiel. Und das ist gut! Mun fieht man die Gefichter. Der Freilinn ſtammelt, Arm in Arm Mit Kanzler und mit Junker, Vom Vaterland daß Gott erbarm'!= Das alberne Geflunker. hat Єines nur vergelfen: Das Hemd ist näher als der Rock; Wer hungert, der will effen. Was kümmern Euch in Afrika Die armen Hottentotten? Noch gibt's genug der Kaffern ja In Deutschland auszurotten! Wahlkampf. Wähler! Geht rechtzeitig zur Wahl! Wer um 7 Uhr nicht gewählt hat, verliert das Wahlrecht und wenn er stundenlang vorher im verliert das Wahlrecht und wenn er stundenlang vorher im Wahllokal gewesen wäre! Bei großem Andrang in den Abendstunden können die zuletzt Kommenden das Wahlrecht verlieren! Geht deshalb möglichst früh zur Wahlurne! Wählt möglichst in den Morgenstunden! Rüttelt die Wahlfaulen auf! Die Gegner arbeiten fieberhaft und skrupellos! Es gibt keine sicheren Wahlkreise! Vom Vaterland! Den Drofchkengaul, Den kitzelt's in der Пale. Ift etwas wo im Staate faul, Ertönt die alte Phrase. Wer hätte nicht so viel Verſtand, Daß er fie recht verſtände? Man redet stets vom Vaterland Und meint die Dividende. Den Schild vor Euer heilig Recht! Der Sturm rauscht in den Blättern. Voran mit Volldampf, dies Geschlecht Von Heuchlern zu zerfchmettern! Und ausgerauft das Giftgewächs! Schmeckt bitter auch die Pille, Zeigt ihnen, daß suprema lex Allzeit des Volkes Wille! Cri- Cri. Bei Lichte bildung ersehen, einer einzigen aus der langen Reihe von photo-| ihn die Lüge der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" 1903 in graphischen Momentaufnahmen unserer Kulturarbeit" in Afrika, Halle fagen läßt. die ein deutscher Afrikaner" aus unseren Kolonien mit nach Hause Die Redaktion des vornehmen Regierungsblattes" weiß gebracht hat...." natürlich das ebenso gut wie jeder Mensch mit einiger Urteilstraft. Was Strafbares an dieser Wiedergabe der photographi- Aber sie darf in diesem Falle von ihrem Intellekt nur zur Fälschung schen Wahrheit sein soll, ist vorläufig noch das Geheimnis der Gebrauch machen. Der Wahlkampf heiligt dem Kanzlerblatt die Mannheimer Staatsanwaltschaft und des Schußtruppenkommandos. schmutzigsten Mittel. Wollen diefe amtlichen Stellen etwa durch ihre Aktion zu verstehen Geschichten von sozialdemokratischem Terrorismus. In derselben Nummer bringt das Blatt eine Reihe gruseliger geben, daß sie die Wahrheit des Bildes bezweifeln? Dann werden besehen, ergibt sich, daß diese Geschichten 3 wischenrufe, wie sie sie sich bald genug überzeugen müssen, daß sie zu Unrecht gein jeder Versammlung vorkommen, in denen temperamentvolle Leute zweifelt haben. Es ließen sich noch viele Aufnahmen ähnlicher anwesend sind, und das Verlangen nach Bureauwahl zum und schrecklicherer Sujets reproduzieren, und es müßte uns ber- Versuch der Versammlungssprengung um ligen. Die Absicht, die wundern, wenn dem Schußtruppenkommando das nicht bekannt sein Gegner zu verprügeln, wird daraus festgestellt, daß die tapferen sollte. Doch das wird sich ja bald herausstellen. " Nationalen" ganz unnötige Angst vor der natürlich nicht ganz lammfromm- stillen Menge der Sozialdemokraten gehabt haben! Gegner verübt hätten, wird nur in einem Fall behauptet, und da Daß Sozialdemokraten tätliche Angriffe auf politische liegt die Lüge allzuklar zutage. Es handelt sich um den Fall des Wenn die Gegner aber vermeinen sollten, durch diese Aktion gegen die„ Volksstimme" ihre Aftien steigen lassen zu müssen, so werden Auf eine Stimme kann es ankommen! fie fich arg verrechnen. Der denkende Wähler wird vielmehr folgendes nebeneinander stellen: Vergißt die Legitimationspapiere nicht! Rechtsantvalts Bredereck, des reaktionären Kandidaten im dritten Die„ nationalen" Parteien konnten unbehindert die tollsten Berliner Wahlkreise. Die Lüge, daß der Herr in einer sozialdemo ( Das find Militärpapiere oder polizeiliche Anmeldungs- Entstellungen des wahren Sachverhalts in Millionen bebilderten fratischen Versammlung, in der Genosse Heine sprach, bedroht oder bescheinigung, oder Mietskontraft und Mietsquittung, oder Flugblättern verbreiten, sie durften unbehelligt schamlose Ber- gar angefallen fei, wird heute im Lokalen Teil unseres Blattes in Invalidenversicherungsfarte, o der Krankenkassenbuch u. a. m.!) Pleumdungen im Bilde- wie das oben erwähnte, das Singer, ihrer ganzen Gemeinheit dargelegt. Hier soll mur erwähnt werden, Jeder Wahlvorsteher fann Wähler ohne Legiti- Roeren, Bebel und Erzberger grinsend vor einem Haufen Leute daß die„ Nordd. Allgem. 8tg." die Lüge noch vergröbert! Während mation zurückweisen! Ucber nachträgliches deutscher Soldaten zeigt in die Wählermassen werfen. ein Flugblatt der vereinigten Reaktionäre des Streifes lediglich ligt, daß der Herr Rechtsanwalt bedroht worden sei, weiß die Nordd. Holen der Legitimation tann der Schluß der Die sozialdemokratische Volksstimme" zu Mannheim aber augem. Ztg." zu erzählen, ihm sei ein Augenglas zerschlagen und Wahlzeit herantommen oder es tann starter gab eine in Afrika aufgenommene Momentphotographie, gab die eine Wunde am Hinterkopf beigebracht worden! Andrang das rechtzeitige Abgeben des Stimmzettels ver- Wahrheit wieder und sie wird behaussucht und verfolgt. Das Regierungsblatt hätte sich wenigstens vorher mit den hindern! Die Wähler werden daraus ihre Schlüsse ziehen und diese Flugblattschreibern verständigen müssen, damit es nicht durch diese Schlüsse werden der Sache der nationalen" Parteien und der feine Verbündeten als Lügnerin erklärt würde! Kolonialpolitik ficherlich nicht günstig sein! Feuert die Säumigen an! Sichert Euch Euer Wahlrecht! Nützt Euer Wahlrecht als Waffe gegen Unterdrückung und Ausbeutung! Eine Stimme zu wenig kann die Niederlage bedeuten! Eine Stimme kann den Sieg entscheiden. Wahlresultat- Telegramme ersuchen wir die Wahlkomitees der einzelnen Wahlfreise am Freitagabend bis spätestens 11 Uhr abzusenden an die Adresse: Dringend. Sozialdemokrat, Berlin. Teilresultate bitten wir nur dann zu senden, wenn bis 11 Uhr das Gesamtresultat nicht zu erhalten ist. Spätere Telegramme finden in der Extraausgabe von Sonnabend mittag Aufnahme. Sie müssen spätestens 7 Uhr morgens abgesandt werden. Eine Staats- und Wahlaktion. Mannheim, 24. Januar. " Uebrigens hat unser Mannheimer Drgan die Altion schon vorausgesehen. Es schrieb in derselben Nummer, in der es die Photographie reproduzierte: Die Lüge wird übrigens auch schon dadurch als solche erwiesen, daß die Versammlung ruhig bis zu Ende tagen konnte. Bei der selbstverständlich nicht einmal eine ernstliche Bedrohung des bekannten Schneidigkeit der Berliner Polizeileutnants hätte ste reaktionären Redners überlebt, geschweige einen tätlichen Angriff auf den Herrn! lich nichts. " ,, Die Angst vor der Afrikawahrheit hat die Staaatsanwaltschaft Von dem Terrorismus, der von den nationalen" Arbeitern gegen uns auf die Beine gebracht. Sie fahndet nach dem Driginal der Völklinger Hütte gegen sozialdemokratische Flugbiativerbreiter der Momentaufnahme deutscher Kulturtätigkeit" in Afrika, das in ausgeübt wurde, von der Maßregelung von Arbeitern dieser unferem heutigen II. Blatt in Klischee- Reproduktion viedergegeben Sütte, weil sie Flugblätter angenommen und die Flugblattist. Dabei wird unterstellt, die Aufnahme sei auf irgend einem berteiler nicht nach dem Befehl der Hüttenmeister unreellen Weg in unseren Besitz gelangt. Wir stellen demgegenüber mishandelt haben, davon weiß die„ Nordd. Allg. 8tg." natür mit allem Nachdruck fest, daß gegen die Art und Weise, wie uns die Sie weiß auch nichts davon, daß in einer konservativen VerWiedergabe der Bilder ermöglicht wurde, vom rechtlichen und sammlung zu Burg im Wahlkreis Kottbus Spremberg moralischen Standpunkte nicht das geringste einzuwenden ist und Sozialdemokraten, die nichts getan hatten, als ums Wort zu bitten, daß wir gegen jeden Schritt, den die Behörden unternehmen sollten unter den Augen des völlig teilnahmlos bleibenden konservativen in dem Bestreben, die Afrika- Wahrheit im Angesichte der Wahlen Kandidaten v. Dirksen und des konservativen Bureaus von zu unterdrücken, alle uns zu Gebote stehenden Rechtsmittel fanatischen Konservaten mißhandelt worden sind. Sie weiß ergreifen werden." auch nichts davon, daß ein Sozialdemokrat, der in der Versammlung der Nationalen". im Wahlkreis Wirsiz- Schubin Der Anschlag auf das Koalitionsrecht! ums Wort bat, um dieses Verbrechens willen mißhandelt und dann Die„ Nordd. Allgem. 8tg." benutzt den Umstand, daß wir sie hinausgetvorfen wurde unter den Augen der Polizei, der es trog in unserem Donnerstag- Leitartikel mit der„ National- Zeitung" ver- feiner Aufforderung nicht einfiel, ihn zu schützen. wechselten, um uns ein Schwindelmanöver vorzuwerfen. Nun ist es Bon all diesen und zahlreichen ähnlichen Fällen der MißhandBribattelegramm. in diesem Falle in der Sache sehr gleichgültig, ob die Aeuße- lung sozialdemokratischer Versammlungsbesucher und sozialdemoIn den Räumen der Volksstimme" und den Bohrung, daß der Gesezentwurf über die Rechts- kratischer Flugblattverbreiter weiß die Nordd. Allg. Ztg." nichts. Oder sie steht auf dem Standpunkte, daß die Mißhandlung von nungen ihrer drei Redakteure wurde heute ausfähigkeit der Berufsvereine im neuen Reichstag fu chung gehalten. Die drei Redakteure wurden einer Leibes- wiederkehre und daß sich auf ihn der kommende Gesez Sozialdemokraten durch Nationale" nationale Tat" ist, der Zwischenruf eines Sozialdemokraten aber in nationaler" Versamm visitation unterworfen. Gesucht wurde nach dem Original entwurf über die Arbeitsfammern aufbauen werde und dem Klischee des in der gestrigen Nummer der„ Boltsstimme" was bekanntlich bedeutet, daß die Arbeitskammern den lung ein schweres Verbrechen. Auch das ist dem Blatte der Regierung zuzutrauen! veröffentlichten Bildes, nach dem Manuskript des begleitenden Arbeitswilligen, den Gelben überantwortet Tertes und nach Korrespondenzen über die Angelegenheit. Ge- werden, daß die flaffenbewußten Arbeiter, die in den Eisenbahner, wählt rot! funden wurde nichts. Veranlaßt wurde die Aktion durch einen Gewerkschaften organisierten Arbeiter von der Antrag des Schuhtruppenkommandos. Bertretung in diesen Arbeiterkammern ausgeschlossen werden ob diese Aeußerung in der Nordd. Allg. 3tg." oder in der National- Beitung" gestanden hat. Daß die National- Zeitung" über die Absichten der Regierung fehr gut und zu= informiert ist, berrät die„ Norddeutsche Allg. 8tg." übrigens selbst, indem sie in ihrer Notiz lediglich fragt, wenn sie das gesagt haben soll, aber kein Sterbensvortchen darüber äußert, ob die Regierung die behaupteten Absichten hat oder nicht! Könnte das offiziöse Blatt verneinen, es würde das unbedingt tun! " Das Bild, das es dem Schutztruppenkommando angetan hat, stellt eine Hinrichtungsszene dar nach einer in Afrika aufgenommenen Momentphotographie". treffend An einem langen Baumast, der am freien Ende gestützt ist, hängen neben einander sechs Neger, Schußtruppler verschiedener Grade betrachten die grausige Gruppe. " " 10 Arbeiter, verteidigt Euer Koalitionsrecht! Reichslügenverband- Manier. " 1 Uns wird geschrieben: " „ Die Eisenbahnbeamten sind im Auftrage. des EisenbahnMinisters angewiesen worden, sich an den Wahlen zu beteiligen. Damit jeder dazu Gelegenheit habe, würden die Bureaus Freitag schon um 2 Uhr geschlossen. Es bleibe jedem überlassen, ob er einen Konservativen oder einen Liberalen wähle, nimmermehr aber dürfe die Stimme für die Umsturzpartei abgegeben werden." Diese Wahlbeeinflussung, die die Negierung sich hier gegen die Eisenbahner erlaubt, steht auf derselben fitilichen" Höhe, wie die Vergewaltigung von Arbeiterwählern durch Großindustrielle und Großgrundbesizer! Der Staat hat natiirlich ebensowenig Anspruch auf die leberzeugung der Beamten und Staatsarbeiter, wie der Privatunternehmer auf die Ueberzeugung feiner" Arbeiter. Der Staat fauft die Arbeitskraft, nicht den ganzen Menschen! Der Staatsbeamte und Arbeiter ift fein rechtloser Sllave, sondern außer Dienst ein allen anderen Bürgern Gleichberechtigter. So sollte es wenigstens Das Bild ist ein Gegenschlag auf die wüsten Bilderbogen- Flugblätter der nationalen" Parteien. Der begleitende Text sagt: Dieses Herumdrücken um das wichtigste der Sache ist auch eine „ Das von den Herren Mendelssohn, Schwabach, Ballien Aeußerung und zwar eine sehr deutliche! finanziell ausgehaltene Konsortium zum Veririeb patriotischer Die Meldung der National Zeitung" ist somit offiziös Wahlbilderbogen arbeitet ganz nach dem Vorbilde jener bestätigt! Sndeleien, in denen durch bildliche Darstellung von Ritualmorden oder Kirchenschändungen unwissende Bauern zu Judenheßen aufgereizt werden sollen. Die fosatischen Kriegsbilder, mit denen die Russen in den japanischen Krieg zogen, find Die„ Norddeutsche Allg. 8tg." hat die von uns gekennzeichnete in einem Stulturstaate fein. Und in Deutschland ist es glüdlicherfünstlerische Gemälde gegen die illustrierten Flugblätter, welche Lüge über den Genossen Singer nicht zurückgenommen, sondern be- weise bei den Reichstagswahlen so! Denn die Wahl ist die Dernbürger jetzt in Millionen dem deutschen Volke aufdrängen. Hauptet frech und froh, die Rede, die von ihr gemeint werde, geheim und das Wahlgeheimnis ist gefeßlich geschütt! Die Alles ist im Stil des„ Scharfrichter Krauts" und ähnlicher Hinter- fei nicht auf der Brandenburger Gemeindevertreterkonferenz Abstimmung für den sozialdemokratischen Kandidaten ist für den treppenromane geschrieben und gezeichnet. Die Mache ist zu zu Berlin im Jahre 1900, sondern in einer Versammlung Beamten und Staatsarbeiter durchaus gefahrlos! plump und blödsinnig. Wenn z. B. ein Bild Singer, Bebel, zu Halle im November 1903 gehalten, und damals habe sie Eisenbahner, Staatsbeamte und Arbeiter, nügt die ReichstagsNoeren, Erzberger darstellt, wie sie über die Leichen der in Afrika bereits den Vorgang genau so wie diesmal nach der„ Halleschen wahl. Stimmt rot! gefallenen deutschen Soldaten grinsend lachen, so. steht das auf Beitumg" mitgeteilt. Gesegnet sei die Reichstagswahl! Eine Korrespondenz teilt mit: In Rücksicht auf die bestehenden Teuerungsverhältnisse sind der demselben Niveau geistiger und sittlicher Würde wie etwa die Ob die„ Nordd. Allg. 3tg." schon 1903 dieselbe Lüge gebracht Bilder der russischen Schwarzen Bande, die zeigen, wie die hat, nimmt ihr nichts von ihrer Lügenqualität. Aengstlich hülltet sich Juden sich an der Hinmordung der Christen von Kischinew er- das vornehme Regierungsblatt natürlich, die Stelle, die wir aus gözten. der Rede Singers von 1900 gegeben haben, auch nur auszugsweise königlichen Eisenbahndirektion in Berlin Mittel zur Bewilligung von Daß die Sozialdemokratie sehr wohl in der Lage ist, Ver- anzudeuten. Mit gutem Grunde, denn wenn die Leser des Bülow- Unterstügungen an bedürftige Hülfsbedienstete geltung zu üben und den gemalten Lügen und Verleumdungen Blattes diese Stelle kennen lernen würden, so müßten sie sich selbst und Arbeiter zur Verfügung gestellt worden. Bedienstete ebensoviele fünstlerisch gezeichnete oder photographisch getreue sagen, daß ein Mann, der für den Bau billiger mit Kinderreichen Familien und solche, die infolge von Krant Schilderungen der Verbrechen unserer weißen Afrikaner entgegen- Wohnungen für die Arbeiterschaft durch die heiten usw. sich in besonders hülfsbedürftiger Lage befinden, sollen zusetzen, das lönnen unsere Leser aus der nebenstehenden Ab- Gemeinden eintritt, nicht den Unsinn gesagt haben kann, den vorzugsweise bedacht werden. Wie wir weiter erfahren, taun zu Wahltag! Erfüllt die Wahlpflicht! fünftig allen Arbeitern der Staatseisenbahnverwaltung im inneren, im Werkstätten- und Betriebsdienste bei Erholungsurlaub auch freie Fahrt gewährt werden. Unser Wahlprogramm. Gefegnet sei die Reichstagswahl wird mancher Unterbeamte und Arbeiter denken: So fällt doch einmal etwas für uns ab! Vor der Wahl! Damit aber auch nach der Wahl die Fürsorge Die Sozialdemokratie als Vertreterin der Arbeiterklasse ist nicht erfaltet, ist die Abstimmung für den sozialdemokratischen Die natürliche Hüterin der Rechte und Forderungen der ArbeiterKandidaten rätlich! Von der Partei der Nichtwähler. " Das Berliner Tageblatt" meldet: Die Mitglieder des Lehrkörpers der Berliner Universität find, wie wir erfahren, dahin übereingekommen, diesmal vollzählig an der Wahlurne zu erscheinen. Daß die Herren Professoren erst beschließen müssen, diesmal ihre Staatsbürgerpflicht vollzählig zu erfüllen und daß sie das auch noch publizieren lassen, ist ein wertvoller Beitrag zur Kennzeichnung dieser geistigen Führer der Nation"! Und diese Herren erheben Anspruch darauf, politisch besser beschlagen zu sein, als der Arbeiter, der womöglich seit Jahrzehnten am politischen Leben tegen Anteil genommen hat! Zentrums- Wahlmache. Jm Kreise Köln- Land versendet die Zentrumspartei an die Wähler Stimmzettel und eine Anweisung zur Wahl, in der es unter anderem heißt: " Nur der beifolgende weiße Stimmzettel, auf den Namen: Postsetretär Kornelius Ha= mecher, Berlin" lautend, ist gültig;() Stimmzettelverteiler der Zentrumspartei find an jedem Wahllokal auf gestellt. Der Zwiespalt im Zentrum. schaft. Sie tämpft nicht für neue Klaffenprivilegien und Vorrechte, sondern für die Abschaffung der Klassenherrschaft, für gleiche Rechte und gleiche Pflichten aller ohne Unterschied des Geschlechts und der Abstammung. Von diesen Anschauungen ausgehend, bekämpft fie in der heutigen Gesellschaft nicht bloß die Ausbeutung und Unterdrückung der Lohnarbeiter, sondern jede Art der Ausbeutung und unterdrückung, richte sie sich gegen eine Klasse, cine Partei, ein Geschlecht oder eine Rasse. Ihr Ziel ist: die Verwandlung des kapitalistischen - Grund Brivateigentums an Pruduktionsmitteln und Boden, Gruben und Bergwerke, Rohstoffe, Werkzeuge, Maschinen, Verkehrsmittel in gesellschaftlidjes Eigentum, und die Umwandlung der Warenproduktion in sozialistische für und durch die Gesellschaft betriebene Produktion. Nur diese Umwandlung kann bewirken, daß der Großbetrieb und die stets wachsende Ertragsfähigkeit der gesellschaftlichen Arbeit für die bisher ausgebenteten Klassen aus einer Quelle des Elends und der Unterdrückung zu einer Quelle der Wohlfahrt und allseitiger harmonischer Vervollkommnung werde. Aber dieses Ziel kann nicht plößlich erreicht werden und ist nur zu verwirklichen durch die Zustimmung der großen Mehrzahl der Volksgenossen, die an dieser Umwandlung interessiert ist und die Notwendigkeit derselben erkannt hat. Diese dafür zu gewinnen ist unsere Aufgabe. Wir haben berichtet, daß von katholischer Seite im RheinIande eine ganze Anzahl" nationaler", will heißen: regierungsund ultrakolonialfreundlicher Sonderkandidaturen aufgestellt worden find. Die Triebfeder ist vorzugsweise der Zentrumsadel; aber auch hohe Negierungsbeamte, die sich zum Zentrum zählen, stehen au der Spiye, darunter der Landrat des Kreises Siegburg, Herr Unter den gegenwärtigen Verhältnissen handelt es sich zunächst von Dalivigt. Wie mun unser Kölner Parteiblatt, die Rheinische darum, die Wege zu einer solchen Entwickelung frei zu machen, Zeitung", zu berichten in der Lage ist, gehört zu in der Lage ist, gehört zu den die unterdrüdten und ausgebeuteten Klassen für ihren Kampf zu wärmsten Freunden der nationalen" Katholiken der Kardinal Dr. Fischer, Erzbischof von Köln. Die„ Rheinische Zeitung" stärken durch Hebung und Verbesserung ihrer sozialen, wirtschafthatte eine Reihe interessanter Dinge aus dem flerifalen Lager lichen und politischen Lage. veröffentlicht. Darauf erschien in der Kölnischen Volkszeitung" ein lahmes Dementi, das aber mit feinem Worte bestritt, daß Kardinal Fischer die Geistlichen des Kreises Siegburg angewiesen habe, für den National= fatholiten Freiherrn v. Dalwigt einzutreten, der dem offiziellen Zentrumskandidaten, bisherigen Abgeordneten Dr. Becker, entgegengestellt wurde. Kardinal Fischer ist also bemüht, Wilhelm II., dem allein er seinen Kardinalshut verdankt, zu Diensten zu sein. und ihm seinen Dant durch freiwillige Regierungswahlarbeit ab zustatten. Mit welchen Mitteln zugunsten der Regierung gewirkt wird, mag man daran ermessen, daß in einer Zuschrift an die Rheinische Zeitung" der Wahlbrud von seiten der höheren Geistlichteit als fast unausstehlich bezeichnet wird. " Politische Uebersicht. Berlin, den 24. Januar 1907. Regierung und Beamtenschaft. In einem Artikel Sozialdemokratie und Be. amtenschaft", den die„ Nordd. Allg. Ztg." in ihrer heutigen Nummer bringt, heißt es: " Jeber Beamte weiß, daß sein Verhältnis zu den Vorgesch ten von Treue bei den Untergebenen und Wohlwollen bei den Vorgesetzten getragen ist." Das ist nichts als eine alberne Phrase. Worin besteht das Wohlwollen, von dem das offiziöse Blatt rcdet? Am 18. April 1896 gab das preußische Staatsminis sterium folgenden Erlaß heraus: Aus diesen Gesichtspunkten wird die Sozialdemokratie im nächsten Reichstag wieder eintreten: für die Erhaltung und Erweiterung des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts und seine Ausdehnung auf die Frauen; für ein demokratisches Bereins- und