Nr. 65. Abonnements- Bedingungen: bonnements Breis pränumerando! Bierteljährl, 8,80 I., monatl. 1,10 M., twöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummet 6 Bfg. Gonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Belt" 10 Bfg. Bost Ebonnement: 1,10 Mat! pro Monal Eingetragen in bie Boft Beitungs. Preisliste. Unter Kreuzband faz Deutschland und Desterreich. Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweben und die Schweig Ericial täglich außer Montags, Vorwärts Berliner Volksblatt. 24. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Geträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder beren Raum 60 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ,, Kleine Anzeigen", bas erste( fett gebrudte) ott 20 Bfg., jebes weitere Bort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlaf stellen- Anzeigen bas erste Wort 10 Big., jebes weitere Wort 6 Pig. Borte über 15 Buchstaben zählen für groei Borte, Inserate für die nächste Nummet müssen bis 51lhe nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Egpedition if bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berila". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1983. Ein Arbeitsfeld für foziale Gesetzgebung. # Sonntag, den 17. März 1907. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. tr. 1984. derart, daß die Leute im Gas. und Schwefel- untersuchungen der Revisionsbeamte von der Werksleitung dunst ohnmächtig werden. eingeladen wird. Die außerordentlich schwere, starken Schweiß erregende Auch die erfolgten Inspizierungen sind oft sehr proTätigkeit des Hüttenarbeiters würde weniger förperlich zer- blematischer Natur. Ueber ein Drittel der Hütten- usw. rüttend wirken, wenn den Leuten nach der Schicht eine Ge- Werke ist im ganzen Jahre nur einmal revidiert worden. legenheit zur Störperreinigung und Hautpflege Von den 15 466 Werken in der Gruppe V wurden 6918 nur gegeben wäre. Wie es damit aussieht, darüber sagt die Dent- einmal im Jahre inspiziert; von den 13 985 MaschinenIm Automobiltempo rast unsere Sozialpolitik dahin," schrift des Metallarbeiter- Verbandes: Ron 111 Werfen bezw. fabriken und dergleichen„ erduldeten" 6983 nur einmal int bersicherte unlängst eines der unverwüstlichsten Scharfmacher Werksabteilungen befanden sich nur 56 im Besitz von Wasch- Jahre die Inspektion. Eine derartige Revision" gestattet organe. Dies Automobiltempo" wird mit Bliglicht be- einrichtungen; davon sind nur 17 als genügend bezeichnet. dem Revisor unbedingt tein maßgebendes Urteil über den leuchtet durch eine Dentschrift über die Lage Brausebäder befizen 72 Werke, aber in 21 entfallen auf eine Bustand der Anlagen und die Verhältnisse ihre Arbeiter. In Der Hüttenarbeiter Deutschlands. Der Deutsche Brause 41 bis über 100 Arbeiter. Solche„ fanitären Gin- den Hüttenwerken wird meistens Tag und Nacht( WechselMetallarbeiter Verband hat sich als Heraus- richtungen" find so gut wie gar keine. schicht) gearbeitet. Ueberhaupt find aber in der Gewerbsgeber dieser bisher einzigartigen Druckschrift ein außer- Nur von 29 Betrieben wird gemeldet, dort befänden fich gruppe III( 4115 Anlagen) nur 793 nächtliche Reorbentliches sozialpolitisches Verdienst erworben. Einmal, Ankleideräume, Aufbewahrungsstätten für die Kleider visionen vorgenommen worden! Das erklärt schon, warum indem er einfach grauenhafte Zustände, unter denen große der Arbeiter. Die Feuerbetriebsarbeiter hantieren nur mit bie betreffenden Hüttenarbeiter vielfach in mehrjähriger Frist Maffen deutscher Arbeiter leiden, enthüllte; das andere Mal, blauer Leinwandhose und dito tittel angetan; oft ist der feine Fabrikinspektoren zu Gesicht bekamen. Den guten veil durch diese Enthüllungen das Automobiltempo" unserer Oberkörper ganz entblößt, z. B. beim Buddeln. Troßdem Willen der Herren in allen Ehren, aber bei den obwaltenden Sozialgefezgebung als ein Schneckentempo gekennzeichnet fließt der Schweiß in Strömen. Am Schichtschluß können sich Umständen können sie als maßgebende Gutachter über die wird. Unter dem Titel: Beiträge zur Kenntnis diese Geplagten nicht ordentlich waschen; fie fönnen meistens Verhältnisse der Hüttenarbeiter nicht in Betracht kommen. der Lage der Hüttenarbeiter Deutschlands" nicht einmal trockene und reinliche Kleider anziehen, da die Darum füllt die Enquete des Metallarbeiter- Verbandes in hat der Vorstand des Deutschen Metallarbeiter- Berbandes Ueberkleider ungeschützt in irgend einer Ecke im Betriebsbau der sozialpolitischen Literatur eine große Lilcke aus. Diese Sie Resultate einer Umfrage betreffend Bustände in der aufgehängt sind, Qualm, Staub, Regen und Schnee aus gewerkschaftliche Organisation hat eine pofitive Arbeit von Hüttenindustrie in einer 82 Seiten starten, großformatigen gefeßt. Eine empörende Rücksichtslosigkeit gegenüber den bleibender Bedeutung geleistet durch seine Enthüllung der Broschüre zusammengestellt; fie wird auch im Reichstag zur allerbescheidensten Arbeiterbedürfnissen. Hüttenarbeiterverhältnisse. Die Leistung ist um so verdienstBerteilung gelangen. Die Reichsboten haben dann Gelegen- Unbeschreiblich ekelhaft sind die Aborteinrich- boller, weil es außerordentlich schwierig ist, private Grbeit, ein von der sozialen Gesebgebung noch ganz ber- tungen auf zahlreichen Werken. Von 68 werden fie als bebungen solcher Art über die Verhältnisse einer Arbeiternachlässigtes, riesiges Brachland fennen zu lernen. äußerst unsauber" geschildert. Jn 50 Werken kommen auf gruppe zu veranstalten, die noch sehr schwach organisiert, Die Erhebungen des Metallarbeiter- Verbandes haben je einen Abort 20 bis über 50 Arbeiter. Reinigung der durch ihre aufreibende Tätigkeit abgeftumpft, nur zu gleich sich erstreckt auf die Arbeitszeiten, fanitären Aborte, Abwaschungen der Size find anscheinend als Burus gültig gegen die Schäden in ihrem Berufe geworden ist. Einrichtungen der Hüttenwerte, Unfälle angesehen. Manche Aborte find so eingerichtet, daß ihre Die in Betracht kommende Arbeitergruppe belief sich und Gewerbeaufsicht. Aus der Fülle des Materials Benugung eine Tortur bedeutet". Die Sigbretter 1905 auf 744 558 Röpfe( Süttenwerke und Metallfei von dem markantesten einiges registriert. Der Gesamtstoff sind schräg, im Wintel bis zu 45 Grab, ant- berarbeitung). Bum Teil fann man auch die 789 573 in der fann auch nicht annähernd in einem Zeitungsartitel auf- gebracht. Die oftmals scharftantigen Size Maschinenindustrie beschäftigten Personen dazu rechnen. gezählt werden. machen ein festes Gigen vollständig un- Für diese gewaltige Arbeitermaffe hat die Gesetzgebung noch 1895 1905 Südwestdeutschen Eisen und Stabl Berufsgenossenschaft 91,7 108,8 Sächsisch- Thüring. Elfen und Stahl Berufsgenossenschaft Rheinisch- Westfälischen Sütten u. Walawerks Berufsgenossenschaft 152,8 194,6 Nordöstlichen Eifen und Stahl Berufsgenossenschaft Wart zu berechnen sind. Den Hüttenherren fällt es nicht ein, ohne Zwang bas Los ihrer Rohnknechte zu erleichtern. Darum muß von der Gesetzgebung awingend eingegriffen werden. Die Enquete des Metallarbetter- Berbandes hat der nationalen" Reichstagsmehrheit die Pflicht auferlegt, fozialpolitisch schleunig und positiv Farbe su bekennen. Entwederober! Ueber die Arbeitszeit sind in 176 Werfen bezw. Werks- möglich"! Solche Marterkasten sind aufgestellt, um den so gut wie feine Schuhmauer aufgerichtet. Schon die unabteilen Erhebungen angestellt worden. In 9 Fällen wurden 8, Arbeitern das Bummeln" auf den Aborten zu verleiden. bestrittene Tatsache, daß die Hüttenleute weit überwiegend in 1 Fall 9, in 25 Fällen 10, in 19 Fällen 104-11 Stunden In der Tat eine humane Erfindung"! eine tägliche, ununterbrochene Arbeitszeit von 12 Stunden gearbeitet. Jn 127 Werken, fast durchweg Wenn man die Schilderungen über die unmenschlich haben, in der Tropenbite der Feuerbetriebe jogar 24, 36 bis Feuerbetriebe, herricht eine regelmäßige langen Arbeitszeiten und die von zahlreichen Antreibern 48 Stunden gearbeitet wird, bildet eine niederschmetternde 12stündige Arbeitsschicht! Die überwiegende forcierte Abbegung der Süttenleute lieft, gewinnt man die Anklage gegen unfere Sozialgefebgebung. Angesichts solcher Mehrzahl der Betriebe fennt teine regelmäßigen Ueberzeugung, daß diese Arbeiterschaft förperlich zugrunde skandalösen Bustände noch von einem Automobiltempo" der Pausen. Die Puddler, Schweißer, Stahlgießer, Wala- gerichtet werden muß, wird ihr nicht schleunigste gefegliche Sozialpolitik zu reden, bazu gehört ein sehr robustes Gewerker usw. müffen also in der Regel ohne Baufen zwölf Hülfe zuteil. Schon die enorm hohe und start steigende wiffen. Bei den Besizern der Hüttenwerke haben wir es zuStunden schuften! Doch ist es vielfach damit nicht genug. 3ahl der Unfälle fordert ein energisches Einschreiten meist mit den hervorragendsten Geldmonarchen zu tun, Von einer Reihe Süttenwerte werden aus des Gesetzgebers. Auf 1000 Vollarbeiter wurden Unfälle Persönlichkeiten, deren Jahreseinnahmen oft nach Millionen ben Feuerbetrieben 24, 36, fogar bis 48stündige angemeldet in der Arbeitszeiten gemeldet! Man fragt sich, ob fie möglich find. Aber übereinstimmend berichten die Vertrauensleute bes Metallarbeiter- Berbandes sowohl aus Oberschlesien und Sachfen, wie aus Rheinland- Westfalen und Lothringen, daß au gewiffen Zeiten, abwechselnd in gewissen Perioden, die Arbeiter in den glühendheißen Feuerbetrieben 24 und 36 Stunden, ja selbst bis 48 Stunden( z. B. CharlottenhütteNieberschlesien) im Werksdienst bleiben müffen! Vom Hörder Verein" heißt es, dort hätten Reparaturschlosser bom 1. Januar bis 1. Juni 1906 feinen freien Sonntag gehabt. Harmlose Leute mögen annehmen, für die Ueberzeitarbeiten, Sonntagsarbeiten und dergleichen erhielten die beVor start gelichteten Bänken spielte fich heute eine sehr treffenden Leute stets Lohnzuschläge. Die Enquete des Die Arbeiterunfälle sind allerdings im Automobiltempo nüchterne, leidenschaftslose Sigung ab. Debattelos wurde der Metallarbeiter- Verbandes über ben enthüllt barüber ungeahnte angewachsen. In der Sektion Oberhausen kamen 1905 auf Gefebentwurf Hinterbliebenen- Verund ben Reichsinbaltben. Standale. Eine ganze Anzahl Betriebe werden nambaft ge- 1000 Vollarbeiter 246 angemeldete Unfälle, fast jeder ficherungsfonds macht, wo die Uebergeitarbeiten gratis ge- bierte Arbeiter erlitt einen unfalli un fonds in britter Lesung angenommen. Die zweite Beratung leistet werden müssen! In einer Reihe Bessemer geheuer viel Arbeitskraft und Menschenglück wird zerstört. des Gefeßentivurfs über die Berufs- und Betriebs. und Thomaswerken, Walzwerken und Bubbelwerken sind die Die Krüppel und Siechen sind in den zählung brachte einen Waffenmord fozialdemokratischer Ofen und Walzwerksarbeiter berpflichtet, in regelmäßigen Hüttenindustriebezirken nach Tausenden Verbesserungsanträge. In fachkundigen Reben begründeten fie Zwischenräumen auch Sonntags zu arbeiten, au zählen. Erschreckend hoch sind die rantheits die Genoffen Scheidemann und hoch; die Mehrheit, ohne dafür Bezahlung zu befommen! Von aiffern. Die Lungenschwindsucht rafft zahlreiche einschließlich ber Freifinnigen hörte fie taum, und stimmte der Friedrich Alfredshütte( Firma Krupp!), Abteilung Büttenarbeiter bahin. Gine grauenhafte Juustration des alle unsere Anträge restlos nieder; es wurde faum für nötig Thomaswert, wird berichtet, dort seien die Feuerbetriebs- Automobeltempos unserer Sozialpolitit". gehalten, biefe Entscheidung durch ein paar Worte zu be1895 1905 1895 0 1905 58,7 63,7 65,8 98,4 Schlesischen Eisen und Stahl Berufsgenossenschaft .76,8 96,4 9 mannschaften berpflichtet, abwechselnd am Montag schon um Auf die Frage nach der Häufigkeit und Intensität der gründen. Politifche Uebersicht. Berlin, ben 16. März 1907. Aus dem Reichstage. 3 Uhr früh zur Schicht( 6 Uhr regelmäßiger Schichtbeginn) ertsinspektion antworten die Vertrauensleute Gtmas Lebendiger tourde es bet der Beratung zweier zu kommen, ohne diese Ueberstunden bezahlt des Metallarbeiter- Verbandes aus 63 Betrieben, es sei den kleiner Vorlagen betreffend die Branntweinbesteue au erhalten; aber bie Leute werden bearbeitern von amtlicher Fabrikinspektion nichts bekannt gerung, Sier tommen agrarische Intereffen in Frage und da traft, wenn fie die unbezahlte ueberarbeit worden. Von 15 Werfen wird beabsichtigte( auch) ge- regt sich die Mehrheit. Die beiden Entwürfe find ein zagnicht leisten! lungene?) Täuschung der Fabritinspektion hafter Verfuch, einige besonders krasse Auswüchse der LiebesEr Efelerregend find die Mitteilungen über gewisse fant- gemeldet, bestehend aus auffälligem Aufräumen, zeitweiliger gabenpolitik an die schnapsbrennenden Junter zu mildern, um färe Einrichtungen". Bunächst ist mal hervorzuheben, daß Verdeckung gefährlicher Stellen, Ausstellen von Bosten uft. Die Liebesgaben felbst zu erhalten. Die Konservativen in 82 Werken die Mahlzeiten während der Ar- Den Arbeitern ist nicht erinnerlich, seit Jahren einen Fabrit sehen deshalb den Entwurf alé einen Angriff auf„ wohlbeit im Qualm und Schmus der Betriebe inspektor gesehen zu haben. Das erklärt die meistens von erworbene Rechte" an, die übrigen agrarischen Parteien find eingenommen werden müssen: die Leute find regelmäßig dem Arbeiterurteil abweichenden Urteile der Fabrif- für das Gefeh, damit radikalere Neuerungen vermieden 12 Stunden an ihre schwere Arbeit gefeffelt abgefehen inspektoren über die Hüttenwerksverhältnisse. Die Herren iverben. Der Freifinn hat seit Bestehen der Liebesgabenvon den schon erwähnten 24. bis 48stündigen Schichten find nur sehr mangelhaft informiert über die Tatsachen. politit gegen sie einen erbitterten Kampf geführt. find genötigt, während der Betrieb babinraft, hastig thren Sehr wirksam wird die Enquete des Metallarbeiter mußte sich deshalb in ber Rede Pachnides bon ber Effenstopf auszulöffeln. Wie gerrüttend eine solche Gr- Verbandes ergänzt durch die Revisionsnachweise der Gewerbe- nationalen Mehrheit absondern, wofür thm Herr Dietrich, nährungsweise auf die Gesundheit einwirken muß, versteht sich und Fabrifinspektoren. Sie bestätigen, bielleicht ungewollt, der konfervative Sprecher, einen gelinden Rüffel erteilte. am Rande. Da die Leute den Betrieb nicht verlassen dürfen, daß ihnen die Zustände in den Werfen viel zu wenig bekannt Herr Dietrich bertraut, daß der Freifinn als Regierungshaben die- übrigens wenig borhandenen oder zu kleinen geworden sind. So befanden sich 1905 in der Gruppe III partet mit der Zeit auch lernen wird, die Liebesgabenpolitik Speiseräume ihren Beruf berfehlt. Was sich hier für( Bergbau, Hütten, Walz und Hammerwerke) 4115 Anlagen, au schlucken. schauderhafte Zustände enttidelt haben, das muß in der revidiert wurden nur 3646; in der Gruppe V( Metall- Den ftritt ablehnenden Standpunkt unserer Partei Denkschrift nachgelesen werden; unser Raum reicht nicht aus, berarbeitung) befanden sich 15 466 Anlagen, revidiert wurden betonte in einer turgen, aber fachlich scharfen Rebe Genoffe um auch nur den fleinsten Teil dieser Standale zu registrieren. nur 9301; in der Gruppe VI( Maschinenindustrie) befanden Sübetum. Die Borlagen tourben an eine Kommission Säufig ist nicht einmal für genügendes und gesundes fich 13 985 Anlagen, revidiert wurden nur 9089. Gin sehr verwiesen. rintwaffer gesorgt. Die in der Höllenbize schuftenden erheblicher Teil ber Betriebe ist demnach gar nicht revidiert Die Tagesordnung war bamit nicht erschöpft, aber das Leute leiden brennenden Durst obendrein. Ueber die Benti- worden. Unfalluntersuchungen fönnen schon deshalb nicht aus, das schon über die für Sonnabend auf 3 ihr angefekte Iation der Betriebsstätten wird berichtet, sie sei stellenweise als Betriebsinspektion angesprochen werden, weil zu Unfall- Schlußstunde zusammenbleiben mußte. beschloß die Vertagung. Und mun fam das Interessanteste der Sigung. uncriedigt Sozialistentöterei in der Mädchenschule. geblieben war. war die Fortsetzung der Debatte über die Man weiß, wie sich die Gegner der Sozialdemokratie über die sozialdemokratische Interpellation betr. fozialistischen Jugendaufklärungsbestrebungen zu entrüften pflegen. die amtlichen Wahlbeeinflussungen. Der Selbst die nupolitischen Vereinigungen jugendlicher Arbeiter 4 0 Die Sozialdemokratie. Präsident aber schlug für Montag die dritte Beratung pflegt man nicht anders als„ Lausbubenvereine" zu nennen. Benn des Gesezentwurfs über die Berufszählung, die zweite aber die Schule, nicht nur die höheren Schulen, sondern auch die Lesung des Etat- Notgesezes und die Beratung der Volksschule, dazu mißbraucht wird, die abgeschmackteste und verBolen Interpellation über die Schülervereinigungen von logenste Propaganda für Welt, Flotten- und Kolonialpolitik zu höheren Lehranstalten wegen des Schulstreits vor: Die treiben, so halten das die Anhänger unserer kapitalistischen Ordnung fozialdemokratische Interpellation sollte abgetan fein, für durchaus erlaubt! unsere Partei sollte vorerst auf die die Angriffe, die Zu welchem Unfug die Sozialistentöterei in der Volksschule auss am Freitag von verschiedenen Rednern gegen fie ge- geartet ist, beweist ein Dokument, das uns aus Potsdam zur fchleudert worden, nicht antworten nicht antworten können. Dagegen Berfügung gestellt worden ist. Dort ist den Schülerinnen einer protestierte Genosse Bebel in energischen Worten; er Gemeindeschule folgende Information" zum Auswendiglernen von forderte die Weiterberatung unserer Interpellation an der Lehrerin diktiert worden: erster Stelle. Nachdem Bajjermann und v. Richt hofen dem Präsidenten beigesprungen waren, machte Genoffe Singer den Vermittelungsvorschlag, die Interpellation an Stelle der Poleninterpellation hinter das Etatsnotgesetz zu ftellen. Namens des Zentrums trat Gröber diesem Anirage bei und in der Abstimmung wurde er gegen Rechte, Nationalliberale und einen Teil der Freifinnigen angenommen. Zu der Tat, unter dem Gelächter unserer Genossen und des Zentrumis erhoben sich an vier freisinnige Volksvertreter( Darunter Mugdan und Bachnide) für den Antrag des Präsidenten, die schleunige Weiterberatung einer Interpellation über amtliche Wahlbeeinflussungen zu verhindern. Freisinniges Schuldbewußtsein! Die blamierten Europäer. Zum ziyeiten Male haben die Nationalliberalen Preußens in dieser Session den Bersuch gemacht, den Lohn für ihre voltsfeindliche und volfsverräterifche Politit einzuheimsen, und zum zweiten Male mußten sie als, blamierte Europäer mit langer Nase abziehen. rechtlich und teilweise verstümmelt durch einen groben Ver traucnsbruch in die Oeffentlichkeit gebracht worden ist, mancherlei vom Fürsten Bülow und der Reichstanzlei erzählt. Aber Ausfunft über solche Briefe zu geben, ist zunächst ihr Urheber berufen, dem in der Aufregung des Gefechts Irrtümer und Mißverständnisse unterlaufen sein können. Uebrigens hat sich auch über seine Beziehungen zum General Keim der leitende Staatsmann schon bei der Etatsberatung ausgelassen und wenn einzelne Beamte sich Verfehlungen schuldig gemacht haben sollten, wird man auf Sühne rechnen dürfen. Was sonst an Einzelheiten über amtliche Wahlbeeinflussungen mitgeteilt wurde, ist entweder wenig belangreich oder bedarf noch des Beweises." Man sieht, die Baarungsmanie verdirbt auch auf dem Gebiet der Politik den weiblichen Charakter. Konservativer Wahlschwindel. Vor einiger Zeit fonnten wir auf Grund eingehender Information seitens unserer Parteigenossen feststellen, daß bei der ReichstagsDurch den Gründerschwindel wurden einzelne Leute reich. Das Stichwahl im Kreise Oft- Brignitz Freikonservative Wahlbetrug verübt erweďte in einzelne Männer Neid. Und sie stellten sich an die hatten. Erst durch eine Anzapfung der bündlerischen Deutschen Spize der Unzufriedenen. So z. B. Lassalle, Marks und Bebel. Tageszeitung" fühlt sich der Leiter des freikonservativen WahlDiese drei und ihre Anhänger nannte man Sozialdemokraten. fomitees veranlaßt, seinem gepreßten Herzen durch einige geSie wollten, es sollte keine Arbeitsgeber geben. Man sollte für wundene Redensarten Luft zu machen. Er erklärt:„ Da der Vorwärts" die Genossenschaft arbeiten. Die Maschinen und Fabriken sollten selbst zugibt, daß die Unterzeichner des Aufrufs seiner Partei vollden Arbeitern gehören. Das Einkommen fam in eine Kaffe und ständig fernstehen, so erübrigt sich ein näheres Eingehen auf diese follte gleichmäßig verteilt werden. Im Jahre 1878 wurde das Angelegenheit." Ausnahmegesez herausgegeben. Dieses erlaubte, daß alle Du liebe Einfalt! Vielleicht ruft sich das freitonservative WahlAggidatoren aus dem Lande gewiesen werden durften. Es wurde fomitee die Angelegenheit etwas besser ins Gedächtnis zurück. Wir aber bald wieder aufgehoben. In dieser Zeit taten Nobeling und find gern bereit, es dabei nach Kräften zu unterſtüßen, und stellen Hödel zwei Attentate auf den Kaiser. Als er wieder genesen war, fest: Die für ihre Hülfe von dem freifonjervativen Wahlkomitee be fagte er:„ Ich werde nicht eher ruhen, bis der Aermiste im Reiche zahlten vier Herren find an unsere Parteigenossen in Shriß und Wittstock ruhig und zufrieden leben kann." Nun führte er die Unfall- mit der unwahren Behauptung herangetreten, der Streisvorstand versicherung ein. Auch gab er das Alter- und Invaliedengefeß der sozialdemokratischen Partei sei von ihrer Herqus. Der Arbeiter und Arbeitgeber mußten Beiträge zahlen. Agitationsarbeit unterrichtet und stimmen dem Krupp und Borsig bauten für Ihre Arbeiter Wohnhäuser. Auch vollständig bei. Es sind die Herren ferner in der von uns wurde für die Gesundheit Lungenheilanstalten, Seehofpige und abgedruckten Annonce des„ General- Anzeigers für die Prignis" Ferienkolonien. Die Sozialdemokraten sind trotzdem nicht zu den Arbeitern als Parteigenoffen inauguriert worden. Der Zeiter frieden. Auch soll Herr Bebel geäußert haben: Ich werde mich des freikonservativen Wahlkomitees gibt zu, die Leute be hüten, den Arbeitern ne Wurscht zu braten, denn sie sollen un Unmittelbar nach der Reichstagsauflösung haben sie auf die zahlt zu haben. Man ist sogar soweit gegangen, den Be zufrieden sein." An Stelle der Monarchie soll die Demokratie teiligten an der Sache die Strafmandate, die sie sich in Ber Entfernung des Kultusministers 6. Stubt aus seinem Amte ge- tehen. Die Sozialdemokratie will das Gesellschaftswesen um- folg ihrer Mission zugezogen haben anstandslos zu bedrungen, und als ihr. Wunsch sich nicht erfüllte, da haben sie bei stürzen. Auch sagen sie, die Religion ist Privatsache. Auch wollen zahlen. Es wäre nun wohl gegen jede Logit, etwas zu bezahlen, der Besprechung der Interpellation über den Bremserlaẞ jenen fie tein Familienleben und keine Ehe haben. Viele Arbeiter ge- was man nicht gekauft hat. Will man vielleicht behaupten, nicht getragikomischen Versuch gemacht, den ihmen verhaßten Herrn zu hören zu der Sozialdemokratie. Aber noch viel mehr sind wußt zu haben, wozu diese Hülfskräfte Fahrgeld, Spesen usw. nach stürzen. Aber auch dieser Versuch mißlang, Herr v. Stubb sizt Königstreue. Nun wurden zum Wohl der Arbeiter der Knapp Khriz und Wittstock, sowie Bezahlung der erwirkten Strafmandate fester als je im Sattel; er verfügt im Landtage über bie kompakte schaftsverein, Verband der Eisenbahner und Werkmeisterverband erhielten? gegründet. Auch Sparkassen, Krankenheilanstalten eingerichtet. fonfervatio- klerikale Mehrheit, die ihm, als dem typischsten Vertreter Wir bezweifeln, daß die frcikonservativen Herren fich Auch wollten sie für die gerechten Forderungen, auf friedlichem eine des finstersten Mittelalters, unbedingtes Vertrauen entgegenbringt. fo findliche Naivität bewahrt haben und brauchen Wege eintreten; und die Streiks, vermeiden. Die Sozialdemokratie von unserer Behauptung, day Daß er dieses Vertrauen wirklich besitzt, das bewies am Sonnabend der Freifonservative in wuchs. 1874, 9 Mandate, 1906, 85 M., 1907, 49 Mandate. die Beratung über den nationalliberalen Antrag auf Einführung. Ostprignitz nicht nur Wahlschacher, sondern sogar Wahlbetrug verübt Es verlohnt nicht der Mühe, diesen aus der Herenküche der haben, auch nicht ein Jota zurüdnehmen. der fachmännischen Schulaufsicht, der mit gewaltiger Mehrheit ab- Reichslügenfabrik bezogenen Kohl einer Kritik zu unterziehen. Jeder Im Anschluß hieran möchten wir noch folgendes registrieren: gelehnt wurde. Und das, obwohl jogar Freiherr v. 3eblik Vorwärts"-Leser weiß, daß die Attentate der Hödel und Nobiling mit Es wurde kurz vor dem 25. Januar im Kreise Diwrignig ein Flugden Antrag nicht nur mit unterschrieben hatte, sondern ihn auch in der Sozialdemokratie nicht das mindeste zu tun hatten. Nur das blatt verbreitet, nach dem der freikonservative Kandidat, Herr Löscher, so energischer Weise vertrat, daß die Konservativen sich von ihm sei bemerkt, daß in dieser Schulbelehrung das gefälschte seine Kandidatur aus nationalen Gründen zurückgezogen hätte. Der Ivie von einem Reichsfeinde abwandten und ihn, in dem fie feit Reichsverbandszitat von dem Braten einer Extrawurst" zur Ab Anstifter dieser Mär war der antisemitisch angehauchte landwirtschaftliche langem ihren Führer auf ihren scharfmacherischen Wegen er wechfelung Bebel unterschoben wird, während es in der reichs- Wählerversammlung seinen Mund etwas stark verbrannt hat Herr sozialdemokratischen blideit, wie einen Schulbuben ablanzelten. verbändlerischen Originalverleumdung Singer zugeschrieben Löscher ist num nach Bekanntgabe des Leiters des freikonservativen gewesen war! Wahlkomitees derjenige gewesen, der dem Staatsanwalt in NeuDie ganze pädagogische" Methode ist zu kindisch, um ernst Ruppin die weiteste Unterstügung in der Ermittelung des Täters hat genommen zu werden. Sie charakterisiert aber trefflich die vor zuteil werden lassen. Gegen den Wahlbetrug der feindlichen Brüder ruft man den feiner Entwürdigung des Schulunterrichts zurüdschredende Kampfesweise unserer Gegner und ihrer Organe, zu denen nicht nur die Staatsanwalt an; den betrügerischen Wahlschwindel Staatsanwälte, Landräte, Gendarmen, sondern auch die Pastoren bativen Herren und suchen ihn nach Kräften zu der eigenen Anhänger bezahlen die freitouser= und vielfach auch sogenannte„ Volksbildner" gehören. Daß die beschönigen. Lehrer sich außerhalb ihrer Berufstätigkeit dem politischen Sport der Sozialistenvernichtung widmen, zeugt zwar von einem bedauerlich geringen Maße politischer Bildung, ist aber zweifellos ihr gutes Wird die schöne Tafelrede Bülows auf dem Festessen des Deutschen Recht. Daß sie sich aber auch dazu hergeben, auf höheren Wunsch Landwirtschaftsrats schon von der konservativen Presse, soweit sie die das Kolportieren reichsverbändlerischer Anekdoten zu einem Lehr- Absichten des Kanglers tennt oder wittert, recht abfällig beurteilt, gegenstand der aus den Mitteln des Volkes unterhaltenen so noch weit mehr von der Zentrumspresse. Die„ Gecmania" verSchule zu machen, ist überaus traurig! Das wenigstens sollte ihnen spottet die Bülowsche Schönrednerei und die immer mehr in dieser doch einleuchten, daß dadurch jedes Vertrauen nicht nur der Eltern, sutage tretende aufdringliche Selbstgefälligkeit in folgender treffenfondern auch der Schüler zu solchen Lehrern völlig untergraben den Weise: werden muß! Die Debatte, die stelleniveise einen geradezu stürmischen Verlauf nahni, ist charakteristisch für unsere innerpolitischen Zustände. Fort und fort hält der deutsche Reichskanzler, der gleichzeitig preußischer Ministerpräsident ist, mehr oder weniger schöne Reben, in denen er die Notwendigkeit betont, etwas liberaler als bisher zu regieren. Ernst ist es im mit diesen Worten natürlich nicht; denn sonst hätte er schon längst den Versuch machen müssen, in Preußen, das ja den Hort der Reaktion für ganz Deutschland bildet, wenigstens einige bescheidene Reformen durchzusetzen. Breußen marschiert aber bekanntlich auf allen Gebieten der Reaktion in Deutschland voran: es hat ein Vereinsgesch, durch das es den Spott der meisten übrigen deutschen Bundesstaaten herausfordert; es hat ein Wahlgeset, das den größten Teil des Volkes entrechtet, und auf dem wichtigen Gebiete ber Boltsschule herrschen Zustände, die jeder Beschreibung spotten. Hier die bessernde Hand anzulegen, wäre die erste Pflicht eines führenden Staatsmannes, dem es wirklich darum zu tun ist, den Forderungen der Zeit Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Aber der Ministerpräsident Fürst Bülow kümmert sich anscheinend um die inneren Angelegenheiten Preußens überhaupt nicht; die Sorge hierfür überläßt er feinen Ressortministern, gleichsam als wenn es sich um nebensächliche Dinge und nicht viel mehr um hochwichtige politische Fragen handelte. Auch bei der Beratung des Antrages über die Einführung ber fachmännischen Schulaufsicht nun ließ er sich im Hause nicht bliden; er hatte Herrn v. Studt mit der Vertretung des Staatsministeriums betraut, und dieser Herr, der seiner Aufgabe auch nicht im entferntesten gewachsen ist, faß am Ministertisch wie der bekannte Greis auf dem Dache. Fast fonnte man Mitleid mit ihm, haben, als die Angriffe fo wuchtig und zahlreich auf ihn niederprasselben, Angriffe, die eigentlich an eine ganz andere Adresse gerichtet waren. Geradezu komisch wirkte es, als in Erwiderung auf die besonders schweren Angriffe des Abgeordneten Freiherrn v. Jedlitz sich der Ministerialdirektor Dr. Schwarztopff erhob, um ein Tanges Boblieb auf seinen Herrn und Meister zu singen. Es dürfte wohl einzig in der parlamentarischen Geschichte dastehen, daß cin im Hause autvesender Minister sich nicht selbst verteidigt, sondern einem feiner Untergebenen die Verteidigung überläßt. Das mochte Herr v. Studt schließlich wohl selbst fühlen; denn un mittelbar nachdem Herr Schwarzkopff geendet hatte, ergriff auch er das Wort, um seine Verdienste zu preisen. Aber er berdarb damit nur, was sein Geheimrat gutzumachen sich bemüht hatte; benn als er als eines seiner hervorragendsten Verdienste die Einführung einer einheitlichen Orthographie von der Memel bis an den Fuß der Alpen" bezeichnete, da var es um den Ernst des Hauses geschehen, und stürmische Seiterfeit burchbraufte das Haus. " 4> Deutfches Reich. Unwissenheit. Die Nordd. Allg. 3tg." weiß auf unsere gestrigen Feststellungen über die Pariser Kommune nichts anderes zu ent gegnen, als daß der„ Borwärts" feine Unwissenheit" damit bewiefen habe, daß er den General Thomas neben Lecomte als Urheber des Blutvergießens bezeichnet habe, das dann zum Lynchaft ber Bolfswut sowohl wegen des Vorgehens der Versailler als auch gegen diese beiden Generale führte. Nun, Thomas fiel als Opfer besonders wegen seiner Vergangenheit als Junischlächter! Der Nordd. Allg. 3tg." steht folche Entrüstung über die Unwissenheit" des Vorwärts", des Blattes, das ihr unausgesezt Unwissenheit und Fälschungen nachzuweisen im stande ist, besonders gut an. Als seinerzeit Oberst Deimling über die Tatsachen des Burentriegs die blamabelfte Unwissenheit bekundete und sich seine flägliche Ignoranz vom Borwärts" wiederholt nachweisen lassen mußte, wußte weder der Regierungsvertreter, Oberst Deimling, noch die offiziöse„ Nordd. den Saß zu Bapier zu bringen:„ Es ist erstaunlich, wie sich die Ang. 8tg." irgend etwas zu antworten! Und da wagt das Blatt Unwissenheit in dem Zentralorgan der Sozialdemokratie spreizen darf." " Der Paarungstrieb der„ Vossischen Zeitung". „ Er." ..Wenn liberale Blätter fich über diese Rede lebhaft beunruhigt zeigen, weil sie allzu freundlich für die Agrarier" und den Bund der Landwirte flinge, so halten wir das für sehr überflüssig. Der Reichskanzler hat ja gar nichts Bestimmtes und Greifbares gesagt, sondern sich in den allgemeinen, ungreifbaren Redensarten bc= wvegt, mit denen der perfekte Wortemacher immer arbeitet, wenn er sich mit den ihm fremden Fragen der inneren Politik beschäftigt. Die Hauptsache ist ihm, daß es verbindlich und freundlich klingt und alle Zuhörer entzüdt find. Hat er den Landwirten eine Menge schöner Worte geboten, so können sich doch auch die Leute von Kapital und Börse nicht- beflagen, denn er hat gleichzeitig alles wiederholt, was er gea Legentlich in den ihm vorgelegten Ausschnitten der Börsenpresse über die Schädlichkeit des Börsengeseßes gelesen hatte. Wenn die Landwirte in der Mehrheit des Reichstages teine bessere Gewähr dafür hätten, daß ihre Interessen nicht werden preisgegeben werden, als in der Tischrede des Reichskanglers, so könnten sie nur alle Soffnung fahren lassen. Im übrigen ist es bemerkenswert, wie Fürst Bülow in seinen Staatsreden" immer mehr die eigene Persön lichkeit in den Vordergrund stellt;„ ich"," ich", mich", mich", mich", mir",„ mir", mir", meine Politit" usw. Er scheint sich wirklich schon einzubilden, er fei Gr." Die amtliche Wahlkorruption gefühnt! Eine Korrespondenz meldet: Zu der Affäre des Diebstahls von Briefen des General Reim wird uns gegenüber den gestern im Reichstage gemachten Ausführungen, wonach es sich lediglich um Abschriften der Briefe handeln soll, mitgeteilt, daß gegen den der Tat dringend verdächtigen Registrator Defar Jante Haftbefehl erlassen ist, weil er dringend verdächtig sei, sich einen Teil der Briefe im Original mittels Erbrechens eines Behältnisses zu geeiguet au haben. Und Die Boss. 3tg." konzentriert sich seit den Reichstagswahlen immer mehr nach rechts. Das Wort des von ihr hochverehrten Kanzlers über die tonservativ- liberale Paarung hat auf ihr empfängliches Gemüt allem Anschein nach großen Gindrud gemacht, und da fie in richtiger Einschätzung der Charakterfestigkeit den von Von den Fraktionsrednem der verschiedenen Parteien sprachen ihr vertretenen Liberalismus beim Paarungsgeschäft als den sie Herren Dr. v. Seydebrand( f.) und Dr. Porsch( 3) femininen Teil betrachtet, so sucht sie nach rechter Frauenart sich dem Minister ihr volles Vertrauen aus, während die National- dem männlichen Konservativismus möglichst anzupassen und sich von unbegründet herausstellen. Aber es muß doch etwas geschehen, um Wahrscheinlich wird sich der„ dringliche Verdacht" sehr bald als liberalen Dr. Friedberg und Schiffer, der Freijinnige diefem, wie es im Bilde heißt, wie der Efeu am Eichenstamm empor- die Schmach der amtlichen Wahlbeeinflussung abzuschwächen. Fund und, wie bereits erwähnt, auch ber freifonservative Frei- zuranten. Das Blatt hat in letzter Zeit für dieses Anflammerings- da verdächtigt man genau so wie bei der Kolonialfommission! herr v. 3edlth an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließen. bestreben manche schönen Beweise geliefert; einen neuen Beleg den Enthüller dieser Schmach! Besonders verschnupft sind die Nationalliberalen, die an dafür erbringt es durch seinen heutigen Leitartikel über die gestrige dem Zustandekommen des Schulverpfaffungsgesetzes so lebhaften Reichstagsjibung. Von einer wirklichen Wahlbeeinflussung der ReAnteil haben und nun sehen müssen, wie die Regierung die Konse- gierung und ihrer Beamten bermag die Voff. 3tg." in ihrer Alt- Einige Blätter hatten gemeldet, daß der Börsenausschuß berufen quenz zieht und den Verpfaffungsbestrebungen immer weiter jüngferlichkeit nichts zu entdecken und die Tätigkeit der Generäle werden sollte, um sich in bezug auf die geplante Reform des BörsenVorschub leistet. Ihr Führer Dr. Friedberg ließ durchbliden, Reint und Liebert, meint sie, berührten throß ber Unterstüßung gesetzes zu äußern. Wie die Berl. Pol. Nachr." mitteilen, entspricht daß ihnen ihre Zustimmung zu diesem Geseb leid tut; aber die Neue diefer Tätigkeit aus dem Reichskanzleramt die amtliche diefe Meldung nicht den Tatsachen. Anscheinend liege eine Verfommt zu spät. Volfsfeindliche Gesetze schaffen ist leicht, fie su wirksamkeit der Regierung" nicht im geringsten. Wörtlich wechselung insofern vor, als der Aufstellung der betreffenden Vorbeseitigen schaver. schreibt sie: lage im Bundesrate zwar nicht Verhandlungen des BörsenBesonders erbittert find die Nationalliberalen darüber, daß die Regierung in Preußen zum 3entrum und nicht zu ihnen steht. Die Regierung hält es eben immer mit berjenigen Partei, die sie gerade braucht. Wenn fie die Nationallibe= ralen braucht, wird sie sie schon wieder rufen, und sie barf sicher sein, daß diese dann die Fußtritte vergeffen und sich liebedienerisch wieder der preußischen Regierung nahen werden. Vor allem aber ist es bezeichnend, daß Fürst Bülow als Reichstanzler die Liberalen gegen das Zentrum mobil macht, während er als Ministerpräsident sich auf das Zentrum gegen die Liberalen stübt. Es geht doch nichts über Gesinnungstüchtigkeit und Biel bewußtsein! Börsengesetz- Reform. " Denn die Betrachtungen über die Tätigkeit der Generale ausschusses, wohl aber solche zwischen den beteiligten Ressorts des Keim und v. Liebert, so interessant sie sein mögen, berühreit an Reiches und Preußens vorangehen sollen. Was den Inhalt dec fich die amtliche Wirksamkeit der Regierung nicht, treil weder Novelle zum Börsengesetz anlangt, so würde man, meint das Blatt. ber Reichsverband zur Bekämpfung der Sozialdemokratie noch in der Annahme nicht fehlgehen, daß der Rahmen der Reform weiter der Deutsche Flottenverein einer Amtsstelle unterstehen. Für die Kundgebungen des Reichsverbandes ist der Reichstanzler ebenso- sein werde, als der war, den die dem Reichstage bercits cinmal wenig verantwortlich wie für die Briefe des Geschäftsführers unterbreitete Borlage hatte: des Flottenvereins. Allerdings hat je Fürst Bülow einen langen Brief an den General v. Liebert geschrieben und veröffentlicht. Aber wer findet barin einen Mißbrauch der mtsgewalt? Das alles hätte der Reichskanzler auch im Reichstage jagen tönnen und hat er inzwischen gejagt. Gewiß, General Keim hat in seinen Briefen, deren Inhalt widers Ganz ebenso sicher ist es, daß in dieser Novelle das Verbot des Terminhandels in Getreide- und Mühlenfabrikaten in keiner Weise berührt, also voll aufrecht erhalten werden soll. Insoweit wird also auch der Resolution entsprochen werden, die der Deutsche Landwirtschaftsrat in seiner gestrigen Sibung über die Reform des Börsengefches gefaßt hat. Ebenso dürfte dieser Resolution nach der Richtung Rechnung getragen werden, daß in der gc- Liebert klagt. Die„ Leipziger Volkszeitung" meldet: Er will planten Novelle zum Börsengeseze für die Erreichung der gesez- flagen, Herr Liebert nämlich, weil ihn Genosse Schöpflin einen geberischen Ziele gesorgt werden wird, die mit der Einführung Lügner genannt hat. Also wissen die hiesigen Neuesten Nach des Börsenregisters verfolgt werden. Wohl aber wird es Gegen- richten" zu melden. Wir wissen davon noch nichts. Hoffentlich stand ernster Erwägungen sein, ob dafür die jetzige Form des haben die Neuesten Nachrichten" ausnahmsweise mal recht. Börsenregisters beizubehalten oder ob dafür ein Ersatz zu schaffen sein möchte, der auch den zahlreichen Einwendungen, die jetzt von den verschiedensten Seiten gegen die betreffenden Bestimmungen des Börsengesetzes erhoben werden, gerecht wird." Oberbriefträger- Dr. ing. Dr. ing. Technischer Rat. Ausland. Frankreich. Gesellschaftsretterische Leichenfledderer. Baris, 14. März.( Eig. Ber.) zu Lasten schreiben. Der Reichsbote" dürfte nicht eben der Reichsbote" sein, wenn er nicht die Gelegenheit beim Schopfe ergriffe, um in seine Salbaderei eine christliche Scharfmacherei gegen die verhaßte rote Internationale einzuflechten. Allerdings stürzt das ganze Kartenhaus sofort zusammen; denn der gute Reichsbote" operiert damit, daß Petroff ja zugegeben habe, durch den„ Einfluß der berhezzenden Artikel der oppositionellen Presse in seinem Mordplan bestärkt worden zu sein! Nun ist leider die Sozialdemokratie in Bulgarien noch so wenig entwickelt, daß ihre Presse" überhaupt noch nicht in Betracht kommt! Spielte die bulgarische Sozialdemokratie Deutschland ist der Welt wirklich in einer Beziehung voran: in 06 man jemals die eigentliche Ursache der Explosion des und ihre Presse bereits eine Rolle im Lande, dann wären Taten wie der Schaffung immer neuer Titel. Daß den Ingenieuren das Recht Banzerschiffes Jena" finden wird, das ist noch ganz ungewiß, aber die Betroffs ganz gewiß viel feltener, als es jetzt der Fall ist. Das verliehen wurde, sich Dr. ing. zu nennen, mochte noch dem Ehrgeiz von allen Hypothesen haben bisher diejenigen am meisten Wahrschein- gilt nicht nur für Bulgarien, es gilt für den Balkan überhaupt. eines Teiles dieser Herren entsprechen. Der Titel Oberbriefträger sich die Sozialdemokratie„ dort unten" entfaltet batte dagegen schon selbst für die beteiligten Beamten einen starten lichkeit, die sie mit der auch in den Kreisen der Vorgesetzten häufig Sobald Stich ins Komische. Nunmehr teilt der Reichsanzeiger" mit, daß anzutreffenden französischen Sorglosigkeit in Verbindung haben wird, werden unsere Genossen ganz anders als bisher den technischen Hülfsarbeitern bei den zum Geschäftsbereiche des bringen. Die reaktionäre Presse jedoch, die gerade jetzt in einer den diversen Regierungen und ihren Ministern zuleibe gehen, Reichsamts des Innern gehörenden Behörden bis zu einem Drittel sozialistenhezerischen Kampagne steht, sucht sogar aus dem all- allerdings nicht mit Revolver, Bombe und Dolch, sondern mit den ihrer Gesamtzahl und nach mindestens zwölfjährigem Dienstalter der gemeinen Unglüd Kapital zu schlagen. So haben selbst Blätter, die Waffen, welche die rote Internationale in ihren Arsenalen jederzeit Titel„ Technischer Rat" erteilt werden könne. Deutschland in der sonst ernst genommen werden wollen, das blödsinnige Gerücht von einem bereit hat. Welt voran! Höchstens China käme noch als Deutschlands Kon- verbrecherischen Anschlag verbreitet, der natürlich den Sozialisten furrent in Frage! zugeschrieben wird! Als ob revolutionäre Matrofen auf nichts Besseres verfallen könnten, als sich selbst und ihre Kameraden in die Luft zu sprengen. Oberpräsident v. Schorlemer. Gewerkschaftliches. Scharfmacherpraktiken. . März 1907. Leverkusen, den.. Aber auch Zeitungen, die nicht ganz so weit im Aberwitz und Vor uns liegt das ausgefüllte, im Druck vervielfältigte in der offenen Gemeinheit gehen wollen, bemühen sich, durch die waghalsigsten logischen Stopffprünge eine Verbindung zwischen dem Formular folgenden Inhalts, das an ein großes industrielles Unglüd von Toulon und dem Klassenkampf des Proletariats Her- Wert des Rheinlands gerichtet ist: zustellen. So schließt heute der" Temps", der seit einigen Tagen Farbenfabriken die Auflösung der Arbeitskonföderation fordert, einen Artikel, der vorm. Friedr. Baher u. Co. mit patriotischem Tränenerguß beginnt, mit dem Wutschrei, Titl. daß die vernünftelnde Lollheit der Revolutionäre" gefährlicher wir schmerzbewegt die Ursache eines unerwarteten Unheils fuchen, gibt es anderswo unter dem Namen von Gewerkschaften und Arbeitsbörsen Laboratorien von Katastrophen. Die Ausstände, die ohne ernsten Grund ausbrechen, die Schiffe, die ganz nahe an den Zentren des Internationalismus explodieren(!)- das sind ernste Gründe, um diejenigen, die die Verantwortung für die Republik und das Vaterland tragen, ihre Wachsamkeit verdoppeln zu lassen." Man sieht, mit welch brutalem Haß die Journale der Bourgeoisie die Unterdrückung der Arbeiterklasse begehren. Das ekelhafteſte an diesem Treiben ist, daß bei ihm nicht einmal die besinnungslose Leidenschaft wirksam ist, die selbst noch die Grausamkeit der Kommuneschlächter erflären kann, sondern daß dieses Toben auf taltem Wege erzeugt ist und eine Veranlassung lediglich in dem Wunsche des Unternehmertums hat, seinen Profit und seine Ausbeuterautorität nicht durch die Einkommensteuer und durch die Sonntagsruhe und das Gewerkschaftsrecht der Arbeiter verkürzen zu Taffen! Auf dem Ständeessen des cheinischen Provinzial. Landtages hielt der Oberpräsident der Rheinprovinz, Freiherr v. Schorlemer eine politische Rede. Er pries es als eine hohe Ehre, an der Spike der volfreichsten und schönsten Provinz der Monarchie" zu stehen"." Aber", so fuhr der Redner fort,„ tvo biel wo Licht ist, da ist auch viel Schatten. Wer im öffentlichen Leben an erponierter Stelle steht, muß sich auch die Kritik und den Tadel gefallen lassen. Er hat aber ebenso wie jeder andere Sterbliche berechtigten Anspruch darauf, in seiner ehrlichen Ueberzeugung geachtet und nicht persönlich beschimpft und verdächtigt zu sei als das blinde Zoben der Elemente: Während werden. In einer Wahlversammlung an der Mosel hat mich ein Nedner zu der schlimmsten Sorte der Rebläufe gerechnet. In Elberfeld hat ein im Dienste der großen Gladbacher Organisation stehender Geistlicher von dem Echorlemer- Alst gesprochen, „ dessen Andenken kein Sohn trüben tann". Ich erwähne solche Aeußerungen nicht, weil sie mich persönlich verletzt haben. Ich kann mich für meine Person damit trösten, daß es nicht die schlechtesten Früchte sein sollen, an denen die Wespen nagen. Ich muß aber solche Angriffe tadeln, weil sie in weitaus stärkerem Maße gegen andere Herren erhoben wurden, die es gewagt haben, ihrer von den Anschauungen der stärksten. Partei in dieser Provinz abweichenden politischen Ansicht Ausdrud zu geben. Es liegt System in solchen Angriffen, das Bestreben nämlich, jeden in seiner religiösen Ueber zeugung bei der Bevölkerung zu verdächtigen, der in politischen und nationalen Fragen eine von dem Parteiprogramm abweichende Meinung zu haben und zu äußern wagt. Breffe und Redner haben sich in dieser Weise vielfach versündigt. Gegen solches Gebaren, das unser politisches Leben vergiftet, das die Interessen des Vaterlandes ebenso wie die der Kirche schädigt, muß ich bei der ersten sich mir darbietenden Gelegenheit laut und öffentlich Einspruch erheben. Ich werde es auch fernerhin bekämpfen und rechne in diesem Kampfe auf die Unterstüßung aller derjenigen, die mit mir die Ueberzeugung teilen, daß auch im Kampfe der Barteien dem politischen Gegner die persönliche Achtung nicht versagt werden darf." Es ist gewiß sehr kränkend für einen Oberpräsidenten, mit einer Reblaus verglichen zu werden, und wir verdenkens ihm nicht, daß er alles aufwendet, um die von ihm gekennzeichnete Art des politischen Kampfes zu brandmarken. Vielleicht denkt er auch mal daran, daß es in der Rheinproving nicht nur nationale Statholiken und Liberale gibt, sondern auch Sozialdemokraten, denen gegen über die Polemik des Zentrums nicht mit Worten, sondern mit der Faust und noch schlimmeren Inſtrumenten arbeitet. Die Ehre, an der Spitze der schönsten Provinz zu stehen, würde gewiß nicht darunter leiden, wenn der Herr Oberpräsident dafür sorgen wollte, daß in seinem Reiche dem sozialdemokratischen Gegner diefelbe Achtung zuteil wird, auf die der Herr Oberpräsident Anspruch macht. Der Nationalverein des Liberalismus. Die Münchener Neuesten Nachrichten" melden: „ Eine von bayerischen Liberalen aller Parteirichtungen einberufene und von zahlreichen Vertretern liberaler Vereinigungen Süddeutschlands besuchte Versammlung beschloß heute in München die Gründung eines Nationalvereins für das Deutsche Reich. Der Nationalverein soll in die Selbständigkeit der liberalen Parteien nicht eingreifen; der Anschluß steht einzelnen Mitgliedern wie liberalen Vereinigungen offen. Es sollen a IIjährlich Tagungen großen Stils veranstaltet werden. Die Gründung vollzog sich unter begeisterter Zustimmung der Versammlung. Aus allen Teilen des Reiches find warme Shmpathiekundgebungen hervorragender Männer cingelaufen." Die„ Tagungen großen Stils" des Vereins sollen alljährlich in München zur Zeit des Salbatorbier- Anstichs stattfinden. Nationalliberale Jugendvereine. 11 Es werde Licht! • geboren am Der au ist bei uns um Arbeit vorstellig geworden. Er gibt an, vom bis bei Ihnen als beschäftigt gewesen zu sein. Wir bitten Sie hiermit freundlichst, uns endstehend mitteilen zu wollen, ob die gemachten Angaben richtig sind oder nicht. Gleichzeitig wäre es uns angenehm, etwas über die Charaktereigenschaften des Betreffenden zu erfahren und ob und welcher Arbeiterorganisation er angehört. Indem wir Ihnen strrengste Distretion zusichern, erklären wir uns zu Gegendiensten gerne bereit und sprechen Ihnen für Ihre freundlichen Bemühungen unseren verbindlichsten Dant aus. Hochachtungsvoll Farbenfabriken vorm. Friedrich Bayer u. Co. Die obigen Angaben sind richtig, nicht richtig. Grund seiner Entlassung? Der betreffende Arbeiter ist ordentlich, fleißig: Er gehört teiner Arbeiterorganisation an. Er ist Mitglied folgender Arbeiterorganis sationen: Sonstiges: Unterschrift Paris, 16. März.( W. Z. B.) Jaurès fündigt in der Humanité" an, daß die Gruppe der geeinigten Sozialisten angesichts der von antirepublikanischen Blättern und von größten Unternehmen dieser Art. Die vormals Bayerschen Farbenfabriken sind eines der Organen des Vatikans ausgestoßenen Drohungen beschlossen Tausende von Arbeitern, schließen aber die Mit. Sie beschäftigen viele habe, in der nächsten Kammerjigung, also voraussichtlich am glieder freier Gewertschaften grundsäßlich Montag oder Dienstag folgenden Beschlußantrag einzu aus. Den größeren Schaden davon hat zweifellos die Firma bringen: Es möge ein mit gerichtlicher Gewalt aus- selbst, denn sie hält dadurch die besten Arbeitskräfte aus gestatteter Untersuchungsausschuß eingesetzt werden, der ihrem Betriebe fern. Im übrigen ist das oben abgedruckte sich sämtliche aus der Zeit nach der Aufhebung der päpstlichen Formular ein Dokument des Unternehmerterrorismus krassefter Nuntiatur herrührende Papiere Montagninis ausliefern lassen Art. Die Bayerschen Farbwerke sind als Stätten rücksichtssoll." Wie das Blatt meint, werde der Beschlußantrag losester Profitmacherei und Arbeiterknebelung weit und breit zweifellos einstimmig angenommen werden; denn welche Partei der Rechten oder Linken könnte dagegen sein, daß in diese berüchtigt. Das obige Formular verrät, daß sie den ArAngelegenheit die vollste Klarheit gebracht werde. Die bis- beiter vollends zum Sklaven und Leibeigenen herunterdrüden herigen unvollständigen Enthüllungen hätten nur dazu beigetragen, daß allerhand Legenden verbreitet und Ränke angezettelt werden. Italien. wollen. Berlin und Umgegend. Die Möbeltransportarbeiter ftreifen. Am Freitagabend versammelten sich die Möbeltransportarbeiter Im Dienste der russischen Polizei. und Kutscher im Englischen Garten, um den Bericht über den Rom, 17. März.( Eigener Bericht.) Der„ Avanti" hat wieder- Stand der Lohnbewegung entgegenzunehmen. Mit Entrüstung holt Klagen darüber veröffentlicht, daß russische Emigranten in hörten die sehr zahlreich Versammelten, daß die Vereinigung der Stalien einer ebenso grotesken wie läftigen Ueberwachung von seiten Unternehmer es abgelehnt habe, in Unterhandlung mit dem Zender italienischen Polizei unterworfen sind. Die italienischen Bestralverband der Handels- und Transportarbeiter zu treten. Die hörden und ihre Organe scheinen zum Ueberfluß auch jedes Gefühl Vereinigung hat ihren Mitgliedern empfohlen, die folgenden Lohndafür verloren zu haben, welche Schmach dieses Verhalten für fäße zu zahlen: Für Hülfsarbeiter während der sogenannten stillen Italien darstellt. Ist doch z. B. im Genueser Secolo XIX" ganz Zeit 4 M. und 4,50 M. Tagelohn. Pader sollen 24-27 M. pro gemütlich zu lesen: Seit einiger Zeit ist in Italien ein junger Mann angekommen ( hier folgt die Personalbeschreibung), auf den unsere Polizei durch die russische Regierung aufmerksam gemacht worden ist als auf einen gefährlichen Nihilisten. Es ist dies der Sohn des ersten Präsidenten des Ddeffaer Gerichtshofes, Bferwodol Lobedinzeff. Dieser hat sich in Nervi niedergelassen, wo er auf Befehl des Ministeriums von den Polizisten der politischen Abteilung aufmerksam überwacht wird." Kann man mit größerer Schamlosigkeit zugeben, daß ein Wink des Baren genügt, um die Regierung die Pflichten des Anstands und das traditionelle Asylrecht des Landes vergeffen zu lassen? Woche und Kutscher 25-27 M. erhalten. Während der Zeit des starken Geschäftsganges, das heißt vom 15. März bis 25, März und vom 15. September bis 25. Ceptember sollen 5 M. und vom 26. März bis 5. April sowie vom 26. September bis 5. Oktober sollen 5,50 Mark Tagelohn gezahlt werden bei unbegrenzter Arbeitszeit. Für Transport von Geldschränken über 4 Zentner soll eine Ertravergütung von 50 Pf. pro Zentner, für kleine Flügel 1 M., für mittlere 1,50 M. und für große Flügel 2 M. gezahlt werden. Die Packer sollen für Transporte nach außerhalb 4 M. an Spesen er halten, wenn sie übernachten müssen und für die Nacht 2 M. Die nationalliberalen Jugendbereine tollen, da sie sich als Wählerschleppvereine bei der letzten Wahl prächtig bewährt haben, Dieses Angebot der Unternehmer lehnten die Versammelten ihre Organisation ausbauen und überall Zweigbereine einrichten. einstimmig ab, da verschiedene Firmen diese und teilweise auch Die Geschäftsstelle des Reichsverbandes der nationalliberalen In Preußen- Deutschland ist es bekanntlich mit der amtlichen höhere Löhne und Spesensäße bereits bezahlen. Ebenso einmütig Jugend teilt mit, daß sie zunächst in folgenden Pläzen Vereine zu Liebedienerei gegenüber russischen Polizei- und Ministerwinken nicht wurde beschlossen, die Arbeit einzustellen und die Streifgründen wünscht: Altena, Büdeburg, Bremen, Breslau, Braunschweig, Chemnitz, Dresden, Dortmund, Dessau, Erfurt, Siegburg, besser bestellt. Gerade in der letzten Zeit fogar weht der preußische leitung zu beauftragen, noch einmal bei den Unternehmern um Freiberg i. S., Greiz, Gummersbach, Greifswald, Görlik, Berg- Wind wieder reichlich scharf. Man hört von rigorosen Ausweisungen, Unterhandlungen nachzusuchen, um auf Grundlage der eingereichten Gladbach, Hamburg, Iserlohn, Behoe, Stiel, Koblenz, Soburg, durch die russische Proletarier und Proletarierinnen betroffen werden, Forderungen( im Vorwärts" bereits bekanntgegeben) zu einer Stottbus, Lüdenscheid, Marburg, Maing, Münster i. W., Osnabrüd, die sich redlich ihr Brot verdienen, man hört von rücksichtsloser An- Verständigung zwifchen beiden Organisationen zu kommen und Remscheid, Rostock, Flensburg, Staßfurt, Stettin, Wanne, Worms. wendung der Ausweisungs- Befugnis gegen ruffifche Emigranten, einheitliche Lohn- und Arbeitsverhältnisse für das ganze Gewerbe deren Familienangehörige schwerkrank in irgend einem Spitale auf berbeizuführen. preußischem Boden liegen, usw. Flottenbegeisterung und Unternehmerprofit. Am Sonnabendmittag erschienen die Streifer in voller Stärke Dem von unserem römischen Korrespondenten geschilderten Fall im Englischen Garten. Die Aufregung war groß, aber alle an die Seite stellen, das schienen entschlossen, ihren Streit mit größter Energie durchzuläßt sich übrigens das Erlebnis ein nach Paris durchreisender Russe am 8. d. M. auf dem Span- führen. Es fostete Mühe, den Berichterstatter Dehn zu Worte hatte: Von einem Polizisten, kommen zu lassen, aber bald lauschten alle gespannt der Dardauer Bahnhof dicht bei Berlin den er um Auskunft über seine Weiterrcise anging, wurde er in stellung, die der Redner über den Anfang des Streits bei den brutaler Weise vifitiert: sein Geld, seine Papiere wurden revidiert und er durfte von Glück fagen, daß man ihm keine weiteren Un annehmlichkeiten machte, als daß man den nur der unentbehrlichsten Redeivendungen der deutschen Sprach Mächtigen schließlich ohne jede Austumft feines Weges ziehen ließ. Wie die Firma Felten u. Guilleaume in Köln ihren Arbeitern durch Anschlag in der Fabrik bekannt gibt, beabsichtigt der Deutsche Flottenverein sogenannte Arbeiterabende zu veranstalten, an welchen volkstümliche Vorträge über volkswirtschaftliche Fragen gehalten werden sollen. Die Abende, die später regelmäßig stattfinden, dürften besonders geeignet sein, das Wissen(?) der Zuhörer zu erweitern, fie anzuregen und aufzuflären,(?) und dürften speziell die Vorträge, die über koloniale und Flottenfragen abgehalten werden, das Interesse unserer Arbeiter finden Geschehen solche und ähnliche Dinge in Preußen auch nicht im Dienste", so doch durchaus im Sinne der russischen Polizei. zum Streit gefolgt waren. Bulgarien. Die Beisetung Pettows. einzelnen Firmen gab. Ein" Bravo" ertönte, als Dehn bekannt gab, daß bei Senauer 120-130 Mann die Arbeit eingestellt haben. Die 80 Mann, welche noch arbeiten, wollen sich den Streikern am Montag anschließen. Bei Schur ist der Streit allgemein, ebenso bei Schumacher, bei Lisfel und vielen anderen. Ueberhaupt Wie man sieht, beginnen die Flottenvereinler die Vorbezeigte sich, daß die Arbeiter mit wenigen Ausnahmen der Barole zum Streit gefolgt waren. Einige Firmen haben bereits ihre ceitungen für die fünftigen Reichstagswahlen schon jetzt. Um die Bereitwilligkeit erklärt, in Unterhandlungen einzutreten. Es kommen Arbeiter für den Flotten- und Kolonialrummel sowie den Hurra 500-600 Arbeiter in Betracht, die nach den Berichten der Verpatriotismus einzufangen, redet man ihnen vor, man wolle ihr trauensmänner fest und einig zusammenstehen werden. Die UnterWiffen erweitern und sie aufflären. Die sozialdemokratische Presse wird schon dafür sorgen, daß diese Aufklärung" von den Arbeitern Sofia, 15. März.