Nr. 284. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich. 3,30 Mart, monatitch 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Selt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartat. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Boft- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pig., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fa Inserate für die nächste Nummer müffen bis& Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Bor: mittags geöffnet. Fernfprech- uchlug 3mt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Sonnabend, den 3. Dezember 1892. Reichstag und Reichsregierung. wärtige Militärvorlage. Der einzige praktische Widerstand gegen diese wäre die Ablehnung der 1890 er Militärvorlage Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. nicht kompetent. Er hat also fachlich in feiner Weise geurtheilt, sondern hat einen formell forrekten Standpunkt eingenommen." Aus der Rücksicht, welche die Reichsregierung den Be- gewesen. Wer damals, als sein Wort und seine Stimme schlüssen des Reichstags zollt, sieht man deutlich, wie wenig noch ins Gewicht fiel, feine Zustimmung gab, Daß der Reichstag mit seinen Beschlüssen keine besseren diefelben Beachtung finden, wenn sie nicht den Wünschen und seinen Widerstand hinter einer nicht ins Gewicht Erfolge erzielt, hat er sich selbst zuzuschreiben. Ihm ist der der Regierung gradezu entgegenkommen. Dem Reichstage fallenden Resolution barg, wird auch diesmal fein Be- Weg vom Bundesrath selbst gezeigt, wie er sich Achtung ist in diesen Tagen die Uebersicht der vom Bundesrath ge denken tragen, es zu thun und für die Zukunft die besten verschaffen kann. Die Regierung erscheint jetzt vor ihm als faßten Entschließungen aus der 1. Session der 8. Legis- Vorsäge aufzubewahren. Forderuder oder Bittender mit neuen Belastungen des laturperiode zugegangen. Diese Entschließungen liefen in Da wird seit 1867 wiederholt und auch wieder zu Be- Landes. Wenn der Reichstag sich dazu aufraffen könnte, den wichtigsten Fällen darauf hinaus, daß der Bundesrath ginn dieses Jahres mit übergroßer Mehrheit vom Reichs- die Militärvorlage mit einem einfachen Beschluß: einfach beschloß, ihnen keine Folge zu leisten, oder sich tage der Beschluß gefaßt, daß den Abgeordneten Diäten damit begnügte, von ihnen Kenntniß zu nehmen. Sehen und Reisekosten zu gewähren seien. Hierauf folgt der wir uns nun einmal einige Beschlüsse des Reichstags, die einfache Bescheid: folche Abfertigung fanden, näher an. Da sind zuerst die fogenannten Windthorst'schen Resolutionen, welche der Reichstag am 28. Juni 1890 annahm. Dieselben gingen dahin: 1. Die Erwartung auszusprechen, daß die verbündeten Regierungen Abstand nehmen werden von der Verfolgung von Plänen, durch welche die Heranziehung aller wehrpflichtigen Mannschaften zum aktiven Dienst durchgeführt werden soll, indem dadurch dem Deutschen Reiche geradezu unerfchivingliche Kosten erwachsen müßten." Der Bundesrath hat beschlossen, der Resolution eine weitere Folge nicht zu geben." Da wird weiter vom Reichstage beschlossen: 1. dem Reichstage einen Gefeßentwurf vorzulegen, welcher die jenigen Fälle regelt und näher begrenzt, in denen die Zivil verwaltungen berechtigt sind, die dauernde Gestellung von militärischen Wachtposten zu polizeilichen Sicherheitszweden zu verlangen. 2. auf eine thunlichste Einschränkung der Militärposten, insbesondere in verkehrreichen Gegenden hinzuwirken. 2. Die Erwartung auszusprechen, daß die verbündeten Der Reichstag denkt, der Bundesrath lenkt, und beRegierungen in eine etwaige weitere Vorlage bebufs Abschließt, den Resolutionen feine Folge 311 änderung des Gesetzes über die Friedens Präfens stärte des Seeres unter Aufhebung der Fristbestimmung des geben." Septennats das Etatsjahr als Bewilligungsfrist aufnehmen Als durch den Erlaß des Herzogs Georg und dessen werden, während der Reichstag es sich vorbehält, auch bei Veröffentlichung durch den Vorwärts" die abscheulichen sonstiger sich ergebender geeigneter Gelegenheit die Durchführung Soldatenmißhandlungen im Reichstage zur Sprache kamen, biejer Kenderung der grit zur Geitung zu bringen." beschloß der Reichstag, die verbindeten Regierungen zu er suchen: 3. Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, eine balbige Herabminderung der thatsächlichen Präfenzaeit bei der aktiven Armee, sei es durch die thatsächliche Verlängerung der Refrutenvatanz, sei es durch Vermehrung der Dispositionsbeurlaubungen, eintreten zu laffen." " 4. Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, die Einführung der gesetzlichen zweijährigen Dienstzeit für die Fußtruppen in ernstliche Erwägung zu ziehen." Der Bescheid des Bundesraths hierauf faßt sich in der furzen Erklärung zusammen: „ Der Bundesrath hat von den Resolutionen Kenntniß genommen." In welcher Weise er Kenntniß von ihnen genommen, zeigt die gegenwärtige Militärvorlage. Die Resolution ad 1 ist geradezu bereits ein Protest gegen dieselbe. Als vor zwei Jahren die Verdy'sche Militärvorlage eine Erhöhung der Militärpräsenzstärke um 18 500 Mann verlangte, hegte bas als Regierungspartei sich fühlende Zentrum Bedenten, sich der Regierung zu widersetzen, während es aus Rücksicht par den Wählern sein Gewissen zu falviren suchte, indem es sich gegen die damals bereits in Aussicht gestellten Mehr fordernugen aussprach. Auch die Nationalliberalen stimmten mit einzelnen Ausnahmen für die Resolution. Gegen diefe ftimmten geschlossen nur die Konservativen und die Sozialdemokraten, weil sie in ihr nur eine Komödie er blickten. Wie sehr sie damit Recht hatten, zeigt die gegen Feuilleton. Stadbrud verboten.) Bel- Ami. [ 29 Der Reichstag hat von der Vorlage Kenntniß genommen" " 1 und die neuen Steuervorlagen mit einem ebenso einfachen Beschluß " Der Reichstag hat beschlossen, den Steuervorlagen feine Folge zu geben" zu antworten, dann würden die Beschlüsse des Reichstags eine andere Würdigung seitens des Bundesraths finden. Politische Lebersicht. Berlin, den 2. Dezember. Der dritte Tag der Etatdebatte sollte eigentlich, nach altem Herkommen, der Nachlese dienen, heute aber hat sich der Verlauf ganz anders gestaltet. Abgesehen von der Rede des polnischen Hofmanns Koscielsky, der die Aufgabe hatte, den letzten Rest von Oppositionsgeruch von sich und feinen Freunden abzuwvaschen, und der Nede des Benjamins des 1. Jm Interesse der größeren Sicherstellung Hauses, des Abgeordneten von Münch, welcher das Prieiner angemessenen Behandlung der Soldaten vilegium genießt, daß aus seinen Reden niemand klug wird, durch ihre Vorgesezten erscheint es dringend erforderlich, bei der in Aussicht genommenen Reform der Militär- bewegte sich die Debatte heute noch auf einer Höhe, welche gerichts- Verfassung und der Militär- Strafprozeß- Ordnung die sonst Verhandlungen, wenn fie in den dritten Tag hinein Grundsätze der Ständigkeit und Selbständigkeit der Gerichte, dauern, im Deutschen Reichstage selten behaupten. Ausfowie der Oeffentlichkeit und Mündlichkeit des Hauptverfahrens, genommen muß dabei allerdings noch die Rede des Spaß wie sie sich im Königreich Bayern bewährt haben, zur Geltung machers des Zentrums, des Herrn Grafen von Schalscha, zu bringen. 2. Die verbindeten Regierungen zu ersuchen: die werden. Aber dieser schlesische Agrarier scheint ja selbst Bestimmungen über das Beschwerderecht der Militärpersonen, feinen Anspruch darauf zu machen, für ernst genommen zu namentlich in der Richtung einer Erleichterung dieses Be- werden; warum sollen wir ihn also anders behandeln, als er selbst schwerderechts, einer Revision zu unterziehen. 3. Die verfich giebt? Mit einer vortrefflichen Rede martirte der bündeten Regierungen zu ersuchen: nach dem Vorgange der sich giebt? Veröffentlichungen über die allgemeine Krinrinalstatistik auch die Abgeordnete Haußmann seinen Standpunkt. Vielleicht hätte Beröffentlichung einer besonderen Statistit über die von den er die Vertheidigung der freisinnigen Partei gegen Caprivi's Militärgerichten erledigten Straffachen zu veranlassen. Anzapfungen besser den Freisinnigen selbst überlassen. Aber Der Bundesrath überwies die Resolution ad 1 dem das find Interna, welche die Herren unter sich ausmacher: Reichstanzler und beſchloß zu den beiden anderen Refo- mögen. Nach unserem Geschmacke waren auch die parti lutionen, denselben„ teine Folge zu geben". Der Reichs- fularistischen Auwandlungen des Herrn Haußmann nicht, kanzler wurde in der gestrigen Sigung des Reichstags vom wir begreifen diefelben aber, ist es doch die einzige Nüance nationalliberalen Abgeordneten. Dr. Buhl hieran erinnert, nachdem der sozialpolitische Theil des Programms der worauf Herr von Caprivi erwiderte, daß der Bescheid des Boltspartei aufgegeben ist durch welche sich die Herren Bundesraths,„ aus einem vollkommen zutreffenden formell aus Schwaben von den Freifinnigen noch unterscheiden. korrekten Grunde" geschehen sei. Doch sei dem wie ihm sei, Haußmann's Rede, war eine " Die Handhabung des Beschwerdevechts gehört der Kom Leistung und zählt zum besten, was die Etat- Debatte mandogeivalt, und der Bundesrath ist in Kommandosachen brachte. 11 Aus ihren Schuppen tamen die ersten Lokomotiven Sie gingen hinab. Ein Herr erivartete sie im Wagen. hervor und fuhren pfeifend weiter, um vor die ersten Züge Rival stellte ihn vor: Doktor Le Brument." Duroy gespannt zu werden. Auch aus der Ferne tönten schon drückte ihm die Hand und stotterte: Dante, dante sehr." scharfe Lokomotivenpfiffe unausgefeßt herüber; es war ihr Dann wollte er auf dem Rücksitz Plaz nehmen und setzte Morgenruf, so wie die Dorfhähne den Tag verkünden. sich auf einen harten Gegenstand, der ihn aufspringen ließ, Vielleicht seh' ich all das nie mehr wieder", dachte als wenn ihn eine Feder emporgeschuellt hätte. Es war Duroy. Wie er aber merkte, daß er sich wieder selbst zu der Pistolenkasten. rühren anfing, fämpfte er den Gedanken gewaltsam nicder: Man darf an nichts denken bis zum Duell; das ist Ein neuer Anfall schrecklichster Verzweiflung über das einzige Mittel, den Wuth nicht zu verlieren."" in kurzen ganzer Körper flog; in furzen Er machte Toilette. Während er sich rasirte überkam Pausen durchlief ihn heftiges Zittern. Er biß die Zähne ihn noch einmal Schwäche bei der Vorstellung, daß er sich zuſammen, um sich am Schreien zu hindern. Er hatte vielleicht zum letzten Mal im Spiegel sehe. ein tolles Verlangen, sich auf dem Fußboden herum. Aber er trant noch einmal Branntwein und kleidete zuwälzen, irgend etwas zu zerreißen, zu beißen. Da sah er sich dann fertig an. Iam ihn. Roman von Guy de Maupassant. Sein " ein Glas auf dem Kaminsims stehen, und es fiel ihm ein, Die nächste Stunde verstrich ihm sehr langsam. Er daß er fast einen vollen Liter Branntwein im Schrank ging im Zimmer auf und ab und suchte sich zu beruhigen. tehen habe; er hatte nämlich die alte Soldatengewohnheit is er an seine Thür Klopfen hörte, wäre er beinahe um beibehalten,' an jedem Morgen„ eins hinter die Binde zu gefallen, so groß war seine Erregung. Es waren seine gießen". Bengen. Schon! Er setzte die Flasche ohne weiteres an den Mund und Sie waren in Pelze gehüllt. Rival drückte ihm die trant in gierigen, laugen Zügen. Er setzte erst ab, als Hand und meinte: ihm der Athem ausging. Er hatte fast den dritten Theil getrunken. Flammende Wärme brannte ihm bald im Magen, durchströmte alle seine Glieder und stärkte seine Seele, indem sie sie betäubte. Er sprach vor sich hin: Jetzt hab ich ein Mittel." " Eine wahre sibirische Kälte!" Dann fragte er: " Nun, wie geht's?" " O, sehr gut. # 1 Man ist doch ruhig?" # 1. Ganz ruhig." Rival rief:„ Nein nein! Duellant und Arzt auf den Vordersitz! Auf den Vordersiz!" Duroy begriff endlich und setzte sich neben den Doktor. Nun stiegen auch die beiden Zengen ein, und der Kutscher fuhr ab. Er wußte schon, wohin es ging. Aber der Pistolenkasten war jedem im Wege; besouders Duroy störte er, der ihn lieber gar nicht gesehen hätte. Man versuchte ihn hinter die Rücken unterzubringen, bort aber zerstieß man sich an ihm das Kreuz; dann stellte man ihn zwischen Rival und Boierenard, er fiel jedoch alle Augenblicke herunter; schließlich nahm man iha unter die Füße. Das Gespräch schlich mühsam dahin, obwohl es der Arzt durch Anekdoten zu beleben suchte. Nur Nival antwortete ihm. Duroy hätte wohl gern Geistesgegenwart be wiesen, aber er fürchtete den Gedankenfaden zu verlieren und so die Verwirrung zu offenbaren, in der er sich bes fand; die quälende Angst, sein Zittern nicht unterdrücken zu tönnen, beherrschte ihn völlig. " Dann vorwärts. Sie haben doch etwas gegessen und lassen. Es war getrunken?" ausSeine Haut glühte und er öffnete wieder das Fenster. Der Morgen grante; talt und ruhig däminerte er Ja, ich brauche nichts weiter." herauf. Oben am Himmel verblichen die Sterne, und in Der Gelegenheit zu Ehren hatte Boisrenard ein ländisches, grüngelbes Ordensband angelegt, das Duroy noch nie sonst bei ihm gesehen hatte. Eisenbahnsignale blasser und blasser. Bald hatte der Wagen die Stadt hinter sich geEs war gegen neun Uhr. In dem frischen Wintermorgen Tenchtete die ganze Natur, und alles schien so spröde und hart wie Krystall zu sein. Reif hatte die Bäume umsponnen: fie saben aus, als hätten sie Eis geschwitzt; die Erde klang unter jedem Schritt, das geringste Geräusch wurde von der trockenen Luft weit fortaetragen, Nicht ganz dasselbe läßt sich von Rickert's Rede sagen. ?och brachte auch dieser Redner noch manches interessante Moments und besonders zeichnete er sich dadurch ans, daß er lvenigstens partienweise vom Etat sprach, was bei dieser Elat-Debatte nur pon den wenigsten Rednern behauptet werden kann. Das Hinandrängeln an den Reichskanzler, das nun einmal in der Natur dieses Führers des rechten Flügels der Freisinnigen liegt, der zur Opposition gekommen ist, wie Pontius ins Kredo, scheint selbst unter seinen Fraktionsgenossen unangenehm empfunden worden zu sein. Ter„Oberstkommandirende" Eugen Richter versäumte denn auch nicht am Schlüsse, in der Form einer persönlichen Bemerkung, Rickert's Lamento darüber, daß der Kanzler sich persönlich verletzt, gefühlt habe— mit der Erklärung Abzutrumpfen, daß die freisinnige Partei ihre Abstimmungen Mcht um des persönlichen Wohlgefallens irgend jemands willen, sondern auf Grund sachlicher Prüfung vornehme. Das hat sehr tapfer geklungen und schadet weiter nichts.— In sehr vorgerückter Stunde kam unser Ge- nasse Bebel noch zum Worte, um mit Herrn Dr. v. Frege und seinen frechen Angriffen auf unsere Partei abzurechnen. Bebel erklärte dem sächsischen Junker, welcher die Unverschänuheit hatte, von den sozialdemokratischen Wählern als von grünen Jungens zu reden, daß, wollte er, Bebel, sich der Kampfesweise des Herrn Dr. von Frege bedienen, er mit viel größerem Rechte die Wähler der konservativen Partei dumme Kerle nennen könnte. Uebrigens werden die grünen Jungens dem Herrn Frege hoffentlich noch sehr ans Bein fahren und ihn nebst einer gehörigen Zahl seiner Freunde bei der nächsten Wahl aus dem Reichs- tage hinausfegen. Auf die frönlmelnden Salbadereien der Herren von der Rechten, ohne die es bei diesen nun einmal nicht abgeht, gleichgiltig, ob sie für Liebesgaben für die Brenner, Koruzölle, Ausnahmegesetze oder den sehnlichst herbeigewünschten Raubzug durch Einführung der Doppelwährung plädiren, erfolgte seitens unseres Genossen Bebel eine so elementar wirkende Abfertigung, daß der ganze Landraths-Chor aufschrie, als wenn ein Peitschenhieb über die feudalen Rücken gefahren wäre. Da es auch an dem bei solchen Gelegenheiten obligaten Ordnungsruf nicht fehlte, so schloß die lange Debatte dramatisch sehr wirksam ab. Daß die Rechte und die Regierung dabei Seide gesponnen haben, wird schwerlich Jemand behaupten können. Morgen kommt als Lückenbüßer die lex Heinze auf die Tagesordnung. Der Bimdesrath genehmigte in der gestern ab- gehaltenen Plenarsitzung den Besoldungs- und Pensions- Etat der Reichsbautveamten mit Ausnahme der Mitglieder des Reichsbank-Direkloriums für 1893. Ter Antrag der badischen Regierung wegen Abänderung des Etats der Zoll- und Salzsteuer-Verivaltungskosten für Baden wurde den Ausschüssen für Zoll- und Steuerwesen und für Rech- nungswesen, der Antrag der lippischen Regierung, betreffend das Ausscheiden der staatlichen Tiefbaubetriebe des Fürsten- thums Lippe aus der Tiefbau- Bcrufsgenossenschast, dem Ausschuß für Handel und Verkehr, die Denkschrift über die Ausführung der seit dem Jahre 1875 erlassenen Anleihe- gesetze dem Ausschuß für Rechnungswesen überwiesen. Von den vorgelegten Denkschriften über das Schutzgebiet der Neu-Guinea-Kompagme und über die Vorbereitungen für die Betheiligung des Reichs an der Weltausstellung in Chicago nahm die Versammlung Kenntniß. Endlich wurde über mehrere Eingaben in Zoll- und Steuerangelegeilheiten sowie über den Seiner Majestät dem Kaiser wegeirWieder- befetzung einer Rathsstelle beim Reichsgericht zu unter- breitenden Vorschlag Beschluß gesaßt.— Dem Reichstage ist von den Abgg. Baumbach, Barth, Jebsen, Hanßmann, Rickert und Büsing ein Antrag zuge- gangen, den Reichskanzler zu ersuchen, dem Grundsatze der Unverletzlichkeit des Privateigenthuine zur See iil Kriegs- zeiten auf einer internationalen Konferenz die Völkerrecht- liche Anerkennung zu verschaffen.— Die Immunität der Reichstags-Abgeordneten ist der„Kölnischen Zeitung" eiir Dorn im Auge und verletzt ihr Rcchtsgefühl. Dasselbe hat sich nicht gerührt gegenüber allen den Schwierigkeiten, welche es hat, wenn ein Privat- mann Beamte zur Rechenschaft ziehen will, oder gezcnuber der Thatsache, daß der Reichskanzler Bismarck lausende Stcasanträge stellte, sich selbst aber jeder gegen ihn gestellten der blaue Himmel glänzte wie ein Spiegel, und kalt und strahlend drang die Svline durch den Raum uild warf ihre Strahlen, die" nichts zu erwärmen vermochten, auf die erstarrte Schöpfung. „Die Pistolen Hab' ich bei Gastine Renette gekauft", sagte Rival zu Duroy.„Er hat sie selbst geladen. Der Kasten ist versiegelt. Uebrigens entscheidet das Loos darüber, ob Ihre oder die Ihres Gegners gewählt werden. „Ich danke", erwiderte Durov mechanisch. Nun gab ihm Rival genaue Verhaltungsmaßregeln: er hielt darauf, daß sein Schutzbefohlener keinen Jrrthum be- ging. Jede Einzelheit wiederholte er mehrere Male: „Heißt es also: Fertig? dann antworten Sie mit fester Stimme: Ja! Sobald Feuer kommandirt wird, erheben Sie rasch den Arm und schießen, bevor bis drei gezählt ist." Mechanisch wiederholte Duroy:„Sobald Feuer kommandirt wird, hebe ich den Arm,— sobald Feuer kommandirt wird, hebe ich den Arm,— sobald Feuer kommandirt wird, hebe ich den Arm/ Er lernte das, wie Kinder, die auswendig lernen und fortwährend den Satz bis zum �Erbrechen wiederholen. „Sobald Feuer kommandirt wird, hebe ich den Arm." Ter Wagen bog in ein Gehölz ein, folgte einer Allee, die nach rechts führte und dann einem zweiten Wege, der wieder nach rechts abging. Rival öffnete plötzlich die Thür und schcie dem Kutscher zu:„Dort, dort! den kleinen Weg hinein!" Ter Kutscher lenkte in eine Waldschneise ein, die zwischen zwei Hecken entlang lief, an denen trockene reifbehangene Blätter zitterten. Duroy flüsterte noch immer vor sich hin:„Sobald Fener kommandirt wird, hebe ich den Arm." Und er stellte sich vor, daß ein Wagenunfall noch alles verhüten könne. Ach! wenn der Kutscher doch umwerfen möchte! Welch ein Glück! Wenn er sich doch ein Bein dabei brechen könnte!../ Doch im Hintergrunde einer Lichtung sah er schon einen zweiten Wagen halten und vier Herren dabei, die mit den Füßen stanipfren, um sie sich zu erwärmen. Er mußte den Mund ausmachen, so beklemmt war sein Athem. Anklage durch den Hinweis der Inkompetenz'der bürger- lichen Gerichte entzog. Ein verantwortlicher Reichskanzler, der nur vor Militärgerichten zur Verantwortung gezogen werden kann, ist etwas, was kein anderer Kulturstaat kennt. Das aber erscheint der„Kölnischen Zeitung" als das Schrecklichste, daß ein Beleidigungsprozeß gegen einen Reichstags- Abgeorneten verzögert werden oder gar wegen der Immunität verjähren könnte!— Ten Puttkamerspuk zu dementiren, beeilt sich der „Reichs-Anzeiger", indem er die Nachricht von einer Audienz des Herrn v. Puttkamer beim Kaiser und alle daran ge knüpften Gerüchts für unbegründet erklärt.— Ein interessantes Aktenstück ist durch Versehen des bayerischen Ministeriums des Innern in die Reichstags- Wahlakten über Kelheim gelangt. Es ist der Bericht des Bezirksamtmanns von Kelheim an den Minister des Innern über die auffallende Stimmenzahl, welche Dr. Sigl erhalten hatte. Die„Freisinnige Zeitung" theilt diesen Bericyt mit, in welchem es heißt: „Nach den bisher laut gewordenen Aeußerungen der Wähler des Bezirks Kelheim haben sich die Wähler aus zwei Gründen auf Dr. Sigl vereinigt. Erstens ist fast jeder Wähler ein Gegner der beabsichtigten Militär- vorläge. Von dem Wahlkandidaten Rauchenecker glaubt man, daß er als Reserve-Offizier Unmöglich gegen die Militär- vorläge stimmen könne, wie man auch allgemein der Ansicht ist, daß das Zentrum schließlich für dieselbe stimmen werde. Dann giebt man auch dem Zentrum Schuld an der Einführung des Gesetzes über die Sonntagsruhe, welches in allen Kreisen der Bevölkerung höchst unsympathisch aufgenommen worden ist. Von Dr. Sigl glaubt man nicht nur, daß er entschieden gegen die Militärvorlage stimmen, sondern daß er auch als Reichstags- Abgeordneter dahin wirken werde, daß wenigstens die läuigsten Bestimmungen des Gesetzes über die Sonntagsruhe, nämlich das Verbot der Oessentlichkeit der liäden für die Ladenbesitzer und deren Angehörige beseitigt werde." Bier- nnd Schnapsverbranch in Deutschland. Der Reichstags-Abgeordnete und Brauereidircktor Rösicke stellt folgende Tabelle über Bier- und Schnapsproduktion auf: Bier- und Braniitwem-Produktiou Deutschlands im Verhält« iß zur Bevölker liug. Bier Brannttvein pro Kopf der pro Kopf der Bevölkerung Bevölkerung 1379/60 1890/91 1879/30 1890/91 Ltler Liter Liter Liter !». Süd- nnd Nord- Deutschland: Süd- Deutschland (Bayern, Baden, Württem- berg. Elsaß-Lothringen) Norddeutsche Steuer- Gemeinschaft d. Einzelne Staaten: Königr-ich Bayern Würltemberg Thüringische Staaten Großherzogthum Baden Königreich Preußen v. Einzelne Verwaltungs» Bezirke: Hessen-Nassau Rheinland Westfalen Schlesien Pommern Westpreußen Posen Man sieht den Konsum des Bieres mit der Abnahme des Branntweingenusses wachsen. Aber freilich wird der Schnapskonsum als verdienstvolle Hebung der Landwirth- schast des schnapsbreunenden preußischen Junkers angeschen, und es kann diesem nur nützen, wenn zu seinen Gunsten der Bierkonsum beeinträchtigt wird.— Zur Ahlwardt's-Wahk. Von konservativer Seite wird im„Wochenblatt für Arnswalde" folgender Aufruf erlassen: „Bei der Stichwahl werden die Deutschfreisinnigen, die Sozialdemokraten und wahrscheinlich auch die National- liberalen alles anfbieten, den Rittergutsbesitzer Dxawe durchzubringen. Damit dies nicht gelingt, bitten wir alle Partei- genossen, sich nicht der Wahl zu enthalten, sondem Rektor Ahlwardt(Berlin) zu wählen." Die Zeugen stiegen zuerst aus, dann der Arzt und dam» der Duellant. Rival nahm den Pistolcnkasten und schritt mit Boisrenard auf zwei der fremden Herren zu, die ihm entgegen kamen. Duroy sah, wie sie sich zeremoniell grüßten und dann zusammen in der Lichtung herumgingen. Bald blickten sie ans den Boden und bald auf die Bäume, als untersuchten sie, ob etwas fallen oder fortfliegen könnte. Dann zählten sie Schritte ab und bohrten zwei Spazicrstöcke mühselig in den gefrorenen Boden. Darauf vereinigten sie sich wieder, und ihre Bewegungen nahmen sich gerade so aus, wie die Kops oder Schrift spielender Kinder. Der Arzt, Herr Le Brument, wandte sich an Duroy: „Sie befinden sich doch wohl? Kann ich Ihnen irgendwie dienen?" „Nein, ich danke." Es kam ihm vor, er sei verrückt geworden, er schlafe, er träume, irgend etwas Uebernatürliches umhülle ihn plötzlich. Hatte er Furcht? Vielleicht. Aber er wußte es nicht. Alles»ni ihn herum hatte sich ganz verändert. Jacques Rival kam zurück und flüsterte ihm mit großer Befriedigung ins Ohr:„Alles in Ordnung! Wir haben Glück mit unseren Pistolen gehabt/ Das war nun Duroy sehr gleichgiltig. Sein Ueber- zicher wurde ihm ausgezogen. Er ließ es geschehen. Seine Rocktaschen wurden befühlt, ob er nicht Papiere oder eine schützende Briestasche darin trüge. Er wiederholte nur immer innerlich wie ein Gebet: „Sobald Feuer kommandirt wird, heb' ich den Arm." Nun führte man ihn zu einem der in den Boden ein- gegrabenen beiden Stöcke und gab ihm eine Pistole in die Hand. Jetzt sah er einen Mann sich gegenüber stehen; ganz in der Nähe stand er, ein kleiner, dickbäuchiger, kahl- köpfiger Mann, der eine Brille trug. Das war sein Gegner. Er sah ihn sehr genau, aber er dachte fortwährend nur an das Eine:„Sobald Feuer kommandirt wird, heb' ich den Arm und schieße." Was hier von den Sozialdemokraten gesagt wird. ist eitel Flunker::. Sie werden die Gegner die Schlacht ruhig unter sich auskämpfen lassen.— Zur Bochumer Stempelfälschung. Die auf den 1. Dezember anberaumt gewesene Verhandlung vor der Straflammer zu Essen a. d. Ruhr gegen den Redakteur Fusangel. der die Abnahmebeamten der Eisenbahn-Direktion der Bestechlichkeit beschuldigte, ist auf den Ib. Februar vertagt.— In dem Kohlenbecken von Lüttich(Belgien) ist es vor einigen Tagen wegen Lohndifferenzen zu«mm Ausstand gekommen; und heute schon meldet der Telegraph, die Arbeiter hätten„Exzesse" begangen, und einen Feld- Hüter verwundet, worauf die Gendarmerie gefeuert und LArbeiter getödtet, 1 schwer verwundet hätte. Da kein Gendarm verletzt wurde, ist hundert gegen Eins zu wetten, daß wieder einmal eine der üblichen Arbeitermetzeleien veranstaltet worden ist. Uebrigens sind derartige Experimente derzeit in Belgien etwas gefährlich. Die französische Ministerkrisis zieht sich in die Länge. Brisson,„der Unbestechliche", hat kein Kabinct zu stände bringen können— wohl weil er unbestechlich ist.