t r не t. 5. 24 24 er те En et es te et er 20 , en 3. es ent 10 ch er en 15 fe en ge Se ig 11 in 03, ft er's aß en ät tet Or er űr ift ent, bis Och of be en he L Nr. 283. Grscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 m, wöchentlich 28 Bfg frei in's Saus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags- Nummer mit luftr. Sonntags- Beilage Neue Selt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Cuartal. Unter Kreuzbarb: Deutschland u. Defterreic Ungarn a m., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. In der Poft Beitungs- Breistifte für 1892 unter Rr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. nfertions- Gebühr beträgt für die frinfgespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Bersaminlungs Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummec müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund gefttagen bis 9 Uhr Bor: mittags geöffnet. Sernfred Anschink 3mt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Großstädte in der Volkswirthschaft.") Freitag, den 2. Dezember 1892. verpestet, wie denn auch Scharlach, Typhus, Schwindsucht und Diphtheritis auf dem Lande teine selteneren Gäste sind als in den Städten, wo die Kommunen wenigstens offene Jauchegräben nicht gestatten und wo die Kanalisation nicht der Willkür der Natur preisgegeben wird. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. halt gebieten, fie allein kann die veralte ten wirthschaftlichen Grundsätze reformiren. Durch die Großstädte und nicht durch die Rittergüter nimmt das Volk Antheil an den Weltvorgängen, an der Entwickelung der Volkswohlfahrt. Meiner Meinung nach ist es nicht ganz richtig, den Einwohnern Wie sollte es möglich sein, daß auf solchem Boden, bei Haben sie das Problem gelöst, wie man die under Städte ihr Leben so angenehm folchem Frohndienst, bei den notorisch jammervollen Löhnen, geheuren Voltsmassen außer Verhältniß zu der vorhandenen als möglich zu machen, weil das bei der Herabdrückung der geistigen und gesellschaftlichen Bodenfläche ernähren kann, so werden die Großstädte auch durch die Entvölkerung des Landes Stellung der Arbeiter, bei dem stumpffinnigen Einerlei des das Problem lösen müſſen, wie dem Arbeiter zu seinem befördert wird." ( Graf Behr in der Sigung des langweiligen Landlebens Körper und Geist gedeihe! Wenn Arbeitsertrag zu verhelfen sei. Auf welche Weise sie es Nicht auf das Wie, auf das Abg. Hauses v. 19. Novbr.) nach Jahrhunderte langer Bedrückung der Landarbeiter lösen, das ist gleich. trot seiner sprichwörtlich gewordenen Bedürfnißlosigkeit Was kommt es hier an. Die Frage wird gelöst werden, Es ist das alte Lied, das hier gepfiffen wird. sich abschüttelt, wie weil sie gelöst werden muß, weil die chaotischen Verhältnisse Seit die letzte Volkszählung gezeigt hat, daß nur die das patriarchalische Joch von meit muß da die Ausbeutung des Arbeiters ge zur Entscheidung hindrängen. Großstädte einen belangreichen Einwohnerzuwachs auf- diehen sein! Wie hart muß ihm der Gutsherr Die Landwirthschaft konnte die Entscheidung nicht weisen, während die Landbevölkerung dünner wird, ist das den Fuß auf den Nacken gesetzt haben, wenn der naive herbeiführen, als sie im Zenith ihrer Allmacht war, fie wird Thema noch nicht von der Tagesordnung verschwunden. Thema noch nicht von der Tagesordnung verschwunden. Glaube an die gottgewollte Ordnung der Dinge troß es um so weniger können, wo sie in der Agonie liegt. In den Spalten der Kreuz- Zeitung" bildet der Klageruf Pfarrer, trotz Jahrhunderte alter Tradition, endlich er- Daher gehört den Städten, den Brennpunkten der vom Drang nach den Städten, die Forderung der verschüttert ist? Intelligenz, die Zukunft. Handel und Industrie haben der schämten und unverschämten Agrarier nach Beschränkung Ist es aber mit der Legende von der gesunden kräftigen Junker Macht gebrochen, sie werden auch den Ausschlag der Freizügigkeit eine stehende Rubrik. Daß die Produktivität der Landwirthschaft durch die Landbevölkerung nichts, welche Argumente sollen dann geben für das Geschick der Völker, für die Verbrüderung Berringerung der Arbeitskraft auf dem Lande erschwert gelten für die Glaubhaftmachung der Verderblichkeit des der Maffen, für der Menschheit Wohlfahrt. Auszugs der Landarbeiter? So vollständig verkennt Graf Behr den Zug der Zeit, wird, wer wollte das leugnen? Auch die Erschwerung der Man sagt, durch das Anivachsen des Proletariats in daß er die Entvölkerung des Landes als Folge- Erscheinung Griftenzbedingungen in den Großstädten durch das lawinen- den Städten wird die volle Ausnutzung des Bodens be- der Annehmlichkeiten des Stadtlebens hinstellt. artige Anschwellen des Proletariats ist eine feststehende einträchtigt, die Produktivität desselben derart herabgedrückt, Wären diese Annehmlichkeiten so groß, wie es in Wahrheit Thatsache. Allein wer hat diesen Werdegang der Dinge daß die Vertheuerung der Lebensmittel unausbleibliche die Unzuträglichkeiten des Stadtlebens sind, die Anziehungsveranlaßt? Weffen Schuld ist es? Sollte das Graf Behr Folge sein wird. Aber auch diese Begründung ist un traft der Städte auf die Landbevölkerung wäre nicht vor wirklich nicht wiffen? Sollen wir dem Herrn Grafen ein Privatissimum über zutreffend, seit die Selbständigkeit der einzelnen Getreide handen, wenn man es verstände, den Genügsamsten aller die Lebensannehmlichkeiten der ländlichen Tagelöhner lesen? produzirenden Länder in Weltmarkt untergegangen ist. Der Menschen eine auskömmliche, eine nur halbwegs menschenBreis des Roggens beispielsweise, der im Vorjahre noch würdige Gristenz zu bieten. Sollen wir ihm nachweisen, daß es eine Mythe ist, wenn 250 Mart war, heute ist er auf 130 Mart gefunken. Und Die vom Egoismus durchseuchte, geistig und moralisch man von intereffirter Seite immerzu bejauptet, es sei doch hat der Abzug der ländlichen Arbeiter nach den In- bankrotte Landwirthschaft vermag es nicht. So wird die die Landwirthschaft, welche uns ein gesundes fräftiges Volt bustriezentren nicht einen Augenblick aufgehört. Großstadt das Wert vollbringen. erhalte, während die Industrie es schwäche und entnerve? Und nun zu den Städten. Gewiß, die Zustände in der Industrie sind nichts weniger als idyllische, aber verglichen mit denen, die auf dem platten Lande herrschen, sind sie paradiesisch. Das Zusammenströmen so bedeutender Massen von Proletariern auf dem Arbeitsmarkt, zweifellos hat es einigen Einfluß auf jene großen Lohnschwankungen und Arbeiterentlassungen, von denen wir täglich Zeugen find. Sache der Unternehmer aber ist es, die Stetigkeit der ArbeitsGache Politiche Uebersicht. Berlin, den 1. Dezember. Hier ist der 17stündige Frohndienst Norm. Dabei aber ist die Arbeit so hart, daß sie den Körper trog der ständigen Bewegung in freier Luft nicht stählt und abhärtet, sondern auf- erträge herbeizuführen. Auch ohne den Zuzug vom reibt und entkräftet. Und nun erst die Wohnräume! Wenn Lande wäre hier nichts geändert, da bei dem heutigen Der zweite Tag der Etatsdebatte fand heute den wirklich der Aufenthalt in freier Luft bei der Arbeit den Gange der Kultur die Menschheit täglich neue Arbeitskraft Reichstag zwar eben so schwach besetzt wie gestern, die VerOrganismus des Tagelöhners zu stärken geeignet wäre, erzeugt, welche mit der bereits beschäftigten in Wettbewerb handlungen waren aber zweifellos lebendiger. Schon der durch die elenden Wohnhütten müßte diese Wirkung wieder tritt und ihren Verdienst beeinträchtigt. Die Zertrümmerung erste Redner, Buhl, welcher Namens der Nationalliberalen aufgehoben werden. Die Fenster der Stuben, die Wohn- der Kleinbetriebe, die Verminderung der weiblichen Haus- in zögernder Form zwar, aber doch immerhin in sehr deutund Schlafräume zugleich, und das sowohl für die Familien- arbeit, die unsinnige und ſyſtemlose Gütererzeugung, find sie licher Weise, die Bereitwilligkeit zugab, die Taufende von genoffen wie für das Dienstpersonal, find, führen nach dem denn nicht ebenfalls und noch weit mehr in diesem Siune Mannschaften und die Millionen der Mehrkosten zu beDüngerhaufen hin. Die Latrinen ziehen an der Thür thätig? Hier kann sicher Eines nur nur helfen. Das ist willigen, wenn die Regierung erlaubt, die Hunderter an vorbei und verbreiten einen eklen Duft. Die Brunnen sind Ersaß der Gelderwerbswirthschaft durch gesunde Kultur- Mannschaften und Geld zu streichen, schlug einen etwas entwickelung.( Berkürzung der Arbeitszeit n. s. m.) lebhafteren Ton an, als man ihn sonst von dieser Seite Davon gerade will die Unternehmerklasse in ihrem gewöhnt ist. Der Herr war auch aufrichtig genug, den Wir geben in diesem Artikel die Ausführungen eines Parteigenoffen, ohne uns über die Frage, welche Bedeutung den Groß- Unverstand nichts wissen. Und doch fann nur Grund für die Verstimmung in den national fädten in der Zukunft beizumessen sein dürfte, zu entscheiden. Die Großstadt als Brennpunkt der Intelligenz, diese heikle liberalen Reihen anzudeuten. Nicht alle einzelstaatIn der gegenwärtigen Lage des politisch- revolutionären Kampfes liegt allerdings die Hauptbedeutung in den Städten, den großen Frage lösen. Wenn überhaupt, so kann nur die Großstadt lichen Regierungen, und speziell die preußische nicht, Zentren der Industrie und des geistigen Lebens. dem Sinken der Preise aller gewerblichen Erzeugnisse Ein- denken, nach Herrn Buhl, über die Ausführung der ArbeiterFeuilleton. Nagbrua verboten.) Bel- Ami. Roman von Guy de Maupassant. Er betrachte waren, fich alt und [ 28 davongekommen. Aber so, auf Pistolen, da ließen sich die nicht mehr los. Wenn ihn nun wirklich eine mächtigere Folgen niemals absehen. Kraft unwiderstehlich beeinflußte, was sollte er anfangen? Ja, was tonnte er anfangen? Er sagte:„ Ach was! Ich muß muthig sein." Der Ton seiner eigenen Stimme ließ ihn zusammenfahren, und er blickte um sich. Jetzt merkte er erst, wie aufgeregt er war. Er trank ein Glas Wasser und legte sich schlafen. Sobald er im Bett war, blies er das Licht aus und schloß die Augen. die Buchstaben, wie sie da vereinigt Unter der Decke wurde ihm heiß, obgleich es in seinem es es schien ihin, als bärgen sie hinter Bimmer sehr talt war. Er konnte nicht einschlafen. Er einen geheimnißvollen, beunruhigenden Sinn. warf sich von der einen auf die andere Seite, blieb fünf Louis Langremont", wer mochte das sein? Wie Minuten auf dem Rücken liegen, drehte sich wieder nach war er wohl? Wie fah er War links herum und änderte wieder seine Lage.. aus? es nicht empörend, daß ein wildfremder Mensch so Er hatte noch Durst. Er stand auf und trant, aber mit einem Schlag unser Leben stören kann, und so ganz dann packte ihn plögliche Unruhe:„ Sollte ich etwa Furcht ohne Grund, rein aus Laune, eines alten Weibes wegen, haben?" das sich mit seinem Schlächter gezankt hat? Er war entschlossen, zum Duell zu gehen, also ging er auch bestimmt hin. Wenn er aber dort bebte? Wenn er ohumächtig würde? Er dachte mit Schrecken an seine Lage dann, seinen Ruf, seine Zukunft. Plötzlich packte ihn das sonderbare Verlangen, aufzustehen und fich im Spiegel zu sehen. Er zündete ein Licht an. Als er aber sein Gesicht in dem glatten Glase sah, erkannte er sich kaum wieder, und es schien ihm, als habe er sich so noch nie gesehen. Wie groß, wie fürchterlich groß seine Augen waren, und er war bleich, ja bleich, sehr bleich. Wie eine Kugel durchfuhr ihn mit einmal der Gedanke: Morgen bin ich vielleicht uni diese Stunde schon todt." und sein Herz hammerte wieder wie toll. Sein Er wandte sich wieder seinem Bett zu, und da sah er fich deutlich liegen. Er lag auf dem Rücken unter denselben Decken, aus denen er foeben gekrochen war. Gesicht war eingefallen wie bei einem Todten und steif und starr lagen die blaffen Hände da. Grauen ergriff ihn vor seinem Bett, und um es nicht Tänger zu sehen, öffnete er das Fenster und blickte hinaus. Eine eisige Kälte durchschauerte ihn von Kopf bis Fuß, und bebend zog er sich zurück. Weshalb pochte sein Herz so start bei jedem gewohnten Wieder sprach er laut vor sich hin:„ Was für ein Bimmergeräusch. Wenn seine Kukuksuhr zu schlagen aus Vich ist doch dieser Mensch!" hob, so jagte ihn das leise Raffeln der Feder in die Höhe, Er rithrte sich nicht vom Fleck und starrte noch immer und er mußte einige Minuten lang durch den Mund athmen, in Sinnen verloren auf die Karte. Zorn stieg in ihm auf so bedrückt war seine Brust. gegen das Stüd Papier, Hafsender Zorn, mit dem sich ein Er begann über die Möglichkeit der Sache zu philo onderbar unbehagliches Gefühl vereinte. Wie dumm war sophiren:" Sollte ich etwa Furcht haben? doch die ganze Geschichte! Er nahm eine Nagelscheere, die Nein, nein, er hatte keine Furcht, konnte keine haben, Es fiel ihm ein, daß er Feuer machen könnte. Er auf dem Tisch humlag, und ftach sie mitten in den ge- denn er hatte sich ja entschlossen, die Angelegenheit zu Ende schürte es langsam an und wagte nicht, sich umzuwenden. bruckten Namen hinein, als wenn er so einen erdolchen zu führen, er hatte ja ben festen Willen, sich zu schlagen Wenn er etwas anfaffen wollte, zitterten seine Hände leicht und nicht zu zittern. Aber er fühlte sich so mächtig auf in nervösem Schauer. Sein Kopf war wüst. Seine Ge geregt, daß er sich die Frage vorlegte: Rann man nicht danken jagten sich, rissen ab, verwirrten sich; es war ein schmerzhafter Zustand. Sein Geist war benommen, als wenn auch wider Willen Furcht haben?" diese Unsicherheit er getrunken hätte. wollte. Er sollte sich also schlagen, sich mit ihm schießen? Warum hatte er ihn nicht lieber auf Degen fordern lassen. Da Wäre er mit einem Stich in den Arin oder in die Hand Und er wurde diesen Gedanken, und Es 9 Schußgefeh- Bestimmungen so, wie es die politischen Freunde[ ginnen, daß das stehende Heer mit seinen Berufsoffizieren geboten, in Anlehnung an diefe bewährten Grundsäge zu ben Buhl's, die Textilbarone Süddeutschlands und die Schlot- und den auf die Dauer unerträglichen Lasten, welche es den wesentlichen Aufgaben der Gegenwart in nachstehendem Programm junter in Rheinland- Westfalen wünschen. Nicht überall Völkern auferlegt, nicht mehr die Form sei, durch welche Stellung zu nehmen: 1. Wir wollen die Erhaltung und Kräftigung der chriftlichen bleiben die Schußbestimmungen auf dem Papiere stehen, die Wehrhaftigkeit der Völker und der Schutz der Grenzen Lebensanschauung in Volt und Staat und erachten ihre praktische sondern es find mehr oder minder schüchterne Versuche ge- für die Zukunft am besten gesichert sei. Bethätigung in der Gesetzgebung für die unerläßliche Grundlage macht worden, sie in die Praxis einzuführen. Deshalb die hat lange gedauert bis die zweijährige jeder gefunden Entwickelung. Staat und Kirche sind von Gott verordnete Einrichtungen; Entrüstung des Vertreters des durch Besiz und Bildung Dienstzeit auch auf den Bundesraths Bänken ihre Vertheidiger fand es maßgebenden Bürgerthums". wird nicht so lange dauern ein Zusammenwirten beider ist die nothwendige Vorbedingung das ber Milizfyftem Schweiz wird als zur Gesundung unseres Boltslebens. Wir erkennen einerseits dem Staate bas Recht au, kraft seiner das einzig mögliche und zweckentsprechende Vertheidigungssystem ber Kulturvölker afzeptirt werden müssen. Läßt die Souveränetät, fein Verhältniß zur Kirche zu ordnen; andererseits wollen wir feinen Gewissenszwang und deshalb kein lebergreifen ungeheuere Verantwortung, welche heute mit einer Kriegs- der staatlichen Gesetzgebung auf das Gebiet des inneren firchlichen erklärung verknüpft ist, es ausgeschlossen erscheinen, daß um Lebens. In diesem Sinne werden wir auch für das gute Recht Fürstenlaunen willen die Bölker in einen Krieg gehegt der evangelischen Kirche auf selbständige Regelung ihrer inneren werden, so wird die übermächtige amerikanische Konkurrenz Einrichtungen eintreten, die europäischen Völker einfach dazu zwingen, von der blödsinnigen Vergeudung von Geld und Arbeitskraft, wie sie heute durch den Militarismus getrieben wird, abzulassen. Treffend führte dies alles Liebknecht aus, und der Chor der Landräthe schwieg, so sehr stand das Haus unter dem Eindruck der Wahrheit deffen, was der. Redner vortrug. Arbeiterschutz- Bestimmungen auf dem Papier, das laffen fich die Hammacher, Buhl und Baare zur Noth noch gefallen. Sozialreform auch auf dem Gebiete des ArbeiterSchutzes, das gehört heut zu Tage zur Mode, und soweit die Bestimmungen nur in den Gesez- Sammlungen figuriren, geben auch die liberalen Herren Fabrikanten ihren Segen dazu. Sollen diese Schutzbestimmungen aber und seien fie auch so minimal wie bei uns in der Praxis durch geführt werden, dann bäumt sich die Profitmouth auf und im Namen der bedrängten Jndustrie und der armen Arbeiter warnt Herr Buhl vor der überſtürzten Durchführung der gefeßlichen Bestimmungen. Hätte es noch eines Beweises bedurft, wie sehr die Profitgier jede edlere Regung erstickt, die Ausführungen des Herrn Buhl gegen die Intraftsetzung der paar Arbeiterschutz- Bestimmungen hätten ihn erbracht. Was es mit Buhr's und feiner Freunde Gegnerschaft gegen die Militärforderungen auf sich hat, zeigte Caprivi's Dank für die wohlwollende Kritik". Schade, daß die nationalliberalen Ja- Nicker nicht zahlreich genug sind, um im Bunde mit den Konservativen eine Majorität zu liefern. Wäre dies der Fall, dann wäre die geplante Vermehrung der Gut und Blutsteuer heute schon unter Dach und Fach. Bei der numerischen Bedeutungs losigkeit der Nationalliberalen ist aber eine Majorität ohne das Zentrum nicht zu haben, und der Preis für die Herren der Mitte scheint immer noch nicht gefunden zu fein. Die tonfeffionelle christliche Boltsschule erachten wir für die Grundlage der Voltserziehung und für die wichtigste Bürgschaft gegen die zunehmende Berwilberung der Massen und die fort schreitende Auflösung aller gesellschaftlichen Bande. Wir bekämpfen den vielfach sich vordrängenden und zer fehenden jüdischen Einfluß auf unser Bolfsleben. Wir verlangen für das christliche Bolf eine chriftliche Obrig Gegen den Schluß seiner Ausführungen tam Liebknecht teit und christliche Lehrer für chriftliche Schüler. Wir verwerfen die Ausschreitungen des Antisemitismus. noch auf die Emser Depesche und deren Fälschung zu sprechen. Unsere Leser sind über diese Angelegenheit in- 2. Wir wollen die für unser Vaterland gewonnene Gin formirt, und Neues konnte Liebknecht darüber natürlich heit auf dem Boden der Reichsverfassung im nationalen ausbauen. Wir wollen, daß innerEr gab nur eine hifto- Sinne stärken und auch nicht mehr vorbringen. rische Darstellung der sämmtlichen Borgänge und wies halb dieser Einheit die berechtigte Selbständigkeit und Wir wollen in Provinz, Kreis und Gemeinde eine Selbst nach, daß auch der von Caprivi verlesene Wortlaut der Eigenart der einzelnen Staaten und Stämme gewahrt werde. Depesche die Fälschung enthalte. verwaltung erhalten, gegründet nicht auf das allgemeine Wahlrecht, sondern auf die natürlichen Gruppen und organischen Gliederungen des Boltes. In früheren Jahren wäre der Redner von der Tribüne heruntergeschrieen worden, heute drängten sich die Abge ordneten um die Tribüne, aber fein Laut künstlicher Ente rüstung, wie sie sonst an der Tagesordnung war, wurde hörbar. Angesichts der Alternative: entweder den Reichsfanzler Bismarck der Lüge zu bezichtigen, oder die Fälschung der Depesche zuzugeben, ziehen es selbst unsere heißblütigsten Patrioten" vor, fich in Schweigen zu hüllen. " 1 8. Wir wollen die Monarchie von Gottes Gnaden unan getastet erhalten wissen und bekämpfen, bei gefeßlich gesicherter bürgerlicher Freiheit für Alle und bei wirksamer Betheiligung der Nation an der Gesetzgebung, jeden Versuch, die Monarchie zu Gunsten eines parlamentarischen Regiments zu beschränken. Um den Eindruck der Liebknecht'schen Rede abzuschwächen, 4. Wir tönnen nur eine solche Weiterbildung unseres öffent schickten die Konservativen den Dr. von Frege vor. Warum lichen und privaten Rechts als segensreich anerkennen, welche, man nicht den Abgeordneten Dr. Mehnert in die Bresche auf realen und geschichtlich gegebenen Grundlagen fußend, den Bedürfnissen der Gegenwart gerecht wird und damit die Stetig sandte, wenn man nichts anderes zu erwidern wußte, wie feit unserer gesammten politischen, sozialen und geistigen Entwickelung sichert. Das Haus vertagte sich nach Frege's Rede und werden morgen die Vertreter der kleinen Fraktionen, Volkspartei, Polen, Welfen und Elfäffer zu Worte kommen. Wenn geftern die Richter'sche Rede, so brachte heute ber Vortrag Liebknecht's die bedeutendste Leistung des Tages. Hatte Richter die Militärvorlage und deren Begründung durch den Reichskanzler zum Zielpunkt feines Angriffs gemacht, so wandte Liebknecht seine Aufmerksamkeit mehr der allgemeinen politischen und wirthschaftlichen Lage zu. Redner Clownspäßchen, wissen wir nicht. Dr. v. Frege ist wenigstens erflärte eingangs feiner Ausführungen, daß der Pump und als Agrarier ernst zu nehmen und wäre deshalb sein Fraktionsdas Defizit die Signatur der Zeit seien. Er zeigte dann genoffe, der Abgeordnete für Döbeln, für die Aufgabe, Liebknecht durch Anführung der entsprechenden Zahlen das ungeheuere mit sächsischen Mätzchen zu antworten, viel mehr am Blaze Anwachsen der Staatsschulden und wie dieselben jest auss gewesen, wie der Gutsbesitzer von Altnaundorf. schließlich die Folge unserer Rüstungen und des immer mehr überwuchernden Militarismus seien. Trefflich führte der Redner seinen Borredner Buhl ab, der das legthin von der Kölnischen Zeitung" versuchte Taschenspieler- Kunststück Die Militärvorlage soll, wie heute im Foner des auf die Tribüne brachte, wonach die Ergebnisse der sächsischen Steuereinschägung ein Anwachsen des Mittelstandes beweisen Reichstags erzählt wurde, erst am Freitag nächster Woche sollten. Liebknecht konnte dem Kölner Humbug eine das zur ersten Lesung gelangen. Am 16. Dezember geht der genaue Gegentheil konstatirende Auslassung der offiziellen Reichstag in die Weihnachtsferien, sodaß die Kommissions berathung erst nach Neujahr beginnen kann. Nach BeenLeipziger Zeitung" entgegen halten. Der Rechten waren ersichtlich die Ausführungen über digung, der Etatsberathung werden am 3., 5. und 6. De die Ursachen des Antisemitismus und dessen tiefere sozial- zember die ersten Berathungen über die lex Heinze, das politische Bedeutung sehr unbequem. So lange fich das Auswanderungsgesetz u. dergl. folgen. Am Mittwoch, den Sepp Sepp gebrauchen ließ zur Be- und Verdrängung der 7. Dezember, follen die Initiativanträge über Justisfachen Liberalen in den städtischen Kreisen, so lange war der Anti- auf die Tagesordnung gelangen. semitismus den Herren von der Rechten ein willkommener Bundesgenosse; aber jetzt, wo sich der Musterboden der preußischen Rernregimenter als ergiebigftes Feld für antisemitischen Nadau erweist und wo die Tagelöhner und Bauern des Ostens den Ahlwardt dem von Waldow vorziehen, jegt fängt die Sache den verschämten Judenhezern an unbequem zu werden. Aber der Ahlwardt fizt den Herren der Rechten im Pelz, wie Liebknecht treffend erklärte, und sie werden denselben so leichten Kaufs nicht los. Die Phrase, daß die jetzige Militärvorlage die Verwirk lichung des Scharnhorst'schen Gedankens der Einführung einer allgemeinen Boltswehr sei, wies der Redner zurück und zeigte 24 an dem Beispiel der Schweiz, was ein Boltsheer sei und welche 25 Vorzüge es gegenüber den stegenden Heeren und dem Institut 26 der Berufssoldaten habe. Als immerhin beachtenswerth 27 darf es wohl hervorgehoben werden, daß auch diese Aus- 28 führungen des Redners mit großer Aufmerksamkeit ange: 29 hört wurden und daß das sonst übliche Gewieher der Rechten, 30 wenn einer der Unseren auf militärische Dinge zu sprechen 31 tommt, dieses Mal unterblieb. Es scheint eben doch bis 82 weit in die Rechte hinein darüber zu dämmern zu be- 33 Worauf die Verjüngung" der Armee hinausläuft, welche die neue Militärvorlage beabsichtigen soll, beleuchtet die Kreuzzeitung", indem sie folgende Ver jüngungs- Sfala", zusammengestellt für Radres von 600 Mann, ohne Abgänge, aufstellt: Es würde solch ein Kadre jährlich entlassen an aus gebildeten Mannschaften: im Alter von 22 Jahren 23 u. darunter bei bet jegiger Dienstzeit 2jähriger Dienstzeit 250 Mann 300 Mann 500 600 e " 750 900 " 著 1000 1200 群 1250 1500 89 2 1500 1800 " " 1750 2100 29 19 2000 2250 2500 2400 " R # 2700 11 3000 . 2750 3300 " " B000 3600 29 29 84 3250 3900 91 標 群 85 3500 4200 ich anfangen? Was soll ich anfangen?" Und fortwährend sprach er vor sich hin:" Was soll 86 #P 29 3750 4500 " 37 4000 88 " " 4250 糖 39. 4500 97 " Er ging wieder im Zimmer auf und ab und wieder holte ganz mechanisch:" Ich muß energisch sein, sehr energisch." Dann fiel ihm ein:„ Ich will an meine Eltern schreiben, für den Fall, daß was passiren sollte." Verjüngung 1 Jahr Wir erwarten, daß das neue bürgerliche Gesetzbuch von deutsch- nationalem Rechtsbewußtsein getragen werde. 5. Für die gebotene Sparsamkeit bei allen öffentlichen Aus gaben in Reich und Staat treten wir ein zur Erhaltung der wirthschaftlichen Wohlfahrt und der Steuerkraft des Volkes. eine unerläßliche Bedingung für die Machtstellung der Nation 6. Wir sehen in der vollen Wehrkraft des deutschen Boltes und für die Erhaltung des Friedens. 7. Die maßvolle Fortführung einer gielbewußten Rolonial politit unter dem Schuße des Reiches werden wir unterstüßen. 8. Wir stehen auf dem Boden der allerhöchsten Botschaft vom 17. November 1881, welche die Grundsähe des praktischen Christenthums in der Gesetzgebung zur Geltung bringt. Die auf Grund dieser Botschaft erlaffenen Gefeße, betreffend die Einrichtung von Krankenkassen, die Versicherung gegen Unfall einfachung. und die Invaliditäts- und Altersversicherung bedürfen der Ver Wie wir für die Befferung der Lage der Arbeiter, unter er heblicher Belastung der Arbeitgeber, eingetreten sind, fo halten wir nach wie vor die Stärkung des Mittelstandes in Stadt und Land und die Beseitigung der Bevorzugungen des großen Geld tapitals für die dringendsten Aufgaben der Sozialpolitit. Wir fordern ein wirksames Einschreiten der Staatsgewalt gegen jede gemeinschädliche Erwerbsthätigkeit und gegen die verkehr. undeutsche Verlegung von Treu und Glauben im Geschäfts9. Wir erstreben eine Gestaltung der Erb- und Familien rechtes, welche die Erhaltung eines fräftigen Bauernstandes gewährleistet. Die Einführung einer awedentsprechenden Heimstätten- Befeh gebung für den fleineren Grundbesis und die Ueberführung der auf dem Grundbesitz lastenden Hypothekar- Verschuldung in zu amortifirende Rentenschuld erachten wir als wünschenswerth. 10. Für die Landwirthschaft, welche unter der Ungunst des Weltmarktes, der internationalen Währungsverhält nisse und der inneren wirthschaftlichen Entwickelung leidet, ist der bestehende Bollschus aufrecht zu erhalten, im weiteren aber ein ausreichender Bollschutz für die Zukunft anzubahnen; auch ist für die Umgestaltung der Gesetzgebung be treffend den Unterstüßungswohnsiz im Sinne ausgleichender 2 Jahre Gerechtigkeit Sorge zu tragen. 11. Für die Industrie ist der durch die Konkurrenz bes Auslandes bedingte Bollschuh aufrecht zu erhalten und, wo nöthig, zu verstärken. 