Bersammlungsrecht ohne Ansehen der Person; für die Sicherung und Vervollkommnung des Koalitionsrechts und seine Ausdehnung auf die Landarbeiter; für einen gesetzlich figierten Normalarbeitstag von höchstens 10 und dessen allmähliche Einschränkung auf 9 und 8 Stunden für alle Arbeiter; für Erweiterung des Arbeiterschutzes und Beschränkung der Sonntags und der Nachtarbeit auf das technisch absolut Notwendige; für für Heimarbeiterschutzgesete; für ein Reichsarbeitsamt, Arbeitsämter und Arbeiterkammern; für ein Reichsberggefeß mit ausreichenden Schutzbestimmungen die Bergarbeiter; für ein einheitliches deutsches Arbeiterrecht; für Erweiterung, Vereinfachung und höhere Leistungen der Arbeiter- Versicherungsgesetzgebung; für Berbesserung der Gewerbeinspektion unter Heranziehung von Vertretern der Arbeiter und Arbeiterinnen; zur Ermittelung der Schuldigen(!), wenn nötig, auch die zuständige Polizeibehörde in Anspruch zu nehmen und die Herren Direktoren der betreffenden Aemter mit entsprechender Anweisung zu versehen. Bietet die Form oder der Inhalt des betreffenden Preß- Inserats dazu Anlaß, so wird außerdem strafrechtlich einzuschreiten sein." Am 30. April 1899 stieß die„ Nordd. Allg. Ztg." erneut folgende Drohung gegen die Beamten aus: Die Reichsregierung wie die preußische Staatsregierung ist davon überzeugt, daß die Beamtenschaft mit geringen Ausnahmen festhält an den überlieferten Grundsäßen der Treue, der unentivegten Pflichterfüllung der Disziplin; im Interesse der Be amtenschaft selbst liegt es, diese Tatsache nicht durch das ungehörige Verhalten einiger Vereine und Vereinsorgane verdunkeln zu lassen. Daß Anlaß zur Vorsorge in dieser Richtung vorliegt, ist nicht zu leugnen. Die Reichs- und Staatsregierung geben sich der Erwartung hin, daß die jetzt erlassene Warnung und Mahnung ihre gute Wirkung nicht verfehlen wird. Erfüllt sich diese Erwartung nicht in allen in Betracht kommenden Fällen, so darf man sich überzeugt halten, daß man an zuständiger Stelle auch nicht vor einem energischen Zugreifen zurüdschreden wird, um die staatliche Autori. tät zur Geltung zu bringen." " Durch dieses energische Zugreifen ist dann im Laufe der Jahre Tatsache geworden, was das konservative Vaterland" in Dresden förderung der Staatsbeamten nicht allein von ihrer rein geschäft. am 13. September 1899 als Ideal hinstellte, nämlich, daß die Belichen Züchtigkeit, sondern von dem Eifer und der Geschicklichkeit abhängig gemacht würde, den sie in der Bekämpfung der Revolutionspartei entwickeln. Zentrums- Harmonie. In einer ultramontanen Vertrauensmännerfißung im Wahlfreise Borken- Recklinghausen hatte der bekannte Herr August Bruſt mitgeteilt, daß er im Provinzialwahlkomitee befürwortet habe, den Wahlkreis Arnsberg- Olpe- Meschede einem Handwerkerkandidaten zu übergeben. Das hat Herrn Johannes Fusangel arg erbost und er schreibt in seinem Blatte: Wenn Herr Brust so gesprochen hat, dann ist das eine Unverfrorenheit, wie sie nicht unverschämter gedacht werden kann. Durch sie werden die Wähler des katholischen Sauerlandes geradezu zum Stimmbieh herabgewürdigt; nicht sie sollen entscheiden, wen fie für fähig und würdig halten, ihre Interessen im Reichstage zu vertreten, sondern das besorgt Herr Brust. Eine solche Pafcha wirtschaft ist uns denn doch noch nicht vorgekommen. Gerade Herr Brust ist der Mann, dem wir am wenigsten das Recht einräumen, sich als unseren Vormund aufzuspielen, gerade von ihm lassen wir uns gar nichts, aber auch gar nichts gefallen. Merkt Euch das, Ihr Wähler, für den 25. Januar, zeiget da diesen Volts. beglückern, diesen Leuten, die von der Arbeit fortgelaufen sind und nun auf Kosten der Gesamtheit die Herren spielen, daß Ihr mit solchen Arbeiterfreunden" nichts zu tun haben wollt." Auch Herr Euler, dem man in Borken- Redlinghausen den Stuhl vor die Türe gesetzt hat, um ihn in Trier unterzubringen, schüttet sein Herz aus über die Behandlung, die ihm wiederfahren ist. In einem Brief an einen Dortmunder Parteifreund schreibt er: Man hätte aber doch mit mir, als 13½jährigen treuen Vertreter des Wahlkreises anständigerweise in Fühlung treten sollen, anstatt mit gehässigen, allen christlichen Grundsätzen hohnsprechenden Mitteln mich als nicht pflichttreu oder gar als dem Zentrum in den Rücken fallend, darzustellen. Gegen diesen überflüssigen Kampf und besonders gegen solche unlauteren Kampfmittel( angeblich) eigener Parteigenossen, die man unter unsagbaren Opfern bei einem diätenlosen Reichstag 13 Jahre lang vertreten hat, protestiere ich ganz entschieden. Im übrigen sind mir sobiel ehrende und anerkennende Aeußerungen aus dem Wahlkreise zugegangen, daß dieselben das verleumderische, viel. fach beleidigende Gebaren der Christlichen" bollkommen aufwiegen." Herr Fusangel beschuldigt die christlichen Arbeiterführer bon für Sicherung der Meinungsfreiheit und freien Betätigung der Arbeit fortgelaufen zu sein und auf Kosten der Gesamtheit die der politischen und religiösen Ueberzeugung in allen Lebens- Herren zu spielen", und Herr Guler wirft den christlichen Gewerkstellungen, insbesondere auch für die Beamten und Militär- schaften die Anwendung" unlauterer Kampfmittel" und„ berpersonen, die fernerhin nicht Staatsbürger zweiter Klasse fein leumderisches Gebaren" vor. Das zeigt, wie die Herren„ Arbeiter. vertreter" im Zentrum geschätzt werden. „ Es ist neuerdings die Wahrnehmung gemacht worden, daß Staatsbeamte Petitionen unterzeichnet haben, welche darauf ab zielen, die parlamentarische Körperschaft zu einer ablehnenden Haltung gegenüber Regierungsvorlagen oder zu einer wesentlichen Abänderung derselben zu bestimmen. Auch an öffentlichen Versammlungen, in denen solche Petitionen be follen; raten worden sind, haben Staatsbeamte einen Anteil genommen, welcher erkennen läßt, daß es ihnen nicht um eine Abwehr, sondern vielmehr um eine Förderung der gegen Re- unparteiischen Rechtspflege; gierungsvorlagen unternommenen Agitation zu für Sicherung vor Beamtenwillkür und für Sicherung einer für die Trennung der Kirche vom Staat und der Schule von tun war. Ein solches Verhalten ist unvereinbar mit den Pflichten der Kirche; eines Staatsbeanten, welche ihm gebieten, sich der Teilnahme für vollste Freiheit des religiösen Bekenntnisses; an Bestrebungen zu enthalten, die darauf gerichtet sind, der Durchführung der Regierungspolitit Schwierig für die Herabsetzung und schließliche gänzliche Beseitigung der teiten zu bereiten. Das Staatsministerium hält es für an- Zölle und Steuern auf notwendige Lebensmittel; gezeigt, die Beamten sämtlicher Ressorts hierauf mit dem Befür Beseitigung der Einfuhrbeschränkungen auf die Einfuhr merken hinzuweisen, daß die Regierung willens ist, dieser ihrer Auffassung eintretendenfalls unnachsichtig Geltung au von Vieh- und Fleischwaren unter Aufrechterhaltung zweckmäßiger, verschaffen. Berlin, den 18. April 1896. Königliches aber nicht schifanöfer, sanitärer Kontrollmaßregeln; Staatsministerium." für Aufhebung der Zölle auf Futtermittel; Deutsches Reich. Bismarcks Feindschaft gegen das Reichstagswahlrecht. Wie die Darstellung des Professors Hans Delbrück, so werden auch die vor einigen Tagen von uns berichteten Ausführungen des Professors Saemmel über Bismarcks Absicht, das Reichstagswahlrecht aufzuheben und den Widerstand der Arbeiterschaft im Blute zu ersticken, in nationalliberalen Blättern als unglaubwürdig behandelt nicht deshalb, weil die Textfabrikanten dieser Blätter tatsächlich an der Richtigkeit der Kaemmelschen Schilderung zweifeln, sondern weil Am 8. Juli 1898 veröffentlichte die„ Nordd. Allg. 3tg." einen sie es für politisch angebracht halten, den Legenden für die Einführung einer progressiven Reichs- Einkommensteuer humbug, mit dem eine feile Geschichtsschreibung und Wink mit dem Zaunpfahl aus den„ Berl. Pol. Nachr.", der sich gegen die wachsende Zahl von Beamtenvereinen und die damit zu für alle Einkommen von über 5000 Mt. im Jahr, fowie für die Presse den„ Nationalheros" umgeben hat, aufrechtsammenhängende Zunahme von Massenpetitionen von Beamten an Einführung einer progressiven Bermögenssteuer für alle Vermögen zuerhalten. Dabei erzählt Bismarck selbst in seinen„ Gedanken parlamentarische Störperschaften richtete: über 50 000 mt. und für eine sehr erhebliche Erweiterung der und Erinnerungen", daß er beabsichtigt habe, das Reichstags" Indem fünstlich ein nicht vorhandener Interessen- Reichserbschaftssteuer; wahlrecht einzuschränken. In der Darstellung seines Konflikts gegensatz zwischen Vorgesezten und Untergebenen fonstruiert für die allmähliche Umwandlung des stehenden Heeres in eine mit dent Grafen Eulenburg wegen des Sozialistengesetes im wird, untergräbt man das Vertrauensverhältnis zwischen beiden, auf dem das gedeihliche Zusammenwirken im Dienst des Vaters Volfswehr auf demokratischer Grundlage, aufgebaut auf der mili- Jahre 1878 heißt es z. B.( Bd. 2, S. 190): landes beruht, und lockert damit zugleich die Grundlage des tärischen Erziehung der gesamten männlichen Jugend; gegen die Staatsdienstes, die Beamtendisziplin. In dieser Hinsicht er- unfinnigen Flottenrüstungen; scheint schon die Anrufung der Volksvertretung gegen die Regierung durch Massenpetitionen nicht unbedenklich." für eine auswärtige Politik, die die Versöhnung und Verbrüderung der Völker zum Ziele hat, und Schlichtung internatioMitte Juni 1899 zirkulierte in den Burcaus verschiedener naler Streitigkeiten durch einen aus Vertretern der Kulturpreußischer Behörden ein Ministerialerlag folgenden Wortlauts: nationen zusammengefeßten Gerichtshof; " Es hat leider mehrfach die Wahrnehmung gemacht werden für Förderung der internationalen Kulturinteressen durch müssen, daß Beamte sich soweit vergessen haben, ihre Wünsche Gründung eines internationalen Parlaments; oder Beschwerden durch Kundgebungen in der Presse, statt auf dem durch die Dienstordnung vorgeschriebenen gegen eine geldfressende Kolonialpolitik, durch die die EinWege, zu verfolgen. Daß diese Beamten sich damit eines sehr geborenen ihres Eigentums gewaltsam beraubt, unterdrückt und schweren Dienstbergehens(?) schuldig und des An- ausgebeutet werden; sehens und Vertrauens univürdig machen, welches ihr Beruf erfordert, scheint nicht überall. zum genügenden Bewußtsein gekommen zu sein. Im Interesse der Disziplin und der öffentlichen Autorität veranlasse ich Ew. usw., gegen Vorkommnisse solcher Art in der dortigen Verwaltung schleunigst und nachdrücklichst disziplinarisch einzuschreiten, gegen die Liebesgabenpolitik; endlich: für schärfste Kritik und Bekämpfung aller Mißbräuche, ungerechtigkeiten und Mißhandlungen, wo immer sie vorkommen. " Ferner bedarf das Gesetz meines Erachtens eines Zusages in betreff der Beamten dahingehend, daß Beteiligung an sozialistischer Politik die Entlassung ohne Pension nach sich zieht. Die Mehr zahl der schlecht bezahlten Beamten in Berlin und dann die Bahnwärter, Weichensteller und ähnliche Kategorien find Sozialisteir, eine Tatsache, deren Gefährlichkeit bei Aufständen und Truppentransporten einleuchtet. Ich halte ferner, wenn das Gesez wirken soll, auf die Dauer nicht möglich, den gefeßlich als Sozialisten erweislichen Staatsbürgern das Wahlrecht und die Wählbarkeit und den Genuß der Privilegien der Reichstagsmitglieder zu lassen." Man sollte annehmen, für jeden vernünftigen Menschen besagte diese Aeußerung Bismarcks genug. Trotha und Erzberger. des ehrenwerten Herrn Matthias Erzberger zeugt ein Brief, Von der Doppelzüngigkeit des Zentrums und besonders den am 22. d. M. der General v. Trotha in einer liberalen WählerWer bis 7 Uhr nicht den Stimmzettel abgiebt, verliert das Wahlrecht! bersammlung in Godesberg borlas. Der Ausrottungsstratege Trotha| sprochen, es bliebe für den alten Soldaten, der feinem Fahneneis, erklärte in dieser Versammlung, daß sich noch vor anderthalb Jahren treu bleiben wolle, nur der liberale Kandidat, dem jeder Kamerad die Zentrumsfraktion ganz anders zu seinem Vorgehen in Afrita feine Stimme geben müsse. Die Kriegervereinler sollten sich die gestellt habe als heute und daß, als ihn damals die folonialfeind- Mühe gespart haben; der„ nationale" Kandidat kommt mit seinen liche Presse heftig angriff, Herr Matthias Erzberger folgenden schönen paar tausend Stimmen gar nicht in Betracht. Brief an ihn richtete: Berlin, 5. Sept. 1905. das Obwohl in dem Gerhältnismäßig einen britten Wahlkreise nicht weniger als vier Versammlungen stattfanden und der An brang sich naturgemäß berteilte, waren doch alle Säle voll und ber größte, der von Buggenhagen, sogar überfüllt. Hier war in einent Nebenraum eine Anzahl Schuhleute untergebracht und man konnte danach annehmen, daß die Polizeibehörde wahrhaftig an den bodenRekruten- Erziehung. lofen Schwindel geglaubt habe, daß Leib und Leben von Gegnern Eure Erzellenz Ein unglaublich klingender Vorfall beschäftigte dieser Tage das bedroht werden könnte, wie es nach dem auf den Straßen verteilten haben meiner wenigen Worte zu freundlich gedacht, zumal ich nur Kriegsgericht Chemniz. Der 25jährige Unteroffizier Suügenflugblatt dem tonservativen Herrn Bredered passiert sein soll. meine Pflicht erfüllt habe, aber ein Abwesender darf auch im mann, feines Zeichens Schmied, in Zehma( S.-A.) geboren, feit Die Polizei müßte freilich besser wissen, wie es in sozialdemokrati deutschen Reichstage nicht ungehört verurteilt und beschimpft werden. seiner Rückkehr aus Ostasien Unteroffizier im 5. Jnfanterieregiment fchen Verſamlungen zugeht. In allen Versammlungen herrschte eine siegesgewisse, kampfLeider ist es eine nationale Unfitte, daß wir an unseren tapferen Nr. 104( Chemnitz), hatte sich wegen Mißhandlung eines UnterSoldaten die staunenswerten Leistungen in Südwestafrifa als gebenen zu verantworten. Er hatte in seiner Korporalschaft einen freudige Stimmung, die am stärksten bei Buggenhagen zum Ausetwas ganz Selbstverständliches ansehen, sofort aber mit Rekruten, der wegen eines Fehlers in der Augenmuskulatur brud kam, wo die temperamentvollen, aber von strengster Wahr. großem ärm über eine Kundgebung herfallen, beim Zielen linke heitsliebe durchdrungenen Worte des Genossen Fischer wiederholt Auge nicht schließen konnte. Er Jm großen Saal der Armin= stürmischen Beifall hervorriefen. die nicht nach dem modernen europäischen Schnitt beshalb sollte das Schließen der Augen üben. Fr aber ohne Erfolg. Da nahm der als ehrgeiziger hallen war es der Genosse Sassenbach, der mit allen den Anzahl meiner Herren Kollegen geschienen, ift. Unbegreiflich hat es indessen sofort einer aber brauchbarer Vorgesetzter bon guter Gefinming bezeichnete An- patriotischen Phrasen aufräumte, von der die Gegner in diesem Wahlkampf so ausgiebigen Gebrauch machen. Begeisterten Beifall daß die Regierungsvertreter geschwiegen haben. Auch wenn geklagte einen Papierstreifen, ließ darauf entzündeten Siegellad weďte sein Aufruf zum Kampf gegen das Ungetüm der Reaktion. man kein Redner ist, muß man bei solchen Anrempelungen, die tropfen und versiegelte damit das linke Auge des Refruten, der trotz wedďte sein Aufruf zum Kampf gegen das Ungetüm der Reaktion. Im Märkischen Hof spornte Genosse August in den Kampfes uns nur im Auslande herabsetzen, eine furze Antwort geben. der Schmerzen, die der heiße Siegellack verursachte, ſtille hielt, weil mut der Genossen in wirkungsvollen Worten an, und im großen Wenn die Preffe auch viel fritisiert, in den er, wie er vor dem Kriegsgerichte angab, geglaubt habe, er müsse Saale des Gewerkschaftshauses verstand es der Genosse Cohen weitesten Kreisen des Volles zollt man doch Anerkennung und ich das gefallen lassen. Er hat auch keine Meldung er vortrefflich, die außerordentlich große Bedeutung gerade dieser Hochachtung der Truppe, die unter der Führung von stattet und vier Kameraden, die mit in der Stube weilten, fühlten Wahlen für die Gewerkschaften wie für die gesamte Arbeiterschaft Ew. Exzellenz steht. Man würdigt hier die vielen sich ebenfalls nicht dazu veranlaßt. Der Rekrut entfernte den Versamelten vor Augen zu führen und in Begeisterung wedenSchwierigkeiten vollständig und noch mehr die Erfolge bei solchen das Papier und den Siegellack an der Wange wieder, wo den, überzeugenden Ausführungen den Eifer für die Wahlarbeit Hindernissen. Zum Schluß erübrigt mir noch, Ew. Egzellen hängen gebliebenen Siegellad entfernte der liebevolle Bor ein Brandflect entstanden war. Den an den Augenbrauen zu schüren. meine besten Wünsche für gute weitere Erfolge zu übermitteln, indem ich verbleibe gesetzte am andern Tage, da bei gingen so viel Haare Eurer Erzellenz ganz ergebenster aus, daß eine lichte Stelle entstand. Bier Tage hatte M. Erzberger. der Rekrut Schmerzen. Erst als er ein Pflaster auf die BrandMitglied des Reichstages. wunde legte, wurde ein Offizier aufmerksam und die Sache kam zur Untersuchung. Herr Erzberger hat nicht umsonst die Ethik des Jesuitismus studiert. Der Unteroffizier mit der guten Gesinnung war geständig; er bestritt nur, daß er dem Rekruten habe Schmerzen zufügen wollen. Und das Gericht glaubte ihm und kam ihm entgegen. Es entschied, Behandlung vorliege und erkannte auf eine Woche Mitteldaß nicht Mißhandlung, sondern nur vorschriftswidrige arrest. Husland. Defterreich. Die geistigen Waffen" des Zentrums. Das rheinisch- westfälische Zentrum verweigert grundsäglich in seinen Versammlungen den Sozialdemokraten das Wort. Es ist Sache des Zentrums, sich damit abzufinden, wie dieses Verhalten sich mit dem Parteimotto Für Wahrheit, Freiheit und Recht" berträgt. Gins fönnte man aber verlangen: daß nämlich eine Partei, die dem Gegner feine freie Aussprache gewährt, nun auch keinen Lemberg, 24. Januar.( 2. T. B.) Auf der Universität herrscht Anspruch auf dieses Recht für sich machte. Im Wahlkreise heute wieder Ruhe; die Immatrifulation verlief ohne Zwischen Düsseldorf findet sich aber fast in jeder von unserer Seite fall. Von den gestern verhafteten ruthenischen Studenten find brei einberufenen Versammlung, ein Zentrumsjüngling ein, der sich wegen öffentlich begangener Gewalttätigkeiten in Haft behalten gleich nach dem Referenten zum Worte meldet und nun sein endlos langes M.- Gladbacher Material mit den bekannten Lügen, Verleumbungen und Beschimpfungen herunterhaspelt. Aus der Einheitlichkeit des Auftretens und des Materials merkt man, daß System in der Sache liegt, und daß es darauf angelegt ist, unsere Versammlungen mit ödem Geschwäß hinzuziehen. Im Kreise Solingen wollten die Ultramontanen den gegnerischen Versammlungen fernbleiben. Der„ Opladener Bote", das Zentrumsblatt für den unteren Kreis Solingen, tündet das in folgender Weise an: worden. Frankreich. Das Recht, zu demonstrieren. H Paris, 22. Januar.( Eig. Ber.) In der gestrigen Kammerfizung hatte sich Clémenceau wegen feiner Maßregeln gegen die für die Sonntagsruhe Demonstrierenden zu verantworten. Auf die scharfe Jnterpellation des Genossen Baillant, der treffend auf die Identität der Haltung Clémenceaus mit der Dupuys hinwies, antwortete jener mit seiner üblichen zweideutigen Geistreichigkeit". Er erkannte zwar " In dieser glücklichen Lage als Tertius gaudens gegenüber das Recht, öffentliche Kundgebungen zu veranstalten, an, meinte aber, unseren liberalen und roten Mandats- Konkurrenten wollen wir er habe den Straßenverkehr sichern wollen! Dann bleiben und es grundsätzlich vermeiden, deren Wahlverfamm- aber berief er sich darauf, daß die Veranstalter des Aufzuges mit lungen durch unsere Diskussion auf ein höheres geistiges Niveau ihm nicht vorher in Verbindung getreten feien; in Limoges hätte zu heben.