( W. T. B.) Die Beisehung des Ministernehmer haben am Sonnabendnachmittag eine Sibung hinter verrichtig gewertet werden wird, und die Firma Felten u. Guilleaume präsidenten Petkow ist in vollster Ordnung verlaufen. Fürst Ferdinand schlossenen Türen gehalten und wiesen sogar Vertreter von bürgerunterstützt uns bei dieser Arbeit in dankenswerter Weise. Sie ge- fandte einen Kranz mit der Aufschrift:" Dem großen Patrioten der lichen Blättern zurück mit dem Bemerken, daß sie selbst ein Preßsteht nämlich in dem Plakat weiter mit der größten Offenherzigkeit dankbare Fürst." Die Anhänger der Regierung hatten nach dem bureau für diese Bewegung einrichten wollten. Wenn die Unterfelber ein, weshalb sie sich für den Flotten- und Begräbnis eine Zusammenkunft, bei der die Minister erklärten, nehmer nicht sehr große Berluste tragen wollen, werden sie genötigt Kolonialrummel begeistert. Es heißt dort:... da wir die Regierung sei entschlossen, im Geifte Petkows die Regierung fort- fein, sehr bald nach einer Erledigung des Streites zu streben, denn die Arbeiter werden sich gegen ein bedingungsloses Nachgeben heftig einerseits jetzt schon einen verhältnismäßig großen Teil Hanf aus zuführen. sträuben; ihre Stimmung ist sehr kampflustig. den deutschen Kolonien verarbeiten und andererseits unsere Lieferungen an die deutsche Kriegsmarine einen beträchtlichen Teil Der frumbe Reichsbote" läßt eine fulminante Sonntagsunferer Tauwerkproduktion bilden." Also: je größer die Flotte, Eine Branchenversammlung der Landschaftsgärtnereigehülfen um so mehr Tauwerk brauchen die Kriegsschiffe und um so mehr predigt vom Stapel. Zugrunde liegt ihr der Text;„ Der Sofiaer(!) kann die Firma Felten u. Guilleaume liefern. Und überdies wird Ministermord und die rote Internationale." Sonst enthält die Litanei und-Arbeiter, zu welcher nur Mitglieder des Allgemeinen deutschen die Marineverwaltung nicht verfäumen, eine so flottenfromme und nichts Originelles. Es sind die alten Flausen, mit deren Hülfe ge- Gärinervereins Zutritt hatten, iagte am Freitag in Schöneberg regierungsergebene Firmg für die Folge mit noch größeren Auf- wisie Schwachtöpfe jeden Mord, der auch nur den geringsten in Wiethes Festsälen. Die Versammelten nahmen den Bericht von trägen zu bedenken. politischen Anstrich hat, nach Schema der Sozialdemokratie ihrer Rohukommission entgegen, welcher fich hauptsächlich auf das --% Lohnbewegung der Landschaftsgärtner. SnWMschttM« f« Arbeitgeb«« bezog. Srie Mikrnchmer teilen mit, daß sie einen Besckluß gefaßt haben, wonach der Verband der gewerbetreibenden Lanvschastsgärtner von Berlin und den Bor- orten Verhandlungen mit dem Allgemeinen deutschen Gärtnerberein zuführen ablehnt. Das Antwortschreiben der Arbeitgeber beruft sich noch darauf, daß die Gehülfenorganisation in städtischen, staai- lichen sowie Privatbetrieben oi« Arbeits- und Lohnforderungen noch nicht zub Geltung gebracht, und erst wenn solches geschehen, sie mit sich sprechen lassen wollen. In dem Schreiben beteuern die Unternehmet, ihre gegebenen Versprechungen inne gehalten zu haben und find auch jetzt bereit, einen Stundenlohn von 50 Pf. pro Stunde bei Illstündiger Arbeitszeit denjenigen Landschäfts- gehülfen, welche nachweislich zwei Jahre in der Landschafts- gärtnerei tätig find, allen die noch keine zwei Jahre in der Land- schaftsgärtnerei gearbeitet haben, nur 45 Pf. pro Stunde zahlen zu wollen. Die Versamelten haben sich einmütig erklärt, für die Durchführung ihrer Forderungen. 60 Pf. für Gehülfen. 50 Pf. für Gartenarbeiter bei Sstündiger Arbeitszeit, mit aller Energie ein- zutreten, um den Scharfmachern in der Landschaftsgärtnerei ihre Scharftnacherei einmal gründlich zu versalzen. Die Organisation hat fich so gekräftigt, daß bei einigermaßen günstigem Wetter eS ein leichtes sein wird, den Unternehmern Vernunft beizubringen. Der Lohnkommission wird aufgetragen, alle erforderlichen Vorberei- tungen zu treffen und so bald es die Witterungsverhältnisse ge- statten, die Kollegen zusammen zu rufen. Eine Resolution wurde angenommen:„Die am lb. März 1907 in Miethes Festsälen tagende Versammlung der Landschaftsgehülfen und Gartenarbeiter nimmt Kenntnis von dem Antwortschreiben der Arbeitgeber, welches eine vollständige Ablehnung der aufgestellten Forderungen enthält. Die Versammelten halten nach wie vor an ihren Forderungen fest und sind entschlossen, das äußerste Mittel für deren Durchführung in Anwendung zu bringen. Die Versammelten beauftragen ihre Lohn- tommission, den Streik vorzubereiten und alle Maßnahmen, die durch die Witterung geboten sind, zu ergreisen." Achtung, Friseurgehülsen! Wegen Differenzen find für unsere Mitglieder gesperrt die Firmen R ö m h o l d, Reichenberger- straße 88; Reihe, Rummelsburg, Neue Bahnhofstraße 26. Oeutfches Reich. Achtung, Holzarbeiter! Die Differenzen bei der Firma„Ver- einigte Tischlermeister" in Rietz bei Treuenbrietzen sind beigelegt. In diesem Betriebe wurde durch die Lohnbewegung eine durch- 'chntttlich 7 prozentige Lohnerhöhung und eine Arbcitzeitverkürzung von 10 auf Oü Stund« pro Tag erreicht. Deutscher Holzarbeiter-Verband. Gauvorstand. gtl» die Metallarbeiter aller Branchen ist die Maschinenfabrik wn Breuer, Schumacher u. Co. in Kalk bei Köln wegen Diffe- rcnzen gesperrt._ Di« Aussperrung im Hamburger Hafen. Das importierte englische Streikbrechergesindel wird namentlich bon der Hamburg-Amerika-Linie, dem treibenden Faktor der bru- talen Aussperrung, sehr gut gehalten. Läßt sich doch diese Gesell- schast den Söhnen Old-Englands gegenüber nicht lumpen, indem sie den Streikbrechern Tabak und Bier kredenzt neben der freien Verpflegung und Beherbergung. Der„Daily Telegraph" berichtet darüber:„Die importierten Engländer werden i» den Docks an Bord gehalten und haben eine vorzügliche Zeit. Man versieht sie reichlich mit Tabak und Lebensmitteln, wobei sie keine Arbeit zu leisten haben." Der„Daily Telegraph" meldet weiter, daß eine große Anzahl der Angeworbenen noch nie eine Apfelsinenkiste oder einen Sack auf dem Rücken gehabt haben.„Dieser Unterschied, von dem Hungerzustande, in dem sie sich vor kurzem befanden, wird mit der größten Freude begrüßt." Wenn all die Dern- buraiaden, die während der Wahlkampagne vom Stapel gelassen wurden, zutreffend wären, dann dürfte in dem Lande des größten Kolonialbesitzco und der Gewerkschaften ein derartiges Lumpen- Proletariat, oas sich freut, hier einmal auf kurze Zeit sich satt essen zu können, nicht aufzutreiben sei». Die Mbeitsleistung der EnglishmenS ist gleich Null�waS auch von der Bourgeoisiepresse zugegeben wird.„Mit dem Streik geht eine Unmenge Geld zwecklos verloren, das an anderer Stelle besser angewandt wäre. Kostet doch jeder Tag den beiden streitenden Par- teien, ungerechnet die Verluste durch nicht rechtzeitige Beförderung der Güter und Ueberlieaen der Schiffe, an Barauslagen allein für Lohn, Beförderung, Verpflegung usw., jetzt schon weit über 30 000 M. Und die Unkosten vermehren sich von Tag zu Tag. Hoffentlich findet sich bald ein Weg, der bctde Parteien zur Einigung führt," schreibt das den Arbeitern doch sonst nicht grüne„Hamburger Fremden- bkatt". Diesen zur Einigung führenden Weg haben die Arbeiter ja wiederholt beschreiten wollen, in dem sie sich schon im Herbst Ivos bereit gezeigt haben, auch über die Nachtarbeit mit sich reden zu lassen. Damals lehnten die Arbeitgeber es aber ab, mit den Schauerleuten darüber zu verhandeln,„weil sie kein Interesse mehr an der Nachtarbeit hätten", wie auch im Handelskammerbericht pro 1906 ausgeführt wird. Verlogen wie immer, lügen auch jetzt die „Hamburger Nachrichten" von einem infolge der Verweigerung der Nachtarbeit den Arbeitgebern frivoler Weise aufgezwungenen Streik, wütend gegen die konservative englische„Morntng Post" pole- mtsierend, die in einem Artikel über die englischen Streikbrecher und das hierdurch„verletzte nationale Empfinden" u. a. schreibt: ..... ES wäre deshalb klüger, wenn Unternehmer und Angestellte in jedem Lande ihre Streitigkeiten unter sich abmachten, ohne zu Methoden zu schreiten, die Streitfragen von so viel größerer Be- deutung tn sich schlössen." Die englisch« Streikbrecherarbeit kommt dem Hamburger Reederllüngel um fünf bis sechs Mal teurer zu stehen, al» sonst; wie selbst aus den Reihen des ScharfmachertumS zugegeben wird. Was tut S. Den„Herren im Hafen" ist eS bet dieser Aussperrung nicht um die Nachtarbeit zu tun, die sie ja unter bestimmten Kauteken wieder einführen könnten, sondern vor allem um die Niederringung der selbständigen Regung„ihrer" Lohnsklaven, die nicht über den Verschleiß ihrer Arbeitskrast mitzureden und, wenn sie es befehlen, sich bis zu 86 Stunden hintereinander ausbeuten zu lassen haben. Die Hamburger Hafenarbeiter sollen, wie wir schon neulich ausgeführt haben, durch diese Aussverrung so mürbe gemacht werden, daß sie es nicht wagen, am 1. Mai die Arbeit ruhen zu lassen. Deshalb schleppte das Reederkapital und deren Hand» langer im„nationalen Interesse" von jenseits des Kanals Streik- brechergestndel nach dem Hamburger Hafen, vor dessen weiterer Ueberflutung durch englische„GentlemcnS den sonst stets mit den Scharfmachern sympathisierenden Behörden graut. *** Für gestern war wieder, wie uns telcgraphifch gemeldet wird, ein größerer Transport englischer Streikbrecher gemeldet. Diese Nachricht hat sich jedoch als ein Schwindelmanöver erwiesen. Im Gegenteil, in der letzten Nacht sind sechzig Man» abgereist und siebzig verweigerten die Arbeit, weil sie unter falschen Vorspiege- lunaen angeworben wurden. Es sind noch izlst englische Streik- . brechet im Hafen, wovon ein großer Teil? M., andere 10 M. Tagelohn verlangen. Die Rotterdamer Hafenarbeiter beschlossen, keine von Hamburg einlaufenden Schisse zu entladen. Die SiniguitaSverhandlungen in der Damenschneibervranche in Leipzig, die am IS. d. M. vor dem Gewerbegericht stattfanden, sind an dem strikt ablehnenden Verhalten der Unternehmer ge- scheitert. Sie wollen statt der geforderten vstündigen Arbeitszeit nur die lOstündige bewilligen. Auch verweigern sie die Festsetzung eines Mindestlohnes. Eine Versammlung der Schneider und Schneiderinnen lehnte einmütig den von den Unternehmern an. gebotenen Tarif ab. Gestern(Sonnabend) sind schon in mehreren Geschäften die Schneider und Schneiderinnen teilweise ausständig geworden. VmUtS. Redakteur: Hon» Weber. Berlin, Inseratenteil verant».; Friede Im»augeweröe Mit Nllrnterg-KllrtV. Nach langen Verhandlungen zwischen den Vertretern der Ar- beiter und der Unternehmer gelang es. durch beiderseitige Zu- gestcrndnisse zu einer Einigung zu kommen. Es wurde ein Tarif- vertrag vereinbart, der bis 1910 Gültigkeit haben soll. Die Ar- beitszeit beträgt OV2 Stunden, der Minimallohn für Maurer be- trägt ab 1. April 1907 SS Pf., ab I. April 1908 S8 Pf. pro Stunde; der Stundenlohn der Steinhauer beträgt in den gleichen Zeit- räumen S9, 62 und 63 Pf. Eine Bewegung der Böttchergehülfen ist in Erlangen aus- gebrochen. Die Arbeiter fordern mit Rückficht auf die gesteigerten Kosten der Lebenshaltung eine Erhöhung des Lohnes um 3 M. pro Woche und Vergütung der Ucberstunden mit SO Proz. Zuschlag. Der Bayerische Metallindustrielleinverband erläßt eine Er- klärung, daß auf die in einigen ihm angeschlossenen Betrieben verlangte Arbeitszeitverkürzung unter keinen Umständen eingegangen werden könne, da in dieser Richtung erst vor anderthalb Jahren weitgehende Zugeständnisse gemacht worden seien, deren Folgen bei der un- günstigen geographischen Lage der bayerischen Metallindustrie in ihrer Wirkung noch heute nicht überwunden wären. Das ist eine alte Ausrede, die nicht mehr verfängt und durch die gerade in der Metallindustrie bestehenden sehe verschiedenartigen Arbeitszeiten»ck obsurckum geführt wird. ?usl»nck. Der Wiener Bäckerstreik dauert in vollem Umfange an. Die Brotnot beginnt, sich empfindlich bemerkbar zu machen. In einzelnen Teilen der Stadt dauerten die Kundgebungen der GeHülsen vor den größeren Bäckereien bis in die Morgenstunden. Die christlich-sozialen Bäckergehülfen und Back- Warenausträger haben beschlossen, sich dem Ausstande der sozial- demokratischen Gchülfen anzuschließen. Der große Textilarbeiterstreik bei der Firma Teo Horst zu Rijssen i» Holland dauert nun bereits 15 Wochen. Die Zahl der Streikenden ist 720. Die Firma verfügt über 250 Streikbrecher, die größtenteils sich von Anfang an nicht an der Arbeitsnieder- lcgung beteiligt haben. Von den Streikenden sind nur wenige ab- trunnig geworden. Die Firma lehnt alle VermittelungSversuche ab. In der letzten Woche suchte ein Arzt zwischen den Parteien zu ver- Mitteln. Sein Vorschlag war, daß nach Wiedercinstellung der Streikenden eine Kommission über die Regelung der Löhne ver- handeln sollte. Die Firma machte Gegenvorschläge, die auf be- dingungslose Wiederausnahme der Arbeit, Einstellung der Streiken- den nach Belieben und Ablehnung der Verhandlungen über die Lohnfrage hinausliefen. Darauf wollen die Streikenden unter keinen umständen eingehen. Der Streik dauert also fort. Die holländische Arbeiterschaft bietet alles auf, um die Streikenden aus- reichend zu unterstützen und nicht nur mit Geldmitteln. Kürzlich kamen aus Amsterdam drei große Kisten mit neuen und gebrauchten Kleidungsstücken, über 6 Zentner schwer. Das war natürlich diesen Aermsten der Armen, die, selbst wenn sie Tag und Nacht arbeiteten. nicht so viel verdienten, um sich und ihren Kindern ausreichend Kleidung zu verschaffen, eine willkommene Gabe. Und wieder die Polizei. Ausständige Kohlenträger in Nantes machten den Versuch, 1500 Dockarbeiter zur Einstellung der Arbeit zu verleiten. Sie veranstalteten eine Kundgebung; es kam dabei zu einem Hand- gemenge, in dem zwei Polizeibeamte verwundet wurden. Der traurige Vorfall in den Zuckerfabriken bei Belgrad hatte am Freitag noch ein Nachspiel. Mit roten Jahnen zog die Arbeiterschaft nach den Gräbern der gefallenen Genossen, um sie mit Kränzen zu schmücken. In musterhafter Ordnung bewegte sich der Zug, in welchem sich etwa 8000 Arbeiter bcfanben, langsam zum Friedhofe. Auf vier frischen Grabhügeln wurden rot- beschleifte Kränze niedergelegt. Ein sozialistischer Abgeordneter hielt eine Rede, die Ruhe wurde diesmal durch die Gendarmerie nicht gestört. Unter den ausständigen Zuckerfabriksarbeitcrn Belgrads kam es zu Streitigkeiten. Die Tarifkommission des Arbeitersyndikats hatte auf Grund eines Einvernehmens mit dem Direktor der Fabrik vorgeschlagen, den Ausstand einzustellen, da der Direktor einwilligte 150 von den Ausständigen wieder aufzunehmen. Ein Teil der Ausständigen stimmte dieser Lösung zu, der andere trat für die Fortsetzung des AuSstandeö ein. Unter den Arbeitern ist eine starke Mißstimmung gegen die Führer bemerkbar. Einer von den «estetn früh schwer verletzten Arbeiter ist aestern nachmittag ge- orben und wurde abends beerdigt. Bergwerkskatastrophe«. Schlagwetter, 75 Tote. Vor sechs Wochen mußten die Knappen im Saargebiet ein Riefengrab aufwerfen. Einunbeinhalbhundert Bergarbeiter hat die Wetterkatastrophe in Reden dahingerafft. Noch ist der dumpfe Druck, der infolge des furchtbaren Ereignisses auf der Bevölkerung lastet, nicht gewichen, noch tönt laute Klage aus den Hütten derer, die einen Verlust zu beweinen haben. Und schon wieder trug der Draht die Schreckenskunde ins Land: Schlagwetter! Und wiederum hat der Tod reiche Ernte ge- halten. Wieberum ist über eine Reihe Arbeiterfamilien das Schrecklichste hereingebrochen. Die Größe des Unglücks ist noch nicht genau bekannt, ebensowenig liegen bisher sichere Meldungen über die Ursache der Katastrophe vor. Die ein» gelaufenen Telegramme lauten: Fordach, 16. März. In der Grübe Klein-Rosseln in Lothringen fand gestern abend eine schwere Explosion schlagender Wetter statt. Wie die Bergwerlsdirektion mitteilt, waren etwa 80 Bergleute eingefahren; von diesen sind 77 geborgen, und zwar 65 Tote und 12 Schwerverletzte. Fordach, 16. März. Nach Mitteilung der Direktion der Grube Klein-Rosseln ereignete sich da? Schlagwetterunglück gestern abend zwischen 10 und 11 Uhr und zwar im Schacht Nuillenin. Die verunglückten Bergleute waren bereits um 5 Uhr nachmittags eingefahren. Aus Saarbrücken wird dem„B. T." gemeldet: Die Direktion der Grube„Rösseln" teilt mir soeben mit, daß die Zahl der Toten sich vermehrt hat und bis jetzt 76 beträgt. Insgesamt fuhren, wie jetzt feststeht, tn den Schacht 210 Bergleute ein. davon sind bis jetzt 129 Bergleute gerettet. Die Reitlings« arbeiten werden fortgesetzt, da sechs Bergleute sich noch in der Grube befinden.— Einem weiteren Privattelegramm aus St. Johann zufolge ereignete sich das Unglück 11 Uhr nachts im „Wilhclmsschacht". Die Explosion erfolgte kurz nach 10 Uhr abends in einer Tiefe von 417 Metern auf der untersten Tiefbausohle. Eine große Anzahl der Toten wurde durch die Explosionsflamme sofort ver- brannt, gegen die Wände geschleudert und stark verstümmelt. Ein großer Teil der Bergleute rettete sich durch den Ausführungsschacht, ein anderer Teil flüchtete sich mit Glück durch den Wendelschacht und kamen so zu Tage. Die Grube ist jetzt loieder wetterfrei und die Rettungsmannschaften können ohne Sauerstoffapparate arbeite». Ein Steiger und drei Bergleute befinden sich noch„unter Bruch" und sind ivahrscheinlich tot. Es sind im ganzen zwei Bruchstellen durch die Explosion eingetreten. Man glaubt, daß man die Bruchstellen bis heute abend werde frei machen können. Die zwölf Schwer- verletzten liegen alle im Sterben; sie sind entsetzlich verbrannt und haben zerbrochene Gliedmaßen. Die Firma de Wendel hat für die Hinterbliebenen der Verunglückten die Summe von 100000 M. "Itz.«lecke, Berti:,. Druck u. Verlag: VorwärlSBuchdr. u. VerlagSanMI gestistet mit dem Bemerken, daß dies ewr eine vorläufige Spend, fei.— lieber die Ursache der Katastrophe läßt sich noch nicht! Genaueres sagen. Die Wachleute sagten mir alle, sie sei in eine« Störung der Wetterführung zu suchen und bestand in einer Schlag- Wetterkatastrophe und Kohlenstaubexplosion. Dies konnte bereiis nachgewiesen werden, da man an der Unglücksstelle Koksperlen fand. Der Materialschaden in der Grube ist nicht erheblich. Am Vormittag traf eine auS Bergleuten bestehende Unlersuchungs- kommission aus Straßburg und Saargemünd auf der Grube ein um die Ursache der Katastrophe festzustellen. Förderseilbruch,£2 Tote! Und fast gleichzeitig mit der ersten Hiobspost aus dem lothringischen Industriegebiet traf auch aus dem Saarrevier eine Schreckensnachricht ein. Auf dem Mathildenschacht der Gerhardgrube ist am Sonnabend früh das Förderseil ge- rissen; der Korb sauste in die Tiefe, 22 Menschenleben nahm er mit hinunter, kein einziges gab er wieder heraus. Opfer vom Schlachtfelde der Arbeit! Wir lassen zunächst die tele- graphischen Nachrichten folgen: St. Johann, 16. März. Nach Mitteilung der Bergwerksdirektton St. Johann riß heute morgen zwischen 6 und 7 Uhr auf dem Mathildenschacht der Gerhardgrube das Förderseil. Auf der Förderschale befanden sich 22 Bergleute. Berlin, 16. März. Amtlich wird bestätigt, daß sämtliche auf dem Mathildenschacht der Gerhardgrube Verunglückten tot sind. Im Auftrage des HandelsmiiiisterS begibt sich heute ein Regierung?- kommissar an die UngliicksstStte. AuS Trier berichtet ein Privattelegramm des„B. T.": Die Gerhardgrube liegt bei Louisenthal. Im Mathildenschacht riß heute früh bei der Eimahrt um 6'/? Uhr das flache Gußstahl- drahtseil des Förderkorbes, auf dem 22 Bergleute in die Tiefe fuhren. Das Seil war erst im Februar auf seine Brauchbarkeit untersucht und fiir gut befunden worden. Der Riß war so stark, daß die einzelnen Drähte des Seiles an der Bruchstelle zu Nadelspitzen ausgezogen waren. Die Förderschale stürzte in einer Höhe von 12 Meter in einen Sumpf, der voller Wasser steht. Alle Bergleute erttanken. Um die Toten zu bergen, muß das Wasser ausgepumpt werden. Einem Privattelegramm aus Saarbrücken zufolge war es nachmittags zwei Uhr noch nicht gelungen, das Wasser aus dem Sumpfe herauszuschaffen und eine von den zweiundzwanzig Leichen zu Tage zu schaffen. Diese beiden Katastrophen sind eine neue Anklage gegen die Gesellschaft. Wird man endlich aufgerüttelt werden? Verbrecherisch wäre es, der Frage des Arbctterschutzes nicht die volle Aufmerksamkeit zuzuwenden. Und die letzten Er- eigntsse dürften auch wohl noch zu einer nachträglichen Kritik veranlassen. Zu einer Kritik, um die Regierung, die dem entgegenstehenden Willen des Kapitals gehorcht, vorwärts zu stoßen auf dem Wege der Schädenvorbeugung. Als vor zwei Wochen die Katastrophe von Reden im Ab- äeordnetenhause zur Erörterung stand. da wurden kaum glaubliche Verstöße und Rachlässigketten aufgedeckt. Die Beachtung aller bekannten Varbeugemittel schließt die Möglich- keit einer Schlagwetter- mV Kohlenstaubexplosion fast voll- ständig auS, bet den Einrichtungen auf der königlichen Reden- Grube aber mußte des blinden Zufalls Walten Unglücke ver- hüten, sie waren jeden Tag möglich. Und der Kenner der Verhältnisse kann mit ziemlich absoluter Sicherheit behaupten: Würde die Grubenkontrolle nach den Wünschen der Arbeiter ausgeübt, dann wären wir von der Reden-Katastrophe ver- schont geblieben. Aber die Regierung ist fataltsttsch— um die Forderung der Arbeiter ablehnen. dem Kapital dienstbar sein zu können. Es sei fraglich, ob das Unglück durch die erwiesenen Pfltchtwtdrigkeiten verschuldet sei. so ließ der Minister sich vernehmen. Da kann man Unglücksfälle auch gleich als Gottesurteile ausgeben und ist damit aller Ver- antwortung überhoben. Er denke nicht daran, Arbeiter- kontrolleure anzustellen, den Privatunternehmern diese ver- haßte Einrichtung aufzuzwingen, erklärte Herr Delbrück weiter. Das ist des Pudels Kern! Das Unternehmertum will nicht und die Regierung sagt gehorsam„nein!". Ist nun endlich die Zahl der Opfer groß genug? Die Toten sind nicht wieder zu erwecken, nicht durch Geldspenden, nicht durch ehrende Nachrufe, man lasse die neuen Gräber aber endlich zum Sicherheitsventil gegen weitere Katastrophen werden. Letzte JVadmchtcn und Dcpcfchcn, 10000 Textilarbeiter ausgesperrt t München-Gladbach. 16. März.(W. T. B.) Bet der Gladbacher Wolltndustrie-Akttengesellschaft vorm. Josten habe» heute nachmittag nach Ablauf der Kündigungsfrist 192 Arbeiter die Arbeit niedergelegt. Infolgedessen ist laut einem Beschlutz des Vereins der Tcxtilindustriellen in 60 Textil- werken, welche insgesamt rund 10 000 Arbeiter beschäftigen, der Arbeiterschaft gekündigt worden. In den Fabriken wurde eine gleichlautende Mitteilung an die Arbeiterschaft angeschlagen, in der eS Helfet, daß die Forderungen der Arbeiter von einem Ausschuß geprüft worden seien und daß sie der Berechtigung entbehren. Der Verein der Textilindustriellen hofft aber, daß der Streitfall durch erneute gemeinsame Verhandlungen einer aus Arbeitnehmern und Arbeitgebern zusammengesetzten Kom- Mission so zeitig beigelegt werden könne, daß ein Stillliegen der Betriebe vermieden werde. Schneetreiben. Innsbruck, 16. März. kW. T. B.) Im nußerferngebiet erreicht der Schnee an der RdchSstratze die Hohe von vier Metern. Im' Snnsbrucker Mittelgebirge ist gestern nacht ein Bauernknecht im chneesturm umgelomnirn. An manchen Orten schneit ei seit acht Tagen ununterbrochen._ Mcker-AuSfianb. Genf, 16. März.(B. H.) Die hiesigen Bäckergesellen habe:» ein Ultimatum an die Arbeitgeber gerichtet, worin sie eine Lohn- erhöhung verlangen, andernfalls sie noch heute Rächt tn den Ausstand treten würde«._ Die Ruhe ist hergestellt! Nantes. 16. März.(W. T. B.) Heute nachmittag entstand zwischen streikenden Dockarbeitern und Gendarmen ein Hand- gemenge. in dem eine Person getöte». dreiüig verwundet wurden. Die Ruhe ist wieder hergestellt. Ein Ungeduldiger. Konstantinopel, 16. März. iMeldung des Wiener k. k. Telegr.« Korr.-BureauSO Gestern erschoß in Trapezunt ein Offizier de» dortigen Militarkoinmaudantrn Hamid Pascha, weil er wege« Ausbleibens der Gehaltszahlung an ihm Rache nehmen wollte. Paul Singer Lc Co., Berlin S W. ierzuSBeilage«, Ar. 65. 24. Zahrgimz. I ßfilnjf des.FamSrls" ßttlintt lolMIntt Sovatag. 17. Miln 1907. Klallcnkämpfe. Eine Betrachkmg zum 18. MSrz. Vit immer dann, wenn eine politische Bewegung sich diffe» ttnziert und in ihr neben der Hauptströmung neue Unter- strömungen auftauchen, die überlieferten politischen Begriffe strittig werden und sich in den neuentstehendcn Richtungen die Neigung. sie zu„revidieren', einstellt, so ist auch der Begriff des Klassen- kampfeS in unserer Partei wieder strittig getoorden. Wir haben in letzter Zeit— nicht nur erst seit den Wahlen des 2b. Januar. sondern schon fest dem ersten Erscheinen des Bernsteinschen Buches über.Die Voraussetzungen deS Sozialismus"— inannigfache Ver- suche gesehen, die sogenannte„starre Klassenkampfauffassung" der Marxisten einer Revision zu unterziehen und den Begriff der Klaffe mehr oder minder auszuweiten, teilweise so weit, dah der Begriff Arbeiterklasse einfach in den Begriff Volk übergeht. Auf diese Versuche einzugehen und den Tag des 18. März durch eine lang« theoretische Auseinandersetzung der Marxschen und anderer Ktofferitenpsauffaffungen zu feiern, ist nicht unsere Absicht. Besser als theoretische Ausführungen, die doch immer nur für einen kleinen Teil der Leser bestimmt sind, zeigt uns die Entwickclungs- geschichte der modernen großen Staaten, was Klassenkampf ist. und vor allem jene Perioden der Geschichte, in denen sich während einer kurzen Zeitdauer die größten gesellschaftlichen Umwälzungen vollzogen haben: die Geschichte der Revolutionen. Besonders liefert die große französische Revolution der Jahre 1789/98 ein höchst wichtiges Lehrbuch, ein Kompendium des Klassenkampfes. Auch die ihr voraufgegangenen größeren und kleineren Rc- volutionen: die deutschen Städterevolutionen des Mittelalters, die spanischen Provinzialrevolutionen des sechzehnten Jahrhunderts, vornehmlich die Valencianer Zunstkämpfe der Jahre 1519—1522, die große englische Revolution im siebzehnten Jahrhundert, dann die französische Revolution von 1848— 1852 und selbst die revolutionäre Bewegung des Jahres 1848 in Deutschland liefern wertvolle Materialien zur Theorie des Klassenkampfes; aber was gigantische Größe, was die Schärfe der Parteikämpfe anbelangt, kann sich keines dieser RevolutionSdramcn mit dem großen Klassenkampf incssen. der sich in Frankreich am Ende des achtzehnten Jahr- Hunderts abspielte. Und zugleich ragt, während die älteren Revolutionen sich innerhalb heute meist überwundener sozialer Schichtungen bollzogen, die große französische Revolution gewisser- maßen in unsere gegenwärtige Geschichtsepoche hinein. Sie ist der Zutritt, die Eingangspforte zu dieser. Die Klassenkämpfe der fran- zösischen Gesellschaft gegen Ende des 18. Jahrhunderts sind in mehr- facher Hinsicht nichts anderes als Vorläufer, in gewissem Sinne kann man fast sagen Einleitungen unserer heutigen sozialen Kämpfe. DieGegensätze.dicinihnenaufcinander» platzten, sind noch nicht überwunden; sie haben, vermehrt durch neue, seitdem noch an Schärfe gc- Wonnen. In gewissem Sinne ist die Marxsche Klassenkampflehre nichts als ein theoretischer Niederschlag deS von Marx gemeinsam mit Engels betriebenen Studiums der revolutionären Bewegungen, und zwar insbesondere der sozialen Kämpfe in Frankreich am Ende des achtzehnten Jahrhunderts. Wenn auch nicht ausschließlich, so fanden si« doch zum wesentlichsten Teil in diesen Kämpfen und dem ihnen folgenden Ringen Mischen Bourgeoisie und grundbesitzender Aristo kratie die Hauptelemente ihrer Klassenkampftheorie, wie denn auch Friedrich Engel» selbst in seinem Aufsatz über Ludwig Feuerbach und den Ausgang der klassischen deutschen Philosophie von der Ent- ftehung der Marxschen materialistischen Geschichtsauffassung sagt: „Seit der Durchführung der großen Industrie, also min- bestens seit dem europäischen Frieden von 1815, war es keinem Menschen in England ein Geheimnis mehr, daß dort der ganze politisch« Kampf sich drehte um die Herrschaftsansprüche zweier Klassen, der grundbesitzenden Ariskdlratie und der Bourgeoisie. In Frankreich kam mit der Rückkehr der Bourbonen dieselbe Tat- fache zum Bewußtsein; die Geschichtsschreiber der RestaurationS- zeit von Thierrh bis Guizot, Mignet und Thiers sprechen sie überall aus als den Schlüssel zum Verständnis der französischen Geschichte seit dem Mittelalter." Marx und Engels kannten wie wenige die Geschichte der großen französischen Revolution. Das beweisen nicht nur die Bezugnahmen in ihren Schriften auf die wirtschaftlichen Verhältnisse, die Partei- Die»eltialiMen der»iowwlme- Gegner. Da sich die„Rordd. All«. Z dg." in den stärksten Ausdrücken über die ,, Barbareien" der Kommune entrüstet hat, erscheint es uns am Platze, noch etwas ausführlicher zu zeigen, wie bestialisch die französischen Orduungsmänner bei und nach der Niederwerfung der uiiglücklichen Hauptstadt gegen die Anhänger der Kommune wüteten, und nicht nur gegen die gefangenen Kommunekämpfer, sondern mich gegen zahlreiche Personen, die can Kampfe überhaupt nicht teilgenommen hatten. Wenn General Gallifet am 3. April proklamiert hatte:„Die Banditen von Paris haben den Mxieg erklärt. Sie haben meine Soldaten ermordet. Ich erkläre diesen Mördern einen schonungslosen Krieg", so führte er diese Drohung mit einer beispiellosen Brutalität aus. Wir haben bereits die Vietze keien am 2g. und 24. Mai erwähnt, die bei den Kommunekämpfern jene matzlose Erbitterung hervorriefen, der eine Allzahl Geiseln zum Opfer fiel. Viele Hunderte von gefangenen .Hommundlämpfern wurden füsiliert. Meist aber nahm man sich ilberhaupt nicht die Mühe, erst Gefangene zu machen, sondern Ulan Uetz bei der Durchsuchung der Häuser alles, was man an- traf, über die Klinge springen. Selbst ein konser- vatives Journal, die.Fwrnce'; sagte damals:.Da» sind keine Soldaten mehr, die eine Pflicht erfüllen." Di« Versailler Solda- teSka machte keinen Unterschied zwischen Männern und Krauen. Jede schlecht gekleidete Frau, jede, die einen Milchtopf, einen Krug oder eine leere Flasche trug, wurde für eine „Petroleusc" erklart. Man zerrte sie an die nächste Mauer und tötete sie mit Revolverschüssenl Dies entsetzliche Wüten der Regierungstruppen entflammte die Massen zu Bevgeltungsmatzregcllu Der Offizier, der den Erz- bischof Darboq am Abend des 24. Mai crfchietzci, ließ, erklärte den Geiseln:„Nicht nn» dürfen sie Ihren Tod zum Vorwurf machen, sondern den Versailler», die unsere Gefangene« erschießen." Tiesem Racheakt folgten noch mehrere andere. In verschiedenen Stadtteilen wurden im ganzen von dem zur Verzweisluug ge- .tiiedenen Volke LZ Geiseln erschossen. Was bedeuten aber diese V3 Opfer der Kommune den 29090 Mensche« gegenüber, die von dcn kämpfe und die politischen Ideen jener Zeit, das beweist auch ihre reiche in den Besitz des Parteiarchivs übergangene Sammlung von Geschichtswerken dieser Art. Es befinden sich darunter mehrere Quellenschriften, die man selbst in der königlichen Bibliothek ver- gebens sucht. Als am 4. Mai 1789 die Mitglieder der Reichsstände in fried- licher Prozession nach der St. Ludwigskirche in Versailles mar- schierten, da bildete für die meisten der„dritte Stand" eine zwar nicht in wirtschaflicher, Wohl aber in politischer Hinsicht einheitliche Gruppe. Ein eigentlicher Gegensatz bestand nach der Ansicht selbst der fähigsten Politiker nur zwischen Bürgertum, Adel und Geistlich- keit, und als am 27. Juni die Mehrheit der adeligen und geistlichen Deputierten sich mit den Abgeordneten des dritten Standes, die sich inzwischen als Nationalversammlung konstituiert hatten, vereinigte, da brauste ein Jubel durch das französische Land; denn nun konnte es an nichts mehr fehlen— die freiheitliche Konstitution war ge- sichert. Doch schon die Verhandlungen der Nationalversammlung am 7. Juli über die Abwehr der Hungersnot, unter der die söge- nannten unteren Volksschichten litten/ der Tag des Bastillesturms, die beginnenden Beratungen über die Menschenrechte, die sich an die Nacht des 4. August anschließenden Verhandlungen über die Ab- schaffung der Feudalrcchte, des Kirchcnzehnten, der Käuflichkeit obrigkeitlicher Aemter usw. offenbarten tiefe Gegensätze im dritten Stand, die sich noch steigerten, als die Nationalversammlung in die Beratung über die Verfassungsbestimmungen eintrat. Und noch schärfer zeigten sich die Gegensätze in Paris. Der neue Gemeinde- rat und seine Ausschüsse entwickelten sich zu Hcrrschaftsinstitutionen der Pariser wohlhabenden Geschäftsbourgeoisie, die alsbald gegen die radikalen kleinbürgerlichen Distrikte, gegen die„Unruhestifter" des Palais Royal, gegen die demokratische Presse, gegen die nach Bc- schäftigung und Brot verlangende hungernde Arbeiter- und Kleinhandwerker-Bevölkerung einen rücksichtslosen Kampf begann und in diesem dieselben Mittel in Anwendung brachte, wie vorher der Despotismus. Bereits am Ende des Jahres 1789, noch nicht acht Monate nach dem Zusammentritt der Reichsstände, findet sich nicht nur die Per- treterschaft des dritten Standes in der Nationalversammlung in verschiodene, sich energisch bekämpfeuidou Parteigruppen zer- splittert, sondern auch in der Pariser Bevölkerung tobt der Partei- kämpf; und fast jede dieser Jnteresscnrichtungen hat bereits ihre Zeitung, die für sie schreibt und kämpft. Selbst die unteren Schichten auf der sozialen Stufenleiter haben ihre publizistischen Organe gefunden. Die radikale intelligente Klein- bürgerschaft und der größte Teil der halbproletarischen Intelligenz lesen LoustalotS„Revolutionen von Paris"; die akademische Jugend, die Literaten, die nicht mit GlückSgütern ge- segneten Künstler, kleinen Advokaten usw. lesen Camille Des- moulins„Revolutionen von Frankreich und Brabant", und die intelligenteren Arbeiter, Kleinmeister wie zum Teil auch die proletarische Intelligenz lesen MavatS„Volks- freund". Und die Tatsache deS Interessengegensatzes durchbricht alle bürgerliche Ideologie, alle Einhoitsphantastik. Roch ist das Jahr 1789 nicht zu Ende, und schon bezeichnet MavatS Blatt sich selbst als Vertreter der Interessen der Arbeiter und Kleinhand- werter und predigt den stampf gegen die Finanzleute, die Groß- kaufleute. die Jndustrieritter, Rentiers, die dünkelhaften Akadc- urikcr, während Brissot«„Französischer Patriot" als Vertreter des ho i retten, wohlhabenden Bürgertums gegen die besitzlose „dlolritucke"(Menge) auftritt. Immer schärfer spitzen sich die Klassengegensätze zu. je weiter die Revolution� fortschreitet, und eS sich nicht mehr um die bloße Abwehr der reaktionären Bestoebungeh. um daS bloße Diskutieren allerlei schöner FreiheitSprinzipien. smchern um ihre Anwendung auf praktische Leareltungsausgaben, um ihre Fassung in Gesetzes- vorschlagen handelt. Run, wo es an die praktische Erprobung der verkündeten politischen Grundsätze geht, da zeigt cS sich, wie ver» schieden diese Grundsätze aufgefaßt worden sind und wie alle Konsequenz ihre Grenze an den verschieben? artigen Komplexen der Klasseninteressen f ist den. Der liberale KonstitutioimliSmue zerbröckelt. Gegen den Liberalismus«mieS EiehäS tritt der JakobiniSmuS in die Schranken, und von ihm beginnt sich schon Ende 1791 die gttondi- stische, dann später auch die dantonistische Partei loszulösen. Aber auch der durch diese Ausscheidungen gereinigte JakbiniSmuS bc, steht au« verschiedenen Richtungen, die verschiedenen wirtschaftlichen Jnteressengnuppterunge,» entsprechen. Neben der RobeSpierreschen Richtung steht z. B. der radikalere„Maratismuö", die Anhänger- schaft MavatS; und neben dieser radikal-demok ratischen Richtung wieder erhebt sich die individualistisch-anarchistelttde Richtung eines Anarcharsis Eloots und Hebert. Die gemäßigd-jakobinistische Rich- tung bemächtigt sich des Siaatsruders; sie begründet ihre Herrschaft im Sicherheits- und Wohlfahrtsausschuß, wahrend die„ultra-revo- lutionäve" Richtung eines Mamt und C Haumette in der Pariser Stadtverwaltung die Oberhand erlangt. Doch selbst in der revolutionären Gruppe der Pariser Gey meindeverlvalwng entstohen sich gegenseitig befehdende Parteien. Neben der kleinbürgerlich-demokratischen Richtung eines Chaumette gewinnt die anarchistelude Richtung, von Hebert und ClootS einen beträchtlichen Einfluß und dieser wieder tritt die kleinbürgerlich« sozialistische Richtung eines Roux und Leclerc entgegen. Ein Kampf der Parteien, in welchem nacheinander viele der Führer das Schafott bestiegen. Und was ist der Grund dieser Kämpfe? Bürgerliche Geschichtsschreiber haben sie auf die Eifer» sucht der Führer zurückgeführt. Das ist eine der größten Albern- heiten, die es gibt. Den Streit eines Brissot mit einem Robes- pierre in persönlicher Ribalität zu suchen, das vermag nur ein Ideologe, der das ganze Wivtschastsgetriebe der Revolutionszeit nicht kennt und die Denkweise dieser beiden Politiker, ihren ganz ver- schiedcnen Ideengehalt nicht begreift. Wer vielmehr von vornherein die Anschauungen dieser Männer und ihre Stellung zu den Pro» blemen ihrer Zeit verfolgt, der wundert sich, wie sie so weit neben einander einhergehen konnten. Was sind aber dann die Motive dieser Parteispaltungen und der Kämpfe der verschiedenen Rich- tungen miteinander? Das sind die Klassengegensätze. die sich aus der Verschieden heit d er Wirtschaft- lichcn Lebensbedingungen und der S t e llung der einzelnen Gruppen im Gesamtwirtschaftv- prozeß ergebenden Interessengemeinschaften und Interessen». konflikte. Deshalb ist das Studium der Parteikämpfe der französischen Revolution von höchstem Interesse. Sie bieten gswissermatzen eine historische Illustration zur Marxschen Klassenkampftheorie. Manche der heute immer wieder auftauchenden Deutungen des Begriffs „Klasse" wird sofort ad absurdum geführt, wenn man die Er- fahrungen aus der französischen und aus anderen Revolutionen heranzieht, so z. B. die Ansicht, zu derselben Klasse gehörten alle jene, welche sich in derselben Lebenslage resp. in den gleichen Ein- iommensverhältnissen befänden, und deshalb wären z. B. die Klein- Handwerker, Kleinbauern, die Unterbeamtcn, kleinen Geschäftsleute, kaufmännischen Angestellten, die halbproleiwrischen Intellektuellen usw., so weit sie sich in bezug auf ihr Einkommen nicht besser ständen als der qualifizierte Arbeiter, einfach der Arbeiterklasse zu- zuzählen. Das ist grundfalsch. Wohl können zwischen diesen Gruppen und der Arbeiterschaft wie auch zwischen diesen Gruppen unter sich manche Berührungspunkte, manche Jntereffengemein- schaften vorhanden sein; und es kann selbstverständlich auch ein Mitglied dieser Gruppen ein viel besserer Borkämpfer der Arbeiter- klaffe sein, als so und so viele Arbeiter selbst; aber deshalb bedingt das gleiche Einkommen noch keineswegs eine gleiche Auf- fassung und gleiche politische Interessen. Diese Erfahrung haben erst jüngst wieder viele Parteigenossen gemacht, die bei den Reichs- tagswahlen unter Kleinbauern, kleinen Geschäftsleuten oder kleinen Beamten agitiert haben; und dieselbe Erfahrung ergibt sich aus der Geschichte fast aller neueren Revolutionen. In der ftanzösischen Revolution bildeten z. B. die Haupt- stützen der radikalen Pariser Demokratie die Arbeiter der Manu- fakturen, die kleinen Handwerksmeister, besonders soweit sie in eigenen Werkstätten für Großmeister und Unternehmer arbeiteten, und die Pariser halbproletarische Intelligenz. Die noch zu Anfang der Revolution in Geselleiibrüderschaften organisierten Gesellen stehen dagegen an politischer Aktivität und demokratischer Ge- sinnung, obgleich sie durchaus nicht besser situiert waren, beträcht» lich hinter diesen Schichten zurück, und die Schar der männlichen Domestiken gehört zu den ärgsten Reaktionären. Vielfach waren sie sogar realtionärer al« ihre adeligen Herren. Ebenso finden wir, daß die in den Banken und großen kaufmännischen Bureau« an- gestellte Jugend in den Jahren 1793/94 sich viel antirevolutionärer zeigte als die kleine Geschäftebourgeoisie, und daß sie nach dem Eintritt der Konterrevolution das Hauptkontingent der sogen. goldenen Jugend stellte. Und wenn man diesen Erscheinungen nachforscht, dann ergibt sich, daß das Entscheidende nicht das Ein- kommen, sondern die Stellung im Gesamtwirt- schaftsbetrteb und die Abhängigkeit von diesem ist. Regierungstruppen während deS Kampfes und nach dem Kampfe fchonungsl»S niedergemetzelt murdenl Ein bürgerliches Blatt schoieb am Morgen des 2S. Mai:„ES herrscht ein« allgemeine Tobsucht. Man unterscheidet den Gerechten nicht mehr vom Un- gerechten und den Unschuldigen nicht mehr vom Schuldigem Das Leben der Bürger wiegt nicht schwerer als ein Haar. Eines Aus- rufes, eines Wortes wegen wird man verhaftet und erschossen." Freilich nicht alle Bourgeoisblätter suchten dem bestialischen Morden Einhalt zu tun. Im Gegenteil.„Bien Public" hetzte:„Man muß Jagd auf die KommunardS machen!" Der„Mo- niteur Universel" schrieb:„Nicht einer jener Uebeliüter, in deren Händen sich Pari« 2 Monate lang befunden, wird als po- litfi scher Verbrecher betrachtet werden; man wird sie wie Räuber, die sie auch sind, wie die abscheulichsten Ungeheuer, die man je in der Geschichte der Menschheit traf, behandeln." Der „Figaro" tobte:„Vorwärts, ehrliche Leute, legt mit Hand an, um dieses demokratische und internationale Ge» Würm zu vertilgen."„Patrie"«Mich geiferte:„Diese Männer, die nur auS Lust an Mord und Diebstahl gemordet haben, sind gefangen und man soll von Gnade reden? Diese abscheu- lichen Weiber, welche sterbenden Offizi-ercu die Brust mit Messer- stichen zerfleischten, sind gefangen, und man soll von Gnade reden?" So schürte die kapitalistische Press« noch die Raserei der OrdnungSmordbuben. Die frechsten und dümmsten Berleum- düngen der Kommune mußten dqzu dienen, die entmenschte Solda- teSka zur Tollwut zu entflammen. Mit den Verleumdungen von Räubereien der KommunardS vergäll die Bourgeoisie der Kommune ihren Edelmut, die Einlage» der Bank v»n Paris wie ein Heiligtum geschützt zu haben! In dieser Bank befanden sich 77 Millionen in bar. 186 Millionen in Bankbilletts, 890 Millionen in Staatspapieren, 120 Millionen in Belehnungen, 11 Millionen in Barren, sieben Millionen in deponierten Juwelen, 909 Millionen in deponierten Scheinen, zusammen 2 Milliarden 189 Millionen. 890 Millionen in Bankbillctts warteten nur auf daS Faksimile des Kassierers, daS mit Leichtigkeit herzustellen gaoesen wäre. Die Kommune hatte also 3 Milliarde» i» der Hand. Viel bessere Geiseln, als den Erzbischof Darboy und seine Gefährten! Und dafür, daß sich die Kommune dieser 3 Milliarden nicht bemächtigt hatte, dieses stärksten Trumpfes, den sie gegen die Versailler ausspielen konnte, mußten sich die Kommunards nunmehr die frechsten Lügen ins Gesicht speien kassenl Obendrein hätte«0 der Hetze der Bourgeoispresse nicht«nmal bedurft. Die Soldateska ließ das Blut in Strömen fließen. Mit welch beispielloser Roheit nicht die gemeinen Soldaten, die im Gegenteil hier und ba noch eine Spur von Menschlichkeit und Ehr. gefuhl beloiesen, sondern die Offiziere vorgingen, beweist die E r- schießung Milliere». oimes hervorragenden Kommunards. Generalstabskapitän Garci n schilderte selbst d« von ihm geleitete Expedition folgendermaßen: Der General hatte befohlen, ihn am Bantbeon ,u er. lautet der Befehl: Sie werden auf den Knien und nicht anders erschossen werden." Er spielte ein wenig Komödie, riß sein Kleid auf und geilte dem Exekutionspeloton seine Brust. Ich sagte ihm:„Sie führen eine Szene auf. Sie wollen, baß man erzählen soll, wie Sie gestorben sind. Sterben Sie ruhig, das ist besser". —„Ich habe da» Recht, in meinem Interesse und im Interesse meiner Sache zu tun. was ich wi'lll"—„Gut, knien Sie nieder!" Darauf fagle er wieder:„Ich werde nicht nieder- knien, es fei denn, daß Sic mich durch zwei Rann nieder- werfen lassen." Ich ließ ihn auf die Knie»verfen und man schritt zu seiner Hinrichtung. Er rief:„Es lobe die Menschheit I' Er wollte noch etwas anderes rufen, al» er tot zu Boden sank." Am 28. Mai wurden mehr als 5000 Gefangene, die in der Umgegend deS Per« la Ehaif« aufgegriffen waren, in das Gefängnis La Roquette geführt. Sin Bataillonschef stand am Eingang und vnisterte die Gefangenen, ohne an einen einzisen eine Frage zu stellen, indem er nur„rechts"«»er„links" sagte. Die zur Linken abgeführten wurden sofort erschossen. So wurden vom Sonntag bis Montag allein in Roquette mehr als 1900 Personen füsiliert! Das Blut floß in Strömen m den Gossen des Gefäng- nisseS. Dieselbe blindwütige Schlwhievei ging in M a z a S. in der Ecole Militarre, im Park Monceau vor sich. Es ist später festgestellt worden, daß beispielsweise in Maza» mehr als vier- hundert Gefangene erschössen tourden! Diesen ersten Schlachtereien folgten die„legalen" Metzeleien. Lissagaray berichtet darüber:„Einer der derüchtigsten(Gerichts- Höfe) ist der deö Theater Chateiet, wo sich der Oberst B a b r e befand. Die Taufende von Gefangenen, die man dorthin führte, waren zuerst auf der Bühne und im Saal unter dm glinten du Die russische Revolution. Stolypins Schankelpolitik. der Reichsdumta geftellt, boch wird die Bureaukratie die Festungen des veralteten Finanzregimes nicht mehr behaupten können und sich gezwungen sehen, die Volfsrechte auch auf diesem Gebiete zu erweitern. Jedenfalls haben wir mun die erfte Rechnung, die die Bureautratie dem Volte präsentiert. Im Bureau des 4. Polizeibegirls wurde unter anberem ein Bauer 2. geprügelt, auf dem der Verdacht ruhte, daß er einen Polizisten getötet habe. Nach dem Prügeln war sein Rücken ganz Petersburg, 14. März.( Eig. Ber.) schwarz vom getrodneten Blut. Die Gefangenen desselben Polizeibureaus erzählen, daß sie oft das Geschrei der Geprügelten hören. Galt noch gestern in der offigiös bedienten Bresse die AufLösung der Duma als eine ausgemachte Sache, so lautet heute die Es ist eine traurige Rechnung. Die Staatswirtschaft während In diesem Bezirt sind die entseßlichsten Folterungen vorgenommen Mär etwas anders. Die Haltung in den„ Sphären" ist schwankender der Striegsjahre 1904-1905 zeigt vor allem den völligen Bankrott worden. Die authentischen Feststellungen werden zu ihrer Zeit erfolgen. geworden. Das ersieht man deutlich auch aus der letzten Nummer der eigenmächtigen Bureaukratie und des persönlichen Regiments Daß die Folter bei der Rigaer Polizei eine ständige Einrichtung der Stolypinschen„ Rossija" und der Nowoje Wremja". Beide bei Entscheidungen über Lebensfragen eines 150 Millionen- Wolfes. war, wissen wir schon aus dem Prozeß der„ 36", als die Rechtsbeeilen sich, zu versichern, daß die Regierung an eine Auflösung In diesen zwei Jahren wurden fast 6 Milliarden Rubel verausgabt anwälte Sokolow und Schablowsky dem Kriegsgericht unwidernicht dente! Nach wie vor werde es einzig und allein von der Duma( 5,8 Milliarben). leglich bewiesen, daß die von ihnen Verteidigten während der Vorselber abhängen, wielange fie tage, Gleichzeitig wird aber beuntersuchung gefoltert wurden. Systematisch wird aber die tont, daß, wenn die Duma denke, die auf Grund des Notgesetzfolter erst seit dem Ende des vorigen Jahres angewandt, als is paragraphen erlassenen Ukase angutasten oder überhaupt der VerRiga über 100 Mann verhaftet wurden. Von diesen 100 Mannwirklichung des Regierungsprogramms entgegenzutreten, der Konwaren 16 vor das Standgericht gestellt worden, und 10 von ihnen wurden zum Tode verurteilt, die übrigen zu Zwangsarbeiten von flikt unausbleiblich sei und daß sie dann allerdings mit der Auf8 bis 20 Jahren. Diese 16 Mann waren es eben, die die schrecklösung rechmen müsse. Damit ist aber das zugegeben, was in lichsten Foltern erfahren mußten; von ihnen wird jcht viel in der ersten Teil der Versicherungen berneint werden sollte; denn russischen und auch in der ausländischen Presse gesprochen. daß die Duma mit einem Ministerium Stolypin oder einem ähnlichen täglich und stündlich in unlösbare Konflikte geraten muß, ist sonnentlar. Daraus ergibt sich aber für die Regierung die Notwendigkeit, entweder nachzugeben und abzutreten oder eben die Duma aufzulösen. Da sie sich zu dem ersteren Schritte schwerlich entschließen wird, so ist der Ausgang mehr als gewiß. Der Sinn des Schwankens und der Verzögerung ist mur ber einen geeigneteren Zeitpunkt zu finden, als es der gegenwärtige ift. Die Regierung braucht ja vor allem Geld; das Gerücht von der beabsichtigten Dumaauflösung aber hat an den auswärtigen und den inländischen Börsen eine starke Senkung der russischen Staatsfonds hervorgerufen. Daß besonders die französischen Geldgeber von einer solchen Bescherung nicht erbaut sind, ist selbstverständlich. Nach dent Rußfija Bjedomosti" soll denn auch die französische Regierung zu verstehen gegeben haben, daß im Falle der Auflösung der Duma weitere Wirrnisse auf dem Fondsmarkt unausbleiblich seien! Dieser Druck von seiten Frankreichs hat jedenfalls in erster Linie die taftische Schventung ber Sphären" bewirkt. Anderenteils ist aber auch die starke Gärung in Moskau und in anderen Städten nicht ohne Einfluß geblieben Welche Bedeutung die Regierung z. B. der Streifbewegung der Buchbruder, Elektrizitätsarbeiter, Straßenbahner und Gasarbeiter in Moskau beimißt, zeigt die Tatsache, daß über Mostau und sollte die Bewegung auch Petersburg ergreifen, auch hier der Belagerungszustand proklamiert werden soll. Petersburg, 15. März.