e f : f 114 it Mr. 281. Etfcheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 m, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit Alluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Bfg. Post- Abonnement: 3,30 Mr.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr, In der Boft- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652, Vorwärts 9. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die finfgespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Pig., für Bereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müfen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Gonn und gefttagen bis 9 Uhr Wor: mittags geöffnet. Fernspred urching Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 30. November 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Der betrunkene Helot und seine den Ofen zu heizen, oder sich von einem Brote nähren, gemeine Wahrnehmungen niederschreiben und veröffentlichen, Rüstungen. Die Schweiz muß man gewähren lassen, sie ist der betrunkene Selot unter den Völkern und giebt ihnen ein warnendes Beispiel vor der Anarchie." Also sprach der Herr, Väter chen Nikolaus, seinerzeit der Chef der Despotie und der allgemeinen Reaktion. Er war überhaupt so ein Spaß vogel und liebte es sehr, seine despotische Weisheit in kurzen und ironischen Sägen auszudrücken. Man kann sich aber teine größere Fronie denken, als diese seine Aeußerung über die Schweiz: die Geschichte, der natürliche Verlauf der Dinge hat sie dazu gemacht. backen zu gleichen Theilen aus Mehl und aus schlechtester Kleie, man würde mir nicht glauben, denn gar zu oft glaubte oder, daß erwachsene Leute in Streit darüben gerathen, daß der ich meinen eigenen Augen und Ohren nicht, was sie gesehen abgeschnittene Theil( Brot) weniger als 1/8 Pfund wiegt, und gehört haben; uur das eine fann ich sagen: die wie es nach Uebereinkunft bestimmt ist; oder, daß die ganzen fünf Jahre hindurch, tagtäglich, schien es Bauern ihre Hütte nicht verlassen, weil sie weder Kleider mir, als ob ich mich nicht unter Staatsbeamten, hohen noch Stiefel haben, so würden sie über das Gefehene die Militären und reichen Unternehmern, sondern als ob ich mich Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Für uns hin in einer Räuberbande oder besser, unter kleinlichen Dieben, gegen ist dies etwas ganz alltägliches. Wir sind abgeftumpft, die mehr aus Liebe zur Kunst als aus Noth stehlen, bewir sehen nichts mehr... Wenn man sie vom Morgen fände. Generäte, Regiments, Bataillons- und Kompagnie bis zum Abend vor dem Fenster oder vor der Thür stehen Kommandeure, Ober- und Unter- Podrjadtschiks( Untersieht und keinen Schritt auf die Straße machen kann, ohne nehmer, Lieferanten), besonders die letzteren, die fich immer dieselben Worte zu hören: Zwei Tage haben wir schaarenweise um jedes Regiment anhäufen, ihre Ver nichts gegessen. Was sollen wir thun? Das letzte Ende trauenspersonen und sonstigen Angestellten, alles stahl Wenn irgendwo unter der Herrschaft des kapita- ist da! Wir müssen sterben!" so ist man( so sehr mit fieberhafter Muth, alles bestahl die Kasna( Staats listischen Regiments eine einigermaßen erträgliche, menschen- man sich auch schämt, es einzugestehen) deffen so über- tasse) im allgemeinen und einander insbesondere, und würdige Existenz überhaupt möglich ist, so ist es brüssig, daß man auf sie wie auf persönliche Feinde wehe dem, der nicht stehlen wollte. Jeder muß, wenn er doch nur in diesem Lande, dem Lande der internationalen hinblidt." nicht seine Vorgänger, feine Nachfolger, seine Kollegen und Rongresse, wo Recht, Freiheit und Demokratie am wenigsten Das sind Bilder aus dem Leben. tausende von Schmavozern in verschiedenen Zivil- und leere Begriffe find, wo alle unschuldig Verfolgten ihr Asyl In diesem Lande also muß der Arbeiter, der Bauer nach Militär- Anstalten mit denen er mittel- oder unmittelbar finden, wo der gebildete Russe erst recht wie zu Hause ist einer Mißernte, welche bei uns noch mehr, als eine im in Berührung kommt, ums Brot oder nach Sibirien ( in seiner Heimath und bei uns z. B. ist er es bei weitem Allgemeinen gefegnete" wäre, an Hungertyphus sterben und bringen will, und die werden schon dafür sorgen, nicht). Und Rußland Braucht es noch näher definirt vor Kälte erfrieren! Warum zeigt nicht die Reptilienpresse daß er es nicht wollen soll. Ja, Viele, zur Ehre oder zur zu werden? Es genügt schon es nur zu nennen: für Er- dem deutschen Volke diese Leistungen des be trunkenen Schande der Menschheit sei es gesagt, sehr Viele stehlen wachsene dasselbe, was für Kinder der russische Bär, ein Heloten, unferes hochherzigen und friedlichen" Lei bfreundes aus Kollegialität. Sind die Gelder für wahrer betrunkener Helot, aber vor was warnt er? im Norden? Man betont nur das Tüpfelchen über dem i, Bauten, Kasernen, Festungen und ähnliche feltene und Doch nur vor einem Väterchen" mit feinen Helfers die russischen Nüftungen. Der deutsche Michel soll sich mit große Unternehmungen bestimmt, so kommen sie schon nach helfern. Und nur noch eine Frage der Zeit ist es, Bäterchen" in den Rüftungen meffen, er soll für den der Provinz mit ganz deutlichen Spuren von höchsten und da der betrunkene Helot ganz zusammenstürzen muß, denn Militarismus sein Leytes hergeben, wie es aus dem maßgebenden" Fingern, sind sie aber direkt fürs Heermadeln thut er schon lange und das Elend, hervorgerufen russischen Bauer ausgepreßt wird, dem, was in dem wesen bestimmt, so fängt das Berunitasten" erst in der durch eine Lotterwirthschaft sondergleichen, hat schon zu weit Berichte von Tolstoi niht steht, aber allgemein bekannt ist, Intendantur an, um beim Captinarmus( erstem l'uteroffizier) um sich gegriffen. Da veröffentlichte unlängst der berühmte der hungernde und frierende Bauer besitzt doch noch ein Schaf, aufzuhören. Und die Folgen davon es giebt in Rußrussische Dichter und Philosoph, Leo Tolstoi, seinen Nothstands- ein ausgehungertes Pferd, eine zerfallene Hütte, man kann land feine andere Bezeichnung für schlechtes Brot, verdorbenes bericht, seinen, denn in Rußland ist der Nothstand per- alles gebrauchen: es wird einfach durch den Gerichtsvoll Wasser, kleine Portionen stinkendes Fleisch, als: Soldaten manent und über ihn darf und kann nicht berichtet werden zieher verkauft, und die Steuern werden regelmäßig erhoben, Brot, Soldaten- Schtschi( faure Suppe), Solbaten- Rationen." ( die russische Statistitmache ist allgemein bekannt). Es ist von den unerhörten indirekten Steuern, mit denen alles Und die Folgen dieser Wirthschaft hat man im russischuns ganz gleichgiltig, ob Tolstoi einige Hundert Rubel mehr mögliche und unmögliche schon belegt ist, gar zu schweigen. türkischen Kriege von 1877-78 gestehen. oder weniger herausgerechnet hat, aber mit jener genialen und genügen die Steuern nicht, werden die Nedoimti's Das ungeheure Verbrechen blieb ungefühnt, und der Einfachheit, die ihm so eigen ist, schildert er die Lage der( alte nichteingenommene Steuern) mit Nachdruck erhoben, russische Staatsmechanismus, die Dieberet par excellence, Unglücklichen, unter denen er gewirkt hat, und das Lesen diefer und genügt das nicht, werden neite Papierchen gedruckt und blüht ungestört immer weiter fort. Beilen dürfte auf den durch Noth und Sorge abgeftumpftesten genügt das nicht, nun, dazu sind ja„ Bäterchens" Das ist der betrunkene Helot. Proletarier einen wahrhaft erschütternden Eindruck machen. Schnorrer immer auf der Geldsuche. Ernte oder Mißernte, Armer Papa Nicolaus! Auf ihn und die Seinigen, erzählt Tolstoi, habe die Misère Cholera oder Hungertyphus, wer kann sich denn je der Zeit ganz abstumpfend gewirkt. erinnern, da Väterchen" nicht pumpte oder zu pumpen ver suchte? " # " 1 Wenn jemand von den Städtern im Winter bei starkem Frost in die Bauernhütte käme, die Tags vorher ein Seifenblasen finb es! Nicht das, was im Haushaltsetat wenig geheizt worden ist, und die Bewohner der Hütte ſteht, giebt Rußland für sein Seer aus, mehr, viel mehr. Politische Webersicht. fähe, wie sie nicht von dem Ofen, sondern aus dem Ofen Ein Haushaltsetat in Rußland! Wer hat ihn gewährt? friechen, in welchem sie abwechselnd den Tag verbringen, Wer hat seine Größe beſtimmt? Väterchen steht ja jede Berlin, den 29. November. da dies die einzige Möglichkeit ist, sich zu erwärmen, wenn Handhabe zur Verfügung, ihn zu verdoppeln, verdreifachen, Der Ingrimm der kapitalistischen Parteien über sie sähen, daß die Leute die Bretter vom Dach reißen, um wenn es nöthig ist, aber wo kommen all die ungeheueren den Verlauf des sozialdemokratischen ParteiSummen hin? Ueberall hin, nur nicht, wohin sie tommen tage 3 ist der beste Beweis. dafür, daß der Verlauf ein *) Die Spartaner pflegten oft ihre Stlaven, die Heloten, be- sollen. Fünf Jahre lang", erzählt uns ein Freund, stand uns günstiger. Unferen Feinden gefällt selbstverständlich an trunken zu machen, um der heranwachsenden Generation ein ich der Verpflegung einer ganzen Division Soldaten unserer Bewegung nichts, und wenn sie einmal zufriedenwarnendes Beispiel der Völlerei zu geben. ( 4 Korps), im Süden Rußlands, nahe. Wollte ich alle heit empfinden, dann könnten wir mit Sicherheit den Schluß Feuilleton. Nachbruc verboten.] Bel- Ami Roman von Guy de Maupassant. [ 26 Bis zum Montag dachte Duron nicht sehr an diese Begegnung; als er aber die Treppe zu Frau von Marelle hinaufstieg, war ihm doch sonderbar zu Muthe. Nicht, daß es ihm peinlich gewesen wäre, die Hand bes Gatten zu brücken, feinen Wein zu trinten und sein Brot zu essen, nein, aber er fühlte eine unbestimmte Angst. zureden, ohne sich viel um das zu kümmern, was er sagte, Als die Forestier's erschienen, erschrat man über den und sie wechselten all' die herkömmlichen Redensarten, die Zustand, in dem sich Charles befand. Er war in einer zwischen Leuten, die sich noch nicht genauer kennen, aus- Woche zu einem blassen Stelett abgemagert und huſtete getauscht werden. Er hatte sich jetzt in die Situation unaufhörlich. Er theilte übrigens mit, daß sie sich auf gefunden, und sie tam ihm sehr luftig vor. Er be dringenden Rath des Arztes nächsten Donnerstag nach Cannes trachtete das ernfte, würdige Gesicht des Herrn begeben würden. von Marelle und mußte sich auf die Lippen beißen, um nicht Sie gingen zeitig nach Hause und Duroy sagte kopfbei dem Gedanken laut aufzulachen:„ Ich betrüg Dich, schüttelud: Alterchen, ich betrüg Dich." Er empfand eine geheime,, Es steht, glaub' ich, recht schlecht mit ihm. Er wird lasterhafte Befriedigung, eine diebische Freude darüber. nicht" alt werden." So freut sich der Schurke, dem sein Schelmenstreich ge- Frau von Marelle erwiderte gelaffen: D, er ist nicht lungen, ohne daß er in Verdacht kommt. Er hatte plötzlich mehr zu retten. Und so einer hat das Glück, solch eine Luft der Freund dieses Mannes zu werden, sein Vertrauen Frau zu bekommen." zu gewinnen und ihn zu veranlassen, ihm die Geheimnisse" Sie hilft ihm wohl sehr," fragte Duroy. feines Lebens zu erzählen. Er wurde in den Salon geführt und wartete bort, wie sonst immer. Dann öffnete sich die Zimmerthür, und er erblickte einen großen, weißbärtigen, würdigen, ordengeschmückten, torretten Mann, der sich ihm mit ausgesuchter die Hand zu küssen wagte. Höflichkeit näherte:„ Meine Frau hat mir viel von Ihnen erzählt, Herr Duroy," und ich bin erfreut, Ihre Bekannt Schaft zu machen." Duroy suchte seinem Gesicht den Ausdruck besonderer Herzlichkeit zu geben und schüttelte mit übertriebenem Drucke die Hand feines Wirthes. Dann setzte er sich und wußte nicht, was er fagen sollte. Herr von Marelle legte ein Scheit in den Kammin und fragte: " Sind Sie schon lange Journalist?" " Erst seit einigen Monaten", erwiderte Duron. " Dann sind Sie ja sehr rasch vorwärts gekommen." O ja, es geht"; und nun begann er darauf los Das heißt, sie macht alles. Sie ist mit allem verein lächelnder, unerforschlicher Blick streifte sie beide. Sie scheinend Niemanden empfängt; sie erreicht Frau von Marelle trat unerwartet in's Zimmer, und traut, und kennt alle Persönlichkeiten, obwohl sie analles, begrüßte Duroy, der ihr in Gegenwart ihres Gatten nicht was sie will, wie sie will und wann sie will. O, sie ist flüger, gewandter und intriganter als jede andere Fran. alles gewöhnt ist. Sie betrog so selbstverständlich darauf wahrer Schat." Sie war so ruhig und heiter wie eine Person, die an Für einen Mann, der vorwärts kommen will, ist sie ein los, daß sie dieses Zusammentreffen ihres Liebhabers und Georges fragte:" Sie wird dann gewiß sehr bald ihres Mannes gar nicht sonderbar, sondern ganz natür- wieder heirathen?" lich fand. Auch Laurine fand sich ein und bot nicht so wild wie sonst Georges ihre Stirn zum Kuß: die Gegenwart ihres Vaters schüchterte sie ein. Ihre Mutter sagte zu ihr: Nun? Du neunst ihn ja heute nicht Bel- Ami?" Und das Kind erröthete, als sei eben ein unbedachtes Wort gefallen, als sei eine Sache er wähnt, die nicht berührt werden dürfe, und ein vertrautes, vielleicht fündliches Geheinmiß seines Herzens damit verrathen. Ja," erwiderte Frau von Marelle. Ich wäre nicht einmal erstaunt, wenn sie bereits einen ins Auge gefaßt hätte... einen Abgeordneten... obwohl er... obwohl er nicht recht will... dem es sind da gewiffe... sind da vielleicht gewiffe moralische Bedenken. oder so etwas. Nun, ich will nichts gesagt haben. Ich weiß ja auch nicht genau.. " Herr von Marelle brummte mit leiser Mißbilligung: " Ich weiß nicht, liebes Kind, Du spielst da auf Dinge an, von denen ich nicht gern höre. Kümmern wir uns doch ziehen, daß es, nach dem Urtheil der Feinde, mit unserer Bewegung schlecht steht. Dem Reichstage ist eine von der Neu- GuineaKompagnie auf Veranlassung des Reichskanzlers eingereichte Denkschrift über die Beschaffenheit und Entwickelung ihres Schutzgebiets zugegangen. Der Born der Feinde ist ein unfehlbarer Gradmesser Fir den Stand unserer Sache- je größer der Zorn desto besser der Stand. Und nach keinem Kongreß hat der Born Dem preußischen Abgeordnetenhaufe ist ein Gesetz fich so ingrimmig und giftig geäußert, wie nach diesem. entwurf, betreffeno die Aufhebung der Stolgebühren in der Der Grund liegt darin, daß die Herren Bourgeois fich Provinz Hannover, zugegangen. wirklich in den Glauben an eine nicht mehr zu vermeidende Spaltung" hineingelogen hatten. Der Fall Schu macher" der Fall Vollmar" und wer weiß was sonst noch hatten es unferen Feinden an gethan, die, Andere nach sich selbst beurtheilend einem Sieg der Sache über Personenfragen teinen Begriff haben. Die grausame Enttäuschung kommt recht spaßhaft in dem tindischen Vorwurf zum Ausdruck, die Sozial Demokratie sei eine Spießbürgerpartei geworden. Natürlich Don wir haben den Herren nicht den Gefallen gethan, uns zu zerfleischen und zum Wauwau zu machen. Mit dem boshaften Bemühen, den Gehalt der Redakteure, namentlich Liebknecht's als Verletzung des sozialdemokratischen Gleichheitsprinzips hinzustellen als ob es sozialdemokratisch wäre, das Einkommen Aller auf das niedrigste Niveau, also etwa 4-5 Mark die Woche( wie in Schlesien) herabzusehen-mit diesem Bestreben, die Genoffen gegen die " Führer" aufzuheben, ging Hand in Hand der gleichwerthige Versuch, unsere Genossen durch die Nachricht zu ver wirren, die Sozialdemokraten des Auslandes seien entrüftet über den Rongreß Beschluß betreffend den 1. Mai, und in Paris habe die Entrüstung sich in einer Bolksversammlung fehr scharf geäußert. Wir konnten das Märchen von dieser Entrüstungs- Versammlung sofort als Lüge kennzeichnen und mittheilen, daß unsere französischen Genoffen in Marseille schon von der Wahrscheinlichkeit des Beschluffes unterrichtet worden waren und denselben gebilligt hatten. Jeht erfahren wir aus der letzten Nummer bes Socialiste", daß auch. die ehemaligen Blanquisten unseren Beschluß, obgleich fie die Arbeitsfeier am 1. Mai gewünscht hätten, keineswegs bemängeln, sondern im Gegentheil ihre hohe 8ufriedenheit aussprechen, daß die deutsche Partei, trop der Schwierigs feiten der Lage, so loyal an dem Brüsseler Beschluß festgehalten hat. Der Parti ouvrier" ist überhaupt von dem Kongreß sehr befriedigt und brandmarkt nach Gebühr die Verlogenheit der französischen Bourgeoispreffe, die, nach dem Muster der deutschen, das blödsinnige Lügenmärchen verbreitet hatte, wir hätten die sozialdemokratischen Grundsätze abgeschüttelt und den internationalen Bundes vertrag" schnöde gebrochen. Auch die übrigen Fraktionen ber franzöfifchen Sozialdemokratie sprechen dem Kongreß ihre vollste Anerkennung alts. Und nun mögen die Skribenten der Kapitalistenklasse sich auf andere Lügen befinnen. 8ufrieden mit uns sollen sie nie sein- dafür werden wir sorgen. Geldfack und Recht. Der Prozeß wegen ber Explosion des schweizerischen Dampfers Montblanc ist in frischem Gedächtniß: die Schuldigen wurden von dem Schwurgericht in Lausanne freigesprochen, obgleich über jeden Bweifel hinaus festgestellt war, daß sie das Schiff an dem verhängnißvollen Tag hatten fahren lassen, wissend, daß es nicht mehr sicher war. Die Freisprechung erregte allge meine Entrüftung, und der Bundesrath legte NichtigkeitsZwischen Bismarck und der Wahrheit ist das beschwerde ein. Nun hat aber, wie heute mitgetheilt wird, Tischtuch vollständig zerschnitten. In den Hamburger bas Raffationsgericht bes- Kantons Waadt die Nichtigkeitsbeschwerde als verspätet und der nöthigen Legitimation Nachrichten" schreibt er: Auf dem sozialdemokratischen Parteitage hat" Genosse" des Beschwerdeführers ermangelnd, einstimmig zurückgewiesen. Liebknecht u. a. in bezug auf den. Fürsten Bismard Der Geldsack hat also gesiegt, und das Recht tann sich ver geäußert: Es ist nicht gelungen, den Sozialismus vor den friechen. Wagen des militärischen Junkerthums zu spannen. Bismarc hatte alles versucht, uns zu gewinnen, Mary Frankreich hat wieder eine Ministerkrifts. In follte an die Spitze des Staatsanz." treten, ich an der der französischen Deputirtenkammer richtete gestern der AbNordd. Allgem." bleiben." Id follte alles mögliche geordnete La Ferronnays an die Regierung eine Anfrage fchreiben, fogar für Anarchismus. Das Bürgerthum follte über die näheren Umstände bezüglich des Todes des Barons zwischen den Wogen des Despotismus und des Proletariats Reinach und erwähnte hierbei das Gerücht, daß Reinach gerrieben werden. Darauf sollte das absolute Regiment er. stehen." Die Erfindung ist von verblüffender Dreiftigkeit und gar nicht todt und daß seine Beisezung nur eine fiktive sei. verdient die Heiterfeit, mit der sie überall aufgenommen wor- La Ferronnays verlangte die Erhumirung der Leiche.