106 Nr. 20. Grscheint täglich außer Montage. Prets pränumerando: Biertelfährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Musland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfa Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags int ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vor: mittags geöffnet. Fernfprech- Anschlu Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 25. November 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Das Organisations- Komitee an die Arbeiter aller Länder! Arbeiter! Genossen! " Internationaler Sozialistischer internationalen Parlamente der Arbeit in Zürich im Jahre 1898. worden. Die Grundbefizer werden einen großen Theil der beiterorganisationen auffordern, ebenfalls festzuhalten am einzigen Landtage zur Berathung stehenden Gesezentwürfe gezeigt Arbeiter- Kongre 1893 in Zürich. des Kongresses auf den Der bisherigen Uebung entsprechend, haben wir die Abhaltung früheren Grundsteuer sparen, die Zechenbarone teine Bergwerkssteuer mehr zu entrichten brauchen zum Steuerzahlen Anfang August 1893 festgesetzt. Mögen sich die Genossen also überall auf diesen Zeit- und Schweigen ist ja bekanntlich die Mehrheit der Bepunkt rüsien! völkerung mit kleinem und mittlerem Einkommen da, oder, Was die Tagesordnung des Kongresses betrifft, so haben wir wie Herr Miquel bei Berathung der reformirten" Einbis jetzt noch feine solche veröffentlicht, weil mehrere große kommensteuer ganz offen gesagt hat:„ Die Masse Länder noch keine Anträge zu derselben gestellt haben. Die muß es bringen." Da könnte es nun auf den ersten Blick Wünsche und Anträge, die bis jetzt laut geworden sind, betreffen sonderbar erscheinen, daß der preußische Finanzminister nach hauptsächlich: dem Erlaß obiger Besizsteuern, die er für seine Freunde, die Kapitalisten, vorschlägt, doch noch eine Vermögens steuer plant, die im Nachfolgenden auf Grund des dritten Miquel'schen Aktenstückes für den Landtag besprochen werden soll. Es erfüllt uns mit hoher Freude, Ihnen mittheilen zu können, daß unser erstes Rundschreiben bei den Arbeitern der ganzen Welt freudigen Widerhall gefunden hat. Alle bedeutenden Arbeiterorganisationen von Deutschland, Desterreich, Belgien, Holland und Skandinavien, von Frankreich, Italien und Spanien, von Australien und den Vereinigten Staaten Ameritas haben uns ihre Absicht fundgegeben, sich 1893 in Zürich vertreten zu lassen. Eine ganze Reihe nationaler Ar beiterkongreffe hat die Theilnahme am internationalen Kongreß von Zürich beschlossen und viele Organisationen haben uns ihre Wünsche und Anträge zugehen lassen. Wir dürfen es jetzt schon mit Zuversicht aussprechen: Der Internationale Sozialistische Arbeiterfongreß von Zürich im Jahre 1893 wird gut besucht und ein wahrhaft internationales Parlament der Arbeiter werden. Leider hat fürzlich der englische Gewerkschafskongreß in Glasgow beschlossen, unverzüglich einen internationalen Kongreß zur Berathung über den Achtstundentag durch das Parlamentarische Romitee der englischen Gewerkschaften einberufen zu lassen. Dieser unpraktische Beschluß wurde gefaßt, obgleich wir alle englischen Arbeiterorganisationen durch ein besonderes Schreiben an den Kongres in Glasgow herzlich eingeladen hatten, sich in Zürich vertreten zu lassen. 1. Maßregeln zur internationalen Durchführung des Acht stundentages. 2. Die Taktik der Sozialdemokraten mit bezug auf die direkte Gesetzgebung durch das Volt. a) Parlamentarismus; b) Staatssozialismus." 8. Rechte und Pflichten der Internationalität: a) im Falle bedeutenderer Kämpfe zwischen Arbeit und Kapital; b) im Falle eines Kriegsausbruches zur allfälligen Verhinderung des Krieges. 4. Internationale Organisation. Bureaus. a) Errichtung nationaler Arbeiterfekretariate; b) Gründung eines internationalen KorrespondenzDies eine vorläufige Tagesordnung. Wir ersuchen die Genossen, sie zu besprechen und uns ihre Ansichten darüber oder auch neue Anträge dazu bis spätestens Ende Februar 1893 mitzutheilen. Die endgiltige Feststellung der dem Kongreß vor zuschlagenden Tagesordnung gedenten wir Ende März less vor 1898 zunehmen und sie dann sofort bekannt zu geben. Wir haben sofort nach Bekanntwerden dieses Beschlusses ein Rundschreiben an alle Arbeiterorganisationen Großbritanniens und Irlands erlassen und sie unter Darlegung der Sachlage nochmals nach Zürich eingeladen. Wir sagen darin unter anderm: Selbst wenn wir es wünschten, würde es uns ganz un möglich sein, unser Mandat für die Einberufung eines Inter nationalen Arbeiterfongresses niederzulegen, außerdem muß es aber jedem verständigen Arbeiter klar sein, daß es eine abgeschmackte Verkehrtheit wäre, wenn jede Nation das Recht haben sollte, einen Internationalen Stongreß einzuberufen. Es ist vollkommen klar, daß internationale Kongresse nur das Werk allgemeiner internationaler Verständigung sein können. Internationalen Sozialistischen Arbeiter Zum Schluffe möchten wir noch darauf aufmerksam machen, daß der Internationale Kongreß von Zürich schon ein ganges Jahr vor den Sizungen des Glasgower Rongresses be schlossen wurde, daß er von organisirten Arbeitern aller und nicht blos einer einzigen Nation einberufen wurde und daß er fich nicht nur mit der Achtstundenfrage, sondern auch mit den anderen dringenden Fragen beschäftigen wird, von deren Lösung die Befreiung der Arbeiter abhängt." Wir thun alles, um den Kongreß zum Ausdruck der Beftre bungen des kämpfenden arbeitenden Voltes zu machen. Nur einig sind wir start; nur vereint tönnen wir die Welt des Kapitalis mus aus den Angeln.heben. Mit Brudergruß und Handschlag! Zürich, 15. November 1892. Das Bureau des Organisationstomitee's Dieses Rundschreiben hat bei den Arbeitern Großbritanniens und Irlands gute Aufnahme gefunden. Die englischen Arbeiterblätter erklären den Beschluß von Glasgow für einen Fehler und hoffen, daß das Parlamentarische Komitee ihn nicht ausführen werde. Die deutschen, französischen, italienischen und spanischen Arbeiter haben theils durch ihre berufenen Vertreter, theils durch Kongreßfür den Rongreß 1893: Karl Bürkli, Präsident. Robert Seidel, Sekretär. August Mért, Kassirer. Das Organisationstomitee. Vertreter der Sozialdemokratischen Partei: J. N. Jäger. X. Karrer. D. Zang. R. Seidel. A. Widmer. K. Bürkli. Vertreter des Grütlivereins: H. Greulich. F. Häfeli. A. Ilg. J. Vogelfanger. Vertreter des Gewerkschaftsbundes: E. Bed. C. Conzett. A. Lüthi. Ch. Manz. A. Merk. Adresse für Korrespondenzen: Robert Seidel, Bürich. Aber was für eine Vermögenssteuer! Bei näherem Zusehen erst erkennt man, daß Herr Miquel sich auch in diesem Gesetzentwurf der Pflichten bewußt geblieben ist, die er gegen den geheiligten Besiz und gegen Kapital jeder Art hat. Es besteht nicht der geringste Widerspruch zwischen dem Miquel, der Grund, Gebäude und Bergwerkssteuer als Staatssteuern aufhebt, damit sie als Gemeindefteuern gar nicht oder möglichst wenig eingezogen werden, und zwischen dem Miquel, der die sogenannte Vermögenssteuer vorschlägt. Die Vermögenssteuer ist das Feigenblatt für die sonstigen Steuerfchenfungen an den Besiz, der Tamtam, mit welchem der Schrei der großen Masse, die es bringen muß, übertönt werden soll; ein billiges Kunststückchen init möglichst niedrigem Entree für die Besitzenden, die sich danu brüsten können, auch etwas zu den Staatslaften beizutragen, nachdem sie das Dreifache eingesteckt haben- weiter nichts. Es genügt, zwei Stellen aus der Begründung" des Miquel'schen Steuer Projekts herauszuheben, um dies zu erhärten. Dieselben lauten: In allen Fällen. soll und muß die Eigenschaft der Vermögenssteuer als einer ergänzenden Abgabe namentlich auch darin bewahrt bleiben, daß sie im Verhältniß zur Hauptsteuer nur eine sehr mäßige Quote der vorausgesetzten Steuerkraft in Anspruch nimmt. Dies tritt zunächst bei einem Vergleich des veranschlagten Aufkommens der Ergänzungssteuer mit demjenigen der Einkommensteuer deutlich hervor. Während das vorläufige Veranlagungssoll der letzteren für das Jahr 1892/93 mehr als 124 000 000 Mark beträgt, sollen mit der Ergänzungssteuerin keinem Falle mehr als 35 000 000 Mart, also nur etwa 28 pet. der Hauptsteuer aufgebracht werden. In maßvollen Grenzen hält sich auch der auf ein halb vom Tausend des Vermögens vorgeschlagene Steuerfuß..... Die vor geschlagenen Steuersätze betragen durchweg 2 vom Tausend = beſchlüſſe fich gegen den internationalen Achtſtundenkongres Die Miquel'sche Vermögensstener. Bes steuerbaren Vermögens an der unteren Grenze einer ausgesprochen und erklärt, denselben nicht beschicken zu wollen. greß von Zürich. Sie halten fest am international vereinbarten rechtmäßigen Ron- schen Steuer- Reform" in Breußen geschenkt bekommen von scheint für die Ergänzungssteuer deshalb nicht angegeb Was die Schnaps- und Schlotbarone bei der Miquel jeden Stufe. Eine degressive Gestaltung der Steuerstala Angesichts dieser Rundgebungen und im Interesse der hohen ihrem guten Freunde, dem Finanzminister, ist bereits in den weil die Säge ohnehin mäßig sind, abgesehen Sache tes Proletariates der ganzen Welt möchten wir alle Ar beiden ersten Betrachtungen des Vorwärts" über die im hiervon aber kleine Vermögensbeträge nicht immer niedrigem Feuilleton. Nadbrud verboten.) Bel- Ami. Roman von Guy de Maupassant. [ 22 Malesherbes hinunter. Er tanzte förmlich beim Gehen, der nichts hört, und wie ein Stummer, der niemals so zufrieden war er mit seinem Schlußeffekt, und flüsterte vor sich hin:„ Ein guter Anfang!" redet. Er besaß übrigens eine berufsmäßige Ehrbarkeit, die nicht gering war, und hätte sich nie an einer Sache betheiligt, die nicht rein als Handwerk genommen, ehrenhaft, loyal uud tadellos gewesen wäre. Am Abend dieses Tages versöhnte er sich wieder mit Rachel. Die nächste Woche brachte ihn zwei Ereignisse. Er Herr Walter schätzte ihn, aber die Lokalnachrichten, die, wurde zum ersten Lokalredakteur befördert und erhielt von wie er zu sagen pflegte, das Mark des Blattes waren, hätte Frau Walter eine Einladung zum Diner. Das Bindeglied er gern einer anderen Hand anvertraut. Unter dem Lokalen zwischen den beiden Thatsachen war unschwer zu erkennen. werden ja jene kleinen, unscheinbaren Notizen untergebracht, Noch immer war man ein wenig überrascht, und er Die Vie Française" war in erster Linie ein Börsen- werden Gerüchte in Umlauf gesetzt, die auf die öffentliche feyte deshalb hinzu:„ Ich bin übrigens ganz wie blatt. Der Besitzer war ein Finanzmann, für den die Meinung und die Börse wirken. Zwischen der Schilderung Sie und lese gern in den Pariser Nachrichten, Beitung und sein Abgeordnetenmandat nichts als Hebel zweier Gesellschaftsabende muß eine wichtige Nachricht, die daß ein Akademiker gestorben ist. Ich frage mich waren. Seine Gutmüthigkeit war ihm eine Waffe, stets weniger sagt, als sie errathen läßt, so eingeschoben werden, dann sofort: Wer wird an seine Stelle fommen?" und hatte er unter der lächelnden Maske des Biedermannes als handelte es sich dabei um nichts Besonderes. Der Leser ich stelle mir eine Liste auf. Es ist ein kleines, unschuldiges feine Zwecke verfolgt; in seine Dienste, welcher Natur sie muß zwischen den Zeilen lesen, er darf nur ahuen, um was nettes Spiel, daß man in jedem Pariser Salon bei jedem auch waren, nahm er aber nur vielgewandte erprobte Spür es sich handelt, und wenn eine Mittheilung bestritten wird, Hintritt eines Unsterblichen spielt: Das Spiel des Todes nasen, auf deren Kühnheit und Lift er sich verlassen konnte. muß das Dementi so abgefaßt sein, daß das Gerücht, es und der vierzig Greise." Als erster Lokalredakteur war ihm Duroy eine werthvolle stecke doch etwas dahinter, eher stärker als schwächer wird. Noch waren die Damen ein wenig verblüfft, aber sie Persönlichkeit. Oder eine Nachricht muß in einer solchen Form gegeben fingen schießlich zu lächeln an, so richtig war seine Be- Bisher hatte der Redaktionssekretär, Herr Boisrenard, werden, daß kein Mensch an ihre Wahrheit glaubt. Im merling. diese Stelle inne gehabt, ein alter, torrefter Journalist, der Lokalen muß jeder Leser täglich wenigstens eine Zeile finden, so peinlich und pünktlich wie ein Beamter war. Seit die ihn besonders interessirt, damit alles von allen gelesen breißig Jahren war er Redaktionssekretär bei elf ver wird. Deshalb muß der Redakteur des Lokalen und Verschiedenen Blättern gewesen, ohne daß seine Auffassung von mischten an alle und alles, an die ganze Welt und an alle den Dingen sich geändert hätte. Er trat von der Redaktion Berufe, an Paris und an die Provinz, an die Armee und der einen Zeitung in die einer andern so etwa über, wie an die Künstler, an den Klerus und an die Universität, an wenn er sein Restaurant wechselte, ohne zuerst kaum zu die Beamten und die Kourtisanen denken. bemerken, daß die Küce etwas verschieden wäre. Dem Der erste Lokalredakteur, der ein Heer von Reportern Blatte, in dessen Redaktion er gerade saß, war er treu, unter sich hat, muß stets bei der Hand und auf dem Blaze, politische oder religiöse Ansichten waren ihm gleichgiltig, er muß mißtrauisch, vorsichtig, schlau, gewandt und geer ging ganz in seiner Arbeit auf, besaß aber eine werth- schmeidig, er muß siebenmal gefiebt sein und vor allem eine volle Erfahrung. Er arbeitete wie ein Blinder, der nichts untrügliche Witterung haben, um eine falsche Nachricht auf Duroy wandelte in heiterer Stimmung den Boulevard von dem sieht, das um ihn herum geschieht, wie ein Tauber, den ersten Blick zu erkennen, zu wiffen, was gesagt und was Er erhob sich und setzte als Schluß hinzu:" Sie, meine Damen, ernennen die Kandidaten, und Sie ernennen sie nur, unt sie sterben zu sehen. Wählen Sie also einen Alten, einen recht Alten, den Aeltesten womöglich, und seien Sie im übrigen unbesorgt." Er verbeugte sich und ging. Als er fort war, meinte eine der Damen: Ein drolliger Mensch! Wer ist es denn?"" Einer unserer Redakteure," erwiderte Frau Walter. Er nimmt zwar augenblicklich nur einen unteren Poften in der Zeitung ein, aber er wird gewiß tasch vorwärts kommen." 13 " Bum 66 952 420 031 492 068 A Zusammen 486 983 570 877 die zukünftige 78 809 Hierzu kommen noch die Einjährig- Freiwilligen, die Offiziere, Beamten und Aerzte, so daß die Friedenspräsenz stärke auf ca. 650 000 Mann anzunehmen sein wird. Einkommen entsprechen und deshalb eine Degression teine aus Anlaß einer recht ungeheuerlichen Schießaffäre, die sich Nach der Militärvorlage wird die Friedenspräsenz innere Berechtigung haben würde." Go weit die in Straßburg am 22. Oftober ds. Js. abgespielt hat, stärke des deutschen Heeres an Gemeinen, Gefreiten und Miquel'sche Begründung; wenn man sie aus der Sprache die Anfrage stellte, ob bezüglich der zur Zeit geltenden Obergefreiten für die Zeit vom 1. Oftober 1893 bis des raffinieten Finanzkünstlers der kapitalistischen Schule Bestimmungen über den Gebrauch von Schußwaffen seitens 31. März 1899 auf 492,068 Mann der Jahresdurchschnittsin verständliches Deutsch überträgt, so enthüllen die wenigen der Wachtposten Menderungen in Aussicht stehen, welche ge- stärke festgestellt. Die Stellen der Unteroffiziere unterliegen Säße die ganze Tartüfferie dieser ausgleichenden Steuer eignet sind, der Gefährdung des Lebens der Einwohner in in gleicher Weise wie die Offiziere, Aerzte und Beamten gerechtigkeit". Nicht weniger als 124 Millionen Staats- wirksamer Weise vorzubeugen." der Feststellung durch den Reichshaushalts- Etat. In offenen steuern werden in Preußen nach dem reformirten" Steuer- In seiner Begründung der Interpellation meinte Dr. Unteroffiziersstellen können über obige Friedenspräsenzstärke gesetz vom vorigen Jahre aus dem laufenden Einkommen" Petri, daß es nur einer glücklichen und wunderbaren hinaus Gemeine verpflegt werden. Die Einjährigen kommen der Steuerzahler gepreßt, wobei der Arbeiter mit 1000 M. Fügung" zu danken sei, daß der Kugel des Militärpostens auf die Friedenspräsenzstärke nicht in Anrechnung. Einkommen genau ebenso rangirt, wie der Millionär, ja in Straßburg nicht mehrere Personen zum Opfer gefallen Vom 1. Oftober 1893 ab werden die Infanterie in noch viel ungünstiger, weil sein Einkommen nur die nackte wären. 711 Bataillone, die Kavallerie in 477 Eskadrons, die Feld Nothdurft deckt, während der Millionär nur einen Der Kriegsminister, welcher sich zur sofortigen Beant artillerie in 494 Batterien, die Fußartillerie in 37 Batailone, verschwindenden Theil seiner Revenuen wirt wortung der Interpellation bereit erklärte, zeigte dieses die Eisenbahntruppen in 7 Bataillone, der Train in lichen Unterhalt braucht. Mehr als ein Drittel Jahr ein ein viel zuvorkommenderes Gesicht, als dies 21 Bataillone formirt. dieser 124 Millionen stammt von den in den beder militärische Bertreter im vorigen Jahre that, Wie in der Begründung ausgeführt wird, sollen neu scheidensten Verhältnissen lebenden Steuerzahleru, eben als der gleiche Gegenstand zur Berhandlung stand. errichtet werden: bei der Infanterie 173 vierte Bas von jener Maffe, die es bringen muß". Und dieser Damals meinte der schneidige General von der Golk, das taillone, 1 bei jedem Regiment, bei der Kavallerie Zustand wird als der regelrechte, naturgemäße bezeichnet! einzig zulässige Mittel, um dem Uebel abzuhelfen, be- 1 Regiment zu 3 Eskadrons und 3 Reserve Stamm Esta Es wird als höchste Steuerweisheit der Grundsatz aufstände darin, daß man die Zivilisten, welche die Militär- brons, bei der fahrenden Feld Artillerie 20 Abgestellt, daß der Besit, statt daß er alle Laften im voraus posten zum Schießen reizen, strenger bestrafe. Der Umstand, theilungsstäbe, 60 Batterien, sowie 1 Abtheilungsstab und tragen sollte, mit mäßigen Quoten" nur ergänzend" daß das Militärdepartement heuer sehr auf die Gunst des 3 Batterien bei der Feld- Artillerie Schießschule, bei der herangezogen wird, wenn aus der großen Masse" nichts Reichstags angewiesen ist, will es auch nur einen Theil der Fuß- Artillerie 2 Stäbe für die 5. und 6. Fuß mehr herauszuholen ist! Es wird als selbstverständlich Militärvorlage ins Trockene bringen, mag den Herrn Kriegs- Artillerie- Inspektion, 3 Regimentsstäbe, 6 Bataillone, sowie hingestellt, daß die nene Besit steuer höchstens den minister bestimmt haben, dieses Mal mildere Saiten aufzu- 1 Bataillonsstab und 1 Kompagnie bei der Fuß- Artillerievierten Theil der Unsumme liefern darf, die in spannen. Er erklärte zwar, daß bisher kein Anlaß zu Ab- Schießschule, bei den Pionieren 3 Bataillone, 1 Bas so erheblichem Maße von dem mageren Arbeit 3- änderungen vorläge, theilte aber zugleich mit, daß Erhebungen im taillonsstab und 3 Kompagnien, bei den Eisenbahn verdienst der Proletarier und Halbproletarier vorweg- Gauge feien und daß die Absicht bestehe, an Posten, welche truppen 1 Regiments stab, 2 Bataillonsstäbe und 9 Kom genommen ist! Es wird geprahlt mit dem maßvollen in belebten Straßen stehen, teine scharfe Munition mehr zu pagnien, bei dem Train 1 Kompagnie und 17 BespannungsSat", der den Befit treffen soll, ein halb vom vertheilen. Abtheilungen für Fuß- Artillerie. Tausend, während der ärmste Steuerpflichtige bei der Der Jnterpellant und seine nationalliberalen Kollegen Die bisherige Friedenspräsenzstärke betrug Einkommensteuer drei vom Hundert zahlen muß! schienen von dieser Erklärung befriedigt zu sein, Unteroffiziere Gemeine Mit aalglatten Worten wird eine Steigerung des Vernicht so unsere Genossen, die Freisinnigen und ein mögens- Stenerfazes nach oben abgewehrt, das böse Wort großer Theil des Zentrums. Der Abgeordnete Singer von der progressiven( steigenden) Vermögenssteuer ver- stellte den Antrag auf Eintritt in die Diskussion und leitete mieden und die Ersparniß von 6000 Mart an genau dieselbe dann mit einer längeren Darlegung der durch die nach demselben Verhältniß getroffen, wie die bestehende Schießinstruktion geschaffenen, geradezu unleidlichen Millionen eines Krupp oder Rothschild oder eines Zustände ein. Redner brachte besonders auch den Fall Lück Landlords! Wahrlich das Feigenblatt ist fein in Erinnerung, dessen Beförderung zum Gefreiten böse Eine lex Heinze, d. h. ein auf Veranlassung des fünftlich geformt, daß es die kapitalistische Blöße deckt und Bungen, natürlich sehr zu Unrecht, mit der Vereitelung des Heinze'schen Moroprozesses entworfenes Gesetz ist dem doch die Reichen und Reichsten nicht stachelt! Diese Ver- Schloßteich Projektes in Zusammenhang gebracht haben Reichstage vom Reichskanzler zugegangen. mögenssteuer ist ein Spott auf jede Steuergerechtigkeit. sollen. Singer erwähnte auch die auffällige Thatsache, betitelt sich Gesetz über Abänderung des Strafgesetzbuches, Und die kapitalistischen Trabanten im Abgeordneten- daß der Stadtmagistrat von Berlin auf seine in jener des Gerichtsverfassungs- Gesezes und und des Gesetzes vom hause verstehen ihren Miquel. Was er ihnen in seiner, Be- Angelegenheit schon vor Monaten fan den Reichs 5. April 1888, betreffend die unter Ausschluß der Deffent gründung" mit aalglatten Wendungen andeutete, das übersetzen fanzler eingereichten Petitionen bis heute noch keine lichkeit stattfindenden Gerichtsverhandlungen. fie ins Grobkapitalistische. Sie schreien über die Belastung Antwort erhalten habe. Staatssekretär von Bötticher ver- Das Strafgesetzbuch erfährt Abän derungen und Zusäke des Besizes" durch die Vermögenssteuer, fie spielen sich als fuchte Singer zu widerlegen, aber er that dies in einer so zu den§§ 180, 181 und 184. Jm§ 180, gewerbsmäßige Opferlämmer der ausgleichenden Steuergerechtigkeit" auf, unglücklichen Form, daß seine Kollegen vom Bundesraths- Kuppelei, wird ein Strafminimum von 1 Monat Gefängniß um dem Bolk die Reform" glaubhaft zu machen und noch- tisch wohl selbst froh waren, als der Herr Sprechminister festgesetzt, während jetzt bis auf 1 Tag herabgegangen werden mals dabei zu verdienen. Der Redner der Nationalliberalen mit seinen Ausführungen zu Ende war. Vom Zentrum tonnte; auch soll, was bisher nicht der Fall war, zugleich wärmte bereits das Märchen vom konfiskatorischen" erklärte sich Gröber mit einer einfachen Wenderung der auf Geldstrafe von 150-6000 Mark erkannt werden können. Charakter der neuen Steuer wieder auf, Herr Ridert berief Schießinstruktion nicht befriedigt, sondern verlangte Außerdem erhält dieser Paragraph einen Zusatz, wonach die fich auf Bismarck, mit dem er in diesen Fragen eine eine Aenderung des Gesetzes, auf dem die derzeitige Vermiethung von Wohnungen