( W. Z. B.) Ministerpräsident Stolypin T. empfing heute eine aus den Dumamitgliedern Kirienfo und Soltytow bestehende Abordnung der sozialdemokratischen Partei, die bei ihm Einspruch erhob gegen das Vorgehen der Polizei, die in die Wohnung des Dumamitgliedes Maharadze eingedrungen war. Der Ministerpräsident jette der Abordnung auseinander, daß das Eindringen der Polizei in die Wohnung Maharadzes dadurch ber anlaßt worden sei, daß der Eigentümer des Hauses erklärt habe, in der Wohnung des Mahavadzes würden oft Versammlungen abs gehalten. Der Stadthauptmann sei verpflichtet gewesen, auf Grund Dieser Aussage eine Untersuchung zu veranstalten und habe deshalb die Polizei beauftragt, eine Haussuchung vorzunehmen. Stolypin fügte hinzu: da die sozialdemokratische Partei nicht legalisiert jei, fönnten nur private Bersammlungen der Mitglieder derselben geduldet werden, öffentliche Versammlungen derselben könnten nicht gestattet werden. Vom Deckeneinsturz. Der Russ. Kurier" schreibt: Die Erbschaft des finnlosen und unglüdlichen Krieges brüdt als furchtbare Last auch das Budget von 1906, das die folosiale Summe von 3% Milliarden Rubel erreichte. Das Jahresbudget hat im Laufe der letzten drei Jahre durchschnittlich über 3 Milliarden Rubel jährlich ausgemacht. Gin folches Budget hätte, ohne außer ordentliche Vermehrung der Staatsschulden, kein Land in ber Welt ertragen fönnen, nun gar ein Land, das durch seine ganze frühere inuere wirtschaftliche Politik völlig ruiniert war. Im ganzen wurden 1904-1906 für Kriegezwecke 2,6 Milliarden Rubel verausgabt; 2,2 Milliarden wurden durch Anleihen gedeckt. Außer den riesigen Summen, die direkt als außerordent liche, durch den Strieg hervorgerufene Ausgaben bezeichnet sind, ist auch der ordentliche Stat auf viele Jahre hinaus durch folossale Zinsen und Tilgungszahlungen belastet. Der in die Duma vom Finanzministerium eingebrachte Etat für 1907 weist an solchen Zahlungen 380,7 Millionen Rubel auf, also um 91 Millionen Rubel mehr als 1903( 289,7 Millionen Rubel). Der Etat für das laufende Jahr schließt, troß der Bemühungen des Finanzministers, die Ausgaben zu schmälern, mit einem Defizit ab, zu deffen Deckung, nach Ansicht des Finanzministers, außer der bereits bewilligten Herausgave vierprozentiger Staatsrenten im Betrage von 70 Millionen Rubel, noch 200 Millionen Rubel, notwendig sind. Die muß man wiederum irgendwo leihen. So sieht die erste öffentliche Rechnung der Negierung aus. Vom Pogrom in Elisabethgrad. Der Hülfsverein der deutschen Juden empfing das nachstehende Telegramm: Elifabethgrad, 16. März. Bei dem Pogrom hier wurde ein Mann getötet. Er hinterläßt eine ganz mittellose Familie von drei Betfonen. Die Zahl der Verwundeten beträgt 30. Ein erhebliche Masse Häuser wurde geplündert. In mehr als 300 Läden und schreiten wurde der Plünderung und dem Blutvergießen Einhalt Häusern wurden die Fenster eingeschlagen. Durch energisches Eingetan. Jezt ist alles ruhig, obgleich die Erregung noch groß ist. Die Folter in Riga. Einem Berichte, den die Russ. Korresp." von einer- tvie fie schreibt absolut vertrauenswerten Persönlichkeit aus Riga enthält, entnehmen wir folgendes: Er gelang mir, mit Personen, welche auf der Station Oger gefoltert wurden, zu sprechen, und ich zeichnete ihre Erzählung auf. Am 10. November vorigen Jahres war auf das Bureau des 2. Mitauer Polizeibezirks ein gewisser N.*) gebracht worden, der unter dem Verdacht stand, einen Raubanfall begangen zu haben. Nach einigen Stunden wurde N. auf die Station Oger übergeführt und dem dortigen Polizeioffizier übergeben. Hier fesselte man feine Hände mit Ketten und fing ihn an zu schlagen. Zuerst trat man ihn mit den Füßen auf den Rüden, dann schlug man ihn mit Nagajtas und mit Gummischläuchen. Wenn der Gefolterte das Trok amtlicher Versicherung, der Deckeneinsturz im Tau- Bewußtsein verlor, gab man ihm Salmiatgeist au riechen, und als rifchen Palais fei die Folge der Baufälligkeit, kursiert in er zu sich tam, schlug man ihn weiter. Während des Prügelns bePetersburg das hartnäckige Gerücht von einem Attentat auf schädigte man ihm ein Chr, so daß er fast sein Gehör verlor. Die die Reichsduma, wobei von verschiedenen Seiten sogar an ihm nichts zu beweisen war, sondern behielt ihn, bis die Wunden Polizei ließ ihn. nach den Folterungen nicht in Freiheit, obgleich gekündigt wird, Einzelheiten über die Vorbereitungen geheilt waren. Halb taub wird der Unglüdliche sein ganzes Leben zu dem Attentat vorzubringen, und zwar unter Hinweis auf bleiben. Gefoltert wurde N. durch einen Polizeioffizier. die auch der Petersburger Polizei bekannten Tatsachen. In Am 12. Dezember vorigen Jahres war eine gewisse Frau*.**), den russischen Administrativkreisen aber gibt man sich die 40 Jahre alt, berhaftet worden. Sie stand unter dem Verdacht, größte Mühe, diese peinliche Angelegenheit, die auch am einen politischen Verbrecher beherbergt zu haben. Sie wurde ebenBarenhofe einen ungemein tiefen Eindrud gemacht hat, auf harmlose Weise so schnell als möglich aus der Welt zu schaffen. Auf Befehl des Zaren findet jedoch sofort eine genaue Unter fuchung des gesamten Palais statt. Die erste Rechenschaftslegung. falls auf die Station Oger gebracht. Um 8 Uhr abends, am Tage ihrer Ankunft, fing man sie zu prügeln an. Man prügelte fie mit ihr den Lauf eines geladenen Revolvers in den Mund und drohte einer Ragajta und mit Gummischläuchen. Außerdem steckte man fie auf der Stelle zu töten, wenn sie nicht sagen würde, wo eine bon ber Polizei gesuchte Person sich befinde. An den Foltern nahmen teil ein Polizeioffizier und zwei Dorfpolizisten. Die beiben gefolterten Berfonen find bereit, ihre Aussagen auch vor Gericht zu wiederholen. Außer den oben erwähnten Tatsachen verfüge ich noch über andere Aussagen von den an der Station Oger gefolterten Perfonen. Ich werde über dieselben später in der europäischen Presse sprechen. Zum ersten Male feit Bestehen des russischen Reiches gelangt der Entwurf des Staatsbudgets zur Beratung an die Voltsvertreter. Noch vor kurzem war das Staatsbudget ein Staatsgeheimnis, das die Presse mit feinem Worte berühren durfte. Zum ersten Male fanm also das Bolt in beschränktem Maße von seinem„ Budgetrechte" Gebrauch machen. Allerdings sind vorläufig mindestens zwei Drittel des Gtats( Kriegsministerium, Hofministerium, Zinsen und Tilgung früherer Anleihen) außerhalb der direkten Regelung feitens nicht veröffentlicht werden. " Die Foltern werden vollzogen von dem Chef des Detektivamtes Gregus, seinem Gehülfen Micheew, von den Detektivs Anton, Davos und einigen anderen. Davos prüft vor dem Foltern gewöhnlich die Haut des Opfers und sagt: Sie wird aushalten." Auf einen jener 16 Mann, einen gewissen Grüning, der mehr unter dem Spitznamen„ Burlat" bekannt war, fonzentrierte sich die ganze Wut der Detektivs.*) Dem unglücklichen, 23jährigen Jüngling find alle saare aus dem Kopf und dem Bart ausgeriffen worden. Man hat ihm einige Rippen gebrochen, mit dem Griff eines Mauserrevolvers hat man ihm am Kopf schwere Wunden geschlagen, und das Geficht wurde so zerfeßt, daß man ihn gar nicht mehr erkennen konnte. Nach der Folter konnte er sich nicht mehr bewegen, und zwei Gefängnsivärter schleppten ihn in die Zelle, wo fie ihn an der Tür liegen ließen. Seine Zellengenossen hoben ihn auf, muschen ihm die Wunden und brachten ihn zum Bewußtsein zurüd. Seine Leiden waren schrecklich, er fonnte weder liegen, noch fiben. und doch machte Grüning der Polizei nicht die von ihm verlangten Angaben! Dadurch ist es auch zu erklären, daß er„ nur“ zu 15 Jahren Zwangsarbeit und nicht zum Tode verurteilt wurde. Ein solches Urteil war für die Herren Gregus und Co. ganz unerwartet und kompromittierend. Daher wurde Grüning zur Verfügung einer Straferpedition im livländischen Gouvernement ge Urteil eines Gerichts!). Nach einer Woche wurde dann bekannt, stellt zum 3tvede einer weiteren Untersuchung"( nach erfolgtem daß er„ infolge eines Irrtums" füftliert worden ist. bes Urteils eines Standgerichts füfiliert wurde. Ihm riß man die Das zweite Opfer ist Karl Legsdin( Kenin), welcher infolge Nägel aus den Zehen, und man zerrte ihn in entfeßlichster Weise Micheew erfunden worden, den sogar Davos ein Lier" nannte. an den Geschlechtsorganen. Bis zur Vollstreckung der Todesstrafe litt er daher entseßlichste Schmerzen. Diese legte folter war von Das Gesicht Legsdins war ebenfalls zerschlagen, sowie auch der ganze Körper, er konnte die letzte Zeit weder stehen, noch liegen, noch fizzen ohne furchtbare Schmerzen. Mein Material ist nicht erschöpft. Es wird der Oeffentlichkeit nicht vorenthalten werden."— Die Folter in russischen Gefängnissen. Aus Theodosia wird der Ruff. Korresp." geschrieben: Auf dem Telegraphenbureau in Theodosia wurde in diesen Tagen folgendes Telegramm zur Absendung eingebracht: " Petersburg. Hauptgefängnisamt. Die unmenschliche Be handlung seitens des Gefängnisdirektors Jalisch ist unerträg lich. Im betrunkenen Zustande prügelt er, eigenhändig in der Nacht die Gefangenen ohne jeglichen Grund. Am 2. Februar wurde der Gefangene Saworotinsky gefoltert. Man schlug ihn mit dem Kopf gegen die Wände und gegen die Diele, prügelte ihn mit den flachen Seiten der Säbel und warf ihn endlich in einen falten Kerfer. Die Bitte, einen Arzt zu rufen, wurde unter Drohungen abgeschlagen. Beschwerden werden nicht weitergegeben. Lebensmittel zu faufen gestattet man nicht. Die Gelder der Gefangenen vertrinkt der Direktor. Nur durch Bestechung erlangt man von ihm Privilegien. Die Zellen der reichen Kriminalgefangenen bleiben daher den ganzen Tag offen. Die Ga fangenen tragen auch eigene Kleider. Wir gequälte Gefangene ivenden uns an das Hauptgefängnisamt mit der Bitte, die Tätig Teit des Direktors Isalisch zu untersuchen und ihn von seinem Posten zu entfernen." Als dieses Telegramm auf das Telegraphenbureau gebracht wurde, benachrichtigte der Chef des Bureaus sofort den Gefängnis. direktor. Das Resultat war: die Weigerung, das Telegramm abzusenden. Die„ Bossische Zeitung", die derlei Nachrichten gern dementiert, fann fich nun wieder des Herrn Jsalisch annehmen. Die Krisis in der belgischen Gewerkschaftsbewegung. ) und**) Die Namen find uns bekannt, tönnen aber zurzeit ere butch die sozialistische Partei groß geworden; viele der Die belgische Gewerkschaftsbewegung ist, wie die deutsche, mit und Gewerkschaftsführer find zugleich hervorragende Parteigenossen. Die Zentralverbände und Lokalgruppen find offiziell der Partei angeschlossen und auch auf deren Kongressen vertreten. Daneben besteht aber auch eine Gewerkschaftskommission, welche beiläufig dieselben Funktionen zu erfüllen hat, wie unsere deutsche Generalfommission; aber auch in dieser ist der Parteivorstand durch einige Mitglieder vertreten, wie umgekehrt die Gewerkschaftskommission einen Teil der Parteileitung bildet. Der volle Name der bezeichneten Kommiffion lautete:" Gewerkschaftskommission der belgischen Arbeiterpartei" Nun ist aber im Laufe der Jahre auch eine Anzahl fogenannter neutraler" Gewerkschaften der Gewerkschafts„ Ein sonnenberbramter, fchivarzhaariger, startbeleibler tommission beigetreten. Auf den Kongressen der letzten Jahre hat Mann setzte sich an die Ede der Rue de la Bair nieder und es nun schon immer lebhafte Auseinandersehungen gegeben über weigerte fich, weiterzugehen. Nach mehreren Versuchen, ihn zum die zwei verschiedenen Auffassungen bezüglich der Taktik der GeAufstehen zu zwingen, verlor ein Soldat alle Geduld und ftach werkschaften. Die Neutralen", vor allem die Diamantarbeiter ihn zweimal mit seinem Bajonnet, indem er ihm befahl, fich zu von Antwerpen, forderten die oslösung der Gewerk. erheben und mit den anderen weiterzugehen. Wie fich erwarten schaften von der sozialistischen Partei; fie treten ließ, blieb diefe Aufforderung fruchtlos. Da engriff man ihn und für eine vollkommene politische Neutralität ein. Demgegenüber fetzte ihn auf ein Pferd; er sprang fogleich herunter. Nun band hält die große Mehrzahl der Gewerkschaftsverbände, wie der man ihn an den Schweif des Pferdes fest, das ihn fchleifte, Bentralverband der Metallarbeiter, der Holzarbeiter, Steinarbeit wie man es einst mit der Königin Brunhild tat. Er wurde durch usw. daran fest, ihre Zugehörigkeit zur sozialistischen Partei f den Blutverluft ohnmächtig; in diesem Zustand band man ihn recht zu erhalten. auf einen Ambulanztagen und führte ihn unter dem Geschrei Das Bestreben der sozialistischen Gewerkschaften ging selbstund den Flüchen der Bevölkerung fort. verständlich auch dahin, die Einheitlichkeit der gewerkschaftlichen Beim Part Monceau wurde ein Ghepaar verhaftet und Bewegung möglichst zu erhalten, und so wurde zu Weihnachten nach dem zwei Kilometer entlegenen Bendômeplab dirigiert. ein außerordentlicher Gewerkschaftstongreß einberufen, welcher Sie waren beide invalid und unfähig, soweit zu gehen. Die möglichst eine Verständigung herbeiführen sollte. Dieser wählte Frau feste fich auf einen Stein und weigerte fich, einen Schritt eine Kommiffion bestehend aus je sechs Vertretern sozialistischer weiterzugeben, troß der Ermahnungen ihres Mannes. Nun und neutraler Gewerkschaften. Diese Kommission hat nun vor warfen sich beide auf die Knie and beschworen die Gendarmen, furzem getagt. Der Stonflitt entstand schon bei der Festsehung fie auf der Stelle zu erschießen, tvenn fie doch sterben follten. des aufünftigen Namens der obersten Leitung der Gewerkschaften. Swanzig Revolver wurden auf fie abgefeuert, aber fie atmeten Die Sozialisten waren für Aufrechterhaltung des alten Ramens. noch und starben erft bei der ateiten Salbe. Die Gendarmen Die Diamantarbeiter beantragten: Gewerkschafts? or mission von entfernten sich und ließen die Reichen liegen. Belgien". Auf Antrag des Genoßen Huysmans einigte man fich Ein anderer Gefangener, der fich gleichfalls getveigert hatte schließlich auf den Namen:„ Gewerkschaftskommission der belgischen zu gehen, wurde an händen und Haaren des Weges Arbeiterpartei und der Unabhängigen Gewerkschaften". Die baher geschleift." Diamantarbeiter stimmten dagegen und forderten auch die Abftimmung über ihren Vorschlag, der dann abgelehnt wurde. Hierauf verlangten die Diamantarbeiter, daß von sozialistischer Seite feine örtlichen Gruppen gebildet werden dürften, die mit den Dies Neutralen" in Oppofition bezw. in Konkurrenz treten. wurde akzeptiert, den Unabhängigen aber dafür aufgegeben, keine in den Logen postierten Solbaten eingepfereht. Hierauf drängte Haarsträubende Bestialitäten spielten sich bei dem Transport man fie nach und nach, wie die Schafe zur Schlachtbank, von der Gefangenen ab. Rauchend, mit Unrat beschmußt, abgeftumpft Korridor zu Korridor gegen das Foher, wo an einem großen Tische vor Müdigkeit, Hunger und Durst, von der Sonne versengt, Offiziere der Armee und der Iohalen Nationalgarde, den Säbel schleppten sich die Gefangenenzüge durch den brennenden Staub der zwischen den Beinen, die Zigarre im Munde, saßen. Das Verhör Landstraße. Wer nicht mehr weiter fonnte, wurde mit Bajonett bauerte eine Biertelminute. Haben Sie Waffen getragen? Saben tößen trattiert oder einfach niedergeschossent Sie bei der Kommune gebient? Zeigen Sie Ihre Hände!" Wenn Der Korrespondent der Time 3" meldete vom 29. und die entschlossene Haltung des Gefangenen einen Kämpfer verriet, 30. Mai: wenn sein Gesicht nicht gefiel, erklärte man ihn, ohne nach seinem Namen, nach seinem Berufe zu fragen, ohne in irgend ein Register cin Zeichen einzutragen, für abgetan. Und Sie," ging es dann weiter, und so fort bis ans Ende der Reihe, ohne die Frauen, Greise und Kinder auszunehmen. Wenn durch eine Laune irgend ein Gefangener verschont blieb, wurde er als Gewöhnlicher" be zeichnet und für Versailles aufgespart. Niemand wurde freige geben. Frischweg überlieferte man die Abgetanen" den Henkern, die fie in den Garten oder den nächsten Hof führten. Von Chatelet a. B. wurden sie in die Staferne Lobau geführt. Hier, nachdem faum die Türen geschlossen waren, gaben Gendarmen Feuer, ohne nur die Opfer vor einem Peloton au gruppieren. Einige, die schlecht getroffen waren, flohen die Mauer entlang. Die Gendarmen machten Jagb auf fie und fchoffen sie wie das Wild nieber, vis alle tot waren." Die Zahl der Füsilierten wurde von General Appert selbst in der Untersuchung über ben 18. März auf 17 000 angegeben. In der Tat bezahlte der Munizipalrat von Paris die Begräbnisfoften von 17 000 Leiden; eine große Anzahl Gefangener wurde aber noch außerhalb Bazis getötet. Die Reichenhaufen bersperrten bie Straßenpassage. Auch die nur un genügend verscharrten Leichen hauchten einen pestilenzartigen Geruch aus. Da endlich hatten die bürgerlichen Blätter genug. „ Diese Glenden," schrieb eines dieser Journale, bie uns lebend fobiel Schaden gebracht, sollen es nicht auch noch nach ihrem Tode Das find nur fleine Stichproben aus den Bestialitäten der tun." Bei den Schlächtereien tat sich durch befondere Brutalität besonders General Galliffet hervor. Nach einer Meldung der Kommunefchlächter. Falls also Fürst Bülow und fein offigiöses fonfervativen Zeitung" Tricolore" befahl er am 28. Mai, daß aus Sprachrohr fünftig wieder bas Bedürfnis zu fittlicher Entrüftung einem Haufen von Gefangenen alle Grauföpfe vortreten sollten. verspüren follten, böten ihnen die Taten der Versailler den denkbar Die Zahl der Grauföpfigen betrug 111. Sie wurden fofort er. geeignetsten Stoff dazu! fdjoffen. Aus einer anderen Stolonne zählte Gallifet 82 Gefangene aus, die er sofort erschießen lief. *) Der Vorwärts" hat zur Zeit über die Leiden Grünings und feiner Gefährten ausführlich berichtet. Zeitungen und keine Genossenschaften zu gründen, die sich im Artikel 2 legt den 3wed der Kommission in folgender Weise feft: fchaftsbewegung im Internationalen Sekretariat) an beren Gegensatz zu den Sozialisten stellen. Die Diamantarbeiter gaben Die Gewerkschaftskommission hat den Zwed, bei den Arbeitern vclgische Sektion sie bildet. Bei Streitbewegungen, Aussperrungen hierauf teine präzisen Erklärungen ab; schließlich ging man aber beiderlei Geschlechts das Gefühl der Solidarität zu wecken und und sonstigen Aktionen zur Erreichung beſſerer Lohn- und Arbeitsin ziemlich friedlicher Stimmung auseinander. zu entwideln, um so die ökonomische und intellektuelle Befreiung verhältnisse hat die Gewerkschaftskommission leitend und helfend Weitere Differenzen bestehen sodann noch bezüglich des der Arbeiter auf der Basis des Klassenkampfes herbeizuführen. einzugreifen, wo sie es für notwendig erachtet. Sie organisiert Artikels 5 des vorgeschlagenen Reglements. Dieser bestimmt, daß Die Buchdrucker, die sich ebenfalls als cine neutrale Gewerk- die Sammlungen zur Unterstützung der Gewerkschaften im Kampfe keine örtliche Gewerkschaftsgruppe an die Gewerkschaftskommission schaft bezeichnen, find dem Beispiel der Antwerpener Diamant- und fördert die Gründung von Unterstübungskassen und Kampfangeschlossen werden kann, wenn dieselbe nicht auch an den Zentral- arbeiter nicht gefolgt; ihre Vertreter sind anwesend und versuchen fonds in den respektiven Gewerkschaften. Sie veranstaltet statistische verband des betreffenden Berufs, falls ein solcher besteht, anges das Prinzip der Neutralität möglichst zur Anerkennung zu bringen. Erhebungen und hat diese zu veröffentlichen. Sic kontrolliert schlossen ist. Ferner über die Bestimmung, daß für jeden Ort Sie beantragen den Schlußsaß der obigen Erklärung umzuändern: die Durchführung der Arbeitergesetze und sucht diese weiter zu nur eine Berufsvereinigung den Anschluß bewirken kann. Auch Um den wirtschaftlichen Sieg der Arbeiterklasse, die sich streng fördern. Bei ausbrechenden Konflikten zwischen den angeschlossenen hier sind es die neutralen Gewerkschaften, die sich gegen die festen auf dem Boden der Gefeßlichkeit und Gerechtigkeit stellt, herbei- Gewerkschaften hat sie vermittelnd einzugreifen. Sie gibt cin zentralistischen Befugnisse der Kommission sträuben. So sind noch zuführen." Der Bertreter der Buchdruder erflärt, man folle ja periodisches Organ( Correspondenzblatt") heraus, ferner eventuelle in den letzten Wochen mit Hülfe der Diamantarbeiter in Ant- nicht glauben, daß für sie die Neutralität Feigheit und Aengstlich- Agitationsbroschüren und Bücher. werpen Lokalvereine von Metall- und Holzarbeitern gegründet feit bedeute. Wir sind bei Euch und bleiben bei Euch."( Großer Dieser Artikel wird nach kurzen Erklärungen angenommen. worden, obgleich für diese Berufe bekanntlich Zentralverbände Beifall!) Die Genossen Huysmans, Anseele und de Sodann wird die Zusammensetzung der Kommission beschlossen. bestehen. Um eine Regelung all dieser unhaltbaren Zustände Brouetere prechen dagegen, und sie weisen den Vertretern Dieselbe soll aus den Vertretern der Zentralverbände und den anherbeizuführen, war für lezten Sonntag ein außerordentlicher der Buchdrucker nach, daß gerade der gewerkschaftliche Kampf ein gestellten Sekretären bestehen, ferner werden hinzugezogen zwei Gewerkschaftskongreß nach Brüssel einberufen. Von den Diamant- Klassenkampf sei. Hierauf ziehen die Buchdrucker ihren Antrag Vertreter des Parteivorstandes und zwei Vertreter der neutralen arbeitern lag ein Schreiben vor, daß sie an dem Kongreß nicht zurüd und gelangt sodann der Artikel in der vorgeschlagenen Gewerkschaften. Hierauf wird in namentlicher Abstimmung mit teilnehmen, da die Leitung beschlossen habe, den Verein von der Fassung zur Annahme. Dem Artikel 3 zufolge können der Gewerf- 67 gegen 3 Stimmen beschlossen, daß in Zukunft die angeschlossenen Gewerkschaftskommission loszulösen. Als Gründe werden angeschaftskommission beitreten die Zentralverbände und die gewerk- Gewerkschaften 10 Centimes pro Mitglied und Jahr an hie geben, daß der angenommene Name der unabhängigen Gewerkschaftlichen Gruppen, die noch nicht zentralisiert sind, ferner auch Kommission abzuführen haben. Bis jetzt waren nur 5 Centum: schaftsbewegung nicht entspreche. Ferner, weil das Prinzip, nach die Zweigvereine derjenigen Verbände, die sich der General- abgeführt worden und konnte die Kommission damit die ihr ge= welchem die Zentralvereine alle Gruppen, ob sie der Arbeiter- fommission noch nicht angeschlossen haben. Auch der oben bereits stellten Aufgaben nicht erfüllen. partei angeschlossen sind oder nicht, aufzunehmen haben, abgelehnt angeführte Artikel 5 gelangt hierauf zur Annahme. Zum Schlusse begründete der Genosse Huysmans den Anworden sei. Wie es heißt, wollen die Antwerpener Diamant- Die Aufgaben der Gewerkschaftskommission sind im vor- trag, cine Heimarbeitsausstellung in die Wege zu leiten und arbeiter versuchen, eine besondere Gruppe der neutralen Gewerk- hergehenden Artikel festgelegt. Danach hat diese die Gründung vorher Erhebungen über Arbeitslöhne und Bedingungen in der schaften zu gründen; sie sollen sich zu diesem Zwed bereits an von Gewerkschaften zu fördern in denjenigen Berufen, wo solche Hausindustrie anzustellen. Diesem Antrag wurde zugestimmt une die Glasarbeiter von Lodelensart und an die neutralen Gewerk- noch nicht bestehen. Sie hat die Aktionen der bestehenden Gewerk- hierauf der Kongreß geschlossen. schaften von Verviers gewendet haben. Alle diese Maßnahmen schaften zu vereinigen und zu versuchen, dieselben national und gehen zunächst nur vom Vorstand aus und es beschloß der Kongreß, international mit den Gruppen gleicher oder verwandter Berufe sich an die Mitglieder des Diamantarbeiterverbandes zu wenden. in Verbindung zu bringen. Einzelne Gewerkschaften, die noch Der Kongreß tritt nunmehr in die Diskussion des vorliegenden nicht zu einem Verbande zusammengeschlossen sind, hat die KomEntwurfs über den Zweck und die Aufgaben der Gewerkschafts- mission möglichst zu vereinigen.( Sobald 3 Lofalgruupen vor= Dresden kommission ein. Der Name wird in der vorgeschlagenen Form handen sind.) Sie hat die ganze belgische Gewerkschaftsbewegung, bei Straußfurt Meter. Dder bei Ratibor 1,40 Meter. Oder einstimmig angenommen.( Gewerkschaftskommission der belgischen soweit diese die im Artikel 2 aufgestellten Prinzipien anerkennt, bei Breslau Oberpegel-0,66 Meter. Neißemündung 1,72 Meter. Oder Arbeiterpartei und der Unabhängigen Gewerkschaften.") Der zu zentralisieren. Sie schließt sich der internationalen Gewerk- bei Brieg 2,64 Meter. Wafferstand am 17. März. Ibe bei Ausfig 87 dp. Elbe bei Magdeburg 2,08 Meter. Meter, het Elbe CHICKS Für ein Zehnpfennigftück erhält man 60ein REICH 1906 10 PFE WIC % Pfund- Paket Kathreiners Malzkaffee! Noch billiger können Sie's doch nicht verlangen! Machen Sie also noch heute einen Versuch mit dem echten Kathreiner", schieben Sie's nicht noch weiter auf, jeder Kaufmann hat diese い 10 Pfg. Pakete, also lassen Sie sich sofort eins holen. Achten Sie aber genau darauf, daß Sie auch den echten ,, Kathreiner" bekommen, es gibt nämlich viele minderwertige Nachahmungen! Leske& Slupecki 70c Schönhauser Allee 70c Spezialhaus guter Herren- u. Knaben- Bekleidung fertig und nach Maß. Einsegnungs- Anzüge. Frühjahrs- Anzüge. Frühjahrs- Paletots. Einzig dastehende Abteilung: Anfertigung feiner Herren- Moden nach Maß unter persö licher Leitung. Am Sonnabend und Sonntag erhält jeder Käufer eines Anzuges oder Paletots, eine elegante bunte Weste gratis! sule sparsame Küche MAGG 2Portionen vorzüglicher Suppe ERBS für 10 Pfg ( Mehr als 30 Sorten) stus N. JSRAEL 26-30 Spandauer Str. BERLIN C. König- Strasse 11-14 GROS EXPORT 回 DETAIL 回 Herren- Konfektion GediegeneVerarbeitung nur bester, deutscher und englischer Stoffe Moderne Formen a Reiche Grössen- Auswahl Verkauf zu sehr billigen Preisen Fertige Herren- Jackett- Anzüge Preis Herren- Rock- Anzüge Preis Mk.33,- bis 63, Mk. 52,- bis 68, Mk. 33,- bis 55, Herren- Frühjahrs- Ulster, Preis • • Herren- Sommer- Paletots Preis • • Mk. 28,- bis 52, Auf Seide gearbeitet Preis Mk. 60,- u. 63, Herren- Beinkleider Preis. .Mk. 7,50 bis 17,50 Herren- Loden- Pelerinen Preis 00000 Mk. 8,75 bis 28, Mass- Abteilung unter Leitung bewährter Fachkräfte U 00000 Grosse Auswahl fertiger Jünglings- und Knaben- Anzüge, Pyjacks und Paletots vorrätig in jeder Grösse. Herren- und Knaben- Wäsche, Handschuhe, Krawatten, Hosenträger, Hüte Schuhe und Stiefel für Herren und Knaben Der neue illustrierte. Spezial- Katalog für Gardinen, Möbelstoffe, Teppiche, Möbel wird kostenfrei, versandt Nur 10 Pfennig Man verlange ausdrücklich MAGGIS Suppen! Jeden Mittwoch: Herren- Jackett- Anzug Neue, moderne, lange Jackettform. Moderner, karierter Stoff, der Anzug. Mk. WäscheReste- Tag Ausstattungen aus Verkauf der aus dem Ausschnitt und den Arbeitssälen übrig gebliebenen Reste und Kupons ט zu sehr billigen Preisen O WohnungsEinrichtungen 39, kosten 2 Teller vorzüglicher Suppe MAGGI' Suppen mit dem Kreuzstern In kürzester Zeit nur mit Wasser herzustellen. Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch GLAS Speiseteller nach oder tief 20PL. Butterdosen gepresst 20. A. JANDORF& Co Spittelmarkt Belle Alliancestrasse PORZELLAN masiv, Grosse Frankfurterstrasse Brunnenstrasse Soweit der Vorrat reicht Kottbuser Damm STEINGUT Teller nach oder tief Dessertteller massiv 15 PL Käseglocken gepresst Compotteller maselv 12 PL Kaffeetassen massiv 15, 20 PL. Bouillontassen massiv 20PL Compotschalen g Gambrinusbecher Bierbecher mit starkem Boden 42Pt. Satz 5 8thes 98 PL 9PL 18 16 Victoriabecher geschliffen 23PL Biertulpen Kristall mit Sprach Compotschalen mit Schliff 21 6Pt. Salatièren 33 P.. Satz 6 Stück 98Pt. Compottièren 12, 15, 18 PL. Terrinen. 19 24 cm 68 PL Saucièren und Goldrand 13 PL 33 42 60 75 85 PL 45PL. Bratenplatten grosse Form 68Pt. Obertassen massiv 9 Pt. Kaffeetassen mit Untertasse 9 Pt. Weingarnitur mit Bordüre: Waschbecken 65,95 PL. Kannen 45, 60, 85 PL Kaffeekannen 38PL. Rotweinkelche 35PL Sektkelche 40PL. Kaffeebecher blau 10Pt. Salatièren gerippt 35, 48, 58 Pf. Saucièren verschiedene Formen 42PL Rheinweinkelche 38PL. Bierbecher Portweinkelche 32 P. Theebecher 25PL Speisenäpfe mit Deckel 35 PL 22PL Blumentöpfe 35 Pt. Kaffeetassen mit Unterlasse dekoriert 18 PL Kaffeetassen mit Goldrand 20PL. 98 Pf. Dessertteller dekoriert 18 PL. 2.95 Dessertteller mit Goldstern 23PL. Satz 6 Stück 1.15 Kaffeebecher mit Gold23 PL. buchstaben Salatièren dekoriert 25, 33, 38Pt. Kaffeeservice( Porzellan) 4 teilig mit Tablett Kaffeeservice( Porzellan) 9teilig mit Goldrand Satztöpfe( Porzellan) mit Goldrand Waschgarnituren( Sting) 1.95, 5teilig 2.95, 3.50, 4.75, 5.75, 6.25 EMAILLE Schmortöpfe ohne Ring 35, 45, 55, 70, 85, 95 Schmortöpfe mit Ring 48, 60,75, 85,98.1.20 Kasserollen ohne Bing 25, 30, 38, 45 P. Kasserollen mit Ring 48, 60, 70, 80, 90P. Wasserkessel for Gas 45, 65, 75 Pt. Wasserkessel mit Sack 48, 95, 1.45, 1.65 Wasserkonsole mit Mass 42,48 PL Schaffnerkannen 38, 42, 48P Kaffeeflaschen mit Patent- Verschluss 42, 48, 60P Durchschläge 55, 65, 75 PL. 38, 42, 48PL Essenträger 4 teilig Kehrichtschaufeln gestanst Konsole Band, Selfe, Soda, neublau oder weiss Esslöffel weiss Wassereimer z. dekoriert mit Deckel Nachtgeschirre Kehrichteimer mit Deckel und Schrift EISENWAREN zum Umzug 32, 40P. 1.65 Eiserne Gardinenstangen ca. 100 120 140 180 180 cm 14 18 20 25 P 5Pt. 2.25 38, 42, 48 PL 2.75 Ling 15 PL. Leitung Tassensiebe 15. Seifnäpfe Einzelne Becher Sand, Belfe, Soda Waschschüsseln mit Belfasp? Waschservice stellig, Porzellanform neublau 80 marmoriert 85 pf. für die Stack 15 PL. 1.95 Stack 10 Stangen für Scheibengardinen sichbar 8Pf. Gallerieeisen Rollenkasten für Zuggardinen Verzinnte Ringe Paar 5P. Pass Paar 15 P Dutzend 2, 3Pt. Porzellan- Ringe 1 Loch Stack 1Pt. 3 Loch 2 Stück 3PL Porzellan- Quasten Stack 4PL 48, 55 PL Schnurhalter Stück 5P Consolhaken Dutzend 8, 10, 12, 15Pr Eimer ca. 28 cm grau 70 Teppichnägel Bildernägel Wannen oval 1.25, 1.65, 1.95, 2.45 Vorhangschlösser Toiletteneimer weiss, mit Einsatz und Korbhenkel 95 Pf. Reisnägel Wassereimer dekoriert, mit Deckel 95 Pf. Wassereimer ff. dekoriert, mit Messingbügel und Knopf 2.45 Datsond 15, 18Pt Dutzend 4, 5, 6, 8Pt. Stack 8.15, 25 PL Schachtel 3 Detsend 5 PL HOLZWAREN Haarbesen Handfeger 95, 1.45, 1.65, 1.95 Rosshaarbesen Rosshaarhandfeger Teppichhandfeger Bohnerschrubber mit Stiel Stahlspähne Bohnermasse Bohnertuch 55, 75, 95P. 38, 45, 48P and Filzstreifen 3.75, 4.95 Ringständer mit Messingtass Deckelhalter Lackiert BORSTENWAREN BLECH WAREN Handtuchhalter 85, 1.25, 1.75 Besenhalter 1.95, 2.25 Presskohlenschränke 4.75 48, 70, 90PL 30, 42, 48P Vorratsbüchsen Delftmuster Reibemaschinen 18, 25 Pf. Putzkommoden mit 8 Schubkaston 2.45 95PL. Putzkommoden mit 2 Kasten und 1 Ttr 2.95 Messerputzmaschinen mit Brett Messerputzschmirgel Briefkasten lackiert Ringständer 5.95 Fussbänke 42PL Dose 25 P Gewürzetageren mit 6 Tonnen 1.25 38,48 PL. Küchenbänke 95, 1.25 32 PL. Küchenschemel 75, 85 Pt. Pack 18 PL. 55 PL Küchenconsole für Gemtsetonnen 48, 55PL. Dose 52 Pf. 38 PL. Quirlgarnituren bestehend aus: Quirlhalter, 25 PL. Nuderolle, 2 Rebekeule;} 95rt. 48 PL 5.25 42PL mit Erhitzer 95 PL. 1.95 2.45 2.85 7.95 2.25 6.75 Küchenrahmen 2.95, 3.95, 4.75 von 8-10 Uhr und 12-2 Uhr Stufe 38 Pt. 42 Pf. zum Aufrechtstehen 11,75 Closetbürsten Schrubber Abstäuber Teppichklopfer Kleiderbürsten 35, 38, 45 P. Wirtschaftswagen 1.25, 1.65, 1.95 18. 25, 30P. 2 Gasplätten 25, 38, 48. Waschständer .28, 38, 45 PL. 38, 48. Waschtische Teppichkehrmaschinen Küchenstühle gestrichen Küchentische gestrichen 45, 75, 95, 1.25 2.25, 2.65, 2.95 Heute Sonntag geöffnet Leitern Eierschränke Aermelplättbretter bezogen Plättbretter anbezogen Plättbretter bezogen Plättbretter bezogen mit Querleisten Putz- oder Wichskasten Gardinenspanner Spanne mit Liebe Wringmaschinen ca. 36 cm Walzenlänge 10.75 ... Oster- Ausstellung in allen Abteilungen oo o Berantwortlicher Rebatteur: Bank Weber, Berlin. Für beg guferatenteil berantiv.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Budbruderei u. Berlagsanstalt Baul Ginger& Co., Berlin SW Nr. 65. 24. Jahrgang. 3. Irilnp des Jjnärtf Knlim lolMlott Mag, 17. pt; IM. Reichstag. I 20. Sitzung vom Sonnabend, den 16. März 1907. vormittags 11 Uhr. Am BundeSratStische: Frhr. v. Stengel, Graf Posa- b o w s k h. Der Gesetzentwurf betreffend den Hinterbliebenen» Versicherungsfonds und den Reichsinvaliden- f o n d s wird in dritter Beratung debattelos angenommen. Es folgt die zweite Beratung des Gesetzentwurfs betr. die Vornahme einer Berufs« und Betriebs Zählung im Jahre 190 7. Die§§ 1 und 2 werden debatteloS angenommen. In§ 3 hat die Komiffion beschlossen, auch die Frage nach der R e I i g i o n zuzu- lassen. Abg. Dove(frs. Vg.): Die Frage nach der Religion hat mit dem Regierungsvorlage diese Frage wieder zu streichen. Abg. Dove(frs. Vg.): Die Frage nach der Regilion hat mit dem Beruf gar nichts zu tun. Für die Bevölkerungsstatistik wird die Religion bei der allgemeinen Volkszählung mit erfaßt. Hier würde die Aufnahme und Bearbeitung dieser Frage Mehrkosten im Be- trage von 95 000 M. verursachen. Das sollten doch auch die Freunde dieser Frage bedanken.(Bravo! links.) Der Antrag Dove wird gegen die die Stimmen des Zentrums und der Polen angenommen. Die übrigen Paragraphen des Gesetzentwurfs werden debatteloS angenommen, ebenso die beiden von der Kommission beantragten Resolutionen, den Reichskanzler zu ersuchen: a) Vorkehrungen zu treffen, daß für die Folge die Berufs- und Betriebszählung nach Ablauf von höchstens zehn Jahren vor genommen werde. t>) in dem Gewerbeformular und Gewerbebogen bei Angabe des Lebensalters zu unterscheiden zwischen solchen, welche weniger als 14 Jahre, und solchen, welche 14 bis 16 Jahre alt sind. Die Kommission beantragt ferner: den Reichskanzler zu ersuchen, Erhebungen über die Eigen. tumsverteilung der land- und so r st Wirtschaft. iich benutzte Bodenfläche im Deutschen Reich unter Be. rücksichtigung der Art der Bewirtschaftung, der Zahl und Größe oer Betriebe usw. zu veranstalten. Hierzu beantragen Albrecht und Gen.(Soz.l, die ver- bündeten Regierungen zu ersuchen: bei der Berufs- und Betriebs. zählung 1907 bereits bei der landwirtschaftlichen Betriebszählung feststellen zu lassen: Wer Eigentümer der landwirtschaftlich ausgenutzten Grundstücke ist. Abg. Scheidemann(Soz.): Die von uns beantragte Frage ist außerordentlich wichtig. In der Denkschrift des Deutschen Land- Wirtschaftsrats ist sehr abfällig über die Aufsaugung des bäuerlichen Grundbesitzes durch das Großkapital geurte,lt. Im preußischen Ab- aeordnetcnhause ist von den Abgeordneten Hahn und Engel» brecht folgender Antrag eingebracht worden: „Das Haus wolle beschließen, die königliche Staatsregierung zu ersuchen, in Erwägung, daß bei der ungünstigen Vermögenslage der über- wiegenden Mehrheit der größeren ländlichen Grundbesitzer das städtische Großkapital in vielen Teilen der Monarchie im wachsenden Umfange Rittergüter erwirbt und diese durch Hinzu- kauf benachbacten bäuerlichen Grundbesitzes vergrößert, daß es daneben im Westen der Monarchie kleinbäuerlichen Grundbesitz in großer Ausdehnung zusammenkauft und den zerstreuten Be- sitz stellenweise bereits in geschlossenen Grundbesitz zusammen. gefaßt hat. In fernerer Erwägung, daß hierdurch das Bestreben der königlichen StaatSregierung, unter Anwendung sehr bedeutender Staatsmittel die Zunahme des kleinen und mittelbäuerlichen Besitzes(innere Kolonisation) zu fördern, in seinem Erfolg in Frage gestellt wird und daß die Aufsaugung deS bäuerlichen Grundbesitzes durch das Großkapital dem Staatsintresse zu- widerläuft, gesetzliche Bestimmungen herbeizuführen, daß in denjenigen Landesteilen, die der Gefahr der Aufsaugung des bäuerlichen Be- sitzeS durch das Großkapital ausgesetzt sind, der Erwerb bäuerlicher Besitzungen oder von Teilen solcher durch Großgrundbesitzer von einer Erklärung des Bezirksausschusses abhängig gemacht wird, daß der Erwerb im Interesse der Erhaltung des Bauernstandes unschädlich sei." In diesem Antrage kommt in denkbar schärfster Weise zum Ausdruck, wie wichtig es ist, daß die von uns beantragte Frage nach dem Besitzer gestellt wird. Wenn man sich schon wundern muß, daß ein solcher Antrag eingebracht worden ist, so wächst diese Verwunde. rung durch die Begründung des Antrages. Es wird nämlich auf die Berichte au» landwirtschaftlichen Organisationen verwiesen. ES heißt da im Jahresbericht des landwirtschaftlichen Vereins für Rhcinpreußen(1893. Seite 5):„Das Großkapital, welches sich dort durch die Industrie in einigen Händen angesammelt hat. bemächtigt sich allmählich eines Bauernhofes nach dem anderen und ver- pachtet diese wieder meist an auswärtige Leute." Ferner im Bericht für 1897, Seite 10:„Auch hier im Kreife Lennep macht sich die Er- scheinung geltend, daß die Großkapitalisten den Grund und Boden sowie ganze Landgüter aufkaufen." Aus dem Kreise Berghcim: „In geradezu erschreckendem Maße nimmt die Latifundienbildung durch Landankaus seitens hier ansässiger Kapitalisten zu. In ein- zelnen Gemarkungen sind die Kapitalisten bereits völlig Herren der Lage geworden. Nicht nur kleine, sondern auch mittlere und größere Landwirte werden nach und nach ausgekauft und sinken größtenteils zu Arbeitern herab, die dann in den sich stets mehrenden Fabriken ihr Brot suchen müssen." DaS nimmt sich so aus, als wenn die Herren die Begründung ihres Antrages aus dem Kommunistischen Manifest oder auS dem sozialdemokratischen Programm abgeschrieben hätten.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Jedenfalls aber muß uns daran liegen, daß wir Klarheit in dieser Frage haben. Wem darum zu tun ist. daß wir nicht nur feststellen, wie der Grundbesitz in Groß- und Kleinbetrieb zerfällt, sondern auch, wer der wirkliche Besitzer ist. muß unserem Antrage zustimmen.(Bravo! bei den Sozial- demokratcn.) Abg. Dr. Will(Z.): Durch Aufnahme der beantragten Frage würde der Fragebogen zu sehr belastet werden. Man kann die Besitzverhältnisse auch mit Hülfe der Katasterämter seststellen. In dem Ziel des Antrages stimmen wir mit Herrn Scheidemann überein. aber in dem Wege gehen wir auseinander. Graf Posadvwsky: Die sehr wichtige Feststellung der Besitz. berhältnisse des Bodens in Deutschland läßt sich mit einer Berufs- zählung nicht verbinden. Diese ist eine Personenzählung, und durch die Feststellung vermögensrechtlicher Verhältnisse würde da« Mißtrauen der Betreffenden erweckt werden, ob die Zählung nicht für Steuerzwecke dienen soll. Auch darf man das bereits umfangreiche Formular nicht zu sehr betasten. Wir werden er- wägen, ob im Interesse einer Feststellung, wie sie hiet gewünscht wird, besondere Erhebungen stattfinden sollen. Der Antrag Albrecht und Gen. wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten abgelehnt, die Resolution der Kommission wird angenommen. Albrecht Und Gen. beantragen ferner, bei der Berufs- Zählung die Frage aufzunehmen: ob die Befragten eine fachgemäße Ausbildung durchgemacht haben und in welchem Berufe. Abg. Hich(Soz.): Wir halten es für nötig, daß festgestellt wird, welche Bedeutung die handwerksmäßige Ausbildung im Ge- werbe noch hat. Wir sind der Ueberzeugung, daß sich herausstellen I wird, daß in einer ganzen Anzahl von Fällen die fachmäßig auS- �gebildeten Arbeiter weder im Kleingewerbe noch im Großgewerbe I Unterkunft finden, sondern in ganz andere Berufe übergehen. Ebenso sind wir überzeugt, daß in manchen Zweigen, in denen tüchtige Arbeiter notwendig sind, sie aus anderen Berufen ent- nommen und dann so ausgebildet werden, daß sie tüchtige Arbeit machen können. ES genügt uns nicht, festzustellen, wie viel Hand- werksmäßig ausgebildete Arbeiter in Fabriken beschäftigt sind, sondern wir wollen auch wissen, wieviel weder in der Fabrik noch im Handwerk Unterkunft gefunden haben. Freilich wäre es ver- kehrt, den Fragebogen mit zuviel Fragen zu belasten. Aber diese Einwendung darf nur gegen unnötige Fragen gemacht werden, nicht gegen solche, die in eine Berufszählung hinein- gehören, und die von uns beantragte ist eine solche.(Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Abg. Dr. Will(Z.): Die Wege der Ausblidung sind sehr mannigfaltig; eine so einfache Frage genügt da nicht. Aber die preußische Regierung hat uns eine selbständige Erhebung über diese Frage versprochen. Damit schließt die Debatte. Der sozialdemokratische Antrag wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten abgelehnt. Der letzte Punkt der sozialdemokratischen Resolution lautet: „bei der gewerblichen Betriebszählung festzustellen: 1. wie groß die Zahl der Arbeiter ist, die im Haushalte ihres Arbeitgebers Kost und Logis haben; 2. wie groß die Zahl der regelmäßigen Arbeitstunden pro Woche in den gewerblichen Betrieben ist." Abg. Hoch(Soz.): Die erste der Fragen, die wir zu stellen beantragen, bezieht sich auf einen Mißstand, unt�r dem ein großer Teil der Arbeiter sehr schwer zu leiden hat. In der Literatur und in der Gewerkschaftspresse werden in dieser Beziehung gerade- zu schauderhafte Zustände geschildert. Die Gewerbeinspcktorcn klagen über Unterbringung von Lehrlingen und Arbeitern in unsauberen, dunkele» Räumen ohne jede Fensteröffnung, in offenen Hausfluren, in Schmiedewcrkstätten, Pnckräumcn usw. Solche Mißstände erfordern dringend eine Abhülfe, und die Arbeiter haben eine besondere Agitation, begonnen, um die Gesetzgebung zum Ein- greifen zu veranlassen. Dabei hat sich nun herausgestellt, daß das Kost- und Logiswesen durchaus keine notwendige Einrichtung ist, 0a eS in verschiedenen Gegenden und verschiedenen Berufen sich ganz zerstreut findet, während es in derselben Gegend bei anderen Berufen und in anderen Gegenden bei demselben Berufe nicht vorkommt. Den Beweis dafür könnte vollständig nur eine Frage in der Betriebszählung erbringen, die leicht zu beantworten wäre und zur Abhülfe schreiender Mißstände anregen Würde.(Sehr wahrt bei den Sozialdemokraten.) Was unsere zweite Frage angeht, so ist das Schädliche einer übermäßig langen Arbeitszeit allgemein zugegeben. Wenn wir bis heute für männliche Arbeiter überhaupt keinen Maximal arbeitstag haben, und für die Arbeiterinnen von Gesetzes wegen nur einen überaus langen, so liegt das daran, daß die beteiligten Unternehmer das Vorhandensein wirklich erheblicher Mißstände be- streiten: Wo die Industrie in der Lage sei, die Arbeitszeit zu verkürzen, tue»sie das schon von selbst unter dem Druck der Ver- Hältnisse.— Nun klagen zwar bereits die Berichte der Gewerbe- inspektoren stark über überlange Arbeitszeiten, aber nur eine Frage in der Betricbszählung könnte feststellen, wie groß die Mißstände im ganzen Reiche sind, und ob die Arbeiter— wie wir überzeugt sind— mit ihrer Behauptung recht haben, daß überall, wo nicht sehr starke Gewerkschaften vorhanden sind, die Arbeitszeit übermäßig ausgedehnt wird. Gegen unfern Vorschlag sind zwei Einwände erhoben worden. Man hat in der Kommission gesagt, daß die Frage nach der Arbeits- zeit nur von den Arbeitgebern beantwortete werden würde und daß diese aus Furcht vor der gesetzlichen Verkürzung der Arbeit». zeit vermutlich fälsch antworten würden. Das ist ja recht be- zeichnend für die Wertschätzung, deren sich die Arbeitgeber bei den bürgerlichen Parteien erfreuen: sie halten sie für so gewissenlos, bei so wichtigen Erhebungen falsche Angaben zu machen. Aber die Resultate werden ja nach unteren Verwaltungsbezirken ge. ordnet veröffentlicht, und dann ist die Gewerkschaft in dex Lage, eine Nachprüfung vorzunehmen! Man hat weiter eingewandt, daß die Fragestellung sehr schwierig sei. Dänemark hat bei der letzten allgemeinen Industrie- zählung vom 26. Januar 1906 diese Frage gestellt. Für die dänische Regierung war ihre Formulierung also nicht zu schwer.(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Ihre Beantwortung würde aber eine vorzügliche Grundlage für das Eingreifen de? Staates in die Regelung der Arbeitszeit bilden. Das Zentrum hat ja wieder- holt erklärt, die Verkürzung der Arbeitszeit äuf gesetzlichem Wege herbeiführen zu wollen. Hier hat es Gelegenheit, Material zu praktischer Arbeit zu schaffen. Die bürgerlichen Parteien brauchen nur unsere Anträge anzunehmen, um dem guten Beispiel prak- tischer Arbeit zu folgen, das wir ihnen geben.(Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Präsident des Statistischen Amts van der Barght: Die Ver- treter der verbündeten Regierungen in der Kommission haben nicht gesagt, daß die Arbeitgeber die Fragen falsch beantworten würden, sondern daß, weil die Beantwortung nur von einer Seite er- folge, man nachher den festgestellten Zahlen die Beweiskraft absprechen werde. Abg. Bassermann(natl.) und Abg. Dr. Will(Z.) erklären die Fragestellung für so schwierig, daß sie höchstens in einer b e f o n- deren Zählung durchgeführt werden könnte. Abg. Hoch(Soz.) stellt fest, daß von mehreren Seiten in der Kommission die Vermutung, daß die Arbeitgeber die Arbeitszeit absichtlich falsch angeben würden, tatsächlich ausgesprochen worden ist. Damit schließt die Debatte. Der sozialdemokratische Antrag wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten abgelehnt. Es folgt die Beratung eines Gesetzes gegen den Rückgang des Ertrages der Maischbottichsteuer in Verbindung mit dem Gesetz betr. den Kontingentfuß für landwirtschaftliche Brennereien. Reichsschatzsekretär Frhr. v. Stengel: Die Branntweinsteuer bedarf dringend einer durchgreifenden Reform, die wir aber bis zum Jahre 1912 hinausschieben wollen. Nur konnten wir nicht ruhig zusehen, daß eine Steuerquelle von der Bedeutung der Maischbottichsteuer von Jahr zu Jahr schwächer floß. Hätte die Regierung nicht ihr Wort gehalten, so hätte der Reichstag dagegen die Initiative ergriffen, und dami wäre das Gesetz wahrscheinlich nicht so zugunsten der Landwirtschaft ausgefallen. Gleichwohl hat eS gerade in den landwirtschaftlichen Kreisen starken Widerstand gefunden, aber eS bringt weder eine Mehrbelastung der landwirt- schaftlichen noch eine Verschiebung zuaunsten der gewerblichen Brennereien. Der Nutzen diese? Gesetzes ist für die Reichskasse auch minimal. Aber so notwendig wir auch Geld brauchen, so kam es uns bei diesem Gesetz doch darauf nicht an. Abg. Dr. Pachnicke(frs. Vg.): Der Staatssekretär hat zu er- wähnen bergessen, daß auch w i r grundsätzlich Gegner der Liebes- gaben an die Brenner sind. Das Gesetz verstärkt den Liebesgaben- charakter. Wenn nur 12 M. Steuer bezahlt worden sind, sollten auch nur 12 M. zurückvergütet werden dürfen, wenn der Branntwein exportiert oder denaturiert wird.(Sehr richtig! links.) Jeder Anspruch darüber hinaus ist unberechtigt. Weshalb diese Hast in einer Angelegenheit, die unS schon seit Jahren beschäftigt? Seit Jahren konstatieren wir den Rückgang der Vranntweinstcuererlräge. Jetzt geht man mit großer Eile vor. um die Branntweinbrenner zu schonen. Bei der Tabakindustrie, bei der Verkehrssteuer war man nicht so rücksichtsvoll, auch bei der einmaligen Zulage für die Be- amten werden Scbwierigkeiten gemacht. Neue Steuern werden uns angekündigt, und hier wird ohne weiteres auf 4l4 Millionen jährlich zichtet! Dem können wir nicht zustimmen.(Beifall bei der Frei- sinnigen Vereinigung.) Doch stelle ich den Antrag auf Kommissions- beratung, weil wir nicht auf den Versuch verzichten wollen, das Ge- setz zu verbessern; dagegen beantragen wir für das Gesetz über die Bemessung des Kontingentsfußes keine Kommissionsberatung; dieses können wir— darin sind Wohl alle Parteien einig— im Plenum erledigen.(Bravo! bei den Freisinnigen.? Abg. Speck(Z.): Ich möchte dem Reichskanzler den Wunsch aus- sprechen, daß den Genossenschastsbrennereien, welche gerade die kleineren Betriebe umfassen, auf gesetzgeberischem Wege ent- gegengekommen wird. Die gegenwärtigen Verhältnisse sind unhalt- bar. Auf Vorrat werden große Mengen Branntwein denaturiert, weil man dann sofort in den Genuß der Rückvergütung kommt! Die Spannung zwischen Erzeugung von Branntwein und Trink- verbrauch wird immer größer, weil eben auch denaturierter Spiritus noch zu Trinkzweckcn verwendet wird! Der Vorredner sprach die Hoffnung nach Beseitigung auch der sogenannten Liebesgaben aus. Das ist für meine Freunde nicht annehmbar, wenigstens nicht, soweit die Spannung zwischen 59 und 70 M. in Frage kommt.(Bravo! im Zentrum.) Abg. Gamp(Rp.): Die Beseitigung der Liebesgabe würde nich! den Großbrennereien des Ostens schaden, sondern den vielen Taufen- den von Kleinbrennereien in Süd- und Westdeutschland. Ich hoffe daher, das Gesetz wird unverändert angenommen werden.(Bei- fall rechts.) Abg. Sieg(natl.): Es gibt viele Genossenschastsbrennereien, die es nur dem Namen nach sind; ich fürchte, wenn man ihnen Vorteile zuwendet, wird man nicht die kleinen Brennereien stärken, die man stärken will. Sprechen Sie doch nicht immer von der Liebesgabe, als ob tvir die Kostgänger der anderen Steuerzahler sind; das ist uns nicht angenehm zu hören.(Zuruf bei den Sozial- demokraten: Das glauben wir! Heiterkeit.) Alles, was wir brauchen, der Chilisalpeter z. B., ist enorm im Preise gestiegen; wir aber sollen den Spiritus umsonst liefernl(Lachen links.) Wir wevden dem Gesetze zustimmen.(Äravol bei den Ratio- nalliberalen.) Abg. Dr. Sübekum(Soz.): Ich bedaure, daß von den National« liberalen erst ein Herr geredet hat.(Zuruf bei den National- liberalen:„Kommt nochl") Nun, dann würde vielleicht ein zweiter Redner uns einigermaßen erkennen lassen, wie das Gros der Nationalliberalen über den Gesetzentwurf denkt.(Heiterkeit.) Aus dem, was Herr Sieg uns gesagt hat. ließ sich das nicht ent- nehmen.(Heiterkeit und Sehr richtig!) Herr Gamp sagte, die Gegensätze hier im Hause hätten sich in dieser Frage wie in vielen anderen gemildert. Das möchte ich doch bezweifeln. Nicht nur söiveit meine Partei in Betracht kommt, sondern auch bei den Freisinnigen, glaube ich, kann von einer Milderung des Gegensatzes gegen die Bevorzugung der Agrarier durch die Gesetzgebung nicht die Rede sein. Der große Block ist bei dieser Frage schon in Stücke gegangen, und das wird bei wirtschaftlichen Fragen immer der Fall sein.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Er hält immer nur vor, so oft das große Jagen gegen die Sozialdemokratie in Frage kommt, bei wirtschaftlichen Fragen aber hat die Freude ein Ende.(Sehr richtig! links.) Wenigstens kann kein Mitglied der Linien dem § 2 des Gesetzentwurfs zu stimmen, wenn ich auch schon zu meinem Bedauern bemerkt habe, daß einige Herren mit einer allmäh- lichcn Herabsetzung der Rückvergütung zufrieden sein wollen. Bei u n s kann davon gar keine Rede sein. Die Vergütung ist, wie jetzt allseitig anerkannt wird, jahrelang viel zu hoch gewesen, und das hat, wie Sie alle zugestehen, nicht in der Absicht deS Ge- sctzes gelegen. DaS heißt doch: jahrelang haben die landwirtschaft- lichcn Brennereien eine Ucbervergütung zu Unrecht bekommen. In der Budgetkommission mühen wir uns Tag für Tag ab, um für die ltntercn und mittleren Bkamten wenigstens einigermaßen Verbesserungen zu erzielen. Alle unsere Vorschläge scheitern aber am Widerspruch des Reichsschatzsekretär», der, wie er selbst sagt, blutenden HerzenS erklären muß, die heutige Finanzlage gestatte uns nicht, eine Aufbesserung der unteren und mittleren Beamten vorzunehmen und wir mußten uns damit begnügen, ihnen nur einmal lächerlich kleine Trinkgelder von 30 bis 50 M. zukommen zu lassen. Wir haben schon in der Budgetkommission darauf hingewiesen, daß sieh durch eine Reform der Branntweinbesteuerung mit Lcichtig- keit die notwendigen Mittel erzielen ließen. Nun bedeutet ja der vorliegende Gesetzentwurf in keiner Weise etwa eine grundlegende Aendcrung'der Branntweinbcsteuerung. Aber doch cmch hier sollte man' nicht vergessen, daß Mittel für die unteren und mittleren Be- amten fehlen. Das heißt also, es kann nur der§ 1 angenommen werden, welcher die Uebervergütungen beseitigt, während der g 2, welcher den AuSgleichfonds voesieht, nicht angenommen werden kann. Der tz 3 regelt einige Interna der Verwaltung und wird zu Dis- kussionen kaum Veranlassung geben. Wir haben demnach von unse- rem Standpunkte aus keine Veranlassung, die Verweisung des Ge- setzentwurfS an eine Kommission zu wünschen. Wenn diese Ber- Weisung aber gewünscht wird, so werden wir in der Kommission mitarbeiten und versuchen, das ganze Unrecht, da« in diesem AuL- gleichfonds liegt, aufzudecken. Herr Sieg hat uns von dem Spiritusring gesagt, er wirke auS- gleichend auf die Preise, bringe aber keine Preissteigerung hervor. Das würde sich schon dann verurteilen, wenn durch den Ring eine natikWmäße Senkung des Preises verhütet würde, und daß das Fall ist, kann doch niemand bezweifeln. Das mag von Ihrem(nach rechts) Standpunkt aus recht sein, aber man soll doch die objektiven Tatsachen, nicht bestreiten. Man soll nicht behaupten, wir hätten nicht eine andere Preisbildung, wenn die Spirituszentrale nicht vorhanden wäre.(Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Ich kann auch nicht das Bedenken teilen, daß durch da? Vorenthalten der Uebervergütung der Spirituspreis in die Höhe getrieben würde. Diese AM Millionen Mark kommen nicht den Konsumenten zugute, sondern restlos den Produzenten. Dafür wird die Zentrale schon sorgen.(Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Wir haben deshalb nicht den geringsten Anlaß, dem Vorschlage der Regierung zu folgen.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Der Abgeordnete Sieg schien ja mit der Vorlage der Regierung ganz einverstanden zu sein. Aber in der nationalliberalen Presse erfährt das Gesetz eine ganz andere Beurteilung. Im schroffsten Gegen- satz zur„Deutschen Tageszeitung", welche das Gesetz sehr unzweck- mäßig und in hohem Grade bedenklich fand— eine Kritik, die den Reichsschatzsekretär veranlasste, schon in seiner Einleitungsrede um gut Wetter bei den Agrariern zu bitten— stellt die„Kölnische Zei- tung" klipp und klar fest, daß die Vorlage als eine recht weitgehende Aufmerksamkeit gegenüber den Agrariern angesehen werden müsse. In diesem Zusamenhang spricht sie auch von„agrarischer U n- e r f ä t t l i ch k e i t". weil diesen das Gesetz noch nicht weit genug zu gehen scheine.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Also selbst in den Kreisen der Nationalliberalen, soweit sie sich nicht um Herrn Sieg gruppieren, steht das Urteil über die Vorlage fest, unt� ich kann schließen mit der Hoffnung, daß hier endlich mal die G e. rechtigkeit einen Erfolg davon tragen möge, indem das schreiende Unrecht einer maßlosen- und von der Gesetzgebung nicht gewollten Bevorzugung der agrarischen Brenner aus der Welt ge. schafft wird.