Nr. 279. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: ViertelJährlich 3,30 Mart, monatlich 3,10 Mt, wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Blg. Sonntags Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue 2Belt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mf.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6852. Vorwärts 9. Jahrg. Infektions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Naum 40 Pig., für Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer nüffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Sefitagen bis 9 Uhr Box: mittags geöffnet. fernfpred- Anflu 3mt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands.. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bum Parteitag. III. Die Deffentlichkeit, in welcher der sozialdemokratische Parteitag abgehalten, und die freie Kritik und Selbstkritik, welche, dem Wesen unserer Partei gemäß, auf dem Parteitag geübt wurde, haben den gegnerischen Parteien die Möglich feit geboten, sich im ganzen Glanz ihrer moralischen und intellektuellen Urtheilsunfähigkeit zu zeigen. Daß die That sache der schärfsten Selbstkritik im Lichte der Sonne an sich oer kräftigste Beweis von Kraft und Gesundheit und gutem Gewissen ist, das begreifen unsere Gegner nicht, oder thun wenigstens, als begriffen sie es nicht. Sonntag, den 27. November 1892. deckt Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Aehnlich wie die russische oder Bismarck- deutsche Presse letzte Rest von Ansehen in den Augen der noch England gegenüber, verhält sich unsere kapitalistische Presse Gläubigen. Ja, wir fagen, und wir wissen, gegenüber der Sozialdemokratie. Der Knebel ist ihr zwar daß wir die Wahrheit sagen: Keine unferer nicht von den Behörden angelegt, die nach dieser Richtung gegnerischen Parteien würde einen Parteitag, so frei und hin mit Freuden den weitesten Spielraum gewähren; fie öffentlich wie der unsere es war, um 24 Stunden trägt aber doch einen faustdicken Knebel, und sie selbst hat überleben. Sie wären ein streitendes, zankendes Chaos; sich ihn angelegt aus Furcht vor der Sozialdemokratie und wohingegen wir nach jedem Parteitag geschlossener und gevor der freien Kritik. Sie weiß, daß der Boden, auf dem festigter find. Die freie, rücksichtslose Kritik klärt nicht blos, fie sich bewegt, durch und durch unterhöhlt, der Bau, in sie reinigt auch und sie einigt. dem sie wohnt, madlig, und das Gesellschaftssystem, für Nicht, daß wir behaupten wollten, es sei bei uns alles dessen Erhaltung sie schreiben muß, in Fäulniß und Ver- in bester, tadellosester Ordnung, und die Kritik habe nicht wesung begriffen ist überall mit Schmutz be auch wunde Punkte getroffen. Das wäre alberne Schön ein großer, riesengroßer Schmutzhaufe. färberei oder thörichte Selbsttäuschung. Es ist vieles, vieles Wir hatten schon öfters Gelegenheit, uns mit der Sie weiß es, allein fie darf es nicht sagen bei uns zu bessern, und gerade weil wir uns hierüber nicht Taktik zu beschäftigen, welche die geknebelte Bresse sie darf die Sonde der Kritik nicht eintreiben täuschen, deshalb ziehen wir es in die allgemeine öffentliche despotischer Länder den freien Ländern gegenüber sich zu- die Sonde würde nur brandiges, vereitertes Fleisch finden, Untersuchung, und vertuschen nichts. Ift etwas faulrecht gemacht hat. Während sie die verrotteten Zustände nur die Fäulniß und Verwesung feststellen, nur den dann her mit dem Messer! Ist etwas mangelhaft, unzu des eigenen Landes nicht zu besprechen wagt, und, wenn nahenden Tod ankünden. So hat die Kapitalistenpresse länglich dann Hand an das Werk, den Schaden zu es sich nicht vermeiden läßt, erst vorsichtig Glaceehandschuhe sich selber den Knebel angelegt; fie magt nicht Kritit im heben, den Mangel zu beseitigen! anzieht, stürzt sie sich auf die Auslaffungen der freien eigenen Lager zu üben, und entschädigt sich dafür durch Freilich Wunder fönnen wir nicht thun. Wir können nicht Preffe freier Länder, wie der Teufel auf eine arme Seele, Geschimpfe- denn Kritik kann man das nur in Höflichkeit im Augenblick ändern, was langer Borbereitung und Bucht be und benutzt gierig jedes Wort der freien Kritik über die nennen durch Geschimpfe und Reifen auf die Sozial- darf. Daß es unserer Partei theilweise an geschulten Kräften Zustände des eigenen Landes, um dieselben in möglichst demokratie. Und da sie die Sozialdemokratie nicht fennt fehlt das hat nicht erst dieser lette Parteitag offenbart. schwarzem Licht hinzustellen und sich echt pharisäerhaft an so wenig wie die russische und die Bismarc- deutsche Das haben wir längst gewußt, und das haben wir die Bruft zu schlagen: Gott sei gedankt, wir sind Presse England kennt so sucht sie sich, wie diese, ihr niemals weder uns noch anderen verborgen. Es ist nicht so schlecht, wie diese Zöllner und Sünder!" Da nun" Material" bei den Gegnern, und macht sich aus deren das in der Natur und in der Geschichte unserer Partei die Kritik in freien Ländern, gleich jeder ehrlichen Selbst- Selbstkritik ein Bild zurecht, das ihren Wünschen ent- begründet. Als in der zweiten Hälfte des vorigen Jahr kritik die Neigung hat zu übertreiben, jeden Flecken spricht. hunderts der Tiers Etat dritte Stand den Kampf recht schwarz zu malen und mitunter aus der Mücke einen Nun die englischen Seldaten, welche von der zeit um die politische Herrschaft begann, da herrschte er schon Elephanten zu machen, ist es der geknebelten Bresse genössischen Presse als verkommene Crapule( Abschaum) bes auf dem Gebiete der Kunst und Wissenschaft. Dem Prolezahmer" despotischer Länder eine Kleinigkeit, ohne direkte zeichnet wurden, siegten bei Waterloo, und die unbrauch- tariat sind Kunst und Wissenschaft verschlossen worden Fälschung aus Aeußerungen der freien Presse der„ wilden" baren Bütten" bei Abukir und Trafalgar und Menschen es hat aus seiner Mitte, mit seltensten Ausnahmen, teine Länder kaleidoskopisch ein Schauerbild zusammenzustellen, und Schiffe sind heute von dem gleichen Stoff Gelehrten, keine Künstler hervorbringen können, außer das allem gleicht, nur nicht der Wirklichkeit und Wahrheit. wenn auch die Schiffe nicht mehr von dem gleichen solchen, die durch einen Glückszufall die Gönnerschaft der Nehmen wir zum Beispiel England in russischer Material wie damals. Und kommt es wieder zum Kampf, Bourgeoisie erhielten und ihrer Klasse den Rücken fehrten. oder Bismarck- deutscher Beleuchtung. Die englische so werden sie wieder eben so tüchtiges leisten. Die Herren Und zur Erziehung von Verwaltungsbeamten bietet sich Presse legt seit Jahrhunderten die Sonde der Kritik rück- Ruffen haben bei Sebastopol und Jukermann schon einen teine Gelegenheit. Das Proletariat hat nichts zu ver fichtslos an die Armee und die Flotte. Die Armee besteht Borgeschmack empfangen. walten. Der Mangel an geschulten Kräften für den " 群 der aus fäuflichem Gesindel und Jahr für Jahr wird die Und fommt es zu einem ernsthaften Kampf, zu einer geistigen Kampf und für die Verwaltung Qualität des militärischen Rohmaterials miserabler. Die entscheidenden Kraftprobe zwischen Sozialdemokraten und das ist unser Hauptnachtheil im Verhältniß zu den Gegnern, Schiffe taugen nichts es sind keine Schiffe sondern den bürgerlichen Parteien hoffentlich geben die Wahlen die ein massiges Gelehrtenproletariat und ein Heer von elende Bütten"( tubs), die einen Sturm nicht aushalten uns bald Gelegenheit, dann werden die Herren der Verwaltungskräften zur Verfügung haben. Was von solchen fönnen, in einer Seeschlacht untergehen, ohne daß eine Kapitalistenpresse bald belehrt werden, daß scharfe Selbst aus den Reihen der Bourgeoisie zu uns übergeht, ist zum feindliche Kugel sie zu treffen braucht. fritik zwar leicht über das Ziel hinansschießt, aber immer großen Theil unbrauchbar oder bedarf längerer Schulung, Solche Kritiken- nur meist noch drastischer sind und unter allen Umständen eine Quelle der Kraft und Gesche es gebraucht werden kann. Wir gleichen in dieser Bealltäglich in den englischen Blättern zu lesen. Und in der sundheit ist. ziehung der französischen Armee nach Ausbruch der russischen wie weiland in der Bismarck- deutschen- Presse Welche gegnerische Partei so fragen wir noch Revolution fie hatte keine Offiziere heißt es mit überlegener Selbstzufriedenheit:" Die englische einmal hätte ihre innersten Partei- und Geschäfts- patriotische" Adel war ausgerissen und tämpfte Armee besteht aus dem Abschaum der Nation, moralisch Angelegenheiten vor die Deffentlichkeit bringen und vor der unter den Fahnen des Auslandes gegen das Vaterland und physisch erbärmlichem Gesindel, und die englische Flotte Deffentlichkeit verhandeln fönnen, wie wir es gethan haben? die Soldaten mußten ihre eigenen Offiziere sein anfangs ans unbrauchbaren Bütten, die nicht einmal feetüchtig sind, ge- Diese Interna( innersten Angelegenheiten) sind für sie ging's schlecht, es fehlte nicht an Schlappen im Striege schweige denn seeschlachttüchtig. Dafsind wir Russen ganz andere Partei- und Geschäfts geheimnisse. Und mit gutem aber wurde der Krieg gelernt, die Offiziere bildeten sich Kerle. Unter der unfehlbaren allweisen und allgütigen Grund, denn würde die Jämmerlichkeit bekannt, die klein- heraus, der gute Wille, die Begeisterung, die Leidenschaft Obhut Bäterchens" ist alles bei uns fehlerlos und voll- lichen Eifersüchteleien der Führer", die Rath- und that das Uebrige, und die Armeen der französischen Revoll- lichen tommen Armee, Flotte und alles Andere." Programmilosigkeit, das Streberthum so schwände der publik, besiegten bald das monarchische Europa. Feuilleton. Nachdrud verboten.) Bel- Ami Ronian von Guy de Maupassant. [ 24 Kasernenstube dar, der einem Pudel das Trommelschlagen Er war so aufgeregt, daß er einen Augenblick daran dachte, beibringt. Walter meinte: Hier liegt, wirklich Geist plögliches Unwohlsein vorzuschützen und davon zu laufen. darin." Die Betrachtung der Bilder war zu Ende. Der Duroy lachte zustimmend und gerieth in Verzückung: Herausgeber stellte die Lampe wieder hin und begrüßte Reizend! Reizend! Rei...." Das Wort blieb ihm im Frau von Marelle. Duroy aber setzte ganz allein die BeHalse stecken, denn er hörte hinter sich die Stimme der trachtung der Gemälde fort und that so, als wenn er sich Frau von Marelle, die eben gekommen war. nicht von ihnen losreißen tönnte. " H " Er Der Direktor fuhr in der Bildererklärung fort. Er war völlig verwirrt. Was sollte er thun? Er Er deutete jetzt auf ein Aquarell von Maurice Leloir: hörte Stimmen hinter sich, hörte, was gesprochen wurde. Zuerst sah man ein kleines Gemälde von Jean Béraud," Das Hinderniß". Eine Sänfte kann nicht weiter, weil die Frau Forestier rief ihn heran. Sagen Sie doch, Herr das Oben und unten" hieß. Eine hübsche Pariserin Straße durch einen Kampf zwifchen zwei Leuten aus dem Duroy!" Er trat heran. Es handelte sich um die EmKlettert die Treppe eines fahrenden Pferdebahnwaggons Volte versperrt ist, zwei Männern, die wie Herkulesse mit pfehlung einer Freundin, die ein Fest gab, das sie gern hoch. Ihr Kopf taucht gerade auf dem Deck des Wagens einander ringen. Und aus der Sänfte sieht ein reizender in der" Vie Française" unter" Lokalem" erwähnt haben auf und die Herren auf dem Deck blicken eben mit offen- Frauenkopf zu... sieht ohne Ungeduld, ohne Furcht, ja wollte. barer Befriedigung auf das hübsche, junge Gesicht, das ihnen mit einer gewissen Bewunderung dem Kampf der beiden Er stotterte:„ Gewiß, gewiß, gnädige Frau, genäher kommt. Die Herren unten auf dem Perron aber Wilden zu. wiß.. betrachten was von den Waden der jungen Frau zum Vor- Herr Walter fuhr unermüdlich im Reden fort:„ Da Jeht stand Frau von Marelle dicht bei ihm. schein kommt, zum Theil mit Lüfternheit, zum Theil mit hinten, in den anderen Zimmern habe ich noch mehr; aber wagte nicht sich umzukehren und bei Seite zu treteit. Verdruß. fie sind von weniger bedeutenden, weniger berühmten Malern. Blöglich dachte er, er sei verrückt geworden. Sie hatte Herr Walter hielt die Lampe hoch empor und wieder- Das hier ist mein eigentlicher Salon". Augenblicklich ganz laut gesagt:" Guten Tag, Bel- Ami! Sie kennen mich holte mit unanständigem Lächeln: Nicht wahr? sehr spaß- laufe ich viel von den Jungen", von den ganz Jungen, wohl nicht mehr?" und hänge die Bilder in den inneren Gemächern als Re- Er machte eilig Kehrt. Lächelnd stand sie vor ihm haft! sehr spaßhaft!" serve auf. Ich warte, bis sie berühmt werden." Leise und sah ihn heiter und gütig an. Sie reichte ihm die fügte er noch hinzu: Jezt ist so die richtige Zeit, wo man Hand. Bilder kaufen muß. Die Maler verhungern. Keinen Pfennig Bitternd nahm er sie in Empfang. Noch immer fürch Mitten auf einem abgedeckten Tisch hockt ein Kätzchen haben sie... keinen Pfennig... tete er irgend eine Hinterlist, eine Perfidie von ihr. Sie und betrachtet mit Staunen und Verivierung eine Fliege, Aber Duron sah nichts und verstand nicht, was er aber sehte ruhig hinzu: Wie geht es Ihnen denn? Man die in einem Wasserglase schwimnit. Sie hat die eine Pfote jagte. Frau von Marelle war da, war hinter ihm. Was sieht Sie ja nirgends." erhoben und ist anscheinend im Begriffe, das Insekt mit sollte er anfangen? Grüßte er sie, so konnte er befürchten, Es wollte ihm immer noch nicht glücken, seine Kalteinem raschen Schlage herauszufischen. Aber noch hat sie daß sie ihm den Rücken drehte oder ihn ablaufen ließ. blütigkeit wiederzufinden. Er stotterte:" Ja, ich habe so sich nicht entschieden. Sie schwankt. Was wird sie thun? That er es aber nicht, was mußten die anderen davon viel zu thun, gnädige Frau, so viel zu thun. Herr Walter Dann deutete der Direktor auf ein Gemälde von deufen! hat mir einen neuen Bosten anvertraut, der mich außerDetaille: Die Lektion". Es stellte einen Soldaten in der Dann fuhr er in der Erklärung der Bilder fort:" Eine Rettung von Lambert". Er sagte sich: Vor allem muß ich Zeit gewinnen." ordentlich in Anspruch nimmt." Und so wird das Proletariat auch aus seinem Schooße die geschulten Kräfte herausbilden, die es nöthig hat zur Erringung des Sieges über all' seine Feinde. " Der Antrag des Zentrums hat folgenden Wortlaut: # 1 § 1. Das Gesetz, betreffend den Orden der Gesellschaft Jefu vom 4. Juli 1872, wird aufgehoben.§ 2. Die zur Aus führung und zur Sicherstellung der Bollzugs des in§ 1 genannten Gefeßes erlassenen Anordnungen verlieren ihre Giltig feit.§ 3. Das gegenwärtige Gesetz tritt mit dem Tage seiner Verkündigung in Kraft." Eine Novelle zum Krankenversicherungs- Geset ist von Dr. Hirsch und Genossen im Reichstag eingebracht worden. Sie bezweckt, den freien Hilfskaffen größere Rechte einzuräumen. Tefen und nicht wissen, wie man lebt. Ich Uebrigens thun die Zentrumsleute des Reichstags, als brauchte einen Krieg, um alle deutschen Münzen im sei es ganz ausgeschlossen, daß sie für die Militärvorlage Feuer umzufchmelzen. Der erst: Vorwand war gut. ftimmen könnten. Das wäre die Auflösung. Allein, aber, Zu welch lächerlichen Trugschlüssen die kapitalistische Wäre dieser nicht gelungen, so hate es ein anderer geindessen Presse durch die Verhandlungen unseres Parteitages verthan. Ich mußte den König zur Entscheidung bringen. Er liebte sein Recht, schloß aber lange die Augen leitet wird, zeigt sich namentlich auch bei Beurtheilung un- und wurde nur durch mich zum Entschlusse ge= serer Landa gitation. Wir selbst haben eingestanden, bracht. Die Neußerung Bismarcks ergeht sich des weiteren daß wir mit der Landagitation wenig erreichten!" Weil über die Unentschloffenheit des Königs." unsere Genossen die Schwierigkeiten der Landagitation nicht Herr von Caprivi wird sich nun, zur Vertheidigung des verschwiegen haben, soll unsere Landagitation mißlungen Königs Wilhelm I., an den Angreifer halten müssen. fein! Recht charakteristisch für unsere Gegner, diese Logik. Bismarck ist, in seinem heroftratischen Wahnsinn offenbar Wir Sozialdemokraten werden durch Schwierigkeiten nicht zu allem entschlossen, und bereit, die intimsten Geheimnisse abgeschreckt; sie sind uns nur ein Sporn zu verder Hegentüche, genannt Diplomatie, zu verrathen. doppelter Anstrengung. Die Landagitation wird überall in Deutschland mit aufopferndster Thätigkeit Ganz rabiat ist Hans Blum. Er verlangt, daß der betrieben, unsere Genoffen lernen immer mehr in der Schule Reichskanzler die sozialdemokratischen Zeitungen, die an der praktischen Erfahrung, und erfüllt auch das Erreichte die Fälschung der Emser Depesche glauben, auf Grund des Reichstagswahl in Arnswalde: Friedeberg. Das nicht alle Wünsche, so übertrifft es doch bei weitem die§ 11 des Preßgesetzes zur Aufnahme einer that Schlußergebniß der vorgestrigen Wahl ist nach der StaatsErwartungen derer, welche die Schwierigkeiten kannten. ächlichen Berichtigung zwingen solle. Ein welt- bürger- Beitung": Ahlwardt 6901, Waldom( tons.) 2815, Wir wollen nur an die letzten Landtagswahlen in geschichtliches Verbrechen, auf Grund des Preßgesetzes be- Drawe( freis.) 2917, Hobrecht( nat.- lib.) 406, Millarg Thüringen erinnern, die den Beweis geliefert, daß die richtigt"! Die Idee ist doch wenigstens originell. Freilich,( Soz.- Dem.) 942 Stimmen. Es kommt also zur Stichwahl fozialistischen Jdeen bis in die abgelegensten Thäler unter warum sollte eine Hedaktion nicht berichtigt" werden? zwischen Aylwardt und Drawe. das Landvolk gedrungen find." Die Berichtigung müßte aber vor allem dem Redakteur" Bei der Wahl 1890 erhielt der konservative Randidat Wir Sozialdemokraten täuschen uns nicht über uns der Emser Depesche zugehen. Daß Herr Hans Blum so 5939, der freisinnige 5232, der sozialdemokratische Kandidat felbst; wir wägen unsere Kräfte, und wir wägen die der gang außer sich ist, hat übrigens feinen guten Grund ist er 923 Stimmen. Bei der engeren Wahl wurde der freisinnige Gegner; wir kennen unsere Schwäche und unsere Stärke, es doch), der das böse Geheimniß zuerst verrathen hat, wie Kandidt mit 8815 gegen 6827 tonservative Stimmen ge wählt. Da der Gewählte in einem anderen Wahlkreise und wir kennen die Schwäche und die Stärke unse er in der Broschüre über die Emser Depesche nachzulesen. annahm, war eine Nachwahl erforderlich, bei welcher der Feinde, und das Ergebniß der Prüfung und des Vergleichs Ein Auswanderungs- Gefehentwurf ist dem Reichs- Conservative Kandidat, von Meyer- Arnswalde, 6740, der ist: wir haben das Zeug zu siegen, und wir werden freifinnige 6258 Stimmen erhielt. siegen. Politische teberlicht. Berlin, den 26. November. # = Die konservativen Blätter, wie Kreuz- Zeitung"," Norddeutsche Allgemeine Zeitung"," Reichsbote" und" Bolt" theilen nur die Zahlenergebnisse ber jezigen Wahl mit und hüllen sich im übrigen noch in tiefes Schweigen. Clowns tage vorgelegt. Die Auswanderungs- Freiheit wird zwar als Grundsay" beibehalten, in Wirklichkeit aber befriedigt fie vor allem den agrarischen Wunsch, die Arbeiter an die Scholle zu binden. Dem Gutsherrn wird es leicht werden, Verträge mit dem Arbeiter abzuschließen, die ihn zwar auf längere Zeit binden, ihm selbst aber die Möglichkeit geben, den Arbeiter jederzeit zu entlassen. Der so gebundene Reichstagswahl. Amtliches Ergebniß der am 22. Nos Arbeiter entzieht sich jetzt trotz alledem oft dem Zwange, vember im Wahlkreise Cleve- Geldern stattgehabten Reichs indem er sich dem ihm aufgedrungenen Vertrage entzieht, tags Ersagwahl. Abgegeben wurden insgesammt 10 689 Die Aufnahme der Caprivi'schen Rede im Aus- und die Scholle, an die ihn der Vertrag bindet, verläßt. giltige Stimmen. Davon erhielt der Kandidat des Ben land war Alles in Allem vielleicht günstiger als die Auf Dem schiebt das Auswanderungsgesetz einen Riegel vor. trums, Graf von Loe, Rittergutsbesiger zu Wissen, 10 501 nahme im Juland. Der eminent friedliche Charakter der Der Auswandernde hat von seiner Auswanderung der Be Stimmen. Derselbe ist somit, wie bereits mitgetheilt, ges selben trotz aller Schwarzmalerei- deren Tendenz, für die hörde Anzeige zu machen; durch öffentliche Bekanntmachung wählt. neue Militärvorlage Stimmung zu machen, ja mit Händen wird dieser Entschluß bekannt gemacht. Nach vier Wochen zu greifen isthat gut gewirkt. Die Welt will Frieden, erhält er erst die Bescheinigung, daß dieses geschehen, wenn und sie glaubt Herrn von Caprivi, daß er keinen Krieg nicht inzwischen zur Anzeige gebracht ist, daß der Auswill. Das ist der ungeheuere Vortheil, den er vor dem wanderer sich bestehenden Berpflichtungen" entziehen will. ersten Kanzler voraus hat man glaubt ihm, während Ohne diese Bescheinigung darf niemand Auswanderer be man bei Bismarck stets wußte, daß er etwas anderes denke, fördern. Das ganze Gefeß richtet sein Schwergewicht als er sagte, und daß er sich an Worte und durch sein gegen die Auswanderung von Arbeitern. Der Bourgeois, Wort nicht gebunden hielt. Also der friedliche Charakter welcher, uni feine Gläubiger zu prellen, auswandern der Nede wird überall im Ausland mit Genugthuung will fann dieses Gesetz leicht umgehen. Er passirt anerkannt. Besonders zufrieden sind die Franzosen. Sie die Grenze, und im Nachbarland findet er leicht find zwar flug genug einzusehen, daß das begeisterte Lob, die Gelegenheit zur Auswanderung. Wir haben auch bisher das Herr von Caprivi ihrer Militärfraft zollte, mehr dem nicht gehört, daß von irgend einer Seite ein Bedürfniß Streben, die deutsche Militärvorlage durchzudrücken, als der ausgesprochen ist, gegen Auswanderer dieser Kategorie ein Bewunderung des französischen Heeres entsprungen ist, allein Gesez zu erlaffen, das die Auswanderung verhindert. Das immerhin fühlen sie sich geschmeichelt. Auch der auf die Gesez entspringt dem Wunsche der agrarischen Junter, die Emser Depesche bezügliche Paffus der Rede Caprivi's hat Arbeiter, welche ihrer patriarchalischen" Behandlung sich den Franzosen sehr gut gefallen. Das Schauspiel, daß der entziehen möchten, an die Scholle zu binden. Wird die neue deutsche Reichskanzler dem alten Reichskanzler erklären muß, Vorlage Gesetz, dann könnten sich die Gutsbesizer doch Du bist ein Lügner! Du hast gesagt, Du habest die Enifer täuschen. Die Hoffnung, auswandern zu können, läßt viele Depesche gefälscht, das ist gelogen. Du hast sie nicht gefälscht Landarbeiter noch das ihnen auferlegte Joch ertragen; wer En bist tein Fälscher, blos ein Lügner! das hat für weiß, ob die Gutsbefizer es nicht selbst zu bereuen haben Die spöttischen Franzosen etwas so überwältigend Komisches, werden, wenn ihren Arbeitern diese letzte Hoffnung entrissen daß sie den furchtbaren Ernst der Sache fast vergessen. wird. Festgestellt muß allerdings werden, daß die Caprivi'sche Argumentation niemand in Frankreich überzeugt hat, und Der Antrag auf Aufhebung des Jesuitengesetzes