Nr. SS. Hbonnements-Ikdlngungei»: SionnementK- Preis prünumeranda i «lerleliahrl. 3,30 MI., monatl. 1,10 MI., wöchentlich 28 Pfg. kei WS H-uS. Einzelne Nuimner k Big. Sonntags- nnnimer mit illustrierter Sonntag«. Beilage.Die Reue Well» 10 Psg. Polt- «bonnement: 1,10 Marl pro Monat. «»igetragc» in die Post. Zeitung«- Preisliste. Unter tkcnzband sü« Deutschland und Oesterreich. Ungarn 2 Marl, für d-S übrige«lnSland S Marl pro Monat. BostabonneuienlS nchuien an: Belgien, Däncnrarl. Solland, Italien. Luzemburg. Portugal, Rumüiiien, Schweden und die Schweiz. «»«in(Sali» ins» Ocniiat. v. Verlinev Volksblcrtt. S4. Jahrg. vle snltttlsnz-Stbllh, bstrigt sür die sechSgespaltene»olonel. «eile oder deren Raum 60 Psg., für politische und gewerlschastliche Vereins- und VersamMIungS-Anzelgen»0 Psg. „Uleine Snreigen". daS erste sielt- gedrullte) Wort 20 Psg., jedei weitere Wort 10 Psg. Stellengesuche und Schlas- slellen.Unzeigen daS erste Wort 10 Psg., jedes weitere Wort 6 Psg. Worte über 16 Buchslaben zählen sür zwei Worte. Inserate sür die nächste Rummer müssen diS 6 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Di« Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm> Adresse: „SoilaUcntlint Strila". Zentralorgan der rozialdcmokratifcben parte» Deutfcblands. Redaktion: 8CQ. 68, Lindenstrassc 69. Kornsprecher?«int IV. Nr.(«KS. Donnerstag, den 7. Februar J.SO7. Expedition: SA. 68» binden Strasse 69. Usernivreeiier: Amt IV. Nr. Ii»«». Zw Attacke gegen die Sozialdemokratie. Es sind erst wenige Wochen her, daß sich die offiziöse „Nordd. Allgem. Ztg." krampfhaft bemühte, durch allerlei krauses Gerede die Tatsache aus der Welt zu schaffen, daß der deutsche Kaiser Wilhelm II. unzählige Male Reden gegen die Mehrheit der deutschen Arbeiterklasse gehalten hat, die deren Empfinden aufs schwerste verletzen mußten. Trotz alles Eifers und aller Kasuistik vermochte das offiziöse Organ an den Hunderten schroffster rednerischer Wendungen gegen die politische Organisation der deutschen Arbeiter- klaffe nicht das kleinste Titelchen zu ändern. Das ganze ossiziöse Gerede lief schließlich auf die kindliche Ausrede hin- aus, daß der Kaiser niemals die deutsche Arbeiterklasse selbst getroffen habe, sondern nur ihre Verführer, jene vater- landslose Rotte von Agitatoren, von denen das deutsche Pro- letariat sich gegen Thron und Altar habe aufhetzen lassen. Eine Entschuldigung, die noch schlimmer war als die fraglichen Angriffe selbst: stempelte doch das offiziöse Organ dadurch die drei Millionen deutscher Sozialdemokraten zu den hoffnungs- lose st en Idioten! Ebenso bemerkenswert, wie das offiziöse Gestammel, war allerdings die Zurückhaltung, die sich der Kaiser selbst während des Wahlkampfes auferlegte. Nicht nur. daß die Offiziösen versuchten, die Bedeutung früherer kaiserlicher Kundgebungen abzuschwächen: der Kaiser selbst verzichtete sorglich darauf, durch eine neue Kundgebung der früheren Art in den Wahlkampf einzu- greifen. So redselig die Herren Bülow und Dernburg waren, der Träger der Krone prägte kein einziges neues Schlagwort. Offenbar befürchtete man. daß eine neue Kundgebung von den proletarischen Massen ebenso gedeutet und die gleiche Wirkung haben würde, wie z. B. die kaiserliche Aufforderung an die Essener Arbeiter, das Tischtuch zwischen sich und»diesen Menschen" zu zerschneiden! Wer nun freilich geglaubt hatte, daß diese während des Wahlkampfs geübte Reserve auch künftig gewahrt werden würde, hat sich gründlich getäuscht! Der Kaiser hat gestern nacht eine Ansprache an eine ihm Ovationen bereitende „patriottsche" Menge gehalten, die sich ganz in den Bahnen früherer Kundgebungen gegen die sozialdemokratische Arbeiter- schast bewegte. Daß diese Rede frei war von der ge- wohnten formalen Schärfe des Ausdruckes, hebt die Tatsache nur umso plastischer hervor, daß der angeblich über den Parteien stehende Träger der Krone wiederum mit einer Entschiedenheit gegen eine bestimmte soziale Bevölkerungs- schicht und eine bestimmte politische Partei Stellung ge- nommen hat, wie kaum je zuvor. Die kaiserliche Ansprache lautete: „Meine Herren! Ich danke Ihnen für die Ovationen, die Sie mir gebracht haben. Sie haben am heutigen Tage wohl alle mitgearbeitet und dadurch bewiesen, daß das Wort unseres Reichs- kanzlers richtig ist,»wenn Deutschland will, so kann es reiten". Ich hoffe, daß dieS nicht bloß für den heutigen Tag zutrifft, sondern daß in Zukunft, wenn alleStände und alleKonfesfiouru zusammenhalten, sie nicht nur reiten können, sondern auch alles niederreiten, was sich uns in den Weg stellt. Ich danke Ihnen nochmals und schließe mit den Worten, die miser deutscher Dichter Kleist in seinem„Prinz von Homburg" Kottwitz zum Großen Kurfürsten sprechen läßt: Was kümmert Dich, ich bitte Dich, die Regel, Nach der der Feind sich schlägt, wenn er nur nieder Vor Dir mit allen seinen Fahnen sinkt? Die Regel, die ihn schlägt. daS ist die höchste l' Niemand kann auch nur eine Sekunde darüber im un- klaren sein, gegen wen sich diese Rede richtet, wer nieder- geritten werden soll. Es ist die Sozialdemokratie, die Ber- treteri» der übergroße« Mehrheit der deutscheu Arbeiterklasse! Sie wird, so hofft der Äaffer.„niedergeritten" werden,„wenn alle Stände und alle Konfessionen zusammenhalten". Alle Koufesstoueu Der Kaiser hofft also, eine neue noch einheitlichere Schlachtlinie gegen die Sozialdemokratie formieren zu können. Auch das Zentrum soll künftig mittun! Das Zentrum sollte ja nach dem ursprünglichen Plane der Regierung eben- falls zerschmettert werden, man mußte sich wenigstens so stellen, um die freisinnigen Hülfstruppen zu sich herüber- zuziehen. Nun ist das Zentrum stärker aus dem Wahl- kämpfe wiedergekehrt d e n n 1 e. Die freisinnigen Kulturkampfpauker sind darob sehr enttäuscht, und ihr einziger Trost in Tränen ist nur. daß wenigstens die Sozialdemokratie. der noch ungleich verhaßtere Gegner, ein paar Dutzend Mandate eingebüßt hat. Und nun soll der Freisinn sich gar mit dem Gedanken befreunden, daß er künftig seinen Frieden mit dem noch soeben so wütend bekämpften Zentrum schließen soll, damit die Sozialdemokratie um so wirksamer bekämpft,„niedergeritten" werden kann. Die Regel", die den„Feind", die Sozialdemokratte. schlägt, ist dem Kaiser„das Höchste" und diese Regel ist eben die gemeinsame Frontstellung gegen die Sozialdemokratie, der Ansturm der ganzen, geeinten reak- tionären Masse gegen das deutsche Proletariat!— In allen Fibern des deutschen Proletariates bebt noch Ke furchtbare Empörung über die niederträchtige Kampfes- veiw über die namenlose Verlogenheit und Verleumdung. mit der diesmal vom Regierungsblock unter Führung des Reichslügenverbandes gegen die Partei der deutschen Arbeiter- klaffe gekämpft worden ist. Und daß trotz dieses beispiellosen Aufwandes der skrupellosesten und brutalsten Mittel die Sozialdemokratte von 3 Millionen auf 3'/« Millionen Stimmen angewachsen ist, daß sie allein mehr Wähler gestellt hat wie Konservative. Reichsparteiler und Nationalliberale zusammengenommen, ist der bündigste. unerschütterlichste Beweis dafür, daß die Masse des Prole- tariats. die Elite der deutschen Arbeiterklasse, alle zum Denken, zum Bewußtsein ihrer Menschenwürde erwachten Arbeiter unbeugsam zur Sozialdemokratie stehen, daß sie sich eins fühlen mit der„Rotte von Menschen", aus deren Netzen man sie befreien zu können glaubte. Wir wissen nicht, ob der Kaiser seine irrigen Vorstellungen von dem Wesen der Sozialdemokratie, innerhalb deren er verabscheuungswürdige Verführer und b e- mitleidenswerte hülfsbedürftige Verführte unterscheiden zu können glaubte, durch den nunmehrigen Wahlausfall endgülttg korrigiert sieht. Fast könnte man das nach der Form seiner diesmaligen Kundgebung annehmen. spricht er diesmal doch nur von dem Kollettivbegriff des „Feindes", der niedergeritten werden soll. Hofft er doch, daß alle Stände und Konfessionen zusammenhalten, damit sie nicht nur reiten, sondern auch„alles niederreiten, was sich ihnen in den Weg stellt". Nun, wir Sozialdemokraten haben an sich nichts dagegen, daß durch diese neueste Kundgebung die kindliche Illusion von einem Königtum, das über den Parteien stehe, selbst für die naivsten Gemüter radikal zerstört wird. In einem gewissen Sinne können wir mit dieser jüngsten Kaiserrede ganz zufrieden sein. Sie zeigt den Klassenkampf in der denkbar schärfsten Ausprägung. Sie zeigt, wie rettungslos auch die Krone in den politischen Kampf des Tages hineingezogen wird, wie sie in dem Klassenkampf— bewußt oder unbewußt— ihr Banner auspflanzt, und selbstverständlichv a ch t" zu e i n e m M o n a t Gefängnis verurteilt worden. Er war seinerzeit wegen Be- leidiaung eines Leutnants zu 300 M. Geldstrafe verurteilt worden, der Leutnant selbst vom Kriegs- und Oberkriegsgericht freigesprochen worden. In einem neuen Artikel wurden kritische Bemerkungen über das freisprechende Urteil gemacht. Darin hat das Gericht eine Beleidigung der Mitglieder des ObcrkriegSgerichts des 3. Armeekorps erblickt. Der zweite Fall betraf einen Artikel der„Bolkswacht vom 20. März 1906. Der wegen Mordes zum Tode verurteilte Soldat Rosinski war ausgebrochen und wieder eingefangen worden. Der Artikel tadelte, daß Rosinski in eine neue Untersuchung gezogen und also seine Todesangst verlängert werde. DaS Urteil sagt nun: Rosinski unterstand als Soldat der Militär- gerichtsbarkeit. Der Kommandant der Festung Posen hatte das Recht, ein Ermittelungsverfahren einzuleiten wegen des Ausbruchs, er hat aber in Wirklichkeit ein solches nicht ein- geleitet. Der Angeklagte war durch einen Zeitungsartikel in den Irrtum versetzt worden, eS sei ein solches Verfahren eingeleitet worden. Der in dem Artikel ent- haltene Vorwurf der Menschenschinderei ist nach Ansicht des Gerichts ein sehr kränkender.— Die Revision, die darzulegen suchte, daß von Beleidigungen überhaupt nicht die Rede sein könne, wurde am ö. Februar vom Reichsgericht verworfen. HandelSstatistik vom 1. März einigermaßen zuverläsfige Vergleiche mit dem Borjahre ziehen lassen, betrug in 1000 Mark Soziales. Die Einsicht kam zu spät. In der Papierfabrik Hegge sMgäu) wurde dieser Tage ein während des Streiks der übrigen Arbeiter von auswärts als Streikbrecher gekommener Arbeiter ohne Angabe von Gründen entlassen. Jetzt mitten im harten Winter steht der Mann und seine Familie mit Tränen in den Augen vor einem Nichts, arbeitslos und obdachlos und von seinen Kameraden ver« achtet! Er glaubte durch seine RauSrcißerdienste die„gesicherte Existenz" erworben zu habest. Da er aber alt tvurde und aus seinen Knochen nicht mehr viel Profit herauszuschinden ist, hatte der Mohr seine Schuldigkeit getan und— konnte gehen. voi: nach H119 Induftne und Handel Der Außenhandel im Jahre 1906. Ist der Aufschivung Teutschlands' Außenhandel im Jahre 1906 schon der Menge bedeutend, so ist die Steigerung, die der Wert der Handelsumsätze gegenüber dem Vorjahre anfzutveisen hat, noch wesentlich erheblicher. Die Umsatzmenge ist um 6 Proz., ihr Wert aber um rund 10 Proz. gestiegen.' Insgesamt betrug der Umsatz im deutschen Außenhandel während der Jahre Doppelzentner 1905... 948 713 411 1906... 1014 612 036 Zergliedert man den Gesaintumsatz ergibt sich, daß die Erhöhung des EinheitSwertes allerdings ganz auf die Einfuhr entfällt, indes bei der Ausfuhr der Wert pro Doppelzentner sogar niedriger lvar als im Vorjahre. Die Menge der 1906 eingeführten Waren belief sich auf 373 491673 Doppel- zcntner gegeir 343 045 223 im Jahre 1903. Der Wert ging von 7 436 263 Tausend Mark 1903 auf 8 339 231 Tausend Mark im Jahre 1906 hinauf. Auf den Doppelzentner kam also ein Wert von 14,49 Mark im Jahre 1906 gegen 13,69 im Jahre 1905. Gerade umgekehrt war die EntWickelung der Ausfuhr. Hier stellten sich die nach 1000 Mark 13 278 080 14382 986 Ein- und Ausfuhr. so betreffenden Ziffern wie folgt: Doppelzentner 1903.. 403 670186 1906.- 439120361 Bei einigen Warengruppen. 1000 Mark Einheitswert 3 841817 11,4» 6 243 735 14,22 DI I so z. B. bei Kupfer und Kupfer- waren, hat der AnSfiihriverl recht bedeutend abgenommen. Für die wichtigeren Warengrnppen, für die sich nach der Neuordnung der Zu-(-f) resp. Abnabmel— j acgcn 1903 + 912184 96 302 403 + 13 810 1 532 9 371 16 823 3 130 1404 4 364 25 659 3 771 8 377 10 337 91 331 98 509 10476 39 890 t t + 100 357 4 638 25 015 2 220 10 838 4 098 16 888 17 185 1078 3 379 9 020 39 874 Müllertrust in der Schweiz. Ende 1906 waren in den acht Schwcizerkantvnen Zürich, St. Gallen, Thurgau, Appenzell, Aargau, Bern, Zug und Luzern 76 Mühlen mit einem Aktienkapital von 9 Millionen Franken und mit einer wöchentlichen Weizenvermahlung von 450 Waggons zusammengeschlossen. 94 größere und kleinere Mühlen stehen noch außerhalb des Trusts, so daß er allerdings noch nicht sobald die erstrebte Monopolstellung und Preisdiktatur erlangen wird. In der Mühlenindustrie vollzieht sich der gleiche Auf- saugungsprozeß der Kleinen wie in der Brauindustrie und auch insofern besteht zwischen den beiden Industrien eine gewisse Gleich- artigkeit, als von jener die Bäckermeister als Schuldner immer mehr in völlige Abhängigkeit kommen, wie hier die Wirte. Neugründnngen und Kapitalserhöhungen im Januar 1907. Es wurden von Aktiengesellschaften und Gesellschaften mit be- schränkter Hastung im Monat Januar, soweit es aus dem Handels- register ersichtlich ist, 14 Millionen Mark weniger Kapital beansprucht als in der Vergleichszeit des Vorjahres. Das in Nengründungen und Kapitalserhöhungen angelegte Kapital betrug nämlich nach Abzug der Kapitalsherabsetzlingen im Januar dieses Jahres 127 794 400 M. xgeii 141 783 500 M. im Januar 1906. Insgesamt nämlich in Mark beanspruchte durch 1906 1907 Neugründungen........ 69 668 900 50 707 400 Kapitalserhöhungen...... 78 239 600 84 781 500 Die Kapitalsherabsetzungen betrugen 6 125 000 7 694 500 Die stärkste Wnahme der Gründungs tätigkeit zeigt sich im Bergbau und im Bankgewerbe, sowie in der Chemischen Industrie. In diesen drei Gruppen ist der Rückgang aber auch so scharf, daß die Steigerung der Gründnngstätigfeit in einigen anderen Ge- werben, wie vornehmlich im Eisen- und Metallgewerbe, im Texttl-, Papier- und Nahrnngsmittelgewerbe dahinter ganz verschwindet. Bei den Kapitalserhöhungen fällt die Steigerung im Eisen- und Metallgewerbe sowie bei den Bau- und Terraingesellschaften so sehr ins Gewicht, daß die beträchtliche Abnahme im Bankgewerbe weit dahinter zurücksteht. Der Rückgang der vom Elektrizitätsgewerbe beanspruchten Summe wird durch' den Mehrbedarf deö Verkehrs- gewerbes wieder ausgeglichen. Serickts-Leitung. Bom Kampf gegen Flugzettelverteiler. (Ungültige Polizeiverordnung.) Auf belebter Straße in Nieder-Schöneweide wurden am 24. Juni 1906, einem Sonntag, im Aufttage des sozialdemokratischen Wahl- Vereins Bohkottzettel verteilt, die dazu anregen sollten, die von der organisierten Arbeiterschaft gesperrten Lokale zu meiden. Die Ver- teiler Elias und Clavery hatten je eine Mark erhalten. Verschieden- artig sollten sie sich durch ihr Tun vergangen haben. Das Landgericht II als Berufungsinstanz sprach sie 'rei von der Beschuldigung des groben Unfugs und der der Uebertretung des§ 10 des preußischen Preßgesetzes. Die Freisprechung von der Uebertretung des§ 10 des letzt- genannten Gesetzes wurde in folgender Weise begründet: Es ei nicht mit Sicherheit den Angeklagien zu widerlegen gewesen, daß ie die Mark als Entgelt erhalten hätten, es sich also um ein ent- g e l t I i ch e s Verteilen handele. während§ 10 des preußischen Preßgesetzes, in der durch§ 30 des RsichS-PreßgesetzeS aufrecht erhaltenen Fassung eine polizeiliche Erlaubnis(die die Angeklagten nicht besaßen) nur für die unentgeltliche öffenrliche Wer- teilung von Auftufen, Bekanntmachungen und Plakaten vor- schreibe.