Nr. 278. Grscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: BiertelJährlich 3,30 Mart, monatlich 4,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Auslands Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfa Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werben. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Sernsprech- Anschlug amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Au die Parteigenossen! Sonnabend, den 26. November 1892. Der Parteitag in Berlin hat die Unterzeichneten wieder mit der Führung der Parteigeschäfte betraut; im Anschlusse an diese Wahl hat sofort die Konstituirung der Parteileitung, entsprechend den Bestimmungen des§ 18 Abs. III des Organisations- Statuts ftattgefunden. Es wurden bei der Gelegenheit nachfolgende Beschlüsse gefaßt: Das Parteibureau befindet sich mie bisher Berlin SW., Kazbachstraße 9. Alle für den Parteivorstand bestimmten Briefe und sonstigen Sendungen sind an diese Adresse zu richten. Bis zur Uebernahme der Parteikasse durch den neugewählten Berlin, 25. November 1892. Für die Parteileitung: August Bebel, Paul Singer, Vorsitzende. J. Auer, Richard Fischer, Sefretäre. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. von einer Zentralstelle aus alle zu erfüllen, ist unmöglich; dies aufgaben unterlassen oder alle möglichen anderen Steuern verfann nur geschehen, wenn die Genossen allerwärts nach ihren suchen werden, als daß sie ihren lieben Grund und Boden Kräften sich an der Agitation betheiligen. mit erheblichen Abgaben beschwerten. Nun wird zwar Deshalb: Alle Mann an Bord! Hoch die sozialdemokratische überall dort, wo wir in der Gemeindeverwaltung mitzusagen Partei! haben, immer mehr darauf hingewirkt werden, daß der Besitz doch zur Steuer herangezogen wird, und insofern ist uns ja Miquel's Plan willkommen; aber der schlaue Bourgeoisminister hat auch hier fürsichtig vorgebaut. Er will in§ 2 Abs. 2 seines Entwurfes ausdrücklich bestimmen: Durch direkte Steuern darf nur der Bedarf aufgebracht werden, welcher nach Abzug des Einkommens der indirekten Steuern von dem gesammten Steuerbedarfe verbleibt." Das heißt in verständlichem Deutsch: erst wenn aus der besitzlosen Masse der Gemeindebevölkerung durch indirekte Gemeindeſtenern gar nichts mehr herauszupressen ist, darf an eine Abgabe Abgabe von dem geheiligten Besiz gedacht Und das führt sich in der Dent mit hochtönenden darüber Redewendungen die " Steuergerechtigkeit" hergestellt werden solle, welche in den Gemeinden eine bessere Ausbildung der Besizsteuern angezeigt erscheinen lasse! Leichteren Sinnes ist wahrhaftig noch kaum in Gesetzentwürfen zu einer epochemachenden Reform" mit hohler Theorie und ungenirter Praxis geschritten wordeit. Das indirette Albin Gerisch, Kassirer. * Den Parteigenossen diene zur Nachricht, daß unser zur Nachricht, daß unser werden. Raffirer Albin Gerisch, welche Uebernahme mit Anfang Organisationsstatut mit den auf dem soeben beendeten Parteitag schrift nächsten Monats erfolgen wird, find Geldbefchloffenen Aenderungen durch das Parteibureau zu beein, daß sendungen für die Partei noch an ziehen ist. August Bebel, Berlin W., Großgörschenstr. 22a zu richten. Sobald die Kaffenübernahme erfolgt ist, wird die Veröffentlichung der Adresse des neuen Kassirers erfolgen. Der Miquel'sche Entwurf Beschwerden von Parteigenoſſen über den Parteivorstand oder eines Gemeindesteuer- Gesetzes Steuersystem auch in den Gemeinden zur beffen Geschäftsführung sind an einzusenden. Heinrich Meister, Hannover, Pferdestraße Nr. 9, G. 37. G. 89. berührt die Genoffen im Lande eigentlich am meisten, weil Afterweisheit eines Miquel's, der immer schon als echter die Betheiligung an der Verwaltung größerer Städte in Nationalliberaler die indirekte Steuerbelastung des Volkes Preußen für uns immerhin noch möglich ist, während wir im Reiche gutgeheißen hat. Was der jezige preußische von jeher darauf verzichtet haben, für die Wahlen zu Finanzminister zu diesem Zwecke seinen preußischen LandNach§ 4 unferes Organisationsstatuts hat die Wahl der dem reaktionären preußischen Landtage mit seinem elenden tags- Abgeordneten an sophistischer Steuerlogit in der BeBertrauenspersonen alljährlich, und zwar im Anschluß an den Wahlsystem auch nur einen Finger zu rühren und an gründung seines Gemeinde- Abgaben- Gesetzes zu bieten wagt, Parteitag zu erfolgen. Wo diese Wahlen also noch nicht statt- den preußischen Staatsgesehen mitzuwirken. Deshalb be- Das sei nur an einem einzigen Beispiel erhärtet. In dieser gefunden haben, werden die Genossen hiermit aufgefordert, die schäftigen sich die Genossen in Westdeutschland bereits mit Begründung findet man wörtlich die folgenden beiden Stellen nothwendigen Schritte zur Neuwahl der Vertrauenspersonen Vortrag des Genoffen Landé in Elberfeld hervorging, der dem Entwurf, wie aus dem an dieser Stelle mitgetheilten ganz nahe bei einander: zu thun. sehr eingehend die Einzelheiten behandelte, und deshalb Ungerecht und unbillig ist ,, Auf der anderen Seite wird Sobald die Wahl der Vertrauenspersonen erfolgt ist, ist sollen nunmehr noch kurz die allgemeinen Grundsäge be- diese( bisherige) Art der kom- auch nicht zu verkennen sein, daß Anzeige davon an das Parteibureau zu erstatten. sprochen werden, nach welchen das vom Finanzkünstler munalen Besteuerung, weil die die Bedeutung der indirekten Parteigenossen! Der Parteitag in Berlin hat gezeigt, Miquel vorgeschlagene Gemeinde- Abgaben- Gesetz verfaßt ist. Gemeinde im Gegenjake Steuern für den kommunalen Daß die alleinige Ueberlassung der Grund- und Gebäude zum Staate einen vorzugs Haushalt in zahlreichen Fällen daß die Partei in alter Stärke und ungebrochener Ginigkeit steuern, welche bisher in der Hauptsache vom Staat erweise wirthschaftlichen Verband hinter derjenigen der direkten dasteht. Die jetzige Zeit mit ihrem wirthschaftlichen hoben wurden, an die Gemeinden und die Redensarten von Dungen in vielen und erheb getreten ist und es wird bei darstellt, dessen Aufwen- Steuern zu sehr zurückNiedergang und daneben den unerhörten Ansprüchen an der Heranziehung des Besitzes" eitel Wind find, wurde lichen Beziehungen an erster der geplanten Neuregelung des die Steuer und Wehrkraft des Volfes, ist geeignet, wie schon in den früheren Betrachtungen über die Miquel'sche Stelle den Grund- und Kommunalsteuerwesens auch den faum je ein Zeitpunkt früher, Anhänger für unsere Partei zu ge- Reform" hier gesagt. Inzwischen hat es in der Landtags- a usbesigern, sowie den Gesichtspunkt Rechnung getragen winnen und die Unhaltbarkeit der gegenwärtigen Zustände immer debatte ein früherer Kollege des Finanzministers, der ver- Gewerbetreibenden zu Gute werden müssen, daß zur Ber breiteren Schichten des werkthätigen Bolles vor Augen zu führen. flossene Minister des Innern, Herrfurth, bestätigt, und die fommen und deshalb vor- minderung eines überMögen deshalb die Genossen die Agitation für Verbreitung der Herren müssen sich ja untereinander am richtigsten 8ugsweise von diesen mäßigen Drudes der fozialdemokratischen Grundfäße unermüdlich, wie bisher, auch in beurtheilen können. Herrfurth hat Miquel nachgewiesen, au tragen sind." Zukunft betreiben; der Sieg muß uns werden. daß durch die Umwandlung der Grund- und Gebäudesteuer aus einer staatlichen in eine städtische, so wie dieselbe vor sich gehen soll, lediglich den Besitzern ein Riesengeschenk gemacht wird, weil die Herren in Stadt und Land in der Gemeindeverwaltung fißen und lieber die nöthigsten KulturThue jeder Genosse an seinem Poften seine Pflicht; dies ist das beste Mittel, den auf dem Parteitag allseitig laut gewordenen Wünschen nach mehr Agitation gerecht zu werden. Diese Wünsche Feuilleton. Mach brud nerboten.) Bel- Ami. Roman von Guy de Maupassant. [ 23 Der lange Tisch in der Mitte war den fliegenden Mitarbeitern eingeräumt. Gewöhnlich diente er aber als Gig. Die Redakteure ließen entweder ihre Beine herabbaumeln, oder saßen in türkischer Manier auf seiner Platte. Zu weilen hockten fünf, sechs Menschen auf diesem Tisch und pielten in der Haltung chinesischer Pagoden stundenlang mit dem Fangstod. direkten Kommunalsteuern die Einführung angemessener Verbrauchsabgaben in den Haushalt der Gemeinden fich in der Regel empfiehlt." Diese Gegenüberstellung zeigt unseres Erachtens, daß Beitig ging er aus der Redaktion fort, weil er sich Neues ist bei uns nicht passirt. Nur sollst Du wissen, noch umkleiden mußte. Er schritt die Rue de Londres daß entlang, da sah er vor sich eine kleine Frau trippeln, die Im Geheimen interessirte er sich noch immer für alles, ganz die Gestalt von Frau von Marelle hatte. Er fühlte, was in seinem Heimathsdorf vorging, was die Nachbarn wie er roth wurde. Sein Herz schlug heftig. Er ging über machten und wie die Ernte stand. die Straße, um ihr Gesicht von der Seite zu sehen. Sie Während er sich vor seinem kleinen Spiegel eine weiße blieb stehen, weil sie auch über den Damm wollte. Gott sei Dank, er hatte sich getäuscht; er athmete wieder auf. Oft hatte er sich schon gefragt, wie er sich benehmen würde, wenn er sie einmal träfe. Sollte er sie grüßen oder thun, als sähe er sie nicht? so Ich werd' sie ja nicht sehen," dachte er. Es war kalt, die Rinnsteine waren zugefroren. Grav schimmerte das trockene Trottoir im Gaslicht. Kravatte umband, wiederholte er in seinem Innern:„ Ich muß morgen an Bater schreiben. Schöne Augen würde der Alte machen, wenn er mich so heute Abend sähe. Verteufelt auch, so ein Diner hat er in seinem Leben noch nicht gesehen, wie das, woran ich heute Abend theilnehme." Und die alte schwarze Küche des väterlichen Hauses stand mit einem Male vor seinen Augen; hinter dem leeren Gastsaal lag sie; er sah die Kupfertasserolen längs der Als der junge Manu seine Wohnung betrat, dachte er: Wände glänzen, sah die Haustage wie eine tauernde Chimära Auch Duroy hatte allmälig Geschmack an dieser Unter" Ich muß ausziehen. Die Bude paßt mir nicht mehr." Er am Heerde hocken und sich am Feuer wärmen, sah den Tisch, war aufgeregt und lustig; es war ihm zu Muthe, der vor Alter und Flecken fettig glänzte, mit der rauchenden haltung gefunden und unter St. Potin's Leitung und mit als müsse er auf die Dächer flettern, und während er vom Terrine in der Mitte, zwei Tellern und einer brennenden Hilfe seiner Anweisungen war er ein hervorragender Spieler Bett zum Fenster schritt, sprach er mehrere Male ganz laut Kerze. Und auch seinen Vater und seine Mutter Forestier, der immer kränker wurde, hatte ihm seinen vor sich hin: Jetzt kommt das Glück, das Glück! Ich sah er mit ihren Bauerngesichtern, wie sie langsam die muß doch an den Alten schreiben!" fchönen Fangstock aus westindischem Holze abgetreten, den Von Zeit zu Zeit schrieb er an seinen Bater, und kannte er, jede Arm- und Kopfbewegung. Er wußte sogar, er erst fürzlich erworben hatte, aber jegt ein wenig zu seine Briefe weckten jedesmal helle Freude in der kleinen was sie sprachen, wenn sie sich so jeden Abend bei der schwer fand. Duroy aber warf mit fräftigem Arm die normannischen Hütte, die dicht am Wege auf der Anhöhe Suppe gegenüberfaßen. große schwarze Kugel, die an einer Schnur befestigt war, in lag, von der man auf Rouen und das breite Seinethal Er dachte noch:" Schließlich sollte ich sie doch einmal die Luft und zählte leise:„ Eins zwei- drei vier- hinabblidt. fünf- sechs." geworden. An dem Tage, wo das Diner bei Walter's stattfand, gelang es ihm zum ersten Male, bis zwanzig zu kommen. Ein guter Tag," dachte er, heut hab' ich Erfolg." Denn m den Räumen der Vie Française" verlieh die Geschic lichkeit im Fangstockspielen eine Art Ueberlegenheit. Bon Zeit zu Zeit erhielt auch er ein blaues Rouvert, dessen Adresse eine zitternde Hand in großen Schriftzügen aufgemalt hatte, und unfehlbar las er folgende Zeilen, mit denen jedes dieser väterlichen Schreiben begann: Mein lieber Sohn! Mit Gegenwärtigem theile ich Dir mit, daß Deine Mutter und ich wohl find. Viel Suppe auslöffelten. Jede Falte in ihren alten Gesichtern besuchen!" Dann aber blies er das Licht aus, denn er war mit feiner Toilette fertig, und stieg die Treppen hinab. Am äußeren Boulevard strichen Dirnen an ihm vorüber. Er wies fie mit einer unwilligen Armbewegung ab. Laßt mich doch in Frieden!" Er war ordentlich böse, als wenn sie ihn beleidigt, verkannt hätten.... Wofür nahmen " " 0 fich Miquel insgeheim ganz einfach über den preußischen wegen Abänderung der Verbandsstatuten und Gewährung Landtag Inftig macht. Zuerst zu versichern, daß die Grund- des Rechts zur Bestellung des Revisors Beschluß gefaßt. und Hausbefizer fünftig an erster Stelle" blechen sollen,( Reichs- Anzeiger.") und dann die Einführung angemessener Verbrauchssteuern" zu empfehlen, und zwar alles in einem und demselben Gemeindeabgaben- Geseze diesen Hohn auf alle Logik und Konsequenz lassen sich wohl nur preußische LandtagsAbgeordnete bieten. Wenigstens hat noch nicht einmal der grroße Eugen Richter sich dagegen verwahrt, troß der langen Rede, die er bereits vom Stapel ließ. Deshalb haben die Gesetzentwurf richtet sich in der Hauptsache gegen die Von den Abgg. Barth und Nickert ist mit UnterHerren auch die tiefe Steuerweisheit auf S. 42 der Motive Kuppelei und das Zubälterthum, zu gleicher Zeit aber will tüzung der Deutschfreisinnigen ein Gesezentwurf auf Abmit in den Kauf genommen, daß sich die Begründung er andere vermeintliche Quellen der Unfittlichkeit treffen an derung des Wahlgefeges für den Deuts für eine verstärkte Heranziehung der Verbrauchs- und erläßt Bestimmungen, die der Willkür den weitesten fchen. Reichstag eingebracht; derfelbe bezieht sich wesent Abgaben aus den bereits gemachten Darlegungen Raum geben. So foll nicht blos die öffentliche Ausstellung lich auf Bestimmungen zur Sicherung des Wahl. ergiebt, wonach die Verbrauchs Abgaben die ihnen unfittlicher Darstellungen, sondern auch solcher Darstellungen, geheimnisses. Der Entwurf setzt eine Minimalgrenze zukommende Bedeutung im Haushalte der Gemeinden fast die ohne unzüchtig zu sein, durch gröbliche Beleidigung des für Wahlbezirke feft, die nicht weniger als 125 Einwohner ents in allen Gemeinden mehr oder weniger eingebüßt haben". Scham- und Sittlichkeitsgefühls Aergerniß zu erregen ge- halten dürfen. Die wichtigste Bestimmung enthält der§ 11a Welche Tiefe der Reform"-Gedanken! Weil nicht genug eignet sind, unter Strafe gestellt werden. Wir erinnern zum Wahlgeseh, der folgenden Wortlaut hat: vom verzehrenden Wolk herausgepreßt wird, preffen wir uns noch, wie in den 50er Jahren von frommer Seite mehr so begründet" Miquel vor dem preußischen Land- gegen die nackten Figuren der Schloßsteinbrücke getage feinen Hauptentwurf. Man müßte lachen, wenn es eifert wurde, und wie in den 60er Jahren die Frau nicht gar zu traurig wäre. Auch die Gesetzgeberei der des Kultusministers, Adelheid von Mühler, die Abbildungen Bourgeoisie ist eben selbst in rein technischen Dingen auf der nackten Gestalten in den Museen verhängt wünschte. den Hund gekommen, und Miquel ist das Muster eines Wessen Sittlichkeitsgefühl soll maßgebend sein? Vielleicht raffinirten Bourgeoisministers. Es kommt ihm auf Worte das orthodoxer Pfaffen, deren Zelotismus gegen das Schönste nicht an: er will vermeiden, daß ein erheblicher Theil der und Edelste in dem brutalsten und zynischstem TraktätchenKommunallasten den minder wohlhabenden und selbst un ton eifert? Oder das des plumpen Spießbürgers, ber selbst bemittelten Volksklaffen aufgebürdet werde"( S. 47 der so in der Gemeinheit steckt, daß er alles, was sich über dieMotive), aber er empfiehlt die Einführung angemessenen felbe erhebt, haßt? Das Gesetz erstreckt sich ferner auf Verbrauchssteuern" und läßt deshalb natürlich alle wahrheitsgetreue Mittheilungen aus geheimen GerichtsLebensmittel Oftrois bestehen, die in Potsdam und verhandlungen, selbst wenn dieselben in objektivster Form Breslau„ nicht unerheblich" find( beinahe 4 Mart geschehen und ihr Inhalt nichts Anstößiges enthält. Dann Schlachtstener allein jährlich pro Kopf der Be aber führt das Gesetz auch neue Strafbestimmungen ein, völkerung). Es lohnt wahrhaftig nicht, sich mit diesem welche die Strafvollstreckung brutalisiren und die wir schon Mißbrauch der deutschen Sprache und menschlicher Logik deshalb bekämpfen, und auch nicht gegen die brutalſten weiter zu beschäftigen. Verbrechen eingeführt wünschen. Aber das Gesez giebt auch Gelegenheit, die ehrenhaftesten Männer der brutalsten Be handlung auszusetzen. Die„ Bossische Zeitung" macht hierzu folgende treffende Bemerkung: - Eine nette Blumenlese von Gesetzen wird hier verlangt. Der gesetzgeberische Geist der Konservativen reicht nicht aus, selbständige Gesezentwürfe einzubringen, und sie ersucht deshalb die Regierung darum. Oder geht dieser Antrag Die lex Heinze, deren Juhalt wir gestern eingehend nur aus der Absicht hervor, etwas Bauernfang unter mittheilten, zeigt wieder einmal, wie die Gesetzgebung jeden den Handwerkern zu treiben, während es den Antragstellern Uebelstand, für den sie eine Abhilfe auf gesetzlichem Wege um die betreffenden Gesetze selbst gar nicht ernst zu zu treffen wünscht, gleich dazu benutzt, um ihren reaktionären thun ist? Gelüften eine weitere Ausdehnung zu geben. Der vorgelegte Damit find aber die Entwürfe Miquel's zur preußischen Steuers, Reform" nach der Reihe durchgesprochen. Von der Denkschrift" bis zum Entwurf eines Gemeindeabgaben Gesetzes steigert sich der Eindruck einer durchdachten Scheinreform, welche die ärgfte Privilegirung der Besitzenden neben der schärfsten Heranziehung der Besitzlosen nach jeder Rich tung verewigen will, zur verblüffenden Gewißheit, und es bleibt schließlich nur noch eine Anerkennung übrig: Die Miquel'sche Steuerreform ist des preußischen Landtages, der Vertretung des trasfesten Bourgeoisegoismus, in allen Stücken völlig würdig! Politische teberlicht. Berlin, den 25. November. . Die Wahl ist eine geheime. Sie geschieht durch Abgabe des Stimmzettels in einem amtlich abgestempelten, mit teinem Kennzeichen versehenen Umschlag. Die Umschläge follen aus undurchsichtigem Papier gefertigt und von gleicher Größe, Form und Farbe sein. Die näheren Bestimmungen über die Beschaffenheit der Umschläge sind gleichmäßig für alle WahlTreise vom Bundesrath festzustellen. Die folgenden Paragraphen enthalten weitere Be ftimmungen zur Sicherung der geheimen Wahl. § 11b. Der Etsch, an welchem der Wahlvorstand Plaz nimmt, ist so aufzustellen, daß derselbe von allen Seiten zu gänglich ist. Auf diesen Tisch wird ein verdecktes Gefäß( Wahl urne) zum Hineinlegen der Stimminzettel gestellt. Ferner ist auf diesem Tisch die erforderliche Zahl der amtlich abgeftempelten Um schläge bereit zu halten. An einem Nebentische sind derartige Vorrichtungen anzubringen, daß der Wähler, ohne daß er von irgend einer anderen Person gesehen werden kann, hier seinen Stimmzettel in den Umschlag zu legen vermag. § 11d. Der Wähler, welcher feine Stimme abgeben will, tritt an den Tisch, an welchem der Wahlvorstand sitzt, und nimmt hier einen abgestempelten Umschlag an sich; er begiebt sich sodann an den Nebentisch, an welchem er gegen Beob achtung geschüßt seinen Stimmzettel in den Umschlag steckt, den so verdeckten Stimingettel legt er, sobald der Protokollführer feinen Namen in der Wählerliste aufgefunden hat, in die Wahl urne. Der Protokollführer vermerkt die erfolgte Stimmabgabe jedes Wählers neben dem Namen desselben in der Wählerliste. Wähler, welche durch förperliche Gebrechen behindert sind, ihren Stimmzettel eigenhändig in den Umschlag und diesen in die Wahlurne zu legen, dürfen sich der Beihilfe einer Vertrauens person bedienen. Stimmzettel, welche die Wähler nicht in den amtlich abgestempelten Umschlag oder welche fie in einem mit einem Rennzeichen versehenen Umschlag abgeben wollen, hat der Wahlvorsteher zurückzuweisen. Auch die Vorschläge zur Berschärfung der Strafen tragen das Gepräge der Gelegenheitsgefezmacherei. Weil man über die Rohheit gewisser verwahrloster Bursche empört ist, glaubt man alsbald ein Geseß machen zu müssen, das gestattet, den Verurtheilten sechs Wochen lang nur bei Waffer und Brot einzusperren und ihm nur eine harte Lagerstätte zu gewähren. Freilich soll die Strafverschärfung nur eintreten, wenn die That von besonderer Rohheit oder Sittenlosigkeit des Thäters zeugt. Aber hat man nicht erfahren, daß ehrenwerthe Gelehrte oder Abgeordnete im Buchthaus Wolle zupfen mußten? Rann nicht jeden Augenblick ein Artikel, durch den sich ein Herrscher oder ein Staatsmann beleidigt fühlt, von einem Gerichtshof Von den Deutschfreisinnigen, Mundel und Genoffen, als Ausfluß besonderer Rohheit oder Sittenlosigkeit betrachtet sind im Reichstage drei Gesezentwürfe eingebracht und zwar werden? Und so kann es nach dem Gefeßentwurf kommen, ein Gesetz über die Entschädigungspflicht des daß, weil Heinze ein verworfenes Subjekt war, deutsche Schrift Staates für Entziehung oder Beschränkung der persön steller, in deren Brust niemals eine gemeine Regung Raum fand, bei Wasser und Brot auf Latten liegen. Derartige Be- lichen Freiheit, sowie für unrechtmäßig vollstreckte Strafe, fugnisse zur Strafverschärfung werden die Gerichte selbst nicht ein Gesetz betreffend die im Strafverfahren zulässigen zu erhalten wünschen, und die Gefeßgebung wird sie ihnen Rechtsmittel( Einführung der Berufung gegen Urhoffentlich nicht gewähren." theile der Straftammern), sowie ein Gesez be Der Bundesrath genehmigte in der am 24. d. M. unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten des Staatsministeriums, Staatssekretärs des Innern Dr. v. Boetticher, abgehaltenen Plenarsigung das Ausscheiden der staatlichen Tiefbau- Wir sehen in der lex Heinze wie in vielen anderen treffend die Abänderung der für das Borverfahren und für betriebe des Königreichs Bayern und der Fürstenthümer neueren Gefeßversuchen freilich nicht, wie die„ Vossische", das Verfahren erster Instanz geltenden