— Heber die Käuflichkeit der Bourgeoisprefle bringt die„Libre Parole" die in dem Bericht über die gestrige Sitzung der Panamakommission verschwiegenen näheren Mit- theilungen. Wir entnehmen nachstehende Angaben des Pariser Blattes dem„Berliner Tageblatt": „Der ehemalige Sachverständige Rosstgno! hat der Kom- Mission folgende Ziffern betreffs der an die Zeitungen ver- theilten Summen genannt:„Petit Journal" dreihundertlaufend Franks,„Telegraphe". der Herrn Frey einet geHörle. hundertundzwanzigtausend. dessen Direktor Jeziersli persönlich hundcrlundzwanzigtausend,„Gaulois" fünfzehntausend, seui Direktor Meyer dreißigtausend,„Radical" hunderttausend, seine beiden Direktoren hundertlausend,„Figaro" eine halbe Million, der politische Direktor des„Figaro". Francis Magnard, de» Redaktionssekretär Perivier und der Chef des Reklamewesens, jeder zehntausend, Senator Magnier als Direktor des„Evene- ment" sünszigtausend, Patinot, Direktor des„Journal deS Tebals", vierziglausend, Raoul Canivet, Direktor des„Paris, achtzigtausend. Außerdem veröffentlicht das genannte Blatt daS Autvgraph eines Briefes des Barons Reinach an den früheren Minister der schönen Künste, Antonin Proust, der bisher leugnete. Geld erhalten zu haben; in diesem Briefe überweist Baron Reinach tausend Panama- Obligationen an Proust im Namen von Lesseps." Wann wird sich in Deutschland ein Rossignol finden?— Zur ArbeitSlvseu-Bewegung in England wird uns ge- schrieben: Das Organisation«- Komitee für di« Arbeitslosen- Bewegung ist tüchtig an der Arbeit und hat schon eine Reih« von Erfolgen zu verzeichnen. Am vorigen Donnerstag Vormittag fand auf Tower-Hill die erste Arbeitslosen-Bersammlung unter seiner Aegide statt und nahm einen ausgezeichneten Verlauf. Mehr als 1100 Personen waren anwesend, und ihr ruhiges Verhalten während der ganzen Dauer der Versammlung zeigte auf's deutlichste, daß es wirkliche Arbeitslose und keine„Herum- treiber" waren, die den Ansprachen von Hyndman, Shaw- Maxwell. Edw. und El. Aveling, Dabson, White und andere" Vertretern des Komitees lauschten. Solche Versammlungen finde" jetzt täglich statt, und neben den Distrikts-Agckatoren nehmen»" abwechselnder Folg: AstaU«�: dÄ ZZstttüUÄLwi'NZ?.5 ihnen thess, ebenso wie an dem üblichen Zug durch die City am Schluß des Meetings. Auffallenderweise benimmt sich die Citypolizei neuerdings den Demonstranten gegenüber ziemlich feindselig, während in den Vorjahren gerade sie sich durch takt- volles Verhalten von der übrigen Londoner Polizei unterschied. Aber das Räthsel dieser Wandlung ist leicht erklärt. Der bis- herige Leiter der Citypolizei, Forster, ein anständiger humane« Mann, hat vor einiger Zeit demisstonirt, und sein Nachfolge« will sich, scheint es, durch„Schneidigkeil" Lorbeeren erwerben- Mag sein daß er auch von der sehr konservative» Norporatio» der City Weisungen in dieser Richtung erhalten hat. Jndeß England ist noch nicht auf der Höhe der polizei- staatlichen Zivilisation angelangt und als am letzten Sorni- abend verschiedene Polizisten wieder durch allerhand Chikanen, wi« Antreiben der Kutscher an Straßenkreuzungen durch den Zug de« Demonstranten hindurchzusahren, und, wo die Kutscher aus Sympathie mit den Arbeitslosen dies verweigerten. Antreibe" und Zerren der Pferde auf die Demonstranten los, diese aus- einander zu treiben suchten, mußten sie gewahr werden, daß statt „namenloser" Arbeiter ihnen plötzlich sehr namhafte Mitglieder des Komitees gegenüber standen und ihre Nummern notirte». Eine Stimme ertönte in dem weiten, stillen Rauwi eine Stimme, die ihm von großer Feme zu kommen schien, und sie fragte:„Fertig?" Georges rief:„Ja!" Und dieselbe Stimme rief:„Feuer!"... Er hörte nichts mehr, sah nichts mehr, dachte nichts mehr, er fühlte nur, daß er den Arm erhob und mit alle« Kraft ans den Abzug drückte. Er hörte nichts. Aber er sah alsbald ein schwaches Rauchwölkchen aus seinem Pistolcnlauf kommen nnd auch bei dem Mann« drüben, der noch immer in derselben Haltung dastand, sah er ein weißes Wölkchen, daS über dem Kops seines Gegners> in der Luft zerfloß. Sie hatten alle beide geschossen. Das Duell war vor- über. Seine Zeugei» und der Arzt befühlten und betastete" ihn, knöpftet» seine Kleider auf und fragten ängstlich:„Sind Sie verwundet?" Er antwortete auf gut Glück:„Rem, ich glaube nicht." Auch Langremont war ebenso unverletzt geblieben, wie sein Feind, und Jacques Rival murmelte unzufrieden' „Mit diesen verdammten Pistolen ist es immer so. Ent: weder schießt man sich todt, oder man trifft nicht. Ein« schäbige Waffe!" Duroy stockte der Athem, so gelähmt war er vor Ueberraschung und Fre»»de.„Es war vorbei!" Die Pistole inußte ihm aus der Hand genommen werden, er hielt si« noch immer krampfhaft fest. Jetzt kam es ihm vor, als hätte er sich»nit der ganze»» Welt geschlagen. Es wo« vorbei! Welch ein Glück! Er fühlte sich so tapfer, daß er, wen cs ailch sei, hätte herausfordern mögen. Die Zeugen sprachen jetzt alle miteurander und verabredeten ein Stelldichein iin Laufe des Tages, u»n das Protokoll aufzunehmen. Dann stieg man wieder in de" Wagen, und der lachende Kutscher auf dem Bock knallt« mit der Peitsche und fuhr davon. (Fortsetzung folgt.) 18 e and eine Rollision mit Beuten, die in der politischen Bewegung| alfo rund 21 pet. theil eine Folge bes ungeheuren Druces, Eines Vergehens gegen den§ 130. Gt. G. B. soll sich eine Rolle spielen, tönnte der Polizei vor den Gerichtshöfen doch welcher dort von den Fabrikanten und ihren Verbündeten auf der Reichstags- Abgeordnete Fr. Gener( Leipzig) in einer Ber Tehr unangenehm bekommen. Die eben noch so Tapferen magten die Arbeiter ausgeübt wird. Wer für die fozialdemokratischen fammlung Arbeitslofer am 19. Oftober 1892 in Halle schuldig denn auch nicht, die Komiteemitglieder anzutasten, obwohl diese, un- Kandidaten stimmt, muß die Entlaffung aus der Arbeit befürchten, gemacht haben. Es ist dieserhalb Anklage gegen den genannten bekümmert um die Drohungen der Polizisten, fortfuhren, die in der heutigen erwerbsarmen Zeit das Schlimmste, was dem Abgeordneten erhoben. Nummern derselben mit lauter Stimme festzustellen. In der am Arbeiter widerfahren tann. Demgemäß stimmt man lieber gar Sonntag stattgehabten Delegirtenversammlung des Komitees ist nicht. Von den Theilnehmern an der Wahl waren denn auch fodann auf Antrag von Ed. Aveling befchloffen worden, höchstens 6 pet. eigentliche Arbeiter. Diese gaben für unsere daß von nun an bei jedem Umzug Mitglieder des Komitees Kandidaten 30-43 Stimmen ab; zehn sozialistische Stimmen an der Spige, in der Mitte und am Ende des Zuges placirt zersplitterten fich. Die Gegner fiegten mit einer Mehrheit von werden sollen, um bei jeder erwachsenden Kollision sofort am 247 Stimmen. Plage zu sein. 21 Und: " weil verschiedene Wähler, die Armenunterſtüßung bezogen, an: gestimmt haben sollen. Die Bürgermeisterei hat den Protest dem Kreisausschuß zur Prüfung übergeben; eventuell hat dann eine Neuwahl stattzufinden. Soziale Lebersicht. Achtung! Hilfearbeiter Berlins und Umgegend. Kollegen! Nachdem der Allgemeine Hilfsarbeiter- und Arbeiterinnenverein aller Branchen für Berlin und Umgegend jetzt aus dem gewerblichen Hilfsarbeiterverein entstanden ist, so ist die Agitationskommission, welche am 2. Juni 1891 bei Norbert gewählt wurde, ihres Amtes enthoben. Ich fordere nun die Kollegen auf, welche diefer Kommission angehören, doch endlich die Abrechnung zu liefern, damit die alte Sache aus der Welt geschafft werde. Gleichzeitig bitte ich die Kollegen, sowie die Kandidaten, welche in betreff der Gewerbegerichts- Wahlen mit mir zu thun haben, ava Sonntag, den 4. Dez., Vorm. 9 Uhr, in meinem Lokal behufs As rechnung anwesend zu sein. Zur mündlichen Besprechung bitte ich die Agitationskommission, sowie alle Kollegen, die gegen dieselbe noch Verpflichtungen haben, ebenfalls am Sonntag Morgen bei mir zu erscheinen. Mit Gruß Rudolf Wendt, Köslinerstr. 17. Delegirter der Hilfsarbeiter zur Streit- Kontrollfommission. Gegen das Resultat der Mainzer Stadtverordneten- Wahl Ferner wurde in jener Versammlung die Veröffentlichung ist von seiten der Ultramontanen Einspruch erhoben worden, eines Manifestes befchloffen, in welchem in turzen, wirksamen Sägen die Arbeitslosigkeit und ihre Ursachen, sowie die Mittel zur aktuellen Abhilfe geschildert werden und zu moralischer und finanzieller Unterstützung der Agitation aufgefordert wird. Die Geschäftskrisis, die diesen Stand der Dinge für die Arbeiter In Triebes( Reuß j. 2.) wurden von den aufgestellten herbeigeführt hat," heißt es darin, ist nicht irgendwelcher Un- 7 sozialdemokratischen Kandidaten 2 gewählt. Es fehlten nur möglichkeit, den gesellschaftlichen Reichthum zu vermehren, ge- 10' Stimmen, so würde unsere ganze Lifte gesiegt haben. schuldet, denn die Fähigkeit des Menschengeschlechts, nüßliche Bei der Stadtverordnetenwahl in Rendsburg stimmten Gegenstände zu produziren, ist unendlich größer im Verhältniß von ca. 1400 Kommunalwählern nur 225 ab. Unsere beiden zur Bevölkerung, als sie je zuvor war." Die von dem Kandidaten blieben mit 42 und 48 Stimmen in der Minderheit. tapitalistischen System selbst ins Leben gerufenen Kräfte, welche die Die von den Liberalen aufgestellten bisherigen Inhaber des fähigsten Organisirer und die geriebensten Finanzleute heute nicht im Mandats wurden mit 147 und 173 Stimmen wiedergewählt. ftande find so zu dirigiren, wie es der Vortheil der Gesammtheit er- In Freiberg i. S. erhielten unsere für die Abtheilung fordert, haben die Arbeiter in Noth und Elend geschleudert, wo der Unansässigen aufgestellten Kandidaten 51-79 Stimmen. Der Blück und Ueberfluß sein tönnte." Das Manifeft giebt dann die Sieg verblieb den Gegnern. Es war dies das erste Mal, daß Bahl der Arbeitslosen auf bis zu 10 pet. in den gelernten und sich unsere dortigen Parteigenossen an der Wahl betheiligten. Der Deputation der Leipziger Arbeitslosen hat, wie bis zu 30 pt. in den sogenannten ungelernten Berufen*) an, und Bei den Gemeiderathswahlen in Apolda traten unfere bereits berichtet, der Oberbürgermeister Dr. Georgi möglichste fordert schließlich alle, die mit der Bewegung sympathisiren, auf, Genossen zum ersten mal selbständig und zwar mit einer Beschleunigung der städtischen Arbeiten zugefagt; er lehnte es auf die Regierung, den Grafschaftsrath, die Armenräthe, die Liste von 8 Genossen in den Wahlkampf. Gewählt wurden von jedoch entschieden ab, diese Arbeiten in städtischer Regie aus Veftries, die Schulpflege und andere öffentlichen Körper dahin ein- insgesammt 20 aufgestellten Kandidaten: 5 Kompromißkandidaten führen zu lassen. Dazu bemerkt der Wähler": Die Regiezuwirken, den Arbeitslosen Hilfe in Form von nüglicher Arbeit zu der Bürgervereinigung des Hausbesizers, Städtischen und Fort- Arbeit ist eben nicht nach dem Geschmacke unserer Stadtvertreter, beschaffen, wobei alle Arbeit nach Gewerkschaftssägen, oder, wo schrittsvereins, mit 2100-1299 Stimmen. 2 Kandidaten von der Die im Stadtverordneten- Kollegium fihenden Innungsmeister; und teine Gewerkschaft besteht, mit mindestens 30 Shilling die Woche fozialdemokratischen Liste( Genosse A. Baudert mit 1271 und Obermeister nehmen für sich das Privilegium in Anspruch), die bezahlt werden und jeder Arbeiter im Maximum acht Stunden Genosse Leutert mit 1263 Stimmen), sowie 1 Kandidat der Arbeiter bei der Ausführung öffentlicher Arbeiten in privatpro Tag oder 48 Stunden pro Woche arbeiten foll. früher von der Partei benutzten Bürgervereinigung 1085 Stimmen. fapitalistischer Weise nach allen Regeln der Kunst auszunuzen. Gestern, Montag, war eine Deputation des Komitees beim Das Resultat ist, schreibt man uns, für das erftemal völlig Die von den Privatunternehmern Gemaßregelten, die Sieger", Kommisjäres Ministeriums für die öffentlichen Arbeiten, um befriedigend. Erhielten doch unsere übrigen Genoffen, Berger die am längsten Arbeitslosen kommen dabei natürlich nur in den ihn unter anderm aufzufordern, das nicht mehr in Gebrauch be- 727 Stimmen, Haupt 657 Stimmen, Werner 619 Stimmen, Peter- feltenften Fällen in die Lage, fich in den Dienst des Privatfindliche Millbank Gefängniß im südwestlichen London niedermann 549 Stimmen, Wunderlich 576 Stimmen, Loeher 516 Stimmen. tapital3 zu stellen."- Das Organ der Leipziger Bourgeoisie, reißen und auf dem Terrain desselben Arbeiterwohnungen er- An der Wahl betheiligten sich 80 pCt. der Bürgerschaft. das Leipziger Tageblatt", plädirt bereits dafür, daß diesmal die richten zu lassen. Herr Shaw Lefevre, der die betreffende Stelle Bei der Ergänzungswahl zur Darmstädter Stadtverordneten Arbeitslosen in der Regel der Armenpflege überwiefen, also im liberalen Mini erium inne hat, zeigte sich ziemlich entgegen- Versammlung entfielen auf die Nationalliberalen 729, die Freides Wahlrechts verluftig gemacht werden sollen. Für kommend. Er zählte eine ganze Reihe von Bauten auf, die in finnigen 445, die Sozialdemokraten 310, die Ultramontanen und nationalliberale Wahlzwecke die am Hungertuch nagende Arbeiterallernächster Zeit in Angriff genommen werden sollen, und fün- Antisemiten zusammen 223 nicht geänderte zettel. Wahlberechtigt bevölkerung mißbraucht zu sehen, würde dem edlen Blatte selbstdigte an, daß schon in den nächsten Tagen die Arbeiten für die waren 4523 Personen, davon haben 2758 abgestimmt. Alle verständlich gefallen. Ob der Magistrat den Wunsch seines Mor Niederreißung des Millbant Gesängnisses ausgeschrieben werden bürgerlichen Parteien haben einen Rückgang, die Sozialdemo- niteurs erfüllen wird, wollen wir abwarten. follen. Da fein Departement nicht über die nöthigen Organe traten dagegen einen Fortschritt von 40 pCt. zu verzeichnen. W A beiläufig 24 Acres! " Er und Einrichtungen verfüge, müsse die Arbeit an Zwischenunter-( 1889 entfielen nur 190 unveränderte Bettel auf unsere Genossen.) Eine unbewußte Kritik der elenden Lebenshaltung, welche nehmer vergeben werden, aber der Kontratt werde bgeänderte Bettel find 1052 abgegeben worden. In die Man- die bürgerliche Gesellschaft den arbeitenden, besiglosen Be die Bedingung enthalten, daß die ortsüblich date werden fich wahrscheinlich die Freifinnigen und National- völferungsklassen bietet, übte der Direktor des Leipziger anertannten 2öhne gezahlt werden müssen. liberalen theilen. Statistischen Amtes, Dr. Hasse, in einem Bortrage über die Die Regierung habe geglaubt, das Gefängniß nicht eher niederWohnungsverhältnisse der Leipziger Arbeiterbevölkerung. reißen zu sollen, ehe das Areal desselben Die Konferenz der Partetgenossen aus dem Wahlkreise sagte nach dem Bericht des„ Wählers":" Alle große Städte haben nicht verkauft sei, sie habe aber jest, nachdem andere Gesell- Offenbach Dieburg, die am Sonntag in Offenbach in Bezug auf die ffeineren Wohnungen große Mißstände aufIchaften abgelehnt, es dem Londoner Grafschaftsrath angeboten, tagte, nahm den vorgelegten Entwurf eines Statuts des Sozial zuweisen. Je fleiner die Wohnung, desto schlechter und theuerer der es wahrscheinlich annehmen werde, um Arbeiterwohnungen demokratischen Vereins für den Kreis Offenbach- Dieburg an und ist sie. In Leipzig verschlingt der Miethzins tieiner Wohdarauf erbauen zu laffen, Der Bau guter und gesunder Arbeiter wählte den Vorstand diefer Organisation. Derselbe besteht aus nungen oft ein Drittel bes ganzen Gintommens. wohnungen was fich jetzt in London so nennt, ist meist ein den Genossen Ulrich, Vorsitzendem, Heilmann, Kassirer, Diese überall und bei jeder Untersuchung vorgefundenen Uebelbitterer Hohn auf den Begriff der Zivilisation ist in der That Reible Jfenburg, Wilbhirt- Obertshausen und Schmidt- stände treten am grellsten da zu Tage, wo sich au ber kleinen Schon lange ein Projekt des Londoner Grafschaftsraths. Wollen Klein- Steinheim. Die nächste Ronferenz findet in Isenburg statt. Wohnung noch das Schlafleutewesen gefelt." sehen, wie derselbe es ausführt, und ob die Wohnungen, wenn Dem genannten Verein müssen alle auf dem Boden des Erfurter fie ordentlich werden, nicht, wie die befferen Peabodyhäuser, statt Brogramms stehenden Mitgliedschaften des Kreises angehören; Die Auflösung des Unterstügungsvereins Deuts von Arbeitern, von fleinen Beamten zc. bezogen werden, die es diese haben 50 pet. der aus dem Martenverschleiß eingehenden fcher Buchdruder ist nunmehr perfekt. Die Mitglieder freilich auch nöthig genug haben. Beiträge an den Verein abzuführen. Das Statut deffelben tritt desselben haben sie mit 13 085 Stimmen beschlossen. Gegen die Der Generalpoftmeister hat sich, Herrn Shaw Lefevre folgend, am 1. Januar in Kraft. Auf der Konferenz wurde noch konstatirt, Auflösung stimmten nur 637 Mitglieder. Bekanntlich ist an gleichfalls bereit erklärt, eine Deputation des Romitee's au baß die zur Herausgabe des neuen Blattes Odenwälder. Bolts Stelle jener Organisation der Verband Deutscher Buchpelliren will, und ferner hat das Komitee beschlossen, auch dem die Existenz des Blattes gesichert fei. die ihn megon zeitarbeit im Rostent inter- freund" für nöthig erachtete Abonnentenzahl gewonnen und damit drucker errichtet. Möge er blühen und gedeihen und den Buchdruckergehilfen immer ein fester Hort, wie der tlassenbewußten alten Gladstone, als Leiter des Ministeriums, auf den Bahn zu Arbeiterschaft in guten und bösen Zagen ein treuer Bundesfühlen, was er feinerseits zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit zu Für Ahlwardt. In einem Berliner Blatte war dieser genosse fein. thun gebente. Die liberalen und radikalen Londoner Ab- Tage zu lesen, daß von den dortigen Antisemiten 200 Agitatoren geordneten sollen aufgefordert werden, sich dem Komitee hierbei zur Stichwahl nach dem Wahlkreise Arnswalde- Friedeberg gesandt Ein Streik der Droschkentntfcher Bremens ist in Sicht. anzuschließen. Derartige Deputationen find in England, wo der feien, um dort die üblen Eindrücke zu verwischen, welche der Die„ Bremer Bürger- Beitung" berichtet hierüber: Den Rutschern Minister der Beamte des Boltes und nicht der Krone ist, so all- Judenflinten Prozeß hervorrufen tönnte. Ob diese Angabe richtig, follen monatlich) 35 bis 40 m. von ihrem bisherigen Lohn von gemein üblich und so oft das absolute Gegentheil von Liebe- vermögen wir nicht zu fontrolliren. Es scheint aber der Ber- 80 M. abgezogen werden; an deren Stelle will man ihnen eine dienerei, daß sich niemand durch Theilnahme an ihnen etwas ver- liner Agitatoren auch gar nicht zu bedürfen; im Kreise wohnende Provision für die von ihnen abgelieferte Einnahme verabfolgen. giebt, Es kommt auf die Art des Auftretens gegenüber der auf- und dort sehr einflußreiche Personen besorgen das Wahlgeschäft Die Betheiligten haben sich einmüthig dagegen erklärt, und fast gesuchten Bersönlichkeit an, und daß, bei aller Beobachtung der für Ahlwardt schon selbst in der nachdrücklichsten Weise. Es sämmtliche Arbeiter der Gesellschaft haben am Mittwoch Morgen Umgangsformen, die Unterhaltung der Deputation mit dem liegt hierfür ein recht drastischer Beweis vor. Ginem Leser des ihre Kündigung eingereicht. Minister feineswegs Süßholzrafpelei fein wird, dessen kann man gewiß sein. Borwärts" ist gestern nämlich eine Postsendung aus einem Pfarrhaus aus dem Kreise Friedeberg zugegangen und diese Sendung befand sich in einer Papierumhüllung, auf deren Rückseite folgender Aufruf gedruckt war: 11 Bpredilaal. Arbeiter Bildungsschule. Arbeitslofen Statistit. Daß die Arbeitslosigkeit außergewöhnliche Dimensionen angenommen, bestreitet niemand mehr, höchstens über den Höhegrad ihrer Ausdehnung herrscht Meinungsverschiedenheit. Aber wenn Ein wahres Wort an die Wähler des Reichstagswahl die Zeitungen fast jeden Tag über Fälle von buchstäblichem freises Friedeberg- Arnswalde. Mitbürger! Der Tag der Wahl Hungertod ganzer Familien zu berichten haben, wenn die Zahl rückt heran! Am nächsten Donnerstag, den 24. November, habt der abfolut auf öffentliche Hilfe Angewiesenen von Woche zu Ihr Eure Stimme abzugeben und darüber zu entscheiden, in Woche anschwilt Für diejenigen Arbeiter, welche sich an der in diesem Winter in der am 5. November endenden Woche welche Hände The Euer Vertrauen legen, welchem Manne Ihr betrug die Zahl der„ Paupers" in London 93 797 gegen 90 006 bie Bertretuno Furer Rechte und Intereffen anvertrauen wollt. vorzunehmenden Arbeitslosen- Statistit betheiligen wollen, beginnt im Jahre 1891, d. h. nahezu viertausend mehr Noch einmal rufen wir Euch zu, gebt Euer Vertrauen und Eure am Sonntag, den 4. Dezember, Vormittags 9 Uhr, in den dann ist auf jeden Fall ein Nothstand da, der energisches Ein- Stimme nur einem bewährten deutschen Manne, gebt ste bem Arminhallen, Kommandantenstr. 20, im Anschluß an den Untergreifen erfordert. Bis zu einem gewissen Grade find die Behörden Heren Rettor Ahlwardt in Berlin." richt für Nationalökonomie ein Unterrichtsturfus für Statistik. sich bereits dessen bewußt und handeln danach. Aber immer Nicht ohne Interesse für unsere Refer ist es vielleicht, zu Theilnehmer für den Unterricht werden in der Stunde wie auch deutlicher muß ihnen vorgehalten und dadurch der öffentlichen erfahren, daß die Postsendung aus dem Pfarrhause, welcher der in den Zahlstellen aufgenommen. Der Vorstand. Meinung zum Bewußtsein gebracht werden, daß noch viel mehr vorstehende Aufruf für Ahlwardt beigelegt war, einen TaufJ. V.: H. Mattutat, SO., Wrangelfir. 124. geschehen muß, um nur der Noth des Augenblicks zu steuern, daß ich ein enthielt. Bei so einflußreicher Protektion können die aber mit allen Rothstandsarbeiten die Arbeitslosenfrage nicht Berliner Antisemiten wirklich ruhig sein, die konservativen aufgehoben sondern nur aufgeschoben wird und daher die Zeit Pastoren des Kreises werden dem„ Rektor aller Deutschen" das gekommen ist, wo die Art an die Wurzel des Uebels gelegt Mandat schon erobern. werden muß. Parlamentarisires. einer Einheitszeit" wurde von der sozialdemokratischen Fraktion In die Kommiffion für den Gefehentwurf:„ Einführung in ihrer geftrigen Sigung der Abgeordnete Stadthagen bestimmt. Parteinachrichten. : Vermischifes. In Offenbach hatte der Sozialdemokratische Verein die Bürgermeisterei ersucht, ihm behilflich zu sein, daß die Räumlich- Sturmfluth. Bremerhaven, 1. Dezember. Eine Sturmfluth teiten der aus städtischen Mitteln subventionirten Schlosser'schen durchbrach den neuen Weserbeich bei den Hafenbauten. Die ArLiegenschaft dem Verein zur Abhaltung seiner Bersammlungen beiten sind gestört. Das bremische Eisenfchiff„ Peiho", nach gegen Erfüllung der üblichen Bedingungen überlassen würden. bürgermeisters Brint. Darauf rief der Sozialdemokratische Verein Anna" ist in vergangener Nacht bei einer Schneeboe an der Das in höflichster Form gestellte Gesuch wurde abgeschlagen und Port Elizabeth bestimmt, ist laut der Weferzeitung" mit Allem zwar mit ausdrücklicher Zustimmung des nationalliberalen Ober- verschollen. Strandung. Lübeck, 2. Dezember. Der Gaffelschooner. Den Entscheid der Stadtverordneten an. Diese erklärten sich gleich- mecklenburgischen Küste in der Nähe von Bahrendorff gestrandet. falls für Ablehnung des Gesuchs, obwohl sie nicht bestreiten Busammenftok. Meg, 2. Dezember. Der Nachtschnellzug, konnten, daß städtische Mittel für die Schlosser'sche Liegenschaft welcher von Basel nach Brüssel fährt, stieß in vergangener Nacht verwendet werden und somit die moralische Verpflichtung unweit Metz mit einem vom Sturm losgeriffenen Güterwagen besteht, die Räume der Liegenschaft allen Parteien zur Verfügung zu stellen. In der Verhandlung über das Gesuch zusammen. Der Zug wurde nicht beschädigt und konnte nach einhat nun der Oberbürgermeister Brink die durch nichts tündigem Aufenthalte die Fahrt fortseßen. In den letzten Tagen gerechtfertigte Behauptung aufgestellt, der Offenbacher Sozial- find durch die heftigen nächtlichen Stürme mehrfach 31gdemokratische Verein greife die städtische Verwaltung mit äußerster perspätungen verursacht worden. Berlogenheit und Berleumdungssucht an. Der darauf von dem Proteftversammlungen gegen die Militärvorlage haben beleidigten Verein an ihn gerichteten schriftlichen Aufforderung, seine ungeheuerliche Behauptung zu beweisen, leistete, nach be weiter stattgefunden in Woltorf( Ref. Riete- Braunschweig), tanntem Muster, der nationalliberale Oberbürgermeister keine Briefhaffen der Redaktion. Hückeswagen( Referent R. Weiß), Erlenbach( Referent Folge. Die Arbeiter Offenbachs protestirten nun in einer am Iement. Raiserslautern), Wiesenthaler Hof bei Raisers- Sonnabend stattgehabten Boltsversammlung, die so stark besucht Schmiede in Nigdorf. Bin irrthümlicher Weise nach Riglautern( Ref. Rur 3- Raiserslautern). war, daß Hunderte feinen Bulaß mehr finden tonnten, aufs ent- dorf Bergstraße, gefahren; bei der Zurüdfunft war es zu spät fchiedenste gegen die beweistos aufgestellte, unwahre Behauptung zu kommen. Roland. des nationalliberalen Stadtoverhauptes und verhingen über die Schlosser sche Liegenschaft den Boykott. Die betreffende Refolution wurde, wie der Vorstgende der Versammlung unter braufendem Beifall feststellte, einstimmig angenommen. Polizeiliches, Gerichtliches zc. Den Beschlüffen des Berliner Parteitages stimmten ferner zu die Parteigenossen in Hannover. Delißsch, Untertautschenthal, Berlin. 4M Gemeindewahlen. An den Stadtverordneten Wahlen in Staßfurt nahmen von 2900 Wahlberechtigten nur ca. 600, P Daß dies nicht übertrieben ist, dafür ein Beispiel. In einer einzigen Londoner Sektion der Gasarbeiter- Union, ber Benton Branch, beträgt die Zahl der unbeschäftigten Mit- Wegen Beleidigung eines Geistlichen hat Genosse Ewald glieber jetzt 600, und dabei sind diejenigen nicht eingerechnet, die in Brandenburg als Redakteur der Brandenburger Zeitung" nur auf mehrere Tage in der Woche Beschäftigung haben. Dies, 0 M. Strafe zu zahlen oder auf 10 Tage ins Gefängniß zu obwohl die jezige Jahreszeit die beste für Gasarbeiter. wandern. B. N. Heirathsgesuche finden bei uns feine Aufnahme, W. S., Neuwied. Die betreffende Fabrikordnung fann Ihnen augenblicklich nicht zurückgegeben werden. Stammgäste von Fuhrmann. Die Strafhaft eines Abgeordneten tann durch Beschluß des Reichstages nicht unter brochen werden. 21 Der heutigen Nummer des Vorwärts" liegt ein Prospekt der Firma Gebr. Grumach, Berlin C., Königstraße 57a, bei Für den Inhalt der Juserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, 3. Dezember. Opernhaus. Das goldene Kreuz. Die Puppenfee. Schauspielhaus. Der Geigenmacher von Cremona. Die gelehrten Frauen. Leng- Theater. Feodora. Berliner Theater. Dora. Wallner- Theater. Die GroßstadtTuft. Circus Renz. Sonnabend, den 3. Dezember 1892: ( Karlstraße.) Abends 71/4 Uhr: Gr. Gala- Vorstellung mit besonders gewähltem Programm; u. a. Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Germinal. Schulquadrille, geritten von 6 Damen und 6 Herren 4 Fahnenpferde, vorgef. vom Direktor F. Renz; 1. Auftr. der musikalischen Clowns Gebr. Deltorelli. Zum Schluß: Auf Helgoland. Mit neuen Einlagen, u..: Leib- GardeArtillerie. Ballet von 82 Damen. Sonntag: 3wei große Festvorstellungen. Nachm. 