(Bravo! bei den Sozialdemokraten. Abg. Dietrich(!.): Abg. Dr. Pachnicke hat schwere Angriffe gegen uns gerichtet. Aber nach dem Worte des Reichskanzlers kabbelt man sich ja anfangs auch in den Ehen, die nachher die besten werden. Ich vertraue also darauf, daß die Freisinnigen als eine der regierenden Parteien auch mehr VerstewdniS für die Branntweinsteuergesetzgebung gewinnen werden. Ich kann aber nicht finden, daß Dr. Südekum mit seiner Bemerkung recht hätte, die neue Mehrheit falle schon beim ersten Gesetz auseinander. Auch die Wortführer der Landwirtschaft im LandwirtschaftSrat lehnen ja den entscheidenden§ 2 des Gesetzes ab. wenn auch aus anderen Gründen; denn wir sind überzeugt, daß der Branntwein schon gemig Steuern trägt. Wir wollen die Vranntweintrinker, diese Ministerialdirektor Schwarzkopff bestreitet dem Abgeordneten Fund gegenüber, daß der Lehrermangel vom Ministerium verschuldet sei und sucht nachzuweisen, daß lediglich die wirtschaftlichen Verschiebungen und der Mangel an Bildungsanstalten die Schuld trügen. Mermsten der Armen, und die Gastwirte nicht noch höher belasten!| englischen Staatsmänner!( Sehr gut! links.) Sehen Sie hier den, zu bringen, in denen in berstedtct Form es dem Lehrling verboken ( Lachen links.) Nur die Sozialdemokratie will den Preis der neuen Kurs einmal praktisch ins Werk!( Sehr gut! links.) Be- wird, sich mit seinen Arbeitskollegen zu vereinigen. Die BerLandwirtschaftlichen Produkte unter die Produktionsfosten herab- weisen Sie, daß Sie Verständnis haben, für die Forderung des liner Handwerkskammer und weitere werden folgen hat drücken.( Beifall rechts.) Tages".( Stürmischer Beifall links.) beschlossen, darauf hinzuwirken, daß in die Lehrverträge die BeAbg. Schweichardt( füdd. Volksp.): Nach den wiederholten Er- Abg. Heckenroth( f.): Die Illusionen des Vorredners muß ich stimmung aufgenommen werden soll, die die Zugehörigkeit flärungen des Reichsschahsekretärs ist vor 1912 eine Reform nicht zerstören. Ich kann hier nicht eine konservativ- liberale Paarung des Lehrlings zu einem Verein von der Erzu erivarten; also ganz unberechtigterweise sollen fünf Jahre lang erblicken, da wir hierbei nicht mitmachen! Wir halten daran fest, laubnis des Lehrmeisters abhängig macht. Um dem Reich jährlich 4% Millionen Mart, also im ganzen 22% Mil- daß die Ortsschulinspektion durch die Geistlichen ausgeübt werden sich die Möglichkeit vorzubehalten, durch nichtsozialdemokratische lionen Mark, entzogen werden. Dem können wir nicht zustimmen. muß, weil für uns der Religionsunterricht ein noli me tangere Lehrlingsvereine den sozialdemokratischen( soll wohl heißen: 10= Abg. Vogt- Hall( wirtsch. Vg.): Die Gewährung der Liebesgabe( Blümchen Rührmichnichtan) ist. Ich bestreite, daß die Geistlichen genannten sozialdemokratischen") Jugendorganisationen gegenift gerade, wie ich dem Vorredner gegenüber betone, im Interesse in der Aufsicht Nichtfachmänner sind. Viele Geistliche sind helle über ein Gegengewicht zu schaffen, soll von einem grundsätzlichen der Industrie erfolgt. Mit ihrer Aufhebung müßten die füd- leuchtende Sterne am Himmel der Pädagogik.( Sehr richtig! rechts.) Verbot des Eintritts des Lehrlings in Vereine abgesehen werden. deutschen Brennereien sofort den Betrieb einstellen.( Sehr richtig! Wir wollen erhalten, was geschichtlich geworden ist. Was durch Den verhaßten freien Jugendorganisationen, die tatsächlich als rechts.) Herrn Südekum gegenüber bemerke ich, daß Herr Sieg Grund und Ziel zusammengehört, soll in Zukunft nicht geschieden sozialdemokratische bezeichnet werden, die zu fürchten die Herren mit seinen Ausführungen über die Preisbildung durchaus recht werden, weil eine politisch beeinflußte Lehrerpresse es fordert.( Bei- Meister allerdings alle Ursache haben, glaubt man auf diese Art hat( Beifall rechts.) fall rechts.) Schaden zufügen zu können. Welche Vereine gemeint sind, gegen Die Debatte ist erschöpft. Abg. Frhr. v. Zedlib( frk.): Was der Abgeordnete Hedenroth die sich das Verbot nicht richten soll, leuchtet ein, nämlich: die Der Gefeßentwurf wird einer Kommission von 21 Mitgliedern über die Erhaltung der Religion sagte, hat mit der Schulaufsicht fattfam bekannten christlichen" und gleichgesinnten Jünglings= und Jungüberwiesen. nicht das mindeste zu tun. Gerade der Religion wegen ist es arbeiterfeindlichen Der Präsident schlägt dem Hause die Vertagung vor auf zweckmäßig, die Fachschulaufsicht einzuführen, da dann die Lehrer frauenbereine. Diese Vereine arbeiten gegenwärtig mit Montag 2 Uhr mit folgender Tagesordnung: 1. dritte Beratung den Religionsunterricht mit freudigerem Herzen erteilen werden. gesteigerter Kraftanstrengung. Durch Anwendung von allen nur des Gesezentwurfs über Berufs- und Betriebszählung, 2. zweite Die Geistlichen wenden sich in erhöhtem Maße gegen die nebenamt- erdenklichen Lockmitteln suchen sie die arbeitende Beratung des Etatnotgefehes, 3. Interpellation Brandys und Gen. liche Schulaufsicht.( Widerspruch auf der äußersten Rechten.) Gr- Jugend für ihre dunklen Zwecke einzufangen. Vor den Und leider muß zu( Polen) betr. Ausweisung polnischer Schüler von höheren Lehr- neut will ich hier darauf hinweisen, daß ein Zwischenglied zwischen größten Opfern schrecken sie nicht zurück. anstalten. der Erziehung in der Schule und der Armee fehlt. Daß dies Stod- gestanden werden: ihr Erfolg ist immer noch ein großer. Wie Abg. Bebel( Soz.)( zur Geschäftsordnung): Ich möchte darauf werk noch nicht errichtet ist, ist eine Unterlassungsfünde. Es zeigt viele Arbeitertinder werden noch in den christaufmerksam machen, daß auf der heutigen Tagesordnung noch die sich jetzt, daß ein Kultusminister im Nebenamt seiner Aufgabe nicht lichen und ähnlichen Jünglings- und JungBesprechung unserer Interpellation über Eingriffe der Behörden gerecht werden kann, daß wir einen Fachmann für dieses Gebiet frauenbereinen erzogen"!! bei der Reichstagswahl stand. Dadurch hat sowohl der Präsident haben müssen.( Stürmischer Beifall.) Wir müssen einen Mann Organisierte Arbeiter! Eure leiblichen Kinder, Eure Söhne als das Haus anerkannt, daß eine Fortsetzung der Debatte an der Spike haben, der praktische Erfahrung auf dem Gebiete der und Töchter, die Euer Fleisch und Blut sind, die Ihr bislang er= wünschenswert wäre. Wir müssen verlangen, daß dieser Bunft von Unterrichtsverwaltung hat.( Stürmischer Beifall.) Weil wir zogen, genährt und gekleidet, für die Ihr gesorgt, Entbehrungen der nächsten Tagesordnung nicht fortgelassen, sondern als erster Kultusaufgaben fördern wollen, müssen wir Stellung gegen die und Opfer gebracht. für die Ihr jahrzehntelang gekämpft habt, daangefeßt wird. Sie werden das begreifen. Wir sind gestern Gegen- Unterrichtsverwaltung nehmen.( Stürmischer Beifall links und bei mit sie ein menschenwürdiges Dasein führen können, für die Ihr stand sehr heftiger Angriffe gewesen. Auch haben die Herren den Freikonservativen, langanhaltendes Zischen im Zentrum und noch täglich sorgt diese Eure Kinder will man gegen Euch aufKreth und Liebert gegen uns Anschuldigungen auf Grund angeb- auf der äußersten Rechten.) hehen! Könnt Ihr das ruhig mit ansehen? Wollt licher Tatsachen erhoben, die dringend einer Richtigstellung bedürfen. Ihr schweigend abseits stehend zusehen, wie man Eure schwere, Wir haben ein Interesse daran, daß diese Anschuldigungen nicht jahrzehntelange Arbeit zunichte macht? Umsonst habt Ihr gekämpft. wochenlang ohne Richtigstellung ins Land hinausgehen. Ich beumsonst all die Opfer gebracht, umsonst gelitten, wenn diese Volksgreife ja, daß der Präsident diejenigen Gegenstände auf die Tagesfeinde ihre Absichten erreichen. Daß es ihnen aber nicht ordnung setzt, die er für wichtiger hält als die Fortsetzung dieser gelinge, foll Aufgabe der wenn auch noch kleinen Schar Besprechung. Ich mache aber darauf aufmerksam, daß dadurch, Abg. Ernst( frs. Vg.): Nach den ausgezeichneten Aus- der aufgeflärten Jugend, der freien Jugendorganisa. daß Sie diese Debatte beseitigen wollen, sie Ihnen in keiner Weise führungen der Abgeordneten Fund und Frhr. v. Zedlig verzichte ich ti onen sein, und dieser helfend zur Seite zu stehen geschenkt ist. Wir werden unter allen Umständen darauf aufs Wort. ist unbedingt notwendig und Eure Pflicht. zurückommen, und zwar bei einem Thema, das Ihnen vielleicht Kultusminister Dr. v. Stubt: Der Abgeordnete Frhr. v. 3edlitz Die freien Jugendorganisationen bezwecken, die Jugend vor unbequemer ist, nämlich beim Etat des Reichskanzlers und des hat mich auf meine verdammte Pflicht und Schuldigkeit aufmerksam übermächtiger Ausübung ihrer Kräfte und geistiger Unterdrückung Reichskanzleramts. Wir werden dann ja auch den Herrn Reichs- gemacht. Einer derartigen Ermahnung bedarf ich nicht, am zu schüßen, besonders richten sie ihr Augenmerk darauf, daß die kanzler hier haben, der gestern nicht zugegen war. Um aber die wenigstens in der Form, in der sie mir Frhr. v. Zedlig erteilte. Ich durch Gesetz erlassenen Schutzbestimmungen für jugendliche Arbeiter Anschuldigungen gegen uns so schnell als möglich zu wider- fühle mich dem gegenüber verpflichtet, Rechenschaft über meine bis- innegehalten werden. Die freien Jugendorganisationen wollen legen, möchte ich Sie bitten, meinem Vorschlage beizutreten. herige Tätigkeit zu geben. Daraus wollen Sie ersehen, was ich ge- die Jugend fachlich und geistig ausbilden, sie erziehen zu freien, Abg. Baffermann( natl.): Das Etatsnotgefeß erfordert dringend tan habe. Der Minister gibt eine Uebersicht der Gesetze, die in felbständig denkenden, charakterfesten, zu förperlich, geistig und die Verabschiedung; da seine, Verhandlung mehrere Tage dauern seiner Amtszeit zum Abschluß gebracht sind und fährt fort: Sie beruflich gut ausgebildeten Menschen, nicht zu Phrasenfann, bitte ich Sie, es bei dem Vorschlage des Präsidenten zu lassen. tönnen daraus ersehen, daß mein Ministerium in den 7 Jahren dreschern und naseweisen Maulhelden, sondern Herrn Bebels Wunsch finde ich begreiflich, aber er kann ja, wie er seiner Tätigkeit treu und erfolgreich gearbeitet hat.( Bravo! rechts zu praktischen Funktionären der Arbeiterbewegung, selbst schon gesagt hat, beim Etat des Reichskanzlers darauf zurück- und im Zentrum.) zu Männern der Tat! Durch Rat, Rechtschutz, JugendschutzAbg. Schiffer( natl.): Die jetzigen Zustände stehen im Wider- fommissionen, eine Zeitschrift Arbeitende Jugend", UnterrichtsAbg. Bebel( Soz.): Wir sind nicht geneigt, der Verab- spruch zu den Bedürfnissen der Schule.( Sehr richtig! links.) Daß furse, Bibliotheken, Borträge, Ausflüge, gesellige Veranstaltungen schiedung des Notgesetzes irgend welche Hindernisse in den Weg die Durchführung der Fachschulaufsicht unmittelbar nach Einführung und so weiter wollen sie ihre Aufgaben lösen. Das Solidaritätszu legen. Es kann aber sehr gut erledigt werden, nachdem des Schulunterhaltungsgesetzes erfolgen solle, das hat der Minister gefühl foll in den jungen Herzen gewedt und gekräftigt werden. die Debatte über unsere Interpellation beendet ist. Ich glaube, gestern nicht gesagt; gestern hat er für diesen Zeitpunkt nur eine Ein Beweis für ihre emfige Tätigkeit ist die allseitige Bedaß sie unter feinen Umständen über die nächste Sigung Prüfung in Aussicht gestellt.( Sehr richtig! links.) Die fämpfung dieser Organisationen. hinaus dauern wird. Für die Erledigung des Notgeseges ist dann Saltung der Konservativen steht nicht nur im Widerspruch mit niedrigster Art wird zurzeit gegen die freien noch ausreichend Zeit. Selbstverständlich hat es für uns einen dem Interesse der Schule, sondern auch der Allgemeinheit. Jugendorganisationen unternommen. Ihr erfreubesonderen Reiz, unsere Anflagen dem Kanzler gegenüber( Stürmischer Beifall links.) licher Aufschwung ist zahlreichen Feinden arg in die Glieder Auge in Auge zu machen. Nachdem er fich um diese Abg. Dr. v. Heydebrand( f.): Zu der gestrigen Rede des Mi- gefahren. Dieser Bekämpfung muß die organisierte Ar= Gelegenheit herumgedrückt hat, werden wir das bei anderer nisters muß ich sagen, daß uns seine Erklärung schon recht weit zu beiterschaft, als energische Verfechterin der Volkswohlfahrt, Gelegenheit tun. Daß wir aber unter allen Umständen die Fortsetzung gehen schien.( Sehr richtig! rechts.) Ich will aber nicht verkennen, ihre geeinte Macht entgegenstemmen. der Debatte über unsere Interpellation wünschen, ist dem Umstande daß die Art und Weise, wie Herr Schiffer den Antrag empfohlen An die Arbeiter ergeht darum die drin. zuzuschreiben, daß wir das dringende Interesse haben, die gegen hat, den Weg zur Verständigung offen läßt. Eine solche Ver- gende Mahnung. Lehrverträge mit Klaufeln, die die Beims von verschiedenen Rednern gerichteten falschen Anschuldigungen ständigung wird aber erschwert durch den Ton, den Frhr. v. Jedlik wegungsfreiheit des Lehrlings in unzuläsrichtigzustellen.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) angeschlagen hat. Einen solchen Ton gegen einen Minister hat man siger Weise lähmen, und den Vätern Rechte Abg. v. Richthofen( t.): Der Wunsch des Herrn Bebel ist mir wohl hier noch nicht gehört.( Sehr wahr! rechts.) Vor dem Minister nehmen, die nur ihnen zukommen, mit den völlig verständlich; aber das Interesse des Reiches muß vorgehen, soll man doch Ehrfurcht( schallende Heiterkeit links und bei den Frei- Lehrmeistern nicht abzuschließen. Desgleichen foll. und dieses erfordert die Erledigung des Etatnotgesetzes. tonservativen) und die gebührende Achtung zeigen. Ich protestiere ten die Arbeiter darauf achten, daß ihre schulentgegen dieses Vorgehen der Minderheit gegen die Mehrheit.( Wider- laffenen Söhne und Töchter sich nicht von jenen christlichen" und spruch links.) Namens meiner Freunde erkläre ich, daß wir im ähnlichen Vereinen töbern lassen. Jeder Arbeiter muß es wesentlichen mit der Art und Weise, wie Minister v. Studt sein als seine Pflicht ansehen, seine schulfreien Amt verwaltet hat, einverstanden sind.( Bravo! rechts. Gelächter Kinder den freien Jugendorganisationen au links.) Wir wünschen, daß der Minister noch recht lange seines zuführen und für weiteste Ausbreitung dieser Amtes walten möge.( Bravo! rechts.) Es wird ja nicht lange Organisationen zu sorgen. Dort, wo noch keine Organidauern, daß Frhr. v. Zedlik an jenem Plaz( auf den Ministerplatz fationen bestehen, sollte man sich beeilen, sie zu bilden, damit die zeigend) steht.( Schallendes Gelächter.) Ich will abwarten, wie Kinder des Proletariats feinen Feinden entrissen werden. Zwecks Zuteilung von Agitationsmaterial und Auskunft wende man sich ihm dann eine solche Kritik gefällt.( Beifall rechts.) an die Redaktion der Arbeitenden Jugend". Mar Peters, Berlin SO. 26, Waldemarstraße 75. Wer die Jugend hat, der hat die Zukunft! ( Die Arbeiterpresse wird um Abdruck dieses Aufrufs gebeten!) tommen. Abg. Singer( Soz.): Der Vorschlag des Präsidenten gibt uns umsomehr Veranlassung, auf der Weiterberatung unserer Interpellation zu bestehen, als der Präsident hinter dem Etatnotgesez eine neue Juterpellation auf die Tagesordnung gestellt hat. Damit ist nicht direkt ausgesprochen, aber doch als wahrscheinlich hingestellt, daß die Fortsetzung der Debatte unserer Interpellation überhaupt nicht erfolgen soll. Ich möchte deshalb vorschlagen, daß zwar an erster Stelle das Notgefeg, dann aber anstelle der Interpellation der Polen die Fortsetzung der Debatte über unsere Interpellation auf die Tagesordnung gesetzt wird. Dann haben wir die Sicherheit, daß fie noch vor den Ferien erfolgen wird. Abg. Dr. Porsch( 3.): Ich bestreite, daß das Zentrum eine Herrschaft der Kirche über die Schule verlangt. Wohin der vorAbg. Gröber( 3.): Ich schließe mich der Anregung des Herrn liegende Antrag zielt, zeigt ein nationalliberales Blatt, das die Kollegen Singer an. Ich glaube, die Herren von der Sozial- geistliche Schulaufsicht als Hauptquelle ultramontaner Macht beDemokratie fönnen verlangen, daß ihnen die Gelegenheit zeichnet. Dort wird aufgefordert, die Landbevölkerung mündig gegeben wird, auf die gegen sie erhobenen Angriffe zu antworten. zu machen. Wenn man bedenkt, welche Erfolge die Herren bei der Präsident Graf Stolberg: Ich muß an meinem Borschlage fest- Mündigmachung der Arbeiter gehabt haben, versteht man einen halten. solchen Ausspruch nicht.( Beifall im Zentrum.) Der Vorschlag des Präsidenten wird gegen die Stimmen der Abg. Frhr. v. 3eblik( frk.) erklärt, daß ihm seine Kritik gegen Nationalliberalen, der Rechten und eines Teiles der Freisinnigen den ihm persönlich bekannten Minister sehr schwer geworden sei. ( unter anderem der Herren Mugdan, Schrader, Pachnide) Dem Abgeordneten Dr. v. Heydebrand erwidere er, daß seine unababgelehnt. Der Vorschlag des Abg. Singer ist damit angenommen. hängige Gesinnung ihn längst davor bewahrt habe, Minister zu Nächste Sizung: Montag 2 Uhr. werden.( Gelächter. Rufe aus dem Zentrum: Reichsamt des Schluß 4 Uhr. Innern! Schallende Heiterkeit.) Abgeordnetenbaus. 35. Sizung. Sonnabend, den 16. März 1907, bormittags 11 Uhr. Am Ministertisch: Dr. v. Studt. Präfident v. Krödjer teilt mit, daß die rechtskräftige Ent. scheidung gegen die Redakteure der Erfurter Tribüne" wegen Beleidigung des Abgeordnetenhauses eingegangen sei. Das Urteil wird der Geschäftsordnungskommission überwiesen zur Prüfung der Frage, ob das Haus von der ihm zugebilligten Publikationsbefugnis Gebrauch machen solle oder nicht. Daraufs wird die zweite Beratung des Kultusetats fortgesetzt beim Antrag Hobrecht( natl.) und Genossen auf Durchführung der Fachschulaufsicht. Abg. Dr. Friedberg( natl.): Im Gegensatz zum Kultusminister verlangen wir, daß hier nicht ein Ressortminister- Standpunkt vertreten wird, sondern eine einheitliche Politik. Wir verlangen, daß der Ministerpräsident sich mehr um die inneren Verhältnisse Preußens fümmert.( Beifall.) Nach weiteren Bemerkungen des Abgeordneten Dr. v. Wohna ( frt.) schließt die Besprechung. Der Antrag wird gegen die Stimmen der Freikonservativen, Nationalliberalen und Freisinnigen abgelehnt. Das Haus vertagt sich. Ein Kesseltreibeu Gerichts- Zeitung. Dreimal zum Tode verurteilt. Der Prozeß des Tischlergesellen Ludwig Tehnow beschäftigte am Donnerstag das Reichsgericht. Tehnow war bereits zweimal wegen Mordes zum Tode verurteilt und verfiel, als er hingerichtet wurde, in einen lethargischen Zustand, so daß die Hinrichtung nicht stattfinden konnte. Der Prozeß wurde, da Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit Teßnows entstanden waren, wieder aufgenommen, aber das Schwurgericht Greifswald verurteilte den Angeklagten, nachdem es 10. bis zum 18. Dezember v. J. gegen ihn verhandelt hatte, zum dritten Male zum Tode. Gegen dieses Urteil hatte Teßnow Revision eingelegt. Gerügt wurde lediglich, daß laut Protokoll die Hauptverhandlung vom zweiten Tage an nicht öffentlich gewesen sei. Tatsächlich trägt nur das Protokoll vom 10. Dezember die Ueberschrift" Oeffentliche Verhandlung des usw."; die Protokolle bom Nächste Sibung: Montag 11 Uhr.( Kleine Vorlagen, Fort- der nächsten Verhandlungstage tragen nur den Vermerk Fortsetzung der heutigen Beratung). Schluß: 4 Uhr. An die organisierte Arbeiterschaft! Abg. Fund( frs. Bp.): Der vorliegende Antrag ist eine alte liberale Forderung. Er ist gewissermaßen die erste Frucht einer fonservativ- liberalen Paarung. Wir würden es nicht bedauern, Nur noch kurze Zeit und tausende von Proletarierkindern wenn alle Früchte der Paarung sich in dieser Richtung bewegen treten wieder hoffnungsvoll ins öffentliche Leben, um den bitteren würden.( heiterteit.) Wir treten grundsäßlich für die Fachschul- Kampf ums Dasein aufzunehmen. Um der Jugend das Ringen aufsicht ein. Den Geistlichen fehlt für die Schulaufsicht die nötige um Schaffung einer Eristenz zu erleichtern, bringen die Eltern pädagogische Vorbildung, fie können sich auch nicht auf dem Laufen- die größten Opfer. Sie glauben ihren Söhnen den besten Dienst ben erhalten.( Sehr richtig! links.) Der Minister meinte, der zu erweisen, indem sie sie ein Handwerk lernen lassen. Und wenn Lehrermangel habe nur seine Ursache in dem Mangel an Bildungs- dann gar der Lehrmeister sich im Lehrvertrage schriftlich„ beranstalten gehabt. Der Minister scheint mir damit sehr an der Ober- pflichtet", den Lehrling in allen im Beruf vorkommenden Arbeiten fläche geblieben zu sein.( Sehr richtig! links.) Es wird bei der auszubilden" und im Brustton der Ueberzeugung den Eltern ergeistlichen Schulaufsicht immer schwerer, aufrechte Menschen zu be- klärt, daß der Lehrling zum tüchtigen Handwerker herangebildet, tommen( Sehr richtig! links), die ihre Ansicht offen sagen, selbst auf einst mit Leichtigkeit seinen Lebensunterhalt erwerben wird, dann die Gefahr hin, einmal nach oben hin Anstoß zu erregen.( Sehr erscheint den sorgenvollen Eltern die zukünftige Eristenz ihres wahr! links.) Der Abgeordnete Glattfelter meinte, der Geistliche Sohnes gesichert, sie hoffen, an ihm in ihrem Alter eine kräftige müsse Einfluß auf den Religionsunterricht behalten. Ich denke, Stüße zu finden. darüber herrscht wohl Einigkeit unter den Fachleuten, daß, wenn Daß aber leider diese Voraussetzungen meist nicht eintreffen, irgend etwas reformbedürftig ist, es der Religionsunterricht ist. Ichren die bisherigen Erfahrungen. Vor allen Dingen ist deshalb ( Sehr richtig! links.) Welche Richtung der Kirche ist es denn, die der Lehrbertrag, der mit dem Lehrherrn abgeschlossen wird, Einfluß auf den Schulunterricht ausübt? Die Fälle Fischer, Bésar, genau zu prüfen, ehe er unterzeichnet wird. Römer, Jagom zeigen uns, daß alle Entscheidungen aus dem Ge- Nicht nur der Ausnüßung wird durch Verklausulierungen im Lehrsichtspunkte der orthodogen Richtung getroffen werden.( Sehr vertrage Tür und Tor geöffnet, sondern die„ ehrsamten Meister" richtig! links.) Der Reichstanzler hat im Landwirtschaftsrat ge- scheuen sich auch nicht, den Vätern diesen im Gefeß zu fagt, man folle nicht zögern, zeitgemäße Reformen einzuführen; es müßten notwendige Konzessionen gemacht werden. Das geht( nach rechts) gegen Sie!( Heiterkeit.) Nun greifen Sie zu!( Heiter feit rechts.) Folgen Sie dem Beispiel der vom Kangler so gelobten stehende Rechte durch gewundene Bestimmungen zu rauben. Neuerdings versuchen wieder einmal Innungsvorstände und sonstige Meistervereinigungen in mehreren Städten Deutschlands, voran die Scharfmacher Berlins, Lehrverträge zum Abschluß seßung der Verhandlung am usw.". Der Reichsanwalt erflärte die Revision für unbegründet. Allerdings enthalte das Protokoll des zweiten und der folgenden Tage nicht den Vermerk Oeffentliche Verhandlung", aber daraus sei keineswegs zu folgen, daß die Verhandlung dem Geseze zuwider unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattgefunden habe. Das Reichsgericht habe scho‍ wiederholt ausgesprochen, daß das Protokoll einer mehrtägigen Berhandlung ein einheitlicher Att sei und daß deshalb die Formalien nur zu Anfang des Protokolls beurkundet zu werden brauchen. Demnach läge eine Gefeßesverletzung nicht vor. Das Reichsgericht verwarf die Revision. Pomril- gegen Manzanilgesellschaft. Die deutsche Pomrilgesellschaft in Berlin flagt gegen die Kölner Manzanilgesellschaft auf Grund des Gesezes über den unlauteren Wettbewerb, da das von der Manzanilgesellschaft hergestellte Getränk in Wirklichkeit. Pomril sei, ein aus Aepfeln hergestelltes alfoholfreies Getränk, dessen Herstellung für die Klägerin patentiert sei. Die beklagte Manzanilgesellschaft behauptet, daß der Werkführer, der ihr die Herstellung übergeben habe, diese Erfindung auch selbst gemacht habe und zwar schon che sich die Pomrilgesellschaft diese Erfindung zunuze machte. Das Landgericht Köln hatte auf Abiveisung der Klage erkannt, während auf die Berufung der Klägerin das landgerichtliche Urteil dahin abgeändert wurde, daß die Klage dem Grunde nach für gerechtfertigt zu gelten habe. Gegen dieses Urteil hatte die Manzanilgesellschaft mit Er. folg Revision eingelegt, indem der 6. Zivilsenat des Reichsgerichts für Aufhebung des oberlandesgerichtlichen Urteils erkannte und die Sache zur nochmaligen Verhandlung und Entscheidung an das Oberlandesgericht Köln zurüdverwies. 2389 Centner Bettfedern im Jahre 1906 hat umgesetzt die erste Bettfedern- Fabrik mit elektrischem Betriebe Gustav Lustig BERLIN S. Prinzenstrasse 46 Unstreitig grösstes Bettfedern- u. Betten- Spezialgeschäft Besonders empfehlenswerte Bettenfüllung: Echt chinesische Deutschlands. Monopoldaunen ( gesetzlich geschützt) Pfund Mark 2.85. 3-4 Pfund zum grossen Oberbett ausreichend. Tausende von Anerkennungen resp. Nach bestellungen beweisen am besten die Güte der Waren. Kein zweites Bettfedern DetailGeschäft kann einen auch nur annähernden Umsatz nachweisen. Gleiche anderweitige Angaben sind unwahr; man lasse sich daher nicht täuschen. ET Warenhaus Hermann Tietz LEIPZIGER STRASSE Montag, Dienstag, Mittwoch... ALEXANDERPLATZ soweit der Vorrat reicht: 3 Tage für Wäsche Ausstattungen Wäschestoffe 80 cm breit kräftige Qualität Hemdentuch Renforcé 80 cm breit Louisianatuch 80 bis 82 cm breit feine Qualitäten für Leibwäsche für Louisianatuch) Louisianatuch Bettwäsche Bett- Satin Bett- Satin sehr haltbare Qualitäten sehr Bett- Damast Bett- Damast preiswert! echt türkischrot, Köper- Inlett) Köper- Inlett Piqué- Barchent 84 Meter 36 42 48 Pt. Meter 36 42 48 Pf. Meter 33 38 45 Pl. cm breit Meter 45 55 Pf. 130 cm breit Meter 80 cm breit Meter 75 95 Pf. 55 65 PT. Pf, 130 cm breit Meter 85 Pt. 105 80 cm breit Meter 70 95 Pf. 130 cm breit Meter 110 145 84 cm breit, Meter 90 Pt. 105 135 130 cm breit, Meter 145 170 220 Meter 60 75 85 P Pt. Handtücher Küchen- Handtücher Gerstenkorn halbleinen schwere Qualität Dutzend 3.90 Küchen- Handtücher Gerstenkorn halbleinen gesäum. 48X110 cm Dutzend 525 Küchen- Handtücher weiss Drell mit bunter Kante 45 x 110 cm Dutzend 425 Küchen- Handtücher grau Leinen Drell 42 × 110 cm Dutzend 560 Stubenhandtücher halbleinen, Drell, 48X110 cm Dtz. 525 säumt und gebåndert 48X112 cm Dtz. 48X120 cm Stubenhandtücher Zwirn- Drell, vorzügliche Qualität, ge725 Stubenhandtücher Jacquard, gesäumt und gebändert, 750 Wischtücher halbleinen Dtz. 195 260 Garten- u. Balkon- Decken reage reichhaltige Auswahl Besonders preiswert: 125 150 175 230 290 Ein Posten einzelne Dtz. Tischwäsche Drell- Tischtücher halbleinen, derbe Qualität sämtlich gesäumt 110 X 130 130 X 130 110 X 150 130 X 165 Servietten 105 145 135 175 Dtz, 350 Jacquard- Tischtücher halbleinen 115 X 130 130 X 130 130 X 160 Servietten 150 170 210 Dtz, 4.90 Reinleinen Jacquard- Hausmacher 130 X 130 130 X 160 130 X 230 160 X 330 Servietten 250 310 435 825 625 Dtz. Reinleinen Jacquard- Hausmacher Special- Marke, schwere, gedieg. Qual, 130 X 130 130 X 160 160 X 160 160 X 225 160 X 340 Servietten 65X65 3.10 410 525 725 1090 Dtz. 925 Tischtücher u. Servietten ee Bedeutend unter Preis Damen- Wäsche Damenhemden mit Achselschluss, aus gutem Hemdentuch Damenhemden Achselschluss, mit Languette oder Stickerei Damenhemden mit à- jour- Arbeit und Stickerel- Motiven oder Passe mit Madeira- Handstickerei Eleg. Damenhemden Renforcé m. reicher DurchbruchDamen- Nachthemden Renforcé mit Stickerei- Jabot Arbeit und Stickerei- Motiven oder Handlanguette Damen- Nachthemden halsfrei mit Stickerei 140 Garnituren Hemd und Beinkleid Beinkleider mit garniertem Volant 190 Serie I mit breitem Stickerei Einsatz und-Ansatz jedes Stück 275 Beinkleider Dimiti mit Stickerei- Volant 25 75 Ein Posten Damenhemden Renforcé, Madeira Handstickerei und Languette 22342 210 Serie Il mit Stickerel- Volant u. Seidenband- Durchzug 225 Beinkleider Renforcé mit Stickerei- Volant, Knieform jedes Stück 290 Nachtjacken Coperbarchent mit Languette und Umlegekragen 150 225 375 Bettfedern 4.⁰⁰ Rupffedern sehr füllkräftig Graue Daunen Pfund 100 140 175 Pfund 250 325 275 350 Kurzer Rock Renforcé mit imit. Klöppelspitze 250 225 Reform- Beinkleider Piqué- Rock mit Languette, gute Qualität mit Stickerei- Volant, Knieform 250 275 Ein Stand Betten Deckbett, Unterbett, Kopfkissen 1950. Die Oster- Ausstellung ist eröffnet. BrunnenStr. 17-18 H. Greifenhagen Nachf Extra- Angebot VeteranenStrasse 1-2 Soweit Vorrat! für Strümpfe, Handschuhe, Trikotagen, Schirme. ca. 35000 Paar Verkauf zu beispiellos billigen Preisen! Damenstrümpfe, Herrensocken, Kinderstrümpfe und Söckchen, wert repräsentieren! welche fast den doppelten Handschuhe Serie I Paar II III. IV V VI 9 PL. 15 P. 25 PL. 35 PL. 48 PL. 65 PL Trikotagen Pf. ca. 4800 Stück Herrenhemden u. Hosen, Herren- u. Damenjacken Fabelhaft billig. Stück 95 Pf. 1.45 1.95 2.45 .. 58 Pf. 1,35, 95 Pf. 1 Posten Untertaillen weiß Damen- und Herren- Glacés mit kleinen Fehlern Damen- Glacés mit 2 Druckknöpfen, farbig und weiß Lange weiße Damen- Glacés à la Mousquetaire für halbe Aermel 8 Knopf 2.65 12 Knopf 3.65 Lange weiße Halbhandschuhe mit Spitze . 16 Knopf 4.65 Ein großer Posten Sommerhandschuhe, weiß und zur Hälfte des wirklichen Wertes: Paar 12 Pt. 23 Pf. 35 Pf. 48 Pf. 65 Pf. 23 Pt. farbig und normal, Trikot 48 Pf. 75 Pt. Korsettschoner weiß 12, 23, 33, 45 Pf. 1 Posten Normal- Kinder- Trikots gewebt Länge bis 70 cm 78 PL. 60 cm 90 cm 110 cm 31 95 Pf 1.10 70 cm Weiße Rauhstoff- Jäckchen 68 P. 85 PL. Weiße Rauhstoff- Capes mit Capuchon Mützchen... 35 Pf. dazu passendes Mützchen Vigogne- Damen- Röcke gestreift Jaquard gestrickt Schirme Damen- und Herren- Schirme..... Wert 1.75 95 PI. Damen Schirme mit Futteral auf Nickelgestell Wert 2.90 1.90 Wert 2.90 1.90 oder mit Naturgriffen. Herren- Schirme kräftige haltbare Qualität...... FehltIhnen 08 etwas? für die neue Wohnung so gehen Sie rechtzeitig in unser Spezial- Haus. Dort finden Sie eine überraschend grosse Auswahl Nenheiten: v. M. 4.50, 8, 18.50, Teppiche 24, 86, 45 us. Gardinen. 2.10, 8.50, 5, Portieren 5, 8.75, 9, 7.50, 9, 12 usw. T. M. 11.50 usw. Bowie Steppdecken, Tisch- a. Diwandecken, Läufer- und Möbelstoffe etc. Während der Umzugs- Saison März April zahlen wir jedem Käuier gegen Vorzeigung des Inserats 6% Rabatt. extra an der Kasse. Teppich. Adler Königstrasse 20-21, a. d. Jadenstr. Möbel ganze Wohnungs- Einrichtungen fowie einzelne Stücke äußerst billig. Eigene Tischlerei- Werkstatt. * Berlin O., Wiehr, petersburgerft.62 Sine Mark wöchentliche Teilzahlung liefere elegante fertige[ 4102L* Herren- Garderoben Ersatz für Maß. Anfertigung nach Maß. Tadellose Ausführung. Julius Fabian, Schneidermeister, Große Frankfurterstraße 37, II, Eingang Straußberger Platz. Eigene große Betriebswerkstätten. 80 cm lang 1.35 1.90 2.25 2.65 Reinwoll. Velour- Echarpes kariert.. 1.45 Damen- u. Herren- Schirme Gloria mit reinseidenem Futteral, großes Stocksortiment Wert 3.90 2.90 Farbige Damen- Schirme mit elegant. Bordüre 2.90 3.90 Reinseidene Damen- und Herren- Schirme mit Futteral Wert 6.50 4.90 → . . Eigene große Betriebswerkstätten. eles Jeder Herr 2 Jahre Garantie gegen regulären Verschleiß in den Lagen. welcher Wert darauf legt, zum Frühjahr einen eleganten Anzug oder Paletot fertig oder nach Maß zu tragen, versäume nicht, seinen Bedarf zu decken bei der Firma Leske& Lehrer 78 Kottbuser Damm 78 Wir bringen eine unerreichte Auswahl in Einsegnungs- Anzügen Frühjahrs- Anzügen und Frühjahrs- Paletots. Unerreicht groß ist unser Lager in Stoffen zur Anfertigung feiner Herren- Moden nach Maß. Sämtliche Sachen werden in eigenen der Neuzeit entsprechend eingerichteten Betriebswerkstätten unter Leitung erster Meister angefertigt. Unsere Abteilung„ Anfertigung nach Maß" ist einzig dastehend. Wir richten an unsere Kunden die ergebenste Bitte, die Bestellung rechtzeitig zu übergeben, damit wir in die Lage gesetzt werden, die bei uns bestellten Maßsachen auf das sorgfältigste verarbeiten zu können und in jeder Weise zufrieden zu stellen. Unsere Grundsätze: W ir verarbeiten nur gute, reelle, ausgeprobte Stoffe. ir haben in sämtlichen Abteilungen enorme Auswahl. ir achten auf tadellose Verarbeitung und guten Sitz. ir werden stets das Neueste zum Verkauf bringen. ir verkaufen zu billigen, aber streng festen Preisen. Originalentwurf! Nachdruck verboten. ir haben auf jedem Gegenstand den festen Verkaufspreis mit Zablen vermerkt. Spezial- Haus eleganter Herren- und Knaben- Bekleidung fertig und nach Maß Bekleidung für fämtliche Berufe. Leske& Lehrer, Kotthuser Damm 78. Bitte beachten Sie genau unsere Firma und Hausnummer. Eigene große Betriebswerkstätten. Ben Schira Cigaretten sind die besten. Marko A. 2 Pig., Ultra 3 Pfg. Käuflich in allen Cigarrengeschäften. Empfehle allen Freunden und Bekannten zum bevorstehenden Umzuge usw. mein Glas-, Porzellan-, Steingut-, Nippes-, Lampen- und Emaillewaren- Geschäft sowie sämtliche Küchen- Artikel zu den billigsten Preisen. Petersburgerstr. 41 bei der Landsberger Allee. August Mielert, ognac und selbst zu bereiten Reichel's Echter Cognac- Extrakt ( Methode der Charente Frankreich) Eine Originalfl. für 75 Pf.- fine Champ.*** Fl. 1,25 M. Weingeist gibt über 2/4 Ltr. Cognac vorreinem Geschmack und feinblumigem Bouquet besser wie manche französische Marke, wie von keiner Nachahmung zu erreichen und in Deutschland überhaupt unerreicht ist. Reichel's Jamaika- Rum- Extrakt Eine Originali. für 75 Pf.- Extra- Qualité*** 1,25 M. mit einem Liter 2 Ltr. Rum von edlem, natürWeingeist gibt über lichem Aroma und feinem kräftigen Geschmack, der selbst den Kenner in Erstaunen setzt und unvergleichlich zu Tee und Grog ist. Einzigartig und unnachahmbar! 99 ,, Die Destillierung im Haushalt". Wertvolles, illustriertes Rezeptbuch zur Selbstbereitung sämtlicher Liköre, Punschextrakte etc. gratis! Otto Reichel, Berlin SO., Eisenbahnstraße 4. Fernsprech- Anschlüsse IV. 4751, 4752, 4753. Niederlagen in durch Schilder kenntlichen Drogerien etc. Wo nicht erhältlich, Versand ab Fabrik. Laffe sich Niemand durch Nachahmungen täuschen. nur mit Lichtherz. Einzig echt und garantiert Marke Reichel- Spiritus ff.Weingeist 96 Vol.% Ltr.1.50 v. höchster Reinheit! nur in Originalfüllung mit unversehrtem Verschlußstreifen. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 65. 24. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Aus der Partei. Parteiliteratur. Die Sozialdemokratie und die Wahlen zum deutschen Reichstage bon Paul Hirsch und Bruno Borchardt. Sonntag, 17. März 1907. Warnung für Werkmeister. Gefeß und Recht, von der famosen Milchzentrale- Leitung auf Grund 2. bestreite. Das Oberverwaltungsgericht stehe auf dem Stan ungültiger Generalversammlungsbeschlüsse Bauern abgenommen und punkt, daß es nicht darauf ankomme, ob jemand berechtigt oder ni diefen zurückzuzahlen. Die Ritter der Milchzentrale machten dann berechtigt sei, einen zivilrechtlichen Vertrag abzuschließen. den Versuch, mit Hülfe von Umbuchungen oder„ Berichtigungen" in genüge, daß ein Beschäftigungsverhältnis im Sinne des§ 1 1 den alten Bilanzen, die ausgeschiedenen Genoffen zur Dedung der Gefebes objektiv vorliege. In diesem Falle bestehe die Versicherung zurückzuzahlenden 7 Millionen Mart zurückzuzahlenden 7 Millionen Mart- vom Reichsgericht für gefeg- pflicht auch ohne einen formellen, zivilrechtlich gültigen Vertro widrig erklärter Milchabgaben heranzuziehen. Der Fall liegt hier aber unbedingt vor. W. sei zirka 14 Tage D Unter dem obigen Titel erschien soeben im Verlage der BuchWir wiesen darauf hin, daß diese Manipulationen hart an das schäftigt gewesen und habe annähernd die Arbeit geleistet, w handlung Vorwärts, Berlin, eine vergleichende Statistit der Er- Strafgesetzbuch streifende Schiebungen seien, die jedenfalls der recht- andere Anfänger auch. W. fei fo Mitglied der Kasse geword gebnisse der Reichstagswahlen von 1903 und 1907. Die Broschüre lichen Gültigkeit entbehren. Jegt wird von dem Verband der und habe für die fragliche Beit Unterstübungsansprüche an die wird eingeleitet durch einen geschichtlichen Ueberblick über die Ent- Milchhändlergenossenschaften ein Urteil des Kammergerichts bekannt gehabt. Daraus ergebe sich die Verurteilung der Kasse zur Ersc wickelung der Sozialdemokratie bei den Reichstagswahlen seit 1871. gegeben, das unsere Ansicht als zutreffend bestätigt und damit alle leistung an den Armenverband. Sie enthält ferner ein Verzeichnis aller Wahlkreise, die zurzeit zur Vermeidung des Konkurses aufgestellten Berechnungen der fozialdemokratisch bertreten find oder schon einmal fozial Bundes der Landwirte" zunichte macht. Milchzentrale und und der„ Genossenschaftlichen Zentraltasse des Das Kammergericht Unter dem pompösen Titel: Gesellschaft für Batent- und Gebrauch demokratisch vertreten waren, die sozialdemokratischen Ab- führt in dieser für das Genossenschaftswesen be- muster- Verwertung, Inhaber Otto Hede, betreibt der Kaufman geordneten und ihre Wahlkreise; sodann biographische Notizen über beutungsvollen Entscheidung aus:„ Die Frage, ob Otto Hede in Leipzig ein Geschäft, das in der Hauptsache baraz die früheren und jetzigen sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten, die Zentrale zur Einforderung der Provifionen berechtigt gewesen angelegt ist, unerfahrene Stellesuchende um die Kaution Gine vielfarbige Uebersichtskarte endlich zeigt die Verteilung der oder nicht, ist immer eine zweifelhafte gewesen, bis sie schließlich prellen. Dies ist ihm in sehr vielen Fällen bereits gelungen. G Wahlkreise auf die einzelnen Parteien und zwei graphische Dar- durch Urteil des Reichsgerichts vom 20. Januar 1906 fucht durch Inferate in bürgerlichen Blättern Werkmeister un stellungen zeigen die Entwickelung der sozialdemokratischen Partei auungunsten der Bentrale entschieden ist. Aus der sonstige Fabritbeamte gegen ausgezeichnete Bezahlung und mal und die Zahl der Abgeordneten bei dem jezigen Wahlrecht und bei Tatsache, daß diefe Provisionen in sämtlichen Bilanzen vor dem den Himmel voller Geigen. Er erzählt über seine ausgezeichnet einem Proportionalwahlrecht. Jahre 1906 als Attiva ber, Zentrale erscheinen, folgt nichts weiter, prosperierende Fabrit einen ganzen Roman, schließt das Engageals daß zweifelhafte Forderungen mit dem vollen Nennwerte ein- ment aber in Kneipen ab. Jn hellen Scharen strömen ihm die Leute Der Preis der guten Ausgabe beträgt 2 M., eine Agitations. gestellt sind. Durch eine solche Einstellung ergibt sich aber keine au und bringen Kautionen in Höhe bis zu 1000 M. Bei der Staats. ausgabe ist zum Preise von 1 M. zur Ausgabe gelangt. Bezogen falsche Bilanz, sondern nur eine unvorsichtig hergestellte. Die bei anwaltschaft gehen unzählige Anzeigen von Betrogenen ein. Hede kann die Broschüre werden durch alle Buchhandlungen und Kol- der Aufstellung der früheren Vilanzen der Zentrale beteiligten hat längst den Offenbarungseid geleistet und ist oft und lange mit Faktoren sind von der vom Reichsgericht nicht gebilligten Gefängnis und Zuchthaus.bestraft. Der Polizeiarzt erklärt ihn für zurüdgefordert und die ausstehenden eingeflagt werden könnten. Meinung ausgegangen, daß die bereits gezahlten Provisionen nicht unzurechnungsfähig. Stellte fich nun im Januar 1906 heraus, daß die Meinung eine unzutreffende getvefen, so ergibt sich nur die Folge, daß nur in den Bilanzen, welche seitdem für das Jahr 1906 bie folgenden aufzustellen, die noch porteure. Sozialdemokratische Wahlerfolge in der Schweiz. Die in der Stadt Freiburg nach dem Proportionalsystem borgenommenen Wahlen ergaben die Wahl von 2 Sozialdemokraten, 2 Radikalen und 5 Ultramontanen. Die Aus Industrie und Handel. Neunhundertzweiundvierzig Mark Gewinn pro Vollarbeiter. Der Betriebsgewinn der Bergwerksgesellschaft Hibernia" bes Schweizerischer sozialdemokratischer Parteitag. Die Parteileitung beröffentlicht die zum Parteitag von den Genossen verschiedener Drte ausstehenden Provisionsforderungen auf der gestellten Anträge, von denen folgende erwähnt seien: Die Genossen Kreditseite der Bentrale au verschwinden haben, läuft sich einschließlich des Vortrags bon 68 969 Mart( 175 787 Mark) im Stanton Glarus berlangen, die sozialdemokratische Partei möge und daß diejenigen Beträge, die sie etwa auf Grund von und der Ausbeute auf 1 Mont Cenis- Rug für 1906 bon 1060 Mart die Initiative ergreifen betreffend die Einführung der obli Konditionen, Vergleichen usw. an empfangenen( 720 Mart) auf 14 218 879 Mart( 10 510 765 Mart). Nach Abzug der gatorischen Mobiliarbersicherung. Die Genfer Provisionen zurüdgezahlt, als Ausgabeposten Anleihezinsen für 1906 mit 830 120 Mart( 861 690 Mart) und der Genossen wünschen, die Partei möge einen neuen Versuch machen des Jahres erscheinen müssen, in dem eine Abschreibungen von 4501 625 Mart( 8 101 210 Mark) werden zur Einführung der Proportionalwahl des folche Rückzahlung erfolgt ist. Wollte man dagegen als Rationalrates, ferner folle fie auf eine Revision Recht einer Genossenschaft annehmen, jederzeit Bilanzen verflossener 200 000 Mark( als Ehrengabe für die Familie des verstorbenen der Bundesverfassung hinwirken, um den Schweizer- Jahre zu berichtigen, wenn Forderungen, die man dort im bollen Generaldirektors Bergrat Behrens) zur Verfügung der Hauptbürgern die Niederlassungsfreiheit völlig zu sichern. Betrage eingefeßt, sich nachträglich infolge ungünstiger Juditate versammlung gestellt, 14 Proz.( 11 Proz.) Dividende auf 56 750 000 Berner Genossen streben die streben die Ersezung der oder sonst als minderwertig oder wertlos erweisen, so würde Mart( 53 500 000 Mark) Grundfapital für ein volles Jahr und 14 Proz. Striegsgerichte durch Disziplinargerichte in Friedas ganze Genossenschaftswesen, das doch der Dividende auf 1 625 000 Mart Grundfapital für ein halbes Jahr, sowie denszeiten an, ferner die Beurteilung außerdienstlicher wirtschaftlichen Förderung der Genossen dienen 505 253 M.( 330 770 M.) Gewinnanteile verteilt und 118 130 m2. Bergehen durch Zivilgerichte. Die Außersihler Ge- foll, die nachteiligsten Folgen für die Genoffen( 63 969 M.) vorgetragen. Nach dem Rechenschaftsbericht für 1906 benossen beantragen die Totalrevision der Parteistatuten, haben. Alsdann wäre niemals eine genehmigte Bilanz maß- trug der Kohlenabsatz der Gesellschaft 5 022 325. Tonnen( i. V. zu welchem Zivede ein außerordentlicher Parteitag ein- gebend, da sie ja bis zum Ablauf der längsten Verjährungsfristen 4 342 624 Tonnen) oder 679 701 Tonnen gleich 15,65 Proz. mehr als berufen werden soll. Die Parteileitung beantragt beim wieder und immer wieder berichtigt werden tönnte. Da nach der Parteitag, er folle dem Bundesrat gegenüber den Wunsch aus- Entscheidung des Reichsgerichts vom 24. Mai 1905 solche Genossen, mit im Vorjahr. Nach dem Geschäftsbericht stellt sich die Leistung pro Mann und fprechen, feinen Bericht in Sachen der eidgenössischen denen eine Auseinandersetzung stattgefunden hat, nicht mehr zu Gesetzgebungsinitiative bald zu erstatten eventuell foll Rückzahlungen und Nachschüssen herangezogen werden fönnen, fo Schicht für das letzte Jahr auf 1,11 Tonnen gegen 1,05 Tonnen im die Partei mit 50 000 Unterschriften die Initiative ergreifen. würde jeder ausgetretene Genosse schließlich anders als ein gleich- Vorjahre. Nimmt man Absatz und Förderung als tonform ant, Regierungsrat Scherrer- St. Gallen als Referent über Schieds- zeitig mit ihm austretender zu behandeln sein, da die Auseinander- dann sind im Jahre 1905 rund 4 135 882 Arbeitsschichten geleistet gerichte und Einigungsämter beantragt folgende Reso- fegung mit dem einen früher als mit dem anderen beendet sein worden, im Jahre 1906 rund 4 524 622 Schichten. Rechnet man lution: Der Parteitag betrachtet als die wirksamsten Mittel zur wird. Damit wäre aber jeder Willtür Tür und Tor geöffnet." Bom Stahlverband. befferen Ordnung und teilweisen Einschränkung der Arbeitseinstellungen Die Versuche der Milchzentrale, durch Berichtigungen" rechts weiter für je 300 Schichten einen Vollarbeiter, dann hat die Geselldie Ausdehnung des Arbeiterschutzes, die Entwickelung des Gemert- widrige Vermögensvorteile von früheren Genossenschaftsmitgliedern schaft im Jahre 1905 pro Arbeiter 762 M. und im Jahre 1906: schaftswesens, die Schaffung eines guten Dienst- und Tarifvertrags- zu erhalten, wie die gesamten Sanierungstendenzen dieser in Grund 942 M. Ueberschuß herausgeschlagen. Das ist der Segen des Bergrechtes und die Förderung des Abschlusses von Tarifverträgen. und Boden mißwirtschafteten Genossenschaft müssen im Intereffe des baues. Er stimmt auch der Bildung von paritätischen Einigungsämtern Genossenschaftswesens und einer reinlichen Geschäftsgebarung niedriger in Bund und Kantonen auf Grund der rechtlich anerkannten gehängt werden. Würde in ähnlich, fagen wir milde Die Verhandlungen im Stahlverband beruflichen Organisation zu. Diese Einigungsämter sollen unsoliberweise wie feitens der Milchzentrale drehen sich nach der Rh. Westf. 8tg." weniger um die Frage der von den gewerblichen Schiedsgerichten getrennt sein und von irgend einem von Arbeitern geleiteten Beteiligung. Ueber diesen Punkt werde Berständigung leicht erzielt fowohl Kollettivflagen entgegennehmen, als selbständig fich Konsumberein vorgegangen sein, würden wohl werden. Schwierigkeiten bestehen bezüglich der Ständerfrage. Das in Kollektivanstände zwischen Arbeitern und Unternehmern einmischen längst die Leiter hinter Schloß und Niegel fizen. Gegen- Blatt schreibt dazu: dürfen. Sie sind mit dem Rechte der Zwangsvorladung der Parteien über der Leitung der Milchzentrale hat bekanntlich die Staats- Es kommen hier die Firmen Klöckner u. Co., Thyssensche und der Erhebung von Beweismitteln auszustatten. Den Parteien anwaltschaft ein strafrechtliches Einschreiten abgelehnt, weil Eisenhandelsgesellschaft und Hirsch u. Co. in Frage, die den ist die Einlassungspflicht aufzuerlegen. In öffentlichem, unentgelt- den verantwortlichen Leitern verantwortlichen Leitern ihre Gefegesunkenntnis zugute Trägerhändler- Vereinigungen bisher nicht angehörten und da Dadurch ist aber der Zentrale feines her am Trägerabsatz noch nicht beteiligt find. In Ueberlichem Berfahren sind Begehren und Einreden festzustellen, ist der gehalten werden müsse. Tatbestand zu untersuchen und das Ergebnis zu Protokoll zu nehmen. wegs ein Freibrief ausgestellt, fortgesetzt durch Anreizung zu einstimmung mit den ihnen liierten Werken( Haspe und Knenttingen Ein bindender Entscheid ist zulässig, wenn die Parteien ihre gu- gesetzwidrigen Handlungen den bei den Agrariern vorhandenen Rest für Klöckner u. Co., Deutscher Kaiser für die Thyssensche ftimmung geben; in jedem Falle ist ein solcher auszuarbeiten und von Neigung zu reeller Geschäftsgebarung zu beseitigen. Das Eisenhandelsgesellschaft und Eisenhüttenverein Düdelingen für zu beröffentlichen. Die Einigungsämter funktionieren als ent- einzig Gescheite, was die Generalversammlung beschließen fönnte, Hirsch u. Co.) beanspruchen diese Händlerfirmen nun den Verkauf fcheidende Instanz bei allen Differenzen aus Tarifverträgen. wäre vielleicht, die Erkenntnisse des Reichsgerichts, die die der Trägerproduktion dieser Werke und dementsprechende Beteiligung Schädigung arbeitender Landwirte um fieben bei den Trägerhändler- Vereinigungen. Um ihnen entsprechende Die Geschäftsleitung der schweizerischen sozialdemokratischen Millionen durch die Milchzentrale feststellen, dem Anteilziffern zuweifen zu können, dürfte teine andere Möglichkeit Bartei veröffentlicht soeben den Thätigkeitsbericht für Reichstanzler mit der Bitte zu überweisen, ihnen als einem der gegeben sein, als die Quoten der übrigen am Trägerabsatz 1905/06, der jedoch nichts Neues enthält. Es sei ihm nur bezüglich vielen Dokumente für die Schädigung der arbeitenden Land- beteiligten Händlerfirmen entsprechend zu reduzieren. Man der Maifeier entnommen, daß sie im Jahre 1905 an 77, 1906 an wirte unter dem agrarischen Reichskanzler" in seinem Sarge ein erhofft eine Regelung der Angelegenheit in dieser Richtung. 85 Drten begangen und wobei bon 80 Genossen Festreden gehalten Ehrenpläßchen zu gönnen. Auch bezüglich der Hauptbeteiligungsziffern und der Sonderwurden. Der Barteisekretär Genosse Fähndrich referierte in 188 Verabkommen einzelner Werte scheint man in der legten Zeit sammlungen. Schließlich wird in Würdigung der Organisation einige Fortschritte gemacht zu haben. So ist mit der Georgstonstatiert, daß unsere Armee trotz aller Hindernisse von Tag zu Tag Marienhütte ein Einvernehmen dahin erzielt worden, daß sie auf ihr bisheriges Sonderabkommen in der Hauptsache verzichtet. Mit den wächst. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Westfälischen Stahlwerken ist bis jetzt eine Einigung nicht erzielt, auch mit dem Hasper Werk bestehen noch geringe Differenzen, beren Erledigung aber nur eine Frage der Zeit sein dürfte. Die Oberfchlester werden jetzt an den Verhandlungen direkten Anteil nehmen, obwohl sie unter sich noch nicht einig sind. Die Differenz mit den Rheinischen Stahliverken wegen ihrer Beteiligung dürfte auch nur sekundäre Bedeutung befizen. Krankenversicherungspflicht eines Geisteskranken. Die Frage, ob ein nicht völlig erwerbsunfähiger Geistesschwacher unter Umständen der Krankenversicherungspflicht gemäß§ 1 bes Krankenversicherungsgesetzes unterfallen fann, spielte in einem Der ungeeignete" Sozialdemokrat. Aus Mügeln( Sachsen) Rechtsstreit zwischen dem Ortsarmenverband Berlin und der OrteSerichtete der bortige Anzeiger: frankenkasse der Kaufleute zu Berlin eine Rolle. Seit vielen Wie wir vernehmen, hat die königliche Amtshauptmannschaft Jahren bringt Herr W. sein Leben teils in einer Jrrenanstalt, teils ( Dichatz) den Gemeinde ältesten von Degich wegen in der Freiheit zu, in den letteren Fällen aber immer unter der feiner 8ugehörigkeit zum fozialdemokratischen Aufsicht der Anstalt. Als er wieder einmal draußen und von der Boltsberein für den zweiten Reichstagsipahlkreis von seinem Anstalt zu einer Frau in Pflege gegeben war( die Stadt zahlte), Amte enthoben. nahm W. im Adressenbureau Schustermann Arbeit an. Und zwar Trotzdem nemnt fich Sachsen einen Rechtsstaat, in dem alle wurde er mit dem Schreiben von breffen vom 22. April bis zum Bürger verfassungsmäßig gleiche Rechte haben. Diese Gleichheit 7. Mai beschäftigt. In dieser Zeit verdiente er in Studlohn im bezieht sich indessen nur auf die Lasten, wovon man den Arbeitern ganzen etwa 22 W., was in Anbetracht der Anfängerschaft" später fogar das mehr gibt, was man ihnen an positiven Rechten vor- von einem Sachverständigen als annähernd normal bezeichnet wurde. enthält. 23. kam dann wieder in die Anstalt. Der Ortsarmenverband Berlin verlangte von der erwähnten Krankenkasse auf Grund des Straftonto der Presse. Salle a. S., 16. März.( Privat§ 57 des Krankenversicherungsgesetzes Rückerstattung von 273 M., telegramm.) Genosse Redakteur Fröhlich vom Bolts- weil W. durch sein Arbeitsverhältnis zur Firma Schustermann blatt" wurde von der hiesigen Straftammer wegen Be- Mitglied der Staufmannskaffe geworden sei und für die fragliche leidigung des Unteroffizierstandes zu drei Monaten Ge- Beit ein Anrecht auf Krantenunterstübung bei der beklagten Staffe fängnis berurteilt. Beantragt waren fünf Monate Gefängnis. Der Masseuftreifprozeß der Genoffin Rosa Luxemburg( das Landgericht Weimar verurteilte sie am 12. Dezember wegen Aufreizung zu Gewalttätigteiten zu zwei Monaten Gefängnis) tommt am 12. April vor dem 4. Straffenat des Reichsgerichts zur Verhandlung. Soziales. Bankrott der Milchzentrale, gewonnen habe. " Kartellterrorismus. Der Verband der Seidenstofffabrikanten in Krefeld hat, wie das B. T. B." mitteilt, eine Zusazbestimmung zu einen Satzungen erlassen. Nach dieser sollen Firmen, die einen Teil ihres Bedarfs bei Nichtverbändlern decken, wenn sie bei Verbandsmitgliedern kaufen, 10 Broz. Zuschlag bezahlen. Aktiengesellschaft für rheinisch- westfälische Industrie in Köln. Der Geschäftsbericht von 1906 weist einen Steingewinn von 722 864 2. aus gegen 311 876 M. im Vorjahre. Der auf den 27. April einberufenden Generalversammlung soll die Verteilung einer Divibende von 40 Broz. gegen 19 Proz. im Vorjahre borgeschlagen werden. Der Bezirksausschuß wies jedoch den Ersatzanspruch des Ortsarmenverbandes mit der Begründung ab, daß nicht anerkannt Attiengesellschaft für rheinisch- westfälische Bementindustrie. Nach werden könne, daß der seit 1888 zeitweise in Irrenanstalten Unter- dem Jahresabschluß pro 1806 beträgt der Bruttogewinn 809 273. gebrachte durch die Beschäftigung bei Sch. Mitglied der Ortskranken- gegen 272 626 M. im Vorjahre. Der auf den 27. April eintaffe geworden sei. Bloße Versuche einer Erwerbsbeschäftigung ber- zuberufenden Generalversammlung soll die Berteilung einer Divi mögen nicht, eine Versicherungspflicht zu begründen, und nur um dende von 18 Proz. gegen 14 Broz. im Vorjahre vorgeschlagen einen solchen Versuch fönne es sich hier handeln. Damit falle der werden. Ersabanspruch des Armenberbandes. Der Ortsarmenverband legte Revision ein. Der dritte Senat des Oberverwaltungsgerichts hob die Vorentscheidung am 4. Märs auf und erkannte bei der ihm nunmehr zustehenden freien Beurtei lung gleich auf Berurteilung der Kaffe zur Zahlung von 273 M. an den Armenverband. Zur Begründung wurde ausgeführt: Der Die infolge schlechter Geschäftsleitung, grober Gesegwibrigkeiten Bezirksausschuß irre, wenn er meine, es fönne nach Lage der Berund eminenter Unfähigkeit ihrer konservativen Leiter zum Bankrott hältnisse bei dem seit 1888 geistestranten W. nicht die Rede sein gebrachte Milchzentrale hofft bekanntlich im Verein mit dem Bunde von einer normalen Arbeits- und Erwerbsmöglichkeit, die ein Verder Landwirte noch auf Sanierung und Abwendung des Konturfes. ficherungsverhältnis begründen tönnte. Das Oberverwaltungsgericht Eine auf Montag einberufene Generalversammlung soll die Bilanzen gehe im Gegensatz zum Bezirksausschuß davon aus, daß es für die der früheren Geschäftsjahre zum dritten und teilweise zum vierten Frage, ob ein Beschäftigungsverhältnis im Sinne des§ 1 des Male abändern. Eine solche Abänderung der Bilanzen ist ein gesetz- Strantenversicherungsgesetzes vorliege, nicht darauf ankomme, ob widriger, ungültiger Versuch, diejenigen Genossenschaftler, welche einer normale Arbeit liefere. Ga tönne ein nur teilweis erwerbswirkliche, arbeitende Bauern find, über den Löffel zu barbieren, statt unfähiger Kranter, z. B. ein Schwindsüchtiger, wenn ein wirkliches ihnen die gefezwidrig von ihnen entnommenen, also erpreßten Beschäftigungsverhältnis vorliege, berficherungspflichtig sein. Milchabgaben zurückzuerstatten. Wegen dieser Ansicht fielen seiner- Nun sei der Vertreter der Kasse der Frage nähergetreten, ob die zeit die der Milchzentrale nahe stehenden Berfonen fiber uns her. Die Wut zivilrechtliche Vertragsfähigkeit die unbedingte Boraussetzung für der Agrarier war begreiflich, ba das Reid gericht erklärt hatte, ein, die Versicherungspflicht begründendes Beschäftigungsverhältnis rund 7 Millionen Mart feien au Unrecht, entgegen dem fei, indem er eine solche Vertragsfähigkeit bei dem geistest ranken Aus der Frauenbewegung. Bersammlungen- Veranstaltungen. Berlin. Montag, den 18. März, 8½ Uhr im Neuen Klubhaus, Kommandantenstraße 72 Generalversammlung. Bericht des Vorstandes, Diskussion, Neuwahl des Vorstandes. Mitglieds. buch legitimiert. Verein für bie Intereffen der Hausangestellten. Deffentliche Ver fammlung Mittwoch, den 20. März, 8½ Uhr bei Bühlke, Dennewißstraße 13. Vortrag Frau ziek- Hamburg: Rechte und Pflichten der aus angestellten." Lichtenberg. Montag, den 18. März, 8% Uhr im Schwarzen Adler( Geb. Arnhold). Vortrag Herr Herr Albert Cohn Wohnungsfrage". Friedrichshagen. Montag, den 18. März, 8½ Uhr im Wilhelms. bab öffentliche Versammlung. Vortrag Genoffe Rühl:„ Die Entstehung der Frauenbewegung und ihre Erfolge." Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 17. März. Freie Volksbühne. Nachmittags 3 Uhr, 7. und 8. Abteilung. Berliner Theater: Baumeister Solnej. 14./15. Abteilung im Neuen Schauspielhaus: Weh dem, der lügt! Neue freie Volksbühne. Nachmittags 2 Uhr: 1. Abteilung im Deutschen Theater: spenster. Ge Nachmi. 3 Uh 10. Abteilung i Neuen Theater: Dämonen. Nachm. 3 Uhr: 15. Abteilung im Schiller Theater O.: Maria Stuart. D Nachm. 3 Uhr: 6. Abteilung im Schiller- Theater N.: Die Teufelstirche. Anfang 7 Uhr. Rgl. Opernhaus. Der Freischütz. Montag: Figaros Hochzeit. Kgl. Schauspielhaus. Hamlet. Montag: Die Welt, in der man fich langweilt. Deutsches. Der Revisor. Montag: Ein Sommernachtstraum. Neues Schauspielhaus. Torquato Taffo. Montag: Das Fest des Santt Materit. Der arme Narr. Der goldene Schlüssel. SpePalaft. Bom Witwenball. zialitäten. Figaro. Seelenretter. Geisterauto. Paris. Montag: Dieselbe Borstellung. Pajjage. Mal was Anderes. Spezialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Karl Haverland. Spezialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Intimes. Eine bom Ballett. Zapfenstreich. Bunter Teil. Nachmittags 4 Uhr: Dieselbe Vorftellung. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Montag: Dieselbe Vorstellung. Urania. Taubenstraße 48/49. Die Feuergewalten der Erde. Sternwarte, Invalidenstr. 57/62. Ferdinand Bonns Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater). Sonntag, nach m. 3 Uhr: Maria Stuart. Trauerspiel in 5 Akten von Friedrich Schiller. Sonntag, abends 8 Uhr: Narrenglanz. Ein Spielmannsdrama in 4 Aften von Rudolf Rittner. Montag, abends 8 Uhr: Jugend. Dienstag, abends 8 Uhr: Minna von Barnhelm. Schiller- Theater N. Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Nachm. 3 Uhr: Die Tenfelskirche. Abends 8 Uhr: Die Erziehung zum Don Juan. Berliner Theater. Neues Schauspielhaus Anfang 8 Uhr. Der Hund Sonntag, den 17. März: Gastspiel Josef Kainz: von Baskerville. Torquato Tasso Montag: Der Hund von Baskerville. Neues Theater. Anfang 8 Uhr. Meißner Porzellan. Montag: Meißner Vorzellan. Dienstag: Meisner Vorzellan. Mittwoch: Meißner Porzellan. Leffing. Stüzen Die Eigen der Gesell Kleines Theater. schaft. Nachm. 3 Uhr: Elga. Montag: Mieze und Maria.( Anfang 8 Uhr.) Lorning. Die lustigen Weiber von Windsor. Nachmittags 3 Uhr: Martha. Montag: Der Troubadour. Anjang 8 Uhr. Schiller 0.( Wallner Theater.) Narrenglanz Nachmittags 3 Uhr: Maria Stuart. Montag: Jugend. Schiller Theater Charlottenburg. Die Braut von Messina. Nachmittags 3 Uhr: Maria Stuart. Montag: Narrenglanz. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Th.) Unsere Stäte. Nachmittags 3 Uhr: Die Teufelsfirche. Montag: Die Erziehung zum Don Juan. Zentral. Der blaue Klub.( Anfang 71, 11hr.) Nachmittags 3 Uhr: Die Fledermaus. Montag: Der Raftelbinder. Westen. Die lustige Witwe. Nachmittags 3 Uhr: Die Zauberflöte. Montag: Die lustige Witwe. Berliner. Der Hund von Basterville. Montag: Dieselbe Vorstellung. Romische Oper. Tosca. Rachmittags 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Montag: Hoffmanns Erzählungen. Kleines. Allerseelen. Nachm. 3 Uhr: Nachtasyl. Montag: Ein idealer Gatte. Neues. Meißner Porzellan. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz. Haben Sie nichts zu berzollen? Nachmittags Uhr: Der Pr... Gemahl. Montag: Haben Sie nichts zu verzollen? Luftspielhaus. Husarenfieber. Nachmittags 3 Uhr: Der Weg zur Hölle. Montag: Husarenfieber. Deutsch Amerikanisches. Trompeter von Säffingen. Der Nachmittags 3 Uhr: Die Fledermaus. Montag: Der Bettelstudent. Thalia. Olympische Spiele. Nachmittags 3, Uhr: Charleys Tante. Montag: Dlympische Spiele.. Luisen. Der Trompeter von Sätfingen. Nachmittags 3 Uhr: Holmes. Montag: Der lauge Sterl. Trianon. Frau. Frl. Josette Cherlod meine Nachmittags 8 Uhr: Nachtasyl. Abends 8 Uhr: Allerseelen. Montag: Ein idealer Gatte. Dienstag: Allerseelen. Metropol- Theater Rachmittags 3 Uhr: Die Liebes Nachmittags 3 Uhr: Schaufel. y Montag: Frl. Josette meine Frau. Bernhard Rose. Sherlock Holmes. Nachmittags 3 Uhr: Die Jüdin von Toledo. Montag: Die Jüdin von Toledo. Metropol. Der Teufel lacht dazu. Nachmittags 3 Uhr: Auf ins Metropol! Montag: Der Teufel lacht dazu. Gebr. Herrnfeld. Ein verrücktes Hotel. Nachm. 3, Uhr: Hausierer Zodele. Die legte Ehre. Montag: Ein verrüdtes Hotel. Charlotte Wiché. Wintergarten. Spezialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Anfang 7, Uhr. Montag zum legtenmal: Das Fest des Sankt Matern. Der arme Narr. Der goldene Schlüssel. Anf. 7, 116. Lortzing- Theater Bellealliancestr. 7/8. Radmittags Martha. Abends 7, Uhr: Die 3 Uhr: Abonnements lustigen Weiber v. Windsor. Montag: Der Troubadour. Zentral- Theater. Operette). Nachmittags 3 Uhr: Die Fledermaus. Abends 8 11hr: Der blaue Klub. Montag: Der Rastelbinder. Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Maria Stuart. Ein Trauerspiel in 5 Atten von Friedrich Schiller. Sonntag, abends 8 Ubr: Die Braut von Messina. Ein Trauerspiel mit Chören von Friedrich Schiller. Montag, abends 8 Uhr: Narrenglanz. Dienstag, abends 8 Uhr: Die Verschwörung des Fiesko zu Genua. Lustspielhaus. Nachm. 3 Uhr: Der Weg zur Hölle. Täglich abends 8 Uhr: Husarenfieber. Luisen- Theater Reichenbergerstr. 34. Nachmittags 3 Uhr: Sherlock Holmes Abends 8 Uhr: Der Trompeter von Säkkingen. Romantisches Schauspiel in 3 Aften ( 7 Bildern) von Hildebrandt u. Keller Montag: Der lange Kerl. Dienstag Gastspiel May Grube: Der Biberpelz. Refidenz- Theater. Direktion Richard Merander. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Haben Sie nichts zu verzollen? Schwant in 3 Aften v. M. Hennequin und Pierre Beber. Robert de Trivelin: Rich. Allerander: Sonntag nachmittag 3 Uhr: Prinzgemahl. Zu Gunsten der öffentlichen Krankenpflege Grofs Berlins ALLGEMEINE GARTENBAU AUSSTELLUNG Ausstellungshalle Zoologischer Garten 14.- 20.März 1907. MILITÄR- KONZERT 12 bis 2 Uhr- 4 bis 8 Uhr Auf in's Metropol! WINTER CARTEN Abends 8 Uhr: Der Teufel lacht dazu. Große Jahresrevue in 7 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Dirigent Max Roth. In Szene gesetzt von Direktor Richard Schultz. Massary. Wolff. Bender. Giampietro. Josephi. Rauchen überall gestattet.. Alvollo. Die 3 goldenen Sungfrauen. Kasino- Theater Bernhard Mörbig. Spezialitäten. Nachmittags 32 Uhr: Ali ben Mocca. Die 3 goldenen Jungfrauen. Im 300. Montag: Die 3 goldenen Jungfranen. Bernhard Mörbig. Spezialitäten. Rajino. Nick Carter. Spezialitäten. Nachmittags 4 Uhr: Ledige Leute. Montag: Nid Carter. Walhalla. Die goldene Eva. Spe zialitäten. Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr. Charlotte Wiehe und das neue Programm. Großer Erfolg! Nick Carter. Brunnen- Theater Kriminalroman in 3 Alten v. Dswald. Nid Carter, Detektiv: Hans Berg. Gesundbrunnen. Badstraße 58. Borher Das neue März- Programm. Sonntag 4 Uhr: Ledige Leute. Direktion: Bernhard Rose. Sonntag, den 17. März 1907, nachmittags 3 Uhr( vollstüml. Preiſe): Fröbels Allerlei- Theater Der Herr Stadtmusikus Nachmittags 3%, Uhr: Spezialitäten. fr. Puhlmann, Schönhauser Allee 148. Montag: Die coldene Eva. Spe- roße Spezialitäten- Vorstellung. zialitäten. Jänzlich neuer Spielplan. und feine Kapelle. Boltsstüd in 5 Aufzügen. Albends 7 Uhr: Folies Caprice. 100 000 Gulden anz Berlin staunt über Pechschulze. Mitgift. Im Inspektionszimmer. Montag: Dieselbe Borstellung. die stets wechselnden Künstler!!! Prater Theater. Die sechste Bitte. Neu! ,, Die wilde Toni". Neu! Sens. Boffe mit Gesang in 7 Bildern. Nachmittags 3 Uhr: Wilhelm Tell. Anjang 6 Uhr. Eintritt 50 Pf. Billettvorverkauf von 10-1 Uhr Montag: Jägerliebchen. Nach d. Vorst., um 10 Uhr: Gr. Tanz. I an der Theaterkaffe. Intimes Theater Dresdenerstraße 97. Gastspiel des Budapester Burlesken- Ensembles Linèe Wolf. " Eine vom Ballett." " Zapfenstreich". Bunter Teil.. Heute Sonntag: 3wei große Vorftellungen: Nachmittags 4 und abends 8 Uhr. Kottbuser Sanssouci, Straße 4a. Direttion Wilhelm Reimer. Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Neu! Aurora, Neu! Posse in 1 Aft. Sonnt. Bg. 5, Wochent. 8 U. N. Dienst.: Theater- Abd.: Ein fideles Gefängnis. Urania. Berliner Aquarium Unter den Linden 68a Wissenschaftliches Theater. Eingang Schadow- Straße No. 14. Heute Sonntag: Eintrittspreis 8 Uhr: Die Feuergewalten der Erde. T Zirkus Schumann nachm. 3 Uhr u. abends 72 Uhr: Große brillante 2 50 Pf. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc. 11/18 Neu: 1 Gorilla. Gala- Vorstellungen. 2 Zirkus Busch. Rachmittags auf allen ein Kind frei. 2 Pläßen ohne Ausnahme Jedes weitere Kind unter 10 Jahren halbe Preise( außer Galerie). In beiden Vorstellungen, nachmittags und abends: Ausnahmsweise: St. Hubertus. Abends: Fortsetzung der großen internationalen Ringkampf- Konkurrenz um den Goldenen Kranz von Berlin. 10 000 Mark in 11. bar. Es ringen heute: Staraman( Türkei) gegen Charles Chlis( Frankreich), Paul Bahn( Bre= men) gegen Jankowsky( Polen), Romanoff( Rußland) gegen Limousin ( Frankreich), Sakob Koch( Deutschland) gegen Clement le Boucher ( Frankreich). Deutsch- Amerikanisches Theater. Gesamtgastspiel Theater des Westens. eute nachmittag 3 Uhr halbe Preise: Die Fledermaus. Sonntag abend 8 Uhr: Der Trompeter von Säkkingen. Montag abend: Der Bettelstudent. pollo a Theater Nachm. 3½ Uhr! Kleine Preise! Große Doppelvorstellung. 1. Abt.: Das Variété- Programm. 2. Abt.: Ali ben Mocca. Burleste. Abends 8 Uhr: Elite- Vorstellung mit Bernhard Mörbitz. DERNHARD ROSE THEATED Gr. Frankfurterstr. 132. Nachmittags 3 Uhr bei ermäßigten Preisen: Die Jüdin von Toledo. Abends 8 Uhr: Sherlock Holmes Morgen: Die Jüdin von Toledo. Billettvorverkauf von 10-1 Uhr an Reichshallen- Theater. ber Theaterkaffe. Stettiner Sänger. Neu!„ Ballettschule Klappermat". Anfang Bochentags 8, Sonntags 7 Uhr. Prater- Theater Kastanien Allee 7-9. Nachmittags 3 Uhr: Wilhelm Tell. Bürgerliches Trauerspiel in 5 etten von Friedrich v. Schiller. Abends 7%, Uhr: Die fechfte Bitte. Modernes Drama von P. Hankel. Sonntag, den 17. März 1907: :::: Große:::: Gala- Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr. Abends 74, Uhr. Jedes Kind in er 10 Jahren ( außer Galerie) halbe Preise. In beiden ROM. Borstellungen: 3 V Gr. Drig. Ausstatt. Bantom. des Zirkus Buſch. In beiden Vorstellungen. Die berühmte Reiterfamilie Lécusson. In beiden Vorstellungen: Die Original- Pereztruppe. New! In beiden Vorstellungen: Vorführen u. Vorreiten der besten Schul, Freiheits- u. Springpferde. In beiden Vorstellungen: Auftreten sämtl. Clowns mit ihren neuesten Wigen und Späßen. Abends 8, Uhr: Fortegung der großen internation. RingkampfSonder- Konkurrenz. Ehrenprotektorat: Prof. Neinhold Begas. Um die Trostpreise ringen: Nollot de Collincur( Gascogne) gegen Kara Safi( Adrianopel), Enoco ( Schottland) gegen Jaroslaw ( Polen), Aimable jeuné( Frankr.) gegen Zipps( Nordamerika). Um die Hauptpreise ringen: Bengal ( Türkei) gegen Anglio( Martinique), Smejkal( Böhmen) gegen Siegfried( Deutschland). Trianon- Theater. Anfang 8 Uhr. Fräulein Josette- meine Frau. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Liebesschaukel. Passage- Theater. Heute 2 Vorstellungen Nachm. 3-7 ermäßigte Preise. Abends 8-11 Uhr. 2. Monat. Täglich ausverkauft! Der größte Lacherfolg der Saison: Mal was Anderes" Die Theims- Troupe und die 10 glänzenden März- Spezialitäten. Palast- Theater. Burgstr. 24, 2 Min. v. Bahnhof Börse. Heute 18 Uhr: Entree 50 Pf. Der sensationelle März- Spielplan. Baronesse Vallénoires Sonnenspiele. Kioday Godayow, Equilibristischer Akteur. Zirkus Dolly. Vom Witwen- Ball. Schwank. Gebr. HerrnfeldBorverk. Vorbert. Theater 11h 57 Kommandantenstr. 57. Nachmittags 32 Uhr: bei halben Kassenpreisen: Hausierer Jockele und Die letzte Ehre mit Anton u. Donat Herrnfeld. 8 1hr Die stürmisch bejubelte Novität! Ein verrücktes Hotel Komödie in 3 Atten mit den Autoren A. und D. Herrnfeld in den Hauptrollen. Morgen Montag: Ein verrücktes HotelW. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brummenftr. 16. Menschenhaß und Rene. Schauspiel in 5 Aften von Stoßebue. Anfang 8 Uhr, Entvec 30 Pi Nach der Vorstellung: Familienball. Montag zum legtenmal: Mensche haß und Reue. Jusstellung für soziale Fürsorge Gesundheitspflege und Berlin 16. bis 22. März 1907 in den Gesamträumen des Neuen Königl. Opern- Theaters( Kroll) Geöffnet von 10- 8 Uhr abends. Eintritt 50 Pfg. Gustav Behrens Theater Schöneberg- Berlin, Goltzstraße 9. Heute und folgende Tage die sensationelle Ausstattungs- Operette: Die lustige Witwe von Schöneberg fotvie die erstklassigen Spezialitäten füllen das Haus allabendlich bis zum legten Blah. Anfang 7, Uhr, Sonntags 612 Uhr. Jeden Sonn- und Feiertag, Anjang 3 Uhr: Sozialdemokratischer Wahlverein für den IV. Berliner Reichstagswahlkreis. Heute Sonntag, den 17. März, präzise 5 Uhr, in Kellers Festsälen Koppenstr. 29: 243/ 4* Großes Sinfonie- Konzert verbunden mit Rezitation aus revolutionären Dichtungen. Nach dem Konzert: Tanz. Billetts a 50 Pf.( einschl. Garderobe) sind noch zu haben im Bureau des Vereins. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Achtung! Achtung! Donnerstag, den 21. März 1907, abends 8½ Uhr: Geffentliche Versammlung in Kellers Festsälen( Inh. Freyer), großer Saal. Koppenstr. 29. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Eugen Brückner über:„ Die bürger. lichen Parteien bei der letzten Reichstagswahl, und was haben die Kon sumenten zu tun?" 2. Diskussion. 106/ 9* Der Einberufer. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands Sektion der fliefenleger. Mittwoch, dea 20. März, abends 8 Uhr, im ,, Gewerkschaftshause", Engel- Ufer 15( Saal VII): 137/9 Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Der Vorstand. J. A.: Max Anton. Arbeiter- Sängerbund Verband der Sattler. Berlins und Umgegend. Gr. Nachmittagsvorstellung. Sonntag, 24. März, vorm. 11 Uhr, in der Brauerei friedrichshain: Valhalla Wa Varieté- Theater Weinbergsweg 19/20, Rosenth. Tor. Heute Vorstellungen. Nachm. 31/2 Uhr: Kleine Preise. Jeder Erwachsene 1 Kind frei. Abends 8 Uhr: Berlins größt. Variété- Programm. 15 großartige Spezialitäten. Die goldene Eva. 5 Geschwister Pérèz, Gymnastiker auf drei freistehenden Leitern. Frosso, der Geheimnisvolle. 2 Soubretten, 2 Komiter ust. Für Abend- Theaterbefucher freier Eintritt in den Konzert- Tunnel. Otto Pritzkow, Münzstr. 16. Welt- AusstellungsBiograph-( St. Louis) Theater lebender Photographien. Der Untergang des Dumpfers ,, Berlin". 168 Tote, 12 Gerettete. Den ganzen Tag Vorstellung. Germania- Pracht- Säle. N., Chausseestr. 103. Karl Richter. Jeden Sonntag: Wilh. Wolffs Hamburger Sänger. Vollständig neues Programm. Anfang 6 Uhr. Eintritt: 50 Pf. nit anschließ. Familienkränzchen. Im weißen Saale von 5 Uhr ab: Großer Ball. Jeden Mittwoch: Hamburger Sänger und Freitanz. 35512* Uebungs- Stunde. Geübt werden die Lieder:„ Gruß an den Mai"," Sturm"," Stolz und kühn"," Dem Lenz entgegen". Zur Beachtung! Die Vereine werden ersucht, vorstehende Lieder, welche bei der Maifeier gesungen werden, in den Gesangsstunden eifrigst zu üben. Im Nebensaale: pünktlich 10 Uhr vormittags: Husfchuß- Sitzung. 16/4 Tages- Ordnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Bundesangelegenheiten. Elyfium, Landesge Allee 40. Der Vorstand. Gr. Ba Arbeiter- Bildungsschule Berlin Jeben Ball. Sonntag: Ballmusik ausgef. v. 2 Kapellen. Anfang 4 Uhr. Ende 2 Uhr. Entree frei. Jeden Montag: Griginal- Harburger Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 20 Pf. inkl. Tanz. Avis. Sonnabende im Mai- Juni find noch zu vergeben. Amt 7 2617. Gewerkschaftshaus 8 Engel- Ufer 15. Heute: Großer Mittagstisch.. Bon 5%, Uhr ab:[ 4475 Künstler- Konzert. Eintritt frei. Reichhaltige Abendkarte. Bestgepflegte Biere aus der Schultheiß- Brauerei. Moerner's Blumengarten Ober- Schöneweide a. d. Oberspree. Jnh.: Alb. Moerner ( Neues Konzerthaus). Heute: 39842* 1 Extra- Reunion ( Leitung: Zanzlehrer Sachs). Für Vereine und Gewerks schaften im Sommer noch Sonnabende zu vergeben. Bedingungen in bekannter fulanter Weise. Alhambra Wallner Theaterstraße 15. Jeden Sonntag: * Großer Ball Großes Drchester. Anfang Sonntags 5 Uhr. A. Zameitat. New! gr. Saal Karl Eisermann. Sonntag, den 17. März 1907, abends 7 Uhr, im ,, Königstadt- Kasino", Holzmarktstraße 72: Vortrag von Redakteur Karl Wermuth: ,, Ein Kapitel aus der Geschichte und Theorie der Arbeiterbewegung". Nach dem Vortrage: Gemütliches Beisammensein a., Tanz. Eintritt Garderobe frei. Ortsverwaltung Berlin. Donnerstag, den 21. März, abends 82 Uhr, in den ,, ZentralFestsälen", Alte Jakobstr. 32: Allgemeine Mitglieder- Verfammlung. 1. Geschäftliches. Zages Ordnung: 2. Vortrag des Genossen Emil Dittmer über: ,, Darwinismus und Sozialismus“. 3. Diskussion. 4. Ausschluß der während der Sperre zugereisten Kollegen. 5. Verschiedenes. 156/16 Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder erwartet Die Ortsverwaltung. Achtung! Kollegen! Da mit dem 31. März unser Geschäftsjahr abgeschlossen wird und bis dahin keine Branchenversammlungen mehr stattfinden, ist es notwendig, daß bis zu diesem Mitgliederbeiträge bei uns auf dem Bureau abgerechnet werden. Tage sämtliche in den Händen der Vertrauensleute befindlichen Achtung Zuschneider u. Zuschneiderinnen Achtung! Buggenhagen Berliner Kranken- Unterstützungs- und der des der Anfang Moritzplatz Anfang Konzerts Jeden Borstellung 6 Uhr. Sonntag: 7 Uhr. Große Extra- Vorstellung der Willy Walde- Sänger Stets neues Programm, u. a.: Hören! Der Säugling, Sehen! Nach der Vorstellung: Tanz- Kränzcheng In den unteren Räumen: Die beliebt. Gust. GottschalkEin Jeder Jeder amüsiert staunt! fich! Eintritt 30 Pf. Anfang 6 Uhr. Konzerte. Avis! Montag, 18. b. M.: Benefiz für den Tanzmaitre und die Saalkellner. Unter Mitwirkung der Willy Walde- Sänger: Großes Frühlingsfest. Festpolonaise m.Ueberraschungen Billetts im Vorverkauf 30 Pf. Café Meyer DresdenerStr. 128/29. Kaffee 10 u. 15, Bier, hell u. dunt. 10 Bi. ca. 50 Zeitungen); 2 Billards Std. 40 Bf Zahlstelle der Freien Volksbühne. Cafe Begräbnisverein für Frauen u. Mädchen. Sonntag, den 17. März 1907, abends 6 1hr, im Gewerkschaftshause, Engel- llfer 15( großer Saal): 16. Stiftungsfest. Mitwirkende: ,, Berliner Ulk- Trio" ,, Berliner Männer- Quartett 1901". Um zahlreichen Besuch bittet 60/4 Karl Müller, Borfißender, Waldemarstr. 43 III. Herren-, Knaben- und Westen- Konfektion. Mittwoch, den 20. März 1907, abends 8 1hr, in D1 fels Festfälen, Neune Friedrichstr. 35: Geffentliche Versammlung. Zages Drdnung: 1. Sind die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Zuschneider und Zu schneiderinnen einer Verbesserung bedürftig und welcher?" Referent: Stoll. Ritter. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht der Kolleges und Stolleginnen, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 288/2 Der Einberufer. Sozialisten! Achtung! Anarchisten! Verband der Wäsche- und Krawattenarbeiter Montag, den 18. März 1907, abends 8, 1hr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 c: Volks- Versammlung. " Tages- Ordnung: 1. Bortrag: Der 18. März". Referent: Sepp Derter. 2. Diskussion. 21775 Einem zahlreichen Besuch sieht entgegen Der Einberufer. Fr. Kniestett, Amsterdamerstr. 11. Nur für Männer! Volkstümlicher Vortrag mit Lichtbildern Montag, den 18. März, abends 8 1hr, in den Germaniasälen, Chauffeeftr. 103, von Dr. phil. D. Kaplick. Thema: Die sog. Geschlechtskrankheiten, bez. die Syphilis, deren llebertragung, Berlauf und Erscheinungsformen. Die Syphilis ist bei richtiger Behandlung keine gefährliche Krankheit. Aufklärung über eine hier wenig bekannte Methode zur Heilung der Syphilis. Höchst wichtig nicht nur für jeden Stranken, sondern auch für alle, die sich vor Krankheit schüßen wollen! Ridder Nach dem Vortrage: Fragebeantwortung. Neue Roßstr. 2 an der Alten Jakob- Straße. Warme u. falte Speisen u. Getränke zu jeder Tageszeit. Vorzügl. Mittagstisch 60 Pf. 3 Billards( mit Sterkaybande) Stunde 40, abends 60 f. Zeitungen u. Journale gr. Auswahl. Anton Boekers Ball- Salon Habe noch Sonnabends und Sonntags Sale zu vergeben, auch find Bereinszimmer in der Woche frei. Anton Bocker, Weberstr. 17, T..A.: VII. Nr. 13414. 35702* C Eintritt 30 f. Dr. phil. O. Kaplick, Berlin N. 4, Borsigstraße 18, I. ( Sprechzeit täglich, auch Sonntags, 9-3.) astans Panopticum Friedrichstraße 165 Filiale und Arbeiterinnen Deutschlands( Berlin). Mittwoch, den 20. März 1907, abends 8% Uhr: Oeffentliche Versammlung für alle in den Dampf- Wasch- und Plättaufstalten, sowie in der Negligébranche beschäftigten Arbeiterinnen in Boekers Festfälen, Weberstraße 17. Zages Ordnung: 1. Die Lohn- und Arbeitsbedingungen in den Dampf- Wasch- und Plätte anstalten. Die geplante Breiserhöhung der Unternehmer von 15-50 Broz. 2. Diskussion. und wie stellen sich die Arbeiterinnen dazu? Referent: Paul Keller. 252/ 5* Kollegen und Kolleginnen, erscheint alle in dieser Versammlung, handelt es fich doch um Euer Wohl und Behe. Beweist endlich, daß Ihr nicht länger gewillt seid, Euch Inechten und ausbeuten zu lassen. Werfet ab die Stlavenfetten. Die Mitglieder des Handels- Transportarbeiterverbandes und Parteigenossen, welche in obigen Betrieben beschäftigt sind, bitten wir, unsere Stollc. ginnen auf diese Bersammlung aufmerksam zu machen. Die Ortsverwaltung. J. A.: W. Eue. Burcau: Neue Königstraße 7. Verband deutscher Kürschner ( Zahlstelle Berlin). Mittwoch, den 20. März, abends 8, 1hr, Brenzlauerstrake 41: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Gen. Brückner über: Konsumgenossenschaften". Um zahlreiches Erscheinen ersucht ,, Nada"- der sprechende Kopf. 2. Die Sperre bei Mater u. Sto. 3. Verschiedenes. Von abends 7 Uhr ab: = Berliner Sänger. Reichhaltiges und originelles künstlerisches Programm. Wer- Stoff- hat Frankes Festsäle, Sebastianstr. 39, Maß Empfehle und zu 102/4 Die Ortsverwaltung. Achtung! Marmorarbeiter. Achtung Mittwoch, den 20. März, abends 8½ Uhr: fertige Anzüge nach Mak 20 M. Feſtlichkeiten; für Commerſefte auch Garten und staffectüche. Connabende Mitglieder- Verfammlung Tadelloser Sib, haltbare Futtersachen. und Sonntage nod) frei. Telephon Amt IV Nr. 10 360. Bei Stofflieferung billigste Preise. 3559L* Franke, Aderstraße 143, Ede Invalidenstraße. Schwarzer Neu! Friedrichsberg. Fernsprecher Nr. 8. Zwischen Grünau und Carolinenhof herrlich inmitten Hochwald am Langen See trockene Unterkunft für 1000 Pers. Veranda Mohr's Strand- Restaurant Tel.: Amt Grünau 70 ( Richtershorn) Inh.: E. Mohr. Als Ausflugsort für Vereine u. Fabriken bestens geeignet. Beste Biere Dampfer- Anlegestelle Ruderboote Gute 2 saubere Kegelbahnen Gute Bedienung Küche Adler 42462* Frankfurter Chaussee 5. Jeden Sonntag im Königssaale: Großer Ball unter Leitung des Herrn D. Bürger. Jeden Mittwoch: 38202* Willy Walde- Sänger. Gebr. Arnhold. im„ Englischen Garten", Alexanderstraße Nr. 27c. Zages Drdnung: 1. Kündigung des Tarifs. 2. Beitragserhöhung. 3. Gewert: schaftliches. 172/9 Vollzähliges und pünktliches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Bäckerei- Genossenschaft Produktion. Dienstag, den 26. März 1007, abends 7 Uhr: General- Versammlung bei Herrn Bade, Nehringstr. 25. Tages Ordnung: 1. Geschäftsbericht pro Juli/ Dezember. 2. Ersatzwahl der Berwaltung. 3. Anträge. 106/8 Der Aufsichtsrat. J. A.: P. Liebe. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berl. Reichstagswahlkreis Sozialdemokratischer Wahlverein Diensten, 19. Märg, abends 8%, fr, bei Drakel, Rene Bribria. 35 für den 3. Berliner Reichstags- WahlkreisFriedrichstr. General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und des Kaffierers. 2. Diskussion. 3. Neuwahl des gesamten Borstandes. 4. Die Verbands- Generalversammlung und Wahl der Delegierten. 5. Verschiedenes. Mitgliedsbuch ist vorzuzeigen. 236/11 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 19. März, abends 82 Uhr: General- Versammlung im„ Hofjäger- Palaft", Hasenheide 52/53. Zages Drbnung: Orts- Krankenkasse für das Bierbrauer- Gewerbe zu Berlin Weinmeisterstr. 3, vorn 1.Montag, den 25. März 1907, abends 9 Uhr, Dienstag, 19. März, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: im Gewerkschaftshause, SO., Engel- Ufer 15, Saal 5: General- Versammlung. Ordentl. General- Versammlung Zages Drdnung: Tages Drdnung: 1. Jahres bericht des Vorstandes. 2. Bericht der des Borstandes und Rendanten. 241/ 2* 4. Beschlußfassung über Erhöhung der Beiträge und die damit verbundene Statutenänderung. 5. Verschiedenes. 1. Bericht des Vorstandes und Diskussion. 2. Bericht der Kommissionen und Diskussion. Revisionsfommission. 3. Entlastung 3. Wahl des Vorstandes und der Kommissionen. 4. Wahl der Delegierten zur Verbands Generalversammlung. 5. Anträge. Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 19. März, abends 8% Uhr, Anfragen und Beschwerden, zu welchen die Einsicht in die Kassenbücher und Atten notwendig ist, müssen mündlich oder schriftlich bebufs Beantwortung derselben in der Generalversammlung, bis spätestens 21. März dem Vorstande mitgeteilt werden. 271/7 As Legitimation dient die überfandte Karte vom 15. b. M. Erscheinen bittet Der Vorstand. Fortsetzung der Versammlung vom 5. März. in Kellers Festsälen( Inhaber Freyer), Roppenstraße 29: um recht pünktliches und zahlreiches 1. Bericht der Kommissionen und Diskussion. 2. Neuwahl des Gesamtvorstandes und der Kommissionsmitglieder. 3. Anträge. _ Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreichen Besuch erwartet 238/17 Der Vorstand. Sozialdemokr. Verein im 5.Berliner Wahlkreise. Dienstag, 19. März, abends 81, Uhr: General- Versammlung im ,, Alten Schützenhause", Linienstraße 5. Tages Drdnung: 1. Bericht des Borstandes, Kassenbericht und Bericht der Kommissionen. 2. Wahl der Delegierten zur Generalversammlung und zum Zentral borstande Groß- Berlins. 3. Wahl des gesamten Kreisvorstandes und der Revisoren. 4. Anträge des Vorstandes und der Mitglieder. 5. Partei und Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Das Erscheinen aller Mitglieder wird erwartet. Etwaige Anträge sind sofort an den Unterzeichneten zu richten. 245/ 12* Der Vorstand. Leo Zucht, Seibelftr. 42. 6.Wahlkreis( Schönhauser Vorstadt). Sonntag, den 17. März, abends 6 Uhr, in den Berolina- Sälen", Schönhauser Allee 28: Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen. Zages Drdnung: 1. Bortrag des Genossen Dittmer über: Sozialismus in Amerika". 2. Diskussion. 248/2 Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein mit Tanz. Um zahlreiche Beteiligung ersuchen Die Abteilungsführer. Deutscher Metallarbeiter- Verband Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin. Hauptbureau: Bimmer 34, Amt 4, 3858. Engel- Ufer 15. Bimmer 1-5, Amt 4, 9679. Montag, den 18. März, abends 7½ Uhr: Mitglieder- Versammlung für Königs- Wusterhausen und Umgegend tm Lokale von Schumann, früher Nelte, in Wildau. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Schmidt. 2. Distuffion. 3. Wahl eines Raffierers. Bahlreicher Besuch wird erwartet. Achtung! Achtung! Wir machen unsere Mitglieder, welche zurzeit ErwerbslofenUnterstützung beziehen, ausdrücklich darauf aufmerksam, daß unsere Bureaus am 18. März gefchloffen find. Von Dienstag, den 19. März, früh an befinden sich unsere gesamten Bureaus Charitéstr. 3, Hof. 115/8 Die Ortsverwaltung. General- Versammlung. Tages- Ordnung: 243/ 5* 1. Wahl der Delegierten zur Verbands- Generalversammlung. 2. Beratung und Beschlußfassung eventueller Anträge. 3. Bericht der Kommissionsmitglieder und Neuwahl derselben. 4. Verschiedenes." Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Stratentaffe Dtto Vorsitzender. Orts Krankenkasse ber Posamentiere etc. Die Ordentlche für den 6. Berliner Reichstagswahlkreis. General- Versammlung Dienstag, den 19. März, abends 8%, Uhr, im Moabiter Gesellschaftshaus, 1. Wiclefstraße 24: Verfammlung. Tagesordnung: " Vortrag des Genossen Heinrich Ströbel über: Die Reichstagswahlen und die Taktik unserer Partei". 2. Diskussion. Männer und Frauen find auch als Gäste willkommen. Bu zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. 6. Wahlkreis. Sonntag, den 17. März, abends 6 Uhr, bei Wilke, Brunnenstr. 188: Montag, den 25. März d. J., abends präzise 8½ Uhr, im Restaurant Grupe, Annenstr. 16, statt. Zages Drdnung: 1. Kassenbericht pro 1906. 2. Bericht der Revisoren. 3. Diskussion über 1 und 2. 4. Etwaige Anträge nach§ 52 Abs. 7. 5. Berschiedene Kaffenangelegen 248/ 5* beiten. Um bollzähliges Erscheinen der Bertreter bittet Der Vorstand. J. 2.: Bernh. Herzer, Borsigender, 21165 Georgenkirchstr. 53. Orts- Krankenkaffe Volks- Versammlung für Männer u. Frauen. der Weber Vortrag des Genoffen Albrecht Fülle: Aus der Geschichte der deutschen Sozial- und verwandten Gewerbe. gesetzgebung". Nachher: Gemütliches Beisammensein und Tanz. Sozialdemokratifcher Rixdorf. Wahlverein Dienstag, den 19. März 1907, abends 8% Uhr: Zwei Mitglieder Versammlungen in Thiels Festsälen, Bergitr. 152.| in Hoppes Festsälen, Germanufte. Thema: Der neue Reichstag. Referenten: Die Reichstagsabgeordneten Eichhorn und Brey( Hannover). Gäfte, haben Zutritt. 282/8 Rege Betelligung erwartet Der Vorstand. Gesellen der besseren Herren- Konfektion! Montag, den 18. März 1907, abends 8 Uhr, bei Wendt, Münzstraße 17, Eingang Am Königsgraben: Oeffentliche Versammlung. Zages Ordnung: 163/3 1. Die Aussperrung in der Maßschneiderei und die der Herren- Konfektion zugedachte Rolle. 2. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der in der HerrenKonfektion tätigen Gehülfen und ihre Neuregelung. Referent: Sollege Mähr. Die organisierten Mitglieder dieses Zweiges werden angesichts der Situation in unserem Gewerbe ersucht, fräftig für die Versammlung zu agitieren. Der Einberufer. Verein Berliner Hausdiener. Mitgliedschaft I des Zentralverbandes der Handels-, Transportund Verkehrsarbeiter Deutschlands. Montag, den 18. März 1907, abends 8%, Uhr: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung in Kellers Festfäle, Koppenstr. 29. Tages Ordnung: 1. Die Revolution von 1848. Referent: Reichstags Abgeordneter G. Ledebour. 2. Erledigung der eingegangenen Anträge zu der Pfingsten in Berlin stattfindenden Hauptgeneralversammlung. 3. Aufstellung der Delegierten zur Hauptgeneralversammlung. 4. Geschäftliches. Zutritt haben nur Mitglieder, welche bis zur dritten Woche 1907 bezahlt haben. Mitgliedsbuch legitimiert und ist am Eingang vorzuzeigen. Im Auftrage der Ortsverwaltung: Fritz Wappler. 68/14 Tapezierer! Zentral- Verband der Töpfer Deutschl Mittwoch, den 20. März, abbs. 8 Uhr bei Damm, Schünenstr. 18/19: Versammlung. Zages Drdnung: 101/3 1. Bortrag des Genoffen Ernst Rieger über: Kapitalistische und kommunistische Produktionsweise". 2. Diskussion. 3. Situations. bericht. 4. Stellungnahme zum 1. Mai. 5. Bereinsangelegenheiten. In Anbetracht der ernsten Situation ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen! Gäste willkommen! Der Vorstand Filiale Berlin. Donnerstag, den 21. März, abends 6 Uhr, in den Musiker- Festsälen, Kaiſer Wilhelmstr. 18m: der Freien Vereinigung der Tapezierer Berlius u. Umg. 195/14 Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Mitglieder- Versammlung. B Zages Drdnung: 1. Stellungnahme zu den vom Vorstand und den Bezirken gestellten Anträgen zur 8. Generalversammlung. 2. Verschiedenes. Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert, daß unbedingt jeder Kollege anwesend sein muß. Der Versammlung wegen wird am Donnerstag, den 21. ds. Wits. das Bureau um 6.1hr gefchloffen. Der Vorstand. Sonntag, den 24. März 1907, bormittags 10 Uhr, in Flecks Lokal, Fruchtstraße 36a ( großer Saal): Außerordentliche General- Versammlung. Tages Drdnung: 1. Zuweisung der Mitglieder der aufgelöften Drts Krankenkasse der Strumpfwirker. 9 2. Stellungnahme zur Uebernahme der Beamten der aufgelösten Kaffe. 3. Anstellung eines Hütssarbeiters im Staffenbureau und Festsetzung der Anstellungsbedingungen. 4. Verschiedenes. Berlin, 17. März 1907. Der Vorstand. 21225 Karl Reißmann, Gustav Berdt, Borfigender. Schriftführer. Rechnungs- Abschluß der Gemeinsamen Ortskrankenkaffe für Tempelhof und Hasenheide für 1906. a) Einnahmen. 1. Staffenbestand. 2. Zinsen von Kapitalien 3. Eintrittsgelder 4. Gesamtbeiträge 5. Ersatzleistungen für ge währte Krankenunters stügung 6. Erfazleistungen von Bes rufsgenossenschaften 7. Durchlaufende Bosten. M. 6 315,18 1 757,50 2 854,70 130 224,41 804,34 1491,79 231,48 654,16 143 833,56 12 232,88 10 173,28 • 49 445,06 8. Sonstige Einnahmen Zusammen . b) Ausgaben. 1. Für ärztliche Behand lung. 2. Für Arznei und sonstige Heilmittel 3. Krankengeld: a) Mitglieder b) Angehörige 4. Unterstügungen an Wöchnerinnen 5. Sterbegelder • 6. Kur- und VerpflegungsToften an Strantenanstalten 7. Fürsorge für Retonbaleszenten 8. Erfazleistungen für ge währte Strantenunters ftügung. 9. Burüdgezahlte Beiträge und Eintrittsgelber 10. Für Kapitalanlagen 11. Durchlaufende Bosten. 12. Verwaltungsausgaben 13. a) persönliche b) sächliche Sonstige Ausgaben Busammen Einnahmen Ausgaben Barbestand 19 • 2 117,52 888,80 1499,80 15 716,80 202,80 1 799,95 249,95 25 257,50 2 429,02 10 416,12 5 479,58 576,18 187 985,19 143 883,56 M. 137 985,19 19 5 848,37 . Refervefonds 76 882,87 M., Borjahr 51 625,37 M. 271/9 Der Vorstand. W. Kunze, Borsigender. Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärks Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Dr. 65. 24. Jahrgang. 5. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Partei- Angelegenheiten. Bur Lokallifte. Am Montag, den 1. April( 2. Osterfeiertag) beranstaltet der Verein ehemaliger 8öglinge der Ag I. Taubstummen- Anstalt zu Berlin" in dem Lokal Schlaraffia"( Hotel Imperial), Endeplag 4, sein 10. Stiftungsfest, verbunden mit Festessen und Ball. Da die übergroße Mehrheit der Taubstummen Berlins dem Arbeiterstande angehört, weisen wir darauf hin, daß obiges Lokal der Arbeiterschaft nicht zur Verfügung steht und ersuchen daher die Parteigenossen, Billetts zu allen dortigen Veranstaltungen entschieden zurückzuweisen. Die Lokale Kyffhäuser". Jnh. Tismer, und oreleŋ", Inh. Fricke, an der Oberspree, stehen der Arbeiterschaft zu den bekannten Bedingungen zur Verfügung. In Lantwiz steht uns nach wie vor nur das Lokal von Serm. Retger zur Verfügung und nicht, wie dort gerüchtweise berbreitet wird, das Lokal des Herrn Breuert, Marienfelderstraße, Im Gegenteil weigert sich. Herr Breuert ganz entschieden, unsern Revers zu unterschreiben. In Budow bei Brig sind die Lokale Köppen" und login", beide an der Chaussee, nach wie vor gesperrt und ersuchen wir besonders die Arbeiter- Radfahrer, dies zu beachten. Die Lokalkommission. Zweiter Wahlkreis. Die Fortsetzung der Generalversammlung vom 5. März findet am Dienstag, den 19. März, abends 8 im Hofjäger- Palast" statt. Uhr, Die Parteispedition in der Mittenwalderstr. 30 wird am 1. April nach Gneisenaustr. 72( Laden) verlegt. Sonntag, 17. März 1907. daß an einem Ende dieses Tisches derselbe ehrwürdige Herr saß, stübungen 1 000 000., 75 000 M. weniger, für Winterunterder wenige Monate vorher die erste Sigung der Tagung als stüßungen 305 000 M., wie im letzten Etat. Bei den Pflegegeldern Alterspräsident des Abgeordnetenhauses geleitet hatte. wird die Ausgabeverminderung dadurch erklärt, daß ein Teil der Am anderen Ende des Tisches faß frohgelaunt ein freitonservativer bisher von der Armendirektion versorgten Pflegefinder jekt von der Landrat, der durch eine Fülle wohlgepflegter Locken den Besuchern Waisenverwaltung versorgt wird. Bei Almosen und Ertraunter der Tribüne aufzufallen pflegte, und, wenn ich mich recht erinnere, in der Fraktion als arbiter elegantiarum galt. Als wir endlich flüßungen soll die Besserung der Erwerbsverhältnisse so günstig ein Pläßchen für uns gefunden hatten, erfuhren wir von dem virken, daß eine Ausgabeverminderung geboten erscheine. Wir Zahlkellner, daß die Herren Abgeordneten alle Abende mit großer haben bereits in Nr. 56 des Vorwärts" ausgeführt, wie weit die Regelmäßigkeit an jenem Tische zu erscheinen pflegten. Es war von den Armenkommissionen gezahlten Almosen, Pflegegelder usw. sozusagen der Stammtisch der Herren Abgeordneten, und zum hinter dem Bedürfnis zurüdbleiben. Im Rathause Zeichen meiner vollkommenen Unparteilichkeit will ich nicht ver- war das in der ersten Lesung des Etats auch von unserem Geschweigen, daß der Zahlkellner uns verriet, daß von Zeit zu Zeit noffen Borgmann hervorgehoben worden. Auf Borgmanns Klage noch ein bekannter liberaler Abgeordneter als Gast an diesem über die Ausgabeverminderung im Armenetat erwiderte ihm Herr Stammtische erscheine. " Ich selbst habe den Anblid dieses Stammtisches nur einmal Caffel, es sei doch ein Aufschwung der wirtschaftlichen Konjunktur genoffen und muß mich für alle weiteren Angaben auf den ehren- erfolgt", da sei es doch kein Wunder, daß einmal eine gewisse werten Schani" berlassen, der in jenem Kaffeehaus eine viel Stagnation in der Steigerung eintritt". Das Wort„ Stag= wichtigere Rolle spielte, als seine sämtlichen Berufsgenossen nation" bedeutet Schlimmeres als bloßen Stillstand, man pflegt zusammengenommen. Aber ich habe keinen Grund, seine Mit- dabei an Bersumpfung zu denken. Herr Cassel meinte das zwar teilung anzuzweifeln, zumal wenn ich... doch ich will nicht noch nicht; es war ihm nur wieder mal eine jener Stilblüten entindiskreter werden. Aber wegen alles deffen, was ich weiß, hätte schlüpft, an denen die Reden dieses selbstgefälligen Vielschwäßers ich für mein Leben gern die Gesichter der Herren Abgeordneten so reich sind. Er hatte aber hiermit, ohne es zu wollen, das betrachtet, als Herr v. Schudmann sich über das Berliner Nacht Richtige getroffen. Leben entrüstete." Das Arbeitshaus samt seinen Der Verfasser dieser Zuschrift verkennt die Aufgabe, die Von den Anstalten, die der Armenpflege dienen, stehen im sich diese Besucher des Cafés( Café National?) gesteckt hatten. neuen Etat: die Siechenhäuser mit 971 839 M. Ausgabe, er über das Berliner Nachtleben sich ein objettives Urteil 131 389 M. Einnahme, 840 450. Buschuß, das Obdach mit bilden will, muß es studieren; nicht aus Büchern und 458 620 M. Ausgabe, 16 703 M. Einnahme, 436 917 M. Buſchuß, Dritter Wahlkreis. Dienstag, den 19. März, agends 8 Uhr, Dritter Wahlkreis. Dienstag, den 19. März, agends 81%, Uhr, Beitungen darf er seine Wissenschaft schöpfen, sondern muß das Arbeitshaus mit 841 951 M. Ausgabe, 258 337 M. Einfindet im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, die Generalversammlung sich durch Augenschein von den Vorgängen überzeugen. Nur name, 583 614 M. Zuschuß. des Wahlvereins statt. Da auf der Tagesordnung„ Bericht und von diesem Gesichtspunkte aus ist es auch zu beurteilen, wenn Sospitälern kostet diesmal weniger, weil geringere Belegung erWahl jämtlicher Funktionäre" steht, werden die Genossen ersucht, anläßlich der alljährlichen Tagung der Generalversammlung wartet wird, 2650 Köpfe gegen 2750 des Vorjahres. Für den Stat des Bundes der Landwirte im Zirkus Busch, so manche des Obdachs ist gleichfalls geringere Frequenz zugrunde gelegt Der Wahlverein des vierten Wahlkreises hat zu heute Sonntag Agrarier in den Blumensälen und diversen obsturen Nacht worden. Auch dem Obdach wird übrigens jekt ein eigenes abend 5 Uhr ein Sinfonie- Konzert, berbunden mit Rezitationen cafés anzutreffen sind. Erst so tommen unfere patentierten Hospital angegliedert, daher kostet das Obdach diesmal mehr als revolutionärer Dichtungen, veranstaltet. Das Programm verspricht Hüter der Sittlichkeit und Moral in die Lage, in ihrer im Vorjahr. Die Siechenhäuser müssen mit den bisherigen Be einen genußreichen Abend. Bielletts a 50 Pf. einschließlich Garderobe Heimat gegen das Sündenbabel Berlin so recht von Herzen aufnahmen fehlt. Wer in den Anstalten nicht mehr Aufnahme legungsziffern rechnen, weil es ihnen längst an Plaz zu Neuwettern zu können. finden kann, wird entweder in die Familienpflege abgeschoben oder überhaupt zurückgewiesen. zu erscheinen. find noch zu haben im Bureau des Kreises, Tilsiterstr. 81. Ober- Schöneweide. Am Montag, den 18. März, abends 81 Uhr, findet im Wilhelminenhof" eine Boltsversammlung statt mit der Tagesordnung: Der 18. März." Referent: Reichstagsabgeordneter Genosse Gustav Lehmann- Wiesbaden. " Spreelandschaft geschaffen, wie fie in fo malerischer Schönheit Das seit nunmehr 28 Tagen anhaltende Hochwasser hat eine Zum Armenwesen" zählt auch die Waisenpflege nebst Fürschon seit Jahrzehnten nicht mehr beobachtet worden ist. Auf der forgeerziehung; nur hier ist eine erhebliche Zunahme der AufStrecke wischen Neu- Zittau bis zur Kolonie Burig und dem wendungen zu bemerken. Für Waisenpflege find angesetzt Spandau. Montag, den 18. März, abends 8 Uhr, findet bei historischen Heideschloß bildet die Spree cine einzige meilenweite 1 837 448 M. Ausgabe, gegenüber dem Vorjahr 224 943 M. mehr. E. Köpnid, Bichelsdorferstraße, eine öffentliche Versammlung statt. Wasserfläche, einen See von solcher Ausdehnung, daß diese Spree An Einnahmen werden 236 711 M. erwartet, der Zuschuß stellt sich Tagesordnung: Bortrag und Rezitation über: Märzgedenten erweiterung den größten ee der Mark Brandenburg darstellt. also auf 1600 737 m. Bugrunde gelegt ist eine erheblich größere Märzgedanken". Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Hier hat das Wasser i Höhe erreicht, die bereits den ungewöhnlichen Hochstand aus dem Frühjahr 1888 übersteigt und doch ist noch ein weiteres Anschwellen der Fluten zu erwarten. Bei Burig hat die Spree schon die Damhöhe überschritten, so daß von der königlichen Wasserbauverwaltung eine weitere Erhöhung des Dammes angeordnet ist, für welche die Arbeiten sofort in Angriff genommen sind. Der Dbmann des Arbeiter- Bildungsausschusses Spandau. Groß- Lichterfelde- Lankwik. Am Dienstag, den 19. März, abends 8 Uhr, findet im Kaiferhof" am Kranoldplatz eine öffentliche Versammlung statt, in welcher Genosse Störmer über das Thema: Arbeiterschaft und Genossenschaftswesen" sprechen wird. Die Bersammlung wird pünktlich eröffnet. Der Einberufer. Ertner. Unsere Wahlvereinsversammlung findet Dienstag, den 19. März, im Vereinslokale statt und zwar Bunkt 8 Uhr. Die Genoffen werden ersucht, zu der angegebenen Zeit pünktlich zu er scheinen. Der Vorstand. Sahl von Waisenkindern, namentlich deshalb, weil( wie schon er. wähnt) ein Teil der bisher von der Armenverwaltung versorgten Pflegekinder jetzt der Waisenverwaltung zufällt. Die Fürsorge erziehung rechnet wieder mit einer bedeutenden Zunahme ihrer Böglinge. Die Ausgabe steigt auf 841 951 M., um 242 100 m. mehr. Durch Einnahme werden 258 337 M. gededt, der Zuschußz beträgt 588 614 M. Ueber die erziehlichen Erfolge der Berliner Fürsorgeerziehung ist bisher wenig Rühmliches bekannt geworden. Die Frommen und die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. Im Intereffe der im Handelsgewerbe beschäftigten Personen liegt es bekanntlich, die Sonntagsruhe wenigstens für den ganzen Sonntags nachmittag zur Durchführung zu bringen, d. h. die offenen VerAus dem Magistrat. Der Magistrat beschäftigte sich gestern in Friedenau. Dienstag abends 19 Uhr: Mitgliederversammlung faufsstellen, die in Berlin mit wenig Ausnahmen an den Sonn- seiner außerordentlichen Sizung mit dem Berliner Rettungswesen bei Grube. Tagesordnung:„ Die Sozialpolitit im neuen Reichstag." tagen auch von 12 bis 2 Uhr nachmittags geöffnet sind, nur bis feiner Organe Vorkehrungen zu treffen für die Einrichtungen von Es wurde beschlossen, unter der Oberaufsicht des Magistrats bezw Referent: Genosse Ritter. Diskussion. Maifeier. Kreis- Generalzum Beginn des Gottesdienstes( 10 Uhr vormittags) offen zu halten. ärztlichem Tag und Nachtdienst auf den verschiedenen Stationen bersammlung. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Für den 1. Bezirk Sizung am Montag bei Triebsch, Handjery- Diese durchaus berechtigte Forderung der Handlungsgehülfen stößt sowie ferner Einrichtungen für erste Sülfe bei Unfällen usw. Wit straße; für den 2. und 3. Bezirk am Montag bei Grube. Der bei der Mehrzahl der Ladenbesitzer bisher noch immer auf heftigen der Rettungsgesellschaft, den Unfallstationen und den Sanitäts. 4. Bezirk tagt am Donnerstag bei Hegert. Zahlreiche Beteiligung Widerstand. Während eine Anzahl größerer Geschäfte, auch die wachen, als den Trägern der bisherigen Einrichtungen des Nettungs Der Vorstand. von Arbeitern geleiteten Konsumbereine in wesens, wird der Magistrat wegen der Grundsäge, die als Nichtschi Tegel. Am Dienstagabend 81%, Uhr findet in Göz' Gesellschafts- Berlin ihre Läden an den Sonn- und Feiertagen gänzlich ge- dienen sollen, in Unterhandlung treten. haus die Mitgliederversammlung des Wahlvereins statt. Tages- schlossen halten, pochen doch die meisten selbständigen Kaufleute ordmmg: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Bortrag über die aus reiner Profitgier auf die fünfstündige Beschäftigung ihres legte Reichstagswahl. 3. Diskussion. 4. Vereinsangelegenheiten und Ladenpersonals. Verschiedenes. Um zu sehen, ob dem Wunsche der Handelsangestellten auf Potsdam. Montag, den 18. März, abends 8 Uhr, im Bittoria- Gewährung des freien Sonntagnachmittags nicht dennoch entGarten", Alte Luisenstr. 32: Voltsversammlung. Tagesordnung: sprochen werden könne dadurch, daß die Läden vormittags eine Der 18. März 1848 und das heutige Bürgertum." Referent: Stunde länger als bisher( also bis 11 Uhr) geöffnet sind, nachArbeitersekretär Emil Dittmer- Berlin. Jeder Genosse agitiere für mittags aber geschlossen bleiben, hat der Magistrat auf Beschluß guten Besuch der Versammlung. erwartet " Berliner Nachrichten. Berliner Nachtstudien. Der Oberst als Samariter. Unter dieser Ueberschrift ging dieser Tage folgende Notiz durch einige Zeitungen: " Von dem in voller Fahrt eine Kurve nehmenden Straßen bahnwagen 2034 der O- Linie wurde ein Schlächtergeselle, der mit feiner Fleischkelle auf der Vorderplattform stand, herunter. geschleudert; mit einer Gehirnerschütterung und einem schweren Bruch des Oberschenkels blieb er auf dem Straßendamm liegen. Noch ehe der Wagen zum Halten gebracht werden konnte, war Oberst von Steuben, Abteilungschef im Großen Generalstabe, herausgesprungen; er warf Mantel und Säbel ab und nahm sich des Schwerverleßten an. Ein borüberfahrendes Privatautomobil lehnte die erbetene Hülfe ab, so daß zum Transport nach der Unfall. station im Zoologischen Garten eine Droschte benutzt werden mußte. Oberst von Steuben trug mit Hülfe des Reichstags. abgeordneten Held den sich nur langsam echolenden und große Schmerzen ausstehenden jungen Mann auf seinen Schultern in den Wagen und sorgte für die ersten Hülfeleistungen. Auch zwei Garde- Pionier- Offiziere bewährten sich heute als Lebens. retter. Heute mittag marschierte eine Kompagnie Garde- Pioniere über das Maybachufer, als ein anscheinend betrunkener Arbeiter über die Böschung des Landwehrkanals in das Wasser taumelte. Zwei Offiziere und ein Pionier warfen rasch die Röcke ab und sprangen dem Manne nach. Die Offiziere faßten ihn und zogen ihn bis an das Ufer, auf dem sich die Unteroffiziere und Pioniere zur Hülfeleistung aufgestellt hatten. Sie reichten den Offizieren die Gewehre hin, die diese mit der einen Hand packten, während fie mit der anderen den Bewußtlosen festhielten. Der Mann ivurde über die Böschung hinaufgezogen und nach dem Urbana Krankenhause gebracht. Die drei Retter begaben sich in ein Restaurant, wohin ihnen trockene Sachen aus ihren Wohnungen gebracht wurden. Der Name des Geretteten ist noch nicht feft gestellt." der Stadtverordnetenversammlung eine Umfrage an die Vertreter sämtlicher Berliner Kirchengemeinden gerichtet. Es sollte festgestellt werden, ob nicht, um den Handlungsgehülfen den Sonntagnachmittag ganz freizugeben, der Beginn des Hauptgottesdienstes bon 10 auf 11 Uhr vormittags festgesetzt werden könne. Diese Umfrage des Magistrats ist von 52 protestantischen und Ueber das Berliner Nachtleben hat sich fürzlich im 10 katholischen Kirchen beantwortet worden. Leider fiel die Antpreußischen Abgeordnetenhause der konservative Abgeordnete wort nicht zugunsten des geplagten Verkaufspersonals aus. Die Herr v. Schuckmann schrecklich entrüftet und schließlich nach katholischen Kirchen lehnten die Berlegung des Hauptgottesdienstes der Polizei gerufen. Der Minister des Innern war Herrn auf die Stunden von 11 bis 1 Uhr sämtlich ab. Von den evanv. Schuckmann nicht zu Willen und ob er seinen Partei- gelischen Kirchen erklärten sich nur 3, die Kaiser Wilhelm- Gedächtfreunden mit seinen Darlegungen einen so großen Gefallen niskirche, die Luther- und die Betrifirche bereit, auf die vorerwiesen hat, ist noch nicht ganz sicher; machten wir doch geschlagene Verlegung des Hauptgottesdienstes event. einzugehen. dieser Tage selbst darauf aufmerksam, daß nur dann jemand andere Kirchengemeinden wollen zwar den Gottesdienst event. um so wie Herr v. Schuckmann reden könne, wenn er auf diesem 11 Uhr beginnen lassen, stellen aber die Gegenforderung, daß dann Gebiete über Spezialfenntnisse verfüge. Woher der sitten- die Läden eine halbe Stunde vorher geschlossen werden müßten, strenge Herr diese Kenntnisse bezogen haben kann, dürfte aus um dem Verkaufspersonal, welches die Stirche besuchen will, Zeit folgender Notiz hervorgehen, die wir in den Leipziger zu geben, sich vorher umkleiden zu können. Die Mehrzahl der Neuesten Nachrichten" finden. Dort heißt es: Die N. Gefellich. Storr." erhält von befreundeter Seite evangelischen Kirchengemeinden verhielt sich jedoch ebenso ablehnend wie die katholischen. folgende amüsante Buschrift: Was hätte ich darum gegeben, wenn lehnend wie die katholischen. Von dieser Seite werden also die Handelsangestellten auf ich den Eindrud hätte beobachten können, den die Kapuzinade des Herrn von Schuckmann im preußischen Abgeordnetenhause wenig Entgegenkommen rechnen können. Der Besuch des Gottesüber die Sündhaftigkeit unserer guten Stadt Berlin auf des dienstes ist unseren Frommen die Hauptsache; was schert sie die Redners Parteigenoffen, aber auch auf Mitglieder anderer Parteien Sonntagsruhe des Verkaufspersonals. gemacht hat! Erinnerungen an längst vergangene Tage find Möge nun die Stadtverordnetenversammlung, die sich dem nämlich bei der verspäteten Lektüre der Schuckmannschen Rede in nächst wieder mit dieser Angelegenheit beschäftigen wird, energische mir lebendig geworden. Schritte tun, um den Berliner Handlungsgehülfen endlich wenigEs ist wohl just ein Vierteljahrhundert oder annähernd solange stens den halben Sonntag freizuaeben, gleichviel, ob der Gottesher, als ich in einer Frühlingsnacht mit mehreren Freunden in ein dienst verlegt wird oder nicht. Staffeehaus an einer der zahlreichen Eden einer der längsten Straßen dienst verlegt wird oder nicht. Berlins geriet. Dieses Staffeehaus hatte schon damals einen ganz bestimmten Ruf, und wer am Morgen die Erlebnisse der legtDie Vorsicht, mit der im Entwurf des Stadthaushaltsetat für bergangenen Nacht zum besten gab, pflegte, wenn er heuchlerisch veranlagt war, den Besuch diefer fündhaften Stätte nicht gern 1907 den einzelnen Verwaltungen die Ausgaben zugemessen wurden, zu erwähnen. Als wir das Café durchschritten, um noch hat bei dem Kapitel„ Armenwesen" sich besonders erfolgreich beplöglich ein seltsames Bild. In dem Mittelgange des Cafés ftand 16 318 824 M. Ausgabe, nur 102060 M. mehr als im vorher für uns ein Plätzchen ausfindig zu machen, bot sich uns tätigt. Für das gesamte Armenwesen stehen im Etat diesmal ein langer Tisch, an dem etwa ein Dugend Mitglieder des preußigehenden Etat. Durch Einnahme sollen 1910 556 M. aufgebracht fchen Abgeordnetenhauses saßen. Ich bin ein vorurteilslofer Ich bin ein vorurteilsloser Mann, fast so vorurteilslos, wie der Herr Reichskanzler, und ich werden, es sind also 14 408 268 M. aus dem Stadtfädel zuzunehme insbesondere von meinen politischen Gegnern nicht von schießen. Haufe aus an, daß sie unfittlicher seien, als andersgesinnte. Aber Der der Armendirektion vorbehaltene Teil der Armen. Bauunglück. Auf dem von der Firma Boswau it. Senauer auf ich muß der Wahrheit gemäß bekennen, daß an jenem Tisch fich pflege erfordert 11 489 500 M. Ausgabe, 190 500 2. weniger lediglich Abgeordnete ber beiden konservativen Gruppen be- als im vorhergehenden Jahr. Die Einnahme ist mit 803 200 M. geführten Geschäftshausneubau Roßstr. 