N». 26. RbennementS'Bcdlngutiflen: MonnnnentS. Prci» prinumerimdii! Lierteljährl. S>W Mü, monall. I.!0 M!, wöchentlich 28 Pfg. frei in« Hau». Tinzelne Nummer b Psg> konniayZ. Nummer mit illustrierter Sonntag«. BeUage.Die Neue Weit' lv Psg. Post. «bonnement: 1,10 Marl pro Monat. eingewogen in die Post. Zeitung«. Preisliste. Unter Ureuzband ffit Deutschland und Oesterreich» Ungarn 2 Marl, für da« übrige Ausland L Marl pro Monat. Postabonnement« nehmen an: Belgien, Diinemarl. Solland, Italien, Luxemburg. Portugal, umünien, Schweden und die Schwei«. 24. Jahrg. Vicht!»««glich uBtr OtonUgL * Verllnev Volksblcrlk. OK InKrflonS'Gtbflbr dewögt für die sechsgespaltene llolonel- «eile oder deren Raum 80 Psg., für politische und gewerkschaftliche Perein«. und LerfammlungS-Anzeigen 30 Pfg. „Kleine Hnzeieen", da« erste(fctt< gedruSIe) Wort 20 Pfg., jede« weitere »ort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlaf. slellen-An, eigen da« erste Wort 10 Pfg., jede» weitere Wort S Pfg. Worte übei 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müsse» bi« 5 II hr nachmittags in der Srpedtlton abgegeben werden. Die Expedition ist di« 7 Uhr abend« geöffnet, Telegramm.Adresse! „sozlaldtintkrat Renn". Zcntralorgan der rozialdemohratlfcben Partei Deutfcblands. Redaktion: 8Q1. 68» Lindcnstrassc 69. Sterntprertier; tlm» IV. Nr. IHSll. Expedition: SN. 68» Lindenetraese 69. Zpernkpreltier:»lmt IV. Nr. 1684. Neuer offiziöser ihottentotte»sch«vi«öei. Nachdem die„ N o r d d. A l l g. Ztg." nach unserer letzten Abfertigung ihrer kindischen Täuschungsmanöver Wochen- lang geschwiegen» hält sie jetzt den Augenblick für gekommen, ihren alten Schwindel über die Ergebung fortzusetzen. Rekapitulieren wir zunächst einmal kurz den Verlauf der sozialdemokratischen Enthüllungen über die Täuschung des Reichstags und der offiziösen Vertuschungs- Manöver. Am 25. Dezember überraschte die Regierung das deutsche Volk durch die Mitteilung, daß sich Johannes Christian mit 128 Hottentotten gestellt und die Waffen gestreckt habe. Die sozialdemokratische Presse äußerte sofort die Ansicht, daß dieser Kapitulation doch jedenfalls V.e rhandlungen voraus- gegangen sein müßten, die man dem Reichstag anscheinend geflissentlich verschwiegen habe. Diese Verinutung ward zur Gewißheit, als die.„Königsberger Volksztg." jenen Brief eines Südwestafrikakämpfers veröffent- lichte, wonach bereits am 2. Dezember— 11 Tage vor der Reichstagsauflösung— in Windhuk bekannt geworden sei, daß sich«20 Hottentotten ergeben hätten! Die„Nordd. Allg. Ztg." erklärte, daß ihr die Nachricht von der Ergebung der Hottentotten erst am 24. Dezember bekannt geworden sei. Ein paar Tage später erklärte sie weiter, daß nach einem neuerlichen Telegramm des Obersten Deimling das„Friedensabkommen" tatsächlich erst am 23. Dezember zustande gekommen sei. Nun war der„Vorwärts" aber in der Lage, bald darauf seinerseits aus einem vor dem 13. Dezember in Deutschland eingetroffenen Soldatenbriefe mitteilen zu können. daß die Stellung der Hottentotten unter Johannes Christian spätestens bereits Anfang November erfolgt sein müsse. Und gleich darauf veröffentlichte auch unser Dresdener Bruder- organ einen Soldatenbricf. datiert vom 30. Oktober, der bewies, daß sich bereits Ende Oktober Johannes C h r i st i a n mit seinen Leuten zu Friedensunterhandlungen ge- stellt habe. Der Brief vom 30. Oktober schloß mit den Worten: „Wenn Ihr diese Zeilen in die Äände bekommt, werdet alles Nähere bereits wissen." Jetzt konnte das offiziöse Blatt nicht mehr leugnen, daß bereits seit vielen Wochen vor der ReichStagsauflösung ernst- lichste Fricdensunterhandlungen stattgefunden hätten! Und von diesen Friedensverhandlungen hatte der Reichs- tag kein Wort erfahren! Ja. am 13. Dezember hatte Oberst Qua de namens der Regierung die Lage noch besonders schwarz geschildert. Während früher anscheinend die Zahl der noch im Felde stehenden Hottentotten bereits einmal unter 300 herabgeganaen sei, werde sie jetzt— also am 13. Dezember I— auf 5—600 geschätzt I Diesen Tatsachen gegenüber versuchte sich nunmehr die offiziöse„Nordd. Allg. Ztg." durch einen neuen, freilich ebenso unehrlichen Trick aus der peinlichen Affäre zu ziehen. Sie erklärte auf einmal am 13. Januar: „datz bereits monatelange Berhandlungen voraufgcqangen sind. ist nie bestritten, auch mehrfach dem Reichstag zur Kenntnis ge- bracht worden." Diese„mehrfache" Kenntnisgabe bestand aber, wie dann auf neugierige Anfragen des„Vorwärts" das offiziöse Blatt kleinlaut erklärte, in einigen ganz allgemeinen Redensarten des Oberst Ouad-e in der Budgetkommission am C. Dezember, die dahin lautete, daß der Oberst D e i m- l i n g gerade jetzt an der Hoffnung festhalte. daß eine „baldige Niederwerfung(!) des Aufstandes zu erhoffen" sei. Von Friedensverhandlungen wür mit kemer Silbe die Rede. Wohl aber ließ Herr Ouade am 13. Dezember seine 5 bis 600 kämpfenden Hottentotten aufmarschieren I Wir nagelten am 13. Januar diesen neuesten Schwindel gebührend fest— mit dem Erfolge, daß von da ab das offiziöse Organ verstummte! Erst am 29. Januar fand die„Nordd. Allg. Ztg." die Sprache wieder. Der Ausfall der Wahlen hat ihr Zutrauen in die absolute Urteilslosigkeit des Hottcntottcnvlocks soweit belebt, daß sie nunmehr eine längere Darstellung des Oberst Deimling über den Verlauf der Verhandlungen veröffentlicht. Sie lautet: „Nach der fortge'etztcn Verfolgung durch die deutschen Truppen im Spätsommer 1906 traf Anfnng Oktober ein Bote in KecttnauShvop ein, der angab, daß I o h a n n e S Christian, der Kapitän der Bondelzwarts, um Frieden bitte. Der Bote war als unzuverlässig bekannt: eS blieb zweifelhast, ob er tatsächlich vom Kapitän mit dieser Sendung beauftragt war. Er wurde daher an diesen zurückgesandt mit der Aufforde- rung, sich zu stellen. Darauf ließ Johannes Christian den Paler Matinowsli mn eine Unterredung in der Gegend von Springpütz bitten. Nachdcin ihm freies Geleit zugesichert worden war, traf er sodann mit 50 Kriegern am 24. Oktober in Hcirachabis ein, von wo er am LS. zum Oberstleutnant v. Estorff nach Ukamas beschiedcn wurde. Die Unternehmungen in dem beschränkten Gebiet der Karaöberge wurden vorläufig eingestellt. Oberst- leuwaut v. Estorff erhielt Weisung, mit den Bondelzwarts auf folgender Grundlage zu verhandeln: Unterwerfung, Abgabe der Waffen, Zusicherung von Leben und Freiheit, Letztere wurde zu- gesagt, weil durch die Missionäre zuverlässig bekannt war, daß die BondelS den Kampf bis zur Vernichtung der Gefangenschast vorziehen würden. I Am 27. und 28. Oktober meldete jedoch Oberstleutnant v. Estorff, der Kapitän erkläre, über die Waffenabgabe nilbt entscheiden zu können, ohne das Einverständnis Josef Christians und anderer Grotzleute, deren baldiges Eintreffen erwartet werde. Durch das Sammeln des Stammes wurde nun aber der Beginn der Verhand- lungen bis zum 2l. Dezember verzögert. Die Ende Oktober erfolgte Allssendung von Boten, die die Grohleute auf- suchen sollten, blieben erfolglos. Auch dem Pater Malinowsli, der daraufhin am 15. November abgeschickt wurde, gelling es bis zum 0. Dezember nicht, die Verbindung mit Josef Christian und Morris zu gewinnen. Er meldet?, daß sie auf englischem Gebiete nicht erreichbar seien. Unterdessen waren mehrfach vergebliche Versuche ge- macht, mit den bereits e i n g e t r ö s s e n e n Bondelzwarts zu verhandeln. Ihre Zahl war Mitte November auf 128 Männer angewachsen. Sie weigerten sich jedoch einmütig, auf die Forderung der Waffenabgabe einzugehen und bestanden darauf, daS Eintreffen der Großleute abzuwarten, indem sie er- klärten, daß die noch ini Felde stehenden Führer sich an ein Teil- abkommen nicht gebunden erachten würden. Es ivar durch- aus zweifelhaft, ob der Einfluß deS Kapitäns sich Geltung verschaffen würde. Offenbar bestand noch eine starke Kriegspartei, die durch Hetzereien von der Grenze her in ihrem Mißtrauen gegen die deutschen Absichten an- dauernd bestärkt wurde. Unter diesen Umständen ivar es noch Mitte Dezember völlig ungewiß, ob die Unter- werfung zustande käme. Die Bondelzwarts waren während der ganzen Zeit im Besitze ihrer Waffen und völlig frei in ihren Bewegungen. Die Wiedcrcröffmmg der Feindseligkeiten konnte stündlich eintreten, die Truppe blieb daher beständig marschbereit. Aus anderen Gebieten des Kriegsschauplatzes hatte der Kriegszustand fortgedauert. Am 23. Oktober hatten lvestlich Kouchanas Gefechte des Hauptmanns Siebert und des Ober- leutnants Müller v. Berneck augenscheinlich gegen Stüvmann- Leute stattgefunden. Anfang November hatte diese Bande einen Ueberfall bei Uchanaris ausgeführt, und die Unter- nehmungen deS Oberleutnants Moliäre in den Huib- und Huus- Bergen gegen Fielding halten bis in den November hinein ge- dauert. Damalige Nachrichten bestätigten zudem das Vorhandensein weiterer bewaffneter Banden. Oberst v. Deimling hielt eS daher um diese Zeit noch nicht für angängig, Bericht über die beabsich- tigten Verhandlungen zu erstatte», wozu noch jegliche Unterlage gefehlt habe. Erst isochdem weitere einflnsireiche Großlente hinzugetreten waren und brieflich die Zustimmung Josef Christians eingetroffen war,.entschied stch Oberst v. Deim- ling dazu, die Verhandlungen durch den Oberstleutnant v. Estorff beginnen zu lassen, die sich dann sehr schnell vollzogen. Der Kapitän und die vorhandeven Gkoßlcule trafen am 21. Dezember zu den Verhandlünäen in Ukamas ein. Nunmehr fanden sie sich bereit, sich der Hauptforderung— Unterwersimg und Abgabe aller Waffen— zu fügen unler der Bedingimg, daß von einem Abtransport aus ihrem Stammeslande abgesehen werde. Oberstlcumant v. Estorff. der Auftrag hatte, die Verhandlungen nicht an der Frage des Wohnsitzes scheitern zu lassen,. meldete in der Nacht, 21.— 22. Dezember, dem. Obersten v. Deimling leine und MalinowokiS Ueberzeugmig, daß die Unterwerfung nur durch Nach- geben in dieser Frage, dann aber sofort erreichbar sei. Auf die Zusage der Lokationen bei Kalkfontein und KectmanShoop wurde der Entwurf zum Abkommen vom Oberstleutnaimt v. Estorff am 22. nachmittags telegraphisch dem Obersten v. Deimling gemeldet und von diesem mit unwesentlichen Abänderungen am 23, genehmigt. An demselben Tage wurde das Abkommen unterzeichnet, woran sich die Waffenstreckung unmittelbar anschloß. Nack Angabe der Bondelzwarts stehen augenblicklich noch IVO bis 150 Franz niann-Hottentotten unter Simon Copper im F e l d e, die seit einem Jahre in der schwer zugänglichen Kalahaxi sich abwartend verhalten, außerdem im Siide» noch einzeln? kleine Banden, auf Viehranb ausgehend, ohne Widerstandskraft, doch sehr beweglich und schwer zu fassen. Im Norden befinden sich Feldherero in unbekannter Zahl im Busch, die zu freiwilliger Ge- stcllnng nicht geneigt sind, aber keine Unternehmungslust und Widerstandskraft zeigen." Wir haben den ganzen Bericht nach dem offiziösen Wortlaut wiedergegeben, weil gerade er beweist, wie nicht- achtend der Reichstag behandelt worden, wie geflissentlich daL Volk getäuscht worden ist! Also bereits Ende Oktober begannen tatsächlich die Ver- Handlungen! Und bereits Mitte November hatten sich die 128 Bondelzwarts gestellt, deren Ergebung am 25. Dezember(!) mitgeteilt wurde I ' Allerdings behauptet Herr Deimling, die Friedens- aussichten seien bis Ende Dezember h ö ch st unsicher gewesen. Seine-eigene Darstellung beweist das Gegenteil! Wenn die Hottentotten sich bereits bis Mjtte November 128 Mann stark gesammelt hatten(die Gesamtzahl der sich schließlich Er- gebenden betrug 155 1), so zeugte das für ihre zweifellos ernste» Friedensabsichten! Aber weiter: Bis zum 9. Dezember war es nach