— Verurteilt würden indessen die Angeklagten wegen Uebertretung des Z 47 der am 29. Mai 1898 für den Anns- bezirk Alt-Glienicke erlassenen Polizeiverordnung, welcher vorschreibt: Das Verleilen und Feilhalten von Zeitungen und Zetteln und anderen Sachen in der Nähe der Ein- und Ausgänge der Bahnhöfe und an Orten, wo ein reger Berkehr ist, sowie vor öffentlichen Lokalen ist verboten." Das Landgerichi erklärte die Bestimmung für rechtsgültig, und da sich die Angeklagten dagegen durch Verteilen von Zetteln auf einer Sttatze mit regem Verkehr ver- gangen hätten, auch fiir anwendbar. Die Beschuldigten legten Revision beimKammergcricht ein. Rechtsanwalt Dr. Herzfeld als ihr Vertreter machte geltend: Der§ 47 der Polizeiverordnung vom 29. Mai 1898 wäre ungültig. Er regele mit daS entgeltliche öffentliche Verteilen von Druck- schriften und verstoße deshalb gegen§ 30 Absatz deS ReichS-Preß» gefetzeS. Darin heiße es:„Das Recht der L a n d e s g e s e tz- g e b u n g, Vorschriften über das öffentliche Anschlagen, Anheften, Ausstellen, sowie die öffentliche unentgeltliche Verteilung von Bekanntmachungen, Plakaten und Aufrufen zu erlassen, wird durch '" t berührt." Die Entstehungsgeschichte dieser Rechtsanwalt Dr. Herzfeld im einzelnen nun, daß§ 30 Absatz 2 des Reichs- landesrechtliche Regelung der e n t g c l t- Verteilung von Druckschriften nach jeder habe ausschließen wollen. Darum sei der 47 der Polizeiverordnung auf jeden Fall soweit ungültig, als er sich auf Preßerzeugnisse beziehe. Der erste Strafsenat des Kammergerichts hob am Montag die Vorentscheidung aus und verwies die Sache zu nochmaliger Verhandlung an das Landgericht zurück: Es könne dahingestellt bleiben, ob§ 30 des ReichSpreßgesetzeS polizeiliche Anordnungen verbiete, die im Verkehrsinteresse die Verteilung von Druckschriften einschränkten. Demi der§ 47 der angezogenen Polizeiverordnung sei schon aus anderen Gründen in seiner dieses Gesetz n r o Bestimmung, die darlegte, ergebe Preßgeietzes die I i ch e n öffentlichen Richtung hin Allgemeinheit ungültig. Die Pokizeiberordiwng von 1893 sei nicht bloß Gtraßenpolizei- Verordnung, da sie die verschiedensten Materien regele. So handele sie auch von Kegel- jungen, von Müllabfuhr, von Dunggruben und-Kästen und der- gleichen mehr, was mit dem Straßenverkehr nichts zu tun habe. Wenn die Verordnung eine reine«traßenpolizcivcrordnung wäre, dann könnte man vielleicht den Z 47 so einschränken, daß er als eine Bestimmung im Sinne des§ 6b des Polizeiverwaltungs- gesetzcs, also als eine Polizcivorschrist gelten könnte, die erlassen sei zum Schutze der Ordnung, Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs -auf öffeinlichen Straßen, Wegen, Plätzen. Bei dem Charakler der Verordnung gehe das aber nichr. Wenn ferner§ 47 ein„Verteilen. in der Nähe der Ein- und Ausgänge der Bahnhöfe und an Orten, wo ein reger Verkehr ist", regele, so gehe die Verordnung auf ein Gebiet hinaus, das vom si 6 b des PolizeiverwaltungsgesctzcS nicht mit umfaßt werde. Es seien in der Nähe von Ein- und Ausgängen der Bahnhöfe sehr wohl Orte denkbar, die nicht rechtlich-öffentliche Straßen oder Plätze seien, und ein„Ort, wo ein reger Verkehr ist", brauche auch nicht immer eine derartige Straße oder ein derartiger Platz zu sein. So könne auch ein Tanzsaal oder eine Restauratton als ein solcher Ort gelten.— Wenn nun auch§ 47 der Verordnung im- gültig sei, so wäre doch nicht auf Freisprechung zu erkennen. Das Landgericht werde nochmal nachprüfen müsten, ob nicht in der Tätigkeit der Angeklagten ein anderes Delitt zu finden sei, etwa eine Uebertretung der Polizeiverordnung über die äußere Heilig- hallung der Sonn- und Feiertage, durch die öffentlich bemerkbare „Arbeilen" an«sonnlagen verbalen würden. Unter dem Zeichen des Arbcitswilligenschutzes stand eine Anklage, welche gestern vor dem Schöffengericht Berlin- Tempelhof gegen die Tischler Lindemann und Schwensow verhandelt wurde. Wie sich im Laufe der Verhandlung herausstellte. lag der Anklage, welche die Staatsanwaltschaft im öffentlichen Interesse erhoben hatte, nichts als eine ganz alltägliche rivatbeleidigung zugrunde. Höchst wahrscheinlich sind noch dazu die Unrechten auf die Anklagebank gekommen. Der Eifer der Staatsanwaltschaft erklärt sich daraus, daß die angeblich Beleidigten, die Tischler Ober- l ä n d e r und K l e i n st ä u b e r, sich als gewerkschaftlich Terrorisierte auffpielten. Die wesentlichsten Züge des Bildes, welches die Beweisaufnahme ergab, sind folgende: Die beiden Haupt- zeugen Oberländer und Kleinstäuber waren bei den anderen Arbeitern ihrer Werkstatt nicht beliebt. Das hat seine Ursache darin, daß sie— wie einige Zeugen angaben— unverträgliche Menschen sind, die von Anbeginn ihrer Beschäftigung in der betreffenden Werkstatt Klatschereien über einzelne ihrer Kollegen verbreiteten, Werkzeug, welches andere benutzen wollten, für sich in Anspruch nahmen und dergleichen. Aus solchen Ursachen hat sich ein gespanntes Verhältnis der beiden zu allen übrigen Arbeitern der Werkstatt entwickelt. und infolge dessen kamen auch gegenseitige Sticheleien und Schimpfereien vor. Gewerkschaftliche Gegensätze spielten dabei keine Rolle. Denn Oberländer und Klein- stäuber waren gleich den anderen Arbeitern Mitglieder des Holz- arbeiterverbandes. Nachdem sie später wegen rcstierender Beiträge aus den Listen des Verbandes gestrichen worden waren, gefielen sie sich in der Rolle von Leuten, die deshalb beschimpft würden, weil sie dem Verbände nicht angehörten. Eines Tages, als Ober- länder Schinipfworte in der Werkstatt hörte, lief er zur Polizei, kam mit einem Schutzmann zurück, ließ einige seiner Kollegen, die seiner Meinung nach geschimpft hatten, fest- stellen und denunzierte sie wegen Beleidigung. Die Staatsanwaltschaft erhob denn auch Anklage im öffentlichen Interesse. Jedem der beiden Angeklagten wurden zwei Fälle von Be- leidigung zur Last gelegt, die an zwei aufeinander folgenden Tagen begangen sein sollen. Daß die Angeklagten im vorliegenden Falle geschimpft haben, wurde von mehreren Zeugen, die in ihrer un- mittelbaren Nähe sich befanden, entschieden bestritten. Nur Oberländer und Kleinstäuber bezeichneten die Angeklagten als die Schimpfenden, obwohl beide Zeugen nach Lage der Oertlichkeit gar nicht wahrnehmen konnten. von wem die Schimpfworte gebraucht wurden. Die seinen eigenen Angaben entgegenstehenden Aussagen suchte der Zeuge Oberländer mil großer Dreistigkeit dadurch anzufechten, daß er behauptete, es sei schwer, in dieser Sache wahrheitsgemäße Aussagen von Mit- gliedern des Holzarbeiterverbandes zu bekommen. Einen Haus- diener, der in dieser Angelegenheit ebenfalls als Zeuge benannt ist, hätten die Verbandsnütglieder sogar zum Meineid zu verleiten gesucht.— Diese dreiste Behauptung veranlaßte einen Zeugen, auf den sie sich beziehen sollte, sich entschieden gegen solche Beleidigungen zu verwahren und den Vorsitzenden um S ch u tz gegen solche Angriffe zu ersuchen. Der Borsitzende entsprach denn auch diesem Ersuchen. Der Staatsanwalt meinte, es möge dahingestellt sein, od der Streit dadurch entstand, daß Oberländer und Kleinstäuber dem Holzarbeiterverbande nicht angehören. Die Erfahrungen deS tag- lichen Lebens sprächen aber dafür, daß es sich hier um eine Be- schimpfung Nichtorganisierter handele. Arbeitswillige müßten ge- schützt werden. Der StaatSanwalr hielt nur je einen Fall von Be- leidigung bei jedem der Angeklagien für erwiesen und b e- a n t r a g t e gegen jeden Angeklagten zwei Wochen Ge» sängnis. Demgegenüber beantragte der Verteidiger, Rechtsanwalt Heine, beide Angeklagte freizusprechen. Man müßte blind sein gegenüber den Erfahrungen deS täglichen Lebens, wenn man nicht anerkennen wollte, daß es sich hier nur um eine alltägliche Streiterei ohne irgend einen gewerkschaftlichen oder politischen Hinlergrund handelt. Auch das feine eine Erfahrung deS täglichen Lebens, daß jemand, der die Justiz auf seine Seite bringen will, sich als den gewerkschaftlich oder politisch Verfolgten aufspielt. Es sei nickt«- wiesen, daß die Angeklagten geschimpft hätten. DaS Gericht verurteilte jeden der Angeklagten zu einer Geld- strafe von 30 M. wegen je eines Falles von Beleidigung nach§ 185 des Strafgesetzbuches._ Vernrifebtes* Durch heftige Schneestürme sind nach Pariser Meldung die Ort- schaften Hospitalot und Rigalot im Departement Arriöge vollständig vom Verkehr abgeschnitten. Auch an der ganzen atlantischen Küste herrschen, wie aus New Dork berichtet wird, schwere Schneestürme. In New Dorl und Philadelphia liegt der Schnee 30 Zentimeter hoch. Mädchcnschmiiggcl auf einem deutschen Dampfer. Aus Saigon wird berichtet: Der französische Konsul war am 12. Dezember V. IS. benachrichtigt worden, daß der deutsche Dampfer„Mathilde" über Hnipong kommend, sechs anamitische Mädchen an Bord habe, die ans der Heimat entführt worden seien. Bei der Durchsuchung des Schiffes wurden diese Mädchen, sowie auch drei chinesische Frauen gefunden, die an? der Heimat verschleppt worden waren. Die Ur- Heber der Entführung sind nunmehr zu ie sechs Jahren Zwangs- arbeit verurteilt ivorden. Ein brennender Elevator. In Fiume ist der Elevator mit be- deutendem Gelrcidevorrat vollständig niedergebrannt. Ein englischer und ein ungarischer Dampfer, die in der Rahe des Elevators ver- ankert waren, mußten auf das offene Meer bugsiert werden. Der Ausbruch des FeuerS ist durch Kurzschluß einer elektrischen Leitung verursacht worden. Krieg im Frieden. Eine Granate von einem englischen Kriegs- schiffe, das im Aermelkanal Schießversuche veranstaltete, ist, wie aus London gemeldet wird, in der Nähe eines Hotels in Chclseh explodiert. Glücklicherweise wurde weder jemand verletzt, noch Matcualjchadeil angerichtet. Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 7. februar. Anfang 7, Uhr. Kgl. Opernhaus. Salome. Anfang 8 Uhr. Kgl. Schauspielhaus. Wallensteins Zod. Deutsches. Romeo und Julia. Westen. Coufin Bobby. Lorking. Der Mikado. Leffing. Die Jungfern v. Bischofsberg. Anfang 8 Uhr. Schiller 0. Die Räuber. ( Wallner Theater.) Schiller- Theater Charlottenburg. Minna von Barnhelm. Schiller N.( Friedrich Wilhelm. städtisches Theater). Die von Hochfattel. Romische Oper. Tosca. Berliner. Der Hund von Bascerville. Neues Schauspielhaus. Herthas Hochzeit. Kleines. Eine triviale Komödie. Neues. Geschlossen. Residenz. Florette und Patapon. Lustspielhaus. Husarenfieber. Quifen. Der Raub der Sabinerinnen. Zentral. Künstlerblut. Deutsch Amerikanisches. % Sorgenbrecher. Thalia. Eine lustige Doppelehe. Bernhard Nose. Der Mutterliebe. meine Trianon. Fri. Josette Frau. Metropol. Der Teufel lacht dazu. Urania. Wissenschaftliches Theater. 8 Uhr: Die Feuergewalten der Erde. Hörsaal 8 Uhr: Dr. B. Donath: Elektrisches Licht. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- Theater) Schiller- Theater Charlottenburg, Donnerstag abends 8Uhr: Die Räuber. Schauspiel in 5 Aufzügen von Friedrich Schiller. Freitag, abends 8 Uhr: Der Kaiserjäger. Lustspielhaus. Sonnabend, abends 8 Uhr: 8 Uhr: Minna v. Barnhelm. Sufarenfieber. Zirkus Schumann Zentral- Theater. ( Operette.) 8 Uhr: Künstlerblut. Freitag: Die Puppe. Heute Donnerstag, den 7. Februar, abend präzise 71, Uhr: Elite- Abend, Gala- Programm und neue Debüts. 1. a. zum 1. Male: Mons. Hubert Cooke. Ferner: Nur kurzes Gastspiel: Luisen- Theater Mr. Richard Sawades Reichenbergerstr. 34. Abends 8 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Schwant in 4 Aften von P. und F. v. Schönthan. Freitag: Buvorgekommen oder: Der lange Kerl. Sonnabend 4 Uhr zum erstenmal: Der geftiefelte Kater. 8 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Sonntag 3 Uhr: Tell. 8 Uhr: Der lange Serl. Schiller- Theater N. Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Abends 8 Uhr: Die von Hochsattel. einzig dastehende, wunderbar dressierte gemischte Raubtier- Gruppe bestehend aus Königstigern, Löwen, Eisbären, Kragenbären, alles Pracht: Exemplare. Um 9 Uhr zum 49. Male: Das größte Pracht- Manegenschaustück St. Hubertus. Deutsch- Amerikanisches THEATER, Köpenickerstr. 67/68. Jeden abend 8 Uhr Gastspiel Ad. Philipp sowie Sonnabend Zum 50. Male: Der Sorgenbrecher. Gebr. Herrnfeld. Ein verridies DERNHARD ROSE THEATED Sonntagnachm. 3 Uhr halbe Preise: Hotel. Wintergarten. Saharet. Spezia litäten. Apollo. Die schöne Vestalin. Spe zialitäten. Kasino. Ledige Leute. Spezialität. Folies Caprice. Im Café Abelles. Ein Klabriasprozeß. Soiree bei Löwh. Paffage. Mal was Anderes! Spe zialitäten. Prater Theater. Lowood. Die Baise von Figaro. Hochzeitsnacht. Sein Jdeal. Ratastrophe. Unterm Bett.( Anfang 8 Uhr.) Walhalla. Spezialitäten. Karl Haverland. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Die Feuergewalten der Erde. Hörsaal 8 Uhr: Dr. B. Donath: Elektrisches Licht. Sternwarte, Jnvalidenstr. 57/62. Ferdinand Bonns Berliner Theater. Anfang 8 Uhr. Der Hund Sr. Frantjurterstr. 132. Anfang 8 Uhr. Mutterliebe. Boltsstüd mit Gesang in 4 Aften von Willbrandt. Morgen: Mutterliebe. ,, Ueber'n großen Teich." Stadt- Theater Moabit Alt- Moabit 47/49. Gastspiel Sonnabend nachm. 4 Uhr Stinder Bernhard Rose- Theater: vorstellung b. II. Breisen: Frau Holle. Abends: Die Tochter des Herrn Fabricius. Billettvorverkauf ohne Vorverkaufs: gebühr von 10-1 Uhr an der Theaterfaffe. Metropol- Theater Abends 8 Uhr: Die Herren Söhne. Volksstück in 3 Aften von Leo Stein. Hofschlächtermeister Rommel: Bernhard Rose. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Billettvorverkauf bei Krüger& Oberbeck, Zurm- u. Beuffelstraßen- Ede, sowie im Restaurant d. Stadt- Theaters. Der Teufel lacht dazu. Gebr. HerrnfeldGroße Jahresrevue in 7 Bildern Musik von von Julius Freund. Viktor Hollaender. Dirigent Max Roth. In Szene gesetzt von Direktor Richard Schultz. Massary. Wolff. Bender. Giampietro. Josephi. Rauchen überall gestattet.. von Baskerville. Sonntag, den 10. Februar 1907, Freitag: Sherlock Holmes. nachmittags 3 Uhr: Sonnabend: Der Hund von Bas- Auf in's Metropol. terville. Theater des Westens Polo Station Zoolog. Garten, Kantstr. 