mit Ausnahme der Caprivi- begeisterten Frankfurter ist, wie gestern erwähnt, von der Zentrumspartei eingebracht Zeitung" und des Hans Blum wohl auch niemand in Deutschland. Er will aber Fälscher sein! Wir theilten schon vorgestern mit, daß Bismarck einem franzöfifchen Interviewer sein Geständniß wiederholt habe. Unterm heutigen Zag telegraphirt man aus Paris: worden. Hätten sie es nicht gethan, so würden vielleicht die Sozialdemokraten es gethan haben. Herr Lieber, der demokratische Stimmenfänger für den„ Thurm", hat übrigens erklärt, auch wenn die Regierung den Antrag annehme und die Jesuiten wieder ins Land laffe, werde das Zentrum doch die Militärvorlage nicht bewilligen. Die Jesuiten und unser Recht sind uns viel zu lieb, als daß wir sie mit einer solchen Belastung des deutschen Volkes zurückkaufen und, mit dem Unwillen des gesammten Boltes belastet, wieder nach Deutschland zurückführen wollten." „ Das Morgenblatt Be Journal" veröffentlicht heute ein angebliches( wirkliches. d. B.) Interview eines seiner Redakteure mit Bismarc. Darnach erklärte letzterer: Was ich über die Emser Depesche sagte, wollte ich sagen, anderes Abwarten, und Thee trinken. Auf der„ Drehscheibe", giebt es nichts. Die Entrüstung der Diplo die der alte Windthorst weiland den Nationalliberalen als maten und Journalisten ist lächerlich. Wer glaubt ernsthaft, daß man einen Krieg wegen einer Depesche politischen Standpunkt" zuwies, stehen heute die wackelnden beginnt? Dum me, welche die Gefchichte nicht ge- Herren vom wackelnden Zentrumsthurm. " Sie sah ihm noch immer voll ins Gesicht, und er konnte Was sagten sie einander? Nicht viel; aber ihre Lippen in ihren Augen nur Güte lesen. Sie erwiderte:" Ich weiß zitterten, wenn ihre Blicke sich trafen. es schon. Aber deshalb braucht man seine Freunde doch nicht zu vergessen!" Eine dice, stark dekolletirte und herausgeputzte Dame mit rothen Armen, rothen Backen und einem so gewichtigen Schritt, daß der Boden zu zittern schien, schob sie von einander. Die Dame schien mit großer Rücksicht behandelt zu werden, und Duroy erkundigte sich deshalb bei Frau Forestier, wer sie wäre. " Die Gräfin von Percemur. Dieselbe, die ihre Artikel mit Weißhändchen" unterzeichnet." Er war ganz verblüfft, und er mußte das Lachen unterdrücken:„ Weißhändchen! Weißhändchen! Und ich stellte mir darunter eine junge Frau, wie Sie, vor! Das also ist das Weißhändchen". Sehr gut, sehr gut!" Gin Diener erschien in der Thür und meldete: Es ist angerichtet, gnädige Frau!" Der junge Mann wollte gegen die Tochter seines Prin zipals liebenswürdig sein, und er richtete von Zeit zu Beit eine Frage an sie. Sie antwortete ihm ganz in der Art ihrer Mutter und war nie einen Augenblick um die richtige Antwort verlegen. Herr Walter hatte die Gräfin von Percemur zu seiner Rechten; sie benahm sich wie eine Prinzessin und Duroy amisirte sich sehr über sie. Er flüsterte Frau von Marelle zu: Kennen Sie die andere, die ihre Artikel mit„ RosaDomino" unterzeichnet?" " Ja gewiß! Die Baronin von Livar." Jsi sie von derselben Art?" ,, Nein, aber eben so gelungen. Eine lange, dürre Jungfer von sechzig Jahren mit falschen Locken und großen gelben Zähnen. Lebt im Zeitalter der Restauration, woher auch noch ihre Toiletten stammen." Wo hat man denn diese Phänomen der Literatur aufgetrieben?" Die bürgerlichen Emporkömmlinge nehmen ja immer alte Adelsnester aus." Nur deshalb?" Die Festsetzung von Minimalpreisen durch Jnnungen ist für ihre Mitglieder bindend, wenigstens im Königreich Sachsen nach der Entscheidung des Ministers des Innern. Es lag folgender Fall derfelben zu Grunde: Bei der Kreishauptmannschaft zu Leipzig beschwerte sich ein Barbier darüber, daß in das von der Kreishauptmannschaft genehmigte Statut seiner Innung eine Bestimmung auf genommen fei, wonach jedem Junungsmitgliede die Einhaltung des von der Junung festgelegten Minimaltarifs für gewerbliche Leistungen obliegt, und Uebertretung dieses Tarifs mit Ordnungsstrafe bedroht ist. Die Königliche Kreishaupt mannschaft hat diese Beschwerde abgewiesen und in der Entfcheidung folgendes ausgeführt: Die angefochtene Bestimmung dient, wie der Stadtrath zu 2. in zutreffender Weise ausgeführt hat, zur möglichsten Fernhaltung der Schleuderkonkurrenz. Eine solche Konturrenz zu beseitigen, einen soliden Geschäftsbetrieb bei den Innungsmitgliedern zu fördern, eine Bes nugung unlaterer oder schwindelhafter Mittel feitens der Innungsmitglieder auszuschließen, ist aber eine der Hauptaufgaben der Innung, insofern als diese nach §97 Abs. 2 Nr. 1 der Gewerbe- Ordnung gerade zur Pflege des Gemeingeistes, sowie zur Aufrechthaltung und Stärkung der Standesehre unter den Mitgliedern berujen ist vergl. Annt. zu§ 15 des vom Reichsamt des Junern veröffentlichten Normal- Innungsstatuts. Jit demnach die angefo.htene Be stimmung des Innungsstatuts gerade um beswillen auf genommen worden, um eine der geseglichen Aufgaben der Innung zu erfüllen, so fallen sämmtliche aus§ 98 a Abf. S der Gewerbe- Ordnung gezogene Schlußfolgerungen des Be schwerde ührers in sich zusammen, und es war vielmehr anzu erteunen, daß diefelbe den gefeßlichen Bestimmungen voll tommen entspricht. Da nach§ 98 b Abs. 2 Nr. 1 der Gewerbe- Ordnung die Genehmigung eines Innungsstatuts aber nur versagt werden kann, wenn es den gefeßlichen Anforderungen nicht entspricht, so lag hiernach ein Grund, das Statut der Barbier und Friseur- Inuung nicht zu genehmigen, nicht vor, infolge dessen mußte sich die königliche Kreishauptmannschaft aber auch behindert feben, gemäß§ 1081 der Gewerbeordnung, dem Wunsche des Beschwerdeführers entsprechend, eine Anordnung auf Abänderung des Statutes zu treffen. Ist aber die recht liche Buläffigteit der betreffenden Benimmung nachgewiesen, so liegt für die tönigliche Kreishauptmannschaft eine Ber anlaffung, ihre wirthschaftliche Zulässigkeit zu prüfen Und sie schieden von einander, ohne weiter noch ein Wort zu wechseln. Duroy fand die Gesellschaft eintönig und blieb nicht mehr lange. Als er die Treppe hinabstieg, traf er Norbert Der alte von Varenne, der auch eben gegangen war. Dichter nahm seinen Arm. Seit er wußte, daß er in ihm feinen Rivalen bei der Zeitung zu fürchten hatte, weil ihre Thätigkeit ganz auseinander lag, bewies er dem jungen Wanne das Wohlwollen des älteren. Wollen Sie mich ein Stück begleiten?" fragte er. " Wit Vergnügen, theurer Meister," erwiderte Duron. Sie fetten fich in Bewegung und schritten langsam den Boulevard Malesherbes entlang. Still und einsam lag Paris da. Die Nacht war falt und schien noch tiefer als fouft zu sein. Es war eine Nacht, wo die Sterne ferner als je sind und der Eishauch der Luft von noch weiter her, als dort, wo die Sterne sind, zu wehen scheint. Die beiden Männer schritten schweigend weiter. Dann sprach Duroy, nur um etwas zu sagen: „ Der Herr Laroche- Mathien sieht doch recht intelligent und gebildet aus." " So. Finden Sie?" brumimte der alte Dichter. Ueberrascht zögerte der junge Mann mit der Antwort: Ja freilich. Er gilt ja als einer der hervorragendften Abgeordneten. Das Diner bot keine Ueberraschungen, verlief aber sonst ganz Inftig. Es war ein Diner, wo man von allerhand Dingen spricht, ohne wirklich etwas zu sagen. Duroy faß zwischen der älteren, häßlichen Tochter des Direktors, Fränlein Rosa, und Frau Marelle. Ihre Nachbarschaft genirte gern ihn ein wenig, obwohl sie sehr hübsch aussah und in ihrer gewohnten geistreichen Art plauderte. Er war zuerst verwirrt, gezwungen und unschlüssig, wie ein Musiker, der den Der Direktor, die beiden Abgeordneten, Norbert von Möglich. Jm Reich der Blinden ist der Einäugige richtigen Ton verloren hat. Allmälig jedoch gewann er Varenne und Jacques Rival hatten fich inzwischen in ein König. All' diese Leute, fehen Sie, sind mittelmäßige Köpfe, seine Sicherheit wieder, und ihre Augen, die sich unaufhör- politisches Gespräch vertieft, und das dauerte bis zum ihr Berstand ist zwischen zwei Mauern eingepfercht, Gelb lich begegneten, schienen einander viel zu fragen zu haben Dessert. Pedanten find es, lieber Duron, mit denen einander. Nur deshalb!" und versenkten sich ganz wie früher fast törperlich in Als man in den Salon zurückgekehrt war, näherte sich und Politik. Duroy von neuem Frau von Matelle, sah ihr tief in die man von nichts reden kann, die nichts von dem verstehen, was wir lieben. Ihr Verstand ist eingeschachtelt, oder Blöglich glaubte er unter dem Tisch etwas über feinen Augen und fragte:" Darf ich Sie heut Abend nach Haus richtiger noch: versumpft, wie die Seine bei Asnières. Fuß streichen zu fühlen. Er rückte etwas weiter vor und begleiten?" berührte feine Nachbarin, die nicht vor ihm zurückwich. In diesem Augenblick sprachen sie beide mit ihren anderen Nachbaren. Duroy's Herz schlug heftig, und er rückte sein Knie ist, noch etwas weiter vor. Ein leiser Deud antwortete ihm. Jetzt wußte er, daß ihre alte Liebe wieder da war. " Nein." # 1 Warum nicht?" " Weil mich Herr Laroche- Mathieu, der mein Nachbar nach diesen Diners immer bis an meine Thür bringt." 21 Wann kann ich Sie dann sehen?" " Speisen Gie morgen bei mir." Ach! Wie selten findet man einen Mann, der Welt weite in seinen Gedaufen hat, der in einem die Empfindung hervorruft, wie der kräftige Athem der offenen See, den man an der Meerestüfte spürt. Ein paar solche Männer habe ich getanut; sie sind todt." ( Fortsetzung folgt.) d. h. wohl zu erwägen, ob fie praktisch durchführbar und| Engländer von Geburt und nahm den romantischen Namen zweckentsprechend sei nicht vor, sie hat dies vielmehr lebiglich La Caron; erst 1861 an, als erwährend des Krieges der Junung selbst zu überlassen. gegen die Sklavenhalter in die amerikanische Armee einin die amerikanische Armee eintrat. Spizel wurde er 1865 und ist es über 20 Jahre geblieben. Auf hiergegen eingelegtes Rechtsmittel hat das königliche fächsische Ministerium des Innern diese Entscheidung beftätigt. Es brauchte jetzt nur noch der Wunsch der Zünstler, den Beitritt zur Junung obligatorisch zu machen, erfüllt zu werden, und Backer und Schlächter- Junungen würden es in ihrer Hand haben, die Preise ihrer Waaren in beliebiger Höhe zu halten. Einen Minimallohn für die Arbeiter brauchten fie dann erst recht nicht einzuhalten. Polizeiliches, Gerichtliches 2e. Bosen am 21. November der Parteigenoffe Poguntte ledigich deshalb vom Wächter verhaftet, weil er ein Backet Zeitungen bei sich getragen hatte. Das tam dem Wächter verdächtig" vor. Erst am nächsten Morgen entließ man oguntte aus Wie der Breslauer Boitswacht" zu entnehmen, wurde in der Haft. -Genosse Gerlach in Halberstadt hatte sich durch Amerika. Aus Washington, der Hauptstadt der Vereinigten Staaten, wird telegraphirt: eine Rede, die er in Cochstadt gehalten, eine Anflage wegen Washington, Freitag, 25. November. Der Präsident Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen" zugezogen. Nunder Senatskommission für Einwanderungswesen, Chandler, mehr ist durch Beschluß des Halberstädter Landgerichts das Vererflärte gegenüber einem Berichterstatter, er werde der Kom- fahren gegen ihn eingestellt. Die Roften trägt die geduldige mission einen Antrag unterbreiten, wonach Niemand zur Ein Staatstaffe. wanderung in die Vereinigten Staaten zugelassen werden solle, der nicht des Lesens und Schreibens in seiner Muttersprache Berufung das Urtheil des Schöffengerichts bestätigt, wonach der - Die Bremer Straffammer hat durch Verwerfung der fundig und im Besitze von mindestens 100 Dollars und für Redakteur Chr. Gottlieb von der Bremer Bürgerzeitung" den Fall, daß er von Frau und Kindern begleitet sei, im wegen Beleidigung des Delmenhorster Arztes Dr. Ratenkamp Besitz eines höheren Beirages wäre. Chandler sprach die Meinung aus, das die Einwanderung für fünf Jahre voll diefem 500 M. zu zahlen hat, sowie einen Monat Gefängniß verbüßen muß. ständig verboten werden müsse, um ein Sinfen der Löhne zu verhindern. Jeder Reisende müßte einen Paß erhalten, durch welchen die Dauer des zulässigen Aufenthaltes festgesetzt wird. Personen, deren Eltern in den Vereinigten Staaten ansässig feien, folle es jedoch nicht verwehrt werden, zum dauernden Aufenthalt bei denselben zurückzukehren. " Echt freisinniger" Trost. Bei der Ahlwardt'schen Wahl tröstet sich die Freisinnige Zeitung" des Herrn Eugen Richter damit, daß Ahlwardt bis zum Frühjahr sich noch in Strafhaft befindet und diese sich noch durch die weiteren gegen Ahlwardt schwebenden Anklagen verlängern dürfte. Hätten die Freisinnigen" noch Prinzipien, so müßten sie ger ade bei dieser Gelegenheit dafür eintreten, daß jede Straf haft eines Reichstags- Abgeordneten auf VerTangen des Reichstags unterbrochen wird, ein Standpunkt, den sie früher selbst vertraten. Auf die Person des Abgeordneten täme es gar nicht an. Vielleicht aber wird die In Deutschland sucht man die Auswanderung, freifinnige" Hoffnung doch noch zu Schanden. Warum Bestreben zeigt so recht die Kulturwidrigkeit der kapitalisti ungefäumt die Ginzeichnung in die Wählerlisten zum Gewerbein Amerika die Einwanderung zu hindern. Dieses sollte nicht der Kaiser, angesichts der von Sen Wählern in Aruswalde- Friedeberg gemachten Rundgebung, schen Entwickelung. Uebrigens wird das Argument Chandler's, gericht zu bewirken. Kollegen! Die Bedeutung der GewerbeBegnadigung eintreten lassen? Hat doch auch der deutsch- daß die Einwanderung die Löhne herabdrückt, die ameri- gerichts- Wahlen fennt Ihr, weniger aber wird Euch bekannt sein, konservative Verein bereits ein diesbezügliches Gnadengefuch fanische Bourgeoisie jedenfalls in der entgegengesezten baß trotz aller Bemühungen eine Berlängerung der Tageszeit, in Richtung der Chandler'schen Vorschläge beeinflussen. an den Monarchen eingereicht. Der schwarzburg- rudolstädtische Landtag hatte bei Berathung der Regierungsvorlage über ein neues Eintommensteuer- Gesez in der ersten Lesung am 24. November die untersten Stufen ermäßigt, und zwar zu einem ganz winzigen Betrag, der nur deshalb bestimmt wurde, weil das Wahlrecht an die Zahlung direkter Staatssteuern gefnüpft ist. Hierauf erklärte, nach dem Thüringer Volksblatt", Parteinachrichten. Soziale Ueberlicht. Hausdiener, Geschäftsdiener, Packer u. f. tv.! Der unterzeichnete Borstand fordert alle Berufsgenossen auf, welcher die Einzeichnung zu geschehen hat, nicht zu erreichen war; in den Stunden von 5-8 Uhr Abends oder Sonntags von 12 bis 8 Uhr Mittags, werden die Wenigsten die Zeit zum Einzeichnen haben. Wir ersuchen daher alle Kollegen, die Anmeldeformulare vom Bureau Neue Grünstr. 10, I, in der Zeit von 8 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends abzufordern, oder dies selben dort event. gleich ausfüllen zu lassen. Kollegen, welche fich in einer der neuen Annahmestellen melden, thun gut, sich mit einer Vegitimation zu versehen; der Militärpaß, die vier letzten Bon der Agitation. In einer von weit über 5000 Per Steuerquittungen oder der Miethstontraft werden als solche betrachtet. Es wird dadurch auch die zuweilen schwer oder gar nicht zu erlangende Unterschrift des Arbeitgebers oder der Polizeibehörde überflüssig. Zur Wahl berechtigt ist jeder Hausdiener und Berufsgenosse, welcher 25 Jahr alt und länger als ein Jahr in Berlin arbeitet oder wohnt. Also haben auch Arbeitslose und Unverheirathete das Recht, zu wählen. Die Anmeldung in die Wählerlisten muß spätestens am 4. Dezember geschehen sein. der Staatsminister v. Stard, falls die Stener fonen befuchten Arbeiterversammlung sprach Reichstags- Abgeordverminderungen auch in der zweiten Lesung be neter Stadthagen am vorigen Dienstag in Essen über das stehen blieben, fehe sich die Regierung genöthigt, die ganze Thema„ Der Arbeiterschutz unter besonderer Berücksichtigung der Vorlage zurückzuziehen, da die Ermäßigung ausschließlich Gewerbegerichte". In einer mit überwältigender Mehrheit zur nur den Arbeitern, Handwerkern und Kleingewerbetreibenden Annahme gelangten Resolution sprach sich die Versammlung zu zu Gute fomme. Ein schöner Grund! Herr v. Starck Gunsten der Darlegungen des Referenten aus. scheint den Befähigungsnachweis für einen preußischen Finanzminister zu besitzen. Die Schraube ohne Ende. Am Mittwoch brachte Herr von Caprivi seine Militärvorlage im deutschen Steichstage ein am Donnerstag übertrumpfte ihn Freycinet in der französischen Kammer. Ein Telegramm besagt: 10 Gemeindewahlen. In och stras( Wejifalen) wurde in der 8. Klaffe ein Arbeiter gewählt; in Schwabeim( Weftfalen) siegten ebenfalls die Arbeiter. Bei der Wahl in Untermhaus( Reuß j. 2.) erhielten unsere Kandidaten 91-123, die vereinigten Gegner 124-144 Stimmen. Der Vorstand bes Verbandes der Gefchäftsbiener, Bader und Berufsgenossen. R. Schöpfe, Wollinerstr. 80. Bur Referentenfrage. Achtung, Arbeiter Berlins! Eine im Laufe dieser Woche stattfindende öffentliche BoltsIn Gräfrath( Krets Solingen) wurde ber Genosse versammlung wird fich nochmals mit der Honigkuchen Gustav Hammesfahr in das Stadtverordneten- Kollegium Paris, 25. November. Der Kriegsminister Freycinet gewählt. Dem gleichfalls als Kandidaten aufgestellten Genossen Angelegenheit der Firma Hildebrandt u. Sohn zu be legte gestern der Deputirtenkammer einen Gesezentwurf be- Otto Lange fehlten nur noch 34 Stimmen an der absoluten fassen haben. Wir fordern die Arbeiter Berlins nun auf, zahlreich in dieser Versammlung zu erscheinen, damit diesmal nicht treffend die Feststellung der Gabres und der Effektivbestände Majorität. des Heeres vor. In der Begründung wird ausgeführt, die Ueber die Mainzer Stadtverordnetenwahl wird uns noch wieder die bei der obigen Firma Beschäftigten eine fachgemäße Borlage habe rein defensiven Charakter; es sollen nur die geschrieben: Die Wahl brachte, wie schon in einer früheren Grörterung der Frage verhindern können. Alles Nähere über die stattfindende Versammlung werden die Mobilifirungsverhältniffe verbessert werden, ohne daß zugleich Nummer des Vorwärts" erwähnt ist, bem nationalliberals Plakate der Anschlagfäulen besagen. die Friedenspräsenzstärfe abgeändert wird. Auch führt die demokratisch ultramontanen Kartell eine schwere Niederlage. Plakate der Anschlagfäulen befagen. Die Agitationstommission. Vorlage teine Erhöhung des Militäretats herbei. Durch den Nicht nur erwies sich die Sozialdemokratie auch in Gemeinde3. A.: Alfred Schulz. Geseze twurf wird als neuer militärischer Grad derjenige Angelegenheiten als die stärkste, wie sie es bei den Wahlen zum eines général d'armée eingeführt. Solcher Generale sollen Landtage und Reichstage schon war, die ultramontanen Kandidaten Achtung, Möbelpolirer! eingestellt werden, für die das Lebensalter von wurden auch von ihren eigenen Kartellbrüdern in Stich gelassen und Am 4. Dezember 6. J. läuft die Frist zur Aufnahme in die 66 Jahren als Altersgrenze der Diensttauglichkeit festgesetzt sind daher faft sämmtlich durchgefallen. Definitiv sind gewählt: vier Wählerlisten ab. Berfäume daher kein Kollege, fich so schnell als wird. Zwanzig Brigadegeneral Stellen sollen neu errichtet Sozialdemokraten, und zwar die Genoffen Jöst mit 2109, Tiefel mit möglich eintragen gil laffen. Wahlberechtigt ijt jeoer, der 25 Jahre werden. Jedes Infanterie Regiment soll einen Bataillons 1862, Braun mit 1827 und Dr. Fraut mit 1935 Stimmen; außer alt ist, ein Jahr in Berlin wohnt oder arbeitet und im Besize tommandeur, jebe Kompagnie einen Hauptmann mehr erhalten. dem find 2 Demokraten, 5 Freifinnige, 1 Ultramontaner und ber bürgerlichen Ehrenrechte ist. Antragsformulare sind jederDiese Hauptleute sind für die Kadres der Reserve- Regimenter 4 Biberale gewählt. Auf unseren Genossen Jöt entfiel die zweit eit bei mir zu haben. Ich bitte namentlich die organisirten bestimmt. Die Kavallerie wird um 8 Regimenter, 6 Obersten höchste Stimmenzahl. Der Erfolg ist, schreibt unser Korrespondent, Kollegen, jeben fäumigen Arbeiter an feine Pflicht zu erinnern. und 58 Rittmeister, die Artillerie um 2 Bataillone Festungs- ein geradezu großartiger zu nennen, denn noch weitere vorMit fozialdemokratischem Gruß Artillerie und 2 Regimenter Gebirgs- Artillerie, die Fußtruppen geschlagene drei Genossen erhielten durchschnittlich 1700 Stimmen, B. Franke, Delegirter der Berliner Streit- Kontrollfommiffions um 2 Bataillone Alpenjäger und 2 Bataillone Genietruppen während noch vor drei Jahren unter offizieller Parteizettel nur Berlin N., Rheinsbergerstr. 38 I. vermehrt. Mehrere Difizierstellen, darunter Bataillons und 532 Stimmen auf sich vereinigte. Die auf unsere Kandidaten Lithographeu, Steindrucker und Berufsgenoffen! Regiments- Adjutanten, werden abgeschafft und die Forderungen abgegebene Stimmenzahl hat sich also mehr als verdreifacht. Ueber die Wahl macht die Mainzer Boltszeitung" noch einige Formulare zur Eintragung in die Gewerbegerichts. Wählerin verschiedenen Rapiteln des Militäretats herabgefekt. interessante Angaben: Von 5470 eingeschriebenen Wählern listen werden auf unserem Arbeitsnachweis, RosenthalerLogischer Weise muß Herr von Caprivi jetzt feine haben 3740 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, mithin it raße 30, in der Zeit von 8 bis 9 Uhr Abends verabsolgt. Militärvorlage noch etwas fetter machen etliche Hundert 68 Prozent. Vor drei Jahren haben nur 68 Prozent und vor Euch Allen ist die Wichtigkeit diefer Wahlen bekannt, versäume tausend Soldaten und etliche Dugend Millionen Mark mehr sechs Jahren nicht ganz 40 Prozent abgestimmt. Während vor also niemand, feine Eintragung zu bewirten' fordern. Wir sind ja einmal auf der Bahn, und sprich- brei Jahren nur 582 unveränderte Bettel für unsere Partei ab- Mit follegialem Gruß wörtlich leicht ist der Abrutsch in den Avernus in den gegeben wurden, haben die Wähler diesmal für unsere Partei 1268 unveränderte und 249 veränderte Bettel in die Urne gelegt. Abgrund des Bankrotts. So glänzend der Erfolg für unsere Partei ist, so niederfchmetternd In letzter Beit mußten wir die Erfahrung machen, daß eine Maßregelung. Unser französischer Genosse Ferroul, ist das Resultat für die Kartellparteien. Nur 864 ungestrichene Mitglied der Kammer, ist oder war Bürgermeister der Bettel wurden für die vereinigte demokratische, nationalliberale Reihe sich als Genoffen gerirender Personen, die in Versamm Stadt Narbonne. Wie ein Telegramm uns meldet, ist er und ultramontane Partei abgegeven und weitere 662 Bettel waren lungen als Referenten auftraten, sich für die Vorträge, die fie soeben von der Regierung dieses seines Amtes enthoben verändert. Für die freisinnige Partei wurden 204 unveränderte hielten, derartige hohe Honorare bezahlen ließen, daß man unund 181 gestrichene Bettel abgegeben. Geftrichene Bettel sind, willkürlich zu der Annahme gezwungen wird, es sei diesen Herren worden, weil er angeblich einen rechtmäßig verhafteten wie aus obigen Zahlen hervorgeht, bei der sozialdemokratischen weniger um das Interesse der Arbeiter, als um ihren eigenen Freund widerrechtlich aus der Haft entlassen habe. Nähere Partei nur in der Höhe von 16 Prozent abgegeben worden, Vortheil zu thun. Nachrichten find abzuwarten. während die freisinnige Bartei nahezu die Hälfte und das Kartell Was soll man z. B. dazu sagen, wenn bie Personen, die 43 Prozent veränderte Bettel aufzuweisen hat. Unsere Partei hat wir ins Auge faffen, fich für einen kleinen Vortrag in einer Der Panama Skandal. Die Untersuchungs- Kom- ihre Disziplin wieder bewiesen, dagegen haben die Kartellparteien Gewerkschaftsversammlung 10 M. und darüber, bezahlen lassen? miffion der französischen Rammer hat den Herrn sich offenbar gegenseitig in der schlimmsten Weise betrogen und Harmoniren derartige Praktiken mit dem altbewährten Grundfaz, Delahaye vernommen, welcher die Auflagen erhoben wen die Freifinnigen vorzugsweise gestrichen haben, wird bei baß jeder Genoffe in seiner Weise Opfer bringen foll? Uns hatte. Und zum Erstaunen aller hat dieser die Erklärung Feststellung des endgiltigen Ergebnisses der Wahl unschwer zu dünkt, daß durch solche Leute unsere Sache nicht gefördert wird. 2. 