dem Bericht des Obersten Deimling unmöglich, mit den auf englischem Gebiet befindlichen Jo se f C h r i st i a n und Morris in Verbindung zu treten. Seit dem 9. Dezember muß also diese Verbindung hergestellt gewesen sein. Warum teilt denn da Herr Deimling nicht mit, welche Stellung nach der Her- stellung der Verbindung, die doch vier Tage vor der Auflösung des Reichstages zustande kam, die Josef Christian und Morris einnahmen?! Statt auf das ausschlaggebende Moment einzugehen, läßt das offiziöse Organ den Bericht Deimlings allerhand Ab- schwcistlngc» machen und auf Ereigniffc eingehen, die sich lange vor dem 9. Dezeniber abgespielt hatten! So erzählt Herr Deimling, daß im Oktober(II) und „bis i» den November hinein"(11) noch Gefechte auf anderen Teilen des Kriegsschauplatzes stattgefunden hätten. Was haben denn diese Dinge mit den Friedensverhandlungen mit den> Bondelzwarts zu tun, wie sie sich am 9. Dezember und den folgenden Tagen entwickelt hatten, nachdem die Verbindung mit Josef Christian und Morris hergestellt war?! Man sieht, Herr Deimling quirlt nach der offiziösen Darstellung die Dinge möglichst wirr durcheinander, um die Tatsache zu verschleiern, daß bereits vor der Reichstags- auflösung der Friedensschluß als gesichert angesehen werden konnte, daß aber die Regierung dem Reichstag all diese Dinge nicht nur unterschlug, sondern ihm auch die Lage fälschlich als gerade im Augenblick bedrohlich darstellen ließ I Diese absichtlich wirre, lückenhafte Darstellung hat denn auch den Erfolg gehabt, den biederen Freisinns mannen abermals Sand in die Augen zu streuen. Bemerkt doch die „ F r e i s i n i g e Z t g." zu dieser Darstellung: „Aus dem oben Mitgeteilten geht mit Sicherheit hervor, daß die deutsche Regierung keineswegs, wie ihr während des Wahlkampfes wiederholt vorgeworfen ist, absichtlich die nahe bevorstehende Unterwerfung dem Reichstage verschwiegen, daß sie«irlmehr selbst erst Weihnachten von den Verhandlungen und ihrem günstigem Abschluß Kunde erhalten hat. Dagegen muß es doch als höchst auf- fällig bezeichnet iverden. daß Oberst von Deim- ling nicht früher über die Verhandlungen mit den Bondelzwarts berichtet hat. Seine Angabe, die Aus- sichten über eine Unterwerfung der Hottentotten seien noch un- bestimmt gewesen, scheint uns nicht stichhaltig. Es wäre seine Pflicht gewesen, unter allen Umständen die Berliner Zentralinstanz über die e i n z e l n e n P h a s e n der Versuche zur friedlichen Beilegung des Streites auf dem Laufenden zu erhalte n." Die„Freisinnige Zeitung" ist in ihrem Eifer. die Regierung aus der unangenehmen Patsche herauszuholen, wieder einmal o f f z i ö s e r, als das offiziöse Organ selbst I Sie behauptet. daß die Regierung wegen des V e r s ch w e i g e n s der Tatsache der bereits seit Oktober schwebenden Friedensverhandlungen keine Schuld treffe, habe die Regierung von diesen Friedensverhandlungen doch selbst erst am 24. Dezember Kenntnis erhalten! Mit Verlaub: das ist unrichtig! Oberst Deimling erklärt keineswegs, daß er der Re- gicrung erst am 23. Dezember Meldung von den Friedens- Verhandlungen gemacht habe, er sagte nur. daß er es „um diese Zeit", d. h. Anfang November noch nicht für angängig gehalten habe, Bericht zu erstatten. Wann der Bericht dann e r st a t t e t worden ist, darüber schweigt sich Herr Deimling aus! Uebrigens sollte sich die„Freis. Ztg." doch entsinnen, daß bereits am 10. Dezember die„Nordd. Allgem. Ztg." zugegeben hatte, daß sie schon vor der ReichstagSauflösung von den Friedcnsunterhandlungen Kenntnis gehabt habe. In ihrer folgenden Nummer stellte sie dann ja sogar die Bc- Häuptling auf, daß von diesen Friedensunterhandlungen auch dem Reichstage Kenntnis gegeben worden sei! Herr Deimling ist also nicht der Hauptschuldige, sondern die Regierung, die dem Reichstag die Wahrheit über die Lage in Südwestafrika verschwieg, um einen Borwand für die Reichstagsauflösung zu haben, um den Freisinn völlig mit Regierung, Flrischwuchcrer» und Reichsvrrbändlern zusammen- znkoppeln und dergestalt Hottentottemvahlen zu inszenieren l (ieiamtergebnis des ersten Aahiganges. Der„Reichsanzeiger" veröffentlicht das Ergebnis der Wahlen am 25. Januar nach den amtlichen Ermittelungen. Nach dieser endgültigen Aufstellung ergibt sich folgendes Resultat: ierbei 1 erledigtes Mandat. halten: soweit sie bisher iertn sind enthalten: Christlichsoziale, Dcuischsoziale und der Wirtschaftlichen Ver- ') t). Bund der Landwirte, eüngung angehörten. Ein genaues Verzeichnis der Stichwahlen, an welchen die Sozialdemokratie beteiligt ist. nebst genauer Angabe der auf die Gegenkandidaten gefallenen Stimmenzahlen findet der Leser an anderer Stelle dieses Blattes. Die AichWhitalM der Parteien. Nachdem sich die durch den ersten Wahlgang geschaffene politische Situation mehr und mehr geklärt hat, veröffentlichen jetzt nach- einander die verschiedenen Parteien ihre Stichwahlparolen. Die Parole der beiden konservativen Parteien, der Deutsch- konservativen und der Reichsparteiler, steht noch aus. Soweit fie aber unsere Partei betrifft, ist sie von vornherein entschieden. Beide Parteien werden, wie ihrem reaktionären, volksfeindlichen Charakter entspricht, unter allen Umständen bei den Stich- Wahlen gegen die Sozialdemokratie stimmen, mag der Gegenkandidat unseres Kandidaten sein und heißen, wie er will. Ob Zentrumsmann, Nationalliberaler, Freisinniger oder Pole, ob Anti- oder Philosemit— er hat in allen Fällen auf konservative Unterstützung gegen seinen sozialdemokratischen Gegner zu rechnen. Dasselbe gilt von der Partei der politischen Korruption und Erundsatzlosigkeit, der nationalliberalen Partei. Noch vorgestern schrieb die„Köln. Ztg.": „Für die Wahlkreise, wo Zentrum und Sozialdemokratie mit- einander um den endgültigen Sieg ringen, kann nach den obigen Kundgebungen und der ganzen politischen Lage ebenfalls nur Wahlenthaltimg in Frage kommen. Keine Stimme einem So- zialdemokraten, aber auch keine Stimme dem Zentrumsmann." Doch diese Stimmung hat nicht lange vorgehalten. Bereits gestern schrieb die„Rhein.-Westf. Ztg.", das Schlagwort:„Lieber rot als schwarz" bringe nicht die rechte Lösung. Grundsätzliche Be- denken könnten zwar einen Politiker ebensowenig abhalten, in der Stichwahl einen sozialdemokratischen Bewerber gegen einen ultramontanen zu unterstützen, wie umgekehrt einen Zentrumsmann in der Stichwahl vor einem Sozialdemokraten den Vorzug zu geben. Aber hier müßten andere Erwägungen den Ausschlag geben, und hierzu zeigten die bisherigen Resultate den Weg: „Es gilt ganze Arbeit zu tun. Die Sozialdemokraten, denen in den Hauptwahlen so übel mitgespielt worden ist, dürfen sich in den Stichwahlen nicht erholen. Dieses praktische Erwägen verbindet sich mit einem anderen. Da auch in Kreisen, in denen Sozialdemokraten und Ultramontane miteinander ringen, die nationalen Stimmen mittun sollen, so muß selbstverständlich in anderen Kreisen für die nationale Sache ein Nutzen heraus- springen. Das läßt sich nur auf dem Wege der inter lokalen Wahlkompromisse erreichen. Und da liegen zwischen Zentrum und Nationalen die Verhältnisse viel einfacher und reinlicher, als zwischen Sozialdemokratie und Nationalen. Deshalb nur treten wir für ein Wahlkompromiß mit dem Zentrum für die kommenden Stichwahlen ein. Nüchterne Ueberlegung gibt den Rat; das Zentrum wird in den Geschäfts abschluß gern einwilligen. In die Verhandlungen ließen fich zehn Stichwahlkreise einziehen. Essen, Düsseldorf, Köln Höchst und Mainz würden mit nationaler Hülfe dem Zentrum gegen die Sozialdemolratte gewonnen; in Duisburg, Bochum, Dortmund. Dieburg und Frankfurt a. M. müßte das Zentrum die nationalen Kandidaten unterstützen. Auf dieser korretten Basis ließe sich ein Zwcckbündnis schließen, dessen Kosten die schwerbedrängte Sozialdemokratie zahlen müßte." Und diese polirische Auffassung des Zechenblattes ist denn auch. Wie vorauszusehen war, von der nationalliberalen Parteileitung akzeptiert worden. Die„Nationall. Korrespondenz" gibt nämlich folgende Stichwahlparole aus: „Die Zurückweisung der Sozialdemokratie durch die bürger lichen Parteien beraubt' das Zentrum der Möglichkeit, im Verein mit der Sozialdemokratie über jene antinationale Mehrheit zu verfügen, die am 13. Dezember zur Auflösung des Reichstags führte. Aufgabe sämtlicher bürgerlichen und nationalen Parteien bei den Stichwahlen ist es. die Niederlage der Sozialdemokratie noch weiter zu vervollständigen; Gegenüber diesem Ziele müssen alle Mißhelligkeiten und Eifersüchteleien der einzelnen Parteien untereinander beiseite gesetzt und die Sozialde'mokrati mit vereinten Kräften bekämpft werden!" Die„Freis. Bolkspartei" vermeidet es, wie wir schon gestern meldeten, eine bestimmte Stichwahlparole auszugeben Politische Grundsätze kommen für fie nicht in Betracht, sondern nur der Gewinn möglichst vieler Mandate. So überläßt fie es dem Belieben oder örtlichen Wahlkomitees, sich in dem einen Kreis für einen Agrarkonservativen oder Landbündler gegen einen Sozial- demokraten, in einem anderen Kreise vielleicht für den Sozial- demokraten gegen einen Agrarkonservativen zu entscheiden. Etwas, wenn auch nicht sehr viel präziser ist die Wahlparole der„Freisinnigen Bereinigung". Sie fordert bekannt- lich die freisinnigen Wähler auf,„nur solchen Kandidaten in der Stichwahl ihre Stimme zu geben, die durch ihre Programme und ihre Persönlichkeit die sichere Gewähr dafür bieten, daß sie nicht der politischen und geistigen Reaktion Hülfe- dien sie leisten; läßt aber ganz unentschieden, wie weit sie den Kreis derjenigen zieht, die„nicht der politischen und geistigen Reaktion Hülfedienste" leisten. Gehören zu diesem Kreis auch die Nationalliberalen, vielleicht auch einige Reichsparteiler? Auch das Zentrum gibt jetzt seine Wahlparole aus, die eine gewisse Aehnlichkeit mit der des Vorstandes unserer Partei zeigt. Die am Dienstag in Köln versammelten Vorsitzenden der Landes- und Provinzialausschüsse der Zentrumspartei der Rhein Provinz, Westfalens, Hessen-Nassaus, des Großherzogtums Hessen und der Rheinpfalz solvie die Vertrauensmänner einiger anderer Bezirke haben nämlich beschlossen: Den Wahlkomitees der Zentrumspartei zu empfehlen, nur diejenigen Kandidaten zu unterstützen, welche sich verpflichten ein- zutreten: Dr. für. Sufrechterhaltung des geltenden ReichstagswahlrechtS, gegen jede Beschränkung des KoalittonsrechteS, für Fortführung der sozialen Reformgesetzgebüng, sowie gegen jedes Ausnahme- ?esetz auf polittschem Gebiete; ür Sicherung der volle» Religionsfreiheit in allen deutschen Bundesstaaten im Sinne des Toleranzantrages und gegen jedes Ausnahmegesetz auf religiösem Gebiete. Köln, 29. Januar 1907. Spahn, Dr. Karl Bachem. CahenSlh, Fritzen- Düsseldorf, Gröber, Herold, Dr. Jäger, Müller-Fulda, Dr. Schmitt- Mainz, Trimborn. Als Kommentar zu den Beweggründen, welche die Zentrums leitung zu diesem Beschluß veranlaßt haben, kann folgender Ab schnitt aus dem„Stichwahlen" betitelten Leitartikel der„Germania' dienen: „Bei der Hauptwahl war das Zentrum isoliert und überall hon Feinden umgeben, auf die eigene Kraft angewiesen. Die „nationale" Wahllüge— das Lügen scheint überhaupt zu den neuen„nationalen" Errungenschaften zu gehören— daß ein „schwarz-rotes Kartell" bestehe oder ein„Wahl- bündnis" zwischen dem Zentrum und den Sozialdemokraten, war eine freche Erfindung. Die Zentrumspartei hat be- züglich der ReichStagswahlen nicht die Spur eines Bünd- nifses mit der Sozialdemokratie abgeschlossen, sie hat sogar in mehreren Wahlkreisen, loie zum Beispiel in Königsberg, in Breslau-Ost und BreSlau-West den„nationalen" Kandidaten schon