12. 0 Durchschlagender Operetten Erfolg! Allabendlich 7 Uhr: Gastspiel Frizz Werner 10 Uhr! Theater 10 11hr! Coufin Bobby. Bernhard Mörbitz Charakter- Stomiler. Neues Schauspielhaus Außerdem 9 Uhr: Donnerstag, den 7. Februar 1907: Die neuen Attraktionen. Herthas Hochzeit. Borb. 8 Uhr: Die schöne Weſtalin. Morgen: Weh dem der lügt. Anfang 8 Uhr Neues Theater. Donnerstag: Geschlossen. Freitag zum erstenmal: Meißner Porzellan. Sonnabend, Sonntag: Meißner Porzellan. Kleines Theater. Abends 8 Uhr: Eine triviale Komödie für seriöse Leute.( Bunbury.) Freitag und Sonnabend: Zu den Sternen. Komische Oper 8 Uhr: Abends Tosca. Freitag: Carmen. Lortzing- Theater Bellealliancestr. 7/8. Abends 7%, Uhr: Der Mikado. Abonnements gültig. Morgen Freitag zum erstenmal: Die lustigen Weiber von Windfor. Residenz- Theater. Direktion Richard Merander. Heute bis Freitag. Anfang 8 Uhr: Florette und Patapon. Schwant in 3 Aften v. M. Hennequin und Pierre Beber. Sonnabend zum erstenmal: Haben Sie nichts zu verzollen? Sonntag nachmittag 3 11hr: Der Stellvertreter. W. Noacks Theater. Direttion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Große Extra- Borstellung. Eine Familie oder: Die feindlichen Brüder. Schauspiel in 5 aften von Charlotte Birch- Pfeiffer. Anfang 8 1hr. Entree 30 Pf. Ball. Freifag: Der Vampyr. WINTER CARTEN 6 SAHARET. Otto Reutter Otto Reutter Neues Programm. Riogocu- Familie, japan. Truppe. Rudinoff, Universalkünstler. Seelöwen, vorgef. v. Matros. Walter. Abbie Mitchel, kreolische Sängerin. 4 Sisters Leamy, gymn. Produktion. Leonard Gautier in der Szene„ Ein Spielwarenladen". Morton und Elliot, Instrumentalisten und Papiermanipulatoren. Auf dem Balle, Tanzszene, ausgef. von der Tiller- Truppe, London. Der Biograph. Ende 11 Uhr Reichshallen-Theater. Stettiner Sänger. Anfang Bochentags 8, Sonntags 7 Uhr. ng. Theater inlak 8 Uhr. 7 Uhr. 57 Kommandantenstr. 57. Neuer großer durchschlagender Lach- Erfolg! Ein verrücktes Hotel mit dem Vorspiel: ,, Hayfisch geht zur Jagd" Komödie in 3 Atten von Anton u. Donat Herrnfeld nachmittags 3, Uhr b. halben Kaffenpreisen. Borbert. 11-2 Uhr( Theaterkaffe) Sonntag, den 10. Februar, Endlich allein. Fall Blumentopf. Palast- Theater. Burgstr. 24, 2 Min. v. Bahnhof Börse. Täglich abends 8 1hr Sonntags ab 4 Uhr Große Münchener Bockbierfeste. Karl Kamberger mit seinen drei Kapellen:„ Original " Oberlandler"," D'Wildschüßen" und D'Schlierseer. Schuhplattler, Sänger und Sängerinnen. Liederbücher zum Mitsingen gratis. Großartige eigene Dekoration. Entree an Wochentagen 30 Pfennige. Passage- Theater. Heute Donnerstag, 7. februar, zum 3. Male: Mal was Anderes! Bosse von Leop. Elh. Josefine Dora, Georg Kaiser, Martin Bendix, Ernst Kettner. Ferner: Die glänzenden Februar Spezialitäten. Walhalla Varieté- Theater Weinbergsweg 19/20, Rofenth. Tor. Heute abend 8 Uhr: Anna Müller- Lincke Gesangs Soubrette v. Metropol Theater in Berlin. Leonhard Haskel der allbeliebte Bolts- Komiker. Max Franklin Truppe. 15 neue luftige Februar- Spezialitäten. Trianon- Theater. Anfang 8 Uhr. Reichshallen- Restaurant Fräulein Josette meine Frau. Bockbier- Fest. Sonntag nachm.: Wo ist der Papa? und Die Schloßkellerei. Bismardstraße, Ede der Grolmanstr. Donnerstag, abend38 Uhr: Minna von Barnhelm. Lustspiel in 5 Aufzügen v. Gotthold Ephraim Lessing. Freitag, abends 8 Ubr: Die Verschwörung des Fiesko zu Genua. Sonnabend, abends 8 Uhr: Die Räuber. Zirkus Busch. Donnerstag, 7. Februar 1907, abends 7 Uhr. Um 8, Uhr: Fortsetzung der Borführungen von Engl. Boxkämpfen. Es Beteiligung international. gelten die Regeln des National Sporting Club, London. Petersen( Dänemark) gegen • Senner( Südafrika). Dick Nauck( Berlin) gegen Lerda( Amerika). Bill Sternberg( Amerifa) gegen Neyer( Brüffel). Um 9% Uhr: ROM. Gr. Orig.- Ausstatt.- Pantomime in 7 Bildern. Ferner: The Novellos ( Indien in Europa). Manello Marnik- Truppe. Herr Burkhardt- Foottit, Schulreiter. Herr Ernst Schumann, Neudreffuren, sowie das gesamte große Gala- Programm. Die Tageskaffe ist von 10 Uhr borm. ab ununterbroch. geöffnet. = Folies Caprice Linienstr. 132 Ecke Friedrichstraße. Anfang 8 Uhr. Lotte Sebus. Im Café Abcles. Ein Klabriasprozeß. Berisch und Aalbach in den Hauptrollen. Prater- Theater P Kaftanien Allee 7-9. Abends 8 Uhr: Philippine Welser. Schauspiel in 4 Aften von Redwig. Morgen zum erstenmal: Die Else vom Erlenhofe. Otto Pritzkow. Münzstr. 16, Welt- AusstellungsBiograph-( St. Louis) Theater lebender Photographien. Auf Wunsch Vorführung Freie Volksbühne Sonntag, den 10. Februar cr., nachmittags 3 Uhr: Neues Schauspielhaus. Berliner Theater. 2./3. Abteilung: 15./16. Abteilung: Das Glas Wasser. Die Häuser des Herrn Sartorius. Mozartkonzert im Mozartsaal unter Leitung des Hofkapellmeisters Paul Prill mit dem Mozartsaal- Orchester( 60 Künstler) Sonnabend, 16. Februar, abends 8% Uhr. Anfang der Billettverlosung 71 Uhr. Nach dem Konzert findet im Mozartsaal gleichzeitig ein Ball und Gesellschaftsabend statt. Festmarken a 75 Pf., Gastkarten a 1 M. in allen Zahlstellen sind nur bei sofortiger Bestellung zu haben. 22. Kunstabend im Rathause Sonnabend, den 2. März, 8, Uhr, Dr. Leopold Hirschberg über: Gluck, mit pianistischen u. gesanglichen Erläuterungen. 228/7 Der Vorstand. I. Vertr.: G. Winkler. Kasino- Theater Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr. Ledige Leute. Komödie in 3 aften v. Felir Dörmann. Borher das vollständig neue erst flassige bunte Februarprogramm. Sonntag 4 Uhr: Mutter Gräbert. Neue Welt Hasenheide 108-114. Münchener Bockbierfest Baron Muckl Tiroler Meistersinger Lina vom Heede 30 bayerische Madl. Anfang 7 Uhr. Entree 30 Pf. * Gustay Sanssouci Stottbuferstraße 4a. Direktion Wilhelm Reimer. Sonnt., Montg., Donnerst.: Hoffmanns Nordd. Sänger Stürmischer Lacherfolg! Der Sonntagsjäger in der Klemme. Lustspiel in 1 Aft. Tanzkränzchen. Sonnt. Bg. 5, Wochent. 8 U. Nächsten Sonntag: Gr. Elite- Soiree von Hoffmanns Nordd. Sängern. Jeden Dienstag: Theaterabend. losseum Coloss Dresdenerstraße 97. Spezialitäten- Theater. Im Konzertsaal: Großer Bockbier- Tubel. All- Deutschland im Bock." Nationale Dekoration! Ueberraschungen aller Art. Orts- Krankenkasse für Ober- Schöneweide. Montag, den 18. Februar 1907, abends 6 Uhr, im Restaurant KaufBehrens holt, ilhelminenhofstr. 18: Außerordentliche Theater, General- Versammlung Berlin O., Frankfurter Allee 85. Das einzig dastehende der Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Tagesordnung: 1. Anstellung eines Stassenboten und Krankenkontrolleurs. in Vereinen jederzeit. Elite- Februar- Programm. 2. Anträge und Berschiedenes. 279/9 Verbindung mit größter FilmsFabrik Frankreichs, daher täglich neueste Bilder. Den ganzen Tag Vorstellung. 24 Nummern. Anfang 7, Uhr. Sonntags 41, Uhr Ober- Schöneweide, 4. Febr. 1907. E. Kaufholt, 2. Borsizer.der. H. Rodenbusch, Schriftfchrer. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Sonnabend, 9. Februar 1907, in der ,, Neuen Welt", Hasenheide: Großes Sommer- Fest ( Eine Fahrt nach dem Riesengebirge). Um 11 Uhr: Großer feftzug unter Mitwirkung hervorragender perfonen. Billett 50 Pfennige. Anfang 8% Uhr. Um zahlreichen Besuch bittet Tanz frei( Doppel- Orchester). Das Komitee. NB. Es wird gebeten, in Sommertoilette zu erscheinen. S.: Donath, Billetts sind auf allen Zahlstellen, im Bureau und ständig in folgenden Lokalen zu haben: 0.: Lorenz, Koppenstr. 28. SO.: Mühle, Mariannenstr. 41. Schönleinstr. 6. Erbe, Hasenheide 9. Erprobt und bewährt! 3863L* 79/ 11* Spiritus- GlühlichtLampen und Brenner. Centrale für Spiritus- Verwerthung BERLIN NW. 7, Friedrichstr. 96, gegenüber dem Central- Hotel. Illustrierte Preisliste kostenlos! How SCHLUSS Jandorf's Woche 90% Sonnabend den Woche 9. Februar Deutfcher Metallarbeiter- Verband. Zentral- Verband der Zimmerer Arbeitsnachweis: Zimmer 34, Amt IV, 3353. Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15. Zablftelle Berlin und Umgegend. Zimmer 1-5. Amt IV, 9679. Bureau: Engel- Ufer 15 v. III, 3immer 32. Sonntag, den 10. Februar, vormittags 10 Uhr: Fernsprecher: Amt 4 Nr. 2789. Sonnabend, den 9. Februar 1907: General- Versammlung Gr. Wiener Maskenball in der ,, Neuen Welt", Hasenheide 108-114. Tages- Drdnung: 1. Stellungnahme zur Generalversammlung in München. 2. Beratung der Anträge. 3. Aufstellung der Kandidaten zur Generalversammlung. 4. Neu- und Ergänzungswahlen für Angestellte in unserem Bureau. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Bahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. EC 26 in den gesamten Räumen der Aktienbrauerei Friedrichshain( am Königstor). Um recht zahlreichen Besuch wird gebeten. Einlaßkarten a 50 Pf. find bei allen Bezirksführern, Bezirkskassierern und in den Verkehrslokalen sowie in unserem Berbandsbureau zu haben. Anfang präzise 8 Uhr. Prinzen112/15 Dr. Simmel, 41, 3/5 Spezialarzt für Haut- und Harnleiden. 10-2,5-7 Sonntags 10-12, 2--4. Die besten und von wirklichen Kennern am meisten geschätzten türkischen Cigaretten, welche in Aroma, Gehalt, Milde und reinem Geschmack von Cigaretten zum doppelten Preise nicht erreicht werden, sind JOSETTI 307 VERA CIGARETTEN Eine vollkommene Mischung der edelsten Eigenschaften feinster türkischer Tabake. Mild, gehaltvoll, aro, matisch und stets gleichbleibend Josetti 10 ST. FÜR 30 PFENNIG. 400 Der Vorstand. 254/2 Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Sektion der Gips- und Zementbranche. Gruppe der Rabitzputzer und Träger Freitag, den 8. Februar, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal 1): Mitglieder- Versammlung 136/13 Tages- Drdnung: 1. Jahresbericht und Neuwahl des Gruppenvorstandes. 2. Borschläge zu den im Bureau tätigen Kollegen. 3. Berschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es notwendig, daß alle Kollegen recht pünktlich und zahlreich erscheinen. Der Gruppenvorstand. Zentral- Verband der Töpfer Deutschlands. Filiale Berlin. Freitag, 8. Februar, abends 6 Uhr, im Gewerkschaftshause ( Saal 8), Engel- Ufer 15: Bau- Vertrauensmänner- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Artur Schmit: Was Iehren uns die legten Reichstagswahlen." 2. Diskussion. 3. Bericht der Vertrauensleute. 4. Verschiedenes. 195/6 Da in dieser Bersammlung der Jahresbericht des Berbandes aus. gegeben wird, ist es Pflicht, daß jeder Bau vertreten ist. Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule Berlin Freitag, den 8. Februar, abends 8½ Uhr, im Schullokal, Grenadierstr. 37: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes, des Lehrer- Kollegiums und der Revisoren. 2. Schulangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Beiträge werden entgegen genommen. Fliesenleger! 4/ 7Donnerstag, den 7. Februar, pünktlich abends 8 1hr, im Gewerk. schaftshause, Engel- Ufer 15( Saal 8): Versammlung der Sektion der Fliesenleger des Maurerverbandes. Tagesordnung: 136/ 12* 1. Jahresbericht des Vorstandes. 2. Borstandswahl. 3. Gewerkschaftliches. 4. Diskussion. Mitgliedsbuch legitimiert. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, für den zahlreichen Besuch dieser Bersammlung zu agitieren. Der Sektionsvorstand. Maskenanzüge Hygienische verleibt Quanter, Bedarisartikel. Neuest. Katalog Charlottenburg, Wallstr. 35. m. Empfohl.viel. Aerzte u.Prof. grat. u.fr 1. Unger, Gammiwarenfabrik Berlin NW.. Friedrichstrasse 91/92 Berantwortlicher Rebatteur: Gans Beber, Berlin. Für den Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Cerlin SW. . 32. 24. Jahrgang 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donerstag, 7. februar 1907. Sozialistische Preffe Deutschlands. I. Duartal 1907. Zentral- Organ. Vorwärts" Berliner Volksblatt, SW. 68, Lindenftraße 69. Täglich erscheinend. Wissenschaftliche Wochenschrift. ,, Die Neue Zeit", Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. Stuttgart, Furthbachstr. 12. Redaktion: Berlin- Friedenau, Saarftr. 19. Täglich erscheinende Zeitungen. Lüneburg Lüneburger Boltsblatt" Schröderstr. 11. " Magdeburg Boltsstimme" Jakobsstr. 49. Redaktion: Münzftr. 3. " Mülhauser Boltszeitung Gewerkschaftspresse Deutschlands. I. Quartal 1907. Dreimal wöchentlich erscheinend. Korrespondent für Deutschlands Buchdruder und Schriftgießer", Salomonftr. 8. Leipzig DreiMainz„ Bolkszeitung" Banggaffe 13. Mannheim Boltsstimme" R 3, 14. Mülhausen i. E. tönigsstr. 37. Mühlhausen i. Th. Bolls- Blatt" Jüdenstraße 3. München Münchener Post" Wittelsbacherplatz 2. Nordhausen Nordhäuser Volkszeitung" Wolfstr. 14. Nürnberg Fränkische Tagespost" Luitpoldstr. 9. Offenbach Offenbacher Abendblatt" Große Marktstr. 25. Remscheid Remscheider Arbeiterzeitung" Neuftraße 2. Rostock Mecklenburgische Volkszeitung" Doberanerftr. 6. Saalfeld Boltsblatt" Rosmaringaffe 15. Altenburg Altenburger Boltszeitung" Kunstgaffe 12. St. Johann Saarwacht" Hajenstr. 7-9. Augsburg Schwäbische Boltszeitung" Marimilian- Solingen Bergische Arbeiterstimme" Hohegaffe 7. ftraße B 31. Bant Norddeutsches Boltsblatt" Peterstraße 20/22. Stettin„ Volts- Bote" Schillerstr. 10. Bayreuth Fränkische Boltstribüne" Kulmbacherstr. 20. Straßburg t. E. Freie Presse für Elsaß- Lothringen" Bielefeld Boltswacht" Schulstr. 20. Bochum Boltsblatt" Südhellweg 1. Finkmattstaden 2. Brandenburg Brandenburger Zeitung, Märkisches Stuttgart Schwäbische Tagwacht" Furthbachstr. 12. Zwickau t. S., Sächsisches Boltsblatt" Richardstr. 15. Boltsblatt" Kurstr. 73. Braunschweig Braunschweiger Bollsfreund" Schloßstraße 2, Ede Dehlschlägern. Bremen Bremer Bürger- Zeitung" Hankenstr. 21-22. Bremerhaven„ Norddeutsche Volksstimme" Am Hafen 49. Breslau„ Boltswacht" Neue Graupenstr. 6. Cassel Boltsblatt für Hessen und Waldeck" Töpfermarkt 6. Chemnik Bollsstimme" Uferstr. 14. Crefeld Niederrheinische Boltstribüne" Breitestr. 62. Deffau Boltsblatt für Anhalt" Askanischestr. 107. Dortmund Arbeiter- Beitung" Stielstr. 5. Dresden Sächsische Arbeiter- Zeitung" 8wingerstr. 22. Sächsischer Volfsfreund" Zwingerstr. 22. Düsseldorf Bolts- Beitung" Benratherstr. 6. Duisburg Niederrheinische Arbeiter- Beitung", Friedrich. " " Wilhelmstr. 76. Elberfeld- Barmen Freie Presse" Robertstr. 8a. Erfurt Tribüne" Kleine Arche 1. Forst t. 2. Märkische Bollsstimme" Frankfurterstr. 11. Frankfurt a. M. Boltsstimme" Großer Hirschgraben 17. Fürth Fürther Bürger- Beitung" Moftstr. 7. Gera Reußische Tribüne" Mte Schloßgaffe 11. Gießen„ Oberhessische Volkszeitung" Neustadt 14. Görlik Görliger Volkszeitung" Teichstr. 6. Greiz Reußische Volkszeitung" Untere Silberstr. 2. Gotha Boltsblatt für die Herzogtümer Coburg und Botha" Mohrenberg 7. Salle a. S. Boltsblatt für Halle" Harz 42/43. Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. Langenbielau Der Proletarier aus dem Eulengebirge" Ober- Langenbielau, 2. Bezirk. Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Caffel Der Wegweiser" Hohenthorstr. 2. Dresden Der arme Teufel" Falkenstr. 10. Köln Rheinische Zeitung"( Bochenausgabe) Ursulaplag 6. Lörrach, Baden Arbeiterzeitung" Rainstraße. Offenburg Boltsblatt" Gerberstr. 3. " " Stuttgart" Schwäbischer Boltsfreund" Furthbachstr. 12. Aller 14 Tage erscheinend. Stuttgart„ Die Gleichheit" Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen, Furthbachstr. 12. Monatlich zweimal erscheinend. Königsberg Der Ostpreußische Landbote" Border- Roßgarten 50. Monatlich einmal erscheinend. Berlin Die Fadel" SO. 36 Reichenbergerstr. 128. Elberfeld„ Das Morgenrot" Robertstr. 8 a. Hamburg Hamburger Echo", Hamburg I, Fehlandftr. 11. Stettin Der Pommer" Schillerstr. 10. Harburg Boltsblatt" Großer Schippsee 4, part. Hannover Volkswille" Münzstr. 5. Sof Oberfränkische Bolkszeitung" Starolinenftr. 39. Jena„ Weimarische Boltszeitung", Schloßgasse 19. Scarlsruhe„ Boltsfreund" Luisenstr. 24. Wikblätter( Erscheinen aller 14 Tage). München„ Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 4. Riel Schleswig- Holsteinische Bolts- Beitung" Bergstr. 11. Stuttgart„ Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12. Köln Rheinische Zeitung" Ursulaplaz 6. Königsberg i. Pr. Königsberger Volts- Bettung" Border Rozgarten 50. Leipzig Leipziger Bolkszeitung" Tauchaerstr. 19-21. " Boltszeitung für das Muldenthal" Tauchaerftraße 19-21. 11 Ludwigshafen Pfälzische Post" Marstr. 65. Lübeck Lübecker Boltsbote" Johannisstr. 50. Illustrierte Unterhaltungsblätter. Berlin Jn freien Stunden" SW. 68, Lindenstr. 69. Er scheint in Wochenheiten. Hamburg Die Neue Welt" Hamburg I, Fehlandstr. 11. Erscheint wöchentlich einmal. Redaktion: Berlin SW.68, Lindenstr. 69. Partei- Angelegenheiten. Alt- Glienicke. Am Sonnabend, den 9. d. Mts., abends 8 Uhr hält der sozialdemokratische Wahlverein die Generalversammlung bei H. Saß ab. Auf der Tagesordnung steht: Bericht des Vorstandes, des Kaffierers und der Funktionäre, Neuwahl des gesamten Vorstandes und der Funktionäre, Aufnahme neuer Mitglieder, Aufstellung der Kandidaten zur Gemeindevertretung in der dritten Wählerklasse, Vereinsangelegenheiten. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Genossen, in dieser Versammlung pünktlich zu er fcheinen. Der Vorstand. Berliner Nachrichten. Wahlnachtssput. " Wöchentlich erscheinend. Altenburg Korrespondent für die Arbeiter und Ar beiterinnen der Hut- und Filzwaren Industrie", Wilhelmstr. 2, parterre. # G Berlin Bildhauer- Beitung", SW. 29, Solmsstr. 38. Buchbinder- Zeitung", S. 59, Rottbuferdamm 23 I. Correspondenzblatt der Generalfommission der Gewert fchaften Deutschlands", SO. 16, Engel- Ufer 15. Die Einigkeit", Organ der freien Bereinigung deutscher Gewerkschaften, SO. 16, Fransstr. 2, part. B SP " Allg. Fahr- Zeitung", SW. 12, Schützenstr. 58. Der Gastwirtsgehilfe", C. 25, Dircksenstr. 39 I. " Die Gewerkschaft", Organ für die Intereffen der Arbeiter in Gasanstalten und sonstigen städtischen Be trieben, Berlin W. 30, Winterfeldtstr. 24. Allg. deutsche Gärtner- Beitung", N. 37, Megerstr. 3. " Der Handschuhmacher", O. 34, Tilsiterftr. 40, II. " Fachzeitung für Schneider", SO. 16, Stopeniderstr. 126. " Der Tertilarbeiter", O. 27, Andreasstr. 61 II. " Der Töpfer", SO. 16, Engel- Ufer 15. Bochum Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung", Wiemelhauserstr. 42. Bremen Deutsche Böttcher- Beitung", Hankenstr. 21/22. Charlottenburg Die Ameise", Drgan des Porzellanarbeiter Verbandes, Rosinenstr. 3. Gotha Schuhmacher- Fachblatt", Mohrenberg 7. Hamburg Deutsche Bäder- Zeitung", Organ des BäderBerbandes, Hamburg. Besenbinderhof 57 IV. „ Der Bauhülssarbeiter", Hamburg 7, Sloftertor 8 I " Der Grundstein"( für Maurer), Hamburg 1, Besenbinderhof 56, II. Schmiede- Zeitung", Hamburg 21, Herderstr. 2. Leipzig Monats- Blätter" des Lagerhalter- Berbandes, Beizerstr. 32, II. Aller 14 Tage erscheinend. Berlin Der Courier", Zentralorgan für die Interessen der im Handels-, Transport- u. Berkehrsgewerbe beschästigten Arbeiter Deutschlands, SO. 16, Engel- Ufer 15. " Deutscher Maschinist und Heizer", Organ der Maschinisten und Berufsgenossen Deutschlands, SO. 33, Büdlerstr. 45. " Der freie Gastwirt", N. 54, Brunnenstr. 164. Redaktion S. 59, Schönleinstr. 6. Sattler- Zeitung", SO. 16, Adalbertstr. 56. " Aug. Steinfeger- Beitung", NW. 21, Wiclefftr. 16. " Solidarität", Drgan aller im graphischen Berufe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, NO. 18, Elbingerstr. 27, b. IV. " Solidarität", Drgan der Vereinigung der Metallarbeiter Deutschlands, C. 54, Steinstr. 38. " Der Wäsche- Bote", Drgan für alle in der Wäsche- und Strawattenbranche, Dampfwäschereien und Plättereien beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, NO. 43, Neue Königstr. 7, Hof part. links. Frankfurt a. M. Neue Deutsche Dachdecker- Beitung", Brückenstr. 31. " " Hamburg Die Biene", Drgan des Zentralverbandes der Konditorgehülfen 2c., St. Pauli, Seilerstr. 32. Correspondenzblatt der Tapezierer", Steindamm 99. Der Hafenarbeiter", Hamburg 1, Gänsemarkt 35, II. " Handlungsgehülfen- Blatt" Hamburg 1, Besenbinderhof 57 " Der Schiffszimmerer", Eilbeck, Konventstr. 5. " Der Kupferschmied", Hamburg 23, Friedenstr. 4, I. " Der Seemann", Hamburg 1, Befenbinderhof 57 IV. Weckruf der Eisenbahner", Hamburg 27, Ausschläger. Allee 32. Redaktion Dresden, Alt- Röbtau 3. Hannover„ Der Proletarier"( für Fabrik zc. Arbeiter und Arbeiterinnen) Münzftr. 5. Leipzig- Möckern„ Der Lithograph", Kirschbergstr. 54. Redaktion Leipzig- Neustadt, Marktstr. 1 b. " Der Stullateur", Hamburg 22, Barmbed, Am Holften- Offenbach Bortefeuiller- Beitung", Waldstr. 8, I. tamp 39a, II. " Vereins- Anzeiger für Maler 2c.", Hamburg 22, Barmbed, Schmalenbeckerstr. 17. " Der Zimmerer", Hamburg 1, Besenbinderhof 57/66 III. Sannover Brauereiarbeiter Beitung" Münzstr. 5. Karlsruhe Glafer- Zeitung", Schüßenſtr. 8 a. Leipzig„ Der Steinarbeiter", Beigerstr. 32 IV. " Der Tabalarbeiter"( für Bigarrenarbeiter), Tauchaer straße 19/21. Leipzig- Schtendit„ Graphische Presse", Schreudig. Löbian- Dresden Der Fachgenoffe"( für Glas-, Porzellanund Thonwaren- Arbeiter), Reisewigerstr. 34. Stuttgart olzarbeiter- Zeitung", Adlerstr. 43. Metallarbeiter- Zeitung", Druderei des deutschen Metallarbeiter Verbandes, Rötestr. 16b. Monatlich dreimal erscheinend. Altenburg Müller- Beitung", Bublikationsorgan des Verbandes deutscher Mühlenarbeiter, 8widauerstr. 12. Berlin Zeitschrift für Graveure und Eiseleure", SO. 26, Mariannenplatz 5, Hof I. " Lederarbeiter Zeitung", SO. 16, Adalbertstr. 56, II. links. Hamburg Friseurgehülfen- Zeitung", Hamburg 19, Dfterftrage 166. Monatlich ziveimal erscheinend. Berlin„ Der Fleischer", C. 54, Dragonerstr. 15. " Der Bureau- Angestellte", Redaktion: Grünau, Köpeniderstr. 109. Monatlich einmal erscheinend. Berlin Die arbeitende Jugend", Organ des Vereins der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter Berlins, N. 54, Beteranenstr. 8. Redaktion SO. 26, Waldemarstraße 75. Der Asphaltarbeiter", Drgan des Verbandes deutscher Asphalteure, Pappdeder und sämtlicher Hülfsarbeiter, NW. 87, Beuffelstr. 19 parterre. " Der Bäcker", Organ für die Interessen der Bäder. gesellen Berlins und Umgegend, O. 54, Gipsstr. 2. Kürschnerwacht", NO. 43, Gollnowstr. 5. " Zeitschrift für Xylographen", Drgan der Xylographen des deutschen Sprachgebietes, Schöneberg- Berlin, Hauptstr. 110 I. Hamburg Fachzeitung für Sivilmufiler, HamburgEimsbüttel, Hellfamp 33, II. Etage. " Der Organisator", Schäferstr. 19. Mannheim Die junge Garde", Organ des Verbandes junger Arbeiter. Q. 5. 1. Redaktion O. 2. 4. * * Dbige Zusammenstellung veröffentlichen wir zu Beginn jedes Quartals. In der Zwischenzeit sich ergebende Aldreß oder sonstige Veränderungen bitten wir uns zur Bormerkung mitteilen zu wollen. Berlin, den 6. Februar 1907. Der Parteivorftand. Doch das tat der allgemeinen Begeisterung keinen Abbruch. schreiender Nachtschwärmer und fein Schutzmann sprang vor, ihm Sie ging so weit, daß die Menge fast jedem Erwählten irgend den Weg zu bahnen. Und hinter ihm her rasten sie wie die wilde bürgerlichen Partei ihr Hurra spendete. Freisinnige Jagd, jeden über den Haufen rennend, der nicht Schritt mit ihnen fein Teil ab, und selbst Männern vom Bunde der Landwirte und Antisemiten, Nationalliberale und Konservative, jeder bekam zu halten vermochte. Jm Luftgarten brach sich die Boge an den Mauern des Warum auch nicht? huldigten die Berliner. Sie gehören ja alle Schloffes. Die Balustrade der Schloßterrasse, die sonst kein zusammen und vor dem unparteiischen" Haus des Herrn Scherl gewöhnlicher Sterblicher betreten darf, wurde erstürmt. Hinauf zu ziemt auch Hurraschreiern edle Unparteilichkeit. Nur die Zentrums- den Figuren der beiden Nossebändiger, die der Wolfswig einer leute mußten es sich gefallen lassen, fast ebenso angeheult zu werden, minder patriotischen" Zeit als gehemmten Fortschritt" und„ bewie wenn sie Sozialdemokraten wären. Die Schlüsselgarde förderten Rüdschritt" bezeichnet hat, fletterten die kühnsten aus der der 15-20jährigen liberalen Jugend erlangte rasch politische liberalen Jugend. Hurrageschrei und Gefänge wechselten ab. Links Reife" genug, das zu tapieren, und fie pfiff dann bald auch hier fang man heil dir im Siegerkranz", in der Mitte erklang„ Die nach Lust und Begehr. Als auf der Tafel die Mitteilung Wacht am Rhein", von rechts her kam es" Deutschland, Deutschland erfchien, daß die Sozialdemokratie bis zur Stunde bereits über alles", und zwar alles zu gleicher Zeit. Jeder, wer ein Hoch 35 Size eingebüßt habe, gerieten die Schreier in auf den Kaiser auszubringen das Bedürfnis verspürte, fand ein tausendVerzüdung. Lieder wie Deutschland, Deutschland über alles", faches Echo. Ein lang aufgefchoffener Bengel in Glacéhandschuhen, knapp Heil dir im Siegerkranz"," Die Wacht am Rhein" wurden an- 18 Jahre alt, der vor dem„ Lokalanzeiger" Haus fleißig auf feinem gestimmt und immer wieder von neuem gesungen. Dazwischen stieg Schlüffel mufiziert hatte, stand jetzt in unserer Nähe. Auch er aber auch mal ein flottes Kneiplied, das den biergewohnten Kehlen schrie: Seine Majestät der Kaiser lebe hoch!" Und willig stimmte die Menge ein. der Hochschuljugend noch besser gelang. " " ge In der Nacht nach der Stichwahl hat die patriotisch erregte Jugend Berlins den Berlinern ihren Willen diftiert den Berlinern famt all' ihren Obrigkeiten, vom simplen Schutzmann hinauf bis zum Kaiser. Versucht hatte sie es schon in der Nacht nach der HauptUnd was sagte zu all' dem unsere Polizei, die sonst so zart wahl. Aber der geplante Demonstrationszug von Scherl über Bülow Oben im Schloß wurde es jetzt hell. Ein Ah! findlicher Freude zum Kaifer war nicht ganz ans Biel gelangt, weil unsere auf Radau- befaitete? Diesmal gar nichts! Schutzleute, Polizeileutnants, Polizei- ging durch die Reihen, als die Kerzen eines Leuchters angezündet macher dressierte Polizei den Spaß falsch verstand und ihm mit Hauptleute standen unter den Schau- und Schreiluftigen und redten wurden. Gestalten zeigten sich hinter den Scheiben, am großen mehr oder minder fanfter Gewalt ein vorzeitiges Ende bereitete. gleich ihnen die Hälse nach der erleuchteten Tafel da oben. So oft Mittelfenster über der Einfahrt mühten fie vergeblich sich ab, es au Am Dienstag hat dasselbe Schauspiel sich wiederholt, und diesmal ein Straßenbahnwagen sich durch die Menge hindurchschob, warnten öffnen. Unten gab das ein Gaudium für die Patrioten, oben aber Da wurde ein Seitenfenster durfte es vom ersten bis zum legten Aft programmgemäß verlaufen. fie freundlich:" Borsehen, meine Herrschaften Vorsicht, bitte!" Kein schafften fie's nicht. eine Gestalt trat an die Fensteröffnung" Soch, Wieder begann es in der Zimmerstraße vor dem„ Lotal noch so lauter Schreier wurde barsch von ihnen zur Ruhe verwiesen, öffnet, donnerte es hinauf.„ Ruhe, Ruhe!" Anzeiger" Haus des Herrn Scherl; denn wieder wurden hier fein noch so ungestümer Drängler unsanft von ihnen zurüdgestoßen. hoch, hurra, Hurra!" die Wahlergebnisse durch einen Scheinwerfer auf eine weiße Vielfach sahen wir Personen aus dem Publikum sich an die Schuß- Von oben erfcholl es:" Ihre Majestäten werden sogleich erTafel projiziert Schon gleich nach 7 Uhr sammelten sich dichte leute und sogar an die Polizeioffiziere wenden:" Was fagen Sie fcheinen!" Weiter nichts? Ein Ladai nur war's, den sie angehocht Und die Uniformierten nidten leut- batten. Junge Leute in Mügen traten jezt an das Fenster, einer Menschenmassen und besetzten den Bürgersteig samt dem Damm. dazu? Nicht wahr, famos!" Frauen saben wir nur in geringer Bahl, das„ stärkere Geschlecht" felig Beifall. Wer an diesem Abend es unternommen hätte, in der winkte mit seiner Müge in das Geschrei hinaus.„ Die Prinzen!" war ziemlich unter sich. Junge Leute, die offenbar noch ihrer Simmerstraße einem Bolizeihauptmann vertraulich auf die Schulter staunte die begeisterungstrunkene Menge. Nun leuchtete da oben Wahlmündigkeit entgegenharren, bildeten die Mehrheit. Aus der zu klopfen, der hätte bestimmt keine Antlage wegen Beamten auch elektrisches Licht auf und flutete hinaus in den dunklen Lustgarten. Ein neues Ah! kindlicher Freude quittierte darüber. Und " Freif. 8tg." haben wir ersehen, daß am Abend nach der Haupt- beleidigung gefriegt. wahl es die liberale Jugend war, die vor Herrn Scherls Die Polizei hatte aus den Vorgängen der Nacht nach der jest trat der Kaiser an das Fenster, begleitet von seiner Gattin Haus in patriotische Begeisterung geriet und dann durch die Hauptwahl gelernt, wohl dank einem belehrenden Winke von oben. und einigen anderen Personen feiner Familie. Tosendes HurraWilhelmstraße nach den Linden" marschierte. Am Abend nach Und so leistete sie denn auch keinerlei Widerstand, als nachts um gefchrei empfing ihn. Ruhe, Ruhe!" Langsam beruhigten sich die Schreier. der Stichwahl beobachteten wir dort jüdische Handlungsgehülfen 12 Uhr der ganze Troß sich in Bewegung setzte Dann lang es laut und vernehmlich von oben In so vollständiger Verbrüderung mit antisemitischen Studenten, daß den Kommandoton. wir wissen nicht, ob es einen Stöcker jammern konnte. Schuhleute und Polizeioffiziere ordneten sich willig in die Reihen Beifall antwortete, die Rede unterbrechend das Hofzeremoniell das erlaubt. leber der erwartungsvollen Menge lag von Anfang an eine ein und marschierten mit. Mit Gefang aus heiser geschrieenen Hurrarufe und Nationalhymne folgten der Nede.