8impel, Gubenerstr. 8. abgegeben, er habe keine Beweise die Beweise folle man ermitteln fein. Heute können wir trotz aller Phrafen der Kartell bei ben Beitungen holen! Man sollte fast glauben, diefer parteien behaupten, deutsche Treue und Redlichkeit eristict nur bei den vaterlandslofen" Sozialdemofraten." Benierft sei, daß antisemitische Schubjatski stehe im Solo des Panama- Rings, bas endgiltige Ergebnis der Wahl noch nicht vorliegt. um die Sache der Antläger zu diskreditiren. Uebrigens läßt die öffentliche Meinung sich nicht ablenken. Ift auch Gegen die Militärvorlage und den Militarismus überdie Zahl der Schuldigen groß, so enthält die französische haupt fanden weiter protestversammlungen statt in Quedline Republik doch so viel gesunde Elemente, daß ein Vertuschen ourg( Ref. Dr. Ridt- Heit elberg), Reinickendorf bei Die hiesige Zahlstelle des Verbandes der Glaser and nicht möglich. Dem Wahrheitsmann Stöcker, der in seinem Berlin( Ref. Dr. Lütgenau), Langenberg( Ref. Leven Reichsboten" bereits den Krach der Republik sieht, geben Gera), Oldesloe( Ref. 2. einheber), Dardesheim verwandten Berufsgenossen hielt am 11. November wir aber den Rath, wenn er durchaus Krach" sehen will,( Ref. Vogt Harsleben), Schöne bje ct( Ref. Reichstags- Ab eine Zusammenkunft ab. Kollege Stampehl erläuterte in derfelben den Unterschied zwischen Lokal und Sentralorgani geordneter Förster Hamburg). sich einmal in den Monarchien umzuschauen. Unsere fehr rührigen badischen und pfälzischen Gefation und empfahl dringend, dem Verband der Glaser und Berufsgenossen beizutreten. Ferner tabelte der Redner an den Paris, 26, November. Die von dem Deputirten Dela. noffen hatten heute wieder eine Reihe von Protefiverfamm Kollegen das Umfchauen nach Arbeit und ersuchte den Borstand, Birtulare anfertigen zu laffen, in denen auf unsern ArbeitsJu Schuey( Bayern) wurde am 7. November ein Sozial nachweis hingewiefen wird. Nach Schluß des Referats wurde danach, was aus den 5 Millionen Franks geworden ist, welche demokratischer Wahlverein Lichtenfels- Kronach" mit dem Size in über die Höhe des Beitrags debattirt und beschlossen, denselben Baron Reinach von der Panama- Gesellschaft erhalten habe, Schney gegründet. Demfelben traten sofort 85 Genossen als auf 25 B. wöchentlich zu bemessen. Die Versammelten gingen um die maßgebenden Kreise für das letzte Emissionsprojekt zu Mitglieder bei. Am nächsten Sonntag unternahmen die Genossen bei diesem Beschluß allgemein von dem Grundsatz aus, daß eine gewinnen; man müffe die Bücher des Bankhauses Kohn von Schney, Zeulz und Schwürbis einen Ausflug nach Schotten Gewerkschaft nur bei relativ hohen Beiträgen etwas Tüchtiges Reinach, die Checkhefte und Checkabschnitte prüfen und die stein, um Anschluß an die Gesinnungsgenossen des Iggrundes worden war, das Fachorgan„ Der Glafer" vom 1. Januar 1898 für ihre Mitglieder Teiften kann. Nachdem noch beschlossen Signatäre verhören.erhalten, wobei viele remplare der Broschüre: von Vollmar ab obligatorisch einzuführen, wurden noch einige interne Ans zur Ber Der englische Dynamitspiel La Caron, dessen wir Wahrheit, Freiheit, Recht" theilung tamen. Die Aufnahme war Die Aufnahme war eine vortreffliche gelegenheiten erörtert und darauf die Versammlung gefchloffen. neulich erwähnten, hat mit seiner Schriftstellerei solchen Genosse Beez- Wett. Beutn referirte noch über die neue MilitärIn der Versammlung des Fachvereins der Tapezirer Erfolg gehabt feine„ Erinnerungen eines politischen vorlage, wofür ihm öfter Beifall zu Theil wurde. Nachdem eine sprach am 21. November Genosse Bruns über GeschichtsSpions" haben ihm ein" Honorar von 20 000 M. ein Resolution gegen die Militärvorlage einstimmig angenommen fälschung". Nach Beendigung des mit lebhaftem Beifall aufgebracht daß er sich nun ganz auf die Schriftstellerei war, wurde die Bersammlung mit einem Soch auf die inter- genommenen Vortrags wurden noch verschiedene innere Vereinsverlegen und vom 1. Januar an ein politisches Wochen nationale Sozialdemokratie geschlossen. Durch den Vortrag haben angelegenheiten erörtert, worauf in einem Schlußwort der blatt herausgeben wird, in welchem er seine Enthüllungen" wir uns viele Freunde erworben, welche energisch gegen die Kassirer zur pünktlichen Entrichtung der Beiträge ermahnte. fortfehen will. Da die„ Enthüllungen" diefes Lumpazius Militärvorlage zu agitiren und auch sonst für unsere gute Sache eintreten zu wollen versprachen, denn auch die Bauern baben es dem Herrn Stadstone, der ihn zuerst beschäftigte, ganz best, ter tiefer für den unproduktiven Militarismus in den fatt, immer sonders unangenehm find, so ist zu vermuthen, daß die Beutel zu greifen. Sie verlangen ebenso wie die Städter die Konservativen hinter dem Biedermann stehen. Derselbe Berwerfung der neuen Militärvorlage. heißt übrigens von Haus aus Thomas Beach, ist D Ein Telegramm vom heutigen Nachmittag meldet: haye vor der Panama- Untersuchungskommission gemachte schrift: liche Deposition gipfelt in der Forderung einer Nachforschung * M Für Versammlungen. Eine Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins für Mariendorf, mit der Tagesordnung: Vorlesung aus Liebnecht's Broschüre Die Emser Depesche", fand am 22. d. M. statt. Nach Schluß der Vorlesung wurde R. Coloffer zum 2. Rassirer gewählt. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum Circus Renz, ( Karlstraße.) Sonntag, den 27. November 1892: Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstraße. Sonntag, den 27. November, gegenüber keinerlei Verantwortung Zwei große Fest- Borstellungen. Zmei große Fej- Borstellungen. Zwei Theater. Sonntag, 27. November. Opernhaus. Die Hugenotten. Montag: Mignon. Schauspielhaus. Der Geigenmacher von Cremona. Die gelehrten Frauen. Montag: Fiesco, oder: Die Ver schwörung zu Genua. Leming- Theater. Die Orjentreise. Montag: Die Camelien- Dame. Berliner Theater. Dora. Montag: Der Hüttenbesitzer. Wallner- Theater. Iuft. Die GroßstadtMontag: Sodom's Ende. Deutsches Theater. Die Welt, in der man sich langweilt. Montag: Prinz Friedrich von Hom burg. Neues Theater. Die LiebeshändIerin. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kroll's Theater. A Santa Lucia. Montag: Geschlossen. Residenz- Theater. Im Pavillon.( Le Parfum). In beiden Vorstellungen Auftreten fämmtlicher neu engagirter Kunstkräfte 1. Ranges. Außerdem: Nachmittags 4 Uhr: Zur Belusti gung der Jugend besonders gewähltes Programm. Zum Schluß: Die lustigen Heidelberger. Abends 71/2 Uhr: Mr. Fillis mit dem Schulpferde Markir. Zum Schluß: Auf Helgoland mit neuen Einlagen. Ballet v. 82 Damen. V Montag, Abends 714 Uhr: Große Vorstellung mit neuem Programm und Billet Vorverkauf Auf Helgoland. beim Invalidendant", Markgrafenstraße 51a. Fr. Renz, Direktor. Achtung. Gr. Achtung. Volks- Versammlung Grtra- Bortelungen. in Böhmischen Branhause, Landsberger Aller 11-13, am Montag, den 28. November, Abds. 8% Uhr, Nachm. 4 Uhr: Konikervorst. ( 1 Kind frei). U..: Auftreten sämmtl. Klowns, sowie der drei dummen Auguste. 55 Hengste, vorgeführt vom Direktor Althoff. 2. Vorstellung Abends 72 Uhr. Zum 3. Male: Mexik. Kriegsepisode d. Rapph.Osman Pascha als Luftschiffer, sowie 55 Hengite, vorgeführt vom Direktor Althoff. Außerdem Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Montag, den 28. Nov., Abds. 71/2 Uhr: Gr. Vorstell. Megit. Kriegsepisode 2c. Näheres die Plakate. Feen- Palast Gratweil's Bierhallen Burgstraße, neben der Börse. Welt- Lokal Berlins, 5000 Pers. fassend. Täglich Gr. Spezialitäten Vorstellung = mit abwechselndem Programm. Anf. Wochent. 72 Uhr, Sount. 6 Uhr. Entree 50 Pf. Jeden Mittwoch und Sonntag Nachm. Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Germania- Konzert- n. Konplet- Sänger. Wochentags fret. Sonntags 30 Pfennig. Kinder 10 Pf. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Bwei Säle mit folgender Tagesordnung: 1. Vortrag der Frau Jhrer aus Velten über die Broschüre: Drei und einhalb Monate Fabrikarbeiterin. 2. Diskussion. 3. Bericht der Revisoren. 4. Verschiedenes. 361/4 Der überaus wichtigen Tagesordnung halber wird um zahlreiches und pünktliches Erscheinen gebeten. Die Frauen- Agitationskommission. Achtung! Maurer. Große öffentliche Versammlung am Donnerstag, den 1. Dezember er., Abends 8 Uhr, in den Juduſtriehallen, Kommandantenstr. 77-79. Tages Ordnung: 1. Zweck und Nugen der Arbeitslosen- Statistit. Referent F. Schulze. 2. Diskussion. ft C L 12 D 242/3 1 11 a1 G 3. Die Gewerbe- Schiedsgerichtswahlen. Referent Rollege Klingenberg. 4. Diskussion. 5. Gewerkschaftliches. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Der Einberufer. H. Schigolski. F. Gräschke. NB. Den Mitgliedern des Zentral- Verbandes, Filiale II Berlin zur Nachricht, daß sich die Zahlstellen für Norden Friedrich- Wilhelmstädt.& heater. Grosses Familien- und Kinderfest zu Beriammlungen und Vergnügungen, bei Peterson, Veteranenstraße 22, und für Moabit bei Montag: Dieselbe Vorstellung. Orpheus in der Unterwelt. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Almenrausch und Edelweiß. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alevanderplay Mädel. Theater. SportMontag: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Die Jungfrau von Orleans. Montag: Das Käthchen von Heilbronn. Bellealliance- Theater. Der Hüttenbesitzer. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Thenter der Reichshallen. SpeziaWinter- Garten. Spezialitäten- Borftellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe-| zialitäten- Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Zum 79. Male: mit Gratis- Verloosungen und Spezialitäten- Vorstellung. sowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. Hermerschmidt, Perlebergerstraße 28, befinden, woselbst Anfang Mittwochs 4 Uhr, Sonntags Berliner Back- Brauerei, Kreuzberg Beiträge jeden Sonnabend Abend von 8-10 Uhr ent 3½ Uhr. Entree für Kinder wie Erwachsene 1. Platz 50 Pf, II. Platz 25 Pf. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Das großartigste Spezialitäten- Programm der Residenz. Familie Lars- Larsen, Elite- Parforce- Gymnastit. Truppe. Brooks& Duncan, Original- Kongo- Neger. Charles Liffton. Athlet auf dem Drahtseil. Brothers Barett, The two Fanneg Gentlemen. The Original- Satours, Anatomisches Wunder. Anfang Wochentags 8 Uhr. Die wilde Madonna. Castan's Gesangsposse in 3 Atten von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen aus dem Atelier d. Fr. Köpke, und neuen Dekorationen v. Lütkemeyer in Coburg. In Scene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7 Uhr. E Morgen: Dieselbe Borstellung. Merander- Blak- Theater. Fernfprechamt VII Nr. 1711. Panoptikum. Sensationell! Prinzeß Topase. Heute Sonntag: [ 2616] gegen genommen werden. Grtra Specialitäten- Borstellung 245/4 näher. Plakate. Anfang 63 U. Entr. 25 Pf. Concordia- Festsäle C. Säger Andreasstr. 64 und Krautsstr. 38. Jeden Sonntag: Grosses Konzert. Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. Nach dem Konzert: Großer Ball ausgeführt von 2 stark besetzten Orchestern. Meine auf das komfortabelste eingerichteten großen und fleinen Säle, sowie 5- neue Regelbahnen, Billard und Vereinszimmer, stehen den geehrten Vereinen zur gefl. Benußung unter toulantesten Bedingungen. 49/9 Märkischer Hof Jeden Sonntag im prachtvollen Admiralstr. 18c. Der Bevollmächtigte. Arbeiter- Bildungsschule 3wei große Versammlungen am Montag, den 28. November a. c., Abends 8% Uhr: Rosenthaler- Strasse 38. E Vortrag des Herrn R. Weigt über:" Amerika, seine Entdeckung und die ersten Anfänge feiner Kultur". 103/18 ,, Märkischer Hof", Admiralstr. 18c. I Vortrag des Herrn Dr. Remer über: Soziale Strömungen in der franzöfifchen Literatur". Mitglieder haben unentgeltlich Zutritt. Gäste zahlen 10 Pf. Neue Der Vorstand. Mitglieder werden aufgenommen. Verein Berliner Hausdiener. Dienstag, den 29. November, Abends 9 Uhr, grosser geselliger Abend in den Arminhallen, Rommandantenstraße 20, bestehend in humoristischen Vorträgen und Tanz, wozu ergebenst einladet Der Vorstand. 311b Sozialdemokratischer Verein„ Vorwärts in Rirdorf. Spiegel- Saal: Großer Fest- Ball. Dienstag, den 29. November, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Herren zahlen für Tanz 50 Pf. Empfehle mein Lokal zu allen FestDie lichkeiten und Versammlungen. beiden Weihnachtstage sind noch zu Vorstellungen 11-1 und 4-9 Uhr Matineen zu vergeben. stündlich. Ohne Extra- Entree. Nachmittags 3/2 Uhr bei ermäßigten Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. Preisen: Berliner Gigerlu, Posse in 8 Aften und 4 Bildern von J. Wimer, bearbeitet von R. Siebel. Abend 7 Uhr: Sport- Mädel. Große Boffe mit Gesang und Tanz in 4 Bildern von A. Schönfeld. Mufit von Max Lustig. Mit vollständig neuer Ausstattung. Raffeneröffn. 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Sport- Mädel. American- Theater. Neu! Die Trockenwohner, oder„ Das Kind in der Kommode", parodistisch realistischer Vorgang im Keller, beobachtet vom Hof aus, von Oskar Wagner. Hauptrolle: Der urkomische Bendir. Jeden Abend jubelnder Beifall. Der feine Reisner. Berliner Lokalpoffe von D. Wagner. Soubrette Neu! Die Wiener Original Clotilde Kowala. Anfang 7 Uhr. Entree 75 Pf. Sonntags 6 Uhr. Fortuna- Säle Straußbergerstr. 3. Jeden PassagePanopticum. Die bildschönen zusammengewachs. Zwillinge und das Riesenkind. 3274L KaiserFriedrichs- Garten Rixdorf. Knesebecstr. 77. Herrmannstr. 87. Hoffmann, Bergstraße 133: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Türk über:" Der Kampf gegen das Verbrechen" 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. E Um recht regen Besuch bittet Der Vorstand. 31 D to T 6 ft ex a 12 D T δι e D D 11 365/4 1 tr a Jeden Sonntag von 4 Uhr ab Zentralverband deutscher Konditoren, Pfefferkühler u. Berufsg. Großer Ball. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen zu jeder Tageszeit zur Verfügung. 2 renovite verdeckte Kegelbahnen. Hierzu ladet ergebenst ein Eduard Wiersing. Parteigenossen empfehle mein schön eingerichtetes Lokal zum gefälligen Be fuch. Vereinszimmer als Zahlstelle für 40 Personen. Jeden Dienstag Schlachtfest; Abends Würste Ausspielen auf dem Billard. Edmund Reuter, Swinemünderstr. 45. Wedding- Casino, Schulstr.29. 32442 Vereinszimmer zu 20 bis 50 Per Genossen zur gefl. Renntniß, daß ich fonen, sowie ein grosser Saal, 320 Personen fassend, zu Versammlungen und das Café Meyer, Ritterstr. 64, über nommen habe und bitte u. gefl. Zuspruch. Feilichkeiten, auch Sonntags Bit Gustav Hempel. haben. 2 verdeckte Kegelbahnen find[ 3046] zu vergeben. Fest- Säle 2961b zur bevorstehenden Saison empfiehlt gratis 26032 Weberstr. 17. B. Nieft, Weberstr. 17, Philipp's Festsäle Stein) Rofenthalerstr. 38. Fernspr. A. 3 Nr. 130 Bu auen empf. feine Säle Festlichkeiten eleganten ( Hochzeit, Ball, Kommers zc.) mit u. ohne Lokalverein Berlin. Sonntag, den 27. November 1892, Abends 7 Uhr: Vortrag des Zahnarztes Herrn Wolff über: Die Frau und der Sozialismus in ,, Boltz' Restaurant"( früher Feuerstein), Alte Jakobstraße Nr. 75. Nach den Vorträgen: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Gäfte sind sehr willkommen. B Bur Dedung der Unkosten Entrez nach Belieben. Der Vorstand. Recht zahlreichen Besuch erwartet 96/4 Brauerei Friedrichshain( fr. Lips). Vor dem Königsthor. Vor dem Königsthor. Sonnabend, den 3. Dezember: Großer Lieder- Abend, veranstaltet v. d. gemischten Chören Felsenfest, Freya u. Glockenrein ( M. d. A.-S.-B.), 120 Sängerinnen u. Sänger, sowie unter Mitwirkung des Damen- Chors des Gefangvereins Freya, Dirigent Herr P. Rokicki. Die Musit wird von Mitgliedern der Freien Vereinigung der ZivilBerufsmusiker unter Leitung ihres Dirigenten Hrn. Wernsdorf ausgeführt. Anfang 81/2 Uhr. Eintritt 25 Pf. 157/12 3um gemüthlichen Diden" Görlitzerstr. 63, Gfe Lübbenerstraße. Für dürft. Seelen b. 1 Uhr Nachts geöffn. Wehel. 2875b Nach dem Konzert: Grosser Ball. Pommersche Küche, Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nadj. Büschingstr. 15, am Play, Da es das erste Mal ist, seit Bestehen von Arbeiter- Gesangvereinen, empf. ihren anerkannt vor- daß gemischte Chöre mit insgesamt 120 Sängerinnen und Sängern gemeinsam züglich. Mittagstisch, Port. Lieder zum Vortrag bringen, so find alle Genossen und Freunde freundlichst 40 Pf. mit Bier: Suppe eingeladen. mit Braten und Kartoffeln, Das Komitee. Billets sind zu haben bei E. Elsner, Brunnenstr. 82e, Hof 8 Treppen; oder Gemüse mit Fleisch. F. Grzesczak. Wrangelstr. 114, 8 Tr.; P. Reimann, Badftr. 62/63; E. Günther, Sonnabend, Sonntag und Montag: Gänsebraten à 60 Pf. Abend Schönhauser Allee 122, sowie in den mit Plakaten belegten Geschäften. Bühne. Gleichzeitig empfehle meinen tarte von 30 Pf. an, bis 12 Uhr. vorzügl. Mittagtisch zu kleinen Preisen 2940b] 23. Runge, Büschingstr. 15. Vorzügliche Abendkarte. Geschäfts- Eröffnung. Mehrere Vereinszimmer Allen Freunden und Bekannten die mit Pianino sind noch zu vergeben Nowack's Bierhaus, Nachricht, daß ich das Schankgeschäft 307b Manteuffelstr. 9. des Herrn Osw. Schensch, früher empfehle mein Weiß und BairischAdalbertstr. 16, täuflich erAllen Freunden und Parteigenenosi sein, alle mich Besuchende gut und reell Bier- Lokal. Vereinszimmer m. Pianino Um gefälligen Zuspruch zu vergeben. Wilhelm Schmidt. Fris Fröhlich, Naunynstr. 48. Seben Großer Ball. Donnerstag.be. Gs wird mein Bestreben Sonntag: Gesellschaftstunde. Dieselben sind zu allen Privat- zu bedienen. festlichkeiten unter toulanten Bedin- ersucht 8178L gungen zu vergeben. Hochachtend Vereinszimmer mit Pianino, 40 26232 Grosse öffentliche Schneider- Versammlung am Montag, den 28. November, Abds. 8% Uhr, in der Berliner Ressource, Kommandanten- Strasse 57. Tages Ordnung: 1. Die Gewerbegerichts- Wahlen und wie entfalten wir unsere Thätigkeit? Referent: Leonh. Pfeiffer. 2. Fragestellung. 5. Birk. bis 50 Personen faft ad, zu vergeben. Saal bis so perf. 1. u. 3. Feiertag reich zu erscheinen. In der Versammlung liegen Formulare zur Eintragung 272/5 Alle Maaß- und Tagschneider, Militär- und Lieferungs- Schneider, Herren Ronfeltions- und Damen- Schneider, Bügler u. Stepper sind aufgefordert, zahl 80 und einige Tage in der Woche in die Wählerliste aus und werden auf Wunsch ausgefüllt. frei, Schwedterstr. 17. Reichenbergerstr. 83. Die Agitationskommission. Agitirt überall für regen Besuch! Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthitraße 2 Vereinszimmer, Simeonst.23, lid. 2386 Hierzu zwei Beilagen. T 9 E 1 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 279. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 10. Sigung vom 26. November, 11 Uhr. Am Ministertische: Graf zu Eulenburg, Miquel. Die erste Berathung des Entwurfs eines Rommunal teuer Gesetzes wird fortgesetzt. Sonntag, den 27. November 1892. Verhältnisse, wo viele Gemeinden zerstreut bebaut sind und die Häuser den Arbeitern gehören. Wenn nach dem Gesetz verfahren würde, würden die Arbeiter durch Realsteuern überlastet werden; es sollte hierfür eine Bestimmung aufgenommen werden, daß in solchen Fällen eine Ausnahme genehmigt werden muß. Abg. Würmeling( 3.) spricht sich dafür aus, daß die Gewerbesteuer ebenfalls überwiesen werden muß, weil sonst eine Ungerechtigkeit entsteht. Der Staat müsse natürlich für diesen Einnahmeausfall schadlos gehalten werden. halt machen. 