4 Uhr( 2 Kind frei): Die lustigen Heidelberger, Abends 71/2 Uhr: Auf Helgoland. In beiden Borstellungen Auftreten sämmtDeutsches Theater. Lolo's Vater. kroll's Theater. Geschlossen. Renes Theater. Die Liebeshändlicher Terin. Rendenz- Theater. Ini Pavillon.( Le Parfum). Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das verwunschene Schloß. Thomas- Theater. Almenrausch und Edelweiß. Adolph Graft- Theater. Die wilde Madonna. neu engagirten Künstler spezialitäten 1. Ranges. Billet Vorverkauf beim Invalidendant", Martgrafenstraße 51a. Fr. Renz, Direktor. Circus Corty- Althoff. Falkenstein Clubhaus Süd- Ost" Falckenstein- 3094L Straße 41. 99 Geöffnet bis 12 Uhr Nachts. Straße 41. Serlin, Friedrich- Karl- Ufer, Weiß- Bairisch- Bier- Lokal- C. Trittelwitz. Sonnabend, den 3. Dezember, Abends 7 Uhr: GalaParade- Vorstellung. Postillon- Manöver, geritten von 6 Damen und 6 Herren. Hrn. Lee und Willy, Athleten zu Pf. Incroyable, fowie 55 Hengste, vorgef. v. Direktor Althoff. Auftreten des Jongl. z. Pf. Mr. Hubert, der Reitkünstlerin Frl. Adele, b. Luftgymnastiker The Hanlons, des Jockeyreiters Mr. Cooke 2c. 2c. Merikan. Kriegsepisode. Sonntag, den 4. Dez.: Zwei ausserordentliche Vorstellungen. 1. Vorstellung 4 Uhr( 1 Kind frei). Zum Schluß d. Nachm.- Borstell.: Merifan. Kriegsepisode. 2. Vorst. 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Jahrg. nehme an, daß der Reichskanzler diese Vorschrift durchführen beiträge erhöht werden, aber von Sparsamkeit ist nichts zu ent wird, aber die Kanzler fönnen wechseln, und wir haben feine decken; für die Marine sind wieder 4 Millionen mehr gefordert. Sicherheit, daß die zweijährige Dienstzeit aufrecht erhalten wird In einer so schlechten Zeit und wenn man die Militärvorlage troh der Opfer, die wir gebracht haben. Der Reichskanzler hat einbringen will, soll man das Geld nicht zum Fenster hinaus7. Sigung vom 2. Dezember, 12 Uhr. fich bemüht, dem Abg. Richter Unrichtigkeiten vorzuwerfen. Er werfen, namentlich wenn die Landwirthschaft bluten soll in. Am Tische des Bundesrathes: Graf v. Caprivi, von hat erklärt, daß Richter das militärische ABC nicht kenne. Ich Spiritus, in Bier und in Menschen, und dabei fann bei deri Bötticher, Malzahn, v. Kaltenborn, Hollmann. wünschte nur, daß die Generale vom bürgerlichen ABC ebenso niedrigen Getreidepreisen niemand im Lande bestehen. J Der Reichstag genehmigt zunächst ohne Debatte die Anträge viel verſtünden, wie Herr Richter vom militärischen UBC.( Lebhafte Bunzlau haben die Lehrer jetzt bei diesen billigen Preisen eine der Abgg. Auer und Zimmermann wegen Einstellung der Zustimmung). Wir akzeptiren das Zugeständniß, daß bis auf Theuerungszulage verlangt und bekommen; in Gleiwiß haben gegen die Abgeordneten Geyer, Werner und Schmidt Frankfurt die eine fleine Unrichtigkeit die Ausführungen Richter's fachlich die Lehrer das ebenfalls gethan, aber der Magistrat hat fchwebenden Strafverfahren und seht darauf die erste Berathung richtig waren. Die Leporelloliste über die Abstimmungen der sie abschlägig beschieden. Das ist verzeihlich, weil es bes Reichshaushalts- Etats für 1893/94 fort. Fortschrittspartei hat der Neichetangler geschrieben mitgebracht sich um die unerfättlichen Volksschullehrer handelt. Redrier Abg. v. Koscielski( Pole): Auf die Militärvorlage will ich und hätte sie vorgebracht, welche Rede Herr Richter auch ge- tommt dann ebenfalls auf die Währungsfrage zu sprechen; nicht eingehen, dazu wird später Beit sein. Wir hoffen, daß ein halten hätte. Es ist nicht hübsch, daß in dieser Liste auch die die Goldwährung schädige die Landwirthschaft, weil Weg gefunden wird, den wir mitgehen können, wir wollen alles Abstimmung über das Septennat aufgeführt ist, wo es sich nur den Import aus den Silberländern befördert. Herr Bamberger bewilligen, was zur Sicherheit des Vaterlandes dient; denn wenn um die Frage der Zeit der Bewilligungen handelt, über welche sei, als er die Goldwährung empfahl, von falschen Vorcius ein Krieg ausbrechen würde, den wir nicht heraufbeschwören man nach Aussage des Reichstanzlers felbft verschiedener Mei- feßungen ausgegangen; das miffe er jegt wohl selbst zugestehen. wollen, würden die Grenzen unserer wirthschaftlichen Leistungs- nung sein fann. Der Reichstanzler follte auch einmal eine Liste( Abg. Bamberger: fällt mir gar nicht ein!) Die Regierung bitte fähigkeit noch enger gezogen als jetzt durch die Belastung für der Abstimmungen aufstellen, die das zerrissen haben, was in ich aber dringend, nach Brüssel die Weifung gelangen zu lassen, militärische Rüstungen. Es herrscht jetzt eine tiefe wirthschaft- früherer Zeit geschaffen wurde und unsere Zustände so ver- daß unsere Vertreter dort sich nicht ablehnend verhalten, fou.dern liche Depression, namentlich auch in der Landwirthschaft; troy- fchlechtert haben; er sollte einmal aufstellen lassen, wer Ja alle Anträge, die dort gestellt werden, um die Silbernoth zu dem soll gerade die Landwirthschaft zur Deckung der Militär- gesagt hat zum Kulturkampf, zum Sozialistengesetz, zur vermindern, in Erwägung ziehen.( Beifall rechts und im ausgaben mit herangezogen werden. Wir im Osten, namentlich Schußzzollpolitik, zur Kolonialpolitit.( Lebhafte Zustimmung Zentrum.) mard hat uns fie werden in Bosen sind schon überlastet mit Ausgaben, besonders mit links.) Gerade in der Aufrechterhaltung der bürgerlichen Abg. Rickert( dfr.): Herr v. Koscielsti hat der liberalen Schullasten, trotzdem die Schule bei uns nicht im stande ist, freiheitlichen Politik liegt das Verdienst der freisinnigen Partei. Bresse vorgeworfen, daß sie die Polen angreife. Wir wollen, den zersetzenden Tendenzen entgegenzuwirken, weil der Unterricht Darin liegt ein Band des Zusammenhaltens von Nord- und daß die Polen wie alle anderen Staatsbürger behandelt werden; nicht in der Muttersprache stattfindet. Süddeutschland, und würde die freifinnige Partei ihre Thätigteit aber sie dürfen nicht vergessen, daß die Deutschen ist den Wir bringen dem Etat sehr viel guten Willen, aber recht einstellen, so würde bald eine Entfremdung eintreten. Der polnischen Bezirken auch ihre Rechte haben und behalten inüffen. schwache Kräfte entgegen. Gegenüber den Zeitungsberichten fann Reichskanzler hat das Gleichniß von der schlafenden Truppe ge- In dieser Beziehung sind die Polen mit ihren Anforderungen ich übrigens mittheilen, daß ich mich mit den Marineausgaben braucht, welche geweckt werde, um die Munition nachzusehen manchmal zu weit gegangen, daß wir besonderes Wohldoch in der Kommission beschäftigen werde.( Seiterkeit.) So und dann weiter zu schlafen. Ich halte das Gleichniß nicht für gefallen haben sollen an reaktionären polnischen Staatstönnen Sie lange wir den Vorlagen der Regierung ablehnend oder fühl zutreffend. Wir sind nicht hier, um zu schlafen, vielmehr sind männern, Wir nicht verlangen. gegenüberstanden, fanden wir auf der linken Seite noch Sympa wir nicht von der Regierung, sondern vom Wolfe dazu fomman- die polnischen Reaktionäre ebenso bekämpfen wie die deutschen. thien; aber seitdem wir bereitwillig mitgearbeitet haben, sind wir dirt, hier zu wachen, und wir haben gewacht und die Munition Wenn Herr v. Koszielsti agrarische Jutereffen vertritt, so ver zur Zielscheibe der heftigsten Angriffe geworden. Fürst Bis im vorigen Jahre nachgesehen und sie genügend befunden. Wenn gißt er dabei, daß die östlichen Provinzen die Kosten der schutzzollmehren Jahren hier die heftigsten die Militärvorlage angenommen wird, wird die Unzufriedenheit politik haben tragen müssen. In dieser Beziehung sollten die Borwürfe gemacht, daß wir wir die Absicht hätten, einen ins Unendliche wachsen. Der Reichstanzler hat einmal erklärt, daß Polen Einkehr und Umkehr halten. Wenn Herr Buhl erklärt Arieg heraufzubeschwören, in welchem Preußen zertrümmert er jede Vorlage daraufhin prüfe, wie sie auf die Sozialdemokratie hat, daß die Budgetkommission in ihren Abstrichen noch weiter würde. Jezt berichtet ein Leipziger Reporter, daß Fürst Bis- wirke. Wenn die Vorlage angenommen würde, würde sie lediglich gehen möge als Herr Richter angedeutet, so nehme ich ihn beim mard uns einen anderen Plan unterschiebt: Wir sollen die der Sozialdemokratie zu Gute kommen. Wenn die Vorlage ab- Wort: Wollen die Nationalliberalen dabei die Führerrolle überAbsicht haben, einen Krieg heraufzubeschwören, der das russische gelehnt wird und die Regierung löst den Reichstag auf, so nehmen, dann wollen wir ihnen folgen, wenn nur diese StimReich zersprengt. Wir wollen einen solchen Krieg nicht herauf- fönnen wir die Sache ruhiger ansehen als die andere Seite des mung über die zweite Lesung hinaus bis zur dritten dauert. Vor beschwören. Über wenn die Stunde der Entscheidung schlägt, Sauses. Als Gegner der fünfjährigen Legislaturperiode wäre wenigen Jahren führte der Finanzminister v. Scholz hier und im dann werden wir da sein; wir werden aber die Stunde der mir eine Auflösung nach drei Jahren ganz recht. Denn wir sind Landtage aus, als die Matrikularbeiträge 50 Millionen Mark beffer, Sie nehmen uns so, wie wir sind. Sie werden nur die vieles geändert. Wenn die Opposition ungeschwächt, vielleicht festgehalten werden müsse. Wenn das Reich mehr Bedürfmüsse es fich neue Steuerquellen eröffnen. theile, welche als Ostmark des Reiches besonders start sein Schlimm wäre die Gründung des schwarzen, realtionären Kartells, Jezt find die Neberweisungen nur noch ein Baar müffen, vor innerem Unfrieden bewahren.( Beifall bei den Polen schlimm wäre auch ein Konflilt, aber solchen Situationen darf Millionen höher als die Matrikularbeiträge. und dem Zentrum.) Unitarismus man nicht dadurch ausweichen wollen, daß man gegen feine den Deutschland nicht haben. Abg. Haußmann( Demokrat): Alle Barteien haben die Auf- Ueberzeugung handelt. Das schwarze Kartell würde wahrscheinlich wenn man ihn fern halten will, dann sollte doch der Bundesrath vertreten, damit die Regierung sich vertheidigen fann. Es sind nissen und vielleicht auch zu wahrhaft fonftitutionellen zu Weichsetat nur eine Zusammenstellung der Forderungen der einBorwürfe gegen die Regierung erhoben worden, daß sie sich der ständen gelangen. Im Bolle besteht der Wunsch, daß nicht zelnen Ressorts; der Bundesrath sollte selbst einmal zu Kürzungen Leitung der auswärtigen Politit nicht gewachſen gezeigt mehr nach persönlichem Willen und wechselnden Impulsen, schreiten. in Man will Aber habe. Diesem Vorwurf kann ich mich nicht anschließen, ich habe sondern nach festen Grundsäßen regiert werde. Ich habe die nur ein Bild von der Finanzlage des Reichs gemacht? Man vielmehr den Eindruck, daß die Regierung uns den Verhältnissen Meinung, daß im zwanzigsten Jahrhundert nicht mehr nach den muß das bezweifeln, wenn man sich z. B. den Marine- Etat an entsprechend vertreten hat und zwar in der früher nicht üblichen Grundsägen regiert werden kann, welche jekt in der Uebung sind. fieht. 1875-84 wurde der Marine- Etat von 17 auf 27 Milliotonzilianten Weise. Leider sind wir über die auswärtigen Dinge( Buftimmung fints.) nen Mark erhöht; Herr v. Stosch hat sich stets innerhalb des nicht sehr unterrichtet; wir bekommen Weißbücher allerdings über Reichstanzler Graf von Caprivi: Der Vorredner hat, in Flottengründungsplans gehalten und ist den Wünschen des ReichsDie Rolonien, aber nicht über unsere auswärtigen Beziehungen. dem er den Abg. Richter in Schuh nahm, den Satz ausgesprochen, tages entgegengekommen, was ihm freilich vom Fürsten Bismarc Aus diefer Unklarheit ergaben sich dann die Vorwürfe, und man ich hätte nichts an seiner Rede auszusehen gehabt als den einen sehr verübelt wurde. Jetzt ist der Marine- Etat auf 52 Millionen muß schließlich ganz heraustreten aus der üblichen Geheimhaltung Punkt bezüglich der Reservebataillone; ich hätte ihm auch des- Mark gestiegen, und wir sollen uns durch die ersten Haten für und die sekretesten Depeschen veröffentlichen.( Zustimmung links.) halb Untenntniß des militärischen ABG vorgeworfen. Auf eine Schiffbauten binden für eine Ausgabe von 40 Millionen Ich habe im Jahre 1890 ein folonialpolitisches Programm ver- so enge Basis habe ich mein Urtheil nicht gestellt. Ich habe von Mart. Die Denkschrift von 1889 verlangte einen Kern von langt und der Staatssekretär von Marschall hat damals für die beni Abg. Richter die Ueberzeugung gewonnen, daß er voll. 4 neuen schweren Schlachtschiffen; diese sind gegen unseren Regierung nur noch eine kurze Zeit der Aufklärung verlangt, fommen verkennt den Werth der Stärke eines Truppentheils, willen bewilligt, aber noch nicht einmal fertiggebaut und schon bann wolle er ein Programm vorlegen. Das Programm fehlt der Altersklassen und der Radres, auf denen er aufgebaut ist verlangt man ein ganz neues Schiff. Darin liegt teine Methode heute noch, aber alles, was der Abg. Barth vorausgesagt hat und ins Feld geführt wird. Diese Dinge sind Herrn Richter und fein finanzieller Plan. Dieser Ressortenthusiasmus muß eindie Gefahren der Expeditionen in das Innere, die Schlappen, unbekannt, und wenn jemand über dieselben Dinge so mal gedämpft werden. Ich hoffe, daß wir diesmal eine sehr die wir erleben würden, ist eingetroffen, und es werden ut und so vielfach sich vernehmen läßt, wie er es eingehende Verhandlung über den Marine Etat baben werden, den Steuerzahlern erhebliche Opfer für eine verkehrte Kolonial- ethan hat so ist mir zweifelhaft, ob das räthlich ist da bei allen Barteien eine große Streichluftigkeit vorhanden zu politik zugemuthet. Trotz der bedrängten Lage verlangt man und ob ihn der nöthige Grad von Sachkenntniß innewohnt. sein scheint. Herr Buhl hat erklärt, daß er die Militärvorlage neue Kriegsschiffe, denn die Forderung von 12, Millionen für Der Vorredner hat mir vorgeworfen, daß ich eine geschriebene fachlich prüfen wolle, der Reichskanzler war ihm dankbar dafür. " Ersatz Breußen" ist nur eine Etikette für eine Bermehrung der Liste der fortschrittlichen Abstimmungen mitgebracht habe. Das Wir werden die Vorlage auch fachlich prüfen.( Der Reichs. Flotte. Man hat zu wenig Schiffe, um die Columbusfeiern in ift richtig, ich bereite mich auf mancherlei vor, was hier vor- fangler Graf von Caprivi verbeugt sich dankend. Heiterkeit.) Italien und Spanien zu besuchen, während man doch genug tommen könnte. Wenn ich die Abstimmungen zusammenstelle, in Wir können nicht erkennen, daß die Zeitung der auswärtigen Schiffe hat, um die Kaiserfahrten prächtig zu gestalten. Die welchen die Fortschrittspartei gegen die organisatorischen Gin- Bolitik schlechter geworden ist seit dem Rücktritt des Fürsten Thronrede hat angekündigt, daß nur die bringenosten Vorlagen richtungen und die Verstärkungen der Armee gesprochen hat, so Bismard. Von einer Seite ist allerdings die Leitung dem Reichstage vorgelegt werden sollten und zu den bringendften wird man doch nicht verlangen, daß ich die Liste auswendig lerne. Der ausivärtigen Bolitik im Auslande diskreditirt worden, Borlagen gehört auch das Gesez zur Beschränkung der Aus- Der Vorredner behauptet, die Unzufriedenheit über die Militär- von der man es am allerwenigsten erwartet hätte. wanderung. Es besteht in Deutschland ein geflügeltes Bort feit vorlage vermehre sich im Lande. Ich möchte die Herren bitten, E3 gereicht dem Reichskanzler zur Ehre, daß er zur Verdem Februar 1891, wonach die mit unseren Verhältnissen Unzu- nur auch die Gründe der Regierung zur Kenntniß der Wähler theidigung das Wort genommen hat, trozdem er wahrlich dazu friedenen den Staub von ihren Füßen schütteln sollten, damit steht zu bringen. Das geschieht aber nicht. Ich kann versichern, daß feine Veranlassung hatte. Der Reichskanzler hat das Verdienst. das Auswanderungsgesetz in Widerspruch. Wer heimlich aus- ich auch dieses Gesetz daraufhin geprüft habe, wie wird es den die Handelsverträge zu stande gebracht zu haben, trotzdem die wandern will, tommt ood) weg. Es wäre viel besser, die Ber- Sozialdemokraten gegenüber wirken. Ich bin der Meinung, daß agrarische Begehrlichkeit ihm alle Augenblicke den Knüppel hältnisse in Deutschland so zu gestalten, daß die Leute gern bei in einem Gesek, das dazu führt, in einer wesentlichen Funktion zwischen die Beine warf. Ich kann es auch nicht billigen, daß uns bleiben.( Bustimmung links.) Im Vordergrund der des öffentlichen Lebens, wie die militärischen Dinge es find, der man gegen Rußland hezt in einem Augenblick, wo die Regiepolitischen Lage steht die Militärvorlage. Die Regierung und Willtür vorzubeugen, die Gleichheit vor dem Gesetz zu vermehren, rung mit Rußland verhandelt. Man muß doch annehmen, daß der Leiter derfelben hätte mit einem Schlage das wankende Ver- die Gleichheit der Lasten anzubahnen, viel geschieht, womit die die Regierung die Interessen des Deutschen Reiches dabei ge trauen befestigen können, wenn sie erklärt hätte, daß der Soldat Sozialdemokraten, wenn auch nicht einverstanden sind, aber in nügend wahren wird. Herr Richter hat dem Reichskanzler in 2 Jahren ausgebildet werden kann, daß er ein gefeßliches ihren Agitationsmitteln beschränkt werden. Es ist ein Schritt durchaus nicht vorwerfen wollen, daß er den Grundfah verfolge: Recht auf die zweijährige Dienstzeit habe. Mit einem Schlage weiter in bezug auf die altpreußische Devise: suum cuique. der 3wed heiligt sie Mittel. Wir wollen den Reichskanzler hätte sie dafür die Mehrheit gehabt. Gs müßte doch auch für Schließlich bin ich sogar des Glaubens, daß eine Vorlage, welche nicht persönlich angreifen; wir find feine politischen Gegner, bie Regierung einmal angenehm sein, volléthinlich au regieren. bestimmt ist, das Deutsche Reich und seine Einzelstaaten zu er denn er iſt tonservativ. Aber wir haben keine Ursache, ihn Dem Auslande gegenüber hätte das ebenfalls einen guten Ein halten, vom Standpunkte der sozialen Frage günstig zu be persönlich anzugreifen. Der Reichskanzler thut gut, wenn er uns bruck gemacht; es wäre badurch festgestellt worden, daß Deutsch- urtheilen ist; denn wenn die Eazialdemokraten glauben, daß beswegen im Berdacht hat, diesen Verdacht aufzugeben. Das land nicht beitragen will aur unerträglichen Steigerung der etwas von ihren Ideen realisirbar ist, so kann das doch nur ge- Sündenregister der Fortschrittspartei rechne ich dem ReichsMilitärlaften, die schließlich eine Bebrohung der ganzen Situation schehen auf dem Boden des beſtehenden, und nicht auf dem tanzler nicht an, sondern nur dem seiner Räthe, welcher die find. Ich begreife nicht, wie die Regierung fagen kann, die Boden eines verschwommenen, unklaren und unmöglichen Zu- Lifte zusammengestellt hat. Die freifinnige Partei besteht früheren Striegsminister haben auf die wirthschaftliche Lage tunftsstaats.( Beifall rechts.) Rücksicht genommen. Wie tann man denken, daß die Abg. v. Schaischa( 3.): Die Heraufbeschwörung des Kartells anf 1861 zurückgegangen ist, so sollte er nicht vergessen, wirthschaftliche Lage jetzt beſſer ſei als früher oder sich bald fonnte graulich machen, aber das Grauliche wird verschwinden, daß die Indemnität eine Grenzscheide bildet, hinter welche fein beffern werde; der preußische Finanzminister hat erklärt, daß die sobald man das Kartell vor sich sieht. Ich habe eifrig die Bolitiker, auch wenn er damals nicht aktiv war, zurückgehen sollte. Schlechten Verhältniffe, noch mehrere Jahre anbauern, werden. Wirkung der Handelsverträge ſtuvirt, Und haben denn die Herren v. Frege u. f. m. nicht heftig über meine ablehnende Haltung nicht, denn ich habe nirgends geordnetenhauses, die Bertreter aller liberalen Parteien und eines bie Nothlage der Landwirthschaft geflagt? Sat die Industrie eine erfreuliche Wirkung der Handelsverträge entdecken fönnen großen Theiles der Konservativen, verwahrten sich gegen den nicht ihre Schwäche dadurch befundet, daß sie sich außer Stande Die Thronrebe bezeichnet die wirthschaftliche Lage als sehr ge- Verfassungsbruch und gerade Männer wie Fordenbed und Lasker ertlärte, eine Ausstellung zu stande zu bringen? Wenn wir die drückt; Herr Liebknecht spricht von der Arbeitslosigkeit, aber haben nach 1866 zuerst sich der Regierung angeschloffen. Sch Militärvorlage annehmen würden, die jetzt zugestutzt ist, um sie Arbeitslosigkeit herrscht nur in den großen Städten, in den In- selbst und viele andere Freifinnige haben an dem Sündenregister uns mundgerecht zu machen, würden wir ein Blanto- Atzept auf dustriezentren; auf dem Lande ist Arbeit, aber es fehlt an Ar- leinen Antheil. Ich habe 1880 noch für das Septennat geHunderte von Millionen ausstellen.( Zustimmung links.) Wenn beitern, sodaß die Landwirthschaft immer mehr zum maschinellen stimmt. 1887 haben wir jeden Mann und jeden Groschen bedie Borlage auf 20 Jahre hin wirken wird, so yt es Aufgabe Betrieb übergehen muß. Der kleine Grundbest leidet unter dem willigt auf 3 Jahre. Ich denke immer noch an die Szene, wo der Regierung, auch einen Finanzplan für dieselbe Zeit aufzu- Arbeitermangel mehr als der große und dadurch wird der Lati- Fürst Vismard nach der Abstimmung in der zweiten Lesung mit fiellen, denn sonst führt man uns ins. Duntle und verwirrt die fundienbildung Borschub geleistet. Es sollen Millionäre gezüchtet ber rothen Mappe in der Hand aufstand und die Auflösung ausFinanzen noch mehr. Und wie werden die Finanzen der Einzel- worden sein; ja, aber nur in den großen Städten mit Hilfe der sprach. Es ist das einzige Mal, daß in der zweiten Lesung die staaten beeinflußt durch die Steigerung der Ausgaben im Reich! Attiengesetzgebung und der Freizügigkeit. Nur dadurch find solche Regierung in die Verhandlung derartig eingriff. Der Reichetangler Bezüglich der Reform der Militärsustiz und das Beschwerberecht hat großen Fabriken möglich, daß die Arbeiter durch die zügellofe Freihat selbst nachher erklärt, baß die Frage, ob auf 3 oder 7 Jahre Der Heichskanzler fich geäußert, aber nicht zu unserer Zufriedenheit. zügigkeit vom Sande in die Stadt gelockt werden, wo sie zeitweise eine gleichgiltige ist. Die zweijährige Dienstzeit, die wir Das Beschwerberecht soll nicht zur Kompetenz des Bundesraths arbeitslos find. Die Cholera hat die wirthschaftlichen Verhältnisie verlangt haben, die uns früher schroff abgeschlagen wurde, beangehören. Möge man sich doch hüten, bringende Bedürfnisse un- sehr nachtheilig beeinflußt, trobem ziehen die Arbeiter immer noch in fragt der jetzige Reichskanzler selbst. Auch wir werden die Vorbefriedigt zu laffen, lediglich aus formellen Kompetenzbebenken. Die Städte, und die Bartei, welche die Arbeiter besonders zu schützen lage fachlich prüfen, aber es giebt doch auch eine Grenze für die Un formellen Kompetenzftreitigkeiten ist der selige Bundestag zu vorgiebt, warnt die Arbeiter nicht vor der Einwanderung in die wirthschaftliche Leistungsfähigkeit. Daß diese Vorlage eine lebergegangen. Die Reform der Militär- Strafprozeßordnung Städte. Das Ergebniß der Handelsverträge ist: eine Verschärfung raschung ist, haben auch die konservativen Redner hervorgehoben. ruht jegt im Schooße des preußischen Kriegsministeriums. Ich der wirthschaftlichen Mifere, im Handel und Gewerbe und für Die Kriegsminister haben uns wiederholt versichert, tas tit ber fürchte, daß der Schooß unfruchtbar sein wird.( Beiterkeit.) Die die Landwirthschaft die chronische Maul- und Klauenfeuche. betreffenden Vorlage ein Abschluß gekommen fei. 1320 at ti speijährige Dienstzeit soll nicht gefeßlich eingeführt werden. Ich( Große Heiterkeit.) Nm 35 Millionen Mark sollen die Matrikular- Kriegsminister in der Kommission ciktärt, das Grunde erft feit 1884.( Unruhe rechts.) Wenn der Reichskanzler bis Feble. ber Die Es folgt eine Reihe persönlicher Bemerkungen. Auf Antrag der Abgg. Graf v. Behr, v. Frege, Sam a cher, v. Huene und Rickert wird ein großer Theil des Etats der Budgetkommission überwiesen. m Schluß 54 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 12 Uhr. ( Erste Berathung des Gefezes wegen Aenderung des Geseges, betr. den Invalidenfonds und erste Berathung der lex Heinze.) Tokales. 2. In der Turnhalle ber 181./169. Gemeindeschule, Tempel hoferufer 2. 54 + ber 62. Gemeindeschule, Schmidtsir, 38. " " 4. # 17 " 5. 19 OP 6. 17 27 19 ber 8./63. Gemeindeschule, Gip straße 28a. ber 23. Gemeindeschule, Strausberger straße 9. der 115./170. Gemeindeschule, Staligers straße 55/56. 67 7. ber 15. Gemeindeschule, Kastanien Allee 82. der zwet neuen Armeekorps die Organisation abgeschlossen sei; 1 Abg. Freiherr von Münch ist auf der Tribüne schwer ver-, die Grundherren im Often in einer traurigen Sage find. Die es würden nur noch 4 Kompagnien Pioniere und 6 Kompagnien ständlich; er führt zunächst aus, daß der Krieg 1870 nicht vom Art und Weise, wie die Herren leben, läßt keinen Nothſtand Train erforderlich sein; aber diese könnten im Rahmen der deutschen, sondern vom französischen Ministerium provozirt sei. erkennen, noch weniger die Art, wie die Herren Söhne auf den geltenden Präfengstärke gebildet werden. Der Kriegsminister Die Durchführung der allgemeinen Wehrpflicht hält er für noth- Universitäten die Zeit todtschlagen und wie die Offiziere v. Verdy erklärte, daß seine Pläne nur schrittweise durchwendig, aber eine wirthschaftliche Entlastung müsse geschaffen in den Garde und Kavallerie- Regimentern das Geld der geführt werden könnten, weil es an Offizieren und Unteroffizieren werden, wofür er 1890 bereits einen Vorschlag gemacht habe, Herren Väter verjubeln. Die Reichsregierung soll nur in immer So schnell können wir unsere Ideen und unsere Ver- den man aber verworfen, ja im Reichstag nicht einmal angehört stärkerer Weise den Herren auf die Beine helfen. Nicht durch hältnisse nicht umändern. Wir würden unsere verfassungs- habe. Diese Militärvorlage muß schon deshalb abgelehnt das Interesse der Aktiengesellschaften ist die Freizügigkeit hervor mäßige Pflicht verlegen, wenn wir ohne gewissenhafte Erwägung werden, weil sie eine vollständige Vernichtung der Heeres- gerufen, sondern durch die moderne tapitalistische Entwickelung. nicht blos der militärischen, sondern auch der wirthschaftlichen organisation des verstorbenen Kaisers Wilhelm ist; das wird in freizügigkeit und Gewerbefreiheit sind deren unumgängliche Verhältnisse der Regierung blindlings folgten. Wir sind feine weiten Kreisen des Bolts erkannt. Korrelate, denn der Kapitalist mußte sich, woher es auch sei, bie pr inzipielle Opposition, denn wir sind bereit, die Konsequenzen Abg. Bebel( Soz.): Auf die Militärvorlage fönnen wir Kräfte beschaffen, die er ausbeuten wollte. Der Zug der Arbeiter der gefeßlich einzuführenden zweijährigen Dienstzeit innerhalb des später eingehen. Ich will nur eine Aeußerung des Reichskanzlers nach dem Westen ist unaufhaltbar, weil die Lebensbedingungen Rihmens der jetzigen Friedenspräsenzitárke zu ziehen. Die Bor- widerlegen. Wenn die gegenwärtige Vorlage die Verdy'schen im Westen günstiger find als im Osten. Die Ueberproduktion Iage muthet uns mehr zu, als alle früheren Vorlagen zusammen. Pläne auch beschränkt, so irren sich doch die, welche glauben, daß ist nur eine Folge der gegenwärtigen großkapitalistischen Der Reichskanzler möge fich nicht darüber täuschen, daß eine mit derfelben ein Abschluß erreicht ist und daß nicht vielleicht Produktionsweise. Dagegen giebt es fein Hilfsmittel. große Unzufriedenheit im Lande herrscht. Die Motive der Re- in 2 Jahren eine weitere Borlage fommt, welche die Berdy'schen Perioden des allgemeinen Notbftandes werden immer länger, glerungsvorlage sind in der freisinnigen Bresse veröffentlicht, und Pläne ausführt. Daß die Militärvorlage bei der Kelheimer die der Profperitat immer fürger werden, allmälig werden die die Reden des Reichskanzlers werden auch nicht unterdrückt. Wahl noch nicht bekannt war, daran ist nicht der Reichstag, 2bfaßgebiete für die Waaren immer enger, die Konkurrenz Redner verweist auf den Bericht des Bezirksamtmanns in Kel- fondern die Hartnäckigkeit der Regierung schuld, immer mächtiger werden, und das Ende vom Liebe ist der allhein an den bayerischen Minister des Innern, der zufällig be- die sie nicht früher bekannt werden ließ. Aber, wenn sie auch gemeine Slabberadatsch.