Bestimmungen ber Schwarzburg- Rudolstadt und Reuß f. 2. aus der Tiefbau blos den Mangel, daß der Geschentwurf nicht genügend Strafprozeßordnung( Erweiterung der Befugnisse. Berufsgenossenschaft und ertheilte dem Antrage Preußens ausgereift" ist, sondern glauben in dem, was sie mit uns der Vertheidigung). wegen Einführung der Arbeiterversicherungs- Gefeße in tadelt, die eigentliche Tendenz des Gesetzes zu sehen. Der Vom Zentrum, Abg. Reichensperger und Ge Selgoland, sowie dem Antrage des Reichskanzlers, be- Buhälter ist nur der Vorwand, den man benutzt, um dem noffen, ist ein Gesezentwurf betreffend Abänderungen und treffend die Einlagerung verschieden tarifirter Faßweine in Geiste der Humanität und des freien Denkens eins zu ver- Ergänzungen des Gerichtsverfassungs Gesetzes sowie der Theilungslagern, die Zustimmung. Der Entwurf zum segen. Strafprozeßordnung im Reichstage eingebracht. Der Gesetz Besoldungs- und Pensions- Etat der Reichsbankbeamten mit Ausnahme der Mitglieder des Reichsbant- Direktoriums für Ein neuer Zünftler Antrag ist von deutsch kon- entwurf will die Berufung gegen Urtheile der Landgerichts Straflammern eingeführt wissen, und soll als Berufungs 1893, der Entwurf eines Gesetzes über die Begründung der fervativer Seite im Reichstage eingebracht. Die Abgg. Justanz eine besondere Berufungskammer der Landgerichte Revision in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten, die Vorlagen Adermann und Genossen beantragen, den Reichskanzler gebildet werden. Der Antrag Mundel stellt als Berufungs wegen weiterer Ausprägung von Kronen und Einpfennig- zu ersuchen, dem Reichstage alsbald Gesetze vorzulegen, gebildet werden. Der Antrag Munckel stellt als Berufungsstücken und der Handelsvertrag mit Egypten wurden den welche den Befähigungsnachweis für den felb Instanz die Ober- Landesgerichte hin und ist jedenfalls vor zuständigen Ausschüssen zur Borberathung übergeben. Mit ständigen Handwerksbetrieb verlangen, den Konsumvereinen zuziehen. Der Antrag Reichensperger scheint aus regierungs bee bereits erfolgten Ueberweisung der Gefeßentwürfe, be die Abgabe von Waaren an Nichtmitglieder verbieten, die freundlicher Sparsamkeit hervorzugehen. Vom Zentrum foll treffend die Abänderung des Gesetzes über die Erhebung Abzahlungsgeschäfte beschränken, die Wanderlager und ferner, wie das Berliner Tageblatt" wissen will, der An der Brausteuer vom 31. Mai 1872, wegen Abänderung des Wanderauktionen verbieten, den Haufirhandel einschränken, trag auf Wiederzulassung der Jesuiten im Gesetzes über die Besteuerung des Branntweins, sowie die§§ 100e und 100 f ber Gewerbe Ordnung zu Gunsten Reichstag eingebracht worden sein. In verschiedenen Ber wegen Abänderung des Gesetzes über die Erhebung der der Jungen weiter ausdehnen, bei der Bezeichnung kauf- fammlungen des Zentrums war das seinerzeit von Dr. Lieber Reichs Stempelabgaben vom 1. Juli 1881/29. Mai 1885 männischer oder gewerblicher Geschäfte die Erkennbar angekündigt worden mit den Hinzufügen, daß man, nach an die Ausschüsse für Boll und Steuerwesen, für Handel machung des Geschlechts und Namens des Inhabers vor dem die Schulgefeßvorlage im preußischen Abgeordneten und Verkehr und für Rechnungswesen erklärte sich die Ver- schreiben, und demjenigen eine Strafe audrohen, der nach hause gefallen, auf die Erledigung des Jesuitenantrags nicht fammlung einverstanden. Endlich wurde über mehrere erkannter Bahlungsunfähigkeit Geschäfte auf Kredit macht, mehr Verzicht leisten würde. Eingaben von Vorständen genossenschaftlicher Verbände ohne den anderen Theil zuvor davon in Kenntniß zu setzen. M sie ihn denn? Diese Frauenzimmer verstanden doch gar teinen Unterschied zu machen! Das Bewußtsein, in einem schwarzen Frack zu stecken und zum Diner bei sehr reichen, einflußreichen und befannten Zenten zu gehen, verlieh ihm gleichsam eine neue Persönlichkeit: er hatte die Empfindung, als sei er ein anderer Mensch geworden, als sei er jegt erst der wahre richtige Weltmensch. Mit innerer Sicherheit betrat er das Vorzimmer, das hohe Broucekandelaber erleuchteten, und gab den beiden Herantretenden Dienern mit ungezwungener Bewegung Hut und Rock. Alle Salons waren in Licht gebadet. Frau Walter empfing die Gäfte im zweiten, größten. Sie hieß ihn mit Liebenswürdigem Lächeln willkommen, und er drückte den beiden Hereen, die vor ihm gekommen waren, die Hand. Es waren die Abgeordneten Firmin und Laroche- Mathieu, zwei der Hintermänner der Vie Française". Herr Laroche Mathieu war eine besonders angesehene Persönlichkeit für das Blatt, denn er besaß großen Einfluß in der Kammer. Ein Ministerportefeuille war ihm einmal sicher. " zwei junge Damen vor sich. Er gerieth in leise Verwirrung, wie es bei plöglichem Aussichtswechsel der Fall ist. Er wurde ihnen vorgestellt, und sie reichten ihm nach einander die Hand. Dann setzten fie fich an einen kleinen Tisch, der wohl für sie bestimmt war, und kramten in einem Haufen Seidenröllchen, die in einem Körbchen lagen. " # Zu den Anarchisten Verhaftungen bringt der Reichsanzeiger" in seinem nichtamtlichen Theile folgende Notiz: Altona, 23. November. In der Sache der An archisten fanden in den letzten Tagen seitens der Polizei wieder Bernehmungen verschiedener Personen statt. Die Ver haftungen haben bereits größere Dimensionen angenommen, als es anfänglich den Anschein hatte. Was von diesen Verhaftungen zu halten ist, erörterte bereits sehr treffend die vor einigen Tagen von uns mit getheilte Darstellung des Hamburger Echos". Ein Gast wurde noch erwartet, und die Gesellschaft faß in jener unbehaglichen Stimmung schweigsam da, die sich bei Diners leicht unter den Theilnehmern einfindet, die von ihren verschiedenen Tagesbeschäftigungen herkommen und Die Reichstagswahl in Arnswalde: Friedeberg sich nun nicht in derselben geistigen Atmosphäre befinden. ist ein Seitenstück zur Kelheimer Wahl. Diese zeigte den Duroy hatte, weil er nichts Besseres zu thun wußte, Bentrum, daß es nicht unbedingt seine Wähler am Draht seine Augen auf die Wand gerichtet. Herr Walter, der lenken könne, um sie, je nach Belieben, zur scharfen Oppo entfernt von ihm saß, bemerkte es und sagte, fichtbar von fition gegen die Regierung oder zur zahmen Unterwürfig dem Wunsch getrieben, mit seinem Reichthum zu progen: feit gegen dieselbe zu veranlassen. Die Reichstagswahl in Sie sehen sich meine Bilder au?" Das„ uteine" war be- Arnswalde- Friedeberg, die gestern stattfand, ist von noch größerer Bedeutung, vor allem für die Konservativen. Daß fonders betont. Ich will sie Ihnen zeigen." Er nahm eine Lampe, damit man alle Einzelheiten bas freisinnige öde Manchesterthum die Massen auf die besser betrachten konnte. Dauer nicht beherrschen könne, braucht nicht wiederholt au werden. Das philisterliche Bürgerthum zu schlagen, dazu bedarf es keiner besonderen Kraftanstrengung. Aber für die fonfervative Partei ist der gestrige Tag verhängniß voll. Ob Ahlwardt bereits gesiegt hat oder erst zu tommt, ist gleichgiltig. Jedenfalls hat er Konservative und Freisinnige mit großer Mehr heit geschlagen und es ist höchstens zweifelhaft, mit welchem von beiden er in die Stichwahl kommt. Aber der Ahtwardt, und mit ihm der Antisemitismus, figt mitten im Fleisch der konservativen Partei und ist nicht aus ihm herauszureißen. Daß er sich konservativ oder ers monarchistisch gebärdet, macht ihn für die Konservativen nicht weniger gefährlich. Der kleine Bürger und Bauer, der die wirthschaftlichen Zusammenhänge nicht begreift, wird den Antisemiten um so eher zuströmen, je monarchifcher er ge Duroy wußte wohl, daß der Herausgeber Familien wird. finnt ist. Um gegen die Juden zu kämpfen, muß der Ein Lächeln glitt über das ernste Gesicht des Direktors, Antisemitismus gegen die Ausbeuter, gegen die Bes vater fei, aber er war doch erstaunt. Er hatte an die Töchter seines Direktors immer nur gedacht, wie man von als er auf die nächste Wand deutete:" Hier sind die Genre- ſizenden, und gegen die Beamten und Behörden hehen. Wenn der Antisemit die Behörden, den Justizminister fernen Ländern träumt, die man nie sehen wird. Und maler." lund die Gerichte als an die Juden verkauft hinftellt Dann hatte er sie sich ganz klein vorgestellt, und nun sah er! " 1 Hier sind die Landschaften," sagte er. Dann kamen die Forestiers. Frau Forestier war in Witten an der Wand hing eine große Leinewand von Rosa und fah reizend aus. Zu seinem Merger bemerkte Guillaumet, Sturm an der normannischen Küfte". Darunter Duroy, daß sie auf sehr vertrautem Fuße zu den beiden ein Wald" von Harpignies, dann ein Gemälde von Bollsvertretern stand. Mit Herrn Laroche- Mathieu stand Guillaumet, Algerische Landschaft" mit einem Kameel im Stichwahl fie fünf Minuten lang am Kamin und sprach leise mit ihm. Hintergrund, einem großen Kameel, das wie eine sonder Charles sah sehr schwach aus. Im Verlauf eines Monats bare Bildsäule auf seinen langen Beinen stand. war er auffällig abgemagert, er huftete fortwährend und sagte häufig: Es wird mir nichts anderes übrig bleiben; ich muß diesen Winter im Süden zubringen." # Herr Walter schritt zur nächsten Wand und kündigte mit exufter Stimme wie ein Beremonienmeister an: Von berühmten Künstlern." Vier Bilder waren es: Gin Hospital Norbert von Varenne und Jacques Rival erschienen besuch von Gerver; eine Schnitterin" von Bastien- Lepage; gleichzeitig. Dann öffnete sich im Hintergrund des Salons eine Wittwe" von Bonguereau und eine, Hinrichtung" von eine Thir, und Herr Walter trat in Begleitung zweier Jean Paul Laurens. Das letzte Werk stellte einen Priester junger Mädchen von sechszehn und achtzehn Jahren, einem der Vendée bar, der an der Mauer feiner Kirche von hübschen und einem häßlichen, heraus. einer Abtheilung Blauer"( Revolutionstruppen) erschossen " " ( Fortsetzung folgt.). t 8 f et de ni fo b di ge fo 12 Naphtha: Das Pud bisher 14-22 Ropeken, fortan Kreosin: Das Pud bisher 7 Ropeken, fortan 23-25 Die Nobels erhalten danach in Zukunft das ausschließ liche Ausbeutungspatent für das Juland, die Rothschild's aber das Ausland, d. h. die Naphtha- Ausfuhr, als Beute zugeschlagen. So haben sich die feindlichen Delbrüder in das Fell des Bären getheilt. Danach scheinen sie mit Herrn Riedemann's Gesellschaft garnicht zu rechnen. dann mag das großen Anklang finden, und schließlich bleibt der Gedaute der Käuflichkeit haften. Der Beamte, 6 Ropekeit. der sich dem reichen Juden angeblich verkauft", sollte der unnahbar fein dem reichen Christen, dem großen Ritter- Ropeken. gutsbesitzer? Und wäre er nicht noch entschuldbarer, wenn er sich von diesem hezen ließe? Und die Empörung gegen die jüdische Ausbeutung, wie bald wird sie sich gegen die Ausbeutung selbst kehren? Ein Verdienst erkennen wir sogar den Antisemiten an, ihren Kampf gegen das alte Testament, auf dem das ganze konfessionelle Christenthum und unser Volksschul- Unterricht beruht. Mit ihm wird auch eine Säule des Pfaffenthums zerstört. Uns ist nicht bange vor den Fortschritten des Antisemitismus. Er untergräbt den Konservatismus wie das Pfaffenthum, und diese Arbeit überlassen pir ihm gern. Wir verstehen das, denn Herr Riedemann mit seinen paar Tanfdanipfern kann Herrn Rothschild an dem Raubzug nicht hindern, ebenso wenig wie er seine amerikanischen Hintermänner verhindern könnte, wenn es diefen beikäme, Rothschild den Raub streitig zu machen. Sie werden es Den Kürzesten aber, scheint uns, zieht beim vermuth aber nicht erst versuchen, denn in diesem Punkte sind sie lichen Siege Alwardt's der Freifinn. Wir sind keine sich alle einig, die Nobel's, die Rothschild's, die Rockefeller's Freunde des Hauswurstes Ahlwardt. Aber wenn der Freis und die Riedemann's. Nämlich, daß das konsumirende finu, im brennenden Verlangen, den unbequemen Gegner Publikum blechen muß. Alles Andere ergiebt sich alsdann an der Agitation im Wahlkreise Arnswalde- Friedeberg zu auf Grund freundschaftlicher Vereinbarung von selbst, und verhindern, Himmel und Hölle in Bewegung jette, um die so dürfte jedenfalls auch etwas von dem Gewinnantheil in Staatsanwaltschaft zur Einsperrung Aylwardt's seiner ver- die Tasche der Bremer wandern, die sich mindestens sehr wirkten Strafe halber zu veranlassen, so war das eine der unvorsichtig ausdrückten, als sie versicherten, daß ihre Geniederträchtigsten Handlungen, die jemals von einer politischen sellschaft die Interessen der deutschen Deltonsumenten stets Partei gegen die andere verübt worden sind. Am Ausfall wahren werde. der Wahl mag der Freisign erkennen, wie dum m, nebenbei gesagt, dieser schändliche Kniff war. Es ist kein Zweifel, daß das billige Martyrium" Ahlwarot's, wozu ihm der Freifinn verhalf, zu seinem Siege sehr wesentlich bei getragen haben dürfte. Zur Trinkstatistik. Wegen chronischen Alkoholismus und Säuferwahnsinns find den Krankenhäusern Personen zugewiesen worden in den Jahren 1877, 1878, 1879, 1880, 1881, 1882, 1883, 1884, 1885 Preußen 2925 2655 3092, 2774 2821 3388 5207 7001 8163 285 266 253 Die Fälschung der Emfer Depesche ist durch die Bayern 188 150 191 187 232 300 vorgestrige Rede des Herrn von Caprivi nicht widerlegt, In Preußen tam also 1885 ein Fall von Alkoholis wohl aber vollends festgestellt und in klarere Be- mus und Säuferwahnsinn auf je 3000 Einwohner, in leuchtung gerückt worden. Wir wissen nun, daß kein Recht Bayern einer auf je 17 000. In Bayern, das für das fertigungsmaterial vorhanden ist. Aus den näheren Einzel- trinkbarste der deutschen Baterländer gilt, grassirt also der heiten, die der Reichskanzler mittheilte, und aus den Akten- Alkoholismus bei weitem nicht so wie in Preußen, wo er, ftücken, die er vorlegte, erfahren wir, daß die" Chamade" relativ, fast sech smal so große Verwüstungen anrichtet. nicht in dem Wortlaut der neu veröffentlichten Emser Das bayerische Bier ist eben ein Schutzmittel gegen den Depeschen des Königs Wilhelm I. so wie Geheimrath Schnapsteufel. Abeten sie verfaßte enthalten war. Ein Vergleich der zutragen, daß Männer zu Mitgliedern der Gewerbegerichte ge wählt werden, denen die Arbeiterschaft Berlins volles Vertrauen schenken darf. Bewegt daher Gure Männer und Brüder, daß sie ihr Recht nach Kräften ausnuten und zunächst ihre Eintragung Weise dafür, daß die von den Gewerkschaften aufgestellten Ranin die Wählerlisten bewirken, und sorgt dann später in Eurer didaten sämmtlich gewählt werden. Macht zunächst also die Euch bekannten Männer darauf aufmerksam, daß die Eintragungen in die Wählerlisten bis zum 4. Dezember Nachmittags in den Stunden von 5-8 Uhr Abends und Sonntags von 12-3 Uhr Mittags an folgenden Stellen zu bewirken ist: 1. Jm Wahlbureau, Postfir. 16, II. 2. In der Turnhalle Gemeindeschule " 3. "" " 4. " " " 5. 17" " " 6. " " " 17 7. "" 8. " " " " " 9. Tempelhofer Ufer 2. Schmidtstr. 38. Stalizerstr. 55/56. Straußbergerstr. 9. Gipsstr. 28a. Rastanien- Allee 82. Bankstr. 7/8. Thurmstr. 86. Die Frauen Agitations Rommission. Achtung! Drechsler und Berufsgenossen Berlins! Die Formulare zum Gewerbe- Schiedsgericht sind vom Sonnabend, den 26. November, Abends von 8-10 Uhr, in folgenden Zahlstellen zu haben: Restaurant Gründel, Dresdenerstr. 116( Arbeitsnachweis), Pätzold, Reichenbergerstr. 16, " " " Strohmeier, Mariannenplay 13, Meyer, Langestr. 35, sowie am Sonntag Bormittag in der bei Keßner, Annenstr. 16, Frift zur Aufnahme in die Wählerlisten ab. Eure Pflicht ist es, stattfinde den Versammlung. Kollegen, am 4. Dezember läuft die Durch Abgabe des Formulars bis zu dem festgesetzten Termin die Eintragung zu veranlassen. Au affe Karl Doft, Wienerstr. 29, Delegirter zur Streit- Kontrollkommiffion. Karton, Stui, Galanteries, Mappen, Beber in der Album, Buch- Kontobuch, waaren, Papier und Papier waaren Industrie beschäftigten Arbeiter ergeht hiermit die dringende Aufforderung, sich spätestens bis zum 4. Dezember in die Wählerliften zu den Gewerbegerichts- Wahlen einzeichnen zu lassen. Wahlberechtigt ist nur, wer seine Eintragung in die Wählerlisten folgenden Stellen zu haben; beantragt hat. Die erforderlichen Antragsformulare find an Dresdenerstr. 116 im Arbeitsnachweis: Wochentags Abends 7-9, Sonntags Vormittags 10-11 Uhr. Alte Jakobstr. 69 bei Lenz: Sonnabends Abends 6-8 Uhr. Beuthstr. 21/22 bei Norbert: Sonnabends 8-10 Uhr. Hirtenstr. 10 bei Krüger: Sonnabends 8-10 Uhr. Blumenstr. 38 bei Hente: Sonnabends 8-10 Uhr. Boyenstr. 40 bei Gießhoit: Sonnabends 8-10 Uhr. Friedrichstr. 34 bei Reichert: Sonnabends 8-10 Uhr. Wafferthorstr. 22 bei Thalmann: Sonnabends 6-8 Uhr. dre Bernhard Jost, Greifswalderstr. 68. Achtung, Gewerbegerichts. Wahlen! alle in der Schneiderbranche beschäftigten Arbeiter! gefälschten Depesche mit diesen zwei neuen Depeschen d. h. die Vertretung der italienischen Bourgeoisie und GrundItalien. Das neue italienische Parlament zeigt jedoch, daß ihr Inhalt durch die Bismarck'sche„ Rebaltion" wesentlich verschärft worden ist. Wir wissen eigenthümer, trat vorgestern zusammen und hat gestern die jezt weiter, daß die gefälschte Depesche am 13. Juli, Präsidentenwahl vorgenommen. Bei dieser Gelegenheit Abends 11 Uhr, offiziell durch Fürst Bismard den hatte das Minifterium Giolitti seine erste Kraftprobe. Der ministerielle Randidat Zanardelli wurde mit 276 gegen 160 fremden Regierungen übersandt wurde, bas heißt 54 Stunden, nachdem die Erklärung des Stimmen gewählt. Die Minderheit ist eine überraschend französischen Gesandten, er gebe sich beruhigt, große und beweist, daß die kurze Frist zwischen den Wahlen und dem Zusammentritt der Kammer schon hingereicht hat, erfolgt war. Daß diese Erklärung in der ge fälschten Depesche ignorirt ward, das ist ein Belastungs- etliche dreißig Abgeordnete, auf die man sicher gerechnet moment, das jeden Zweifel an der verbrecherischen Absicht hatte, abzusplittern". Es läßt sich nun ungefähr berechnen, des Depeschenredakteurs ausschließt. Die Thatsache, daß der wann so viele„ abgeſplittert" fein werden, daß keine französische Gesandte sich beruhigt" hatte und daß infolgenischen Parlament ist die sozialistische Partei durch ministerielle Majorität mehr besteht. Im neuen italien dessen der Streitfall bezüglich der Hohenzollern drei Abgeordnete vertreten: Prampolini, der in Kandidatur erledigt war, mußte dem Fürsten BisBufolge der Bekanntmachung des Magistrats finden die marck bekannt sein. Nach dem früher schon bekannten Be- Guastella mit 1506, Agnini, der in Carpi mit 1635, und Wahlen zum Gewerbegericht am 20. Februar statt. Wer das bisMaffei, der in Montecchio mit 1623 Stimmen gewählt berige Gerichtsverfahren über Gewerbestreitigkeiten praktisch kennen richt( Promemoria) des Fürsten Radziwill, dessen amtlicher wurde. Bei zwei Stichwahlen unterlagen unsere Genossen, gelernt hat, wird die Unbahnung zum Besseren durch das InCharakter von dem Reichskanzler ausdrücklich bestätigt weil wie in Deutschland und überall sonst wie in Deutschland und überall sonst sämmt trafttreten der Gewerbegerichte freudig begrüßen. Namentlich sind ward, gab der französische Gesandte jene beruhigende Erklärung gegen 6 Uhr Abends ab, also fast einen Viertel- liche gegnerische Parteien sich gegen sie einigten. Die Wahl es die Hausindustriellen bis jetzt gewefen, welche durch die Scheerereien der Unternehmer, Lohnabzüge zc. den komplizirten tag vor Absendung der gefälschten Depesche, welche die ſiege unserer italienischen Genossen erlangen dadurch eine er- Apparat des jeßigen Verfahrens geschürt haben. Mancher ver" Fanfare" war. Freilich, der Herr Reichskanzler sagt, daß Socialiste" entnehmen- zum ersten Mal mit dem vollen versäumnisse zu vermeiden. höhte Bedeutung, daß unsere Partei wie wir dem sichtete auf sein Recht, um die vielen Behelligungen und Zeitder Bericht Radziwill's nicht als telegraphische Depesche be- Barteiprogramm und auf dem Boden des Klassenkampfes fördert worden sei. Allein die entscheidend wichtige Nachricht, daß durch die Erklärung des französischen Gesandten in die Wahlschlacht ging. der Streitfall erledigt war, ist doch jedenfalls dem Fürsten Der Panama- Skandal. Die Untersuchungskommission Bismarck ebenso gut telegraphisch mitgetheilt worden, wie ist nun von der französischen Rammer tonstituirt, die früheren weniger wichtigen Nachrichten über den das ganze offizielle Frankreich trieft von Tugend und sitt Streitfall. Wenn nicht, dann mußte die Fan- licher Entrüstung, und nun kann die Mohrenwäsche los fare" ja in noch fchlimmerem Lichte erscheinen, gehen. Natürlich betheuern alle von dem Boulangisten als nach den Geständnissen des Fürsten Bismarck. Delahaye angeklagten Biedermänner ihre Unschuld. Das Uebrigens ist heute so ziemlich die ganze politische Welt ist immer so. Und man kennt die zwei Sprüchwörter: zur Eintragung nöthigen Formulare täglich auf dem Arbeits Um es den Kollegen möglichst bequem zu machen, werden die einig, daß, wie wir zu Anfang hervorhoben, der Reichs-" Eine Hand wäscht die andere," und" Keine Krähe hackt nachweis und Auskunftsbureau, Martgrafenftr. 88, Restaurant fanzler nicht die Entlastung des Fürsten Bismarck, sondern der anderen die Augen aus." Kein vernünftiger Mensch er- Leopold, welches zu diesem Zwecke von 8 bis 2 Uhr und Abends die Vertheidigung des Königs Wilhelm I. gegen den von wartet, daß die Untersuchung ein greifbares Resultat er von 8 bis 10 Uhr geöffnet ist, ausgegeben; auf Wunsch werden Bismard indirekt erhobenen Vorwurf der Schwäche und geben werde. Wie bei der famosen deutschen Unter dieselben auch dort ausgefüllt. Wiit ben so ausgefüllten For Nachgiebigkeit bezweckt hat. Caprivi, ber das Andenken suchungskommission von 1878 wird sich herausstellen, daß mularen begeben sich die Kollegen auf das Polizeibureau ihres des Monarchen schützen muß vor den Angriffen des treuen entweder Alle lilienrein find, oder Alle nicht sauber. fich die Angaben bescheinigen. Die Formulare können dann zur Reviers, zum Bezirksvorsteher oder zum Arbeitgeber und lassen Basallen" in diesem Bilde drückt sich so recht anschaulich Es fragt sich nur, was man unter sauber versteht. die durch das Bismarc'sche Hausmeierthum geschaffene Lage Gründer und Schwindler find allesammt lilienrein, wenn Dasselbe wird besorgt von den Kollegen U. Täterow, Mauer Die Weiterbeförderung wieder an diese Stelle zurückgegeben werden. aus. Daß sie der Monarchie günstig fet, wird auch der man sie selbst hört. Und sie sind einstweilen noch oben- ftraße 9, vorn III, S. Pfeiffer, Große Hamburgerstr. 