27-29 brach gestern bor fanden. Die Herren waren, was sich bei der vorgerüdten angefeßt, der Zuschuß mit 10 686 300 m. In Betracht fommen mittag 11 Uhr das Treppenhausgerüst des im giveiten Stod befind Stunde so ziemlich von selbst versteht, in sehr heiterer Stimmung hier besonders die Unterstüßungen, die in der offenen lichen Quergebäudes zusammen, die Maurer Friz Goldbach, Artur und in recht regem Verkehr mit den stark nach Batschuli duftenden Armenpflege durch die Kommissionen ausgezahlt werden. Für Sturzwage, Reinh. Zestermann und Ernst Schubert mit sich in die Tiefe reißend. leber den etwa 4X5 Meter messenden Staum war Stellung der Herren vollkommen unterrichtet zu sein schienen. fie find 9 328 000 M. angefeht, 152 000 m. weniger als in 1906: in der üblichen Weise eine halblange Stange gelegt, die auf dem Das ergab sich wenigstens aus der Natur der Zurufe an die im einzelnen für Almosen 6 950 000 M., 50 000. weniger, für Giebelmauertvert 13 gentimeter auflag, an der Front dagegen im Gäste des exponierten Tisches. Am meisten amüsierte es uns, Pflegegelder 1073 000 M., 27000 M. weniger, für Extraunter- Treppenflurfenster auf einer Steife ruhte. Auf der Stange lagen Das Armenwesen im Stadthaushaltsetat. Unter Hinweis auf diese Gamariterdienste schickt une iemand einen Zeitungsausschnitt mit der Bemerkung, der„ Bor. wärts" werde diese Fälle wohl totschweigen und eine Zeitung bemerkt sogar:" Dem Blautoller der Genossen" werden diese Fälle natürlich feinen Abbruch tun." Welch niedrige Gesinnung geht doch aus diesen Bemerkungen hervor. Wir haben bisher um deswillen von diesen Vorfällen keine Notiz genommen, weil wir uns bei Wieder gabe von lokalen Vorkommnissen nicht auf die gegnerische Presse berlassen können. Ihre Meldungen sind vielfach so unrichtig und auch unkontrollierbar, daß wir leichtfertig handeln würden, folche Nachrichten ohne weiteres zu übernehmen. Im übrigen haben wir gar keine Ursache, etiva zu verschweigen, wenn ein Offizier einen guten Dienst geleistet hat, nur können wir denselben nicht höher bebeiter bei einem Unglück oder bei Unfällen verlautet bloß in der werten als die Samariterdienste, die Arbeiter tagtäglich auf der Straße leisten. Von diesen freiwilligen Hülfeleistungen der Argegnerischen Bresse tein Wort, weil man sie schon für selbstverständ.. lich hält, während bei Hülfeleistungen eines Offiziers große Aufhebens gemacht wird. M« Netzriegel, Mi Mn vrettervelag rwgen. Nach dem Front« und Giebelmauerwerk hochgemauert waren, sollte daS gleiche mit den Treppenflurwänden geschehen sdas benöügte Material lagerte schon). Hierbei ereignete sich daS Unglück. Ob eme Steife von unberufener Hand weggenommen wurde, oder was sonst Schuld trägt, kann schwerlich festgestellt werden. Durch einen Sturz von der Wagenlriter den Tod gefunden. An den Folgen eines verhängnisvollen Unglückfalles hat der Wäscherei- besitzer Willjelm Gelbrecht seinen Tod gefunden. Vor wenigen Tagen war G. mit seinem Fuhrwerk von Köpenick nach Berlin gefahren, um hier Wäsche abzuliefern. Als er in der Oranienstraße die Leiter zum Wagendeck hinaufstieg, brach plötzlich eine Sprosse und G. stürzte ab. Er zog sich am Kops Verletzungen zu, achtete jedoch wenig darauf. Es stellte sich dann später Blutvergiftung ein, an deren Folgen er gestern starb. Bon einem unbekannten Täter angeschossen und schwer verletzt wurde gestern mittag der 16 Jahre alte KaufmannSlehrling Heinrich Wenk aus der Liesenstratze Ba. Der junge Mensch Pflegt mittags auf der Stadtbahn von seiner Arbeitsstätte nach Hause zum Mittag essen zu fahren. Als er gestern gemeinsam mit einem Freunde den Bahnhof Wedding verliest und den Weddingplatz betreten wollte, krachte plötzlich ein Schust und getroffen brach W. neben seinem Begleiter zusammen. Er wurde nach. der nahen Unfall� ftation in der Lindowerstraste gebracht, wo der Arzt feststellte, dast die Kugel in die Schädelhöhle eingedrungen war. Das Gehirn hatte sie gestreift und wäre sie nur einen Millimeter mehr nach oben eingedrungen, so würde sie den sofortigen Tod des bedauernswerten jungen Mannes herbeigeführt haben. Der Täter konnte vorläufig noch nicht ermittelt werden. Vom Stadtbahnzug erfaßt. Ein Opfer seiner Schwerhörigkeit ist gestern morgen der 41jährige Maler Franz Krause, Fransecki straste 29, geworden. K. hatte am Bahnhof Zoologischer Garten Malerarbeiten ausgeführt. Als die Einfahrt eines Südringzuges gemeldet wurde, beachtete er dies nicht infolge seiner starken Schwerhörigkeit und wurde von der Maschine erfaßt. Der Zug wurde sofort zum Stehen gebracht und K. schwerverletzt hervor gezogen. Der Bedauernswerte hatte Rippenbrüche und schwere Verletzungen am Kopf, an den Beinen, an den Armen und am Rücken davongetragen. Nachdem er auf der Unfallstation 20 die ersten Notverbände erhalten, wurde er ins Elisabeth-Krankenhaus eingeliefert. Durch einen nichtswürdigen Bubenstreich wurde gestern der Handelsmann Cords in ernstliche Lebensgefahr gebracht, als er mit seinem bcladenen Strohwagen, auf der Fahrt nach dem Berliner Heu- und Strohmarkt begriffen, sich auf der Weitzenseer Chauffee befand. Durch einen rohen Patron war die Strohladung an mehreren Stellen gleichzeitig angezündet worden, und das Feuer entwickelte sich mit so ungeheurer Geschwindigkeit, daß C. nur mit knapper Mühe sich von dem gefährdeten Wagen zu retten der- mochte und die Pferde ausspannen konnte. Das Feuer zu dämpfen war natürlich unmöglich, und obwohl die Wehren aus den benach- karten Ortschaften Weißensee, Hohenschönhausen und Wilhelmsberg schon nach kurzer Zeit zur Stelle waren, wurde doch die Ladung sowie der Wagen durch das verheerende Element eingeäschert. Fromme unter sich. Seit längerer Zeit ist in der Sophien gemeinde ein heftiger Streit entbrannt zwischen den Positiven und den Liberalen. Dieser Streit kam bereits bei der letzten Kirchen- Wahl zu einem heftigen Ausbruch. In der Hauptsache richteten sich die Angriffe gegen die Mißwirtschaft, die unter dem Szepter des Herrn Pretzel, dem Führer der antisemitisch-reaktionären Bürgerpartei, wahre Orgien feierte. Pretzel ist seit fast zwanzig Jahren Vorsitzender des Vereins und zugleich Mitglied der kirch- lichcn Vertretung. Kürzlich sollte die Neuwahl des Vorstandes in einer Generalversammlung vorgenommen werden und dieser Um stand hatte diese Vorversammlung veranlaßt. In der Versammlung erörterte nun Prof. Obertimpfler die Frage:„Ist Pretzel noch fähig, länger Vorsitzender des Parochialvereins zu sein?" Er kam hierbei zu dem Schlüsse, daß der bisherige Vorsitzende die ideellen Gesichtspunkte, die seine Stellung erheischten, in einer Reihe von Fällen unberücksichtigt gelassen und dadurch große Unruhe in den Verein hineingetragen habe. Herr Pretzel habe gegen Geistliche prozessiert, in Flugblättern durch geheimnisvolle Andeutungen die Ehre anderer Vereinsmitglieder zu untergraben versucht, auch einer bedürftigen Witwe die ihr zustehende«terbeunterstützung für ihren verstorbenen Mann vorenthalten. An die Kirche seien aus seiner Fabrik Gegenstände verkauft worden, was absolut zu verwerfen sei. Pretzel sei wegen Verletzung des Gesetzes über den Schutz der Warenzeichen gerichtlich bestraft worden, habe aber hieraus nicht die nötigen Konsequenzen gezogen, seine Aemter im Verein und in der kirchlichen Vertretung niederzulegen. Er habe der Kirche sein Haus für 300 000 M. zum Kauf angeboten, obgleich er es einem Agenten einige Zeit vorher für 260 000 M. hätte lasten wollen. Ein krasser Fall fei aber folgender: Pretzel habe als Rendant der Spar- und Darlehnskasse„Vorwärts" die Verpflichtung über- nommen, durch seinen Buchhalter die schriftlichen Arbeiten der Kasse erledigen zu lassen. Der Buchhalter habe aber der Kasse gegen vierhundert Mark entnommen, für die Pretzel haftbar sei Um sich aber von der Zahlungspflicht zu drücken, habe er den Ein- wand erhoben, der Verein sei nicht rechtsfähig. Verschiedene Per- sonen, die nicht in allen Punkten seiner Herrschaft im Verein und in der Kirchenverwaltung sich beugen wollten, habe er in gehässiger Weise verfolgt'; auch die Pfarrer seien davor nicht sicher gewesen, wenn sie es wagten, anderer Meinung zu sein. Pretzel habe eine unumschränkte Herrschaft im Verein und in der Kirchenverwaltung ausgeübt, die mehr und mehr unerträglich geworden sei. Auch die Tatsache, daß Herr Pretzel wegen unlauteren Wettbewerbes bestraft worden sei, sei geeignet, seine Würdigkeit für das Amt des Vor- sitzenden in Zweifel zu ziehen. Herr Pretzel selbst war mit einigen seiner Getreuen erschienen und hielt eine lange Verteidigungsrede. Hinter jedem persönlichen Angriff auf seine Gegner, hinter jeder gehässigen Klatschgeschichte folgte die Berufung auf die gute Sache der Religion, der Kirche und der positiven Richtung. Pretzel und seine Freunde brachten natürlich auch die schmutzige Wäsche der Gegner in behaglicher Breite vor und enthüllten somit, welche Intrigenwirtschaft in der positiven Gemeindeverwaltung herrscht. Von Christlichkeit und Duldsamkeit ist hier nicht viel zu merken. In der Generalversammlung wurde Herr Pretzel trotzdem tviedergewählt._ Die Direktion beS ZirkuS Busch mußte Segen der jetzt statt- findenden Ringkämpfe für die Abendvorstellungen die Kinderbilletts aufheben. Um nun der Jugend einen Ersatz zu bieten, wird von heute ab in den sonntäglichen Nachmittagsvorstellungen, zu denen Kinder bei halben Preisen Zutritt haben, die große Pantomime �Rom" aufgeführt. Arbeiter-BildungSschule Berlin. Heute abend 7 Uhr im„König- stadt-Kasino", Holzmarktstraße 72, Vortrag deS Genosten Karl Mermuth:„Ein Kapitel aus der Geschichte und Theorie der Arbeiterbewegung." Zahlreicher Besuch wird erwartet. Das Prater-Theater leistete sich am Freitagabend eme Ur- aufführung eines von einem Herrn Paul Hankel verfaßten modernen . Dramas in fünf Akten:„Die sechste Bitte". Was wollte der Autor mit diesem Titel? Etwa darlegen, daß der Mensch bei allen seinem Tun mit fronimem Augenaufschlag hülsesuchend nach oben wenden und murmeln soll: Führe unS nicht in Versuchung oder was sonst? Wollte er das erstere, so ist ihm das schlecht gelungen. Denn der wesentliche_ Inhalt des Dramas war auf einen ganz anderen Ton gestimmt. Was uns an dem Stück gefiel, war die teilweise ganz gute Charakterisierung der heutigen Geldehe. Es wird gezeigt, wie die heutige Ehe in manchen Kreisen ein Geschäft ist, zu dem die Kirche noch ihren Kigeu spendet. Ein Grobarundbefitzer hat einem reichen Baron seine Tochter versprochen and als dies« sich gegen die Heirat strZubt. weil ihr Jugend geliebter aus der Fremde zurückkehrt, enthüllt der Vater ihr, daß er am Rande des Bankerotts sei und Schande und Elend ihm und der Mutter in Aussicht stehen. Nur die Verbindung mit dem reichen, aber ungeliebten Manne könne helfen. Die Tochter opfert sich, kann aber den Gedanken an ihren Geliebten nicht los werden, mit dem sie kurz vor der Hochzeit einen wilden Abschied feierte und den neuen Gatten um die erste Nacht brachte. Die Ehe mit dem Baron war eine unglückliche. Der Jugendfreund verfällt in Wahnsinn und der Baron wird bei einem Zusammentreffen mit demselben zum Mörder. Als er erfährt, daß das vorhandene Kind nicht sein eigenes ist, will er seiner Frau zu Leibe, wird aber in diesem Augenblick als des Mordes verdächtig verhaftet. Die Schuld an dem ganzen Unheil wird schließlich dem Groß- industriellen zugeschrieben, der seine Tochter um des Geldes willen verkuppelte. Unter dem pastoralischen Trost:„Und erlöse unS von dem Uebel" fällt der Vorhang. Die Darsteller gaben ihr Bestes. Gertrud Mangelsdorf spielte mit großem Geschick die verkuppelte Tochter des Groß- industriellen, während Herr M a r ch a n d als Geliebter Dr. Lentz seine Rolle gleichfalls gut zu Ende führte. ArSeiter-Samariter-Kolonne. Erste Abteilui z Montag abend Dresdenerstr. 45: Schlußvortrag des Winterkursus über:„Die Grundzüge der Krankenpflege". Vortragende: Frl. Dr. Profö. Daran anschließend Transportübungen. Donnerstag in Lichtenberg bei Piekenhagen, Scharnweberstr. 60, spricht der Spezialarzt Herr Dr. Hirschfeld über:„Die Hygiene der Frau." Der Vortrag ist nur für Frauen und find Gäste dazu an- genehm._ Vorort- JVacbricbtem Charlottenburg. Die neue„BerwaltuugSordnuug", in welcher die Zuständigkeiten zwischen der st ä d t i s ch e n Polizeiverwaltung und dem König- l i ch e n Polizeipräsidium in Charlottenburg gegen einander abgegrenzt werden, ist amtlich publiziert worden. Danach wird die Stratzenbaupolizei künftig vom Oberbürgermeister unter der Amts bezeichnung„Slädtische Polizeiverwaltung zu Charlottenburg. Der Oberbürgermeister", wahrgenommen; Landesaufsichtsinstanz über die städtische Polizeiverwaltung ist der Polizeipräsident von Berlin. Zur ungeteilten Zuständigkeit der städtischen Polizei Verwaltung gehören: die Wahrnehmung der Wegepolizei, die Durchführung der Kanalisation, der Hausanschlüsse usw. Bei der dem Polizeipräsidium verbleibenden Baupolizei wirkt die städtische Verwaltung nur mit. wenn eS sich um Neubauten an neuen oder unbebauten Straßen, um erheblichere Bauten, Umbauten usw., um Veränderung der Straßen fluchten usw. handelt. Die Ausübung der Sicherheitspolizei auf Privatwegen, die Anlegung der Vorgärten. Aufstellung von Bau- zäunen, die Verkehrspolizei usw. verbleibt dem Kömglichen Polizei- Präsidium. Freie Bolksbühne Charlottenburg. Die Märzvorstellung des Vereins findet für die erste Abteilung am Sonnabend, den 23., für die zweite Abteilung am Freitag, den 22. statt. Die Mitglieder der zweiten Abteilung, darunter alle Neu aufgenommenen, müssen also am Donnerstag in den Zahlstellen geklebt haben; die Mitglieder der ersten müssen am Freitag geklebt haben. Anmeldungen werden noch bis Dienstag in den Zahlstellen entgegengenommen. Gespielt wird die Landstreicherkomödie„Der Kaiserjäger". Anfang pünktlich 8 Uhr im Schiller-Theater Charlottenburg. Rummelsburg. Mit der Borberatung des Gemeindcvoranschlags für 1907 bc- schäftigte sich die letzte Gemeindevertretersitzung. Der Voranschlag selbst schließt in Ausgabe und Einnahme mit 2 329 371 M. ab. Ein- leitend bemerkte der Gemeindevorsteher, daß der Zuschlag zur Staatseinkommensteuer zwar von 130 Proz. im letzten Jahre auf 125 Proz. herabgesetzt ist, es sei dies aber nur möglich gewesen, in- dem man alle Ausgaben auf das knappste bemessen habe. Als er- freulich bezeichnete er es, daß die Einkommensteuer, pro Kopf der Bevölkerung berechnet, im steten Aufstiege begriffen sei. So betrug dieselbe im Jahre 1890 1,25 M. und stieg im Jahre 1905 bereits auf 3,30 M. pro Kopf der Bevölkerung. Als Zuschuß der Stadt Berlin zu den Schullastcn für diejenigen Schüler, deren Väter in Berlin in. Beschäftigung stehen, sind bereits 18 000 M. in Einnahme ge- stellt. Unser Genosse John kritisierte an dem Voranschlag in erster Linie die vollständige Außerachtlassung der Einstellung von Mitteln für die verschiedenen so äußerst notwendigen fozialpolittschen Ge- meindeeinrichtungen, er wies nach, daß im Voranschlag ausschließ- lich nur den Wünschen der Grundbesitzerpartei Rechnung getragen sei. So muß die Herabsetzung des Zuschlags zur Staatseinkommen- steuer bei der zurzeit nicht guten finanziellen Lage der Gemeinde als ein Gefälligkeitsakt für die Grundbesitzerpartei betrachtet werden. Weiter trägt die Gemeinde allein bei der Kanalisation zu den Unkosten 53 700 M. bei. Der Gemeindezuschuß zu den höheren Schulen beträgt bereits über 40 000 M. Verschiedene Be- schwerden gegen hie Armenverwaltung gaben unserem Redner Ver- anlassung, die Rückständigkeit derselben und ihre rigorose Geschäfts- führung zu kennzeichnen. Wie die Armenverwaltung verfährt, er- hellt am besten daraus, daß sämtliche Ausgaben dieser Verwaltung pro Kopf der Bevölkerung berechnet noch nicht 92 Pf. pro Jahr be- tragen, gegen Berlin mit über 2,50 M. Andererseits ist hie Armen- Verwaltung äußerst rührig; den Vorwurf, daß sie es übersieht, Empfängern von Armenunterstützung das Wahlrecht zu nehmen. kann ihr so leicht niemand machen, im Gegenteil, sie leistet, was folgender Vorgang beweist, in dieser Beziehung ganz hervorragen- des. Die Frau eines hiesigen Arbeiters erkrankte im vorigen Früh- jähr, die Behandlung übernahm ein hiesiger Arzt auf Kosten des betreffenden Arbeiters. Eine frühere Hauswirtin der erkrankten Frau drang nun wiederholt auf diese ein, zu Herrn Dr. Vanselow zu gehen, da derselbe sie schneller gesund machen würde. Die Er- krankte ging, versehen mit einem Empfehlungsbrief der Frau Wirtin, zu Herrn Dc. Vanselow. Nach Durchlesung desselben war der Arzt ganz entrüstet über die Art der Zuweisung von Patienten. Die Erkrankte verzichtete hierauf auf jede Hülfe und verließ den unfreundlichen Arzt eiligst. Zufällig war nun aber dieser Herr gleichzeitig auch Armenarzt, was zur Folge hatte, daß der Ehe- mann der Erkrankten für das Lesen des Empfehlungsbriefes um ein Wahlrecht gekommen ist— da die Armenverwaltung hierin eine Armenunterstützung erblickte!!! Hierauf begründete unser Redner unsere Forderung der unentgeltlichen Abgabe von Lehr- und Lernmitteln an alle Schulpflichtigen. Weiter beantragte er, eine größere Summe einzustellen, damit für diejenigen Kinder, bei denen die Schulärzte es für notwendig halten, daß die Betreffenden zur Erholung in eine Ferienkolonie geschickt werden, auch die ge- nügenden Mittel vorhanden sind. Die Errichtung von Schulbrause- bädern wurde ebenfall» von unserem Vertreter dringend gefordert. Beim Kapitel Fortbildungsschule nahm unser Genosse noch Veranlassung, auf eine Verfügung des Assessors Köhler hinzuweisen, die in Lehrerkreisen sowie bei allen Freunden der FortbildungS- thule die schärfste Mißbilligung erfahren hat. In einer der letzten Sitzungen der Gemeindevertretung war vom Gemeindcvorstand unter Führung des Herrn Assessor Köhler eine Abänderung des jetzigen Ortsstatuts der Fortbildungsschule dahin beantragt worden, daß die„Schulpflicht" für alle am Orte wohnenden, aber nicht am Orte beschäftigten jugendlichen Per- onen aufgehoben werden sollte. Eine solche Ab- änderung des Ortsstatuts hätte zur Folge gehabt, daß die jetzige Schülerzahl bis auf% zurückgegangen wäre, was gleichbedeutend war mit der Vernichtung der ganzen Schule. Fast einmütig wurde diese geplante Verstümmelung der Fortbildungsschule, welche zur- zeit einen sehr guten Ruf genießt, von der Gemeindevertretung abgelehnt. Um nun seinen Zweck doch zu erreichen, erließ der Herr Assessor im Einverständnis mit dem Amtsvorsteher eine Verfügung an die Lehrerschaft. In dieser befiehlt er in kurzen Worten, ihm keine miiim Siwtaiikteaejt M ZchuldÄgWUvste m IMcn Schülern eTftzüfticheft, Kelche nlchk SM Ctfe veschSfftgt f»«6— la er solche Schüler in Zukunft nicht mehr bestrafen wird. Die Ver. antwortung für diese Verfügung übernahm der Amtsvorsteher. Er entschuldigt seine Handlungsweise— welche im direkten Wider- spruch mit dem einmütigen Beschluß der Gemeindevertretung sowie mit dem genehmigten Ortsstatut steht— damit, daß in einem an- deren Orte ein Fortbildungsschüler, welcher nicht an dem be- treffenden Orte beschäftigt war, vom Gericht von der Schulpflicht freigesprochen worden sei; er könne deshalb eine Bestrafung vor seinem Gewissen nicht verantworten. Ob der Herr Amtsvorsteher auch bei jeder anderen Strafansetzung sein Verantwortungsgefühl und Gewissen prüft? Es ist dies kaum anzunehmen, da sonst nicht ein so großer Prozentsatz von Strafmandatsempfängern bei den Berufungen freigesprochen werden müßten! Beim Kapitel Steuern beantragte Genosse John die Absetzung der Bier- und LustbarkeitS- steuer und dafür die Einführung der Wertzuwachssteuer, welche er eingehender begründete. Zum Schluß forderte Redner noch die Errichtung eines Kindergartens in größerem Stile und in Ver- waltung der Gemeinde.— Genosse Ritter begründete dann ein- gehend den Antrag betreffend die Nichtbeteiligung von Gemeinde- Vertretern bei Vergebung von Gemeindearbeiten. Die wenigen Aus» führungen der bürgerlichen Vertreter gipfelten darin, daß man gegen unsere Forderung nicht viel einwenden könne, da aber zur- zeit kein Geld dafür übrig sei, könnten dieselben auch noch nicht zur Einführung kommen. Die Hausbesitzerpartei sieht ihr Heil nur allein in der Herabsetzung des Zuschlags zur Staatseinkommen- steuer, sie erwartet von einer noch weiteren Herabsetzung Wunder» dinge. Der Voranschlag wurde hierauf zur weiteren Durch. beratung an die Finanzkommission gewiesen. Weihensee. Eine außerordentliche Generalversammlung der Vertreter der Ortskrankenkasse beschloß eine Herabsetzung der Leistungen und zwar insofern, daß dem Bezüge von Krankengeld eine Karenzzeit von drei Tagen voraufgeht. Dauert die Krankheit länger als zwei Wochen, so werden die ersten drei Tage nachgezahlt. Veranlaßt wurde dieser Beschluß durch eine Verfügung der Regierung, den Reservefonds auf die gesetzmäßige Höhe zu bringen, der 180 000 M. betragen soll, jedoch nur 42 000 M. beträgt. Durch diesen Beschluß sollen pro Jahr 15 000 M. erspart werden, so daß dadurch ermöglicht wird, den gesetzmäßigen Betrag von jährlich 26 000 M., 10 Proz. der Jahresausgabe, dem Reservefonds zuzuführen. Ans der Gemeindevertretung. Eine rege Debatte zeitigte die der Vertretung vorgelegte Gebührenordnung für den Gemeinde- ftiedhof, der vom 1. April in eigene Verwaltung genommen wird. Bei dieser Gelegenheit beantragten unsere Genossen Frentz, Taub- mann und Schmutz die unentgeltliche Bestattung für jedermann. Wolle man aber von der Unentgeltlichkeit absehen und Sonderrechte auch im Tode einführen, so mögen dann auch entsprechende Leistungen verlangt werden. Die Mehrheit der Vertretung war aber nicht geneigt, auf das Verlangen unserer Genossen einzugehen. Gegen 7 Stimmen wurde die Vorlage angenommen. Die gesamten Bestattungsgebühren eines gewöhnlichen Sterblichen verursachen jetzt eine Mehrbelastung von zirka 5— 6 M. Die Königs- Chaussee von der Grenze bis zum Antonplatz soll elektrische Be- leuchtung bekommen, ebenso die Gustav Adolfftraße von der Grenze bis zur Langhansstraße. Ferner sollen die Gäblerstraße, Char- lottenburgerstratze(Wochenmarkt) und die Königs-Chaussee von der Parkstratze bis zum Antonplatz mit Krenzinlicht erleuchtet werden, nachdem das Probelicht auf der Königs-Chaussee den Beifall der Vertretung gefunden hat. Die von der Gemeinde erhobene Steuer hat den Rennklub veranlaßt, das Angebot zu machen, sich durch Zahlung einer Pauschale von 10 000 M. abzufinden, widrigenfalls die Rennen nach Westend verlegt werden. Trotz Widerspruchs unserer Genossen stand die Mehrheit auf dem Standpunkte der Einigung und schlug eine Pauschale von 15 000 M. vor. Ebenso soll der Ockonom des Schloßrcstaurants mit einer Pauschale von 1500 M. abgefunden werden. Daß auch Ländereigesellschaften hartnäckige Steuerzahler sind, beweist die Einleitung eines Zwangsversteigerungsverfahrens gegen die Realgesellschaft(Direktor Rechtsanwalt Haase) wegen rück- ständiger Steuern im Betrage von 800 M., wozu die Gemeindevertretung die Zustimmung geben mußte. Steglitz. Unter sehr schwacher Beteiligung gingen am Freitag die G e- werbegerichtswahlen vor sich. Gewählt wurden die vom Gewerkschaftslartell vorgeschlagenen Kandidaten. Ein in der Gruppe „Verschiedene Gewerbe" aufgestellter Gegenkandidat erhielt nur 12 Stimmen. Es wurden abgegeben:„Metallgewerbe" 87 Stimmen (eingeschriebene Wähler 456),„Graphisches Gewerbe" 113(639), „Nahrungsmittelgewerbe" 11(60),„Verschiedene Gewerbe" 52(467). Von den Arbeitgebern beteiligten sich an der Wahl:„Metall- gewerbe" 7 von 52 Wahlberechtigten,„Nahrungsmittelgewerbe" 16 von 180 und vom„Baugewerbe" 3 von 36. Eichwalde. Bei der am Freitag ftattgefundene» Gcmeindevertteterwahl in der dritten Klasse siegte der Kandidat des„Liberalen Bllrgervereins" mit 71 Stimmen, worunter sich 36 Papierstimmen befanden, von denen allein der Gemeindevorsteher 26 abgab. Unser' Kandidat Gen. Witte erhielt 36, der Kandidat de?„GrundbefitzervereinS" 27 Stimmen. Wenn wir auch gegen 1905 eine Zunahme von 19 Stimmen zu ver- zeichnen haben, so muß doch entschieden gegen das laue Verhalten einer Anzahl Arbeiter, sogar Wahlvereinsmitglieder, protestiert werden, deren Teilnahme genügt hätte, um unseren Kandidaten in eine aussichtsvolle Stichwahl zu bringen.— Wie verlautet, wird diese Wahl noch verschiedene Nachspiele vor Gericht haben, da die bürgerlichen Gegner sirq in den letzten Tagen gegenseitig mit den „liebenswürdigsten" Bezeichnungen belegten. Im übrigen beabsichtigt auch der.Grundbesitzerverein" verschiedener Vorkommnisse wegen Protest einzulegen. Groß-Besten. In Zeesen-Korbiskrug wurde bei der letzten Gemeindevertreter. wähl der Genosse Siekmann gewählt. Bisher war daS Mandat tu den Händen der Gegner. Ol»er-Schöneweide. Geweindevertretersitzung. Bei der Etatsberatung wurden die direkten Gemeindesteuern wie folgt festgesetzt: Zuschlag zur Staatseinkommensteuer 125 Proz.(bisher 130 Proz.), Gewerbesteuer: Klasse 1—3 187,5 Proz.(195 Proz.), Klasse 4 156,25 Proz.(162,5 Proz.). G r un d st e u er 2,50 M. pro 1000 M. deS gemeinen Wertes. Ferner an indirekten Steuern: Umsatz- steuer 1 Proz. bei bebauten und 2 Proz. bei unbebauten Grund- stücken. Der Antrag unserer Genossen, die mit 25 000 M. eingesetzte Biersteuer aufzuheben, wurde mit geringer Majorität abgelehnt, desgleichen ein Antrag auf Ermäßigung des Satzes von 65 Pf. pro Hektoliter. Der Gemeindezuschlag zur SchankbetriebS- kreis st euer bleibt auf Antrag unserer Genossen außer Ansatz.— Die Anregung unserer Genossen, in Anbetracht des steng steigenden Gemeindebedarfs für die Folge der Einführung einer autonomen Gewerbesteuer sowie einer Wertzuwachssteuer näher zu tteten. fand starke Oppositton bei den Grundbesitzern. Auf Antrag der Etatskommission machte die Vertretung ganz wesentliche Absttiche an den Ausgaben für die Verwaltung. Die Gehälter der Beamten wurden durchweg um 200 M. erhöht, die Löhne der Gemeindearbciter um 5 Pf. pro Stunde. Der alljährlich abgelehnte Anttag unserer Genossen auf Abänderung �er Amtsbezirks» grenzen wurde diesmal mit 8 gegen 7 Stimmen angenommen. Wenn die oberen Instanzen dem zustimmen, hat nicht mehr ein Amtsausschuß, sondern die Gemeindevertretung über Polizeiangelegenheiten zu bestimmen. Der Anregung unserer Genossen folgend wurde eine Beleuchtung für die Nacht- und Morgerstundcn beschlossen. Die Umgestaltung der Wilhclminenhofftraße, welche 800 000 M. erfordert, foll in Angriff genominen werden, sobald die im neuen Ortsteil herzustellende Parallelstraße fertiggestellt ist. Bei dieser Gelegenheit brachte Genosse Grunow Mißstände im Betriebe der Straßenbahn zur Sprache, welche Unsicherheit des Verkehrs sowie Schädigung vieler Geschäfts. Teute mit sich bringen. Spandau. Neber die lebte Stadtverordnetenversammlung wird uns geschrieben: Die zwischen dem Magistrat und der StadtverordnetenVersammlung schwebende Streitfrage wegen Vermehrung der befoldeten Stadträte hat nunmehr durch die Annahme einer Vorlage folgenden Inhalts ihre Erledigung gefunden: 1. Es soll ein Magistratsaffeffor mit einem Jahreseinkommen bon 3600 m. ( früher 3000 M.) auf 6 Jahre angenommen werden. 2. Der Magistrat wird ersucht, bis 15. Juni 1907 eine Vorlage betreffend die Anstellung eines befoldeten Stadtrats mit technischer Vorbildung vorzubereiten. Einen fleinen Zusammenstoß hatte der Stadtv. Genosse Schmidt I mit einigen bürgerlichen Stadtverordneten bei Beratung der Vorlage der Vermehrung der Stadtverordneten von 42 auf 48, die Spandau nach seiner Einwohnerzahl zu verlangen hat. Genosse Schmidt I stellte hierbei den Antrag, den für die dritte Wählerabteilung seit der letzten Stadtberordnetenwahl eingeführten Wahlmodus, daß für diese Abteilung in einzelnen Bezirken gewählt wird, von denen jeder der Bezirke seinen Stadtverordneten zu wählen hat, wieder aufzuheben und es wie früher einzurichten, daß die dritte Abteilung in verschiedenen Lokalen die Gesamtzahl der Stadtverordneten dieser Abteilung wählt. Mit diesem Antrage hatte er aber in ein Wespennest gestochen. Wie eine Meute fielen einige bürgerliche Stadtverordnete über den Genossen her und wiesen ihn darauf hin, daß ja die Sozialdemokraten die Bezirkseinteilung selber gewollt und daß sie wohl jetzt die Sache wieder aufgehoben haben möchten, weil sie so schlechte Geschäfte mit diesem Modus bei der letzten Wahl gemacht hätten. Namentlich hervor taten sich die konservativen Stadtverordneten Lüdicke, Vorsitzender des konservativen Neuen Wahlvereins" und Landtagsabgeordneter, sowie Dr. Engelhardt. Auch der aus der letzten Wahl hervorgegangene Gewehrarbeiter Stadtverordneter Schmidt II, dessen Direktor ihm seinerzeit wegen einer Aeußerung des Stadtv. Schmidt I, mit dem er ihn verwechselte, eine ordentliche Standpauke hielt und ihn in Furcht und Schrecken versezte, polemisierte gegen Genossen Schmidt I und trat für die Beibehaltung des jezigen Wahlmodus ein, weil dadurch eine größere Wahlbeteiligung erzielt worden sei. Genosse Pied rief treffend dazwischen:" Durch Abkommandierungen". Als Genosse Schmidt I auf die Anwürfe erwiderte, daß durch das Dreitlassenwahlsystem die Volksmeinung niemals zum Ausdrud gebracht werde, dies könne nur durch das allgemeine, direkte und geheime Wahlrecht annähernd geschehen und habe die legte Reichstagswahl gezeigt, daß die Mehrzahl der Spandauer Wähler doch anders denken als die bürgerlichen Stadtverordneten annähmen, da verstieg sich der konservative Stadtverordnete S cho b, der Verleger des unter Ausschluß der Oeffentlichkeit erscheinenden Spandauer Schleifsteins, Tageblatt" genannt, das trop feiner verschwindend kleinen Anzahl von Abonnenten zum amtlichen Publikationsorgan bestellt ist, zu der sehr bemerkenswerten Aeußerung:„ Er gebe zu, daß das Dreiklassenwahlrecht nichts tauge, aber auch das Reichstagswahlrecht tauge nichts, denn jeder teutsche Mann müsse den Mut haben, den Namen desjenigen zu nennen, den er wählen wolle.( Aus dieser Aeußerung fann man wieder einmal ersehen, wohin gesteuert wird.) Selbstverständlich wurde der Antrag des Genossen Schmidt I gegen die Stimmen der Sozialdemokraten abgelehnt und die Vorlage angenommen. Der Gedanke der Einrichtung einer Volksbadeanstalt scheint seiner Verwirklichung entgegen zu gehen. Dem Magistrat ist es gelungen, ein fehr geeignetes Terrain an der Triftstraße ausfindig zu machen. Allerdings war wohl hierzu in der Hauptsache maßgebend die schlechte Lage der Flußbadeanstalt an der Wröhmännerstraße, welche bisher nur vom zahlungsfähigen Publikum besucht werden konnte. Es soll nun in einer besseren Lage an der Triftstraße Gelände ausgetauscht werden und wird man dann erst ab zuwarten haben, wie unsere Stadtväter eine Voltsbade. anstalt einrichten werden. Stadtv. Genosse Schmidt I be. fürwortete bei dieser Gelegenheit auch die Einrichtung einer Bade. anstalt in der Wilhelmsstadt. Für die Herstellung einer öffentlichen Ausladestelle an der Oberhavel in der Nähe der Rustwiesen werden 14 000 m. bewilligt. Die übrigen Vorlagen sind von geringerer Bedeutung Gerichts- Zeitung. Bestialitäten einer Mutter beschäftigten gestern die 6. Strafkammer des Landgerichts I. Angetlagt war die 36 jährige Frau Marie Wagener geb. Stolberg. Das am 8. Dezember 1901 geborene Kind der Angeklagten wurde von dieser fortgesezt in einer Weise gemißhandelt, die an die Feigheit und die Roheit schwerer Militärmißhandlungen erinnerten. Das Schöffengericht erkannte wegen der das Leben des hülflosen Wesens gefährdenden Mißhandlungen auf eine Gefängnisstrafe von neun Monaten. Gegen dieses verhältnismäßig milde Urteil legte die Angeschuldigte noch Berufung ein. Der Vorsitzende der Straftammer, Landgerichtsdirektor Dr. Goebel, sprach als Ansicht des Gerichts aus, daß es sehr bedauerlich sei, daß die Staatsanwaltschaft nicht auch Berufung eingelegt habe, denn dann wäre das Gericht in die Lage gebracht, auf eine ganz erheblich höhere Strafe zu erkennen. Die Berufung wurde unter Bestätigung des ersten Urteils auf Kosten der W. verworfen. Außerdem wurde die Angeklagte sofort verhaftet, da das Gericht Fluchtverdacht für vorliegend erachtete. Militär- oder Sivilgericht? Schußmannslüge vor bem Reichsgericht. Vom Landgerichte Rostock ist am 22. November b. J. der Schuh. mann Heinrich G. wegen Beleidigung und wissentlich falfcher Anschuldigung zu einem Monat und einem Tage Gefängnis verurteilt worden. Als seine Frau verreist war, bat er seine Flurnachbarin, Frau H., ihm seine Wohnung reine zu machen. Während sie es tat, machte er ihr eine unzüchtige Zumutung. Frau H. erzählte später den Vorfall einigen Freundinnen, so daß G. davon erfuhr. Auf Veranlassung seiner vorgesetzten Behörde strengte er gegen Frau H. Brivatklage wegen Beleidigung an, indem er behauptete, die Angaben der Frau H. seien unwahr. In der Tat wurde nun die so schwer beleidigte und verleumdete Frau H. verurteilt. Erst in der Berufungsinstanz gelang es, den Hallunkenstreich dem Gericht als Hallunkenstreich zu erweisen. Frau H. wurde freigesprochen und nunmehr der Spieß umgedreht. In dem milden Urteil gegen den Angeklagten wurde diesem zugute gehalten, daß er nicht aus ehrloser Gesinnung, sondern unter dem Drucke der Verhältnisse die Frau H. in der Privatklage falsch beschuldigt hat. Strafmildernd hat das Gericht auch in Betracht gezogen, daß der Angeklagte bei dem fraglichen Vorfalle angetrunken war. Die Revision des Angetlagten wurde am Freitag vom Reichsgerichte verworfen, Die Unzucht vor dem Reichsgerichtsstuhl. Moris. Abends: Der lange Reel. Sonntagnachmittag 8 e: Dost unb Stadt. Abends: Der G'wissenswurm. Montag: Dorf und Stadt. Bernhard Rose- Theater. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Die Jüdin von Zolebo. Abends: Sherlod Holmes. Montag: Die Jüdin von Toledo. Dienstag: Sherlod Holmes. Mittwoch: Die Jüdin von Toledo. Donners tag und Freitag: Sherlock Holmes. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Rübezahl. Abends: Sherlock Holmes. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Sherlod Holmes. Abends: Die Jüdin von Toledo. Residenz Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Prinzgemahl. Sonst allabendlich: Haben Sie nichts zu verzollen? Nächsten Sonntag. nachmittag 3 Uhr: Ein Hochzeitsmarsch. Metropol Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Auf ins Metropol. allabendlich: Der Teufel lacht dazu. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Auf ins Metropol. Thalia Theater. Sonntagnachmittag 3, Uhr: Charleys Tante. Allabendlich: Olympische Spiele. Sonntagnachmittag, 24. März, 34, Uhr: Charleys Lante. Apollo Theater. Sonntagnachmittag 3%, Uhr: Ali ben Mocca. Die drei Alli ben Mocca. Die drei goldenen Jungfrauen. Bernh. Mörbiz. Speziali goldenen Jungfrauen. Im 800. Abends und Montag bis Donnerstag: täten. Freitag und Sonnabend: Der Triumph des Weibes. Sonntag nachmittag 3%, Uhr: Ali ben Mocca. Die drei goldenen Jungfrauen. Im 800. Abends und Montag: Der Triumph des Weibes. Deutsch: Amerikanisches. Sonntagnachm. 3 Uhr: Die Fledermaus. Abends: Der Trompeter von Sällingen. Montag: Der Bettelstudent. Dienstag: Der Trompeter von Säffingen. Mittwoch: Der Zigeunerbaron. Donnerstag: Das Schüzenliefel. Freitag: Die Zauberflöte. Sonnabend: Der Zigeunerbaron. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Martha. Abends: Der Bettelstudent. Balast- Theater. Spezialitäten. Walhalla Theater. Sonntagnachmittag 3%, Uhr: Spezialitäten. Sonst allabendlich: Die goldene Eva. Spezialitäten. Nächsten Sonntag. nachmittag 3 Uhr: Spezialitäten. Reichshallen Theater. Stettiner Sänger. Passage Theater. Mal was anderes. Spezialitäten. Wintergarten. Charlotte Wiehe. Spezialitäten. Karl Haverland: Theater. Spezialitäten. 段 Kasino Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Ledige Leute. abendlich: Nic Carter. Nächsten Sonntagnachmittag: Ledige Leute. Folies Caprice. Allabendlich: 100 000 Gulden Mitgift. Jm Inspektionszimmer. 3 Straffachen aus dem Gebiete der lex Heinze befchäftigten am Freitag das Reichsgericht. Wegen Feilhaltens unzüchtiger Abbildungen ist am 19. Juli v. J. vom Landgericht Köln der Buchhändler Engelbert Mehling zu 50 M. Geldstrafe verurteilt worden. Auf seine Revision hob das Reichsgericht das Urteil auf und verwies die Sache an. das Landgericht zurück. In dem Urteile des Landgerichts sei nur gesagt, daß die fraglichen Abbildungen bestimmt seien, unzüchtigen Zwecken zu dienen, was sie enthalten, sei aber nicht im Urteile angegeben. 3war erwähne das Urteil, daß es sich um Entkleidungsszenen handele, aber es sei durchaus nicht mit Notwendigkeit anzunehmen, daß solche Entkleidungsszenen stets unzüchtig wirken.- Gleichfalls Gleichfalls aufgehoben wurde auf die Revision des Angeklagten das Jodele. Die legte Ehre. Jeden Abend: Ein verrüdtes Hotel. Nächsten Gebr. Herrnfeld- Theater. Sonntag nachmittag 3, Uhr. Hauferer Urteil des Landgerichts Bonn vom 11. September v. J., durch Sonntagnachmittag 3, Uhr: Haufierer Jodele. Die lette Chre. welches der Schreiner Hermann Weiß wegen Verbreitung unPrater Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Wilhelm Tell. Abends: züchtiger Abbildungen zu 1 Monat Gefängnis verurteilt worden Die sechste Bitte. Montag: Jägerliebchen. Dienstag: Der Veilchenfresser. ist. Das Landgericht hatte anscheinend infolge der Benußung Mittwoch: Der Pfarrer von Stirchfeld. Donnerstag: Die sechste Bitte. einer alten Ausgabe des Strafgesetzbuches nicht beachtet, daß der Freitag: Der Hypochonder. Sonnabend: Geschlossen. Sonntagnachmittag § 181 durch die sogenannte lex Heinze vom 25. Juni 1900 wesentlich 3 Uhr: Rabale und Liebe. Abends: Der Hypochonder. Montag: Die umgestaltet ist, und die Feststellungen nach dem alten§ 181 gesechste Bitte. Urania Theater. Taubenstraße 48/49. Allabendlich: Die Feuer troffen. Verworfen wurde dagegen die Revision des Geschäftsführers des Kleinen Wikblattes", Alfred Brie, der am gewalten der Erde. Mittwoch und Sonnabend nachmittag 4 Uhr: Aus dem 29. Dezember v. J. vom Landgericht I in Berlin wegen Aufnahme unzüchtiger Inserate zu einem Monat Gefängnis berurteilt worden ist. Die gleiche Strafe hat der Vertreter der Inseratenpächterin des Blattes, Musold, erhalten. Dieser hatte sich aber bei dem Urteile beruhigt. Wochen- Spielplan der Berliner Theater. Königl. Opernhaus. Sonntag: Der Freischüß. Montag: Figaros Hochzeit. Dienstag: Salome.( Anfang 8 Uhr.) Mittwoch: Pique Dame. Donnerstag: Tannhäuser. Freitag: Sinfoniekonzert. Sonnabend: Pique Dame. Sonntag: Undine. Montag: Der fliegende Holländer. Königl. Schauspielhaus. Sonntag: Hamlet. Montag: Die Welt, in der man sich langweilt. Dienstag: Was Ihr wollt. Mittwoch: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Donnerstag: Wallensteins Tod. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Was Ihr wollt. Sonntag: Göz von Berlichingen. ( Anfang 7 Uhr.) Montag: Uriel Acosta. Neues tönigl. Opern Theater. Sonntag, den 24. März: Der Evangelimann.( Anfang 7, Uhr.) Schiller- Theater O. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Maria Stuart. Haushalt der Natur. Briefkaften der Redaktion. Die furistische Sprechstunde findet Friedrichstr. 16, Aufgang 4. eine Treppe( Handelsstätte Bellealliance, Durchgang auch Lindenstr. 101), wochentäglich von 7 bis 9 Uhr abends statt. Geöffnet 7 Uhr. Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. N. 48. Ein gegenseitiges Testament tann eigenhändig geschrieben werden. Ein Stempelbogen ist nicht erforderlich. Anleitung und Beispiel für ein solches Testament finden Sie auf den lezten Seiten des dem Arbeiterrecht" beigefügten Führer. Das Buch liegt in den öffentlichen Bibliotheken aus. R. St. 247. Sie können es auf einen Prozeß ankommen lassen und würden in demselben voranssichtlich obsiegen. A. K. 57. Aber! Anni 14. Ja. M. 3. 100, Köpenick. Die Fenster hat der Vermieter zu erseßen, falls nicht durch den Mietsvertrag das Gegenteil vereinbart ist. Eine solche gegenteilige Vereinbarung ist in Berlin und Umgegend leider die Regel. Neumann. Wenden Sie sich an den Lehrer der Schule. Dieser wird Ihnen am besten Rat erteilen. abends: Narrenglanz. Montag: Jugend. Dienstag: Minna von F. A. 9. 1. Ja. 2. 1200. 7. S. 7. 1. Ihr Geburtsschein und Barnhelm. Mittwoch: Jm bunten Rod. Donnerstag: Im bunten Rod. die Militärpapiere find erforderlich. 2. An den Standesbeamten. Freitag: Die Räuber. Sonnabend: Die rote Robe. Sonntagnachmittag B. 100. 6 Wochen zum Duartals ersten beträgt die Kündigungsfrist für 3 Uhr: Maria Stuart. Abends: Flachsmann als Erzieher. Montag: Werkmeister, falls nichts vereinbart ist. Wird eine andere Kündigungsfrist Mathias Gollinger. bereinbart, so muß dieselbe mindestens einen Monat betragen. S. 2. 50. Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: 1. Der Prozeß hätte wenig Aussicht auf Erfolg. 2. Wenn Sie nicht ausMaria Stuart. Abends: Die Braut von Messina. Montag: Narrenglanz. drüdlich vereinbart haben, daß Sie später das Buch nicht abnehmen, so Donnerstag: Narrenglanz. find Sie trop der Verspätung zur Abnahme verpflichtet. Dienstag: Fiesto. Mittwoch: Narrenglanz. O. B. 33. Freitag: Der Kaiserjäger. Sonnabend: Der Kaiserjäger. Sonntag. Der Vertrag ist gültig; der Passus, den Sie nicht vereinbart haben, ist nachmittag 3 Uhr: Die Jungfrau von Drleans. Abends: Mathias Gollinger. ungültig. Berlangen Sie Anerkennung der Ungültigkeit, eventuell lagen Montag: Der Kaiserjäger. Sie. 2. 19. Nein. O. P. 149. Uns nicht bekannt. R. R. 77. Schiller- Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag. Eine Auskunftsstelle ist nicht vorhanden. Eine ruhige Aussprache würde Sie nachmittag 3 Uhr: Die Teufelskirche. Abends: Unsere Käthe. Montag: aber an Ihrem Ziele führen. R. M. 4. Die Sündigung ist gültig. Die Erziehung zum Don Juan. Dienstag: Das legte Mittel. Mittwoch: P. 100. 1. Benn das Dienstverhältnis noch andauerte, müßte der Arzt Der Familientag. Donnerstag: Das legte Mittel. Freitag: Unsere Käthe. bezahlt werden. 2. Nein. Sonnabend: Der Familientag. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Teufels. C. G. 25. Ja. M. H. Formulare zum Austritt aus der LandesHirche erhalten Sie bei Hoffmann, Blumenstr. 14. H. W. Nein. firche. Abends: Das legte Mittel. Montag: Unsere Stäthe. Neues Schauspielhaus. Sonntag: Torquato Tasso. Montag: Das Genoffe R. Nein. R. M. 800. Ihre Forderung auf Herausgabe Feft des Santt Matern. Der arme Narr. Der goldene Schlüffel. Diens der Kommode ist nicht verfährt. Sie müßten beim Amtsgericht auf fag: Der Barbier von Sevilla. Mittwoch: Torquato Taffo. Donnerstag: Herausgabe flagen. Der Beklagte tönnte eine etwaige Biebertlage wegen Fauft I. Tell.( Anfang 7 Uhr.) Freitag: Herthas Hochzeit.( Anfang 8 Uhr.) Schädigung wegen Nichtinnehaltung des Vertrages erheben. A. H. 24. Sonnabend: Figaros Hochzeit. Sonntag: Figaros Hochzeit. Montag: Die Kaffe ist im Recht.- Joseph Gräber. Hammelsprung nennt man die Auszählung, bei der die Abgeordneten durch die Ja oder Neintür den Saal Faust I. Teil.( Anfang 7 Uhr.) Leffing- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Elga. Abends: Die betreten und beim Eintritt gezählt werden. P. 11. 1. und 2. Ja. Stüßen der Gesellschaft. Montag: Mieze und Maria.( Anfang 8 Uhr.) 23. 120. Wenn der Vertrag nichts anderes bestimmt, ja. Dienstag: Die Stüßen der Gesellschaft. Mittwoch: Mieze und Maria. J. R. 100. Einen Versuch tönnten Sie machen, leider besteht wenig Aus( Anfang 8 Uhr.) Donnerstag: Die Stüßen der Gesellschaft. Freitag: ficht auf Erfolg. M. 2. 100. 1. Nur auf Aufforderung. 2. Das ist Mieze und Maria.( Anfang 8 Uhr.) Sonnabend: Die Stüßen der möglich: Statt der allgemeinen Frage mwürde die Schilderung des EinzelGesellschaft. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Weber. Abends: Die Stügen falles zu empfehlen sein. R. G. Nigdorf. Uns nicht bekannt. der Gesellschaft. Montag: Mieze und Maria.( Anfang 8 Uhr.) R. R. 2. 1-4. Begen Eisenbahnfragen wenden Sie sich an die amtDeutsches Theater. Sonntag: Der Revisor. Montag: Ein Sommerlichen Stellen: Alexanderplat, Schlesischer Bahnhof, Potsdamer Bahnhof, Donnerstag: Der Gott der Rache. Freitag: Der Gott der Rache. Sonn- auf Rückzahlung ber Beiträge nicht vor. nachtstraum. Dienstag: Der Gott der Nache. Mittwoch: Der Revisor. Anhalter Bahnhof. 5. Nein. 6. und 7. Soweit ersichtlich, liegt ein Anspruch 7. S. 3. Nein.- M. G. 27. abend: Der Revisor. Sonntag: Der Gott der Rache. Montag: Der 1. Ohne Einsicht in die Statuten nicht zu beantworten. 2. Bei den Erben. Gott der Rache. 2. S. 74. Verklagen Sie die Staffe auf Zahlung des Ihnen gebührenden bei dem Magistrat zu Charlottenburg. B. G. 789. Nein. Kammerspiele des Deutschen Theaters. Sonntag: Hedda Gabler. Montag, Donnerstag und Freitag: Frühlings Erwachen. Dienstag, Mitt woch und Sonnabend: Hedda Gabler. Sonntag, den 24. März: Frühlings Erwachen. Montag, den 25. März: Komödie der Liebe.( Anfang 8 Uhr). Neues Theater. Sonntag bis Montag, den 25. März: Meißner Borzellan. F. G. P. 07. Nein, Sie haben den Generalversammlungsbeschluß auszuführen. Wenn Sie eilige Antwort haben wollen, müssen Sie sich in die juristische Sprechstunde bemühen. 33. 7. 2. 1. und 2. Ja. Das Landgericht Posen hat sich am 29. September N. 2. 87. Sie und Ihre Tochter find zur Zahlung nicht verpflichtet, in der Anklagefache gegen den Adersmann Joseph Wächter wegen weil die Tochter minderjährig ist. Lassen Sie es auf eine Klage ankommen Betruges für unzuständig erklärt. Der Angeklagte war Soldat Theater des Westens. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Zauber- und dann den Kläger abweisen. A. 2. Die Steuern sind zu bezahlen. Sonnabendnachmittag Abends bis Freitag: Die lustige Bitme. W. S. 3. Wenn die Mutter noch lebt, so hat allein sie zu bestimmen, gewesen und hatte einen Leistenbruch. Es wurde ihm gesagt, wenn flöte. Abends: Die lustige Witwe. auch wenn ein Gegenvormund gestellt ist. Anders würde die Sache liegen, er nachweise, daß er den Bruch durch seinen Militärdienst er- 3 Uhr: Der Trompeter von Sälfingen. Abends und Montag: Die wenn der Mutter etwa die elterlichen Rechte entzogen sind. Stiller halten habe, so fönne er eine Entschädigung verlangen. Der Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Freischütz. luftige Witwe. Mieter. 1. Nichts. 2. Zu angemessener Beit: diese ist von Fall zu Fall Angeklagte tat das, indem er angab, er habe im Dienst beim Berliner Theater. Sonntag bis Mittwoch: Der Hund von Basler zu bestimmen. 3. Beim Trödler. Vogtländer. 1. Den Termin nehmen Klettern auf der Leiter plöglich einen Schmerz gefühlt. Das pille. Donnerstag und Freitag: Sherlod Holmes. Sonnabend: Die Jung. Sie wahr und beantragen in demselben Berurteilung des Beklagten. Militärgericht, vor dem W. wegen Betruges sich zu verantworten frau von Drleans. Sonntag und Montag: Der Hund von Baskerville. Leiftet er den Eid, ist freilich nichts zu machen. 2. Sie müssen zahlen. hatte, stellte das Verfahren ein, da dem Angeklagten tatsächlich Lustspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Weg zur Hölle. R. 4. 1. Das zum Unterhalt Notwendige muß belaffen werden. 2. Ja. ein Anspruch anstehe. Das Reichs militärgericht fand Sonst allabendlich: Husarenfteber. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Friedrichs. Uns unbekannt. 2. M. 21. Das Gefinde hat den Anspruch im Falle der Krankheit freie Kur und Verpflegung auf die Dauer zwar, daß die Freisprechung auf Rechtsirrtum beruhe, erklärte Unsere Käthe. aber, das Urteil nicht aufheben zu können, da es, nachdem der Abends: Der blaue Klub.( Anfang 7%, Uhr.) Montag: Der Rastelbinder. sondern lediglich die Herrschaft an. Zentral Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Fledermaus. von sechs Wochen zu erhalten. Der Verein geht nicht das Dienstmädchen, G. P. 79. Soweit das Geschenk Angeklagte aus dem Militärdienst entlassen sei, nicht mehr zu Dienstag: Der blaue Klub. Mittwoch: Der Raftelbinder. Donnerstag: etwa noch vorhanden, ist die Forderung leider berechtigt. B. 57. Wenn ständig sei. Dann kam die Sache mit dem oben angegebenen Der blaue Klub. Freitag: Der Raftelbinder. Sonnabend: Der blaue der Mieter einige Tage vorm Quartalsersten zieht, so hat er die Schlüssel Erfolge vor das Landgericht. Auf die Revision des Staatsanwalts lub. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Geisha. Montag: Der Zigeuner abzugeben, wenn die Einbehaltung der Schlüffel lediglich Schikane wäre. hob am Freitag das Reichsgericht das Urteil des Landgerichts baron. D. 2. 350, G. T., Pantstraße. Grundsäglich müssen wir ablehnen, auf und verwies die Sache an die Vorinstanz zurüd. Der Betrug Lorking Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Martha. Abends: bestimmte Personen, Aerzte, Rechtsanwälte, Gutachter zu empfehlen. fei tein speziell militärisches Vergehen, daher sei für den ent- Die lustigen Beiber von Windsor. Montag: Der Troubadour. Dienstag: E. K. 99. Ist mit dem Dienstboten nichts vereinbart, fo beträgt die Das Glöckchen des Eremiten. Mittwoch: Bar und Zimmermann. Donners. Kündigungsfrist 6 Wochen zum 1. des Duartals. P. F. 40. Am 1. April. laffenen Soldaten das Zivilgericht zuständig. tag: Die Tochter des Regiments. Freitag: Der Mikado. Sonnabend: Die luftigen Beiber von Windsor.( Anfang 8 Uhr.) Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die lustigen Weiber von Windsor. Abends: Fra Diavolo. Montag: Der Freischütz. Versuchte Erpressung von Freibilletts. Der Schriftsteller Willi Redhardt in Koblenz gibt das Rheinische Verkehrsblatt" heraus, welches Reklamen, Beschrei. bungen von Ausflügen, Theaterrezensionen und den Theaterzettel enthält. Er läßt das Blatt vor dem Theater gratis verteilen, wo. durch dem Theaterunternehmer, der den Theaterzettel für 10 Bf. berlaufen läßt, Nachteile erwachsen. Trotzdem erhob Redhard Anspruch auf zwei Freifarten für das Theater. Er schrieb an die Theaterkommission, zu Händen des Oberbürgermeisters, er habe für größere Blätter Theaterrezensionen zu schreiben und bitte um zwei Freifarten. Zum Schlusse hieß es dann: wird man meiner Bitte nicht näher treten tönnen, so müßte ich gewisse Ver. hältnisse am Theater öffentlich geißeln". Natürlich erhielt er feine Karten, sondern eine Anflage wegen versuchter Erpressung. Das Landgericht Koblenz verurteilte ihn am 10. August v. J. zu 8 Tagen Gefängnis, Seine Revision wurde am Freitag vom Reichsgericht berworfen. P. F. 1. Nach Möglichkeit läge Sicherung vor, wenn Sie das Geld auf den Namen der Kinder bei der Reichsbant eintragen laffen. W. B. Nein. C. B. 86. Die Forderung ist berjährt. 2.5. 86. Die Eigentümerin müßte Interventionsflage erheben. E. A. 100. Wir Komische Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. tönnen Ihnen lediglich abraten. B. 43. 1. Nein. 2. 25 M., es gibt Abends: Tosta. Montag: Hoffmanns Erzählungen. Dienstag: Zosta. aber auch Freistellen. 3. Bon feinem eigenen Testament ja.$. 68. 13379. Ber Mittwoch: Hoffmanns Erzählungen. Donnerstag: Fausts Verdammung. Das Betreffende finden Sie im Adreßkalender II. Zeil. Sonnabend: Fausts Berdammung. Hebamme werden will, hat einen dahin gerichteten Antrag an das PolizeiAnfang 7, Uhr.) Freitag: Tosta. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Carmen. Abends: Fausts Berdammung. Mon präsidium zu richten. Dann wird ein Borexamen beim Physikus vortag: Hoffmanns Erzählungen. genommen( Sehen, Hören, Rechnen, Schreiben und dergleichen). Hierauf Kleines Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Nachtasyl. Abends: erfolgt Eintragung in die Liste der Gemeldeten. Später Einberufung zum allerjeelen. Montag: Ein idealer Gatte. Dienstag: Allerseelen. Mittwoch: Kursus in der Charité, der 300 M, Toftet. Nach Absolvierung des sechsGin idealer Gatte. Donnerstag: Ein idealer Gatte. Freitag: Bunbury. monatlichen Kursus sindet die Hebammenprüfung statt. Da die Ernennung Sille Bobbe. Sonnabend: Ein idealer Gatte. Sonntagnachmittag 3 Uhr: von Personen, die 30 Jahre alt sind, nicht erfolgen barf und die Vors Nachtafyl. Abends: Ein idealer Gatte. Montag: Unbestimmt. meldungen sehr zahlreich sind, so würde eine Aussicht nur vorhanden sein, Trianon Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Liebesschautel. wenn die Betreffende zur Zeit der Anmeldung noch nicht 27 Jahre ist. meine Frau. Nächsten Sonntagnachmittag Mühl. Der Einspruch ist zwedlos. 3. G. 13. 1. und 2. Nein. abendlich: Fräulein Josette 3 Uhr: Die Liebesschaukel. Berlin 407. 1. bis 5. und 8. Der unterliegende Teil hat die Stoften Luisen- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Sherlod Holmes. zu zahlen, die das Gericht für erforderlich hält. Erfolgt die Beweisaufabends: Der Trompeter von Sättingen. Montag: Der lange Kerl. nahme, so würden die Kosten einer Instanz ungefähr 25 M. in Ihrem Dienstag: Der Biberpelz. Mittwoch und Donnerstag: Der Hüttenbefizer. Falle ausmachen. In der Sache selbst müßten Sie sich an Ihren Anwalt Freitag: Der' wissenswurm. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Mag und wenden. 6 Im Jahre 3000 M. 7. Nein.. 7 1. Sa. 2. Nein. A Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städfilden| 75-1,00. Blundern, Kieler, Stiege Ia 3-4, bo. mittel per Rifte 2-3, Hamb. 1 per Storb 2,25-2,75. Sobirliben per Shod 2,00-2,50. Birfinglobl Markthallen Direktion.