„ Nieder Stimmung, die das Behagen am Feez" berriet. Und der Stehlen ging's hin zur Wilhelmstraße ein wunderlicher Zug, ein " Feez" ließ nicht lange auf fich warten. Tausendstimmiges Jubel grotester Nachtsput. Vor dem Kanzlerpalais wurde halt mit den Pfaffen!" fchrie jemand dazwischen. Oben nidten geschrei erhob sich, als die erste Meldung auf der Tafel sichtbar gemacht, durch Gesang und Geschrei wurde der Kanzler aufgescheucht, fie zu dem sich immer erneuernden Hurragefchrei. Es war bereits wurde und den Schauenden sogleich die Niederlage eines bis er heraustrat und die gewünschte Ansprache hielt, die mit Surra gegen 1 Uhr nachts, als die Fenster sich endlich schlossen. Die Menge segte sich in Trab den Schreiern waren inzwischen die Füße kalt Sozialdemokraten verkündete. Berlin hatte den Vortritt: und Nationalhymne belohnt wurde. der Freisinnsfieg im ersten Wahlkreise eröffnete den Reigen. Und nun weiter, weiter nach ben„ Linden", zum Luftgarten, geworden und rasch zerstob der ganze Wahlnachtssput. Tausendstimmig wiederholte fich das Jubelgeschrei bei allen bors Schloß! Jeder wollte der erste sein, und bald verfiel alles folgenden Nachrichten über Wahlfiege bürgerlicher Parteien. in einen Geschwindschritt, der dem Bild dieser Patriotenbataillone Die Bevölkerungszahl Berlins ist jetzt vom Statistischen Amt der Die erste Meldung eines Sieges der Sozialdemokratie wurde einen Stich ins Burleske verlieh. Die„ Linden" wurden rasch erreicht, Stadt für den Schluß des Jahres 1906 auf 2091 299 Personen bemit bereinzeltem Beifall begrüßt, den wütendes Zischen mit entrüstetem Pfui, Studt1" ging es vorüber am Kultus- rechnet worden. Da sie für den Schluß des Jahres 1905 auf und Pfeifen übertönte. Die Pfeifer hatten nicht oft Gelegenheit, ministerium, schon war dieSpige des Zuges über die Friedrichstraße hinweg 2 043 313 Personen berechnet wurde, so hätte das Jahr 1906 ihre Kunst zu üben. So gingen sie bald dazu über, auch bei bis zum Opernplaz gelangt da tutete von der Gegend des eine Zunahme um 47 986 Perfonen gebracht. Diese ZuMeldungen über Siege bürgerlicher Wahlkandidaten das Hurra mit Brandenburger Tores her ein Automobil heran. Surra, hurra!" nahme ist geringer als die aus dem Jahre 1905, in dem die BePfeifen zu begleiten. Wir fahen junge, gut gefleidete Bengel, Kauf- tobten fie da hinten. Was war los? War's ein Zeitvertreib bölferungszahl um 54 571 Personen stieg. Sie übertrifft aber mannslehrlinge dem Anfcheine nach, die abwechselnd jubelten und genügsamer Jünglinge, wie wir ihn an diesem Abend vor Scherlund 84 448 beliefen, und geht weit hinaus über die allerdings unimmer noch die Zunahmen aus 1904 und 1903, die sich auf 42 666 pfiffen und zwar bei einer und derselben Meldung. Erft beteiligten und auch vor Bülow mehrfach als Zugabe zu Begeisterungs- gewöhnlich geringen Zunahmen aus 1902 und 1901, die mur sie sich an dem Patriotengebrüll, im nächsten Augenblick aber griffen ausbrüchen mitangehört haben? Näher und näher tutete das Auto17 687 und 5628 betrugen. Sehr ungleich war im fie rasch zu ihrem Korridorschlüssel und entlockten ihm Pfiffe, die den mobil und„ Hurra, hurra!" tobten sie näher und näher. Der Jahre 1906 wieder der Anteil der einzelnen Monate entten Nachbarn in die Ohren gelten. Kaiser im Automobil!" Langsam fuhr er durch das Spalter an dem Gesamtzuwachs. Im Januar und im Februar erhöhte und unter dem Ruf:" Zu Bülow!" durch die Zimmerstraße abzog. Beifall antwortete, die Rede unterbrechend mit deutlichem Anflang an " flch die Bevölkerungszahl um 8S6S und 5881; das sind für diese Monate ganz ansehnliche Zahlen. Im März gab es dann wieder einen Rückgang um 7067. Der April brachte einen Zuwachs von diesmal nur 6435. was für diesen Monat ungewöhnlich wenig ist. Im Mai. Juni, Juli, August, Sepleinber belief sich das Pills auf 3412. 307. 2273, 3963, 635. Im Oktober schnellte dann die Bevölkerungszahl plötzlich um 13 806 empor, im November stieg sie um weitere 8434, der Dezember aber brachte nur noch 1248. Auf die ersten neun Monate entfällt nicht viel mehr als die Hälfte des ganzen Bevölkerungszuwachses von 1906. Die zweite Hälfte wurde von den letzten drei Monaten geliefert. Die Stichwahl im erste» Wahlkreise Berlins hat, wie unsere Leser aus der Mittwochnummer des„Vorwärts" ersehen haben, für die Sozialdemokratie noch weniger Stimmen ergeben, als aus unseren Genossen Arons bei der Hauptwahl abgegeben worden waren. Am 25. Januar hatten wir es auf 5042 Stimmen gebracht, ain S. Februar brachten wir es nur noch auf 4618 Stimnien, das sind reichlich 400 weniger. Im Jahre 1903 dagegen hotten wir in der Hauptwahl 5315, in der Stichwahl aber sogar 6233 Stimmen auf unseren Kandidaten vereinigt. Andererseits rückte der FreisinnSkandidat von der Hauptwahl zur Stichwahl diesmal von 6067 auf 8053 Stimmen vor, währeird er damals mir von 4266 Stimmen auf 6607 vorrücken konnte. Es wäre indes falsch, hieraus den Schluß zu ziehen, daß diesmal ein Teil unserer Wähler von der Hauptwahl bis zur Stich- Wahl etwa gar zu Kaempf abgeschwenkt wäre. Solche vom Augen- blick geborenen Schwankungen sind höchstens Gewohnheit der Mit- läuferschaft, die allerdings dahin zu laufen pflegt, wo sie einen im- erwarteten Erfolg sieht. Wir sind unsere Mitläufer diesmal schon in der Hauptwahl losgeworden. Der Stimmenverl»st, den uns die Stichwahl gebracht hat, ist daraus zu erklären, daß am 6. Februar ein erheblicher Teil unserer überzeugten Anhänger leider nicht an die Wahlurne gelangt ist, teils aus Entmutigung, die einem guten Sozialdemokraten unseres Erachtens nicht geziemt, teils wegen der Schwierigkeiten, auch am Stichwahltage bei ihrem„Brot- Herrn" noch einmal einen frühereir Schluß der Arbeitszeit zu erwirken. Man beachte, daß die Wahlbeteiligung diesmal von der Hauptwahl zur Stichwahl beträchtlich nachgelassen hat l Bor vier Jahren wählte» bei der Hauptivahl 12 844 Personen, bei der Stichwahl 12 840, also fast genau ebenso viel. In diesem Jahre wurden bei der Hauptwahl 13 174 Stimmen abgegeben, zur Stichwahl aber kamen nur noch 12 671 Wähler, das sind 500 weniger. Es versteht sich diesmal von selber, daß der Stimmenverlust, den die Stichwahl uns bei der Entmutigung mancher unserer eigenen Wähler bringen mutzte, durch keinen Stimmenzuwachs aus den Reihen der Konservativen, der Bodenreformcr usw. aufgewogen werden konnte. Diesmal haben alle bürgerlichen Parteien gemeinsame Sache gegen uns gemacht, wie fast überall im ganzen Reich so auch in Berlin. Alle sind in Berlin zum Freisinn übergegangen, dessen bedeutender Stimmenzuwachs nur so erklärt werden darf— alle, auch die lieben Bodenreformer. Daß die Bodenrefonner einem Kaempf ihre Stimme geben konnten, dadurch haben sie sich denn doch vor aller Welt für immer gebrandmarkt. Die Lehre, die diese Stichwahl gibt, ist längst keine neue und überraschende mehr. Feinde ringsum— das ist die Situation, in der sich die Sozialdemolratie allenthalben iin ganzen Reiche bs- findet. Desto mehr kann für uns die Losung nur lauten: Vorwärts, an die Arbeit, an die Aufklärung der»och unaufgeklärten Massen, die bei diesen Wahlen von der bürgerlichen Klasse als Sturmbock gegen die Arbeiterflafse benutzt worden sind. Der freisinnige Stadtverordnete Arnold Perls, der Herausgeber deS„Beobachter", ist gestern im Hansa- Sanatorium nach kurzer Krankheit gestorben. Perls stand im 51. Lebensjahre, vertrat zuletzt den 6. Gemeindewahlbezirk der II. Abteilung(vor dem Hallesche» Tore), war Mitglied der städtischen Schuldeputation, des Ausschusses für die Wahlen von unbesoldeten Gemeindebeamteu, des Kuratoriums für die Stadtbibliothek und die städtischen Lesehallen usw.. Vor fitzender des Fortschrittlichen Vereins vor dem Halleschen Tore, stellvertretender Vorsitzender deS Wahlvereins der Freisinnigen Volks vartei im zweiten Berliner Reichstagswahlkreise und Mitglied der Fraktion der Neuen Linken im Roten Hause. Das 25 jährige Jubiläum feiert heute die Berliner Stadtbahn. Mit der riesenhaften Entivickelung Groß-Berlins hat sich auch dieser Verkehr im Laufe der 25 Jahre immer mehr vergrößert. Anfangs unterschied man auf der Stadtbahn einen Lokal- und einen Extern- verkehr: die Züge verkehrten in Abständen von 10—20 Minuten, der Südring sogar nur alle zwei Stunden. Die Zahl der Stationen ist inzwischen von 24 auf 36 gestiegen. Wie sehr der Verkehr an- wuchs, beweist, daß z. B. auf dem Stadtbahnhof Friedrichstraße die Zahl der Züge von 102 auf 334 täglich(an Sonntagen sogar 422) gestiegen ist. Schlitteuunfall einer Opernsängeriu. Die gegenwärtig in Berlin weilende Opernsängerin Theresita Centrelly von der Großen Oper in Paris hatte gestern gemeinsam mit ihrem Manne, dem bekannten Cellisten David le Svert eine Schlittenpartie nach den� Grunewald unternomnien. Als der Schlitten auf der Rückfahrt die Stubenrauch- straße in Friedenau passierte, wurde er durch Schulknaben mit Schneebällen empfangen. Die Pferde scheuten dadurch, sprangen beiseite und mit großer Gewalt wurde daS Fahrzeug gegen einen Baum geschleudert. Die Sängerin stürzte auf die Straße und zog sich an den Schultern und an der rechten Hand Verletzungen und Quetschwunden zu. Ein Arzt in der Nachbarschaft leistete der Ver- unglückten die erste Hülfe. Im Schnee erstarrt. Von einem traurigen Geschick ist in der ver- gangenen Nacht die Plätterin Rosa Schreiber aus der Grnnthalerstr. 59 detroffen worden. Sie war spät von der Arbeit heimgekommen, und als sie durch den Humboldthain schritt, wurde sie plötzlich ohn- mächtig und stürzte in den Schnee. Vorüberkommende Männer fanden die Unglückliche später völlig erstarrt auf und brachten sie in das Lazarus-Kraukenhaus, wo sie erst nach mehrstündiger ärztlicher Bemühung wieder ins Leben zurückgerufen werden konnte. Eine traurige Aufklärung hat jetzt da? rätselhafte Verschwinden der 17jährigen Schneiderin Martha H. aus der Marksteinstr. 6 ge funden. Seit dem 16. Dezember war das junge Mädchen ver schwunden. Gestern endlich wurde die Vermißte in der Nähe der Luisen-Brücke aus dem Teltow-Kanal als Leiche gelandet. Die Tote war fast bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Eine größere Verkehrsstörung entstand gestern abend um 6 Uhr an der Unterleitung am Brandenburger Tor. Der Stromabnehmer eines Wagens der Charlottenburger Straßenbahnlinie O hatte sich im Kanal festgeklemmt und ließ sich nicht hochziehen. Um ihn zn entfernen, mußte der Pflug abgeschlagen werden. Bis zur Be- seitiguug des Hindernisses, für die Dauer einer Stunde, mußten die nach dem Kupfergraben führenden Linien am Brandenburger Tor umlegen. Der Schaewc-FondS ist auf Beschluß deS Komitees wie folgt auf- geteilt: 7500 M. sind für die Opfer deS russischen Freiheitskampfes imd 2500 M. der sozialdemokratischen Partei überwiesen worden. Das übrige Geld ist zum Teil für die Beerdigungskosten und zur Unterstützung der Angehörigen des Verstorbenen verwendet worden. Alb. Drage r. Otto Handle. Feuerwehrbrricht. In der letzten Nacht kam in der Immanuel- kirchstraße 7 Feuer auS. Holz brannte dort um 11 Uhr. Wegen eines Kellerbrandes wurde die Wehr fast gleichzeifig nach der Friedrichstraße 105 gerufen. Hausrat brannte dort. Am Weiden- weg 23 mußte ein Schaufensterbrand gelöscht werden und in der Breslauerstraße IIa ein Küchenbrand. Ferner hatte die Wehr in der Jonasstraße 4 und Andreasstraße 39 zu tun. Vorort- JVadmcbten* Nixdorf. Mit dem Thema:„Die indirekten Steuern" beschäftigte sich am Freitag eine von der hiesigen Ortsverwaltung des Verbandes der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands einberufene Protest Versammlung. Der Referent Genosse Stadtv. W u tz k y behandelte zunächst die indirekte Besteuerung des Volkes im allgemeinen und kam alsdann auf die indirekten Konimunalsteuern(Oktroi, Lustbar keits- und Bicrsteuern) im besonderen zu sprechen. Diese Steuern, meinte Redner, bilden eine ergiebige Steuer� quelle der deutschen Städte und nicht zum mindesten habe Rixdorf eine erhebliche Bier- und Lustbarkeitssteuer eingeführt. ES ziehe gegenwärtig 85 000 M. aus derselben und be- laste die Gastwirte ganz erheblich. Abhülfe können die von dieser Steuer betroffenen Kreise nur erwarten, wenn sie bei den Stadt vcrordnetenwahlen für die Sozialdemokratie eintreten, die gegen jede Art der indirekten Steuer sei. Nach dem mit lebhaftem Beifall auf- genommenen Referat wurde eine Resolution angenommen, in welcher sich die Versanimelten zunächst mit den Ausführungen des Referenten einverstanden erklären und betonen, daß die Bier- und Lustbarkeits steuern nur eine indirekte Belastung der Konsumenten und Klein- gewerbetreibenden sind. Zum Schluß wird der Erwartung Ausdruck gegeben, daß Magistrat und Stadtverordnetenversammlung bei der diesjährigen Etatberatung die Steuer auf Bier und die Lustbarkeits- und Vergnügungssteuer aufhebt. Hoppe, der Stadtverordneter und Mitglied der betreffenden Kommission ist, zeigte an einigen Bei spielen, wie durch die Luslbarkeitssteuer die kleinen Geschäftsleute belastet werden. Zum Schluß forderte Mendt die Versammelten auf, sich einer Genossenschaftsbrauerei anzuschließen, da bald eine weitere Verteuerung des Bieres zu erwarten sei. Mit der Auf forderung, stets am Platze zu sein, wenn es gilt Vertreter der Sozialdemokratie ins Stadt- und Reichsparlament zu senden, schloß der Vorsitzende Kaiser chie Versammlung. Charlottenbnrg. In eine Schaufensterscheibe gestürzt ist der Fensterputzer Karl Rammer. Er hatte die Schaufensterscheibe eines Restaurants in der Wilmersdorferstraße zu reinigen und bestieg zu diesem Zwecke eine gegen die Hauswand gelehnte Leiter. Bei der Glätte rutschte die Leiter ab und R. fiel in die Scheibe hinein. Er erlitt erhebliche Schnittivnnden im Gesicht und mr den Händen und mußte nach dem Krankenhause übergeführt werden. Steglitz. Hans Großmaul. Die„Steglitzer Zeitung", die sich als Miclerorgan bezeichnet, in Wirklichkeit aber nur ein Ableger des Hausbefitzcrorgans„Steglitzer Anzeiger" ist, nimmt in ihrer Nummer 27 wieder einmal beide Backen voll. An einer Stelle nennt sie den Mietervcrcin„die machtvollste kommunalpolitische Organisation unseres OrteL", än einer anderen renommiert sie: „Der Mieterverein steht so fest, daß er moralisch und numerisch die Gegner(Sozialdemokraten und Hausbesitzers einfach über den Haufen rennt, sobald er nur Willi" Vorzüglicher Aufschnitt! Doch besehen wir uns die„machtvollste Organisation" ein- mal bei Lichte. Am Tage vorher bracht? das Blättchen einen Be- richt über die Generalversammlung des Mictervercins, in dem auch der vom Schriftführer verlesene Jahresbericht wiedergegeben wurde, der folgende durchaus nicht„machtvoll" aussehende stellen aufweist:„Leider hat die Tätigkeit dcö weitaus größten Teiles unserer Mitglieder an den Bestrebungen unseres Vereins in be- dauerlicher Weise gegen die Vorjahre nachgelassen. Unjere Mit- gliedcrvcrsammlungen krankten mit wenigen Ausnahmen an schwachen Besuchen, selbst die Vorstandssitzungen hatten unter der Tcilnahmlo-sigkeit einer Anzahl Vorstandsmitglieder zu leiden." Wem, es dann weiter heißt:„Als