( Beiden ist. Herr Liebknecht ist Sozialdemokrat und braucht es als fall auf der Rechten.) Der Justizminister Ricard bedauerte, folcher mit dem Zeugniß nicht so genau zu nehmen; er sollte daß von der Rednertribüne aus solche Behauptungen aufaber doch seiner Phantasie auf der Rebnertribüne nicht gar zu gestellt würden. Man wolle lediglich die Staatsverwaltung weit die Bügel schießen lassen. Derartige persönliche Be- in der Achtung herabsetzen.( Lärm auf der Rechten.) Bei ziehungen zum Fürsten Bismard, wie er sie fingirt, haben der Beisehung der Leiche Reinach's seien alle üblichen For weder ihm noch Mary gegenüber jemals bestanden. Wir begnügen uns damit, hier einfach die Abfertigung abzubrucken, welche die Bossische Zeitung" dieser Unver frorenheit ertheilt. Sie schreibt: " malitäten erfüllt worden, der Arzt habe festgestellt, daß Reinach eines natürlichen Todes gestorben sei.( Protestrufe auf der Rechten.) Die Justizverwaltung habe daher keinen Anlaß gehabt, einzugreifen oder eine Dbduktion der Leiche Ob Herr Liebknecht gefagt hat, Mary follte an die Spize anzuordnen. Die Panama- Untersuchungs- Kommiſſion könne des Staats- Anzeigers" treten, wissen wir nicht. Das aber wissen wir, daß die Bamburger Nachrichten" auf falschem Wege find, ja, wenn sie Verdacht hege, unter ihrer Verantwort wenn fie einfach thun, als fei an den Mittheilungen des lichkeit die Exhumirung und Obduktion verlangen; er Herrn Liebknecht nicht ein wahres Mort. Die Beziehungen aber weigere fich, gerichtliche Untersuchung einzuleiten.( ProtestDer Herren Marg und Siebknecht zu dem Fürsten Bismard rufe.) Ricard beantragte darauf, daß die Anfrage La Fer oder dessen Helfershelfern find längst urkundlich flargestellt. ronnays' in eine Interpellation umgewandelt werde, und Bor Jahren hat darüber eine öffentliche Preßfehde zwischen schloß mit der Versicherung, baß er seine Pflicht erfüllt habe, Bucher und Mary stattgefunden, aus der hervorging, daß daß er aber zu gefezwidrigen Maßnahmen seine Zustimmung Bucher allerdings im Auftrage des Ministerpräsidenten dem nicht geben werde. Brisson beantragte darauf die Obduktion die wohl geistigen Oberhaupte der Sozialdemokratie bie der Leiche Reinach's und die Verstegelung der Papiere bezahlte Mitarbeiterschaft am Staats- Anzeiger" angetragen hatte. Ebenso ist auf demselben Wege festgestellt worden, desselben, da die Angelegenheit aufgeklärt werden müsse. baß, als die von dem Roth- Färber" Braß begründete Nordd.( Beifall.) Brisson gab seinem Bebauern darüber Ausbruck, Aug. 3tg." offiziöses Organ des Herrn von Bismarck wurde, daß die Siegel nicht gleich nach dem Tode Reinach's an Herrn Liebknecht, der bis dahin der Redaktion jenes Blattes gelegt worden seien( Beifall), und beantragte eine in diefem angehörte, freigestellt wurde, noch immer täglich einige Spalten Sinne abgefaßte Tagesordnung. Der Ministerpräsident mit Betrachtungen über Sozialismus und Kommunismus ganz Loubet erklärte, Brisson's Forderungen ständen mit den Gefeßen nach Belieben zu füllen. Here Liebknecht lehnte diesen Antrag in Widerspruch( Protestrufe Brisson's). Loubet fuhr fort, man ab. Die Beziehungen des Fürsten Bismarck zu der Sozial demokratie sind mit den Anerbietungen an Marg und Liebknecht würde die Neußerungen Brisson's in diesem Sinne auffaffen. aber nichts weniger als erschöpft. Hier kommen auch die Wenn aber die Absichten der Regierung verdächtigt würden, Namen Hermann Wagener, Eugen Dühring, J. B. v. Schweißer so hätte er nichts mehr hinzuzufügen( anhaltende Bewegung) und manche andere in Betracht. Und es wird einst dem un- er müffe die von Brisson beantragte Tagesordnung ablehnen. befangenen Geschichtsschreiber nicht schwer werden, nachzuweisen, Maujan schlug vor, der Tagesordnung Briffon's den Aus das Fürst Bismarck nicht nur theoretisch den zynischen Sah druck des Vertrauens der Kammer hinzuzufügen.( Beifall billigte:„ Man muß die Kanaille gegen bie Roture ausspielen," links.) Loubet erklärte, er werde der Banama- Unter fondern ihn auch prattisch zu bethätigen suchte. Er glaubte die Geister rufen zu können und erfuhr dann das Schicksal des suchungskommission die weitgehendste Unterstügung zu Theil werden laffen, er könne aber auch die von Maujan formu Goethefchen Bauberlehrlings." lirte Tagesordnung nicht annehmen. Die Regierung nehme nur die einfache Tagesordnung an.( Große Bewegung.) Sierauf wurde die von der Regierung verlangte einfache Bei der Reichstags- Erfahwahl, die gestern, Diens- Tagesordnung mit 304 gegen 219 Stimmen abgelehnt.( Rufe ber Ueberraschung.) Die Minister verließen darauf den Neuwahlen ausfallen würden, daß erkennt selbst die" Post", tag, in Bonn- Rheinbach für den zum Ober- Landesgerichts- Gaal. Die Tagesordnung Brisson- Maujan, nach welcher rath beförderten Zentrums Abgeordneten Spahn statt fand, ist dieser mit großer Majoriät wiedergewählt worden. Die Kammer sich dem Wunsche der Panama- Untersuchungstommission, über bie Panamafanat Angelegenheit volle Klarheit zu verschaffen, anschließt, wurde mit 393 gegen 3 Stimmen angenommen. Die Sigung wurde aufgehoben; die nächste Sigung wurde auf Donnerstag anberaumt. Die Berathung der Militärvorlage beginnt am Mittwoch. Bei der Ablehnung der Vorlage wird der Reichstag aufgelöst und das Volk steht unmittelbar vor ist Der Beantwortung der Frage, ob es eine Mehrbelastung bulben wolle. Wie bedentlich aber für die Regierung die Sie schreibt: Zweifel Die Stichwahl im Wahlkreis Friedeberg- Arnswalde auf Montag, 5. Dezember, festgesetzt. Sollten gleichwohl in den leitenden Streifen noch Breifer Die Reichstags- Erfagwahl in Stuhm- Marienwerder, barüber bestehen, daß eine Reichstags- Auflösung ftatt zu einer der Vorlage günftigen Zusammenfegung des Reichstages zu die am 28. November stattfand, wird, wie man vermuthet, einer ungleich ungünstigern führen müßte, so wird eine Erfundigung bei den eben aus ihren Wahlkreisen zurück- wahrscheinlich eine Stichwahl zwischen dem Bolen v. Dont mirsti und dem Reichsparteiler Wessel nöthig machen. gefehrten Reichstagsabgeordneten aller Richtungen jeden Zweifel leicht glücklich beseitigen." Das Zentrum allein hätte der Militärvorlage zum Siege verhelfen können, aber zu deutlich hat sich unter seinen Wählern die Opposition gegen die Militärvorlage ausgesprochen, als daß die Reichstagsfraktion ihr trotzen fönnte. Wir sehen einer Auflösung des Reichstags mit frohem Muthe entgegen. Die erste fünfjährige Wahlperiode hätte damit gleich Fiasko gemacht und wir ständen wieder wie früher nach einer dreijährigen Periode vor den Neuwahlen.Antisemiten unter sich. Der antisemitische Reichs tags- Abgeordnete Bödel schreibt in seinem Meichsherold" über seinen demnächstigen Reichstagstollegen Ahlwardt: Das Ministerium hat seine Entlassung eingereicht. Diefelbe ist von Carnot angenommen. Bis zur Ernennung des neuen Rabinets werden die Minister die Geschäfte fort führen.Der Judenflinten Prozeß wird am 29. November be. Die Panama- Kommission vernahm gestern ben Unter ginnen. Er wird ohne Frage mit der Verurtheilung Ahl- suchungsrichter Brimet. Dieser erklärte, daß er keine Namen wardt's enden; denn solche Märchen, wie sie Ahlwardt, diefer von Parlamentsmitgliedern nennen könne, ba feine Unter Krebsschaden der anti- semitischen Bewegung in Deutschland, in feiner Sensationsschrift behauptet hat, sind eben nicht zu befuchung nur feststellen sollte, wer die Gelder ausgetheilt, weifen, weil fie unwahr sind. Das ist auch dem Reftor nicht mer fie empfangen habe. Baron Reinach erhielt noch aller Deutschen", wie ihn eine Anzahl Berliner Mumpig nachträglich 9 800 000 Franks, über deren Verbleib nichts brüder nennen, ganz egal. Der Mann will Sensation machen nachgewiesen ist. Die Bertheidiger der Angeklagten in der um jeben Preis. Banama Angelegenheit erklärten dem Generalprokurator, nicht um andere. Wenn nur unser Gewissen rein ist, einem geschickten und weitsichtigen politischen Redakteur dienen. Oder er weihe seine Feder der intimen Schilderung tommen wir damit schon aus. Das müßte sich jeder zur heraus. Regel machen." Duroy empfahl sich. Gein Herz pochte ungestüm, und wirre Gedanken freuzten sich in seinem Kopfe. von Abendgesellschaften, die erfolgreiche" Damen geben, oder er preise jene" Fabritate" an, die, wenn auch fonft feinem, so doch sicherlich manchem unserer Kollegen helfen"." Boisrenard. Der junge Mann war mehr bestürzt als zornig. Er merkte nur, daß er in eine unangenehme Geschichte hineingerathen sei. Von wem haben Sie denn die Nachricht?" fragte Duroy sann zuerst vergeblich nach. Plötzlich aber be Ach richtig! Von St. Potin." Dann las er die Notiz in der Plume" noch einmal und wurde feuerroth vor Merger über den Vorwurf der Käuflichkeit. Nur ein Wöllchen trübte seinen Himmel. Es ging von einem Kleinen, frondirenden Blatte aus, das ihn beständig angriff oder vielmehr in ihm den Redakteur des Um nächsten Tage besuchte er Forestier's und traf fie lokalen Theiles der Vie Française". Der anonyme Rebeim Kofferpacken. Charles lag auf dem Sopha und sagte dakteur der Plume", so hieß die Zeitung, behauptete nämmühsam athmend: Ich hätte schon vor einem Monat reisen lich, daß Herr Walter durch Notizen im lokalen Theile sollen." Dann gab er Duron hunderterlei Aufträge für feine Unternehmungen fördere. Tag für Tag fezte das die Zeitung, obwohl schon alles mit Herrn Walter besprochen Blatt seine Sticheleien, bisfigen Anspielungen und Verund geregelt war. bächtigungen aller Art gegen ihn fort. Georges nahm Abschied und drückte seinem Freunde Jacques Rival sagte eines Tages zu Duroy: Sie fann er fich: kräftig die Hand:„ Auf baldiges Wiedersehn, alter Junge!" haben eine recht geduldige Haut." Duroy stotterte: Was soll ich thun? Es sind immer Bu Frau Forestier aber, die ihn bis zur Thür begleitete, fagte er lebhaft: Sie haben doch unseren Batt nur indirekte Angriffe." Als er aber eines Nachmittags in die Redaktion trat, nicht vergessen? Wir bleiben Freunde und Verbündete, nicht wahr Wenn Sie mich also brauchen, worin es auch hielt ihm Boisrenard die neueste Nummer der Plume" fei, so zögern Sie nicht, mich herbeizurufen. Depesche oder entgegen: Brief: ich tomme!" „ Lesen Sie. Es steht etwas unangenehmes über Sie drin." Ach! Und um was handelt es sich? " Ich danke," flüsterte fie, ich werde nicht vergessen." Und auch ihr Auge fagte danke" und dieses danke" war noch wärmer und herzlicher. Als Duroy die Treppe hinabstieg, begegnete er dem Herrn, den er schon einmal bei ihr getroffen, dem Grafen von Baudrec, der langsam die Stufen hinaustieg. Der Graf schien traurig zu fein wohl der Abreise wegen? Der Journalist wollte höflich sein und grüßte ihn sehr tief. Der Graf dankte artig, aber doch ein wenig stolz. Am Donnerstag Abend reifte die Familie Forestier ab. VII. bezahlen für. Was!" rief er, der Mensch behauptet, ich laff' mich Boisrenard unterbrach ihn: Nun ja boch! Eine bumme Geschichte! Der Verleger versteht darin keinen Spaß. Beim Lotalen" tann es zu leicht vorkommen..." " Um nichts, um die Verhaftung einer Frau Aubert auf ihn zu: Haben Sie die Notiz in der" Plume" Gerade trat Saint- Potin ins Zimmer. Duroy stürzte burch einen Gittenpoligiften." las unter dem Titel: Duroy amüsirt sich" folgendes: Duroy nahm das Blatt, das man ihm reichte, und er gelesen?" " Ja, und ich war schon bei Frau Aubert. Sie existirt Der große Reporter der Bie Française" belehrt uns in der That, aber sie war nicht verhaftet. Das Gerücht ist grundlos. Agenten der verhaßten Sicherheitsbrigade nur in unserer etwas fühl und sein Auge blickte argwöhnisch. Nachdem heute, daß die Verhaftung der Frau Aubert durch einen Duroy eilte zum Verleger. Er fand fein Benehmen Einbildung geschehen sei. Nun, die fragliche Person wohnt in der Rue de l'Ecureil, Nr. 18, im Montmarire. Wir er den Fall gehört hatte, erwiderte Herr Walter:„ Gehen begreifen übrigens recht gut, welches Interesse, oder welche so ab, daß man ähnliche Dinge über Sie fünftig nicht mehr Sie selbst zu der Frau, und faffen Sie Ihre Erwiderung Interessen die Agenten der Walter'schen Bank daran In der Redaktion der" Vie Française" verlieh die Ab- haben können, die Agenten des Polizeipräfekten zu unterstügen, schreibt. Ich sage das für die Folge. Für die Zeitung, wesenheit Forestier's Duroy eine größere Wichtigkeit. Er der ihren Handel duldet. Der betreffende Reporter thäte für mich und für Sie ist so etwas gleich unangenehm. fchrieb einige größere selbständige Artikel und zeichnete auch beffer, sich blos auf die Fabrikation von Sensationsnach Ein Journalist muß wie Casars Gattin über jeden Ver turze Notizen mit seinem Namen, denn der Herausgeber richten zu beschränken, für die er das Rezept hat, als da bacht erhaben sein." Duron ftieg mit St. Potin als Führer in eine Drofchle wollte, daß jeder Redakteur die Verantwortlichkeit für seine find: Todesnachrichten, die am nächsten Tage dementirt Mittheilungen übernehme. Er gerieth in einige Polemiken werden, Berichte von Schlachten, die nie stattgefunden und rief dem Kutscher zu:" Nach der Rue de l'Ecureuil, undiste fich geschickt herauszuwinden; und seine bestän- haben, Kaiserreden, die nie gehalten worden sind, kurz alle Nummer 18, Mont- Martre." dige Beziehungen zu Politikern bildeten ihn allmälig zu jene Informationen, die Walter'schen Börsenspekulationer ( Fortfegung folgt.) 2 e t t n t g 1. e h " Jaß sie sich der Mittheilung der Untersuchungsaften an die tag eine Agitationstour nach einer Rethe Dörfern dieses Wahl- 1 eigenen Kollegen als Rolonnenführer ze. uns in gemeinster Weise Kommission widersetzten. Ricard erklärte darauf, die Gerichts- freises, um Flugblätter au verbreiten. Sie wurden von den hintergehen. Um einem derartigen empörenden Treiben wenigstens a'ten nur vertraulich Brisson mittheilen zu können. Die Kom- Landarbeitern freundlich aufgenommen. Ueber das Loos dieser einigermaßen abzuhelfen, kann das demnächst zu errichtende mission besteht ferner auf der Obduktion der Leiche des Barons folgende Schilderung: Die Hütten, welche wir betraten, find gewählt werden, die energisch die Rechte der Arbeiter zu wahren Arbeiterkategorie entwerfen fie in der Thüringer Tribüne" Gewerbegericht Gutes leiften, wenn in dasselbe Männer Reinach. Sarmarcelle hat über eine Unterhaltung aus meist in dumpfe Zimmer eingetheilt, die Gesichtsfarbe ihrer Be- wissen. Es ist daher die Pflicht aller zielbewußten Bauarbeiter, gefagt, welche er mit Charles Lesseps am 6. Juni gehabt wohner ist eine bleiche; die haltung des Körpers bei Männern sich bis zum Sonntag in die Wählerlisten eintragen zu lassen, hatte, in deren Verlaufe Lesseps ihm erklärte, die Zeitungen im schönsten Alter ist eine gebückte. Die Kinder find förmlich in bamit am 20. Februar 1893 ein der Würde der Berliner Arbeitererhielten monatlich Gelder zwecks günstiger Besprechung des Zumpen gehüllt und müssen fast alle ihre sarte Jugend dem fchaft entsprechendes Wahlresultat erzielt werde. Mit tameradPanama- Unternehmens; das Garantiesyndikat der Finanz- Moloch Kapital opfern. Ebenso müssen die Frauen mitarbeiten schaftlichem Gruß W. Gaßmann, Bauarbeiter, Gperzierstr. 4. Gesellscha ften, große und fleine Banfiers erhielten starte und der durchschnittliche Verdienst einer Familie beträgt alsdann Kommiffio nsgebühren. Sehr hochgestellte Personen in den wöchentlich 6 Mark bei einer Arbeitszeit von 14 Stunden täglich. An die Böttcher von Berlin und Umgegend. Wir einflußreich sten Stellungen hätten in zynischfter Weise Geld- on einem Weber wurde uns mitgetheilt, daß vor einigen Jahren richten an Euch die dringende Aufforderung, Euch bis zum forderungen aufgestellt und zu verstehen gegeben, daß sie wie er heute üblich ist. Ebenfalls eine Sohnschmälerung!" die Webe um 5 Meter fürzer gemefen fei, bei demselben Lohne 4. Dezember in die Wählerliften zum Gewerbegericht eintragen biefe Fin anzoperationen begünftigen oder zu Falle zu laffen. Die Eintragung tann wochentäglich von 5-8 ühr bringen würden, je nachdem man ihnen mehr oder Abends und am Sonntag von 12-3 Uhr Mittags geschehen. Thue weniger Gelb bieten würde. Was die hohen Ge- in Sachsen, bei welcher, wie bereits gemeldet, unsere Kandidaten Ueber die Stadtverordneten- Wahl in Grimmitschau jeder seine Pflicht! J. A.: H. Winter. minne der Banamatanal- Unternehmer anlange, fo liege mit 587-649 gegen 783-810 ordnungs" parteiliche Stimmen Hausdiener und Berufsgenoffen. Am Sonntag, den fein Grund vor, sich darüber zu wundern. Dieselben unterlagen, berichtet das Sächsische Boltsblatt" noch, daß man 4. Dezember, geht die Frist zur Einzeichnung in die Wählerhätten eine große Gefahr auf sich genommen, da fein Euro- den sozialdemokratischen" Bertretern das Gesuch abschlug, der liften zum Gewerbegericht zu Ende, versäume daher niemand sich päer sich länger als drei Jahre in Panama aufhalten meister motivirte dies damit, der Bahlausschuß bestehe ja aus Rollegen Grauer, Neue Grünftr. 