12. Für das Handwerk erscheint vornehmlich die Einführung des Befähigungsnachweises, die Stärkung der Innungen und 3 Jahre Innungsverbände, die Begründung und Förderung genossenschaftlicher Vereinigungen geboten. Redlicher Handel und Gewerbebetrieb ist zu schützen durch Beschränkung und Beaufsichti gung des Haufirhandels und der Abzahlungsgeschäfte, fowie Man sieht, bemerkt die„ Kreuzzeitung" hierzu, daß die durch die Beseitigung der Wanderlager und der Wanderauftionen. ganze Verjüngung der Armee darin besteht, daß die 13. Die Börsengeschäfte sind durch eine Börsenordnung wirk Er setzte sich von neuem hin, zog ein paar Briefbogen jetzt 27jährigen Reservisten bann 26, die samer staatlicher Aufsicht zu unterstellen; insbesondere ist dem 33jährigen 31 und die 39jährigen Land- Mißbrauch des Zeitgeschäftes als Spielgeschäft, namentlich in hervor und schrieb: Lieber Papa und liebe Mama!" Aber diese Anrede kam ihn für eine so tragische Gewehrmänner durchschnittlich 36 Jahre alt den für die Voltsernährung wichtigen Artikeln, entgegenzu legenheit nicht feierlich genug war. Er zerriß den ersten wären, ein Resultat, welches mit den aufgewendeten Bogen und fing von frischem an:" Lieber Vater und liebe großen Kosten und Umwandlungen in keinem rechten Verhältniß stehen dürfte. Mutter! Bei Anbruch des Tages habe ich ein Duell zu bestehen, und da es immerhin möglich ist, daß..." Ein Grundsatz der nationalliberalen Partei sei es, Er wagte den Sah nicht zu vollenden und sprang vom in militärischen Dingen Konflikte mit der Regierung mögStuhle auf. lichst zu vermeiden, sagte der Generalsekretär der Partei, Völlig finnlos war er jegt. Er sollte ein Duell be- Herr Bazig, in der Generalversammlung des National stehen. Er konnte es nicht vermeiden. Was ging nur in liberalen Vereins" zu Leipzig. Er fritisirte die Militärthm vor. Er wollte sich doch schlagen. Er hatte es doch vorlage, zeigte, daß, wenn wir nach zwei Fronten Krieg beschlossen. Er hatte es doch ganz fest beschlossen. Und haben sollten, der Landwehrmann so wenig nach wie vor doch. doch am Ende war er nicht einmal im stande, der neuen Kriegsvorlage geschont werden würde und daß fich am verabredeten Orte einzufinden." wir ebenso wenig Garantie haben, einen Krieg, den wir mit Von Zeit zu Zeit flapperten seine Zähne im Munde 3 900 000 Mann verlieren, mit 4 400 000 Wann zu gemit leisem trockenem Geräusch; er fragte sich; hat winnen. Nach der Rede des Herrn Bazzig sollte nun eigentmein Gegner fich schon einmal geschlagen? Ift er lich die nationalliberale Partei gegen die Militär vorlage ein guter Pistolenschüße? Kennt man ihn dafür? Wer stimmen, aber da steht ihr der oben erwähnte Grandsaz mag er nur sein?" Den Namen hatte er noch nie erwähnen entgegen, fie fann gegenüber der Regierung, zumal in hören. Und doch mußte der Mann ein guter Pistolenschüße Militärfragen, nicht Nein sagen. sein; wäre er sonst so ohne Baudern, so ohne Widerrede mit der Wahl solch gefährlicher Waffe einverstanden Ein konservativer Parteitag soll, wie bereits mit. gewesen. getheilt, im ersten Drittel dieses Monats stattfinden, wenn Duroy stellte sich nun ihr Zusammentreffen vor, stellte nicht wieder il m ft ände" eintreten, welche die Bertagung sich vor, wie er und wie sein Gegner sich halten würden. deffelben rathsam erscheinen lassen. Der Vorstand des Er quälte fich damit ab, sich die geringsten Einzelheiten des Wahlvereins hat einen Programm- Entwurf für den ParteiDuells auszumalen; und plöglich sah er das kleine schwarze, tag aufgestellt. Die reaftionärsten Bestrebungen sucht der tiefe Loch des Pistolenrohrs vor sich, und eine Kugel flog selbe durch einen um so größeren Schwall unbestimmter heraus. und allgemeiner Nebensarten zu beden. Wir geben nach ( Fortsetzung folgt.) stehend den Wortlauf dieses Programm- Entwurfs: Die Deutsche Konservative Partei, unter Aufrecht erhaltung ihres Programms von 1876, hält es für treten. 14. Die Anhänger der Sozialdemokratie und des An archismus, deren vaterlandslose und auf den Uinsturz gerichtete Bestrebungen weite Kreise unferes Bolles gefährden, sind als Feinde der staatlichen Ordnung durch die Gesetzgebung zu kennzeichnen und demgemäß mit den Machtmitteln der Staatsgewalt zu bekämpfen. zutreten. 15. Einer gewiffenlosen Preffe, welche durch ihre Erzeugnisse Staat, Kirche und Gesellschaft untergräbt, ist nachdrücklich entgegen Hochhaltung von Christenthum, Monarchie und Vaterland, Schuß und Förderung jeder redlichen Arbeit, Wahrung berechtigter Autorität, das sind die obersten Grundfäße, welche die Deutsche Konservative Partei auf ihre Fahne geschrieben hat. Berlin, den 26. November 1892. die Der Vorstand des Wahlvereins der Deutschen Konservativen. Freiherr von Manteuffel- Kcossen. Der Reichstags- Abgeordnete Gutfleisch erklärt Meldung von seiner Mandatsniederlegung für un richtig. Dem Reichstag ist eine Denkschrift, betreffend die Vorbereitungen für die Betheiligung des Reiches an der Weltausstellung in Chicago zugegangen. Puttkamer- Spuk. Aus dem Graudenzer ,, Geselligen" macht eine Nachricht, die dieses Blatt von vertrauens werther" Seite erhalten haben will, die Runde durch die Presse. Herr von Puttkamer soll eine Audienz beim Kaiser gehabt haben, in welcher die Möglichkeit einer Ministerkrisis besprochen sein soll. Daß Herr v. Buttkamer den von Herrn b. br et A ta SI ta eis 飲 To C. St 25 C v. Caprivi verfahrenen Wagen ber Politik auf glatte Bahn| Gefellenverein brachten auf ihre gemeinsame gifte nur 184 Stimmen| fernere Griftens troß der Ausweisung sichern, und aus diesem bringen soll, diese Annahme ist beinahe ebenso fühn, als es zusammen. Bei der Gewerbegerichtswahl in Lehe wurde ber von Grunde beschäftigt sie ihn jetzt in einer Weise, die ihn befähigen etwa die Mittheilung sein dürfte, daß Eugen Richter und der Arbeiterpartei aufgestellte Kandidat mit bedeutender Mehrheit würde, bei ihren auswärtigen Unternehmungen als Monteur feinen und seiner Familie Lebensunterhalt zu verdienen." Ahlwardt als Staatssekretäre des Reichskanzlers v. Putt- gewählt. Tamer berufen worden wären. Hiesige Blätter laffen bereits Miquel den Wunsch der Berufung Puttkamer's zum Reichs tanzler hegen. Versammlungen. Von der Agitation. Gute Aufnahme, selbst bet den beffer fituirten Landwirthen, fanden Magdeburger Parteigenoffen, welche am vergangenen Sonntag 5000 Exemplare eines Flugblattes, betitelt:" Die Sozialdemokraten kommen!" im Kreise Die Militärboften in den Höfen der Gefängnisse mer- angleben und zwar in folgenden Dörfern verbreiteten: Dodenben der Kreuz- Beitung" zufolge vom 1. Januar t. J. ab dorf, Sohlen, Beyendorf, Osterweddingen, Sülldorf, LangenDer Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und eingezogen. Dafür werden die Gefangenenaufseher zum weddingen, Altenweddingen, Bahrendorf, Stemmern, Kl. Rodens- Umgegend hielt am 20. November seine Monatsversammlung in Theil mit Revolvern ausgerüstet. leben, Domersleben, Gr. Wangleben, Schwaneberg, Unseburg, den Arminhallen, Kommandantenstraße, ab. Der angekündigte BorEtgersleben, Wefieregeln, Bleckendorf, Schleibnit, Tarthun, Wol- trag fonnte leider nicht stattfinden, da der Referent, Genoffe Strißmirsleben. In der Magdeburger Boltsstimme" veröffentlichen die kowsky, aus unbekannten Gründen nicht erschienen war. Ein Flugblattvertheiler einige Beispiele der jammervollen Verhältnisse, Antrag, die nächste Sitzung des Abends mit danach folgendem unter welchen viele Sandarbeiter leben müssen. Es heißt da u. A.: geselligen Beifammensein nebst Tanz abzuhalten, wurde mit Am 30. Oftober wurde Genoffe Pfänd in Nürnberg ver- Sehr groß ist das Glend, welches sich sehr oft unseren Augen großer Majorität angenommen. Mit einem Hoch auf den Parteihaftet und demselben eröffnet, daß er vom Amtsgericht Begnis bei dem Gintritt in die Hütten dieses ärmsten Proletariats dar- tag schloß die Versammlung. Zur Behandlung von Untersuchungs- Gefangenen in Bayern theilt die Fränkische Tagespost" folgendes Vortommnis mit: " werde. Ohne seine Familie benachrichtigen zu dürfen, wurde auch nur mit einem niedrigen Fenster verfehen, deren Scheiben N wegen Bergebens wider die Religion steckbrieflich verfolgt bot. Man dente sich einen mittelgroßen Raum mit zwei, oft In der ordentlichen Generalversammlung des Ver er am anderen Tage gefeffelt, wie einer der gefährlichsten Ver- oft bis zur Hälfte mit alten Glasscherben reparirt, oder mit bandes der Möbelpolirer Berlins and limgegend vom brecher, mit Gendarmeriebegleitung durch die Stadt nach dem Papier und Lumpen verstopft sind, naffe Wände, schlecht 21. November wurde das revidirte Statut nach den Aenderungen Bahnhofe transportirt und an das Landgerichts- Gefängniß schließende Thüren, oftmals ohne Schlöffer, nur mit einer Klinte der hierzu gewählten Kommission angenommen. Der monatliche Bayreuth abgeliefert; nicht einmal im Eisenbahnwagen wurden versehen, einen schlecht brennenden, aus alten Baciteinen ge- Beitrag beträgt jetzt 40 Pf. Der nächsten Bersammlung wird das dem Manne die Feffeln abgenommen. Nach drei Tagen bauten Ofen und Fragmente von Fußboden. Von Mobliar er Statut gedruckt vorliegen. Desgleichen werden den Zahlstellen waren noch die Spuren, welche die Schließkette an den Hand- blickten wir: einen alten, oft kaum richtig stehenden Tisch, einige Statuten ausgehändigt. Dem Kollegen Gräber, welcher in einer gelenten zurückgelassen, erkennbar. Und welchen Verbrechens Ueberreste von Stühlen und einige alte Bettstellen( Schlaf- und Versammlung die Mißstände in seiner Arbeitsstätte geschildert hatte sich dieser Missethäter schuldig gemacht? Er war Wohnraum sind in den meisten Fällen zufammen). Als Staffage batte und darauf gemaßregelt worden ist, wurde eine Unterbeschuldigt, eine religionsfeindliche" Druckschrift: Die zu diesem Bilde des Glends fand sich in mehreren Fällen eine ftügung zugebilligt, ebenso dem Kollegen Fähse. Die außerordentliche Generalversammlung des Fach Bibel in der Westentasche" verbreitet zu haben. Deswegen in Sumpen gehüllte Familie, welche ihr äußerst frugales wurde er bis zum 23. November, also 25 Tage, in Unter- Mittagsbrot verzehrte. In einer anderen Behausung, die vereins der Tischler vom 27. November beschäftigte sich mit fuchungshaft gehalten, um schließlich außer Berfolgung ge- der eben geschilderten so ähnlich fab, wie ein Gi dem andern, der Tagesordnung: Stellungnahme zum Anschluß an den Verfekt zu werden. Der geängstigten Frau wurde der Grund der hing die ganze naffe Leibwäsche, welche die Sausfrau am band". Der Kollege Roblenzer unterbreitete der Versamm Berhaftung verschwiegen und auch dem Manne die größten Mittagmahl, nur hatte die sorgsame Hausfrau heute, ba es Berlin vom deutschen Tischlerverband. Nach dem Beschluß ist Sonntagmorgen gewaschen hatte. Die Familie faß auch beim lung den Beschluß der lehten Generalversammlung der Bahlstelle Schwierigkeiten im Briefverkehr mit seiner Familie bereitet; Schreibmaterial erhielt er überhaupt erst nach Verlauf von Sonntag war, als einen Leckerbissen Kartoffelsalat mit Effig, die von uns im Frühjahr gestellte Resolution vom Verbande an acht Zagen. Der an die Frau gerichtete erste Brief wurde Salz und Wasser hergerichtet und man fab es ben armen Kindern genommen worden, mit dem Zusatze, daß der Zahlstelle die nicht befördert, sondern zu den Aften genommen, weil Bfänd an, daß fie feine Kost verachten und nicht verwöhnt waren. Hälfte des Vereinsvermögens zu überweisen ist. Koblenzer führte darin feiner Frau den Grund der Verhaftung mitthe; erst nach den Mittheilungen, welche mir die Frau machte, verdiene aus, daß wir dadurch in die Lage geseht find, die Berhandnach Verlauf von weiteren acht Tagen gelang es, einen Brief ihr Mann täglich 1,50 M. bei 14stündiger Arbeitszeit als Tage- lungen wieder aufzunehmen und daß es nun aber auch nothan die Familie zu befördern. Als der Mann schließlich auslöhner. Im Sommer müsse auch fie, fo lange es Arbeit giebt, wendig sei, zu einem Beschluß zu kommen, um endlich den Zant der Haft entlassen wurde, war er vollständig mittellos und mit zugreifen und verdiene bann bei 10ftündiger Arbeitszeit I M., und Streit um Form und Namen der Organisation aus der Welt und Streit um Form und Namen der Organisation aus der Welt besaß feine Legitimation. Der Herr Staatsanwalt, den Pfänd doch im Winter könnte sie nur ab und zu ein paar Groschen zu schaffen. Nur durch die Verschmelzung beider Organisationen um Hilfe anging, war so gütig, demselben einen Vorweis aus mitverdienen, denn sie hätte dann genug zu flicken, was im Damm entgegensetzen. Eine rege Distuffton folgte diesen Auszustellen, worauf ihm vom Stadtmagistrat Bayreuth 50 Bf. als Sommer abgeriffen wurde; Fleischkost fonnten sie fich höchst au einem großen Ganzen tönnten wir unsern Ausbeutern einen Armenunterstügung eusgehändigt wurden. Mit diesem Reise- felten gewähren, und statt Butter gelte für ihren Mann das führungen. Da der Verein mit einem geringen Beitrag als geld mußte Pfänd den Weg von Bayreuth nach Nürnberg Schmals, wovon sie alle Wochen 1 Pfund taufe, das die ganze Wachtposten weiter bestehen soll, so wandten sich einige Bedner Woche hinreichen müßte, Sie selbst und die Kinder müßten fich zurücklegen, wo er völlig erschöpft bei seiner Familie an mit Del oder Syrup auf dem Brote begnügen, auch fehlte gegen diesen Beitrag mit der Begründung, daß die Mitglieder langte." dann vom Lokalverein fernbleiben würden. Einige Redner öfter beides. Auch fie schloß mit der an mich gerichteten wandten sich gegen die Dittatur, die nach ihrer AnVerbande Panama Untersuchungskommiffion. Der Schreib. Frage: Wozu leben wir armen Menschen eigentlich auf der ficht vom gegen die Lokal Organisationen Winkler geübt wird. tabelte das Verhalten bes Sachverständige Flory, der die Bücher der Panama- Gesell- Belt?" schaft geprüft hat, weigerte sich, Aussagen zu machen, indem Fachvereins zu dem 1890 geplanten Streit. 1800 organisirte In Schweningen fand am 27. November eine Delegirten Kollegen hätten vergebens auf das Eintreten des Fachvereins in er fich hinter das ihm obliegende Geschäftsgeheimniß ver- tonferenz der Sozialdemokratie des 11. badischen Reichstags- den Streit gewartet, deshalb sei auch die Organisation so schanzte. Die Kommission vernahm sodann den Vorgänger Wahlkreises statt, auf welcher die Orte Edingen, Friedrichsfeld, zurückgegangen. Der Kollege Glo de entgegnete auf diese AusFlory's, Rossignol, welcher bestätigte, daß Reinach von der Hockenheim, Ilvesheim, Käferthal Ladenburg, Sandhosen, führungen, daß, wenn eine Organisation lampffähig und schlag= Banama- Gesellschaft 9 Millionen Frants einkaffirt habe, Nectarau, Oftersheim, Schwetzingen, Seaenheim, Mannheim und fertig sein solle, fie von Disziplin beherrscht werden müsse. Ge die Summe sei in den Büchern der Gesellschaft eingetragen, Weinheim durch 21 Abgesandte vertreten waren. Die Konferens fei dies nicht gleichbedeutend mit Diktatur; man lönne aber auch jedoch ohne Begründung. Rossignol gab Einzelheiten über erklärte sich für regere Verbreitung der sozialdemokratischen nicht jedem Einzelnen Rechnung tragen, sonst wäre eine Zerdie durch die Panama Gesellschaft an jedes Journal zur wirthschaftlichen Krisis zu wünschen übrig läßt, ein flotteres ben Organisationen gegenüber eine abwartende Stellung ein Literatur, damit unsere Bewegung, die hier und da infolge der splitterung die Folge. Sowie nun die unorganisirten Kollegen Bertheilung gekommenen Summen; die unter der Bezeich Tempo annehme. Auch der Gründung von Bibliotheken feilens nehmen, weil sie meinen, nicht eher einer Organisation beitreten nung Kosten für Veröffentlichung" ausgegebenen Summen der einzelnen Wahlvereine wurde das Wort geredet. au fönnen, bis diese selber erst Frieden mit den Kollegen habe, überstiegen 20 Millionen Franks. Rossignol erklärte im Verlaufe seiner Vernehmung, er habe unter den Die Wurzener Sozialdemokratie beschloß in ihrer fo nähmen auch die absolut auf dem Boden der Lokal organisation Stehenden eine abwartende Stellung ein, Namen feine politisch bekanntere Persönlichkeit gefunden. letzten Bersammlung die Gründung eines Wahlverein 3 für wenn sie verlangen, der Verband solle erft etwas leisten. Der Direktor eines Spekulationshauses, Thierrée, deponirte den 11. fächsischen Reichstags Wahlkreis und sprach über das Auch im Verband hätten wir das Recht, gegen vorhandene Reichstagswahlkreis vor der Kommission, da Reinach bei der Bank von Austneifen des Redakteurs Breuer ihre Mißbilligung aus, Handeln kommen wir zum Ziel, nicht durch Abwarten. Frankreich 3 900 000 Franks für Rechnung des Hauses weil durch derartige Handlungen andere Barteigenossen geschädigt Mängel Stellung zu nehmen und sie zu beseitigen. Nur burch eingezahlt habe, so habe diese 27 Checks von Reinach ein Beifall der Versammlung bezeugte, daß dieselbe mit diesen Ausgelöst. Thierrée weigerte sich, die Namen der Empfänger zu Die Unabhängigen" sind doch unübertrumpfbare Konführungen einverstanden war. Kollege Coblenzer wies nun nach, nennen; drei Mitglieder der Kommission begleiteten infolge fuftionsräthe. In einer Versammlung zu Schöne bed exllärte, baß uns der nicht ausgeführte Streit so viel nicht gekostet habe, dessen Thierrée in sein Geschäftslokal, um die betreffenden nach der Magdeburger Boltsstimme", der„ Unabhängige" Nigau aber ein verlorener Streit würde schließlich die ganze Organisation Er führte weiter aus, daß diejenigen, die so Checkabschnitte einzusehen. betreffs der Militärvorlage, man muffe der Regierung alles be zerstört haben. Die Kommission wird mehrere ihrer Mitglieder an den willigen, unbefümmert darum, ob Tausende dabei zu Grunde lange Interesse für den Berein hatten, es auch fernerhin haben Gouverneur der Bank von Frankreich entfenden, um den gingen; es wäre dies ein Weg, der schneller zum Ziele führe. würden, wenn es gelte, für die Pf. monatlichen Beitrag ihr felben zu ersuchen, der Kommission die Namen der Signatare baß er zu einer solchen Zappalie, wie ber Militärvorlage, über wurde hierauf gegen 4 Stimmen angenommen: Ein anderer„ Unabhängiger" Stamens 2 auben meinte dagegen, Gigenthumsrecht am Verein zu wahren. Nachstehender Antrag ber 27 Checks bekannt zu geben. Charles Lesseps weigert haupt nicht spreche und daß eine Partet, welche fich- bamit beschlossen hat, die im Frühjahre vom Fachverein der Tischler ge" Da die Zahlstelle Berlin des deutschen Tischlerverbandes be fich, vor der Panamafommission zu erscheinen. fasse, bis in den Grund torrumpirt" fei. Die Knaben Die Profefforen Brouardel, Bordas, Descant und sprechen in puncto unfreiwilligen Humors jedenfalls noch Großestellte Resolution anzunehmen, wenn die Hälfte des Vereinsvermögens der Bahlstelle überwiesen wird, beschließt die außer Laugnier reisen mit dem Kommissar Clement und einem Photographen nach Beauvais ab, zur Ausgrabung, Veri- Todtenliste der Partei. In Gräfenthal i. Thür ordentliche Generalversammlung des Fachvereins der Tischler, fikation und Obduktion der Leiche Baron Reinachs. starb der Formen Expedient( Porzellanfabrik- Arbeiter) August diesen Beschluß anzuerkennen. Zur Durchführung desselben sind Großmann am 29. v. Mts. an der Proletarierkrankheit; er der Babiftelle 2000 m. zu überweisen. Der Arbeitsnachweis des Die Auslieferung des Anarchisten François war ein rühriger und treuer Kämpfer vor, während und nach Fachvereins der Tischler geht mit dem 1. Februar em. Das zum ( Francis) ist von dem obersten Gerichtshof Englands dem Sozialistengesetz und fungirte als Vertrauensmann für den Führen des Arbeitsnachweises nothwendige Inventar wird einem für gefeßlich erklärt worden, und wird demgemäß sofort Bezirk Gräfenthal( Meiningen. II). erfolgen. So wäre es den Gömern der Herren Ravachol und Kompagnie glücklich gelungen, das englische Asylrecht zu Durchlöchern. Fürst Krapotkin, der die Denkschrift gegen die Auslieferung verfaßte, begreift vielleicht jetzt, welchen Nugen die Dynamittaktit hat für die Feinde des Proletariats und der sozialen Revolution. 15 Parteinachrichten. Ihre Zustimmung zu den Beschlüssen des Berliner Parteitages erflärten weiter die Parteigen offen in Grefeld, Celle, Wurzen, Deffau, Offenbach, Mains, Bridau. werden können. Polizeiliches, Gerichtliches ze. 22 Der von der Generalversammlung zu bestimmenden Kollegen überwiefen mit dem Auftrage, daffelbe dem zu wählenden Arbeitsvermittler des Verbandes lethweise zur Verfügung zu stellen, In Braunschweig waren dieser Tage während der sowie das Eigenthumsrecht an dem Inventar zu wahren. Die im„ Odeon abgehaltenen Bolfsversammlung in einem Neben: Bibliothet tönnen alle organisirten Kollegen Berlins benußen, raum des Saales fünf mit Revolvern bewaffnete Polizei fofern sie sich der Bibliothekordnung des Fachvereins unterwerfen. Die noch schwebenden Prozesse werden vom Fachverein zu Ende beamte postirt. Die amtliche Braunschweigische Landeszeitung" Die noch schwebenden Prozesse werden vom Fachverein zu Ende bringt es natürlich fertig, diefe überflüssige Maßregel für noth- geführt." Ein Antrag, daß alle Kollegen bis zuin 1. Januar überwendig zu erklären, eine andere, gleichfalls gegnerische Zeitung, das Braunschweiger Tageblatt", bemerkt dagegen: daß alle die getreten fein sollen, wurde ebenfalls angenommen. Desgleichen Maßregelungen", wie Versammlungsauflösungen, Bortragsver: wurden die Statutenänderungen gutgeheißen. Es wurde dann bote, Ausweisungen u. f. w., welche in letzter Beit polizeilicher Kollege Roblenzer gewählt, um das auf den Arbeitsnachweis Befeits gegen die Arbeiter in Szene gefegt wurden, denn doch gar zügliche auszuführen. Nach em Kollege Wiedemann noch auf das zu fchneidig" waren. Wir billigen es durchaus, wenn die Be Weihnachtsvergnügen aufmerksam gemacht und denjenigen hörde da, wo Gesezwidrigkeiten oder gar grobe Ausschreitungen für einen Berleumber erklärt hatte, der behauptet habe, auf dem vorkommen, mit fefter Hand eingreift und ihre Autorität wahrt, Arbeitsnachweis feien Möbelausstellungs- Billets für 35 Pf. veraber Maßregelungen", von benen auch nur mit einem Schein tauft worden, erfolgte Schluß der Bersammlung. von Recht in Arbeiterfreisen behauptet wird, daß sie kleinlich, Schmargendorf. In der vorigen Woche fand hier im chifanos oder gar provotant erscheinen, und durch welche nur Schüßenhause eine Boltsversammlung statt, in welcher Herr Protestversammlungen gegen die Militärvorlage sind böses Blut in der Arbeiterschaft erregt wird, werden fich in der Robert Wolf über das Thema: Borwürfe, Ginwendungen ferner abgehalten worden in 3ggelheim( Ref. Suber: Bürgerschaft Braunschweigs, die doch auch bestrebt sein muß, und Anklagen der Bourgeoisie gegen die Sozialdemokratie" Ludwigshafen), Grefeld( Ref. Buth- Solingen),& ift- Buch mit der Arbeiterschaft möglichst im Frieden zu leben, nun und Aus demselben bezug auf die Biele der Sozialdemokratie von Kasernenstaat, 2018( Ref. Paul- Hannover), Pößned( Ref. Reißhaus- nimmermehr Beifalls zu erfreuen haben." Aus demselben referirte. Der Vortragende wies die Angriffe der Gegner, die in Erfurt), Seligenstadt und Klein- Steinheim in Heffen glücklichen Ländchen wird noch folgendes heitere Vorkommniß Abschaffung des Eigenthums, freter Liebe" u. f. w. fafeln, da ( Ref. Galm), Langenwehendorf( Ref. Leven- Gera), gemeldet: In Münchehof a.. sollte Wezel- Seesen Be durch zurück, daß er die Eigenthumsverhältnisse, die„ Heiligkeit" Flörsheim a. M.( Ref. Brühne), Lindenhof Mann richt über den Berliner Parteitag erstatten und Stegmann- der Ehe in den Kreisen der Bourgeoiste, sowie andere Gins eim( Ref. Weiß), Pantow bei Berlin( Ref. Seifert- 3widau), Braunschweig über die Militärvorlage referiren. Der Herr Ortsrichtungen der heutigen Gesellschaft einer treffenden Kritik unterLangwarden und Burhave( Ref. Paul Hug Bant). vorsteher versagte aber die Bescheinigung über die Anmeldung der Bersammlung mit dem Bemerken, unfere Genossen sollten 80g und ihnen die idealen Forderungen der Sozialdemokratic Gemeindewahlen. Bei der Ergänzungswahl in Heusen sich an die Streisdirektion wenden, er feinerseits hielte zahlreich besucht war, gab ihre Zustimmung durch lebhaften er feinerseits hielte gegenüberstellte. Die Versammlung, welche auch von Frauen tamm( Seffen) wurden die bisherigen von der Arbeiterpartei eine solche Versammlung nicht für nöthig, wir follten diese den Beifall zu erkennen.- Hierauf erstattete der bisherige Veraufgestellten Gemeinderathsmitglieder mit 157-161 Stimmen Städten überlassen. Auf die sofort an die Kreisdirektion in trauensmann Genosse Peters Bericht über seine Thätigkeit; wiedergewählt. Die Gegner brachten es im Maximum auf nur Gandersheim abgesandte Beschwerde kam die Antwort, daß der derselbe wurde als solcher wiedergewählt. Zu Revisoren wählte Ortsvorsteher angewiesen sei, die Versammlung zu bescheinigen, die Versammlung W. Geride, Janette und Schabelt. In Aten a. d. E. gelang es einen unserer Kandidaten wenn sie ordnungsmäßig angemeldet wäre. Doch auch jetzt noch In die Lokalkommission wurde P. Werner wieder- und durchzubringen. hatten unfere Genossen die Rechnung ohne den Ortsvorsteher ge-. Abraham und A. Wernicke neugewählt. Bei der Gemeinderathswahl in Pforten( Reuß j. 2.) erzielte macht; dieser untersagte die Verfammlung wegen einer nicht volls bie sozialdemokratische Liste 54-90, die der„ Ordnungs" parteien giltigen Unterschrift noch in lehter Stunde. Die Frift, welche nur 48-52 Stimmen. Die Wahlbetheiligung war sehr start. dem aus Braunschweig ausgewiesenen, aus Desterreich gebürtigen Bon 126 Stimmberechtigten famen 111 zur Urne. In Stodels: Parteigenoffen J. Kerl zum Verlaffen Deutschlands gestellt dorf( Fürstenthum Lübeck) fiegten die Kandidaten der Sozial- war, ist um einen Monat verlängert worden, nachdem die bemokratie. 97 Stimmen. Briefkaffen der Redaktion. Leitung der Luther'schen Fabrit oder eine derselben nahestehende$. K. 52. Der Musiklehrer braucht seine Lehrlinge, wenn Bersönlichkeit sich für den ausgewiefenen, feit 13 Jahren als Vor- die Vergütung ausschließlich in der Gewährung von Logis und Bei der Gewerbegerichtswahl in Wiesbaden errang arbeiter in dieser Fabrik beschäftigt gewesenen Genossen beim Koft besteht, weder zur Krankenkasse anzumelden noch für diebie Sozialdemokratie in der Klasse der Arbeitervertreter einen Ministerium verwandt hatte. Wenn die Fristverlängerung nicht, felben Altersversicherungs- Beitrag zu zahlen. glänzenben Sieg. Bon 852 wahlberechtigten Arbeitern wie das Braunschweiger Tageblatt" annimmt, in eine ganzliche nahmen 717 an der Wahl theil. Davon stimmten 588 für unsere Aufhebung der polizeilichen Ausweisung übergehen sollte, wird Standidatenlifte. Der christliche Arbeiterverein und der katholische doch die Buther'sche Fabrikf ihrem langjährigen Arbeiter seine 5. M., Staligerstraße. Der Meister war zu fofortiger Entlaffung nicht berechtigt. C. D. Das Landgericht Halberstadt. ct 730 Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung Theater. Freitag, 2. Dezember. Opernhaus. Der Troubadour. Schauspielhaus. Demetrius. Tu randot, Prinzessin von China. Leffing- Theater. Cyprienne. Berliner Theater. König Richard 111. Wallner- Theater. Die Ehre. Dentsdjes Theater. Die Jüdin von Toledo. Die LiebeshändKroll's Theater. Undine. Neues Theater. Terin. Residenz- Theater. Im Pavillon.( Le Parfum). Friedrich- Wilhelmstädt. Cheater. Das verwunschene Schloß. Thomas- Theater. Almenrausch und Edelweiß. Adolph Gruft- Theater. Die wilde Madonna. Alexanderplat- Theater. Berliner Gigerin. National Theater. Kean, oder: Leidenschaft und Genie. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- orftellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. 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" " 30 in Butstin 18 料 " "## 11 97 17 71/2 " 56 32 29 ### " 掠 Herbst- Paletots Cheviot, 19 # " " Herbst Paletot, schwer 28 " " 19 27 21 80 45 171217 17 29 Serbst- Paletot, extra 36 13 20 "" " " Diagonal, " 20 11 P " 99 " " 19 " " Kammgarn, 24 " ###" " 14 # Juppen fürs Haus 10 6 # " ### P" " hochelegante, 30 18 # " 47 17 19 " " Loden- Juppen 12 7 " " 81### " 75 Gebirgs: u. Jagd- Juppen, " Interims- Façon- Juppen, 17 22 11 " " 15 17"" "" " " 34050 50 Abtheilung II. B . sonst M. 24b. u. v. 12 M. an. 2025 A Spezialität in Juppen besseren Genres. Abtheilung VI. Schlafvöcke in Double sonst M. 18 b. u. v. 7 M. an 228 81 IIa Knaben- Balet., sonst 61/2., b. u. v. 23/4 M. an Knaben- Balet. Reise- Mäntel. Kaiser- Baletots " " P Paletots, Faç. Prince Reg. Ulster 20 36 10 " " 20 ### " " 25 15 mit Plüsch. 