20, naivste Optimist nicht glauben. auf in dieser besten der Welten. Die Panama Be- Quergebäude IV, Sunil Rogge, Veteranenstr. 14, parterre, stechungen sind übrigens um so schwieriger festzustellen, und Frau Schwarz, Wienerstr. 68. An diesen Stellen Die Rotte Bismarck. Das Leipziger Tageblatt", als sie vorwiegend an Zeitungen gegangen find. Und ist wird Auskunft über alles die Gewerbegerichte Betreffende ertheilt. in welchem Herr Hans Blum sein Wesen treibt, schreibt aues Bestechung", wenn der Abgeordnete X., der Leiter alle Haus Gewerbetreibende, welche ihren Als Arbeiter gelten laut Bekanntmachung des Magistrats läßlich der Bemerkungen des Reichskanzlers über die eines Blattes ist, für eine Riesen- Annonce 1000 oder Betrieb nicht angemeldet haben, und diejenigen Emser Depesche: 5000 Franks erhält? Ist das nicht legitimes Geschäft"? Gefchäftsleiter, Buschneider u. s. w., deren Gehalt 2000 m. nicht -" Hierin tritt insofern Aenderung ein, als hinfort alle Objekte unter hundert Mart innerhalb einer Woche und in erster Instanz erledigt werden. Soll die Thätigkeit eine erfprießliche sein, so müffen alle Ver treter der Arbeiter, welche von uns aufgestellt sind, gewählt werden. Versäume daher niemand, seine Pflicht zu erfüllen. Der Termin zur Eintragung in die Wählerliste dauert nur geschieht, so ruht das Wahlrecht. bis zum Sonntag, ben 4. Dezember. Wenn die Eintragung nicht geschieht, so ruht das Wahlrecht. Am Sonnabend, den 26. November, findet im Restaurant Nachdem Graf Caprivi die echte Emser Depesche spät Thatsache ist, daß der goldene Regen der Banama- Gesell übersteigt. Wahlberechtigt ist jeder, der 25 Jahre alt ist, ein aber doch noch nicht zu spät fundgegeben, boffen wir zu schaft hauptsächlich mit Zeitungsblättern aufgefangen Jahr in Berlin wohnt oder arbeitet, dessen Arbeitgeber zu feiner versichtlich, daß auch überall die richtige Erkenntniß aus wurde, und daß fast sämmtliche Pariser Zeitungen von Innung gehört, für welche ein Schiedsgericht in Gemäßheit der dieser Veröffentlichung gezogen, und unnachsichtlich Geschäftsreklamen leben. Von der Rolle, welche die Ge- 7a und 100d der Gewerbe- Ordnung errichtet und der im gegen die durch ihren Fanatismus geschäftsreklame im Zeitungswesen spielt, kann beiläufig auch Befih der bürgerlichen Ehrenrechte ist. denn wiffenlos gemachte Rotte jeber das fittliche Deutschland ein Lied singen. Die Leser werden Leopold, Markgrafenftr. 88, eine Berfaminlung der Werkstatt Fanatismus macht gewissenlos vorgegangen fich erinnern, daß vor einigen Monaten die Kreuz- Zeitung" und Geschäftsdelegirten statt. Jeder Delegirte hat die Pflicht, werde, die es in Zukunft noch wagt, ihrer utopischen die heikele Trinkgelder- Frage auf's Tapet brachte, und zu erscheinen. Formulare zur Eintragung in die Listen werden Ziele willen, die Ehre der größten Deutschen in den Staub deutlich genug zeigte, wie es gemacht wird". Genau ebenso bort ausgegeben. Um Montag, den 28. b. M., findet in der au ziehen", u. f. w. wird es in Paris gemacht, und genau ebenso machte es die Berliner Nessource, Kommandantenstr. 57, eine große Versamm Gut gebrüllt Hans! Was wird aber der Heilige von Panama- Gesellschaft- nur in größerem Maßstab, als lung statt mit dem Thema:" Die Gewerbegerichts- Wahlen und Friedrichsruhe dazu sagen, daß seine" Rotte" so schmählich unsere germanische Bescheidenheit es erlaubt. wie entfalten wir unsere Thätigkeit?" In dieser Versammlung angegriffen, und gegen ihn selber" unnachsichtliches VorDie dunkelen und doch sehr verständlichen Andeutungen werden ebenfalls Formulare ausgegeben und ausgefüllt. Erscheint gehen" verlangt wird, weil er durch sein famoses Geständniß der Kreuz- Beitung" haben bekanntlich zu feinem Sesultat zahlreich und agilirt überall. Die Agitationstommission. bie Ehre der größten Deutschen in den Staub gezogen" geführt. haben foll? An die Töpfer Berlins und Umgegend. Afrikanisches. Nachdem es den Franzosen ge Kollegen! Wir richten an Euch die dringende Aufforderung, Herrn Riedemann and Bremen ins Stammbuch. lungen ist, durch etliche Siege" und die zivilisatorische Ein- Euch bis spätestens zum 4. Dezember in die WählerAls wir jüngst diesem Herrn, der bekanntlich behauptete, äscherung der Hauptstadt von Dahomey sich in Afrika listen einzeichnen zu lassen. Wahlberechtigt ist nur, wer das feine Deutsch- Amerikanische Ausbeutergesellschaft( 22 pet. wieder etwas Ruhe zu schaffen, kommt die Reihe der 25. Lebensjahr erreicht und seine Einzeichnung in die WählerGewinn) denke nicht daran, das Publikum auszuschlachten, Kolonial- Schwulitäten wieder an die Deutschen. Nach listen persönlich bewirkt hat. Versäume daher niemand, fich den Rath ertheilten, sich mit der Abgrafung des Feldes einer Londoner Depesche- all diese Siobsposten kommen von unserem Arbeitsnachweis, Gip 3 str. 3, woselbst auch jede den Bissen vor der Nase wegschnappen könnte, ahnten wir Die Nachrichten sind noch unklar, aber gut sind sie nicht und Mahnung, sich die hohe Bedeutung der Gewerbegerichts- Wahlen etwas zu beeilen, da ihm sonst unser wackerer Rothschild über England- sind bei Apia Unruhen ausgebrochen. weitere Auskunft ertheilt wird, Antragsformulare au nicht, wie schnell unsere Prophezeiung in Erfüllung gehen Gutes verheißen sie nicht. follte. Jest hat sich Herr Rothschild, dessen Petroleumgeschäft im Rautasus( Apscheron Halbinsel) den europäischen Sandel nahezu beherrscht, mit seinen alten Gegnern und Begründern der russischen Petroleumindustrie, den Gebrüdern Nobel, zu einem Ring geeinigt, dessen Sagungen durch Judiskretion etwas vorzeitig an die Deffentlichkeit Bedrungen find. Die neue Vereinigung will zunächst die kleinen Ron furrenten, die dem Ring nicht beitreten, beseitigen und dann folgende Preisstala in Bermanenz erklären: Soziale Ltebersicht. An alle Arbeiterfrauen und Mädchen Berlins. Arbeiterinnen! Hat eine reaktionäre Gesetzgebung uns industriell thätigen Frauen und Mädchen auch das Recht abgesprochen, uns selber attiv an den Gewerbegerichts- Wahlen zu betheiligen, so ist es doch unsere Pflicht, nach Kräften dazu beiholen. Vor allem richten wir an diejenigen unter uns die vor Augen zu führen und dahin zu streben, daß auch die älteren Kollegen ihrer Wahlpflicht nachkommen. Thue also Jeder seine Pflicht! Mit follegialem Gruß Heinrich Hoffmann, Gipsstr. 8. Die Solinger Federmeffer Arbeiter beschlossen die Grünbung eines Verbandes. In denselben sollen auch die Hilfsarbeiter aufgenommen werden. Die Ausarbeitung des Statuts ist einer zwölfgliedrigen Kommiffion übertragen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Achtung! Achtung!! IV. Berliner Wahlkreis. Sonntag, den 27. November 1892, in Schneider's Gesellschaftshaus, Proskauerstraße 37/38: Erstes Stiftungsfest des Sonnabenb, 26. November. Sozialdemokratischen Agitationsklubs für den Osten Berlins Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. Schauspielhaus. Wilhelm Tell. Leffing- Theater. Fedora. Berliner Theater. Dora. Wallner- Theater. Die Ehre. Deutsches Theater. Lolo's Vater. Neues Theater. Die LiebeshändIerin. Kroll's Theater. Geschlossen. Residenz- Theater. Ini Pavillon.( Le Parfum). Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Orpheus in der Unterwelt. unter gütiger Mitwirkung des Theatervereins ,, Aurelia", sowie des Gesangvereins ,, Freies Lied". Konzert, Festrede, Prolog, Vorträge und Tanz. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Anfang 4 Uhr. Entree 20 Pf. Billets sind bei den Mitgliedern, beim Vertrauensmann Robert Wengels und in den bekannten Lokalen zu haben. 198/9 Verein für volksthümliche Kunst. Grosse Volks- Versammlung Sonntag, 27. Nov., 11 Uhr Vormittags, im Feen- Palast, St. Wolfgang- und Burgstraßen Ecke. Zages Ordnung: 1. Wie können wir die in diefem Winter hochgesteigerte Arbeitslosigkeit feststellen? Referent: Rob. Schmidt. 2. Diskussion. Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der Tagesordnung werden die Parteis aufmerksam gemacht. genoffen und die Mitglieder der Gewerkschaften auf die Versammlung besonders Da der Saal um 2 Uhr geräumt werden muß, bitten wir die Genossen, pünktlich zu erscheinen. Der Einberufer. 361/2 Fachverein der Tischler. Sonntag, den 27. November, Vorm. 10 Uhr, in Bolt Fetsälen( fr. Feuerstein), Alte Jakobkr. 75( aberer Saal): Außerordentliche General- Versammlung Tages Ordnung: Thomas- Theater. Almenrausch und Heute, Sonnabend, den 26. Nov. cr., in Nieft's Festjale, Statutenänderung. 4. Vereinsangelegenheiten. Edelweiß. Adolph Gruft- Theater. Die wilde Madonna. Alexanderplatz- Theater. Mädel. Vorstellung. SportNational- Theater. Maria Stuart. Apollo Theater. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezialitäten Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vor stellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Weberstraße 16: Winter- Fest. Zur Aufführung gelangt unter Anderem: Prolog von A. Wih. Daran anschließend: Lebende Bilder: Die Schmiede im Walde", Gedicht von Stauffacher in 4 lebenden Bildern, dargestellt von den Mitgliedern des Vereins. Rouget de Lisle trägt zum ersten Mal die Marseillaise vor".„ Speckbacher" nach dem Gemälde von Desregger. Die Gesangsvorträge werden vom Gesangverein Felsenburg, Mitgl. d. Arb.S.-B., unter Leitung seines Dirigenten Herrn Ihn ausgeführt. Anfang 8 Uhr. Billets für Herren 50 Pf.( incl. Tanz), Damen 30 Pf. sind zu haben bei Fritz Hansen, Dieffenbachstr. 34 part.; M. Herrmann, Griebenomstr. 1, 2 Tr.; G. Krause, Landsberger Allee 8; H. Methner, Waldemarstr. 29; J. Jeppson, Reichenbergerstr. 133. Der Vorland. Adolph Ernst- Theater. 64/5 Bum 77. Male: Die wilde Madonna. Sozialdemokr. Verein„ Vorwärts" Gesangsposse in 3 von Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen aus dem Atelier d. Fr. Köpke, und neuen Dekorationen v. Lütkemeyer in Coburg. In Scene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7% Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Alexander- Play- Theater. Fernsprechami VII Nr. 1711. Heute Abend 712 Uhr: Sport- Mädel. Große Posse mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. Mufit von Max Lustig. Mit vollständig neuer Ausstattung. zut Rixdorf. Sonnabend, den 26. November, bei Herrn Hoffmann, Bergstr. 133: Erstes Stiftungsfelt verbunden mit Konzert, Theater- Vorstellung vom Theaterverein Iphigenia, Vorträge vom Gesangs Humoristen Herrn R. Bröker. 865/3 Der Triumph der Arbeit. Lebendes Bild. Dargestellt von Mitgliedern des Vereins. Ball. Nachdem: Grosser Anfang 81/2 Uhr. Um zahlreichen Besuch bittet Kaffeneröffn. 6/2 Uhr. Anf. 72 Uhr. Circus Renz. Morgen: Sport- Mädel. American- Theater. Nen! Die Trockenwohner, oder„ Das Kind in der Kommode", parodistisch realistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hof aus, von Oskar Wagner. Hauptrolle: Der arkomische Bendix. Jeden Abend jubelnder Beifall. Der feine Reisner. Berliner Lokalposse von O. Wagner. Neu! Die Wiener OriginalSoubrette Clotilde Kowala. Anfang 7 Uhr. Entree 75 Pf. Sonntags 6 Uhr. Passage( Karlstraße.) Sonnabend, den 26. November 1892, Abends 71/4 Uhr: Große Gala- Vorstellung. Aus dem Programm sind u. A. hervorzuheben: Hippol. Kongress, 36 der edelsten Raffepferde, vorgeführt vom Direktor Fr. Renz. Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Markir. Schulquadrille, geritten von 6 Damen und 6 Herren. Mr. Leop. Renz, der beste Jockey- Reiter der Gegenwart. Zum Schluß: Auf Helgoland mit neuen Einlagen, u. a.: Leib- Garde- Artillerie, Leibgarde der Kaiferin. Sonntag, 2 Borstellungen um 4 und 7/2 Uhr. Nachmittags 4 Uhr( 1 Kind frei): Die lustigen Heidelberger. Abends 7 Uhr: Auf Helgoland. Billet Vorverkauf beim„ Invalidendant", Markgrafenftr. 51a. Fr. Renz, Direktor. ( 201 Panopticum. Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. Die 4 zusammen- welt- Lokal Berline, 5000 Perf. faffend. Täglich gewachs. Mädchen. Gr. Spezialitäten- Vorstellung Rosa- Josefa 4-6 Uhr, Radica- Doodica von 11-1 und 4-9 Uhr. Castan's Panoptikum. Sensationell! Prinzeß Topase. Borstellungen 11-1 und 4-91% Uhr stündlich. Ohne Extra- Entree. Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. Treptow. Sonntag, den 27. d. m., Wurst= mit abwechselndem Programm. Anf. Wodent. 72 Uhr, Sonnt. 6 Uhr. Entree 50 Pf. Jeden Mittwoch und Sonntag Nachm. Grosses Familien- und Kinderfest mit Gratis- Verloosungen und Spezialitäten- Vorstellung. Anfang Mittwochs 4 Uhr, Sonntags 31 Uhr. Entree für Kinder wie Erwachsene 1. Platz 50 Pf, II. Platz 25 Pf. Programin 25 Pf. Der Vorstand. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße. Sonnabend, den 26. November, Abends 71/2 Uhr: Gala- Sport- Vorstellung mit nur Original- Pferdedressur. U A. Der Rapph. Osman Pascha als Luftschiffer, 55 Hengste, Jucroyable, Certain u. Patience, vorgef. vom Direktor Althoff. Miss Blanche und Mlle. Vidal, Schulreiterinnen. Troika, ger. vom Dir. Althoff. Die 4 fache dopp. Springfahrschule, ger. von 4 Damen. Außerdem: Auftreten sämmtlich. Künstler- Spezialitäten. Sonntag, den 27. November: 2 Extravorst., 4 Uhr( 1 Kind frei) und 7 Uhr. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Das großartigste Spezialitäten- Programm der Residenz. Familie Lars- Larsen, Elite- Parforce- Gymnastik.- Truppe. Brooks& Duncan, Original- Kongo- Neger. Charles Liffton, Athlet auf dem Drahtseil. Brothers Barett, The two Fanneg Gentlemen. The Original- Satours, Anatomisches Wunder. Jeden Abend stürmischer Erfolg. Allen Genossen und Gästen zur geGratweil's Bierhallen fälligen Kenntnißnahme, daß am Sonntag, den 27. d. M., von meinem Lokal bis zum Lokal des Herrn A. Senftleben in Johannisthal ein Distanz- Wett faufen stattfindet. Abmarsch von meinem Lokal 2 Uhr 30 min., Ankunft im Johannisthaler Volksgarten 2 Uhr 55 Min. Mit Gruß 2476 Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger. Wochentags frei. Sonntags 30 Pfennig. Kinder 10 Pf. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Zwei Säle zu Versammlungen und Verguügungen, essen, verbunden m. Tanzkränzchen. sowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen. 213b Restaurant M. Bender. F. Sodtke. Berzinszimmer mit Pianino, 40 Gaal bis 80 perf. 1e in der sierte bis 50 Personen fassend, zu vergeben. 2386 J. Reim, Bienerfte. 45. Gänse- Ausspielen jeden Sonnabend- Abend Jerufalemerstr. 66. Ed. Bleuel. Vereinsz.plane, slid, Gimeonit.23. 1. Stellungnahme zum Anschluß an den Verband, 2. Anträge. 3. Eventuelle 308/13 Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, in dieser Versammlung zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule ( Süd- Ost). Sonntag, den 27. November, Abends 7 Uhr, bei Bolk( früher Feuerstein), Alte Jakobitr. 78: 1 108/17 Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag über Glaube und Wissen. Referent Herr Roland. 2. Disfuffion. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beifammensein und Tanz. Gäste sehr willkommen. E Die Schulkommiffion. MS Achtung! Maler, Lackirer, Anstreicher u. verw. Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Große öffentliche Versammlung am Montag, den 28. November, Abends 8½ Uhr, in ,, Gratweil's Bierhallen", Kommandantenstr. 77-79. 2. Stellungnahme gegen die Bestrebungen der Innungen betreffs Gründung Tages- Ordnung: 1. Die Arbeitslosen- Statistit. Ref.: Gen. Rob. Schmidt. von Jnnungs- Krankenkassen. 3. Verschiedenes. Der Wichtigkeit der Tages ordnung wegen ersucht um recht zahlreiches Erscheinen. 234/2 Die Agitations- Kommission. J. A.: Heinr. Rantenhaus, Fürstenstr. 6. 179/2 Große öffentliche Versammlung der Holz- u. Bretterträger, aller auf Holzpläzen beschäft. Arbeiter am Montag, 28. Nov., Ab. 8 Uhr, im Restaur. Otto Klein, Schönleinftr. 6. = Ordnung: Zages 1. Bericht des Delegirten der Streif- Kontrollkommission. 2. Ausgabe der Anmeldebogen zur Aufnahme in die Wählerliste für die Wahl der Beisiger des Gewerbegerichts in Berlin. 3. Verschiedenes. In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung ersuchen wir Mann für Mann zu erscheinen. Der Delegirte der Streik- Kontrollkommission. Johann Prüfer Oeffentliche Bersammlung für Männer und Frauen am Sonntag, 127. November, Abends 6 Uhr, in der Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Zages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. Der Einberufer. 158/7 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tang, veranstaltet vom ,, Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 2. Berl. Reichtags- Wahlkreis". Um zahlreichen Besuch bittet. Der Vorstand. Vereinigung der Drechsler u. Berufsgenossen Deutschlands. Ortsverwaltuns Berlin). Sonntag, 27. November, Vorm. 101/2 Uhr, bei Kessner, Annenftr. 16: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag über Spiritismus und Hypnotismus. Referent Genosse Mattutat. 2. Diskussion. 3. Wahl einer Statuten- Berathungskommission und Ergänzungswahl der Rechtsschutz- Kommission. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 136/5 Der Vorstand. Genossenschafts Bäckerei für Berlin und Umgegend ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht). Um allen Gerüchten über die Qualität des von uns verarbeiteten Mehles zu begegnen, haben wir eine Probe desselben chemisch untersuchen lassen und lautet das hierüber ausgefertigte Attest wie folgt: Berlin, den 21. November 1892. Die mir von den Herren Scholz und Gumpel im Auftrage der Ge noffenschafts- Bäckerei hierselbst übergebene Mehlprobe erwies sich bei der damit ausgeführten chemischen, mikroskopischen und physikalischen Analyse als handelsüblich reines Roggenmehl und ist als solches in feiner Weise zu beanstanden. ( gez.): Dr. P. Jeserich. das Bertrauen unserer Kundschaft uns auch ferner entgegen gebracht wird. Hiermit dürften alle Verleumdungen widerlegt fein und hoffen wir, daß das Original des Attestes liegt zu Jedermanns Ansicht in unserem Komtoir, Müllerstraße 166a, bereit. Der Aufsichtsrath: ( gez.): Spickermann, Vorsitzender, 95/4 Der Vorstand: Adolf Scholtz, Hugo Lazarus. Achtung. Charlottenburg. Achtung Parteigenoffen, welche gewillt find, sich bei der Verbreitung einer Malen- Auflage des Teltower Volksblatts" zu betheiligen, werden erfucht, sich am 340/11 Sonntag, den 27. d. M., früh 7 Uhr, im Lokal des Genossen Wernicke, Strummnestr. 19, einzufinden. Die Vertrauensleute. Gänse- Ausschieben Empfehle mein Weiß- n. Bairisch und einige Tage Woche Reichenbergerstr. 83. frei, Schwedterstr. 17. Jeden Mittwoch und Sonnabend gr. Gemüthl. Vereinszimmer zu verg. bei Gänse- Ausspielen. 2626 2526 Tranner, Grimmstr. 24, Ecke Urbanstr. Schleffe, Granfeerstr. 8. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Heute Gänse- Ausspielen bei Che. Hilgenfeld, Bergstr. 60. und Schießen Sonnabend bei Gustav Wächter, Brizerstr. 22. Bierlokal. C. Boll, Wienerftr.1-6. Vereinszimmer u. Regelbahn ist noch frei. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 278. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. Sonnabend, den 26. November 1892. 9. Jahrg. Das dahingestellt. Ich habe erhebliche Zweifel dagegen. Auch wir Der Bezirksausschuß ist dafür keine geeignete Behörde. Es bleibt sind dafür, daß dem Grundbesitze sein Einfluß im Staatsleben also bei der Genehmigung der Regierung, und deren unzulängbewahrt wird. Die Steuerreform wird dazu führen, daß das lichkeit hat der Abg. Gneist in seiner vor elf Jahren geschriebenen Wahlrecht auf einen ganz anderen Boden gestellt wird. Wenn Broschüre ausreichend dargethan. Es steht den Gemeinden eine 9. Sigung vom 25. November, 11 Uhr. das Haus seine Stellung der Regierung gegenüber bewahren soll, reiche Speisekarte von Steuerreformen für Grund-, Gebäude- und An Ministertische: Graf zu Eulenburg, Miquel und dann muß sein Wahlrecht auf eine breitere Basis gestellt werden, Gewerbebesis zu gebote, aber die eine fehlt, welche Theile dieser Kommiffarien. dann dürfen nicht zivei oder drei Personen die Wahlmänner der drei Formen in sich birgt. Der grundbefestigte GewerbeAuf der Tagesordnung steht die erste Berathung des ganzen ersten Klasse ernennen, dann müssen die Männer, welche betrieb welcher über große Werkstätten und viele Kommunalabgaben- Gesetzes. weiter nichts besitzen als ihre Faust, um den vaterländischen Maschinen verfügt, soll getroffen werden; von der Bea Abg. Hobrecht( natl.): Wenn Staat und Gemeinde ihre Boden zu vertheidigen, das Gefühl haben, daß sie hier auch aus- steuerung der Kleingewerbetreibenden halte ich nicht viel. Steuergebiete gegen einander abgrenzen, so werden dadurch die reichend vertreten sind.( Zustimmung im Zentrum.) Den städtischen Steuerparlamenten darf nichts wichtiges überLasten an sich nicht vermindert, aber es wird für beide Theile Abg. v. Tzschoppe( ft.) hält ebenfalls den§ 45 für bedenklassen werden. Es muß den Gemeinden überlassen werden, ob die Möglichkeit geschaffen, die Steuern nach ihren Verhältnissen lich, weil durch denselben leicht eine Ueberlastung der Real- die Steuer vom Hausbesitzer oder vom Miether erhoben werden einzurichten und in gerechter Weise zu veranlagen. Dadurch steuerzahler eintreten könne. Redner bemängelt auch den§ 62, foll. Ueber die Berliner Miethssteuer hat 70 Jahre lang fein wird auch die Verschiebung der Steuerlast, welche durch die wonach die Aufsichtsbehörden berechtigt sein sollen, Steuerordnungen Mensch geflagt, bis Fürst Bismarck sich beschwert fühlte und eine Einkommensteuer eingetreten ist, etwas ausgeglichen. Dabei muß der Städte nicht zu genehmigen, wenn sie den Besteuerungs- Bewegung gegen die Miethssteuer ins Leben rief, die aber nicht den Gemeinden eine gewisse Bewegungsfreiheit gelassen werden grundsätzen des Gesetzes nicht entsprechen. Es könnte sich heraus- erhebliche Bedeutung erhalten hat. Ich halte die Miethsstener und es will mir scheinen, als wenn dieses Ziel in der Vorlage stellen, daß unter den Besteuerungsgrundsäzen auch die auf Grund für eine fo gute Steuer, daß sie nicht abgeschafft, sondern auf nicht erreicht ist. Die Grund- und Gebäudesteuer ist den Ge- dieses Gesetzes erlassenen Ministerialrestripte verstanden würden, das ganze Land ausgedehnt werden müßte. Man sagt, die neinden zur Verfügung gestellt. Aber ich glaube nicht, daß diese was nicht zutreffend wäre. Redner bittet, die Vorlage einer Frucht sei reif. Weil gewisse Leute das glauben, sollen wir in Steuern so bestehen bleiben tönnen, wie sie bestehen, wenn über- besonderen Kommission von 21 Mitgliedern zu überwiesen. den sauren Apfel beißen.