Nr. 29. Abonnements- Bedingungen: Ebonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 m., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags. nummer mit auftrierter Sonntags. Beilage Die Neue Belt 10 Bfg. Bost Ebonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Bost- Beitungs Breisliste. Unter Kreuzband Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Cribeint täglich außer Montags. für Vorwärts Berliner Volksblatt. 24. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel. geile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Berein und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Bort 20 Bfg., jedes weiter: Bort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlaf ftellen- Anzeigen das erste Bort 10 fg. jedes weitere Bort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition if bis 7 Uhr abends geöffnet. Zelegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Getäuschte Hoffnungen. Nur in 239 Wahlkreisen hat der erste Wahlgang endgültig über ihre Vertretung im Reichstage entschieden, in 158 anderen Wahlkreisen soll erst die Stichwahl entscheiden; doch bereits sind in der ernsthaften freisinnigen Presse die Jubelakkorde, mit denen sie das Wahlergebnis des 25. Januar begrüßte, verstummt. An die Stelle des flüchtigen Rauches tritt mehr und mehr eine gewisse faßenjämmerliche Stimmung: das Gefühl getäuschter Hoffnungen. Mit jener Illusionsfähigkeit, die ein Erbstück der einstigen Fortschrittsherrlichkeit ist, hat der Freifinn darauf gerechnet, daß der Bülowsche Appell an das sogenannte„ nationale" Gewissen das Zentrum schwächen und die Folge dieser Schwächung, wenn auch nicht eine liberale Aera, so doch ein stärkerer liberaler Einschlag in das Gewebe der inneren deutschen Politik sein werde. Diese schönen Hoffnungsträume sind durch den Wahlausfall völlig vernichtet. Zwar ist mit ziemlicher Sicherheit darauf zu rechnen, daß die beiden freifinnigen Parteien mit einigen Mandaten mehr in den Reichstag einziehen werden; aber der Einfluß des Liberalismus auf die innere Politik wird tros dieses Mandatenzuwachses nicht gestärkt, sondern geschwäch t. Fehlt auch noch das Stichwahlresultat, so läßt sich doch schon heute ersehen, daß die Rechte und das Zentrum in dem neuen Reichstag eine weit stärkere Stellung haben werden als bisher, zumal auch der Nationalliberalismus im Wahlkampf eine Schwenkung nach rechts vollzogen hat und, wie sich schon jetzt bei der Musterung der gewählten und der in Stichwahl stehenden nationalliberalen Kandidaten ergibt, nicht der jungliberale, sondern der agrarische rechte Flügel der nationalliberalen Reichstagsfraktion eine Stärkung erfährt. Die Vorbedingung zu einer Fortsetzung der bisherigen Heimatspolitik: zur Politik der Lebensmittelverteuerung, der Abschließung des Inlandsmarktes von der ausländischen Konkurrenz, der einseitigen Bevorzugung der landwirtschaftlichen Interessen, sind also gegeben; und es gehört eine Naivität ohne gleichen dazu, anzunehmen, daß die Regierung und die agrarischen Parteien diese Situation nicht nach Kräften ausnuten werden. Die Hoffnung, daß die alte Liaison zwischen dem Zentrum und der Regierung nicht wieder zustande kommt, dürften heute nach dem Bülowschen Silvesterbrief und der Stichwahlparole der Nordd. Allgem. 3tg." selbst in den Reihen der freisinnigen Politiker nur noch ganz konfuse Köpfe bezweifeln. Das Zentrum wird, wenn auch vielleicht zuerst noch nicht, so doch im weiteren Laufe der nächsten Reichstagsperiode, feine alte Position wieder einnehmen, aber nachdem es erneut im Wahlkampf seine Beherrschung der katholischen Volkselemente bewiesen hat, auf festerer Basis. Es wird stärkere Zugeständnisse auf dem Gebiete der Kirchenpolitik und der Schule fordern als bisher und die Regierung wird sie gewähren. Zur nationalen" Partei ist während der letzten Tage das Zentrum in der politischen Terminologie der offiziösen Presse schon wieder avanciert, die Kulturkampfs- Deklamationen gegen das ,, kaudinische Joch" des Ultramontanismus sind verschwunden. Wie lange noch und das Zentrum figuriert wieder in den aus dem Regierungspreßbureau gespeisten Blättern als die ,, staatserhaltende Partei", als die Wahrerin der vaterländischen Interessen". = Die politischen Wetterzeichen deuten auf alles andere eher, als auf eine Verwirklichung der freisinnigen Hoffnungsträume. Die Aussichten für die nächste Reichstagsperiode lassen sich in die Worte zusammenfassen: Fortsehung der Agrarpolitik, Stärkung der Zentrumsposition, Beginn einer neuen Aera der Welt- und Kolonialpolitik, Schaffung einer Kolonialarmee und als Folge dieser Bestrebungen eine beträchtliche Vermehrung der Ausgaben für die Kolonien und die Kriegsflotte. Allerdings wird die Regierung ihre Forderungen schwerlich in dieser Reihenfolge stellen. Zunächst wird fie jedenfalls versuchen, mit Hülfe der Freifinnigen ihre Kolonial- und ihre Flottenwünsche durchzusetzen, während sie sich die Fortsetzung der Agrarpolitik für eine spätere Zeit aufsparen wird. Sonntag, den 3. Februar 1907. sinnigen Presse über den Wert der Kolonialpolitik für Deutschland, das beweist in noch weit stärkerem Grade der offizielle Bericht über den 6. Parteitag der Freifinnigen Volkspartei in Wiesbaden( September 1905). Damals, 15 Monate vor der Reichstagsauflösung, stellte der Abgeordnete opsch folgenden Antrag: Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amit IV. Nr. 1984. würde dafür sein, die Kolonien zu versteigern, wenn er die Hoffnung hätte, daß jemand uns etwas dafür biete." ( Heiterkeit und Beifall!) Schließlich wurde der erste Teil des Antrages Kopsch einstimmig, der zweite Teil mit großer Mehrheit angenommen. " Der Parteitag spricht sich angesichts der kolossalen Miß- Alle die Herren, die sich damals einstimmig gegen die erfolge gegen die Fortsetzung und Erweiterung des bisherigen Kolonialpolitik aussprachen, folgen heute Dernburgs Spuren. Systems der Kolonialpolitik aus. Er erachtet es auch nicht als Es hält schwer, an diese plötzliche Massenbekehrung zu die Aufgabe des Reiches, durch Subventionen oder Garantien in glauben. Die ganze heutige Stellungnahme der Freiden Schutzgebieten Eisenbahnbauten zu ermöglichen, für welche finnigen Volkspartei zur Kolonialpolitik ist nichts als ein die wirtschaftlichen Voraussetzungen noch nicht vorhanden sind. widerliches Opfer des Intellekts, ein Mittel der Wahlmache, Der Parteitag empfiehlt dagegen eine Heimatspolitik, die sich eine erbärmliche Hascherei nach parlamentarischem Einfluß insbesondere auch angelegen sein läßt, unseren internationalen um jeden Preis. Warenaustausch in jeder Weise zu erleichtern und zu unterstützen." Zur Begründung führte Herr Kopsch aus: " Daß der Bismardsche Plan scheiterte, scheitern mußte, liegt in dem Unwert unserer Kolonien. In der Frühzeit überseeischer Kolonisation konnten die Gesellschaften staatliche Funktionen neben wirtschaftlichen Aufgaben erfüllen, da die reichen Kolonisationsgebiete ihnen durch reiche kaufmännische Doch der erhoffte Erfolg bleibt aus. Der Einfluß des Freisinns erfährt nicht die geringste Stärkung. Im Berl. Tagebl." fragt Herr Albert Träger, ob der neue Aufschwung des Liberalismus den Anfang oder das Ende seiner Herrlichkeit bedeutet. Wir fürchten, wenn nicht das Ende, so doch mindestens den Anfang vom Ende. Gewinne die erforderlichen Mittel in die Hand gaben, Hoheits- Wähler! Sichert das Wahlrecht! rechte und Hoheitspflichten zu tragen. Das aber ist in den deutschen Gebieten nach der Natur der Länder und der Bevölke= Krampfhaft sind Regierung und nationale" Parteien berung, nach allen bisherigen Erfahrungen ausgefchloffen. Dies strebt, die Gefahr, die dem Wahlrecht im Falle einer nationalerkennen auch unsere Kolonialschwärmer... Diese Herren ber- liberal- konservativen Mehrheit droht, wegzuleugnen. Immer lachen diejenigen, welche der Meinung sind, daß die Kosten der liberal- konservativen Mehrheit droht, wegzuleugnen. Verwaltung von der Kolonie selbst zu tragen seien, oder welche und immer wieder wird erklärt, daß die Notwendigkeit zu auch nur darauf hinarbeiten, diesen Zustand herbeizuführen. Sie Wahlen gezeigt hätten, daß das deutsche Volt sich der Umsturzeiner Aenderung des Wahlrechts entfallen sei, da die wünschen gar keinen gesonderten Kolonialetat, sondern möchten die Schutzgebiete wie Provinzen des Mutterlandes behandeln und gefahr zu erwehren wisse. Die verbissensten Wahlrechtsfeinde, die Ausgaben ohne weiteres auf den Reichsetat übernommen wie die" Post", der" Reichsbote", die Streuzzeitung", dic ,, Hamburger Nachrichten", die Deutsche Tageszeitung" und sehen.. Die Die Mißerfolge unserer Kolonialpolitik schiebt man in letter andere mehr, die noch während der Wahlbewegung, noch kurz Zeit darauf, daß die Schutzgebiete nicht genug durch Bahnen er- vor dem 25. Januar immer wieder den Wahlrechtsraub laut und unzweidentig forderten, sie erklären jetzt wegen schlossen find. Mehr Kolonialbahnen! lautet jetzt der Ruf. Daß und unzweidentig forderten, sie Bahnen wirtschaftlich vorteilhaft sind, leugnet niemand. Aber des Wahlausfalles die Angelegenheit für erledigt. bei jedem Bahnbau entsteht doch die Frage, ob der Vorteil dem Parteien, die hinter diesen Blättern stehen, würden also das Aufwand an Geld entspricht. Bei Bahnbauten in den Kolonien Wahlrecht sofort verschlechtern, den Wahlrechtsraub unwird man ja bezüglich des Nachweises der Rentabilität milder bedenklich unternommen haben, wenn die Wahlen der Sozialurteilen müssen; aber die Möglichkeit eines späteren nußbringen- demokratie nicht bloß Stimmen, sondern auch Mandateden Betriebes muß doch nachgewiesen werden zuwachs gebracht hätten. Dieses Zugeständnis zeigt deutlicher als alles andere, in welch großer Gefahr das Reichstagswahlrecht schwebte. . Aber so hört man argumentieren: wir haben doch nun einmal die Kolonien, folglich müssen wir auch für solche Bauten eintreten. Kein Geschäftsmann betreibt ein Geschäft weiter, oder Und es ist absolut kein Verlaß darauf, trotz allem Bebergrößert es noch, wenn er bisher nur Verluste teuern der Offiziösen und trotz der momentanen Abwiegelungen erlitten und keine Aussicht auf Besserung hat. der nationalen" Presse, daß eine nationalliberal- konservative ( Sehr richtig!) Kein Bergwerksbefizer hält seinen Betrieb Mehrheit nicht trotzdem sofort einen Wahlrechtsraub vollführte. aufrecht, wenn er sieht, daß er dauernd mit Schaden arbeitet. Denn die Sozialdemokratie bleibt ihnen trotz ihrer MandatsDurch Zustimmung aus dem angeführten Grunde werden die verluste gefährlich und weshalb sollten sie die Macht nicht Kolonialschwärmer in der falschen Richtung nur bestärkt und nüßen, so lange sie sie haben! Zumal sie nicht sicher davor weiter gedrängt. Der Voltsvertreter muß sich bewußt sein, daß sind, daß sie ihnen alsbald wieder entrissen würde! er der Verwalter der Steuern des Volkes ist. Als Die Nationalen" wissen ja selbst, daß nicht allemal Volksvertreter darf er seine Zustimmung nie zu Hurrawahlen gelingen und haben das wechselnde Wahlglück etwas geben, was er als Privatmann nicht tun würde. Mit 1890 nach ihrem großen Sieg von 1887 bitter empfinden Recht hat es befremdlich gewirkt, als seinerzeit Abgeordneter müssen. Und wie sie ihre Macht zu nüßen verstehen und v. Siemens warm für Kolonialbauten eintrat, für die er als wie wenig sie die Erwägung, daß die nationale Be. Direktor der Deutschen Bank nicht zu haben war.. geisterung" das Volk mitgerissen habe, sie Unser Volk ist kolonialmüde! Zu den schweren Geldopfern von Wahlrechtsverschlechterungen zurückhält, das hat ja für die Kolonien, unter denen die Kulturaufgaben im Reich gerade der Faschingsreichstag von 1887 gezeigt! Damals tai schwer leiden, treten die schmerzlichen Verluste an Menschenleben. trok oder vielmehr wegen des nationalen Sieges sofort die Und wie viele unserer tapferen Brüder in Afrika werden infolge Wahlrechtsverschlechterung die Verlängerung der Legislatur der großen Strapazen und des ungewohnten Klimas mit siechem perioden von 3 auf 5 Jahre! Körper in die Heimat zurüdfehren! Die Männer, die zur rechten Die Spuren der Kartellmehrheit von 1887 schrecken! Zeit ihre warnende Stimme gegen eine unhaltvolle Kolonialpolitik Wähler! Verhindert durch Eure Abstimmung am 4. und erhoben, vor„ Nasenstüber" gewarnt haben, haben sich ein Ber- 5. Februar das Zustandekommen der nationalliberal- konservativen dienst um unser Volk erworben."( Lebhafte 3u- Wahlrechtsräuber- Mehrheit! stimmung.) Auch Herr v. Rappard- Hamburg führte aus: Die Kolonien dehnten die Angriffsfläche des Reiches aus, das wegen seiner natürlichen Lage auf dem Festlande für einen Kampf nach zwei Fronten gerüstet sein müsse. Die Mittel, die für die Kolonien aufgewendet würden, brächten nur den großen Gesellschaften Nußen, würden aber niemals in die Taschen der Steuerzahler, aus denen sie geschöpft sind, zurüdfließen. Den Grundsäßen, welche die Freisinnige Volkspartei in der Kolonialpolitik bisher verfolgt habe, müffe fie auch in der Zukunft treu bleiben. Der Parteitag möge daher die Resolution Kopsch einstimmig annehmen."( Beifall.) Als darauf Herr Eidhoff meinte, es sei sehr wahrWie die nationalen" Parteien über das Reichstagswahlrecht denken, das wollen wir an der Hand einer Anzahl ihrer Rundgebungen aus früheren Jahren und legter Zeit hier noch einmal kurz feststellen! Wir können natürlich nur Stichproben geben, die Liste ließe sich ins Unendliche verlängern! nationalliberale und die fonservativen Parteien. Die Hauptfeinde des bestehenden Wahlrechts sind die Am 28. März 1895 äußerte Graf Mirbach im preußischen Herrenhause: " In allen ländlichen Kreisen und weit über diese hinaus, würde es mit Jubel begrüßt werden, wenn die verbündeten Fürsten sich entschlössen, einen neuen Reichstag auf der Basis eines nenen Wahlrechts ins Leben treten zu lassen( Sehr richtig! Zustimmung.) und zivar unverzüglich...." Am 30. März 1895 äußerte Graf Frankenberg, Das sind die großen Erfolge, die der Freisinn durch seine Politik und seine Wahltaktik errungen hat. Um dieses lohnende Ziel zu erreichen, hat er seine Grundsäge berleugnet, hat er sich zur Wahlhelferin und Konkubine der konservativen Parteien scheinlich, daß auch die deutsch- afrikanischen Kolonien, wenn erniedrigt, hat er sich dem Imperialismus auch erst nach langer Zeit und vielen Opfern wirtschaftlichen ebenfalls im Herrenhause, man müsse sehen, bei den Neuberkauft verkauft gegen seine eigene Ueberzeugung. Nugen bringen könnten, rief die Versammlung:" Niemals!" wahlen einen wahrhaft deutschen Reichstag zu bekommen, denn es ist nicht wahr, daß der Freifinn seiner befferen Er- und der Abg. Rosenow gab der Ueberraschung Ausdrud, mit welchem man verhandeln könne, um ein anderes Wahlfenntnis folgt, wenn er jetzt für die offizielle Kolonialpolitik daß solche Anschauungen auf dem Parteitage laut würden. recht für das Deutsche Reich zu bekommen, denn mit diesem eintritt. Die Ueberzeugung, daß Deutschland fich an dem Die große Ausdehnung unseres Außen- jegt geltenden könne man nicht bestehen. folonialpolitischen Wettstreit beteiligen müsse, findet sich nur handels habe mit folonialen Dingen nichts Aehnlich sprach sich der freikonservative Landtagsbei einem Teil jener liberalen Politiker, die sich zur Frei- au tun.( Sehr richtig!) Die Fraktion des Reichstages abgeordnete Ministerialrat Frhr. b. Zedlig im„ Deutschen finnigen Vereinigung zählen; die Wortführer der Freisinnigen babe Kolonialfragen stets gewissenhaft geprüft. Daß wir Wochenblatt" aus: Boltspartei haben sich nur deshalb in die kolonialpolitische aus unseren Kolonien irgend einen wirtschaftlichen Einfluß Strömung begeben, weil sie meinten, damit Wahlerfolge er- und an Ansehen gewinnen würden, davon könnte ringen zu können und auf Grund ihrer Erfolge und ihres doch nicht die Rede sein.( Lebhafte Zustimmung.)" Eintretens für die kolonialpolitischen Absichten der Regierung Und der Abgeordnete Gassel meinte: von dieser einige liberalen Konzessionen zu erlangen. Das beweisen nicht nur die verschiedenen Aeußerungen der frei„ Die Unvereinbarkeit des geheimen und gleichen Wahlzechts mit den Lebensintereffen des Reiches nachzuweisen, müsse das Hauptstück der politischen Aktion der nächsten Zeit sein." Der Abgeordnete v. Stumm sprach sich am 29. Januar Was die Kolonien angehe, so sehe er Lebensinteressen für 1896 im Reichstag für die Aufhebung des geheimen Wahlbas beutsche Bolt in den Kolonien nicht.( Sehr richtig.) Er rechts aus, also für die öffentliche Stimmabgabe, womit dem " 1 " H 4. " 1 = allgemeinen, gleichen, direkten Wahlrecht jeder Wert genommen Freund des Kaisers, Direktor Ballin von der Hamburg- erusten Versuch erfolgreichen Widerstandes demjenigen Schicksal würde. Wiederholt sprach sich Herr v. Stumm auch dafür aus, Amerika Linie, habe ein großes Blatt, den„ Hamburgischen entgegentreiben zu lassen, das unfehlbar seiner harrt, wenn das daß man den Sozialdemokraten das Wahlrecht nehme und fein Korrespondenten", durch Geldangebote zur Stellungnahme jehige Wahlrecht uneingeschränkt seine Wirkung auszuüben vermag." Sozialdemokrat zum Mitglied des Reichstags gewählt werden gegen das Reichstagswahlrecht zu bewegen versucht, Am 12. Januar verzeichnet der Vorwärts" die Tatsache, dürfe. Am 18. Dezember 1903 trat der General z. D. Boguslavski daß der konservative Kandidat Getzige Reichstagsabgeordnete Aehnlich äußerte sich verschiedentlich Graf Limburg in dem Organ des Bundes der Landwirte mit dem Vorschlage und außerdem Präsident des preußischen Abgeordnetenhauses) Stirum. Denselben Gedanken stimmten sächsische fonfer- hervor, eine Wahlrechtsänderung durch Staatsstreich herbei- v. röcher in einer Wählerberfammlung im Wahlvative Abgeordnete nnd konservative Preßorgane in Sachsen zuführen. freise Salzwedel Gardelegen erflärt hat, er habe zu. Der freifonservative Reichstagsabgeordnete b. Sardorff Am 21. Januar 1904 sprach der Freikonservative Frei- immer gesagt, er halte das Reichstagswahlrecht nicht für gut; empfahl am 20. Dttober 1895 in den Berliner Neuesten herr v. 3edlig im preußischen Landtage gegen das Reichstags- was er aber denke, das habe er nicht gesagt...! Nachrichten" die Einführung des belgischen Wahlsystems, wahlrecht für Pluralwahlrecht. Am 15. Januar fügt der Vorwärts" hinzu, daß der bei welchem der Unterschied im Besitz und der sozialen Stellung Am 11. Mai 1904 halten die konservativen Junker konservative Kandidat des Wahlkreises Pyrih Saagigdes Wählers dadurch zum Ausdruck kommt, daß im Vergleich v. Mirbach und v. Manteuffel im preußischen Herrenhause Stargard, Herr Edler Gans zu Puttig auf Barskezum gemeinen Mann", der eine Stimme hat, der gebildete und Reden gegen das Reichstagswahlrecht und für den Staats- wig, erklärt hat, daß er offen gestehen müsse, daß für den besigende Wähler 2 oder 3 Stimmen abgeben darf. Auch der ftreich. Mittelstand, besonders auf dem Lande, das geheime Reichstagstonservative Abgeordnete Ring sah in dem jetzt Am 18. August 1904 schrieb das nationalliberale Leip- wahlrecht nichts tange, am allerwenigsten das allein feligbestehenden Reichstagswahlrecht den Untergang Preußens ziger Tageblatt":" Sollten die Reichstagswahlen wieder und machende sei". und des Deutschen Reiches".( Rede im Rirdorfer fonservativen immer wieder Erfolge der Sozialdemokratie bringen, so wird Bürgerverein, 25. Februar 1896.) Der erste Minister, natürlich die Abänderung des Wahlrechts eines Tages eine der öffentlich gegen das allgemeine Wahlrecht eiferte, war der absolute Notwendigkeit." weimarische Minister b. Groß, der dies im Am 9. September 1904 polemisierte die freisinnig- volksFebruar 1896 tat, als es sich um die Einführung eines parteiliche Bossische Zeitung" wütend gegen einen sozialneuen Wahlgefehes für den weimarischen Landtag handelte. demokratischen Antrag, zu den Charlottenburger StadtDie grimmigften Gegner des allgemeinen, gleichen, verordnetenwahlen das gleiche Wahlrecht einzuführen. direkten und geheimen Wahlrechts sind in Sachsen zu suchen. Am selben Tage erklärte das sächsische Regierungsorgan, Hier wüten nationalliberale und konservative Presse und Ab- das Dresdener Journal", die Ersetzung des Reichs geordnete gleichmäßig gegen dasselbe. An der Spize dieser tagswahlrechts durch eine berufsständische Organisation fönne Agitation steht das Organ der sächsischen Regierung, die nur eine Frage der Zeit" fein. „ Leipziger Zeitung", die zu wiederholten Malen sich Im September 1904 verschlechterte der Königsberger Freinachdrücklich gegen den Weiterbestand des jezigen Reichstags- finn das städtische Wahlrecht. wahlrechts erklärte. So schrieb sie im Mai 1895: 11 " Am 15. Januar 1906 fagte der freikonservative LandtagsEs ist kein Geheimnis, daß alle Konservativen die Beseitigung abgeordnete Frhr. v. 3edlik( jezt Reichstagskandidat in des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechtes Mülhausen- Langensalza) im preußischen Dreiklassenlandtage wünschen müffen." unter dem Beifall der Rechten: Aehnlich äußerte sich das konservative, Vaterland in Dresden 1895: „ Das Reichstagswahlrecht muß allen Anfeindungen von links her zum Troß geändert werden, es schafft unhaltbare Zustände." Jim Winter 1896/97 wurde in Sachsen ein Dreitlassenwahlsystem nach preußischem Muster eingeführt, nur mit Beibehaltung der geheimen Stimmabgabe. Für dieses Wahlsystem stimmten damals im sächsischen Landtag sämtliche konservativen und nationalliberalen Abgeordneten unter fast einhelliger Zustimmung ihrer Parteigenossen im übrigen Deutschland. Der konservative Parteitag, der Anfang Februar 1898 in Dresden tagte, hat sogar der fächsischen Regierung und den Konservativen Sachsens seinen Dank nud seine Genugtuung für die Verschlechterung des sächsischen Wahlrechts ausgesprochen. Ferner plädierte in einem Artikel vom 8. Januar 1898 die treuz 8eitung" für Einführung der öffent lichen Stimmabgabe bei den Reichstagswahlen. In einem Artifel der nationalliberalen„ National Zeitung" vom 19. Mai 1895 heißt es: „ Das allgemeine Wahlrecht verwildere, sich selbst überlassen, mehr und mehr. Es muß der verhängnisvolle Lauf des allgemeinen Wahlrechts aufgehalten und der zerfehenden und zerstörenden Gewalt desselben eine starke Regierung gegenübergestellt werben." ㄌ Nicht eine absolute Vermehrung des Wahlrechts der Befizlosen ist eine Forderung der Gerechtigkeit, sondern ein Ausgleich des Wahlrechtes zwischen Neich und Preußen derart, daß wir hier in Preußen Zug um Zug mit dem Reiche den Besiglosen ein breiteres Wahlrecht einräumen, zugleich aber das Reichstagswahlrecht so umändern, daß auch die geistige Arbeit dort zu ihrem vollen Rechte kommt und nicht in fulturwidriger Weise völlig gleichgestellt wird der Handarbeit.( Sehr richtig! rechts.) Wenn wir so vorgehen, dann werden wir zu gleicher Zeit erreichen, erstens, daß eine solche Aenderung des Wahlrechts bei uns nicht zu einer unheilvollen Stärkung der Sozialdemokratie führt, daß sie nicht als ein Erfolg der Sozialdemokratie angesehen werden kann, und wir werden zugleich die Urquelle, aus der die politische Macht der Sozialdemokratie und ihr Einfluß auf die breiten Massen fließt, das Reichswahlrecht, in einer fachgemäßen und für den Bestand unseres nationalen Gemeinwesens entsprechenden Weise befestigen." Ungefähr zur selben Zeit schrieb die freifonservative Post" in der Empfehlung eines Steuerklassenwahlrechts, das an Stelle des jetigen Neichstagswahlrechts treten solle: ,, Mögen dann doch ruhig 6 Millionen Profeten für ihren August stimmen, einige 20 von den Leuten, die die eigentlichen Staatslasten zu tragen haben, hielten sie ja bequem in Schach. Die befiziose Masse kann zufrieden sein, daß der Staat ihr überhaupt usch Schuh und Nahrung gewährt." Die freikonservative, Post" am 14. Januar 1907: so sollte dem in Zukunft mit einer zeitlichen Begrenzung der Aufenthaltsdauer für Erlangung des Wahlrechts in einem Wahlkreise begegnet werden.... Die Ergänzung des Wahlgesezes nach dieser Richtung hin sollte eine der ersten Aufgaben des neuen Reichstages sein." Am 24. Januar 1907 fonstatiert der Vorwärts": Das konservative Chemniger Tageblatt" schrieb dieser Tage: " Wie die Nationalliberalen im innersten Herzen über das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht denken, geht aus einem foeben erst veröffentlichten Leitartikel der ( Chemnizer) Allgemeinen Beitung" hervor. Da heißt es hinsichtlich des vom Zentrum eingebrachten Antrages, das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht auch für den preußischen Landtag einzuführen, wörtlich: " " Daß der Antrag, in Preußen das Reichstagswahlrecht einzuführen, ein Sching gegen die ruhige, stete Entwickelung des Staates ist, weiß das Zentrum sehr wohl, für die Stonservativen aber ist ein solcher Antrag Gift." Abgesehen davon, daß dieser Antrag für die Nationalliberalen und Freisinnigen in gleicher Weise Gift ist, wie für die Konfer bativen, muß man hier die Erkenntnis hervorheben, daß das Reichstagswahlrecht ein Schlag gegen die ruhige, ftete Entwickelung des preußischen Staates ist. Ist dem Deutschen Reiche eine ruhige, stetige Entividelung nicht ebenso zu gönnen, wie dem preußischen Staate?! Nur aus Rücksicht für die politisch unreifsten Glemente der Wählerschaft machen viele Liberale aus ihrem Herzen eine Mördergrube und preisen öffentlich das Reichstagswahlrecht, während sie in Wahrheit für die Schattenseiten desselben keineswegs blind sind. Auch vielen Freisinnigen ist es innerlich nicht recht wohl dabei, wenn sie mit schwankender Stimme programmgemäß ihren Hymnus auf das Reichstagswahlrecht anstimmen müssen. Wie kommt es denn, daß diese Partei in den Städten, wo sie eine große und sehr radikale Mehrheit in der Stadtverwaltung hat, iwie z. B. in Berlin, ein durchaus plutokratisches Klassenwahlrecht dem Reichstagswahlrecht wahlweislich vorzieht?" Wähler! Wahrt Euer Wahlrecht! Wahlnachrichten. Wahlresultat: Telegramme. Die Wahlkomitees der Stichwahlkreife Noch offener ging man in einer großen nationalliberalen Versammlung am 28. November 1896 in Hamburg zu Werke, in der auf Antrag des jezigen nationalliberalen Reichs- neten zum Landtage des Großherzogtums um 11 Uhr das Resultat zu telegraphieren an die Adresse: Am 16. Februar 1906 stimmten die freisinnigen Abgeord- werden gebeten, ami Abend des Stichwahltages spätestens tagsabgeordneten Semler resolviert wurde, den Neichs- Sachsen- Weimar gegen den sozialdemokratischen fanzler zu ersuchen, in Erwägung zu nehmen, in welcher Antrag auf Einführung des allgemeinen gleichen und Ist das Resultat noch nicht vollständig, so ist Teil. Dringend. Sozialdemokrat. Berlin. Weise durch Gesetz dem auf Umsturz der Staatsordnung gesirekten Wahlrechts! richteten Mißbrauch des allgemeinen Wahlrechts durch die Sozialdemokratie, im Wege der Einschränkung dieses Wahl Auf dem Parteitage des nationalliberalen Jugend- refultat" zu bemerken und im Laufe des folgenden Sozialdemokratie, im Wege der Einschränkung dieses Wahl rechts, sei es durch Einführung einer höheren Altersgrenze, vereins am 8. und 9. September 1906 in Hannover Tages ein aipeites Telegramm mit dem ganzen Resultat sei es durch die Forderung einer längeren Seßhaftigkeit im streich weit eher befreunden als mit der politischen Gleicherklärte Gebhardt Lübeck, er könne sich mit einem Staats- au senden. Wahlkreise oder sonst abzuschneiden ist. Der nationalliberale Hannoversche Courier" berechtigung der Arbeiter auch bei den Landtagswahlen." Ein allerneuester Beweis für das nationale" Komplott auf Wahlrechtsraub! stimmte diesem Beschlusse nicht nur zu, er befürwortete auch, Bau Köln meinte, das gleiche Wahlrecht sei das allerdaß fünftig schon eine Drittelmehrheit in einem Wahlkreis plumpefte" und höchstens für Hottentotten und Papuas geeignet." Die Münchener Post" teilt in ihrer Nummer vom zur Wahl der Abgeordneten genügen solle und freute sich, daß Zeuguiffe aus affernenester Zeit 2. Februar 1907 mit: Aeußerungen die Hamburger Nationalliberalen so mutig in dieser Frage während des Wahlkampfes! vorgegangen seien. Jim weimarischen Landtag stimmten Konfervative und Nationalliberale für das neue Klaffenwahlrecht. Im badischen Landtag stimmten Nationalliberale und Konfer vative gegen die Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts für die Landtagswahlen. Für das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht bei den Gemeindewahlen ist keine einzige bürgerliche Partei. Der Wahlrechtsraub der nationalliberalen Pfeffersäcke in Hamburg und Lübeck spricht Bände! Am 12. November 1904 erklärte die konservative " Kreuz Beitung" zusammenfassend: #. Die Berurteilung des gleichen, allgemeinen, politischen Wahlrechts hat bereits solche Dimensionen angenommen, daß es nicht mehr notwendig scheint, viele Warte darüber zu verlieren. Im Dezember 1904 verschlechterten die Nationalliberalen das städtische Wahlrecht in M.- Gladbach. Am 16. März 1905 veröffentlichte die Breslauer Volkswacht" einen geheimen Aufruf zur Gründung eines Vereins gegen das Reichstagswahlrecht. " Am 18. Dezember 1906 schrieben die konservativen Hamburger Nachrichten": Wir gehen bei aller Freudigkeit, mit der uns die AufLöfung des Reichstages erfüllt, nicht so weit, zu hoffen, daß die Regierung das tun wird, was wir an ihrer Stelle jetzt unbedingt täten, nämlich durch kaiserliche Berordnung das alte Wahlgesetz außer Kraft fehen und für die Neuwahlen provisorisch ein neues erlaffen... Wir sind überzeugt, daß, wenn Fürst Bismard noch lebte und berufen wäre, jezt die Entscheidung zu treffen, er fich nicht einen Augenblick besinnen würde, das Wahlrecht in der festen Zuversicht zu ändern, von dem neuen Reichstage dafür Indemnität zu erlangen. Zweifellos entspräche es zwar dem wahren Interesse des Baterlandes und dem sehnlichsten Wunsche aller deutschen Patrioten, andererseits aber darf man sich nicht darüber täuschen, daß die Nenderung des Wahlrechts auf dem Wege der kaiserlichen Berordnung, je energischer und durchgreifender fie erfolgte, um so mehr geeignet wäre, gewiffe Konvulfionen am deutschen Staatstörper und gewalttätige Erscheinungen hervorzurufen. Aber wir fragen, ob folche Ereignisse nicht das kleinere Uebel gegenüber der Aussicht darstellen würden, das Deutsche Reich langsam unter dem gegenwärtigen Wahlrecht zugrunde gehen zu lassen." 114 " Die Kandidaten des liberalen Blocks find gekennzeichnet! Ein Vertrauensmann der bayerischen Regierung und des Hofes ein liberaler Adeliger hat fich bemüht, die Münchener Zentrumspartei zum Eintreten für die Liberalen dadurch zu bewegen, daß er erklärte, es handele fich darum, eine Mehrheit für die Xenderung des Reichstagswahlrechts zu gewinnen. Seit drei Tagen ist diese Tatsache öffentlich be fannt. Weder die sonst so mundfertige liberale" Preffe, noch die Redner des Blocks im Münchener Kindlfeller haben es gewagt, fie abzuleugnen. Wer einen Blockzettel abgibt am Stichwahltage, wählt einen regierungsoffiziös gekennzeichneten Wahlrechtsfeind! Man halte zu dieser Nachricht unseres Münchener Parteiorgans die an anderer Stelle verzeichneten Angriffe aufs Reichstagswahlrecht während des Wahlkampfes und die neuesten Aeußerungen des Herrn Ballin! Die freikonservative Post" am 20. Dezember 1906: Die Folge ist, daß, wenn wiederholte Appelle aus Bolt unter diesem Wahlrechte fruchtlos bleiben sollten, der Moment nicht ungenügt verstreichen darf, von dem eininal Fürst Bismard sprach, wenn es gar nicht mehr vorwärts wolle. Das ist un- Der Günſtling des Kaisers hat bekanntlich auf der von umgänglich, wenn die Mehrheit des Volkes nicht mehr erkennen den Direktoren, Beamten und Offizieren der Hamburg- Amerikawill, was bem Segen des Weiches bient." Linie veranstalteten Kaiser- Geburtstagsfeier geVertretung gesichert werden, daß das Reichstagswahlrecht durch äußert, dem Großhandel müsse dadurch im Reichstage eine eine berufsständische Angliederung der Vertreter der großen Erwerbsgebiete" ergänzt werde. Im April 1905 veröffentlicht der nationalliberale Abg. Mend in den„ Hamburger Nachrichten" einen Artikel gegen das Reichstagswahlrecht. Nach der antisozialdemokratischen Korrespondenz beabsichtigen nationalliberale Fabrikanten, von denen die nationalliberale Partei finanziell ab= hängig(!) sei, gleich Herrn Mend, einen energischen Protest gegen das Reichstagswahlrecht. Menck tritt zur frei tonservativen Partei über, schreibt aber am 26. Mai in den „ Hamburger Nachrichten" von seinen nationalliberalen Partei- preußischen Dreiklassenhaus einen Antrag Am 28. Dezember 1906 bringen die Nationalliberalen im venossen: auf Einführung des Plural- Wahlrechts ein! Der konservative Reichsbate" am 9. Januar 1907: ... Es legt dies die Erwägung nahe, ob man das Wahlrecht nicht an einen längeren, porgängigen Ortsaufenthalt zu fnüpfen hätte als bisher. Das beste freilich wäre, wenn durch eine Reform des Wahlgefetes neben Einführung der Wahlpflicht quch die Berlegung des Beginnes der aktiven Wahlberechtigung pom 25. auf das 30. Lebensjahr beschlossen würde. Dadurch würden die jungen fluttuierenden Kreise von der Wahl aus geschlossen und die Wahl den seßhaften Klassen mit reiferem Urteil zugewiesen." Im Herzen sind wir alle für die Aufhebung des allgemeinen Stimmrechts". Man erkläre das aber nicht offen, weil einer fich vor dem anderen fürchtet. Im August 1903 enthüllte der Vorwärts" das berüchtigte Giesebrecht Komplott gegen das Reichstagswahlrecht. Zu den Geldgebern gehörten Freitonservative und National. liberale, unter anderen die Abgg. We herbusch und Bahn. Bahn behauptete später, er habe seinen Geldbeitrag gespendet- ohne zu wissen, um was es sich handle! Am 27. August 1903 berichtete das Berliner Tageblatt" aus Weimar, ein Mitglied der weimarischen Staatsregierung habe erklärt, daß eine Einschränkung des Wahlrechtes geplant würde. Man hoffe für die vom Kaiser gebilligten Borschläge mäßigen Zensus, soziale Vorbedingungen usw. die Konservativen und die Liberalen zu gewinnen, die beide gleich von der Sozialdemokratie gefährdet würden. Jm Dftober 1908 erflärte der nationalfoziale Abgeordnete b. Gerlach in einer Verfammlung au Hamburg: Der bekannte . H Gleichzeitig meldet die Köln. Volkszeitung": Von einer Persönlichkeit, die mit Berliner Regierungstreifen rege Fühlung hat und Berliner Regierungskreisen wiederholt politische Dienste geleiftet hat, erfahre ich folgendes: Es bestehe der Plan, eine gefügige Regierungsmehrheit dadurch zu schaffen, daß man die wegen Zunahme der Bevölkerung eigentlich mehr zu wählenden Reichstagsabgeordneten durch die Einzellandinge wählen laffe. Man suche nach Mitteln und wegen, wie dies ohne Henderung des bestehenden Reichstagswahlrechts geschehen könne, Ich teile Ihnen die Nachricht mit, wie ich sie erfahre, ohne in der Lage zu sein, zu beurteilen, inwieweit die Ausführung eines solchen Planes, wenn er tatsächlich besteht, in der gegenwärtigen politischen Lage möglich fein würde." Die konservativen, Hamburger Nachrichten" am selben Tage: Bon allen Gesichtspunkten aus betrachtet also erweist sich das jezige Wahlrecht als die Wurzel des Rebels, an dem wir zu leiden haben. Man glaubt, daß es bei der Aenderung des Wahlrechts zu Aufständen, Gewalttaten oder dergleichen kommen tönnte. Mit folchen Borkommniffen müßte allerdings gerechnet werden. Nachdem man die Sozialdemokratie feit nun beinahe zutage! 17 Jahren ungestört hat auwachsen lassen. Aber wir fragen, ob es nicht beffer wäre, diese Gefahr zu laufen, als das Reich ohne jeden Man halte das alles zusammen und das Komplott der Nationalen" gegen das Reichstagswahlrecht liegt klar enthüllt Wähler! wahrt euer Wahlrecht! Nieder mit den nationalen" Kandidaten! Oktavios Ende. Unsere Parteigenossen in M ü h I h a u s e n sThiiringen) haben nach einem Referat ihres Reichstagskandidaten, Genossen Grunwald, folgende Resolution angenommen: „In Erwägung, das', nach dem volksfeindlichen Ausfall der Hauptwahlen die Sozialdemokratie die grundsätzliche Pflicht hat. eine weitere Stärkung der ausgesprochensten Reakrion nach Möglich- keit zu verhüten, in fernerer Erwägung, daß in unserem Wahlkreise ein ganz besonders Volks- und kulturfeindlicher Reaktionär und Scharfmacher in der Person des F r e i h e r r n v, Zedlitz dem Freisinnigen E i ck h o f f in der Stichwahl gegenübersteht, in der Erwägung weiter, daß Freiherr v. Zedlitz ein offen aus- gesprochener Gegner des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts und des Koalitionsrechts der Arbeiter und ein alter Befürworter von Ausnahmegesetzen gegen die politischen und gewerkschaftlichen Organisationen der Arbeiterklasse ist. während andererseits der freisinnige Kandidat Professor Eickhoff auf direkle Anfrage des Sozialdemokratischen Wahlkomitees bedingungslos erklärt hat, daß er 1. gegen jede Verschlechterung des allgemeinen, gleichen, ge- Heimen und direkten Wahlrechts stimmen wird; 2. daß er jeden Versuch, das Koalitionsrecht einzuschränken, unbedingt zurückweisen wird; 3. daß er sich gegen jedes wie immer geartete Ausnahmegesetz erklären wird: beschließt die heutige Versammlung, die sozialdemokra- tischen Wähler Grunwalds in Stadt und Land aufzufordern, in der Stichwahl geschlossen für die Wahl Eickhoffs einzutreten, Die Versammlung betont indessen ausdrücklich und wiederholt, daß sie zu diesem Beschlüsse nur durch die politische Lage im allgemeinen und durch die besondere im Wahlkreise Mühlhausen- Langensalza-Weißensee gezwungen wird, Sie fordert die Parteigenossen auf, ihre nur allzu berechtigten Gefühle des Widerwillens, ja des Ekels über den Freisinn, im besonderen über sein letztes Flugblatt vor der Hauptwahl, hintan- zusetzen und mit kühler Ueberlegung dem Grundsatze zu folgen, von zwei Uebeln, wenn keine andere Wahl bleibt, das kleinere den, weit größeren vorzuziehen. In diesem Sinne macht es die Versammlung den Parteigenossen von Stadt und Land zur Pflicht, geschlossen für Eickhoff zu stimmen. Die Versammlung macht es aber den sozialdemokratischen Wählern Grunwalds weiterhin und nachdrücklichst zur Pflicht, immer mehr durch politische� und gewerkschaftliche Agitation und Organi- sation den künftigen Sieg der Sozialdemokratie im Kreise mit allen Mitteln und mit aller Kraft vorzubereiten," Damit ist boffentlich des edlen Oktavio Schicksal besiegelt, und Herr v. Kardorff, der ihn mit der dreisten Sicherheit, die ihn auch sonst auszeichnet, schon als seinen Nachfolger in der Führung der Reichspartei bezeichnet hatte, wird sich nach einem anderen Bieder mann umsehen müssen. In der Hauptwahl erhielt unser Genosse Grunwald MIß. Eick' hoff 6117 und Frhr. v. Zedlitz 10541 Stimmen. Lm Wahlkreise Wittenberg--Schweinitz beschlossen unsere Parteigenossen, in der Stichwahl für Dave(Frei f. Vereinigung) einzutreten. Dave verpflichtet sich, für die vom Partcivorstand aufgestellten Bedingungen einzutreten. Eine freisinnige Heldentat. Die Genossen des Wahlkreises Danzig-Stadt schlössen die Agitation für die Hauptwahl mit einer Bolksversaminlung am Abend des 24. Januar. In der Diskusston meldete sich zum ersten- male seit Jahren ein Gegner, und zwar der freisinnige Kauftnann Max Sommerfeld, eine erstklassige Leuchte des Danziger Börsen- Mischmasch- Breisinns uud der bourgeoisen Sport- weit. Der Herr rühmte zuerst die soziale Weitherzigkeit der Komnierzienräte, denen bitteres Unrecht geschehe, wenn behauptet wird, daß sie die Arbeiterinteressen nicht verstehen und vertreten können. Dann behauptete er wider besseres Wissen, daß der Referent, Genosse Trilse, den Konservativen vorgeworfen habe, daß diese Ehebruch trieben. Und darauf folgte eine Stinkbombe, die nur ein noch unter den Reichsverband gesunkener Freisinnsmann dieses Kalibers schleudern konnte. Mit eherner Stirn behauptete der Mensch kalten Blutes: Daß auch in der Sozialdemokratie Ehebruch getrieben werde, beweise der— Reichstagsabgcordnete Peus! Dieser habe mit der Frau eineS Kollegen Ehebruch getrieben und die Tat dann vor Gericht unter seinen« Eide abgeleugnet 1 1 Dafür sei er dann zwei Jahre ins Zuchthaus gekommen I!!"