( Lachen rechts, allgemeine Seiterkeit.) faint geworden ist, unb in welchem die Unzufriedenheit mit bekannt gewesen, so hätte das das gerade Gegentheil von dem Wer zuletzt lacht, lacht am besten.( Beifall bei den Sozial neuen Militärvorlage festgestellt werde. Die Belastung erzeugt, was der Reichskanzler meinte. Die beabsichtigte Durch demokraten.) des Volkes ist eine so große und ihre Verstärkung ist bedenklich. führung der zweijährigen Dienstzeit war bei dieser Wahl längst Damit schließt die Debatte. Die Anspannung der indirekten Besteuerung muß eine bekannt. Der Gedante, daß man nach der Vorlage im Kriege Grenze haben, sonst wird die Auswanderungslust bestärkt, und sie nicht sofort die alten Jahrgänge heranzuziehen brauche, ist nur wird nicht zurückgehalten werden durch solche Gefeße, wie sie eine captatio benevolentiae, die nach außen wirken soll, während jezt vorgelegt werden. Das neue tonservative Programm ver- jeder mit den Verhältnissen Betannte weiß, daß bei einem langt nach einem höheren Schutz der Landwirthschaft; es will heutigen Striege gleich vom ersten Tage der Mobilmachung bie freilich auch die Handwerker schützen; ich möchte aber den Hand- ganze Armee bis auf den letzten Mann in die Waffen treten muß. werke ne sehen, der darüber erfreut ist, daß ihm die Lebensmittel Glaubt der Reichskanzler, daß jetzt ein Umschlag in der vertheuert werden. Herr v. Frege hat nicht warten können, bis Stimmung des Voltes eingetreten sei, so tann er das ja probiren, der fonservative Parteitag zusammengetreten ist; er hat seinem wenn die Majorität die Vorlage ablehnt, indem er den Reichstag antise nitischen Herzen schon gestern Luft gemacht. Die eigent- auflöst. Will der Herr Graf ein Tänzchen wagen? Wir sind lichen Führer der tonservativen Partei find Herr Stöcker und bereit anzutreten. Herr Rickert meinte, Liebknecht habe gestern dem Herr 11. Hammerstein, und die Konservativen treten ja auch für Reichskanzler eine Liebeserklärung gemacht. Dagegen muß ich Herrn Aylwardt ein. Die Regierung scheint teine Ahnung von Verwahrung einlegen. Liebknecht hat nur gesagt, daß der jetzige diefen Dingen und ihren Folgen zu haben. Wir haben rechtzeitig Reichstanzler, als er den früheren Reichskanzler Fürsten Bismard gewarnt. Die Verhandlung über die Wahl Ahlwardi's wird in bezug auf die Emfer Depesche in Schuß nahm, sich nobel beFür die Anmeldung zur Eintragung in die Wähler zeigen, wie behördlicherseits unfere Versammlungen gestört find. nommen hat. Im übrigen hat der Reichskanzler in bankens während die antisemitischen Versammlungen stattfinden konnten. werther Weise selber bestätigt, daß auch unter dem neuen Stars liften für die Wahl der Beijizer bes hier zu errichtenden Ge G3 ist nnir unbegreiflich, wie eine Partei in diefes antisemitische in bezug auf unsere Haltung zur Reichsregierung gar feinte merbegerichts ist gemäß§ 18 des Ortsstatuts vom 26. Oktober Fahrwafer gelangen konnte, die doch vom jüdischen Geiste ihre Aenderung eingetreten ist. Zum zweiten Male hat der Reichs- 1892 eine zweiwöchentliche Frist vom 21. November bis Gedankeit genommen hat, benn ohne Stahl hätte sie ja alle die fanzler heute erklärt, daß alle Vorlagen mit Rücksicht auf ihre 4. Dezember 5. J. festgefegt worden. Da sich bei der Neuheit Gedanken vom christlichen Staat u. s. w. nicht gehabt. Drei- Wirkungen auf die Sozialdemokratie ausgearbeitet würden, d. h. dieser Angelegenheit einige Unzuträglichkeiten herausgestellt viertel Jahre nach Abschluß der Handelsverträge verlangt man sie sind barauf berechnet, der Sozialdemokratie möglichst Ab- haben, insbesondere die Betheiligten bei Beschaffung der durch schon Wirkung derfelben. Hat man denn 1879 ebenso schnell bruch zu thun. Das ist ja auch bei der Grundverschiedenheit$ 13 bes Drisstatuts porgeschriebenen Zeugnisse auf Schwierigs Erfolge erwartet, hat man damals nicht von der ehrlichen Probe der Prinzipien ganz felbstverständlich. felbstverständlich. Ich begrüße diese keiten gestoßen haben, wird die Frist für die Anmeldung zur gesprochen? Was haben wir zehn Jahre nachher gehabt? Die offene Erklärung, denn fie schafft Klarheit. Wenn aber der Eintragung in die Wählerlisten betreffend die Wahlen zum Ge allgemeine wirthschaftliche Depression.( Widerspruch und Zuruf Neichskanzler durch seine bisherigen Borlagen die Sozial werbegericht um eine Woche, d. i. bis einschließlich rechts.) Ja, meine Herren! Ich fann Sie gar nicht verstehen. demokratie zu schädigen meint, dann irrt er ganz gewaltig. Man den 11. Dezember d. J. verlängert. Wir bemerken hierbei ( Präsident v. Levesow: Das ist auch gar nicht nöthig! Große hat das Trunksuchtsgeseh nur zurückgestellt, weil man dies mit ausdrücklich, daß ein weiteres Hinausschieben des Endtermins für Heiterkeit.) Gine fleine Broschüre, welche die Urtheile von der Biersteuer nicht vereinigen fann, welche auf die Hebung der die Anmeldung mit Rücksicht auf den auf den 20. Februar 1893 107 Handels tammern über die Handelsverträge enthält, ergiebt Tuntfucht spekulirt. Alle diese Gefege athmen den Geist der angefeßten Wahltermin unter feinen Umständen erfolgen tann. ein anderes Bild, als Herr von Frege gezeichnet hat. Die Reaktion, überall wird rückwärts revidirt, während der Zeitgeist Die Anmeldungen werden entgegengenommen: an den Wochentagen von 5 bis 8 Uhr Abends, Handelspolitik der Regierung wird ausdrücklich aner vorwärts schreitet, so daß das Ende eine Statastrophe sein muß. an den Sonntagen von 12 bis 8 Uhr Nachmittags in det fannt und ihre Fortsetzung gewünscht.( Abgeordneter von Herr von Frege bat gestern meine Bartei als eine Partei der Kordorff: Bandel!) Die Industrie ist auch in den grünen Jungen bezeichnet. Dieje geschmackvolle Aeußerung hat nachstehend genannten Anmeldestellen: 1. Jm Wahlbureau Poststr. 16, 2. Tr. Handelskammern vertreten. Herr von Frege soll froh sein, daß er gegen eine Partei gerichtet, die bei den legten Wahlen sich als Amerita eine Schuzzollpolitik hat, denn wenn es Freihandel die stärkste Partei im Deutschen Reich herausgenellt hat. wird hätte, was würde dem alten Europa, welches durch die militäri: Das Wörtlein dem Herrn noch eines Tages an Ich hoffe, daß die grünen Jungen" schen Rüftungen geschwächt ist, paffiren. Ich hoffe, der Reichs das Bein laufen. daß nicht nur Herr fanzler wird sich durch nichts abhalten laffen in der Fortsetzung in folcher Sahl wachsen werden, feiner Handelspolitik. Herr von Frege wollte den Herren vom v. Frege, sondern noch eine ganze Anzahl seiner Parteigenossen Bundesrath Muth machen in bezug auf die Biersteuer. Jch aus dem Reichstag hinausfliegen. Ich fönnte mit viel größerem möchte Ihnen anheimgeben, die Frage zweimal oder dreimal zu Rechte sagen, die Anhänger feiner Partei find dumme Kerle, die überlegen; ich glaube, für die Biersteuer ist keine Mehrheit im feinen Begriff von ihrer wahren rechtlichen Stellung haben, die Hause zu haben; der Bundesrath follte sie deshalb lieber nicht in vollständiger Unwissenheit und Untlarheit im Staatsleben und erst vorlegen. Auch im finanziellen Interesse ist es gar nicht von jenen Herren als Stimmvieh bei den Wahlen benutzt werden. richtig, daß man immer die Zölle und Steuern erhöht. Das Herr v. Frege hat gemeint, daß wir bei unserer Thätigkeit ganz Bier ist die Waffe gegen den Branntweingenuß, dem außer Augen ließen den Bauern and die Religion. Was die man immer entgegenarbeiten will; deshalb darf eine von Bauern betrifft, so scheint er die Wahlen vom 20. Februar 1890 fozialen Gesichtspunkten geleitete Politik das Bier nicht ver vergessen zu haben. Wir haben alle Ursache, mit jenem Resultat A13 Ausweis genügt für den Arbeitgeber theuern. Die Liebesgabe für die Brenner soll aufrecht mit bezug auf die Verbreitung unserer Anhänger auf dem Lande die Bescheinigung über die erfolgte Anmeldung des Gewerbes erhalten werden. Welches Interesse hat denn die deutsche vollständig zufrieden zu sein. In einem rein agrarischen Lande, Landwirthschaft daran, daß den 3800 Brennern die 40 Millionen wie Mecklenburg, find an jenem Tage unsere Genossen in 5 Wahlbetriebes ober die legte Quittung über Zahlung der Gewerbes belaffen werden, die sie jahrelang zu Unrecht bekommen haben freisen in die engere 2Bahl gekommen. In Aschersleben- Kalbe fteuer, ( Widerspruch rechts) Wird man denn den Brauern eine Ent haben wir fogar einen Ihrer Genoffen, Diege- Barby, hinausge schädigung dafür geben, daß der Bierfonfnm fällt? Ich möchte worfen. Was tönnen Sie dem Wähler versprechen? Geit den Reichsfanzler bitten, der Ueberzeugung zu sein, daß wir nie- 14 Jahren haben Sie das Heft in den Händen und trotzdem hat mals eine persönliche Spike gegen ihn richten werden, daß wir fich die Unzufriedenheit des Handwerkers und fleinen Bauern sachlich und patriotisch die Vorlage prüfen. Wir haben dasselbe von Jahr zu Jahr vermehrt. Man ist der Ueberzeugung, daß in Interesse an der Sicherheit des Vaterlandes wie die Generale, dieser Weise die Dinge nicht weiter gehen können, daß sie zum welche das Heer führen. Wir stehen hier aber als Vertreter des allgemeinen Ruin führen müssen. Immermehr wenden sich die Bolts und müssen prüfen, ob die Lasten getragen werden können. Leute von Ihnen ab. Mit besonderer Vorliebe bringt Herr von Wenn der Bogen zu start gespannt wird, muß er springen. Frege bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit die Religion 3. in den obengenannten Anmeldejtellen von 5 bis 8 1hr Reichskanzler Graf v. Caprivi: Herr Ridert hat scharfe vor. Das ist ein Steckenpferd von ihm. Nun, wir wissen gang Abends. den herrschenden Klassen Angriffe gegen mich und den Bundesrath gerichtet, daß der genau, daß die Religion bei Ausbeutungs- und Unterdrückungsmittel Es wird darauf ganz besonders aufmertfam gemacht, daß ist, in lettere teine finanziellen Rücksichten genommen hätte, daß die ein Autorität des Bundesraths geschwächt würde. Ich halte es für bem fie dieselbe zur Berdummung des Bolts anvenden. unterlassener rechtzeitiger Anmeldung das Stimmrecht ruht. meine Pflicht, dagegen Widerspruch zu erheben Ich kann Ihre himmliche Dreieinigkeit löst sich auf in eine irdische DreiDie Arbeiter- Sanitätskommission hat seiner Zeit in das nur thun aus der Kenntniß der Verhandlungen des Bundes einigkeit von Thron, Altar und Geldsack.( Lebhafte Rufe des einem ihrer Berichte u. a. auch der sanitären Verhältnisse in dem rathes, der seinen Verpflichtungen volfiändig nachkommt und Unwillens: Pfuí!) Präsident v. Levehow: Wegen dieser Aeußerung, welche die Grundstück Melchiorstr. 23 Erwähnung gethan und dieselben als feinen Anlaß zu Angriffen gegeben hat. Herr Rickert hat auch sehr der Verbesserung bedürftig bezeichnet. Wie uns hent einer Das Reichsschazamt angegriffen, als wenn es nur die Forderung Gefühle der Reichstags- Mitglieder auf das Liefste verletzen muß, unserer Abonnenten schreibt, it troß und trotz allebem alles beim Der einzelnen Refforts zum Etat zusammenstelle. Die Ansprüche rufe ich den Redner zur Dronung. Alten geblieben. Das Gebäude dient hauptsächlich Fabrik der einzelnen Nefforts bleiben nicht widerspruchslos, sonst würde fich das Reichsschayamt einer groben Pflichtverletzung schuldig Decken, die Parterre- Räumlichkeiten hat die Schraubenfabrik von Stetzner inne. Dieser Herr ist auch zugleich Besizer des machen. Herrn Stickert ist nicht bekannt, wie viele Attenstücke geHauses. Die übrigen Räume des großen vierstödigen, mit schrieben werden, ehe die Forderung anerkannt wird, weil die Seitenflügeln versehenen Gebäudes werden von der Lurus, Gründe im Reichsschazamt überzeugt haben, oder abgelehnt wird, Papierfabrik von Littauer und Bonysen eingenommen. Abg. Bebel( fortfahrenb): Eine Erklärung des Abg. v. Frege weil die Gründe des Reichsschazamts gegen die Forderung durchgedrungen sind. Diese Berhandlungen nehmen Wochen lang war mir besonders angenehm. Er erklärte, es sei endlich Bett, Bafferleitung ist eine private, bat also feinen Anschluß an die städtische. Diese Privat Wasserleitung funttionirt fehr Das Reichsschazamt gerade in der unangenehmsten Zeit, im raß man mit der Sozialreform in bezug auf die Arbeiter ein schlecht, mitunter auch gar nicht. Das Waffer tann nicht ge Anspruch. In bezug auf die Militär- Ende mache, man have bereits dem Unternehmer zu viel aufs vorlage spreche ich ebenso wie Herrn Buhl auch Herrn gebürdet. Dabei sind es 1, Jahre her, seitdem das Gesetz über trunken werden, es sieht schmutzig aus und hat eine röthliche Färbung. Am 20. November entstand in den Räumen der zu einer Die Sonntagsruhe angenommen ist, und noch hat es das Reichs. Schraubenfabrik von Steyner Feuer, welches den Fahrstuhl ent wenn wir Rickert meinen Dank aus! so hoffe ich, daß ich amt des Innern nicht fertig gebracht, die Bestimmungen in bezug lang schlug und die erste Etage bedrohte. Natürlich funktioniste fachlichen Verhandlung tommen, so hoffe ich, daß werde. auf die Großindustrie zu veröffentlichen. Welch ein schnecken die sogenannte Wasserleitung nicht, sodaß die Arbeiter von ihn von der Richtigkeit der Vorlage überzeugen Auruf Richter's: Dazu gehören andere! Ich gebe zu, daß Herr haftes Fortschreiten, und wie mühselig ist Ihnen jenes Gesez Littauer und Bonyfen gezwungen waren, die Jauche der Leitungs, Richter den Grundfah:„ Der Zweck heiligt die Mittet" mir nicht abgequält worden, dem Sie nur aus Furcht vor der Sozialdemo- becken zum Löschen zu benutzen. Dann kam die Feuerwehr mit zugeschrieben hat, daß er ihn nur ai Frage aufstellte und aus fratie zugestimmt haben. Und selbst dies ist Ihnen jetzt schon zu den Sprißen und unterdrückte den Brand. Vor etwa Jahresfrist fachlichen Gründen verneinte. Ich will gern glauben, daß er mich viel. Der Reichskanzler meinte vorhin, fein Grundſay ſei: Suum fchon war ein Arbeiter mit dem Fahrstuhl von der ersten Gtage nicht verlegen wollte, aber indirekt liegt doch etwas verlegendes cuique. Für die Arbeiter ist bis jezt für das, was ihnen ge- in den Fahrstuhlschacht gestürzt. Am 29. November paffivte parin, wenn mir gesagt wird: Fürst Bismard habe sich das bührt, sehr wenig herausgekommen. Herr v. Frege und seine Freunde schon wieder ein Fahrstuhlunglück. Nachmittags gegen 2 Uhr Recht genommen, aus schwarz weiß zu machen, aber er habe wollen für die neue Militärvorlage natürlich nicht in den Geld- stürzte der Fahrstuhl unter schrecklichem Getöse aus dem vierten von diesem Recht nicht den drastischen Gebrauch gemacht wie beutel greifen. Er verwahrt sich auf das Entschiedenste dagegen, Stockwerk herunter bis auf den Hof. Auf demselben befand sich ich. Ich stelle es der Beurtheilung der Freifinnigen anheim, ob darin daß eine Aenderung des gegenwärtigen Branntweinsteuergesetzes nebst einer Anzahl Packete ein Arbeiter von Littauer und nichts Werlegendes liegt. Von der Liste der freisinnigen Abstimmungen eintritt. An dem Geschenk von 40 Millionen wollen die Brenner Bonyfen. Auf sein Hilfegeſchrei eilten seine Kollegen her will ich Herrn Rickert ausnehmen; dann fallen aber auch die um jeden Preis festhalten. Herr v. Frege sprach von Arbeits bei und fanden ihn unter den Bateten auf dem Hofe liegelt. beiden mir angenehm erscheinenden Aeußerungen aus den noth auf dem Lande. Wo bleiben aber die Arbeiter? Warum Bis auf einen Bruch oder eine Verstauchung des Beines schien Reigen der Fortschrittspartet fort, welche ich neulich sitirt laufen sie in die Städte? Warum müssen wir zu einem Aus derselbe mit dem bloßen Schreck davon gekommen zu sein, aber babe. Die Militärs sollen teine Rücksicht auf die wirthschaft wanderungsgesetz greifen, um der Arbeiterflucht einigermaßen ebenso gut hätte der arme Mensch den Hals brechen oder von lichen Verhältnisse nehmen. Als die Vorlage mit ihrer höheren Einhalt zu thun Weil die Lebenshaltung und Bedingungen dem Fahrstuhl zerschmettert werden können. Wenn an einem Forderung vorlag, da war ich derjenige, der den Bunkt heraus auf dem Bande so erbärmliche sind. Die Arbeitex würden nicht Fahrstuhl schon einmal das Drahtseil reißt, und derselbe stürzt land, wo eine Grmäßigung eintreten fonnte, fodaß die Tabak fortgehen, wenn sie sich auf dem Lande wohl fühlten. Sie herunter, so muß derselbe, wenn seine Konstruktion sonst noch feuer wegfallen fonnte. Also der Militär hat die wirthschaft gehen deshalb in die Städte und in andere Länder, weil dort der in Ordnung ist, doch im nächsten Stockwerk halten und nicht, fichen Interessen gewahrt. Für die Ausführung des Berdy'schen Mensch Mensch sein tann, was er bei Ihnen im Osten wie es hier der Fall war, bis in den Hof hinunter stürzen und Der nicht ist. Und käme das Auswanderergejez wirklich zu Menschenleben in Gefahr bringen. Wenn sich die zuständigen Berdy'sche Plan ging aber sehr viel weiter, wenn für ihn fein stande, würde es dieser Massenflucht Einhalt thun? Ich gebe Behörden das Grundstück Melchiorstr. 23 einmal etwas genauer Personal vorhanden war, so tann es trotzdem für unsere Vor- zu, daß die Leute sich oft vagen Hoffnungen hingeben und, daß ansehen wollten, so tönnte das wirklich nichts schaden. lage ausreichend sein. Ich möchte doch bitten, die Exempli- fie fich täuschen. Machen Sie aber die Auswanderung un Folgendes Kapitel zur Nothstands-Chronik liefert un fitation auf das Verdy'sche Projeft zu unterlassen. Der Vor- möglich, dann wird die Unzufriedenheit in hellen Flammen aufgang in Kelheim ist mir bekannt. Hätte man den Wählern dort schlagen. Sie würden damit der Sozialdemokratie einen großen einer unserer Abonnenten: Ich wohne im äußersten Norden der gesagt, daß die Vorlage die zweijährige Dienstzeit einführt, daß Gefallen thun, denn wir würden die unzufriedenen Arbeiter Stadt( Triftstraße). Schon während des Sommers hat man hier bie verheiratheten Soldaten geschont werden sollen, die Wähler erhalten, welche den Boden bilden, auf dem wir weiter ar draußen oft genug Gelegenheit, die Noth und Arbeitslosigkeit würden sich nicht so scharf ablehnend gegen die Militärvorlage beiten fönnen. Bügellose Freizügigkeit" foll die traurige Lage der Proletarier so recht fennen zu lernen. Im Winter it's der Landwirthschaft herbeigeführt haben. Ich bestreite, daß natürlich noch schlimmer, denn da hat der Betrieb" gewiffet verhalten haben. Sommer, in Denn Abg. Bebel( fortfahrend): Ich hätte dann gewünscht, daß der Herr Präsident gestern auch Herrn v. Frege zur Ordnung gerufen hätte, als dieser unsere Gefühle verlegte. Präsident v. Levehow: Ich verbitte mir jede Kritik meiner Amtsführung von Ihnen! 8. 19 品 9. " 21. " für den Arbeiter ber 118. Gemeindeschule, Pantstr. 7/8. der 113./128. Gemeinbeschule, Thurm ftraße 86. ein Zeugniß seines Arbeitgebers oder der Polizeibehörde, daß er feit mindestens einem Jahre innerhalb des Gemeindebezirks wohnt oder in Arbeit steht. Formulare zu den schriftlichen Anmeldungen nebst Beugnissen tönnen in Empfang genommen werden: bei 1. bei allen Bezirksvorstehern während ihrer Sprechstunde, 2. im Wahlbureau, Boitstr. 16, 2 Tr., in den Dienststunden Don Vormittags 8 bis Nachmittags 3 Uhr, und = Die 95 20 Te er D m St 111 ge in ta to fa fi al " a 10 ft d Versammlungen. Ethische Gesellschaft. Am Sonntag, den 4. Dezember, Abends 7 Uhr, finden 2 Versammlungen statt. Die erfie Kommandantenfér. 79, Gratwett's Bierhallen: Bortrag des Herrn Megner, über: Was tf Religion und wer hat Religion? Die zweite Grenadierstr. 33: Bortrag des Herrn Folger, über: Die Reformation der Bergangenheit und Gegenwart. Nach beiden Borträgen Tanz. Gäste stets willkommen. Deutscher Werkmeister- Verband( Bezirksverein Berlin O). Heute, Gr. Frankfurterftr. 30, Generalversammlung. Gonnabend, den 3. Dezember, Abends 8 Uhr, in Saberecht's Restaurant, Arbeiter- Bilbungefäule. Am Sonntag, den 4. Dezember, Bormittags Brauerei. Freireligiöse Gemeinde. Rofenthalerstr. 38: Sonntag, 4. Dezember, In der humanistischen Gemeinde, Rommandantenftr. 79, hält am Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplähen über: Sozialismus nnd Anarchismus. Vergnügungsverein Morgenstern". Gigung s uhr, bei Grbsmehl, Neuer Seriiner Handwerker- Verein. Gonnabend, ben 8. Dezember, abends 9 Uhr, Vereins- Versammlung bei Dehlmann, Münzftr. 11. TagesOrdnung: Bortrag des Herrn Dr. Hermann Went. Thema: Begetabilische Nachmittags 5 Uhr, im Lotal des Herrn Nifegt, Bergftr. 139. Diskutirklub Jaroslaw Dabrowski. Sonntag, ben 4. Dezember, Freier Diohutirverein. Sigung am Sonntag, den 4. Dezember, NachBodenverstaatlichung. mittags 4 Uhr, im Restaurant Leopold, Martgrafenftr. 88: Vortrag über: Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8%-10% uhr: SübSchule, Sagelsbergerfir. 43: Unterricht in Deutsch( unt.); Süd- OstSchule, Reichenbergerftr. 133: Unterricht in Physiologie; Oft- Schule, Martussir. 31: Unterricht in Rechnen( unt.); Nordschule, Müllerstraße Nr. 179a: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. In alle Fächer fönnen noch Schüler und Schülerinnen auch jest im Laufe des Semesters Deutscher Sozialdemokratischer geseklub in Paris. sonore 314 Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Berfammlung: reiche Bibliother, Seitungen, franzöfifcher Unterricht. Der deutsche Arbeiter, der fremb nach Paris tommt, findet hier einen Anlehnungspunkt, eintreten. Stue St. Induftriezweige, aus denen die bedauernswerthen Menschen fo- I mehrere Tage aufgehalten und erregte dadurch die Aufmertfamviel Groschen herausschlagen, als nothwendig sind, um sie über feit der Gasthofspolizei, die ihn nach dem Polizeipräsidium zitirte. Waffer zu halten, aufgehört. Wie bekannt, giebt's da draußen Da der Mann schver leidend war, so benachrichtigte man, im Sommer eine Unmenge von Fliegen; die Händler mit unter Berlängerung der Aufenthaltsberechtigung, die persische Fliegenstöcken machen also ein glänzendes Geschäft". Das Gesandtschaft und diese ließ den kranken Landsmann nach der Haus, in welchem ich wohne, verforgte ein etwa 65 jähriger Charitee bringen. Mann mit Fliegenstöcken, der sich durch sein bescheidenes Wesen eine feste Kundschaft erworben hatte. Ich frug den Aus Furcht vor einer Anzeige hat vorgestern Vormittag Alten im Sommer einmal, wovon er denn eigentlich im Winter ein 17 Jahre alter Behrling einen Selbstmordversuch begangen. lebe. Da wurde er sehr traurig gestimmt und meinte, da müßte Der Barbierlehrling Ernst Meinert, der sich schon seit längerer er sehen, daß er Töpfe flechten oder Scheeren schleifen tönnte. Beit bei dem Barbier Fichtner in der Adalbertstr. 12 befand, 10 Uhr, findet für die Mitglieder und Schüler eine Besichtigung des Böhmischen Dieser Tage nun fand sich der Alte im Haufe ein, tam auch zu hatte einen Kunden in dessen Wohnung zu rasiren. Dieser ver- Brauhauses, Landsberger Allee 10-11, statt. Treffpunkt am Gingang der mir und sprach mich um ein Almosen an. Dem armen Kerl mißte bald nach dem Fortgange des jungen Mannes ein Behnstanden die Thränen in den Augen, er vermochte fein Anliegen markstück und verdächtigte, da er es nicht wiederfand, den Lehr- Bormittags 10% Uhr. Thema: Die neue ethische Bewegung. Nachm. 6 Uhr: faum herauszubringen, so schämte er sich noch. Er war eben im ling, theilte auch den Meister den Vorfall mit. Steinert be- Bazar. Verein der Rügenwalder. Leipzigerftr. 134, Abends 9 Uhr. Betteln noch ein Neuling. Zudem hatte er noch unbändige theuerte auf Vorhalt seine Unschuld, fand aber keinen Glauben, Geselliger Verein Bruderbund. Von Sonntag, den 4. Dezember att, Furcht vor den Blauen". Es fonnte ihm ja passiren, daß er und der Meister ließ durchblicken, daß die That schlimme Folgen alle 14 Tage Nachmittags 5 Uhr, Sigung mit Damen, nachher Fidelitas in im nächsten Hause abgefaßt wurde und das Weitere ist zur Ge- nach sich ziehen könne. Kaum war der Lehrling allein, als er nagel's Blanina Grotte", Raupáchstr. 6. nüge bekannt: Revierwache, grüner Wagen, Polizei- fich von einem Regal eine mit Königswasser gefüllte Flasche nächsten Sonntag, Bormittags 19 Uhr, Herr Schäfer den Vortrag über: Sogefängniß. Nun aber frage ich, bleibt denn einem solchen herunterholte und in selbstmörderischer Absicht daraus trant. genannte Entartungen in der far und im Menschenleben. Manne etwas anderes übrig, als betteln zu gehen? Oder Infolge der fogleich eingetretenen heftigen Schmerzen schrie er befchäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Beutschlands.( Ortsvergiebt es wirklich einen Menschen, der mit der Behauptung nun selbst um Hilfe und mußte in Anbetracht des bedenklichenwaltung Serlin 1.) Mitglieder- Bersammlung am Montag, den 5. Dezember, herauskommt, daß der Wann in seiner glänzendsten" Zeit, Buftandes nach dem Diakonissenhause Bethanien gebracht werden. abends 8 Uhr, Grüner Weg 29. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Roland, in der Fliegenstöderperiode nämlich, hätte so viel verdienen Feuerbericht. Vorgestern Nachmittag in der zweiten Stunde tönnen, daß er sich für den Winter etwas hätte zurücklegen führte ein großer Brand die Feuerwehr nach der Sebastianstraße Glfafferstr. 