Nr. 22. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pranumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 R., roochentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Belt" 10 Bfg. BostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Beitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweis Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 24. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel. geile oder deren Raum 50 ẞfg., für bolitische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett. gebrudte) Bort 20 Bfg., jedes weitere Bort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen das erste Bort 10 Bfg., jedes weitere Bort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte, Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Sonnabend, den 26. Januar 1907. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernivrecher: Amt IV. 9r. 1984. Ergebnisse der Berliner Reichstagswahlen. Gewählt find: Im 2. Wahlkreise: Richard Fischer. Im 3. Wahlkreise: Wolfgang Heine. Im 4. Wahlkreise: Paul Singer. Im 5. Wahlkreise: Robert Schmidt. Im 6. Wahlkreise: Georg Ledebour. Stichwahl findet statt: Im 1. Wahlkreise zwischen Dr. Leo Arons( Sozialdemokrat) und Kämpf( Freifinnige Volkspartei). Berlin 1. Die Stimmenzahl verteilt sich wie folgt: ( Die eingeklammerten Ziffern beziehen fich auf die Hauptwahl vom 16. Juni 1903.) Wahlberechtigte: 16 266( 17505). Dr. Leo Arons, Soz. 5040 ( 5815). Raempf, Frf. p. 6068( 4266). Stodmann, tons. 972( 2928). Damaschte, Bodenreformer 779. Erzberger, Zentrum 271. b. Czar linski, Pole 41. ( Stichwahl zwischen Arons( Soz.) und Kaempf( Frf. Bp.) Berlin II. Wahlberechtigte: 82 973( 81 245). Richard Fischer, Soz. 35 291 ( 84 995). Reide, Fr. p. 25 617( 16 064). Wilhelm Reinhard, konj. 4417( 10 603). Erzberger, Zentrum 1266. b. Czarlinsti, Bole 263. Gewählt: Fischer( Soz.) Berlin III. Wahlberechtigte: 30 655( 31 513). Wolfgang Heine, Soz. 14 590 Berlin V. Wahlberechtigte: 34 520( 33 825). Robert Schmidt, Soz. 14 093 ( 14 568). Caffel, Fr. p. 9131( 6496). Barnau, tons. 1876( 3210). Bentrum 53. Pole 96. Gewählt: Schmidt. Berlin VI. Wahlberechtigte: 194 741( 164 932). Georg Ledebour, Soz. 99 558( 79 478). Kähler, Fr. Bp. 21 102( 14 146), Ulrich, fonf. 13 033 ( 14 813). Bentrum 4266. Pole 577. Das Berliner Gesamt- Ergebnis. 1903 Bahl der Wahlberechtigten ¡ ¡ ¡ 1907 444 871 492 237 " Es erhielten Stimmen: 1908 Sozialdemokraten 218 288 1907 250 514 1907 mehr 32 276 1903 Freifinn. 1907 55 782 87 219 1907 mehr 31 137 40 663 1907 weniger 16 219 24 444 Gewählt: Stadthagen. Gegner 90 000. Teltow Beeskow- Charlottenburg. Wahlberechtigte: 245 106( 183 076). Zubeil, Soz. 103 000( 73 854). Gewählt: Zubeil. Außerdem sind diesmal zahlreiche Bentrums- und Bolenstimmen abgegeben worden, über 10 000. Gewählt: Georg Ledebour. Niederbarnim. Wahlberechtigte: 110 620( 85 371). Stadthagen, Soz. 55 661 ( 15 124). Rosenow, Fr. p. 9625( 5804). Bredered, konf. 1699( 88 864). Biethen, bürgerlicher Mischmasch 31 993( 25 616 bürgerliche ( 3673). Zentrum 447. Pole 188. Gewählt: Heine( Soz.) Berlin IV. Wahlberechtigte: 133 082( 115 851). Paul Singer, Soz. 81 942 ( 68 758). Raphun, Fr. Vp. 15 658( 9006). Wege, tonf. 6517( 8651). Zentrum 2680. Bole 1295. Gewählt: Paul Singer. Parteien). 1903 Konservative und Antisemiten. 1907 Mach der Schlacht. ftrengungen gemacht, wie vor dem gestrigen Wahltag. Um dem ihm eine geringe Stimmenzahl erreichten, tommt diesmal unser Kandidat drohenden Schicksal zu entgehen, in dem einst völlig von ihm be- in die Stichwahl. herrschten Berlin, seiner alten Hochburg, das einzige bisher noch in Schwerer noch als unsere Mandatenziffer läßt sich zur Stunde feinem Befit befindliche Mandat zu verlieren, hat der Freifinn noch die Zahl der Size beftimmen, die das Zentrum, die Deutschmals alle verfügbaren Kräfte zusammengerafft, hat er mit einer konservativen und die Nationalliberalen im ersten Wahlgang erlangt Die Wahlschlacht ist geschlagen. Die gewaltigen aufreibenden Straftanspannung, mit einer Energie agitiert und verleumdet, haben, zumal diese Parteien sich den größten Teil ihrer Mandate Anstrengungen der letzten Wochen haben mit dem gestrigen Wahltag wie nie bisher. Doch alle Anstrengungen haben nichts genugt. Die aus ländlichen Wahlkreisen holen. Wenn jedoch nicht alle Anzeichen ihren vorläufigen Abschluß gefunden. Noch läßt sich der Wahl- Sozialdemokratie hat die von ihr bisher beseffenen fünf Berliner trügen, wird das Zentrum in alter Stärke in den Reichstag zurückausfall nicht übersehen. Bis zu der Stunde, in der wir diese flüch- Mandate sowie die Kreise Teltow- Beestow und Niederbarnim be- tehren, während die Nationalliberalen und Freifinnigen voraussichtlich tigen Zeilen niederschreiben, ist erst aus etwa einem Viertel Hauptet, und zwar, wie die obigen Zahlen zeigen, mit starker einige Mandate gewinnen dürften. Doch läßt sich in Anbetracht der 397 Reichstagswahlkreise das Resultat bekannt; doch hat, wie Stimmenmehrheit. Auch den ersten Berliner Wahlkreis zu erobern, der zahlreichen Stichwahlen die Gefechtslage noch nicht es scheint unsere Partei im ganzen nur wenig Terrain gewonnen, ist leider nicht gelungen. übersehen. Es wird bon der Gruppierung der der Parteien dagegen einige bisher innegehabte Mandate verloren. Das bei diesen Stichwahlen abhängen, wie sich der schließliche Wahlstarte Aufgebot der Nichtwähler", das heißt der durch Ein bedeutender Fortschritt! Als vor 40 Jahren, am 12. Se- ausfall gestalten wird. " eine unerhörte Agitation auf die Beine gebrachten flein bruar 1867, die Sozialdemokratie Berlins zuerst zur Wahlurne Für unsere Partei ergibt sich daraus die Pflicht und die Aufbürgerlich- indifferenten Masse, hat der tonservativ- liberalen schritt, da erhielt ihr Kandidat, der Buchdrucker Feistel, in allen Roalition in einigen Kreisen eine nicht unbeträchtliche Stärkung fechs Berliner Streifen nur 78 Stimmen. Gestern vereinigte sie in gabe, sofort in die Agitation für die Stichwahlen einzutreten. Noch ist nicht das geringste verloren. Durch emsige, intensive ihrer Position verschafft; denn zu einem wesentlichen Teil haben diesen Streifen 250 514 Stimmen auf ihre Kandidaten, 32 238 Stimmen Arbeit tann mehr als nachgeholt werden, was vor der Hauptwahl diese durch alle möglichen Schredmittel zur Wahlurne gehezten mehr als bei der Wahl im Jahre 1908. versäumt worden ist. Vorwärts zu neuer Arbeit, zu neuem Kampf! Alle Kräfte müssen eingefekt werden! " bisherigen Nichtwähler" sich für die welt und und kolonial- Auch in den übrigen Teilen des Reiches sind durchweg die politischen Pläne der Regierung einfangen lassen und für die sozialdemokratischen Wahlstimmen beträchtlich gestiegen. Die Kandidaten des liberal- konservativen Blocks gestimmt. 8 010 771 Bahlstimmen, welche die sozialdemokratische Arbeiterpartei Tapfer hat sich Berlins Arbeiterschaft gehalten. Bei feiner der bei der legten allgemeinen Wahl im Jahre 1903 erlangte, find früheren Wahlen hat der Berliner Freifinn so berzweifelte An- I weit überholt. In manchen Wahlkreisen, in denen wir 1903 nur Wahlergebnisse aus dem Reiche. Gewählt find Sozialdemokraten: Berlin 2 Fischer Berlin 3 Heine Berlin 4 Singer Berlin 5 Schmidt Berlin 6 Nieder- Barnim Teltow Beeskow Hamburg, I. Kreis Hamburg, II. Kreis Ledebour Stadthagen Zubeil August Bebel Heinrich Diet Wilhelm Megger Hamburg, III. Kreis Altona- Stormarn E. Frohme Hannover A. Brey Nürnberg Stuttgart Leipzig- Land Chemnit Glauchau- Meerane Zwidau- Crimmitschau Dr. Südefum Hildenbrand Auer F. Geyer Noske Heilbronn. Feuerstein( Soz.) 9467( 7816). Wolf( B. d. 2.) 11 529 ( 6476). Naumann( D. Vp.) 9709( 5566). Stichwahl zwischen Wolf und Naumann. Wiesbaden- Stadt- Rheingau. Lehmann( Soz.) 12 498( 10 865). Alberti( freif.) 7537( 6177). Bartling( natl.) 10 169( 7607). Jm Walle( Bentr.) 8637( 7441). Einige Orte fehlen noch. Stichwahl zwischen Lehmann und Bartling. Schleswig- Eckernförde( Teil- Resultat). Mattien( natl.) 7772( 5594). Späthmann( Frf. Voltsp.) 4826 ( 5447). Hoffmann( S03.) 3534( 5754). Voraussichtlich Stichwahl zwischen Nationalliberalen und Freis. Volkspartei. Frankfurt- Lebus.. Dr. Braun( Soz.) 12 817,( Nachwahl 1904: 11 407). Rohde ( fonf.) 8268( Nachwahl 2872). Detto( natl.) Nachwahl 1904: 11 747. Aachen- Land. Stichwahl( Zahlen fehlen). Honrath( S03.) 3834( 2381). Naden( 3.) 12 757( 17 538). Hoffmann( natl.) 2889( 1071). Dr. Barth( frs.) 246. Gewählt: Zentrum. Prenzlau- Angermünde. Otto Wels( Soz.) 3441( 5243) v. Winterfeld- Menkin( fonserv.) 3224( 12 360). Steinweg( Frs. Wolfsp.) 3024( 1043). Erzberger ( Zentr.) Teilresultat. Böblingen- Leonberg. Sperka( Soz.) 5813( 5539). Roth( Bauernb.) 6935( 6188). Leo( D. V. P.) 6231( 5167). Stichwahl zwischen Roth und Leo. Stralfund- Franzburg- Rügen. Stichwahl zwischen Konservativen und Freifinn wahrscheinlich. Soran- Forst. Dr. Lübbecke- Minden. Liginger( S03.) 4601( 4959). ( 8638). Stiel( Freif.) 5480( 3957). ( 2036). Effen( Ruhr). Siebermann( fons.) 13 778 Behle( chriftl. Soz.) 2529 Gewehr( Soz.) 28 321( Nachtvahl 1905 28 728). Giesberts ( Bentr.) 38500( 39 016). Wiedenhof( natl.) 21 400( 20 819. Choriszewski( Pole) 2261( 1589). Rektor Linden( frj.) 1087. Stichwahl zwischen Gewehr und Giesberts. Bernburg- Ballenstedt. Bender( Soz.) 12000( 15 404). Kommerzienrat Trautmann ( Matt.) 17 000( 15 981). Gewählt: Trautmann. Stollberg- Schneeberg. Goldstein( S03.) 17 936( 20 096). Löscher( natl.) 18 882 ( 9246 f. 11. 291 nat.- 103.) Westpriegnis. Gewählt: Goldstein( Soz.). Emil Böske Rigdorf( Soz.)( 3918). Stubbendorff( D. R. P.) ( 6629). Elbel( frf. Bp.)( 2391). Erzberger( Zentrum)( 48). Gewählt: Stubbendorf. Bislang gezählt Konserv.: 4115, Freifinn 1806, Soz. 2709. Göttingen. resultat. Soz. 6249( 6041), Natl. 9280( 5585), Welfe 7150( 5695). TeilStichwahl zwischen Welfe und Natl. Arnswalde- Friedeberg. Engen Brüdner( Soz.)( 3170). Bruhn( Antis. u. Ref.) ( 6137). b. Schuckmann( fonjerv.)( 2537). Gewählt: Bruhn. Bislang gezählt: Soz. 2853, Bruhn 5534. Darmstadt. Berthold( Sog.) 15 012( 14 144). Dsann( natl.) 10 133( 8659). Korell( lib.) 8457( 1997). Stichwahl zwischen Berthold und Osann. Mar Maurenbrecher( S03.) 11 421( 10 604). Reuß- Gera( jüngere Linie). Kommerzienrat Bahn( natl.) 9658( 12 239). Voraussichtlich gewählt: Bahn. Wurm( Soz.) 12 500( 13 261). Horn( natl.) 14 500( 10 805) ( Frs. Vp.) König( Soz.) 17 891( 13 870). Suno( frf.) 18 340( 10 575). Kalbe- Aschersleben. Funke( natl.) 5786. Fusangel,( Bentr.) 5185( 4526). Mumm ( Christlichsoz.) 1609( 1855). K. Stolle Stollberg- Schneeberg H. Goldstein Hagen. Mittweida Stücklen Calbe- Aschersleben Albrecht Waldenburg Sachse Stuttgart. Mannheim Solingen Mülhausen Dr. Frank Scheidemann Emmel Stichwahl zwischen König und Kuno. Hildenbrand( Soz.) 25 274( 22 757), Haußer( natl.) 21 853 ( 14 427). Gröber( Bentr.) 2451( 2083). Gewählt: Hildenbrand. Dresden- Altstadt. Gradnauer( S03.) 19 389( 21 569). 24,252( 15 172+1354+726+1393). Bereinigte Gegner Stichwahl zwischen Gradnauer und Hainze( natl.) Gewählt: Horn( natl.) Gewählt: Albrecht( Soz.) Wilh. Metzger( Soz.) 64 548( 52 353). schieden liberal) 30 141. Hamburg III. Dr. Braband( ents R. Sieverts( natl.) 20.177( 36 618). Dr. Bitter( Zentr.) 878( 1127). Antisemit 429. Gewählt: Mekger. Stichwahlen, an denen die Sozialdemokratie beteiligt ist: Stettin- Stadt: Friz Herbert( Soz.) und Dr. Dorn. ( Frf. Vgg.). München I. Kreis: G. Birt( Soz.) und Bölze( natl.). Elberfeld: H. Moltenbühr( Soz.) und Hingmann( natl.). Köln- Stadt: A. Hofrichter( Soz.) und Trimborn( 3.). Nordhausen- Hohenstein: Th. Glode( Soz.) und Wiemer ( Frs. Vp.). Karlsruhe. Ged( Soz.) 14 396( 11 429). Schmidt( Bentr.) 11 462( 7473). Hoffmann( fonserv.) 2482( 2261). Stichwahl zwischen Geck und Schmidt. Ruppin- Templin. Mar Riesel( Soz.)( 6775). Dietrich( f.)( 9949). Mag Schulz ( fri. Vp.)( 5121). Erzberger( 3.) Glauchau- Meerane. Auer( Soz.) 14 800( 18 349). Dr. Clauß( natl.) 11 600( 7392). Gewählt: Auer( Soz.) Nordhausen- Hohenstein. Glode( So.) 5425( 4394). Wiemer( frs. Vp.) 5488( 4896), Senger( natl.) 3774( 3423 tons.) Stichwahl zwischen Glocke und Wiemer. Ohlau- Nimptsch. Schü 3300( 3980). Rother( fonferv.) 7316( 9125). Lichten berg( Bentr.) 2001( 3347). Bislang: Kiesel 2973, Schulz 2336, Dietrich 3319.( Teilresultat.) Krefeld. Regensburg. Hagen( So.) 3000( 2519). Pfetten( Bentr.) 10 000( 10 662). Let( natl.) 3500( 2557). Voraussichtlich Pfetten( 3entr.) gewählt. Wangleben. 