—-- Natürlich durchbrausten Stürme der Entrüstung und d moralischen Ekels den Saal. Der überwachende Polizeikommissar drohte wiederholt mit der Auflösung. Als der Vorsitzende die empörten Genossen beruhigt hatte, ersuchte er den Herrn, sich doch etwas mehr an die Wahrheit zu halten. Darauf erwiderte der frei sinnige Sportheld:„Was er gesagt habe, könne er beschwören!" Und dann schleuderte er die schuftige Verleumdung noch einmal, langsam und mit lauter Betonung sprechend der Versammlung ins Gesicht' Die angestrengten Bemühungen der leitenden Genossen be- sänftiaten auch jetzt wieder den nur zu berechtigten Unwillen der Zuhörer, Die Versammelten zivangen sich gewaltsam, gelegentlich brach der Protest gegen die offenbar abgekartete Freisinnsmache aber doch lebhaft durch. Gerade als der freisinnige „Ehrenmann" geendet hatte, war die Versammlung jedoch durchaus nicht lebhaft oder erregt. In diesem Augenblick traf sie aber wie ein Blitz aus heiterem Himmel die— polizeiliche Auflösung!— Nun postierte sich der freisinnige.Agsat provocateur, höhnisch lächelnd, zwischen die Polizeibeamten und erwiderte das brausend den Saal durchhallende Hoch auf die Sozialdemokratie mit einem Hoch auf seinen Mommsen. Der schmutzige„liberale" Wahltrick hatte offensichtlich den Zweck, die Auflösung unter allen Umständen zu provozieren und dadurch die Sozialdemokratie noch im letzten Augenblick vor der Wählerschaft zu diskreditieren. Unsere Genossen unterließen es denn auch nicht, die Wählerschaft noch am Wahltage von diesem bübischen Freisinns- streich zu unterrichten und in einem Flugblatt die„vornehme" Kampfart des Kommcrzienrats- Liberalismus nach Gebühr zu geißeln. Di» Beamten und das Wahlrecht. Offiziös wird gemeldet: In einigen Blättern wird der Wunsch ausgesprochen, es möge vor den Stichwahlen den Behörden nochmals die Beachtung des Beschlusses des Staats- Ministeriums eingeschärft werden, nach welchem den Beamten die Ausübung ihres Wahlrechts möglichst erleichtert werden sollte. Daran werden zum Teil auch Bemerkungen darüber geknüpft, daß nach den von einzelnen Behörden getroffenen Anordnungen Zweifel daran nicht ausgeschlossen erschienen, ob die Tragweite des Staats- miuisterialbeschlusses hinsichtlich des Umfanges der zu ge- währenden Diensterleichlerungen wirklich überall richtig verstanden sei. Wir glauben nicht, daß zu Bedenken nach der einen oder anderen Richtung Anlaß vorliegt. Denn wir können feststellen. daß schon vor der Hauptwahl in allen Dienstzweigen im wesentlichen übereinstimmende und ausdrückliche Anordnungen ergangen find, die keinen Zweifel darüber� lassen, daß durch zweckmäßige Einrichtungen des Dienstbetriebes an den Wahltagen sämtlichen Beamten die Ausübung ihres Wahlrechts sowohl bei den Haupt- wie bei den Stich- und etwaigen Nachwahlen zum Reichstage nach Möglichkeit zu erleichtern ist. Mögen die Beamten guten Gebrarich von ihrem Wahlrecht machen! Wahlen in Rhcinlnnd-Westfalen. Die amtlichen Zahlen bedingen einige Korrekturen unserer ersten Angaben. In Köln gewannen wir z. B. 8382, in Rheinbach-Bonn 1041, in Aachen-Land aber nur 64 Stimmen. In ganz Rheinland stellt sich unsere Stimmenzahl aus 233 Söv oder gegen ISvö 33 953 mehr; iq Westfalen stieg unsere Stimmenzahl von 139 612 auf 137 623. Das Plus beträgt 18 016 Stimmen. Mithin ergibt sich für Rheinland-Westfalen ein Zuwachs von 51969 Stimmen. Die Stichwahlen in Nordbaycrn machen dem Block schwere Sorgen. Das Sicgesgebrüll, das am 26. Januar angestimmt wurde, hat stark nachgelassen und einer etwas katzenjämmerlichen Stimmung Platz gemacht, der Liberalis- mus beginnt zum Teil einzusehen, daß er am Ende gar der Ein- geseifte sein könnte. Er sucht nun in den Stichwahlen noch möglichst viel zu retten. In Nordbayern stehen in fünf Wahlkreisen Kan- didaten des Blocks zur Stichwahl: In B a y r e u t h und Fürth mit Sozialdemokraten, in Würzburg und F o r ch h e i m- K u l m b a ch mit dem Zentrum und in A n s b a ch- S ch w a b a ch mit einem konservativen Bauernbündler. Am heißesten tobt der Kampf in Fürth. Die Agitatoren des Blocks entfalten in Gemeinschaft mit dem Reichsverband eine unheimliche Tätigkeit. Eine urkomische Rolle spielt der an der Spitze des Blocks stehende Freisinn, den das Eintreten der Zcn- trumsleitung für den sozialdemokratischen Kandidaten derart aus dem Häuschen gebracht hat, daß er die wunderlichsten Purzelbäume schlägt. Der Freisinn ist plötzlich ganz fromm geworden. Vor der Hauptwahl war er der grimmigste Kulturkämpfer, der schrecklichste Feind des Zentrums, jetzt vor der Stichwahl bettelt er um die Zentrumsstimmen und sucht die Zentrumswähler zur Auflehnung gegen die Stichwahlparolc ihrer Leitung aufzuhetzen. Der Block- kandidat Manz wird als frommer Katholik dem„gottlosen" Segitz gegenübergestellt, wie in der bekannten schönen Geschichte der brave Fridolin dem bösen Dietrich. Als Haupttrumpf wird die Meldung ausgespielt, daß der Bamberger Erzbischof früher irgend einmal Herrn Manz einen Besuch abgestattet habe. Es ist ein Bild zum Wälzen!— Ebenso werden die Bauernbündler um- schmeichelt, die den Ausschlag geben. Sie bestehen zum Teil aus Konservativen, deren Führer der Landtagsabgeordnete Beckh ist, der Kandidat bei der Hauptwahl. Er hat an die Konservativen die Aufforderung gerichtet, für Manz einzutreten, während die Ver- traucnsleutc des Baucrnbundcs ihren Gesinnungsgenossen die Eni- scheidung freistellen. In Würzburg wollen die Liberalen die Flinte ins Korn werfen und bei der Stichwahl daheim bleiben, weil ihr Kandidat infolge der Stimmenthaltung der Sozialdemokraten doch nicht ge- wählt wird. In A nsbach-Sch wabach lvird der Ealigula- Quidde rettungslos durchfallen, weil unsere Genossen sich ebenfalls der Stimme enthalten. So ist es möglich, daß der Block bei den nordbayrischen Stichwahlen überhaupt leer ausgeht. Die liberale Presse ist über unsere Taktik sehr erbost, sie nennt uns die kor- rumpicrteste Partei, weil jvir uns nicht dazu verstehen wollen, ihren Kandidaten auf die Strümpfe zu helfen. Nach liberaler An- ficht ist dies die Pflicht der Sozialdemokraten, gegen die der Libera- lismus sich überall auf die Seite der Reaktionäre stellt. 75 000 M. Wahlkope»! Die„Posi", die selbst das Dümmste gläubig hinnimmt, wenn es gegen die Sozialdemokratie ausnutzbar zu fem scheint, hat sich wieder einmal von einem Witzbold einen Büren aufbinden lassen und andere bürgerliche Blätter fallen ebenso leichtgläubig aus den Blödsinn hinein. Oder verbreiten sie wider besseres Wissen die Nach- richt, weil sie ihnen zur Stichwahl in den Kram paßt? Die„Post" schrieb: Die Agitation der Sozialdemokratie für den hiesigen lGubener D. R.) Wahlkreis kostet, sage und schreibe: 75 000 M.(Es wird schwer, zu glauben, daß die Summe für die Kandidatur Kotzke aufgewendet wurde, wirklich diese Höhe erreicht. Red.), und dafür diese Blamage. Da nur aus Berlin von der Parteileitung 50 000 Mark bewilligt worden sind, müssen nun nachträglich noch 25 000 Mars aufgebracht werden: ob denn endlich die Arbeiter nicht klug werden und das Geld so fortwerfen, obschon die hiesigen Arbeiter zum großen Teile zu den Mitläufern ge hören." In Wirklichkeit, bemerkt die„Märk. Bolksstinime" dazu, hat die Agitation während der letzten Wahlkampagne im Wahlkreise Guben-Lübben nur rund 2560 M. gekostet 1 politilcbc Gcberficbt. Berlin, de» ä Februar 1907. Nationalwohlstand und Arbeitereinkommen. Die offiziöse„Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Nationalwohlstand und Arbeitereinkommen. Wie die vergleichende Uebersicht der Ergebnisse der preußischen Einkommensteuerveranlagung. so beweisen auch die sächsischen Einschätzungsergebnisse, daß der Anteil der Arbeiter- s ch a f t an der Zunahme beS Nationalwohlstandcs wach st. Nach der soeben ausgegebenen Nummer der Zeitschrift des Sächsischen Statistischen Landesamtes hatten in Sachsen im Jahre 1602 55,18 Proz. der Eingeschätzten ein Einkommen unter 800 M.. im Jahre 1004 dagegen 54,84 Proz. Anderseits hatten ein Einkommen von 800—2260 M. im Jahre 1902 86,79 Proz. der Eingeschätzten, im Jahre 1904 87,03 Proz. In Preußen hatten im Jahre 1905 33,81 Proz. der Bevölkerung ein Einkommen von mehr als 900—8000 M., im' Jahre 1906 35,02 Proz. In der sächsischen Statistik ist noch besonders be- merkenswert, daß für die großen und die größten Einkommen, wenn man die Grenze derselben bei 26 000 M. zieht, eine absolute Abnahme(um 147) festzustellen ist. Daß sich die Zahl der Arbeiter, die mehr als 900 Mark Jahreseinkommen besitzen, vermehrt, ist von sozialdemo- kratischer Seite nie be st ritten worden. Die Sozial- demokrafte behauptet nur zweierlei: 1. daß dieser Zu- wachs des G e l d l o h n c s durch die Lebensmittelverteuerung und Erhöhung der WohnungSmieten mehr als ausgeglichen wird; 2. daß die Einkonimcnsvermchrung der Besitzenden rascher steigt, als die des P r o I e t a r i a t s, so daß dadurch die soziale Ungleichheit größer statt kleiner wird! Diese sozialdemokratischen Behauptungen wollen wir zum Ueberfluß abermals durch einige Zahlen beweisen. Die Zahl der(physischen) Zensiten mit einem Ein- kommen von 900— 3000 M. wuchs in Preußen nach der amt- lichen Einkommensteuerstatistik von 1890--19O5 um 1 567 000. Der Eiukonimenszuwachs dieser Gruppe betrug 2 012 547 000 M. In demselben Zeitrauni wuchs die Zahl der Zensiten mit mehr als 3000 Mark Einkommen um 170 366. Der Ein- kommeusznwachs dieser Gruppe betrug aber nicht weniger als 1570 007 000 Mark. Das Durchschnittseinkommen betrug bei der Gruppe mit pro Zensiten Sov-Zvoo M. 1896... 1377 M. ... 1905... 1339„— 4SM. über 3000, 1896... 8727. „„ 1905... 8893,+166, Das Einkommen der Besitzenden hat sich also rascher ver- mehrt als das der Nichtbesitzenden! Wie„gerecht", wie„christlich" das Einkommen verteilt ist. dafür noch ein paar weitere Zahlen aus der amt- lichen Statistik für 1905. Es besaßen: (physische) Zensiten Eint o m wen I 289 066 mit 000—1050 M Einkommen.. l 256 8ZS 350 M 17 233 mit mehr als 30500 M. Einkommen l 404 625 220 M' Hoffentlich ist das offiziöse Organ, das dem Volke ja so gern mitteilen will, wie sich Nationalwohlstand und Arbeitereinkommen zu einander verhalten, so gewissenhast. auch diese von uns angeführten amtlichen Ziffern seinen Lesern mitzuteilen! Die gesamte Ordnungspresse, die seine bisherigen Zahlen so eifrig weiter verbreitet hat. wird sicherlich nicht verfehlen, auch diesen Zahle» zur weitesten Vor breitung zu verhelfen! Natürlich noch vor den Stichwahlen! Die Wahlen zum Hamburger Landesparlament haben unserer Partei einen alle Erwartungen übertreffenden Er- folg gebracht. Um diesen in seiner vollen Tragweite würdigen zu können, bedarf es einer kurzen Schilderung des durch den Wahl- Umsturz beseitigten und des jetzigen Wahlrechts, unter dem zum ersten Male gewählt wurde. Bis zum vorigen Jahre gehörte zur allgemeinen Wählerklasse jeder Hamburger Bürger, der fünf Jahre hintereinander ein Einkommen von 1200 M.— ohne Steuer- rück st and— versteuert hatte. Neben diesen 80 Mandaten her allgemeinen Klasse gab es, wie auch jetzt noch, 80 Privilegierten» Mandate, je zur Hälfte von den Notabcln und Grundeigentümern vergeben. Dieses Wahlrecht wurde, weil es den Hamburger „Liberalen" für eine Geldsacksrepublik wie Hamburg zu„demo- kratisch" erschien, unter Beibehaltung der Privilegiertenwahlen, durch ein Klassenwahlrecht ersetzt. 48 Mandate wurden den ein Einkommen von über 2500 M. und 24 Mandate den unter 2500 W. versteuernden Bürgern zuertcilt. und zwar,„damit auch hex Mittel- stand zu einer Vertretung gelange"(in Wirklichkeit, um den Sozial» demokraten nicht die 24 Sitze zukommen zu lassen), auf Grunh des Proportionalverfahrens. Das Hamburger Landgebiet wählt nach dem alten System acht Abgeordnete. Die Hamburger„Bürger- s ch a f t", wie das Parlament offiziell heißt, wählt alle drei Jahre halbschichtig. Am Freitag>vurde nun zum ersten Male nach diesem neuen System gewählt. Als Ucbergang sind in der ersten Klasse statt 24 25 und in der zweiten Klasse statt 12 13 Mandate zu be» setzen, während auf dem Landgebict von den 8 Abgeordneten 7 zu wählen waren. Die Zahl der in Betracht kommenden Wähler be» trägt 33 254, davon entfallen 3883 auf das Landgebiet. Von der sozialdemokratischen dreizehn Köpfe zählenden Fraktion sind fünf ausgeschieden. Die Wahlbeteiligung war eine sehr rege, gearbeitet wurde von allen Seiten wie bei der Reichstagswahl. Das Zählgeschäft ge- staltete sich bei der Neuheit des komplizierten Verfahrens sehr lang» weilig. hatten doch nachts um 2 Uhr(Schluß der Wahlhandlung 6 Uhr abends) noch nicht alle Bezirke das Resultat festgestellt. Wie bei der Reichstagswahl haben auch bei dieser Wahl die Wahlrechtsräuber die gebührende Quittung für ihr volksfeindliches Verhalten ausgestellt bekommen. Nach den bis Sonnabendmittaz vorliegenden Resultaten, die in ihrem Endeffekt keine wesentliche Korrektur erfahren dürsten, haben die eingereichten Listen jedex Wähler gibt 12 Stimmen ab— folgende Stimmenzahl auf sich vereinigt: Sozialdemikraten: 1. Klasse: 4 011, 2. Klasse: 124 052, Bereinigte Liberale: 1. Klasse: 18189, 0. Klasse 84 000. Wahlrecht 8 täubet aller Schattierungen: 1. Klasse: 58 000, 2. Klasse: 16 000. Danach entfällt in der ersten Klasse auf 4300 Stimmen ein Mandat und in der zweiten Klasse auf etwa 18 000 Stimmen ein solches. Unsere Partei erhält mithin in der ersten Klasse ein Mandat und in der zweiten Klasse neun Mandate, in Summa zehn. sp daß unsere Fraktion 18 Köpfe(bisher 13) stark sein wirk Auf die Vereinigten Liberalen fallen fünf Mandate in der ersten und zwei Mandate in der zweiten Klasse, auf die Anti- semiten nur ein Mandat in der ersten Klasse, während die alten (Wckhlrechtsräuber-) Fraktionen in der zweiten Klasse nur ein Mandat bekommen. Auf dem Landgebiet sind drei Abgeordnete der alten Fraktionen gewählt worden, während vier Kandidaten der Vereinigten Libe- ralen mit Anhängern des Wahlrcchtsraubs in Stichwahl gelangen, wobei unsere Genossen den Ausschlag geben. Es geht vorwärts, trotz Klassen- und Geldsackswahlrecht. Veutfcdes Reich. DaS„gleiche" Wahlrecht. Bei der Wahl am 25. Januar wurden die folgenden Kreise mit den angegebenen Stimmen erobert von den Konservativen Heiligenbeil..... 12 148 Guhrau...... 11973 Greifenberg..... 11775 Pr.-Holtand..... 11736 Labiau....... 11575 Sangcrhausen.... 11541 Angerburg..... 11485 Meseritz...... 11388 Rosenberg...... 11 140 Pyritz....... 11261 Militsch...... 10 977 Wartenberg..... 10813 Züllichau...... 10 411 Königsberg N.-M,... 10 077 Denmiin...... 9 312 Sternberg...... 8 824 Reuß ält. Linie.... 8 634 Neustettin...... 8 543 Dinkelsbühl..... 8 387 Namslau...... 8 269 der Leipzig-Land. Hamburg III Berlin IV.. Berlin VI.. Niederbarnim Teltow-Beeskotv Sozialdemokratie >... 56712 ... 65 461 �... 82039 ,... 09560 ... 57862 -Storkow 104 104 Summa 405785 Summa 210 278 20 konservative Mandate wurden also erobert mit ins- gesamt 210 278 Stimmen! Um jedoch 6 sozialdemokratische Mandate zu erobern, be- durfte es der Zahl von 405 738 Stimmen! So skandalös wird das industrielle Proletariat entrechtet! Gewachsen I Die Sozialdemokratie kann ihre Macht und ihre Werbefähigkeit letzten Eudes nur an der auf sie im Verhältnis zur Zahl der Wahlberechtigten entfallenden Stimmenzahl abwägen, tsnd von diesem Gesichtspunkte aus hat uns auch die letzte Wahl wiederum ein Stückchen vorwärts gebracht. Der Zuwachs der Wahlberechtigten wird auf 7-800 000 geschätzt. Wir stellen zur Vorsicht 900 000 Wähler mehr ein und gewinnen dann folgendes Bild: «, Zahl der Wahl« Zahl der sozialdem. in Proz. d. Wahl- HOOr berechtigten Stimmen berechtigten 1874... 8 523 446 850 861 4.12 1887... 9 769 802 763 128 7.81 1890... 10145 877 1427 298 14.07 1893... 10 628 292 1780 939 16,76 1898... 11 44t 994 2 113 536 18,47 1903... 12 528 963 3 010 771 24.08 1907... 13 123 963 3 255 970 24.24 Unser Anteil an der Gesamtzahl der Wahlberechtigten ist, WCU auch nicht erheblich, trotz der Niederlagen doch gestiegen i Agrarische Tonart. die des Amendements, das der Radikale Meunier beantragt die baldige Zurücknahme der beleidigenden Maßregel zu erDie Dertelsche ,, Deutsche Tageszeitung" fordert in jeder Nummer hatte und welches das Inkrafttreten des Gesetzes um einen Monat wirken. bom Freisinn, daß er sich als Vertreter des nationalen Gedankens aufschieben wollte, um die Entziehung der Staatszuschüsse an die In den gestrigen Abendblättern liest man, durch den bewährt und in allen Wahlkreisen, wo agrarkonservative und Sozial- der Deklarationspflicht widerstrebenden Geistlichen zu ermöglichen. Konflikt werde möglicherweise ein Krieg heraufbeschworen demokraten in der Stichwahl stehen, für die agrarischen„ Heimats- Die Demokratie hat es sicher nicht nötig, den geschichtlichen Kampf werden. Uns scheint diese Gefahr im Augenblick nicht vorpolitiker" eintritt. Das hindert sie nicht, hinterher über die politische für die Befreiung des Staates von kirchlichen Einflüssen mit so zuliegen; denn so sehr auch Japan auf die Wahrung seiner Einfalt der Freifinnsgrößen zu spotten und mit ihnen ihre junter- fleinlichen Mitteln zu führen. nationalen Ehre hält, so dürfte es doch wohl den amerikalichen Stallwige zu treiben. So wigelt es beispielsweise über die Bei der Debatte über den Antrag Meunier kam es zu einem nischen Gegner nicht über einen Kamm mit Rußland Herren Hermes und Träger: Zwischenfall, der eine Ministerkrise zur Folge gehabt hätte, wenn scheren. Allerdings ist mit dem Zustandekommen einer gütJaurès nicht als Retter eingesprungen wäre. Clémenceau lichen Einigung die Gefahr einer friegerischen. Verwickelung betonte in sichtlicher nervöser Ueberreiztheit den Gegensatz seiner zwischen den beiden Mächten leider nicht für alle Zeiten beursprünglichen firchenpolitischen Auffassungen zu denen Briands feitigt; denn im Hintergrunde lauert der Kampf um die so start, daß Briand wie jeder andere Zuhörer eine förmliche Hegemonie am Stillen Ozean. Je höher der Kapitalismus Mißbilligung herauslas. Mißbilligung herauslas. Schon hatte Briand seinen Platz auf im aufsteigenden Japan sein Haupt erhebt, desto dräuender der Minifterbant und den Sitzungsfaal verlassen, als Jaurès einen wird die Gefahr jenes Zusammenstoßes. Die schönen Reden, leidenschaftlichen Appell an das Haus richtete: in diesem gefähr die abans und Ameritas Vertreter auf der nächsten Noch älter ist Herr Albert Träger, einst der Schwan von der Linken war man sich des Ernstes der Situation bewußt ge- Stande der Dinge leider wenig ändern. lichen Augenblick es nicht zu einer Krisis kommen zu lassen. Auf Friedenskonferenz" schwingen werden, dürften an diesem Nordhausen, jetzt Berliner Rechtsanivalt und Poet dazu. Ihn fenden die Getreuen von Jeber seit 17 Jahren in den Reichstag, worden, und man spendete dem sozialistischen Redner donnernden während sie ihre Kiebigeier bekanntlich für bessere Zwede be- Beifall, als er die Verdienste Briands um die Trennungsaktion stimmten. Als Dichter ist er besonders bekannt durch das Lied: hervorhob. Der Kultusminister wurde zurückgeholt und erhielt Wenn Du noch eine Mutter hast". das jedoch nicht von ihm von Clémenceau in einer ziemlich kläglichen Entschuldigungsrede stammt. Wenn er des Gottes voll ist, verfaßt er hauptsächlich eine Genugtuung für die feindseligen Auslaffungen, die sich der Tafellieder. allzu temperamentvolle Ministerpräsident in der Verhandlung und Da ist der alte Hermes, der Direktor des Berliner Aquariums und deshalb auch„ Schlangen- Hermes" genannt, den die Meister der Jauerschen Würstchen seit 20 Jahren in den Reichstag schicken, wo sein rötlicher Bart den Plaß der Schriftführer schmückt. Aber er feiert schon im nächsten Jahre den 70. Geburtstag, und dann er ist sicherlich im Schlangenfüttern stets größer gewesen, als in der Politik. Und, wer weiß? Vielleicht verläßt ihn Fortuna der Stichwahl! in Kunft und Wissenschaft. Bei der Erstaufführung von Hauptmanns neuem In dieser rein persönlichen Weise verulft das landbündlerische in den Wandelgängen mit Bezug auf seinen Kollegen geleistet hatte. Luftspiel Die Jungfern von Bischofsberg" tam es Blatt noch eine ganze Reihe anderer Freisinnsführer und dann leistet Trotzdem ist die Situation der Regierung wenig günstig. zu einem großen und leider nur zu sehr gerechtfertigtem Theaterstandal. Die Szenen waren von peinvoller Langweiligkeit, fein es fich von ſittlicher Entrüstung triefende Räjonnements über die Ver- Wenn die Majorität nicht durch die sicht geleitet wäre, den Zug erinnerte an den Hauptmann, der einst die lustige Komödie rohung des politischen Tons durch die Sozialdemokratie. Zola hat Bischöfen nach ihrem anmaßenden Ultimatum" feinen auch nur von dem gestohlenen Biberpelz geschrieben. Eine Masse einges Recht: welche Lumpen sind doch diese sog.„ anständigen" Menschen! scheinbaren Triumph zu gestatten, so hätte die Unstimmigkeit schworener Parteigänger gefiel sich darin, nach jedem Fallen des Eine Lehrergeschichte. der republikanischen Parteien, genährt von einigen portefeuille- Vorhanges den Dichter mit lauten Ovationen vorzurufen. Ge füchtigen Strebern, längst das brüchige Ministerium gesprengt, duldig hörte das übrige Publikum das triste Spiel auf der Bühne und unsere Genossen vor allem hätten kein Interesse daran, den und im Zuschauerraum sich an, bis in den letzten Atten die gehäufte sauberen Sozialisten" Briand, der die Lehrergewerkschaften vor Nerbenqual in lauter Unruhe und energischem Zischen sich Luft Gericht schleppen will, sowie den Polizistengeneral Clémenceau machte. Es schien zeitweise fraglich, ob man den letzten Aft, der den Trivialitäten der früheren die Krone aufsehte, noch würde zu am Ruder zu erhalten. Es ist aber fraglich, ob der Wunsch, die Ende spielen können. Wir kommen auf den Inhalt des mißglückten Strise zu vermeiden, ausreichen wird, um die allenthalben auf- Werkes kurz zurück. tretenden Risse im jetzigen System zu schließen. Die Erneuerung der„ Delegation der Linken", die in diesen Tagen beschlossen worden ist, wird da kaum viel nüßen. Daß sich die geeinigten Sozialisten in ihr nicht vertreten lassen, versteht sich von selbst. Die Lehrer klagen mit Recht über unwürdige Behandlung, die ihnen besonders in den Domänen der Junker zuteil wird. Für das" Ansehen", das die Lehrer bei den Nachfahren der Strauchritter genießen, haben manche von ihnen aus Dankbarkeit geholfen, den politischen Einfluß der Junkerfippe zu stärken. Wie den Lehrern die nationale Begeisterung gelohnt wird, darüber erzählt die Medlenb. Schul- Beitung" ein erbauliches Geschichten, aus dem wir folgendes wiedergeben: Die Reichstagsstichwahlen. dt. Gestern fand wieder in einer Anzahl Wahlkreise die Stichwahl War die gestrige Sigung für die bürgerlich- radikale Politit Im Wahlkreise Holzminden- Gandersheim wurde nicht erfreulich, so hat sie doch der Demokratie eine wertvolle Gr- statt. weiterung der bürgerlichen Freiheit gebracht und auch ein amt- der Antisemit v. Damm mit 12 931 Stimmen gegen unseren liches Hindernis der sozialistischen Propaganda weggeräumt. Nach Genossen Calwer gewählt, der 10 231 Stimmen erhielt. Einige der Aufhebung der Deklarationspflicht wurde nämlich folgendes, tieine Ortschaften, deren Resultat noch aussteht, können an dem vom Genossen Willm ausgearbeitetes Amendement an- Resultat nichts ändern. Bei der Haupttahl erhielt Calwer( Soz.) 9364. b. Damm " In jeder Gemeinde, wo ein Saal oder ein Plaz bor-( Antis.) 9703. Frf. 3258. 3. 134. handen ist, der gewohnheitsmäßig zu öffentlichen Versammlungen Die Freisinnigen" haben sich also demnach mit ihren Feinden", benutzt wird, ist der Bürgermeister verpflichtet, ihn den den Antisemiten, brüderlich vereint, um den Sozialdemokraten niederBürgern zur Verfügung zu stellen, um ihnen die zuringen. freie Ausübung des Versammlungsrechtes zu sichern." genommen: " In dem Dorfe Gevezin in Mecklenburg- Strelih wurde der Lehrer und Küster N. Ostern 1885 nach 13 jähriger Amtstätigkeit bom Patron aufgefordert, das bis dahin bewohnte neue Schul- und Küsterhaus, da der Herr Patron es zur Wohnung für einen ver= heirateten Wirtschafter bestimmt habe, zu Johannis zu räumen und in das alte Küsterhaus überzusiedeln, das, über 150 Jahre alt, schon in den sechziger Jahren wegen Baufälligkeit von der Schule verlassen worden war. Der Lehrer weigerte sich, aber der Herr Patron schickte letten Endes ein paar Gutsarbeiter, die furzerhand den Hausrat des Lehrers gewaltsam aus dem neuen Hause in das alte hinüberbrachten. Dem Lehrer und seiner Frau blieb nichts weiter übrig, als ihrem Eigentum nachzufolgen. Das alte Haus lag eingeklemmt zwischen dem herrschaftlichen Garten und dem Kirchhof. Die Decke hatte die respektable Höhe von sechs Fuß, während die benachbarte Gartenmauer acht Fuß hoch war. Die Frau des Lehrers, die hochgradig nervös, vielleicht auch etwas abergläubisch war, ist in dem alten Hause neben dem Kirchhofe Damit ist der Saalverweigerung und Saalabtreibung ein so krank geworden, daß ihr Mann sie zu Verwandten nach einem Riegel vorgeschoben. Dieses auch in Frankreich beliebte Mittel anderen Orte bringen mußte. Die Bitte um eine andere leere zur Verhinderung der sozialistischen Agitation wird nun wohl bald Wohnung im Dorfe wurde abschlägig beschieden und der Lehrer außer Gebrauch kommen, da die meisten Gemeinden Schul- oder sah sich endlich gezwungen, feine Stelle freiwillig niederzulegen. Festsäle für Versammlungen einräumen und nunmehr nicht imNach zweijähriger Wartezeit erhielt er eine Stelle für einen allein- stande sein werden, eine sozialistische Versammlung unmöglich zu stehenden Lehrer mit freier Station und 300 M. jährlich. Aber machen. bald erfuhr er aufs neue den Segen des ritterschaftlichen Regiments. Genosse Aldy vertrat noch ein weiteres Amendement, das die Noch vor Ablauf von zwei Jahren wurde ihm die Stelle gekündigt, Versammlungen auf öffentlichen Pläßen für erlaubt erdamit nicht Heimatsberechtigung eintrete, und nun mußte er, böllig mittellos geworden, an den Ort seiner früheren klärte, falls sie den Verkehr nicht störten. Der Antrag wurde aber bis 9 Uhr abends gezählt für Carstens( Fr. Vp.) 17 598, für Tätigkeit, wo er Heimatsrechts hatte, zurückkehren, um fernerhin gemäß dem Verlangen der Regierung mit großer Mehrheit ab- b. als„ landwirtschaftlicher Arbeiter" bei freier Wohnung, Gesindefost und einem Wochenlohn von 1,96 M. im Winter, 3,25 M. im Sommer zufammen mit seinen ehemaligen Schülern und Schülerinnen auf den Dienst zu gehen." gelehnt. Italien. In Memel Heydetrug wurde der Nationalliberale den Konservativen Schwabach mit 11 401 Stimmen gegen Krause gewählt, der 6434 Stimmen erhielt. Der Kreis war bisher im Besitz der Konservativen. Bei der Hauptwahl erhielt Schwabach 4933 Stimmen, Strauſe 5668 Stimmen, die Sozialdemokraten 3345, die Littauer 4226 Stimmen. In Ottensen Pinneberg wurden, wie 23. T. B. meldet, Im( Soz.) 15 882. Einige Bezirke stehen noch aus, doch erscheint der Sieg Carstens gesichert. Bei der Hauptwahl erhielt v. Elm 19 617 Stimmen, Carstens 14 453 Stimmen. Die Nationalliberalen hatten 9027, das Zentrumi 153 Stimmen. Im Wahlkreis Güstrow ist gewählt v. Treuenfels( f.) mit 8982 Stimmen gegen Snappe( S03.) mit 5670 Stimmen. Bisher v. Treuenfels( t.). In der Hauptwahl erhielt Knappe ( S03.) 5541, v. Treuenfels( t.) 7482, Fri. 4056 Stimmen. Rom, 12. Februar. In der Deputiertenkammer teilte Ministerpräsident Giolitti u. a. mit, für nächste Woche stehe die Einbringung Das Endresultat ergab die Wahl Carstens mit Sie schwindeln, daß sich die Balken biegen! eines Gesezentwurfs bevor betreffend die endgültige Regelung des Betriebes der Staatsbahnen. Der Entwurf enthalte auch die 23 882 Stimmen gegen 19 843 Stimmen, die auf v. Elm entDa im Kampfe gegen die Sozialdemokratie alles schwindelt, Schaffung einer parlamentarischen Aufsichtskommission.( Lebhafter fielen. barf natürlich„ Das Reich" nicht zurückbleiben. Gottesfürchtig und Beifall.) Wenn die Kammer damit einverstanden sei, so könne die frech behauptet es, der Vorwärts" schwindele mit seinen Wahl- Wahl dieser Kommission sofort erfolgen. ziffern. Wenn der Vorwärts" schwindelt, schwindeln auch die Darauf wurde zum Bräsidenten Marcora mit 229 Stimmen amtlichen Wahlfeststellungen, denn nach diesen sind gewählt; 117 weiße Zettel wurden abgegeben, 7 Stimmen zerunsere Berechnungen aufgestellt. Das Reich" in seiner Gottesfurcht splittert. macht sich eigene Resultate zurecht und läßt uns nur einen Zuwachs bon 137 500 Stimmen zukommen. Es hat uns trotz des 7. Gebotes über 100 000 Stimmen stibizt. Wie dummfrech in dem Organ geschwindelt wird, dafür nur eine Probe. Es schreibt unter anderem: " In Bochum- Herne erzielten die Sozialdemokraten gar nur ein Plus von 444 Stimmen". Und was sagt die amtliche Ermittelung: In Bochum wurden sozialistische Stimmen abgegeben 1903: 39 155 und 1907: 42430. Das Plus beträgt 3295 Stimmen. Bülows Glückwunsch. Der Generaldirektor des Norddeutschen Lloyds Dr. Wiegand erhielt gestern abend vom Reichskanzler Fürsten Bülow auf die Meldung von dem Ausgange der Stichwahl nachstehendes Antworttelegramm: Sehr erfreut durch die gute Nachricht, sende ich Ihnen aufrichtigen Glückwunsch. Möge der Sieg, den in Bremen vaterländischer Sinn und einheitliches Vorgehen errungen haben, vorbildlich für die Stichwahlen werden." 17 Dem Chefredakteur der Weserzeitung" Emil Fitger, der dem Reichskanzler ebenfalls von dem Ergebnis der Stichwahl Mitteilung machte, ging folgende Antwortdepesche zu:" Sehr erfreut, sende herzlichen Dank und aufrichtigen Glückwunsch zu dem schönen Siege. Nur eine Danksagung für Herrn Fitger? Das ist etwas wenig. Der Mann verdient seiner Qualifikation nach einen Orden, zum mindesten einen roten Adlerorden vierter Güte. Hoffentlich bleibt er bei der nächsten Ordensverteilung nicht verschont. Die Hofratspartei im Zentrum. In der Augsburger Postzeitung" veröffentlichen die Münchener Universitätsprofefforen Agberger, Grauert, Freiherr v. Hertling, ferner die Neichsräte Fürst Quadt zu Wykradt und Jeny, Freiherr b. Soden- Frauenhofen sowie Hofrat Dr. Jochner und Abt Gregor Dannes von St. Bonifaz eine Erklärung, worin es heißt, daß sie als Angehörige der Zentrumspartei den Beschluß der Leitung der bayrischen Zentrumspartei, wonach den Zentrumswählern in zwei Wahlkreisen direktes Eintreten für die sozialdemokratischen Kandidaten empfohlen wird, lebhaft bedauern, weil dieser Beschluß nach ihrer Ueberzeugung mit den Grundsägen des Zentrums in Widerspruch stehe und überdies seinen Parteiinteressen zuwiderlaufe. Husland. Frankreich. Die Versammlungsfreiheit. Paris, 31. Januar.( Eig. Ber.) In der gestrigen Kammerfißung ist die Versammlungsfreiheit der französischen Bürger beschlossen worden. Von nun an bedarf feine Versammlung mehr einer Anzeige bei der Behörde! Eine Ausnahmebestimmung, die die Kultusversammlungen treffen sollte, war tags zuvor vom Genossen Allard vertreten worden, der den Standpunft der radikalen Freidenter zur Geltung zu bringen bersuchte. Ihre Ablehnung ist nicht zu bedauern, ebensowenig wie Berantw. Redakteur Genk Water Merlin nicratenteil verantw.: Schweden. Allgemeines Wahlrecht. -Stockholm, 2. Februar. Die Regierung hat im Reichstag einen Entwurf betreffend eine Reform des politischen und kommunalen Wahlrechts eingebracht. Danach soll für die Wahlen zur Zweiten Kammer das allgemeine Wahlrecht und das proportionale Wahlsystem eingeführt werden. Die Wahlen zur Ersten Rammer sollen sich ebenfalls nach dem Proportionalwahlsystem bollziehen. Die Wahlperiode wird von neun auf sechs Jahre herabgesett. Amerika. Der Konflikt. Wolffs Bureau übermittelte gestern folgende drei sensationellen Telegramme: London, 2. Februar. Wie„ Daily Telegraph" meldet, bringen die New Yorker Zeitungen äußerst erregte Artikel über Jm Wahlkreis Rost od wurden bis 11 Uhr nachts gezählt für Rink( natl.) 11 292, für Dr. Herzfeld( Soz.) 11 104 Stimmen. Bisher Dr. Herzfeld( Soz.). In der Hauptwahl erhielt Dr. Herzfeld( Soz.) 12 314, int( natl.) 8286, Fri. Vp. 7973 Stimmen. = Parchim Ludwigslust. Die. Wiederwahl Dr. Bach. nides( Frs. Bg.) gegen Dade( f.) ist sicher. Hagenow Grevesmühlen. des Sieg Grafen Bothmer( wildliberal) über den bisherigen Vertreter Rettich ( fons.) erscheint sicher. 0 Malchin Waren. Wahl des Freiherrn b. Maltzan ( kons.) über Lorenz( Soz.) erscheint gesichert. Bisher Freiherr v. Maltzan. einen Krieg mit Japan. Troß der Versicherung des Kriegs Letzte Nachrichten und Depefchen. sekretärs Taft, daß ein derartiges Gerede vollkommen sinnlos sei, wird in den Artikeln dargelegt, das einzige Mittel, einen Krieg mit Japan zu verhindern, sei, alle Maßnahmen wieder rückgängig zu machen, die man ergriffen habe, um die Kinder der Japaner von der gemeinsamen Erziehung mit den Kindern der Weißen auszuschließen. Schadenersatzklage gegen den Holzarbeiterverband. Hamburg, 2. Februar.( W. T.' B.) In der Schadenersatzklage des Holzarbeitgeberschutzverbandes in Hamburg gegen den Deutschen Holzarbeiterverband, dessen Eih in Stuttgart ist, gegen dessen Geschäftsstelle Hamburg- Altona und gegen deren derzeitigen GeLondon, 2. Februar." Daily News" meldet aus zuverlässiger schäftsführer Neumann wegen Kontraktbruches aus Anlaß der MaiQuelle in Washington, die letzte Note des japanischen Botschafters Vicomte Aoki gelte tatsächlich als Ultimatum, feier hat das hiesige Landgericht folgendes Urteil gefällt: Die da sie die Behandlung der Japaner in Kalifornien einen Forderungen gegen die Beklagten Deutschen Holzarbeiterverband nationalen Affront" nenne. Offizielle Kreise gäben zu, daß in Stuttgart und Geschäftsführer Neumann werden dem Grunde feit 1898 feine derartige diplomatische Krise bestanden habe. nach für berechtigt erklärt, dagegen wird der Anspruch gegen die Washington, 2. Februar. Der" Washington Post" zufolge Geschäftsstelle Hamburg- Altona abgewiesen. hat ein Kongreßmitglied aus Kalifornien erklärt, Präsident Roosevelt habe in der Konferenz mit den Kongreßmitgliedern Kaliforniens am 31. Januar nachdrücklich die Notwendigkeit be= München, 2. Februar.( B. H.) Das Landgericht hat gestern tont, die Reibungsurfachen mit Japan sofort zu beseitigen. Die den Antrag des Aachener Männerbundes( Sittlichkeitsverein) auf Schulfrage müsse geregelt werden, ohne daß man eine Ent- strafrechtliche Verfolgung der auf Antrag des Aachener Männerscheidung der Gerichte abwarte. Ein Krieg mit dem stolzen bundes bei einem hiesigen Kunsthändler polizeilich beschlagund tapferen Japan würde ganz anders sein als der Krieg mit Spanien. Ungleich den Europäern würden die Japaner nicht alle Mittel der Diplomatie erschöpfen, ehe sie den Krieg erklären, sondern sogleich losschlagen. Auch Staatssekretär Root habe bringend dazu aufgefordert, alle Streitfragen mit Japan sofort auf diplomatischem Wege zu regeln. * 營 Leg Heinze- Männer. nahmten Attphotographien erneut abgewiesen und auch den Antrag des Staatsanwalts auf Einziehung der Aftbilder abgelehnt. Nach fachverständigem Gutachten und eigener Anschauung sprachen die Richter die Ueberzeugung aus, daß es sich um feine unzüchtigen Bilder handle. Attentat. Bei dem amerikanisch- japanischen oder richtiger: kaliPlod, 2. Februar.( W. T. B.) Heute wurde hier der Gen fornisch- japanischen Konflikt handelt es sich bekanntlich darmerieoberft Bielski während eines Spazierganges in der Nähe darum, daß die Japaner sich die Maßregel des Schulrats von der polnischen Kirche erschossen. Der Mörder entfam. San Francisco nicht gefallen lassen wollen, durch die japanische Kinder von den öffentlichen Schulen Kaliforniens ausgeschlossen werden. Dem Präsidenten Roosevelt war Warschau, 2. februar.( W. T. B.) In einer Anzahl von Ar jene Intoleranz von vornherein peinlich, und so darf wohl beiterhäusern der Czerniatowstastraße fand heute eine Haussuchung angenommen werden, daß er die Konsequenzen der Hals- statt, die zur Verhaftung von mehr als hundert Arbeitern führte. starrigkeit der Kalifornier mit Bewußtsein übertreibt, um Massenverhaftungen. .Glade, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Bucher. u. Berlagtanald Paul Singer& Co., Berlin SW, Hierzu 5 Beilagen. Nr. 29. H. Jahrgang. 