9 U " " ## "" Ulster m. halber Pelerine 32 18 Knaben- Palet. #.## № 6" 糖 " " " 17" " " Ulfter m. ganzer Pelerine " " Kaiser- Mäntel " " Kaiser Mäntel I. 420 27 ### 12 # 11 28 " 19 Hohenzollern- Mäntel 50 2282 mit Pelerine. 11 7 02 " "" Schlafröcke Satin 20 9 # ### " n Knaben: " 18 Schlafröde " " " 27 17 Belour Schlafröcke Double Face 22 26 101/2 15 " n Schuwaloffs. 12 " P 8 W ### "" Knaben " ### " " blau Cheviot. Rutschier Mäntel, elegant, sonst 65 M., bei uns 25 M. Abtheilung III. Complette Anzüge in sonst M. 24 b. u. v. 8M. an. " Schlafröcke Frifé Mout. Schlafröde Floconné " 30 20 ### 17 Reise- Mäntel. 6 3 D 84 21 " ### Schlafröcke m. Steppfutter Schlafröcke, Türkisch sonst 36 # 45 " 2 17 B 222 " 9 KnabenKaiser- Mäntel 5 " . 21/2" 29 W Westen, einzelne Butskin 22 9 19 ### " " Crimmitschauer 28 14 Schwarze Tuchwesten 71/2, " " """ " " """ " # Weiße Westen 6 " " ### Diagonal 32 18 " " ### " 29 Sportfaçon 84 17 Hochelegante Westen. 12 1324 " " " " " # 12 17 # 9 " 17 " für die Reise 28 15 Abtheilung VIII. " P " ### "" P Velour 36 20 • " " ### 19 " Ia. Knaben- Anzüge sonst M. 4, b. u. v. 2 M. an Satin 42 26 in Bufskin " " #### " " " 1 99 # Kamimgarn do. 34 19 in Cheviot 5, 5,50 17 19 22 21/2" " 3 49 " 17# 1 " " " " # "" 11 " rayé Gehrockfaçon... do. 42 26 in Satin 6, 31/2 " " 1 2 # 19 " "#" " " 50 " " ### hochfein. 64 30 36 in Diagonal 7, " "" " -" in Nouveaut., 10, 4 5 " Abtheilung Vil. fonft M. 6 6. u. v. 11/2 M. an Haute Nouveautés- Paletots zu jedem Preise. IIb Bursch.- Pal., Sr.- Fac. sonst 12 M., b.u.v. 5 M. an # Bursch.- Schuw. m.Pel. 14 Bursch. Menchitoffs, Burfch.- Kaiser- Mt. IIc Jünglings- Baletots Jüngl.- Schuw.m.Bel. 18 Jüngl.- Menchifoffs Jünglings- Ulster. Jüngl.- Kaifer- Mtl.. " " " 11 7 " " 17 "". 15 9 " " # 11# " " 10 29 412 19 15 7 " 募 " " ### 19 " O 14 " 11 12 1 ##. D 群" 8 " " 12 712 " " 21 12 17 " " Jüngl.- Hohenz Mtl.. 20 " "" " 糖 "" 584428 2222 11 , 12 " 8 " " " 11" " # Niemand braucht heute mehr schäbig gekleidet zu gehen, denn für wenige Mark fann er bei uns fein Aeußeres in einen eleganten Menschen verwandeln. Niemand braucht heute mehr alte getragene Sachen zu kaufen, in denen er sich den Reim einer ansteckenden Krankheit holen kann, da er bei uns für dasselbe Geld frische neue Kleidungsstücke kaufen kann. Niemand, selbst der Armen Wermster, braucht heute Kleidungsstücke für sich oder seine Familie auf Abzahlung zu kaufen, denn für den Preis, den er wo anders. nur als Anzahlung zu leisten hat, tann er sich bei uns schon seinen Bedarf decken. Wir bemerken zum Schluß, daß es im Interesse eines Jeden liegt, feinen jezigen und feinen voraussichtlichen Bedarf jetzt bei uns zu decken, da sich eine solche Gelegenheit, derartig gute Waaren zu solchen Preisen einkaufen zu können, so schnell nicht wieder bieten dürfte. Jeder beeile sich mit seinem Eintauf, damit er aus den einige hunderttaufende von Mart noch antreffenden Waarenbeständen das, was seinem Geschmack entspricht, findet. „ Zum Prophet' 1. Etage, Am Dönhoffplatz, Ecke Leipziger und Kommandantenstraße. Keine Sträflingsarbeit. 1. Etage, Nur Schneiderarbeit. Versand nach Auswärts gegen Madinahme. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin, Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Sierzu zwei Beilagen. 18. e. nd. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. gr. 283. at. m. st 83 ne 1. 1. of. T. ür зи 11= a. t 17. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Freitag, den 2. Dezember 1892. in 9. Jahrg. Das wie der Herr Vorredner die Militärvorlage gestreift hat, kann tennt, daß Sie dieses Versprechen gar nicht erfüllen können, Sirs ich nur dankbar sein. Nur einen Punkt, den er berührte, möchte müßten denn vor allem die kapitalistische Gesellschaft abschaffev.. ich besprechen: Das ist der Mangel an Unteroffizieren und Sie glauben doch nicht, daß Sie den Kapitalismus wieder in die Offizieren, der auch in der Presse besprochen ist. Solche Dinge Gierschale zwingen fönnen, aus der er ausgeflogen ist als Adler, 6. Sigung vom 1. Dezember 1892. 11/2 Uhr. gehören weniger vor das Haus als vielmehr vor die Kommission. die Welt beherrschend. Mit Ihren fleinen sozialen Gesetzchen Am Tische des Bundesraths: Graf von Caprivi, Wir werden dort zahlenmäßig den Beweis führen, daß wir das, retten Sie dem kleinen Handwerksmeister nicht die Existenz, Sie von Bötticher, von Malzahn, von Marschall, was wir erstreben, mit den Offizieren und Unteroffizieren er- täuschen die Leute nur, wie man einen unheilbaren Kranken von Kaltenborn, Hollmann. reichen können. Der Vorredner hat daun die maritimen Feste täuscht, wenn man ihn fünstlich erhält. Wir sagen den Leut en Die erste Berathung des Reichshaushalts Etats im Süden berührt. Er befindet sich im Irrthum, wenn er an- die Wahrheit: Ihr geht zu Grunde, d. h. nicht als Personem, für 1893-94 wird fortgesetzt. nimmt, daß wir in Spanien nicht vertreten gewesen wären; sondern der Stand geht zu Grunde. Wir handeln also als Aer, ste, Abg. Buhl( natt.): Auf die Militärvorlage will ich nur dasselbe Schiff hat uns in Italien und in Spanien vertreten. Die andere Art der Kur ist Kurpfuscherei.( Ironischer Bet fall eingehen, soweit sie den Gtat berührt. Nach der vorjährigen Wir müssen uns in dieser Beziehung eine gewisse Beschränkung rechts. Ruf rechts: Singer wird sich aber ärgern!) Triumphixen Rede des Reichslanglers hätte die öffentliche Meinung nicht eine auferlegen, zumal die Festlichkeiten in Genua in eine Zeit fielen, Sie da auf der Rechten nicht allzu früh; eines Tages werden fo gewaltige Heeresverstärkung erwartet. Durch die ganze Art, wo es nicht möglich war, mehr Schiffe zu entbehren. Ein gut Ihnen die Getäuschten die Wechsel repräsentiren. Die soziale wie die Gerüchte sich verbreiteten, wie die Nachrichten durch bemanntes Schiff ist zur Repräsentation vollkommen aus Frage rückt Ihnen jetzt auf den Leib. Bei der Wahl Ahlwardt ist ficerten, wurde die öffentliche Meinung irregeführt. Bon unserer reichend. Wenn wir es durch die Zahl zwingen sollen, dann Ihnen plöglich ein Antisemit in Ihr Gehege gekommen, Partei fann ich behaupten, daß sie den militärischen Forderungen müßten wir eine viel größere Flotte haben. Die Wünsche des Sie werden ihn so leicht nicht wieder los werden. Der Regierung ftets willig nachgegeben hat. Unsere bisherigen Reichstags über die Militär- Strafprozeßordnung und über Gindringen des Bewilligungen wurden uns erleichtert dadurch, daß wir das un- das Beschwerderecht sind vom Vorrebner gestreift worden. deutet den Einbruch der sozialen Frage. Man nennt den Antibedingte Vertrauen in die Leitung der auswärtigen Angelegen. Die Resolution des Reichstages über das Beschwerderecht ist ab femitismus den Sozialismus der dummen Leute. Das ist wichtig, heiten hatten, daß wir die Ueberzeugung hatten, daß die europäische gelehnt worden, aber nur aus einem formalen Grunde, weil es insofern die, welche sich durch den Antisemitismus über ihr Elend Weltlage überwacht würde, daß die militärischen Forderungen sich hierbei um eine Angelegenheit der Kommandogewalt handelt, täuschen laffen, sobald sie den Schwindel begriffen haben, Dem Antisemitismus hat gerade der es für einen Fehler halten, in prinzipielle Opposition gegen die wegen der Militär- Strafprozeßordnung ist den Reichskanzler sozialistische Kern seine Macht gegeben. Sie tämpfen gegen das Regierung zu treten wegen der Militärvorlage. Wir müssen die überwiesen worden. Da diese Frage nicht ohne Mitwirkung des jüdische Kapital( sehr richtig! rechts), das christliche wollen Sie felbe unbefangen prüfen; unsere Abstimmung wird fein Bertrauens- Reichstages erledigt werden kann, muß die Hoffnung ausgesprochen retten, das aber ist unendlich mächtiger und erbrückend er, als votum sein, sondern wir wollen nur das Baterland sichern. werden, daß der Reichstag auf die Erfüllung seiner Forderung das jüdische. Man benutzt den Raffenhaß aus alten Zeiten, man Die Bedeutung der zweijährigen Dienstzeit für die Volkswirth- hinwirkt. Ich hoffe, daß die Vorlage den Reichstag in der nächsten benutzt die Thatsache, daß aus Anlaß der hundertjährigen Unterschaft haben wir stets anerkannt. Herr v. Bennigsen und ich Session beschäftigen wird. drückung, während welcher den Juden jedes andere Geschä it unterhaben dies in der vorigen Session näher auseinandergesetzt. Abg. Liebknecht( Soz.): Ob diefe Hoffnung fich erfüllen fagt war, sie sich lediglich dem Geldgeschäft zugewandt. haben, Eine Statistit darüber, wieviel Personen zwei oder drei Jahre wird, bezweifle ich. Ich begreife den Dank des Reichstanzlers um gegen die Juden zu heben. In Bommern, wo Sie die Fjerrschaft gedient haben und wie diese ihrem früheren Erwerbe entfremdet über die Art und Weise, in der sich der Vorredner über die haben, kann man den Juden nicht nachweisen, daß sie den Ba aernstand Als der Vorredner die zu Grunde gerichtet haben, dort sind es vielmehr nur die reichen Theil der ländlichen Arbeiter, die drei Jahre gedient haben, Tribüne betrat, wuste sin Jeder von vornherein, daß er sich Rittergutsbesizer gewesen. Die soziale Frage wird weiter gehen, bis ihrer ländlichen Beschäftigung entfremdet werden. Für die im großen und ganzen zu Gunsten derselben aussprechen würde, der Sozialismus auch bei Ihnen aufgeräumt hat. Die Enter einent Kompromiß geneigt ist. Was die Re- wickelung der wirthschaftlichen Verhältniffe hat sich faft bis zum willigen. Die Veröffentlichung des Militär- Wochenblattes" folutionen des Reichstags in bezug auf die Militär- Strafprozeß- Bürgerkriege gesteigert, wie Sie in Amerita fehen. Ueberall findet über die Zandwehrleute haben mich tief betrübt, und sie haben ordnung und das Beschwerderecht betrifft, so habe ich wenig man dieselbe Entwickelung. Ueber den Streit in Carmaux hat den Landwehrleuten die Erinnerung an ihre Dienstzeit getrübt. Hoffnung gehabt, daß der Bundesrath auf die Beschlüsse des man sich einfach durch die Redereien über den Esozialismus Ich bedauere, daß die Veröffentlichung gerade in Breußen möglich Reichstags eingehen werde. Die lekteren werden zwar ftets ge- hinweggefeht. In England, dem Musterlande des Kapitalismus, war, wo die Erinnerung an 1813 vorhanden ist. Eine Ver- prüft, aber nicht ausgeführt. Bumpen und Defizit! Das ist hat die Bourgeoisie selbst erklären müssen, daß sie außer Stande jüngung der Armee halte ich für erstrebenswerth, aber es wird im großen und ganzen die Signatur unseres Gtats. Unter den fei, die ökonomischen Funktionen der Gesellschaft weiter zu führen. uns niemals gelingen, die verheiratheten Leute von der Feld- gestiegenen Ausgaben befinden sich wenige, welche wirklich zu Große Straits haben nicht die Arbeiter inszenirt, sondern einarmee gänzlich fern zu halten. Wieviel verheirathete Leute ihr nutzbringenden Zwecken vorgesehen sind. Die Ausgaben für den gestandenermaßen die Kapitalisten selbst, roeil sie sich vor der Leben 1870 gelassen haben, zeigen die Zahlen der Wittwen, Reichs- Invalidenfonds und für den Nord- Ostseekanal bemängele Ueberproduktion nicht anders retten konnten. Das Eingeständniß, welche aus dem Pensionsfonds unterstützt werden. Wenn man ich nicht; bei der gegenwärtigen Arbeitslosigkeit ist es nützlich, daß die Bourgeoisie in einer so ungeregelten, anarchistischen so große Opfer für die Armee verlangt, dann müssen vorher wenn die Bauthätigkeit beschleunigt und ausgedehnt wird. Aber Weise produzirt, daß auf Wochen und Monate alle Räder still alle die dringenden Reformen durchgeführt werden, welche die meisten Mehrausgaben sind nur für das Militär bestimmt. stehen müssen, das ist das Eingeständniß des politischen Bankerotts von allen Seiten einmüthig verlangt worden sind.( Beifall links). Angesichts der Möglichkeit der Reichstags- Auflösung ist es an der Bourgeoisie. Wir haben es mit einer internationalen Krisis Ich bezweifle, daß die Vorlage im vollen Umfang durchgeführt gebracht, immer wieder auf das Steigen des Militäretats hinzu- zu thun, eine Rettung unter dem heutigen Syſtem ist nicht werden kann. Von 1874 bis 1890 ist nur eine Steigerung der weifen. 1872 schloß der Etat mit einem Ordinarium von möglich. Die Arbeitslosigkeit wird noch lange, lange dauern, Friedenspräsenz von 86 000 Mann verlangt worden und jetzt 250 Millionen für das Heer, 12 Millionen für die Marine, noch sehr lange wird an die gefeßgebenden Körper, auch in werden mit einem Male 84000 Mann Verstärkung verlangt in 1892/93 mit 427%, Millionen für das Heer und 45 Millionen Deutschland, der Ruf herantreten, dafür zu sorgen, daß dem einer Zeit der wirthschaftlichen Depression; die Steuern, welche für die Marine. Im ganzen haben wir seit 1872 Rothstand abgeholfen wird. Hunderte von Millionen werden von Seiten der Regierung vorgeschlagen sind, werden bei weitem für Heer und Marine aufgewendet 11 Milliarden schließlich nöthig sein, damit nicht massenweise die Leute in das nicht ausreichen, um den Bedarf der Militärvorlage zu decken. 597 Millionen Mark, Reichsschulden seit 1877 bis zu dieser tiefste Glend verfallen. Und da tommt die Regierung mit dieser Nur der erste Bedarf wird gebedt; nachher werden wir großen Budgetperiode 1694 Millionen gemacht. Wenn nach Militärvorlage! Sie wird damit begründet, es sei nöthig, das Beträgen gegenüber flehen, welche für das Kasernement der dem Ausspruch Motte's 50 Jahre angestrengtester Rüstung Seer fortzubilden, nicht auszubilden. Das ist ein einer UnterTruppen erforderlich sein werden. Soweit dies ohne Gefährdung nöthig haben, dann werden wir nach Ablauf biefer 50 Jahre schied, im Fortbilden liegt das Gingeständniß, daß die jetzige vitaler Intereffen geschehen kann, wollen wir die Forderungen 40 Milliarden für militärische Zwecke ausgegeben haben. Die Forderung nur eine Abschlagszahlung ist, mit der sich der Miliberoilligen, aber wir glauben nicht, daß es diesmal möglich sein erhöhten Ausgaben des Reichs sollen durch erhöhte Matritularbeiträge tarismus vorläufig begnügt. Der Reichskanzler sagt, wir müssen wird, ohne eine solche Gefährdung durchzukommen. Es fehlt jetzt aufgebracht werden. Dabei hat Preußen 5400 Millionen Schulden, dastehen, das Schwert in der Scheide und die Hand am Griffe. an den nöthigen Offizieren und Unteroffizieren und ich fürchte, Bayern 1400 Millionen, Sachsen 650, Württemberg 450, Baden Wie lange sollen wir so dastehen? Ich habe noch feinen Mendaß das Manquement sich noch vergrößern wird, denn die 700 Millionen und die' leineren Staaten 600 Millionen. Das schen gesehen, der in dieser Stellung die geringste Arbeit hätte verhungert man. Nach einem ihrer Dienstzeit nicht vorwärts fommen, bleiben jegt länger bei schulden 11 Milliarden. Die Zölle und indirekten Steuern find Kriege soll auch die siegende Nation teine Aussicht auf der Fahne. Es wird deshalb nicht möglich sein, die Vorlage von rund 242 Millionen im Jahre 1879 auf rund 678 Millionen dauernden Frieden haben. Das zeigt die ganze moralische durchzuführen aus Mangel an dem nöthigen Personal. Ich gehe gestiegen. Diese Ziffern beweisen, daß wir in ungeheurer Weise Unmöglichkeit einer solchen Politik. Also nach einent nun zum Etat über und zwar speziell zum Militäretat. Gegen- belastet sind und daß diese Belastung organisch steigt. Was die Kriege, wenn er noch so glücklich ausfiele, müßten wir das alte über den großen Forderungen, welche jetzt die Militärverwaltung neue Militärvorlage betrifft, so müssen wir prüfen, ob das Spiel wieder von vorn anfangen. Das ist die Schraube ohne beschäftigen, muß einmal die Frage der Uniformirung in den deutsche Volt überhaupt im stande ist, auch nur die bisherige Ende. Damit sichern wir nicht uns, sondern den Bankrott, dem Bordergrund gestellt werden; es müssen hier Aenderungen eintreten, Belastung fort zu tragen. In der Thronrede wird die wirthschaft- alle Wölfer verfallen, die dieses Spiel treiben. Das ist die aber nicht so plöglich, damit nicht mehrbelastungen entstehen. liche Strifis leichthin behandelt, aber diese Krisis ist ebenso intensiv Stufenleiter, auf welcher von zwei Gegnern der eine immer foDie Vereitelung der deutschen Weltausstellung hat in weiten als allgemein. Sie ist eine internationale krisis von einer Ausweit nachklettert, wie hoch der andere gestiegen ist. Wenn ich Streifen Unzufriedenheit erregt. Weitere Unzufriedenheit ist er- dehnung, wie wir sie bisher niemals hatten. In allen Ländern der 2 Millionen Soldaten habe und mein Nachbar 2 Millionen, regt worden durch die Ausführung der Gewerbe- Ordnung. Ich Welt herrscht gleichmäßig Arbeitslosigkeit. Diefelbe hat in einem dann bin ich um nichts stärker, als wenn ich 200 000 und er batte nicht geglaubt, daß sich hiergegen ein so großer Widerspruch Umfange zugenommen, von dem man bei früheren Krisen gar auch 200 000 hat. Das Verhältniß ist dasselbe, nur die Opfer im lleinbürgerlichen Leben geltend machen würde. Aber ich kann feinen Begriff gehabt hat. Und einer solchen Lage gegenüber find in jenem Falle größer. Am vorigen Mittwoch brachte Graf auch nicht verhehlen, daß die Bestimmungen, welche die Einzel- will man das Volk noch weiter belaften! Gine Aufhebung der Caprivi die Militärvorlage ein, und 24 Stunden später der regierungen zu treffen hatten, nicht so getroffen zu sein scheinen, Mac Kinley- Bill würde keine dauernde Besserung schaffen. Sie französische Kriegsminister Freycinet ebenfalls eine Vorlage, die wie es bei der ersten Einführung eines Gesetzes hätte geschehen( nach rechts) haben in der Schutzoll- Politit die Initiative auf dasselbe hinausläuft. So wird es später in ähnlichem. müssen. In Süddeutschland hat man die ursprünglich erlassenen ergriffen; wenn Sie sich jetzt über die Mac Kinley- Bill be- Falle wieder gehen. Nur wenn ein Staat vorher nicht Vorschriften gemäßigt und die unzufriedenheit hat sich gelegt. fchweren, bellagen Sie blos die Früchte Ihres eigenen Wertes. durch Rüstungen erschöpft ist und Der Bundesrath soûte dabei erwägen, ob nicht unsere ganze Pro-( Sehr richtig! links.) Wird die Mac Kinley- Bill aufgehoben, so führt mit dem eigenen Volk, wird er unüberwindlich buktionsfähigkeit in Frage geſtellt wird( Widerspruch bei den wird es nicht sofort gefchehen, und betritt Amerita einmal die fein. Wozu stehende Heere? Das stehende Heer von 1806 hat Gozialdemokraten), ob nicht im Interesse der Arbeiter, welche Bahn des Freihandels, so wird es, wie es das fapitalfräftige ein Jena erlebt, und Jena kann wiederkommen. Jede derartige Gefahr laufen, einen Theil ihrer Arbeit zu verlieren, eine Ein- England von seinen Märkten verdrängt, auch gegen uns im Organisation erreicht einen Höhepunkt, und dann kommt von schränkung geboten wäre. Große unzufriedenheit hat es auch eigenen Lande einen wirthschaftlichen Krieg, führen, dem wir unten herauf eine Neubildung. Wir haben das gesehen bei den erregt, daß der Bundesrath den Antrag des Reichstages, das nicht gewachsen find. Alle Staaten nehmen einen ähnlichen Ent- Kriegen der Schweizer, beim Kriege der französischen Revolution. serwaltungsgerichtliche Verfahren für Zollfachen einzuführen, ab- wickelungsgang. Den Engländern ist ein Stück nach dem andern vom Wir haben die große Uebermacht demokratischer Armeen über die ſchläglich beschieben hat.( grimmung) Die Vermehrung der Weltmarkt eniriffen worden, die Konkurrenz wird immer ge- Berufsarmeen in dem deutschen Befreiungstriege gesehen, wo Ausgaben für die Invalidenversicherung ist eine erfreuliche. Gs waltiger, und man verweist jedes Volk immer mehr auf den man ohne die Landwehr, trozdem man sie jest so niedrig stellt, find 145 000 Altersrenten gewährt worden, und überall wird man eigenen Markt im Innern. Die afrikanischen Kolonien sollen ein nimmermehr gefiegt hätte. Jest taucht die merkwürdige Idee den Betrag dieser Rente, auch wenn er nur niedrig Absaßgebiet für unsere Ueberproduktion bilden. Ich habe schon auf, daß der Militarismus auch eine produktiv- wirthschaftliche war, gern empfangen haben. Wir wissen nicht, wie im fächsischen Landtag gesagt, wenn die Arbeiter im fächsischen Bedeutung habe. Die Nordd. Allg. 3tg.", der die Ehre zu hoch diese Ausgabe sich noch steigern wird, jedenfalls Erzgebirge einen Groschen mehr Lohn erhalten, können sie mehr Theil geworden ist, auch unter dem neuen Kurse offiziöses Organ müffen wir wir in jedem Jahr darauf Rücksicht nehmen. faufen, als uns unsere fämmtlichen afrikanischen Kolonien ein- aut sein, veröffentlicht einen Brief, in dem ausgeführt wird, daß, Wenn die Regierungen so hohe militärische Forderungen vor- bringen; das Volk zu bereichern, darauf tame es an. Das je mehr Soldaten ein Volf habe, desto reicher es sei, daß, wenn legen, dann müffen wir zu der Erkenntniß kommen, daß wir die heutige Wirthschaftssystem im Einklang mit dem tapitalistischen alle Soldaten plöglich entlassen würden, die Zahl der ArbeitsAusgaben für das Landheer in die erſte Zinie stellen und danach System geht aber darauf aus, den Binnenmarkt zu vernichten losen unendlich gesteigert würde. Daß ein solcher Brief die Konsequenzen in bezug auf die Bewilligungen für die Flotte und die kleinen von den Großen ausrauben zu lassen. Das in. einem Blatte, bas ſeine Inſtruktionen von der Re diehen müſſen. In dieser Beziehung wird die Budgetkommission Wesen des Kapitalismus ist, daß das Großkapital die Arbeiter gierung erhält, abgebrudt werden kann, begreife ich nicht. auf Ermäßigungen bedacht sein müssen. Wir haben eine erheb- ausnüßt und auf das Minimum der Existenzbedingungen herab- Damit haben Sie ja mit einem Male die soziale Frage gelöft; liche Anzahl von Schiffen und deshalb wird unsere bescheidene brückt. Wie will man denn dem kleinen Mann gegen das Groß- dann bauen Sie nur eine große Kaserne! Dann versorgen Sie bleiben in Spanien nicht überall verstanden werden. Bertretung bei der Solumbusfeier in Italien me unſer Fort- fapital helfen? Herr Buhl meinte, nach Nachrichten aus der ja das Bolt; es bekommt zu essen, wird gedrillt und erzogen, Es wäre Breffe feiner Partei, daß die Klagen, das kleine Handwerk gehe allerdings erzogen zu gegenseitigem Massenmord( Abg. Bebel Weise eine Visitenkarte abzugeben. in dieser zu Grunde, unbegründet feien, wie die sächsischen Einkommen Sehr gut!). Das bleibt noch weit zurück hinter barbarischen ( Buftimmung bei den steuer- Listen bewiesen. Herr Buhl läßt sich durch tendenziöse Bölkern und steht tiefer, weil es auf der Basis unferer heutigen Wir haben allerdings 1800 Millionen Berichte in nationalliberalen Blättern irreleiten. Da ist man Sefittung ruht. Bugegeben wird, daß ein dauernder Frieden Schulden, aber wir dürfen den Etat des Reichs nicht in seiner auf konservativer Seite ehrlicher; die amtliche Leipziger nicht erzeugt wird. Allerdings der Krieg erzeugt den Krieg, nicht den Groß- si vis pacem, para bellum" muß es heißen, sondern: um den Ginzelstaaten. In Preußen und in Bayern liegen die Deckungen betrieb vernichtet wird. Wer glaubt, der Mittelstand sei zu er- Frieden zu sichern, muß man den Frieden vorbereiten. Gehen für die Schulden in dem großen Eisenbahnbesig und das Reich halten, ben schlagen die Erfahrungen ins Gesicht. Auch in der die Rüstungen aber so weiter, so hat man ökonomisch ein hat zur Berzinsung seiner Schulden Einnahmen aus den Reichs Landwirthschaft vernichtet der Großbetrieb den fleinen. Sie auf saigner à blanc. Romnt es zum Striege, so tommt hierzu das Eisenbahnen und aus der Reichspoſt und- Zelegraphenverwaltung der Rechten nennen sich Vertreter der Landwirthschaft. Jawohl, physische saigner à blanc, die Ausblutung der Bölter. Wollte bon je 21 Millionen Mark bei 66 Millionen Zinsen. Aber trotz- Bertreter der Reichen, des Großbetriebs in der Landwirthschaft man das gesammte Bolt nach Scharnhorst scher Idee bewaffnen, dem müssen wir darauf bedacht sein, eine Berniehrung der( Widerspruch rechts.) Aber die Millionen der kleinen Grund- so würde ich der Erste sein, der dafür stimmte, aber unter ben Schulden zu hintertreiben. Denn wir dürfen nicht hoffen, daß besitzer gehen zu Grunde, und Ihre agrarische Politit seit 1878 heutigen Verhältnissen und Maßstäben ist dies ökonomisch un= lich besser werden wird. des Reichs in der nächsten Zeit wesent hat diesen Prozeß beschleunigt, weil fie Ihre Kapitalfraft ver- möglich. Es fällt mir gar nicht ein, hier einen langen Vortrag Deshalb muß möglichst viel mehrt hat. In England kann von Kleinem Betrieb gar nicht über das Milizsystem zu halten, aber Folgendes möchte ich doch nahmen übernommen und nicht durch Anleihen gedeckt werden. Prozeß vielleicht aufhalten können ben einmaligen Ausgaben auf die laufenden Ein- mehr die Rede sein. Eine geeignete Gesetzgebung hätte diefen hervorheben. Nach der neuen Militärvorlage würden Deutsch - ich laffe bas aber noch land 4400 000 wehrhafte Männer zur Verfügung stehen. Die zu hat ihn noch be: Ausgaben betragen im Ordinarium und Extraordinarium 300 Ausführungen berücksichtigt, und daß es ihr gelingt, wie auch bereichert Euch! Wenn Sie den fleinen Handwerfer auf- 3 Millionen im Ganzen 500 000 waffenfähige Männer. Legte Ich will hoffen und wünschen, daß die Budgetkommission meine schleunigt, jene politit, die den Zenten zurief: enrichissez- vous, bis 700 Millionen. Die Schweiz hat bei einer Bevölkerung von Reichskanzler Graf v. Caprivi: Für die Art und Weise, wollten ihn retten, so weiß. Jeder, der die Nationalökonomie land 8% Millionen waffenfähige Männer haben. Das Schweizer Nationalliberalen.) Don 07 wenn er nicht Krieg 27 beziehen. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. System foftete im vorigen Jahre 25 000 000 Fr. Deutschland will nicht untersuchen, ob der Krieg nicht ausgebrochen wäre, I ben, wenn die Differenz von 20 Pf. aufrecht erhalten wird und würde dementsprechend 340 Millionen zu zahlen haben, während wenn Bismarck diesen Schritt nicht gethan hätte, sonst kämen wenn die Kontingentirung von 4/2 auf 4 Liter herabgesetzt es nach dem jezigen System für die 82 Millionen Soldaten wir auf den verbrecherischen, prophylaktischen Krieg und zu einer wird. Wenn die Steuerschraube beim Branntwein angefeht 1000-1200 Millionen zu zahlen hätte. Nun sagt man, wir Verbrechermoral, wonach Fälschungen erlaubt sein würden, um wird, dann wird das Rohfpritmonopo! das Ende sein. In haben beffere Soldaten als die Schweiz. Ist dies bewiesen? einen Krieg vom Zaun zu brechen; dann gute Nacht mit aller meiner Heimath liegen die Verhältnisse etwas besser, aber im Die österreichischen Ritter haben das auch gesagt, aber sie haben Kultur und Zivilisation! Wenn man sich auf den Standpunkt Osten Preußens sind die Verhältnisse sehr viel schlimmer und die eine schmähliche Niederlage erlitten. Man spricht fehr gering- der bloßen Nüglichkeit stellte, dann wäre das wahrhaftig der preußische Regierung hat nichts für den Often gethan. Die Schäßig von der Landwehr, und doch kämpften gerade die alten Vertretung einer givilifirten Nation unwürdig. Aber das ist Mehrforderungen des Etats find meist Konsequenzen früherer Soldaten bei der Vertheidigung des Vaterlandes für Haus gleichgiltig. Nach meiner festen Ueberzeugung hat Napoleon Beschlüsse. Allerdings könnte bei der Marine ein langsameres und Hof, Frau und Kind mit mehr Muth und Begeisterung damals faktisch den Krieg gebraucht oder wenigstens einen kleinen Tempo eingeschlagen werden ohne Schädigung unserer Wehr als die jungen Leute, die nichts zu verlieren haben. Bei drei diplomatischen Erfolg, wie er in der zurückziehung der hohen- fraft; wenn ein einziger Ersatzbau allein 12/2 Millionen er und zweijähriger, noch weniger bei einjähriger Dienstzeit läßt zollernschen Kandidatur lag. Das letztere scheiterte an der fordert, dann können wir das nicht ohne weiteres bewilligen, zu sich allerdings eine gute militärische Ausbildung nicht erzielen. Festigkeit des Königs von Preußen. Wäre die französische mal bei den neuen Erfindungen der Technit, die jest gemacht Alber fann denn nicht, wie das Fichte schon gewollt hat, die Regierung in dieselbe Stimmung verfekt worden, welche den werden und welche oft eben gebaute Schiffe werthlos machen. tailitärische Ausbildung mit der Jugenderziehung verbunden eigenen Gesandten erfüllte, so würde der Krieg nicht aus- Redner wendet sich gegen die Bermehrung der etatsmäßigen Stellen perden? Die Ueberlegenheit des Milizsystems über die stehenden gebrochen fein. Das Kaiserreich würde allerdings nach ein paar beim Patentami und gegen die Lurusbauten der Postverwaltung. $ 5eere ist von militärischen Autoritäten stets anerkannt worden, Monaten doch zusammengebrochen sein. Daß Frankreich es nicht Warum wird beim Reichstagsbau so ungeheuer gespart und aber man will es aus politischen Gründen nicht haben. Man bis zum Aeußersten treiben wollte, beweist, daß die französische warum werden die Millionen aufgewendet, wo es so schwer ist, all den militärischen Geist konserviren, und diesen wollen wir Hegierung nicht zum Kriege gerüstet war. Die Zeit der all- neue Mittel zu schaffen? Die goldene Kuppel des Reichstags nicht. Die Trennung des Boltes in zwei Lager, der Geift, wie gemeinen Unsicherheit ist sowohl auf wirthschaftlichem, tapita- hauses verdunkelt die historischen Bauten Berlins, das königliche er im Anfange der Session der Betri'schen Interpellation als listischem, als auch auf politischem Gebiet angebrochen. Wenn Schloß und das Brandenburger Thor.