ein erfreuliches Ereignis ist das Richtefest des Steglitzer Spar- und Bauvercins(eine Grün- dung des Mictervereins. D. B.) bei dem ersten großen Genossen- schaftshaus zu erwähnen," so glauben wir, daß mit dem Richtefest auch das„Erfreuliche" ziemlich vorbei war, dicwcil die angeblich „so sehr begehrten billigen Wohnungen" weder von den Genossen- schaftcrn selbst, noch von den übrigen Mitgliedern des Mieter- verein», denen sie später angeboten wurden, begehrt wurden, so daß sie jetzt öffentlich für jeden Mictslustigen ausgebotcn werden und trotzdem eine ganze Anzahl noch nicht vermietet ist. Aus diesen Tatsachen etwas„Machtvolles" herauSzudestillieren, gelingt wohl nur der„Steglitzer Zeitung". Aber bestaunen wir auch ein- mal den Herkules„Mietcrverein". wie er die Gegner einfach über den Haufen rennt, sobald er nur will. Bei der Haupiwahl im März v. I. erzielte der Mietervcrcin 734, die Hmisbesitzer 559 und die Sozialdemokratie 926 Stimmen. Mit 734 Stimmen 1485 Gegner über den Haufen zu rennen, diesen verwegenen Ge- danken kann doch nur jemand fassen, der an unheilbarem Größen- Wahn leidet. Die nackte Tatsache ist doch, daß es bis jetzt dem Mieterverein nicht möglich war, auch nur ein einziges Mandat aus eigener Kraft zu erringen. Sämtliche Mandate, die er besitzt, hat er in den Stichwahlen gegen die Sozialdemokratie mit Hülfe der Hausbesitzer erhalten. Wenn trotzdem auch in dem Jahres- bcricht gesagt wird, daß der M i e t e r v e r e i n in allen Wahlen den Sieg Wer die Gegner errungen habe und dadurch bewiesen sei, daß zum mindesten die dritte Wählcrklasse treu zu seiner Fahne halte, so ist das nichts als leere Großtuerei. Lichtenberg. Auf zu neuem Kampf. Durch den Reichstagswahlkampf der letzten Wochen haben die Wählerlisten zu den Gemeiudewahlen naturgemäß nicht die Beachtung gefunden, wie dies in normalen Zeiten der Fall gewesen wäre. Und doch steht die Lichtenberger Arbeiterschaft vor einem neuen Wahlkampf. Im März d. I. finden die Gcmeindewahlen statt. Die Vorbereitungen zu diesen Wahlen müssen mit um so größerer Intensität auf- genommen werden, als fast um die gleiche Zeit eine Landtags- ersatzwahl ftir den Kreis Ober- und Niederbarnim statt- findet. Der Landtagsabgeordncte Professor Jrmer hat bekanntlich sein Mandat infolge seiner Beförderung in den Staatsdienst nieder- gelegt. Voraussichtlich wird aber auch Lichtenberg noch im Laufe des Jahres seine erste Stadtverordnetenwahl vornebmen lassen. So bietet sich also nur allzu reichlich die Gelegenheit für die Arbeiter- schaft, erneute fruchtbringende Arbeit zu leisten. In den bürgerlichen Vereinen gibt man sich bereits der Illusion hin, diesem 25. Januar einen zweiten folgen zu lassen. Die„irregeleiteten Arbeiter" sollen in den bevorstehenden Kämpfen für die „nationale" Sache gewonnen werden. Hoffentlich zerstört die Arbeiterschaft diese bürgerliche Illusion vollständig. Die diesjährige Wählerliste weist 11 261 Wähler mit einer Steuer- summe von 1 052 402 M. auf. 1906 waren es 10 159 Wähler mit 926 511 M. Steuern. Die Zahl der Wähler verteilt sich auf die einzelnen Klassen wie folgt: Die erste Klasse umfaßt 81 Wähler mit einer Steucrsumme von 420 892,14 M., der Höchstbesteuerte zählt 49 447 M. und der Niedrigstbesteuerte 1433 M. Auf die zweite Abteilung entfallen 1260 Wähler mit einer Steuersumme von 419 614 M.: hier zahlt der Niedrigstbestenerte 87,30 M., und auf die dritte Wählerklasse entfallen 9920 Wähler, die 211 895,77 M. Steuern aufbringen. Die 1341 Wähler der ersten und zweiten Ab- teilung beanspruchen von den 24 Mandaten 16, während den 9920 Wählern der dritten Abteilung 8 Mandate überlassen find. ES hat ein Wähler der ersten Abtcilmig genau soviel wie 122,49 Wähler der dritten Abteilung. Wie sagte doch der„Führer" unsere? KommunalfreismnS an- läßlich der Beratung des Antrages unserer Genoffen. der eine Petition an den preußischen Landtag zwecks Einführung deS all- gemeinen, direkten und geheimen Wahlrechts in der Kommune forderte:„...Das heutige Kommunalwahlrecht zu ersetzen durch daS allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht, auch ausgedehnt auf die Frauen. hieße das heutige Wahlrecht durch ein Wahlunrccht ersetzen!" Wähler! An die Arbeit! Fort mit denVahl- rechtsfeinden! Weifjensee. Die letzte Gcmeindevertrctersitzung war eine der denkwürdigsten Weißensees. da, wie wir bereits mitgeteilt, Genosse Schmutz als Kreistagsabgeordneter gegen dm besoldeten Schöffen Dr. Pape ge- wählt wurde. Schon am Anfang der Sitzung zeigte es sich, daß etwas in der Lust schwebte. Der Vorsitzende deS Hausbesitzer- Verein» erwartete sehnsüchtig seine sanmseligen Mannen. Die Er- schienenen wurden orientiert, daß Dr. Pape Kandidat sei. Verdutzte Gesichter zeigten denn auch die Freunde dieses Herrn, als sie merkten, daß Genosse Schmutz schon 3—4 Stimmen seinem Gegenkandidaten voraus war. Schon vorher forderte Herr Dr. Pape unsere Genossen heraus. Bekanntlich mußten an Stelle de? Genossen Taubmann, der seinerzeit als Mitglied des Kuratoriums der höheren Schule in Vorschlag gebracht war— von der Provinzialschulbehörde und dem Minister aber nicht bestätigt wurde— andere Vorschläge gemacht werden. Unsere Genossen be- antragten. da Gründe bei der Richtbestätigung nicht angegeben waren, Taubmann wiederzuwählen. Diese Gelegenheit benutzte Herr Dr. Pape. um seinen ganzen Haß gegen die Sozialdemokratie auszuschütten; er ging logar so weit, daß er Sozialdemokraten jedes Recht, öffentliche Aenster zu bekleiden, absprach. Diese Anrempelungen wurden ihm später gründlich heimgezahlt. Wie überall, so fielen auch hier die bürgerlichen Vertreter um und wählten einen der ihrigen zum Mitgliede des Kuratoriums.— Daß aber Herrn Dr. Papes Auftreten auch den bürgerlichen Herren nicht mehr gefällt, zeigte sich bei dem Bericht über eine außerordent- liche Revision der Gcmeindekasse, die auf Veranlaffung des Land- rates stattfand. Der Referent teilte mit, daß Herr Dr. Pape als Stellvertreter des Gemeindevorstehers an der Revision teilzunehmen hatte. Diesen Auftrag respektierte P. insofern nicht, als er ohne Entschuldigung der Revision fernblieb und erst nach erfolgter Revision erschien und die Bücher— ohne Einblick genommen zu haben— mit seinem Revisionsvermerk unterschrieb, natürlich unter Protest der übrigen Herren. Diese» Gebaren gab dem Genoffen Schmutz Veranlassung, die Pflichtvergcffenheit des gut dotierten Beamten auf allen Gebieten seiner Täiigkeit zu geißeln. Dr. Pape ignoriere in letzter Zeit die Beschlüsse der Gemeindevertretung als auch der Kommissionen, er erscheine überhaupt nicht zu den Komnnssionssitzuugen. so daß die in seinen Dezernaten liegenden Gescbäfte vernachlässigt und verschleppt würden. Statt dessen bombardiert er die ehrenamtlich tätigen Gemcindevertteter mit Schmähungen und schriftlichen Angriffen. Hageldicht sausten die Vorwürfe unter lautloser Stille des Hauses auf Dr. Pape nieder. Ein Antrag, das Disziplinarverfahren auf Dienstentlassung einzuleiten, war der Schlußcffekt der vorzüglichen Rede. Herr Letz sprach seine Ver« wundcrung darüber aus, daß Herr Dr. Pape über alle diese Angriffe so gelassen bmweggehe; die Bürgerschaft verlange, daß er sich verteidige, sonst müsse man annehmen, daß sich alles so verhalte, wie hier angeführt. Auf diese Aufforderung hatte Herr Dr. Pape die Antwort:„Im Disziplinarverfahren werde ich auf diese An- griffe eingehen!" Herr Rechtsanwalt Appelrarh geißelte den letzten Ausspruch und bestätigte die Ausführungen des Genossen Schmutz, ebenso Herr Könitz und auch der Vorsteher. Sogar die Freunde Papes berührte sein Schweigen unangenehm; sie hatten nur die Erklärung, Herr Dr. Pape müsse doch Gründe haben zu chwcigen. Die Abstimmung ergab eine große Majorität für den Anttag Schmutz. Ein Unterantrag de» Schöffen Rathmann auf sofortigeAmts- cnthebung erregte eine heftigeDebatte. Herr Raspe konnte es sich nicht verbeiße», den Vorwurf zu erheben, daß man hier den Sozial- dcmokratcn die Steigbügel halte, wohl zum Dank, daß Herr Rath- mann auf sozialdemökranschen Krücken zum Schöffen gewählt wurde, was Herrn Rathmann veranlaßt zu erklären, er sei stolz darauf, mit Hülfe der sozialdemokratischen Stimmen sein schon innegehabtes Amt Weiler zu bekleiden. Auch die heftige Debatte hatte es nicht verhindert, daß auch der Antrag Rathmann mit 11 gegen 8 Stimmen angenommen wurde. Jetzt erhob sich Herr Dr. Pape und verließ den Saal mit de» Worten:„Nun brauche ich wenigstens gar nichts mehr zu tun!" Der Schlußakt der Tragödie darf mit Spannung erwartet werden. Ober- Tchöneweidc. Ein Unglücksfall mit tödlichem Ausgang ereignete sich gestern nachmittag um 2'/z Uhr im Kabelwerk Oberspree. Dort kam ein Arbeiter der eisernen Stange einer Elekttizitäts-PrüfungSstelle zu nahe: er erhielt einen clelrrischen Schlag, welcher sofort den Tod des Bedauernswerten zur Folge hatte. Der Tote war 26 Jahr all und Vater von zwei Kindern. Potsdam. Ein Bauunfall ereignete sich gestern vormittag am Stadtschloß. Dort fiel der 41jährige Arbeiter HanS Winkelmann, Lennestr. 20 ivohnhast, bei der Ausführung von Maurerarbeiten infolge eines Fehltrittes von einer Leiter in den Schloßhof, wo er mit erheblichen äußeren Verletzungen liegen blieb. W. wurde in einem Kranken- wagen nach dem städtischen Krankenhause gebracht und befindet sich außer Gefahr. Beim Sturz zog er sich eine große Kopfwunde sowie Arm- und Beinverletzungcn zu. SericKts- Deining. Ausdehnung des Begriffes„höhere Gewalt" zugunsten einer Straßenbahn. Zu einer neuen bedeutsamen Entscheidung über den Begriff der „höheren Gewalt" in dem oben angedeuteten Sinne kam kürzlich der VI. Zivilsenat des Reichsgerichts. Die in diesem Rechtsstteit vertretene minderjährige Klägerin benutzte am 26. Juli 1904 einen Motorwagen der Dresdener Straßenbahn. Plötzlich fuhr mit rasender Geschwindigkeit ein durchgehendes Geschirr in den Motorwagen und zertrümmerte mit der Deichsel die eine Längsseite deL Wagens. Hierbei wurde auch ein Unterschenkel der Klägerin verletzt. Dies gab den Anlaß zu der vorliegenden Schadenersatz- klage. DaS Landgericht und Oberlandesgericht Dresden erkannten auf Verurteilung der Beklagten, indem sie den Ein- wand der Straßenbahn. daß der Unfall durch„höhere Gewalt" veranlaßt worden sei, verwarfen. Das OberlandeSgcricht legte dar, daß der Begriff der höheren Gewalt in einem engeren Sinne auf- zufassen sei. Es handle sich hier um den Gefahrenkreis des Betriebes, und habe der Betriebsunternehmer die Haftpflicht für den Unfall zu übernehmen, der sich in dem gewöhnlichen Gefahrenkrcise des Betriebes ereignet. Das Zusammensahrcu von Straßenbahnen und Fuhrwerken sei etwas Alltägliches und gehöre in den gewöhn- lichen Gefahrenkreis, für welchen höhere Gewalt ausgeschlossen zn gelten habe. Auf die Revision der Bellagten wurde das oberlandeö- gerichtliche Urteil vom Reichsgericht aufgehoben und die Klage abgewiesen. Der VI. Zivilsenat nimmt das Vor- liegen eines Betriebsunfalles an. erachtet aber in diesem Falle den Einwand der„höheren Gewalt" für durchgreifend, denn es handle sich hier um Borgänge, die den Charakter eines elementaren Ereignisses tragen, da durch das Heransausen des führerlosen Fuhr- werls mcbt nur ein Fahrgast verletzt, sondern auch das Betriebs- mittel selbst zerstört worden ist. Diese Folge habe aber die Bahn nicht abwenden können. Diese Ausdehnung des Begriffe?„höhere Gewalt" und Ein- schränkung der Hoftpfucht der Eisenbahnen widerspricht der Tendenz deS Haftpflichtgesetzes._ Der beleidigte Courier des Zaren. Ein Beleidigungsprozetz, den der russische Staatsbevollmächtigte Generalmajor Fedor von Tscherep-Spiridowitsch gegen den Redatteur Myko angestrengt hatte, sollte gesteni vor der 148. Abteilung des Amtsgerichts Berlin-Mitte zur Verhandlung kommen. GeZenstanl» der Anklage bildete ein Arti'el, welcher am 24. September " eine E. 2. 16. Nein. Witterungsübersicht vom 6. Februar 1907, morgens& thr. Barometer. eller Stationen Better Temp. n. C. 2bebedt 768 NNW 4 halb bd. 766 NND -1 Haparanda 773 23 6 Petersburg 774 SSD -2 Scilly -32berdeen 2heiter 1Regen?-5 5 woltig -21 4 -6 Paris 769 ONO 771SS 766 NO 2halb bd.-1 3 bededt-8 766 2N 2Schnee 5 wolkenl 764 GD 2 Nebel 767 ND 1 Nebel Wetter- Prognose für Donnerstag, den 7. Februar 1907. Etwas tälter, zeitweise heiter, aber noch veränderlich mit leichten Schneefällen und mäßigen nordöstlichen Winden. Berliner Wetterbureau. 1904 in bem, Berliner Tageblatt unter der Spigmarket A. W. 100. Sie können nur bis am 15. zum 1. fündigen, wenn Sie| Birnen, per 100 Bfd. hiesige 0,00, 535m. 8-20, ttal. 85-88. Nepfel, pe Ein Pechvogel" erschienen war. Dieser beschäftigte sich mit nichts anderes vereinbart haben.- O. 8. 26. 1. und 2. Der Miets- 100 fb., biefige 6-24, Gravensteiner 0,00. Tiroler in Fässern 0,00, Stifte verschiedenen Episoden aus dem Leben des russischen Generals stempel ist für das gesamte Jahr zu zahlen. Bewohnen Sie eine Wohnung nur 32-60, Amerit. 15-30. Sitronen, Messina, 300 Stüd 7,00-9,00, 360 Stüd bon Alexejew und befaßt sich auch mit der Bersönlichkeit des einen Teil des Jahres, so ist auch für dieſen Teil des Jahres die Miets: 7,00-9,00, 200 Stud 9-13. Apfeljinen, Jaffa, per Stifte 0,00, Murcia jezigen Klägers von Tscherep, der in politischen Kreisen Rußlands im Sterbegeld. stempelgebühr zu entrichten. Pankow 127. 1. Nein. 2. Nein, das liegt 200 er Stifte 8-10, bo. 300 er 8-10, Valencia 420 er Stifte 12-16,00, eine nicht unbedeutende Rolle spielt. Ueber den Kläger wurde u. a. mannes ist für die Ehescheidungsflage zuständig. 2. uns nicht bekannt. bo. 80 er 9,50-11. Mandarinen, Stifte 0,75-2,00, do. in Körben per 2. B. 1. 1. Das Landgericht im Wohnort des Ehe do. 714 er 16-21, Messina, Blut- 100er 7-10, do. 150 er 7,50-11, in Erwähnung gebracht, daß er nach dem Vorbilde eines russischen Durch Bewilligung des Armenrechtes verlieren Sie feine politischen Rechte. 100 Pfd. 17-24. Großfürsten große Summen, die ihm in seiner Eigenschaft als Mit- E. 2. 22. Sie müßten auf Rüdgabe des Wechsels flagen. 1701 glied des Roten Kreuzes übergeben waren, anläßlich des russisch- und 1901. Die beiden Könige. Vormund 5. Sie können sich an japanischen Feldzuges nicht Erben 100. in der Weise verwendet haben das Vormundschaftsgericht wenden. Erben können ohne follte, mie es von den mildtätigen Spendern eigentlich 303. 3hr Bruder hat vollen Anspruch der Kaffe gegenüber. Diese gerichtliche Einmischung den Nachlaß unter einander teilen. Ausgesperrt beabsichtigt gewesen war. Hierbei sollte eine Kaffette mit einem wendet sich nachher zweds Erstattung an den Fuhrherrn. Inhalt O. Nein. Stationen bon 300 000 Rubeln gewisse Rolle spielen, A. B. 01. 