10, fowie beim Unterzeichneten Wehlhandlung tontrollirend Feiwohnen zu dürfen. Der Bürger- bis dahin eintragen zu lassen. Formulare hierzu find beim fönne. Alle Verträge, die mit den Unternehmern abge- Männern, welche Bertrauen verdienten. Die Gäumigen unserer zu haben, auch können dieselben nach stattgehabter Ausfüllung fchloffen feien, seien von den Liquidatoren geprüft worden. Wähler konnten deshalb nicht herbeigeholt werden, während dies bort zur Weiterbesorgung wieder abgeliefert werden. Die Unternehmer hätten eine entsprechende Bescheinigung den Gegnern durch ein Mitglied des Wahlausschusses ermöglicht kollegialischem Gruß: Gustav Ladewig, Ritterstr. 70, Delegitter vom Gericht empfangen. Nur die Forderung des In- worden sein soll. genieurs Eiffel sei um 8 Millionen herabgefeßt. worden. gegenüber der früheren Wahl einen Stimmrückgang erlitten. Trogdem haben die Ordnungs" parteien sur Streit- Kontrollkommission. Gleichwohl sei Eiffel seinen Verpflichtungen regelmäßig Damals erhielten fie 683-938, wir 526-590 Stimmen. Unsere Antragscheine zur Eintragung in die Wählerliste zu den GeFirmenschilderbranche! Den Kollegen zur Nachricht, daß nachgekommen. Am Schlusse seiner Ausführungen habe Partei gewann also an Stimmen. Dabei fabelte die bürgerliche werbegerichts Wahlen in unserem Nachweise bei Bernau, Charles Lesseps bemerkt, wenn man gewisse Personen und Bresse von einer gewaltigen Niederlage", welche die Sozial- Rosen- und Neue Friedrichstraße- Ede in Empfang zu nehmen gewiffe Dinge angreife, so werde man das ganze Unter demokratie bei den Grimmitschauer Gemeindewahlen erlitten und nach erfolgter Ausfüllung und Abstempelung daselbst abnehmen aufs Spiel sehen. Man werde dazu beitragen, daß zugeben sind. Die Kollegen werden besonders darauf aufmerksam Bei der Gemeinderaths- Wahl in Langenberg( Reuß 1.2.) gemacht, daß die Eintragung bis Sonntag, den 4. Dezember, daffelbe in die Hände der Amerikaner gelange. Diejenigen, wurden für die sozialdemokratische Liste 54-83, für die gegnerische Nachmittags 4 Uhr, erfolgt sein muß. Die Agitationskommission. welche das Unternehmen des Panamafanals angriffen, 90-110 Stimmen abgegeben. richteten ihre Bestrebungen in Wirklichkeit gegen den SuezCanal. Die Kommission besteht auf der Freilassung Drumont's, um die Untersuchung zu ermöglichen. In Großenhain blieben die sozialdemokratischen Kandidaten in der Minderheit. In Tangermünde wurde ein Parteigenosse mit 112 St. zum Mitgliede bes Stadtverordneten- Kollegiums gewählt. * Mit den Beschliffen des Berliner Parteitages er flärten sich weiter einverstanden die Parteigenossen Harburgs. zum Arbeiterfeiertag. Gs foll von jeber Bor- oder Nachfeier an Die Zeiger Parteigenoffen erklärten den 1. Mai definitiv einem Sonntag abgesehen und das Fest nach Möglichkeit schon am Morgen begonnen werden. 話 Das englische Asylrecht. Fürft Rrapottin, der bekannte Anarchistenführer, dessen persönliche Ehrenhaftigkeit aiemals bezweifelt worden ist, hat den Beschluß der Auslieferung des Anarchisten François( Francis) zum Anlaß genommen, eine Denkschrift zum Schutz des englischen Asyl rechts zu veröffentlichen. Gelegentlich der Walsall- Farce und der Thaten Ravachol's wiesen wir darauf hin, daß es sich unter anderen reaktionären Zielen auch um die Be fchränkung des englifchen Asylrechts handele, In Weißenfels fiegten bei der Wahl von männlichen Berdas seit dem ersten Viertel dieses Jahrhunderts der inter- tretern zur Orts- Krantentasse III.( Schuhmacher) sämmt nationalen Reaktion ein Dorn im Auge ift. Jetzt sieht liche 50 sozialdemokratische Kandidaten. Sie erhielten 180 bis Herr Krapotkin vielleicht ein, daß wir nicht so ganz Unrechtfrieden sein mußten. Bei der Wahl von 40 Vertreterinnen 150 Stimmen, während die Gegner mit 30-40 Stimmen au hatten. Gewiß wäre die Auslieferung des François ein böses fiel der Sieg den Gegnern zu und zwar deshalb, weil unsere Genoffinnen nicht pünktlich zur Stelle waren, sondern ihrer MehrPräzedenz. Allein Herr Krapotkin wird doch nicht so naiv heit nach erft tamen, als die Wahl vollzogen war. Infolge fein zu glauben, daß die bürgerliche Gesellschaft sich die deffen blieben unsere Randidatinnen mit 7 gegen 11-18 gegnerische Ravacholiaden ruhig gefallen läßt? Jedenfalls triumphirt Stimmen in der Minderheit. Bei der Erfahwahl zum Borbie internationale Reaktion, menn François ausgeliefert ftand wurde Genosse Wilhelm Klinder gewählt. wird. Ist einmal mit Hilfe des Anarchistenschreckens ein Loch in das Asylrecht gebohrt, so wird es nicht schwer fallen, das Loch allmälig zu vergrößern. Die ruffische Armee wird uns als mustergiftiges Vorbild vorgehalten, d. h. nicht die wirkliche Armee, sondern die auf dem Papier stehende. Sollte sie aber in Bewegung gesetzt werden, würde man bald erkennen, daß es überall an dem Nothwendigsten fehlt. Daß aber auch der innere Bestand der Armee nicht zu fest ist, ersieht man aus den vielfach vorkommenden Meutereien. Erst in diesen Tagen verließ in Petersburg selbst eine ganze Stompagnie, einen Feldwebel an der Spitze, aus Stache gegen den seiner Strenge wegen verhaßten Kompagniechef, in Marschordnung den Exerzierplatz und die Kasernen und begab sich in einen naheliegenden Bald, aus dem sie natürlich aber sehr bald wieder zurückgeholt wurde. Der Kompagniechef soll die durch die Berabfolgung schlechten Effens aufgebracht haben. Leute nicht nur durch schlechte Behandlung, sondern auch Um den Standal dieses Vorfalls möglichst zu vertuschen, wird verbreitet, der Feldwebel sei geiftestrant. Darteinachrichten. Straßburg i. G. bewilligte das Gesuch des national Bürgerliche Klassenwirthschaft. Der Gemeinderath von liberalen Abgeordneten Dr. Petri um Ueberlassung des Saales der Aubette zu einer Berfammlung, in welcher ein Rechenschaftsbericht erstattet werden soll, und lehnte in derfelben Sigung das Gesuch der sozialdemokratischen Partei a b, ihr jenen Saal au Boltsversammlungen zur Verfügung zu stellen. Wie den Nationalliberalen wird natürlich auch den Kleritalen der Saal anstandslos zu Versammlungen fiberlaffen, nur nicht den sozial demokratischen Arbeitern. Die Frants. 3tg." meint zu dieser stupiden ungerechtigkeit: Die Sozialdemokratie erhält von allen Seiten Waffer auf ihre Mühle... Angesichts solcher Erscheinungen darf es nicht under nehmen, daß der Sozialismus täg. lich an Boden gewinnt und daß die sozialistischen Vereine in Elsaß- Lothringen wie Pilze aus der Erde schießen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. -In Stendal verbot die Polizeiverwaltung dem Arbeiter politischer sei und deshalb Damen zu deffen Zusammenkünften Bildungsverein die Abhaltung eines Balles, weil der Verein ein nicht zugelassen werden dürften. Mit Dachdecker. Berichtigend wird uns heute mitgetheilt, daß bei den Ziegel- und Schieferdeckeru ein Jnnungs- Schiedsgericht nur für die Berliner Innung( fog. Keller'sche Richtung), nicht aber für den Innungsverband( sog. Weißhagener Richtung) besteht. Da lehtere Innung feinen Gebrauch von den Rechten des $ 100 f ber Gewerbe- Ordnung macht, tönnen die Riegel- und Schieferdecker 2c., welche bei Meistern dieser Weißhagener Richtung" arbeiten, an den Wahlen zum Gewerbegericht thei Wählerlisten eintragen zu lassen. nehmen. Es ist daher Pflicht dieser Arbeiterkategorie, sich in die Achtung, Schuhmacher! Entgegen etwa fonft turstrenden Gerüchten theilen wir hierdurch mit, daß der Streit bei der Firma Mauff unverändert fortdauert. Eine Unterhandlung mi diesem Herrn hat nicht stattgefunden. Im Auftrage der agitationskommission: August Fleischer. burg ersuchen wegen Differenzen, die zwifchen ihnen und den Unternehmern ausgebrochen sind, um Fernhaltung des Zuzuges. Die Korbmacher in Luckenwalde und Oranten " Die Arbeitslosigkeit macht sich, wie der Stettiner Boltsbote" berichtet, in Stettin und deffen Vororten in erschreckendem Umfange fühlbar. Im Bulkan" find Leute entlassen worden, die schon mehr als 15 Jahre lang dort gearbeitet haben. Und denjenigen, welche noch arbeiten, sind die Löhne reduzirt warden. Da giebt es für die Arbeiter ein trauriges Weihnachten. Oberstaatsanwalt Dr. Hartmann in Blauen erklärt die Mittheilung des Sächs. Boltsblattes" für unrichtig, daß er in feiner Rede zu Eibenstock fich von der Forderung nach Einführung des Befähigungsnachweises losgesagt hätte. Er habe im Gegentheil einen soeben im Reichstage von Ackermann und Genoffen eingebrachten Antrag mitunterschrieben, in welchem jene Forderung abermals gestellt wird. Eine Liebe ist der anderen werth. Der„ Konsequenz" des Herrn Hartmann gegenüber, den Befähigungsnachweis immer und immer wieder zu fordern, wird der Reichstag hoffentlich die Konsequenz entgegensezen, diese Forderung der Bünstler ebenso oft abzulehnen. Ueber den Ausstand der Baumwollspinner Süd. Lancasters schreibt man der Boffifchen Beitung": Der Ausstand dauert nun bereits drei Wochen. Die Anzahl der Auständigen ist von 48 000 auf 64 000 gestiegen. Keine Seite ift Nord- und Nordost- Lancaster beschäftigten Genoffen reichlich mit geneigt, nachzugeben oder Vermittelungsversuche anzubahnen, und ba die Arbeitslosen von den in den laufenden Spinnereien von da die Arbeitslosen von den in den laufenden Spinnereien von In Magdeburg wurden der Genoffe Bater und sechs Sand noch gar nicht abzusehen. Die Unternehmer, die den Geld unterstützt werden, so ist ein Ende des Ausstands vor der andere Parteigenoffen lediglich deshalb verhaftet, weil sie vor Kampf durch das Berlangen einer 5prozentigen Lohnherabsehung bem geboykotteten Bremer'schen Konzerthaus vorüber gingen, was der Inhaber deffelben nicht dulden wollte. Auf dem Bolizei- berbeigeführt haben, sind in ihrer Hoffnung, bei den Spinnereien bureau behielt man sie bis 12 Uhr nächsten Tages in Haft worden. In diesen Bezirken haben die Unternehmer es abgelehnt, Nord- und Nordoft- Lancasters Unterstützung zu finden, enttäuscht Man vermuthete, daß die Verhafteten als Kontrolleure des Polizei Beschwerde und Strafantrag eingereicht werden. Boytotts fungirten. Wegen jenes Vorgehens wird gegen die ihre Werte stillstehen oder nur kurze Zeit laufen zu laffen, weil fie kürzlich mit ihren Arbeitern vereinbart haben, daß eine fünfDie Erfurter Straffammer erkannte gegen den Ge- prozentige Lohnermäßigung eintreten soll, wenn im Süden die noffen Leven, früheren Redakteur der Thüringer Tribune", Arbeiter unterliegen, daß dagegen die jetzigen Säße bestehen welcher der Beleidigung einer Lehrerin angetlagt war, auf Frei- bleiben, falls bie Unternehmer den fürzeren ziehen. Durch diesen sprechung. Beschluß erhalten die ausständigen Arbeiter alle mögliche Gr Dersammlungen. 1 Ahlwardt in der Stichwahl. Wie die Lefer an anderer Stelle finden, ist es den Antisemiten im ersten Wahlgange, wie es eine Zeit lang den Anschein hatte, nicht gelungen, ihren Rektor aller Deutschen" durchzubringen. Derfelbe muß sich mit Dem freisinnigen Kandidaten noch in der Stichwahl messen. Da beide in Frage stehende Kandidaten mit 7000 refp. 8000 Stimmen Der Braunschweiger Boltsfreund" erörtert, muthigung zum Ausharren, da ihnen dadurch der Weiterbezug sich gegenüberstehen und es wohl ausgeschlossen erscheint, daß von daß die Polizei, ohne gefeglich ein Recht dazu zu haben, bei Ber: der regelmäßigen Ausstandsgelder gewährleistet wird. ben 2876 Stimmen, welche auf den Konservativen von Waldom fammlungsanmeldungen die Angabe des Referenten verlangt, fielen, ein größerer Bruchtheil auf den Freifinnigen Drame über auch in Versammlungen nichtpolitischer Vereine überwachende gehen werden, so erscheint der Sieg Ahlwardt's ziemlich sicher. Beamte entfendet, Versammlungen auflöst, wenn ein Redner etwas Die Nationalliberalen, welche auch in diesem Kreise wieder mit Strafbares fagt, ferner Vereinsversammlungen auflöst, wenn Anihrem ständigen Durchfallskandidaten Hobrecht debutirten, kommen gehörige anderer Berufe, als desjenigen, für welche der Verein mit ihren knapp 400 Stimmen taum in Betracht. Was unfere bestimmt ist, anwesend find. Zu all diesen Maßnahmen sei die Eine öffentliche Versammlung für Handlungsgehilfen Genoffen aber betrifft, so dürfte bei denselben die Neigung für Polizei nach dem braunschweigischen Recht nicht befugt; was der Zigarren und Materialwaaren Branche fand am Stimmenenthaltung wohl vorherrschend fein, um fo mehr als speziell die Auflösung von Versammlungen anbelange, so wäre Sonntag statt; Kollege Hinge referirte in derselben über die während des Wahlkampfes Freifinnige wie Antisemiten in die Polizei dazu nur berechtigt, wenn Anträge oder Vorschläge übermäßige Arbeitszeit in diesen Branchen. Rebner führte aus, gleich gehäffiger Weise Weise unfere Agitatoren Agitatoren behandelten. erörtert würden, welche eine Anreizung zu strafbaren Handlungen geftügt auf feine langjährigen persönlichen Erfahrungen und auf Aber selbst wenn unsere Wähler Mann für Mann an die Urne enthalten. Der Braunschweiger Voltsfreund" meint, die Polizei amtliche statistische Berichte, daß die Arbeitszeit in diesen Gegingen, so würde dadurch an der endgiltigen Entscheidung wohl habe aus Gewohnheit sich allmälig Rechte angeeignet, die sie gar schäften eine überaus lange fei. Es fei nichts Seltenes, daß die schwerlich etwas geändert werden. Ahlwardt's Vorsprung ist zu nicht besitze und sich deshalb unweigerlich wieder nehmen laffen Läden im Sommer von früh 4 bis Abends 11 Uhr und im groß, feine Reserven auf tonservativer Seite sind zu start. Benn müsse. Er erwartet von der Polizei, daß sie sich ein für alle Winter von 6 bis 1/211 Uhr geöffnet seien. Wohl nirgends sonst die" Greif. Stg." ihre Hoffnung auf die 6000 Wähler fetzt, welche mal auf das ihr laut Gesetz zustehende Recht beschränke, andern würden die Lehrlinge so maßlos ausgenugt, als in diesen Geim ersten Wahlgang nicht geftimmt haben, so übersieht das falls eine Form der Kritit fich nöthig machen werde, welche schäften. Im Kreise Oppeln hatten nach den Ausführungen des Richter'sche Blatt, daß von diesen Wählernes sind Schiffer, für die Polizei nicht gerade von den angenehmsten Folgen fein Redners zu arbeiten unter 282 Lehrlingen 115 täglich 15 Stunden, Bauarbeiter 2c. ein großer Theil überhaupt nicht im Streife würde. anwesend, fondern auswärts beschäftigt ist. Ein anderer nicht unerheblicher Bruchtheil von Wählern bleibt aber erfahrungsmäßig immer und unter allen Umständen von der Urne fern. Die freisinnige Hoffnung auf die 6000 erscheint uns deshalb eine sehr windige. Würden wir uns für die politik aus Bosheit begeistern tönnen, so würden wir uns über Ahlwardt's Wahl " Soziale Ueberlicht. 12 täglich 16 Stunden und der Rest 9 bis 14 Stunden. Auf die fürzlich stattgefundene Reichsenquete eingehend, führte Redner aus, daß bei seiner großen Bekanntschaft es ihm noch nicht gelungen fei, einen Kollegen zu finden, der einen Fragebogen erhalten habe. Hand in Hand mit der langen Arbeitszeit gehe natürlich eine winzig niedrige So niedrige Entlohnung. hielten in Berlin die Angestellten bei freier Station er= aussichten freuen. Rein Sozialdemokrat und fein anderer Achtung, Berliner Arbeiter! Wir geben hiermit bekannt, 30 bis 35 M. monatlich; felten tomme jemand bedeutend höher. Reichsfeind" hat bisher das for fervativste Institut, die daß auf unsere vor furzem ergangene öffentliche Aufforderung an Der Rebner stellte als seine nächsten Forderungen hin: Schutz Armee, vor dem Auslande so her abgefeht, wie es dieser die hiesigen Brauereien, ihren Bedarf an Fässern hier am Platze der jugendlichen Arbeitskräfte genau wie in Fabriken, und für Conservative Echößling" mit feinen Judenflinten that. Und anfertigen zu lassen und bei etwaigen Balanzen unseren Arbeits alle Angestellten einen zehnftündigen Arbeitstag von 8-8 Uhr Dieser Mann, zum Bollsvertreter gewählt von den Bauern des nachweis in Anspruch zu nehmen, folgende Brauereien erklärt mit 2 Stunden Tischzeit. Ferner richtete er an alle Anwesenden jenigen Streifes, die ein Meyer von Urnswalde als Landrath ein haben, auf unser Verlangen eingehen zu wollen: Brauerei das Ersuchen, für diese Forderungen einzutreten, was sie nur Menschenalter fang für Gott, König und Vaterland" drillte, Königstadt, Berliner Bockbrauerei, Norddeutsche Brauerei, Gräf tönnten burch engen Anschluß an die Sozialdemokratie. In der das ist ein Stück parteigeschichtlichen Humors, wie es eben nur sich Reischach'sche Brauerei zu Stralau, Münchener Brauhaus, fehr lebhaften Debatte meinte ein Herr Senefel, es scheine ihm, auf dem feudal vermuckerien preu pischen Boden rechts der Elbe Dswald Berliner's Brauerei, Brauerei Julius Bögow, Brauerei Daß in der Versammlung nur die Unzufriedenen anwesend seien. gedeihen taun. Lips, Böhmisches Brauhaus, Brauerei Batzenhofer. Die übrigen Er beziehe ein Gehalt von 60 M. bei freier Station, allerdings Berliner Brauereien haben es nicht für nöthig gehalten, auf müsse man dann ein flotter Berkäufer fein. Sehr schlagend wurde unsere Anfrage zu antworten; wir werden mit denselben daher diesem Herrn nachgewiesen, daß selbst dieses angeblich so hohe noch persönlich Rücksprache nehmen. J. A.: H. Winter. Gehalt erstens nur eine Ausnahme für besonders hervorragende Leistung sei, und zweitens wenn man es auf Stundenlohn redugiren würde, noch recht gering wäre, denn es fämen auf die Stunde bei nur zwölfftündiger Arbeitszeit ganze 321/2 Pf. 3um Schluß wurde eine Resolution im Sinne der vom Referenten aufgestellten Forderungen von der Versammlung angenonimen. Protestversammlungen gegen die Militärvorlage fanden ferner statt in Mittweida, andsberga.. und Soldin ( Ref. M. Patel- Berlin), Starnberg( Ref. Ed. Schmid: München), Stendal( Ref. Dr. Lux- Magdeburg), Bauarbeiter Berlius! Wohl kein Beruf hat mehr mit einem petuniär zweifelhaften Unternehmerthum zu rechnen, als Von der Agitation. Die Parteigenoffen aus Nord- der unfrige. Ja, müssen wir doch oft die traurige Erfahrung hausen und Salza untern ahmen am vorvergangenen. Sonn- machen, daß nicht allein die Unternehmer, sondern auch unsere Für den Inhalt der Inserate über Parteigenossen Berlins! Arbeiter- Bildungs- Schule. nimmt die Redaktion dem Publikum Am Donnerstag, den 1. Dezember, Abends 8 Uhr, finden in sämmtlichen sechs Wahlkreisen gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, 30. November. Opernhaus. Die Zauberflöte. Schauspielhaus. Meister Balzer. Leffing- Theater. Fernande. Berliner Theater. Dora. Wallner- Theater. Die Ehre. Versammlungen der sozialdem. Partei statt. 