58. Damen und Herren als Gäste willkommen. tönnen? Das ist doch hoffentlich nicht anzunehmen. Und wie diefer eine arme Teufel fo laufen in Berlin noch tausend Mr. 72. Auf dem Grundstück steht ein fünfstöckiges Quergebäude, und abertausende herum, fie behelligen aber die Bourgeois nicht, welches in allen Stagen Fabriken mit Dampfbetrieb enthält. In Nahrungsmittel. einer im Parterre belegenen Galvanisiranstalt war Benzin explo so lange sie nur vereinzelt bald hier bald dort auftauchen. Wenn dirt und die gewaltig auflodernde Flamme war durch die verfie fich etwa zusammenrotten," dann fällt der Besitzende aus allen Himmeln und ruft erschroden aus: Wie ist das in unserem hängnisvollen Transmissions- Deffnungen in alle Etagen des teichen" Berlin blos möglich! Nun, reich mag ja Berlin schon sein, mächtigen Baues geführt worden. Ein mächtiger Qualm hatte aber der Reichthum. befindet sich in den Händen einiger Weniger, schnell das ganze Haus erfüllt und da die einzige Treppe dadurch während die große Wlasse des Voltes gezwungen wird, daran unpassirbar wurde, geriethen 14 Personen in ernstere Gefahr. mitzuarbeiten, daß dieser Reichthum im Besitz der Auserwählten Beider vermochten nicht alle ihre Ruhe zu bewahren, die sechs fich von Jahr zu Jahr vergrößert. zehnjährige Arbeiterin Advendt stürzte sich in blinder Angst noch vor Erscheinen der Feuerwehr vom zweiten Stock aus nach dem Ettvas absonderliche Verhältniffe scheinen sich in Nachbarhof herab. Die angefammelte Menge suchte das Mädchen Nauen herausgebildet zu haben in den Kreisen der dortigen aufzufangen, doch gelang dies nur unvollkommen. Die UnglückBeamtenwelt. Gegenwärtig erörtern die Nauenser auf der Bierliche erlitt erhebliche Verlegungen an der Brust und an der ganzen bant folgendes eigenthümliche Vorkommniß: Vor etwa Jahres rechten Körperseite. Sie mußte nach Anlegung eines Nothverfrist lief über den dortigen Polizeiwachtmeister eine Anzeige ein. bandes nach dem Krankenhaus am Urban gebracht werden. Dieselbe wurde untersucht und der stellvertretende Bürgermeister Die Feuerwehr erstieg sofort per Satenleiter das gefährdete Haus sezte es durch, daß der Wachtmeister seines Amtes entsetzt und und beruhigte nach Kräften die Zurückgebliebenen. Aus dem ohne Pension entlassen wurde. Der eigentliche Bürgermeister vierten Stoc wurde ein besonders ängstlicher Mann auf horizontal schien sich aber über die Angelegenheit eine andere Meinung ge- gelegter Leiter nach dem in der gleichen Höhe befindlichen Nachbar- Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Giche, Rig bildet zu haben, denn er stellte dem Entlassenen das Beugniß dach geleitet, aus dem dritten Stock wurde ein Lehrling auf fraße 31 bei Musehold.- Ganges: Go, Naunynstraße 86, bei Bubell. aus, daß dieser ein überaus pflichtgetreuer Beamter gewesen sei, Hafenleitern zunächst nach dem vierten Stock und dann gleichreundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Zolltühn. Teltow in Teltow, Schwarzer den er der Bürgermeister) auf das Wärmste empfehlen könne falls nach dem Nachbardach geschafft. Die übrigen sieben Mädchen Knebel, Baditraße 68( Gesundbrunnen). Dieses Zeugniß fam dem Wachtmeister sehr gelegen, er ging da- und drei Männer wurben unter großer Anstrengung aus dem Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. mit nach dem Gericht und flagte durch alle Instanzen ein dritten bezw. zweiten Stock heruntergeführt. Einige von ihnen, berg, Friedrich Karlstr. 11 bei seinede. rückständiges Gehalt von 3000 M. und eine Pension von 1000 m. sowie einige Feuerwehrleute erlitten dabei durch Glassplitter hor, Gesundbrunnen, Brinzen- Allee 10. pro Jahr ein. Er hatte auch mit seiner Klage Glück, denn das leichte Berlegungen. Das Feuer selbst wurde mit vier Schläuchen Rummelsburgerstraße bei Deckert. Reichsgericht erkannte ihm beide Forderungen zu. Die Stadt gelöscht. Das Parterre ist faft ganz ausgebrannt, die übrigen Borgmann. Nauen hat alfo 3000 M. auf einem Brett zu zahlen, außerdem Etagen haben nur in der Nähe der Transmissionen der östlichen Schulz. Abends in der siebenten Stunde de Bufchriften, den Bund jedes Jahr 1000 M. und die Prozeßkosten obenbrein. Die Bürger Giebelfeite Schaden gelitten. machen zu dieser Sache ein verteufelt schiefes Gesicht, denn im entzündete sich in einem Uhrmacherladen der Dörnbergstraße 6 find zu richten an: G. Schröder, Noftizstraße Nr. 28, 3 Tr. SennGrunde genommen geht's ja doch über ihren Geldbeutel. Der beim Ableuchten der Gasleitung ausgeströmtes Gas und die abend: Theaterverein pbigenta", bet Kramer, Rigborf, Herrmannentlaffene Beamte ist aber inzwischen nicht müßig ges Deckenschalung. Um 9 Uhr war in der Andreasstr. 16 ein Stuben- cabe 9. 140. blieben, er hat eine Gastwirthschaft etablirt, die ganz gut brand zu löschen und gestern kurz vor Mittag brannte Papier hinter florirt, alldieweil die Nauenser ganz gerne einen guten Schoppen einem Ofen in der Diöckernftr. 80. trinken. Die Bürger sind auf dem Wachtmeister- Gastwirth auch Explosion. Am Bahnhof Friedrichstraße paffirte gestern gar nicht schlecht zu sprechen, nur tönnen sie nicht verstehen, daß abend gegen 6 Uhr ein merkwürdiger Unglücktsjall. In der dort Derselbe in aller Seelenruhe seine Pension einstecten soll, ohne dafür auch nur einen Finger zu rühren. G3 wird unter den befindlichen Obstbude explodirte plöglich eine Petroleumlampe, Bürgern dahin agitirt, daß der Gastwirth den Bierhahn wieder fodaß der gesammte Borrath in Flammen stand. Die Besigerin mit dem Sabul und das Wirthkäpplein wieder mit der Bickel- der Bude verlegte sich beim Löschen selbst und der Brand konnte haube vertauschen soll. Da derselbe hiergegen gar nicht viel ein- erst durch die Feuerwehr gelöscht werden. Die Befißerin ist umzurenben hat, ist Aussicht vorhanden, daß der Gastwirth wieder somehr zu bedauern, als sie Mutter von acht Kindern ist und zum Polizeiwachtmeister avancirt. Leider ist uns nicht bekannt, weder die Bude noch der Vorrath versichert sein soll. welche Grünbe i. 3. den stellvertretenden Bürgermeister ver iteber einen verschwundenen Nealgymnaftasten wird anlaßt haben, den Wachtmeister Knall und Fall vom Amte au aus Leipzig hierher gemeldet: Seit dem 18. p. M. ist der Real Bar jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9x 1hr bei Weick, Köpe= gymnastast Willy Oskar Unger, am 13. März 1875 in Kirchberg geboren, verschwunden, ohne daß die Angehörigen eine Erklärung dafür finder fönnen. Er ist groß und schmächtig, hat dunkles, turzgehaltenes Haar, eine hohe Stirn, blaue Augen und einen Anflug von Schnurrbart. Die Wäsche trägt das Zeichen W. U, Intentionen des wirklichen Bürgermeisters nicht so ganz entsprochen haben. Wie wäre der lettere sonst dazu gekommen, Kurz und gut, die braven Bürger von Nauen stehen vor einem Räthsel, über dessen Lösung fie sich vergeblich die Köpfe der beiden Bürgermeister zerbrechen. Der Wachtmeister Gastwirth aber hält es mit der alten Opern- Melodei: O ich bin tlug und weise und mich betrügt man nicht. Eine von den Unabhängigen zu Freitag Vormittag ein berufene Versammlung Arbeitsloser verftel der Auflösung, nachdem einer der Redner zu„ öffentlichen Kundgebungen" aufgefordert Auf der Straße vor dem Versammlungslokale sollen vereinzelte Sistirungen stattgefunden haben. hatte. Nath und Belehrung. London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Verein Bonbons, der Kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach atte, von Kart Ware und Friedrich Engels 1840 begründete wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Abler. Gsmeralda, Fruchtstr. 81 bet Baazz. Arbeiter- Sängerbund Serline und Zimgegend. Sonnabend, Abenb dorf, Hermann- und Knesebecstr.- Ecke bei Beyerle. Byrania, Landsberge - Glüd zu, bei Stebertranz in Hand in hand 2, Friedrichs Gesundbrunner Männer Gefangverein, Bruderhand" in Schönwalde( in der Mart) bei Schulze. Frisch auf" Friedrichsberg, Vorwärts 7" Rummelsburg, bet Gefangverein Smmergrün, Zegel, Schloßstraße bet Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Der geselligen Arbeitervereine betreffend Tambour Berein MM orwärts" Rirdorf, Herrmann Zambourverein Deutsche Eiche und Wandslidstraßen- Gde bet Rober. ftraße 15. Rauchtlub Dornröschen bei frech, Schulstraße 104. Geselliger Verein or b" b. Krüger, Fennstr. 5.- Geselliger Verein ,, Walbes grün" bet Buchholz, Strautstr. 6( Alle 14 Tage). Geselliger Verein, Gut ei", Rene Königstr. 89.- Geselliger Berein Stalia" bet Boite, RollbergerStraße 23. Geselliger Verein Jugendfreunde" bei Schulz, Prenzlauer Vergnügungsverein Helgoland a bei Allee und Ereschowfiraßen- Ede. Miegel, Stralauerstr. 67. Gefang- Turn- and gesellige Vereine. Sonnabend. Paul bet Niederschuh, Fürbringerstr. 7. Rauchflub, ntta" bei Rezte, Webernicer scher Wufitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, Ede Forsterstraße. Zurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 89. Bühnenverband Normania feben letzten Sonnabend im Monat bet Leichnts, Königsbergerftr. 24. Privattheatergesellschaft Schneeglöc che n", heaterverein Berliner abends zuhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. nickerstraße 68. Theaterverein gessing. Jeben ersten und legten Sonnabend im Monat Uhr Abends Sigung bei Rudolph, Krautstr. 6. Bergnügungsverein Azalta 5% Uhr bet D. Seindorf, Barnimftr. 16. Bergnügungsverein zustige Jugend Abends& Uhr, im Restaurant Sautenbach, Guviyfte. s.- Vergnügungsverein Suftige Becher Abends Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung 9% Uhr Mendelssohnfir. 9.Geselliger Verein or im teftaurant von D. Wits, Mariannen- Ufer a Ber Sinde" jeden Sonnabend 9 1hr bei Schönherr, Stralsunderstr. 15. gnügungsverein harmlos, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends 9 Uhr, Blumenjtr. 46 bet Went. Mitglieder pünktlich. Dansk Forening Freta( Dänischer Verein Die Ursache des plöglichen Todes des Kriminalschutzmanues Bietsch wird nunmehr von der Staatsanwaltschaft zu Staitlub Gordischer Knoetn, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Karl ermitteln versucht werden. Auf privates Betreiben war Medizinal- Shiing, Pücklerfir. 65. Freta), Lindenstraße 106 bet Boppe. Verein ehemaliger Schüler rath Dr. Levy um Obduzirung der Leiche ersucht worden. Dieser der 30. Gemeindeschule, Abends o uhr, Restaurant Burt, StoppenAntrag ist abgelehnt und dafür angeordnet worden, daß am traße 58. Sonnabend eine gerichtsärztliche Obduktion der Leiche von Amts- Boite, stolbergerfir. 23. wegen vorgenommen wird. Berliner Asylverein für Obdachlose. Jm verflossenen Monat November 1892 nächtigten im Männer- Afyl 8986 Personen, davon badeten 3184 Personen, im Frauen- Asyl 1546 Personen, davon badeten 112 Personen. - Geselliger Berein Jtalta, jeben Sonnabend im Restaurant Stattlub Kreuzbube bef Steuer, Weinstr. 22.- Statffub Revolution Abends Reichenbergerstr. 73, bei Fausimann. Schaftopf- Klub Brudertette tagt jeben Sonnabend Abends 9 Uhr bet Weiß, Andreasstraße 77a. Kartentlub Nulle tagt jeben Sonnabend und Montag im Restaurant Hum Zouristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer boldhein, Hochstr. 820. Bot, Admiralftr. 18c. Tischler- Verein. Seute Abend o uhr, Melchiorftr. 15: Bersammlung mit Damen. Vortrag des Schriftstellers Herrn Filli. Nach der Versammlung gemütliches Betsammensein. Ethische Gesellschaft. Gonntag, den 27. November, Abends 7 Uhr, finden 2 Versammlungen statt. Die erste Kommandantenftr. 20( Arminhallen); Bortrag des Herrn Dr. Pinn über die Pharifder. Die zweite bei Geefeldt, Grenadierfir. 83: Bortrag des Herrn Dr. Lütgenau über Ethik und Natio den Vorträgen: Gemüthliches Betfammensetn. nalismus.( Gine Aussprache mit der Gesellschaft für ethische Kultur.) Nach Das Reichs- Postamt richtet auch in diesem Jahre an das Publitum das Ersuchen, mit den Weihnachts- Bersendungen bald au beginnen, damit die Pacetmassen sich nicht in den legten Tagen vor dem Feste zu sehr zufammenbrängen, wodurch die Marktpreise in Berlin am 1. Dezember, nach ErmittePünktlichkeit in der Beförderung leidet. Die Pacete find bauer- fungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von haft zu verpacken. Dünne Pappkasten, schivache Schachteln, 16,00-15,50 m., mittlerer von 15,40-15,00 M., geringer von Bigarrentiſten zc. find nicht zu benußen. Die Ausschrift der 14,90-14,50 M. Roggen per 100 Rg. guter von 18,40-13,10 m., Bactete muß deutlich, vollständig und haltbar hergestellt fein. mittlerer von 18,00-12,80 M., geringerer von 12,70-12,50 m. Kann die Aufschrift nicht in deutlicher Weise auf das Packet Gerste per 100 Rg. gute von 16,50-15,70 9., mittlere von gesetzt werden, fo empfiehlt sich die Verwendung eines Blattes 15,60-14,90 m., geringe von 14,80-14,00 M. Hafer per 100 Kg. so weißen Papiers, welches der ganzen Fläche nach fest aufgeklebt nerden muß. Bei Fleischsendungen und solchen Gegenständen guter von 16,00-15,20 M., mittlerer von 15,10-14,40 wt., in Leinwandverpackung, welche Feuchtigkeit, Jett, Blut zc. ab- geringer von 14,30-18,50 M., Stroh, Richt- per 100 kg. von M. Heu per 100 Kg. von M. Erbsen fegen, darf die Aufschrift nicht auf die Umbülung geflebt per 100 Rg. von 40,00-25,00. Speisebohnen, weiße per werden. Um zweckmäßigsten find gedruckte Aufschriften auf 100 Kg. von 50,00-20,00. Linfen per 100 Rg. von 80,00 weißem Papier. Dagegen dürfen Formulare zu Boft- Packetadressen bis 30,00 m. Startoffeln per 100 kg. von 6,00-4,00 M. Rindfür Packetaufschriften nicht verwendet werden. Der Name des Berliner Volfstribüne". Sozialpolitisches Wochenblatt. Bestimmungsortes muß fiets recht groß und kräftig gedruckt oder per 1 Rg. von 1,40-0,90 9. Schweinefleisch per 1 kg. von Vierteljahr 1,50 W., monatlich 50 Bfg. Inhalt der Nr. 49. fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,10 m. Bauchfleisch geschrieben sein. Die Backetaufschrift muß fämmtliche Angaben 150-1,00 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-1,00 M. Sammel- Internationaler Arbeiter- Kongreß. An die Parteigenoffen. M. der Begleitadresse enthalten, zutreffenden Falls alsp ben Franto- fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,80. Butter per 1 Rg. von 2,80 Aus der Woche. Recht muß Recht bleiben.- Soziologie. t. vermert, den Nachnahmebetrag nebst Namen und Wohnung des bis 2,00 Mr. Gier per 60 Stück von 5,00-3,00 m. Fische per Aus der Schweiz. Verschiedenes. Gedicht.- Novelle. Absenders, den Vermerk ber Gilbestellung u. f. w., damit im M. Falle des Verlustes der Begleitadresse das Badet auch ohne bie. Rg.: Karpfen von 2,40-1,20 m. ale von 2,80-1,20 m. Der Ausstand der Baumwollspinner in Lancashire.- Der Acht felbe dem Empfänger ausgehändigt werden kann. Auf Badeten Bander von 2,40-0,80. Sechte von 1,80-1,00 M. Barsche stundentag und die Löhne. Parteitag der sozialdemokratischen nach größeren Orten ist die Wohnung des Empfängers, auf von 1,60-0,70 M. Schleie von 2,50-1,00 M. Bleie von 1,40 Partei Deutschlands.( Schluß.) Im Verlage von J. S. W. Dieß in Stuttgart erscheinen gegenBodeten nach Berlin auch der Buchstabe des Postbezirks( C., W., bis 0,70 M. Krebse per 60 Stück von 12,00-2,00 M. Literarisches. SO. u. f. w.) anzugeben. Zur Beschleunigung des Betriebes trägt Polizeibericht. Am 1. b. M. Vormittags stürzte sich eine wärtig als VI. und VII. Band der internationalen Bibliothek: es wesentlich bei, wenn die Packete frankirt aufgeliefert werden. Frau aus dem Fenster ihrer im 4. Stock eines Hauses in der Die Pflanzenwelt" und„ Die Thierwelt" von R. Bommeli. Beide Das Porto für Packete ohne angegebenen Werth nach Orten des Botsdamerstraße belegenen Wohnung auf den Hof hinab und Werke bilden gewissermaßen den Abschluß des naturwissenschaftDeutschen Reichs- Postgebiets beträgt bis zum Gewicht von 5 Kilo verstarb auf der Stelle. In seiner Wohnung in der Friedrich- lichen Theils der Internationalen Bibliother, die bereits folgende gramm 25 Pf. auf Entfernungen bis 75 Kilometer( 10 Meilen), ftraße wurde ein Kaufmann mit einem Schuß in der Schläfe Werke umfaßt: 1. Köhler, Weltschöpfung und Weltuntergang." 50 Pig. auf weitere Entfernungen. todt aufgefunden. Es liegt unzweifelhaft Selbstmord vor. 2. Bommelt, Die Geschichte der Erde." 3. Aveling, Die DarNorthon Bey, der perfifche Kaufmann, über welchen wir vor dem Hause Große Frankfurterstr. 137 wurde ein fünfjähriger win'sche Theorie." 4. Langkavel,„ Der Mensch und seine Rassen." fürzlich berichteten, ist nun nach der föniglichen Charitee über- Anabe durch einen Bierwagen überfahren und an der Brust be- 5. Bommeli,„ Die Pflanzenwelt."" 6. Bommeli,„ Die Thiccwelt." beutend verlegt. Nachmittags entstand in dem Quergebäude Damit ist das Bestreben, dem Bolte eine leichtfaßliche Darführt worden und liegt dort fast hoffnungslos darnieder. Wie bes Bauses Sebastianfir. 72 in der im Erdgeschoß belegenen ftellung der wichtigsten Theile der Naturwissenschaften nach dem berfelbe auf dem föniglichen Bolizeipräsidium zu Protokoll ge Galvanisir- Anstalt Feuer, das sich durch die Transmiffionen so- Stande der heutigen Forschung zu geben, der Berwirklichung näher geben, beansprucht er die Herauszahlung mehrerer tausend wohl in den Keller, wie nach den übrigen Stockwerken verbreitete. getreten. Mart von der Kasse des Landgerichtes in Raffel. Dort Durch das überaus schnelle Ümsichgreifen des Feuers und den Die Lieferungen der beiden Werke werden alle vierzehn Tage hat Korthou Ben sieben Jahre acht Monate im Zucht Diden Dualm, der sämmtliche Räume anfüllte und die einzige abwechselnd erscheinen, so daß nach einem Heft der Pflanzen haus gesessen, weil er angeblich fich fich eines Diamanten Diebitable in Frankfurt a. M. fchuldig gemacht habe. vorhandene Treppe unzugänglich machte, geriethen 14 Menfchen welt" ein Heft der„ Thierwelt" u. f. w. in die Hände der Abonin große Lebensgefahr. Ein Mädchen suchte sich durch einen nenten gelangt. Damals sei er mit persischen Teppichen und Brillanten nach Sprung aus dem 2. Stock zu retten; es erlitt dabei bedeutende Bon den beiden Werfen liegen uns je das erste Heft vor. Deutschland gekommen und habe damit in letzterer Stadt ge Berlekungen und mußte nach dem Krankenhause am Urban ge- Außer fehr vielen Illustrationen enthalten Heft 1 der Pflanzenhandelt. Nun habe es sich gefügt, daß während der Anwesenheit bracht werden. Die übrigen Personen wurden durch die Feuer- welt" zwei farbige Tafein„ Eßbare und giftige Pilze" und" Thierwaren, der Verdacht habe sich auf ihn gelenkt und unter seinem wehr theils vom Nachbarhause aus, theils über die qualmende welt" die prächtig ausgeführte farbige Tafel Papageien." Der Bette habe man diese Bretiofen gefunden, die aber, wie Rorthon Treppe mit großer Mühe gerettet.- Außerdem fanden im Laufe Subskriptionspreis pro Heft beträgt 20 Pf. des Tages 3 fleine Brände statt. Ben versichert, ihm gehört hätten. Korthon ist nachträglich von der Landespolizei aus Deutschland ausgewiesen worden, hat aber die Ausweisungs- Ordre nicht befolgt. Er hat sich hier " ,, Die bürgerliche Kunst und die befiglofen Klaffen." Unter diesem Titel hat der Wiener Privatdozent Dr. Reich im Wilh. Friedrich'schen Berlage ein Buch erscheinen laffen, dessen Lektüre jedem aufrichtigen Kunstfreunde zu empfehlen ist. Der Verfasser hat in dieser Schrift ein vernichtendes Urtheil über die Kunst in der bürgerlichen Gesellschaft gefällt. Er weist an einer Fülle sorgsam zusammengetragenen Materials nach, wie die bisherige Kunst zu allen Zeiten den Bedürfnissen der bevorrechteten Stände gefolgt ist, wie im Mittelalter der Kirche, den Päpsten, • dem Ritterthum, und in der Renaissancezeit den Gewaltherrschern, so jetzt den Bedürfnissen des Kapitalismus. Die heutige Kunst hätte also, als sie nach der Pariser Julirevolution von 1830 endlich aufhörte, ein Privileg der bevorrechteten beiden ersten Stände zu sein, auch in der Hand des dritten Standes, der Bourgeoisie, ihre Knechtschaft beibehalten und nur den Herrn gewechselt, der fortan Kapitalismus heißt. Daher erscheint die Kunst heute, je nach den Bedürfnissen der Polizei oder des hohlen, schwelgenden und ausschweifenden Brasserthums, mit einem Wort der verlotterten Bourgeoisie, entweder in das Prokrustesbett der Brüderie geschnallt oder in der hohlen Waste romantisch reaktionärer und frivol zudringlicher Richtung. Diese Runft hat felbstverständlich nur Heimstätte bei den Besitzenden, denen sie schmeichelt. Tad wenn einzelne wenige Künstler, wie das zuweilen trotz deren unbedingter Zugehörigkeit zu den ersten drei Ständen vorkommt, in der dunklen Vorahnung, daß der nachstürmende vierte Stand die Kunst erst zur Menschheitskunft stempeln werde, von der üblichen Heerstraße abweichen, so verhallen diese schwachen Stimmen ungehört, die Liebermann und Uhde, die Zola und Tolstoi, die Hauptmann und Holz. Der scharf beobachtende Verfasser, der es so meisterhaft verstand, der herrschenden Klasse den Spiegel vorzuhalten, der ihr ihr scheußliches Berrbild der Verkommenheit zurücfftrahlt, er glaubt an eine Befreiung der Kunst durch den vierten Stand, durch das Volt. Wenn dieses das Ringen um Brot, die Schlachten um feine Existenz, zu Ende geschlagen haben wird, dann wird auch die freie Kunst in selbstgeschaffener neuer Form und Inhalt ihre Wiedergeburt feiern. Das verdienstvolle Buch stellt sich, wie man aus der flüchtigen Stizze erfieht, als ein Werk dar, das Jeder mit Genuß lesen wird. Es ist ein rechtes Wort zu rechter Zeit. Bei der Redaktion eingegangene Schriften: Das apostolische Glaubensbekenntniß vor bem Forum der Wissenschaft. Leipzig. Verlag von J. G. Findel. Preis 60 Pfennige. Lieder eines Menschen. Von Ludwig Scharf. München. Verlag von Dr. Albert u. Co. Broch. M. 3. Der Kampf um die Wohlfahrt. Bon E. Gillon.| Rabinets ab, well Bourgeois und Cafimir Périer sich weigern, Bearbeitet von Dr. E. Harmening. Preisgekrönt von der in das Rabinet zu treten. Carnot berief die Präsidenten der belgischen Akademie und vom Großen Orient in Brüssel. Leipzig. Deputirtenkammer und des Senats in das Elysée. Verlag von J. G. Findel. Preis kompl.( 2 Theile) 3 Mark. Depeschen. London, 2. Dezember. Um Mitternacht manifeftirten die Arbeitslosen vor Bowerhill und durchzogen dann die City. Die Polizei führte ein ruhiges Auseinandergehen herbei. Stockholin, 2. Dezember. Der Landeshauptmann in Quleä hat neuerdings um Hilfsdarlehnsfonds für die Nothleidenden im Läne angehalten. Die Regierung hat das Gesuch dem Staatstomtoir zugestellt. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Madrid, 2. Dezember. Infolge zunehmender Gährung ist Marienwerder, 2. Dezember. Amtliches Resultat der am die Stadt militärisch besetzt, die ganze Garnison tonfignirt. Die 29. November im Wahlkreise Stuhm- Marienwerder( 1. Marien- Regentin nahm die Demission des Präfekten und des BürgerGraf Penula werder) stattgehabten Reichstags- Ersagwahl. Es wurden ins- meisters an, welche die Tageblätter bedauern. Er untersagte gestern die gesammt 14 039 Stimmen abgegeben. Davon erhielt Ritterguts- wurde zum Präfekten ernannt. besitzer von Donimirsti( Pole) 7013, Polizeidirektor Wessel in Manifestation zu Ehren des zurückgetretenen Bürgermeisters Danzig( deutsche Reichspartei) 4169, Major a. D. von Dieskau Marquis Cuba. Troydem demonstrirten große Menschenmengen ( ton) 1559, Amtsrichter Rother( dfr.) 746 und Lithograph Jochem in der Puerta del sol und auf der Alcala. Die Gendarmerie ( Sozialdemokrat) 531 Stimmen. Es ist mithin eine Stichwahl griff die Manifestanten an und zerstreute sie. Alle Läden sind zwischen von Donimirski und Wessel erforderlich. geschlossen. Vor dem Ministerium des Innern fanden Mani festationen zu Ehren des Bürgermeisters und Sagastas statt. Umfaffendste Vorsichtsmaßregeln zur Aufrechterhaltung der Ordnung find getroffen. Paris, 2. Dezember. Casimir Périer ist mit der Bildung des neuen Kabinets betraut worden. Lüttich, 2. Dezember. In Tilleur ist fein neuer Fall der Ruhestörung vorgekommen, wenngleich noch eine gewiffe Erregung unter den Bergleuten herrscht. Der Untersuchungsrichter ist mit der Bernehmung der im Hospital untergebrachten Berwundeten beschäftigt. Seit 1/2 Uhr Nachmittags finden Unterhandlungen zwischen den Bergleuten und der Direktion des Bergwerks statt. Eine Anzahl Ausständiger wartet vor dem Eingange zum Bergwert auf das Ergebnis der Unterhandlungen. Auch in Seraing ist, wie dort gemeldet wird, unter den Bergleuten, die heute früh zu Tage fuhren, infolge der Vorgänge in Zilleur eine gewisse Erregung entstanden. Lüttich, 2. Dezember. Jufolge einer Unterredung einer Abordnung der Streifenden mit der Direktion der Rohlengrube in Horlaz ist ein Einvernehmen hergestellt worden. Die Delegirten gingen die Verpflichtung ein, daß die Arbeit am Montag wieder aufgenommen würde. ( Depeschen des Bureau Herold.) Wien, 2. Dezember. Im Abgeordnetenhause wurde heute nach voraufgegangener erregter Debatte der Dispositionsfonds mit 167 gegen 146 Stimmen abgelehnt. Die Linke nahm das Resultat mit anhaltendem Beifall auf. Paris, 2. Dezember. Brisson lehnte die Bildung eines| New York, 2. Dezember. Der Aufstand auf Samoa ist ausgebrochen, weil englische Ansiedler von den Eingeborenen angegriffen wurden. Britische Kriegsschiffe find nach Apia abgegangen. Briefkaffen der Redaktion. R. K, Rostockerstraße. Sie müssen Geduld haben, denn wir haben bekanntlich mit vielen Leuten zu thun. Wenn Sie eine Wohnung mit Hängeboden gemiethet haben, so gehört natürlich auch eine Leiter dazu. Bom 1. Januar müssen alle eingeschriebenen Hilfskaffen den gesetzlichen Anforderungen entsprechend freien Arzt und Medizin liefern. Also nichts für ungut! J., Kaiser Friedrichstraße, Charlottenburg. Schriftführer des Vereins Berliner Stucateure ist Herr Felix Hengen, Möckernstr. 115, IV. A. S. Solmsstr. 29. Uns ist davon nichts bekannt. Möbel-, Spiegel- n. Polsterwaaren- Magazin von SW. Oranien- Straße 8384. SW. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. Folgende neuen Erscheinungen unserer Parteiliteratur halten wir am Lager und sind zur Massenverbreitung zu empfehlen: 100000 Soldaten mehr! Ein Wort zur Militärvorlage von Emil Rosenow, " 1 ( Verfasser von Kapital und Judenfrage".) 16 Seiten 8°.- Geheftet Preis 10 Pfennige. Für die Sonntagsruhe Eine Antwort auf die für Erweiterung der Sonntagsarbeit im Handelsgewerbe betriebene Agitation. Vortrag, gehalten am 9. Oftober 1892 in Burgstädt von Alb. Schmidt, Reichstags- Abgeordneter. 32 Seiten 8°. Geheftet Preis 10 Pfennige. Die Sozialdemokraten kommen! Eine wahre Dorfgeschichte. Bon Adolph Hoffmann- Zeitz. ( Verfasser der 10 Gebote und die besitzende Klasse".) 16 Seiten 8°. Oeheftet Preis 10 Pfennige. 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Knaben Garderobe alt u. neu, spottbillig, rothe 6, Mariannenftr. 6, im Keller. Genossen u. Freunden empfehle meine anerkannt guten Zigarren u. Tabake. Paul Leitner, Usedomstr. 9. 28036 Vorwärts liegt aus. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. ni 6 sc he d n 80 t t e zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. 2. Beilage zum Nr. 284. Gerichts- Beitung. hatte etwa IV. war. Sonnabend, den 3. Dezember 1892. las, wird in ich und 9. Jahra. aus weder daß suchung gesprochen. Zeuge Untersuchungsrichter Dr. Jung: Unregelmäßigkeiten auf den Probeschießständen geduldet und an Aus den ersten amtlichen Handlungen, die ich vor geordnet haben, um die Militärbehörden zu täuschen. Ahlwardt und die Judenflinten". genommen, ergiebt sich, daß ich das Interesse Ahlwardr's Beuge: Ich bestreite dies entschieden. Ich hatte auf dent nicht besser wahrnehmen tonnte, als ich es gethan. Ich habe Schießstande ein Plakat anschlagen lassen, worin ich androhte, sofort die Löwe'schen Bücher und sämmtliche Stripturen mit jede Unregelmäßigkeit mit 30 Mart oder sofortiger EntLandgerichtsdirektor Brausewetter eröffnet die Ver- Beschlag belegt, also das wichtigste gethan, was eine Aufklärung faffung zu bestrafen. Beuge Scharffe, der vorhandlung um 9% Uhr. Von den Zeugen, die gestern auf Antrag der Thatsachen gewährleisten konnte. Berth.: Ich verwahre gerufen wird, Berth.: Ich verwahre gerufen wird, bleibt bei seinen Bezichtigungen stehen. des Angeklagten noch geladen sind, ist noch Niemand zur Stelle mich noch einmal dagegen, daß ich dem Untersuchungsrichter irgend 3euge Scharffe behauptet noch: Meister Stangenberg habe ihm Zunächst wird Büchsenmacher Röhner vernommen. Auch einen Vorwurf habe machen wollen.- Präs.: Die Sache ist oft gesagt: Sie haben hier einen Bertrauensposten, sprechen Sie ihm war die Erlaubniß gegeben worden, für die Fabrik privatim erledigt. Ich bin fein Freund davon, daß ein Beamter nie etwas von dem, was hier vorkommt, sonst werden Sie entzu arbeiten, wenn er sonst nichts zu thun hatte. Er hat mit wegen derartigen Geflatsches gewissermaßen sich verantworten lassen. Beuge Stangenberg versichert, daß er an keiner diefer Privatarbeit alles in allem ca. 350 Mark verdient und muß. Berth.: Wir sind durchaus davon überzeugt, betrügerischen Unregelmäßigkeit betheiligt sei. Kleine Unregel Weld erhielt vom Frühjahr bis November gearbeitet. Das daß der Untersuchungsrichter von vornherein Wind und Sonne mäßigkeiten seien zu seiner Kenntniß gekommen, aber stets gerügt er Don den Meistern, bei denen er gleich zu vertheilen bemüht war. Entgegen Präs.: Das stimmt nicht worden. der Behauptung des Angeklagten be arbeitete, Bestechungsgelder Richtig fei es, daß er sei bis jetzt noch niemals waren das durchaus nicht. mit der Bemerkung von der einseitigen Untersuchung. Das sind fundet der Zeuge: er sich der Fabrik ausgetreten. vom Tischler einmal ein aber solche Vorwürfe, die dann aufgebauscht werden. Nur als einmal, ein Ar Blumenbrett hat machen lassen, wofür er demselben eine Kleinig eine Staatsanwalt: Der Angeklagte ist am ersten Tage beiter Denunziation gegen ihn General beim teit gegeben. Handwerkzeug( Schraubstock und ein paar Feilen) dieser Verhandlung zum ersten Male mit der Behauptung her- fommando eingereicht hatte, sei er von der Firma auf hat er nur mitgenommen, wenn er zu Hause arbeitete. Als dies vorgetreten, daß, als die Broschüre noch im Manuskript war, er 6 Wochen aus Martinikenfelde abberufen worden und habe statt verboten worden, hat er die Rückgabe vergessen, ist aber vom eine schriftliche Eingabe an die Staatsanwaltschaft gerichtet habe, feines kontraktmäßigen Gehalts von 350 M. nur 200 M. erhalten. Meister daran erinnert worden. Zeuge bestreitet nicht, daß die in welcher die in der Broschüre gegen Löwe und Kühne Mit den Büchsenmachern stand er, da er auch aus Spandau Büchsenmacher hin und wieder ein Glas Bier von den Meistern enthaltenen Anschuldigungen mitgetheilt waren. Ich fann hierher gekommen sei, auf freundschaftlichem Fuße und er leugne entgegen genommen haben. Die Visire waren nach seiner Kennt mich nicht einer solchen Eingabe erinnern. Der Angeklagte hat nicht, daß er denselben in seiner Stube hier und da Bier spendirt niß ebenso wie in den föniglichen Fabriken mit 3inn aufgelöthet. aber behauptet, daß der Untersuchungsrichter eine Aeußerung ge- habe. Selbst Scharffe habe manchmal von ihm ein Glas Bier Als der Befehl kam, die Haltbarkeit der Bijire mit leichten than, woraus sich ergeben sollte, daß er von dem Eingange dieser bekommen. Scharffe sucht den Zeugen Stangenberg wieder Hammerschlägen zu probiren, habe man zu grob zu Anzeige Kenntniß erhalten habe. Zeuge Dr. Jung fann sich holt zu belasten, der Präsident bemerkt aber: Selbst wenn, was geschlagen und infolge dessen find über 1000 Visire los- einer derartigen Aeußerung nicht entfinnen, glaubt auch, daß bei manche Leute behaupten dürften, Stangenberg für fich zu gesprungen. Entschieden falsch sei die Behauptung, daß er der Wichtigkeit dieser Thatsache ihm dieselbe nicht entfallen wäre. viel liquidirt hat, so ist doch noch durch nichts beoder die anderen Büchsenmacher wider Wissen des Lieutenants Nur von einer Eingabe an den Polizeipräsidenten habe er Kennt wiesen, daß die Büchsemacher mehr berechnet hatten, Aleinschmidt 1500 Gewehre abgestempelt haben.-Benge niß erhalten. Angefl: Jch bitte dann den Bertheidiger, heute als sie wirklich verlangen durften. Erster Staats: Lieutenant Kleinschmidt erklärt, daß er an dem Tage, wo bei mir zu Hause nachzuforschen. Die Eingabe habe ich damals anwalt: Ich werde in einem besonderen Verfahren mich be er eine unordentlich geführte Kontrolliste entdeckt hatte, die betr. mit eingeschriebenem Brief abgeschickt und der Postschein muß mühen, diesen Punkt noch aufzuklären, da es mir allerdings Gewehre noch einmal habe durchschießen lassen. Der Angeklagte noch vorhanden sein. Die Namen der von mir beschuldigten beinahe auch so vorkommt, als ob der Meister Stangenberg sich behauptet demgegenüber, daß dieser Anordnung des Zeugen von Männer hatte ich in der Eingabe noch nicht angegeben, sondern einer betrügerischen Handlungsweise, bezw. einer Ürfundenfälschung den Arbeitern betrügerischer Weise nicht nachgekommen fei. nur von einem mir bekannt gewordenen Landesverrath ge- schuldig gemacht hat. Der Angeklagte behauptet wiederMajor Hannig erklärt, daß er es gewesen, welcher ein sprochen. Vielleicht habe ich nicht die rechte Form gefunden, holt, daß die Büchsenmacher auch bei anderen Lohnzahlungen, schwächeres Schlagen angeordnet hatte, nachdem er von dem denn ich hatte auf das erste Blatt erst eine andere Eingabe ge- wo sie nichts zu fordern hatten, durch Stangenberg ins Zimmer unsachgemäßen zu heftigen Schlagen Kenntniß erhalten hatte. Troß schrieben. Die Namen zu nennen war ich nicht in der Lage, gerufen, also doch bestochen feien. Beuge Scharffe be= dieses Befehles seien nachher noch 13-15 000 Visire abgesprungen. weil ich das Vertrauen zur Verschwiegenheit der Behörden ver- tätigt dies, die Zeugen Stangenberg und Röhner Die Veranlaffung zu dem Abspringen lag darin, es daß loren hatte, denn ich habe von den gegen mich inszenirten bestreiten daß Stangenberg versichert, das Zinn vorübergehend nicht die richtige Mischung hatte und Verfahren immer früher durch die Zeitungen erfahren von Löwe, noch von Kühne, noch von sonst irgend jemand die die Gasleitung bei dem start angewachsenen Betrieb die Hige als durch die Behörden. Erster Staatsanwalt: Ordre ertheilt worden sei, die Büchsenmacher zu schmieren". nicht mit der gehörigen Schnelligkeit durchließ. Zuerst fonnte Wie kann ich denn auf eine Sache eingehen, in welcher Ein bei dem Vorsitzenden eingegangener Brief giebt niemand den Grund finden, die Erscheinung trat plöglich auf gar fein Name genannt worden?- Vertheidiger: Nach demselben Veranlassung zu erklären: Es gehen viele anonyme und stellte sich dar als ein momentaner Fehler infolge des sehr meiner Kenntniß pflegen doch selbst anonyme Anzeigen von der Briefe für und gegen Ahlwardt bei mir ein, welche auch Begesteigerten Betriebes. Als der Grund aber bekannt wurde, hat Staatsanwaltschaft genau so behandelt zu werden, wie alle leidigungen gegen mich als Leiter dieser Verhandlung enthalten. die Firma mit der größten Bereitwilligkeit alles gethan, um dem anderen. Ich trete nunmehr den Beweis darüber an, daß vor Ich verachte die feigen Subjekte, welche nicht den Wuth haben, Uebelstande abzuhelfen. Rechtsanwalt Hertwig entnimmt dem Erscheinen des ersten Theils der Broschüre der Ritterguts- ihr Geschreibsel mit ihrem Namen zu vertreten. Es ist weit feinerseits aus dieser Bemerkung, daß die Visire so schlecht an- befizer Serr von Langen fich mit einem Exemplar zu dem unter meiner Würde, derartige Dinge weiter zu beachten. gelöthet waren, daß sie trotz des geringen Schlagens auch noch ab- Polizeipräsidenten von Berlin begeben hat und daß Büchsenmacher fett weist jeden Gedanken an eine Bestechhung prangen. Oberstlieutenant Kühne: Die Art, wie die Bijire an- der Präsident an Herrn von Langen die Zumuthung stellte, die feinerseits weit von sich, weiß auch nichts von Bestechungen gelöthet wurden, war genau dieselbe, wie in den Königlichen Sache todtzu schweigen wegen des Aufsehens, den die anderer Personen. Die übrigen Aussagen des Zengen stimmen Fabriken. Die Erwärmung des Mantels und Visirs mit der selbe im ganzen Lande machen würde. Griter Staatsmit denjenigen der anderen Büchsenmacher überein. Gas- Stichflamme war ganz gleich. Die Löthung war durchaus anwalt: Der Herr Polizeipräsident wird gewiß zugeben, Oberstlieutenant v. Glößnig verliest sodann ein Schreiben gut. Aber bei aller Vorsicht und der sorgfältigsten Arbeit kommen daß Herr v. Langen mit einem Exemplar der Broschüre an ihn des Kriegsministeriums. Danach ist ein Schreiben des Oberstimmer Löthungen vor, welche nachher taub find. Die Sache ist herangetreten ist und ihm die Zumuthung gemacht hat, die Broschüre lieutenants v. Kretschmar, wie es der Angeklagte behauptet, beim nicht neu; die Wisire werden in dieser Weise feit 1871 aufgelöthet. zu unterdrücken. Er wird dann wohl, wie ich mir denke, den- Kriegsministerium niemals eingegangen. benso ist das Sier wurden auf einmal im Dezember maffenhaft Bifire abge- felben Standpunkt eingenommen haben, dem ich durch die Worte Aus- 7. Armeekorps, welches in der Broschüre des Angedagten juriste; fchlagen, nicht weil die Löthung schlecht war, sondern weil zu druck gab: er kann doch nicht eine noch nicht veröffentlichte Bvo- gar nicht mit 2öwe'schen Gewehren bewaffnet. scharf gehauen wurde. Es ist möglich, daß die damals schüre unterdrücken. Als er dann die Lage kam, Endlich ist über die Behauptung des Angeklagten, herrschende Kälte von Einfluß oder das Charlottenburger die Schrift zu sehen und als Verfasser den als Verfasser den Namen 1890 in Dortmund ein gestohlenes Gewehr 88 angehalten worden Gaslicht damals nod; Rechtsanwalt Ahlwardt darauf er, wie gu spärlich denfe, fet, die dortige Bolizeibehörde telegraphisch befragt worden und Hertwig hält es für nöthig, im Interesse des stußig geworden sein und gesagt haben, daß er mit der ganzen bat geantwortet, daß dort und in der Umgegend ein solcher Singeltlagten zu tonſtativen, daß der Oberstlieutenant Stühne fast Sache nichts zu thun haben wolle. Die Thatsache, daß Herr Borfall nicht bekannt geworden sei.- Der Angeklagte verzichtet bei jedem Bunkte vernommen werde und natürlich das größte v. Langen versucht hat, dem Polizeipräsidenten ein Exemplar zu infolge dessen auf die Vernehmung des vorgeladenen GeneralInteresse daran habe, die Dinge so günſtig als möglich darüberreichen, wird zugegeben, was der Bertheidiger daraus folgert, lieutenants v. Kretschmar. Bezüglich des Vorfalls in Dortmund Erster Staatsanwalt Drescher: Der Sach- ist reine Deduktion. will er nicht behauptet haben, daß das Gewehr durch die Polizei, verständige Major Hannig hat ganz daffelbe gefagt, wie der Der Gerichtshof beschließt, zu morgen den Polizei sondern nur, daß es überhaupt angehalten fei, und beruft sich Zeuge Kühne. Oberit v. Flot hom bestätigt, daß jede Zinn präsidenten v. Richthofen und den Ritterguts- auf den noch zu vernehmenden Arbeiter Brettschneider. töthung immer ihre Schwächen habe. Man misse dies auch, frog- befizer v. Langen als Zeugen vorzuladen. Werkmeister Lef check befundet, daß er den einstweilen außer dem habe man kein anderes Mittel der Auflöthung gehabt. Es folgt der Zeuge Büchsenmachermeister Wilhelm Dienst gesetzten Meister Stangenberg abgelöst habe. Am ersten Taube Löthungen tommen vor. Der Zeuge Röhner wird Stangenberg. Derselbe giebt an, daß er feit Januar 1889 Tage seines Dienstes hörte er ein Gespräch, wonach seitens eines Dom Vertheidiger befragt, ob er schon bestraft sei und erklärt, in der Löwe'schen Fabrit beschäftigt ist. Im Anfange bezog er Arbeiters die Bemerkung gemacht worden war, daß heute gut daß er nur aus Anlaß dieser Affäre militärisch zu 8 Tagen festes Gehalt, dann kam ein Abkommen zu stande, wonach er geschossen worden sei. Scharife habe darauf gesagt:„ Ja, das wegen Ungehorsam verurtheilt worden sei. etwas über 80 Pfennige für jedes Gewehr erhielt, welches nach haben wir auch gemacht." Dies erregte die Aufmerksamkeit des Büchsenmacher Holz wird über dieselben Punkte wie der Vor- dem Anschuß abgenommen war. Dieser Preis wurde in letzterer Beugen, er beobachtete am folgenden Morgen den Scharffe, als zeuge vernommen. Er bestreitet besonders, daß er vom Meister Beit um 20 fige herabgefeßt. Von diesem Betrage hatte er derfelbe nach dem zweiten Schuß umringelte. Der Zeuge enttraftirt worden sei. Der lektere sei wohl ab und zu in der sämmtliche Arbeit, die bei den von ihm übernommenen Ar- deckte, daß Scharffe falsch umringelt hatte. Er verbot es ihm Frühstücksstunde an. sie herangetreten und habe mit einem Geld beiten beschäftig. waren gegen hundert zu löhnen. energisch. Scharffe gab dies zu, er will geglaubt haben, ebenso hüd um ein Glas Bier rathen lassen, der Beuge babe dabei Bräf.: Wie wir gehört haben, war es den Büchsennachern verfahren zu sollen, wie unter Stangenberg. Bertheidiger: häufiger verloren wie der Meister. Ueber das Schlagen gegen Söhner, Holz und Klett gestattet, in den Außerdienst: Haben Sie von dieser Pflichtwiorigieit keine Anzeige ge die Vijire vermag der Zeuge teine Auskunft zu geben, er hat stunden für die Fabrik zu arbeiten. Diese Erlaubniß macht? Beuge 2e sched. Nein. Präf.: Beuge Scharffe, erst mit den Gewehren zu thun gehabt, nachdem die Bisirprobe wurde später zurückgezogen. Wer hatte den Büchsen sind die Unregelmäßigkeiten später noch fortgesetzt worden? bereits vorgenommen war. Oberbüchsenmacher Streicher machern diese Sonderarbeiten zu zahlen?- 3euge: Ich.- Beuge: Nein. Grster Staatsanwalt: Wie häufig Lowe'schen Gewehren etwa 14 bis Präs.: Wieviel wurde Ihnen gezahlt? 15 000 Stück hätten umgelölhet werden müssen. Beuge 3euge: Das war glauben Sie wohl, daß falsch umringelt worden ist? Sanitäts- verschieden. Ich zahlte alle 14 Tage aus, manchmal erhielten sie Scharffe: Ich schäze etwa 10 Tage hindurch. Erster rath Dr. Neumann richtet an Den Präsidenten das 15 M., manchmal 30 M. Präs: Sie haben bei der Firma Staatsanwalt: Und wie viel Gewehre wurden täglich etwa Gesuch, E für heute entlassen zu werden. wird ge Löwe u. Ko. in letterer Zeit monatlich 270 M. liquidirt. Wofür eingeschossen? 3euge: 100 Stück. Präs.: Zeuge Lesched, nehmigt und richtet der Präsident an die Parteien berechneten Sie denn den Ueberschuß?-euge: Für meine Sie haben Kenntniß davon gehabt, daß Gewehre gedrückt wurden, bie Frage, ob nicht überhaupt auf die beiden Beugen, Auslagen und Unkosten. Vertheidiger Rechtsanwalt Hertwig: Sie haben es auch untersagt. Haben Sie die Sache auch zur Anzeige welche in betreff der Alliance israélite Austlärung geben sollen, was tönnen das für Unkosten sein?- Beuge: Es war in gebracht?- 3enge: Jawohl, die Betreffenden sind entweder berzichtet wird. Erster Staatsanwalt Drescher: Ich unserem Kontrakt nicht vorgesehen, daß ich die Ge- entlassen worden, oder haben einen Verweis erhalten. Juftize babe bereits gestern erklärt, daß ich auf Grund der bisherigen wehre zwei Mal reinigen zu lassen hatte. G3 war damals rath Gerth weist darauf hin, daß es kaum möglich ist, daß die eine einmalige Reinigung berechnet worden. Ich Pflichtwidrigkeit bei Handhabung der Scheiben in dem Umfange Alliance israélite der Firma Löwe u. Ko. feinen Befehl ertheilt gebrauchte dazu besondere Arbeiter, die ich bezahlen mußte. begangen fei, wie Scharffe angiebt. bat, schlechte Gewehre zu liefern. Ueber die Statuten und Erster Staatsanwalt: Ich habe keine Veranlassung, den Sonſtige Zwecke der genannten Gesellschaft etwas zu erfahren, Beugen zu schonen. Mir scheint hier ein dunkler Punit zu sein. bei Löwe als Scheibenwärter angestellt gewesen und hatte die fann für die jetzige Verhandlung ohne Bedeutung sein. Wer Beuge, haben Sie sich für berechtigt gehalten, alles das zu Scheibenbilder einzustellen. Das Ginstellen doppelter Scheiben auf die liquidiren, was Sie liquidirt haben? bilder beruhte nur auf ein Versehen beim Greifen der dünnen beiden Zeugen schon aus dem Grunde, weil ich mir ein Erster Staatsanwalt: Sind Sie nicht von der Firma Scheibenbilder. In betrügerischer Absicht sei dies nie geschehen ver Löwe u. Ro. in Anspruch genommen worden, zu viel liquidirte solange er dort gearbeitet. Auf Ersuchen der Unteroffiziere habe Biergärtner Gelder, ich glaube gegen 800 M., wieder he auszugeben? er manchmal doppelte Echeibenbilder eingezogen, welche sich die die Mitglieder der Alliance israélite 3euge: Jawohl, ich soll das den Büchsenmachern gezahlte felben als Andenken an die Schießperiode einrahmen wollten. über die Zwede der Gesellschaft vernehmen wolle, Schon nach Gelb herausgeben. Dies ist aber erst in diesem Frühjahre ge- Solten sich die Unteroffiziere diese Bilder nicht ab, dann wurden talmudischen Begriffen seien die Zeugen verpflichtet, darüber schehen.- Erster Staatsanwalt: Ja, nachdem die dieselben einfach vernichtet. Unfug ist damit niemals getrieben durch die Broschüre Kenntniß davon erhalten. worden. Staatsanwalt: Es ist dies ein Zeuge, Rechtsanwalt äf.: Zeuge Spangenberg, in welcher Weise führten Sie Buch auf welchen sich der Angeklagte in feiner Broschüre Beweisanträge über die von den Büchsenmachern geleisteten Extra- Arbeiten? berufen hat! Auf Befragen des Justizraths Gerth drohen, so verzichte ich auf die beiden Zeugen nicht. Ter 3euge: Die Büchsenmacher gaben mir täglich oder nach einigen giebt Major Hannig seine Meinung dahin kund, daß der bestellt. Zagen teine Bettel, worauf sie die betreffenden Notizen machten, behauptete Betrug mit den doppelten Scheibenbildern nur möglic Der Zeuge Scharffe tritt vor, um die Zeugen Röhner und ich zählte die Summen einfach nach je 14 Tagen zusammen. gewesen wäre, wenn auch dieser Zeuge mit dabei die Hand int Solz der Umwahrheit in ihren Aussagen zu bezichtigen. Die Angeft.: Ich bitte den Zeugen zu fragen, ob er nicht die Extra Spiele gehabt hätte.- Ang ett: Ist der Zeuge nicht seinerſelben hätten in Abrede geſtedt, in dem Meisterzimmer gekneipt Liquidation am Fuße seiner Rechnung mit ganz leiner Schrift seits zu dem Arbeiter Brettschneider und anderen Arbeitern gezu haben, sie 3euge: Nein, ich sehe nicht ein, was das für einen gangen und hat er denselben nicht gesagt, warum sie denn nicht wissen, daß in bezeichnete. Präs.: Haben Sie nicht auch den Büchsen-| auch wieder bei Löwe eintreten; er werde fich hüten, Zeitlebens 20 Flaschen Bier befand und daß sie sich hiervon nahmen. macher Kirch in Spandau engagirt, Reparaturen an den Gewehren sich eine Laus in Den Pelz zu setzen? Untersuchungsrichter Dr. Jung wird sodann vernommen. vorzunehmen? Zeuge Gewiß. Wenn einzelne Gewehre 3euge: Mir ist davon absolut nichts befannt. Erster Staatsanwalt: Dem Herrn Untersuchungsrichter ist auf dem Transporte nach Spandau kleine Beschädigungen er anget. Das sagen Sie unter Ihrem Gide? Zeuge: Ja hier von der Bertheidigung der schwere Vorwurf gemacht worden, litten hatten, so wäre ein Rücktransport derselben nach der wohl!- Angell.: Vielleicht fagt Herr Of erfilieutenant daß die Untersuchung einseitig geführt worden. Bielleicht äußert Fabrik nöthig gewesen. Um dies zu erfparen, habe er den Kühne, wieso es denn gekommen ist, daß viele der Antlassen gesich der Untersuchungsrichter darüber. Bertheidiger: Es Büchsenmacher Kirch in Spandau gebeten, die fleinen Aus- wefenen Arbeiter wieder eingestellt worden sind Oberit ist mir nicht in den Sinn gekommen, Zweifel in die gewiffen- befferungsarbeiten durch seine Zivilarbeiter vornehmen zu lassen. lieutenant Kühne: Als der große Auftrag bezüglich der Gehafte amtliche Thätigkeit des Herrn Untersuchungsrichters zu Natürlich mußte die Firma Löwe u. Co. diese Arbeit bezahlen wehre 88 erledigt war, wurde ein großer Theil der Arbeiter fezen. Es ist von der Bertheidigung nur behauptet werden, daß und ich nicht, da meine Verpflichtung mit der gelungenen Ab- entlassen. Als dann der Argentinier- Auftrag erging, mußten die Spize der Untersuchung sich nicht gegen die Herren Löwe schußprobe beendet war. Präs. Nun wird Ihnen in wieder Arbeitskräfte eingestellt werden und es ist naturgemäß, und Kühne, sondern gege den Angeklagten richtete. der Ahlwardt'schen Broschüre vorgeworfen und zum Theil wird daß die Meister auf solche Arbeiter zurüdgriffen, de schon einUnter- dies durch die Zeugen Scharffe und Noack bestätigt, daß Sie mal in der Fabrik gearbeitet haben. Ich selb yu be auf die zustellen. Resultat Spreche. au 63 Gunsten Ahlwardt's heiße wenn man den Bock doch Davon zum feben, L auch, ich behalte mir aber weitere Anträge vor. e £. 3, me e. 36 einem tleinen müßten Bult aber doch ein fich Vorrath nicht von 10 bis 3ived haben sollte. -3euge: Jawohl. Der nächste Zeuge Arbeiter Wilh. Meiners ist 1890/91 : Ba bei ein bef 3 Ser rei Dea bez ezu den Anstellung bezw. Abweisung der Arbeiter keinerlei Einfluß| Roft fen ein Vern det worden?- Major Hessermachen. In letzterer soll gege die Militärvorla ge pro ausgeübt, habe aber allerdings darauf gehalten, daß von den hat davon nie etwas gehört, giebt dem Oberbüchsen- werden. Streifern des 1. Mai niemand wieder eingestellt wurde. macher Kirch das allerbeste Leumundszeugniß und traut demPräs. Ich frage den Zeugen Meiners, ob von irgend einer felben unrechte Handlungen absolut nicht zu. Für den zweiten Wahlkreis tagte am 1. Deze mber in de Seite versucht ist, auf fein Beugniß einzuwirken?-8enge: Zeuge Kirch: Bis jetzt habe ich in meinem Leben noch Bockbrauerei eine start besuchte Versammlung der sozialden. Nein, niemals! Anget: Es steht doch aber fest, daß von keinen Verweis erhalten. fratischen Partet behufs Entgegennahme des Berichtes her de gewiffer Seite, die ich nicht angeben kann, den Arbeitern Geld Blahmajor Kubale, f. 3. Vorsteher des Artilleriedepots, Parteitag, Abrechnung des Vertrauensmannes und Neure geboten ist. Beuge& öme: Diese Seite steht mit mir jeden hatte die Gewehre in seinen Gewahrsam zu nehmen. Er hatte Bertrauenspersonen. Die Delegirten zum Parteitag, RIve falls in feiner Verbindung. Ich weiß davon absolut nichts! gar feine Veranlassung, Herrn Kirch, der in jeder Beziehung ein Silberschmidt und Antrick, hatten sich in die Bericht Beuge Knauerbase ist noch in der Löwe'schen Fabrik be- zuverlässiger und treuer Beamter ist, einen Verweis zu ertheilen. erstattung getheilt. Aus ihren Darlegungen gewann man ein schäftigt. Er arbeitete zunächst unter Stangenberg, dann unter Kuch Premierlieutenant Unverdruß giebt dem Kirch das übersichtliches Bild über die Verhandlungen und Beschlüsse. Den Lescheck. Er weiß nichts von den in Rede stehenden Pflicht Zeugniß eines äußerst gewissenhafte Beamten. Bericht des Vorwärts" über den Parteitag ergänzte Antrid widrigte n. Seines Wissens feien teine Gewehre gestempelt Premierlieutenant Stolle weiß von doppelten Scheibenbildern durch eingehendere Mittheilungen ar denjenigen Stellen, wo es worden, wenn die Büchsennacher nicht zugegen waren. und falschen Umringelungen nichts. Er hält es auch nicht für mög- fich um Anträge aus dem zweiten Wahltreife gehandelt hat. 3 Dies habe schon deswegen nicht geschehen können, weil lich, daß dies unentdeckt geblieben wäre. der Diskussion erklärten sich Schulze und Rosenthal mit einer Reihe die Büchsenmacher die Stempel stets in der Tasche bei sich Beuge Pferdebahnfutscher Richter ist derjenige, von dem von Beschlüssen des Parteitages nicht einverstanden, sie fanden indes führten. Richtig sei, daß er für die drei Büchsenmacher Klett, der Angeklagte behauptete, daß er mal bei einer Pferdebahnfahrt mit ihren Ausführungen nicht den Beifall der Versammlung. Röhmer und Holz je ein Gewehr, welches diefelben sich ange- drei Kriminalbeamten erzählt habe: bei einer Landwehrübung, Diese stimmte vielmehr den Delegirten zu, als dieselben in ihrem fertigt hatten, nach deren Wohnungen getragen habe. Er fet die er mitgemacht, seien viele Gewehre geplakt und die Mann Schlußworte die Bedenken der Borrebner zurücwiesen und ein häufig von den Büchsenmachern zum Bierholen fortgeschickt fchaften hätten die Gewehre oft gewechselt. Zeuge Richter meint, zelne Irrthümer aufklärten. Folgende Resolution gelangte mit worden, in einigen Fällen sei es vorgekommen, daß der Meister daß dann die Kriminalbeamten ihn gründlichst misverstanden allen gegen eine Stimme zur Annahme: mußten. Ats fich daran betheiligte und dann zahlte, zumeist hätten die Büchsen haben er mit den Kriminal Beamten Die heutige Versammlung der Parteigenossen des zweiten macher aber gezahlt. fuhr, sei gerade eine Ahiwardt'sche Versammlung an- Wahlkreises erklärt sich mit dem Gesammtresultat des Parteitage Er habe da Gelegenheit Zeuge Oberbürgermeister Weber, Generalbevollmächtigter gefeßt gewesen. da Gelegenheit genommen, einverstanden, und verpflichten sich sämmtliche Genossen, mit aller wie des Herrn von Bleichröder: Es ist unwahr, daß durch Herrn von darauf hinzuweisen, demoralisirend solche Sachen Energie für die Verwirklichung der gefaßten Beschlüsse desselben Bleichröder Geld für ein Komitee gegeben ist, dessen Zweck es wirkten und erzählt: Bei jener Landwehrübung hätten die Leute, einzutreten." sein sollte, den Angeklagten moralisch zu vernichten. Andie ihre Büchse nicht pußen wollten, aus welcher geschossen Vertrauensmann Kleinert berichtete hierauf über seine Geschäfts getlagter: Haben Sie Herrn van Grooningen, Lichtenstein worden war, behauptet, daß die Büchsen, über die ja schon so führung und theilte mit, daß vom 1. November 1891 bis zum oder Weiß im Auftrage des Herrn von Bleichröder Geld viel geschrieben sei, nicht schöffen. Thatsächlich haben aber die 30. November 1892 1033 M. mehr an Parteigeldern im Wahl gegeben? 