7 ( 5275+2922+518+408). Es fehlen noch 8 Orte. Wahrscheinlich Stichwahl zwischen Silberschmidt( Soz.) und Rieseberg( Mittelstand). Magdeburg- Stadt: W. Pfannkuch( Soz.) und Kobelt Gilberschmidt( Soz.) 8409( 7900). Bereinigte Gegner 8186 ( natl.). Mainz- Oppenheim: Dr. David( Soz.) und Moltahn( 3.). Hirschberg- Schönau: Albert( Soz.) und Dr. Ablaß( Frf. Vp.). Karlsruhe- Bruchsal: Adorf Geck( Soz.) und Dr. Weill ( Frf. Vp.). Reichenbach( Schlesien) Kühn( Soz.) und Magnis( 3.). Durlach- Pforzheimt( Baden): Eichhorn( Soz.) und Wittum ( natl.). Darmstadt: Berthold( Soz.) und Dsann( natl.). Görlitz: Müller'( Soz.) und Mugdan( Freis.). Kottbus- Spremberg: Dr. Alfred Bernstein( Soz.) und bon. Dirksen. Friedberg( Hessen): Bujold( Soz.), und Oriola( natl.). Potsdam- Ofthavelland- Spandau: K. Liebknecht( Soz.) und Pauli( t.). Westhavelland: Peus( Soz.) und Görke( natl.). Lennep Mettmann: Meist( Soz.) und Eickhoff( Freis.). Kaffel- Melsungen: Sozialdemokrat und Antisemit. Randow- Greifenhagen: Körsten( Soz.) und v. Steinäcker( f.) Altenburg: Buchwald( Soz.) und Dr. Höfer( Frs. V.). Frankfurt a. M.: Dr. Duard( Soz.) und Deser( Dem.). Essen: Sozialdemokrat und Zentrum. Hagen: Sozialdemokrat und Freisinn. Duisburg: Sozialdemokrat und Nationalliberal. Zauch- Belzig: Ewald( Soz.) und v. Derken( D. R.). Erlangen- Fürth: Segi( Soz.) und Manz( Freis.). Wahlergebnisse. Privatdepeschen des Vorwärts". " ( Die eingeklammerten Ziffern beziehen sich auf die Hauptwahl vom 16. Juni 1903.) Annaberg- Schwarzenberg. Grenz( Soz.) 12 550( 13 273). Stresemann( natl.) 8793( 10137). Roch( Frf. Volksp.) 6505( 0). Bremen.. Stichwahl zwischen Grenz und Stresemann. Oftprignit. Benno Maaß( Soz.) 495( 1835). b. Dallwitz( kons.) 495 ( 7749). Löscher( fons.) 1436. Prof. Dr. Bolzenthal( Frs. Bg.) 441( 1873). Solz( Antis. u. Mittelstand). 240. Teilresultat. Solingen. Scheidemann( So.) 19 886( 17 225). Röhling( Bentr.) 7982( 6457). Brunhuber 10 802( 5767). Gewählt: Scheidemann. Reuß- Grevenbroich. Schmidt( Soz.) 2082( 1590). Am Zehnhoff( 3entr.) 18 497 ( 13 145). Hamm( natl.). 3109( 1046). Gewählt: Am Zehnhoff. Vermutlich Rother gewählt. Reimers( So.) 8549( 7298). Dr. Pieper( Bentr.) 15 969 ( 12 815). Burmeister( natl.) 6193( 4297). Dsnabrüd. Gewählt: Pieper. Soz. 6386( 6371). Natl. 12 183( 8997). Sentrum 11 893( 12 883). Welfe 461. Nürnberg. Teilresultat. Südekim( Soz.) 34 054( 28 812). Freifinn 20 885( 17 795). Mittelstand 4456( fonf. 1123).. Bentrum 2940( 2716). Gewählt: Südekum( Soz.). Fulda- Schlüchtern. Gewählt: Müller- Fulda( 3.) mit großer Mehrheit Kehdingen- Neuhaus- Lehe. Haverkamp( Soz.) 9644( 10 202). Hahn( Bund d. Landw.). 4316( 6084). Böttger( natl.) 5501( 6390). Remmers( frs.) 927. Alpers( Welfe) 1734( 2515). Teilresultat. Stichwahl zwischen Soz. und Nat.- Lib. sicher. Westhavelland- Brandenburg. Heinrich Peus( S03.) 11 252( 11 228). ( fonf.- natl.) 7009( 6587). Seruth( Frf. Vp.) 5910. Stichwahl zwischen Beus und Goerke. Dr. Goerfe Halle. Breslau- Weft. Bernstein( S03.) 19 658( 17 517). Dr. Pfundtner( Frs. Vp.) 21 166( 6594). Gewählt: Pfundtner( Frs. Vp.). Kunert( Soz.) 21 500( 20 439). Schmidt( Frf. Volksp.) 24 500 ( 9957). Gewählt: Schmidt. Duisburg. Breslau- Ost. Tuzauer( S03.) 16 583( 14 831). Fürst v. Haßfeld( Kons.) 22 170( 10-298). Gewählt: Hazfeld( Kons.). Schönan- Hirschberg. Albert( Soz.) 5342( 5595). Dr. Ablaß( Frf. Volksp.) 7813 ( 8178). Füllner( natl.) 3604. Stichwahl zwischen Albert und Ablaß. Deffau- Zerbst. Käppler( Soz.) Schrader( frs. Vg.). Würzburg. Gewählt: Schrader mit etwa 5000 Stimmen Mehrheit. Bentrum 10017( 8715). Liberal 6016( 4621). Soz. 5844( 5357), Stichwahl zwischen Zentrum und Liberaleu. Hannover( Stadt). Brey( Soz.) 36 283( 29 381). Fint( natt.) 13 046( 10 941). Lutz( Welfe) 10 088( 9659). Plate( konserv.) 12 556. Sersplittert 280. Brey( Soz.) gewählt. Altena- Iserlohn. Haberland( Soz.) 12 136( 10 146). Müller( fr.) 17 994 ( 7737). Natl.( 7440). Slode( 3.) 7788( 6604). Stichwahl zwischen Soz. und Freifinn. Hengsbach( So.) 27 695( 23 284). Jung( natl.) 32 024 ( 25 415). Gronowsky( Bentr.) 27 435( 21 746). Chocisky( Pole) 5455( 2881). Pörsch 604( 292). Stichwahl zwischen Sozialdemokrat und Nationall. Potsdam- Osthavelland. Dr. Karl Liebknecht( S03.) 16 484( 15 711). Pauli( fonf.) 13 430( 13 746). Dr. Freund( Frs. Vp.) 8606( 5239). Splittert 1749. Stichwahl zwischen Liebknecht und Pauli. Sachsen- Altenbug. Ber Buchwald( So.) 15 476( 18 695). b. Blödau( konserv.) 8448 ( 14 498). Dr. Höfer( Frf. Voltsp.) 5216( 2993). Stichwahl zwischen Buchwald und v. Blödau. Randow- Greifenhagen. Stichwahl zwischen Körsten und v. Steinäcker( fouf.). Reutlingen. Gewählt: Payer( D. Bolksp.) Rheinbach- Bonn. Hofrichter( Soz.) 1927( 1610). Zentrum 9615( 15 908), Hamm( natl.) 4203( 2335). Teilresultat, Nagold- Calw. 1. Oldenburg- Lübeck. Stichwahl zwischen Stelling( Soz.) und Ahlhorn( lib.) Mainz. Schmalfeldt( Soz.) 27 360. Hormann( Freis.) 28 006. Samburg 1. Depken( B. d. g.) 1141. Stichwahl zwischen Schmalfeld und. Hormann. Danzig( Stadt). H. Trilfe( S03.) 6390. Mommsen( Freis.) 7508. Scharmer ( Bentr.) 4041. Schrey( konserv.) 4281. Rulersti( Pole) 428. Stichwahl zwischen Trilse( Soz.) und Freisinn. Bebel( Soz.) 21 683. Voller( natl.) 4607. Rappard( Lib.) 6952. Gewählt Bebel. Bückeburg- Stadthagen. Klingenhagen( S03.) 2664( 2310). Kröner( Vp.) 2150 ( 1256). Brunstermann( p.) 3678( 8328). Stichwahl zwischen Klingenhagen und Brunstermann. Stichwahl zwischen Schweichardt und Schrempf( Kons.). Dr. David( Soz.) 14 654( 13 027). Molthau( 3entr.) 9250 ( 8151). Dr. Pagenstecher( natl.) 8666( 4895). Stichwahl zwischen David und Molthau. Blaubeuren- Ehingen. Göhring( Soz.) 951( 651). Gröber( 3.) 11 901( 11067). Lang( natl.) 5045( 1322). Gewählt: Gröber( 3.). Hamburg, 2. Wahlkreis. H. Diez( Soz.) 25 752( 25 713). Menzel( Frs. Ver.) 5274 ( 8542). Reiner( uatl.) 4241( 31). Pfannkuch( S03.) 24 300( 20 871). Gegner 27 109( 15 710+ 4696766+ 43). Blauen. Gerisch in Stichwahl. ( Angabe des Stichwahlgegners fehlt.) Rostock- Doberan. Chemniz. Noste( Soz.) 35 000( 34 266). Hicelhagen( natl.) 18 000 ( 13 078). Luner( fonferv.) 5000( 0). Herzfeld( Soz.) 10 433. Fischer( frf.) 6708. Lind( natt.) 5699. Freudenstadt. Stichwahl zwischen Herzfeld und Fischer. Gewählt: Diet. Magdeburg. Wahrscheinlich Stichwahl zwischen Pfannkuch und Kobelt, Mischmasch. Lüneburg. Eßlingen- Kirchheim. Schlegel( Soz.) 12 252( 10 168). Wezel( Mischmasch) 15 584. Gröber( Zentr.) 607( 667). Gewählt: Wegel. Aalen- Ellwangen. Fischer( Soz.) 5065( 5564). Sievers( natl.) 11 192( 6782). Wangenheim( Welfe) 7204( 7194). Baumer( Mittelst.) 2702( 3005). Stichwahl zwischen Welfe und Nationalliberal. Hamm. Becker( Soz.) 7947( 5794). Westermann( natl.) 11 674( 10 461). Teilresultat. Fischer( Soz.) 2228( 2422). Hofmann( 3.) 11 457( 10 097). Kirchberg- Auerbach( 22. fächs.). Dernburg 2203. Mannheim. Gewählt: Hofmann. Dr. Frank( S03.) 24 917( 20 037). Dr. Siefinger- Blochhand 15 790( 12 250). Gewählt: Frank( Soz.) Schwarzburg- Sondershausen. Landsberg( Soz.) 5802( 5237). Bärwinkel( natl.) 10 720 ( 5709 und 3717 antis. St.) Gewählt: Bärwinkel. Reuß- Greiz( ält. Linie). Gewählt: Arnold( konserv.). Balingen- Rottweil. Mattutat( Soz.) 7082( 6017). Haußmann( Vp.) 10 423( 7741). Schallhorn( Zentr.) 8306( 7118). Stichwahl zwischen Haußmann und Schallhorn. Zwidau. 18. fächsischer Wahlkreis. Stolle( Soz.) 23 280( 25 335), Leupold 18 100( 12 262). Gewählt: Stolle( Soz.). Elberfeld. Mottenbuhr( Soz.) 27 177( 27 056). Hinzmann( natl.) 14 125 ( 14 091). Ling( fonferv.) 13 904( 12 070). Mary 6536( 5100). Stichwahl zwischen Molkenbuhr und Hinzmann. Köln- Stadt. Hofrichter( Soz.) 15 723( 13 291). Hoffmann( Soz.) 17 200( 19 106). Merkel 18 073( 12 988). Gewählt: Merkel( natl.) Emden- Norden- Leer- Weener. Wagner( Soz.) 4571( 2851). Knyphausen( fonserv.) 11 517 ( 8635). Garrels( lib.) 9166( 6582). Stichwahl zwischen Konservativen und Liberalen. Kassel- Melsungen. Stichwahl zwischen Soz. und Antis. Kehl- Offenburg( Baden). Gewählt: Stüler( Zentr.) Schwarzburg- Rudolstadt. Hofmann( S03.) 8268( 8742). Müller( natl.) 10 198( 2020. +2283 Bd. d. L.+3271 Frs. Vp.) Gewählt: Müller. Marienburg- Elbing. Crispien( Soz.) 5336. Oldenburg( Kons.) 7331. Richter ( Bentr.) 2318. Fischer( natl.) 2563. Teilresultat. Gewählt Noske. Stichwahl zwischen Wagner( Frs. Bp.) und Heim( Zentr.) Stichwahl zwischen Zindler( konserv.) und Libinski( P.) wahrscheinlich. Bromberg 1. Calbe- Aschersleben. Albrecht( S03.) 20 340( 20 261). Gegner 18 361( 16 999 und 1769 und 218). Gewählt: Albrecht( Soz.) Waldenburg. Sachse( Soz.) 15 880( 16 377). Kirchberg( bürgerl.) 11 500 ( 10 817). Miller( 3entr.) 3100( 2586). Biberach. Gewählt: Sachse. Hildenbrand( Soz.) 492( 532). Erzberger( 3entr.) 20083( 16 884). Günther( natl.) 1711( 488). Münster. Gewählt: Erzberger( Zentr.). Feld( Soz.) 2100( 930), Herold( Bentr.) 18 000( 18 566), Schorlemer( fonf.) 2700( 4791). Teilresultat. Marburg- Kirchhain. Dißmann( S03.) 1539( 1490). Böhme( Antis.) 9075. Gerlach ( nationalsozial) 4332( 3605). Siebert( natl.) 1065. Kod ( 3entr.) 2298. Stichwahl zwischen Böhme und Gerlach. Bromberg- Stadt. Ledebour( Soz.). Schulz( Reichspartei) 16 156. Czarlinski ( Bole) 8182. Erzberger( Zentr.) 182. Gewählt: Schulz. Bod( Soz.) 14 889( 15 327). Prinz v. Hohenlohe( Mischmasch) 16 372( 8437+ 6825). Ansbach- Schwabach. Sierl( S03.) 4800( 4273). Quidde( Dem.) 5900( 3599). Sufs nagel( B. d. L.) 5000( 5302). Cannstatt- Ludwigsburg. Hieber( natl.) gewählt. Frankfurt a. M. Gotha. Quard( Soz.) 28 900( 20 178). Defer( Demokrat) 17 700. Nationalliberale 5400. Antisemit 5020. Zentrum 4500. Stichwahl zwischen Quarck und Deser. Hof. Trimborn( 3.) 17 863 Stichwahl zwischen Hofrichter und Trimborn. Pirna. Haase( Soz.) 17 315( 14 062). Gyßling( Frs. Voltsp.) 19 665 ( 10 537). Gewählt: Gyßling. Leipzig- Stadt. ( 15 649). Falt( natl.) 10 841( 6223). Königsberg- Stadt Lange( Soz.) 14 373( 16 140). Jund( Kartell) 24051( 14.725 +3333 Freif.). Zentrum 204. Gewählt: Jund. Leipzig- Land. Geyer( Soz.) gewählt. München I. Birt( Soz.) 10 800( 10 178). Wölzl( natl.) 10 214( 5984). Nagler( Zentr.) 5592( 5136). Zwei Bezirke fehlen. Lübeck. Stichwahl zwischen Birk und Wölzl. Th. Schwartz( S03.) 11 609( 11 155). Oberpostassistent Klein ( Mischmasch) 11 325( 8559). Kottbus- Spremberg. Dr. Alfred Bernstein( Soz.) 5634( 9146). Dr. v. Dirksen ( D. Rp.) 2757( 10 324). Justizrat Hammerschmidt( Frs. Vp.) 3951( 3674). Stichwahl zwischen Dr. Bernstein und Dirksen wahrscheinlich. Teilresultat. Gmünd- Göppingen. Simon( Soz.) 11 287( 10 678). Goller( lib.) 13 705( 7573). Goller( lib.) voraussichtlich gewählt.. Fräßdorf( Sog.) 14 483( 15 905). Hanisch( Antis.) 16 169. Gewählt: Hanisch( Antis.). Friedberg. Busold( Soz.) 7300( 6783). Oriola( natl.) 7500( 8583). Bähr( Antis.) 3000. Richter( lib.) 1500( 314.) Löbau. Stichwahl zwischen Busold und Oriola. Stichwahl voraussichtlich zwischen Hufnagel( B. d. L.) und Quidde( Dem.). Aus Industrie und Dandel. Die Kohlenproduktion im Deutschen Reich im Jahre 1906. Nach den im Reichsamt des Innern zusammengestellten Nach richten für Handel und Industrie wurden im Dezember 1906 im Deutschen Reiche 10 794 531 Tonnen gefördert gegen 10 434 356 Sindermann( Soz.) 10 375( 11334). Weber( natl.) 13 680 Tonnen im Vorjahre. Die Produktion an Braunkohlen betrug ( 6895+2644+417). Gebweiler. Gewählt: Weber( natl.) 4 887 941 Tonnen( 4 950 057 Tonnen), an Stofs 1749 464 Tonnen ( 1 576 035 Tonnen) und an Briketts und Naßpreßsteinen 1154 561 Tonnen( 1 161 856 Tonnen). Nach der amtlichen Statistik betrug die Förderung von Steinkohlen und Braunkohlen im Bucher( Soz.) 4019( 3946). Hauß( Elsasser) 6843( 7571). Deutschen Reich: Freysing( V. P. 1663(-). Kronach. Gewählt: Hauß. Seelmann( S03.) 4122( 4367). Pfeiffer( Zentrum) 10 475 ( 10 544). Hübsch 3796( 5770). Weileböck( B. d. 2.) 723. Gewählt voraussichtlich: Pfeiffer( Bentrum). Prenzlau- Angermünde. Ein Privattelegramm meldet nach Redaktionsschluß: Wels ( Soz.) 9351. Freifinn 1470. Konservativ 14 901. Polen 91. Bentrum 478. Bersplittert 108. ungültig 53. Danach war der Konservative gewählt. Lindemann( Soz.) 11 710( 8930). Wieland( Mischmasch) Bauch- Belzig- Jüterbog- Luckenwalde. 13 194. Ravensburg. Gewählt: Wieland. Göhring( Soz.) 970( 726). Lefer( Bentr.) 19 541( 16 472). Schwarz( natl.) 1625( 906). Bayer( D. V. P.) 784( 133). Gewählt: Leser( Zentr.) Mittweida- Limbach. Stülen( Soz.) 17 871( 19 270). Böphel( Natl.) 8512( 11478). Starfe( fonserv.) 6873( 0). Gießen. Gewählt: Stücklen. Krumm( Soz.) 6215( 6025). ( 5355). Stohler( Antis.) 8454( 5123). Bayreuth. Heyligenstaedt( natl.) 7292 Stichwahl zwischen Heyligenstaedt und Köhler. Sugel( Soz.) 6000( 8078). Hagen( natl.) 4840( 5946). Brendel ( Bauernbund) 1632( 3127). Heim( 3entr.) 520( 885). Teilresultat. Siegen. Stichwahl zwischen Hugel( Soz.) und Hagen( natl.). Gogowsky( S03.) 