(!) Wir registrieren also taltlächelnd den haltlosen er unter solchen Bedingungen einen Aufzug gestattet! Die Gewert Vorwurf der Feigheit und schauen stillvergnügt dem Ringkampf schaftler von Paris hätten ihm keine Bürgschaft für den ruhigen der politischen Athleten von Krahnenbäumen, Brunhuber und Scheidemann zu, die mit grimmigen Cerberusmienen und wut- Verlauf der Manifestation geboten usw. plaßendem Gestus die verdorbene Blutwurst ihrer gehirnlosen Zentrumsschimpferei in ihrem politischen Floh- Birkus mit einer Hand stemmen." Der Papst als Wahlagitator. Clémenceau wird nun nach seinen gestrigen Erklärungen einen Aufzug, der ihm vorher zur Kenntnis gebracht wird, nicht mehr untersagen können, ohne sich selbst Lügen zu strafen. Bemerkenswert sind noch die Lobsprüche, bie der Minister dem Polizeipräfekten Lépine spendete, namentlich wenn man Im vierten Wahlkreise fanden zehn Versammlungen statt. Da herrichte keine Leidenschaft, aber frohe Kampfesstimmung. Die sichere Ruhe einer sieggewohnten Parteigenossenschaft, die auch diesmal ihres Erfolges gewiß ist, beherrschte die Versammelten.In Kellers Saal in der Koppenstraße, two Genoffe Singer zu seinen Wählern sprach, war der Andrang enorm. Schon zeitig wurde das Lokal abgesperrt. Nicht minder groß war der Andrang in den meisten anderen Lokalen Nur zwei kleinere Säle waren Genossen Späthe, Heimann, Jäck, Dittmer, Schenk, Fendel, Küter, weniger start besucht. In den Versammlungen referierten die Jensch und Roth. Beifall und zustimmende Kundgebungen legten Zeugnis ab von der kampffrohen Zubersicht, welche die Genossen erfüllt. Die Genossen des fünften Wahlkreises hatten sich ganz bes fonders zahlreich bei Lipps zufammengefunden; aber auch ber Schweizergarten, das alte Schüßenhaus und die Johannissäle er freuten sich eines guten Befuches. Außer den Referenten Fried länder, Licpmann, Wels und Dr. Mehl sprach in allen Versammlungen auch der Kandidat des Kreises Robert Schmidt. Vor. Beginn der Versammlungen nahmen die Genossen noch eine Flugblattverbreitung vor, an der sich auch eine Anzahl Genossen aus bem vierten Kreis beteiligten. Im sechsten Wahlkreis fanden sieben öffentliche Wählerversamm Jungen statt. In Moabit, in der Chausseestraße, Invalidenstraße, Schönhauser Allee, auf dem Gesundbrunnen kamen die Wählerscharen noch einmal zusammen, um den anfeuernden Worten der Genossen Düwell, Ebert, J. Borchardt, Wermuth, Litfin, Dr. Cohn und Rosenfeld zu lauschen. Auf zur Reichstagsivahl!" hieß überall das Thema. Die Redner versäumten nicht, das Schlagwort von der nationalen Ehre", womit in den letzten Tagen viel gespielt wurde, ins rechte Bicht zu fehen und als hohle Phrase zu kenn zeichnen. Man will die Wähler damit irre führen, aber man wird mehr frembe Leute in den Versammlungen, deren Fragen und sich täuschen, denn zur Freude unserer Genossen zeigten sich immer Benehmen man leicht entnehmen konnte, daß sie zum ersten Male famen und einen sozialdemokratischen Redner hören wollten. So ging es bis zum letzten Tage; die eifrige Agitation rüttelte immer neue Massen auf, und diese Agitation wird heute am Wahltage mit Zuversicht eine ungeheure Stimmenzahl für ihren Kandidaten ihre Früchte tragen! Die Genoffen im sechsten Kreise erwarten edebour. In Charlottenburg fanden 3, in Schöneberg 4 und Wähler des 2. Wahlkreises! Aufgepaẞt! Im 13. elfaß- Lothringischen Wahlkreis, dem Kreise Bolchen- sie mit der heute von der Humanité" durch ein ärzliches Zeugnis in Rigdorf 5 Versammlungen statt. Diedenhofen, tritt dem offiziellen Zentrumskandidaten ein erhärteten Tatsache zusammenstellt, daß die Polizisten am Sonntag sogenannternational- katholischer", d. h. kolonialfreundlicher das von Clémenceau in einem eigenen Erlaß untersagte passage Standidat entgegen, der Fabrikbefizer de Wendel. Wie uns nun à tabac", das heißt das Berprügeln der Arretierten fleißig geübt telegraphisch aus Diedenhofen gemeldet wird, erhielt dieser haben. national- katholische Kandidat vom Papst ein Telegramm, in Das Tagelsvotum, das die Sozialisten beantragt hatten, erhielt welchem ihm der Sieg am Wahltage gewünscht nur 59 Stimmen, und die Erklärungen der Regierung würden mit und dazu der apostolische Segen erteilt wird. 444 gegen 58 genehmigt. Es war der große bürgerliche Blod. Der Vorgang ist um so bedeutsamer, als der Schritt des Papstes nicht auf eigene Entschließungen zurückzuführen ist, sondern auf Einflüsse des höheren rheinischen Klerus. Wie dieser hier zugunsten der deutschen Regierung eingreift, so wird er auch nach den Wahlen seinen Einfluß auf das Zentrum zugunsten der welt und tolonialpolitischen Pläne der Regierung geltend machen vorausgeseht natürlich, daß diese sich auf kirchlichem Gebiet zu weiteren Konzessionen versteht. Fusangel wird ermittiert. einer Bekanntmachung im Amtsblatt, dem Arbeitsministerium zur Baris, 24. Januar. Der frühere erzbischöfliche Balast wird laut Einrichtung von Bureaus überwiesen. Vor der Entscheidung. fcit Die Freisinnigen bringen heute mit der zweiten Post ein Flugblatt zur Verbreitung, das wie es bei einem Regierungskandidaten selbstverständlich ist gestern abend von der Post wie ein Wertgegenstand unter Siegel und Verschluß gehalten wird. Unsere Genossen werden sich nicht verblüffen lassen, wir bleiben die Antwort nicht schuldig! Letzte Nachrichten und Depefchen. Felddienstübung bei 20 Grad Kälte. Es war ein eigenartiges Gefühl, das gestern abend die Besucher der beinahe 40 Volfsversammlungen beherrschte, welche die fozialdemokratische Partei für Groß- Berlin einberufen hatte. So Königsberg i. Br., 24. Januar.( W. Z. B.) Zahlreiche leichtere Das Zentrum versucht, die Anhänger Fusangels im eine eigene Weihe lag auf den Gesichtern der tausend und aber- Frostschäden haben sich am Montag auf einer bei Quednau abWahlkreise Arnsberg- Olpe Meschede dadurch zu schrecken, tausend Frauen und Männer, die sich in den Sälen drängten, eine gehaltenen Felddienstübung gemischter Truppenteile der hiesigen daß ihnen die Parteizugehörigkeit abgesprochen und ihrem Kandi- erwartungsvolle Festfreude, wie sie sonst wohl nur die herannahende Garnison ereignet. Durch die unerwartet eingetretene scharfe daten, falls er durchkäme, die Aufnahme in die Zentrum 3- Weihnacht auf den Gesichtern der Kinder hervorzaubern tann. Stälte von etwa 20 Grad wurden 152 Fälle von Frostschäden bei frattion verweigert wird. So schreibt die" Tremonia". Man weiß genau, daß der kommende Tag uns eine große Freude be- Mannschaften verursacht. Fünf Mann wurden ins Garnisondas Dortmunder Zentrumsblatt: „ Es " Es muß gesagt werden, daß diejenigen Leute, welche jetzt reiten wird; aber noch kann man nicht ermessen, was er im einzelnen lazarett gebracht, ihre Entlassung dürfte in drei bis vier Wochen noch Fusangel wählen, entweder mit Blindheit geschlagen find bringen wird. Werden alle die Sonderwünsche erfüllt werden, ja erfolgen. Die übrigen Mannschaften wurden als Revierkranke oder gar keine Anhänger der Zentrumspartei mehr sind und sein erfüllt werden können, die da in der Masse laut werden? Wird behandelt; der größte Teil von ihnen ist bereits als geheilt entwollen. Es steht auch heute bereits fest, daß Fusangel, falls er insbesondere das Berliner Proletariat den einen großen Wunsch lassen. Die noch nicht Entlassenen sind, weil gleichfalls nur leicht gewählt werden sollte, nicht mehr in die Zentrums. erfüllt fehen, auch über dem 1. Wahlkreis, den mit am heißesten erkrankt, nur vom Außendienst befreit. Schwere Fälle liegen auch frattion aufgenommen werden könnte." umstrittenen, die rote Flagge wehen zu sehen? So fragte man sich bei den Lazarettkranten nicht vor. Das Blatt veröffentlicht sodann ein Schreiben des Abgeord- selbst, so fragte man andere. Das eine nur war allen zweifellos: neten erold, Vorsitzender des westfälischen Provinzialkomitees Selbst wenn die Wahl da und dort uns gar Enttäuschungen bringen der Zentrumspartei, und ein solches des Grafen Hompesch, Vor- follte, insgesamt würde zweifellos die Partei wieder einen Fortsitzender der bisherigen Zentrumsfraktion des Reichstages, worin fundgegeben wird, daß Fusangel keine Aufnahme in die Fraktion schritt machen so gewaltig, daß den regierenden Machthabern die finden werde. Antwort auf ihre verlegende Herabsetzung der Wolfsvertretung noch lange in den Ohren gellen wird. Die Nationalliberalen wollen in Köln rot wählen? Ultramontane Blätter berichten von Verhandlungen zwischen den liberalen und fozialistischen Parteileitungen des Neuwieder und Kölner Wahlkreises, daß bei der Stichwahl in Neuwied die Sozialdemokraten den Liberalen und umgekehrt in Köln die Liberalen den Sozialdemokraten unterstüßen sollen. Die Versammlungen waren fast ohne Ausnahme bis auf den letzten Platz gefüllt; eine Reihe von Sälen vermochte die Masse der Erschienenen nicht zu fassen Im ersten, dritten und fünften Wahltreise sah man auch das bürgerliche Element start, vertreten. Der Schulitreik vor Gericht. T, Gnefelt, 24. Januar.( 25. 2. 28.) Die hiesige Straffammer verhandelte heute über einen aus dem polnischen Schulstreit hervor. gegangenen Prozeß. Probst Piotrowicz wurde auf Grund der §§ 110 und 130a wegen Aufforderung zum Ungehorsam, begangen burch eine Predigt in der hiesigen Michaeliskirche und durch in der Satristei erfolgte Verteilung von auf den Schulstreit bezüglichen Betteln, zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Außerdem wurden verurteilt Drechsler Bierbinski und Töpfer Bhsiekewicz zu je 100 M. und zwei Frauen zu je 50 M. Geldstrafe. Abgepreßte Anklage. den Staatsanwalt beauftragt, gegen den Abgeordneten Lengyl einen Budapest, 24. Januar.( W. T. B.) Justizminister Bolonhi hat Prozeß wegen Verleumdung anzuftrengen. Nach Dräsels Festsälen, zur Versammlung des ersten Die Mitteilung der ultramontanen Blätter entspringt weit und eine halbe Stunde später war der Saal jo voll, daß keiner Kreises strömte schon von 7 Uhr ab eine große Menschenmenge, mehr der Furcht, als der Kenntnis der tatsächlichen Verhältnisse. mehr hineingelassen werden konnte Auf der Galerie fanden noch Interessant aber ist die Bemerkung, die die Rhein. Weftf. 8tg." einige Hundert Platz, die ebenfalls bicht gedrängt und stehend der an diese Meldung knüpft. Das Blatt meint nämlich bezüglich der Rede des Kandidaten, Genossen Arons, lauschten. MertUnterstützung der Kölner Genossen durch die Liberalen in der würdig ist es, daß sich hier im Kreise, wo das sozialObligatorischer Boltsschulunterricht Stichwahl: demokratische Programm in allen Versammlungen und auch Paris, 24 Januar( W. T. B.) Minister Briand brachte in in dieser in Massen verbreitet wurde, der Kandidat noch gegen den der Kammer eine Vorlage ein betreffend den obligatorischen Volks. lächerlichen Vorwurf der Berhehlung seiner sozialdemokratischen schulunterricht Gesinnung verteidigen mußte. Doch hatten die Freisinnigen von neuem in einem Flugblatt diese Lüge verbreitet, die natürlich von Rücktritt des spanischen Ministeriums. feinem geglaubt wird, der Arons jemals sprechen gehört hat. Madrid, 24. Januar.( W. T. B.) Das Kabinett hat heute Stampfesfreude und Siegesgewißheit beherrschte auch hier die Ge- feine Demiffion gegeben. nossen und der ganze Verlauf der Wahlbewegung scheint ja auch in diesem Krese eine gute Bürgschaft des Sieges. Soweit die Stimmung der liberalen rheinischen Wählerschaft beurteilt werden kann, geschieht dies auch ohne besondere Instruktion des Wahlkomitees. Abwarten! " Kriegervereine auf Wahlagitation. Der Kreis- Kriegerverband für Düsseldorf fordert in einem Rundschreiben seine Mitglieder auf, nur patriotisch und national gesinnte Männer zu wählen, denen die Der zweite Kreis hatte seine lesten Versammlungen bereits „ Ehre Deutschlands über alles" gehe. Der bisherige Vertreter am Mittwochabend abgehalten. In diesem Kreise waren die Gedes Wahlkreises Düsseldorf, der Zentrumsabgeordnete Kirsch, habe nossen gestern noch eifrig tätig, die Säumigen durch Verteilung von am 13. Dezember vorigen Jahres dieser Anforderung nicht ent- Flugblättern aufzurütteln. Berantw. Redakteur: Hans Weber Berlin. Inseratenteil verantw.: Eh. Gloce, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr, u. Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Gefunkenes Segelschiff. Konstantinopel, 24. Januar.( Meldung des Wiener K. R. Telegr. Korresp.- Bureaus.) Das Segeschiff Galata" der französ jischen Schleppdampfergesellschaft, das von Sozlu nach Eregli am Schwarzen Meer geschleppt wurde, ist mit sechzig Arbeitern gesunken. Es ist noch unbekannt, ob jemand gerettet ist. Nr. 21. 24. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 25. Januar 1907. Die sozialdemokratischen Kandidaten für Berlin und die Nachbarkreise sind: 1. Wahlkreis: Stadtverordneter Dr. Leo Arons, Berlin. 2. Wahlkreis: 4. Wahlkreis: Stadtverordneter Paul Singer, Berlin. 5. Wahlkreis: Geschäftsführer Richard Fischer, Berlin. Arbeitersekretär Robert Schmidt, Berlin. 3. Wahlkreis: Rechtsanwalt Wolfgang Heine, Berlin. 6. Wahlkreis: Schriftsteller Georg Ledebour, Zehlendorf bei Berlin. Für Nieder- Barnim: Stadtverordneter Artur Stadthagen, Berlin. Für Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg: Stadtverordneter Fritz Zubeil, Berlin. Die russische Revolution. Die Mordbuben der Regierung. Irene einige andere stehen. Nach seiner subjektiven Auffassung" nahm der Schuhmann an, die Männer, welche im Haustor standen, könnten vielleicht Arbeitswillige belästigen. Diese Vermutung des Schuhmanns war maßgebend für das rufungs tammer, welche das Urteil des Schöffengerichts bestätigte. Auf den Einwand Neumanns, er habe nicht auf der Straße, sondern innerhalb des Torweges gestanden, legte das Rene Jakobstraße, um in der Hauptsache zu den Neuforderungen der Arbeitnehmer( die Gesellen fordern den Achtstundentag bei einem Minimalstundenlohn von 90 Pf.) Stellung zu nehmen. Nach VerWir erhalten folgendes Privattelegramm: lesung der Forderungen wählten die Versammelten, ohne in eine Terijoki, 24. Januar. Durch Zeugenverhör stellte das Distusfion der einzelnen Tarifpofitionen einzutreten, auf Vorschlag Schöffengericht, sie war auch maßgebend für die Befinnische Gericht in den gestern begonnenen Verhandlungen eines Bureaumitgliedes eine 15gliederige Tariffommiffton und die Ermordung des ehemaligen Dumamitgliedes Herzenstein beauftragten diese, unter Buziehung der bestehenden Kommission der im letzten Sommer hier durch zwei vom russischen Regierungs- Innung mit der Arbeitnehmerkommission über die Forderungen in Berhandlungen einzutreten. " Bolksverband" gedungene Mörder fest. Die russische Regierung am Pranger Arm in Arm mit den Mordbuben vom Verband des russischen Volkes"- ein liebliches Bild. " Der Lieferungsskandal. Am Tarifbewegung der Brauereiarbeiter. Gericht kein Gewicht. Es unterstellte diese Tatsache als wahr und meinte, es fomme gar nicht darauf an, wo der Angeklagte stand. Der Aufforderung des Schuhmanns, die im Interesse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit ergangen sei, hätte der Angeklagte folgen müssen. Aufruhranklage wegen Streitbredjer. 21. Januar cr. wurden die Tarife der Brauereiarbeiter feitens der Unternehmerorganisation, dem Verein der Brauereien Berlins und Umgegend und der beteiligten Arbeiterorganisationen unterzeichnet. Der Tarif der Sektion I Petersburg, 21. Januar.( Eig. Ber.) ( Brauer) enthält an Die Untersuchungskommission der Gurko- Lidval- Affäre ver- Tarif: Einführung der neunstündigen Arbeitszeit bei Nachtschicht Verbesserungen gegenüber dem alten Ein großer Aufruhrprozeß spielt sich zurzeit vor dem Schwurgericht Würzburg ab. Es handelt sich um ein Nachspiel gu öffentlicht ihren Bericht, aus dem hervorgeht, daß der Miniſter- für die Tagschicht bleibt die 91%, stündige Arbeitszeit bestehen. Zu dem vorjährigen Streit der Steinarbeiter im gehülfe Gurko schwere Ueberschreitungen der Amtskompetenzen be- fammendrängung der Bruttoarbeitszeit am Tage auf 11, bei Nacht Main- Sandsteingebiet. Angeklagt sind die Steinarbeiter Seb. gangen hat. Daß die Kommission nicht die wirklichen Gründe ent- auf 10 Stunden. Eine bedeutende Werbefferung bedeutet die Ver- Sauer, Demant, Grieb, Henkelmann, Müller, Nüder und Wallrapp schleiern wird, die den Ministergehülfen bewogen haben, dem türzung der Bruttoarbeitszeit für Darrheizer auf 91%, Stunden. Bei wegen Verbrechen, Karl und Johann Sauer und Andreas Schmidt Lidbal, einem verkrachten Spielhaushälter, die Lieferung von lleberstunden vor oder nach der regulären Schicht Stunde Pause wegen Vergehens des Landfriedensbruchs. Die Aftiengesellschaft 10 Millionen Bud Getreide für die Hungergebiete anzuvertrauen ohne Lohnabzug, Schichtanfang für Brauereien mit über 25 000 Btr. Main- Sandsteinwerke hat in verschiedenen Gegenden Unterfrankens und einen Vorschuß von 800 000 Rubel sowie größere Vorschüsse Malzberbrauch pro Jahr frühestens 7 Uhr morgens resp. abends Steinbrüche. In dem Betriebe in Ebelsbach wurde im vorigen Garantien für die Erfüllung des abgeschlossenen Vertrages, das diejenigen Brauereien mit einem Malzverbrauch von über 25 000 fingsten währte. Bald darauf entstand auch in den Brüchen zu stand von vornherein fest. Die Erklärungen Gurkos in der Kom- Zentner betrug der Satz der zugelassenen minderbezahlten Arbeit- Goßmannsdorf eine Bewegung, die hauptsächlich auf die Bemission find so lächerlich nichtssagend, daß aus allen Presstimmen nehmer bis dato 15 Proz., derselbe ist nunmehr auf 10 Proz. herab- seitigung des wilden Akkordsystems gerichtet war. zu dem Kommissionsberichte klar der Gedanke spricht: Der Mann gesetzt worden. Erhöhung der Ueberstundenbezahlung von 60 Pf. Die Firma lehnte in brüster Weise jedes zuschwindelt! Der Kommissionsbericht hat niemand befriedigt, und auf 75 Pf. pro Stunde. An den beiden Dster, Pfingst- und Weih- geständnis ab. Es entwidelte sich ein Kampf, der von Ende die Affäre ist nur noch verwirrter geworden. Die" Ruzi" erfährt nachtsfeiertagen 1 M. pro Ueberstunde. Urlaub unter Fortzahlung Mai bis den ganzen Sommer hindurch dauerte und auf beiden aus Bureautratenkreisen, daß man dort sehr gut wiffe, wie man des Lohnes nach zwei Jahren zwei Tagen steigend bis sechs Jahre Seiten mit großer Zähigkeit geführt wurde. Der Hauptangeklagte Gurto Beit gegeben hat, alle Dokumente, die ihn hätten kom- und darüber auf eine Woche Urlaub. Die Dauer des Tarifes be- Geb. Sauer war als Streitführer gewählt. Am 20. August fonpromittieren fönnen, verschwinden zu lassen und neue anzufertigen. trägt 31 Jahre, 31. März 1910. Die Verlängerung des Tarifes trollierte er am Würzburger Bahnhofe die dort aufgestellten StreitWegen Amtsüberschreitung müßte nun Gurko auf Grund der um ¼ Jahre ist auf Antrag der Arbeitsorganisationen geschehen. posten, wobei er die Beobachtung machte, daß der Geschäftsführer Artikel 341 und 343 des russischen Strafgesetzbuches ins Zuchthaus Die erhöhten Löhne werden den beim Abschluß des Tarifes in Täschner eine Ladung Streitbrecher von Gbelsbad wandern. Er findet aber gewiß seinen goldenen Sessel im Reichs- den Brauereien beschäftigten Arbeitnehmern ab 1. Januar 1907 nach nach Goßmannsdorf schaffen wollte. Sauer besticg rat. Vielleicht, daß die" Berleumdungsklage" des Gouverneurs gezahlt. bon Nischnij Nowgorod, Barons Frederics, noch einiges Licht in die ebenfalls den Zug und versuchte unterwegs die Arbeitswilligen zu bewegen, ihren Kollegen nicht in den Rücken zu fallen. Aber die Affäre bringt. Frederids flagt gegen das Kadettenblatt" Rjetsch" wegen der Behauptung, daß Frederics von Ridval bei der Gevon dem Geschäftsführer aufgeftachelten Leute wiesen ihn mit schichte 25 000 Rubel erhalten habe. Sohn und Spott zurück. Dann besuchte er per Fahrrad verschiedene Orte, in denen Steinarbeiter wohnten, um die Ankunft der StreifDie Auffassung des Schuhmanns bleibt maßgebend. brecher zu verkünden. Am Abend des gleichen Tages sammelten sich Zu einer Gefahr für die ohnehin sehr zweifelhafte Rechts- vor den Brüchen eine Anzahl Streitbrecher an Nach Arbeitsschluß ficherheit in Preußen ist die gerichtliche Praris geworden, wonach hörte man in den Brüchen einen Schuß, der allgemein die Auffassung des Schutzmanns für die Richter maßgebend ist und als Drohung aufgefaßt wurde. Als dann die Arbeitsder Staatsbürger ohne Umstände verurteilt wird, wenn er einer tilligen aus den Brüchen herauskamen, suchten die Streikenden noch so unbegründeten Anordnung eines Schußmannes nicht folgt. sie wiederum zur Arbeitsniederlegung zu bewegen. Man antDieser Zustand der Rechtsunsicherheit wird wieder einmal be- wortete ihnen jedoch nur mit höhnischen Redensarten und Proboleuchtet durch einen Fall, über den am Donnerstag die achte Straftationen. Das führte nach und nach zu einem Wortgeplänkel, das fammer als Berufungsinstanz urteilte. in eine Schieberei und zuletzt in eine Prügelei ausartete, bei der es auf beiden Seiten Verletzungen gab, die jedoch nicht gefährlicher Natur waren. Aus der Sache wurde ein" planmäßiger" Ueberfall gemacht, bei dem der Streitführer Sauer den Rädelsführer ge= spielt habe. Die Untersuchung erstreckte sich ursprünglich auf 54 Personen, von denen aber 43 wieder außer Verfolgung gesetzt werden mußten. Die Verhandlung wird wahrscheinlich heute zu Ende gehen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Der Kampf in der Holzindustrie. Gerichts- Zeitung. Verfammlungen. Den gestern eingegangenen Meldungen zufolge haben sich am Mittwoch fünf Betriebe mit je einem Arbeiter der Aussperrung angeschloffen. Aus den Betrieben, welche bisher schon ausgesperrt hatten, find 143 Arbeiter hinzugekommen. Von diesen ist jedoch nur Angeklagt war der Metallarbeiter Neumann. Gr. ein Teil ausgesperrt. Die meisten davon hat der Holzarbeiter- tam am Morgen des 28. August von der Nachtschicht nach Hause, verband aus den Betrieben herausgezogen. Die Gesamtzahl der in traf vor der Tür des Hauses, in dem er wohnt, einige ihm näher Berlin Ausgesperrten einschließlich der vom Holzarbeiterverbande ihnen stehen. Nun kam bekannte Hausbewohner, begrüßte sie und blieb im Gespräch mit nach der Darstellung Neumanns der Herausgezogenen beträgt jetzt 6765. Unter den von den Unter- Schußmann Pasternak und herrschte Neumann an, er folle da fortnehmern als ausgesperrt angegebenen befinden sich viele, die, wenn gehen. Neumann ging nicht, denn er fühlte sich berechtigt, in der es feine Aussperrung gäbe, auch arbeitslos sein würden. Das er- Torwegnische des von ihm bewohnten Hauses mit seinen Hausgibt ein Vergleich der jetzigen Arbeitslosenziffer mit derjenigen aus genossen zu sprechen. Er sagte das auch dem Schuhmann. Der der entsprechenden Zeit des Vorjahres. In der vorigen Woche entfernte sich zunächst eine kurze Strecke. Währenddessen ist ihm 14.