bei der Hauptwahl zum Siege verholfen, dafür freilich Anerkennung bis jetzt kaum gesunden. Wenn aber tatsächlich ein Wahlbündnis zwischen Zentrum und Sozialdemokratie ab- geschloffen worden wäre, so hätten diejenigen wahrlich keinen Grund, sich darüber zu beklagen, welche da? Ziel des Wahl- kampfeS in erster Linie darin erblickten, die„schwarz-rote Mehr- heit" im Reichstage zu vernichten. Von diesem Gesichtspunkte aus wäre es gewissermaßen ein Gebot der Selbsterhalmng und der Aufrechterhaltung der parlamentarischen Machtstellung gewesen, wenn Zentrum und Sozialdemokratie von vorn- herein ein Bündnis zur gegenseitigen Unter- stützung abgeschlossen hätten, oder jetzt ein solches für die Stichwahlen schließen würden. Die freikonservative„Post" muß heute selbst gestehen, daß in der Hand des Zentrums liegt, für die Mandate, die man etwa der Zenttumspartei nimmt— zum Beispiel -Köln, Düsseldorf, Esten und Höchst-Ufingen— Revanche zu nehmen und den Sozialdemokraten so viele Mandate zuzuwenden, daß„s elbst die nach der Haupt Wahl zu erhoffende Bildung einer nationalen Mehrheit wieder in Frage gestellt werden könnte", Das ist richtig. Und das rechtfertigt zugleich unsere gestrige Frage, ob wirklich das Ziel einer Vernichtung der„schwarz-roten Mehrheit' durch die Hauptwahlen schon tatsächlich erreicht sei. Würde man lediglich mit dem Rechnenstift und lediglich nach taktischen Rück sichten auf die Möglichkeit parlamentarischer Mehrheitsbildungen verfahren, dann würde ein wirttiches Stichwahlbündnis zwischen Zentrum und Sozialdemokratie die Ergebnisse der Hauptwahl noch jetzt so sehr korrigieren können, daß von einem Triumph der„nationalen" Parteien über die Niederlage der„schwarz-roten Reichstagsmehrheit" wenig oder nichts mehr übrig bliebe, wie dies die Post schon angedeutet hat... Ein neuer Kartellreichstag würde nicht nur das Reichstagswahlrecht, sondern auch das Budgetrecht, er würde auch das Koalitionsrecht in Frage stellen. Eine der Regierung un- bedingt ergebene Regierungsmehrheit würde für alle möglichen uferlosen Pläne, wenn fie mit„nationalem" Mäntelchen behängt würden, zu haben sein und die Steuerlast ins Ungemessene vcr- mehren. Auch gegen Ausnahmegesetze würde dann lein sicherer Schutz mehr im Reichstage zu finden sein.— Auf eine sichere, feste Wahlhülfe kann also unsere Partei in der Stichwahl von keiner Seite rechnen. Um so mehr gilt es, alle Kräfte auf das äußerste anzuspannen, um aus den Stichwahlen herauszuholen, was irgend möglich ist. In den wenigen Tagen, die uns noch von der Stichwahl trennen, muß die Scharte des 25. Ja- nuar möglichst ausgewetzt werden. Die Sozialdemokraten in der Stichlvahi. Die Zahl fett bedeutet: Die betreffende Partei hat den Kreis bisher vertreten. Ms stehen in Es geben den Stichwahl Ausschlag Elbing-Marienburg. Ctispin(Soz.).!... 6838 (k.) 12206 v. Oldenburg Danzig(Stadt). Trilse(Soz.).. i., 6391 Mommsen(frs. Vg.).,, 7503 Berlin L Dr. AronS(Soz.).... 5012 Kaempf(stf. Vp.).,.. 6067 Obervarnim. Bruns(Soz.) 7235 ---- 6468 Z. 3968 Natl. 3570 K. 4332 W. V. 1864 Z. 4041 tP. 429 17158 13566 11154 7009 Pauli(Rp.) Potsdam-Osthavclland. Dr. Liebknecht(Soz.) Pauli.),,, Hauau-Gelnhausrn. Hoch(Soz.)., i. Lucas(natl.).,, Köln(Stadt). f ofrichter(Soz.).. rimborn(Z.).., Lennep-Mettman». Meist(Soz,)... Eickhoff(frs. VP,).. Elberfeld-Barmen. Molkeubuhr(Soz.). Linz(Rp.).... Düffeldorf. Grimpe(Soz.).. i Kirschvar nie zu erlangen. Eine mündliche Beschwerde beim Landrat blieb ohne Erfolg. In R e p c l n versuchten die liberalen Bauern, unsere Flugblatt- Verbreiter totzuschlagen. Nur mit aller Mühe konnten sich unsere Genossen ihr Leben retten. Im katholischen Elten drohte man unsere Genossen, mit dem Stockcisen totzuschlagen. In Wesel über- fielen die Zentrumsmatadore unsere Flugblattverbreiter mit Stöcken, Biergläsern usw. Der Wahltag war dieser Vorspiele würdig. In Rumeln wurden unsere Genossen, als es Abend wurde, von den liberalen Bauern in die Flucht geschlagen. Dasselbe wurde von der liberalen Partei in Neukirchen, Vluyn, Reveln usw. verübt. Als es dunkel wurde, fielen die liberalen Bauern als Strauchdiebe und Wegelagerer über Unsere Genossen her. Ein Genosse wurde auf einen Hof geschleppt und dann misthandelt. In Beerl, O e s o h, Budberg, Binsheim usw. haben die Liberalen dasselbe getan. Vielfach kamen unsere Genossen ohne Hut, Stock und Ueberzieher wieder, weil sie nur das nackte Leben retten konnten. Im Kreise Rees haben die Zentrümler unsere Leute ebenso behandelt, wie die Liberalen es im Kreise Moers taten. An den Wegen hat man unseren Gc- nassen aufgelauert und sie geschlagen: vis in den Warteraum auf der Eisenbahn hat man sie verfolgt! Mehrfach liefen von den Auhenbezirken Berichte und Telegramme ein:„Dringend Schutz im Wahllokale." Ein katholischer Küster riß den Leuten unsere Stimmzettel aus der Hand und gab ihnen dann einen Stimmzettel der Zentrumspartci mit dem Bemerken, nur diesen dürften sie abgeben. Die Luftschläuche und Mäntel der Fahrräder unserer Genossen wurden zerstochen, damjt sie nicht schnell fortkommen konnten. Im großen ganzen können wir von zirka 30 Ucberfällen melden. Anzeige gegen diese Raufbolde ist schon teilweise erstattet. Trotz dieser Brutalitäten erzielten wir gute Resultate, obschon uns im ganzen Wahlkreise kein Lokal zur Verfügung steht I In mehreren Bezirken ist die Sozialdemokratie schon der absolute Sieger geblieben! Wie man„gute" Stichwahlen macht! Zu der Ansetznng des friihen Stichwahltermins im pommerschen Wahlkreise Randow-Greifenhagen wird uns noch ge» schrieben: Während für Preußen der Stichwahltag meist auf den 5. Februar angesetzt ist, hat der Wahlvorsteher und Landrat des Kreises Randow-Greifenhagen am 29. Januar bei der Verkündigung des amtlichen Wahlresultats den Stichwahltag auf Sonnabend, den 2. Februar angesetzt. Vorher hatte derselbe Herr ein Rundschreiben an alle örtliche Behörden ergehen lassen, wonach jedes Austragen von Flugschriften an Sonntagen verboten sei. Man weist„oben" ganz genau, daß unsere Genossen nur am Sonntag die 400 zum Kreise gehörenden Städte und Dörfer be- suchen können I Und man sieht eS eben natürlich nicht gerne, dast neue Flugblätter nnd Stimmzettel aufs Land getragen werden! Die Stichwahlparole der badischen Parteigenossen lautet für die 4 Wahlkreise, in denen bürgerliche Kandidaten sich gegenüber- stehen, dahin, dast die sozialdemokratische Wählerschaft es sich zur Pflicht machen soll, strengste Wahlenthaltung aus- z u ü b e n. Dieser Beschlust war nach Lage der Sache selbstverständ- lich. Die Z e n t r u m s l e i t u n g Badens hat für die Stichwahlen in Karlsruhe und Pforzheim(zwischen Block und Sozial- demokratie) den Zentrumswählern strengste Wahl- enthaltung auferlegt. Als Kuriosum mutz erwähnt werden, daß die beiden badischcn Parteiorgane„Volksstimme" und„Volks- freund" ein Verzeichnis der badischen Stichwahlen für den 5. Fe- bruar mit den nötigen Erläuterungen veröffentlichen, jedoch die Stichwahl im Karlsruher Kreise nicht erwähnen. Sie scheinen ihrer Sache dort sehr sicher zu sein. Im Kreise Osthavelland haben die Vertrauensmänner de? liberalen Wahlvereins an die liberale Wählerschaft einen Aufruf erlassen, worin sie auffordern, für Pauli einzutreten. Den Wählern, die sich nicht dazu entschließen können, für Pauli die Stimmzettel abzugeben, wird anheim gestellt, weiße Zettel in die Urne zu werfen. Ein solcher Beschlust der Liberalen war vorauszusehen. Er zeigt, dast wir den Liberalismus richtig eingeschätzt haben; die Phrase von der Wahrung der Vollsfreiheit und Interessen, die der Freisinn ständig im Munde führt, wird zum wahren Gespött. Die Sozialdemokratie hält es selbstverstäudlich unter ihrer Würde, um die Gunst einer Partei zu buhlen, die ihre Ideale längst an den Nagel gehängt hat und der die Stärkung des reaktionären Flügels als kleineres Uebel erscheint. Sie wird auch in diesem Stichwahlkampf ihre ganze Kraft einsetzen, um ehrenvoll aus demselben Hervorzugehen. Nach dem amtlichen Wahlresultat sind bei der Wahl 40 822 gültige Stimmen abgegeben worden. Da- von entfielen auf Liebknecht(Soz.) 17 158, Pauli(kons.) 13 566, Freund(lib.) 8193, S ch a 1 1 iv i g 1119, Erzberger(Z.) 709, v. Czarlinski(Pole) 69. z-rsplittert 8. Es fehlen demnach unserem Kandidaten Dr. Karl Liebknecht 3664 Stimmen an der ab- soluten Majorität. Die sozialdemokratischen Wähler vom 25. Januar müssen nun dafür sorgen, dast am Stichwahltage alles, was am Tage der Hauptwahl der Wahlurne ferngeblieben ist, heran« geholt wird. Auch die Gegner werden mit erhöhten An- strengungen arbeiten und alles daransetzen uns den Sieg streitig zu machen. Deshalb gehe jeder mit erhöhten Kräften an die Wahlarbeit! Unseren Stimmenzuwachs im Regierungsbezirk Merseburg zeigt folgende Aufstellung: Halle- Saalkreis Zeitz.... Wittenberg. M a n s f e l d.. To r g a u... Sangerhausen. Merseburg. Delitzsch.. Es hatten also 5 Kreise Gewinn. 6 470 Stimmen 3 Kreise V e r l u st. 1140 Schlietzlicher Gewinn 5 330 Stimmen I 1003 brachte demnach 80 277 Sttmmen, 1907 mit 85607 Stimmen das vorerwähnte Mehr. Der Stimmenzuwachs der Sozialdemokratie in der Provinz Hannover bei der Reichstagswahl am 25. Januar ist nicht unerheblich. Nach dem„Volkswille" wurden an Stimmen für die Sozialdemokratie ab- gegeben: 1. Wahlkreis, 2. 4. 5. 6. 7' «. 0. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 13. 19. Emden, Aurich Osnabrück Melle Verden Nienburg Hannover Hameln Hildesheim Einbeck Göttingen Goslar Celle Uelzen Lüneburg Harburg Stade Otterndorf 1903 2851 1612 6371 929 3598 3155 29381 10198 9023 5130 6041 7807 6996 2029 5592 13074 5964 10202 1907 4809 2196 6447 903 3503— 3159 36013 11078 8997— 5601 6343 7711— 7707+ 1783— 5107— 14639 6259 10500 i I t + i 1958 584 76 26 95 4 6632 880 26 471 302 96 711 246 486 1559 295 298 Die Gesamtzunahme an Stimmen in der Provinz Hannover beträgt danach 13 776, der ein Stiminenrückgang in einzelnen Wahl- kreisen von 974 gegenübersteht, so dast ein reiner Gewinn von 12 802 Stimme» verbleibt.______ politifcbe Qeberlicbt Berlin, den 30. Januar 1907, Eine Mehrheit für den Wahlrechtsraub! Wer unsere Reaktion kennt, wer sich all die frechen Ali' griffe auf das Reichstagswahlrecht vergegenwärtigt, die von Konservativen, Reichsparteilern, Land- »virtschaftsbündlern und Nationalliberalen seit Jahren gegen das allgemeine, gleiche, direkte und ge- Heime Reichstagswahlrecht in der Presse, auf Parteitagen, in den Versammlungen gerichtet worden sind, wer der gestern von uns mitgeteilten Absichten der an maßgebender Stelle so überaus einflußreichen Ballin-Leute gedenkt, der weiß, was er von den eifrigen offiziösen Dementis zu halten hat, an irgendwelche Antastung des Reichstagswahlrechts sei gar nicht zu denken. Es besteht im Gegenteil gar kein Zweifel darüber, daß durch den Ausfall der Hottentotten-Wahlen die Gefahr einer Gefährdung des Reichstagswahlrechts ganz be- drohlich gestiegen ist! Die Betörung des deutschen Volkes durch die nationale Phrase und die reichsverbändlerischen Lügen, durch die noch einmal ein reaktionärer Reichstag zustande gebracht worden ist, mag ja einerseits nianchen Scharfmachern als ein Beweis gelten, daß die Masse des Volkes gar nicht daran denke, das Joch seiner Ausbeuter abzuschütteln. Ob aber diese Hoffnung stärker ist als die Erwägung, daß gerade die Hottentotten- Wahlen eine Möglichkeit geben, nunmehr den Rechten des Volkes zu Leibe zu gehen, bevor sich unter der unaus- bleiblichen Enttäuschung der genasführten Volksmassen wiederum ein Umschwung vollzogen hat, ist sehr die Frage! Daß tatsächlich dem Rcichstagswahlrecht Gefahr droht, beweist folgendes Telegramm, das wir aus München erhalten: „Das hiesige Zentrumsorgan, der„Bayerische Kurie r", teilt mit, daß der bayerischen Regierung nahe- stehende Kreise versucht haben, die Münchener Zrntrumsleitung zu bestimmen, in der Stichwahl für die Liberalen einzutreten, weil im Reichstag eine Mehrheit für eine Abänderung deö Reichstags Wahlrechts geschaffen werden m ü s s e." Es ist ja bekannt, daß es auch im Zentrum Wahlrechts- feinde gibt. Dieser Beeinflussungsversuch der Münchener Zentrumskreise spekulierte also offenbar auf jene vorwiegend junkerlichen Zentrumselemente, die namentlich im s ch l e s i s ch e n Zentrum eine hervorragende Rolle spielen, und die eö denn auch bereits durchgesetzt haben, daß von dem schlesischen Zentrum die Wahlparole ausgegeben worden ist. selbst bei einer Stichwahl zwischen Konservativen und Sozialdemokraten gegen die Sgzialdemokratie zu stimmen! Es mehren sich also die Zeichen, daß es in einflußreichen reaktionären Kreisen tatsächlich auf die Meuchelung des all- gemeinen, gleiche» Wahlrechts abgesehen ist! Wenn krotz alledem der Freisinn bei der Stichwahl den reaktionären und nationalliberalen Scharfmachern gegen die Sozialdemo- kraten zuni Siege verhilft, so ist das seine Sache. Für die Sozialdemokratie gilt es jedoch, bei der Stichwahl alle Kräfte bis zum letzten Atemzug einzusetzen, um die schänd- lichen Attentatsgelüste der Reaktion gegen das Reichstags- Wahlrecht zu vereiteln!