347/2 1. Wahlkreis: Deigmüller's Salon, Alte Jakobstr. 48. Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Brochnow, Sebastianstr. 39. == 2. 3. 4. Deutsches Theater. Der Misanthrop. In Zivil. 5. " Neues Theater. Die Liebeshänd- 6. lerin. Kroll's Theater. Die Hochzeit des Figaro. Residenz- Theater. Im Pavillon.( Le Parfum). Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das verwunschene Schloß. Thomas- Theater. Almenrausch und Edelweiß. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Alexanderplak Mädel. Theater. SportNational- Theater. Wilhelm Tell. Bellealliance- Thenter. Kabale und Liebe. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Thenter der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Vaviété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Zum 82. Male: Die wilde Madonna. Gesangsposse in 3 Atten von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Rostümen aus Deforationen v. Lütkemeyer in Coburg. In Ecene gefeht von Adolph Ernst. dem Atelier d. Fr. Köpke, und neuen Anfang 2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Alexander- Play- Theater. Fernfprechamt VI Nr. 1711. Heute Abend 71/2 Uhr: " Joël, Andreasstr. 21. Brauerei Bötzow, Prenzlauer Thor. Schultheiss( fr. Gisteller), Chausseestr. 88, Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Berichterstattung der Delegirten vom Parteitage. 2. Diskussion. 3. Abrechnung der Bertrauensmänner. 4. Neuwahl von Vertrauenspersonen. 5. Neuwahl der Lokal- und Preßkommission. Zahlreicher Besuch erwünscht Die Vertrauensmänner. Achtung! Maurer und Putzer. Große öffentliche Versammlung Lehrplan für das Winterhalbjahr. ( IV. Quartal 1892.) Die Stunden fallen wie bisher Wochentags vont 8 bis 10% Uhr Abends. Sonntags von 10 bis 12 Uhr früh. Montag do. Dienstag. do. Mittwoch. do. B 4 Donnerstag i Freitag. do. Sonnabend Sonntag Montag Dienstag. Mittwoch. do. am Donnerstag, den 1. Dezember er., Abends s hr, Donnerstag in den Industriehallen, Kommandantenstr. 77-79. = Tages Ordnung: 9 Nordschule. Müllerstr. 179a. Rechnen( unt.). ." Deutsch( ob.). . Gefchichte( neue). B Kaufin. Rechnen, Wechselrecht, Korrespondenz. Deutsch( mittt.). * Mathematik und mathematische Geographie. . Chemie. • Deutsch( unt.). ** Physiologie. Südschule. Hagelsbergerstr. 43. Physiologie. Deutsch( mittl.). Geschichte( alte). Deutsch( ob.). Buchführung ( boppelte) und oberes Rechnen. Buchführg. u. ob. Rechnen, Deutsch( unt.). Ostschule. Martusftr. 31. . Deutsch( ob.) Logit. Deutsch( unt.). do. Freitag.. B 9 242/3 Sonntag. 1. Zweck und Nußen der Arbeitslosen- Statistit. Referent F. Schulze. do. 2. Diskussion. 3. Die Gewerbe- Schiedsgerichtswahlen. Referent Kollege Klingenberg. Gonnabend. 4. Diskussion. 5. Gewerkschaftliches. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Der Einberufer. 5. Schigolski. F. Gräschke. Berlin zur Nachricht, daß sich die Zahlstellen für Norden NB. Den Mitgliedern des Zentral- Verbandes, Filiale II O 00 Die mit Räume ertheilt. bei Peterson, Veteranenstraße 22, und für Moabit bei Dienstag. Hermerschmidt, Berlebergerstraße 28, befinden, woselbst Donnerstag.. Beiträge jeden Sonnabend Abend von 8-10 Uhr entgegen genommen werden. 245/4 Der Bevollmächtigte. Zur Beachtung! Ich wollte den werthen genossenschaftlichen Vereinen hiermit in Erinnerung bringen, daß ich am 2. und 3. Feiertage, fowie verschiedene Sonnabende und Sonntage noch frei bin. Auch halte mich zur Befehung Sport Mädel. und erfolgreicher Ausführung von ganzen Borstellungen, Matineen u. f. w. bestens empfohlen. Koulante Bedingungen. Bitte um recht baldige Berück sichtigung für Sylvester und Neujahr. Hugo Osang, Volkshumorist, Große Poffe mit Gefang und Tanz in 4 Bildern von A. Schönfeld. Musit von Max Lustig. Mit vollständig neuer Ausstattung. sowie Verf. zeitgem. Satyren, Berlin SO., Mariannenstr. 46, Hof pt. geradezu. Kaffeneröffn. 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Sport- Mädel. American- Theater. Jeden Abend jubelnder Beifall! 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Martinetti, Afrobaten 1. Ranges. Zum Schluß: Auf Helgoland. Ballet v. 82 Damen. Neue Einlage: Aufzug der Leib- Garde- Artillerie. Morgen, Donnerstag, Ab. 71/4 Uhr: Große Vorstellung mit neuem Programm. Billet- Vorverkauf beim Invalidendant", Markgrafenstraße 51a. Fr. Renz, Direktor. Feen- Valast Burgstraße, neben der Börse. Welt- Lokal Berlins, 5000 Pers. faffend. Täglich Hauptpiecen find: RoccoccoQuadrille, ger. von 6 Damen u. 6 Herren. Mr. Hubert, Jongleur zu Pferde. 55 Hengste, vorgef. vom Direttor Althoff. Auftreten des Luftgymnaftifers The Hanlons, des Jockenreiters Mr. Cooke etc. Merikan. Kriegsepisode. Komische Intermezzos v. sämmtl. Klowns. Donnerstag, 1. Dezember, Ab. 71/2 Uhr: Gr. Vorstell. Näheres die Plakate. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Das großartigste Spezialitäten- Programm der Residenz. Familie Lars- Larsen, Gr. Spezialitäten Vorstellung Elite- Barforce- Gymnaſtik.- Zruppe. = mit abwechselndem Programm, Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. Anf. Wochent. 7 Uhr, Sonnt. PassagePanopticum. 6 Uhr. Entree 50 Pf. Jeden Mittwoch und Sonntag Nachm. Grosses Familien- und Kinderfest mit Gratis- Verloosungen und Spezialitäten- Vorstellung. 31 Uhr. Die bildschönen anfang wittwochs 4 Uhr, Sonntags zusammengewachs Entree für Kinder wie Erwachsene Zwillinge Riesenkind. und das Mit heutigem Datum habe ich das Restaurant des Herrn C. Albrecht, Rirdorf, Knesebeckstraße 82, täuflich erworben. Ich bitte das meinem Herrn Vorgänger geschenkte Vertrauen auch gütigst auf mich übertragen zu wollen. Um recht zahlreichen Besuch bittend, 1. Platz 50 Pf., II. Platz 25 Pf. Brooks& Duncan, Original- Kongo- Neger. Charles Liffton, Athlet auf dem Drahtseil. Brothers Barett, The two Fanneg Gentlemen. The Original- Satours, Anatomisches Wunder. Anfang Wochentags 8 Uhr. Deutsch( mitil.). Physiologie, Geschichte( neue). Rechnen( unt.) Buchführg. u. ob. Nechnen. Rechnen( unt.). Südost- Schule. Reichenbergerftr. 133. Buchführg. u.ob. Rechnen. Deutsch( mittl.). Deutsch( ob.) Logit. * Rechnen( unt.) Geschichte( mittl). Raufm. Rechnen, Wechselrecht, Korrespondenz. Deutsch( unt.). * Mathematik und mathe. matische Geographie. Physiologie. bezeichneten Stunden werden mit Benutzung der Doppel• Für alle vier Schulen: an jedem Sonntag Vormittags 10-12 Uhr: National- Oekonomie in den„ Armin- Hallen", Kommandantenstr. 20. Unterricht für Nachtarbeiter: Nachmittags von 22 bis 42 Uhr. Ostschule. Nordschule. Markusstr. 31. Müllerstr. 179a. Buchführung u. Nechnen. Deutsch. Deutsch. Buchführung u. Rechnen Für sämmtliche Lehrfächer werden neue Schüler und Schülerinnen aufgenommen. Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder fann an endstehenden Zahlstellen, deren je eine auch in jeder Schule errichtet ist, erfolgen. Dafelbst wollen auch die Theilnehmer und Theilnehmerinnen am Unterricht ihre Schulkarten einlösen. Beitrag mindestens 25 Pf. monatlich, Schulgeld monatlich 50 Pf. An den mit bezeichneten Zahlstellen sind auch Billets zur Urania à 25 Pf.( welche lettere dann nur noch eine Nachzahlung von 25 Pf. bedingen) gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches zu haben. Die Zahlstellen find folgende: S. 重 Südschule, Hagelsbergerstr. 43. * Börner, Ritterstr. 108. Gründel, Dresdenerstr. 116, Klein, Schönleinstr. 8. Ehrenberg, Annenstr. 14. SO. Südostschule, Reichenbergerstr. 133. Kehr, Röpniderstr. 126. * Schulz, Admiralstr. 40 a. Ulrich, Wrangelstr. 84. Zubeil, Naunynftr. 86. Schayer, Reichenbergerstr. 54. Fafforke, Wrangelstr. 16. SW. Grube, Mariendorferstr. 10. Kirchner, Junkerstr. 1. Goepel, Raybachstr. 1. * Antrick, Steinmeßftr. 60. 0. Ostschule, Markusstr. 81. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. E. Böhl, Frankfurter Allee 74. 103/19 * Radke, Krautstr. 48. * Lock, Friedrichsbergerstr. 11. Ungering, Breslauerftr. 27, C. * Berndt, Alte Schönhauserstr. 18. Wernau, Rosenstr. 30. N. Nordschule, Müllerstr. 179a. * Gleinert, Müllerstr. 174. Gnadt, Swinemünderstr. 120. Kleinau, Gartenstr. 171. Lehmann, Brunnenstr. 83, 3 Schmidt, Tresckowstr. 24. Thierbach, Schwedterstr. 44, Raabe, Ruppinerstr. 42. * Stritzkowsky, Kaftanien- Allee 35. Kruse, Pappel- Allee 3/4, NO. " Gumpel, Barnimftr. 42, Drescher, Linienftr. 50. 北 C d NW. S * Vogtherr, Stephanftr. 27a, Voss, Lübeckerstr. 8. D Der Vorstand. 81 ez be id Achtung! Klempner. Allen Kollegen zur Nachricht, daß heute Abend, nach Schluß der um 8 Uhr beginnenden Delegirten- Wahlversammlung unserer Kaffe eine zweite Versammlung um 1/210 Uhr eröffnet wird. In derselben wird ein Vortrag gehalten. Die Mitglieder werden ersucht, an derselben theilzunehmen. Weitere Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Einberufer: H. Drange. Große öffentliche Volksversammlung für Pankow und Nieder- Schönhausen am Mittwoch, 30. Nov., Abends 8%, Uhr, in Borchardt's Vereinshaus, zu Pankow, Schulzestr. 28. Tagesordnung: 1. Proteft gegen die neue Militärvorlage. Referent: Reichstags- Abgeordneter Julius Seifert- Zwickau. 2. Diskussion. 3. Gründung eines Arbeitervereins für Pankow und Umgegend. Weis sensee. au fin 10 re De at 187/3 За ftin da tro der Ar mi nic far ein J Re Un 28 336/6 M bür dar fich Ga tein StE und Referent P. Reinhart. geri 336/5 ben fahr Bab Bai felb Ral Gratweil's Bierhallen„, 3um gemüthlichen Diken" Sozialdemokrat. Volksversammlung Gr. Kommandantenstraße 77-79, Görlitzerstr. 63, Gde Lübbenerstraße. = Täglich: Für dürft. Seelen b. 1 Uhr Nachts geöffn. am Donnerstag, 1. Dezember, Abends 82 Uhr, im Sale des Prälaten", u. Germania- Konzert- n. 2875b Wekel. Besonderer Umstände halber ist mein Kouplet- Sänger. Saal für den ersten Neujahrstag an Wochentags frei. Vereine oder Gesellschaften zu vergeben. 2. Sonntags 30 Pfennig. 353b] Hoffmann, Oranienstr. 180. Kinder 10 Pf. Frühstücks- u. Mittagstisch. 3wei Säle König Chauffee- ebberstraße- Ecke. Lages Ddnung: 1. Berichterstattung vom Parteitage. Distuffton. 3. Neuwahl einer Bert.rauensperson. 4. Berichterstattung unferer Gemeindevertreter über ihre bisherige Thätigkeit. Um recht rege Betheiligung ersucht! Empfehle den Genossen u. Vereinen meine anerkannt großartige Saal Der Vertrauensmann. zeichnet hochachtungsvoll 33302 zu Verfammlungen und Vergnügungen, dekoration, auch lebende Bilder au J. Semmel, pratt. Zahnarzt, Oranienstr. 35( Morigplak). C. Schmidt. sowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen. allen Festlichkeiten. Otto Arendt, Friedrichsbergerstr. 3, v. 1 Tr. Ein Vereinszimmer ist noch zu vergeben. I F. Sodtke. Sprechst 8-1, 3-5. Poliklinik f. Unbemitt. 1-3, 5-6. Künstl. Zähne 2 M. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 281. Rommunales. Mittwoch, den 30. November 1892. 9. Jahrg. ift für die Bauarbeiter, welche außerhalb wohnen und auf guter von 16,20-15,40., mittlerer von 15,30-14,60 m., Wochenfahrkarten abonnirt sind, guter Rath theuer. Sie müssen geringer von 14,50-13,70 M., Stroh, Richt per 100 kg. von Mart. die Rückfahrt extra bezahlen, wozu nicht jeder im Stande ist. Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten Der Verdienst im Winter ist so knapp, daß mit jedem per 100 Kg. von 40,00-25,00. Speifebohnen, weiße per Heu per 100 Kg. von Mart. Erbsen Bersammlung am Donnerstag, den 1. Dezember cr., Groschen gerechnet werden muß und wenn die Woche zwei 100 g. von 50,00-20,00 M. Linfen per 100 g. von 80,00 Nachmittags 5 Uhr. Zwei Naturalisationsgesuche bis drei Mal der Rückfahrtspreis extra gezahlt werden bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 Kg. von 6,00-4,00 M. RindBerichterstattung über die Vorlage, betr. den Ankauf eines an foll, der Straße 36a, Abtheilung XI. des Bebauungsplanes, belegenen, zu Fuß den oft Stunden langen Weg zurückzulegen ist bei der per 1 Rg. von 1,40-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von macht sich diese Ausgabe schon recht fühlbar. fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,10 M. Bauchfleisch der Baugesellschaft am Humboldthain gehörigen Grundstücks zu Kälte auch kein Vergnügen, man tommt bis auf die Knochen 1,50-1,10 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-1,00 M. SammelGemeindeschulzwecken Borlage, betr. Die angeregte An- durchfroren und abgehegt zum Erbarmen zu Hause an. Bliebe fleisch per 1 Rg. von 1,50-0,90 M. Butter per 1 Rg. von 2,80 bringung von Schildern an den Straßenlaternen zum besseren noch die Eventualität Nummer drei: zu warten bis die vierte bis 2,00 m. Gier per 60 Stück von 5,00-3,00 M. Fische per Erkennen der Straßennamen und der Hausnummern bei Dunkel- Nachmittagsstunde herangekommen ist. Aber wo? Man kann 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 m. Male von 2,80-1,20 M. heit desgl. betr. die Enteignung der zur Anlegung der Ufer- doch nicht stundenlang auf dem Perron auf- und ablaufen und Bander von 2,40-0,80 m. Hechte von 1,80-1,00 m. Barsche Straße zwischen Gitschiner- und Alexandrinenstraße erforderlichen der Besuch eines Lokales verbietet sich von selbst, dazu haben die von 1,60-0,70 M. Schleie von 2,50-1,00. Bleie von 1,40 Flächen desgl. betr. die außerordentlichen Maßregeln Bauarbeiter jezt kein Geld. Die Stadt- und Ringbahn- Verwal- bis 0,70 M. Krebse per 60 Stück von 12,00-2,00 7. zur Beschäftigung Arbeitsloser, sowie die dadurch im ver- tung fönnte mit einem Federstrich Abhilfe schaffen, fie brauchte = floffenen Winter und Frühjahr hervorgerufenen Etatsüber nur während der Wintermonate zu geftatten, daß die Rückfahrt Polizeibericht. Am 28. b. M. Nachmittags warde ein schreitungen Antrag von Mitgliedern der Bersammlung, betr. die zu jeder beliebigen Zeit angetreten wird. Daß hierdurch der Rammerdiener an der Ecke der Leipziger- und KommandantenAusführung des Beschlusses wegen Freilegung der Schloßfreiheit. Bahn irgendwelche Nachtheile erwachsen, ist nicht wohl möglich straße durch einen Rollwagen überfahren und am Hinterkopfe - Borlage, betr. die Enteignung der zur des Kottbuser Ufers zwischen Admiral- und Rottbuser Brüde üblichen Praxis zu verharren. Vielleicht hat die Verwaltung ein ein sechsjähriger Knabe unter einen aus dem Hause fahrenden Freilegung und somit fiele der hauptsächlichste Grund fort, auf der bisher bedeutend verlegt. Vor dem Hause Swinemünderstr. 70 gerieth erforderlichen Grundstücke- desgl., betr. Die Pflege zweier Gräber Einsehen! aus den Mitteln eines der Stadt zugefallenen herrenlosen NachGeschäftswagen und wurde durch Ueberfahren auf der Stelle ges tödtet. Bei einer Besichtigung des Hauses Lübeckerstraße 38 laffes desgl., betr. die Beantwortung der bei Prüfung des Saussuchungen nach anarchistischen Schriften wurden, fiel der Eigenthümer Damrehli von einer in den Keller führenden Jahresabschlusses der Stadt Hauptkaffe für 1. April 1890/91 be- wie die" Post" berichtet, gestern Vormittag von der Kriminal- Treppe und brach das Genic. Er wurde nach dem Krantenfchloffenen Anfragen und Erinnerungen desgl., betr. das polizei im Auftrage des Untersuchungsrichters in der Straffache haufe Moabit gebracht, wo er bald darauf verstarb. Ein Ar Reglement über Aufnahme, Behandlung und Entlassung Geistes- wieder Leimert und Genossen( geheime Verbindung§§ 128, 129 beiter wurde vor dem Hause Alexanderstr. 45 durch einen Möbelfranker in den städtischen Frrenanstalten und die Höhe der zur des Strafgeseh- Buches) vorgenommen. Bei dem Klempner G. wagen überfahren und am Arm und Bein bedeutend verletzt. Erstattung zu berechnenden Roften desgl., betr. die im Biertel- wurden dabei 5 Exemplare des neuen Wintermärchens, 4 Hefte Bei der Vertheilung des Arbeitsnachweises des Berliner jahr Juli- September d. J. durch die städtischen Gasanstalten der anarchistisch kommunistischen Bibliothek, 1 Band von Die Lokal- Anzeigers" im Hause Zimmerstr. 