( Widerspruch links.) Wir At sgangspunkt diente, daß der Soldat auf Kommando schießt, durch jenen Mann, der die Geschicke Deutschlands geführt hat, werden auch prüfen müssen, wie wir uns stellen müssen gegen wenn es sein muß, auf Vater, Mutter und Bruder, muß endlich selbst erklärt wird, das Deutsche Reich beruhe auf einer Fälschung, über dem ungeheueren Anwachsen der Reichsschulden. Ich fann bef ritigt werden. Der Reichskanzler hat die neue Militärvorlage die er selbst verübte, wenn es möglich ist, daß ein Mann die nur auf das zurückkommen, was Herr v. Kardorff gestern schon begründet mit der Möglichkeit eines Krieges gegen zwei zwei vornehmsten Kultuvöller Europas gegeneinander in den angeführt hat: Die Goldwährung muß abgef hafft werden, bas Froeiten. Ich sehe davon nichts. Nehmen wir an, wir fommen in Krieg trieb, dessen Folgen noch nicht vernarbt sind, was soll Silber muß wieder als Münzmetall eingeführt werden.( Alleine Krieg mit Frankreich. Wäre etwa Rußland in der Lage, dann aus dem Glauben des Volkes en die Regierung werden? gemeine Unruhe.) Der verstorbene Nationalökonom Soetbeer hat über Deutschland herzufallen? Die Engländer würden nie und Ist das nicht ein Stoß in das Prinzip aller jest bestehenden noch furz vor seinem Tode erklärt, es müßten Mittel und Wege nimmer dulden, daß Rußland sich der Suprematie über Europa ftaatlichen Autorität? Wie ist es möglich, daß ein Mann zwei gefunden werden, um der Entwerthung des Silbers entgegenzutreten. bemäuhtigt. Und ist nicht Desterreich da? Es würde zu Grunde Völker zum Krieg treibt, daß man 22 Jahre später Soll Deutschland in dieser Beziehung im Schlepptau Englands gehen, wenn Rußland siegte. Dasselbe gilt von der Türkei. Wir über die Ursachen desselben debattirt, daß, wenn damals bleiben, fann es nicht selbständig vorgehen? Die Vertreter habert also nicht nöthig, den Krieg gegen zwei Fronten zu führen. Alles bekannt gewesen wäre wie heute, der Krieg hätte Deutschlands auf der Brüsseler Konferenz hätten anders aufe Wo teibt aber der Dreibund? Es hat beinahe den Anschein, als vermieden werden können? Dem muß vorgebeugt werden, das treten sollen und das Reichsschazamt hätte sich ein Monument wenn der Dreibund von uns gestützt werden muß, nicht wir von politische System muß ebenso geändert werden, wie das wirth fezen tönnen, indem es mit der Vergangenheit brach. Wenn die thm. Desterreich und Italien würden doch genügen, um uns nach fchaftliche. Wir befinden uns in einer Zeit der Auflösung. Sie Landwirthschaft nicht wieder produktionsfähig gemacht wird, beiden Seiten hin der Gegner zu entledigen. Dazu kommt noch wollen das Alte halten, es wird Ihne. nie und nimmer ge- dann tommt allerdings das Ende, dann können wir nicht mehr Polen. Im Kampf auf Leben und Tod gegen Rußland würde lingen. Haben Sie hier zusammengeflickt, dort bricht es wieder das Geld für Militärzwecke aufbringen( Beifall rechts). ein Mittel eine Zauberwirtung ausüben zu unferen auf. Ein Vertrauen in die Gegenwart hat niemand. Sie haben Nach einigen persönlichen Bemerkungen wird die Berathung Gunsten: die Befreiung Polens von Rußland, die Wieder- ein Bertrauen in die Zukunft auch nicht. Eine vollkommene um 5 Uhr bis Freitag 12 Uhr vertagt. Herstellung Bolens. Eine halbe Million Flinten nach Polen Umgestaltung ist nothwendig nach allen Richtungen hin. und ncich dem Often, die nöthigen Offiziere dorthin und Für die Politik muß eine andere Moral eingeführt werden. es würde fofort im Innern Rußlands eine Revolution aus Was wir stets als fittlich gefordert haben auf privatem Gebiet, brechen. Der Reichskanzler verwies auf die Presse. Aber was muß es auch auf politischem Gebiet sein, nicht das Christenthum in den ressischen Zeitungen steht, steht blos mit Erlaubniß der im Munde führen und für den Krieg, den Massenmord VorRegierung da, und die Regierung ist der Zar. Nicht der Zar bereitungen treffen. Es ist nicht möglich, daß das heutige Militärwill den frieden erhalten, wie der Reichskanzler fälschlich be- system fortgefeßt werden fann. Es muß dagegen Protest hauptet, sondern das Bolt. Der Reichstanzler hat die Emser erhoben werden. Im Lande ist das Volk erregt über die Depesche terührt. Da ich die politische oder diplomatische Praxis neue Militärvorlage, hier sieht man nichts davon; heute Deffentliche Sigung vom Donnerstag, den 1. Dezember des Fürsten Bismard genau tannte, so habe ich in bezug auf die selbst ist der Reichstag lange nicht so befeßt, als wenn es gilt, Nachmittags 5 Uhr. Emfer Depesche meine Zweifel gehabt. Diese Zweifel wurden etwas für agrarische Zwecke herauszuschlagen. Der Militarismus Bon den Stadtvv, Singer und Wallach sind dringliche zur Gewiß.heit durch die Enthüllung von Hans Blum in den erdrückt uns; entweder geht Deutschland mit seiner ganzen Kraft Anträge eingebracht, welche sich auf die Verlängerung der Fristen nationalliberalen Grenzboten" von 1873, worin es hieß, der und seinem Mark zu Grunde, oder der Militarismus muß fallen, für die Eintragung in die Wählerlisten zum Gewerbeschiedsgericht Krieg von 1870 fei nicht recht in Fluß gekommen, Begeisterung muß gebrochen werden. Jetzt stehen wir an dem Scheidewege. fei dagewefent, aber man habe gezaudert, da sei der, Stein ins Ich will nur hoffen, daß die Majorität dieses Hauses treu bleibt In Erledigung der am 24. März beschloffenen Resolution, Rollen geformen, und dies verdanke man demjenigen, der das den Versprechungen, die sie ihren Wählern hat geben müssen. Die durch welche die Versammlung den Magistrat ersucht, zum Extrablatt der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" heraus- Wähler wollen ohne Ausnahme durch das ganze Zentrum hins befferen Erkennen der Straßennamen und Hausnummern bei gegeben habe." Da sei der Spieß umgekehrt worden, die durch bis in die Streise der Konservativen hinein fein Kompromiß. eingetretener Dunkelheit durch Anbringung von leinen Schildern Franzosen seien vor der Alternative gewesen: entweder die De Sie wollen, daß auf das Entschiedenste Nein gesagt wird! an den Straßenlaternen Vorsorge zu treffen, hat der Magiftrat müthigung oder den Krieg. Dieses Extrablatt war nichts Waffen nieder! Man gehe allmälig über in das Milizsystem, geantwortet, daß das vorgeschlagene Mittel fich nach angestellter als die berühmte oder berüchtigte Emser Depesche. Aus der suche mit den fremden Regierungen noch freundschaftlichere Be Brobe nicht bewährt habe. Dagegen sollen allmählich die vor felben Zeit wird wohl die Stizze stammen, welche in d.n legten ziehungen zu erlangen. Wenn die Deutschen ertlären: wir handenen Straßenschilder durch solche mit schwarzer Schrift auf Zagen in der Neuen Freien Presse" erschienen ist und in der find bereit, abzurüsten, wenn andere Völker nachfolgen, dann weißem Grunde ersetzt werden, welche gleichzeitig die Nummern die Bemerkungen des Herrn Hans Blum etwas ausführlicher werden alle Wölfer bei dem überall herrschenden Friedens des Häuferblocks angeben. wiedergegeben find. Im Jahre 1891 erschienen in der ,, Deutschen bedürfniß uns entgegenkommen. Ich hoffe, daß die Regierung Die Vorlage wird nach kurzer Debatte zur Kenntniß ge Nevue" Die Aufzeichnungen aus dem Leben des Grafen v. Roon, au einer Auflösung des Reichstages getrieben wird, dann wird in welchen folgente Notiz stand:„ Die Emser Depesche über die sie sehen, welches die Stimmung des Volkes ist. Wir bleiben Am 22. September haben die Stadtvv. Singer u. Gen. an Unterredung Benedetti's mit König Wilhelm war im Minister auch dem Gtat gegenüber treu unserer alten Devise: Wir be- Magistrat die Anfrage gerichtet: rath von Bismard in der Wilhelmstraße redigirt und durch das willigen feinen Mann und feinen Groschen diesem Syftem. Wir welche Schritte, betreffend die schleunige Jnangriffnahme Wolff'sche Telegraphenbureau, von Ems datirt, in die Welt ge- machen das Vaterland dadurch nicht wehrlos, sondern stärker. städtischer Erd- und Bauarbeiten, der Magiftrat in Ge fchickt." Dann tam in diesem Jahre das Interview mit Harden, Das Bolt sagte: videant consules! ich sage: videat populus. mäßheit der Zusicherung des Bürgermeisters Zelle vom in welchem Bismarck das, wovon er behauptet hat, die Sozial- daß der Schaden, der das Vaterland bedroht, nicht weiter und 3. März d. J. gethan hat und welche er noch zu thun demokraten wären damit 20 Jahre lang frebsen gegangen, zu weiter um sich greift.( Bifchen rechts. Beifall bei den Sozial- gedenkt, um der für den kommenden Winter drohenden gegeben hat. Er hat gesagt: Der König schickte mir die demokraten,) großen Arbeitslofigteit entgegenzutreten. Depesche mit der Weifung, sie ganz und gar oder theilweise Abg. v. Frege( dlonf.): Der langen Rede bes Borrebners Bezüglich des ersten Theils der Anfrage läßt sich de zu veröffentlichen, und als ich sie nun redigirt hatte, rief fann ich nur die Worte entgegenstellen: von Zeit zu Zeit feh' ich Magistrat in seiner der Bersammlung zur Kenntnißnahme refp. zur Moltke: vorher war es eine Chamade, jetzt ist es eine Fanfare. den Alten gern. Aber von seinen diplomatischen Utopien wird Beschlußfaffung über die aus Anlaß der ergriffenen außer Fürst Bismarck, der geheime Chefredakteur der Hamburger das Volf nichts wissen wollen. Nicht die Gedanken verbergen ist ordentlichen Maßregeln eingetretenen Etatsüberschreitungen zu Nachrichten", gab in seinem Organ die Richtigkeit unserer Be- jegt die Regel der Diplomatie, sondern die Wahrhaftigkeit( Ge- gegangenen Vorlage vom 22. November dahin aus: Es liece in hauptung ausdrücklich zu, indem er sagte: ja, ohne dies wäre lächter links), und der Reichskanzler hat mit der Richtigstellung der Natur der Sache, daß zur Beschäftigung der ad Deutschland nicht einig geworden. Der Reichstanzler Graf der Emser Depesche der Diplomatie des Fürsten Bismarck einen manueller b. h. Handarbeit suchenden Personen in erster Caprivi hat uns nun eine neue Depesche vorgeführt, nach welcher großen Dienst erwiesen. Der Sozialdemokratie wird das sehr Linie die städtische Park- und Gartendeputation durch Anordnung Fürst Bismarck die Redaktion vorgenommen hat. Bisher hatte unangenehm fein.( Widerspruch links.) Zwei Faktoren hat von Erdarbeiten beitragen konnte, weil solche unter der Anleitung man geglaubt, daß die ursprüngliche Depesche enthalten seit in Herr Liebknecht vergessen: die Gottesfurcht und unseren von Aufsichtsbeamten auch von weniger geübten Berfonen aus dem Radziwill'schen Bericht. Wir haben nun erfahren, daß Bauernstand, der von der Sozialdemokratie nichts wiffen geführt werden können. Die Deputation habe deshalb tros er Dieser erst vier Tage nach der Redaktion der Emser Depesche in will.( Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Die Kaiser- schwerender Witterungsverhältnisse um die Mitte Februar cr. vor Berlin angekommen ist. Dieses neue Attenstück läßt nun die liche Botschaft, welche den Frieden zwischen den verschiedenen nehmen laisen: Sache vollständig auf dem alten Fleck, ja fie läßt die Summe Berufsflafsen herbeiführen will, ist der Standpunkt, auf dem wir Die Reinigung des größten Theils der Plänterwald der von Bismarck verübten Schuld noch größer erscheinen. Wenn stehen. Die Mehrheit des deutschen Boltes folgt uns und micht Eulturen hinter Treptow durch Umgraben, die Melioration versucht worden ist, die Zweifel an der Wahrheit unserer Be- ben Sozialdemokraten, die nur bei den unreifen Jungen in den der Baumschule am Schlesischen Busch, Wegeverbefferungen hauptung in bezug auf die von Bismard redigirte Depesche zu großen Städten Anhang finden.( Widerspruch bei den Sozialdaselbst, Holzungen im Treptower Part und in de erschüttern, so ist das dem Nachfolger Bismard's, von fo demokraten.) Wenn die Militärvorlage das erreicht, daß die Parkanlagen der Stadt, bezw. Anpflanzung großer Bäume eblen Motiven er auch geleitet sein mag, mißlungen. Die neue jungen Leute mehr als die verheiratheten Männer in die Reihen Uferbefestigungen an der Spree, Baumanpflanzungen an de Depesche beweist, daß Fürst Bismarck allerdings den Text zu der Armee eingestellt werden, so wäre das ein großer Segen. Straßen, Arbeiten zur Unterhaltung der Schmuckpläge fammengezogen hat. Bismarck wußte ganz genau, daß die Aber wir wollen unsere Söhne und Brüder nicht als Voltsmiliz und die Nenanlage eines Fahrweges im Treptower Part Weigerung des stönigs, weiter mit dem französischen Gesandten den Waffen der jegigen Zeit ausfezen. Herr Liebknecht hätte Die entstandenen Mehrausgaben über den Etat habe au verkehren, noch feine endgiltige gewesen sei, während jezt in feine Rede in Paris halten sollen, um seine dortigen Freunde zu 58 078,63 M. betragen. Ebenso fei vermehrte Beschäftigungs Der Emser Depesche die Sache so dargestellt ist, als ob der König, belehren. An den Schutzöllen, die Herr Liebknecht getadelt hat, gelegenheit, wenn auch nicht in gleich bedeutendem Umfange, be nachdem Benedetti die Forderung gestellt hatte, der König folle werden wir unentwegt festhalten. Die einzige fachgemäße Rede der Straßenreinigung, der Kanalisationsbau- Verwaltung, be ausdrücklich auch für die Zukunft sagen, er sei als Haupt der war die des Abg. Frißen, der fich hauptsächlich mit dem Etat Hoch- und Tiefbau- Berwaltung geschaffen worden. Die Erhöhung Familie gegen die Kandidatur, gesagt hätte, er würde den Ge- beschäftigt hat. Wir werden unsere Stellung zur Militärvorlage der Almofen- und Pflegegelder, fowie der extraordinären Unter fandten überhaupt nicht mehr empfangen. Jeder, der diese bei der Berathung derfelben darlegen; wir werden sie mit stübungen um ein Drittel des Betrages innerhalb der Armen Depesche lieft und von diplomatischen Formen eine Kenntniß hat, patriotischer Gesinnung und Gewissenhaftigkeit prüfen; aber eine verwaltung habe den dafür zur Verfügung gestellten besondere müßte auf den Gedanken kommen, daß der diplomatische Verkehr Bitte möchte ich an den Reichskanzler richten, daß er seine Vor- Kredit von 450 000 m. noch um 207 509 Wt. überschritten. abgebrochen sei. Danach blieb allerdings der französischen lage allein vertreten möge und nicht auf andere Weise, wie sie Was den zweiten Theil der Anfrage betrifft, welche Schritt Regierung, wie Hans Blum es richtig darstellt, teine andere in der Preffe geschehen ist, z. B. durch das Militärwochenblatt, deffen der Magistrat zu thun gedenkt, um der für den kommenden Winte Wahl, als Demüthigung oder Krieg. Es tommt noch ein anderes Auslaffungen die Landwehrleute auf das tiefste empört haben. drohenden großen Arbeitslosigkeit entgegenzutreten, ist der Ma erschwerendes Moment hinzu. Um 6 Uhr erhielt Benedetti Die einfachen Landwehrleute, welche tagüber in ihrer Werkstatt gistrat der Ansicht, daß zur Zeit noch keine Veranlassung vor den Besuch eines Adjutanten des Königs, der ihm mittheilte, der oder hinter dem Pfluge beschäftigt find, lefen nicht viel und liegt, aus dem gewöhnlichen Rahmen der regelmäßigen Arbeiten König babe Nachricht über den Verzicht empfangen, und er be- tönnen die Mißverständnisse sich nicht erklären, die wir uns allen wie sie der gegenwärtige Gtat aufführt und wie sie der vo ruhige sich dabet. Dabei war durch den Bevollmächtigten Frant falls ertiären tönnen. Bezüglich der neuen Steuern, welche der ihm vorzulegende Entwurf des Etats pro 1893-94 porjebe reichs ausgesprochen, daß für ihn diese Sache jetzt erledigt fei. Pundesrath uns zu Weihnachten befcheeren will, bin ich dankbar, wird, hinauszugehen. Schon jetzt eine für den tommen Diese formelle Erklärung erfolgte laut dem Bericht von Radziwill daß die Tabakjteuer ausgeblieben ist. Sie betrifft eine Industrie, den Winter drohende große Arbeitslosigkeit anzuerkenne um 6 Uhr Abends. Nun war der Draht zwischen Ems und welche lange beunruhigt worden ist, und welche, weil sie die und daraufhin mit außerordentlichen Vorschlägen un Berlin ficherlich nicht abgeriffen. Fürst Bismard hätte mindestens fleinsten Leute umfaßt, besondere Berücksichtigung verdient. Er Anforderungen zu tommen, würde weder den um 8 Uhr in Kenntniß gefeßt sein tönnen. Damals war es freut bin ich durch die Verdoppelung der Börsensteuer; damit fächlichen Verhältnissen, soweit fte zu übersehen sind, ent noch Zeit, wenn auch nicht die Extrablätter zurückzunehmen, so wird ein Lieblingswunsch unseres verstorbenen Kollegen v. Wedell- prechen, noch rationell sein, da, von anderen Bedenken abgefehen doch zu verhindern, daß diese Grirablätter einen diplomatischen Malchow erfüllt. Die Börse billigt auch eine folche Steuer; frei- dergleichen Vorschläge und Anforderungen nur einen noch größere amtlichen Charakter dadurch erhielten, daß sie den amtlichen Atten- lich fann ich mich dabei nur auf eine chriftliche Autorität be Bugang von beschäftigungslosen und anspruchsvollen Nichtberliners ftüden an die Regierung beigelegt wurden, was nach 11/4 Uhr Abends rufen, und bei gewiffen Leuten haben in Börsenfragen nur nach unserer Stadt zur Folge haben und dadurch den hiesige geschah. Um diese Zeit war Bismarck im Besitz der Nachricht, femitische Bürger Autorität. Es ist unwürdig, daß wir Geld zu Ortseingefeffenen nur die Arbeitsgelegenheit und den Arbeits Daß der französische Gesandte sich beruhigt erklärt hatte. Daß Rüstungen gegen Rußland ausgeben, während gleichzeitig. Die verdienst schmälern würden. In dieser Beziehung feten bet de eine Gereiztheit zwischen dem französischen Gesandten und russischen Anleihen an unserer Börse untergebracht werden. Be Magistrat oft Klagen darüber geführt worden, daß nicht selter dem Könige von Preußen nicht vorhanden war, dafür haben wir züglich der Biersteuer fann ich erklären, daß ich ein Gegner des von außerhalb erft kürzlich eingewanderte Arbeiter eine amtliche Tepesche, welche aus dem Buche Benedetti's bekannt Sneiplebens bin, welches leider Gottes im deutschen Bolte um sich eigentlichen Berliner Arbeitern vorgezogen würden, so da ist. Der König war so wenig beleidigt, daß er dem französischen gegriffen hat. Deshalb findet die Erhöhung der Biersteuer meine er die betheiligten städtischen Verwaltungsstellen angewiefe Gesandten mittheilen ließ, daß er ihn vor seiner Abreise nach vollste Billigung. Die Entwicklung hat schon dahin geführt, daß der habe, obwohl eine derartige Unterscheidung oft im einzelnen Berlin auf dem Bahnhoje noch empfangen würde, und dieser Großbetrieb der Brauerei sich vermehrt hat und die kleinen Brauereien, alle schwierig ist, dennoch, wenn irgend thunlich, die hiesige Emgfang hat wirklich am Nachmittage des 14. um 3%, Uhr statt- welche auch der Landwirthschaft zu gute kommen, zurückgedrängt hat. Arbeiter vor den auswärtigen in erster Linie und vorzugswei gefunden. Der König von Preußen und Benedetti fprachen in Wir können nur den Bundesrath bitten, die großen Brauereien zu beschäftigen. nommen. den M that be der freundlichsten Weise miteinander, und es wurde damals aus- stärker heranzuziehen; die Rücksicht auf die Dividenden der Der Wlagistrat erfucht nun die Stadtverordneten Verfami gesprochen, es habe weder einen Beleidigten noch einen Be Brauereien spielt dabei feine Rolle. Nun tomme ich zum lung, zu beschließen, sie sehe die Anfrage der Stadtverordnete leidiger gegeben; im Gegentheil, der franzöfifche Gesandte rühmte Schmerzenskind der Landwirthschaft: der Branntiveinsteuer( Aha! Singer und Genoffen vom 22. September d. J. für erledigt a Die Freundlichkeit des Königs von Preußen. Als Letzterer nach links). Ich will nicht den Branntwein weniger besteuern, als und genehmige die durch die Maßregeln sur Linderung der i Berlin fam, war inzwischen die Emfer Depesche erschienen, andere Getränke; aber der Branntwein des armen Mannes Winter 1891/92 stattgehabten Arbeitslosigkeit im Etatsjah und als Benedetti nach Frankreich fam, war schon der( Widerspruch links) muß berücksichtigt werden; das hat niemand 1892/93 entstandene Etatsüberschreitung im Gesammtbetrage vo Krieg erflärt. Aus der franzöfifchen Kammerdebatte u. 1. w. überzeugender ausgeführt, als Fürst Bismard, deffen voltswirth 58 078,68. geht hervor, daß diese Emser Depesche bem amtlichen schaftliche Autorität Sie doch wohl anerkennen tönnen. Die Stadto. Ginger: Am 3. März d. J. hat der jetzige Ober Aftenfiice beigelegt war und den Ausschlag gab. Jch Steuererhöhung von 50 auf 55 Pf. kann nur dann gebilligt were Bürgermeister Belle in der Distuffton unseres Antrags wege C 0 en en 18 el зе rt el irrt er sehr. Ein Schlußantrag wird angenommen. Stadtv. Stadthagen war noch zum Worte gemeldet. wir 2. den Termin für die Anmeldungsfrist auf 14, mindestens aber auf 8 Tage zu verlängern. Berlin, den 29. November 1892. Wallach 1. Gen. II. Die Versammlung wolle Beschließen, den Magistrat zu ersuchen, den Termin zur Eintragung in die Wählerlisten für die Wahl der Beisiger zum Gewerbegericht bis zum 15. Dezember d. J. zu verlängern. Berlin, den 29. November 1892. Tokales. " Beschaffung von Arbeitsgelegenheit für die Arbeitslosen ausge- zur Arbeit zu geben. Wir werden deshalb, ba der Magiftrat führt: Der Magiftrat hat befchloffen, über das etatsmäßige bazu nicht gewillt ist, unfererseits mit Anträgen an die VerRecht hinaus auf seine Verantwortung im Sinne und in der fammlung fommen und sie vor die Entscheidung darüber zu stellen Richtung dieses Antrags vorzugehen, in der Hoffnung, nachher haben. Indemnität dafür bei der Versammlung zu finden. Die Verhandlung wird hier unterbrochen und die Wahl eines ( Bravo!) Er hat sich abec gehütet, mit Einzelheiten vor die befoldeten Stadtraths und der unbefoldeten Stadträthe vor Deffentlichkeit zu treten, weil er befürchtete, daß wenn derartiges genommen. Zum befoldeten Stadtrath wird Magistratsassessor bekannt würde, Der Zuzug von außen.. noch stärker werden Mug dan mit 87 von 115 giftigen Stimmen gewählt, zu un würde, als er infolge früherer Maßregeln, die wir getroffen haben, besoldeten der Stadtv. Mielenz und der Rentier Paul Babel. nach unserer Beobachtung schon geworden ist. Ich möchte also Darauf wird die Debatte fortgesetzt. in diesem Augenblicke Einzelheiten nicht erwähnen, darf Singer u. Gen. Oberbürgermeister 3elle: Ich muß den Vorwurf, daß wir aber Die Antragsteller bitten, mit der Parole des Stadtfyndikus Eberty: Der Magistrat hat gestern be von dem Leben und den Verhältnissen der Einwohnerschaft uns Magistrats einverstanden zu sein, in der Sache zu thun soviel teine Kenntniß verschaffen, zurückweisen. Wir beobachten un- fchloffen, die Frist bis zum 11. b. M. 31 verlängern und die Bewie möglich, davon zu sprechen so wenig wie möglich." Daß ablässig die Umstände, welche eine Arbeitslosigkeit herbeiführen zirtsvorsteher und das Polizeipräsidium am 24. und 25. November menig darüber gesprochen worden ist, steht fest, denn vom und Abhilfe nothwendig machen können. Man fann aber über ersucht, die Bescheinigungen zu ertheilen. Magistat haben wir seitdem in der Sache nichts mehr gehört. Den Beitpunkt des Eingreifens verfchiedener Meinung sein. Nach Stadtv. Singer zieht seinen Antrag hiernach zurück, bringt aber Desto mehr sollte in der Sache gethan werden. Aber wenn das einer Berechnung der Bauberufsgenossenschaft find im vorigen zur Sprache, daß das Anmeldungsformular, vermuthlich wegen der Wort von den kreisenden Bergen, die ein Mäuslein gebären, Jahre seitens der Baugewerbe 8 Millionen Mark Arbeits- Gile, die für die Herstellung geboten war, unzweckmäßig gestaltet Wahrheit ift, dann kann man es wirklich auf die jetzige Vorlage föhne mehr als vorher gezahlt worden.