949( 1258). Stöder( Chr.- S03.) 15 355 ( 14 191). Erzberger( Bentr.) 3065( 2976). Ziegler( Nat.- Sozial) 2849(-). Teilresultat. Ferdinand Ewald( Soz.) 11 070. b. Derken( D. Np.) ( 11 320). Paschke( Frs. Bp.)( 3803). Stichwahl zwischen Ewald und v. Derken.( Stimmen zahl fehlt. Aurich- Wittmund. Wagner( Soz.) 1261( 1612). Semler( natl.) 2244( 10 751). Semlers Wahl gesichert. Erlangen- Fürth. Segi( Soz.) 14 505( 12 031). Manz( Fri.)( 6448). Beckh ( konserv.) 3819( 2866). Troßmann( Bentr.) 1399( 1351). Stichwahl zwischen Segiz( Soz.) und Manz( Freis.) Lennep Mettmann. Steinkohlen Tonnen 136.479 885 Braunkohlen Tonnen 56 235 189 1906 1895 121 298 607 52 512 062 1904 120 815 503 48 635 080 1903 116.637-765 45 819 188 1902 107 473 933 43 126 281 1901 108 539 444 44 479 970 1900 Eingeführt wurden an 1906 1905 • Die Ausfuhr betrug an 1906 1905. 109 290 237 Steinkohlen Tonnen 9.221 538 9 399 693 Steinkohlen Tonnen 19 551 343 18 156 998 40 498 019 Braunkohlen Tonnen 8 432 188 7.945 261 Braunkohlen Tonnen 18 735 20.118 Gegenüber 1904 ergibt sich für 1906 eine Förderzunahme von rund 13 Prozent bei Steinkohlen und rund 152 Prozent bei Braunfohlen. Hus der Frauenbewegung. Versammlungen Veranstaltungen. Meist( Soz.) 21 204( 21 802). Gickhoff( Fri. Volksp.) 16 565 Borsigwalde- Tegel. Nächste Versammlung 6. Februar in Tegel bei ( 12 494). v. Derzen( Christsoz.) 7204( 2600). Nat.( 7466). Schmidt. Hammacher( Bentr.) 6530(-). Jena- Neustadt. Stichwahl zwischen Meist und Eickhoff. Leutert( Goa) 7145( 0364), Lehmann( natt.) 6323( 7340), Letzte Nachrichten und Depeschen. Tischendörffer 3132( 5304). Teilresultat. 200 Drte fehlen noch. Stichwahl zwischen Leutert und Lehmann wahrscheinlich. Das neue spanische Kabinett. Madrid, 25. Januar.( W. T. B.) Der König bestätigte heute das neue Ministerium, welches sich folgendermaßen zusammenfeßt: Ministerpräsident Maura, Auswärtiges Allen de Salazar, Inneres Rehl- Offenburg. Faber( Soz.) 2559( 2307). Schüler( 3.) 11 849( 10 470). Lacierva, Finanzen Dsma, Deffentliche Arbeiten Besada, Krieg Lono, Diersheim( natl.) 8734( 6431). Marine Ferrandiz, Unterricht Rodriguez Sampedro, Justiz Marques Figueroa. Gewählt: Zentrum. Erster Wahlkreis. Berlin wählt! die natürlich nicht unterließen, auch den vornehmsten Herren ihren Stimm-[ ein großer Teil der Wähler auch schon in den ersten Stunden zur Redet man vom ersten Wahlkreise, so gedenkt man gewöhnlich zettel anzubieten, wenn sie ihn auch mit hochmütiger Miene ablehnten. Stelle und ebenso in den benachbarten Bezirken, wo die Kaufmannder schwer reichen Leute und hohen Staatsbeamten, die im Tier- Jm 23. Wahlbezirk fuhr Punkt 12 Uhr der geschlossene Wagen schaft zahlreich vertreten ist. Ueberall wurden die Stimmzettel der gartenviertel und da herum wohnen, die im Automobil oder zwei- des Reichskanzlers vor. Nur wenige Minuten dauerte der Aufent- verschiedenen Parteien und Parteichen ausgeboten. Aber mit spännig vorgefahren fommen und mit vornehmer Gelassenheit ihre halt des Fürsten im Wahllokal, für die Photographen aber lange wahrer Liebe zu ihrer Sache, mit Begeisterung und Stimmzettel abgeben, aber im Jummern nicht erfreut find über das genug, um auch diesen denkwürdigen Moment auf die Platte zu Feuereifer arbeiteten unsere Genossen. Im Laufe gleiche Recht, das sie mit ihren Dienern wie mit den Angestellten bringen. Vor dem Reichskanzler waren bereits Staats- des Tages fand noch ein Flugblattgepläntel zwischen der vielen Hotels teilen, die in ihrem Kreise liegen, mit Leuten, miniſter Graf Posadowsky, der Hausminister v. Wedel und Kämpf und Damaschke statt. Die bürgerlichen Parteien hatten die sie als Menschen letzter Klasse zu betrachten pflegen. Viele der andere Mitglieder des Staatsministeriums, sowie verschiedene Gesandte einen umfangreichen Schleppdienst organisiert, der ihnen jedenhohen Herren waren gestern früher als sonst auf den Beinen, und der deutschen Bundesstaaten, hohe Ministerialbeamte u. a. erschienen. falls ein gut Stück Geld gekostet hat. Selbstverständlich boten auch wer Lust dazu hatte, der konnte schon vor 10 Uhr die Automobile Aber auch im ersten Wahlkreise ist ja das Proletariat in der Mehr- unsere Genossen alles auf, um auch den letzten proletarisch gesinnten vorfahren sehen. Die Wahlbewegung war gleich in den ersten heit, auch er muß von Rechts wegen der Sozialdemokratie gehören. Wähler heranzuholen. Die Stimmabgabe verteilte sich auf alle Stunden sehr lebhaft und in manchen jener Bezirke hatte Die vielen Hotelangestellten sind und fühlen sich als Proletarier und Stunden des Tages, so daß in den Abendstunden ein besonders schon bis zur Mittagsstunde über ein Drittel der wissen zum größten Teil, daß Arons ihr Kandidat ist. Sie konnten starter Andrang nicht zu verspüren war. Wähler gestimmt.„ Staatserhaltende" Kandidaten waren genug freilich erst in den Nachmittagsstunden antreten. Schwer war es oft, da. Proletarier wvaren es, arme notleidende Menschen, die Saumseligen heranzuholen. Aber die rührigen Genossen des die Stimmzettel verteilten für den Konservativen Stockmann, Kreises, die vielen Hülfskräfte, die aus dem sechsten und vierten Bom Zoologischen Garten bis in Rirdorfs Nachbarschaft erstrect für den Freisinnsmann Kämpf, um 4 M. den Tag zu verdienen, Kreise herbeigeeilt waren, bemühten sich, auch die am schwersten auf sich der zweite Wahlkreis. Diese Grenzen bezeichnen seine räumfür Damaschke, was 5 M. einbringen soll und wenn er in die Stich zufindenden Wähler heranzuholen. liche Ausdehnung, aber sie kennzeichnen auch die eigenartige Zuwahl kommt 3 M. ertra, wie behauptet wurde. Auch Erzbergers In den proletarischen Bezirken des ersten Kreises, in jenem sammensetzung der Wählerschaft dieses Kreises. In feiner Leute waren da; aber sie berrichteten, wie einige erklärten, ihre Alt- Berlin, wo die baufällig aussehenden, meist nur einstödigen westlichen Hälfte hat der Wohlstand sein behagliches Arbeit aus Intereffe für die Sache, nerabefo wie unsere Genossen, Häuser stehen, mit den dunklen Aufgängen und engen Höfen, tvar Geim, in der östlichen Hälfte übertviegt die Arbeiter. | Zweiter Wahlkreis. Bebollcrung. Vom Westen zum Osten, überall in dem ganzen Kreise las man an den Anschlagsäulen auf roten Zetteln den Namen Fischer. Neidgelbe Plakate, die auf Stangen durch die Strassen getragen wurden, warben für den Kandidaten der Konservativen, den„Arbeiter" Reinhard.„Jeder einsichtige Ar- beiter, Bürger, Beamte, Ofsizier z. D. und Offizier a. D." solle, so mahnten sie, mithelfen zur Wahl eines„nationalen" Reichstages. In Unschuldsweitz präsentierten sich die Plakate, auf denen die Liberalen ihren Reiche anpriesen. Nach amerikanischer Manier marschierten manchmal vier, fünf, sechs Träger hintereinander mit Reichc-Plakaten dahin. Im Westen wird dieser Reklame für den Herrir Bürger- mcister der Erfolg nicht gefehlt haben. Zeitig traten hier die Wähler an, viele in elegantem Pelz, mit Zylinder und Glacehandschuhen. Da draußen am ZoologischenMarten, am Südrand des Tiergartens, hatte denn auch schon in den Nachmittagsstunden das Gros der- jenigen, die mitwählen wollten, den Gang zur Wahlurne absolviert. An der Schlepperarbcit, die schon in der Mittagsstunde begann, be teiligten sich dort Damen in kostbarer Toilette. Portiers, Beamte, kleine Gewerbetreibende wurden von ihnen mit huldvollem Lächeln «mahnt, zur Wahl zu kommen. Anders sah's in den Arbeiter quartieren aus, die der zweite Wahlkreis in sich schließt. Auch hier wurde schon am Vormittag und in den Mittagstimden flott gewählt, so daß z. B. in den an Rixdorf angrenzenden Bezirken schon nach- mittags um 3 Uhr die Hälfte aller Wahlberechtigten gewählt hatte. Aber vielen Arbeitern war es doch erst gegen Abend möglich, ihre Wahlpflicht zu erfüllen. Einsig wurde hier von zahlreichen Genossen und Genossinnen in den Agitationsburcaus wie im Schlepperdienst gearbeitet. Heiß wurde gerungen, um den Kreis gegen den Ansturm der Liberalen und der Konservativen zu behaupten. Den„Wahlkreis der Vor n eh ni st en, mindestens der Reich st en" hatten die Liberalen ihn genannt, um auszudrücken, daß er durch einen der Ihren und nicht durch einen Sozialdemokraten im Reichstag ver rreten sein dürfe. Das war für unsere im zweiten Kreise tätigen Genossen ein Ansporn gewesen, all' ihre Kraft einzusetzen. Die weite Ausdehnung des KreiseS erschwerte die Agitationsarbeit, aber die Radier bewährten sich hier wieder als schätzenswerte Helfer. Dritter Wahlkreis. Der kaufmännische und gewerbliche„Mittel- stand" ist stark im dritten Wahlkreis vertreten, der sich ungefähr mit der inneren Luisenstadt deckt. Darum hatten die Liberalen ihren Rosenow auserkoren, Wahlkandidat für sie zu fein. An allen Anschlagsäulen nicht nur des dritten KreiseS, sondern sogar der an- grenzenden Teile deS vierten, zweiten und ersten Kreises prangte Herr Rosenow und zwar an jeder Säule gleich auf zwei Zetteln. Daneben laS man die Namen Heine und Bredereck. Mit geradezu übermenschlicher Anstrengung wurde hier von den Liberalen gearbeitet, um der Sozialdemokratie den Kreis zu cnt- reißen. Massen junger Kaufleute, die von ihren Herrn Chefs bereit- willigst zur Verfügung gestellt worden waren, besorgten die Schepp« arbeit für Rosenow. Sein Sohn fuhr ein Automobil durch den Kreis und instruierte die Zettelverteiler darüber, wie sie den Herrn Papa anzupreisen hatten. ES genügte ihm nicht, daß sie ihn den»liberalen Kandidaten" nannten; sie umßten sagen: „Der Abgeordnete, Stadtverordnete und alleinige liberale Volksvertreter Rosenow". So warS richtig I Um 8 Uhr morgens schickten die Liberalen den Wählern die erste Mahnung ins Haus, um 10 Uhr kam bereits die zweite, und noch vor 12 Uhr schleppten sie los. Stiller und weniger- auffällig wickelte sich die Tätigkeit unserer Genossen ab, aber sie war deshalb nicht minder eifrig. Hunderte von Genossen aus dem vierten Wahlkreise und aus Rixdorf unterstützten die Genossen des KreiseS in aufopferndster Weiset Es galt hier, dem Ansturm der Liberalen einen Damm ent- gegenzusetzen. Die Wahlbeteiligung war auch hier infolge der intensiven Schlepparbeit, die von allen Parteien geleistet wurde, ganz außerordentlich groß. Vierter Wahlkreis. Der Sozialdemokratie müssen alle Dinge zum Besten dienen. Auch die große Aussperrung, die das Unternehmertum über die Holzarbeiter Berlins verhängt hat. Das merkte man so recht im vierten Wahlkreise, wo die meisten Holzarbeiter wohnen. Tausende hatten sich hier zur Wahlarbeit gemeldet, viel mehr als gebraucht wurden, und im Ueberflutz konnten den schwachen Kreisen Hülfskräfte überwiesen tverdcn. Die Wahl- bureauS waren schon zu früher Stunde von arbeitsfreudigen Genossen � überfüllt. Auch Radfahrer waren in Menge vorhanden. Fahrräder standen überall, zu Dutzenden, bereit, um schnellstens auch die„unbekannt" verzogenen Wähler aufzustöbern Auch in diesem Kreise setzte die Stimmabgabe sehr zeitig ein. Die vielen ausgesperrten, wie die vielen freiwillig feiernden Arbeiter waren natürlich die ersten mit, die ihrer Wahlpflicht genügten, um sich dann sogleich mit Feuereifer in den Dienst der Partei zu stellen. Ucberall herrschte Siegeszuversicht, überall das Bewußtsein, daß eS galt, ganz Berlin auf den ersten Streich zu erobern. Solch' frohe Stimnmng beseelte gewiß nicht alle die Proletarier, die um ein paar Mark zu verdienen, für den Zigarrenfabrikanten Kaphun, den konservativ- antisemitischen Mischmaschkandidaten Wege Stimm- zettel verteilten, und sicher waren auch nicht die Leute, die ein großes Plakat mit Erzbergers Namen an den Hut gesteckt hatten, opser- freudige Zentrumsleute. Sicherlich wünschten die meisten Zettelträger der bürgerlichen Kandidaten von Herzen dem Genossen Singer einen glänzenden Sieg und der Partei, für die sie arbeiten, eine um so schmählichere Niederlage. Interesselos verrichteten sie ihre Arbeit, während unsere Genossen mit Begeisterung der Sache ihrer Partei, dem Wohle des Volkes dienten. Gruppenweise und unabsehbar strömten Arbeiter in Feiertags- kleidung schon in den Morgenstunden nach den Wahllokalen. Stärker noch wurde der Andrang um die Mittagszeit. Ms aber der Abend nahte, da hatte schon der größte Teil der Wähler seine Stimmen abgegeben. Um 6 Uhr waren eS in manchen Bezirken schon 70 bis 80 Proz. der Wählerschaft, die gestimmt hatten. Daß loar der Grund, weshalb sich auch hier in den letzten Wahlstunden kein übermäßig starker Zudrang zu diesen Wahllokalen bemerkbar ma. noch je 1 im Kreise Hildesheim(von 111,9 auf 103,6 M.