9. Jahrg. einverstanden bin, aber glaube, das Gefeh wird nicht marschiren können. Der Finanzminister hat mich nach der Adresse gefragt, wohin er sich wenden solle, um etwas Besseres zu schaffen. Ich hatte auf den Finanzminister gerechnet und wenn er nicht helfen kann, dann müssen wir uns darauf zurückziehen, die einzelnen Kommunalsteuern als Zwecksteuern durch besondere Gesetze zu regeln. Es fonnte nicht meine Absicht sein, die unveränderte Berliner Miethssteuer überall einzuführen. Die Miethssteuer ist verbesserungsAbg. Gerlich( freif.): Ich kann nicht anerkennen, daß das bedürftig und die städtischen Behörden bessern auch daran; konGesetz allgemein verständlich und gerecht ist. Wenn der Minister Abg. Sombart( natl.) steht auf dem Boden der Vorlage, ferviren wir die Grundprinzipien des Gesetzes. Der Redner anstatt Diners mitzumachen und Seft zu trinken sich auf dem will auch die Realsteuern außer Hebung setzen, aber er will die wendet sich dann gegen die Ausführungen der Redner, die geſtern Lande umgefehen hätte, dann wäre das Gesetz vielleicht anders selben nicht dem Individuum zur freien Verfügung überlassen, gegen ihn gefprochen. Die Beseitigung des Aufsichtsraths habe ausgefallen. Namentlich werden die Echulzen schwer von dem wenn die Gemeinde fie ihm nicht ihrerseits abnimint. Es fomme er nicht verlangt. Wenn die Aufsicht die Minorität schüßen solle, neuen Gesetz getroffen. Sie haben nicht Zeit, die Steuergeseze jetzt vor, daß Gutsbezirke ihre Armenlast sich vollständig ab dann sei es doch besser, die Minoritäten durch das Gesetz zu durchzulesen, denn sie müssen ihre Landwirthschaft betreiben. wälzen, indem sie die Arbeiter in den Landgemeinden wohnen schüßen. Die Vorlage enthält Vorschriften über die prozentuale Wenn sie sich aus dem Gesetz nicht vernehmen können, dann lassen. Ebenso geht es bei großen Fabriken, deren Realsteuern Belastung der einzelnen Steuern, aber wenn die Grund- und wird die Regierung eingreifen und alles nach der Schablone man der Gemeinden überweisen wollte, in welchen ihre Arbeiter Gebäudesteuer aufgehoben wird, dann hat diese Bestimmung gar machen. Richtiger wäre es, für Stadt und Land Gesetze getrennt wohnen. Die Gesetzgebung, welche jezt gemacht wird, wird für feinen Zweck mehr. Wie sollen denn die Steuern dann vertheilt 31 machen, denn die Verhältnisse sind verschiedene. Manche die Verschmelzung der Gutsbezirke und Landgemeinden ein er werden, da die Gemeinden doch neue Realsteuern schaffen fönnen. Städte haben allerdings mit schwierigen Verhältnissen zu kämpfen, hebliches Hinderniß werden. Die Vorlagen werden ja in die Kommission kommen, aber ich allein das liegt auch zum Theil daran, daß die Städte zu theuer bestritten werden, daß die Gutsbezirke ein hohes Maß von Rom- beharre ich bei meiner entschiedenen Ablehning. Ministerpräsident Graf zu Enlenburg: Gs fann gar nicht hoffe nicht, daß man unsere Beschwerden hören wird; deshalb gewirthschaftet haben. Sie haben Arbeiten ausgeführt, zum Theil nur, um den Arbeitslosen Beschäftigung zu gewähren. Die munallasten zu tragen haben. Gegen die Lasten zu schützen, bin Finanzminister Miquel: Ich habe dem Vorrebner nicht Arbeitslosen sind ja zum Theil Personen, welche mit der Absicht ich nicht im stande. Der Zusammenlegung der Gutsbezirke und zu arbeiten in die Stadt eingewandert sind; zum Theil find es Landgemeinden stellt sich oft das Interesse der Gemeinden ent- erbittert widersprochen, ihn auch nicht angegriffen, sondern nur einen zurückgewiesen. Ift aber Leute, welche nur das freiere Leben und die Genüsse gegen, welche sich weigern, die großen Lasten der Gutsbezirke mit es nicht ein unberechtigtes Unterfangen, wenn man der Regieder großen Stadt aussuchen, zu Hause aber ihre Arbeits- u übernehmen. Die Staatsregierung wird nicht darauf verrung vorwirft, daß sie aus Gefälligkeit gegen einzelne Personen fontrafte gebrochen haben. Solche Arbeitslose, die nur zichten, nach Möglichkeit die Gutsbezirke und Landgemeinden zu Radau machen, sollten nicht unterstützt werden. Auf die fammenzulegen, wo es nothwendig ist. Wenn der Staat auf die oder Bevölkerungstlassen die Grundsteuer aufgiebt?( BuftimGefahr hin, daß ich mung rechts.) Der Vorredner hat mir das englische System als von der freifinnigen Partei ge- Realsteuern verzichtet, dann kann er vor den Gutsbezirken nicht muster vorgehalten. Ein englischer Staatsmann sagte schon vor steinigt werde, muß ich die Städte auffordern, Einzugsgelder zu 20 Jahren: Wir haben ein Chaos von Kommunalsteuern, ein erheben, um die Uebervölkerung fern zu halten. Las spricht Abg. v. Tiedemann Labischin( ft.) verlangt eine Berück: Chaos von Kommunalsteuerbehörden und ein Chaos von Kommunal allerdings gegen die Freizügigkeit, aber das ist gleichgiltig Ferner sichtigung der Kreise und einen Ersatz für die lex Huene. Die steuerverbänden. Sollen wir bei uns ein solches Chaos einführen? sollen die Gemeinden statt Steuern Gebühren erheben; denn sie Kreise haben im Osten sehr viele wirthschaftliche Aufgaben zu nicht blos Sozialdemokraten, sondern auch Staatsmänner anderer müssen für gewisse Verrichtungen Beamte anstellen, da müssen die erfüllen, daß man ihnen dafür die Mittel geben muß. Die Be- Parteien haben das englische System verurtheilt und Männer Leute, welche davon Nuzen ziehen, auch dafür zahlen. Redner triebssteuer ist ihnen überlassen; man sollte auch die Gewerbe- der deutschen Wissenschaft stimmen damit überein, so z. B. der wendet sich dann gegen die Vermögenssteuer, welche namentlich steuer, Steuer auf den Häuferhandel und die Hundesteuer ihnen Professor Friedberg und Freiherr von Reihenstein in Schönberg's die Landwirthschaft belasten werde und erklärt, daß er nicht im überlassen. Handbuch. In England, wo das Pachtsystem weiter verbreitet Namen seiner Partei gesprochen habe. Abg. Meyer- Berlin( dfr.): Der Finanzminister hat mich ist, mag eine Steuer auf die Pacht noch gehen, bei uns geht das Abg. Vopelius( freifons.) erklärt zur Geschäftsordnung, gestern erbittert angegriffen und mir die county councils, das nicht. Herr Meyer meinte, wir hätten einige Steuerarten ausdaß der Vorredner ganz im Gegensatz zu seiner Partei geheißt die Kreisausschüsse entgegengehalten. Herr Enneccerus arbeiten müssen. Dann hätten wir doch die Gemeinden an eine sprochen habe. rief dabei: Sehr wahr! und ich wollte ihn deshalb zum Schieds- Steuer binden müssen, oder wir kämen doch wieder auf das Abg. Seyffarth- Magdeburg( natl.): Die Vorlage will den richter zwischen mir und dem Minister anrufen. Die Grafschafts- System der Vorlage. Hier besteht allerdings ein Mangel; es Streitigkeiten, welche bisher zwischen den Stadtgemeinden und räthe wollen durch Abwälzung der Kommunallasten auf die wäre mir erwünscht gewesen, wenn man in diesem Geseze schon der Regierung gefchwebt haben über die Höhe der Zuschläge zu Grundbesitzer diesen das Leben schwer machen, uni den Grund- hätte weiter gehen müssen. Ich bin aber zu dem Schlusse geden Real- und Personalsteuern ein Ende machen. Die Zuschläge besitz zu verstaatlichen. Die Landnationalisation league, die fommen, daß wir das größte Unheil anrichten und Unzufrieden zu den Steuern sollen gleich hoch fein, die Zuschläge zu den Chriftlichsozialen, die mit den unseren nichts zu thun haben, und heit erregen würden. Das Gesez würde die spanischen Stiefeln Realsteuern fönnen aber auf das 11/ 2fache der Personalsteuer- die Sozialdemokraten unter Burns vertreten diesen Standpunkt, für die Gemeinden geworden sein. Wir wollen den Gemeinden Buschläge erhöht werden. Warum ist man gerade zu diesem den bei uns die Bodenbesigreformer, die Flürscheim und Freese zu Hilfe kommen, indem wir für die verschiedenen Steuerarten Maßstab gekommen? In der Begründung ist darüber nichts vertreten und man wird nach der ganzen Haltung des Ministers Musterregulative aufstellen, welche die Gemeinden annehmen können. gefagt. Für die Normalgemeinden, in welchen neben den unteren auch ihn nächstens zu den Bodenbesitzreformern rechnen( Wider Dadurch werden wir dazu kommen, später das Gesetz mehr in Volksklassen der Mittelstand und die Wohlhabenden gleich- spruch bei den Nationalliberalen). Ich habe von diesen Dingen Thätigkeit zu setzen. Ich glaube gezeigt zu haben, daß meine mäßig vertreten sind, mag der Maßstab passen, aber für nicht gesprochen, der Finanzminister aber hat mich einen Ansicht über die englischen Kommunalsteuern von ganz gemäßigten die industriellen Gemeinden des Westens, in welchen die Ignoranten genannt. Ich könnte zwischen den Zähnen murmeln: Männern getheilt wird. Ich werde mich freuen, in der Komarbeitenden Klassen überwiegen, paßt er nicht. Es Lord Leicester hat nicht immer so geurtheilt. Jedenfalls hat der mission zu hören, wie Herr Meyer sich die Gestaltung seiner fehlt da an dem Realbesitz, der ftenerfräftig genug wäre. Minister damit einen persönlichen Vorwurf gemacht, wie es theoretischen Auffassung denkt. Ich habe allerdings aus sanitären Der Tendenz des Gesetzes habe ich sonst nichts vorzuwerjen. Ich eigentlich ein Minister nicht thun sollte. Als der Minister Gründen gewünscht, daß die Reinigung des Branntweins herbeimöchte nur solche bedentliche Einzelbestimmungen geändert wissen. gestern gesprochen hatte, trat ein Führer des Zentrums mit geführt wird und habe es bedauert, daß nach Ablauf der Frist Durch die Ueberweisung der Grund- und Gebäudesteuer wird ja einer Miene, die das tiefste Mitleid ausdrückte, an mich die Männer der Wissenschaft das für unmöglich erklärten. Aber im Csien eine erhebliche Erleichterung geschaffen, aber für die heran und sagte: Lieber Meyer, jetzt sind Sie todt!( Heiterkeit.) damit bin ich noch nicht zufrieden. Die Arbeiten dauern fort und Industriegemeinden würde die Ueberweisung drei oder viermal Sie können ermessen, wie diese Trauerbotschaft mich erschüttert wir werden endlich doch zum Ziel kommen. Die Angriffe beso hoch sein. Vielleicht wird man indirekte Steuern einführen hat( Heiterkeit), aber ich will durch meine Antwort beweisen, daß rühren mich nicht. Bei allen Fortschritten, die wir gemacht Tönnen, als Erfag. Ich will aber die absolut nöthigen Lebens- ich noch nicht todt bin( Heiterkeit). Ich habe gesagt, die Re- haben, bei der Reichsverfassung, Schaffung der Justizeinheit und mittel nicht besteuern, sondern die Genußmittel, welche allgemein gierung habe die Tendenz gehabt, durch Aufhebung der Grund der Militäreinheit bin ich immer von den Freifinnigen angegriffen gebraucht werden. Ich freue mich, daß ein Finanzminister nach steuer den Grundbesitzern zu helfen. Damit habe ich ihr doch worden. Das Branntweingesetz haben wir angenommen, weil Dieser Richtung hin Verhandlungen eingeleitet hat. nichts Schlechtes gesagt, worauf zu antworten die Würde verböte. wir verhindern wollen, daß schließlich nur einige riefenhafte Finanzminister Miquel: Ich glaube, daß die Befürch- Fürst Bismarck hat ja von der Nothlage der Landwirthschaft Brennereien blieben und die kleineren landwirthschaftlichen tungen, welche der Vorredner bezüglich der Industriegemeinden oft genug gesprochen und auch Maßregeln dagegen ergriffen. Ich Brennereien, welche ein Kulturmittel für die ärmeren Landstriche des Westens hegt, nicht begründet sind. Die Ueberweisung der habe das Gemeindeabgabengeset ein Ornament genannt. Sollte des Ostens find, immer mehr und mehr verschwinden. Außerdem Realsteuern wirft in verschiedenen Gemeinden sehr verschieden. der Ausdruck unparlamentarisch bezeichnet werden, so fann ich standen wir erheblichen Mehrausgaben für die Landesvertheidigung Bei den rheinischen Gemeinden wird vielfach die Bedeutung der ihn durch Beispiele erläutern. Bei der Verstaatlichung der Eisen- gegenüber. Das sind keine Gründe, welche mit dem Ausdruck Ueberweisung der Grund- und Gebäudesteuer zurücktreten; die bahnen schuf der damalige Abg. Miquel seine finanziellen und Gefälligkeiten" bezeichnet werden können, wenigstens nicht hier Ueberweisung der Gewerbesteuer wird aber eine größere Beden- fonftitutionellen Garantien, die Herr v. Stephan im Herrenhause im Hause, in der Presse ist alles möglich. Wenn die Garantien tung haben. Deshalb bin ich dagegen, daß die Gewerbesteuer als Schaumklöße auf die Suppe bezeichnete. Das ist auch nicht bei der Eisenbahnverstaatlichung wirklich durchgeführt worden als Staatssteuer aufrecht erhalten wird. Das Bedenken über den schmeichelhafter als meine Ausbrücke Galanterie- Arbeit und Pappe. wären, würden wir heute anders stehen. Dagegen dente ich gar Maßstab der Vertheilung der Steuern auf die einzelnen Steuer- Bei der Branntweinsteuer schuf der Abg. Miquel die Bestimmung nicht daran, die Verstaatlichung der Eisenbahnen zu bereuen. Ich quellen ist nicht so erheblich, weil Ausnahmen davon zugelassen über die Entfufelung des Branntweins im Interesse der Volts halte sie noch heute für eine heilsame Maßregel.( Zustimmtung.) gesundheit, welche nachher ohne weiteres wieder abgeschafft wurde. Ich habe nichts davon gesagt, daß Berlin die Miethssteuer abAbg. Kelders( natt.) bemängelt die Stellung, welche der Das war auch nur ein Ornament. So habe ich das Gemeinde- schaffen soll. Ich habe nur gesagt: Wenn Berlin die Realsteuern Gewerbesteuer in den Kommunalabgabenvesen eingeräumt werden Abgabengeset als Ornament betrachtet und deshalb meine An- erhält, dann wird es in die Lage fommen, mit mehr unbefangenfolle und bittet um besondere Berücksichtigung der bergifchen griffe dagegen gerichtet, obgleich ich mit vielen Sägen der Motive heit zu prüfen, ob die Miethssteuer änderungsbedürftig ist oder werden können. Sonntagsplauderet. H Arbeiten Weltruhm errungen hat, wie Eugen Richter, teten Straße seinen Haarbeutel nach Hauſe tragen, und als fürchtet man die Konkurrenz, und der Verein zur Be- letztes Ziel menschlicher Glückseligkeit dämmert igm als R. C. Die Aufmerksamkeit aller gutgesinnten Staats- fämpfung der Rassenheze hat sich, solange er sich nicht der unerreichbares Ideal eine Pferdebahn. Der schwärzliche bürger richtete sich in den letzten Tagen auf die kleinen Protektion der freisinnigen Größen erfreut, gegen Ahl- Bentrumsabgeordnete hat gauz Recht, wenn er einem solchen Ackerstädte in der Neumark. Wer wußte etwas von Arns- wardt allein durchaus wirkungslos erwiesen. Man vermessenen Beginnen mit ganzer Schärfe entgegentritt. walde, wer tannte Woldenberg, Friedeberg und wie die muß also gröbere Geschüße auffahren, oder man muß Der Appetit kommt beim Essen, schließlich will jedes übrigen kleinen Berge sonst noch heißen mögen?! Der schon gestatten, daß Herr Ahlwardt das Recht zur Fabri- kleine Nest eine tatholische Kirche, und das hat sein Gefähr Rektor aller Deutschen, der auf seine Eigenschaft als tation von Judenflinten auch im Reichstag bestreitet. liches, seitdem man bei der Wahl von Fürstbischöfen nicht pommerscher Bauernsohn pochte, hatte den märkischen Sonft aber hat es sich nicht gezeigt, daß die Armee mit mehr mit der nöthigen Vorsicht zu Werke zu gehen Bauer aufgerüttelt, und mit fieberhafter Ungeduld erwartete Judenflinten ausgerüstet ist. Die Debatte über das Schießen scheint. Die Bäume wachsen nirgends in den Himmel, und man das Wahlresultat. Die Zeitgenossen, welche Grund haben, der Wachtposten auf den Straßen hat jedem unbewaffneten aus Meseritz wird so leicht keine Weltstadt werden, aber es die Anwesenheit Aylwardt's im Reichstage zu fürchten, haben Staatsbürger die Vorsicht nahegelegt, die Stätten, die der ist immer angebracht, daß man bei Zeiten übertriebenen eine furze Galgenfrist erlangt, es ist vorläufig nur zu einer Aufsicht des Militärs unterstellt sind, möglichst zu meiden. Gelüsten vorbeugt. Herr Alexander Meyer hatte daher Etichwahl zwischen einem freisinnigen Helden und dem Der Kriegsminister vertraut zwar dem gesetzlichen Sinn der nicht so ganz Unrecht, als er dem stürmischen Dränger antisemitischen Heros gekommen. An die Stelle der anti- Bevölkerung, daß sie die Entschließung der Heeresverwaltung die Reformen" unferes Finanzministers vorhielt, semitischen Radau- Agitation wird eine ebenso vollwerthige zu würdigen weiß und dem Himmel dankt, daß die pol- denen es durch die staatliche Aufsicht wohl gefreifinnige Wühlerei in den weltvergessenen Winkeln Plat nischen Grenadiere nicht mehr mit scharfer Munition lingen wird, allzu heiße tommunale Wünsche auf ihr greifen, und das Ende vom Liede wird sein, daß der glor- ausgerüstet werden aber wer fann in die Zukunft richtiges Maß zurückzuführen. Auch in den kleineren reiche Rektor, wenn sich die Thore von Plößensee für ihn sehen? Bei passender Gelegenheit werden die Straßen mit Städten muß man warten, bis es der höheren staatlichen öffnen, von einer Deputation seines" Wahlkreises empfangen geladenen Kanonen gespickt, und wenn ein Zivilist die Weisheit gefällig ist, einen Fortschritt zu genehmigen, wird, welche ihm auf goldener Schüffel das Haupt Leipzigerstraße passiren will, hat er sich vorher auf seinen und daß das nicht mit Eilzugsgeschwindigkeit vor sich eines Judenflinten- Fabrikanten als erste Weihegabe dar Geisteszustand prüfen zu lassen. Da ja überhaupt die An- geht, das verbürgt die Auslegung, die der verflossene Minister bietet. Nun heulen die Freifinnigen, und die konservativen ficht besteht, daß wir in unserem Gemeinwesen zu viel von Buttkamer einst dem Worte sofort" gab. Staatsretter frauen sich verlegen die hochgeborenen Köpfe, Bivil haben, würde es sich empfehlen, da die Bevölkerung in Und nun eilen wir dem Winter entgegen. Die weiße sie sehen ihn alle nicht gern in dem ehrwürdigen Hause in nächster Beit ja doch nur aus Soldaten und aus Reichs- Schneedecke liegt draußen über Berg und Thal, und sie verder Leipzigerstraße. Und nun sollen sich alle anständigen früppeln bestehen wird, letztere nach der Lüneburger hüllt alles mit ihrem weißen, reinlichen Leichentuch. Der Leute zusammenthun, gleichgiltig welcher Konfession und Haide zu verpflanzen, 100 ihnen eine ungefährliche sogenannte Vagabund eilt zitternd und fröstelnd in die welcher Abstammung sie sind, und sie sollen verhindern, daß Beschäftigung zugewiesen wird. Dann bleiben die großen großen Städte: vielleicht, daß er hier eine Ecke findet, in Ahlwardt in den Reichstag einzieht. Als ob ein solches Städte dem Militär und seinem Anhang allein überlassen, welcher er ungestört seine Nächte verbringen kann. In den Ereignis irgend jemand Schaden zufügen könnte. Man und das goldene Zeitalter wird anbrechen. staatlichen Gebäuden haben sich wohlthätige Frauenvereine muß ein sehr schlechtes schlechtes Gewissen haben, wenn Die ,, Großstadtsucht" ist überhaupt eine Krankheit, die ähn- niedergelassen, die mit Emphase dafür sorgen, daß die Eskimos man Herrn Ahlwardt fürchten muß, und schließlich liche Dimensionen anzunehmen droht wie die Cholera. Jm preu- Sonnenschirme und die Neger am Kongo wollene Strümpfe geht die Welt nicht aus den Angeln, wenn Bischen Abgeordnetenhause wetterte ein Zentrums- Abgeordneter erhalten. Und der Magistrat hat seine Wärmehallen ge= neben Herrn Eugen Richter auch Herr Ahlwardt dagegen, daß man in Tirschtiegel und Storchneft über die öffnet und in den Armenküchen dampft eine Suppe, auj in Boltsbeglückung macht. Die Beglückten werden durch Stränge zu schlagen droht, indem man den revo- welcher man mit einem Mikroskop fein Fettauge entdecken feinen von beiden unglücklicher, als sie es jetzt schon sind, lutionären Entschluß gefaßt hat, Abends die Straßen kann. Die Welt, d. h. die zahlungsfähige, rüstet sich zum und eine antisemitische Sparagnes, die rein germanischen zu erleuchten. Der Kleinstädter will in unserer Weihnachtsfest, von der Arbeitslosigkeit hört man nichts, Ursprunges ist, dürfte vielleicht ebenfalls ungemeines Auf- aufgeklärten Zeit Nachts auch nicht im Rinnstein denn der Magistrat hat, wie gesagt, die Wärmehallen gefehen erregen. Wenn man sich durch seine schriftstellerischen ein unrühmliches Ende finden, er will auf einer erleuch öfsiet. Berlin sieht einem Wonnewinter entgegen.. nicht. Die Vorlage erkennt die Miethssteuer an; aber ob es wünschenswerth ist, die Miethssteuer zu einer allgemeinen Steuer zu machen, möchte ich bezweifeln. Wir machen durch diese Re form einen Schritt, und ich möchte das Haus bitten, bet dieser Gelegenheit nicht, wie bei andern Gelegenheiten, daß Bessere den Feind des Guten fein zu laffen.( Bustimmung rechts). Heute, Sonntag soll nun für unseren gangen Kveis eine| förperlichen Pflege bedarf. Ihr geistiges Vermögen ist vollAgitationsnummer zur Bertheilung gelangen. Die Genoffen von tommen intatt geblieben. Rixdorf, welche sich in Interesse unferer guten Sache an der Jm Monat Oktober 5. J. brachten wir die Notiz, daß Vertheilung betheiligen wollen, werden ersucht, sich spätestens um ein Arbeiter in der Berliner Hauptwerkstatt des EisenbahnAbg. Herrfurth: Herr Meyer hat die Schwächen des Ge- pünktliche Betheiligung ist sehr nothwendig. 10 Uhr bei Papke, Ziethenstr. 71 einzufinden. Zahlreiche und Direktionsbezirts Bromberg für die Zeit vom 8. bis 24. September d. J. 31,90 m. verdient hätte, so daß für jede Arbeitsfeges überschätzt, feine Vorzüge unterschätzt und überseben. stunde 20 Pf. Lohn gezahlt wären. Es wird uns hierzu von der Einige von ihm als Mängel bezeichnete Punkte möchte ich gerade Dem Spediteur Frant ist, wie uns ferner mitgetheilt wird, königlichen Eisenbahn- Direktion Bromberg folgendes berichtigend als Vorzüge betrachten. Ich stehe im allgemeinen auf dem der Vertrieb des Blattes entzogen. mitgetheilt: Standpunkte der freikonservativen Partei, wie ihn der Abgeord Der betreffende Arbeiter war während der Zeit vom 8. bis. nete v. Tfchoppe entwickelt hat; ich möchte einige Menderungen Donnerstag Abend in sämmtlichen sechs Berliner Wahlkreisen mithin hatte derselbe unter Abrechnung der beiden Sonntage Zur Berichterstattung vom Parteitag finden am nächsten 24. September an 4 Tagen zusammen 17 Stunden beurlaubt; bewirken, aber ich glaube mutatis mutandis bildet die Vorlage Berianimlungen der sozialdemokratischen Bartei statt. Als weitere den Tag zu 10 Arbeitsstunden gerechnet- für 150 abzüglich eine einheitliche, gleichmäßige und zweckmäßige Regelung des Kommunalabgabenwefens; barin liegt ein Aequivalent für manche Punkte werden noch auf die Tagesordnung gestellt Abrechnung 17183 Stunden Lohn zu erhalten. Mängel. Die Vorlage ift die beste und annehmbarste des Re- Der Vertrauensmänner und Wahl von neuen Vertrauenspersonen. Am 15. September nahm er 2 M. Vorschuß. formwerks. Dieser Entwurf hat keinen agrarischen Charakter, ermöglichen, werden die Vorstände der Gewerkschaften und son- über 25 Pf. für jede Arbeitsstunde." Um den Genossen die Theilnahme an diesen Versammlungen zu Es sind daher für 188 Stunden 33,90. gezahlt, mithin fondern er ist geeignet, den agrarischen Charakter der Reform zu vermindern und abzuschwächen. Wenn der igen Arbeitervereinigungen ersucht, zu Donnerstag, den 1. Dez., Finanzminister neulich dagegen polemiñrte, daß die Vor- teine Versammlungen anzuberaumen. Die Lofale, in denen die Die Arbeiterfeindlichkeit des Berliner Tageblatts" lage einen plutokratischen Charakter habe, so habe ich diese Parteiversammlungen stattfinden, werden rechtzeitig befannt gezeigte fich diefer Tage fo recht finnenfällig in einer Notis, woAeußerung nicht gemacht, wie der stenographische Bericht ergiebt. macht werden. Proteftversammlungen gegen die Militärvorlage nach den Chefs der Handelshäuser anheim gegeben wurde, ihr Ich habe nur den agrarischen Charakter der Reform betont, was find für Mittwoch, den 7. Dezember, in sämmtlichen Berliner Personal an den legten vier Sonntagen vor Weihnachten den der Minister noch nicht widerlegt hat. Ich habe ferner behauptet, Wahlkreifen geplant. ganzen Tag zu beschäftigen, da die Gewerbe- Ordnung dies ge daß in der Einwirkung auf das Wahlrecht eine plutokratische statte. Hierbei schien der Wunsch der Vater des Gedankens Wirkung des Gesetzes besteht, und das hat der Minister selbst als gewesen zu sein, denn das Gesez spricht nur davon, daß die Orts berechtigt anerkannt. Der Minister meinte, er fönne über die Gewerbegerichts- wahl eintragen zu lassen. Thatsächlich tamen denn auch die Chefs hiesiger großer Kon Verfäume niemand, sich in die Listen zur behörde bei Bedarf eine derartige Ausnahme gestatten tann. Widersprüche, die in dem ihm gemachten Vorwurf liegen, lächeln. Bflicht der organisirten Arbeiter ist es, dafür fettionsfirmen freudeftrahlend in das Geschäft, das Berliner Die Steuerreform ist agrarisch bezüglich der Gutsbezirke und zu sorgen, daß keiner ihrer Arbeitsgen offen Tageblatt" in der Hand ihren 50 oder 100 Leuten mittheilend, urbanisch bezüglich der großen Städte, und die bieran Bethei der Wahl fern bleibt. ligten haben vielleicht größere Ursache zum Lächeln als der Finanzdaß jest Sonntags wieder von früh 7 Uhr bis Abends Das 10 Uhr gearbeitet würde. minifter. Die Vorlage giebt den Gemeinden die Möglichkeit, sich Berliner Tageblatt" Achtung: Parteigenossen, welche gewillt sind, sich an der hätte es geschrieben und das in freier Bewegung ihr Steuerfyftem zu schaffen. Daß das staat Verbreitung eines Flugblattes für die Gewerbegerichts Wahlen müßte es doch wissen. Berliner Tageblatt" Leider hatten sie die Rechnung liche Aufsichtsrechts unentbehrlich ist, darüber fann fein Zweifel zu betheiligen, werden gebeten, heute, Sonntag, früh 8 Uhr, in ohne den Berliner Polizeipräsidenten gemacht, welcher feftfente, Jein. Aber die Ausdehnung des Aufsichtsrechts enthält einen folgenden Lokalen sich einzufinden: Eingriff in die Autonomie der Gemeinden. Daß die Aufsichts- 1. Wahlkreis: Leopold, Markgrafenstr. 