--_ Woz» die Kolonialarmee? In dem Bericht des Oberst Deimling über die Entwichelimg der Zustände in Siidwestafrika, den wir im Leitartikel im vollen Wortlaut wiedergeben und kritisch würdigen, heitzt es zum Schlug: „Nach Angabe der Bondelzwards stehen augenblicklich noch 100—150 Franzmann-Hottentotten unter Simon Copper im Felde, die seit einem Jahre in der schwer z u g ä n g- lichen K a l a h a r i sich abwartend verhalten, außerdem im Süden noch einzelne kleine Banden, auf Viehraub ausgehend, ohne Widerstandskraft, doch sehr beweglich und schwer zu fassen. Im Norden befinden sich Feldherero in u n- bekannter Zahl im Busch, die zu freiwilliger Gestellung anscheinend nicht geneigt sind, aber keine Untcrnehmuugslust und Widerstandskraft zeigen." Selbst die„Freisinnige Zeitung" hofft, daß angesichts dieser Lage nun die Schutztruppe entsprechend herabgemindert werde, Diese Hoffnung hat der Freisinn freilich durch seine Art der Wahl- kampffiihrung, durch seine Unterstützung der eingefleischtesten Kolonial- fexe zuschanden genmcht. Die Regierung wird jetzt weniger als je daran denken, auf die Kolonialarmee zu verzichten, deren Schaffung um jeden Preis eines der Hauptmotive der ReichstagSauflösung bildete. �Irgend welcher Grund zur ferneren Belastung von auch nur 6— 7000 Mann in Südweflafrika liegt allerdings selbst nach der Darlegung des Oberst Deimling nicht mehr vor! Die 100—150 Simon-Copperleute haben sich bereits seit einem Jahr völlig passiv verhalten. Jode Offensive wäre für sie völlig aussichtslos, auch wenn die Truppenzahl auf weniger als 2500 Mann herabgesetzt würde. Andererseits würde auch eine 7000 Mann starke Schutztrnppe in der„schwer zugänglichen" Kalahari wenig ausrichten. Den sonstigen kleinen Räuberbanden kann aber auch durch kleine Streif« korps zugesetzt werden; ihretwegen braucht man nicht Tausende auf« zubieten. Und da auch die FeldhereroS im Busch froh sind, wenn man sie nur selbst in Ruhe läßt, steht selbst vom Standpunkte unserer Kolonialschwärmer einer Zurückziehung der Schutztruppe nicht mehr das geringste im Wege! Trotzdem wird die Kolonialarmee in ihrer Mehrheit nicht zurück gezogen werden. 70 oder 80 Millionen jährlicher Ausgaben für unsere südwestafrikanische Schutztrnppe sind ja ein Pappen st iel für unsere blühenden Reichsfinanzen! Und langt das Geld nicht, so greift>nan eben zur Bicrsteuer, Wehrstcucr oder anderen Mitteln, die arbeitende Maffe höher zu belasten. Den Schlotbaronen und Agrariern kommt» ja nicht darauf an I— • Deutfches Reich. Die freisiuuige Schutztruppe der Reaktion. Der von BülowS und LiebertS Gnaden noch einmal galvanisierte freisinnige Leichnam beeilt sich, den Staatsstreichlern und Brotwuchercren durch seine Stichwahlparolen seinen Dank abzustatten. So haben die Vertrauensmänner des liberalen WahlvcreinS für Potsdam- Spandau- O st Havelland folgenden Aufruf erlassen; „In der am 25. Januar stattgehabten Hauptwahl find wir unterlegen, aber trotzdem können wir mutig und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken, da wir die einzige Partei waren, die einen sehr erheblichen Stimmenzuwachs erziell hat. Nunmehr handelt es sich um unsere Stellung zur Stich- wähl. Die Stellungnahme darf aber keinen Augenblick zweifelhaft sein. So schwer es uns wird. wir befinden uns in einer Notlage, wir mästen für Pauli stimmen. Mit diesem Kandidaten haben wir politisch nichts gemein als die Vaterlandsliebe und diese Vaterlandsliebe zwingt uns, für Pauli einzutreten. Unsere Stichwahlparole war:„Aus dem Vodeu der Verfassung. In Treue zu Kaiser und Reich. Für den Liberalismus." Wir wollen auch am Stichwahltage beweise», daß diese Parole kein leerer Schall war. Wer sich trotzalledem nicht entschließen ckaun, Pauli die Stimme zu geben, der gebe weiße Zettel ab. Kein Liberaler sollte eincin Sozialdemokraten die Stimme geben" Die„Boss. Ztg.", die ohne jeden Kommentar die Tatsache registriert, daß sich die bürgerliche» Parteien, vom Zentrum ab- gesehen, überall gegen die Sozialdemokratie zusammenschlöffe», die also dieser schmachvoll reaktionären Taktik ihre Sanktion ausdrückt, registriert dann noch mehrere andere Dokumente der gleichen Borschubleistung der reaktionären Staatsstreichlerei. So meldet sie aus Alten bürg, daß der liberale Landesverband für das Herzogtum Sachsen-Altenburg beschlossen habe, für den Reichsparteiler Schmidt — einen Scharfmacher schlimmsten Kalibers— einzutreten. Des weiteren läßt sie sich aus Elberfeld telegraphieren, daß dort die Freisinnige Volkspartei einstimmig beschlossen habe, in der Stichwahl den konservativ christlich-suzialen Kandidaten zu unter- stützen! So arbeitet der„Freisinn" den WaHlrechtsräubern und.Heuchlern des Koalitionsrechts i» die Hände!— Das„gleiche" Wahlrecht. Die„BolkS-Zeitung" gibt ebenfalls eine interessante Zusammenstellung über die skandalöse Ungleichheit des Wahlrechts, wie sie sich seit 1860 herausgebildet hat. Groß-Berlin mit zusammen 851 000 Wahlberechtigten sei nur durch 8 Abgeordnete vertreten, während 50 andere Wahlkreise mit 854000 Wahlberechtigten 50 Abgeordnete in den Reichstag schickten. Und während von den acht Wahlkreisen Groß-BerlinS sieben durch die Sozialdemokratie vertreten seien, seien von den 50 Wahlkreisen, deren Wühlerzahl der der acht Wahlkreise Groß- Berlins entspreche, 19 durch das Zentrum, 18 durch Konservative und 5 durch Rationalliberale vertreten! Die„Volks-Zeiwng" bemerkt dann: „Kann eS eine schreiendere Ungerechtigkeit geben, als sie in der Gegenüberstellung dieser Zahlen zutage tritt? Die Regierung denkt aber noch immer nicht daran, die Pflicht zu er- füllen, die ihr das Wohlgesetz für den Reichstag vom 31. Mai 186g auferlegt. Natürlich nichtl Denn wenn heute auf derselben Grundlage, auf der bei der Gründung deS Reichstages die Wahl- kreiseiuteilung erfolgte, eine Neueiiiteilung vorgenommen würde, so würde das jetzt in Deutschland herrschend« reaktionäre Regierungssystem mit einem Schlade zusammenbrechen." Selbst das„Berliner Tageblatt" spricht von den „tollen Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten" der jetzigen Einteilung der Reichstagswahlkreise. Während beispielsweise in Schaum« burg-Lippe 9558 Wahlberechtigte einen Abgeordneten wählten, dürfe Teltow-BeeStow mit seinen 247 541 Wahlberechtigten ebenfalls nur einen Abgeordneten wählen. Ein Wähler in Schaumburg-Lippe besitze also daS L7fache Wahlrecht wie ein Wähler in Teltow-BeeSkow. ES ist bezeichnend für das freisinnige Mossebkatt, daß«S diese „tolle Ungleichheit" deshalb besonders schmerzlich empfindet, weil, wenn der Wahlkreis Teltow-BeeSkow in mehrere Wahlkreise zerlegt würde, wahrscheinlich nur in Rirdorf und Schöneberg ein Sozialdemokrat gewählt worden sei; in Charlottenburg wäre wahr- scheinlich Zubeil mit dem Liberalen, im Kreise Teltow mit dem Konservativen in Stichwahl gekommen, undinBeeskow Storkow wäre offenbar der Konservative im ersten Wahl- gang gewählt worden. Das srnsiiinige Blatt hätte eS also lieber gesehen, wenn die 104 000 sozialdemokratischer Stimmen zwar auch nur ausgereicht hätten, einen Sozialdemokraten durchzubringen, daneben aber außer einem eventuellen Freisinnigen noch zwei Konservative durchgebracht worden wären! Sicherlich wäre dann auch der Freisinn außerordentlich damit zufrieden, wenn nach dem Muster der Wahlkreisneueintoilung in Preußen zwar keine allgemeine Reueinteilung stattfände, wohl aber eine Zerlegung solcher Kreise, in denen die Reaktion ihren bis herigen Besitz zuungunsten des Proletariats noch durch Gewinnung weiterer Mandate verstärken könnte!— Späte ErkeuiitiiiS. Die freisinnige Politikern, soweit ihnen nicht daS kleinlichste Fraktionsinteresse mehr gilt als die politische Zukunft des deutschen VolkeS, sehen sich, je näher sie die durch die Wahlen geschaffene Situation betrachten, desto mehr zu dem Geständnis gedrängt, daß der Schwerpunkt de» politischen Gleichgewichts sich beträchtlich nach rechts verschoben hat und deshalb bei den Stichwahlen alles auf« geboten werden muß, damit nicht noch ein viel reaktionärer Reichs« tag zu stand« kommt wie nach den berüchtigten SeptcimatSwahlen. Das„Verl. Tagebl." schreibt: „Jetzt erst recht, unter den ganz veränderten Parteiverhältniffen im Reichstage, mutz unser Wahlspruch lauten:„Los vom Zentrum und von jeder Reaktion!" Die ursprüngliche Regierungsparole gegen das Zentrum muß jetzt, angesichts der Stichwahlen, von der entschieden liberalen Opposition übernommen werden. Aber der Ruf bei dem bevorstehenden Stichwahlstreit darf nicht allein auf die Bekämpfung der Klerikalen abzielen, er mu� vielmehr ebenso laut gegen die starr konser- vative Richtung im Reiche wie in Preußen er- hoben werden. Die augenblickliche politische Lage im Reiche hat eine frap pierende Aehnlichkeit mit derjenigen nach den Septennats wählen. Damals wie heute wurde das deutsche Volk unter Entfaltung einer vermeintlich„nationalen" Fahne an die Wahlurnen herangetrieben, Nun, als die„nationale" Parole ihre Wirkung getan hatte, da beschenkten ReichSregierung uild Parlament das Volk mit einer Reihe von Gesetzen, an denen es bis auf den heutigen Tag schwer genug zu tragen hat. Der„nationale" Spiritus war sehr bald verflogen, aber das Phlegma in der Gestatt sebr schlimmer Gesetze ist gewissermaßen als ein schwer löslicher Niederschlag am deutschen Bolkskörper haften geblieben. Soll sich das jetzt wiederholen. Soll unter dem Blendworte„national" jede rückläufige Regierungsmaßnahme gut- geheißen, jedes Ine ruhige Fortentwiaelung unseres Volkes hemmende Gesetz ermöglicht werden? Der Appetit kommt be- kanntlich beim Essen. Gelingt es, einen reaktionären Reichstag zusammenzubringen, dann lvird die Reaktion keinen Augenblick zögern, herzhaft auS der Schiiffel zuzulangen. Darin liegt die Gefahr für die entschieden liberalen Parteien. die mit dem Aufgebot aller verfügbaren Kampfmittel verhütet werden muß. Das Ziel bei den Stichwahlen kann für die Vcr. treter des entschiedenen Liberalismus naturgemäß gar kein anderes sein, als den parlamentischen Schwerpunkt nicht noch weiter nach rechts sich verschieben zu laffen, und zur Er- reichung dieses Zieles ist jede Bundesgenossenschaft willkommen. Das ist eben die Konsequenz einer politischen Notlage, die wie jede andere Not nach Shakespeares klassischem Worte sonderbare Schlafgesellen bringt."