1. und 2. Dies Recht steht Ihnen nicht zu. 3. Maßgebend in der später nur ein ganz geringer Betrag wiedergefunden wurde. find die Baupolizeivorschriften, die für die einzelnen Orte verschieden lauten. In dem inkriminierten Artikel wurde ferner von einem TelegraphenK. W. 9. Nur die Hauptwahl findet an demselben Tage statt, die bureau berichtet, welches der General Merejew in Paris eröffnet Stichwahl ist vom Wahlkommissar anzuberaumen. 21. S. 22. 1. Ja. Swinembe. 764 N haben und welchem der damalige Oberst v. Spiridowitsch vor- 2. Etwa 50 bis 60 Mart. 3. Eine Vormundschaft gibt es in solchem Falle Hamburg gestanden haben sollte. Dieses Bureau sollte angeblich Mitteilungen einbart ist, würden Sie mit einem Brozeß auf Zahlung der Unkosten nicht grantj.a.M. nicht. Sozialdemokrat 36. Da teine ausdrüdliche Bestimmung ber Berlin über das englisch japanische Bündnis in die Deffentlichkeit durchbringen. S. 100. Soweit ersichtlich, sind Sie zur Zahlung des München bringen, um für die russisch franzöfifche Verbrüderung Wechsels verpflichtet und lönnen nur Regreß nehmen. O.. 21. Die Bien Stimmung zu machen. Außerdem sollte der Kläger im An- Stempelgebühr ist richtig berechnet. Streitende Heizungsmonteure. fchluß hieran von dem General Alerejet Hohe Summen ge- Sie sind im Unrecht. Veteran 85. Das Gesuch ist an den Polizeifordert haben, andernfalls er alle möglichen Geschichten präsidenten zu richten. I. 1. Das ist möglich. 2. Ja. 3. Etma interner Art veröffentlichen würde. Die in diesem Artikel be- 75 Mart. 4. Sie müssen den betreffenden Fall schildern. Auf haupteten Tatsachen sollen, wie Rechtsanwalt Artur Rosenfeld als allgemeine Fragen kann nicht geantwortet werden. Bertreter des Klägers vor Gericht behauptete, sämtlich un dem Termin nicht erscheinen, so werden Sie durch Versäumnisurteil zur Zwei Streitende 6. Ja. R. 8. 22. 1. Ja. 2. Wenn Sie in wahr oder zum mindesten entstellt sein. Seitens des Beklagten Zahlung verurteilt. Auf Grund schriftlicher Vollmacht kann der Mann die Mylo wurde durch dessen Prozeßvertreter, Justizrat Mosse, Frau oder die Frau den Mann vertreten. 3. Ohne Zustimmung des der Antrag gestellt, die Verhandlungen zu vertagen und so- Klägers geht die Klage nicht rüdgängig zu machen. A. N. 13. Die wohl den russischen und serbischen Gesandten, wie auch den Forderung kann auch heute noch durch den Gerichtsvollzieher beigetrieben General von Alexejet über die in dem Artikel behaupteten werden. Wenn die Klägerin ihren ihr etwa durch Vertrag oder durch das Dinge tommiffarisch zu vernehmen. Urteil auferlegten Berpflichtungen nicht nachkommt, so müßten Sie auf Klägers widersprach diesem Antrage mit der Motivierung, tönnte flagen und dann pfänden. Aufhebung des ergangenen Urteils klagen. P. H. Die Armendirektion daß es sich um egterritoriale Persönlichkeiten handele, deren Ver- schaft zu dem Abzug berechtigt. Kulmstraße 28. Leider ist die Herre S. Sch. 113. Ja, wenden Sie sich an nehmung nicht nur mit großen Schwierigkeiten verknüpft sei, sondern die Offenbacher Strantentaffe, Brinzenstr. 66, bei Hing. O. N. Rein. auch ergebnislos verlaufen würde. Das Gericht faßte nach H. W. 2. 40. Bir vermögen Ihnen niemand nachzuweisen, der DarLängerer Beratung folgenden Beschluß: Es wurde dem Beklagten lehn zahlt. Liebenwalder 5. 2. B. 1. Der von dem Minderjährigen aufgegeben, binnen vier Wochen eine schriftliche Erklärung des geschloffene Vertrag ist gültig, wenn er denselben nach der Volljährigkeit anrussischen wie auch des serbischen Gesandten an Gerichtsstelle innerhalb der Empfängniszeit auch von anderer Seite Verkehr gepflogen ist, erkannt hat. Sonst ist er ungültig. 2. Wenn Sie nicht nachweisen, daß einzureichen, in welchem diese sich bereit erklären, sich vor einem so haben Sie Alimente zu zahlen. Etwa 20 M. monatlich werden als andeutschen Gericht bernehmen lassen zu wollen. Außerdem soll gemeffen erachtet. R. 75. Wird ein Haus verkauft, so bleiben die Beklagter in derselben Frist den jezigen Aufenthaltsort des Generals Mietsverträge trozdem bestehen. Eine Ausnahme besteht nur für den Fall b. Alerejet ermitteln und ihn dem Gericht mitteilen, damit dieses gerichtlichen Zwangsverkaufs. In solchem Fall fann der neue Wirt bis am in die Lage kommt, mit der russischen Staatsbehörde über eine 3. Tage des Quartals, welches auf die Versteigerung folgt, auf längere Zeit eventuelle fommissarische Vernehmung des Generals in Unter- gültige Verträge zum Schluß des Quartals fündigen. G. G. Ober: handlungen zu treten. Die Sache fiel aus diesen Gründen der Ver- fchöneweide. Geringfügige Körperfehler, die eine vorläufige Zurüd tagung anheim. stellung, aber noch nicht die Erklärung zur Dienstuntauglichkeit rechtfertigen. schwerdeführend wenden. 23. 2. 100. Der Betreffende könnte sich an die Armendirektion be F. R. 100. Bestimmte Normen sind nicht Der Vertreter des Uns scheint in dem Beschluß eine arge Verkürzung des Wahrheitsbetveises zu liegen. Der prozessuale Widerspruch des flägerischen Vertreters gegen einen Wahrheitsbeteis hätte zur Abweisung des Klägers genügen sollen. Vom Kampf gegen die Polen. Die alte polnische Familie derer von Zöltowski, die mit Grundbesis reich gesegnet ist, hatte unter dem Namen" zwiazet rodzinny Zoltowstich" einen sogenannten Familienverein gegründet, der nach seinem Statut die Wahrung und Förderung des Ansehens und der Wohlfahrt der Familie von Zöltowski be- versicherungspflichtig. J. B., Charlottenburg 78. Sollten Sie in zweckte. Der Verein( Siz Bosen) war auch in das Vereinsregister eingetragen worden. Er beschloß nun später, das Statut durch Einfügung eines§ 9a zu ergänzen. Dieser enthält eine ganze Anzahl Bestimmungen, welche die dem Verein angehörenden Mitglieder der Familie von Zöltowski in ihrem Eigentumsrecht an Grund und Boden beschränken, mit der Maßgabe, daß bei Zuwiderhandlungen erhebliche Konventionalstrafen verfallen. Kein Mitglied darf von seinem Grund und Boden an Nichtmitglieder der Familie etwas veräußern. Dem Verein wird unter gewissen Voraussetzungen ein Vorkaufsrecht zugestanden usw. Einleitend rechtfertigt§ 9a die Vorschriften selber damit, daß das Ansehen der Familie in erster Linie nur damit gefördert werden könne, daß ihr Grundbesitz in der Familie verbleibe. Gegen die Eintragung dieser Ergänzung des Statuts durch den§ 9a in das Vereinsregister erhob der Posener Polizeipräsident Einspruch gemäß§ 61 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, weil der 3wed der Statutenänderung nicht ein familiärer, sondern in Birtlichkeit ein politischer sei. Er ziele darauf ab, polnischen Besiz nicht in deutsche Hände kommen zu lassen. Sozialdemokrat. Wahlverein Nowawes- Neuendorf. Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß unser Genosse Alex Thormann feinem langjährigen Leiden ere legen ist. Ehre seinem Andenken! 203/7 Der Vorstand. Die Beerdigung findet aut Donnerstag, den 7. ds. Mts., der nachmittags 4 Uhr, von Leichenhalle in Neuendorf aus statt. Die Genossen versammeln sich um 3 Uhr bei Hiemte. Deutscher Berwaltung Nowawes- Neuendorf. Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß unser Kollege Alex Thormann feinem langen Leiden am Montag, den 4. ds. Mts., erlegen ist. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten. 11216 Die Verwaltung. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 7. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle in Neuendorf aus statt. festgefekt. Der mit Kindern gesegnete würde voraussichtlich nichts, der Metallarbeiter- Verband Redige etwa monatlich 10 M. zu zahlen haben. N. Reichert 54. 1. und 2. Der Militärfiskus wäre zu verklagen, die Klage hat innerhalb eines Jahres nach Austritt aus dem Militärdienst zu erfolgen. 3. Leider ist das nach einigen Knappschaftsstatuten möglich. M. P. 4. Stellen Sie Klage wenig Aussicht auf Erfolg.- J. M. 26. Sie sind zum Unterhalt nicht verSchadenersazanspruch gegenüber der Eisenbahndirektion, indeffen hätte eine pflichtet.- M. 1025. Sie können das Geschäft eröffnen, die Eröffnung haben Sie dem dortigen Magistrat und der Polizeibehörde mitzuteilen.- A. w., Liegnigerstraße. Sie find als Reinmachefrau leider nicht trantenGüte Ihren Mann nicht veranlassen fönnen, hinreichend zum Unterhalt beizusteuern, so verllagen Sie ihn beim Gericht auf Bahlung eines hinK. 2. 19. Wenden Sie sich an das Bezirkss reichenden Unterhalts. tommando. x. M. Leider ja, sofern sie nicht aus der Kirche austritt. Alfred 10007. 3wedmäßiger ist ein neues Attest. Alter Abonnent 300. Der Antrag wäre zulässig. P. W. 5. Ja. A. D. 1880. Wenn Sie im Termin nicht erscheinen, so werden Sie durch Versäumnisurteil zur Zahlung verurteilt. N. 7. Haben Sie schriftlich die jetzt verlangte Summe mit Ihrem Anwalt vereinbart, so lann derselbe diese fordern, sonst stehen ihm nur etwa 20 M. zu. 5. S. 100. $. S. 1500. Wenn nicht auf Beide Fragen find leider zu bejahen. Ehrverlust erkannt ist, ja. Bergheim. Ja. 5. B. 100. Die Ladung der Beugen kann von einem Borschuß abhängig gemacht werden. Sie können nachträglich den verlangten Borschuß einzahlen. B. 16. Derartige Unternehmen eriftieren, wir müssen es aber grundfäßlich ablehnen, irgend welche Firmen durch den Briefkasten zu empfehlen. 3m Adreßkalender II. Teil finden Sie Auskunft. B. G. 17a. Zwei absolut gleiche Blätter, Menschen oder Charaktere werden Sie schwerlich finden. Köln B. 2. 44. Um Altersrente zu erhalten, müßfen Sie wenigstens 660 geflebte Marken nachweisen. J. S. Uns nicht bekannt. 21. 2. 100. 1904. C. Ruge. Schriftliche Antworten lehnen wir ab. Eingegangene Druckfchriften. Der Bezirksausschuß wies die hiergegen gerichtete Klage des Vereins ab und erklärte den Einspruch des Polizeipräsidenten für gefeßmäßig. Ein Verein verfolge politische 3wede im Sinne des § 61 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, wenn er bezwecke, auf den Gang der Gesetzgebung oder der staatlichen und kommunalen Verwaltung März", Halbmonatsschrift für deutsche Kultur. Herausg.: 2. Thoma, einen Einfluß auszuüben. Ob eine solche Absicht bestehe, dafür H. Heffe, A. Langen, R. Aram. Erstes Februarheft 1907. Preis 1,20 M., sei nicht ausschließlich der Wortlaut der Statuten maßgebend. Esim Abonnement das Quartal( 6 Hefte) 6,- M. Berlag von Albert Langen fönne auch aus der sonstigen Sachlage gefolgert werden. Hier in München. sei nun offenbar, daß die beabsichtigte Statutenergänzung des Dr. K. Küper, Gesammelte Schriften. Band 1: Lösung der sozialen Vereins ihn zu einem solchen mache, der politische Zwede verfolge. Frage. Preis: gebunden 2,- M.. brosch. 1,50 M. Verlag: J. Horrwik, Der Kampf der preußischen Regierung gegen die polnischen Bestrebungen sei bekanntlich in der Hauptsache auch ein Kampf Reichsrecht von M. Peters. 1,20 M. Schiffahrtsabgaben auf natürlichen Wasserstraßen nach dem deutschen um den Grundbesih. Wie der Polizeipräsident mit Recht in völkerrechtlichen Streitigkeiten von D. Nippold. Preis: 14,- M. Verlag: Die Fortbildung des Verfahrens aus Zeitungsartikeln entnehme, wollten die Polen zu dem Zweck Dunder u. Humblot, Leipzig. Dte Mutter als Kinderärztin von Jo Familienverbände gründen, um die Maßnahmen der preußischen hanna Elberskirchen und Anna Eysoldt. 253 Seiten, geb. Pflanze, Regierung und Verwaltung auf Erhaltung und Erweiterung Tier, Mensch. Ein naturwissenschaftliches Glaubensbekenntnis deutschen Grundbesizes in den Ostmarken zu verhindern und zu S. Raumer. Preis: 3, M., geb. 4, M. Aufklärungen über das beschränken. Somit wolle der Verein durch den§ 9a politische Besen der Nerven- und Herzfrankheiten und die neueste Methode ihrer Be3wede verfolgen. handlung von Dr. 2. Raab. 108 Seiten. Verlag: Seiz u. Schauer in München. Der Verein legte Berufung ein beim Ober= Verwaltungsgericht, wo er durch Justizrat Lewinski vertreten wurde. Der Vertreter machte hauptsächlich geltend: Allerdings fönne nach Entfcheidungen des Ober- Verwaltungsgerichts die Verfolgung eines politischen oder sozialpolitischen Zwedes durch einen Verein auch gefolgert werden aus dem Verhalten seiner Organe und Mitglieder, aus der gesamten Tätigkeit des Vereins, aus der Gesamtheit seines Auftretens und Wirkens. Dafür liege hier indessen nicht das allergeringste vor. Die allgemeinen Erwägungen des Polizeipräsidenten und sein Hinweis auf Zeitungsartikel, welche mit dem Familienverein der von Zöltowski nicht den geringsten Zusammenhang hätten, müßten ganz ausscheiden. Das Ober- Berwaltungsgericht änderte auch am 1. Februar die Vorentscheidung ab und hob den Einspruch des Polizeipräsidenten gegen die Aufnahme der Satzungsänderung in das Vereinsregister auf. Entscheidend sei gewesen, daß der dem Polizeipräsidenten obliegende Nach weis fehle, daß mit der Aenderung der Statuten ein politischer 3wed verfolgt werde. Berlin SW. 48. Berliner Marktpreise. bon Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Die Mitglieder versammeln sich um 3 Uhr bei Singer. Deutscher Metallarbeiter- Verband Berwaltungsstelle Berlin. Todes Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Dreher Otto Schulz am 4. d. M. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Freitag, den 8. Februar, nachmittags 2, Uhr, vom Trauerhause Hermsdorferstr. 4 aus nach dem Elisabeth- Kirchhof, PrinzenAllee, statt. Rege Beteiligung erwartet 112/7 Die Ortsverwaltung. Verein Berliner Hausdiener. am Mitgliedschaft I des Zentralverbandes der Handels-, Transport-, Verkehrsarbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands. Gegr. 1883. Bureau u. Arbeitsnachweis: Alte Leipzigerstraße 1 ( Eingang Raules Hof). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Gustav Richter ( Landsbergerstr. 3) am Montag, den 4. Februar, verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 7. Februar, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Zentral Friedhoses in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung bittet 62/17 Die Ortsverwaltung. 41-42, groß, matt 46-57. Karpfen, 45er 00,00, do. 100er 50-52. Invaliden- Unterstützungskasse Bels 0,00. Quappen 58. Bleififche 00-00. Amerikanischer Rache Lad. Steindrucker u. Lithographen. Seelachs 20-25. Ia Marthallen- Direktion.( Großhandel.) Rindfleisch Ia 69-74 pr. 100 Bfb., Kalbfleisch, Doppelländer 110-125, Ia 82-90, IIa 72-80, Ila 54-68, IIa 63-68, IIIa 57-62, IVa 49-55, dan. Bullen 60-65, Hol. 0,00. hol. 0,00, dan. 60-68. Hammelfleisch Ia 66-74, IIa 50-64. Schweinefleisch 52-60. Rehwild, plomb. per Pfd. 0,70, Ia 0,00, Rotwild Ia 0,40-0,48, IIa 0,30-0,38, do. Stalber 0,40-0,50. Damwild 0,40-0,55, do. Stälber 0,40-0,66. Wildschweine 0,30-0,40. Frischlinge 0,60-0,70. Hafen, plomb. per Stüd 3,40, do. flein und IIa übner, alte per Stid 1,60-2,75, bo. Ia 1,25-1,40, do. junge per 2,00. Kaninchen per Stüd 0,80-1,00. Wildenten per Stüď 0,00. Stüd 0,95-1,40. Tauben per Stud 0,50-0,80, junge fleine 0,00, italienische 1,00. Enten per Stüd 1,60-3,00. Hamburger junge per Stüd 3,70. Gänse, Hamburger pr. Bfd. 0,90 bis 1,10, Eis- 0,53-0,62. Hechte per 100 Bid. 91-98, groß 0,00, mittel 0,00. Bander, mittel 0,00, matt 0,00. Schleie, unfort. 