( Heiterfeit.) Wie ist es möglich, daß haupt der beabsichtigte Zweck erreicht werden soll. Die Städte Abg. Kuebel( ntl.) hält es für unrecht, daß die Grund- und dieser Gesezentwurf zustande kommen konnte, auf den man das haben allerdings das Recht, diese Steuern umzuformen, aber Gebäudesteuer in demselben Maßstabe herangezogen wird, wie Wort: Gold gab ich für Eisen" in der Form anwenden fonnte: es würde wohl nicht angemessen sein, auf diesem Gebiete dem die Gewerbesteuer nur mit 1 pet.; der Grundbesitz, namentlich„ Gold gab ich für Pappe".( Unruhe, Heiterkeit.) Lediglich aus Erfindungsgeist zu viel Spielraum zu lassen; besser wäre es, be- der fleine, würde also erheblich prägraviert sein. Die jetzige Ge- dem Grunde, weil die Herren( nach rechts deutend) die staat ftimmte Normen im Geseze aufzustellen. Bei der Gewerbesteuer werbesteuer ist überhaupt eine schlechte Grundlage für eine Kom- lichen Grundstenern los werden wollten, was Fürst Bismarc würde ich dagegen jede Aenderung der staatlich veranlagten Steuer munalsteuer, während sie als Staatssteuer ganz vortrefflich ist. selbst nicht erreicht hat. Der Finanzminister will es durchsetzen, verbieten. Ein weiteres Bedenken ist darin zu finden, daß die Gemeinden Wohin soll es führen, daß die Gewerbetreibenden bis 1500 M. aber nicht ohne eine Courtage, diese heißt Vermögenssteuer, und das Recht behalten sollen, nachdem schon der Realbefit vor Ginkommen von der Gewerbesteuer befreit bleiben sollen, während um es durchzusehen, wird ein Kommunalsteuer- Gesetz als Ornament belastet ist, noch eine weitere Vorbelastung einzuführen für ge- der fleine Bauer zur Grundsteuer herangezogen wird! Gin mitgegeben, was die Lage der Gemeinden durchaus nicht beffert. Mir wisse Anlagen. Allerdings kommen viele Gemeinde Einrichtungen weiterer Fehler ist, daß die Gemeinden, in denen Arbeiter eines schwebte das englische System der Kommunalbesteuerung vor Augen. den Grund- und Hausbesitzern zu gute; die Werthe der Grund- größeren Werkes wohnen, während das Werk anderwärts seinen Ich wünsche, daß wir zu einem ähnlichen System tommen. Den stücke und Gebäude werden gesteigert, aber nicht in allen Fällen. Siz hat, dieses Werk nicht besteuern können, trotzdem sie die einen Vorzug des englischen Systems tönnen wir niemals er Man kann z. B. in Berlin sehen, daß die Grundstückspreise im Schul- und Armenlasten für die betreffenden Arbeiter zu tragen reichen: Es ist ganz allmälig hineingewachsen aus dem auf Diten sich nicht in dem Maße steigern, wie im Westen, trotzdem haben. Es müssen entweder die Steuern des Werkes nach den Ackerbau berechneten Rahmen in den Industriestaat. beinahe im Osten mehr für Straßenanlagen u. f. w. gethan Lohnsäger auf die einzelnen Gemeinden, wo die Arbeiter wohnen, Schwierige besteht in der Uebergangszeit, in den großen Schäden, wird, als im Westen. Die Klagen über die Prägravation des vertheilt, oder Verbände der betreffenden Gemeinden gebildet die entstehen werden, wenn wir eine so radikale Umgestaltung Grundbesiges sind durchaus berechtigt und zwar wird er belastet werden. Jedenfalls muß diese Frage durch das vorliegende pornehmen. Darum komme ich zu der Ueberzeugung, man fann nicht blos durch Ausgaben, die ihm wieder zu gute fommen, Gesetz gelöst werden. Die Staatsaufsicht ist durchaus nothwendig bei uns das Kommunal- Steuerrwesen nur durch Einzelverord sondern noch viel mehr durch die Armen- und Schullasten, die zum Schutze der Minorität. nungen regeln. Gesetze sollten nicht mit genialer Leichtigkeit in armen, wie in reichen Gemeinden aufgebracht werden müssen. Abg. Vopelius( ft.): Die Vorlage enthält Vorschriften über aus dem Handgelent gemacht werden, sondern müssen sich Aber eine Entlastung fann schließlich in den Grenzen der Steuer- die Besteuerung des preußischen Fistus, aber keine über die Be- allmälig entwickeln. In diesem Gesetze sehe ich ein Verlassen reform nicht geschaffen werden; es ist nur möglich, die Steuer- steuerung des Reichsfistus. Die Gemeinden Gaarden, Ellerbeck des Standpunktes, den wir bisher eingenommen haben. Ich last gerechter zu vertheilen. Wenn der Stant für die Erreichung und Spandau haben Klage darüber geführt, daß ihre Gemeinde- lehne das Kommunalsteuer- Gesetz ab, und damit sind die beiden dieses Zieles seine Realsteuern opfert, so muß er dafür vollen lasten hauptsächlich veranlaßt würden durch die Arbeiter der anderen Gefeße ebenfalls gefallen.( Beifall bei den Freisinnigen.) Ersatz bekommen. Deshalb ist die Ergänzungssteuer, möge sie fistalischen Werkstätten. Aber der Fiskus zahlt keine Gemeinde- Finanzminister Miquel: Auf den Vorwurf, daß ein Minister nun in dieser oder in jener Form geschaffen werden, dringend steuern. In Preußen giebt es auch Reichs- Eisenbahnen in der Gesetze macht lediglich aus Gefälligteit gegen einzelne Klassen, zut nothwendig.( Beifall bei den Nationalliberalen.) Gegend von Saarlouis; die daran liegenden Stationsgemeinden antworten, halte ich für unter meiner Würde.( Lebhafter Beifall Abg. Seer( natl.) verlangt, daß die Kreiseingesessenen nach sind nicht berechtigt, den Eisenbahnfistus zu besteuern. Es ist rechts.) Das englische System, welches Herr Meyer so sehr lobt, gleichem Maße herangezogen werden sollen. allgemein verlangt worden, daß für den Fiskus des Reichs eine verwirft man jetzt allgemein in England. Ein System, welches Ministerpräsident Graf zu Eulenburg: Dieser Grundsatz Steuerpflicht eingeführt wird. Ein dahingehender Gesetzentwurf die ganzen Laften auf Nutzungsberechtigte und Bächter wirft und steht im Gesez; was der Vorredner vielleicht meint, beruht auf ist im Reichstage nicht einmal verhandelt worden. Der jezige nicht einmal den Eigenthümer trifft, wäre bei uns nicht haltbar. privatrechtlichen Abmachungen der Domänenpächter mit dem Finanzminister hat sich als Abgeordneter selbst für die Besteuerung Der Vorredner will einen radikalen Bruch vermeiden und dabei Fiskus oder der Privatpächter mit ihrem Vorpächter. Daran des Fiskus ausgesprochen; ich hoffe, daß er auch jest dafür ein will er sofort ein Systein von Zwangsvorschriften in das Gesetz fönnen wir durch Gefeß nichts ändern. Ich bin erfreut, daß treten wird. hineinschreiben, welchen alle Gemeinden sich unterwerfen sollen. Herr Hobrecht die Nothwendigkeit der Ergänzungsstener an- Abg. Meyer- Berlin( dfr.): Herr Frigen hat von der Ich will beweisen, daß Herr Meyer zwar den Freifinn, aber die erfannt hat: die Reform der Steuergefeßgebung tann nur eine luxuriösen Wirthschaft der Gemeinden gesprochen und die Staats- Regierung den Fortschritt vertritt. Wenn eine Ueberweisung beffere und gerechtere Vertheilung der Lasten herbeiführen, feine aufsicht angerufen. Das mag für die weitlichen Provinzen zu- stattfindet, ganz oder theilweise, dann wird die Form der StaatsErleichterung der Steuer. Ich hoffe, daß von der Mehrheit des treffen. In unseren östlichen Provinzen herrscht eine Neigung steuer beibehalten und dadurch die Entwickelung der Steuer un Hauses anerkannt wird, daß die Vorlage in dieser Beziehung für die Einmischung der Staatsbehörden nicht vor. Man fann möglich gemacht; ich will aber den Gemeinden die freie Entalles, was möglich ist, erreicht. Die Bemängelung des Herrn Theaterbauten und andere Luxusausgaben überhaupt ver- wickelung der Steuern überlassen. Herr Meyer ineint, wir stellen Sobrecht bezüglich der Vorbelastung der Grundbesitzer ist doch bieten, aber man soll nicht ein arbiträres Erineffen der den Gemeinden eine Aufgabe, die sie gar nicht lösen tönnen; der nicht begründet; denn diese Vorbelastung soll, soweit nicht Ge- Staatsbehörden einführen. Wir können das Aussichtsrecht Finanzminister fann sie auch nicht lösen. Wer tann sie benn bühren erhoben werden, nur dann erfolgen, wenn die Grund- ebenso gut entbehren, wie der Soldat nach einem Auslösen? Ich bitte Herrn Meyer, mir die Adresse zu sagen, fonft besizer wirklich einen besonderen Vortheil davon haben. Es giebt spruch eines österreichischen Hauptmannes, wenn er sonst ist seine ganze Einwendung nichts werth. Daß die Gemeinden doch nur zwei Wege, um die Gemeindefinanzen zu ordnen: gut verpflegt wird, Hunger und Durst entbehren kann.( Heiterkeit.) blos dazu befähigt sind, dafür haben wir Beispiele. Die HeranEntweder wir müssen den Gemeinden jede Einzelheit Namentlich fönnen wir ein solches Aufsichtsrecht entbehren, wenn ziehung der Grundstücke zu den Kosten der Straßenanlagen war vorschreiben, dann würde jede freie Bewegung fortfallen, die Gemeindevertretung wirklich alle Bevölkerungsflaffen vertritt. 3. B. eine schwierige Frage, man tappte herum und hat schließlich oder wir müssen allgemeine Grundfäße aufstellen, deren Anwendung Wir verlangen eine Reform des Wahlrechts und der gesammten das richtige gefunden; ebenso ging es mit der Heranziehung zu den Gemeinden überle jen bleiben mag, wobei die Sicherheit Städte- Ordnung, weil wir die Gemeindeverfassung auf festere den Kosten der Kanalisation, der Normirung der Wassergelder gegen falsche Anwendung in dem Aufsichtsrecht des Staates liegt. Grundlagen stellen wollen. Ich habe dem Kommunalsteuergesetz 1. f. w. Heute sind diese Fragen zu allgemeiner Zufriedenheit Es wird allerdings gesagt: der Entwurf enthalte so viel Vor- großen Eifer entgegengebracht. Im Anfange meiner parlamen gelöst. Vom grünen Tisch aus, nach einer mechanisch bureauschriften über die Genehmigung. Wo das der Fall ist, ist die tarischen Laufbahn habe ich sehr viel Zeit und Eifer auf diese fratischen Regel können diese Fragen nicht beantwortet Genehmigung nur vorgeschrieben, wie in den bestehenden Gesetzen. Frage verwendet. Ich habe mich überzeugt, wie nothwendig es werden. Vielleicht wird später eine Zeit tommen, wo Neu ist nur die zweite Halte des§ 62, welche der Abgeordnete ist, an Stelle des zersplitterten Rechtes neue Ilare und feste Be- diese Dinge gefeßlich geregelt werden fönnen, menn Herr Herrfurth angeführt hat. Und worum handelt es sich stimmungen zu sehen. Drei Jahre lang haben wir uns 1878-81 die Gemeinden erft Erfahrungen gemacht haben. Wenn dabei? Wenn das Gesetz in Kraft tritt, tönnte der Fall ein mit dieser Frage bemüht. Ich brach in einen gewiffen Jubel man diese Fragen jest gefeßlich regeln will, dann heißt treten, ich hoffe, es wird sehr selten sein, daß wir ein Steuer- aus, als ich hörte, der Finanzminister beschäftige sich mit dieser das doch auf ein Kommunalsteuer- Gesetz überhaupt nicht versystem vorfinden, welches weder den Gesetzen, noch einer rationellen Frage, ich sagte mir, der hat schon Vieles gemacht, was un- zichten. Herr Meyer meint, ich hätte das Gesetz erfunden, um Besteuerung überhaupt entspricht. Soll da die Verwaltungs- möglich schien. Wenn der Entwurf nur im geringsten meinem die Gefälligkeit gegen die Grundbefizer einigermaßen zu verdecken. behörde die Hände in den Schooß legen? Muß da nicht ein Wunsche gemäß ausgefallen wäre, hätte ich große Opfer gebracht, Man kann den Verzicht auf die Grundsteuer aus rein staatlichen Eingreifen der Regierung gestattet sein, zumal dieselbe unter der ich hätte mich bei den anderen Gefeßen mit meinen Freunden in Gesichtspunkten allein verfechten. Ich würde mir getrauen vor Rechtskontrolle des Ober- Berwaltungsgerichts steht. Bisher mußte Widerspruch gebracht. Aber dieser Umfall( Heiterkeit) ist an mir diesem Hause die Nothwendigkeit der Beseitigung der Realsteuern die Regierung allen Beschwerden von Gemeindemitgliedern über vorübergegangen. Das vorgelegte Gesetz ist durchaus unbrauch aus dem Staatssteuersystem aus selbständigen Gefichtspunkten solche schlechte Steuerverfassungen mit verschränkten Armen gegen- bar, es enthält teine feste Bestimmungen und führt eine größere darzulegen; ich würde mir auch getrauen vom Standpuntte der überstehen. Sie konnte den Klagenden nur anheimgeben, für eine Berwirrung herbei, als schon jetzt besteht. Es ist eine Galanterie- Gemeinde aus die Sache zu verfechten. Seit Jahrzehnten ist feine andere Gemeindevertretung zu sorgen. Arbeit ohne festes Material. Die Vorlage enthält drei Stadien Maßregel getroffen in Preußen, welche der wahren SelbstAvg. Fritzen- Borken( 3): Ich bin zwar gegen die Vorlage erstens die Realsteuern des Staates gehen auf die Kom verwaltung der Gemeinden so Vorschub leistet, wie diese Borzum Wort gemeldet, aber ich will doch gleich betonen, daß ich munen über; zweitens die Gemeinden, setzen an die Stelle lage. Die schönsten Gesetzesparagraphen nüßen nichts, wenn die im Großen und Ganzen mit ihr einverstanden bin. Namentlich dieser Realsteuern etwas Anderes, und Drittens die Mittel fehlen, um sie auszuführen. Wie wollen die Gemeinden freue ich mich, daß indirette Steuern wieder zugelassen sind. In Staats- Behörden forrigiren die Arbeit der Gemeinden. eine gerechte Besteuerung durchführen, wenn der Staat von den Düsseldorf hat eine Biersteuer 150 000 M. mit Leichtigkeit auf- Während man sagt: die Realsteuern müssen bei den Gemeinden felben Objekten, die sie besteuern sollen, 95 Millionen Mark gebicht, ohne daß das Bier schlechter oder theurer geworden wäre. erst Leten empfangen, besteht keine Garantie dafür, daß die Ge- vorab erhebt. Herr Meyer will feinen arbiträren Gingriff in die Wir haben in Düsseldorf einem populären Drange folgend auch meinden die Realsteuern überhaupt für sich nußbar machen, daß Gemeinden haben. Wir stellen einen festen Grundsak auf und 1873 die Mahl- und Schlachtsteuer abgeschafft, aber das Fleisch sie sich nicht weiter so behelfen wie bisher. Früher war man der überlassen den Behörden, danach zu verfahren. Was haben wir ist deshalb nicht billiger geworden, und wir beneiden die Städte, Meinung, daß die Gebäudesteuer für den Staat fontingentirt, denn jetzt? Die größte Buntscheckigkeit ohne jeden Grundsay; welche die Schlachtsteuer aufrecht erhalten haben. Unbedingt das übrigbleibende dann den Gemeinden überlaffen werden solle. alles entwickelt sich ganz zufällig, selbst in den Ministerien zwingende Vorschriften können in diesem Gefes nicht gegeben Auch Gneist, der Großmeister in dieser Frage, will nur Theile haben die Gesichtspunkte völlig gefchwankt. Der Vorredner werden, denn die Verhältnisse der Gemeinden sind zu verschieden- der Grund- und Gebäudesteuer überweisen. Der Grundbesitz war scheint darüber ungehalten zu sein, daß ich gesagt habe, artig. Daß dabei ein Korrektiv vorhanden sein muß in der nicht überlastet, sondern nur unzweckmäßig belastet für den Staat. Die Stadt Berlin werde in Erwägung ziehen, ob nicht die MiethsStaatsaufsicht, ist selbstverständlich. Die altpreußische Sparsam- Wenn der Staat auf die Realsteuern verzichtet, tritt eine Bersteuer abzuziehen sei. Ich glaube der Magistrat selbst keit ist in den meisten Städten verloren gegangen; man will besserung noch nicht ein. Im zweiten Stadium sollen die ver- hat die Reformbedürftigkeit der Miethssteuer anerkannt. alles so machen wie in Berlin, Trottoirs breit wie Tanzböden, alteten Steuern neu belebt werden, aber nicht der Finanzminister Das muß von der Entschließung der Gemeinden abhängen. Herr prachtvolle Theater u. s. w.( Sehr richtig! im Zentrum.) Ich erfindet die neuen Steuerformen, obgleich ich ihm dazu das Zeug Bopelins wird wohl wissen, daß in einem Partitulargeſetz die habe selbst als Kommunalbeamter empfunden, wie unangenehm zutraute, sondern das überläßt er den Gemeinden, welche in Reichshoheit nicht berührt werden kann, daß die Gemeinden nur folche Genehmigungen der Behörden sind, aber das Unangenehine bezug auf den Maßstab die größte Auswahl haben: Sie können durch ein Reichsgesetz die Besteuerung der fiskalischen Betriebe ist nicht die Genehmigung an sich, sondern die Ausstellungen, besteuern nach dem Nuhungswerth, nach den Pachts oder erlangen kann. Es schweben darüber seit längerer Zeit Verwelche von der Aufsichtsbehörde manchmal ohne genügende Sach- Miethserträgen, nach dem Verkaufswerthe u. f. w. Ebenso steht handlungen, und ich glaube, wir werden darüber zu einer fenntniß gemacht werden, und die Verzögerung der Genehmigung. es bezüglich der Gewerbesteuer. In jeder der 50 000 Gemeinden Einigung kommen. Ob es möglich sein wird, dem Wunsche des Der Ministerpräsident sollte dahin wirken, daß hier eine Be Preußens sollen Steuerparlamente in Thätigkeit treten und darüber Herrn Knebel zu entsprechen und die Wohnsitzgemeinden der Arschleunigung eintritt. Ein Vorzug des Gesetzes ist die Möglichtath halten, welcher von den Maßstäben richtig sei! Wie wird sich beiter zur Besteuerung des Gewerbebetriebes zu berechtigen, weiß teit Präzipalbeiträge zu erheben von denjenigen, welche von die Sache im Einzelnen gestalten? Wenn in einer fleinen Ge- ich nicht. Aber die Frage wird in Erwägung gezogen werden gewissen Gemeinde- Anlagen besonderen Vortheil haben. Ich meinde eine große Fabrik besteht, dann wird man die Steuerordnung fönnen. Wenn z. B. die Schullaften sehr drückend sind, dann wünsche, daß von diesem Recht ein ausgedehnter Gebrauch nicht machen, ohne auszurechnen, wie dieselbe die Fabrit trifft wird es sich vielleicht empfehlen, diefelben auf größere Verbände gemacht wird. Zer Schwerpunkt des Gesetzes liegt in§ 45, Die einen werden die Steuerordnung so einrichten, daß die Fabrit zu übertragen. Bis jetzt ist Serr Meyer mit seinem wegwerfenden weil danach einen Widerspruch enthält, die Getüchtig bluten muß; von anderer Seite wird die Fabrik dafür Urtheil vereinzelt stehen geblieben, trotzdem so viele Männer hier meinden Realsteuern allein bis zu 150 pCt. erheben sorgen, daß gute Freunde in die Vertretung kommen Ich im Hause figen, die in der Kommunalverwaltung bewandert sind. können, sobald sie aber Ginkommensteuer- Buschläge erheben, dürfen fenne solche Fälle; ein solcher Fall hat ja in der letzten Zeit die Ich fann mit Ruhe abwarten, ob das nachher noch anders wird. fie nur den 1/2 fachen Betrag derselben an Grundsteuer erheben. allgemeine Aufmerksamkeit erregt( Heiterkeit)... damit die be-( Beifall.) Wenn eine Gemeinde 150 pct. Realsteuern erhebt und nur 10 pet. treffende Fabrit geschont wird. Beide Wege halte ich für falsch. Abg. von Buch( t): Es ist anguerkennen, daß die Vorlage Einkommensteuer erheben will, darf sie nur 15 pet. Grund- und Wenn die Steuerparlamente erst einmal Blut lecken, dann können den Gemeinden volle Freiheit gelassen hat, daß die Schablonis Gebäudesteuer erheben. Eine wichtige Frage ist die Regelung des Folgen daraus entstehen, die bedenklich sind für das Wohl der firung vermieden worden ist. Die Aufsichtsbehörden haben nicht Gemeindewahlrechts, die durchaus nothwendig ist. Damit hängt ganzen Gemeinde. Deswegen sind mir die SS 22-24 in ihrer das Recht, die Steuerordnung selbst zu machen, sondern sie haben auch das Wahlrecht zusammen. Für den Reichstag haben wir jebigen Fassung unannehmbar. Man verweise auf die Staats- nur darüber zu wachen, daß die Ausgaben auf die einzelnen Steuer. das allgemeine Wahlrecht, und wir werden dafür Mann für aufsicht, welche vertheilt ist zwischen Bezirksausschuß und der quellen gerecht vertheilt werden. Wenn die Staatsaufsicht eingeschränkt Mann einstehen. Ob für die Wahlen zum Abgeordnetenhause Regierung; für die Stadt Berlin hat man nicht gesorgt; das ist werden soll, müßten engere gefegliche Vorschriften geschaffen werden. das allgemeine direkte Wahlrecht eingeführt werden soll, laffe ich wohl nur ein Redaktionsversehen, wie ich vorläufig annehme. Dadurch würde aber die Selbständigkeit der Gemeinden einDer # H 11 " geschränkt. Es wäre allerdings zu fragen, ob nicht in manchen| deshalb nicht zu denken, um so weniger, als in Frankfurt das| Rücksicht auf die fehr lange anhaltende Kälte und die für die ärmere Punkten die Staatsaufsicht strenger ausgeübt werden könnte, uns noch feindliche Beamtenelement fehr großen Einfluß ausübt. Bevölkerung damit verbundene Arbeitslosigkeit ihre Thätigkeit bis namentlich bezüglich des Schuldenwesens der Gemeinden. Die Unter solchen Umständen ist die Zahl von insgesammt 107-116 zum Schluffe des Monats März ausdehnen müffen und in der Zeit Erhebung der indirekten Steuern ist den Gemeinden allerdings Stimmen, die unsere Kandidaten erhielten, gegenüber den vom 15. Dez. v. J. bis 31. März d. J. 751 180 Quart, nahrhafter" geftattet, aber die Vorschriften des Gesetzes und die Bollvereins 316-579 Stimmen, welche die Gegner befamen, ein sehr guter Suppen unentgeltlich zur Bertheilung gebracht, wofür insgesammt Verträge verhindern es, daß die Gemeinden davon ausgiebigen Anfang. Gebrauch machen. So sehr schlecht kann die Schlachtsteuer doch 80 047,63 9. aufgewendet worden sind. Da es sich um eine Bei den Gemeinderathswahlen in Steinach( Thüringen) private Wohlthätigkeits- Anstalt handelt, wollen wir nicht damit nicht sein, denn an der Spiße der Gemeinden, welche sie haben, wurden die von der Sozialdemokratie aufgestellten 5 Kandidaten rechten, daß sich die Gesammt- Unkosten für ein Quart nahrhafter haben oft Leute gestanden, welche sonst von den indirekten mit großer Mehrheit gewählt. In Stadtilm gelang es von Suppe" auf etwas über 11 Pfg. stellten; erschreckend ist es jedenSteuern nichts wissen wollten. Freunde der Miethssteuer findet 4 aufgestellten Genoffen 2 in den Gemeinderath zu bringen. Herr Meyer auf unserer Seite nicht; uns wäre es lieber, wenn falls, daß die Verwaltung dieser Anstalt eine so reichliche Ge fie ganz aus der Vorlage herausgeblieben wäre. Die fommunale legenheit zur Bethätigung ihrer wohlthätigen Zwecke gefunden Besteuerung des Reichsfistus wünschen auch wir herbeigeführt zu tratie Begünstigerin des politischen Meineids sein soll, ihre der Armen und Glenden, immer mehr Menschen treibt die Noth Daß die alberne Lüge, wonach die Sozialdemo hat. Und wieder ist der Winter da, immer größer wird die Zahl fehen. Bezliglich der Heranziehung der Realsteuern wünschen beabsichtigte Wirkung beim Publikum vollkommen verfehlt hat, in die Volksfüchen, immer mehr Menschen aus den Volksküchen vir, daß Grund und Gebäudesteuer einerseits und Gewerbe- geht aus einer Notiz hervor, durch welche die„ Norddeutsche heraus in die Armenküchen. Die Armensuppen" dürften in stener andererseits gleichmäßig behandelt werden; denn gerade Allgemeine Zeitung" jene lige dem Publikum als selbst diesem Winter ein noch begehrterer Artikel werden, als im die Gewerbetreibenden find es, welche durch die Heranziehung verständliche Wahrheit aufschwindeln möchte. Das Blatt fagt: vorigen Winter. Am 15. Dezember d. J. wird wiederum mit der von Arbeitern die Schul- und Armenlaften vermehren. Es scheint Gelegentlich des sozialdemokratischen Parteitages wurde der Bertheilung der Armensuppen" begonnen werden und der im Haufe Kreise zu geben, welche gegen den Grundbesis, so Delegirte für Sagan wegen Meineids seitens der hiesigen( Ber- nächstjährige Verwaltungsbericht wird jedenfalls eine erhebliche lange er nicht an der Börse als Waare gehandelt wird, alles liner) Polizei auf Veranlassung der heimischen Gerichtsbehörde Steigerung der vertheilten Quartzahl" aufzuweisen haben, sofern für erlaubt zu halten. Dagegen wollen wir uns wehren und verhaftet. Anfangs war die Natur dieses Meineides zweifelhaft; die durch milde Gaben" zufammengebrachten Mittel der Anstalt wollen die berechtigte Stellung des Grundbesizes wahren.