- 19. Januar) waren auf dem paritätischen Arbeitsnachweis nur jedenfalls das subjektive Bewußtsein" gekommen, daß Neumann 418 Arbeitslose eingeschrieben, während im Januar vorigen Jahres Er kehrte also um und nahm Neumann mit zur Polizeimache. Bei abend in den Musikerfälen, Kaiser Wilhelmstraße, statt. Der Referent feiner, des Schutzmanns, Aufforderung unbedingt folgen müsse. Eine gutbesuchte Handlungsgehülfenversammlung fand Mittwoch jede Woche gegen 700 Arbeitslose eingetragen wurden. dieser Gelegenheit erfuhr Neumann, daß die Arbeiter eines Kohlen- Gen. Borchardt Treptow behandelte ausführlich die Lage der geschäftes, welches sich in dem von ihm bewohnten Hause befindet, Handlungsgehülfen und zeigte den Bersammelten, wie diese Lage streiften, und daß die Hausgenossen, mit denen er sprach, zu den zu der Erkenntnis führen muß, daß die Nation aus verschiedenen der angeblich bereits 200 Mitglieder zählen soll, ist in aller Stille Streifenden gehörten. Das Vorgehen des Schuhmanns gegen lassen mit gegensäglichen Interessen zusammengesetzt ist. Da gegründet worden. Er führt den Namen„ Arbeitgeberverband für Neumann erklärt sich also dadurch, daß der Schuhmann den Metalldie bereits dem Polizeipräsidium zur Genehmigung unterbreitet sein Als fich diese Verwechselung auf der Wache herausstellte, ging der gesamten Nation erhoffen dürfe, das sei die Proletarierflasse. das Dachdeckergewerbe zu Berlin und Umgebung". Die Statuten, arbeiter Neumann für einen Streifposten der Kohlenarbeiter hielt. gelte es Partei zu ergreifen für diejenige Klaffe, von deren Sieg man einen Fortschritt der Kultur, einen Aufstieg der follen, enthalten folgende bemerkenswerten Punkte: Der Verband Schutzmann wie Neumann fagt wieder hinaus mit den Deshalb müsse die politische Anschauung des denkenden Handlungsbezweckt die Herbeiführung dauernd friedlicher Verhältnisse Worten:„ Na, dann werde ich einen Kohlenarbeiter holen." zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern durch Berücksichtigung Obgleich Neumann wie aus diesem Verhalten des Schuß- gehülfen die sozialdemokratische sein, und er müsse bei der Wahl berechtigter und Abwehr unberechtigter Forderungen und Alsdann hielt der Kandidat des fünften Streifes, Genosse Robert Schmidt, eine längere Ansprache. Zur Debatte meldete sich ein Söldling des Reichsverbandes, der durch ein paar konfuse Nedensarten Er hatte feine Diäten verdient, und wenig Tümmerte es ihn, ob und große Heiterfeit erregte. Sobald er geendet, verschivand er aus dem Saal. welchen Erfolg. er erzielt hatte. In seinem Schlußwort forderte Genosse Borchardt die Anwesenden auf, nicht nur der sozialdemokratischen Partei, sondern auch dem Zentralverband der Genosse Borchardt die Anwesenden auf, nicht nur der sozialHandlungsgehülfen beizutreten. Ein neuer Arbeitgeberverband, un manns hervorgeht nicht der Richtige" war, bedachte ihn die fozialdemokratisch stimmen. Witterungsübersicht vom 24. Jannar 1907, morgens& the. gefeßlicher Uebergriffe, insbesondere Arbeitseinstellungen der Polizei doch mit einem Strafbefehl von 30 M. Das Schöffengericht Arbeitnehmer und ihrer Vereinigungen. Ferner Vereinbarung mit hat die Strafe auf 5 M. herabgesetzt. Auch dagegen legte Neumann Lieferungsgeschäften für etwaige Arbeitseinstellungen zu treffen. im Bewußtsein seines Rechtes Berufung ein; er hatte aber damit Keine im Ausstande oder in der Aussperrung befindlichen Arbeit feinen Erfolg. Zu seiner Rechtfertigung führte der Angeklagte an, nehmer anderer einzustellen... Bei Ermittelung des Bestrebens daß er nicht verpflichtet sein könne, in diesem Falle der Auffordeder Arbeitnehmer, durch unberechtigte Forderungen und lebergriffe rung des Schuhmanns zu folgen, denn es dürfe ihm doch nicht berdie Beschlüsse des Verbandes zu durchbrechen, offiziell den Ausbruch wehrt werden, innerhalb des Torweges des von ihm bewohnten der Arbeitseinstellung in den betreffenden Geschäften zu ver- Hauses zu stehen. Auf der Straße habe er gar nicht gestanden; fünden, unverzüglich vermittelnd einzugreifen, unter Be übrigens habe er sich um den Kohlenarbeiterstreit gar nicht genugung der angesammelten Betriebsmittel( tausend Mark soll fümmert und es fönne gar keine Rede davon sein, daß er als der gegenwärtige Sassenbestand ſein), also für Rechnung Streifposten im Torweg gestanden habe. Nach diesen Dardes Verbandes durch Mittelspersonen, Annoncen und auf legungen des Angeklagten schienen die Richter und auch der Staatssonst zweddienlich erscheinendem Wege Ersagarbeitnehmer anwalt zunächst verwundert über das Vorgehen des Schuhmanns. für die Ausständigen heranzuziehen. Drohungen der Dieser wurde eingehend befragt und seine Aussage gab denn auch Arbeiter auf Kosten des Verbandes gerichtlich zu verfolgen. die juristische Handhabe, um die Berufung zu verwerfen. Der Stationen für den Fall, daß eine teilweise Arbeitseinstellung nicht in türzester Schußmann hatte natürlich die zur Verurteilung des Angeklagten Frist, längstens innerhalb acht Tagen nach dem Ausbruch derselben erforderliche subjektive Auffassung", daß der im Torweg stehende Beendigt und auch die schleunige Wiederaufnahme der Arbeit seitens Metallarbeiter Neumann arbeitswillige Kohlenarbeiter belästigen der Ausständigen nicht mit Sicherheit zu erwarten sein sollte; auf tönnte! Daß er irgendwen belästigt hat, oder daß er auch Swinemde. 785 SSD 6helter Beschluß einer sofort seitens des Vorstandes einzuberufenden Ver nur die Absicht hatte, jemand zu belästigen, das konnte der Schutz- Hamburg 782 DSD 5 wolkenl-13 Betersburg 773 23 784 DSD 3 wolfent- 15 Scilly bandsversammlung sämtliche Mitglieder für solidarisch mann nicht bestätigen, denn von Belästigungen hat er selbst nichts Franti.a.m. 780 N 2 wolfen!-11 Aberdeen zu erklären und gemeinschaftlich die Arbeit für Dachdeder gesehen. Nur gehört hat er, daß der in dem fraglichen Hause fünchen 782 GD 774 DGD und Arbeiter, inklusive Affordarbeit zu sperren, ohne wohnende Kohlenhändler Grimberg sich darüber beklagt hat, daß Bien 789 SSD 4 heiter-11 jedoch zur Entlaffung der Poliere und Lehrlinge verbunden zu sein. feine Arbeitswilligen am Tage vorher belästigt" worden seien. Wetter- Prognose für Freitag, den 25. Januar 1907. Die erste Versammlung feit Gründung des Berbandes" tagte Auf Ersuchen des Kohlenhändlers ist der Schuhmann vom Revier Trocken und vorwiegend heiter bei clivas gelinderem Frost und Mittwoch abend als außerordentliche" im Schultheiß- Restaurant, nach dem betreffenden Hause geschickt. Dort sah er Neumann und mäßigen südöstlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Berlin Barometer. fland mm Wind richtung Windstärke Better 4 heiter Temp. n. G. 5° C. 4° R. Stationen Barometer fland mm Wind richtung Windstärke Belter -13 Haparanda 750 WSW 4 halb bd. -15 Paris 5 bedeďt 774ND 6 bedeckt 779 SS 26cdect 2bededt Temp. n. 6. Bo- Do 171 Blitz Blitz Blitz Blitz Am Mittwoch, den 23. Januar, entschlief sanft nach langen schwes ren Leiden im 54. Lebensjahre mein geliebter Mann, unser lieber, sorgsamer Bater, Bruder, Schwa ger und Dntel 37682 Emil Klinkowski. am Die Beerdigung findet Sonntag, den 27. Januar, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle der Hedwig- Gemeinde, Liesenstraße, aus statt. Dies zeigt tiefbetrübt an namens der Hinterbliebenen Frau Antonie Klinkowski geb. Noack, nebst Töchtern. Sozialdemokratischer Wahlverein des 6. Berliner Wahlkreises. Todes- Anzeige. Am 23. d. m. verstarb unser Mitglied, der Schlosser Emil Klinkowski Sparrstr. 2a. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 27. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Halle des alten St. Hedwigs- Kirchhofes in der Liesenstraße aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 246/17 Der Vorstand. Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme bei ber Beerdigung meines lieben Mannes, des Steinmetz 10766 Ernst Klonsdorf fagen wir allen Verwandten, Freunden, Meister und Kollegen unseren herzlichsten Dant. Witwe Auguste Klonsdorf nebst Kindern. Verband d. baugewerblichen Hülfsarbeiter Deutschlands. Zweigverein Berlin u. Umgegend. Bezirk Rigdorf. 32/7 Todes- Anzeige. Am Mittwoch, den 23. Januar verstarb unser treuer Kollege Georg Ehlert. Ehre seinem Andenken! am Die Beerdigung findet Sonnabend, den 26. Januar, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Kirchhofes in Rirdorf, Mariendorfer Weg aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Zweigvereinsvorstand Zentral- Verband der Zimmerer Deutschlands. Zahlstelle Berlin und Umgegend. ( Bezirk 12.) Allen Kameraden hiermit zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied Fritz Bolle verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 26, d. M., nachmittags 3 Uhr von der Leichenhalle des Bartholomäus- Kirchhofes in Weißensee, Falkenberger Chaussee, aus statt. 254/1 Um rege Beteiligung bittet Die Bezirksleitung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben, unver geßlichen Mannes, des Schmiedes Gustav Heß Kassenbäder jeb. Augusta- Bad, sage ich allen meinen herzlichsten Dank. Köpenickerstr. 60.[ 1196* Die trauernde Witwe: Marie Heß. Verein Berliner Hausdiener. Mitgliedschaft I des Zentralverbandes der Handels-, Transport- n. Berkehrsarbeiter Deutschlands. Todes- Anzeige. Unseren Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Max Ziegler verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet von der Halle des Sophten Kirchhofes, Freienwalderstraße aus, am Freitag, den 25. d. M., nachmittags 3 Uhr, statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 67/12 Die Ortsverwaltung I. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß meine liebe Frau 37692 Anna Herzog geb. Hoffmann am Montag, den 21. d. M., nach langen schweren, mit Geduld er tragenen Leiden sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Sonnabend, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Rigdorfer Kirchhofes am Mariendorfer Weg aus statt. Der trauernde Gatte Karl Herzog. Greift zu! ben besten " " Monatsanzüge. b. 9,50 m. Abonnementsanzüge „ 10,50 Anzüge, Ersatz f. Maß, 20,00 12,50 Pfandleihanzüge. Monatspaletots b. 9,50 M. " " " " Joppen 5,00, Beinkleider 2,00 Alles auch für korpulente Figuren. Zentral- Keller, Berlin SO., Neanderstraße 35. 3 Min. von Stadtb. Jannowigbrüde, an d.Köpeniderstr. Straßenb.- Bergüt. Suche einen tüchtigen Arbeiter, welcher selbständig 10725* Automatenbänke bedienen und Werkzeuge anfertigen kann, nach auswärts. Offerten unter G. 1 an die Erped. dieses Blattes. Orts- Krankenkasse der Gürtler zu Berlin. Wassertorstraße 10/11 I. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß bie Aerzte- Verzeichnisse für das Jahr 1907 im Kaffenlotale in Empfang genommen werden können. Berlin, den 24. Januar 1907. 10706 Der Vorstand. G. Kneiff. Beste Bettenfüllung find die vorzüglich füllenden, sehr elastischen, echt chinesischen Monopoldaunen ( gefeßl. geschütt) fund mr. 2,85. 8-4 Pfund genügen. gr. Oberbett. Berf. geg. Nachnahme. Berpackung frei. Polologlow- Zigaretten sind in Geschmack und Qualität unerreicht! Das Stück 3 bis 10 Pfennige Ueberall käuflich! Fabrik ,, Epirus", Dresden Brauerei Königstadt ee 3621L* ActienGesellschaft empfiehlt ihr vorzüglich geratenes BOCKBIER 1071b in Fässern u. Flaschen und erbittet gefl. Bestellungen. Fernsprecher der Faßbier- Expedition Amt III. No. 676. 99 Flaschenbier- Abtlg. III. " 3947. " Gustav Lustig Rothenburger Versicherungs- Anstalt a. G. Berlin S. Prinzenstr. 46 Größtes Bettfedern- Spezials geschäft Deutschlands. Buchhandlung Vorwärts Berlin, SW. 68. Lindenstr. 69. Bur Agitation, namentlich auf dem Lande, empfehlen wir angelegentlichst Das verbotene Blatt. Preis für 100 Exemplare 1 M. Porto 10 Pf. Englischen Unterricht, einzeln und im Birkel, erteilt 36372* Gertrud Swienty, Schöneberg, Sedanstraße 57, III. in Görlitz. Gegründet im Jahre 1856. 10 Größte deutsche Anstalt für Sterbegeld- Versicherung. Billige Beiträge. Sehr vorteilhafte Bedingungen. Alle Ueberschüsse fallen dén Mitgliedern zu. Dividende seit 1898 ständig 25%, eines Jahresbeitrages, für ältere Versicherungen 50% Versicherungsbestand Mill. Versich. über Gesamtvermögen Seither ausgezahlte Sterbegelder pp. 80 Millionen M. 21 Millionen M. 17 Millionen M. Seither an die Mitglieder überwies. Dividende 5 Millionen M. Höchstzulässige Versicherungssumme M. 1500, zahlbar nach Wahl auch schon bei Lebzeiten. Keine ärztliche Untersuchung. Nähere Auskunft erteilen und Anträge nehmen entgegen die Einnehmer- Stellen der Anstalt: Brunnenstr. 83, Dorotheenstraße 70, Feldzeugmeisterstr. 9, Flemmingstr. 3, Madaistr. 7, Möckernstr. 12, Muskauerstr. 30, Prinzenstr. 100, Rathenowerstraße 53, Ritterstr. 4, Rostockerstr. 44, Turmstr. 40, Wassertorstraße 53, Weißenburgerstr. 47, Wilhelmstr. 79, Wilhelmstr. 138. Kurz vor Eröffnung der Frühjahrs- Saison verkaufen wir an 10 Sonder- Verkaufs- Tagen Tausende Herren- Anzüge, einzelne Hosen und Westen, welche aus Resten unserer Mass- Abteilungen und der Fabrikation gefertigt oder aus unvollständigen Serien nach der Inventur aussortiert sind, zu teilweise bis unter die Hälfte der früheren Preise herabgesetzten Preisen. Der Sonder- Verkauf beginnt am Sonnabend, dem 26. Januar. Herren- Anzüge 18.- 15.36.- 24.- 8 M. M. 65 Herren Hosen 2 M. 25| Herren- Westen 3.50 2.50 1 M. 50 5.- 4.Grosse Mengen Knaben- und Jünglings- Anzüge und einzelne Hosen spottbillig. Baer Sohn Chausseestrasse 24a/ 25 11 Brückenstrasse 11 Gr. Frankfurter Str. 20 Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz. Kaufe bei ,, Blitz" Herren- Konfektion. Ausverkauf. Knaben- Konfektion. 43, Kommandantenstr. 43, nur Hauptstr. 10, Schöneberg. Hauptstr. 10. Extra billiger Sonderverkauf. Herren- Paletots, Kavalier. 8/ 12* jetzt 245. M. Herren- Hose„ Herkules" Knaben- Anzüge u. Paletots, jetzt 260 M. Herren- Anzüge, Kavalier. jetzt 1250 M. • • . jetzt 1050 M. Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz. 80. Chausseestr. 80. 9, Rosenthalerstr. 9. 137, Gr. Frankfurterstr. 137. Blitz Blitz Blitz Blitz Teures Fleisch Blitz Blitz Blitz Blitz H. Zimmermann Berlin SO. Juwelier Oranienstr. 206 Gold- und Silberwaren- Fabrik, Uhren- Großhandlung. Eigene Werkstatt für Neuarbeit u. Reparatur. Streng reell. · Billigste Preise. PrinzenDr. Simmel, Str. 41, 3535L Schöne Wohnungen Border Spezialarzt für 3/5 Berlin N., Türkenstr. 19. Haut- und Harnleiden. und Gartenhaus- Wohnungen v. zweł 10-2,5-7. Sonntags 10-12, 2-4. 8imm., Bad, Klos. u. Kammer, mit Weidenweg 12, ab 1./2 ein Laden m. daselbst beim Verwalter 1 Tr. born. Umzugsgeld billig 3. verm. Näheres Wohnung, 60 M. d. Tröllsch I. Deutsche Dampffischerei- Gesellschaft ,, Nordsee" ( Größte Hochseefischerei- Gesellschaft Deutschlands.) billige Seefische!! Filiale: Berlin C. 2, Bahnhof Börse, Bogen 8–10. Bester Fleischersatz, schmackhaft u. durch hohen Nährgehalt sich auszeichnend! Große Fänge in lebendfrischer Ware sind soeben eingetroffen! Zentral- Fernsprecher: Amt III No. 8804. Seefisch- Kochbücher gratis. Verkaufs- Niederlagen: Potsdamerstraße 112a Prinzenstr. 30 Madaistr. 22 Landsbergerstr. 52-53 bei der Lützowstraße. Tel- Amt VI 7190. am Moritzplatz. im Schlesischen Bahnhof. der Kurzen Straße gegenüber. am Stuttgarter Platz. Wilmersdorferstraße 111, Tel. Charlottenburg 6718. Wir empfehlen besonders: ohne Kopf 30 Pt Kabeljau Gr. Schellfisch 32 mit Kopf im ganzen Fisch. Alle übrigen Sorten Seefische zu billigsten Tagespreisen. Pf. Pf. Heute abend 9 Uhr: Verkündung der Wahlrefultate. 201 onisW Erster Kreis. Dräsels Festsäle, Neue Friedrichstraße 35. Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Zweiter Kreis. Bock- Brauerei, am Tempelhofer Berg. Kliems Festsaal, Hasenheide 13. Hofjäger- Palast, Hasenheide 52/53. Alter Bürgergarten, Lindenstraße 105. Zühlkes Festsaal, Dennewitzstraße 13. 188 8 03.09 21 Dritter Kreis. Märkischer Hof, Admiralstraße 18c. Buggenhagen, am Morigplatz. Rittersäle, Ritterstraße 75. Zentral- Festsäle, Alte Jakobstraße 32. 88.80 TO CA Sechster Kreis. Fröbel, Schönhauser Allee 148. Groterjan, Schönhauser Allee 130. Wilke, Brunnenstraße 188. Daase, Brunnenstraße 154. Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstraße 42. Schirm, Badstraße 19. Marienbad, Badstraße 35/36. Bockbrauerei( früher Norddeutsche), Chausseestraße 58. Kösliner Hof, Röslinerstraße 8. Sachon, Müllerstraße 136. Kronenbrauerei, Alt- Moabit 47/49. Moabiter Gesellschaftshaus, Wiclefftraße 24. eave Teltow- Beeskow. Luisenstädtisches Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37. Frankes Festsäle, Sebastianstraße 39. Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. FeedT HT Dresdener Kasino, Dresdenerstraße 97. Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45. Fürstenhof, Köpenickerstraße 137/138. 20 Keller, Roppenstraße 29. Vierter Kreis. Markgrafensäle, Markgrafendamm. Litfin, Memelerstraße 67. Boeker, Weberstraße 17. σε bismelisd Englischer Garten, Alexanderstraße 27c. Elysium, Landsberger Allee 40/41. Walter, Andreasstraße 21( Andreas- Festsäle). Köpenicker Hof, Röpenickerstraße 174. Urania, Wrangelstraße 9/10. Graumann, Naunynstraße 27. Drachenburg, Vor dem Schlesischen Tor. Süd- Ost, Waldemarstraße 75. Behrends Festsäle, Manteuffelstraße 95. ind Fünfter Kreis. Schweizergarten, Am Königstor. Altes Schützenhaus, Linienstraße 5. Sophien- Säle, Sophienstraße 17/18. Zahlreichen Besuch erwartet Zentralwahlbureau: Charlottenburg, Volkshaus, Rofinenftr. 3. Charlottenburg 4606. Resultatverkündungen: Charlottenburg. Volkshaus, Rosinenstraße 3. Telephon: Amt Schulz, Kaiser Friedrichstraße 24. Rixdorf. Hoppe, Hermannstraße 49. Thiel, Bergstraße 151/152. Bruse, Knesebeckstraße 113. Heickhaus, Karlsgarten 6/10. Wollbrandt, Kirchhofstraße 41. Schöneberg. Obst, Meiningerstraße 8. Niederbarnim. Rummelsburg, Zentralwahlbureau: Restaurant Tempel, AltBoxhagen 8. Resultatverkündungen: 56. Telephon: VII, 10078. Lichtenberg. Schwarzer Adler, Frankfurter Chaussee 5/6. Rummelsburg. Weigels Restaurant, Türrschmidtstraße. Weißensee. Schloß Weißensee. Pankow. Roczyckis Gesellschaftshaus, Kreuzstraße 5/6. Reinickendorf- Ost. Restaurant Brückner, Provinzstr. 82. Reinickendorf- West. Franke, Eichbornstraße 18. Wilhelmsruh. Petsch, Kronprinzenstraße 2. Hermsdorf. Restaurant Forsthaus. Tegel. Restaurant Gelhaar, Berlinerstraße. Ober- Schöneweide. Kaufhold, Wilhelminenhofstr. 18. Nieder- Schönhausen. Ratzeck, Kaiser Wilhelmstr. 10. Stralau. Paul Schöps, Alt- Stralau 17. Oranienburg. E. Schumann, Schüßenstraße. Bernau. Elysium. Friedrichsfelde. Schulz, Wilhelmstraße 11. Friedrichshagen. Restaurant Eiskeller, Friedrichstraße 96/97. Der Aktionsausschuß. A.JANDORF& Co Spittelmarkt Belle Alliancestrasse Grosse Frankfurterstrasse Brunnenstrasse Kottbuser Damm Sowelt der Vorrat reicht. Freitag, Sonnabend Orkauf nicht an Wiederverkäufer. 2 Sonder- Tage für Lebensmittel Backobst Gem. Backobst Pflaumen Pflaumen ohne Stein Prünellen Ringäpfel Fisch- Conserven Weine 1 Flasche bei 10 Fl. Pfund 35, 45p. Brat- od Bismarckheringe Dose 45 Obermoseler 50 48P Cognac Cognac alter Cognac feiner alter Pfund 18, 23P. Delikatess- Heringe Dose 52 Ft. Moselblümchen 55 53 Pfund 45P. Delikatess- Heringe Dose 82 Pt. Zeltinger 65 62P Rum feiner Pfund 70 Pr. Hering in Aspic Pfund 48Pf. Sardinen od. Anchovis Dose 38Pf. Medoc Cantenac 90 85P Rum feiner alter Glas 24P. Medoc St. Estèphe 1.10 1.05 Diverse Liköre Stück 1.82 Wolgahühner Conserven extra stark. Dose Inhalt 20-24 Stangen 11 Dose 1/2 Dose Stangenspargel to stage 1.45, 78 Stangenspargel Prize 30 tangent 1.35, 73 26-30 1 Dose Inhalt 1.00, 55 Stangenspargel| 32-36 Stangen 1.15, 63 I Dose Inhalt Stangenspargel II Stangenspargel dünn und zart Riesen Bruchspargel Pfefferlinge Spinat Hasen ohne Fell Dose 1/2 Dose Verschnitt Stück 2.40 Flasche 1.05 FL. 1.40, 1.85 Flasche 95 PL FL. 1.50,1.90 Fleischwaren Flasche 65PL 45, 28 Cervelatwurst Pfund 1.20 34 Salamiwurst Pfund 1.20 75, 43 Gem. Gemüse la Gem. Gemüse Kohlrabi 90, 50 45, 28 Knoblauchwurst Thüringer Pfund 1.15 1.20, 65 Bruchspargel extra prima 95, 55 Schoten feinste 83, 47 Schoten junge 53, 32 sauer, mit Stein Schoten 22 Pflaumen ohne Stein 53, 33 Pflaumen ganze Frucht 43, 27 Kirschen ohne Stein 90, 50 Kirschen 58, 34 60 Landleberwurst Pfund 90Pf. Rotwurst I Pfund 80Pf. Rotwurst II Pfund 50Pf. Apfelmuss Aprikosen Frucht 55, 33 Pfirsiche Frucht 1.15, 63 Erdbeeren 36, 23 Preisselbeeren 1.15, 63 95, 53 Kassler Rippespeer Pd. 88Pf. Zwiebelleberwurst Pfand 50Pf. Feine Leberwurst Pfand 1.00 Kaffee täglich Mischung ။ III IV V VI Thee Mischung Pfund Citronen Dutzend 30, 40 Pl., 40Pf., ။ III IV V Apfelsinen Verkäufe. Teppiche mit Farbenjehlern Fabrit. niederlage Große Frankfurteritraße 9, parterre. fein Laden. Mauerhoff.+1 Steppdecken billigst Febrik Große Frankfurterstraße 9, parterre.