an Weibspersonen, welche tapitalistische Seele ist und der den Besitzenden niemals so Inftruktion beruht. Im gleichen Sinne sprachen Eberti wegen gewerbsmäßiger Unzucht einer polizeilichen Aufsicht wehe gethan hätte, und Eugen Richter rechnete dem Finanz- und sogar der stockkonservative Plauener Oberstaatsanwalt unterstellt sind, straflos bleibt, wenn sie unter Beobachtung minister als braver Kalkulator vor, daß die preußische Dr. Hartmann. der hierüber erlassenen polizeilichen Vorschriften erfolgt. Kapitalistenklasse nächstens am Bettelstabe daherwanten Nachdem dieser Gegenstand der Tagesordnung erledigt Der§ 181, qualifizirte Kuppelei, wird auch auf wird, wenn die Vermögenssteuer eingeführt werden wird. war, wurden die weiteren Gegenstände ohne Debatte ab- die Fälle ausgedehnt, in welchen der Schuldige So ist das Theatergeheul der Kapitalistenvertreter richtig gethan; nur das Gesetz wegen der Zollbefreiungen benügten u der verkuppelten Person in dem Verhältniß abgestimmt. Wenn die lächerliche Vermögenssteuer trotzdem die Agrarier, Freiherr von Pfetten und Dr. Frege, um ihre ein- bes Ehemanns zur Ehefrau stand. Außerdem angenommen wird, so stehen die befizenden Klassen in gewurzelte Abneigung gegen jede Bollermäßigung wieder einmal kann in den Fällen des§ 181 zugleich auf Geldstrafe von Preußen als die Märtyrer der„ ausgleichenden Steuer- zu dokumentiren. Das Gesez über einheitliche Zeitbestimmung 150-6000 D. erkannt werden. Ein§ 181a betrifft die wurde an eine Kommission von 14 Mitgliedern verwiesen, Buhälter und seht eine Strafe nicht unter einem Monat, Aber durch das erbauliche Schauspiel läßt sich das wo der Versuch gemacht werden soll, einen Ausgleich und wenn der Zuhälter der Weibsperson der Ehemann ist arbeitende Bolf am wenigsten täuschen. Es merkt sich die zwischen den Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung und dem oder sie durch Anwendung von Gewalt und Drohungen zur 73 Milliarden Kapitalbesis, die Herr Miquel in der Vor- Gesetzentwurf herzustellen. gewerbsmäßigen Unzucht angehalten hat, nicht unter einem lage für Preußen herausgerechnet hat, wahrscheinlich noch viel zu niedrig, stellt die 20 Millionen Proletarierseelen, schiedung bringen zu fönnen, wurde eine zweite Sigung eine Ausdehnung auch auf die Personen, welche solche zur Um das Gefeß über die Zollbefreiungen zur Verab: Jahre Gefängniß fest. Ueberdies kann auf Ehrenftrafen erkannt werden. Der§ 184 betreffs unzüchtiger Schriften erfährt welche die Einkommersteuer- Einschäßung auf 30 Millionen nach einer Bauje von 20 Minuten anberaumt, in der bann Berbreitung herstellen oder zum Zweck der Verbreitung im Bevölkerung ergeben hat, daneben und harrt des Beit auch die Einstellung diverser gegen die Abgeordneten Kunert, Besiz haben, sowie auf die Einleitung unzüchtiger Vers punktes, wann für diese„ Gerechtigkeits"- Wirthschaft das Stadthagen und den Redakteur der„ Volksztg.", Bollrath, bindungen durch Ankündigung in Druckschriften und auf anhängiger Strafverfahren für die Dauer der Session ohne öffentliche Ausstellung von Abbildungen oder Darstellungen, Widerspruch beschlossen wurde. welche, ohne unzüchtig zu sein, durch gröbliche Vers legung des Scham- und Sittlichkeitsgefühls Aergerniß zu erregen geeignet sind. gerechtigkeit" da. Ende gekommen sein wird. Politische teberlicht. Berlin, den 24. November. Aus dem Reichstage. Auf der Tagesordnung stand heute an erster Stelle die Interpellation des national liberalen Abgeordneten für Straßburg, Dr. Petri, welcher 0 Der Entwurf In der heutigen Sigung des Bundesraths wurden die Gefehentwürfe wegen Abänderung des Brausteuer, des Branntweinsteuer- und des Reichsstempelabgaben- Gesetzes, Die allgemeinen Strafbestimmungen des Strafgesets ferner der Gesetzentwurf über die Begründung der Revision in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten, sowie der Handelsvertrag mit Egypten den zuständigen Ausschüssen zur Vorberathung überwiesen. buches erhalten eine Erweiterung, indem bei einer Ber urtheilung zu Buchthaus oder Gefängniß, wenn die That von besonderer Rohheit oder Sittenlosigkeit des Thäters zeugt, auf Verschärfung der Strafe bis auf die Dauer der ersten sechs Wochen erkannt werden kann. Die Ver schärfung der Strafe besteht darin, daß der Verurtheilte verschwiegen werden muß, zu erkennen, was Eindruck auf Duroy strahlte noch vor Freude über seine Ernennung eine harte Lagerstätte und als Nahrung Wasser und Brot das Publikum machen wird. Und dann muß er es in eine zum ersten Lokalredakteur, als er eine kleine lithographirte erhält. Form zu bringen verstehen, daß dieser Eindruck fich noch Karte empfing, worauf zu lesen war: Herr und Frau Die aus§ 361 Nr. 3 bis 8 des Strafgesetzbuches vervielfacht. Walter geben sich die Ehre Herrn Georges Duron zum( Betteln, Bagabindiren, Landstreicherei, gewerbsmäßige Un Diner am Donnerstag, den 20. Januar, einzuladen." Herr Boisrenard befaß wohl große Braris, aber feine Hand war nicht leicht und gefällig genug; es mangelte ihm überhaupt jene angeborene Lift, un täglich die geheimen Absichten des Herrausgebers zu errathen. Da war Duroy recht am Blaze, und er verstand es bald den Theil des Blattes ausgezeichnet zu redigiren, der auf den Staatsfonds und Untiefen der Politik schwamm", wie Norbert von Varenne sich einmal ausgedrückt hatte. Die Hintermänner und wirklichen Redakteure der Bie Française" bestanden in einer Gruppe von sechs Abgeordneten, die an allen Unternehmungen des Herausgebers bethetligt waren. In der Kammer hießen sie die„ Walter'sche Bande", und man beneidete sie, weil sie mit ihm und durch ihn Geld zu machen wußten. war. Forestier war als politischer Redakteur nur der Stroh manu dieser Geschäftsleute, er führte nur ihre Pläne aus. Gie schrieben ihn seine Leitartikel vor, die er immer zu Hause verfaßte, weil er dort angeblich ganz ungestört Um dem Blatte aber einen literarischen und groß städtischen Austrich zu geben, hatte man sich der Dienste zweier nach verschiedener Richtung hin berühmter Schrift steller versichert, der Dienste des Chroniteurs Jacques Rival und des Dichters und Erzählers Norbert von Varenne, der der neuen Richtung angehörte. werden. Diese neue Gunst, die zu der Beförderung hinzukam, sucht u. f. w.) Verurtheilten können der Landespolizei über erfüllte ihn mit solcher Freude, daß er die Einladungskarte wiesen und auch in Arbeitshäuser u. s. w. untergebracht wie einen Liebesbrief tüßte. Dann begab er sich zum Endlich soll, auch wenn die Deffentlichkeit der Gerichts Rassirer, um über die große Geldfrage mit ihm zu ver- verhandlung nicht ausgeschlossen war, falls eine Gefährdung handeln. der Sittlichkeit zu besorgen ist, durch Beschluß des Gerichts Einem ersten Lokalredakteur wird im allgemeinen eine die öffentliche Mittheilung aus den Verhandlungen oder bestimmte Summe ausgeworfen, von der er die Reporter zu aus einzelnen Theilen derselben untersagt werden können. bezahlen hat. Sie bringen ihm bald wichtige bald unEine schöne Zusammenstellung von Gesetzesbestimmungen, wichtige Nachrichten, so wie die Gärtner einem Großhändler die nur eine Wohlthat und zwar für die Hausbestzer ent ihre Früchte liefern. halten, welche an Prostituirte vermiethen. Für den Anfang waren Duroy zwölfhundert Franks ausgeworfen, und er nahm sich vor, einen guten Theil der Summe in seine Tasche, wandern zu lassen. Ein Gefehentwurf, betreffend die Abänderung und Ergänzung der Vorschriften der Strafprozeßord Auf seine dringenden Vorstellungen hatte fich der nung über die Wiederaufnahme des Vers Kassirer bereit finden lassen, ihm vierhundert Franks vorfahrens, sowie die Entschädigung für uns zuschießen. Im ersten Augenblick hatte er den festen Borsab, schuldig erlittene Strafen ist vom Zentrum beim Frau von Marelle ihre zweihundertachtzig Franks zurück- Reichstage eingegangen. zuschicken, aber bald überlegte er sich, daß ihm dann nur noch hundertundzwanzig Franks bleiben würden, eine viel Die Fälschung der Emfer Depesche. Daß der zu geringe Summe, um seiner neuen Aufgabe einigermaßen gestrige Neuwaschungsversuch des Herrn von Caprivi, for gerecht zu werden, und er verschob die Rückzahlung auf weit Fürst Bismard im Spiel, total mißlungen ist, und später. das Belastungsmaterial höchstens noch vermehrt hat, das Zwei Tage lang machte er sich mit seiner neuen steht für Jeden fest, der dem Gegenstand irgend Auf Einrichtung in der Redaktion zu schaffen. In dem merksamkeit geschenkt hat. Uebrigens fönnen wir mittheilen, Außerdem hatte man ein paar billige Kunst, Mufils großen, gemeinsamen crbte Redaktions Saale er daß in allerneuester Zeit- wenn wir nicht irren, so und Theaterkritiker, einen Redakteur für den Gerichtstheit einen besonderen Tisch und Brieffächer. Eine Seite ziemlich zu gleicher Zeit mit der Reinwaschungsrede und einen für die Wettrennen aus dem großen Heer der dieses Tisches nahm er in Anspruch; an der anderen saß Caprivi's Fürst Bismarck einem ausländischen Juter Landsknechte der Feder angestellt. Zwei vornehme Damen Boisrenard, dessen Haare troß seines Alters ihr Ebenholz Rofa Domino" und Weißhändchen" lieferten Mitthei- schwarz noch nicht eingebüßt hatten und ihm beständig auf lungen aus der Gesellschaft" und verfaßten Salon und den Papierbogen herabfielen, worauf er schrieb. Modeberichte; sie erörterten Fragen der Etikette und plauderten Indiskretionen aus der vornehmen Damenwelt" aus. Und so schwamm denn die Vie Française" auf den Staatsfonds" und" Untiefen der Politik" und gehorchte ihrer gemischten Bemannung. ( Fortsetzung folgt.) " viewer gegenüber die Fälschung- Verzeihung, die Redaktion" der Chamade" zur Fanfare" uu umwunden zugegeben, sein Geständniß also wiederholt hat mit der charakteristischen Bemerkung: Die Anderen( Bonaparte's Minister) haben es nicht besser gemacht." Uud daß die Anderen nicht besser waren und sind, das glauben wir den Redakteur" Bismarck aufs Wort. Die Wölfer aber sehen, " 147 in welchen Händen sich mitunter ihr Schicksal anj Jahre folgen? Und in diesen Riesen Armeen werden 100 000| vetten, noch die bloße Beseitigung der jüdischen Ausbeuter. zehnte befinden taun. Wie harmlos sind doch im Vergleich chriftliche Briefter den Gott der Liebe auflehen, damit er menn man den jüdischen Ausbeuter beseitigen würde, so bliebe zur Bismarc'schen Wirthschaft die Zustände der Vergangen die mörderischen Kugeln in das Herz der ihn mit anrufenden die Ausbeutung an sich doch bei ehen; es sei für den Ausgebeit, welche uns vor dritthalb hundert Jahren in dem be- christlichen Feinde lente. Und wenn das Schlachtfeld beuteten gleich, ob der Ausbeuter Abraham oder Schulze heiße. rühmten Wort Drenstierna's enthüllt wurden: Die Völker von hunderttausenden von Leichen bedeckt sein wird, dann bentung überhaupt beseitigen wolle und werde. Eine Diskussion Die Sozialdemokratie sei die einzige Partei, welche die Auswürden sich wundern, wenn sie wüßten, mit wie wenig werden die Ueberlebenden denselben Gott anrufen, die fand nicht statt, obwohl dazu wiederholt aufgefordert worden Berstand die Welt regiert wird." einen in einem Te Deum für den errungenen Sieg, die war. anderen mit dem Wunsche, daß Gott ihnen in nächster Schlacht die Scharte auswegen helfe. Ein Meineidsprozeß. Dem seit Monaten im Magdeburger Landgerichts- Gefängniß in Untersuchungshaft befindlichen DrechslerWie gebochumert wurde, zeigt eine dem preußischen meister Mathies aus Elbingerode ist jetzt die Anklage zuAbgeordnetenhause vorgelegte Zusammenstellung der Ergegangen. Dieselbe lautet auf Meineid. Mathies soll sich dieses gebnisse der Einkommensteuer vor und nach der Steuer- Bergehens dadurch schuldig gemacht haben, daß er über VorDeklaration. Nach dem von der Volks- Zeitung" hieraus gänge in einer am 8. Dezember 1891 in Staßfurt stattgehabten entnommenen Auszuge wurde gezahlt in den Städten über 100 000 Einwohner: 1892/93 also mehr in M. Die Redaktion" der Emser Depesche zengte von etwas weit Schlimmerem, als von wenig Verstand". Die Resolution betreffend den Antisemitismus, die von dem Parteitag nicht mehr diskutirt werden konnte, hat ein seltsames Schicksal gehabt sie wird von der Kreuz- Zeitung" als Kundgebung zu gunsten des Anti femitismus aufgefaßt. Und auch mancherlei Freunde des Herrn von und wozu Hammerstein äußern die gleiche Anficht. Zum Beispiel eine antisemitisch- unabhängige Korre spondenz, welche die Kapitalistenpresse mit Klatsch und Unrath versorgt, behauptet, der Vortrag über Antisemitismus jei blos deshalb von der Tagesordnung abgesetzt worden, weil die philosemitische"( verjudete) Parteileitung antifemitische Opposition aus dem Schooß des Parteitags befürchtet habe. Diese echt antisemitische Lüge ist bezeichnend für den Radikalismus" der Urheber. West Brot ich esse, des Lied ich finge. Pindter ist heute begeistert von der Rede des Reichskanzlers von Caprivi, die das Gepräge geschichtlicher Bedeutung" trage. Welche Hymnen hat derselbe Pindter nicht in derselben Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" auf den Reichskanzler Fürst Bismarck angestimmt, als dieser noch nicht a. D. war. Herr Pindter rechtfertigt eben seinen Titel als Kommissionsrath; cs fommt nur darauf an, in wessen Kommission er augenblicklich steht. Die Sozialdemokratie und die Militärvorlage. Unter dieser Ueberschrift bringt das freifonservative Deutsche Wochenblatt" einen Auffah, in welchem es vor der Militärvorlage und insbesondere der damit verknüpften zweijährigen Dienstzeit warnt. Jeder Schritt nach dem Milzsystem hin müsse die Widerstandskraft des Heeres gegen innere Feinde vermindern. In einem gegebenen Augenblick bestehe das stehende Heer zur Hälfte aus Rekruten, zur Hälfte aus Leuten, die ein Jahr bei der Fahne gedient haben. Was vollends an dreijähriger Dienfizeit noch übrig bleibt, ist durchaus geeignet, fozialdemokratische Ansteckungsherde in die Armee zu bringen. Das Bolt fordert Gleichheit. Das Gleichheitsgefühl wird verlegt, wenn der Mann, der zur Kavallerie ausgehoben wird, ein Jahr länger dienen muß, als der Fußsoldat. Und nun vollends die Bestraften! Während jeht der dritte Jahrgang gewissermaßen die militärische Ueberlieferung repräsentirt, ein gewisses Ansehen den Rekruten gegenüber beansprucht, sind es fünftig unzufriedene Elemente, Soldaten zweiter Klasse, die es als eine besondere Härte empfinden, ein Jahr länger in der Kaserne bleiben zu müssen... 1891/92 M. p@ t. Berlin Breslau Köln Magdeburg 1785 213 15 479 103 22 758 498 32,12 2 272 920 3 017 706 21,41 2 277 928 3 352 342 33,82 2 304 060 19,03 Frankfurt 2 449 596 5 001 747 89,34 Hannover Königsberg 1 122 028 1779 188 53,51 734 950 1 009 779 31,93 Düsseldorf Altona 786.774 1 549 067 87,39 519 136 904917 65,23 Elberfeld 551 423 1 144 158 86,19 496 191 632 687 Stettin 751 021 1 300 777 Barmen 398 528 Krefeld 403 751 821 216 732 908 644 525 1.043 411 709 357 1 149 400 23,15 54,46 102,35 79,55 53,81 43,23 Danzig Aachen Halle Hier, wie auch in den Städten mit geringerer Bevölferung stehen die rheinisch- westfälischen Städte obenan. So weisen die nachfolgenden Städte folgende Steuerzahlen auf: 1891/92 1892/93 also mehr in M. Dortmund Effen Duisburg 175 259 M.- Gladbach 146 362 Münster M. 358 244 467 996 pet. 1 201 339 83,12 1 368 888 91,96 411 766 120,31 292 517 97,91 274 637 689 797 41,65 142 435 600 616 114,84 Remscheid 101 186 319 069 205,96 Bonn 404 888 672 844 63,65 Trier 171 299 Hagen Koblenz 108 757 254 698 256 822 302 059 368 212 Bochum Die diese Versammlung überwachenden Beamten behaupten nun, Metallarbeiter Versammlung als Zeuge unter Eid bekundete. Mathies in der Versammlung nicht gefehen zu haben, und daraus schließt die Staatsanwaltschaft, daß Mathies überhaupt nicht in der Versammlung war, ergo einen Meineid geschworen habe. Wir kommen auf diese ungeheuerliche Anklage noch zurück. * Verfehlte Spekulation. Dem Wirth der Flora in Magdeburg, welcher unserer Partei sein Lofal verweigert hatte, ist die Militärmusit nun doch entzogen worden. Da die Arbeiterschaft über sein Lokal den Boykott verhing und ihn für den ca. 500 M. betragenden Schaden, den er uns bereitet hat, zivilrechtlich haftbar machen will, so hat der Wirth einen doppelten und dreifachen Nachtheil. * Polizeiliches, Gerichtliches ze. Das Leipziger Landgericht erließ gegen den Redakteur der„ Wurzener Zeitung", Breuer, einen Verhaftsbefehl, da dieser am Mittwoch in der gegen ihn anberaumten Gerichtsverhandlung nicht erschienen war und deshalb flucht verdächtig ist. Kommunales. Stadtverordneten- Bersammlung. Oeffentliche Sigung vom Donnerstag, den 24. November, Nachmittags 5 Uhr. Zu Beginn der Sigung erfolgt die Einführung und Ver pflichtung des neu gewählten Stadtv. Wiese. Der Ausschußbericht über die Vorlage betreffend den Austausch einer städtischen Parzelle an der Ecke des Rottbuser Users 47,28 und der Glogauerstraße gegen eine Hinterlandparzelle in der Glogauerstraße empfiehlt, der Vorlage zuzustimmen. Die Stadt besißt das Vorterrain der Parzelle, und es wird beabsichtigt, auf 173,79 44,00 Aus dem Vorstehenden ergiebt sich folgende Liste der dem vereinigten Grundstück eine Gemeindeschule zu errichten. Flir Unterschätzungen nach der Reihe ihrer Höhe: Remscheid mit einer Unterschähung von 205,96 pt. Hagen Duisburg Bochum Barmen " " " " 178,79 120,81 " f " " " OF 114,84 102,85 09 # " F # M.- Gladbach 97,91 19 " " P " Effen " " B 91,96 Frankfurt a. M. " 89,34 # Düsseldorf " #P 87,39 OP " " 86,19 " 85,12 Elberfeld Dortmund Wenn man die fanatische Hingebung an die sozialdemo fratischen Lehren beobachtet, hält man es nicht für unmöglich, daß, wie behauptet wird, schon heut junge Sozialdemokraten unter Berleugnung ihrer Anschauungen durch musterhaftes Verhalten in der Truppe sich das Vertrauen ihrer Vorgesetzten erwerben und Unteroffiziere werden daß Mitglieder von Reichstagswahl. Bei der am 22. November für den übergegangen find, it allfeitig bekannt. Durch die sträfliche Perger stattgehabten Erfahwahl im Wahlkreise CleveKriegervereinen, daß ganze Kriegervereine zur Sozialdemokratie zurückgetretenen Reichstags- Abgeordneten Domkapitular Ungefchicklichkeit, mit welcher bas Militär Wochenblatt" die Geldern wurde der Zentrumskandidat Graf Fritz von Loe Landwehr angriff, ist die Königstreue und Baterlandsliebe gewählt. dieser Kreise auch nicht gestärkt. Die Militärvorlage ge fährdet demnach die Armee die Armee inneren Feinden gegenüber D die städtische Parzelle ist ein Preis von 1750 M., für das Hinterland von 900 M. für die Ruthe zu Grunde gelegt. Stadtverordneter Wohlgemuth findet diese Preise namentlich den für das Hinterland, viel zu hoch. Das Hinterland sei für die jetzigen Besitzer sehr schwer zu verwerthen und auch für die Stadt nicht entfernt so werthvoll, um 900 M. für die Quadratruthe zu opfern. Auch brauche die Stadt das Terrain nicht nothwendig und von der Schule fei nur so nebenher die Rede. Brauche man eine Schule in jener Gegend, so sei Hinterland für 7-800 m. überall dort zu haben. Stadtrath Borchardt: Die Grundeigenthumsdeputation ist von der Schuldeputation ausdrücklich aufgefordert worden, in jener Gegend ein Terrain für eine Schule zu befchaffen. Stadtv. Wallach hält das Tauschgeschäft für sehr günstig städtisches Schulgrundstück gebraucht werde, weil in jener Gegend für die Stadt und empfiehlt den Ausschußantrag. Auch Stadtschulrath Bertram betont, daß dort ein die Schulbevölkerung noch im Zunehmen begriffen fei. Auf die Anfrage der Stadtov. Spinola und Genossen bezüg Stadtv. Wohlgemuth bemerkt dagegen, daß gerade diese Verquickung mit dem Schulbau- Projekt zu der bemängelten BerZur rechten Zeit gestorben. In die vielen Kümmer theuerung geführt habe; sonst würden noch nicht 500 m. für die vierfach: durch Verallgemeinerung der Dienstpflicht steigt nisse, die der Bourgeoisie ihr Niedergang bereitet, leuchtet Ruthe Hinterland gezahlt werden. die Zahl der Sozialdemokraten im Heer, durch Vernisse, fürzung der Dienstzeit vermindert sich der militärische doch auch manchmal ein freudiges Ereigniß herein, z. B. Der Ausschußantrag wird angenommen. Geist, durch Mangel an Unteroffizieren und Offizieren wenn bei irgend einem Riesenskandal der Hauptschuldige Zum Bau einer Leichenhalle auf dem Begräbnißplage der nimmt die Autorität und der Einfluß der Borgesetzten plöglich stirbt und das Geheimniß seiner Mitschuldigen mit St. Johannesgemeinde bei Plößenfee wird die Gewährung von ab und indem die Zahl der Unteroffiziere und Offi- ins Grab nimmt. So ist jest in Paris der Bankier 35 000 M. aus dem Leichenhaus- Baufonds nachgesucht. ziere übermäßig erhöht wird, sinkt deren Analität, vermindert Reinach gestorben oder gestorben worden gerade in Die Bewilligung erfolgt ohne Debatte. fich ihre Autorität und wächst die Gefahr des Eindringens der dem Augenblick, wo die Blase des Panamafchwindels plagte, lich der Stellung des Magistrats zur Frage einer Reform Sozialdemokratie in das Unteroffizierkorps. Während je die Widerstandskraft. Des Heeres gegen die in welchem er die Hauptrolle gespielt: die des Bertheilens der Ferienordnung hat der Magistrat unterm 16. d. Mr. so der Bestechungsgelder. Und damit die beutsche geantwortet, daß er an das Provinzial- Schulkollegium das Gesuch Sozialdemokratie in gefährlicher Weise gefchwächt wird, wächst andererseits die Angriffskraft derselben durch den willkommenen Bourgeoisie nicht allzu hochmüthig die Nase rümpfe über zu richten beabsichtigt, dahin zu wirken, daß in der Lage der Agitationsstoff gegen ben„ Militarismus". Im ganzen Lande die verdorbenen Franzosen", so wollen wir nur an den Sommerferien keine Aenderung eintritt, daß aber die Lage der werden bereits jetzt Versammlungen über Versammlungen ab- Tod des chriftlich germanischen Millionen Spizbuben fogenannten Osterferien derart festgestellt wird, daß dieselben gehalten, und das ohnehin unzufriedene Bolt bietet einen vor Winkelmann erinnern, der vor Jahresfrist gar mit dem ersten Montag im April ihren Anfang nehmen. trefflichen Boden für die Aussireuungen der Demagogie. Es manchem patriotischen Pfefferfack der teutschen Seestadt bedarf nur noch der Reichstagsauflösung, und die bereits üppig Leipzig eben so gelegen starb, wie Bankier Reinach so fprießende Saat schießt mächtig in die Halme." manchem französischen Geschäftspolitiker. Die Fäulniß der Das hoffen wir! Bourgeoisie ist international. Der Mann mit der schwieligen Fauft muß der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" herhalten zur Vertheidigung der Militärvorlage. Sie schreibt: Aus Leipzig erhalten wir eine offenbar von einer schwieligen Fauft gefchriebene Meinungsäußerung, deren Berfaffer sichtlich Gedanken ausspricht, von denen weite Kreise be herrscht werden. Dieser Mann schreibt: Hiermit wollte ich Ihnen nur sagen, daß, wenn die W Heroftratische Naturen. Die Thätigkeit des Fürster Bismarck, der als Erkanzler das zu zerstören sucht, was er als Kanzler geschaffen", ist allen Lefern bekannt. In ganz ähnlicher Weise arbeitet Herr Crispi, den man den italienischen Bismarck" genannt hat, als Staatsmann a. D. an der Zerstörung seines eigenen Werkes. Vor einigen Tagen hielt er, der als Minister Italien Militärvorlage nicht unverändert durchgeht, die Auflösung in den Dreibund einzwängte und Frankreich auf's unverschämdes Reichstages das beste Mittel ist, um zu beweisen, daß tefte reizte, eine demagogische Rede, in welcher er die franman im Volte denn doch ganz anders denkt, als die Zeitungen zösische Republik verherrlichte und den Dreibund für das Stimmung zu machen bemüht sind und ihren Willen fammt Unglück Italiens erklärte. Und wie es heißt, hat er im dem einiger sich hervorthuenden dem ganzen übrigen Kreise seiner Bertrauten den König von Italien bereits als Bolte aufdrängen wollen, theils aus Separatismus und gefallene Größe bezeichnet. So sind die genialen" Staatsbösem Willen zur Regierung und sonst welchen Gründen, wie z. B.:„ Wahlen", wovon selbst unser löbl. Tageblatt männer, die nur an ihren persönlichen Ruhm und ihren nicht frei ist, dessen Richtung ich und meine Bekannten persönlichen Vortheil denken." fonst zur unfrigen machten. Möchte man immer nur bedenken: 1. würde heute sämmtliches Militär entlassen werden, welche Konkurrenz und Ueberfluß mehr am Arbeitsmarkt eintreten würde. 