>, im Kreise Goslar, Regierungsbezirk Hildesheim(von 80,3 auf 70,6 M.), und in, Kreise Neuhaus, Regierungsbezirk Stade(von 44,1 auf 42,2 Mark). Wahlproteste engros befürchtet der nationale Mischmasch. Die Münchener „Neuest. Nachr." wissen»liizuteilen, daß die Sozialdemokratie die Erhebung von Wahlprotesten gegen die Reichstagswahlen in» großen betreiben will. In sozialdemokratischen Blättern(in welchen?) wird dazu aufgefordert, in allen jenen Wahlkreisen den Wahlproiest vorzubereiten, in denen die Sozialdemokraten unter- legen, und in denen die K u ndgebung des Reichs- kanzlers vom 31. Dezember mit der Unterzeichnung„Der Reichskanzler Bülow" als Flugblatt verbreitet worden lst. Das sei eine amtliche Wahlbeeinflussung. Die Idee ist— nicht übel!—_ Wahlkampfpocsie. In einer freisinnigen Wählerversammlung zu Nürnberg hatte ein Redner mit folgendem Verse geschlossen: „Das ganze Deutschtum soll es sein, Drum wählen wir Hans Häberlein." Unser Nürnberger Parteiorgan, die„Fränkische Tage?« p o st", antlvortet darauf wie folgt: Der Wähler, der nicht gar zu dumm, Der wählt den Dr. S ü d e k u m. (Sozialdemokrat.) Der Wähler, der sich selbst bemopst, Der wählt den Drechslerineister Probst. (Mittelständler.) Der dümmste Kerl auf uns'rer Welt, Der wählt den Regensburger Held. (Zentrum.) Um des Propheten Bart ist ein großer Streit und eine noch größere Unruhe entstanden. Niemand weist so recht, wie Bernhard Dernburgers, des Reise- Predigers, Bart denn nun wirklich aussieht. Alles was der Phantasie« gewaltige anfastt, ja sogar sein eigener Bart scheint sich ins Nebel- reich des Unfaßbaren zu verlieren. Der Zaubermann blendet so, daß niemand nachher weiß, was er geschaut hat. Man lese folgende Kritiken von Dernburgs Bart. Der in München erscheinende„Bahr. Konrier" konstatierte, indem er eine Berliner Korrespondenz nachdruckte: „Sein afrikanisches Antlitz ist eingefaßt von pechschwarzem Haar. Der schwarze, in der Fasson nicht sehr ordentliche Bart, der die blassen Wangen bis unter die Slngei, hinaufkriecht, diese schwarzen, buschigen Brauen über den großen, ein wenig vorstehenden tiefschwarzen Augen, den Kops immer ein wenig gesenkt wie ein stoßbereiter Stier, die breiten Schultern abfallend, den massigen Leib ohne Strammheit, gibt dieser Mann das Bild, das man sich etwa von einem orientalischen Tyrannen macht: melancholische Brutalität. Dernburg braucht nur ein weißes Linnen um den Scheitel zu legen und gliche einem marokkanischen Ras, brauchte nur einen Tarbusch aufzustülpen, und sehe wie ein Wesir des Großherrn aus...." Ein anderes Münchener Blatt gestand dem WandlungSfähigen einen braunen Vollbart und den Eindruck eines für das Kontor hergerichteten Großkaufmanns zu. In Stuttgart hatte Dern- bürg nach dem„Merkur" einen licht brau neu Bart, außerdem einci,„zielsicheren Verstand"(doch das nur nebenbei). Die Haupt- fache bleibt der Bart, der nach Dresdener Berichten zu den schwarzen Spitzbärten zu rechnen ist. Wie find diese klaffenden Widersprüche zu lösen, die schließlich doch von nicht zu unterschätzender Bedeutung für die deutsche Politik sind? Entweder ist Dernburg wirklich ein Verwandlungskünstler ersten Ranges, dessen Aeußeres alle Wallungen seiner Phantasie wiederspiegelt— oder ein hervorragend anpassungsfähiger Bart- f ä r b e r, der den blonden Slriern einen braunen und den dunkle» Bewohnern Deutschlands einen schwarzen Bart zeigt.— Huötand. Frankreich. Im Wahlkreis BriandS. Paris, 22. Jaiuiar.(Eig. Ber.) Im Wahlkreise BriandS hat eine GeneralratSIvahl stattgefunden, die den Fortschritt der geeinigten Partei erfreulich bezeugt. Es handelte sich darum, einen Nachfolger für einen„unabhängige» Sozialisten" der gemäßigtesten Couleur zu finden, der den Südwest- kanton von St. Etienne vertreten hatte. Bei der Nachwahl am Sonn- tag erhielt der Kandidat der g e e i n i g t e n Partei, Genosse F a u r e, 708 Stiinme». der„unabhängige Sozialist 771, der Radikale 628. Wenn die von den Linksparteien so oft gepredigte republikanische Disziplin gewahrt wird, muß der Sozialist gewählt werden. Be- kanntlich besteht im Loiredepartement erst seit dem Frühling eine Föderation der geeinigten Parteien, da die alte mit Briand gegangen war. DaS schöne Resultat vom Sonntag berechtigt zu der Hoffnung. dast sich die Stadt, ihrer alten proletarisch-revolutionären Tradition eingedenk, wieder in den Kranz der sozialistischen Festungen einfügen wird.—_ GcwcrklcbaftUcbe*). Deutkches Reich. Der gekränkte Bürgermeister. Dem Bürgermeister von Kulmbach, Herrn Flessa, wurde vor einiger Zeit in einem Prozesse wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes vor de», Landgericht Bayreuth nachgewiesen, dast er die Berichte der Polizeibeamten über die von ihnen überwachten Mitgliederversammlungen der Brauereiarbeiter- Zahlstelle Kulnlbach den, Vorsitzenden des Unten, ehnierverbau des zur Kenntnisnahme überliefert hat, so daß die Unternehmer über die Vorgänge in den geschlosseneu Mitgliederversammlungen stets unter- richtet waren und schließlich viele Arbeiter, licht mehr iu die Ver- " 0390 fammlungen zu gehen wagten. Die Fränkische Tagespost" nannte| Wahl vor einem halben Jahre, die für ungültig erklärt worden ist, dieses Gebaren wiederholt Amtsmißbrauch und Verlegung des hatten die Christlichen mit 607 gegen 595 Stimmen der Amtsgeheimnisses, was Herrn Flessa so schwer kränkte, daß er jetzt freien Gewerkschaften gefiegt. Die freien Gewerkschaften nahmen den verantwortlichen Redakteur wegen Beleidigung verklagte. Aber um 326, die Chriftlichen"" nur um 129 Stimmen zu. Ein wohlweislich hat er sich nicht amtlich, sondern nur als Privatperson prächtiges Vorspiel zur Reichstagswahl! beleidigt gefühlt, weil im ersteren Falle das Schwurgericht Nürnberg zuständig wäre, und mit diesem hat Herr Flesia schon einmal in einem Prozeß gegen die Tagespost" schlechte Erfahrungen gemacht. Da ihn der Vorwurf in seiner amtlichen Eigenschaft gemacht wurde, wird dagegen Beschwerde geführt, daß man den Angeklagten durch Stellung einer Privatklage vor das Schöffengericht bringen und so feinen ordentlichen Richtern entziehen will. " Gewerbegerichtswahlsieg. Bei der gestern stattgehabten Gewerbegerichtswahl in der Zentrumsstadt Koblenz a. Nh. siegte die Liste der freien Gewerkschaften mit 921 Stimmen über die„ Christlichen", die es nur auf 786 Stimmen brachten. Bei der Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publitum gegenüber teinerlei Berantwortung. Theater. Urania Wissenschaftliches Theater. Heute im Theater 8 Uhr: Die Feuergewalten der Erde. Hörsaal 8 Uhr: Dr. B. Donath: Wärmestrahlen. Sonnabend, den 26. Januar. Kleines Theater. Anfang 72 Uhr. Kgl. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Bajazzi. Kgl. Schauspielhaus. Wallensteins Tod. Deutsches. Das Wintermärchen. Westen. Cousin Bobby. Nachmittags 3 Uhr: Der Trompeter von Säktingen. Lorging. Der Troubadour. Lessing. Nosmersholm. Anjang 8 Uhr. Berliner. Der Hund von Baster bille. Schiller 0.( Wallner- Theater.) Der Kaiserjäger. Anfang 8 Uhr. Eine triviale Komödie für seriöse Lente.( Bunbury.) Sonntag nachm. 3 Uhr: Nachtasyl. Abends 8 Uhr: Eine triviale Komödie für seriöse Leute.( Bunbury.) Lortzing Theater. Bellealliancestr. 7/8. Abends 7, Uhr: Der Troubadour. Sonntag nachm. 3 Uhr: Die Regimentstochter. Abends 8 Uhr: Der Schiller N.( Friedrich Wilhelm- Mikado. Montag: Geschlossen wegen städtisches Theater). Die von Ensemble- Gastsp. im Schiller- Theater. Hochfattel Schiller- Theater Charlottenburg. Jugend. Nachm. 3 Uhr: Das Lumpen Lustspielhaus. gefindel. Komische Oper. Hoffmanns Erzählungen. Neues Schauspielhaus. Herthas Hochzeit. Kleines. Eine triviale Stomödie. Neues. Die Condottieri. Residenz. Florette und Patapon. Lustspielhaus. Husarenfieber. Zentral. Künstlerblut. Nachmittags 42 Uhr: SchneeDeutsch Amerikanisches. Sorgenbrecher. wittchen und die sieben Zwerge. Der Thalia. Eine lustige Doppelehe. Nachmittags 32 Uhr: Charleys Tante. Luisen. Der Raub der Sabinerinnen. Nachm. 4 Uhr: Klein Däumling. Bernhard Rose. Kean. Nachmittags 4 Uhr: Rotkäppchen. Trianon. Frl. Josette Frau. Metropol. meine Der Teufel lacht dazu. Gebr. Herrnfeld. Familientag im Hause Prellstein. Wintergarten. Saharet. Spezia. litäten. Täglich abends 8 Uhr: Husarenfieber. Zentral- Theater. ( Operette.) 8 Uhr: Künstlerblut. Ausland. Ein Straßenbahnerstreit in Paris. Keine Massenaussperrung in Schweden. Der gewaltige Kampf, den die schwedische Arbeitgeberbereini gung am 23. Januar mit der Aussperrung aller organisierten Arbeiter eröffnen wollte, ist abgewehrt. Die Arbeitgebervereinigung hat am selben Tage beschlossen, sämtliche in Betracht kommenden Streitigkeiten durch Anerkennung des mit den Vertretern der Landesorganisation getroffenen Uebereinkommens beizulegen. Die Arbeiter haben ebenfalls das Uebereinkommen angenommen, und zwar in allen den Orten, wo sie im Kampf mit Mitgliedern der Arbeits fehr auf den Linien der Straßenbahngesellschaft des Pariser Südens beiden Parteien ist durch gegenseitiges Entgegenkommen gelöst Paris, 22. Januar.( Eig. Ber.) Seit heute früh ist der Ver- gebervereinigung lagen. Die wichtigste Streitfrage zwischen den eingestellt. Die Zahl der Streifenden beträgt 600 und umfaßt außer worden. den Wagenführern auch andere Arbeiterkategorien. Das Motiv des (( Wiederholt, weil nur in einem Teil der Auflage.)] Ausstands ist das Verlangen der Gesellschaft, die Bezahlung eines Halbtagslohns für den gefeßlichen Ruhetag mit der von der Unternehmung angestrebten Erhöhung des Fahrtarifs zu verknüpfen. Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater). Sonnabend, abends 8 Uhr: Der Kaiserjäger. Komödie in 3 Aufz. v. Hans Brennert und Hans Dfiwald. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Die rote Robe. Sonntag, abends 8 Uhr: Der Kaiserjäger. Montag, abends 8 Uhr: Doppelselbstmord. C Schiller- Theater Charlottenburg, Bismardstraße, Ede der Grolmanstr. Sonnabend, abends 8uhr: Jugend. Liebesdrama in 3 Aufzügen von Mag Halbe. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Don Carlos. Zirkus Schumann Zirkus Busch. Heute Sonnabend, den 26. Januar, abends präzise 72 Uhr: XVI. Grande Soirée High- Life. Gala Programm und Ameritas größte Sensation: Sonntag, abends 8 Uhr: Der Motor im Globus. Heimat. Montag, abends 8 Uhr: Jugend. astans Panopticum Friedrichstraße 165 Größte Sehenswürdigkeit Berlins. Familien- Bier- Kabarett. Von abends 62 Uhr ab: Reichhaltiges und originelles künstlerisches Programm. Deutsch- Amerikanisches THEATER, Köpenickerstr. 67/68. Heute und jeden Abend 8 Uhr: Gastsp. Ad. Philipp. Der große Lacherfolg: Der Sorgenbrecher Sonntagnachm. 3 Uhr halbe Preise: Ueber'n großen Teich." DERNHARD ROSE THEATER Große Frankfurterstr. 132. Nachm. 4 Uhr Kindervorst. bei fleinen Preisen: Rotkäppchen. Luisen- Theater: Genie and Leidenschan Reichenbergerstr. 34. Nachm. 4 Uhr Kindervorstellung, zum erstenmal, fleine Preise: Klein Däumling. Kindermärchen m. Ballett in 8 Bildern. Abends 8 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Luftspiel in 3 Atten von P. und F. v. Schönthan. Sonntag nachm. 3 Uhr: Sherlod Holmes. 8 Uhr: Wilhelm Tell. Schiller- Theater N. der Sabinerinnen. nachm.: Der Raub Brunnen- Theater Gesundbrunnen. Badstraße 58. Direktion: Bernhard Rose. Sonntag, den 27. Januar 1907, nachm. 3 Uhr, volkstümliche Preise: Die Tochter des Gefangenen. Schauspiel in 6 Bildern. Abends 7 Uhr: Apollo. Die schöne Bestalin. Spe. Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Sherlock Holmes zialitäten. Kasino. Ledige Leute. Spezialität. Folies Caprice. Das Modell. Serenissimus August XXVI. Paffage. Berlin paß auf! Spe zialitäten. Figaro. Eine gute Bartie. Die Klaue. Chicagoer Landwirt. Unterm Bett. ( Anfang 8, Uhr.) Prater Theater. Geschlossen. Walhalla. Spezialitäten. Karl Haverland. Spezialitäten. Meichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Die Feuergewalten der Erde. Hörsaal 8 Uhr: Dr. B. Donath: Wärmestrahlen. Sternwarte, Invalidenstr. 57/62. Ferdinand Bonns 3 Uhr: Das Lumpengesindel. Abends 8 Uhr: Der Familientag. Morgen: Die von Hochsattel. Residenz- Theater. Direktion Richard Alexander. Heute zum 50. Male Anfang 8 Uhr: Florette und Patapon. Schwant in 3 Aften b. M. Hennequin und Pierre Beber. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Schlafwagen- Kontrolleur. Metropol- Theater Abends 8 Uhr: Berliner Theater. Der Teufel lacht dazu. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Große Jahresrevue in 7 Bildern Der Hund von Julius Freund. Musik von Roth von Baskerville. Theater des Westens Station Zoolog. Garten, Kantstr. 