( Großhandel.) Rindfleisch Ta 68-73 pr. 100 Bid., Stiege 4-6, halbe Stifte 2,00. Büdlinge, per Ball Kieler 3,00-3,50, ber 100 Bfd. 3,00-4,50. Rotkohl per 100 fb. 3,00-5,00. IIa 62-67, IIIa 56-61, IVa 48-54, dan. Bullen 60-65, holl. 0,00. Stralsunder 3,00-3,50. Male, groß per Bfd. 1,10-1,40, mittelgroß 0,80-1,00, Weißlohl 100 Bfd. 2,00-2,75. Rosenkohl per 100 3fd. 22-24. Kalbfleisch, Doppelländer 110-125, Ia 84-92, IIa 74-82, IIIa 54-70, flein 0,60-0,80. geringe per Schod 5-9. Schellfische Stifte 4-6, do Grünkohl per 100 Pfd. 5,00-7,00. Rhabarber 100 26. 8,00-14,00. 2 Stifte 3-4. Stabliau, p. 100 Bfd. 25-30. Heilbutt 0,00. Sardellen, 1902er Birnen, per 100 Bfd. hiesige 0,00, böhm. 15-20, ital. 30-35. Alepfel, per per Anfer 95, 1904er 98, 1905er 90, 1906er 75-80. Schottische Vollheringe 100 Bid., biefige 5-25, Gravensteiner 0,00. Tiroler in Fässern 0,00, Stifte 1905 0,00, large 44-48, full. 38-40, med. 36-42, deutsche 37-44. 30-60, merit. 20-35. Bitronen, Messina, 300 Stüd 8,00-10,00, 360 Stüd Heringe, nene Matjes, per 2 To. 60-120. Sardinen, ruff., Faß 9,00-12.00, 200 Stüd 7,50-10. Apfelfinen, Jaffa, per Rifte 0,00, Murcia 1,50-1,60. Bratheringe, Büchse( 4 Liter) 1,50-1,75. Neumaugen, 200 er Stifte 7-10, do. 300 er 8-11, Balencia 420 er Siste 13-18,00, chocfaß 11, fleine 5-6, Riesen- 14. Gier, Land-, per Schod 3,60-4,50. Butter do. 714 er 16-23,50, Mejjina, 100er 5-6, 150er 5-6, 160 er 8-13,00, per 100 Bfb. Ia 114-116, IIa 110-114, IIIa 107, abjallende 95-100. 200er 8-12, 300er 8-14, Blut 100er 7-8, do. 150 er 7,50-9,00, 80 er Saure Gurten Schod 4,10-4,50, Pfeffergurfen 4,00-4,50. Kartoffeln 6,50-10,00. Stal. in Sörben per 100 Pfd. 0,00. Mandarinen, Stifte 0,75 per 100 Bid. 0,00, magnum bonum 2,50-2,75, Daberse 2,25-2,50, bis 2,00 do., in Körben per 100 Bid. 32-35. Rosen 0,00, weiße 2,00-2,25, Salatkartoffeln 6,00-8,00. Spinat per 100 Blund 25-30. Karotten per 100 Pfund 15-18. Sellerie, hiesige, per Schod 4,00-8,00, do. pommersche 9,00-12,00. Zwiebeln große, per 100 Pid. 3,50-4,50, do. Kleine 2,80-3,50. do. biefige( Perl-) 0,00. Charlotten 0,00. Petersilie, grün, Schodbund 2,50-4,00. Sobirabi per Sched 0,00. Rettig, bayr., per Schod 2,40-4,80. Mohrrüben per 100 Pfund 3,00-4,0 Teltower Rüben per 100 Pid. 8-10. Weiße Rüben, große 10,00, fleine 0,00. Note Rüben 3,00-5,00. Blumenkohl ital. Holländ. 55-62, dän. 55-65. Hammelfleisch la 62-72, IIa 46-60. Schweinefleisch 47-55. Rothirsch Ila ber Pfund 0,00. Not wild plombiert 0,00. Damhirsch 0,00. Wildschweine 0,00. Frisch linge 0,40-0,54. Staninchen ber Stüd 0,70-0,95. Wildenten per Stüd 0,00. Hühner, alte p. Stid 1,60-2,60, bo. IIa 1,05-1,40, bo. junge p. Stüd 1,25-1,65. Tauben per Stfid 0,50-0,68, junge fleine 0,00, italienische 0,80-0,85. Enten per Stüd 2,00-2,90, dito Hamburger per Stüd 3,00 bis 5,00. Sanfe, Hamburger per Pfund 1,00-1,20, Gis- 0,50-0,60. echte per 100 Bjund 83-100, groß 70-83, mittel 104-126. Bander 0,00, dito unf. 0,00, do. mittel 0,00, bo. matt 0,00. Schleie 0,00, bo. groß 0,00, do. flein 0,00. Male, groß 0,00, mittel 107-109, flein und mittel 0,00. Plögen, flein 0,00, do. matt 0,00, do. 37-48. Starpfen 0,00, do. 10-20er 0,00, bo. 50-70 64-67, do. 40er 75. Bleie 0,00. Alland 0,00. Bunte Fische 45-57. Barje,' matt 64-70, bo. 74-80. Starauschen 000. Bleifische 0,00. Wels 0,00. Quappen 0,00. Amerikanischer Lachs Ia neuer per 100 Pfd. 110-130, do. IIa neuer 90-100, do. IIIa neuer 75. Seelachs 25-30. Sprotten, Kieler, Wall 1,00-1,50, Danziger, Kiste XXXXXXXXXXXXXX Unserem lieben Freund, dem Restaurateur Hermann Gorn nebst Frau zu ihrer heutigen Silberhochzeit ein dreifach donnerndes Hoch! 2017 H. K. E XXXXX Unferm Bereinswirt Heinrich Sachfe zu feinem heutigen Wiegen jefte ein dreifach donnerndes Hoch! Skatklub,.Grand Schwarz". Bon früh bis spät, D, a la bon honneur, Bist Du stets bei gemütlicher Raune, Das macht bestimmt Dein Magenliför, Welcher da heißt Kaldaune. 22025 Deutsch. Senefelder- Bund ( Verband d. Lithographen, Steindrucker usw.) Am 14. März cr. verstarb unser Stollege, der Steindruder Hermann Schubert am im Alter von 54 Jahren an einem schweren Lungenleiden. 288/4 Chre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 17. März, nachmittags 4%, Uhr, von der Leichenballe des Friedens- Kirchhofes in Nieder- Schönhaufen aus statt. Die Verwaltung der Filiale f. Verband der Schneider und Schneiderinnen Deutschl. ( Filiale Berlin) Todes- Anzeige. Den Mitgliedern geben wir hiermit bekannt, daß der Kollege Gust. Müller am 12. März gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 17. März, nachmittags 4 11hr, bom neuen Luisentirchhof, Rigdorf, Hermannstraße aus statt. 163/4 Die Ortsverwaltung. Verein der Droschkenführer Berlins und Umgegend. Mitgliedschaft IV des Zentralverbandes der Handels- und Transportarbeiter.: Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied 68/15 Eingegangene Druckfchriften. Plutus.( Herausgeber: Georg Bernhard.) Heft 11. Verlag: Berlin Charlottenburg, Goethestraße 69. Neumanns Kurstabellen der Berliner Fondsbörse. Jahrgang 1906. 5,50 M. Verlag: Alfred Neumann, Berlin, Charlottenstr. 32 a. New! Das schönste Lokal der weiteren Neu! Orts- Krankenkasse Dampfer: anlegesteg. Umgebung Berlins ist unstreitig Restaurant Waldesruh Ausspannung. der Dachdecker Berlins. Die Wahlversammlung findet am Donnerstag, den 21. März 1907, abends 8, Uhr, im Lokal des Herrn Tolksdorf, Görligerstr. 58, am Laugen See, vis- a- vis dem Sportdenkmal Grünau, in der Villen folonie sendenschloß. Herrlich, mitten im Walde gelegen, mit schattigem Garten am Waffer, großem Parkett- Saal, Beranda und Nebenräu men, ein vorzüglicher Ausflugsort für Fabriken, statt. Vereine, Gesellschaften etc. Kaffeeküche, Kegelbahnen, Boots-, Schieß-. Würfel- und Schaukelstand. 1. = Größeren Gesellschaften weitgehendstes Entgegenkommen.= Telephon: Köpenid 227. Um gütigen Zuspruch bittet 40922* Zum Sportshaus" Erich Gerbert. 2. 271/10 Tagesordnung: Wahl der Delegierten für Arbeitgeber für das Jahr 1908. Wahl der Delegierten für Arbeit. nehmer für das Jahr 1908. Die Wahl findet in getrennter Weise statt: Arbeitgeber von 81, bis 9 Uhr, Ziegenhals bei Zeuthen Arbeitnehmer von 9 bis 10 Uhr. Dampfer- und Bahnstation. Tel: Kgs.- Wusterhausen 175. Empfehle mein herrlich am Krossinsee und Hochwald gelegenes Lokal Quittungsbuch legitimiert. Der Vorstand. A. Salzmann, Borsigender. Parteilokal. auf den werten Vereinen, Gewerkschaften, Fabriken und Gesellschaften 22 Gute Existenz. Bierpacht zu verDampferausflügez. 41222* Zwei großze Säle, Kegelbahnen, Kaffeeküche und Volksbeluftigungen aller Art. Um baldige Anmeldung bittet ParteiFriedrich Degner genossen! berstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung desselben findet heute Sonntag nachmittag 3, Uhr von der Leichenhalle des GolgathaKirchhofes, Barfusstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Für die herzliche Teilnahme bei der Max Mörschel. 105/15 Bundesgenossen! Zu Beginn der Saison empfehlen wir unsere, in Arbeiterkreisen sehr beliebten, mit dem Original- Hülsengetriebe D. R.-P. 100 596 ausgestatteten Nur Qualitat. Fah Fahrräder Hochfeine Ausführung. Solide Preise, Weitgehendste Garantie. Großes Lager in Laternen und Zubehörteilen. Eigene Reparaturwerkstelle. Vereinszimmer mit elektr. Piano, nahe Bahnhof Jannowißbrüde, 50 Berfonen, Dienstag, Donnerstag und Freitag frei. Restaur. A. Schyia, Michaelkirchstr. 24 Ganz neu! Ganz neu! Fredersdorf Petershagen ( Oftbahn). 42152* □ R. DON 6 Mk. an. Nahe Bahnhof. Auskunft im Schultheiß- Restaurant von 6tto Bresieke, Petershagen und bei den Besitzern Nieschalke& Nitsche, Berlin, Landsbergerstr. 66. pachten. Aufschlag p. hl 8 D. Giniges Lichtenrade 20 Pf.- Tour! Inventar ist vom Bächter mit zu übernehmen. Zuschr. sub N. 60 an Haasenstein& Vogler A. G., Dessau. Berlin, Alte Jakobstr. 124. Elektro- Technikum gegr. 1874. Cig. Fabrit. ElektroMaschinen, Baus, Ingenieur, Techniker, Wertmeister, Monteur, Chauffeur- Ausbildung.* Neuer Abendkursus, Prospekt kostenfrei. Tischler, Stellmacher, Zimmerer. 25 Jahre best. Fabrik für Flaschentaften, elettr. Betrieb m. viel. SpezialMasch. soll für 6 Mille verk. werden. Invaliden- Unterstützungskasse Beerdigung meines lieben, unberge, Voran II Produktiv- u. Einkaufsgenossenschaft des B. A.N... Anfragen unter B. M. 3 Poftanit 51 d. Steindrucker u. Lithographen. am Die Beerdigung des 14. März verstorbenen Steinbruders Hermann Schubert findet am Sonntag, den 17. März, nachm. 4, Uhr, von der Leichen balle der Friedensgemeinde in Nordend aus statt. 21685 Das Komitee. Deutscher Holzarbeiter- Verband Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Joseph Kuckeles genannt der dicke Sepp am 10. Januar verstorben ist und am 14. Januar zir legten Ruhe gebettet wurde. Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. Deutscher lichen Mannes, unseres guten Sohnes und Bruders 21525 Paul Conradt lagen wir allen Genossen, Stollegen, Freunden und Bekannten unseren herzlichsten Dant. Helene Conradt. Familie Fredrich. Für die liebevollen Beweise aufrichtiger Teilnahme und vielen schönen Stranzipenden bei der Beerdigung meines lieben, unvergeßlichen Mannes, unferes guten Baters 21155 Emil Felchow sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten unseren innigsten Dant. Martha Felchow geb. Stöppen nebst Kindern. Danksagung. Für die Beweise aufrichtiger Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Sohnes, unseres Bruders Emil Göritz fagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, sowie den Kollegen der Firma Puppel, den Genossen des V. Berliner Wahlkreises und dem B.-B. Waldrose", Weißensee, unseren herzlichsten Dant. 21636 Die trauernde Mutter und Geschwister. Dr. Simmel Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden. dicht am Holzarbeiter- Verband Prinzenstr. 41, Moritzplatz Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Stollege, Tischler Adolf Künne 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Achtung! Magdeburger! Bitte um freundlichen Befuch aller Landsleute. Restaurant Th. Günther, SO., Mariannenstr. 22. 21246 am Freitag, ben 15. März, berff Pianino, 100 art bis 9 lbs., storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, ben 18. März, nachmittags 4 Uhr, bom Krankenhause im Friedrichs hain aus nach dem Martus. Stirchhof in Wilhelmsberg statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Zentral- Krankenkasse der Dachdecker„ Einigkeit". ( E. H. 69.) Todes- Anzeige. Am 13. März starb unser Mitglied, der Dachbeder Hermann Krause. Die Beerdigung findef am Sonntag, den 17. b. M., nachmittags 4, Uhr, von der Leichenhalle des Schöneberger Kirchhofes in der Marstraße aus statt. Am Freitag, den 15. b. M., ver starb unser Mitglied, der Dachdecker Heinrich Wagner an einer schweren Magenkrankheit. Die Beerdigung findet heute, Sonntag, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des neuen St. Johannis. Stirchhofes, Plöhensee, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. 54/5 ev. Zeilzahl. zu verkaufen Gerichtstr. 32, Dittrich, a. Sonntag. 99 ( Arbeiter- Radfahrer- Bund Solidarität".) Berlin N., Oderbergerstraße 30, Laden. 4237L* Möbel kauft man am besten und billigsten im Spezial- Möbelgeschäft Betty Schulz Köpenicker Straße 77/78. Tellzahlung gestattet. Kratz Hustenund SchnupfenHeil 1 Fl.= 50 PL Gegen Husten, Heiserkeit, Schleimfieber, Katarrfieber, Schnupfen Zersehung der Körperfäfte, Influenza Nasenpolypen, Nasenröte 2c. Kein gesetzlich verbotenes Geheimmittel, fondern als heilspendende Säfte der Wulfiskräuter laut faiferl. Verordnung und Entscheidung hoher Gerichte dem freien Ver tehr übergeben. zwischen Bahnhof Wedding Fritz Kratz, Reinickendorferstr. 119, it. Senftr. Fernſp. II 2631. Sehr schicke, einfach und elegante Damenkonfektion in größter Auswahl, herrliche Piecen stelle, durch sehr günstige Gelegenheitskäufe im Stande, mit mehr als der Hälfte unter regulärem Preis 3 Tage- Serienverkauf direkt an Private und lade alle verehrl. Interessenten, insbesondere aber meine zahlreiche sehr geschäftsständige Kundschaft, höfl. ein, sich von diesem ausnahmsweise preiswerten Angebot die kaum wieder gebotenen Vorteile zu sichern. Orig.- Modelle u. Kopien in Lift- Bois, Boleros, Kostüme, Jacketts. Frauenmäntel etc. u. zirka 650 div. Reisemuster für alle, auch stärkste Figuren 3 früher Serie 1 früher bis 30 M. jetzt 14 M. Engroshaus Westmann, 2 früher bis 49 M. jetzt 22 M. bis 4 früher bis 98 M. jetzt 5 früher bis 74 M. 119 M. jetzt jetzt 36 M. 47.50 M. 58 M. 6 früher bis 165 M jetzt 75 M. an den Kolonnaden Filiale Große Frankfurterstr. 115, a. d. Andreasstr. Hauptgeschäft w., Mohrenstr. 37a, Hausvoigtei- Platz. erbeten. Heinrich Franck 1835b Berlin N., Brunnenstr. 185 Sumatra- Deck 225 Pf. vers. Sandblatt, hellfahl. Vorzügliche Sumatra Decken zu billigsten Preisen offeriert S. Hammerstein- Filiale, Vertr. Gustav Boy, R 20. verkauft Eigentümer Paris, Berlin, Graunstr. 27, Ede Gleimstr. Auch bei monatl. Raten von 40-501M. J. Baer Badstr.26. Ecke U, Prinz.- Allee Herren- und KnabenModen.Berufskleidung. Elegante Einsegnungsanzüge. Großes Lager in- und ausländischer Stoffe zur Anfertigung nach Maß. Allerbilligste, streng feste Preise. J.B Rheumatismus 99 Gicht-, Gllederreissen, Nervenschmerzen, Hüftweh: c.verschwinden bald burch äußerlichen Gebrauch von Reichel's Electricum" ( Nethertsches Riefernabel Waldwoll80. Einfaches und unschädliches Naturprodukt v. Starter durchgreifen der, sofort schmerzftillender Wirtung. Tausende verdanken„ Electricum ihre Gesundheit, Fl.1.- u.2.-. DteWir fung wird noch erhöht d. ben inneren Gebrauch von Reichel's WacholderExtrakt ,, Medico",& L. 75 Pl., M. 1.50, u. 2.50, In den Drogerien u. Apotheken erhältlich und zu besieben burch Berlin N., Brunnenstraße 183. Otto Reichel, BERLIN SO., 43. Roh- Tabak Decke Nr. 5791 a 1,50, II. Länge, Vollblatt, schöne, hellbraune Farben, Brand. Zahn- Klinik. beliebige Tell Preise zahlung. InvalidenOlga Jacobson, straße 145. W. Hermann Muller, Spezial- Möbel- Halle Magazinstr. 14. Ein Stickereigeschäft in Handftiderei, sirka 20 Jahre leistungsfähig, in Einfäßen, Monogramm und BettHarry Goldschmidt wäsche fucht auf viele Jahre Arbeit. 59 Moritzplatz 59 Joseph Engelhardt, Faltor, Enchenreuth, Oberfranken i. Bayern. O. Heinze, Brückenstr. 6. Rader besonders billig. Reparatur., Emaillierung, Vernickel. Warum ift.. Emaco", feit oder flüssig, ein dem Bienenhonig vollständig gleichwertiger Stunfthonig und allen anderen Fabrikaten vorzuziehen? Beil derfelbe garantiert frei bon Stärke oderBudersirup ist, aus feinstem Rohrzuder unter Zusatz von Bienens honig hergestellt und in Zusammenfegung, Geschmad und Aroma bon echtem Blütenhonig nicht zu unter fcheiden ist. 40451* In Eimern a 5 Pfund Mk. 2,25 infl., a 10 Pfund Mk. 4,00 inkl. Eimer. Apotheker Edgar Kieselich, Berlin, Kochstraße 55. I. 9434. Sendungen geschehen direkt, wo nicht angängig durch Paketfahrt frei Haus. Ecke Stallschreiberstraße. Nicht zu vergleichen mit Abzahlungs- Geschäften, welche Garderobe usw. führen.* Extra- Abteilung verliehen gewesener Möbel. Wöchentliche oder monatliche Teilzahlung gestattet! + Hygienische Bedartsartikel. Neuest. Katalog m. Empfehl.viel. Aerzte u.Prof. grat. u.ip H. Unger, Gummiwarenfabrik Berlin NW.. Friedrichstrasse 91/92 Fahrräder 41 O. G. schon für M. Laufdecken 2,90 3,75 5 M. Schläuche 2,30, 2,75 3,50 Nähmasch. 27, 36, 44 M. Motorräd. Motorwag. billig. Scholz, Fahrradw., Steinau a. Oder. 80/82 Achtung! Gewerkschaften, Vereine, Fabriken! Voigts Krampenburg( Berliner Alpen) eignet sich infolge seiner wundervollen Lage ganz besonders zu Ausflügen für große und fleine Gesellschaften. Riesen- Saal a la Neue Welt", jonte kleinere Säle; Terrassen, Zelte, 35 Meter hoher Aussichtsturm, Kegelbahnen, Kaffeeküchen, Spielplätze im schönsten Hochwald, Volksbelustigungen zu Land und zu Wasser; gute Bewirtung zu soliden Breisen. Herrliche Waldpartien in den Müggelbergen am,.Langen See" und der Großen Krampe entlang nach Müggelturm und Bismarckwarte. Dampferstation der ,, Stern"-Gesellschaft. 40812* Um gütigen Zuspruch bittend, Achtungsvoll 99 Robert Voigt. Wirtshaus Schloß Woltersdorf ( nicht Schleuse) direkt an Chaussee und am Flakensee, empfiehlt sich den Bereinen, Fabriken, Gesellschaften für Dampferausflüge usw., auch steht mein Lotal Sonntags, Himmelfahrt, die Pfingstfeiertage den Gewerkschaften zur Berfügung. Ferner empfehle ich meinen Dampfer zu Ausflügen. Avis! Karfreitag fr. Wurst, a Port. 0,60, Eisbein mit Sauerkohl 0,80. Fried. Saewert. Fernsprecher: Amt Ertner Nr. 49. Berantwortliche Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für ven Anferatenteil verantm.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW Nr. 65. 24. Jahrgang. 6. Inlaut Uta Jotmätto" Ittlintt önlkolilnlt. Sonntag, 17. Marz 1907. Die NnznvttWgkelt eines polizeilichen Dersammlungs- berichtes ist gestern wieder einmal vor Gericht erwiesen worden. Der Bericht, welcher in diesem Falle die Grundlage einer Anklage wegen Auf- reizung zu Gewalttätigkeiten und Aufforderung zur Begehung straf- barer Handlungen bildete, ist nicht von einem ungebildeten Gen- darmen oder von einem kleinstädtischen Polizisten verfaßt, sondern von einem Berliner Polizeileutnant, der zweifellos mit großer Gewissenhaftigkeit und nach bestem Können seines AmteS als überwachender Beamter waltete, sich bei seinen Aufzeichnungen sogar der Stenographie bediente und dennoch einenl hochgebildeten Redner Ausdrücke tu den Mund legt, die in den Gedankengang des Vortrages hineinpassen wie die Faust aufs Auge. Das Opfer des polizeilichen Mißverständnisses ist Dr. Otto Buek Mancher unserer Genossen wird sich dieses Mannes erinnern, der vor Jahr und Tag Mitglied unserer Parteiorgani- sation war und in Versammlungen Anschauungen propagierte, die sich in der Hauptsache mit denen des Genossen Dr. Fricdeberg decken. Insbesondere vertrat Dr. Bueck den Standpunkt der direkten Aktion im Sinne der Beschlüsse der französischen Syndikalisten, lluter direkter Aktion in diesem Sinne ist zu verstehen, daß die Forde- rungen des Proletariats nicht durchgesetzt werden können auf parla- mentarischem Wege— der indirekten Aktion— sondern vielmehr dadurch, daß eine zum Selbstbewußtsein erzogene, sich ihrer wirtschaftlichen Macht bewußte Arbeiterklasse ihre Forderunge» direkt, in letzter Linie durch den Generalstreik zu verwirklichen hat. Diese Gedanken vertrat Dr. Buek auch in einem Vortrage über die direkte Aktion, den er in einer von ihm einberufenen Volks- Versammlung in der Brunnenstraße am 8. Dezember 1905 hielt.— Die Anklage ist schon einmal vor der Strafkammer verhandelt worden, sie wurde aber vertagt, um dem einzigen Belastungszeugen, dem Polizeileutenant Sokolowski, Gelegenheit zu geben, das von Dr. Buek zu den Akten eingereichte Manuskript des Vortrages durch- zusehen, um festzustellen, ob eS sich mit dem wirklich gehaltenen Vortrage deckte. Inzwischen hatte sich Dr. Buek nach der Schweiz begeben. Ein Haftbefehl und Steckbrief wurde hinter ihm erlassen. Auf Betreiben seines Verteidigers Dr. Halperl erhielt Dr. Buek durch Kammergerichtsbeschlutz freies Geleit zur Wahrnehmung des Termins, der gestern vor der zweiten Strafkammer am Landgericht I stattfand. Der Hauptzeuge. Polizeileutnant Sokolowski, sagte, jene Versammlung sei eine Anarchistenversammlung gewesen. Als der Verteidiger dies als irrig bezeichnete und den Zeugen fragte, worauf er denn seine Annahme stütze, antwortete er, er wisse nicht, ob er das ohne Genehmigung seiner vor- gesetzten Behörde sagen dürfe.— Weiter fragte der Verteidiger den Zeugen Polizeilentnant Sokolowski. was er, bevor er den Bortrag hörte, sich unter.direkter Aktion' gedacht habe. Der Zeuge antwortete, er habe angenommen, in der Versammlung solle zur Revolution aufgefordert werden, cr habe vorausgesetzt, es werde der Standpunkt vertreten werden: Der Worte sind genug gewechselt, jetzt schreiten wir zur Tat.— Unter dem Eindruck dieser falschen Vorstellung mag denn auch wohl der Herr Polizeileutnant den Ausführungen des Redners gefolgt sein, und so ist es erklärlich, daß er Aeußerungen deS Redners in einem Sinne auffaßte und iviedergab, die wohl den Borstellrngcn eines Polizei- bcamten, aber nicht dem Gedankengcnge des Redners entsprechen. Polizeileutnant S o k o l o w s! i hat in seinem Be- richt, der die Grundlage der Anklage bildet, dem Dr. Buek folgenden Satz in den Mund gelegt:.Wenn der General- streik das Proletariat vor die Kanonen bringt, dann weiß es doch, wofür iS blutet.'— In dem Manuskript des Angeklagten, welches nach dem Zeugnis deS Polizei- leutnantS Sokolowski mit dem Vorwage durchaus übereinstimmt, heißt der betreffende Satz:„Man wirft den General- streiklern vor, �ie wollen die Arbeiter vor die Kanonen locken. Nun, wenn eS so wäre, dann >o ollen doch die Massen st reikier dasselbe. Wenn es aber die General st reikler willen, dann wissen sie auch, wofür es geschieht, nämlich für die Be- frerung der Massen.'— Außer dieser Stelle deS Vortrages, wie sie der Polizeibericht Iviedergibt, steht noch ein Satz untcr Anklage, welchen Dr. Buek in der Diskussion ausgesprochen haben soll. Polizei leutnant Sokolowski behauptet als Zeuge, Dr. Buek habe auf die russische Revolution hin- gewiesen und gelagt:„Die russischen Bauern nehmen den Grundbesitzern das Land. Machen wir es auch so und nehmen.. Weiter kam der Redner nicht, denn Polizeilcutnant Sokolowski löste die Ver- sammmlung auf.— Verteidiger und Angeklagter hielten dem Polizeileutnant vor, daß Dr. Buek doch unmöglich, wie der Polizeileutnant allen Ernstes cnnehme, an Berliner Industriearbeiter die Aufforderung habe richten können, sie sollten den Grundbesitzen, das Land mit Gewalt nehmen. Dr. Buek, der an jener Stelle über die Erringung des Achtstundentages sprach, hätte, wenn er den Satz vollenden konnte, gesagt:„Machen wir es auch so, nehmen wir uns die Freiheit, von einem bestimmten Tage an nur acht Stunden zu arbeiten.'— Zeugs Polizeileutnant Sokolowskt meint aber, der Satz hätte gar nicht anders enden können als mit der Aufforderung, den Besitzenden ihr Eigentum zu nehmen. Er hatte schon den angegebenen unvollendeten Satz für eine Aufreizung zur Gewalt und habe deshalb die Versammlung aufgelöst. Andere Zeugen, einige Arbeiter und ein Student, die der Versammlung beiwohnten sagten dagegen aus, sie seien im höchsten Grade verwundert gewesen über die Auflösung, ihrer Ansicht nach lag lein Grund dazu vor. Dr. Buek habe in der Diskussion nur über daS Problem deS Achtstundentages gesprochen, eine Aufforderung, den Grundbesitzern Land wegzunehmen oder sonst Gettalt zu verüben, sei im Rahmen der Ausführungen Dr. Burks ganz undenkbar.— Dr. C a s s i e r e r. Privatdozent der Philosophie an»er Berliner Universität, der als Zeuge für die Anschauungen Dr. AuekS vernommen wurde, sagte, Dr. Buek stehe so weit auf den» Standpunkte TolstojS, daß er jede Gewalt verloerfe, selbst in Fällen, wo sie nach den herrschenden Moralbegriffen erlaubt ist, eS sei also ganz undenkbar, daß Dr. Buek zur Gewalt aufgefordert haben könne. Nachdem durch die Beweisaufnahme die Grundlage der An- klage völlig zusammengebrochen war, konnte selbst Staats- anwaltschastsrat Lindow dieselbe nicht mehr aufrecht erhaltem Er beantragte Freisprechung, gab unumwunden zu. daß der in der Verhandlung verlesene Vortrag, insbesondere die unter Anklage stehende Stelle dem Wortlaut und dem Sinne nach tvesentlich anders laute als das Referat des PolizeileutnantS Sokolowski. Hinsichtlich der Aeußerung in der Diskussion hielt der Staetsanwalt deren Wiedergabe durch den Polizeileutnant ebenfalls für unzutreffend. Rechtsanwalt Dr. Holpert beschränkte sich nach dem Antrage deS Staatsanwalts auf eine Beleuchtung der Zeugenaussage des Polizeileutnants Sokolowski. Dieser sei gewiß ein durchaus einwandfreier Zeuge, der nach bestem Wiffen und Können seine Pflicht erfüllt habe. Aber er habe von vornherein unter dem Eindruck der Auffassung gestanden, cr komme in eine Anarchistenversanrmlung, wo cr nichts anderes zu erwarten habe als Aufforderungen zu Gewalttätigkeiten. So habe der Zeuge den Ausführungen des Dr. Buek mit dem Mißtrauen des Polizeibeamten gegenübergestanden, welcher räch einer Gelegenheit ausschaut, um den. der ihm verdächtig scheint, zu fangen. Nur so könne man sich erklären, daß der Polizeileutnarit trotz seiner Gewissenhaftigkeit der Rede einen ganz anderen Sinn unter- stellt habe als er dem Gedankengange des Redners entsprach. Dr. Burk sei ein Opfer des polizeilichen KißttcmenS geworden. Nach kurzer Beratung erkannte das Gericht auf Freisprechung und Aufhebung des Haftbefehls. Versammlungen. Charlotteniurg. In der Versammlung des Wahlvereins am Dienstag legte Genoffe Rosenthal sein Amt als zweiter Vorsitzender nieder, da Zweifel an der Rechtmäßigkeit seiner Wahl aufgetaucht seien und er diese Zweifel selbst teile. ES wird als zweiter Vorsitzender Genosse Will. als Bibliothekar Genosse Henschke gewählt. Es folgte die Wahl deS zweiten Spediteurs. Der Vorstand hatte dazu beschlossen: Der Posten deS Spediteurs ist vertraglich nicht mit dem Posten eines Wahlvereinskassierers zu verknüpfen, doch kann der Spediteur das Kassieren für den Verein ehrenamtlich besorgen, wenn er diese Tätigkeit in seiner freien Zeit ausübt. Die Abstimmung per Stimmzettel ergab die Wahl des Genossen Müller. Darauf hielt Genoffe Block einen Vortrag über die Reichs- tagswahlen. Er bezeichnete als Hauptgrund der Mandat- Verluste und des schwächeren Wachsens der Stimmenzahl der Sozial- demokratie die Verschärfung der Klassengegensätze, die die Gegner zu stärkeren Anstrengungen. Scharen von bisherigen NichtWählern an die Wahlurne gebracht haben. So konnten uns Sitze, die wir an zwei Jahrzehnte besessen, entrissen werden, weil wir sie in der ganzen langen Periode stets nur mit einer Minder- heit der Wahlberechtigten erobert hatten. Daß die sogenannte „nationale" Parole, die Kolonialparole, so lautes und starkes Echo weckte, ist zum großen Teil mit daraus zu erklären, daß sie eine Parole gegen die Sozialdemokratie und das Zentrum war. Der Redner zeigte dann im einzelnen, in welchen Erscheinungen die verschärften Klassengegensätze zutage getreten und antisozialdemo- kratische Stimmungen bei verschiedenen Bevölkerungsschichten aus- gelöst haben, skizzierte die besonderen Ursachen des Stimmenrück- gangeS in Sachsen und Ostpreußen und ging dann zu einer Bettach- tung der Kritiken über, die nach der Wahl von revisionistischer Seite an der Haltung und Taktik der Partei geübt worden sind. Calwer und Bernstein haben die Stellung der Partei zur Kolonial- Politik bemängelt. Aber was sie empfehlen, würde unsere Position nicht stärken, sondern schwächen. Wenn wir die Kolonialpolitik— die kapitalistische— prinzipiell ablehnen, weil wir sie nicht nur für ein schlechtes Geschäft, sondern auch für eine Methode zur Bereicherung weniger Besitzender auf Kosten der großen Masse erkennen, weil wir sie für ein Verbrechen an der Menschheit ansehen, nicht bloß wegen der Greuel an den Eingeborenen, die mit ihr not- wendig verbunden sind, sondern auch wegen ihrer verrohenden Wir- kungen am kolonisierenden Volk, und weil sie für Deutschland im beson- deren eine Stärkung der unterdrückenden Klassen, die Schaffung neuer Machtmittel gegen die Arbeiterbewegung, eine Hemmung der Sozial- reform bedeutet, so stehen wir auf einer gefestigten Basis, die unsere Gegner nur erschüttern können, indem sie unsere spezifischen, An« schauungen überhaupt widerlegen, was sie nicht können. Sagen wir aber mit Calwer und Bernstein, die Kolonialpolitik ist zwar notwendig zur vollen Entwickeluug der kapitalistischen Wirtschafts- ordnung und damit indirekt auch zur EntWickelung des Sozialismus. wir lehnen aber trotzdem die Bewilligung von Mitteln für diese Politik ab, weil wir uns die Zustimmung durch Zugeständnisse abkaufen lassen wollen, weil wir jetzt von der Regierung zu fchlecht behandelt werden, weil wir und das Parlament überhaupt zu wenig Einfluß auf die Führung der Kolonialpolitik und der Weltpolitik haben, so geben wir den Gegnern eine neue Waffe gegen uns in die Hand, die Be- hauptung, daß wir die Mittel für Unternehmungen verweigern, obgleich wir selbst ihre Notwendigkeit anerkennen»nässen, daß wir lediglich um unserer Parteiinteressen willen„das Baterland" schädigen, seine Zukunft aufs Spiel setzen. Die Bemängelung des Schlag- Wortes Hungerwahlen und unserer angeblich übertreibenden Agitation gegen den Wuchertarif durch Calwer beweist nichts — der jetzige Moment der Hochkonjunktur ist nicht ge- eignet, die Wirkungen des neuen Tarifes festzustellen, sie werden sich erst später in ganzer Größe herausstellen. Zusammenttcffen Bernstein und Calwer wieder in der Klage über die inneren Parteiauseinandersetzungen seit 1903, die uns den „NimbuS" gekostet und die Intellektuellen von uns abgesprengt haben sollen. Der schlechte Ton der Parteiblätter soll vor allem daran schuld sein. Von Intellektuellen sollte man gerade verlangen können, daß sie Entgleisungen, die in dieser Hinsicht in der Hitze des Ge- fechtS vorkommen, nicht überschätzen, daß sie sie psychologisch ver- ständlich finden sollten. Die auf unglaublich niedrigem geistigen Niveau stehende Agitation der„nationalen" Parteien und des Reichsverbandes, die unehrliche, gemeine, verlogene Art des Kampfes auf jener Seite, die oft nicht zu übertreffende Gemeinheit ihres Tones hat zudem diesmal die Intellektuellen nicht in ihrer nationalen Begeisterung gestört. ES ist eben nicht der Ton, der sie von der Sozialdemokratie fortgetrieben hat, sondern die fehlgeschosfene Hoffnung auf den Revisionismus, auf die Mauserung der Partei zu einer bürgerlichen Reformpartei ohne sozialistisches Endziel. Meinungsverschiedenheiten wird es in der Partei stets geben und bei einer demokratischen Partei ist es notwendig, sie öffentlich auSzuttagen, um festzustellen, lvo die Mehrheit der Partei steht, um eine Richtschnur für die Vertreter der Partei festzulegen. Diese Auseinandersetzungen sind nötig, um in der Partei selbst zur Klärung zu kommen. Gewisse Nachteile sind mit ihnen zweifellos verbunden, zumal bei der entstellten Weise, in der die Gegner sie vor den Wählern darstellen; aber diese Nachteile müffen gcttagen werden, denn größer wäre der Schade, wenn in derStilledieMeinungSverschteden- heften sich zu Gegensätzen ausweiten. Verlangsamen die Auseinander- setzungen den Fortschritt der Partei, so ist daS immer noch bester, als wenn wir schneller wüchsen auf Kosten der inneren Festigkeit nnd Stoßkraft der Partei. Daß bei diesen Auseinandersetzungen Entgleisungen im Ton vorkommen, ist bedauerlich, wird aber trotz aller guten Vorsätze und Ratschläge niemals ganz zu vermeiden sein, so lange fehlbare Menschen mit Tenrperament und Eiser für die Parteisache diese Debatten führen. Direkte Trennung von der Partei bedeuten die Auslassungen Bernhard« in seinem Interview in der„Volks- Zeitung". Der Redner verliest eine markante Stelle der Einleitung, worin Ler Interviewer direkt auf die Spaltung der Partei spekuliert, auf die große Abrechnung zwischen den„geistig und politisch Kultivierten und den.Sauherdlenr'". Diese Spekulation auf die Spaltung der Partei hat Bernhard nicht gehindert, mit dem Herrn Interviewer zusammenzusitzen. und in seiner späteren Erklärung in der„Volks-Zeitung" hat er dagegen kein Wort der Verwahrung gefunden. Der Redner verliest sodann die wichtigsten Stellen der Vcrnhardschen Aeußerungen unter öfterem „Hörtl hört!" und Heiterkeit der Versammlung und kommt mit seiner Kritik zu dem Schluß: Wenn dergleichen ein Gegner der Partei sagt, so hat das nichts zu sagen; wenn die Gegner solche Aeußerungen aber als Worte eines Sozialdemokraten ausbeuten können, so ist das viel mißlicher. Und wenn sich so jemand selbst außerhalb der Partei stellt und ttotzdem den Namen Sozial- demokrat weiter führen will, nicht erkennt, daß er das nicht mehr ist, so muß die Partei eS ihm sagen.(Teilweise Zustimmung.) Aus den Kritiken von der rechten Seite kann die Parte» leider nichts Wertvolles entnehmen. Es gibt kein Allheilmittel, das uns die diesmal abgesplitterten Mitläufer in Schnelle wieder zuführen kann. Denn wir können ihren wirklichen und vermeintlichen ökono- mischen Interessen keine Zugeständnisse machen auf Kosten der Arbeiterschaft. DaS einzige, was uns bleibt, ist eifrige» verstärktes Weiterarbeiten auf dem bisherigen Wege, mft den Mitteln unserer bisherigen alten Taktik.(Beifall.) Der Vorsitzende, Genosse Zietzsch, ersuchte in der Debatte auf die Frage deS Ausschlusses des Genossen Bernhard nicht einzugehen, da darüber ja demnächst eine besondere Versammlung beraten werde. Genosse Dr. Bruno V o r ch a r d t erkennt manches in den Aus» führungen des Referenten als berechtigt an und führt ein reich» haltiges Zahlenmaterial dafür bor. daß von einem Rückgang der Partei nicht die Rede und zum Verzagen kein Grund sei. Aber zweifellos habe das geringe Maß des Fortschritts uns enttäuscht. Da wir die Mehrheit der Bevölkerung haben müssen, wenn wir unsere Ideen verwirklichen wollen, so kann uns die Steigerung unserer Stimmen im Verhältnis zur Zahl der Wahlberechtigten um nur 0,6 Proz. nicht befriedigen. Der Referent hat mit emer gewissen Verächtlichkeit von den Intellektuellen gesprochen. Ihre Zahl ist allerdings klein, aber ihr Einfluß ist groß— sie beherrschen die öffentliche Meinung. Sie, die als die idealsten Köpfe des Bürger- tums sich vom Liberalismus abwenden, je mehr er im Laufe seiner natürlichen Entwickelung reaktionär wird, haben 1908 die öffentliche Meinung für uns günstig gestimmt. Sie sahen uns damals als Kulturpartei an. Diese Meinung hat einen Stoß erlitten durch die Vorgänge in unserer Partei seit 1903. Der Dresdener Parteitag hat uns geschadet, weil er ein Ketzergericht war: die„Zukunft" wurde auf den Index gesetzt. Wir haben seitdem nichts getan, um den Eindruck zu verwischen, daß wir die Meinungsfreiheit»n unseren Reihen nicht achten. Der Referent hat unsere Erklärung für den Massenstreik als eines der Momente angeführt, die uns Mitläufer gekostet haben. Er hat gemeint, die Verschärsimg der Klassengegensätze habe uns dieses neue Kampfmittel aufgedrängt. Es war aber nur verfehlte Nachgiebigkeit gegen eine törichte anarchistische Agitation, die die Sozialdemokratie zu dieser Stellung gebracht. Der Wortlaut des Beschlusses von Jena ist aller» dingS so vorsichtig, daß gegen ihn nichts eingewendet werden kamt. Aber die begleitende Debatte hat den Eindruck hervorgerufen, als ob wir uns nicht darauf verlassen, die Mehrheit der Bevölkerung von der Richtigkeit unserer Ziele überzeugen zu können, sondern als ob wir alles uns Entgegentretende mit dem Knüppel niederschlagen wollten.(Heiterkeit.) In seiner Stellung zur Kolonialpolitik hat sich der Referent in Gegensatz zu der Erklärung Bebels vom 4. De- zember gestellt, wonach die Sozialdemokratie nicht gegen jede Kolonial- Politik ist. Z[n Mannheim hat sich ein gewisser Gesundungsprozeß in der Parier gezeigt. Möge er fortdauern. Die Art der Diskussion von Dresden muß verschwinden.(Beifall.) Genosse G. Bernhard: Die einzige Lehre, die Sie nach dem Vortrage des Referenten aus dem Ergebnis der Reichstags- wählen ziehen könnten, heißt:„Schmeißt die Stänker raus l' Ich will nach der Erklärung des Vorsitzenden auf den Ausschließungs- antrag gegen mich nicht eingehen, aber ich finde es sehr merkwürdig, daß der Referent hier den Charlottenburgern in dieser Hinsicht Vor- schriften machen will. Das mag er im„Vorwärts' schreiben, aber nicht hier in» Referat anbringen.(Widerspruch und Zustimmung.) Der Referent hat keinen Versuch gemacht zu beweisen, daß die Partei bei der alten Taktik zum Siege gelangen wird. Es ist nicht die Rede davon, daß die Sozialdemokratie eine Allcrweltspartei »verde»» soll. Sie kann dem Kleinbetrieb selbstverständlich nicht helfen, eS sollen auch die Konsumvereins- und Gewerk- schastsbewegung nicht abgetötet werden. Die Ausführung, daß die Klasiengegensätze sich verschärfen, wird zur Phrase. wenn nicht in Bettacht gezogen wird, daß mit dem Wachsen der Klassengegensätze neue Kreise der Bevölkerung zu uns kommen müssen. Diese Kreise, die man vielleicht den Intellektuellen zurechnen kann, weil sie auf Grund ihrer Bildung ein besseres Urteil haben— sind nicht zu uns gekommen. Wir sollen, um sie zu gewinnen, nicht die Grundsätze der Partei aufgeben, sondern, toie ich Ihnen in der früheren Versammlung auseinandergesetzt habe, das Verhalten der Parteipresse ändern. Der Referent meinte, die Intellektuellen hätten an der schmutzigen Kampfesweise der Gegner nicht Anstoß genommen und hat diese Kampfesweise auch als Rechtferttgung angeführt, daß die Sozialdemokratie grobkörnig agitiert und Schlagworte angewandt habe. Bisher»oar es doch »vohl die gute alte Taktik, daß wir diese Kampfeöloeise der Gegner nicht nachahmten, sondern mit geistigen Waffen kämpften. EL handelt sich bei der Benrängelung des TonS aber nicht um den Ton gegen den Gegner, sondern darum, wie gegen Genossen gekämpft »vorden ist. Die Art, wie man gegen mißliebige Geirossen vorgeht, wie man sie mundtot zu machen silcht, ist eS, die erbittert und uns schadet. Nun hat der Referent gesagt, bei den Ausführungen der Genossen Bernstein, Calwer u. a. habe man noch das Empfinden, daß sie nach ihrem Ermessen der Partei nützen wollen, aber der Bernhard, daS sei eben ganz etwas anderes. Nun, man hat den Genossen Bernstein seinerzeit auch schon sehr schlecht be- handelt und wird daS bei Gelegenheit auch wieder tu»»' äugen- blicklich paßt eS den Herren nur in den Kram, einmal besonders auf mich loözuhauen. DaS macht man, wies gerade paßt. Gegen das geradezu kirchenhafte Verfahren, das bei uns eingerissen ist, muh protestiert Iverden. Von der großen Macht der Intellektuellen haben Sie ein Beispiel darin, daß die paar Mann der„Vorwärts"- Redaktion und der Preßkommission einem Genoffen wie mir eS ganz unmöglich machen können, an die Arbeiterschaft heranzukonrmen. Da »nuß man sich an andere Blätter weirden.(Zurufe: Gegnerische Presse!) Ich tverde dort so lange schreiben, wie dies Verfahren air- dauert.(Widerspruch und Zustimmung.) Der Referent hat gesagt, eS sei nirgends in der Partei gesagt»vorden, daß die Sozialdemottatte keine Mit- läufer haben»volle. Er scheint den„Vorwärts" nicht zu lesen, (Gelächter I) Jawohl I Denn im„Vorwärts" oder in einem im „Vorwärts" zitierten Blatt, vielleicht der„Leipz. Volkszeitung' ist gesagt worden, die Partei habe durch die Absplitterung der Mitläufer an Stoßkraft und Ei»tschlossenheit gewonnen. Wenn das nicht heißt: »vir sind froh, daß wir euch Mitläufer los sind, so weiß ich nicht,»vie man das verstehen soll. Der Referent kennt aber auch das Partei- Programm nicht.(Gelächter.) Jawohl I Er hat gegen Calwer und Schippe! gesagt, im Programm stehe, daß die Partei Zölle und indirekte Steuem, die notwendige Lebens- »nittcl verteuern, verwerfe. Es steht aber da: Abschaffung aller indirekten Steuern, Zölle und sonstigen»virtschastSpolitifchen Maß- nahmen, welche die Interessen der Allgemeinheit den Interessen einer bevorzugten Minderheit opfern.(Lachen. Zurufe: Ist doch daS- selbe!) Nein, das ist ein Unterschied. Calwer und Schippe! sind eben der Ansicht, daß die Maßnahmen, die sie vorschlagen, nicht die Interessen der Allgemeinheit den Interessen einer bevorzugten Minderheit opfern. Gegen Calwer ist der„BortoürtS" in» Wahl- kämpf losgezogen auf Grund deS Zitats eines kons-rvativen Blatte». tätte er das Original eingesehen, so würde er gesehen haben, daß alwer lediglich dasselbe gesagt hat. waS auch der Referent heute gesagt hat, daß man die Krise abwarten»nüsse, um über die Wirkungen deS neuen Zolltarifs urteilen zu können. Deshalb meinte Calwer. daß man jetzt, wo die Arbeiter diese Wirkungen »veniger verspüren, in der Agitation darauf' nicht so viel Gewicht legen solle. In derselben irreführenden Weise, wie gegen Calwer, hat der„Vorwärts" auch in meinem Falle berichtet und polemisiert. (Vereinzelter Beifall.) Der Vorsitzende erklärt, daß cr den Referenten gegen den Vorwurf in Schutz nehmen müsse, daß er den Charlottenburger Genossen Vorschriften in der Sache Bernhard machen wolle. Genosse Habicht findet einen Teil der Erklärung für den WahlauSfall in den Stteitigkeiten zwischen Partei und Gewerkschaften. Die Arbeiter- bewegung müsse die strammste Einigkeit betätigen. Deshalb müsic auch allen OrganisationSzersplitterungen und-Zersplitterern, wie Wiesenthal, energisch entgegengetreten werden. Genosse Block iin Schlußwort: Ich habe schon deswegen nicht den Rat erleilen können:„Schmeißt die Stänker raus l", weil ich von einer Mehrzahl von Stänken» nichts weiß! Daß ich einen Unterschied zwischen Bernhard einerseits und Bernstein, Calwer u. a. andererseits mache, liegt lediglich an den Auslassungen Bernhards. Keiner der andere» Kritiker bat solche Ausführungen gemacht wie er, Vermischtes. bon denen man sagen muß, daß fie ihren Autor ohne weiteres fie foll fich richten nach den forgfältig geprüften Erfahrungen Im Laufe des geftrigen Tages erschienen Hunderte bon Leuten, um außerhalb der Partei stellen. Den mathematischen Beweis dafür, längerer Zeiträume und sie darf gewiffe Grenzen nicht überschreiten, ihre Spareinlagen und Depofiten zurüdauerheben. Die Bank leistete daß die alte Tattit uns zum Siege führen wird, kann ich ebenso die ihr unsere Grundsäße fezen.( Beifall.) die notwendigsten Zahlungen. Müller hat das Geld mit einem wenig erbringen, wie Bernhard den, daß seine Vorschläge den Sieg Die Versammlung wird darauf nach einigen geschäftlichen Mit- Frankfurter Bantier, der ebenfalls flüchtig ist, an der Börse ververbürgen. Parteigenossen werden in der Sozialdemokratie nicht teilungen des Vorsitzenden geschlossen. spielt. mundtot gemacht. Es gibt genügend Parteiblätter und sozia listische Zeitschriften, die revisionistische Ausführungen aufnehmen. Achtung! Parteigenossen aus dem Wahlkreise Thorn- Culm. Wie wenig die Vorwärts"-Redaktion anders gesinnte Genossen Briesen und dem übrigen Westpreußen, welche sich für die Gründung unterdrückt, das sehen Sie an der loyalen Weise, wie Bernsteins eines Agitationsvereins für den genannten Kreis interessieren, wollen umDie Beerdigung der Opfer der Jena"-Ratastrophe fand unter gehend ihre Adresse an Genossen A. F. Gollnid, SW. 29, 3offenerstr. 11, II Interview und seine Erklärungen behandelt worden sind. Daß zahlreicher Beteiligung des Ministeriums und der Spigen der Be- senden. Die erste( fonftituierende) Generalversammlung findet im Bernhards Erklärung keine Aufnahme fand, ist in ihrem Inhalt hörden in Toulon statt. Bald nach 10 Uhr setzte sich der Trauerzug Lokale des Genossen Ohnesorge, Markgrafenstr. 102, am Mittwoch, den begründet: Die Auslegung, die Bernhard jenen Worten von der vom Paradeplag aus in Bewegung, die Truppen bildeten Spalier, 20. März, abends Punkt 8%, Uhr statt. Stärkung unserer Stoßkraft infolge der Absplitterung der Mitläufer auf beiden Seiten der Straße hatte die tief bewegte Bevölkerung Deutscher Arbeiter- Abstinentenbund( Ortsgruppe Berlin). Mittwoch, gegeben hat, ist eine durchaus irreführende und unbegründete. Aufstellung genommen. In dem Zuge wurden 280 Kränze ge- den 20. März, abends 8%, Uhr, im Englischen Garten", Meranderstr. 27c Ebenso ist es eine sehr mechanische Auffassung des historischen tragen, dann folgten 17 Lafetten, auf jeder Lafette 6 mit Bersammlung. Materialismus, daß mit der Verschärfung der Klassen rotem Samt und Flaggen in den Nationalfarben bedeckte Särge. gegensätze auch sofort gewisse Schichten der Bevölkerung unmittelbar hinter den Särgen folgten die Hinterbliebenen, der Sozialdemokratie zuströmen müssen. Die Anschauungen die Männer unbedeckten Hauptes, und dann die offiziellen Eingegangene Druckschriften. Fachblatt für Holzarbeiter. Hef 3 des zweiten Jahrganges, Stuttgart. Gedanken eines langjährigen Tropenpraktikers über Deutsch- Dstafrika. onun en eeries: Si su na Die Aussichten amerikanisch- japanischen Krieges. Bon J. Rodic. 0,80 M. Berlag: F. Engelmann, Leipzig. Stenographische Unterrichtsbriefe. Herausgeber: Brief 1. . 2. Weizmann. 20 Briefe a 30 Heller. Berlag: Manz, Bien I, Kohlmartt 20. Rechenschaftsbericht des Vorstandes des Verbandes der Sattler für das Jahr 1906. 28 Seiten. Verlag: P. Blum, Berlin, Adalbertstr. 56 Witterungsübersicht vom 16. März 1907, morgens 8 Ilhe. der Menschen folgen ihren wirtschaftlichen Verhältnissen nicht Persönlichkeiten, an der Spize Präsident Fallières. Um 11 Uhr a tempo, fondern passen sich ihnen langsam an. Deshalb traf der Zug am Heeresarsenal ein, wo die Reden gehalten wurden; März 1907. Herausgegeben vom Deutschen Holzarbeiter Verband, beweist der Umstand, daß die Schicht, auf die Bernhard rechnet, als erster sprach Präsident Fallières, nach ihm Marineminister noch nicht in größerem Umfange zu uns gekommen ist, nichts gegen Thomson und der Deputierte Ferrero. Nach den Reden zogen die die Richtigkeit unserer bisherigen Tattif. Was die Bemängelung Abordnungen an dem Präsidenten Fallières vorüber und legten die meiner Kenntnis des Parteiprogramms anlangt, so habe ich gegen Stränze an den Särgen nieder. Caliver und Schippel ausgeführt, daß die Partei ihren Vorschlägen 22 Familien obdachlos. Wie der Vogtländische Anzeiger" nicht folgen kann, so lange sie an ihrer bisherigen Auffassung festhält, daß das Parteiprogramm die Zustimmung zu Zöllen und in- meldet, sind in der vergangenen Nacht in dem Plauen benachbarten direkten Steuern verbietet, die notwendige Lebensmittel verteuern. Bengenfeld 12 Wohnhäuser mit Nebengebäuden niedergebrannt. Daß der von Bernhard verlesene Paffus des Parteiprogramms diese 22 Familien sind obdachlos. Auslegung bei der überwiegenden Mehrheit der Parteigenossen erfährt, ist nicht zu bestreiten.( Sehr richtig!) Die Aeußerung Calwers, gegen die der Vorwärts" während des Wahlkampfes fritisieren mußte, war ihm selbstverständlich in ihrer Originalfassung bekannt; ich bestreite aber, daß ihr Charakter durch die Hinzufügung dessen, was in dem Bitat des tonservativen Blattes fehlte, ein wesentlich anderer wird. Dem Genossen Dr. Borchardt habe ich zu erwidern, daß ich von den Intellektuellen feineswegs verächtlich gesprochen habe. Dresden war fein Rezergericht. Die Meinungsfreiheit, soweit sie in einer Im Bette verbrannt! Eine 60jährige Dame, Fräulein Zobel, ist, tämpfenden Partei möglich ist, die die Grenzen selbstverständlich wie aus Görlig gemeldet wird, nachts im Bette verbrannt. Die Swinembe. 760 S Hamburg 758 S enger ziehen muß als der Staat, wenn sie ein aktionsfähiger Körper Ursache ist unaufgeklärt. Berlin 761 S bleiben will, der in den Hauptpunkten von einem Willen erfüllt ist, Im religiösen Wahn. Upsala, 15. März. Jn einem hiesigen Frantj.a.m. 763 S wurde zu Dresden nicht angetastet. Es ist ja dort auch nicht verboten worden, an der bürgerlichen Bresse zu arbeiten, sondern lediglich die Mit- Krankenhause ermordete heute ein Batient in einem Anfalle von München 767 S Bien arbeit an Blättern, die gehässige und hämische Angriffe auf die Partei religiösem Wahnsinn drei andere Patienten und verwundete einen vierten schwer. bringen. Alle bisherigen Kritiken an der Taktik der Partei sind nicht begründet genug, um uns zu veranlassen, sie zu ändern. Sie darf nicht nach Eindrücken des Augenblicks gestaltet werden, sondern Eine halbe Million Schwingungen macht das sogenannte Balancerädchen einer Taschenuhr in einem Tage. Jeder Punkt im Umfang solchen Rades legt dabei im Tag über 23 Kilometer, im Jahr mehr als acht und eine halbe Million Meter zurück. Wenn man sich diese kolossale Leistung eines so winzig kleinen Teiles einer Taschenuhr vergegenwärtigt, versteht man erst, wie gut gearbeitet solch ein Werk sein muss, um diese Arbeit dauernd, mit steter Gleichmässigkeit leisten zu können. Man erkennt daran aber auch, dass es unmöglich ist, wirklich gute, dauerhafte Taschenuhren zu den Spottpreisen zu liefern, zu denen die Reklame sie anbietet. Wer sich eine gute Uhr anschaffen will, die nicht nach wenigen Jahren den dreifachen Einkaufspreis an Reparaturkosten verschlingt, der besichtige unser Uhren- Lager. Wir haben durch den Vertrieb reeller Waren zu billigsten Preisen ein Weltgeschäft aufgebaut, und man kann sich darauf verlassen, dass die Ware von solcher Qualität und so hergestellt ist, dass sie in jeder Weise empfohlen werden kann. Die heftigen Schneefälle in Nordtirol dauern an. Der Bahnverkehr zwischen Pfronten und Reutte ist eingestellt, die Züge der Arlbergbahn treffen mit großen Verspätungen ein. Im Zillertal find große Lawinenstürze vorgekommen, die Bewohner des Paznauner Tales flüchten vor den Lawinen in die Keller. Die Not des Wildes ist sehr groß und die Gemsen kommen rudelweise in die Nähe der Stationen menschlichen Wohnungen. Barometer. stand mm Bind richtung Windstarte Better Temp. n. C. 5°.= 4° 9. Stationen Barometer Bind richtung Windstärke Better Temp. n. G. 4bebedt 4 Nebel 3 Regen 2 Haparanda 761 SSD 2wollig 6 Petersburg 766 SSD 2 bedeckt 3 Scilly -13 4 Regen 4Schnee 0 Parts wollenl- 1 5 Aberdeen 759 S 744 SS 765 6 bedeckt 9 3bedeďt 6 2 bedeckt 6 768 Still Wetter Prognose für Sonntag, den 17. März 1907. Mild und teilweise aufklarend, vorwiegend trübe und regnerisch bet Berliner Betterbureau. Eine halbe Million unterschlagen! Der flüchtige Raffierer Müller mäßigen südwestlichen Winden. der Gewerbebant zu Kaiserslautern hat 520 000 m. unterschlagen. Einsegnungsgeschenke in grösster Auswahl. Belmonte& Co. Leipziger Str. 35 Königstr. 46 Ecke Charlottenstrasse Ecke Hoher Steinweg. Juweliere, Gold- und Silberschmiede. Ateliers für Juwelenschmuck und Kunstarbeiten. Fabrikation mit elektrischem Kraftbetrieb. Gold- und Silber- Walz- und Prägwerk. Engros- Export nach allen Ländern. Alt- Gold u.-Silber wird zum Tageskurs in Zahlung genommen. Telegramm- Adresse: Seiden- Herzog. Das seidene Braut- Kleid und alle Seiden für Roben, Blusen, Jupons etc. kauft man am vorteilhaftesten direkt im Seiden- Engros- Haus. Besonders vorteilhaft: Serien- Verkauf vieler hundert Rest- Coupons für seidene Straßen- und GesellschaftsRoben 1,50, 2,00, 2,50 pro Meter. Viele tausend Meter Seiden- Reste für Blusen etc. ganz bedeutend unter Preis von 1,00. Reine Seiden für Ball- und Hochzeitsroben 1,25, 1,75, 2,25 etc. Schwere Damast- Seiden sowie glatte Seiden jeder Art für elegante Brautroben 1,50, 2,00, 2,50 etc. Effektvolle Blusen- und Jupon- Seiden 1,25, 1,50, 1,75 etc. Damastfutter- Seiden für Jacketts und Abendmäntel 1,25, 1,50 etc. Reinseidene schw. Damaste, Merveilleux etc. 15,00, 20,00, 25,00, 30,00 pro Robe. Frühjahrsneuheiten: Echte Shantungs, Original- Bastseiden für Reisekleider, Bast- Panama, Neuheit für Staubmäntel. Voiler Marquisetes für vornehme Gesellschafts- und Straßenroben in reicher Farbenauswahl. Adresse genau beachten. Seiden- Engros- Haus Hermann Herzog, Berlin, nur Leipziger Straße 79 1 Treppe, am Dönhoffplatz. Muster an jedermann franko! Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort ( fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Grösstes Lager in Kolliers mit modernen AnEin Meisterwerk vollendeter Uhrenfabrikation! hängern, Brillanten, Perlen Patent- Anker- Remontoirund Edelsteinen gefasst von 35-4000 M. In Gold plattiert von 7-15 M. Eettenarmbänder in echt Silber, von M. 1.50-8, anch mit reiz. Anhängern in Gold plattiert, von M. 3-15. Gold. Glieder- und KettenArmbänder mit Edelsteinen verziert in allen Preislagen. 14kar. Gold. platt Kavalier Ketten von M. 6-12. Kaufen Sie fugenlose Trauringe Bur noch Marke B.& Co. Wir hab.d.techn.vollkommenst mechanische Einrichtung für Fabrikat. v. fugenl. Trauringen. Kavalier- Stahl- Uhr Mr. 1808, Modell 1907 10 M, mit versilbertem Zifferblatt Mark 12 حمد P Eine gleiche Uhr kostet im Silbergehäuse, Bassinform, 800/1000 Reichs stempel . M. 20 desgl.mit Sprungdeckel M. 28 in Tula- Silber in Gold. . M. 38 . M. 45 8jährige schriftliche Garantie. Gold. und stib, Damen- und Herrenuhren in allen Preislagen und grösster Auswahl Praohtkatalog mit vielen tausend Illustrationen von Juwelen, Uhren, Gold- u. Silberwaren gegen 1 M. frko. Bei Einkant oder Rücksendung wird dieser Betrag vergütet. Wollen Sie etwas hervorragend Feines trinken, Wasser www Schutzmarke Weingeist Kognak, Rum, sowie alle Liköre rühmlichst weltbekannten, preisgekrönten echten Noa's Original- Extrakte e so bereiten Sie sich Ihren uft. ſelbſt unter Verwendung der Preis p. Fl. je nach Sorte 25, 35, 40, 50, 60, 75 Pf. usw. Nach beigegebener, einfachstir Vorschrift bereitet, ergeben diefelben zirka 2 Liter vollkommen echte und wahrhaft reine Getränke von köstlichem Aroma und exquisitem Wohlgeschmack. Die so bereiteten Liköre usw. sind allseitig als mustergülig anerkannt und den feinsten u. teuersten Qualitäten der Welt in jeder Hinsicht vollkommen gleich, nur bis um das Zehnfache billiger. Ein einziger Versuch überzeugt! Lassen Sie sich nichts anderes als ebenso gut oder gar besser aufreden. Es gibt nichts Besseres! Berto, 192 feit. illuftr. Rezeptbuch, 11. Aufl. " Die Destillation im Haushalte", fämtl. Rezepte enthaltend, gratis. Elsasserstraße 5, Verkauf Fabrik und Max Noa, 3. aus b. Rosenthaler Tor. Dr. Schünemann Heinzelmann& Co., Brandenburgftr.44 Zigarren- Fabrik- Lager. Billigste u. reelle Bezugsquelle für Wiederverkäufer u. Händler in Fabrifen Kleine Anzeigen 23458 * Drei 35112* Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden, Frauenkrankheiten. Friedrichstr. 203, Ede Schüßenstr. 