2. Der Staat unterhält die Mannschaften viel billiger als diese sich im Zivil zu unterhalten vermögen, und wenn heute dreimal mehr aktive Soldaten einberufen würden, so haben die Zurückbleibenden beffere Parfeinachrichten. Aus dem Wahlkreise Arnswalde. In dem Städtchen Gerade die jetzige Lage der Sommerferien habe zu großen Uns Stadtv. Spinola ist mit dieser Antwort nicht zufrieden. zuträglichkeiten geführt. Der August, in dessen erster Hälfte die Sommerferien bereits ihr Ende erreichten, sei ber heißefte. Monat in Berlin. Die Sommerferien fielen auch nicht mit den Universitäts- und den Gerichtsferien zusammen; das schlimmste aber fei, daß die Ferien nicht am Ende des Semesters lägen, m Westen und in Bayern- habe man sich beffer eingerichtet. Die Verlegung des Schuljahres auf Januar- Juli resp. Juli- Januar würde am besten den beregten Uebelſtänden abhelfen. Stadtschulrath Fürstenau verweist gegenüber dem lekteren, an sich sehr annehmbaren Vorschlage auf die immenfen Schwierigder Universitäten, in den militärischen Einrichtungen bezüglich teiten, die sich ihm im bürgerlichen Leben in der Zeiteintheilung des einjährigen Dienstes entgegenstellen. Eine Verschiebung des Anfangs der Ferien auf Mitte August so nicht rathsam, da das vorhergehende Semester dann eine Ausdehnung bekomme, die fein Lehrer und fein Schüler aushielte. Deshalb habe sich der Magistrat gegen eine Aenderung der bestehenden Sommerferien ausgesprochen. Der erste April aber sollte als Schluß des Wintersemesters fixirt werden, denn die Beweglichkeit des Ostertermins( vom 28. März bis 25. April) bringe sehr große Unzuträglichkeiten mit sich. Stadtv. Friedemann: Der Zweck der Sommerferien würde allerdings ganz verloren gehen, wenn der Anfang erst mitte August einträte. Aber es müßte sich doch ermöglichen lassen, dieselben von Mitte Juli bis Ende August dauern und die Michaelisferien ganz fortfallen zu lassen. Dieser Ausweg wäre jebenfalls der glücklichfte. Stadtschulrath Fürstenau: Für eine Schule sind häufigere Erwerbsverhältnisse und tragen viel leichter die Wehrlast Friedeberg, nebenbei bemert, der größte Ort im ganzen Wahl- und fürzere Ferien von Werth; lange Ferien taugen nichts. als jene Konkurrenz! So beurtheilt ein Mann aus dem Volfe Dinge, welche dem freise, mit 7000 Einwohnern, fand am 23. d. M. eine Volksver- Fünf Wochen ist das meiste, was die Schule vertragen tann, eine Blatte am schönen deutschen Rhein solche Schmerzen machen!" sammlung ftatt, in welcher der Abgeordnete Förster aus Ham- sechste Woche ist vom Uebel. Stadtv. Schwalbe: Die Ferien müssen so liegen, wie es burg referirte. Die Versammlung war gut besucht, und die AnMit letterem Blatte ist die Bismarck'sche„ Westdeutsche wesenden zeigten sich sehr kampfesmuthig. Die Antisemiten für die Kinder am besten ist, fie müſſen in die Zeit fallen, wo Beitung" gemeint, welche gegen den Reichskanzler Caprivi treiben dort ihren Unfug und die Bevölkerung ist durch das der Juli die heißeste Zeit des Berliner Jahres. Der Uebelstand die Temperatur die heißeste ist. Nun ist nicht der August, sondern agitirt. Der Mann mit der schwieligen Fauft, der für die Treiben diefer Leute fanatifirt. Auch unsere Versammlung für Berlin ist heute der, daß die Schüler au ſehr aus dem Militärvorlage eintritt, und der Bismärder, bem plöglich versuchte man zu stören. Als der Referent aber an das Ghr Bannkreis der Schule herausgezogen werden, da die Ferien mitten für Berlin ist heute der, daß die Schüler zu sehr aus dem das Elend des Volkes zu Herzen geht, find gleichwerthig.gefühl der Anwesenden appellirte und auf das Unschickliche ihres im Semester liegen. Hier könnte also nur eine Verlegung des Betragens hinwies, wurden die Leute still und Vortrag und Ber: 4400 000 Mann, kriegstüchtig ausgebildet, soll die fammlung tonnten ruhig zu Ende geführt werden. Die Bevölfe- Semesters helfen. Bis das geschieht, müssen wir der heutigen deutsche Armee in 24 Jahren zur Verfügung haben. rung des Wahlkreises, wie des Oftens überhaupt, ist in bezug Einrichtung unbedingt ben Vorzug geben. Zum Worte gemeldet ist noch Stadtv. Singer. Die Hierauf arbeitet die neue Militärvorlage nach ihrer Be- auf Industrie, und was Fortschritt im modernen Sinne übergründung hin. Frankreich wird dann nur 4 053 000 Mann baupt bedeutet, rückständig. Das sind denn auch die Bedingun- Mehrheit nimmt indeß einen Schlußantrag an, damit ist der Gegenstand erledigt. und Rußland 4556 000 Mann baben. Welch' herrliche mit Erfolg ausführen können. Der Referent suchte daher den Schluß nach 6½ Uhr. gen, unter denen Junker und Antisemit ihren Stimmenfang Aussichten! Jedes Soldatenherz muß sich freuen. Lohnt es Anwesenden Ilar zu machen, warum und aus welchen Ursachen sich noch, flir andere Bwede als für den Militarismus zubas Kleinhandwerk wie auch der kleine bürgerliche Besitz zur leben? Welch' höhere Stulturzwecke kann die Menschheit ver- Grunde gehe. Weber Junungen könnten den Kleinhandwerker Für den Inhalt der Juferate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, 25, November. Opernhaus. Cavalleria rusticana ( Bauern- Ehre). Der Barbier von Sevilla. Schauspielhaus. Der Geigenmacher von Cremona. Die gelehrten Frauen. Teshing Theater. Dora. Berliner Theater. Wallenstein's Tob. Wallner- Theater. Die Großstadtluft. Deutsches Theater. Der Misan throp. Die Geschwister. Neues Theater. Die LiebeshändTerin. Kroll's Theater. Ronzert. Achtung! Achtung! IV. Berliner Wahlkreis. Sonntag, den 27. November 1892, in Schneider's Gesellschaftshaus, Proskauerstraße 37/38: Erstes Stiftungsfest Des Grosse Volks- Versammlung Sonntag, d. 27. Nov., 11 Uhr Vormittags, im Feen- Palast, St. Wolfgang- und Burgstraßen- Ecke. Tages Ordnung: 1. Wie können wir die in diesem Winter hochgesteigerte Arbeitslosigkeit feststellen? Referent: Rob. Schmidt. 2. Diskussion. Sozialdemokratischen Agitationsklubs für den Often Berlins genossen und die Mitglieder der Gewerkschaften auf die Versammlung besonders unter gütiger Mitwirkung des Theatervereins Aurelia", sowie des Gesangvereins ,, Freies Lied. Konzert, Festrede, Prolog, Vorträge und Tanz. Herren die am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pj. nach. Anfang 4 Uhr. Entree 20 Pf. Billets sind bei den Mitgliedern, beim Vertrauensmann Robert Wengels und in den bekannten Lokalen zu haben. 198/9 Fachv.d. Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 28. November, Abends 8%, Uhr: Residenz- Theater. Im Pavillon.( Le Ausserordentliche General- Versammlung Parfum). Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Orpheus in der Unterwelt. Thomas- Theater. Almenrausch und Edelweiß. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Alexanderplat- Theater. SportMädel. National- Theater. von Orleans. Die Jungfrau Apollo Theater. Spezialitätenbei Deigmüller, Alte Jakobfr. 48a. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zum Anschluß an den Tischler Verband. 2. Disfuffion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Wegen der wichtigen Tagesordnung werden die Kollegen ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der Tagesordnung werden die Parteiaufmerksam gemacht. Da der Saal um 2 Uhr geräumt werden muß, bitten wir die Genossen, pünktlich zu erscheinen. Der Einberufer. 361/2 Die Kunst dem Volke! Die Kunst dem Volke! Neue freie Volksbühne. Erste Vorstellung in dem umgebauten und neu ausgestatteten Belle- Alliance- Theater am Sonntag, d. 27. Nov., um 1½ Uhr Nachmittags: Goethe's Jauff Fault in Szene gesetzt von Herrn Emil Lessing. Die Hauptrollen sind in den Händen bewährter Künstler. Die von Dr. Bruno Wille herausgegebene Schrift enthält Aufsätze über„ Faust" und dergleichen, sowie das Programm der Vorstellung, und wird im Theater à 10 Pf. verkauft. Mitglieder- Aufnahmen finden auch im Theater von 122 Uhr ab statt. Die Vorstellung muß wegen der Länge der Handlung nothwendigerweise um 1/2 Uhr beginnen. Der Vorstand. Die Kollegen, die noch Billets vom Stiftungsfest in Händen haben, Dr. Bruno Wille, Vorf. Dr. Max Halbe, Schriftf. Robert Bertelt, Rassirer. werden ersucht, sofort abzurechnen. Die Antragscheine zur Eintragung in die Listen zu den Gewerbegerichtswahlen werden in dieser Versammlung ausgegeben. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. 253/7 Cheater der Bridshallen. Spezia Gottfried Schulz Winter- Garten. Spezialitäten- Bor Kaufuranu's Variété. Spezialitäten- Admiralstraße 40a( Ecke Kottbuser Thor) Vorstellung. zialitäten- Vorstellung. empfiehlt sein Zahlstellen: N.: A. Borchert, Barbier, Brunnenstr. 79. E. Klein, Buchhandlung, Granseerstr. 10. C. Engel, Buchbinder, Chorinerstr. 9. M. Knauer, Bigarrenhandlung, Ackerstr. 36( Eingang Anflamerstraße). E. Dobrowolsky, Usedont straße 14. Kleinau, Restaurateur, Gartenstr. 171. Aug. Adamczak, Schuhmachermeister, Auguststr. 6a, I. Alb. Knapp, Kastanien- Allee 95. Hermanu Leffer, Lothringerstr. 8. ziema. NO.: Reißner, Milchgeschäft, Marienburgerstr. 36. Herm. Krause, 6. R. Bohn, Zigarrenhandlung, Neue Königstr. 2. Paul 3280L Heinide, Bigarrenhandlung, Pallisadenstr. 10. NW. Schiefel, Zigarrenhandlung, Goykowskiftr. 8. Gust. Reinecke, SW. Redaktion des„ Spoitvogel", Zimmerftr. 56. Ed. Behrendt, S.: H. Luhm, Restaurateur, Brandenburgstr. 11. Wilh. Hagemann, 3270L mandantenstraße 62. Stramm, Gastwirth, Ritterstr. 128. Gebrüder Richter's Variété. Spe Cigarren- u.Taback- Geschäft. Saufmann, Stemmingur. 6, Spiegel und Polsterwaaren, Gneisenaustr. 80. Redaktion der„ Lichtstrahlen", Georgstr. 48( Fabrikgebäude). ganze Wohnungseinrichtungen in Maha- Bigarrenhandlung, Dranienftr. 144. Herm. Bobfien, Bigarrenhandlung, Kom Adolph Ernst- Theater. Zum 7. Male: Möbel-, Die wilde Madonna. soni und Nussbaum, empfehlen Gesangspoffe in 3 Aften von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen aus dem Atelier d. Fr. Köpke, und neuen Dekorationen v. Lütkemeyer in Coburg. In Scene gesezt von Adolph Ernst. Anfang 7 Uhr. E Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alexander- Play- Theater. Heute Abend 71/2 Uhr: Sport- Mädel. Große Posse mit Gesang, Tanz und Tableaux in 4 Bildern von J. Krenn u. A. Schönfeld. Mufit von Max Lustig. Mit vollständig neuer Ausstattung. Raffeneröffn. 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Sport- Mädel. American- Theater. Neu! Die Trockenwohner, oder„ Das Kind in der Kommode", parodistisch realistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hof aus, von Ostar Wagner. Hauptrolle: Der urkomische Bendiv. Jeden Abend jubelnder Beifall. Der feine Reisner. Berliner Lofalpoffe von O. Wagner. Neu! Die Wiener OriginalSoubrette Clotilde Kowala. Anfang 7 Uhr. Entree 75 Pf. Sonntags 6 Uhr. Castan's Panoptikum. Sensationell! Prinzeß Topase. Borstellungen 11-1 und 4-912 Uhr stündlich. Ohne Extra- Entree. Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. PassagePanopticum. Die 4 zusammengewachs. Mädchen. Rosa- Josefa 4-6 Uhr, Radica- Doodica von 11-1 und 4-9 Uhr. Vereinszimmer mit Pianino, 40 bis 50 Personen fassend, zu vergeben. 238b Reichenbergerstr. 83. Gänse- Ausspielen Gebr. Klink, sw., Friesenstrasse 21, SW. Circus Renz. ( Karlstraße.) Freitag, den 25. November 1892, Abends 71/4 Uhr: Außerordentliche Vorstellung 18 mit humoristischen Einlagen sämmtlicher Klowns. Außerdem: Prinz Karneval und sein Gefolge, tomischequestr. Vorführung v. Dir. Fr. Renz. Solon, ger. Don Frl. Clotilde Hager. Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Germinal. Entree der 3 Gebr. Lee, musikal. Klowns. Die Arabertruppe Hadje Abdullah. Zum Schluß: Auf Helgoland mit vollständig neuen Einlagen, u. a.: Leib- Garde- Artillerie, Hamburger Bürgerwehr. Ballet von 82 Damen. Sonntag, 2 Borstellungen un 4 und Morgen, Sonnabend: Gr.Vorstellung. 71/2 Uhr. 4 Uhr Nachmittags( 1 Kind frei): Die lustigen Heidelberger. SO. Niekamp, Restauration, Röpnickerstr. 145. B. Back, Buchhand lung, Oppelnerstr. 45. Schäffer, Zigarrenhandlung, Manteuffelstr. 32. Th. Stampehl, Zigarrenhandlung, Mariannenstr. 26. Willi Schmidt, Gastwirth, Wrangelstr. 141. Aug. Günther, Gastwirth, Josephstr. 10. Hugo Köhn, Gast Circus Corty Althoff. wirth, Naunynfir. 88. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße." Freitag, den 25. November, Abends 71/2 Uhr: Gr. Komiter- Vorstellung. Auftreten sämmtlicher Klowns, sowie der 3 dummen Auguste in ihren neuen tomisch. Intermezzo. 1. Mal: Mexik. Kriegsepisode, milit. Szene mit Gefechten und Evolut. zu Fuß und zu Pferde, Tänzen, Aufz. 2c., ausgef. v. gef. Pers. mit Benugung eigens dazu dress. Pferde. Außerd. Auftr. d. berühmten Spezialitäten. Sonnabend 71% Uhr: GalaSports Vorstellung. Sonntag: 2 Extravorst., 4 Uhr( 1 Kind frei) und 7½½ Uhr. Abends: Auf Helgoland. Billet- Bor Gratweil's Bierhallen verkauf beim„ Invalidendant", Martgrafenstr. 51a. Fr. Renz, Direktor. Feen- Valast Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Borussia- Konzert- und Konplet- Sänger. Wochentags frei. Sonntags 30 Pfennig. Kinder 10 Pf. Burgstraße, neben der Börse. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Welt- Lokal Berlins, 5000 Pers. fassend. Täglich Zwei Säle zu Versammlungen und Verguügungen, Gr. Spezialitäten Vorstellung sowie 6 Billards und 3 Regelbahnen. V mit abwechselndem Programm. Anf. Wodjent. 72 Uhr, Sonnt. 6 Uhr. Entree 50 Vf. Jeden Mittwoch und Sonntag Nachm. F. Sodtke. Mehlhandlung k O.: Aug. Insinger, Restauration, Krautstr. 36. E. Krüger, Zigarren handlung, Krautstr. 1. Mar, Möser, Frankfurter Allee 109, C. W. Gampe, Stehbierhalle, Landsbergerstr. 57. Rixdorf: With. Schweizer, Bigarrenhandlung, Hermannstr. 153. Wilmersdorf: Otto Zact, Tapezier, Mecklenburgerstr. 13. Friedrichsfelde: Fr. Frenzel, Schuhmacher, Prinzen- Allee 44. Neu- Weissensee: Pawlowitsch, Lothringerstr. 13. Orts- Krankenkasse für das Goldschmiede- Gewerbe. Allen Freunden und Genossen zeigen hiermit die Geburt eines strammen Sozialdemokraten an. 234b Carl Leps, Rlempner, nebst Frau. Außerord.Generalversammlung Anstreicher! sämmtlicher Delegirten der Arbeitgeber u. Arbeitnehmer am Sonnabend, 3. Dez., Ab. präz. 8 Uhr, Die Morgensprache findet von jest ab ftatt: Morgens 9 Uhr, bei im Restaurant Dresdener Garten, Uebler, Urbanstraße 118. Dresdenerstraße 45. Tagesordnung: 1. Vorlage des neuen Kassenstatuts und endgiltige Beschußfassung darüber. 236b 2. Verschiedenes. Der Vorstand. J. A.: E. Davidhäuser, Vorf, Taubenstr. 35. Am Sonnabend, den 19. d. M., Abends 8 Uhr, entschlief sanft nach langen schweren Leiden an der Zungenschwindſucht mein innigit geliebter Bruder 242b Conrad Goldberg int 33. Lebensjahre. Dem Herrn Dr. Herm. Fried länder sage ich für die aufopferungsvolle ärztliche Hilfe, die er dem nunmehr Verschiedenen ge leistet hat und die ihm die Lebenstage verlängerte, die Leidenstage erleichterte, meinen herzlichsten Dant. Otto Goldberg. Grosses Familien- und Kinderfest L. Brachvogel, ge mit Gratis- Verloosungen und Spezialitäten- Vorstellung. Anfang Mittwochs 4 Uhr, Sonntags 32 Uhr. Entree für Kinder wie Erwachsene 1. Platz 50 Pf., II. Platz 25 Pf. 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Parthiewaarenhändler, Skalikerstraße 127, gegr. 1874. 2 Korbmacher, tüchtige Arb. auf Bitte, recht genau auf Namen und Bambus, sofort. Hausnummer zu achten. 8128L 240b] Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Lankau, Halleschestr. 9. Hierzu zwei Beilagen. 2 9 3 e t 108 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Hr. 277. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. b. Kaltenborn u. A. Freitag, den 25. November 1892. 9. Jahrg. hat. Ich will nicht hoffen, daß die verschiedene Behandlung dings ist damit dasjenige, was der Reichstag vor wenigen etwa darin ihren Grund hat, daß der heutige Interpellant der Monaten einmüthig verlangt hat, noch nicht erfüllt; er verlangte nationalliberalen Partei angehört, während die Berliner Stadt eine gründliche Revision der Bestimmungen über den Gebrauch vertretung in ihrer Mehrheit sich zu einer anderen Partei der Schußwaffen. Für die Fälle, wo der Posten mit scharfer 3. Sigung vom 24. November, Mittags 2 Uhr. rechnet. Trotzdem die Berliner feine Antwort bekamen, ist Munition aufzieht, blieb also die Vorschrift bestehen, daß der Am Tische des Bundesraths: v. Marschall, v. Malzahn, dennoch etwas passirt, was hier erörtert werden muß, weil Bosten auf den Fliehenden schießt und trifft. Ich schließe es die ganze Auffassung charakterisirt, die an herrschender Stelle mich in dieser Beziehung ganz dem Kollegen Gröber an. Auf der Tagesordnung steht zunächst die folgende Inter- über diese Angelegenheit vorhanden zu sein scheint. Der Grena- Es steht einzig da und paßt in unsere Zeit nicht mehr hinein, pellation des Abg. Dr. Petri: Am 22. Oktober d. J. gerieth bier Lück ich will ihm keinen Vorwurf machen, der das daß in diesem Bereiche auf einen Fliehenden geschossen werden ein angetrunkener Arbeiter mit dem Militärposten vor dem Ge- Unglück hatte, einen Menschen zu erschießen, ist befördert worden. darf; es wird hier eben nur auf dem Wege der Gesetzgebung bäude der Ober- Postdirektion zu Straßburg in einen Wortwechsel. In der Bevölkerung Berlins ist diese Beförderung als ein Fauft- Abhilfe zu schaffen sein. Wie es scheint, befaßt sich der BundesDer Arbeiter wurde von dem Posten festgenommen und in das schlag ins Gesicht aufgenommen worden.( Zustimmung links.) rath noch mit Erwägungen in dieser Richtung. Es muß ihni Schilderhaus geführt; er ergriff jedoch die Flucht, worauf der Man war der Meinung, daß eine solche Beförderung aufgefaßt also nahegelegt werden, der bezüglichen Resolution des ReichsPosten einen scharfen Schuß auf ihn abfeuerte. Durch den Schuß werden könne als ein Anreiz, nach dieser Richtung fortzufahren. tages vom 15. Februar Folge zu geben; gerade in diesen Zeiten wurde niemand verlegt; bei dem lebhaften Verkehr, welcher an Böse Bungen haben damals behauptet, daß diese Beförderung möchte ein Entgegenkommen des Bundesraths außerordentlich dieser Stelle herrscht, war durch diesen Schuß das Leben mehrerer anzusehen sei als eine Antwort auf die Ablehnung der bekannten nüßlich sein. Damit schließt die Diskussion, der Gegenstand ist erledigt. Die allgemeinen Rechnungen über die Etatsjahre 1884/80 bis 1888/89, sowie die Uebersicht der Ausgaben und Einnahmen für 1891/92 werden der Rechnungskommission überwiesen. Der Gefeßentwurf betreffend die Kontrolle des Reichshaushalts und des Landeshaushalts von Elsaß- Lothringen wird in erften und zweiter Berathung ohne Debatte erledigt. Der Text des Ge fetes gelangt unverändert zur Annahme. Personen gefährdet. Angesichts diefes und ähnlicher Vorgänge Ententeich- Projekte. Bis heute ist denn auf den Straßen unserer Abg. Petri: Der Begriff der belebten Stadttheile ist ein erlaube ich mir, an den Herrn Reichskanzler die Frage zu richten, Stadt ruhig weiter geschossen worden. Die Entschließung, sehr elastischer. Viel freudiger hätte ich begrüßt, wenn erklärt b bezüglich der zur Zeit geltenden Bestimmungen über den Ge- welche die Kriegsverwaltung jest getroffen hat, tommt worden wäre, daß allgemein die Posten nicht mehr mit scharfer brauch von Schußwaffen seitens der Wachtposten Aenderungen außerordentlich spät. Man war bis zu diesem Augenblick Munition aufziehen sollen. Ich fann mich nur den Herren in Aussicht stehen, welche geeignet sind, der Gefährdung des versucht zu fragen: wie viel Verwundete und Todte sollen Gröber und Hartmann anschließen, welche den bestehenden Zu Lebens der Einwohner in wirksamer Weise vorzubeugen. eigentlich noch das Blachfeld der Straße bedecken( Lachen rechts), stand als einen unhaltbaren darstellen. Wir hoffen nach wie Nachdem der preußische Kriegsminister v. Kaltenborn sich ehe man eine Instruktion abschafft, die mit der Kultur in direttem vor, daß die Wünsche der Bevölkerung von der Militärverwaltung zur sofortigen Beantwortung der Interpellation bereit erklärt hat, Widerspruch steht? Ich glaube, Sie würden faum lachen, Herr erfüllt werden. Es läßt sich da auf dem Wege der Instruktion erhält das Wort zur Begründung derselben v. Frege, wenn Sie selbst oder einer Ihrer Angehörigen einer viel erreichen. Aber die endgiltige Regelung muß im Wege der Abg. Dr. Petri( natl.): Der in Rede stehende Vorfall ver- folchen verirrten Rugel begegneten. Man hat bisher im Volt Gesetzgebung erfolgen. mehrt die Zahl derjenigen Vorgänge, welche die Abänderung der geglaubt, daß diese Instruktion nicht eher aufgehoben werden Instruktion der Wachtposten als unabweisbares Bedürfniß er würde, als bis ein General oder Pring hingestreckt sei. Es ist scheinen lassen, um einen sehr prägnanten Fall. Daß bei dem eine gronie des Schicksals, daß der Reichstag im ersten Aft felben fein Unglück fich ereignet hat, ist bei dem starken Verkehr, feiner Thätigkeit sich mit einer Frage beschäftigen muß, bei der der gerade an der betreffenden Stelle herrscht, ein überaus glück der Militarismus in seiner Gesammtheit klar zum Ausdruck tommt. licher Zufall. Am 15. Februar hat der Reichstag einmüthig eine Für ein System, in dem es bisher möglich war, die Bürger schutzlos Abänderung der Instruktion für den Gebrauch von Schußwaffen den Kugeln der Wachtposten Preis zu geben, inachen Sie die ungeverlangt; von seiten der Behörden ist aber nichts, gar nichts ge- benere Vorlage, die den Reichstag in den nächsten Wochen beschehen, obwohl eine Abänderung doch so leicht wäre. Die sog. schäftigen soll. Ich würde mich freuen, wenn die Thatsache, daß der Die Rechnung der Kaffe der Oberrechnungskammer für Ehrenposten fonnten, wenn nicht ganz abgeschafft, so doch auf Reichstag sich mit dieser Frage zu beschäftigen hat, als ein recht 1889/90 geht an die Rechnungskommission. ein Minimum reduzirt werden, denn sie dienen eigentlich zu böses Omen für die Militärvorlage sich herausstellen würde. Es folgt die erfte und eventuell zweite Berathung des Gesetz gar nichts, man fönnte ohne weiteres verfügen, daß sie, soweit Polizeibeamte, Gendarmen, Forstbeamte haben verhältnißmäßig entwurfs betreffend die Anwendung der für die Einfuhr nach fie beibehalten werden, nicht mit scharfen Patronen versehen mit einem viel widerstandslustigeren Publikum zu thun, als Deutschland vertragsmäßig bestehenden Zollbefreiungen und sein sollen. Zu ihrer eigenen Vertheidigung bedürfen doch die gewöhnlich die Wachtposten. Die Instruktion dieser Beamten Bollermäßigungen gegenüber den nicht meistbegünstigten Staaten. Ehrenposten der scharfen Patronen nicht, wir verkehren ja auch geht jedoch ausdrücklich dahin, nur im Falle der Nothwehr von Durch das Gesetz wird der Bundesrath ermächtigt, gegen alle auf der Straße und führen dieselben zu unserer ihrer Waffe Gebrauch zu machen. In Desterreich- Ungarn, Ginräumung gewisser Vortheile die bis zum 1. Dezember geBertheidigung nicht bei uns.