1 Ktlliigt des Joiiuntls" Iniinn lollinlilnti. Zountag, 3. Februar lW7. rxanmmBKmmsnm Sozialdemokratie und sozial- politische Gesetzgebung. Die Sudelflugblätter des Hottentotten- b l o ck s wiederholen fortdauernd den albernen Schwindel, die Sozialdemokratie habe gegen die fogenamrlen sozial- politischen Gesetze, gegen die Unfallversicherung, das Krankenvers icherungs-Gesetz, die In- v a l i d i t ä t s- und Altersversicherung und der- gleichen gestimmt,„weil ihr jeder Fortschritt zugunsten der Arbeiter zuwider ist". Die Taktik dieser Blätter ist, eine Behauptung aus stellen in der Erwartung, daß die Leser die Sache nicht mehr kennen! Wenn dann dem Schwindel die Maske vom Gesicht gerissen ist, pflegen sie sich ganz erstaunt zu stellen, nochmals die blöde Mär zu wiederholen und glauben, durch diese Wieder- holung den Beweis geführt zu haben. Diese Kampfesart hat sich auch die„N o r d d. A l l g e m. Z t g." angeeignet. Sie behauptet in ihrer gestrigen Nummer, die Sozialdemokratie habe gegen die Krankenversicherung, Unfallversicherung, die Jnvaliditäts- und Altersversicherung gestimmt,„weil der Sozialdemokratie jeder Fortschritt zugunsten der Arbeiter zuwider ist." Wie steht es in Wahrheit? Bater der sozialpolitischen Gesetze, soweit dieselben etwas zugunsten der Arbeiter ent- halten, ist die Sozialdemokratie. Gegen die sehr mit Unrecht von der„N o r d d. A l l g e m. Z t g." und dem Reichslügen verband gepriesenen sozialen Gesetze hat die Sozialdemo kratie gestimmt, weil diese Gesetze dem Arbeiter zuwenig bieten, ihm Lasten auferlegen und nicht alle Arbeiter um fassen. Die Sozialdemokraten haben ihre Anträge un ablässig wiederholt und es durchgesetzt, daß wenigstens ein Teil ihrer Anträge durch Novellen zu den Gesetzen durch- gingen. Für diese Verbesserungen stimmten natürlich auch die Sozialdemokraten. Hätte die Regierung, und hätte die Mehrheit des Reichstages für die schon vor Jahrzehnten ge stellten Anträge der Sozialdemokraten im vollen Umfange gestimmt, so wäre ohne Belastung des Arbeiters und ohne ausnahmerechtliche Bestimmungen gegen die Arbeiter in ausreichendem Maße für alle Arbeiter mit einem Einkommen bis zu 2000 M. für die Fälle der Erwerbsunfähigkeit, des Alters, der Krankheit und des Unfalls gesorgt gewesen! Nachstehend rufen wir der„Nordd. Allgem. Ztg." und ihren Hintermännern einige Tatsachen ins Gedächtnis. Mögen sie dann abermals ihren Unsinn wiederholen, wir können sie nicht daran hindern. Sie werden sie auch wieder- holen, weil ja zum Gedeihen des Weizens der„Nationalen" die Verbreitung der Unkenntnis und der Lüge gehört! Entstehung der sozialpolitischen Gesetzgebung. Daß ohne die Sozialdemokratie noch gar nichts für die Arbeiter erreicht wäre, hat selbst der Reichskanzler Fürst Bismarck anerkannt. Er erklärte am 26. November 1884 im Reichstage offen und ehrlich: „Wenn es keine Sozialdemokraten gäbe und wenn nicht eine Menge Leute sich vor ihnen fürchtete, würden die mäßigen Fortschritte, die wir in der Sozialreform gemacht haben, auch noch nicht existieren." Wir führen noch einen anderen Gegner der Sozialdemo- kratie an, den tüchtigsten Sozialpolitiker des Zentrums, Konstantin Franz. Kon st antin Franz schreibt auf Seite 18 seines Werkes über Sozialpolitik: „Es ist eine Tatsache, das, es erst der sozialistischen Agi- tation bedurfte, bis man überhaupt dazu kam, neben all den Gesetzen, die vorzugsweise die Interessen der besitzenden Klassen betreffen, doch nebenbei auch einige Gesetze speziell für die arbeitenden Klassen zu erlassen. Aus eigenem Antriebe und aus der schöpferischen Initiative der Regierungen ist nichts hervorgegangen, sondern das wenige, was in dieser Hinsicht wirklich geschah, läuft der Sache nach selbst nur auf abge- schwächte Gedankeg. der Sozialisten hinaus. Und sehr er- rlärlich, da sie eben von allen bestehenden Parteien die einzige Partei sind, die sich ausdrücklich mit den Zuständen und den Bedürfnissen der nur von ihrer Arbeit lebenden Klasse be- schäftigt, wie sie auch in diesem Punkte die meiste Sachkenntnis besitzt." Es sei besonders auf die Unfallversicherung und deren Entstehung hingewiesen. In der Reichstagssitzung vom 8 Mai 1871(Stenogr. Bericht S. 577) verlangte bei der Beratung des Haftpflicht- gesetzes Bebel, daß der Staat klipp und klar den Rechts- satz anerkennen müsse: Jeder Unternehmer, der aus der fremden Arbeitskraft Gewinn zieht, ist auch verpflichtet, vollen Schadenersatz für die Beeinträchtigung der Arbeits- kraft durch Unfälle zu gewähren. Dem gleichen Gedanken ist von sozialdemokratischer Seite wiederholt Ausdruck gegeben lvorden. In der Sitzung des Reichstags vom 26. Februar 1879(Stenogr. Bericht S. 143) verlangte Bebel: es solle jeder Unternehmer für den vollen Schaden, der dem in seinem Betriebe Verunglückten zugefügt werde, haften, und es sollten die Unternehmer von Staats wegen durch eine Reichs-Ver- sicherungsanstalt versicherungspflichtig gemacht werden, um dadurch dem Arbeiter den Erfolg seines anerkannten An- spruches zu sichern. Zugleich aber solle dadurch das Risiko auf breitere Schultern gelegt und die Unfall- Verhütung gefördert werden. Man sieht, was an der Unfallgesetzgebung sozial ist, be- ruht auf sozialdemokratischer Anregung! Bereits im Jahre 1878 hatte ein sozialdemokratischer Antrag(Drucksache 128 des Reichstags) die Aus- dehnung der Haftung, die Eisenbahn-Unter- nehmungen haben, auf alle Betriebe verlangt. Im Jahre 1877 hatte die offiziöse„Provinzialkorrespondenz" noch erklärt, man könne auf solche Vorschläge, wie sie die Sozialdemokratie durch ihren im Jahre 1877 vorgelegten Arbeiterschntz-Gesetzentwurf unterbreitet habe, unmöglich ein- gehen, wenn man nicht die durch die Sozialdemokratie sowieso schon aufgestachelte Anmaßung und Begehrlichkeit der Ar- beitcr noch weiter in bedenklichem Maße steigern wolle. Das Wachstum der Sozialdemokratie und die Schmach des Sozialistengesetzes drängten Bismarck dahin, zuzugestehen, man dürfe sich nicht auf Repressivmaßregeln gegen die Sozialdemo- kratie beschränken, müsse„vielmehr auch deren Be- kämpfung durch positive, aus die Ver- bessernng der Lage des Arbeiter st andes abzielende Maßnahmen" unternehmen' Am 8. März 1881 wurde der erste Entwurf des Unfall- versicherungs-Gesetzes vorgelegt. Er verlangte eine Reichs- Versicherungsanstalt, Unfallversicherung vom 29. Tage nach dem Unfall ab und Deckung der Kosten durch Unternehmer, Arbeiter und durch einen Reichszuschuß. Die Sozialdemokratie(Drucksache 129, Session 1884 des Reichstags) verlangte bei der Beratung Fürsorge für alle Arbeiter, Ersatz des vollen Arbeitsverdienstes sowie eine Arbeitervertmung. Ine Reichstage beklagte der Frei- konservative v. Kardorss bereits bei der E t a t s b e r a t u n g am 25. Februar 1881, Fürst Bismarck habe durch diese Vor- läge die Sozialdemokraten übertroffen. Demgegenüber führte Bebel unter anderem aus: „Ich wciß nicht, was er(Kardorfs) für Begriffe von den An- sichten der Sozialdemokraten und ihren Bestrebungen hat. Ich kann nur sagen, daß, wenn sie auch im«Useincinen daS Prinzip billigen, auf dem der UnfallversichcrnngSgcsetzcntwurf beruht, wir die ganzen AnSführungSbeftlMmungen sehr, sehr wenig ge- nügend finden, und wenn wir uns auch einmal der'Hoffnung hin- geben wollten— obgleich wir diese Hoffnung nicht haben—> daß dasselbe hier im Reichstage in einer Weife amcndicrt würde, die vollständig unseren Wünschen, also den Wünschen der Ar bciterklassc entspräche, so muß ich doch sagen, daß auch damit n»ch setzr wenig geschaffen ist. Es wäre ein anerkennenswerter Schritt damit geschehen, aber es wäre mindestens ebenso wichtig, daß nicht allein dafür gesorgt wird— und dies ist Ihre Aufgabe, denn wir sind nur die Geduldeten in diesem Hause, man sähe uns am liebsten draußen—, daß nicht nur diejenigen Unterkunft und Brot haben, die in der Industrie durch irgend einen Unfall geschädigt werden, sondern daß unsere Arbeiter überhaupt aus- reichend Brot und Verdienst haben und beschäftigt werden können." In ähnlicher Weise schrieb der freisinnige Abgeordnete B a m b e r g e r der Sozialdemokratie die Vaterschaft des VersicherungsgedankcnS zu Er führte aus(Seite 679, Session 1881, Stenogr. Bericht): „Materiell ebenso wie formal steht der heutige Gesetzentwurf auf dem Baden des SazialiSmuS: er bekennt sich in feinen Motiven ausdrücklich dazu.... Wie sehr die gegenwärtige Theorie der Gesetzgebung bereits dem Inhalt des Sozialismus nahe gerückt ist, wird Ihnen nach mir nuchrschcinlich ein anderer Redner sehr deutlich illustrieren, nämlich der Herr Abgeordnete Bebel. Herr Bebel hat im Jahre 1878 bei Gelegenheit gerade des Vorschlags, die UnfallverstchernngSgesetzgebung zu ver bessern, eine Rede gehalten, und er hat in derselben genau die Grundzügc desjenigen Gesetzes entworfen, das Ihnen hente vor liegt. Ich will Herrn Bebel nicht des Vergnügens berauben, die Stelle wörtlich vorznlcsen, in der die ganze Oekonomie des Ge- setzes auch seiner Ausführung nach enthalten ist; aber das kann ich sagen, nachdem ich die Rede heute morgen nachgelesen habe, ist mir der Gedanke gekommen, ich weiß nicht, warum Herr Bebel nicht vortragender Rat der volkswirtschaftlichen Abteilung in der Reichsregierung ist.... ... Das hoffe ich von der Mehrheit des Hauses, sie wird die beiden sozialistischen Elemente, welche darin bestehen, daß das Reich zu einer allgemeinen Armenversorgungsanstalt gemacht und die Finanzkraft des Reiches zu diesem Zwecke herangezogen werden soll, daß die hohe Versammlung diese Propositionen ablehnt." Bebel äußerte am 4. April 1881 dem Reichskanzler gegenüber: ..... daß er bei uns für seinen Entwurf bis zu einem gewissen Grade eine Unterstützung findet, die ihm selbst in diesem Falle nicht so unangenehm sein dürfte, um so mehr, meine Herren, da die Verteidigung, die der Herr Reichskanzler am Sonnabend seinem eigenen Entwurf hat zuteil werden lassen, keineswegs eine überzeugende war. Er bedarf dringend einer Unterstützung von anderer Seite, und wir w-llen ihm diese, so- weit es uns möglich ist, unsererseits angedeihen lasten. Ja. meine Herren, wir wollen ihm und Ihnen sogar nach besten Kräften helfen, die positiven Bestrebungen, die zur Bekämpfung der Sozialdemokratie durch diesen Gesetzentwurf erreicht werden sollen, zu fördern, damit sie zu einem gedeihlichen Ziele kommen." Der Reichstag in seiner Mehrheit lehnte die auf Ver- besierung des Gesetzentwurfes gerichteten sozialdemokratischen Anträge ab, beseitigte die Reich s-Versicherungs- a n st a l t, ebenso den Reichszuschuß usw., so daß sogar der Bundesrat am 25. Juni diesen völlig unbrauchbaren Entwurf ablehnte. Dann erschien die Botschaft vom 17. November 1881. Unter dem 8. Mai 1882 wurde dem Reichstage ein zweiter Entwurf eines Unfallversicherungs- Ge- setzes vorgelegt. Er schlug örtlich abgegrenzte Betriebs- genossenschaften und eine auf 13 Wochen verlängerte Karenz- zeit vor. Der Entwurf gelangte nicht zur Verabschiedung. Am 6. März 1884 wurde ein d r i t t e r Entwurf über dieselbe Materie eingebracht. Dieser schlug die Einführung von Be- rufsgenossenschaftcn, ferner die 13wöchentliche Karenzzeit vor und wollte den Reichszuschuß ersetzt wissen. Dieser Ent- Wurf wurde am 27. Juni 1884 vom Reichstag a n g e- n o m m e n. Die Sozialdemokraten stimmten gegen den- selben, weil sie zwar anerkannten, daß der Arbeitgeber für alle nicht absichtlich verschuldeten Unfälle im Prinzip zu haften habe, der Entwurf aber unter anderem schwere Nachteile gegenüber der Arbeiterklasse enthielt. So zum Beispiel die Beseitigung des Schadenersatzanspruches auf die ersten 13 Wochen, die Herabsetzung des Schaden- ersatzansprnches auf höchstens zwei Drittel des wirk- lichen Schadens, die Einführung der Berufsgenossen- schaften als Organisation der Unternehmer, den Mangel ausreichender Unfallverhntungsvorschriften, den Ausschluß der Arbeiter von der Verwaltung und von der Möglichkeit, UnfallverhütungSvorschriften zu erlassen uud zu über- wachen usw. Die Sozialdemokraten haben unablässig auf Verbesserung des Unfallversicherungs-Gesetzes hingewirkt. In der Session 1896/97 wurden Verbesserungen angenommen, die das be- stehende Gesetz zugunsten der Arbeiter erheblich geändert hätten. Der Bund der Großindustriellen sprach sich darauf mißbilligend über die beschlossenen Verbesserungen aus und verlangte von der Regierung, den Beschlüssen nicht zu- zustimmen. Die Regierung gehorchte! Im Januar 1999 ging dann dem Reichstage ein den Wünschen der Großindustriellen im weiten Maße Rechnung tragender Entwurf zn. Mit einigen Aenderungen wurden dieser Ent- Wurf, der gegenüber dem bisherigen Zustand Besserungen aufweist, angenommen. Die Sozialdemokraten stimmten für diese Verbesierungen, wiewohl sie ihnen nicht weit genug gingen. Auch beim Kranken- und Jnvaliditäts- versicherungs- Gesetz liegt es ähnlich. Freilich haben die Sozialdemokraten dagegen gestimmt, daß die Verbesserung der Armengesetzgebung, wie sie von der Re- gierung durch diese Gesetze bezweckt wurde, so völlig u v> i zulänglich ausfalle, und daß überdies die Koste» dieser Gesetzgebung auf die Schultern der Arbeiter gewälzt wurden. Sie hatten unter anderem beantragt, daß zum Leben hin- reichende Renten für alle Erwerbsunfähigen gezahlt und daß die Kosten durch eine Einkoinmcnstener aufgebracht würden! So steht die Sache in Wirklichkeit! Und nun mögen Rcichsverbändler und offiziöse Schwindler um die Wette weiter lügen! Die ritssische Revolutio«. Wahl der Fabrikvertreter. Die einkaufenden ergänzenden Nachrichten über den Ausfall der Wahlen der Vertreter in der Nrbcitcrkurie bestätigen das Bild des vollen Sieges der sozialistischen Parteien. ES ist bezeichnend, daß die Sozialdemokraten mit erdrückender Majorität selbst in solchen Betrieben gesiegt haben, wo die polizeilichen Bedingungen jede Agitation, geschweige denn größere Wahlversammlungen völlig unmöglich machten. Wenn man in Betracht zieht, daß eine ausgedehnte, offene Wahlagitation für die sozialistischen Parteien ausgeschlossen war, so mutz ihr Sieg in der Arbeiterkurie geradezu glänzend genannt werden. Alle Versuche der Schwarzhundertleute, die Arbeitennassen mit sich fortzureißen, sind gescheitert. So haben sie z. B. in den Putilowwerkcn zn Petersburg, welche etwa 13 Ovo Ar- beiter beschäftige», sich nicht einmal dazu entschließen können, ihre Kandidaten auszustellen, obwohl die schwarze Presse immer wieder- holt hatte, daß der„Verband des russischen Volkes" dort„einen starken Anhang" besitze. Alle in den Putilowschen Werken Gewählten gehören der äußersten Linken an, obwohl die schwarzen Hundert sogar den Versuch machten, die Wahl zu sprengen— zu welchem Zwecke eine KampfeSkolonne unter Anführung des„berühmten" Polownew(setzt wegen Ermordung des Abgeordneten Herzenstein angeklagt) zweimal in die Fabrik drang und die Wahldoknmente vernichtete. Die Polizei, ivelche die Fabrik„beschützte", spielte dabei— wie immer in solchen Fällen— den„unbeteiligten Dritten." Wie der„Towarisch" mitteilt, wurde am 28. Januar der stell- vertretende Stadthanptmann von Petersburg, Gen-Major Wendorf zum Vorsitzenden des Ministerrats befohlen, um über daS Ergebnis der Wahlen der Arbeitervertreter Bericht zu erstatten. Da eS an genauen Jnfonnationen über die politische„Zuverlässigkeit" der ge- wählten Vertreter mangelt, so erklärte Wendorf, daß seiner Meinung nach sämtliche Vertreter' ruhig zu den Revolutionären gerechnet werde» können!— •« # Der„Russ. Korresp." wird auS Petersburg geschrieben: Nachdem am 20. Januar Bevollmächtigte der einen Hälfte der Arbeiterschaft der hiesigen Fabriken und Werkstätten gewählt worden sind, fanden am 27. Wahlen der Arbeiterbevollmächtigten(die sich dann an den Dumaivahken zu beteiligen haben) in den übrigen Be- trieben statt. Das Wahlergebnis ist ein ebenso bedeutungs- volles als das von, 20. ES sollten diesmal 1S7 Betriebe an den Wahlen teilnehmen: in 45 kleinen Betrieben kamen aber die Wahlen auS verschiedenen Gründen nicht zustande (meist, weil die Behörde die Zahl der wahlberechtigten Arbeiter in vielen Betrieben für weniger als 59 rechnete und daher die betreffenden Betriebe als„nicht wahlberechtigt" erklärte). Somit beteiligten sich nur 122 Betriebe, die 134 Bevollmächtigte wählten. Die Wahlen nahmen einen viel regeren Verlauf als am 29., und auch die Beteiligung der Arbeiter war eine viel stärkere: Durch- schnittlich erschienen bei den Urnen 79 Prozent der Wahlberechtigten, wobei die Wahlbeteiligung in den einzelnen Betrieben zwischen 39 und 199 Prozent sckiwankte. Ungefähr dir Hälfte der gewählten Bevollmächtigten gehört zur Sozialdemokratie, dann folgen etwa 39 Proz. Sozial-Rcvolntionäre, 15 Prozent unparteiische Progressisten. 4 Proz. Kadetten und Volkösozialistcn und etwa 1 Proz. Oktobristen und sonstige Konservative. Im ganzen wurden am 29. und 27. Januar in 213 Betrieben 223 Bevollmächtigte gewählt. Zu den Gewählten stellen die Sozialdemokraten nicht nur die relative sondern auch die absolute Mehrheit(ungefähr 55 Proz.): unmittelbar nach ihnen folgen die Sozialrevolutionäre. Das Resultat ist zweifellos und steht fest: es ergibt sich ein Sieg der radikalen Parteien: Noch wichtiger ist die Tatsache, daß auch die sogenannten„Unparteiischen" sich als „Linke" und sogar„extrcnie Linke" bezeichnen. Die Parteien und Fraktionen, die ans dem Boden des be- stehenden Regimes stehen, wagten es nicht einmal mit ihren Äan- didaten und mit einer Agitation unter die Arbeiterschaft zu treten. Sie, die in ihren Zeitungen und sonstigen Kundgebungen sich für Vertreter der Volksidealc ausgaben, während sie in der Tat nur Vertreter der reaktionären Bestrebungen der Bureaukratie sind, wagten nicht, bei den Arbciterwahlen irgend welche Lebenszeichen von sich zu geben. Die Petersburger sowie die ganze demokratische Intelligenz Rußlands setzten also den Kampf um Freiheit und soziale Gerechtigkeit standhaft fort. Arbeiterwohlen fanden auch in vielen Orten in der Provinz statt. Vermutlich liegen dort die Verhältnisse und die Ergebnisse ebenso wie in Petersburg. Es sind zwar schon die Nachrichten der offiziösen Telegraphenagentar da. Diese legt aber, um ihre Brot- gebcr zu tröste», die Parteiangehvrigkeit der gewählten Bevoll- mächtigten höchst eigentümlich, das heißt: falsch aus, tvie»ach kompetenten Erkundigungen in sehr vielen Fällen bereits festgestellt wurde. Man mutz daher abwarten. bis genauere Angaben m ge- nügender Anzahl vorliegen. Der erstaunliche Mut der russischen Arbeiter läßt sie aller Ge- fahren spotten, denen sie sich durch ihr kraftvoll-energisches Bekenntnis zur Opposition aussetzen. Wenn»un auch die Errungenschaft das hält, was die bisher bekannt gewordenen Resultate ihrer Vorwahlen zu versprechen scheinen, so dürfte die russische Regierung trotz all ihrer infamen Gegenvpcrationen es mit einer neuen Duma zu tun bekommen, die ihr vielleicht noch weniger bchagt als die erste. Die Bauern. Petersburg, 2. Februar.(B. H.) Von 457 Bauern- wahlmännern, die einstweilen gewählt wurden, sind zwei Drittel oppositionell. Neue Beschränkungen gegen die Juden. Die Regierung Stolypins kommt in der Judenfrage aus dem Schwanken und Zögern nicht heraus. Einerseits muß sie ja mit der öffentlichen Meimiiig Westeuropas, speziell mit den jüdischen Bankiers, andererseits mit dem„Verband des russischen Volkes" und der Hof- kamarilla rechnen. Jetzt scheint sie den Weg neuer Beschränkungen gegen die Inden beschreiten zu wollen. Wie„Rjetsch" meldet, ivnrde auf Verstigung des Justizministers Ascheglowitow die alte Einschränkung der Juden bei Aufnahme in den Rechtsanlvaltsstand wiederhergestellt. Als„Norm" wurden 29 Proz. festgesetzt! Nach einer Berechnung hat die Zahl der jüdischen Rechtsanwälte bei der Petersburger Gerichtskammer bereits 16 Proz. erreicht, und es dürften also mir noch 7—8 Personen jüdischen Glaubens aufgenommen werden!! Die Zahl der Rechtsanwalts- GchÄlsen jüdischen Glaubens hat die genannte Norm bereit» erreicht. Hue der Partei. Vi« Fortschritt der Presse. 1599 neue Abonnenten brachten der„ M ü l h a u s e r B o l k S z e i t u n g" die letzten fünf Monate, in welche Zeit die Miilhauser Gemeindcratsersatzwahl und die Reichstagswahl fällt. Zu den Stadtverordnetenmandatsverlusten in Braunschweig, die wir schon telegraphisch am 30. Januar meldeten, schreibt der dortige Bolts freund": " Mit unsern Berliner Tischlergesellen fann man die hiesigen nicht vergleichen; ehe sich ein Geselle hier einmal umdreht, breht fich ein Berliner viermal um; ein Berliner Geselle arbeitet in fünf Stunden mehr, als die Gesellen hier am Orte in zehn Stunden, darum fann von einer Berkürzung der Arbeitszeit nicht die Rede sein, sonst wären die hiesigen Meister gegen Berlin nicht mehr fonkurrenzfähig"; ,, wenn Sie Berliner Tischlergesellen nach hier besorgen, fönnen die hiesigen Meister die Verkürzung der Arbeitszeit bewilligen, sonst nicht"; wir fönnen unsern Berliner Gesellen weit eher eine Lohn erhöhung und Verkürzung der Arbeitszeit bewilligen, als das hier der Fall ist". Posten wie die Polizei. Die Fahr- und Fachschule ist von den Fahrern so lange gesperrt, bis die Unternehmer sich mit den Führern geeinigt haben. Kein rechtdenkender Mensch darf jetzt dorthin gehen und sich als Fahrer ausbilden lassen. Die Polizei scheint jedoch nicht dort zu sein, um die Ausbildung der Fahrschüler zu beaufsichtigen, sondern die Arbeitswilligen zu beschüßen. Daher das starke Aufgebot vor dem Betriebe. Die Unternehmer gehen außerdem immer noch darauf aus, die ausgesperrten Führer zu beeinflussen, indem sie eine höhere Zahl der Arbeitswilligen angeben, als tatsächlich vorhanden sind. Sie gaben in ihrer letzten Versammlung an, daß schon 50 Wagen fahren; aber nach den zuverlässigen Bericht unserer Kontrolleure schwankt die Zahl derselben immer zwischen 10-15 mit nur ebensoviel arbeitswilligen Fahrern. Die Zahl der Firmen, die ihren Fahrern den alten Lohn bewilligt haben, ist auf 87 gestiegen und feine dieser Firmen Was Einsichtige erwarteten, ist eingetroffen: Den Bezirksbereinlern ist es gelungen, uns drei Mandate abzunehmen. Daß der Augusts und Magnitorbezirk start gefährdet war, wußten wir im borans. Unser Sieg gerade in diesem Bezirk war seiner Zeit einer uns ganz besonders günstigen Konstellation zu verdanken. Anders steht es mit dem Wenden und Petritor, sowie dem Stein und Fallerslebertor! Hier hatten aus bekanntem Anlaß innerhalb der letzten beiden Jahre wiederholt Wahlen stattgefunden; aber immer und immer wieder war es uns möglich gewesen, den heftigen Ansturm der Bezirksvereinler abzuschlagen. Wenn wir diesmal unterlegen sind, unterlegen tros teilweis ganz er Nach dem Zeugnis des Herrn Rahardt arbeitet also ein heblichen Stimmenzuwachses, so findet es seine Begründung Berliner Tischlergeselle in fünf Stunden mehr, als ein Geselle darin, daß die Zahl unserer Parteifreunde, die in den in anderen Orten in zehn Stunden fertig bringt. Damit ist er- findet Anlaß, dies zu beklagen. In diesen Betrieben kommen beiden lezten Jahren Bürger geworden sind, infolge starter wiesen, daß die Berliner Holzindustrie, welche über so leistungs- 250 Fahrer in Betracht. Sämtliche Fahrer derselben sind von der Abwanderung bei weitem nicht ausreichte, um die Reserven fähige Arbeiter verfügt, die Ronkurrenz mit den auswärtigen Be- Organisation mit einer gelben Kontrollkarte versehen. der Bezirksvereinler und der ihnen zuneigenden neuen Wählerschaft trieben noch lange aushalten fann, auch wenn die Berliner Unter- Das fahrende Publikum wird im Interesse der eigenen Sicherheit aufzuwiegen. Auch kommt wohl hinzu, wenigstens glauben wir nehmer die wahrlich sehr bescheidenen Forderungen der Arbeiter gut tun, bei Bedarf sich von dem Führer erst die Kontrolltarte dafür Fingerzeige zu haben, daß eine ganze Reihe von fleinen Hand- erfüllen. zeigen zu lassen, welche von der Organisation gestempelt ist. wertern und Krämern, die sonst vielleicht für uns gestimmt haben, Das Flugblatt verweist darauf, daß der Holzarbeiterverband Wir ersuchen die Arbeiterschaft und das Publikum, uns weiter diesmal, genau so wie bei der Reichstagswahl, in das bezirks bemüht ist, die Lage seiner Berufsgenossen auch in den Orten hin moralisch zu unterstützen und jedermann abzuraten, jezt bereinliche Lager abgeschwenkt sind. Daß wir bei dem 7,50 Wart- zu heben, deren Ronkurrenz die Berliner Unternehmer angeblich diesen Beruf zu ergreifen. Bürgerrecht, bei der großen Fluktuation der Arbeiterbevölkerung fürchten. Man hätte annehmen sollen, daß den Berliner Tischler- Die Kommiffion der ausgesperrten Kraftbroschfenführer, ohnehin mit solchen Zufälligkeiten wie jetzt zu rechnen ge- meistern dieses Bestreben des Holzarbeiterverbandes willkommen Mitgliedschaft IV des Zentralverbandes der Handels, Transport zwungen find, erwähnen wir nur nebenbei, weil es männiglich Aber allen derartigen Bestrebungen und Berkehrsarbeiter Deutschlands. bekannt ist. Unsere Gegner haben wiederum mit dem Aufgebot stellte sich der Arbeitgeber Schubverband mit Dentfches Reich. aller Sträfte gearbeitet. Automobil und Droichte, Schlepper inerrn Rahardt entgegen. Troßdem hat der Holzgroßer Zahl waren für fie tätig, während bei uns in einigen Be- arbeiterverband in fast allen für die Holzindustrie in Frage komTischleraussperrung in Kiel. girten der Schlepperdienst einiges zu wünschen übrig ließ. Allerdings menden Orten die 9stündige Arbeitszeit und eine Erhöhung der Die Tischlermeister in Kiel haben, wie uns ein Privattelegramm viel mehr Stimmen hätten wir wohl kaum noch herausholen können; Löhne durchgesetzt. dazu fehlte es uns an Bürgern. An einer anderen Stelle des Flugblattes wird gezeigt, daß meldet, getreu dem Vorbilde der Berliner Scharfmacher in der An einer anderen Stelle des Flugblattes wird gezeigt, daß Unsere vier Standidaten erzielten also insgesamt 4304 Stimmen Serr Rahardt nicht nur die auswärtige Konkurrenz gegen Holzindustrie, gestern abend die Mehrzahl der dortigen Tischler ausgesperrt. Die Arbeiterblätter werden ersucht, davon Notiz zu gegen 3557 Stimmen bei den Wahlen 1905. Die Bezirksvereinler Arbeiterforderungen in Berlin ins Feld führt, sondern daß er brachten 1905 3572 Stimmen auf, diesmal aber deren 4765. Ihre auch in Berlin selbst Forderungen, die in Großbetrieben gestellt nehmen. Gesamtstimmenzahl vermehrte sich um 1193, die unfrige dagegen wurden, mit dem Hinweis auf die Stonkurrenz der Kleinbetriebe bekämpfte und den Arbeitern empfahl, erst in den Kleinnur um 747. Wenn es uns nicht gelingt, in Zukunft weit mehr betrieben bie Söhne in die bobe zu treiben. der Fischauktionshalle ist nach gütlicher Vereinbarung zwischen den noch als bisher die Arbeiter für die Erwerbung des Bürgerrechts zu gewinnen, ist die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß uns infolge In dieser Hinsicht wird eine Aeußerung des Herrn Rahardt Arbeitgebern und Arbeitern für beendigt erklärt worden. Sämt des reaktionären Wahlrechts bei den kommenden Wahlen auch noch angeführt, die er gelegentlich einer Verhandlung bei der Firma liche Arbeiter sind gestern wieder eingestellt, und gleichzeitig find die legten Size im Stadtparlament verloren gehen. J. C. Pfaff machte. Er sagte dort zu den Bertretern der alle Fischdampfer wieder nach dem Altonaer Hafen dirigiert Arbeiter: „ Meine Herren, gehen Sie nach dem Osten Berlins, dort wird unserer Industrie gewaltige Konkurrenz gemacht, treiben Sie dort die Löhne in die Höhe, dabei werden Sie unsere Unterstübung finden, die Firma Pfaff kann, so lange dieses nicht geschehen, nichts bewilligen!" Die sozialistischen Stimmen in Amerika. wäre. Der Ausstand der Arbeiter des Altonaer Fischereihafens und worden. Wenn Streifbrecher schwören. Das Resultat der Novemberwahlen in den Vereinigten Staaten ist endlich von der Rand- Schule in New York zusammengefaßt darVor einiger Zeit hatten sich vor dem Nürnberger Schöffen gestellt und herausgegeben worden. Der einzige Staat, aus dem gericht zwei organisierte Arbeiter wegen Bergehens wider das noch kein Bericht zu erlangen war, ist Nord- Carolina, wo Streitpostenverbot zu berantworten. Drei Streitbrecher be1904 nur 124 sozialistische Stimmen fielen. In Birginia wurden and werts aufspielt und der jetzt die Kleinmeister glauben bau stundenlang" Streitposten gestanden hätten. Es wurde jedoch So also sprach Herr Rahardt, der sich als Retter des schworen vor Gericht, daß die beiden Angeklagten vor einem Neu1906 feine Kandidaten aufgestellt. In tentudy, Louisiana, machen will, daß sie, wie er in dem gestern von uns besprochenen nachgewiesen, daß sie den ganzen Vormittag an einem anderen Maryland und Mississippi beziehen sich die Stimmenzahlen Birkular sagt, der Rache des Holzarbeiterverbandes" ausgesezt Orte waren, sich gegen Mittag nur zufällig auf der Straße ge= der folgenden Tabelle nur auf einige Stongreßdistrikte, da nicht überall feien, wenn sie dem Rufe der Scharfmacher nicht folgen. Kandidaten aufgestellt werden konnten. Neben den Stimmenzahlen feien, wenn sie dem Rufe der Scharfmacher nicht folgen. Wie das Flugblatt ferner ausführt, ist ein großer Teil der troffen und einige Minuten im Gespräche verweilt hatten. Sie der sozialistischen Partei sind auch die der sozialistischen Arbeiter- leinmeister nur noch als Zwischenmeister für große Firmen erhielten je 1 M. Geldstrafe. Die Fränkische Tagespost" hatte in partei aufgeführt. tätig. Es scheine, als ob durch die gegenwärtige Aussperrung auch ihrem Verhandlungsbericht bemerkt, die Streikbrecher hätten ent Sozial. Arbeiterdie mittleren Betriebe in dasselbe Abhängigkeitsverhältnis gebracht weder einen Meineid oder doch einen fahrlässigen Falscheid ge= partei werden sollen. Habe doch vor wenigen Tagen ein namhafter leistet. Zwei der nüßlichen Elemente, die Taglöhner Link und 1904 1906 Großindustrieller gesagt: Es schadet nichts, wenn die Klein- und Mittelbetriebe durch Edelhäußer, hatten die Stirn, deshalb gegen den verantwortlichen In der Ver den gegenwärtigen Kampf verschwinden, dann haben wir Redakteur Klage wegen Beleidigung zu stellen. leichteres Arbeiten in bezug auf die Preisfestsetzung für unsere handlung beschworen die Beiden wiederum ihre früheren AusFabrikate und können uns dann auch leichter mit dem Holz- sagen und setzten noch einiges hinzu, das Verhör der übrigen arbeiterverbande verständigen, wir können dann höhere Löhne Zeugen war für die Streitbrecher jedoch derart gravierend, daß bezahlen und die Arbeitszeit verkürzen!" das Gericht beschloß, die Verhandlung auszusetzen und die Atten der Staatsanwaltschaft zu übergeben. Alabama Staaten Maryland Massachusetts 2106 11 7 621 1819 603 1553 596 2359 1012 974 280 11 139 An einem Bitat aus der Fachzeitung" des Arbeitgeber- Schub verbandes weist das Flugblatt nach, daß die Großbetriebe mit ihren gefüllten Lagern den Bedarf ihrer Kunden noch für einige Zeit befriedigen und dabei ein gutes Geschäft machen können, während die Klein- und Mittelbetriebe, die feine Lagerbestände haben, ihre Kundschaft verlieren, worauf die Konkurrenz bereits wartet. Ferner wird darauf aufmerksam gemacht, daß infolge der Aussperrung schon mehr als tausend Tischlergesellen von Berlin abgereist sind, die gerade in den Orten sehr gern in Arbeit genommen werden, welche mit Berlin konkurrieren. Wenn so eine große Bahl geübter Arbeitskräfte der auswärtigen Konkurrenz 2 182 zugeführt werden, wenn die Kundschaft sich von Berlin nach anderen Orten wendet, wenn die Klein- und Mittelbetriebe aufgerieben und der Berliner Möbelindustrie unheilbare Wunden geschlagen werden, dann möge man die Leitung des ArbeitgeberSchutzverbandes dafür verantwortlich machen, denn diese hat den Rampf gewollt. 1153 1904 1906 Arkansas 853 1816 389 2164 California. 29 533 16 036 Colorado 4 304 16 938 Connecticut 4543 2 932 325 575 Delaware 146 Florida. 2 337 149 2530 Georgia 197 98 Idaho 4 954 4 650 Illinois. 69 225 42 005 4 698 3 757 Indiana 12 013 7824 1 598 Jowa 14 847 8901 Ranjas 15 494 Kentucky 3 602 Louisiana 995 0 Maine 2247 3 106 13 604 7.938 Michigan 8941 5 925 Minnesota 11 692 4646 Wiffiffippi 893 173 Missouri 13 009 11 528 1674 Montana 5 676 4 638 208 Rebrasta 7412 2 999 Nevada. 925 815 New Hampshire 1090 1011 New Jerseh 9.587 7766 2 680 New York 36 883 21 751 9127 124 2017 978 18 432 2 633 Dregon 7 651 4468 Bennsylvanien 21 863 15 169 Rhode Island Süd- Carolina 956 22 Süd- Dakota 3 138 895 32 2542 2211 488 2211 2109 320 1 354 878 2 791 7198 421 4919 5767 3010 512 Virginia 218 Wash'n 10 023 8575 56 1592 Best- Virginia 1572 2 611 Wisconsin. 28 220 24 437 Wyoming 1077 Territorien: Arizona. 1304 New Merilo 162 Oflahoma 4443 1995 211 4 040 Summa. Nord- Carolina Nord- Dakota Ohio. Tennessee Tegas 11tah. Vermont 36 260 844 1 310 223 86 408 230 285 296 33 536 1 600 4 624 24 880 Die sozialistische Partei erhielt 2,44 Brozent der Gesamtstimmenzahl in den Vereinigten Staaten. Der Rüdgang an Stimmen wird zum Teil daraus erklärt, daß die Partei im Jahre 1904 einen großen Sprung nach vortvärts gemacht hatte und zum andern Teil daraus, daß bei Präsidentenwahlen( 1904) die allgemeine Anteilnahme stets stärker ist. Bo die Hearstbewegung mächtig war, wie in New York, hat diese der Partei viel Abbruch getan. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Der Kampf in der Holzindustrie. Husland. Drohender Streit beim österreichischen Lloyd. Unter den Heizern und Arsenalarbeitern des Oestrereichischen Lloyd macht sich neuerdings die Absicht bemerkbar, einen Ausstand zu inszenieren. Forderungen wurden aufgestellt, deren Bewilligung die Leitung der Gesellschaft als völlig unmöglich Jinstellt. Der Achtstundentag in der holländischen und belgischen Diamanta industrie. Bis zum Jahre 1894 pflegten die Diamantarbeiter bon Amsterdam täglich in der Regel 12 Stunden zu arbeiten und gegen Ende der Woche verlängerten sie ihren Arbeitstag gar noch um 2-4 Stunden, um mit einer bestimmten Menge Arbeit fertig zu werden und einen erträglichen Lohn herauszufchinden. Nachdem jedoch der Diamantarbeiterverband seine Tätigkeit entfaltete, Nachdem im Flugblatte die Ursachen und die Entwidelung wurde es besser. 1896 wurde der Zehnstundentag eingeführt, und des Stampfes furz dargelegt wurden, heißt es weiter: 1904 wurde nach einer großen und langwierigen Aussperrung der Was hat man alles aufgeboten, um die Arbeitgeber in den Arbeitstag sofort auf 9%, ein halbes Jahr später auf 9 Stunden Kampf zu treiben! Vor dem größten Schwindel und Terrorismus verkürzt. Diefelbe Arbeitszeitverkürzung wurde in Antwerpen erschreckte man nicht zurück. Erklärt wurde den Meistern, der zielt. Nun stehen die Arbeiter dieses Berufs sowohl in der Stamps wird nur 14 Tage bis 4 Wochen dauern, dann ist das holländischen wie in der belgischen Diamantarbeiterstadt vor der Geld des Holzarbeiterverbandes alle! Dabei ist dem Vorstande Einführung des Achtstundentages. In Amsterdam ist bereits des Schutzverbandes bekannt(!), daß die an der Aussperrung zwischen den Vorständen der Juweliervereinigung und des beteiligten Orte die Mittel für einen 10wöchentlichen Kampf Diamantarbeiterverbandes ein Uebereinkommen erzielt worden, aus lokalen Mitteln bestreiten können. Ferner ist ihm bekannt, wonach zunächst die Arbeitszeit auf 8%, und am 1. Januar 1909 daß der Holzarbeiterverband feine ganzen Mittel für den Kampf auf 8 Stunden verkürzt werden soll. Bedingung dafür ist, daß im bereitgestellt hat, daß dieser über ein Kassenvermögen von 1 400 000 m. verfügt und eine wöchentliche Einnahme von über ganzen 2000 Lehrlinge zugelassen werden, 1500 fofort, die übrigen im Laufe von 2 Jahren. Lohnherabsehungen sollen mit den 100 000 m. hat. Seitens des Borstandes vom Schuhe Arbeitszeitverkürzungen nicht eintreten, und die Akkordtarife beide berband rechnet man auch gar nicht damit, daß der Stampf Male um 5 Proz. erhöht werden. Ueber diese Vorschläge haben in 2-4 Wochen zu Ende ist, sondern man weiß, daß derselbe die Mitglieder der Unternehmer- wie der Arbeiterorganisation zu sich bis mindestens über April hinauszieht! Als entscheiden. Beweis hierfür mag gelten, daß man die Verträge in Leipzig, Der Amsterdamer Diamantarbeiterverband hat zu diesem Salle usw. vom Schußverbande zum 1. April gefündigt hat. 3wed alvei große Versammlungen veranstaltet, von denen die erste Man will hierdurch die Kassen des Holzarbeiterverbandes am Mittwoch im Palais voor Boltsvlijt stattfand und von 3000 sprengen. Wie wollte man diefes fertig bringen, wenn nach dem Mitgliedern besucht war. Einem Teil der Anwesenden schien die 1. April jene Orte allein den Stampf aufnehmen müßten? Nein, Bahl von 2000 Lehrlingen zu hoch. Das Ergebnis der Zettelman rechnet mit einem monatelangen Kampfe in Berlin. Man abstimmung über die Vorschläge liegt noch nicht vor. durfte aber den Tischlermeistern die wirkliche Situation nicht schildern, weil man fürchtete, daß diese dann nicht auf den Leim gehen würden! Der Vorstand des Schußverbandes rechnete da mit, daß der Holzarbeiterverband bei jedem Meister, der aus sperrte, Forderungen stellen würde, damit dann der Meister nicht mehr zurüd konnte. Diesen Gefallen hat ihm der Holzarbeiterverband nicht getan. Bei jedem Meister, der sich fchriftlich verpflichtet, während der Dauer der Aussperrung fich an dieser nicht mehr zu beteiligen, fangen die Arbeiter ohne weiteres wieder an. Siervon hat nun schon jetzt eine ganze Reihe Arbeitgeber Gebrauch gemacht, mit weiteren sind Ver. handlungen im Gange. Diese Meister lassen sich auch nicht durch Drohungen abschreden. Der Holzarbeiterverband wird mit aller Ruhe den Dingen entgegengesehen; den aufgedrungenen Kampf wird er mit allen Mitteln durchfechten. Für den Schaden ist der Schußberband berantwortlich! Nicht der Holzarbeiterverband, sondern der Arbeitgeber Schutzverband arbeitet auf den Untergang der Berliner Holzindustrie hin! Die Leitung des Holzarbeiterverbandes hat an die Tischlermeister in Berlin ein Flugblatt versandt. Darin werden die wesentlichsten Behauptungen widerlegt, mit denen die Führer der Achtung, Holzbildhauer! Wir machen darauf aufmerksam, daß Holzindustriellen die Tischlermeister in den Kampf gegen die Arbeiter zu treiben fuchen, beziehungsweise schon getrieben haben. jeder Kollege, der jcht während der Aussperrung in Arbeit tritt, Eine große Rolle spielt unter den Argumenten der Holz- diefes der Kommission sofort mit Firmenangabe mitzuteilen hat. industriellen- Scharfmacher die Behauptung: Wenn die For- Insbesondere weisen wir darauf hin, daß Arbeiten für die derungen des Holzarbeiterverbandes erfüllt würden, sei die Firmen Kümmel unbedingt zurüdzuweisen find, da die Kol. Berliner Holzindustrie der auswärtigen Ronkurrenz nicht mehr legen dort im Streit stehen. gewachsen, die ja erheblich nicbrigere Löhne zahle, wie in Berlin gezahlt werden; die Erfüllung der Forderungen sei also gleichbedeutend mit dem Ruin des Berliner Tischlergewerbes. Gegen diese Behauptung führt das Flugblatt den Obermeister Nahardt selbst als Beugen auf, indem es folgende Aeußerungen aitiert, die Herr Rahardt gelegentlich der Schlichtung von Streitig teiten in anderen deutschen Städten wiederholt gemacht hat: Agitationskommission der Bildhauer Berlins. Zum Kampf der Automobilbroschfenführer. Die leßte Hoffnung hat jetzt der Verein der Kraftbroschten befizer auf die heute von ihm ins Leben gerufene Fahr- und Fachschule gefeßt, welche von der Polizei innen und außen befeht ift. Aber die ausgesperrten Fahrer sind ebenso tapfer auf dem An demselben Tage hielt der Antwerpener Diamantarbeiterverband eine große Versammlung ab. Sie hieß mit 1477 gegen 307 Stimmen die Einführung des 8% stündigen Arbeitstages auf den 1. Januar 1908, und des 8stündigen auf den 1. Januar 1909 gut und erteilte dem Verbandsvorstand den Auftrag, mit den Unternehmern darüber zu verhandeln. Ein Streit in Japan. In Osaka wurden, wie die lebte Nummer des„ Sifari" ( Bentralorgan der japanischen Sozialisten) mitteilt, Anfang Dezember 16 000 Arsenalarbeiter ausständig. Die Ursachen des Streits waren folgende: Die Arsenalarbeiter von Maizuru erhielten Lohnzulage, die von Osaka nicht. Darauf wählten die Arbeiter der Osakawerte eine Deputation von 10 Mann, die bei der Direktion borstellig werden sollten. Das erfuhr die Direktion vorzeitig und entließ die 10 Mann. Das veranlaßte die airfa 16 000 Mann, die Arbeit sofort einzustellen. Nun griff aber die Polizei ein, genau wie in allen tapitalistischen Ländern. Hunderte von Gendarmen wurden in und um die Werkstätten postiert; am andern Morgen wurden 40 Ser Streifenden verhaftet. Diese Maßnahmen verfehlten ihre Wirkung nicht, die Furcht und der Schreden tricb die die meisten Arbeiter wieder in die Werke. Aber die Direktion und die Behörden haben durch ihre Gewalttätigkeit die Bewegung nur momentan unterbrüdt, ihre Brutalität hat die Arbeiter un geheuer verbittert und sie haben Märtyrer geschaffen. Aus der Entwickelungsgeschichte der Arbeiterbewegung aller Sänder wissen wir, daß diefes beliebte Rezept der Herrschenden den Aufstieg der Arbeiterklasse auf die Dauer nicht hindern kann. Und so ist denn " Sifari" auch in der Lage, noch folgendes mitzuteilen: Troß der andauernden Anstrengungen der Regierung, die Veröffentlichuno von Streitnachrichten in den Zeitungen unmöglich zu mache. finden fortdauernd und in allen Städten Japans Arbeitseinstellungen statt. Gewiß ein Beweis dafür, daß die japanische Arbeiterklasse mit Macht zu erwachen beginnt." Achtung! Achtung! Arbeiter, Parteigenossen! Germania- Pracht- Sale. Berliner Schneiderei- Genossenschaft G. m. b. H. ( Gegr. von organisierten Schneidergehülfen Berlins) Brunnenstr. 185, im Laden, zwischen Rosenthaler Tor und Invalidenstraße, empfiehlt sich den werten Arbeitern und Parteigenossen zur Anfertigung von feinerer Herren- Garderobe. N., Chausseestr. 103. Karl Richter. Jeden Sonntag: Wilh. Wolffs Hamburger Sänger. Vollständig neues Brogramm. Anfang 6 Uhr. Gintritt: 50 Pi mit anschließ. Familienkränzchen. Anton Boekers Ball- Salon Durch Zufall großer Saal zum 23. März frei geworden, bis 500 Bersonen fassend. Witwe Wäbekindt Habe noch Sonnabends und Sonntags Sale zu vergeben, auch sind Bereinszimmer in der Woche frei. Anton Boeker, Weberfir. 17, früher Schirm, Badstr. 19. T.- A.: VII. Nr. 13414. 35702* PrinzenAltes Schützenhaus, Linienstr. 5. Der 1. Osterfeiertag Im weißen Saale von 5 Uhr ab ist frei geworden. Großer Ball. Jeden Mittwoch: Hamburger Sänger und Freitanz. 35512* 3 Meilen von Berlin, in fleiner Fabritstadt, ist ein Großes Lager fertiger Herren- und Knaben- Anzüge, RestaurationsWinter- Paletots, Joppen und Arbeiter- Berufskleidung. Grundstück mit Saal, Garten usw., 80 000 92. bei zirka 15000 m. Verkauf nur gegen bar!- Streng feste Preise! Die Herstellung unserer Fabrikate erfolgt innzahlung zu verkaufen. Umfat fiber eigenen Werkstätten unter den von der Organisation festgesetzten Lohnbedingungen. Um geneigten Zuspruch bittend, zeichnet Achtungsvoll „ Hoffnung" HOZ 207/ 1* Berliner Schneiderei- Genossenschaft Lieferant des Berliner Konsum- Vereins, der KonsumGenossenschaft Berlins u. Umgegend sowie des Charlottenburger Konsum- Vereins. en verehrlichen Vereinen, meinen werten Gästen, Freunden und Bekannten zur geft. Mitteilung, daß ich mein Geschäft Frankes Festsäle, Sebaftianstr. 39, frankheitshalber an Herrn Gastwirt Julius Meier verfauft habe und bitte ich, das mir bisher geschenkte Vertrauen auf meinen Nachfolger gütigft übertragen zu wollen. Hochachtungsvoll 38542* Balduin Franke. Unter Bezugnahme auf Obiges erlaube ich mir, den werten Bereinen und Gewerkschaften die ergebene Bitte zu unterbreiten, mich in meinem neuen Unternehmen freundlichst zu unterstützen. Empfehle mein Etablissement Frankes Festsäle mit Garten, 1500 Personen fassend, zu Versammlungen, Sommerfesten und Vereinsbergnügungen jeder Art. Sonnabende und Sonntage noch frei. Julius Meier, Gastwirt. Ergebenst Frankes Festsäle, Sebastianstraße 39. Achtung! Vereine. Achtung! Ren renoviert: Märkischer Hof,( amt IV 4594.) Admiralstraße 18c. Der große Saal noch Sonnabende im April und Mai, Kleiner Saal Sonnabende, auch Sonntags, sowie Vereinszimmer für Wochentage zu bergeben. W. Möhring Nachf. Otto Grasshoff. 