+1 Gardinenbaus Große Frankfurter ftraße 9, parterre. Kein Laden. Mauerhoff. frisch gebrannt Brutto Pfund 80 PL. 95 PL. 1.10 1.30 1.50 Dutzend 25, 35, 45P Nähmaschinen, Käufer dieser Woche Betten, 2 Stand vorzügliche reine ohne Anzahlung, Woche 1,00, erhalten neue schlesische Gänfefedern, prima Gratiszugabe Delgemälde, Hand- Inletts umständehalber verkauft bis malerei." Stöpenickerstraße 60/61, Große Montag Dragonerstraße 15 I lints. Prenzlauer Frankfurterstraße 43, straße 59/60. + 88* Verschiedenes. 1.20 1.60 2.00 2.40 2.60 Ananas Deutscher Arbeitsmarkt. Holzarbeiter- Verband. Stellenangebote. Lehrling für chirurgische Instru mente. Sauer, Kastanien- Allee 46. Einpacker, welcher auch Kisten Volks humorist Henry Balzé, auch| paden kann, wird verlangt Neumann, Gesellschaft, Manteuffelstraße 41.* Hennig u. Co., SO., Zeughofstraße 21. Botenfrauen finden sofort sehr lohnende Beschäftigung Schiffbauer 9/ 13* damm 1. Botenfrauen finden sofort lohnende und dauernde Beschäftigung Prinzen ftraße 41. Botenfrauen finden sehr lohnende Beschäftigung Königstraße 56/57. Achtung! Achtung! Monatsanzüge und Winter paletots von 5,00, Joppen von 4,50, Hosen von 1,50, Gehrocanzüge von 12,00, Frads von 2,50, sowie für forpulente Figuren. Neue Garderobe zu staunend billigen Preisen, aus Patentanwalt Wessel, Gitschiner Bfandleihen verfallene Sachen lauft ftraße 94a. 9276* 1+ man am billigsten bei Naß, MuladTeppiche( fehlerbasie) in allen straße 14. Kunststopferei von Frau Rofošty, 10515* Größen für die Hälfte des Wertes Charlottenburg, Goethestraße 84, I. Brautleute! Möbelsuchende! Beim Teppichlager Brünn, Hadescher fannt billigste Bezugsquelle für WohNixdorf, Bruses Festfäle, SneseMarkt 4, Bahnhof Börse. 255/ 2* mungseinrichtungen, Sofas, Bett becftraße 113, Restaurant, Garten, Steppdecken spottbillig, Fabrit stellen, reelle Matraßen in über- Bereinszimmer, Parkettjaal( 600 Ber+ 117* Große Frankfurterstraße 60. 2167 raschender Auswahl! Nur Grünersonen). Sonntags Ball. fveg 81." Hermann Dwinagli Pfandscheine kauft Pfandleihe Hochvornehme Herrenanzüge, 5/14 Herrenpaletois aus feinsten Maß billiger Bettenverkauf, Goldsachen, Berfallene Pfänderverkauf, spott Brinzenstraße 63. Bücher fauft, beleiht Antiquariat ftoffen 18 bis 38,00, olen 7-12,00 Garderoben, Möbelstücke, Wäsche Sochstraße 56, I. verkauft täglich, Sonntag. Deutsches verkauf. Hermannplatz sechs.+ 118* Versandhaus, Jägerstraße 63, I.* * 9/ 11* Klavierarbeiter! * 1872 Teilzahlung. Anfertigung ele Ueber die Pianofabrit Bell& Plüsch Lambrequins, reichgestidi ganter Herrengarderobe. Marcus, Co., Andreasstr. 32 und Grüner Pfandleihhans Weidentveg 19. 2,35, Wert 5 Mart. Inventurpreis. Boststraße 14. 9/ 6* eg 79, die unter der Firma SchleunigerRäumungsverkauf, Winter Teppichhaus Emil Lefèvre, DranienKleiderspind, Kommode, Schlaf- Neugebauer Nachf. Arbeitspaletots, Winteranzüge, Bettenverlauf, straße 158. Inventurliste gratis. sofa, Bettstelle, Matraße faust Ber- millige sucht, ist nach 14 wöchigem Gardinenverlauf, Bäscheverkauf, Streit die Teppichhaus Emil Lefèvre, Oranien walter Palisadenstraße 95. 9/ 12* Uhrenverkauf. Hesterverkauf, TeppichSperre dauernd verfans, Sleppdecken, Nähmaschinen, straße 158, jest Inventur- Räumungsberhängt. Berpreise. Extralifte gratis. staunenerregende Spottpreise. bindungen allertvärts. 8/ 6* Winterpaletot billig Zimmer Zuzug streng fernhalten. straße 65, parterre. Vereinigung der Musikinstrumentenarbeiter. Möbelfabrik Dresdenerstraße 8 ( Stottbuser Tor). Bohnungs- Einrichtungen, Küchenmöbel, Polstermöbel, nachgedunkelte Mahagonimöbel, Möbeleintausch( Ratenzahlung). Scheidt, Zischlermeister. 1074b Milch, Kolonialwaren-, Gemüse, Kohlengeschäft preiswert verkäuflich Charlottenburg, Snobelsdorffstr. 137. Saal, Vereinszimmer für Kränzchen, Werkstattsigungen, Versammlungen empfiehlt Casino, Markgrafenstraße 83. 141/ 16* Vermietungen. Achtung, Töpfer! Deckbett, Unterbett, Rissen mit Schlafstellen. 1976 glattrotem Inlett 10,50, Pfandleihe Andreasstraße achtunddreißig. 2181* Schlafstelle, separat, Ritterstr. 124, +73 Notrofn- gestreiftes Dedbett, Unter. Hoj I, Bohnsad. bett, zwei Stiffen 18,00, Andreas. straße achtunddreißig. Pfandleihe.* Betten, Cland 11,00, zweischläfrig, 16,00,23interpaletots billigst, Gubenerstraße Pfandleihe. + 40* Mietsgesuche. Die gesperrte Firma A. M. Berndt& Co. in Wilmersdorf, Hildegardstraße 15, führt jekt folgende Bauten aus: Charlottenburg, Dernburgstr. 47 und Suarezstr. 3; dieselben sind strengstens zu meiden, fämtliche Bauhandwerker werden ersucht dieses zu beachten. 212/3 Die Verbandsleitung. Zahlstelle Berlin. Achtung! Bauarbeiter! Pfund 65 PT. Bau Körting, Tegelerstr. 6. Bau Groffe, Marienfelde, Kirchstraße. Bau Timm, Rigdorf, Bergstr. 50. Bauten der Firma Grün u. Helwig. Bau Oldenburgerstraße und KlosterStraße. Bau Barbaroffaplah, Hochschule. Bau Siebelstraße, Ede Stallmannftraße. Bau Bellermannstraße. marit, Wegen der Aussperrung in der Bau Hoppegarten. Berliner Holzindustrie sind folgende Bauten der Firma Faul. Bauten gesperrt: 78/5 Bau Mohrenstraße am Gendarmen. Bau Supke, Württembergische Bau Jägerstraße( Snhaber Steller). Straße 36 u. 37, Ede Lüßenburgerstr. Bau Mariendorf, Chausseestraße( Gebr. Bauten der Firma M. H. Wegner, Fidert). Belzigerstr. 27: Billa Witt, am fleinen Wannsee, Bau Pariserstr. 21/22. Bau Botsdamerstr. 15. Bismardstr. 36. Bau Beek u. Cloppenburg, Gertraudten- Bau Neuendorf, Monumentenstr. 26. Bau Beelitz( Anstalt, Fensterbau). ftraße, Ede Roßstraße. Bau Fürstenhof, Potsdamer Plaz. Bau Ragelerstraße, Auerlicht Gesell schaft. Bau Fröbelhaus, Styffhäuserstraße ( Küche). 0 Bau Rummelsburg am Wilhelmstrand. Bau Kurt Berndt, Wichmannstraße, Für die Firmen Grunert u. Seemann: Ede Keithstraße. Bau Schönhauser Allee 97. Bau Höpfner 11. Schwarzkopf, Bau Dänenstraße, Ede Schönfließer Schmargendorf, Ruhlaerstr. 20/21 ( Sanssouci). Bau Luisenstift, Dahlem. Bau Seydelstr. 10/12( Geschäftshaus), Fränkel. Bau Reichsbant, Leibnizstr. 8. Bau Fränkel, Jägerstr. 63a. Bauten der Firmen: Heinrich Mittag; Brode, Dahlmannstr. 26; Ziehmann, Kurfürstendamm, gegen über der Dahlmannstraße; Peitscher, Kurfürstendamm 144; Erfaßtommission, Haidestraßen- Ede; Hochschule, Charlottenburg; Stegliz, Kaiser Wilhelmstr. 13; Hauptstr. 13; Wilmersdorf, Helmstadterstr. 2; Schmidt, Prager Plak; Nirthe, Beuffel, Ede Wiclefstraße; Elektrische Werke, Mogstraße; Nauen, Krankenhaus; Wilmersdorf, Schloßbau. Straße. Bau Invalidenstr. 33. Nieder- Schönhausen: Bismardistr. 32. Treskowstr. 14. Bau Henrizi, Charlottenburg, Suarch straße 13. Bau Rast, Schöneberg, BarbarossaEde Landshuterstraße. Ban Banzen, Charlottenburg, Schlüter. Straße. Bau Schmidt, Halensee, Ringbahnund Joachimstraße, Friedrich- und Halberstädterstraße, Aschaffenburger straße, Damenheim. Die Bauten der Firma Walz: Bait Ackerstraße. Bau Maaß, Lizenburger- und Pfalzburgerstraßen- Ede. Bau Bielemann, Zannenstraße 30. Korbmacher( wegen Differenzen): Leithoff, Teltowerstraße. Kontormöbel, Geldschränke, eiserne Bauerndeckbett, Unterbett, zwei Junger Mann sucht alleinstehende chaulaften, Gastronen, Schiebespinde, Stiffen 27,00. Große Laten 1,00. Schlafstelle, Nähe Garten- oder PappelRegale, Ladentische, alt und neu, spott- Leibhaus Andreasstraße achtund- plat. Preisofferte unter" G. O.", billig. Steinecke, Dranienburgerstraße 2. dreißig. Elektrische nach überall.* Bostamt 31. +92 Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. Zt. 24. 2. Stilize des.Aimck" Knlim MMR Freitag, 2ö. Januar IM. » Der Wahlkampf in Grotz-Berlin. Auf die Schanzen! Der Tag der Neichstagswahl ist gekommen! Heute soll gehandelt werden l Da darf kein Wähler zurückbleiben! Auf jede Stimme kommt es heute an! Eine Stimme kann unter Umständen den Ausschlag geben. Dann aber kommt es darauf an, daß der Protest der Entrechteten und Getretenen gegen die heutige Schandwirtschaft millionenfach den herrschenden Klassen recht schrill in die Ohren gelle und ihnen die Lust zu weiteren Attentaten auf die Volksrechte ein für allemal austreibe. Auf Deutschland sieht heute die gesamte Kulturwelt und das internationale Proletariat nimmt lebhaftes Interesse an unseren Kämpfen und an unseren Siegen; speziell Berlin steht inr Vordergründe dieses Interesses. Setzen wir heute Zähne und Nägel daran, aus diesem Wahlkampfe mit einem glänzenden Erfolge hervorzugehen. Rüttele jeder die Lässigen, die Zaghaften, die Indifferenten auf! Wer heute wählen kann, aber zurückbleibt, nützt den Feinden des Volkes, schädigt die Sache des kämpfenden Proletariats! Darum: Frisch auf zur entscheidenden Wahlschlacht I Wer es irgend ermöglichen kann, stelle sich heute den ein- zelnen Wahlkomitees zur Verfügung; Hülfskräfte sind heute notwendiger denn je, da die Gegner mit Hochdruck arbeiten. .» Was jcder Reichstagswähler für den 25. Januar wissen muß! Was er wissen nniß? Zunächst, daß das R e i ch s t a g s- Wahlrecht ein anderes ist als das Wahlrecht für den Landtag oder die Gemeinde. Das Wahlrecht und auch das Wahlverfahren ist hier ein anderes. Vor allein ist die Wahl zum Reichstag eine geheime. Dieser Vorzug erklärt die außerordentliche Wahlbeteiligung, die man bei allen Reichstagswahlen beobachten kann. Er erklärt aber auch die Unbeliebtheit, die das Reichstagswahl- recht bei sämtlichen bürgerlichen Parteien, trotz aller schöllen Redensarten sogenannter„Wahlrechtsfreunde". genießt. Bei den Reichstagswahlcn hat der Wähler im Wahllokal nicht etwa den Namen des Mannes zu nennen, den er wählen will, sondern er übergibt dem Wahlvorsteher einen in ein Kuvert gesteckten Stimmzettel. In einer besonderen Wahlzelle, die immer nur voir einer Person betreten werden darf, hat der Wähler seinen Stimmzettel vorher in das Kuvert zu stecken, das ihm im Wahllokal eingehändigt worden ist. Den Stimmzettel muß er sich selber mitbringen. Die Parteieil schicken sie ihm ins Haus oder drücken sie ihm draußen vor dem Wahllokal in die Hand. Jeder Wähler achte darauf, daß er den richtigen Stimmzettel(aber nur einen!) in das Kuvert steckt. Wahlberechtigt stnd bei den Reichstagswahlen auch Schlafburschen und auch solche Personen, die keinerlei Steuern zahlen. Das ist für die bemittelten Bcvölkerungsschichten und für die Parteien, die auf sie sich stützen, wieder noch ein Grund mehr, das Reichstagswahlrecht zu hassen. Das Wahlrecht hat jeder Deutsche, der über 2o Jahre ist. Wenn er am Tage der Wahl das 25. Lebensjahr erreicht, so muß er in die Liste aufgenommen worden sein. Dauer des Wahlaktes. Um 1 0 U h r morgens b e g i n n t die Wahl, um 7 U h r abends wird sie geschlossen. Punkt 7 Uhr! Wer um diese Zeit noch nicht seinen Stimmzettel abgegeben hat, darf nicht mehr heran, auch wenn er schon im Wahllokal sich befand. Es ist daher jedem Wähler zu raten, daß er so zeitig wie möglich zur Wahl gehk. Wer sichs leisten kann, komme möglichst schon am Vormittag. In den Abendstunden ist der Andrang groß; wer zu anderen Stunden kommen kann, sollte nicht am Abend anderen Wählern den Platz wegnehmen. Wo jeder za wählen hat, das haben unsere Leser aus der Uebersichi der Wahllokale ersehen, die wir in unserem Blatt veröffcnt- licht haben. Außerdem geben die heutigen Säulenanschläge des Magistrats Auskunft. Versehe sich jeder Wähler mit Legitimation. Uebrigens vergesse niemand, eine Legitimation mitzunehnien, durch die er sich über seine Person ausweisen kann. Für die Reichstagswahlen wird nämlich den Wählern keine amtliche Legitimation ins Haus geschickt. Die Herren Wahlvorsteher sind in der Regel Freisinnige, und niancher von ihnen argwöhnt in jedem Wähler, den er nicht persönlich kennt, einen Schwindler. Wer dann erst im letzten Augenblick nach Hause laufen muß. um sich seine Legitimation zu holen, kann leicht um sein Wahlrecht kommen. Als Legitimation werden am besten die poleizillchs Anmelde- beschcinigung, die letzte Steuerauittung oder der Miets- kontrakt benutzt. Wer nach Ausstellung der Wählerlisten die Wohnung gewechselt hat, wählt trotzdem da, wo er zur Zeit der Listcnaufstellung wohnte. � Solche Wähler sollten aber doppelt vorsichtig sein und sich mit ausreichender Legitimation versehen. Vorsicht gegen Stimmzettelverteiler. Vorsicht empfehlen wir auch gegenüber gewissen Ze ttel- Verteilern. ES gibt Zettelverteiler, die die Kandidaten des Freisinns, der Konservativen, des Zentrums usw. dreist als„Arbeiterkandidaten" anpreisen, um Wähler aus der Arbeiterklasse zu übertölpeln. Arbciterkandidaten sind nur die Kandidaten der Sozialdemo- frotic! Ganz besonders werden die Wähler des zweiten Kreises das beachten müssen.� Wissen muß ein verständiger Wähler iibcrhaupt das, daß er überall keinem anderen K a ndidaten als dem der Sozialdemokratie seine Stimme.geben kann. Der richtige Stimmzettel ist immer nur der sozialdcmo- kratische. Man kann ihn sich von Hause mitbringen und ihn in der Wahlzelle unbemerkt in daS Kuvert stecken. Ohne Furcht vor Verfolgung und Schädigung durch Arbeitgeber oder Vorgesetzte darf jetzt jcder sozialdemokratisch stimmen und mithelfen zum Siege der Sozialdemokratie! » Bekanntmachung betreffend ReichstagZwahl. Der Magistrat erläßt folgende Bekanntmachung: Nach§ 15 des Wahlreglcmcnts vom LZ. April 1903 hat jeder Wäbler seinen Stimmzettel i» einem amtlichen Umschlage dein Wabl- �vorstände zu überreichen. DaS Hineinstecken deS Stimmzettels in ' den Umschlag muß so geschehen, daß der Wähler dabei von dritten Personen nicht beobachtet werden kann. Zu diesem Zwecke wird in jedem Wahllokal ein Jsolierraum(Wahlzelle) hergerichtet, in welchen sich der Wähler begeben muß, bevor er an den Wahltisch tritt. Die Aushändigung der Umschläge erfolgt einzeln am Eingange zu der Wahlzelle. Der Wahlvorsteher darf niemand zur Stiinniabgabe zu lassen, welcher nicht vorher in der Wahlzelle gewesen ist. Damit die Wahlen einen ordnungsmäßigen Verlauf nehmen, ist dringend geboten, die Beachtung der folgenden Ordnungsvorschriften! 1. Die zur Stimmabgabe erscheinenden Wähler nehmen einzeln hintereinander nach der Zeitfolge ihres Eintreffens Aufstellung und rücken so allmählich zu der Wahlzelle heran. Bei größerem An- dränge ist es wünschenswert, daß daS hintere Ende dieser Wähler- kette möglichst weit von dem Eingange zum eigentlichen Wahlraume gebildet wird, damit ein Gedränge an dem Eingange vermieden und denjenigen Wählern, welche ihre Stimme bereits abgegeben haben, das Verlassen des Wahlraumes nicht erschwert wird. 2. Eine Ueberfüllung des WahlraumS, durch welche daS ord- nungsmäßige Herantreten der Wähler zur Wahlzelle oder daS Ver- lassen des Lokals erschwert werden könnte, muß— insbesondere in der Zeit von 6 bis 7 Uhr— vermieden werden. Es empfiehlt sich daher, daß im allgemeinen jeder Wähler, welcher seine Stimme ab- gegeben hat, den Wahlraum sogleich wieder verläßt, sofern nicht ausreichend Platz zu weiterem Aufenthalt vorhanden ist. Der Raum vor dem VorstandStische und den Wahlzellen muß auf alle Fälle freigehalten werden, damit der Wahlvorsteher die Wahlzelle über- sehen kann. S. Den im Interesse der Austechtcrhaltung der Ordnung vom Wahlvorsteher gegebenen Anordnungen ist unbedingt Folge zu leisten. 4. Zur schnelleren Auffindung deS Wählers in der Liste dient es, wenn derselbe zuerst seine Wohnung und dann den Namen nennt. S. Jcder Wähler, welcher rS ermöglichen kann, übe fein Wahl- recht in den Vormittagsstunden zwischen 10 und 12 Uhr aus. S. Da nach Vorschrift deS Wahlreglements die Abstimmung pünktlich um 7 Uhr für geschlossen zu erklären ist, auch wenn sich noch Wähler im Wahllokale befinden, welche ihre Stimme noch nicht ab- gegeben Haien, so wird dringend empfohlen, möglichst frühzeitig, spätesten? aber zwischen 6 und Vj7 Uhr im Wahllokale zu er- scheinen.. Zentralwahlbureaus unserer Partei. 1. Wahlkreis, Restaurant Weihnacht, Grünstr. 21. Amt I 1787. 2.„ Referentenschule, Liudenstr. 3(letzter Hof). Amt IV 10170. 3.„ Restaurant P u s ch, Dresdeuerstr. 116. Amt IV 4174. 4. ,, ,, Bterkowski, AudreaSstr. 26. Amt VII 945. 5. n„ Münzer, Sophienstr. 6. Amt III 8367. 6.„„ Fahrow, Ravenöstr. 6. Amt HI 2137. Teltov-BeeSkow. Charlottenburg, LolkShauS, Rosinen- straße 3. Amt Charlottenburg 4606. Niederbaruim. Borhage n-RummelSburg, Tempel, Alt-Boxhagen 56. Amt VII 10078. Für diejenigen Kreise, welche am Wahltage Hülfskräste ge- brauchen, teilen wir nachstehend die BezirkSwahlbureauS mit. von welchen aus die Zuweisung erfolgen kann: 3. KreiS. Diejenigen Genossen, die ihre Mitarbeit in bestimmten Bezirken nicht zugesagt haben, werden ersucht, sich von 8 Uhr ab im Zentralwahlbureau Restaurant Posch, DreSdenerstr. 116 der Partei zur Verfügung zu stellen. Zahlreiche Beteiligung ist dringend erforderlich. 4. KreiS. Südost. Fröhlich, Muskauerstr. 1. Amt IV 4519. Osten(Landsberger Viertel). Bcyersdorf, Elbingerstr. S, Amt VII 6843. Osten(Stralaucr Viertel). Zieh, Warschauerstr. 61, Amt VlI 3327 und vom Zentralwahlbureau. 6. KreiS. 1. Wernau, Schwedterstr. 23, Amt Ell 33. 2. Ludwig Kranz, N. 68, Dunckerstr. 8. Amt III 8969. 8. Hube, Kopenhngenerstr. 74, Amt III 2472. 4. Wilke, Brunnenstr. 188, Amt III 6325. 6. Fritz Bergmann. Brunnenstr. 79, Amt IH 2572. 6. Paul Agthen. Pflugstr. 5. Amt III 2271. g| Georg Piclecke, Waldstr. S, Amt II 660. 9. Fritz Zietz, Wicsenstr. 29. Amt II 123S. 10. Heinrich Sauerweicr, Maxstr. IS. 11. Albert Knapp, Grllnthalerstratze v, Amt Hl 767 und von, Zentralwahlbureau. Die Wahlhelfer. die den ganzen Tag sich zur Verfügung stellen, wollen sich schon um 8 Uhr in dein AbteilungSbureau bezw. BezirkSlolal ihres KreiseS ein- finden, damit die Zuteilung der Wahlarbeit korrekt erfolgen kann. Die- jenigen Genossen, die nur teilweise abkömmlich sind und zur Ab- lösung anderer Genossen sich bereit erklärt haben, wollen sich recht pünktlich in ihrem AbteilungSbureau bezw. Bezirkslokale einfinden. Die Genossen deS 6. Kreise», lvelche im 1. Kreise geholfen haben, . 4.(Südost).. 3.. m»»4.(Ost)•« 6.„„„ werden gebeten, sich an den Stellen, an welchen sie vorher tätig waren, einzufinden. BezirksburcauS. 2. KreiS. 1. Restaurant WicmerS, Bülowftr. 69, Amt VI 9247. 2., Großmann, Magdeburgerplatz 3, Amt VI 9156. 3., Damm, Schützenstr. 18/19. 4.„ Schmidt, Liudenstr. 3, II. Hof. 8., Saß, Hornstr. 2, Amt VI 9964. 6.„ Thomsen, Gneisenaustr. 30, Aint IV 1408. 7.. Leu. Boeckhstr. 7. Amt IV 2340. 3.» Donath, Schönleinstr. 6, Amt IV 1391. 5. KreiS. 1. Abteilung: Sachse. Greifswalderstr. 37. Amt VII 6486. 2.„ Schacknicw, Neue Königstr. 30. Amt VII 1118. 3.. Wallburg, Kaiser Wilhelmstr. 13u. Amt III 1626. 4. Abteilung: Wohlfarth, Rosenthalerstr. 57. Amt Kl 1296. 6., Hummel, Sophienstr. 5. Amt KI 1966. 6., Wittchow, Elsasserstr. 68. Amt III 8965, Nebenanschluß. 7., Kürbis, Luisenstr. 23. Amt III 1010. • Weitere Veränderungen bezw. Berichtigungen von Wahllokalen. Im 2. Wahlkreise. Wahlbez. 69.»Fürst Bülow", Potsdamerstr. 48, Hof Ouergebäude — Saalcingang—. Wahlbez. 70. Bülowstr. 12 bei Stegemann. Im 3. Wahlkreise. Wahlbez. 156. Skalitzerstr. 142 bei Furkcrt, Hof Part. » 157. Skalitzerstr. 142 bei Furkert, vorn. » 241. Feilnerstr. 10 bei Schumacher. Im 4. Wahlkreise. Wahlbez. 349. Torellstr. 7 bei Bratzke. , 398.„Jägerheim", Landsberger Allee 48. Im 6. Wahlkreise. Wahlbez. 493. 105./ 121. Gemeindeschule, Prenzlauer Allee 227/228 — Turnhalle—. , 681. Stargardcrstr. 60 bei Hackbarth. . 842. Schönhauser Allee 107 bei Wolter. . 601. Borsigstr. 31b bei Verworner. „ 651.„Kronenbrauerei", Alt-Moabit 48, pari, rechts. „ 672. 41./242. Gemeindeschule, Emdenerstr. 16— Turnhalle—. , 676. Dorotheenschule, Wilhelmshavenerstr. 2— Tum- Halle—. „ 680. Pntlitzstr. 10 bei Lamprecht. „ 681. 168. Gemeindeschule, Stephanstr. 27— Aula—. , 683. Ouitzowsir. 79 bei Daase. , 695. Sepdlitzstr. 14 bei LauerhaaS. 704. 70./202. Gemeindefchule, Ravenästr. 12— Aula—. 705. Müllerstr. 7 bei Milbrodt. „ 715. Brüsielerstr. 5 bei Langfeld. » 736, 73. Genieindeschule, Wieseustr. 66— Aula—. Druckfehlerberichtigung. Im 4. Wahlkreise. Wahlbez. 410. Muß heißen Bötzowstr. 21—28. Die Zahl der Wahlberechtigten in den einzelnen Berliner Kreisen wird endlich bekannt ge- geben. Nach der nun erfolgten Zusammenstellung sind im 1. Berliner Wahlkreise 16 266 Personen wahlberechtigt, gegen 17 505 im Jahre 1903 bei der letzten Rcichstagsivahl; im 2. Wahlkreise sind 82 373 gegen 81 246 wahlberechtigt; im 3. Wahlkreise 30 655 gegen 31 513; im 4. Wahlkreise 133 082 gegen! 