( Heiterkeit.) Auch die Zahl welches der Reichskanzler gestern außerordentlich glorifizirte, bewährten Zollbefreiungen u. f. w. bis längstens zum 1. April 1893 der Sicherheitsposten könnte füglich eingeschränkt werden. stehen teine derartige Bestimmungen für die Wachtposten. den nicht meist begünstigten Staaten zuzugestehen. Der Sicherheitsdienst könnte vielfach von Schuyleuten wahr Weshalb soll übrigens gerade der Infanterist in einer so Abg. v. Pjetten( 3.) ist durch diese Vorlage einigermaßen genommen werden, welche in der Regel bessere Lokal- und vortheilhaften Lage sein? Dem Artilleristen, der auch Posten überrascht worden. Der Wortlaut der Vorlage sei ganz all Personalfenntniß haben als der Posten und eher in der Lage steht, geben Sie ja auch keine geladene Ranone mit.( Heiterfeit.) gemein; die Motive bezögen sich nur auf Spanien und Ru find, einzugreifen als dieser. Soweit Militärposten beibehalten Der Jufanterist ist mit seinem Seitengewehr und dem schweren mänien. In diefer Beziehung wäre zuerst Klarheit zu schaffen. werden, soll die. Grenze scharf gezogen werden, wo das Recht Kolben ausreichend im Stande, sich wirksam zu vertheidigen. Das Opfer, welches die deutsche Landwirthschaft bei den Handelsdes Postens beginnen soll, von seiner Waffe Gebrauch zu machen. Die Instruktion der Wachtposten ist als ein Ausfluß des verträgen gebracht hat, lastet schwer auf ihr; man sollte deshalb Auch das scheint mir sehr leicht zu sein. Man könnte verfügen, Militarismus anzusehen, unter dem heute in Deutschland alles nicht versäumen, bei den weiteren Verhandlungen mit den in daß er nur dann dazu berechtigt ist, wenn er thätlich angegriffen zu Boden getreten wird, und es liegt fein Grund vor, auch nur Rede stehenden Staaten die bestehenden ordnungsmäßigen In wird, oder das ihm zur Bewachung anvertraute Objekt gefährdet eine Minute länger an dieser Instruktion festzuhalten. Ich kann teressenvertretungen rechtzeitig zu hören. erscheint. Also auch in dieser Beziehung würde es unschiver sein, mir Fälle denken, in denen Zivilbehörden eine militärische Bedie bisherigen Bestimmungen richtig anzuwenden; erforderlich ist wachung von Gebäuden u. s. m. erwünscht ist. Aber ich sehe nur der feste Vorfah, ein altes, für die heutigen Schußwaffen feinen Grund, weshalb denn die Posten außerhalb des Gebäudes nicht mehr passendes System endlich einmal zu beseitigen. Es stehen, es sei denn, daß es als ihre Aufgabe betrachtet wird, ist ein unhaltbarer Zustand, daß das Leben eines Menschen aufs Honneurs zu machen, wenn ein Offizier vorübergeht. Ich fann Spiel gesetzt wird, weil dieser Mensch sich in einem Wortwechsel nur an den Kriegsminister das dringende Ersuchen stellen, die mit einem Wachtposten befindet, daß friedliche Menschen, welche Verordnung, von der er gesprochen hat, möglichst bald in Kraft garnichts mit der Sache zu thun hatten, der Lebensgefahr austreten zu laffen, damit der bisherigen Möglichkeit, die ich als gesetzt werden, weil sie zufällig in den Bereich der Rugel tamen. eine Schmach für unsere Zeit bezeichnen muß, ein Ende geDie Frage aufwerfen, heißt sie beantworten. Die Erfüllung des macht wird. Wunsches der Aufhebung solcher veralteten Einrichtungen liegt dem Bolte sehr am Herzen; sie würde zur Klärung von Miß verständnissen, zur Besiegelung des fordialen Verhältnisses, welches zwischen der Regierung und dem Reichstag bestehen sollte, erheblich beitragen.( Beifall links). Staatssekretär von Marschall: Nur mit Spanien und Rumänien schweben in der Richtung der Vorlage Verhandlung en. Das Vorgehen der Reichsverwaltung ist ja ein etwas ungewöhn liches, indeß ließ sich die Angelegenheit nicht anders ordnen. Die Interessenten sollen thunlichst gehört werden. Ich kann Sie nur bitten, die Vorlage anzunehmen. Meine Abg. Dr. von Frege( dk.): Nach diesen Erklärungen wird sich die verlangte Vollmacht ruhig ertheilen lassen. politischen Freunde stellen infolge dieser Erklärung ihre schweren Bedenken gegen die Vorlage zurück. Die Frage unserer HandelsStaatssekretär v. Boetticher: Ich glaube, darüber fann in beziehungen mit Spanien ist so außerordentlich wichtig, well da diesem Hause kein Zweifel sein, daß es außerordentlich beklagens ganz wesentliche Interessen einer deutschen Exportindustrie zur werth ist, wenn durch den Waffengebrauch der Posien unschuldige Beit schwer geschädigt sind und noch nicht gebessert erscheinen, Menschen leiden müssen. Allein der Waffengebrauch der Posten ciner Industrie, welche mit der Bodenindustrie unzertrennlich ist, wird nicht durchweg aufgegeben werden können, und es wird, der deutschen Spritindustrie. Sie hat zu Zeiten den spanischen Kriegsminister v. Kaltenborn: Der Vorfall, welchen der auch wenn die Posten fünftig ohne Munition aufziehen, doch nicht Markt beherrscht und ist jetzt fast völlig von dort verdrängt. Interpellant erwähnt hat, hat keine Veranlassung zu besonderen außerhalb der Möglichkeit liegen, daß durch Hieb oder Stich Namentlich Frankreich hat es geschickt verstanden, das Renommee Maßregeln gegeben( Unruhe links); denn es war schon vorher waffen ein Menschenleben zu Grunde gerichtet wird. Wenn ein des deutschen Sprits dort zu untergraben, und es ist nur zu der Austrag gegeben worden, zu untersuchen, welche Posten als Angriff auf ein Dynamitmagazin gemacht wird, um es in die wünschen, daß es der Regierung gelingen möge, dieses Vor überflüssig eingezogen werden können. Die Resultate liegen noch Luft zu sprengen, wodurch ein viel größeres Unglück angerichtet urtheil wieder zu beseitigen. Wir wünschen aber ferner, daß nicht vor; die vorliegenden Berichte liefern aber den Beweis, daß würde, wird selbst der Vorredner den Posten nicht thatenlos auch die Interessen der übrigen deutschen Industrieen wirksamen die Zivilbehörden den höchsten Werth auf die Beibehaltung dieser danebenstehen lassen wollen. Es muß cum grano salis unter Schub bei den Verhandlungen finden. Was die Wirkungen der Posten legen und die' Objekte sonst für nicht sicher genug halten. fucht werden, wie der Gebrauch der Schußwaffen eingerichtet Handelsverträge betrifft, so läßt sich bis jetzt nur sagen, Die Militärbehörden sind unausgefeht bestrebt, die Posten zu werden muß. Wenn nun aber der Vorredner sich beschwert hat, daß wesentliche Vortheile noch nicht zu Tage getreten sind. vermindern, dazu gehört aber die Bereitwilligkeit der Zivil- daß auf eine Eingabe der städtischen Behörden von Berlin noch Rumänien anlangend stimmen wir ebenfalls der Verlängerung behörden, dauernd anderweite Einrichtungen in dieser Beziehung teine Antwort ergangen ist, so fann ich ihm sagen, daß der Grund der Verhandlungen zu, müssen aber unsere warnende Stimme dazu treffen. Auch die bestehende Bestimmung über den Gebrauch dafür darin liegt, daß die Untersuchungen bis zu diesem Zeit gegen erheben, daß aus dieser Zustimmung geschlossen werden der Schußwaffen durch die Wachtposten sind einer Erörterung punkte noch nicht beendet sind. Die Instruktion ist in den könnte, daß wir auch etwaigen Verhandlungen mit Rußland zuunterzogen worden, die betheiligten Stellen find aber darüber stimmen würden. Gegen solche Verhandlungen hat sich schon einig, daß eine Modifizirung dieselbe verschlechtern würde.( Hört, der sächsische Landeskultur- Rath, eine Behörde, die gewiß von hört! links.) Es soll Abhilfe dahin geschaffen werden, daß Anagrarischer Ginseitigkeit frei ist, ausgesprochen. Es handelt sich ordnung getroffen wird, wonach in belebten Straßen die Posten auch nicht blos um das Getreide, sondern auch um Nuhholz und nicht mit Munition versehen werden. Ich hoffe, daß diese Er- Abg. Gröber( 3entr.): Auf die Gefahr hin, daß auch mir andere wichtige Produkten. Die Regierung soll diese landwirthflärung den Interpellanten genügen wird. dieser Vorwurf gemacht wird, muß ich sagen, daß mich dieses schaftlichen Interessen nicht gering erachten. Wenn die KohlenEntgegenkommen nicht befriedigt. Es soll Anordnung getroffen und Gisenindustrie sich etwa große Erfolge von der Erleichterung werden, daß in belebten Straßen die Posten ohne Munition auf- des Verkehrs nach Rnsland versprechen sollte, fo er= ziehen. Wenn dieser Unterschied in den Straßen gemacht wird, innere ich daran, daß diese Hoffnungen in Bezug auf bleibt die Unsicherheit nach wie vor. Außerdem kann jederzeit Desterreich nicht eingetroffen sind. Durch die jetzt schon diese Instruktion von dem Höchstkommandirenden des Ortes ab- abgeschlossenen Handelsverträge entgehen uns jetzt schon 30-40 geändert werden. Um die Frage, was zu geschehen habe, wenn Millionen. Bei solcher ernsten Lage fehlt mir jedes Verständniß ein Dynamitmagazin in die Luft gesprengt werden foll, handelt dafür, wie man durch weitere Vertragsverhandlungen noch es sich garnicht; der Streitpunkt beschränkt sich darauf, ob der weitere sichere Einnahmen aus der Hand geben kann.( Sehr Posten auch gegen Fliehende, lediglich zur Vereitelung der Flucht gut! Rechts) Wir verwahren uns gegen jedes Präjudiz in von der Schießwaffe Gebrauch machen soll. Man sollte doch dieser Beziehung. Abg. Singer beantragt die Besprechung der Interpellation. Der Antrag findet die erforderliche Unterstüßung von fünfzig Mitgliedern. dreißiger Jahren ergangen und erst in neuerer Zeit ist durch die vorgekommenen Unfälle die Möglichkeit einer Revision nahegelegt worden. Durch die heutige Erklärung ist der Diskussion der Boden entzogen. Abg. Singer( Soz.): Ich werde mir gestatten, das Material in dieser Angelegenheit noch etwas zu erweitern. Nicht nur in Straßburg, sondern auch in anderen Städten sind Fälle des Mißbrauchs der Schußwaffen seitens der Wachtposten passirt und bedeutend unglücklicher abgelaufen. In diesem Sommer ging eine Notiz aus Erfurt durch die Presse, wonach dort Offiziere mit Zivilisten in eine Schlägerei verwickelt wurden und ein Offizier Der herbeigeeilten Wiilitärpatrouille zurief, auf die flüchtenden glauben, daß die Organe des Staates, welche berufsmäßig Abg. Graf Udo Stolberg( dk.): Als Bewohner einer GrenzZivilisten zu schießen. Nur dem Umstande, daß diese Patrouille Delinquenten festzunehmen haben, eine weitergehende Gewalt vom proving wünsche ich mit dem Nachbar politisch und wirthschaftnicht mit scharfer Munition versehen war, ist es zuzuschreiben, Staate eingeräumt betämen; aber thatsächlich ist es gerade um- lich gut zu stehen. Ich will aber auch einen Handelsvertrag daß die Straßen Erfurts von einer Schießaffäre verschont gekehrt. Die Schuhmänner, Landjäger, Gendarmen haben die ge- mit Rußland nur, wenn er für uns günstig ist. Durch die blieben. Was aus der Sache geworden ist, weiß ich ringere Befugniß. Selbst die Grenz- Aufsichtsbeamten haben mur jetzigen Differenzialzölle wird ja unser Often, Danzig und Königs nicht, jedenfalls ist die Notiz ohne Widerspruch geblieben. unter ganz besonderen Voraussetzungen eine weitergehende Be- berg schwer geschädigt; in Wirklichkeit wird diese Schädigung In voriger Session gab der Fall vor der Reichs- fugniß. In Oesterreich gilt ein Dienstreglement von 1873, wo- herbeigeführt durch die Beibehaltung des Identitätsnachweises. druckerei in der Oranienstraße hier Veranlassung, die Frage nach nur dann, wenn eine Gefährdung anderer nicht zu besorgen Präsident v. Levehow ersucht den Redner, bei der Sache zu iesprechen. Damals gab der Regierungsvertreter den Be- ist, auf den Fliehenden gefeuert werden darf. Wir brauchen zu bleiben. cheid, daß die Militärverwaltung keine Veranlassung babe, eine ein einheitliches, den heutigen Anforderungen entsprechendes Abg. Brömel( dfr.): Nach dem Wortlaut der Vorlage ist feit 55 Jahren bewährte Instruktion zu ändern. Nach dieser neues Gefeß auf diesem Gebiete.( Lebhafter Beifall links.) die Bezugnahme auf Rußland nicht ausgeschlossen. Ueber die Berhandlung haben wir in Berlin wiederum einen Krieg im Abg. Eberty( dfr.): Die Frage ist feine Parteifrage; alle Wirkungen der Handelsverträge läßt sich umsoweniger bis jetzt Frieden gehabt. Ende März wurde in der Wrangelstraße vor Parteien des Hauses sind verpflichtet, zum Schutz ihrer nicht be- sprechen, als seit dem 1. Februar noch nicht volle 10 Monate der Kaserne des 3. Garderegiments ein Arbeiter von einem waffneten Mitbürger einzutreten; der Waffengebrauch des Militärs verflossen sind. Wenn die Herren v. Pfetten und Frege gemeint Wachtposten, den er geneckt hatte, erschossen. Die Vorzüglichkeit ist jetzt mit unseren unendlich. vervollkommneten Waffen viel ge- haben, da doch der Neichstag verfaminelt sei, erübrige es, eine unferes fleinkalibrigen Gewehrs zeigte sich noch darin, daß fährlicher als 1837; die Durchschlagskraft unserer Gefchoffe ift folche Vollmacht dem Bundesrath zu ertheilen, so denken sie wohl diefelbe Kugel einen harmlos des Weges kommenden gegen früher die fünffache. Warum eine Codifikation dieser nicht daran, daß das Schicksal dieses Reichstages wohl viel früher Passanten verwundete, dem dann übrigens die Krankenkasse die Bestimmungen die Sache verschlechtern würde, verstehe ich nicht. als erst am 1. April 1893 entschieden werden wird. Gewährung eines Krankengeldes versagte, weil er sich die Ver- Durch das Gesetz von 1837 ist der Waffengebrauch auch nur Damit schließt die erste Lesung. In zweiter Berathung wird wundung in einer Schlägerei zugezogen; die Empörung dann vorgeschrieben, wenn der thätliche Widerstand oder der die Vorlage ohne Debatte angenommen. und Entrüstung über diesen Fall war in der Berliner thätliche Angriff nicht anders abgewehrt werden kann; die In der ersten Berathung des Gesetzentwurfs, betr. Die EinBürgerschaft außerordentlich groß, nachdem wenige Monate vorher Schußwaffen sollen auch nur dann gebraucht werden, wenn führung der Einheitszeit erklärt im Reichstag es als ein fulturwidriger Zustand bezeichnet war, die anderen Waffen unzureichend erscheinen. Alle Parteien wenn man einem Wachtposten die Entscheidung über Leben und müssen danach fordern, daß auch jetzt wieder gesetzliche Tod eines Mitbürgers anheimgebe. Die städtische Vertretung Beftimmungen getroffen werden, daß man sich nicht begnügt mit Berlins hat aus Aulaß dieses Falles an den Reichsfangler Instruktionen, die auf Grund dieses Gesetzes ergehen und dem wiederholt das Ersuchen gerichtet, für Aenderungen des bestehen wirklichen Bedürfniß nicht entsprechen. Auch in Wiesbaden und den Zustandes Sorge zu tragen. So dankenswerth der heutige Mainz sind ähnliche Fälle vorgekommen. Befcheid des Kriegsministers ist, so sehr muß ich bedauern, daß die Berliner Stadtverwaltung darauf feine Antwort erhalten Abg. Adt( natl.), daß seine Freunde die Vorlage für sehr zeitgemäß halten, und daß es die höchste Zeit war, daß sie eingebracht wurde. Für die Vorprüfung derselben beantragt er die Stiebersetzung einer Kommission von 14 Mitgliedern. Die Ver schiebung der Zeit um einen Betrag bis zu 36 Minuten macht eine genaue Erörterung der Verhältnisse nöthig, unter denen Abg. Hartmann- Plauen( dk.): Ich halte die in Aussicht die Fabrikbetriebe fortan zu arbeiten haben. Namentlich diegestellte Henderung für höchst bedeutsam und folgenreich. Allerjenigen, die blos bei Tageslicht arbeiten. Es müßte also gefeß 109 lich vorgeschrieben werden, daß in den betreffenden Bezirken die Arbeitszeit 1/2 Stunde später beginnen darf. scheidene Etat- Ueberschreitung, die nachträglich genehmigt wurde. Zuwendungen an Geschenken und Vermächtnissen sind dem Fonds, Abg. Baron v. Stumm- Halberg( p.) fürchtet von der wie der Bericht mit Bebauern meldet, im Rechnungsjahre 1891/92 Einführung der Einheitszeit eine unangenehme Verschiebung in nicht gemacht worden. Diese Thatsache fäßt sich in fast allen der bisherigen Zeiteintheilung der Bevölkerungsklaffen, die nach- magistratlichen Berichten über Wohlthätigkeits"-Anstalten u. f. w. theilig auf Handel und Induſtrie zurückwirken könnten. Der bereits seit mehreren Jahren feststellen. Das machen eben die Handelstag habe sich zwar für die Einheitszeit ausgesprochen, fchlechten Seiten. Da muß ein fapitalbesitzender Bourgeois sein aber aus den Kreisen des Gewerbes und der Landwirthschaft bischen Geld zu Rathe halten und sparen, natürlich nicht auf bätten sich zahlreiche Stimmen dagegen geltend gemacht. Auch Rosten seines lieben Jch, sondern auf Rosten anderer. Graf Moltte habe die Einheitszeit nicht so allgemein empfohlen, wie die Vorlage fie einführen wolle; er habe nur ihrer Einführung in den internen Dienst der Eisenbahnen und Telegraphen das Wort geredet. Kommissionsberathung hält er für unnöthig; die Bedenten des Abg. Adt müßten in einer Novelle zur Gewerbe- Ordnung erledigt werden. v. Walzahn. 4. Sigung vom 24. November, 5 Uhr. Am Bundesrathstische: v. Boetticher, v. Marschall, Sur Berathung steht zunächst die dritte Lesung des Gesetz entwurfs betreffend die Anwendung der für die Einfuhr nach Deutschland vertragsmäßig bestehenden Zollbefreiungen und Zollermäßigungen gegenüber den nicht meistvegünstigten Staaten. Die Vorlage wird ohne Debatte in ihren einzelnen Theilen Es folgt die Berathung der schleunigen Anträge der Abgg. Auer und Genossen und des Antrages der Abgg. or wib nd Genossen auf Einstellung des Strafverfahrens gegen die Abag. Stadthagen und Kunert, beziehungsiveise Bollrath. und im ganzen definitiv angenommen. Ohne Debatte schließt sich bas Saus den Anträgen auf EinSteffung des Strafverfahrens gegen die genannten Abgeordneten für die Dauer der gegenwärtigen Tagung an. Schluß 3½ hr. Nächste Sigung Diittwoch, den 30. NoBember, 12 Uhr.