12 Visites von 1,80 M. an 23 Kabinetts 4,80 M. 99 in guter Ausführung liefert Oscar Goetze, Photograph. 1. Geschäft: Paul- Straße 26, 204/ 17* 2. Dresdener Straße 135, 99 3. 99 4. Friedrich- Straße 91/92, Charlottenburg, Nehringstr. 1. 1255b Kronleuchter Dr. Simmel, Str. 41, Spezialarzt für 3/5 Hant- und Harnleiden. 10-2,5-7 Sonntags 10-12, 2-4. Dr. Schünemann Spezial- Arzt für 35112* Haut- und Harnleiden, Frauenkrankheiten. Friedrichstr. 203, Ecke Schützenstr. 10-2, 5-7, Count. 10-12 Uhr. 6% für Gas u. Petroleum Hygienische Tauft man am besten und billigsten in der Fabrik von Bedarfsartikel. Neuest. Katalog m. Empfehl.viel Aerzte u.Prof. grat. u H. Unger, Gummiwarenfabrik Berlin NW.. Friedrichstrasse 91/92. * Siegel& Co., Zahn- Klinik, beliebige eil. Prinzenstraße 38. mieten. Entscht. Selbſtäufer erfahren 300 Hektoliter Bayrisch und 800 500 Kronen näheres unter N. 1 d. d. Erpedition diefes Blattes, Lindenstr. 69. 1256b von 10-300 m. Auf Wunsch Teilzahlungen ohne Preiserhöhung. GRATIS 35532* gebe 200 der besten Nadeln beim Einkauf der grossen doppelseitigen Zonophon-, Favorit- od. Beka- Platte à 3 Mark. Ferner lietere Musikwerke( Spieldosen) Sprechmaschinen und echte Menzennauer Zithern aut Theilzahlung Wochenrate i Mark.= J. Kurzberg, An der Jannowitzbrücke 1, I. Etage Die direkt am Bahnhof.. Möbel- Fabrik bon A. Schulz, 5 Reichenbergerstr. 5 empfiehlt Wohnungs- Einrichtungen von 210-10 000 m. in nur anerkannt gediegener Ausführung in jeder Holz- und Stilart sowie auch Polsterwaren eigener Fabrikation zu äußerst billigen Breisen. Streng reelle und gewissenhafte Be dienung. Stulante Zahlungen. Sel. mt IV 6877.[ 38162* Homophon Apparate& Platten Überall erhaltlich Homophon Company Fabrik Berlin C Klosterstr. 16 Doppelseitig bespielt. zahlung. InvalidenOlga Jacobson, straße 145. Heinrich Franck Berlin N., Brunnenstr. 185 Java- Einlage groß. 80 Pf. blattig unerreicht billig. D Vorzügliche Sumatra Decken zu billigsten Preisen offeriert S. Hammerstein- Filiale, Boy, Berlin H., Brunnenstraße 188. Roh- Tabak Dede Nr. 5791 a 1,50, II. Länge, Vollblatt, schöne, hellbranne Farben, Brand. Müller, Selten 8734L* günstige Kaufgelegenheit nur einmal jährlich Zum InventurRäumungspreis Wundervoll gestickte abgepaßte Portieren für Fenster ( Uebergardinen und Türen.) Die Dekoration ganze ( bestehend aus 2 Flügeln und 1 Querbehang) in 6,50) schwer. Wollserge 335( Wort in Viktoriatuch. 485( Wert mit Seidenplüsch- Applikation 10,50) 12,00) in Leinenplüsch 685( Wert in het Empire 1085( Wort seidenart. 18,00) ca. 1000 Stück reichgestickte W. Hermann Mailer. Plüsch- Lambrequins 14. YES OUI- SI neue illustrierte Wochenschrift Stück 235( Wert 5 Mark) für leichtes und anregendes Selbststudium der englischen, französischen und italienischen Sprache. Außerordentlich praktischer, fortschreitender Anschauungsunterricht. Abonnement 2.-M. pro Quartal für jede Sprache resp. Ausgabe. Probenummer gratis und franko. Internationales Redaktionskomitee und Verlag: München. Adolf Letzel, Kommandantenstraße 14, Laden, * sind wieder die schönsten und billigsten Masken- Kostüme zu hab. Vorzeiger dieser Annonce 15% extra. teppdecken billigst direkt in der Gardinen, Stores, Zugvorhänge, Tüllbettdecken unter Preis! Teppich- Spezialhaus Emil Lefèvre Berlin Süd. Seit 1882 nur Oranienstraße 158. Unterhalte nirgends Filialen!! Nach auswärts per Nachnahme. Inventur- Extraliste u. Katalog mit ca. 600 * Fabrik 72. Wallstr. 72, two auch alle Steppdecken aufgearbeitet werden. Bernhard Strohmandel, Berlin Ks. Juftr. Statalog gratis. Spezialität: Bromsilber- Vergrößerung his Lebensgrüße Damen- Konfektion- Spezialhaus Scheidemann& Cassel Gratis erhält jeder Besteller eine Semi- EmailleBroche oder Nadel, also ganz umsonst! Geöffnet von morgens 8 Uhr bis abends 6 Uhr. Sonn- und Festtage dem ganzen Tag geöffnet. Ausverkauf! Nach beendeter Inventur sind die Preise auf sämtliche Artikel bis zu 331% herabgesetzt: 87741 Teppiche 24, 36, 45 usw. Gardinen. 2.10, 8.50, 5, V. M. 4.50, 8, 18.60, Portieren. 7.60, 9, 12 usw. 6, 6.75, 9 11.50 usw. sowie Steppdecken, Tisch- u. Diwandecken, Läufer und Möbelstoffe ete, Nie wiederkehrende Gelegenheit. TeppichAdler Paul Jobs, Schneidermeister. ftraße 16. Justerburger: Laden. * n. ausländischer Lager in Stoffe. Verlag Max Richter Berlin W. 30 Speyererstr. 27. über 3000 Exempl. verkauft Die Harnleiden ibre Gefahren, Verhütung und Beseitigung von Dr. med. Schaper, BERLIN Preis 1 Mark. Husten, Heiserkeit beseitigen wunderbar leicht und schnell die berühmten Hustentropfen bon Otto Reichel. Nurecht, wenn mit Marke ,, Medico" verschlossen. Flasche 50 Bi. In allen Drogerien und bei Königstrasse 20-21, Otto Reichel, Berlin SO. 43, a. d. Judenstr. Eisenbahnstraße 4. Gegründet 1886. pur Kommandantenstr. 70/71.; Die Restbestände unserer Winterläger müssen außergewöhnlich billigen Preisen 11. PestenJacketts a prima Futter 3.75 TL. 5.95 AL. Abendmäntel u. Capes 6-27 M. Blusen in Wolle, Samt 2.50-10 M. und Seide zu füttert, reich garn. ausverkauft werden. Ballkleidereine Seide, ganz ge- Kostüm- Röcke 32-60 M. fußfrei und lang 2.85-16 M. Garn Ballkleiderschicke 18-48M. Kostüm- Röcke Cheviot, weiß u. crem, reich 7.50-20 M.. und Formen und engl. Prima Tuch- Kostume 11-38 M. Sonntag 8-10 u. 12-2 geöffnet. garn. u. gefüttert Wolle, illustrat. gratis und franko Schöne Wohnungen Berlin N., Türkenstr. 19. Vorderund Gartenhaus- Wohnungen b. zwei Zimm., Bad, Selos. u. Stammer, mit Umzugsgeld billig z. verm. Näheres daselbst beim Verwalter 1 Tr. vorn. J. Baer * Badstr.26, Prinz- Allee Herren- und KnabenModen.Berufskleidung. Elegante EinsegnungsVanzüge. Großes Lager in- und ausländischer Stoffe zur Anfertigung nach Maß. Allerbilligste, streng feste Preise. J.B 1906er Hühner, garantiert fleißigste Leger, Enten, Tauben, Puten, Brutputen Selbst empfiehlt F. Wegner, Berlin SO., Millionenfach erprobt u. bewährt bereitung von Marianenftr. 84. Weingeist inschutzmarke nummon Erprobt und bewährt! 3863L* Kognak, Rum, allen Likören usw. unter Ber rühmlichst, weltbekannten, höchst prämiierten Noa's Original- Extrakte wendung der Preis p. Fl. 25, 35, 40, 50, 60, 75 Pf. usw. Nath beigegebener, einfachster Borschrift bereitet, ergeben dieselben zirka 21 Liter vollkommen echte und wahrhaft reine Getränke von köstlichem Aroma und exquisitem Wohlgeschmack, allseitig als mustergültige an8/ 19* Sprechmachinen, Edison Walzen, gr. Platten, 25 cm, doppelseit., iur1,50an Hartgußwalzen 65 an Reparaturen billig. Berlin, erkannt. Die so bereiteten Liköre usw. sind den feinsten u. teuersten Rud. Diesing, stamterit. 5. Qualitäten der Welt in jeder Hinsicht vollkommen gleich, nur um das Zehnfache billiger. Prüfen u. urteilen Sie selbst! Lassen Sie sich nichts anderes als ebenso gut oder gar besser aufreden. Es gibt keinen Ersatz! Berto. 192 seit. illustr. Rezeptbuch, 11. Aufl. „ Die Destillation im Haushalte", sämtl. Rezepte enthaltend, gratis. Elsasserstraße 5, Wer- Stoff- hat fertige Anzüge nach Maß 20 M. Zadelloser Siz, haltbare Futtersachen. Bei Stofflieferung billigste Preise. Franke, Ackerstraße 143, Ece Invalidenstraße. Fabrik und Max Noa, 3. aus D. Rosenthaler Tor. 8559L Verkauf Spiritus- GlühlichtLampen und Brenner. Centrale für Spiritus- Verwerthung BERLIN NW. 7, Friedrichstr. 96, gegenüber dem Central- Hotel. Illustrierte Preisliste kostenlos! Rheumatismus Glcht-, Gliederreissen, Nervenschmerzen, Hüftwehzc.verschwinden bald durch äußerlichen Gebrauch von Reichel's ,, Electricum" ( Aetherisches Kiefernadel- Waldwoll. 81). Ginfaches und unschädliches Naturprodutt v. starter durchgreifenter, fofort schmerzstillender Wirkung. Tausende verdanken Electricum" ihre Gesundheit, Fl.1.- u.2.-. DicWir tung wird noch erhöht D. den inneren Gebrauch von Reichel's WacholderExtrakt, Medico", L. 75 Pf., M. 1.50, u. 2.50, in den Drogerien u. Apotheken erhältlich und zu beziehen burch Otto Reichel, BERLIN SO., 43. Eisenbahnstr. 4. A.WERTHEIM IN DIESER WOCHE: WÄSCHE AUSSTELLUNG ELEGANTE DAMENHEMDEN, BEINKLEIDER, NACHTHEMDEN MATINEES, FRANZÖSISCHE HANDGESTICKTE HEMDEN, WÄSCHESTOFFE, TISCHZEUGE, HANDTÜCHER, TASCHENTÜCHER, STICKEREIEN U. S. W. VERKAUF BESONDERS PREISWERTER WÄSCHE- ARTIKEL: DAMENWÄSCHE Damenhemden Vorderschluss mit Spitze Garnituren Hemd mit Stickerei1.60, 1.70 Ein- und Ansatz 2.70 Beinkleid, dazu passend Ballhemd m. Spitzen, 1.70, 2 Mk. 1.95 reich garniert 2.65, 2.85 3.25 m. Handlangett, 2.25 Achselschluss, mit Spitze mit Besatz mit Stickerei 1.80, 2.55, 2.80 m. Handlangetten 2.35, 2.85 Achselschluss, neue Form mit Besatz mit Beinkleid, dazu passend 3.25 Garnituren 2.75 Hemd mit Spitzen, reich garniert 1.65 Hemd mit Stickerei u. Durchbruch 3.65 Stickerei- Einsatz 1.75, 2.15 mit Stickerei 2.40, 2.55 Achselschl., neue Form m. Stickerei- Ein- u. Ansatz mit Stickerei 3.30 und Spitzen 4 MK., 4.50 Achselschluss, neue Form, m.Durchbruch 2.20, mit Stickerei 2.35 Achselschluss mit Besatz u. Stickerei- Motiven Beinkleid, dazu passend 3.30 Beinkleid, dazu passend 4.65 Damen- Jacken Dimiti mit Besatz 1.85 mit Stickerei Renforcé 1.70 m. Stick. 2 Mk., 2.60, 3 Mk. Croisé mit Stick. 2.65, 3.25 Renforcé mit StickereiEin- und Ansatz 2.55 Ein 4.25 Damen- Jacken Renforcé m. Stickerei, halsfrei Barchent mit Besatz mit 2.80 1.65 Stick. 2.25, 2.60, 3 Mk. Damen- Nachthemden Renforcé mit bunter Stickerei od. Borte mit weissem StickereiVolant mit Stickerei- Ein3.65 4.30 und Ansatz 6 Mk., 6.25 halsfrei, m. Stickerei- Ans. 3.40 mit Stickerei- Einund Ansatz 4.85, 6.90 Geisha- Form, weiss mit farbigem Batist- Kragen 4.75 Damen- Beinkleider gerade Form, Renforcé m. Stick. 1.40, 1.50, 1.90, 2.05, 2.50 gerade Form, Croisé mit Handlangetten mit Stickerei gerade Form, 2.45 2.20 Barchent m. Stick. 1.70, 2.35 runde Form, Renforcé m. Sticker. 1.45, 1.85, 2.10, 2.50 runde Form, Renforcé m. Stick.- Ein- u. Ansatz 3.25 runde Form, Croisé mit Stick. 2.30, 3.10 Untertaillen mit Stickerei- Einsatz 1.60 mit Stick. 2.60, 2.65, 3.75 1.85,2.10,2.30 m. Spitzen reich garn. Weisse Stickerei- Röcke mit Volant 3.10, 4.10, 4.60 m. Ein- u. Ansatz 6.75, 7.75, 8.75 Weisse Spitzen- Röcke reich garn. 4.35, 6.75, 7.50, 8.75, 10.75, 13.25 Weisse Barchent- Röcke mit Langetten 1.75, 2.25 mit Stickerei 2.40, 2.75, 3.50 mit Ein- und Ansatz 5.25 8.10 mit Volant u. Handlangetten Weisse kurze Röcke Renforcé mit Stickerei 2.35 2.70 3,25, 4.40 Dimiti mit Stickerei Batist, mit Spitzen, garniert Damenhemden Achselschluss, mit handgestickten Madeira- Passen 1.90, 2.20, 2.75, 3.10 Mk. Reform- Beinkleider in schwarz u. marine Satin 3.70, Cheviot 4.35 Mk. mit Falten Herrenhemden Hemdentuch Herren- Nachthemden mit buntem besonders Festen: Mädchenhemden, Beinkleider u. Knabenhemden preiswert BETT- WÄSCHE Bettbezüge Deckbett, bunt kariert 2.70 Kissen dazu 85 Pf. Deckbett, bunt geblümt 3.35 Kissen dazu 90 PL Bettbezüge Deckbett Mk., 3.85 Pf., 1.10 Lousiana- Tuch 3 M Kissen dazu 90 F Deckbett, gestreitt Dimiti 4.15, 4.90, 7.75 Kissen dazu 1.20, 1.45, 2.60 Damast- Bettbezüge Deckbett 5.75, 7.75 Kissen dazu 1.80, 2.60 Dowlas- Laken Grösse ca. 150/200 cm 1.90 Grösse ca. 150/225 cm 2.15 Grösse ca. 160/225 cm 2.65 Laken aus Louisianatuch Grösse ca. 160/225 cm 2.90 Grösse ca. 160/250 cm 3.30 Reinleinene Laken halbgebleicht Grösse ca. 160 220 cm reinweiss gebleicht, Grösse ca. 160/223 cm Grösse ca. 3.50 4.75 160/250 cm 5.25, 6мK., 6.50 2.20, Renforcé mit Falten 2.45 3 MK. Besatz einfarbig rot oder Bett- Jnlette gestreift Deckbett 5 Mk., 8 Mk., 9.50 Unterbett 5 Mk., 6.50,9.50 Kissen 1.40, 2.20, 2.65 Damast- Garnituren für Deckbett Verstellbare Wäsche- Bänder in verschiedenen Farben I Dutzend sortierte Längen 3.50 Mk. 0 und 2 Kissen 7.20 M TISCHZEUGE Tischtücher einl. Hausmacher, Servietten geklärt, gesäumt Grösse ca. 130/130 cm 2.75 Grösse ca. 130/160 cm 3.50 dazu passend, gesäumt, Gr. ca. 62/62 cm, Dtz. 7.50 reinlein. Jacquard, Tischtücher halbgebleicht, ges. Grösse ca. 130/130 cm 2.30 Grösse ca. 130/160 cm 2.80 dazu passend, Servietten gesäumt Gr. ca. 56/56 cm, Dtz. 4.50 m. Frans., Teeservietten bunt 1.20 reinlein. Jacquard, Tischtücher geklärt, gesäumt Grösse ca. 130/130 cm 2.90 Grösse ca. 130/160 cm 3.60 Grösse ca. 150/170 cm 4.80 Grösse ca. 150/225 cm 6.70 8 Mk. 9.25 Grösse ca. 150/275 cm Grösse ca. 150/325 cm dazu passend, Gr. ca. 65/65 cm, Dtz. 8.40 m. Frans., Teeservietten reinlein. 2.25 Servietten gesäumt halblein. Jacquard, Tischtücher gebleicht, gesäumt Grösse ca. 115/125 cm 1.40 Grösse ca. 130/130 cm 1.70 Grösse ca. 130/160 cm 2.10 Grösse ca. 130/200 cm 2.60 dazu passend, Servietten gesäumt Gr. ca. 60/60 cm, Dtz. 4.50 reinl., gebl. u. ges. Tischtücher Damast- Muster Grösse ca. 180/130 cm 3.50 Grösse ca. 160/160 cm 6.30 Grösse cm 160/225 cm 8.70 Gr. ca. 160/320 cm 12.60 mit 6 Servietten, Teegedecke mit Fransen 2.50, 3.25 Teegedecke mit 6 Servietten, gesäumt, mit bunter Kante, im Karton, 3.25 Grösse ca.130/ 130 cm farbig, m. 6Serv., Teegedecke gesäumt, im Kart. Grösse ca. 120/130 cm 4.50 Grösse ca. 130/160 cm 5.50 mit 12 Servietten Grösse ca. 160/225 cm 9.75 reinl. m. bunt. Borte Teegedeckem. 6 Serv., gesäumt Grösse ca. 180/130 cm 5.50 Grösse ca. 160/160 cm 7.25 mit Hohlsaum, Teegedecke farbig mit 6 Servietten, Gr. ca. 150/160 cm mit 12 Servietten, Gr. ca. 150/220 cm 9.50 15 MK. Kaffeedecken mit Fransen, Grösse ca, 120/120 cm 1.85 Grösse ca. 160/160 cm 4.20 Grösse ca. 160/225 cm 6 Mk. gesäumt, farbig Kaffeedecken merzerisiert Grösse ca, 130/130 cm 3.50 Grösse ca. 160/160 cm 5.75 Grösse ca. 160/225 cm 8 Mk. Tischläufer mit Fransen Grösse ca. 32/170 cm 1.10 Grösse ca. 43/180 cm 1.50 Mitteldecken farbig, mit Hohlsaum Grösse ca. 60/60 cm 1.30 weiss, mit Hohlsaum, bekurbelt, Gr. ca. 70/70 1.90 Ein grosser Wäsche- Stickereien und Stickerei- Reste Posten: Ein grosser Posten Elsasser Baumwollstoffe erstes Fabrikat, mit kleinen Webefehlern zu besonders billigen Preisen. Preiswerte Wäschestoffe in kleinen Stücken à 20 Meter Hemdentuch Stück 6.50, 8 Mk. Stück 7.20, 8,25, 9 Mk. Louisianatuch Stück 6.50, 7.80, 9 Mk. Renforcé Hemdentuch 80 cm breit, kräftige 35, 40 Pr. Qualität Mtr. Renforcé sehr vorteilhafte 42 Pr Qualität Mtr. Macco- Perkal eleganter Wäschestoff aus egypt.Baumw, Mtr. 53, 60 Pr Louisianatuch leinenartiger Mtr. Wäschestoff ca. 82 cm breit 38, 42, 48 Pf. Deckbettbreite 68, 80 Pf. zu ausserordentlich billigen Preisen. Ein aussergewöhnlich preiswerter Posten abgepasster handgestickter Schweizer Batist- Blusen in reicher Ausführung, eingeteilt in 3 Serien Serie I Serie II Serie III 3.40 4.25 4.90 N Mk. Rand gesetzl. geschützt Berantwortlicher Redakter: Hens Weber, Berlin. Fir den Infcratenteil verantw.: Th. Glade, Berlin. Druck u. Verlag: Vorivärts Buchdruckerei 11. Verlagsmitalt Pal Finger& Co.. Berlin SW. Nr. 29. 24. Jahrgang. Theater. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 3. Februar 1907. Neues Schauspielhaus: Weh dem, der lügt! Lustspiel in fünf Aufzügen von Franz Grillparzer. Die beiden Hauptgestalten in Grillparzers märchenartigem Lustspiel, deren Gegenüberstellung dem bunten Zuge der Begebenheiten das Gepräge höherer Bedeutung aufdrückt, kamen in der Aufführung des Neuen Schauspielhauses aufs glücklichste heraus. Sowohl der tatenfrohe Küchenjunge, der gern für eine gute Sache sein Leben auf tas Spiel seßt, aber dafür auch mit einiger Verschlagenheit, mit etwas Lug und Trug dem Unternehmen nachzuhelfen für erlaubt hält, als auch der würdige Bischof Gregor, der in stiller Ergebung lieber auf alle Hoffnungen, seinen in der Gefangenschaft des Germanenfürsten Kattwald schmachtenden Neffen wiederzusehen, verzichten und einsam sterben will, als daß Leon das Werk der Befreiung durch eine Lüge beflecke. Der unverzagte, im Grunde feiner Seele lautere und ehrliche Bursche, gewann in dem reizvoll Liebenswürdigen Spiele Waldens rasch alle Sympathien. Und Ehrfurcht gebietend, ergreifend trat die Herzensreinheit, der selbstlos fromme Sinn des greisen Geistlichen in der Verkörperung durch Adolf Klein hervor. Was in dem Stück beim Lesen leicht als Widerspruch erscheint, daß Gregor, der im Gespräch mit Leon voll herber Strenge auch die leiseste Abweichung von der Wahrheit rückhaltlos verdammt, im Schlußakt den Zurückgekehrten, dessen Verfehlungen gegen das Gebot er wohl durchschaut, mit solcher Herzlichkeit empfängt, ihm und den anderen das Gaukelspiel des trügerischen Scheins so milde nachsieht diesen Zwiespalt ungeschlacht- dummer, unt feine Bräutigamsrechte geprellter hatte der Schauspieler nach Kräften überbrüdt. Die Strenge der Worte milderte der gütig fanfte Ton der Stimme, der freundliche Blick der Augen:„ Sein Weh dem, der fügt" hatte den Klang väterlich trohlwollender Warnung, der von vornherein nicht daran glauben ließ, daß dieser Mann den angedrohten Fluch gegen Leon sich je vom Herzen ringen fönne. Rede und Gegenrede war hier von anschaulichster Lebendigkeit und in jeder flüchtig raschen Wendung fesselnd. Man verstand, wie tief der Alte auf das Gemüt des unverdorbenen Gesellen wirken muß. Wie sich das Mitleid Beons, als er von seines Herrn Kummer um Atalus erfährt, sofort in tätige Hülfsbereitschaft, in den Entschluß, hinaus auziehen und den Erfehnten aus der Gefangenschaft zu lösen, umſeht. Galomir, wenn auch sein Spiel die barode Komit der Figur kaum völlig ausschöpfte. Im Schlußakt trat wieder Adolf Klein als Bischof beherrschend in den Bordergrund, den starken Eindruck des Anfangs erneuernd. Eigenartige Dekorationen gaben dem ganzen einen stimmungsvollen Hintergrund. dt. Witterungsübersicht vom 2. Februar 1907, morgens 8 1hr. Stationen 771 N 772 N Better Stationen 3 bedeckt 3bebedt 3 wolfig Beller Temp. n. C. -1 Haparanda 76223 -3 Betersburg 773 Still -3 Scilly 775 DND -6 berbeen 772 S 774 RD 4 heiter -5 bedect -6 2 halb bd. 1halb bd. 3 woltenl 4 2 3Schnee-10 Baris 4Schnee|-4 Die burlesken Szenen in dem barbarischen Germanenlande Swinembe. 771 NN 8 Schnee Hamburg 775 N fielen, so brillant auch Walden seine Aufgabe von Anfang bis zu Berlin Ende durchführte, nicht gleichmäßig aus. Toni Bimmerer Franfj.a.m. 773 N war in seiner prahlhansigen, nur durch die Aussicht auf ledere München Gerichte gedämpften Wildheit anfangs ein außerordentlich drolliger Bien 768 WNW Kattwald. Aber dem Rausch im dritten Afte gebrach es an Humor und dabei zog der Darsteller gerade diese Szene ganz ungebührlich in die Länge. Aus der Rolle Edritas, des verliebten, schließlich zum Christentum bekehrten Germanenfräuleins, die dem hübschen Fremdling beisteht und ihm und Atalus dann auf der Flucht begleitet, wußte Fräulein GIse Bötticher, nach einem ersten munteren Anjaße, wenig mehr herauszuholen, und auch Herr Hoebling blieb ziemlich farblos in der Gestalt des trottelhaft aufgeblasenen Bischofsneffen. Ergößlich war Herr Arndt als Wetter- Prognose für Sonntag, den 3. Februar 1907. Beitweise auftlarend, vorwiegend trübe mit leichten Schneefällen, gelindem Frost und mäßigen nördlichen Winden. Berliner Betterbureau. Wafferftand am 2. Februar. Elbe bei Aussig Meter, bei Dresden 1,08 dp. Elbe bei Magdeburg+1,56 Meter, Eisgang. Glbe bei Straußfuri Meter. Oder bei Ratibor+ 1,56 Meter der bei Breslau Unterpegel-0,84 meter.- Neißemündung+ 2,74 Meter. Dder bei Brieg+3,26 Meter. Im Interesse seiner Berufstüchtigkeit und Gesundheit sollte jeder Beamte, Handwerker und Arbeiter alle aufregenden Getränke meiden und dafür Kathreiners Malzkaffee zu seinem ständigen Getränk machen. Dies wird ihm besonders noch dadurch erleichtert, daß Kathreiners Malzkaffee einen würzigen, kaffeeähnlichen Wohlgeschmack besitzt. Da jedoch nur der echte Kathreiner" den angeführten hohen Genußwert hat, so ist es von großer Wichtigkeit, daß man beim Einkaufe, um sich vor minderwertigen Nachahmungen zu schützen, genau auf die Kennzeichen dieses echten Malzkaffees achtet. Diese sind: geschlossenes Paket in seiner bekannten Ausstattung mit Bild, Namen und Unterschrift des Pfarrers Kneipp als Schuhmarke und der Firma Kathreiner's Malzkaffee- Fabriken. Verlangen Sie also nur diesen Malztaffee und nehmen Sie feine Nachahmung. Ritterstr. 18, Ecke Prinzenstraße. Gesundheit ist Reichtum! Regelmäßiges Baden erhält und fördert die Gesundheit. Bade Berlin- Ost im: Bad Frankfurt Ritter- Bad SOOLKLEIE SCHWEFEL, FICHTENNADELBADER Gr. Frankfurterstraße 136. Medizinische Bäder aller Art B in werktäglich ununterbrochen geöffneten Sonder Abteilungen für Damen und Herren. 2 Wannen Bäder Handtüchern 0,75 Mk.( 40 Minuten Badezeit.) Hygienisch einwandfrei bleiben nur Einzelbäder, niemals gemeinschaftlich benutzte Bassinbäder! e mit je 2 8/13 Brautleute sich ihre Möbel- Ausstattung kaufen, sollten sie unter keinen Umständen unterlassen, Paul Burows Möbel- Fabrik, Lindenstr. 105 ( Nähe Hallesches Tor) zu besichtig. Moderne bürgerl. WohnungsEinricht. schon f. 200, 300, 400 Mk., hocheleg. v. 500-10000 Mk. Zur Anschaffung von Ergänzungsstücken besonders zu empfehlen, Zimmereinrichtungen, am Lager stehen. Auszugsofa 30, Paneelsofa mit Satteltaschen 85, Muschelkleiderspind, Muschelvertiko 39 Muschelbettstelle mit Matratze 40, Chaiselongue, Schreibtisch, Säulentrumeaus 38 Mk., Salongarnitur sowie kompl. engl. Schlafzimmer für 220 Mk., Altmahagoni- Salon mit Umbau elegant 545 Mk., farbige Küchen 65 Mk., sowie Speisezimmer u. Herrenzimmer in allen Stilarten. Teilzahlungen gestattet. Sonntags 8-10 und 12-2 Uhr geöffnet. Gekaufte Möbel werden kostenlos aufbewahrt. da gerade große Posten verliehen gew. Möbel, darunter ganze Der Sonder Verkau zu teilweise bis unter die Hälfte herabgesetzten, beispiellos billigen Preisen endet am Montag, dem 4. Februar 36.- 27.Herren- Anzüge 18.- 15.Herren- Hosen Herren- Westen 8.- 6.5.- 4.3.50 2.50 2.2 1 Mk. 65 Mk. 25 Mk. 50 Knaben- und Jünglings- Kleidung spottbillig. Baer Sohn Chausseestrasse 24/25• 11 Brückenstrasse 1] Gr. Frankfurterstr. 20 Haupt- Katalog No. 30 kostenlos und portofrei. Th. Fork, Kretzschmar& Co. vereinigte Tischler- und Tapezierermeister Berlin, An der Jannowitzbrücke 3/4. Bitte verlangen Sie unser großes Musterbuch umsonst. Deutschlands größtes Möbel- Kaufhaus für Wohnungseinrichtungen in allen Preislagen. 19188 GES GESCHUTZT SES SESCULT No. 8. Kleiderschrank, echt Nußbaum mit Hutboden und Messingstange und reicher, moderner Schnitzerei, Mk. 85, 120 cm breit, 230 cm hoch, 60 cm tief. No. 3. Sofatisch, halbecht Nußbaum Mk. 23,-. Blattmaß 115X70 cm, 77 cm hoch. No. 10. Stuhl, No. 11. Vertiko, eeht halbecht Nuß- Nußb. m. Facettespiegel baum und reicher, moderner Mk. 7,-. Schnitz. Mk. 90,-. 98 cm br., 206 cm n., 47 cm t. No. 1078. Großes bequemes Sofa mit echtem Nußbaum- Gestell und gutem Moquette bezug Mk. 130, 205 cm lang, 141 cm hoch, 83 cm tief. No. 12. Spiegel, echt Nußb., Mk. 36. Glasmas 115 × 47 cm. No. 13. Spiegelspind m. geschn. Füll., echt Nußb. Mk. 36.- Spiegel mit Spiegelsp. 86cm br. 242 cm h. 45cm t. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion, dem Bublikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, ben 3. Februar. Freie Boltsbühne. Rachmittags 1. 3 Uhr, 13. und 14. Abteilung. Berliner Theater: Die Häuser des Herrn Sartorius. Ferdinand Bonns Berliner Theater. Sonntag, Montag, Dienstag: von Der Hund Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( allner- Theater) Sonntag, nach m. 3 Uhr: Maria Stuart. Ein Trauerspiel in 5 Atten von Friedrich Schiller. Baskerville. Sonntag, abends 8 Ubr: Anfang 8 Uhr. Neues Theater. Anfang 8 Uhr. Abteilung un Neuen Schauſpiel- Die Condottieri. haus: Das Glas Neue freie Bolksbühne. Nach Morgen und folgende Tage: Be Die Condottieri. mittags 2%, Uhr: 13. Abteilung im Deutschen Theater: spenster. Nachm. 3 Uhr: 5. Abteilung im Neuen Theater: Dämonen. Nachm. 3 Uhr: 9. Abteilung im Schiller Theater O.: Maria Stuart. Nachm. 3 Uhr: H 1. Abteilung im Schiller- Theater N.: Die Teufels firche. Nachm. 3 Uhr: 11. Abteilung voll und 6. Abteilung 5001-5500 Schiller- Theater Charlottenburg: Der Pfarrer von Kirchfeld. Anfang 7, Uhr. Kgl. Opernhaus. Der Postillon von Lonjumeau. Javotte. Montag: Der fliegende Holländer. Kgl. Schauspielhaus. Göz von Berlichingen.( Anf. 7 Uhr.) Montag: Das Glashaus. Deutsches. Romeo und Julia. Montag: Dieselbe Vorstellung. Weften. Cousin Bobby. Nachmittags 3 Uhr: Die Zauberflöte. Montag: Cousin Bobby. Lorging. Der Mikado. Nachmittags 3 Uhr: Martha. Montag: Die Stegimentstochter. Leffing. Die Jungfern von Bischofs berg. Nachmittags 3 Uhr: Rosenmontag. Montag: Das Blumenboot. Anfang 8 Uhr. Schiller 0. ( Wallner Theater.) Flachsmann als Erzieher. Nachmittags 3 Uhr: Maria Stuart. Montag: Der Kaiserjäger. Schiller Theater Charlottenburg. Jugend. Nachmittags 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Montag: Fiesto. Schiller N.( Friedrich Wilhelm. städtisches Theater). Der Familientag. Nachmittags 3 Uhr: Die Teufels. firche. Montag: Der Familientag. Komische Oper. Tosca. Nachmittags 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Kleines Theater. Abends 8 Uhr: Eine triviale Komödie für seriöse Leute.( Bunbury.) Montag zum erstenmal: Zu den Sternen. Anfang 7% Uhr. Dienstag: Ein idealer Gatte. Komische Oper. Nachmittags 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. 8 Uhr: Abends Tosca. Montag: Hoffmanns Erzählungen. Lortzing Theater Bellealliancestr. 7/8. Nachm. 3 Uhr Borstellung 6. Bereins Flachsmann als Erzieher. Komödie in 3 Aufz. von Otto Ernst. Montag, abends 8 Uhr: Der Kaiserjäger. Dienstag, abends 8 Uhr: Mathias Gollinger. Schiller- Theater N. Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Nachm. 3 Uhr: Die Teufelskirche. Abends 8 Uhr: Der Familientag. Zirkus Schumann seute, Sonntag, den 3. Februar, nahm. 3%, Uhr u. abends 7%, Uhr: Große brillante 2 Gala- Vorstellungen. 2 | Schiller- Theater Charlottenburg, Bismarckstraße, Ede der Grolmanstr. Sonntag, nach m. 3 lb r: Der Pfarrer v. Kirchfeld. Boltsstüd mit Gesang in 5 Aften von Ludwig Anzengruber. Sonntag, abend 38 Uhr: Jugend. Liebesdrama in 3 Aufzügen von May Halbe. Montag, abends 8 Uhr: Fiesko. Dienstag, abends 8 Uhr: Das Glück im Winkel. Zirkus Busch. Sonntag, den 3. Februar 1907, Große 2 Gala- Vorstellungen. 2 Nachm. 4 Uhr. Abends 7, Uhr. Nachmittags 4 Uhr hat jeder Erwachsene 1 Kind unter 10 Jahren frei. Jedes weitere Kind unter 10 Jahren Nachmittags auf allen ein Kind frei.( außer Galerie) halbe Preise. Bläzen ohne Ausnahme Jedes weitere Sind unter 10 Jahren halbe Preise( außer Galerie). In beiden Vorstellungen, nachmittags und abends: Die Sensation des Tages. Noch nie gezeigt: Der Eine wirkliche Novität. Motor im Globus Mig Irene und Mr. Wizard Stone. Nachm. zum 5. Male: Neu! Neu! Neu! Manello Marnitz- Truppe, Akrobaten. In beiden Vorstellungen: Neu! Neu! The Novellos Neu! Indien in Europa. In beiden Vorstellungen: Geschw. Singer, Equilibristen. In beiden Vorstellungen: Frühling, Sommer, Herbst a.Winter. ton François m. d. Dadelpferð. für Bolfsunterhaltung: Martha. Große Ballett- Pantomime v. gesamten Abends 72 Uhr: Der Mikado. Abonnements ungültig. Montag: Die Regimentstochter. Theater des Westens Station Zoolog. Garten, Kantstr. 12. Nachmittags 3 1hr zu feinen Preisen: Die Zauberflöts. Durchschlagender Operetten- Erfolg! Allabendlich 72 Uhr: Gastspiel Friz. Werner Corps de Ballett. In beiden Borst.: Gleich reichhaltiges, abwechselndes Pro: gramm, fämt!. Spezialitäten, Clowns und Auguste sowie die bestdressierten Schuls, Freiheits- und Springpferde. Abends zum 45. Male: Das größte Pracht- Manegenschaustück St. Hubertus. In heiden Vorstellungen: Auftreten sämtl. Clowns mit ihren neuesten Wigen und Späßen. In beiden Vorstellungen: Borführen u. Vorreiten der besten Schul, Freiheits- u. Springpferde. DEF Nachmittags 4 Uhr: ,, Aus der Pußta". Abends 7, Uhr: ROM. Boranzeige. Morgen Montag: Anfang der Metropol- Theater Internationalen Boxkämpfe. Coulin Bobby. Nachmittags 3 Uhr: Neues Schauspielhaus Auf in's Metropol! Sonntag, den 3. Februar 1907: Herthas Hochzeit. Morgen: Montag: Hojjamanns Erzählungen. Herthas Hochzeit. Berliner. Der Hund von Basker bille. Montag: Dieselbe Borstellung. Neues Schauspielhaus. Herthas Hochzeit. Montag: Dieselbe Borstellung. Kleines. Eine triviale Stomödie. Montag: Zu den Sternen. Neues. Die Condottieri. Montag: Die Condottieri. Residenz. Florette und Patapon. Rachmittags 3 Uhr: bertreter. Der Stell Montag: Florette und Patapon. Lustspielhaus. Husarenfieber. Nachmittags 3 Uhr: Die von Hochfattel. Montag: Husarenfieber. Bentral. Künstlerblut. Nachmittags 3 Uhr: Die Puppe. Montag: Künstlerblut. Deutsch Amerikanisches. Sorgenbrecher. Der Nachmittags 3 Uhr: Ueber'n großen Teich. Montag: Der Sorgenbrecher. Thalia. Eine lustige Doppelehe. Nachmittags 3 1hr: Bis früh um Fünfe. Montag: Eine luftige Doppelehe. Luisen. Der Königsleutnant. Anfang 8 Uhr Zentral- Theater. ( Operette.) 3 Uhr feine Preise: Die Puppe. Ab. 7 Uhr: Künstlerblut. Abends 8 Uhr: Der Teufel lacht dazu. dazu. Musik von Große Jahresrevue in 7 Bildern von Julius Freund. Viktor Hollaender. Dirigent Max Näheres die Tagesplakate. Urania. Trianon- Theater. Anfang 8 Uhr. Wissenschaftliches Theater. Fräulein Josette- meine Frau. 2 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. 8 Uhr: Die Feuergewalten der Erde. Berliner Aquarium Unter den Linden 68a Eingang Schadow- Straße No. 14. Heute: Eintrittspreis 50 Pf. Sonntag nachm.: Wo ist der Papa? und Die Schloßkellerei. DERNNARD ROSE THEATED Sr. Frankfurterstr. 132. Nachm. 3 Uhr ermäßigte Breise: Kean oder: Genie und Leidenschaft. Abends 8 Uhr: Reichhaltigste Ausstellung der Die Schule des Lebens. Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc. 11/8 WING TARTEN SAHARET. Otto Reutter Neues Programm. Riogocu- Familie, japan. Truppé. Rudinoff, Universalkünstler. Seelöwen, vorgef. v. Matros. Walter. Abbie Mitchel, kreolische Sängerin. 4 Sisters Leamy, gymn. Produktion. Leonard Gautier in der Szene„ Ein Spielwarenladen". Morton und Elliot, Instrumentalisten und Papiermanipulatoren. Auf dem Balle, Tanzszene, ausgef. von der Tiller- Truppe, London. Der Biograph. Ende 11 Uhr Folies Caprice Linienstr. 132 Ecke Friedrichstraße. Dir. Felix Berg. Gastspiel des Budapester Lieblings Jacques Aalbach. Im Café Abelles. Ein Klabriasprozeß. Soiree bei Löwy. Anfang 8 Uhr. Vorverk. 10-2 a. d. Theaterk. u. b. Wertheim. Morgen: Mutterliebe. Walhalla Varieté Theater Weinbergsweg 19/20, Rosenth. Tor. Heute Vorstellungen. 2 Nachm. 31/2 Uhr. Kleine Preise. Jeder Erwachsene 1 Kind frei. Abends 8 Uhr: 15 bollit. neue glänzende 15 Februar- Spezialitäten. 2 urkomische Pantomimen 2 ausgeführt von 20 Personen. Anna Müller- Lincke Berlin. Soubrette v. Metropol- Th. Leonhard Haskel der allbeliebte Bolts- Stomiker. Für Abend- Theaterbesucher freier Eintritt zu den Bockbierfesten im Tunnel: Einödshöfer- Kapelle. Farinelli- Ensemble. Fröbels Allerlei- Theater fr. Puhlmann, Schönhauser Allee 148. Heute Sonntag: Konzert, Theater u. Spezialitäten. Nene Kunstkräfte. Nach der Vorstellung, um 10 Uhr: Großer Extratanz. Anfang 6 Uhr. Eintritt 50 Bf. Prater- Theater D Kastanien Allee 7-9. Heute Sonntag nachmittags 3 Uhr: Maria Stuart. Trauerspiel in 6 Allen von Schiller. Abends 72 Uhr: Palast- Theater. 000 Philippine Welfer. Burgstr. 24, 2 Min. v. Bahnhof Börse. Täglich abends 8 Uhr: Sonntags ab 4 Uhr Große Münchener Bockbierfeste. Karl Kamberger Deutsch- Amerikanisches THEATER, Köpenickerstr. 67/68. Heute und jeden Abend 8 Uhr: Gastsp. Ad. Philipp. Der große Lacherfolg: Der Sorgenbrecher. Roth. In Szene gesetzt von mit feinen drei Kapellen: Original Sonntagnachm. 3 Uhr halbe Preise: Direktor Richard Schultz. Oberlandler"," D'Wildschüßen" und ,, Ueber'n großen Teich." Morgen u. folg. Eage: Künstlerblut. Massary. Wolff. Bender.D'Schlierseer Schuhplattler, Sänger Luisen- Theater Reichenbergerstr. 34. Nachm. 3 Uhr zu leinen Breisen: Wilhelm Tell. Abends 8 Uhr: Der Königsleutnant. Lustspiel in 4 Aufzügen v. K. Gupkow. Montag: Sherlock Holmes. Dienstag Dpern Gastspiel: Der Waffenschmied. Residenz- Theater. Direktion Richard Alexander. Heute und folgende Tage Anfang 8 Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Wilhelm Tell. Florette und Patapon. Montag: Sherlod Holms. Bernhard Rose. Schule des Lebens. Nachmittags 3 Uhr: Kean. Montag: Mutterliebe. Schwant in 3 Aften v. M. Hennequin und Pierre Beber. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Trianon. Fri. Josette meine Stellvertreter. Frau. Nachmittags 3 Uhr: Bo ift der Bapa? Vorher: Die Schloß telleret. Montag: Fri. Josette Frau. meine Metropol. Der Teufel lacht dazu. Nachmittags 3 Uhr: Auf ins Metropol! Montag: Der Teufel lacht dazu. Gebr. Herrnfeld. Ein verrücktes Hotel. Nachm. 3 Uhr: Endlich allein. Der Fall Blumentopf. Montag: Ein verrüdtes Hotel. Wintergarten. Sabaret. Spezia. litäten. Montag: Dieselbe Borstellung. Apollo. Die schöne Bestalin. Spe zialitäten. Nagmittags 3%, Uhr: Familien. Borstellung. Montag: Die schöne Bestalin. Spezialitäten. Rafino. Ledige Leute. Spezialität. Nachmittags 4 Uhr: Mutter Gräbert. Montag: Ledige Leute. Speziali täten. Folies Caprice. Jm Café Abelles. Ein Klabriasprozeß. Soiree bei Löwy. Montag: Dieselbe Vorstellung. Lustspielhaus. Nachm. 3 Uhr: Die von Hochsattel. Täglich abends 8 Uhr: Husarenfieber. apollo Theater Nachm. 3 Uhr. Kleine Preise! 1. 2bt. Variété. 2. Abt. Das blaue Bild. 8 uhr Die schöne Vestalin und das hervorragende neue Spezialitäten Programm. Spezialitäten Bernhard Mörbitz Charakter- Komiker. Passage- Theater. Wiederauftreten von GEORG KAISER. Letzte Borstellungen von Pañiage. Berlin pah' auf! Spe Berlin paß' auf! Montag: Dieselbe Borstellung. Prater Theater. Philippine Belser. Nachmittags 3 Uhr: Maria Stuart. Montag: Der Raub der Sabine. rinnen. Urania. Zaubenstraße 48/49. Die glänzenden Februar Spezialitäten. Dienstag, den 5. Februar, zum 1. Male: etbends 8 Uhr: Die Feuergewalten Mal was Anderes! der Erde. Nachm, 2 Uhr: Frühlingstage an ber Riviera. Sternwarte, Invalidenstr. 67/62. Posse von Leop. Ely. Josefine Dora, Georg Kaiser, Martin Bendix, Ernst Kettner. Giampietro. Josephi. und Sängerinnen. Liederbücher zum Mitsingen gratis. Großartige eigene Dekoration. Rauchen überall gestattet.. Entree an Wochentagen 30 Pfennige. wwwwwwww Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntag, den 10. Februar 1907, mittags Punkt 12 Uhr: Drittes Sonntags- Konzert. Trio in B- dur von Rubinstein Sonate für Cello und Klavier von Mendelssohn- Bartholdy Klassische Lieder. Mitwirkende: Professor Heinrich Grünfeld, Professor Meyer- Mahr, Pianist Otto Klemperer, Professor Florian Zajic. Eintrittskarten zum Preise von 50 und 75 Pf. an der Kasse des Schiller- Theaters Berlin O., d. Schiller- Theaters Charlottenburg und in den Warenhäusern A. Wertheim. C astans Panopticum Friedrichstraße 165 Größte Sehenswürdigkeit Berlins. Von abends 6, Uhr ab: Familien- Bier: Kabarett. Reichhaltiges und originelles künstlerisches Programm. Gebr. HerrnfeldBorverk. Vorvert. 11-2 Uhr 57 Kommandantenstr. 57. 11-2 15: Theater Nachmittags 312 Uhr: Bei halben Kassenpreisen: Endlich allein! und Fall Blumentopf! mit Anton it. Donat Herrnfeld. Abends 8 Uhr: die Novität Ein verrücktes Hotel mit dem Vorspiel: ,, Hayfisch geht zur Jagd" Komödie i, 3 Att. m. d. Autoren Anton und Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. Morgen Montag: Ein verrücktes Hotel. Brauerei Friedrichshain Kasino- Theater Hente Sonntag und folgende Tage finden im großen, mit einer prachtvollen neuen Alpendekoration geschmückten Konzertsaale Gr. Münchener Bockbierfeste statt, veranstaltet von dem rühmlichst bekannten und populären Festwirt Schorich Ehrengruber aus München mit seiner aus ca. 60 Personen bestehenden OriginalOberlandler- Truppe u. Schuhplattl.- Gesellsch. Bedienung durch ca. 25 oberbayer. Madeln In Nationaltracht. Täglich: Großer Bockjubel und-Trubel. Anfang Sonntags 5 Uhr. Schwarzer Friedrichsberg. Fernsprecher Nr. 8. Adler Frankfurter Chaussee 5. Jeden Sonntag im Königssaale: Großer Ball unter Leitung des Herrn O. Bürger. Jeden Mittwoch: 38203* Willy Walde- Sänger. Gebr. Arnhold. Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr. Ledige Leute. Komödie in 3 Alten v. Felix Dörmann. Borber das vollständig neue erftflasfige bunte Februarprogramm. Sonntag 4 Uhr: Mutter Gräbert. Brunnen- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Direktion: Bernhard Rose. Nachm. 3 Uhr, volkstümliche Preise: Sherlock Holmes Detektivkomödie in 4 Atten. Abends 7 Uhr: Sodom and Gomorrha. Schwank in 4 Aften v. F. v. Schönthan. Nach der Vorstellung: Ball. Billettvorverkauf von 10-1 Uhr an der Theaterkaffe. Schauspiel in 4 Atten von Redivit. Sanssouci ber ficaße 4a. Direition Wilhelm Reimer. Sonnt., Montg., Donnerst.: Hoffmanns Nordd. Sänger Dien! Neu! Der Sonntagsjäger in der Klemme. Lustspiel in 1 Art. Sonnt. Bg. 5, Bochent. 8 1. Nächsten Dienstag: Theaterabend. Der Zumpensammler von Paris. Vorspiel: Der Totschläger. W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Der Vampyr. Schwant in 5 Aften von Mylius. Anfang 7 Uhr. Entree 30 Pf. Ball. Montag: Dieselbe Vorstellung. Mittwoch, den 6. Februar: Grokes Münchener Bockbier- Fest. Golosseum Colos Dresdenerstraße 97. Spezialitäten- Theater. Im Konzertsaal: Großer Bockbier- Tubel. All- Deutschland im Bock. Nationale Dekoration! Ueberraschungen aller Art. Gustav Behrens Theater, Berlin O., Frankfurter Allee 85. Das einzig dastehende Elite Februar Programm. = 24 Nummern. Anfang 7, Uhr. Sonntags 4, Uhr Otto Pritzkow, Münzstr. 16, Welt- AusstellungsBiograph-( St. Louis) Theater lebender Photographien. Auf Wunsch Vorführung in Vereinen jederzelt. Verbindung mit größter FilmsFabrik Frankreichs, daher täglich heueste Bilder. Den ganzen Tag Vorstellung. Reichshallen- Theater. Alhambra Stettiner Sänger. Anfang Bochentags 8, Sonntags 7 Uhr. Reichshallen- Restaurant Bockbier- Fest. Wallner- Theaterstraße 15. Jeden Sonntag: Großer Ball Großes Orchester. Anfang Sonntags 5. Uhr. A. Zameitat. Berliner lk- Trio. Felix Scheuer Stralsunderstr. 1. Konzert- Direktion Jules Sachs. Mozart- Saal. Am Nollendorfplatz. Dienstag, den 5. Februar, abends pünktlich 8 Uhr: der KONZERT or TYPOGRAPHIA Deutscher Holzarbeiter- Verband Alexander Mitwirkende: Frau Paula Weinbaum. Herr Alfred Wittenberg. Eintrittskarten zu 1 M.( Parkett), 75 Pf.( Balkon) bei Wertheim, Leipzigerstraße; in der Musikalienhandlung von Stahl, Potsdamerstr. 38; in den Zigarrengeschäften von Horsch, Gewerkschaftshaus; Gottfried Schulz, Kottbuser Tor. Friedrich Wilhelmstädtisches Schiller- Theater Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Abonnements- Einladung. Ab 6. September d. Jahres eröffnen wir zu den Preisen des seitherigen Schiller- Theater N. für jeden Wochentag in vierzehntägigem Turnus ein Abonnement. Wir bitten Bestellungen, die in der Reihenfolge ihres Einganges berücksichtigt werden, schon jetzt aufzugeben. Ausführliche Prospekte gelangen auf Wunsch zur Versendung. Eröffnungs- Vorstellung: Freitag, den 6. September 1907: Die Nibelungen. Ein deutsches Trauerspiel von Friedrich Hebbel. I. Teil: Der gehörnte Siegfried. II. Teil: Siegfrieds Tod. Im Spielplane des ersten Abonnementsvierteljahres werden folgen: 99 Winterschlaf", Schauspiel von Max Dreyer., " Der blinde Passagier, Lustspiel von BlumenthalKadelburg. 99 99 , Brüderchen"( Erstaufführung), ein Kadetten drama von Robert Overweg. Waterkant", Schauspiel von Richard Skowronnek. Nachtasy1", Szenen aus der Tiefe von Maxim Gorki. Logen. Preise der Plätze: Orchestersitz I. Parquet Abonnementspreise KassenAbonnementspr. preise für 6 Vorstellg. einschließlich Garderobe, Theaterprogramm und Steuer für die Sicherheitswache, so daß hierfür nichts weiter zu zahlen ist. 1,75 Mk. 2,80 Mk. 10,50 Mk. I Rang- Balkon II. Parquet II. Rang Galerie 22 65/3 Zahlstelle Berlin. Sonnabend, 9. Februar 1907, in der ,, Neuen Welt", Hasenheide: Großes Sommer- Fest ( Eine Fahrt nach dem Riesengebirge). Um 11 Uhr: Großer feftzug unter Mitwirkung hervorragender perfonen. Billett 50 Pfennige. Anfang 8% Uhr. Um zahlreichen Besuch bittet hasidano? sid. Tanz frei( Doppel- Orchester).bads Das Komitee. NB. Es wird gebeten, in Sommertoilette zu erscheinen. Billetts sind auf allen Zahlstellen, im Bureau und ständig in folgenden Lokalen zu haben: 0.: Lorenz, Koppenstr. 