15 851; im 5. Wahlkreise 34 520 gegen 33 825, und im 6. Wahlkreise 134 741 gegen 164 932 vor vier Jahren. Danach hat die Zahl der Wahlberechtigten im 1. und 3. Berliner Wahlkreise ab- und in den übrigen zugenommen. Niederbarnim weist 110 620 Wahlberechtigte auf gegen 86 371 im Jahre 1903. Teltow-Beeökow hat 245 196 Wahlberechtigte gegen 183 076 im Jahre 1903. m Ein Flugblatt der Konservative» im dritten Wahlkreis, das gestern morgen verbreitet wurde, erzählt gläubigen Lesern, daß ihr Kandidat Bredcreck in einer sozialdemokratischen Versammlung gemißhandelt worden wäre. Es heißt da: „Er trat am Sonntag, den 20. Januar mittags bei Buggen- Hagen in einer sozialdemokratischen Versammlung unter dem Toben der Genossen in längeren Ausführungen dem sozialistischen Kandidaten Heine scharf entgegen. Als er nach seiner Rede den Saal verlassen wollte, wurde er an der Saaltür überfallen, bc- schimpft und tätlich angegriffen und mußte sich vor den feigen An« greisern in die Versammlung zurückflüchtcu." Dieselbe Angelegenheit wurde auch in der Presse in entstellter Weise behandelt. So schrieb die„Freisinnige Ztg.": „Im dritten Berliner Wahlkreise wurde Herr Rechtsanwalt Bredereck bei einer Versammlung am Sonntag inS Genick geschlagen und mußte sich bis zum Schluß der Versammlung unter polizeilichen Schutz stellen." Demgegenüber können wir wahrheitsgemäß feststellen, daß Herrn Bredereck in jener Versammlung volle Redefreiheit gewährt wurde. Daß seine Rede kurze Unterbrechungen durch heftigen Widerspruch aus der Mitte der Versammlung heraus er- dulden mußte, war bei den oft sehr starken Ausfällen, die der Redner beliebte, nicht zu verwundern.. ES ist ferner festgestellt, daß Herr Bredereck nicht im mindesten tätlich angegriffen wurde. Man hörte seine Rede zu Ende und erwartete, daß er nun auch den Gegner, unseren Genossen Heine, anhören würde. ES mißfiel den Versammelten, daß er den Saal plötzlich verlassen wollte; einige nannten eS feige. Diese Bewegung im Saale und der Vorwurf der Feigheit erfüllten Herrn Bredercck mit Äugst und Schrecken; er rief laut:„Herr Kollege Heine, ich bitte Sie. mich zu schützen! I"—* Also nicht unter polizeilichen Schutz, sondern unter den Schutz von Heine selbst stellte sich Herr Bredercck und dieser Schutz wurde ihm sogleich und bereitlvilllgst gewährt und nur zu seiner Beruhigung, denn sonst lag keine Veranlassung vor. Er nahm sogar zum Schluß noch einmal das Wort und erwähnte dabei den Vorfall mit keiner Silbe. Auch war die Polizei da, die nicht einmal versucht hatte, einzuschreiten, also noch ein Beweis, daß die Berichte von Mißhandlungen lügenhaft sind. • Schutz dem mühelosen Gewinn? Der erste Wahlkreis Berlins, des Berliner Freisinns letzter Schlupiwinkel, wird diesmal heißer als je umstritten. Wie sehr der Freisinn fühlt, daß er mit seinem Kämpf, den er den Wählern des KreiseS aufs neu? als ihren Vertreter zumuten will, sich in arger Bedrängnis befindet, das lehrt schon ein Blick in die sreisinnigcn Blätter Berlins. Tag für Tag werben besonders die „Vossische Zeitung" und die„Freisinnige Zeitung" für diesen Mann. der erst vor wenigen Monaten in unserer Stadtverordnetenversammlniia durch sein Eintreten für die G r u n d st ü ck s s p c k u l a n t e n sich selber gezeichnet hat. Daß die Grundstücksspekulanten ihrem Schutzpatron ihre Stinime geben wollen— nun, das versteht sich. Auch die Hausbesitzer werden keinen dadurch überraschen, daß sie offiziell erklären, nur für den FreifinnSkandidateii Stadtverordneten Kämpf dürfe ein Hausbesitzer stimmen. Verwunderlich ist aber, daß noch in letzter Stunde versucht wird, auch die k l e i n e n G e w e r b e t r e i b e n d e n für den Schützer des mühelosen Gewinnes mobil zu machen. Ein Aufruf. der von verschiedenen JmmngSobermeistern unterschrieben ist, ver- sichert von Herrn Kämpf, er habe bewiesen, daß er ein Freund des Handwerks sei und die Handwerkerinteressen zu fördern wünsche. Hier hört in der Tat alles auf! Wer die Grundstücksspekulanten schützt und den großen Terraingesellschaften die Stange hält, der muß zu den ärgsten Feinden der kleine» Gewerbetreibenden ge- rechnet werden. Die hohen Mieten, die für gelverbliche Räume 12 gezahlt werden müffen, find für manchen selbständigen Handwerker gar prächtig offenbart. Möge die Antwort der Wähler auf folde der Anfang vom Ende. Die Spekulanten finds, die den Preis der elenden Machwerte heute so ausfallen, daß sie auch für die EselsGrundstücke so weit hinauftreiben, daß der Haus befizer, schon ohren der Post" verständlich wird. int nur herauszuwirtschaften, was er in sein Haus an Kapital hineingesteckt hat, hohe Mieten fordern muß. Daß viele Hausbefizer" eigentlich nur Strohmänner für kapitalmächtige Terrain und Baugesellschaften sind, das sei hier am Rande vermerkt. " " Wahlversammlungen. Zweiter Wahlkreis. - Birla 90-100 Mann hatten fich eingefunden und folgten mit regem Interesse den Ausführungen des Genossen Händel. In der Disfussion machte Genoffe Hadamed- Budow auf eine Reihe von Mißständen im Ort aufmerksam, den Bersammelten damit zeigend, daß sie alle Ursache hätten, unzufrieden zu sein und sich der sozialdemokratischen Organisation anzuschließen. dorf und Marienfelde, wo die Genossen Simon Kagen Ueberfüllte Wählerversammlungen fanden noch statt in Marienstein und Gebert Charlottenburg die Versammelten für den Nieder- Barnim. Die Verkündigung der Wahlresultate erfolgt heute abend in zahlreichen Versammlungen, die für die ver schiedenen Stadtviertel einberufen sind. Die Parteiorganisation hat Uebrigens sucht oft auch der Hausbesizer womöglich noch dem Vorsorge getroffen, daß die in der Vorwärts" Redaktion aus dem Kleingewerbetreibenden das Fell über die Ohren zu ziehen. Sobald Reiche einlaufenden telegraphischen Nachrichten auf dem schnellsten Wahlkampf begeisterten. er spürt, daß bei seinem Mieter das Geschäft flotter zu gehen beginnt, falfuliert er fich schon den Profitanteil, den er für sich selber Wege nach den einzelnen Bersammlungen gelangen. Eine fliegende von dem Ertrag der Arbeit seines Mieters einfordern fönnte. Er Solonne ist zu diesem Zweck von Arbeiter Radfahrern gebildet, die felber hat zwar nichts dazu getan, das Geschäft des Mieters in die Resultate auf ihren schnellen Stahlrossen den VersammlungsWie es mit der angekündigten Redefreiheit in bürgerlichen VerGang zu bringen. Aber das ist ja sehr egal. Hat vorher die Gilde teilnehmern übermitteln. Die Versammlungslotale sind aus dem sammlungen bestellt ist, bewies die am Mittwoch im Saale der der Grundstücksspekulanten ihren mühelosen Gewinn einfaden dürfen, Inseratenteile ersichtlich.. Germania Brauerei stattgehabte nationale" Wählerversammlung, so will auch der Hausbesizer mühelos an fremdem Ge= in der der Kandidat Ziethen sein Programm darlegte. Genosse winn beteiligt werden. Wenn dann der Mietskontrakt ab= Kloth beantragte Bureauwahl, das wurde aber vom Borsigenden, gelaufen ist und der Mieter den Herrn Wirt um Kontrakterneuerung Buchdruckereibesizer Koch, unter dem Hinweis auf das Hausrecht ersucht, präsentiert der ihm eine Mietssteigerung für nichts und wieder nichts! Zum letztenmal vor der Entscheidung hatten unsere Genoffen feiner Geschäftsführung ab, die die zugesicherte Redefreiheit geradezu abgelehnt. Ueberhaupt legte der Herr ganz eigenartige Proben Dem Freifinn eine Niederlage auch im ersten fammlungen zusammenberufen, während der Donnerstag redner 5 Minuten gesprochen, so unterbrach er ihn durch längere im zweiten Wahlkreis die Wähler am Mittwoch zu Ver- illusorisch machte. Kaum hatte nämlich Kloth als erster DiskussionsKreise zu bereiten, ist geradezu eine Ehrenpflicht für die werk- abend einer Flugblattverbreitung gewidmet wurde. Im über Ausführungen über das zahlreiche Material, welches Kloth ins Feld tätige Bevölkerung Berlins. Der Freifinn hat das schon dadurch füllten großen Saale der Viktoriabrauerei, wo die Polizei führte. Bald darauf untersagte er ihm das Verlesen von Zitaten verdient, daß er den Wählern wiederum Herrn Kämpf zu bieten absperrte, richtete der sozialdemokratische Kandidat Richard aus bürgerlichen Zeitungen über die Kolonialpolitik, und sobald wagt, der, in der Stadtverordnetenversammlung das Interesse der Fischer einen lehten Appell an die zahlreich Versammelten, den Kloth sich gegen eine solche fonderbare Auslegung der freien Grundstücksspekulation mit einem Nachdruck verteidigt hat, wie wir zweiten Wahlkreis im ersten Ansturm wieder für die Sozialdemo- Aussprache wandte, drohte er ihm das Wort zu entziehen. das an ihm bisher in keiner anderen Frage erlebt haben. Diesem fratie zu erobern. Diese Aufforderung löste einen Beifallssturm Ausführungen unseres Redners wurden von einem großen Teil der Manne muß das Ehrenamt eines Vertreters von Berlin I genommen aus, der Kunde gab von der frohen Kampfesstimmung in der Ver- Versammlung mit wiederholtem Icbhaften Beifall aufgenommen. werden. Das durchzusetzen, kann nur der Sozialdemokratie sammlung. gelingen. heide sprach zur gleichen Zeit vor etwa 500 Personen Genosse Vorsitzende der Versammlung, Koch, selbst als Diskussionsredner Im großen Saal des Hofiägerpalast es in der Hafen- Stadthagen öffneten sich, als ein Rechtsanwalt Dr. Herger und der Alle Schleusen persönlicher Verdächtigungen gegen unseren Kandidaten Redakteur Block, der es sich zur Aufgabe machte, mit den Eut- auftraten. Die große Mehrzahl der Anwesenden wurde hierüber so stellungen, Lügen und Verleumdungen der gegnerischen Flugblätter empört, besonders durch die jeden Anstandsgefühls baren Anpöbeaufzuräumen. Jede Minute, die noch bleibe, müsse ausgemusi lungen des Herrn Koch, daß fie unter den Klängen der Arbeiter werden, um Richard Fischer, dem bisherigen eifrigen und arbeits- marseillaise die Versammlung verließen. freudigen Vertreter des Kreises, zu einem glänzenden Siege zu wähler blieben zurück. berhelfen.( Großer Beifall.) Jeder Wähler des ersten Kreises muß heute für den Kandidaten der Sozialdemokratie Dr. Leo Arons feine Stimme abgeben! Mit Ausnahme der Grundstücksspekulanten, Hausagrarier und Konforten! Die überlassen wir neiblos dem Freisinnskandidaten Kämpfer ist ihrer würdig. * Die Kaum hundert nationale Im Gesellschaftshause, Wasserthorstraße 68, fand Bankow. Am Mittwoch wurde im großen Saale des Kuram Mittwoch eine Versammlung statt, wo Genosse Wermuth fürsten" eine bis auf den lekten Plak gefüllte Wählerversammlung die Reichstagswahl besprach. Sowohl die Ausfühungen des Red- abgehalten. Genosse Artur Stadthagen sprad) unter Iebners über die Gegenwartspolitik als auch seine Hinweise auf die haftem Beifall der Versammlung. Gegner meldeten sich tro Zukunftsideale unserer Partei fanden den ungeteilten Beifall der wiederholter Aufforderung durch den Genossen Röber nicht. Die den Worte des Vorsitzenden, die dieser zum Schluß an die Ge- Kandidaten geschlossen. Nach der Versammlung bat ein Mitglied Bersammlung. Ebenso die für behafte Wahlbeteiligung anfeuern Versammlung wurde mit Hochs auf die Sozialdemokratie und den noffen richtete. des Pankower Wahlkomitecs der Gegner um Vorlegung des von Stadthagen in seiner Rede erwähnten und gekennzeid neten in der" Post" hergestellten Flugblattes. Dem Komiteemitglied wurde bereitwilligst von dem Flugblatt der erste Entwurf mit dent Namen des Reichsverbandes gegen die Sozialdemokratie" als Verleger und der letzte, mit dem Namen„ Wahlfomitee der nationalen Wähler" unterzeichnete, vorgelegt. Das Mitglied des bürgerlichen Wahlkomitees erklärte, daß ihm keinerlei Kenntnis von dem Flugblatt geworden sei, er halte ein solches Machwerk für ein unwürdiges Kampfmittel, zu dessen Verbreitung sich die Bankower Bürgerlichen nicht hergeben würden. Dritter Wahlkreis. Des Freifinns Hoffnung" und fein Stols". ,, Auf eins blickt ganz Berlin, ganz Deutschland, ja die ganze Welt!" Herr Rosenow war's, der am Mittwoch in einer Verfammlung freisinniger Wähler des dritten Kreises diese Worte hinaustrompete. Auf uns- d. h. auf den dritten Kreis, in dem Herr Rosenow für den Freifinn die rote Fahne herunter holen" will! Auf uns d. h. speziell auf Herrn Rosenow, der des d. h. speziell auf Herrn Rosenow, der des Freisinns Hoffnung" ist und sein Stolz". Will man das Wesen des Freisinns fennen lernen in Herrn Rosenow ist es aufs vollkommenste verkörpert. In politischen Fragen fortschrittlich sich stellend, in wirtschaftlichen Am Mittwoch fanden in diesem Kreise wieder drei WählerFragen rüdschrittlich sich offenbarend so ist der Freisinn, und versammlungen statt, die hauptsächlich den Zwed hatten, das Lügen fo präsentiert sich den Wählern Herr Rosenow. Am Mittwoch gewebe zu zerstören, mit dem die Gegner die Gehirne der Wählertobte er gegen ein für unseren Genossen Heine im dritten Kreis schaft zu umispinnen versuchen. In allen Versammlungen sprach verbreitetes Flugblatt:„ Es ist eine elende Verleumdung, daß wir außer den Referenten auch der Kandidat, Genosse Heine. gegen die Koalitionsfreiheit seien, wie es in diesem Bei Graumann in der Naunynstraße referierte vor einer Flugblatt heißt!" Gewiß, Herr Rosenow und all die anderen zahlreichen Zuhörerschaft der Kandidat des fünften Wahlkreises, Freisinnigen, die in den letzten Wochen vor die Wähler hintraten Genosse Robert Schmidt. Die so außerordentlich provozierende und um ihre Stimme warben, erklärten sich regelmäßig für das Weise, wie die Regierung in diesem Wahlkampf Stellung nimmt, Koalitionsrecht. Aber ebenso regelmäßig feuerten sie die Liberalen habe anfangs eine Art Kampfesfreude in den Reihen der Gegner Nieder- Schönhausen. Hier fand am Dienstag eine von zirka an, sich aufzuraffen, um der„ verhehenden Agitation der Organi- hervorgerufen, so bemerkte der Redner einleitend. Je mehr aber 250 Personen besuchte öffentliche Wählerversammlung in Refationen" ein Ende zu machen, die nur zwietracht säen zwischen die Kräfte gemessen würden, um so zaghafter und sorgenvoller ſtaurant Neu- Carlshof" statt. Das Referat des Genossen Arbeitgebern und Arbeitern. Merft's Euch, Arbeiter: Gönnen gingen die Gegner dem Wahltage entgegen, um so mehr aber wachse Störmer über:" Die Sozialdemokratie und die bevorstehenden will Guch der Freisinn das Koalitionsrecht auf unserer Seite der Kampfesmut. Genosse Schmidt befaßte sich Reichstagswahlen" wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. nur dürft Ihr feinen Gebrauch davon machen, dann mit der langen Tischrede Bülows und deckte die ganze Hohl. In der Diskussion geißelte Genosse Lud das Verhalten der der Guren Brotherrn" unbequem werden kann. heit und Phrasenhaftigkeit dieser Reichskanzler- Agitation auf, bürgerlichen Parteien in bezug auf die Person des Genossen Stadt. Herr Rosenow und seine Gesinnungsfreunde in den anderen Wahl- zeigte auch, wie die Regierung und ihre Landräte die Verleger und hagen und forderte die Anwesenden auf, am Tage der Wahl vollauf freisen haben in den letzten Wochen in ihren Wählerversammlungen Redakteure der Kreisblätter unter ihrer Fuchtel halten, die Re- ihre Schuldigkeit zu tun. Genosse Pä bold forderte die Versich hundertfach in diesem Sinne geäußert, und auch in der Ver- dakteure zwingen, in jenen Blättern die Wahrheit totzuschweigen, fammelten auf, ihr Wahlrecht so früh wie möglich auszuüben. jammlung vom Mittwoch bekam man das wieder zu hören. ja, Lügen zu verbreiten und sich selbst zu Verrätern ihrer eigenen Der Genosse Stadthagen müsse mit übergroßer Majorität gewählt Wieder erhob Herr Rosenow, der fachlich"," höflich" und" be- Meinung zu machen. Zum Schluß seines inhaltreichen Vortrages werden. fcheiden" kämpfende Mann, gegen die Sozialdemokratie forderte der Redner die Genossen auf, ihre ganze Kraft einzusehen, auch den Vorwurf, ihr liege ja gar nichts daran, die Arbeiter zu- um durch die Wahl dahin zu wirken, daß dieser ganzen reaktionären Bernstein am Mittwoch in einer in Erfner stattgehabten BerEin letztes Wort an die Wähler richtete Genoffe Philipp frieden zu machen, sie könne nur unzufriedene Arbeiter Wirtschaft endlich einmal ein Ziel gesetzt werde. brauchen. Dreift behauptete er, in der Berliner Stadt- meldeten sich nicht zum Wort. Genosse Gottfried Schulz sowie schen Kandidaten Artur Stadthagen einzutreten, fand lebhaften Gegner fammlung. Sein Appell, mit aller Kraft für den sozialdemokrativerordneten- Versammlung sei nach Ablehnung sozialdemokratischer der Vorsitzende Genosse König richteten ebenfalls anfeuernde Worte Beifall. Forderungen mehrfach von sozialdemokratischen Rednern gesagt an die Genossen. worden:„ Wir freuen uns, daß die Sache so ist. Jetzt werden die Arbeiter noch unzufriedener"." Das ist die Hauptstraße war voll besett. Hier war der Referent Genosse GottDer Saal des Gesellschaftshauses in der Brinzensache" fügte er hinzu, in demselben Atemzuge und ohne durch eine fried Schulz, der die kolonialpolitische Miswirtschaft wie das erkennbare Redepause das unaufhaltsame Gefprudel seiner Worte zu ganze Treiben der Reaktion gebührend geißelte und demgegenüber unterbrechen. Herr Rosenow stellte da wieder eine der dreisten Un- den Kampf der Sozialdemokratie für echte Kultur und Volks- Lokale neu zur Verfügung: Restaurant zum Schillerpart, MüllerZur Lokaliiste! Im sechsten Wahlkreis stehen uns folgende wahrheiten auf, durch die er in diesem Wahlkampf berühmt" ge- freiheit beleuchtete; die nichtswürdigen Verdächtigungen unserer Straße 59 und Adolf Neumanns Klubhaus, Stolpischestr. 10. worden ist. Wohl haben in der Stadtverordneten- Bersammlung Partei durch die Gegner in ihrer ganzen Erbärmlichkeit enthüllte. unsere Genossen oft darauf hingewiesen, daß der Freisinn mit seiner Er schloß mit der Mahnung, daß alle, die von dem hohen Streben Bitte auszuschneiden und der Lokalliste beizufügen! Ablehnung berechtigter Forderungen die Unzufriedenheit nur noch der Sozialdemokratie durchdrungen sind, tatkräftig für die KandiDie Lotalfommission. weiter steigern. Aber niemals hat einer von ihnen erklärt, er datur Heines wirken mögen. Gegner verlangten auch hier nicht freue sich" darüber. Ob der Zusak" Das ist die Hauptsache!" nur ein Urteil Nosenots oder gleichfalls eine Aeußerung eines unserer Genossen im Berliner Stadtparlament sein sollte, das wurde nicht ganz klar. Meinte Herr Rosenow das lettere, so hat der bescheidene" Mann auch hier wieder die Unwahrheit gesagt. Gerade dieser strupellosen Wühlarbeit hat Herr Rosenow es zu danken, daß er es dahin gebracht hat, heute des Freisinns Hoffnung" und sein Stolz" zu sein. Für sein Treiben ist der gesamte reifinn verantwortlich, und es wird ja auch bom gesamten Freifinn gebilligt und mitgemacht. Der Freifinn hat in den letzten Wochen in allen Wahlkreisen Berlins eine überaus rührige Agitation entfaltet, wie wir sie dort drüben seit zwanzig Jahren nicht beobachtet haben. Wir denken aber, daß er durch die schäbigen Mittel, mit denen er gearbeitet hat, den Wählern die Augen geöffnet und ihnen klar gemacht haben wird, was er selber wert ist. Bürgermeister Reide und Stadtverordneter Cassel, die Freisinnskandidaten des zweiten und des fünften Kreises, die in Rosenows Versammlung gleichfalls sprachen und ihm nach eiferten, erwarten vom 25. Januar, daß an ihm der alte Liberalismus", der Berlin groß gemacht" habe, wieder erwachen" werde. Möge dieser Tag dem Berliner Freisinn überall die verdiente Niederlage bringen! das Wort. Partei- Angelegenheiten. Teltow- Becslow- Storkow- Charlottenburg. Die Wahllomitees der einzelnen Orte werden nochmals ersucht. Am Mittwoch sprach Genosse Singer in einer sehr start be. die Wahlresultate auf dem schnellsten Wege nach dem Zentral. suchten Versammlung, die im Bentraltheater- Saal in bureau Charlottenburg, Rosinenstr. 3, gelangen zu der Alten Jakobstraße tagte. Ausgehend von der Tatsache, daß es lassen. Bei Telegrammen benuge man die Adresse: Dringend. sich bei diesem Wahlkampf nicht nur um die Kolonialpolitit, Eberhardt, Charlottenburg, Voltshaus. fondern um das Urteil des Volkes über die Gesamtpolitik der Regierung handelt, beleuchtete der Redner die gegenwärtige Situation, mie auch die weitergehenden Forderungen unserer Partei. Scharf ging er ins Gericht mit den bürgerlichen Parteien, von denen die arbeitende Bevölkerung nichts zu erivarten hat, als eine Vermehrung ihrer Lasten und eine Beschränkung ihrer Rechte. Unter stürmischem Beifall plädierte der Redner am Schluß seines ziveistündigen Vortrages für massenhafte Wahlbeteiligung zugunsten der Sozialdemokratie. Die Stimmung der Versammelten ließ feinen Zweifel darüber, daß fie sowohl durch ihre Stimmabgabe als aud durch rege Beteiligung an den Wahlarbeiten zum Siege der Sozialdemokratie beitrager, werden. Sechster Wahlkreis. Stormer vor einer überfüllten Versammlung. Seine volts Im Lokal von Sachon in der Müllerstraße sprach Genoffe tümliche Art, wie er die Lage der arbeitenden Klasse schilderte und ihre Not dem Ueberfluß der besitzenden Klasse gegenüberstellte, machte starken Eindruck. Zur Diskussion meldete sich nur ein Genosse, der im Sinne des Referenten sprach. Mit Hochrufen auf die Partei wurde die Versammlung geschlossen. Kreis Teltow. " Schöneberg. Genossen, die getvillt sind, am Wahlkampf teilzunehmen, finden sich früh 8 Uhr bei E. Obst, Meiningerstr. 8, ein; daselbst ist auch das Wahlbureau. Diejenigen, die mir nachmittags helfen, stellen sich sofort ihren Bezirksführern zur Verfügung. Die Wahlresultate werden am Abend bei Obst befamit ge Tue ein jeder feine Schuldigkeit, niemand bleibe zu Haus! Das Wahltomitee. Auf zur Wahlschlacht, auf zum Sieg! geben. Wilmersdorf. Die Genossen, die sich berpflichtet haben, heute den ganzen Tag bei der Wahl zu helfen, werden nochmals aufgefordert, sich früh 8½ Uhr int„ Luisenpart", Wilhelmsauc 112, cin zufinden. Daselbst ist das Zentralbureau( Telephon Nr. 1455). Es ist notwendig, daß sich zur Bewältigung der Wahlarbeit int ergeht an die arbeitslosen Genoffen das dringende Ersuchen, am Zentralburcau noch mehr Mannschaften einstellen. Vor allem Blake zu sein wo die Pflicht ruft. Alle übrigen Hülfskräfte aber, die den Schleppdienst verrichten wollen, werden auf folgende Die" Post" mit der doppelten Moral. Bezirkswahlbureaus aufmerksam gemacht: 1. und 2. WahlDie" Post" tobt in ihrer gestrigen Abendzeitung darüber, daß bezirk bei Bonczed, Halensee, Kurfürstendamm, 3, und 4. Wahl. bezirk bei Blaurod, Halensee, Kurfürstendamm 137, 5., 6. und Stadthagen gegen das" Post"-Berleumdungsragout den Staats7. Wahlbezirk bei Regel, Pfalzburgerstraße Ede Düsseldorfers antvalt angerufen hat. Da gelte das Wort„ der größte Schuft im straße, 8. und 9. Wahlbezirk bei Schmidt, Rosberizerstraße, ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant". Wenige Tage Brit. Bis auf den letzten Platz gefüllt war am Montag, den 10., 11. und 12. Wahlbezirk bei Schola, Nachodjtr. 