( Meichshaushalts- Etat und Anleihegeset.) Lokales. Ju eigenartiger Weise hat ein etwa 85 Jahre alter Mann im Thiergarten sich entleibt. Gestern Nachmittag um zwei Uhr im Thiergarten hoch oben in der Krone einer Tanne eine Leiche fanden nämlich Barkwächter in der Nähe des Luisen Denkmals hängen. Ein Mann hatte den Baum erklettert und sich dort mittels seines Halstuchs an einem Aft aufgeknüpft. Der Lebensmüde hat dunkelblonden Schnurrbart und dunkles Haupthaar. Gerichts- Beitung. Die Aufammlung des Publikums auf den Fluren des Kriminalgerichts- Gebäudes hat in letzterer Zeit so zugenommen, daß der Berkehr für diejenigen Personen, welche amtlich in dem Gebäude zu thun haben, dadurch erschwert wurde. Um dieſem Misstande zu begegnen, hat der Landgerichts- Präsident eine Berfügung erlassen, wonach den Gerichtsdienern aufgegeben wird, thunlichst dafür zu sorgen, daß die Zeugen in den dazu bestimmten Räumen des Aufrufs harren und daß bei den Verhandlungen unbetheiligte Personen durch Ansammlung dem Verkehr nicht binderlich sind. 10 Zu den Gewerbegerichts- Wahlen. Der Magistrat von Berlin hat bekanntlich am 20. d. M. durch Säulenanschlag befannt gemacht, daß am Montag, den 21. November bis ein schließlich Sonntag, den 4. Dezember die Eintragung aller wahlberechtigten Arbeiter in die Wählerlisten stattfindet. Die ArDaß die Gerichte gegen die Führer von Schlächter Abg. Möller( ul.): Die Kommission wird eben dahin ge- beiter müssen bekanntlich ihre ausgefüllten Formulare auf die wagen, welche durch unvorsichtiges Fahren Unheil anrichten, Tangen, eine folche Renderung der Gewerbe- Ordnung vor- Richtigkeit ihres Inhalts hin durch den Arbeitgeber, die Polizei: Rusch erfahren müssen, der gestern vor der achten Straffammer mit besonderer Strenge vorgehen, hat der Kutscher Friedrich zufchlagen; ich schließe mich also dem Antrage auf Kommissions behörde oder den Bezirksvorsteher beglaubigen lassen. Die Ruf erfahren müssen, der gestern vor der achten Straffammer berathung an. Polizei fann nun nicht gezwungen werden, die Anträge zu be des Landgerichts I stand. Der Angeklagte bog am 29. August von Die Vorlage geht an eine Kommission von 14 Mitgliedern. glaubigen. Es befinden sich im Gesetz keine Bestimmungen, nach in einem so vorschriftswidrig schnellen Trabe, daß eine betagte Gefeß der Friedrichstraße kommend in die Oranienburgerstraße ein; aber Damit ist die Tagesordnung erledigt. Um die Handels- welchen die Polizei sowohl wie die Unternehmer angehalten in einem so vorschriftswidrig schnellen Trabe, daß eine betagte bertragsvorlage noch heute zum Abschluß zu bringen, wird um werden können, die Anträge zu beglaubigen. Auf den Polizei Frau, die den Fahrdamm überschreiten wollte, dem Fuhrwerk 5 Uhr eine neue Sigung anberaumt. Echluß nach 4 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 5 Uhr und vorgestern einfach erwidert, daß man zu einer Beglaubigung bureaus wurde den Arbeitern, die sich dorthin begaben, gestern nicht mehr rechtzeitig auszuweichen vermochte. Sie wurde über fahren und erlitt erhebliche Verlegungen. Der Staatsanwalt ( Dritte Lefung der Vorlage wegen Berlängerung der Handels- teine Veranlaffung babe, man folle fich an das Bolizeipräsidium beantragte 14 Tage Gefängniß, der Gerichtshof erkannte aus den vertrags- Verhandlungen; Anträge Auer wegen Ginstellung von oder an den Bezirksvorsteher wenden. Auf dem Polizeipräsidium in früheren Fällen mehrfach angeführten Grünben auf sechs Strafverfahren.) selbst wurde auf Befragen allerdings mitgetheilt, daß die Be Monate Gefängniß. glaubigung der Antragsformulare eine ganz private Sache sei. Im übrigen wurde alles auf den schriftlichen Weg verwiesen. der Schuhmann Dauwiß, der gestern vor der Berufungs Eine arge Ueberschreitung seiner Berufspflicht hat sich verwies alles an Herrn Eberty, und auch dieser verlangte, daß lassen. Das Schöffengericht hatte ihn zu 14 Tagen Gefängniß Der Oberbürgermeister Zelle, an den man sich ebenfalls wandte, Straffammer des Landgerichts I stand, zu Schulden kommen Bei der Langwierigkeit des schriftlichen Verfahrens tönnen die hatte. An einem Juli Abende gegen 11 Uhr standen die Are Gefuche in dieser Sache schriftlich eingereicht werden sollten. verurtheilt, indem es folgenden Thatbestand für erwiefen erachtet Wahlen merkwürdig ausfallen. beiter Koppe und Link an der Ecke der Langenbeckstraße an der Grenze des Friedrichshains. Sie beriethen darüber, ob sie in dem in der Nähe belegenen Lehmann'schen Lokale noch eine wurden, wandten sie sich zum Geben. Plöglich erhielt Link von Weiße trinken follten, als sie aber in diesem Augenblick hörten, daß die Rollläden vor dem betreffenden Lokale herabgelassen hinten einen wuchtigen Schlag über den rechten Arm. Als er fich überrascht unwandte, bemerkte er, daß ein uniformirter Schußmann mit der blanten Klinge auf ihn einschlug. Unglückliche Liebe hat einen blutjungen Menschen in den Bevor Link ein Wort hervorbringen konnte, erhielt er Tod getrieben. Gestern Abend zwischen acht und neun Uhr er von dem Schuhmanne noch dem Schuhmanne noch mehrere Siebe über den fchien am Schalter des Bahnhofes Friedrichiraße ein junger Ropf. daß das Blut aus den flaffenden Wunden Mann und forderte, sichtlich erregt, eine Fahrlarte zweiter Klaffe herunterfloß. Nun rief Roppe dem Mißhandelten zu: Mensch, nach dem Schlesischen Bahnhofe. Dann wintte er einer abseits lap Dich doch nicht ohne weiteres todtschlagen!" Link ermannte stehenden Dame zu und stürmte die Treppe hinauf. Schnell hatte sich jetzt, er stel dem Schuhmann in den Arm und es tam zwischen er eine unbefette Wagenabtheilung gefunden, in welcher bald, ihnen zu einem heftigen Ringen. Der Schuhmann unterlag, Sint nachdem der Zug die Bahnhofshalle verlassen hatte, ein Schuß entwand ihm die Waffe. Dann ließ man den Schuhmann auf frachte. Dies war in der Nebenabtheilung gehört worden, und stehen, der seine unbegreifliche Handlungsweise damit schloß, daß man erstattete auf dem Bahnhof Börse Anzeige. Beim Nachfehen er davonging, den Gabel und den ihm beim Ringen entfallenen fand man benn auch den jungen Mann in seinem Blute liegend Helm in den Händen des Siegers zurücklaffend. Koppe und Lint Achtung, Berliner Arbeiter! tobt vor; er hatte sich eine Revolverfugel in die rechte Schläfe begaben sich zum nächsten Polizeibureau, lieferten Helm und Säbel gejagt. Es stellte sich heraus, daß der Berstorbene ein Sohn eines ab und erstatteten ve dem Vorfalle Anzeige. Link mußte sich Berfäume niemand, sich in die Listen zur in der Schönhauser Allee wohnenden höheren Beamten ist, der sofort nach dem Krankenhause begeben, die Heilung feiner Wunden Gewerbegerichts- Wahl eintragen zu laffen als Lehrling in einem hiesigen Handlungshause beschäftigt war, bat 14 Tage in Anspruch genommen. Der Angeklagte entschulPflicht der organifirten Arbeiter ist es, baiür eine aussichtslose Neigung gefaßt hatte und daher seinem Leben digte sich mit Trunkenheit, und dies war vom Schöffen au forgen, daß keiner ihrer Arbeitsgen offen ein Ziel segte. gericht auch als mildernd in Betracht gezogen worden. der Wahl fern bleibt. Der Staatsanwalt wollte den Zustand der Trunkenheit Marktpreise in Berlin am 23. November, nach Ermitte- nicht als Milderungsgrund gelten lassen, er legte Berufung ein Der Antrag der sozialdemokratischen Fraktion im lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von und beantragte im gestrigen Zermine eine Gefängnißstrafe von rothen Haufe auf Gewährung freier Echulbücher an die 16,20-15,70 W., mittlerer von 15,60-15,20 M. geringer von drei Monaten. Ein Beamter, der sich im Dienste so betrinke, Böglinge der Gemeindeschulen ist, wie bekannt, f. 3. von der 15,10-14,60 an. Moggen per 100 kg. guter von 18,70-13,20 m, daß er nicht wisse, was er thue, verdiene keine Wilderungsgründe. freisinnigen Majorität der Stadtverordneten- Bersammlung ab- mittlerer von 13,40-13,20 M., geringer von 18,10-12,90 m2. Der Angeklagte, der ebenfalls Berujung eingelegt hatte, beantragte gelehnt worden. Man verharrte auf dem Wohlthätigkeits"- Gerste per 100 Rg. gute von 17,00-16,00 m., mittlere von eine Geldstrafe. Er sei der Ansicht gewesen, daß die beiden Standpunkte und beschränkte sich darauf, eine höhere Summe für 15,90-15,00 2., geringe von 14,90-14,00 W. Safer per 100 Kg. Personen ihm entgegengetreten feien und bei ben im Friedrichs die gedachten Zwecke auszuwerfen. Je nach der Größe und guter von 16,10-15,00., Landmarkt, mittl, von 15,30--14,70 m., hain herrschenden unsicheren Zuständen habe er geglaubt, daß er Qualität" des betreffenden Stadtbezirks wurden bisher, wie wir geringer von 14,60-13,90 m., Stroh, Nicht- per 100 kg. von angegriffen werden solle. Der Bertheidiger, Rechtsanwalt einer Mittheilung biefiger Blätter entnehmen, von der städtischen 4,80-4,00 m. Seu per 100 kg. von 7,80-4,80 m. Erbfen Dr. Friedmann, führte aus, daß der Angeklagte nicht seiner Echulbeputation alljährlich den einzelnen Berliner Schul- per 100 Kg. von 40,00-25,00 n. Speisebohnen, weiße per Sinne mächtig gewesen sei, der Gerichtshof schloß sich aber den tommissionen Beträge zwischen 40 und 180 2.3u gefchentweife 100 g. von 50,00-20,00 m. Zinsen per 100 Kg. von 80,00 Ausführungen des Staatsanwalts an und erkannte unter Auf zu verabsolgenden Schulbüchern an arme Kinder" bewilligt. In bis 30,00 m. Startoffeln per 100 kg. von 6,00-4,00 M. Mind hebung des ersten Erkenntnisses auf zwei Monate Ge feinem Jahre sind die Beträge bisher aufgebraucht worden, ein fleisch von der Seule per 1 Kg. von 1,60-1,20 m. Bauchfleisch fängniß. Umstand, der durchaus nicht dafür spricht, daß wenig arme per Sg. von 1,40-0,90 W. Schweinefleisch per 1 Kg. von Kinder vorhanden waren, der vielmehr dadurch seine Erklärung 1,50-1,10 9. Ralbfleisch per 1 Kg. von 1,60-1,00 m. HammelIm Friseurladen pflegen die Kunden im Vertrauen auf findet, daß die meisten armen Familienväter die Demüthigung fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90. Butter per 1 Kg. von 2,80 die Ehrlichkeit der Angestellten nicht sonderlich Acht auf ihre scheuten, ihre Armuth einzugestehen und erft viele Bege bis 2,00 M. Gier ver 60 Stück von 5,00-2,80 M. Fische per Garderobe zu geben, welche ihnen ein dienſteifriger Jüngling au machen, um freie Schulbücher für ihre Kinder zu erbitten Rg.: Karpfen von 2,40-1,20 W. Male von 2,80-1,20 m. abzunehmen und auf den Garderobenständer zu hängen für seine und zu erlangen. Das ist man in diesem Jahre anders Bander von 2,40-0,80 m. Sedhte von 1,80-1,00 m. Barfche ehrenvolle Aufgabe hält. Daß allzu großes Vertrauen manchmal geworden, denn Noth bricht bekanntlich Gifen. Wie in der dieser von 1,60-0,70 M. Schleie von 2,40-1,20 m. Bleie von 1,40 doch nicht angebracht ist, zeigte die fürzlich stattgehabte GerichtsLage im Rathhause abgehaltenen Schultommionsvorsteher bis 0,70 M. Krebse per 60 Stück von 12,00-2,00 m. verhandlung gegen den Friseurgehilfen, welcher den von ihm Sigung allfeitio berichtet wurde, in diesem Jahre der von bedienten Stunden beim Barbiren bie Kravattennadeln zu stehlen der Stadt Susgefehte etat allgemein überschritten worden, und Polizeibericht. Am 23. b. M. Morgens wurde im Luff verstand. Arg hat es auch der Friseurlehrling Buchowo ge hat sich die Schuldeputation, wie verlautet, genöthigt gesehen, garten ein Arbeiter durch einen Schlächterwagen überfahren und trieben, welcher wegen wiederholten Diebstahls vor der 2. Straf überall beträchtliche Zuschüsse zu gewähren, da die petitionivenden an Händen und Füßen so bedeutend verlegt, daß er nach dem fammer des Landgerichts I zur Berantwortung gezogen wurde. Schulfommissions Borsteher übereinstimmend berichteten, daß Krankenhause Bethanien gebracht werden mußte. Im Thier Derselbe hat zugestandenermaßen am 31. Juli d. J. einem Kunden der Mothstand und die Arbeitslosigkeit sonst anständige und acht- garten, in der Nähe der Luifen- Insel, wurde Nachmittags ein feines Chefs, dem er den Ueberrock. abnahm, aus dent bare Arbeiterfamilien nöthige, um fostenfreie Gewährung von unbekannter, etwa 32 Jahre alter Mann erhängt vorgefunden, legteren eine Brieftasche mit 200 m. Jubalt gestohlen. Gs gelang Schulbüchern für ihre schulpflichtigen Kinder einzukommen."--Auf dem Bahnhof Börse wurde Abends in einem Abtheil ihm auch, dieses Geld in der leichtsinnigften Weise zu verpraffen. 20are dem sozialdemokratischen Antrage Folge gegeben worden, 2. Klasse eines vom Bahnhof Friedrichstraße kommenden Stadt Man hatte jedoch bei Bekanntwerden des Verlustes einen ge so wäre den fouft anständigen und achtbaren Arbeiterfamilien" bahnzuges ein Raufmann mit einer Schußwunde in der Bruft wiffen Berdacht auf den jungen Mann geworfen, und als am bie Demüthigung erspart worden, um fostenfreie Gewährung von todt aufgefunden. Es liegt ungweifelhaft Selbstmord vor. In 1. September einem anderen Kunden eine Brieftasche mit 560 M. Schulbüchern für ihre Schulpflichtigen" Rinder einzufommen". Der Nacht zum 24. d. M. fiel vor dem Hause Thiergartenstraße verschwand, da war kein Zweifel darüber, daß der Lehrling der Bugleich ist diese traurige Thatsache ein schreiender Beweis für Nr. 29 ein Droschkentutscher infolge Scheuens feines Pierdes Thater sei. Man nahm fofort eine Leibesvisitation an ihm vor ben vorhandenen, so beharrlich abgeleugneten Nothstand unter vom Bock und wurde am Kopfe bedeutend verlegt. Am und bei derselben wurde auch das ganze Geld bei ihm vor dem Berliner Proletariate. 23. d. M und in der darauffolgenden Nacht fanden sechs Brände gefunden, während er sich der Brieftasche bei einem Gange nach statt. dem Klofet schleunigft entledigt hatte. Der Gerichtshof ver urtheilte den Dieb zu vier Monaten Gefängniß. P * 1* # Theater. M Im Thomas Theater gastiren gegenwärtig die of Gnben, 22. November. In der heute stattgehabten Sigung ber Straffammer wurde gegen den Polizeisergeanten Wilhelm Abraham aus Guben wegen Freiheitsberaubung verhandelt. Derselbe ist beschuldigt und überführt, am 23. Juli d. J. vorsätz lich, ohne hierzu berechtigt zu sein, die Verhaftung des Haus dieners August Schwarz vorgenommen zu haben. Das Urtheil lautete auf drei Monate Gefängniß. Das Gericht nahm an, daß der Beamte im Uebermuth gehandelt habe. Soziale Ltebericht. Schlechte Zeiten fonstatirt schon wieder einmal der Berliner Wlagistrat, aber natürlich nicht in der StadtverordnetenBersammlung, etiva bei der Berathung eines sozialdemokratischen Antrages zu Gunsten der Arbeitslosen oder tergleichen, sondern nur in dem Bericht der Deputation zur Berwaltung des Gefinde belohnungs- und Unterstützungsfonds. Tie Einnahmen sind gegen das Vorjahr wieder zurücgeblieben. Zum Theil ist dieser Rück gang, fagt der Bericht, leider, wie auch schon im Vorjahre, auj bie Widereinnahme an Beiträgen der Dienstboten zurückzuführen." Münchener" unter Leitung des Hoffchauspielers Hm Fm Berichtsjahre 1891/92 find nämlich 6283 Dienstboten mit pauer. Vor acht Tagen eröffneten fie ihr Gastspiel mit ihren Beiträgen zum Fonds in Rest geblieben, gegen 6225 in Anzengruber's Der Einfam", gestern ging der für die Bühne 1890/91. Wir sind der Ansicht", fährt der Bericht fort, daß zurechtgeftutte Gartenlaube- Roman Almenrausch und Edelweiß" dieser Rückgang der Dienstboten- Beiträge vorzugsweise eine Folge von Hermann Schmid in Szene. Es ist eine abgestorbene Welt, Der schlechten Zeitverhältnisse ist und hoffen, daß mit der Auf- in die wir verfegt werden. Schon in der breiten Detailmalerei befferung der gewerblichen Verhältnisse derfelbe wieder verdes Romans hatte der Modevorläufer der Marlitt die Grenzen schwinden werde". Von den Dienstmädchen erzählt bekannt des Zulässigen überschritten, die ferngefunden, derben, lebens lich die bürgerliche Presse immer, daß sie in Folge des froben oberbayerischen Buben und Madel verwandelten fich unter verhältnismäßig geringen Angebotes gut bezahlt werden. Da- feiner Feder in süßholgrafpelnde, weinerlich- fentimentale SalonAuf Grund§ 11 des Presgesetzes werden wir um Aufnach mag man sich ausmalen, wie sehr die schlechter bezahlten tiroler"; in dem Bühnenzuschnitt verloren sie vollends ihr Blut, nahme der folgenden Berichtigungen ersucht: Arbeiterinnen unter den amtlich konftatirten schlechten Zeitver- und für das Publikum blieb nichts als eine Reihe von Rühr" Ich erhalte meine Erklärung in Nr. 270 voll und ganz hältnissen zu leiden haben, wenn diese sich bereits bei den zwar zenen. Ob der unvermeidliche Schuhplattler". ein genügendes aufrecht, da ich stets nach Lohntarif ausgezahlt habe. Daß ich nicht übermäßig gut, aber doch weniger schlecht bezahlten Dienst realistisches Reagens, darf bezweifelt werden, unfere steptische dem Töpfer Mowis den angegebenen Ofen mit 28,15 M. be mädchen bemerkbar machen. Der Bericht fagt weiter: Die Gegenwart hat dem mit Heimweh und Jodler hausirenden allgemeine Bertheuerung aller Lebensmittel, welche im Berichts- Tirolerthum längst den Abschied gegeben und steht auch diesen zahlte, ist unwahr; derfelbe hat für einen fünfeckigen Dien, 4 Kacheln Front, 8 und 4" Flügel 9 Schicht hoch mit jahre, besonders im Winterhalbjahre 1891/92 stattgefunden hat, füßlichen Baradefiguren des Dialekt Virtuosenthums innerlich Füllung( ohne Bänder) Pilasterfüllung mit einem zweiten ist nicht ohne Einwirkung auf unseren Fouds geblieben. Gs fremd gegenüber. Nur die abgerundete, vortreffliche, im Geist untergefims und Wärmeröhre 32,60. erhalten, was mehrten sich die Gesuche um Erhöhung ber bisher gewährten der Dichtung etwas outrirte Darstellung fonnte vielleicht noch 0,10 M. mehr macht, als der Tarif fordert. Der Ofen steht laufenden Unterstützungen in auffälliger Weise, und auch neue momentan darüber wegtäuschen. Vor allen war es Grau Weberstr. 60, parterre, Berliner Zimmer, und hätte sich der UnterUnterstützungsgesuche liefen mehr als sonst ein." Man höre: Schönchen, die in rührender Einfachheit die höchfte Wirkung zeichner des Artikels, Herr Hoffmann, durch, dessen Besichtigung Dem Berliner Magistrat erscheint der Nothstand bereits auf- erzielte. Neben ihr glängte Frl. Reft er als Evi, der Schablonen von der Unrichtigkeit feiner Angaben überzeugen können. In fällig". Da die Deputation voraussah, daß ihre etats humor des Sies erscheint wie fünftlich in die Szenen eingepfroft, diefer Angelegenheit werde ich übrigens gerichtlich gegen Herrn mäßigen Mittel zur Dedung des Bedürfnisses nicht ausreichen und auch die derben Mittel of pauer's fonnten diesen Gins Hoffmann vorgehen. würden, so wandie sie sich an die famose gemischte Deputation, Druck nicht verwischen. Am natürlichsten ist die Figur der Kord! Was die Kochmaschine mit todtlaufender Wandbekleidung welche zur Durchführung der für den Fall eines Nothilandes Frl. asta), wenngleich es sehr fraglich, ob oberbayerische betrifft, so ist auch diese Sache entstellt. Ich habe die Maschine beschlossenen Maßnahmen" niedergesetzt war, und bat um einen Sennerinnen so gefühlsreich, daß sie beim Abschied sich ästhetisch- nicht mit tootlaufender Wandbekleidung, sondern mit WandEteinen Betrag aus der durch Stadtverordneten- Beschluß vom zart die beiden Wangen tüssen. Ein Buffert" hat in Alpen- bekleidung wie bei einer Eckmaschine verlangt, habe es aber jedem 19. November vorigen Jahres zur Unterstützung von Wohl- ländern einen fräftig schmaßenden Klang und wird nur unter frei gesteut, die Wandbekleidung auszuführen, wie er wolle, jethätigkeitsanstalten, Vereinen u. f. w. zur Verfügung gestellten Geschlechtsungleichen getauscht. lächerlich geringen Summe von 400 000 m. Diese Bitte wurde natürlich abgelehnt. Die Deputation wagte dann nur eine be " 17 doch mit der Bemerkung, daß ich dem, der fie todtlaufend aus führe, 50 Bf. abziehe, sonst aber voll bezahle. Habang war der erste, der vorzog, fie todilaufend herzustellen; Derselbe ist mit R fis R Di fü DC A Tel t m lo die gra Sc in Go 28. M Gi na 109 dem Abzug, on 50 Pf. auch einverstanden gewesen und hat seinen bis 25 pet. Abzüge vom Affordlohn gemacht worden, jezt hätte ging das zwar nicht, aber die Taufnamen entlehnte man um so Roliegen empfohlen, lieber die Wandbekleidung todtlaufend zu nun den Zwickern der Lohn wieder verkürzt werden sollen. Das gewissenhafter dem griechischen Namensschaze. So findet man machen und weniger nehmen. wäre den Leuten zu viel gewefen. Sie hätten einige Mitarbeiter in Heraklion die Familie der Großhuber durch einen Allibiabes, Wenn Herr Hoffmann auf die Bezahlung in der Bionetirch beauftragt, mit Mauf zu verhandeln. Dieser habe die Be- einen Perikles und zwei Agathone vertreten, die Familie Gscheit straße zurückommt, muß ich hierauf bemerken, daß ich bei Abschluß treffenden schroff zurückgewiefen und sie mit ungebührlichen hofer zählt einen Agamemnon, eine Iphigenie und eine Phädra des Baues nur einen Lohntarif der Töpfer Berlins( derfelbe foll aus Redensarten trattirt. Einer der derartig Behandelten wäre fo- unter ihren Mitgliedern und so geht es fort unter den Grubers dem Jahre 1886 stammen) in Händen hatte, nach dem auch stets fort entlassen worden. Die Folge sei gewesen, daß zunächst dessen und Hiesers und all den anderen braven Bewohnern von Heraberechnet wurde. Auf Grund dieses Tarifs hatte ich den nähere Kollegen und am anderen Tage alle bei Mauf be- tlion. Und was die Umgangssprache betrifft, so erzählt uns ein Preis der Defen ohne Medaillon und Ausfaz mit 2,50 M. fchäftigten Arbeiter die Arbeit niedergelegt hätten. Im deutscher Gelegenheitsreisender darüber Folgendes: Ich besuchte weniger abgeschloffen. Bei der ersten Lohnzahlung brachten, die Ganzen streiften 35 Personen, darunter drei Arbeiterinnen. Die Stadt Heraklion und erhoffte mir hier einen echt deutschen Gefellen aber einen anderen Tarif vor, nach dem sie ausgezahlt Organisirt waren 28 derselben, 25 im Zentral- Verein und drei warmen Empfang. Wußte ich doch nicht nur, daß die männhaben wollten, da nach demselben Medaillon und Auisas nicht im Hirsch- Duncker'jchen Gewertverein. Die übrigen neun Arbeiter liche Bevölkerung aus Nachkominen der von Otto I. in Griechenabzuziehen feien. Mir war der Tarif noch nicht bekannt und und die drei Arbeiterinnen ließen sich in den Zentralverein auf land zurückgelassenen Soldaten bestand, sondern auch, daß diese habe ich mir solchen erst von einem Gesellen für 0,10 m. gekauft, nehmen. Drei der Ausständigen hätten schon anderweitig Arbeit, Soldateska direkt aus Bayern bezogene Mädchen geheirathet und ich konnte aber danach noch nicht auszahlen, da ich eben die und einer verzichte auf Unterstügung. Es blieben nun zu unter die Einwohnerschaft sich seitdem von einer Beimischung des Preise nach dem alten Tarif vereinbart hatte. Ich verftügen 25 Arbeiter und 3 Arbeiterinnen. Verheirathet seien griechischen Elements freigehalten hatte. Aber ich war bald fuchte, nachträglich von dem Bauherrn noch die Differenz von 9 Arbeiter, die zufammen 10 Kinder hätten. Herr Mauf habe nicht eben angenehm enttäuscht, denn schon die Firmenschi der 2,50 m. bewilligt zu bekommen, was mir aber nicht gelang, wes- jegt zu seinem und der Streifbrecher Schutz die Polizei angerujen, der Geschäftsleute trugen durchweg neugriechische Auffa riften, halb ich nur das angefangene Quergebäude fertig gemacht und die sich ihm auch zur Verfügung gestellt habe. An der lebhaften in den Gasthäusern trank man statt des bayrischen Bieres ausden andern Bau liegen gelassen habe, au dessen Fertigstellung Diskussion nahmen die Herren Gerlach, Mademann, schließlich den auf die Dauer unausstehlichen mastigvers ten ver Bauherr dann aber einen Töpfergefellen gefunden hat. Ich Krause, Büttner, Kördel, Benz, Hildebrandt, Rothiein aus der Korinther Gegend, und die Leute versia den habe aber, trotzdem ich den Preis nicht bekommen konnte, den Pult, Koch, Morbach, Dittmar, Rapes, Krämer, absolut kein Deutsch, oder wollten es nicht verstehen. En lich weiter arbeitenden Gesellen den Lohn nach dem neuen Tarif, das Quandt und Lange theil. Alle Redner waren einig in der traf ich denn doch ein paar ältere Leute, mit denen ich mich in heißt ohne 2,50 M. Abzug bezahlt. Verurtheilung des Mauf'schen Vorgehens und sprachen sich dahin unserer gemeinsamen Muttersprache verständigen konnte, at er auch Herrn G. Habang auf seine Entgegnung etwas zu erwidern, aus, daß der Streit gerechtfertigt sei. Es wurden eine Menge ihnen schlug immer wieder der Hellene in den Nacken; schließlich halte ich für überflüssig. von Einzelheiten über die Behandlung zu Tage gefördert, welche wiesen sie mich an den Schulmeister, als den einzigen, der noch Achtungsvoll die Arbeiter vom Chef zu erleiden hatten. Vielfach gab vollständig des Deutschen mächtig sei. Ein junger blondhe arig r man an den unleidlichen Verhältniffen, die in der Fabrik und blauäugiger Menelaus geleitete mich zum Schulhause, wo eingeriffen waren, dem Werkführer Schuld, dessen Entlassung als der Herr Magister mich in der That mit einem uirer älscht eine der Bedingungen für die Wiederaufnahme der Arbeit ge- deutschen Willkommengruß empfing. Aber was stellte sich wohfordert wird. Pult, Fleischer, Morba ch) u. a, erklärten, rend unferes Gespräches heraus? Der Schulmeister, der einzi e daß alles gethan worden fet, un den Streit zu vermeiden, das Maun, der in der deutschen Stadt Heraklion noch deutsch sprach, Auftreten des Herrn Mauf habe aber teine andere Wahl gelassen. war ein Grieche. Unter diesen Umständen fühle man sich der Unterstützung durch Arbeiter anderer Beruse sicher. Leichtsinnig sei man auf keinen Fall vorgegangen, Im Laufe der Debatte wurden einige schier unglaubliche Aeußerungen des Herrn Mauf vorgebracht. Endlich faßte man folgende Beschlüsse: G. Wenzel, Töpfermstr. Achtung, Töpfer! Die Angabe des Herrn Hoffmann in Nr. 274 des Vorwärts", daß ich für den angegebenen Ofen 28,15 M. erhalten habe, muß ich für unwabr erklären. Ich habe vielmehr für einen fünfedigen Dien 32 Rachel Front, 8 und 4 Boll Flügel, 9 Schichten hoch mit Pilasterfüllung, ein zweites Untergesims und Wärm robre( auf 4 Rachel Front gearbeitet) 32,60 M. vom Herrn Töpfermeister Wenzel ausgezahlt erhalten; Herr Hoffmann hätte übrigens, um die Wahrheit zu erfahren, sich vorher bei mir in Dieser Angelegenheit erfundigen tönnen. Was die Kochmaschinen mit todtlaufender Wand betrifft, so erwidere ich, daß Habang uns beredet hat, die Maschinen der art zu machen. Herr Wenzel wollte die Wandbekleidungen voll gesezt haben, er hat aber nach vielen Reden des Herrn Habang, die Art der Herstellung uns mit dem Bemerken überlassen, daß, wer seine Wandbekleidungen todtlaufend mache, 50 Pf. weniger bekomme, als der Tarif fordere. * Hochachtungsvoll Emis Mewis, Wiesenstr. 