88. daß in diesem Jahre die bezüglichen Ausnahmebestimmungen nur 2. Wahlmit dem Gejeze in lebeereinstimmung zu bringen, ist selbst- Werner, Bülowstr. 59. 3. Wahlkreis: Gründel, Dresdener: Diese Verordnung, die feine Unwissenheit offenbarte, möglichst behörden die Gemeinden zwingen können, ihre Steuerverfaffung freis: Grube, Mariendorferir. 10. Klein, Schönleinstr. 6. auf die beiden Sonntage 11. Dezember und 18. Dezember and gewendet werden dürften. Bezeichnend ist, daß das Tageblatt verständlich, aber auch ausreichend. Die Behörden sollen aber firaße 116. 4. Wahlkreis( Often): od, Friedrichsbergerstr. 11. unauffällig abdruckte, so daß die erste Notiz noch immer von nicht das Recht erhalten, Ginnahmen zwangsweise zu etatisiren. Tempel, Langeftr. 65. Zabel, Frankfurter Allee 90. Der Finanzminister bestritt, daß die Gemeinden zur Einführung 4. Wahlkreis( Südost): Zubeis, Naunynftr. 86. Tolksdorf, lungsgehilfen nicht mehr dumm genug, fich von den Preßknechten allen für richtig gehalten wird. Zum Glück sind aber die Handindirekter Steuern gezwungen werden können. Eine aus Görligerstr. 58. Spindler, Reichenbergerstr. 118. 5. Wahl des Herrn Mosse so plump über den Löffel barbiren zu lassen. drückliche Vorschrift ist nicht enthalten, aber die Aufsichts- freis: Mitts chow, Elfasferitraße, Ecke Auguststraße. Krüger, Sie haben sich in ihrer neuen Zeitung, dem Handelsangestellten", behörden sollen sich auch nach den Erfahrungsgrundsähen des Hirtenstr. 10, Ecke Amalienstraße. Wagner, Neue Königstr. 89. eine schneidige Waffe geschmiedet, mit der sie ihren Ausbeutern Gefeßes richten. Wenn ich mich geirrt haben sollte, so ist mir das 6. Wahlkreis( Nord): Gnadt, Swinemünderstr. 120. Wizel, scharf und rücksichtslos zu Leibe gehen. Herr Mosse aber beweist lieb. Die Vorlage und die Motive sind in diesem Punkte nicht ge- Glifabethkirchfit. 18. Giesboit, Boyenſtr. 40. 6. 2Bahl schicht verfaßt. Bezüglich des Wahlgefezes genügt mir nicht die freis( Nordwest, Moabit): Sermerschmidt, Berlebergerstr. 28. nur wiederum, wie recht Ferdinand Lassalle hatte, als er an feinen Freund Mary schrieb, daß unsere Polizei immer noch ein viel liberaleres Institut fei, als unsere liberale Presse. materielle Anerkennung der Nothwendigkeit der Reform des Wahlgefeges, sondern ich will auch eine formelle Anerkennung dahin, daß das Wahlgesetz mit diesem Gesez verbunden wird, daß teines in Kraft treten kann ohne das andere. Die Reform Teine Steuerreform. Achtung, Verliner Arbeiter! Die Vertrauensmänner. J. A.: Friz Zubeil. 37 und " " Der bekannte Schifferapostel, der berühmte" Louis Wir theilen hierdurch den Berliner Gewerbegerichtsdes Wahlrechts ist eine sehr schwierige, und ich glaube nicht, daß Wählern das Verzeichniß derjenigen Innungen, welche ein Gunow, der jetzt in Charlottenburg wohni und früher in Berlin ein Theaterfachblatt" zur„ Hebung des Standes" unter dem fie sich auf einem einfachen Wege wird lösen lassen. Man wird Schiedsgericht auf Grund der SS 97a und 100d der Reichs Titel" Apollo" hervusgab, hat sich jest auch mit den Schiffern als Ersatz der Grund-, Gebäude und Gewerbesteuer bei der Gewerbe- Ordnung haben, mit: Altdeutsche Barbierherren und überworfen. Gunow betreibt seit einigen Jahren, als„ Direktor" Bildung der Urwählerabtheilungen sowohl für den Landtag als für Friſeure. Bäcker- Junung Germania". Bäcker- Innung Kon- der deutschen Binnenschiffer"-Genossenschaft, welche ihren Sig in die Kommunalwahlen die Kommunalsteuer mit einrechnen müssen fordia". Innung der Bau-, Maurer- und Zimmermeister. Dach, Charlottenburg hat, ein flottes Geschäft. Von den Ginnahmen, und zur Verhinderung der plutokratischen Wirkung Mindest Schiefer- und Ziegeldecker- Innung. Damenmäntelschneider- In- welche durch die Beiträge der Schiffer erzielt werden, fließt bie zahlen für jede Klasse festseßen müssen. Also, ohne Wahlgefeß nung. Drechsler- Innung. Fuhrherren- Innung. Gastwirthe- Hälfte als Gehalt dem Herrn Direktor" zu, so daß Cunow eine Junung. Gelb, Kunst- und Metallgießer- Innung. Glaser recht ansehnliche Einnahmequelle hat. In der Flora zu Char Finanzminister Miquel: In dem Gesetze ist nirgends der Innung. Musikmeister- Innung„ Harmonia". Korbmacher- Innung. lottenburg wurden mitunter rauschende Feste für die Schiffer verGrundsatz festgestellt, daß jede Gemeinde neben den direkten Kürschner- Innung. Kupferschmiede- Innung. Pfefferküchler- und anstaltet und auf diese Weise die reute für die Sache interessirt. auch indirekte Steuern haben muß. Deshalb kann auch keine Konditoren- Innung. Zur Agitation für Verbesserung der Wasserstraßen sollen nun die Gemeinde dadurch die Besteuerungsgrundsäße verletzen, daß sie Inuung. Sattler, Riemer- und Täschner- Innung. Schlächter- Senoffenschaftsmitglieder einen Jahresbeitrag von 5 M. leiſten. indirekte Steuern einzuführen ablehnt. Die Be ürchtung, daß Innung. Sloffer., Sporer, Büchsen- und Windenmacher: Gtwa 400 Schiffer haben aber bereits einsehen gelernt, daß fie man zwangsweise indirette Steuern einführen könnte, it also Innung. Schmiede- Junung. Schneider- Innung. Schornstein- in Louis Gunom nicht den richtigen Vertreter ihrer Interessen unbegründet. Sollte die Fassung darüber Zweifel lassen, dann feger Junung. würde das leicht zu verbessern sein. Herr Herrfurth hat aller- Steinfeger- Junung. Stell- und Rademacher- Innung. Tischler lagt nun gegen die Unwilligen und hat die Klage gleich drucken gesunden, und haben die Zahlung der 5 M, verweigert. Cunow dings erklärt, daß die plutokratische Wirkung nicht der Innung. Zahnkünstler- Innung. Zeugschmiede- Innung. laffen. Am 1. Dezember stehen in Potsdam beim Amtsgericht die ganzen Reform zugefchrieben werden kann. Ich möchte glauben, machen die Arbeiter noch darauf aufmerksam, daß viele Gewerbe- ersten Termine in dieser Sache an. Es scheint, daß Gunow auch daß er diese Neußerung in seiner letzten Rede doch gethan hat. treibende und Unternehmer dieser Berufe nicht der Innung an mit der Charlottenburger Unternehmung noch nicht ins richtige Die Vorschläge des Herrn Herrfurth begünstigen auch den Groß- gehören. Die Arbeiter dieser Unternehmer haben also das Recht, Fahrwasser gekommen ist; er hat unglück mit den Göttern, die grundbesitz, denn die 40 Millionen fallen, wenn sie vertheilt zum Gewerbegericht wählen zu können. er sich als Schutzpatrone wählt. Neptun ist ihm ebensowenig Der geschäftsführende Ausschuß werden, auch dem Großgrundbesitz zu, der auch von der lex hold wie Apollo. Huene Vortheil hatte, während nach unseren Vorschlägen die der Berliner Streit Kontrolltommiffion J. A.: Großgrundbesitzer an der Kreissteuer theilnehmen und die Ver mögenssteuer bezahlen sollen. Die Ausgleichung, welche in der Hermann Faber, SO, Grünauerstr. 4, Hof 1 Tr. anderweitigen Organisation des Gemeindesteuer- Wesens liegt, erreicht man bei Herrn Herrfurth's Borschlägen nicht. 5000 Flugblätter, welche für die Gewerbegerichts- Wahlen Abg. Eberty( dfr.): Auf die Güte der englischen Kommunalbestimmt waren, wurden gestern Abend vor der Restauration Steuer- Berhältnisse will ich nicht eingehen; diese Verhältnisse druckereilehr lingen der Druckerei Maurer u. Dimmick gestohlen. Spindler, Ecke Forster- und Reichenbergerstraße, den Buch haben sich in Jahrhunderten entwickelt, aber ich glaube nicht, daß Schuhmacher Innung. M Steinmey Jnnung. G Wir Aus dem Leffingtheater wird uns berichtet, daß am Freitag Abend die große italienische Künstlerin, Fräulein Duse, welche dort augenblicklich gastirt, beinahe einem Unglücksfall zum Opfer gefallen wäre. In der Pause zwischen dem 1. und 2. Att ber Nora betrat die Künstlerin ihre Garderobe, um ein Glas Limonade zu trinten. Sie ergriff statt der Limonadenflasche eine ähnliche, bie mit Brennfpiritus für die Raffeemaschine gefüllt war. Die ein englischer Staatsmann darauf eingehen würde, dieses Der Arbeiter- Säugerbund feierte am vergangenen Sonn- Signora trant ein ganzes Sherryglas der alkoholreichen Flüssig Kommunalsteuer- Wesen auszutauschen gegen eine bureaukratifche abend fein 2. Stiftungsfest in Form eines Liederabends. Leider feit. Von einem Augenzeugen wird uns die Wirkung als jeder Nach längerer Baufe er Kodifikation des Kommunalstener- Wesens. Sehen Sie sich doch war es der interessirten Arbeiterschaft Berline nicht vergönnt, Beschreibung spottend geschildert. die Unmenge von Genehmigungen an, welche überall noth- diesem Geste in großer Anzahl beizuwohnen, da der Bund in An- mannte sich die Künstlerin soweit, daß die Borstellung ohne wendig sind. Wenn die Berliner Miethssteuer nicht schneller betracht seiner großen Mitgliedschaft keine Einfaßtarten ausgeben Störung zu Ende geführt werden konnte. Dem Publikum blieb reformirt worden ist, so liegt das daran, daß die Genehmigungen fonnte. Bezugnehmend auf den Parteitag der sozialdemokratischen der Zwischenfall verborgen. der Lehörden nach langwierigen Verhandlungen nicht ertheilt Partei hat es der Vorstand fich nicht nehmen lassen, die Delewurden. Das Gefühl, daß man nicht Herr im eigenen Haufe girten sowohl wie die Fraktion des Reichstags einzuladen, welcher Dampframmen hüllen zeitweilig die Straße und die ganze Die an der nenen Mühlendamm- Brücke arbeitenden ist, hat manche Reform verhindert. Ich habe den Eindruck, Sinladung auch allfeitig Folge geleistet wurde. Die von 16 Ver- Nachbarschaft in dicken schwarzen Rauch ein. Das Polizei daß das Gesetz mehr den Charakter einer Jnstruktion als eines Gesetzes hat. Abg. von Czarlinski( Pole) bemängelt die Vorlage in einzelnen Puntten, spricht aber die Hoffnung aus, daß es den Steuerparlamenten in den Gemeinden gelingen werde, die Interessen gegenfäße auszugleichen. Sollte die Annahme des Gesetzes ab hängig gemacht werden von der Annahme der Vermögensstener, so find wir dafür nicht zu haben. Wir wollen keine neuen Lasten übernehmen, denn die Polen haben ohnehin genug Laften zu tragen zur Erhaltung ihrer Nationalität.( Unruhe.) Das ist unfere verfluchte Pflicht und Schuldigkeit. Wir wollen von der ganzen Vermögenssteuer mit allen ihren fistalischen Plackereien nichts wiffen. い Damit schließt die Debatte. Der Antrag der Freikonser vativen, für das Kommunalabgaben Gesetz eine besondere Kommission einzusetzen, wird mit großer Mehrheit abgelehnt; alfe brei Vorlagen werden einer Kommission von 28 Mitgliedern überwiesen. Da für Plenarsisungen Material nicht vorliegt, so ist keine Nothwendigkeit, vor Weihnachten eine Sigung zu halten, vorhanden. Der Präsident wird ermächtigt, die nächste Sigung an zuberaumen und deren Tagesordnung zu bestimmen, ferner für bie Ersehung etwa ausscheidender Kommissionsmitglieder au forgen. Schluß 8% Uhr. Nächste Sigung nubestimmt. zu Uebelstandes zu schaffen. einen vorgetragenen Einzelgefänge sind durchweg in musikalischer präsidium hat infolge dessen den Magistrat ersucht, durch Ang Beziehung wie auch in der Vortragsweise als durchaus gelungen zu bezeichnen; ein Beweis, daß auch auf diesem Gebiet der Arbeiter wendung rauchfreien Brennmaterials, Roals c. eine Abhilfe dieses Schule macht. Giner furzen, fernigen Ansprache des Vorsizenden wurde reicher Beifall gezollt. Ein Delegirter des Parteitages Goolam Kader muß nun endlich das Feld seiner schwindel begrüßte in furzer Rede den Arbeiter Sängerbund Berlins und haften Thätigkeit räumen. Swar hat der Staatsanwalt erklärt, lugegend und wünschte, daß auch jeder Saugesbruder dessen daß nach den angestellten Ermittelungen teine Handhabe für ein eingedent fein möge, daß seine Lieder nicht nur andere, sondern strafrechtliches Verfahren wegen fahrlässiger Körperverlegung auch ihn selbst angehen und schloß mit einem Soch auf den oder Betruges gegeben fei, das Polizeipräsidium hat aber den Bund, in welches alle Anwesenden träftig einftimanten. Zum Schwindler als Ausländer aufgefordert, binnen 24 Stunden Berlin Schluß wurde von allen die Marseillaise, Bolfs hymne u. a. ge zu verlassent. gesungen und nahm hiermit jeder Sangesbruder und Anwesende eine schöne Erinnerung mit nach Hause. Raum hat das Eis der öffentlichen Gewässer einige Zentimeter angefeßt, so werden von unvorsichtigen Menschen, In der Angelegenheit des Fräulein Wabuis hat bas namentlich von Kindern, auch schon Bersuche gemacht, dasselbe zu Reichsgericht dem Bertheidiger erwidert, daß an das Weichsgericht betreten. So versuchte es am Mittwoch Mittag der Sohn des feinerlei Antrag auf Untersuchung des Geisteszustandes des Frau Weinbergsbesizers Hinge in Werder a. H., die Havel zu überlein Wabnih gelangt ist.(§ 81 Str.-Pr.-D.) Das Reichsgericht fchreiten. Raum war er einige Schritte gegangen, als das Gis und die Reichsanwaltschaft hält demnach Fräulein Wabnig mit brach und er bis an den Hals in Wasser lag. Nur mit vieler Recht nicht einmal für verdächtig", geiftestrant zu sein. Das Mühe, unter Zuwerfen von Stangen, bei welchem die Retter Polizeipräsidium hat hingegen dem Bertheidiger mitgetheilt, daß felber in Gefahr geriethen, konnte der dem Ertrinken nahe Knabe es im öffentlichen Interesse die Internirung des Fräulein Wabnik, gerettet werden. Anstalt zu Dalldorf endlich geht jetzt von der Auficht aus, daß 13. bis zum 19. b. Mis. aur Anmeldung gekommen: 275 Ghe deren Untersuchungshaft aufgehoben war, veranlaßt habe. Die Bei den hiesigen Standesämtern sind in der Woche vom es nicht nothwendig ist, Fräulein Wabnih in einer Irrenanstalt unterzubringen, daß sie aber für ihren förperlichen Zustand sehr schließungen, 947 Lebendgeborene, 29 Todtgeborene, 584 Sterbejälle. gute Pflege und auch ärztliche Behandlung haben müsse. Sie hat Marktpreise in Berlin am 25. November, nach Ermitte Fräulein Wabnig lediglich deshalb noch nicht entlaffen, lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von weil sie von der Auficht ausgeht, daß hierzu die Zustimmung des 16,00-15,50 m., mittlerer von 15,40-15,00 9., geringer pou Bolizeipräfidiums, auf dessen Veranlaffung hin die Unterbringung 14,90-14,50 M. Roggen per 100 Kg. guter von 18,60-18,80 des Fräulein Wabuis erfolgt ist, erforderlich sei. Wenn die mittlerer von 13,20-18,00 m., geringer von 12,90-12,70 M. Streuz- Zeitung" bei Besprechung dieses Falles annahm, daß, Gerste per 100 Kg. gute von 17,00-16,00., mittlere von Achtung, Parteigenoffen von Nigdorf. Um allen falls die thatsächlichen Unterlagen richtig wären, eine widerrecht 15,90-15,00 M., geringe von 14,90-14,00 M. Safer per 100 kg. Wünschen der Parteigenoffen zu genügen, ist befchloffen worden, liche, strafbare Freiheitsentziehung vorliege, fo wird die Kreuz guter von 16,00-15,30., mittlerer von 15,20-14,50 9., das„ Volksblatt für Teltow- Beeskow- Storkow" vom 1. Dezember Beitung" Gelegenheit finden, diese ihre Ansicht durch ihren Chef geringer von 14,40-18,70 m., Stroh, Richt per 100 kg. von Erbsen redakteur bei Besprechung des Falles im Reichstag abermals zu 4,05-4,15 M. Seu per 100 kg. von M. ab in jeder Nummer zwei Bogen stark erscheinen zu lassen. In vertreten, wenn der Fall Wabniz zur Verhandlung an per 100 g. von 40,00-25,00 W. Speisebohnen, weiße per dieser neuen Form wird dafür gesorgt werden, daß das Blatt den Reichstag gelangt und dort nicht nur das bisher 100 Kg. von 50,00-20,00 2. Liufen per 100 g. von 80,00 inhaluich reich und gut ausgestattet ist, daß dasselbe dazu dient, Mitgetheilte als der Wahrheit entsprechend, fondern noch weiter bis 80,00 M. Kartoffeln per 100 kg. von 6,00-4,00 M. Mind gehendes Thatsachenmaterial angeführt werden. Wird in der fleisch von der Keule per 1 Rg. von 1,60-1,10 M. Bauchfleisch unsere Jdeen in immer weitere Kreise zu tragen, jedem Genossen hat die konservative Partei dem Versuch, der Polizeibehörde per 1 Kg. von 1,40-0,90 M. Schweinefleisch) per 1 Kg. von das unentbehrliche Wissen zu verfchaffen und die Leser auf dem ein Recht zu geben, jemanden, den das Reichsgericht nicht einmal 1,50-1,10 m. Raibfleisch per 1 Kg. von 1,60-1,00 M. Sammel Laufenden zu erhalten, Pflicht eines jeden Genoffen ist es, nun für verdächtig einer Geistesfrankheit erachtet, als gemein- fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 R. Butter per 1 g. von 2,80 geiftestrant ohne jedes Gnt- bis 2,00 m. Gier per 60 Stück von 5,00-3,00 M. Fische per auf das Giftigste für das Blatt zu agitiren, damit es in dieser at unbigungsverfahren behandeln zu lassen, entgegen. 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 M. ale von 2,80-1,20 R. neuen Form auch bestehen kann. Das„ Boltsblatt" ist ferner treten, so soll und das freuen. Fräulein Wabnis ist übrigens Bander von 2,40-0,80 m. echte von 1,80-1,00 m. Barscho eine ausgezeichnete Waffe zur Aufklärung der Landbevölkerung ob infolge der ihr widerfahrenen Behandlung stehe dahin von 1,60-0,70 m. Schleie von 2,40-1,20 W. Bleie von 1,40 unferes Kreises, derartig förperlich angegriffen, daß sie einer besonders guten bis 0,70 M. Krebfe per 60 Stüd von 12,00-2,00 2. Tokales. Gerichts- Beifung. freiberstraße 29, gum Gichenen Stab. Güb 2, Maungſte be Friz Fröhlich. Gangesblüthen, Roppenstraße 35, bet Keller. arbetter Gesangverein Freiheit 2, Adlershof, bei Albrecht. Gefangs verein Sieberzweig, Germsdorf, bet Gastwirty Sievert in Weidmannstuft. Goltegia 1", Manteuffelfir. 9 bei Nowaits. Treu und Fe", 8-10 Uhr Weidenweg 10 bet Göldete. Gesangverein Berliner Bildhauer, Ornament." Beughofstraße 8. Beugboffir. 8.Gesangverein Sund der gefelligen Arbeitervereine Berline und Umgegend. Vergnügungs- Verein Ipenpei Ichen, Straußbergerstr. 3 bei Birks. Sumorist. Verein„ Pipifar" bei strojche, Fichtestr. 29. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Privat- Theater gefellschaft a Iballa, jeben Sonntag Nachmittag 5 Uhr Restaurant Sonntag uhr bei Foge, Köpenickerstr. 191. Lautenbach, Guornstraße 77. Privat- Theatergesellschaft Preciosa jeden verein Barletin, heute Nachmittag 6 ühr bei Bade, Beughofftraße 8. Theater: und VergnügungsTheaterverein Concordia Jeughofstraße 8 bei noch. firaße 150. Bergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennfir. 5 bei Krüger. Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Versammlung LinienTambour- und Vergnügungsverein Gut Heil, alle 14 Tage bei Seyffert, Drantenstr. 121. Bon 4 Uhr an. Adalberistr. 21, Abends 9 Uhr. Stue 14 Lage Lan Bergnügungsverein Ginigtett 1890. Jeden Montag Sigung bei Roll, Gefang: Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Berein 3 wie beififche, Nirdorf, Abends 9 Uhr in Barta's Lotal, Berlinerwiöring, Admiralstr. 18c. firaße 120. Bergnügungsverein Freundes treue, jeben Montag bei Restaurant zum Zukunftsstaat, Kastanien- Adlee 35. Gefelliger Klub Namentos, jeden Montag int Vergnügungsverein Auf Helgoland Sizung jeden Montag 9 Uhr bet Sinte, Bergstr. 64, Fidelitas. Bergnügungsverein„ Gulalia" bei Herrn Reggentin, Barnim str. 4-5 Sigung 6 Uhr. Bergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends 6 Uhr bei Keller. im Restaurant Wendria, Brandenburgstr. 60. Nach derfelben Tanz und Artistenklub Humor, S.Bung Sonntag, den 27. nov., Nachm. 5 Uhr, ibalitas. Theater Verein Sustige Seelen, Sonntag 4 Uhr bei Stehmann, Melchiorstr. 15. Vergnügungsverein Bustig, Staligerstr. 54( S. Senfe), 5% Uhr: Sigung, Tanz, Sibella bei Bouschläger, Blumenstr. 78: Sigung mit Damen. Nach der Sigung 2.rgnügungsverein Borussia, Sonntag, den 27. November, 5 Uhr, gemüthliches Beisammensein. Pfeifentlub Felsen feft, Abends 9 Uhr, Königsbergerfir. 20 bei Schabrodt. Stauchflub eise wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerfir. 14. Rauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bei Lehmann, Friedrichsfelders Straße 27.- Ka teatlub2uftige Brüder" cautstr. 48, Abends 8½ uhr bei Erii Radie Literarisches. Polizeibericht. Am 25, d. M. Morgens wurde ein Apo- 1 Thätigkeit der Gewerberichter anzuhören. Der Referent ging Felsenburg, Roppenfiraße 49e. Brüderfch'a ft( Sausbiener), Stalls theker in seiner Wohnung in der Klopstockstraße todt aufgefunden. dann mit dem Magistrat arg darüber ins Gericht, daß derselbe Er hat sich anscheinend mittels Blausäure vergiftet. Im Laufe die Bekanntmachung für die Gintragung in die Wählerlisten erst des Tages wurden drei Personen erhängt vorgefunden, und zwar einen Tag vor Beginn der Eintragung veröffentlicht hat; Morgens ein Technifer in feiner Wohnung in der Badstraße, augenscheinlich hätte dadurch eine Ueberrumpelung der organisirten und Nachmittags ein Maurer in feiner Wohnung in der Put- und aufgeklärten Arbeiter stattfinden sollen. Wenn die Arbeiter buferstraße und ein Kaufmann auf der Treppe eines Hauses in vertrauensselig erst jetzt Kandidaten aufgestellt und die noth- alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins unb ntgegen. ber Bülowstraße. An der Ede der Kanonier- und Tauben- wendigen Vorarbeiten zu erledigen gehabt hätten, so wäre die( richten an G. Schröder, Noftiaftraße Nr. 29, 8 Treppen.) Sonntag: straße fiel Vormittags ein Diener beim Abspringen von einem in Ueberrumpelung fertig gewefen. Ein anderes freilich sei es mit Theaterverein Boruffta' bet Seren Odert, Béughofstraße 8. PrivatDer Fahrt befindlichen Pferdebahnwagen zur Erde und brach den der Gintragung in die Wählerlisten. Es sei gar nicht möglich, Theatergesellschaft und Artiſtenttub Belle: Alliance bei Berrn Sehmann, Unterschenfel. Er wurde nach dem Elisabeth- Krankenhause ge- daß die Arbeiter bei der Weigerung der Polizeibehörden und ein- erandrinenfiraße 32. Theaterverein Barzantria bei Herrn Ockert, bracht. Nachmittags gerieth an ber Ecke der Friedrich und zelner Bezirtsvorsteher, die Antragsformulare zu bescheinigen, Serrath, Boechstraße 7. Freundschaftlicher Bartverein bei Herrn Krischte, Thetaer- und Vergnügungsverein Elmenhorst bei Herrn Behrenstraße ein obbathloser Arbeiter unter die Räder einer rechtzeitig die Anmeldung in die Wählerlisten vollziehen Rostisstraße 12.