_ Börsendemokratie. Der Beschluß der Freist Volkspartei, keine Stichwahlparole auszugeben, sondern jedem freisinnigen Wahlkomitce zu überlassen, nach Belieben zu mogeln, findet die völlige Billigung der„Franks. Zeitung". Sie leistet sich über diese Stichwahltaktik der absoluten Arundsatzlosigkeit folgendes philosophische Räsonnement: „Es ist eine alte Erfahrung, daß selbst gut organisierte Parteien sich in den Stichwahlen nicht nach einheitlichem Kommando dirigieren lassen. So einheitlich, daß das ginge, ist keine Wählerschaft, selbst nicht die der Sozialdemokratie und des Zentrums. Gerade bei den Stichwahlen zeigt es sich, daß derselbe Parteiname nicht immer dieselbe politische Ueberzeugung bedeutet, daß er ländlichen Wählern etwas anderes ist als städtischen, im Norden etwas anderes als im Süden, und daher kommt es. daß gerade in den Stichwahlen die Taktik sich nach LandcLteilen und Wahlkreisen vielfach ent- scheidet. ES hat immer kluge Parteiführer gegeben, die aus diesem Grunde auf offizielle Stichwahlparolen verzichtet und, von einzelnen großen ganz selbstverständ- lichen Leitsätzen abgesehen, den politischen Freunden in den ein�elnenWahlkreisen die Taktik über» ließen, die za meistens nur nach den Verhältnissen dcS ein- zelnen Kreises zu beurteilen ist." Schon während des WahllampfeS hat das Hauptorgan der üddeutschen demokratischen Volkspartei bewiesen, daß seine politische Leitung sich die Prinzipienlosigkeit zum Prinzip erkoren hat, und, lim seine guten Beziehungen zur Wilhelmstraße aufrecht zu erhalten, sich gern ctwaS von seinen sogenannten„Ueber- zeugungen" abhandeln läßt. Die obige Aeußerung ist lediglich ein weiterer Schritt auf dem Wege seiner politischen Korruption. Der Dank deS Reichskanzlers. Dem General z. D. v. Löbell in Groß-Lichterfelde, dem Bor- sitzenden des dortigen konservativen Vereins und eifrigsten Vor- kämpfer für die konservative Sache, ist eine vom Reichskanzler Fürsten Bülow unterzeichnete Karte zugegangen. Sie enthält auf der eine» Seite ein vortreffliches Bild des Reichskanzlers mit der Unterschrift: „Ein Reichstag, dessen Mehrheit in nationalen Fragen nicht versagt— daS ist die Forderung des Tages I Reichskanzler Fürst Bülow." IS. 1. 07. Auf der anderen Seite der Karte ist vom Reichskanzler ge» schriebe»: „Herzlichsten Gruß und Dank den bürgerlichen Parteien des Wahlkreise» Beeskow-Storkow-Teltow-Charlottenburg und ihren unermüdlichen Führern für die aufopfernde Arbeit im schweren Kampfe. Reichskanzler Fürst Bülow." Eine komische Onittung für die von den Konservativen im Wahlkreise Bceskow» Storkow> Teltow- Charlottenburg erlittene Schlappe._ Niedertracht, wa» nicht gegen mich in» Feld geführt worden ist. Acht Konkurrenzblätter haben darin gewetteifert, mich in den Kot zu zerren, um mir Abonnenten wegzufangen. Wenn jemals die Wahrheit geschändet, die Freiheit mißbraucht und das Recht in sein Gegenteil verkehrt worden ist, so ist es gegen mich, den einzelnen Mann, mit dem Segen der Parteileitung geschehen. Auch die hochwürdige Geistlichkeit hat die nichtsnutzigen Schmutz- blätter gegen mich durch Schulkinder verteilen lassen. Wie ist es nun, wenn zu dcniselben geistlichen Agitator, der Schulkinder zu dieser Ehrabschneidung verführte, dieselben Schulkinder kommen, um ihm als Seelsorger diese Sünden zu beichten?" Fusangel bemerkt zum Schluß:„Ich habe nicht vor, dcn Koriolan zu machen; ich denke nicht daran, mit gewappneter Faust an den ZentrulnStnrm zu pochen, dessen Schwäche niemand besser kennt als ich. Es müßten schon ganz sonderbare Verhältnisse sein, wenn ich mich für meine Person noch einmal in den Wahlkampf begeben sollte, denn, was mir in den letzten Jahren unter der heuchlerischen Devise:„Für Wahrheit. Freiheit und Recht" zu- gefügt worden ist, hat mich derartig mit Ekel und Ueber- d r n tz erfüllt, daß ich froh bin, als vogelfteier Mann leben zu können." Fusangel fordert schließlich das katholische Laienelement auf. die jetzige, völlig unfähige und auf krummen Wegen wandelnde Parteileitung vollständig zu beseitigen, um sich selbst politisch zu organisieren; hieran wolle er mit seiner Zeitung gern mitwirken. Herr Fusangel dürfte recht wenig Erfolg haben. Er ist dazu kaum die geeignete Persönlichkeit. Zum preußischen Einkommensteuergesetz. In der heutigen Nachmittagssitzung der Budget- kom Mission des Abgeordnetenhauses wurde die Debatte über den ß 23 des Einkommensteuergesetzes, d. h. über die Berechtigung der Forderung der Regierung, von den Arbeitgebern Listen über das Einkommen der von ihnen be- schäftigtcn Arbeiter zu verlangen, sortgesetzt. Im allgemeinen stellten sich die Mitglieder der Kommission auf den Standpunkt, daß es zweifelhaft sei, ob die Forderung im Gesetz ihre Rechtfertigung findet und daß deshalb eine Regelung der An- gelegcnheit durch eine Novelle zum Einkommensteuer- g e s e tz, die die Befugnisse der Regierung klarstellt, geregelt werden müsse. Anerkannt wurde von vielen Seiten, daß die Feststellung der Einkommenverhältnisse der industriellen Arbeiter in den Groß- städten eine Forderung der steuerlichen Gerechtigkeit sei und gefördert werden müsse. Die Ausgaben des Etats wurden hierauf ohne weitere Debatte genehmigt. Herr FuSangel. Im Wahlkreise Arn»berg-Olpe«Meschedeist Johannes FuSangel gegen den offiziellen Zentrumskandidaten, den Ar- beiterselretär Becker unterlegen. Unter der Ueberschrift„Meine Niederlage" veröffentlicht FuSangel in seinem Blatt, der„West- deutschen VolkSzeitung", eine Erklärung an seine Anhänger in dem verlorenen Wahlkreise. Darin heißt es: „ES gibt nicht» an Verleumdungen und Be-_.._ schin, pfungen, nicht» an brutaler Roheit und f e i g« r' von den Angreifern fest. Ein Opfer des Drills. In Nürnberg erschoß sich der Soldat rrnbacher vom 1. Chevau-leger-Regiment. Der zunge Mann tte angeblich sein Pferd schlecht geputzt, weshalb man ihm noch drei Pferde zu putzen gab. In der Angst und Verzweiflung machte er seinem Leben ein Ende.— Husland. Oesterreich. Da» Ende der Kurienschmach. Am Montag hat das Kurienparlament endlich seine„edle Seele" ausgehaucht. Eine neue Aera beginnt und Oesterreich tritt neu in die Reihen der Völker ein, die sich das allgemeine Wahlrecht er- kämpft haben und es festhalten werden, allen WaHlrechtsräubern und Volksfeinden zum Tort und Trotz. Die Regierung begleitet die Sanktion des Wahlreformgesetzcs im nichtamtlichen Teil der„Wiener Zeitung" mit einem Appell, in welchem sie die Wähler auf die besondere Bedeutung der kom- Menden Wahlen aufmerksam macht und ausführt:„Mögen die Wähler eingedenk sein, daß heute die wirtschaftliche Woftlfahrt und die soziale Fürsorge den eigentlichen Keim der Politik bilden müssen. Immer mehr werden die Beziehungen der Völker zu ein- ander durch den Handel und die wirtschaftlichen Fragen bestimmt, immer mehr tritt die wirtschaftliche Jnteresscnpolitik in den Vordergrund. Hinter dieser Entwickelung dürfen wir nicht zurück- bleiben. Die reichen Naturschätze Oesterreichs sind noch nicht nutzbar gemacht, unsere Landwirtschaft will sich gegen den mächtigen Wettbewerb behaupten, unsere erstarkende Industrie fordert ihren Anteil an dem glänzenden Aufschwung der Weltwirtschaft, unser hochentwickeltes Gewerbe will sich die Grundlage eines ehrenvollen Bestandes sichern. Die Entfaltung einer von einheit- lichcm Geiste geleiteten Wirtschafts- und Sozialpolitik wird darum zu der obersten Aufgabq des kommenden Reichsrats gehören. Diese Aufgabe verlangt Männer, die ihr mit Eifer dienen wollen, mit Sachkunde dienen können. Sie fordert Männer von besonnener und gerechter DenkungSart, die bei aller Liebe zum eigenen Volks- tamme gewillt sind, an der Herstellung des nationalen Friedens- zustandes mitzuwirken, der alle Kräfte unseres reichgesegncten Vaterlandes erst völlig freimachen würde. Die Beratung der Wahlreform hat bereits erfreuliche Ansätze einer Ausgleichung gezeitigt; sie werden weiter verfolgt werden." Die Regierung kündigt die Ausschreibung der Neuwahlen für einen möglichst nahen Termin an. Inzwischen will sie Gesetzes- vorlagen ausarbeiten, welche„die allgemeine Wohlfahrt zu fördern geeignet" sind. Sie will aber auch„wirtschaftliche Machtmittel bereitstellen, damit der Staat mit fester Zuversicht der künftigen Entwickelung entgegensehen kann".— *» * Das Proletariat Oesterreichs rüstet bereits zum Wahlkampf. Die Sozialdemokratie des Landes, die durch Energie und zähe Ausdauer den herrschenden Klassen das allgemeine Wahlrecht ab- getrotzt hat, zieht frohen Mutes in den Kampf. Die Partei. Vertretung der deutschen Sozialdemokratie Oesterreichs, die in den letzten Tagen in Wien zu einer Reichskonferenz zusammengetreten war, erläßt einen Appell an die«Parteigenossen des Landes, in welchem sie das Proletariat auffordert, den Wahlkampf, der schon in wenigen Wochen auSzufechten sein wird, sofort aufzunehmen. Am Schluß heißt es: „Möge der Wahltag rin SiegeStag für die Sozialdemokratie aller Nationen in Oesterreich sein, die brüderlich geschlossen kämpfen wird, ein Siegestag für die große und heilige Sache der Freiheit!" Ungarn. Also doch!?— Budapest, 30. Januar.(W. T. B.) Justizminister Polonyi hat heute dem Ministerpräsidenten sein schriftliches Entlassung-?- gesuch überreicht.—_ Letzte JNachnchten und Depelcben. Verschüttet. Essen, 30. Januar. kW. T. B.) Auf der Zeche„Eintracht- Tiefbau" wurden heute durch herabstürzende Kohlenmassen zwei Bergleute verschüttet und getötet. Eine Wahnsinnstat Mannheim, 30. Januar.(B. H.) Eine entsetzliche Bluttat er- eignete sich in Lützelsachsen. Der 42jährige Wagner Hörde über- fiel seine Frau und seine sechs Kinder mit der Axt. Zwei Kinder im Alter von 17 und IS Jahren sind tot, die Mutter und die übrigen sind so schwer verlebt, daß nicht an ihr Aufkommen zu denken ist. Die Tat soll im Wahnsinn begangen worden sein. Straßenkampf. Warschau, 30. Januar. kW. T. B.) In der Wolskastraße wurde heute auf Polizisten geschossen und cincr von iliiien vcr- j wiindct. Bei dem nun folgende» beiderseitigen Schieße» wurde ein Polizist getötet. Truppen schritten ein und nahmen mehrere Kerantw. Redakteur: Hon» Weber, Berlin. Inseratenteil verant».: Utz. Glocke. Berlin. Druck u.Verlag�VorwäntBuchdr.u. Verlag»anft«U Paul SingerLcCo., Berlin 5 W. HierzuSveilagrnu.NnterhattungSblatt Nr. 26. 24. Jahrgang. i KeilM to„Nmiirls" Kerlim WlksM Donnerstag. 3t. JanvarlM. Dre rnsstsche Revolutiou. Orgamfierter Wahlschwindel?