40/41 wurde ein Mädchen gespeisten Flammen desgl., betr. die telephonische Verbindung Anarchisten" von John Henry Mafay und einige ältere Nummern von den zahlreich Versammelten gegen die Wand gedrückt und der Wohnungen der drei Krankentransport- Unternehmer mit den des" Sozialdemokrat" mit Beschlag belegt. erlitt eine Verstauchung des Handgelenks, so daß es in Weinbetreffenden Polizei- Revieren desgl., betr. die Regelung der Antheilsverhältnisse der beim Köllnischen Park betheiligten städti- Vertrauen müsse der Besucher einer Bade- Anstalt, die beiter, um sich der Verhaftung zu entziehen, aus einem Fenster främpfe verfiel. Abends sprang ein polizeilich gesuchter Arschen Verwaltungsstellen 15 Rechnungen- 4 Unterstützungs- einem öffentlichen Orte gleich zu achten sei, den dort Angestellten der im Erdgeschoß des Hauses Elisabethkirchstraße 2 belegenen fachen Vorlage, betr. die Neuwahl eines Bürgerdeputirten für fchenten fönnen, deshalb sei, so führte die zweite Straffammer Wohnung seiner Frau auf den Hof hinab und brach ein Bein. das städtische Turnwesen. des Landgericht I vor einigen Tagen in einer Verhandlung gegen Er wurde nach der Charitee gebracht. In der Nacht zum 29. d. M. Außerdem findet in dieser Sigung- und zwar um 6 Uhr einen des Diebstahls angeflagten Babediener ans, der Mißbrauch wurde vor dem Hause Waldemarstraße 20 ein Kriminalschutz-die Wahl eines befoldeten und von zwei unbefoldeten Stadt- dieses Vertrauens durch einen dieser Angestellten besonders streng mann mit einer anscheinend von einem Falle herrührenden räthen statt. zu bestrafen. Und der Badediener, der das Portemonnaie eines schweren Verlegung am Kopfe aufgefunden und nach seiner Woh Badegastes um zwei Zwanzigmartstücke erleichtert hatte, wurde nung gebracht, wo er bald darauf verftarb. Am 28. d. M, zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt. Die Badediener, welche und in der darauffolgenden Nacht fanden acht Brände statt. hiernach ein wichtiges Vertrauensamt bekleiden, werden bekanntlich besonders niedrig, in vielen Anstalten sogar gar nicht bezahlt und find in erster Linie oder ausschließlich auf Trinkgelder angewiesen. Da ist die Versuchung zum Stehlen, wenn nicht entschuldbar, so doch begreiflich, zumal wenn das Trinkgeld Jahre hindurch seinen entsittlichenden Einfluß auf die ausgebeutete Vertrauensperfon" ausgeübt hat. Solche Widersprüche find wirklich nur in einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung möglich. Tokales. Die Stadtverordnetenwahlen in Köpenick( Dritte Ab theilung) find, wie zu erwarten war, zu Gunsten der bürger lichen Kandidaten ausgefallen. Bon 987 Wahlberechtigten haben nur 377 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, also noch nicht ganz 40 pet. Zu wählen waren 4 Stadtverordnete. Die bürger lichen Parteien hatten 6 Kandidaten, unfere Genoffen nur 4 aufgestellt. Die Sieger erhielten 120 bis 277 Stimmen, auf die fozialdemokratischen Kandidaten fielen 86 bis 97 Stimmen. Das Köpn. Dampfb." giebt seiner Freude über die Niederlage der Sozialdemokraten in folgenden Worten Ausdruck:„ Das Resultat der Sozialdemokraten dürfte bei manchen Bewunderung erregen. Man durite davon überzeugt fein, daß nach Aufhebung des Sozialistengefezes die Sozialdemokratie ihren Höhepunkt überfchritten habe und der ruhigere Theil der Arbeiter sich immer mehr von dem agitatorischen Treiben der sozialistischen Führer abwenden werde." Tags zuvor hatte das erwähnte Blatt das Flugblatt unserer Genoffen zum Abdruck gebracht und daran eine Ein nettes Früchtchen. Bürgerliche Blätter berichten: In einem Gasthause der Friedrichstraße hatte sich bekanntlich dieser Tage ein junger Mann von außerhalb durch einen Schuß in den Ropf zu tödten versucht. Der Lebensmüde ist der 17jährige Schreiber Karge aus Hamburg, der Sohn eines dortigen wohlhabenden Bürgers, und war bei einem dortigen Rechtsanwalt beschäftigt. In dem Bureau desselben hatte sich Karge eine strafbare Handlung zu Schulden kommen lassen, die der Vater durch Bahlung von 4000 M. zu unterdrücken suchte. Troßdem wurde Rarge zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Die Angehörigen suchten nun beim Hamburger Senat die Begnadigung oder die Umwandlung der Haft in Geldbuße herbeizuführen. Wiewohl Gerichts- Beitung. Ahlwardt und die Judenflinten". I. Vor der 2. Straffammer hiesigen Landgerichts I begannen heute die Verhandlungen gegen den Rektor Hermann Ahlwardt. Derselbe wird beschuldigt: im April und Mai d. J. durch zwei verschiedene Handlungen den Direktor Jsidor Löwe, den Oberstlieutenant a. D. Kühne, die königl. Büchsenmacher Klett, Böhner und Holz, sowie den Oberbüchsenmacher Kirch in Spandau verleumderisch beleidigt zu haben, indem bei den Beschuldigungen gegen öwe und Kühne zugleich der§ 187 Str. 6.- 8. in Frage kommt, da die gegen diefelben aufgeftellten beleidigenden Thatsachen wider besseres Wissen behauptet worden sein sollen. Im April d. J. erschien im Verlage von Glöß in Dresden Kritik geknüpft, die gewiß auch bei manchen Bewunderung erregt die Sache noch schiebte, verlor der junge Mann den Muth, eine vom Angeklagten verfaßte Broschüre:" Neue Enthüllungen. hat. Was in dem Flugblatt an Erleichterungen gefordert wurde, wurde als die bekannten Klagen" be- er entfernte sich am vergangenen Donnerstag heimlich aus der Judenflinten", welcher im Mai eine zweite Broschüre mit zeichnet. In Röpenick würden die Arbeiter von den Steuern elterlichen Wohnung, nahm aber 600 M. und die goldene Uhr demselben Titel folgte. Beide Broschüren enthalten schwere Angewiß nicht gedrückt. Die Forderungen unentgeltliche Arzthilfe und Kette feines Vaters mit und reiste nach Berlin. Hier fchuldigungen gegen die beiden Direktoren der Ludwig Löwe'schen und Arzenei" feien geradezu maßlose. Die Armenpflege Köpenid's nahm er im Gasthaus zur Friedenssäule, Friedrichstraße 26, Gewehrfabrik, gegen das Arbeitspersonal der Firma und gegen die sei musterhaft. Gegen diese, die Taufende und Abertausende in Wohnung und verschwendete das gestohlene Geld in unsinniger zur Rontrolle, Revision und Abnahme der für den Staat gefertigten die Hütten der Bedrängten fließen lasse, einen Vorwurf zu Weise. In einem Lokal mit Damenbedienung in der Besselstraße Gewehre bestimmten Militärpersonen. Der Angeklagte stellt in den erheben, erscheine geradezu leichtfertig. In sanitärer Beziehung soll der Bursche am Freitag Nachmittag nicht weniger als 400 M. Broschüren die Behauptung auf, daß der Staat bei der Herstellung werde bald Bieles besser werden, es sei schon gar Manches in verpraßt und dort auch die goldene Uhr für 25 m. verfekt haben. und Lieferung der in der Lowe'schen Fabrit gefertigten Gewehre in Erwägung gezogen" worden u. f. w. Zum Schluß meint das Dann verpfändete er feinen Ring in einem Lokal in der Putttamer- ungeheuerlicher Weise betrogen worden sei und daß die Gewehre Blatt, daß es zwar fein Unglück wäre, wenn ein paar Sozial- ftraße und taufte sich einen Revolver. Er schloß sich gegen Abend in jeder Hinsicht kriegsunbrauchbar und minderwerthig und in demokraten in die Stadtverordneten- Bersammlung gewählt in seinem Zimmer ein und jagte sich eine Kugel in den Kopf, den Händen der Soldaten eine diesen selbst gefährliche Waffe würden, dieselben hätten dann Gelegenheit, zu erfahren, daß das durch die das Stirnbein verletzt und das rechte Auge völlig zer- feien, wie vielfaches Zerspringen der Gewehrläufe bei den einzelnen Kritisiren sehr leicht, das Bessermachen aber sehr schwer sei. stört wurde. Eine Viertelstunde nach der That traf der Bater, Truppentheilen beweise. Insbesondere wird behauptet: 1. Bon Wenn dem Blatt wirklich daran liegt, ein paar Sozial- der durch Zufall die Adresse des Sohnes erfahren hatte, in dem den Leitern der Löwe'schen Fabrit, Herren Isidor Löwe und demokraten gewählt zu sehen, dann braucht es nur dafür ein Gasthause ein und konnte nur noch die Ueberführung des leicht- Oberfilieutenant a. D. Kühne feien absichtlich und wissentlich zutreten, daß jeder Steuerzahler das Wahlrecht erhält und daß sinnigen Burschen, der hoffnungslos darniederliegt, nach dem schlechte Gewehre hergestellt und geliefert zu dem hoch- und er von der Zahlung des Bürgerrechtsgeldes befreit wird. Bei Krankenhause am Urban veranlassen. Gegen den Wirth, bei dem landesverrätherischen Zweck, dem deutschen Soldaten ein Gewehr der diesmaligen Wahl war das Wahlrecht noch dadurch be- der junge Mensch die 400 m. alle gemacht" hat, ist die polizei in die Hand zu geben, welches im Felde seinen Dienst versagt und in der Absicht, unsere Armee, wehrlos zu machen, Schnitten, daß nach 6 Uhr fein Wähler mehr in das Rathhaus liche Untersuchung eingeleitet. hinein gelaffen wurde, während dasselbe früher bis 7 Uhr geum demnächst auf den Trümmern des deutschen Vaterlandes die öffnet war. Für die Arbeiter, die bis 6 Uhr beschäftigt sind, war reits int Serbit 1891 gestohlen worden sind, deren Eigenthümer wird insbesondere behauptet, daß er dabei im Auftrage der Zu rekognosziven sind eine Anzahl Werthsachen, die be- jüdische Weltherrschaft aufzurichten. Vom Direktor Ifidor Löwe dies mit dem Ausschließen vom Wahlrecht gleichbedeutend. Die Hälfte der sozialdemokratischen Wähler sind so wie so vom Wahlrecht aber bis jetzt noch nicht haben ermittelt werden können, nämlich Alliance israélite universelle gehandelt habe. 2. Abgesehen von ausgeschlossen, weil sie nicht in derjenigen Steuerstufe eingeschäßt eine goldene Damen- Remontoiruhe mit dem Monogramm E. G. diesem Zwecke feien auch des Erwerbs willen in betrügerischer find, welche nothwendig ist, um Bürgergeld zu bezahlen. Und nebst Rette, brei neusilberne Löffel, gezeichnet E. R., drei filberne Absicht schlechte und untaugliche Gewehre hergestellt und geliefert wer nicht 9-18 Mart Bürgergeld bezahlt hat, befiht fein Wahl- Theelöffel, auf der Borderseite E. G. und auf der Rückseite A. G. worden. 3. Um dies zu erreichen, seien durch die Leiter der recht. Als Kuriofum fann übrigens berichtet werden, daß einer gezeichnet, eine goldene Damen Remontoiruhr mit der Nummer Fabrik die Büchsenmacher Klett, Böhner und Holz und der Ober der sozialistischen Wähler eine Einladung zur Wahl erhielt und 73 079, eine goldene Ringelfette mit Buschel und eine goldene büchsenmacher Kirch bestochen worden. auch sein Wahlrecht ausgeübt hat, ohne daß er Bürgergeld ge- Stein. Die Sachen tönnen bei der Kriminalpolizei besichtigt schüren und lehren fast auf jeder Geite wieder. Der Vorwurf Broche aus 4 Stäben mit zwei weißen Perlen und einem blauen Diese schweren Beschuldigungen ziehen sich durch beide Brozahlt hätte. Die Wählerlisten müssen also doch nicht so ganz werden. ftimmen. Von neuem war auch wieder die Erfahrung zu machen, des Landesverraths wird noch dadurch erweitert, daß behauptet 9 daß viele Wähler der Wahl fern blieben, weil fie fich nicht Ein Unglücksfall mit tödtlichem Ausgange hat sich vorwird: gleich zu Beginn der Fabrikation seien mindestens 3 Ge trauten, Farbe zu bekennen aus Furcht vor Maßregelungen, gestern Stachmittag ereignet. Der sechsjährige Sohn Wilhelm des wehre mit regelrechten Pässen ins Ausland gegangen. denen sie sich eventuell aussetzen fönnten. Wenn heutzutage ein Tischlermeisters K. wollte sich kurz vor zwei Uhr nach der Schule Die Hauptfabrit von Ludwig Löwe u. Co. befindet sich be Arbeiter seine Stelle verliert, so ist das für ihn gleichbedeutend begeben, als auf dem Grundstücke Swinemünderstr. 70 der mit dem wirthschaftlichen Ruin. Arbeit findet er jetzt im Winter Rutscher Friedrich T. einen Geschäftswagen herausfuhr. Der nicht wieder. Wenn trotzdem die Sozialdemokraten in den Wahl- Knabe, der den Wagen nicht rechtzeitig bemerkt hatte, konnte ihm fampf eintraten und 97 Stimmen auf ihre Kandidaten vernicht mehr ausweichen und gerieth unter die Näder, die ihm den einigten, so thaten fie das weniger in der Erwartung, einen der Schädel zermalmten. Der Zodt trat sofort ein. Ihrigen gewählt zu sehen, als um Proteft zu erheben gegen das Regiment, welches die Besitzenden im Köpnicer Nathhaus führen. Und dieser Zweck ist so vollkommen erreicht worden, daß die Wahlbetheiligung auch bei späteren Wahlen erfolgen wird. fanntlich in der Hollmannstr. 32/35, außerdem besigt die Fabrik Filialen in der Gitschinerstraße und in Martinikenfelde. Durch Bertrag mit dem Staate hatte die Fabrik die Herstellung von Vertrag mit dem Staate hatte die Fabrik die Herstellung von 425 000 Gewehren, Modell 88, in Auftrag. Die Broschüre bes hauptet nun, daß der Staat mit Hilfe eines großartigen Betruges mit drei Vierteln der Löwe'schen Gewehre betrogen sei. Die Die dunkele Angelegenheit, über die wir gestern berichtet Visire feien von so schlechtem Material und so schlecht aufhaben, ist nunmehr aufgeklärt worden. Der Arbeiter" Nitschke, gelöthet, daß im Felde fich fast alle Bisire loslösen werden. Der der aus dem Mühlengraben heraus festgenommen wurde, war mit Staat sei turz vor Schluß der Lieferung auch dahinter gekommen zwei Genoffen zusaminen am Sonntag Abend um zu stehlen in und habe von 6000 Gewehren, die noch in Spandau standen, Bei dem großen Skandalprozeß, der augenblicklich in die Wohnung des Rechtsanwalts H., am Schloßplatz 9, mittels die Bisire abschlagen und die Gewehre zurückgeben lassen. Die Moabit gegen Herrn Ahlwardt verhandelt wird, scheint, wie die Nachschlüssels eingedrungen. Bei der besten Arbeit wurden sie Läufe feien aus so schlechtem Material gemacht, daß beim Laufbürgerlichen Blätter behaupten, der Haupttric des Angeklagten von dem Dienstmädchen überrascht, dessen Hilferufe die Ver- beschuß, wo doppelte Ladung genommen ward, regelmäßig darin zu bestehen, daß er eine Vertagung und dadurch eine mög- brecher in die Flucht trieben. Aber auch auf der Straße war mehrere geplakt feien. Auch beim Anschuß mit gewöhnlichen liche Verschleppung des Urtheils anstrebt. Eine Vertagung der man aufmerksam geworden und es entspann sich eine wilde Jagd Patronen seien wiederholt Gewehre gesprungen. Berbotswidrig Gache hat für Ahlwardt gar feinen 3wed, sie würde ihm auch hinter den Dieben her, von denen zwei ihren Weg durch die seien ferner sämmtliche Gewehre durch Schmirgel und Del ges feinen Vortheil bringen. Sein Prozeß ist bis zum Termin der Brüderstraße nahmen und enttamen, während Nitschte sich durch reinigt worden und zwar in der Absicht, minderStichwah!, nämlich am 5. Dezember, doch noch nicht entschieden, die Spreestraße in eine Sackgasse verrannte. Schließlich fuchte werthige Gewehre zu liefern. Von den in die Reund seine eventuelle Wahl würde die Verhandlung beim Reichs er den Mühlengraben auf. Er ist ein bereits mit Zuchthaus paraturwerkstatt zur Umarbeitung des Laufes zurückgericht doch verzögern. befirafter Einbrecher und steht auch gegenwärtig noch unter geschickten Gewehren fei fei mehr als die Hälfte" ge Polizei- Aufsicht. drückt" oder geknutscht" worden. Ein solches Gewehr Die Arbeiter- Wochenfahrkarten dürfen bekanntlich nur schieße bei scharfer Erhizung wohl um die Ecke, besige aber benutzt werden zur Hinfahrt bis 8 Uhr Morgens und zur RückMarktpreise in Berlin am 28. November, nach Ermitte- feine Treffsicherheit. Um beim Anschuß die Kommission zu befahrt von 4 Uhr Nachmittags ab. Das ist eine Bestimmung der fungen des Bolizeipräsidiums. Weizen per 100 g. guter von trügen, habe man ein Teufelsspiel mit doppelten Scheiben geBahnverwaltung, welche streng innegehalten werden muß. Die 16,20-15,70 m., mittlerer von 15,50-15,10 m., geringer von trieben. Der Scheibenstand sei nicht von Soldaten, sondern von Bauarbeiter haben unter derfelben in Winter viel zu leiden. 15,00-14,50. toggen per 100 kg. ter von 13,60-18,80 m., Arbeitern der Fabrik bedient worden. Jede Scheibe besaß die Es kommt bei der jetzigen Jahreszeit sehr häufig vor, daß die mittlerer von 13,20-13,00 M., geringerer von 12,90-12,60 M. laufende Nummer und Hauptnummer des Gewehrs, mit dem selben die Arbeit plöglich einstellen müssen es fällt Schnee, die Gerste per 100 kg. gute von 17,00-16,00 m, mittlere von auf dieselbe geschossen wurde. Hinter diese Scheibe wurde eine. Stälte setzt unvermuthe' ein, es fehlt an Material u. 1. w. Da 15,90-15,00 M., geringe von 14,90-14,00 M. Safer per 100 kg. andere nicht beschriebene gesteckt, die dann durch die Geschosse mit burchlöchert wurde. 