- Turnverein Fichte in Schölzel's Seefchlößchen in SichtenDrofchte und erlitt so bedeutende Verlegungen im Gesicht und könnten; es müsse von den Arbeitern ein entschiedener berg. Tambourverein Ruf bei Sperling, Inselstr. 1. Geselliger Verein Italia bei Rohrsdorf, Pantstraße 4. an den Händen, daß seine Ueberführung nach der Charitee er- Protest gegen jede Beschränkung ihres Rechts er: Turnverein Fichte", Lichtenberg, Schölzel's Geeschlöschen. forderlich wurde. In einem Gasthof in der Friedrichstraße hoben werden. In Magdeburg sei der Magistrat auch Tambourverein u f" bei Sperling, Inselstr. 1. versuchte ein Mann von außerhalb sich durch einen Schuß in gezwungen gewesen, den Termin zur Einzeichnung in die Wähler- Montag: Theaterverein outfenstädtischer Sumor, Manteuffelſtr. 9 den Kopf zu tödten. Er verletzte sich jedoch nur unbedeutend listen um 14 Tage zu verlängern und das müsse hier auch ge- bet Schröder. Rauchtlub Frisch auf" bei Schulze, Fürstenwalderstr. 12. und wurde nach dem Krankenhause Am Urban gebracht. 2m schehen; es wäre nur bis jetzt ein kleiner Theil von wahl25. d. M. fanden sieben kleine Brände statt. berechtigten Arbeitern in der Lage, fich eintragen zu lassen. Nachdem der Referent noch einige Fragen beantwortet hatte, wurde eine Resolution mit dem Bemerken einstimmig angenommen, daß dieselbe sofort dem Magistrat und den Stadtverordneten zu gestellt werden solle; daß Bureau der Versammlung solle ferner fofort Schritte beim Oberpräsidenten thun, wenn die Verlänge rung des Termins für die Eintragung in die Wählerlisten nicht Eine überraschende Wendung bat ein Kriminalprozeß stattfinde. Der Wortlaut diefer Resolution ist folgender: genommen, welcher sich am 13. Februar in Moabit abspielte und Die Verfammlung protestirt energifch gegen die Art und einen bis dahin hochgeachteten Mann fein Lebensglück zu foften Beise, in welcher die städtischen und Polizeibehörden den Gedrohte. Der Kon cttionär der Firma V. Manheimer, Theodor suchen der wahlberechtigten Arbeiter um Bescheinigung ihrer AnLoewenstein, wurde wegen Veruntreuung, begangen in Gemein- träge bebufs Gintragung in die Wählerlisten, entgegenkommen. Außerdem beschließt die Versammlung das heutige Bureau zu schaft mit Frau Lasch, Inhaberin einer Arbeitsstube der Firma, beauftragen, unverzüglich die sozialdemokratischen Stadtverordneten zu vier Monaten, lehtere zu 2 Monaten Gefängniß ver. rtheilt. Herr Loewenstein hatte den Prokuristen der Firma wegen ver- zu ersuchen, eine Verlängerung der Anmeldefrist von mindestens leumderischer Beleidigung und die Firma wegen 5000 Mart rüd- 14 Tagen in der Stadtverordneten- Versammlung zu beantragen. ständigen Gehaltes verklagt. Herr R. tehrte den Spieß um und Gerner wird das Bureau beauftragt, dem Magistrat und denunzirte Loewenstein, wegen Unterschlagung. Vergleichs- Ver- den Stadtverordneten Berlins diese Resolution bekannt zu geben. In seinem Schlußwort führte Genosse Keßler an, daß die handlungen lehnte der Denungirte ab, er verlangte eine Ehrenerklärung. Auf das einzige Zeugniß des Portiers ganze Beglaubigung der Anträge hätte fortfallen fönnen, wenn Eeidig hin, daß an dem Tage der angeblichen Unter- hätten. Man hätte eine Strafe für die unrichtige Gin die Herren am grünen Tisch die Sache praktischer angefaßt schlagung nur eine Ablieferung stattge unden habe, wurden Loewenstein und Frau Lasch verurtheilt. Revision, Wieder- tragung festsetzen sollen, dann hätten wir feinen Arbeitgeber, teine Bolizei und auch keinen Bezirksvorsteher zur Beglaubigung aufnahme- Verfahren wurden abgelehnt. Die Ober- Staatsanwalt teine Polizei und auch keinen Bezirksvorsteher zur Beglaubigung Der Eintragungen gebraucht und die ganze Sache wäre einfacher schaft aber fegte den Strafvollzug aus. Dem Rechtsverstande 23 ist es nun gelungen, nachzuweisen, daß der Portier Seidig Säulenanschlag auch die Innungen bekannt geben sollen, für und schneller erledigt gewesen. Ferner hätte der Magistrat im einen wissentlichen Meineid geleistet hat. An dem fraglichen Tage feierte nämlich die Arbeitsstube der Frau Lasch einen welche ein Schiedsgericht auf Grund der§§ 97 a und 100 d ber Geburtstag. Die Feier konnte erst um 9/2 Uhr Abends be- Gewerbe- Ordnung besteht; denn viele Arbeitgeber wissen nicht ginnen, weil wegen eiliger Arbeit am Abend eine zweite Ab einmal, ob ihre Junung ein Schiedsgericht hat oder nicht. lieferung statift den mußte. Gegen Seidig ist nun das Straf( Beifall). Auch hier beantwortete Genosse Keßler noch einige verfahren wegen wissentlichen Meineldes eingeleitet worden. Am Fragen. 14. November war der erste Termin und 12 Mädchen der Arbeits- theilung, daß wenn die Wahlen erledigt sein werden und das Darauf machte der Vorsitzende zu Verschiedenem" die Mitstube der Frau Lasch beschworen, daß an dem fraglichen Tage Gewerbegericht in Kraft getreten ist, die Gewerberichter aus ihrer zweimal geliefert worden sei. Scidig bestritt im Termin, von Mitte eine statistische Kommission zu wählen haben, an welche von 5. Baale, Berlin S., City- Passage. Preis 75 Pfennige. Spigel auf Reisen. Ein neues Gesellschaftsspiel. Verlag irgend Jemand angestiftet au sein. In der Konfettionsbranche alle Streitfälle ausführlich berichtet werden müssen. Ferner, daß Wer kennt ihn nicht, den pflichtgetreuen Gesellschafteretter, zu glaubte man nicht einen Augenblick an Herrn Löwenstein's Schuld; eine sogenannte Ueberwachungs- Kommission von den Gewerben er erhielt fofort verschiedene Engagementsangebote. Jezt ist er Berlins eingesetzt werden soll, welche die Thätigkeit der Gewerbe- dessen Namen mit unvergänglichen Lettern in die Geschichtstafeln selbständig. Er verlangte von ber firma Manheimer eine richter zu überwachen hat. Eine große Zahl von Genossen be- unserer Partei eingegraben ist Der Begriff„ Spizel" ist in den Ehrenerklärung. Diese aber lehnte eine solche ab. theiligten sich an der Diskussion. weitesten Kreifen der Bevölkerung so bekannt geworden, Eine Auflage wegen gemeinschaftlicher schwerer Es wurde dann noch auf die Versammlung im Feenwir es als einen recht glücklichen Gedanken beKörperverlegung wurde gestern vor der zweiten Straffammer Balajt", welche in Sachen der Arbeitslosenstatistit statisindet, seichnen müffen, die halb tomische, halb ominöfe Figur des Landgerichts I gegen die Arbeiter" Hermann Babite und fowie auf die Arbeitgeber- Bersammlung am Montag bei Feuer- Spieles vorzuführen, des Spigels" den Parteigenossen in der Form eines Friedrich Feirath verhandelt. Am Abende des 26. Juni stand fein, welche Stellung zur Gewerbegerichts- Wahl nehmen soll, winters zur Unterhaltung und Beluftigung von Jung und Alt das in den Feierstunden des Der Bigarrenmacher Baspel an dem fogenannten Schafgraben bei hingewiesen. Mit einem dreifachen Hoch auf die moderne bas Seinige beitragen wird. Das arbeitende Bolt hat so wenig der Treptower Brücke und schnitt Schilf. Die Angeklagten Arbeiterbewegung wurde hierauf die Versammlung geschlossen. und noch einige andere Perfonen gingen die Böschung an dem Gelegenheit zur Unterhaltung mag auch einmal Herr Spitzel Graben entlang. Done irgend eine Veranlaffung überschütteten Arbeiter fand am 20. November statt. In derselben berichtete ein Würfelspiel dar, das von beliebig vielen Berfonen auf einem Eine öffentliche Bersammlung der Musikinstrumenten die Kosten derselben tragen! Das Spiel felbft stellt sich als fie ben Baspel mit Schimpfworten der unfläthigsten Art. Dieser Rollege Meier über die Thätigkeit der in der vorigen Delegirten 60 Felder zählenden Spielplan gespielt wird. Spigel will den hütete sich, den Händelsuchern zu antworten, er that, als höre er versammlung gewählten Kommiffion. Die von der Kommon tommen. Daraus entwickelt sich eine wilde hehjagd über die fie nicht. Die Angeklagten begaben sich dann die Böschung Parteifonds konfisziren, die Genossen suchen ihm zuvorzuhinunter und griffen den Zaspel gemeinschaftlich an, um ihn ausgearbeiteten Forderungen, betreffend den Uebergang des Fach 60 elder des Planes; wer zuerst auf Feld 60 tommt, ist ins Wasser zu werfen. Der Bedrohte flammerte sich in seiner allen Theilen angenommen. Kollege Meier ersuchte dann um Sieger. Von den bunt kolorirten Felbern des Planes ist vereins an den Verband, wurden von dem Verbandsvorstand in Herzensangst an den Angeflagten Feirath an, Pahlte zwang ihn Annahme folgender Resolution: aber durch Fauftschläge auf Kopf und Hände, den Feirath lo großer Theil mit wahrhaft künstlerisch ausgeführten höchft zulaffen und nun stürzten die Angeklagten den Bafpel topfüber In Erwägung dessen, daß die Kollegenschaft im übrigen bedeutungsvollen Bildern versehen, wir nennen ins Wasser. Da sich in der Nähe eine Schleuse befand und das Theile Deutschlands der Agitation des Generalausschusses voll- nur einige der Ueberschriften als: Wirthshaus in Boykott, Wasser tief war, so mußte 3afpel seine ganze Kraft aufwenden, ständig gleichgiltig gegenübersteht, und von den Orten, wo Dr Sommerfrische für renitente Staatsbürger, eine Ferienkolonie", um das Ufer zu erreichen: Wenn er nicht des Schwimmens ganisationen unfererseits bestehen, feine Unterstützung außer Berlin Maifeier, Station Friedrichsruhe, Station Bochum, König tundig gewesen, wäre es ihm wohl faum gelungen. Der zu erhalten ist, erklärte die Versammlung, das Vertrauensmänner Mammons Reich, eine Teufelsaustreibung, beim darbenden Staatsanwalt hob hervor, daß die Angeklagten sich durch Syſtem für Berlin aufzuheben. Diejenigen Kollegen, welcher Schnapsbrenner, Berliner Weltausstellung u. s. w. Doch wir ihre That als Rowdies der schlimmsten Art gekennzeichnet wölf Marken in der Agitationskarte aufweisen, werden auf verrathen nicht zu viel, um den Genossen die angenehme Ueberhätten, Die aus reinem nebetinuth ein Menschen gefordert, dem Fachverein der Musik- Juſtrumentenarbeiter beizu- raschung nicht zu verderben. Die Ausstattung ist vortrefflich, leben auf's Spiel gefegt, er beantrage gegen diefelben eine Getreten. Die Versammlung erklärt den Beschluß der Delegirten- Karton, Würfel, Beschreibung, Sezmarten, alles ist vorhanden. fängnisstrafe von je anderthalb Jahren. Der versammlung für den ihrigen und stimmt den Arbeiten der und so mag denn auch einmal im Familienkreis des arbeitenden Gerichtshof erkannte nach dem Antrage und ordnete die fofortige bez zachvereins, die nächste Bersammlung des Vereins als anderer ist, über den gelacht wird, als.... Herr Spiel Kommission zu. Ferner ersucht die Versammlung den Vorstand Volkes fröhliches Feiertagslachen einkehren, wenn's auch kein Werhaftung der Berurtheilten an. Gin berüchtigter und gewiegter Einbrecher, der Versammlung sowie den Anschluß an den Tischlerverband auf Generalversammlung einzuberufen und den Beschluß der heutigen auf Reisen." Handelsmann Friedrich Wilhelin Waterstraat, wurde gestern die Tagesordnung zu sehen." Von der Nenen Beit"( Stuttgart, J. S. W. Diey' der siebenten Straftaminer des Landgerichts I vorgeführt. Der In der darauf folgenden Diskussion besprach Rollege Spar- Aus dem Zuhalt heben wir hervor: Allerlei Ethik. jeyt 45jährige Angeklagte genießt in der Berbrecherwelt und bei feld die Wirksamkeit des Generalausschusses. Ferner fritisirte der Buffalo und Tennessee. Bon F. A. Sorge.( Schluß.)- MilitarisVerlag) ist foeben das 9. Heft des 11. Jahrgangs erschienen. Der Kriminalpolizei den Ruf, daß lein Verschluß seiner Thätigkeit Redner die Theilnahmslosigkeit der Kollegen gegenüber den Gewerk mus und Militärvorlage. Notizen: Bur Krisis der Freien widersteht. Er hat lange Gefängniß- und Buchthausstrafen hinter fchafts- Organisationen. Im Weiteren erörterte derselbe die Ver- Volksbühne".( Eine Erwiderung.) fich. Im April d. I. hatte Waterstraat eine fünfjährige hältniffe in Schwaderlach und Untersachsenberg und sprach sich nirgendwo. Ginige Rapitel aus einem utopischen Roman von Feuilleton: Kunde von Zuchthausstrafe in Sonnenburg verbüßt. Er begann wie früher für Annahme der Resolution aus. Rollege Bloccie wandte fich William Morris.( Fortfehung.) einen Hansirhandel mit Gummiwaaren. Die Polizei nimmt an, gegen die Resolution und wies auf die Gefahren hin, welche daß Waterstraat dies Geschäft nur tetreibt, weil er dadurch in einer festen Zentralisation von Seiten der Polizei drohen können. viele Säufer kommt und Gelegenheit zu Diebstählen auskund- Die Kollegen Hundt und Scholz erklärten sich für die Resolution. fchaften kann. Man hatte ein wachfames Auge auf ihn. Bu Rollege Niendorf wünschte, daß der Uebergangstermin noch verschiedenen Malen wurde bemerkt, daß er den Schlössern an hinaus geschoben würde. Die Resolution den Thüren eine besondere Aufmerksamkeit schenkte, inan nahm genommen. Die Versammlung war im Gegensatz zur Wichtigihn fest und fand jedesmal eine Anzahl feingearbeiteter Diebes feit der Tagesordnung leider sehr schwach besucht. Werkzeuge bei ihm vor. Da ein versuchter Einbruch ihm aber Häftling verbrannt. Everswinkel bei Münster, 28. Nov. nicht nachzuweisen war, so fonnte Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, Bei einem Nachts im hiesigen Gefängniß ausgebrochenen Brande nicht gegen diefer Fälle den 27. Nov., Abends 6 Uhr, in der Berliner Bod- Braueret, Tempelhofer ist ein wenige Stunden vorher eingesperrter Häftling umgeihn eingeschritten werden, Im Juli und Berg. Tagesordnung: Bortrag. Nach der Versammlung: Gemüthliches BeiAuguft wurden aber vier Einbrüche ausgeführt, ale fammenfein. tommen. Man fand die Leiche halbverfohlt in der ausderen Thäter Waterstrant stark verdächtig war. Kommission freier eingeschriebener Hilfskaffen von Berlin und gebrannten Zelle. In allen meegend. Bersammlung Dienstag den 29. b. M., Abends 8 Uhr, BeuthFällen waren die Liebstähle des Sonntags Nachmittags aus- firebe 22, 1. Bericht über die Berhandlung mit den Werbandskassen. Beschluß Die paffage Petersburg Kronstadt ist durch Eis Gesperrte Paffage. Petersburg, 25. November. geführt, wobei die Thüren und Schlösser der Behälter theils faffung über das Statut. mittels Nachschlüssel, theils mittels Brecheifen geöffnet werden bertstraße 8. Privat- Theater- Gesellschaft. Sigung Montags bet Sauermann, Abal gesperrt. Die Schifffahrt bürste mithin als geschloffen anzu waren. Dem Diebe war reiche Beute in die Hände gefallen, bei Allgemeiner deutscher Tapesiver- Verein, Filiale Berlin. Bersamm fehen sein. einem Zahlmeister fand er über tausend Mark und viele WerthMontag, den 28. b. 75. F. Folger fachen, in der Wohnung eines Referendars einen Silberschrank, gewählten Kommission 2c. den er vollständig ausräumte. Bei dem lehteren wurde der Abdruck einer Hand auf der polirten Tischplatte auf der polirten Tischplatte ent- 28. 5. M., Abends 8% Uhr, in der Berliner Resource, Kommandantenstr. 57. Achtung Schneider! Große öffentliche Versammlung am Montag, den deckt, auf die der Dieb sich gestüht hatte. Der Abbruck Thattateit Tagesordnung: Die Gewerbegerichts- Wahlen und wie entfalten wir unsere entsprach genau der Hand Waterstraat's. In seiner Wohnung Achtung, Schuhmacher! Grubenunglück. Sorau( Nieder- Laufig), 26. November. Große öffentliche Bersammlung der Schuhfand man ferner unter verschiedenem Diebswerkzeug ein Stemm macher Bertins am Sonntag, den 27. D. M., Nachm. 4 Uhr, im total Durch schlagende Wetter fand auf der Gottessegengrube III in eifen, welches genau in die Eindrücke hineinpaßte, die in den er in der auff'schen Schuhfabrit, Oranienftr. 189.( Siehe Plakate.) Armin- Hallen", Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: Stand des Streits Kunzendorf ein schreckliches Grubenunglück statt. Zwei Bergleute brochenen Thüren und Möbeln zurückgeblieben waren. Troy Arbeiter sildungsschule. Sonntag wormittag 10-12 Uhr: Süd: wurden getödtet. dieser Belastungsmomente legte Waterstraat sich auf's Leugnen. Schule, Sagelsbergerstr. 48: Unterricht in: Rechnen( ant.); Dft- Schule, Der Staatsanwalt hielt ihn auf Grund der Beweisaufnahme für zweifellos überführt und beantragte gegen ihn eine 8uch t- Abends 8% Montag, 10% Uhr: Süd- Schule, Hagelsbergerstr. 43, Unterricht in hausstrafe von zehn Jahren. Der Angeklagte bestand Physiologie. Süd- Ostschule, Reichenbergerfir. 183: Unterricht in Buchdagegen auf die Ladung eines Beugen, wodurch er im stande fei, fein Alibi nachzuweisen und der Gerichtshof glaubte, ihm diefen Beweisantrag nicht ablehnen zu können. Die Berhandlung wurde beshalb vertagt. wegen wurde dann an= Vermischkes. . ubet Wifen if Macht". Distuffion. Berichteruattung der am 31. D. W. ift oberhalb Nyland zugefroren. Zwei Frachtdampfer liegen Im Gife. Hernösand, 26. Nov. Der Angermanfluß gehört. Die Passagierdampfer haben ihre Fahrten eingestellt; noch am Ladeplage, im übrigen hat die Holzverschiffung aufDie Leuchtfeuerschiffe werden in Winterlager gelegt. Martussie. 31: Unterricht in Buchführung und oberes Stechnen. Arminhallen, Kommandantenftr. 20: Unterricht in der Nationalotonomie. Briefhaffen der Redaktion. logit. Norb Schule, Müllerstraße 1799:' Rechnen( unt.); Deutsch( oberes). Taffen und Freie Hilfskaffen" ist Spalte 8 Zeile 2 von unten führung und oberes Rechnen. Oft Schule, Martusstr. 31: Deutsch( oberes) Berichtigung. Im geftigen Artikel über Ortskrantens In alle Lehrfächern, mit Ausnahme der Buchführung, Schüler und Schülerinnen, auch jest tm Laufe des Semesteré, eintreten. tönnen now ftatt Aermeren" zu lesen Männern". Ferner hat der Verein Sozialdemokratische Gese- und Diskutirhinbs. Sonntage. mar freigewäfter Kassenärzte nicht 7-8000, sondern 7 bis 800 Kayser, Bormittags 10% Uhr im Restaurant Schömann, Heimifte. 16. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends Mitglieder. Norddeutsche 9 Uhr: Nebungsstunde. Aufnahme neuer Witalleder. Schleife, Saunynftr. 86 bei gubeil. 2. K., Over Langenbielau. In dem erwähnten Artikel und verwandten Berufsgenossen Annenfiraße 14 bei Ehrenberg. Liebertafel der water bezieht sich die Angabe der 3 vom Hundert nur auf die höheren Moabiter Liedertafel, Arminiushallen. Einkommen. Die Ginkommensteuer ist progreffiv. Bei 32000 M. bergeiftraße 31 bei Wusehold. Garmonte 2 Bands: dorf. Blüthe, Prenzlauer- Allee 26 Bet tiedel. Tonblüthe, Görligerstraße 5s bei Zotts- beträgt sie 3 pst., und steigt bis 4 pet. bei Einkommen von Chirurgifchen Branche, Alte Schönhauferstr. 42 bei Reimann. Sängerhor ber 100 000 m. und darüber. In dem genannten Artikel stand vorEine Versammlung von Kandidaten zum Gewerbe- offung der Zimmerer Berlin West, Kulmfir, so bel Naumann. wiegend die Besteuerung der großen Bermögen und Einkommen gericht tagte am Freitag Abend in den Arminhallen, um einen berget fir. 24 bei Pagbold.- Etebesfreiheit D, Strausberg, tur Restaurant 69. für 900-1050 wt., also bis auf/ pet. sinken, nicht beGleichheit, Vappet- Allee 8-4 bei Struje. Sängerhain, etchen in Frage, daher wurden die unteren Steuerstufen, die bis auf Vortrag des Genoffen Reßler über die mehrfach erwähnte trüger. Weibenblätter, Belforterstraße 16, bet Schneider. fonders erwähnt. Versammlungen. Achtung! Arbeitgeber! Gewerbegerichts- Wahlen in Berlin. Montag, den 28. Nov., Abends präc. 8 Uhr, bei Boltz( früher Feuerstein), Alte Jakobstraße 75: Große öffentliche Versammlung fämmtlicher Arbeitgeber, die als solche an den Gewerbegerichts- Wahlen theilnehmen können. Unserem Freunde und Genossen Robert[ Wendt, genannt [ 2436] Schaafm. zu seinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch. Robert halt Dir heute am Eistasten fest. B. G. S. P. F. Verb. aller in der Metallindustrie beschäft. Arbeiter Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Die Gewerbegerichts- Wahlen und die„ Arbeitgeber" Den Mitgliedern hiermit zur NachBerlins. Vortrag des Reg. Baumeisters a. D. Kessler. 2. Diskussion und richt, daß unser Kollege, der MetallBeschlußfassung über die Ausstellung geeigneter Kandidaten zur Gewerbegerichts- arbeiter Wahl. 3. Verschiedenes. 228/1 273/9 Paul Orbanke NB. In der Versammlung werden Antragsformulare" für die Eintragung in die Wählerlisten für Arbeitgeber" ausgegeben. " Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der geschäftsführende Ausschuss der Berliner Streik- Kontroll- Kommission. J. A.: Hermann Faber, SO., Grünauerstr. 4, Hof 1 Tr. Leseklub„ Dietzgen". Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 27. November, Nachmittags 4/2 Uhr, bei Pape( früher Knebel), Badstr. 58. 3. Verschiedenes. am 25. d. Mt3., früh, nach mehr als einjähriger Krankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 27. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, vom Trauerhause, Kottbuser Ufer 24, nach dem Emmaus- Kirchhof statt. Um recht zahlreiche Theilnahme ersucht Der Vorstand. eph.- Ansty 1. Teleph Amt 7b, 928. BEZO von Bruno Güther, Weihnachts- Ausverkauf 80 Grüner Weg 80 parterre, Eingang vom Flur zwischen Andreasund Koppens Straße in der Speziell Fabrikant aus Plauen i. S. offer. einen großen Post. Englischer Tüll- Gardinen da nery. Waare, 2 Seit. Bandfefton, Meter 45 Pfg. oder abgepaßt 3 Seiten Band feston Fenster 2 Mr. bis zu den Elegantesten. Fern. Schweizer Tüll, Mull mit Tüll Filetguipure, Kongreß- u. imit. Handarbeit- Gard., Stores, Stepp, BettTisch- und Sopha- Decken, Teppiche, Bett- Borleger, Roll- Kanten und Stoffe, alles eigenes E Fabrikat. Neuheiten treffen täglich ein. Fefte Preise. Gardinen- Fabrik Günftige Omnibus, Pferde- und Stadtbahn- Verbindung. Hierdurch die traurige Nachricht, bas Richard Raehmer, temeleri, 48, Ede Königsbergerstraße. 310b Proben nach außerhalb portofrei Verkauf von Gold, Silber- u. Alfenidewaaren u. Uhren. Werkstatt für Neuarbeiten, Bergoldungen, Bersilberungen 2c. Reparaturen schnell u. billig. Trauringe von 1,50 M. an. Beerdigungs- Komtoir 3165L Sargmagazin. Sumadjer, Swinemünderstr. 140. mein guter Mann, der Lederarbeiter Paul Schulz, am 23. November ge storben ist. Die Beerdigung findet heute, Sonntag, von der Leichenhalle des Krankenhauſes am Urban nach S Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Pfungstädt. 2. Diskussion. dem Thomastirchhofe in Brit um 24 Uhr statt. Frau Bertha Schulz, geb. Götte. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann und Vater, der Holzbildhauer Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 27. d. M., Abends 7 Uhr, finden zwei Versammlungen 198/20 Die trauernde Wittwe Richard Jacobi statt. Die 1. Kommandantenstr. 20, Arminhallen. Vortrag des Herrn Dr. Pinn über:„ Die Pharifäer". Die 2. bei Seefeld, Grenadierstr. 33. am Sonnabend, den 26. November, Schuhmacher, Auch der alte Vater Tietz. Jnvaliden- Den Parteigenossen die ergebene Anstraße 124, empfiehlt den Genossen sein zeige, daß ich Wißmannstraße 9 ein Fabritat von Cigarren, Rauch, Herren- und KnabenKau- u. Schnupftabaken. RauchEquisiten in großer Auswahl. Bei Entnahme von 100 Cigarren 10 pCt. Rabatt. 100,000 Mark Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über:" Ethit u. Nationalismus" Früh 8 Uhr, durch Schlaganfall plög Honigkuchen ( Eine Aussprache mit der Gesellschaft für ethische Kultur). 140/10 lich gestorben ist. Nach den Vorträgen gemüthliches Beisammensein und Tanz. Herren Um stilles Beileid bittet und Damen als Gäste stets willkommen. Achtung! Achtung! 3296 Meta Jacobi und Sohn. Die Beerdigung findet Dienstag, den 29. November, Nachm. 2 Uhr, vam nach dem Georgenkirchhof, Landsberger Allee statt. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse Trauerhause Straußbergerſtr. 85 aus, Filzschuharbeiter. der Schuhmacher. 275/4 DE Herr Sander, 300b sind noch in größeren und kleineren 3346 Bosten billig abzugeben. Deutsche Honigkuchenfabrik Invalidenstr. 138 und 159. Für Händler höchsten Rabatt. Roh- Tabak! Ernst Förster, Garderoben- Geschäft eröffnet habe. Ich bitte, bei Bedarf mich zu berücksichtigen. 164b Erich Bohne, Schneider. Achtung! Kein Laden. Nur eigene Fabritation, 25 Zigarren 1 Mark. Garantie rein amerikanische 1785 L abate. Rippentabat 2 Pid. 60 Pig. H. F. Dinalage, Kottbuserstr. 4, Hof part. In der Pfandleihe Gerichtste, 32 I, werden verfallene Winter- Baletots, fowie andere Sachen täglich unter Tage verkauft. Unübertroffen Herren- u. KnabenGarderobe alt u. neu, spottbillig, rothe 6, Mariannenstr. 6, im Keller. Montag, den 28. Novbr., findet die Sonntag, den 4. Dezember, Abends Vereins- Versammlung der Filzschuh 72 Uhr, zur Feier des 10 jährigen Tapezirer, wird ersucht, seine Adresse Kaiserstrasse No. 30. arbeiter und Berufsgenossen Berlins Bestehens und Umgegend in Seefeld's Saal statt. Tanz- Kränzchen Verein, Neumarkt Nr. 5, gelangen zu neu, Umstände halber sehr billig. an Otto Gwald, Zürich, Deutscher Schneider- Ringschiffchen- Maschine, Sopha zu verk. Admiralstr. 8, 2 Tr. Tagesordnung: unter gütiger Mitwirkung des Gesang lassen. vereins Kornblume. Billets für Herrn Blumenthalstr. 11, pt.( Ecke Bülowstr.). Schmerzloses Zaldenſteinſtr. 32. 50 Pf., Damen 25 Pf., find bei den Zahlstellen der Kasse sowie in den mit Herbschnißerei- Arbeit, Rechtsbureau richters a. D., Alte Blafaten belegten Handlungen und bei Papte, Manteuffelstr. 81, zu haben. 1. Vortrag des Genossen Herrn Wach. 2. Diskussion. M 3. Abrechnung vom Sommer Vergnügen 1892. 4. Vereinsangelegenheiten. 155/5 Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Medizinal- Verein der Tabakarbeiter. Ganarel Varcommlung Samung Lanbfägerei- und 8406 Zahnz., Süss, Hiermit wird der Schneider des königlichen AmtsFriedrich Marth ( früher Zimmerftr. 72, Bigarrengeschäft), angenehme und nützliche Beschäftigung Jakobstr. 130. Gewissenhafter Rath jezt Elifabeth- Ufer 10, aufgefordert, für Jung und Alt. Katalog mit über in allen Angelegenheiten. Unbemittelten die 50 Stüd entnommene Billets vom 150 Abbildungen über sämmtl. Werk- unentgeltlich. Auch Sonntag. 2286L Sängerfest am 7. Auguft beim Unterzeuge, Laubsäge- Masch., Materialien, zeichneten abzurechnen. 157/11 Vorlagen 2c. gratis und franko. Wer hilft? J. Brendel, Mardorf( Pfalz). Strafaufschub, Briefe u. Eingaben jed. Mache alle Bekannten sowie Genossen Art u. jur. Rath i. all. Sachen f. nur auf meine Pallasstraße 17 befindliche 1,50 M. im Rechtsbureau Tobias, W. Noack's Concert- u. Gesellschaftsjäle, Gustav Stein, Waldemarfir. 48. Brunnenstr. 18/19. Hente, Sonntag, 27. Nov. 1892, Gr. Kleist, Erklärung. Die Beleidigung gegen Streich- Concert Serrn G. Schaff nehme ich hiermit zurück.[ 8056] B. Wegener. Dienstag, den 29. November, Abends unter Leitung des Masit- Direttors 8 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichftraße 44. Tages- Ordnung: 1. Rechnungslegung. 2. Die Um wandlung des Vereins in eine Zuschußtaffe. 3. Verschiedenes. 322/3 Der Vorstand. Rummelsburg! Herrn Friz Marschall. Nach dem Concert 303b Die Beleidigung, die ich gegen meine Schwester F. Thormann gemacht habe, widerrufe ich Bäckerei aufmerts. Reines Roggen. Prinzenstr. 10. Billigſte Führg, alle brot, 5 Pfd. gut ausgeback. 50 Bf. Brot Prozesse, Gnadengefuche. Sonntag b. 1. und Frühstück sendet frei ins Haus. [ 271b] Rudolf Hoffmann, Bäder. Grosser Ball. fe und erkläre sie als eine Noh- Tabak- Lager Anfang 6 Uhr. Entree 30 f. Avis. Empfehle meine hocheleganteu Säle zu Privatfestlichkeiten, Hochzeiten 2c. unter toulantesten Bedingungen. Oeffentl. Versammlung F. Pietsch, Tanz- Institut, Dresdenerstraße 10. ehrenhafte Frau. A. 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Um recht zahlreichen Besuch bittet 110/5 Der Vorstand. Knopfarbeiter! Die Sperre über die Fabrit H. Kasche, Köpenickerstr. 83a, dauert fort. Es wird gebeten, den Buzug streng fernzuhalten. Knesebeckstraße 82, täuflich erworben. Ich bitte das meinem Herrn Vorgänger geschenkte Vertrauen auch gütigit auf mich übertragen zu wollen. Um recht zahlreichen Besuch bittend, 33302 zeichnet hochachtungsvoll Ein Vereinszimmer ist noch zu vergeben. C. Schmidt. Charlottenburg. Allen Freunden und Bekannten 828b Da die ausgesperrten Arbeiter obiger Firma sämmtlich bis auf 2 Mann empfehle mein anderweitig in Arbeit getreten sind, so ist der Streit beendet. Weiß und Bairischbier- Lokal 192/10 nebst Destillation Christ- u. Nehring Die noch ausstehenden Sammellisten straßen- Ecke. Es wird mein eifrigstes bitten wir so schnell als möglich, ob Bestreben sein, mir das Wohlwollen Leer oder gezeichnet, da die Abrechnung meiner Gäste durch gute Speisen und erfolgen foll, beim Kassirer Ernst Getränke zu erwerben. Ringel, Röpenickerstr. 181, III abauliefern. Die Kommission. Paul Lembke. Hans Baake, Musikinstrumenten- Arbeiter. City Passage, Dresdenerstrasse 52/53. 39 Im Verkehrslokal b. Rohr, NaunynArbeiter- Buchhandlung. straße 78, wollen sich Herren, welche Ich empfehle als Weihnachtsin der Nähe arbeiten, zum guten Geschenke folgende nen erschieMittagstisch gefl. melden. Dafelbft nene Sachen: Spikel auf Reisen". großes Vereinszimmer( 25-30 Perf. Ein neues Gefeufchaftsspiel für Jung mit Piano Montags und Dienstags und Alt. Preis 75 Pf. Einzeleremfür Arbeitervereine zur freien Ver- plare nach Auswärts gegen 85 Pf. fügung. Verkehrswirth H. Nohr, Marr- und Lassalle- Reliefs in 3276 Elfenbein- Imitation. Preis je 1 Mt. Raunyuste. 78. 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Sie betreffen die Athmungsorgane, namentlich die Lunge, Arbeitslosen- Komitee am Sonntag beschlossen. Der eine, von und enden meist mit Tuberkulose. Gesundheitsschädlich ist Die Arbeitslosen Bewegung ist für den Augenblick etwas Dr. Aveling, erklärt das Zirkulär des Herrn Fowler, insoweit mineralischer, metallischer, pflanzlicher und thierischer Staub. filler geworden einmal weil die regelmäßigen Bersammlungen es auf altmodischen bourgeois- ökonomischen Anschauungen beruht, In England ertranften an Tuberkulose: bei den Glasarbeitern auf Tower Hill ansingen, in Raufereien zwischen den Agenten für ungenügend" und verlangt, daß für alle, von den Behörden 80 pet. aller überhaupt Erkrankten, bei den Nabelschlägern der verschiedenen dort vertretenen Körperschaften und ihrem An- für die Arbeitslosen angeordneten Arbeiten die Gewerkschaftssätze 70 pCt., den Feilenhauern 62 pet., Steinmegen 42, Mühlenhang auszuarten, und infolge dessen gerade die bessere Klasse und die 48stündige Arbeitswoche gelten sollen. Der zweite, von schleifern, Lithographen, Bigarrenarbeitern, Bürstenarbeitern 40 von Arbeitslosen sich von ihnen zurückzog, und zweitens, weil G. Bogel gestellt, richtet sich gegen die Ueberzeitarbeit im Poftamt bis 50, bei den Müllern 10 und den Kohlenarbeitern 1 pet. In die allerhand weltlichen und kirchlichen Komitees, welche die und die Unterbezahlung der für die Weihnachtszeit dort ein- den westfälischen Industriebezirken starben von sämmtlichen Unterbringung von Arbeitslosen auf ihr Programm bei den gestellten Hilfsarbeiter, die Abstellung welcher Uebelstände eine Männern über 20 Jahre in 8 Jahren 46 pet. an Tuberkulose, meisten wäre es besser zu sagen, auf ihr Aushängeschild ge- Deputation des Komitees dem General- Postmeister unterbreiten von den Eisenarbeitern allein 59 pet., den Metallschleifern schrieben haben, diejenigen derselben, die sich auf ihre Listen soll. Ferner beschloß das Komitee folgendes Aktionsprogramm: 78 pet. In ganz Deutschland sind 18-14 pet. aller Todesfälle haben eintragen lassen, durch provisorische Unterstützungen und 1. Agitation für unverzügliche Ausführung der beschlossenen auf Tuberkulose zurückzuführen. Die Gaseinathmungsdie Zusage, so vielen als nur möglich Arbeitsgelegenheit zu Abtragung des Millbank Gefängnisses und Entsendung einer trantbeiten fordern gleichfalls ihre Opfer. Bon gefundschaffen, von der gemeinsamen Aktion mit ihren Leidens Deputation an den Kommissär der( Regierungs-) Arbeiten zu heitsschädlichen Gasen fommen in industriellen Betrieben vor: genoffen abhalten. Der Arbeitslose, der wirkliche Arbeit sucht, diesem Zwecke; 1. indifferente( an sich nicht schädlich, verdrängen aber den Sauerläuft sich bei den weiten Entfernungen auf dem Wege von Bureau stoff, verschlechtern also die Luft), besonders Stickstoff, Wasserstoff, zu Bureau so müde, daß er an Demonstrationen, selbst wenn er dazu Lust hätte, faum theilnehmen kann; er meidet sie aber, schiedenen Behörden; 3. Organisation von Arbeitslosen- Deputationen an die ver- Sumpfgas, in Kellern, Brunnen, Bergwerken u. f. 10.; 2. irrespirable( fönnen nicht eingeathmet werden, weil sie zum wenn er weiß, daß sie zum Zummelplay von beruismäßigen Randalirern geworden sind und in der Mehrheit der Fälle als alsbald Arbeitsbureaus einzurichten; 4. Aufforderung an die Regierung und die Lokalbehörden, Husten reizen), besonders schweflige, falpetrige, Chlorwasserstoffsäure u. s. w. in Strohhut, Woll- und Seidenbleichereien u. f. w.; bloße Haz" enden, an der nur die Gegner der Bewegung ihre 5. Organisation von Meetings in ganz London zu gunsten 3. giftige, besonders Kohlenoxydgas, in Gaz und Freude haben tönnen. der Arbeitslosen. Koaksfabriken, bei offenen Roatsfeuern in Kamingarn Unter diesen Umständen ist es daher ganz besonders erfreu Ein weiterer Vorschlag des Grekutivkomitees lautete: Schritte spinnereien, auf Neubauten u. s. w. Die Verschlechterung lich, daß die in Aussicht genommene Umwandlung des Trafalgar zu ergreifen, um die Arbeiter beim Widerstand gegen übermäßige der Luft durch bloße Ausathmung, wobei der Square- Komitees in ein Komitee zur Organisation der Arbeits- Miethen zu unterstützen, sowie die Distriktskomitees und alle dem Sauerstoff vermindert, die Kohlensäure vermehrt wird, lojen" am letzten Sonntag vollendete Thatsache geworden ist und Komitee beigetretenen Organisationen aufzufordern, Material über ist schließlich auch nicht zu unterschätzen.( Anthropotoxin, d. h. daß dieses Komitee immer mehr fich zu einem vollzähligen zu hohe Miethen in den Arbeitervierteln zu sammeln und der Menschengift.) Sie findet sich am stärksten im Kleinbetrieb, der Bertretungsförper der organisirten Arbeiter und Sozialisten Exekutive zu übermitteln." Londons gestaltet. Die Föderation der radikalen Bereine, die oft in Wohn- und Schlafräumen ausgeübt wird. Bei TrockenHiergegen lehnten sich jedoch die Delegirten der Fabian heit der Qust( z. B. in Spinnereien) ist Wasser zum Verfozialdemokratische Föderation, die Fabian Society" und andere Society" so verzweifelt auf, daß beschlossen wurde, die Delegirten dunsten aufzustellen. Die Beleuchtung der Arbeitsräume ist sozialistische Vereine Londons, die Gas- Arbeiter und sollten erst die Instruktionen ihrer Vereine über diese Frage ein- eine natürliche( Fenster) und eine künstliche( Lampen, Gas u. f. w.). eine Reihe anderer Unionen sind durch Telegirte in ihm verholen, ehe ein endgiltiger Beschluß gefaßt wird. Die tünstliche hat Schäden. Jede Flamme verschlechtert die Luft treten, und vorige Woche hat auch der Londoner Trades Council Formell mögen die Fabier" im Recht sein, wenn sie be durch Erhöhung der Temperatur( Tageslicht enthält 50, eletdie Zentralvertretung der Gewerkschaften von London den haupten, daß die Frage der Miethssäte mit der Arbeitslosen- trisches Licht 80, Del- und Gaslicht 90, Petroleumlicht 94 pet. sehr vernünftigen Beschluß gefaßt, statt, wie von einer Seite be- frage direkt nichts zu thun hat. Aber es handelt sich darum, daß, Wärmestrahlen) und Verbrauch von Sauerstoff( bei Sterzenlicht 6, antragt war, von sich aus Agitatoren nach Tower Hill zu schicken da die Arbeitslosen keine Wiethen zahlen tönnen, sie gegen Aus- bei Gas 12-15, bei Lampen 20-25 Kubikmeter frischer Luft und die dort herrschende Konkurrenz und mit ihr verbundene treibungen geschützt werden müssen. Und so wird die schließliche pro Stunde). Strahlende Hige ruft Augenkrankheiten hervor, Ronfusion und gegenseitige Anschwärzung noch zu vermehren, Abstimmung wohl zu gunsten der Aufnahme dieses Punktes 3. B. in Gießereien, Maschinen abriten n. f. w. Die Heizung. sich durch mehrere Delegirte im Komite zur Organisation der lauten. Dafür mögen fich denn die Fabier damit trösten, daß erfolgt mein durch eiserne Defen, auf denen der Staub verbrennt, Arbeitslosen vertreten zu laffen. Die Zersplitterung in den Reihen der Antrag ihres Mitgliedes G. B. Shaw, die Redner auf den oder durch Zentralheizung, die leider vielfach noch die Lust ausder kämpfenden Arbeiterschaft, die schon so oft zur Folge hatte, Arbeitslosen- Meetings zu ersuchen, sich aller müfügen Gewalts- trocknet und ungleid, mäßig wirkt. daß von Seiten dieser inaugurirte Bewegungen im Fahrwasser androhungen zu enthalten, mit 25 gegen 13 Stimmen angenommen jehlen oft, werden überdies durch die Enge der Arbeitsräume ehrlicher oder affettirter Bourgeois Philanthropie verfandeten, wurde. meist in ihrer Wirkung beeinträchtigt. Die Zahl der Unfälle wird auf diese Weise immer mehr verringert, und damit zugleich ( Redner bringt umfangreiche statistische Nachweise) ist daher alljährlich sehr groß, und eine erschreckend hohe Anzahl darunter fuhrt zum Tod oder dauernder Erwerbsunfähigkeit. Die Reinigung der Räume müßte täglich und gründ lich stattfinden, bei Staubentwickelung feucht. Die Putz. lappen, meist Lumpen, sind mit Dampf zu desinfiziren, um nicht Ansteckung zu verbreiten. Für den Auswurf der Hustenben find Spudna pfe aufzustellen, um Uebertragung der Tuberku lose zu verhüten. Bei Staubentwickelung müssen besondere 11 Dies der gegenwärtige Stand der Agitation, deren Fortgang auch die Gefahr der Verdrängung der Arbeitslosen- Frage von natürlich davon abhängt, wie sich die Arbeitslosigkeit selbst ge der Tagesordnung. staltet. Arbeiter- Sanitätskommission. er fann Daß zu legterem in den Reihen der Bourgeoisie große Lust besteht, ist zu felbstverständlich, um Beweisstellen dafür zu zitiren. Wie die Arbeitslosigkeit schon als Möglichkeit der Fluch des einzelnen Arbeiters, sowie der Arbeiter als Klaffe, so ist sie als Massenerscheinung das böse Gewissen der Bourgeoisie. Sie stößt das ganze Gebäude der ökonomischen Glaubensartifel des Bour geois, nach dem es ja wirkliche Arbeitslosigkeit überhaupt nicht Zu den Aufgaben, die fich die Arbeiter Sanitätskommission Ankleideräume, bei giftigem Arbeitsmaterial( Blei, Queckgiebt, sondern jeder, der nur arbeiten will, auch Arbeit findet, gestellt hat, gehört auch die Fenstellung von sanitären Weiß filber, Phosphor u. f. w) Wasch- und Badegelegenheit über den Haufen und damit auch die trostreiche Ueberzeugung, tänden in den Werkstätten und Fabriken. Wenn geboten werden. Besondere Speiseräume und Trinkdaß alles zum Besten geordnet sei in der besten aller möglichen die Wohnungshygiene wichtig ist, fo ist die Fabrit- und Werk- waffer in genügender Menge und Güte, sowie faubere d. H. eben der bürgerlichen Gesellschaft. Für den Bourgeois nättenhygiene doppelt wichtig. In der Werkstätte, im Fabrillosets in ausreichender Zahl sollten als selbstverständlich besteht also die Frage vor allem darin: wie schaffen wir die saal bringen die Arbeiter den größten Theil ihres wachen Lebens, gelten. Arbeitslosen als Bielheit aus dem Wege- von der Straße, die Ausgebeutetsten unter ihnen, die nicht blos 12, sondern 14, 16 Die Schädigungen der Anwohner bestehen in wie vereinzeln wir sie. Denn der einzelne Arbeitslose erscheint oder 18 Stunden täglich arbeiten müssen, fogar den größten Rauch, Ruß, übelem Geruch, Gafen, Feuersbrunst, Explosion, sich und der Welt als halber Schuldiger, es muß an ihm liegen, Theil ihres Lebens überhaupt zu. In ihrer Wohnung- Heim" ferner in Verunreinigung des Grund- und Flußwassers durch wenn er teine Arbeit findet. Im äußersten alle erweckt er nennt sie der Deutsche poetisch sind sie eigentlich nur wie Abgänge. Fabriten sollten daher außerhalb der Stadt liegen. Mitleid. Wo daher das brutale Auseinandertreiben nicht an- Gäste, die ein Nachtquartier suchen. Sanitäre Misstände, die In der Diskussion führte Herr Bautechniker Re bfisch geht, heißt es ablenken, in verschiedene Kanäle leiten, isoliren. sich in den Fabriten finden, müssen also schon aus diesem Grunde die wenigen Bestimmungen an, die der Berliner BauDas ist auch die Tendenz des Zirkulars, das Herr Fowler, viel nachhaltiger und gefährlicher auf den Arbeiter einwirten, als Polizei Ordnung im Sinne einer Fabrikhygiene eingefügt der neue Minister der Lokalverwaltungen, vorigen Montag an solche, denen er in seinem Him" ausgesetzt ist. Ueberdies hat er worden sind. Insbesondere schreibe die Bau- Polizei jekt dirett die Armeeverwaltungen und Sanitätsbehörden des Landes ver- auf die sanitäre Beschaffenheit seiner Behausung wenigstens noch vor, daß, wo oatstörbe aufgestellt sind, nicht gearbeitet Schickt hat. In zum großen Theil wörtlicher Wiederholung eines einigen Einfluß. Er kann die Wohnung, natürlich immer werden dürfe. Von mehreren Kontrolleuren wurde sodann darauf aus gleichem Anlaß vor sechs Jahren von Herrn Jos. nur innerhalb der ihm durch seine wirthschaftliche Lage hingewiesen, daß in den kleineren Betrieben die Zustände Chamberlain, damals noch Parteiganger und Kollege Gladstones vorgeschriebenen, meist sehr eng gezogenen Preisgrenzen, noch viel schliminer seien als in den großen. Eine Ausdeckung dieser -erlassenen Zirkulars werden die bezeichneten Behörden ersucht, selber wählen, beim Wirth, deffen Brotherr" Buntände sei aber fast unmöglich, weil die bei Handwerksmeistern in Verbindung mit den sonstigen Ortsbehörden nach Möglichkeit er in einem gewissen, wenn auch sehr bescheidenen Sinne ist, auf und vollends in der Hausindunrie beschäftigten Arbeiter und ArbeiteArbeiten in Angriff zu nehmen, welche Arbeitslosen Beschäftigungs- Abhilfe dringen, er fann selbst diesen oder jenen Uevelstand ab rinnen der Gefahr einer Maßregelung im Falle einer Beschwerde möglichkeit gewähren, ohne sie einerfeits mit dem Mafel stellen, und im schlimmsten Falle bleibt ihm immer noch übrig, am meisten ausgesetzt feien. Aus diesen Kreisen fämen dann des Pauperismus zu belasten und andererseits fie auszuziehen. Das sind freilich alles Behelfe, die von dem recht auch leider wenig Beschwerden. Es wurde auch beklagt, daß zu veranlassen, von der Umschau nach Arbeit in ihrem losen, weil besiglosen Proletarier gegenüber dem Hausbesizer, der namentlich aus der Nahrungsmittel Branche heraus ursprünglichen Gewerbe abzusehen, und welche keine Konkurrenz stets im Recht ist, weil er im Bejiz ist, nur selten angewendet der Arbeiter- Sanitäts- Kommission wenig Interesse entgegen mit anderen, noch beschäftigten Arbeitern bedeuten. Als solche werden tönnen und noch seltener von Grfolg begleitet sind. Aber gebracht wird, obwohl gerade hier die Dinge schlimmer lägen. Arbeiten werden bezeichnet: Spatenfultur auf Kanalisationsfeldern, in den Arbeitsstätten fallen selbst diese allernothdürftigften Be- eben den Bädern seien es besonders die Schlächter, die in Terrassirung von offenen Plägen, Erholungsanlagen, neuen Kirch helfe fort. Die Wahl der Arbeitsstätte hängt nicht von dem fürchterlicher Luft, neben Fleischabfällen, Knochenreiten, faulenden höfen, Reinigung von Straßen, Legen und Pflastern neuer Straßen, Belieben des Arbeiters ab; er muß in der Regel froh sein, daß Eingeweiden zc. arbeiten, effen und schlafen müssen. In diese Anlegung von Jußwegen auf Landstraßen und Bau von Kana- er überhaupt noch eine Stätte findet, wo man ihm seine Arbeit Höhlen dürfe niemals ein Fremder hinein. lisationen und Wasserleitungen. Für alle diese Arbeiten sollen abnimmt. Auf Abhilfe zu dringen, darf er nicht wagen, wenn Von den zahllosen, durch doppelte und dreifache Kontrolle jedoch etwas medrigere Löhne wie gewöhnlich bezahlt werden, er nicht hinausfliegen will, eine selbändige, alfo, eigenmächtige" als begründet erwiesenen Beschwerden über sanitäre Mik damit Betrug verhindert wird und den Untergebrachten der Abstellung der Ulepelstände ist erst recht ausgefchloffen, und das fräude in Fabriken und Werkstatten, welche an uns gelangt Antrieb, so bald wie möglich Arbeit in ihrem früheren Gewerbe Radikalmittel, die gesundheitsgefährliche, menschenmörderische sind und dem Vortragenden als thatsächliche Grundlage für seine au finden, ungeschwächt erhalten bleibt. Arbeitsstätte einfach zu verlassen, versuche es, wer es fann! Ausführungen gedient haben, führen wir unten eine Reihe an. Als ob nicht ohnehin die aufgezählten Arbeiten solche wären, Wenn irgendwo eine die hygienischen Zustände über Sie bilden eine traurige Illustration für das Verhältniß des Arzu denen sich Arbeiter, die etwas gelernt haben, nicht zu drängen wachende Arbeiter- Sanitätstommiffion nothwendig, so ist sie es beiterschutzes auf dem Papier zum Arbeiterschus in Wirklichkeit. pflegen! Die Furcht, die Arbeiter könnten sich beim Graben und hier, wo der einzelne vollständig wehrlos ist. Die Arbeiter Wie sehr die Fabrik- und Werkstätten- Sygiene bei uns noch im Pflastern so wohl fühlen, daß sie Beschäftigungslosigkeit fimu- Sanitätskommission hat daher auch dieses Gebiet ihrer Thätigkeit, Argen liegt, wird erst aus diesen Beschwerden klar. firen, nur um im Winter zu diesem Götterdafein zugelassen dessen Wichtigkeit sie fofort erkannte, von Anfang an bevant. zu werden, wäre geradezu grotest, wenn sie nicht durchaus dem Wenn sie erst jetzt dazu gekommen ist, ihren Kontrolleuren einen ökonomischen Grundgesetz der bürgerlichen Gesellschaftsordnung ent- instruktiven Vortrag über diese Fragen zu bieten, fo lag es nur spräche. Diese verträgt das Recht auf Arbeit nicht anders als in der an zufälligen, rein äußeren Gründen, nicht etwa daran, daß deren Form des Rechts auf Pauperarbeit, und wenn der letzteren aus Bedeutung unterschätzt worden wäre. nahinsweise das offizielle Brandmal des Pauperthums Das Referat über Fabrik- und WerkstättenBettelarmutherspart bleibt, so muß die ökonomische Gristenz Hygiene" hielt am Dienstag Abend. Herr Dr. Christeller. des bedachten Arbeiters um so mehr die des Baupers bleiben, Die Schädigungen des Arbeiters bei der Arbeit denn das Kapital bewacht seine Reservearmee. Ist es immerhin führen zu den sogenannten Gewerbefrankheiten, deren mehr als anderwärts zu geschehen pflegt, daß Herr Fowler über Urfa chen sind: ungefunde Arbeitsräume, übermäßige Anhaupt das Zirkular erlassen, und die Gemeinden 2c. ermahnt hat, strengung und fehlerhafte Körperhaltung, intensive Reizungen der fo zeitig wie möglich in dem entwickelten Sinne vorzugehen, und Sinnesorgane Auge, Ohr u. f. w.) durch ein Uebermaß von hinzusetzt, daß, wenn sie Anleihen zu diesem Zwecke bedürfen, fie Licht, Larm, Hiße oder Kälte, ferner Staub, Gase, giftiges Schleuniger Genehmigung derselben durch die Regierung sicher Arbeitsmaterial, Ansteckungsstoffe in demselben, Unfälle. Die sein dürfen, so ist es doch klar, daß seine Anweisungen vom Beseitigung dieser Ursachen ist aufgabe der FabrikStandpunti der Arbeiterklasse durchaus ungenügend find. Sie hygiene. Wichtig ist für eine Fabrit außer der Lage( ob in enger, muß auf eine Der folche Behandlung Arbeitslosen dicht bewohnter Straße) und der Größe( im Verhältniß zur Frage dringen, bei der mit der Beseitigung des augenblicklichen Arbeiterzahl) namentlich die Bauart. Die genauesten BorNothstandes zugleich, seine Ursachen, wenn nicht aus der Welt schriften darüber giebt die bezügliche Koblenzer Polizeiverordnung geschafft, so doch getroffen werden. von 1890. Sie verlangt für die bauliche Konstruktion -WO der Die meisten unter ihnen beziehen sich auf sanitäre Mißstände in den Arbeitsräumen, also auf solche, die den Arbeiter an seiner Gesundheit zu schädigen geeignet sind, und die allererste Stelle nehmen darunter die Klagen über unge= nügende Luftzufuhr ein. neber die Metallwaarenfabrik von Friedrich Kirchner, Brandenburgstr. 32, wird gemeldet: Die Werkstatt liegt im Keller, ist schmutzig, von Nauch geschwärzt und von Gas- und Koats geruch erfüllt." Einer der Kontrolleure bestätigte das zwar, setzte aber bitter hinzu, es wäre hier nicht schlimmer als überall. Ueber die Gießerei von Paul Welt Nachfolger, Adalbertstr. 52, heißt es: Sie befindet sich im Erdgeschoß, das ohne Ventilation ist und im Sommer eine Hige von 40-43 Grad aufiveist." In den im 4. Stock belegenen Arbeitsräumen derselben Fabrik müssen die Arbeiter oft wegen der Cyankali- Dämpfe Die Arbeit einstellen, da Ventilatoren zwar versprochen, aber bis jest nicht angebracht worden sind." In der Fabrit von Teuchert, Prinzenstr. 99, sind die Arbeiter, wenn auf dem Boden gebrannt wird, gezwungen, in einer Wolfe von Säuredämpfen zir arbeiten." Noch schlimmer sieht es in den Glas Sandbläsereien Aus diesem Grunde ziehen die vorgeschrittenen englischen des Gebäudes mit Rücksicht auf Feuersgefahr zwei Treppen Arbeiter mit Recht die Frage der Ueberzeitarbeit in die der Be- aus Stein oder Eisen in feuerfesten Mauern, Sicherung der seitigung der Arbeitslosigkeit hinein. Wenn die Regierung, so Wände und Thüren durch Wasserglas- Anstrich, Wasserleitung, lange das Parlament fein entsprechendes Gesetz schafft, gegen die eventuell Hochreservoir, nach außen aufschlagende Thüren u. f. w., Ueberzeitarbeit in den Privatunternehmungen zur Zeit nichts für die Arbeitsräume mit Rücksicht auf Gesundheitsgefahr thun fann, so kann sie doch, und ebenso können das die Graf- ausgetrocknete Wände, reichlichen Raum, genügende Zufuhr guter schafts: 2c. Verwaltungen, in den ihnen unterstellten Bureaus und Luft. Die Höhe muß aus letterem Grunde mindestens 3/2, aus, deren es in Berlin etwa 10 giebt. In diesen Fabriken Werkstätten damit aufräumen. Erst dieser Tage ist wieder in bei großer Arbeiterzahl 4, bei staubendem Material, Aus- werden Glasscheiben dadurch mattirt, daß Sandstrahlen mit uneiner Einsendung in der Bresse darauf aufmerksam gemacht wor- dünstungen u. f. 1. 5 Meter betragen. Der Rauminhalt gebeurer Straft aus einer Maschine gegen die Platten geschleudert den, daß im Arsenal von Woolwich in einer Abtheilung allein über muß eine Luftzufuhr von 15 Rubikmeter pro Kopf und Stunde werden. Dabei erfüllt sich der ganze Maschinenraum allmälig 50 Arbeiter Ueberzeit arbeiten, darunter verschiedene 3 bis gestatten, bei Staub, Basen u. f. w. noch viel mehr, sogar bis mit feinstem Staub, sodaß die Arbeiter zulegt in einem Meet 31/2 Stunden im Tag, während die Arbeitslosenliste der Bereinigten 100 Rubikmeter. Dazu dient die Ventilation, bie natür von Sand arbeiten und athmen. Die Schilderungen, welche uns Gewerkschaft der Maschinenbauer zc. stetig wüchse. Hier hätte liche( durch Thüren, Fenster, Wände) und im Bedarfsfalle die über die Fabriken von Westphal( Schüßenstr. 74), Fröhlich ( Hollmannstraße), Dittmann( Ritterstraße), R. Ganter] raum noch allerlei Waarenvorräthe, die dem zeifter fammt[ selber weiß es oft genug nicht, wie es in seiner Fabrik aussieht ( Ritterstraße) und noch mehrere andere Fabriken eingesandt feinen Gesellen das bischen Play und die nöthige Bewegungs- wie sollen es dá seine Kunden wiffen! worden sind, stimmen alle in dem einen Punkte überein: freiheit nehmen. Verdenken fann man es dem kleinen Meister Ueber den weiteren Verlauf der Sigung, die Diskussion über ,, es staubt unbeschreiblich, so daß keiner länger faum, daß er an der theuren Laden- und Wohnungsmiethe sparen die Erweiterung der Aufgaben der Kommission, berichten wic als 5 oder 6 Jahre macht, bis er der Lungen- will. Die Beseitigung der Kleinbetriebe würde allen diesen Zuschwindsucht erliegt." ständen ein Ende bereiten. Bom Sand bis zum mehr, das der Konditor und Bäcker zu verarbeiten hat, ist kein großer Schritt. Wir denken dabei zuerst an die Honigkuchenfabrit von Th. Hildebrandt und Sohn, Pantstraße, in welcher schwindsüchtige GehilfenSand und Mehl erzeugen beide in gleicher Weise Schwindsucht-vergebens nach einem Spudnapf für ihren Auswurf suchen und daher rücksichtslos in das Fußmehl spucken müssen. nächstens. Für die Arbeiter Sanitätskommission sind weiter eingegangen: 5. M. vom sozialdem. Arbeiterverein für Weißensee, 10 M. vom Verein der Berliner Knopfarbeiter. Wie es mit der Beleuchtung in diesen Arbeitsräumen aussieht, läßt sich denken. Und wo das Licht fehlt, da fehlt in der Regel auch die Sauberkeit. Diese Klage ist fast bei allen uns zugegangenen Beschwerden über Werkstätten mit vertreten. Die Wasch gelegenheiten sind selbst da ungenügend, Die Liste der Aerzte, die sich erboten haben, in Arbeiters wo mit Giften gearbeitet wird. Diese Klage fommt besonders Vereinen Vorträge über sanitäre Fragen mit be= aus der schon oben erwähnten Fabrik von Welt, Adalbertsonderer Berücksichtigung der Lage der ar Daß in den Bäckereien überhaupt entsetzliche Zustände straße 52. beitenden Klassen und der Aufgaben der herrschen, ist durch die Broschüre des Genossen Bebel ja zur Auch Ankleideräume sind vielen Fabrikbesitzern etwas Arbeiter Sanitäts- Kommission zu halten, ist dem Genüge erwiesen. Wir haben darüber ebenfalls recht erbauliche Unbekanntes, obwohl die Art der Arbeit für die Arbeiter und Genossen Gumpel, Barnim str. 42, zur Einreihung in den Berichte erhalten, ein Beweis, daß es inzwischen noch nicht auch für die Arbeiterinnen oftmals solche Räume unentbehrlich Referenten- Nachweis übergeben worden. Da ihre Zahl das anders geworden ist. Für heute nur die uns zugegangenen Be- macht. In der Fabrik von Schoy, Reichenbergerstraße, Dugend weit übersteigt, glauben wir, allen Anforderungen seitens schwerden über der Vereinsvorstände von jetzt ab genügen zu können, vorausgesezt, daß die Anfragen bei Herrn Gumpel resp. den aus der Liste ausgewählten ersten min destens 8-14 age früher ergehen. Die Schlafräume der Bädergesellen." In der Bäckerei von Opalta, Birkenstr. 19, stehen in einer nicht heizbaren, einfenstrigen Stube 5 Bettstellen, zum Theil übereinander." Bei dem Bäckermeister Runze, Marienburgerstraße 15, Schlafen 8 Personen in einem nicht heizbaren, unsauberen, neben einem Stall gelegenen Raum." ,, müffen die 70-80 Arbeiterinnen sich Abends in demselben Raum umtleiden, in welchem Männer beschäftigt werden, und zum Ueberfluß kann dieser Raum auch noch von den Fenstern bei Portal 7 übersehen werden." Da sind Speiseräume erit recht eine unerhörte For derung, und es fann uns daber nicht wundern, daß in der Fabrik von Welt, die wir hier zum dritten Male nennen müssen, ,, die Arbeiter ihre Mahlzeiten auf der Treppe einnehmen Aposteltirche 3( Bäckermeister Förster). Ein inüffen, weil der Arbeitsraum von giftgeschwängerter Luft fenstriger, finsterer Kellerraum im Borderhaus, nicht geerfüllt ist". lüftet. 3 Betten für 4 Gefellen. Im selbigen Schlafe Mit dem Trinkwasser sieht es noch schlimmer aus. In raum werden Bretter mit frischen Back- vielen Fabriken giebt es Wasserreservoire die ihr Wasser waaren zum Trocknen aufgelegt. aus einer Privat- Wasserleitung erhalten. Wie haben wiederholt über die Beschaffenheit solchen Wassers berichtet und können uns daher heute darauf beschränken, zu konstatiren, daß die Beschwerden an Zahl jetzt eher zu als abgenommen haben. Nostiz str. 9( Bäckermeister annete). Auf dem Hof dunkeler Keller ohne Fenster und ohne Thür mit 2 Betten, Schlafraum und Betten unfauber. Gine Thür zwischen Backofen und Schlafraum, ein anderer Ausweg existirt nicht, so daß bei etwa ausbrechendem Feuer im Backraum die Schläfer aufs höchste gefährdet sind. Gulm str. 15( Bäckermeister und Eigenthümer Jürgens). In einem dunklen Kellerraum am Ende des Hofes schlafen bei Tage 4 Bäcker in 3 Betten, 2 von den Betten sind übereinander gestellt. Der Haustnecht schläft Nachts darin. Infolge dessen wird der Raum ( 2,50 Meter lang, 2,30 Meter hoch, 1,80 Meter breit), dessen Fenster 0,80 Meter breit, 1 Meter hoch ist, nicht gelüftet. Unsauberes Pissoir auf dem Hofe. Hagelsbergerstr. 51( Bäckermeister Reich). Eine steinerne Treppe führt vom Hof hinab zu einem falten, finsteren, mit Steinen gepflasterten Keller. In dem Loch, zu schlecht für einen Hund", schläft ein Gefelle. Galvinstr. 1. unterirdischer dunkeler Schlafraum, in dem 4 Betten, je 2 über einander, stehen, diese Höhle ( 5,50 Meter lang, 2,15 M. hoch, 2,20 Meter breit) liegt nach der Straße, die Decke im Niveau der Straße; damit es ja teinen Lichtstrahlen von der Straße aus gelingt, diese Wohnung" zu erhellen, wird das Fenster( 0,95 meter breit, 1,50 Meter hoch) durch eine durchlöcherte eiserne Blatte verdeckt. Weder Luft noch Licht! Beusselstr. 74( Bäckermeister KruII). Als Schlafraum für 2 Gesellen und 1 Lehrling dient eine Bodenkammer auf dem Mehlboden. Die 3 Betten stehen in einem Raum, der 2,40 Meter lang, 2,20 Meter hoch und 2,10 Meter breit ist, daß sich die 3 Personen nicht be wegen können. Die Fenster sind 0,50 Meter breit und 0,90 Meter hoch. Lessing str. 44( Bädermeister Klingbeil). Zwei Schlafkammern für je 2 Gefellen, jede 1,70 Meter breit, 3,10 Meter lang, 2,60 Meter hoch. In beiden befinden sich die Bettstellen über einander wie in der Kaserne". In der einen( Dunklen Klosettammer) ist das Fenster 0,25 Meter breit, 1,30 Meter hoch. Neanderstr. 30( Bäckermeister und Eigen thümer Herm 3). Finsteres Kellerloch auf den Hof, 3 unfaubere Betten für 3 Gesellen und einen Haustnecht. Der Raum( 2,30 Meter breit, 1,90 Meter hoch, 4 Meter lang) Tags und Nachts über zum Schlafen benutzt, ohne Fenster, ohne Licht und Luftwechsel. Auf dem Hof unsauberes Pissoir, überfüllter Müllfasten. In den Schuhmacherwertstätten scheinen die Arbeiter nicht viel besser daran zu sein. Ueber die Werkstatt von Becker, Königgrägerstr. 86, meldet man uns: Die Werkstatt liegt im Souterrain, ist zwei Meter hoch, hat ein kleines Fenster, das weder Luft noch Licht genügend spendet." Soziale Llebersicht. An die Zimmerlente Berlin nud Umgegend! Kameraden! Die unterzeichneten Vertrauensmänner halten es für ihre Pflicht, Euch nochmals dringend zu ersuchen, der Frage, wie wir zur einheitlichen Organisation gelangen tönnen, die nöthige Aufmerksamkeit zu schenken. Wir ersuchen deshalb Und nun zu den Klosets, den Schmerzenskindern aller jeden Kameraden, für die am Mittwoch, den 30. November, in Gratweil's Bierhallen stattfindende öffentliche Versammlung Werkstätten und Fabriken! Als selbstverständlich bezeichnete es energisch zu agitiren, sowie auch an der Verbreitung von Handder Vortragende, daß diese Errungenschaft moderner Kultur in zetteln rege theilzunehmen. Dieselben sind am Sonntag, den hinreichender Anzahl vorhanden sei. Den meisten Fabritbesitzern 27. November bei folgenden Kameraden zu haben: scheint sie als ein nothwendiges Uebel G. Thamm, Mollinerstr. 13. G. Pfigner, Cremmerstr. 5 ein nothwendiges, sondern als ein sehr überflüssiges Uebel zu v. IV. C. Schulze, Adferstr. 133 6. H. G. Stehr, Stromgelten. Wollten wir alle Beschwerden, die uns über Fabrikklosets straße 38. R. König. Mansteinstr. 85. IV.. Kleve, zugegangen sind, veröffentlichen, wir fönnten ganze Spalten das Blumenstr. 36 a 5. p. 6. Geffrois, Admiralstr. 15 IV. mit anfüllen. Schon eine bloße Aufzählung der einzelnen Fabriken verbietet uns die Beschränktheit des uns zur Verfügung stehenden Raumes. Wir greifen blind heraus: oder nein! nicht als Tischlerei, Reichenbergerstr. 160, 2 Klosets für 50-60 Personen, in schlechtem Zustande, mangelhaft desinfizirt." Fabrik von Welt, Adalbertstr. 52, 6 Klosets für ca. 200 Arbeiter und Arbeiterinnen, sehr unsauber, in der 2. und 3. Etage in den Arbeitsräumen gelegen." Simeonstr. 11, 4 Klosets für ca. 120 Personen, Arbeiter von 4 Tischlereien, 1 Tapezierwerkstatt, 1 Metallwaarenfabrit; eines von den Klosets war verschlossen für die Meister." Ritterftr. 11, 6 offene, d. h. überhaupt thürlose Klosets ohne Deckel, schmutzig, stinkend, für die 250-270 Arbeiter von 5 Tischlereien, 1 Schneides und Hobelwerkstatt, 1 Glasschleiferei, 1 Metallschleiferei, 1 Schmiede, 2 Holzhands Iungen." " Borsig'sche Fabrik, Alt- Moabit 84, für ca. 600 Arbeiter 24 Klosets, richtiger: 24 Löcher, durch feine Zwischenwände getrennt, rings um den Fabritschorn stein gereiht, in unfauberstem Zustande." Genug, genug! Wir verzichten, diese Aufzählung bis ins Endlose fortzuführen. Es ist unglaublich, was alles den Arbeitern geboten wird. Die Vertrauensmänner. J. A.; Ernst Obst, Blumenthalstraße 8. Sattler! Die Formulare zur Eintragung in die Gewerbegerichtss Wählerlisten tönnen bei A d. Paeschke, Französischestr. 6, 3. Matthies, Mariannenstr. 15 und in meiner Wohnung unentgeltlich in Empfang genommen werdeu. Da die Eintragung bis zum nächsten Sonntag erfolgt fein muß, so versäume niemand, dieselbe zeitig zu bemirfen und auch die Kollegen auf diese ihre Pflicht aufmerksam zu machen. Joh. Sassenbach, Borsigftr. 24. Die Zentralisation der Mannheimer Gewerkschaften hat eine Kommission eingesetzt, welche die Aufgabe hat, es fch werden über Fabriten entgegenzunehmen und nach gründlicher Prüfung dem Fabrikinspektorat zu übermitteln, ohne daß der Name des Beschwerdeführers dabei genannt wird. Das badische Fabrikinspektorat hat sich bereit erflärt, mit dieser Beschwerdekommission in Verkehr zu treten und die ihm gemachten Mittheilungen aufmerksam zu prüfen. leber die wirthschaftliche Lage des Erzbergbanes im Königreich Sachsen während des Jahres 1891 bringt die Voff. 8tg." folgende Mittheilung. Die Zahl der Erzgebirge Den Arbeitern!" denkt achfeljuckend der Bourgeois. Sind ist von 191 auf 186 gefunten, die Belegschaft jedoch von 6939 sie denn nicht selber daran schuld? Wer besucht denn diese Röpfen auf 7009 gestiegen. Jusgesammt wurden 51 683 20. Klosets sonst außer den Arbeitern, und wer anders als sie selber Erze im Werthe von 5,6 Millionen Mart ausgebracht. Lebhafte ist für die Unsauberkeit verantwortlich zu machen?" Es ist Klage führt der Bericht über das Fallen der Silberpreise. Die wahr, die für die Meister und das Komptoirpersonal bestimmten, fistalischen Werfe haben: infolge dessen bei einer Ausbeute von reservirten Klosets sind stets in besserem Zustande. Aber die 34 499 Kilogramm Silber allein einen Verlust an Einnahmen zu haben Wasserleitung und werden regelmäßig und forgfältig gereinigt, während die Klosets für die Arbeiter entweder ohne Spülung find oder im günstigsten Falle warten müssen, bis ihnen die Maschine etwas von ihrem Ueberfluß an warmem Wasser zuschickt. Die Arbeiter können vielfach nicht nach spülen, wenn sie auch wollen. Wer niemals in eine Fabrik hineinkommt, der weiß gar nicht, wie es an den Stätten aussieht, wo der Besiglose arbeitet, um dem Besitzenden all das zu schaffen, was ihm das Leben bequem und angenehin macht. Der Besitzende selber weiß es am wenigsten. Vielleicht würde ihm auch manchmal anders werden, wenn er Bei Wischer, Zoffenersir. 16, erführe, wo, wie und woraus seine Semmeln, seine Wurst, seine „ erhält die im Souterrain hinter dem Laben gelegene Näschereien hergestellt werden, und auch seine Kleidung, feine GeWerkstatt ihr Licht durch eine nach dem Hofe führende brauchsgegenstände und all die Luxussachen, ohne die er nicht Thür." leben zu können vermeint, würde er faum ohne gründlichste Bei diesen fleinen Werkstätten wird zugleich über großen Desinfektion in Benutzung nehmen, wenn er wüßte, in welch Raummangel geklagt. In der Regel liegen in dem Arbeits- I todbringender Umgebung fie oft entstanden sind. Der Fabrikbefizer verzeichnen, der sich auf mindestens 280 000 Mart beziffert. Alles in allem genommen ist die Lage des sächsischen Erzberge baues in dem Berichtsjahre als eine überaus ungünstige zu be zeichnen, denn von sämmtlichen in Betrieb gewesenen Erzberg verfen haben nur drei Ueberschüsse von insgesammt 177 452 M. erzielt, denen bei den übrigen Werken ein Zuschuß in Höhe von 2 091 578 M. gegenübersteht. Bezüglich des Spinnerausstandes in Lancashire wird, nach der Voss. 3tg.", vom Sekretär des Fabrikantenbundes ge meldet, daß neun Zehntel aller den Mitgliedern des Bundes ge hörigen Spindeln entweder gar nicht oder nur halbe Zeit im Betrieb feien. Das zehnte Behntel muß 1/4 Pence Strafgeld für jede Spindel entrichten. Wenn man vier Leute auf eine Spindel rechnet, so folgt daraus, daß 64000 Personen durch den Ausstand berührt werden. Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Winter- Paletots, Bestellungen nach Maaß. empfiehlt wie bekannt in reellster Ausführung und allerbilligsten Preisen J. 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Referent: Robert Schmidt. Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der Tagesordnung werden die Parteigenossen und die Mitglieder der Gewerkschaften auf die Versammlung besonders aufmerksam gemacht. Da der Saal um 2 Uhr geräumt werden muß, bitten wir die Genossen, pünktlich zu erscheinen. 361/2 Der Einberufer. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Versammlung I am Dienstag, 29. Nov., Abends 82 Uhr, in Schneider's Salon, Belforterstr. 15. Zages Ordnung: 9 1. Die gegenwärtige wirthschaftliche und politische Lage. Referent: Genoffe Wiedemann. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Aufuahme neuer Mitglieder. 239/8 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung sämmtl. in der Wäsche- u. Kravattenbranche beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen am Montag, den 28. November, Abends 8 Uhr, im Alten Schükenhaus, Linienstraße 5. Zagesordnung: 1. Vortrag des Stadtv. Theobor Mehner: 3wed and Nugen der Organisation". 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Berschiedenes. Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche und Kravattenbranche! erfcheint Alle ohne Ausnahme in der für Euch so überaus wichtigen Vers fammlung. 818b Der Einberufer. Arbeiter- Bildungsschule ( Süd- Ost). Sonntag, den 27. November, Abends 7 Uhr, bei Bolt( früher Feuerstein), 108/17 Alte Jakobstr. 75: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag über Glaube und Wissen. Referent Herr Roland. 2. Distuffion. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beifammensein und Tanz. Gäste sehr willkommen. E Die Sanlkommission. Allgemeiner Deutscher Tapezirer- Verein Filiale Berlin. Montag, den 28. November, Abends 82 Uhr, in Boltz' Salon, Alte Jakobirake 75: Versammlung. 1. Vortrag über das Thema: Wissen ist Macht". Ref.: J. Folger. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Fragekasten. Um pünktliches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. 306b Fachv.d. Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 28. November, Abends 8%, Uhr: Ausserordentliche General- Versammlung bei Deigmüller, Alte Jakobfir. 48a. Lages Ordnung: G 1. Stellungnahme zum Anschluß an den Tischler Verband. 2. Dis tussion. 8. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Wegen der wichtigen Tagesordnung werden die Kollegen ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Die Kollegen, die noch Billets vom Stiftungsfest in Händen haben, werden ersucht, sofort abzurechnen. Die Antragscheine zur Eintragung in die Bisten zu den Gewerbegerichts, wahlen werden in dieser Versammlung ausgegeben. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. 253/7 Freie Vereinigung aller in der chirurgischen Branche beschäftigten Berufsgenossen. Dienstag, den 29. November, Abends 82 Uhr, in Seefeldt's Salon, Grenadierstr. 33, Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Wolff über: Soziale Streiflichter". 2. Dis. Tuffton, 3. Verschiedenes. Da dies die letzte Versammlung in diesem Jahre ift, so ersuchen wir die Kollegen, zahlreich zu erscheinen. 130/2 Der Vorstand. Charlottenburg. Sozialdemokratischer Wahlverein für Teltow- Beeskow- StorfomCharlottenburg. Dienstag, den 29, November 1892, Abends S/ 2 Uhr, im Lokale des Herrn H. Krause, Bismarckstr. 74, Mitglieder- Versammlung. Σα ges Ordnung: 1. Aerztlicher Vortrag über sanitäre Mißstände. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 3. Quartal, 4. Neuwahl des Kaffirers. 5. Berschiedenes. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist das Erscheinen aller Mitglieder nothwendig, ferner machen wir auf den§ 3 des Statuts aufmerksam. 882/4 Der Nach beendeter bedeutender Vergrösserung des Geschäfts offeriren wir für Herbst und Winter: Damen- Kleiderstoffe zu sehr billigen Preisen. Eine praktische Woll- Lama- Robe 3,50 und 4 Mark! Eine Tuch- Robe 5,50 und 6 Mark! Eine englische Cheviot- Robe mit bunten Noppen 6 Mart! Eine eng lische Cheviot- Robe mit schönen Phantasiestreifen 6 Mark! Eine englische Diagonal- Robe mit bunten Effekten 7,50 Mark! Eine englische Cheviot- Neige: Robe 8,50 Mark. 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