( Sört, hört 1) Herr ist. Die Angaben über die bürgerlichen Ghrenrechte, die schwebenanwenden. Glaubt der Magistrat, mit der ftolossalen Ueberschreitung Rollege Singer wirft uns mit Unrecht Langsamkeit vor. den Strafverfahren und die eventuellen Beschränkungen der freien von 53 000 Mart unsere Forderungen erfüllt au haben, so Beim städtischen Obdach haben wir. bem Baukonsens Verfügung über das Vermögen könnten Arbeitgeber und BezirksDie Fragen seien auch Auch der Hinweis auf Ausgaben, welche schon am 26. August nachgesucht, obwohl die Versammlung vorsteher elfach gar nicht bestätigen. andere Verwaltungszweige gemacht haben, Ausgaben, die leider erst am 20. Oktober hier den Kostenanschlag zur Genehmigung durch das Gesetz gar nicht vorgeschrieben. Das Formular müsse Ausführung deffen, was der Oberbürgermeister Belle damals als blos am 26. November die vorläufige Bauerlaubniß. Wenn Herr zirtsvorsteher auch in den Mittagsstunden die Bescheinigungen die Ansicht des Magistrats binstellte, hinweghelfen. Was die Stadtrath Eberty: Die Zahl der Anmeldungen beträgt Bergangenheit betrifft, so hätte von außeretatsmäßigen Aus. Singer das Gleichniß von den Bergen und der Maus anwendet, ausstellten, um den Arbeitern die Erlangung zu erleichtern. so übersieht er, daß bei der Parkdeputation neben der Ueber gaben ganz abgefehen, der Magistrat doch alle Veranlassung schreitung auch noch andere zahlreiche Arbeiten, die erst im erst insgesammt 9000. Daran ist das Formular also nicht gehabt, Die DON ber Bersammlung bereits beschlossenen Gommer ausgeführt werden sollten, schon frühzeitig ausgeführt schuld, wenn 406 000 Arbeiter in Betracht kommen. Die Frage Bauten lebhafter und energischer in Angriff nehmen zu worden sind. Herr Singer weiß auch genau, welche Mittel an nach den bürgerlichen Ehrenrechten ist bereits zurückgezogen worden. laffen. Die Straßenreinigungs- Verwaltung hätte, ftatt sich auf Bereine gegeben sind, benn er war in der Kommission. Nach diesen Erklärungen zieht auch Stadtv. Wallach ibre etatsmäßigen Kräfte zu beschränken, und sie zahlt doch( Widerspruch.) Bei dem Mehrerforderniß von 200 000 m. feinen Antrag zurüd mit 2,50 M., wovon noch 25 Pf. für Handwerkzeug u. f. m. in bei den Pflegegeldern verlangt Herr Singer, Schluß gegen 9 Uhr. Abzug fommen, ihre Leute nicht gerade übermäßig gut durch hätten mehr geben müssen, weil die Zahl groß ist Bertürzung der Arbeitszeit der Angestellten für die Einstellung vorher sollten wir mehr geben, weil die Zahl liein iſt! einer größeren Anzahl Leute Gorge tragen follen, sie hätte banu Endlich greift er den Magiftrat an, weil er nicht den Maurerder Arbeitslosigkeit viel träftiger steuern können. Berlin hätte meistern und den Zimmermeistern durch Konventionalstrafen auf damit nicht einmal etwas Außergewöhnliches gethan; in erlegt, feine auswärtigen Arbeiter anzunehmen. Auch außerhalb Paris und London geschieht das längst, wie wir deun Berlins giebt es Gingers, welche die Freizügigkeit der Arbeiter in Beziehung auf die Fürsorge namentlich für die hochhalten. Wenn wir in dieser Weise die Freizügigkeit der Ar- Die große Berliner Pferdebahn Gesellschaft, deren unbeschäftigten Arbeiter von beiden Städten bereits jetzt beiter unterbänden, würde bald der Vorwurf laut werden, daß Praktiken in dem jüngst stattgehabten Versammlungen der Anüberflügelt worden sind. Die Arbeiten an den Wasserwerken am wir eines der werthvollsten Rechte des Arbeiters hintanfeßten. gestellten im Verkehrsgewerbe schon genügend gekennzeichnet Müggelsee find nicht einmal so gefördert, wie schon die Rücksicht( Beifall.) worden sind, plant wieder einen neueu Roup gegen eine Anzahl auf Beschaffung gesunden Trinkwassers für die Stadt geboten Stadtv. Baumgarten: Das Recht auf Arbeit durch die ihrer Beamten. Sie will nämlich, wie die Berliner Presse" hätte. Bei der Besichtigung der Arbeiten durch die Versammlung Gemeinden vertritt wohl niemand in diesem Saale außer den mittheilt, eine größere Zahl von Beamten entlassen, die hauptwar die Hälfte des Terrains noch nicht in Angriff genommen Anhängern des Herrn Singer. Wohl geben wir den Leuten, die sächlich im„ inneren Dienst" beschäftigt sind. Unter den zur Entund relativ wenig Arbeiter daselbst beschäftigt. Ebenso ist mit arbeiten können, lieber Arbeit als Almofen, aber ein Recht darauf lassung in Aussicht genommenen Beamten sollen sich auch solche den Sajenarbeiten am Urban, von denen jetzt seit Jahr und besteht für die Arbeiter nicht. Solch Idealismus ist wohl an- befinden, welche bereits ein Jahrzehnt und darüber den InterTag die Rede ist, nicht entsprechend vorwärts gegangen worden. gebracht in einem einen Anwesen mit seßhafter Bevölkerung, effen der Gesellschaft unter Aufopferung ihrer besten Kraft treu Im Frühjahr sollen kontraktliche Bestimmungen im Wege ge- aber nicht in Berlin mit feinen 1600 000 Menschen. Das Mög- gedient haben und zum Theil mit starker Familie gesegnet sind. standen haben, und auch im Sommer ist nicht weiter davon liche, ja fast mehr als das Mögliche ist geleistet worden. Sie Wahrscheinlich hätte die Direktion ihre Absicht bereits ausgeführt, die Rede gewesen. Besonders drastisch aber, bezüglich des haben ja so viel Geld, um Streiter in Bewegung zu seßen und wenn sie nicht, wie vermuthet wird, einen Entrüftungssturm Tempos, in welchem Diagistrate beschlüsse ausgeführt werden, zur Wahlagitation, warum geben Sie fein Geld für die Hilfs der öffentlichen Meinung fürchtete, der sich doch sicherlich ers find die Borgänge beim städtischen Obdach. Das Asyl ift be: bedürftigen?( Lachen bei den Sozialdemokraten. Ruf: Der Neid!) heben dürfte, wenn gerade jetzt bei Ginbruch des Winters und tanntlich im vorigen Winter weit über seine Aufnahmefähigkeit Beigen Sie doch ber Bourgeoisie, was Sie leisten können! Den furz vor dem Weihnachtsfeste die Entlaffung in Ausführung hinaus belegt worden, wir haben den Bau von zehn neuen Kreisen, die Sie vertreten, find wir außerordentlich weit entgegen gebracht würde. Man will deshalb bis zum Februar tomBaracken im März beschlossen und mehrmals auf Beschleunigung gekommen. Andere Kreife leiben viel schwerer. Der Mittelstand menden Jahres warten und dann den auf die Straße Gesetzten gedrungen; jest im Nove.aber fängt man, wie ich mich persön ist heute der allerbedrückteste.( Buftimmung.) gegenüber noch in der Weise den Humanen spielen, daß man lich überzeugt habe, auf dem Terrain für die Baracken mit der ihnen als eine Art Schmerzensgeld" ein Monatsgehalt als Anlegung einer Waschküche an, während zunächst von den Remuneration zu geben beabsichtigt. Das ist billig und sieht gut Baracken felbst noch teine Rede ist. Wir werden also wieder bas erbauliche Schauspiel Schauspiel erleben, daß statt Stadtv. Singer( persönlich): Der Oberbürgermeister irrt, aus! Spürt man nach ben Gründen dieser geplanten Entlassungs1400 Leute deren 2400 in die unzulänglichen Räume auf wenn er glaubt, ich wäre Mitglied der Nothstandskommiffion maßregel, so findet man fofort einen sehr plausiblen und nicht genommen werden, daß man die Obdachlosen zum Theil auf den gewesen; der Antragsteller wurde in diesem charakteristischen schlecht klingenden Vorwand. Man will sparen, sparen freilich zu Korridoren wird lagern lassen müssen. Bei diesem Bau hätten alle nicht in die Kommiffion gewählt. Bezüglich der aus- Gunsten der darbenden und frierenden Aktionäre, man will doch gewiß zahlreiche Arbeitslose Beschäftigung finden können. wärtigen Arbeiter habe ich nicht gefagt, was mir der Ober- fich einschränken zu Ungunsten der noch übrig bleibenden Angestellten, auf deren starke Schultern die große freiwerdende In diesem Punkt find die Versicherungen des Ober- Bürgermeisters bürgermeister in den Mund legt. nicht in dem Maße erfüllt worden, auf welches zu rechnen wir Zur Geschäftsordnung macht Stadtv. Stadthagen den Arbeitslast dann gepackt werden soll. In der That besteht diese ein Recht hatten. Daß die für die Erhöhung der Pflegegelder Borsteher Langerhans darauf aufmerksam, daß vor der Ab- lettere Abficht auch. So will man beispielsweise den größten ausgeworfenen 450 000 Mart noch um 200 000 Mart Stimmung über den Schlußantrag ein Mitglied auf der rechten Theil oder gar den ganzen Billet- Kontrolldienst, welcher Nachts überschritten werden mußten, spricht doch Seite bei der Mittheilung, daß Stadtv. Stadthagen noch zum nach Beendigung der Fahrten vor sich geht, in der Weise„ verTediglich für das Vorhandensein des von Ihnen geleugneten außer Worte gemeldet sei, zwischengerufen habe: der fann ja nach einfachen", daß man ihn unter die ohnehin schon vielgeplagten ordentlichen Nothstandes, beweist, daß wir thatsächlich im vorigen Leipzig gehen! und ersucht, den Betreffenden aufzufordern, feinen und viel zu spät zur Nachtrube tommenden Kondukteure und Kontrolleure zu vertheilen gedenkt, ohne freilich, das sei besonders Winter unter Berhältniffen gelebt haben, die ein Eingreifen der Namen zu nennen. betont, eine bessere Besoldung dieser Angestellten- Kategorie einBehörde dringend nöthig machten. So schlagen fich die Herren Der Vorsteher giebt dem Ersuchen keine Folge. treten zu laffen. alfo mit ihren eigenen aftenmäßigen Zahlen. Wenn der In der zweiten Berathung führt Daß diese Nachricht sich bestätigen wird, glauben wir um Magistrat nun erklärt, daß für den bevorstehenden Winter einen Stadtv. Stadthagen, wiederholt von heftigem, Lärm drohenden Nothstand anzuerkennen den thatsächlichen Verhält der Versammlung unterbrochen, aus, es sei dem Oberbürgermeister fo eher als die Große Berliner Pferdebahn Gesellschaft hinniffen nicht entspräche, so muß ich daran verzweifeln, die Quellen nicht gelungen, mitzutheilen, welche Wege er zur Feststellung der länglich bekannt dafür ist, daß sie die Arbeitstrait ihrer Angezu ermitteln, aus denen der Magistrat geschöpft hat. Wer in Bahl der Arbeitslofen eingeschlagen hat. Die Bezugnahme auf stellten ausnutzt bis zur äußersten Grenze. Die Gesellschaft zahlt ben gewerbtreibenden Kreisen umberkommt, die Ber eine Berufsgenossenschaft beweist nichts. Allgemeine Nebensarten ihren Attionären, fso viel uns bekannt ist, 12 pet. Dividende. hältniffe nur ein wenig fennt und nicht abfichtlich und das Ableugnen des Nothstandes sind keine Beweise. Dem Die Aftionäre sind von der Direktion, die ihnen ihr Geld und hermetisch sein Ohr vor den den Tageserscheinungen Stadtv. Baumgarten, der in seiner Art einen noch stärkeren so hoch verzinst, natürlich ganz entzückt und ertheilen ihr ein verschließt, fann unmöglich dieser diefer Magistratsauffassung Rothstand zugiebt, ist das sozialpolitische Verständniß wenigstens Vertrauensvotum über das andere. Es ist bezeichnend für den folgen. Ich möchte wirklich bitten, die Anhaltspunkte anzugeben, schon etwas aufgebämmert( Lachen und großer Larm). Geist, von welchem diese Geldproßen von Attionären beseelt sind, auf welche diese Meinung des Magistrats sich gründet. Er Sein Zugeständniß, daß Sie nicht zur Abhilfe im stande daß noch in keiner Generalversammlung des niedrigen Gehaltes der denen Arbeiterorganisationen und bei den Arbeitsnachweisen der im stande ist. Wenn Sie abheljen tönnten, dann würden nur mit einer Silbe Erwähnung geschehen ist. Und dabei wäre Arbeiter und Arbeitgeber sich zu erkundigen, dann wäre er zu Sie eingeräumt haben, daß Sie nicht abbelfen wollen. es doch wirklich nicht schlimm, wenn sich diese Attionäre statt einer anderen Auffassung gekommen. Wenn ferner der Say, bie( Stürmische Unterbrechung.) Ich siehe diesen Schluß aber aus mit 12%, mit 10 pet. Dividende begnügten. Das machte die Leute nicht arm und die am schlechtesten bezahlten Beamten Anerkennung der drohenden Arbeitslosigkeit sei wegen des event. feiren Ausführungen gar nicht.( Stadtv. Bergemann: zu befürchtenden Zuzugs von außen nicht opportun, in einem Wachen Sie es doch!) Dieser Zuruf ist, da wir hier dank der könnten beffer befoldet werden. Für ihre neueste HinausschmeißAftenstück des Echildburger Magistrats vorgekommen wäre( Unruhe), Klaffengesetzgebung nicht die Mehrheit haben, nur ein Sohn auf Maßregel wird die Direktion natürlich auch den gerührtesten dann würde man dafür Verständniß haben; im Berliner Magistrat unsere Wähler. Der Hinweis auf unsere gefüllten Kassen ist doch auch Dank der Aktionäre ernten. Die Dividende steigt vielleicht bis wünschen wir eine solche Bogelstrauß- Politit nicht zur Geltung hinfällig. Wir wollen ebenso wenig Almosen geben wie Sie. Die auf 13 pet. und die Aktionäre tönnen 1/2 pet. mehr in die tommen zu sehen. Wir alle wissen ganz genau, daß die Arbeits- Stadt hätte recht wohl mehr Arbeitsgelegenheit schaffen können. Was Taschen stecken. Daß dadurch eine große Zahl von Ungestellten losigkeit dieses Winters einen Umfang erreichen wird, größer das Obdach betrifft, so hat die Baudeputation ungemein langfam dem wirthschaftlichen Untergang entgegengeführt werden, dürfte felbft als der des traurigen Vorjahres. Aber charakteristisch ist, gearbeitet, fast ebenso langsam wie das Polizeipräsidium. Bom bas Diner feines der Herren weiter unangenehm stören. daß derfelbe Magistrat, der das befürchtet, durch seine eigenen Safen am Urban, von den Wafferwerken am Müggelfee hat der Der Baustellen- Wucher steht in üppigster Blüthe. NachMaßnahmen diesen Zuzug bejördert und begünstigt. Denn er Oberbürgermeister garnicht gesprochen. Am wunderbarsten und dem Jahrzehnte hindurch mit den Terrains im Weichbilde und läßt seine Arbeiten nach privatkapitalistischem Systeme besorgen, unverständlichsten war aber, daß wir hingestellt wurden als an der Beripherie der Stadt eine ausgedehnte Agiotage getrieben giebt alle städtischen Arbeiten den Unternehmern in Regie, und solche, die gegen die Freizügigkeit aufgetreten wären. In seinen worden ist, zieht sich die Baustellen- Spekulation nunmehr nach dieselben Unternehmer, die er hat anweisen lassen, in der Regel Vorlagen nimmt der Magiftrat ganz entsprechend den Auslassungen den Vororten zurück, um das Geschäft dort fortzusehen. nur Berliner zu beschäftigen, schicken ihre Agenten in die Proving, des Oberbürgermeister Belle vom 3. März den Standpunkt ein, In den Aufsichtsraths- Sizungen des Berlin- Charlottenburger um von hier billigere Arbeitskräfte zu beschaffen. Mit städtischem die Freizügigkeit möglichst zu erschweren, und heute tritt er Bauvereins und der Berlin- Wilmersdorfer Terraingesellschaft Gelde geft, icht hier also, was der Magiftrat gerade verhindern mit Berufung auf die Freizügigkeit gegen Singer auf, der diesen theilten die Direktionen mit, daß diese beiden Gesellschaften bisher will. Das entbehrt doch jeder Logit. Daß sich die Sache so Standpuntt tabelt. Darin liegt doch ein gewaltiger Wider im Jahre 1892 2 807 398 m. refp. 1959 000 m. an Terrainverhält, hat. f. 3. Stadtrath Struve ausdrücklich zugegeben. In fpruch. Es ist ja noch nicht lange her, daß wir hier einen verkäufen profitirt hätten, und zwar hat die erstgenannte Geanderen großen Städten begegnen wir einer anderen Hand- städtischen Zentral- Arbeitsnachweis forderten und die Dinge zur sellschaft, um diesen Gewinn erzielen zu können, nur wenige habung. In London, der Hauptstadt des Landes des Manchester Sprache brachten, die der Stadtv. Singer bezüglich der unter: 381 000 Quadratmeter verkaufen brauchen. Sie verdiente am thums, hat der county council, der Grafschaftsrath, Bedingun- nehmer ber städtischen Arbeiten auch heute anführte. Schon Quadratmeter Bauland, der ihr selbst 4,6 M. tostete, 7,4 m., gen für die Unternehmer bei Bergebung städtischer Arbeiter vorge- heute sind auf den Riefelfeldern viel mehr ausländische das ist 160 Prozent Nuzen. Die andere Gesellschaft hat fchrieben, welche das Interesse der Arbeiter vollständig wahren. Kein als inländische Arbeiter beschäftigt. Hier liegt genau das nur ca. 100 pet. Nuzen erzielt. Die Terrains beiber liegen Privatunternehmer erhält städtische Arbeiten, der nicht den von selbe vor, was die Freifinnigen mit Recht tadein, wenn zwischen Wilmersdorf und Friedenau, welche Vororte nach der Daß die Berliner den betreffenden Gewerkschaften normirten Minimallohn zahlt, es bei Slaatsverwaltungen geschieht. für das Jahr 1894 in Aussicht genommenen Infommunalisirung der nicht den achtstündigen Arbeitstag innehält. Wir können also nicht wollen, wird zwar immer wieder behauptet, ist aber falsch. von Vororten zu noch intimeren Beziehungen zu Berlin gelangen boch noch vom Ausland lernen, was von London gilt, muß bei Man richte doch die Zentralftelle ein, das foftet ja fast nichts, werden, wie jest bereits. gutem Willen auch in Berlin möglich sein. Der Parifer dann wird man sehen, was die Wahrheit ist. Jeden Augenblic Die Arbeiterbevölkerung wird somit durch den Bodenwucher Munisipalrath hat etwa die gleichen Einrichtungen getroffen. ließen sich dem Wiagistrat tausende von Arbeitslosen zur Berber Spekulanten und Banten von Jahr zu Jahr mehr in die Als wir hier vor zwei Jahren ähnliches anregten, begegneten fügung stellen. es so gemacht wird, daß Bororte gedrängt, und auch dort wird ihr der Tribut, den sie an wir dem gewohnten Hohngelächter in diesem Saale. Ohne man, wie Herr von Forckenbeck, für die Arbeitslosen nicht zu die Spekulation zu zahlen hat, voll herausgepreßt. Hand in die von Ihnen mit Recht vergötterte Staats und sprechen ist( Großer Lärm, Pfui!- und Schlußrufe) denken Sie Hand mit dieser systematischen Grundstücksspekulation geht die Gesellschaftsordnung zu diese Gin- doch, welche Erbitterung richtungen auch für Berlin gemacht werden. Mit der wie dieses Moment bei den Februartrawallen mitgespielt hat. entfehliche Uebervölkerung der kleinen Wohnungen, die noch nie Borlage bin ich also durchaus nicht zufrieden; die goldenen( Andoornde große Unruhe). Die Befürchtung, daß auch je zuvor einen solchen gesundheitswidrigen Grad erreicht hat, wie in diesem Jahre. Die Wohnungsphilanthropen aber betreiben ihre Worte des Oberbürgermeisters, feine Bersicherungen sind nur in wieder fast nichts oder gar nichts für die Arbeitslosen geschehen Spielerei mit so ernsthafter Miene fort, als glaubten sie wirklich, ehr geringem Maße zur Wahrheit geworden. Auch das Zehn- wird, ist also nur zu gerechtfertigt. Wir werden Ihnen mit An daß sie die Lösung der Arbeiter- Wohnungsfrage in der Tasche fache von 53 000 m. hätte die Versammlung nachträglich ge- trägen kommen und Ihnen zur Entscheidung stellen, ob die Arbeit, nehmigt; ist doch auch von der überetatsmäßigen Ausgabe ein die von Gemeinde wegen gegeben werden kann, wo immer es gut Theil in Gestalt von Steuergroschen in die städtische Kaffe möglich tit, auch gegeben werden foll. aurüdgeflossen. Die Vorlage wird angenommen. De Def 119 er en cer tt te Za ខ en Gen en ze and at nt en ce ge its el te De Da fe ten gen eif eten a 00 bes ege ( Aha!) tönnten tangiren, Die Mittheilungen des Magistrats laffen es wahrscheinlich erscheinen, daß in der bisherigen Weise forty.wurstelt wird. Wir können hier nichts thun, als ammer wieder darauf hinzuweisen, was nöthig ist, um wenigstens das schlimmste Elend von einem großen Theite der Bevölkerung abzuwenden. Wir wollen teine Wohlthaten für die Arbeiter, sondern wir halten es für die Pflicht der Stadt, denjenigen, die arbeiten fönnen, Gelegenheit Aber wenn das hervorrufen mußte Es liegen zwei bringliche Anträge vor: I. Die Stadtverordneten- Versammlung ersucht den Magistrat: 1. schleunigst die nöthigen Anordnungen zu treffen, daß die Bezirksvorsteher und die tönigl. Polizeibehörden die durch die Formulare, betreffend Anmeldung zum Gewerbegericht, vorgeschriebenen Bescheinigungen ertheilen tönnen, hätten. B Ein Unheil kommt felten allein. Reiche Ernte hielt der Tod am Mittwoch in einer Familie in der Veteranenstraße. In dem Hause Nr. 20 wohnte der Diener der königlichen Strombau- Kommission, Gustav Hilger, mit Frau und Schwiegermutter. Lettere, eine Greifin von 79 Jahren, entschlief am Morgen gegen 9 Uhr fanft an Altersschwäche. Als der Schwiegersohn Hilger am Abend vom Dienst fam, machte rc sich auf, seine Verwandten von dem Todesfalle zu benachrichtigen. Seine Frau begleitete ihn noch bis zur Brunnenstraße. Als er hier die Kreuzung der Beteranen mit der Brunnenstraße überschreiten wollte, raste ein| fleisch von der Keule per 1 Rg. von 1,60-1,10 M. Bauchfleisch| Der Kommiffion ist ein Schreiben des Baron v. Rothschild zus Brauerwagen der Firma Dewald Berliner um die Ecke. Vor per 1 Kg. von 1,40-0,90 m. Schweinefleisch per 1 Kg. von gegangen, in welchem derselbe mittheilt, daß er in der That bei den Augen der Gattin wurde der Mann überfahren. Das eine 1,50-1,00 M. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-1,00 Mt. Hammel der Bank von Frankreich zwei Chec im Betrage von je eine Vorderrad zerschinetterte ihm beide Unterschenkel, ein Hinterrad fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 M. Butter per 1 Kg. von 2,80 Million Frants habe einlösen lassen. Die Checks seien bei den zerquetschte ihm den Brustkasten. Anscheinend leblos wurde er bis 2,00 M. Gier per 60 Stück von 5,00-3,00 m. Fische per Bankhause von Rothschild in Frankfurt a. M. in Zahlung ge in den Hausflur des Hauses Veteranenftr. 1 getragen, dort trat 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 m. Male von 2,80-1,20 m. geben, welches sie an das Bankhaus Rothschild in Paris übernach 10 Minuten in Wirklichkeit der Tod ein. Die Leiche wurde Bander von 2,40-0,80 M. Hechte von 1,80-1,00 m. Barsche fandte. Das letztere habe alsdann den Betrag in der Bank von nach dem Schauhause gebracht. von 1,60-0,70 M. Schleie von 2,50-1,00 M. Bleie von 1,40 Frankreich abheben lassen. bis 0,70 M. Krebse per 60 Stück von 12,00-2,00. Der Buchbinder Herr Opfermann, Frankfurter Allee 106 bei Daudert wohnhaft, theilt uns mit, daß er am Sonntag, Nachts gegen 12 Uhr, am Nettelbeckplatz in der Bedürfnißanstalt die Summe von ca. 53 m. verloren hat. Der ehrliche Finder avird gebeten, die Summe gegen entsprechende Belohnung an die pbengenannte Adresse abzuführen. Brüffel, 1. Dezember. In der heutigen Kammerfizung richtete bei Berathung des Budgets des Ausnärtigen der DePolizeibericht. In der Nacht zum 30. v. M. erhängte sich putirte Hanssens an die Regierung die Anfrage, ob diefelbe ein Strumpfwirker in seiner Wohnung, am Schlesischen Bahnhof wegen der gegen die belgischen Arbeiter im Departement Pas de Er wurde zwar noch lebend aus seiner Lage befreit, verstarb Calais begangenen Gewaltthätigkeiten der französischen Regieaber bald darauf. Am 30. v. M. wurde der wegen Taschen- rung ernste Vorstellungen gemacht habe. Der Ministerpräsident diebstahls verhaftete Zagelöhner Reibig im Polizeigefängniß mit Beernaert erwiderte, die Unterhandlungen hätten, den zwischen einer Schnittwunde am Unterleibe, die er sich mittels eines Glas- Frankreich und Belgien bestehenden Beziehungen entsprechend, Bei der Verhaftung niedergeschoffen wurde am vor- scherbens beigebracht hatte, aufgefunden und nach der Charitee einen durchaus korrekten Verlauf genommen. Die in mehreren Vor dem Hause Yorkstr. 66 wurde Nachmittags eine Orten Ausschreitungen gestrigen Vormittag im Vorort Weißensee der 23 jährige Ar gebracht. Nord Frankreichs vorgekommenen 00 beiter" Gustan Oskar Lubig, der dort als Beschützer einer im 77jährige Frau durch einen heftigen Windstoß zur Erde geworfen feien unterdrückt worden und hätten feine weitere Ausdehnung Hause Gustav Adolfstraße wohnenden Divne sein Unwesen treibt. und im Geficht und am Knie bedeutend verletzt. An der Ede angenommen. Richtig sei, daß man die deshalb Verurtheilten Rubig, welcher vom Bezirkskommando als sogenannter unsicherer der Brunnen- und Veteranenstraße wurde Abends ein Arbeiter furz nach ihrer Verurtheilung wieder begnadigt habe. Was die Rantonist" verfolgt wird, sollte festgenommen werden, und zu durch einen Bierwagen überfahren und auf der Stelle getödtet. belgischen Arbeiter, welche Schaden gelitten hätten, anlange, so ' diesem Zwecke begab sich der Amtsdiener Lippert in die Woh- Vor dem Hause Margarethenstr. 8 wurde die Leiche eines müßten fie fich mit der Klage auf Schadenersatz an die nung jener Dirne, in welcher Lubig sich aufhielt. Auf sein An- neugeborenen Kindes aufgefunden. Am 30. v. M. und am französischen Gerichte wenden. Im weiteren Verlaufe seiner Rede pochen und Rufen wurde dort dem Beamten nicht geöffnet; darauffolgenden Morgen fanden acht Brände statt. 21 Soziale Lebersicht. theilte Beernaert mit, daß mit dem Deutschen Reiche Verhandlungen wegen der Zulassung belgischer industrieller Unternehmungen zur Theilnahme an deutschen Submissionen eingeleitet worden seien. ( Depeschen des Bureau Herold.) er mußte daher einen Schloffer herbeiholen lassen, welcher die Korridorthüre erschloß. Als der Amtsdiener sodann das Zimmer der Frauensperson betrat und den Lubig aufforderte, ihm nach dem Amtsbureau zu folgen, überschüttete ihn Lüttich, 1. Dezember. In der Rohlengrube zu Horloz brach diefer mit unfläthigen Schimpfworten und weigerte sich, der Aufgestern Vormittag ein partieller Streit aus. Im Laufe des forderung zu entsprechen. Als darauf der Beamte den Lubig erZur Kritik der bürgerlichen Gesellschaft. Die Arbeits- Abends wurde derselbe allgemein. Die Zahl der Streitenden greifen wollte, um ihn mit Gewalt fortzuführen, zog diefer ein tosigkeit, schreibt die in Geestemünde erscheinende„ Nord- beläuft sich auf ungefähr 1,00. Meffer, in gleichem Augenblick holte aber der Polizist auch schon deutsche Volksstimme", hält in unseren Hafenftädten nicht nur an, feinen Revolver hervor, um dem Messerangriff zu begegnen. Er fondern die Zahl der Beschäftigungslosen wird eine immer größere. Christiania, den 1. Dezember. Bei der Wahl von parirte auch einen nach ihm geführten Messerstich mit der Schuß- Beim jedesmaligen Landen eines Dampfers sammelt sich die Vorstandsmitgliedern fand im hiesigen Arbeiterverein ein waffe, die sich in diesem Augenblick entlud, wobei dem Lubig die Schaar der Arbeitsuchenden sofort nach Hunderten an, oder sie heftiger politischer Kampf ftatt. Die liberale Richtung siegte mit Rugel in den Hals eindrang. Schwer verletzt wurde der Ge- wartet an den gewohnheitsmäßigen Sammelplägen, ob nicht troffene nach dem städtischen Krankenhause am Friedrichshain jemand kommt, der ihrer bedarf. Morgens sowohl wie Mittags über 200 Stimmen über die Sozialdemokraten; es wurden 1173 gebracht, woselbst am gestrigen Vormittag das Geschoß aus dem aber bleibt noch eine ganz beträchtliche Anzahl über, denen es Körper noch nicht hat entfernt werden können. Der Zustand des nicht möglich war, Beschäftigung zu finden und welche dann Patienten giebt wenig Aussicht auf dessen Widerherstellung. Der wieder mit fnurrendem Magen und leeren Händen den Weg zu Amtsdiener Lippert giebt an, daß sich der Revolver beim Bariren ihrer Behausung antreten müssen. Dabei ist der Zuzug fremder der Messerklinge wider seinen Willen entladen habe. Arbeitskräfte ein ganz enormer; furz ein überaus trauriges Bild der allgemeinen Erwerbsverhältnisse, und mit Schrecken denkt gewiß mancher Familienvater an die noch trübfeligere Zeit, welche der vor der Thür stehende Winter bringen wird. Wenn man daneben dann das Leben der feinen Leute" betrachtet und sieht, wie diese in Wohlstand und Lurus dahinleben, unbekümmert um all das Elend, welches den Arbeiter trifft, kann man sich da eigenartiger Gedanken wohl entwehren? Durch einen nichtswürdigen Bubenstreich ist, wie eine Lokalforrespondenz meldet, der Direktion der Stadt- und Ringbahn arger Schaden zugefügt worden. Auf den Nebengeleifen der Ringbahnstation Stralau- Rummelsburg sind einige Stadtbahntrains in Reserve untergebracht. Als am 28. November die zum Nachtdienst fommenden Wagenreiniger gegen 11 Uhr da felbst die Waggons zweiter Klasse betraten, fanden sie, daß die Wagenabtheilungen durch Bubenhand zerstört worden waren. In vier Waggons, speziell in vierzehn Roupees, waren die Bolstersite und Lehnen treuz und quer aufgeschlitt, in einigen Wagen find sogar Gas- und Heizungsschläuche unbrauchbar geniacht worden. Der Schaden, den die Eisenbahnverwaltung dadurch erleidet, dürfte nach oberflächlicher Schäzung 2-3000 m. betragen. Die polizeilichen Recherchen nach den Thätern sind in vollem Gange, doch ist es bis heute noch nicht gelungen, eine Spur derselben zu entdecken. Die Verfasserin von 3 Monate Fabrikarbeiterin", Frau Dr. Wettstein Adelt, hat gegen das„ Chemnizer Tageblatt" wegen der bekannten Angriffe Strafantrag wegen öffentlicher Beleidigung gestellt. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Marienwerder, 1. Dezember. Nach der nunmehr erfolgten Bählung aller bei der Reichstags- Erfahwahl am 28. v. M. abgegebenen Stimmen fehlen dem Kandidaten der Polen von Donimirsti 6 Stimmen an der absoluten Majorität. Mithin hat zwischen von Donimirsti und dem Kandidaten der Reichspartei Weffel eine Stichwahl stattzufinden. Stimmen abgegeben. Briefkaffen der Redaktion. G., Schankwirth, Grüner Weg. Die Militärgerichtss barkeit ist in Preußen nicht öffentlich; es darf daher auch fein A. R. 100. Nach der mit dem Verwalter getroffenen 3ivilift einer friegsgerichtlichen Verhandlung beiwohnen. Abrede, welche Sie freilich im Prozesse beweisen müßten, sollte Rontratt maßfür die neue Wohnung der bisherige gebend fein, also auch dessen Kündigungsbedingungen. Klagen Sie auf Herausgabe der eingebrachten Sachen, wenn nicht eine gütliche Einigung möglich ist. P. 2. D. Stellen Sie beim Amtsgericht I unter Einreichung ihres Tauf- oder Konfirmationsscheines den Antrag, zur Entgegennahme Ihrer Austrittserklärung einen Termin anzusehen, zu welchem Sie dann persönlich erscheinen müssen. H. St., Wilhelmstraße. Die betreffende Jnnung hat das Recht, diese Beiträge von allen das betreffende Handwerk Ausübenden zu verlangen, auch wenn dieselben nicht der Innung an gehören. 3. K., Zehlendorf. Wenn Sie weiter nichts geschrieben haben, als eine Aufforderung zur Zahlung des Geldes, so tann von einer Erpressung keine Rede sein. E. Sch., Tegeler Landstraße. 