15, 13., 14. und zuvor donnerte fie gegen Stadthagen, daß er die Kanaillen nicht vor 21. Januar, dem Jahrestage des" toten" Sonntags, der große 15. Wahlbezirk bei Rietsche, Gasteiner, Ede Holsteinerstraße, das Gericht ziehe, die ihn verdächtigen usw. Derartige Doppel- Saal des Nosterschen Lokals, wo der Kandidat des Kreises, Genosse 16., 17. und 18. Wahlbezirt im uijen part, Wilhelmsane 112, moral und solche Tobsuchtsausfälle sind bei der" Post" nicht gerade Zubeil, über Persönlicher Wille oder Voltsrecht" referierte. An- 19. und 22. Wahlbezirt bei Fiebellow, Sildegardstraße Ede auffallend. In diesem Falle sind sie aus besonderen Gründen be- nähernd 1000 Personen lauschten den Ausführungen des Redners Augustastraße, 20. und 21. Wahlbezirk bei Fischer, Durlacher. greiflich. Das von dem schönhusenschen polizeilichen Hintermann daß sie sich mit den Ausführungen einverstanden erklärten. In Wahl behülflich zu sein. Steiner bleibe der Arbeit fern! Heute und gaben am Schluffe derselben durch brausenden Beifall fund, straße 8. Jeder Genosse muß es als Ehrenpflicht betrachten, bei ber beeinflußte Pamphlet gegen Stadthagen der Diskussion stellte der Vorsitzende fest, daß die Gegner auch fand erst die Zurückweisung durch den Reichsverband. diesmal nicht den Mut besessen hätten, zu erscheinen und ihre abend werden im Luisenpart" die Wahlresultate verkündet. Dann versendet die ehrbare" Post" einige 40 Abzüge Ansichten darzulegen, trotzdem sie auf Plakaten und Handzetteln Der Vorstand. an die Mitglieder des Niederbarnimer nationalen Komitees. Aber ganz besonders eingeladen waren. Genossin Thiel- Tempelhof Tempelhof. Heute abend 91, Uhr findet im Lokale M. Müller, auch hier fand sie die erwartete Gegenliebe nicht. Einer der forderte die zahlreich anwesenden Frauen auf, die Männer im Berlinerstr. 41/42, eine Wahlvereinsversammlung statt, in welcher enragiertesten Gegner Stadthagens wies entrüstet darauf hin, daß Wahlkampfe zu unterstützen, denn wenn auch die Frauen politisch die Wahlresultate bekanntgegeben werden. Der Vorstand. ja die gesamte Gebührensache bereits vor 13 Jahren des ausführ- rechtlos sind, müssen sie doch zeigen, daß sie nicht machtlos sind Rummelsburg. Heute, Freitagabend, findet bei Weigel zur lichsten im Reichstage auf Stadthagens Antrag hin verhandelt ist und dafür sorgen, daß jeder fäumige Wähler an die Wahlurne Berkündigung der Wahlresultate eine öffentliche Versamm und daß die Staatsanwaltschaft und auf Beschwerde die gebracht werde, damit Genoffe Zubeil mit großer Majorität ge- lung statt Das Bentralwahlbureau für Rummelsburg Oberstaatsanwaltschaft und der Justizminist er den sammlung durch Gesang ein und sang auch zum Schluß derselben wählt werde. Der Arbeitergesangverein" Briz" leitete die Ver- befindet sich im Lotale von Zandereit, Lessingstr. 23. Das Wahlfomitee. Antrag Stadthagens, ihn wegen angeblich bewußter Gebühren ein Lied. überhebung in Anklage zu verfeßen, abgelehnt hat. Es sei nichtsOberschöneweide. Den Genossen zur Kenntnis, daß heute würdig, diese Affäre, die sicherlich nicht gegen Stadthagen spreche, ihre Säle verweigern, fand hier am 22. Januar die erste sozial stattfindet. Buckow. Trotzdem die hiesigen Gaalbefizer der Arbeiterschaft abend 8 Uhr die Verkündigung der eintreffenden Wahlresultate so verleumderisch zu behandeln. Die 120 000 Flugblätter find fir demokratische Versammlung statt. Der sozialdemokratische Wahl- Die Parteispedition Treptow teilt mit, daß in den beiden Wahl. und fertiggestellt. Ob die" Post" von ihren Hinterleuten die Druckverein für Briz hatte in das durch Umbau räumlich erweiterte lokalen bei Habermann jotoie bei Graßmann der Vorwärts" nicht tosten ersetzt erhalten hat, wissen wir nicht. Die verleumderische Arbeiterverkehrslokal von Klein eine Vereinsversaminlung ein ausliegt und erfucht die Parteigenossen ztveds Information sich Tätigkeit dieses Echarfmacher- und Sudelblattes hat sich wieder mal berufen und dazu die Arbeiter Bucows als Gäste eingeladen. I eventuell den Bouvärts" mitzubringen. der" Post" mit " Beinidenborf- On. Das Benital- Balbirean befindet sich bei| Dorotheenstraße 16 einen Biebhaber. Schließlich wurde am Brüdner, Probingstr. 82. Alle Genossen, die sich zur Verfügung Salteplak in der Dirdsenstraße eine Droschte gestohlen. Es ist die stellen und noch nicht eingestellt sind, melden sich von früh 8 Uhr Tarameterdroschte Nr. 4129. Sie war mit schwarzbraunem Pferde ab; ebenso die Nadfahrer. bespannt. Der sechste und letzte Fuhrwetsdiebstahl endlich wurde Die Verkündigung der Wahl resultate, auch von anderen Kreisen, in der Wollankstraße ausgeführt. Dort fuhr ein Dieb mit dem erfolgt von 10 Uhr ab bei Ramlow, Schönholz 14. Das Wahlfomitee. Geschäftswagen der Lachsräucherei von Fenzlid, Kaiserin Augustastraße 15, davon. or Berliner Nachrichten. Telephonische Anfragen an die Redaktion am Wahlabende bitten wir zu unterlassen. Die Redaktion kann sich auf eine Beantwortung solcher Fragen nicht einlassen, da sie an diesem Abend stark in Anspruch genommen ist. Im übrigen ist dafür Sorge getragen, daß Wahlresultate schleunigst in den zahlreich einberufenen Versammlungen bekanntgegeben werden. Der Berliner Lehrerverein befaßte sich am letzten Dienstag " bis 8 1hr gearbeitet." und am Schlusse des Steglis murde alarmiert und war mit ihren Samaritern bald zur Stelle. Aber obwohl sie mit höchstem Eifer das Rettungswerk be. gann, gelang es doch nur, einen der jungen Leute, den Lehrling Erich Kriedelmann, ins Bewußtsein zurüdzurufen, während bei Großkopf und Nürenberger alle Wiedeerbelebungsversuche sich als vergebens erwiesen. Nürenberger stand kurz vor der Beendigung seiner Lehrzeit und sollte in den nächsten Tagen Geselle werden. Köpenick, wohin er gebracht wurde, bald nach seiner Einlieferung verstarb. Potsdam. Die Kälte. Eine ,, uoble" Firma scheint die Firma Wilh. Eschmann G. m. b. H. Köpenick. zu sein. Die Arbeitszeit ist für gewöhnlich dort laut Kontrakt mit den Angestellten von 734 Uhr morgens bis 5 Uhr abends mit Grünauerstraße 8. Die Frau des Kutschers Schillhannek hatte gegen Ein schweres Brandunglück ereignete sich vorgestern abend in der halbstündiger Mittagspause. Anläßlich der bevorstehenden Wahl 6 Uhr abends die Wohnung verlassen und ihre beiden Kinder, ein erläßt die Firma nun an ihre Angestellten ein Rundschreiben etwa Uhr abends die Wohnung verlassen und ihre beiden Kinder, ein folgenden Inhalts:„ Um jedem unserer Herren Angestellten vierjähriges Mädchen und einen zweijährigen Knaben, allein zurückGelegenheit zu geben, sein Wahlrecht bequem ausüben zu gelassen. Die Kinder müssen sich an der Ofentür zu schaffen gemacht können usw. usw., wird für Freitag, den 25. d. M., die Mittags- und einige glühende Kohlen fielen auf den Fußboden. Jedenfalls kam haben und diese war vermutlich nicht gut verschlossen, sie sprang auf paufe auf 2 Stunden feſtgeſetzt" der Knabe den Flammen zu nahe, seine Kleidung entzündete sich, und Birkulars stehen die" schlichten" Worte:„ Abends wird dafür als auf das Geschrei der Kinder Hausbewohner hinzufamen, glich der Das Verhalten der genannten Firma sticht recht unvorteilhaft leberwerfen von Decken erstickt, doch hatte der Kleine bereits so Kleine einer Feuersäule. Die Flammen wurden zwar sofort durch bon den Firmen, die ihren Angestellteu am Wahltage den halben schwere Berlegungen erlitten, daß er im städtischen Krankenhause in mit der neuesten Gehaltsvorlage des Magistrats; gegen 200 Mitoder ganzen Nachmittag gänzlich freigeben. glieder füllten den großen Saal des Kriegerheims, Chausseestraße. Große Panik bei einem Brande gab es gestern nachmittag in Der Magistrat will das Grundgehalt vom bollendeten 4. Dienst- der Fürstenstr. 9. Gegen 3 Uhr kam in dem Wirtschaftsteller, der jahre ab auf 1150 und die Alterszulagen auf 250, 300, 200, über den ganzen Hof führt, aus nicht ermittelter Ursache Feuer aus, 300, 200, 250, 250, 250, 250 M. vom vollendeten 7. Dienstjahre das verschiedene mit Del und Butlappen besetzte Verschläge erfaßte Dachstuhlbrand. Durch die lleberhigung des eisernen Dfens in in Zwischenräumen von je 3 Jahren bemessen. Die neue Vor- und alsbald den ganzen Kellerraum total verqualmte. Als die einer Burschenstube des Hauses Am Kanal 23a entstand vorgestern Lage des Magistrats erfordert 403 000, der Beschluß der Stadt- Feuerwehr aus der Lindenstraße eintraf, war die Situation abend um 8 Uhr ein Dachstuhlbrand, der bald größere Dimensionen berordnetenversammlung dagegen 528 000 M. zur Durchführung. für sämtliche Mieter des fünfstöckigen Quergebäudes äußerst anzunehmen drohte. Der rasch alarmierten städtischen Feuerwehr Der Referent, Herr Päßler, wies darauf hin, daß eine wahr- fritisch. Das Treppenhaus war infolge starter Verqualmung gelang es jedoch, das Feuer mit Hülfe zweier Schlauchleitungen und haft liberale Kommunalpolitik den Lehrer vor einer Zersplitterung durchaus nicht paffierbar und aus den Fenstern heraus wurde um der Dampfspritze auf seinen Herd zu beschränken. Infolge der Lage seiner Kräfte durch die Jagd nach Rebenverdienst bewahren und Hülfe gerufen. Hier galt fein Säumen. Das Sprungtuch bereit der Brandstätte erregte das Feuer großes Aufsehen, und der weites ihm ermöglichen sollte, seine volle Kraft in den Dienst der halten! Obenbleiben und Türen schließen! schallte es über den Hof. sichtbare Feuerschein lockte zahlreiche Neugierige herbei. Erst um Schule zu stellen. In der Debatte kam viel von der gerechten Schon frochen Feuerwehrmänner, Rauchschutztücher fest vor die Nase Mitternacht gelang es die Gluten völlig zu dämpfen. Der Brand Entrüstung, die sich während der nun 4jährigen Gehaltsbewegung gepreßt, die Treppe empor und schlugen dort die Treppenfenster ein. verursachte erheblichen Schaden und vernichtete den größten Teil des angesammelt, zum Ausdruck. Besonders hat in dieser Richtung in wenigen Sefunden waren auch an der Hausfront ztvei Leitergänge bis Dachstuhles. die anscheinend absichtliche Irreführung der öffent zur obersten Etage hergerichtet, auf denen die Hülfe bringenden lichen Meinung durch den Magistratsoffiziosus Wehrmänner nach oben fletterten und die gefährdetin Bewohner be Vermischtes. gewirkt, dessen Leistungen in der Bürgerschaft die Meinung er- ruhigten. Bald war dem erstickenden Rauch Abzug verschafft und weden mußten, den Berliner Lehrern flögen die gebratenen Tauben Lebensgefahr beseitigt. Allerdings hatte sich der Feuermann Linde nur so ins Maul. Die neueste Stala selbst scheint er allerdings mann beim Einschlagen der Fenster von der Leiter aus starte Schnittnur der Pädagogischen Zeitung" zugänglich gemacht zu haben, die wunden zugezogen, boch waren die Bewohner gerettet. Das Feuer Tagespresse erfuhr nur wieder mal von einer Million. Man sollte fonnte mit zwei Rohren abgelöscht werden. fich doch schämten, mit einer Erhöhung der Gesamtausgaben für die Gehälter der Fortbildungsschullehrer Staat zu machen, dokumen- Feuer in einem Kinematographentheater. Ein größerer Brand tiere man damit doch nur, daß man einem Beamtenstande die Ge- fam gestern abend 8 Uhr in dem Kinematographentheater von legenheit mehrte, durch Arbeit im Nebenamt das Einkommen auf. Dudes an der Ecke der Kommandanten- und Neuen Gründas Maß des Notwendigen zu bringen. Falls nicht Methode darin straße zum Ausbruch und zwar durch Entflammung eines Films. liegt, sollte man sich im Magistrat für die Bearbeitung der Presse Die Vorstellung hatte eben begonnen, als plößlich der Ruf euer" nach einer Kraft umsehen, die ihr Handwerk versteht. Als ein erscholl. Die Besucher, namentlich Kinder, flüchteten durch einen Vorzug der neuesten Vorlage wurde allerseits anerkannt, daß sie Hinterausgang und erreichten alle glücklich das Freic. Als die einen Rud nach der gesetzlichen Stala bedeuten, die Gehalts- sofort alarmierte Feuerwehr aus der Lindenstraße anrückte, berhältnisse durchsichtiger gestalten und damit für die Zukunft die brannte das Theater in größerer Ausdehnung. Es mußte eine Möglichkeit nahezu aufheben würde, eine Gehaltsgruppe gegen die Schlauchleitung vorgenommen werden, um die Gefahr zu beandere auszuspielen. Dieser taktische Vorteil könne aber angesichts seitigen. der Teuerungsverhältnisse unmöglich damit erkauft werden, daß nach vierjährigem Gehaltskampfe mehrere Dienstjahre ohne jede Aufbesserung bleiben. In wirtschaftlicher Beziehung bringe sie im wesentlichen das, was Charlottenburg seit 2 Jahren zahlt und für diesen Winter durch Gewährung von Teuerungszulagen als nicht ausreichend erwiesen hat. Gegen noch nicht 10 Stimmen gelangte folgende Resolution zur Annahme: Der Berliner Lehrerberein erklärt: Die wirtschaftlichen Verhältnisse fordern dringend eine erhebliche Aufbesserung der Gehälter sämtlicher Lehrer. Der Beschluß der StadtverordnetenVersammlung vom 13. Dezember v. J. kommt diesem Bedürfnis entgegen, indem er allen Lehrern Zulagen zwischen 50 und 250 M. gewährt. Die neuste Magistratsvorlage will zwar 2000 Lehrern eine Aufbefferung von 50-300 M. gewähren, 1000 aber sollen leer ausgehen. Diese 1000 stehen zumeist in Im wissenschaftlichen Theater der Urania bietet der neue dekorativ einem Lebensalter, in welchem die wachsende Familie eine Ge- und szenisch ausgestattete Bortrag" Die Feuergewalten der Erde" haltsaufbesserung ganz besonders nötig macht. Der Berliner mit seinen padenden Darstellungen des Unterganges von St. Pierre, Lehrerverein wünscht dringend, daß beide städtischen Behörden des Aetna, des Kilauea und schließlich auch der Geysertätigkeit im sich im Sinne des Beschlusses der Stadtverordnetenverfammlung Bunderland Ameritas eine Fülle von Anregungen und veranschaulicht vom 13. Dezember v. J. einigen." und in legter Zeit so häufig die Menschheit in Mitleidenschaft gedie unheilvollen Naturgewalten, welche im Schoße der Erde wirken zogen haben. leberschaut man das Ganze, so muß es im Interesse nicht nur der Lehrerschaft, sondern auch der Schule höchst bedenklich erscheinen, daß Herr Studt in der Reichshauptstadt so intensiv Schule macht. Es ist fein schlechter Wiz der Geschichte, daß man diejenigen, welche Aachen, 24. Januar. Die grimmige Kälte hat in letter Nacht etwas nachgelassen, erreichte in der Nacht zum Mittwoch mit 14,6 Grad ihren Höhepunkt. Aus der Nordcifelgegend werden Stältetemperaturen bis 23 Grad gemeldet. Bei Malmedy tauchte infolge der Kälte ein aus neun Tieren bestehendes Rudel Wölfe auf, wovon zwei erlegt wurden, während die übrigen nach Belgien entflohen; auch bei Elsenborn wurde ein Wolf entdeckt, der sich nicht verscheuchen ließ. Füchse wagen sich bis an die Häuser heran und stehlen, was ihnen in den Weg kommt. Bei Sourbradt wurde ein Arbeiter erfroren aufgefunden. Brüssel, 24. Januar. Hier sind gestern drei Personen erfroren. Das Thermometer zeigt heute minus 17 Grad. Die Schiffahrt eingestellt werden. Auch der Eisenbahnverkehr hat unter zu, Kanäle find zugefroren. Auf der Schelde und der Maaß mußte die der Kälte stark zu leiden. Während der Ausübung seines Berufes überfahren und schwer verlegt wurde gestern der Straßenarbeiter Ludwig Herzog aus Schöneberg. Er hatte am Marktplatz in Friedenau auf dem Fahrdamm gearbeitet und das Herannahen eines Straßenbahnwagens der Linie F überhört. Bevor der Führer den Waggon zum Stehen bringen fonnte, war. unter die Plattform gerissen und überdavongetragen. fahren worden. Schwerverletzt wurde er von seinen Arbeitskollegen Der Zentralverband der Steinarbeiter bittet uns um Aufnahme folgender Notiz: Verloren ist das Mitgliedsbuch Nr. 35210 des 3Zentralverbandes der Steinarbeiter Deutschlands. Der Finder wird gebeten, es an den Inhaber Gustav Reimann, geb. 12. 9. 69, wohn haft N. 65, Adolfstr. 20, gelangen zu lassen. Baris, 24. Januar. Infolge der ungewöhnlich starken Kälte sind im Laufe des gestrigen Tages 9 Personen erfroren. Nom, 23. Januar. In ganz Italien herrscht ungewöhnliche Kälte. Der in großer Menge gefallene Schnee stellt in Rom und Neapel cin seltenes Naturereignis dar. In Mailand waren heute 7 Grad Celsius unter Null, in Rovigno 10, in Livorno 4 Grad. Auf der Linie Nom- Neapel werden die Züge durch den Schnee angehalten. Mehrere telephonische und telegraphische Linien sind unterbrochen. Wieder ein Erdbeben in Kingston. Kingston vom 22. d. Mts.: Seit dem 14. Januar erfolgten zwei London, 24. Januar. Das„ Reutersche Bureau" meldet aus sehr schwere Erdstöße, am letzten Dienstag ebenfalls zwei; mehrere Gebäude sind eingestürzt. Der Bevölkerung bemächtigte sich eine große Beunruhigung. Ein Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. Zum Wahlfonds o gingen in unserer Expedition Lindenstr. 69 folgende Beiträge ein: Im Prater- Theater findet am heutigen Freitag die Erftauf führung des Schönthauschen Schwankes Der Raub der Samann 6,70. Mitglieder der Wagenbauerlasse, Bezirk Berlin X 25,-. Ueberschuß der Kranzspende für Kollege Sachs der Firma Hirsch Briefkaften der Redaktion. die heranwachsenden Staatsbürger glauben machen sollen, ganz vorne in der Welt in Preußen- Deutschland lächle ewig blauer 6inerinnen" statt. Simmel, durch ungenügende Bezahlung und eigenartige amtliche N. 2. 1,-. Werkstatt Siemens u. Schuckert durch Jüterbog 6,40. Die Berliner Feuerwehr hat jetzt schwere Arbeit. Es brennt, Buchdrucker- Invalide S. 1,- Mm. G. 10,-. M. G. MitgliedsBehandlung zur Ausführung dieser Mission selbst unfähig macht. wie der Berliner jagt, aus allen Knopflöchen an allen Eden und beitrag 1907 20,-. Schöneberger Droschkenkutscher 3,- BuchDie Tiefbaudeputation beschäftigte sich in ihrer letzten Sizung Enden. In der legten Nacht war die Feuerwehr ununterbrochen druckerei Bernh. Paul, 5. Rate 7,20. Ramm, New York 10,10. Or mit den Plänen der kaiserlichen Oberpostdirektion zur Herstellung tätig. An einer Stelle in der Alexandrinenstr. 99 brannte es sogar ganisierte Arbeiter in Dornbirn, Vorarlberg 6,50. Ueberschuß von bon Tunnels zur elektrischen Beförderung von Briefwagen. Zunächst zweimal um 3 und um 5 1hr an verschiedenen Orten und in von der amerikanischen Auktion bei Fröhlich, Mustauerstr. 1 2,50. Bierist der Bau eines solchen Tunnels vom Potsdamer Bahnhof nach einander getrennten Räumen; Tische, Kisten, Fußböden usw. standen prozente von den Arbeitern der Tischlerei W. Lehmann, Kottbusers Sem Hauptbriefpostamt in der Spandauerstraße, in einer Länge von dort in Flammen. Ein großer Dachstuhlbrand beschäftigte den damm 25 4,-. Ernst Klize 2,-. Seppl 3,05. Sechserlasse der 3,3 kilometer geplant. Bewährt sich diese Beförderung, dann sollen 15. Bug in der Beuffelstr. 5. Als Brandmeister Hammer als Tischlerei Campbell u. Bullig 5,-. Arbeiter der Maschinenfabrik Tunnels von diesen beiden Stellen aus nach sämtlichen Fernbahn- erster dort anfam, stand der Dachstuhl schon in großer Aus- Nitsch 6,-. N. 2. Stud. 5,-. höfen, also dem Anhalter-, Görlizer- und Schlesischen Bahnhof, von dehnung in Flammen. Diefe hatten reiche Nahrung gefunden und Summa 124,50 M. Bereits quittiert 18 250,31 M. Summa dort nach dem Briefpostamt und von da nach dem Stettiner Bahnhof, wurden von dem heftigen Winde immer wieder von neuem aus 18 374,81 m. Lehrter und Potsdamer Bahnhof gebaut werden, so daß eine Kreis- gefacht. Es mußte mit mehreren Schlauchleitungen von Dampf- Weitere Beiträge werden in unserer Expedition entgegen. bahn von einer Länge von 18,1 Kilometer entstehen würde, die von sprizen Waffer gegeben werden, bevor es gelang, die Gefahr zu be- genommen. der ersten in einer Länge von 3,3 Kilometer geschnitten würde. Die feitigen. Der Dachstuhl ist niedergebrannt. Gleichzeitig fam ein Berichtigung: Jn Nr. 19 soll es heißen:" Bon den orgaDeputation gab ihre Zustimmung zu dem Projekt unter dem Vor- großer Fabritbrand in der Naunynstr. 55 am Naunynplab zum Aus- nisierten Gasarbeitern der Sektion Ia, Gaswert Danziger behalt, daß die Tunnels jederzeit verlegt werden müssen, wenn sie bruch. Als die zweite Kompagnie an der Brandstelle erschien, waren straße aus der Sektionstasse" statt: Verband der Gemeindeauderen städtischen Unternehmen im Wege sind. Der Konsens soll die Aufgänge bereits total verqualmt. lleber Hafen- und Steck- und Staatsarbeiter, Sektion I." auf 90 Jahre gegen eine mäßige jährliche Anerkennungsgebühr er leitern wurde vorgegangen und dann kräftig gelöscht. Es gelang, teilt werden. Mit der Ausführung der Tunnels, die übereinander die Flammen auf einen Fabritbetrieb zu beschränken. In beiden liegen werden, soll baldmöglichst begonnen werden. Die Brief- Fällen fonnte die Entstehung noch nicht ermittelt werden. Noch während beförderung wird nach Fertigstellung der Tunnels ganz bedeutend die Feuerwehr dort tätig war, brannte in der Hollmannstr. 