3euge: Niemals! Ich möchte eine Erläuterung Büchfen brillant geschossen. Von einem Plagen der Gewehre ist freise aufgekommen feien, als im vorangegangenen Jahre; die hierzu geben. Der Angeklagte hatte bekanntlich eine Broschüre dem Zeugen absolut nichts bekannt, und er bleibt auch bei seiner Einnahme hat nämlich 4808,95 M. betragen, wovon 3452 M. gegen Herrn von Bleichröder verfaßt. Letzterer hatte sich über Behauptung, als ihm der Angeklagte vorhält, daß sich der eine an den Parteivorstand überwiesen wurden, während der Rest zur legt, ob er Schritte thun solle, um seine Ehre von Gerichtswegen Kriminalbeamte die Hauptsache der Unterhaltung auf seiner Man- Bestreitung der Kosten der Agitation, zur Beihilfe in Lohnkämpfen, schützen zu lassen. Da ihm aber versichert wurde, daß seine Ghre scheite notirt habe. AngelL: Ich würde dann den Kriminal- sowie zur Unterstüßung in Noth gerathener Genossen oder der An in allen Kreisen, die Urtheilstraft besigen, feinen Schaden ge- beamten vorzuladen bitten. Präs. Wir können doch nicht gehörigen von solchen verwendet worden ist. Das Sommer nommen habe, versagte er sich, gegen den Mann, den er ver- jede Pferdebahn- Unterhaltung hier feststellen. Zeuge Die vergnügen hat einen Ueberschuß von 188 Mark ergeben, achtete, die Gerichte anzurufen. Danach kamen viele Leute zu mann ist längere Zeit bei Löwe beschäftigt gewesen. Er be- der zum größten Theile zur Deckung der Kosten der Mai mir, die mir bald diese bald jene Forderung gegen den An- hauptet, daß sowohl falsche Umringelung wie die so häufig be- demonstration verwendet wurde, 50 m. ferner, die dem Vertrauens geflagten anboten. Ich habe alle diese Leute abgewiefen. Herr sprochene Handhabung mit den doppelten Scheiben stattgefunden mann als Buße aus einer Schiedssache überwiesen wurden, find von Bleichröder so wenig wie mir fonnte daran liegen, habe. Beuge bezeichnet dies als eine große Schweinerei". Bei der Bestimmung gemäß an einen franten, hilfsbedürftigen Ge auf das Schicksal dieses Mannes irgend welchen Einfluß aus seiner Bernehmung stellt sich aber heraus, daß er keine einzige noffen gezahlt worden. Auf Antrag der Revisoren wurde dem en an müssen. Präs. Stehen Sie mit dem Herrn Thatsache hierüber aus eigener Anschauung zu befunden weiß, Vertrauensmann Decharge ertheilt und hierauf, da Kleinert eine v. Schwerin at irgend welcher Verbindung?- 8euge: sondern feine Mittheilungen von dem Zeugen Scharffe hat. Der Wiederwahl nicht annehmen zu können erklärte, Hermann Leider in einer sehr unangenehmen. Echwerin war der Rath- Beuge behauptet ferner, daß Gewehre nach Spandau Werner als Vertrauensperson ernannt. In die Lokalkommission geber einer Frau Groner in einem Prozesse, den diese Frau gegen gegangen seien, die nicht den Anschußstempel hatten, folche wurden Kizing und Jo ft gewählt. Die Wahl des Mitgliedes Herrn v. Bleichröder geführt hat. Herr v. Schwerin hatte schon Gewehre seien auch der Firma zurückgegeben worden. Der der Preßtommission wurde vertagt, da das derzeitige Mitglied früher einmal eine Broschüre gegen Herrn v. Bleichröder an- 3euge Kirch giebt zu, daß allerdings zwei Gewehre wegen eines frant ist. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie schloß die gedroht und war deshalb wegen versuchter Erpressung zu fehlenden Stempels zurückgegeben worden seien. Es handelte Versammlung. 1 Jahr Gefängniß verurtheilt worden, Später trat er sich dabei aber nicht um einen Anschußstempel, sondern um den wieder an Herrn v. Bleichröder, oder vielmehr an mich, weit weniger wichtigen Schaftstempel. Der Zeuge läßt sich Die Parteiversammlung für den dritten Wahlkreis, der ich alle diese Dinge persönlich und selbständig führe, noch weiter über das Thema der Patronendiebstähle aus und in welcher die Genossen ogtherr und Börner über den heran, flagte über seine traurige Sage, bat um Unterstügung und meint, daß fast immer Manto's an Patronen vorhanden waren. Parteitag berichteten, war gut besucht. Vogtherr, der det fragte, ob er mir wichtige Papiere zum Kaufe anbieten dürfe. Hauptmann Kolpsch führt aus, daß selbst bei der größten ersten Theil der Berichterstattung übernommen hatte, wies darauf Er sagte dann weiter, daß Aylwardt eine neue Broschüre unter Sorgfalt bei der toloffalen Menge von Patronen, welche die hin, daß die vor jedem sozialdemokratischen Parteitage auf dem Titel„ Jude und Edelmann" herausgeben wolle und ihm Woche über verschossen wurden, Manto's immerhin möglich tauchenden Hoffnungen der Gegner auch diesmal zu Schanden Offerten bezüglich der Papiere gemacht habe. Ich ließ mich auf waren. geworden sind; neugestärkt gebe die Partei aus dem Meinungs nichts ein. Später wurde ich benachrichtigt, daß Herr Bei der Erörterung der weiteren Beugenvorladung erklärt streite hervor. Daß lebendige Regsamkeit in den Genossenfreifen v. Schwerin wegen Ueberlassung der Papiere mit den Rechtsanwalt Hertwing, daß dieser Zeuge mit Hilfe jüdischen allerwärts herrsche, hätten die Klagen über ungenügende Antisemiten verhandele, er habe aber wieder abgelehnt. Dann Geldes nach Hamburg vorschoben sei und nicht gefunden werden Agitationsmittel und Kräfte bewiesen. Der Ring auf die wurde Herr v. Schwerin dringender. Herr Weiß schrieb mir, fönne. Bräs.: Der Mann ift gerichtlich vernommen worden, Verhandlungen des Parteitages ein, seine Stel daß Schwerin seine Schriften am liebsten mir überlassen und feine Aussage ist dem Angeklagten gar nicht günstig. einzelnen Fragen darlegend; speziell äußerte er die jo möchte, daß er die Schriften mir aber nur in Gegenwart eines Angefl.: Der Mann hat aber das Wichtigste noch gar nicht Stellung der Sozialdemokraten bei den Stichwahlen zwischen Notars zeigen wolle. Ich willigte schließlich, um zu sehen, ausgesagt! Gegnern. In diesem Falle habe er auf dem Boden des was Schwerin eigentlich befize, ein, zu dem Rechtsanwalt Gold- Der Vorsitzende giebt ferner anheim, ob nicht auf die Beug- feinerzeit im sechsten Wahlkreise gefaßten Beschlusses gestanden. schmidt zu kommen, als deffen Vertreter ein Assessor Fuchs nisse bezüglich der Alliance israélite verzichtet werden fönne, Börner berichtete barauf über die von Bogtherr nicht be fungirte. Ich blätterte dort in den Schriften, und da ich nur da dabei doch nichts herausfomme. Rechtsanwalt Munc el rührten Verhandlungen und Beschlüsse, ebenfalls sein Verhalten Schwerin's Handschrift fah, erklärte ich, daß ich keinen Gebrauch verzichtet aber nicht darauf mit Rücksicht auf die Aeußerung des auf dem Parteitage erklärend. Er sei gegen den Bajjus in der davon machen wolle. Nach Beendigung der Berhandlungen hat Bertheidigers betreffend die Bestellung des Bockes als Bier Auer'schen Resolution gewesen, welcher die Schuhmarfe verwirft, mir Her Afeffor Fachs auf meine Frage bestätigt, daß dies der gärtner". wenn sie den Zweck habe, schwache Organisationen zu heben oder reinfe Srprengsversuch des Herrn Schwerin gewesen sei. ihnen die Mitglieder zu erhalten. Das folle die Kellner treffen. Der Angeklagte behauptet, daß nicht Schwerin an den Er sei der Meinung, man solle Gesellschaftsschichten, welche sich Zeugen, diefer vielmehr an Schwerin herangetreten fei, was auf einem tiefen Niveau besinden, mit allen Mitteln zu heben trachten. Thatsache wäre, daß die Vereinigung der Gastwirths Beuge bestreitet. gehilfen nach Einführung der Marke von etwa 30 auf 1500 ge wachsen sei. Durch das Herauziehen so vieler Vereinigung sei doch entschieden die Agitation unter den Leuten erleichtert. Hätte man nicht die Debatte geschlossen, so Genoffe daß er eines Tages ein Restaurationslokal in der Gitschiner caße In sämmtlichen sechs Wahlkreisen fanden am Donnerstag wäre er gegen den erwähnten Passus aufgetreten. vis- à- vis der Löwe'schen Fabrik besuchte und hier einn Be- Abend öffentliche Parteiversammlungen statt, die sich wesentlich Börner schloß seine Ausführungen wie Bogtherr mit dem Tannten traf, der bei derselben beschäftigt war. Auf seine Frage, mit der Berichterstattung vom Barteitage beschäftigten. Weber Wunsche, der diesjährige Parteitag möge wiederum einen Schritt wie es gehe, sei ihm die Antwort geworden:" Nun, gut, diefelben liegen uns folgende Berichte vor: nach vorwärts bedeuten. Genosse Meier wunderte sich dar über, daß es Liebknecht nicht laffen Fönne, Lassalle als Staats 5000 Ausschußläufe sind wir los, die anderen werden wir auch schon Tos werden." Der Zeuge hat angenommen, daß diese Aeußerung In der Versammlung des ersten Wahlkreises, die bei sozialisten zu bezeichnen. Lassalle sei nie Staatssoziali Genosse Lütgenau hielt dem Genoffen sich auf für den Staal zu liefernden Gewehre beziehen sollte. Deigmüller tagte, stellte Genofie Meyner vor Eintritt in die gewefen. entgegen, daß Daß Liebknecht nur, indem er Der folgende Beuge, Arbeiter Ballmann, ist in der Tagesordnung richtig, daß er sich allerdings im Hinblick auf die Meier einging Löwe'schen Fabrit mit dem Reinigen von Patronenhülfen be- gegenwärtig verfassungsmäßige fünfjährige Legislaturperiode für die Vielseitigkeit des Wortes Staatssozialismus schäftigt worden. Er behauptet, daß der Schlossermeister Otto eine zweijährige ausgesprochen habe, jedoch entspräche es feinen die Möglichkeit angedeutet habe, Laffalle einen Staatssozialisten in einigen Fällen angeordnet hatte, daß der Zeuge auch einen Anschauungen, wenn diese noch weiter, etwa auf eine einjährige in gewissem Sinne nennen zu können. Bestimmt als solchen be Theil bereits gebrauchter Patronenhülsen wieder reinigen sollte. verkürzt werde. Ferner gab Megner bekannt, daß dem Wunsch zeichnet habe er ihn nicht. Nachdem die Genossen Kohlhardi Ob dieselben wieder in den Gebrauch genommen worden seien, der hiesigen Arbeiterschaft, betreffend Verlängerung der Eintragungs-& riß und Meier gesprochen hatten, nahm die Versammlung wiffe er nicht. Major Hannig hält es für taum frist in die Wählerlisten zu den Gewerbegerichts Wahlen einstimmig folgende Besolution an: möglich, daß ein nochmaliger Gebrauch dieser Patronen feitens des Magistrats insoweit nachgekommen ist, als Die Versammlung erklärt sich mit den Beschlüssen de hülsen stattgefunden habe. Generalmajor von ledel, dieser die Frist bis zum 17. Dezember ausgedehnt habe. Parteitages einverstanden. Die Versammelten verpflichten sich feit dem Jahre 1863 die Gewehr Fabrikation für Auch habe der Magistrat das Polizeipräsidium und die Bezirks ihre Kraft auch fernerhin der Partei voll und ganz zur Verfügung Den Staat zu überwachen hat, inspizirte auch die vorsteher ersucht, die Bescheinigungen zu unterzeichnen. Auch zu stellen." Löwe'sche Fabrik. Er giebt an, die Löwe'schen Gewehre seien die Bezirtsvorsteher ersucht worden, ihre Sprechstunden der Genoffe Fritz berichtete dann über seine Thätigkeit al genau zu kennen. Er hält sowohl das zu den Gewehren ver- artig zu ändern, daß den Arbeitern während der Mittagszeit Ge- Vertrauensmann. In der Zeit seiner Amtirung hätten 3 Partei wendete Material, wie deren Herstellung in jeder Beziehung den legenheit gegeben wird, die nöthige Unterschrift zu erlangen. und 3 Voltsversammlungen stattgefunden, außerdem wären Ansprüchen angemessen. Das Löwe'sche Gewehr fei genau von Außerdem habe man an zuständiger Stelle den Baffus 5 in dem einige Agitationstouren nach auswärts gemacht worden derfelben Qualität, wie die in den Staats- Werkstätten hergestellten. Formular für hinfällig erklärt. Hierauf berichtete der Redner an Gingekommen feien 2769,59 m., wovon 2424,25 M. file Auf Befragen erklärt der Zeuge, daß es ihm unangenehm auf der Hand der gefaßten Beschlüsse resp. der angenommenen Rete Agitation und für die Partei überhaupt verwandt worden gefallen fet, als er bei seinem amtlichen Besuch in der Löwe'schen solutionen furz über die Thätigkeit des Parteitages. äterow wären. Es blieben mithin in Baar 345,84. in seinen Händen Fabrik neben den Bureauräumen einen opulent gedeckten Früh berichtete über die Verhandlungen in betreff der Stichwahlfrage, Genosse Schweitzer bestätigte die Richtigkeit der Abrechnung stückstisch vorgefunden habe. Er habe die Bewirthung allerdings der Genossenschaften, des Boykotts der Kontroll- Schußmarte, sowie worauf dem Vertrauensmann und seinem Stellvertreter Decharge angenommen, aber auch seinem Gefühl, daß es für ihn peinlich über den Fall Bollmar. Beide Redner betonten, daß erthe wurde. Bei dem Punkt: Wahl von Vertrauenspersonen" fei, Ausdruck gegeben. Der Zeuge meint, daß die Durch hauptsächlich der Schluß des Parteitages eine erfreuliche entstand eine sehr lebhafte Debatte über die Zulassung von Frauen bewiesen der Partei ftechereien mit den Scheibenbildern wegen der Kürze der Zeit Einmithigteit und habe. zu den Aemtern. Es sprachen dazu die Genoffinnen Butt taum haben ausgeführt werden können. Nach längerer Debatte, in welcher es sich im Wesentlichen um und v. Hoffstetten und die Genossen A. Schweiger Der folgende Beuge, Lieutenant Spangenberg, war die Maifeier handelte, wurde folgende Resolution einstimmig räter, Franc, Pötsch, Friz, Börner u. a. Di Revisionsoffizier in Spandau und hatte die von der Löwe'schen angenommen: dann vorgenommene Wahl einer Vertrauensperson fiel auf de Fabrit gelieferten Gewehre nachzusehen. Bei der Menge der Ge-" Die heute versammelten Sozialdemokraten des 1. Berliner Genossen Fris; zu Stellvertretern wurden Genosse Börne wehre konnte sich die Revision nur auf das Aeußere beschränken. Reichstags Wahlkreises erklären sich mit den Beschlüssen des und Genossin v. Hoffstetten gewählt. Bei Gelegenheit Die Fehler waren zumeist minimaler Natur. Anfangs wurden Parteitages, insbesondere mit der Maifeier 1893 sowie mit der der Wahlen zur Preß Kommission tadelten eine Reihe die Gewehre zurückgegeben, dann nahm der Büchsenmacher Kirch Resolution betreffend den Staatsfozialismus einverstanden. Sie Genossen die Aufnahme einiger wegen ihres marktschreierischen die Reparaturen felbst vor, wozu ihm die Erlaubniß ertheilt verpflichten sich, dafür Sorge zu tragen, daß der Sozialismus in Inhaltes zweifelhafter Annoncen, die der Vorwärts" fürzlich ge worden sei. Die von Kirch berechneten Preise seien höchst mäßig immer weitere Bevölkerungsfreise bringt." bracht habe. Folgende Resolution gelangte zur Annahme: gewesen.. Dem Rechenschaftsbericht des Vertrauensmanues war zu Die Versammlung beauftragt das Breßtommissions- Mitglie Lieutenant Gurt von Drigalsti hat auch mit der Ab entnehmen, daß trotz aller Schwierigkeiten in diesem Jahre für den dritten Berliner Reichstags- Wahlkreis, dafür mit allen nahme der Löwe'schen Gewehre in Spandau zu thun gehabt. Bu günstiger gearbeitet worden ist, als im vorhergegangenen. Der Ge- Mitteln Sorge zu tragen, daß Annoncen marktschreierischer Natur der schon oft geschilderten Privatarbeit des Oberbüchsenmachers fammteinnahme von 2472,67 M. steht eine Gesammtausgabe von und solche redaktionelle Notizen, die ohne Kommentar sich für Kirch habe derfelbe die Erlaubniß gehabt; die von demselben 2471,70 m. gegenüber. In diese Summe find 1170 M., welche uns nicht passen und Korruption ermöglichen, für die Folge aus an den Parteivorstand gesendet wurden, eingefchloffen. Es ist dem Vorwärts" entfernt bleiben. Die Versammlung spricht den liquidirten Säge seien sehr mäßig gewesen. Majer Seffe, f. 3. Präses der Handwaffen Revisions- somit ein Baarbestand von 97 Pf. und außerdem ein Bestand Wunsch aus, daß das Preßkommissionsmitglied in der nächſten Tommission, weiß, daß einmal festgestellt worden, daß an den an Schriften in ungefährem Werthe von 300 M. vorhanden. öffentlichen Versammlung des dritten Wahlkreises eventuell fiber Schloßhaltern einer Anzahl von Gewehren Roststellen sich gezeigt Sierzu gehört nicht die Abrechnung von der Maifeier, deren diese Angelegenheit Bericht giebt." Defizit ungefähr durch den Ueberschuß des Herbstvergnügens haben. Zum Schluß wählte man noch die Genossen Kräder un Hauptmann Klopsch läßt sich über die wahrscheinlichen gedeckt wird. Nachdem die Revisoren erklärt hatten, alles in Rönig in die Lokalkommission. Ursachen der Verrostung des längeren aus. Es handelte sich um bester Ordnung gefunden zu haben, wurde der Vertrauensmann Aus der Neuwahl ging einstimmig Eine Volksversammlung des 4. Wahlkreises befaßt ganz geringe fleine Rosipünktchen, die mit bloßemi Auge faum zu einstimmig entlastet. fehen waren. Auf die Kriegsbrauchbarkeit der Waffe hatten diese Tate row als Vertrauensmann und Timm als dessen Stell: sich am Donnerstag Abend bei Joel mit der Berichterstattung Bledchen ab olut feinen Einfluß. Der Rost wurde von der vertreter hervor. Zum Preßkommissionsmitglied wurde Felgen: vom Parteitag, sowie mit den Neuwahlen der Vertrauensmänner Firma bere willigst entfernt. Die Waffe wäre selbst mit dem treff gewählt. Sodann erstattete Wernau Bericht über die der Preßkommission und der Lokalkommission. Bunächst erstatteter Thätigkeit der Lokalfommission, worauf als Lokalfommissions- die Genoffen engels, Fräulein Baaber und Rober Soft triegs auchbar gewefen. Major annig bestätigt, daß ein Verschulden der Firma mitglieder Wernau und Salfte einstimmig gewählt wurden. Schmidt Bericht über die Thätigkeit des Parteitages; alle in diesem Gunkte nicht vorlag, fondern vielleicht eine nicht Schließlich wurde aufgefordert, Propaganda für die Sonntags drei Delegirte boben hervor, daß die bürgerliche Breffe, welc genügende Achtsamkeit auf den Säuregehalt des angewendeten Dels. versammlung bei Joel sowohl, als auch für die Sonntagsver- vor dem Parteitage in dem Fall Staatssozialismus" ein Spreng Staatsanwalt: Ist dem Kirch, wie die Broschüre fammlung im Feen- Balast( Referent Genosse Peus) und haupt mittel für die geschlossene und einige Bozialdemokratie erblic behauptet, wegen seiner Meldung über die Auffindung der fächlich für die Mittwochsversammlung in den Armin- Sallen au hatte, um ihre Hoffnungen betrogen sei. Die bürgerlicher Schlächtermeister Bordes ist von der Vertheidigung geladen worden. Davon, daß der Fabrikant Löwe versucht habe, Beugen durch Versprechen von Zuwendungen für sich zu ge winnen, weiß der Beuge nichts. Dagegen weiß er zu belunden, ber Um 4 Uhr wird die Sigung auf Sonnabend 9 Uhr vertagt. Versammlungen. Stärke Bur auf Ba da bes BL G 10 zu fd in bi 21 be at D m bi fd 2 ta be L er fe h b fo D 6 9 e b # " " Barteien hätten sich überzeugen müssen, daß sie sich, wie immer, ihre logischen Folgerungen in den Bereich seiner Betrachtungen| Arbeitslofen begiv. three Angehörigen den Fragebogen felbft aus bei einem angeblichen Bwiespalt" in der Sozialdemokratie, auf siebenb. Die Resolution Vollmar- Biebknecht habe die Situation füllen. Dem Fragebogen selbst wird man zugestehen, daß er sich einem Holzwege befunden hätten. Fräulein Baader erwähnte geflärt. Bezüglich der Kompromißfrage mit gegnerischen Parteien durch Kürze, Einfachheit, Klarheit, leichte Verständlichkeit ausbesonders der Beschließung des Parteitages in bezug auf die bei Stichwahlen ist Redner der Ansicht, daß an die Berliner Gezeichnet, daß jede verfängliche, Mißbeutung hervorrufende Frage Sulaffung der weiblichen Genoffen zu Vertrauensposten in der nossen diese Frage nicht herantreten tönne; im allgemeinen vermieden wurde. Die Berarbeitung foll ganz zentralistisch gePartei. Sämmtliche Delegirte ernteten für ihre Ausführungen empfehle er Stimmenthaltung. Die Hereinziehung der Frauen schehen, so daß in kürzester Zeit die Resultate zur Publitation reichen Beifall. In der Diskussion rief Genosse lattau, ber in die Organisation kann Redner nur bedingungsweise anerkennen. gelangen fönnten, und die Garantien vorliegen werden für eine Den Referenten- Nachweis als" Fabrit und Lager von Rednern" Er füge sich selbstverständlich den Parteibeschlüssen, tönne aber methodisch richtige, einheitliche und rasche Verarbeitung des bezeichnete, große Heiterkeit hervor. Althaus war der Meinung, den auf dem Parteitag gefallenen Ausruf der Genoffin Materials. Da es an freiwilligen Zählern nicht fehlen wird, daß das Gehalt Liebknecht's ein zu hohes fei, Bebel habe die Baader: Die Frau vermöge ganz Mann zu sein", in seiner da die Stoften weit geringer fein dürften, als der Vorwärts" zu Höhe des Gehalts in unglücklichster Weise begründet. Ferner Anwendung auf die Frauentlasse der Gegenwart nicht gutheißen. vermuthen scheint, da das Interesse für die Erhebung größer war Redner auch in Sachen der Maifeier anderer Meinung wie Die Ausführungen Auers über das Genossenschaftswesen, den ist, als man annimmt, da endlich alle in Hamburg gemachten der Parteitag. Er ftünde auf dem Standpunkt des Dr. Adler. Boykott und die Kontrollmarke hätten in weitesten Kreisen An- Fehler vermieden wurden, erscheint die Hoffnung berechtigt, daß Bur Frage der Stichwahlen zwischen Gegnern bemerkte der flang gefunden, der Delegirte des sechsten Wahlkreises, Genosse die Berliner Erhebung nicht halbe, sondern annähernd ganz Redner, daß Hafenelever feiner Beit schon gefagt habe wenn ich Augustin, babe nur sehr schwache Argumente dagegen vorzu- genaue Resultate ergeben dürfte, so daß die Verwerthung 100 Stimmen zu vergeben hätte, ich würde sie in diesem Falle bringen vermocht. Geradezu unverständlich sei es, wie der Ge- berselben für die Arbeitslosen sicherlich keinen Schaden zu Gunsten Stöckers abgeben"( Widerspruch, Schlußrufe). Unsere noffe Augustin in der Kontrollmarte das Mittel zur Ber- zur Folge haben wird. Wir versprechen uns fogar entschieden Delegirten hätten jedenfalls auf dem Parteitag geschlafen, denn meibung aller Streits erblicken könne. Die Meineidfrage streifend, einen Nußen für dieselben. man habe von ihnen nichts gehört. Die Bersammlung folle einen gab Redner feiner Befriedigung darüber Ausbruck, daß alle Nun bleibt noch der letzte Einwand: Wenn das Vorstehende scharfen Proteft gegen Bebel's Ausführungen erheben.( Unruhe.) Berleumdungsversuche der Bourgeoisie an der würdigen Haltung auchy alles richtig sein sollte, so bleibt doch die durch den schwachen Gadegast führte hierauf aus, daß das Gehalt Liebknechts der Partei abgeprallt feien. Redner schließt mit dem zündenden Besuch der Feenpalast- Versammlung bewiesene Interesselosigkeit in Anbetracht seiner Arbeitsleistungen noch viel zu niedrig sei; Appell, an der Organisation festzuhalten, gefchloffen sei die Partei der Arbeiter an der Arbeitslosenstatistik bestehen und diese zwinge, die Genoffen stellten immermehr Ansprüche an den Vorwärts" unüberwindlich, der Sieg sei sicher- Vorwärts! folle auch von dem geplanten Unternehmen abzustehen." Der„ Borwärts" Aber man folle auch die unteren Angestellten desselben etwas besser fünftig die Loosung sein. Genosse Schröder wendet sich gegen bemerkt, daß der Besuch der Versammlung den Arbeitern am bezahlen. Der Vorwärts" würde bei Herabsehung des Preises die Maifeier am Tage, die Maßregelungen würden un- Sonntag wohl möglich gewesen wäre, daß aber trotzdem blos an abonnenten zugenommen haben, es würde dadurch nicht ein geheuerliche sein und nichts bürge den Arbeitern dafür, ca. 250 Personen anwesend waren. Auch uns schiene diefer EinDefizit, fondern eine Mehreinnahme erzielt worden sein. Boigt baß auch auf wirthschaftlichem Gebiete die Nedaktion" wand ein durchschlagender, wenn der letzte Sonntag ein Durch meinte, an den Stichwahlen zwischen Gegnern hätten wir uns der Chamade in eine Fanfare ausgeschlossen sei.-schnittssonntag gewefen wäre. Daß er dies nicht gewesen, nicht zu betheiligen. Redner wandte sich gegen die Ausführungen Genosse Hermerschmidt betrachtet die Maifeier am Abend läßt sich leicht beweisen. Nicht nur fand in Berlin von Althaus. Wengels wies die Anschuldigung Althaus', daß als eine der Bourgeoisie gemachte Ronzeffis. Schauer schließt am gleichen Vormittage eine große Flugblattvertheilung die Delegirten des vierten Wahlfreises auf bem Parteitag ge- fich im Wesentlichen den Ausführungen Jacobey's an und statt, auch in den angrenzenden Wahlkreisen waren die Genoffen fchlafen hätten, als Aeußerungen eines Unverständigen zurück. geht mit den Unabhängigen scharf ins Gericht. Im Staats- für die Massenverbreitung des Voltsblattes" für Teltow Beeskow Wenn jeder Delegirte hätte sprechen wollen, so würde der Partei- fozialismus fehe er ein reaktionäres Prinzip, welches bis aufs thätig. Außerdem fanden seitens großer Gewerkschaften wegen tag noch heute tagen, und da würde Althaus wieder biefes be- äußerste bekämpft werden müsse. Nach Annahme eines Antrages der Wichtigkeit der Tagesordnung wohlbesuchte Versammlungen mangeln. Im übrigen habe Althaus sich feiner fachlichen Kritit auf Schluß der Diskussion stimmte die Versammlung folgender gleichzeitig statt, endlich hatten die Hirsch- Dunder'schen Gewerk bedient. Kördel schloß sich den Ausführungen von Gadegast Resolution zu: vereine feit längerer Zeit und zwar auf den gleichen Zeitpunt. an. Ithaus entgegnete, er habe nicht das hohe Gehalt Die heutige Boltsversammlung erklärt eine Bersammlung einberufen, die schon wegen der erwarteten Siebknecht's bemängeln wollen; im übrigen würde er, da ihm sich mit den Beschlüssen des Parteitages ein Stellungnahme der Gewerkvereinler zu den bevorstehenden ein Vorwurf daraus gemacht worden sei, daß er bei seinen An- verstanden und verpflichtet sich dieselben hoch- Gewerbegerichts- Wahlen von unseren Genossen start besucht schauungen sich zu den Gewerbegerichts- Wahlen als Randidat zuhalten!" wurde. Eine Bekanntmachung der Feenpalast Versammlung an habe aufstellen laffen, feine Kandidatur niederlegen und Als Revisoren wurden die Genossen Marten, m'ante den Litfußsäulen war unterblieben, sodaß alle diese Umstände zuauch bei den Wahlen zu Hause hinter dem Ofen und Ries; in die Bokalkommission die Genossen Hermer- sammen den schwachen Besuch der Versammlung wohl erklären bleiben. Das Schlußwort hatte Robert Schmidt. schmidt, Götting und Schuhmacher wiedergewählt. dürften. Weitgehende Schlüsse aber hieraus auf die Aussichten der Er wolle auf den Vorwurf Althaus', daß die Delegirten ge- Den Bericht der Preskommission erstattet Genoffe 3 a ch a u. Die Arbeitslosen- Statistit zu ziehen kann auch schon deshalb nicht anschlafen hätten, nicht weiter eingehen. Eins aber muffe er an- Wahl der Preskommissions- Mitglieder wurde bis zur Wahl der geben, weil eine Reihe von Momenten dafür spricht, daß die führen und zwar die von Althaus angeregte Burückzahlung ber Vertrauenspersonen vertagt. Wit einem Hoch auf die Sozial Berliner Arbe iter für die Erhebung großes Intereſſe zeigen. So von Singer dem Vorwärts" übermittelten 16 000 M. Weil demokratie ging die Versammlung auseinander. erklärte sich die Versammlung der Streit Kontrollkommission, Singer das Geld nicht zurückverlangt habe, mache Althaus ihm dann die der Maler und Lacirer und eine Versammlung des daraus einen Vorwurf. Hätte Singer das Geld aber zurückWahlvere ins im 6. Berliner Reichstags- Wahlkreise für die Inverlangt, so würde auch dies Althaus nicht recht gewesen sein. angriffnahme der Arbeit. Damit die Meinung der Berliner Die bürgerliche Presse, die ihren Niedakteuren größtentheils ganz Genossen aber zum unzweideutigen Ausdruck komme, hat die enorme Gebälter gebe, habe in ganz gemeiner Weise die Frage Kommission beschlossen, einer am nächsten Sonntag um 11 Uhr von Liebknecht's Gehalt ausgeschlachtet. Redner ging dann auf Vormittags in Joel's Gesellschaftsfälen, Andreasstraße 21, stattdas Annoncenwesen des„ Vorwärts" ein und meinte, daß es findenden Parteiversammlung die Frage, ob die Arbeitslosen sehr schwer sei, Schwindelannoncen zu erkennen. Statistit in die Hand genommen werden soll, zur endgiltigen Beschlußfassung vorzulegen. Wir hoffen, daß diese Versammlung fich für die Arbeitslosen- Statistik erklären wird und daß es uns bann nicht an der ungetheilten Unterstützung sämmtlicher Genossen und ihrer Organe fehlen wird. wurde. = " Spredisaal. Die Redaktion stellt die Venusung des Sprechjaals, foweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung: fie mabet fich aber gleichzeitig dagegen, mit den Inhalt desselben identifizict zu werden. Die Arbeitslofen Statistit. " 台 W Literarisches. Red. d.". 