28. SO.: Mühle, Mariannenstr. 41. S.: Donath, Schönleinstr. 6. Erbe, Hasenheide 9. 1,50 2,05 " 99 9, 1,25 27 1,80 7,50 37 1,25 " 1,80 32 7,50 SCHUTZMARKE 77 1, 37 1,30 29 6, 9. 0,75 27 32 4,50 37 0,35 0,50 ララ 2,10 39 Zuschriften werden an das vorläufige Bureau Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 75( Tel. Amt Charlottenburg 6709) erbeten. Ab 1. März befindet sich unser Bureau im SchillerTheater N., Chausseestr. 25. Die Direktion. Oscar Wagner. Buggenhagen *********** Moritzplatz.********* In den unteren Sälen: I Im Kaisersaal: Bier- Fest Jubel. Täglich Trubel. Gust. Gottschalk- Konzert. DF Oberbayern u. Dachauer Bauern- Music. Jeden Sonntag u. Montag: Willy Walde- Sänger. Stets neues großes Programm. Anfang des Konzerts 6 Uhr, der Borstellung 7 Uhr. Eintritt Sonntags 50 Pf., Montags 40 Pi. Arnold Scholz Neue Welt Hasenheide 108 14 Gr. Münchener Bockbier- Fest. Originellster Bock- Jubel Berlins. Original- Banernkapelle Baron Muckis mit ihren neuesten Schlagern. 89 79/ 11* Gewerkschaftshaus ♦ Engel- Ufer 15. Heute: Großer Mittagstisch. Von 5%, Uhr ab:[ 4476* Künstler- Konzert. Eintritt frei. Reichhaltige Abendkarte. Bestgepflegte Biere aus der Schultheiß- Brauerei. Nur für Männer! Volkstümlicher Vortrag mit Lichtbildern. Dienstag, 5. Februar 1907, abends 8, Uhr, in Kellers Festsälen, Koppenstraße 29, von Dr. phil. O. Kaplick. Thema: Die sog. Geschlechts krankheiten, bes. die Syphilis, deren Uebertragung, Verlauf und Erscheinungsformen. Wie vereinbart sich die übliche Behandlungsweise der Syphilis mit den Resultaten der Forschungen von Prof. Neisser, Metschnikoff u. a. DieSyphilis ist bei richtiger Behandlung keine gefährliche Krankheit. Aufklärung über eine hier wenig bekannte Methode zur Heilung der Syphilis. 3/2 Höchst wichtig nicht nur für jeden Kranken, sondern auch für alle, die sich vor Krankheit schützen wollen. Nach dem Vortrage Fragebeantwortung. Eintritt 30 Pf. Dr. phil. O. Kaplick, Berlin N. 4, Borsigstr. 18 I. ( Sprechzeit täglich, auch Sonntags, 9-3). Berliner Bock- Brauerei Café Ridder Aktien- Gesellschaft Tempelhoferberg und Chausseestraße 58 Die Eröffnung der 69. Urbock- Saison 1907 hat am Sonntag, 27. Januar, vorm. 12 Uhr, stattgefunden. Einzig! Täglich großer Bock- Jubel! Original und unerreicht! Original- Bockbier bester Ersatz für sogenannte echte Münchener Biere kommt in Flaschen und Gebinden zum Verkauf. Nur echt in Korkflaschen mit Kapseln und zwei eingeblasenen Böcken. E Bestellungen erbeten: Telephon Amt VI, 3019, 9191( Abt. I, Tempelhoferberg) Telephon Amt III, 2603, 2623( Abt. II, Chausseestr. 58) te fognel Allein- Verkauf für Kannen und Syphons: Kannenbier- Versand-Gesellschaft m. b. H. BERLIN NW., Lüneburgerstraße 17/18. Telephon: Amt II, 2018, 3214, 3805. Das Volksmuseum Ausstellung Volkskrankheiten und deren Bekämpfung, Schweizer Garten. Friedrichstr. 112a am Dranienburger Tor, hat wiederum verschiedene Neuheiten ausgestellt. Lichtbilder mit spannenden, hochinteressanten Borträgen finden täglich stündlich statt. Geöffnet von früh Am Königstor. Am Friedrichshain 29/32 9-11 Uhr abends. Entree 30. Pf. und 50 Pf. 9895* Jeden Sonntag: BALL Roßstr. 2* an der Alten Jakob- Straße. Warme u. falte Speisen u. Getränke zu jeder Tageszeit. Vorzügl. Mittagstisch 60 Pf. 3 Billards( mit Kerkant bande) Stunde 40, abends 60 1. Zeitungen u. Journale gr. Auswahl. Verleih- Institut: Friedrichst. 1151, a.Drabg. Tor. Eleg. Frad, Gehrod Frack U 1,50, Sofe 1,00, Wefte 50 Bi. 6381 8 3856 L Inventur. Angebot. Rieseninettsven Posten zurückgesetzter Plüsch- Teppiche in allen Größen mit 10% Rabatt. 12.85, 14.10, 17.50, 21.-, 23.85, 25.25, 28.50 usw. Jmitierte Elite- Tiroler Meistersånger und Koschal- Liedersänger. Heinzelmann& Co., Brandenburgstr.44m beint al bal Japaner u. Perser 5 Herren. Lina vom Hiede, Jodlerkönigin. Bedienung durch 30 echte bayerische Madl. Anfang täglich 7 Uhr. Entree 30 Pf. den 5. Febr. Anfang Sonntags 5 Uhr. Entree 50 PI. der größten und der Dienstag, Prämiierung kleinsten Dame. Näheres durch die Anschlagsäulen und Inserate. BREUERS Festsäle ,, Zur Königsbank" G. Frankfurterstr. 117. XJnh. Curt Brener. X Amt Vila, 8142 Dn geehrten Gewerkschaften, Vereinen, Klubs empfehle ich meine Gesamt rame zur Abhaltung von Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art zu den fulantesten Bedingungen. Im recht regen Zuspruch bittet[ 35562] Curt Breuer, Gastwict. Süd- Eisbahn Jrbanstraße 16667, vis- a- vis der Franzer- Kaserne. Größte Eisbahn Berlins. Täglich Militär- Konzert. Bis 11 Uhr abends geöffnet. Elektrische Beleuchtung. Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. 12/12 Zigarren- Fabrik- Lager. Billigste u. reelle Bezugsquelle für Wiederverkäufer u. Händler in Fabriken. im dekorierten Saale bei starkem Drchester. An Wochentagen ist der Saal zu ber geben. 38182* Brauerei Germania Aktien- Gesellschaft Berlin O., Frankfurter Allee No. 53/55. In sämtlichen Geschäften: Bockbier 4/10 Ltr. 10 Pf. 1 Flasche 10 Pfennig. 15 Flaschen 1,50 Mark. 1 gr. doppelte Weiße 15 Pfg. 2 kl. doppelte Weißen 15 Pfg. Muster an jedermann franko! Lachen und Frohsinn Ich muss ein seidenes Kleid haben schafft man sich und seinen Gästen durch Scherz- Artikel, Masken, Vortragsmasken, zu Kopfbedeckungen, Sohneebälle, KnaHbonbons, Kotillonorden, Artikel für Bockbierfeste, Dekorationen usw., die außergewöhnlich billigen Preisen in hervorragender Auswahl zu haben sind bei Bernhard Keilich Gößtes Spielwaren- Geschäft der Welt. 19 Schaufenster nur Spielwaren! Kein Bazar! Gr.Hamburgerstr. 21-23 Eckhaus Oranienburgerstr.11, beim Hackeschen Markt, Bahnhof Börse, Zirkus Busch. sagt manche Dame anlässlich einer Hochzeit, Gesellschaft oder Ball, ohne zu wissen, dass im Seiden- Engros- Hause Hermann Herzog, Leipzigerstr. 79, jede Dame noch Gelegenheit findet, die wundervollsten Seiden zu beispiellos billigen Preisen einzukaufen. Besonders vorteilhaft: Serien- Verkauf vieler Tausend Rest- Coupons fir seidene Strassenund Gesellschafts- Roben Serie I 1.50, Serie II 2.00, Serie III 2.50 pro Meter. Viele Tausend Meter Seiden- Reste für Blusen usw. ganz bedeutend unter Preis von 1.00. Reine Seiden für Ball- und Gesellschaftsroben jetzt 1.25, 1.75, 2.25 usw. Reinseidene Louisines- Damaste in wundervoller Ausmusterung jetzt 2.00, 2.25, 2,50 usw. Schwere Damast- Seiden für elegante Brautroben jetzt 1.50, 2.00, 2.50 usw. Effektvolle Blusen- und Jupon- Seiden jetzt 1.25, 1.50, 1.75 usw. Damastfutter- Seiden für Jacketts und Abendmäntel jetzt 1.25, 1.50 usw. Reinseidene schw. Damaste, Merveilleux usw. 15.00, 20.00, 25.00, 30.00 pro Robe. Masken- Seiden von 60 Pf. Adresse genau beachten. Seiden- Engros- Haus Hermann Herzog, Berlin, nur Leipziger Straße 79 1 Treppe, am Dönhoffplatz. Telegramm- Adresse: Selden- Herzog. 2.00 m lang 3.65, 2.25 m lang 5.85. Bett- Vorleger Stück 38 Pf. u. 84 Pf. Eine Partie Axminster Velourtenniche 6.25, 7.50. 8.35, 9.50, 11.50, 14.-, 16,75, 19.-, 23.- usw. Bettvorlagen extra groß, 1.83, 1.98, 2.25 eto. Ein großer Posten Ziegen- Felle 1.25, 1.65, 2.25, 2.45, 3.10 etc. Wert das Doppelte. Echte indische Luchskatzen Wert 11., jetzt 6.95. Plüsch- u. Möbelstoff- Reste enorm billig. Läuferstoffe jetzt Mtr. 38, 42, 48, 55, 60 Pf. etc. Zurückgesetzte Tuch- Tischdecken Stück 1.68, 2.15, 2.75, 3.80 etc. Plüsch- Tischdecken in allen Farben, nur solange Vorrat, Stück 5.75, 6.25, 7.35, 8.25, 9.35 etc. Portieren- Schals 3 Mtr. lang, mit entzückenden Blumenbordüren, 1.75 bis 2.50. Weissenberg Teppichhaus Große Frankfurterstraße 125, 2. Haus von der Koppenstraße. Nach auswärts per Nachnahme. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Snferatenteil verantwo.: Th. Gløde, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärt Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW Jandorf's Woche 90 Woche Von Montag, den 4. bis Sonnabend, den 9. Febr. Verkauf an Wiederverkäufer findet nicht statt. Die Ausgabe der Rabattmarken bleibt bestehen. aus Barchend, 1 Matinee viele hübsche Muster 1 Barchend- Bluse neueste Muster, 1 Halbseid. Bluse in Streif. u. Karos mit Krawatte moderne Façon. 1 Waschbluse moderne Stoffe, hübsch verarbeitet fussfrei, 1 Kleiderrock in praktischen Stoffen 1 Melton- Unterrock m. Volant, 2 mal 1 Unterrock gestreifter S tin Tressengarn. oder moirierte Stoffe blau Cheviot mit roter 1 Kinder- Cape Capuze, Lg. 50-65 cm Kinderkleidchen mit garn. Passe and Volant, 1 Länge 50-65 cm a. Spitzenmit 1Paar mod. Halbärmelo 4 französ. Gitterschleier Tupfen 1 elegante Spachtel- Kragenu. Manschetten- Garnitur 8 gestickte Batistcollarettes 1 Spachtel- Passen- Kragen neueste Muster 63. garniert 1 Spachtel- Blusenschoner und 1 Spachtel- Passe 6 Kopfkissenstreifen mit Spruch 1 Coupon breite Valencienne- Spitze 4% Meter 1 Damen- Stoff- Gürtel elegant 1 Palme mit weissem oder farbigem Topf 1 Seerosen- Bouquet 1 Chrysantementopf der eine 1 Cravattenkasten fertig gestickt 1 Velvetkissen mit Füllung, hübsche Blattpflanze eleg. Ausführung Muster 1 Plaidhülle aus grauem Stoff, vorgezeich. mit Einfassung u. Ledergriff 1 Tischläufer aus Kongressstoff, vorgez. mit reichem Durchbruch 1 Tischläufer u. 2 dazu passende Decken 1 Tischläufer mit reicher à jour Arbeit u. diversen Durchbrüchen 1 Stubenparadehandtuch mit reicher a jour- Arbeit und Durchbruch im Rahmen 1 Journalmappe mit Bandgarnierung 1 Staubtuchkorb m. Bandgarnierung 1 Bürstentasche mit reich. Stickerei 6 Paar Trikot- Armblätter 6 Taillen- Verschlüsse waschbar 12 Meter prima Besenborte 12 Paar Stiefelsenkel mit Spirale 12 Mtr. Passementerie- Besatz 2 Stack Bettlitze u. 2 Garnituren Bettsenkel 10 Mtr. gemusterte Seidenborte 1 Paar Mädchen-, Damen- oder Herren- Filz- Hausschuhe 1 Paar Mädchen-, Damen- oder Herren- Filz- Pantoffel 1 Paar Plüsch- Pantoffel mit Ledersohle und Absatzfleck 1 Paar Kinder- Leder- Schuhe Grösse 17-22 façon 1 Herren- Hemd od. Hose Normal3 Paar Damen- Strümpfe schwarz, deutsch lang 3 Paar Herren- Socken 2 Paar Kinder- Strümpfe buntfarbig geringelt, alle Grössen 3 Paar Kinder- Söckchen buntfarbig, Grösse 1-8 4. Korsettschoner 1 Knaben- Sweater alle Grössen 1 Golf- Blouse 1 Untertaille weiss, mit Languetten, alle Weiten Soweit Vorrat. 1 Damenhemd Hemdentuch mit TrimAchselschluss mingbesatz, Vorder od. 1 Damen- Nachtjacke Weiss Dimiti 1 Damen- Beinkleid Kniefaçon mit Trimmingbesatz Hemdentuch m. Stickerei- Volant 1 Damen- Beinkleid langes Façon, Barchend, mit Languetten od. Hemdentuch mit Stickerei- Volant mit Languetten 1 Unterrock weiss oder rosa Barchend 1 Damenhemd Hemdentuch mit handgestickter Passe. 1Barchend- Herrenhemd Klappe 1 Kissenbezug Hemdentuch, mit ver1 Empire- Korset einfarbig schied.Spruch- Einsätz. o. geblümter Stoff od. gemustert 1 Halbhohes Korset einfarbig 1 Korset auf Spiralfedern 1 Korsettuch m. Spitzen u. 3mal Einsatz 12 Dtz. Linon- Taschentücher weiss, mit Buchstaben 12Dtz.Herren- Taschentücher bunt 1 Dtz. Kinder- Taschentücher mit buntem Rand ½2 Dtz. Batist- Taschentücher mit Hohlsaum und buntem Rand farbigem Besatz mit Besatz mit Besatz 3 Tändelschürzen weiss, mit 2 Tändelschürzen weiss od. farbig, 1 Tändelschürze schwarz Panama 1 Tändelschürze mode Satin, 1 Hausschürze m. Volant u. Tasche, 1 Hausschürze mit Latz u. Trägern, 1 Reformschürze rings herum Volant, 1 m. Spitze u. Besatz schwarz, weiss o. bunt bunt oder weiss einfarb. od. gemust. Kinderhängeschürze schwarz oder farbig, ca. 50-65 cm lang 1 Blaudruck- Küchenschürze mit oder ohne Bordüre 3 Mtr. Hemdenflanell gestreift 2 Mtr. Molton in allen Farben 3 Mtr. Hemdentuch ca. 80 cm breit 3 Mtr. Louisianatuch 2 Mtr. Schürzenstoff 22 Mtr. Velour 1 elegante Kaffeedecke mit oder ohne Franzen 1Hausmacher- Drelltischtuch Dtz. Jacquard-Servietten 3 bunte od. 2 weisse lange Handtücher mit breiter und Zubehör stickt 1 langes Rolltuch Jacquard- Bordüre 1 Frottier- Handtuch m. Buchstaben 1 Plättdecke mit hübscher Bordüre 2 Tüll- Lambrequins 2. Plüsch- Bettvorleger 2 Scheibenschleier mit Stange 1 Kinderwagendecke reich be1 Japan- Matte ca. 70/115 cm 1 Tüll- Store weiss oder crème 1 Linoleum- Vorleger 10 Mtr. Küchenkante Wachstuch 3 Glühstrümpfe und 6 Gaszylinder 1 Tischlampe mit Eisenfuss 1 Küchenlampe und 6 Zylinder ca. 70/90 cm 1 Regenschirm für Damen oder Herren 1 Damen- Sonnenschirm 1 Knaben- Bluse oder Hose blau Cheviot od. dunkl. Stoff f.d.Alter v.3-8 Jah. Die annoncierten Artikel stellen nur einen Auszug aus einzelnen Abteilungen dar, an jedem Lager sind eine grosse Auswahl von 90- Pfg.- Artikeln vorhanden. Wir machen noch besonders auf unsere Schaufensterdekorationen aufmerksam. 1 Mtr. Blusen- Stoff streift od kariert 1 Mtr. Kostüm- Stoff ca. 90/130 cm. breit Wolle" 1 Mtr. Cheviot oder Satin Reine 1 Meter Seiden- Stoff glatt oder 1 Meter Sammet für Blusen oder gemustert Kleider Blusen od. Kleidchen 1 Coupon Stoff ca. 2 Meter für 1 fertige Futtertaille in allen Grössen 2 Damenkragen mit Stickerei und einem Knoten 3 Herrenkragen 4fach 3 Paar Herrenmanschetten 3 Herren- Serviteurs 1 Yachtklubmütze für Herren 1 Prinz Heinrich- Mütze f. Knaben marineblau Tuch mit Lederschirm 2 Kinder- Umlege- Kragen und 1 Lavallier 1 Parfüm- Zerstäuber Farben 12 dekorierte Kerzen in allen 1 Kammgarnitur im Etui, 4tellig 1 Toilettehalter mit Spiegel dekor.Kerze Glasmanschette, Toilettepapier, u. Streichholzbehälter zusammen 90 10 Stück Hausseife 12 St. Blumentoiletteseifer3 Stück Blumenseife im Karton 12 Pack Seifenpulver Briefpapier 100 Bogen und 100 Kuverts Leinenpost" 50 gezackte Servietten Wahl 1 Tischläufer aus Crêpe- Papier und 8 Notenstücke verschieden nach 1 Postkarten- Album far 400 Karten 2 Bände Unterhaltungslektüre Sientkiewicz, Quo vadis? Böttcher, Eid um Eid ( 18 Pf.fett6 Rollen Toillettepapier Rolle) 500 Blatt Butterbrotpapier dicht 1zweireih.Corallinkette 90 1 passendes Armband] P. 1 vernickelte Brennmaschine mit einem Welleneisen 1 Paneelbrett imit. Nussbaum ca. 60 cm 1 Bücher- Etagere 2bödig, z. Hängen, mit gedrehten Säulen, imit. Nussbaum, ca. 54 cm. 1 Salon- Büsten- Ständer imit. Nussbaum, ca. 100 cm hoch 1 Handtuchhalter imitiert Nussbaum mit Paneelbrett u. Muschelaufsatz, ca. 60 cm 1Garderobenhalter mit 5 eleganten 1 Haken gehendem Lederriemen 1 Markttasche ca. 36 cm mit herumDamen- Handtasche Leder mit 1Photographiealbum gr. Format 1 Pokal verkupfert mit Adler Lederfutter Plüsch 1 Rauch- Service verkapfert 3- tellig 10bstmesserständer verkapf. m. 6 Obstmess. beschlag Batist 1 modernes Wandbild mit Metall1 Kinder Rund- Hut mit Stickerei 3Knaben- Lavalliers Reine Seide diverse Muster alle Farben 3 Mtr, Louisine- Band Reine Seide 1 Quirlhalter, 1 Fleisch- zuklopfer, 2 Quirle, 1 Nudel- sammen rolle, 1 Reibekeule, 2 Koch- 90 1 Spirituskocher, PL 190 1 emaill. Wasserkessel P 1 Holztablett mit bunter Einlage sammen 190 1 Staubwedel, 1 grosser 20Ausklopfer, 1 Cylinderputzer, 1 Staubtuch 6 Britannia Esslöffel, 6 Britannia Teelöffel( 90 zus. zus. 1 Ascheimer, 1 Ringständer 1 Feuerhaken, 1 Kohlenlöffel 90 1 Rosshaarbesen mit Stiel 1 Gaskocher, 1 Mtr. Gasschlauch 1 Emaille- Wanne oval, ca. 40 cm 1 Waschständer, 1 Waschbecken mit Napf 1 Putz- oder Wichskasten, 190 19 Pf. zus. 1 Glanzbürste, 1 Schmutz- 90 bürste, 1 Auftragbürste P 1 Brotkorb vernickelt mit Einlage und Majolika- Einlage 6 Gläserteller mit vernickeltem Rand Emaille- Milchkanne ca. 3 Liter 1 1 Wassereimer, 1 Schrubber mit Stiel Inhalt 90 Pf. 3 Emaille- Küchenschüsseln 1 Nudelrolle, 1 Reibekeule, 1 Fleischklopfer, 1 Messerzusammen putzbank, 2 Aufschnitt- 90 bretter, 2 Küchenbretter 1 Plättbrett PL zus. 1 Waschbrett, 1 Wäscheleine, 1 Schock Klammern 90 6 Vorratsbüchsen Delftmuster 1 Haarbesen, 1 Handfeger 1 Kaffeemühle lackiert 1 Tee- oder Kaffeeservice mit. Bronzestreifen mit Goldrand, 4teilig, Porzellan 4 teilig, Porzellan 1 Kaffeeservice stellig, Porzellan 1 Kaffeeservice mit Streublumen, 6 Kaffeetassen mit Untertassen dekoriert, Porzellan 1 Compotsatz Porzellan, 90 Pf. dekoriert, 1 grosse und 6 kleine Schalen } Porzellan 1 Satz Milchtöpfe dekoriert( 6 teilig) 12 Stück Gambrinusbecher 1 Satz Glas- Salatièren 6teilig 1 Bierservice 1 Krug und 6 Glaser 1 Compotservice 1 Schüssel und 1 Käseglocke, 1 Butterdose, 6 Glasteller 1 Satz Glas- Salatschüsselnail 12 Bierbecher mit Goldrand 6 Glasteller 1 Satz Salatièren 6 teilig, Steingat 1 Waschgarnitur stellig, Steingat 1/2 Pfund Kaffee( Verkauf 60 Pf.) 2 Pfund Zucker 5 Pfund Zucker zus. 90 1/2 Pfund Tee( Verkauf Pfund 2.40) 1 Pfund Cacao 2 Dosen Gem. Gemüse 2 Feine junge, Schoten Dosen 3%, Dosen Wirsingkohl 1 Flasche Rum Verschnitt 1 Flasche Getreidekümmel 1 Flasche Halb und Halb Nr. 29. 24. Jahrgang. den Bescheid zu veröffentlichen. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 3. Februar 1907. Wieviel Kohlen verbraucht Berlin? Nach dem„ Berliner Aktionär" Betrug die Kohlenanfuhr 21 Gefahr für den Etahlverband, dessen Verlängerung sehr in Frage der Insterburger Richter bemängelt. Pflicht jedes Richters sei es, die gestellt ist. Lage des Volfes fennen zu lernen. Den Schutz des§ 193 hat das Gericht dem Angeklagten nicht zugebilligt. Von einem Interesse des Aus Induftrie und Dandel. Die Zigarettenfabrikation in Deutschland und das neue Steuerso heißt es im Urteil Redakteurs, seine Leser zu belehren" gesetz. Die Lübecker Handelskammer spricht sich in ihrem Jahres- fann feine Rede sein. Den Angeklagten ging die Justerburger Ge Die Handelskammer zu Berlin hatte wegen der Verkehrs- bericht recht abfällig über das neue Zigarettensteuergesetz aus. Wie richtsverhandlung auch nicht näher an. Die Form bewies, daß der Anftodungen infolge des Schneefalls beim königlichen Bolizeipräsidium der Bericht meldet, erregte bereits der erste Entwurf große richtsverhandlung auch nicht näher an. Die Form bewies, daß der Anbeantragt, daß am Sonntag, den 3. Februar cr. Güter und waren Beunruhigung in den Kreisen der Fabrikanten, und während der geklagte nur beabsichtigte, Mißtrauen gegen die Unparteilichkeit der angerollt und abgeladen werden dürfen. Das fönigliche Polizei- Reichstagsverhandlungen über die endgültige Gestaltung des Gesetzes deutschen Richter zu fäen und die Justerburger Richter herabzujeßen. Die Revision des Angeklagten rügte Verkennung prafidium hat diesem Antrage entsprochen und Ermächtigung erteilt, Gesetz in Kraft getreten war, machten sich der vollständige zu unrecht sei der Antrag auf Ladung dreier Zeugen abgelehnt trat eine völlige Stagnation des Absatzes ein. Nachdem das der§§ 185, 186, 193 Strafgesetzbuchs und 377, 8 Strafprozeßordnung. Stillstand des Absatzes während mehrerer Monate, die worden. Wenn bewiesen worden wäre, daß der Vorgang so war, zahlreichen Arbeiterentlassungen und teilweise gänzliche Ein- wie der Artikel ihn darstellt, so wäre die Wahrheit des Artikels feftstellung der Betriebe als nachteilige Folgen des Gesetzes geltend. Die Bertreter der Zigarettenindustrie sind der Ansicht, daß es gestellt worden, damit aber zugleich, daß das Justerburger Urteil objektiv falsch war. Das Landgericht hat den Antrag abgelehnt, mehrere Jahre dauern wird, bis die Folgeerscheinungen der neuen da es für das Justerburger Ürteil unwesentlich sei, wie der Steuer völlig überwunden sein werden, da vorläufig der Absatz start vorfall sich wirklich abgespielt habe; es tomme vielmehr nur zurückgegangen ist, und die Preise für billige Zigaretten derartig darauf an, wie er sich den Richtern dargestellt habe. Gemäß gedrückt sind, daß den Fabrikanten fein Verdienst mehr bleibt. Der neue Reichstag wird schon dafür sorgen, daß die Klagelieder Revision. Das Urteil enthalte keinen Rechtsirrtum. Der Latbestand dem Antrage des Reichsanwalts berwarf das Reichsgericht die nicht abreißen. Die Junker werden die Millionen für des Reiches der Beleidigung sei einwandsfrei festgestellt. Die Auslegung des größeres Heer und größere flotte nicht aus der eigenen Tasche Artikels unterliege hier einer Nachprüfung nicht. Der Angeklagte sei bewilligen. Dem deutschen Michel werden die„ nationalen" Augen sich des ehrverlegenden Charakters des Artikels voll bewußt gewesen. Daß der Angeklagte berechtigte Interessen wahrgenommen habe, sei aus den Feststellungen nicht zu entnehmen; das Gegenteil sei feftgestellt. Die Ablehnung des Beweisantrages sei nicht rechtsirrtümlich. für Berlin. 1905 1898 in Tonnen . 2 588 594 3 415 128 3 479 252 6 009 234 1906 3 556 280 5 468 643 für Berlin und Vororte Nach den amtlichen Feststellungen gingen u. a. in Berlin an Steinkohlen und Kots ein: 1906 von England 596 706 Tonnen ( i. 2. 670 551 Tonnen), der Ruhr 255 004 Tonnen( 197 206), Ober( i. V. 670 551 Tonnen), der Ruhr 255 004 Tonnen( 197 206), Oberschlesien 1 222 317 Tonnen( 1172 917), überhaupt 2 280 055 Tonnen ( 2 275 080 Tonnen); ferner an Braunkohlen und Brifetts u. a.: aus Preußen und Sachsen 1 242 860 Tonnen( 1 179 668 Tonnen), und insgesamt 1 276 225 Tonnen( 1 204 172 Tonnen). noch gründlich aufgehen. Verkracht. Die Nordischen Elektrizitäts- und Stahlwerke in an dem Werke sind beteiligt die Preußische Seehandlung mit zirka Danzig haben gestern vormittag den gerichtlichen Konkurs angemeldet. 11, Mill. Mark, die Stadt Danzig mit 14 Mill. Mark, schlesische Industrielle und andere Kapitaliſten. Aus der Frauenbewegung. Stahlwerksverband- Werkshandlungen. Im Kohlensyndikat ist ein Friedensschluß zustande gekommen. Die Hüttenwerke verpflichteten fich, für die nicht gelieferten Mengen die Syndikatsabgabe zu zahlen. Was wird die Folge sein? Man wird nach wie vor zunächst die eigenen Werke versorgen und nur den Ueberschuß zur Verfügung des Dividenden. Die Verwohler Portland- Zement- Fabrik, die für Syndikats stellen. Um also nicht für nicht übertragene Verkaufs- 1905 13 Proz. verteilte, bringt für 1906 18 Proz. heraus. Den mengen Abgaben zahlen zu müssen, werden die Hüttenzechen derart Aktionären der Mathildenhütte zu Neustadt- Herzburg, die im vorigen American Review" schreibt Alice Henry über das Frauenstimmrecht Die Frauen Australiens und ihr Stimmrecht. In„ The North ihre Produktionsmöglichkeit steigern, daß sowohl der Bedarf der Jahre O Proz. erhielten, sollen diesmal 7 Broz. zufließen.- Die American Review" schreibt Alice Henry über das Frauenstimmrecht Hüttenwerke gedeckt wird, als auch die Pflichtmenge an das vom Fiskus soviel umworbene„ Hibernia" erbrachte im letzten Jahre in Australien. Wir entnehmen diesem interessanten Artikel folgende frage steigt, sind es doch wieder die reinen Werke, die den 10 183 375 M. in den beiden Vorjahren. Syndikat. Da jedoch mit erhöhter Produktion nicht auch die Nach einen Bruttogewinn von 15 078 073 M. gegen 10 566 490 M. resp. Einzelheiten: Die Frauen in Australien haben das Stimmrecht deshalb so verhältnismäßig schnell errungen, weil sie alle Kräfte Schaden haben. Der neue Frieden hat die Nachteile des Konstruktionsfehlers für die reinen Werke noch verschärft. Und wie einer Dividende von 14 Proz.( in den letzten 3 Jahren 11 Proz.) würden, wenn sie nur erst das Stimmrecht befizen. Der Kampf Von dem Bruttogewinn von 15 078 073 M. sollen zur Verteilung darauf verwandten. Sie gingen von der richtigen ansicht aus, daß fie alle anderen notwendigen Reformen viel leichter durchsetzen den reinen Werken in der Kohlenindustrie, so sind auch im Eisen- 8 058 750 m.( i. 23. 6 153 125 M.) verwendet werden. Die Aufgewerbe die reinen Werke die Leidtragenden. Neben dem Kon- sichtsratssitzung der Gesellschaft für Brauerei-, Spiritus- und Preß- um das Wahlrecht war in Australien nie Modefache, nicht Liebstruktionsfehler des Kohlensyndikats, das die Zusammenschlüsse hefen- Fabrikation vormals G. Sinner in Grünwinkel beschloß, nach haberei, sondern den Frauen aller Klassen war es ernst mit dieser zwischen Hütten und Gruben stark förderte, find es im Eiſengewerbe reichlichen Abschreibungen, die Verteilung einer Dividende von 16 Proz. Forderung und sie bereinigten ihre Sträfte. die Werkshandlungen, die über die Form des Verbandes hinaus( gegen 15 Proz. i. V.) vorzuschlagen. die Konzentration begünstigen. Diefertage berichtete die Rh.-W. 8tg."( gegen 15 Proz. i. V.) vorzuschlagen. Gerichts- Zeitung. Was die erzieherischen Einflüsse des Wahlrechts anlangt, fo machen sich dieselben besonders bei den konservativen Frauen bes aus Hannover: Die Ausdehnung der großen Eisenhandelsfirmen merfbar. Das Stimmrecht hat dem Leben dieser Frauen aus den macht immer weitere Fortschritte. Nachdem eben erst die hiesige sogenannten besseren Kreisen einen ganz anderen Inhalt gegeben. J Niederlassung der Firma Jakob Ravené in Berlin in eine neue Familienkreise werden jezt alle öffentlichen Angelegenheiten besprochen. Attiengesellschaft eingebracht ist, erfährt der hiesige Eisenhandel eine Die Beteiligung an der Wahl ist seitens der Frauen sehr stark und bedeutsame Ausdehnung durch eine Zweigniederlassung der Firma nimmt mit jeder Wahl zu. Die Befürchtung, daß die Frau, welche Klödner u. Co. Mit einem Stammkapital von 100 000 M. ist Wegen Beleidigung des Landgerichts zu Insterburg ist am fich mit Politik beschäftigt, ihr Hauswesen vernachlässigte, ist durchdiese Firma als Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit 8. August v. J. vom Landgerichte Leipzig der Redakteur der aus nicht eingetroffen. Der Wahltag und die Verhandlungen in den dem Sizz in Hannover in das hiesige Handelsregister ein- Leipziger Voltszeitung" und der Altenburger Volks- Versammlungen sind von sittlichem Ernste getragen; seit Beteiligung getragen. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit zeitung", Friedrich Seger, zu drei Monaten Gefängnisstrafe ver- der Frauen hat sich der Ton in den Versammlungen und im öffentDas Beispiel Australiens zeigt, Bergwerfs- und Hüttenerzeugnissen, die Errichtung und Erwerbung urteilt worden. Er hatte in Nr. 98 der genannten Blätter, die er lichen Leben überhaupt gehoben. von Hütten und Fabriken zur Verarbeitung von Hüttenerzeugnissen, verantwortlich zeichnete, einen Artikel„ Deutsche Klassenjustiz" ver- daß die Untenrufe unserer Reaktionäre, welche von der Beteiligung die gesellschaftliche Beteiligung an solchen Unternehmungen, die öffentlicht, in welchem ein Urteil des Jnsterburger Landgerichts be- der Frauen an der Politik alle möglichen schlimmen Formen proIhr Streben geht Uebernahme von Agenturen und Vertretungen folcher Unter- sprochen wurde. Das Leipziger Landgericht hat angenommen, daß phezeien, nicht ernst zu nehmen sind. nehmungen. Der Gesellschaftsvertrag ist am 8. Januar d. J. fest- Seger den Insterburger Richtern Boreingenommenheit vorgeworfen dahin, die Frau auch in der Zukunft als ein Wefen zweiter Klasse geftellt; Geschäftsführer ist Wilhelm Giftge in Hannover. Die be habe, da sie sich von den Anschauungen der besitzenden Klassen zu behandeln; die herrschenden Klassen fürchten die Emanzipation deutendsten Unternehmen haben sich durch Angliederung solcher Werks- blindlings leiten ließen, ohne sich um die Lage und die Anschauungen der Frau, weil sie in der unaufgeklärten Frau mit Recht ein sicheres firmen vollständig unabhängig gemacht. Darin liegt eine böse des Volkes zu fümmern. Damit werde die Lauterkeit des Charakters Bollwert ihrer Klassenherrschaft erblicken. Oeffentliche Wähler- Versammlungen am Dienstag, den den 5. Februar 1907, abends 9 Uhr: 1. 1. Kreis: Armin- Hallen, Kommandantenstraße Nr. 20. Dräsels Festsäle, Neue Friedrichstraße Nr. 35. 2. Kreis: Schnegelsbergs Säle, Hafenheide Nr. 21. 3. Kreis: Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer Nr. 15. 4. Kreis: Kellers Saal, Koppenstraße Nr. 29. 5. Kreis: Altes Schützenhaus, Linienstraße Nr. 5. 6. Kreis: Fritz Wilke, Brunnenstraße Nr. 188. Schirm, Badstraße Nr. 19. Raabes Salon, Kolbergerstraße Nr. 23. Moabiter Gesellschaftshaus, Wiclefstraße 24. Charlottenburg: Volkshaus, Rosinenstraße Nr. 3. Rixdorf: Hoppes Festsäle, Hermannstraße Nr. 49. Schöneberg: Obst's Festsäle, Meiningerstraße Nr. 8. Tages- Ordnung: 209/2 Verkündigung der Stichwahlresultate. 2. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Aktions- Ausschuß. 1. Wahlkreis. Montag, den 4. Februar, abends 8 Uhr: Drei Wähler- Versammlungen im Café Gärtner, in Dräsels Festsälen, im Englischen Hof, Holsteiner Ufer 17-18, | Neue Friedrichstr. 35, Neue Roßstr. 3, Verein für Frauen u. Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 4. Februar, abends 8%, Uhr, im Neuen Klubhause, Kommandantenstr. 72: Probleme aus dem Frauenleben". Gäste willkommen. Referentin: Wally Zepler., Der Vorstand. Sonntag, den 10. Februar, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Achtes Stiftungs- Feit unter Mitwirkung des Pianisten Leo Kestenberg, Mitgliedern bes Berliner Volkschors, der Stonzertfängerin Fel. Völkerling, 236/9 XXX der Rezitatorin Frau Johanna Meyer. XXX Rachher: TANZ. in betten der Kandidat Dr. Leo Arons eine Ansprache halten wird. 250/5 Zahlreichen Besuch erwartet Das sozialdemokratische Wahlkomitee. Charlottenburg! ienstag, den 5. Februar, abends 8 Uhr, im Volkshause, Rosinenstr. 3. Volks- Versammlung. Tagesordnung: Was lehren uns die lezten Reichstagswahlen? Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Einberufer. Vereinigung der Maler, Lackierer Anstreicher. Melchiorstraße 28. Filiale Berlin. Fernspr. Amt 4. Nr. 4787 Donnerstag, 7. februar, abends 8 Uhr, in Dräsels Festfälen, Nene Friedrichstr. 35: Vertrauensmänner- Versammlung, Wir ersuchen unsere Kollegen, in den Werkstellen in denen noch kein Vertrauensmann vorhanden ist, einen Kollegen zu beauftragen, die Werkstelle in der Versammlung au vertreten. Es ist unbedingt notwendig, daß jede Wertstelle durch einen Kollegen vertreten ist. Die Ortsverwaltung. beträgt. 124/8 Hierdurch machen wir unsere Kollegen darauf aufmerksam, daß die Arbeitszeit vom Februar bis Ultimo Februar 8 Stunden Jede weitere Ausdehnung der Arbeitszeit gilt als lleberstunde.(§ 1 des Tarifes.) Deutscher Metallarheiter- Verband. Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin. Hauptbureau: Zimmer 34, Amt 4, 3353. Engel- Ufer 15. Bimmer 1-5, Amt 4, 9679. Mittwoch, den 6. Februar 1907, abends 8 Uhr: Versammlung aller in der Drahtinduftrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen im„ Gewerkschaftshaus", Saal 1, Engel- Ufer 15. Tages- Ordnung: 1. Welche tariflichen Forderungen stellen wir an die Arbeit geber? 2. Diskussion. 112/2 Kollegen und Kolleginnen! Da wir in dieser Versammlung Stellung nehmen müssen zu der neuen Tarifvorlage, ist es Pflicht eines jeden von Ihnen, nach dieser Versammlung zu kommen. Denn dieser Besuch wird es beweisen, welche Stimmung bei ben Stollegen vorhanden ist, und danach werden wir unsere Maßnahmen treffen. Darum erwarten wir zahlreiches und pünktliches Erscheinen. Die Ortsverwaltung. Achtung! D. 0. faum benutt, sofort Pianino big, bis 9 abends, auch Sonntag bis 9, schnell verkäufl. Gerichtstr. 32, Dittrich, vorn Hochprt. Kranken- u. Begräbniskaffe b. Seifensieder u. Berufsg. ( E. H. Nr. 17.) Sonntag, ben 10. Februar cr., bormittags 10 11hr, im Gewerkschaftshaus, Engel- ilfer 15( Saal I): Ordentl. General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Vorstandswahl. 3. Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen ersucht Kassenöffnung 5 Uhr. Anfang 6 Uhr. Billetts a 40 Vf. find zu haben an der Kaffe, im Verein und bei Fräul. Petereit, Naunynstr. 5; Frau Jordan, Rübederstr. 43; Frau Kulicke, Straße 34. Ottilie Baader, Lindenstr. 3, letter of bart.; Frau Klotzsch, Stoppenſtr. 81; Brinzenstr. 102; Frau Matschke, Bolgasterstr. 8; Frau Steinkopf, Schwedter 55/3 Arbeiter- Bildungsschule Berlin Sonntag, den 3. Februar, abends 7 Uhr, im ,, Gewerkschaftshause", Engel- Ufer 15( Saal 1): Vortrag des Genossen Dr. Paul Bernstein: Der Vorstand. 286/7 Einiges über öffentliche und private Gesundheitspflege. J. A.: Karl Geisler, Röpniderstr. 123. Bon 86 MK. an Herrenanz., Gehrocanz. n. Maß, rnw.Stoff. neust.Muft. 2 Anpr. feinft.But., f.gut.Sit goldene Medaille. Ludw.Engel, Prenzlauer str. 23 II, Alexanderpl. Ohne Konkurrenz ဖော Masken- Garderobe Karl Ernst, Köpenickerstr. 126, 1 Tr. Größte Auswahl! Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein u. Tanz. Eintritt 20 Pf. Garderobe frei. Freitag, den 8. Februar, abends 8% Uhr, im Schullokal, Grenadierstr. 37: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes, des Lehrer- Kollegiums und der Revisoren. 2. Schulangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Beiträge werden entgegen genommen. 4/6 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Billigste Preise! Montag, den 4. Februar, abends 8 Uhr, im Märkischen Hof", Vorzeiger diefer Annonce erhält 10% Preisermäßigung. Metzner Metzner Kinderwagen Andreas- Str. 23 gegenüber Andreasplatz. Brunnen- Str. 95 am Bahnhof Gesundbrunnen. Beussel- Str. 67 Moabit. Leipziger- Str. 54-55 Spittel- Kolonaden. Verkauf Hof in Fabrikgebäuden. Kinderbettstellen Triumphstühle Grösst. Spezialgeschäft Korbwaren Kindermöbel Achtung! 1000 Mark Schneider- Innung zu Berlin. Behufs Vornahme der Wahlen zu Beifikern beim InnungsSchiedsgericht werden gemäß der§§ 2-6 des Nebenstatuts der Bereinigten Zunungen zu Berlin betreffend das Schiedsgericht die bei Mitgliedern der Schneider- Innung beschäftigten Gesellen, Arbeiter und Arbeiterinnen, Hausdiener, überhaupt alle Personen, welche im Geschäftsbetriebe eines Innungsmitgliedes tätig sind, zu Mittwoch, 6. Februar, abends 8, Uhr. nach den Arminhallen, Rommandantenstr. 20( oberer Saal) hiermit eingeladen. Zages Ordnung: 286/5 1. Bericht der Beisiger vom verflossenen Geschäftsjahr. 2. Neuwahl von acht Beifibern und zwei Ersaßmännern. Zum Mitgliede des Schiedsgerichts soll nur berufen werden, wer das 30. Lebensjahr vollendet, in dem der Wahl vorangegangenen Jahre für sich oder seine Familie Armenunterstüßung aus öffentlichen Mitteln nicht erhalten oder die empfangene Unterstügung zurüderstattet hat. Personen, welche zum Amte eines Schöffen unfähig sind( G. V. G. vom 27. Januar 1877[.- G.- B. 187 S. 41]§§ 81, 32) können nicht berufen werden. Bur Teilnahme an den Wahlen(§§ 3 und 4) ist nur berechtigt, wer das 25. Lebensjahr vollendet hat. Die Legitimation zum Eintritt in die Bersammlung ist durch das Mitgliedsbuch entweder der Orts- Krankenkasse der Schneider oder einer eingeschriebenen Hülfskaffe oder einer Betriebstaffe, welche nach§ 75 des Krantenfassengesezes zugelaffen ist, zu führen. Berlin, 3. Februar 1907. Im Auftrage des Gefellen- Ausschusses: Gustav Gebauer, Anhaltstr. 15. Kein Zwang zur Abnahme! Diese Zusicherung möge eine Garantie bieten für tadellosen Siz der bei mir auf Grund eingehendster Beobachtungen des individuellen Störperbaues sowie vieljähriger Erfahrungen in England und Amerita aus Ia Stoffresten angefertigten Anzüge und Paletots zahle ich jedem, der mir in Berlin ein Puppenwagen Belohnung grösseres Spezial- Geschäft in der Bel Gegründet 1873.- Katalog gratis. ognac Rum und selbst zu bereiten Reichel's Echter Cognac- Extrakt Keine künstliche Essenz, sondern ein echtes Naturprodukt, ein Destillat edler französischer Weine, höchst konzentriert( Methode der Charente). Eine Originalfl. für 75 Pf. fine Champ.*** Fl. 1,25 M. von vollem natur1 mit einem Liter 214 Ltr. Cognac reinem Geschmack und feinblumigem Bouquet französische Marke besser wie manche und wie von keiner Nachahmung zu erreichen ist. In Deutschland unerreicht! Reichels Jamaika- Rum- Extrakt Keine künstliche Essenz, sondern ein direktes Produkt des echten Jamaika- Rum in höchst konzentrierter Form. Eine Originalfl. für 75 Pf. Extra- Qualité*** 1,25 M. edlem natürlichem mit einem Liter 2 Ltr. Rum Aroma u. feinem, kräftigem Weingeist gibt über der selbst den Kenner in Erstaunen setzt und unvergleichlich zu Tee und Grog ist. Einzigartig und unnachahmbar! Die Destillierung im Haushalt" Wertvolles illustr. Rezeptbuch zur Selbstbereitung sämtlicher Liköre, Punschextrakte etc. kostenfrei! Admiralstraße 18c: Versammlung aller in der Sitzmöbelindustrie beschäftigten Arbeiter. Tages- Ordnung: 1. Bericht von der Konferenz in Dresden. 2. Verbandsangelegenheit. 79/ 10* Die Kommiffion. Perlmutter- und Knopfarbeiter! Mittwoch, den 6. Februar 1907, abends 62 Uhr: Vertrauensmänner- Sitzung Mariannenstraße Nr. 41. Jede Berkstatt muß bertreten fein! Der Obmann. Branche der Musikinstrumentenmacher. Mittwoch, den 6. Februar, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Saal 5, Engel- Ufer Nr. 15: Vertrauensmänner-Verfammlung. Tagesordnung: 1. Der Stand der Aussperrung. 2. Bericht der Kom miffion. 3. Branchenangelegenheiten und Verschiedenes. Jeder Betrieb muß vertreten sein.-Mitgliedsbuch legitimiert. Um pünktliches Erscheinen ersicht Die Branchenkommission. Achtung! Lackierer! Achtung! Mittwoch, den 6. Februar 1907, abends pünktlich 8, Uhr, in Dräsels Festfälen, Neue Friedrichstr. 35: Versammlung der Sektion der Lackierer, der Vereinigung der Maler, Lackierer etc. Deutschlands, Filiale Berlin. Tages- Ordnung: 1. Unser Arbeitsnachweis. 2. Anträge zur Generalversammlung in Leipzig. 3. Bereinsangelegenheiten. Die Mitglieder werden erfuht, zahlreich und besonders pünkt( 107/2) lich zu erscheinen. Die Sektionsleitung. Zentralverband d. Schuhmacher Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Berlin NO. 18. Waßmannstr. 32 a, Hof part. Telephon: Amt VII, Nr. 6920 Mittwoch, den 6. Februar, abends 812 Uhr, in Bökers Festfälen, Weberstraße 17: Ordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Staffenbericht für das 4. Quartal 1906. 2. Neuwahl der Drts. verwaltung. 3. Bericht der Beschwerde- Kommission und Neuwahl derselben. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert! Um zahlreiches Erscheinen ersucht 169/3 Die Ortsverwaltung. nach Maß Otto Reichel, Berlin S., Eisenbahnstr. 4. Achtung! Kleber. Achtung! zu 30 und 38 M. Sonnenschein's Herrenmoden nach Maß. 36532* Fernspr. A. IV, 5797. SW., Lindenstr. 95 I. Spezialität: Rock, Smoking- und Frackanzüge. 000 Fernsprech- Anschlüsse IV. 4751, 4752, 4753. Niederlagen in durch Schilder kenntlichen Drogerien etc. Wo nicht erhältlich, Versand ab Fabrik. Laffe sich Niemand durch Nachahmungen täuschen. nur mit Lichtherz. Einzig echt und garantiert Marke Reichel- Spiritus, einster Weingeiſt 96 Vol.% Ltr. 1.50 M. von höchster Reinheit nur in Originalfüllungen mit unversehrtem Verschlußstreifen. Mittwoch, den 6. Februar er abends 8 Uhr, bei Augustin, Oranienfte. 103: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Unsere Stellungnahme zum Ablaufe des Tarifvertrages. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Kollegen, ob organisiert oder nicht, ist es, zu dieser Versammlung zu erscheinen. Die Verbandsleitung. 156/12 erantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Bujeratenteil berantw.: Zh. Glede, Berlin. Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdruderei a. Berlagsanstalt Bavl Singer& Co., Berlin SW W M Sonnabend, den 2. Februar bis Sonnabend, den 9. Februar. Kaufhaus Max Mannheim Ecke Königsberger Strasse Frankfurter Allee 109-110 Ecke Königsberger Strasse Ausstellungs- Woche _ Weisser Waren. Weiße Kleiderstoffe Weisse Batiste für Blusen u. Kleider, 60 45 30 PT. Punkte und à jour Effekte Streifen, Karos, Wolle Weisse Crêpes u. Wollbatiste 100 75 55, Weisse Alpaccas u. Cheviots 150 110 85. Weisse Ballstoffe doppeltbreit, 90 75 45. Weisse Indische Mulls waschbar.( Seiden Japon Imitation) gemustert 95 75 45. 180 Leinen- und Baumwollwaren Gardinen Gewebe Hemdentuch kräftiges Renforcé feinfädiges Gewebe Louisianatuch m. Leinenglanz Louisianatuch für Bezüge, Louisianatuch für Bezüge, Dimiti für Bezüge 80 cm breit Dimiti für Bezuge Kissenbreite Mtr. 30 25 20 PL. 99 55 50 45. 40 35 28. 98 99 55 50 45. 19 85 75 65. 50 45 35, 99 83 cm breit 70 60 55, Deckbettbreite Dimiti Bettbezüge 130 cm breit 99 100 90 75. Weiße Schuhwaren Damast für Bezüge 83 cm breit 100 90 75. 