12. Durchschlagender Erfolg! Allabendlich 7 Uhr: Gastspiel Fritz Berner Coulin Bobby. Neues Schauspielhaus Sonnabend, den 26. Januar 1907: Detektivkomödie in 4 Alten. Größte MIB Irene und Mr. Wizard Stone. Frl. Dorau Schumann auf dem Boll blüter Critt. 3 Frères Willé die phänomenalen Equilibristen. Direttor Alb. Schumanns neue und moderne Dreſsuren. Außerdem: Die großartigen neuen Spezialitäten. Bum Schluß zum 37. Male: Das größte Bracht Manegeschauftüd W. Noacks Theater. St. Hubertus. Direttion: Rob. Dill. Britninenstr. 16. des Kostüm- Fest Rauchklubs„ Blaue Flagge". Anfang 8 Uhr. Ende? Sonntag: Goethes Faust. Gretchen- Tragödie in 5 atten. Die Anfang 7 Uhr. Entree 30 Pf. Ball. 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Die Kollegen, die mit ihren Beiträgen im Rückstande sind, müssen sich dieselben stunden lassen, um an der Wahl teilnehmen zu können. Die Zahlabende fallen an diesem Tage aus. Die Ortsverwaltung. 124/ 6* Holen Sie Ihr Geld von der Sparkasse! Suchen Sie es aus allen Winkeln heraus! 517 rib gram Kaufen Sie dafir Winterwaren. agus Ihr Geld verzinst sich dadurch mit güsn 19b afllsH sibai nu stued inniged 2014- no19H 20 M allgall bau nodan nogusM t 25 ວາວ ນີ້ Prozent! Infolge der unerwartet eingetretenen Kälte will ich den Rest meines gesamten Winterlagers im Werte von zirka 25 000 Mark zu jedem Preis ausverkaufen. Ich verkaufe: Vereinigung der Musikinstrumentenarbeiter Sonnabend Berlins und Umgegend. den 26. Januar Montag Dienstag IBM den 28. Januar den 29. Januar Montag, den 28. Januar, abends 6 Uhr, in Graumanns Festsälen, zum größten Teil unter dem Herstellungspreise. Naunynftr. 27: Ordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal und Verlesung der im Quartal aufgenommenen Mitglieder. 2. Abrechnung vom Lichtbildervortrag, Urania- Borstellung und Weihnachts- Bergnügen. 10388C 3. Stellungnahme zum Jahresbericht. 4. Wichtige Vereinsangelegenheiten. ist ( AM) 2018 Kollegen! Get bie erſte Versammlung nach 6 Wochen, wir erwarten demnach bestimmtes und pünktliches Erscheinen aller Mitglieder. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Einige Beispiele: Trikotagen und Strimple. Damen- Konfektion. 141/2 Wollene Kinder- Strümpfe H Wert bis 1.90 75 Pf. 29 99 3.75 1.75 » 9.00 3.75 Paar 10 Pf. Damen- Blusen. Damen- Blusen 0 45 PL. Damen- Blusen " 35 PL " .Stück 75 Pf. Damen- Blusen Damen- Kostüme . 97 " „ 36.00 12.75 75 PL. Damen- Capes u. Jacketts 24.00 6.90 29 29 90 P. • Kinder- Jacketts u. Mäntel ,, " 9 22 24.00 6.85 95 P. Kinder- Kleider für die Hälfte des früheren Wertes. 25 PL Pf. • Meter 45 Pf. Filz- Pantoffeln Filz- Schuhe Paar 35 Pf. . 2.00 " 85 PL. 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Bl. erbeten. 2040s Otto Joers, Pantom, Elisabethweg 10. IV rechts. Heinrich Mittag; itraße 154a. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber. Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. pläne. Parzellen jeder Größe für ftraße 65, vorn, rechter Aufgang 90 Kunstblumenfabrik II links. Bau Luisenstift, Dahlem. Bau Seydelstr. 10/12( Geschäftshaus), Reichsbant, Leibnizftr. 8. Die Bauten der Firma Walz: Bau Aderstraße. Bau Maaß, Lizenburger- und Pfalzburgerstraßen- Ede. Bau Bielemann, Tannenstraße 30. Korbmacher( wegen Differenzen); Leithoff, Zeltowerstraße. ilr.22. 24. 2. Keilm des.Armrls" Kerlim KlksdlM Asnnabtvd, 26. Januar IM. Partei- Angelegenheiten. OSer-Schöitewcide. Der Wahlverein veranstaltet am Sonntag- Nachmittag 4 Uhr eine Uraniavorstellung:.Die Feuergewalten der feade." Billetts sind noch bei den Mitgliedern und am Eingang der tlrania zu haben._ berliner jVachncbUn. Im Zeichen des Verkehrs. Am Sonntag, den 27. Januar findet tn Verbindung mit der Paroleausgabe die Nagelung und Weihe der den dritten Bataillonen der Jnfauterie-Regimenter Nr. 147 und 151 sowie dem Jäger-Regimcut zu Pferde Nr. 4 zu verleihenden Feld- zeichen statt. Bei der Paroleausgabe wird der Bürgersteig vor der Kommandantur für Offiziere und deren Angehörige freigehalten werden. Der Slrafienbahnverkehr über den Platz am Opernhause wird von 7'/� Uhr abends bis zum Schlüsse der Oper eingestellt werden.� An diesem Tage werden ferner folgende Verkehrs- beschränkungen erforderlich. Von 9 Uhr v ormittagS ab bis gegen l'/a Uhr nachmittags wird der gesamte Verkehr über die Kaiser Wilhelm-Brücke, den Lustgarten, die Schloßfreiheit, die Schloßbrücke. die Plätze am Opern- und am Zeughause nach Bedarf abgelenkt werden.— Von 5 Uhr nachmittags ab erleidet der Fahr- verkehr folgende Einschränkungen: 1. Das Befahren der Straße Unter den Linden wird auf der Südseite nur in der Richtung nach Osten, auf der Nordseite nur in der Richtung nach Westen gestattet. 2. Soweit die Breitestraße freigegeben werden kann, wird ihr Be- fahren nur in der Richtung nach der Gertraudtenstraße und dem Mühlendamm gestattet. 3. Die Schloßfreiheit darf nur von der Schloßbrücke her nach dem Schloßt platze hin, nicht aber entgegengesetzt befahren werden. 4. Die kurfürstenbrücke und die Königstraße von der ersteren bis zur Jüdcnstratze werden nur für Wagen in der Richtung nach dem Alexanderplatz hin freigegeben. Entgegengesetzt fahrende Wagen werden nach Bedarf an der Kloster«, spätestens aber an der Jüden- straße und dem Hohensteinweg abgelenkt. 5. Nur einseitig dürfen ferner befahren werden: Die östliche Spandauerstraße vom Molken markt nach der Königstraße, die Rauthausstraße von der Spandauerl straße nach der Jüdenstraße, die östliche Heiligegeiststroße von der Königstraße nach dem Mühlendamm hin. 6. G e- sperrt werden nach Bedarf: die Burgstraße vom Mühlendamm bis zur Kaiser Wilhelmstraße, die Probst und Molkenstraße sowie die Eiergasse. 7> Das Befahren des PotS- dainer Platzes ist in der Richtung nach Osten nur von der PotS- domer Straße her, in der Richtung nach Westen uur nach der Bellevucstraße zulässig. Die von Norden und Süden die König grätzer Straße in der Richtung nach dem Potsdamer Platz bel fahrenden Wagen werden nach Bedarf am Brandenburger Tor, an der Prinz-Albrecht- und Dessauer Straße nach Osten und Westen abgelenkt.— Im Interesse einer glatten Abwicklung des Verkehrs wird vom Polizeipräsidenten gebeten, immer rechts zu gehen und rechts auszuweichen. 250 bis 300 Leichen sind nach einem Bericht der Aktiengesell- schaft Siemens u. Hals ke an das königliche Polizeiprästdium bei den Tunnelarbeiten unter dem Spittelmarkt gefunden worden. In dem durchgrabenen„Gertraudten-Friedhof", der. an dem Ger traudtentor belegen, vor etwa 209 Jahren geschlossen worden ist,. stießen die Arbeiter zunächst auf zahlreiche Skelette und eingekalkte nahezu versteinerte Leichen, sodann auch auf eine große Anzahl von Särgen, die freilich nach dem Bloßlegen bald zerfielen. Die Deckel der Särge hatten aber, so lange sich die letzteren im Erdreich be- fanden, dem Bodendruck Widerstand geleistet, so daß ein großer Teil der darin bestatteten Leichen noch gut erhalten war. Die meisten sind freilich im Laufe der Zeit zu Skeletten znsammengetrocknct. vielfach zeigte sich aber das Gewebe der Leichen- tücher und der Kleider, meist auch das Haar wohl erhalten. Die Gesichtszüge waren nur noch bei wenigen der Toten deutlich er- kennbar, so an der Leiche eines Mannes, der einen Schnurrbart ge- tragen, an der eines jungen Mädchens und der eines etwa drei- jährigen Kindes. Die letzteren hätten noch„rekognosziert" werden können, zumal auch Haar und Kleidung gut erhalten waren. Der„Gertraudten-Friedhof" mag in der Stahe des Spindlerbrunnens seinen Anfang genommen haben, er dehnte sich— so weit man bis jetzt beurteilen kann— bis zur Niederwallftraße aus und zwar stieß man hier auf Massengräber, wenigstens fand man in einer Wandfläche von etwa drei Metern im Quadrat gegen 25 Kopfbretter von Särgen, die dicht neben- und übereinanderstanden. Der Inhalt der Särge war hier besser erhalten, als im östlichen Teile des Friedhofs, woselbst mehr Skelette gefunden wurden: dieser Teil des Friedhofs dürfte daher der ältere sein. Von den 4 bis 5 Sargschichten lvaren die oberen Särge vielfach nur mit einem Meter Boden bedeckt: eS dürfte sich daher um Massengräber mit eingekalkten Leichen handeln. Kultur- historische Funde wurden leider nicht gemacht; die eisernen Handgriffe der Särge sind dem Märkischen Museum überwiesen worden. Die Leichenreste sind sämtlich gesammelt und in Särgen auf dem Gemeindefriedhofe zu Friedrichsfeldc zur„allerletzten" Ruhe bestattet worden. In dem jüngeren Teile de« Kirchhofs machte sich zeitweise ein so penelranter Leichengeruch bemerkbar, daß Kalkwasser, Karbol und Lysol reichlich zur Anwendung gelangen mußten. 119 099 Sprechstellen. Tie Fcrnsprechanschlüsse des Berliner Bezirks dürften jetzt 119 999 erreicht haben. Nach der letzten Aufnahme vom Anfang dieses JahreS betrug deren Zahl 199 839. Tie wenigen zu der runden Zahl noch fehlenden Anschlüsse sind in den letzten Wochen sicher hinzugekommen. Von der Gesamt- zahl der Anschlüsse des Bezirks entfallen auf die Fernsprechämter von Berlin selbst fast 85 999. Ihre genaue Zahl war 84 998. ES gehören dazu auch bekanntlich einige Anschlüffe der Vororte, wie die von Schönebcrg und eftt Teil derer von Eharlottenburg vom Amt 6 usw. Dieses Amt 9 ist gleichzeitig das größte aller Berliner Acmter. Es hat jetzt die Summe von 29 999 Anschlüssen überschritten und besitzt deren 29 154. Bei all diesen Zahlen sind sämtliche Haupt- und Ncbenanschlüfie zusammen gerechnet. Als Hauptanschlüsse werden in das Amt 6 selbst 13 545 eingeführt. Mittelbar angeschlossen sind außerdem 5937 postalische Neben- anschlüsse und 672 bezahlte Privat-Nebenanschlüssc. DaS zweit- größte Berliner Amt ist das Hauptfernsprechamt mit insgesamt 16 936 Anschlüssen. Von diesen sind 8934 Hauptanschlüffe, 5753 Nebenanschlüsse und 1349 Privatanschlüsse. An dritter Stelle steht Amt 4 mit 14 466 Sprechstellen, von denen 9679 Haupt- anschlüsse, der Rest Nebenanschlüsse sind. Es folgt Amt 3 mit 12 994 Anschlüssen, darunter 7692 Hauptanschlüsse. Fast ebenso groß ist das Amt 7. das jetzt 12 148 Anschlüsse zählt. Es hat sogar noch 5 Hauptanschlüsse mehr als das Amt 3, nämlich 7697. Das kleinste Berliner Amt ist seit langer Zeit 2 in Moabit mit„nur" 8979 Anschlüssen, von denen 5114 Hauptanschlüsse sind. Alle Berliner Aemter zählen 52 472 Hauptanschlüsse, 29 424 von der Post her- gestellte Nebenanschlüsse und 3192 bezahltePrivat-Nebcnanschlüsse. Aus der Selbstmordchronik. In einem Anfall geistiger Um- nachtimg ist die Ehefrau des Tischlermeisters M. aus der Marbtzrger- strahe 15 in den Tod gegangen. Die Bedauernswerte litt an hoch- gradiger Nervenschwäche, die in der letzten Zeit immer mehr zunahm. Wiederholt äußerte sie Selbstmordgedanken, doch der Mann hatte die Ausführung ihres Vorhabens stets vereitelt. Am Sonnabend verschwand Frau M. plötzlich aus ihrer Wohnung. Am Tage darauf wurde an der Charlottenburger Brücke eine unbekannte Frau als Leiche aus dein Kanal gezogen. Die Tote ist gestern als die M. festgestellt worden.— Im Keller seines HauseS versuchte sich gestern der Eigentümer HanS G., Wühlischstr. 20, da« Leben zu nehmen. Von Hausbewohnern wurde der Lebensmüde später mit durch- schossener Schläfe aufgefunden und in das Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. Die Gründe zu der Tat sind der Polizei unerklärlich. Durch GaS vergiftet. Drei Tage hindurch hat die Schneiderin Maria Engel, Kürassierstr. 14, tot in ihrer Wohnung gelegen. Fräulein E. ist einer Gasvergiftung zum Opfer gefallen. Am Dienstagabend hatte sie sich in ihrem Zimmer Kaffee gekocht und nicht darauf geachtet, daß der Schlauch, der den Kochherd mit der Gasleitung verbindet, vollständig brüchig war. Sie schlief dann auf dem Stuhle ein und sollte nicht wieder erwachen. Aus den Rissen im Schlauch strömten die giftigen Gase heraus und betäubten die Schlafende. Da sich die E. während der letzten drei Tage nicht sehen ließ, schöpften die Nachbarn Verdacht und ließen die Tür öffnen. Die E. fand man ans dem Fußboden als erstarrte Leiche auf. Die Aennste war an den Gasen erstickt. Im Bernhard Rose-Theater geht heute, Sonnabend abend: „Kcan oder Genie und Leidenschast" mit Herrn Direktor Rose in der Titelrolle in Szene. Gebrüder Hrrrenfeld-Theater. Am heuttgen Sonnabend findet die Premiere der neuen Komödie„Ein verrücktes Hotel" mit dem Borspiel„Hahfisch geht zur Jagd" statt. Die Vorstellung ist au präzise 8 Uhr angesetzt. Feuerwchrbericht. Infolge einer Benzinexplosion kam in einer Schlosserei Feuer aus, das Kleider, Automobilbestandteile und anderes ergriff, aber von dem dritten Zuge auf eine Werkstatt in Danzigerstr. 