— Die„Rufs. Korresp.' erhält das nachstehende Telegramm: n t- n r-uijc. A_-r Petersburg, 29. Januar. In hiesigen politischen Kreisen gelangt man allmählich zu der sicheren Ueberzeugung. daß die durch die hiesige Telegrapheuagentur aus der Provinz übermittelten Wahlrcsultate absolut falsch sine.. Die Dorfpolizei hat die Angaben übermittelt, und sie hegt den Wunsch, ihre loyale Wirksamkeit in hellstes Licht zu stellen. Außerdem steht es fest, daß der Ministergehulfe Kryschanofski der Agentur den direkten Befehl gegeben hat. die Wahl von Ber- tretern der linken Parteien zu verheimlichen! die Oberaussicht über die Ausführung des Befehls wurde dem speziellen Beamten Jewtiwescheff übertragen. Nach direkten Berichten an die Parteiorganisation sind die Wahlen hier wie in der Provinz ganz überwiegend als Sieg der lmlen Parteien zu bezeichnen. .» Das.Berliner Tageblatt' bringt in Nr. 4« ein Telegramm über den Sieg der Rechtsparteien bei den Wahlen der Per- treter der Arbeiter, Baueril und Kleinarundbesitzer in 78 Gouvernements. Die gestern eingetroffenen russischen Zeitungen entwerfen aber auf Grund der telegraphischeu Mitteilungen ihrer eigenen Korrespondenten ein ganz anderes Bild. So wird z. B. aus Kostroma gemeldet, daß bei den Wahlen am 2S. Januar in der Kurie der Kleingrundbesitzer der an- liegenden Dorfgemeinden durchweg Fortschrittler als Wahl- männer gewählt wurden. Dieses Resultat ist um so bemerkenS- werter, als im vergangenen Jahre dort nur Rechtslandidaten durch- gekommen sind! Der russische Reichsetat und die Valuta. Der.Russ. Korresp." wird geschrieben: DaS Finanzministerium möchte gern den Schein erwecken, als ob die inneren Unruhen, der Kriegszustand, die völlige Unsicherheit der Person und des Eigentums, der Verlust des Kredites, die Vernichtung der Produktionsmittel, das Sinken des Kurses unseres Rubels und endlich die emsetzliche Hungersnot in 27 Gouvernement«— als ob alle diese Umstände keine verderbliche Wirkung auf die Staatsfinanzen ausübten, daß diese im Gegenteil fortwährend prosperieren. Für die Zweifler und Schwarzseher hat das Ministerium einen schlagenven Beweis zur Hand: Der Ueberschuß der Einnahmen über die AuS- gaben in dem letzten Unglücksjahre um 23S Millionen Rubel. Wie läßt sich aber mit einem so glänzenden Stande der Staatseinnahmen die Bewegung unserer Goldvorräte im vorigen Jahre vereinbaren? Der Stand unserer Goldwährung erweist sich als umgekehrt proportional unserer.glänzenden" finanziellen Lage. Die Valuta ist unzweifelhaft geschwächt. Dies« Tatsache wird auch durch den offiziellen Finanzbericht für das vorige Jahr bestätigt. Im Laufe des Rechnungsjahres wurde bekanntlich eine Anleihe auf 843 Mill. Rubel abgeschlossen, deren größter Teil chdö Millionen Rubel) im Auslande realisiert wurde: außerdem bekam das Schatzamt noch b3 Millionen Rubel als Erlös für die kurzfristigen Obligationen: zusammen also kamen aus dem Auslände 709 Millionen Rubel Gold. Davon wurden zur Tilgung alter Obligationen olchen der Linie 14 wurden be schädigt und liehen sich nicht hochziehen. Der Stromabnehmer mußte durch Schlosser gelvaltsam hervorgeholt werden. Es mußten natür- lich die hierdurch nötig gewordenen Ablenkungen des Strastenbahn Verkehrs vorgenommen werden. Der ForstfiSkuS will nicht zahlen. Die Vorortsgemeinden an der Obcrspree haben in den letzten Jahren graste Teile forstfiskalst scheu Geländes in ihr Gebiet eingemeindet. Der ForstfiSkuS hat cS dabei verstanden, sowohl in den Verträgen mit den einzelnen Ge- meinden als durch Bebauungspläne, welche die Lasten ausschließlich auf die Gemeinden abwälzen, sein Sonderintcressc zu wahren. Dal gegen wehrt sich der Fiskus mit allen Kräften gegen seine Heranziehung zur Einkommen« und Grundwertsteuer, obwohl die Berechligimg der Gemeinden, die Forstverwaltung mit ihren �Grundstücken, die sie nicht forstfiskalisch bewirtschaftet, zur Steuerzahlung heranzuziehen, nach dein Kommunalabgaben- gesetz zweifellos feftstehk. In Ober-Schönelveide hatte sich der Forst- fiskus in dem Eingemcindungsverlrage Steuerfreiheit ausbedungen, wurde aber dann doch besteuert, rief dagegen die Gerichte an, die aber zu seinen Ungunsten entschieden. Auch der Vorort Johannis- t h a l, wo die Verhältniffe ähnlich liege», will jetzt den ForstfiSkuS für da» eingenieindete Terrain zur Steuer veranlagen. Auch hier dürfte e» zu einem Verwaltungsstreitverfahren kommen, da der ForstfiSkuS unter keinen Umständen zahlen will, sondern im Falle er zur Zahlung verurteilt wird, im Zivilrechtswege die Rückzahlung auf Grund seines Vertrages fordern, oder schließlich die ganze Ein- gemeindung rückgängig machen. Die alle Geschichte: im Nehmen groß, im Geben klein. Fortgesetzte große Diebstähle von MilchtranSportfässern beun« ruhigten in der letzten Zeit in immer zunehmendem Maße die Ber- liner Milchhändler. Insbesondere verschwanden auf dem Anhalier Bahnhofe ganze Stapel solcher Fässer, einem Pächter wurden an einem Tage 36 Stück gestohlen. Nach längeren Beobachtungen gc- lang eS der Polizei, den Dieb in der Person de« MilchhändlerS Karl Ambeel, Schöneberg. Hohenfriedbergstr, S. zu ermitteln. Ambeel hatte in Trebbin, einer Station der Anhalter Bahn, ein Lager von nrehreren hundert gestohlenen Milchfässern angelegt; in einer be- sonderen Werkstätte änderte er dam, die Fässer um, brannte seinen Namen ein. versah sie mit einem neuen Anstrich usw. Ambeel hatte sich deswegen gestern vor dem Schöffengericht in Moabit zu verantworten. Obgleich er geständig war. verurteilte ihn das Gericht doch zu der cinpfindlichen Strafe von zwei Monaten Gefängnis. Ein eigenartiger schwerer Unglücksfall ereignete sich in der gesttigen Nacht in der Spandauerstraste gegenüber dem Nathause. Der Kutscher Beseler fuhr mit einem Wagen der städtischen Straßen- reinigung die genannte Straße entlang, verlor da« Gleichgewicht und fiel an der Ecke der RathauSstraste von seinem Sitz herunter. B. stürzte so unglücklich, daß er mit der rechten Hand in da» Walzenrad der Kehrmaschine geriet, wodurch ihm der Zeigefinger vollständig zerquetscht wurde. Außerdem hatte der Kutscher auch eine schwere Kopfverletzung davongetragen. Der Berunglückts wurde nach der Unfallstation in der Brüderstraste gebracht, wo er einen Notverband erhielt, und von dort nach der Eharitö übergeführt. Bon einem Schlächterwagen überfahren wurde gestern auf der Charlottenburger Chaussee an, Knie die 33jShrige Frau Richter. Sie wollte gegen 2 Uhr nachmittag» den Fahrdamm überschreiten, als da» scheu gewordene führerlose Gespann eine» SchlächterwagenS heranfauste. Die R. war vor Schreck wie gelähmt und vermochte den Pferden nicht auszuweichen. Sie wurde von den Tieren nieder- gerissen und geriet unter die Räder des Wagens, die ihr über beide »terschenkel hinweggingen. Schwer verletzt wurde Frau Richter nach dem städtischen Krankenhause in Westend gebracht. Bon seinem eigenen Fuhrwerk überfahre» wurde gestern der 24jähriße Kutscher Otto Gerhardt aus der Reichenbergerstr. 56. Er war»nt einer Fuhre Schnee auf den, Wege nach den, Tenipelhofer Feld und st, der Waiizlickstraste glitt er plötzlich ans dem fchlNpfrigen Pflaster au», stürzte vor die Räder des Wagen« und wurde über- fahren. Arbeitskollegen fände» den verunglückten später schwer» verletzt und in bewußtlosem Zustande auf und sorgten für feilte lleberführung nach dem städtischen Krankenhause. Ueber eine» Unglücksfall, der sich am Montagvormittag i» der Albumfabrik A. Dittmer, Prinzessinnmstt. 30 ereignete, w,rd uns nachträglich folgendes berichtet: Als die Prägerin Frau Adelung eine Albumkoulisse, welche ihren Händen entfallen war, aufheben wollte, geriet sie mit den Haaren in die Kammräder einer Dampfpräge- presse. Nur durch schnelles Herunterreitzen des Riemens kam die- selbe mit leichten Verletzungen davon. Diebstahl einer wertvollen Münzensammlung. Einen unersetzlichen Verlust hat in der gestrigen Stacht der Restourateur S. in der Ber- linerstraste 45 durch Einbrecher erlitten. In, Laufe der Jahre hatte sich S. eine Sammlung wertvoller Münzen angelegt. Bei einen, Einbruchsdicbstahl, der in der vorletzten Nacht in den, Restaurant verübt wurde, ist die ganze Sammlung den Tätern in die Hände gefallen. Außerdem erbeuteten die Einbrecher große Vorräte an Zigarren und Zigaretten, silberne Löffel, Gabeln usw. Ausbrüche Geisteskranker a»S städtischen Anstalten sind in letzter Zeit eine ganze Anzahl zu verzeichnen. Aus Dalldorf und Herzberge cntkänre» kürzlich mehrere als geisteskranke Verbrecher internierte Personen, jetzt wird auS der Anstalt für Epileptische st, Wuhlgarten die Flucht von drei derartigen Leuten gemeldet. Es handelt sich um den 23jährigen Ludwig Perle, den 24jahrigen Willi Seefeld und um den 31jährigen Andreas Seifert. Alle drei waren in dem Pavillon für schwere Verbrecher untergebracht.� Bei dem ersten Morgen- rundgang wurden ihre Zellen leer gefunden. Es zeigte sich bald, dast die Kranken mit Hülfe von fremden Leute» befreit worden waren. Mittels Nachschlüssel waren die Korridortüren geöffnet und dann mit Stemmeisen und Zangen die Eisenstäbe an den Zellen zur Seite gebogen. Sögen, Meißel, Stemmeisen usw.. die beim AuS» bruch benutzt worden waren, lagen noch in den Zellen. Jedenfalls waren diese Werkzeuge von Bekannten, die die Leute Wochentag» besuchten, in die Anstalt geschmuggelt und dann versteckt gehalten worden. Die Kriminalpolizei hat bisher noch leine Spur von den Flüchtlingen entdecken können. Bei rinern Schankastendicbstahl, der bei dem Uhrmacher Graf in der Bismarckstraste 5 ausgeführt wurde, machten die Diebe ebenfalls reiche Beute. Sie stahlen eine grotze Anzahl silberner und goldener Herrcnnhren. Das Polizeipräsidium teilt mit: Am 24. d. M. ist von den Eheleuten Neisendci, Heinrich Spix und Elise, geb. Becker, das sieben- jährige Mädchen Hildegard Antonie Rübsahmen aus Friedenau. Eschenstr. 1, entführt worden. Die Eheleute Spix, welche zuletzt Schömberg, Feurigstr. 4, eine Wohnung von vier Zimmern inne- gehabt, haben am 24. d. M. in aller Frühe ihre Möbel und ihren Hausrat per Wagen weggeschafft. Für die Ermittelung des Auf- enthaltS bezw. Verbleibes der Eheleute Spix und des entführten Kindes ist die Feststellung von Wichtigkeit, loohin die Sachen ge- bracht sind, und dast sich das Speditionsgeschäft oder der Fuhrherr bezw. Kutscher meldet, welcher die Sachen fortgeschafft hat. Vielleicht sind auch Personen vorhanden,«vclche bei dem Fortschaffen der Sachen geholfen haben. Meldungen werden von jedem Polizeirevier und der Kriminalpolizei zu Nr. 024 IV/46 07 und auf Zimmer ZU des Polizeipräsidiums entgegengenommen. Vorort- IVacdricbten. Amtliches Wahlresnlat deS Kreises Teltow. Nach der amtlichen Feststellung beträgt die Zahl der Ein» wohner des Teltowcr Kreises 960165 und die der ein» geschriebenen Wähler 248 160. Davon haben 200 449 Wähler ihr Wahlrecht ausgeübt; ungültige Stimmen wurden ab- gegeben 854. Es verblieben sonlit 199595 gültige Stimmen. Von diesen entfielen auf Z u b e i l(Soz.) 104 104, V 0 d d i n (Kons.) 52490, N c u f c r t< Freis.) 39066. Erzberger(Zentr.) 2866, v. Charlinski(Pole) 930 und Zersplittert 139 Stimmen. Zubcil erhielt somit 8613 Stimmen mähr wie seine Gegenkandidaten._ Weistensee. Blurnberg ist von der 00 er Wahl her noch in wenig angenehmer Erinnerung. Bei der damaligen Wahl wurden unsere Genossen, die für die Wahl deS Genossen Stadthagen tätig waren, von einer organisierten Kolonne Blumberger überfallen und in ber brutalsten Weise gemisthandelt. Unsere Genossen wurden derartig zugerichtet, daß sie nur»rit Mühe den, Tode entgingen; viele Wochen lagen die Genossen schwer krank und sind nie wieder völlig hergestellt worden. Dauerndes Siechtum war die Folge dieser schimpflichen Mißhand- lungen durch die OrdnungShelden, die ihre Taten unter obrigkeit- licher Aufsicht verübten. Wohl wurden die Veranstalter dieses brutalen UeberfalleS wegen Laiidfriedensbruch angeklagt, vom Ge- richt aber freigesprochen, mir im Zivilwege wurde die Gemeinde Blumberg zu Schadenersatz verurteilt. Blumberg hat sich seit dieser Zeit etwas gebessert, eS sind der« artige Roheiten feit 1800 nicht mehr vorgekommen, allein die Be- kämpfung unserer Partei wird immerhin noch mit recht niedrigen Mitteln versucht. So ist eS vorgekommen, daß einem Maurer, der sich agitatorisch betätigte, deshalb die Wohnung gekündigt wurde. Säle werden uns nach ivie vor abgetrieben und auch andere Mittel werden gegen uns versucht. Jetzt bei der Wahl ist eS vorgekommen, daß ein Zimmerer W. nicht wählen durfte, weil ein anderer für ihn schon gewählt hatte. Man bedenke: In einem Ort, wo einer den andern keimt, ist eS möglich, dast für einen andern gewählt werden kann. Das begreife, wer will! Rixdorf. Ein blutiger Borfall hat sich gestern in der Mahlowerstr. 