99 10 99 Damast für Bezüge 130 125 110 100 M. 55 $ 3 " 65 55 PL. 100 85% 110 95. Dowlas für Bettücher 130 Dowlas für Bettücher 140 Weisse Damen Ball- u. Salon- SpangenSchuhe Glacéleder, eleganteste 650 300 245 M. Weisse Damen Knopf- u. Schnür- Dowlas für Bettücher 160 Ausstattungen Stiefel Glaceteder 650 550, 700 425 375, Weisse Kinder Knopf- u. SchnürStiefel Glacéleder Weisse Kinder- SpangenSchuhe Glacéleder 450 425 250 Weiße Damen- Handschuhe Paar Weisse Halbhandschuhe für kurze Aermel 22 PL Weisse lange durchbrochene Handschuhe Paar 35. 160, 2500 Meter Louisianatuch Posten Meter 38 Pf. I Wert 65" in Resten von 1 bis 15 Meter Leinen- Glanz. Bes. empfehlens- Posten wert für Leib- und Bettwäsche II Meter 48 SA Ersuche um gefällige Beachtung= meiner Schaufenster. Engl. Tüll- Gardinen Fenster 395 275 185 Engl. Tüll- Gardinen Meter 55 45 30 Pl. Engl. Tüll- Stores Stück 365 225 170 Engl. Tüll- Bettdecken( Bett) Stck. 295 250 165 Engl. Tüll- Bettdecken Ein ( 2 Betten) Stück 525 485 325 Posten Congressstoffe, gestreift, Mtr. 65 55 45Pl. Ein Posten Tüll- Schoner- Decken Herren- Konfektion Weisse Knaben- WaschAnzüge reizende Façon Weisse Cheviot- KnabenAnzüge entzückende Neubelten 5. Stck. Pf. Stück von 250 an 1250 an 20 . 1050 an 250 all für Aerzte etc. 350 an 99 Wert 75 " Weisse Herren- FlanellAnzüge Reinleinene Taschentücher vorzügliche Qualitäten, bestes Fabrikat mit kleinen Webefehlern Dutzend 4.90 390 290 M. ma Prima Linon- Taschentücher Dutzend 175 150 100 M. Stück Tischtücher Blumen- u. Sternenmuster 200 175 150 M. Servietten Blumen- u. Sternenmuster Grösse 60/60 Dutzend 250 200, Weisse Friseur- Jacken Weisse Operationsmäntel as S as Herren- Artikel Oberhemden mit Piqué- Einsätzen Weisse lange durchbrochene Handschuhe 48. Stubenhandtücher Gr. 50/ 110% Dutzend 275 195 Stehkragen Leinen 5 fach 12 Knopf lang Weisse Spitzen- Handschuhe für halblange Aermel Paar Paar 85. Weiße Seidenstoffe Weiss Louisine- u. TaffetMeter 175 145 M. 175 Chiffon reine Seide Weiss Messaline u. Merveilleux reine Seide Meter Weiss Japon reine Seide 60 cm breit, Meter Wert 1,50 95 Pl. Weiss Damassé moderne Muster, reine meter 195 155 M. Weiss Damassé halbseide für Futterzwecke Seide Meter 125 Weiße halbfertige Roben Weisse Seidenmull- Roben mit Einsätzen garniert Weisse Seiden- Japon- Roben 750 575 290 M. reich m. Valenciennespitzen garniert 1950 1350 1050 Weisse Tüll- Robenzen gert 1600 975 6% garn. Damen- Konfektion Weiss Japon- Bluse reine Seide, reich mit Zwischensatz garniert 675 245 M. Weiss Messaline- Bluse reine Seide, reich 825 garniert Weiss Seidenbatist- Bluse mit hochStickerei. reich garniert eleganter 295 Weiss Taillenkleid ta Satintuch, hochmodern 1500, Weiss Kostümrock la Wollstoll, mit FaltenGarnitur ringsum m. Faltenrock, ganz 850 50 Weiss Matrosenkleid gefüttert aus bestem 7. an. Cheviot für 3-12 Jahre von Drell Küchenhandtücher Gerstenkorn Gr. 80/110% Dizd. 225 190 Rolltücher neue Streifen 99 Stück 70 55 PL. Manschetten Leinen 4fach Serviteurs mit Sattel Damenkragen mit Schnuren- Garnitur Stek. 295 Dutzend 130 % Dutzend Paar 150 Stck. 50 Pf. 28. 99 Damen- Wäsche u.-Schürzen Batist Diplomates Cravatten Stck 25 15. Serie I Damen- Hemden Vorderschluß mit Spitze Damen- Hemden Achselschluß mit Spitze Damen- Beinkleider mit Spitze und Volant Untertaillen garniert mit Spitze und Einsatz Serie II und Stickerei garniert Servier- Schürzen Louisianatuch mit Trägern Haus- Schürzen Louisianatuch mit Volant und Elegante Stickerei- BatistTasche Passe Schürze Damen- Hemden Hemdentuch mit gestickter Anstands- Röcke Köper- Barchent mit Volant Damen- Beinkleider mit Stickerei- Volant Damen- Jacken Köper- Barchent mit Volant und 00.8 Spitze Serie III handgestickter Passe Sattel und Spitze Ansatz Damen- Hemden kräftiges Hemdentuch mit Damen- Hemden la Hemdentuch mit schräg. Damen- Hemden mit Stickerei- Einsatz und Damen- Beinkleider Knie- Façon mit Stickerei Ball- Untertaille Batist mit reicher Stickerel Anstands- Röcke Köper- Barchent mit ausHerren- Hemden alle Welten gebogtem Volant Seidenrips Diplomates Cravatten 88 Piqué- Selbstbinder Herren- Westen extra la engl. Piqué Pig. 125 Pig. 165 Pig. Stck. 75 45. Stck. 60 45. Stck. 325 Ganz besondere Gelegenheit! 26 500 Meter Spitzen Spachtel, Besätze, Einsätze und Spitzen, Valencienne Besätze, Einsätze und Spitzen. Tüll- Spitzen und Einsätze bis teilweise zu 1/5 des sonstigen Verkaufswertes. Serie I Meter Serie IV Meter 3PL Pf. Serie II Meter Serie 6. 28 Pf. 20 2028 Meter Pf. Tüll- Einsatz- Stoffe Serie III Meter 14. Serie VI Meter Pf. 38. Pf Serie I Serie II Meter 95 PL. 145 Spachtel- Einsatz- Stoffe Mr. 135 175 H. Greifenhagen Nacht. Brunnen- Strasse 17-18 Montag bis Sonnabend Veteranen- Strasse 1-2 Aussteuer- Woche Montag bis Sonnabend Zum Zwecke dieses Angebotes, welches alle Abtheilungen unseres Waarenhauses umfasst, haben wir unsere Einkäufer an die Fabrikplätze geschickt; es ist uns gelungen, dort grosse Posten guter reeller Waaren so vortheilhaft einzukaufen, dass wir dieselben trotz der bekannt grossen Preissteigerung zu besonders billigen Preisen in den Verkauf bringen können. Weisse Wäschestoffe| Damen- Wäsche Hemdentuch. Renforcé. Macotuch feinfädig • Pipuébarchend. Croisebarchend . Mtr. 26, 38 Pf. Mtr. 42, 55 Pf. Mtr. 55 Pf. Mtr. 48 Pf. Damen- Jacken aus Piquebarchend mit Trimming 1.35 Damen- Beinkleider. Priesenform mit Stickerei 1.35 Damen- Hemden, Herzpasse mit Trimming 1.55 Kniebeinkleider mit Stickerei.... 1.55 • Damen- Hemden, Herzpasse mit Stickerei oder mit Languette. Gardinen und Stores Ein grosser Posten Erbstüll, Band- und Spachtel- Stores allererstes Fabrikat. Ohne Rücksicht auf den bis ca 60 M. betragenden sonstigen Wert Serie I Serie II Serio III 8.75 14,75 22.50 . Mtr. 48 Pf. 1.95 Feinfäd. Linon für Damenwäsche. Mtr. 45 Pf. Damen- Jacken aus feinem Croisebarchend Dimiti, Kissenbreite. Mtr. 58 Pf. 1.95 mit Languette. Dimiti, für Deckbett Mtr. 95 Pt. Damen- Beinkleider aus feinem PiquéBettdamast, Kissenbreite Bettdamast, für Deckbett. • . Mtr. 58 Pf. barchend oder Hemdentuch, mit Stickerei 1.95 . • Mtr. 85 Pf. Louisianatuch, Kissenbreite . . Mtr. 45 Pf. Louisianatuch, für Deckbett.. Mtr. 78 Pf. Leinen- Waaren Drell- Handtücher. ½ Dtzd 2,15 Gerstenkorn- Handtücher.%, Dtzd. 2.25 Damast- Handtücher... Damen- Hemden i. versch, eleg. Ausführung. 2.35 Damen Jacken aus feinem Croisebarchend mit Umlegekragen und Stickerei 2.35 Damen- Beinkleider, Kniefaçon m. Stickerei 2.35 Ein Posten Untertaillen mit 78 Pt. Spitze Ein Posten Untertaillen leg 1.55 in Ausi Ein Posten weisse Unterröcke mit dreizack. Languette oder Stickerel. Dtzd. 3.45 Bettwäsche Halbl. Servietten 60/60... Dtzd 1.95 Jacquard Tischtücher..:. Stück 1.65 Reinleinene Taschentücher, Dtzd. 2.25 Reinl, Taschentücher Ia. Qual,% Dtzd. 2.75 Betten Polsterbetten 5.85, mit Spirale... 8.75 Chaiselongue- Bett. Bettstelle schwarz, engl.. . •. ..10.75 32.50 . Bettfedern,%, weisse Halbdaunen... 2.85 Handarbeiten Gezeichnete Stubenhandtücher, elegant mit Durchbruch 1.45 Damast- Garnituren • mit 2 Kissen Hemdentuch- Garnituren mit 2 Kissen Gestreift Dimiti- Garnitur mit 2 Kissen Bunte Bezüge. 4 · 1.95 7.85, 9.50 Ein Posten engl. Tüll- Gardinen nach Meter Serie I Serio II Meter 48 Pf. Meter 65 Pf. Ein Posten abgepasste Tüll- Gardinen Serie I Serie II 1:95 2.65 2.65 Serie III Serie IV 4.25 4.25 5,75 Spitzen und Weisswaaren Ein grosser Posten Tüllspitzen ca. 8-10 cm breit ca. 15 cm breit Coupon 95 Pf. Coupon à 4 Meter 65 Pf. Ein Posten Valenciennes- Spitzen 5-12 cm breit 4.95, 5.75 • .... Meter 25 Pl. Ein Posten schwarze Tüllspitzen ( für Unterröcke) bis 25 cm breit... Meter Ein Posten ecru Spachtel- Besatz Meter 45 P Pf. .. Meter 25 Pf. 5.25, 7.85 4.15, 4.75, 5.25 Werth 75 Pf... . 1.45, 1.75 1.65, 2.75 1.95 Inlett- Garnituren 6.15, 8.25, 9.25 1.25 Ein Posten Spachtel- Einsätze Bettlaken aus Hemdentuch Bettlaken aus Dowlas Bettlaken aus Halbleinen • Parade- Kissen mit Einsatz.. Tricotagen Ein grosser Posten Herren- Hosen • Herren- Normalhemden 1.45, 1.60, 1.95 1.55,1.70, 1.85 Gestickte Stubenhandtücher 1.45 1.85 Weisse Tricot- Untertaillen Gestickte Küchenhandtücher 1.45 u. 1.65 mit und ohne Aermel •. Gestickte Satin- Kissen Gestickte Aida- Kissen Gezeichnete Satin- Kissen. bis zu den feinsten Sorten Serie I Meter 25 Pf. Serie II 48 Pt. Ein Posten Wäsche- Stickerei. Coupon 75 Pl. Brautschleier, 200 cm breit, 200 cm lang 1.90 Brautschleier, mit gestickter Ecke . . 2.90 Chiné- Stoffgürtel mit Gummi..95 PL. Handschuhe Spitzen- Halbhandschuhe Paar 1.25 1.95 58 Pf. • 1.25 .. 1.35 75 Pf. Reinwollene Damenplaids. .. 3.95 Weiss u. farbige Glacé Seidene Ball- Echarpes Damen- Strümpfe Schwarze oder geringelte reinwoll. Cachemere- Strümpfe Paar 95 Pf. Woll., platt. Damenstrümpfe Paar 68 Pl. Reinwollene gestrickte DamenTürkische Taillentücher . 5.45 .. 2.75 Wirtschafts- Artikel Tafel- Service, 30 theilig. Kaffee- Service für 12 Personen. Wasch- Service. Bier- Service ..20.00 . 5.95 Weisse lange Glacé( Mousquetaire) 8 Knopf lang 2.95 Paar 1.95 12 Knopf lang 3.95 Regenschirme Reinseidene Damen- u. Herrenschirme 3.50 . 8.00 4.95 mit Garantie. •. . 2.95 15.00 Halbseidene Damenschirme mit farbiger Bordüre... ... 3.95 Fleischmühlen Wringmaschinen. strümpfe • .. Paar Paar 1.25 Während der Aussteuer- Woche: Doppelte Rabattmarken Alle Geschäftsräume sind mit obigen Waaren geschmackvoll decorirt. Nr. 29. 24. Jahrgang. 4. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Partei- Angelegenheiten. Im ersten Wahlkreis finden morgen abend drei Versammlungen statt, zu welchen die Genossen eifrig agitieren wollen. Die Versammlungslokale sind aus dem Inseratenteile ersichtlich. Arbeiterwähler aus dem Kreise Frankfurt- Lebus! Alle im Frankfurt- Lebuser Kreise wahlberechtigten Parteigenossen, die in Berlin und Umgegend beschäftigt sind, werden hierdurch aufgefordert, auch am Stichwahltage 5. Februar zur Ausübung des Wahlrechts nach Hause zu reisen. Das ist dringend notwendig, damit keine Stimme verloren geht. Selbstverständlich dürfen auch alle die wählen, die am 25. Januar ihr Wahlrecht nicht ausgeübt haben. Vor der Rückreise nach Berlin wolle sich jeder Genoffe beim Vertrauensmann des Drtes, wo er gewählt hat, melden. Das sozialdemokratische Wahlkomitee. J. A.: Emil Faber. Wilmersdorf. Die Generalversammlung des Wahlvereins findet am Dienstag, den 5. cr., abends 8½ Uhr, im Luisenpart", Wilhelmsaue 112, statt. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Quartalsabrechnung. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Die bevorstehende Stadtverordnetenstichwahl. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert! Der Vorstand. NB. Die Bibliothek ist von 28 Uhr ab geöffnet, es werden die Genossen dringend ersucht, länger in ihrem Befit befindliche Bücher daselbst abzuliefern. Steglit. Mittwoch, den 6., Mitgliederversammlung bei Schell hase. Vortrag über" Das Ergebnis des letzten Wahlkampfes", Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Der Vorstand. Sonntag, 3. Februar 1907. Die Spiele der Jugend und der Magistrat. erworben. Die Automobillinie 19 Moabit- Alexanderplatz stellte, Abschluß der Wahlen die Rechtsauskunft wieder pünktlicher erfolgen abgesehen von einigen Pferdeomnibussen am Morgen, die einzige fann. öffentliche Verkehrsgelegenheit von Moabit nach dem Innern der Stadt dar. Eine lebhafte Enttäuschung wird deshalb gerade in jedem reichbevölkerten Stadtteil die Nachricht machen, daß Gefahr Der Magistrat hat den Entwurf des Spezialetats 18 für 1907 besteht, daß der Automobilbetrieb der Linie 19 wieder abgeschafft über die städtischen Turnhallen der höheren Lehranstalten, Spielwird. Auf dem jezigen Tarif gibt der Betrieb der Linie kein be- pläge und das Turnwesen im allgemeinen beraten und angenommen. friedigendes Ergebnis. Wie wir bestimmt hören, hat die Omnibus- Für den Schwimmunterricht der Schüler und Schüles gesellschaft in Erwägung gezogen, die Automobile von dort zurück- rimmen in den Gemeindeschulen sind 8000 Mark angesetzt, für die zuziehen. Es soll dies in allernächster Zeit geschehen. Es ist zu Leitung von Bewegungsspielen der Gemeindehoffen, daß im Falle der Bewilligung des Tarifs mit Teilstrecken schüler rund 5300 Mart und der Gemeindeschülerinnen 1560 Mark. zu 10 Pf. die Gesellschaft von ihrem Vorhaben, die Linie wieder Ferner sind eingestellt 9100 Mark Honorar für die Lehrer, welche die aufzugeben, Abstand nimmt." Spiele an den höheren Schulen leiten sollen, und 2500 Mark zur Beschaffung usw. von Spielgeräten. Außerdem wurden 27 000 Mart bewilligt für die Beaufsichtigung der Höfe von Gemeindeschulen und von höheren Mädchenschulen, die als Spielpläge für Schülerinnen dienen, für Bewegungsspiele während der Ferien und Beihülfen für unbemittelte Kinder bei der Veranstaltung von Ausflügen, zur Bes fchaffung von Spielgeräten usw. Insgesamt wurden für die 8wede des Spielens der Jugend 45 350 Mark bewilligt. Man merkt die Absicht und wird verstimmt: Die Omnibusgesellschaft will es der Großen Berliner nachahmen. Während die letztere durch Einstellung des Betriebes am Brandenburger Tor die Oberleitung genehmigt zu erhalten hofft, sagt sich die Omnibusgesellschaft: Man muß das Eisen schmieden, so lange es warm ist. Biehen wir jetzt, wo die Verkehrsnot am größten ist, das Hauptverkehrsmittel der Auto aus einem Stadtviertel zurück, so gelingt es wie gemeingefährlich es ist, wenn der öffentliche Verkehr auf den uns, vielleicht den 10 Pfennig- Tarif zu durchbrechen. Man sieht, Straßen Berlins Privatgesellschaften ausgeliefert ist. " Die Zentralkommission der Krankenkassen Berlins und der Vororte hat auch für dieses Jahr wiederum hygienische Vorträge veranstaltet, welche, wie nachstehend aufgeführt, stattfinden. Die Vorträge find für jedermannn unentgeltlich. Tagen des Schneesegens. Man kann das überall in den Tiere und Menschen. Schwer haben es die Pferde in diefen Es werden im Laufe der nächsten Woche nachbenannte Herren Straßen beobachten und überall hört man herzliches Bedauern. Aerzte in den Aulen der städtischen Gemeindeschulen über das haite, der hat jetzt Gelegenheit, sich zum Optimismus zurückbefehren sprechen:" Am Donnerstag, den 7. Februar cr., Rigaerstr. 81/82, Wer längst allen Glauben an den Edelmut der Menschen aufgegeben Thema:" Frauenkrankheiten und ihre Verhütung"( Nur für Frauen) zu lassen. Wenn er mit dem Omnibus eine Fahrt von nur fünf Herr Dr. Baur, Waldenserstr. 25/26 Herr Professor Dr. Mackenrodt, Minuten wagt, fo fann er im Wagen von rechts und von links, von Eberswalderstr. 10 Herr Dr. Löwenberg und Waldemarstr. 77 Herr born und von hinten in dugendfacher Wiederholung den Stoßseufzer Dr. Badek. bernehmen:„ Die armen Tiere!" In einem vollbesetzten Dmnibus waren wir Ohrenzeugen solcher einmütigen Mitleidsäuße Gneisenaustr. 7 Herr Dr. Gumperts( Unfall und Nervenleiden), Am Freitag, den 8. Februar cr., über„ Unfallerkrankungen Treptow- Baumschulenweg. Die nächste Mitgliederversammlung rungen. Alle Insassen waren darüber einig, daß das Los eines Tilsiterstr. 4/5 Herr Sanitätsrat Dr. H. Settegast( Ueber Unfälle des Wahlvereins findet am Dienstag, den 5. d. M., abends 8½ Uhr, Dinibusgaules nicht beneidenswert ſei, wenn Schnee die in Betrieben), Bankstr. 8 Herr Dr. H. Hirschfeld( Unfall und Nerven im Lokal von E. Mohlau in Treptow, Ede Kiefholz- und Elfen- Straßen deckt. Schließlich hub jemand an, zu fragen: Wie oft leiden) und Pasteurstr. 5 Herr Dr. Wolffenstein( Ueber Betriebsstraße, statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Rückblick auf die Reichs- am Tage werden eigentlich die Pferde gewechselt?" Da tam es unfälle und Berufsgenossenschaften). tagswahlen. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Vereinsangelegen- draußen zu einem Wortgefecht zwischen dem Schaffner und einer In Charlottenburg, Nehringstr. 9/10, am Mittwoch, den 6. fe heiten und Verschiedenes. Gleichzeitig werden die einlaufenden Frau, die nicht während der Fahrt absteigen wollte, weil sie die bruar cr., über das Thema:„ Auge und Arbeit" Herr Dr. NadResultate von den, an diesem Tage stattfindenden Stichwahlen schlechts gerieten in Erregung und schimpften, das sei eine RücksichtsGlätte des Fahrdammes fürchtete. Wageninfaffen beiderlei Gezicjetosti. beröffentlicht. Die Parteigenossen werden ersucht zahlreich und losigkeit nicht vom Schaffner, der das forderte, sondern von der am Dienstag, den 5. Februar cr., über das Thema:" GeschlechisIn Borhagen Rummelsburg, Boghagener Schule, Holteistr. 7/9, aber nur allmählich beruhigten sich die Gemüter. Das Gespräch Frau, die es ablehnte. Der Wagen jezte sich wieder in Bewegung, frankheiten" Herr Dr. Adler. lenkte sich auf die Straßenreinigungsverwaltung, und einer bruar cr., über das Thema:„ Krampfaderleiden und Beingeschwüre" In Lichtenberg, Kronprinzenftr. 10, am Donnerstag, den 7. Fewollte die Berantwortung für die talamität zum Teil auf sie schieben. allgemeine Verkehrs- Herr Dr. Braun. ihr auf allen Seiten Verteidiger: Doch rasch erstanden In Rigdorf, Kaiser Friedrichstr. 4( am Hermannplatz). am chipper friegen!"" Wenn sie wirklich welche friegt, dann werfen Herr Dr. Berger. Sie fann ja teine Schnee Freitag, den 8. Februar cr., über das Thema:" Auge und Arbeit" sie ihr schon am anderen Tage die Arbeit wieder vor die Füße!" Unverschämt hohen Lohn fordern sie!"" Leider mußte es ihnen über das Thema: Wie hält der Arbeiter Nase und Ohr gesund?" In Schöneberg, Feurigstr. 61/62, am Dienstag, den 5. Februar cr., diesmal bewilligt werden!" Ach, die Leute möchten ja am liebsten Herr Dr. Alfred Brud. überhaupt nichts tun!"" Sehen Sie nur, wie der da mit seiner Schippe steht und die Hände still hält, statt zu aram Freitag, den 8. Februar, über das Thema: Geschlechtsfrant In Tempelhof und Mariendorf, Berlinerstr. 41/42, bei M. Müller, beiten!" Der Wagen fuhr langsamer, die Pferde gingen im heiten und ihre Verhütung", Herr Dr. Bäumer.. Schritt. Eine Dame, die eifrig mitgescholten hatte, blickte besorgt In Weißensee, Langhansstr. 120, am Freitag, den 8. Februar, hinaus:" Die armen Tiere! Ein Weilchen müssen sie sich schon über das Thema: Frauenkrankheiten und ihre Verhütung"( nur mal verschnaufen." Ja, es gibt doch wirklich noch gute Menschen. für Frauen) Herr Dr. Simons. Aus Anlaß der gegenwärtigen Verkehrsnot hat die Kgl. Eisenbahn- Außerdem findet am Montag, den 4. Februar, im großen Saale direktion Berlin die hiesigen Güterabfertigungsstellen des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15, ein allgemeiner Vortrag für angewiefen, am heutigen Sonntag die Ent- und Beladung die Teilnehmer sämtlicher Vortragskurse statt. Das Thema lautet: von Eisenbahnwagen auf den Güterbahnhöfen nur an die Gesundheitspflege des Auges"( mit Demonstrationen). den Wochentagen zu gestatten, sowie Südgüter unbeschränkt tragender ist Herr Augenarzt Dr. Deus. anzunehmen und auszuliefern. In der diesbezüglichen Bekannts machung ersucht die Verwaltung die Empfänger, von dieser Erlaubnis möglichst ausgiebigen Gebrauch zu machen und besonders den bahnamtlichen Rollfuhrgesellschaften und den Spediteuren die Auslieferung von Frachtstückgütern zu ermöglichen. pünktlich zu erscheinen. Eichwalde. Die Generalversammlung des Wahlvereins findet wegen der Stichwahlen am Dienstag, den 12. Februar, bei Heinrich, Santels- Ablage, statt. Tagesordnung: Neuwahl des gesamten Vorstandes; Aufstellung von Kandidaten zur Gemeindewahl. Sämtliche ausstehende Listen sind in dieser Versammlung mit zubringen. Das Erscheinen aller Genossen ist dringend notwendig. Der Vorstand. Wilhelmsruh. Dienstag, den 5. Februar, abends 812 Uhr, Mitgliederversammlung des Wahlvereins bei Barth, Viktoriaftraße. Tagesordnung: 1. Was lehrt uns der Ausfall der Reichstagswahlen? 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Bahlreiches Erscheinen ift Pflicht! Spandau. Heute Sonntagnachmittag 3 Uhr finden zwei Voltsbersammlungen statt. Im„ Volfsgarten" zu Hafenfelde spricht Parteisekretär Ebert- Berlin, bei Schwabe, Seegefelderstr. 54/55, spricht Redakteur Hans Weber- Berlin. Am Montag, den 4. Februar, abends 8 Uhr: Zwei Volts bersammlungen, bei Borchardt, Seeburgerstr. 26, Referent Reichstagsabgeordneter Stadthagen- Berlin, und bei Kumke, Schönwalderstr. 80, Referent Redakteur Dütvell- Berlin. Parteigenossen! Agitiert für guten Besuch. Berliner Nachrichten. " w Bor Vom Schlachtfelde der Industrie. Auf furchtbare Weise hat gestern abend der 27jährige Fabrikarbeiter Robert Weiß den Tod gefunden. W. war bei der Bauanstalt für Eisenkonstruktionen von Breest u. Co. in der Wollantstr. 54-56 angestellt. Gestern war er paratur auszuführen. Er geriet dabei unglücklicherweise einer Motors im Maschinenraum auf eine Leiter gestiegen, um eine Kleine ReZur Stichwahl im ersten Reichstagswahlkreise sel darauf aufmerksam gemacht, daß auch diejenigen Wähler mit zwei Schädlingen am Volksschulförper, mit der Ordnung des Der Berliner Lehrerverein beschäftigte sich am letzten Mittwoch am Dienstag ihr Wahlrecht ausüben können, die in der Haupt- Konfirmandenunterrichts und mit Art und Umfang der schriftlichen welle zu nahe, wurde dabei an den Kleidern erfaßt und sechsmal wahl nicht gewählt haben. Vor allen Dingen wollen Arbeiten in der Volksschule. Bezüglich der letzteren wünschte der herumgeschleudert. Mit großer Gewalt wurde der Aermste jedesmal die aus dem Kreise Verzogenen beachten, daß sie wählen Referent, Herr Lehrer Reiche, eine Einschränkung der sogenannten gegen die Wand geworfen. Der Körper des Verunglückten ivar enttönnen, sofern sie in der Wählerliste eingetragen find. Korrekturarbeiten, δα diese gegenwärtig wohl gestrengen an gerichtet, in der Stichwahl für Staempf zu stimmen, soweit das viel Zeit rauben. Besonders kommt dabei die Schulung in mindbildung der werdenden Menschen aber unverhältnismäßig Transport nach dem Lazarus- Krankenhause starb er. Die Berkehrsnot den folle bringen. Wie zu erwarten war, hat auch der deutsch- konser- Revisoren viel Gelegenheit bieten, fich fein fäuber- feglich zugerichtet. Trotz der furchtbaren Verlegungen und Verbative Wahlberein an seine Anhänger die Aufforderung lichen Baradeheften" zu betätigen, der zweckmäßigen Aus- stümmelungen gab 2. noch Lebenszeichen von sich, doch auf dem nicht schon im ersten Wahlgange geschehen sei. Daß die An- lichen lebungen des Deutschunterrichts, in der gangbaren Münze Tischlermeisters Neumann aus der Greifenhagenerstraße, die sich auf Beinahe ertrunken wären gestern drei Knaben, die Söhne des hänger Damaschkes für den Terrainspekulanten, wie sie ihn in des täglichen Lebens, viel zu kurz.- Herr Reftor Golling nahm der Hauptwahl nannten, stimmen wollen, haben wir bereits es mit einer Einrichtung auf, die geradezu am Marke der Volks- dem sogenannten Schwarzeschen Pfuhl, einem gefährlichen Gewäffer gestern berichtet. Das war zu erwarten, denn mit politischer schule zehrt. Hat der Junge, hat das Mädchen die Oberstufe glück an der Bingstraße tummelten. Die Eisdecke, die bereits morsch war, Ehre nehmen es diese Leute nicht so genau. brach plöglich und die drei waghalsigen Brüder stürzten in den lich erreicht, so müssen sie zum Pastor". Das schließt eine unerhörte Störung des Unterrichts solcher Kinder ein. Nahezu Pfuhl. Ein Herr S., der den Vorfall von der Straße aus beobachtet 50 Broz. aller durch Konfirmandenunterricht versäumten Schulstunden hatte, machte sich sofort an die Rettung der Ertrinkenden. Mit Hilfe in Berlin und seinen Vororten ist noch nicht beseitigt. Die Straßen- fallen in die Zeit von 11-12 Uhr. Zu jeder Stunde kommen die einer Stange glückte es ihm auch, zwei der Knaben in Sicherheit zu bahnen verkehren immer noch unregelmäßig, große Straßenzüge, beiden Viertelstunden für den Weg zum Unterrichtslokal und den bringen. Bei dem dritten Rettungsversuch brach S. jedoch selbst in wie die Ritterstraße find noch nicht von den Schneemassen befreit. Rückweg von dort. Die Zahl der Schüler und Schülerinnen, die dem Eise ein. Hinzueilenden Passanten gelang es schließlich, den Dort und in der Reichenbergerstraße verkehren weder Straßenbahnen auf diese Weise von Physik und Chemie niemals etwas zu hören versuchte, aber jeden Moment unterzugehen drohte, ans Land zu dritten Knaben, der sich durch Schwimmen über Wasser zu halten noch Omnibusse. Von letzteren sieht man nur fleine„ Sechser- bekommen, die zahllose Raumlehre, Zeichen- und Rechenstunden Omnibusse", die stets überfüllt sind. Wer nicht stundenlang auf verfäumen, die ganzen Gebieten des Rechenunterrichts gegenüber, bringen. S. vermochte sich dann selbst wieder in Sicherheit zu Beförderung warten will, muß auf Schusters Rappen durch den hohen deren Kenntnis für das praktische Leben absolut notwendig Schnee fortzukommen suchen. Durch die Ablenkung zahlreicher Straßen- t, böllig ahnungslos bleiben müssen, ist größer als man Ein großer Fleischdiebstahl ist gestern auf dem Zentralviehhof bahnlinien auf berkehrsfreie Strecken sind diese überlastet und entsteht in der Deffentlichkeit glaubt. Nicht gering ist auch die Zahl berübt worden. In der Schlachtkammer des Schlächtermeisters ein Wirrwarr, wie er größer noch nicht auf diesem Gebiet beobachtet der Unterrichtsstunden, während welcher infolgedessen Lehrer Stitsche, Schreinerstr. 6, hatten sich große Borräte von aus worden ist. Wagen, die sonst durch die Zimmerstraße, Askanischen mit einem Dugend, ja mit zwei oder drei Schülern arbeiten geschlachteten Tieren befunden. Während nun zwei Gesellen mit Plaz usw. nach Westend fuhren, verkehren jetzt in entgegengesetter sollen. Hier scheint der Eifer derer zu versagen, die sonst- d. h. der Verladung des Fleisches beschäftigt waren, wurden aus der Richtung über den Spittelmarkt. Durch den andauernden Schneefall nicht etwa, wenn höhere Schulen in Betracht kommen fofort be- Kammer unbemerkt vier Kälber und andere Fleischwaren gestohlen. wird das Fortschaffen der Schneemaffen sehr erschwert. Es fehlt reit find, Oberklassen, die unter die Frequenzziffer 30. hat einen Schaden von 700 M. erlitten. an Schneepflügen und Fuhrwerken und hier und da an genügendem sinken, unerbittlich aufzulösen. Das Konsistorium rät, Handwerkszeug für das Heer der eingestellten Hülfskräfte, deren man Konfirmandenunterricht auf solche Schul- Ein vielseitiger Schwindler wird von den Behörden gesucht. Beschaffung mit den allergrößten Schwierigkeiten verknüpft ist. stunden legen, deren Versäumnis nicht besonders bedenk- Es handelt sich um den 25 Jahre alten Geschäftsreisenden Karl Als eine der Hauptursachen der noch nicht behobenen Verkehrs- lich erscheint. Welche Fächer mag das hohe Konsistorium meinen? Otto Frahm, der vor längerer Zeit in Begleitung der 21jährigen schwierigkeiten wird auch die ungenügende Zahl der zur Verfügung Bereits im Jahre 1902 ist der Lehrerverein vorstellig geworden, Kontoristin Sophie Grundoret aus Berlin- Charlottenburg verstehenden Arbeitskräfte angegeben. Es wird gesagt, daß sich von leider erfolglos. Durch Annahme der ersten der vorgeschlagenen schwunden ist. Er wird aller möglichen Straftaten beschuldigt. ben zurzeit streikenden beziv. ausgesperrten Arbeitern fast gar keine Thesen bezeichnete der Verein" die Schädigungen, welche die Bolls Frahm, der aus Weida in Sachsen- Weimar gebürtig ist, verübte zu dieser Arbeit meldeten und man auf obdachlose Asylisten schule durch den Konfirmandenunterricht erleidet", als unerträglich". auch in Berlin und Charlottenburg in der Zeit von Weihnachten angewiesen sei, die aber auch nicht zu haben wären. der Referent in der Ein- 1905 bis Anfang April 1906 und vor einiger Zeit in Wien umfangehrt das die ausgesperrten Arbeiter, die um Verbesserung richtung besonderer Jahresklassen für den Religionsunterricht reiche Kautionsschwindeleien; er wird auch von dort stedbrieflich ihrer Lage kämpfen, daß sie nicht um ein Butterbrot der empfahl, waren die Meinungen geteilt. Leider ist es nicht berfolgt. Es erscheint ferner nicht ausgeschlossen, daß er seine Stadt oder der Straßenbahn ihre ihre Arbeitskraft verkaufen möglich, den Schädling in seiner ganzen Pracht ziffernmäßig vorzu- Begleiterin verkuppelt oder anderweitig beseitigt hat. Frahm soll wollen. Bahlt die Stadt oder die Straßenbahn anständige Löhne, führen; denn:„ Nichts Genaues weiß man nicht", man darf es sich auch mit Heiratsschwindel befassen und gibt sich hierbei als werden fie genügend Arbeitskräfte erhalten, die auch etwas leisten. wenigstens nicht wissen. Das preußische Kultusministerium hat den Beamter der Elektrizitätsfirma Siemens u. Halste aus; Mit drei Mark pro Tag erreicht man das nicht. Dadurch schädigt Lehrervereinen die Aufnahme einer Statistik für diesen Zwed" arbeitet" meist unter den verschiedensten Namen, wie Walter Pfälz, man nur die Steuerzahler, die durch die erheblichen Berkehrs- gelegentlich einer diesbezüglichen Betition berboten. Um- Rolf Fellow, Halm, Hahn, Karl Willersdorfer und Georg beschränkungen großen materiellen Schaden erleiden. Ueber derartige omehr ist es Pflicht jedes Waters, sich durch Schneider. Bei seinen Gaunereien benußt er Geschäftspapiere mit Schädigungen der Steuerzahler gehen uns aus unserem Lesertreise Nachfrage bei seinen Kindern darüber Gewißheit zu ver- dem Aufdruck erfundener Firmenbezeichnungen, so z. B.„ Erstes zahlreiche Zuſchriften zu. Eine Anzahl Beschwerden beziehen sich auf die schaffen, wieviel ihnen von der Schulung für dieses deutsches Inkasso- und Handelsbureau, Zweigniederlassung Schröpfung durch die Große Berliner, die auch für ihre Teilstreden Leben, in dem fie nun einmal den Kampf ums Dasein zu führen München", Zentralbureau des Internationalen Engagementsden Leuten ihre 10 Bf. abnimmt. So mancher Arbeiter, der den haben werden, durch Konfirmandenunterricht verloren geht. Sicher institutes" usw. Er pflegt in den gelesensten Tagesblättern Weg nach seiner Arbeitsstätte zu Fuß zurücklegen mußte, mußte wird mancher durch die Größe des Mantos sich ver- Inserate aufzugeben, wonach er Kontoristen, Kassierer usw. gegen Strafe für Bufpätkommen bezahlen, mehrere haben sogar ihre Arbeit anlaßt jeben, bei den zuständigen Behörden Raution sucht, und bestellt dann die hierauf Reflektierenden in eingebüßt. wegen Abhilfe borstellig zu werden. eine von ihm zu Rontpraweden gemietete oder auch entsprechend Wo es etwas zu holen gibt, darf auch die Omnibus- Gesellschaft Es zeigt sich auch hier wieder, wie es die Kirche ist, die den ausgestattete Privatwohnung, oder wie in Wien in ein Hotel, läßt nicht fehlen. Weil in diesen Tagen manches Loblied auf die Auto- Schulunterricht erheblich beeinträchtigt. Und das soll noch schlimmer sich die Kautionen aushändigen und sucht mit den Geldern das Beite. Der erste Staatsantvalt am Landgericht München I macht omnibusse gesungen wurde, glaubte die Gesellschaft den Zeitpunkt werden! für gekommen, den Behnpfennigtarif zu durchbrechen. Sie läßt desneuerdings auf das Treiben des gefährlichen Burschen aufmerksam halb folgende Notiz berbreiten: und ersucht um seine Festnahme. die Es Der Automobilomnibus hat sich bei der allgemeinen Verkehrs rat biefer Lage di besondere Gunft der Bewohner von Moabit Ueber das δαξ neue Mittel, Der Beginn der juristischen Sprechstunde hat sich in der letzten Beit wiederholt verzögert, weil infolge der Wahl alle agitatorischen Kräfte erheblich in Anspruch genommen waren. Wir bitten des. Sel, bi Berzögerung entfchuldigen zu wollen und hoffen, daß nach er Soldaten als Schneeschipper und Lohndrücker. Besondere Sparsamkeit übt der Eisenbahnfistus, indem er statt Arbeiter Soldaten zur Beseitigung des Schnees heranzieht. So sind gestern| Publikum in einer geradezu standalösen Weise. Es erhob ein Ge- dem Bericht des Kassierers stand einer Einnahme von 100,84 M. auf der Bahnstrecke Bankow- Gesundbrunnen- Stettiner Bahnhof johle, Gepfeife, Getrampel und Gebrülle, daß einem Hören und eine Ausgabe von 78,61 M. gegenüber, es verbleibt somit am eine große Anzahl" Maifäfer" aus der Chausseestraße zum Schnee- Sehen verging. Der Franzose mußte den Kampf aufgeben und Ort ein Bestand von 22,23 M. Die Neuwahlen ergaben folgendes fchippen verwendet worden. Und was das tollste an der Sache ist, Herr Edwards ward als Sieger proklamiert. Und nun wurde Resultat: Wiedergewählt wurden als erster Vorsitzender Genosse find andere Arbeiter dafür entlassen worden, weil sie zu teuer sind. Franzose es war, der verloren hatte. Beifall geklatscht, der gar keine Grenzen fannte, weil der Guttbier, als Schriftführer Genosse Lauke, neu gewählt wurden als Und an dieser Aus- zweiter Vorsitzender Genosse Peters, als Kassierer Genosse SchuhAn der Pankow- Schönhauser Betriebsbahn find bereits seit dem schreitung beteiligte sich, wie wir beobachten konnten, sehr viel so- fchent und als Beisitzer Genosse Klatt. Als Revisoren wurden die November vorigen Jahres eine Anzahl Arbeiter am Ober- genanntes besseres" Publikum. Der Chauvinismus hat wieder Genossen Beese und Spring, als Bibliothekar Genosse Meißner bau beschäftigt. Diese Arbeit wurde plötzlich durch die einmal Triumphe gefeiert. und in die Lokalkommission die Genossen Christen und Meißner Witterung unterbrochen und man beschäftigte die Arbeiter, die Am Montag sollen Kämpfe zwischen Borern verschiedener gewählt. Bezirksführer wurden die Genossen Beese, Sprint, einen Tagelohn von 4 M. erhielten, mit der Beseitigung des Schnees. Länder stattfinden. Kasper, Albrecht, Clewide und Meißner. Die Geschäfte des Gestern morgen erschienen mit einmal eine Anzahl Soldaten und Das Theater Folies Caprice, das Pendant der Herrnfeld- Cunoftr. 2, und wolle man sich bei etwaigem Bezug von ParteiBeitungsspediteurs besorgt nach wie vor Genosse Gustav Kaminefi, lösten die Arbeiter ab; letzteren wurde bedeutet, daß sie zu dieser Bühne im Norden der Stadt, hat mit seinem Premieren- Trio Im literatur nur an diesen wenden. Arbeit zu teuer seien. Der Arbeiter, die auf so eigenartige Weise Café Abelles"," Gin Klabriasprozeß"," Soiree bei um ihr Brot gebracht werden, hat sich selbstverständlich eine nicht Löwy", keinen allzu glüdlichen Griff getan. Bot die Gerichtsszene, Ober- Schöneweide. geringe Empörung bemächtigt und unserer Ansicht nach mit Recht, Wize, über die man lachen konnte, und war die Komik des einleisten. Gegen ein solches Verfahren der Eisenbahnverwaltung muß denn schließlich ist das Militär nicht dazu da, Lohnbrückerdienſte zu entschieden protestiert werden. Die Nichtzulaffung eines Blinden zur Wahl in dem Vorort Johannisthal, über die wir gestern nach einer Korrespondenz berichteten, bestätigt sich nicht. Wie uns aus Johannisthal mitgeteilt wird, liegt der Fall fo: Ein Blinder erschien, von feinem Sohne geführt, im Wahllokal. Er erhielt einen Wahlumschlag und begab sich mit demselben nach der Wahlzelle. Als er dort noch beschäftigt war, erschien ein sehr bekannter Herr im Wahllotal in Johannisthal als großes Kirchenlicht bekannt und machte sich ebenfalls in der Wahlzelle, in der sich der Blinde noch befand, zu schaffen. Diese Beeinträchtigung der geheimen Wahl veranlaßte ein Mitglied des Wahlvorstandes, auf die Unzulässigkeit dieser Maßnahme hinzuweisen. Der Blinde ist aber dann zur Wahl zugelassen worden. Unserer Meinung nach hätte der Wahlvorstand den Unbefugten entschieden zurecht weisen müssen, da bekanntlich im Wahllokal weder Agitation noch Wahlbeeinflussung getrieben werden darf. das mittlere Stüd, noch einigermaßen eine Anzahl oberfauler Das Kind statt der Frau getötet. Eine unverhoffte traurige herbeigezogen, so versagte das Schlußstück ganz. Die Wike und Frau und seinen brei kleinen Kindern. leitenden Staffeehausibylle mehr als gewaltsam an den Haaren Bendung nahm ein Familiendrama, das sich in der Reaulenyfir. 22 abgespielt hat. Dort wohnt der Schmied Robert Hain mit seiner Hain soll start trinken und die komischen Situationen hatten mit den Hüten und den Röcken Frau und seinen drei kleinen Kindern. der Helden des Stückes das gemeinsam, daß sie einem nicht mehr wenn er abends heimkehrte, kam es in der Wohnung stets zu erregten Auftritten. Vor. einiger Zeit mußte er wegen ganz neu vorfamen, sie erinnerten an getragene Sachen aus zweiter eines hartnäckigen Leidens hiesiges Krankenhaus aufund dritter Hand, die frisch aufgebügelt waren. Wenn wenigstens am vergangenen Freitag fonnte er wieder die ersten beiden Stücke einigen Beifall beim Publikum fanden suchen und Da die Ehefrau während des Aufso war dieser Erfolg in erster Linie dem vorzüglichen Spiel der als geheilt entlassen werden. Darsteller zu danken. Jacques Aalbach( Ignaz Löwy) und enthaltes ihres Mannes in eine empfindliche Notlage geriet, sah sie Siegfried Barisch( Moriz Grün) machten ihre Sache einfach fich veranlaßt, ihre Schwester und einen Schlafburschen bei sich aufgroßartig; aber auch Friedrich Regnis, Adolf Wollner, zunehmen. Als nun H. wieder vom Krankenhaus zurückgekehrt war, Alfons Sussin und Elsa Singer müssen lobend er- glaubte er, zwischen seiner Frau und dem Schlafburschen habe sich wähnt werden. Ein so langes Leben, wie ihren Vorgängern auf in feiner Abwesenheit ein Verhältnis entwickelt. Bergeblich bes der Folies- Caprice- Bühne, dürfte diesen drei Stücken schwerlich be- teuerte ihm die Frau, daß er sich im Unrecht befinde. H. drohte, fich furchtbar zu rächen. Er besaß ein Tesching, das er schieden sein. für seine Nache ausersehen hatte. Abends in der zehnten Stunde holte er die Waffe von der Wand herunter, lud sie und mit den Worten:„ Die Kugel ist für Dich bestimmt!" zielte der Unmensch auf seine Frau. In diesem Augenblick schrie das vier fährige Söhnchen laut auf, und die Mutter, die nicht damit gerechnet batte, daß es ihr Mann ernst meinte, nahm den kleinen auf den Arm. Nun frachte ein Schuß und die Kugel drang dem Knaben in die linke Schläfe. Das Kind war auf der Stelle tot. Sch. wurde furze Zeit darauf verhaftet. Die Leiche des erschossenen Knaben ist polizeilich beschlagnahmt und die Wohnung vorläufig durch die Behörde geschlossen worden. Köpenick. Personen, die am 17. November abends gegen 10 Uhr dem Recontre zwischen einen Fahrgast und dem Bahnschaffner auf Bahnhof Treptow mit beigewohnt haben, werden gebeten, ihre Adresse an St. Zimmerman, O. 112, Gürtelstr. 8, einzusenden. Mit der Stadtverordnetenersagwahl in der III. Abteilung für den ausgeschiedenen Genossen Selling beschäftigte sich am Donnerstag die Wahlvereinsversammlung. Nachdem Genosse Obst- Schöneberg über Kommunalwahlen und die Aufgaben der städtischen Körperfchaften referiert hatte, wurde als Kandidat der Tischler Genosse Hermann Israel, Berlinerstraße, einstimmig aufgestellt. Ein entsetzliches Brandunglück ereignete sich Freitagnachmittag Der Berliner Volks- Chor hat für den heiteren Musikabend, in dem Haufe Kommandantenstr. 15. Dortselbst hat der Handels- welcher heute abend 7% Uhr im Apollosaal des„ Deutschen Hofes", mann Rösler eine Kellerwohnung inne, in welcher seine drei Bucauerstr. 15, stattfindet, den berühmten schwedischen Lieder Kinder im Alter von 3-6 Jahren häufiger allein blieben. Gestern sänger Sven Scholander gewonnen, welcher eine aus nachmittag hatten die Röslerschen Eheleute die Kleinen wieder gewählte Zahl heiterer Lieder zur Lautenbegleitung in deutscher allein gelaffen, um einer in Mariendorf stattfindenden Beerdigung Sprache vortragen wird. Eine kleine Anzahl Einlaßkarten wird beizuwohnen. Nachmittags gegen fünf Uhr wurden die Bewohner noch an der Abendkasse, welche um 27 Uhr geöffnet wird, zu haben des Hauses Kommandantenstr. 15 durch ein gellendes Hülfegeschrei sein. alarmiert, das aus der Röslerschen Kellerwohnung drang. Den Arbeiter- Samariter- Kolonne. Montagabend 9 Uhr: 1. Abdort eindringenden Nachbarn bot sich ein grauenhafter Anblick. In der Mitte des Zimmers stand die sechsjährige Gertrud Rösler, teilung Dresdenerstr. 