( Beifall jest wird bekannt, daß derselbe in einem Privatprozeß geleistet ausreichen, den gesteigerten Anforderungen zu genügen. Berlin rechts.) fein foll, also nichts mit der sozialdemokratischen steht im Zeichen der Armensuppen". Abg. von Strombeck( 8.): Ich bin kein Feind von in Meineidstheorie zu thun hätte." Daß die Norddeutsche Direkten Steuern, aber ich tann doch nicht so weit gehen, wie allgemeine Zeitung" die Meineidsbezichtigung, folportirt, hat Ein Reach scheint wieder so langsam am theatralischen mein Parteigenosse Frigen, daß ich sie auch in den Gemeinden jedenfalls gerade noch gefehlt, um dieser Lüge sammt ihren Gr- Simmel herauf zu ziehen. Das Neue Theater" am Schiff zulaffen könnte. Der allgemeine Verkehr wird dadurch nicht er- findern zum Fluche der Lächerlichkeit zu verhelfen. bauerdamm hat vor wenig Zagen erst seine sogenannten Pforten fchwert. Bedenklich wird die Zulassung der indirekten Steuern, eröffnet und schon heut sputt der Pleitegeier in den heiligen weil sie ausgedehnt werden sollen auf die Luftbarkeiten und es Hallen. Die Gröffnungsvorstellung, die vor dem üblichen ause follen sogar die Luftbarkeiten von Privatgesellschaften davon nicht verfchenkten Hause stattfand, wurde von der Kritik unbarmausgefchloffen sein. Das würde ein sehr läftiges Eindringen in herzig vermöbelt, fie ließ taum einen guten Faden an den die Privatverhältnisse erfordern. Bedenklich ist der§ 36, wonach Leistungen des Personals. Die erste Première fiel durch mit die Gemeinden berechtigt sein sollen, über die Besteuerung von Bauten und Trompeten, daß es nur so trachte. Jezt scheint der Fabriken und Bergwerten aus dem Einkommen und dem Geiverbe Anfang vom Ende schon da zu sein. betriebe Verträge abzuschließen, durch welche der Steuerfaß für mehrere Jahre festgelegt wird. Das könnte dahin führen, daß ein großer Betrieb auf die Gemeinde einzuwirken sucht, um günstige Steuerbedingungen zu erhalten. Redner geht dann auf einige Einzelheiten der Vorlage ein, welche er der Kommission sur Erwägung anheimstellt. " Der Kölner Sozialdemokratische Verein wählte eine Kommission, welche speziell die and agitation zu or ganisiren hat. Falsche Firma. Es ist schon früher häufig und in der legten Beit wiederholt vorgekommen, daß Genossen bei der Einberufung von Volksversammlungen die Namen bekannter Ge nossen als Redner angaben, um dieselben als Zugmittel für den Besuch der Versammlungen zu benutzen, obgleich bie betreffenden Personen entweder rechtzeitig einen Vortrag abgelehnt hatten oder überhaupt nicht darum angegangen waren. Ein solcher Mißbrauch des Namens Anderer ist unserer Genoffen nicht würdig; wir rathen deshalb dringend davon ab, künftig zu ähn lichen Mitteln zu greifen. Man trägt sonst nur dazu bei, die Glaubwürdigkeit der Genossen herabzusehen, und schädigt so das Polizeiliches, Gerichtliches ze. " Der wegen angeblicher Beleidigung des Münchener Polizeidirektors gegen den früheren Redakteur der Münchener o ft", Genoffen Galwer, eingeleitet gewesene Prozeß ist ein gestellt worden. 11 " 1 Aber auch sonst ist im Neuen Theater" nicht viel zu holen. Für die Schauspielerinnen besteht bei demselben die Verpflichtung, fich ihre Garderoben auf eigene Kosten zu beschaffen, und so mußten sich auch für das am Dienstag Abend so schmälig durch gefallene Stück Die Liebeshändlerin" die Schauspielerinnen ihre theueren japanefifchen Kostüme, deren jedes einen Werth von 2-300 m. repräsentirt, selbst faufen. Dieses Verlangen hat aber die Direktion nicht nur an die Solistinnen, sondern auch an die Choristinnen gestellt, deren Monatsgage höchst en 3 90 M. beträgt, und um diesem Verlangen die wünschenswerthe recht liche Grundlage zu geben, ist die Direktion auf den sinnreichen Ausweg verfallen, die Choristinnen einfach zu Solistinnen zu erheben", indem sie jeder von ihnen ein Dutzend Worte zu fprechen aufgab. Herzenslust. Abg. Sperlich( 3.): Herr Meyer hat gemeint, mein Freund Frißen hat ein Bedürfniß nach staatlicher Aufsicht ausgesprochen. Er hat dabei den Osten und Westen in Bergleich gestellt. Herr Meyer hat die Ausführungen wohl vollständig falsch Parteiintereffe. verstanden, obgleich sie eigentlich gar nicht falsch zu verstehen waren. Bezüglich des Rommunalsteuer- Gesetzes fann ich mich den z stimmenden Ausführungen meiner Parteigenossen nur anschließen. Besonders bin ich mit ben Prinzipien, welche die Denkschrift aus geführt hat, vollständig einverstanden. Ich hätte gern einige Das Stück felbst bietet hierzu gar feine Gelegenheit, aber Einzelheiten hervorgehoben, bin aber schon überholt. Der jezige man wußte fich Rath, indem eine Episode hinzugedichtet wurde, Augenblick ist auch wohl nicht geeignet dazu. Bezüglich der-Der Redakteur H. Beder vom„ Saalfelder Boltsblatt" in welcher die Choristinnen einige Worte zu sprechen hatten. So Reformvorlagen im Ganzen bin ich für den ganzen plan. Ich wurde vom Schöffengericht zu 21 M. Geldstrafe bezw. einer Woche tam in das Stück eine Szene, die nicht hineingehörte. will nicht nur die Grund- und Gebäudesteuer, sondern auch die Gefängniß verurtheilt, weil er den Depfershausener Pfarrer be- Das Publikum merkte diesen Mumpit auch und zischte nach Gewerbesteuer und Bergwerksabgaben für den Staat aufgeben leidigt haben soll. und sie den Gemeinden überlassen. Eine theilweise Verzichts -Erfurter Parteigenossen waren auf einem Agitations. Eine der von der Leitung des Neuen Theaters" engagirte Leiftung würde nicht ausreichen. Aber ich bin ein prinzipieller usluge vom Wanderslebener Gendarm Flugblätter Schauspielerin hat sich in die Spree gestürzt, um sich zu ers Gegner der Ergänzungssteuer und wünsche, daß man die Mittel konfissirt worden. Auf die dagegen erhobene Beschwerde ant- tränken. Diefelbe war von einer Provingbühne weg für Berlin beschafft im Rahmen des Einkommensteuer- Gefeßes. Bezüglich wortete der Erfurter Landrath v. Wüffling, es liege tein Anlaß engagirt worden, die Wermste glaubte, hier flögen die gebratenen des Wahlrechts schließe ich mich den Ausführungen des Herrn vor, den Gendarm zu rektifiziren, und die Flugblätter seien der Tauben in der Luft herum. Inzwischen scheint sich die Direktion Frißen an. Der lezte Termin für die Vorlegung nicht blos, Staatsanwaltschaft vorgelegt. Bis zum 11. Tage nach der Be- anders besonnen zu haben, denn die Schauspielerin war noch nicht sondern auch für die Fertigstellung des Wahlgefeyes würde für schlagnahme ist aber, wie die Thüringer Tribüne" mittheilt, bem einmal aufgetreten, als ihr auch schon die Kündigung übermittelt mich fein der Zeitpunkt zwischen der zweiten und dritten Be- Berleger des Flugblattes noch fein Gerichtsbeschluß ergangen, der wurde. Ein anderes Engagement war so schnell nicht zu finden, rathung dieser Gefeße.( Zustimmung im Zentrum.) Darauf wird um 8/4 Uhr die weitere Berathung bis Sonn nach Anordnung der Beschlagnahme, welche wiederum binnen 48 versuch. Dieselbe bestätigte, während das mindestens innerhalb 5 Tagen die Mittel waren aufgezehrt: Hunger, Noth, Selbstmordabend 11 Uhr vertagt. Stunden beantragt und beschlossen werden muß, hätte geschehen Gehört nicht wirklich eine gehörige Portion Geschäftsmüssen. Anderseits hat die Staatsanwaltschaft die beschlag- untenntniß dazu, um heute in Berlin noch ein neues Theater zu nahinten Flugblätter auch noch nicht freigegeben. Bemerkt sei noch, daß der Verbreitung der Flugblätter auch der§ 48 der Gewerbe- Ordnung nicht im Wege stand, welcher die nicht gewerbsmäßige Verbreitung von Druckschriften gewissen Berfonen verbietet. Parteinachrichten. Gegen die Militärvorlage protestirten ferner Verfammlungen in Mundenheim( Referent Huber), Oppau ( Ref. Stubenreich und Rei), Fischbach( Ref. Kura), Untermhaus i. Reuß j. 2.( Ref. Leven Gera), Neuen heimi. B.( Ref. Jordan), Walle bei Bremen( Referent) Allwin Kerri). Lokales. Achtung, Berliner Arbeiter! eröffnen? Und selbst wenn diese Geschäftsunkenntniß mehr vors handen ist, als nothwendig erscheint, dann sollte doch wenigstens auf das Berfonal Rücksicht genommen werden, das für die Tölpel haftigkeit der Direktion doch nicht mit einstehen sollte. Unter diesen Verhältniffen wird das Neue Theater wohl das Kleeblatt tomplettiren: Direktion Leffer: pleite, Theater Mois und Rudolf Ronacher: pleite, und Neues Theater" warte nur, balde pleitest auch du! leber das Ausblajen der Vetroleumlampen schreibt ein Fachmann: Wenn es richtig ist, daß unter hundert neunund neunzig die Lampe von oben ausblajen, so ist es ebenso richtig, daß biefe neunundneunzig der gleichen Gefahr ausgesetzt sind, die Das rheinische Agitationstomitee forbert die dem Hundertsten passirt, fich mit Petroleum zu verbrennen. Wenn Parteigenoffen auf gerade jest überall Versammlungen gegen die Berfäume niemand, sich in die Listen zur ber Delbehälter weiter hinunter leer ist, so ist nämlich zu ris Militärvorlage einzuberufen, damit der Protest, den unsere Ver- Gewerbegerichts- Wahl eintragen au laffen. firen, daß der leere Naum infolge der Wärme des Dels mit Gas, treter im Reichstag gegen diese Vorlage erheben, durch den Protest Pflicht der organisirten Arbeiter ist es, dafür ganz leicht entzündbar wie Leuchtgas, angefüllt ist; trifft es nun, des Volkes aller Orte verstärkt wird. Im Anschluß daran sei beu sorgen, daß einer ihrer Arbeitsgen offen merkt, daß fortgefezte Agitation gegen die geplante ungeheuerliche der Wahl fern bleibt. Schröpfung des Nährstandes nöthig ist, wenn die Vorlage fallen " * ober fowle bei W. Börner, Ritterstr. 108, C. Dechand, Ruheplaytraße 24, B. Brengel, Frankfurter Allee 106, H. Herholz, Brunnentraße 45, und E. Butry, Stralsunderstr. 15, Il, zu haben. Zu erschießen versuchte sich vorgestern Nachmittag gegen Kreis Jüterbog. Man hörte um die genannte Zeit einen Schuß in den Anlagen des Bellealliance- Plages fallen und fand einen Mann mit einer Schußwunde im Kopfe auf einer Bank liegend vor. Noch lebend wurde er nach dem Krankenhause am Urban gebracht, doch giebt man wenig Aussicht auf Wiederherstellung. daß der Docht im Brenner etwas zu schmal ist und die Röhre nicht ganz angefüllt ist, so bläst man die Flamme durch den offenen Raum hinunter; das Gas fängt Feuer, zersprengt den foll. Deshalb haben die Parteigenossen in ganz Deutschland Jufolge unserer gestrigen Notiz über die Haltung Delbehälter und das übrige heiße Del fängt Feuer, ergießt sich die Pflicht, so viele Versammlungen wie nur mög- der Polizei Behörden bei der Beglaubigung über Kleider, Möbel und Zimmerboden, und das Ende ist, was lich abzuhalten, um das Bolt über seine Intereffen auf der Antragsformulare aur Gintragung in die Wähler die Beitungen fast alle Woche aus allen Theilen des Landes zu zuklären, damit, wenn der Reichstag aufgelöst werden sollte, die listen, können wir mittheilen, daß die Wahlvorsteher auf den berichten haben. Will man die Petroleumlampe ohne Gefahr ganze arbeitende Bevölkerung Deutschlands genau weiß, wie sie einzelnen Bureaus, in denen die Eintragung in die Wählerlisten auslöschen, so brehe man den Docht auf die Höhe der Röhre fich zu verhalten hat. Es genligt nicht, daß die Parteigenossen stattfindet, vom Magiftrat angewiesen wurden, die Beglaubigung hinunter, aber nicht weiter, sonst riskirt man, daß die Flamme einzelner Orte es bei einer Versammlung bewenden laffen. der Anträge vorzunehmen; jedoch haben die Antragsteller sich in den Delbehälter kommt und wieder eine Explosion verursacht; mit den nöthigen Legitimationspapieren( Steuerquittung, dann bläst man sie von unten durch die Zuglöcher einfach aus. Bon der Agitation. In Stargard haben nach einer Miethstontratt, Militärpapiere Der Das Petroleum ist im falten Zustande ganz ungefährlich, und Mittheilung des dortigen Tageblatts" am legten Sonnabend Lehr- polizeilichen Wohnungsanmeldung) zu versehen. man fann es mit Zündhölzchen nicht anzünden. Erwärmt man linge eines Geschäfts sozialdemokratische Flugblätter verbreitet, Bei diefer Gelegenheit wollen wir gleich mittheilen, daß am es auf Grade, die es in ein paar Stunden in der brennenden welche sie von Berlin bezogen hatten. Das Blatt meint, sie Montag, den 28. Nov., Abends 8 Uhr, im Restaurat Boly, fr. Lampe erhält, so darf man mit Feuer faum in die Nähe kommen." hätten es schlau gemacht, indem sie die Blätter durch Schulkinder Feuerstein, Alte Jakobstraße 75,( oberer Saal) eine öffentliche Möge die Mahnung überall beherzigt werden! hätten weiter vertheilen lassen. Die Mittheilung dürfte richtig Versammlung von Arbeitgebern, welche berechtigt fein, meint hierzu der Stettiner Boltsbote"." Wir haben nur find, als folche an der Gewerbegerichtswahl noch zu bemerken, daß eine Partei vorwärts schreiten muß, für für die Klaffe der Arbeitgeber theilzunehmen, statt. 6 Uhr der 46 Jahre alte Arbeiter Ernst Tinius aus Mehlsdorf, welche sich die Jugend in solcher Weise interessirt. Wem die findet. Das Referat hat der Regierungsbaumeister a. D. Keßler Jugend gehört, dem gehört bekanntlich die Zukunft. Und so übernommen. etwas paffirt schon in Hinterpommern, deren Bewohner bisher Achtung Tabakarbeiter! Formulare zu den Anmeldungen die festesten Stützen der Reaktion waren! G3 beginnt eben überall betreffend der Gewerbegerichts- Wahlen sind in den Staffenlokalen, au tagen." Aus Ramm in schreibt man demselben ParteiOrgan: Trotz aller Maßregelung geht die Bewegung hier flott In einer alten, sich stets wiederholenden Form ist von Statten, die Landleute agitiren schon ebenso wie bie hiesigen vorgestern Abend der Hausdiener G. beraubt worden. Er kam Genoffen. Wenn die Bewegung so fortgeht, so können wir rechnen, daß zu Reichstags- Wahl 1893 der Ramminer Kreis, in etwas angeheitertem Zustande aus dem Zirkus Renz und bisher eine Hochburg der Konservativen, vollständig von uns Berbreitung eines Flugblattes für die Gewerbegerichts- Wahlen Wohnung begeben. Unterwegs gesellte sich ein unbekannter Achtung! Parteigen offen, welche gewillt fud, sich an der wollte sich nach seiner am Zoologischen Garten befindlichen eingenommen wird. Es hat wie überall schwer ge zu betheiligen, werden gebeten, morgen, Sonntag, früh 8 Uhr, in Mann zu ihm und bot fich, als er hörte, wohin G. ging, ihm halten, so weit einzubringen; Beschimpfung und Maßregelung folgenden Lokalen sich einzufinden: als Begleiter an mit dem Hinzufügen, daß er in Schöneberg baben sich viele Genoffen gefallen lassen müssen. Wir wollen hier nur den Fall des Genossen Pang, Schuhmacher, anführen; lein, Schönleinstraße 6. Leopold, Martgrafenftr. 88. Grube, Mariendorferftr. 10. wohne. Am Lüßow- Ufer zwischen Keith- und Landgrafenstraße Werner, Bülowstraße 59. erhielt G. von seinem freundlichen Begleiter unvermuthet einen berselbe mußte selbständig werden, weil die Innung jeden, der Gründel, Dresdenerstr. 116. 2od, Friedrichsbergeritr. 11. fo beftigen Stoß, daß er auf den Rücken fiel. In diesem Augen Pang beschäftigte, mit Strafe bedrohte. Meister Gombert mußte Tempel, Langestraße 65. 8abel, Frankfurter Allee 90. blicke wurde ihm seine silberne Uhr aus der Westentasche heraus. an die Innung deswegen 3 M. bezahlen und Meister Bichiesche Bubeil, Naunynstr. 86. wurde aus der Junung ausgeschlossen. Letzterer beschäftigt Spindler, Reichenbergerstr. 118. Wittschow, Elsaffer- auf und verfolgte den Räuber unter den Rufen Saltet den Zoltsdorf, Görlitzerstr. 58. gerissen, womit der Dieb die Flucht ergriff. G. raffte sich schnell indessen Pang nach wie vor. Die Stettiner Genoffen werden ftraße, Ecke Auguststraße. Krüger, Hirtenstr. 10, Gate Amalien Dieb!". Dieses veranlaßte einen Wächter, den Fliehenden anzus bies zu dem stattfindenden Krammarkt im Gedächtniß behalten." straße. Wagner, Neue Königstr. 89. Gnabt, Swinemünder- halten und festzunehmen. In ihm ist der mehrfach bestrafte Zu den Gemeinderaths. Wahlen. In Schlotheim ftraße 40. Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28. ftraße 120. Bigel, Glifabethkirchstraße 18. Gießhoit, Boyen Hausdiener Helmenzig festgestellt worden. Die Uhr hatte er nach eigener Angabe auf der Flucht fortgeworfen. wurden drei Sozialdemokraten in den Gemeinderath gewählt. Die Vertrauenssmänner: J. A.: Friz Zubeil. Beim Flaschenspülen tödtlich verunglückt ist vorgestern Mittag der 48 Jahre alte Hausdiener Ferdinand Urban. Gr Armensuppen. Trotz der fegensreichen" Wirksamkeit der war in der Weinhandlung von Rudolf Schönermark u. Komp Berliner Wolfstüchen, auf welche infolge der herrschenden Zu- Breitestraße 22, mit dem Reinigen von Flaschen beschäftigt und stände ein großer Theil des Proletariats angewiefen ist, giebt es hatte gerade eine Flasche in der Hand, als sie zerbrach und ihm in Berlin doch eine ungezählte Menge Menschen, welche sich nicht die Pulsader des rechten Armes durchschnitt. Obgleich ein Arzt einmal den bescheidenen Luxus gestatten können, für 15 B. eine fofort einen Verband anlegte, so starb Urban doch einige Stunden halbe Portion in einer Bollstüche sich zu kaufen. Diese Aermiten später an Verblutung. der Armen werden mit„ Armensuppen" regalirt, mit denen fie ihr elendes Dasein weiter fristen. Einen erschreckenden Einblick Vergiftet hat sich gestern Morgen der Inhaber der Hausa in das herrschende soziale Glend eröffnet der Bericht über die Apotheke in der Klopstockstraße, der 48 Jahre alte Apotheker In Frankfurt a. D. nahm unsere Partei an den Stadt- Thätigkeit der Armen- Speisungsanstalt im Winter 1891/92. Dito G. Der Verstorbene war ein wohlhabender Mann und verordneten- Wahlen zum ersten Male theil. An einen Sieg war Diefem zufolge hat die Verwaltung im verflossenen Winter mit erst seit drei Wochen verheirathet. In der Nähe der Leiche In Solingen erhielten unfere beiden Kandidaten 27 beziv. 33 Stimmen. Die Zahl der insgesammt abgegebenen Stimmen betrug 412, diejenige der zur 3. Abtheilung Wahlberechtigten 1643. In kalt wurden für unsere beiden Kandidaten 57 und 86 Stimmen abgegeben. Die Gegner erhielten 260-336. Bon 1750 Wählern betheiligten sich nur 669 an der Wahl. Bei der Gemeinderaths Wahl in 3 wößen( Reuß i. 2.) fielen von 139 insgesammt abgegebenen Stimmen auf unsere Kandidaten 120-138, b t 31 in e f re ef fe he au al da fic 211 111 de 6 g be ge af de ne Ba De du da her ha Be Ha die er fet Fr fand man zwei Fläschchen, deren eines die Bezeichnung Chloro- habe er geglaubt, eine Entschädigung verlangen zu können, wie Arbeiterinnen, außer den Zuschneidern und Stanzern, haben die form trug. sie jedem Arbeiter zukomme. Der als Beuge vernommene Arbeit niedergelegt. Hierzu ist zu erklären, daß seitens der Ar Wie wir der„ Post" entnehmen, will Herr Wilhelm Beamte hielt die Darstellung des Angeklagten nicht für richtig, beiter feine Forderungen gestell: worden sind, welche einen Streif Werner den„ Vorwärts" wegen verleumderischer Beleidigung würde. Der Staatsanwalt hielt es für zweifellos, daß der An- feinen Grund, daß, so lange Herr Mauff Inhaber der Fabrik da er demselben fonft teine Gebühren bewilligt haben zur Folge haben konnten. Der Ausstand hat vielmehr darin gerichtlich belangen. Soffentlich läßt es Herr Werner diesmal geklagte sich der Rechtswidrigkeit seiner Handlungsweise wohl ist, die Lohnzwackerei aufs scharffte betrieben wird, und zwar nicht bei der leeren Drohung bewenden, sondern gönnt uns das Vergnügen, die von uns gebrachten Mittheilungen über seine gestrafe. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Friedmann, führte aus, Brozente versprochen sind, wenn das Geschäft einen guten Weberbewußt gewesen sei, er beantrage gegen denselben 50 M. Geld- hauptsächlich von feiten des fogenannten Wertführers, welchent schäftlichen Praktiken vor dem Richter klipp und flar erhärten zu daß es vom juristischen Standpunkt aus noch sehr zweifelhaft sei, fchuß ergiebt. Es wurde bei den Zwickern im Laufe der können. Also nur zu; wenn der Herr Werner ein Tänzlein vor ob der Angeklagte nicht berechtigt gewesen, eine Entschädigung Woche ein Lohnabzug von 12 bis 16 pбt. vorgenommen, Gericht wagen will, wir sind bereit, ihm auszuspielen. für die ihm verloren gegangene Arbeitszeit zu verlangen, einerlei, trotzdem Herr Mauff versprochen hatte, Marktpreise in Berlin am 24. November, nach Ermitte ob er im vorliegenden Falle mit dem Anstreichen oder einer u. dal. acht Tage zuvor durch die in der Fabrik bestehende Komversprochen hatte, Lohnreduktionen lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von anderen Handwerksarbeit beschäftigt war. Jedenfalls habe der mission den Arbeitern kundzuthun. Als die betreffende Kommission 16,00-15,60 m, mittlerer von 15,50-15,10 m., geringer von Angeklagte fich im guten Glauben befunden. Der Gerichtshof feitens ihrer Kollegen beauftragt wurde, mit Herrn Mauff zu 15,00-14,60 M. Roggen per 100 kg. guter von 13,70-13,40 m., tonnte sich dieser Auffassung nicht anschließen, sondern verurtheilte unterhandeln, bediente sich derfelbe der ungebührlichsten Redensmittlerer von 13,50-18,10., geringer von 13,00-12,80 den Angeklagten zu 20 M. Geldstrafe. Gerste per 100 kg. gute von 17,00-16,00 m., mittlere von arten und befahl seinem Wertführer, einen diefer Kollegen sofort 15,90-15,00 M., geringe von 14,90-14,00 M. Safer per 100 Kg.welche gestern vor der V. Straffammer hiesigen Landgerichts I möglich war. Daraufhin beschloß die am 23. d. Mis. tagende Eine eigenartige Wendung nahm eine Verhandlung, mit Herrn Mauff ergaben, daß eine gütliche Ginigung nicht zu entlassen. Die späteren Unterhandlungen der Lohntommission guter von 16,00-15,30 M., Landmarkt, mittl. von 15,20-14,50 M., geringer von 14,40-18,70 M., Stroh, Richts per 100 kg. von gegen den Bäcker Wilh. Rapthel geführt wurde. Das Schöffen öffentliche Schuhmacherversammlung, die Sperre über die Fabrik 4,80-4,00 m. Heu per 100 kg. von 7,80-4,80. Erbsen gericht hatte denselben wegen vollendeten und versuchten Betruges zu verhängen und beauftragte die Agitationskommission, die von per 100 kg. pon 40,00-25,00 M. Speisebohnen, weiße per 8 3 mei Monaten Gefängniß verurtheilt und zwar auf Herrn Mauff ihre Waare beziehenden Geschäftsinhaber davon in 100 Kg. von 50,00-20,00. Linsen per 100 g. von 80,00 Grund folgenden Thatbestandes: Ein Mann von dem Aussehen Kenntniß zu setzen. Da die streifenden Arbeiter unbedingt bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 kg. von 6,00-4,00 M. Rind- des Angeklagten war eines Tages in dem Hahn'schen Bigarren- gewillt sind, ihre Forderungen aufrecht zu erhalten, appelliren fleisch von der Keule per i g. von 1,60-1,10 M. Bauchfleisch geschäft erschienen, hatte von der dort bedienenden Verkäuferin sie hiermit an das Solidaritätsgefühl aller Kollegen und per 1 Kg. von 1,40 0,90 W. Schweinefleisch per 1 Kg. von zwei Bigarren für 10 Pig. gekauft und dann noch einen harten Gewerkschaften Deutschlands und bitten, fie nach Straften in 1,50-1,10 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-1,00 m. Sammel- Thaler auf den Tisch gelegt, mit der Bitte, ihm für 5 Pf. Rau- ihrem Kampfe zu unterstüßen. Im Ausstande befinden sich fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 m. Butter per 1 Kg. von 2,80 tabak zu geben und im übrigen den Thaler in kleine Münzen noch 27 Arbeiter und 3 Arbeiterinnen.- Etwaige Geldsendungen bis 2,00 m. Gier per 60 Stück von 5,00-2,80 W. Fische per umzuwechseln. Als das Mädchen zum Regal ging, um den Kau bitten wir an August Fleischer, Höchste straße 11 II., 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 M. Male von 2,80-1,20 m. tabak zu holen, steckte der Mann den Thaler wieder ein und ließ zu senden. Es wird gebeten, den Zuzug streng fernzuhalten. Zander von 2,40-0,80 m. echte von 1,80-1,00 m. Barsche fich 2 M. 95 Pf. wieder herauszahlen, indem er das Mädchen im von 1,60-0,70 M. Schleie von 2,40-1,20 M. Bleie von 1,40 3weifel darüber ließ, ob sie den Thaler schon in die Ladenkaffe beten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebis 0,70 M. Krebse per 60 Stück von 12,00-2,00 m. Polizeibericht. Am 24. b. M. Morgens glitten ein Mädchen vor dem Hause Bionstirchstr. 44 und ein Schuhmann vor dem Hause Wilsnackerstr. 62 infolge des Schnees aus und fielen zur Erde. Das Mädchen erlitt eine bedeutende Verlegung am Ellenbogen, der Beamte brach den Vorderarm. Im Keller des Hauses Reinickendorferstr. 54 wurde Vormittags ein Maurer erhängt vorgefunden. Nachmittags verlegte sich in einer Weinhandlung in der Breitenstraße der Hausdiener Urban beim Flaschenspülen durch die Scherben einer zerbrochenen Flasche am Handgelent, so daß die Pulsader Durchschnitten wurde und er bald darauf an Verblutung verstarb. Auf dem Belle- Allianceplay versuchte ein obdachloser Arbeiter sich mittels Revolvers zu erfchießen, er erlitt jedoch nur eine Fleischwunde und wurde nach dem Krankenhause am Urban gebracht. Im Laufe des Tages fanden fünf Brände statt. Gerichts- Beifung. Aufruf M gelegt habe. Etwa nach zehn Tagen kam derselbe Mann wieder Die Agitations Rommiffion. und machte ganz dieselben Manipulationen mit dem Thaler. Das J. A.: August Fleischer. Mädchen war aber gewigt geworden, bemerkte, daß der Fremde 4 Uhr eine nochmalige öffentliche Versammlung der Schuhmacher In dieser Angelegenheit findet am Sonntag Nachmittag den Thaler in seine Hand verschwinden ließ und veranlaßte nun im Lokale Arminhallen, Kommandantenstr. 20, statt. die Verhaftung des Betrügers. Der Angeklagte bestritt eine betrügerische Absicht und behauptete gestern vor der Straffammer, daß er das erste Mal gar nicht in dem Laden gewesen. Er berief sich auch auf zwei Beugen, welche fein Alibi an dem betr. au die Filzschuharbeiter von Berlin und Umgegend. Tage befunden sollten. Die Zeugen famen dieser Aufgabe auch nifation geschaffen, an deren Ausbau die Züchtigsten unter uns Kollegen! Vor drei Jahren haben auch wir uns eine Orgas nach, der Gerichtshof nahm jedoch Beranlassung, ihre Aussagen mit Eifer und Ausdauer arbeiten. Ist unser Verein mithin auch genau อิน protokolliren. A13 Der eine der durch die genauen Fragen des Vorsitzenden in die Enge verhehlen, daß er den Fabrikanten gegenüber erst dann in Betracht Zeugen im ftändigen Aufblühen begriffen, so dürfen wir uns doch nicht getrieben wurde, machte er seinem Unmuth durch die Worte Luft: tommen fann, wenn er die große Mehrzahl der Berufsgenoffen Hier wird man ja vollständig besoffen gemacht." Gr wurde zu seinen Mitgliedern zählt. Seht die Fabrikanten an, Kollegen, wegen Ungebühr sofort zu drei Tagen Haft verurtheilt und wie wie fie fest zu einem Minge vereinigt find, um jeden von uns, er barmte und flehte er mußte fofort in Saft spazieren. Im der seine Rechte ihnen gegenüber geltend zu machen wagt, auf übrigen beschloß der Gerichtshof, zunächst Recherchen über die schwarze Liste zu sehen und ihn damit dem Elend zu überdie von den Zeugen bekundeten Thatsachen anzustellen und über liefern. Ist es da nicht auch unsere Pflicht, einig zusammenzu den Leumund der Alibizeugen, deren Vorsirafen 2c. von der Polizei stehen, um ein Bollwerk zu bilden gegen die Uebergriffe unserer Auskunft einzuholen. Der Staatsanwalt wünschte inzwischen den Unternehmer? Beigt, Kollegen, daß Ihr Euer Loos verbessern Angeklagten wegen Kollusionsgefahr in Haft zu nehmen, der Ge- wollt, erscheint Mann für Mann in der am 28. November in richtshof lehnte jedoch diesen Antrag ab. Seefeldt's Saal stattfindenden Versammlung und tretet in berfelben dem Vereine bei. Mit sozialdemokratischem Gruß Der Vorstanb bes Vereins der Filsschuharbeiter Berlin s. Versammlungen. Wegen Widerstandes, versuchter Nöthigung und Nr. 18 ein höchft gefährlicher gewerbsmäßiger Schwindler Fundenvernichtung stand gestern eine Frau Schnor wange stand gestern der Architelt Robert Otto K norn vor der I. Strafvor der 3. Straftammer hiesigen Landgerichts I. Die Angeklagte Tammer hiesigen Landgerichts I, um sich wegen wiederholten Be- ist etwas cholerischer Natur und da jie das Unglück hatte, im truges, Unterschlagung, Diebstahls c. zu verantworten. Die Juli in der Hundtagshiße vor der Ferien- Straffaminer erscheinen Berhandlung zeigte zugleich, welche Elemente sich bisweilen als u müssen, so spielte ihr ihr aufgeregtes Blut einen Schabernack: Berliner Bauunternehmer" aufzuspielen wagen. Der im Jahre der Gerichtshof legte ihr wegen Ungebühr vor Gericht eine 1850 im Regierungsbezirk Liegnitz geborene Angeklagte hat fofort zu vollstreckende Haftstrafe von 3 Tagen auf. Das bereits eine fehr bewegte Vergangenheit hinter sich, er gefiel der resoluten Dame natürlich gar nicht. Als ist früher ein ein berüchtigter Echlafstellendieb gewesen, hat der Gerichtsdiener sich anfchickte, fie abzuführen, widersetzte sie bann unter dem Namen eines Architekten Göbel Be sich aufs energischfie,' warf sich zur Erde, drohte, dem Beamten trügereien aller In der öffentlichen Versammlung der Töpfer und Be Art verübt und bat zuletzt eine ben Bart auszureißen, wenn er sie nicht zu ihrem Manne gehen rufsgenoffen, welche am Mittwoch tagte, erstattete sunächst der 5jährige Zuchthausstrafe verbüßt, welche im April 1891 ihr Ende laffe und betrug sich so ungeberdig, daß der Gerichtsdiener Bertrauensmann Thieme den Rechenschaftsbericht, aus welchen erreichte. Kaum aus dem Zuchthause entlassen, hat er sich Sulfurs herbeiholen mußte. Aber auch da schlug die Angeklagte unter anderem hervorging, daß für die Monate Juli bis Oktober sofort wieder dem Schwindel in die Arme geworfen, und es ist noch wüthend mit den Händen um sich und zerriß dabei den 1153,85 m. an den Generalausschuß abgeliefert worden sind und ihm diesmal fogar gelungen, einen Staatsanwalt um eine Berhaftsbefehl, welchen der Beamte in der Hanb hielt. Da fich daß bei der am 21. November stattgehabten Revision ein Beftand nicht unbedeutende Summe zu betrügen. Nachdem er die Freiheit nicht erweifen ließ, daß dies zerreißen ein vorfäßliches gewesen, von 412,71 M. vorhanden war. Auf Antrag des Kollegen Larson wiedergewonnen, tam er nach Berlin und trat hier plöglich als fonnte die Anklage wegen Urkundenvernichtung nicht aufrecht er wurde dem Vertrauensmann einstimmig Decharge ertheilt. " Bauunternehmer" und Grundstücksfpetulant" auf. Geld besaß halten werden. Im übrigen verurtheilte der Gerichtshof die Sierauf schilderte Thieme eingehend den Berlauf des dieser freilich nicht, zunächst fam es ihm aber nur darauf an, sich ein schlagfertige Frau zu drei Monaten Gefängniß. jährigen Fensterstreits, welcher bedeutend größere Opfer erfordert gewiffes Relief zu geben und da Unterhandeln um Grundstücke tein Gelb toftet, so legte er sich auf diese Unterhandlung mit Vor dem Straffenat des Kammergerichts wurde am am 18. Oktober meldeten sich 574 Kollegen, welche die Arbeit hat, als die Streits der Vorjahre. Zu Beginn des Streits großem Nachbruck, unterhandelte mit allen möglichen Grundstück: 21. Oktober die Revision zurückgewiesen, welche die Genoffen niedergelegt hatten. Von diesen mußten in der ersten Woche 357 befizeru, trat auch mit Hypothekenbanken in Verbindung und Hammerschmidt und Schmiedicke sowie ein anderer und zwar 220 verheirathete mit 415 Kindern und 137 ledige schrieb Briefe über Briefe. Diese Korrespondenz war für ihn Genoffe( der Name war vom Berichterstattertisch nicht zu ver- unterstützt werden. Die Unterstützungssumme betrug 5518,50 9. sehr werthvoll, denn sie diente als Unterlage für den von ihm stehen) eingelegt hatten gegen ein vom Haller Landgericht ge- In der zweiten Woche wurden 54 Berheirathete mit 105 Kindern infzenirten Schwindel. Eines Tages tauchte er plöglich in Meferit fälltes Urtheil, betreffend eine nicht genehmigte öffentliche und 66 ledige mit 1877,30 m. unterstützt. In der dritten Woche auf und stattete dem bort amtirenden ersten Staatsanwalt Rube Rollette". Es handelte sich um eine Tellersammlung, welche von waren 108 Kollegen und zwar 81 verheirathete mit 40 Kindern feinen Besuch ab und stellte sich demselben als Jugendgespielen den Angeklagten in einer Metallarbeiter- Bersammlung in Halle und 27 ledige zu unterstützen. Dieselben erhielten 757,80 M. Zu vor. Bet längerem Nachdenken befann sich auch der Staatsanwalt, vorgenommen worden war. Das Schöffengericht hatte die An- diesen Summen kommen dann noch die Entschädigungen an die Streifin seiner Jugendzeit einen Gespielen dieses Namens in seinem geklagten freigesprochen und hatte dann auf die vom Amtsanwalt Kommissionsmitglieder in Höhe von 377,50 M. Wenn man hierzu Heimathsort gehabt zu haben und da er die böse Bergangenheit eingelegte Berufung das Berufungsgericht dieses Urtheil wieder den durch die Arbeitseinstellung entstandenen Ausfall am Arbeitsdes Angeklagten nicht tannte, fo tam er demselben freundlich ent- aufgehoben und auf eine mäßige Geldstrafe, event, einige Tage verdienst hinzurechnet, so ergiebt sich die Gesammtsumme von gegen, selbst als diefer bei ihm ein Anlehen machen wollte. Der Haft erkannt. Die Anklage stüste fich auf eine Polizeiverordnung. 26 821,30 m., welche der„ Fensterstreit" erfordert hat. Der AusAngeklagte erzählte nämlich, daß er nach langen Mühen und Die gegen das Urtheil eingelegte Revision wurde vom Straffenat fall am Arbeitsverdienst( zu 6 Arbeitstagen und dem ortsüblichen vielen Enttäuschungen jetzt so weit fei, sich durch den Ankauf wie gesagt zurückgewiesen und dem Vorderrichter Recht gegeben. Tagelohn von 5,62 M. berechnet) bezifferte sich in der ersten eines Terrains in der Prenzlauer Allee eine sichere Stellung der Vorderrichter den Wie es in der Begründung dieses Endurtheils hieß, habe 2oche auf 10 931,34 M., in der zweiten auf 3674,40 M. und in verschaffen, doch fehlten ihm dazu noch zum Theil die nöthigen der Vorderrichter den öffentlichen Charakter jener Ver der dritten Woche auf 3306,96 M. Zu diesen Opfern gesellen Mittel. Der Angeklagte, welchem seine Grundstücks Rorre fammlung nicht mißverstanden, wenn er ihn Daraus sich außerdem die von 1308 Kollegen, welche während des Streits Spendenz hierbei Dienste leistete, zeigte bei diefer Gr- berleitete, daß die Versammlung eine solche von Metall- beschäftigt waren, gesammelten Gelder in Höhe von 4938 Mr. zählung eine so treuberzige Miene, daß ihn der Staatsarbeitern aller Branchen gewesen sei und jedermann Diese vertheilen sich für die erste Woche auf 357 Kollegen mit anwalt für einen grundehrlichen, redlichen Mann hielt und Zutritt hatte. Richtig sei auch gewesen, daraus zu folgern, daß 856,85 M.( also pro Maun 2,40 M.), für die zweite Woche sich dazu verstand, ihm sofort 300 m. vorzuschießen. Der Appetit die nicht genehmigte Zellerfammlung eine öffentliche Stollette war. auf 217 Kollegen mit 2040,51 M.( pro Mann 2,873 M.), tommt bekanntlich beim Effen. Der großartige, unerwartete Er- Auch käme hier noch in Betracht, daß die Sammlung nicht einen und für die dritte Woche auf 784 Kollegen mit 2040,64 m.( pro folg auf den ersten Anhieb gab dem Angeklagten den Muth, die bestimmten beschränkten Kreis vereinigte, sondern daß jeder An- Mann 2,78 M.). An diesen Bericht knüpfte sich eine Debatte, in große Güte des Ersten Staatsanwalts noch weiter auszubeuten. wesende daran theilnahm. Ein Irrthum fei es von den Ver- welcher die verschiedenartigsten Borschläge bezüglich des fünftigen Von Berlin aus betrieb er seine Schwindeleien weiter. urtheilten, anzunehmen, daß in der Genehmigung der Versamm Verhaltens in der Fensterfrage" gemacht wurden; die Erörte redete seinem Wohlthäter tühnen Rombinationen die lung die der Tellersammlung enthalten wäre, obgleich die lettere rungen führten aber zu feinem abschließenden Resultat. Nachdem effektvollsten Dinge vor und verstand es, dem auf dem Anmeldeschreiben mit erwähnt war. Eine solche Kollekte noch die Versammelten den Kollegen Otto Greyer zum Ersatzselben nach und nach im ganzen etwa 1500 Mart zu genehmigen sei eben nicht Sache der Polizeibehörde, sondern mann für die zum Gewerbegericht als Kandidaten aufherauszuschlagen. Neben diesem Hauptkoup Tiefen noch des Oberpräsidenten. Daß die Verurtheilten unbewußt und irr- gestellten Kollegen Jacobey und Thieme bestimmt hatten, wurde mehrere Betrügereien, die er gegen verschiedene andere Personen thümlich sich den Verstoß gegen die behördlichen Maßnahmen die Diskussion über den 3. Punkt der Tagesordnung„ Regelung ausübte, wobei wieder die Korrespondenz mit dem Staatsanwalt haben zu schulden kommen lassen, ändere nichts an der Sache. der Wanderunterstützungs- Frage" eröffnet. Die Diskussion nahm als Mittel zum Zweck diente. Bald follten ihm von demselben Neben der zuerkannten Strafe wurden ihnen die Kosten auf mehrere Stunden in Anspruch und wurde durch den Kollegen Gelder zufließen, bald wollte er eine Groschaft zu erwarten haben, Hoffmann eingeleitet. Seine Ausführungen gipfelten in dann wieder wollte er sich verheirathen und Baugelder von seinem folgender Resolution: Schwiegerpapa in Aussicht haben, furz er schwindelte so, daß er sich selbst faum wieder herausfand. Der Gerichtshof glaubte mit dem Staatsanwalt verpflichtet zu sein, ein solches Individuum möglichst lange unschädlich zu machen. Er verurtheilte deshalb den Angeklagten zu acht Jahren Zuchthaus und 3000 m. Geldbuße event. noch 300 Tage Zuchthaus. von erlegt. Soziale Iteberlicht. Aufruf an sämmtliche Vereine und Gewerkschaften. " In Erwägung, daß der Generalausschuß den Antrag der Versammlung vom 4. Auguſt( siehe„ Der Töpfer" Nr. 8) einfach ignorirt hat und es schon vorgekommen ist, daß Kollegen, welche von hier abgereist und ihren Verpflichtungen nach jeder Richtung hin nachgekommen sind, die WanderUnterstützung an verschiedenen Orten verweigert worden ist, sowie daß der Generalausschuß außer den 60 pCt. der Ein63 Pf. pro Quartal und Exemplar, in fernerer Erwägung, daß nahmen unser Fachorgan extra bezahlt verlangt und zwar mit nahmen jedem hier zugereisten organisirten Kollegen die verbleibenden 40 pt. der Einden Kollegen Deutschlands den von Berlin Abreisenden gegenüber Wanderunterstützung ausbezahlt wurde, ein Gleiches aber von Uuwahre Angaben bei der Erhebung von Zeugengebühren bildeten die Grundlage einer Betrugs antiage, haus, Landsberger Allee, eine öffentliche Boltsver von ben Am Montag, den 28. November, findet im Böhmischen Brauwelche geſtern die 124. Abtheilung des Echöffengerichts gegen am mlung flatt, in welcher Frau Ihrer aus Velten über den Hauseigenthümer Georg Hähnz verhandelte. Der An- ammlung geklagte hatte an einem Julitage in einer Privatbeleidigungsklage wird. Wir bitten sämmtliche Vereine und Gewerkschaften, hier die Broschüre Drei ein halb Monat Fabritarbeiterin!" sprechen auf Bezug zu nehmen. Die Frauen Agitationstommission. Achtung, Korbmacher! = am Drt als Zeuge aufzutreten. Als er nach Schluß der Verhandlung in der Kanzlei erschien, um die Zeugengebühren in Empfang zu nicht zu erwarten ist, beschließt die heutige Versammlung: 1. dem nehmen, wurde er von dem betreffenden Beamten gefragt, welchen Vertrauensmann die Verpflichtung aufzuerlegen, vom 1. DeBeruf er habe und ob er auf Versäumnißkosten Anspruch mache. zember d. Js. ab teine Wander Unterstützung auszus Der Angeklagte erklärte, daß er Anstreicher sei und deshalb durch seine Zeugenschaft direkten Verlust erleide. Er erhielt Werkstatt, Berlin, Wilhelmstr. 124, dauert unverändert fort. zum Der Streit der Korbmacher in der Anding'schen sablen; 2. sobald wie möglich, spätestens spätestens jedoch bis 1. Januar 1898 Material( Karten und Marken) darauf 2,50 M. und Pferdebahngeld. Später stellte sich vor Zuzug wird gewarnt. Etwaige Anfragen sind zu richten an zur freiwilligen Sammlung und zwar Marken im Werthe von heraus, daß der Angeklagte einen Beruf überhaupt nicht das provisorische Streit- Komitee: J. M.: Rob. 318 d ner, 15 und 25 Big. anzuschaffen; 3. die Solidarität wie bisher so hatte. Im Termine behauptete derselbe, daß er von dem p. Adr. Restaurant„ Zumn starken Ritter", Berlin S., Ritter auch in Zukunft nicht nur allein den Kollegen, sondern Beamten falsch verstanden sein müsse. Er sei Besitzer eines traße 25. Hauses, welches einen so geringen Ueberschuß abwverse, daß er die nothwendigen Reparaturen selbst ausführen müsse. So fei er zu damaliger Zeit damit beschäftigt gewesen, einige Küchen Aufruf an alle Gewerkschaften Deutschlands. In der Fabrik von Chr. Mauff, Berlin, Oranienselbst zu streichen und er habe deshalb dem Beamten auf dessen straße 189, ist, wie schon befannt, wegen Lohnreduktion und Frage geantwortet, er fei sein eigener Unstreicher. Jedenfalls| Maßregelung ein Streit ausgebrochen. Sämmtliche Arbeiter und allen Arbeitern gegenüber, die sich im Kampf gegen das Kapital befinden, hochzuhalten und dieselben jederzeit thatfräftigst zu unterstüßen; 4. den Vertrauensmann zu beauftragen, den Kollegen Deutschlands eine Erklärung zugehen zu laffen, und die Gründe klar zu legen, weshalb die Versammlung derartige Beschlüsse gefaßt hat." 17 Für diese Resolution, welche Annahme fand, traten sämmtliche Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute| schwungenen Messers erstreckt, zu viel journalistische Mache, um Lotalorganisirte Kollegen ein. Die Anhänger der Zentralorganisation von 8-10% uhr in der Turnhalle, Fretenwalderstr. 39. hatten ihrerseits folgende von der Versammlung abgelehnte Resolution Leichnis, Königsbergerstr. 24.- Privattheatergesellschaft„ Schneeglödchen", hat die Aufschrift auf dem Reklamebogen der Pall Mall Buhnenverband Normania jeden letzten Sonnabend im Monat bei auf dem Boden der Smith gewachsen zu sein. Mittlerweile aber eingebracht: Die Versammlung möge beschließen: die Wander- Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenſtr. 116.- Theaterverein Berliner Gazette":„ Ist Jack der Aufschlizer zurückgekehrt? Schreckliche unterstützung ist in Zukunft durch den Vertrauensmann mit Hin- är jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends ½ Uhr bei Weid, Rope Geschichte aus Whitechapel. Beabsichtigter Mord und haarscharfe niderstraße 68.