群 9 4 Gaßen die Schüsse gut, so wurde sind Oberstlieutenant Don Goßnid, Oberstlieutenant| Ein Mann, der sich in so schwindelhafter Weise führt, dürft T Gewehrnummer eines noch von die zweite Scheibe mit der Goeßniz, Hof Büchsenmacher Barella ge- doch kaum eidesfähig sein. Borsigender: Jch hebe herror, daß dem Angeklagten nicht zum Schusse gekommenen Gewehres versehen, dann laden. Da für die Sache mehrere Verhandlungstage angesezt dem Offizier vorgelegt, der in in der Liste das Gewehr sind, wird eine große Anzahl von Zeugen für heute entlassen. und seinem Vertheidiger zur Nennun von Zeugen eine Fristmit" d" bezeichnete, worauf es gestempelt wurde und zur Ab- Vor Eintritt in die Verhandlung nimmt der Erste Staats- verlängerung von 14 Tagen gewährt und daß dann noch eine nahme gelangte. Da auf 10 Ständen geschossen wurde, der anwalt Drescher das Wort zu etwa folgenden Ausführungen: lange Zeit bis zu diesem Termine verstrichen ist. Ich möchte, Offizier aber genug mit der Prüfung der Schußlifte zu thun Ich möchte hier vorweg die Frage erörtern, ob und in wie weit um einer Verschleppung der Sache vorzubeugen, heute schon hatte, fo war es ihm ganz unmöglich, die Zahl der abgegebenen die Deffentlichkeit auszuschließen sei im Hinblick auf§ 173 des mitzutheilen, welche Zeugen er geladen zu, sehen wünscht und Schüsse festzustellen. So gelangten allmälig viele Taufende von Gerichtsverfassungs Gesezes. Ich gebe ohne weiteres zu, daß nicht wieder, wie der Angeklagte in letzter Zeit wiederholt geGewehren zur Abnahme, aus denen niemals geschossen war." dieser Prozeß eine eminent politische Bedeutung hat und zwar than hat, im allerletzten Augenblicke damit zu kommen. Zeit Wenn nicht vier Schuß faßen, tam das Gewehr zum Rornsteller wegen derjenigen Behauptungen, welche der Angeklagte genug haben beide Herren gehaffie haben aber trotz der oder in die Reparatur- Werkstatt. Obgleich es dann auch zum bezüglich der Unbrauchbarkeit, Kriegsuntüchtigkeit und 14 tägigen Frist fein Wect geäuserc Rechtsanwalt Hertwig: Ich hätte gewünscht, daß der zweiten Male schlecht schoß, sei es, wie die Broschüre behauptet, Minderwerthigkeit der von der Löwe'schen Fabrit dem Staate gar oft abgenommen worden, weil eine betrügerische Unterlassung gelieferten Gewehre, bezüglich des von Herrn Isidor Löwe an Staatsanwalt das Kleine Journal" mit feinen SensationsSer Umringelung der gut fizenden Schußstellen stattgefunden geblich begangenen Hochverraths und wegen der Beleidigungen, Montagsberichten hiet ganz aus dem Spiel gelaffen hätte. Wenn aus einer Unterredung, die ein hatte. Um in Spandau nicht entdecken zu lassen, daß mehr Ge- bie er gegen eine ganze Reihe höherer Militärbeamten gethan. aber der Staatsanwalt in der Journalistit wehre abgeliefert wurden, als mit bezug auf die Zahl der ver- Wenn auch nur ein ganz leiner Theil dieser Behauptungen jüdischer Journalist sich in einer Weise nicht dageweſenen erschlichen hat, schoffenen Patronen möglich sei, habe ein Arbeiter Gans täglich richtig wäre, dann würde die Nothwendigkeit gegeben sein, einen wohl noch nach Feierabend aus dem in den Händen eines Offiziers befind- Antrag auf Ausschluß der Deffentlichkeit zu stellen. Da Rapital gegen den Angeklagten schlagen will, so muß sich der lichen Batronenkasten mittels Nachschlüssels eine bestimmte aber nach der Voruntersuchung sich herausgestellt hat, felbe dagegen verwahren, ebenso wie er sich gegen den Vorwurf Anzahl Patronen stehlen müssen. Ferner feien unzählige Ge- daß alle Behauptungen des Angeklagten durchweg auf verwahrt, mit seiner bei der Staatsanwaltschaft am Landdaß die von wehre durch den Meister Stangenberg widerrechtlich abgeftempelt Grfindung beruhen, der Firma Löwe gericht II angebrachten Strafanzeige gegen den Oberstlieutenant und in den Lagerraum gestellt worden, obgleich dieselben gar und Komp. dem Staate gelieferten Gewehre brauchbar, friegs- Kühne eine Verschleppung zu beabsichtigen. Staatsanwalt: Der Angeklagte hat gemeint, daß nicht zum Schusse gekommen waren. Die gut befundenen Ges tüchtig und vollwerthig find, so habe ich, und zwar im Einver wehre seien unter Aufsicht eines Offiziers zu je 500 in Wagen ständniß mit der Heeresverwaltung feinen Anlaß, einen Antrag etwas einer preußischen Staatsanwaltschaft nicht würdig" sei. geladen, welche mit einer Plombe geschlossen wurden. Der auf Ausschließung der Deffentlichteit zu stellen. Ich begrüße es Ich muß für mich das Recht in Anspruch nehmen, darüber selbst Arbeiter Gans habe Zutritt zu der Plombenzange gehabt, spät als eine willkommene Gelegenheit, daß es nun möglich sein wird, urtheilen zu dürfen, jedenfalls bietet die Persönlichkeit des AnAbends die Plomben von den Wagen abgenommen, einen Theil auch in öffentlicher Gerichtsverhandlung die Behauptungen des geklagten die allergeringste Gewähr zur Beurtheilung der Frage, der Gewehre wieder herausgeholt und dieselben durch Gewehre Angeklagten als unwahr festzustellen. Aber es tann sehr wohl ob irgend etwas einer Behörde würdig ist oder nicht. Ich werde erfett, welche falsch abgestempelt waren. Hierzu macht die Broschüre möglich sein, daß im Laufe der Verhandlung solche Thatsachen mich bemühen, durchaus fachlich zu verhandeln und die Be die Bemerkung: Wie viele der guten, wirklich durchgefchoffenen zur Erörterung gelangen, bei denen das Staatsintereffe wesent urtheilung der Frage, ob etwas meiner Behörde würdig sei, Gewehre ins Ausland gegangen find, wird wohl festzustellen sein." lich interessirt ist. Solite derartiges vorkommen, so wird Ge- muß schon der Angeklagte mir überlassen. Was feine weitere Schließlich wird gefagt: Aus denjenigen Gewehrtheilen, die den legenheit gegeben sein, die Deffentlichkeit alsdann auszu- Berwahrung gegen die Borladung eines Juden betrifft, so stelle Arbeitern als ungenügend verworfen und nicht bezahlt worden schließen. Da es uns allen aber nicht möglich ist, zu beurtheilen, ich mich auf den Standpunkt des Gesehes und das Gesez find, hat man nachträglich Taufende von Gewehren hergestellt, die waun aus militär- technischen Gesichtspunkten heraus dies geboten fennt bezüglich der Ladung von Zeugen keinen Unterschied Der Angeklagte behauptet dann in Kisten verpackt und als Eisentheile mit Holz verbunden" ist, so ist auf meinen Wunsch vom Kriegsministerium der Oberst zwischen Juden und Christen. nach Hamburg geschickt wurden." lieutenant von Gößnig als Sachverständiger hierher delegirt auch fälschlich, daß ich den Verfasser des Artikels fenne. Das Bezüglich der oben genannten Büchsenmacher wird behauptet, worden. Ich will bei dieser Gelegenheit noch einen Bunkt her- ist nicht der Fall, ich habe blos eine Bermuthung ausgesprochen daß sie bestochen worden seien und monatliche Revenuen von der vorheben. Im hiesigen Kleinen Journal" ist die Unterredung und bitte, mich nicht gefliffentlich mißzuverstehen. Wir wollen Loewe'schen Fabrik bezogen hätten. Auch seien diefelben tagtäg- veröffentlicht, welche ein Redakteur dieses Blattes mit dem An- alle, daß dieser Vorgang möglichst aufgeklärt werde, und ist dem fich reichlich mit allem bewirthet worden. Bor den unbequemen geflagten in Plößenfee gehabt hat. In derselben soll der An Angetlagten wirklich eine Falle gestellt worden. wie er behauptet, Offizieren habe man sich durch Aufstellung beständiger Lauerposten geflagte feine Absicht befundet haben, den Inhalt der be- so bin ich der erste, der dies verurtheilt. Ich dächte, es läge geschützt, so daß alle Unregelmäßigkeiten immer rechtzeitig beseitigt schlagnahmten Broschüren dadurch Deffentlichkeit gerade im Intereffe des Angeklagten, wenn der Journalist, der werden konnten. zu bringen, daß er zwei Stenographen sich von der den Bericht verfaßt hat, hier vorgeladen wird. Ich muß hervorheben, R. A. Hertwig: Nach meinen Informationen heißt der Dies sind im allgemeinen die Anschuldigungen, welche in den Staatsbürger- Beitung" schicken läßt. Broschüren erhoben werden. Dazu kommt noch eine ganze Reihe und dies gilt namentlich den anwesenden Vertretern der Breffe, betreffende Mann gar nicht Saling, sondern Schlochauer. Der Vertagungsantrag des Vertheidigers wird hierauf vervon persönlichen Beleidigungen gegen die Direktoren Löwe und Kühne. daß es ein Frrthum ist, wenn angenommen wird, daß die WiederEs wird u. A. ein Ausspruch Montefiores mitgetheilt: Die gabe einer Gerichtsverhandlung, felbst wenn sie der Wahrheit ent- lesen. Landgerichts- Direktor Braufemetter: Nach Ansicht des Christen sollen zufrieden sein, wenn wir ihnen die Augen zum spricht, ftraflos ist. Weinen laffen." Daran wird die Bemerkung geknüpft: Fest Rechtsanwalt Hertwig: Meiner Ansicht nach ist die Vor- Gerichtshofes ist es zur Beurtheilung der Frage, ob eine Ver steht, daß Isidor Löwe diesen grauenvollsten Fluch, den je ein untersuchung ganz einseitig geführt worden und ich halte es nicht tagung einzutreten hat, geboten, zunächst festzustellen, ob eine Jude über uns gesprochen, heute schon durch die That gräßlich für richtig, wenn der Erste Staatsanwalt vor Beginn der Ver- Denunziation eingegangen, ob darauf bereits verfügt und ob die überboten hat." Dann heißt es an einer anderen Stelle, daß die handlung erklärt, daß daß durch die Voruntersuchung die Strafanzeige etwa zurückgewiesen worden ist. Hauptschuldigen die Juden Löwe und Kühne seien. Letterer völlige Haltlosigkeit der inkriminirten Behauptungen Die fofort eingeholte amtliche Auskunft der Gerichtsschreiberei ftammt aus einer von Alters her christlichen Familie, der Anfei. Ich bitte, die Deffentlichkeit im vollen der Staatsanwaltschaft am Landgericht II ergiebt, daß eine Dewiesen getlagte behauptet aber, daß er von Juden stamme, welche Rohn Umfange stattfinden zu lassen, damit das Rechtsbewußtsein im nunziation daselbst nicht eingegangen ist. hießen. Löwe und Rühne alias Rohn" hätten den Staat be- Bolle nicht Gefahr laufe getrübt zu werden, wie dies bei Der Bertheidiger macht darauf aufmerksam, daß dieselbe trogen, die Wehrkraft der Armee zum Theil untergraben und mehreren Sensationsprozessen der letzten Zeit der Fall ge heute bei der Brief- Annahmestelle abgegeben worden ist. geors.: Erst heute? Warum ist das nicht schon vor drei das Leben Laufender braver Soldaten gefährdet. An einer anderen wefen ist. infriminirten Stelle werden die beiden Direktoren als Angefl: Ich muß gegen die vorangegangene Erklärung Wochen geschehen?- Angel.: Gemacht ist die Denunziation gefährliche Gauner" bezeichnet und an anderen Stellen noch des Herrn Ersten Staatsanwalts Verwahrung einlegen, da ich schon vor mehreren Tagen. Ich hatte zuerst nicht daran gedacht, andere starke Beleidigungen gegen diefelben gerichtet. dadurch in meinem Rechtsgefühl getränkt werde. Ich bin über daß die Sache solche Entwickelung nehmen sollte, habe die Straf Bei der Bedeutung dieser ganzen Angelegenheit hatte der zeugt, daß nicht nur das, was ich behauptet, sondern noch mehr anzeige erst nach Berathung mit meinem Vertheidiger gemacht Oberstaatsanwalt in Leipzig das gerichtliche Ermittelungs- bewiesen werden wird. Ich bitte auch dringend darum, die Ver- und so ist die Abgabe ohne meinen Willen verspätet worden. verfahren eingeleitet, ferner war durch die Militärbehörde gegen handlung nicht unter Ausschluß der Deffentlichkeit stattfinden Präf.: Es läßt sich nicht leugnen, daß die ganze Sache sehr die oben genannten Büchsenmacher und einen bei dem Anschuß zu lassen. Sollten in der Verhandlung Bunkte zur nach Verschleppung riecht. Der Bertheidiger verwahrt der Gewehre thätig gewefenen Sergeanten die militärgerichtliche Sprache fommen, wodurch das Staatsinteresse gefährdet werden den Angeklagten nochmals gegen den letzteren Vorwurf. Derselbe Untersuchung eingeleitet und durchgeführt worden. Alle diese könnte, so sagt mir schon mein patriotisches Gefühl, daß während mache lediglich von einem ihm zustehenden Rechte Gebrauch. Untersuchungen haben jedoch zur Einstellung des Verfahrens gegen dieses Theils der Verhandlung ein Ausschluß der Deffentlichkeit Nach langer Bause wird die vom Angeklagten erstattete die Militärpersonen geführt, und es haben demnächst die Borgerechtfertigt erscheint. Strafanzeige verlesen. Auf diese Anzeige ist die Werfügung leumbet hat. " " " zahlreicher Gutachten des sächsischen und des preußischen Kriegs" in die " er feftant gefezten den Strafantrag gegen Ahlwardt gestellt. Inzwischen Rechtsanwalt Hertwig: Ich habe einen Vertagungs- des Landgerichts II ergangen, wonach die Strafanzeige hatten auch Ifidor Lowe und Oberstlieutenant a. D. antrag zu stellen. Der Angeklagte hat bei der Staatsanwaltschaft die Staatsanwaltschaft am Landgericht I abgegeben worden ist. Rühne Strafantrag gestellt und es wurde die Voruntersuchung des Landgerichts II den Antrag gestellt, gegen den Oberst. Der Erste Staatsanwalt, i. V. Großpietfch, zeigt den Eins gegen den Angeklagten eröffnet. lieutenant a. D. Kühne das Strafverfahren wegen Betruges zu gang diefer Strafanzeige an und theilt zugleich mit, daß er dieSowohl die bei dem Militärgericht, als dem Zivilgericht erheben. Auf Grund des§ 191 des Gerichtsverfassungs- Gefehes felbe am heutigen Tage zurückgewieſen habe. geführten Untersuchungen haben nach Ansicht der Anklagebehörde müsse die Verhandlung gegen den Angeklagten vertagt werden, Rechtsanwalt Hertwig erklärt, daß er sofort Beschwerde die völlige Grundlosigkeit der gegen die beiden Direktoren und bis eine Entscheidung seitens der Staatsanwaltschaft erfolgt fei. gegen diesen Beschluß einlegen werde, da er den Angeklagten im die vier Militärpersonen erhobenen Vorwürfe des Hoch- und Sinne des§ 170 der Straf- Prozeßordnung für verlegt halte. Gr Erster Staatsanwalt. Dem Angeklagten habe ich bitte, die Sache zu vertagen, bis eine rechtsgiltige Entscheidung Landesverraths, des Betruges und der Bestechung ergeben. Bezüglich des Fortschaffens von Gewehren ins Ausland hat der auf seine Bemerkungen zu erwidern: Ich habe nur das Ergebnis der höchsten Instanzen vorliegt. Was die Angelegenheit mit Ober- Reichsanwalt auf Grund eingehender Untersuchung die der Voruntersuchung geprüft und das ist mein gutes Recht. Es dem kleinen Journal" betrifft, jo bemerle er, daß, wenn der hat mir ferne gelegen, das Rechtsbewußtsein irgend eines betreffende Berichterstatter Saling heiße, es sich um eine weitere Verfolgung mangels Thatbestandes eingestellt. Der öffentliche Antläger steht auf dem Standpunkte, daß der An- Menschen zu verletzen, oder dem Gang der Hauptverhandlung Persönlichkeit handle, die schon zweimal wegen Bettelns vorgeklagte in dieser Beziehung einen ganz unverfänglichen Borgang bergreifen zu wollen. Ich muß noch einmal zu meinem Bedauern bestraft ſei. gefliffentlich entstellt und somit wider besseres Wissen ver auf den Bericht in bem kleinen Journal" zurüdfommen. Der Präsident erklärt: In dem Augenblicke, wo der Ver Leider ist die Persönlichkeit des des Berichterstatters nicht theidiger einen Bescheid des Ober- Staatsanwalts vorweisen.fann, von dem Einlaß gewährenden Gefängnißbeamten Auch bezüglich der angeblichen Betrügereien bei der Verwonach der Staatsanwalt angewiesen wird, der Strafanzeige worden und auch der Angeklagte fertigung und Ablieferung der Gewehre haben in der Voruntergestellt foll ihn des Angeklagten Folge zu geben, wird der Gerichtshof suchung umfassende Ermittelungen stattgefunden. Auf Grund nicht gekannt haben. Es soll demselben vielmehr eine Falle ge- natürlich vertagen. Bis dahin wird der Gerichtshof verlegt worden fein. In jenem Bericht über die Unter- handeln. minifteriums und anderer Sachverständiger, sowie auf Grund des rebung mit dem Angeklagten wird eine Aeußerung des letteren Rechtsanwalt Hertwig: Ich werde den ganzen Instanzen Ergebnisses persönlicher Wahrnehmungen geht die Ansicht der wiedergegeben, wonach er sein ganzes Bestreben dahin richten Antlagebehörde dahin: es sei in unzweifelhafter und unanfecht- Wahl als Reichstagsmitglied entschieden sein werde. Daraus der Vergehen, die er dem Löwe u. Kühne vorgeworfen, Berlin ſei. Staatsanwalts am Landgericht II, wenn er meint, daß Thatort Anklagebehörde dahin: es sei in ungweifelhafter und unanfecht wolle, eine Vertagung der Verhandlung zu erzielen, bis seine weg erschöpfen. Angefl.: Es ist ein Ferthum des Ersten barer Weise festgestellt, daß die von der Löwe'schen Fabrit gelieferten Gewehre vollkommen friegsbrauchbar und feines geht hervor, daß es auf eine Verschleppung abgesehen ist. Hier- In der Broschüre ist stets von Martiniquenfelde die Rede. Ich wegs minderwerthig seien, vielmehr allen berechtigten An- für spricht auch die Wahl der Behörde, bei der der Antrag des bitte doch den Herrn Staatsanwalt, die Sache nochmals an die forderungen entsprechen und qualitativ den aus anderen Angeklagten gestellt ist. Wenn der Antrag bei der Staats- Staatsanwaltschaft des Landgerichts II zurückzugeben. Erfter Fabriken, insbesondere den fgl. Fabriken, bezogenen nicht nach- anwaltschaft des Landgerichts I gestellt wäre, so könnte Staatsanwalt: Ich meinerseits uß dies ablehnen; für eine Entscheidung dieser Behörde schon vorliegen und mich ist die ganze Sache so durchsichtig, daß ich die Hand dazu tehen. Auch feien bei den Truppen bisher keineswegs ungünstige ein Bertagungsgrund fortfallen. nicht bieten will. Rechtsanwalt Sertwig: Die Broschüren praktischen Erfahrungen bei den Truppen ständen im Einklange Ich werde mich auf zwei Zeugen darüber berufen, daß es nur find so umfangreich, daß die Staatsanwaltschaft am Landgericht II Resultate mit den Löwe'schen Gewehren erzielt worden. Mit den damit würde eventuell Die wiederholten Schießproben, die auf Veranlassung des Unter Die wiederholten Schießproben, die auf Veranlassung des Unter- um eine Verschleppung zu thun ist. Der Artikel im Kleinen unmöglich in einer halben Stunde den Sachverhalt daraus entnehmen fuchungsrichters stattgefunden haben. Durch die Untersuchung, Journal" ist mit den Buchstaben R. S. unterzeichnet und da fann. Sonst pflegt doch die Staatsanwaltschaft nicht so prompt au einer der Redakteure des Kleinen Journals" Rudolf Saling arbeiten. auf welche sich die Anflagebehörde stützt, sollen die Behauptungen heißt, so gehe ich nicht fehl, wenn ich diesen für den Besucher arbeiten. Praf.: Wenn dies ein Vorwurf sein soll, so mu ich denselben zurückweisen. ich denselben zurückweisen. Rechtsanwalt Hertwig: Jch als widerlegt zu erachten sein. Alle in der Broschüre auf im Gefängnisse und für den Verfaffer des Artikels halte. Ich nehme nur das Intereffe des Angeklagten wahr. geführten Sprengungsfälle bei den Truppen follen sich außerdem Hierauf wird um 12 Uhr in die materielle Verhandlung gar nicht auf Lowe'sche Gewehre, sondern auf Gewehre aus anderen Fabriken beziehen. Endlich steht die Anklagebehörde Vorwurf der Verschleppung in Schuß nehmen: Das Zeugniß lichsten Fälle der Antlage. Im April 1892 hielt der Angeklagte Rechtsanwalt Hertwig: Ich muß den Angeklagten gegen den eingetreten. Erster Punkt der Beweisaufnahme bildet einen ber unwesent Teiten vorgekommen, nicht in Abrede stellen wolle; sie meint aber, ber Journalistit wohl noch nicht dagewesen ist, kann irgend ein Stenographie, Mary Troemel, stenographisch aufgenommen auf dem Standpunkte, daß sie die Thatsache, daß Unregelmäßig eines Mannes, der sich in einer Weise benommen hat, wie es in lichsten Fälle der Anklage. Im April 1892 hielt der Angeklagte u Dresden im Tivoli einen Vortrag, der von dem Lehrer der Daß dieselben in ihrem Umfange und ihren Folgen sehr erheblich Gewicht nicht haben, Wenn der Angeklagte feinen Strafantrag und dann in der Form einer Broschüre veröffentlicht wurde. übertrieben feien und auf die Qualität der Gewehre keinen nachtheiligen Einfluß geübt haben. Daß Löwe von diesen Unregel- gegen den Oberstlieutenant a. D. Kühne beim Landgericht II