62» beschränkt werden konnte. In der Dessauerstr. brannte ein Keller: Stroh stand dort in Flammen. Papier, Lumpen und anderes brannten in der Frobenstr. 18 und Balken, der Fußboden usw auf einem Dachboden in der Calvinstr. 5. Wegen eines Kellerbrandes wurde die Feuerwehr nach der Pasteurstt. 17 alarmiert. Das Dach mit dem Gebälk brannte in der Invaliden straße 17 und Tapeten usw. in der Neuen Schönhauserstr. 9. Ferner mußte die Feuerwehr nach der Frauzösischeiistr. 46, Friedrichstr. 125, Greifswalderstr. 225, Reinickendorferslr. 34, Fruchlstr. 57/58 und anderen Stellen ausrücken. Im Fall die Kälte anhält, wird der Januar hinter dem Dezember mit über 499 Bränden nicht zurück- stehen. Bis jetzt sind schon 329 verzeichnet. Vorort- IVadmcfotcn. Häuslicher Zwist im Charlottenburger Stadtparlament. In der Charlottenburger Stadtverordnetenversammlung vom Mittwoch stand das Barometer wieder einmal auf Sturm. Die beiden stärksten Fraktionen, die Liberalen und die Unpolitischen lagen sich in den Haaren zur Freude unserer Genossen, die stets den Bocteil aus solchen häuslichen Szenen der Vertreter'der Bourgeoisie zu ziehen wissen. Zum Verständnis des neuesten Konflikts, der wohl»och weitere Folgen haben wird, sei vorausgeschickt, daß die Liberalen und die Unpolitischen, die sich früher stets heftig befehdet hatten, bei den Wahlen im Jahre 1995 ein Bündnis zur Bekämpfung der Sozial- demokratie schloffen. Aber die Freundschaft ging bald in die Brüche, da jede Fraktion über den Kopf der anderen für sich Sondervorurteile zu erstreben suchte. Als nun im letzten Jahre einige Mandate der ersten Abteilung erledigt waren, hatte der Bürger. meister die Ersatzwahlen ursprünglich auf den Herbst anberaumen wollen. Hiervon bekam der Führer der Liberalen Wind. Sofort begab er sich zum Bürgermeister und bat ihn, den Termin auf den 3. Juli zu verlegen. Der Grund ist leicht ersichtlich, die Liberalen hatten alle Wahlvorbereitungen getroffen und wollten ihre un- politischen Gegner überrumpeln. Das liberale Wahlmanöver wurde aber von dem der Fraktion der Unpolitischen angehörenden Stadtvcrordnetenvorsteher durchkreuzt, auf dessen Einspruch die bereits erlassene Verfügung, wonach am 3. Juli gewählt werden sollte, zurückgezogen und die Wahlen nunmehr endgültig ans den Herbst anberaumt wurden. Hierbei siegten die Liberalen mit sehr knapper Mehrheit. Gegen die Gültigkeit der Wahlen ist Protest eingelegt, den die Stadtverordnetenversammlung jedoch zurückwies. Augenblicklich schwebt beim Bezirksausschuß die Klage auf Un gültigkeitSerkläryng.» Aus Anlaß dieser Vorgänge hatten nun die Unpolitischen eine Interpellation eingereicht, die den Magistrat um Auskunft darüber ersucht, ob es zulässig sei, daß die Anberaumung von Stadl verordnetcnersatzwahlen auf Anordnung eines einzelnen Magistrats Mitgliedes erfolgt, ohne daß ein Kollegialbeschluß deS Magistrats vorausgegangen ist. Während sich der Begründer der Interpellation, Stadtv H u b a t s ch, streng an den Wortlaut hielt und auch Oberbürger. meister SchnstehruL in seiner Beantwortung sich lediglich auf die juristische Seite der Frage beschränkte, wurden durch das Ein- greifen der Herren Dr. C rüg er(lib.) und Stadthagen (natl.) die alten Gegensätze oder besser gesagt Eifersüchteleien zwischen den bürgerlichen Fraktionen aufgerollt. Beide warfen sich gegenseitig vor, daß nicht sie, sondern die anderen, die Wahlen zu, beeinflussen versucht hätten. Dem Stadtv. Stadthagen entfuhr dabei das köstliche Geständnis, daß eine gemeinschaftliche Beein- flussung durch Vertreter der bürgerlichen Parteien gestattet sei, daß aber die eine ohne Wissen der anderen so etwas nicht tun dürfe — echt bürgerliche Moral l Unser Fraktionsredncr Genosse Hirsch nagelte das Verhalten der bürgerlichen Vertreter gebührend fest, er wies nach, daß ein prinzipieller Unterschied zwischen den beiden Parteien aus kam- munalpolitischcm Gebiete nicht besteht, daß sie in der Bekämpfung sczialer Forderungen stets geschlossen vorgehen und daß beide einzig und allein persönliche und Fraktionsinteresscn verfolgen. Ins- besondere hielt der sozialdemokratische Redner es für nötig, einmal die Nebenrcgieruna zu kennzeichttsu, die im Charlottenburger Stadtparlament kecker als je ihr Haupt erhebt. Es sei Tatsache, daß sehr viel hinter den Kulissen gemogelt und daß die Versamm- lung oft vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Durch seine Ausführungen erregte unser Redner insbesondere den Zorn der Liberalen, die so wie so etwas nervös und verärgert darüber sind, daß die Sozialdemokraten nicht den von ihnen präsen- tierten Vorsteherkandidatcn gewählt haben. Die Herren behaupten keck, daß darin eine Verletzung demokratischer Grundsätze liege. Seit wann ist eS denn demokratischer Grundsatz, daß die Mehrheit sich«inen Vorsteher von einer Minderheit aufoktroyieren läßtl In der weiteren Debatte platzten die Gegensätze noch wieder- holt heftig aufeinander. Auch die Reichstagswahl wurhe. in die Diskussion gezogen. Die Liberalen nehmen es den National- liberalen übel, daß sie für den konservativen Kandidaten stimmen. die Nationalliberalen wiederum beschuldigen die Liberalen, daß sie durch Aufstellung eines eigenen Kandidaten der Sozialdemokratie den Sieg erleichtern. Genosse Hirsch versuchte auch diese Heuchelei der Liberalen festzunageln, indem er u. a auf den frei- sinnigen Volksverrat in Breslau eingehen wollte. Leider ließ der Vorsteher das nicht zu. Der Verlauf der Besprechung hat von neuem bewiesen, daß eS den bürgerlichen Parteien in den Stadtparlamentcn nicht um die Vertretung von Grundsätzen zu tun ist, sondern daß sie eine Kliquenwirtschaft anstreben, um Sondervorteile für sich zu erreichen. In der Hitze des Gefechts ist den beiden Gegnern so manches Wort entfahren, das sie später noch oft bereuen dürften. Die Sozial- demokratie wird natürlich die Waffen, die ihnen ihre Feinde selbst schmieden, bei passender Gelegenheit gegen sie zu gebrauchen wissen. Zür den im Herbst stattfindenden Wahlkampf hat die Debatte uns wertvolle» Material geliefert, das richtig auszunutzen unser eifrigstes Bestreben fein wird. Rixdorf. Die letzte stark besuchte Generalversammlung de? Holzarbeiter- Verbandes, Zahlstelle Rixdorf, wählte einen Lolalbeamtcn. Von den fünf zur Wahl stehenden Kandidaten wurde der bisherige Be« vollmächtigte Lusch mir Zweidrittelmajorität gewählt. Der Gau- Vorsteher Franz S tusche gab hierauf einen Ueberblick über die gesamte Aussperrung. Sein Vortrag, in dem er das Borgehen der Unternehmer, insbesondere deS Obermeisters Rahardt scharf kenn- zeichnete, fand die volle Zustimmung der Versammlung. Gelächter rief eine Notiz des„Neuendorfer Anzeigers" hervor, in welcher be- hauptct wird, die Tischler verlangen einen Lohn von 8 M. pro Tag und die Verkürzung der Arbeitszeit auf 8 Stunden. In der Dis- kussion wurde von allen Rednern betont, daß kein Opfer gescheut werden darf, diesen den Holzarbeitern aufgezwungenen Kampf siegreich durchzuführen. Alsdann wurde bekannt gegeben, daß die Ausgesperrten vom ersten Tage Unterstützung erhalten und der Extrabeitrag von der zweiten Woche im Januar erhoben wird. Alle Arbeitslosen nach dem 12. Januar sind als Ausgesperrte zu be- trachten. Des weiteren wurde ein Antrag angenommen, nach welchem auch Arbeitslose der nicht ausgesperrten Branchen als ausgesperrt zu betrachten sind. Stusche sprach in seinem Schlußwort seine Freude über den Opfermut der Kollegen aus«nd forderte sie auf, für eine siegreiche Durchführung des Kampfes Sorge zu tragen. Britz. Zu der Notiz in Nr. 16, worin wir mitteilten, daß Genosse K l a v o n n beim Flugblattverbreiten von einem gewissen B a l ck e. Rudoiverstr. 49 wohnhaft, angefallen wurde, erhalten wir noch folgende Aufklärung über den Borgang« Nachdem der Genosse Klävonn bei Balcke geklopft und ihm das Flugblatt überreicht hatte, warf ihm derselbe das Blatt vor die Füße und fing an. sich in wüsten Schimpfworten ans die Sozialdemokraten, die er unter anderem Verbrechervolk, rotes Gesindel, faule Blase und verhungertes Pack titulierte, zu ergehen. Der Genosse Klavonn ging ruhig nach der nächsten Etage. Zu einer ihm bekannten Frau äußerte er nur: WaS ist denn das für ei» Mensch? Als er mit dem Aus- teilen der Blätter fertig war. stieg er nichts ahnend die Treppe hinab. Kaum war er aber an der Tür Balckes vorbei, da sprang derselbe mit einem Prügel, der den, unteren El, de eines Peitschenstieles glich, heraus, schlug und stieß mit beiden Händen zugleich auf Klavonn ein, so daß derselbe ein paar Stufen herabstürzte, doch vermochte er sich noch an, Treppen- geländer festzuhalten. Dem Umstände, daß NachbarSleute heraustraten. ist es wohl zu danken, daß Balcke von weiteren Tätlichkeiten abließ. Neben wüsten Schimpfereien auf das„rote Gesindel" drohte er noch dem Genossen Klavonn, daß er eS ihm ein andermal ordent- lich besorgen werde. Diesem Helden gegenüber, dessen Vorgehen geradezu an Gemein- gefährlichkeit grenzt, mögen die Arbeiter und Parteigenossen Vor- ficht üben. Lichtenberg. Die am Donnerstag im Schwarzen Adler tagende Versammlung war polizeilich abgesperrt. Genosse Stadthagen ging zur Kenn- Zeichnung der Gegner auf die in der„Volks-Zeitung für die Kreise Nieder- und Ober-Barnim" abgelagerten Erzeugnisse der„Post". auf die Artikel dieses Organs und ans den Wortlaut des von dem polizeilichen Hintermann der„Post" ausgeheckten Flugblattes ein, das er unter Heiterleits- und Entrüstungsstürineii der Anwesenden besprach, Er legte an der Hand deS„Vorwärts" vom 39. Dezember 1892 dar, daß alles, was die famosen Gegner, voran der ihm unbekannte. hoffentlich anwesende Rechtsanwalt Hercher nach der„Post" als Funkelnagelneues aus dem Erkenntnis des EhreugerichtshofeS vom 17. 11. 92 vorgetragen hatten, damals bereits von ihm wörtlich mitgeteilt war. Dann stellte Stadthagen Strafantrag gegen sich. Als die Staatsanwaltschaft ablehnte, die Genehmigung zu seiner Verfolgung vom Reichstag einzuholen, habe er im Reichstag unter Vorlegung des Erkenntnisses beantragt, die Genehmigung zu erteilen. Den, Antrag stimmte der Reichstag einstimmig zu. Dann lehnte die Staatsanwaltschaft, und trotz Be- schwerde hiergegen, die Oberstaatsonwaltschaft und der Justiz- minister, ab, Anklage gegen Redner zu erheben, weil ein hinreichender Verdacht bewußter Gebührenüberhebung gegen ihn nicht vorliege. Redner hat in den Beschwerden dargelegt. daß freilich von Gebührenüberhebung in Wahrheit nicht die Rede sein köune, für die Staatsanwaltschaft müsse aber die wenn auch der Wahrheit widersprechende beweislos ohne voraus- gegangene Anklage aufgestellte Behauptung deS Ehrengerichtshofes genügen, um Anklage gegen ihn oder An» klage gegen die Reichs gerichtsräte wegen be- wußter Rechtsbeugung zu erheben. Redner geht auf seine im„Vorwärts" vom 14. Oktober 1894 abgedruckte Be- schwerde an den Justizminister ein, legt dar. wie er vergeblich durch Rede, Schrift und Druck gegen sich eine Anklage wegen der in, Ehrengerichtshof zu Unrecht ihn, nachgeworfenen Straftaten oder wegen Beleidigung der Ehrenger, chtShofs-Reichsgerichtöräte provoziert hat und fährt dann fort: das alles kam, und darf einem Mensche», der öffentlich sich hinstellt und die Behauptungen des Ehrengerichts- Hofes nachbetet, nicht unbekannt sein. Verschweigt er diese Tatsachen trotz seiner Kenntnis dieser Dinge. so ist er ein ehrloser Verleumder. Von de», gewerbsmäßigen Hinter», ann der„Post" lönne man nichts anderes erwarten. Hat aber, wie die„Post" behauptet, ein Rechtsanwalt Hercher oder H e r g e r in der Germania- Brauerei trotz der Kenntnis dieser Dinge sich hingestellt, u», zu seiner, deS Redners, Verunglimpfung die Eyrcngerichtshofs- behauptungen sich anzueignen, ohne die späteren Dinge zu er- wähnen, fo hat er ehrlos und infam verleunidet. Ist Herr Rechtsanwalt Hercher anwesend, so mag er antworten.vaS Redner über ihn soeben ausgeführt hat.