2 ab« gespielt. Der dort wohnhafte Töpfer Richard Grohl liest sich schon Jahre hindurch von der geschiedenen Arbeiterfrau Henriette Lorenz die Wirtschaft führen. Da G. seit einiger Zeit arbeilslos ist, konnte er kein Wirtschaftsgeld abgeben und aus diesem Grunde fing die L. gestern beim MittagStisch an zu streiten, Sie zog schließlich dem G. den Teller vor der Nase fort und hierüber wurde der Töpfer so aufgeregt, daß er seiner Wirtschafterin eine Ohrfeige versetzte. Dieie handgreifliche Zurechtweisung hatte eine unerwartete Wirkung. Wie eine Furie sprang die L. vom Stuhl auf, ergriff ein spitzes Küchenmesser und stieß es den, G, tief in die rechte Brust hinein. Schwerverletzt schleppte sich der Gestochene nach einem Arzt in der Nachbarschaft und nachdem er dort einen Notverband erhalten, wurde er in einem Krankenwagen in das städtische Krankenhaus ge» bracht. Die Messerheldin wurde durch die Polizei verhaftet. Al» ehrsame väckerjungcn traten zwei gefährliche Einbrecher auf, die in den letzten Wocken 15 schwere Einbruchsdiebstähle verübt haben und gestern verhaftet wurden. Bei der Kriminalpolizei in Rixdorf erschien dieser Tage ein junger Mann»nd lieferte 245 M. aus mit der Angabe, daß er sich das Geld mit anderen Personen auf unrechtmäßige Weise erworben habe. Auf die Namen bekannter Bürger seien drei Wechsel über die Summen von 750, 600 und 527 M. gefälscht und bei einem Bankinstitut versilbert worden. Den Erlös habe man bann untereinander geteilt. Der junge Mann habe nachträglich feine Tat bereut und sich selbst der Polizei gestellt. Die angestellten Ermittelnngen ergaben die Wahrheit der Behauptungen. AiS Haupttätet bei der Wechselfälschung wurde der 23jährige Schlosser Wilhelm Domak, Wipperstraste wohn- hast, festgestellt. Eine Haussuchung bei D. förderte allerdings nur noch 164 Mark bares Geld zutage, doch entdeckten die Krnninal- Beamten in der Wohnung zahlreiche Gegenstände, die aus Eindruchs- diebstählen herrührten. Auch ein groster Vorrat von Einbrecher- Werkzeugen ivurde entdeckt. Schließlich fand mau auch noch eine ..harmlose" Postkarte, welche auf die Spur des 22jährigen Schlossers Wilhelm Golm in Britz führte. Nach vergeblichem hart- nackigen Leugnen gestanden die Burschen, die mitsamt der „Braut" verhastet wurden, ein, die Wechselfälschungen be- gangen und außerdem noch fünfzehn Einbruchsdiebstähle ge- meinfam ausgeführt zu haben. Die beiden Komplicen„arbeiteten" gewöhnlich in der dritten und vierten Morgenstunde. Sie traten, als ehrsame Bäckerjungen verkleidet, mit Brotkiepe und der üblichen Bäckerlaterne auf und niemand vermutete in den beiden gefährliche Einbrecher. Die Kiepen dienten ihnen natürlich zum Fortschaffen der Diebesbeute und auch die Laternen leisteten den dreisten Burschen bei ihren nächtlichen Einbrüchen gute Dienste. Beide waren sie ge- schickte Schlosser und kein Schloß war ihnen zu kompliziert. Außer den eingestandenen Einbruchsdiebstählen haben die Verhafteten zweifellos noch weitere Verbrechen auf dem Kerbholz. Auch der aufsehenerregende Einbruchsdiebstahl, der im vergangenen Monat in dem Postamt 3 in der Bendastratze verübt wurde, ist auf das Konto der beiden zu schreiben. Groß-Lichterfelde. Durch einen schweren Betriebsunfall hat gestern der 41jährige Mechaniker Karl Brüssow, Dürerstr. 10 wohnhaft, sein Leben ein- gebüßt. B. war in dem Betriebe der elektrischen Zentrale be- schästigt, als plötzlich eine sogenannte Schmirgelscheibe platzte. Die Stücke wurden umhergeschleudert und einige Teile trafen den B. mit solcher Wucht, daß ihm der Schädel zerschmettert, der Brustkorb zer- quetscht und die Rippen eingedrückt wurden. Der Unglückliche war auf der Stelle tot. Zühlsdorf.(Bez. Nieder-Schönhausen.) Der hiesige Wahlverein hat durch den Tod des Genoffen Gustav Plate(Basdorf) einen herben Verlust zu verzeichnen. Der Ver- storbene, der einer der eifrigsten Parteigenossen und Mitbegründer des hiesigen Wahlvereins gewesen, erlag am 21. d. M. nach langer, schwerer Krankheit einem Krebsleiden. Erst 26 Jahre alt wurde er aus unseren Reihen gerissen. An seinem frühen Grabe trauern eine Frau und drei kleine Kinder. Wir werden den Toten, der stets für die Interessen des kämpfenden Proletariats mutig eingetreten, in treuem Andenken behalten. Potsdam. Berkehrseröffnung. Nach ungefähr zweiwöchentlicher Pause er- öffnet morgen die Allgemeine Potsdamer Automobil- Omnibus- Gesellschaft wieder ihren Betrieb. den sie infolge größerer Reparaturarbeiten an sämtlichen Vehikeln einstellen mußte. Die beiden in Betrieb gestellten Motorwagen werden diesmal nur auf der Strecke Potsdam-Alter Markt— Nowawes-Rathaus einen halb- stündigen Passagierverkehr eröffne. Vermischtes. Siamesische Zwillinge. Die siamesischen Zwillinge hatten vor Jahren eine Weltberühmtheit erlangt und find seit dieser Zeit noch niemals übertroffen worden nnd»Weida war es vorbehalten, in dieser Hinsicht der Welt ein neues Monstrum zu liefern. Dr. Braun wurde am Sonntag abend nach der Ouellenstraße gerufen, wo eine Frau ihre schwere Stunde erwartete. Die Entbindung mußte künst- lich vorgenommen werden und brachte zwei tote Kinder. ES handelt sich um zwei kräftige, gleichmäßig entwickelte Mädchen. Die Ab- normität ist folgendermaßen: Zwei vollständig ausgewachsene Körper, die nur eine gemeinsame Brücke in der Gegend des Brustbeins haben. Dieselbe hat eine Breite von 7—9 Zentimeter, ist 6 Zenti- meter dick und 3 Zentimeter lang. Interessant ist, daß diese Brücke nicht wie sonst bei Zwillingen aus Haut besteht, fondern sie enthält einen den beiden Kindem gemeinsamen Brustkorb. Gemeinsam haben diese beiden Kinder nichts weiter mit einander als diese Brücke. In dem Nachlaß des Professors Virchow befindet sich nur ein einziger solcher Fall verzeichnet. Herr Dr. Braun hat die behördliche Er- laubniS erhalten, daß diese Mißgeburt nicht begraben zu werden braucht und soll sie dem Virchowschen Museum einverleibt werden. Fünffacher Mord. In Lützensachsen(Baden) erschlug gestern morgen der Wagenbauer Peter Hoerdt seine Frau und seine vier unerwachsenen Kinder. Gasolin-Explosion auf einem Schiff. An Bord eines portu- giesifchen Schiffes, welches in Behältern Gasolin an Bord hatte, erfolgte nach einer Meldung aus Lissabon eine Explosion, welche das ganze Schiff in Brand setzte. Sieben Mann der Besatzung er- l:tten schwere Brandwunden und mutzten ins Hospital geschafft werden. Gewitter im Winter. In Paris ging vergangene Nacht um 11i4 Uhr ein kurzes, aber sehr heftiges Gewitter nieder, das von Hagelschauer begleitet war. Im Theatre Franeais riefen die Donnerschläge eine leichte Panik hervor, mehrere Zuschauer flüchte- ten zu den Ausgängen, doch trat wieder vollständige Beruhigung ein, nachdem ein Polizeibeamter Aufklärung gegeben hatte. Wieder ein Eisenbahnunfall. Wie aus Elen(Frankreich) be- richtet wird, stietz gestern abend ein Personenzug mit einer Rangier- Maschine zusammen, wodurch mehrere Wagen zertrümmert wurden. Fünf Passagiere wurden schwer verletzt. Achtzig Bergleute verschüttet. In Charleston(West-Virginia) sind infolge einer Kohlen- staubexplosion auf der Kohlengrube„Stuart" bei Fahetteville 86 Bergleute, die 566 Fuß unter der Erde arbeiteten, verschüttet worden. Von den Verschütteten ist bis jetzt noch niemand gerettet worden. Zum Wahlfonds gingen in unserer Expedition Lindenstr. 69 folgende Beiträge ein: St. Francisco 26,—. Mitläufer 1,—. Zentralverband der Maschinisten und Heizer, Zahlstelle Berlin 266,—. Arbeiterradfahrer- verein Schöneberg 16,—. Gesamtpersonal der Buchdruckerei von Maurer u. Dimmick, 4. Rate 7,56. Rod. Schröder, Müllerstraße 3,65. Buchbindereipersonal Ferd. Ashelm 36,16. Aus einer Musteranstalt ohne Sommernrlaub 1,66. Summa 279,25 M. Bereits quittiert 19 935,56 M. Summa 26 214,81 M. Weitere Beiträge werden in unserer Expedition entgegen- genommen. Zentral-Kranken- und Vegräbniskafie der Sattler und verw. Berussgenosfen Deutswlands(E. H. 64, Verwaltung Berlin.) Sonn- abend, den 2. Februar 1907, abends 9 Uhr, im Restaurant Georg Weih- nacht, Grünstr. 21: Ouartalsversninmlung. Berband der Friseurgehülfeu Teutschlands. Zweigverein Rixdors. Donnerstag, den 31. Januar, abends 9°/, Uhr, bei Herrn Hippe, Hermann- straße 199: Ersatzwahl zum Gehulfenausschuh. Als Legitimation ist das Krankenkassenbuch mitzubringen. Das Erscheinen sämtlicher Kollegen ist unbedingt nötig.— Zahlstelle Charlottenburg. Donnerstag, den 31. d. M., 91/. Uhr abends, bei Mertens, Krummcstr. 43: Mitgliederversammlung, (Mitgliedsbuch mitbringen.) ßnefhartcn der Redahtion. Tie juristische Sprechstunde studet Fried richstr. 16, Zlnfgana 4, eine Treppe(Handelsstätte Bellcalliance, Durchgang auch Lindenstr. IUI), wochcutiiglich vo»?>/, bis U'/t Mir abeuds statt. Geöffnet? Ubr. Sonnabends beginnt die Sprechstunde UM 6 Mir, Jeder Ansrage ist ein Äuchftabe»»d eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Vriesliche Antwort wird nicht erteil». Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. E. M. 166, Rixdors. Die Herrschast ist nur sechs Wochen lang und nicht über die Dauer hinaus verpflichtet, die Kurkoslen zu tragen. Leider würde der Vater zur Zahlung herangezogen werden können.— B. R. 1057. Da, wo keine entgegenstehenden Volizewerordnungen ergangen sind, ist das Waffentrngen auch ohne polizeiliche Genehmigung gestattet.— St. 34. Lassen Sie sich von einem Arzt das Gcsundbeitsgcsährdende der Wohnung bescheinigen und klagen Sie dann aus Aushebung des Mietsvertrages und aus Schadenersatz. Mit der Klage verbinden sie einen Antrag aus Erlaß einer einstweiligen Vcrsügung, die Ihnen gestattet, sofort die Wohnung zu räumen.— Lotterie 59. Der Mitspieler ist, ivenn nichts anderes ver- einbart, auch dann gewinnberechttgt, wenn er mit der Zahlung von Raten im Rückstände ist.— Sozialdemokrat 18. Der Armendirektion steht in jedem Falle ein Anspruch aus baS Geld zu, beziehungsweise aus Ersatz der von ihr verauslagten Kosten.— O. B. 1887. Versuchen Sie es mit einer Klage beim Gewerbegericht. Sehr ausfichtsvoll ist dieselbe nicht. Berliner Marktpreise. ZWS dem amtlichen Bericht der städttscheii Marktballen-Dtrektton.(Großhandel.) Rindfleisch In 69-74 pr. tvO Psd, Aa 63-68, ma 57-62, IVa 49-55, dän. Bullen 60-65, Holl. 0,00. Kalbfleisch, Dovpelländer 110—125, la 82—90, IIa 72-80, Dia 54-68, Holl. 0,00, dän. 60— 68. Hammelfleilch la 66—74, IIa 50—61. Schweinefleisch 54—62. Rehwild,' plomb. per Psd. 0,00, la 0,00, Rotwfld la 0,43-0,50, Ha 0,30-0,40, do. Kälber 0,40—0,50. Dainwild 0,40—0,50, do. Kälber 0,60—0,75. Wildschweine 0,45. Frischlinge 0,40—0,60. Hasen per stück 2,50—3,00, do. klein und IIa 1,50— 2,00. Kaninchen per stück 0,80— 1,06. Wildenten per Stück 0,00. Hühner, alte per Stück 1,60—2,75, do. Ha 0,00, do. junge per stück 0,00. Tauben per Stück 0,55— 0,90, junge kleine 0,00, itaitentsche 1,00. Enten per Stück 1,80—2.85. Hamburger junge per Stück 3,30 bis 3,75. Gänse. Odcrbr., per Psd. 0,50—0,60, do. Hamburger vr. Psd. 0,90 bis 1,20, Eis- 0,55—0,62. Hechte per 100 Psd. 82—85, groß 59. Zander, groß 130, matt 104. Schleie, groß 0,00, unsort. 91— 95. Bleie 42— 47. 'Aale, groß 0,00, mittel 0,00, klein und mittel 90—100. Plötzen, klein 0,00, groß, matt 44—48. Karpsen, 30— 35er O.OO, do. 80— 100er 57— 61. Bunte Fische 0,00. Barse, matt 56—67, do. 86. Karauschen 85. Wels 0,00. Quappen 0,00. Bleifische 0,00. Amerikanischer Lachs la neuer per 100 Psd. 110—130, do. Ha neuer 90—100, do. lila neuer 75. Seelachs 20. Sprotten, Kieler, Wall 0,75—1.25, Danziger, Wall 0,50—0,60. Flundern, Kieler, Sliege la 3—4, do. mittel ver Kiste 2—3, Hamb. Stiege 4—5, balbe Kiste 1,50— 2. Bücklinge, per Wall Kieler 3,50—5,00, Stralsunder 6,00. Aale, groß per Psd. 1,10— 1,30, mittelgroß 0,80— 1,00, llein 0,50—0,60. Heringe per Schock 4— 5. Schellfische Kiste 3— 4,00, do. Kiste 2,00. Kabliau, p. 100 Psd. 20. Heilbult 0,00. Sardellen. 