10. Herrn Habank, dem gegenüber wir übrigens unsere Angabe in jeder Beziehung aufrecht erhalten, erwidern wir noch, daß wir einer Aufilärung von seiner Seite nie bedurft haben. Paul Feder. Rudolf Jaschinowski, Swinemünderstr. 65, 2 Tr. Hermann Kretschmer. Adolf Federau. Otto Kramer. Gustav Wulff. G. Zipper. Hiermit schließen wir die Diskussion. ( Redaktion des Vorwärts".) Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) " In Erwägung, daß die Arbeitsniederlegung der Arbeiter und Arbeiterinnen in der mechanischen Schuhfabrik Mauf, Oranienstr. 189, eine gerechte ist; in fernerer Erwägung, daß Leipzig, 24. November. Zwischen Zwenkau und Beschwit der Lohnabzug ein ungerechter ist und daß die Maßnahmen des wurde heute morgen eine Handelsfrau ermordet aufgefunden. Herrn Mauf mehrfach gegen das Gefez verstoßen, erklärt sich von dem Mörder hat man bis jest feine Spur. die Versamnilung mit den Streitenden solidarisch und verpflichtet fich, diefelben moralisch und finanziell zu unterstützen. Die Versammlung beschließt, die Sperre über die Fabrik zu verhängen. Mit der Führung des Streifs wird die Agitationskommission beauftragt, welche die bisher nothwendigen Schritte gethan hat. Die Versammlung wünscht, daß mit allen gefeglichen Mitteln auf eine günstige Beendigung des Streits hingearbeitet wird." Der Delegirte zur Streit- Kontroll- Kommission wurde außerdem beauftragt, der Streit- Kontroll- Kommission anheim zu stellen, ob nicht der Boykott über alle Geschäfte zu verhängen sei, welche ihre Waare von Mauf beziehen. " ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Homburg v. d. H., 24. November. Der frühere Polizeipräsident von Berlin, von Madai ist in vergangener Nacht hier gestorben. Paris, 24. November. Der Senat hat heute gleichfalls einstimmig beschlossen, dem Expeditionskorps in Dahomeh seine Glückwünsche darzubringen. Paris, 24. November. Die Panamakommiffion wählte Briffon zum Präsidenten; man glaubt, daß die Kommission ihre Arbeiten in Wirklichkeit nicht beginnen perde, bevor die Kammer die Frage über den Umfang der Bollmachten der Kommission be rathen habe. Déroulède hat seine Entlassung als Mitglied der Panama- Kommission genommen; ein Nachfolger soll am Montag ernannt werden. " Die Monatsversammlung des Verbandes der Porzellanmaler und verwandten Berufs Bei Eröffnung Der Deputirte Prouft richtete an den Präsidenten der KomUm Auszahlung des Lohnes am Freitag wurden die genoffen fand am 19. November statt. Unternehmer i heimshaven's von den bortigen Gewerk- berselben ehrten die Anwesenden das Andenken des ver- mission ein Schreiben, in welchem er die Anschuldigung des schaften ersucht. Wäre in der Sozialpolitik des Deutschen Reiches storbenen Kollegen Theodor Brite durch Erheben von den Plägen. Journals Libre Parole", daß er in der Panama- Angelegenheit einigermaßen System, so hätte man eine diesbezügliche gesetzliche In Punkt 1„ Geschäftliches" verlas der Kassirer hierauf die Ab- 50 000 Frts. erhalten habe, als eine Verleumdung zurückweist und Die Einnahme betrug danach ein- um die sofortige Einleitung einer bezüglichen Untersuchung bittet. Vorschrift der Gewerbe Ordnung einverleibt, als die Berechnung vom 3. Quartal. stimmungen über die Sonntagsruhe geschaffen wurden. Es lag schließlich des Kassenbestandes vom 2. Quartal 295 M. 38 Pi., Paris, 24. November.( Deputirtenkammer.) Der Marine doch außerordentlich nahe daran zu denken, daß nach Einführung die Ausgabe 100. 20 Pf.; es blieb mithin ein Bestand von minister theilte die Nachricht von der Einnahme Abomeh's mit der Sonntagsruhe die Arbeiterfrauen mit den Einkäufen pon 195 M. 18 Pf., wovon an die Hauptfaffe 100 m. gesendet und bezeichnete diefelbe als einen entscheidenden Schlag, welcher Lebensmitteln c. ihre liebe Noth haben, wenn ihre Männer erst worden sind. Nach Aufnahme einiger Kollegen wurden ein- das grausame Königreich öffne, das auf der Sklaverei und auf Sonnabend Abends, wie es meist der Fall, den Lohn ausgezahlt stimmig die vom Zentralvorstand im Fachgenoffen" veröffent Menschenopfern begründet sei.( Lebhafter Beifall.) Der Minifter erhalten. lichten Punkte betr. Berschmelzung mit dem Porzellan- Arbeiter legte fodann den Gefeßentwurf vor betreffend die Ausprägung Verband angenommen. Hierauf gab Kollege Springer als einer Erinnerunasmebaille an die Ervedition nach Dahomeh. Ginen Wink mit dem Baumpfah! giebt der Meich Vertreter in der Sten- kontrou- scommission vetannt, daß die Die Vorlage wurde einstimmig angenommen. Die Kammer be Anzeiger" den Konfumvereinen durch die Veröffentlichung Kosten der Gewerbegerichts- Wahlen von den Gewerkschaften aufgann hierauf die Berathung des Gefeßentwurfs über die Gefolgender Notiz: 3 haben sich, namentlich in neuester Beit, gebracht werden müßten. Die Versammlung bewilligte hierzu tränkesteuer. vielfach Konsumvereine und sonstige Gesellschaften gebildet, welche 5 M. aus dem Unterstützungsfonds. Bum Schluß wurden die- Rom, 24. November. Die Deputirtenkammer wählte Banarwesentlich den Ausschant geistiger Getränke oder jenigen, welche vom Stiftungsfest noch nicht abgerechnet haben, delli zum Präsidenten. Die Mitglieder der Opposition hatten den Verkauf von Branntwein im Wege des Klein- aufgefordert, dieses bald zu thun. leere Stimmzettel abgegeben. Vom Zentrum und der Linken handels an ihre Mitglieder bezwecken. Ob die preußischen Ge richte, die hierin einen Gewerbebetrieb bisher nicht erblickt haben, In einer starkbesuchten Versammlung der in der wurde die Wahl sehr beifällig aufgenommen. von ihrer Praxis abgehen und sich der Rechtsansicht des Blumen, Putfedern und Perlbranche beschäftigten ArDresdener Ober- Landesgerichts anschließen möchten, das bei beiter hielt Dr. Pinn fürzlich einen beifällig aufgenommenen eingetragenen Genossenschaften mit Rücksicht auf deren selbst- und lebhaft diskutirten Vortrag über die Meligionen des Alterständige juristische Persönlichkeit die Merkmale eines tonzeffions- thums. " pflichtigen Betriebes Betriebes als vorhanden vorhanden erachtet, erachtet, erscheint Briefkaffen der Redaktion. fraglich. Jedenfalls aber fann angenommen werden, daß in Die in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplähen V. R., Auflamerstraße. Ohne Beugen können wir der einer großen Zahl von Fällen die Form eines Nonfumvereins beschäftigten Arbeiter hatten am Sonntag in der Brauerei zu Sache nicht näher treten. oder einer sonstigen Gesellschaft zu den vorgedachten Zwecken Stralau eine Versammlung, in der Stabernad über die Urs A. 3. 500. Wir bitten darum, daß die betreffende Dame nur fimulirt ist und in Wahrheit ein konzeffionspflichtiger Schant- fachen der Krisen sprach. In der Diskussion gelangte die Ver- uns besucht, denn ohne persönliche Rücksprache läßt sich die Unwirthschaftsbetrieb oder Branntweinkleinhandel des Lagerhalters, sammlung zu dem Resultat, daß nur eine tüchtige Organisation gelegenheit nicht erledigen. Geschäftsführers, Kastellans c. vorliegt, dessen gefezwidriges der Arbeiter einigermaßen im ftande sei, das aus den Krisen ent- Nr. 10, Moabit. Wenn Sie in der Mühlhauser Lotterie Treiben die Mitglieder häufig noch durch Besorgung eines springende Glend zu mildern. Der Delegirte der Streif- Kontroll- spielen, so bekümmern Sie sich gefälligst selbst um Ihre Nummern. billigen Einkaufs der Getränke in seinem Interesse oder in an losenstatistik hin; hierauf fand ein Antrag Annahme, nach 12 Uhr wir Ihnen teine Auskunft ertheilen. tommission wies noch auf die in Aussicht genommene Arbeits- O. E., Paukow. Ueber derartige Angelegenheiten können berer Weise unterstügen. Da folche Gefeßesumgehungen durch eine nur zum Scheine vorgeschobene Vereinsbildung an vielen eine Tellersammlung zu veranstalten, da der Amtsvorsteher von Orten zu einer ernsten Gefahr für das Volkswohl zu werden Stralau die Vornahme einer solchen bis 12 Uhr Nachts verdrohen, sind die Regierungspräsidenten durch Erlaß des Ministers boten hatte. des Innern ersucht worden, bie Aufmerksamkeit der Polizeibehörden auf solche Vereine besonders hinzulenken. Durch for fältige Ermittelungen ist überall der Sachverhalt möglichst auf zuklären und das gesammite Material, falls der Verdacht der Simulation sich begründen läßt, zur Strafverfolgung gegen den Lagerhalter und die etwa mitschuldigen Mitglieder den Staatsanwaltschaften zu übergeben." Versammlungen. arbeiter in der Versammlung vom 20. November den Kollegen Ju Nigborf wählten die Baus und gewerblichen HilfsKarl Otto zum 2. Raffirer. Vermischtes. leidigung. C. 2. 100. Gewiß enthält das Wort„ Fahle" eine Bes 2. V., Gartenstraße. Wissen wir nicht. würde mit der Wahrheit in Widerspruch stehen. Anträge auf F. K. Eine Beruhigung, daß nicht lediglich wegen poli tischer Bethätigung auf Ausschließung erkannt werden könne, Ausschließung wurden seit dem Jahre 1887 gegen S. wiederholt, ohne den beabsichtigten Erfolg, aus Anlaß von Vertheidigungen in politischen Prozessen gestellt stets nicht wegen irgend welcher petuniärer Unzuträglichkeiten. Nach der letzten Antiage, deren genauen Wortlaut Ste im Vorwärts" finden, wurde dem S. eine fernere Anklage( wegen einer Gebühren berechnung) zugestellt. Selbstverständlich liegt auch hier nichts Ehrenrühriges vor. Ein genauer Thatbestand ist vor Eingang des Urtheils und vor Veröffentlichung des gesammten Materials nicht möglich. J. N., Karlsruhe. Die Sache ist dadurch erledigt, daß die Biehung bestätigt ist. 3wei Streitende. Es hängt vom Willen des KompagnieChefs ab, ob der Rekrut bereits zu Weihnachten Urlaub erhält. Wahrscheinlich ist es nicht. tunft ertheilen zu fönnen. Soldaten werden ja gewöhnlich als Die rothen Putbuser. Wir bedauern, Ihnen keine AusStatisten verwendet. 5. B. C. Eine Armee- Eintheilung erhalten Sie in jeder Buchhandlung. Bellermannstr. 93. Jm Jahre 1888. Soldaten- Selbstmorde. Straßburg, 22. November. In neuefter Zeit sind in der biesigen Garnison wiederholt Selbst morde vorgekommen. Bor ungefähr 10 Tagen erhängte fich Der sozialdemokratische Wahlverein für den 5. Wahl ein Soloat des Infanterie- Regiments Nr. 188. Kurze Zeit darauf Freis hielt am 23. November im Lotal Rosenthalerstr. 38 eine machte ein Soldat des Infanterie- Regi..ents Nr. 126 feinem Bersammlung ab, in der Genosse& latow über die Forde Leben ein Ende, indem er sich vom 8. Stockwerke der Kaferne rung des Voltes, betreffend das allgemeine gleiche und direkte herabstürzte. In der Nacht von Freitag auf Sonnabend wurde bes Dreiflaffen- Wahlrechte und zeigte, wie vor allem durch dies Zimmer mit durchschnittenem Halfe aufgefunden. In sämmtlichen Wahlrecht" sprach. Der Redner beleuchtete eingehend die Schäben ein Soldat der 3. Kompagnie des Trainbataillons in feinem System die politische Macht vollständig in die Hand der Be- drei Fällen handelt es sich um Rekruten. fizenden gelegt wird. Nach längerer Diskussion wurde eine Racheakt. Budapest, 17. November. Die Ungarn gleichen Refolution angenommen, in der das allgemeine gleiche und in so vielen Dingen den Franzosen. Nun haben sie auch einen Direkte Wahlrecht zu allen politischen Vertretungskörpern Gerichtshof, welcher den Grundfah Tue- le zu Ghren( bringt. für alle Staatsangehörigen ohne Unterschied des Geschlechts Der Veliner Landmann Julius Nagy jr. lebte mit seiner Frau vom 20. Lebensjahre an gefordert wird. Nachdem mit in Unfrieden, weil diese mit einen jungen Burschen Namens T., Naunynstraße. Daß die Berichte, welche die bürgerAnnahme der Resolution der erste Punkt der Tagesordnung er: Pustas ein Liebesverhältniß unterhielt. Gines Abends ertappi liche und namentlich die verlogene antisemitische Preſſe über den ledigt war, wählte die Versammlung den Genossen Bartuscha der Legitime den Jllegitimen unter dem Bett seiner Frau und sozialdemokratischen Parteitag veröffentlichte, nicht der Wahrheit zum stellvertretenden Echriftführer. Hierauf, theilte der Vorstand erdrosselte ihn ein Fall von Cavalleria rusticana. Nagy entsprachen, ist schon mehrfach erwähnt worden. mit, daß er das bisherige Mitglied Otto Fröhlich wegen ehr wird angellagt, aber der Gerichtshof spricht ihn frei. S. K., Freiberg. Die Einsendung der Zeitungsnummer, loser Handlungen ausgeschloffen habe. Die Versammlung billigte Deutschland in Griechenland. Ueber das Jubiläum einer in welcher über die Gerichtsverhandlung berichtet wurde, ift diesen Beschluß, nachdem derfelbe vom Vorstand eingehend be deutschen Stadt in Griechenland fchreibt das Neue Wiener nöthig. Tageblatt": Die Bewohner der Stadt Heraklion im Bezirte von Lidya Aschenheim. Die Kürzung der Versammlungsberichte Zu Bezirksvertrauensleuten werden darauf die Genoffen Athen, welche Stadt von den unter König Otto nach Griechen ist eine Pflicht, die uns selbst sehr unangenehm, die wir aber Brückner, Kohnte, Großmann und Schmidt gewählt. Zum land eingewanderten Bayern und sonstigen Deutschen gegründet vornehmen müssen, wenn uns nicht die Abonnenten in Schaaren Schluß wurden die Genossen noch aufgefordert, ihre Einzeichnung wurde, hat in der vergangenen Woche ihr 50jähriges Jubiläum davonlaufen sollen. Natürlich hält jeder Schriftführer die in die Gewerbegerichts- Wählerlisten zu bewirken. Am nächsten festlich begangen. Die Feier dürfte allerdings einen etwas neu- Rürzung seines Berichts für nicht am Plage. Die Ent Sonntag findet Flugblattvertheilung statt. griechischen Anstrich gehabt haben, denn das Deutschthum fcheidung darüber müssen Sie uns daher schon selbst überlassen. Heraklions ist derzeit nicht mehr so ganz waschecht, wenn auch Tie Schuhmacher nahmen in der Versammlung vom die Entstehung der Stadt und die rein bajuvarische Abstammung 28. November Stellung zu dem Streit, der bei der Firma der Bevölkerung feinem Zweifel unterliegen fann. Das hervor Mauf ausgebroden ist. Herr A. Fleischer erstattete den ragendste Merkmal ihrer Siammesangehörigkeit, die deutsche Situationsbericht. Een Arbeitern und Arbeiterinnen der ge- Eprade, haben die Leute verloren, auch ihre Namen haben sie, soweit nannten mechanischen Schuhfabrik feien fortwährend, zulegt es ging, der neuen Umgebung angepast. Mit den Hausnamen beglichen. gründet worden war. Briefhaffen der Expeditions Stala in Breda. Ihr Abonnement ist bis 28. Dezember 24 Verkäufer. Elektrische Beleuchtung. " Zum Prophet" Welthaus für fertige fertige Herren- u. Knaben- Garderobe. Bis zum Schlusse dieses Jahres haben wir bei einer Konventionalstrafe von 75 000 Mart laut uns zugegangener Aufstellung noch für ca. eine halbe Million Mark fertiger Herren- und Knaben- Garderoben, von den mit uns die Vereinigung bildenden Fabrikanten abzunehmen und umzusetzen. Wir sind daher in die Lage versetzt, entiveder obige Konventionalstrafe zu zahlen oder den garantirten Umsatz zu erzielen; daher haben wir es vorgezogen, qu. 75000 Mark dem bei uns kaufenden Publikum zu Gute kommen zu lassen und dementsprechend die Preise für unsere Waaren herabgesetzt, so daß sowohl die Händler mit Kleidungsstücken, sowie Privatleute, wenn sie ihren Bedarf an fertigen Herren- und Knaben- Garderoben jetzt bei uns decken, Geld in Massen verdienen resp. ersparen. ... noch nicht da! etwas war noch Wir müssen großen Umsatz erzielen. Kein Geschäft, ob noch so groß, ist im Stande, en gros anderswo so einzukaufen, wie wir unsere fertigen Herren- und Knaben- Garderoben en détail, d. h. im Einzelverkauf abgeben. Von heute ab offeriren wir in einer Vielfältigkeit, Masse und Auswahl, wie es bisher noch keinem Publikum geboten worden ist: Abtheilung 1. Winterpaletots. Double mit Tuchfutter sonst M. 20 b. u. v. 8 M. au.. Abtheilung IV. ུ ༤༤ Spezial- Geschäfte führen. 53/4 " It Haute Nouveauté- Anzüge, wie solche nur Hosen Hosen und Westen Tuch · sonst M. 7 b. u. v. 3 M. an I. Double m. Lamafutter 24 " " """ Diagonal m. geftr. Serge 26 12 13 Winterbufskin. 12 5 Ib. Burschen- Anzüge, sonst M. 9 b. 1. v. 5 " " # 17 17 " in Vutstin 91/2 " " schwarzem Tuch 14 " " # 11# " " "#" " 61/2" " " " " 1" " M. an 51/2 in Cheviot 10 Velour mit Clothfutter 28 " BP " In Düffel mit Steppfutter 30 14 16 Rammgarn. " 15 # ##" 1 " " 8 " " " "" in Satin 12 17" H. u. W. i. gedieg. Stoff. 15 " 17 " 12 17 " " " "# " " ล 24 10 S. M. bochfein 81/2"# " " 47 " " 24 " in Diagonal 13 7 " " # 11" 14 Janne Aus #C 44 " 11 " " " 11 17 "" Floconné mit Zanella 30 16 • " " "## # " Frisé mit Tuch) 45 29 von 91/2 M. an. B " " """ 27 " Montagnac mit Seidenf. Rammgarn mit do. Prince of Wales Winter50 " " " 56 30 32 " " " #### "" Herbst- Paletots Nouveauté Hosen, das Eleganteste der Saison, Abtheilung V. soust M. 21 b. 1. v. 81/2 M. an Ic. Jünglings- Anzüg., sonjt M. 15 6. 11. v. m. 7 au Hochfeine 18 819 6 "" " " " 17 " HDB "" in Butstin 18 " " ### " 71/2" " Cheviot, 19 8 " " " " " " " Herbst- Baletot, schwer # Paletots exquisit. • • " " Abtheilung II. Reise- Mäntel. Raijer Valetots 50 45 ### " " P Herbst- Paletot, egtra 28 36 ##" " " " " " Juppen fürs Haus 10 13 20 6 "" " 17 Diagonal, 20 11 " " ### " " " " 1 " 1 " " Ramingarn 24 14 " " """ " " 17 27 "" 1" " " hochelegante, 30 18 " #F ### " # 1 Loden- Juppen 12 7 " " "" 1" "" . sonst M.24 b. t. v. 12 M. an. Baletots, Fac. Prince Reg." Ulster Ulster m. ganzer Pelerine Kaiser- Mäntel Kaiser- Mäntel I. Hohenzollern- Mäntel 25 212222 Gebirgs- u. Jagd- Juppen 17 11 " " "## "" Interims- Façon- Juppen " " " 20 36 10 """ " # 20 87 " 1"" 22" 9 6 17 n ## " 19 # 25 15 " " """ "" Ulster m. halber Pelerine 32 20 " " 11172 " " 11 7 # 2 NH 40 27 " " " " 20 Schlafröcke Satin 20 " " # 21 21 21 9 " " " 17 11 " " 28 18 Schlafröcke Velour 22 " " " " 11# 1 O" " """ 19" 50 27 " Schlafröcke Double Face 26 9 101/2 15 "" 12 8 # # " " # " 我 " "" " " " " "" Kutschier- Mäntel, elegant, sonst 65 M., bei uns 25 M. Abtheilung III. Complette Anzüge in fonst M. 24 b. u. v. 8M. an. Schlafröcke 80 " 7 " " "" 34 " 1 " 1." " 86 扎 "" 17 45 2222 20 " 17 Reise- Mäntel. 6 8 # # " 89 21 Knaben# " " " 1 Raiser Mäntel 5 n " " 21/2# " " 29 # "#N " # 22 15 """ " " Spezialität in Juppen besseren Genres. Abtheilung VI. Schlafröcke in Double sonst M. 18 6. u. v. 7 M. an IIa Knaben- Balet., sonst 612 M., b. u. v. 23/4 M. an Knaben- Palet. mit Plüsch. Knaben- Balet. mit Belerine Knaben . Schuwaloffs. Knaben 錄 blau Cheviot. Butskin Crimmitschauer Diagonal. Sportfaçon für die Reise • 894875015 Frisé Mout. Edhlafröde Floconné Schlafröcke m. Steppfutter Schlafröcke, Türkisch sonst Abtheilung VII. sonst M. 6 6. u. v. 11/2 M. an 1824 3 " " " " " 22 " " ### 28 " " ### " " Westen, einzelne Schwarze Tuchwesten Weiße Westen 71/2 " " 6 9 " " ### 32 " " " " Hochelegante Westen. 12 " " 34 . # " " "" " " 28 Abtheilung. VIII. . " " " 12" " " Velour 36 20 " " "## 27" Satin 42 26 in Butskin " " ### " " " " " Kamingarn 34 " " " 1 in Cheviot " " 5, 5,50 11# 17 21/2 3 2 11 " P ## " " " " Do. rayé Gehrockfaçon. do. 42 26 in Satin " " " ## " " " " 6, 31/2 ### "# 50 30 12 " 17 17 17 " " " in Diagonal" 7, 4 " Hochfein.. 64 36 in Nouveaut. 10, " " 12 "" " " " 17 " U11 17 ### " " 5 "" Ia. Knaben- Anzüge sonst M. 4, b. u. v. 2 M. an Haute Nouveautés- Paletots zu jedem Preise. IIb Bursch.- Pal., Hr.- Fac. sonst 12 M., b.u.v. 5 M. an Bursch.- Schuw, m. Bel. Bursch. Menchifoffs. Bursch.- Kaiser- Mtl.. 9 14 7 C " " " " 13 9 t " 19 ### 22 " 10 41/2 " " # # 17 15 7 • " " "" Jüngl.- Schuw.m.Bel. 18 11 " 18 " 19 12 " a • " " 14 . " " ## 17 11 " e 12 71/2 . " " ### " " P 28 " 1 " " 20" 1 # 9 IIe Jünglings- Baletots Jüngl. Menchifoffs Jünglings- Ulster Jüngl.- Kaiser- Mtl. Jüngl.- Hohenz.- Mtl.. 5894 7128 Niemand braucht heute mehr schäbig gekleidet zu gehen, denn für wenige Mart kann er bei uns sein Aeußeres in einen eleganten Menschen verwandeln. Niemand braucht heute mehr alte getragene Sachen zu kaufen, in denen er sich den Keim einer ansteckenden Krankheit holen kann, da er bei uns für dasselbe Geld frische neue Kleidungsstücke kaufen kann. Niemand, felbft der Armen Aermster, braucht heute Kleidungsstücke für sich oder seine Familie auf Abzahlung zu kaufen, denn für den Preis, den er wo anders nur als Anzahlung zu leisten hat, kann er sich bei uns schon seinen Bedarf decken. Wir bemerken zum Schluß, daß es im Interesse eines Jeden liegt, seinen jetzigen und seinen voraussichtlichen Bedarf jezt bei uns zu decken, da sich eine solche Gelegenheit, berartig gute Waaren zu solchen Preisen einfaufen zu fönnen, so schnell nicht wieder bieten dürfte. Jeder beeile sich mit seinem Einkauf, damit er aus den einige hunderttausende von Mart noch antreffenden Waarenbeständen das, was feinem Geschmack. entspricht, findet.. „ Zum Prophet" 1. Etage, Am Dönhoffplak, 96 fr fi 33 D V S fu fo 20 211 De to 2 Nur Schneiderarbeit. E ba ein 1. Etage, Ecke Leipziger- und Kommandantenstraße. Versand nach Auswärts gegen Nachahme. Keine Sträflingsarbeit. S Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 110 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 277. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 8. Sigung vom 24. November, 11 Uhr. Am Ministertische: Graf zu Gulenburg, Miquel und Rommiffarien. Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste Berathung des Entwurfes einer Ergänzungssteuer. Abg. Sumaun( 3.) spricht sich gegen die Vorlage aus, weil diefelbe die Entlastung, welche die Grund- und Hausbesizer erhalten sollen, wieber beseitigt. die Freitag, den 25. November 1892. 9. Jahrg. Abg. von Eynern( natl.): Die Klage geht allgemein da- Beendigung der Berathung über das Kommunalsteuer- Gesez Behin, daß in Preußen zu hohe direkte Steuern gezahlt werden. schluß gefaßt werden. Im Westen bezahlt man zufammen etwa 14 pet. des deklarirten Schluß gegen 4 Uhr. Nächste Sigung Freitag 11 Uhr. Einkommens an Staats-, Gemeinde- und Kirchensteuern und das( Erste Berathung des Kommunalabgaben- Gesezes.) Die Parteinachrichten. Magdeburg, im November 1892. Die Lokalkommission J. A.: Alb. Vater, Magdeburg- Buckau. Die Arbeiterblätter werden um Nachdruck gebeten. M * neue Gemeindeabgabengeset wird daran nichts ändern. wohlhabenden Leute ziehen aus den kleinen Gemeinden nach den großen Städten, so daß die kleinen Gemeinden von der Reform nicht viel haben werden. Die Vermögenssteuer ist fast von allen Parteien bekämpft worden. Die Ortsvorstände sollen das Vermögen einfchäßen nach den vier Besizfategorien. Die Einfchäßung geht an den Schätzungsausschuß, der Erkundigungen einziehen kann; dann geht die Sache an die Ver Bekanntmachung. Ueber die Aktienbrauerei Neus Abg. Höppner( E.): Ich will nur kurz den Standpunkt der anlagungskommission. Die Einschätzungsgrundsätze sind schwer stadt- Magdeburg ist wegen Saalverweigerung der Mehrheit der tonservativen Bartei barlegen, welche für die Vor- zu befolgen. Was ist Verkaufswerth eines Grundstücks? Boykott verhängt. lage ist. Herr v. Huene hat bemängelt, daß die Vermögenssteuer Warum sollen Werthpapiere nach dem Börsenkurse berechnet eigentlich nur gebraucht werde, um gewisse ertragsloje Objekte werden? Wenn Zweifel entstehen, soll ein Verzeichniß der einu bestenern, die man in der Einkommensteuer nicht zelnen Vermögensstücke dem Vorsitzenden der Einschätzungsfaffen könne. Es handelt sich dabei nicht blos um Spekulations fommiffion vorgelegt werden. Das ist beinahe noch mehr, als in objekte, sondern um die Vermögen reicher Leute, denen man den Mageu sehen. Solche Vorschriften sind der Ruin nicht blos ein oder zwei Jahre lang fein Einkommen nachweisen kann, für den kleinen, sondern auch für den wohlhabenden Gewerbe- Von der Agitation. Die in Frankfurt am Main ar aber doch nicht steuerfrei gelaffen werden können. treibenden. Wenn aber alles das geschehen ist, kann die Kom- beitenden Parteigenossen aus dem Wahlkreise Höchst Usin Die Vermögenssteuer dient dazu, dem Staate reichlich das zurück- mission doch noch nach Belieben einschätzen und der Vorsitzende gen planen u. a. die Errichtung von Sammelstellen für zugeben, was er aufgiebt an Einnahmen, und außerdem soll da- kann dann noch an die Berufungskommnisston und an das Ober- gelesene Zeitungen und Broschüren, welch letztere durch das fundirte Einkommen gefaßt werden. verwaltungsgericht appelliven. Dem Vorigenden kostet solche dann von den Sonntags nach Hause fahrenden Genossen mitAbg. Böttinger( ntl.): Die Einkommensteuer ist so hoch, Berufung nichts, der Eteuerzahler muß aber bei Reklamationen genommen und vertheilt werden sollen. Zur Betreibung der daß man sich wohl überlegen muß, ob eine neue Steuer über die Kosten zahlen, wenn er in„ wesentlichen Punkten" falsche An- Angelegenheit ist eine 18gliedrige Kommission gewählt. haupt eingeführt werden muß, oder ob nicht vielmehr die Ueber- gaben gemacht hat. Was heißt hier wesentlich"? Kann das nicht Schüsse der Einkommensteuer zunächst zur Deckung des Ausfalls gegen politische Gegner ausgebeutet werden, sodaß dieselben nicht zur Die Stadtverordneten- Wahlen in Leipzig finden am herangezogen werden können, den der Staat durch Verzicht auf Ruhe kommen, daß ihnen sogar ein sittlicher Makel angeheftet wird? 5. Dezember statt. Der fozialdemokratischen Liste wird, wie man die Realsteuern erleidet. Ich bin der Meinung, daß dieje Ueber- Wer die Deklaration verweigert, soll 25 pet. Strajzuschlag be- uns schreibt, eine Kompromißliste des vereinigten konservativschüsse bis zum Ende dieses Jahrhunderts dazu vollständig aus- zahlen, d. h. der Mann mit 6000 a. Vermögen statt 3 M., nationalliberal antisemitischen Ordnungsflüngels entgegengesezt. reichen, namentlich wenn man die lex Huene etwas höher in 3,73 m., der Mann mit 20 000 M. Vermögen statt 10 M., Ferner dürfte wieder eine Liste der sogenannten unabhängigen Rechnung bringt, als die Staatsregierung es gethan hat. Die 12,50 m., und der Millionär statt 500 M., 625 M. Da wird Bürger" auf dem Plane erscheinen. In dem Ordnungstessel Einführung der Vermögenssteuer würde den Zuzug unabhängiger niemand deklariren, sondern lieber die Strafe zahlen, auch wenn brodelt es schon recht lustig; die Antisemiten marschiren Arm in Kapitaliſten nach Preußen verhindern und den Abzug solcher man dieselbe erhöhen sollte. Das ist dann aber feine Steuer Arm mit den Juden, um die Sozialdemokratie zu bekämpfen. Personen aus Preußen befördern. Wenn ein Betrag nothwendig mehr, sondern ein förmliches Raubsystem. Deshalb wäre es Nach außen ist also der Schein der Einmüthigkeit der besigenden it zur Deckung des Ausfalls für den Staat, so bieten richtig, das Vermögen bei der Einkommensdeklaration abzuschätzen. Klassen gewahrt; die dürfte aber kaum verhindern, daß in letter sich außer der Vermögenssteuer zwei Wege: die Heranziehung des Geb. Ober- Finanzrath Wallach: Das Verfahren hätte der Stunde die feindlichen Brüder einander übers Ohr zu hauen Bermögens innerhalb der Einkommensteuer und die Erbschaftssteuer. Borrebner nicht fritisiren brauchen, es entspricht naturgemäß dem fuchen, indem sie besondere Listen aufstellen. So war es fast Die Bermögenssteuer würde nicht nur die Großkapitalisten und Berfahren bei der Einkommensteuer. Die Wirkung der Strafe jedes Jahr. Die größere sozialdemokratische Gefahr müßte Großindustriellen treffen, sondern vornehmlich die fleineren In- unterschäßt der Vorredner; ich möchte doch nicht die Verweige- denn jene Sippschaft veranlassen, in diesem Jahre von Sonderdustriellen, für welche die Vermögenssteuer bei schlechtem Ber- rung der Deklaration empfehlen; denn was eine Kommission listen abzusehen. Neu zu wählen ist ein Drittel der Stadtväter dienst eine sehr drückende Belastung sein würde. daraus für Schlüsse zieht, läßt sich nicht voraussehen( Hört!( 12 Ansässige und 12 Unansässige), ferner sind für 2 Unanfäffige Abg. Brömel( dir.): Das Haus hat allerdings eine Ent- links). Sie kann daraus den Schluß ziehen, daß der Steuer Nachwahlen vorzunehmen. Die Agitation ist unsererseits in lastung des reinen Arbeitseinkommens gewünscht, aber anders zahler mit Absicht die ihm gefeßlich obliegende Deklaration diesem Jahre ziemlich lebhaft betrieben worden, hauptsächlich in als bie Vorlage dies versucht. Wir dachten daran, daß das Ar- verweigert. bezug auf die Naturalisation und die Erwerbung des Bürgerrechts, beitseinfon men entlastet werden soll, nicht daran, daß dem Abg. Fuchs( Zentrum.): Die Bermögenssteuer trifft sehr uns so daß ein Sieg nicht aussichtslos ift. Allerdings bedarf es jeht Renteneinkommen eine neue Zaft aufgebürdet werden soll. Ich gleich; denn ein Gewerbetreibender, der vielleicht vorübergehend noch äußerst reger Agitation, um die Reihen der Gegner zu bin an sich kein Gegner der Vermögenssteuer, das hängt von den fein Geld in einem Hause angelegt hat, dann aber wegen lichten, denn bei der vorigen Wahl wurden neben 4287 sozialBedürfnissen des Staates аб, aber ich halte es für schlechter Geschäfte kein Einkommen hat, muß dann das Haus demokratischen Listen 7606 Rartell iften abgegeben; daneben beffer, das fundirte Einkommen innerhalb der Ginkommensteuer als Vermögens objetzt besteuerr. Wie sollen die Verkaufswerthe brachten es die unabhängigen" Bürger auf 1675. Die heranzuziehen. Deshalb verwerfe ich auch die Erbschaftssteuer. berechnet werden, z. B. bei ugen, auf die manchmal zubußen Unthätigkeit des Stadtregiments der a lgemeinen Nothlage gegenEin sehr erheblicher Fehler der Vermögenssteuer ist das Fehlen gezahlt werden müssen. Ich stehe auf dem Boden der Vorlagen, über liefert uns vortrefflichen Agita onsstoff, auch die Thateiner Degression der Steuerfäße, welches dazu führt, daß die für welche ich dem Minister meinen Dank ausspreche; ich hoffe, sache, daß wir im nächsten Jahre etwa 20 pet. Steuern mehr Kleinvermögen mehr Steuer zahlen, als die größeren. Für daß die Vermögenssteuer so umgestaltet wird, daß sie angenommen zu bezahlen haben werden, dürfte manchem Bürger die Augen 1000 M. Einkommen aus einem Vermögen von 25 000 M. werden kann, und somit die Reform noch in diesem Jahre fertig öffnen, daß es so nicht gut mehr weiter gehen kann. würden 12 M. Vermögenssteuer, aber nur 6 M. Einkommen gestellt wird. Steuer zu zahlen sein. Bei 2000 M. Einkommen würden 24 M. Abg. Brandenburg( Zentrum) erklärt sich grundsätzlich leber den Sieg, welchen die Sozialdemokratie Plauens i. V. Bermögens- und 31. Einkommensteuer bezahlt werden und bei gegen die Vermögenssteuer, obgleich er den Berzicht des Staates bei der Wahl der Arbeitervertreter zum Gewerbegericht 10 000 m. Einnahmen aus Vermögensobjekten würde die Gin- auf die Realsteuern billige. Die Vermögensstener ist rechtlich erfocht, bringt das Sächs. Boltsblatt" näheres. Danach erhielt tommensteuer 300 M. und die Vermögenssteuer 120 m. betragen. eine theitweise Vermögenstonfistation. Der Staat hat das unsere Liste 701-703 Stimmen, für die von den Fabrikanten Also gerade die kleinsten Vermögen müssen am meisten zahlen Privateigenthum zu respektiren, sonst kommen wir zur Sozial- herausgegebene sogenannte Arbeiter" liste wurden nur 80 bis in Berhältniß zu ihrer Einkommensteuer. Warum wird denn demokratie. 90 Stimmen abgegeben. Zur Klasse der Unternehmer- Vertreter immer das Kapital belastet? Jm vorigen Jahre wurde die Ein- Abg. Meyer- Berlin( dfr.): Wir haben es für ungerecht ge- hatten nur die Fabrikanten Kandidaten aufgestellt; diese wurden tommensteuer in den höchsten Klassen bis auf 4 pCt. erhöht, weil halten, daß man das Arbeitseinkommen, das unfundirte Ein- mit 185-188 Stimmen gewählt.* das Kapital das vertragen tönne, jest will man wieder das kommen, ebenso hoch belastete, wie das fundirte Einkommen. Rapital treffen. Der Staat soll den Schwachen helfen. Er sollte Wir wollten deshalb die Ueberschüsse, die aus dem fundirten Das Abtreiben der Versammlungslokalitäten zählen bas aber lieber auf anderem Gebiete thun, als dem Steuer- Einkommen entstehen, zur Entlastung des unsundirten Ginfom- auch im schlesischen Eulengebirge die Gegner zu ihren gebiete; die Rechtspflege ist so langsam und so kostspielig, daß mens verwenden. Man sagt, in der Einkommensteuer könnte beliebtesten Kampfmitteln. In Langenbielau und Umgegend wird Die Armen garnicht mehr Recht fucjen fönnen. Die Berufung man die Vermögenssteuer nur durch eine Hinterthür einführen. davon zur Zeit der ausgiebigste Gebrauch gemacht. Die dortigen follte zur Sicherung des Rechts wieder eingeführt werden. Es liegt umgekehrt: Die Vermögenssteuer ist nur eine Gin Parteigenossen boykotten nun die betreffenden Wirthe und halten Die wirthschaftliche Kraft eines Landes beruht zum Theil mit fommensteuer, denn sie wird aus dem Einkommen gedeckt. Herr ihre Versammlungen im Freien ab. Trotz der falten Witterung auf den großen Vermögen, aber diese müssen verschwinden, wenn von Eynern irrt sich, wenn er glaubt, daß die Verweigerung der sind diese gut besucht. Um die Waffe des Boykotts noch zu fie immerfort beeinträchtigt werden durch alle möglichen Steuern: Deklaration ohne Folge sein wird. In Berlin hat man die schärfen, taufen die Parteigenossen den in Schlesien als Getränk durch die Gewerbesteuer, die Doppelbesteuerung der Aktiengesell. Einschätzung so getrieben, daß manche Steuerzahler deklariren sehr beliebten sogenannten„ Korn" felber und zwar zu Engrosfchaften, welche namentlich auch die Bergwerks- Aktiengesellschaften mußten, um sich einer zu hohen Belastung zu entziehen. Jest preisen ein und geben ihn zum Selbstfostenpreise ab. Ferner neben der Bergwerksabgabe erheblich belasten, und jetzt durch die wird das Deklariren bald so allgemein fein, daß man damit die beabsichtigen sie die Errichtung eines Konsumvereins, und zwar Bermögenssteuer. Mußestunden ausfüllen kann, die das Markenfleben läßt( Heiterkeit). lediglich zu dem Zwecke, um auf die Wirthe einen Druck ausEs fehlt jede Sicherheit, daß aus der Vermögenssteuer nicht mehr zuüben, damit diese vom Boykott der Sozialdemokratie ablassen. als nothwendig herauskommt; deshalb freue ich mich, aus der Stimmung des Hauses die Hoffnung schöpfen zu können, daß Todtenliste der Partei. In Bischofsheim ist der wenigstens dieses Glied des Planes fallen wird.( Beifall fints.) Bimmermann Chr. Schmitt infolge eines Sturzes vom Gerüst Finanzminister Miquel: Die Gemeinden sind hauptsächlich in seinem 58. Lebensjahre verstorben. Er war, wie die Mainzer auf die Realsteuern angewiesen, die eine Bruttobesteuerung für Bolts- Zeitung" bemerkt, 29 Jahre bei der Aktiengesellschaft für Vermögensobjekte sind. Deshalb ist für die Gemeinden eine be- Maschinen- und Brückenbau, früher Cramer u. Klett, auf der foudere Bermögenssteuer nicht nothwendig. Große Neigung für Gustavsburg beschäftigt und wurde infolge eines Disputs mit bie neue Steuer habe ich nicht vorausgesetzt. Die Realsteuern einem viel jüngeren Werkführer, dem er unterstellt war, wieder werden gern genommen, aber man scheint feine Neigung zu zu Zimmermannsarbeiten verwendet. Der alte Mann war das haben, einen Theil des Genommenen zurückzugeben; man macht Arbeiten auf dem Gerüst nicht mehr gewöhnt und stürzte infolgejedem Vorschlage allerlei Schwierigkeiten: Aber ich bin nicht dessen vom Gerüst. ängstlich, denn wenn nichts gegeben wird, dann wird auch nichts genommen werden; dann scheitert die ganze Reform. Ich wenigstens werde niemals meinen Namen dazu hergeben, daß der Staat ohne Erfaz auf 35 Millionen sicherer Einnahmen verzichtet.( Beifall.) " * Soziale Ltebersicht. Geheimer Oberfinanzrath Wallach widerspricht dem Vorwurf, daß die Steuerreform- Borlagen wieder eine neue Belastung einführen; wenn der Vorredner eine Entlastung der Berg terfs- Altiengesellschaften wünscht, dann sollte er doch wenigstens für die Ausgebung der Bergwerksabgabe stimmen. Redner weist es zurück, daß man das Vermögen bei der Einkommensteuer treffen tönne: das würde immer dahin führen, daß man das Einkommen als fundirtes trifft, was man eigent lich nicht treffen will. Die großen Vermögen verzinsen sich meist mit einem niedrigeren Binsfuße als die fleineren und darin liegt trotz des gleichen Steuerfages eine gewisse Degression. Finanzminister Miquel: Herr Brömel sprach von den Kulturaufgaben des Staates; der Staat folle erst die Kulturaufgaben erfüllen, die ihm in erster Linie zugetheilt sind. Damit kann ich vollständig einverstanden sein. Ich weiß aber nicht, was der Redner eigentlich will. Gr spricht von einer immerwährenden Mehrbelastung. Diese Belastung dient zur Erfüllung der Aufgaben des Staats. Wird denn in Preußen ohne Noth eine zu Abg. Gerlich spricht nur im eigenen Namen; glaubt aber, hohe Steuer erhoben? Wer die Finanzen Preußens tennt, den daß mehrere seiner freitonservativen Freunde ihm zustimmen; er frage ich auf das Gewiffen, ob er nicht die Behauptung an- verwirft den ganzen Plan, weil er nach den Worten des Finanz- Aufruf an die Schlächtergesellen Deutschlands. erkennen muß, daß unsere Finanzen weit mehr auf unsichere ministers annehmen muß, daß derselbe urbanisch ist. Die Gebäude- Kollgen! Es dürfte den meisten von Euch bekannt sein, daß Betriebseinnahmen gestellt sind, als berechtigt ist, so daß man steuer solle den Städten überlassen werden. Wenn man in Berlin bereits früher von Berlin ans die Anregung zu einer Organisation nicht behaupten kann, es wird zu viel an Steuern aufgebracht. ähe, daß Paläste heruntergeriffen werden, um schöneren Palästen der Schlächtergesellen gegeben worden ist, mittels welcher es ums Wenn jetzt eine Vorlage vorliege, welche darauf verzichtet, die Platz zu machen, dann sei es beffer, die Gebäudesteuer komme dem möglich gemacht werden sollte, die in unserm Gewerbe vorhandenen Stenerlast zu steigern, die nichts weiter fordert, als was der Staate zu Gute, der sie auch im Interesse der einzelnen Landes- großen Schäden zu beseitigen. Bereits war eine StatutenStaat weggiebt, dann kann man nicht behaupten, daß hier der theile verwendet. Denn wenn der Staat auf die Grund- und berathungs- Kommission gebildet worden, welche ihre Aufgabe fistalische Standpunkt in den Vordergrund geschoben wird. Wenn Gebäudesteuer verzichtet, dann müssen die Gemeinden 100, 150 auch erfüllt haben würde, wenn unsere Kollegen infolge der vorhin der Vorschlag gemacht wurde, der Staat solle auf und mehr Prozent Grundsteuer erheben, namentlich für Schul traurigen Abhängigkeit, in welche sie das patriarchalische Ar35 Millionen Mark fester Einnahmen verzichten und ein Kapital und Armenlaften, die eigentlich staatlichen Aufgaben dienen. Die beitsverhältniß bringt, sich nicht bisher durchaus theilnahmslos von 150 Millionen Mart aufgehren und dann nach einigen Jahren Reform soll agrarisch sein, sonst müsse er, Redner, fie ablehnen. gegenüber allen, auf Verbesserung ihrer Lage gerichteten Be vis- à- vis de rien stehen, so brauche ich auf solche Zumuthung Die Vermögenssteuer ist eine fozialdemokratische Maßregel, denn strebungen verhalten hätten. Tros alledem aber halte ich es für wohl gar nicht zu antworten( Sehr richtig! bei den Nationalliberalen). ob von 1000 Morgen ein halber Morgen oder von 1000 m. eine die Pflicht der Klassenbewußten Kollegen, die Organisationsarbeit Die Unterscheidung zwischen fundirtem und unfundirtem Ein halbe Mark weggenommen wird, ist gleichgiltig. wieder aufzunehmen, und bringe, damit eine Bafis geschaffen tommen foll willkürlich sein. Das mag richtig sein, aber wenn das Finanzminister Miquel: Wenn mir von der einen Stelle werde, von der aus sich weiter wirten läßt, hiermit in Vorschlag, dem fundirte Ginkommen in der Einkommensteuer getroffen werden in der freifonservativen Partei vorgeworfen wird, daß meine nächst einen Kongreß der Schlächtergesellen Deutschlands soll, dann müssen ebenso willkürliche Regeln aufgestellt werden. Borlagen agrarisch find, während Herr Gerlich sie als urbanisch abzuhalten. Auf diesem Kongres müßten ebenfalls die in WurstWenn man Buschläge zur Einkommensteuer erhebt, dann kommt bezeichnet, so fann ich sagen: Es wird wohl beides falsch sein, und Fleischkonserven- Fabriken, Schmälzereien und Darmschleime man dazu, die kleinen Vermögen viel stärker zu belasten, als in ebenso wenn mir vorgeworfen wird von Herrn Brömet, ich be- reien beschäftigten Arbeiter vertreten sein. Als Ort dieses Kovder Vermögenssteuer. Denn der kleine Gewerbetreibende, der steuere die großen Vermögen zu hoch, während der Entwurf von greffes würde ich Berlin in Vorschlag bringen; für den geeignetften leine Bauer, zeigt in feiner Deklaration ein gemischtes Ein anderer Seite plutokratisch bezeichnet wird. Diesen Gegenfäßen Beitpunkt halte ich den Monat Januar des nächsten Jahres. tommen, aber der größte Theil desselben ist Arbeitseinkommen. gegenüber kann ich mich einer Aeußerung wohl enthalten. Kollegen allerorts! Bedenkt die elende Lage unferes Bes Die Bermögensstener ist, wie jede neue Steuer, vielen Menschen Damit schließt die Debatte. In einer persönlichen Bemer- rufes, bedenkt, daß viele tausende von Arbeitslosen auf den Landunangenehm, um so mehr, als wir sie einführen müssen unmittel- fung erklärt straßen unherirren müffen, während diejenigen, denen das Glüd" bar nach der ersten Veranlagung der Einkommensteuer, welche Abg. v. Suene gegenüber seinem Parteigenossen Fuchs, daß beschieben ist, Beschäftigung zu haben, bei unbegrenzter Arbeitseine gewisse Berstimmung hervorgerufen hat. Auf die Dauer er die Aufrechterhaltung der Gewerbesteuer nur als eine ultima ei in einer Abhängigkeit dahinleben, wie faum ein anderer wird diese Verstimmung aber nicht ausschlaggebend sein, auf ratio bezeichnet habe, wenn sonst feine Einigung erzielt werde. Arbeiter. Haltet Euch ferner vor Augen, Kollegen, daß alle die Daner wird die Gerechtigkeit ausschlaggebend bleiben. Abg. Fuchs erklärt, daß ihm der Vorschlag des Vorrebner anderen Arbeiterkategorien feit langem unausgesetzt tämpfen für Ich bin daher überzeugt, daß die vorgeschlagene Steuer auf die auch in diesem Falle unamnehmbar fei. die Erlösung aus den Feffeln der heutigen Produktionsweife, Dauer die öffentliche Meinung für fich gewinnen wird. Ueber die geschäftliche Behandlung der Vorlage wird nach iwogegen wir zu unferer Besamung noch thalios dastehen oder ans gar als Vorspann gebrauchen faffen für die reaktionären Be-| Ujjoziation zu geben und sie namentlich wissen zu lassen, wann| Arbeiter nicht nachfomment, sich an den Regierungspräsidenten strebungen unserer Ausbeuter. Dies soll und muß anders die geeignete Beit zum Angriff sei. Blos als Statiftiter hätte wenden soll, um die Einführung eines Gewerbegerichtes zu erwerden! Auch wir haben uns an dem Befreiungskampf des Carnegie wahrscheinlich einen besseren und billigeren Mann reichen. Proletariats zu betheiligen, auch wir haben die Pflicht, uns zu haben tönnen. Dieser Martin hat nun die Spaltung in J. A.: Carl Neumann, Berlin, Pädlerstr. 33. Schriften und Briese sind zu richten au Theodor Reslinke, Berlin, Plan- jer 40. Alle Arbeiterblätter werden dringend um Abdruck dieses Aufrufs ersucht. Auf*# f organisiren. Berathet daher allerorten über meinen Vorschlag der Assoziation herbeiführen helfen und die ab- Ju der am 19. November abgehaltenen Bersammlung und ernennt Delegirte, die Gure Ansichten auf dem geplanten trinnigen Finisher werden so wird aus Pittsburg berichtet- schäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend des Verbandes aller in der Metallindustrie bes Rongres zur Sprache bringen. Aber auch an die organisirte die Untersüßung für die Homesteader Streifer einstellen.