1. Ihrem Schreiben lag die Verfügung des Landraths nicht bei. 2. Die Kündigung tann erst zum 1. April rechtsgiltig erfolgen. Werfát. Sie können für solche Schulden Ihrer Frau nicht mit haftbar gemacht werden. Paris, 1. Dezember. Drei Mitglieder der Panama- Untersuchungskommission begaben sich heute Vormittag nach der Marktpreise in Berlin am 30. November, nach Ermitte- Banque de France; dort wurde von denselben konstatirt, daß lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von drei Checks im Betrage von 2 040 000 Frants, welche von dem 16,00-15,50., mittlerer von 15,40-15,00., geringer von Hause Thierrée geliefert waren, mit der Panama- Angelegenheit 14,90-14,50 M. Roggen per 100 Kg. guter von 13,60-13,30., nicht zusammenhängen. Die Namen der Giranten der übrigen Freyer. 1. Sie würden durch Einrückung solcher Annonce mittlerer von 13,20-12,90 m., geringerer von 12,80-12,50 M. Checks fonnten nicht festgestellt werden. Gerste per 100 Rg. gute von 16,50-15,70 M., mittlere von Paris, 1. Dezember. Der Juftigminister Ricard theilte der eine strafbare Beleidigung begehen. 2. Die Höhe der Anwalts15,60-14,90., geringe von 14,80-14,00 W. Hafer per 100 Kg. Panama- Untersuchungskommission schriftlich mit, daß er den foften tann ohne Renntniß der Einzelheiten, insbesondere der guter von 16,10-15,30., mittlerer von 15,20-14,50., Generalprofureur angewiesen habe, die von Thierrée gelieferten Höhe des Streitobjekts, nicht geprüft werden. 3. Wegen der geringer von 14,40-13,60 9., Stroh, Richt per 100 Kg. von 26 Checks mit Beschlag zu belegen. Der Generalprofureur Rosten des Prozesses kann der Gerichtsvollzieher erst pfänden, Bisher steht nachdem die Kosten der Höhe nach gerichtlich festgesezt sind, und Erbsen habe den Empfang der Orbre bescheinigt. Heu per 100 Kg. von 7,60-4,80 M. 4,65-4,00 M. per 100 kg. von 40,00-25,00 M. Speisebohnen, weiße per noch nicht feft, ob die mit Beschlag belegten Checks der Ihnen der Festsegungsbeschluß zugestellt ist. Wenn aber letzteres 100 Kg. von 50,00-20,00 m. Linfen per 100 Rg. von 80,00 Rommiffion mifgetheilt oder zu den Atten der gerichtlichen Unter- geschehen ist, braucht Ihnen teine weitere Zahlungsfrist bewilligt bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 g. von 6,00-4,00 M. Rind- fuchung in der Panamatanal- Angelegenheit gelangen würden. zu werden. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Sonntag, den 4. Dezember, Vorm. 10 Uhr: Sonntag, den 4. Dezember 1892, Vormittags 102 Uhr: MAN Oeffentliche Große öffentliche Versammlung Buchdrucker- Versammlung Tages Drdnung: = 1. Vortrag des Genoffen Peus über: ,, Gefährliche Wahrheiten". 12. Diskussion. 3. Verschiedenes. 370/3 Um zahlreichen Befuch aller Genoffen wird gebeten. Der Vorstand. Sozialdem. Partei- Versammlg. am Sonntag, den 4. Dezember, Vorm. 11 Uhr, bei Joël, Andreasstraße 21. Zages Ordnung: 1. Welche Bedeutung hat die Arbeitslosen- Statistit? Referent: Robert Schmidt. 2. Diskussion. im großen Eaale der Bock- Brauerei", Tempelhofer Berg. 3 ages Ordnung: 1. Der wirthschaftliche Niedergang, deffen Ursachen und Todes- Anzeige. Allen Genossen die traurige Mittheilung, daß unser Mitglied Carl Boohs infolge Unglüdsfalles verstorben ist. Die Beerdigung findet heute Nachmittag, 2 Uhr, vom Kranfenhaus Bethanien aus statt und wird zu zahlreicher Betheiligung ge ziemend eingeladen. 376/5 Der Vorstand des Wahlvereins für den IV. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Nr. Ottob 1. 3. 4. 5. 56 6. 6. 7. 8. 10. 10 11. 12 13 1 Allen Freunden und Bekannten die 1 folgen. Referent Reichstags- Abgeordneter Wilhelm Liebknecht. traurige Nachricht, daß meine liebe 2. Maßnahmen einiger Prinzipale gegen die Mitglieder des Unterfügungs- Frau Klara am 30. Novbr. Abends Vereins deutscher Buchdrucker. 3. Mittheilungen des Delegirten der Streit nach furzem Leiden an der ProletarierKontrollkommission. 4. Berschiedenes. 288/1 frantheit fanft entschlafen ist. Die Sämmtliche Buchdruckergehilfen, Hilfsarbeiter und Arbeite- Beerdigung findet am Sonntag Nachrinnen sind zu dieser wichtigen Versammlung hiermit höflicht ein- mittag 1/3 Uhr vom Trauerhause, Der Einberufer. Nostizstr. 22, aus ftatt. geladen. Der trauernde Gatte 3866 P. Langner, Schloffer. 561/5 Gratweil's Bierhallen Mehlhandlung In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist zahlreiches Erscheinen nothwendig. Die Kommission für Arbeitslosen- Statistik. Bitte, lesen Sie! Hans Baake, Jedem Genossen, der seinen Bedarf an City- Passage, Dresdenerstrasse 52/53. Winter- Paletots Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger. Wochentags frei. Sonntags 30 Pfennig. Kinder 10 Pf. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Zwei Säle F. Sodtke. Arbeiter- Buchhandlung. Ich empfehle als WeihnachtsGeschenke folgende neu erschiefowie Anzügen, einzelnen Röcken, Jackets' nene Sachen: ,, Spikel auf Reisen". Sofen, Westen 2c., ferner Stiefeln, Hüten, Ein neues Gesellschaftsspiel für Jung Wäsche, Betten, gold. u. silberne Herren- und Alt. Preis 75 Pf. Einzeleremund Damen- Uhren, Reise- und Holz plare nach Auswärts gegen 85 Pf. zu Versammlungen und Vergnügungen. Koffern, Waschlefsein, Damen- Mäntel Mare- und Lassalle- Beliefs in fowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen, und Kleidern 2c. billig und gut kaufen Elfenbein- Imitation. Preis je 1 Mt. will, empfehle mein bekanntes, sehr reich- Nach Auswärts gegen Einsendung von haltiges Lager in Alt und Neu. 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Genosse Schräder wegen un- erlaubter öffentlicher Verbreitung von Schriften vom Schöffengericht K Tage Gefängnijs. Polizeiinandat drei Wochen Gefängniß. Laugenbiclan. Genossen L u x, Redakteur des„Proletariers aus dem Eulengebirge", und Kühn wegen Polizeibeleidi- gung angeklagt; ersterer freigesprochen, letzterer 150 M. Geldstrafe. Dessau. Genosse Schöps, Redakteur des„Volksblatts für Anhalt", wegen Schwurgerichts-Belerdigung 50 M. Geldstrafe. Fürstrnbcrg. Genosse Döring wegen unbefugter Druck- schristenverbreitung 12 M. Geldstrafe. Berlin. Genosse Weber aus Hannover wegen Belei- digung der deutschen Armee 3 Monate Gefängniß. Sangcrhauscu. Genosse Herr l in g von der Anklage, gelegentlich politischer Versammlungen unerlaubte Schank- wirtyschaft betrieben zu haben, freigesprochen.— Wegen gewerbsmäßiger Wahrnehmung von Rechlsangelegenheiten 5 M. Geldstrafe. Zwickau. Das gegen Genossen G l a d e w i tz gefällte Ilrtheil, 1 Jahr Gefängniß, wegen Beleidigung einer Berg- werls-Verwaltung vom Landgericht bestätigt. Taaau. Die Mitglieder der Maifest-Konnnission von der Anklage der Ueberlrctung deS Vereinsgcsetzes, sowie groben Unfugs freigesprochen. Halle. Zigarrenhändler H offin an n wegen Staatsan- walts-Beleidigung 3 Monate Gefängniß. Genosse Hof- m e i st e r von der gleichen Anklage freigesprochen. Mülheim a. R. Genossen Potthof und Schöpper ron der Anklage der unerlaubten Schristenverbreitung in der Berufungsinstanz freigesprochen. Magdeburg. Genossen Fritsche, Rucker, Bock, Schneider, S t r o h f u ß wegen Meineid je 1 Jahr 5 Monate Zuchthaus und je 5 Jahre Ehrverlust. Frankfurt a. M. Die Gcwerbegerichtsivahl-Kommisston von der Anklage der Ueberlretnng des Vereinsgesetzes frei- gesprochen. Berlin. Genosse Grönheim, Redakteur des„Vor- wärts". wegen Majestätsbelcidigung 3 Monate Festungshaft. Köpenick. Genossen Donner und Wolsdorf'ans Verlin von der Anklage der Bettelei freigesprochen. Die- selbe sollte durch Anbieten von Parieibono begangen sein. Leipzig. Genosse Breuer, Redakteur der„Wnrzeiier Zeitung", wegen Majestätsbelcidigung vier Monate Gc- sängniß. Tenchcrn. 3 Mitglieder des dortigen Vergniigiings- Vereins wege» angebticher Nebertretung de» Vereinsgesetzes 1° 12 M. Geldstrafe. Berlin. Tischler Bier wegen groben Unfugs(Aufhissen einer rothen Fahne) 10 M. Geldstrafe. Burg. Die 3 Vorstandsmitglieder des Wahlvere,»s von der Anklage der Uebertrelnng des Vereinsgesetzes frei- gesprochen Schweidnitz. Laiigenbielall sängniß. Elberfeld. Genosse Gewehr, Redakteur der Presse", wegep Beleidigung 100 M. Geldstrafe. St. Ingbert. Genosse Dülkens wegeil unerlaubter Schristenverbreitung 20 M. Geldstrafe. Bielefeld. Genosse K o b u s ch, Redakteur der„Volks- wacht", wegen Staatsanivalts-Beleidigung 3 Monate Gefängniß. Elberfeld. Genosse Grimpe. Verleger der„Freien Presse", wegen Uebertretung des Postgesetzes von der Ober- postbirektion in Düsseldorf fenrafmandai in Höhe von mehr denn 600 M.— Desgleichen ia seiner Eigenschaft als Expedient derselben die vierfache Summe der angeblich der Post verloren gegangenen Portis, nebst Koste» und Strafen, in Höhe von über 1000 M. eventuell je vier Wochen Hast. Breslau. Genosse Thiel, Redakteur der„Volksmacht". wegen Gutsbesitzerbclcidigung 300 M. Geldstrafe. Staats- anivaltsantrag: 200 M. Tortmund."Genosse Bö lg er wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes»1 M. Geldslraße. Bockenheim. Genosse Peterhaus wegen Uebertretung des prenßischen Preßgesetzes 15 M. Geldstrafe. Leipzig. Buchdrucker G a s ch, Redakteur des„Kor- respondent", wegen Beleidigling 150 M. Geldstrafe. Bielefeld. Genosse S l o m k e wegen Majestälsbeleidigung 3 Monate Gefängniß. Erfurt. Genosse Steg mann wegen Aufreizung zum Klassenhaß 30 M. Geldstrafe. Drcöden. Genossen Eimcrt, Barthel und Werner wegen Veranstaltung eines angeblich unerlaubten Aufzuges je 20 M. Geldstrafe. Fiirstenberg. Genosse D ö h r i n g wegen Polizeisergeanten- Beleidigung 20 M Geldstrafe. Köuiasberg. Maurer Krause wegen Majestäts- beleidig», ig 1 Jahr Gefängniß. Von zwei weiteren An- klagen wegen Gotteslästerung und Erregung öffentlichen Aerzernissee freigesprochen. Leipzig. Genosse Thie! wegen Revier- Kommissar- Beleivignng 200 M. Geldstrafe. Saatfeld. Genosse Becker, Redakteur des„Volksblatts", wegen Pastoren- und Lehrerbeleidigung 50 Mark Geld- strafe. Schweidnitz. Genosse Feldmann, Redakteur des „Proletariers aus dem Enlengebirge", von derAuklage der Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen freigesprochen. Staatsanwaltsanrraa: 3 Monate Gefängniß. Dortmund. Genosse Gürtler wegen Gewerbesteuer- hinterz�ehniig(Vertreiben von Parteischristen in einer Parteiversammlimg) 30 M. Geldstrafe. Elberfeld. Genosse H n l h, Redakteur der„Bergischen Arbeiterilimme". wegen Polizeibeleidignng 30 M. Geld- strafe. Mülhausen i. E. Genosse Martin, Redakteur der „Elsaß-Lothr. Voli'ztg.", vom der Anklage deu katholischen „St. Josephs-Verein" beleidigt zu haben, freigesprochen; alle Kosten, auch die Auslagen des Verklagten, dem Kläger auserlegt. Berlin. Paul Ernst, früherer Redakteur der„Berliner Volks-Tribüne", wegen Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten SOO M. Geldstrafe event. 50 Tage Gefängniß. Staats- onwalts-Antrag 6 Monate Gefängniß. Tnsseipoxf. Der Vorstand der Filiale des„Deutschen Weber Nied en siehe aus Niederwegen Majestütsbeleidignng 2 Monate Ge- „Freien 25. 27. Oktober. SchuhmachcrverbaudeZ" von der Anklage der Uebertretung des Vereinsgesetzes in zweiter Instanz freigesprochen. Annen. Genosse Gläser wegen groben Unfugs 15 M. Geldstrafe. Stollberg. Genosse Meißner wegen öffentlicher Stadt- raths-Beüidigung 30 M. Geldstrafe. Kassel. Genosse Huhn, Redakteur vom„Volksblatt für Hessen", vom Schöffengericht wegen groben Unfugs 10 M. Geldstrafe. Vom Landgericht freigesprochen. Jean Martin, Redakleur der„Elsaß-Lothr. Volks-Ztg." wegen Beleidigung 15 M. Geldbuße. Augsburg. Genosse B r e d e r, Redakteur der„Augsb. Vol'ks-Zeitung", wegen Werkmeister-Beleidiguug 50 M. Geldstrafe.— Wege» Bäckermeister-Beleidigung 25 M. Geldstrafe. Breslau. Genosse Thiel, Redakteur der„Volkswacht", wegen Majestätsbeleidigung 9 Monate Gefängniß. Beutheu. Vier Genossen, darunter Genosse Kunert, wegen Betheiligung an einer nicht angemeldeten Aer- sammlung je 3 M. Geldstrafe. In der von der Staats- anwaltschaft eingelegten Revision Genosse K. zu 50, ein anderer zu 30 M, zwei Genossen zu je 10 M. verurtheilt. „ Würzen. Ter Redakteur der„Wnrzener Zeitung" wegen Bnrgermeister-Belcidigung 2 Monate Gefängniß. „ Elberfeld. Genosse L i n x w e i 1 e r, Redakteur der „Elberf. Fr. Presse", wegen Beleidigung eines Maurer- Meisters, der einen Arbeiter mißhandelt hatte, 3 Monate Gefängniß. Jusgcsammt 7 Jahr 1 Monat Zuchthaus, 4 Jahr 8 Monat 8 Tage Gcfäugniß, 3 Monat FestnugShaft, 3784 M. Geldstrafe und iö Jahre Ehrverlust. Der P a r t e i v o r st a n d. 29. 31. Ahlwardt und die„Judenfliutcn". III. Nach Eröffnung der Sitzung stellt der Vorsitzende Land- gerichtsdircklor B r a u s e w e t t e r fest, daß die gestern Abend auf Antrag des Angeklagten noch geladenen Zeugen Brettschneider und Pferdebahnkntscher Richter nicht zur Stelle sind. Vor Eintritt in die Tagesordnung nimmt Oberst von Brackel das Wort, um eine falsche Auffassung, welche er in einem Theile der Zeitungsberichte gefunden, zu berichtigen, damit nicht falsche Konsequenzeii daraus gezogen werden. Zu- nächst habe er das. was er von dem sehr sandigen Exerziermatz gesagt hat, bei welchem vielleicht Sand in den Gewehr- tauf gekommen, nicht ans das 24. Regiment, sondern auf das 52. Regiment bezogen. In dein Zeitungsbericht stehe ferner eine Aeußerüng von ihm:„in der ersten Zeit der Fabrikation kommen natürlich mehr Korntreibereien vor." Es konnte daraus der falsche Schluß gezogen werden, daß es sich um eine ungesetz- liche Mäßregel handelt. Es sei. aber gesetzlich gestatket, daß Korne rechts und links von der Normäl-Äoinsiellung �/roo Milli- nicter stehe» dürfen. Er habe durch seine Aeußcrung nur an- deuten wollen, daß die Fabrikation in allen Fabriken im Laufe der Zeit so vorgeschritten ist. daß von der Mitte der Fabrikation an ein Nachtteiben so gut wie garnicht vor- gekommen ist. Was dann die vom Angeklagten erwähnten llte- paratnren betrifft, welche bei der sächsischen Armee bei einer Landwehrübnng vorgekommen sein sollen und wobei angeblich 132 Gewehre unbrauchbar gewesen sein sollen, so handelt es sich vielleicht nicht um 132 Gewehre, sondern um 132 Reparaturen, die aufgenoinmen sind. Dies würde eine außerordentlich geringe Zahl sein, denn bei solcher Aufnahme sind auch die minimalsten und unschädlichsten Sachen, die schließlich vielleicht gnr nicht reparirt werden, sondern sich nur als Schönheitsfehler darstellen. Wenn nach einer Land- wehrübnng nur 132 Reparaturen aufgenommen werden, so ist das ein Zeichen, daß mit den Gewehren bei der Truppe mit großer Vorsicht umgegangen worden ist. Angekl.: Ter Hen Sachverständige hat gestern gesagt, daßdie Schäden an den Gewehren vielleicht durch Eindringen von Saud ver- ursacht worden sein können. Ich spreche ans eigener Erfahrung) wenn ich sage, paß wirbei V ionville und Le Maus unsere Gewehre vor staub, Sand und Schnee nicht haben schützen können, und sie haben doch ge- schössen. Würde aus dem, was der Sachverständige gesagt hat, nichl der Schluß zu ziehen sein, daß die Gewehre im Kriege überhaupt unbrauchbar sind? Oberst v. Brackel: Der Angeklagte begiebi sich hierauf ein Gebiet, das gar nicht zur Sache gehört Ich kann nicht wissen, ob das richtig ist, was er hier von Vionville und Le Maus gesagt hat, das aber weiß ich, daß jedes Gewehr, welches voll- gestopft ist, mit seltenen Ausnahmen auseinandergeht. Ter Angeklagte dreht also die Frag- so, daß es sich nicht um den hier verhandelten Spezialsall handelt, sondern um die Frage, ob die Gewehre überhaupt kriegsbranchbar sind. Darüber hat aber nicht der Angeklagte zu entscheiden, sondern nur die Militärbehörden. Dies ist also eine Frage, die hier gar nicht hingehört Vors.: Mir scheint auch, daß der Angeklagte wieder alles Mögliche heranzieht, was nicht zur Sache gehört Er ist zetzt beim Krieg von 1370, sehr bald wird er vielleicht beim Krieg von 1813/14 sein. Angekl.: Ich nehme nur meine Gerechtsame wahr. Nun habe ich noch an den Herrn Larella eine Frage. Als ich eines Tages bei dem Untersuchungsrichter war, trat ein aller Mann, der sich Barella nannte, zu mir heran und sagte, daß meine Sache gut stehe, ca. sei» Sohn auf den ersten Blick gesehen habe, daß das Material nicht gut sei. Ist das vielleicht Ihr Bater gewesen oder bin ich das Opfer einer Mysusikation geworden? Sachverständiger Barella: Mein Vater lebt nicht mehr.— Angekl.: Haben Sie vielleicht einen Onkel?— B a r e l l a: Ja, aber ich weiß von dieser Geschichte gar nichts. — Angekl.: Dem, ist es Ihr Onkel gewesen.— Präs.: An- geklagler, ich begreife nicht, daß Sie nicht Wesentliches von Un> wesentlichem unterscheiden können. Sie sollen uns beweise», daß die Löwe'schen Gewehre kriegsnnbrauchbar sind, Sie werden aber doch einsehen müssen, daß Sie keinem Menschen diese lieber- zengung' beibringen können.— Rechtsanwalt H e r t w i g: Herr Präsident, dann könnten wir uns ja jede weitere Beweisausnahme ersparen.— Präs.: Das überlasse ich Ihnen.— Angekl.: Ich habe noch eine Bemerkung zu machen. Als gester» Herr Barella erklärte, daß er einen Kasten von schlechtem Material geliefert habe, erwiderte Major Kühne sofort, daß sie dafür nicht vernnt- wortlich gemacht werden könnten, da der Staat das Material liefere. Im Widerspruche zu dieser Behauptung steht nun die gestrige Bekundung des Zeugen v. Querfurt, welcher erklärte, daß ihm 4 Stück Kästen von der Firma Löwe u. Co. direkt bestellt seien.— Es folgt nun der Anklagepnnkt in Betreff der Behaup- tung des Angeklagten, daß bei der Stempelung Pflichtwidrig- leite» vorgekommen seien. Major Hann ig giebt eine genaue Darstellung des Geschäfts- ganges, wie er bei der Stempelung der Gewehre und deren Abnahme gehandhabt wurde. Nachdem die einzelnen Gewehrtheile fertig- gestellt waren, wurden sie zunächst von den Löwe'schen Ange- stellten geprüft und dann nach' dem großen Revisionssaale ge- bracht. Hier wurden sie von Iben Militärbeamten revidirt und dann von den Löwe'schen Leuten, aber unter unmittelbarer Auf- ficht der Beamten, gestempelt. Der Stempel mußte stets von den letzteren bei sich geführt oder unter sicherem Verschluß gehalten werden. Nachdem" um die Haltbarkeit zu erproben, der Beschuß unter verschärften Bedingungen vorgenommen worden war, wurde dies wiederum durch eine Stempelung an bestimmter Stelle des Gewehrs gekennzeichnet. Das Gewehr ging in die Fabrik zurück, um dann in fertigem Zustande der Anschußprobe unter- worfen zu werden. Auch die hierauf folgende Stempelung konnte von Arbeitern der Löwe'schen Fabrik vorge- noimnen werden, aber der Büchsenmacher mußte den Stempel bei sich führen und den Arbeiter überwachen. Das durch- geschossene Gewehr ging in die Fabrik zurück, um gereinigt zu werden. Es wurde dann einer nochmaligen Revision unter- worfen und blieb 4 bis 7 Tage in einem verschlossenen Ver- schlage stehen. Nach nochmaliger Besichtigung erfolgte dann die Uebersührung nach dem Magazin in Spandau. Es geschah dies durch einen eigens dazu eingerichteten Transportwagen. Das Gewehr liege darin wohl annähernd fest, es komme aber doch vor, daß einige durch den Transport kleine Schönheitsfehler erlitten. Ter Wagen wurde verschlossen, versiegelt oder plom- birt, ein unbefugtes Oeffnen sei kaum möglich. Kirch war"bei der Revisionskommission, die in Spandau die Gewehre abnimmt und die Gewehre nochmals revidirt, um etwa durch Zufälligkeiten entstandene Fehler festzustellen und zur Ab- stellung zu bringen. Ein vom Angeklagten behauptetes Ein- schmuggeln nuangeschossener Gewehre würde nur möglich sein, wenn die Beamten pflichtvergessen handeln oder eine ganze An- zahl von Personen sich zu perfidem Handeln verbindet. Zeuge Johannes Streicher, Oberbüchsenmacher, f. Z. erster Revisionsbeamter beim Abnahme-Kommando giebt gleichfalls Auskunst über die verschiedenen Stempelungen, welche an den einzelnen Gewehrlheilen, dann nach dem Beschuß und nach Zusammenstellung des Gewehres vorgenommen wurde. Wenn das durchgeschossene Gewehr gestempelt wurde, so geschah das durch einen dazu besonders beslellten Büchsenmacher mit einem besonderen Stenipel. Ter Büchsenmacher konnte auch einen Arbeiter stenipeln lassen, jedoch geschah dies unter Aufsicht und Verantwortlichkeit des Büchsenmachers. Die durchschossenen Ge- wehre wurde» dann gründlich gereinigt und von den Büchsen- uiachern noch einmal mit besonderem Stempel versehen. Hatten die G e- wehre die letzte Revision überstanden, so kamen sie in ein Magazin und wenn eine genügende Anzahl beisammen war, wurden sie unter Aufsicht eines Offiziers in den Löwe'schen Ge- wehrwagen gepackt, letzterer verschlossen und nach Spandan ge- schafft. Dort wurden die Gewehre mit größter Peinlichkeit ab- genommen. Das Versiegeln und Plombiren der Wagen halte er gar nicht für so nöthig, denn nicht das Siegel und die Plombe garäntire die Brauchbarkeit der Waffe, sondern der Stempel. Er ivisse nicht, ob es Vorschrift war, daß die Gewehre in den plombirte» Gewehrwagen gepackt wurden, er glaube, es war nur übergroße Vorsicht der Firma Löwe, welche die Gewehre einzeln außerordentlich vorsichtig verpackte. Hiernach überreicht der Vertheidiger einen neuen schriftlichen Beweis- bezw. Vcrtagungsantrag. Der Angeklagte macht darin geltend, daß, da er an Händen und Geist gebunden, physisch und geistig außer Stande sei, den Verhandlungen mit der nöthigen Aufmerksamkeit zu. folgen. Da es sich nur um Beleidigungen von Privatpersonen handele, so liege kein Anlaß zur lleberhaftung des Verfahrens vor und es könne für das Verfahren auch be- langloS sein, ob der Angeklagte am 5. d. M. in Arnswalde gewählt wird oder nicht. Vors.: Wie wenig beschleunigt die Sache worden ist, ersteht: mau daraus, daß der Angeklagte und sein Vertheidiger eine Nach frist für ihre Rückänßerung beantragt und gewährt erhalten habe',«. Der Angeklagte hat Monate hindurch gewußt, wohin er seine Vertheidigung zu richten hat und hat vom Frühjahr an bis st.-tzt Zeit gehabt, seine Vertheidigung vorzubereiien. Das sei doch gar nicht eine so große Arbeit. Nach Ablauf der Frist ist r,om Angeklagten und vom Vertheidiger keine Zeile eingegangen. Von einer überhastendeu Beschleunigung ist also gar keine Rede und die Aufstellung des Angeklagten als Reichstagskandidat_ für Arnswalde hat auf mich und den Gerichtshof absolut leinen Eindruck gemacht. Ter Gerichtshof hat keine Neigung, diese Sache irgendwie mit der Wahl zusammen zu bringen. Daß der Verkehr des Angeklagten mit seinem Vertheidiger erschwert ist. kann ich auch absolut nicht zugeben; nach der Straf- Prozeß- Ordnung hat der Vertheidiger jederzeit das Recht, mit seinem Klienten zu verkehren, und der Vertheidiger hätte die Freiheit gehabt, alle Tage nach Plötzensee hinauszugehen. Rechtsanwalt Hertwig: Was da von Beschleunigung ße- sagt ist, soll natürlich kein Vorwurf gegen den Gerichtshof fem. Es läßt sich doch aber nicht leugnen, baß die Slrafanträge. die der Angeklagte gegen die von ihm Beleidigten gestellt hat, von der StaatsarnvaUschast mit einer beispiellosen Schnelligkeit ab- gelehnt worden sind, ohne daß ihm bis jetzt eine schriftliche Be- gründung zugegangen ist. Erster Staatsanwalt Drescher: Ich muß den Vorwurf des Verlheidigers zurückweise». Ich gebe zu, das; in Sachen der qu. Strafanzeige mit ganz besonderer Beschleunigung verfahren worden ist, aber ich würde es in jedem anderen Falle ebenso ihn», wenn ich einem ganz beispiellosen Verschleppungsantrage gegenüber stehe. Da ist meiner Ansicht nach eine prompte Er- ledigung geboten. Vors.: Es ist ja eine alte Manie, die Gerichtsbehörden anzugreifen. Wir werden angegriffen, wenn eS zu lange dauert und nun wieder, wenn es schnell geht. In diesem Falle ist die Vornnlersuchnng mit der denkbar größten Gewissenhaftigkeit und dem größten Eifer geführt worden. Angekl.: Ich hatte natürlich ein Interesse daran/zu ver- suchen, die Sache erst zur Verhandlung gelangen zu sehen, wenn ich aus freiem Fuße bin. Tie Abgabe meiner Denunziation an das Landgericht Ii war durchaus richtig, denn der Thatort, um welchen es sich dabei handelte, ist Marlinikenfelde und Spandau. Der Beweisantrag des Angeklagten bringt eine ganze Reihe von Personen in Vorschlag, welche über schlechte Beschaffenheit der Löwe'schen Gewehre, Durchstechereien w. bekunden sollen. Ferner wi.o beantragt, den Reichstags-Abgeordneten Schneider i» Wien, den Ingenieur Paasch, den Prof. Rohling und Osman B e y in Kairo über die staatsgefährlichen Tendenzen der allianoo israeiits universelle zu vernehmen, ebenso den Dr. K u s s e r o m von der Bergakademie darüber, daß die Löwe'schen Gewehr- Eisentheile zu viel Schwefel enthalten. Ter Buchhändler Gloß in Dresden soll bekunden, daß die Bülow'sche Expedition in Ostafrika infolge der schlechten Löwe'schen Gewehre zu Grunde gegangen ist. dasselbe wird unter Berufung auf Zeugen von der Zintgraf'schen Expedition behauptet, ebenso sollen eiiteM Herrn Jansen in Hamburg schlechre Gewehre übcrschickt worden sei».— Vor s.: Schließlich werden Sie uns wohl ilocb ganz Afrika vorführen wollen!— Angekl.: Ich halte das doch für sehr wichtig, denn es handelt sich in Afrika uu die einzigen Fälle, in welchen die Löwe'schen Gewehre im Kriege erprobt worden sind. Staatsanwalt: Eine Unterbrechung der Verliandlung zum Zwecke der Vörladung von Zeugen würde nicht nolhwendig sein._ Dem Antrage, die hier wohnenden Zeugen vorzuladen, trete ich bei, meineindessen, daß eine Vernehmung sämmtlicher Zeugen nicht nothivendig ist. weil über dieselbe Thatsache eine ganze Reihe anderer Zeugen vorhanden ist. und ich gerade im Interesse des Angeklagten diejenigen Zeugen ausgewählt habe, welche so viel wie möglich zu Gunsten des Angeklagten auszusagen im stände waren. Ich widerspreche aber direkt einer Ladung des Buchhändlers G l ö ß, der aus eigener Wissenschaft nichts bestätigen kann. Ganz un- erheblich ist die Behauptung, daß die Bülow'sche Expedition durch Schuld der Löwe'schen Gewehre untergegangen ist." Ob in Afrika Gewehre geplatzt sind, ob dies Löwe'sche Gewehre waren, ist für diese Sache gleichgiltig, denn es handelt sich nicht um Gewehre, die dem Staate geliefert, sondern nur solche, die aus Ausschuß- theilen hergestellt sind. Dasselbe ist bezüglich der Behauptung über dicZintgraf'scheExpedition zu sagen. Schließlich wird derAngeklagte noch mit dem Beweise hervortr.ten, daß irgendwo ein von Löwe sabrizirtes Jagdgewehr auf der Jagd geplatzt ist! Alle Beweise bezüglich der Alliavce israelite erübrigen sich nach nieiner Meinung. Schon durch die bisherigen Verhandlungen ist doch woh' erwiesen, daß den Leiter» der Fabrik ein solcher Auftrag. wie ihn der Angeklagte behauptet, von der AUiaacö israelite nicht cri heilt ist. Die Tendenzen dieser Alliance interessiren daher für diesen Prozeß gar nicht und ich würde meinerseits jetzt auch auf die Vernehmung der Herren Dr. Neumann und Professor Lazarus verzichten können. Die Nertheidigung schließt sich diesem Verzicht nicht an. Der Angeklagte führt noch einmal aus. daß ihm an der Ver- nehmung der vorgeschlagenen Zeugen sehr viel liegt. Er habe behauyiet, daß die Löwe'schen Gewehre nicht kriegslüchtig seien. 8 tun sei es doch wesentlich, solche Zeugen zu hören, welche die Gewehre im Kriege erprobt hätten.— Präs.: Angeklagter, Sie scheinen immer noch nicht zu begreifen, daß es zu Ihren Gunsten ist, wenn hier konstatirt wird, daß die Löwe'schen Gewehre kriegs- tüchtig sind, im anderen Falle würden Sie wahrscheinlich nicht hier, sondern in Leipzig unter der Anklage des Landesverraths stehen.