10-2, 5-7, Sonnt. 10-12 Uhr. ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt- Expedition, Lindenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. S 22018* 2350S Federbetten, Stand 10,50, große Lauben- Baumaterialien, gebrauchte Bronzegastronen!! Brennaborräder, Teilzahlungen, Kanarienhähne, Weibchen, ver16,00, Brautbetten, Bettwäsche, Leib- und neue, wie: Stantholz, Bretter, flammig! 6,00. Baszuglampen! 9,00. ohne Anzahlung. Heyle, Danziger tauft Stain, Rirdorf, Wildenbruch2321st Blas 4. +135 wäsche, Steppdeden spottbillig Pfand- Latten, Leisten, Türen, Fenster, Dach Salongastronen! 16,00. Gaslyren. ftraße 95. leibhaus, Küstrinerplatz 7. 23468 pappe, in größter Auswahl billigst. 12 Schaufensterlicht spottbillig! Ladeneinrichtung aller Brancher, Kanarien weibchen( Spezialzucht), * Bohlauer, Ballnertheaterstraße 32. Kontormöbel, Geldschränke, Eisen Charlottenburg, Nehringstraße 14, Deckbett, Unterbett, Rissen mit Gardinen, Portieren, Taschen- Hasenheide 2( am Hermannplay). Milcheinrichtung. Milchkübel, Kinderwagen, Kinderbettstellen, schaufästen alt und neu, Spottpreise. Kanarienbörse. 277/11 glattrotem Inlett 10,50, Pfandleihe uhren, Wanduhren, Schmucksachen 18426 Sportwagen, gebrauchte, zurüdgefeßte Steinede, Dranienburgerstraße 2 Andreasstraße achtunddreißig. 2302st fpottbillig. Pfandleibhaus, Rüstriner Milchlannen. Luisenufer 27. Seifertvögel räumungshalber plat 7. Schneider, Kurfürsten-( Hadescher Markt). Notrosa- gestreiftes Dedbett, UnterBronzegaskronen, dreiflammig pottbillig. 257/1 billig. Stramer, Borhagenerstraße 11. 22478* Uhren, Gold- und Silbersachen, 6,00, Salongastronen 15,00, Bas- straße 172. Jährlich nur einmal Inventur Kanarienhähne, Bett, zwei Stiffen 18,00, Damastbezüge, Zuchtweibchen, Gaswandarme 0,65, Sommerpaletots, Monatsanzüge, Räumungsverkauf im Teppichhaus Robert, Bülowstraße 93. 21876 Steppdecken, Andreasstraße achtund schön, billig, Pfandleihe Petersburgers Ihren 1,50, dreißig. Pfandleihe. 2803* ftraße 37. 220/ 2* Schaufensterbeleuchtung, Gasbogen wenig getragene, von 5 Mart an, Emil Lefèvre, Dranienstraße 153. Kanarienhähne, Seifertstamm, Bauerndeckbett, Unterbett, zwei Fahrräder, gut, billig, Pfand- lampen, Petroleumlampen spottbillig. große Auswahl für jede Figur, auch Extraliste gratis. acht bis zwanzig Mart. Weibchen Sofa Teppiche, zirka zwei Meter 3 Mart. Hedbauer, Flugbauer, Ge220/ 3* Gasspartocher 1,00, Zweiloch 3,00. neue elegante Garderobe aus erster Stiffen 27,00. Große Laten 1,00. leihe Petersburgerstraße 37. Schröder, Hochstraße 43. 20096 Bezugsquelle 20 Prozent billiger wie lang, imitierte Berser 3,35, Tapestre fangspind verkauft Kowalski, StreuLeihhaus Andreasstraße achtund- Wäsche, Steppdeden, Bezüge, gut, * billig. Abessinierpumpen 8,00 bis 100,00, im Laben, direkt vom Schneider- brüssel 5,35, Arminster 4,65. Snzigerstraße 20. dreißig. Elektrische nach überall. Pfandleihe, Petersburger 220/ 4* Sauger 2,50, Flügelpumpen, Garten- meister Baul Fürstenzelt, nur Rosen- ventur- Ausnahmepreise. Teppichhaus Harzerkanarien. Große Zucht Teppiche mitfarbenjehlern Fabrik- ftraße 37. sprizen, Gartenschläuche. Pumpen- thalerstraße 10. Habe feine Filialen. Lefèbre, Dranienstraße 158. 2202* niederlage Broße Frankfurterftraße 9, Herrenfahrrad, Damenfahrrad, aufgabe. Altersschwäche. Huthmann, Achtung! Billig verkauft Arbeitsfabrit Schröder, Hochstraße 43. Reichgestickte Tischdecken in Filz Weißensee, Königchaussee 24a.[+148 parterre. fein Laden. Mauerhoff.+1 wie neu, 45,00. Holz, Blumen- Fische, Fluß-, Seefische täglich fachen. Große Auswahl Herrenanzüge, tuch 1,65, Bittoriatuch-2,35, 2cht 2335* Steppdeckten billight Febrit Große Straße 36 b. Weibchen, Seifertstamm, billig. Großes Plüsch 5,85. Inventur Räumungsfrisch, sowie Enten, Hühner, Tauben, Senabenanzüge, Stoffrefte. Frankfurterstraße 9, parterre.+1 Möbel auf Teilzahlung PrinzenKaninchen billigst. Otto Göge, Lager. Bilhelm Zange, Turm preise. Teppichhaus Emil Lefèore, Aufgabe der Hecke. Nonsdorf, War2135b Zweites Geschäft Alt- Dranienstraße 158. Gardinenhaus Großerantiurter. ftraße 62. 19/ 5* Warschauerstraße 64, Ede Stopernitus- ftraße 84. 2208 hauerftrage 80. ftraße 9, parterre. Rein Laden. Pfandleihe! Hermannplay sechs. ftraße. +58+ Moabit 82. Drittes Geschäft Flens. Kanarienroller, Seiferts Zucht Teilzahlung, Woche 0,50, Bider, weibchen billig. Stulide, Simeon Mauerhoff. 1+ Staunend billiger Bettenverlauf, Friseurgeschäft, besonders für burgerstraße( Stadtbahnbogen).+ 81Spiegel, ferner Möbel, Polstermeren, straße 5. 21315 Fahrräder, Teilzahlungen. In Brautbetten, Bermietungsbett, Bett- Parteigenoffen günstig, zu verkaufen Gardinen, gestickte, in Tüll und Gardinen, Steppdecken, Tischdecken, Ebelkanarien, Hedweibchen, Seifertſtücke, Bettwäsche, Verfallener Pfänder durch Schrolle, Landwehrstraße 3. Mull, ältere Muster, verkauft wegen Bortieren, Teppiche, Uhren, Herrenvalidenstraße 20, Staligerstraße 40.* berfauf. Spottbilliger Uhrenverkauf, Gastronen. Restauration mit Taubenbörse zu Todesfall Güther, Grüner Weg 80, Stonjeftion, Teppiche!( jeblerbajte) in allen Schmucksachen, Teppichverkauf, Gar Weber, stamm. Büttner, Poststraße 19.[ 21305 Größen für die Hälfte des Wertes dinenverkauf, parterre. 22368 Prenzlauerstraße 49. Besuch oder Kanarienhece, vollständig, vers Steppdeckenverkauf. verkaufen Hagelbergerstraße 20. im Teppichlager Brünn, Hadescher Hochmoderne Gehrocanzüge, Jadett Betten, Stand 20 Mart, Muschel Möbeltischlerei liefert gediegene Boftfarte. 2340s lauft Franke, Waldemarstraße 70. Markt 4, Bahnhof Börse. 255/ 2* anzüge, Sommerpaletots. Quecksche Kanariaorgel 20,00, Kanarienroller, 1135 bettstellen mit Federmatragen 38,00, Bohnungseinrichtungen äußerst billig. Hedweibchen. Steppdecken( pottbillig, Fabrik Monatsanzüge und Sommer- Kleiderspind 28,00, Ruhebett 25,00, Bunte Stüchen. Reelle Arbeit. Be Pabst, Dresdenerstraße 48, Prinzen- Hähne 4,50, Weibchen 2,00, große Große Frankfurterstraße 60. 21678 paletots von 5,00, hofen von 1,50, Säulentrumeau, geschliffen 34,00, fichtigung meines staunend großen ftraße 110, +76 Bogelbauer wegen Aufgabe der Hede billig zu verkaufen. Steinborn, Gastronen, Petroleumkronen ohne Gehrodanzüge von 12,00, Grads von Sofatisch 15,00, Teppich 8,00, Ber- Lagers erbeten. Auch Ratenzahlung. Keller und Hinterräume. Kanarienhähne, Hedbauer, Range, Mariusstraße 31. 22/3 Anzahlung, Woche 1,00. Louis Böttcher 2,50, fomie für forpulente Figuren. schiedenes. Dresdenerstraße 38, vorn Nur 21/ 14* Harnad, Tischlermeister, Dresdener Hufelandstraße 25( Friedrichshain.) Kanarienroller 6,00, Zucht ( felbft): Borhagenerstraße 32( Bahn- Neue Garderobe zu staunend billigen II, lints. verbindung Warschauerstraße), Rei- Breisen, aus Pfandleihen verfallene straße 124, zwischen Dranienplatz und Herren- Garderobe nach Maß, Stottbuser Tor. Kanarienhähne, Vorfänger, Hed weibchen. Marivik, Mainzerstraße 1. nidendorferstraße 116, Schönhauser Sachen kauft man am billigsten bei saubere Arbeit, großes Stofflager, weibchen, Kanarienvogel- Börje, ge Kanarienroller, Seifertstamm. Allee 80, Potsdamerstraße 81, Rig Ray, Muladitraße 14. Baletot, Anzug 36 Mart an. Kauft Reisemodelle in Damenjadetts, mütlicher Büchteraufenthalt. Seleine Munt, Stargarderstraße 58.+69 dorf, Kaiser Friedrichstraße 247. Schäfte und Unterleder, Spezialität beim Handwerker, lasset den Hands Paletots, Seidenröde, Kostüme, teils Andreasstraße 15, Restaurant Brill. Kanarienhähne, Betten, gut, billig, Pfandleihe Eichengerbung, Lederhandlung Rühl, werker verdienen. Teilzahlung gestattet. auf Seide, 9 Mart. Julius Neumann, Lehr Drgel. Seiferthähne Weibchen. Eichhorn, Petersburgerstraße 37. 22/ 5* 220/ 1* Schöneberg, Bahnstraße 43.+106. Dorge, Dresdenerstraße 109. Belleallianceftcake 105. 23158 inze, ebenwalderstraß. 58. t101 Baff.tor frafa 19 20625* 17688* B mun 8,00, * Inventur.usverlauf! Teppich Rolonialwaren- Geschäft Simon Danksagung. Stermit fagen wir Sofort zwet Stuben, Südhe 27 Mart, fabritmuster mit 10 Prozent Rabatt. Dachstraße 28, preiswert verkäuflich. dem Herrn Dr. Fall, Reinidendorf, Ebersstraße 87, Hof I. +57 Teppichhaus, Große FrankfurterPfänderverkauf, Sommerpaletots, für seine liebevolle Behandlung und Stube und Küche 15 Mart, Rirftraße 125. 2292* 21286 Jadettanzüge, staunenerregend, Betten aufopfernde Tätigkeit bei einer schweren dorf, Jägerstraße 15. 2,95, 3,35, 3,95, 4,85 2c. Steppdecken, Fabritmuster jetzt verkauf, Gardinenverkauf, Aussteuer- Lungen- und Rippenfellentzündung Freundliche Border Wohnungen herzlichen Dank. Frankfurterstraße 125. Große wäsche, Teppich verkauf. Pfandlethhaus unseres Sohnes 2293K Weidenweg neunzehn. * August Glaſer und Frau, Borsig an ruhige Leute zu vermieten SO., 23558 Liegnigerstraße 42 zum 1. April. walde, Räuschstraße 7. Inventur- Ausverkauf! TüllbettZeugen gesucht, welche am 11. Jas decken Stück 1,95, 2,35, 2,85, 3,25, 3,75 2c.; Gardinenreste 1 bis 6 Fenster muar früh 7 Uhr gesehen haben, wie ich von der Schranke am Bahnübergange des Fürstenbrunnerwegs niedergeschlagen wurde, wollen sich bei . Otto, Charlottenburg, Stnobel3dorffstraße 40, II. Bortal II melden. Maschinistenschule, Anfang April. Müller. +58 Abendunterricht, 6 Monate. Prüfung, 10 Prozent Ertrarabatt 1,25, 1,85, 22968* Möbelangebot. 3m Anhalter Bahnspeicher, Modernstraße 25, Anhalter Innenbahnhof, direkt Hoch bahnstation Modernbrüde, stehen verschiedene Einrichtungen zum Vers tauf. Darunter befinden sich hoch moderne Schlafzimmer, Speisezimmer, Herrenzimmer, auch einzelne Salon garnituren, Paneelfofas, Biblio thefen ,, Ankleideschränke, Nußbaumbüfette, Bronzekronen, Delgemälde, Schreibtische 28,00, Ruhebetten mit 2,45 2c. 2294 prachtvoller Divandede 22,50, derschöne Säulentrumeaus 30,00, Fehlerhafte Tuch- und Plüschbochelegante Salonteppiche schon 14,00 deden( Fabrikmuster) spottbillig. bis zu allergrößten Saalteppichen, Teppichhaus, Große Frankfurter allerliebste Zimmerteppiche 2295 ftraße 125. reichgestickte Uebergardinen, Spachtel Sofabezüge( Reste), Bolle und stores, Tüllgardinen, Steppdecken, Plüsch, 15 Prozent Rabatt. Große Salonbilder, Standuhren, prachtvolle Frankfurterstraße 125. Plüschtischdecken 5,00. Berschiedene Teppiche mit Farbenfehlern. Gelegenheiten. lebernahme bo Fabrikniederlage, Frankfurter Allee 107. ständiger Warenlager, Wirtschaften, Konkursmassen, Nachlässe zum schnellen Gardinenhaus, Reste und einzelne Berkauf und Versteigerung. Dtto Fenster jet bedeutend billiger. Frank 22988* Lideres Auktions- und Möbelspeicher. furter Allee 107. Kostenloser Transport. Lagerung.* Steppdecken, Fabrikmuster spottMöbelfabrik, Dranienstraße 58. billig. Portieren( 2 Schals, 1 Lambredirekt Morigplay. In meinen fünf quin) 3,50, 3,95, 4,85, 6,-: c. Frank Etagen stehen komplette Wohnungscinrichtungen in jeder Preislage bom Einfachsten bis zum Eleganteften. Besondere Gelegenheit biete ich in verliehen gewejenen, fast neuen Möbeln, die bedeutend herabgesezt find. Besichtigung erbeten, ohne Kaufzwang. Auffallend billig verkaufe ich Chaiselongues 20, Schlaf fofa 29. Satteltaschenfofa 45, Baneelfofa 55, hochelegante Gar nitur 75, Säulentrumeaut 32, Bettstelle mit Matrage 16, Auszieh tisch 18. Muschelspind, Bertito 27. Gekaufte Möbel fönnen drei Monate toftenfrei lagern. Teilzahlung gestattet. Kein Laden, direkt Fabrik. Auch Sonntags geöffnet. Musterbuch gratis. 2192K Schlafdecken, feidenweich, elegante Muster, Stüd 3,50. Gebr. Pflaume, Friedrichstraße 205, Deden- Spezialgeschäft. 2289 neue furter Allee 107. 2299* Waldparzelle 960 Mart, bei Sadowa, Gartenboden, große Bus funft, fleine Anzahlung. Kettermann, Blumenstraße 9. + 127* Singerbobbin spottbillig tegen Aufgabe Blumenstraße 9, II.+ 127* Schneiderkostüme nach Maß billig, gutsigend, Blumenstraße 9, II.+ 127* Herrengarderobe nach Maß, iadellos fizend, billig Blumenstraße 9, II. Gebrauchte Teppiche, Steppdecken, Gardinen, Betten, Tischdecken, Portieren, Spiegel, Bilder, Regulatoren, Remontoiruhren, Uhrfetten spottbillig. Lude, Grünerweg 113. 20355 Metallbetten, zwei hochelegante, 100,00, großer Säulentrumeau 47,00, Säulenschrank, Bertito 50,00, Chaiselongue 26,00, Ritterstr. 112, II. 21/20 Drechslerbänke verkauft billig Auguftstraße 32, Melawer.+146 Möbelkäufe find vorteilhaft im Herrenfahrrad, Freilauf, preisMöbellagerspeicher Brunnenstraße 182. mert, Heppner, Marienburgerstr. 22. Ganze Einrichtungen von 200,- an. Gelegenheitstäufe wenig gebrauchter Matraßen, Garnituren, Sofa, Tische, Wohnungsaufgabe. Bettstellen, Möbel, Plüschgarnituren, Schreibtische, Nachtstühle, Bilder, Zylinderbureau, Baneelfofas, Säulentiumeaus, NußWil Schreibtische, Spiegel, Betten. baumbüfette, Muschelschränke, Muschel- helmstraße 54 III, Boges. 21485 vertikos 28,-, Teppiche, BücherGrünkram und Kolonialwarenfchränke, Spiegel, Spiegelspinden, Kommoden, Ausziehtische 10,-geschäft, gutgehend, billig zu berMuschelbetten, Englischbetten, Taschen- laufen. Rirdorf, Reuterstraße 27. fofas, Ruhebetten, Marmortoiletten, Hobelbank mit Werkzeug. Uedert, * moderne Küchen, Schlafsofas 12, und viele andere Zufallskäufe, alles fpottbillig. Sonntags geöffnet. Stoftenloser Transport und Lagerung. Schlafzimmer, Wohnzimmer, Salon, Küche, Büfetts, Säulen trumeaus, Tauschmöbel, Teppiche spottbillig. Auktionsannahme, Grüner weg 3. 2310* Dldenburgerstraße 19. +81 Piano, Gelegenheitsfauf, 270 Mart, Staiser, Klavierstimmer, Wilmersdorf, Uhlandstraße 104. +149 Littauer. Nähmaschinen ohne Anzahlung, wöchentlich 1,00. Repas raturen billig. Aderstraße 11. Warschauerstraße 67, Wienerstraße 1-6. Herrenfahrrad,( 15),( 30), Damenfahrrad( 45), hochfein, Grammophon mit Platten spottbillig. ftraße 37, Lokal Wiener 21585 Möbelfabrik Dranienstraße 172/173, liefert ab Fabrit an Privatpublikum zu Engrospreisen gediegene Einrichtungen von 285,00 bis 438,00, Halbrenner 30,00, tadellos, felten clegante 650,00, englisches Schlafzim wiederkehrende Gelegenheit, verkauft mer 272,00, englische oder Muschelbettstelle mit Matraße 45,00, einfache fofort Horn, Große Frankfurter +47 30,00, Kleiderschrank, Bertito 45,00, ftraße 124. Spiegel mit Spindchen 40,00, Taschen Kollegen! Nähmaschinen, sämtliche Alte Anzahlung, foja 60,00, Süchen in modernem Systeme, ohne Anstrich 58,00, verliehene und zurüd nehme in Bahlung. Stephanstraße 43. gesette spottbillig. Auch Teilzahlung. Eggersdorf! 5 Minuten vom Teppiche, Gardinen, Diwandeden, Bahnhof Strausberg, Perle der Mart, Steppdeden, Bortieren, Läuferstoffe, nur Wald, Wasser-, Hochwald- und Tischdecken, Sofabezüge, spottbillige Aderparzellen jeder Größe, fulant, Gelegenheiten. Fischers Teppichhaus, 15 Bäume gratis, bin Sonntag Terrain Potsdamerstraße 100, nahe Bülowstr. oder Bahnhof Strausberg, versäume Teppiche, Rüdseite angeleimt, niemand! Nur Otto Joers, Pantow, unter Fabrikpreis. Stoehr, Münz Elisabethweg 10. Straße 17. Materialwaren-, Gemüse- Ge schäft zu verkaufen Straßmannstr. 32. fchäfte sofort billig zu verkaufen. Restauration wegen zweier GeBrauereihilfe. Erfragen Borndorfer ftraße 36, Lokal. +58 9275* Zimmer. Balfonzimmer, möbliert, für 15 Mart sofort zu vermieten. Melcher, Müllerstraße 134, Quergebäude II.* Separatzimmer, möbliert, zwei Herren, Ritterstraße 2, vorn, Witwe 21895 +53 Teilnehmer za mbblerter Schlaf stelle. Günther, Naunynstraße 10, +53 born II. Möblierte Schlafstelle für Herrn, 15 Mart. Pflanz, Stöpenickerstraße 25a, +53 Hof 2 Treppen. Mietsgesuche. Möblierte Schlafstelle für zwei Herren. Naunynstraße 73, Wollen+53 berg, vorn II. Möblierte Schlafftellen für Herrn vorn 1 Treppe. Auskunft Klima, Ma +53 riaunenstraße 41. Veffere Schlafstelle für einen oder Gutgehendes Milchgeschäft um zwei Herren. Lippke, Naunynstraße 18. ständehalber verkäuflich. Auskunft Schlafstelle, möblierte, vermietet Bäderei Eberthstraße 45. Heuderuth, Manteuffelstraße 48, born +53 Achtung! Räucherwarengeschäft Zeugnis. Reformtechnikum, ChauffeeLeeres Vorder- und Hinterzimmer 4 Treppen. eventuell Teilzahlung. Rigdorf, Post- straße 1, Berlin N. 21978 bermietet Löwe, Camphausenstraße 25. Schlafftelle, separat, für Herrn, amt 4,, A". +52 Maschinenbau, Elektrotechnik, Möbliertes Zimmer bis 1. April fofort, Bratke, Libauerstraße 6, Quer Zigarrengeschäft, Vorort Görliger Eisenkonstruktion, Automobilbau, beste zu vermieten infl. 15,-. Hader, gebäude 3 Treppen, Nähe Bahnhof Warschauerstraße. +53 Bahn, Miete billig, verkäuflich. Delcurt. Lehrmethode. Ausbildung Betriebs. Lychenerstraße 26. Dranienstraße 6. +52 Ingenieur, Techniker, Maschinen- Möbliertes Borderzimmer ver- Schlafstelle findet sauberer Herr. Alpenstieglite, Rothänflinge 1,50, meister, Wertmeister, Monteur, Ma- mietet Fulde, Proskauerstraße 7 IV. Witwe Gleisberg, Adalbertstraße 98, +53 Buchfinken 0,90, Dompfaffen, Beifige, schinisten- Applikanten, Marine. Tages, Freundlich möbliertes Zimmer born III. Lerchen, Grünpapapeien 16,00 an. Kursus Abendunterricht. April. für 2 Herren Adalbertstraße 89 vorn Schlafftelle vermietet( Herrn) Ansicht gern gestattet. Thiergroß- Fordern Sie Prospekt R. Reform III lints, Wollen. Winterfeld, Manteuffelstraße 29, Seis Technikum, Chausseestraße 1, Berlin N. +53 handlung Mariannenstraße 37. Einfach möbliertes Zimmer an tenflügel 3 Treppen. Parteilokal, altes, Miete 1550, Formerschule. Neueröffnung April. einzelnen Herrn zu vermieten Dranien- Schlafftelle, separat, 2 Herren anschließende Wohnung, Jahresumsab Ausbildung Gießerei- Techniker, Forsstraße 40/41, Durchgang III, Lohse. oder Damen. Mirbachstraße 25, Hof 14000 ohne Effen. Kaufpreis mit mermeister. Abendunterricht. Fordern +59 Kleines möbliertes Zimmer zum 4 Treppen. elektrischem Piano 3500, Sie Prospekt r. wegen Reformtechnikum, 1. April Naunhnstraße 34, II rechts. Möblierte Schlafstelle, 1 auch 2196* dauernder Krankheit. Austunft Chausseestraße 1, Berlin N. 22/9 Komiter Lebuserstraße 3, Restaurant. Elshola, Gropius Möbliertes Zimmer zum 1. April 2 Herren, bei alleinstehender Frau 21115* zu vermieten Dranienstraße 192, I( Badebenuzung). Rigaerstraße 36, Restaurateure, Wiederverläufer. ftraße 6. +59 lints. +53 born III, Slee. Habe größere Posten abgelagerter Patentanwalt Wessel, GitschinerMöblierte Schlafstelle vermietet Ein gut möbliertes Zimmer an befferer Bigarren billig abzugeben. ftraße 94a. +52 ruhigen, soliden Herrn zu vermieten Witwe Goersch, Bernauerstraße 45 I, Pfandscheine kauft Pfandleihe Stalizerstraße 44, born IV links. Eingang Wollinerstraße. +69 Neh, Glogauerstraße 17. Seifengeschäft, gutgehend, um- Brinzenstraße 68. 17/ 6* Möbliertes Zimmer vermietet ständehalber billig verkäuflich. Nixdorf, Nixdorf, Brufes Festfäle, Knese- Herzmann. Waldemarstraße 62.+53 Pflügerstraße 11. +109 bedstraße 113, Restaurant, Garten, Ein möbliertes Zimmer für zwei Einfach möbliertes Zimmer, SüdGutgehende Kupferschmiede ist Vereinszimmer, Parkettsaal( 600 Per Personen bei Frau Bisotti, Rigdorf, westen, bei einzelner Dame oder Krankheit halber zu verkaufen. Breis sonen). Sonntags Ball. Kaiser Friedrichstraße 52, Garten- ruhigen Leuten gesucht. Offerten 750. Berlin W. Offerten M. H. 4" Bücher tauft, beleiht Antiquariat haus III. +135 F. D. 24, Postamt 64. Postamt 65. +112 Stochstraße 56, I. Möbliertes Zimmer Budower Handwerker sucht fleines Zimmer. Kinderwagen, modern, Gehrod, straße 5, IV rechts. +76 Offerten C. 31, Postamt 12. 21436 schlanke Figur, verkauft billig AlvensMöbliertes Zimmer zu ver- Nachtarbeiter sucht ruhiges einlebenstraße 24, Seitenflügel IV, rechts. mieten für 2 Herren Chorinerstraße 42, fach möbliertes Bimmer zum 1. April, Bogler. 21946 Nähe Friedrichshain und Prenzlauer Möbliertes Zimmer, zwei Herren, Tor. Offerten Preisangabe" Filiale +52 24,00 inkl., vermietef Eli, Admiral Laufikerplak. ftraße 18b, Quergebäude.+76 Junger Mann wünscht Schlafstelle Treptow. Freundliches möbliertes nahe Alexanderplat. Offerten Partei+48 Bimmer 18 Mart inklusive. Schaper, spedition Rüdersdorferstraße 3. +135 Stöpenider Landstraße 53, Garten- Zwei Freunde suchen möblierte 21596 Schlafstelle eventuell auch möbliertes + 103* Möbliertes Zimmer Dranien: Zimmer. Nähe Mariannenplatz oder Handwaschanstalt Chlorfrei". ftraße, zu erfragen Naunynstraße 8, Michaelfirchplak. Offerten mit PreisSpezialität vorn I, Ott. 12576 angabe unter. 8. 111, Postamt 16. Märzbleiche Köpenid. Möbliertes Zimmer, allein, MayGardinen, Laken, Leibwäsche, 0,10. Abholung Sonnabend Montag. bachufer 6, born IV, Martini.[ 21256 Siegemund, Barrisiusstraße. 220/9 Vereinszimmer ชน bergeben 21996 Kleine Andreasstraße 15. Vereinshaus, Invalidenstr. 146. Saal für Hochzeiten, Vereine, Sonnabends eventuell Sonntags frei. Handwäscherei, garantiert tein tein Bertauschen; großer Chlor, Bezug 10, Laken, Leibwäsche 10. Abholung Dienstags. Frau Franz, Köpenid, Albrechtstraße 3. 2352 " Schleunigst Säulentrumeau 32,00, ftabiles Taschenfofa, Regulator, Bers schiedenes jeden Preis. Elsasserstr. 53, 21786 Restaurant. Obst, Gemüse-, KolonialwarenGeschäft billig zu verkaufen Uhlandftraße 144. 21756 Tischlerei verkäuflich, gute Kundfchaft, passend für kleine Genossenschaft. Näheres Grünerweg 95, Barbierladen. 2185b links. Plüschgarnitur, rot, Sportchaise, verkauft. Am Friedrichshain 10, III, 21746 Kinderwagen, Petroleumkrone, echte Bronze, verkauft billig Barth, 21666 Laufigerstraße 46. Eleganten Straßenrenner, wenig gefahren, verkauft M. Kaup, Friedrichs bergerstraße 16. 21/16 Schankgeschäft, 6 Jahre in einer Hand, sichere Existenz, ist frankheitshalber sofort billig zu verkaufen. Zu erfragen Grünerweg 69, Stebbier+48 halle. Milchgeschäft wegen anderem Unternehmen verkäuflich. Näheres Palisadenstraße 46, Möbelfeller. Herrenfahrrad, umständehalber, Verwalter, Prenzlauerstraße 32. Milchgeschäft billig zu verkaufen 21725 Lindenstraße 59. Zwei guterhaltene Bettstellen ver fauft Gustav Hansen, Dranienstraße 65, Hof II. 21735 Herrenhüte, Müßen, modern, billig. Palm, Hutmacher,' Grünauer21695 straße 6. 2338* 1872 * Pfandleihe Markusstraße 27. Festfäle! Vereinszimmer Sonnabende, Osterfeiertage. Annen straße 16. 220/ 7* Wer Stoff hat? Fertige Herrenanzüge 15,00. Wagner, Schneider meister, Lichtenbergerstraße 9. 21/ 6* Laubenland, Quadratrute 40 Pf., verpachtet Kolonie Friedensgarten, Rigdorf, Grenzallee. Volksfänger Gesellschaft Anke, haus II. Swinemünderstraße 17. Junge Leute, die den lohnenden Operateurberuf für Kinematograph erlernen wollen, erhalten beste Ausbildung vom Fachmann bei mäßigem Honorar. Uebel, Reinickendorf, Probinzstraße 107. 2353 Restpartien aller Branchen, auch Pfandscheine kauft Baar", Bost amt 59. 21495 Kranzbinderei Nicol, Stopenid, Riegerstraße, Ede Jägerstraße. Chauffeurschule! Aeltestes, größtes Inftitut. Gewissenhafte Ausbildung. Kostenloser Stellennachweis. Prospekt gratis. Schöneberger- Ufer 5/9. 22035 2291* Restaurant anderen Unternehmens Figur Restauration, Wedding, Parteigenossen passend, letter Hand vier Jahre, Miete 1260,00, Ausschank 30 Halbe, wegen Familienzwist für 2500,00 mit Bianino, Billard. Er forderlich 1500,00. Näheres Willner, 22/8 man +69 den Schlafstellen. 21626 Arbeitsmarkt. Stellengesuche. I Stellenangebote. Teppich Weber für mechanische Stühle suchen Michaelis u. Behrend, Nowates. zwei 21/ 13* 21645 Ein selbständiger Bootbauer, firm in Strateel und Klinkerbau, kann sich sofort melden. Rob. Fabian, Boots bauerei, Breslau, Klosterstraße 110. Freundliche Schlafstelle, zwei Herren, vermietet Markusstraße 9, born II links, Keil. +48 Blinder Stuhlflechter bittet um Möblierte Schlafstelle vermietet Arbeit. Stühle werden abgeholt und 2. Gläser, Mulad Rüdiger, Stoppenstraße 91, am Schle zurüdgeliefert. 14686 +48 ftraße 27. fischen Bahnhof. Freundliche Schlafstelle bermietet Satom, Wollinerstraße 58. 21885 Schlafstelle für Herrn vermietet Frau Krüger, Palisadenstraße 55, III. Möblierte Schlafstelle, Herren, Schubert, Admiralstraße 38, born IV. 21505 Möblierte Schlafftelle vermietet Nidsch, Dresdenerstraße 111, born, rechter Aufgang L. Möblierte Schlafstelle, ein auch zwei Herren, vermietet Ponto, Staligerstraße 46b. 21565 Möblierte Schlafstelle Dranienstraße 167, born II links. 21546 Möblierte Schlafftelle bei Frau Gang, Schwerinstraße 3, vorn III. Saubere Schlafstelle für Herrn. Reibelstraße 3, Nähe 21605 Saubere Schlafstelle bei Heidenreich, Waldenserstraße 27, Hof I. Herren, zwei, finden möblierte Schlafstelle sofort Kottbuserstraße 101, 21555 born III geradezu. Teilnehmer zur möblierten Schlaf stelle Kleinert, Bülowstraße 55, 3. Aufgang parterre. Abendkurse in Elektrotechnik ( Theorie und Laboratorium), Zeichnen, Neuman Technikum Elektra, Alexanderplatz. Mathematik. Neanderstraße 4. Prospekte frei. Leipziger Humoristen- und Duar tettfänger. Hans Krüger, Nigdorf, Kaiser Friedrichstraße 245. 21145 Wer Stoff bringt, zahlt 20 Mart für gutsigenden Anzug. Stuschewski, Annenstraße 2. 21655 +48 2134b Lehrling mit guter Schulbildung gegen hohe monatliche Bergütigung verlangt Mar Kahnemann, Berband 219/ 19ftofffabrit, Elsasserstraße 59. Gürtler- und Formerlehrling stellt Bronzewarenfabrik Haake Millarg, Berlin O., Goßlerstr. 20.* Lehrling sucht Klok, Tapezierer, 20915* Königgräberstraße 56. Militär ein Gürtlerlehrling auf arbeit verlangt Paris Nachf., Nieder wallstraße 14. 11. 20685* Fahrräder, neue, gebrauchte, halber ganz billig zu verkaufen. Ausbillig, Produktiv- Einkaufsgenossen- funft Spedition Stettinerstraße 10. schaft, Oderbergerstraße 30, Laden.* Herrenfahrrad, Brachtmaschine, Dirigenten fucht Männer- Gesang fast neu, umständehalber. Usedom- Lebuserstraße 3. Milchgeschäftseinrichtungen, +144 Taschensofa billig. Schrader, berein bei Busch, Hussitenstraße 29. Milchfübel, Stannen, Maße, Milchfiebe. ftraße 27a, II rechts. +69 Wiegeschalen, Buttermaschinen usw, Brennaborrad, gut erhalten, Stargarderstraße 64. Lehrling verlangt Goldleiftenfabrit 21956 billigst. Jordan, Michaelfirchstraße 21. billig. Schmidt, Stettinerstraße 42. Plüschfofa 38,00, Schlafsofa 20,00, Kurfürstenstraße 7. Hebergardinen mit Stores 15,00, Herrenfahrrad, umständehalber, Bettstelle, Matraße 15,00. Gormann Gürtlerlehrling verlangt Schiller, 21825 22/6 Kleinschmidt, Raumer- straße 5, Tapezierer. Standbetten, Plüschteppich, Stepp- dringend. 21/19 Stallschreiberstraße 8a. decken, Gastrone, Strohhutwäscher eröffnet Balm, +144 Grammophon, straße 19( Pappel- Allee). Grünkram, Kolonialwarengeschäft Schlosserlehrling Lutherstraße 24. Plüschtischdecke, Zülbettdede billig. Umständehalber verkaufe lofort billig zu verkaufen Weißenburger Qutmacher, Grünauerstraße 6. 21705 Möblierte Schlafstelle, Herrn, Raffierer für Abzahlungsgeschäft Hoffmann, Naunhnstraße 52. 21976 Kleiderschrank, Bertiko, Säulentru- ftraße 18. Humorist Hellmich frei, Adolf- Witwe Suter, Weidenweg 5 III, vorn mit Saution verlangt sofort Goeringer, Pianino( hohes) 120.-, Borwärts- meau, Plüschsofa, 2 Muschelbetten, Obst- und Gemüsegeschäft verkauft straße 12 a. +112 22/7 Zwei möblierte Schlafstellen Posener- Brunnenstraße 26. leser Rabatt, Turmstraße 8 I 220/11 Ausziehtisch, Süchenfachen, Regulator, an Selbstkäufer wegen ArbeitsBerliner Volksquartett, vorzüg- straße 31, born IV links. Arbeitsbursche( 15 Jahre) berBrennaborrad, hochelegant, jeden Bilder. Dresdenerstraße 28, Seiten angelegenheit Lehmann, Lottum 21966 straße 28. liche Humoristen. Gerhardy, Wrangel +69 Kleines fauberes Zimmer als langt Färberei, Weißensee, LanghansPreis, Mitschke, Wattstraße 4/5.+103 flügel parterre. straße 22. +138 +52 Schlafftelle zu vermieten Borhagener- ftraße 4. Fortzugshalber, plöglichen aus Möbelverkauf Kastanien- Allee 56, Krankheitshalber sofort Kolonial+145 Wo kann junger Mann unter Straße 26, Finzel. Zigarrenmacher- Lehrling verlangt dicht am Weinbergsweg. Koloffale Deutschland, verkaufe meine Birt- waren-, Milchgeschäft für jeden Preis Möblierte Schlafstelle, separat, Behrendt, Oderbergerstr. 30, born I. Auswahl, bekannt billig. Mahagoni- schaft billig. Bettstellen( Federboden), berkäuflich Lichtenberg, Irenenstr. 5. günstigen Bedingungen das Möbelpolieren erlernen? Offerten erbittet Köpenickerstraße 22, Köhler. Sommerpaletots, Monatsanzüge Richard Schwelofsky, Lausitzerstr. 15 II. Lehrling findet gewissenhafte Aus Säulenfrumeau 33,00, Küchenschrank Ringschiffchen Nähmaschine, ( Schneiderei), Stinderwagen 3,00, Freundliche möblierte Schlafstelle bildung. Lederwarenfabrit Andrée, 15,00, Schlafsofa 29,00, Bettstellen, 22/4 22016 Schaukelpferd usw., Wohnung fofort bon 6 Mart an. Auch neue elegante Matrage 23,00. Herrengarderobe tauft billig zu vermieten. Begelberger, britten Teil billiger als im Laden robe, tadelloser Sig, auch Reparaturen parterre, bei Wächter.( Nähe der Maßschneiderei für Herrengarde- für zwei Herren Sieboldstraße 5, Ritterstraße 32. Kostümrockarbeiter. Selbstän Frettchen verkauft Dranienburger- Oranienstraße 187. 22/1 beim Schneidermeister Fürstenzelt, schnell und billigst. Auf Wunsch Hasenheide.) 21445 dige Kostümrodarbeiter oder Arbei straße 26, hinten 4 Treppen links. Kleiderschrank, Muschelvertito nur Straußbergerstraße 46, parterre. Besuch mit Musterkarte. Pincus, Freundliche Schlafstelle, 3ivei terinnen, nur gute Sträfte, finden Herrenfahrrad spottbillig. Mietschke, Plüschsofa, Säulentrumeau, Bettund dauernde Arbeit. Herrenrad, Damenrad, wie neu, Landsbergerstraße 65 III. 22056 Herren, Gitschinerstraße 79, Hof lohnende Drontheimerstraße 40, born.+103 stellen, Matraßen, Auszugtisch, 45,00, verkauft Milchgeschäft Grenadierrechts I, Wehlib. 21336 P. Guttmann, Tauenzienstraße 18a. Herren und Damenrad verkauft Walzenstühle, Spiegelspindchen, Kom21276 straße 26. Schmiedelehrling, Sohn acht Möblierte Schlafstelle sofort zu Brehmer, Aderstraße 111.+103 mode 16,00, Muschelspiegel, BaneelAquarium mit Tisch verkauft vermieten. Wolf, Wismar- Platz 4. baver Eltern, für Vorort gesucht. Herrenfahrrad, neu, billig zu ver- brett, Uhr, Bilder, Seücheneinrichtung Auskunft erteilt Hahn, ArbeitsnachMöblierte Schlafstelle. schleunigft Pfeiffer, Schuhmann, Harter, Kastanien- Allee 75, Duerweis Mertens, der Schmiede, Stralauer Taufen. Swinemünder- verkauft Waldemarstraße 27, vorn I. 21796 gebäude I. Bappel- Allee 18, born II. +69 23478 Straße 48. straße 22, Hof 1. 22005 Lieferwagen und alle Sorten Räder Ballkleider, Straßenkleider, Blusen, Schlafftelle, allein, bei Schulz, Lehrling, Sohn achtbarer Eltern, Damenhemden, Herzfasson, mit 21905 wenig getragen, billig zu verkaufen Ererzierstraße 19a. +112 welcher die Steindruderet gründlich geftiďter Basse 1,25, Herrenhemden Balisadenstraße 101. 21516 Warthestraße 63, 64 sofort Läden Schlafstelle für zwei Herrn Bülow- erlernen will, sucht Kunstanstalt Wegen Abreise sind verkäuflich: und Wohnungen, 2 Stuben, Küche, straße 54, Hof rechts IV, Weber.+140 Bethde, Neuenburgerstraße 5. 21466 4,10, Normalwäsche, Arbeiterhemden mal benutt, verkauft notgedrungen fowie einzelne Reisemuster spottbillig. Strause, Straßmannstraße 18.+48 Echt persische Teppiche( Pharagan Bad, Ballon, Erker. Freundlich möblierte Schlafstelle Lehrling für Kunstschlosserei ver Oudenarderstraße 36, 38, sofort vermietet Günzel, Waldemarstraße 73, langen Hofmann u. Co., Kronleuchter Wäschefabrik Salomonsky, Dirdjen Neuerschlossenes Terrain, Quadrat- 5,12m X 2,08 m), Bufett, Bettstelle und Verschiedenes in der Nähe und 1. April Wohnungen von 18 21395 born III. +53 fabril, Brandenburgstraße 6. Stettiner Vorortbahn. rute 4,00 an. Gustav Mart ab. Schöneberger Bahnhofes, Kloß, Weißenburgerstraße 59. 2184b Freundliche Schlafstelle für Herrn. Arbeitsbursche, 9 Mart Wochen. Müllerstraße 41 I, lints. 2147b Wohnungen von 2 und 1 Stube Schmidt, Bernauerstraße 45, born IV. Iohn, verlangt Stodfabrit Stifter Schreibtisch 30,00, Plüschgarnitur elegant 80,00, Muschelbettstelle, Matraße Hufelandstraße 20. Zwei Aquarien verkauft Langrod, und Stüche nebst Zubehör billig au 35,00 vertauft Klud, Rheinsberger 21406 vermieten Hennigsdorferstraße 10, N. Möblierte Schlafstelle, separat, ftraße 59. Herren Dranienstraße 14, born IV Schlofferlehrling berlangt 6. 2181b Zufall! Schantgeschäft wegen Eine Stube, Küche, preiswert, links.( Heinrichsplak.) 22046 Kleinschmidt, Schlossermeister, Dres straße 62. anderen Unternehmens billig zu ver- Berlin, Bödikerstraße 2. 23288* 21376 Sobelbank, Werkzeug, 18 8wingen, taufen. Bu erfragen Dresdener Eine, zwei und drei Stuben und 1. April Boesel, Brunnenstraße 137, Beffere Schlafstelle vermietet zum denerstraße 65. S. Lichte, straße 58, Hente. Lehrling verlangt 21366 Küche, Bad, Zubehör, in Weißensee, born III. +103 Schildermalerei, Manteuffelstraße 89. Zigaretten, halber Preis für Wieder. Goethestraße 26. Nahmenmacher, eingeübt im verläufer, Mille 7-12 Mart, im Aus- Stube, Küche, Sorridor, 22 Mart. Schlafstellen, Herren oder Mädchen verkauf Beuthstraße 1, Ede Komman- Seestraße 68H. Näheres beim Wirt. zum 1./4. 1907. Königstein, Müller- Stanzen und Nageln von Spiegel257/4 bantenstraße. 21935 rahmen, findet dauernde und lohnende Kleines Einfamilienhaus, günstige straße 8 vorn II. Beschäftigung bei Gauglig u. Taenzer, Gelegenheit, 3-4 8immer, mit Garten Teilnehmer zu möblierter SchlafBrunnenstraße 53. 2129b im Bald, April, 540 Mart, Tegel- stelle. Boß, Rudauerstraße 3 vorn IV. berlangl Möblierte Schlafstelle, ein auch Waidmannslust, Egidystraße 11( Berwalter). 2354s zwei Herrn. Rirdorf, Kaiser Fried- Buchdruckerei Lichtenbergerstraße 17. † 135 Balkonwohnung, zwei Stuben, richstraße 21, Baak. Mamsells auf Boleros verlangt Rüche, Schreinerstraße 62, billig, nahe Schlafstelle, möbliert, für zwei Grabert, Stalizerstraße 44, Hof par 21615 Freunde Allensteinstr. 38, Bergmann. I terre rechts. Grantjurter Allee, Fahrverbindung. 1,30, Bettbezug nebst zwei Stopfkissen Halbrenner, Doppelgloden, ein Danzigerstraße 86 I, rechts. straße 21, Alexanderplay. 220/10 Zigarren, reellste, billigste Bezugs quelle für Wiederverkäufer. Gebrüder Miloslawski, Zigarrenfabrit, Harden, bergstraße 37. Gegründet 1880.+147 Herrenfahrrad, fast neu, spott. billig. Hardenbergstraße 37( Bigarren geschäft). +147 200 Bettbeschläge, 8 Zoll, Frankfurter Allee 194, Seitenflügel 2, Treppe. Seifengeschäft, Rolle, schöne Bohnung, trantheitshalber billig ver- Meifemuster, Herrenanzüge, Baletots fäuflich Hubertusitraße 7, Steglit. Spottbillig. Schendel, Eberswalder ftraße 32 I. Mehrere Möbelstücke zu verkaufen. Gindler, Dresdenerstraße 128, Seiten- Bis 30. April verkauft Dame flügel IV. +76 fämtliche neuen Möbel Stopeniderstraße 126a 1. Schuhmacher- Werkzeug, Regal, Leiften, Spind, auch für Material Nähmaschinen! Vergüte bis 15,00, warengeschäft passend, Nähmaschine, wer Teilzahlung fauft oder nachwenig gebraucht. Lausigerstraße 44, weist. Sämtliche Systeme. Brauser, Keller. +135 Zilfiterftraße 90. Lager. 21805 21265 21325 Verschiedenes. Kunststopferei von Frau Kolosty, +58 Charlottenburg, Goethestraße 84, I. Vermietungen. Wohnungen. 20756 20736 23275* Buchdruckerlehrling 21426 Suple, Württembergischestraße 87 Ede Liegenburgerstraße. huterstr. 18. Lands Blücherstraße 35: Behlendorf, Adalbertftr. 28. Waldemarstr. 41. guarbeiterin für Damenschneideret,| Bauten der Firma Sawatzki: Banten ber firma Glatzer,| Banten der Firma Grünberg, Lernende. Frau Maigner, BaumSchulenweg, Schraderstraße 70.[ 23488 Anlegerinnen und Bogenfänge rinnen für Steinbrud gesucht. Meisenbach, Niffarth u. Sto., Schöneberg, Hauptstraße 8. 21676* 21415 Arbeitsmädchen, 8 Mart Wochens lohn, berlangt Stockfabrik Ritter straße 59. Blusennäherin, Christianiaftr. 125, Eisermann. +101 Zuarbeiterin im Buzfach sucht Buzgeschäft Kaiser Friedrichstr. 213/14, Nirdorf. +135 Botenfrauen finden sofort lohnende und dauernde Beschäftigung Schiff bauerdamm 1( Ecke Friedrichstraße).* Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 50 Pf. die Zeile. Redakteur gesucht. Bum baldigen Eintritt fuchen tir einen Redakteur, wether insbesondere den gewert schaftlichen und lokalen Teil bearbeiten muß. Schriftliche Dfferten bitten toir an den Berlag unserer Zeitung zu richten. Sprengelftr. 19, 20, 21, Beamtenhäuser. Thomson, Nieder- Schöneweide, Ber linerstraße, Ede Brückeustraße. Bau der Firma Jarotzki: Jagdschloß Glienice. Banten dergirma Plagemann: Fürstenhof, Potsdamer Plaz. Bitting, Stielerstraße und Scharnhorststraße. Färber, Behlendorf Goethestraße. Bau der Firma Traxel: Schallhorn u. Röhl, Tempelhof, Germania- und Gottlieb Duntel ftraßen Ede. Adalbertstr. 20. Bauten der Firma Iden: Bolantstraße in Pantom neben dem Posadowstyhaus, Baumeister Stöppen. Elisabethkirchstraße, vis a vis der Streligerstraße. Banten der Firma Dombrowsky: Tempelhof, Germania- u. Gottlieb Dunkelstraßen- Ede, Bauherr Tausch u. Berghäuser. Bauten der Firma Ziehe: Nixdorf, Harzerstr. 3. Bau der Firma Marquardt: Rigdorf, Weise und Allerstr.- Ede. Banten der Firma Emmeluth, Rigdorf: Hildebrandtstr. 16. Wannsee, Friedrich Karlstraße, Bau Schwabach. Wannsee, Bismardstraße 8, Bau Benjamin. Nathaus, Schönstedtstraße. Verlagsanstalt, Freie Presse Banten der Firma Schmidt, Molkenbuhr& Co. Elberfeld. Mehrere Zusammenseter für Flügel und Pianinos, die auch ausarbeiten, werden sofort für bauernd eingestellt. 42472* Pianinofabrik H. Hindsberg, Kopenhagen. Werkmeister. Für unsere Abteilung Glacé. kartons fuchen wir einen Herrn, der in hiesigen Fabriken in gleicher Eigenschaft tätig gewesen und diese Abteilung selbständig leiten soll. Meldungen von 1-2 oder 7-8. Rosenheim& Kaufmann Winsstr. 62/63. 21455 Achtung! In der Luruspapier- und Zelluloid. warenfabrik R. Priester& Co. 23/5 Michaelkirchstraße 17 hat das Personal die Arbeit nieder. gelegt und ist für Breffer, Presserinnen, Stoloriftinnen, Sprigerinnen, Buchbinder ust. gesperrt. Buzug ist fernzuhalten! Deutscher Buchbinder- Verband. Die Ortsverwaltung. Frankfurter Allee: Lichtenberg, Magdalenenstr. 42, Fischer. Bauten der Firma Erdmann: Ministerialdirekt. Neuhaus, Dahlem, Parkstraße. Mathesius, Nitolassee, an der Rehwiese. Jagdschloß Glienide. Fürstenhof, Potsdamer Plak. Bauten der Firma Langermann: und Charlottenburg, Bismard Weimarstraßen- Ede, Bau Hübner. Banten der Firma Grün& Hetwig: Buch, Siechenhaus. Barbarossaplay, Hochschule. Dldenburgerstraße, Selofterbau. Xantenerstraße 3-8. Hoppegarten, Heilstätte. Cybelstraße, Ede Dahlmannstraße. Bellermannstraße 92. Bauten der Firma Gebr. Faul: Mohrenstraße 44/45. Jägerstraße 63, Berlin. Botsdamerstr. 15. Neuendorf, Monumentenstr. 27. Pariserstr. 21/22, Wilmersdorf. Gebr. Fidert, Chauffeestraße, Martendorf. Offizierkafino, General Papestraße, Schöneberg. Anstalt Beelik( Fenster), Pavillon 4b. Nadge, Holzbandlung, Rummels. burg, am Wilhelmsberg. Banten der Firma Pewesin: Wilmersdorf, Brandenburgischestr.12. Straße 26, Neumann. Achtung! Kürschner! Reumatın, Gieselerſtraße. Die Pelzwaren Fabrik von Maier& Co., 102/5 Kommandantenstraße Nr. 76-78 ist bis auf weiteres gesperrt. 8uzug ist fernzuhalten. Verband deutscher Kürschner. Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Verein der Einsetzer Berlins. Zur Beachtung! Dieses Inserat erscheint Sonntag Dienstag Donnerstag. Bauarbeiter! Wegen der Aussperrung in der Berliner Holzindustrie sind folgende Bauten gesperrt: 78/5 Bauten der Firma Jäger, Charlottenburg: Charlottenburg, Straße 26, Parz. 25. ablonskiftr. 25. Vankwiz, Sanatorium. Brandenburgischestraße. Bauten der Firma Prill, Fürbringerstraße. Henrizi, Charlottenburg, Suarezftraße 13. Bauten der Firma Waiz: Maaß, Liekenburger- und Pfalzburgerstraßen- Ede. Bau Launusstr. 29, Friedenau. Bauten der Firma Sperling& Kapelke: Briz, Werder u. Rungiusstr.- Ede. Sybelstr. 56 und 57. Neue Wilhelmstr. 10. Bauten der Firma Schirmer: Breker, Nikolassee, Mehwiese. Schirmer, Zehlendorf, Neuestraße. Schirmer, Grunewald, Parkstraße. Schirmer, Zehlendorf, Spandauer straße. Bastian, Zehlendorf, Riemeister ſtraße. Teutonenstr. 22, am Nikolaussee. Bau der Firma Spohna: Weichselstraße 56/57, Rigdorf. Banten der Firma Wagenknecht: Spreda, Gürtelstraße 17. Fike, Nirdorf, Richardstraße und Bartelsdorferstraße( Ede). Grothe, Mariendorf, Dorfstraße ( Ece). Bauten der Firma Akt.- Ges. für Banausführung: Hardt u. Lesser, von der Heydtstraße 12. Ritterstraße 11, Fabrikgebäude. Bau der Firma Schüler: Wilmersdorf, Landshuter- u. Berlinerstr.- Ede, Bau Bielle. Banten der Firma Repke, Charlottenburg: Seibt, Bismardstraße, Ede Rüder. straße. Lantwig, Sanatorium. Bauten der Firma Gebr. Schaar: Belder u. Plathen, Lichtenberg, Dorfstraße 9. Mig u. Genest, General Papestraße. Zahnisch, am fleinen Wannsee. Villa Baum, Villenkolonie Grune wald. Eilauerstr. 4. Bauten der Firma Schubert Mig u. Genest, General Papestraße Holland, Wilmersdorf, Holsteinischestraße. Rohrlad, Schöneberg, Grunewaldstraße 53. Bauten der Firma Kussin: Charlottenburg, Kaiser- Allee 203. Grünfeld, Sächsischestraße 4. Bandmann, Landshuterstraße. Hochschule, Barbarossaplag. Bauten der Firma Walter, Reinickendorf: Gemeindeschule, Reinidendorf. Sprengel- und Samoastraße Ede. Hausotter- und Residenzstraße- Ede. Bauten der Firma Karl Hammer, Gitschiner: ftraße 63: Tropfte, Wannsee, Alsenstr. 38. Hammer, Eichwalde. Hammer, Lankwik. Bau der Firma Maaß: Grosse, Marienfelde, Kirchstraße. Banten der Firma Henke, Mariendorf: Erdmann, Mariendorf, Chauffeeftr. Tempelhof, Fensterbauten, Schönburgstraße. Bauten der Firma Wolf: Fürstenhof, Botsdamer Plaz. Buch, Siechenhaus. Bauten der Firma Kuhnert& Kühnet Raft, Schöneberg, Barbaroffa- Ede Landshuterstraße. Paulsen, Charlottenburg, Schlüter ftraße. Damenheim, Aschaffenburgerstraße. Lehmann, Tiefbaugesellschaft, Dahlmann- und Gervisiusstr.- Ede. Buchholz, Steglig, Albrecht und Brüderstr.- Ede. Dahlmann, Friedenau, Barziner ftraße 7. Ban der Firma Jost, Glogauerstrasse: Lindenstraße, Erweiterungsbau der Biltoria. Bauten der Firma Dittmar, Pankow: Schönholzerstr. 1. Kaiser Friedrichstr. 63, Schule. Bauten der Firma Altstädt, Lippehnerstr. 23: See u. Malplaquetstraßen- Ede. Hufelandstr. 8. Bauten der Firma Schulenburg, Charlottenburg: Frantsen, Wangenheimftr.- Ede. Banten der Firma Hegelmann: Schaum, Wilmersdorf, Kaiser Allee, Ede Wilhelmsaue. Schulz, Jungfernheide, Mindener straße. und Bauten der Firma Braun: Müller, Rigdorf, Walter Juliusstraßen- Ede. Müller, Nigdorf, Cranoldplak, Fensterbau. für Partei- Druckereien. Kaufmann und Buchhändler, gelernter, Parteigenosse mit tücht. Kenntnis des Druckereiwesens( 14jähr. Praris i. Verlagsbruckereien) und guten literar. Kenntu. d. Partet- u. Gewerksch. Lit., Buchf., Exped., Inseratw., organisatorisch mit gut. Erfolg tätig, 3. 8. noch in Stellg., fucht leitende Stellung in einem Parteibetrieb zum 1. April oder später. Such. ist pol. u. gew. org. und besitzt ausgezeichnete Empfehlungen, ist a. befähigt, größ. Betrieb ffm. m. Erfolg zu leiten. 42482 Gefl. Dff. unt. E. 3 an d. Erp. d.„ Vorwärts" erbeten. Geschäftsführer für großes Parteilokal. Anfang Juni wird unser neuerbauter Volkspark in vollen Betrieb genommen werden. Das Grundstück umfaßt einen geräumigen, mit alten Bäumen bestandenen Gastgarten nebst Kolonnaden, Veranden und Orchesterhalle; ferner den Saalbau mit großem Restaurant, einem 3000 Personen fassenden Hauptsaale, fleineren Sälen, Vereinszimmern und Bureauräumen. Das ganze Lokal ist mit elektrischer Beleuchtung( 40pferdiger Dieselmotor) und Zentralheizung versehen. Die Gartenräumlichkeiten fassen 6000 Personen. Markgrafendamm: Springer, Schöneberg, Luther. u. Freisingerstraßen- Ede. Rigdorf, Herrfurthplatz 8. Bauten der Firma Stellmacik Wilmersdorf, Düffeldorferstraße, an der Bayrischen Straße. Charlottenburg, Neue Kantstraße, Ede Dernburgstraße. Bankow, Spandauerstraße, Ede Kreuzstraße. Banten der Firma Oehlschlägel: Laue, Charlottenburg, Uhlandstraße, Ede Steinplatz. Höpfer it. Schwarzkopf, Schmargendorf, Ruhlastr. 20/21. Bauten der Firma Ede Röder& Comp.: Schmalz, Malmöerstraße, Straße 2b. Zauroggenerstr. 2. Banten der Firma C. Prächtel, Laufiterjir. 10: Dahlem, Botanischer Garten. Charité- Krankenhaus. Birchowo- Krantenhaus, Seeftraße. Packhof, Alt- Moabit. Bauten der Firma Thal, Lehrtersir. 44: Fichtenberg, Steglitz, Friedrichstr. 6. Müllerstr. 52. Bauten derFirma Heinemann: Krüger, Dernburgstraße. Lange, Nigdorf, Boddinstraße. Banten der Firma Metz, Urbans straße: Tempelhof, Eylauerstraße. Stegliz, Stubenrauchstraße. Pankow, Mendelstr. 18. Ban ber Firma Schrammer in Nixdorf. Hedemann, Inn- u. Donaustraßen Ede. Thiemann, Rigdorf, Schönewvelder ſtraße 20. Bau der Firma Krause in Nigdorf: Rudolf u. Lemple, Mariendorf, Feldstr. 65. Bau der Firma Gustrau, Rigdorf: Stier, Ober- Schöneweide, Edisonstraße 40. Bauten der Firma Löchel, Rigdorf: Steglit, Päschfeftr. 10/11. Bauherr Lange. Baumschulenweg. Glanzftr. 2. Bauherr Knopp. Bauten der Firma Gebr. Ruge, Cabinerstraße: Ruwald, Nomintenerstr., a. d. Kirche. Mühlhaaje, Treptow, Stiefholaftr. Ede Bouchéstraße. Coteniusstr. 5. Bech, Huttenstraße. Bau der Firma Harms: Bettentoferstr. 28. Bau der Firma Klempan Nachfl. Waisenhaus in Werneuchen. Ban der Firma Walter, Uferstraße: Töpfer, Pantow, Binzstraße. Bau der Firma Kurz, Charlottenburg: Boch, Charlottenburg, Fritschstraße. Tegel, Spandauer, Ede Bergstraße. Treppengeländerbrauche. Banten der Firma Herrgesell u. Hübner, Wilhelmshavener. ftrasse: Charlottenburg, Werner Siemensstr. Dalldorferstr. 24. Bauten der Weißenseer Holzbearbeitungsfabrik G. m. b. H.: Schöneberg, Lohse, Wilmersdorf Friedenau, Ringbahnstr. 245. Busse u. Jenson, Münchenerstr. 16. Knoblauch, Briz, Jahnstr. 82. Löwe, Sidingenstr. 54. Weißensee, Frisidestr. 3. Bauten der Firma Pätz, Reichenbergerstr. 114: Fischer u. Colberg, Rigdorf, Bergu. Walterstraßen- Ede. Förster, Rigdorf, Treptower und Harzerstraßen- Ede. Weise, NW., Elberfelderstr. 4/5. Banten der Firma Osten, Rigdorf: Magnus, Schönhauser Allee 134a. Bauten der Firma Herrmann, Stalizerstraße: Ausbau in Tegel, Veitstr. 16. Gasanstalt, Prenzlauer Allee, Direktionsgebäude und Gußröhrenlager. Banten der Firma Strotthoff: Herold, Charlottenburg, Giesebrecht. ftraße 17. Reinidendorferstr. 95. Gutzeit, Ufer- und Martin Dpizstraßen- Ede. Banten der Firma Noack, Hennigsdorferstraße: Giller, Nord- Ulfer, zwischen Lhnarstraße und Ringbahn. Postbau, Hohenneuendorf, Berliner. straße. Bau der Firma Pohl& Sohn: Schossow, Charlottenburg, Sybell straße 7-8. Bau der Firma Näthe, Stettinerstraße 27: Eide u. Schwarz, Schwedenftr. 5. Bauten der Firma L. Lassen: Demme, Urbanstr. 94. Schmädide, Elberfelder und Dort munderstraßen- Ede. Blankenfeld, Müllerstr. 152. Lassen u. Brefinsky, Borhagen. Bau der Firma Hoffmann, Wollinerstr. 27a: Gleimstr. 46/47. Banten der Firma Roloff: Mohrenhof, Friedrich-, Ede Mohrenstraße. Schivelbeinerstr. 7. 2insstr. 17. Bau der Firma Schwarze, Nigdorf, Nogatstr. 25: Rigdorf, Emferstr. 32-34. Bau der Firma Holstein: Schule, Lichtenberg, Scharnweber straße 22. Bauten der Firma Schneider, Griebenowstrake: Bellermannftr. 84. Adalbertstr. 9. Bau der Firma Rachfall, Ra stanien- Allee 10: Leibnizstr. 46. Bau der Firma Scharwis: Stödel, Friedenau, Cranachstraße. Bauten d.Firma Weise, Moabit: Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr.1. Rigdorf, Schudowerstraße 5. Werkstatt und Bauten der Firma Altendorf, Charlottenburg. Bau der Firma Mitsch, Bar nimftr. 22: Christburgerstr. 41. Bauten der Firma Schmidt& Co., Schönhauser Allee: Wilmersdorf, Kaiser- Allee u. Sieglindestr.- Ede. Schöneberg, Pragerftr. 15. Brill u. Schmidt, Charlottenburg, Dernburlottenburg, Duaß, ftraße 56/57. SybelBrode, Charlottenburg, Dahlmannstraße. Friz, Charlottenburg, Niebuhrstr. 77. Herbst, Schöneberg, Bambergerstr. Beiser, Schöneberg, Münchenerstr. 14. Bosse, Pariserstr. 38. Bau der Firma Handt, Grimmstraße: Maaß, Lizenburgerstraße, Ede Pfalzburgerstraße. Beitscher, Kurfürstendamm 171/72. Hausherr, Steglig, Hubertusstraße, Ede Schloßstraße. Stegliz, Ahornstr. 12, Ausbau. Rutter, Zehlendorf, Scharfeftr. 4. Scheuren, Zehlendorf, Milinowsti ftraße. Haase, Behlendorf, Riemeisterstraße. Bastian u. Kabeliz, Behlendorf, Riemeisterstraße. Postbau, Niederschönhausen, Tres tomstraße 67. Barnimstr. 170. Bauten der Firma Pasch, Pfarrstraße 35: Buggenhagen, Lichtenberg, Pfarr straße 5. Burr, Simon Dachstraße. Starlshorst, Prinz Dstarstraße. Urbanftr. 3. Rummelsburg, Wilhelmstr. 3/4. Höjelt u. Seifert, Karlshorst. Wolf, Nieder- Schöneweide. Schwindt, Charlottenburg, Ger vinusstr. 3. Grothe, Mariendorf, Dorfstr.- Ede. Banten der Firma Geißler, Dieffenbachstraße: Groterjahn, Schönhauser- Allee 129. Supte, Schlüterstraße, Ede Liegen. burgerstraße. Burgall u. Martin, Faldenstein straße 49. Rottbuserdamm 87. Friedenau, Stubenrauchstr. 12. Edert u. Denneberg, Böbiderftr. 8. Beifer, Schöneberg, Münchenerstr.14. Mattner, Friedenau, foldestr. 6. Menge, Bariserstr., Ede Sächsischeftr. Bornholmerstr. 4. Nölte, Heilbronnerftr. 17. Heilbronnerftr. 22. Battgefemjaft Barthe, Rigdorf, Hermannstr. 32. Banten der Firma G. Bruns, Boppstrake: Misbherstr. 71/72, Geife. Schonenschestr. 3-4, Geile. Weißensee, Frifideftr. 3. Grünau, Jägerstr. 16, Paek. Lantwig, Kurfürsten- und Froben straßen- Ece, Köhler. Christet, Charlottenburg, Franklinftraße 18. Roscher, Schöneberg, am Bahnhofe Bapeſtraße. Friedrichshagen, Friedrichstr. 114. Banten der Firma Völker, Tempelhof. Graz, Bornholmerstraße, Ede Schön. hauser Allee. Hübner, Charlottenburg, Bismard, Ede Weimarerstraße. Villa Werner, Klein Glienide bei Potsdam. Pauljen, Schlüterstr. 33/34. Lehmann, Dahlmannstraße, Ede Garvinusstraße. Zauber, Gleimſtr. 49. t Bornholmeistr. 71. Bauten der Firma Lindgren, Nixdorf: Razmann, Brückenstr. 2. Wüzler, Rigdorf, Bergstr. 112. Wipperstr. 25. Müller, liusstraßen- Ede. Walter- und Ju Löwe, Gewehrfabcil, Wittenau. Altes Kriminalgericht, Moabit. Wilde, Böhmischestraße, Ede Schu domastraße. Banten der Firma Jensen & Wodrich: Samoaftr. 2, 3, 20, Bau Müller. Prinz Regentenstr. 116, Bau Laft. Banten der Firma Marzahn, Bergmannstraße: Lorenz Repke, Sybelstr. 47. Karl Schmidt, Helmstädterstr. 2 Brinzessinnenstr. 18. Wilhelmstr. 45/46. Getverkschaftshaus d. Metallarbeiter, Charitéstraße 3. Fröhlich u. Ludwig, Grolmanftr., Ede Bismardstraße. Schöneberg, Eylauerstr. 22. Bauten der Firma Grieser, Steglitz, Heesestraße: Lamprecht, Steglit, Schönebergerftraße 10-11. Swoboda, Steglit, Grunewaldstr. 28. Willardt, Stegliz, Zimmermannstr.12 Sträger, Lichterfelde, Chauffeestraße Ede Stegligerstraße. Bauten der Firma Heinrich, Steglit, Plantagenstr. 19: Suchland, Steglit, Südendestraße. Klitscher u. Altring, Friedenau, Wilhelmstr. 2/3. 29 Bauten der Firma Meinhardt, Dennewigstraße: Schönebergerstr. 27. Wilmersdorf, Hildegardstr. 25. Lange, Livländischeftr. Banten der Firma Vogt, Köpenickerstr. 54: Charlottenburg, Staiser Friedrich Ede Scharnstraße. Mette, Mariendorf, Dorfstraße. Hirschfelder, Rigdorf, Juliusftr. 38/39. Bauten ber Firma Engel, Uferstr. 5. Saalmann, Schwedenstraße. Lehmann, Boigtstraße. Banten der Firma Finkendei, Groß- Lichterfelbe. Bernice, Steglib, Berlinideftr. 5. Hausherr, Groß- Lichterfelde, Ning. straße, Ede Dührerstraße. Bau der Firma Brandenburg, Wilhelmstr. 124: Bonifaciusgemeinde, Dorfstr. 87/88. Schilling, Köpeniderstr. 27. Löffler, Krefelderstr. 8a u. 9. Henrizi, Charlottenburg, Suarezftraße 13. Köpeniderstr. 27. Banten der Firma Vogt& Söhne, Stenbalerstr. 6: Echtermayer, Driesenerstraße, Ede Stolpifchestraße. Thiele, Wilmersdorf, Naffauisches straße. Herms, Pankowo, Schmidtstraße. Bauten der Firma Törmer& Bauten der Firma Lütjen& Scharlau: Gr. Frankfurterstr. 126. Schmidt, Pasteurstr. 35. Rigdorf, Weichselstr. 48/49. Wilmersdorf, Saifer- Alee 202. Stöpeniderstr. 71. Martin Opigstr. 1/ Gottschaltstr., Ede Martin Dpigftr. Scharntte, Reinidendorf, Dranien burger Chauffec. Ulferstr. 13. Tegelerstr. 6/7. Dietrich, Genterftr. 65-67. Wiese, Tempelhofer und Schöne berger Verbindungsstraße. Schahorn u. Trödel, Gottlieb Kinkel straße. Bau der Firma Stahl, Kurfürstenstraße 37: Ueberholz, Surfürstendamm 170. Bestendorf. Steglitz, Miquelſtr. 31. Bröter, Schöneberg, Hauptstr. 88/89. Banten der Firma F. Peschel & Söhne: Bertram, Schöneberg, Martin Lutherftraße 27. Seiler, Schöneberg, Ehlauerstr. 3. Bruns, Greifswalderstrake: Hubracht, Dahlmann Ede Sybelftraße. Röppen, Bankow, Bollantstr. 97. Balentus, Charlottenburg, Clause. tvigstr. 7. Böller, Jablonskliftr. 12/13. Oldenburgerstr. 43/44. Bauten der Firma Fröbe, Hollmannstraße. Chodowidistraße. Lichtenberg, Doffeftr. 4. leberholz, Sturfürstendamm 168/169. Bauten der Firma Sichtermann, Schmargendorf: John, Wilmersdorf. Berlinerstr. 33. Pumplun, Steglit, Schloßstr. 32. Bumplun, Charlottenburg, Suarezftraße 3. egen Streit und Differenzen find gesperrt: Für Vergolder: J. C. Pfaff, Beughofstraße. Die Ortezerwaltung. Verband der Schneider und Schneiderinnen Deutschlands Filiale Berlin. Die Firmen Schulmeister, Dresdenerstraße, Zobel, Ripeniderstraße, Seide, Bewerbungen um den Bosten des Geschäftsführers sind bis 31. März an den Partei- Dresdenerstraße, Peek& Cloppenburg, B. Leinweber, Köllnischer Fischmarkt sekretär H. Tabert, Salle a. S., Sarz 42/43, zu richten und müssen Angaben enthalten über und Oranienstraße, Esders& Dyckhoff unb Riethmüller, Moltenmarkt, die bisherige Tätigkeit des Bewerbers, seine Gehaltsansprüche und sonstigen Forderungen. Der Antritt hat möglichst vor Mitte Mai, also vor Pfingsten, zu erfolgen, da zu Pfingsten der volle Gartenbetrieb bereits im Gange sein wird. Halle a. S., 15. März 1907. Die Volkspark- Baukommission. 288/ 3* haben sich an der Aussperrung der Herren- Maßschneider beteiligt. Da diese Firmen versuchen, ihre Arbeiten in der Konfettion anfertigen zu lassen, verhängen wir über den Gesamtbetrieb dieser Firmen die Sperre. 163/2 Berantwortlicher Redakteur: Haus Beber, Berlin. Für den guferatenteil verantw.: h. Glade, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchbruderei u. Berlag Die Ortsverwaltung. lains& Fo- Berlin SW