Bei der Beleuchtung der angeblich untauglichen Gewehre soll mäßigkeiten, welche das Personal begangen, Kenntniß gehabt, er- und nicht beim Landgericht I eingereicht hat, so ist dies darauf der Angeklagte gesagt haben:„ Diese Gewehre kommen dann 100 ste vom Ober- Büchsenmacher Kirch scheint der Anklagebehörde ganz ausgeschlossen, da derselbe der Aus- zurück zu führen, daß der Oberfilieutenant Kühne feinen Wohn- nach Spandau, abgenommen wurden, der ebenfalls bestochen war. führung und dem Fabrikbetriebe, dem Anschuffe und der Ablieferung is in Charlottenburg hat und somit der Gerichtsbarkeit des Wegen dieser Beleidigung hat Kirch den den Strafantrag völlig fernftebe; bezüglich des Direktors Kühne aber habe die andgerichts II untersteht. Justizrath Gerth: Die Erhebungen, welche der Angeklagte gestellt. Der Angeklagte glaubt nicht, daß die in der Broschüre Untersuchung auch nicht den überzeugenden Beweis geliefert, daß er die Unregelmäßigkeiten gebilligt habe. Die von Aylwardt be- jest in feinem Bertagungsantrage verlangt, find im wesentlichen angeführte Bemerkung genau dem Wortlaute entspricht, wie er nannten Haupt- Belastungszeugen will die Anklagebehörde als ia schon seitens des Militärgerichts und seitens des Ober- Reichs- ihn in seinem Vortrage gebraucht. Der Zeuge Froemel bekundet tlaffifche" nicht anerkennen, und zwar mit Rücksicht auf ihre anwalts gemacht worden. dagegen, daß er nur etwa sechs Schritt vom Redner entfernt Borstrafen, auf die zu beweisende Thatsache, daß sie auf Grund Angel: Ich möchte meinerseits folgendes bemerken. Es gefeffen habe und glaube, die Richtigkeit seiner Wiedergabe ver ihrer Aussagen Geld von Aylwardt und anderen Personen be- hat sich am Sonntag ein Herr bei der Gefängnißverwaltung ge- bürgen gu tönnen. Die Frage des Angeklagten, ob dem Zeugen tommen, daß fie selbst jene Pflichtwidrigkeiten begangen haben meldet und erklärt: Er fei Mitarbeiter der Staatsbürger- Bei nicht aufgefallen sei, daß zwischen seinem Manuskript und dem und von feindseliger Gesinnung gegen die Leiter und Meister der tung" und Freund des bafelbst beschäftigten Herrn Anderssen Wortlaute des Drucks Abweichungen vorgenommen worden feien, Löwe'schen Fabrik erfüllt sein sollen. und fomme im Auftrage der Zeitung, um mit mir noch wird von dem Zeugen verneint. Der Mann war Die Verhandlungen finden unter großem Andrange des über manches Rücksprache zu nehmen. Der Angeklagte weist darauf hin, daß die Broschüre ohne Publikums im großen Schwurgerichtssaale statt. Außer zahl- fehr entgegenkommend, er überreichte mir hinter dem Rücken fein Wissen und Willen herausgegeben worden sei und er deshalb reichen Berichterstattern wohnen auch zwei Stenographen der Werbes Gefängniß- Wärters zwei Bigarren, die mir aller mit dem Herausgeber in Klage liege. Hiermit ist dieser Fall handlung bei. dings sehr schlecht bekommen sind, so daß ich mich heute noch erledigt. Den Vorsitz führt Landgerichts- Direktor Brauf ewetter, unwohl fühle. Der Herr Staatsanivalt hat den Mann Saling Da inzwischen der Gefängnißinspektor Schmidt aus die Anllage vertritt Erster Staatsanwalt Drescher, die Ver- genannt; es handelt sich also zweifellos um einen Juden, trog Plößenfee erschienen ist, so beschließt der Gerichtshof deffen Ber theidigung führt Rechtsanwalt Hertwig. Die Direttoren bem der Mann ein jüdisches Aussehen nicht hatte. Ich halte es nehmung. Jibor Löwe und Oberstlieutenant a. D. Kühne find als einer preußischen Staatsanwaltschaft doch nicht für würdig, bei Der Zeuge macht folgende Aussage: Am Sonntag hatte ich Nebentläger zugelassen, ihnen stehen Justizrath Gerth und einem Prozesse dieser Art sich auf das Zeugniß eines Juden und Dienst, als sich ein mir unbekannter Herr meldete, der sich auf Rechtsanwalt Mundel zur Seite. Unter den 62 Bengen be- eines Mannes von diesem Raliber zu berufen. Was der Mann Grund einer Visitenkarte, die auf den Namen Fränkel" lautete, finden sich zahlreiche höhere Dffiziere, als Sachverständige berichtet hat, ist zu drei Viertel Lüge und ein Viertel Wahrheit. als einen Bruder des mir bekannten Redakteurs Fräntel ausgab Unterredung beigewohnt hat, laden laffen. V fü fin bi al et D n m c 91 a g a ic g 21 11 f 11 8 t I zwar nicht 8% Uhr, bet klein, Schönleinstraße 6. Johann Jacoby, bet Frig Heine, Rirdorf, Abends 8 Uhr, bei Beiler, nefebed- und Herrmannstraßen- Ede. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( 8us Rauchflub Proletariat bet köhn, Naunynstr. 83. und um die Erlaubniß bat, mit Ahlwardt eine Unterredung| feinen Ausführungen bedauerte der Redner, daß weiser Staat| Nord- Schule, Mütterfty- aße 179 a: Unterricht in Deutsch( mittleres), führen zu dürfen. Ich gestattete dies, meiner Pflicht ge noch kommune ein Interesse daran bezeigten, bas Massenelend Schüler and outerinnen, auch jest im Laufe des Semesters, eintreten. Mathematik und mathematische Geographie. In alle Lehrfächer tönnen noch mäß überwachte ich aber das Beisammensein. Der Be statistisch festzustellen, weil es eben den herrschenden Klassen darum Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Vereinte raft, Abend führte fich bei Ahlwardt als zu thun sei, der Frage, wie dem Glend ernstlich abgeholfen eyle, echwebterf. 88.- Seine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15. Diretter Mitarbeiter der Staatsbürger- Beitung" ein, fagte werden könne, überhaupt aus dem Wege zu gehen. Were also jed. Monats, Ab. 8 Uhr, im Reſtaur. Grube, Mariendorferstr. 10.-@efund aber, daß er zu derselben in" Beziehungen stehe, sodaß ich in ihm von dieser Seite kein Entgegenkommen zu erwarten, so müsse sich brunnen, abends 8% Ubr, bei Saferland, Bellermannir. 87.- Gleich einen Gesinnungsgenossen[ des Ahlwardt erblicken mußte. Gine die organisirte Arbeiterschaft eben auf eigene Füße stelle und beit, abends 8% Uhr bet Stramm, Ritterstraße 123.- Gmanzipation, der ersten Fragen, die der Besucher an den Angeklagten richtete, der Bourgeoisie an der Hand des fleißig gesammelter Materials bends 8% Uhr, bei Wagner, Alte Schüßenfir. 6. war die, was derselbe thun würde, wenn er bei der Reichstags vor Augen führen, wie unhaltbar in der besten aller Welten die jeden Mittwoch 8% Uhr, bei Bernh. Raabe, suppiner- und Schönholzerstraßenwahl durchkomme. Ahlwardt erwiderte, daß er sodann ein Ent- sozialen Zustände schon geworden sind. Die Schmie rigkeit, eine werth- ce Otto Reimer jeden Mittwoch bei A. Brosch, Wilhelmshavner Kaffungsgesuch an den Staatsanwalt richten wolle. Mit Bezug volle, umfassende Statistit der Arbeitslosigkeit in Berlin auftande zu firaße 23. auf den vorliegenden Prozeß erklärte Ahlwardt auf Befragen, bringen, fei allerdings groß, bei gemeinschaftlichem Zusammen- fchriften find zu richten an G. Schröder, Noftisftrage entreppen. daß er versuchen wolle, die Sache so hinzuziehen, daß der wirken der politischen und gewerkschaftlichen Arbeiterorganisationen itimacy: Rauchttub Sellblau bei Fitd, Simeonftr. 23. Monat Februar herankomme. Er könne dann von seiner Immunität würde sich aber dennoch ein brauchbares Material fammeln Giferne Pfeife, bet Hoffmann, Triftstraße 1. Theater Verein Theater- Berein Jugendals Abgeordneter Gebrauch machen. Der Zeuge hat das Gefühl laffen. Man möge daher frisch an's Werk gehen, damit die Auf- traft 2 bei Werner, Geimfir, 2. Touristenklub Nachtfalter, bei Bur gehabt, daß der Besucher den Angeklagten durch seine Frage: gabe zum Nußen der gesammten Arbeiterschaft gelöst werde. mann, Frankfurter árulee 56. Statklub ufchelgrün, bet Fürstenau, Pollack Mlub Lustige ftellung auf's Glatteis führen und ihn zu Aeußerungen veran- Nachdem sich Balland, Witterich und Rautenhaus im Sinne des Reichenberger und Manteuffelstraßen- Ede. Brüder, bet Lucwald, Manteuffelstr. 46. Vergnügungs Berein laffen wollte, die der Besucher zur Ueberraschung des Zeugen Referenten geäußert hatten, nahm die Versammlung mit allen Fridolin, bei Wolff, Brunnenſtr. 36. Bergnügungsverein Waldesauch am folgenden Morgen im Kleinen Journal" ausgebeutet habe. gegen eine Stimme folgende Resolutionen an: grün", Krautstr. 6( Restaurant). Vergnügungsverein Durch Nacht Humoristischer Verein 1. Die Volksversammlung erklärt sich mit der Aufnahme um 2icht, bet Grünbel. Dresdenerftr. 116. Bertheidiger: Jft es verboten, den Gefangenen Bigarren einer Arbeitslosen- Statistik einverstanden und verlangt, daß jeder bei Rober, Hermann- und Wanglickstraßen- Ecke( Nixdorf.) Pipifar, bet rösche, Fichteftraße Nr. 29. Tambourverein Vorwärts oder sonstige Genußmittel zuzuftecken? BergnügungsArbeiter feine Kraft zur Aufnahme dieser Statistik einsetzt, um Berein International a bei Bape( fr. Knebel) Badftr. 68. Beyein genaues Bild der thatsächlichen Arbeitslosigkeit zu schaffen. gnügungs- Berein limbim" bet Broblow, Bülowfir. 65. Insbesondere werden die Arbeitervereine ersucht, das Interesse nos pe. Abends 9 Uhr, im Restaurant Bahlstatt Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittmor Gefangverein für diese Statistik durch Besprechung in ihren Versammlungen zu Musikverein Bormäeta avends 8 0 10% uhr, Langestraße bei Atbeli n. Männer- Gefangverein Walstapelle 2, Abends 9 Uhr, wecken." Restaurant Kayfer, Staliberstr. 22. Die Versammlung hat hat mit lebhaftem Intereffe bes die Ausführungen Referenten, Genossen Robert und Schmidt, entgegengenommen daraus die Folgerung gezogen, daß es unbedingt nothwendig ist, die wirkliche Zahl der Arbeitslosen festzustellen, um ous dem hier aus entstehenden Material den herrschenden Gewalten klar zu machen, daß die bisherige kapitalistische Produktionsweise die Ursache der Arbeitslosigkeit bildet und daß nur die sozialistische Produktionsform im stande ist, der Arbeitslosigkeit ein Ende zu bereiten." Zeuge: Ganz gewiß. Ich habe mich auch so gefekt, daß ich die Herren überwachen konnte, es ist aber doch immerhin möglich, daß das Verbot umgangen wurde. Bertheidiger: Ich will nur konstatiren, daß dem Angeflagten von dem Besucher heimlich zwei Zigarren zugesteckt worden dem find, wonach Angeklagten fehr unwohl wurde, obgleich er ein leidenschaftlicher Raucher ist und die stärksten Bigarren vertragen tann. Da die vom Staatsanwalte geladenen Zeugen, die Jour nalisten Saling und Schlochauer noch nicht erschienen find, soll zur Verlesung der beiden inkriminirten Broschüren geschritten werden. Der Angeklagte macht darauf aufmerksam, daß dadurch ja diejenigen Punkte zur Verlesung gelangen müßten, in denen der Erfte Staatsanwalt möglicherweise eine Gefährdung der Staatsintereffen erblicken fönnte. Der Präsident erwidert, daß es Sache der Zeitungen fei, zu ermessen, was sie veröffentlichen dürften und was nicht. " 2. 27 " werden www maffe Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurani Schröder, Manteuffelstr. 9.- Kraftturnverein Jugendtraft, jeben Mittwoch und SonnTurnverein Gesundabend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Beughofstr. 8. brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr Abends in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39.- Kraftturnverein Berolina, Abends 9 Uhr Uebungsstunde bei Faustmann, Reichenbergerstraße 730. athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, Univerfum, Brunnenstr. 119. Theater: und Vergnügungs- Verein Humanitas Abends 9% Uhr bei Reed, Lothringerfir. 94. Theaterverein Bultania 2", Abends 9% Uhr, Bergstr. 12, Restaurant Rehliz. Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Restaurant Lothringerfir. 101. Rauchklub Gefelliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im RestauranSommer, Grünstraße 21.- Sumoristischer. Verein Arminia, Dresdener Kreuzfidet, bet Gumlich, ReichenbergerGarten, Dresdenerstraße 45. ftraße 149,& idele Brüder, bei S. Mrose, Lachmannstr. 5.- Touristenverein Frei eg", Abend 9 Uhr bet Siedlutad, Manteuffelstr. 86. Bergnügungsveretnéustig grob, Mittwoch 9 Uhr, Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Sizung. Rauchtlub Roochloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralftr. 33. Rauchklub affalle, Abends, bei 2od, Friedrichsbergerfir. 11. Rothe Mette, bet Steuer, Weinstr. 22. Sumoristischer Rauch lub, Abends 9 Uhr, bei A. Niemann, Görligerftr. 42. Rauchttub Sans souci, Boechstraße 51.- Rauchflub Ohne 8wang, Abends 9 Uhr bei Späth, Weinftr. 28.- Rauchflub Grüne Quaft e, Abends 9 Uhr, bei schlüter, Kleine Markusstr. 10. Rauchtlub Bultan, Abends 9 Uhr bei Rauchflub Goldene Quaste", Abends 9 Uhr amer, Gräfeftr. 82. bei Muß, Jofinstr. s. Rauchflub gutgesinnter Greunbe, Abends 8 Uhr bet Neumann, Höchſteſtr. 28, Rauchtlub Schmores- Werte, Rauchtlub Vorwärts 60.", Röpentderstraße 121a bei Schöbel. Humoristische Pfeifenbrüder Waldemarstraße 74 bei George. Abends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Genoffen W. Salzwedel, Glattlub Treff, Abends 8% Uhr, bet Otto Babel, Frankfurter Allee 90. Bühnenverband Othello Abends 9 Uhr, Restaurant Lothringerftraße 101. Vermischtes. Nachdem der Neferent in seinem Schlußwort noch verschiedene unklarheiten erläutert und hervorgehoben hatte, daß bet Aufnahme der Arbeitslosenstatistik ein Parteistandpunkt durchaus Die alsdann folgende Verlesung der beiden Broschüren dauert nicht in Betracht komme, empfahl er zur Abänderung der Frageüber 2 Stunden. Der Vorfizende giebt anheim, von der Ver- bogen, Leitung der Statistit u. f. w. eine sechsgliedrige Kommission Lesung der der zweiten Broschüre angefügten eidesstattlichen Ver zu wählen. Dem entsprechend wählte man: Timm für den ficherungen von ehemaligen Arbeitern der Löwe'schen Fabrik ab- 1. Wahlfreis, Isert für den 2. Wahlkreis, Kräder für zusehen, da diese Arbeiter ja in dieser Verhandlung zeugeneiblich den 3. Wahlkreis, Lothar für den 4. Wahlkreis, Gumpel vernommen werden. Der Vertheidiger empfiehlt doch die Ver- für den 5. Wahlkreis, Rogge für den 6. Wahlkreis. Wie uns versichert wird, waren in der Versammlung nur lefung. Auch der Staatsanwalt hält die Verlesung dieser eidesstattlichen Berficherungen für empfehlenswerth. Daß in der Fabrit Pflicht- ca. 250 Personen anwesend, trozdem sie zu einer Zeit abgehalten widrigkeiten und Unregelmäßigkeiten vorgekommen, würde an der wurde, wo dem Arbeiter der Besuch möglich war, nämlich SonnHand der Ergebnisse der Voruntersuchung rückhaltlos zugegeben. Um tags. Danach wird es fein Fehlschluß sein, wenn wir annehmen, zu beurtheilen, in wie weit aber die vom Angeklagten erhobenen. daß das Interesse für die Aufnahme der Arbeitslosenstatistit nicht Vorwürfe berechtigt ober, wie nach der Voruntersuchung feftau- in dem Maße vorhanden ist, als vorausgesetzt werden wenn ein brauchbares stehen scheint, weit übertrieben sind, werde es doch nöthig sein, muß, Resultat erzielt Die eidesstattlichen Versicherungen auch zu verlesen. Die Ver- foll. Was wir für eine Stellung zu dem Projekt einnahmen, lefung findet infolge dessen statt. wissen die Leser des Vorwärts." So sehr der Idealismus derNach Beendigung derfelben wird der Redakteur Richard jenigen Genossen, welche an die Möglichkeit glauben, sozusagen Saling vom Kleinen Journal" vernommen. Derfelbe er- aus dem Nichts heraus Statistiken so bedeutender Art schaffen lärt, ohne Religion, d. h. aus dem Judenthum ausgetreten zu zu können, während jeder Statistiker von Beruf weiß, wie schwer Halle a. S., 25. November. Jener Offizier vom hiesigen sein und im Auftrage des Verlegers des Kleinen Journals" derartige Aufnahmen, die sich an größere Kreise der Bevölkerung den Angeklagten in Blößensee besucht zu haben, um denselben richten, selbst von dem mit allen Hilfs- und Machtmitteln aus Magdeburgischen Füfilier- Regiment Nr. 36, Sefonde- Lieutenant über die Situation zu befragen, falls er zum Reichstagsmitgliede gerüsteten Staat zu schaffen sind, fo fehr dieser Jdealismus von Geysenberg, der unlängst wegen Unzucht mit einem Knaben gewählt werden sollte. Richtig sei es, daß er dem Angeklagten uns Achtung abnöthigt, so würden wir anderseits es für eine verhaftet wurde, ist bereits friegsgerichtlich abgeurtheilt worden. zwei Bigarren aus feinem eigenen Vorrath zugesteckt habe, nach- unverzeihliche Verlegung unserer publizistischen Pflicht halten, wenn Das noch der Bestätigung durch den Kaiser unterliegende Urtheil dem der Angeklagte ihm pantomimisch angedeutet, daß er gern wir, im Bewußtsein, daß das erstrebte Biel nicht erreicht werden lautet auf 32 Jahre Gefängniß und Ausstoßung aus dem Heere. Erst die jüngsten rauchen möchte. Was er über sein Gespräch mit dem Angeklagten wird, dem Projekt das Wort reden würden. See Unfälle. Kopenhagen, 29. November. Das russische im Kleinen Journal" mitgetheilt, entspreche durchaus Tage brachten wieder einen Beweis für die Richtigkeit unserer Schiff, Samuel", von Melhil nach Danzig bestimmt, ist an der Wahrheit. Der Wertheidiger fragt, ob der Zeuge Ansicht, die sich übrigens auf die Erfahrungen der deutschen Ge- der Südfpitze von Amazes gestrandet und voll Wasser gelaufen. nur im Auftrage feines Chefs, oder im Auftrage eines werkschaften stüßt. Den organisatorisch ausgezeichnet geschulten Die Befagung mußte sich in das Schiffsboot flüchten und wurde jüdischen Aktionsfomitees, an dessen Spitze Hirsch Hildesheimer Hamburger Arbeitern ist die Aufnahme einer ähnlichen dann von einem Sandschiffe aufgenommen und hierher gebracht. und Profeffor Lazarus fiehen, den Besuch bei Ahlwardt gemacht Statistit mißlungen. Was ihnen unter für den erstrebten Zweck Gleichzeitig wurde die Verankerung des bei dem im Drogden habe. Der Beuge, eflärt, daß er von der Existenz eines folchen sicherlich günstigen Verhältnissen nicht möglich war, wird in gesunkenen Dampfers Thelford" verlegten Warnungs Aftionsfomitees teine