— A n g e k l.: Es handelt sich nicht um meine Perjon, fondern nur um die Sache. Rechtsanwalt H e r t w i g: Ich halte auch den Zeugen für wichtig, der bekunden soll, daß er von seinem Vorgesetzten dazu angehalten wurde, die beim Probeschießen verwandten Patronenhülsen zu sammeln und sie später wieder unterzuschieben, wodurch der Anschein erweckt werden solle, als sei thatsächlich die vorgeschriebene Anzahl Schüsse abgegeben. Oberst Freiherr v. Brackel. Ein Zeuge, der dies behaupten kann, verräth dadurch eine völlige Unkenntniß der Verhältnisse. Meiner Ansicht nach ist es kaum möglich, eine Patrone zum Modell 83 zweimal zu gebrauchen, die Hülse bekommt nach der Verwendung ein Aussehen, das eine nochmalige Benutzung von selbst verbietet. Es würde sofort zu erkennen sein. Der Gerichtshof zieht sich zur Berathung zurück. Rechtsanwalt M u n ck e l erklärt Namens der Nebenkläger, daß seitens der Löwe'schen Fabrik weder an Zintgraf, noch an Jansen in Hamburg. noch an de» im Vertagungsanlrag gleich- falls angerufenen Zeugen Tormehlen jemals Gewehre ge- liefert worden find. Nach kurzer Berathung lehnt der Gerichtshof den Prinzipal- antrag ad und beschließt. II vom Angeklagten namhaft genmchte Zeugen sofort zu laden, den Zeugen Glöß und die Hainburger Zeugen telegraphisch. Die Anträge bezüglich der Alliencs israelite wurden abgelehnt, da der Gerichtshof durch das eidliche Zeugniß des Herrn Löwe für eriviesen erachtet, daß derselbe nur Beiträge für Wohlthätigkeitszwecke geleistet hat. Die Beweisaufnahme wird fortgesetzt mit der Vernehmimg des Büchsenmachers Kirch aus Spandau. Er hat zunächst An- gaben darüber zu machen, in welcher Weise ihm die Gewehre, die er abzunehmen hatte, zugingen. Der Zeuge hat die Gewehre in den meisten Fällen erst in den Waffensälen in Empfang ge- nommen und nur in einzelnen Fällen hat er Gewehre, welche Rostflecken hatten, im Wagen besichtigt.— Präs.: Hatten Sie die Revision nur äußerlich vorzunehmen?— Zeuge: Es war das nicht gerade vorgeschrieben, aber wenn an einem Tage 1000 bis IbOO Gewehre geliefert wurden, konnte von einem Aus- einandernehmen der Gewehre nicht die Rede sein.— Präs.: .Wenn Sie nun Fehler entdeckten, was geschah dann mit den Ge- «lehren?— Z e u g e: Wenn es Fehler waren, von denen ich trotz ü)rer Kleinheit annehmen mußte, daß sie zur Reparatur gestellt , werden würden, rangirte ich dieselben aus und stellte sie dem Skuvier-Offizier vor. Dieser sprach mit dem Major. Es handelte sich' zumeist nur um ganz geringe Fehler bei den Nuten. Es ist darüber a» das Kommando berichtet worden und wie ich gehört haü«, ist von dort der Befehl gekommen, derartige Gewehre nicht abzuweisen, da die kleinen Fehler ohne Bedeutung seien und vom Kommando selbst reparirt werden könnten.— Präs.: Haben Eie nicht selbst auch Reparaturen ausgeführt, wofür Sie von der Firma Löwe u. Co. bezahlt bekamen?— Zeuge: Jawohl. Es kam vor, daß die Schäfte durch einen Stoß oder Druck beim Transport oder dem Ein- und Aus- laden eine kleine Verletzung erhalten hatten. Beim Putzen konnte der Lappen daran hängen bleiben. Durch wenige Feilenstriche und SU'chpoliren war dem Fehler abgeholfen. Der Meister Spangen berg theilte mir mit, daß die Firma Löwe u. Co. mich biiten ließe, die kleinen Ausbeffernngsarbeiten selbst vorzunehmen und der Firma in Rechnung zu stell-n. Ich habe dies in meiner dienstfreien Zeit gelhan.— Präs.: Hatten Sie die Erlaubniß dazu von Ihren Vorgesetzlen?— Zeuge: Direkt Er- kaubniß wohl nicht, aber ich nahm die kleinen Reparaturen gewisjernlahen unter den Augen meiner Vorgesetzten vor. Ich zeigte denselben die Fehler und dann später auch die vorgenommene Ausbesserung.— Präs.: Kam es denn auch vor, daß einzelne Theile fehlerhaft waren?— Z e u g e: Nein, es kam aber vor. daß die Gewehre mit falsche, i Schloffen versehen waren.— Präs.: Wie ist das zu verstehen?— Zeuge: Es kamen Verwechselungen vor, indem die lltummer des Schlosses nicht mit der Gewehrnummer übereinstimmte. An- fangs wies ich diese Gewehre zurück, später änderte ich das kleine Versehen selbst. Oberst Freiherr v. Brackel. Eme derartige Verwechselung kommt leicht bei jeder Kompagnie nach dem Schießen vor. wenn die Gewehre gereinigt werden. So wird es auch wohl vor- gekommen sein, daß in der Löwe'schen Fabrik eine V-rwechseluiig stattfand, wenn die Gewehre nach dem Anschießen gereinigt wurden. Ter nächste Zeuge ist Arbeiter Carl Gans, welcher unbestraft ist. Derselbe erzählt: Ich habe von der ersten Broschüre und dem Rektor Ahlumrdt nichts gewußt. Da wurde m»r ge- sagt, daß ich in der Broschüre des Diebstahls an Patronen de- schuldigt wurde und Oberstlieutenant Kühne fragte mich, wie sich das damit verhält. Ich bin dann in eine öffentliche Versammlung gegangen, wo Ahlwardt über die„Jildenstinten" sprach und am Schluß- derselben bin ich mit dem Angeklagten bekannt geworden. Derselbe sagte, es thäte ihm leid, daß ich nun meine Stellung ver- lieren würde und so ist es mir auch gegangen. Die Firma Löwe legt einem Alles in den Weg und ich habe mich vergeblich um Arbeit bemüht.— Präs.: Haben Sie Geld bekommen?— Zeuge: Jawohl!— Präs.: Sie sollen 600 M, in zwei Raten 250 M., dann zweimal je 30 M., dann wieder 30 M., nochmals 30 M, einmal 26 M. und einmal 45 M. erhalten haben.— Zeuge: Die ersten 250 M. habe ich auf eine vom Angeklagten ge- schrieben? Anweisung von Lange« erkalten dw zwctlen 250 M. durch den Buchhändler Glöß. die 30 M. von Herrn von WackcrbartH und die letzten Summen aus Bersammlungeu. Ich habe diese Zuwendungen c Ausdrücke des Mitleids betrachtet, weil die Herren wußten. daß ich brotlos war. Herr Ahlivardt hat gesagt, er wollte den Ertrag auZ der Broschüre nicht allein haben, sondern mir 1000 Mark und eventuell noch mehr abgeben.— Präs.: Lassen Sie sich durch diese Zuwendungen nicht verleiten, die Unwahrheit zu sagen.— Zeuge: Nein, der Angeklagte, sowie Herr v. Langel! und v. Wackerbarth haben mich sogar gewarnt, mehr zu sagen, als die reine Wahrheit. Der Zeuge behauptet, daß, während die Gewehre vor- schriftsniäßig nur mit Wasser und Werg geputzt werden durften, nach der Weisung des Meisters Stangenberg in der Löwe'schen Fabrik mit Bimstein, manchmal auch mit Zusatz von grauer -salbe gereinigt worden seien. Das sei bei den meisten Ge- wehren der Fall gewesen und Oberstlieutenant Kühne habe das gewußt, denn er habe oft gesagt,„wenn es die Kerls nur schlau anstellen." Die Offiziere, deren Ankunft immer schon durch Aufpasser angekündigt worden, seien ge- täuscht worden, man habe immer gewußt, die Offiziere über die Art des Putzens hinter das Licht zu führen. Er sei selbst Soldat gewesen und wisse, daß die Gewehre unter dieser Art des Putzens leiden. Trotzdem habe er es gethan, weil ihn, sein Brot lieb war. Bei dem Transport und der Verladung der Gewehre sei alles in Ordnung gewesen. Richtig sei es ja, daß e r selbst manchmal die Plomben von dem Gewehrwagen abgenommen und Gewehre hinzugelegt hat. Da sei aber von Unterschiebung nicht angeschossener Gewehre keine Rede gewesen, vielmehr habe er nur revidirte und durchaus brauchbare Gewehre hinzugelegt. Thatsächlich kam es vor, daß der Büchsenmacher Kirch in Spandau einige Gewehre bean- standet und zurückgeschickt. Dies jei nun aber hier den Büchsenmachern unangenehm gewesen, und damit die Herren nichts davon merken sollten, habe er die Plomben von den Wagen genommen und eine gleiche Anzahl guter Gewehre, wie die der zurückgesandten, hinzugelegt und den Wagen wieder mit der Plombe verschlossen. Das sei vielleicht instruktionswidrig gewesen, aber Böses sei dabei nicht vorgekommen.'Aus weiterer Befragung desZeugen geht hervor, daß die von demselben abgegebene eidesstattliche Versicherung in einem Punkte falsch aufgefaßt sei. Derselbe hatte in derVersicherung von ca. 4000 Gewehren gesprochen, welche nach dem Schusse in den Läufen kleine Risse gezeigt hätten. Der Zeuge hält jetzt aber nur aufrecht, daß er nur kleine Schrammen gesehen habe, und an einen, Sonntage seien einige Gewehre durch die Maschine geschmirgelt worden, durch welche die Schrammen beseitigt worden. Durch das Schmirgeln sei nach seiner Ansicht das Kaliber verändert worden. Oberstlieutenant a. D. Kühne: Der Zeuge ist aus der Fabrik entlassen worden, weil er gesagt hatte:„was in der Ahlwardt'schen Broschüre steht, sei noch viel zu wenig; wenn er den Mund alifthun wollte, dann würde noch vtel mehr zu Tage treten". Zu der Reinigung der Gewehre bemerke ich: Weder unser Kontrakt, noch unsere Abnahnievorschtistcit, noch eine andere Be- stimmung schreibt uns vor, wie ivir die Gewehre zu reinigen haben. Das war lediglich unsere Sache, und die Abnahme- Kommission hatte aufzupassen, ob die Gewehre abnahmefähig sind. Als die Gewehrfabrikativn begann, bestand noch allgemeine Unklarheit über die beste Reinigung angesichts des neuen Pulvers, welches die bisherigen Reinigungsarten hinfällig machte. Nach einiger Zeit hatte Major Hannig an- geordnet, daß die Reinigung mit Wasser und Wischstock mit Werg stattfinden solle Dies ist 6—8 Wochen hindurch durchgeführt worden, halte sich aber nicht bewähtt. Es wurden iniolgedesien sofort nach dem Beschuß in Oel getauchic Wischstöcke durchgezogen und dann die vom Major Hannig ge- wünschte Reinigung angeschlossen. Zuerst wurden die Gewehre nicht rein, sodaß die Leute noch zu einem beliebigen Puynnttel greifen mußten, sei es Staubschmirgel, Bimstein oder dergl. Daß dadurch den Gewehren Schaden hinzugefügt werden konnte, ist reiner Unsinn, daran ist garnicht zu denken. Nun zum TranS- port! Nach unserem Komraki hatten wir die Gewehre bis zur Bahn zu liefern, dort Stroh zur Verpackung bereit zu hallen und die gehörigen Arbeitskräfte zu stellen, welche unter Aussicht die Verpackung in die Waggons besorgten. Sobald die Gewehre in den Waggons waren, halten wir unsere Verpflichtungen er- füllt. Da tmn nach Mittheilimg des Kommandos ei» Waggon nur 1600 Gewehre saßt und nur so viel auf einmal versendet werden sollten, so kamen wir mit Rücksicht hierauf und aus die nahe Lage Spandaus zu dem Entschluß, den Transport lieber gleich direkt nach Spandau zu beivirken. Dies kostete ja mehr, wir hatten aber den Vortheil, tadellose Gewehre abliefern zu können, der Militärfiskus hatte aber noch größeren Vortheil, denn er sparte das Umladen, Auswickeln jc. Die Wagen wurden versiegelt. Die Verpackung, die unter Auf- ficht des Kommandos geschah, ging uns eigentlich garnichts an. In der ersten Zeit, nachdem die Wageusendlliigen begonnen hatten, erhielten wir durch unsere Leute, die die Wagen begleitet hatten, die Nachricht, daß einige Gewehre unterwegs kleine Fehler erlitlen hätten. Nach einigelt Tagen erhielten wir die- selbe Mittheilung vom Kommando. Diese Behörde schickte den Kommissar Streicher, der seststellen sollte, welcher Art die Be- schädigungen waren und ,vte die vorzunehmenden Reparaturen zu bewirken seien. Wir unsererseits schickten zu demselben Zwecke den Büchsenmacher Spange, iberg. Ter Letztere theilte uns mit, daß der Zeiighaus- Büchsenmacher Kirch die kleinen Verletzungen selbst ausbessern würde. Wir erhielten von den,- selben dann nach etwa 4 Wochen eine Rechnung, die, wie mir noch erinnerlich ist, einen äußerst niedrigen Satz hatte, es kam für jedes reparirte Gewehr noch nicht einmal ein Betrag von 10 Pfennigen heraus. Die von Ahlwardt in seiner Broschüre aufgestellte Behauptung, daß ich dem Kirch für jedes Gewehr 5 Pfennig geboten habe, ist völlig unwahr, ich wüßte nicht, wie ich dazu kommen sollte. Major H a n n i g giebt sodann sein Gutachten über die An- wendung des angeblich verpönten Schmirgels ab. Die Anwendung des Schmirgels sei aus Veranlassung des Nomniandos geschehen, um kleine Schrammen zu beseitigen, die sich nach den, Probe- schießen in einzelnen Läufen gezeigt hatten. Die Anwendung des Schmirgels zum Zwecke der Reintgung halte er nicht für statt- hast, nicht weil dte Gewehre dadurch verdorben werden könnten, sondern weil leicht Schönheitsfehler dadurch entständen. Er habe hierüber eine andere Ansicht wie Major Kühne und würde die Anwendung des Schmirgels für unstatthaft erklärt haben, wenn er sie gekannt hätte.,... A n g e l l.: Herr Sachverständiger, war Ihnen bekannt, daß dieLäuse mit der Maschine geschmirgelt wurden.— Major Hann ig: Nein, ich dachte, es geschehe mit der Hand.— Angekl.: Zeuge Gans, ist deS Sonntags soviel sgeschnnrgelt worden, wie die Maschine zu leisten vermochte? Zeuge GanS: Darüber habe ich kein Urtheil. Oberit von F l o t h o iv erklärt, daß bei längerem Schmirgeln des Laufes das Kaliber allerdings zu klein werden könne. Im vorliegenden Falle sei das Kommando aber hiergegen geschützt, da die Läufe nachträglich noch einmal untersucht worden seien. Angekl.: Zeuge Gans hat aber gesagt, daß die deS Sonntags geschmirgelten Gewehre nicht untersucht worden seien. Oberstlientenant Kühne: Die kleinen Schrammen m den Läufen entstehen dadurch, daß der Mantel eines Geschosses platzt. Die kleinen' Metallstückchen verursachen dann die Risse. Wenn ein Laus mit der Hand geschinirzelt wird, so wird er seicht ungleich, was bei Anwendung der Maschine nicht der Fall ist. Ich statte damals alle rissigen Läufe sammeln lassen, und um keine Zeit zu verlieren, erwirkte ich mir von der Polizeibehörde die Eilaubinß, während eines Sonntags sämmt- liche Schmirgelmascriinen gehen zu lassen. An diesem Tage sind dann auch sämmtliche Läuse geschmirgelt worden, tch• glaube, es waren etwas über 400 Stück. Es tritt eine-'/.rstündige Mittagspause em. Nach Wiedereröffnung der Sitzung bemerkt der Vor- sitzende: Mir ist hier ein Schreibe» zugegangen, m welchem mir gewissermaßen ein Vorwurf gemacht wird, daß Angeklagten«in Schutzmann zur Seite xostm dem worden ist. Da? ist wieder einmal ein unberechtigter Vorwurf- Ich habe keinerlei Anordnung nach dieser Nichtung hin getroffen und habe das eigentlich gar nicht gesehen, daß ein Schutzmann dort sitzt. Mir ist es ganz egal, wo der Beamte sitzt.— Der Staatsanwalt erklärt, daß auch er nicht eine Anordnung getroffen hat, wonach der Beamte dort zu sitzen habe.— Nach der Vor- sicherung des Angeklagten empfindet er die Nachbarschaft des Schutzmanns nicht als Belästigung. Erster Staatsanwalt Drescher theilt den Eingang eines Schreibens desOberbürgermeisters a.D. Weber mit. In demselben wird die Behauptung des Angeklagten, daß ein Komitee zur moralischen Ver- nichtung des Angeklagten besteht, welchem er, der Oberbürgermeisier Weber bezw. Herr v. Bleichröder Geld zugewiesen, als auf freier Erfindung und Unwahrheit beruhend bezeichnet. Der Staats- anwalt erklärt, daß er keine Veranlassung habe, an der Wahr- heit dieser Versicherung zu zweifeln.— Angekl.: Aber ich habe solche Veranlassung. Ich besitze den Original-Einladungsbries an den Kriminalkommissariiis a. D. o. Schwerin, Langestr. 22. Dieser Herr war zu dem Rechtsanwalt Golbstein hinbestellt wor- den, wo ihm Geld angeboten worden. Der Herr hatte sich vor- her mit einem antisemilische» Komitee dahin verabredet, daß er hingehen solle.— Der Gerichtshof beschließt, den Herr« v. Schwerin und Ober-Bürgcrmeister a. D. Weber zu laden. Vüchsei. macher Barella hält sich für verpflichtet, seine ab- weichende Meinung von den militärischen Sachverständigen dahin kund zu geben, daß das Schmirgeln der Gewehrläufc unter Um- ständen schädlich sein und das Kaliber verändern könne.— Es werden über dieses Thema nochmals Erörterungen gepflogen, an welchen außer dem Angeklagten noch der Oberst von Brackel, Major Hannig, der Arbeiter Gans und der Vertheidiger sich betheiligen.— Major Hannig erklärt, daß nach dem Schmirgeln alle Gewehre wieder angeschoffen worden sind, der Angeklagte behauptet, daß � dies zwar befohlen, aber nicht ausgeführt worden sei, und Arbeiter Gans bestätigt dies hin- sichtlich der des Sonntags geschmirgelten Gewehre.— Oaerst von Breckel bezweifelt die Sachverständigkeit des Arbeiters Gans in der Bcurtheilung der Güte und der Behandlung der Gewehre. Durch einmaliges Schmirgeln nach der Reinigung werde irgend eine Kaliberveränderung, welche das Gewehr un- sicher macht, nicht herbeigeführt.— Mazor H a n n i g: Er habe Ifchon bekundet, daß er vollständig der Ansicht des Gutachters Barella sei. Schmirgeln könne unter Umständen schädlich sein, wenn es ungeschickt gemacht wird. Daß dies nicht geschehen, habe sich bei der Revision ergeben. Die Verhandlung wendet sich nun den in beiden Broschüren enthaltenen zahlreichen Beleidigungen des Herrn Jsid.-r Löwe und Oberstlieutenant Kühne zu. Präs.: Sie werden doch zu- geben müssen, daß beide Broschüren, namentlich der zweite Theil, von gröblichen Beleidigungen wimmelt.— Der Angeklagte giebt zu. daß manche Ausdrücke zu hart seien, führt aber zu seiner Entschuldigung an, daß er, nachdem er diese Thatsache» sämmlich konstatirt, zu sehr erregt gewesen sei. Außerdem habe ihn ein von Herrn Löwe ausgegangener und in einer Dresdener Zeitung veröffentlichter Brief sehr alterirt, in welchem gesagt worden, daß er verrückt sei und alles von ihm er- logen sei.' Es sei doch im allgemeinen nicht angenehm, wenn man für verrückt erklärt werde.— Zeuge Löwe: Ich hatte unzählige herzzerreißende Briese von Juden aus kleinen Städten erhalten, in'welchen ich beschworen wurde, gegen Ahlwardt etwas zu unternehmen, da sie zu großen Unbilden ausgesetzt seien. Ich habe das alles unberücksichtigt gelassen, ebenso habe ich die Anerbietlingcn zahlreicher Personen, welche Broschüren gegen Ahlivardt schreiben wollten, resüsirt. Es be- fanden sich darunter sogar ausgesprochene Antisemiten, wenigstens gaben sie sich als solche aus, welche mir anboten, mir alles mögliche aus Ahlwardt's Leben milzutheilen.— Präs.! Wenn Sie Herrn Oberstlieutenant Kühne plötzlich zu einem Jiiden Kohn mache!!, so werden Sie doch nicht ziveifelhast sein, daß dies eine Beleidigung ist?— Angekl.: Die Thatsache war mir milgelheilt, und nachdem ich Herrn Kühne gesehen und seine Sprache gehört, bin ich jetzt erst recht der Meinung, daß er jüdischen" Stammes, wenn auch nicht jüdischen Glaubens ist. fküe Bezeichnung als Jude ist doch nicht be- leidigeud.— Vors.: Vielleicht kommt noch die Zeit, wo jemand auch Sie für einen Juden erklärt; das würden Sie doch gewiß als Beleidigung empfinden.— Anne kl.: Ich ganz gewiß.— Präs.: Sie verfallen dann auch wieder mit einem gewissen Behagen in das Bestreben, den Behörden etwas am Zeuge zu flicken.— Angekl.: Das ist gar nicht meine Ab- ficht" Aber nach den Ersahrungen, die ich in der Affäre Bleich- röder gemacht habe, habe ich doch großes Mißtrauen gegen die Gerechtigkeit der Staatsanwälte.— Vors.: Dem Slaaisanwatt wird eS sehr gleichgiltig sein, was Sie von ihm glauben. Ich bitte hier aber nicht Sachen hinein zu mengen, die nicht zur Ver- Handlung stehen. Hierauf erklärt Oberstlieutenant von Gößnitz es als eine falsche Auffassung, wenn aus seiner gestrigen Bemerkungfder Schluß gezogen werden sollte, daß vom Kommandeur des 24. Regiments wirklich ein solcher Bericht eingegangen sei, wie der Angeklagte behauptet. Der Borsitzende verliest im Anschluß hieran ein Schreiben des Kriegsministers an den Oberstlieutenant von Gößnitz. Es wird darin gesagt, daß der Kriegs minister es ablehne» müsse, Berichte untergebener Behörden oder einzeliier Ossiziere im Wortlaut mitzutheilen. Es werden dann die Resultate der Untersuchungen über die Löwe'schen Gewehre angegeben und aus- geführt, daß dieselben durchaus kriegsbrauckibar sind. Ein Schreiben des Kommandeurs des 24, Regiments mit dem vom Angeklagten behaupteten Inhalt sei nicht eingegangen. Wegen des angeblich gestohlenen Gewehrs, welches in Dortmund aufgetaucht sein soll, sei bei der Polizei telegraphisch angefragt worden.— Angekl.: Ich muß trotzdem meine Behauptung ausrechter- hatten, daß irgend ein Schriftstück, nenne man es nun einen Be- richt, eine Eingabe oder sonstwie, vom 24. Regiment über die Löwe'schen Gewehre eingegangen ist.— Oberstlieutenant v. Gößnitz: Vielleicht kann der Angeklagte uns sagen, wo ein derartiges Schrijtsiück zu finden ist, es wäre ja immerhin inier- effant, dessen Inhalt kennen zu lerne».— Angekl.: Eine Abschrift davon ist da, ich werde meinem Vertheidiger sagen, wo sie zu finden ist.— Oberstlieutenant v. Gößnitz wiederholt, daß er noch heute Morgen sämmtliche Akten durchgesucht habe, ohne das bezeichnete Schriftstück zu finden. Er müßte sich übrigens noch des Umstandest erinnern können, wenn ein derartiges Schriftstück durch seine Hände gegangen sei und dies sei nicht der Fall.— Vertheidiger Rechtsanwalt H e r t w i g. Ich stelle noch den An- trag, daß der Gcnerallieutenant a. D. v. Kretzschmar geladen wird. Derselbe wird bekunden köiilien, daß gelegentlich eines Manövers, welches er vor zwei Jahren bei Münster abhielt, mit Löwe'schen Gewehten er«in Schnellfeuer ausführen ließ und daß hierbei ein großer Theil der Visire wegen mangelhafter Löthung abfiel. Obersttientenant von Gößnitz. Es müßte beim 7. Armee- korps passtrt sein und soviel ich weiß, ist es garnicht mit Löwe'schen Gewehren bewaffnet.— Oberstlieutenant Kühne: Ich kann versichern, daß wir unsere Visire genau so auslöthen, wie es in den königlichen Werk- stütten geschieht.— Der Gerichtshof beschließt, den General- lieutenant v. Kretzschmar als Zeuge» zu laden. Es wird sodann die Vernehmung des Zeugen Gans sortgesetzt.— Präs.: Zeuge Gans, schwebt gegen Sie eine Untersuchung wegen eines augeb- liche» Komplotts gegen die Firma Löwe u. Ed.?— Zeuge: Ich weiß hiervon nichts.— Präs.: Noack soll geschrieben haben, daß er Kenntniß von begangenen Unregelmäßigkeiten habe, für deren Geheimhallung er 15 000 M. verlangte. Das Geld sollte zwischen Noack, Scharffcnnd Ihnen getheilt werden.-- Z e u g e: Ich hatte einmal einen kleinen Streit mit dem Büchsen- macher Klatt, wobei ich in der Erregung sagte, ich wisse» daß er sich ein Gewehr angefertigt habe, ich verlange öOO W> wenn ich schweigen folle. Noad hatte bies gehört, er fagte nach Dieutenant Kleinschmidt vom Anschußkommando hat lins und umgegend! Die Krisis, in der wir uns jetzt her zu mir: Du bist schön dumm, wir müssen mindestens von doppelten Scheibenbildern nichts gemerkt, meint aber, daß er befinden, macht sich wohl am deutlichsten in denjenigen Berufen 15 000 m. friegen. Später machte er mir dieserhalb Bor- es gemerkt haben würde, wenn solche angewendet worden wären. fühlbar, beren Produkte nicht zu den nothwendigsten Lebensschläge, ich sah aber ein, daß es auf eine Erpressung abgefehen In einem Falle habe er festgestellt, daß eine Unordnung statt bedürfniffen gehören, also in erster Linie auch in unseren war und sagte ihm, er folle mich in Ruhe lassen.-Präs. gefunden haben müsse, da die Gewehrnummern nicht überein- Branchen. In feinem Jahre ist die Arbeitslosigkeit so groß ge Sind Sie nicht auch von Gegnern Ahlwardt's in Anspruch ge- stimmten mit den Scheibenbildern. wesen wie in diesem, trozdem wir für die Blumenbranche mitten nommen worden?-3euge: Jawohl. Nachdem ich entlassen Die Erörterungen darüber, wie es wohl gekommen fei, daß in der„ Sa fon" stehen. Die Großfabrikanten nehmen diefe Zeit worden war, tam eines Tages ein Mann zu mir, der sich das Fehlen der von Gans zugegebenermaßen entwendeten genügend wahr und fürzen den ohnehin schon geringen Lohn für einen Kriminalbeamten ausgab und fich Weiß Patronen bei den genau abgezählten Patronen nicht gemerkt immer noch mehr. Die fleinen Fabrikanten müssen ihnen naturnannte. Er forderte mich auf, nach dem Romtoir worden, führen zu feinem Ergebnis. gemäß folgen, wenn sie ihr bischen Existenz behaupten wollen. der Firma van Grooningen in der Kommandantenstraße zu Angefl.: Ich frage den Zeugen, ob die Büchsenmacher in feinem Berufe ist auch die Hausindustrie in dem Maße tommen, man habe mir dort etwas Wichtiges mitzutheilen. Ich soviel Zeit hatten, um 135 M. monatlich an Ueberstunden zu ausgebildet, wie in dem unsrigen. Während der große Theil ging nicht hin, sondern folgte erft der zweiten Aufforderung. verdienen. 3euge: Nein. Angell: Haben Sie gesehen, unferer Arbeiterinnen wenig oder garnichts zu thun hat, Als ich das Komtoir betrat, traf ich dort mehrere Herren, die daß die Büchsenmacher gearbeitet haben?- 3euge: Nein. arbeitet eine Minderheit ierze bis sechszehn Stunden fehr freundlich gegen mich waren. Sodann sagte mir ein Herr Staatsanwalt: kann der Zeuge behaupten, daß nicht an- täglich. Dazu kommt noch, daß in unseren Branchen verLichtenstein, daß ich sofort bei Löwe wieder eintreten könne, geschoffene Gewehre mit dem Anschußstempel versehen worden fchiedentlich besser fituirte Damen noch nebenbei ein paar Mark wenn ich mit meiner dem Rektor Ahlwardt gegebenen Aussage find? 3euge: Das fann ich nicht sagen. Ich weiß es nur zu verdienen suchen, um etwa ihrer Pubsucht fröhnen zu können. wieder umschlagen" wolle. Ich fönne nach der Löwe's in vom Hörensagen. Staatsanwalt: In der Broschüre Dieselben arbeiten dann, da sie nicht für den Lebensunterhalt zu Filiale in Budapest kommen und würde von der jüdischen ei steht es aber als bestimmte Thatsache. Der Zeuge forgen haben, mitunter für die Hälfte des sonstigen Lohnes. Um 10 000 m. erhalten. In gleicher Weise redete ein Noack behauptet weiter, daß Kirch ihm selbst zu diesen Zuständen ein Ende zu bereiten, richten wir unseren Mundt auf mich ein. Ich wies das Anerbieten aber ab und gestanden habe, daß er von dem Oberstlieutenant Kühne Aufruf vor allen Dingen an die Parteigenoffen, die selbst, oder bin nicht wieder hingegangen. Rechtsanwalt Hertwig: für jedes Gewehr 5 Pfennig versprochen erhalten habe.-deren Frauen und Töchter in diesen Branchen thätig sind, mit In der Anklage wird hervorgehoben, daß seitens der sogenannten Der Zeuge Kirch bestreitet dies ganz entschieden und behauptet, dem Bemerken, daß es gleichgiltig ist, ob dieselben in der Fabrik Hintermänner des Rettors Ahiwardt Beeinflussungen von Zeugen daß er nie dem Zeugen ein solches Zugeständniß gemacht habe. arbeiten, oder fich Arbeit mit nach Hause nehmen. Jeder einzelne, vorgenommen worden seien. Ich bitte zu fonstatiren, daß es auch Oberstlieutenant Kühne erklärt es direkt für eine Un- ob dieser oder jener Kategorie angehörend, ist berechtigt, der auf der anderen Seite geschehen. Justizrath Gerth: Ich wahrheit, daß er jemals dem Kirch 5 Pf. pro Gewehr ver- Organisation beizutreten. Der monatliche Beitrag beträgt 25 Pf., trele den Beweis dafür an, daß Herr Löwe mit diesen Geschichten sprochen habe. Beuge No ad bleibt aber dabei, daß er es mit wofür dieselben die Gleichheit" erhalten und im Krankheitsfalle durchaus nichts zu thun hat. Erster Staatsanwalt: gutem Gewissen beschwören könne. Präf.: An fich ist es je nach Stand der Kasse unterstützt werden. Beitritts Ich bitte den Herrn Vertreter des Nebenflägers, feinen Antrag schon nicht glaubwürdig, daß, wenn so etwas vorgekommen wäre, erklärungen werden entgegengenommen bei: Frau Goldacer, zurückzuziehen. Es ist Sache der Vertheidigung, den Nachweis der Beamte dies dem Zeugen mittheilen sollte. Ich warne den Gnetfenauftr. 68, Quergeb. 4 Tr.; Frl. Lindau, Falkensteinzu führen, daß Herr Löwe zu den Handlungen der genannten Beugen dringend vor dem Meineide. Ihm als bescholtenem ftraße 43; el. Sahn, Sophienstraße 34, Hof lints 2 Tr.; Personen in irgend welchen Beziehungen steht.Menschen stehen doch schon die Zeugnisse von 3 ganz unbescholtenen W. Jäger, Rigdorf, Herrmannftr. 34, 1. Aufg. 1 Tr., und in Aus den weiteren Bekundungen dieses Zeugen ist hervorzu- Leuten gegenüber. Zeuge Noack: Ich will das mit reinem der am Montag, den 5. Dezember, Annenstr. 