45. VorVortrag über Vergiftungen. einer Feuersäule gleichend. Die Flammen schlugen dem Kinde tragender Herr Dr. Roeder. Nachdem praktische Uebungen. Neue über dem Kopfe zusammen. Trotzdem aber hatte das Mädchen noch Mitglieder fönnen jederzeit eintreten. Gäste haben einmaligen die Geistesgegenwart gehabt, den kleinen Gefreien Zutritt. Am 14. Februar Vortrag des Nervenarztes schwistern zuzurufen, sich von ihr fern zu halten. Dr. Pleßner über: Die Erkrankungen des Nervensystems durch Nachdem Hausbewohner das Feuer durch Ueberwerfen von Decken Unfälle. Daran anschließend Mitgliederversammlung. Geschäft gelöscht hatten, wurde die Kleine, die sich bei voller Beliches und Verschiedenes. Am 17. Februar Lichtbilder- Vortrag. sinnung befand, nach der Ufallstation in der Alexandrinenstraße gebracht. Wie der Arzt dort feststellte, war das Mädchen in geradezu grauenhafter Weise am ganzen Körper verbrannt. Die Arme waren verkohlt und von dem Rücken, der Brust und den Beinen hing die Haut in Fezen herunter. Die Verunglückte wurde nach dem Strankenhause am Urban gebracht, wo sie bald nach ihrer Ginlieferung verstarb. Der Unglücksfall ist dadurch entstanden, daß das Mädchen Preßkohlen in den Ofen legen wollte, wobei einige glühende Kohlen hinausfielen und die Kleider des Kindes in Brand setten. Zu rekognoszieren. Am 29. Januar, vormittags 94 Uhr, wurde vor dem Hause Königin Auguftaftr. 19 eine airka 35 Jahre alte, verwahrloft aussehende Frauensperson hülflos aufgefunden. Auf dem Transport nach dem Bolizeigewahrsam ist sie verstorben und ist näheres über ihre Person nicht bekannt geworden. Die Verstorbene war 1,64 Meter groß, dunkelblond, unterseßt und hat lückenhafte Zähne. Bekleidet war sie mit rotwollenem Hemd, grün- grau- braun- tarierter Bluse, dunkelgrauem Jackett, schwarzen Strümpfen und halben Schnürschuhen. Zweckdienliche Angaben über die Person der Verstorbenen werden in jedem Polizeirevier oder im Polizeipräsidium, Zimmer 324 zu 774 IV/ 41. 07 entgegengenommen. Arbeiter- Bildungsschule Berlin, Grenadierstr. 37. Heute abend 7 Uhr im Gewerkschaftshause, EngelIlfer 15, Saal I: Vortrag des Genossen Dr. Paul Bernstein: „ Einiges über öffentliche und private Gesundheitspflege." Vorort- Nachrichten. Die Wahl des Genossen Zubeil im Kreise Teltow- Beeskow liegt den bürgerlichen Parteien sehr im Magen und fie finnen auf Mittel, um einen nochmaligen Waffengang herbeizuführen. Wir lesen in der Staatsbürger- Beitung": " Die Wahl findet statt für die in der Altstadt und in der Dammborstadt wohnhaften Wähler am Montag, den 4. Februar 1907, nachmittags von 5-8 Uhr im Stadttheater, Friedrichstr. 6, für die in der Sieger Vorstadt wohnhaften Wähler am Dienstag, den 5. Februar 1907, nachmittags von 5 bis 8 Uhr, im Restaurant Ludwig( Inh. Rob. Hansknecht), DorotheenWähler am Donnerstag, den 7. Februar 1907, nachmittags von 5 straße 1 und für die in der Cöllnischen Vorstadt wohnhaften bis 8 Uhr, im Restaurant Scheer, Rudowerstr. 1. lebe jeder sein Wahlrecht aus, obgleich Gegner nicht auf,, Wie man hört, sind bei der Wahl am 25. Januar verschiedene Unregelmäßigkeiten vorgekommen, die eine ungültigkeitserklärung gestellt sind. der Wahl zur Folge haben dürften. Die Zahl der Doppelwähler soll in diesem größten Kreise der Monarchie außerordentlich start Nieder- Schönhausen. bertreten sein, was dadurch erleichtert wird, daß Bauarbeiter in In der Generalversammlung des Wahlvereins am 29. Januar Berlin tätig sind und in den Vorortgemeinden ihre Wohnung haben. gab Genosse Päzold den Jahresbericht. Danach haben stattgefunden, Dazu kommt der Umstand, daß in den Wahlfuverts verschiedent- 11 Wahlvereinsversammlungen, 3 Protestversammlungen, 2 öffentliche lich Wahlzettel anscheinend aus dem Jahre 1903 gefunden wurden. Wählerversammlungen und 24 Vorstandssigungen. Den Kassenbericht Man weiß nun nicht genau, wieviel ungültige Stimmen dadurch erstattete der Kassierer Genosse Salomon. Einer Einnahme von herbeigeführt sind. Jedenfalls ist die Untersuchung gegenwärtig 539 m. steht eine Ausgabe von 626,11 m. gegenüber; die schon eingeleitet, und man wird abzuwarten haben, wie der neue Kasse hat einen Bestand bon 62,16 M. Die MitgliederReichstag sich zu dem Wahlprotest für den Kreis Teltow- Beeskow- zahl beträgt für den Bezirk Nieder- Schönhausen 312. Davon Charlottenburg stellt." entfallen auf Nieder- Schönhausen 212, Mühlenbeck 52, BlankenRigdorf. Die Begründung, die hier zu einem eventuellen Wahlprotest felde 7, Schildow 16, Zühlsdorf und Basdorf 25 Mitglieder. Nach gegeben wird, ist direkt unsinnig. Die Behauptung, daß Bersonen Berufen geordnet sind vertreten: 83 Maurer, 50 Arbeiter, 44 Töpfer, Bermißt. Die Frau Rosa Regrinelli geborene Trozzarello, in Boppelt gewählt haben, ist ohne jede Unterlage und wir glauben auch 16 Bimmerer, je 9 Buchdrucker und Gastwirte, 7 Tischler, Schlosser, Turin geboren, an 27 Jahre alt, ist am 23. Januar cr. aus ihrer nicht eher daran, bis bestimmte Fälle festgestellt sind. Was den 5 Maler, 4 Kaufleute, Bauarbeiter, Maschinenarbeiter, Wohnung Prenzlauerstr. 17 verschwunden und seit dieser Zeit nicht zweiten Einwand anbetrifft, daß in den Wahlfuverts verschiedentlich 8 Dachdecker, Lithographen, Metallarbeiter, Schriftsetzer, Holzwieder gesehen worden. Die Negrinelli hat angegeben, Stellung Wahlzettel aus dem Jahre 1908 gefunden worden sein sollen, arbeiter, 2 Portefeuiller, Anschläger, Buchbinder, Bildhauer, Schuhals Sängerin zu suchen, doch wird vermutet, da fie schwermiltig ist, so ist derfelbe nicht ganz unbegründet. Auch uns ist mitgeteilt macher, Lederarbeiter, Gürtler, Straßenbahnschaffner, Hutarbeiter, daß sie Selbstmord begangen hat. Die Vermißte ist 1,55 Meter worden, daß am Wahltage in Nigdorf in bestimmten Wahllofalen Monteure, Hausbiener, Ziseleure, Möbelpolierer, Maschinenmeister, groß, blond, hat breite Stirn, braune Augen, platte Nase, voll- Wahlfuverts ausgegeben worden seien, in denen Stimmzettel Stuffateure, Schneider, Schriftsteller, Glaser, ein Drechsler, Händler, ständige Zähne, gesunde Gesichtsfarbe, rundes Geficht, gedrungene enthalten waren, und zwar Stimmzettel mit dem Namen Karl Stellmacher, Fliesenleger, Kutscher, Mechaniker, Bandagist, Portier, Gestalt und hat drei fleine Flecken im Gesicht, sie spricht italienisch, Liebknecht, des Kandidaten für Osthavelland. Es ist diese Hobler, Barbier, Wickler, Chemigraph, Klempner, Einnehmer, Schmied, franzöfifch und gebrochen deutsch. Sie war befleidet mit Belzmüge, Tatfache sofort den die Wahl leitenden Personen zur Kenntnis ge- Gärtner, Stereotypeur, Former. hellem Kleide mit umgeschlagenen Wermeln und Boa, Schnürstiefeln, bracht worden und es ist in der Tat unerfindlich, wie es möglich Hierauf wurde die Wahl des Vorstandes vorgenommen. Es Strümpfen und weißer Wäsche gezeichnet Z. N. Zweddienliche Anwar, derartige Kuverts an die Wähler auszugeben. Wir haben aber wurden gewählt: als erster Borfizender Päzold, zweiter Vorgaben über den Verbleib der Vermißten werden in jedem Polizei- dieses Verfahren nur als Manöver der Gegner aufgefaßt, uns sigender Rißmann, Kassierer Salomon, Schriftführer Hellrich, Beifißer revier oder im Polizeipräsidium Zimmer 324 zu 788 IV/ 31. 07 Schwierigkeiten zu machen. Es ist vereitelt worden und alle Mittel, Girbig, Waschte und Hennig, Revisoren Käsehagen, Zander und entgegengenommen. noch nachträglich uns den Sieg streitig zu machen, werden nichts Betri, Lokalkommission Rißmann, Zeitungskommission Käsehagen nügen. Bezirksführer für den 1. Bezirk Helfrich, 2. Bezirk Otto, 3. Bezirk Risch. Unter Vereinsangelegenheiten teilt teilt der Vorsitzende das Ergebnis der Reichstagswahl von unserem Orte mit: Ein blutiger Raubanfall ist gestern abend auf dem Grundstück Eingeschriebene Wähler tvaren 2750. Von den insgesamt Bergstr. 182 berübt worden. Als der Kutscher Emil Berner von 2151 abgegebenen Stimmen erhielt der Bürgermeister Biethen der Firma Berliner Hauswäscherei" mit seinem Fuhrivert nach 835, Stadthagen 1284, zersplittert bezw. ungültig waren Montag, den 11. Februar: Geschichte( Entstehung des Christen- Hause kam und den Torweg zu dem erwähnten Grundstück öffnete, 32 Stimmen. In der hierauf folgenden Disfussion führte Genosse tums. I. Das Judentum.) Vortragender: Dr. Mag Maurenbrecher. Huschte ein ihm unbekannter Mann mit hinein und blieb im Tor Hellrich aus, daß das Resultat am Drte zivar ein erfreuliches sei, Mittwoch, den 13. Februar: Soziale Gesetzgebung.( Deutsches weg stehen. W. hatte einen größeren Geldbetrag einkaffiert und der Ausfall der Reichstagswahlen im allgemeinen uns eine große Arbeiterrecht. II. Teil: Die Arbeiterschutzgesetzgebung.) Vortragender: die Summe in einer Ledertasche aufbewahrt. Da er sofort ahnte, Enttäuschung gebracht habe; besonders diejenigen Genossen, welche Simon Kagenstein. daß es der Fremde auf eine Beraubung abgesehen habe, forderte er ihn jahrelang politisch tätig waren, haben diese Schlappe nicht erwartet. Donnerstag, den 14. Februar: Rednerschule( llebungen im bringend zum Verlassen des Torwegs auf. Dreift behauptete jedoch Aber wir waren unseres Sieges zu sicher, wir hatten nicht mit den Disponieren und Halten von Vorträgen unter Zugrundelegung der der Mann, er wohne im Hause und als W., der dies nicht glauben Taufenden gerechnet, die nie irgendwelche politische Aufklärung Neden und Schriften hervorragender Redner). Vortragender: Julian wollte, drohte, ihn gewaltsam zu entfernen, sprang der Bursche empfangen hatten und bei denen die Verleumdungen des ReichsBorchardt. plöglich auf ihn zu, würgte ihn am Halse und drückte ihn gegen die verbandes zur Bekämpfung der Sozialdemokratie bis zu einem geFreitag, den 15. Februar: Nationalökonomie.( Tatsachen der Wand. Energisch sezte sich der Kutscher zur Wehr und schleuderte wissen Grade wirkten. Es sei deshalb Pflicht eines jeden Genossen, Weltwirtschaft.) Vortragender: Mag Grunwald. den Angreifer von sich. Diefer griff nun in die Hosentasche, holte für Aufflärung zu sorgen, damit die Niederlage das nächste Mal Freitag, den 15. Februar, in Steglitz, Ahornstr. 15a, bei Schell- ein großes Messer hervor und drang aufs nene auf W. ein. Der wieder gut gemacht werde. Zum Schluß forderte der Vorsitzende hase: Geschichte.( Die große französische Revolution[ 1789-1799].) Bedrohte zog es nun vor zu fliehen, doch kaum hatte er jich zum zahlreichen Besuch des im Februar zum erstenmal stattfindenVortragender: Mag Maurenbrecher. umgedreht, so erhielt er von hinten mehrere Messerstiche den Zahlabends auf. den Hals. Tinke Auch in die in Schulter wurde er wiederholt gestochen. Auf die Hülferufe des Ueberfallenen eilten Reinickendorf- Rofenthal. Hausbewohner hinzu und mun ließ der Messerstecher von seinem Lehrplan. Sonnabend, den 16. Februar: Literaturgeschichte.( Die romantische Schule und ihre Ausläufer.) Vortragender: Heinrich Ströbel. Montag, den 11. Februar: Fortschrittskursus in National ökonomie.) Vortragender: Julian Borchardt. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Eine Revolveraffäre, welche leicht den Tod eines jungen Mannes Opfer ab und suchte fein Heil in der Flucht. Schwerverlegt wurde zur Folge haben konnte, spielte sich vorgestern abend in Rosenthal W. nach einem Arzt gebracht. Er hatte allein sechs gefährliche bei Reinickendorf ab. Der 23jährige Schlosser Kieslich, Berlin, Messerstiche in den Hals erhalten. Als Täter wurde der mehrfach Schulstraße wohnhaft, gab dort auf seinen Bruder zwei borbestrafte Maler Heinrich Rimpel von der Kriminalpolizei ermittelt Revolverschüsse ab, wodurch dieser am linken Arm und an und verhaftet. St. behauptet, er sei betrunken gewesen und wisse der Brust schwer verlegt wurde. Der Täter wurde verhaftet und dem Untersuchungsgericht zugeführt. Der Verwundete nichts von dem Ueberfall. befindet sich außer Lebensgefahr. Die Ursache des Attentats soll in Familienzwist zu suchen sein. Spandau. Der Zirkus Busch war am Freitagabend der Schauplatz eines unglaublichen Standals. Der Ausgangspunkt ist zu suchen in einem Match, der zwischen dem Leichtgewicht- Champignon Herrn Joc. Edwards- London- Berlin und dem Jiu- Jitsu- Kämpfer Monsieur Getötet wurde bei der Ausübung seines Berufes gestern der in der Edmond Bary- Baris zum Austrag gebracht werden sollte. Der Linoleumfabrit tätig gewesene Arbeiter Adolf Thiel aus der Nichard Einsatz betrug 400 M. und sollte verloren sein, wenn der Jiu- Jitsu straße 40. Während T. mit Schneidearbeiten beschäftigt war, stürzte Kämpfer den Borer nicht in vier Runden besiegt. Diese Ver- plöglich eine drei Zentner schwere mit Eisenblech beschlagene Schiebeanstaltung, die manche Leute als Sport betrachten, die wir aber für auf bisher noch unaufgeflärte Weise um und traf den Arbeiter zum groben Unfug rechnen, hatte ein zahlreiches Publikum an- so unglücklich, daß ihm der Kopf vollständig zerschmettert wurde. gelodt, das den Kampf fieberhaft verfolgte. Sobald der Boger T. war auf der Stelle tot. dem Franzosen gehörig eins versetzt hatte, flatschte und schrie die Menge Beifall, der sich immer steigerte, wenn eine Runde zu Ende war, ohne daß der Boyer von dem Franzosen besiegt war. Am Dienstag tagte im Restaurant Sanssouci die General. Bu einem ganz unglaublichen Standal tam es aber, als die vierte versammlung des Wahlvereins. Zum ersten Bunft der Tages. Runde beginnen sollte. Eben war das Glockenzeichen zum Beginn ordnung gab Guttbier den Bericht des Vorstandes; aus demselben des Kampfes gegeben, als Herr Vary- Paris auf seinen noch auf ging hervor, daß im lebten Quartal vier Mitgliederversammlungen, Verein der Lehrlinge, jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen dem Stuhl sitzenden, noch keine Kämpferstellung eingenommenen eine Generalversammlung und eine öffentliche Versammlung statt- Berlins und Umgegend. Abteilungen 8 und 9. Heute ordentliche Mit Gegner zusprang und ihn zu paden friegte. Das war unfair und gefunden haben. Die Mitgliederzahl ist von 63 auf 69 gestiegen. gliederversammlung. Beginn 3 Uhr. Erscheinen unbedingt notwendig. die Schiedsrichter erhoben Einspruch. Dabei benahm sich das Der Vorwärts" wird am Ort in 180 Exemplaren gelesen. Nach Nach der Sizung: Gemütliches Betsammensein. Schmargendorf. " wärts" in Empfang nehmen, zur Kenntnis, daß am Dienstag, den Denjenigen Abonnenten, welche sonst am Bahnhof ihren Vorwärts" in Empfang nehmen, zur Kenntnis, daß am Dienstag, den 5. Februar( am Stichwahltage) am Bahnhofe kein Vorwärts" ausgegeben, sondern nach der Wohnung gebracht wird. Den Mit gliedern des Arbeitergesangvereins Hoffnung", Spandau, zur Nach richt, daß infolge der notwendig gewordenen Stichwahl, die nächste Uebungsstunde am Mittwoch, den 6. Februar stattfindet. Gerichts- Zeitung. indem er die darin behaupteten Tatsachen als wahr unterstellte. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten zu 200 M. Geld machung der inkriminierten Stelle des Artikels aus und dem Bestrafe event!. 20 Tagen Gefängnis, sprach die Unbrauchbarleidigten die Publikationsbefugnis au. USHI Vermischtes. von Windsor. Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Gänseliesel. Abends: Bar und Zimmermann. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Fra Diavolo. Abends: abends: Tosta. Montag: Hoffmanns Erzählungen. Dienstag: Josla. Die lustigen Weiber von Windsor. Montag: Der Freischüß. Komische Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Hoffmanus Erzählungen. Mittwoch: Die Boheme. Donnerstag: Tosta. Freitag: Carment. Sonnabend: Hoffmanns Erzählungen. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Carmen. Abends: Toska. Montag: Hoffmanns Erzählungen. Kleines Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Nachtasyl. Abends: Eine triviale Komödie. Montag: Zu den Sternen.( Anfang 7, Uhr.) Dienstag: Ein idealer Gatte. Donners Mittwoch: Zu den Sternen. meine Im Schnee stecken geblieben. Gestern sind zwei von Lemberg tag: Gine triviale Komödie. Freitag und Sonnabend: Zu den Sternen. abgelassene Personenzüge bei Borki im Schnee stecken geblieben. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Nachtasyl. Abends: Zu den Sternen. Montag: Eine zu Hülfe entsandte Reservemaschine entgleiste. Die Passagiere Unbestimmt. mußten während eines furchtbaren Schneesturmes nach der benach- Trianon- Theater. Heute und nächsten Sonntag nachmittag 3 Uhr: barten Station geleitet werden. Dort herrschte gleichfalls ein so Wo ist Papa? Die Schloßfellerei. Allabendlich: Frl. Josette starkes Schneetreiben, daß sich die Schneeschaufler in Sicherheit Frau. Luifen- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Wilhelm Tell. Abends: bringen mußten. Der Königsleutnant. Montag: Sherlock Holmes. Dienstag: Wilhelm Zell. Mittwoch: Der lange Sterl. Donnerstag: Der Raub der Sabinerinnen. Freitag: Der lange Kerl. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Der geftiefelte Stater. Abends: Der Raub der Sabinerrinnen. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Wilhelm Tell. Abends: Der lange Kerl. Montag: Die schöne Ungarin. Bentral Theater. Heute nachmittag 3 Uhr: Die Puppe. AllabendSchiffsbrüde wegen Treibeises ausgefahren worden. Treibeis auf dem Rhein. In Köln ist gestern mittag die Feuer im Stapeldock. Das Rocheforter Stapelbock für Unterseeboote wurde in der vergangenen Nacht durch eine Feuersbrunst zerstört. Ein Unterseeboot von 200 Tonnen erlitt leichte Be- lich: Künstlerblut. Sonnabendnachmittag 3%, Uhr: Schneewittchen. Nächsten schädigungen. In Marinekreisen ist das Gerücht verbreitet, daß das Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Boccaccio. Bernhard Rose Theater( früher Carl Weiß- Theater). SonntagFeuer angelegt worden sei. Mit der Frage, wie sich die Tuberkulose der Menschen zu den Tieren verhält, beschäftigt sich die königliche Kommission in London. Dieselbe hat gestern einen Bericht veröffentlicht, in welchem pofitiv die Ansicht vertreten wird, daß Menschen und Tiere sich gegenseitig mit Tuberkulose anstecken können, daß es aber zurzeit noch nicht möglich sei, festzustellen, ob die Tuberkulose des Menschen mit der der Tiere identisch sei. Hochwasser des Mississippi. Wie aus New York gemeldet wird, hat der Mississippi bei Memphis den Damm durchbrochen; viele Stilometer Land find überschwemmt. Die Bewohner einer Reihe Ortschaften mußten in aller Gile flüchten. Das Wasser, welches weiter im Steigen begriffen ist, droht in die Stadt einzubringen. Ueber das Schicksal mehrerer Ortschaften ist seit 24 Stunden keinerlei Nachricht eingetroffen. " Berlorener Dampfer. Nach einer Lloydemeldung aus Mahe ( Seychellen) ist der Dampfer Endeavour am 25. Dezember v. J. bei Providence- Jsland im Indischen Ozean gänzlich verloren ge gangen. Die Passagiere sind mit einem anderen Dampfer in Mahé angefommen. " Zum Wahlfonds Gesammelt durch Seiffert bei der Beerdigung des Kollegen 28oogid 7,-. N. N. 27 5,- 594 2,-. Genossen aus Montreal, Canada 10,-. A. D. 2,-. Berliner W. W. 3 10,-. H. K. 20,-. Bau Gause, Pariser Plat 6,-. Charlotte S. 3,05. Ungenannt durch Emil Schumann, Oranienburg 5,-. Rauchklub„ Sidleff" 5,- Rauchklub Hoffnung" 6,-. Rauchklub„ Wiedersehen" 5,-. 9. p. 3,-. Hausdiener der Firma A. Jandorf u. Co., Brunnenstraße, 2. Rate 17,50. E. S., Expedient, Troz alldem 2, F. Leiter, Rostockerstr. 11 5,- Bentralverband der Maschinisten und Heizer 800,-.. A., Fürbringerstraße 2,- Verband der Maschinisten und Heizer Charlottenburgs 20,-. Werkstattpersonal der Berliner elektrischen Straßenbahn, A.-G., Siemens u. Halste, Treptow, 2. Nate 10,-, Bersonal der Buchdruckerei H. S. Hermann, 6. Rate( darunter X. 9. 3. 3,-) 114,45. Verband der Friseurgehülfen, Bahlstelle Charlottenburg 3,65. Personal der Buchdruckerei .Bernstein 13,55. Kommunistischer Arbeiterbildungsverein, London 203,-. Eine Kolonialaffäre beschäftigte gestern die 4 Straffammer des Landgerichts I unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Qua ft. Wegen Beleidigung des Geh. Legationsrats 3. D. Dr. Seit wa der frühere verantwortliche Redakteur der„ B. 8. am Mittag", Mag Hochdorf angeklagt. Es handelte sich um einen in Nr. 210 der genannten Zeitung vom 7. September 1906 enthaltenen Artikel unter der Ueberschrift:„ Ein Aquarell aus Kumerun die twentyfive- Solonie". Es wurde darin erzählt, daß, als Jesko von Puttkamer noch Landeshauptmann von Togo war, sich daselbst ein Landschaftsmaler namens Leuschner aufhielt, um künstlerische Studien zu machen. v. Puttkamer habe sich an Leuschner mit der Bitte gewendet, ihm Unterricht in der Aquarellmalerei zu erteilen. Dann seien beide dide Freunde geworden. Jesto habe dem Zeusch ner in den Gouvernementsdienst aufgenommen und ihn zum Wegebaumeister ernannt. Als v. Puttkamer Gouverneur von Kamerun wurde, habe er den Leuschner dorthin mitgenommen und ihn zum Bezirksleiter von Buea avancieren lassen. v. Puttkamer habe ihn auch beivogen, Frl. Ecke( Freifräulein von Eckardtsten") zeitweilig in seine Obhut zu nehmen. Frau Leuschner sei aber eines Tages eifersüchtig geworden und habe das" Frl. v. Eckardtstein" hinausgeworfen. Darüber sei die Freundschaft zwischen v. Buttkamer und Leuschner in die Brüche gegangen. Der lettere sei aber inzwischen etaismäßig angestellt gewesen. Leuschner habe sich dann von seiner Frau einreden laffen, daß die Polizeisoldaten gegen die Europäer des Bezirks einen Anschlag planten. Eines Tages habe er die in der Nähe der Station Buea vorhandenen Weißen zusammen gerufen, um sie von dem geplanten Ueberfall der Weh- Jungen in Kenntnis zu sehen. Auf Beuschners Anordnung sei dann auf die Polizeifoldaten geschossen worden, mehrere seien tot zu Boden gestürzt, andere seien geflüchtet. Die Polizeisoldaten hätten aber ein gutes Gewissen gehabt. Dr. Seiß sei damals stellvertretender Gouverneur von Kamerun gewesen. Durch ihn seien zwei WeyJungen zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt, gegen Leuschner aber sei nichts unternommen worden. Dr. Seit habe vielmehr alle Beteiligten, auch Frau Leuschner, aufs Strengste angewiesen, über den Vorfall das strengste Stillschweigen zu bewahren. Es wäre wohl auch nichts bekannt geworden, wenn nicht der deutsche Konsul in Monrovia berichtet hätte, daß das Werbegeschäft unter den Wen- Jungen auf große Schwierigkeiten stoße, weil ihnen die Leuschnersche Schießerei bekannt geworden war und nach ihrer Bes hauptung in Kamerun geprügelt werde, so daß sie Kamerun die twenty- five- Solonie" nennen." Der verlesene Eröffnungsbeschluß wurde vom Verteidiger Rechtsanwalt Sonnenfeld bemängelt und vom Gerichtshofe dahin ergänzt, daß der Artikel nur Auf See überrannt. 2ondon, 2. Februar. Ein Telegramm insoweit inkriminiert sei, als dem Dr. Seiz vorgeworfen werde, aus Weymouth berichtet, daß der Dampfer Pitschin" von der daß er die Soldatenmeuterei seiner vorgesezten Behörde ver- Hamburg- Amerika- Linie gestern sieben Ueberlebende der Barke schwiegen habe.- Rechtsanwalt Sonnenfeld beantragte Touring" gelandet hat. Dieses Fahrzeug war von der„ Pitschin" hierauf die Vertagung und die Vorlegung der Aften des Kolonial- in der Nähe von„ Beashy Head" in den Grund gebohrt worden, woamts, da sein Klient nach dieser Richtung hin seine Verteidigung bei ein Mann der Besayung umfam. nicht vorbereiten konnte. Der Gerichtshof lehnte den Vertagungsantrag ab, dadurch die Ergänzung des Eröffnungsbeschlusses die Sachlage fich nicht verändert habe. Der Angeklagte, der den Artifel nicht berfaßt hat, bestritt entschieden, daß die infriminierte Stelle irgendwie bie Absicht der Beleidigung gingen in unserer Expedition Lindenstr. 69 folgende Beiträge ein: durchblicken lasse. Es sei einfach eine Tatsache mitgeteilt, dem Dr. Seiß aber seien keine ihn beleidigende Motive zum Erlaß des Schweigegebots untergeschoben worden. Gegen die sofortige Bernehmung des als Zeugen geladenen Geh. Rats Dr. Seit erhob Rechtsanwalt Sonnenfeld wiederum Einspruch und beantragte abermals Vertagung, da ihm das Beweis. thema, über welches dieser vernommen werden soll, nicht mitgeteilt worden sei. Der Antrag wurde abgelehnt. Geh. Rat Dr. Se i B: Er fühle sich dadurch beleidigt, daß in den Artikel ihm der Vorwurf der Verlegung der Beamtenpflicht gemacht werbe, indem er die Soldatenmeuterei vor der vorgesezten Behörde zu vertuschen gesucht habe. Das Gegenteil sei der Fall. Wer die Leute dort fenne, weiß, daß ein solches Schweigegebot gar keinen Erfolg gehabt hätte. Die Vorgänge liegen jept 8 Jahre zurück. Es war die Absicht der Polizeisoldaten verraten worden, zu meutern, als gerade die Schußtruppen weg waren. Infolge der steigenden brohenden Haltung der Polizeitruppen habe es Herr Leuschner für geboten erachtet, zu Verhaftungen zu schreiten. Da einige der Meuterer Fluchtversuch machten, tam es zur Schießerei, wobei 4 Mann erschossen und mehrere verwundet wurden. Die WeyJungen dienen an der ganzen Westküste Afrikas als Träger und als Soldaten; es sind an und für sich sehr tüchtige Leute, die aber in sehr straffe Zucht gehalten werden müssen. Ihn, den Zeugen, habe die Nachricht der Vorgänge in Victoria getroffen, er sei sofort an Ort und Stelle zurückgekehrt und habe die Vorkommnisse durch Vernehmung mehrerer Missionare und einer Reihe anderer Personen festgestellt. Da habe sich ergeben, daß kein Mensch Herrn Leuschner eine Schuld beimessen konnte. Es sei möglich, daß die Leute, die da wußten, daß die Schußtruppen weg waren, die Absicht auf die Kaffe hatten. Es lag zur Zeit viel Geld in der Kasse und sie konnten bestimmt die Hoffnung haben, mit ihrem Raube auf englisches Gebiet zu entkommen. Er habe Die Angelegenheit sehr streng untersucht und sei zu der Ueber zeugung gekommen, daß gerade die Hauptschuldigen gefallen waren. Die ganze Sache war fofort allgemein bekannt, denn es waren bei der Schießerei 14 Weiße zugegen und es sei gar nicht daran zu denken gewesen, daß die Veröffentlichung der Sache hätte verhindert werden können. Es sei ihm klar gewesen, daß infolge der Vorgänge eine Erschwerung der Rekrutierung stattfinden würde, aber doch nur auf furze Zeit. Er habe sofort seiner vorgesetzten Behörde über das Ereignis telegraphisch, und daran anschließend auch schriftlich berichtet. Auch sei im Kolonialblatt die ganze Geschichte geschildert worden. Rechtsanwalt Sonnenfeld beantragte die Verlesung dieser Berichte, worauf Geh. Rat. Dr. Seit erklärte, er habe nur die Ermächtigung, die Berichte soweit zum Vortrag zu bringen, als sie sich auf diese Schießaffäre beziehen, den sonstigen Inhalt aber nicht. Auf Befragen erklärt er es für möglich, daß er gesprächsweise einzelnen Personen an die Hand gegeben habe, nicht so viel von der Sache zu reden. Rechtsanwalt Sonnenfeld beantragte, Auskunft des Auswärtigen Amtes einzuholen über die Behauptung des Artikels, daß das Auswärtige Amt erst Herrn v. Buttfamer zur Berichterstattung habe auffordern müssen. Geh. Rat. Dr. Seit bestritt dies. Sein nächster Vorgefeßter fei die Kolonialabteilung gewesen, da Herr v. Buttkamer damals beurlaubt war. Staatsanwalt Ghtede widersprach dem Beweisantrage. Aus den weiteren Befundungen des Geh. Rats Seiz ging hervor, daß er den Haupträdelsführer, bei dem eigentlich die Todesstrafe am Plaze gewesen wäre, zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt habe. Derselbe sei nach Verbüßung eines Teils der Strafe später begnadigt worden. Die übrigen Schuldigen hätten Strafen von zwei Jahren bezw. einigen Monaten Gefängnis erhalten. Auf Wunsch des Gerichtshofes begab sich Dr. Seiß in das Auswärtige Amt, um die Genehmigung zum Vortrage der Kammerspiele des Deutschen Theaters. Sonntag, Montag, Mittganzen Berichte einzuholen. Er kehrte aber mit dem Bescheide woch, Donnerstag und Sonnabend ben 9. Februar: Frühlings Erwachen. zurück, daß diese Genehmigung nicht erteilt werde. Rechtsanwalt Dienstag und Sonntag den 10. Februar: Das Friedensfest. Sonnenfeld stellte nunmehr eine Reihe von Beweisen, die die Neues Theater. Sonntag bis Mittwoch: Die Condottieri. Wahrheit des Artikels erweisen sollen. Er beantragt, die bei den Donnerstag geschlossen. Bon Freitag ab: Meißner Borzellan. Vorgängen zugegen gewesenen Personen darüber zu vernehmen, Sonntagabend bis Freitag: Cousin Bobby. Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Theater des Westens. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Zauberflöte. daß die Wey- Jungen gar keine Pläne gegen das Leben des Herrn Der Freischüß. Abends: Cousin Bobby. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Martha. Leuschner und der Weißen geschmiedet, sondern sich nur das Wort Abends und Montag: Cousin Bobby. gegeben hätten, alle Streitigkeiten zunächst vor den farbigen Unter- Berliner Theater. Sonntag bis Dienstag: Der Hund von Baskeroffizier zu bringen, bevor sie dem Stationsvorsteher vorgetragen ville. Mittwoch: Sherlock Holmes. Donnerstag: Der Hund von Basterwürden, daß fie teine drohende Haltung eingenommen hätten, daß ville. Freitag: Sherlock Holmes. Sonnabend, Sonntag, Montag: Der auf sie geschossen sei, ehe sie die Flucht ergriffen, und daß auch Hund von Baskerville. Summa 780,20 M. Bereits quittiert 20 214,81 m. Summa 20 995,01 M. Weitere Beiträge werden in unserer Expedition entgegengenommen. Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. Montag: Der fliegende Holländer. Königl. Opernhaus. Sonntag: Der Postillion von Lonjumeau. Dienstag: Bar und Zimmermann. Mittwoch: Lohengrin.( Anfang 7 Uhr.) Donnerstag: Salome.( Anfang 8 Uhr.) Freitag: Der Poftillion von Ronjumeau. Slawische Brautwerbung. Sonnabend: Carmen. Sonntag: Siegfried.( Anfang 7 Uhr.) Montag: Salome.( Anfang 8 Uhr.) Königl. Schauspielhaus. Sonntag: Göz von Berlichingen.( Anfang 7 Uhr.) Montag: Das Glashaus. Dienstag: Die Räuber.( Anfang Wallensteins Tod. Freitag: Egmont.( Anfang 7 Uhr.) Sonnabend: Stein 7 Uhr.) Mittwoch: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Donnerstag: Dorrit. Sonntag nachmittag 2 Uhr: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Abends: Wallensteins Tob. Montag: Das Glashaus. Schiller- Theater O. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Maria Stuart. Abends: Flachsmann als Erzieher. Montag: Der Kaiserjäger. Dienstag: Mathias Gollinger. Mittwoch: Der Kaiserjäger. Donnerstag: Die Räuber. Freitag: Der Staiserjäger. Sonnabend: Minna von Barnhelm. Sonntag Abends: Das Glück im Winkel. nachmittag 3 Uhr: Maria Stuart. Montag: Der Kaiserjäger. Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Abends: Jugend. Montag: Fiesto. Dienstag: Das Glüd im Wintel. Mittwoch: Fiesto. Donnerstag: Minna von Barnhelm. Freitag: Fiesto. Sonnabend: Die Räuber. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Pfarrer von Stirchfeld. Abends: Gyges und sein Ring. Montag: Die Räuber. iſches Theate Schiller- Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Teufelskirche. Abends: Der Familientag. Montag: Der Familientag. Dienstag: Die von Hochfattel. Mittwoch: Der Familientag. Donnerstag: Die von Hochsattel. Freitag: Die von Hochsattel Sonnabend: Der Familientag. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Teufelskirche. Abends: Der Familientag. Montag: Die von Hochfattel. Neues Schauspielhaus. Sonntag bis Donnerstag: Herthas Hochzeit. Freitag: Weh dem, der lügt. Sonnabend und Sonntag: Herthas Hochzeit. Montag: Unbestimmt. Leffing- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Rosenmontag. Abends Die Jungfern von Bischofsberg. Montag: Das Blumenboot. Dienstag: Die Jungfern von Bischofsberg. Mittwoch: Die Wildente.( Anfang 7 Uhr.) Donnerstag: Die Jungfern von Bischofsberg. Freitag: Hedda Gabler. Sonnabend: Die Jungfern von Bischofsberg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Elga. Abends: Die Jungfern von Bischofsberg. Montag: Das Blumenboot. Deutsches Theater. Sonntag und Montag: Romeo und Julia. Dienstag: Das Wintermärchen. Mittwoch und Donnerstag: Romeo und Julia. Freitag: Ein Sommernachtstraum. Sonnabend und Sonntag: Romeo und Julia. Montag: Das Wintermärchen. nachmittag 3 Uhr: Stean. Abends: Die Schule des Lebens. Montag: Mutterliebe. Dienstag: Der Raub der Sabinerinnen. Mittwoch und nachmittag 4 Uhr: Frau Holle. Abends: Die Tochter des Herrn Fabricius. Donnerstag: Mutterliebe. Freitag: Die Schule des Lebens. SonnabendSonntagnachmittag 3 Uhr: Die Schule des Lebens. Abends und Montag: Die Tochter des Herrn Fabricius. Thalia- Theater. Allabendlich: Eine luftige Doppelehe. Heute nachmittag 3 Uhr: Bis früh um Fünfe. Sonnabend, 9. Februar, nachmittags 3 Uhr: Othello. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Hochtourist. Residenz Theater. Heute nachmittag 3 Uhr: Der Stellvertreter. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Stellvertreter. Sonst allabendlich Von Sonnabend ab: Haben Sie bis Freitag: Florette und Patapon. nichts zu verzollen? M Allabendlich: Der Teufel lacht dazu. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Metropol Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Auf ins Metropol. Auf ins Metropol. 2 Apollo Theater. Sonntagnachmittag 3% Uhr: Das blaue Bild. Abends 8 Uhr täglich: Bernhard Mörbiß und Spezialitäten. Nächsten Sonntagnachmittag 3, 1hr: Das blaue Bild. ueber'n großen Teich. Täglich: Der Sorgenbrecher. Nächsten SonntagDeutsch Amerikanisches Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: nachmittag 3 Uhr: Ueber'n großen Teich. M douinebmeld Palast Theater. Spezialitäten. Walhalla Theater. Spezialitäten. Reichshallen: Theater. Stettiner Sänger. Passage Theater. Allabendlich: Berlin paß' auf! Spezialitäten. Karl Haverland- Theater. Spezialitäten. Wintergarten. Spezialitäten. Kasino Theater. Allabendlich: Ledige Leute. Heute und nächsten Sonntagnachmittag 4 Uhr: Mutter Gräbert. Folics Caprice. Das Modell. Sereniffimus XVI. Gebr. Herrnfeld Theater. Jeden Abend: Ein verrücktes Hotel. Sonntag nachmittag 32 Uhr. Endlich allein! Der Fall Blumentopf. Urania Theater. Taubenstraße 48/49. Täglich: Die Feuergewalten der Erde.( Anfang 8 Uhr.) Nächsten Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Sternwarte, Invalidenstraße: Dienstagabend 8 Uhr: Die Kometen und Sternschnuppen. ables 000 Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Friedrichstr. 16, Aufgang 4, eine Treppe( Handelsstätte Bellealliance, Durchgang auch Lindenstr. 101), Geöffnet 1thr. wochentäglich von 7 bis 9 ihr abends statt. Buchstabe und eine Zahl als Wierkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein wird nicht erteilt. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. 8. B. 1883. Wegen einer Massenverbreitung unseres Blattes müssen Sie sich in Ihrer politischen Organisation äußern. Nachruf! Am 1. Februar verstarb nach langem schwerem Leiden unser langjähriger verehrter Chef Herr Bernhard Joseph. Ehre seinem Andenken! Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Firma Bernhard Joseph. Walter Deutscher Holzarbeiter- Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Stollege, Tischler Fritz Buchholz am 1. Februar nach langem Strankenlager verstorben ist Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Dienstag, den 5. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Leichen. halle des Auferstehungs- Kirchhofes in Weißensee an der Lichtenbergerstraße aus statt. am 79/19 Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Zentralverband der Glaser. Zahlstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser treues Mitglied, der Kollege Georg Lüdke arbeitslosigkeitshalber am 30. Jamuar freiwillig aus dem Leben geschieden ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 3. februar, nach mittags 3%, Uhr, vom städtischen Krankenhause Moabit, Birfenstraße 62-64, aus nach dem Heilands- Kirchhof( Blößensee) statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 73/2 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Todes- Anzeige. Allen Genossen und Genossinnen, Freunden und Verwandten die fraurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter Albertine Selchow geb. Beckmann nach langem, aber auch schwerem Leiden am 31. Januar 1907 sanft entschlafen ist, am Die Beerdigung findet 3. Februar, mittags 12 Uhr, bon der Leichenhalle des Charité Kirchhofes, Müllerstraße, aus statt. Um stille Teilnahme bittet Der trauernde Gatte 1277b nebit Kindern. madne Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin, bib Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Julius Thöns verstorben ist. 112/1 Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und reichen Stranzspenden beim Helmgange meines lieben Mannes und guten Vaters, des Lithographen 12886 Hugo Mitzlaff fagen wir allen Verwandten und Betannten, jowie den Kollegen der ein Kind erschossen worden sei. Dies alles sei Herrn Dr. Seiz Lustspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die von Hochsatter. Für die aufrichtigen Beweise herz- Firma Böhme und dem Senefelder bekannt gewesen, finde sich aber in dessen Berichten nicht bor, Nächsten Sonntag nachmittags 3 Uhr: Unsere Stäte. Sonst allabendlich licher Teilnahme bei der Beerdigung Bund für die rege Beteiligung innigwie die Vorlegung derselben erweisen würde. meines lieben Mannes sage dem Ge- ften Dank. Husarenfieber. Staatsanwalt Lorging Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Martha. Abends: fangverein meinen herzlichen Dank. Ehride widersprach den Beweisanträgen, während Geh. Rat. Der Meitado. Montag: Die Regimentstochter. Dienstag: Der Wildschüß. Witwe Marie Spann. Agnes Mitzlaff nebst Sohn. Dr. Sei erklärte, daß er die weitest gehende Aufklärung nur Mittwochnachmittag 3 Uhr: Die Montresore. Wozu der Lärm. Abends: 12645 wünschen könne. Der Gerichtshof lehnte die Beweiserhebung ab, Fra Diavolo. Donnerstag: Der Mikado. Freitag: Die lustigen Weiber Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Warenhaus Hermann Tietz W LEIPZIGERSTRASSE EISSE OCHE W ALEXANDERPLATZ ir bringen in dieser oche eisse aren aller Art, elche eigens für diesen Zweck aufgestapell zu enorm billigen Preisen zum Verkauf Wäschestoffe Hemdentuch kräftige Qualität, ca. 82 cm br., Meter 28, 33, 37, 40, 45Pt. Elsasser Renforcé feine Bar Qualitat, 35, 40, 45, 50 Pf. ca. 82 cm breit Meter Maccotuch für feine Leibwäsche aus Edelbaumwolle, 84 cm breit, Meter 55, 60, 75Pf. Louisianatuch f. Leibwäsche, 80 cm br., Met. 30, 38, 45Pt. Louisianatuch f. Bettwäsche, ca. 84 cm br., Met. 45, 50Pf. ca. 130 cm breit, Meter 72, 90Pt. ca. 82 cm breit, Meter 50, 65, 80Pf. ca. 180 cm breit, Meter 85, 100, 120 ca. 82 cm breit Meter 60, 70, 90 Pf. ca. 180 cm breit Meter 90, 105, 140 Meter 75, 95 Pr. Meter 105 Bettsatin für Bettwäsche, sehr haltbar, Bettdamast gute Qualität, neue Muster Lakendowlas ca. 150 cm breit ca. 160 cm breit Piqué- Barchent Meter 45, 50, 60, 70 PL. Ein grosser Posten einzelne Tischtücher Reinleinen und Halbleinen, alle Grössen bedeutend unter Preis. Tischwäsche Drell- Tischtücher Halbleinen, gesäumt 110/130 105 110/150 135 130/130 140 Jacquard- Tischtücher halbgebleicht, gesäumt 115/130 140 130/130 160 Servietten Dtz. 425 130/160 175 Servietten Dtz. 340 130/160 190 130/225 325 Hausmacher- Jacquard- Tischtücher gesäumt, be130/130 200 währte Qual. 130/160 Servietten 65/65 250 Dutzend 580 Hausmacher- Jacquard- Tischtücher gesäumt, gedieg. Qualit. 160/225 160/330 Servietten 65/65 130/130 130/160 230 285 4.90 750 Dutzend 650 Hausmacher- Jacquard- Tischtücher Beinleinen, 130/165 290 130/225 400 160/330 790 gesäumt Servietten Dtz. 590 130/135 240 Jacquard- Tischtücher, Rasenbleiche, reinleinene Handtücher Küchenhandtücher Gerstenkorn, 50 × 105 Dtz. 390 Küchenhandtücher weiss m. bunten Streifen Dtz. 425 Küchenhandtücher Gerstenkorn, halbl. Dts. 378, 500 Küchenhandtücher grau Reinleinen- Drell Dtz. 530, 678 Stubenhandtücher weiss Drell Stubenhandtücher Reinleinen- Jacquard Stubenhandtücher Zwirndrell, gesäumt Dts. 525 Dts. 600 Dtz. 690 Dtz. Stubenhandtücher Jacquard, gesäumt, 48 × 120 cm 725 Stubenhandtücher Reinl.