(Brausende, wiederholte Zu- stimmung.) Stadthagen zerpflückt dann noch die weiteren Per- leumdungen des Flugblatts. Hierauf legt er dar, wie solch perfide Kampfesweise gewählt wird, um die Wähler vom Ernst der politischen Situation und den diese beherrschenden Fragen abzulenken. Diese bespricht er kurz. Sein Appell, morgen zur Stelle zu sein, wird stürmisch begrüßt. In der Debatte äußern sich»och einige Ge- nassen und Genossinnen über die elende Kampicswcise der Gegner und über die Notlvendigkeit, den Unken der Reaktion und feigen Feinden der Wahrheit eine Antwort zu erteilen, die an Klarheit nichts übrig lasse. Mit einen, Hoch auf die Sozialdemokratie schließt der Borsitzende Genosse B a ck h n s die von Kampfeslust und Sieges- Zuversicht getragene Versammlung. Pankow. Die Gemeiiidcvertretting beschäftigte sich mit den von uns bereits skizzierten Ankauf des Killisch von Hornschen Parkes; nach langer Debatte wird die Angelegenheit vertagt. Die von unseren Genoffen schon des öfteren kritisierte Eleven-Wirtschaft oder besser gesagt Lehrlingszüchterei auf dem Gemeindebureau soll nunmehr ihr Ende finden. Eme Vorlage des Bürgermeisters regelt die Annahme von Supernumcraren und Diätaren und die Regelung der Besoldung hierzu. ES sollen eine mäßige Anzahl von jungen Leuten, ivelche die Berechttgung zun, einjährigen Milttärdienst haben, nicht unter 17 und nicht über 24 Jahre alt sind und 1 Jahr von ihren An- gehörigen unterhalte» iverden müssen, als Supernumerare an- genommen werden. Bezüglich der Borbildung können Ausnahmen, gemacht werden, so daß auch eventuell Schüler der Gemeindeschule der.hohen Ehre" teilhaftig werden. Gemeindeschreiber zu werden. Besoldung im zweiten Jahre 45, im dritten 60 Mark monatlich. Die f Steglitz. 6 Uhr. Gäste willkommen. Schwere Berfehlungen eines Gemeindebeamten 24 Personen getötet. Jn Trinidad( Kolorado) kamen gestern Ausbildungszeit der Diätare beträgt ebenfalls 3 Jahre mit Gehaltslagen einer Straffache zugrunde, die gestern unter Vorsiz des Land- bei einer Explosion von Sprengstoffen in einem Bergwerk 24 Personen ftalen von 1200, 1350 und 1500 Wark jährlich bei guter Führung gerichtsdirektors& öst er vor dem Schwurgericht des Landgerichts II ums Leben. und Fähigkeit für die Anstellung als Assistenten. zur Verhandlung fam. Aus der Untersuchungshaft wurde der frühere Mit 60 Arbeitern untergegangen ist, wie aus Konstantinopel Gemeindevollziehungsbeamte Karl Fischer vorgeführt, der sich gemeldet wird, das Segelschiff„ Galata" der französischen Schleppwegen Unterschlagung im Amte, Fälschung öffentlicher Register, Eine Explosion einer Kochmaschine, die leicht die schwersten Folgen Urkundenunterdrückung und schwerer Urkundenfälschung verantworten dampfer- Geſellſchaft, das von Kozlu nach Eregli am Schwarzen Meer hätte nach sich ziehen können, ereignete sich gestern nachmittag in mußte. Der 38 jährige Angeklagte ist vom Jahre 1887 bis 1896 geschleppt wurde. Es ist noch unbekannt, ob jemand gerettet dem Hanse an der Ecke der Ahorn- und Schloßstraße. Der dort wohnhafte Restaurateur D. hatte in feine in der Küche befindliche übergegangen. Soldat gelesen und als Vizewachtmeister zur Zivilbeamtenschaft worden ist. Er war dann längere Zeit als PolizeiKochmaschine fürzlich eine Warmwasserheizung einbauen lassen. Auf Grund gelaufen. Der marokkanische Regierungsdampfer sergeant in Mittenwalde angestellt. Gestern wurde plötzlich die Maschine unter lauter Detonation in die 1903 bewarb er sich um den in Königs Wusterhausen daß das Schiff verloren ist. Die Besatzung ist gerettet worden. Im Jahre Turki ist infolge Sturmes an der Küste aufgelaufen. Man glaubt, Luft gesprengt. Nicht allein in der Küche, sondern auch in der ganzen Wohnung wurden durch die Explosion arge Verwüstungen wurde auch eingestellt. freigewordenen Posten eines Vollziehungsbeamten und Als solcher hatte er Steuern einangerichtet. Das Dienstmädchen, das im Augenblick der größten Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be Gefahr glücklicherweise abseits der Maschine gestanden hatte, erlitt zuziehen ſowie sonstige Summen für die Gemeinde und die Gerichts- untung für jedermann, SW., Alexandrinenstr. 26. Geöffnet täglich von nur äußere Verletzungen. behörden beizutreiben. Vor etwa einem Jahre wurden verschiedene 5-10 1hr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr. Unregelmäßigkeiten in der Kassenführung des Angeklagten entdeckt. In den Lesesälen liegen zurzeit 515 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art Spandau. Eine unvermutete Revision ergab ein Manto von zirka 1500 und Richtung aus. Verein für die Intereffen der Hausangestellten. Unterhaltungs Die Arbeiterfreundlichkeit und Fürsorge der„ nationalen" Mart. Der Angeklagte hatte schon am Tage vorher die Flucht erParteien für die Angestellten der königlichen Institute beleuchtet griffen, wurde jedoch später auf Grund eines hinter ihm erlassenen abend, Sonntag, den 27. Januar bei M. Mürich, Steglikerftr. 35. Anfang ein an uns gerichtetes Schreiben aus dem Kreise der Kanzlei- in unverantwortlichster Weise mit den ihm anvertrauten Geld( E. H. 29, Hamburg), Filiale Berlin 7. Mitgliederversammlung am Sonntag, Steckbriefes festgenommen. Eine Revision der Bücher ergab, daß F. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter. schreiber. Dasselbe lautet: " Sämtliche Kanzleischreiber der königl. militärisch- technischen beträgen gewirtschaftet hatte. Um die Mittel zu mancherlei den 27. Januar 1907, vormittags 10 Uhr, bei Hoffmann, Bajewallerstr. 3. Institute hatten sich erneut in einer Petition wegen Aufbesserung noblen Paffionen" zit erlangen, denen er auf einer Filiale Baumschulenweg: Sonnabend, den 26. d. M., abends 8, Uhr, im thres Einkommens an den Reichstag gewandt. Durch die Auflösung dienstlichen" Reise nach Berlin frönte, steckte er einfach einen Teil Restaurant von Witwe Kleinschmager, Baumschulenstr, 67, außerordentliche desselben ist ihnen nun wiederum auf eine längere Zeit die Hoff dem Gelde in Berlin den Kavalier. In seinem Notizbuche wurden der von ihm eingezogenen Steuern in seine Tasche und spielte mit Mitgliederversammlung. nung genommen, daß irgend etwas zur Verbesserung ihrer Lage getan wird. Eine Aufbefferung ihres Einkommens ist in An- die Adressen verschiedener Damen" gefunden, die sich in Berlin betracht der schon seit langem herrschenden teuren Lebensverhält eines besonderen Interesses der Sittenpolizei erfreuen. nisse dringend notwendig. Die Kanzleischreiber sind trotz des an- Defraudationen zu verdecken, vernichtete der Angeklagte dann später strengenden, aufreibenden Dienstes die am geringsten bezahlten die Wahnzettel und bezahlte schließlich die in Frage kommenden Veträge Schreiber der technischen Institute. Die Feldzeugmeisterei möge mit Summen, die er aus neueren Unterschlagungen gewann. Um ein einmal die Verhältnisse bei den kaiserlichen Werften in Betracht och zuzustopfen, riß F. immer ein noch größeres neues wieder ziehen. Dort erhalten die in gleicher Stellung befindlichen und auf. Zugleich machte er in die amtlichen Register falsche Eingleiche Vorbildung besißenden Werftfanglisten 1500 bis 2600.tragungen und fälschte verschiedene Mahnzettel und Bahlungsbefehle. jährlich. Eine dem Reichstage im Vorjahre eingereichte Petition or Gericht war der Angeklagte geständig und behauptete, daß er wegen Gehaltsaufbesserung, deren Berechtigung von dem Referenten durch den Verlust eines ihm übergebenen Geldbetrages nach und eine Treppe( Sandelsstätte Bellealliance, Durchgang auch Lindenstr. 101), der Budgetkommission einer Deputation der Kanzleischreiber gegenüber nach auf die schiefe Ebene gekommen sei. Die Geschworenen wochentäglich von 7 bis 9% Uhr abends statt. Geöffnet 7 Uhr. voll und ganz anerkannt wurde, wurde auf Antrag durch Uebergang bejahten sämtliche Schuldfragen im Sinne der Anklage. zur Tagesordnung erledigt. Nach Ablehnung dieser Petition hat Das Gericht erkannte dem Antrage des Staatsanwalts gemäß der Verein der Kanzleischreiber der militärisch- technischen Institute auf zwei Jahre Gefängnis sowie Verlust der Fähigkeit zur ein Gesuch an die Feldzeugmeisterei gerichtet und um eine Bekleidung öffentlicher Aemter auf die Dauer von 3 Jahren. Teuerungszulage gebeten. Auch dieses ist von der FeldEin Opfer feines Berufes geugmeisterei rundweg abgelehnt worden. Gerichts- Zeitung. In einem im Wegen elf Mart zwei Jahre Zuchthaus. " Um die Sozialdemokratischer Diskutierklub" Freie Zusammenkunft". Heute abend 9 Uhr: Sizung bei Stramm, Ritterstr. 138. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 27. Januar, vormittags 834 Uhr, im Rathause( Eingang Jüdenstraße), Saal 109: Versammlung. Freireligiöse Borlesung. Bormittags 103, Uhr in der Schulaula, Kleine Frankfurterstr. 6, Vortrag des Herrn A. Stern:„ Wer war Jesus von Nazarety? Herren und Damen als Gäste sehr willkommen. Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Friedrichstr. 16, Aufgang 4, Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Gilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. H. S. 13. Leider können Sie gegen die Streichung wegen Empfang bon Armenunterstützung nichts machen. 3. 100. 1. 3 Mart. 2. Wenn Sie 1907 austreten, bis zum Schlusse des Jahres 1908. Hedwig 62. Die Beleidigung verjährt in fünf Jahren. Strasantrag ist aber innerhalb W. W. 25. 1. Ja. 2. Etwa sechs Wochen. 1. des Quartals zu. 2. Nein. 3. Leider nein. drei Monaten zu stellen. 3. Nein. N. 3. 100. Fünf Jahre. S.. 33. Ja. E. R. E. 67. Fordern Sie die Synode auf, ein für allemal anzuerkennen, daß ihr kein Recht auf Empfang von Steuern gegen Sie zusteht. Wenn Sie wollen, können Sie bei der Staatsanwaltschaft Strafantrag wegen Erpressungsversuchs stellen, anch die Beschwerde erheben, vont der Sie schreiben, viel Nuken würden diese Schritte nicht haben. Y. Nein. Wohl eine Dumme? 1. Die Beantwortung hängt davon ab, welche Ist teine Kündigungsfrist vereinbart, so Kündigungsfrist vereinbart ist. steht dem Dienstmädchen nur eine sechswöchentliche Kündigungsfrist zum Kultur? Frad. . D. Apothekerwaren können Sie ohne Konzession nicht verkaufen. Ausländer 103. Das ist möglich. Nixdorf 100. 1. Ja. 2. Die Ghe mit dem Ehebrecher ist unzulässig, falls wegen des Ehebruchs die Che getrennt ist. Flottenfeind. 1. Legen Sie Beschwerde ein. 2. und 3. Sa. 4. Nein. A. F. Nixdorf 100. 1. Nur auf Grund notarieller oder 2. 3. Das genügt nicht. Notarielle oder gerichtlicher Vollmacht.. Charlottenburg Hohgerichtliche Vollmacht ist erforderlich. menn. Sie haben kein Recht, 5. 2. 7. Beantragen Sie beim Untersuchungsrichter Zurückgabe der Uhr. die Geschenke zurückzuverlangen. 2. R. 07. 1. Nein. 2. Eventuell müssen Sie volle Miete zahlen. 2. 16. 1. Durch die Buchhandlung Vorwärts erhalten Sie alle Bücher. 2. Leider nein. P. W. 20. Sie müssen Ihre Untosten gerichtlich festfeßen lassen, den Gerichtsbeschluß mit einer Bollstreďungsklausel versehen lassen, um dann durch den Gerichtsvollzieher die Kosten von dem Gegner beizutreiben. A. N. Eine Frist besteht nicht. R. O. Sie sind zur Restzahlung verpflichtet. G. 2. 1885. 1. und 2. Ja. 3. Nein. Genosse 8. Wir müssen es grundsäßlich ablehnen, bestimmte Institute Juni 1906 auf dem Instanzenwege vorgelegten Gesuch baten will der Reisende Gustav Birks geworden sein, welcher sich die Kanzleischreiber eine entsprechende Aufbesserung vorgestern unter der Anklage der fortgesetzten Unterschlagung vor ihres Einkommens. Jedoch ist noch keine Antwort eingegangen, der 4. Straffammer des Landgerichts I verantworten mußte. Der trotzdem schon darüber acht Monate verflossen sind. Es wäre end- Angeklagte ist seit über 20 Jahren bei einer Delikatessen- und lich Zeit, daß den Kanzleischreibern der militärisch- technischen Kolonialwaren- Engrosfirma in der Borsigstraße als Reisender anInstitute eine entsprechende Ausbesserung zuteil wird, da sie mit gestellt. Im Jahre 1893 ging das Geschäft in andere Hände über; dem jetzigen Einkommen von monatlich 100 M. und nach 12 Jahren B. wurde auch von dem neuen Inhaber engagiert, da er sich als einem Höchstgehalt von 150 M. eine Familie nicht mehr ernähren eine tüchtige Kraft erwiesen hatte. Die Hauptfundschaft der können, sondern Schulden machen müssen." Firma bestand in Restaurateuren und Hoteliers, die der AnHeute am Tage der Wahl können die schlecht geklagte Tag für Tag aufsuchen mußte. Einer in diesen Geschäftsbezahlten Angestellten ihren Arbeitgebern freisen üblichen Unfitte entsprechend, mußte sich B., sobald er von und Arbeiterfreunden" die Antwort geben, den Gastwirten einen Auftrag erhielt, als nobler Gast" zeigen indem sie dem sozialdemokratischen Kandidaten Dr. Karl und auf Geschäftskosten, vielfach auch auf seine Sosten, eine Liebknecht die Stimme geben. Die Wahl ist geheim, möglichst große Zeche machen. Dieses ständige Trinken und Schlemmen untergrub im Laufe der Jahre die Gesundheit des Analso keine Angst! geklagten, der von einer ziemlich starken Nervosität ergriffen wurde. Dies hatte zur Folge, daß B., insbesondere an Tagen, an denen er mehrere Aufträge erhalten und dementsprechend gezecht hatte, allerlei Torheiten beging, für die er sich nachher jede Rechenschaft schuldig blieb. Zu seinen Obliegenheiten gehörte es unter anderem Die durch die Härte ihrer Urteile bekannt gewordene dritte auch, für die Firma Geldbeträge einzuziehen. Wie der Angeklagte Straffammer des Dresdener Landgerichts fällte am Donnerstag ein behauptet, habe er eines Tages schwer zechen müssen, nachdem er Urteil, dessen Strafart und Strafmaß ein ungeheueres ist. Gin vorher etwa 1000 Mark einkassiert hatte. Auf dem Heimwege sei Metallschleifer, Karl Johann Eduard Hermann, stand auf der ihm das Geld abhanden gekommen; wie dies geschehen sei, fönne Anklagebank. Er befand sich in sehr ungünstigen Verhältnissen. Da er infolge seines trunkenen Zustandes nicht mehr sagen. Da er zu empfehlen, wenden Sie sich an Ihre Gewerkschaft.