0,00, groß 0,00, Bleie 0,00, Bale, groß 0,00, mittel 0,00, flein und mittel 00,00. Blöten, Klein Bunte Fische 0,00. Barfe, matt 62-63, do. 0,00. Narauschen 0,00 Verband der Friseurgehülfen Deutschlands. Zweigverein Berlin neuer per 100 Pfd. 110-130, bo. Ila neuer 90-100, bo. Illa neuer 75. Sprotten, Kieler, Wall 0,75-1,25, und Vororte. Donnerstag, den 7. Februar, abends 9%, Uhr, Rosenthaler- 0,50-0,60. Flundern, Stieler, Stiege Ia 3-4, do. mittel per Stifte 2-3, Hamb. Danziger, Wall ftraße 11/12: Bersammlung. Stiege 4-5, halbe Stifte 1,50-2. Büdlinge, per Ball Kieler 3,50-5,00, Stralsunder 6,00. Aale, groß per Pfd. 1,10-1,30, mittelgroß 0,80-1,00, flein 0,50-0,60. Heringe per Schod 4-5. Schellfische Stifte 3-4,00, do. Stifte 2,00. Stabliau, p. 100 Bfd. 20-25. Heilbutt 0,00. Sardellen, 1902er per Anter 93, 1904er 93, 1905er 90, 1906er 73-75. Schottische Bollheringe Die juristische Sprechstunde findet Friedrichstr. 16, Aufgang 4, 1905 0,00, large 40-44, full. 36-38, med. 35-42, deutsche 37-44. Sardinen, russ., Faß eine Treppe( Handelsstätte Bellealliance, Durchgang auch Lindenstr. 101) Beringe, neue Matjes, per To. 60-120. Bratheringe, Büchse( 4 Liter) 1,50-1,75. Geöffnet 7 1hr 1,50-1,60. Reunaugen, wochentäglich von 7 bis 9 1hr abends statt. Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein Schodjaß 11, fleine 5-6, Riesen- 14. Eier, Land, ber Schod 4,75-5,80. Butter Buchstabe und eine Zahl als werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort per 100 Bfd. Ia 114--120, IIa 110-115, IIIa 108-112, abfallende 90-100. wird nicht erteilt. Eilige Fragen trage- man in der Sprechstunde vor. Saure Gurken Schod 3,50-4,00, Pfeffergurfen 3,50-4,00. Kartoffeln F. E. 80. Da Sie die Abmeldungen nicht vorgenommen haben, hat ber 100 Bib. 0,00, magnum bonum 2,25-2,50, Daberiche 2,25-2,50, Ihre Reflamation wenig Aussicht auf Erfolg. G. 10. Die österreichische Rosen 0,00, weiße 2,00-2,25, Salatkartoffeln 2,00-6,00. Spinat Heimatsbehörde ist unterstützungsverpflichtet. Ihre Kinder find soweit per 100 Pfund 15-20. Karotten per 100 Pfund 10-12. unterstützungsverpflichtet, als sie dazu in der Lage sind, ohne den Unterhalt Sellerie, hiesige, per Schod 2,00-5,00, do. pommerfche 5,00-6,00. 8wiebeln ihrer eigenen Familie zu beeinträchtigen. 8.§. 74. 1. Ohne das große, per 100 Bfb. 2,75-4,00. bo. fleine 2,50-3,00. do. hiesige( Berl) Schriftstück, durch welches Ihr Bruder Rechte vermacht hat, zu lennen, ift 0,00. Charlotten 0,00. Beterfilie, grün, Schodbund 2,00. Kohlrabi Ihre Frage nicht zu beantworten. 2. Ja, wenn fein gegenseitiges Testament per Schod 0,00. Rettig, bayr., per Schod 2,40-4,80. Mohrrüben per 100 Bjun vorliegt. 3. Ja. 444. 1. und 2. Nein. C. P., Rigdorf. 1. und 2. 6,00-8,00. Teltower Rüben per 100 Bfd. 7-10. Weiße Rüben, große 2 bis Zulässig sind solche Maßnahmen. O. 2. 38. Altersgrenzen gibt es 2,50, fleine 6-8. Rote Rüben 2,00-2,50. Blumenkohl ital. p. Kopf 0,16-0,30. dabei nicht. A. 2. 52. 1. Eine Klage gegen die Kaffe, die zunächst bei Kohlrüben per Schod 2-2,50. Wirsingfohl ber Schod 3,00-6,00. Rotfohl der Gewerbedeputation anzubringen wäre, Stralauerstr. 1 bis 3, hat Aus- per Schod 3,00-8,00. Weißtohl 100 Bfb. 2,00-3,00. Rosenkohl p. 100 Pfd. fight auf Erfolg. 2. Dammmühlen 150. 1. Ja. 2. Uns nicht bekannt. 20-25. Grünkohl per 100 Pid. 4-5. Schnittlauch 12 Töpfe 2,00-3,00 Briefkaften der Redaktion. Die Beerdigung des am 4. Februar verstorbenen Steindruckers Alb. Jordan findet am Donnerstag, den 7. Februar, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des alten Sophien Kirchhofes, Bergstraße, aus statt. 18286 0 ORIGINAL SINGER NAHMASCH Das Komitee. Sozialdemokrat. Wahlverein f.d.4. Berl. Reichstagswahlkreis Stralauer Viertel. Bezirk 335. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genoffe, der Maurer Wilhelm Jahn Fruchtstraße 20 gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 8. Februar, nach mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle der Andreas Gemeinde in Wilhelmsberg aus statt Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Neue Berliner Genossenschafts- Bäckerei Eingeschriebene Genossenschaft mit be. schränkter Haftpflicht, Reinidendorf- Dft, Wilfestraße 62. Sonnabend, den 23. Februar 1907, abends 82 Uhr, im Kontor der Bäckerei: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Geschäfts und Kassenbericht. 2. Borlegung und Genehmigung der Bilanz. 3. Bericht über die stattgefundene gerichtliche Revision. 4. Neuwahl des Vorstandes und Aufsichts. rats. 5. Statutenänderung. 6. Att träge. 7. Verschiedenes. 13215 Die Bilanz liegt im Kontor, Wilke straße 61, den Genossen zur Einsicht Der Vorstand. Robert Engel. aus. Karl Marschel. Adolf Letzel, Kommandantenstraße 14, Laden, find wieder die schönsten und billigsten Masken- Kostüme zu hab. Vorzeiger dieser Annonce 15% extra. Inventur- Verkauf Nur einmal jährlich! teppdecken S Spezialbaus Emil Lefèvre, Berlin Süd. Seit 1882 nur Oranienstr. 158 Unter- nirgends Filialen! Sonderangebote Similiseide 1525 750 in den Farben rot, Wollatlasa, 675 850 Bunte NormalSchlafdecken 150 950 950 Wolldeckell ganz dick 300 400 Reisedecken( 6,8,10 Inventur- Extraliste) gratis u. Katalog ( engl.) M. und mit ca. 600 franko Illustrat. Singer Nähmaschinen. Einfache Handhabung! 84672 Große Haltbarkeit! Hohe( rbeitsleistung! Weltausstellung Weltausstellung Grand Prix St. Louis 1904. Paris 1900: Unentgeltlicher Unterricht, auch in moderner Kunststiderei. Elektromotore für Nähmaschinenbetrieb. Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. Berlin W., Leipzigerstr. 92. Filialen in allen Stadtteilen Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Grenadierstraße 37. Lehrplan für das 1. Quartal 1907. Montag. Max Maurenbrecher: Geschichte. Entstehung des Christentums. I. Das Judentum. 1. Das alte Testament als Geschichtsquelle. 2. Anfänge der Israelitischen Religion. 3. Die Religion der altbäuerlichen Zeit. 4. Die Religion der herrschenden Klassen. 5. Die proletarische Oppositionsreligion der Propheten. 6. Verpriesterung der proletarischen Opposition. 7. Das Judentum in Babylon. 8. Das Programm des Priesterstaates in der babylonischen Gemeinde. 9. Einführung des Priesterstaates in Jerusalem. über die anderen orientalischen Religionen. Mittwoch. Simon Katzenstein: Soziale Gesetzgebung. 10. Ueberblick Deutsches Arbeiterrecht. 11. Teil. Die Arbeiterschutzgesetzgebung. 1. Ursachen und Entstehung des Arbeiterschutzes. Die Entwickelung in England. 2. Schutzgesetze in Deutschland bis zum Norddeutschen Bund. 3. Die Entwickelung seit 1869 Die Stellung der parlamentarischen Parteien. 4. Schutz der Kinder und jugendlichen Arbeiter. 5. Arbeiterinnenschutz. 6. Sonntagsruhe. 7. Der Arbeitstag der erwachsenen männlichen Arbeiter. 8. Unfallverhütung und sanitärer Arbeiterschutz.( Bauarbeiter-, Bäcker-, Heimarbeiterschutz usw.) 9. Sicherung des Arbeitslohnes. 10. Koalitionsrecht und Arbeitervertretung. 11. Der Nationalökonomie. Ausbau des Arbeiterschutzes. Die Frage der internationalen| Montag. Julian Borchardt: Fortschrittskursus in Arbeiterschutzgesetzgebung. 12. Theorie des Arbeiterschutzes. Seine Stellung innerhalb der Sozialpolitik. Arbeiterschutz und Sozialismus. Donnerstag. Julian Borchardt: Rednerschule. Uebung im Disponieren und Halten von Vorträgen unter Zugrundelegung der Reden und Schriften hervorragender Redner. Freitag. Max Grunwald: Nationalökonomie. Tatsachen der Weltwirtschaft. 1. Produktion und Verbrauch der wichtigsten Nahrungs- und Genußmittel und der wichtigsten Rohstoffe der Industrie: Getreide, Fleisch, Zucker, Kaffee, Tabak, Bier, Kohle, Eisen, Baumwolle, Wolle. 2. Handel und Verkehr: Internationale Handelsbilanzen, Postwesen, Eisenbahnen, Schiffahrt. 3. Deutschlands Volkswirtschaft innerhalb der Weltwirtschaft. Freitag. Max Maurenbrecher: Geschichte. Die große französische Revolution( 1789-1799). 1. Weltgeschichtliche Bedeutung der französischen Revolution. 2. Soziale und geistige Entwickelung Frankreichs im achtzehnten Jahrhundert. 3. Ausbruch der Revolution. 4. Taktik der Krone, der Gemäßigten und der Radikalen. 5. Verlauf der Revolution bis zum Konsulat Napoleons. 6. Vergleich der französischen mit der heutigen russischen Revolution. Der Unterricht in diesem Geschichtsfach beginnt am Freitag, den 15. Februar, in Steglitz, Ahornstr. 15a, bei Schellhase. Sonnabend. Heinrich Ströbel: Literaturgeschichte. Die Romantische Schule und ihre Ausläufer. 1. Kleist 2. Uhland. 3. Platen. 4. Lenau. 5. Heinrich Heine. 6. Das junge Deutschland. 7. Ferdinand Freiligrath und die revolutionäre Lyrik. Gemeinsame Lektüre eines grundlegenden nationalökonomischen Werkes und selbständige Ausarbeitungen darüber unter Anleitung des Lehrers. Der Unterricht in Geschichte beginnt am Montag, den 11. Februar: in Sozialer Gesetzgebung Mittwoch, den 13. Februar; in Rednerschule Donnerstag, den 14. Februar; in Nationalökonomie Freitag, den 15. Februar; in Literaturgeschichte Sonnabend, den 16. Februar; Fortschrittskursus in Nationalökonomie Montag, den 11. Februar. Zum Fortschrittskursus werden nur zirka 20 Teilnehmer zugelassen, welche schon einen Kursus in Nationalökonomie besucht haben müssen. Jeder Kursus erstreckt sich auf zehn Abende und beginnt pünktlich um 9 Uhr und endet pünktlich um 11 Uhr. Die reichhaltige Bibliothek ist an diesen Abenden von bis 9 Uhr geöffnet. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 Mark und ist spätestens am zweiten Abend zu zahlen. bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Grenadierstraße 37, Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt am besten Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Renl, Barnimstr. 42; Vogel, Hof geradezu 1 Treppe, und in nachstehenden Zahlstellen: Lortzingstr. 37; Fahrow, Ravenéstr. 6; Horsch, Engel- Ufer 15. Lammé, Berlin S. 59, Freiligrathstr. 3, 1. Quergeb. IV, GeldAlle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann heide 56, zu senden. sendungen an den Kassierer H. Königs, Berlin S. 59, HasenDer Vorstand. Verkäufe. Teppiche mitfarbenfeblern Fabrit. niederlage Broke Frankfurterstraße 9, parterre. fein Laden. Mauerhoff.+1 Steppberfen billigst Febrit Große Frankfurterstraße 9, parterre.+1 Gardinenhaus Große Frankfurter ftraße 9, parterre. Kein Laden. Mauerhoff. 1 † Inventur- Ausverkauf! Teppich fabritmuster mit 10 Prozent Nabait. 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Leffer, von der Heydt. straße 12. Ritterstraße 11, Fabrikgebäude. Bauten der Firma Repke, Charlottenburg: Lorenz, Sybelstraße 47. Seibt, Bismardstraße, Ede Rüder straße. Lantwig, Sanatorium. Schröder, Charlottenburg, Spielhagenstraße, Ede Wilmersdorfer ftraße. Bauten der Firma Gebr. Schaar: Zelder u. Plathen, Lichtenberg, Dorfstraße 9. Mig u. Geneft, General Papeftraße. Jahnisch, Charlottenburg, Bismardstraße 42. Janisch, am fleinen Wannsee. Charlottenburg- Westend, Soorstraße. Billa Baum, Billenkolonie Grune wald. Bauten der Firma Schubert: Mig u. Genest, General Papestraße. Holland, Rixdorf, Elbestraße 37. Holland, Wilmersdorf, Holsteinische ftraße. Bauten der Firma Kussin: Charlottenburg, Kaiser- Allee 203. Grünfeld, Sächsischestraße 4. Bandmann, Landshuterstraße. Bauten der Firma Walter, Reinickendorf: 1 Gemeindeschule, Reinickendorf. Sprengel und Samoaftraße Ede. Hausotter- und Residenzstraße- Ede. Bau der Firma Rösner: Weichselstraße 36. Bauten der Firma Karl Hammer, Gitschiner: ftraße 63: Tropfte, Wannsee, Alsenstr. 33. Hammer, Eichwalde. Hammer, Lanfwiß. Bauten der Firma Glatzer, Blücherstraße 35: Zehlendorf, Adalbertstr. 28. Waldemarstr. 41. Banten der Firma Heinrich Mittag: Ziehmann, Kurfürstendamm, gegen über der Dahlmannstraße. Peitscher, Kurfürstendamm 144. Erfaßtommission, Haidestraßen- Ede. Hochschule, Charlottenburg. Stegliz, Kaiser Wilhelmstr. 13. Hauptstr. 13. Wilmersdorf, Helmstedterstr. 2. Schmidt, PragerPlak. Kirthe, Beussel, Ede Biclesstraße. Elektrische Werke, Motstraße. Nauen, Krankenhaus. Wilmersdorf, Schloßbau. Timm, Rigdorf, Bergstr. 50. Brode, Dahlmannstr. 26. Bau der Firma Schüler: Wilmersdorf, Landshuter- u. Ber linerstr.- Ecke, Bau Bielte. Bauten der Firma Maaß: Tegelerstr. 6, Bau Störling. Grosse, Marienfelde, Kirchstraße. Bauten der Firma Flieger& Lehmann: Köpenickerstr. 27. Schönhauser Allee 128. Beelitz, Heilstätte. Bauten der Firma Henke, Mariendorf: Mette, Mariendorf, Dorfstraße. Erdmann, Mariendorf, Chauffeeftr. Tempelhof, Fensterbauten, Schön. burgstraße. Bau der Firma Wolf: Fürstenhof, Potsdamer Plaz. Bauten der Firma Kuhnert& Kühne: Raft, Schöneberg, Barbarossa- Ede Landshuterstraße. Paulsen, Charlottenburg, Schlüter. ftraße. Damenheim, Aschaffenburgerstraße. Lehmann, Tiefbaugesellschaft, Dahl mann- und Gerbifiusstr.- Ede. Buchholz, Stegliz, Albrecht- und Brüderstr. Ede. Bau der Firma Jost, Glogauerstraße: Lindenstraße, Erweiterungsbau der Viktoria. Bauten der Firma Osten, Nixdorf: Magnus, Schönhauser Allee 134a, Bauten der Firma Dittmar, Bankow: Bollantstr. 117. Schönholzerstr. 1. Kaiser Friedrichstr. 1, Schule. Bauten der Firma Hegelmann: Bommel, Rigdorf, Kaiser Friedrichftraße 119-120. Schaum, Wilmersdorf, Kaiser Allee, Ede Wilhelmsaue. Belich, Charlottenburg, ftraße 5-6. Baik Schulz, Jungfernheide, Mindener ftraße. Böttcher, Reinidendorf, Justusstraße. Böttcher, Borhagenerstr. 47. Bauten der Firma Braun: WalterMüller, Rigdorf, Juliusstraßen- Ede. und Müller, Rigdorf, Cranoldplay, Fenster. bau. Bauten der Firma Grünberg, Markgrafendamm: Springer, Schöneberg, Luther. Freifingerstraßen- Ede. Rigdorf, Herrfurihplatz 8. Bauten der Firma Schulen. burg, Charlottenburg: Frantsen, Wangenheimstr.- Ede. Ueberholz, Sturfürstendamm. Bauten der Firma Stellmacik in Buch: Wilmersdorf, Düsseldorferstraße, an der Bayrischen Straße. Charlottenburg, Neue Kantstraße, Ecke Dernburgstraße. Bantow, Spandauerstraße, Ede Kreuzstraße. Bauten der Firma Altstädt, Lippehnerstr. 23: See u. Malplaquetstraßen- Ede. Hufelandstr. 8. Bauten der Firma Oehlschlägel, Charlottenburg: Lane, Charlottenburg, Uhlandstraße, Ede Steinplay. Höpfer u. Schwarzkopf, Schmargent dorf, Ruhlaftr. 20/21. Bauten der Firma Schmalz, Röder& Comp.: Malmöerstraße, Ede Straße 2b. Zauroggenerstr. 2. Bauten der Firma C. Prächtel, Laufiterhr. 10. Dahlem, Botanischer Garten. Charité- Krankenhaus. Birchow- Krankenhaus, Seestraße. Backhof, Alt- Moabit. Bauten der Firma Thal, Lehrterstr. 44: Fichtenberg, Steglit, Friedrichstr. 6. Müllerstr. 52. Bau der Firma Heinemann: Sophie Charlottenstraße, Ede Knobelsdorfstraße. Wegen Streit und Differenzen find gesperrt: für Korbmacher: Werkstatt Leithoff, Teltowerstraße, für Vergolder: 3. C. Pfaff, 8eughofstraße. Zuzug ist fernzuhalten. Die Ortsverwaltung. Buchdruckerei u. Berlaasanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.