( Branche der Drahtarbeiter) referirte Genosse A. Keßler unter Arbeiterschaft richtet sich dieser Aufruf. Es ist Pflicht jedes Ge- Busineß.... nossen, die in Schlächtereien beschäftigten Arbeiter bei jeder Ge- Weiter gehören zu den Machern der Sezession der ehemalige Truster entspann sich über die Mittheilung des Genossen Keßler, die vielem Beifall über Staatssozialismus". Eine größere Debatte legenheit über den Zweck und Nuyen des Kongresses aufzuklären der Assoziation, J. H. Nutt, jezt Sekretär der Fabrikanten Eintragung in die Wählerlisten zu den Gewerbegerichts- Wahlen und sie zur Betheiligung an denselben zu veranlassen. Affoziation des Mahony. und Shenango- Thales und republika- betreffend. Es wurden schließlich sieben Mitglieder bestimmt, um Thue daher ein Jeder feine Pflicht! nischer Polizeikommiffar in Youngstown; ferner G. D. Aßmann, die fäumigen Kollegen für die Wahlen zu intereffiren. Mehrere Mit brüderlichem Gruß und Handschlag republikanischer Politifer im Arbeitsbureau in Ohio. Die Carnegie- Compagnie hat 50 000, nach anderen Angaben sogar eingelaufene Fragen würden dann zur Zufriedenheit der An250 000 Dollars zum republikanischen Kampagnefonds bei wesenden erledigt. gesteuert. So reimt sich das zusammen. Etwa fünfhundert Streifer Ju der Freien Vereinigung der Seifenfieber sprach aut von Carnegie's Fabrik zu Lawrenceville hielten 16. November Genosse Thal über:" Die Religion im Lichte fürzlich eine Versammlung ab; es wurde in derselben ein- der Wissenschaft." Nach der lebhaften Diskussion, die diesem stimmig eine Resolution angenommen, dahin lautend, daß jeder Vortrage folgte, empfahl Hentschel, sich an der Arbeitslosen Streifer der Amalgamated Affociation das Recht befäße, Statistit des nächsten Frühjahrs zu betheiligen. Mandel an fämmtliche Scheerenarbeiter des Kreises Solingen. sich irgend einer Am 20. November tagte in dem Lokale des Wirthes G. Eru an Demonstrationen irgend einer nationalpolitischen Organisation schaften bei der Feuerwehr feſt einzustellen, bei einem Brande politischen Partei anzuschließen und tabelte sodann, daß Branddirektor Stude, anstatt Hilfsmanns in Solingen, Raiserstraße, eine öffentliche Scheerenarbeiter- theilzunehmen. Es sollen also noch mehr Jarrett's, Martin's und aus den sich ansammelnden Arbeitslofen Leute sich aussuchen Wersammlung. Die Tagesordnung Scheerenarbeiter" rief eine lebhafte Diskussion hervor; sämmtleinen Geschäftsleute, welche erst auf Seite der Striker gestanden, würden. Zum Arrangement einer Matinee für den gemasregelten Bereinigung sämmtlicher Stutt's großgezogen werden!- Es wird ferner gemeldet, daß die lasse, die dann mit 50 Pf. oder 1 M. für ihre Arbeit entlohnt Tiche Redner sprachen zu Gunsten der Vereinigung. Eine Refo- sich von denselben abgewendet haben, worüber lettere sehr ent- Genoffen Ihal wurde hierauf ein aus drei Personen bestehendes Tution, in der es heißt: Nach Abhaltung mehrerer Versamm- rüftet sind. Die Geschäftsleute sehen aber ein, daß der Strife Romitee gewählt. Zum Schluß nahm die Versammlung einen fungen und nach Klärung der Verhältnisse soll zur Gründung verloren ist, und da müssen sie sich doch nach neuen, sicheren Antrag an, dem Parteitag ein Telegramm zu übersenden. eines allgemeinen Scheerenarbeiter- Vereins geschritten werden", Kunden, den- Scabs" umsehen. Alles Busineß"! wurde angenommen. Es wird daher an alle Scheerenarbeiter des Kreises Solingen die Aufforderung gerichtet, die am Sonntag, den 4. Dezember 1892 in Lokale des Wirthes E. Ern, Solingen, Kaiserstraße, stattfindende Versammlung zahlreich zu besuchen. Es sind hierzu eingeladen: Schlägerei- Arbeiter, Feiler, Härter, Ausmacher, Schleifer, Nageler, Bernickeler, Polirer u. s. w. Scheerenarbeiter! überhaupt Arbeiter des Kreises Eolingen! Zeigt daß Ihr in den zwanzig Jahren, die hinter Euch liegen, als der Anfang zur Gründung der Fachvereine gemacht wurde, gelernt habt, einzusehen, daß eine engere Berbindung der gegen wärtigen Play machen muß. Beigt, daß Ihr zu der Erkenntniß gekommen seid, daß es unwürdig ist, wenn eine Branche die andere ruinirt. Zeigt, daß Ihr gewillt seid, Schulter an Schulter, Einer für Alle und Alle für Einen zu kämpfen! Versammlungen. " Eine Versammlung der hiesigen Zahlstelle des Ver bandes der deutschen Gold- und Silberarbeiter tagte am 19. November. Nach einem von Dr. Lütgenau gehaltenen Vortrage erstattete Schäffer den günstig lautenden Bericht der Bibliothekkommission, worauf die Kollegen Schäffer, Beib, Schöneberg, Deutgner, Unruh und Hayde zu Mit gliedern derselven gewählt wurden. Ferner wurden Baust, Führenfranz, Weniger, F. Holtkamp und Holleur ins Vergnügungskomitee gewählt. " Kaffenbericht. Bericht.ienes. Fachverein der Tischler. Sonntag, den 27. November, Vorm. 9% Uhr, finden.) Birband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplähen am Dienstag, den 13. Dezember 1892 statt. leber Genossenschaftswesen sprach am Sonntag Frau Steinbach aus Hamburg vor einer in Stralau stattgehabten öffentlichen Versammlung, welche von Männern wie von Frauen zahlreich besucht war. Die Rednerin widerlegte zunächst die Der Fachverein der Marmor- und Granitarbeiter unter den Genossen noch vielfach herrschende Ansicht, als ob hatte am 20. November eine Versammlung, in der Dr. Ping von Arbeitern gegründete Produktivgenossenschaften nothwendig einen Vortrag Aus alter und neuer Zeit" hielt. Nach Beendi auf den Hirsch- Dunder'schen Harmoniedusel hinauslaufen müßten, gung desselben wurde bekannt gegeben, daß für den erkrankten Eine polizeiliche Revision der Kellner Schlafstellen gründeten Genoſſenſchaften laſt alle ein produit des Klaſſen Ferner überwies die Versammlung der Arbeiter- Sanitätsund bewies, daß die jetzt besteyenden, wirklich von Arbeitern ge- Sollegen A. Potanet 56,65 M. gesammelt worden sind. wird in Alto na zufolge einer Anordnung der Regierung vor- lampfes find, sowie daß deren Zeiter und Mitglieder in feiner Kommission, sowie der Arbeiter- Bildungsschule je 10 Mart. genommen. Veranlassung dazu waren die vielfachen Klagen, Weise Ursache und Gelegenheit haben, einer Versöhnung der welche in der Deffentlichkeit darüber geäußert wurden, daß die Klassengegenfäße" das Wort zu reden. Die auch auf dem Partei- liner Reichstags- Wahlkreis nahm in seiner am 22. d. Mts. Der sozialdemokratische Wahlverein für den 4. Ber Schlafstellen der bei den Birthen wohnenden Kellner außer tage empiohlene Vorsicht sei allerdings geboten, so hätten die stattgehabten, zahlreich besuchten Monatsversammlung einen Bor ordentlich beschränkt und ungesund sind. In anderen Orten Arbeiter stets im Auge zu behalten, daß eine von ihnen getrag des Genossen A. Hoffmann- Zeiß über das Thema: wird derfelbe Uebelstand vorhanden fein, weshalb dringend zu gründete Genossenschaft nie zur Quelle des Gewinnes für den Die zehn Gebote und die besitzende Klasse" mit lebhaftem Beifalle wünschen ist, daß das Weispiel der Schleswiger Regierung Nach einzelnen werden dürfe; außer zur Verbesserung des Betriebeser ahmung finde. Vor allem aber ist nöthig, daß sich die Gaſt- düzite ein etwaiger Ueberschuß nur zum Besten der Arbeiterfache entgegen. Da der vorgerückten Zeit wegen eine Bause broers, wirthsbediensteten der betreffenden Orte selbst rühren. Wo kein verwendet werden. Weiter sei unerlaßliche Voraussetzung, daß die Aufnahme neuer Mitglieder nicht stattfand, wurde aufgefordert, Kläger ist, da ist fein Richter. die Zahlstellen des Vereins recht fleißig in Anspruch zu nehmen. Mitglieder und vor allem natürlich die Leiter einer Genossenschaft die Zahlstellen des Vereins recht fleißig in Anspruch zu nehmen. Aufgehoben ist der von den Arbeitern Stuttgarts über auch Angehörige des betreffenden Berufes seien, in dem die Ge- Dieselben werden demnächst veröffentlicht werden. Oeffentliche Versammlung für Frauen und Männer am Montag, die Dintelacker' sche Brauerei verhängt gewesene Boy- nossenschaft produziren solle. Fast stets, wenn eine Genossen- den 28. November, Abends 8% Uhr, im Böhmischen Brauhause, Landsberger tott, nachdem diese Firma, sowie 16 andere, den Brauerei- Ar- fchaft zu Grunde gegangen sei, sei der Verwaltung, die nichts allee 11/18. Giehe die Annonce am nächnen Sonntag. beitern folgende Zugeständnisse unterschriftlich bewilligten: vom Fach verstanden habe, ein bedeutendes Theil der Schuld bei- Algemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter.( E. S 10 Stunden effektive Arbeitszeit, drei Stunden Sonntagsarbeit zumeffen gewesen. Nur in einer Genossenschaft, wo jedes Mit- Nr. 29, Hamburg.) Filtale Berlin 8. Sonnabend, den 26. November, Abends ( ohne Vergütung), für alle sonstige Ueberarbeit an Wochentagen Blied Fachmann sei, könne auch dafür gesorgt werden, daß den uhr, bet Wilte, Hochstraße 82a: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 25, an Sonntagen 50 pet. Lohnzuschlag, Zusicherung anständiger eigentlichen Arbeitern eine gute Behandlung und der höchfte, den Behandlung seitens der Vorgesetzten, die Entnahme der Kost in Berhältnissen entsprechende Lohn zu theil werde. Aus alledem in Bol Festfälen, Alte gatobftraße 76: General- Bersammlung.( Diefelbe Der Brauerei steht im Belieben der Arbeiter, vollständig freies gehe mithin hervor, daß eine Genossenschaft nur gedeihen und tonnte infolge eines Versehens ant Dienstag, den 22. November, nicht statt Koalitionsrecht wird zugestanden, die vorgenommenen Kündigungen einer gutorganisirten Gewerkschaft getragen werde. Die Rednerin beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands, Filiale, sondern im profetarischen Sinn wirken tönne, wenn sie von Mitgliedern und Entlassungen find zurückgenommen. legte dann weiter, dar, daß eine derartige Genossenschaft für eine Norden. Die Verbands- Bersammlung findet nicht am 20. Dezember, sondern Zeichen der Zeit. Wie man der Rheinisch Westfälischen tämpfende Gewerkschaft von hohem Nuhen sei, da sie Arbeiter Bildungsjahule. Freitag, Abends von 8-10% Uhr: Güb Arbeiter Zeitung" mittheilt, follen bei dem Unternehmer Dirks zum Beispiel denen, welche ihre Existenz im Kampfe Schule, Bagelsbergerjir. 48: Unterricht in Buchführung( doppelte); oberes in Dortmund und dessen Schachtmeistern täglich durchschnittlich für die Arbeiterfache hätten opfern müssen, einen Sortechnen. Süd- Ostichule, Reichenbergerstr. 133: Deutsch( unteres); Mathematit und mathematische Geographie. Oft Schule, Marfußstraße 31: 100 Personen um Arbeit ansprechen. Gelegentlich der Nacht biete und sie von der bedrückenden Sorge ums tägliche Brot unterricht in Geschichte( neue). Nord- Schule, Müderraße 179a Unterarbeit ist es fogar vorgekommen, daß Arbeitslose noch Nacht befreie. Nachdem die Rednerin noch die erzieherische Wirkung richt in Deutsch( unteres); Physiologie. In alle Fächer, fönnen Schüler 12 Uhr um Arbeit anhielten. Die Arbeitslosen bieten sich für einer derartigen Produktivgenossenschaft hervorgehoben hatte, und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semeſters, eintreten. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marx, Abends sk uhr, jeden Preis an, nurde in die Diskussion eingetreten, in welcher Hebel aus bei Grube, Martendorferstr. 10. Westen, bei Sämerle, Bülowjir. 59. Bergedorf darlegte, daß die an diesem Ort von den ausgesperrten" Holzarbeiter". Abends 8 Uhr im Lotale des Herrn Peterson, Glasarbeitern gegründete Genossenschaft den Anforderungen und Bete anenjir. 32. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Freitag. Uebungs Boraussetungen entsprechen werde, die Frau Steinbach mit Recht unde Abends& Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Raiser'scher an ein leiartiges Juftitut stelle. Nachdem Genosse Buck aus Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Stuhlmey. Nord, Berg straße 68, bet Seller. Borwärts i, S.D. Adalbertstr. 21, bei Roll. Stralau sich ebenfalls für die Genossenschaften ausgesprochen hatte, Buch summer's cher Gesangoerein, Langestraße 65, bei Tempel. fand folgende Resolution Annahme: binder Männerchor Berlins, Alte Jatobstraße 68, bet A. Richter Dividenden Schluckerei. Die Hauptversammlung des Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen der Maiglödchen, Hochstr. 32a, bei Wilte. Gemüthlichteit Palme, martisch westfälischen Bergwert- Vereins ge- Referentin dahin einverstanden, daß von Arbeitern gegründete uger), Seydeljir. 30. Fris, Naunynftr. 86, bei gubeil. in Welten, bet Echröder. Blaue Schleife, in Pantom, Mühlenstr. 24, nehmigte die Vertheilung von 25 pet. Dividende. Genossenschaften nicht dem Einzelnen, sondern der Gesammtheit bei Stöhr. Worgenroth 4, Köpenick, Müggelheimerstr. 3 bei Held. Karthaus Bureaukraten Weisheit.„ Um der Arbeitslosigkeit abzu- um Nutzen dienen sollen, und daß dieselben vor allem den von Wahrheit, An der Zwölf- Apostellirche 7b, ber Framte. Moabit", helfen," haben, wie die Wiener Arbeiter- Zeitung" berichtete, die Unternehmern gemaßregelten Arbeitern einen Hort zu bieten haben, der Gefangverein, Lichtenbergerstr. 21, bet Heise. Wilhelmshavenerstraße 23, bet Brosch. Frete Stebertafel, Mart Gefangverein Eintracht zu Alt- und Neu- Glienicke, bei niederösterreichischen Behörden in dritten Quartal d. J.( Juli- von welchem aus diese Vordämpfer weiter im Intéresse der Ar- grafenstr. 3.-beiterfache wirfen können." 5. Stadelhof, Diudowernraße. Gefangverein Morgenroth, 2 August- September) 37 Firmen mit 1546 Arbeitern die Bewilligung In einem Schlußwort wies die Referentin noch darauf hin, ied 1. Griebrichsberg, Friedrich- Karlstraße 11 bet Heinecke. Arbeiter- Gesangverein Fretes Charlottenburg, Bismarckstr. 74. zur Ueberschreitung des Normal- Arbeitstages daß die Hamburger Tabalarbeiter- Genossenschaft im Gegensah verein Berliner Typographia, Fischerftr. 25. ertheilt. Insgesammt wurden 1622 Ueberstunden bewilligt. zu Privatunternehmern während der Cholerazeit keinen der Ar- Nordwacht, Wüllerstr 7, bet Reichert. Gesangverein Schmargens Wenn man die Zahl der zur Ueberstundenarbeit gezwungenen beiter entlassen und fich auch sonst als Musterbetrieb bewährt Dorf in Schmargendorf, Wirthshaus.- Gefang- und Theaterverein Acaci Arbeiter in Rechnung zieht, fo ergiebt sich, daß in Wien 102 250, habe. Nachdem die Referentin zur eifrigen Unterstügung des hornstraße, im Gambrinus. ( Gem. Chor), Nöpnickerstr. 1-8, bet Schweigberger.- 8utunft 1, Steglt, Offenbacher Sängertran 3, Renau im übrigen Niederösterreich 12 842 leberstunden gemacht wurden. Gefangverein Collegia 1, Manteuffelstr. 9 bet Das sind( in Wien) 9295 Normal- Arbeitstage oder 1549 Normal- Arbeiter- Genossenschaftswesen aufgefordert hatte, wurde die Ver- rant Broß, Unnenstr. 9. sammlung geschlossen. Gefangverein Fretheit Moabit, Stronen Braueret, ft Arbeitswochen, bezw.( in der Proving) 1122 Normal- Arbeitstage oder 187 Normal- Arbeitswochen. Die Erkenntniß, daß durch Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. de Buschriften find zu senden an G. Gröder, Noftizstr. 29, 8 Treppen. Berkürzung der Arbeitszeit am ehesten Arbeit zu schaffen Freiing: Vergnügungsverein Grüne Tanne, Martusstr. 8. Theaters ist, haben sich die organisirten Arbeiter, wie man zu sagen pflegt, und G.jangverein cacte, Röpniderir. 3.- Tambour- Verein Boruffia Königsbergerfir, 24.- Tambour- Berein Ruf, Inselstr. 1. Tambourverein längst an den Stiefelfohlen abgelaufen. Tie neumimal fluge wirbel Gartenstr. 62. Bureaukratie hat aber diese Binfenwahrheit noch immer nicht tapirt. Zum Vorsitzenden des Rechtsschutzvereins der Bergleute Rheinlands- Westfalens wählten die Vertrauensmänner Dieser Organisation den bisherigen Vorsitzenden Warten fajt einstimmig wieder. B Die Zahl der Arbeitslosen Englands wird, wie die Workmen Times" berichten, Keir Hardie auf 114 Million geschätzt; in London allein sind 100 000 Personen ohne Arbeit. John Burns verlange, von den Lokalbehörden die Beschaffung von Arbeit unb Brot. " Eine Versammlung des Allgemeinen Arbeiterinnen Bereins tagte am 20. d. M. Genosse Dr. We yl hielt in der felben einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über die fanitären Zustände Berlins, woranf Frl. Eichner die Betheiligung an der demnächst stattfindenden Bersammlung der Streit- Kontrollfommission empfahl. Frau Fahrenwald richtete diefelbe Aufforderung an die neugewählte Agitationsfommission. Der Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufe genossen hielt am 20. b. Wt. eine Verfannulung mit Damen ab, in welcher Frl. Baader einen begeistert aufgenommenen Vortrag über die Frauenbewegung hielt. Tem Vortrag solgte eine lebhafte iskussion. Nowiads. Moabit 47/49. A Gefang Gefangverein Gefang-, Turn- und gefellige Vereine. Freitag. Männer- Gefang as edding, abends sy Uhr, bei Schäfer, Neue Hochstr. 49. Derein Unton, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Quartettverein Männerchor Waldesrauschen, bend 9 Uhr, bei Weigt, Wartgrafenjir, 87. Privats Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bet Schulz, Buttbuserstr. 35. subtubet- Männerchor, bends s uhr, Restaurant Richter, Atte Jakobitraße s Must- Dilettantenverein, Zonita", Abends sy uhr bet Schent, Krautstr. 39,.bungsitunde. Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung turnt Freitag und Stenjing Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums Vantur. 9-10. Turnverein Gesundbrunnen Die 1. Wanner Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% 1hr in der Zurn halle des Leffing- Gynmafiums, Pantstr. 9-10. Bergnügungsverein Esperance, Abends 9 Uhr, Nosenthalerstr. 11-12, aute Jalobftr. 128( 20genhaus). Oranienjir. 183 p. Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8% Unterhaltungstlub Schiller, jeden Freitag Abend sur um diestaurant Holzbacher, Dreifeltr. 8. Staittub rand. Jeden Freitag, Abends 8% Uhr, bet Subrich, Lubbenerstr. 22. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Friday at 9 p. m. at Behrens Restaurant Königstr. 62, Guests are welcome. Literarisches. Aus Pittsburg wird von einer Spaltung innerhalb der Organisation der Eisen und Stahlarbeiter gemeldet. Ju Nummelsburg sprach am Sonntag Frau Rohrlack Die genaueren Umstände sind zur Beurtheilung der amerikanischen vor einer von Männern und Fra en gut besuchten Ber- im teftaurant. Vergnügungsverein Veilchen, bend 9 Uhr, bet Brauns, Berhältnisse derart intereffant, daß sie hier nach dem Philad. fammlung über Aberglauben". Der Vortrag gipfelte in der an Tageblatt", vollständig mitgetheilt fein mögen. Tie die Frauen gerichteten Aufforderung, schon in die Kinder den Finishers" welche sich von der Assoziation losgefagt Steim einer freien Weltanschauung zu pflanzen. In der Diskussion haben und fortan eine eigene Organisation Lilden wollen, sprach Herr Vogt gegen die von Frau Rohrlack vertretenen Angehören zu den" Aristokraten" unter den Eisenarbeitern sichten und meinte, Heligion müsse sein, weil sonst die Menschheit und verdienen von 15-30 Toll. per Tag. Als die Fabrikanten verdumme. Selbstredend wurde diesem Herrn von der Referentin vorigen Eommer auf Lohureduktion bestanden, gab es unter den gebührend geantwortet. Nachdem noch verschiedene Genossen den diversen Jnteressen- Kliquen in der Assoziation Schietereien, durch Vortrag der Frau Nobelack ergänzt hatten, schloß die Versamm welche jede die Retuftion von fich abwenden und andere Gruppen lung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie. treffen laffen wollte. Die Puddler waren am stärksten und opferten die Finisher auf dem Altar der Fabrikanten, damit sie Ju Spandau fand am Montag Abend eine Arbeiterselbst verschont blieben.) Die Finisher protestirten heftig, aber versammlung statt, welche sich mit der Einführung eines GewerbeDie Querulanz und die deutschfreisinnigen vergeblich. Tafür sind sie nun jetzt aus dem Verband ausge- gerichts beschäftigte. Der Wlagistrat dieser Stadt, in welcher eine Gemeindebehörden Nürnbergs. Von Gabriel treten. Das fann gar nicht überraschen von Leuten, denen die ziemlich bedeutende Arbeiterbevölkerung wohnt, hält es nicht für wen stei u. Dieses vor Kurzem ausführlicher besprochene Organisation Busineß"( Geschäft) und nichts als Busineß ist. nöthig, den Arbeitern eine Juſtitution zu schaffen, durch welche Schriftchen aus der geder des bekannten, im Gemeindeleben Bor einigen Jahren dankte der Eekretär der Assoziation, die zahlreichen gewerblichen Streitigkeiten zwischen Unternehmern wohl erfahrenen Genossen ist nicht bloß von lokaler Bedeutung, William Martin, ab, Lohnstatistiker bei Garnegie und Arbeitern geschlichtet werden könnten. Eine Kommission, sondern kann den Parteigenossen allerorts warm empfohlen zu werden. Das fanden die Leute von der Assoziation welche von einer früheren Versammlung zur Einleitung der ganz forrekt. Der Mann verbesserte" sich, warum sollte er nöthigen Schritte beim Magistrat eingesezt war, hatte in ihrem werden. Es ist ein Leitfaden im Gemeindewahlkampfe, und ins es nicht thun? Ist Busines", nichts anderes. Auf was die Vorgehen bei den Spandauer städtischen Behörden feinen Erfolg. einer gemeindlichen Körperschaft angehören. Zugleich fennzeichnet besondere solchen Genossen zum Studium zu empfehlen, welche Thätigkeit Martin's im Tienste Carnegie's hinauslief, ift sonnen- Die Arbeiter Spandau's sind aber nicht gewillt, fo ohne weiteres das Schriftchen den Gegensatz zwischen Worten und flar. Der Herr Grfet är war selbstverständlich in der Lage, den sich mit dieser Abweisung zufrieden zu geben. Nach einem Vor: Thaten der sogenannten" Deutschfreisinnigen".( Durch die Carnegie's erwünschte. Aufschluß über die Beschaffenheit der trage des Genossen Faber und nachdem sämmtliche Redner aus zu beziehen. Preis 30 Pf.) fast allen Gewerben die Nothwendigkeit der Errichtung eines Buchhandlung des Vorwärts" *) Besfiglich einer Kategorie von Arbeitern, für welche die Gewerbegerichts betont hatten, wurde eine Resolution, welche in Bei der Nedaktion eingegangene Schriften. Rompagnie einen Tagelohn von 2,50 angesetzt hatte, wurden 1,50 je einem Exemplar dem Magistrat und den Etadtverordneten Mittheilungen der Deutschen Gesellschaft für ethische für angemessen erachtet; die Herren Puddler„ opjerten" also nicht Spandau's zugestellt wert en sell, angenommen, laut welcher die Kultur. Von Georg v. Gizydi. Berlin. Ferd. Dümmler's nur die hochbezahlten Finisher! Rommiffion, wenn die städtischen Behörden den Wünschen der Verlagsvbuchhandlung. " Berantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Berlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 12 9 fo e fo 花 g li