- Jacq. 800 950 55/180 1250 800,950 gesäumt Diz. gesäumt Stubenhandtücher Reinl. gesäumt Dtz. 1075, 1225 Gerstenkorn Wischtücher Halbleinen Wischtücher Reinleinen Wischtücher Reinleinen mit Schrift Spezialmarke 160/225 160/330 Imit. Ledertücher Servietten 380 680 980 Dtz. 860 Gebleichte Damast- Tücher mit à jour- Kante 450 130/160 160/160 485 Reinleinen Gebleichte Damast- Tücher ca. 130/160 cm 390 mit 6 Reinleinen Teegedecke schiedene Avietten, ver- 225 300 425 525 Ausführungen Gerstenkorn- Handtücher Gerstenkorn- Handtücher Reinl. Küchenhandtücher Halbleinen m. bunter Kante 375 gesäumt, 48/110 cm vorzügliche Qualität Leinenwaren Halbleinen Halbleinen m. bunter Kante 500 gediegene Qualität Dtz. 42/110 cm Bettlaken Meter 60, 75 Pf. Bettlaken Haustuch Lakenhalbleinen 115, 125, 145, 155 Reinleinen Reinleinen 160 cm Meter 75, 90, 110 Meter 190 225 Soweit der Vorrat reicht Damenhemden mit Spitze Nachtjacken mit Spitze Beinkleider mit Stickerei- Volant Damenhemden 165, 215 Bettlaken 160X225 cm, Prima Haustuch 250 Dtz. 530 e Ein grosser Posten 3 Dtz. 195, 260 Dtz. 360 Dtz. 450 Dtz. 120, 150, 190 Läufer, Decken, Milieux, Eisdecken, Tablettdecken in Teneriffa, handgestickt und Klöppelarbeit grösstenteils zur Hälfte des regulären Wertes. Halbl. Stubenhandtücher Halbl. Stubenhandtücher Zwirndrell, Gerstenkorndrell vorzügl. Qual., gesäumt Dtz. 675 Taschentücher gesäumt, mit klein. Webefehlern, Wert 4.25, Reinleinen Webereik Bettlaken Halb- 250, Pa. Creas 350, 450 Reinleinen leinen Halbl. weiss Bettlaken 160X215 cm Reinleinen 340 Dtz. ges., m. klein. Webefehlern, feine Qualit., Wert bis 5.50 Dtz. Damen- Wäsche Damenhemden Borten und Stickerei. reich garn. durchweg Ein grosser Posten fein Renforcé m. 225 125 Jacquard, 48/120 cm, gesäumt 725 Taschentücher Hohlsaum Batistickt. Buch and jour 150 Buchstaben/ Dtz. Halbleinen m. klein. Webe- 160 180 200 fehl. Gute Qual. Dtz. Engl. Batist mit Dem. 105, 135, 185 elegantem Hohls. Dtz. Linontücher Prima Qualitat 225 Engl. 290 Soweit der Vorrat reicht Damenhemden Passe mit MadeiraHandstickerei Madapolam, mit feinsten Stickereien, elegant garniert Nachthemden Jabot mit Stickerei325 Dtz, 200 225, 290 245, 275, 325 mit Umlegekragen 350 mit Stickerei- Einsätzen und Nachthemden Jabot sowie Umlegekragen Nachtjacken Beinkleider durchweg In verschiedenen Ausführungen Damenhemden vorzügliche Stoffe, m. Handlanguette, handgestickter Passe, sow. m. Stickereien garn. Nachtjacken in verschiedenen Stoffen, hübsch garniert Beinkleider Volant, Renforcé, Stickereigestreift, Satin m. StickereiEinsatz und-Ansatz etc. Frisirmäntel Mimosa", Neuheit ca. 150 Ein Posten Pariser Damenwäsche 290 mit Spitzen und Banddurchzug, teils handgenäht, Hemden und Beinkleider Ein Posten per Stuck aus best. Elsasser Croisé, Madeira- Languetten Beinkleider Volant m. handgestickten Frisirmäntel kerei u. Spitzen Bedeutend unter Preis garniert 425 Nachthemden mit bäckerei, halsfrei 375 Nachtjacken versch. Sommer- u.Winterstoffe. hübsch garn. m. Spitze u. Stick. 175, 225 Renforcé mit Stickerei, halsfrei 240 Damast mit Stickerei- Jabot und Umlegekragen 275, 325 2.90 durchweg Ein grosser Posten reich mit Stic190 300 400 Beinkleider enforcé mit breitem StickereiVolant, Knieform 175, 245 Madapolam, mit vorzüglicher Stickerei und Borten garniert, Knieform 328 Ein Posten aus Köper und Piqué- Barchent mit Languetten 175 Hochelegante Spitzen- Röcke 675 290 von Stickerei- u. Spitzen- Röcke 350 12000 Waschblusen Röcke sowie mit Stickerei- Volant Batist m. 2x Stickerei, Falten z. durchknöpfen 165 Einsatz u. mit reichgesticktem 195 Vorderteil mit besonders eleganter Stickerei 285 mit EinIndia Mull, und Spitzen garniert 295 sehr elegante Fas- 395 sons sehr reich an Ein- 465 sätzen mit Passe. hervorragend ele- 575 gant. Nr. 29. 24. Jahrgang. 5. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sontag, 3. februar 1907. noch etliche Untersuchungen für Nebenklassen und Stotterer- würden, von dem Widerstand, den sie in Schule und Haus turse. Man sieht, daß die paar Schulärzte unter der Last finden würden! Mit so fadenscheinigen Einwendungen wurde Ueber die Tätigkeit der Schulärzte ihrer Aufgabe geradezu zusammenbrechen müßten, wenn eine Sache bekämpft, die für den Nachwuchs der Berlins fie nun noch eine regelmäßig wiederkehrende Untersuchung minberbemittelten Bevölkerung, wie jedem ( aller Kinder ausführen sollten. Aber wir Sozialdemo- Einsichtigen schon damals flar sein mußte, von größter Beist jetzt den Stadtverordneten ein Bericht zugegangen, der straten, wir nie zufriedenen, fügen allerdings zu dieser deutung war, die aber freilich den einen Fehler hatte, daß vom Professor Hartmann erstattet wurde und sich auf das Forderung die andere hinzu, daß die Zahl der Schulärzte sie Geld toftete. Schuljahr 1905/06 erstrect. In der Berichtszeit waren an noch sehr viel größer sein müsse, am besten so groß, daß für den Gemeindeschulen erst 36 Schulärzte tätig; die Ver- je zwei Schulen immer ein Schularzt tätig ist. mehrung der Schulärzte auf 44 trat im Schuljahr 1906/07 Man hat in der Berliner Gemeindeverwaltung lange Gerichts- Zeitung. ein. Da in 1905/06 die Gesamtzahl der Gemeindeschulkinder darüber gestritten, ob es überhaupt nötig sei, Schul- Polizei und Versammlungsrecht. In einer öffentlichen sich auf 225 237 belief, so unterstanden jedem Schularzt durch finder durch besondere Schulärzte untersuchen und über- Schneiderversammlung in Königsberg kritisierte ein Versammlungsschnittlich 6257 Kinder. Die Mindestzahl war in einem Fall wachen zu lassen. Auch hier haben wieder die Sozial- besucher das Verhalten der christlichen Streifbrechervereine. Plöß4672, die Höchstzahl in einem anderen Falle 7823. Der Un- demokraten eine Rolle gespielt; denn eine Anregung lich stand der überwachende Bolizeibeamte auf und meinte, wenn eingeweihte wird vielleicht erstaunt fragen, wie die Stadt einem der sozialdemokratischen Stadtverordneten bildete den Aus der Redner fortfahre, die Christlichen zu beleidigen, so müsse er einzigen Arzt so viele Kinder zuweisen kann. Aber im Rat- gangspunkt. Die Stadtväter freisinniger Couleur hatten ihn arretieren!! Der Vorfibende führte gegen den betref hause ist man der Meinung, daß die Sache lange nicht so anfangs nur ein Achselzucken für solchen Far. Schließlich fam fenden Beamten Beschwerde beim Polizeipräsidenten und dieser hat schlimm sei, wie sie aussieht. aber auch ihnen die Einsicht, und zehn Jahre nach jener Ab- darauf eine Antwort erteilt, die wert ist, beleuchtet zu werden. In gewissem Sinne ist das auch richtig. Hier in Berlin lehnung friegten die Gemeindeschulen Berlins ihre ersten Es heißt in dem Schreiben: " Ihre in der Beschwerdeschrift vertretene Auffassung, daß die hat nämlich der Schularzt nicht etwa die Aufgabe, alle Kinder Schulärzte. Heute weiß man aus den Ergebnissen der TätigPolizei fein Recht habe, in den Lauf öffentlicher Versammlungen der ihm zugewiesenen Schulen in bestimmten Zeitabschnitten zu feit unserer Schulärzte, daß die aus Freisinnigen beeinzugreifen, beruht auf Irrtum. Die Polizeibehörde ist be= untersuchen und sie dauernd zu überwachen. So etwas ſtehende Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung damals, rechtigt und verpflichtet, gegen denjenigen, der in einer fordern nur wir Sozialdemokraten, die wir bekanntlich nie als sie die Anregungen der Sozialdemokratie durch Uebergang zur Versammlung eine strafbare Handlung begeht, einzuschreiten und die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, genug friegen fönnen. Unsere Berliner Schulärzte haben Tagesordnung abtat, sich eines frebelhaften LeichtSicherheit und Ordnung nötigen Anstalten zu treffen. Im vorzunächst nur die neu einzuschulenden Kinder zu untersuchen. finns schuldig gemacht hat. Ein paar Proben nur, liegenden Falle war der Kriminalschußmann Buchhorn ber= Kinder, die dabei so schwach oder krank befunden werden, daß die das aufs neue zeigen, sollen hier aus dem Bericht pro pflichtet, gegen die Beleidigungen des einen Redners, den sie noch nicht schulpflichtig erscheinen, werden vom Schulbesuch 1905/06 vorläufig mitgeteilt werden.( Auf Einzelheiten des christlichen Verbänden gegenüber, Stellung zu nehmen, weil noch zurückgewiesen., Kinder, die zwar schwach oder krant Berichtes werden wir bei späteren Gelegenheiten noch näher ein Bergehen gegen die§§ 186 ff Reichsstrafgesetfind, aber dennoch schulfähig erscheinen, werden eingeschult eingehen.) Die Gründe der Zurückstellung vom Schulbesuch buchs vorlag. Ich habe auch keine Veranlassung, die Art und bis auf weiteres in schulärztliche Ueberwachung( 3056 Fälle) waren: ungenügender Kräftezustand 1223 mal, und Weise, wie er dieser Verpflichtung nachkam, zu mißbilligen. genommen. Rinder endlich, die kräftig und gesund befunden Rachitis 438 mal, Strofulose 161 mal, Knochentuberkulose 92 mal, Ihre Beschwerde weise ich deshalb als unbegründet zurück. werden, sind für den Arzt einstweilen abgetan und können es Lungentuberkulose 165 mal, sonstige Lungenleiden 86 mal, Herz- Wir brauchen wohl nicht besonders zu betonen, daß sich der unter Umständen immer für ihn bleiben. Nur diejenigen leiden 52 mal usw. usw. Daß auch 262 mal geistige Minder Königsberger Polizeipräsident in einem starten, für die OeffentKinder fönnen noch einmal dem Arzt unter die Hände kommen, wertigkeit und 65 mal völlige Idiotie festgestellt wurde, sei lichkeit gefährlichem Irrtum befindet. Wenn die Polizeibeamten die ihm bei seinen Besuchen in den Schulhäusern durch ihr besonders hervorgehoben. Früher wurden die meisten diefer jener Berpflichtung" strift nachkommen, so ist das VersammlungsAussehen auffallen oder ihm von den Organen der Schule zu Kinder unbedenklich eingeschult! Was wurde aus ihnen in recht so gut wie aufgehoben. Ein Polizeibeamter fann schließlich besonderer Beachtung empfohlen werden. der Schule, für die sie noch nicht geeignet oder überhaupt jedem Redner unterstellen, gegen§ 186 verstoßen zu haben und ihn infolgedeffen zu arretieren, falls er nicht mit Reden aufDie Tätigkeit der Schulärzte ist also wirklich weniger nicht geeignet waren? Bis ihr Zustand erkannt wurde, hört. Man sieht also, welche Konsequenzen entstehen. Es ist nötig, umfangreich, als sie auf den ersten Blick erscheint. Magistrat hatten sie schon schweren Schaden an ihrer förperlichen oder daß dem Polizeipräsidenten von seiner vorgesetzten Behörde einige und Stadtverordnetenversammlung haben in weiser Sparsamkeit geistigen Entwickelung erlitten. Belehrung zuteil wird. dafür gesorgt, daß des Guten nicht zu viel getan Auch die Liste der Gründe, aus denen die Kinder wurden Ueberwachung gehalten ( 29 622 Kinder wird. Soll und will aber der Schularzt seine Pflicht so erfüllen, in ein zeigt überaus trübes Bild. Da daß die Schulkinder davon den vollen Nutzen haben, dann ist in 1905/06) z. B.: schon das, was ihm gegenwärtig zugemutet wird, für eine ſteht mal, ungenügender Kräftezustand 3801 706 In 1905/06 wurden 32 902 ein- Rachitis mal, Strofulose 1056 mal, Knocheneinzelne Kraft zuviel. zuschulende Kinder untersucht, durchschnittlich von jedem Arzt tuberkulose 284 mal, Lungentuberkulose 1286 mal, sonstige Blutus- Merttafel vierteljährlich per Bost, und Buchhandel 3,50 Mt., Direkt 343, im Mindestfall 464, im Höchstfall 1410( 1). Aus den Lungenleiden 610 mal, Herzleiden 2195 mal usw. usw. intersuchten Kindern wurden 3056 zurückgestellt und noch Welche Fülle von Elend verbirgt sich hinter solchen vm Schulbesuch ausgeschlossen. Die übrigen wurden eingeschult, Bahlen von Elend, das früher größtenteils so lange un Der Tropenpflanzer. Nr. 2, Zeitschrift für Tropische Landwirtschaft, ich wurden hiervon 7335 in Ueberwachung genommen. beachtet und unerkannt blieb, bis ein Eindämmen nicht Herausg.: D. Warburg und F. Wohltmann. Erscheint monatlich. Bezugsa Nt den schon von früher her in Ueberwachung befindlichen mehr möglich war! Die Schulärzte versichern übrigens, daß bei preis jabrlich 10,- M. Verlag: Der Tropenpflanzer, Berlin, Unter den varen dann 29 622 Rinder in Ueberwachung, pro Schularzt Lehrern und Eltern der Wert ihrer Tätigkeit immer mehr gewürdigt Linden 43. Politische Hauptströmungen. Von Geheimrat Professor Dr. K. Th. urchschnittlich 823. Dazu kamen noch 19 188 Untersuchungen und daß ihre Ratschläge immer williger befolgt werden. Wasseigel. Aus Natur und Geifteswelt. Heigel. Aus Natur und Geisteswelt. Sammlung wissenschaftlich gemeinuf Veranlassung von Schulfommissionen, Reftoren oder wußte man doch früher alles zusammenzufabeln von den verständlicher Darstellungen. Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. GeSchuldeputation, macht pro Arzt durchschnittlich 533, und Schwierigkeiten, die sich für die Schulärzte herausstellen heftet 1 M., gebunden 1,25 M. PhänomenZigaretten Jedes Wort 10 Pfennig. as erste Wort( fettgedruckt) 20 Pig. Stellengesuche nd Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort ettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Eingegangene Druckschriften. Plutus. Heft 5. Kritische Wochenschrift für Volkswirtschaft und Finanzwefen( Herausgeber: Georg Bernhard.) Abonnements einschließlich der vom Verlag 4 M. Berlag: Berlin- Charlottenburg, Goethestr. 69. Kunstwart. Fastnachtsheft Nr. 9. Monatlich zweimal. Bierteljahr 3,50. Verlag: G. D. B. Callwey in München. A Phänomen- Zigaretten sind aus echten türkischen Tabaken hergestellt Phänomen- Zigaretten sind garantiert Handarbeit Phänomen- Zigaretten sind nach ägyptischer Art hergestellt Phänomen- Zigaretten übertreffen Importen Phänomen- Zigaretten sind überall zu haben Stück 2, 3, 4 und 5 Pfg. 30561* Türk. Tabak- und Zigaretten- Fabrik ,, Namkori" Kleine Anzeigen Teppiche mit Farbenjeblern Fabrit niederlage Große Franfiurteritraße 9, parterre lein Laden. Mauerhoff.+1 Steppdecken billight Febrit Große Teppich- Frantjurterstraße 9, parterre. Dentur- Ausverkauf! fabnuster mit 10 Prozent Rabatt. Zephhaus, Große Frankfurter 22168 ftra 125. eppdecken, Fabrikmuster jetzt 2,95 3,35, 3,95, 4,85 2c. Große Frajurterstraße 125. 22178 2,42c. dech Gedinenhaus, Reste und einzelne Fenfir jetzt bedeutend billiger. Frants furte: Allee 107. 2222* Sippdecken, Fabrikmuster spott+1 Gardinenhaus Große Frantiurter. traße 9, parterre. Rein Laden. Mauerhoff. 1+ Deckbett, Unterbett, Stiffen mit glattrotem Inlett 10,50, Bfanbleibe Andreasstraße achtunddreißig. 2181* straße 14. 12125* * 4 Federbetten, breiter Stand, 20 Mart, auch Bettstelle. Dresdener ftraße 38, born II links. 11/ 6* Kontormöbel, Geldschränke, eiserne Schautasten, Gastronen, Schiebespinde, Regale, Ladentische, alt und neu, spott billig. Steinecke, Oranienburgerstraße 2. Gilt! Spottbilliger Räumungs. verlauf, berfallener Pfänderverkauf, Jährlich nur einmal Inventur Winterpaletots, Bettenverlauf, Stepp Räumungsverkauf im Teppichhaus decken, Gardinenverlauf, Wäsche- Emil Lefèvre, Dranienstraße 158. verkauf, Möbelstücke, Goldfachen, Extralifte gratis. 2201 Hermannplatz sechs. +118 Sofa- Teppiche, zirka zwei Meter lang, imitierte Berfer 3,35, Tapestrie brüffel 5,35, Arminster 4,65. Inventur- Ausnahmepreise. Teppichhaus Lefèvre, Dranienstraße 158. ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt- Expedition, Lindenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Grünframgeschäft, sichere Eristenz, verkauft sofort. Auskunft Inster burgerstraße 11, Milchgeschäft. 12596 Bigarrengeschäft, billig zu ber faufen, Arbeiterviertel. Auskunft Restaurant Baul, Reichenbergerstraße 133. Galbrenner 30,00, tabellas, seltene Gelegenheit, verkauft bringend Horn, Große Frankfurterstr. 124.+42 Garbinen, gestite, in Züll unb Mull, ältere Muster, verkauft wegen Todesfall Güther, Grüner Beg 80, 2202 parterre. 2203* 22868 12765 Eckrestauration sofort zu bere laufen bei Laßte, Materialwarengeschäft Rigdorf, Kopfstraße 35. * Schulbuch: und Schreibwarenhandlung verkauft Umstände halber fofort billig Rigdorf, Biethenstraße 49. Grünframgeschäft, gut gehend, 500 Mart Miete, frankheitshalber billig zu verkaufen. Bu erfragen Grünauerstraße 29, part. bei Schulz. Restauration. Gutgehendes Eck. geschäft sofort verkäuflich. 1800 Mart. Näheres von 9-1 Uhr. Förster, Nixdorf, Nogatstraße 23. 12876 Kanarienroller. Scholz, Schön. 7276 leinstraße 20. Kanarienhähne, Weibchen, billig, Reihsner, Kastanienallee 23.+66 Kanarienhähne und Weibchen berfauft Prinzessinnenstraße 12 III, lints. 8406 Kanarienhähne 4,50. Steinborn, Markusstraße 81. +133 Kanarienweibchen, gute Zucht Möbeltischlerei liefert gediegene Wohnungseinrichtungen äußerst billig. Bunte Küchen. Reelle Arbeit. Beventur- Ausverkauf! Tüllbett- Notroja- gestreiftes Dedbett, Unter fichtigung meines staunend großen ded Stück 1,95, 2,35, 2,85, 3,25, bett, zwei Stiffen 18,00, Andreas Lagers erbeten. Auch Ratenzahlung. Eifenöfen, gebrauchte, neue 2,00 3,7k.; Gardinenreste 1 bis 6 Fenster straße achtunddreißig. Pfandleihe. Nur Keller und Hinterräume. Reichgestickte Tischdecken in Filz an, Dauerbrandöfen 11,00, Cadéöfen, 10 rozent Ertrarabatt 1,25, 1,85, Bauerndeckbett, Unterbett, zwei Harnad, Tischlermeister, Dresdener tuch 1,65, Bittoriatuch 2,35, echt Kochmaschinen 14,00, Gasöfen 6,00. 22188* Stiffen 27,00. Große Laten 1,00. ftraße 124, zwischen Dranienplaß und Plüsch 5,85. Inventur Räumungs- Schröder, Hochstraße 48 12526* Shlerhafte Tuch- und Plüsch- Leihhaus Andreasstraße achtund Kottbuser Tor. 17685 preise. Teppichhaus Emil Lefèvre, Schäfte und Unterleder, Spezialität fpottbillig. dreißig. Elektrische nach überall. ( Fabrikmuster) Gutgehendes Bigarrengeschäft Drantenstraße 158. Eichengerbung, Lederhandlung Rühl, Tefichhaus, Große Frankfurter- Monatsanzüge und Winter billig verkäuflich, umständehalber. Zu Möbelfabrik, Oranienstraße 58. Schöneberg, Bahnstraße 43.+ 106* ftræ 125. 22198 paletots von 5,00, Joppen bon 4,50, erfragen Spedition Vorwärts", direkt Moritplay. In meinen fünf Sfabezüge( Reste), Bolle und Hosen von 1,50, Gebrodanzüge von Martin- Lutherstraße 51, Schöneberg. Etagen stehen komplette Wohnungs- Bu erfragen Rigdorf, Bergstraße 85 Zigarrengeschäft zu verkaufen. Plih, 15 Prozent Rabatt. Große 12,00, Frads von 2,50, sowie für Brautleute! Möbelsuchende! Be einrichtungen in jeder Preislage vom links. 12756 Fratfurterstraße 125. 22208 forpulente Figuren. Neue Garderobe tannt billigste Bezugsquelle für Woh- Einfachsten bis zum Elegantesten. ppiche Restauration mit Vereinszimmer mit Farbenjehlern zu staunend billigen Preisen, aus nungseinrichtungen, Sofas, Bett Besondere Gelegenheit biete ich in Fabiniederlage, Frankfurter Allee 107. Bfandleihen verfallene Sachen fauft stellen, reelle Matrazen in über verliehen gewesenen, billig zu verkaufen. Charlottenburg, fast neuen man am billigsten bei Naß, Mulad raschender Auswahl! Nur Grüner Möbeln, die bedeutend herabgesett Kirchstraße 12. +126 weg 81." Hermann Dwinagfi Gutgehendes Bigarrengeschäft, find. Besichtigung erbeten, ohne StaufFlottgehendes Grünframgeschäft zwang. Auffallend billig verkaufe ich 12 Jahre bestehend, ist zu verkaufen, tiere, 1,50. Bemang, Brizerstraße 8 IV. sehr günstig zu verkaufen Borhagener neue Chaiselongues 19, Schlaf- Teltowerstraße 26. + 130* fofa Satteltaschensofa 45, Lieferwagen und alle Sorten Räder Kanarienhähne, Zuchtweibchen, Chauffee 13. 11/13 12745 Christinenstraße 32. Betten, Stand 11,00, zweischläfrig, Baneeljofa 55, hochelegante Gar- Palisadenstraße 101. 75, Säulentrumeau 32, Entzückende Ballkleider, Blusen, Edelfanarien, Heckweibchen, Seis 16,00, Winterpaletots billigst, Gubener nitur ftraße Bfandleihe. + 40* Bettstelle mit Matraße 16, Auszieh Röde, Modelle und selbstgefertigt, fertstamm. Büttner, Poststraße 19. tisch 18. Muschelspind, Bertilo 27. auffallend billig. Aittauer, BrunnenHerren Garderobe nach Maß, Getaufte Möbel tönnen drei Monate Kanarienhähne, Hedweibchen, fraße 4, I. 12705 saubere Arbeit, großes Stofflager, toftenfrei lagern. Teilzahlung ge Billig. Weibelt, Nordufer 11. +93 Baletot, Anzug 36 Mart an. Stauft stattet. Kein Laden, direkt Fabrit. Anzüge, Joppen, Paletots ver Kanarienhähne verkauft Friedebeim Handwerker, lasset den Hand Auch Sonntags geöffnet. Musterwald, Grünauerstraße 9. +25 2192K Prenzlauerstraße 28a, I. 12825 werfer berbienen. Zeilzahlung gestattet. buch gratis. im Laben, direkt vom Schneiber& Dörge, Dresdenerstraße 109. Kanarienhähne, Rosenau, Reichen Restauration mit Vereinszimmer, meister Paul Fürstenzelt, nur Rofen Parteilokal. Wahlberein, großer Möbelfabrik Dresdenerstraße 8 Sargmagazin Albert Farchmin, +25 boller Schant, altes Geschäft, gut ein- thalerstraße 10. Sabe feine Filialen.( Stottbuser Zor). Wohnungs Gin NW. Stephanstraße 56 NW. Großes Bier, Schnapsumfay, Orchestrion, bergerstraße 187. 11726* Billard, Vereinszimmer, burch Haus- Kanarienhähne, Golz, Lorking gerichtet, fofort preisivert zu ber. Möbel Lagerfpeicher Brunnen- richtungen, Küchenmöbel, Polstermöbel, Lager. Billige Preise. bertvaltung 92 Mart Miete, minbestraße 82. +127 taufen. Bewerbungen unter Tz. berPfandleihhaus Weibenweg 19. stens 2500 Brauereihilfe. Dreßler, mittelt Bernfee, Stegliz, Schloßstraße 182 stehen zum schleunigen nachgedunkelteMahagonimöbel Möbel Berkauf: Schreibtisch, Rußbaumbüfett, eintausch( Ratenzahlung). Scheidt, SchleunigerRäumungsverkauf, Winter Liezmannstraße 2. Hochparterre rechts. Seiferthähne, Hohl, Knorrvögel, ftraße 115. + 149* Baneelsofa, Tajchensofa, Muschel Tischlermeister. 19768 paletots, Winteranzüge, Bettenverlauf, Stramer, Boghagenera Wäscheberlauf, Gastocherhaus! Geschlossene Zwei- Gardinenverkauf, Restaurant, 32, Dier. Miete Ohne Anzahlung, Woche 1,00, Näh- fchrant 28,-, Zeppiche, Trumeau, +128 maschinen sämtlicher Systeme, ge- Garderobenspind, Muschelbett 25,00, lodhgastocher! Gasbügelapparate! 5,00. Uhrenverkauf, Resterverkauf, Teppich- 1450, viel Schnaps, Familienzerwürf Kanarienhähne, Seifertstamm, braucht 10,00. Postkarte genügt. Wäschespind, Spiegel, Spiegelspind, Gasplätteisen! 3,00. Gaslyren! 1. verkauf, Steppdecken, Nähmaschinen, nis halber fofort fpottbillig. BrauereiFrankfurter Allee 10 und Alt- Bor Tische, Kommoden, Küchenmöbel, Schaufensterlicht billig. Wohlauer, staunenerregende Spottpreise. Berhilfe. Dreßler, Liegmannstraße 2, hoch Hedvögel billig, Mahnte, Gorlizer 2235 28allnertheaterstraße 32. 2289 bindungen allerwärts. 11/ 2* parterre rechts. +143 ftraße 82. hagen 4, Ede Neue Bahnhofstraße. alles spottbillig. billig Bortieren( 2 Schals, 1 Lambrequin 3,50, 3,95, 4,85, 6,: c. Frank furter Allee 107. Gastronen, Petroleumkronen ohne Anzahlung, Woche 1,00. Louis Böttcher ( felbft): Borhagenerstraße 32( Bahnverbindung Warschauerstraße), Rei nidendorferstraße 116, Schönhauser Allee 80, Potsdamerstraße 81, Rigdorf, Kaiser Friedrichstraße 247. Winterpaletots, Monatsanzüge, 2223* Topiche!( fehlerhafte) in allen Größen für die Hälfte des Wertes tm eppichlager Brünn, Hadelcher wenig getragene, von 5 Mart an, Marti 4, Bahnhof Börse. 255/ 2* große Auswahl für jede Figur, auch Steppdecken spottbillig, Fabrit neue elegante Garderobe aus erster Große Frankfurterstraße 60. 2167 Bezugsquelle 20 Prozent billiger wie . 0 29, tauft billig Schneiderei Phönig, n Weibchen. ftraße 11. +25 12895 Achtung! Brautleute, Möbel: Vereinszimmer, neu ausgebautes, suchende Pensionate! In meinem bis zu 80 Personen, gut geeignet zu fünf Etagen großen Fabrikgebäude allen Zwecken, zu vergeben. Hugo berkaufe zu enorm billigen Preisen Bergemann, Gerichtstraße 74. romanische, blämische Speisezimmer, moderne eichene wunderhübsche Schlafzimmer, Maha goni- Salons, Umbauten, Büfetts, Garnituren in folossaler Auswahl, nußbaum Muschelspind 44, Bertilo mit Spiegeletagere 50, bunte Küchen Polierer auf Naturstöde in und außer dem Haufe verlangt Schülle, Ritterstraße 59. Mamfells auf Jadetts verlangt Abgenutzte Phonographenwalzen, Steeger, Borndorferstraße 26.+ 124* Herrenzimmer, auch Bruch, nehme mit 0,20 in Zahlung. Kleine Hamburgerstraße 21. 255/15 Plätterin, dauernd. Königs weg 41, Bahnhof Schöneberg. Empfehle allen Freunden und Be. fannten mein Weiß- und Bayrischbierlokal; Bereinszimmer mit Bianino ist zu vergeben. Karl Spaet, Blumen ftraße 20( früher Liegmannstraße 26). Platina, alte Bahngebisse, aller höchste Preise, Linienstraße 199 II, Joachimstraßen- Ede. 12715 +25 Lehrmädchen zum Zuschneiden von Knabenanzügen, monatliche Ber: gütigung, berlangt Laaser, Brunnenftraße 84, Fabritgebäude. 12925 Verknöpferin für Knabenanzüge verlangt Laaser, Brunnenstraße 84, Fabrikgebäude. 12935 Botenfrauen finden sehr lohnende Beschäftigung Rykestraße 31. 11/ 5* Botenfrauen finden sehr lohnende Achtung: Beschäftigung Mittenwalderstraße 6. Jm Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 50 Pf. die Zeile. Lagerverwalter als Assistent des ersten Lagerverwalters und Werkmeisters bon einer Feldbahnfabrit gesucht. Bes werber, welche mit allen einschlägigen Arbeiten vertraut und Wer Stoff hat! Fertige Anzüge nach Maß 20 Mart. Tadelloser Siz, haltbare Futtersachen. Frante, Aderftraße 143, Ede Invalidenstraße.[ 12726 Achtung! möglichst 20 Mart foftet der Jadettanzug, Stoff bringt. Stuschewski, Annenstraße 2. 12735 60, Plüschsofas 60, Trumeaus, geschliffen 24, Schreibtische 38. Reelle Tischlerarbeit. Besichtigung erbeten. Hirschowik, Staligerstraße 25, zwischen Mariannen- und Manteuffelstraße. Bronzegastronen, dreiflammig 6,00, Salongastronen 15,00, GasIhren 1,50, Gaswandarme 0,65, Schaufensterbeleuchtung, Gasbogenlampen, Betroleumiampen spottbillig. Gassparlocher 1,00, 8weiloch 3,00. Schröder, Hochstraße 43. 12515* Holzbettstelle, Portieren mit Stores, Standbetten, Grammophon, Steppdecken, Gardinen, Tüllbettdecke billig. Hoffmann, Naunynstraße 52. Brennaborrad, Mitschke, Wattftraße 4. +93 Herrenfahrrad, gutes, spottbillig, im Restaurant, Große FrankfurterStraße 20. 12796 Herrenfahrrad, Damenfahrrad, Turze Zeit benutt, sogleich, 35,00. Große Frankfurterstraße 14, Hofstraße 21. geradezu. 12786 Damenhemben mit geftidter Basse 1,25, Herrenhemden 1,25, Bettlaten 1,20, große Posten Handtücher, Taschentücher, Tischwäsche, passend zu Aus. stattungen, sowie einzelne Reisemuster, Nachthemden, Jaden, Beinkleider ftaunenswert billig. Wäschefabrik Salomonsky, Dirdfenstraße 21, Alexanderplatz. 217/5 Säulentrumean 32,00, echt fournierter Muschelschrant, Muschelvertito 38,00, Taschenjofa 35,00, Bronzefronen, Teppich 5,00, Tischbeden 2,00, Steppdeden 3,00, Uebergardinen 3,00, Säulenpaneelfofa 60,00 schnell Elsafferstraße 53, Restaurant. 1284b Metallbetten, zwei hochelegante, 100,00, großer Säulentrumeau 45,00. Ritter ftraße 112, II. 11/10 Pianino, freuzfaitig, 120.( Borwärts" lefern Rabatt) Turmstraße 8 I. Plüschsofa 38,00, Bettstelle, Matraße 15,00, Palisadenstraße 23, Tapezierer. 11/15 Serrenrad, hochelegant, umstände halber jeden Preis. Schönhauser Allee 9, Quergebäude II. 255/16 Nähmaschinen! Bergüte bis 15,00, wer Teilzahlung fauft oder nachweist. Sämtliche Systeme. Brauser, Tilfiterstraße 90, Lager.+128+ Not! Muß verlaufen: Rad ( Brennabor), fast neu, Gastocher ( Bierloch), Küchentisch, Küchenspind, Nähmaschine( Wehler- Wilson), Sofa tisch( Einfuß). Hensel, Eberthstraße 11, born III. +128 wer Platinabfälle, alte Goldsachen, Silber, Gebisse, alte Uhren, stebrgold, sowie sämtliche gold- und filberhaltigen 21bfälle tauft Goldschmelze Broh, Brangelstraße 4. Telephon IV, 6958. Volksfänger Gesellschaft Anke frei. Swinemünderstraße 17.+ 93* Boltshumorist Schmelzer. Auch Gesellschaft. Stettinerstraße 57.+100 Weichwachswalzen werden für 0,15 neubefpielt Kleine Hamburger255/17 Wäsche jeder Art wird fauber gewaschen. Frau Kurth, Reichen bergerstraße 85, vorn 4 Treppen.+25 Damenschneiderei, Theorie, Pragis lehrt Frau Bschiedrich, Müllerstr. 145, Quergebäude parterre. +86 Vermietungen. Werkstattraum, bis 30 Quadratmeter, billig abzuvermieten. Auch für Tischler. Brunnenstraße 100, Stoch. Wohnungen. Wohnungen von 2 und 1 Stube und Stüche nebst Zubehör billig zu vermieten Hennigsdorferstraße 10, N. Achtung! Schöne freundliche Wohnungen von auch 2 Zimmern mit reichlichem Zubehör, mit und ohne Bad, find zum 1. April 1907 preiswert zu bermieten, Nixdorf Teupizerstraße 104, R. Breßler.* Balkonwohnungen, ein auch zwei große Stuben, sehr billig, sofort oder April Seelowerstraße 8 am Schmuc play. 217/4 Freundliche Zweizimmer- Bordermohnung April, Hofwohnung sofort billig vermietbar Schreinerstraße 9. 38 Borderivohnung, Stube, Küche, Korridor, Mitte März beziehbar. Zu erfragen Liegnigerstraße 42 III, Liebig. Oudenarderstraße 36, 37, fofort 28ohnungen von 18 Mart ab.* Milchgeschäft, gangbares, ver- Warthestraße 63, 64( Bahnhoj fäuflich Schievelbeinerstraße 50.+66 Hermannstraße) sofort 2 Stuben, Küche, Balkon, Erfer, mit und ohne Milchgeschäft, nachweisbar fichere Bad. Billigst!! Sofort Läden, passend Existenz, zu verkaufen. Täglicher Milch- zu allen Geschäften! Billigst! 1262* umjak 180 Liter, Butter eine Tonne pro Woche. Brot- und Butterverkauf Prächtige Zwei- und Dreizimmerdeden Miete und Untoften. Erfragen Wohnungen Soldinerstraße 32/34.* Eierhandlung, Kochhannstraße 33. Zimmer. Möbliertes Bimmer für 1 oder 2 Herren vermietet Frau, Jakobey, Verschiedenes. Stolbergerftrage 26. Komiker Elsholz, Gropius= Straße 6. 12205* Boltshumorist Henry Balzé, auch Gesellschaft, Manteuffelstraße 41.+24 Maschinistenschule, Anfang April. Abendunterricht, 6 Monate. Prüfung, Zeugnis. Reformtechnikum, Chaussee straße 1. 2197 * Schlafstellen. Schlafftelle Wallstraße 35, vorn 12536* Möblierte Schlafstelle für zivei Herren. Salow, Wollinerstraße 58. III. Möblierte Schlafstelle für Herrn sofort zu vermieten Neuenburgerftraße 22, vorn II, bei Drth. 12636 Maschinenbau, Elektrotechnit, Schlafstelle, möbliert, allein, UnCifenkonstruktion, Automobilbau, beste rath, Urbanstraße 25, 2. Hof, links Lehrmethode. Ausbildung Betriebs- parterre. 1250b Ingenieur, Technifer, Maschinen Schlafftelle für zwei Herren fomeister, Wertmeister, Monteur, Ma- fort. Behlik, Gitfchinerstraße 79, of schinisten- Applifanten, Marine. Tages, rechts I. Abendunterricht. Kursus Januar. 12606 Fordern. Sie Prospekt R. ReformMöblierte Schlafstelle für einen Technikum, Chauffeestraße 1. 2195* Herrn bermietet witfrau Rawengel, Wittstockerstraße 7. +147 Schlafftelle, Schulze, Kreuzberg12866 straße 9, Hof IV. Formerschule. Neueröffnung April. Ausbildung Gießerei- Techniker, Formermeister. Abendunterricht. Fordern Sie Prospekt r. Reformtechnikum, Schlafftelle oder möbliertes Chauffeestraße 1. 21968 Bimmer( 2 Herren), Witwe Müller, 1285b Patentanwalt Weffel, Gitschifter. Melchiorstraße 44, born. ftraße 94a. 9275* Flureingang, bessere Schlafstelle, Bohnsad, Ritterstraße 124, Hof I. Nixdorf, Bruses Festsäle, nefe bedstraße 113, Restaurant, Garten, Bereinszimmer, Parkettsaal( 600 Perfonen). Sonntags Ball.+ 117* Kunststopferei von Frau Kotosty, Charlottenburg, Goethestraße 84, I. Sandwäscherei. Wäsche wird fauber gewaschen, Bettwäsche, Lelb wäsche, 3 Handtücher, 4 Taschentücher 0,10. Abholung Sonnabends. Her mann Ruhring, Röpenid, Garten21075* ftraße 16. Bücher fauft, beleiht Antiquariat Rochstraße 56, I. Mietsgesuche. Wohnung, 1 eventuell 2 Stuben mit Garten, im nahen Vorort ge fucht. Höpfner, Liebenwalderstraße 8. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. 1872 Blinder Stuhlflechter bittet um Staniol, Tuben, Kapseln, Binn, Arbeit. Stühle werden abgeholt und Blei, Metallbruch tauft Seiz, Baffer guridgeliefert. A. Gläser, Mulad torstraße 34, Gießeret. 10/ 19* ftraße 27. Tanzunterricht! Grupe, Annen Araße 16. Sonntagskursus zweimonat Hich. Herren 4,00, Damen 3,00( monat 5,00. 217/ 2* 0000 14685 Stellenangebote. Firniffer verlangt Goldleisten lich). Vorortbewohnern Schnellturse fabrit Lottumstraße 5. .12585 Tüchtige Fertigmacher verlangt Saal! März Sonnabende frei. Pianomechanitfabrik ReichenbergerBereinszimmer. Annenstraße 16. ftraße 68a + 24* Pfandlethe Markusstraße 27. Zahntechnikerlehrling gegen Stebbierhalle Bum gemütlichen Bergütigung gesucht Friedrichstr. 215. Oftpreußen". Meine werten Genossen Gesangverein sucht Dirigenten. und Landsleute bitte um regen Be: Offerten an Karl Finger, Smine fuch. Kleines Bereinszimmer. Mit minderstraße 87, erbeten.+100 follegialem Gruß: Rudolf Meermann, Schillingstraße 28. Tüchtiger Pader auf Goldleisten 12365 Die über Frau Schulz getane gesucht. Dtto it. Birnich, Köpeniderftraße 111. Aeußerung nehme ich als unwahr 12906 +106 zurüd und erfläre, daß ich dieselbe Bersilberer. Rigdorf, Steinme für eine ehr- und tugendfame Frau straße 23. Halte. Grünau, den 3. Februar. Farbigmacher verlangt Raabe, Frau Nischen. 12676 Surfürstenstraße 7. 11/14 Mamsells auf Damenmäntel berlangt Welfonder, Schönhauser leе 124 III. 12915* Zigarrenarbeiterin berlangt Hardenbergstraße 37. +126 Bartsch, 12686 Kostüm Arbeiterinnen Stalizerstraße 30. Saccos und Kostümröde verlangt Mamfells auf Boleros, Jacketts, Schulze, Görligerstraße 41. 12406* branchekundig find, wollen sich mit Angabe der Ges haltsansprüche und des Eintrittstermines unter Einsendung von Zeugnisabschriften melden sub N. R. 214 an Haasenstein u. Vogler A.-G., Berlin W. 8. Tüchtige Verkäuferinnen aus ersten Häusern, bei hohem Gehalt, für nachstehende Abteilungen zu baldigem Antritt gesucht. Kurzwaren Seidenband Schleier Blumen Tischzeuge Taschentücher Futterstoffe Tapisserie Lampen Gürtel Kämme Lederwaren Ungarn. Hüte Leih- Bibliothek Sport Confituren Wir erbitten nur gefl. schriftliche Offerten mit gleichzeitiger Angabe, wann persönliche Vorstellung am genehmsten. KAVFHAVES WESTENS GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAPTVNG Interimsbureau: Augsburgerstrasse 30-31. Züchtige Lagerdamen und Verkäuferinnen für alle Branchen zu welche nachweislich in feineren Detailhäusern tätig waren, baldigem oder späterem Antritt bei hohem Gehalt gesucht. Wir erbitten nur gefl. schriftliche Offerten mit gleichzeitiger Angabe, wann persönliche Vorstellung am genehmsten. KAVFHAVE WESTENS DES GESELSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG Interimsbureau: Augsburgerstrasse 30-31. Achtung! Klavierarbeiter! Ueber die Pianofabrit Bell& Co., Andreasstr. 32 und Grüner Weg 79, die unter der Firma Neugebauer Nachf. Arbeitswillige sucht, ist nach 14 wöchigem Streit die Sperre dauernd 141/ 16* berhängt. Zuzug streng fernhalten. Vereinigung der Musikinstrumentenarbeiter. Achtung, Töpfer! Die gesperrte Firma A. M. Berndt& Co. in Wilmersdorf, Hildegardstraße 15, führt jekt folgende Bauten aus: Charlottenburg, Dernburgstr. 47 und Suarezftr. 3; dieselben sind strengstens zu meiden, sämtliche Bauhandwerker werden ersucht dieses zu beachten. 212/3 Die Verbandsleitung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Achtung! Bauarbeiter! Wegen der Aussperrung in der Berliner Holzindustrie sind folgende Bauten gesperrt: 78/5 Supke. Firma Sawatzki. Württembergischestraße 36 und 37, Ecke Ließenburgerstraße. Landshuterstr. 18. Bauten der Firma Jäger, Charlottenburg. Charlottenburg, Straße 26, Parz. 25. Jablonskistr. 25. Bauten der Firma Jarotzki. Jagdschloß Glienice. Bauten der Firma Plagemann. Fürstenhos", Botsdamer Play. Witting, Wielerstraße. Bauten der Firma Traxel. Tempelhof, Germania- u. GottliebDunkelstraßen- Ede, Bauherr Schallhorn u. Röhl. Banten der Firma Iden. Bobantitraße in Pantom neben dem Posadowskyhaus, Baumeister Stöppen. : 0 Elifabethstraße, vis a vis der Strelizerstraße. Bauten der Firma Dombrowsky. Tempelhof, Germania- u. GottliebDunkelstraßen- Ede, Bauherr Tausch u. Berghäuser. Bauten der Firma Marquardt. Rigdorf, Weise und Allerstr.- Ede. Banten der Firma Pewesin. Wilmersdorf, Brandenburgischestr.12. Straße 26, Bau Neu" mann. Tegeler Weg 101/102. Bauten der Firma Ziehe. Charlottenburg, Tauroggenerstr. 46. Rigdorf, Harzerstr. 3. Bauten der Firma Emmeluth, Nixdorf. Gewerkschaftshaus der Metall arbeiter, Charitéstraße. Bauten der Firma Schmidt, Frankfurter Allee. Dudenarderstr. 5, Bau Dowe. Lichtenberg, Magdalenenstr. 42, Bau Fischer. Bauten der Firma Spohn: Weichselstraße 56/57, Rigdorf. Bauten der Firma Erdmann: Ministerialdirekt. Neuhaus, Dahlem, Bartstraße. Mathesius, Nikolassee, an der Rehwiese. Jagdschloß Glienice, Fürstenhof, Potsdamer Plaz. Bauten der Firma Langermann: unb Wilmersdorf, Pariser- und Wittenbergstraßen- Ede, Bau Hesse. Charlottenburg, Bismard Weimarstraßen- Ede, Bau Hübner. Banten der Firma Grün& Hetwig: Städtische Anstalt in Buch. Barbarossaplatz, Hochschule. Oldenburgerstraße, Stlosterbaut. Xantenerstraße 3-8. Hoppegarten, Heilstätte. Bellermannstraße. Sybelstraße, Ede Dahlmannstraße. Bauten der Firma Gebr. Faul: Mohrenstraße 44/45. Jägerstraße 63, Berlin. Potsdamerstr. 15. Neuendorf, Monumentenstr. 27. Bariserstr. 21/22, Wilmersdorf. Gebr. Fidert, Chauffeestraße, Mariendorf. Offizierlafino, General Papestraße, Schöneberg. Anstalt Beelis( Fenster), Pavillon 4b. Nadge, Holzhandlung, Rummelsburg, am Wilhelmsberg. Banten der Firma Grunert& Seemann: Schönhauser Alee 97. Dänenstraße, Ede Schönfließerstraße. Invalidenſtr. 83. Nieder- Schönhausen, Bismardstr. 32. Trestonftr. 14. Henrizi," Charlottenburg, Suarezftrage 13. Schmidt, Halensee, Ringbahn- und Joachimstraße. Friedrich- und Halberstädterstr.- Ede. Bauten der Firma Waiz: Maaß, Liegenburger- und Pfalzburgerstraßen- Ede. Bau Taunusstr. 29, Friedenaut. Bauten der Firma Sperling& Kapelke: Briz, Werder u. Rungiusstr.- Ede. Shbelftr. 56. Bauten der Firma Wagenknecht: Spreda, Gürtelstraße 17. Fize, Rirdorf, Richardstraße und Bartelsdorferstraße( Ede). Grothe, Mariendorf, Dorfstraße ( Ede). Bauten der Firma Schirmer: Bangenheimstraße, Ede Lynarstraße, Halensee. Schirmer, Parkstraße, Grunewald. Schirmer, Spandauerstraße, Zehlen dorf. Bastian, Riemeisterstraße, Zehlen dorf. Schirmer, Neueftraße, Zehlendorf. Brefer, Nikolassee, Rehwiese. Banten der Firma Akt.- Ges. für Bauausführung: Hardt u. Leffer, von der Hehot straße 12. Ritterstraße 11, Fabrikgebäude, Bauten der Firma Repke, Charlottenburg: Lorenz, Sybelstraße 47. Seibt, Bismardstraße, Ede Rüder. straße. Gablowsky, Straße 29. Lankwik, Sanatorium. Schröder, Charlottenburg, Spielhagenstraße, Ede Wilmersdorfer straße. Bauten der Firma Gebr. Schaar: Lichtenberg, Dorfstraße 9, Belder u. Plathen. General Bapeftraße, Mig u. Geneft. Soorstraße, Charlottenburg- Westend. Am Heinen Wannsee, Bau Jahnisch. Bismarcftr. 42. Bauten der Firma Schubert: General Bapeſtraße, Mig u. Geneft. Holland, Nixdorf, Elbestraße 37. Holland, Wilmersdorf, Holsteinische straße. Bauten der Firma Kussin: Charlottenburg, Kaiser- Allee 203, Grünfeld, Sächsischestraße 4. Bandmann, Landshuterstraße. Bauten der Firma Walter, Reinickendorf: Gemeindeschule, Reinidendorf. Sprengel- und Samoastraße, Ede. Hausotter- und Residenzstraße, Ede. Bauten der Firma Rösner: Weichselstraße 36. Bauten der Firma Karl Hammer, Gitschiner. ftraße 63: Wannsee, Alsenstr. 33, Bau Tropffe. In Eichwalde Bau Herm. Hammer Lankivik. Bauten der Firma Glatzer, Blücherstraße 35: In Zehlendorf, Adalbertstr. 28. Waldemarstr. 41. Bauten der Firma Heinrich Mittag: Ziehmann, Kurfürstendamm, geger über der Dahlmannstraße; Peitscher, Kurfürstendamm 144; Erjakkommission, Haidestraßen-, Hochschule, Charlottenburg; Stegliz, Kaiser Wilhelmftr. 13; Hauptstr. 13; Wilmersdorf, Helmstedterstr. 2; Schmidt, Prager Kirthe, Beuffel, Ede Wiclefstraß Elektrische Berke, Mogstraße; Rauen, Krankenhaus; Wilmersdorf, Schloßbau. Timm, Rigdorf, Bergstr. 50. Brode, Dahlmannstr. 26. Bau der Firma Schüler: Wilmersdorf, Landshuters u. te linerstr.- Ede, Bau Bielte. Bauten der Firma Maaß: Tegelerftr. 6, Bau Körling. Groffe, Marienfelde, Kirchstra Bauten der Firma Flieger& Lehmanı Stopeniderstr. 27. Schönhauser Allee 128. Beeliz, Heilstätte. Banten der Firma Henke Mariendorf: Mariendorf, Bau Mette, Doraße. Bau Erdmann, Chauftr. Tempelhof, Fensterbauten, jon burgstraße. Bauten der Firma Wolf: Fürstenhof, Botsdamer Plak. Bauten der Firma Kuhnert& Kühne Naft, Schöneberg, Barbarosede Landshuterstraße. Baulsen, Charlottenburg, Scter Straße. Aschaffenburgerstraße, Damenim. Bau Lehmann, Tiefbaugesellsoft.. Dahlmann u. Gervinusstr.- G. Stegliz, Bau Buchholz, Albred u. Brüderstr.- Ede. Bauten der Firma Jost, Glogauerstraße: Lindenstraße, Erweiterungsbar ber Biftoria. Bauten der Firma Osten, Rigdorf: SchönhauserAllee 184a, BauManus. Banten der Firma Dittma, Pankow: 28ollantstr. 117. Schönholzerstr. 1. Kaiser Friedrichstr. 1, Schule. Wegen Streit und Differazen find gesperrt: für Korbmacher: Werkstatt Leithoff, Teltowerstraße, für Vergolder: J. C. Pfaff, Beughofstraße Buzug ist fernzuhalten. Die Ortsverwaltung. Einem Teil unserer heutigen Nummer für Wedding und angrenzende Stadtteile und nörd: liche Vororte liegt ein Prospekt des Warenhauses Wilh. Stein, Berlin N., Chauffee, ftraße 66, bei. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Snferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Boul Singer& Co., Berlin SW,