- Theaterverein Leffing. Jeden ersten und legten Sonnzuziehung des Filialvorstandes zu regeln. Der Vertrauensmann abend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Rudolph, Krautstr. 6. Flucht" nicht verfehlt, dem Blatte Tausende von Käufern zuzu ist verpflichtet, die für den Ort nothwendigen Gelder nach wie Bergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei O. Heindorf, Barnimitr. 16. führen. vor am Orte zu behalten." Vergnügungsverein Lustige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant Lautenbach, Cuvryste. 3.- Vergnügungsverein 2ustige Becher Abends 9% Uhr Mendelssohnstr. 9. Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung Der Fachverein der Holz- und Bretterträger hatte amuhe im Restaurant von O. Wits, Mariannen- Ufer 2.- Geselliger Verein 17. November eine Versammlung, in welcher Genosse Da stig Linde" jeden Sonnabend 9 Uhr bei Schönherr, Stralsunderstr. 15.- Ver= über die Bedeutung der Gewerbe- Schiedsgerichte referirte. Nach Blumenftr. 46 bei Went. Mitglieder pünktlich. Beendigung des Vortrages fand eine Resolution Annahme, in der fich die Versammlung verpflichtete, unausgesetzt für die Stärkung der Organisation zu wirken und die noch indifferenten Kollegen zum Klassenbewußtsein zu erwecken. Hierauf wurde Karna Iitraße 58. zum ersten und Bloche zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Boite, Kolbergerstr. 23. Nachdem Prüver noch über die Thätigkeit der Streif- Kontrolltommission Bericht erstattet hatte, wurde die Versammlung geschlossen. " nügungsverein Sarmlos, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends 9 Uhr, Stattlub Gordischer Knoetn, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Karl 1 -W Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Schilling, Pücklerstr. 55. Danst Forening Freia( Dänischer Verein Mainz, 24. November. Bei der heutigen Stadtverordneten der 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Wurl, Koppen: 2 demokratische Kandidaten und ein der Zentrumspartei antFreia), Lindenstraße 106 bei Poppe. Verein ehemaliger Schüler Wahl wurden 5 nationalliberale, 4 freisinnige, 4 sozialistische, Gefelliger Verein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant gehöriger Kandidat gewählt. Die letztere hat 8 Size verloren. Paris, 25. November. Die Panama- Kommission vernahm heute den Ministerpräsidenten Loubet, welcher der Kommiffion die Vorlegung der gerichtlichen Atten in Aussicht stellte. Darauf wurde der Deputirte Delahaye verhört, welcher sich auf die Wiederholung der allgemeinen Behauptungen, die er in der Kammer vorgebracht hatte, beschränkte und im übrigen erklärte, er besige nur moralische Beweise; man müsse die verschiedenen Bankhäuser um Auskunft ersuchen. boldhein, Hochstr. 32a. abends Reichenbergerstr. 73, bei Faukmann. Stattlub kreuzbube bei Steuer, Weinstr. 22.- Stattlub Revolution Schafkopf- Klub Bruder= tette tagt jeden Sonnabend Abends 9 Uhr bei Weiß, Andreasstraße 77a. Kartenflub Nulle tagt jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Hum In der Versammlung des Vereins der Berliner sof, Aomiralstr. 18c. Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer Kuppfarbeiter, die am 20. d. Mts. stattfand, wurde berichtet, Tischler- Verein. Seute Abend 9 uhr, Melchiorstr. 15: Bersammlung daß die bei der Firma Kasche ausständig gewefenen Kollegen mit Damen. Vortrag des Schriftstellers Herrn Filt. Nach der Versammlung bis auf zwei Mann anderweitig untergebracht sind. Die Fabrik wurde weiter für gesperrt erklärt. Nachdem noch über ver- finden 2 Versammlungen statt. Die erste Kommandantenstr. 20( Arminvallen): schiedene Mißstände in dieser Fabrik berichtet worden war, Vortrag des Herrn Dr. Pinn über die Pharifäer. Die zweite bet Seefeldt, faßte die Versammlung den Beschluß, der Arbeiter- Sanitäts- nalismus.( Gine Aussprache mit der Gesellschaft für ethische Kultur.) Nach Grenadierstr. 33: Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über Ethik und Natio tommiffion 10 M. zu überweisen. den Vorträgen: Gemüthliches Beisammensein. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 27. November, Rosenthaler fstraße 38, Borm. 10% Uhr: Serr Dr. Pinn: Die Pharifäer. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, den 27. November( Süd- Ost), Abends 7 Uhr: Bersammlung bei Bolz( früher Feuerstein), Alte Jakobstr. 78. Bortrag über: Glaube und Wissen. Referent Herr Roland. Diskussion. Neuer Berliner Handwerker- Verein. Sonnabend, den 26. November, Abends 9 Uhr: Vereins- Versammlung bei Müller, Johannisstr. 20 Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Lehrer F. Groppler. Thema: Sind Boltsbibliotheken nothwendig? gemütliches Beiſammenſein. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 27. November, Abends 7 uhr, 12 General: Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag, den 27. November, Borm. präz. 10 Uhr, bei Lips, Friedrichshain: Bersammlung. Alle zum Bunde gehörende Vereine sind verpflichtet, voll zählig und pünktlich zu erscheinen. Bundes- Mitgliedstarte legitimirt. eintreten. London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Verein Londons, der alte, von Karl Marr und Friedrich Engels 1840 begründete Kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Vermischtes. " " " ( Depeschen des Bureau Herold.) im Wahlkreise Arnswalde- Friedeberg haben bisher erhalten Ahl= Arnswalde, 25. November. Bei der Reichstags- Ersatzwahl wardt 5600, Waldow 2203, Drave 2494, Hobrecht 352, Millarg 873. Aus 37 Bezirken fehlt noch das Resultat. Leipzig, 25. November. Der Mörder der gestern bei Zwickau ermordet aufgefundenen Handelsfrau ist der Ehemann derselben, der Schuhmacher Seyfart. Die Eheleute lebten seit lange getrennt. Der Mörder wurde in einem Gebüsch in der Nähe des Thatortes erhängt aufgefunden. Genua, 25. November. Hier streifen 2000 Kohlenarbeiter, in den Palermoer Schwefelgruben 3000 Arbeiter. Literarisches. Briefkaffen der Redaktion. Jack II. der Aufschlitzer. London, 22. November. In einer annoch verhältnismäßig dunklen Morgenzeitung, dem Morning", wird uns eine noch dunklere Geschichte aufgetischt von dem Wiederauftreten Jack des Aufschlizers oder seines Doppelgängers, Nachfolgers oder Nacheiferers; denn zu einem Berein der Rügenwalder, Leipzigerstr. 134, Bittoriasäle. Sonnabend, wirklichen Morde hat er es nicht gebracht, und daher war sein ben 26. November: Tauztränzchen. Anfang 8% Uhr. Interessenverein der Riftenmacher. Außerordentliche General- Ver- beabsichtigtes Opfer, die 18jährige Emily Edith Smith alias fammlung Sonntag, den 27. 5. M., Vormittags 10 Uhr, im totale Dresdner Norton in der Lage, der Polizei am verwichenen Donnerstag aus- Berliner Volfstribüne." Sozialpolitisches Wochenblatt. Barten, Dresdnerfir. 45. Tagesordnung: Vortrag über Lokal- und Bentral- einanderzusetzen, wie sie am Guy Fawkes- Tage, also am 5. No- Vierteljahr 1,50 M., monatlich 50 Pfg. Inhalt der Nr. 48. Organisation. Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8-10% Uhr. eüd- vember, beinahe das Schicksal jener Whitechapeler Dirnen getheilt Aus der Woche. Frauenarbeit. Die französische ArbeiterSchule, Sagelsbergerstr. 43: Gedicht. Unterricht in Deutsch( unt.); Süd- Ost habe. Gegen Abend ging sie in der Richtung der Paulskirche schutzgesetzgebung. Novellen. Vor SonnenaufSchule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Physiologie; ft- Schule, spaziren; ein langer Ker! redete sie an, bot ihr eine Tasse Thee gang. Der Kampf ums Dasein in der Menschenwelt. IV. Markusstr. 31: Unterricht in Rechnen( unt.); Nordschule, Müllerstraße Nr. 179a: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. In alle Fächer an, die sie in einer gemeinen Kaffeebude einnahmen, lub sie dann Parteitag der sozialdemokratischen Partei Deutschlands.( Forts fönnen noch Schüler und Schülerinnen auch jezt im Laufe des Semesters ein, ihm einen Besuch in seinem Bureau im Ostend zu machen, fegung.) und fie ging mit. Wo sind wir jegt?" fragte fie in Commercial Road., Das ist Whitechapel." Also das ist der Play, wo die Mädchen ermordet wurden?", feine Mädchen, alte Frauen. Es war besser, daß sie aus dem Wege geschafft Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends 5. O. Ihr Gedicht ist gut gemeint, aber nicht druckreif. 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Giche, Rir- wurden." Das war das Gespräch, das sich an den Namen dorf, Hermann- und Knesebectstr.- Ecke bei Beyerle. Lyrania, Landsberger Whitechapel anknüpfte, ohne aber daß dadurch ein Argwohn in Kiel, O. M. Wir können Ihnen die wahrheitsgemäße Bes ftraße 31 bei Musehold. Sanges Echo, Naunynstraße 86, bei gubeil. der Smith aufgestiegen wäre. Troßdem scheint sie ihn antwortung der Fragen empfehlen. Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Tollfühn. Glück zu, bei Knebel, Badfiraße 58.( Gesundbrunnen). 6. 2., Gubenerstraße. Unterbreiten Sie die Angelegenheit Teltow in Teltow, Schwarzer in einer Bierkneipe, wo sie auf dem Wege nach dem Bureau Adler. Esmeralda, Fruchtstr. 31 bei Baaz.. Liederkranz in Halt machten, genau beobachtet zu haben: er war hager, dem Fachverein der Tischler. In der anderen Sache müssen Sie Hand in Hand 2, Friedrichs- lang mit hohen Backenknochen und bleichem Gesicht wie ein sich an den Parteivorstand wenden. Schwiebus. Unserer Ansicht nach haben Sie nichts zu ver chor, Gesundbrunnen, Prinzen- Allee 10. Gefangverein, Bruderhand" Schwindsüchtiger, hatte dunkles Haar, hellen Schnurrbart, in der in Schönwalde( in der Mart) bei Schulze.- Frisch auf" Friedrichsberg, Mitte zusammengewachsene Augenbrauen, ein braunes und ein Nummelsburgerstraße bei Deckert. Vorwärts 7" Rummelsburg, bei graublaues Auge mit einem seltsamen, blizenden, durchbohrenden Fels, Marne. Ihr Schreiben ist dem Reichstags- Abgeord Borgmann. Gesangverein" Immergrün", Tegel, Schloßstraße bei Blick. Sein Englisch verrieth den Ausländer. In einem ein- neten Molkenbuhr zugesandt worden. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend samen Gäßchen faßte er sie mit den Worten:„ Ich werde Dir Vorstand des Dirigentenverbandes. Derartige Mit find zu richten an: G. Schröder, Nostizstraße Nr. 29, 3 Tr. Sonn- das Mädchen schrie auf und gab ihm mit ihrem Knie einen Stoß der geselligen Arbeitervereine betreffend jetzt den Garaus machen", ein Messer blitte in seiner Hand; theilungen können im redaktionellen Theil keine Aufnahme finden. abend: Theaterverein phigenia", bei Kramer, Rigdorf, Herrmann$. B., 1000, Reichenbergerstraße. Bierblattspiel ist straße Nr. 140. Tambour Berein" Vorwärts" Rirdorf, Herrmann- vor den Leib, so daß er fie losließ und ein D, mein Gott!" überhaupt verboten. und Wandzlickstraßen- Ecke bei Stober. Tambourvercin Deutsche Eiche murmelte, und dann lief sie aus der Ecke, in die er fie gezogen, 2. C., Adalbertstraße. Die Art und Weise, wie die Stand bet Niederschuh, Fürbringerstr. 7.- Rauchflub, Anita" bei Rezte, Weber- nach der Hauptstraße zu, wo sie ihr Abenteuer zu Weibern pläge für Händler mit Weihnachtsbäumen bezahlt werden, ist uns ftraße 15. Rauchtub Dornröschen bei Krech, Schulstraße 104. Geselliger Verein Nord" b. Krüger, Fennstr. 5.- Geselliger Verein ,, Waldes- erzählte, während der Mann verschwand. Daß nun leider unbekannt. grün" bei Buchholz, Krautstr. 6( Alle 14 Tage). Geselliger Verein Gut das Mädchen wirklich obige Geschichte erzählte, hat unterdessen J. G., Chauffeeftr. Zwei Sonntage vor Weihnachten, Heil", Nene Königstr. 89.- Geselliger Verein" talia" bei Boite, Kollberger die Polizei bestätigt, indeffen soll das Archiv von Scotland Yard von 2-6 Uhr Nachmittags. Straße 23. Geselliger Verein Jugendfreunde" bei Schulz, Prenzlauer Allee und Trescomstraßen- Ece. Bergnügungsverein Helgoland 2 hef hunderte solcher Erzählungen enthalten, denen die Behörden nicht Miegel, Stralauerstr. 57. Sie geringste Bedeutung beimessen. Auch verräth die Beschrei Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Paul Nickel'scher Musitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, bung des vermuthlichen Jack mit ihren Einzelheiten, die sich Ecke Forsterstraße. fogar auf die 9 Zentimeter lange Klinge des bligartig geBrandenburg, Mengert's Boltsgarten. berg, Friedrich Karlstr. 11 bet Heinecke. Schulz. Alle Zuſchriften, den Bund Achtung! Den Genoffen des 6. Berliner Reichs Gesundbrunner Männertags- Wahlfreifes zur Nachricht, welche bis Dato ihre Beiträge beim Genossen Strigtowsky entrichtet haben, daß die Zahlstelle sich daselbst nicht mehr befindet. Wir ersuchen deshalb die Genofsen, ihre Beiträge vorläufig in den ihnen zunächst gelegenen Zahlstellen zu entrichten, bis anderweitige Regelung stattgefunden hat. Der Vorstand 239/7 bes sozialdemokratischen Wahl. vereins für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Tischler- Verein. Heute Abend 9 Uhr, Melchiorstr. 15: Versammlung mit Damen. Tages Ordnung: Vortrag des Schriftstellers Herrn Filli. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein und Tanz. Der Vorstand. 331/6 Verband aller in der Metall" Freireligiöse Gemeinde. Rosenthaler- Straße Nr. 38. Sonntag, Vormittags 10/4 Uhr: Vortrag von Dr. Pinn: Die Pharisäer. Gäste sehr willkommen. 151/9 oldwaaren billiger wie in jedemLaden. Ketten, Broches, Armbänd., Ohrringe, Medallions, Shlipsnadeln, Ringe etc. Massiv goldene Trauringe Danksagung. Allen Verwandten, Freunden und Kollegen, sowie dem Gesangverein, die meinem lieben Mann die letzte Ehre erwiesen haben, und für die überaus zahlreiche Blumenspende sage ich hiermit meinen tiefgefühlten Dank. 2586 Wittwe Scherwitz geb. Dähne, L. Scherwih nebst Familie. langen. K... Ihre Fragen find gänzlich unverständlich. H., Str. Nr. 7. Wir haben von Ihnen nichts erhalten. O., Oderbergerstraße. Briefliche Antwort tönnen wir nicht ertheilen. Zu mündlicher Auskunft sind wir bereit. Falkenstein Clubhaus Straße 41. Geöffnet bis 12 Uhr Nachts. Straße 41. 3094L ,, Süd- Ost" FalkensteinWeiß-. Bairisch- Bier- Lokal.C. Trittelwitz. 2 Vereinszimmer mit Biano. Fr. Billard. 2 Winter- Kegelbahnen. Warme und kalte Speisen zu jeder Tageszeit zu soliden Preisen. Zum 3307L Roth. Cylinderhut Alle Uhren Roth. werden sauber und sorgfältig reparirt unter Garantie des Gutgehens für 1,50 Mark( außer Bruch) bei W. Winkler, 1 Dukaten 11 Mk., 1% Duk. 16 Mk., Berlin N., Reinickendorferstr. 2 g, 8 karätig von 4 Mk. an. 2 Duk. 21 Mk., 14 karätig v. 6 Mk., gegenüber der Dankes- Kirche.[ 25L Specialität: Lager aller Arten Uhren, Uhrketten Uhren Remontoir sämmtl. Bonbons, Uhren Cacao, Chocol, Thee, Knallin Nickel v. 9 Mk., Silber v.14 Mk.an bonbon etc. empf. den Genossen Nur Hüte mit Arbeiter- Kontrollmarke. 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Rechtsbureau richters a. D., Alte amer 63 Schuhe u. Stiefel Cohn's Hoſenfabrik Oranienstr. Nahe Moritzplatz. Bitte auf Haus- No. zu achten S. Neumann's Central- Bazar 1. Geschäft: Andreasstraße Nr. 62, zwischen Andreasplah u. Langestr. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse 2. Geschäft: Frankfurterstraße 90, der Tischler Oertliche Verwaltung Berlin F. Mitglieder- Bersammlung am Sonntag, 27. nov., Borm. 10 Uhr, bei Keller, Bergstr. 68. Zages Ordnung: 1. Wahl des Bevollmächtigten und eines Beitragsammlers. 2. Bericht der Kommission für Aerzteund Apotheken- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Ecke Markusstraße. Gr. Weihnachts- Ausverkauf mit Kontrollmarke aus Erfurt empfehlen[ 3047L C. Geyer, Dranienitr. 202, C. Nitschke, Kastanien- Allee 88, . Bath, Waldstr. 37, Moabit, G. Berbe, Ritterstr. 114, W. Papke, Manteuffelstr. 31, G. Rördel, Forſterſtr. 7, Eckhardt. Leyderstr. 94, Weißenfee A. Anders, Gerichtstr. 82, von Puppen, Puppenbälgen, Puppen G. Böhm, Lübbenerstr. 12. 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Straußbergerstr. 52. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 278. Sonnabend, den 26. November 1892. 9. Jahrg. Orts- Krankenkassen und freie demokratischem and proletarischem Geiste nicht weiter arbeiten wollten. Bei der toloffalen Reserve Armee von Hilfskaffen. Aus ärztlichen Kreisen Berlins wird uns geschrieben: I. A hat verhindern können, ja daß die Vertreter der Arbeitgeber zum ersten hatten sich doch Hunderte bereit erklärt, an Stelle der Theil überzeugte Anhänger der von den Arbeitern vertretenen bisherigen Aerzte zu treten geschah, was vorauszusehen war; Grundsäge geworden sind und an deren Durchführung sich eifrig die früheren Aerzte waren froh, als sie nach wenigen Wochen betheiligt haben. Das Beispiel der Berliner Maschinenbauerkaffe, wieder zu den alten Bedingungen weiter arbeiten konnten. Ber welche zuerst mit dem verrotteten Systeme der Zwangs- Kaffen- fuche, die Aerzte zu der strafferen Organisation eines Fachvereins ärzte brach und die freie Wahl der Aerzte einführte, hat zündend zusammen zu faffen, scheiterten theils an der Indifferenz und Dem Reichstags- Abgeordneten M. Schippel wurde jüngst gewirkt: vom 1. Januar 1893 werden eine ganze Reihe weiterer Disziplinlosigkeit der Aerzte felbst, theils an dem Widerstande von einem Versammlungsredner ein schwerer Vorwurf daraus Berliner Ortskassen: die Maurer, Goldarbeiter, Bildhauer, der Kaffen, denen das bisherige Verhältniß, bei dem sie gemacht, daß derselbe vor einiger Zeit den freien Hilfskaffen die Sattler, Stellmacher, Lackirer, Bergolder, Nadler, Uhrmacher die über Anstellung und Entlassung von Aerzten die HauptGriftenzberechtigung abgesprochen habe. Wer den betreffenden freie Aerztewahl einführen, eine Neuerung, deren Tragweite in den entscheidung hatten, und bei welchem sie nöthigenfalls immer Auffaz Schippel's in der Berliner Volts Tribüne" gelesen Kreisen der Arbeiter immer noch nicht genügend gewürdigt wieder mit den Einzelnen verhandeln konnten, sehr viel bequemer hat, wird es kaum verstehen, wie die ruhige und ernste Art ist. Aber damit sind die Reformen, welche die Ar war. Die Lohntämpfe im Einzelnen zu schildern, würde zu weit und Weise, in welcher dort das Für und Wider mit bezug auf beiter innerhalb der Ortskaffen durchzuführen im stande führen; es möge genügen darauf hinzuweisen, daß die Aerztedie Hilfskaffen abgewogen wurde, zum Gegenstand eines Angriffs find, bei weitem nicht erschöpft. Wenn erst der größere Theil vertreter angesichts des enormen Ueberangebots ärztlicher Arbeitsgemacht werden konnte, und nur die treue Anhänglichkeit unserer dieser Kassen sich der bisherigen Bewegung angeschloffen haben fräfte und der mangelnden Disziplin ihrer Gefolgschaft zu fast Genossen an die langbewährte und erprobte Organisation fann wird, so ist der alte„ Gewerks- Krantenverein" ge- völliger Ohnmacht verdammt waren, während die Vertreter der als eine Art von Entschuldigung für den Vorwurf aufgeführt sprengt, und auf seinen" Trümmern fann sich eine neue mächtige Raffen die günstige Situation sehr geschickt auszunuzen verstanden. Es wird aber von diesen treuen Anhängern Organisation der Ertsfassen erheben, welche im stande wäre, und wenn es hierfür einer Entschuldigung und nicht viel eher alle wichtigen hygienischen Forderungen bei der Berliner Stadt verwaltung, alle nöthigen Reformen auf dem Gebiete der Krankenund Krankenhauspflege, des Arzt- und Apothekerwesens durchzusetzen und so der Forderung des sozialdemokratischen Programms: unentgeltlichkeit der ärztlichen Behandlung, Verstaatlichung der Apothefen in Berlin( sowie in anderen großen Kommunen) den Boden zu ebnen. werden. und gerade unsere besten Genossen sind unter ihnen immer übersehen, daß jede Organisation nicht um ihrer selbst willen, sondern um eines höheren Zweckes willen besteht und gegründet worden ist, und daß das Festhalten an einer folchen, wenn sie diesem Zwecke nicht mehr oder wenigstens nicht mehr in dem alten Umfange genügt, unter Umständen ein großer Fehler sein kann. M eines Lobes bebarf man darf nicht vergessen, daß die Kassenvertreter alle diese Vortheile nicht für sich, sondern für ihre Mitglieder und deren Angehörige wahrnahmen, für ihre Klassengenossen, für welche selbst die niedrigsten ärztlichen Honorare oft schon eine unerschwingliche Summe darstellen. Diesen eine möglichst wohlfeile ärztliche Hilfe zu verschaffen, war eine Aufgabe, deren sich kein Proletarier zu schämen brauchte. Es wird nöthig fein, einen furzen historischen Rückblick auf Eine derartige Maffenbewegung aber innerhalb der Orts- Eine neue günstige Chance bot sich den Aerzten, als durch die Entstehungs- und Entwickelungsgeschichte der freien Hilfs tassen wird so lange nicht zu stande tommen, als die Mehrzahl die Novelle zum Krankenversicherungs- Gesetz den Kaffen die faffen zu werfen. Wie bekannt, bestanden dieselben schon lange der vorgeschrittenen Arbeiter bei dem alten Mißtrauen gegen Verpflichtung auferlegt wurde, auch den arbeitsunfähigen Mitvor Jukrafttreten des Krankenkassen Gesetzes von 1984; zum diese Kassen verharren und sich, selbst wenn sie durch den Ur gliedern Arzt und Arzenei zu gewähren. Da die Hilfskaffen größten Theil auf Grund des Hilfskassen Gesetzes von 1876 er beitgeber zum Gintritt in eine Ortstaffe gezwungen werden diefer Verpflichtung( felbst bei den bisherigen niedrigen Löhnen) richtet, nahmen fie namentlich seit dem Jahre 1878 mit dem um die inneren Angelegenheiten derselben nicht kümmern. Sehr auf dem Wege der Bezahlung der Einzelleistung nicht nach Erlaß des Sozialistengefezes einen großen Aufschwung. lehrreich ist in dieser Beziehung das Beispiel der Bildhauerkaffe: tommen konnten, da sie Aerzte mit feftem Gehalt nicht anstellen Alles öffentliche politische Leben lag darnieder, und Am 1. Juli d. J. löfte sich die freie Hilfskaffe der Bildhauer, da durften, ohne sofort alle ihre Mitglieder in die Ortstrantentassen so fanden sich denn naturgemäß die vorgeschritteneren sie den nunmehrigen Anforderungen des Gesetzes nicht ent überlaufen zu sehen, so waren sie genöthigt, mit einer