16 stattfindenden heben, daß nach der Meinung desselben febr beutlich zu unter- Gewissen beschwören! Oberbüchsenmacher Kirch stellt das Versammlung. W. Jäger. fcheiden ist, wenn eine hinter der Borderscheibe gehaltene zweite zusammentreffen mit dem Zeugen ganz anders dar. Derfelbe Scheibe die Schußeindrücke zeigt, oder die richtige Scheibe. Gr fei eines Tages zu ihm gekommen, um ihn um 5 M. anzuborgen. Achtung, Präger und Prägerinnen Deutschlands! Der habe selbst etwa dreimal doppelte Scheiben hingestellt, aber nur Er sei mit 30 Pf. zufrieden gewesen. Einige Zeit darauf fei megen Lohnreduzirung ausgebrochene Streit der Präger in der um zu sehen, wie die Schußeindrücke ausfallen. Gebrauch sei derselbe wieder nach Spandau gekommen und habe ihm An- Luruspapierfabrik von E. Hellriegel, Berlin, Kochstr. Nr. 5( nicht von diesen doppelten Scheiben nicht gemacht worden, der Meister deutungen gemacht, daß ein Buch erscheinen würde und daß er Nr. 35, wie früher irrthümlich gedruckt wurde), dauert fort. Die babe ftets verboten, irgend etwas zu thun, was die Offiziere ja 5 Pf. für jedes Gewehr erhalten haben solle. Er habe den Streitfommission hat vergebens versucht, mit der Firma zu untertäuschen tönnte. Die Patronen habe das t. Kommando Mann energisch zur Thür hinausgewiesen.- Frau Kirch schließt handeln; stets nurde sie abgewiesen. Die Firma Hellriegel fucht unter sich gehabt und seien von der Munitionsfabrik geliefert. sich dieser Darstellung an. die Ansicht zu verbreiten, daß alle Pläge der Streifenden befeht Sie wurden in einem Kleinen Raften aufbewahrt, Beuge Karl Scharffe aus Quedlinburg, f. 3. Schreiber seien und sie durchaus nicht in der Produktion gestört wäre. welchem der Büchfenmacher den Schlüssel hatte. Der Beuge giebt in Martinicenfelde, macht bezüglich der von ihm Wohl haben sich Leute gefunden, die dort arbeiten, aber sie gezu, daß er auf Befehl des Meisters Lefcheck wiederholt aus dem bemerkten Unordnungen und Pflichtwidrigkeiten, fast diefelben nügen nicht. Rolegen! Wir bitten nun um so mehr, die Firma Patronenfasten Patronen genommen. Er habe sich aber nichts Aussagen, wie Zeuge Noack. Daß Löwe und Kühne zu meiden und jeden Zuzug bis auf weiteres fernzuhalten. Die Streiftommision. dabei gedacht. Mit den Patronen hätten die Meister zu ihrem von den Unordnungen, den doppelten Scheibenbildern 2c. etwas Vergnügen geschoffen, die Herren Löwe und Kühne hätten davon gewußt habe, tönne er nicht sagen, jedoch habe Oberstlieutenant In Helmstedt lehnte eine Metallarbeiter Versamm aber feine Kenntniß gehabt. Er wisse auch nicht, ob Kühne mehrfach gescholten, daß besser geschoffen werden solle. lung, die zur Gründung eines Hirsch- Dunder'schen Gewerkvereins diefelben von dem Drücken der Gewehre Kenntniß gehabt Die Darstellungen über das Operiren mit doppelten Scheiben- einberufen war, vernünftiger Weise diese lächerliche Gründerei haben. bilbern, wobei er auf Befehl des Meisters Stangenberg die Schieß: Beuge Paul Road giebt auf Befragen des Vorsitzenden listen gefälscht haben will, erscheinen dem Lieutenant Kleinschmidt ab und empfahl den Helmstedter Metallarbeitern den Beitritt No an, daß er wegen Betruges, Unterschlagung und schwerer unglaublich. Der Borsitzende ist erstaunt darüber, daß der Zeuge zum deutschen Metallarbeiter- Berband. Urfundenfälschung vorbestraft ſei. Er sucht die Sache zu solchen Unredlichkeiten seine Hand habe bieten tönnen; der Die Schaffung eines Gewerbegerichts wurde vom Ges darzustellen, als ob das Komplott zur Erlangung von 15 000 m. Beuge motivirt dies damit, daß ihm seine Stellung lieb war. meinderath Desfa u's einstimmig beschlossen. Der Antrag hierzu gewissermaßen nur ein Scherz gewesen sei. Der Vorsitzende ver- Die Schüßen sollten alle Tage 50 pet. schießen; an den Tagen, war von einer Arbeiterversammlung gestellt worden. weist dem gegenüber auf eine Anzahl von Briefen, welche der wo schlecht geschossen worden, habe die falsche Umringelung ftattZenge an den Direktor Söwe bezw. an einen anderen Vorgesetzten gefunden, bis die 50 pet. voll waren. Meister Leschet habe dies Vom grünen Tisch. Sparen Sie im Sommer, bann gerichtet hat. Es wird darin immer wieder die Bitte um Geld einmal verboten. Auch diesem Zeugen sind die Abrechnungen haben Sie im Winter zu leben", erklärte ein Beamter der bezw. um ein Darlehen von 500 M. gebeten, mit dem nicht miß mit Kirch und den Büchsenmachern verdächtig vorgekommen. Auch Elberfelder Armenverwaltung einer Frau, welche infolge zuverstehenden Hinweise, daß er sonst gewiffe Geheimnisse, die die Bewirthungen der Büchsenmacher durch die Meister hat der von Arbeitslosigkeit um Brotfarten für sich und ihre fünf ihm aus dem Fabritbetriebe bekannt geworden, der Deffentlich- Beuge bemerkt, er will auch gesehen haben, daß die hungernden Kinder bat. Mit fattem Magen läßt sich bequem feit Preis geben werde. Wenn man ihm dagegen das Geld gäbe, Büchsenmacher Feilen und anderes Handwerkzeug sich haben ein- Anderen Sparsamkeit predigen. Niemals hat eine Bevölkerungsdann werde er das Geheimniß mit ins Grab nehmen und verpacken lassen und mitgenommen haben. Beuge Kühne er flaffe mehr über Sparsamkeit geschwatt, als das Bürgerthum, fpreche, nie mehr nach Berlin zu kommen. Einem Briefe war flärt dies damit, daß die Betreffenden wahrscheinlich zu Hause welches den Nichtbesitzenden durch die im Durchschnitt erbarmauch gleichzeitig der Entwurf eines Artikels beigelegt, den der gerarbeitet haben. lichsten Löhne einerseits und andererseits durch die PreisBeuge event, an den Vorwärts" abgeben wollte.( Da hätte Der Zeuge giebt dem Staatsanwalt zu, daß Löwe u. Kühne fteigerung der nothwendigsten Lebensbedürfnisse gerade am meisten dieser Bursche aber böse Erfahrungen machen können! Red.) von der Berwendung doppelter Scheibenbilder nichts wußten und am Sparen verhindert. Der Zeuge erklärt, daß er nur habe versuchen wollen, Geld an diesen Manipulationen höchstens Meister Stangenberg, der Bu erhalten, weil er sich in einer verzweifelten Lage befunden. im Attord stand und für jedes durchschossene Gewehr bezahlti Der Zeuge war in Martinikenfelde als Schreiber beschäftigt. wurde, ein Interesse hatte.- Oberstlieutenant Kühne bestreitet Glaswerte Alloa in Schottland, ist nach Deutschland abEr befundet, daß der Arbeiter Scharffe verschiedene Male auf eine Frage des Angeklagten, daß er pro Gewehr bezahlt an der Scheibe falsche Umringelungen vorgenommen habe. In wurde. Er habe von dem der Firma Löwe für die Gewehre beweffen Auftrage er dies gethan, wisse er nicht. Ebenso ist ihm zahlten Preisen einen gewiffen Prozentsaz gehabt. Scharffe, der Borfall bekannt, als Gans mittels Nachschlüssels aus dem Noack und Gans werden vereidigt. Patronenfasten Patronen genommen und an Meister Lescheck habe weiter befördern lassen. Dem Zeugen ist es nicht befannt gewefen, daß den Büchsenmachern zeitweise gestattet war, für Löwe zu arbeiten und wußte auch nicht, daß es dem Oberbüchsenmacher Rirch, der die Gewehre in Spandau abzunehmen hatte, ge ftattet war, lleine Reparaturen, die sich als nothwendig zeigten, gleich selbst vorzunehmen und dafür zu liquidiren. Zeuge hat aus Eintragungen in die Bücher entnehmen zu müssen geglaubt, daß es sich dabei um Bestechungen der Militärbeamten Laut Bekanntmachung des Magistrats gelten die in ihrem handelt. Die Firma habe an die Büchsenmacher 270 M. monat lich gezahlt. Die Rechnungen habe er zu besorgen gehabt und Hause Gewerbetreibenden, welche ihren Gewerbebetrieb nicht an. bei der Lohnangabe habe er mit kleiner Schrift beischreiben müssen gemeldet haben, als Arbeitnehmer. Als solche gelten auch Unfür Revision". Oberbüchsenmacher Kirch in Spandau habe alle gestellte( Geschäftsführer, Buschneider u. s. m.), beren Gehalt 4 bis 6 Wochen eine Rechnung an die Firma Ludwig Löwe 2000 m. nicht übersteigt. Um jeden Irrthum zu vermeiden, über 150 bis 180 Mark mit dem Vermere Für entstandene wird hiermit besonders auf diesen Punkt hingewiesen. Versäume Reparaturen eingeschickt. Oberbüchsenmache Kirch erklärt, daß er für solche eine Reparaturen im Dushihnitt feiner, fich bis zum 4. Dezember in die Wählerliste einzutragen. 10 Pf. liquidirt habe und das im ganzen etwa 1000 W. von Wer dieses unterläßt, geht seines Wahlrechts verlustig. ihm ganz berechtigter Weise liquidirt worden seien.- Präs.: Sie fehen, Angeklagter, wie sich alles ganz naturgemäß aufflärt. Angefl.: Ich habe in der Broschüre mur das geschrieben, was mir Noad mitgetheilt hat. Bräs. Hier flärt sich aber alles in absoluter Ruhe auf, Sie haben aber alles mit furchtbarstem Haß dargestellt. Der Um 72 wird die Sigung auf Freitag 91/2 Uhr vertagt. Soziale Ltebersicht. Achtung! Hausindustrielle! Warnung. Glasarbeiter! Mr. Bray, Direktor ber gereift, um Glasbläfer( Bottle hands) zu engagiren. Die deutschen Glasbläser feien vor Herrn Bray gewarnt! Mit Brudergruß Greenwood, Sekretär des internationalen Glasbläserverbandes. Castleford, England. Alle Arbeiterzeitungen sind ersucht, diese Warnung zu ver breiten. Versammlungen. Dirigenten- Verband des Arbeiter- Sängerbundes. Sonntag ben bahnhof Börse. Wahl eines Chorführers und Gesangsprobe. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Freitag den . Boß, Holzmarttftr. 61, Landsleute willkommen. 2. Dezember, Abends 9 Uhr: Vorstandssihung im Befiaurant von Landsmann Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: SüdDezember, Nachmittags 1 Uhr, im Restaurant„ Zum Sertutes" am StadtGule, Sagelsbergerstr. 48: Unterricht in Buchführung( doppelte); oberes Rechnen. Süd- Ostfchute, Reichenbergerfir. 188: Deutſch( unteres); Ma unterricht in Geschichte( neue). Nord- Schule, Müllerstraße 179a Interthematit und mathematische Geographie. Oft Schule, Markusstraße 31: richt in Deutsch( unteres); Physiologie. In alle Fächer, tönnen Schüler und Schülerinnen, auch jest im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends 8X Uhr, bei Grube, Mariendorferstr. 10. Westen, bei Hämerle, Bülowfir. 59. Bolzarbetter". Abends 8% Uhr im Lotale des Herrn Peterson, Beteranenstr. 22. Arbeiter- Hängerbund Berlins und Umgegend. Freitag. UebungsStunde Abends Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Raiser'scher männerchor, Schönhauser Allee 28, bet Kublmen. Nord, Bergwahrheit, An der Zwölf- Apostelfirche 70, bet Framte. Wilhelmshavenerſtraße 28, bet Brosch. " Achtung, Töpfer! In der Volts- Beitung" vom 30. No vember werde.. von W. Joseph, Biesenthalerstr. 11, Ofensezer verlangt. Wir bemerken hierzu, daß wir diese Firma schon am 15. August unter denen mit aufgeführt haben, die den Tarif nicht bezahlen. Der Abzug dortfelbst beträgt bis zu 15 pt. straße 68, bei Keller. J. A.. Seinrich Hoffmann, Gipsstr. 3. Der Zeuge hat ferner Wahrnehmungen gemacht, daß Gewehre Borwärts i, S.D. Adalbertfir. 21, bet Roll. se um mei'fcher Gesangverein, San geftraße 65, bet Tempel. Buch= " gedrückt und die Büchsenmacher vielfach mit Bier 2c. traftirt binder Männerchor Berlins, Alte Jatobftraße 68, bet A. Richter - Maiglödchen, Hochstr. 82a, Wir werden um Veröffentlichung folgender Zuschrift bet Wilte. Gemüthlichteit wurden. Die Büchsenmacher gingen gewöhnlich in die MeifterFris, Naunynstr. 86, bet Bubell. Palme, stube, wo sie mit den Meistern sich Bier ausriethen, auch aus- ersucht: Verschiedene bürgerliche Zeitunge brachten am Dienstag Buzer), Seydelfir. 30. in Belten, bet Schröder. Blaue Schleife, in Pantow, Mühlenstr. 24, trudelten. Bumeist sei das Bier von den Meistern bezahlt wor. einen Bericht über eine Versammlung der Hirsch- Dunder'schen bei Stöhr. Morgenroth 4, Köpenick, Müggelheimersfr. s bei Geld. Rarthaus= den. Der Besuch der Meisterstube sei von den Offizieren ver- Gewerkvereine, in welchem der Golcarbeiter Faber als Vorsitzender Zur fcher Gefangverein, Lichtenbergerstr. 21, bei Seife. Moabit", boten worden, es sei aber der Arbeiter Kuauerhase zur Wache der Berliner Streif- Kontroll- Kommission bezeichnet wurde. Freie Liebertafel, Mart ausgestellt worden, der das Nahen eines Difiziers melden mußte. Aufklärung und Berichtigung für diese Zeitungen meg die Wit grafenftr. 8.- Gesangverein Eintracht zu Alt- und Neu- Glientele, bet Daß Löwe und Kühne von dieser Sache etwas gewußt, teinen Vorsitzenden hat und demzufolge der Goldarbeiter Saber theilung dienen, daß die Berliner Streif- Kontroll- Kommiffion. Stabelhof, Rudowerstraße. Arbeiter Gefangverein Fretes er nicht sagen. Er wisse auch, daß den Unschuß- Unteroffizieren öfter ein Faß Bier der auch nicht Vorsitzender dieser Kommission sein tann, Don Firma aufgelegt worden sei. Oberstlieutenant a. D. Kühne Ueber die Rücksichtslosigkeit, mit welcher das angeblia, erklärt, daß dies auf seine Anordnung geschehen sei. Gine Zeit an der Spitze der Sozialreform marschirende Deutsche Reich lang fei, wie er bemerkte, schlecht geschoffen worden und dadurch, gegen die organisirte Arbeiterschaft verfährt, wirft eine Aeußerung daß in den elektrischen Lampen mitunter Schüsse saßen, habe er bes Oberstlieutenants a. D. Kühne, des Direktors der Löwe Do lads. entnehmen zu müssen geglaubt, daß mitunter auch Allotria gefchen Fabrif, ein grelles Streiflicht. Dieser Mann gab im mocutt 47/49. trieben wurden. Ich hatte deshalb den Plan, eine Art Prämie Prozeß Ahlwardt, nach der Darstellung der Staatsbürger- 3tg.", Alle sulchriften find zu senden an G. Schröder, Noftiaftr. 29, 8 Treppen. für gutes und sorgfältiges Schießen auszusetzen, Major Hannig auf die Frage, wie es fomme, daß die königlichen Büchsenmacher Freitag Vergnügungsverein Grüne anne, Mariusstr. 8. Theater batte aber die Aussehung von Geldprämien nicht genehinigt. Nach dem sehr anstreng nden Dienst sei für die Leute gegen Entgelt in der Fabrik arbeiteten, untern Zeugeneid und Gefan averein Acacie, Köpniderſtr. 3.- Zambour- Berein Boruffia folgende Erklärung ab: Tönne in der Kantine ein Fäßchen Bier aufgelegt worden. Major Hannig: Er habe in 2 Fällen Kenntniß davon er langt und habe strengstens verboten, daß den Leuten Bier aufgelegt werde. Hauptmann Klopsch verwahrt die Anschuß- Unteroffiziere bagegen, daß fie Allotria getrieben haben könnten. Das Wiinisterium batte angeordnet, daß alle Leute, welche am 1. Mai v. J. ftreiften, ohne weiteres entlassen werden sollten. Infolge deffen mußte ich pierhundert Mann, zum Theil gut gefchulte Leute entlassen. Die Weiterführung des Betriebes stand in Frage und jede Hilfe schien geboten." Charlottenburg, Bismardfir. 74. Gesangverein Morgenroth 2 Sieb 1, Friedrichsberg, Friedrich- Karlstraße 11 bei Heinecke. Gefang Derein Berliner Typographia, Fischerstr. 25. Gesangverein Nordwacht, Müllerstr. 7, bet Reichert. Gefangverein Schmargen borf in Schmargendorf, Wirthshaus. Gefang- und Theaterverein Acacie ( Bem. Chor), Köpniderfir. 1-8, bet Schweigberger. 8utunft 1, Steglit, pornstraße, im Gambrinus, Offenbacher Sängertranz, Rejiaurast Brah, Annenstr. 9. Gefangverein Gollegia 1, Manteuffelstr. 9 bet Gefangverein Freiheit Moabit, Kronen- Brauerei, Altgund dit geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Tambourverein Tambour- Berein Ruf, Infelstr. 1. Königsbergeritr, 24. Wirbel Cartenstr. 52. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gesangverein union, abends Uhr, Berliner Bockbrauerei. Quartettverein Männerchor Webbing, Aends 8% Uhr, bet Schäfer, Nene Hochstr. 49. Walbesrauschen, Abend 9 Uhr, bet Weigt, Wiartgrafenftr. 87. PrivatTheaterverein Grescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Putibuſerftr. 35. Buchbinder Männerchor, Abends 9 Uhr, Restaurant Richter, Alte Muit- Dilettantenverein, onita", Abends 8 Uhr bet Satobftraße 68. Schent, strautstr. 9, Ue bungsstunde. Berliner Zurn genoffenschaft. Die erste Männerabtheilung turnt Freitag und Dieni lag Abend von 8-10 Uhr in der Turnhalle bes sie 1. Wanner- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der TurnLeffing- Gymnasiums Pantsir. 8-10.- Zurnverein Gesundbrunnen balle des Beffing- Gymnasiums, Pantsir. 9-10. Der Zeuge Noad macht noch Mittheilungen über Unregel mäßigkeiten und Unordnungen, die er beim Anschuß, bei der Also vierhundert brave Arbeiter mußten auf Befehl Buchung der Schußproben zc. bemerkt habe. Der Präsident meint, einer Reichsverwaltung aus Lohn und Brot gejagt werden, die daß bei Fabrifen, die 4000 Arbeiter beschäftigen, fich folche weiter nichts gethan hatten, als ohne Genehmigung des Privat Unterordnungen schwerlich vermeiden lassen, wenn es nicht lauter unternehmers einen Zag oder ein paar Stunden lang nicht zu Bergnügungsverein fperance, Abends 9 Uhr, Rosenthalerftr. 11-12, musterhafte Arbeiter sind. Es kommt doch nur darauf an, ob arbeiten, um theilzunehmen an einer im übrigen nach allen im teftaurant. Bergi tügungsverein Beilchen, Abend s uhr, bei Brauns, bie Herren Löwe oder Kühne etwas von diesen gewußt haben. Richtungen hin geseglich durchaus zulässigen Manifestation. Schöne Alte Satobfir. 128( 2 ogenhaus). Oranienr. 183 p. Geselliger Arbeiterverein Graphta, abends 8% Uhr, Unterhaltungsriub Schiller, jeben Anget: Das behaupte ich von Herrn Kühne. Stattlub Freitag Abend s hr im Restaurant Holzbächer, Dreiseftr. 8. der Gewehre eine vollständig fuscherhafte Arbeit sei, die vielleicht Oberst v. Flot how erklärt auf Befragen, daß das Drücken Grand. Jeden Freitrag, Abends 8% Uhr, bet Hubrich, Lübbenerftr. 22. Aufruf an alle in der Blumen, Pusfeber, Segelflub Sintered, jeben Freitag 8 Uhr im Klubhaus Süd- Dft. yon Leuten gemacht werde, die nichts davon verstehen. Das Blätter- und Perlbranche, fowie mit Feder: English Conversational Club Shakespeare. Drüden werde von guten Büchsenmachern nicht ausgeführt und färben, Besaznähen. Boabinden u. f. w. be: Meeting every Friday at 9 p. m, at Behrens Restaurant fei verboten. schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Ber. Königstr. 62, Cruests are welcome, Zustände! An die deutschen Brauer! einer 67 M Freie Volksbühne. Am Sonntag, den 4. Dezember, Nachmittags 22 Uhr, findet im National- Theater die 2. Vorstellung für die 3. Abtheilung statt. Zur Aufführung gelangt: Der freie Wille, Schauspiel in 3 Atten von Hermann Faber. Mitglieder für die 3. Abtheilung werden noch in allen Zahlstellen auf genommen. Das Eintrittsgeld ist von Mt. 1 auf 50 Pfg. E herabgefeht worden. Der Monatsbeitrag für Dezember ist 50 Pf. Mitglieder anderer Abtheilungen, die die Vorstellung zum zweitenmal sehen wollen, finden, da die 3. Abtheilung noch nicht gefüllt ist, gegen einen ExtraPf. Der Vorstand der Freien Volksbühne". Sämmtliche Brauer der Brausteuer- Gemeinschaft werden zu beitrag von 60 Vi. Ginlas ( ٤٠٠) Einladung 362/12 Versammlung Mitglieder der Freien Solfsbühne. auf Sonnabend, den 3. Dezember d. J. Nachmittags 1 Uhr Der Berein Fresko- Bühne beehrt sich die Mitglieder der Freien Boltsbühne zu seiner 1. Vorstellung am Sonntag, 4. Dezember, Mittags 12 Uhr, im Lessing- Theater einzuladen. Zur Darftellung gelangt ,, Manometer auf 99", foziales Drama von Franz Held. Eintrittskarten, soweit solche noch vorhanden sind, werden gegen Vorzeigung der Mitgliedsfarte der Freien Boltsbühne unentgeltlich verabfolgt im bis 9 Uhr Abends und Sonntag Morgen von 81/ 2-11 Uhr. Der Vorstand. nach Berlin, Konzerthaus Leipzigerstraße 48 eingeladen, um gemeinsam Protest gegen die Erhöhung der Brau- Bureau der Fresto- Bühne, Leipzigerſir. 95, 2 Tr. links( Ecle Charlottenstraße), steuer zu erheben, welche das Braugewerbe im allgemeinen auf das schwerste schädigen und insbesondere den Ruin zahlreicher mittlerer und kleinerer Brauereien herbeiführen muß. Berlin, den 26. November 1892. 382b J. A: Dr. Herzfeld, Leipzigerstr. 95. Zentralverband der Maurer Deutschl.( Buzer) Zahlstelle 1, Berlin. Sonntag, den 4. Dezember, Vorm. 11 Uhr, Dresdenerstr. 96: Versammlung. Tages- Ordnung: Der Steueransschuß des Deutschen Branerbundes 1. Wie regeln wir im nächsten Jahre unsere Lohn und Arbeitsbedingungen? 2. Wissenschaftlicher Vortrag des Herrn Dr. Pinn. Allendorf( Schönebec). Bülow( Halberstadt). Brinkmann( Herbebe). Barth( Mainz). Drews( Riel) 3. Verschiedenes und Fragebeantwortung. Frinken( Trier). Goldschmidt( Berlin). Haase( Breslau). Hastedt( Harburg). Happoldt( Berlin). Zahlreiches Erscheinen ist erwünscht. Henrich( Frankfurt a. M.). Dr. Kaskel( Berlin). Knoblauch( Berlin). Oherländer( Frankfurt a. M.). 244/4 Oettler( Weißenfels). Reutlinger( Frankfurt a. M.). Reinhardt( Leipzig). Roesicke( Berlin). Rösler( Breslau). Der Bevollmächtigte. Rückforth( Stettin). Ulrich( Leipzig). Ulrich( Pfungstadt). Wernecke( Magdeburg). Zeitz( Meiningen). Gummi- Arbeiter u.Arbeiterinnen Berlins u. Umgeg. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Sonntag, den 4. Dezember 1892, Vormittags 1012 Uhr: Branchenversammlung der Rohrleger u. Gehilfen in Bolt' Festfälen, Alte Jakobstraße 75. Tages Ordnung: " 1. Vortrag des Herrn Th. Mehner über: Die neue Militärporlage und ihre Folgen für die Arbeiter." 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mit glieder. 4. Verschiedenes. 227/1 Sonntag, den 4. Dezember 1892, Vormittags 10%/ 2 Ubr: Central- Krankenkasse der Töpfer ( Filiale Berlin). Sonntag, den 4. Dezember 1892, Mitglieder- Versammlung Vormittags 10 Uhr: in Gratweil's Bierhallen, Romman Dantenstraße 77-79( parterre). 1. Erläuterung des 2. Be Oeffentliche Versammlung am Sonnabend, den 3. Dezember, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn neuen Statuts zur Zuschustafe. 3. Wer des Branchenversammlung der Nagelschmiede der Grasmänner. im Saale des Herrn Heise, Lichtenbergerstraße 21. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Distussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Die Kollegen werden dringend ersucht, in diesen Versammlungen pünkt lich zu erscheinen. Der Vorstand. Verband der Sattler und Tapezirer. Filiale Berlin. So. nabend, den 2. Dezember, Abends 81%, Uhr, bei Wienecke, Alte Jakobsir. 83: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Scherdin aus Potsdam über: Vagabondage und Wohlthätigkeit. 2. Distusfion. 3. Verschiedenes und Fragekaften. Herren und Damen als Gäste sind herzlich willkommen. Sonntag, den 3. Dezember, Abends: Gemüthliches Beisammensein bei Norbert, Beuthstraße 22. Um zahlreiches Erscheinen bittet 264/5 Der Vorstand. Achtung. Maurer. Achtung. Sonntag, den 4. Dezember, Vorm. 10 Uhr: Ausserordentl. General- Versammlung des Vereins z. Wahrung d. Jnteressen d. Maurer Berlins n.Umgeg. in Brochnow's Salon, Sebastianstraße 39. 1. Ausschluß Jerovke's. 2. Vortrag. 3. Diskussion. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Thürkontrolleure werden aufgefordert, zur Stelle zu sein. 380/6 Der Vorstand. Arbeiter Bildungsschule ( Süd- Bezirk). Am Sonntag, den 4. Desember d. J., Abends 6 Uhr, in Heinrich's Seßfälen, Blücherstraße 61: Versammlung. Tagesordnung: Vortrag über: Unsere Volksschulen". Referent Herr Mähr. Nach dem Vortrag: Geselliges Beifammensein und Tanz, Damen und Herren als Gäste sehr willkommen. Achtung. 357b Wendt, Cöslinerstr. 17. Zages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Dr. Pinn. 2. Diskussion. 3. Die Wahlen zum Gewerbegericht. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Große Versammlung 380b Vereins der Militär- Schneider am Sonnabend, den 3. Dezbr., Abds. 8% Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandanten- Strasse 20. richt des Bevollmächtigten Kassirers. 3. Ergänzungswahl des Vorstandes und 4. Verschiedene Raffenangelegenheiten. Im eigenen Interesse ist jedes Mitglied verpflichtet zu erscheinen. Der Vorstand. Verein d. Bauarbeiter 287/6 Zages Ordnung: 1. Bortrag über:" Der Kampf um's Vasein". 2. Diskussion. 8. Verschiedenes und Fragefasten, Der Vorstand. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Billets zur Urania den Mit Berlin O., Friedrichsberg u. gliedern zur Verfügung stehen, und es wird gebeten, soviel wie möglich davon Gebrauch zu machen. Rummelsburg. Sonntag, d. 4. Dezember, Borm. 11 Uhr, in Schneider's Gesellschaftshaus, Proskauer Straße Nr. 37-38. Fachverein der Tischler. Mitglieder- Bersammlung Fachverein Tages- Ordnung. 1. Aufnahme neuer Mitglieder. Sonntag, den 25. Dezember 1892, 2. Wahl des gesammten Borstandes in der Berliner Resource, Kommandantenstr. 57: 3. Abrechnung vom Vergnügen vom 8. Oftober 1892. 5. Vereinsangelegenheiten. NB. Diejenigen Mitglieder, welche noch Weihnachts- Vergnügen, Billets vom letzten Bergnügen in Händen bestehend in Konzert und Gesangvorträgen, haben, werden ersucht, vor der Ver fammlung abzurechnen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 379b Orts- Krankenkasse d. Korbmacher fowie humoristischer Unterhaltung und Tanz. Geschenke- Verloofung für Sinder. Jedes Kind erhält ein Loos gratis. Von 12 Uhr ab Tanz. Eröffnung 5 Uhr. Billets zum Preise von 30 Pfg.( ausschließlich Tanz) sind auf allen Zahlstellen des Vereins zu haben. 308/14 Die Zahlstellen des Fachvereins der Tischler befinden sich in den folgenden Sonntag, d. 11. Desemb., Borm. 10 Uhr, Sokalen: 1. Schmidt, Friedrichsbergerſtr. 25; 2. Kunstmann, Staliterfte. 107; bei Roll, Adalbertstr: 21. General- Versammlung. 3. Hllscher, Belleallianceplatz 6; 4. Petersen, Veteranenstr. 22; 5. Scheuer, Ecke Schleiermacher- und Gneisenaustraße; 6. Steinmehstr. 57; 7. Dresdener Tagesordnung: 1. Ersatzwahl. straße 116; 8. Matthias, Lübeckerstraße 41; 9. Ungering, Breslauerstraße 27; 2. Wahl für ausscheidende Vorstands. 10. Duschek, Rirdorf, Bergftr. 7; 11. Krüger, Fennftr. 5; 12. Ecke Soranermitglieder. 3. Wahl der Prüfungs- und Görlizerstraße; 13. Klebs, Weißensee, Ecke Bölfer- und Charlottenstraße; tommission. 4. Vorlage der neuen Sta- 14. E. Schmidt, Ede Tresckow: und Diedenhofener- Straße; 15. Walter, Badtuten. 5. Antrag: Bewilligung einer Ver- ftraße 23; 16. Zabel, Frankfurter Allee 90. gütigung für Abschreiben der Statuten. 6. Verschiedenes. Quittungebuch legiti mirt.[ 383b] Der Vorstand. Zentralverein der Gärtner. Sonnabend, den 3. Dezember, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75: Grosses Tanzkränzchen verbunden mit: Dafelbst tann sich jeder Rollege als Mitglied des Vereins aufnehmen laffen. Der Arbeitsnachweis befindet sich Wallfir. 7-8 und ist werktäglich, mit Ausnahme der Mittagsstunden von 12-3 Uhr, von 8 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends geöffnet. Die Arbeitsvermittelung geschieht unentgeltlich. Der Vorstand. Krömer, Gontardstr. 381b Ich ver Amt Preisen: Telegr. breit. Nr. 4, Gontardstr. Nr. 4 mV 3291. vifchen Königstolonaden u. Zentral- Markthalle, Bahnhof Alexanderplay". taufe voraussichtlich nur noch diese Woche zu folgenden billigen Prima Bratgäuse, 55 Pf. per Pfund, Anfang 81/2 Uhr. Entree 25 Pf. Das Komitee. Prima Oderbrucher Fettgänse, 60 Pf. per Pfd. Kotillou, Blumenverloofung Verein d. Bauanschläger Berl. u. Umg. Freiwillige Verſteigerung. General- Dersammlung am Sonntag, den 4. Dezember, Vorm. 101/2 Uhr, bei Pyrtek, Gypsfir. 3. Tages.Ordnung: 1. Aufnahme nener Mitglieder. 2. Wahl der Revisoren. 3. Antrag 2C. do. Allergrösste Waldhasen, blutfrisch 2 m. 50 Pf. do. gespickt 3 Hirschfleisch wird, wie bekannt, zerlegt in Pfunden aus 33589 Auswärtige Ordres nur gegen Nachnahme. Am Freitag, den 2. Dezember cr., Vormittags 10 Uhr, versteigere ich gewogen verkauft, billiger als jeder andere Braten. Neue Schönhauserit. 17 gegen Meist Tabake: 1 Ballen Sumatra Decke, gebot und Baarzahlung: 4 Ballen C. Becker und Genossen betreffs Abänderung der Krankenunterstügung. 1 Ballen Domingo ff. Umbl., 1 Ballen 4. Fortsetzung der Besprechung innerer Vereinsangelegenheiten. 5. Verschiedenes St. Felix- Brasil- Decke, 1 Ballen St. und Fragekasten. 182/2 Felix- Brafil- Umblatt. Die Tabake sind Hugo Krömer, Nr. 4, Gontardstraße Nr. 4, zwischen Königstolonaden u. Zentral- Markthalle, Bahnhof Alexanderplat". Das Stiftungsfest des Vereins findet am Mittwoch, den 21. d., von der feinsten Qualität und werden Möbel-, Spiegel- und Polſterwaaren, bei Brochnow( früher Orschel), Sebastianstr. 39, statt. Billets sind beim auf Wunsch in kleinen Posten verkauft. goni und Nussbaum, empfehlen Bergnügungskomitee und im Arbeitsnachweise Sebastianstr. 50 b. Restaurateur 6. Opak zu haben. 3270L ganze Wohnungseinrichtungen in MahaGebr. Klink, sw., Friesenstrasse 21, SW. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Der Vorstand. Faber, Gerichtsvollzieher b. fgl. A. Bantftraße 25. 3 E D f f