3ubeit berichtigte noch die Ausführungen Althaus' in betreff der Hafenelever'schen Aeußerungen dahin, daß er mittheilte, Hafenelever habe gesagt, daß wenn er 100 Stimmen bei der Stichwahl zwischen Stöder und Virchow abzugeben hätte, er fie Aus der Haltung des Borwärts" der in Berlin geplanten zu Gunsten Virchow's und gegen den Stöder abgeben würde. Arbeitslosen- Statiftit gegenüber werden viele Leser den Schluß Die Kommission für die Arbeitslosen- Statistit. ( Beifall). Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: ziehen, daß die Bestrebungen, die Zahl der Arbeitslosen festDie Bersammlung erklärt sich mit den Beschlüssen des hier austellen, unzweifelhaft scheitern werden und daß deshalb die am Unsere Griviberung auf diese Erklärung ist kurz folgende: Daß die Arbeiter sich von sozialstatistischen Arbeiten ferntattgehabten Parteitages und mit der Saltung ihrer drei Dele- leyten Sonntag im Feenpalast gewählte Rommission feine Untergirten auf demselben vollständig einverstanden. Sie verspricht zung feitens der Barteigenoffen verdiene. Daraus erwächst aubalten hätten, haben wir um so weniger verlangen tönnen, als mit unermüdlicher Thätigkeit für die Werbreitung der sozial. den Bertretern des Projektes die Verpflichtung, dasselbe in den Die Arbeiter feit Olims 3eiten, zum Theil mit gutem Erfolg, Es Demokratischen Prinzipien zu wirken, um so den endlichen Sieg Spalten des Vorwärts" zu begründen. Am besten wirb dies folchen Aufgaben obliegen. Gines aber gilt nicht für Alles. der Arbeiterklasse herbeizuführen. gefchehen, wenn wir die in zwei Nummern des Zentralorgans ge- ist ein großer Unterschied, ob man eine Statistik über Arbeitsverhältnisse, Lebensweise, Wohnungsverhältnisse der Arbeiter eines Die Vertrauensleute engels, Baumgarten, 8u- machten Ginwendungen widerlegen. Es sind deren vier: beil und Erbe ertheilten darauf Bericht über ibre Thätigteit; erfolgreich burchführen, 2. die Hamburger Aufnahme ist tros von dem Umfange Berlins, aufnimmt. Die u. a. aufgestellte Bes 1. Vom Staate ist die Erhebung zu fordern, nur er tann sie Berufs oder über die Zahl der Arbeitslofen einer Stadt, zumal die Genossen Böhm, Lehmann, Voigt, Tschenscher unb Frante erklärten die Thätigkeit der Vertrauensleute fon- der ausgezeichneten Organisation der Hamburger Arbeiter miß- bauptung, daß die Hamburger Statistit deshalb mißlungen sei, trollirt und alles in bester Ordnung gefunden zu haben; sie er lungen, 8. halbe Refultate, die zu gewärtigen sind, nügen nichts, weil die Fragebogen nicht von den Arbeitslosen abgeholt wurden, suchen um Entlastung der Vertrauensleute, welche auch ertheilt schaden vielmehr der Sache der Arbeitslosen, endlich 4. der sondern von diesen an die Sammelstelle abgeliefert werden mußten, schwache Besuch der Versammlung im Feenpalast beweist, daß wird mindestens von der sicheren Aussicht aufgewogen, daß die Bei der Wahl der Vertrauensleute wurden engels, bei den Berliner Arbeitern das Interesse für die Aufnahme einer für Berlin nöthige Anzahl zuverlässiger Personen nicht zu Baumgarten, 8ubeil und Erbe wiedergewählt. In die Statistit der Arbeitslofen nicht in genügendem Maße vor fammengebracht werden wird, welche in der erforderlich kurzen Prestommission belegirte die Versammlung die Genossen Seidel handen ist. Zeit die Fragebogen auszutragen und wieder abzuholen haben. und Behrend, in die Lokalfommission die Genoffen 3abel, Obgleich wir mit dem Vorwärts" in der Anschauung über Auf weitere Bemerkungen sei Verzicht geleistet, die Partei Lohrens, Lehmann und Roppin. Hervorgehoben einstimmen, daß es die Aufgabe des Reiches bezw. ber Ginzelversammlung mag entscheiden. Wir haben unserer publizistischen murbe noch, daß alle Beschwerden über den lokalen Theil des staaten ist, Sozialstatiftit zu treiben, scheint uns damit doch nicht Pflicht genügt, indem wir auf das Bedenkliche des Projekts aufVorwärts an die Preßkommission zu gehen haben. Nach dem bewiesen zu sein, daß die Arbeiter fich von sozialstatistischen Ar- merksam machten. Für künftig empfehlen wir aber, die ParteiGenoffe Bubeil noch befannt gemacht hatte, daß am Sonntag beiten fern zu halten haben. Was würde man denn fagen, wenn versammlung nicht zulegt, sondern von vornherein zu befragen, Vormittag bei Joël eine öffentliche Versammlung in Sachen der sich jemand auf den Standpunkt stellte, der Staat habe die Ver- wenn man deren Unterstützung nach irgend welcher Richtung hin Arbeitslosen Statistit stattfindet, gab berselbe noch eine Reihe pflichtung, einen Normalarbeitstag einzuführen, es sei deshalb beansprucht. Das ist nicht nur schidlich, sondern für alle, welche Erläuterungen über die Einzeichnung in die Wählerlisten zu den Unsinn, daß wir im gewerkschaftlichen Kampfe unsere Sträfte für Vorschläge zu machen haben, auch äußerst nüglich. Ist der VorGewerbegerichts- Wahlen. Mit einem dreifachen donnernden Hoch die Verkürzung der Arbeitszeit einsehen. Gerade durch den ge- schlag gut, wird er, event. verbessert, angenommen; ist er nicht auf die Sozialdemokratie wurde dann die überaus zahlreich bewertschaftlichen Kampf wird nicht nur in einer Anzahl von Begut, so ersparen fich die Antragsteller die Mühe der Vorarbeit. fuchte Versammlung geschlossen. trieben die Arbeitszeit verkürzt, es wird auch gleichzeitig auf Die Staatsgewalt ein Druck ausgeübt, die gesetzliche Regelung Die Genoffen des fünften Reichstags- Wahlkreises der Arbeitszeit in die Hände zu nehmen. Das Gleiche gilt von Ohne die Statistik der Gewerkschaften waren im Böhow'schen Saale versammelt, um den Bericht der der Arbeiterstatistit. Delegirten zum Parteitag entgegenzunehmen. Frau Rohrlad, hätten wir feine Reichskommission für Arbeiterstatistik, ohne Berndt und Drescher gaben in eingehenden Mittheilungen Beber's Buch über die Bäcker wäre das Reich nicht an die ein Bild über die verschiedenen Berathungen und Beschlüsse. An Ermittelungen über das Bädergewerbe geschritten. Nur unter der darauf folgenden Diskussion betheiligte sich u. a. auch der dem Zwange der Berhältnisse wird der Staat sich ernstlich mit ,, Deutsche Arbeiter Dichtung," so nennt sich eine in Unabhängige Feder, dem Genosse Stadthagen sowie verschiedene der Erforschung der Lage der Arbeiterklasse befaffen, und als Verlage von J. H. W. Dies in Stuttgart erscheinende Auswahl andere Hebner in geeigneter Weise entgegneten. bestes Zwangmittel erscheint uns, daß die Arbeiter sich selbst der Lieder und Gedichte deutscher Proletarier. Im Vorwort sagt der Eine inzwischen eingebrachte Resolution, die sich mit den mit der Erforschung ihrer Lebens- und Arbeitsverhältnisse be- Herausgeber: Was will die nachstehende Liedersammlung MitBeschlüssen und dem Verhalten der Delegirien vouständig ein- fchäftigen. bewegt und mitgetragen von der unsere Zeit bewegenden Idee, verstanden erklärte, wurde gegen die Stimmen einiger Un- Weniger als irgend eine andere Seite der Sozialstatistik fann daß das Proletariat als neuer gewaltiger Faltor eingetreten ist abhängiger von der Versammlung angenommen. der Staat willens sein, die Arbeitslosen- Statistit in die Hand in die Geschichte, will sie vor allem zweierlei ihren Lesern dargeschrittenen Zeit halber konnten die Berichte des Ber- zu nehmen. Denn in dem Momente, wo der Staat die Arbeits- thun. Beigen roill sie zunächst, in wie überraschend großem Umtrauensmannes und nurlosen zu zählen beginnt, erwächst ihm die moralische Verpflichtung, fange und mit welcher fraftursprünglichen Energie der Trieb der Preß- und Lokalkommission sehr kurz ausgeführt werden. Die darauf folgenden Wahlen er für die Arbeitslosen auch zu sorgen. Das Reich hat aber, das nach Bildung sich heute in der deutschen Arbeitertlaffe fühlbar gaben folgendes Resultat: Zu Vertrauensmännern wurden ge- brauchen die Vorlagen des Reichstages gar nicht noch zu be macht, und zwar trotz aller ihm von oben herab über den Weg wählt: Friz Krüger, Ludwig Möller; zu Mitgliedern weifen, andere Interessen; es will die Zahl der Arbeitslofen gelegten Schlagbäume. Beigen will sie sodann, welch' bezeichnenden der Lotalfommission:$. Gumpel, Fr. Berndt; in die nicht kennen, es wünscht sich nichts anderes als einen undurch Ausdruck eben dieser Bildungstrieb in der poetischen Produktion Breßkommission: A. Batte. Ferner wurden zu Mitgliedern dringlichen Schleier, der die sozialen Zustände verhüllt. Den des deutschen Profetariats heute findet und seit Jahrzehnten geder Revistonskommission: Rohr und Biebmann gewählt. beschränkten Mitteln der Arbeiterklasse wird es nicht gelingen, funden hat. Der Vater der deutschen Arbeiterdichtung ist der Bum Schluß theilte Genosse Batte im Auftrage der Kommiffion diesen Schleier ganz hinweg zu ziehen, wohl aber zu lüften; nicht Druck der Oberen auf die Unteren. So fann folgerichtig ihr für die Arbeitslosen- Statistik mit, daß am Sonntag, ben beffer fann dies geschehen, Durch eine Erhebung Charakter fein anderer fein, als der des Gegendrucks fie ist eine 4. Dezember, Vormittags 11 Uhr, eine nochmalige Versammlung der Arbeitslosigkeit. folche Statistit Statistit wird das Lyrit der Opposition. Und wenn ihr künstlerischer Werth auch in Joel's Festfälen, Andreasstraße, behufs endgiltiger Beschluß- oberbürgermeisterliche Wort: Es giebt in Berlin keinen Noth nicht immer ein hervorragender ist, so fällt sie inhaltlich um so schwerer faffung stattfindet. fland" in seiner ganzen Frivolität an den Pranger stellen, fie ins Gewicht. Bunft für Punkt, tlar und bestimmt, steht sie die wird ein blighelles Streiflicht werfen auf das Mißverhältniß Forderungen derjenigen Klasse auf, aus der sie hervorgegangen, Die Genossen im sechsten Wahlkreise hielten ihre Partet zwifchen den gesteigerten Ausgaben für den Militarismus und die sozialen und politischen Forderungen der deutschen Arbeiterverfammlung unter dem Vorsitz des Genossen 3a cha u im Eis der ungeheuren Nothlage der Arbeiterklasse im Deutschen Reiche. tlaffe. Eine Lyrit von fo entschiedenem zeitgeschichtlichen Interteller ab. Bor Gintritt in die Tagesordnung gelangte ein Antrag Nun tann man wohl im Prinzip dies alles zugestehen und efse durfte sich nicht verzetteln und verschleudern; ihr mußte eine des Genossen Gies hoit zur Annahme, nach welchem der 3. troßdem einwenden: Ihr opfert Zeit und Geld und werdet doch publisistische Form, ein literarisches Band geschaffen werden, und 4. Punft von der Tagesordnung abgesetzt werden solle, weil nichts fertig bringen. Dentet an den Mißerfolg in Hamburg, var schnell; denn gar mancher Dichter des deutschen es versäumt worden sei, in einer vorausgehenden Parteiverfamm- vermeidet halbe Stefultate. Nun ist aber nichts unrichtiger als proletariats ist bereits aus dem Leben geschieden, und andere fung Revisoren zu wählen. Un Stelle dieser Buntte wurde nun- von dem Mißerfolg der Hamburger auf die Ergebnisse der in find hochbetagte Männer; so ist es denn hohe Beit, aus der Wahl der Revisoren" gesetzt und die Abrechnung bis zur Berlin geplanten Statistit zu schließen. Ju Hamburg wurde den Bahl ihrer Lieder des Nennenswerthe zu retten. Neben den Alten nächsten öffentlichen Bersammlung verschoben. Genosse Riesel Arbeitslosen zugemuthet, ben ausgefüllten Fragebogen an be aber stehen die Jungen. Was dort im Todtentanze der Beit zu gab alsdann in einem erschöpfenden Resumee einen objektiven stimmten Sammelstellen abzugeben. Die gropasse der Ju- verschwinden droht, das geräth hier in der jüngeren ArbeiterBericht über den Barteitag. Derselbe habe nach allen Richtungen bifferenten, dann die große Zahl der durch die langdauernde lyrik in die.Gefahr, unbeachtet vorüber und flanglos unterhin Klärung geschafft; die Genossen tönnten mit den Erfolgen Noth, durch die Schicksalsschläge, durch Berluste von Familien zugehen im Vorbeimarsch unserer Tagesblätter und Zeitungen. und Beschlüssen zufrieden sein. Der zweite Defegirte, Genoffe mitgliedern infolge der eben erloschenen Cholera apathisch ge- So hieß es fammeln hier wie dort und wir sind rustig an's Augustin, ist infolge einer Halsoperation nicht in der Ver- wordenen, denen die Willenskraft gebrochen war, sie unterließen Wert gegangen. Möchte denn das hiermit eröffnete Sammelfammlung erschienen. Bielfach von Zwischenrufen unterbrochen, es, wie vorauszusehen war, den Fragebogen abzugeben. Hierzu werf in weitesten Kreisen freundliche Ausnahme finden als ein geht der Genosse Jacoben auf die einzelnen Beschlüsse des lain noch, daß derselbe nicht glücklich abgefaßt war, daß eine Denkmal der Eroberungen, welche Bildung und Freiheit täglich Rongreffes ein. daß für Die tonfequente Durchführung der Maifeier Reihe von Fragen antlar war, die Vermehr und mehr im deutschen Bolte zu verzeichnen haben. Gr. am Tage des 1. Mai würde unter den Auspizien der arbeitung des Materials ganz ungenügende Vorkehrungen schienen sind bereits fünf Bändchen; der erste Band enthält Ge fich immer mehr zufpißenden Arbeitskrise für die Partei von den getroffen wurden, die sich in der Praxis nicht bewährten dichte von Safenclever, Frohme und Zepp; sodann ſchäblichsten Folgen begleitet sein. Das Prinzip werde auch bei Ganz anders liegt die Sache in Berlin. Alle Fehler der Sam folgen drei Bändchen mit Gedichten von Jacob Audorf, einer Feier am Abend hochgehalten. Redner ergeht sich sodann burger Aufnahme wurden vermieden, die Fragebogen sollen von War Regel, Andreas Scheu( enthält auch ein Maifest in zustimmender Weise über bie Berwendung der Parteigelber, freiwilligen Bählern abgeholt werden, dort wo sie nicht aus spiel) und endlich die Gedichte eines Namenlofen( R. L.). Seber beleuchtet den Staatssozialismus, dabei die Rede Bollmar's und gefüllt wurden, sollen die freiwilligen Bähler nach Befragen der Band kostet sauber gebunden 1 m. mehr Der vor Cine 27 H als Sozialdem. Partei- Versammlg. Norbert's Festsäle, Beuthstrasse 20. am Sonntag, den 4. Dezember, Vorm. 11 Uhr, bei Joël, Andreasstraße 21. H Heute, Sonnabend, den 3. Dezember: Gr. Winterfest 1. Welche Bedeutung hat die Nebeitsloſen- Statifit der Former und Berufsgenossen Referent: Robert Schmidt. 2. Diskussion. 361/5 In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist zahlreiches Erscheinen Die Kommission für Arbeitslosen- Statistik. nothwendig. Sozialdemokratischer Wahlverein Berlins, unter gütiger Mitwirkung des Gesangv. ,, Lorbeerkranz". Jeffrede, für den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis. geb. vom Reichstags- Abgeordneten Th. Schwartz. Sonntag, den 4. Dezember, Vorm. 10 Uhr: Große öffentliche Versammlung 154/1 Für Unterhaltung in den Pausen ist bestens gesorgt. Anfang 8 Uhr. Um rege Betheiligung ersuchen Die Vertrauenslente. Hedwig Mehler Albert Jsrael Verlobte. Charlottenburg. 3916 Berlin. Unserem Freunde und Genossen, dem Restaurateur Carl Kurz zu feinem 36. Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch. Die Stammgäste: H. H. W. W. H. H. K. G. G. F. H. G. K. T. F. S. Karl, werden wir auch nicht zu furz tommen? 399b Danksagung. Für die zahlreiche Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes fage ich Allen meinen tiefgefühltesten Dant. Wittwe Klotz nebst Kindern, Steinstr. 17. 400b Die Herrn Bedmann zugefügte Beleidigung, welche ich bei Hrn. Küßner ausgestoßen habe, nehme ich hierm. zurück. Friedrichsberg, den 2. Dez. 1892. F. Stephan. im ,, Feen- Palast", Burg- und St. Wolfgangstraßen- Gee. Brauerei Friedrichshain( fr. Lips). 955 Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Peus übet: ,, Gefährliche Wahrheiten". 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Un zahlreichen Besuch aller Genossen wird gebeten. 370/3 Der Vorstand. Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen Vor dem Königsthor. Vor dem Königsthor. Sonnabend, den 3. Dezember: Großer Lieder- Abend, veranstaltet v. d. gemischten Chören Felsenfest, Freya u. Glockenrein ( M. d. A.-S.-B.), 120 Sängerinnen u. Sänger, sowie unter Mitwirkung bes Damen- Chors des Gesangvereins Freya, Dirigent Herr P. Rokicki. Die Musik wird von Mitgliedern der Freien Vereinigung der ZivilBerufsmusiker unter Leitung ihres Dirigenten Hrn. Wernsdorf ausgeführt. Anfang 81/2 hr. Eintritt 25 Pf. am Sonntag, den 4. Dezember. Abends 6 Uhr, in der Berliner 157/12 Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Th. Glocke über Antisemitismus und Sozial demokratie." 2. Diskussion. Der Einberufer. Nach der Bersammlung: Gemüthliches Beifammensein mit Tanz, veranstalte vom Sozialdemokratischen Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Um zahlreichen Besuch bittet 153/8 Der Vorstand. Achtung! Achtung! Große Versammlung des Allgemeinen Arbeiterinnen- Vereins " V Nach dem Konzert: Grosser Ball. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nad. Da es das erste Mal ist, seit Bestehen von Arbeiter Gefangvereinen, daß gemischte Chöre mit insgesammt 120 Sängerinnen und Sängern gemeinsam Lieder zum Vortrag bringen, so sind alle Genossen und Freunde freundlichst eingeladen. Billets sind zu haben bei E. Elsner, Brunnenstr. 82e, Hof 3 Treppen; F. Grzesczak. Wrangelstr. 114, 3 T.; P. Reimann, Badftr. 62/63; E. Günther, Schönhauser Allee 122, sowie in den mit Plakaten belegten Geschäften. Rixdorf. Achtung! Das Komitee. Rixdorf. Große öffentl. Volksversammlung Sonntag, den 4. Dezember, Abends 6 Uhr, bei Wienecke, Alte Jakobstr. 83. Tagesordnung: am Sonntag, 4. Dez., Borm: 10 Uhr, in Wirsing's Lokal, Knesebeckstr. 77. 1. Vortrag des Herrn Sparfeld über: Arbeiterinnen- Organisation und Tagesordnung: 1. Errichtung eines Gewerbe- Schiedsgerichts für Rigdorf die Sausindustrie. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Ver- und die Bedeutung desselben für die Arbeiter. Referent Genoffe G. Kessler. schiedenes. 2. Stellungnahme hierzu event. Wahl einer Kommission. 3. Die Angelegenheit Herren und Damen als Gäste willkommen. Nachher geselliges Beifammensein und Tanz. Um zahlreichen Besuch Steinmar. 4. Verschiedenes. bittet 340/15 Der Vorstand. Der Vertrauensmann. Es ist nothwendig, daß sämmtliche Gewerkschaften und Arbeiter Rigdorfs In dieser Versammlung erscheinen. 102/4 Schriftgiesser. Kommandantenstraße Nr. 20: Montag, den 5. Dezember, Abends 7 Uhr, in den Arminhallen, Bersammlung des Berliner Schriftgießer- Gehilfen- Vereins. 2ages Ordnung: 1. Halbjährlicher Kassenbericht und Bericht der Revisoren. 2. Statutenberathung. 3. Vereinsmittheilungen. 4. Verschiedenes. 281/1 Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Der Vorstand. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Montag, den 5. Dezember, Abends 8 Uhr, Branchenversamml. d. Schloffer u. Maschinenbauer im Saale des Hrn. Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Sages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Hoffmann über:„ Geld und Waare". 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 228/2 Verein d. Maschinisten u. Heizer Berl. Sonntag, den 4. Dezember, Nachm. 5 Uhr, in Schultheiss' Brauerei- Ausschank, Neue Jakobst. 24-25. Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag über einen neuen Kesselspeise- Regulator. 2. Bericht über den Delegirtentag. 8. Berschiedenes. Gäste willkommen. 250/4 Der Vorstand. Allgem. Arbeiterinnen- Verein Berlins u. Umg. ( Filiale Moabit.) Grosse Versammlung am Sonntag, den 4. d. M., Abends 6 Uhr, bei Hermerschmidt, Perlebergerfir. 28. Tages Ordnung: Vorlesung über Vesuv und Erdbeben. Herren und Damen als Gäste find willkommen. Tellersammlung findet statt. Nach der Bersammlung findet gemüthliches Beisammensein ftatt. Der Bevollmächtigte. 102/18 Große öffentliche Versammlung für Frauen u. Männer der Drechsler am Sonnabend, den 3. Dezember, Abds. 8% Uhr, in Joël's Salon, Andreasstr. 21( oberer Saal). Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Mattutat über: Freiland". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 136/6 Die Agitationskommission. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Herren und Damen als Gäste stets willkommen. 5940% Keine kalten Füsse mehr! Wichtig für Alle, welche im Freien oder in ungeheizten Räumen sich aufzuhalten genöthigt sind. Einlagen in Schuhwerk zum Warmbalten der Füße. Durch Patent- Urkunde No. 59 404 gefeßlich geschüßt. Preis für 1 Paar Einlagen Mt. 5,00. Probepaare nebft Gebrauchsanweisung fowie alleiniger Bezug durch das General- Depot für Deutschland bei 68M H. Meyer, Berlin C., Neue Friedrichstr. 79a, 1 Treppe. Bei schriftlicher Bestellung muß die Fußlänge angegeben werden! Versand nur gegen Nachnahme! Achtung. Charlottenburg. Achtung. Große öffentl. Bersammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 4. Dezember, Vorm. 10 Uhr, in der GambrinusBrauerei, Wallstr. 46. Tages- Ordnung: Jit es den Arbeitern Charlottenburgs möglich, für sich und ihren Familienangehörigen zu jeder Zeit ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen? Referent: P. Hundt. Der Einberufer. Zahlreiches Erscheinen erwünscht.. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Strasse No. 2. In der Herstellung befindet sich und wird voraussichtlich noch vor Weihnachten zur Bersendung tommen: Protokoll über die Verhandlungen des Parteitages der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu Berlin vom 14.- 21. November 1892. ca. 20 Bog. 80. Eleg. broschirt. Preis 50 Pfennig. Die Verhandlungen des Berliner Parteitages erheben wegen ihrer prattischen Bedeutung den Anspruch des lebendigsten Juteresses feitens aller Parteigenossen. Die auf demselben zur Sprache gekommenen Verwaltungs- Angelegenheiten und sonstigen Geschäfte der Partei, die strenge, vom Standpunkte unferer Prinzipien ausgeübte Kritik und Selbstkritik, haben bewiesen, daß wir, ohne uns zu schaden, alle unsere Verhältnisse vor der Deffentlichkeit besprechen fönnen. Die Kenntniß der Ver handlungen nach dem stenographischen Bericht ist jedem Parteigenoffen nothwendig. In Rücksicht darauf und auf den zudem hohen agitatorischen Werth und, die dadurch wünschenswerthe Massenverbreitung haben wir den überaus billigen Verkaufspreis- 50 Pfennig pro Exemplar bei sorgfältiger, geschmackvoller Ausstattung festgesetzt. Um Sie Auflagehöhe bestimmen zu können, bitten wir uns den ungefähren Bedarf der einzelnen Orte schon jetzt bekannt zu geben, Nur so sind wir in der Lage, allen an uns gestellten Anforderungen rechtzeitig genügen zu können. Oranien- Bad Oranienstrasse 44. Abonnements I. RI. 60 Pf., II. Kl. 8 Bäder 1 M. Dampfkasten- Bäder. Ginpackung und Massage. Leitungswaffer. 3185 L 261/1 Hierdurch nehme ich die gegen den Schantwirth Herrn Carl Dehne und feine Frau Stalizerstraße Nr. 1 zu Berlin und seine Gäste im Oktober d. J erkläre die betreffenden Personen als ausgestoßenen Beleidigungen zurück und Ehrenleute. 393b Thiele. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse Der Schuhmacher. Sonntag, den 4. Dezember, Abends 72 Uhr, sur Feier des 10jährigen Bestehens 275/5 WF Tanz- Kränzchen unter gütiger Mitwirkung des Gesang vereins Kornblume. Billets. für Herren 50 Pf., Damen 25 Pf., sind bei den Bahlstellen der Kaffe, sowie in den mit Blafaten belegten Handlungen und bei Papte, Manteuffelstr. 81, zu haben. Verein der Arbeiter u. Arbeiterinnen der Buch-, Papier- u. LederwaarenIndustrie. Montag, den 5. Dezember, 8%, Uhr Versammlung Alte Jakobftr. 75. Zages- Ordnung: 1. Die graphische Union. Referent Rollege Gg. Schmidt, 2. Wie stellen wir uns an der geplanten Arbeits lofenstatistit? 3. Verschiedenes. Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder. Das Mitglied Sommer hat die Siegerist'sche Liste Nr. 14 verloren, beim Vorzeigen ist dieselbe anzuhalten und an uns abzuliefern. 118/10 Der Vorstand. Zentralverein der Gärtner. Sonnabend, den 8. Dezember, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75: Grosses Tanzkränzchen verbunden mit 881b Kotillon, Blumenverloofung 2C Anfang 81/2 Uhr. Entree 25 f. Das Komitee. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler ut. ( E. H.) in Hamburg. Oerti. Verwaltung Berlin D. Mitgliederversammlung am Sonntag, den 4. Dezember, Bor mittag 101 Uhr, im Victoria Salon, Perlebergerstr. 13. Tagesordnung: Wahl eines Bevollmächtigten Stell vertreters. Die Wahl findet unter Leitung des Ausschusses statt. 808/2 Der Ausschuß. J. A.: H. No es te. Freireligiöse Gemeinde. Rosenthaler- Straße Nr. 38. Sonntag, Vormittags 104 Uhr: Vortrag von Dr. Br. Wille: Die neue ethische Bewegung. Gäste fehr willkommen. 151/10 Hans Baake, City- Passage, Dresdenerstrasse 52/53. Arbeiter- Buchhandlung. E S ກ f n es 8 Ich empfehle als Weihnachts Geschenke folgende neu erschie nene Sachen: ,, Spikel auf Reisen". Ein neues Gesellschaftsspiel für Jung und Alt. Preis 75 Pf. Einzelerem plare nach Auswärts gegen 85 f. d Marr- und Laffalle- Reliefs in b Elfenbein- Imitation. Preis je i t. Nach Auswärts gegen Einsendung von 1,20 Mt. Beitungs- Mappen in Seiden- Plüsch mit Mary- und Lassalle Reliefs( fehr elegant). Preis 5 Mt. Bei Bezug von Parthien Rabatt. HeimWith. Lindemann, raße 24. 8367L empfiehlt fein Cigarren-, Cigarretten- und Tabak- Geschäft. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthjtraße 2. D 8 5