mehr oder Elemente der deutschen Arbeiterschaft bald in den einzigen vom sprechen zu können glaubte, auf; sämmtliche Berliner Mitglieder weniger großen Gruppe, einer Vereinigung von Aerzten zu unter Gesetz gestatteten Organisationen zusammen und wirkten dort-traten in die Orts- Krankenkasse der Bildhauer ein- und nach handeln, welche sich bereit erklärte, gegen eine Bauschsumme po ohne direkt Politik zu treiben- eifrig zu Gunsten der Arbeiter- wenigen Wochen schon hatten diese unter Führung des bis Kopf und Jahr die Behandlung zu übernehmen. Hier boten ch bewegung. herigen Hilfskassen- Kassirers in der Ortskasse die freie den Kassen nun zwei Wege: Entweder sie verhandelten auf Gund Einen neuen Ausschwung erhielten die Hilfskaffen im Jahre Arztwahl durchgesetzt. Nur durch den Masseneintritt der von dem neugegründeten Verband freier Krankenkassen angst 1885 durch das neue Krankenkassen- Gefeß, welches durch den all- tlaffenbewuster Arbeiter in die Orts- Kranten in Hamburg festgestellten Normen mit ihren alten Aerzten oder gemeinen Versicherungszwang auch den Hilfskaffen große Schaaren taffen und durch eine rege Antheilnahme an den Verwaltungs- fie versuchten es nach dem Vorgange der im voriger Artikel von Mitgliedern zuführte. Den herrschenden Klaffen, insbesondere angelegenheiten sind solche Erfolge zu erzielen fönnen dabei erwähnten Ortskaffen mit der freien Arztwahl uro fepten der Regierung waren die freien Kaffen von jeher ein Dorn im die Hilfskassen nicht bestehen, so würden sie beffer thun, sich in sich mit dem hierorts bestehenden ca. 7-8000 Mitglierer zählenAuge Charakter der Mitglieder derselben, welcher ihnen immer von Arbeiter umzuwandeln, welche mit den Leistun- Versuch in der zweiten Richtung wurde gemacht, scheiterte aber neuem den Wunsch nahe legte, diese Organisation zu schädigen gen der Ortstaffe allein in Krankheitsfällen an der Weigerung des genannten Bereins, die Angehörigen oder wenn möglich zu zerstören. nicht genügend verfichert au sein glauben. der Kaffenmitglieder zu ermäßigten Sägen zu behandeln. Es ist Endlich in diesem Jahre gelang es, mit der Novelle zum Wir sind nun weit entfernt davon, das Kind mit dem wohl glaublich, daß die Anregung zu diesen Verhandlungen von Krankenversicherungsgesetz den entscheidenden Schlag gegen die Babe auszuschütten und etwa- wie dies in der letzten Nummer Seiten der Aerzte ausging: die Hilfskassen- Borstände versprachen freien Hilfskaffen zu führen, oder, wenn er sie auch nicht direkt des Handelsangestellten" geschieht- rundweg eine Auflösung sich an und für sich nicht viel von der freien Arztwahl wäre unterdrückt, ihnen doch die Existenzbedingungen so ungeheuer zu aller bestehenden Hilfskaffen zu verlangen. In beschränktem Um- dann doch ihren Mitgliedern sofort llar geworden, daß sie alles erschweren sucht, daß nur wenige große Kaffen auf die Dauer fange tönnen auch heute noch die Hilfskaffen außer das, was sie in den freien Hilfskaffen genießen, für 2/3 bes ordentlich fegensreich wirken; ja dieselben sind in gewissem Sinne Geldes ebenso gut durch die Ortstassen haben tönnten. werden fortbestehen können. | Gin Aber Unteugbar besitze auch jetzt noch die freien Hilfskaffen unseres Erachtens sogar noch völlig unentbehrlich. Wir auch der andere Weg der Anschluß an den Hamburger Vergegenüber den Ortskrantenfaffen eine Bleibe von Vorzügen; vor meinen hiermit vor allem deren Bedeutung für diejenigen Be- band freier Hilfstassen wurde von der Berliner Kommission allen den nicht zu unterschätzenden Vortheil der völligen rufe, in denen vorwiegend oder doch theilweise ausbetrieb nicht betreten, einmal wegen der alten Abneigung der Selbstverwaltung, eine: Selbstverwaltung freilich, der besteht. In diesen Berufen- also bei den Schneidern, Berliner, sich von Hamburg aus regteren zu lassen, dann burch ble netterlichen Bestimmungen des Gefeßes nach vielen Schuhmachern, Zabalarbeitet, Wirteen, aber, weil die Möglichkeit vorlag, hier in Berlin einen Richtungen hin die Flügel beschnitten sind. Für die versicherten Webern u. a.- giebt es stets eine mehr oder minder große eigenen Verband ganz ohne jebe Rosten zu begründen. Mitglieder tommen vorwiegend in Betracht die fort: Bahl von Arbeitern, welche entweder beständig oder doch man brauchte einfach die Berwaltungskosten dauernde Zugehörigkeit zur Kasse beim Wechsel jaisonweise zu Hause arbeiten, Personen also, die den Raffenärzten aufzubürden, die in der Nothlage, bes Arbeitgebers, beim 23.ech fel bes Wohnorts, nach den Bestimmungen des Krankenkassen- Gefeßes nicht ver in der sie sich befänden, ja auf alle, selbst die demüthigendsten fowie bei Arbeitslosigkeit, ferner der Umstand, daß sicherungspflichtig sind, deren Aufnahme somit die Orts Bedingungen eingehen würden, so hatte man alles, was man bie meisten Hilfskaffen in Ertranfungsfällen länger Unterstügung tasse unter Umständen ablehnen kann. Für diese vorübergehend wollte und das lecke Schiff war wieder einmal für einige Zeit gewähren als die Ortskaffen. Zu den Kleingewerbetreibenden, dann wieder einmal zu halbwegs feetüchtig gemacht. Diesen Vorzügen gegenüber läßt sich die Thatsache ben Lohnarbeitern gehörende Klasse von Personen ist die Und so geschah's ein leifer Wink, daß man im Falle der nicht aus der Welt raumen, Beidauernde daß troh höherer Bei bauernde Zugehörigkeit zu einer Hilfskaffe ein großer, Ablehnung den ärztlichen Verband sprengen und mit den einzelnen tragspflichten die freien Kassen ihren Mitgliedern jest nicht zu unterschäzender Bortheil ebenso wie in zweiter oder gar mit anderen Aerzten es würden sich ja genug bereit weder in quantitativer Beziehung mehr noch in qualitativer Reihe für diejenigen Arbeiter, die, wie z. B. die Maurer, finden, noch billiger zu arbeiten verhandeln würde, genügte, besseres leisten können als die Ortsfrankenkassen, ja an vielen einen Theil des Jahres regelmäßig außer Arbeit sind event. um die Aerzte oder wenigstens deren Vertreter einwilligen zu Stellen nur geringere und geringwerthigere Leistungen aufbringen ihren Wohnsi wechseln und während diefer Beit ihre laffen, daß sie die Verwaltungstoften ihrer Arbeitgeber können. Daß die Schuld daran nicht an den Kassen, sondern an Mitgliedschaft in der Ortskaffe verlieren. Für alle diese Berufe bezahlten. Nachdem man sich auf diese Weise von dem Hamden neuen Gesetzes bestimmungen liegt, ist zweifellos, ändert aber bedürfte es auch heute noch sehr wohl einer Hilfskaffe, aber eben burger Verbande emanzipirt, fonnte man den Berliner Filialen der an der Thatsache nichts, und es fragt sich sehr, ob auf die Dauer freilich nur einer einzigen Hilfskaffe über ganz Deutschland. Diesem Berbande angehörigen Rassen mit einer( fast) fertigen die Arbeiter gesonnen sein werden, blos des Prinzips halber sich Eine Trennung nach Berufen ist völlig überflüssig; eine Thatsache kommen, ja man hatte für diese ja einen prächtigen schlechter zu versichern, als es ihnen frei steht, zumal ja jezt auch einzige große Kaffe würde viel billiger wirthschaften, als Röder, auf den fie unbedingt anbeißen mußten. Die Raffenver die politische und gewerkschaftliche Bedeutung ber freien Hilfs- ein Dußend fleinere; und da ja heute fchon z. B. in der großen waltungen hätten durch den Verband eine ganze Reihe von Ertaffen sehr in den Hintergrund gedrängt ist. Wirklich lebens- Tischlerfasse eine nicht kleine Anzahl von Mitgliedern find, bie leichterungen im Bertehr mit Apotheken und Aerzten und und mit den Ortstassen tonturrenzfähig sind anderen Berufsarten angehören, so sehen wir nicht ein, warum alles das ganz umsonst; die Kosten trügen ja bie Merzte; unferes Erachtens nur die großen sentralisirten Rassen man nicht die Trennung in Berufe gang fallen laffen und aus die schwierigen Berhandlungen ferner mit den ersten habe man der Schneider, Tischler, Maurer, Metallarbeiter 2c., welche eben ihrer allen bestehenden Kassen- unter der Führung der großen den anderen Kaffen gewissermaßen erspart; diese brauchten sich Größe wegen mit verhältnismäßig geringen Unkosten arbeiten, Tischler- und Maurerkasse eine große Bentral- fomit nur in ein gemachtes Bett zu legen mehr tönne man vortheilhaftere Verträge mit Apothefern und Aerzten abschließen Silfstaffe für die Arbeiter Deutschlands" doch gewiß nicht verlangen. Nun starrköpfig, wie Arbeiter ofttönnen und die obengenannten Vorzüge, welche bei den fleineren machen soll, die, gleichgiltig ob in Hamburg oder in Berlin mals find, wollten diese den Segen dieser Ueberrumpelung nicht Hilfstaffen oft fehlen, gewährleisten. Aber auch hier hat man, refibirend, an allen größeren und vielen kleineren Plägen ihre sofort einsehen, ja es gab welche, die andere Abmachungen mit um den Fortbestand der Kaffen zu ermöglichen, allerhand Maß- Filialen errichtet. Gewiß würden eine ganze Reihe von Privat den Aerzten vorgezogen hätten und die da meinten, durch die nahmen von sehr zweifelhaftem Werthe treffen müssen; entweder interessen getroffen werden, und man müßte fuchen, für diesen Abrechnung mit dem Berliner und dem Hamburger Verband find die Beiträge erhöht oder die Leistungen( z. B. von oder jenen altbewährten Saffirer ein neues Arbeitsfeld ausfindig würden die Arbeiten geradezu verdoppelt. 52 auf 40 Wochen 2c.) herabgesetzt worden; auch hier hat es, zu machen; aber soweit darf die Rücksichtnahme auf einzelne Auch die Abwälzung der Verbandstaffen auf die Aerzte wurde wie z. B. bei der Tischlertasse nicht an einer starten Minorität Bersonen nicht gehen, daß dringende nothwendige Reformen ver- bemängelt; es schide sich nicht für Arbeiter, daß sie, wenn sie gefehlt, welche die Umwandlung der Kaffe in eine Zuschuß- absäumt werden. Der im Oktober im Hamburg gegründete die Arbeitgeber feien, die ordinärften Unternehmerpraktiken betasse oder gar deren gänzliche Auflösung befürwortete. Verband freier Rrantentassen" bildet unseres Erfolgten aber man sagte sich schließlich: Nun, sind die Aerzte Nachdem die politische und gewerkschaftliche Bedeutung der achtens nur die Vorstufe zu jener höheren Organisation, die so dumm und wollen uns durchaus unfere Verwaltung bezahlen, freien Hilfskaffen eine minimale geworden, hängt offenbar beren über furz oder lang eingeführt werden muß je schneller die wir tönnen's uns gefallen laffen! Lebensfähigkeit davon ab, was sie auf die Dauer ihren Mit- Umwandlung vor sich geht, desto schmerzloser. Neben dieser Darauf, meinen wir, wird es nun aber in letter Linie auch gliedern zu leisten imftande sind und ob sie in dieser Beziehung großen Zentral- Hilfstasse tönnte dann, in inniger Verbindung ankommen: Erklären sich die Berliner Aerzte bereit, die Verwal mit den Orts- Krankenkassen siegreich fonfurriren fönnen. Das mit ihr, eine 3entral 3uschußtasse für die Artungstoften zu bezahlen, so ist der Berliner Verband gesichert. wird aber von Tag zu Tag schwieriger. Zunächst ein einfaches beiter Deutschlands, wie sie vor einigen Jahren Wie aber deren Entscheidung ausfallen wird, ist noch ungewiß. Rechenexempel: Die Ortstassen arbeiten( eine gleiche Beitrags- etwas zu früh ins Leben gerufen wurde, gegründet und das Im allgemeinen find dieselben sehr zu Ronzessionen geneigt, find höhe der Arbeiter vorausgefeßt) mit einem um die Hälfte größeren durch allen Bedürfnissen der deutschen Arbeiter völlig Rechnung fie doch in zwei Lager gespalten, in folche, die aus Noth auf Kapital( dem Beitrage der Arbeitgeber und dem der Arbeiter); getragen werden. jede ihnen gestellte Bedingung eingehen müssen, und solche, auf der Ausgabefeite stehen dieselben Posten für Kranten= die infolge einer reichen Heirath oder einer sonst einträglichen geld, Arzt, Arzenei und Verwaltung. Heren können Gehen Praxis auf jede Bedingung eingehen tönnen. die Hilfskaffen auch nicht; wenn also der Etat richtig balanciren Die Rolle, welche die Kassenärzte gegenüber den Kranken- die Aerzte nicht auf die genannten Bedingungen ein, foll, so muß an einem dieser 4 Posten gefpart werden: Sehr faffen einnehmen, ist die des Arbeiters gegenüber dem Arbeit so wird der Berliner Verband zunächst, wie schon angedroht, viel billiger tounen nun selbst die großen Hilfstassen ihre Vergeber. Daß dieses Verhältniß bei den bisher fast ausschließlich das erprobte Mittel anwenden, unter den übrigen Berliner finden werden sich waltungstoft en nicht einrichten als die großen Ortstassen, bureaukratisch verwalteten Ortstassen in aller Schärfe zum Aus Aerzten Streitbrecher anzuwerben die befanntlich meist sehr billig arbeiten; bie feinen Rassen- brud gelangte( wir erinnern hier nur an den bekannten„ Utas" genug. Und erst wenn ihm dies( was kaum anzunehmen) nicht beider Kategorien arbeiten thatsächlich theurer. Weniger des Gewerkskrankenvereins), fann nicht Wunder nehmen; aber gelingen sollte, wird der Berliner Verband genöthigt sein, fich Rrantengeld als die Ortskaffen tönnen die Hilfstaffen nicht auch bei den freien Hilfskaffen sieht esfin Berlin wenigstens als Filiale des Hamburger Zentralverbandes aufzuthun und von geben, die Arzeneien foften dasselbe Geld, bleiben die nicht viel besser aus. Die großen und reichen zentralisirten dessen Vorstand die sehr unbedeutenden Verwaltungskosten Merate, deren Leistungen in Großen und Ganzen der Hono- Kaffen hatten ihr ärztliches Personal immer noch recht anständig der Berliner Filiale einzufordern. Der Zentralvorstand aber rirung entsprechen werden, die sie erhalten, die also etwa ebenso bezahlt und behandelt; anders wurde aber die Sachlage, als sich wird diese Kosten sicher bewilligen können, da die Gristenz des gut sein werden wie bei den Ortskassen, wenn die Honorare die dieselben mit einer Reihe kleinerer und weniger zahlungsfähiger Berliner Verbandes große Ersparnisse im Verkehr mit Aerzten gleichen sind, geringer werden, wenn schlechtere Honorare gezahlt Rassen zu der sogenannten„ Kommission Fr. H." zusammenthaten, und Apothekern bedingt, weit größer als die Ausgaben, welche eine Verschmelzung, deren erster Aft eine beträchtliche durch einen derartigen Verband erwachsen. Wir werden sehen, welche Wege jetzt eingeschlagen werden, Herabsetzung der ärztlichen Löhne war. So liegen die Dinge jetzt die nächsten Wochen werden die um an diesem unangenehmen Rechenexempel vorbei zu kommen. 2 Jahren die Aerzte dieser Rommission( etwa 100 an Entscheidung bringen; wie diefelbe auch ausfallen möge, eines Borerst ein anderer Punkt. Die Erfahrungen haben gelehrt, daß der Zahl den Versuch machten, die Löhne wieder auf ist gewiß: es wird sich bei allen Abmachungen immer nur um in allen denjenigen Orts Rrantenfaffen, in die alte Höhe, d. h. auf die Höhe zu bringen, welche dieselben Provisorien handeln tönnen. In ihrer jetzigen Form werden welchen eine Anzahl tlassenbewußter Arbeiter in den früher schon bestehenden Hilfskaffen gehabt hatten, wurde die freien Hilfskaffen auf die Dauer nicht fortbestehen können, sich um die Raffenangelegenheiten zu kümmern dieser Versuch von den Arbeitgebern ganz nach berühinten Mustern selbst dann nicht, wenn es ihnen gelingen follte, durch Einstellung begonn, binnen türzester Beit durchgreifende beantwortet: Sämmtlichen Aerzten wurde zum nächsten Termin billiger ärztlicher Arbeitsfräfte, sowie durch eine geschickte Finanz Reformen durchgeführt werden fonnten; es gekündigt, die Verhandlungen mit den bisherigen Aerztevertretern politit sich noch eine Weile über Waffer zu halten. Das einzusehen hat sich gezeigt, daß die Theilnahme der Arbeitgeber an der abgebrochen und sämmtliche Aerzte ein zein befragt, ob fie mag freilich den Aermeren am schwersten werden, bie Jahre hindurch die Geschäfte diefer Raffenverwaltung eine völlige Durchbringung ber legteren von unter den bisherigen( noch etwas verschlechterten) Bedingungen I selbstlofefter Weise werden. " II. Der ärztliche Lohnarbeiter. A113 vor etwa oft in Ranjen geführt und innerhalb ihres Wirkungsfreises welchem er auch über die gegenwärtig von den Berufsgenossen steuer nichts anderes bedeute, als ein Geschenk aus dem Stadtfädel eine anerkennenswerthe Arbeit verrichtet haben. Wenn geführten Rämpfe referirte. Demzufolge ist mit der Firma Hell- an die befizenden Klaffen auf Kosten der besiglosen. Ferner aber die freien Kassen so, wie sie jekt bestehen, sich als riegel noch keine Ginigung erzielt worden. Ferner führte der bewies der Referent, daß die Stadt für die Schüler an höheren unzulänglich erweisen, so liegt dies nicht etwa an dem mangelnden Rebner aus, daß die Firma Priester u. Gif einen Kollegen Lehranstalten weit größere Lasten trägt, als für die Volksschüler; Gifer oder der Untüchtigkeit ihrer Leiter, sondern einmal an dem gemaßregelt hat, weil die dort Arbeitenden die sanitären Wider- trozdem wurde, wie der Redner ausführte, der Antrag der Mebelwollen des Gesetzgebers, der eine mehr einheitliche Regelung wärtigkeiten bei der Arbeiter Sanitätskommiffion zur An- sozialdemokratischen Fraktion auf Gratislieferung der Lehrmittel des Rassenwesens bezweckte, sowie ferner an der Thatsache, die zeige brachten, nachdem sie anderweitig vergeblich Abhilfe mit der Motivirung abgelehnt, daß die begüterten Eltern sich ein ja das A und O aller fozialreformatorischen Weisheit ist, und gesucht hatten. Schöpfe theilte ferner noch mit, daß ein bei der derartiges Almofen nicht würden gefallen lassen. Redner bie schon in seinem offenen Antwortschreiben Lassalle den Ar- Firma Friedberg und Silberstein geforderter Aufschlag nach wies ferner das Unzweckmäßige der Gründung einer neuen Ortsbeitern nicht eindringlich genug vorpredigen konnte, daß nämlich kurzem Kampf bewilligt worden ist. Hierauf erstattete der Krankenkaffe für Handlungsgehilfen nach; da eine solche innerhalb der heutigen Gesellschaft es den besitlosen Klassen nicht Rassirer den Kassenbericht des lehten Quartals. Auf An- für Hausdiener bereits besteht, tönnte man durch die Zusammen möglich ist, auf dem Wege der Selbsthilfe, ohne staatliche Sub- trag der Revisoren wurde dem Kassirer einstimmig Decharge führung der beiden Berufstlassen eine bedeutende Ersparniß an vention, leistungsfähige Genossenschaften zu bilden. Auf die ertheilt. Der Vorsitzende gab bekannt, daß der Schleifer Verwaltungskosten erzielen. Alsdann kam der Redner auf die freien Hilfstaffen übertragen lautet diese Thatsache einfach so: Bobel aus dem Verein ausgeschlossen wurde, weil er Fälle Stryck und Löwel zu sprechen und wies an denselben nach, das Einkommen des Arbeiters ist so gering, jahrelang auf alle Art und Weise die Kollegen und Arbeiter daß die vielgerühmte Stadtverwaltung Berlins in einen versteinerten daß er nicht im stande ist, aus eigener Tasche Berlins auszunügen wußte. Der Gesangverein Senefelder machte Bureaukratismus ausgeartet ist, der nur noch vom alten Ruhm zehrt. fich gegen die ihm aus Krankheitsfällen er bekannt, daß am ersten Weihnachtsfesttage ein Bergnügen Die Diskussion brachte im Anschluß an den Fall Löwel einen wachsenden Ausfälle und Ausgaben in ge in Bus Salon, Frankfurterstraße, stattfindet. Die Ver- recht anregenden Disput über den Antisemitismus zwischen den nügender Weise zu versichern. Um das zu ermöglichen, sammlung war auch von den Parteitag Delegirten Pinkau Kollegen Kannengießer, Heymann und Blum, sowie müssen Arbeitgeber, Staat oder Kommune Zuschüsse leisten. Die aus Leipzig und Jochem aus Danzig besucht. Pintau er eine Debatte über die Bedeutung der Stadtverordnetenwahlen einzig richtige Lösung der Frage aber ist enthalten in der besuchte die Kollegen, recht rege für die Gewerkschaft zu wirken und wie der Wahlen zu den Vertretungskörpern im allgemeinen. kannten Forderung des Erfurter Programms: Unentgeltlichkeit überall in der Weitstatt, am Biertisch oder wo es sonst sei, zu Zum Schluß wurde bekannt gemacht, daß am Dienstag, den ärztlicher Hilfeleistung und Verstaatlichung des Aerztes und agitiren. Kollege Jochem gab seiner Freude darüber Ausdruck, 6. Dezember, der Reichstags- Abgeordnete urm über Kapital Apothekenwesens. daß in der Versammlung ein guter Geist herrscht. In den und Arbeit" sprechen wird, sowie daß am nächsten Sonntag, den östlichen Provinzen fähe es noch sehr traurig aus, in Danzig 27. November, Nachmittage 81/2 Uhr, in den Arminhallen eine hätte man faum 400 gewerkschaftlich organisirte Arbeiter und in öffentliche Versammlung für die Kollegen aus den Kolonial Königsberg wäre das Verhältniß noch schlechter. Der Vorsitzende waaren- und Bigarrengeschäften stattfindet mit einem Referat des dankte den Kollegen für ihre trefflichen Ausführungen und er- Bigarrenhändlers August Hinge über die übermäßige Arbeitszeit in suchte die Anwesenden, den Geist der Solidarität hinauszutragen diesen Geschäften. Ferner wurden die Kollegen aufgefordert, für unter die Kollegen, welche noch nicht organisirt find. Zur Auf- eine demnächst einzuberufende Handlungsgehilfinnens nahme meldeten sich 41 Kollegen. Bersammlung nach Kräften Thatsachenmaterial zu sammeln und an den Bertrauensmann Julius Zürt, Solmsstraße 24, abzuliefern. Versammlungen. Der Verein der Lithographen, Steindrucker und ver wandten Berufsgenossen hielt am 17. November eine Ver- Die Freie Vereinigung der Kaufleute nahm am 22. No Sammlung ab. Nachdem die Anwesenden das Andenken der ver- vember einen Vortrag des Herrn Alfons Borchardt über die storbenen Mitglieder Robert Lange und Albert Hing liberale Stadtverwaltung" entgegen. Der Referent zeigte ausin der üblichen Weise geehrt hatten, hielt Kollege Schöpfe führlich durch Zahlen, wie die Verminderung des Kommunalüber dte Mißstände in unserem Gewerbe einen Vortrag, in steuer- Buschlages auf 70 pet. durch die Beibehaltung der MiethsMöbel-, Spiegel- n. Polsterwaaren- Magazin von Goldene Medaille Halle 1891, Leipzig 1892, Scheveningen 1892, Kathreiner's Kneipp MalzKaffee Bester Kaffee- Zusatz, ausgezeichneter Ersatz für Bohnen- Kaffee. Nar echt mit dieser Schutzmarke. Man SW. Oranien- Straße 8384. 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