Kenntniß und lediglich einen Auftrag seines anderen Orten ebenfalls unmöglich sein. Zu halben Resultaten fchiffes gesprengt und dies Schiff bei Dragör auf den Strand Chefs erfüllt habe. Der Zeuge bestreitet ferner, daß er sich fann man allenfalls gelangen, aber sie stehen zu den Kosten, die geworfen. unter fälschlicher Berufung auf die Staatsbürger- Beitung" ein- fich für Berlin auf viele tausende von Mart beziffern, außer Enthüllungen. New York, 24. November. Eine Frau geführt habe. Er habe vielmehr nur, als Ahlwardt ins Sprech- allem Verhältniß, denn halbe Resultate nüßen der Sache der Adelaide Merres, welche im Sommer als Pflegerin der zimmer geführt worden, gesagt: er berufe sich auf einen gemein Arbeitslofen nichts, sondern schaden ihr unseres Erachtens nur,& holeratranten in der Quarantänestation auf Swin famen Bekannten, den Herrn Anderssen von der Staatsbürger- weil die Bourgeoisie und der in ihrem Interesse arbeitende Staat borne Jsland thätig gewesen ist, macht dem Herald" zuZeitung". Dann habe gleich das Gespräch begonnen. Der Beuge das halbe Resultat zum Beweis dafür erklären werden, daß die folge in einer Klage gegen den Chef des Gefundheitsamtes, habe den Rektor Ahlwardt zunächst gefragt, wie er sich feine Arbeitslosigkeit nicht so groß ist, wie die Arbeiterschaft behaupte Jenfins, wegen Zahlung ihres Salairs erstaunliche Ent Situation denke, wenn er als Reichstagsmitglied gewählt werde. und demgemäß die von dieser geforderten Hilfsmaßregeln un- hüllungen über das Treiben an der Station. Pfleger und Ahlwardt habe sich dann so geäußert, wie der Beuge es in begründet seien. Redaktion des Vorwärts".) Bflegerinnen, Wärter und Wärterinnen, so behauptet sie, hätten seinem Berichte wiedergegeben habe. Auf Befragen des AnNachts getrunken und gespielt und die Patienten vernachlässigt. geflagten, ob der Zeuge sich nicht als Mitarbeiter der Staats- Für Friedrichsberg und Umgegend war zum Sonntag In der Genesung begriffene Personen hätten Kleider von bürger- Zeitung" ausgegeben habe, erfolgt eine entschieden ver- eine Volksversammlung vom dortigen Vertrauensmann ein- Batienten, die gestorben und beerdigt waren, anziehen müssen neinende Antwort, der Zeuge will sich nur auf einen gemein- berufen worden, die zum Zweck die Berichterstattung über den und die Kranken hätten die Kleider, Weine und Nahrungssamen Bekannten, den Redakteur Anderssen von der Staats- Parteitag hatte. Leider war sie so schwach besucht, daß sich die mittel, welche ihnen von Fremden zugesandt wurden, nicht erbürger- Zeitung" berufen haben. Gefängnißinspektor Schmidt, Anwesenden erst darüber schlüssig werden mußten, ob sie über- halten. der über diesen Punkt noch einmal befragt wird, befundet, haupt tagen folle. Man entschied sich hierfür. daß der Beuge den Ausdruck Mitarbeiter" awar Delegirte Reinart- Weißensee erstattete den Bericht. In nicht gebraucht, aber doch angedeutet habe, daß er zu übersichtlicher Weise gab er ein Bild von den Berathungen der genannten Zeitung in Beziehungen stehe und zu der Partei des diesjährigen deutschen Arbeiterparlaments, sowie eine Uebergehöre. Der Angeklagte versichert, daß das ganze Verhalten des ficht über die Beschliffe, welche erstere zeitigten. Er erklärte, Zeugen darauf berechnet war, ihn in falsches Vertrauen ein mit dem Resultat des Kongresses zufrieden zu sein, bis auf den Köln, 29. November. Der stellvertretende verantwortliche zuwiegen. Gefängniß- Infpettor Schmidt: Ich muß noch Beschluß, welcher die Gründung eines wöchentlichen Zentralerwähnen, daß Rektor Ahlwardt sich ausdrücklich das Versprechen organs verwarf. Die Debatte brehte sich u. a. auch um den Redakteur der Kölnischen Zeitung", van Look, wurde heute von hat geben laffen, daß nichts in die Presse tommt. Der Zeuge Programmpunkt Erklärung der Religion zur Privatsache". Nach der Strafkammer auf die Klage des Paters Aurelian wegen Abhat darauf gefagt: Selbstverständlich. 3euge: Nein, das dem Genosse ein art in feinem Schlußwort für politische und bruckes des Protokolls über die Wemdinger Teufelsaustreibung ift nicht richtig. Der Herr Inspektor verwechselt das mit dem gewerkschaftliche Organisation eingetreten war, gelangte folgende zu 50 Mart Geldstrafe verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte Gespräch, welches ich mit ihm vor dem Erscheinen Ahlwardt's Resolution einstimmig zur Annahme: Die Bersammlung erklärt eine Geldstrafe von 1000 Mark beantragt. In der Begründung gehabt habe. Da war allerdings von falschen Darstellungen der sich mit den Beschlüssen des Parteitages einverstanden. Die Ge- wird, wie die Kölnische Zeitung" mittheilt, gesagt, daß objektiv Breffe über die Behandlung Ahlwardts die Rede. Zeuge nossen von Friedrichsberg verpflichten sich, dafür zu sorgen, daß Nachdruck vorliege, daß der Angeklagte nicht im Sinne des Schmidt: Das ist richtig; nachher hat aber Herr Ahlwardt die Partei und ihre Aufgabe, die Befreiung des Proletariats Gesetzes über das Urheberrecht in gutem Glauben gehandelt, erfucht, nichts in die Presse zu bringen. Auf Vorhalten des aus den Fesseln des Kapitalismus in jeder Weise gefördert daß er aber das Bewußtsein haben konnte, eine Kulturaufgabe Präsidenten erklärt der Zeuge Saling: Ich bestreite nochmals, werde." Der Vertrauensmann, Oskar Schulz, berichtete zu erfüllen. Paris, 29. Nov. Präsident Carnot hatte heute Vormittag daß ich mir die Unterredung durch falsche Vorspiegelung er- nun über seine Thätigkeit und gab die Abrechnung für die Zeit schlichen habe. Daß Herr Ahlwardt nicht nach meinem Namen vom 26. Juni bis jetzt bekannt. An Einnahmen konnte er, intl. eine Unterredung mit Loubet und wird im Laufe des Abends und meiner Stellung gefragt, ist nicht meine Schuld. Ich selbst einer Ueberweisung vom früheren Vertrauensmann und des die Präsidenten des Senats und der Deputirtenkammer Leroyer batte fein Jutereffe daran, darüber etwas zu sagen. Angefl.: Ueberschusses von der Laffallefeier 518,45 M. aufweisen. Die und Floquet empfangen. Brisson wurde aufgefordert, sich Nach= Es ist der Eid eines Juden ich habe nichts mehr zu sagen. Ausgaben betrugen 33,80., mithin blieben 479,65 W., welche mittags 4 1hr nach dem Elysée zu begeben. In den WandelHier wird um 4/2 Uhr die Verhandlung abgebrochen und auf im wesentlichen zur Unterstützung des Boltsblattes" ver- gängen der Deputirtenkammer scheint man der Ansicht zu sein, wandt wurden. Redner bedauerte, daß Dies Blatt daß Brisson schließlich den Auftrag, ein Kabinet zu bilden, annehmen Mittwoch 9 Uhr vertagt. von den Genoffen geradezu vernachlässigt werde. Nachdem werde. Charles Lesseps, Cottu und Marius Fontanes, welche für Die Theaterzenfur in letter Instanz. Am kommenden dem Genossen Schulz Decharge ertheilt worden war, wählte die heute vor bie Panama Untersuchungskommission geladen waren, Donnerstag, den 1. Dezember, Wittags 1 Uhr, findet vor dem Versammlung ihn einstimmig zum Vertrauensmann wieder. Zu richteten alle drei ein Schreiben an die Kommiffion, in welchem fönigl. Oberverwaltungsgericht, Martgrafenste. 47, eine öffent- Revisoren ernannte die Versammlung die Genoffen B. Lange, fie ertiären, daß fie der Vorladung nicht Folge leisten könnten. liche Verhandlung flatt, die geeignet ist, in literarischen und Hampel und Fris Schulz. Nach der sodann vom Genoffen Der General- Staatsanwalt hat es abgelehnt, der UntersuchungsTheaterfreifen ein lebhaftes Intereffe hervorzurufen. Die Herren Bortenhagen vorgelegten Abrechnung von der Lassallefeier fommission das Attenmaterial in der Panama- Untersuchung mitDr. Ostar Blumenthal und Otto Erich Hartleben, vertreten ergab diese einen Ueberschuß von 286 M. Dem Festkomitee autheilen, weil eine solche Mittheilung den gerichtlichen Vorschriften durch Herrn Dr. Richard Grelling, flagen gegen den Herrn v. Nicht wurde ebenfalls Decharge ertheilt. Im Verschiedenen" trat ein widersprechen würde. hofen, als Polizeipräsidenten von Berlin, auf Aufhebung des Genoffe für den Friedrichsberger Bildungsverein und speziell für Aufführungsverbots der Hartleben'schen Komödie Hanna Jagert, dessen Lese- Abende ein. Hier könnten, so führte der Redner aus, nachdem eine vorherige Beschwerde beim Oberpräsidenten erfolg Agitatoren aus den Reihen der Genossen des Orts herangebildet Ios geblieben ist. Die zu entscheidende Frage ist eine prinzipielle, werden. Dem Mangel an agitatorischen Kräften werde damit Briefkaffen der Redaktion. da das Verbot wie bekannt- nicht wegen äußerer Anstößig gesteuert. Die Versammlung schloß mit einem Hoch auf die feiten erfolgte, sondern damit gerechtfertigt wurde, daß die von internationale völterbefreiende Sozialdemokratie. Alter Abonnent 1000. Sie müssen den Fragebogen be der Titelheldin des Stückes vertretene Philofophie des freien Sozialdemokratischer Agitations- Verein für die reise Witten- züglich der Gewerbesteuer vollständig ausfüllen und einsenden; Menschenthums nicht im Einklang stände zu den die Grundlage berg, Schweinit, Torgau und Liebenwerda. Heute Mittwoch abends sonst machen Sie sich strafbar. unferer Staats- und Gesellschaftsordnung bildenden Sitten- ur: Bersammlung bei Lehmann, Neue Grünftr. 14. Branken- und Sterbe- Unterstübungskaffe der Berliner Hausgefeßen. Versammlungen. In einer Volksversammlung, welche am Sonntag im Beenpalast stattfand, hielt Genosse Robert Schmidt einen eingehenden Vortrag über die Frage: Wie können wir die in diefem Winter Hochgesteigerte Arbeitslosigkeit feststellen?" In " Der diener. Mittwoch den 30. November, abends 8 Uhr, im staffentotal, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig: Sigung, Auflage. Ufer a. Vortrag. Depelthen. ( Wolff's Telegraphen- Burean.) G O. M. 19. Wenn der von dem anderen Theile zum Sühnetermine geladene Chegatte in diesem Termine nicht erscheint, so gilt die Sühne als vergeblich versucht. Weitere nachtheilige Folgen entstehen für den Ausgebliebenen nicht. 5. R. Wer die Invaliditätsbeiträge irrthümlich gezahlt hat, ohne dazu verpflichtet zu sein, kann deren Rückzahlung von der Versicherungsanstalt, zu deren Bezirk er zur Zeit der Zahlung gehörte, zurückverlangen. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Serlin. Mittwoch ben 30. November, abends sy thr: Bersammlung der Sandsleute mit Damen in ben Armin- Hallen, Kommandantenftr. 20. Tagesordnung: Vorlesung. Verein ehemaliger Schüler der 80. Gemeindesaule. Sigung am Mittwoch den 30. D. W., Abends& Uhr, tm Restaurant Wills, MartannenTanzlehrer und Tanzmaitre- Verein Solidarität. Mittwoch den so, November, Abends 8 Uhr, im Bereinslokale, Annenstr. 14. Bereinsfigung. M. N. 45. Auf Grund des mitgetheilten Reverses Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8-10% Uhr: Sub der Adoptivnater die Zahlung von 1000 Mart verlangen Schule, Sagelsbergerstr. 48: Unterricht in Geschichte( alte); Süb Oft hule, Reichenbergerjar. 183: Unterricht in Deutsch( oheres), Bogif, Rechnen muß bei der Großjährigkeit des Kindes 500 Mark zurückza cunferes). Di Smule, Martusstraße 31; Unterricht in Deutsch( mitted; braucht dieselben aber in der Zwischenzeit nicht zu deponirer Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. Ferdinand Lassalle's Reden und Schriften Neue Gesammtausgabe. Herausgegeben im Auftrage des Vorstandes der sozial demokratischen Partei Deutschlands von Ed. Bernstein. Vollständig in 3 Bänden. Erscheint in 45-50( 14ragtgen) Lieferungen à M.-, 20 Bereits erschienen: Band I.: in Leinen gebunden M. 3, - in Halbfez. gebunden( Liebhabereinband) M. 4, Band II.: in Leinen gebunden M. 4,50 in Halbfrz. gebunden( Liebhabereinband) M. 5,50 Einbanddecken in braunem Leinen: für Bd. I. und II. à MR. 0,50 in Halbfrz.( Liebhabereinb.) für Bd. 1. u. II. à M. 1,20 Der Herausgeber schickt dem Werte eine interessante kritischbiographische Einleitung voraus: Lassalle und seine Bedeutung für die Sozialdemokratie", die auch eine Fülle neuen Quellenmaterials enthält. In Form von Vorbemerkungen oder kritischen Randnoten zu den einzelnen Broschüren präzifirt der Herausgeber den heutigen prinzipiellen Standpunkt der Partei, wo dieser verändert ist, oder erleichtert das historische und politische Verständniß der Materie. Die einzelnen Broschüren folgen nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern nach ihrer inneren Zusammengehörigkeit geordnet. Zur Beurtheilung der geschichtlichen Entwicklung und des Wesens der deutschen Sozialdemokratie ist diese Gesammtausgabe unentbehrlich. Im Anschluß an die Ausgabe wird der Briefwechsel zwischen Laffalle und Mary- Engels folgen. Der erste Band ist mit einem Stahlftichportrait Laffalle's geschmückt. Einzelausgaben: Meine Alkfeurede, gehalten vor den Geschworenen zu Düsseldorf am 3. Mai 1849 gegen die Anklage, die Bürger zur Bewaffnung gegen die Königliche Gewalt aufgereizt zu haben .- 40 Fichte's politisches Vermächtniß und die neueste Gegenwart. Ein Brief. M.-, 15 Gotthold Ephraim Leffing vom kulturhistorischen Standpunkt, M.-, 15 Die Philosophie Fichte's und die Bedeutung des deutschen Volksgeistes. Festrede gehalten bei der am 19. Mai 1862 von der Philosophischen Gesellschaft und dem Wissenschaftlichen Kunstverein veranstalteten Fichtefeier. M.-, 15 Weber Verfassungswesen. Ein Vortrag, gehalten in einem Berliner Bezirksverein. Was nun? Zweiter Bortrag über Verfassungswesen.- Madht und Recht. Ein offenes Sendschreiben Ferd. Lassalle's. M.-, 35 Arbeiterprogramm. Ueber den Zusammenhang der gegenwärtigen Geschichtsperiode mit der Idee des Arbeiterstandes. Mm.-, 15 Die Wissenschaft und die Arbeiter. Eine Vertheidigungsrede vor dem Berliner Kriminalgericht gegen die Anklage: Die besitzlosen Klassen zum Haß und zur Verachtung gegen die Befizenden öffentlich angereizt zu haben. M.- 30 Offenes Antwortschreiben an das Centralkomitee zur Berufung eines Allgemeinen deutschen ArbeiterRongreffes zu Leipzig. 5. Aufl. M.-, 10 Mit diesem Schreiben eröffnete Laffalle die Agitation zur Gründung einer selbständigen Arbeiterpartei. 3ur Arbeiterfrage. Rede bei der am 16. April 1863 in Leipzig abgehaltenen Arbeiterversammlung. Nebst Briefen Prof. Buttte's und Lothar Bucher's. M.-, 10 Arbeiterlesebush. Rede Lassalle's zu Frankfurt a. M. am 17. und 19. Mai 1863. Nach dem stenographischen Berichte. M.-, 25 Kleine Auffähe: Die franzöfifchen Nationalwerkstätten von 1848. Antwort an Herrn Professor Nau. Lassalle und die Statistit von Wackernagel. Herr Wackernagel oder der moderne Heroftratus. Grwiderung auf eine Rezension der M.-, 15 Kreuz- Zeitung". Die Feste, die Preffe und der Frankfurter Abgeordnetentag. Drei Symptome des öffentlichen Geistes. Eine Rede, gehalten in den Versammlungen des Allgemeinen Deutschen Arbeiter Vereins zu Barmen, Solingen und Düsseldorf. 0.-, 25 Rede vor der korrektionellen Appellkammer zu Düffeldorf am 27. Juni 1864. Bertheidigungsrede gegen die Antlage, verschiedene Klassen der Bevölkerung zum Haß und zur Berachtung öffentlich aufgereizt zu haben. M.-, 10 Herr Julian Schmidt, der Literarhistoriker mit SeherScholten. 9.-, 75 Die Anmerkungen des Segerweibes" in dieser litezarischen Hinrichtung des bürgerlichen Mode- Literaten ent ftammen bekanntlich aus der Feder der späteren„ Exzellenz" Lothar Bucher! " Franz von Sickingen. Eine historische Tragödie. 2. Aufl. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. M. 2, Alle Buchhandlungen, Rolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Bestellungen von Außerhalb ersuchen wir[ um gleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). Gottfried Schulz Admiralstraße 40a( Ecke Kottbuser Thor) empfiehlt sein Achtung! Achtung! Arbeitgeber- Gewerbegerichtswahlen! Große öffentl. Versammlung von Arbeitgebern aller Berufe am Mittwoch, den 30. November, Abends 8 Uhr, im Restaurant Boltz( früh. Feuerstein), Alte Jakobstr. 75. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen ehler über:„ Die Gewerbegerichte". 2. Dis. fus fion und Beschlußfassung über die Aufstellung geeigneter Kandidaten. 3. Berschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Ethische Gesellschaft. Todes- Anzeige. Am Sonntag, den 27. 5. M., Nach mittags 64 Uhr, verschied sanft nach längerem schweren Leiden unser unver geßlicher Bater, Schwiegervater und Großvater der Rendant Albert Spannagel in feinem 67. Lebensjahre. Berlin, den 29. November 1892. Die tiefbetrübten Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 1. Dezember, Nachm. 2 Uhr, von der Leichenhalle des alten SophienKirchhofes, Bergstraße, aus statt.[ 3646 Am 27. November, Abends 614 Uhr, starb unfer langjähriger Rendant Herr Mittwoch, den 30. d. M., Ab. 8 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierftr. 38: Albert Spannagel im 67. LebensAusserordentliche Generalversammlung. Um pünktliches Erscheinen bittet Mitgliedskarte legitimirt. Der Vorstand. 140/11 Faldenftein Clubhaus ,, Süd- Ost" Falkenstein 3094L Straße 41. Geöffnet bis 12 Uhr Nachts. Straße 41. jahre. Troß seiner langjährigen Krant. heit war er feinen Beamten gegenüber stets ein lieber, guter und gerechter Vorgesetzter, der stets auf das Wohlfein feiner Untergebenen bedacht war. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten. 362b Das Beamtenpersonal Weiß-. Bairisch- Bier- Lokal. C. Trittelwitz. Der Orts- antentaffe der Maschinen2 Vereinszimmer mit Piano. Fr. Billard. 2 Winter- Kegelbahnen. Warme und falte Speisen zu jeder Tageszeit zu soliden Preisen. bau- Arbeiter und verw. Berufsgenossen zu Berlin. Carl Scholz, Wrangelstraße 32, empfiehlt den Genossen als passendes Weihnachtsgeschenk Lassalle, Am 27. November, Nachm. 61/4 Uhr, Marx in fauberster Ausführung zu soliden Preisen. 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