1902er per Anker 93, 1904er 93, 1905er 90, 1906er 73— 75. Schottische Bollheringe 1905 0,00, large 40-44, füll. 36—38, med. 35—42, deutsche 37—44. Heringe, neue Matjcs, per To. 60—120. Sardinen, russ.. Faß 1,50—1,60, Bratheringe, Büchse(4 Ltter) 1,50—1,75. Neunaugen, Schocksaß 11, kleine 5—6, Niesen- 14. Eier, Land-, per Schock 4,75—5,25. Butter per 100 Psd. la 114-120, IIa 110-115, Ma 108-112, absallende 90-100. Saure Gurken schock 3,50—4,00, Pseffergurken 3,50—4,00. Kartoffeln per 100 Psd. 0,00, magmim bonnni 2,10— 2,25, Dabersche 2,10— 2,25, Rosen 0,00, weiße 1,75— 2,00, salatkartoffeln 5,00—6,00. Spinat per 100 Psund 15—18. Karotten per 100 Pfund 10—12. Sellerie, hiesige, per Schock 2,00—5,00, do. pommersche 5,00—6,00. Zwiebeln große, per 100 Psd. 2,50—4,00. do. llcuie 2,50—3,00. do. hiesige(Perl-) 0,00. Charlotten 0,00. Petersilie, grün, Schockbund 2,00. Kohlrabi per Schock 0,00. Retiig, bavr., per Schock 2,40— 4,80. Mohrrüben per l 00 Psund 3,00—3,50. Teltower Rüben per 100 Psd. 7—10. Weiße Rüben, große 2—2,50, kleine 6—8, Rote Rüben 2,00— 2,50. Blumenkohl UoL p. Kops 0,00. Kohlrüben per schock 2—2,50. Wirsingtobl ver Schock 3,00— 6,00. Rotkohl per Schock 3,00-8,00. Weißkohl 100 Psd. 2.00—2.50. Rosenkohl p. 100 Psd. 20-25. Grünkohl per 100 Psd. 2—5. Schnittlauch 12 Töpfe 4—4,50, Birnen, per 100 Psd. hiesige 0,00, böhm. 8—20, llal. 35— 38. Aepsel, Per 100 Psd., hiesige 5—22, Gravensteiner 0,00. Tiroler in Fässern 0,00, Kiste 32—60, Amerik. 11—30. Zitronen, Mesfina, 300 Stück 8,00-10.00, 360 Stück 7,50-9,00. 200 Stück 9—13. Apfelsinen. Jaffa, per Kiste 0,00, Murcia 200er Kiste 7—10. do. 300er 8—11, Valencia 420er Kiste 12—18,00, do. 714 er 18-20, Messina. Blut- 100er 7—10, do. 150 er 7,60—12, do. 80 er 9,50—14. Mandarinen, Kiste 0,65—1,40, do. in Körben per 100 Pfd. 20-25. �_ Witternngsüderffcpt vom 30. Januar 1907, morgen» H Uhr. etattnai Bettet Swtnemde. Hamburg erlin 742 SSW 742 SW 744 W Franks.a.M. 747 SSW München!750SW Wien|7503 3 bedeckt 3 Schnee 2 bedeckt 3 bedeckt 5 Schnee 1 Nebel w« <:% -4 U ~ w Ü 5r — 1 — 1 — 0 — 1 — 1 1 Wetter-Prognose für Donnerstag, den 31. Januar 1907. Ein wenig kälter, zeitweise ausllarend, vorwiegend trübe mtt geringen Niederschlägen und ziemlich frischen nordwestlichen Winden. Berliner W e t t e r b o r» a u. Wafferftnnd am 30. Januar. Elb« bei Aussig— Meter, bei Dresden— 1,18 dp.— Elbe bei Magdeburg ff- 1,51 Meter, Eisgang.— Elbe bei Straußsun— Meter.— Oder bei Rattbor ff- 1,70 Meter. O d e r bei Breslau Unterpegel ff- 0,04 Meter.— Neißemündung ff- 1,94 Meter, Oder bei Brieg ff- 3,40 Meter.— Nach kurzen, schweren Leiden ist mein lieber Mann 1219b Karl Spann am Schlagansall plötzlich gestorben. Beerdigung heute nachm. 4Uhr aus dem Neuen Apostel-Kirchhos. Die trauernde Gattin Maris Spann, geb. Witts. {2. Berliner ReicIistagswaWkreis. Bezirk 71. Todes- Anzelse. Am 28. Januar verstarb unser j Mitglied, der Weber KaI Spann. Ehre seinem Andenkenl Die Beerdigung findet am Donnerstag, 31. Januar, nach- mittags 4 Uhr, von der Leichen- Halle des Zwölf Slpostel- Kirch- hoseS, Schöneberg, aus statt. 233/ll ver Torstand. Zentralverband dnitslher Krankrembeiter und verwandten Bernfögenossen. 2!tveljxvei-eZa Berlin. Zektiouen I u. II. Schmcrzersüllt teilen wir unseren Mitgliedern hierdurch mit, daß am Mittwoch, den 30. Oktober, in Hannover unser Vsrbanils- vorsitzende Kollege 0@ai*g Bauer gestorben ist. Wir verlieren in dem Ver- storbenen einen Kollegen und Berbandsvorsitzenden, der uner- müdlich für das Wohl des Ver- bandes und seiner Mitglieder zu lämpsen und zu wirke» bereit mar und werden wir dem Dahin- gegangenen ein dauerndes, ehren- des Andenken bewahren. 41/4 Zweigverein Berit n. Sektionen I und II. Hienfong-Essenz, bes. kräftig, hochi. Aroma, per Dtzd. M. 2,50 franko inklus. gegen Nachn., für Wiederverkäujer. PreiSl. gratis, Posten billiger. 5/20" Georg Sommerfeld, Chemisches Laboratorium, zialttäten. Kasino. Ledige Leute. Spezialität. Folieö Caprice. Geschlossen. Passage. Berlin patz' ausl Spe> zialttäten. Figaro. Eine gute Partie. Die Klaue. Chicagoer Landwirt. Unterm Bett. (Ansang 8'/, Uhr.) Prater- Theater. Die Hauben- lerche. Walhalla. Spezialitäten. Karl Haverland. SpeziaMäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Ilrantn. Tanbenftrahe Abends 8 Uhr: Die Feuergewalten der Erde. Hörsaal 8 Uhr: Dr. B. Donath: Stromwärme. Sternwarte. Jnvalidenstr. 57/62. Ferdinand Bonns Berliner Theater. Abends 8 Uhr: Sbcrloch f)olmc9 Freitag bis Sonntag: Der Hund von BaSkerville. Theater des Westens Station Zoolog. Garten, Kantstr. 12. Durchschlagender Operelteu- Ersolg! SSf Allabendlich?>/, Uhr:"9$ Gastspiel Fritz Werner CoiiIin ßobby. Neues Schauspielhaus Donnerstag, den 31. Januar 1907: Herthas Hochzeit. Morgen: Herthas Hochzeit. Ansang«Uhr Neues Theater. Ansang 8 Uhr. Die Condottieri. Morgen und folgende Tage: Die Condottieri. Kleines Theater. Ansang 8 Uhr. Eine triviale Komödie für seriöse Leute.(Bunimy.) Freitag: Ein idealer Gatte. Sonnabend: Eine lrioiale Komödie sür seriöse Leute.(Bunburh.) Komische»per. Tosos. Freitag: HoffmannS Erzählungen. Sonnabend: ToSca. Sonntag nachm. 3 Uhr: HoffmannS Erzählungen. SlbendS 8 Uhr: ToSca. Montag: HoffmannS Erzählungen. Urania. Wissenschaftliches Theater. Heute im Theater 8 Uhr: Die Feuerpalteii der Erde. Hörsaal 8 Uhr: Dr. B. Donath: Stromwärme. Sehiller-Theater N. Friedrich-Wilhelmstädtisches Theater. Abends 8 Uhr: Der Familiontag. ROcuz-Thtiittr. Direttion Richard Alexander. Heute und folgende Tage Ansang 8 Uhr. Florette und Patapon. Schwank in 3 Akten v. M. Hennequin und Pierre Vcber. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Stellvertreter. Luisen-Tlteater Reichenbergerstr. 31. Abends 8 Uhr: Benefiz für den Regisseur Hrn. Wald: Der Königslkutnaut. Lustspiel in 4 Slusz. von Karl Gutzkow. Morgen: Der Raub d. Sabinerinncn. Sonnabend 4 Uhr: Klein Däumling. 8 Uhr: Der Raub d. Sabincrinnen. Sonntag 3 Uhr: Tell. 8 Uhr: Der Königsleutnant. Montag: Sherlock.Holmes_ MWMIM Große Franksurlerftr. 132. Kean oder: Genie und Leidenschaft. Ansang 8 Uhr. Billettvorvcrkaus schon für 8 Tage vorher ohne Vorverkaussgebühr von 10—1 Uhr an der Theatertasse. Morgen: Kean. Sonnabend nachm.: Aschenbrödel. Metropol-Theater Abends 8 Uhr: Große Jahresrevue in 7 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Dirigent Max Roth. In Szene gesetzt von Direktor Richard Schultz. Massary. Wolff. Bender. Giampietro. Josephi. Rauchen überall gestattet.. Sonntag, den 3. Februar 1907, nachmittags 8 Uhr: Auf in's Metropol. LortzingTheater Bellealliancestr. 7/8. Abends VI, Uhr: Der Mikado. Abonnements gültig. Morgen: Nlsrika. Lustspielhaus. Täglich abends 8 Uhr: Husarenfieber. Zentral-Theater. (Operette.) 8 Uhr: Künstllerblut. KV Letzte Woche: Die~VM hervorragenden Spezialitäten- Attraktionen! Hieraus: Die schöne Vestalin. Operette von Viktor Holländer. Sonntag, den 3. Februar, nachm. 3 Uhr: Doppelvorstellung. Kleine Preise! 1. Abt. Varldtd.(Neues Programm.) 2. Abt. Operette.Das blaue Bild" von P. Lincke. Gebr. Herrnfeld- s-Jt Theater fft6 Kommandantenstr. 57. Neuer großer durch- schlagender Lach-Erfolg! mit dem Vorspiel: ..»aylisch geht zur Jagd" Komödie in 3 Akten von Anton und Donat Herrnfeld nachmittags 3'/, Uhr b. Halden Kassenpreisen. Vorverk. 11-2UhrtTheaterkasse) Sonntag, den 3. Februar, Endlich allein. 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Bei der Firma HaMonvteln 4k Togler, jetzt Beyer& Böhme, sind zwischen Hülsspersonat und BelchästSIeitunz Differenzen ausgebrochen, die zum Ausstand geführt habe». Bor Annahme von Kondttwn bei dieser Firma wlrd gewarnt. 36/3 Die Druckerei Saascnstein u. Vogler, je.,t Beyer«. Böhme, ist fSr das Buchdruckhülfspersonal gesperrt. F. A,: Sophie Teske. Aua- Horltn. Deutscher Holzarbeiter-Verband. Zahlstelle Berlin. ebtuno! M Wegen der SluSsperrung in der Berliner Holzindustrie sind folgende Bauten gesperrt: 76/5 tsopKe. WürttemLergischestraße 36 und SO, Ecke Lietzenburgersttaße. Bauten der Firma Heinrich snutagr: Ziehmann, Kurfürstendamm, gegenüber der Dahlmannstraße; Peitscher, Kurfürstendamm 144; Ersatzkommisfton.Haidcstraßen-Ecke: Hochschule, Chartottenburg: Steglitz, Kaiser Wilhelmstt. 13; Hauptstr. t3: WllmerSdors, Heimstedterstr. 2; Schrnidt.PragcrPlatz: Kirche, Beusicl-, Eck- Wiclesittaße: Elettrische Werke, Motzstraß«: Nauen, Krankenhaus: Wilmersdorf, Schloßbau. Körttng, Tegeierslr, 6. Grosse, Marienfelde, Kirchstraße. Timm, Rixdorf, Bergstr. 50. Bauten der Firma Grün& Hetwlg: Städtische Ansialt in Buch. Baibarossaplatz, Hochschule. Oldenburgerstraße, Klosterba». Zanlenerstraße 3—8. Hoppegarten, Heilstätte. Bellermamrstrage, Sybelsttaße. Ecke Dahlmannstraße. Bauten der Firma Gedr. Hnul: Mohrenstraße 44/45. Jägersttaße 63, Berlin. Polsdamerstr, 15. Renendorf, Monnmentenstr, 2V. Panserslr, 2t /22. Wilmersdorf. Gebr. Fickert.Chausseestrabe.Marim- dors. Osfizierkasino, General Papestrahe. Schöneberg, Anstalt Beelitz(Fenster). Pavillons, Nadge, Holzhandlung, Rummel»- bürg, am Wilhelmsberg. Bauten der Firma Grnnerj dfc Seemann: Schönhauser Alle« 97. Dänenstraße, Ecke Schönflleßerftsatze. Jnbalidenstr, 33. Nieder-Schönhausen, BlSmarckstr. ZS. TreSkowftr. 14, Henrizt, Chartottenburg, suarez- straße 13. Rast, Schöneberg, Barbaroffa-Etle LandShuterstraße. Pautzen, Charioitcnburg, Schlüter- straße. Schmidt. Halenfee, Ringbahn- und Joachimstraße. Friedrich- und Halberstädterstr.-Eck«, Afchaffenburgerstraße, Damenheim. Bauten der Firma Wala: Maaß, Lietzenburger- und Pfalz- burgersttaßen-Scke. Bau TaunuSstt. 29, Friedenau. Bauten der Firma GpeHinndt Kapelbe: Gesperrt für Korbmacher: Werkstatt Lelthosf, Tellowerstrichk. Baute» der Firma tSpodn: ffiefchfelslrafee 56/57, Rixdorf. Bauten der Firma Lrckmann: MintsteruilMreft. Neuhau». Dahlem, Parkstraße. MuihesiuS, Nikolassee, au der Reh» wies». Baute» der Firma HVanenltneelit: Spreda, Gurtelstraße 17. ► Fitze. Rixdorf. Richardstraße und Barielsdorserstraße(Ecke). Grothe, Martendorf, Dorf strafst (Ecke). Baute« der Firma Sehlrmer: Wangenheimitraße, EckcLhnarftraßc, Halenl«. Schirm er, Parkstraße, Grunewald. Schirmer, Spandauerstraße, Zehlen- dors. Bastian, Riemeistcrftraße, Zehlen« dors. Schinner, Reuestraße, Zehlendorf. Breter. NitolaSsee, Nehwiese. Bauten der Firma aiit.»Ge*. fOr Banuuvf tthi-ane: Hardt u. Lesser, von der Heydt- straße 18. Ritterstraße 11, Fabrikgebäude. Bankru der Firma Kephe, Charlottenbnrg: Lorenz, Sybelstraße 47. Seibt. BiSmarckslraße, Ecke Rücker- straße. GablowSky, Straße 29. Lankwitz, Sanatorium. Schröder, Charlollenburg, Spiel- bageiislraße, Ecke Wilmersdorf er- straße. Baute» der Firma Gedv. Sonaav: Lichtenberg, Dorfstraße 9, gelber u, Plathen, General Papeftraße, Mix u. Genest, Soorsttaße.Eharlottenburg-Westend. Bauten der Firma«clmdei-t: General Papestraße. Mix u. Genest, Holland, Rixdorf, Elbestraße 37. Holland, Wilmersdorf, Holstcmifchc- strnße. Baute« der Firma Knusln: CharloUcnbiirg, K iscr-Allee LOS. Grünfeld, Sächsttchestraße 4. Bandmann, LandShuterstraße, Baute« der Firma Walter, Reinickendorf: Gemeindeschule, Reinickendorf. Spreneel- und Samoaslraße, Ecke. HauSoner- und Residenzstraße, Ecke. vkrantwortlichcr Redakteur: Hau» Weber, Berlin. Für de» Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck». Verlag-.BorwSrtBBuKdruckerei u. VerlagSanstalt Paul E'nger& Co.. Berlin SW.