- Mumpik, starb ihm die Frau und hinterließ ihm vier Kinder, von denen zwei fürchtete, man könne ihm möglicherweise dies im Geschäft nicht hchenerstraße. Strajantrag kann innerhalb der zulässigen drei Monate fich noch im Krankenhause befinden. Durch diese Notlage kam er glauben und er würde vielleicht seine Stellung verlieren, verschwieg gestellt sein. Wahrscheinlich ist die Sache aber eingeschlafen und kommt A. H., Höchftestraße. Ja, flagen Sie beim auf mehrere Betrügereien. Am 10. November v. J. besuchte er den er den Verlust und deckte den Betrag durch anderweitig einkaffierte nichts mehr danach. Abonnent 9. Jahr. 1. Darüber können wir AusPastor zu Loschwiz, nannte sich Richter und erbat sich von ihm Summen. Auf diese Weise gelang es dem Angeklagten, den Ver- Gewerbegericht. ein Darlehn von vier Mart. Er erzählte ihm, daß seine Frau luft auf längere Zeit zu verdecken. Die einmalige Abweichung vom funft nicht geben. 2. Berlangen Sie die Hinterlegung der Kaution bei der J. K. 5, im Johannstädter Krankenhaus gestorben sei und daß er ihr ein Wege des Rechten verleitete den ehrlichen und rechtschaffenen Mann Reichsbank oder bei einer anderen sicheren Bank. 3. Nein. Adlershof. 30 Jahren ein. Bon jeder Pfändung Paar Leichenschuhe für 3 M. faufen wolle. Der Pastor lieh ihm später zu neuen kleineren Veruntreuungen. Dieses Geld ver- ab leusen 30 jährung tritt in H. H. An das Standesamt. barauf sech& Mark. Am anderen Tage versuchte er ein weiteres wendete B. jedoch stets nur dazu, um jene Zechen, die er im Ge- w. S. 7. Ein derartiger Besuch wäre zulässig. Als angemessen würde Darlehn von dem Pastor zu erhalten, aber ohne Erfolg. Bei dem schäftsinteresse bei der Kundschaft machen mußte, zu bezahlen. die Zeit bis etwa 10 Uhr abends erachtet werden. Pastor in Tolfe wit erzählte er dieselbe Geschichte und erbat Eines Tages kamen die Defraudationen des B., die inzwischen die ersichtlich, würde Ihr Schwager im Unrecht sein. 2. Ihre Mutter hat das von diesem ein Darlehn von fünf Mart, um die Leichenfrau Höhe von 1465 Mark erreicht hatten, zur Entdeckung und der Recht, die Bollmacht zu entziehen und den Vertrag zurückzuverlangen. R. G. 2. 1. Ja. 2. Leider ist der Vermieter im Recht. 3. Nach Ihrem bezahlen zu können. Er erhielt die erbetene Summe und bestellte bisher unbescholtene Mann wurde unter Anklage gestellt. Der bei dem Pastor noch die Leichenrede. Aehnliche Versuche machte er erteidiger führte aus, daß der Angeklagte nur unter dem Bertrag haben Sie, nicht der Wirt die Scheiben zu ersehen. Sie hätten den betreffenden Bassus durchstreichen sollen. E. B. Uns nicht erinnerlich. 5. 73. bei den Pastoren in Weißer Hirsch und in Leubniz- Neuosira, von Drucke der auf ihm lastenden Nervosität gehandelt habe. Durch 1. Nach herrschender Bragis ist ein solches Berbot zulässig. Eiben und A. 1 Moabit. Sie müßten auf dem denen er jedoch nichts erhielt. Das Gericht anerkannte, daß der den jahrelangen übermäßigen Alkoholgenuß im Geschäftsintereffe" 2. Das ist möglich. wegen Eigentumsvergehen vorbestrafte Angeklagte zu diesen versei das Nervensystem des sonst fleißigen Mannes völlig ruiniert Bolizeirevier Ihren Antrag zu Protokoll erflären. Gin Recht auf Naturaliwerflichen Betrügereien und Betrugsverfuchen gegriffen habe, als er worden. Unter den Einwirkungen des Alkohols habe B. auch schon fierung hat aber ein Ausländer nicht.- Berndt. 1. Fragen Sie bei einem 2. Nein, aber der Seurs war schwerlich höher als 93. fich in einer Notlage befand, erkannte aber dennoch auf zwei Jahre die tollsten Dinge vollbracht. Auf einer Geschäftstour in Reiniden- Bantier an. dorf habe er kurz nach der Köpenicker Affäre allerlei verworrene P. S., Thaerstraße. Durch aufmerksames lautes Lesen guter Bücher. Zuchthaus. Nach§ 263 Str. G.-B. wird Betrug mit Gefängnis bis zu Redensarten geführt, so daß man ihn schließlich als Räuberhaupt-.. 85. Ein allgemeines Mittel gibt es nicht: wenden Sie sich M. 21. Sie sind zur Zahlung verpflichtet. fünf Jahren bedroht. Außerdem kann auf Geldstrafe bis zu 3000 m. mann von Köpenick auf das Rathaus gebracht habe, wo sich dann an einen Arzt. Yost. Wir müssen es grundsäßlich ablehnen, bestimmte Geschäfte usw. und auf Ehrverlust erkannt werden; auch ist es zulässig, nur zu fach habe B. auch Droschten engagiert, um von einem Hause zum Ablauf des auf den Austritt folgenden Jahres ist man firchensteuerfrei. allerdings durch telephonische Anfrage der Irrtum aufklärte. Vielzu empfehlen. Wenden Sie sich an einen Möbelhändler.- Tischler. Mit Geldstrafe zu verurteilen.§ 264 bedroht den, der im Inland wegen Nebenhause zu fahren. Das nervöse Leiden, welches sich B. in Wer, wie Sie, im Jahre 1906 ausgetreten ist, ist also vom 1. Januar 1908 Betruges zweimal vorbestraft ist, mit Zuchthaus bis zu 10 Jahren seinem Berufe zugezogen habe, rechtfertige auch die zuerkennung ab firchensteuerfrei. M. 100. Sie find nicht berechtigt, den Vertrag und mit Geldstrafe von 150 bis zu 6000 Mark. Bei Annahme einer möglichst milden Strafe. Der Staatsanwalt beantragte aufzulösen. Eine Klage auf vollen Schadenersas hätte aber Aussicht auf mildernder Umstände tritt Gefängnisstrafe nicht unter 3 Monaten ein. Die formellen Voraussetzungen zu der erkannten Strafe lagen 5 Monate Gefängnis. Das Gericht ließ aus den an- Erfolg. Mittel gibt es nicht. R. M. Weißensee. Die Gejegesvorschriften sind also vor, falls Betrug, als feſtgeſtellt erachtet wurde. Wir wollen geführten Gründen Wilde walten und erkannte auf 2 Monate in§ 134d bis 134h der Gewerbeordnung enthalten. Artikel über Arbeiter Gefängnis. J ( Wiederholt, weil nur in einem Teil der Auflage.) Altes Gerümpel. Vermischtes. werden. O. 5. 4. 1. Soweit O. G. 29. Benden Sie sich an einen Arzt; ein allgemeines Briefkaften der Expedition. Patienten in Beelitz, Buch usw. Diejenigen unserer Abonnenten die noch während des ganzen nächsten Monats in der Heilstätte bleiben, wollen uns wegen der Ueberweisung von Freiexemplaren sofort ihre Adresse cinjenden, da bei verspäteter Beſtellung die erſten Nummern des neuen Monats von der Bost nicht geliefert werden. Alle Adressen müssen jeden Monat neu eingesandt werden. nicht darüber rechten, об der Pastor die 11 Mart ausschüsse finden Sie z. B. im 9. Jahrgang der„ Neuen Zeit". Ihrem Zweck nicht auch dann geliehen hätte, wenn ihm die wirkliche dient vielleicht das Buch von R. Freese, das konstitutionelle Syftem im Fabritbetriebe. In der Buchhandlung Vorwärts erhalten Sie jedes Buch. Sachlage statt des Schwindels vorgetragen wäre, und ob Wir raten Ihnen zunächst, aus einer öffentlichen Bibliothek, zum Beispiel demnach überhaupt Betrug vorlag oder об nicht vielAllegandrinenftr. 26 die passenden Bücher zu entleihen und erst dann sich mehr die Vorspiegelung der unwahren Behauptungen in feinem ur- Wegen Teilnahme an einem öffentlichen Aufzuge ist am ein Buch anzuschaffen, das Ihrem Zived entspricht. 1903. Ja. sächlichen Zusammenhang mit der Hingabe des Darlehns stand. Da 26. September v. J. vom Landgericht Halberstadt neben zahl- Jnvalide 98. 1. Der Hauswirt geht vor. 2. Nein. 23. p. 100. uns der Sachverhalt nicht weiter wie oben vorgetragen übermittelt reichen anderen Personen, die noch nicht 18 Jahre alte Dienst- Benu Strajantrag gestellt und angenommen wird, Sie haben nicht aus ift, nehmen wir an, es feien bedenkenfrei dem Tatbestand ent- in a gd Käte Menning in Aschersleben zu 10 Mark Geld- Bersehen gehandelt, so würde auf Geldstraße oder auf Gefängnis crtaint sprechend strafrechtlicher Betrug und Betrugsversuche vom Gericht strafe verurteilt worden, weil sie am 1. Mai sich an dem sozial- urkundenfälschung erachtet werden, unterlassen Sie also die Bezeichnung. Egzelsior. 1. Die Bezeichnung auf den Urkunden könnte als festgestellt. Das Gesetz gestattete eine der Strafart demokratischen Aufzuge beteiligt und dadurch eine Verordnung aus 2. Die Angabe tönnte durch Haft erzwungen werden. Heyn. Die Aufund der Straffache nach bei weitem mildere Be dem Jahre 1850 übertreten hat. Auf ihre Revision hob am nahme eines Nichtdeutschen in den preußischen Staatsverband ist ftrafung. Und lag wirklich fein Anlaß bor, innerhalb Donnerstag das Reichsgericht das Urteil auf, weil die Strafe zu unentgeltlich. Die hierfür erforderlichen Papiere muß er aber be der Grenzen, die das gegen Eigentumsdelifte fo harte Gejeb hoch bemessen und die Jugendlichkeit der Angeklagten nicht in Be- zahlen. Pantstraße 7. Die Forderung müssen Sie bezahlen. gezogen hat, nach unten zu gehen? Die Bagatelle des Objekts, die tracht gezogen worden ist. Notlage des Mannes, seine Beriahrlosung wäre er organisiert gewesen, so wäre diese schwerlich so weit gediehen die durch die Praris der Verwaltung und Rechtsprechung sowie durch das Gesetz leider in so hohem Maße erfolgte Erschwerung der Arbeiter, sich zu Toalieren und dadurch auch gegen derartige Abwege gefeiter zu Eine Kohlenstaubexplosion erfolgte, wie aus Senftenberg werden, find wahrlich Gründe, deren jeder einzelne ein weit berichtet wird, gestern in der Brikettfabrik der Halleschen Bfännerniedrigeres Strafmaß rechtfertigen. Sind Vergehen, wie sie der schachte, durch welche das Fabrikdach emporgehoben und 40 Meter fromme Sanden, wie sie Terlinden, wie fie der Sof= weit, fortgeschleudert wurde. Die Fabrik ist zum Teil ausgebrannt. bankier, twie sie Romeid und Schulz und andere Ver- Der Materialschaden ist bedeutend, auch wird der Betrieb mehrere urfacher des Krachs der durch Dernburg„ sanierten" Banten Wochen stillstehen müssen. Von den anwesenden Arbeitern konnte begingen, nicht unendlich schwerer? Und doch kamen diese sämtlich sich der größte Teil rechtzeitig retten. Sieben Arbeiter vermit bei weitem gelinderen Strafen davon. Die Theorie von der ausgleichenden Gerechtigkeit gegen unverbesserliche" Missetäter führt unglüdten teilweise schwer und wurden ins Krankenhaus zu Ergebnissen, die als Gesamtheit betrachtet, den Begriff der bürger- geschafft einer von ihnen erlag zwei Stunden nach lichen ausgleichenden Gerechtigkeit" dahin verwirklichen: was der der Einlieferung seinen Verlegungen. fozial höher Stehenden zu wenig an Strafe erhalten hat, wird dem fozial niedriger Eingeschäßten zugelegt. Auf solche Jrrwege muß eine Justiz gelangen, die über dem starren Buchstaben des Gesetzes die alte Wahrheit vergißt, daß die Gesellschaft die Verbrechen, insbesondere die Der Norderneyer Passagierdampfer Deutschland" ist mit zahlEigentumsverbrechen, vorbereitet und daß der Täter nur das Wert- reichen wegen der Wahlen das Festland aufsuchenden Fahrgästen in zeug ist, das fte vollzieht. Urteile wie das besprochene, beweisen der Nähe des Norddeicher Hafens im Treibeis feftgeraten. die Unfähigkeit der bestehenden Gesellschaftsordnung, Verbrechen zu Da wir trotz der Parole: Deutschlands Zukunft liegt auf dem verhüten und den Täter gerecht, das heißt dem Anteil entsprechend, Wasser, immer noch feine schwimmenden Wahllokale haben, haben den er ihnen hat und mit gleichem Maß, zu verurteilen. die Wackeren nicht wählen können. Eingefrorene Wähler. Dem Berl. Tagebl." wird gemeldet: Witterungsübersicht vom 25. Januar 1907, morgens 8 Ihr. Stationen Barometer. stand mm Wind richtung Windstarte Weller 2 wolkig Tettip. n. T. 5° C.= 4° N. Stationen Barometer. fland mm Wind -9 Haparanda 738 SW richtung Windstärke Wetter Temp. n. C. Svinemde. 773 Hamburg 775 23SW 3 halb bd. 7 Petersburg 761 SW Berlin 774 SD 1 heiter-10 Scilly 772 NND 4 bedeckt Frantj.a.M. 775D 1 wolkenl-8 tberdeen 768 SSW 2 wollig München 777 N 2 heiter-11 Pavis 772 DND 1 wollig 781 SD 2 wolkig-9 4 Schnce 3 bedeckt -6 3 4 -3 Wien Wetter- Prognose für Sonnabend, den 26. Januar 1907. Etwas wärmer bei ziemlich lebhaften südwestlichen Binden und zu nehmender Bewölkung: keine erheblichen Niederschäge. Berliner Betterbureau. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Enseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärke Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW.