Nr. 41. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pranumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Big. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italier, Luxemburg, Portugal, S nien, Sweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 24. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel. geile oder deren Raum 50 Big., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 fg. Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 20 Bfg., jedes weitere Wort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte, Inferate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin", Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Profite und Arbeiterlöhne im preußischen Bergbau. Sonntag, den 17. Februar 1907. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Ferniprecher: Amt IV. Nr. 1984. " Der Umstand, daß er mit beraler und freisinniger Unterstüßung gewählt worden ist, hat ihn in feiner Weise geniert, die Rolle des agrarischen Erzreaktionärs mit übermütiger Verbe zu spielen. Die Konservativen find durchaus bereit, mit dem Reichskanzler und, wenn es ihm gelingt, die Liberalen am Narrenfeil hinter sich her zu ziehen, auch mit den Liberalen zusammenzugehen, aber nur unter der Voraussetzung, daß wirklich konservativ- agrarische Politik ge= trieben wird. In seinen patriotischen Bekenntnissen hat Herr Oldenburg dem nationalen Schwein" einen bevorzugten Platz angewiesen. Damit ist die konservative Realpolitik symbolisch gekennzeichnet. Diese politischen Waidmänner haben nichts dagegen, wenn selbst die Freisinmigen mitjagen; fie werden sie sogar gern als Zutreiber mit verivenden, aber wenn es zur Verteilung der Jagdbeute käme, dann würde es dem Liberalismus ergehen wie der Krähe in dem bekannten Gedicht von Klaus Groth: " De Krei, de kreg een Von de achtersten Been." Herr Barth kritisiert dann noch einmal die öde Agitation3 tlassenparlament verhindert, das sich seiner ganzen Zu- Von welchem Selbstbewußtsein die Agrarier erfüllt seien, habe sammensetzung nach als eine Vertretung der Geldsacks- Herr von Oldenburg- Januschau erst vor wenigen Tagen interessen, nicht aber der Interessen der Gesamtheit erweist. im Zirkus Busch dargetan: Die Ueberschüsse des legten Jahres berIteiler teilen sich sehr verschieden auf die einzelnen Werke. Am günstigsten abgeschnitten haben die Werke im OberbergamtsBezirk Bonn mit 17 Millionen und im Oberbergamts- Bezirk Die dem preußischen Landtage zugegangene Denkschrift Breslau mit 12 Millionen Mark. Dagegen erfordert das über den Betrieb der unter der preußischen Berg-, Hütten- Oberbergamt Dortmund einen Zuschuß von 3 Millionen. und Salinenverwaltung stehenden Staatswerke zeigt, daß Ueber den Wert der Produktion der einzelnen die Gewinne, die der Unternehmer Staat aus seinen Werke geben folgende Zahlen Aufschluß: Die gesamten Bergwerfen zieht, in ständigem Steigen be Steinfohlen- Bergwerfe erzeugten bei einer mittleren Beleggriffen sind. Die Regierung gibt selbst zu, daß die schon schaft von 71 947 Mann 17,8 Millionen Tonnen im Werte während der beiden Vorjahre im allgemeinen günstige Lage bon 185 Millionen Mark; die Braunkohlen- Bergwerke bei des gesamten Wirtschaftslebens im Berichtsjahre 1905 noch einer mittleren Belegschaft von 72 495 Mann 18,3 Millionen eine erhebliche Besserung erfahren hat, und daß neben der ge- Tonnen im Werte von 186,5 Millionen Mark; an Eisenerz Steigerten Nachfrage nach fast allen Erzeugnissen der Berg wurden gewonnen bei einer mittleren Belegschaft von werks- und Hüttenindustrie eine Erhöhung der Preise für 643 Mann 92 258 Tonnen im Werte von etwas über Brennstoffe, Erze und Metalle zu verzeichnen ist. Wenn aber 1 Million Mark; an Bleierzen bei einer mittleren Belegweiter hervorgehoben wird, daß auf der anderen Seite auch schaft von 3344 Mann 70 246 Tonnen im Werte von die Arbeiter infolge Aufbesserung der Löhne an dem wirt 8,3 Millionen; an Gold 70,40 Kilogramm im Werte von schaftlichen Aufschwunge teilnahmen, so ist das nur bedingt 197 127 Mark. Im ganzen belief sich der Wert der gerichtig. Gewiß, in einzelnen Bezirken ist der Jahresarbeits- wonnenen Produkte bei einer mittleren Belegschaft von phrase von einem schwarzroten Kartell". In Wirkverdienst der Bergarbeiter gestiegen, aber in anderen ist er 82 244 Mann auf 236,5 Millionen Mark. ganz beträchtlich gesunken, und selbst da, wo er eine Steige- Trotz dieser glänzenden Resultate lassen die Löhne der lichkeit, so führt er aus, war es reiner Zufall, daß sich Zentrum rung aufweist, wird der höhere Verdienst reichlich wett ge- Arbeiter sehr zu wünschen übrig. Wir verstehen hier unter und Sozialdemokratie bei der Abstimmung über den Nachtragsetat macht durch die höheren Preise für Wohnungen und Lebens- Arbeitslöhnen im Sinne der Denkschrift die reinen zusammenfanden. Während der ganzen Dauer der Bülowschen mittel. Im allgemeinen hat sich die Lage der Bergarbeiter Löhne, das heißt solche nach Abzug aller Neben Kanzlerschaft ist der Fall sonst gar nicht vorgekommen, daß das eher verschlechtert als verbesjert. ( Kosten für Geleuchte, Gezähe, Knappschafts- Zentrum und die Sozialdemokraten zusammen in einer irgendwie Im ganzen standen für Rechnung des Staates in Be- beiträge usw.). bedeutsamen Frage gegen die Bülowsche Politik marschiert wären. Am niedrigsten waren die Löhne 3 Steingewinnungen und 1 Bohrverwaltung, zusammen schlesien. Der Jahresverdienst der unterirdisch beschäftigten 20 namentlichen Abstimmungen während des im Juni 1906 zu Ende frib 38 Bergwerke, 12 Hütten, 6 Salinen, 4 Badeanstalten, beim Steinkohlen- Bergbau in Oberschlesien und Nieder- Im Gegenteil: Mit niemandem war der politische Geschäfts3. verkehr bes Reichskanzlers inniger als mit dem Zentrum! Bei 64. Werke, in denen Produkte im Gesamtwert von 236,5 eigentlichen Bergarbeiter belief sich in Oberschlesien nur auf 20 namentlichen Abstimmungen während des im Juni 1906 zu Ende Millionen gegen 224 Millionen im Jahre vorher erzeugt 970 m., der sonstigen unterirdisch beschäftigten Arbeiter auf raTen nicht weniger als 16mal mit dem Zentrum, während gegangenen Sessionsabschnittes stimmten die Nationallibe= wurden. Die Belegschaft bestand aus 84 244 Stopfen, 1696 927 und der über Tage beschäftigten erwachsenen männlichen der Freisinn zwar 16mal mit den Sozialdemokraten, aber nur mehr als im Vorjahre. Der rechnungsmäßige Ueberschuß Arbeiter auf 787 M. In Niederschlesien verdienten die 6 mal mit dem Zentrum und 7mal mit den National. übertraf in Höhe von 30 Millionen Mark den des Vor- eigentlichen Bergarbeiter sogar nur 940 M., die sonstigen liberalen zusammen stimmte. Mit den Konservativen jahres um fast 3 Millionen und den Voranschlag um an- unterirdisch beschäftigten Arbeiter nur 910 und die über Tage vollends ging der Freifinn in diesen 20 namentlichen Abnähernd 6 Millionen. beschäftigten erwachsenen männlichen Arbeiter 837 M. im ftimmungen nur 3mal zusammen auch ein Beweis dafür, wie Jahre. Besser gestellt sind die Arbeiter in den Bezirken Dort natürlich sich der Bülowsche Plan einer konservativ- freisinnigen mund und Saarbrücken, doch ist hier die auffällige Erscheinung Berbrüderung an der Hand der Tatsachen der jüngsten Vergangen zu verzeichnen, daß die Löhne zum Teil recht erheblich ge- heit ausnimmt! junken sind. So brachten es z. B. im Bezirk Dortmund die Die Mobilisierung des Liberalismus durch den Fürsten eigentlichen Bergarbeiter auf 1370 M., obwohl der Durch- Bülow hat nach der Meinung Barths nur den einen Zweck gehabt, schnittslohn im Jahre 1900 bereits 1592, also über 200 M. Die Bedingungen des Friedensschlusses mit mehr betragen hatte. Berücksichtigt man die verteuerte dem Zentrum für den Reichskanzler günstiger Lebenshaltung gerade in diesem Industriebezirk, so wird man zugeben müssen, daß sich die Lage der Bergarbeiter hier ganz erheblich verschlechtert hat. Nachstehende Tabelle gibt ein Bild über die Entwickelung der Werte seit 1896. Die Ueberschüsse in den letzten zehn Jahren waren: 1896: 23 084 868 M. bei einer Belegschaft von 62 106 Mann 1897: 26 672.539 1898: 30 053 466 " 7 1900: 47 056 859rmature D 1899: 37 261 782 64 217 66 796 69 863 72 727 " " 1901: 41 273 1882 1902: 33 970 279 Mozdugang off ons: " 74 875 deilt 77 064 sirpat suit- 80 " " IP 097. " " 82 548 84 244 " P " " toto 1903: 24 272 541ti 1904: 27 659 200 1905: 30 651 588 foften zu gestalten. Widerstehe der Liberalismus dem Liebeswerben der Regierung nicht, rutsche er noch weiter nach rechts hinab, so werde er der komische Held einer politischen Farce werden". Beuge vernommen werden. Herr Erzberger erklärte jedoch dem Bekanntlich sollte Herr Erzberger in der Böplau- Sache als Die Bergarbeiter haben also keinen Anteil an den Riesenüberschüssen der staatlichen Bergwerke. Das liegt im Die Freiheitsliebe des Herrn Erzberger. Es ergibt sich hieraus, daß sich die Ueberschüsse von 1896 Wesen der fapitalistischen Produktionsweise begründet. Mag das Privatkapital oder mag das staatliche Kapital die AusHerr Erzberger hat in dem Böplauprozeß von neuem diebis 1900 beständig vermehrt haben. Dann santen sie wieder, beutung der Arbeiter betreiben, ausgebeutet werden sie auf selbe klägliche Rolle gespielt, zu der ihn vor einigen Monaten um von 1904 ab wiederum zu steigen. Die Belegschaft ist im ständigen Wachsen begriffen. Man geht aber febl, wenn alle Fälle; sie tragen ihre Haut zu Markte, fie opfern Leben bereits einmal feine- freilich nicht im öffentlichen Leben, man etwa glaubt, daß die Verwaltung mit einer Vermehrung und Gesundheit, sie schuften vom frühen Morgen bis zum wohl aber im Verkehr mit den preußischen Gerichten der Belegschaft auch in Jahren geringerer Ueberschüsse vor- späten Abend, aber die Früchte ihrer Tätigkeit heimsen die hervortretende große Schüchternheit verurteilt hatte. Wie gegangen ist. Nein, der geringere Ueberschuß ist zum Teil Kapitalisten ein. Diesem Zustande so bald wie möglich ein damals Herr Erzberger, dieser berüchtigte tleritale Zungenheld, nur ein rechnungsmäßiger, es sind in den betreffenden Jahren Ende zu machen und die privatkapitalistische Wirtschafts- schmählich die Abgeordnetenimmunität preisgab und sich dazu ver große Summen für Neuanschaffungen und Meliorationen ordnung durch die sozialistische zu ersetzen, liegt nicht nur im stand, den Untersuchungsrichter selbst in das Reichstagsgebäude ausgegeben, die naturgemäß als Ausgaben erscheinen, Interesse der Arbeiter, sondern im Interesse der Allgemein- hineinzuschleppen, so hat sein Heldenmut auch diesmal wieder wahre Triumphe gefeiert! während es sich in Wirklichkeit um eine Vermehrung des heit. Mit beizutragen, daß dieses Biel möglichst bald erreicht wird, ist die Pflicht aller derer, denen an dem FortAnlagefapitals handelt. Was die speziellen Arbeiterverhältnisse be- schritt der Kultur gelegen ist. trifft, so ist auch dieser Bericht wiederum ein Beweis für die Gefährlichkeit des Bergbaubetriebes. Die Zahl der töd= lichen Verunglüdungen ist gegen das Vorjahr sogar gestiegen. Es kamen durch Betriebsunfälle 124 Personen gegen 112 im Jahre vorher oder auf 1000 Mann der durchschnittlichen Belegschaft 1,442 gegen 1,330 zu Tode. Diese Zahlen sprechen eine beredte Sprache. Es fann gar nicht entschieden genug berlangt werden, meierten" Freifinn mit beißendem Spott. Wenn der Liberalismus daß die Regierung endlich Maßnahmen zur Verringerung sich allen Ernstes eingeredet habe, bei den jüngsten Reichstags= Und was tat nun Herr Erzberger? Als er zur Zeugnisder Unfallgefahren im Bergwerksbetriebe ergreift. Vor wahlen einen großen Sieg erfochten zu haben, so befinde er sich ablegung aufgefordert wurde, wiederholte er noch einmal langen Jahren ist eine Stein- und Kohlenfallkommission ein- in einer bösartigen Jllusion: der parlamentarische Einfluß der pathetisch seine Versicherung, daß er teine Aussage machen werde. gesezt, die ihre Arbeiten beendet und bestimmte Vorschläge Linten sei im Gegenteil abermals beträchtlich ber- Habe er doch im Reichstage scharfe Angriffe zu erwarten, wenn er zur möglichsten Vermeidung von Stein- und Kohlenfall in mindert. die Rechte der Volksvertretung preisgeben werde. Der StaatsPolitische Uebersicht. Berlin, den 16. Februar 1907. Das Schwanenlied des letzten Freifinnigen. Herr Theodor Barth überschüttet abermals den Gerichtshof mit der unerschütterlichen Würde eines Voltstribunen, daß er sich niemals bereitfinden laffen werde, die Abgeordnetenimmunität, die er nicht nur für seine Person, sondern für den ganzen Reichstag zu wahren habe, preiszugeben. Und in einer gestern abend stattgefundenen Volksversammlung soll Herr Erzberger noch damit renommiert haben, daß er sich gegebenenfalls gefaßten Mutes in die Zeugniszwangshaft sperren gelassen werde, wo er sich dann die Zeit mit dem Lesen sozialdemokratischer Flugblätter vertreiben wolle. 30 Grundsäßen niedergelegt hat, die den Oberbergämtern als Ungeheuerlich ist es nach Herrn Theodor Barth, was der Chef anwalt beantragte und der Gerichtshof beschloß daraufhin, Herrn Material zur Prüfung der Frage überwiesen werden sollen, der Regierung dem Freifinn zu bieten wagt: In seinem Inter- Erzberger wegen Zeugnisverweigerung in eine Geldstrafe von inwieweit diese Grundsätze nach Lage der Verhältnisse der view mit dem Vertreter der Pariser Temps" hat eine dem Reichs- 100 M. zu nehmen und außerdem die Haft über ihn einzelnen Bezirke zur Aenderung und Ausgestaltung der kanzler sehr nahestehende Persönlichkeit erklärt, Bülow werde bon zu verhängen. Als nun aber der Gerichtsdiener Miene bergpolizeilichen Vorschriften Anlaß geben. Außerdem be- ben Liberalen„ tein Aufgeben ihrer Grundsäße verlangen", fete machte, den Märtyrer der Abgeordnetenimmunität abzuführen, steht seit 1906 die sogenannte Seilfahrtkommission, die die aber voraus, daß sie lug genug sein würden, die natür- erklärte Herr Erzberger plöblich zur sensationellen Ueberraschung Sicherheitsmaßregeln bei der Seilfahrt zu prüfen hat. Fast liche Entwickelung der Dinge nicht zu hindern und Zentrum und der Richter und des Auditoriums, daß er nun doch entschlossen sei, gewinnt es den Anschein, als ob diese Kommissionen nur ein- Stonservative nicht in die Arme zu treiben". Diese Aeußerung ist seine Zeugnisaussagen zu machen! Und welche Eingebung reifte gesetzt werden, um nach außen hin die Regierung gegen den nach Herrn Barth von einem maßlosen Bertrauen in die Naivität diesen heroischen Entschluß des unmittelbar vorher noch so unBorwurf der Untätigkeit zu schüßen. Es wird beraten und der Liberalen getragen! Der Reichskanzler verlangt von den beugsamen Herrn Erzberger? Der Angeklagte, Herr wieder beraten, aber bis wirklich etwas geschieht, fönnen Liberalen kein Aufgeben ihrer Grundsätze- welch eine Ron- Böplau, bat Herrn Erzberger, doch die verlangte Aussage zu noch Tausende und Abertausende braver Bergarbeiter im session an den Liberalismus! Die. Liberalen dürfen alle ihre machen, er entbinde ihn ausdrücklich von der freiwillig überDienste des Kapitalismus ihr Leben und ihre Gesundheit ein- Grundsäße in treuem Herzen bewahren, sie tönnen sie sogar frei nommenen Schweigepflicht! büßen. Warum leistet die Regierung nicht endlich positive bruden und zirkulieren lassen. Nur dürfen sie die Und nun sagte Herr Erzberger alles aus, Arbeit? Warum entschließt sie sich nicht endlich dazu, natürliche Entwickelung der Dinge nicht hin- was man von ihm zu wissen wünschte! Grubenkontrolleure aus den Reihen der dern, d. h. sich der agrarischen Boltsauswucherung nicht wider- Wir halten es für unmöglich, daß Herr Erzberger abermals Arbeiter anzustellen? Was sich in anderen Ländern be- fesen! Herr Barth fragt: Db wohl je eine Partei von einem währt hat, das sollte doch auch in Breußen durchführbar sein. leitenden Staatsmann in gemütvollerer Weise verhöhnt Leider aber wird jede durchgreifende Reform durch das Drei- worben ist?" in einem Augenblick der Geistes verwirrung gehandelt hat. Herr Erzberger mußte troß aller Schüchternheit, die ihn preußischen Richtern gegenüber zu befallen pflegt, ganz genas wiffen, daß er feine Aussage ja nicht mit Rücksicht auf Herrn PL Plan tier- weigert hatte, sondern mit Rücksicht auf die von ihm und seiner Fraktion vertretene Auffassung, daß Reichstagsabgeordnete wegen ihrer Abgeordnetentätigkeit an Gerichtsstelle nicht zur Verant- loortung gezogen werden könnten, auch nicht als Zeugen! Das Er- suchen Pöplaus hatte also mit den Motiven der ursprünglichen Zeugnisverweigerung des Herrn Erzberger auch nicht das aller- mindeste zu tun! Es war auch für den klerikalen Mundhelden offenbar nur der denkbar fadenscheinigste Vorwand, sich den Konse- quenzen seine? Heroismus zu entziehen! Herr Erzberger ist offenbar ein so„freiheitsliebender" Herr, dost es ihm unerträglich ist, auch nur einmal ein paar Tage oder Stunden in Zeugnis- zwangshaft zuzubringen, gelte es selbst die Würde und Rechte der Volksvertretung zu wahren! Der Kolonialschwätzer Erzberger ist durch den famosen Hul- digungsbrief, den er seinerzeit an den General Trotha ge- schrieben, als abgeschmackter Heuchler gebrandmarkt. Sein neuestes Heldenstücklein in dem Pöplau-Prozeg mutz ihn vollends als lächerliche Persönlichkeit erscheinen lassen!— Die Beratung des Justizetats. Die am Sonnabend fortgesetzte Beratung des Etats der Justizverwaltung verlief m der für das preußische Ab- geordnetenhaus charakteristischen Oede und Langweiligkeit. Es wurden nur ganz vereinzelt allgemein interessierende Fragen angeschnitten, ohne daß es jedoch zu einer gründ- lichen Erörterung kam. So brachte Abg. Strosser(k.) die Behandlung geisteskranker Verbrecher zur Sprache, eine Frage, über deren Bedeutung wohl kein Zweifel herrscht, die aber die Mitglieder des Dreiklassen- Parlaments so wenig interessiert, daß keiner der nach- folgenden Redner darauf einging. Nur bei den von p o l n i- scher Seite vorgebrachten Klagen platzten die Gemüter aufeinander. Die polnischen Abgeordneten werden im Land- tage nicht als gleichberechtigte Kollegen angesehen und ihre Beschwerden werden ohne jede Prüfung als unbegründet zurückgewiesen. Sobald ein polnischer Abgeordneter daZ Wort ergreift, erheben sich sofort die konservativen und nationalliberalen Hakatistcn, um sich in patriotischen Schlag- warten zu ergehen und sittliche Entrüstung an den Tag zu legen. Das wirkt besser als eine sachliche Widerlegung und ist vor allem leichter. Außerdem ist das das einfachste Mittel, um sich bei der Regierung für etwaige Beförderungen und dergleichen in empfehlende Erinnerung zu bringen. Die ungleiche Behandlung der Polest und Deutschen vor Gericht ist bekannt, wird aber trotzdem von den„nationalen" Parteien bestritten. Daß kein Redner an der Behandlung der Sozialdemokraten vor Gericht Kritik übte, versteht sich von selbst. Das Dreiklassenparlament ist eben keine Ver- tretung des Volkes, sondern nur der besitzenden Klassen. Erwähnenswert ist aus der Debatte nur die Mitteilung des Justizministers Dr. B c f e l e r, daß er die Richter an- gewiesen habe, das Publikum nicht schroff zu behandeln. Ob diese Anweisung in der Praxis befolgt werden wird, bleibt abzuwarten. Vorläufig möchten wir daran zweifeln. Eine Reihe von Anträgen auf Besserstellung bestimmter Bcamtenkategorjen ging an die Budgetkommission. Am Montag soll der Jüstizetat zu Ende beraten werden. Außerdem stehen auf der Tagesordnung kleinere Vorlagen, darunter der Gesetzentwurf betreffend ErNeiterung des Potizeibezirks Berlin.— • Dcutfcbea Reich. Eine politische Todesanzeige. Die neueste Nummer der„Nation" veröffentlicht an ihrer Spitze folgende Mitteilung. Politische Erwägungen bestimmen mich, die Herausgabe dieser Zeitschrift einzustellen. Die„Nation" wird — unter Zustimmung des Verlegers— bereits mit Ablauf des Quartals zu erscheinen aufhören. Ich bitte Mitarbeiter- und Abonnenten, davon Vermerk zu nehmen. Theodor Barth. Herr Theodor Barth läßt also die von ihm seit vielen Jahren herausgegebene„Nation" eingehen, weil nun auch er daran ver- zweifelt, den von völliger Prinzipienerweichung befallenen, immer mehr nach rechts abrückenden Liberalismus zu neuem politischen Leben erwecken zu können. Herr Barth hat sich oft und bitter darüber beklagt, weil der »Vorwärts" seinen Optimismus über die Regenerations- Möglichkeit des Freisinns nicht teilte, sondern den Freisinn mit verdientem Spott behandelte. Nunmehr bekundet Herr Barth selbst, daß er eine Blutauffrischung des Freisinns für aus- sichtslos hält. Schon lange war er ja ein politischer Eingänger, der während des letzten Wahlkampfes sogar von seinen national- sozialen Freunden im Stich gelassen wurde. Wir begreifen, daß er, ehedem einer der gefeiertsten freisinnigen Führer, und sicher der Begabtesten einer, bereits seit geraumem zu vollständiger politischer Einflußlosigkeit verdammt und auch als Publizist stets nur ein Prediger in der Wüste, nunmehr resigniert den aussichts- losen Kampf aufgibt. Herr Barth ist heute gleich uns der Auffassung, daß dem bürgerlichen Liberalismus nicht mehr zu helfen ist. Diesem Gefühl entspringt sein Entschluß, die „Nation" eingehen zu lassen. Mit der„Nation" verschwindet das letzte anständige Organ des Liberalismus, ja das letzte Organ des Liberalismus überhaupt._ Die Wahlwache des Flottenvereins. Herr Generalmajor Keim veröffentlicht in den„Berliner Neueste Nachrichten" einen Artikel, in dem er sich mit dem Verschleiß der staudalösen kolonialen Schmutz- und Flugschriften noch brüstet. Er schreibt: „Dieser Zentrumszorn richtete sich auch gegen die Flug- schriften, welche von nationaler Seite dem Flottenverein zur Ver- fügung gestellt worden waren. Geschrieben haben wir kein einziges davon. Es waren: Die Wahrheit über die deutschen Kolonien! deutsches Volk, wie sorgt die deutsche ReichStagSmehrheit für die heldenmütigen Söhne in Südwestafrika; An die deutschen Mütter lvon Josef Lauff). Gedicht; Für die Kämpfer in Südwest-Afrika; Arbeiter, Kolonien und Flotte. Allerdings sind diese aufklärenden und belehrenden Broschüren, Flugblätter usw. in etwa 20 Millionen Exemplaren in die Wahlkreise geworfen worden. Selbstredend mußten ferner viele hundert Briefe geschrieben und beaniivortet werden, um die persönliche Agitation in die richttgen Kanäle zu leiten. Diese Briefe hat nun der„Bayerische Kurier" veröffentlicht, und ich übernehme für ihren fach- lichen Inhalt, soweit sie von mir herrühren, die volle Verantwortung. Ist der Deutsche Flottenvertin damit nicht einverstanden, so möge er mich in die Wüste schicken. Aber dem Flottenverein kamt man aus meiner Tätigkeit keinen Strick drehen wollen. Das ist unehrlich und unanständig." Der Flottenverein hat also 20 Millionen Flugschristen ver- trieben, die beiden famosen Schriften:„Die Lügen des Herrn Erzberger" und„Die koloniale Lügenfabrik" nicht einmal ein- gerechnet! Wirklich eine sehr anständige Leistung! Es bedarf gar nicht einmal der Beteuerung des Herrn Keim, daß dazu«auch Geld" nötig gewesen sei,„viel Geld". Die Ausgaben für die Herstellung und Verbreitung dieser Schmutzschristen dürsten sich auf himderttaiisende Mark beziffern. Die Herren Prozentpatrioten und Arbeiterlnebler haben es sich also etwas kosten lassen! Die faule Ausrede des Herrn Keim, daß er trotz alledem als Privatmann, nicht aber als Borsitzender des Flottcnvercms ge- handelt habe, wird von der„Germania" mit Recht folgendermaßen zurückgewiesen: „Ob der„Privatmann" Stern und der«Privatmann" Knaudt wohl auch dann mit dem„Privatmann" Keim in Verbindung ge- treten wären, wenn dieser nicht VorstandSuiitglied des Flotten- Vereins gewesen wäre und nicht den ganze» Apparat des Vereins für seine Wahlmachereien zur Verfügung gehabt hätte? Und ob wohl der Reichskanzler Herrn Keim große Geldsummen zur Verteilung von Pamphleten zur Verfügung gestellt hätte, ob Beamten der Äolontzil- abteilung solche Pamphlete für Herrn Keim hätten schreiben dürfen, und ob das Oberkommando der Schutztruppe und die Marineverwaltnng Herrn Keim Offiziere und Soldaten für die Wahlmache überlassen hätten, wenn Herr Keim nichts als„Privatmann" gewesen wäre? Herr Keim schreibt selbst, er habe dem Reichs- k a n z l e r gesagt, daß der Flottenvcrein s n i ch t der„Privatmann" Keim) die Zentralstelle für die Herausgabe von Flug- blättern annehme, und Hauptmann Bayer schrieb, er habe sich dein Flottenverein(nicht dem„Privatmann" Kein:) nur auf anSdrnck- lichen Wunsch des Oberkommandos zur Verfügung gestellt. Also man lasse doch die Mätzchen mit dem„Privatmann" Keim. Auch die„Freisinnige Zeitung" will die Ausrede nicht gelten lassen. Leider aber hat sich dieses freisinnige Blatt noch immer nicht zu einer Kritik des Herrn Eickhoff aufschwingen können, der sich des Herrn Keim als des F l 0 t t e u v e r e i n s- Vorsitzenden und Mittelsmannes der Regierung bediente, um sich die amtliche Wahlunterstützuiig zu sichern!— Ehren-Eickhoff. Wir haben wiederholt festgelegt, daß der neue Abgeordnete für Lennep-Mettmann, der Reichsstipendiat und Flottenvereinskandidat Prof. D r. Richard Eickhoff, seinen Wählern in Mühl- Hausen-Langensalza sein Wort gegeben hat. falls er in Mühlhausen gewählt werden sollte, dort anzunehmen und in Lennep abzulehnen, nach der Wahl aber umgekehrt gehandelt hat. Wie freisinnige Blätter vom Sounabondabend behaupten, soll uns Herr Eickhoff mit einer preßgesetzlichen Berichtigung bedacht haben, die uns zwar bis zur Stunde noch nicht vorliegt, die wir aber schon auf die Publikation in den freisinnigen Blättern hin heute gebührend beantworten. In der angeblichen Berichtigung behauptet Herr Eickhoff, er habe„niemals sein Wort verpfändet oder sein Ehrenwort gegeben", in Mühlhausen auf jeden Fall die Wahl anzunehmen, sondern er habe es„ausdrücklich vermieden, irgend eine bindende Zusage zu geben". Wir sind demgegenüber in der angenehmen Lage, Herrn Eickhoffs Erklärung durch sein eigenes freisinniges Wah'Ikomitee in Mühlhausen widerlegen lassen zu können. Am Tage vor der Stichwahl brachten die Blätter des Mühl- hauser Kreises fvlgende offiziellen Erklärungen dieses freisinnigen Wahlkomitees: „Bon gegnerischer Seite versucht man es in letzter Stunde mit allen Mitteln die Wahl unseres Kandidaten Professor Richard Eickhoff zu hintertreiben. Unter anderem wird das Gerücht verbreitet, daß derselbe ein auf ihn fallendes Mandat in unserem Wahlkreise, wo er bereits zweimal gewählt wurde, nicht annehmen werde. Demgegenüber erklären wir: „Es ist unwahr, daß Herr Professor Eickhoff sich ver- pflichtet hat, das Mandat in seinem heimatliche» Wahl- kreise Lennep-Mettmann anzunehmen." Wir bringen dies hiermit zur Kenntnis seiner Wähler mit der dringenden Bitte, sich durch nichts beirren zu lassen, sondern am Dienstag, den S. Februar. zum dritten Male entschlossen einzutreten für ihren bewährten, bisherigen Vertreter im Reichstage, Herrn Professor Richard Eickhoff in Remscheid." Und diese: „Erwiderung auf das gestrige konservative Eingesandt. Herr Professor Eickhoff hat positiv erklärt, daß er im Falle seiner Wiederwahl nur seinen bisherigen Wahlkreis Mühlhausen-Weißensee-Langensalza, an dem er mit Leib und Seele hängt, vertreten wird. Sollte die Stichwahl auch in Remscheid für ihn günstig ausfallen, s» wird er trotzdem auf das dortige Mandat ver- zichten." Danach bleibt eS also dabei, daß Herr Eickhoff sein gegebenes Wort gebrochen hat oder daß fein eigenes Wahlkomitee die Wähler beschwindelt hat! In dem Kampf um den ehemaligen Kreis dieses Politikers wechseln die bürgerlichen Kandidaten jetzt, im Töff-Töff-Tempo. Zuerst war, wie wir auch berichteten, ein„Sammelkandidat" in Herrn von Möller gefunden worden. Diese Kandidatur hat gerade vierundzwanzig Stunden gedauert. Am Tage nach seiner Schilderhebung bedankte sich bereits der Bund der Landwirte für ihn und stellte einen eigenen Kandidaten in der Person des Guts- befitzers Arnstadt aus einem Orte des Wahlkreises selbst auf. Wieder vierundzwanzig Stunden später war äuch den Freifinnigen ihre Blamage, auf Herrn Möllex angebissen zu haben, zum Be- wußtsein gekommen, und sie stellten den in Jerichow durchgefallenen früheren Abgeordneten Merten auf. Jetzt in letzter Stunde heißt es, daß auch die Freikonservativen noch einen Kau- didaten aufftellen. und wenn dann das Zentrum noch seinen Kandidaten gefunden hat, ist die Speisekarte fertig,— bis zu neuen Aenderungen.— Es geht doch nichts über bürgerliche „grundsätzliche". Politik!- Die Fahrkartra-BerteueruugS-„Reform". Die Budgetkommission des Dreiklassenhauses beschäftigte sich am Sonnabend mit der bevorstehenden sogenannten Personentaristeform. Ueber die Verhandlungen wird berichtet: Bemängelt wurde die Festsetzung des Fahrpreises für die— erste Klasse mit 7 Pf. pro Kilometer. Man befürchtete dadurch eine Schädigung der Einnahmen insofern, als viele von der I. auf die EL Klasse übergehen würden. Ferner wm de die K ompliziertheit des neuen Gepäcktarife� getadelt. Der Eisenbahnminister führte aus, daß die durch den zum 1. Mai 1907 erfolgenden Wegfall der Rückfahrkarten entstehenden Ausfälle durch die Schnellzugzuschläge und den Gepäcktarif gedeckt werden müßten. Man müsse die Tarif- reform als ein Kompromiß betrachten, das bei den Verhandlungen zwischen den verschiedenen Bundesstaaten zustande gekommen sei. M i t der Fahrkarten st euer müsse man sich abfinden. Es sei unmöglich, daß die Einzelregicrungen Ale Beträge der Be- lastung durch Ermäßigung der Tarife übernäh neu. Im übrigen finde dadurch, daß an Stelle der Rückfahrkarten �wei einfache Karten träten, und eine zweimalige Reichssteuer für dies? Zsi zahlen sei, im allgemeinen keine stärkere Belastung statt. Der Minister überreicht in dieser Beziehung eine Aufstellung, nach welcher allerdings bei einzelnen Rückfahrkarten, namentlich im Betrage bon 1,20 M. bis 2 M. und 4,10 bis 5 M.. künstig bei zwei Karten eine Er- höhung der Reichssteuer eintrete. Dagegen sei bei anderq�M- trügen die Steuer für die zwei Karten gleich, und bei manch(jji, namentlich größeren Beträgen sei die Steuer für zwei KartMx K« ringer alS die jetzige Steuer der Rückfahrkarten. Bei den hÄhön Beträgen über 60 M. könne man sich durch Rundreisehefte helfen. um eine doppelte Steuer zu vermeiden. Eine Revision des jetz! allerdings etwas komplizierten Gepäcktarifs stehe zu erwarten. Der Schnellzugszuschlag würde nur bei den großen Schnellzügen ein» geführt werden. Die sogenannten lokalen Schnellzüge— etwa ein Drittel— würden frei bleiben. Alle diese Maßnahmen würden einen Ausfall der Einnahmen in Höhe von sechs Millionen Mar! herbeiführen. Die Fahrkarten st euer habe eine erhebliche Verschiebung des Ver» kehrs in den vier Klassen hervorgerufen. Namentlich in der ersten Klasse habe eine Ab- nähme der Reisenden stattgefunden. Die vom Minister in Aussicht gestellte Vereinfachung des Gepäcktarifs wurde in der Kommission allseitig begrüßt. Angeregt wurde die Einführung von Gepäckkarten, die es ermöglichen sollen, das Gepäck gleich am Fahrkartenschalter zu bezahlen. Eine BerbiMgung der Personentarife selbst konnte die Re- giernng nicht zusagen. Sie teilte weiter noch mit, daß alle großen Schnellzüge in v-Züge umgewandelt werden sollen. Die Zuschläge werden gleich mit der Fahr- karte bezahlt. Die Platzkarte fällt weg, doch soll es ermöglicht werden, sich schon vorher Plätze zu sichern. Schars kritisiert wurden in der Kommission die unbefrie- digenden Leistungen der Berliner Paketfahrt- Gesellschaft und es wurde angeregt, daß die Regierung die Gepäckzustellung übernehmen möchte. Auf eine Anftage, ob eine vor kurzem in der„Kreuz-Zeitung" aufgestellte Rechnung, daß die Eisenbahn durch die Abrundung der Preise nach oben eine Einnahme von 271/j Millionen Mark jährlich erziele, richtig sei, erklärte die Regierung, daß es sich höchstens um einige Hunderttausend Mark handeln könne. Gewünscht wurde noch die Beförderung von Gepäck auch ohne Fahrkarten wie in der Schweiz, wenn sich die Sachen in der äußeren Form als Reisegepäck charakterifieren. Die Regierung konnte das nicht zusagen.—_ Oberhirtliche Wahlbeeinfluffung. Wie die„Fränkische Volkstribüne" hört, soll der Erzbischof von Bamberg auch an die Geistlichen im Wahlkreise Bayreuth die Weisung haben ergehen lassen, für die Wahl des Blockkandidaten zu wirken. Wie die Resultate ergeben, wurde diese Parole auch von einem großen Teil der Zentrumswähler befolgt. Die Zentrumspreffe selbst bezeichnet die Erklärung des Bamberger Erzhischofs als triftigen Grund zur Wahlanfechtung in den in Betracht kommenden Wahlkreisen. Da sich die Erklärung in be- stimmter Weise an die Kleriker richtet, charakterisiere sie sich als amtliche Wahlbeeinflussung. Ergötzlich ist, wie die liberale, bor allem die freisinnige Presse sich für die Berechtigung der Bischöfe, in solcher Weise in eine Wahl einzugreifen, ins Zeug legt, während sie sich sonst nicht genug entrüsten kann über die Wahs« agitation der niedren katholischen Geistlichkeit.— Herr über Leben und Tod seiner Mitmenschen ist in Preußen- Deutschland jeder unerfahrene und unreife Bauernjunge, wenn er beim Militär auf Wache steht. In Köln-Deutz hat sich dieser Tage ein Fall zugetragen, der nach dieser Richtung endlich gebieterisch eine Aenderung heischt. Nachmittags zwischen 4 und 5 Uhr spielten an den Deutzer Festungswerken mehrere noch schulpflichtige Knaben, wobei sie auch, um die dort im Dunkeln fitzenden Eulen zu beobachten die FxLstngsmaucr über- kletterten. Ein hwzukomMender Wachtposteiy.mah m die drei Kinder fest( n, um sie abzuführeck..gelang es. ihm wieder zu entwischen, mrtT schließsich-''oersuchteväuch der dritte, zu entlaufen. Er konnte sich' nur wenige Schritte von dem Soldaten entfernen. Ein preußischer Wachtposten hat neben seinem Schieß- Prügel auch eine Instruktion, die ihn zwingt, auf Flüchtlinge zu schießen, wenn sie dem Haltruf nicht Folge leisten. Der Junge erklärt, einen Haltruf des Postens nicht gehört zu haben. Der Posten schoß, obgleich der Knabe sich erst wenige Schritte von ihm entfernt hatte, sofort eine scharfe Patrone auf ihn ab. Er durchschoß die rechte Hand des„Flüchtlings" und die Kugel sauste nahe an einer Dame vorbei, die in Be, gleitung eines Herrn an dem Orte des Schauspiels, das leicht ein furchtbares Drama hätte werden können, spazieren ging. Nur eine Kleinigkeit mehr nach links, und der Schuß wäre dem Knaben, statt die Hand zu zerschmettern, in den Rücken gegangen, was ihn vermutlich getötet hätte. Ebensogut aber konnten Passanten der einen ziemlich erheblichen Verkehr auf» weisenden Siegburger Straße durch den Posten er» schössen werden. Derartige Vorkommnisse sind ja nicht neu. Dem Posten wird übrigens kein Haar gekrümmt werden. Er beruft sich auf seine „Instruktion", die in der Tat eine furchtbare Gefahr für die öffent- liche Sicherheit bedeutet.— Das klagende Drciklasscnhaus. Die Vertreter der Besitzenden im preußischen Geldsacksparlament bleiben bei ihrer blamablen Praxis, sozialdemokrattsche Kritiker ihres volksfeindlichen Tons durch die Gerichte verfolgen zu lassen. D i e Geschäftsordnungskommission des Abgeordnetenhauses hielt am Sonnabend kurz vor Beginn der Plenarsitzung eine Sitzung ab, in der sie u. a. über die Erteilung der Genehmigung zur strafrechtlichen Verfolgung der Redalteure Molken- b u h r vom„Bolksblatt" in Halle, Wittmaack von der „Volks stimme" in Magdeburg und Dornheim von der „Tribüne" in Erfurt" verhandelte. Alle drei Blätter sollen ich der Beleidigung des preußischen Abgeordnetenhauses schuldig gemacht haben durch scharfe Angriffe auf das LandtagSwahlrecht und auch auf das HauS selbst. Bon der Mehrheit der Kommission wurde der Standpunkt vertreten, daß es sich in den vorliegenden Fällen lediglich um«ine Konsequenz früher gefaßte« Beschlüsse handle, während eine Minderheit die Beleidigungen „milder beurteilt wissen wollte" und sich überhaupt prinzipiell gegen die Erteilung solcher Genehmigungen aussprach. Die Abstimmung ergab, daß in allen drei Fällen dem Er» suchen der betr. Staatsanwaltschaften nach- gegeben und die Genehmigung zur Straf- Verfolgung erteilt werden soll. Das Plenum des Drei» klassenhauses wird diesen Beschluß jedenfalls ratifizieren.— Noch ein Wahlsieg in Hamburg! Die Grundeigentümcrwahlen zum Hamburger Landesparlament, die am Freitag stattfanden, haben uns noch ein Mandat ge bracht, was wohl die größten Optimisten nicht erwartet haben. Gleich den Notabeln haben die Grundeigentünier das Privileg. 40 Abgeordnete zu wählen, von denen bei der jetzigen halbschichtigen wählen waren. Dia Wahlbeteiligung war eine sehr rbeitet wurde von allen Parteien mit � äußerster maamattVür Abgegeben wurden insgesamt 66 640 Stimmen. Wähler 20 Stimmen abgab, haben sich 3302 acr an der Wahl beteiligt. Auf unsere Kau didaten fielen 3811 Stimmen; die Verteilungszahl beträgt 3166, so daß uns ein Mandat zusteht. Gewählt ist unser Genosse B v r a r d, Geschäftsführer des Hamburger Parteigeschäfts. Gestimmt haben für unsere Liste ISO Grundeigentümer. Die vereinigten Liberalen haben zwei Mandate errungen, während die Antisemiten mit 2467 Stimmen ausgefallen sind. Die verbleibenden 17 Mandate fallen auf die Wahl rechtsräuber aller Schattierungen. Dieser Wahlkörper bildet mithin die Domäne der Feinde eines vernünftigen Wahlrechts. Unsere Fraktion ist jetzt 19 Köpfe stark gegen 13 vor den Neuwahlen, die Fraktion der vereinigten Liberalen zählt 21 Abgeordnete gegen 14 im alten Parlament. Diese 40 Abgeordnete vertreten aber doppelt so viel Wähler, als die 120 Abgeordneten der Privilegierten Bei unerhörten Mißhandlungen polnischer Schulkinder durch deutsche Lehrer lehne die Staatsanwaltschaft jedes Einschreiten ab. Kinder, die nur den Befehl ihrer Eltern, in der Religionsstunde nicht deutsch zu antworten, nachkamen, seien in der unerhörtesten Weise mißhandelt worden.(Rufe rechts: Mit Recht!) Justizministcr Beseler: Aus den Mitteilungen des Vorredners habe ich den Eindruck gewonnen, daß in jener Gegend sich eine gewisse Widerspenstigkeit unter den Kindern gezeigt hat, gegen die die Lehrer mit vollem Recht mit Strenge vorgegangen sind. Damit will ich natürlich nicht gesagt haben, daß sie das Züchtigungsrecht überschreiten dürfen. Abg. Schiffer(natl.): Der Abgeordnete Korfanty hat für seine Ungeheuerlichen Vorwürfe auch nicht den Schatten eines Beweises erbringen können. Abg. Strosser(k.): Wir haben ein Recht, von den Polen zu ver- langen, daß sie ihre Kinder deutsch lernen lassen. Abg. Haarmann(natl.) tritt für die Besserstellung der Staats- anwälte ein. Die Abgg. Wolff-Lissa(frs. Vg.). Gyßling(frs. Vp.) und Müller-Koblenz(C.) wenden sich gegen die Denkschrift über die Ausführung der Gerichtsvollziehcrordnung und führen aus, daß diese Denkschrift die Mängel der Neuordnung nicht genügend würdigten. Der Minister solle vor allem die Anwaltskammern erst einmal hören. Abg. Viereck(frk.) glaubt, daß die erhobenen Klagen durch eine bessere Aussicht über die Gerichtsvollzieher beseitigt werden könnten. Nach weiteren Bemerkungen der Abgg. Gyßling und v. Böhlen- dorff vertagt sich das Haus. Nächste Sitzung: Montag 11 Uhr(Weiterberatung des Justiz- etats, kleinere Vorlagen). Schluß 4 Uhr._ Die rnsstfche Revolution. Die Antwort der Regierung. Petersburg, 13. Februar.(Eig. Bericht.) Die Bildung des„linken Blocks" aus den demotratischpsoziali- stischen Gruppen in Petersburg hat gleich am nächsten Tag die Polizei auf die Beine gebracht. Gegen die Komiteemitglieder der „Volkssozialisten" ist eine Untersuchung wegen„Zugehörigkeit zu einer ungesetzlichen Vereinigung zum Sturz der bestehenden Staats- einrichtungen" eröffnet! Es ist klar: Die Regierrmg will so mit einem Federstrich die populärsten Namen aus der Wahlmännerliste des Blocks streichen! Auf diesem selben Wege entledigte sie sich der 186 Mitglieder der ersten Duma und einer gangen Reihe neuer Kandidaten der progressiven Parteien. Solange die Volkssozialisten allein dastanden, gewährte man ihnen die Freude, sich legal zu betätigen. Jetzt aber da sie eben- falls in den Block eingetreten sind, hat man. ihre besten Kräfte, bekannte Publizisten wie Mjakotin und Peschlchonow, Männer der Wissenschaft wie SsemewSki und Annensk i u. a., unschädlich gemacht. Als Leute, denen der Verlust aller Rechte in Aussicht sieht, können sie in die Kandidatenlisten nicht aufgenommen werden! Der Moskauer Sieg der Kadetten ist doch nicht ganz so günstig gewesen, als man zuerst annahm. ES erweist sich daß die Zahl der für die Kadetten abgegebenen Stimmen im Vergleich mit den ersten Wahlen um nicht weniger als SSW Stimmen(11 Prag.) zurückgegangen ist; im vorigen Jahre erhielten sie 26 932 Stimnien, tu diesem Jahre 21 336. Der grüßte Teil von dieser Differenz ist dem sozialistischen Block zugute gekommen. �om Wahlterrorismus. Aus Ekaterrnoslaw wird der„Russ. Korrcsp." geschrieben: Die jüdische Bevölkerung der Stadt Alexandrowsk im Äouver- noment Ekatcrinöslaw, die dort die Majorität der Wählerschaft bildet, war gezwungen auf jede Wahlbeteiligung zu verzichten. Um dies zu erreichen, wurde vom Verbände der Schwarzen Hunderte mit Üntcrstuvuug der Behörden ein sichres Mittel angewendet. An die jüdischen Wähler richtete man nämlich folgenden vielsagenden öffenUichn Aufruf: Wir russischen Leute von Alexandrowsk verkünden euch verfluchten Juden, folgendes: »„Wenn ihr wollt, daß wir euch noch irgend wie dulden, so mißbrauch nich unsere Geduld, treibt uns nich zum Aeußersten, misch euch nich in unsere Staatsangelegenheiten und bürdet uns eure verfluchen jüdischn Günstlinge— Sadikow, Rymarenko, Scherbma, Petrowsky u. a.(lauter Christen)— und Feinde des russischen Volkes nich auf. Zwingt uns nicht, dem heiligen Rußland ein Beispiel zu geben, wie man euch restlos ausrotten kann! ES würbe in Alexandrowsk nicht Stein auf Stein blechen. Das ganze verfluchte jüdische Geschlech würde vernichtet werden, falls ihr die Geduld der russischen Seele erschöpft. Mögt ihr, verfluchte Juden, unsere Maßnahmen dann barbarisch nennen; sie werden radikal sein und, unserer Ueberzeugung nach, den Anfang zur Lösung der Judenfrage in Rußland bilden. Daher fort mit euren schmutzigen Händen von den Wahlurnen!" Die Einwohner von Alexandrowsk wissen aus bitterer eigener Erfahrung, daß solche Aufrufe, die jedem Pogrom vorangehen, keine leere Prahlereien sind. Herrscht doch bei ihnen der Rittmeister Budagowsky, von dessen Heldentaten auf dem Gebiete der Organi- satiou und Ausführung von Pogromen Fürst Urussow so viel in der Duma zu berichten wußte. Dem tvackeren Rittmeister schadete das natürlich nicht. Noch wie zuvor steht er im Dienste des Baterlandes und der„konstitutionellen" Regierung. Daher ist eö gar nickst zu verwundern, daß diejenigen Bürger, denen man unter der Zustimmung der Beljörden die Ausrottung in Aussicht stellt, nickst zu den Wahlurnen girigem Ebenso ist es nicht verwunderlich, daß in Alexandrowsk, wo die Inden die Mehrheit der Wähler biloen, die Kandidaten der echt russischen Leute„glänzend" siegten! Dasselbe Mittel wandte man dann auch an anderen Orten an.— Vom russischen—„Rcichsverband". Die Redaktion des„Dejewnik Kasani" hat von den Bauern deS Dorfes Almetewo folgenden Brief erhalten: „Am 14. Januar kamen zwei unbekannte Herren in unser Dorf. Auf� ihre Forderung hin wurde von den Dorfbehörden die Dorfversammlung zusammengerufen. Es erschienen SO Mann. Die Herren erklärten, daß sie Mitglieder eines Verbandes des russischen Volkes wären und von Petersburg gesandt seien, um Rußland zu retten. Die Herren lasen irgend welche Schriftstücke vor, und einer von ihnen schlug uns vor, einen Präsidenten, einen Sekretär und einen Schatzmeister für die Gcschäftsfiihrung in unserer Wolostj zu wählen. Das taten wir auch. Dann befahl uns einer von den Herren, unsere Namen auf ein Blatt Papier zu schreiben. Denjenigen, welcher sich weigerte, drohte er mit Verhaftung(sie waren von zwei Polizisten begleitet). Nachdem die Unterschriften gesammelt und Flugschriften und Aufrufe ver- teilt worden tvaren, erklärte der Herr, daß wir jetzt Mitglieder des Verbandes deS russischen Volkes seien! Nach der Abreise der Herren erfuhren wir,>daß wir betrogen waren. Wir mohamcda- naschen Bauern können nicht Mitglieder des„Verbandes des russischen Volkes" sein, als einer Partei, die reaktionäre enge Ziele verfolgt. Wir bitten Sie gefülligst, geehrter Herr Redakteur, uns zu gestatten, durch ihre Zeitung unserer Entrüstung gegen die unbekannten Herren Ausdruck zu geben. Wir Muselmänner nehmen unsere Unterschriften zurück, die wir unter dem Drucke der Polizisten gegeben hatten und bitten, uns nicht unter die Mitglieder des Verbandes des russischen Volkes zu rechnen." „Hochverrat"? London, 16. Februar.(B. H.) Wie der„TsineS" aus Peters- bürg gemeldet wird, ist der Sohn Tolstojs wegen Hochverrats unter Anklage gestellt worden, weil er den letzten politischen Aufruf seines Vaters drucken und veröffentlichen ließ.(?) Die Flüchtlinge in Alexandria ausgeliefert. Unteradem 11. Februar melden die Zeitungen aus Odessa, daß die drei russischen Flüchtlinge, die beschuldigt waren, eine Bombenexplosion auf einem russischen Dampfschiff in Alexandria geplant zu haben, an Rußland ausgeliefert und bereits unter starker Eskorte nach Odessa gebracht worden sind. Also haben die ägyptischen, d. h. eigentlich die englischen, Behörden nicht den Mut gefunden. der Forderung der Zarenregiernng zu widerstehen. Das„freie" England hat Revolutionäre in die Krallen der Zarenschergen ge- liefert!_ Der Fall Pöplau. Der dritte Verhandlunastag brachte die erste und wahrscheinlich einzige Sensation des Prozesses gegen Pöplau: die Vernehmung des Zentrumsabgeordneten Erzberger, dem am ersten Ver- Handlungstage d,e Anwendung des Zeugniszwanges und eventuell sogar die Verhängung von Zwangshast angedroht worden war. weil er sich geweigert hatte, seine Aussage zu machen. Herr Erzberger hat auch gestern noch sich grundsätzlich dagegen verwahrt. daß er Zeugnis ablegen solle, hat es aber dennoch abgelegt. Und er hat eS zwar abgelegt, hat aber dennoch wegen Zeugnis- Verweigerung eine Geldstrafe von 100 M. aufgebrummt gekriegt. Offenbar wollte das Gericht ihm zeigen, daß es grundsatzgetreuor als er selber ist und sogar für nur grundsätzliche Zeugnisverweigerung grundsätzlich straft, Die Sitzung begann diesmal schon um 9 Uhr— aus Rücksicht auf Herrn Erzberger, der am Bormittag an einer Beratung seiner Fraktion teilnehmen wollte. Erzberger wurde aufgerufen, trat an den Zeugentisch und gab die Erklärung ab, daß er den am Mittwoch vom Gericht gefaßten Beschluß nicht anerkennen könne und dabei be- harren müsse, die Aussage über alles das zu verweigern, was er im Reichstag vorgebracht habe. Die Zwangsmaßregeln, die man etwa gegen ihn anwenden wolle, werde er als einen Bruch der Reichsverfassung ansehen, deren Arttkel 30 nach wie vor von ihm so aufgefaßt werde, daß seine Zeugnisverwcigerung be- rechtigt sei. Staatsanwalt Lindow erwiderte, der Zeuge solle ja gar nicht über Aeußerungen, die er im Reichstag vorgebracht habe, befragt werden, sondern nur über seinen Zusammenhang mit Pöplau. Aber Herr Erzberger meinte, schon das bedeute, ihn fiir die im Reichstage gemachten Aeußerungen zur Verantwortung ziehen; denn wenn er nicht die ihm von Pöplau mitgeteilten Dinge dort zur Sprache gebracht hätte, dann iväre er auch nicht als Zeuge geladen worden. Er habe ja aucfc nur in seiner Eigenschaft als Abgeordneter die Mitteilungen van Pöplau erhalten. Auf Fragen hierüber werde er keine Auskunft geben, wohl aber auf Fragen anderer Art. Der Staatsanwalt bestritt wiederum, daß Artikel 30 auf diesen Fall Anwendung finden könne. E. habe ja auch schon vor dem Untersuchungsrichter seine Aussage gemacht und ihm sein Material ausgeliefert; erst später seien ihn, diese Bedenken gekommen. Beharre er jetzt bei seiner Weigerung, so müsse, er bestraft werden. Bei diesem Prozeß handle es sich um keine Lappalie, sondern um eine große Sache, die Auf- sehen erregt habe; da müsse alles getan werden, um Aufklärung zu schaffen. Daher müsse man auch den Versuch machen, den Zeugen durch Haft zu einer Aussage zu zwingen. Die Reichsvcrfassung gebe dem Abgeordneten weitgehende Privilegien, aber sie setze doch auch voraus, daß der Abgeordnete sich im übrigen an die Gesetze halte und sich ihnen füge. Wolle man diese Zeugnisverweigerung ruhig hinnehmen. so hieße das ja, die Rechtsprechung dem Belieben eines einzelnen Abgeordneten unterordnen. Er beantrage Auferlegung der durch die Weigc- rung entstehenden Kosten, ferner 100 M. Geldstrafe, in. Nicht- beitreibungsfall 10 Tage Haft, außerdem Verhängung von Zwangs- hast. Herr Erzberger erklärte noch einnial, nur als Reichstags- abgeordneter— nicht, wie der Staatsanwalt annahm, als Schrift- stcller— habe er die Mitteilungen erhalten und benutzt. Der Standpunkt, den er zu der Frage seiner vernieiutlichcn Zeugnispflicht einnehme und festhalte, sei jederzeit auch vom Reichstag als der richttge angesehen worden. Wollte er jetzt Zeugnis ablegen, so gäbe er ein wichtiaes Recht Erz- Male. „In, Wert des Reichstages preis, und mit Grund dürsten ihm Vorwürfe darüber gemacht werden. Er werde die Zwangsmaßregeln unter Vorbehalt der Beschwerde auf sich nehmen, aber nach seiner Auf. fassung sei seine Bestrafung ein Bruch der Verfassung. Der Staats- anwall erwiderte, wenn das Privileg des Abgeordneten aus Artikel 30 so weit reichte, so könnte Herr Erzberger auch nicht zur Verant- wortung gezogen werden, wenn er als Abgeordneter den An» geklagten P. angestiftet hätte, ihm die geheimen Aktenstücke mitzuteilen, damit er sie im Reichstage vorwagen könne. Hier entscheide nicht die Meinung des Reichstages, die niemals in einem Beschluß zum Ausdruck gekommen oder Gesetz geworden fei, sondern lediglich das bestehende Recht. Herr Erzberger blieb dabei, er solle sich doch darüber verantworten, wie er zu seinem Material gekommen sei. Er könne und werde das nicht tun. Danach zog der Gerichtshof sich zur Beratung zurück. Es kam zu dem Beschluß, Erzberger habe ohne gesetzlichen Grund sein Zeugnis verweigert, er sei daher zur Tragung der hierdurch entstehenden Kosten sowie zu 100 Mark Geld st rase event. 10 Tagen Haft zu ver- urteilen, außerdem sei er zur Erzwingung seines Zeugnisses in Haft. zu nehmen. Nach der Vcrkündung des Urteils fertigte der Vorsitzende den Haftbefehl aus. Herrn Erzberger machte er daraus ansinerksam, daß er abgeführt werden solle; es stehe ihm aber jederzeit frei, sich noch zur Ablegung seines Zeugnisses bereit zu erklären und dadurch die Aufhebung der Haft herbeizuführen. Herr Erzberger erklärte zum letzten und allerletzten Mcne, er könne nicht anders. Der Vorsitzende winkte dem Diener, übergab ihm den Hastbefehl und ordnete an, Herrn Erzberger ab- zuführen. Die Spannung der Zuhörer war von Sekunde zu Sekunde ge- wachsen. Schon schickte der Diener sich an, den Befehl aus- zuführen. Da erllärte der Angeklagte Pöplau, er entbinde den Zeugen von der Verpflichlnng, über die ihm vertraulich geniachten Mitteilungen zu schweigen, und bitte ihn. Zeug' ins abzulegen. Nicht wahr, jetzt beteuerte Herr berger zum wirklich und unwiderruflich allerletzten er könne nicht anders? O nein! Er antwortete: wenn der Angeklagte selber sagt, er lege keinen ans die Schweigepflicht, dann ändert sich die Sachlage." Und er erklärte sich bereit, nunmehr seine Aussage zu machen! In diesem Augenblick sank Herr Erzberger der Held jählings herab von dem hohen Piedestal, ans das er selber sich ge- stellt hatte. Enttäuschung malte sich auf allen Gesichtern, und ein Wunder war's, daß auf das befreiende Wort des Herrn Erzberger nicht eine befreiende Heiterkeit der gesamten Zuhörerschaft antlvortete. Auch die Vernehmung, die dann folgte, brachte eine gewisse Enttäuschung; denn sie ergab nicht mal viel von Belang. Interessant war, daß Herr Erzberger auch hierbei noch' immerfort betonte, ihm als Abgeordneten habe. Pöplau mitgeteilt, wie er beim Kolonialamt behandelt worden sei, er als Abgeordneter habe sich bereit erklärt, die Angelegenheit zu prüfen, er als Abgeordneter habe nach Vor- leginig der Beweisstücke es für seine Pflicht gehalten, sich Pöplaus anzunehmen. Er fügte noch hinzu, er habe die Sache schon damals gar nicht mehr als eine geheime angesehen, sie sei ja zu der Zeit schon Gerichtssache gewesen. Die sachlichen Angaben, die er zu machen wußte, waren dem Angeklagten günstig. Erzberger versicherte, auch ihm habe P. auf wiederholte Fragen immer wieder beteuert, das Material sei ihm anonym zugegangen. Auch das bestätigte er, daß P. ihn ausdrücklich gebeten hat, die An- gelegenheit nicht etwa sogleich im Reichstage vorzutragen, sondern sich an den Reichskanzler zu wenden, um auf diesen einzuwirken, daß endlich eine Untersuchung verfügt werde. Als die Vernehmung be- endet war, beantragte der Staatsanwalt, den Haftbefehl samt der Geldstrafe zurückzunehmen, und stellte anheim, den Zeugen zu ver- eidigen. Wunderlicherweise erklärte jetzt Herr Erzberger noch ein- mal, er beharre bei seinem prinzipiellen Widerspruch— bei dem Widerspruch, den er ftlber soeben durch Preisgabe seines Prinzips gegenstandslos gemacht hatte 1 Das Gericht beschloß, die Strafe von 100 Mark bleibt bestehen, weil der Grund, der zu dieser Strafe geführt hat, nicht weggefallen ist; der Hastbefehl wird auf- gehoben; der Zeuge wird n i ch t vereidigt, weil er der Teil- nähme verdächtig ist. Herr Erzberger konnte gehen. Es folgte dann die Vernehmung weiterer„B e l a st u n g s- zeuge n", die von der Staatsanwaltschaft geladen sind. Mehrere Beamte der Kolonialabteilung des Aiiswörtigen Amtes hatten sich darüber zu äußern, wie in dem dort üblichen Geschäftsgang die Personalakten behandelt werden. Die Bekundungen der Zeugen Hofrat Stoepel, HoftatD o Ilh ard t, Gcheimsekretär Petzke, Sekretär Wollenberg ergaben fast übereinstimmend, daß es ziemlich schwer sei, an diese streng geheim gehaltenen Akten unbefugterweise heranzukommen. Allen wurde die Frage vorgelegt, ob etwa sie selber dem Angeklagten Material überwicien hätten. Alle verneinten diese Frage— der Zeuge Dollhardt mit dem einschränkenden Zusatz: „Ich kann mich wenigstens nicht erinnern". Zeuge Stoepel schilderte, wie infolge der Neuregelung der Veamtenklasien in der Kolonial- abteilung unter den jüngeren Beamten eine Gärung entstanden sei, weil sie sich benachteiligt sahen. Da halte er es nicht für unmöglich, daß einer von ihnen dem Pöplau anonym das fragliche Material zugeschickt habe. Die Frage, ob andere Beamte ein Interesse an der Gehaltsklage PöplauS haben konnten. wurde besonders von Dollhardt lebhaft bejaht. Er gab an, daß die in gleicher Lage befindlichen Beamten sogar zu den Kosten dieser Klage beitrugen. Zeuge Petzke sagte aus, daß in dieser An- gelegenheit regelrechte Konferenzen der Beamten abgehalten wurden, um ein gemeinsames Vorgehen anzubahnen. Daß Pöplau das Gut- achten des Herrn v. Frantzius anonym zugeschickt erhalten habe, galt bei den Beamten als ausgemacht. Ein Zeuge S ch w i n n, der früher beim Kaplan Dasbach Pribaffekretär ivar und für Pöplau sowie auch für Wistuba Abschriften angefertigt hatte, sagte aus, niemals sei ihm Material zur Auf- bewahning übergeben worden; die bei ihm beschlagnahmten Abschriften hätten nur zur Abholung fertig bei ihm ge- legen. Auch dieser Zeuge lvurde vereidigt. Schließlich wurden noch ein paar Hofräte darüber befragt, ob auch ihnen mal anonym ein sie betreffendes Aktenstück zugegangen sei. Hofrat Schmidt, der seit 1901 oder 1902 mit dein Angeklagten zerfallen ist, bestritt in erregtem Tone, von irgend einer anonymen Zusendung etwas zu wissen. Dagegen bestätigte Hofrat Kunow, daß tatsächlich auch ihm etwa 1900 oder 1901 in eigener Sache ein Gutachten des Herrn von FrantziuS anonym zugegangen war; er habe es in seinem Bureau auf seinem Pult vorgesiinden. Hiernach wurde die Verhandlung abgebrochen. Sie wird erst am Dienstag fortgesetzt werden. Am Montag wird der Geheim- sekretär Schneider im Sanatorium kommissarisch vernommen werden; außerdem soll noch ein Geheimsekretär Seidel geladen werden, der u. a. bekunden soll, wann dem Angeklagten das ihn betreffende Gutachten des Herrn von Frantzius zugegangen ist. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Das Wirtschaftsjahr Rückblick— Ausblick. Berlin, 16. Februar 1907. Das Jahr 1906 war das Rekordjahr industrieller Tätigkeit. Nicht nur in Deutschland, sondern in allen Industrieländern. Be- gleitet und befruchtet war die intensive industrielle Produktiow'von einer günstigen Ernte in den wichtigsten Agrarprodnkten. Als Gradmesser, an denen die wirtschaftliche Lebensbetätigung abzu- lesen ist, eignen sich am besten die Außenhandels- und Produktions- ziffern. Deutschlands Außenhandel, ausschließlich des Edelmetall- Berkehrs, gestaltete sich in den letzten zwei Jahren folgendermaßen: Katao und Tee kommen für die Arbeiterbevölkerung faum in Be| sozialwissenschaftlichen Zeitschrift Ergebnisse von Untersuchungen Die Wertsumme der Einfuhr stieg von 7128,8 Millionen Mart auf tracht. Der Ridgang in dem Berbrauch von Südfrüchten läßt eher veröffentlicht, die auf den Zahlen der Berufs- und Gewerbezählung 7850,5 Millionen Mart, die der Ausfuhr von 5731,6 Millionen den Schluß auf Abnahme der Konfumfähigkeit zu. Und die Zu- bom Jahre 1895 und der Wahlstatitik von 1903 beruhten. Sie Mart auf 6125,0 Millionen Mark. Das Plus der Einfuhr ist nahme des Verbrauches an Kaffee und Reis widerspricht einer wurden damals in der gesamten Parteipreffe sehr beachtet, und gleich 10,1 Proz., bei der Ausfuhr beträgt das Mehr 6,8 Proz. folchen Annahme nicht; diese Artikel können sehr wohl in ver- ihre Fortseßung ist auch namentlich deshalb erwünscht, weil im Die Entwickelung des Welthandels spiegeln die folgenden Ziffern, stärktem Maße als Surrogat für den verminderten Fleischverbrauch laufenden Jahr die Reichstagswahlen vollzogen wurden und auch welche das Ergebnis der ersten 3 Quartale umfassen. Es betrug gedient haben. In dem Krisenjahr 1903 war beispielsweise der eine neue Berufs- und Gewerbezählung vorgenommen werden soll. nach den Mitteilungen des Handels- B.- B.": Verbrauch an Kaffee noch größer als im Jahre 1906. Und der Die zu kombinierenden Zahlenreihen beider Statistiken stammen Einfuhr Ausfuhr Fleischkonsum ist ganz erheblich zurückgegangen. In Preußen also ziemlich aus der gleichen Zeit, wodurch die Ergebnisse zu nahmen die Schlachtungen bei einer um annähernd eine Million berlässiger werden müssen wie beim ersten Versuch. gestiegenen Bevölkerung im Jahre 1906 gegen 1905 ab Deutschland. Ber. Staaten England Frankreich Italien 4 Desterreich- Ungarn. 1906 in Millionen Mark 1904 1905 1906 1904 1905 4822 5030 6108 3861 4114 4513 3156 3665 3986 4931 4638 5200 8127 8374 9038 5604 6124 6956 2671 2840 3098 2585 2827 2985 1100 1192 1401 897 971 1075 1235 1837 1415 1317 1293 1354 Belgien. 1595 1693 1831 1178 1286 1434 Stellt man die beiden letzten Jahre in Vergleich, dann ergibt fich die stärkste prozentuale Steigerung der Einfuhr bei Deutsch land mit 21,4 Proz., dann folgen: Italien mit 17,6 Proz., Frantreich mit 9,0 Proz., Vereinigte Staaten mit 8,7 Broz, Belgien mit 8,1 Proz., England mit 8,0 Proz. und Oesterreich- Ungarn mit 5,8 Proz. In den Ausfuhrsteigerungen rangieren die Staaten in folgender Reihe( die Prozentziffern in Klammern): Belgien( 16,6), England( 13,3), Bereinigte Staaten( 12,3), Italien( 10,7), Deutschland( 9,7), Defterreich- Ungarn( 9,2) und Frankreich( 5,6). Die Handelsziffern allein geben natürlich keinen Maßstab ab für die Produktionsintensität in den einzelnen Ländern. Dafür ist in erster Linie bestimmend der Inlandsverbrauch. Dieser ist in einzelnen Ländern aber in verschiedenen Graden gestiegen. Die Roheisenproduktion zeigt in den drei aufgeführten Ländern folgende Entwickelung: Deutschland 75 985 To. auf 79 734 To. Roheisen in Tausend Tonnen 1905 10 988 28 861 1872 1906 12 478 25 149 1454 Vereinigte Staaten Belgien Die Einfuhr Deutschlands an Eisen- und Eisenwaren ging bon 690 081 To. im Jahre 1905 auf 323 024 To. im Jahre 1906 hinauf, gleichzeitig hob sich die Ausfuhr von 3349 917 To. auf 3 619 796 To. Es verbleibt demnach ein Einfuhrplus von 97 To. Ferner ergibt sich bei Maschinen ein Einfuhrmehr. Die Ausfuhr ging bon 301 442 To. auf 296 094 2o. zurüd, die Einfuhr stieg von Der Hauptanteil der Produktionsmehrung Deutschlands entfällt auf den Inlandsverbrauch. An der Zunahme des Exports sind vorwiegend Erzeugnisse der Weiterverarbeitung beteiligt. Während in der ersten Hälfte des Berichtsjahres der Versand des Stahlberbandes in Halbzeug die vorjährige Beriode sogar recht erheblich überholte, zeigt sich ab Juni eine entgegengesezte Entwidelung. Gegen die Barallelzeit 1905 blieb die Versandziffer in 1906 stark zurück, so daß fich trop der träftigen Versandzunahme in den ersten Monaten für das ganze Jahr ein Minus von 48701 Tonnen 2,55 Proz. ergibt. Dagegen nahm der Versaud an Eisenbahnmaterial um 304383 Tonnen 18,66 Broz. zu, und das Plus bei Formeisen stellt sich auf 262 906 Tonnen 15,71 Broz. Die Gesamtziffern der beiden letzten Jahre sind: Eisenbahnmaterial Formeisen Halbzeug Tonnen 1905 1906 1910 634 . 16 1861 924 Tonnen 1 681 464 1 935 847 Tonnen 1 673 266 1986 172 um 2,1 Proz. bei Bullen 3,0 " Kühen 5,5 Kälbern " D # Schweinen Schafen 0,5 43 Nimmt Niedriger hängen! Ein bedeutend wertvolleres Material ist aber zu gewinnen, wenn die Untersuchungen über die soziale Zusammensehung der Sozialdemokratischen Wählerschaft sich auf die Wählerlisten stüßen. An vielen Orten Deutschlands besitzen die sozialdemokra tischen Wahlfomitees Abschriften der amtlichen Listen, aus denen zu ersehen ist, wer Wähler ist, welchen Beruf der hat, wer Es wäre dringend zu gewählt hat und wer zu Hause blieb. Nur bei Ochsen ergibt sich eine Zunahme von 2,4 Proz. und bei wünschen, daß an möglichst vielen Orten Deutschlands, in Groß, der Ruh des armen Mannes, der Ziege, ein Plus von 6,8 Proz. Mittel und Kleinstädten, an der Hand dieser Wählerlisten eine Für den verminderten Fleischgenus muß sich die Arbeiterschaft Wählerstatistit aufgenommen würde. Diese müßte, um die Verin anderen weniger, teueren Artikeln Ersatz fuchen. Ein großer Teil gleichbarkeit untereinander zu ermöglichen, allerdings nach einem der bürgerlichen Existenzen hat an dem Segen der guten Konjunktur einheitlichen Schema erfolgen. Notwendig wäre die Scheidung ficher Anteil genommen und diese Schichten konnten den Verbrauch sämtlicher Wähler in folgende Gruppen: 1. Kapitalisten, 2. hohe, an Fleisch trotz der hohen Preise vielleicht noch steigern. Damit er 3. mittlere, 4. untere Beamte, 5. Intellektuelle, 6. Techniker, Wert gibt fich für die minder bezahlten Arbeiter ein ganz empfind- meister, Angestellte( sogenannter neuer Mittelstand), 7. Handwerks licher Südgang des Fleischtonjums. man hinzu die meister, Krämer und Händler( sogenannter alter Mittelstand), Notwendigkeit reichlicher Nahrungszufuhr wegen der gesteigerten 8. Arbeiter, und zwar sind zu sondern: Kaufleute, Schreiber usw., Ansprüche an die Arbeitskraft Ueberstundenarbeit usw. von Arbeitern in Staats- und Kommunalbetrieben und Arbeitern dann muß man zu dem Schluß kommen, daß, vielleicht mit Aus- in gewerblichen Betrieben, eventuell auch von ländlichen Arbeitern. nahme einiger Schichten der Qualitätsarbeiter, der Segen der Solcherart müßten die Wähler sowie die Nichtwähler genau vonKonjunktur an dem Proletariat vorbeigeflossen ist. Von einem einander geschieden werden, was natürlich für jeden Wahlbezirk wirklichen Vorwärtskommen in sozialer Beziehung kann sicher nicht gesondert zu erfolgen hat. Bringt man dann die Zahl der abe gesprochen werden. gegebenen sozialdemokratischen Stimmen mit den im Bezirk fest Neben den hervorstechenden Merkmalen der intensiven Produktion gestellten proletarischen oder proletarierähnlichen Gristenzen in und allgemeiner Preissteigerung, die das letzte Jahr auszeichneten, Beziehung, so kann man hieraus schon sehr wertvolle, wie in ist auch noch das der industriellen Konzentration zu nennen. Magdeburg angestellte Stichproben ergeben haben, oft geradezu Der Zusammenschluß der großindustriellen Unternehmen besonders verblüffende Schlußfolgerungen ziehen. Gang genau läßt sich in der Montanindustrie hat weiteren Fortschritt gemacht. Reben außerdem ersehen, welcher Art die„ Reserven" sind, wenn auch. den alten Formen der Verkaufsorganisation entwickeln sich neue die Nichtwähler derart nach Berufen gegliedert werden. Je zahlGebilde, dazu berufen, jene abzulösen. Und die nächste Periode reicher solche Verarbeitungen vorgenommen werden, desto bedeus wirtschaftlichen Niederganges wird das reifen sehen, wozu wir jegt tungsvoller sind sie natürlich. Es ist aber dringend erwünscht, daß bie mächtigsten Anfäße erblicken: den vollendeten Montantrust. die Aufnahmen immer nach einem gleichmäßigen Schema erfolgen, Diefelben„ nationalen" Organe, die noch vor kaum zwei Wochen für welches Vorlagen von der Redaktion der Boltsstimme" in den Spießer gruselig machten mit der Behauptung, die Sozial- Magdeburg, Große Münzstr. 3, zu beziehen sind. demokratie wolle den Mittelstand vernichten, erklären heute: gegen Zur Erhellung einer Frage, über der noch manches Dunkel den Aufsaugungsprozeß gibt es fein Mittel, feine Hilfe, er ist schwebt, fönnten solche Wählerstatistiken vieles beitragen. Es läge eine zwingende Notwendigkeit der weltwirtschaftlichen Entwickelung. Daher im Parteiinteresse, wenn die hier gegebene Anregung an Die Gestaltung der Wirtschaftsverhältnisse wird im allgemeinen allen Orten, die irgend in der Lage sind, sie auszuführen, befolgt immer noch sehr günstig beurteilt. Mindestens erwartet man würde. feinen plöglichen Krisenanbruch. Die in solcher Meinung aus gesprochene Hoffnung findet wohl etwas Nahrung in der ausgebrochenen Kolonialbegeisterung. Schiff- und Bahnbauten versprechen Aus dem Wahlkreise Arnswalde- tiedeberg wird neue Aufträge. Und die hohe Finanz, die den Kolonialrummel fräftig uns gefchrieben: Mit welchen Mitteln gegen die Sozialdemokratie unterstützte, deren Begeisterung für die Kolonialpolitik aber nur bis gearbeitet wird, das zeigt folgendes Beispiel, das eins von vielen an die eigene Tasche geht, nicht selbst ins Portemonnaie greifen läßt, ist. In Nr. 24 des„ Reezer Tageblatt" findet sich folgende Notiz: die mit dem Hurrapatriotismus vielmehr ein Geschäftchen zu machen„ Ein lehrreiches Beispiel von sozialdemokratischer Brüderlichkeit fucht, scheint auch schon den Schlüssel gefunden zu haben, der die erfuhren wir in diesen Tagen aus Sellnotv. Ein Berliner Genoffe Spartisten der Kolonialgläubigen öffnet. Man hat entdeckt, daß es ist beauftragt, in Sellnow eine fogialdemokratische Versammlung gut sei, wenn auch der fleine Mann an den Dividendenhoffnungen abzuhalten. Ein Gaftavirt daselbst überläßt ihm seinen Saal zum teilnehmen kann. Durch Einführung Kleiner Anteilscheine in Höhe von Preise von 100 M. Da aber dem Wirte von anderer Seite gleich 20 M. soll das ermöglicht werden. Mit der South West Africa Company falls 100 M. geboten werden, wenn er die Versammlung nicht will man den Anfang machen. So bleibt man hübsch bei der zuläßt, so zieht er sein Wort zurück und seht die Herren SozialArbeitsteilung. Das Großfapital begeistert andere und der demokraten aufs Trodene. Da erbietet sich ein Sellnower Genoffe, Spießer zieht den Beutel. Und wenn die Sache schief geht? Die die Versammlung bei sich aufzunehmen. Auch nimmt er den Ju der Hauptsache dürfte den gemischten Werken das Plus an Begeisterung der Entrepreneure hat auf jeden Fall goldene Früchte Agitator als Gast in sein Haus und gibt ihm Kost und Nachts der Hervorbringung von Erzeugnissen der Weiterverarbeitung zu herberge in seiner guten Stube. Um Mitternacht hört die Frau getragen. Die gefallen sein. wirtschaftliche Prosperität hat natürlich Zweifellos ist die weltwirtschaftliche Entwickelung der deutschen des Gastgebers in dem besagten Zimmer ein verdächtiges Knarren auch außerordentlich anregend auf die Grünbertätigkeit ge Gesamtindustrie nicht übermäßig günstig. In bezug mehrerer Noh- und Knaden, worauf sie ihren Mann sofort aufmerksam macht. twirft, tas naturgemäß die Nachfrage auf dem Warenmarkt produkte geraten wir in immer größere Abhängigkeit vom Auslande. Aber Als sich dieser mit seinem erwachsenen Sohne leise ins Nebenzimmer wiederum lebhafter gestaltete und den industriellen Beschäftigungsgrad felbst dann, wenn man die Kolonialpolitit unter diesem Gesichtswinkel macht, trifft er den liebenswürdigen Genoffen gerade dabei, das Steigerte. Im Jahre 1906 wurden nach Zusammenstellungen des betrachtet, bleibt unsere Sandwüstenkultur doch eine Fehlspekulation. Geldspind zu öffnen. Für diese Liebenswürdigkeit hatte jeboch " Deutschen Dekonomisten" in Deutschland 212 Aktiengesellschaften mit Selbst die über Nacht zu einem phantastischen Kolonialschwärmer der gute Sellnower ein schlechtes Verständnis. Mit derben Fäusten einent Kapital von 472,51 Millionen Mark gegründet. Eine noch gewordene, Exzellenz Dernburg ist vorsichtig genug, vollen Erfolg padte er seinen Berliner Genossen und beförderte ihn mit ber ftärtere Gründertätigkeit hatten wir im Jahre 1899. Jedoch ist zu der Kolonialpolitik erst in Jahrzehnten erwarten zu lassen. Bis schiedenen Genicstößen und Verwünschungen hinaus auf die Straße. berücksichtigen, daß schon im Jahre 1905 Neugründungen mit dahin hat sich die wirtschaftliche Stonstellation in Europa aber schon 191 Gesellschaften und 386 Millionen Mark erfolgt waren, sodaß die wesentlich verschoben. Wenn man sich die industrielle Entwickelung Jahre 1905-06 doch eine Reforbperiode darstellen. Und das Kapital vorstellt, die Deutschland in 30 Jahren durchgemacht hat, dann bekommt darf besonders mit dem letzten Jahre zufrieden sein. Wohl miß man ein Bild davon, in wie verhältnismäßig furzer Zeit sich eine handeln fast alle Geschäftsberichte den Leser mit Gestöhne wirtschaftliche Umwälzung vollziehen kann. Und mit den Apparaten fiber unzulängliche Preise, aber die Verzinsung des Anlagefapitals des Großkapitals können solche Umwälzungen in der Zukunft noch ist doch trotz der Verteuerung der Rohmaterialien und trotz der noch schneller volzogen werden als in der Vergangenheit. Was die mehr beklagten Lohnerhöhungen gestiegen. Nach einer Zusammen- Diplomatie nicht vermochte, im Gegenteil nur gehemmt hat, Rußftellung der Arbeitsmarkt Korrespondenz", die Abschlüsse und land zum Vorland Europas zu machen, das wird das interSchätzungen von 460 großgewerblichen Attiengesellschaften umfaßt, nationale Großkapital durch industrielle Entfesselung besorgen. wenn erst die Kräfte ausgelöst find, die stellt sich die Durchschnittsdividende für das legte Jahr auf Rußland ist, und Verwertung seiner Schäße erforderlich 10,53 Broz, gegen 9,48 Proz. im Vorjahre und 8,01 Broz. in 1904. aur Hebung Seine unermeßlichen Roch etwas höher als im Jahre 1906 war die Durchschnittsdividende find, zweifellos das reichste Land Europas. im Jahre 1899, nämlich 10,96 Proz. Aber die Dividende ist kein Mineralschäße, Erze, Kohlen, sein Holgreichtum usw. sind die Vor unbedingt zuberläffiger Maßstab für die Rentabilität. Abschreibungen, bedingungen für eine erste industrielle Großmacht. Aber die Groß die Summe der aus den Betriebserträgen verwendeten Summen für induftrie in Rußland wird nur bedingt national sein. Sie ist zuReuanlagen und last not least, bie Sapitalserhöhungen spielen das nächst in ihrem Werden und auch in ihrem Blühen abhängig von Budem wird das Kapital bei eine große Rolle. Für die in Betracht kommenden Gesellschaften den Industrien in anderen Staaten. mehr als in irgend einem ist bon 1900 auf 1906 die Summe des investierten Kapitals von in der russischen Großindustrie Und das Kapital wird 2513,81 Millionen Mart auf 2772,438 Millionen Mart 10,32 Pro3. anderen Lande international fein. dynastische Jnteressen in seiner Machtgeftiegen, die Dividendensumme stieg von 275,53 Millionen Mart sich nicht durch Vorwärts" hält an. auf 291,98 Millionen Mark 5,97 Proz. Leider läßt sich entfaltung hemmen lassen. Das Kapital ist immer nur und so noch nicht feststellen, inwieweit die Zahl der beschäftigten lange und insoweit national, als es dabei seinem Interesse auf Bis zum gestrigen Tage hatte er eine Auflage von 132 000 erreicht. Arbeiter mit der Kapitalsvermehrung gestiegen ist. Die Kosten der nationalen Arbeitskraft dienen fann. Die nationale Zu Beginn der Wahlkampagne betrug sie 121 000, so daß ein großen Rombinationen in der Montanindustrie haben zweifellos Politit ist dem Kapital nur ein Mittel, den Widerstand gegen seine Gewinn von 11 000 zu verzeichnen ist. Die Sächsische Arbeiterzeitung" zu Dresden bas Rapital start verwässert. Brozentral wird die Dividende Ausbeutungstendenz zu brechen, es benugt sie als Nachtwächter feiner sinten, aber der einzelne Arbeiter muß eine größere Intereffen. Darüber hinaus sind dem Kapital die Begriffe von gewann während der Wahlbewegung 8000, ber Boltsfreund", Dividendensumme aufbringen. Augenscheinlich sinkt die Zinsenquote, Nationalismus, Patriotismus usw. völlig fremd. Die Macht der das tägliche Kopfblatt der Arbeiterzeitung", das im 1., 2., 8., 7., tatsächlich kann trotzdem der Anteil des Stapitals am Arbeitsertrage wirtschaftlichen Entwickelung, nicht die abstrakte Reichsidee, hat in 8. und 9. sächsischen Wahlkreise verbreitet ist, 2500 Abonnenten. Die, Volksstimme" zu Mannheim hat im Jahre 1906 wachsen. Die deutsche Statistit ist noch nicht weit genug ausgebaut, Deutschland die Kleinstaaterei über den Haufen geworfen. Die um über diese Verhältnisse flare Auskunft zu geben. Ueberhaupt stehengebliebenen Zäune, die die politischen Grenzen absteden, eine Vermehrung ihrer Abonnentenzahl um 2202 erfahren, fo daß gibt fie in die soziale Entwickelung viel zu wenig Einblid. Die bilden für die Expansion des Kapitals fein Hindernis mehr. am 31. Dezember 1906 allein im Wahlkreise Mannheim die„ BoltsFeststellung der Bahl der beschäftigten Arbeiter ist durchaus mangel- Kapitalistisches Interesse hat die politischen Umwälzungen in Deutsch- Stimme" 11808 Abonnenten hatte; die Zahl hat seitdem namentlich haft, die berufsgenossenschaftlichen Angaben merzen das für Er- land vollzogen, diftiert sie nun in Desterreich- Ungarn, förderte infolge der Wahlbewegung weiter ganz erheblich zugenommen. faffung der tatsächlichen Verhältnisse störende Element der Arbeiters Ameritas Entwickelung zu einer wirtschaftlichen Einheit, gab der fluktuation nicht vollständig aus. Der Sozialdemokratische Aus diesem Grunde ist auch die Feststellung der Löhne an der mit so gewaltiger Durchsetzungskraft wird auch in Zukunft Verein für den Wahlkreis Mannheim erstattet seinen Hand der von den Berufsgenossenschaften gelieferten Nachweise durch und auf noch breiterer Bafis die politisch- nationalen Schwierig gebrudten Jahresbericht für das Jahr 1906. Er zeigt ein erfreuliches Von 3606 Mitgliedern im aus unzulänglich. Umsomehr, da nicht nur die Berechnung nach teiten forträumen, die der Bildung großer, abgeschloffener Einheiten Wachstum der Organisation. 1905 stieg fie auf 5736 im Dezember 1906. Bollarbeitern uneinheitlich und zu wenig zuverläßlich ist, sondern entgegenstehen. Unsere Kolonialpolitit ist für die weltwirtschaftliche Dezember dabei auch die Dauer der Tagesschichten nicht berücksichtigt wird. Bukunftsgestaltung bedeutungslos. Sie fann aus Deutschland fein Die Einnahmen betrugen einschließlich eines Bestandes Ein noch größerer Mangel besteht darin, daß jene Nachweise mur in sich abgeschlossenes, sich selbst genügendes Wirtschaftsgebilde 294,68 Mart 7913,29 Mart, die Ausgaben 7694,35 Mart, Gesamtziffern geben, wodurch die starken Lohndifferenzen gar nicht in machen. Und für das Kapital bat fie ungefähr dieselbe nationale Darunter find 800 Mart Spartaffeneintage, der Bestand Erscheinung treten. Da weiter bei den Qualitätsarbeitern die Löhne Bedeutung, als wenn das Schienenkartell dem lieben Vaterlande betrug 218,94 M., so daß der Verein mit Einschluß von 132 M. stärfer steigen, als bei den Hülfsarbeitern, wird man mit An- fein Erzeugnis um 20 Prozent teurer verkauft als dem Auslande. " gelogen. Der Berliner war am anderen Morgen spurlos verschwunden. Jener gute Sellnower ist aber durch dieses Mittel von seinem sozialistischen Fieber furiert. Er macht nun nicht mehr mit." Bis auf die Geschichte der Saalabtreibung ist die Notiz frech Vor Weihnachten wurde auf Bitten des Sohnes unseres be treffenden Genoffen in Sellnow, der zu seinem Vater auf Besuch tam, ein auf der Durchreise befindlicher junger Mann aufgenommen, Dieser junge Mann namens May O. lohnte die Gaft freundschaft dergestalt, daß er bersuchte, die Kommode in ber guten Stube seines Gastgebers zu öffnen. Es wurde gegen den sauberen Patron von unserem Genossen nichts unternommen. Der junge Mann hat mit der Soziademokratie, geschweige dem mit einem Agitator", nichts gemein, ist vielmehr Mitglieb des Vereins christlicher junger Männer. Eine Berichtigung unter Berufung auf§ 11 des Pregefehes ist von der Redaktion des Blattes, das sich zur Ver leumbung unserer Partei hergab, nicht gebracht worden. Die Scham ist zu den Hunden geflohen! Bom Fortschritt der Presse. Der Abonnentenzuwachs des " Bon den Organisationen. englischen Kolonialpolitit Sinn und Verstand. Und dieses Interesse Aus der Partei. Wählerstatistik. D. gabe von Durchschnittsziffern, welche die Löhne von 2-3 m. mit denen von 5 M. und mehr zusammenwerfen, leicht zu falschen Schlußfolgerungen bezüglich der sozialen Lage der Arbeiter verführt. Die Konsumzunahme verschiedener Artikel fönnte allerdings darauf schließen lassen, daß die wirtschaftlichen Verhältnisse sich gebessert haben. Aber es fehlt zunächst bei den angezogenen Mängelu jeder AnDie Magdeburger Boltsstimme" schreibt: Man kann halt dafür, wie groß der Boltsteil ist, der an dem stärkeren Konsum teine parteigenössische Grörterung über die Bedeutung der Reichs= partizipiert. Nach einer Berechnung der schon angezogenen Stor- tagswahlen lesen, ohne dabei die Frage behandelt zu finden, aus respondenz stellte sich der Verbrauch pro Kopf der Bevölkerung welchen Schichten der Bevölkerung sich unsere sicheren Anhänger wie folgt: 1903 1904 1905 1906 in Kilogramm Staffee 3,08 3,00 2,96 3,03 Reis Katao 2,25 2,61 2,41 3,00 0,35 0,44 0,47 0,57 0,05 0,05 2,82 0,05 2,54 0,06 2,56 Tee Südfrüchte 2,69 Aus diesen Ziffern unbedingt auf eine allgemeine Steigerung ber Stonsumfähigkeit zu schließen, erscheint uns wenig berechtigt. und aus welchen fich die Mitläufer" refoutieren. Es liegt ja auch auf der Hand, wie bedeutungsvoll für unsere Theorie und unsere Tattit die Kenntnis der sozialen Zusammensetzung unserer Wählerschaft sein mußte. Man wird absolut sichere Angaben barüber aber nie erhalten, das geheime Wahlrecht verbirgt uns die Einblicke in diese Verhältnisse. boit ausstehenden Forderungen und Schriften im Werte von 20 M. ein Bermögen von 1183,20 m. besitzt. An den Parteivorstand zu Berlin wurden pro 2./4. Quartal 1906*) 1800 m., an den badischen Landes. borstand zu Karlsruhe 2665,84 M. gezahlt, für Agitation an der Bergstraße 882,70. Am 1. Januar 1907 hat der Verein einen Parteisetretär angestellt. (* Am 1. April trat die neue Sentralorganisation in Straft. Soziales. Ungültiges Streifpoftenstehenverbot. Der freisinnige Magistrat von Nürnberg erließ unter dem 25. August 1906 im Anschluß an die bekannten Vorfälle vom 23. Immerhin besteht die Möglichkeit, trop des geheimen Wahl- und 24. August eine ortspolizeiliche Vorschrift, die das Verweilen rechts fruchtbringende und nühliche Untersuchungen darüber an- von Fußgängern vor Bauten, Fabriten oder Werkstätten, sei es auch gustellen, aus welchen Streisen unsere Wähler stammen. Vor nur durch Auf- und Abgehen, berbot. Auf Grund dieses offensichtlich zwei Jahren hat ein bürgerlicher Statistiter, N. Bland, in einer gegen die reichsgefegliche Koalitionsfreiheit verstoßenden und des Eine Teilnahme der Arbeiter an der Getverbeinspektion sieht die halb ungültigen Verbots, Streifposten zu stehen, wurde eine Retye Gewerbeaffessoren. An der Spitze steht ein 3entral Bersonen angeklagt und auch verurteilt. Zu den verurteilten Personen inspektor mit dem Titel, Rang und Gehalt eines Regierungsgehörte auch der Steinmez Georg Lint. Er war am 10. September rates. mit seinem vierjährigen Kinde um einen Häuserblock herum spazieren gegangen. Darauf wurde er zur Anzeige gebracht, vom Schöffen- Verordnung nicht vor. gericht Nürnberg wegen Uebertretung der ortspolizeilichen Vorschrift zu drei Tagen Haft verurteilt. Das Landgericht Nürnberg sprach den Angeklagten frei, da feine Be hauptung, er fei lediglich spazieren gegangen, habe nicht an Streitpostenstehen gedacht und habe auch nicht die Arbeitswilligen ver anlassen wollen, die Arbeit niederzulegen, durch die Beweisaufnahme nicht widerlegt werden konnte. Aus Induftrie und Handel. Hauffe am Getreidemarkt. stände nicht ausreichten. Seit aber der hohe Zollfah von 50 m. per Tonne bei Roggen eingeführt worden ist und eine Ausfuhrbonifitation in gleicher Höhe gewährt wird, beziehen die in der Nähe der Ostsee gelegenen Teile Rußlands sowie Finnland beinahe ihren ganzen Roggenbedarf von uns, da die Kosten geringer find als beim Bezug aus Rußland. Dieser Erport von deutschem Roggen hat hat infolge der deutschen Mißernten in der letzten Zeit dazu geführt, daß die Preise un verhältnismäßig gestiegen sind und unsere Kornkammern West- und Ostpreußen solvie Pommern beinahe von allen Beständen entblößt wurden. Es ist daher zu befürchten, daß wir in 1-2 Monaten Roggen, zu welchem Preise und woher wir ihn auch immer erhalten können, einführen müssen. Während wir jedoch vom Auslande nur 100 bis 110 M. erhalten, werden wir selbst 120 M. oder mehr zu zahlen haben. Das ist eine Verschleuderung des Nationalvermögens ohnegleichen. Es ist daher notwendig, entweder den Identitätsnachweis wieder einzuführen oder beim Export von Roggen die Rückvergütung um 20 M. per Tonne niedriger als den Einfuhrzoll festzusetzen. Sollten beide Vorschläge nicht durchführbar sein, dann müßte bestimmt werden, daß die beim Export von Getreide gewährten Einfuhrscheine nur zum Import derselben Getreideforten verwendet werden können. Wenn auf der diesjährigen Versammlung des Bundes der Landwirte die Behauptung aufgestellt wurde, daß die Getreidepreise noch Gegen dieses Urteil hatte der Staatsanwalt Revision zum weit unter dem Maß ständen, das die deutsche Landwirtschaft beObersten Landesgerichte in München eingelegt. Er führte in seiner anspruchen könne, so war diese Aeußerung gerade gegenwärtig recht Begründung aus, die betreffende ortspolizeiliche Vorschrift verfolge beplaciert. Denn abgesehen davon, daß mit der Einführung der lediglich straßenpolizeiliche Zwecke, es sei deshalb jedes, auch ein zu höheren Bölle die Getreidepreise einen Stand erreicht haben, der im fälliges Auf- und Abgehen vor Baustellen usw. strafbar; die Strafkammer fordere mit Ünrecht ein in der ortspolizeilichen Borschrift Durchschnitt nur noch von dem Jahre 1891 überholt worden ist, nicht enthaltenes Tatbestandsmerkmal. macht sich in allerjüngster Zeit am Getreidemarkt eine Breissteigerung Der Vertreter der Generalstaatsanwaltschaft bemerkbar, die schon die Aufmerksamkeit weitester Kreise erregt. am Obersten Landesgericht dagegen beantragte Veranlaßt durch die Mißernte und die dadurch heraufbeschworene selbst, die Revision des Staatsanwalts zu verwerfen, da aus Hungersnot, die in verschiedenen Distrikten Rußlands herrscht, hat dem Inhalt der ortspolizeilichen Vorschrift nicht hervorgehe, daß legteres seinen Roggenversand nach Deutschland und den nordischen es sich um eine Borfchrift von borübergehender Daner Ländern start eingeschränkt. In Berlin ist innerhalb der letzten Woche der Preis für Weizen handle, anderenfalls eine Vollziehbarkeitserklärung der Kreisregierung Der Wert der ruffifchen Lebensmittelausfuhr ist von 520020 000 ihon um 8, der für Roggen um 5 M. pro Tonne gestiegen. Noch notwendig gewesen wäre. Selbst wenn die ortspolizeiliche Vorschrift Rubel in den ersten 9 Monaten des Jahres 1905 auf 454478 000 tarter ist der Saferpreis hinaufgegangen, und dabei dabei war Rechtsgültigkeit befäße, wäre das freisprechende Urteil der Straffammer Nürnberg als autreffend au erachten, da an einem Rubel in der gleichen Zeit 1906 zurüdgegangen. Der Rückgang der bisher schon gerade Safer auf einen im Vergleich zu den Vorjahren außerordentlich hohen Stand. Trogdem lamentieren die Neubau ein Verweilen nicht gefunden werden kann und die Ausfuhr von Lebensmitteln ist durch die Abnahme der Ausfuhr von Junker noch über niedrige Getreidepreise. Man darf gespannt darauf ortspolizeiliche Vorschrift eigentlich nur das Streitposten Weizen, Hafer und Eiern entstanden. In den ersten 9 Monaten fein, wie die Agrarier fich zu der Forderung der Wiedereinführung stehen im Auge gehabt habe. 1906 ist der Export von Weizen von 219,1 Millionen Bud auf des Identitätsnachweises stellen werden. Der Generalstaatsanwalt stellte sich fast völlig auf den Standpunkt, 167,2 millionen Bud, von Safer von 104,8 Millionen Pud auf den der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Süßheim in 61 Millionen Bud und von Eiern von 2458 Millionen Stück auf Mafurischer Schiffahrtskanal. Am Mittwoch, den 20. 6. Mis., Nürnberg eingenommen hatte. Das Oberste Landesgericht in 2295 Millionen Stück gesunken. Dem Werte nach ist der Export foll in Königsberg unter dem Vorsitz des Oberpräsidenten v. Moltke München verwarf diefer Tage, wie wir der Fürther Bürger- gefunten: zeitung" entnehmen, die Revision gegen das fretsprechende Urteil gefunten: bei Weizen von 209,1 Millionen Rubel auf 157,7 Millionen die Erörterung des Projekts des masurischen Schiffahrtskanals des Landgerichts. Die Begründung des Urteils schließt sich den Rubel, bei Hafer von 73,1 millionen Rubel auf 44,9 millionen sowie des Projette der Anlegung von Staubeden im masuvischen Ausführungen des Verteidigers und des Generalstaatsanwalts an. Rubel und bei Eiern von 47,5 Millionen Rubel auf 43,9 millionen Seengebiet stattfinden. Sämtliche beteiligte Behörden und KorDamit ist durch das oberste bayerische Gericht anerkannt, daß Rubel. Der Rückgang der Ausfuhr der genannten Waren wurde auch die Reffortminister werden in der Konferenz durch Kommissare porationen sowie verschiedene Einzelinteressenten sind eingeladen. die vom freisinnigen Stadtmagistrat zu Nürn zum Teil durch den gesteigerten Export von Butter( von 24,3 Millionen vertreten sein. In der Besprechung, bei der die Projekte durch berg gegen das Streikposten stehen erlaffene Ver Rubel auf 88,7 Millionen Rubel), Gerste( von 66,8 Millionen Rubel die Projektverfasser vorgetragen werden, sollen die beteiligten ordnung ungeseglich und deshalb ungültig ist. auf 76,3 Millionen Rubel) und Roggen( bon 88,0 Millionen Rubel Interessenten Gelegenheit finden, die Entwürfe in ihrer jebigen Werden nunmehr die den zu Unrecht auf Grund der ungültigen auf 36,2 Millionen Rubel) kompensiert. Gestaltung kennen zu lernen und etwaige Bedenken gegen diese Polizeiverordnung Verurteilten erwachsenen Kosten von den durch ihre antifoziale Stellung rühmlichst bekannten freisinnigen Vätern Aber trotz der verminderten Ausfuhr herrscht in Rußland zur Grörterung zu bringen. der Verordnung erstattet werden? Getreidemangel, der einen starken Import aus Deutschland zur Dreißig Prozent. Der Aufsichtsrat der Bergwerksgesellschaft Folge hat. Und die Entblößung Deutschlands von Getreide wird Ronsolidation beschloß, die Verteilung einer Dividende von dreißig gefördert durch die Zollrückvergütung, die ohne Identitätsnachweis Prozent für das Jahr 1906 vorzuschlagen. gerade wie eine Ausfuhrprämie wirkt. Aber die Agrarier, die ständig mit dem Mikroskop beobachten, ob sie keine Sünden des Handels Rheinisch- Westfälisches Kohlensyndikat. Nach dem in der Zechenaufstöbern können, fehen anscheinend von diesem Vorgange nichts. befizerversammlung des Kohlensynditats erstatteten Bericht betrug bder rechnungsmäßige Abfaz im Januar bei 26 Arbeitstagen Der Grund liegt auf der Hand. Die Preise werden weiter steigen. 5586 598 Tonnen( im Vorjahr 25%, Arbeitstagen 5 597 298 Tonnen), Nachher waschen die deutschen Getreideproduzenten die Häude in mithin im Januar 1907 gegen das Vorjahr weniger 10 700 Tonnen, Unschuld und stecken vergnügt die Beute ein. Dem B. T." wird arbeitstäglich weniger 3,07 Prozent. über die drohenden Gefahren folgendes geschrieben: In der Beiratssigung wurde auf Vorschlag des Borstandes im " Schon seit einigen Jahren wird aus unseren Ostseehäfen Einverständnis mit dem Aufsichtsrat die Umlage für das erste Getreide, namentlich Roggen nach Rußland exportiert. Früher Quartal 1907 für Kots und Kohlen auf 7 Proz. und für Briketts fand jedoch dieser Export nur soweit statt, als die russischen Be- auf 4 Prozent festgesetzt. Wirkungskreis der bayerischen Gewerbeaufsichtsbeamten. Durch eine Verordnung vom 13. d. M. ist der Wirkungskreis der bayerischen Aufsichtsbeamten wie folgt geregelt: Der Regierungsbezirk Oberbayern zerfällt in zwei Aufsichtsbezirke, von den übrigen Regierungsbezirken bildet jeder einen Aufsichtsbezirk. Jeder Aufsichtsbezirt erhält einen Gewerberat mit dem Wohnsiß am Regierungssig, nur der Gewerberat für Mittelfranken kommt nach Nürnberg. Außerdem können zur Beaufsichtigung der hygienischen Verhältnisse der Fabriken und gewerblichen Anlagen gewerb liche Aufsichtsbeamten mit entsprechender Vorbildung angestellt werden. Angestellt werden Assistenten und Assistentinnen mit entsprechender Auswahl. Die Assistenten heißen Richard Lehmann, Du sollst leben, Brausend töne Dir ein Hoch! Sollst uns guten Stoff stets geben Als Grubenwirt recht lange noch! Die Genossen des 147. Bezirks. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 8. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Genosse Wilhelm Kesten Bezirk 154 am 18. Februar im Alter von 32 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Sonntag, den 17. Februar, nachmittags 2, Uhr, von der Leichen halle des Rigdorfer GemeindeFriedhofes am Mariendorfer Weg aus statt. 240/16 Um rege Beteiligung der Genossen ersucht Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. = Todes Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Gürtler Wilhelm Kesten am 13. d. M.( Lungenleiden) geftorben ist. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 17. Februar, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Kirchhofes in Rigdorf, Mariendorfer Weg, aus statt. 113/4 Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Allen Kollegen hiermit die traurige Nachricht, daß unser Kollege und Mitarbeiter, der Schriftfeber Albin Jacob ant 14. d3. Mts. nach langem Strantenlager verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 17. 6s. Mts., nachmittags 14 Uhr, auf dem Schöne berger Gemeinde- Friedhof, Mar straße, statt. 1557b Das Personal der Buchdruckerei H. S. Hermann. Sarg- Magazin Albert Farchmin NW., Stephanstr. 56, NW. Großes Lager sämtlicher Sorten Särge zu den billigsten Preisen. Sozialdemokrat. Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis f.d.4. ( Landsberger Viertel.) Bezirk 181. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genoffe, der Tischler Max Beilcke gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 18. d. M., nachm. 3 Uhr, auf dem St. Georgen Kirchhof, Landsberger Allee statt. Um rege Beteiligung ersucht 242/16 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Max Beilcke am am 15. Februar verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 18. Februar, nachmittags 3, Uhr, von der Leichen halle des Georgen- Kirchhofes, Landsberger Allee aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 80/14 Die Ortsverwaltung. Sozialdemokratisch. Wahlverein für den 3. Berliner Reichstagswahlkreis. Am 15. Februar berstarb unser Mitglied, der Kürschnermeister Gustav Hoppe. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 18. Februar, nach mittags 1 Uhr, vom Trauer hause Stallschreiberstr. 28 aus auf dem Bentral Friedhofe in Friedrichsfelde statt. Rege Beteiligung erwartet Der Voritaud. Sozialdemokratischer Wahlverein des 6. Berliner Wahlkreises. Todes Anzeige. Am Freitag, den 15. d, M., ver starb unser Mitglied, der Gastwirt Otto Lück ( Beuffelstr. 71). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 18. Februar, nach mittags 3 Uhr, vom Trauer hause aus auf dem Friedhof der statt. Sozialdemokratisch. Wahlverein für. Waidmannslust und Umgegend. Den Mitgliedern des Wahlbereins hierdurch die traurige Mitteilung, daß unser langjähriges Mitglied, der Mitbegründer unseres Wahlvereins, der kaufmann Genoffe Bernhard Claujus zu Wittenau am Freitag früh am Herzschlage gestorben ist. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 18. Februar, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Wittenau, Oranienburgerstr. 87, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 222/1 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Klempner Max Haase gestorben ist. Andenken Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 17. februar, nachmittags 4, Uhr, von der Leichenhalle des Heiligen Kreuz- Kirch hofes in Martendorf aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. 113/6 Die Ortsverwaltung. Arbeiter- Radf.Verein„ Berlin" ( Mitgl.d.A.- N.- B. " Freiheit"). Nachruf! Am 13. Februar starb unser Mitglied, der Genosse Waldemar Landig. Derselbe war Mitbegründer unseres Bereins, war uns stets ein treues, besonnenes und braves Mitglied, deffen Andenken wir stets in Ehren halten. Arbeiter- Radfahrerverein ,, Berlin" Mitgl. b. Arb.-Radf.-B. Freiheit". Danksagung. 11/9 Deutscher Holzarbeiter- Verband Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Willy Wilkens am 15. Februar verstorben ist. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 18. Februar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichen balle des Emmaus- Kirchhofes in Rigdorf, Hermannstraße, aus statt. Um rege. Beteiligung ersucht 80/13 Die Ortsverwaltung. Zentralverband der Handels-, Transport-, Verkehrsarheiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin II. Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß der Kollege Karl Palm Transporteur A. E.-G., Brunnenstraße, infolge eines Unfalles verstorben ist. 68/1 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen, Sonntag, den 17. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, bom Leichenschau haus, Hannoverschestraße nach dem Friedenskirchhof, Nordend- NiederSchönhausen statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung Berlin II, Arbeiter- Raucher- Bund Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Ehefrau des Mitgliedes Wilh. Kummer aus Plub Fidelio I" im 83. Lebensjahre am 14. d. M. berstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 17. d. M., nachmittags 1, 1hr, vom Trauer hause, Rigdorf, Prinz Handjerh straße 65, aus nach dem neuen Rigdorfer Kirchhof am Mariendorfer Weg statt. 2/6 Der Vorstand. Danksagung. Für die liebevollen Beweise auf Für die liebevollen Beweise auf richtiger Teilnahme und die schönen richtiger Teilnahme und die vielen Stranzspenden bei der Beerdigung Stranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes und unvermeines lieben Mannes Richard geßlichen Vaters, des Maurers Emil Keller fage ich allen Verwandten, Kleiber, jagen wir allen Freunden Freunden, Bekannten, Kollegen und und Bekannten sowie den Kollegen Genossen sowie dem Gesangverein des Zentralverbandes der Maurer Kreuzberger Harmonie meinen innigund den Genossen des 106. Stadt- ften Dank. Witwe Elise Keller geb. bezirks unseren innigsten Dank. Schwarzin, Eltern und Geschwister. Frau Martha Kleiber und Sohn. Prinzen. Heilandsgemeinde in Plogensee Dr. Simmel, S. 41, Um zahlreiche Beteiligung ersucht 247/10 Der Vorstand. 3/5 Spezialarzt für Hant- und Harnleiden. 10-2,5-7 Sonntags 10-12, 2-4. Hygienische Bedarfsartikel. Neuest. Katalog E. Empfehl.viel. Aerzte u.Prof. grat. u.fr H. 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Wirsingkohl Grünkohl Spinat Schneidebohnen Karotten Pfd. 1.10 Pfd. 1 Mk. Pfd. 90 Pf. Pfd. 1.80 Pfd. 1.60 Pfd. 50 Pf. Cervelat- und Salamiwurst im Pfd. Moselweine in darm Glas 48 Pf. Dunstfrüchte Stachelbeeren, Johannisbeeren, Kirschen mit Glas Steinen, Birnen, Heidelbeeren 55 Pf. Französ. Ölsardinen Chancerelles 95 Marke Amieux Frères Dose Pf. Dose 1 Mk. Dose 1.65 in Tomaten/ Dose 70 Pf. Arsêne Saupiquet D.70 P., D. 1.20%, D. 1.85 Pfd. 25, 30, 38 Pf. Extra Eier- Fadennudeln Ptd. 80 Pt. Pa. Handschnittnudeln Prima Fadennudeln Prima Bandnudeln Handschnittnudeln gefärbt» 42 Pf. 33 42 Pf. 42 Pf. " leicht 86 Pf. Java- Reis Mais- Puder Beutel Ko. 24,% Ko. 42, Ko. 75 Pf. Deutsche Macaroni ca. 1 Pfd, 34 Pf. leicht gefärbt Prima Eier- Macaroni 60 Pf. Extra Eier- Handschnittnudeln 80 Pf. Paket " Gebrannter Kaffee Mischung II III IV V VI VII 1.50 1.70 1.90 Pfund 95 Pf. 1.10 1.35 Souchong Melange Kongo Tee II III IV V Pfund 1.20 1.80 2.40 3.20 4MK. I II III Pfund 2.20 2.80 4 MK. 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Oder welchen an verschiedenen Stellen im Westen Kanadas gegenwärtig„ tote Sinn hat eine Satire, in der Napoleon durch die Koketterien eines| Maschinen", d. h. solche, zu denen man überhaupt nicht mehr geMalermodells von einer Leiter weggelockt wird, damit der Paletten- langen kann und die sich auch selbst nicht mehr durch den Schnee Figaro- Theater: Paul Scheerbart Abend. Der Name Künstler hinaufflettern und sich in lallendem Größenwahn als den durcharbeiten können. Eine besondere Gefahr ist die, daß die Scheerbart ist nur in kleinen Kreisen bekannt und noch dünner Gebieter des 20. Jahrhunderts proklamieren fann? Maschinen dadurch, daß der Schnee sich in den Metallteilen feftfest, mögen die Leute gesät sein, die einen seiner Romane_bis zu Ende Geschickt war für die Darstellung der mirakulösen Abenteuer zur Entgleisung gebracht werden. Man sollte meinen, daß ein durchgelesen haben. Es gibt da packende und interessante Seiten, ein drollig- steifer Puppenspielerton gewählt, der ihnen hier und da Schneepflug, den zwei oder drei starke Lokomotiven treiben, eine die etwas Unerhörtes anzukündigen scheinen, aber die Spannung doch ein gewisses Maß von Komit abgewann. beinahe unwiderstehliche Kraft ausüben müßte. Dem ist jedoch schlägt rasch in ein Gefühl um. Ihm genügt nicht der Spielraum, nicht so. Der feine, puderige Schnee sammelt sich nach und nach den die Erdenwirklichkeiten geben, er schweift zu Sonnen- und an den Rädern der Maschine an, bis sie schließlich trotz aller Kraft Milchstraßen, bevölkert die Gestirne mit Fabelwesen, und würde, sich nur noch am Blake selbst drehen können. Ist dann die Maschine um der Buntheit des Spieles willen, am liebsten den ganzen Stosmos in regellosem Tanze durcheinander wirbeln lassen. Anglücklich wieder frei geworden, so verfährt man so, daß sie ein Stück fangs vermutet man in solchem Durcheinander wohl geheimen zurückfährt und dann mit vollem Dampfe gegen die Schneewand Der Kampf des Schneepfluges gegen den Schnee. Aus New losgeht. Zuweilen gelingt es, sie zu durchbrechen zuweilen zerSinn, aber bald erscheint es als grundlose Willkür verwandt York wird geschrieben: Alles, was man in diesem großen Schnee- bricht aber auch dabei der Pflug; und manchmal beide. Die Arbeit jener Art von überhitter Phantastik, die Ibsen in Peer Gynts winter bisher von Schneefällen vernommen hat, scheint durch die auf diesen Schneepflügen und den sie treibenden Maschinen ist sehr Gestalt gezeichnet hat. Dem Wunderbaren fehlt das anschauliche geradezu riesenhaften Schneemassen übertroffen zu sein, die im hart. Schnee und Dampf dringen in den Führerstand hinein, und Element der Märchendichtung. Hastig zerflattern die Bilder, ehe westlichen Kanada niedergegangen sind. Mitte November setzten bald sind die Männer bis auf die Haut naß. Dann und wann ist fich die Einbildung noch in sie einfühlen kann. Die Aufführung von fünf Grotesken aus Scheerbarts sogen. dort mächtige Schneefälle ein, um wochenlang über die Prärien hin- es nötig, abzusteigen, um die Maschine zu untersuchen; die Nässe „ revolutionären Theaterbibliothek" wird trok des lauten, von den feineswegs immer möglich, die Schienen der Eisenbahnlinien zu in Gis gepact. Schließlich bildet auch das noch eine große zufegen. Es war den Schneepflügen troß angestrengter Arbeit verwandelt sich in Eis, und die Männer finden sich über und über Berehrern gespendeten Beifalls den Dichter kaum neue Freunde ge- befreien; ein- bis zweitägige Verspätungen sind in diesem Winter Schwierigkeit, daß eine Maschine um so mehr an Kraft verliert, je worben haben. Im Gegenteil. In dem engen Rahmen des Bühnenbildes tritt die Ohnmacht, irgendwelche Zusammenhänge selbst auf den Hauptlinien häufig, und die Gesellschaften bean- tälter es ist. Bei Kältegraden, wie sie dieser Winter brachte, entfestzuhalten, nur noch auffälliger hervor. Wenn der Conferencier, spruchen noch eine besondere Anerkennung dafür, daß sie überhaupt wickeln die Maschinen kaum mehr als drei Viertel ihrer Sommerum die Gemüter empfänglicher für Scheerbarts Stil zu stimmen, Büge laufen lassen. Der Güterverkehr ist allerdings so gut wie auf- fraft. an die Plakatkunst oder gar an Th. Th. Heine erinnerte, die sich gehoben. Wenn die Schneepflüge von Winnipeg aus sich ein paar ja auch die stärksten Abweichungen von der Wirklichkeit erlauben, Stunden gen Westen durchgearbeitet hatten und dann zurüdfo wies dieser Vergleich gerade umgekehrt auf den Grundmangel kehrten, so fanden sie auf dem Wege wieder fast genau so viel Schnee der Scheerbartschen Stizzen hin. Dort sind die Abweichungen als zuvor. Die Schneeschanzen häuften sich mit unglaublicher GeMittel, einen bestimmten und gewollten Eindruck in konzentrierter schwindigkeit an. Wenn ein Zug sich seinen Weg auf den Schienen Schlagkraft zu erzeugen, hier umgekehrt ein Zeichen für das Fehlen erkämpft, so schleudert er den Schnee in solchen Massen nach beiden jeglicher Bestimmtheit, jedes flaren, zielbewußten Willens. Kein Seiten, daß längs der Linie wahre Berge von Schnee entstehen; und Einfall reift zur wirklichen Pointe aus. Man hat die Empfindung, fast regelmäßig drängen sich die Züge durch beiderseitige Schneeals vergesse der Autor in eigentümlicher Gedankenflucht im nächsten gebirge von 10-15 engl. Fuß Höhe. Zuweilen mußten die den Augenblicke, was er im vorigen gesagt, so blind strebt alles aus- Pflug treibenden Maschinen eine oder zwei englische Meilen zurückeinander. Was soll das heißen, die Zuschauer auf den Jupiter zu dampfen, um sich mit Wasser zu versehen, und in der kurzen Zeit, bemühen, wenn man nichts anderes zu erzählen hat, als daß sich die sie dazu brauchten, gingen solche Schneemassen nieder, daß die Eingegangene Druckfchriften. Das neue Wahlrecht in Oesterreich nebst dem Wortlaut aller einschlägigen Gefeße von Frit Austerlitz. 166 Seiten. Gute Ausstattung. Preis 1,20 Str. Verlag 8. Brand, Bien VI, Gumpendorferstr. 18. Bericht des Vorstandes, Kassierers und der Gauleiter an den siebenten Verbandstag des Verbandes der Steinsetzer, Pflasterer und Berufsgenossen Deutschlands. 132 Seiten. Druck G. Eichler, Berlin, Schmidſtr. 24/25. Plutus. Heft 7. Kritische Wochenschrift für Volkswirtschaft und Finanzwefen( Herausgeber: Georg Bernhard.) Abonnements einschließlich ber Blutus- Merftafel vierteljährlich her Bost und Buchhandel 3,50 M., direkt vom Verlag 4 M. Verlag: Berlin- Charlottenburg, Goethestraße 69. 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Berliner Theater: Die Häufer bes Herrn Sartorius. 6./7. Abteilung im Neuen Schauspielhaus: Weh dem, der lugt! Neue freie Voltsbühne. Nach mittags 2, Uhr: 15. Abteilung im Deutschen Theater: Ge Spenster. Nachm. 3 Uhr: 7. Abteilung im Neuen Theater: Dämonen. Nachm. 3 Uhr: 11. Abteilung im Schiller Theater O.: Maria Stuart. Nachm. 3 Uhr: 3. Abteilung im Schiller- Theater N.: Die Teufels. tirche. Anfang 7, Uhr. Kgl. Opernhaus. Salome.( An fang 8 Uhr.) Montag: Tannhäuser. Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch: Der Hund von Baskerville. Anfang 8 Uhr. Theater des Westens Station Zoolog. Garten, Stantstr, 12. Mittags 12 Uhr: Matinee. Irene Sanden. Tanz- Phantasien. Nachm. Uhr zu balben Preisen: Undine. Abends 74, Uhr: Leptes Sonntags. Gastspiel Friz Werner: Cousin Bobby. Montag( Frig Werner): Cousin Bobby. Neues Schauspielhaus Sonntag, den 17. Februar 1907: Herthas Hochzeit. Morgen: Weh' dem, der lügt. Anfang 8 Uhr Kal. Schauspielhaus. Goldfische Neues Theater. Montag: Die Journalisten. Neues tgl. Operntheater. Die Räuber. Deutsches. Nomeo und Julia. Montag: Dieselbe Vorstellung. Leffing. Die Wildente. Nachmittags 3 Uhr: Die Weber. Montag: Und Pippa tanzt. Weften. Coufin Bobby. Mittags 12 Uhr: Matinee. Nachmittags 3 Uhr: Undine. Montag: Coufin Bobby. Lorning. Die Fledermaus. Nachm. 3 Uhr: Martha. Montag: Der Mikado. Bentral. Der Milliardär. Nachmittags 3 Uhr: Der Zigeuner baron. Montag: Der Milliardär. Anfang 8 Uhr. Schiller 0. ( Wallner Theater.) Hasemanns Töchter. Nachmittags 3 Uhr: Maria Stuart. Schiller Theater Charlottenburg. Die rote Robe. Nachmittags 3 Uhr: Wallensteins Lager. Die Biccolomini. Montag: Jm bunten Rod. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Adieu Therese. Sein Mibi. Nachmittags 3 Uhr: Die Teufelsfirche. Montag: Der Familientag. Romische Oper. Tosca. Nachmittags 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Montag: Hoffmanns Erzählungen. Berliner. Der Hund von Baster bille. Montag: Dieselbe Borstellung. Neues Schauspielhaus. Herthas Hochzeit. Montag: Web' dem, der lügt. Kleines. Ein idealer Gatte. 3 Montag: Eine triviale Komödie. Neues. Meißner Porzellan. Montag: Dieselbe Borstellung. Resibenz. Haben Sie nichts zu berzollen? Nachmittags 3 Uhr: Der Schlaf wagenkontrolleur. Montag: Haben Sie nichts su berzollen Luftspielhaus. Hufarenfieber. Nachm. 3 Uhr: Unsere Räthe. Montag: Husarenfieber. Dentsch Amerikanisches. Sorgenbrecher. Der Anfang 8 Uhr. Meißner Porzellan. Morgen und folgende Tage: Meißner Porzellan. Kleines Theater. Nachmittags 3 Uhr: Nachtasyl. Abends 8 Uhr zum 167. Male: Ein idealer Gatte. Montag: Eine triviale Stomödie für feriöse Leute.( Bunbury.) Dienstag zum 168. Male, Mittwoch zum 169. Male: Ein idealer Gatte. Lortzing- Theater. Bellealliancestr. 7/8. Sonntag, 17. Februar, nachm. 3 Uhr: Martha. Abends 7%, Uhr: Die Fledermaus. Abonnements ungültig! Montag: Der Mikado. Zentral- Theater. 3 Uhr( fl. Breise): Der Zigeunerbaron. Abends 7%, Uhr, Montag u. folg. Tage: Der Milliardär. Refidenz- Theater. Direftion Richard Alexander. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Haben Sie nichts zu verzollen? Schwant in 3 Atten v. M. Hennequin und Pierre Beber. Robert de Trivelin: Rich. Alerander. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Schlafwagen- Kontrolleur. Luisen- Theater Reichenbergerstr. 34. Nachmittags 3 Uhr Sonntag, nach m. 3 Uhr: Maria Stuart. Ein Trauerspiel in 5 Aften von Friedrich Schiller. Sonntag, abends 8 Uhr: Hasemanns Töchter. Boltsstüd in 4 Aften v. A. L'Arronge. Montag, abends 8 Uhr: Minna v. Barnhelm. Dienstag, abends 8 Uhr: Der Kaiserjäger. Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntag, nach m. 3 Ubr: Urania. 11 Uhr: Tierleben in der Wildnis. 8 Uhr: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Wissenschaftliches Theater. In 5 Atten von Friedrich Schiller. Sonntag, abends 8 Uhr: Die rote Robe. Schauspiel in vier Aften von Eugen Brieur. Deutsch von Anne St. Cére. Montag, abends 8 Uhr: Im bunten Rock. Dienstag, abends 8 Uhr: Im bunten Rock. Schiller- Theater N. Zirkus Schumann Nachm. 3 Uhr: Die Teufelskirche. Abends 8 Uhr: Adieu, Therese. Hierauf: Sein Alibi. Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Zirkus Busch. Sonntag, den 17. Februar 1907, Gr. außerordentl. 2 Gala- Vorstellungen. 2 Nachm. 4 Uhr. Abends 7, Uhr. Rachmittags 4 Uhr hat jeder Erwachsene auf allen Sigplägen 1 Kind unter Heute, Sonntag, den 17. Februar, Die Feuergewalten der Erde. Berliner Aquarium Unter den Linden 68a Eingang Schadow- Straße No. 14. Heute Sonntag: Eintrittspreis 50 Pf. nachm. 3 Uhr u. abends 72 Uhr: Reichhaltigste Ausstellung der Große außerordentl. Welt an lebenden Seetieren, 2 Gala- Vorstellungen. 2 Reptilien etc. 14/7 Nachmittags auf allen ein Kind frei. Kasino- Theater Pläzen ohne Ausnahme Jedes weitere Kind unter 10 Jahren halbe Breiſe( außer Galerie). Abends jedoch volle Preise. In beiden Vorstellungen, nachmittags und abends: Berlins größte Sensation. Nur furzes Gastspiel. Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr. Sanssouci Rottbufer straße 4a. 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Josette meine Sherlock Holmes Frau. Nachmittags 3 Uhr: Wo ist der Metropol- Theater Bapa Borher: Die glog: Me tellerei. Montag: Frl. Josette- meine Nachmittags 3 Uhr: Frau. Metropol. Der Teufel lacht dazu. Nachmittags 3 Uhr: Auf ins Metropol! Montag: Der Teufel lacht dazu. Gebr. Herrnfeld. Ein berrådtes Hotel. Nachm. 3, Uhr: Endlich allein. Der Fall Blumentopf. Montag: Ein verrüdtes Hotel. Wintergarten. Sabaret. Spezia litäten. Montag: Dieselbe Borstellung. Apollo. Bernhard Mörbig. Spe. zialitäten. Rachmittags 3 Uhr: Das blaue Bild. Spezialitäten. Montag: Bernhard Mörbik. Rafino. Ledige Leute. Spezialität. Nachmittags 4 Uhr: Mutter Gräbert. Montag: Ledige Leute. Speziali täten. Folies Caprice. Im Café Abelles. Ein Klabriasprozeß. Lotte Sebus. Montag: Diefelbe Borstellung. Basiage. Spezialitäten. Prater Theater. Geschlossen. Figaro. Hochzeitsnacht. Sein Jdeal Ratastrophe. Unterm Bett. Chi, cagoer Landwirt.( Unf. 8, Uhr.) Montag: Dieselbe Vorstellung. Walhalla. Spezialitäten. 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Der Vorstand. 55/5 Arbeiter Bildungsschule Berlin Sonntag, den 17. Februar 1907, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Vortrag des Genossen Simon Katzenstein über: „ Fortbildung des Arbeitsvertrages." Eintritt 20 Pf. Garderobe frei. Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein und Tanz. 4/ 8* Freie Schwimmer Charlottenburg M. d. A.-Schw.-B. Engel- er 15. Gewerkschaftshaus Engel- er 15. Sonnabend, den 23. Februar 1907: Grosses Winter- Vergnügen bestehend in einem □ 0 0 0 0 0 GEBIRGS- FEST. 00 Arrangiert von den Gold- und Silberarbeitern. == Die Dekorationen zum Fest sind auf das eleganteste ausgeführt. Anfang 9 Uhr. Tanz in zwei Sälen. Billett 0,60 Mk. Billetts sind zu haben bei F. Holtkamp, Fürstenstr. 20; A. Becker, Prinzenstr. 81; A. Lohse, Skalitzerstr. 10; E. Sommerfeldt, Prinzessinnenstr. 4; E. Bauer, Bernburgerstr. 20. Hierzu ladet freundlichst ein [ 113/2] Das Komitee. Hypnotismus. Schweizer Garten. 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Versammlungen. Antrag, die Verschmelzungsverhandlungen abzubrechen und die Metallarbeiterkonferenz nicht zu beschicken, mit großer Majorität abgelehnt, dagegen folgende Resolution gegen 1 Stimme an genommen: Jahres eine Steigerung des wöchentlichen Durchschnittsverdienstes von 25,68 auf 27,16 Mt. konstatiert werden. Der Arbeitsnachweis des Verbandes funktionierte befriedigend. Auch von außerhalb wandten sich viele Meister an den Nachweis um Vermittelung von " In Erwägung, daß eine Verschmelzung aller nicht der Arbeitskräften. Ein großer Teil derartiger Stellen blieb jedoch Die Bereinigung der Metallarbeiter hielt am Sonntag im Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands au- unbesetzt, weil die Löhne daselbst zu karg sind und die Arbeitszeit Rosenthaler Hof" eine Generalversammlung ab. Den Bericht und geschlossenen Metallarbeiterorganisationen sowohl im Interesse noch immer zu lang ausgedehnt wird. Schwanken die Wochenlöhne Abrechnung vom 3. Quartal 1906 gibt zunächst der Geschäftsleiter der Metallarbeiter als auch der Freien Bereinigung deutscher in der Provinz doch noch zwischen 15 und 5 Mk. mit Soft und Logis. Bedler. Er wies auf die verschiedenen Differenzen und Streits Gewerkschaften liegt, beschließt die heutige Generalversammlung, Immerhin üben die Bestrebungen der organisierten Gesellen von hin und gab die Firmen bekannt, bei denen die Organisation mit die von der Geschäftskommission der Freien Vereinigung deut- Berlin und den Vororten nach Verbesserung der Lohn- und ArbeitsMitgliedern beteiligt war. Jm 3. Quartal 1906 hatten sich 90 Mit- scher Gewerkschaften" einzuberufende Metallarbeiterkonferenz zu bedingungen einen von Jahr zu Jahr zunehmenden Einfluß auch glieder arbeitslos gemeldet, Arbeitsangebote lagen 106 vor, als in beschicken mit dem Zwed, eine Organisation zu schaffen, die auf auf die Lohnverhältnisse in der Provinz aus. An Jahreseinnahme Arbeit getreten haben sich 77 Mitglieder gemeldet. Die Kol- der Grundlage der Freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften" wurde für die Hauptkasse erzielt 70 770,53 Mt. Unter den AusTegen versäumen teilweise dem Bureau mitzuteilen, daß sie in steht und in der Lage ist, das Interesse der Metallarbeiter sowohl gaben figurieren 3540,50 Mt. für Arbeitslosenunterstützung und Arbeit getreten sind. Der Kassierer erstattet den Kassenbericht für den Unternehmern als auch dem Deutschen Metallarbeiterverbande 18 872,90 Mt. für Streifunterstüßung. Die Lokaltasse hatte eine das 8. Quartal 1906( Juli/ September). Danach betrug die Ge- gegenüber zu wahren." Einnahme von 32 854,01 Mt. und eine Ausgabe von 20 633,09 M., famteinnahme einschließlich 3548,21 M. Bestand vom 2. Quartal Schröder stellt fest, daß nunmehr die Delegierten zu der Kon- darunter ein Zuschuß zur Streitunterstützung von 8137,70 Mt. Das zuſammen 14 696,76 M. und die Ausgabe 5065,39 M., so daß am ferenz zu wählen seien. Die Zahl beträgt nach dem vorgeschlagenen örtliche Vermögen der Zahlstelle bezifferte sich am Jahresschluß auf 30. September 1906 ein Kassenbestand von 9631,37 M. vorhanden Modus 7. Die Wahl ist geheim und wird durch Stimmzettel vor26 620,92 Mt. In den Vorstand wurden gewählt als: 1. Bevollwar. Es wurden zusammen 14 782 Beitragsmarken verkauft und genommen. Gewählt werden: 204 Neuaufnahmen resp. Uebertritte vollzogen. Für Streitunter- Wiesner, Schlenker, Schröder, mächtigter Siering, 2. Bevollmächtigter Schlinsky, Kassierer Zedler, Piezonfa, Schuckheim und Hentschel, Schriftführer Schubert, Revisoren Schutar, ſtüßung wurden 589,60 M., für Agitation 235,15 M. ausgegeben. Deder. Zum Punkt Neuwahlen wird nur die Wahl des Schrift- Erdmann und Weiß, in die Beschwerdekommission WichWiesner ersuchte noch um regere Abnahme der sogenannten führers und Südentassierers vorgenommen. Zum Erstgenannten mann, Basner, Grahl, Pohl und Wolff; als DeleWeihnachtsmarken und Protokolle. Es wird beschlossen, die wird Barth, zum zweiten 3immermann gewählt. Die gierte zur Gewerkschaftskommission Wichmann, Siering, übrigen Wahlen werden bis nach der Konferenz zurückgestellt. attmer, Hentschel, Schlinsky und Schubert. Bericht der Kommiſſion zur Berhandlung mit dem Allgemeinen Nach einigen geschäftlichen Mitteilungen erfolgte Schluß der Ver- Die bei Innungsmeistern beschäftigten Gesellen wurden noch be= Deutschen Metallarbeiterverband wegen der event. Verschmelzung sammlung. sonders darauf hingewiesen, sich recht zahlreich an der am Montag gibt Schröder. Er legt den von der Kommission ausgearbeiteten im„ Englischen Garten" stattfindenden Wahl der Beisizer Statutenentwurf vor und beantragt eine Beschickung der von der Die Berliner Zahlstelle des Schmiede- Verbandes hielt am zum Innungsschiedsgericht zu beteiligen und die vom Freien Bereinigung deutscher Gewerkschaften" einzuberufenden Donnerstag bei Boeker in der Weberstraße ihre ordentliche General- Gesellenausschuß empfohlenen Kandidaten zu wählen.- Zum Schluß Metallarbeiterfonferenz. Nach der sehr ausgedehnten, teilweise versammlung ab. Zunächst wurde der gedruckt vorliegende Jahres- kam es noch zu einer Aussprache über eine anderweitige Regelung lebhaften Diskussion, an der sich auch Kommissionsmitglieder des bericht besprochen. Demnach zählt die Organisation ani Orte 3200 betreffs Zustellung des Verbandsorgans; die Angelegenheit wurde Allgemeinen Deutschen Metallarbeiterverbandes beteiligen, wird der Mitglieder. Jm Lohngebiet Berlin konnte während des verflossenen schließlich bis zur nächsten Mitgliederversammlung bertagt. alten, nicht mehr gebrauchsfähigen Marken zu vernichten. Den Sie allein haben den Schaden davon, wenn Sie an Stelle des echten Kathreiners Malzkaffee irgend eine minderwertige Nachahmung mit nach Hause nehmen. Nur der echte Kathreiner" hat die beKath Kneipp Kaffee Har cht, was das Probet and desses Verschlussere Schets Karaiber's Malchaffee- Fabrikes Erprobt und bewährt! 3863L* tannten, in ihrer Art einzig dastehenden, hervorragenden Genuß- Eigenschaften, vor allem den würzigen, taffeeähnlichen Wohlgeschmack. Das wissen alle, welche seine unersetzlichen Vorzüge einmal kennen und schäzen gelernt haben. Achten Sie deshalb beim Einkaufe ganz genau auf die aus unserem Bilde ersichtlichen untrüglichen Kennzeichen des echten Kathreiners Malzkaffee. Diese sind: 1. Das feft verschloffene Paket in seiner bekannten Ausstattung, 2. Das Bild und der Name des Pfarrers Kneipp, 3. 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Februar 1907, abends 8½ Uhr: Fünf große Versammlungen: 1. Im Lotal Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Urania, Brangelſtr. 9/10. 2. 3. 4. 5. U " Elysium, Landsberger. Allee 40a. P. Litfin, Memelerstr. 67. Boeker, Beberstr. 17. Tages- Ordnung in allen Versammlungen: Orts- Krankenkasse) Pankow. Erster Nachtrag zu den Sagungen der Orts- Kranken5. Dttober 1903 taffe für Pankow vom 19. Januar 1904 beschlossen in der Generalversammlung bom 14. Mai 1906. § 13. Als Krankenunterstüßung wird den Kaffenmitgliedern im Falle einer Krankheit oder durch Krankheit her- 3. beigeführten Erwerbsunfähigkeit gewährt: ad 1 unverändert. ad 2 unverändert. ad 3 im Falle der Erwerbsunfähigfeit vom dritten Tage nach dem Tage der Erkrankung ab für jeden Kalender tag ausschließlich der Sonntage zwei Drittel des im§ 12 festgesetten als durchschnittlichen Tagelohnes 242/ 15* Stranfengeld. Bei Borhandensein Was lehrt uns die letzte Reichstagswahl? Referenten sind die Genossen: alia Sozialdemokratischer e Verein im 5. Berliner Wahlkreise. Dienstag, den 19. Februar, abends 8% Uhr, im ,, Alten Schützenhause", Linien- Straße Nr. 5: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Bericht des Wahlkomites. Partetangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Gäfte haben Zutritt. Das Erscheinen aller Mitglieder erwartet 245/ 9* Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Branche der Kistenmacher. fichtbarer äußerer Schäden wird indes Montag, 18. Februar, abds. 8 Uhr, in Boekers Festfälsa, Weberstr. 17: bas erwähnte Krankengeld vom ersten Tage der Erwerbsunfähigkeit gewährt. Auch bei jeder anderen mit Ers werbsunfähigkeit verbundenen StrantVerfammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Wilh. Güth über: heit wird das Krankengeld, falls die Die Bedeutung des Wahlresultats für die Gewerkschaftsbewegung". Erwerbsunfähigkeit während der Be- 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. J. Borchardt, M. Grunwald, Kloth, H. Molkenbuhr, Ströbel. fäftigung eintritt und länger denn Bahlreichen Besuch erwartet Gäste willkommen. Der Vorstand. 8 Arbeitstage dauert, vom ersten Tage Achtung! Stellmacher! Achtung! der Erwerbsunfähigkeit an gewährt. ad 4. Die Stoften, die durch den Die für Sonntag, den 17. Februar, nachmittags 5 Uhr, angekündigte bom Saffenvorstand bewilligten Auf- Branchenversammlung findet umständehalber nicht statt. enthalt in einer Erholungsstätte ent- 80/11 Die Kommiffion. Heute Sonntag, den 17. februar, abends 6 Uhr, bei P. Litfin, Memelerftr. 67: tebe. Versammlung. Die Krantenunterstütung wird usw. § 22. Das Recht auf die Unterstügung beginnt für diejenigen, welche der Kasse auf Grund des§ 2 angehören, mit Tages- Ordnung: Vortrag des Redakteurs Genoffen K. Wermuth über:" Die alte und dem Tage des Beginns der Mitglieddie neue Internationale". Nachher: Gemütliches Beisammensein mit Tanz. Zahlreichen Besuch erwartet Gäste willkommen. Der Vorstand. 6. Wahlkreis. schaft. In Unterstüßungsfällen, welche innerhalb der ersten acht Wochen der Mitgliedschaft eintreten, und wo δας Deutscher Metallarheiter- Verband. Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin. Hauptbureau: Engel- Ufer 15. Zimmer 1-5, Amt 4, 9679 Bimmer 34, Amt 4, 3353. betreffende Kaffen. Dienstag, 19. Februar, abends 8%, Uhr: Sonntag, den 17. februar, abends 6 Uhr, bei Wilke, Brunnenstraße Nr. 188: terbroen gu Versammlung. Weber. Vortrag des Genoffen Hans Weber. Nachher gemütliches Beifammenfein und Canz. 6. Wahlkreis. . mitglied nicht nachweisen tann, daß es vom Tage der Erwerbsunfähigkeit abges rechnet mindestens dreizehn Wochenbeiträge un einer 8wangs oder Gemeindetrantentasse gezahlt hat, resp. dreizehn Wochen un unterbrochen Mitglied einer folchen Rafie war, wird jedoch die rantenunterftügung nach näherer Bestimmung des§ 6 ad 2 des Gesezes, das Krankengeld im 247/ 7* Betrage der Hälfte des der Bemessung zu Grunde liegenden durchschnitt lichen Tagelohnes, das Sterbegeld im zwanzigfachen Betrage dieses Lohnfages gewährt usw. § 31. Sonntag, 17. februar, abends 6 Uhr, im„ Kolberger Salon", Kolbergerftr. 23: tragen 3½, bom under des Verfammlung für Männer und Frauen. Zagesordnung: Vortrag des Genossen E. Kloth über Aus der Zeit des Sozialistengesetzes." Bu zahlreichem Besuch laden ein Diskussion. 247/ 8* Die Abteilungsführer. Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein mit Tanz. Sozialdemokratifcher Rixdorf. Wahlverein Dienstag, den 19. Februar, 8½ Uhr abends: General- Versammlung in Frik Hoppes Fest- Sälen, Hermannstraße 49. Tages Drdnung: 0 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Bericht des Vorstandes, Kassierers und Bibliothekars. 3. Neuwahl des Gesamtvorstandes und Bibliothekars. 4. Wahl von drei Delegierten zur Streisgeneralversammlung sowie Anträge hierzu. 5 Bereinsangelegenheiten und Berschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. 232/5 Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Sektion der Puter. Am Mittwoch, den 20. Február 1907, abends 8 Uhr, finden in sämtlichen Berliner Bezirken und Vororten die Bezirks- Versammlungen statt.-Wir ersuchen die Mitglieder, pünktlich in denselben zu erscheinen. Die örtliche Verwaltung. Die Obleute. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. 133/10 Sonntag, 24. februar, vorm. 11 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain: Uebungs- Stunde. Geübt werden folgende Lieder: Sturm"," Grn an den Mai"," Stolz und kühn", " Weltenfriede". Im Nebensaale: pünktlich 10 Uhr vormittags: Husfchuß- Sitzung. 65/4 Eages Drdnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Unsere Sängerfeste. Der Vorstand. Der Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend sucht zu seinem Sängerfest ein geeignetes Lokal, erwünscht mit angrenzendem Wald für zirka 30 bis 40 000 Personen. Reflektanten wollen sich melden bei: J. Meyer, Urbanstraße 131. der Die wöchentlichen Kassenbeiträge be durchschnittlichen Tagelohnes Staffenmitglieder und zwar: 1. für männliche Kaffenmitglieder über 16 Jahre, ausschließlich der Lehrlinge 2. für weibliche Kaffenmitmitglieder über 16 Jahre 30 3. für männliche Kassenmitglieder unter 16 Jahren und für Lehrlinge 4. für weibliche Kassenmit60 Pf. 24 D glieder unter 16 Jahren 21 Die Beiträge find usw. Bankow, den 14. Mai 1906. Der Vorstand Versammlung aller in der technischen Hartgummibranche beschäftigten Arbeiter im„ Gewerkschaftshause", Engel- Ufer 15, Saal 5. Tages- Ordnung: 1. Unser Tarif, und wie bringen wir denselben zur Gültigkeit? Referent Kollege Handke. 2. Diskussion und Verschiedenes. Dienstag, 19. Februar, abends 8 Uhr: Allgemeine Versammlung der Fahrituhlmonteure und Helfer Berlins und Umgegend im Lokale des Herrn Röwer, Elisabethkirchstraße Nr. 14. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Eggert über: " Die Parteien im wirtschaftlichen Kampf". 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Fahrstuhlmonteurs und eines jeden Helfers, in dieser Bersammlung zur Stelle zu sein. der Orts. Krankenkasse Pankow. Mittwoch, 20. Februar, abends 5% Uhr: H. Hoffrichter, Karl Müller, Borsigender. Schriftführer. R. Wolff. Otto Gütig, Karl Kieckhöfer. Frz. Hankel. H. Schwede. A. Seeger. C. Lubig. Genehmigt, jedoch zu§ 13 Nr. 4 mit der Maßgabe, daß die darin vorgesehene Untertügung als Heilmittel im Sinne der Biffer 2 des§ 21 und des§ 6 des Krankenversicherungs Gesezes anzusehen und wie die im§ 13 Biffer 2 des Statuts vorgesehenen Unter stützungen zu behandeln ist, insbesondere im Sinne des lezten Abfazes des§ 13, der§§ 15 und 16 usw. des Statuts. Potsdam, den 16. Januar 1907. ( L. S.) Namens des Bezirksaus schusses: Der Borsigende: B. 435. In Vertr. gez. Joachimi. In Gemäßheit des§ 66 der Kaffenfazungen wird vorstehender Nachtrag zu denselben mit dem Bemerken hiermit zur öffentlichen Kenntnis ge bracht, daß diefer mit Montag, ben 25. Februar 1907 in Straft 270/14 Pantow, den 12. Februar 1907. tritt. Der Vorsitzende der Orts Krankenkasse Pankow. Oeffentliche Metallarbeiter- Versammlung für Weißensee und Umgegend im ,, Prälaten", Lehderstraße 122. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Ad. Wuschick über:" Was haben die Metallarbeiter vom neugewählten Reichstag zu erwarten?" 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Zu dieser Versammlung sind die Kollegen folgender Firmen eingeladen: Talking, Luders, Berger, Braband, Behr, Rohlandwerk, New- Departure, Louis, Schönheimer, Magnet, Conrad und Romer& Katscher. 113/3 Zahlreicher Besuch wird ertvartet! Achtung! Bibliothek. Achtung! Die Mitglieder, welche noch im H. Hoffrichter, Borsitzender. Besitze von Bibliothekbüchern sind, Café Ridder werden Roßstr. 2 an der Alten Jakob- Straße, Warme u. falte Speisen u. Getränke zu jeder Tageszeit. Vorzügl. Mittagstisch 60 Pf. 3 Billards( mit Kerkaubande) Stunde 40, abends 60 Bf. Beitungen u. Journale gr. Auswahl. Bon 86 Mk. an Herrenanz., Gehrodanz. n. Maß, rnw.Stoff. neuft.Must. 2 Unp. feinft.But., f.gut.Sit goldene Medaille. Ludw.Engel, Brenzlauer str. 2311, Alexanderpl. Ohne Konkurrenz 8 1906er Hühner, garantiert fleißigste Leger, Enten, Zauben, Puten, Brutputen empfiehlt F. Wegner, Berlin SO., Mariannenstr. 34 13/ 6* ersucht, dieselben sofort, wegen stattfindenden Umzuges, abzuliefern. Die Ortsverwaltung. Zentralverband d. Schuhmacher Deutschlands. 169/6 Mittwoch, den 20. Februar, abends 8%, Uhr, in den Andreas: Festsälen, Andreasstraße 21: Kombinierte Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen Adolf Stern( letter Vortrag) über: Probleme und Aufgaben der heutigen philofophischen Forschung. 2. Distuffion. 3. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. NB. Die Vertrauensmänner und Bezirkskassierer werden ersucht, die Abstreichtarten, versehen mit den neuen Mitgliedsnummern, auf dem Bureau abzugeben, sowie die Mitgliedsbücher zweds Kontrolle einzuziehen. Der Maskenball findet am 23. Februar in den Andreas- Festsälen statt. Billetts sind bei den Vertrauensleuten und im Bureau zu haben. Filiale Berlin. Filiale Verband der Schneider und Schneiderinnen Verband der Wäsche- und Krawattenarbeiter Zentralverband der Maschinisten und Heizer sowie und Arbeiterinnen Deutschlands( Berlin). Berufsgenossen Deutschlands. Donnerstag, 21. Februar, abbs. 8 Uhr, bei Boeker, Weberstr. 17: General- Versammlung. Achtung! Herren- Maßschneider! Achtung! Sonntag, den 17. Februar, mittags 12 Uhr, im Palast- Theater, Burgftr. 24: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Unsere Forderungen an die Arbeitgeber. Referent: Kollege Kunze. Mitgliedsbuch legitimiert. Ohne dasselbe oder mit mehr als 13 Wochen rückständigen Beiträgen kein Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet 162/ 4* Die Ortsverwaltung. Herren- Maßschneider des Ostens. Westens. Montag, den 18. Februar: Zwei öffentl. Maßschneider- Versammlungen. Westen:" Königshof", BülowTages Drdnung: 1. Anträge der Kollegen G. Berger, Freund, Gerlach, F. Holz, D. Juling, K. Neue, N. Scheer, A. Wenzel um Wiederaufnahme in den Verband. Verwaltungsstelle Berlin and Umgegend. Montag, den 18. Februar, abends 8 Uhr, bei Bercht, Nitterstr. 75: Fortsetzung der General- Versammlung vom 28. Januar. 138/7 Tagesordnung: 1. Kaffenbericht der Revisoren. 2. Bericht der Ge. 2. Bericht des Vorstandes, der Arbeitsvermittler und des Bibliothekars. Gewerkschaftskommission und Wahl eines Vertrauensmannes für die Fluß3. Abrechnung von den zwei Lichtbildervorträgen, September und schiffahrt Spree und Havel. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Dezember Uraniavorstellung, Bierteljahres- und Jahresbericht des Kassierers. 4. Neuwahlen: a) der örtlichen Verwaltung; b) Wahl einer Hausfaffiererin; c) Neuwahl der Breßkommission; d) Neuwahl der Kuratoriumsmitglieder des paritätischen Arbeitsnachweises für das Wäschereinigungsgewerbe. 5. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Verband der Sattler. Kollegen und Kolleginnen! Erscheint zahlreich zur Generalversammlung. Am die vorliegenden Anträge sind sehr wichtiger Natur, deshalb darf niemand fehlen. Besonders sind die Heimarbeiterinnen auf diese Bersammlung aufmerksam gemacht. 252/3 Mitgliedsbuch legitimiert. Ohne Mitgliedsbuch kein EinlaB. Am Sonntag, 24. Februar cr., nachmittags 4 Uhr, findet eine Urania- Vorstellung straße 38. Osten: Große Frankfurterstraße 30. in der Taubenstr. 48/49 ftatt. Zum Vortrag gelangt:„ Die Feuergewalten Sonnabend, den 23. Februar, in den ,, Arminhallen", Rommandantenstr. 20: Zusammenkunft aller bei Zwischenmeistern beschäftigten Kollegen. Es wird ersucht, für guten Besuch zu agitieren, Die Kommission. Herren- und Knabenkonfektion! Montag, den 18. Februar, abends 81, Uhr: 3 öffentl. Versammlungen. bei Haberecht, der Erde". Sonnabend, den 2. März 1907: Gr.Berliner Maskenball in den Gesamträumen von 2. Kellers Festsälen, Koppenstr. 29( Jnh.: A. Freyer). Um 11,58 Uhr: Demaskierung. Gr. Pause. Während derselben: Reigenfahren, ausgeführt von Mitgliedern des Arbeiter- Radfahrer- Bundes Solidarität". Im Tunnel, auf den Galerien und in den Wandelgängen: Gr. Berliner Rummel. Die Mufit wird Für den Osten: Große Frankfurterstr. 30. Für den Norden 1: Belforter: Für den Norden II: bei Senfet, vom start befesten Doppel- Drcheſter ausgeführt. bei Schulz, D Zages Ordnung: Invalidenstr. 2. „ Die bevorstehenden Lohnkämpfe in unserem Berufe." Referenten: Kollegen Mirus, Mähr, Käming. An alle in der Herren- und Knabenkonfektion Beschäftigten ergeht die Aufforderung zur Zeilnahme an den Versammlungen; unsere Mitglieder Der Einberufer. speziell verpflichten wir zu regster Agitation.. M Damenkonfektion! Oeffentliche Versammlungen. Montag, den 18. Februar 1907,| Montag, den 27. Februar 1907, abends 8, Uhr, in Raabes Fest- abends 82 Uhr, im Swinemünder sälen, Solbergerstr. 23. Gesellschaftshaus, Swinemünderftr.42 Zages Drdnung: Die Stellung der Frau im wirtschaftlichen Leben." Referentin: Fräulein Heidemann. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 162/5 Die EinberuferinEinlaßkarte 4, Mark. Anfang 8,35 Uhr. Ende?? Wir bitten, möglichst in origineller Maske zu erscheinen. Dem Fest entsprechende Kopfbedeckungen find am Plate. Billetts find in allen Zahlstellen, bei den Komiteemitgliedern sowie bei sämtlichen Bertrauenspersonen und mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Da uns die gesamten Räume bei Freher( vormals Keller) zur Verfügung stehen, erwarten wir rege Beteiligung. Alle Freunde und Bekannte sind ergebenst eingeladen. Der Vorstand. J. A.: Wilh. Eue. Bureau: Neue Königstr. 7. Achtung, Marmorarbeiter! Mittwoch, den 20. Februar: Mitglieder- Versammlung im Englischen Garten, leganderstr. 27c. Tage Ordnung: 1. Arbeitsnachweis. 2. Extrasteuer. 3. Gewerkschaftliches. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. 172/5 Ortsverwaltung Berlin. Donnerstag, den 21. Februar 1907, abends präzise 8 Uhr, in den Zentral- Festsälen, Alte Jakobstr. 32: Allgemeine Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Kollegen Sassenbach über Gewerkschaften und Unternehmerorganisationen." 3. Diskussion. 4. Abrechnung des Vergnügungskomitees. 5. Verschiedenes. Das vollzählige Erscheinen der Mitglieder erwartet 156/13 Die Ortsverwaltung. Tapezierer! Mittwoch, 20. Februar, abends 81%, Uhr, bei Damm, Schüßenstr. 18/19: Versammlung. Zages- Ordnung: 101/1 1. Bortrag des Schriftstellers Genoffen Gustav Landauer über: Wege zum Sozialismus“. 2. Diskussion. 3. Der Ablauf des Tarifvertrages der Kleber. 4. Bereinsangelegenheiten. Da wichtige Angelegenheiten zu beraten sind, erwartet regen Besuch Der Vorstand der Freien Vereinigung der Tapezierer. logo Bureau und Arbeitsnachweis: Schüßenftraße 18/19. IN Gäste willkommen! Achtung, Steinseher! Sonntag, den 24. Februar, vormittags 10 Uhr, bei W. Melchert. Bergstraße 69: Verbands- Versammlung der Mitglieder der Filiale Groß- Berlin I. Zages Drdnung: 1. Bericht der Schlichtungskommission über den Stand der BerhandLungen zur Neuregelung des Tarifs für 1907-1908 und Diskussion. 2. Be richt vom Verbandstag in Leipzig und Diskussion. 3. Wahl der Delegierten der Filiale Berlin I zur Gaukonferenz der Provinz Brandenburg. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. J. A.: Paul Schenke, Berlin C. 54, Gormannstr. 28 part, Amt III 1296. Arbeiter, Arbeiterinnen, erkennt Eure Macht! Der Ausfall der Reichstagswahlen und die im Wahlkampf von Euren politischen Gegnern betriebene Agitation gegen die sogenannten sozialdemokratischen Konsumvereine sollte Euch veranlassen, diesen mehr Beachtung zu schenken. Wirklichkeit ruht in dieser Organisation eine Macht für Euch, welche von vielen noch unterschätzt wird. In Arbeiter und Arbeiterinnen, nehmt Euch Euren wirtschaftlichen und zugleich politischen Gegner als Vorbild! Gewinnt mehr Vertrauen zur eigenen Kraft! Tretet gleich Euren Arbeitsbrüdern an anderen Orten auch hier in Berlin und Umgegend den bestehenden Konsumvereinen bei, deckt Euren Bedarf nur in den nachstehend verzeichneten Verkaufsstellen: Adlershof( Consumgenossenschaft): Adlershof, Hackenbergstr. 29. Alt- Glienicke, Köpenickerstr. 32. Grünau, Königstr. 2. Ober- Schöneweide, Edisonstr. 48. Berlin( Bäckerei- Genossenschaft): Glogauerstr. 28. Forsterstr. 20. Rixdorf, Falkstr. 1. Steinmetzstr. 129. Niederlage: Berlin, Ratiborstr. 2. Berlin( Berliner Konsumverein): Michael- Kirchplatz 4. Krautstr. 7. Zorndorferstr. 62. Liebigstr. 7. Kopernikusstr. 33. Rostockerstr. 20. Emdenerstr. 50. Havelbergerstr. 6. Erasmusstr. 5. Stralader Allee 20a. Rummelsburg, Türrschmidtstr. 6. Lichtenberg, Kronprinzenstr. 1. Frankf. Chaussee 103. Berlin( Konsumgenossenschaft): Swinemünderstr. 44. Greifenhagenerstr. 84. Buttmannstr. 19. Willdenowstr. 30. Gartenstr. 3. Wiclefstr. 31. Ebelingstr. 14. Arndtstr. 5. Gräfestr. 40. Maxstr. 13 a. Winsstr. 64. Tempelhof, Berlinerstr. 41/42. Schöneberg, Apostel Paulusstr. 27. Gothenstr. 1. Weißensee, Friedrichstr. 12. Britz( Käuferverein): Britz, Werderstr. 33. Charlottenburg( Konsumverein): Wilmersdorferstr. 27. Tauroggenerstr. 10. Potsdamerstr. 12. Weimarerstr. 29. Charlottenburg( Bäckerei- Genossenschaft Produktion"): Christstr. 18( Lieferung frei Haus). Friedrichshagen( Konsum- Genossenschaft): Friedrichshagen, Friedrichstr. 98. Erkner, Königstr. 55. Friedenan( Konsumverein): Moselstr. 7. Groß- Lichterfelde( Spar- u. ProduktivGenossenschaft): Dürerstr. 37. 09761 Nowawes- Neuendorf( Konsumverein): Lindenstr. 38. Priesterstr. 29. Potsdam( Konsumgenossenschaft Hoffnung"): Junkerstr. 15. Spandau( Konsumverein Merkur"): Mittelstr. 13. Tegel( Konsumverein): Tegel, Schlieperstr. 70. Borsigwalde, Schubertstr. 21. Hermsdorf, Berlinerstr. 16a. Reinickendorf, Eichbornstr. 16. Zehlendorf( Konsum-, Produktiv- und Sparverein): Teltowerstr. 1. Das Eintrittsgeld beträgt 50 Pf. Aufnahmen können in sämtlichen Verkaufsstellen erfolgen. Die Propaganda- Kommission zur Förderung des Genossenschaftswesens für Berlin und Umgegend. 20 102 Adolf Ritter, Vorsitzender. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Snferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdruderei u. Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW BrunnenStr. 17-18 H. Greifenhagen Nachf. Mehrere Tausend Pfund VeteranenStrasse 1-2 Emaille Grosse Gelegenheits- Posten in Emaille und Kurzwaren, Pfund 18 Pfennig Mehrere Tausend echte Kristallgläser hauptsächlich Weingläser ( Fabrikat St. Louis) Serie I St. 15 Pf. Serie II St. 20 Pf Serie III St. 28 Pf. Emaille Wasserkessel mit Absatz. Waschschüssel mit Seifnapf( gross)... Waschkrüge Nachtgeschirre Wassereimer. • Console mit Maass Sand-, Soda-, Seife- Console Essenträger Kaffeeflaschen • Kurzwaren hervorragend billig. Ein Posten sechsfaches Maschinengarn speziell z. 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Strümpfe, Baumwolle, schw. u. weiss, engl. lang Burschensocken Atlas- u. Taffet- Gürtel, weiss Leder- Gürtel, weiss 50 45 25 Pf. 250 145 M. 95 Pt. 250 175 M. 50 Pf. Für Konfirmanden Gratis Photographie- Bons Für Konfirmanden Nr. 41. 24. Jahrgang. 4. Kilm des Jonuiirts" fnlinet Ooltisliliitt. Sonntag, 17. Febrnar 1907. Partei- Hngelegenbeiten* Friedenau. Für den 1. und 2. Bezirk beginnen am Montag- abend VsQ Uhr die Erläuterungen des Erfuter Programms, für den 3. und 4. Bezirk am Donnerstag, den 21. Februar. Am Dienstag. 19. Februar, findet bei Grube, Kaiserallee 8S, die Mitgliederversammlung statt. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Vere-nsangelegenheiten. 3. Verschiedenes.— In der Ver- sammlung werden Eintrittskarten zum Stiftungsfest ausgegeben. Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. Treptow-Baumschnlenweg. Am Dienstag, 19. Februar, abends �9 Uhr, findet die Generalversammlung des Wahlvereins in Speers Festsälen. Baumschulenstr. 78. statt. Auf der Tagesordnung steht: Bericht des Borstandes, des Kassierers und der Funktionäre sowie Neuwahl derselben; Aufnahme neuer Mitglieder; Vereins- angelegenheiten und Verschiedenes. Die Parteigenossen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Mitgliedsbuch le- gitimiert. Der Vorstand. Obcrschönewcide. Die Parteigenossen treffen sich Sonntag, früh 8 Uhr, ,n den bekannten Lokalen zur Flugblattverbreitung. Am Dienstag, 19. Februar, findet die Generalversammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins bei Kaufhold. Wilhelminen- hofstr. 18, statt. Tagesordnung: Bericht des Vorstandes, des Kassierers und der Funktionäre; Neuwahl des Vorstandes und der Funktionäre: Vereinsangelegenheiten und Anträge. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Grünau. Am Dienstag. 19. Februar, abends 8% Uhr. findet in der„Grünen Ecke" die Generalversammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: Vorstandsbericht, Neuwahl des Vorstandes und Rückblick auf die Reichstagswahlen. Jedes Mitglied mutz er- sche,nen. Der Vorstand. Erkner. Unsere nächste Wahlvercinsversammlung findet Dienstag, 19. Februar, abends präzise 8 Uhr beim Genossen Dege- brodt statt. Tagesordnung: 1. Vortrag über„Was lehren uns die letzten Reichstagswahlen". 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Abrechnung. S. Maifeier. 6. Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist ein zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Genossen sehr erwünscht. Der Vorstand. Britz-Buckow. Dienstag, 19. Februar, abends zh9 Uhr, nutzer- ordentliche Generalversammlung des Wahlvereins bei Weniger, Werderstr. 28. Tagesordnung: 1. Neuwahl des Vorstandes. 2. Vor- trag des Genossen Schröder über„Was lehrt uns die letzte Reichs- tagswahl". 3. Diskussion. 4. Vereinsangelegcnheiten.— Beim Eintritt in den Versammlungsraum ist das Mitgliedsbuch vorzu- zeigen. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Zossen. Die Genossen werden bereits auf die am 27. Februar stattfindende Monatsversammlung des Wahlvereins aufmerksam gemacht. Nutzer einem Vortrag über die stattgefundene Reichstags- wähl steht Wahl des Gcsamtvorstandes auf der Tagesordnung. Es wird deshalb ersucht, für regen Besuch dieser Versammlung zu agitieren. Der Vorstand. Reinickenborf-West. Parteigenossen! Am Dienstag, 19 Fe- bruar, abends 8% Uhr. findet im Lokale des Genossen Franke, Eichbornstr. 18, die Generalversammlung des Wahlvereins statt. Auf der Tagesordnung steht: Bericht der Funktionäre und Neu- wähl derselben. Es wird jedem Parteigenossen zur Pflicht gemacht, pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Tegel. Genossen! Dienstag, 19. Februar, abends 8� Uhr, findet beim Genoffen Götz. Schlotzstr. 7— 8, die Generalversammlung des Wahlvcreins statt. Tagesordnung: 1. Bericht des Vor- standes. des Kassierers und der Kommissionen, sowie Neuwahl derselben. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Vercinsangelcgcn- heilen und Verschiedenes. Die wichlige Tagesordnung verpflichtet jeden Genossen, zu erscheinen. Der Vorstand. Berliner jVacfmchtoi. Was sich die sogenannte„gnte Gesellschaft" erzählt. Die„gute Gesellschaft" hat seit einiger Zeit wieder ein- Mal prächtigen Unterhaltungsstoff. An solchen Stoff fehlt es in diesen Kreisen zwar nie. Während sich die arbeitende Klasse wegen Verteuerung der Lebensmittel heiser schreit und sich nach Kräften gegen eine weitere Verschlechterung seiner Lebenslage zur Wehr setzen muß, nehmen in der„besseren" Gesellschaft ganz andere Fragen das Interesse gefangen. Und wie sollte das auch anders sein l Lebensmittelverteuerung spielt dort keine Rolle. Nahrungssorgen, Existenzsorgen sind den Angehörigen der besitzenden Klasse fremd und so bleibt nur übrig, sich den zunächstliegenden Angelegenheiten zuzu- wenden, als da sind: Arrangement von Vergnügungen und Teilnahme an denselben. Toilettefragen. Besprechung von Familiengeschichten und dergleichen mehr. Jni Augen- blick ist es eine Frage des Zeremoniells, die in den Kreisen der oberen Zehntausend viel besprochen wird. Die Hofetikette ist durch einen Amerikaner wieder einmal ver- letzt worden. Das ist ein schweres Verbrechen, das nun in aller Breite behandelt wird. Harry Lehr heißt der Attentäter auf das Hofzeremoniell, nicht einmal adelig ist der Mann. aber schwer reich; reich aber nur durch die Millionen seiner Frau, denn er war in Amerika einfacher Sektagent. Die Millionen seiner Frau verschafften dem Mann aber durch Vermittelung der amerikanischen Botschaft Zutritt zum Hofe. Er debütierte damit, daß er bei der Oberhofmeisterin in grau- kariertem Jackettanzug, buntem Hemd, gelben Schuhen und rundem Hut vorfuhr. Er besitzt den Ehrgeiz, gleich dem einstigen Prinzen von Wales neue Moden zu kreieren. Auch an einem großen Empfange beim Botschafter Tower nahm er im gleichen Kostüm teil. Beträchtliches Aergernis hat das Betragen des über- seeischen Gentleman auf dem Hofball hervorgerufen. Er wollte auch hier eine neue Tracht einführen und erschien in weiten Beinkleidern, die eine Handbreit über dem Knöchel endigten, weißen Seidenstrümpfen und ausgeschnittenen Lackstiefeln mit Brillantagraffen. Bei der Defiliercour sollte seine Gatttn als noch nicht vorgestellte Dame hinter den Damen der Botschaft rangieren. Darüber erboste sich der von seiner Bedeutung durchdrungene Mr. sehr hefttg, s k a n d a l i e r t e. als ob er in einer New Iorker Bar eine Whiskyschlacht kommandiert hätte, und er- klärte, daß man für den ganzen Plunder, den die anwesenden Damen anhatten, noch nicht den Schmuck seiner Gattin kaufen könne, die er so weit hinten nicht stehen lassen werde. Um einen größeren Eklat zu vermeiden, tat man ihm endlich den Willen und ließ seine Gattin aufrücken. Die Damen der„guten Gesellschaft" sind„empört" ob solchen Frevels eines gewöhnlichen Amerikaners; sie schwören Rache. Und nun werden alle möglichen Geschichten über diesen verwünschten Harry Lehr ausgegraben. Da heißt es: Lehr I hat schon vor Jahren auf Kosten des deutschen Kaisers einen .schlechten Scherz verübt. Bekanntlich wurde die Rennjacht des Kaisers„Meteor" vor einigen Jahren in New Jork gebaut, und Alice Roosevelt war vom Kaiser beauftragt, die Taufe der Jacht zu vollziehen. Diese Taufe sollte mit deutschem Sekt vollzogen werden, wurde aber mit französischem Wein durch- geführt, an welchem Vorgang sich später noch ein Prozeß zwischen der deutschen und der französischen Sektfirma an- schloß. Als Urheber dieser Sektverwechselung wird Harry Lehr genannt. Auf seine Veranlassung soll vor der Taufe die Flasche deutscher Sekt entfernt und dafür eine Flasche französischer Sekt an deren Stelle gelegt worden sein. Lehr als Vertreter einer französischen Sektfirma hatte nämlich ein Interesse daran, daß die Jacht des deutschen Kaisers nicht mit deutschem, sondern ftanzösischem Sekt getauft werden sollte. Das ist noch nicht alles, was man über Lehrs„Ver- dienste" verbreitet; ein großer Affenfreund soll er auch sein. Man lese nur, was die„B. Z. am Mittag" darüber zu berichten weiß; es heißt da u. a: „So nennt er unter, tausend anderen Extravaganzen, die er sich leistet, einen Affen— Pardon Herrn Affen— sein eigen. Mr. Affe ist gekleidet wie ein Gentleman(nach berühmtem Muster), wird von ihnr auch alK solcher behandelt, hat vor allen Dingen von der Dienerschaft so behandelt zu werden I Dieser Mr. Affe gibt Diners, lebt in der Saison auf Anraten Mr. Lehrs überhaupt sehr gesellig und gastfrei und gibt sich dann die Ehre, die Hündlein und Kätzlein der Nachbarschaft ganz ergebenst einzuladen. O, es gibt da gut„zu essen". An geschmückter Tafel nehmen sie Platz resp. werden Platz genommen, und livrierte Diener servieren Hammelkotelettchen(wegen Ver- schluckungsgefahr ohne Manschetten und beblümten Spietz lj und andere teure Delikatessen. Das Pfund Hammelkoteletts kostet 2,49 M.! Es lohnt, bei Harry Lehr anzufragen, wie viel er von diesen zarten Rippchen braucht, um die Gäste seines Mr. Affen gesättigt heimlvärts ziehen zu lassen. Was sich in den Bedienten- seelen für Gefühle ansammeln, wenn sie die Gäste des Affen in dieser Weise bedienen müssen. das lätzt sich wohl denken. aber nicht beschreiben." Alle diese Ausgrabungen über das„verrückte Genie" haben nicht verhindern können, daß Herr Lehr nebst Gatttn nach ihrer Extratour am Berliner Hofe auch ani Dresdener Hofe vorgestellt wurden. Die vielen Millionen öffneten ihnen überall die Tore. Und es ist nur der blasse Neid, der die Damen der guten Gesellschaft so in Extase geraten läßt, daß sie nicht zu Hofe gehen und dort vorgestellt werden können. Uebrigens sei bei dieser Gelegenheit daran erinnert, daß Herr Lehr nicht der erste war, der sich an das Hofzeremoniell nicht kehrte. Vor Jahren erschien Herr Cecil Rhades, der Besitzer zahlreicher Diamantenfelder, gleichfalls im Kaiser- schlösse, angetan niit eineni Jackett und karierten Hosen. Schon danials erhob sich in Hof- und diesen nahestehenden Kreisen gewaltiger Spektakel über den Bruch des höfischen Zeremoniells durch einen„ausländischen Snob". Es half aber nichts, das Unerhörte hat sich wiederholt. Wo soll es hinkommen, wenn Ausländer sich derartige Frechheiten erlauben, der Staat könnte ja ins Wanken geraten. Und alles das um die Verletzung einer Zeremonie, die unseren oberen Zehntausend als Heiligtum gilt. Unseren Lesern wird die ganze Geschichte ein Lächeln ab- nötigen, wir haben sie auch nur mitgeteilt als kleinen Beitrag zur Kulturgeschichte der besitzenden Klasse. Eine besondere Spezialität von Halsabschneidern gibt es unter Berliner Hausbesitzern. Allgemein ist das Bestreben, aus dem Hause recht viel Ueberschutz herauszuschlagen; allgemein ist ja auch bekannt, datz das nur geschehen kann, indem der Haus- besitzer recht hohe Miete verlangt und allen Wünschen der Mieter auf Verbesserung der Wohnung, Ausführung von Reparaturen vorsichtig und so lange wie möglich aus dem Wege geht. Aber es� gibt immerhin auch große Unterschiede unter den Hausbesitzern. Diese Unterschiede kann man am besten herausfinden, wenn man hin und wieder die Amtsgerichte besucht. Da kann man die Be- obachtung machen, datz bestimmte Hausbesitzer ständige Kunden des Gerichts sind. Rechtsanwälte und Richter tpiffen das auch. Es gibt Hausbesitzer, die bei der geringsten Kleinigkeit den Richter gegen ihre Mieter in Anspruch nehmen. Es wird ihnen das insofern erleichtert, als sie als Mitglied eines Hausbesitzervercins den Rechts- anwali auf Vereinskosten gestellt erhalten. Der Rechtsanwalt mutz dann alles machen. Uns sind eine Anzahl Fälle bekannt, in denen Hausbesitzer folgendes Experiment machen: In ihrem Hause richten sie ein Geschäft, bielfach eine Kneipe ein. Um das Geschäft recht rentabel zu gestalten, kaufen sie Ladeneinrichtungen, die gar nicht neu zu sein brauchen und eröffnen eine Restauration oder Destillation. Es wird inseriert, datz ein Geschäft zu verkaufen sei, und wenn sich dann ein Käufer findet, wird der Kauf ab- geschlossen. Kann der Käufer nicht auf einmal den vollen Kauf- preis zahlen, behält sich nach einer entsprechenden Anzahlung der Hausbesitzer seine Rechte vor. Ob nun der volle Betrag bezahlt ist oder nicht: nach einiger Zeit beginnt die Schikane. Da verstößt dies oder das gegen den Paragraphen des Mietskontrakts. Flugs hin zum Vercinssyndikus und der Mieter erhält eine Aufforderung, dies oder das zu unterlassen, widrigenfalls... Hilft das nicht, wird auch mit einer Denunziation bei der Polizei nachgeholfen. Hat einmal das Spiel begonnen, so merkt der Mieter bald, wem er m die Hände geraten ist und es geht eine wahre Leidenszeit für ihn los. Bezahlt gar der Mieter die Miete nicht ganz pünktlich am ersten des Monats, dann hat er nichts zu lachen. Darauf hat ein solcher Hauswirt nur gewartet; sofort rennt er wieder zum Vercinssyndikus und beauftragt ihn, beim Amtsgericht die Klage nicht nur auf Zahlung der Miete, sondern auch auf Exmission an- zustrengen. Und von dem Beschlutz des Gerichts hängt nun das Schicksal eines dergestalt mitzhandelten Mieters ab, ob nicht nur sein kleines, mühsam zusammengespartes oder gar zusammen- geborgtes Kapital, sondern auch die ohnehin sorgenvolle Existenz zum Teufel geht. Man kann oft bemerken, wie selbst Richter erkennen, mit welch niedrigen Charakteren sie zu tun haben; und auch bestimmte Vercinsanwälte kennen ihre Pappenheimer. Aber schließlich siegt in vielen Fällen der kalte Buchstabe. Was nun folgt, ist leicht borauszusehen: der Mieter mutz auf die Stratze, der Hauswirt hat ein Geschäft und sackt das angezahlte Geld mit ein. Das Spiel kann von neuem beginnen. Wenn einmal Mieter im Gegensatz zu den Hausbesitzern eine Liste nichtrmpfehlenswerter Hausbesitzer herausgeben würden, so müßten derartige Erzgauner an die Spitze einer solchen Liste gesetzt werden. Solche Schurken bilden eine öffentliche Gefahr und das Publikum kann verlangen, bor derartigen Elementen, die sicher auch den Hausbesitzern nicht zur Ehre gereichen, geschützt zu werden. Ein derartiges Verfahren von Hausbesitzern qualifiziert sich geradezu als Wucher und es wäre dringend geboten, gegen solche Halsabschneider den Wucherparagraphen in Anwendung zu bringen. Wenn irgendwo, so wäre seine Anwendung in solchen Fällen am Platze. Die Zentralkommission der Krankenkassen Berlins und der Vororte veranstaltet im Laufe dieser Woche unter Mitwirkung der Herren Aerzte und Professoren nachstehende hygienische Vorträge. Diese Vorträge sind für jedermann unentgeltlich. Am Montag, den 18. Februar er., findet für die weiblichen Teil- nehmer sämtlicher Bortragskurse im großen Saal des Gcwerk- schaftshauses, Engelufer 15, ein Vortrag über das Thema:„Wie entstehen und heilen Frauenleiden?" mit Demon.strationen statt. Vortragender ist Herr Professor Dr. Strahmann. Am Donnerstag, den 21. Februar, abends 8 Uhr, finden in folgenden Schulaulen Bortröge über das Thema:„Das Kind im ersten Lebensjahre" statt. In der 247. /252. Gemeindeschule, Rigaerstr. 81-82, spricht Herr Dr. Alfred Badt. In der 24ö./254. Gemeindeschule, Waldenser- stratze 25-26, spricht Herr Dr. Schaps. In der 217./278. Gemeinde- schule, Eberswalderstr. 19, spricht Herr Dr. Zlocisti. In der 29. Gemeindeschule, Waldemarstr. 77, spricht Herr Dr. N. Auerbach. Am Freitag, den 22. Februar, abends 8 Uhr, finden in nachstehenden Schulaulen Vorträge über das Thema:„Frauen- krankheiten und ihre Verhütung" statt.(Nur für Frauen.) In der 91./191. Gemeindcschulc, Gneiesnaustr. 7, spricht Herr Dr. Bamberg. In der 81./199. Gemeindeschule, Tilsiterstr. 4-5, spricht Herr Dr. Siefart. In der 113./127. Gemeindeschule, Pari- stratze 8, spricht Herr Dr. Backofen. In der 228./279. Gemeinde- schule, Pasteurstr. 5, spricht Herr Dr. Falk. In Boxhagen-Rummelsburg, Boxhagener Schure, Holteistr. 7-9, spricht am Dienstag, den 19. d. M., abends 8 Uhr, Herr Dr. Baur über das Thema:„Frauenkrankheiten und ihre Ver- hütung".(Nur für Frauen.) In Charlottenburg, in der 18. Gemeindeschule, Nchringstr. 9-19, findet am Mittwoch, den 29. d. M., abends 8 Uhr, ein Vortrag des Herrn Dr. Heller über das Thema:„Geschlechts- krankheiten und ihre Verhütung" statt. In Lichtenberg spricht am Donnerstag, den 21. d. M., abends 8 Uhr, in der Gemeindeschule, Kronprinzenstr. 19, Herr Dr. Rehsisch über das Thema:„Verhütung von Herzkrankheiten". In Ripdorf spricht am Freitag, den 22. d. M., abends 8 Uhr, in der 9./19. Gemeindeschule, Kaiser Friedrichstr. 4, am Hvrniann- platz, Herr Dr. Keil über das Thema:„Geschlechtskrankheiten". In Schöne berg, in der 1./11. Gemeindeschule, Feurig- stratze 61-62, findet am Dienstag, den 19. d. M., abends 8 Uhr, ein Vortrag des Zahnarztes Herrn Max Cohn über das Thema: „Zahn- und Mundpflege" statt. Für Tempelhof und Mariendorf findet am Freitag, den 22. d. M., abends 8 Uhr, eiw Bortrag des Herrn Dr. Pinkutz über das Thema:„Bekämpfung und Heilungxder Krebskrankheiten bei Frauen"'bei Herrn M. Müller, Tcmpclhof, Berlinerstr. 41-42, statt.(Nur für Frauen.) In W e i tz e n s e e, in der Gemeindeschule, Langhansstr. 129, spricht am Freitag, den 22. d. M., abends 8 Uhr, Herr Dr. Fröhlich über das Thema:„Gefahren des Alkoholgenusses". Für den Straßenbahnverkchr über den Opernplatz ist seit dem gestrigen Tage die Benutzung von Anhängewagen zugelassen. Der Anhängeberkehr ist für die Morgeiistmiden von 6 bis 9 Uhr gestattet, wodurch den dringendsten Verkehrsbedürsnisscn in dem Frühbetriebe Rechnung getragen werden kann. Die neueste Aktion der politischen Polizei stellt sich jetzt schon etwas anders als erst gemeldet dar, obwohl die Quelle der Nachricht immer noch dieselbe ist, die auch die ersten Mitteilungen verbreitete. Jetzt heißt es: Die Staatsanwaltschaft des Landgerichts l zu Berlin hat gestern bereits das Hauptverfahren gegen die Anarchisten Sanier und Genossen eingeleitet. Wie sich jetzt herausstellt, handelt es sich bei den beiden Komplicen Sauters, des früheren Redakteurs des„Revolutionär", nicht um einen Holländer und einen Belgier» sondern um den Berliner Anarchisten Mallische und den anarchisti- scheu Agitator Peter Scher. Die Druckschristen sind auch nicht in Belgien, sondern in London gedruckt worden. Von dort wurden sie über Belgien an die deutsche Grenze geschafft, und Peter Scher hatte den Auftrag, sie aus Düsseldorf nach Berlin zu bringen. Scher logierte am Vorabend seiner Verhaftung bei Sanier und am anderen Morgen gingen Sautcr, Scher und der in der Nähe wohnende Mallische mit den Druckschriften zum Bahnhof Börse, um sie von dort aus weiter zu befördern. Auf dem Bahnhof Börse wurden alle drei verhaftet. Mallische wurde wieder auf freien Fuß gesetzt und soll bereits über die französische Grenze geflüchtet sein, Es wird sich mit der Zeit zeigen, was von der ganzen Ge<, schichte noch übrig bleibt. Einen stürmischen Verlauf nahm eine Zentrumswählervcr, sammlung, die Freitag abend im überfüllten Concordiasaal statt» fand und in der Abgeordneter Erzberger über das Ergebnis den Reichstagswahlen und die künftige Haltung des Zentrums sprach. Neben den Zentrumswählern waren auch zahlreiche Gegner» namentlich aus den Kreisen der nationalliberalen Jugend er- schienen, die über den ganzen Saal verteilt waren. Als in der Diskussion der erste Redner sich gegen das Zentrum wandte, entzog ihm der Vorsitzende das Wort mit der Begründung, datz nur Jen- trumswähler geladen seien. Die anwesenden Gegner protestierten gegen dieses Vorgehen mit entrüsteten Zwischenrufen; schließlich verlietzen sie unter Gesang des Liedes„Deutschland über alles" demonstrativ den Saal. Aus der Rede Erzbcrgers sind besonders bemerkenswert feine Aeutzerungen über die künftige Stellung des Zentrums zur Kolonialpolitik. Erzberger versicherte, seine Partei werde jede Kolonialpolitik unterstützen, solange sie reinlich und anständig geführt werde. Das leichtfertige Umgehen mit Schnstwaffen hat gestern vor» mittag wiederum zu einem erschütternden Unglücksfall Veran- laffung gegeben. Der Engrosschlächtermeister M. befand sich gegen Mi 10 Uhr mit dem ihm befreundeten Fellhändler Joseph in dem Restaurant„Danziger Wappen" in der Dirksenstratze. M. nahm im Laufe der Unterhaltung einen Revolver aus der Tasche, um diesen seinem Freunde zu zeigen und hielt die Waffe, in der An- nähme, datz sie gesichert sei, über den Tisch. Durch irgend einen Umstand aber mutz sich wohl die Sicherung gelöst haben, denn plötzlich entlud sich der Revolver und die Kugel drang Joseph neben der Schläfe in den Kopf. Der Getroffene brach sofort zusammen und erlag der schweren Verletzung, bevor ärztliche Hülfe zur Stelle war. Der unglückliche Schütze, ein 53jähriger Mann, wurde in Haft genommen. Großes Aufsehen verursacht die Verhaftung des Photographen G. aus dem Süden der Stadt, der der schweren Kuppelei im Sinne des§ 175 des Strafgesetzbuches beschuldigt wird. Nach den Er- Mittelungen der Kriminalpolizei haben in dem Atelier des G. ganz eigenartige Zustände geherrscht. Der Photograph beschäftigte sich besonders mit der Herstellung verbotener Bilder. In den Geschäfts- räumen des Beschuldigten herrschte ein lebhafter Verkehr von jungen Burschen, die Aufnahmen von sich herstellen ließen, sich aber auch gleichzeitig den Käufern der Bilder zur Verfügung stellten. Zu dem Kundenkreise des G. gehörten namentlich außer- halb wohnende Personen. Die Kriminalpolizei hatte schon seit längerer Zeit Verdacht geschöpft, ließ daher das Atelier sorgfältig überwachen und verhaftete eine größere Anzahl von Besuchern deS Institutes, die jedoch nach Feststellung ihrer Personalien zum größten Teile wieder entlassen wurden. Der Photograph ist dagegen in Untersuchungshaft genommen worden. Im Straßenbahnwagen vergiftet hat sich der 23 jährige Handlungsgehülfe Hermann B. Er benutzte zur Fahrt von Moabit nach dem Alexanderplatz einen Stratzenbahnzug der Linie 11 und hatte im Innern des AnhängewagenS Platz genommen. Kurz hinter der Haltestelle am Lehrter Bahnhof nahm B. eine Flasche aus der Tasche, öffnete dieselbe und leerte den Inhalt in einem Zuge. Von den übrigen Wageninsassen, die den Vorfall beobachteten, hatte niemand versucht, den Lebensmüden an der Ausführung seiner Tat zu hindern, da man annahm, daß die Flasche Medizin enthielt. Bevor der Straßenbahnwagen die Sandkrugbrücke erreichte. brach der Haiidlmigsgchiilfe besinnungslos zusammen. Der Schwerkranke mußte in dem Waggon bis zu dem Platze am Neuen Tor mitgenommen werden, da weder polizeiliche Hülfe zur Stelle war. noch in der Nähe ein Arzt wohnte. Am Neuen Tor wurde B. in eine Droschke gehoben und durch den dort postierten Schutzmann nach der Charitö gebracht. Weshalb der junge Mann, dessen Zustand hoffnungslos ist, den Selbstmordversuch verübt hat. ist nicht bekannt. Ueber einen schneidigen AuswanberungS-Genbarm wird be> richtet:„Ein kriegsgerichtliches Verfahren ist gegen den auf dem Auswanderungsbahnhof Ruhleben stationierten Gc.n- darm L. eingeleitet. Er wird eines zu schroffen Vorgehens gegen die Auswanderer beschuldigt. Er soll sie vielfach in einer Weise angepackt und zurechtgewiesen haben, daß ihr Körper von diesem Zufassen deutliche Spuren zeigte. Jedenfalls behaupteten die Aus» Wanderer, daß die Flecken, Striemen, Beulen und ähnlichen Stellen, die dem überwachenden Medizinalbeamten Geheimrat Jenicke bei der Untersuchung der Leute aufgefallen waren, ihnen durch L. zu» gefügt worden seien. Darauf erstattete Geheimrat Jenicke Anzeige, und gestren erschien in Ruhleben eine vom Kommando der Land» gendarmerie entsandte Kommission zur Untersuchung der An- gelegenheit. Die Auswanderer, an denen der Medizinalbeamte die Spuren der schroffen Behandlung entdeckte, waren nicht mehr zur Stelle, da sie ihre Reise bereits fortgesetzt hatten. Die Vernehmung mußte sich daher auf die Personn beschränken, die beruflich oder geschäftlich sich auf Ruhleben befinden. Alle diese wurden von der Kommission vernommen und auch befragt, ob ihnen eine be» sonders schroffe Haltung des Gendarmen den armen Leuten gegen» über aufgefallen wäre. Die Bekundungen der Zeugen sollen, wie weiter berichtet wird, im allgemeinen nicht zugunsten L.'S aus» gefallen sein, indem hervorgehoben wurde, daß er oft allein vielen Hunderten von Auswanderern gegenüberstehe, unter denen sich nicht immer die friedfertigsten und der Vernunft zugängliche Menschen befinden." Ob aus der Untersuchung viel herauskommen wird, scheint UNS fraglich, da die Leute, die mit dem Gendarmen zu tun hatten und aussagen tonnten, immer nur kurze Zeit in Ruhleben waren und sich schon längst über dem großen Wasser befinden. Immerhin aber wäre es dringend am Platze, für eine Behandlung der armen Auswanderer Sorge zu tragen, die nicht noch russischer als in Rußland ist. Ucberfallen und zu berauben versucht wurde gestern nachmittag Uhr im Hause Alte Jakobstr. 137 ein Herr Schmidt im Alter von 65 Jahren. Schmidt ernährt sich dadurch, daß er für kleine Geschäftsleute, Kellner u. dergl. Kleingeld besorgt. Als er sich gestern um die oben /mgcgebene Zeit in seine 4 Treppen belegene Wohnung begeben wollte, lourde er von einem Rowdy, der auf dem Boden des Hauses seine Rückkehr erwartete, angefallen und niedergeschlagen. Die Beraubung der Geldtasche mißlang aber, da auf die Hülferufe des alten Herrn eine Anzahl Gäste aus dem im Hause befindlichen Lokale herbeieilten. Zunächst erhielt der Rowdy eine Tracht Prügel, worauf er nach der Polizeiwache gc- bracht wurde. Unterwegs nahm man ihm einen Dolch ab und auf der Wache noch einen geladenen Revolver. Ein Opfer der Glätte wurde der 74jährige Rentier Polland auS Lichtenberg, der vor mehreren Tagen in der Frankfurter Allee ausglitt. P. war so unglücklich gefallen, daß er einen Bruch des AeckentnochenS erlitt und einer Operation unterworfen werden muhte. Den Bemühungen der Aerzte ist es leider nicht gelungen, den Greis am Leben zu erhalten, der gestern an den Folgen der schweren Verletzung starb. Ein Bravourstück. Durch unglaublichen Leichtsinn ist gestern abend der Kutscher Stephan Dahnel aus der WiliuerSdorferstr. 09 um sein rechtes Bein gekommen. D. hatte am Kurfürstcndamm Schnee abgefahren und als er wieder im Begriff war, sich mit einem hochbeladencn Wagen zu entfernen, rief er seinen Kollegen zu, er werde jetzt ein.Bravourstück ausführen. Während sich der Wagen in voller Fahrt befand, versuchte er dann auf dem Bock hinaufzuspringen. Er stürzte jedoch wieder herunter, fiel unter den Wagen und die Räder gingen über das rechte Bein hinweg und zermalmten es vollständig. Wenn der Vorgang sich wie hier geschildert zugetragen hat, hat der Kutscher unverantwortlich leichtsinnig gehandelt. Der„Herr Doktor". Bei einem raffinierten Schwindel ist gestern ein langgesuchter Gauner verhafte worden. Bei dem Bandagistcn T. in der Breitenstraße erschien ein etwa gOjährigcr Mann, gab sich als Dr. Landauer auS und ließ sich zahlreiche ärzt- liche Instrumente vorlegen. Da er große Sachkenntnis zeigte, glaubte T. auch bestimmt, es mit cincui Arzt zu tun zu haben. Der Kunde suchte für 309 Mark Waren auS und bemerkte schließlich zu seinem Bedauern, daß der Bandagist einen bestimmten Apparat nicht vorrätig habe. Er bat nun, die gewählten Instrumente nach seiner Klinik in der Pankstr. 32 zu bringen. Durch die Angabe dieser Adresse wurde T. jedoch stutzig, denn von verschiedenen Kollegen war er davor gewarnt worden, dem angeblichen Inhaber dieser„Klinik" Instrumente auf Kredit zu überlassen. Er ver- folgte den„Herrn Doktor" und ließ ihn vor der nächsten Polizei» wache festnehmen. Entrüstet äußerte nun der Verhaftete, er müsse die Polizei für alle Folgen verantwortlich machen, da er durch die Verhaftung seine„Sprechstunde" versäume. Im Laufe eines Kreuzverhör� entpuppte sich dann der Festgenommene als ein schon längst gefuchter Schwindler mit Namen Vordank. Er wurde dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Im Kunstsalon Paul llassirer wird die gegenwärtige AuS» stcllung am Montag, den IS. Februar, abend» 6 Uhr, geschlossen. Die neue Ausstellung wird am Donnerstag, den 21. Februar, er- öffnet. Sie umfaßt eine Sammlung von Werken Cam,lle Pissaros, sowie Arbeiten von Paul Baum, Heinrich Linde-Walther, Ernst Oppler und Orlik. Freie Hochschule Berlin. Am Dienstag, den 19. Februar be» ginnt Herr Friedr. Moest, Direktor der Reicherschen Hochschule für dramatische Kunst, seinen zweiten EykluS über„Die Kunst des Vortrages". Die Vorträge find mit Uebungen der Hörer ver. Kunden, sie finden an den folgenden Dienstagen, abends von �8 bis % 10 Uhr in der Reicherschen Hochschule in der Grolmannstr. 27 lam Savignhplatz) statt. Hörerkarten bei Amelang, Nicolai, Hahne, Plothow, Schildberger, Schimmel, A. Seydel-Charlottenburg, Staar, Tapp und an der Konzertkasse Wertheim. Arbeiter-Bildungsschule Berlin. Heute abend 7 Uhr in den . Arminhallen", Kommandantenstr. 20, Bortrag des Genossen Simon Katzenstein über„Fortbildung des Arbeitsvertrage»". Zahlreicher Besuch wird erwartet. Der Gesangverein„Kornblume" und der„Ouartettverein 1897' sM. d. A.-S.-B.) halten heute abend in Kellers Festsälen ein Konzert ab. Da» reichhaltige Programm verspricht einen genuß- reichen Abend. Steinhausen-AuSstellung. Am Montag, den 18. Februar, eröffnet die»Freie Lehrervereinigung für Kunstpflege" in den Räumen des«Ibrecht Dürer-HaufeS, Kronenstraße 18, eine Steinhausen-AuSstellung. Die Ausstellung gewährt einen umfassenden Ueberblick über da» graphische Schaffen de? Künstlers. Sie bietet neben sämtlichen Vervielfältigungen �Lithographien, Radierungen nsw.) auch eine beträchtliche Anzahl von Originalhandzeichnuiigen. Der Eintritt ist frei. Zeugen gesucht. Am 19. Januar 1907, nachmittags Vz2 Uhr, wurde die Kontoristin Ottilie Rehseld von der Elektrischen(Linie 38) in der Badstraße, Ecke Grünthalerstraße, überfahren und ist jetzt ihren Verletzungen erlegen. Die Dame, welche sich das Taschentuch vor die Augen hielt, als sie das Unglück sah und schreiend davon- lief, und der Herr mit einem Ann sowie sonstige Augenzeugen werden höflich gebeten, ihre werte Adresse der Mutter der Ver- unglückten Grünthalerstr. 1a III aufzugeben. Der Zoologische Garten hat seine Drosselsammlung um zwei seltene, unter sich zwar ähnliche, aber geographisch weit voneinander getrennt lebende Arten vermehrt. Die nach ihrem eintönigen Grau sogenannte Einfarbdrossel stammt aus dem nördlichen Indien, Während die Weißbauchdrossel, namentlich durch die schwarzweiß gestrichelte Kehle von jener unterschieden, von Südamerika kommt. Das neue Vogelhaus, in dem auch die beiden vorstehenden Arten untergebracht sino und die Fasanerie beherbergen gege-wärtig die stattliche Zahl von zwölf verschiedenen ausländischen echten Drossel- arten, wozu noch sieben Schama- und Spottdrossel ähnliche Ver- wandte kommen, eine Zusammenstellung, die wohl sämtliche im Tierhandel erhältliche Formen umfaßt. Arbriter-Samariter-Kolonne. Montagabend 9 Uhr 1. Abteilung DreSdenerstr. 45: Vortrag über gefahrdrohende KrankheitSzustände. Vortragende Frl. Dr. Profö. Daran anschließend praktische Uebungen. Heute, Sonntag, präzise 6 Uhr, in demselben Lokale Lichtbildervortrag. 1. Teil: Eine Reise durch die sächsisch-böhmische Schweiz. 2. Teil: Eine Rheinfahrt Köln-RüdeSheim. Nachdem: Tanz. Zu allen Veranstaltungen sind Gäste angenehm. Neue Mit- glieder rönnen jederzeit eintreten. Vorort- JVadmebten* Schöneberg. Die beiden Stadtverirbnete»trsatzw.ahlen für die aus- geschiedenen Stadtverordneten Gansow(2. Abt.) und v. Gordon (1. Abt.) brachten den Liberalen zwei neue Mandate. ES wurden gewählt der Gymnasialdirektor Professor W c t e k a m p und der praktische Arzt Dr. I a c o b y. Die Einwohnerzahl der Stadt Schöncberg betrug am 1. Jan. dieses Jahres nach den Ermittelungen des statistischen Amtes 152 616 Personen. Seit der letzten Volkszählung ist mithin eine Vermehrung um � 11 606 Personen eingetreten, davon entfallen auf das verflossene Jahr 11211 Personen. Seit den letzten sechs Jahren ist das die größte Bevölkerungszunahme. Die Zähl der Geburten betrug im vergangenen Jahre 8330, gestorben sind 1515 Personen, darunter 478 im ersten Lebensjahr. Zugezogen waren im Jahre 1906 61 871, fortgezogen 52 475 Perfoncm Die Entwürfe für den neuen SchSncbergcr Stadlpark, die infolge des vom Magistrat erlassenen Preisausschreibens eingegangen sind, werden in der Zeit voni 18. Februar bis 10. März, von vormittags 10 Uhr bis nachmittags 2 Uhr. im Modellsaale der Schöneberger Hauplfeuerivache. Feurigstr. 68/64, zur allgemeinen Besichtigung öffentlich ausgestellt. Wilmersdorf. Auf zur Stichwahl! Die Havptwahlen in der 3. Abteilung zum neuen Stadt» Parlament haben noch kein endgültiges Resultat gebrqcht. Zu wählen waren 16 Vertreter, von denen die Hälfte bekanntlich Hausbesitzer sein müssen. AuS dem ersten Wahlgang gingen als definitiv gewählt hervor vier bürgerliche Hausbesitzer und zwei bürgerliche Nichtangcscssene! mithin sind noch zehn Stadtverordnete zu wählen, von denen sechs Nichtangesessene sein können. Die Sozialdemokratie ist daher mit sechs ihrer Kandidaten an der am Dienstag, den 19. Februar, stattfindenden Stichwahl be» teiligt. Die Wahl beginnt früh 10 Uhr und dauert ununterbrochen bis abends 8 Uhr. Es gilt deshalb, uns zum zweiten Male mit unseren Gegnern in einem schweren Kampfe zu messen. Da jetzt nur an einem Tage gewählt wird, so ist es wohl möglich, bei Auf» bietung aller Kräfte einen Erfolg zu erzielen. Darum muß eS eines jeden Parteigenossen Pflicht sein, wo er nur irgend mit Wählern zusammenkommt, dieselben auf die hohe Bedeutung der Wahl aufmerksam zu mächen. Da» Ziel, in der 3. Abteilung über die bürgerlichen Parteien den Sieg zu erringen, muß jeden aufgeklärten Arbeiter zu einer nachdrücklichen, anhaltenden Agi- tation anspornen. Aber nur aus eigener Kraft wollen wir siegen. Auf die Liebcswerbungen einiger Herren von dem einige Tage vor der Hauptwahl vom bürgerlichen Block abgesplitterten„libe- ralen Verein" können wir uns unter keinen Umständen einlassen. Sie sind moralisch und politisch ebenso zu bewerten wie ihre Freunde aus dem anderen bürgerlichen Lager. Bis kurz vor der Absplitterung waren sie mit ihnen einig in der Bekämpfung der Sozialdemokratie. Sogar ihr jetziger eifrigster Wortführer, Herr Oberstabsarzt a. D. Dr. T u b e n t h a l, war der erste, der Anfang Sommer de» vorigen Jahres im örtlichen„Lokalblättchcn" folgende Devise ausgab:„Um den immer mehr um sich greifenden Teyroris- muS(gemeint war der Lokalkampf) der Wilmersdorfer Sozial- demokraten niederzuhalten, und bei den kommenden Stadtverord- netenwahlen der jungen Stadt Wilmersdorf nicht die Schande angedeihen zu lassen, daß Sozialdemokraten ins Rathaus einziehen, ist es notwendig, daß sich da« gesamte Bürgertum zu einem ge- meinsamen Block zusammenschließt!" Dieses Signal hatte den Erfolg, daß die sogenannte„Bereinigung aller Parteien" zustande kam. AuS solchem Holze sind nun die abtrünnigen Liberalen ge- schnitzt. Lassen wir sie deshalb ihre Hausbesitzer allein wählen; wir wählen nur unsere Kandidaten, auf die in allen Fällen Verlaß ist. Keiner von uns darf einem bürgerlichen oder liberalen Haus- besitzer seine Stimme geben. Noch muß es uns gelingen,«inen Teil der Reserven für unsere Sache zu gewinnen. Wir bauen hierbei auf die nie versiegende Werbekraft des Sozialismus, die auch in unserem Orte in der letzten Zeit gewaltig« Fortschritte zu ver- zeichnen hat. Wir haben beispielsweise bei der letzten Reichstag». wähl 2800 Stimmen neu gewonnen und sind jetzt die stärkste Partei in dieser jungen Bcamtenstadt. Und bei der Stadtverordnetenwahl stieg die Stimmenzahl— unter den gleich ungünstigen Bedingungen wie bei der Gemeindewahl— seit März vorigen Jahres von 900 auf 1388. Also wie man sieht, ist die stetige Agitationsarbeit auf fruchtbaren Boden gefallen. In der Hauptwahl erhielten unsere Genossen folgende Stimmenzahl: Dr. Westphal 1388, Maurer Behrendt 1386, Buch- drucker Feese 1378, Bildhauer Pieper 1373, Maurer Köpping 1370, Stukkateur Gladigow 1368, Drechsler Kiefer 1867 und Dachdecker Henkel 1860. Die bürgerlichen Kandidaten, die mit in Stichwahl stehen, erreichten eine Stimmenzahl von 1375 bis 1722. Von den gewählten bürgerlichen Kandidaten erreichte einer die Höchst. stimmenzahl von 2542. Nun, Genossen, frisch ans Werkl Großes steht auf dem Spiel. Am heutigen Sonntagnachmittag, Uhr, findet im Luisenpark eine Wählerversammlung statt, in der Redakteur Genosse D ü w« l l- Berlin referieren wird. Genoffen, agitiert für regen Besuch dieser Versammlung. Ferner werden die Genossen ersucht, zwecks Arbeit am Wahltag sich Dienstag früh 8 Uhr im Zentralbureau, Luisenpart. Wilhelmsaue 112, einzufinden. Auch dt« Genossen zum Schleppen müssen zahlreich erscheinen,- Groß-Lichterfelde. Ein grausiger Leichensund wurde gestern auf dem Teltowkanal gemacht. Schiffer, die mit einem Eisbrecher vordrangen, ent- deckten in der Nähe der Anhalter Brücke auf dem Eise eine kleine Kiste und als sie dieselbe öffneten, kam der Leichnam eines Kindes um Vorschein. Irgendwelche Beweisstücke, die zur Ermittelung er Mutter führen könnten, wurden nicht gefunden. Die Leiche wurde von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt und wird obduziert werden. Ober- Schöneweide. Bei dem ftattgefunbenen Maskenball des Arbeiter-Gesang» Vereins„Liedertafel" ist ein Ring gefunden worden. Derselbe ist abzuholen bei Herrlitz, Rathenaustr. 2. Köpenick. In der Stadtverordnetenversammlung am Freitag gelangte zu- nächst ein Antrag der Bczirksvereine und des Haus- und Grund- besitzervereins zur Verhandlung, wonach 2000 M. für eine Reklame über die Vorzüge Köpenicks gefordert werden. Nach den Plänen sind vorgesehen Reilametafcln in den Wagen der Großen Berliner und der Vorortbahnen, sowie Bilder durch Scheinwerfer im Winter- garten und Zirkus Busch. Stadtv. C u n i tz, der die Begründung des Antrages vollzog, machte sich die Sache leicht; er folgerte einfach, wenn Steuerkräftige auf den Rummel hereingefallen sind, wird kräftiger gebaut und den Nutzen hat die Arbeiterschaft, ein Stand- Punkt, welcher vom Genossen Herbst zurückgewiesen wurde. Den meisten Nutzen hätten in erster Linie die Hausagrarier. Stadtv. Schubert spielte auf die Verrufung Köpenicks seit dem Krawall 1890 an, hütete sich aber, deutlicher zu werden. Auf Antrag deS Stadtv. Cunitz wurde sogar namentlich abgestimmt und der Antrag angenommen. Ein Antrag, dem Magistrat den Reklamerummel zur Berücksichtigung zu überweisen, wurde abgelehnt. Der Etat der städtischen Gaswerke gelangte debattelos zur Annahme. Beim Etat der städtischen Straßenbahn(Titel 5 und 6, Wagenunter- Haltung und Bahnunterhaltung) brachte Genosse Herbst zur Sprache, daß der ausgesetzte Stundenlohn für Schlosser von 43 Pf. und der Streckenarbeiter von 33 Pf. sowie bei Nachtarbeit 50 bezw. 38 Pf. zu niedrig ist, allen Anforderungen an die Lebenshaltung zu genügen. Er wünschte eine Aufbesserung der Stundenlöhne auf 45 bczw. 35 Pf. und 25 Proz. Aufschlag für Nachtarbeit. Stadt- rat I e n n e. der noch nie im Gerüche großer Arbeiterfreundlichkeit gestanden, verteidigte denn auch das Verhalten der Straßenbahn- kommission unter dem Hinweis, daß auf Grund der gesicherten „Existenz" soviel Arbeitskräfte vorhanden sind, daß kein Aufschlag erfolgen braucht. Höhere Löhne würden bereits gezahlt, wenn man die Tüchtigkeit des Betreffenden erkannt hätte. Auf einen tinweis des Genossen Nieke. daß das Fahrpersonol bis zu fünfzehn iunden Dienst täglich erledigen muß. antwortete der Dezernent mit dem Ausspruch:„Das ist nicht wahr! Davon weiß ich nichts. Auch dieser Etat wurde hierauf genehmigt. Abgelehnt wiirde zum Schluß der Antrag des Restaurationsinhabers von Marienlust betreffs Errichtung eines Wirtschaftsgebäudes. Nieder- Schönhausen. Mit der Regelung der Beamtengehälter beschäftigte sich die letzte Gemcindevertretersibung. ES wurde beschlossen, das Anfangsgehalt des ersten Sekretärs und ersten Rendanten auf 2900 M. steigend in 18 Jahren bis auf 4500 M. festzusetzen. Das Anfangsgehalt der Sekretäre soll 2300 M. und da? Höchstgehalt in 2t Jahren 4000 M. betragen. Das Anfangsgchalt der Bureau- assistcntcn ist auf 2000 M. und das Höchstgehalt in 21 Jahren auf 3200 M. festgesetzt. Das der Unterbcamten(Gemeindediener) auf 1600 M. und das Höchstgehalt in 18 Jahren auf 2200 M. Der Friedhofsinspektor soll anstatt 1800 M. 2100 M. beziehen. Die beiden Maschinenmeister erhalten je eine Zulage von 150 M. und die drei Heizer eine solche von 50 M. Die Nachtwächter sind bei der Gehaltsregulierung unberücksichtigt geblieben, angeblich, weil sie schon günstig gestellt und pensionsberechtigt sind. Oranienburg. Eine Störung im Verkehrsbetriebe der Rordbahn entstand am Freitag aus ganz eigenartigen Ursachen. Auf dem Bahnübergang in der Bernauerstraße in Oranienburg war das Pferd emes ArbcitSwagenS gestürzt und das Tier lag derartig auf dem Bahn- körper. daß der Verkehr für die Züge gesperrt werden mußte. Die Bemühungen, das gefallene Pferd auf die Beine zu bringen, nahmen fast eine halbe Stunde in Anspruch und mußten die fälligen Züge aus diesem Grunde auf den nächsten Blockstationcn angehalten werden. Seitens der Bewohner des Vorortes Oranien- bürg ist schon seit Jahren die Höherlegung d«S Bahnkörpers mit Rücksicht auf die Verkehrsverhältnisse sowie auch die Gefährdung des Bahnbetriebes gefordert worden. ßkrichtö-Zeituiig« Hat der Reisende hei Gcschästsvertäufen von dem alte« GtfchdstS» inhaber Provision zu beanspruche«? Diese Rechtsfrage unterlag gestern der Entscheidung der ersten Kammer des Kausmannögerichts. Der Reisende Eduard O. war von der Tücher» und Handschuhhandlung von Oswald Baer gegen ein Fixum nebst 5 Proz. der verntittelten Auf- träge engagiert worden. Am 30. August brachte O. einen Auftrag über 330 M. Der Beklagte verkaufte indessen fein Geschäft und dieses ging schon am... September in die Hände des neuen Besitzers über. Keiner der beiden Geschäftsinhaber wollte nun dem Reisenden die Proviston bezahlen; der neue Besitzer erklärte ihm, er hätte zwar den Auftrag mit beim Gcschäftskauf übernommen, hingegen keinerlei Berpflichtungeu, die der frühere Geschäftsinhaber nach dritter Seite etwa habe. Der Reisende machte nunmehr seinen ProvisionSauspruch gegen seinen früheren Chef vor dem Kaufmannsgericht geltend, und auch der Beklagte wollte, wie er in der gestrigen Verhandlung ausführte, zur Zahlung der Provision nicht verpflichtet fein. Er machte geltend, daß der Auftrag von dem jetzigen Geschäftsinhaber zur AuS- führung gelangt ist und daß dieser auch den Nutzen von dem Auf- trag gewonnen habe. Er selbst habe, einen Tag vor. der Geschäfts- Übergabe, nicht den geringsten Gewinn aus dem Auftrag ge- zogen und könne mithin auch nicht noch die Provision aus seiner Tasche bezahlen. Der Kläger möge sich an den neuen Geschäfts- inhaber halten. Das Kaufmannögericht trat der Suffassuna des Beklagten nicht bei, war vielmehr der Ansicht, daß dieser als früherer Geschäftsinhaber und Prinzipal de» Klägers die Provision zu zahlen habe. Der Beklagte habe den Auftrag ohne Ein« Wendung entgegen aenomnien und damit auch die vertragliche» Verpflichtuugen zur Zahlung der Provision übernommen. Daß erst der Nachfolger den Auftrag ausgeführt habe, sei für Beurteilung der Sachlage tttierheblich. Der Beklagte zahlte darauf Vergleichs- weise 15 M._ Ausübung des KoalitionSrechtS— grober Unfug! Im Juni vorigen Jahre» begab sich Genosse K n ü p f e r. einer tclcphonischeu Aufforderung folgend, nach dem Stettiner Bahnhof, wo ein Trupp böhmischer Arbeiter, die ein Agent in Brünn an- geworben hatte, im Begriff war, nach Greijswald zu fahren, um dort als Streikbrecher bei der Aussperrung ver Maurer upd Bau- arbeitcr verwendet zu werde». Ohne viele Umstände konnte sich Knüpfe r mit den böhmischen! Arbeitern verständigen. Er erfuhr, daß sie von dem Agenten betört waren. Denn daß sie in Greifs, Wald den Ausgesperrten in den Rücken fallen sollten, davon war ihnen nichts gesagt worden. Da die meisten der Böhmen gewerk. schaftlich orgamsiert waren, so bedurfte c« keiner weiteren lieber» redung. die Arbeiter erklärten dem Genossen Knüpfer, daß sie unter diesen Umständen nicht nach Gvetfsivold fahren würden. Nun kam der Maurcrmelster Kerstcn aus Greifswald hinzu und verlangte von den Böhmen, daß sie ihm nach Grcifswald folgen. Knüpfer erklärte bestimmt: Di« Arbeiter fahren nicht nach Greifs- Wald, da» haben sie mir versprochen.— Da» wollen wir mal sehen sagte der Maurermeister, holte einen Schutzmann, ließ die Personalien Knüpfer» feststelle» und später erhielt Knüpfer denn auch eine Anklage. Der§ 153 der Gsyerbcordnung konnte ja 32 lange Kerl Thalia Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Bis früh um fünfe Allabendlich: Eine luftige Doppelehe. Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Maria Stuart. Sonntagnachmittag 24, Uhr: Der Hochtourist. in diesem Falle nicht angewandt werden, denn die als Streifbrecher| Auch hierfür ist die Sozialdemokratie stets eingetreten. Wie stehen Kleines Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Nachtashl. Abends: bestimmten Arbeiter hatten ja nach erhaltener Aufklärung, ohne aber viele der bürgerlich- freisinnigen Damen praktisch zu dieser Ein idealer Gatte. Montag: Eine triviale stomödie. Dienstag und Mitt daß eine Einwirtung auf sie nötig war, von der Reise nach Greifs. Forderung? Das Koalitionsrecht tönnen sie ihren Dienstboten woch: Ein idealer Gatte. Donnerstag: Eine triviale Stomödie. Freitag: wald Abstand zu nehmen erklärt. Aber nach alter Gewohnheit allerdings nicht verschaffen, sehr wohl könnte aber heute schon die Gin idealer Gatte. Sonnabend: Die Kralle.( Anfang 7 Uhr.) Sonntag der Polizei und Justiz wird jemand, der die verwerfliche Streit nechtende, vorsintflutliche Gesindeordnung ausgeschaltet werden, nachmittag 3 Uhr: Nachtasyl. Abends und Montag: Die Kralle. Trianon Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Wo ist Papa? Die brecherei zu verhindern sucht, bestraft, wenn sich nur irgend eine indem ein freier Dienstvertrag mit den Dienenden geschlossen Schloßfellerei. Allabendlich: Fräul. Josette meine Frau. Sonntag, den gefeßliche oder juristische Handhabe dazu bietet. So wurde auch würde. Wir wollen einmal abwarten, wie sich die Damen zu 24. Februar, nachm. 3 Uhr: Die Liebesschaukel. in diesem Falle wieder die Wahrheit des bekannten Spruches er- einem solchen Vertrage ausgearbeitet vom Berliner Verein für Luisen Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Königsleutnant. wiesen: ,, Was man nicht definieren kann, sieht man als groben Hausangestellte verhalten werden, wenn ihnen derselbe vor- Abends: Der Erbe von Baskerville. Montag: Der Königsleutnant. Diens Unfug an." Knüpfer wurde also wegen groben Unfuge angeklagt, gelegt wird. Hoffentlich gehen sie damit der Gesetzgebung mit tag: Der lange Kerl. Mittwoch: Else vom Erlenhof. Donnerstag: Der er soll durch seine Unterredung mit den Böhmen und mit dem gutem Beispiele voran. Die erwähnte Organisation. hat jahrelang Erbe von Baskerville. Freitag: Undine. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Sneewittchen. Abends: Else vom Erlenhof, Maurermeister Kersten das Publikum belästigt haben, obwohl zur unter bürgerlicher Leitung gestanden, es bedurfte erst des EinSonntagnachmittag 3 Uhr: fraglichen Zeit außer den böhmischen Arbeitern und dem Maurer- greifens der sozialdemokratischen Frauen, um dem Gedanken der Sherlock Holmes. Abends: Der Erbe von Baskerville. Montag: Der meister gar kein Publikum im Wartesaal des Stettiner Bahn- Aufstellung eines freien Dienstvertrages Geltung zu verschaffen. Zentral Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Zigeunerbaron. hofes anwesend war. Dem Schöffengericht erschien die Die Forderung der Reform der Ghegesetzgebung, die die Abends: Der Milliardär.( Anfang 7% Uhr.) Montag und Dienstag: Der Anklage so haltlos, daß es den Genossen Knüpfer freisprach. liberale Frauenpartei natürlich ebenfalls erstrebt, findet wie die williardär, Mittwoch: Die Puppe. Donnerstag bis Sonnabend: Der Die Staatsanwaltschaft beruhigte sich aber nicht bei dem Urteil. übrigen Forderungen Unterstützung durch die Sozialdemokratie. Milliardär. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Geisha. Abends und Montag: Sie legte Berufung ein und erreichte bei der Straffammer, welche Schon bei Gründung der Partei, die sich ausgesprochen in Der Milliardär. dieser Tage über den Fall zu urteilen hatte, daß Knüpfer zu Gegensatz zur Sozialdemokratie stellt, ist zu konstatieren, daß alle Bernhard Nose- Theater( früher Carl Weiß Theater). Sonntag. einer Geldstrafe von 30 m. verurteilt wurde. Während in ihre Reformforderungen, ja man tann sagen, alle liberale Forde- 18 Uhr.) Montag bis Sonnabend: Sherlock Holmes. Sonnabendnachmittag nachmittag 3 Uhr: Ausgewiesen. Abends: Sherlock Holmes.( Anfang der ersten Instanz nur ein Schuhmann als Zeuge vernommen rungen nur von der Sozialdemokratie vertreten werden. 4 Uhr: Die sieben Raben. Sonntag, den 24. Februar, nachmittags 3 Uhr wurde, ist in der Berufungsinstanz ausschließlich die Aussage des Die Rateenfänger von Hameln. Abends und Montag: Sherlock Holmes. Maurermeisters Kersten, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft tommiffarisch vernommen wurde, für die Berurteilung maßgebend gewesen. Dessen Aussage ist aber, wie Knüpfer auf das bestimmteste bersichert, vollkommen irrig. Der Zeuge Sterften gab an, Knüpfer habe ihn und die Arbeiter schon auf dem Wege vom Anhalter Bahnhof nach dem Stettiner Bahnhof belästigt und hier die Belästigung fortgesetzt. Knüpfer berief sich dagegen auf das Zeugnis eines Zimmerers aus Niel, der befunden könne, daß er sich gemeinsam mit Knüpfer vom Gewerkschaftshause direkt nach dem Stettiner Bahnhof begeben habe, wo die Böhmen bereits anwesend waren. Das Gericht lehnte die Vernehmung des Zeugen ab mit der Begründung, derselbe erscheine der Beihülfe dringend verdächtig, sein Zeugnis würde deshalb nicht als glaubwürdig angesehen werden können. Die Aussage des an der Sache in hohem Grade persönlich interessierten Maurermeisters erschien dem Gericht jedoch so glaubwürdig, daß Knüpfer daraufhin verurteilt wurde. Die Ablehnung der Vorladung des Zeugen steht mit dem Gesetz in stärkstem Kontrast. Nach dem Gesetz ist eine solche Ablehnung unzulässig. Der Versuch, durch eine Verschlechterungsnobelle Von Sattlern der Fa. Tippelskirch 20,80. t. N., 2. Wahlzur Strafprozeßordnung ähnliche Willkürlichkeiten bei der Beweis. Folies Caprice. Im Café Abels. Klabriasprozeß. aufnahme zum Gefeß zu erheben, scheiterte im Reichstag. Das freis 5,-. Von den Arbeitern und Arbeiterinnen der Norddeutschen Gebr. Herrnfeld- Theater. Sonntag nachmittag 3%, Uhr. Endlich Gesez hat aber für die vor dem Oberlandesgericht zugelassene Gummiwerke, Tempelhofer Ufer 17, Ueberschuß einer Strangspende 9,35. A. E.-G., Ackerstraße, Abt. Meister Sauer, Saal 24, allein! Der Fall Blumentopf. Jeden Abend: Ein berrüdtes Hotel Revision ausdrücklich die Rüge prosessualer Mängel ausgeschlossen. Kann demnach Genosse Knüpfer den erörterten Vorstoß 1. Rate 11,80. A. E.-G. Ackerstraße, Abt. Meister Sauer, Saal 24, Nächsten Sonntagnachmittag 3%, Uhr: Endlich allein! Der Fall Blumentopf. N. N. 27 3,-. Lotterieklub Urania Theater. Taubenstraße 48/49. Täglich: Die Feuergewalten " Glückstern" 5, der Erde.( Anfang 8 Uhr.) Nächsten Mittwoch und Sonnabendnachmittag gegen die Strafprozeßordnung vor dem Kammergericht nicht geltend 2. Rate 10,95. machen, so bleibt ihm, falls das Urteil nicht wegen des materiellen Knabe 6,-- St. 2. 3. 12,-. Otto Bartsch 2,-. Ueberschuß der 4 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Sonntag, den 24. Februar, vor Grundes aufgehoben wird, daß die eventuelle Belästigung des Kranzipende für Koll. Bauer der Schultheißbrauerei, Abt. II durch mittags 11 Uhr: Zterleben in der Bildnis. Publikums grober Unfug sein kann, ein Maurermeister aber mit Balke 6,55. Betriebswerkstatt Liebert" 6,-. Abgeliefert durch dem Publikum nicht identisch ist, nur die zivilrechtliche Schaden. B. Z., 7. Rate 18,20. Summa 111,65. M. erfastlage gegen die Richter wegen Verlegung flarer Gesetzesvorschriften. Hus der Frauenbewegung. Eine liberale Frauenpartei. Die Gründung einer liberalen Frauenpartei ist fürzlich in Berlin borgenommen worden. Maria Bifchnewska begründete in einem Vortrage die. Notwendigkeit eines festen Zusammenschlusses der Frauen, welche auf dem Boden der nationalen Bolitit stehen und zugleich in einer umfassenden Sozialreform eine der wichtigsten Aufgaben des Deutschen Reiches sehen. Die bürgerlichen Frauen haben demnach einsehen gelernt, baz ohne Partei auf Erfolge nicht zu rechnen ist. Der Liberalismus, dem sie bei allen möglichen Gelegenheiten nachliefen, ihm ihre Hilfe anboten und von ihm verlangten, er solle in den Barlamenten die speziellen Nechte der Damen verfechten, hat meistens versagt. In den Reihen des Freisinns ist keine besondere Borliebe für die Frauenbewegung vorhanden und das konnte nicht verborgen bleiben. Daher gelangte man zur Gründung einer besonderen Frauenpartei. Was hat das aber für einen 3wed? Die Damen werden über Zwed und Ziele wohl selbst kaum im Klaren sein. Gine bürgerliche Partei ohne Parlamentsvertretung ist bedeutungslos. Die neugebackene liberale Frauenpartei wird genau so erfolglos bleiben wie die bürgerlichen Frauenrechtlerinnen bisher waren. Der Freisinn wird sich nun ebensowenig um die Damen fümmern, wie er es vordem getan hat. Das liegt in der Natur der Sache. Die bürgerliche Frau tämpft gegen den Mann ihrer eigenen Klasse, um an der Beherrschung der anderen Klaffe teilzunehmen, aber die Herrscher haben nicht Luft ihre Oberhoheit Laufzugeben. 1 13233 6883 Für ihre weiteren Forderungen wird die Frauenpartei aber volles Verständnis bei den nationalen Parteien finden. So will man z. B. eine Armee und eine Flotte, welche Deutschland befähigen seine Weltmachtstellung aufrecht zu erhalten". In nationaler Phraseologie konkurrieren die Frauen mit den männlichen Liberalen. Verwunderlich ist nur, daß schließlich auch noch das Kapitel Friedensbestrebungen" kultiviert werden soll. verlangt genau wie die Sozialdemokratie- daß internationale Streitigkeiten auf schiedsgerichtlichem Wege geschlichtet werden sollen. Wozu dann dem deutschen Volk noch weitere ungeheure Ausgaben für Armee und Marine aufpacken? Residenz Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Schlafwagen fontrolleur. Sonst allabendlich: Haben Sie nichts zu verzollen? Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Prinz- Gemahl. Man allabendlich: Der Teufel lacht dazu. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Metropol- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Auf ins Metropol. Aus ins Metropol. Es ist immer dasselbe Bild, das die Bürgerlichen ausstellen, dem arbeitenden Wolfe wird etwas Zußerbrot gezeigt, damit es die Fesseln nicht sehen soll. die man ihm anlegt und noch fester anziehen will. Zum Wahlfonds Bereits quittiert 21 667,51 M. Summa 21 779,16 M. Weitere Beiträge werden in unserer Expedition entgegen. genommen. Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Beuntung für jedermann, SW., Alexandrinenftr. 26. Geöffnet täglich von 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr. In den Lesesälen liegen zurzeit 515 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art und Richtung aus. Lese- und Diskutierklub" Moabit". Montag, den 18. d. Mts., Bortrag bei Bachstein, Salzwedelerstr. 16. Verein der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Abteilung IV. Sonntag, den 17. Februar, nachm. 3 Uhr: Versammlung bei Litfin, Memeler 67. Gäste willkommen. Konsumgenossenschaft Berlin uns umgegend( 2. und 16. Berkaufsstelle). Heute abend 5%, Uhr in den Berolina- Festfälen", Schönhauser Allee 28: Bortrag des Genossen Heinrich Stühmer Karlshorst über: " Das Genoffenschaftswesen". Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein. Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. Königl. Opernhaus. Salome.( Anfang 8 Uhr.) Montag: Zann häuser. Dienstag: Falstaff. Mittwoch: Don Juan. Donnerstag: Salome. ( Anfang 8 Uhr.) Freitag: Siegfried.( Anjang 7 Uhr.) Sonnabend: Der Bostillion von Lonjumeau. Das war tch. Sonntag: Lohengrin.( Anfang 7 Uhr.) Montag: Salome.( Anfang 8 Uhr.) Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: • Apollo Theater. Sonntagnachmittag 3%, Uhr: Das blaue Bild. Allabendlich: Die schöne Bestalin. Spezialitäten. Deutsch: Amerikanisches Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: eber'n großen Teich. Täglich: Der Sorgenbrecher. Nächsten Sonntag. nachmittag 3 Uhr: Ueber'n großen Teich. Palast Theater. Spezialitäten. Walhalla- Theater. Spezialitäten. Reichshallen. Theater. Stettiner Sänger. Passage Theater. Spezialitäten. Wintergarten. Sabaret. Otto Reutter. Spezialitäten. Karl Haverland- Theater. Spezialitäten. Kajino Theater. Allabendlich: Ledige Leute. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Mutter Gräbert. Heute und nächsten Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Friedrichstr. 16, Aufgang 4, eine Treppe( Dandelsstätte Bellealliance, Durchgang auch Lindenstr. 101), wochentäglich von 7 bis 9 1hr abends statt. Geöffnet 7 1hr. Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. R. P. 87. Ihre Tochter tann auf Gehalt, Stur und Verpflegung für 23. 179. die Dauer der Krankheit mit Aussicht auf Erfolg lagen. Wenden Sie sich an die Frauenflinit. 9. P. 29. 1. Ja. 2. 1, Meile. 28. 9. 999. 1. In viejem Falle müßte das Mädchen selbst aufkommen. 2. Ja. 2. F. 151. Nach zutreffender aber bestrittener Ansicht nein. Eberswalde 55. Grundsäßlich lehnen wir ab, Firmen und dergleichen zu empfehlen. A. B. 1. Früher Poststraße. Seit etwa 10 Jahren Bimmerstraße. 2. Mit dem vollendeten 21. Jahre werden Männer und Mädchen volljährig. Rosa 28. 1. Ja. 2. Den fann sie sich selber nehmen. 3. Nein. B. W. 53. Wenn das Urteil rechtsfräftig geworden ift, so beantragen Sie beim Gericht Festsetzung der zu erstattenden Stoften. Trener Leser H. H. Die Strafe würde Geldstrafe, fönnte aber auch Haftstrafe bis 6 Wochen betragen. Die Ausweisung aus England würde schwerlich erfolgen. 2. 4. 1. Ja. 2. Sie haften mit Ihrem bollen Bermögen, wenn Sie die Erbschaft angetreten haben. 23. Sch. 24. Der Sohn hat die Staatsangehörigkeit seines Vaters. Db er in Zwidau, Breslau oder Moskau geboren ist, ist unerheblich. Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Markthallen Direktion.( Großhandel.) Rindfleisch Ia 69-74 pr. 100 Bib., IIa 63-68, IIIa 57-62, IVa 49-55, bän. Bullen 60-65, holl. 0,00. Stalbfleisch, Doppelländer 110-125, Ia 82-90, IIa 72-80, IIIa 54-68, Königl. Schauspielhaus. Sonntag: Goldfische. Montag: Die holländ. 0,00, bän. 60-68. Hammelfleisch Ia 67-76, IIa 50-65, Journalisten. Dienstag: Uriel Acosta. Mittwoch: Wallenfteins Lager. Die Schweinefleisch 58-61. Rehwild, mit Abschußattest, per Bfd. 0,80-0,90, Biccolomini. Donnerstag: Wallensteins Tod. Freitag: Uriel Acosta. Sonn- Rotwild Ia plomb. 0,40-0,50, dito IIa 0,00, dito Sälber 0,40 abend: Das Glashaus. Sonntag nachmittag 2 Uhr: Wallensteins Rager. bis 0,50. Frischlinge 0,00. Hajen, plomb. per Stüd 3,25-3,40, do. II Damwild 0,40-0,55, do. Stälber 0,00. Wildschweine 0,40 abend: Das Glashaus. Sonntag nachmittag 2 Uhr: Wallensteins Lager. bis 0,55. Die Biccolomini. Abends: Wallensteins Tod. Montag: Klein Dorrit. Neues königl. Opern- Theater. Sonntag, den 17. Februar: Die 1,00-1,60, Staninchen per Stüd 0,70-1,00. Wildenten per Stüd 1,50. Die neue Partei hat sich zudem auch noch ein Programm Räuber. Sonntag, den 24, Februar: Wie die Alten fungen.( Anfang 7 Uhr.) Hübner, alte per Stüd 1,30-2,50, bo. IIa 0,70-1,30, bo. junge per gegeben, das wohl schwerlich in allen Punkten den Beifall der Schiller Theater 0. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Maria Stuart. Stüid 0,80-1,70. Tauben per Stüd 0,40-0,75, junge fleine 0,00, italienische männlichen Liberalen finden wird. Da ist z. B. die Forderung Abends: Hasemanns Töchter. Montag: Minna von Barnhelm. Dienstag: 1,00. Enten per Stüd 1,50-2,70, dito Hamburger junge per Stüd des allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlrechtes zum Reichs- Der Kaiserjäger. Mittwoch: Die Räuber. Donnerstag: Jugend. Freitag: 3,00-8,70. Gänse, Hamburger per Pfund 1,10-1,20, Eis 0,58-0,63. tag und zu den Landtagen für Männer und Frauen. Ferner Minna von Barnhelm. Sonnabend: Jugend. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Hechte per 100 Bfund 88-96, groß 65-70, Hein 0,00. Bander 126-130, flein 0,00, Schleie, unsortiert 0,00, flein 0,00. Bleie 51-52. die Forderung des Wahlrechtes der Frauen zu den Handelsgerichten Maria Stuart. Abends: Der Kaiserjäger. Montag: Jugend. Aale, groß 0,00, mittel 0,00, flein und mittel 0,00. Blöken 0,00, und Gewerbegerichten. Beides find alte forderungen der Sozial- Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Abends: Die rote Robe. Montag groß 59-62, flein 47-51. Starpfen, 75-90er 56-61, bo. 40-60er 60-62. demokratie. Wie die Freijinnigen derartigen Forderungen gegen- und Dienstag: Jm bunten Rod. Mittwoch: Jugend. Donnerstag: Fiesto. Bunte Fische 0,00, Barse, Klein, matt 0,00, bo. 81-82. Sarauschen 0,00. überstehen, ist genügend hervorgetreten durch die Verhandlungen Freitag und Sonnabend: Im bunten Rod. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Wels 0.00. Duappen 0,00. Bleifische 0,00. Amerikanischer Lachs Ia des Reid stages in der letzten Seffion. Genau so verhält es sich Wallensteins Tod. Abends: Jm bunten Rod. Montag: Fiesto. neuer per 100 36. 110-130, do. Ila neuer 90-100, do. IIIa neuer 75. Schiller- Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag Seelachs 25-30, Sprotten, Stieler, Wall 1,00-1,35, Danziger, Kiste mit der Einführung eines freien Vereins- und Versammlungs rechtes. Die liberalen Männer denken gar nicht daran, diese nachmittag 3 Uhr: Die Teufelskirche. Abends: Adieu Therese. Sein Alibi. 1.20. Flundern, Stieler, Stiege Ia 3-4, do. mittel per Stifte 2-3, Hamb. Ob der Montag: Der Familientag. Dienstag: Adieu Therese. Sein Alibi. Mitt Stiege 4-5, halbe Stifte 1,50-2. Büdlinge, per Wall Stieler 3,50-5,00, Forderungent der Frauen wirksam zu unterstüßen. Aale, groß per Pid. 1,10-1,30, mittelgroß 0,80-1,00, Programmjob: gefeßliche Abschaffung der Reglementierung der woch: Die von Hochsattel. Donnerstag: Adieu Therese. Sein Alibi. Frei Stralsunder' 0,00. tag: Der Familientag. Sonnabend: Die von Hochsattel. Sonntag flein 0,50-0,60. Seringe per Schod 5-9. Schellfische Seifte 5-6, do, Prostituierten die Bustimmung der Männerpartei findet, erscheint nachmittag 3 Uhr: Die Teufelskirche. Abends: Adieu Therese. Sein Alibi., Stifte 3,00. Stablian, p. 100 Bfd. 25-30. Heilbutt 0,00. Sardellen, 1902er ebenfalls zweifelhaft. Es gibt Städte mit überwiegend freisinniger Montag: Unbestimmt. per Anker 94, 1904er 93, 1905er 90, 1906er 75-80. Schottische Bollheringe Vertretung Stadtparlament, wo die schon durch ihr trauriges Neues Schauspielhaus. Sonntag: Herthas Hochzeit. Montag: Web' 1905 0,00, large 44-45, full. 38-40, med. 35-42, beutsche 87-44. Gewerbe fogachteten Geschöpfe völlig ihrer Bewegungsfreiheit dem, der lügt. Dienstag bis Sonntag: Herthas Hochzeit. Montag: Beginn Heringe, neue Matjes, per/ To. 60-120. Sardinen, rusf., Faß 1,50-1,60. Bratheringe, Büchse( 4 Liter) 1,50-1,75. Neunaugen, beraubt werbe Auch den Punkt„ Arbeiterfragen" weist dieses der Kainz- Gaftspiele. Leffing- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Weber. Abends: Schocjaß 11, fleine 5-6, Riesen- 14. Cier, Lands, per Schod 5,60-5,80. Butter Programm auman fordert unter anderm: Gefeßliche Einführung Die Wildente.( Anfang 7% Uhr.) Montag: Und Pippa tanzt Dienstag: per 100 Bfd. Ia 114-118, Ila 110-115, IIIa 108-112, abfallende 90-100. des 8 stündigen Abelistages; allgemeine Mutterschaftsversicherung; Das Blumenboot. Mittwoch: Benn wir Toten erwachen. Donnerstag: Saure Gurten Schod 3,50-4,00, Pfeffergurten 3,50-4,00. Startoffeln grundsägliche Refoot/ der Heimarbeit. Fuhrmann Henschel. Freitag: Hedda Gabler. Sonnabend: Mieze und per 100 Pid. 0,00, magnum bonum 2,50-2,75, Dabersche 2,50-2,75, Maria. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die versunkene Glode. Abends: Mieze Rosen 0,00, weiße 2,25-2,50, Salatkartoffeln 5,00-6,00. Spinat und Maria. Montag: Rosenmontag. 25-40. 100 Pfund Starotten per 100 Pfund 10-12. Deutsches Theater. Sonntag und Montag: Romeo und Julia. Sellerie, hiesige, per Schock 3,00-7,00, do. pommersche 7,00-8,00. 8wiebein Dienstag: Ein Sommernachtstraum. Mittwoch und Donnerstag: Romeo große, per 100 fd. 3,50-4,00, do. Kleine 3,00-3,50. do. hiesige( Berl) und Julia. Freitag: Der Staufmann von Benedig. Sonnabend und Sonn- 0,00. Charlotten 0,00. Petersilie, grün, Schockbund 2-3. Kohlrabi per Schock 0,00. Rettig, bayr., per Schod 2,40-4,80. Mohrrüben per 100 Pfund tag: Romeo und Julia. Montag: Der Kaufmann von Benedig. Kammerspiele des Deutschen Theaters. Sonntag, den 17. Febr.: 8,50-6,00. Teltower Rüben per 100 Pfd. 7-10. Weiße Rüben, große 2 bis Frühlings Erwachen. Montag: Das Friedensfest. Dienstag: Gespenster. 2,50, fleine 6-8. Rote Rüben 2,00-2,50. Blumentohl ital. p. Stopf 0,18-0,50. Mittwoch und Donnerstag: Frühlings Erwachen. Freitag: Gespenster. Stohlrüben per Schod 2-2,50. Wirsingfohl per 100 Bfb. 8-3,00. Rotfohl Sonnabend, den 23., und Sonntag, den 24. Februar: Frühlings Erwachen. per 100 Bfd. 3-3,50. Weißfohl 100 Pfd. 2,75-3,00. Rosenfohl per 100 Bfb. Montag: Hedda Gabler.( Anfang 8 Uhr.) 25-35. Grünkohl per 100 Bfd. 5-7. Schnittlauch 12 Töpfe 2,00-3,00. Diese dret Jorderungen werden von der Sozialdemokratie längst vertreten. Bereits im Jahre 1877 reichte die sozialdemofratische Frattion im Reichstage einen umfassenden Arbeiterschutzgesetzentwurf ein; den ersten, der im deutschen Reichstage auf die Tagesordnung fam. per Witterungsübersicht vom 16. Februar 1907, morgens S 1hr. Dieser Entwurf berlengt vor allem: Einen Marimalarbeitstag: für Männer 10 Stunden, Sonnabends 9 Stunden für Arbeiterinnen und jugendliche Arbeiter unter 18 Jahren 8 Stunden. Regelung der Bausen, des Beginnes und Endes der Arbeitszeit. Der Antrag ist unerledigt geblieben, dank der Arbeiterfreundlichkeit" der bürgerlichen Parteien. Neues Theater. Montag bis Freitag: Meißner Porzellan. Sonn- Birnen, per 100 Pfd. hiesige 0,00, böhm. 10-20, ifal. 35-88. Alepfel, per 100 Bfb., biesige 6-23, Gravensteiner 0,00. Tiroler in Fässern 0,00, stifte Und die freisinnigen Abgordneten werden auch nicht mit abend: Maison Poupée. Montag: Unbestimmt. Theater des Westens. Sonntagmittag 12 Uhr: Matinee, Irene 32-60, Amerit. 17-30. Zitronen, Messina, 300 Stüd 7,00-9,00, 360 Stid großer Begeisterung für die Foderungen der bürgerlichen FrauenMurcia partei eintreten. Die Liberalen snd in der Mehrzahl keine Arbeiter Sanden. Nachmittags 3 Uhr: Undine. Abends: Cousin Bobby. Montag 7,00-9,00, 200 Stüd 9-12. Apfelsinen, Jaffa, per stifte 0,00, do. 300 er 8-10, Valencia 420 er Stifte 14-24,00, und als Arbeitgeber resp. Angehörge der befizenden Klasse, stellen und Dienstag: Cousin Bobby. Mittwoch: Die Fledermaus. Donnerstag 200 er stifte 7-10, und Freitag: Der Schwerenöter von Anno Tobat. Sonnabendnachmittag bo. 714 er 16-23, Meffina, 160 er, 11,50-12,00, bo. 200er 10,00-12,50, bo, 300er fie fich allen wirtschaftlichen Forderungen der Arbeiter feindlich 3 Uhr: Bar und Timmermann. Abends: Undine. Sonntagnachmittag 10-11, Blut 100er 7-9, do. 150 er 7,50-9,50, do, 80 er 9-10,00. Stal. gegenüber. Der in Betracht kommende Programmpunkt der weib 8 Uhr: Der Trompeter von Sättingen. Abends und Montag: Der Schwere in Körben per 100 Bfb. 10-15. Mandarinen, Stifte 0,75-2,00, bo. in fichen Liberalen ist nur ein Pruntstu; es flingt aber doch recht nöter von Anno Tobat. Rörben per 100 fb. 25-30. Vertrauen erweckend, wenn man angst, auch für die Arbeiter Berliner Theater. Sonntag bis Mittwoch: Der Hund von Basters eintreten zu wollen. Wir wollen einmal sehen, was bei dem ville. Donnerstag: Sherlock Holmes. Freitag bis Montag: Der Hund Kongreß, der von den Bürgerlichen dernächst abgehalten wird, von Baskerville. Lustspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Unsere Käte. Sonst betreffs Arbeiterfragen herausspringt. Um zu illustrieren, wie wenig die ührenden Frauenrecht- allabendlich: Qusarenfieber. Nächsten Sonntagnachmittag 8 Uhr: Unsere lerinnen von Arbeiterfragen überhaupt bestehen, jei nur an Lorking Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Martha. Abends: einen Ausspruch erinnert, den Fräulein schnewsta auf der Die Fledermans. Montag: Der Mikado. Dienstag: Die lustigen Weiber Generalversammlung des Bundes für Muttersak tat. Sie meinte von Windsor. Mittwoch: Fra Diavolo. Donnerstag: Der Mitabo. Freidort, die Arbeitgeber hätten in bereitwilligiter Weise alle Ver- tag: Die luftigen Weiber von Bindfor. Sonnabend: Der Waffenschmied. Swinembe. 756 SW 5 bedeckt sicherungspflichten der Arbeiter auf sich genomme und es würde Sonnabendnachmittag 3, Uhr: Gänseliesel. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Hamburg 757 SW 5 Regen 1 Regen sich auch kein Fabrikant sträuben, Stillstuben für närende Mütter Mikado. Abends: Die lustigen Weiber von Windsor. Montag: Fra Diavolo. Berlin Frantj.a.M 763 S 4 bedeckt einzurichten. Wer lacht nicht über solche Naivilt. Wer die Anfang 8 1hr.) 4 Nebel 766 SW Komische Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. München Verhältnisse kennt, weiß, daß Arbeitgeber mit weniger Ausnahmen, abends: Tosta. Montag: Hoffmanns Erzählungen. Dienstag: Loska. Bien 768 Still halb bd.-9 ob freisinnig oder erzreaktionär, sich gern der Beificerungspflicht Mittwoch: Carmen. Donnerstag: Romeo und Julia auf dem Dorfe.( An- Wetter- Prognose für Sonntag, den 17. Februar 1907. entaiehen. fang 72 Uhr.) Freitag: Tosla. Sonnabend: Romeo und Julia auf dem Bunächst etwas wärmer, vorwiegend trübe mit geringen Niederschlägen Im Programm der neuen Partei steht nog die weitere Dorfe. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Pariser Leben. Abends: Tosta. Mon- und ziemlich frischen westlichen Winden; später auftlavend und neue fühlung. orderung: Koalitionsrecht für Bandarbeither ur Dienstboten! I tag: Romeo und Julia auf dem Dorfe. Berliner Betterbuse Stäte. Stationen Barometer Stand mm Bind 759 SW Buni Windstarfe Better Temp. n. 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Nach wenigen Minuten war die Getroffene tot und der Schüler sitt hinter Schloß und Riegel. Weniger tragisch endigte die Liebesgeschichte eines 15jährigen höheren Schülers in Hamburg. Er und eine ältere, nicht unbekannte Schauspielerin verliebten sich ineinander, und durch die Sirenengefänge seiner Braut" ließ sich der kleine Mann verleiten, statt Homer zu übersehen und sich mit Ovid zu quälen, bei ihr zu bleiben. Die Schauspielerin schrieb ihm an Stelle der Eltern Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort ( fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. * Straße 9, parterre. Kein Laden. Mauerhoff. 1t * Inventur- Ausverkauf! Teppichfabritmuster mit 10 Prozent Rabatt. Zeppichhaus, Große Frankfurterftraße 125. 22168* Der dann rührende Entschuldigungszettel: Stopfschmerzen usw. Zufall brachte Lehrer und Vater zusammen und so kam der Liebesroman an den Tag. Der Schüler bekam Prügel und die Dame eine Anzeige wegen Urkundenfälschung. Was alles in der Eisenbahn liegen bleibt! Am Freitagnachmittag wurden auf dem Hauptbahnhof in Frankfurt a. M. durch Polizeirat Wolff und einen Kriminalfommissar der Wagenreiniger Börnert, der eine Bombe gefunden, der Wagenmeister Georg und der Schaffner Seibert aus Wiesbaden, von denen der letztere den betreffenden Zug begleitet hat, eingehend vernommen. leber das Resultat des Verhörs verlautet, daß etwas wesentliches nicht ermittelt wurde. Dem Minister der öffentlichen Arbeiten und dem Minister des Innern ist bereits ausführlich Bericht erstattet worden. Ein Geständnis abgelegt hat, wie aus Züllichau gemeldet wird, der Arbeiter Johann Kofici aus Schloß Vorwerk bei Bomst, der vor kurzem den Mord an den Knecht Anders angestiftet hat. Er gibt zu, das Greifersche Ehepaar und deren Tochter am 1. April 1906 ermordet zu haben. Dem Kosidi wurden noch weitere sechs Mordtaten zur Last gelegt. Giosnè Carducci, der bedeutendste unter den lebenden italienischen Lyrikern ist im Alter von beinahe 71 Jahren in Bologna gestorben. Sonderbarer Dant. Aus Graffe( Dep. Alpes Maritimes) wird gemeldet: Mehrere bei einem Kanalbau beschäftigte Italiener, welche in St. Cézaire einen Streit der Dorfbewohner zu schlichten versucht hatten, wurden in ihrer Behausung von 300 Bauern überfallen und durch Gewehrschüsse und Stockhiebe zum Teil tödlich verlegt. Infolge heftiger Regengüsse unter Wasser gesetzt ist, wie aus Algier gemeldet wird, der Vorort der Stadt Bone. In vielen Straßen steht das Wasser 1 Meter hoch. Der Materialschaden ist bedeutend. Einige Personen sind in den Fluten umgekommen. Wasserstand am 16. Februar. Elbe bei Auffig Meter, bei Dresden- 1,44 dp. Elbe bei Magdeburg 1,19 Meter, Eisgang. Elbe bei Strankfurt Meter. Oder bei Ratibor 0,97 Meter. oder bei Breslau Obervegel 1,14 Meter. Reißemündung 1,88 Meter. Oder bei Brieg 2,56 Meter. 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Bauten der Firma Stellmacik Wilmersdorf, Düsseldorferstraße, an der Bayrischen Straße. Charlottenburg, Neue Kantstraße, Ede Dernburgstraße. Bankow, Spandauerstraße, Kreuzftraße. Ede Bauten der Firma Altstädt, Lippehnerstr. 23: See u. Malplaquetstraßen- Ede. Hufelandstr. 8. Bauten der Firma Oehlschlägel: Laue, Charlottenburg, Uhlandstraße, Ede Steinplay. Höpfer u. Schwarzkopf, Schmargen dorf, Ruhlaftr. 20/21. Bauten der Firma Röder& Comp.: Schmalz, Malmöerstraße, Ede Straße 2b. Zauroggenerstr. 2. Bauten der Firma C. Prächtel, Lausitzerhr. 10. Dahlem, Botanischer Garten. Charité- Krankenhaus. Virchow- Krankenhaus, Seestraße. Backhof, Alt- Moabit. Bauten der Firma Thal, Lehrterstr. 44: Fichtenberg, Stegliz, Friedrichstr. 6. Müllerstr. 52. Bauten berfirma Heinemann: Sophie Charlottenstraße, Ede Knobelsdorfstraße. Brehm, Gleimstraße. Krüger, Dernburgitraße. Lange, Rigdorf, Boddinstraße. Lange, Steglit, Forststraße. Rigdorf, Lahnstraße. Schröder, Charlottenburg, Spiel- Bau der Firma Herrgesell& hagenstraße, Ede Wilmersdorfer straße. Bauten der Firma Gebr. Schaar: Belder u. Plathen, Lichtenberg, Dorfstraße 9. Mix u. Geneft, General Papeftraße. Jahnisch, am teinen Wannsee. Charlottenburg- Westend, Soorstraße. Villa Baum, Billenkolonie Grune wald. Bauten der Firma Schubert: Mix u. Genest, General Papestraße. Holland, Riydorf, Elbestraße 37. Holland, Wilmersdorf, Holsteinischestraße. Bauten der Firma Kussin: Charlottenburg, Kaiser- Allee 203. Grünfeld, Sächsischestraße 4. Bandmann, Landshuterstraße. Bauten der Firma Walter, Reinickendorf: Gemeindeschule, Reinidendorf. Sprengel und Samoaſtraße Ede. Hausotter und Residenzstraße- Ede. Bau der Firma Rösner: Weichselstraße 36. Bauten der Firma Karl Hammer, Gitschiners straße 63: Tropfle, Wannsee, Alsenstr. 33. Hammer, Eichwalde. Hammer, Lantwig. Bauten der Firma Glatzer, Blücherstraße 35: Behlendorf, Adalbertstr. 28. Waldemarstr. 41. Bau der Firma Schüler: Wilmersdorf, Landshuter- u. Bere linerstr. Ede, Bau Bielle. Bauten der Firma Maaß: Tegelerstr. 6, Bau Körling. Groffe, Marienfelde, Kirchstraße. Bauten der Firma Flieger& Lehmann: Köpeniderstr. 27, Schönhauser Allee 128. Beelit, Heilstätte. Sybelftr. 52. Bauten der Firma Henke, Mariendorf: Mette, Mariendorf, Dorfstraße. Erdmann, Mariendorf, Chausseestr. Tempelhof, Fensterbauten, Schönburgstraße. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Anferatenteil verantw.: Zh. Glode, Berlin. Drud u. Verlaa: Bortvärt Hübner, Wilhelmshavener. straße: Charlottenburg, Berner Siemensstr. Mommsenstr. 27. Bauten ber Weißenseer Holzbearbeitungsfabrik G. m. b. H.: Schöneberg, Lohse, Wilmersdorf Friedenau, Ringbahnstr. 245. Busse u. Sensow, Münchenerstr. 16. Knoblauch, Briz, Jahnstr. 82. Löwe, Sidingenstr. 54. Stronenstr. 33. Bandmann, Heilbronnerstr. 22. Weißensee, Frifideftr. 3. Bauten der Firma Metz, Urban. ftrake: Tempelhof, Ellauerstraße. Steglig, Stubenrauchstraße. Bantow, Mendelstr. 18. Tegel, Spandauer, Ede Bergstraße. Bauten der Firma Pätz, Reichenbergerstr. 114: Fischer u. Colberg, Rigdorf, Berg u. Walterstraßen- Ede. Förster, Rigdorf, Treptowers und Harzerstraßen- Ede. Beife, NW., Elberfelderstr. 4/5. Bau der Firma Bauschke: Charlottenburg, Schillerstr. 11. Bauten der Firma Herrmann, Staligerstraße: Ausbau in Zegel, Beitstr. 16. Gasanstalt, Brenzlauer Allee, Direktionsgebäude und Gußröhrenlager. Bauten der Firma Strotthoff: Herold, Charlottenburg, Giesebrecht ftraße 17. Reinidendorferstr. 95. Gutzeit, Ufer- und Martin Dpit ftraßen- Ede. Ban der Firma Näthe, Stettinerstraße 27 Eide u. Schwarz, Schwedenstr. 5. Bau der Firma Schneider, Griebenowftraße: Bellermannstr. 84. Bauten der Firma Roloff. Mohrenhof, Friedrichs, Ecke Mohren straße. Schivelbeinerstr. 7. Winsstr. 17. Bau der Firma Hoffmann, Wollinerstr. 27a: Gleimstr. 46/47. Firma Knöfel, Lichterfelde, Manteuffelstr. 7: Stegliz, Herderstr. 7. Bau der Firma Krüger, Reichenbergerstr. 64: Briz, Germania- Promenade. Bau der Firma Schwarze, Rigdorf, Nogatstr. 25: Rigdorf, Emserstr. 34. Bau der Firma Wagenknecht, Petersburgerstraße: Friedrichsberg, Pfarrstr. 4. Bauten der Firma Heidenberg, Prinzenallee 20: Thiele, Wilmersdorf, Nassauischestraße 5. Bau der Firma Scharwis: Stödel, Friedenau, Granachstraße. Bau der Firma Holstein: Schule, Lichtenberg, Scharnweber straße 22. Bau der Firma Muder, Schön. hausen: Bankow, Schmidstr. 6. Bau der Firma Reuter, Stein: metstr. 24: Haumann, Müncheners, Ede Rosen hainerstraße. Van der Firma Rachfall, Ra ftanien- Allee 10: Schönhauser Allee, Ecke Bornholmer Straße. Treppengeländerbrauche. Banten der Firma Schmidt& Co., Schönhauser Allee: Wilmersdorf, Kaiser- Allee u. Sieg lindeſtr.- Ecke. Schöneberg, Bragerstr. 15. Bau der Firma Handt, Grimmstraße: Faul, Jägerstr. 63. Bauten der Firma Pasch, Pfarrstraße 35: Buggenhagen, Lichtenberg, Pfarr ftraße 5. Burr, Simon Dachstraße. Karlshorst, Prinz Östarstraße. Urbanftr. 3. Rummelsburg, Wilhelmftr. 3/4. Höjelt u. Seifert, Karlshorst. Wolf, Nieder- Schöneweide. Schwindt, Charlottenburg, Str. 17b. Bauten der Firma P. Peschel & Söhne: Rigdorf, Hermannftr. 32, Baugesellschaft Barte". Bau Friedrich in Schöneberg, Tempelhoferstraße. Bauten der Firma Geißler, Dieffenbachstraße: Groterjahn, Schönhauser- Allee 129. Heffe, Pariserstraße. Supte, Schlüterstraße, Ede Liek burgerstraße. Neuendorf, Monumentenstr. 27. Menge, Wilmersdorf, Schwäbische. ftraße. Burgall u. Martin, Fallenstein straße 49. Rottbuserdamm 87. Friedenau, Stubenrauchstr. 12. Bauten der Firma Törmer& Scharlau: Gr. Frankfurterstr. 126. Schmidt, Pasteurstr. 35. Rigdorf, Weichselstr. 48/49, Burnau, Charlottenburg, Mommfen straße 42/43, Lehmann, Charlottenburg, Momm fenftraße 44. Bilmersdorf, Kaiser- Allee 202. Bauten der Firma Völker, Tempelhof. Graz, Bornholmerstraße, Ede Schön hauser Allee. Hübner, Charlottenburg, Bismard, Ede Weimarstraße. Billa Werner, Klein Glienide bel Potsdam. Pauljen, Schlüterstr. 33/34. Lehmann, Dahlmannstraße, Ede Garbinusstraße. Bau der Firma Stahl, Kur fürstenstraße 37: Ueberholz, Kurfürstendamm 170. Bauten der Firma Lindgren, Rigdorf: Razmann, Brüdenstr. 2. Bühler, Rigdorf, Bergstr. 112. " maller, liusstraßen- Ede. Wipperstr. 25. Walter und Fu Lowe, Gewehrfabrik, Bittenau. Altes Kriminalgericht, Moabit. Bauten der Firma Marzahn, Bergmannstraße: Lorenz Repfe, Sybelstr. 47. Karl Schmidt, Helmstädterstr. 2. Brinzessinstr. 18. Wilhelmftr. 45/46. Gewerkschaftshaus d. Metallarbeiter, Chausseestraße. Banten der Firma G. Bruns, Boppstraße: Geile, Bisbierstr. 71/72. Schonenscheftr. 4-5. Beißensee, Friefideftr. 3. Wegen Streit und Differenzen find gesperrt: für Korbmacher: Berkstatt Leithoff, Teltowerstraße, Banten der Firma Noack, für Vergolder: Hennigsdorferstraße: Giller, Nord- Ufer, zwischen Lynar ftraße und Ringbahn. Reinidendorferstr. 49. Bauten der Firma L. Lassen: Demme, Urbanstr. 94. Schmabide, Elberfelder- und Dort munderstraßen- Ede. Blankenfeld, Müllerstr. 152. Laffen u. Kuschinski, Borhagen. Bau der Firma Pohl& Sohn: Schoffow, Charlottenburg, Sybell. Straße 8/9. J. C. Pfaff, Beughofstraße. Zuzug ist fernzuhalten. Die Ortsverwaltung. Der Stadtauflage unserer hen tigen Nummer liegt ein Prospett berZeitschrift ,, Die praktische Berlinerin", Berlin SW.12 Kochitr. 23-25, bei. udbruderei u. Berlagsanstolt Beul Singer& Co., Berlin S