32 beschleunigt. ein Lagerraum in großer Ausdehnung. Durch energisches Wasser Einen Speisewagen ausgeraubt. Ein großer Silberdiebstahl ist geben konnten die Flammen auf den Lagerraum beschränkt werden. in der gestrigen Nacht auf der Anhalter Bahn verübt worden. In Früh um 5 Uhr stand der Dachstuhl des Hauses Lübbenerstraße 5 der Nähe des Militärbahnhofs standen eine Reihe von D- Bug- in Flammen, die auch das vierte Stockwerk erfaßten. Der 8. Zug waggons, darunter auch ein Speisewagen. Auf dessen wertvollen hatte längere Zeit tüchtig zu tun, um dort die Flammen zu löschen. Inhalt hatten es in der vorlegten Nacht Einbrecher abgesehen. Ge- Nach 6 Uhr kam dort zum zweitenmale in einem Bodenverschlage waltsam drangen sie in den Wagen und raubten ihn fast vollständig Feuer aus, das aber schnell unterdrückt werden konnte. Am Schiff aus. Zur Beute fielen den Dieben 67 große filberne Gabeln, bauerdamm 25 brannte ein Pferdestall und in der Chauffeestraße 41 D. 23. Mein. 40 fleine Gabeln, 41 Dessertlöffel, 39 Kaffeelöffel, 32 Tafelmesser, eine Stellmacherei. In einer Wohnung im dritten Stock des Hauses falls der Reichstag nicht inzwischen aufgelöst wird. 50 Suppenlöffel, silberne Staffeekannen, Gemüseschüsseln usw. Die Lanfigerstraße 31 gerieten Gardinen in Brand. Die Inhaberin der Armendirektion müßte erst flagen. Db Sie zur Zahlung verpflichtet sind, Täter, die unbemerkt mit der reichen Beute entfamen, fonnten bisher Wohnung, Frau Krause, wurde ohumächtig in der Küche aufgefunden hängt davon ab, ob Sie die Unterſtügung leisten können, ohne Ihren und noch nicht ermittelt werden. und durch Samariter der Feuerwehr wieder zum Bewußtsein gebracht. Shrer Familie standesmäßigen Lebensunterhalt und Ihre sonstigen Ver pflichtungen zu beeinträchtigen. 5. 21. Ja. Sieben Pferde und sechs Fuhrwerke gestohlen. Mit unglaub- Nach Angaben eines herbeigeholten Arztes soll die Frau gemütskrant Bertrag läuft ohne besondere Kündigung mit dem 31. März 1907 licher Dreistigkeit treiben in der letzten Zeit die Spezialisten auf wobei Möbel den Flammen zum Opfer fielen. Ferner hatte die 2. sein. In der Wohnung hatte es gestern schon einmal gebrannt, ab. dem Gebiete der Fuhrwerksdiebstähle ihr Unwesen. Nach Ansicht der Polizei handelt es sich um eine weitverzweigte Bande, die ihre Wehr in der Schmidstr. 43, Bellealliancestr. 7/8, Buttkamerstr. 3, Neke über ganz Berlin und auch die Vororte geworfen hat. Ge- Lothringerstr. 95, Krausenstr. 31/32, Usedomstr. 14, Hafenheide 91, wöhnlich werden zwei Mitglieder ausgeschickt, und während der Schwedterstr. 50, Friedrichstr. 90, Soldinerstr. 71, Marienstr. 9 und eine bei günstiger Gelegenheit auf den Bod unbeaufsichtigter Fuhr- zahlreichen anderen Stellen zu tun. In den meisten Fällen handelte werke hinaufspringt, die Zügel ergreift und davonjagt, bleibt der es sich um Wohnungsbrände, die mit kleinem Löschgerät gelöscht andere als„ Deckung" zurüd. Hauptsächlich ist es der Bande daran werden konnten. gelegen, in den Besitz wertvoller Pferde und der Wagenladungen zu kommen. Die Fuhrwerke selbst lassen sie an entlegenen Gegenden herrenlos stehen, da sie ihnen vielleicht durch die Firmenaufzeichnungen zum Verräter werden könnten. Heute liegen wieder Vorort- Nachrichten. eine ganze Reihe derartiger Diebstähle vor. Vor dem Hause Lankwik. Mohrenstraße 37 wurde dem Fuhrherrn Demke, Gürtelstraße 26b, Durch Kohlendunst erstickt sind gestern nacht zwei Lehrlinge sein eigener Wagen entführt. Das Gefährt war mit Vorräten des Schlossermeisters Rhinow, Seidelstr. 16. Die drei zurzeit dort von Damenkleider- und Herrengarderobenstoffen beladen und mit in der Lehre stehenden jungen Leute im Alter von 16-19 Jahren dunklem Fuchs bespannt. D. erleidet einen Schaden von 1500 M. zündeten, da sich in ihrer über der Werkstatt belegenen Dachfammer In der Rankestraße wurde ein Rollwagen der Firma Deckert u. tein Ofen befand, einen Eimer Kohlen an und legten sich zur Haye, Greifswalderstraße 37, gestohlen. Er war mit zwei Pferden Ruhe. Gestern früh wartete der Meister vergebens auf das Erbespannt und mit 2000 Chamotteplatten beladen Ein zwei- scheinen seiner Lehrburschen. Er eilte zu ihnen hinauf und fand spänniger Geschäftswagen der Firma Paul Kostenlik u. Co. wurde alle drei regungslos in ihren Betten liegen. Der die Stube ern der Stegliterstraße entwendet. Ein Gefährt der Weingroß- füllende Dunst verriet es nur zu bald, was vorgefallen war. Die handlung Steinhardt u. Co., Taubenstraße 20, fand vor dem Hause Feuerwehrtolonne der Neuen Photographischen Gesellschaft in eine Treppe( Handelsstätte Bellealliance, Durchgang auch Lindenstr. 101), Die furistische Sprechstunde findet Friedrichstr. 16, Aufgang 4, wochentäglich von 7 bis 9½ 1hr abends statt. Geöffnet 7 Rhr. Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ift ein wird nicht erteilt. Gilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Buchstabe nud eine Zahl als werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort G. B. 18. Leider ist das von Ihnen Vorgetragene fein Grund zur Entbindung vom Bertrag. Im Prozeßwege wäre nichts zu erreichen, es ist allein der Weg der gütlichen Vorstellung möglich. E. K. 26. Rich. Die tommende Reichstagsjesfion dauert 5 Jahre, 5. 2. 58. Die M. M. 157. Der Nühute. 1. Die Pferdebahnlinie nach Charlottenburg. Die Kosten der Tegeler Bahnen sind uns nicht bekannt. W. H. 100. Sie müssen für Ihre Tochter Sorge tragen. Hans 100. Lassen Sie die gesundheitsgefährdende Beschaffenheit der Wohnung durch einen Arzt bescheinigen, flagen Sie dann beim Amtsgericht auf Aufbebung des Mietsvertrages und auf Schadenersaß und verbinden Sie mit welche Shnen die frühere Räumung gestattet wird. der Klage einen Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Berfügung, durch Pflug 1000. Das Reichsgesch über die privaten Versicherungsunternehmungen vom 12. Mai 1901 ist wahrscheinlich dasjenige, auf welches sich die Behörde bezieht. Das Gesek können Sie, wie jedes Geses und jedes Buch, durch die Buchhandlung Borwärts beziehen. 2. N. 79. Nein: Wer in der Zeit vom 1. Januar bis 27. März dieses Jahres 70 Jahre alt wird, hat mindestens 640 Marken aufzuweisen, um Altersversicherung zu erhalten.. P. 11. Ein angemessener Satz ist zu zahlen. In Ihrem Falle würde das Gericht etwa 50 oder 60 Mart monatlich für angemessen erachtet. w. m. 100. Sie fönnen jeden Tag fündigen, wenn das Gegenteil nicht ausgemacht ist. A. 2. Moabit. Strafe würde schwerlich eintreten, da guter Glaube besteht. Sie tun gut, wegen der Zahlung sich zu einigen. . S. 7. Teilen Sie Ihren Wunsch vor dem Termin dem Gericht mit. Dresden- 66 dp., bei Magdeburg+3,08 Meter, Eisgang. Wasserstand am 24. Januar. Elbe bei Musfig Straußfurt-- Meter. Oder bei Ratibor mündung Meter. Dder bei Brieg bei Breslau Unterpegel+ 0,82 meter. Meter, bet 11 n strut bei Meter. Neige Meter. Ober Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 25. Januar. Anfang 7, Uhr. Kgl. Opernhaus. Salome.( Anfang 8 Uhr.) Kgl. Schauspielhaus. Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Deutsches. Das Wintermärchen. Weften. Cousin Bobby. Lorking. Der Mikado. Anfang 8 Uhr. Berliner. Der Hund von Basterbille. Leffing. Das Blumenboot. Schiller 0.( 28allner Theater.) Jugend. Schiller- Theater Charlottenburg. Die Räuber. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Der Familientag. Romische Oper. Tosca. Neues Schauspielhaus. Die Hochzeitsfadel. Kleines. Eine triviale Komödie. Neues. Die Condottieri. Residenz. Florette und Patapon. Luftspielhaus. Husarenfieber. Zentral. Künstlerblut. Deutsch Amerikanisches. Sorgenbrecher. Thalia. Eine lustige Doppelehe. Luisen. Tell. Der Bernhard Nose. Die Schule des Lebens. meine Trianon. Frl. Josette Frau. Metropol. Der Teufel lacht dazu. Gebr. Herrnfeld. Familientag im Hause Prellstein. Wintergarten. Saharet. Spezia litäten. Apollo. Die schöne Vestalin. Spe zialitäten. Kasino. Ledige Leute. Spezialität. Folies Caprice. Das Modell. Se reniffimus August XXVI. Urania Wissenschaftliches Theater. Heute im Theater 8 Uhr: Die Feuergewalten der Erde. Hörsaal 8 Uhr Dr. P. Schwahn: Die Entstehung der Gebirge und die Erdbeben. Lustspielhaus. Täglich abends 8 Uhr: Husarenfieber. Zentral- Theater. ( Operette.) 8 Uhr: Künstlerblut. Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( allner- Theater). Freitag, abends 8 Uhr: Jugend. Liebesdrama in 3 Aufzügen von May Halbe. Sonnabend, abends 8 Uhr: Der Kaiserjäger. Sonntag, nahm. 3 Uhr: Die rote Robe. Sonntag, abends 8 Uhr: Der Kaiserjäger. Schiller- Theater Charlottenburg, Bismardstraße, Ede der Grolmanstr. Freitag, abends 8 Uhr: Die Ränber. Bürgerliches Trauerspiel in 5 Atten von Friedrich Schiller. Deutscher Metallarheiter- Verband. Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin. Hauptbureau: Bimmer 34, Amt 4, 3353. Engel- Ufer 15. Zimmer 1-5, Amt 4, 9679. Sonnabend, abends 8 Uhr: Sonntag, den 27. Januar 1907, Jugend. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Don Carlos. Sonntag, abends 8 Uhr: Heimat. vormittags 10 Uhr, im ,, Swinemünder Gesellschaftshaus", Swinemünderstr. 42: Versammlung Arnold Scholz Neue Welt Hasenheide 108/14 aller in der Wickelei beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen. Von Sonntag, den 27. Januar 1907 an täglich im festlich dekorierten Saale Luisen- Theater Gr. Münchener Bockbier- Fest Reichenbergerstr. 34. Zum erstenmal: Wilhelm Tell. Anfang 8 Uhr. Sonnabend nachm. 4 Uhr Kinder. borstellung, zum erstenmal: Klein Däumling. 8 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Sonntag nachm. 3 Uhr: Sherlod Holmes. 8 Uhr: Wilhelm Tell. Metropol- Theater Abends 8 Uhr: Der Teufel lacht dazu. Große Jahresrevue in 7 Bildern von Julius Freund. Musik von Roth. Viktor Hollaender. Dirigent Max In Szene gesetzt Direktor Richard Schultz. Massary. Wolff. Bender. Giampietro. Josephi. von Rauchen überall gestattet.. Sonntag, den 27. Januar 1907, nachmittags 3 Uhr: Originellster Bock- Jubel und Trubel Berlins Baron Muckl's Original Oberbayrische Bauernkapelle D'Hollertauer Schuhplattler, Jodler und Instrumental- Gesellschaft Alpenblumen Bedienung durch 30 echte bayrische Madl in Nationaltracht Sensationelle Ueberraschungen. Anfang Wochentags 7 Uhr Entree 30 Pf. Anfang Sonntags 4 Uhr. Entree 50 Pf. Zirkus Busch. Zirkus Schumann Heute abend 7%, Uhr. The Novellos. Indien in Europa. Neu! Neu! Neu! Neu! Außerdem: Clown François mit dem Dadelpferd. Herrn Schumanns neueste Dreſsuren. Um 10 Uhr: ROM. Gr. Drigin. Ausst.- Pantomime des Birtus Busch in 7 Bildern. Die tollkühne Quadrigafahrt. Paffage. Berlin paß auf! Spe. Auf in's Metropol. Sonntag: 2 Borstellungen. zialitäten. Figaro. Eine gute Partie. Die Klaue. Chicagoer Landwirt. Unterm Bett. ( Anfang 8, Uhr.) Prater Theater. Der Raub der Sabinerinnen. Walhalla. Spezialitäten. Karl Saverland. Spezialitäten. Cipollo a Theater Reichshallen. Stellinet Gänge Hervorragende Spezialitäten Urania. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Die Feuergewalten der Erde. Im Hörsaal 8 Uhr: Dr. P. Schwahn: Die Entstehung der Gebirge und die Erdbeben. Sternwarte, Invalidenftr. 57/62. Ferdinand Bonns und Die schöne Vestalin. Operette. Mufit von Viktor Holländer. Sonntag, den 27. Januar, nachm. 3 Uhr: Doppelvorstellung. Halbe Preise! 1. Abt. Variété. 2. Abt. Venus auf Erden. Berliner Theater. DERNHARD ROSE THEATED Heute und folgende Tage 8 Uhr: Der Hund von Baskerville. Theater des Westens Station Boolog. Garten, Kantstr. 12. Durchschlagender Erfolg! Allabendlich 72 Uhr: Gastspiel Friz Berner Coulin Bobby. Große Frankfurterstr. 132. Abends 8 Uhr: Die Schule des Lebens. Morgen Sonnabend Premiere: Kean ober: Genie und Leidenschaft. Nachm. 4 Uhr bei kleinen Preisen: Rotkäppchen. Refidenz- Theater. Direktion Richard Alexander. Heute und folgende Tage Anfang 8 Uhr. Florette und Patapon. Neues Schauspielhaus want in 3 Aften Freitag, den 25. Januar 1907: Die Hochzeitsfackel. Sonnabend: Herthas Hochzeit. Anfang 8 Uhr Neues Theater. Anfang 8 Uhr. Die Condottieri. Morgen und folgende Tage: Die Condottieri. Kleines Theater. Anfang 8 Uhr. 3 Aften v. M. Hennequin und Pierre Beber. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Schlafwagen- Kontrolleur. Passage- Theater. Abends 8 Uhr: Berlin paß auf! Burleske in 2 Aften v. Leop. Elh. Musik von Rudolf Nelson. In den Hauptrollen: Josefine Dora, Paulette van Roy, Albert Kühne, Martin Bendix. Außerdem: Die glänzenden neuen Spezialitäten für Januar. Deutsch- Amerikanisches Eine triviale Komödie für THEATER, Köpenickerstr. 67/68. seriöse Leute.( Bunbury.) Sonnabend und Sonntag: Eine triviale Komödie für seriöse Leute. ( Bunbury.) Sonntag nachm. 3 Uhr: Nachtasyl Komische Oper. Abends Tosca. 8 Uhr: Sonnabend: Hoffmanns Erzählungen. Sonntag nachm. 3 Uhr: Carmen. Albends 8 Uhr: Tosca. Montag: Bierpuppen und Don Basquale. Heute und jeden Abend 8 Uhr: Gastsp. Ad. Philipp. Der große Lacherfolg: Der Sorgenbrecher. Sonntagnachm. 3 Uhr halbe Preise: ., Ueber'n großen Teich." WINTER CARTEN SAHARET. Lortzing- Theater Otto Reutter Bellealliancestr. 7/8. Abends 72 Uhr: Der Mikado. Abonnements gültig. Sonnabend: Kaufmann- Truppe, weibl. Radfahrer. Ein Ballabend i. Paris, Ballett, ausgef. von der Tiller- Truppe, London. Johnson und Dean, Mulatten- Gigerln. Die 3 Schwestern Kloess, gymnastische Produktionen. Der Troubadour. Howard und Harris, amerikanische Schiller- Theater N. Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. 3 Uhr: Tiroler Krippenspiel. Abends 8 Uhr: Die von Hochsattel. Exzentriks. Ancilotti und gedankenlesender Hund Pilu. Paul Cinquevalli, Jongleur. Floretta's Luftballett. Der Biograph. Ende 11 Uhr W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Bum legten Male: Ehrliche Arbeit. Ehrliche Arbeit. Boltsstück mit Gesang in 4 Atten. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Bf. Ehren- und Borzugskarten gültig. Sonnabend: Keine Vorstellung. Gebr. Herrnfeldnig. Theater Einla 8 Uhr. 7 Uhr. Kommandantenstr. 57. Heute: Zum letzten Male: Familientag im Hause Prellstein Komödie in 3 Aften von A. u. D. Herrnfeld. Morgen, Sonnabend: Premiere der Novität Ein verrücktes Hotel mit dem Vorspiel Hayfisch geht zur Jagd". Komödie in 3 Alten von Anton und Donat Herrnfeld. Vorbert. 11-2 Uhr( Theaterkasse) Trianon- Theater. Anfang 8 Uhr. Fräulein Josette- meine Frau. Heute Freitag, den 25. Januar, abends präzise 7 Uhr: Vorwiegend humoristisches Pro gramm und die Sensation des Tages: Der Motor im Globus. Zages Ordnung: 1. Unternehmer Organisationen und die Gewerkschaften. Referent: Kollege Bahn. 2. Diskussion. 3. Wahl des Branchen leiters und der Agitationsfommission. 111/12 Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Zur Beachtung! Sm Restaurant Bartholain, Friedrichsfelde, Prinzen- Allee 59, und im Restaurant Reinhold, Berlin SO., Köpeniders straße 38 wurden neue Zahlstellen eingerichtet. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Branche der Vergolder Montag, den 28. Januar, abends präz. 8 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20( großer Saal): Branchen- Verfammlung. Tagesordnung: 1. Gesamtabrechnung vom alten Verband. 2. Die Aussperrung in ber Holzindustrie. 3. Verschiedenes. Laut Beschluß wird jede Versammlung Punkt 8 Uhr eröffnet. Mitglieds. buch ist behuss Eintragung des Kontrollstempels am Eingang borzuzeigen. Pflicht eines jeden Stollegen ist es zu erscheinen. Diejenigen Vertrauens leute, welche nod feine neuen Karten haben, tönnen dieselben vor Beginn der Bersammlung in Empfang nehmen. Der Branchenleiter. Miß Irene und Mr. Wizard Stone. Achtung! Musikinstrumentenarbeiter! 3 Frères Willé Die am Montag, den 28. Januar, fällige Branchen die unerreicht dastehenden Equilibriften. mitglieder- Versammlung fällt an diesem Tage aus und Außerdem: Die großartigen neuen findet dafür am Montag, den 11. Februar, statt. Spezialitäten, sowie sämtl. Clowns u, Auguste mit ihren neuesten Witzen. Zum Schluß zum 36. Male: Das größte Bracht- Manegeschaustüd St. Hubertus. Palast Palast- Theater. Burgstr. 24, 2 Min. v. Bahnhof Börse. Täglich ab 19. Januar cr., abends 7 Uhr Sonntags ab 4 1hr 78/ 15* Die, Branchenleitung. Freitag, den 25. Januar, bleiben Bureau, Arbeitss nachweis und Krankenkaffe wegen der Reichstagswahl den ganzen Tag geschlossen. Eine Kontrolle der Ausgesperrten und Arbeitslofen findet an diesem Tage nicht statt. 78/14 Die Ortsverwaltung. Zentralverband der Dachdecker Verwaltungsstelle Berlin. Große Münchener Sonntag, den 27, Januar, vorm. 10 Uhr, bei Feind, Weinste. 11: Bockbierfeste. Karl Kamberger mit seinen drei Stapellen:„ Original Dberlandler", D'Wildschüßen" und " D'Schlierseer". Schuhplattler, Sänger und Sängerinnen. Liederbücher zum Mitsingen gratis. Großartige eigene Deforation. Entree an Wochentagen 30 Pfennige. Folies Caprice Linienstr. 132 Ecke Friedrichstraße. Dir. Felix Berg. Das Modell. Serenissimus August XXVI. Anfang 8 Uhr. Vorverk. 10-2 a. d. Theaterk. u. b. Wertheim. Fröbels Allerlei- Theater fr. Puhlmann, Schönhauser Allce 148. Jeden Sonntag Anfang 6 Uhr: Konzert, Theater u. Spezialitäten. 15 erittlaifige 15 Nummern! Nad ber Borstellung: Extratanz Nach Sonntag nachm.: Wo ist der Papa? Dienstags: Rose- Theater- Gastspiel. und Die Schloßkellerei. Brunnen- Theater Prater- Theater Kastanien Allee 7-9. Abends 8 Uhr zum erstenmal: Gesundbrunnen. Babftraße 58. Der Raub der Sabinerinnen. Direktion: Bernhard Rose. Sherlock Holmes Detektivkomödie in 4 Atten. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Billettvorverkauf von 10-2 Uhr an der Theaterkaffe. Kasino- Theater Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr. Ledige Leute. Komödie in 3 Aften v. Felir Dörmann. Borher das bunte Januarprogramm. Bella, Schwant in 1 Aft v. M. Krämer. Sonntag 4 Uhr: Die beiden Champignol. ValhallaWa Varieté- Theater Weinbergsweg 19/20, Nosenth. Tor. Heute abend 8 Uhr: Die erste Sensation von 1907: der Mann Kosta, mit bem drehbaren Kopf. 14 Karneval zvezialitäten 14 Schwank in 4 Aften von Fr. und P. Schönthan. Morgen: Geschlossen. E 80 80 ENDE h a e n Sanssouci Stottbuferstraße 4a. Direktion Wilhelm Reimer. Sonnt., Versammlung. Zages Drdnung: 1. Raffenbericht vom IV. Quartal 1906. 2. Abrechnung vom Streit. fonds. 3. Neuwahl des gesamten Borstandes. 4. Verbandsangelegenheiten. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet 54/1 Der Vorstand. Bauhandwerker- Krankenkaffe für Berlin u. Umgegend( Eingeschr. Hülfsk. 118). Sonntag, den 10. Februar, vormittags Punkt 10 Ubr, im Saale des Herrn Fritz Wilke, Brunnenstr. 188: Ordentliche General- Versammlung. Zages Drdnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes, des Kaffierers, Nevifionsbericht und Bericht des Ausschusses. 2. Wahl des 1. Stassierers, 2. Borsitzenden, giveier Beisiger und vier Erfaßmänner. Wahl des Ausschusses und vier Grfazmänner. 3. Wahl zweier Hülfskaffterer, für Nordost und Friedrichsberg. 4. Innere Kassenangelegenheiten. 38/ 1* Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. J. A.: Heinrich Meste Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. ORIGINAL SINGER NAHMASCHINE Singer Nähmaschinen. 34672 Einfache Handhabung! Groke Haltbarkeit! Hohe Arbeitsleistung! Weltausstellung Weltausstellung Grand Prix St. Louis 1904. Paris 1900: Unentgeltlicher Unterricht, auch in moderner Kunststickerei. Elektromotore für Nähmaschinenbetrieb. Singer Co. Nähmaschinen Hct. Ges. Berlin W., Leipzigerstr. 92. Filialen in allen Stadtteilen Backware Das größte Brot! 6 Stück 10 Pf. Albrechts Bäckereien: nur allein in: Krautstr. 19, Wrangelstr. 135, Lausitzerstr. 2, Falckensteinstr. 32, Zentrale: Boxhagenerstr. 13. Pücklerhalle 222/228, Andreashalle 16/18. Bollmanns Hord. Sänger Reichshallen- Theater Vor der Reichstagswahl! Jubelnder Erfolg Sonnt. Bg. 5, Wochent. 8 U. N. Sonnt.: Gr. Elite- Soiree v. Hoffmanns Nordd.Sänger J. Dienstag: Theaterabend -Moritzplatz.Täglich: ockStettiner Sänger. Anjang Wochentags 8, Sonntags 7 Uhr. Reichsh allen- Restaurant Bockbier- Fest. Doppel- Konzert Otto Pritzkow. Münzstr. 16, der Oberbayern u. Dachauer Bauern tapelle. Fest ierAuftr. d. echten Blattler 1. des berühmt. Zirkus. dir. mit f. Wunderpferd. Welt- AusstellungsBiograph-( St. Louis) Theater lebender Photographien. Auf Wunsch Vorführung Co Dresdenerstraße 97. Spezialitäten- Theater. Im Konzertsaal: Großer Bockbier- Tubel. All- Deutschland im Bock." Nationale Dekoration! Ueberraschungen aller Art. Gustay Behrens Theater, Berlin O., Frankfurter Allee 85. Das einzig daftehende in Vereinen jederzeit. Elite- Januar- Programm. Verbindung mit größter FilmsFabrik Frankreichs, daher täglich neueste Bilder. = 24 Nummern. Den ganzen Tag Vorstellung. Anfang 7, Uhr. Sonntags 42 Uhr Berantwortlicher Redakteur: Kanz Weber, Berlin, Für den Bnferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.